Gvangelisches Gesangbuch' Gvangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen Verlag W.Crüwell Dortmund Das Kirche Advent. Weihnach — = 23 — Himmelfe Pfingsten Trinitatis Die Kirche x Die Kire Sonntag Taufe un Das heilt Das christl Buße. Glaube u Heiligung Liebe zu Vertraue Lob und Tageszeit Morge Mittas Abend Haus un Naturleb Vaterlan Tod, Geri —— Leben. 11 Psalmen u Geistliche Das Kirchenjahr Advent Weihnachten Jahreswechsel Epiphanias. 26 Passion.. 33 794² 55 67 74 8⁴ 88 Dstern Himmelfahrt Pfingsten Trinitatis. — — — — „ — — — — 1715885 . 933 2** 2* ** ** Die Kirche und die Gnadenmittel Die Kirche.. 39—114 383—401 Sonntag und Gottesdienst 115—128 402—410 Taufe und Konfirmation.„ 129—132 411—413 Das heilige Abendmahl.. 133—139 414—418 Das 2. Mrrth Leben Buße. 140—147 419—424 Glaube und Rechtfertigung 148—158 425—427 Heiligungg.. 59—194 428—447 Liebe zu Jesu 95—208 44859 Vertrauen auf Gott... 209— 241 460—473 Lob und Dank. 242—201 474 Tageszeiten.. 202—289 475—4389 Morgen 262—273 475— 480 Mittaog. 274— 275 Abend 2760—289 481—4389 Haus und Beruf. 290—2960 490- 8 Naturlebe 297 494—499 Vaterlanddö.. 298—303 500 Tod, Gericht und ewiges Leben:. 304 342 501-515 Psalmen von Matthias Jorissen.. 516—540 Geistliche Volksliedenr.... 11— 76 Anhang Liturgische Sätze J. Für den sonntäglichen Vormittags-⸗ gottesdienst. II. Für Beichte(erberirunaper und Abendmahl.. III. Hymnen und Strophen Einige Weisen des 20 A in waderen Fassung 11 Die kirchlichen Bibellekrionen Die Dichter unserer Lieder.... Alphabetisches Inhaltsverzeichnis... 50—65 Die Einheitsnote in den Weisen des Gesangbuches ist die Viertelnote. Wo es die halbe Note ist, steht ein C⸗Zeichen. Ein Sternchen neben dem Melodienamen verweist auf eine andere Fassung der Weise im Anhang. Erfter S Oie Lieder des Deutschen Evangelischen Gejangbuches nach den Beschlũüssen des Deutschen Evangelischen Rirchenausschusses Betet an den Herrn in heiligem Schmuck Pfsalm 86, 8 Das Virchenjahr Rdvent Halle 1704. ‚ H TJZ.—.. +I. EEEEEEEE +. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es E. E E 4—.—— 1— 1 kommt der Herr der Herr- lich-keit, ein Kö⸗ nig .nr. ler Kö,- nig:=reich, ein Hei-land al ⸗=ler —— D— Welt zu⸗gleich, der Heil und Le-ben mit sich äKEEEEEEEFF L bringt; det⸗hal⸗ben fauchzt, mit Freu⸗ den singt: Ge⸗ lo⸗bet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat. 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ruck ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er 5, bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat. 4 Das Kirchenjahr 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König Dan, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden zu dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid: seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klingen, dem 7 König Lob zu singen, der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit, der all eur Klag und Weinen verwandeln wird in Freud. Er ists, der helfen kann; halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer, 1606— 1673. 4 Weise: Aus meines Herzens Grunde. Hamburg 1598. 1. Auf, auf, ihr Reichs- ge⸗ nose⸗ sen, eur Emp⸗fa⸗ het un ⸗- ver-drose⸗ sen den Kö⸗nig kommt her⸗ an! großen Wun-der-mann. Ihr Christen, geht her—⸗ für, laßt uns vor al- len Din- gen ihm —— Ho⸗=si⸗- an ⸗ na sin⸗- gen mit hei⸗li-ger Be⸗gier. Advent 4 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können: im Nachtmahl, Tauf und Wort. denn„ 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht em fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not mit reichem keit, Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, sa d in dämpfen gar den Tod. 4. Frischauf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich. Der selbst des Tiers gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 1598. 5. Frischauf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus eur Gnaden läßt seine Kinder sein. 6. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu besehn, dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft — und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen her⸗ kann. 7. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt — durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. hm 8. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch öů arm und schwach. Du liebest unvergleichlich, du gehst den Sündern nach. Drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen . und ewig dankbar sein. Johann Rist, 1607— 1667. 2 Das Kirchenjahr 3., O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freuden⸗ sonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat. 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, eur Herz zum Tempel zubereit't; die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad. 5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Her-⸗ zens Tür dir offen ist; ach zeüch mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr. Georg Weissel, 1590-1635. Weise: Ach was soll ich Sünder machen. Weltlich Altdorf 1653; geistlich Greifswald 1661. — 1. Kommst du, kommst du, Licht der Hei⸗ den? EiiIEE Ja, du kommst und säumest nicht, weil du weißt, was T uns gebricht; o du starker Trost im Lei⸗den, Je⸗ su, S............ mei⸗nes Herzens Tür steht dir of-fen, komm zu mir. 3. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Jung⸗ fraunsohn; meine Sinne spüren schon deinen gnaden⸗ vollen Segen, deines Geistes Wunderkraft, welche Frucht und Leben schafft. 3. Adle mick Flehen hin, in deinem Li steht in meir 4. Jesu, reg Mund, daß für die Güt erwiesen haßt 5. Laß dure und Geduld zu dir sein he Hosianna si Weise: Aus m Gna⸗-den⸗ Herr=lich⸗ 2. Kein Zet im hohen 6 Er will hier er des Vat t, so diesen insgemein, hte Freuden⸗ pun. Gelobet k. it, eur Herz Gottseligkeit o kommt der mit zugleich. „voll Gnad. meins Her⸗ Gnade ein, Dein heilger en Seligkeit. is und Ehr. „ 1590- 1635. eifswald 1661. — Hei⸗- den? weißt, was zu mir. id, Jung⸗ en gnaden⸗ ft, welche Advent 3 3. Adle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein Flehen hin, schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe; sonst zu lieben dich, mein Licht, steht in meinen Kräften nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund innig preise für die Güte, die du mir, o Seelengast, lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld mich zu dir sein hoch erhaben; dann so will ich für und für Hosianna singen dir. Ernst Christoph Homburg, 1605— 1681. Weise: Aus meines Herzens Grunde. Hamburg 1598. 1. Nun jauch⸗zet, all ihr Frommen, zu die ⸗ ser weil un⸗ser Heil ist kom-men, der Herr der 2—+ 2 Gna⸗= den⸗ zeit,„ nesol ie Herr⸗lich⸗ keit, zwar oh⸗ne stol ⸗ ze Pracht, doch EEE —— mäch⸗tig, zu ver- hee⸗ren und gänz⸗lich zu zer⸗ E EI stö ⸗ ren des Teu- fels Reich und Macht. 2. Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt: im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 5 Das Kirchenjahr Auch nach der Weise: Valet will ich dir geben. Johann Crüger 1653. H r.. I. Wie soll ich dich emp⸗fan-gen und wie be⸗ o ᷣal ⸗ ler Welt Ver⸗lan⸗gen, o mei-ner egn ich dir ö x Eiesen Zter? O Je⸗su, Je⸗su, set ze mir —.—————— —— + EIII‚I‚..— selbst die Fak⸗ kel bei, da⸗ mit, was dich er⸗ I 1 ö ö— göt ⸗ ze, mir kund und wis-send sei. 2, Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum tut. 5% Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Lieben, womit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammer⸗ has die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 6. Das Heer, l mehr un vor der steht all ist voller die ihm Kindern 9. Was ihrer Ti Augenbl wahrlich Widerst 15. Er der ihm ihn lieb— und hol in deine Weise: X Herz wun⸗ rüger 1653. id wie be⸗ mei⸗ ner dich er⸗ ne Zweige rn meinen Lob und t es kann Trost und n größten Fried und nen und umst und Schanden, mich hoch das sich tut. mir vom it du alle Jammer⸗ umfangen Advent 6 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sünden⸗ schuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ührer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne ͤ in deinen Freudensaal! Paul Gerhardt, 1607-— 1676. Weise: Von Gott will ich nicht lassen I. Erfurt 1572. H +— ö 1. Mit Ernst, o Men⸗schen⸗kin⸗der, das bald wird das Heil der Sün- der, der — ö E— Herz in euch be-⸗ stellt„ wun ⸗der⸗star⸗ke Held, den Gott aus Gnad al⸗ 6 7 Das Kirchenjahr lein der Welt zum Licht und Le⸗ ben ver-⸗ spro⸗chen P SPSPIPII.IPIPIPIPIPIPII.IIII.. — α 8 hat zu ge-ben, bei al-len ke⸗-hren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; macht alle Bahnen recht, die Täler all erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu⸗ grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein. Valentin Thilo, 1607— 1662. Weise: Nun komm der Heiden Heiland. 7 Vorreformatorisch. Erfurt 1524. — EEAEEEE ö—, 1. Gott sei Dank durch al=le Welt, der sein —— EE———— Wort be⸗stän⸗dig hält und der Sün⸗der Trost und + 4 E Rat zu uns her⸗ge⸗ sen⸗ det hat. 2. W Sehn Herrũ 3. Z˙ Jung sich t 4. S mein Herze 5. 3 mach wust, 6. Ur Gefa bereit 7. L blöde für n 8. T. Angsi zuget⸗ 9. da komm dir g Weise spro⸗chen E nein. em großen les, was er all erhöhet, nist, gleich eilgen Zeit bst bereit! ꝛid von der dir allzeit 1607— 1662. Erfurt 1524. „der sein rost und Advent 8 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt in Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von allem Sünden⸗ wust, 6, und wie deine Ankunft war, voller Sanftmut ohn Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt. 8, Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich aller ngsten frei dir im Glauben um und an selig bleibe zugetan; 9. daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wieder⸗ kommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, 1620—1659. Weise: Meinen Jesum laß ich nicht I. Johann Uhlich 1674. e. + 1. Ho⸗ si⸗ an⸗ na! Da⸗ vids Sohn kommt in Auf, be⸗rei- tet ihm den Thron, setzt ihm E Zi⸗on ein⸗-ge- zo⸗ gen. tau⸗send Eh⸗ ren⸗bo⸗ gen; streu- et Pal- men, 8 9Das Kirchenjahr PD—— ma⸗chet Bahn, daß er Ein-zug hal- ten kann. 2. Hosianna! Sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen. Unser Herz ist schon gerüst't, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Toren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. Hosianna! Friedefürst, Ehrenkönig, Held im Streite, alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! Lieber Gast, wir sind deine Reichs⸗ genossen, die du dir erwählet hast. Ach, so laß uns unverdrossen deinem Zepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein. 5. Hosianna! Steh uns bei, o Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 6. Hosianna nah und fern! Eile, bei uns einzugehen. Du Gesegneter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Hosianna, bist du da? Ja, du kommst, ja! Halleluja! Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Christian Gregor 1784. . 0— 2.—— EEEE ◻ I. Dein Kö- nig kommt in nie- dern Hül⸗ len, E ö—. ihn trägt der last-barn Es⸗-lin Fül⸗len; empfang ihn verstöt zu er empör mnn. hen dir sich dir u sollst eld im t unsre d dein Reichs⸗ aß uns errsche Advent 9 + d 122 Z———— froh, Je⸗ru-sa⸗lem! Trag ihm ent-ge-gen Frie⸗dens⸗ pal-men, be-streu den Pfad mit grü⸗nen Hal⸗men; — En ——— e— so ists dem Her-ren an⸗-ge⸗ nehm. 2. O mächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus und macht dir Bahn; 4. und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir be⸗ droht; du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, daß du selbst hienieden kommst, zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der Finsternis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus, daß wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines großen Vaters Haus. Friedrich Rückert, 1788 1866. 10 Das Kirchenjahr Weihnachten 10 Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. EEEE 2 1. Ge⸗lo⸗- bet seist du, Je- su Christ, daß du EE— ‚ bo⸗ ren—— von 665 ⸗ ner Jungfrau, das is wahr, des freu et ea der En ⸗gel r rrrn ᷑iren M ne vn n. 2. Er ——— frau Schar. Ky⸗-ri⸗- e! leis. son 2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der führn Krippe findt; in unser armes Fleisch und Blut ver⸗ von 6 kleidet sich das ewge Gut. Kyrieleis. 4. E 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in hat b Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, leben der alle Ding erhält allein. Kyrieleis. 3.— 4. Das ewge Licht geht da herein, gibt der Welt ein Win! neuen Schein; es leucht't wohl mitten in der Nacht das und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis. 6. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast gehn in der Welt hie ward und führt uns aus dem Jammer⸗ mit tal, er macht uns Erben in seim Saal. Kyrieleis. 5.2 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich liegt erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen Kind lieben Engeln gleich. Kyrieleis. berg 1524. in der ut ver⸗ liegt in uklein, Belt ein Nacht n Gast ammer⸗ hrieleis. ser sich seinen Weihnachten 7. Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und Dant ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis. Martin Luther,‚, 1483- 1546.(Str. 1 vorreformatorisch 12700 Bei Valentin Schumann 1539. 1. Vom Him-mel hoch da komm ich her, ich bring euch gu⸗te neu⸗e Mär, der gu⸗ten Mär bring ich so viel, da-von ich singn und sa--gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jung⸗ frau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit't, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. „So merket nun das Zeichen recht: die Krippen, Windelein so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dorthin: was liegt doch in dem Krippelein? Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. 12. 12 Das Kirchenjahr 8. Sei mir willkommen, edler Gast! Den Sünder nicht verschmähet hast und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dir? 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. I1I. Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du König groß und reich herprangst, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzu⸗ zeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13. Ach mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Wiegenliedlein schön, mit Herzenslust den süßen Ton. 15. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn, des freuet sich der Engel Schar und singet uns solch neues Jahr. „Ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi 1535.“ Martin Luther,‚, 1483—1546. David Wolder 1598. H n E r, un:. 1. Vom Him⸗-mel kam der En⸗gel Schar, er⸗ EEEEEEE schien den Hir⸗ten of-fen- bar; sie sag⸗ten ihn'n: Ein Kind 2. zu verküt euer 3. 2 euch Blut 4. V mit e die H 5. E ihn e dem 6. 3 word keit, sei MN U zu klein, ist grob roß und it anzu⸗ nd Gut ein rein Schrein, „ singen n, mit der uns r Engel 83—1546. Weihnachten 18 2+— N 4+— I . Kind-lein zart, das liegt dort in der Krip-pen hart, 2. zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat: es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein; er ist geborn eur Fleisch und 1. eur Bruder ist das ewge Gut. „Was kann euch tun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und 15 Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf hn eur Zuversicht. Es mögen viel euch fechten an, dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewig⸗ keit, geduldig, fröhlich allezeit. Martin Luther, 1483- 1546. EE— 4.—.— ö— Nikolaus Herman 1554. 0 + I. Lobt Gott, ihr Chri-sten all⸗ zu- gleich, in — EEI— DDI‚‚ sei- nem höchsten Thron, der heut schleußt auf sein äL2HBeeeeE. Him-meln- reich und schenkt uns sei⸗ nen ——— E ̃— 4— E EE——.—...—— Sohn, und schenkt uns sei- nen Sohn. 14 Das Kirchenjahr 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß:,„: in einem Krippelein.:,: 3. Er äußert sich all seiner Gwalt, wird niedrig Uund gering und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, ): der Schöpfer aller Ding.:,: 4. Er wird ein Knecht und ich ein Herr; das mag ein Wechsel sein! Wie könnt es doch sein freundlicher, ): das Herzejesulein?: 5. Heut schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür,: Gott sei Lob, Ehr und Preis!, Nikolaus Herman + 1561. Andreas Hammerschmid, Freiberg 1646. E— H. ö I. Freu-et euch, ihr Christen al⸗le, freu⸗e sich, wer —.———— +.—— 23—..—, ei im-mer kann; Gott hat viel an uns ge-tan. Freuet ———.— euch mit gro ßem Schal- le, daß er uns so ö 1———— 1 — EE...— .—2 hoch ge-acht't, sich mit uns be-freundt ge-macht. Freu⸗de, Freu⸗de ü⸗ber Freude: Chri⸗stus weh-ret ud wird ckt und niedrig Gestalt, as mag idlicher, schönen Gott n + 1561. erg 1646. Weihnachten 15 Chri- stus ist die Gna-den-son- ne. 2. Siehe, siehe, meine Seele, wie dein Heiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der Krippen Höhle harte lieget dir zugut, dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr; so laß mich von dir nicht wanken; nimm mich dir zu eigen hin, so empfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: At ist die Gnadensonne. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner noch in Euaden an; schenke, was man bitten kann, zu er⸗ quicken deine Brüder; gib der ganzen Christenschar Frieden und ein selges Jahr. Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. Christian Keimann, 1607— 1662. Johann Crüger 1656. —— I. Fröh-lich soll mein Her-ze springen —— EIEEVES. EEE 4———. die⸗ser Zeit, da vor Freud al-le En- gel sin-gen. 15 15 Das Kirchenjahr qꝑRůKKMK? —.——— Hört, hört, wie mit vol len Chö-ren al- le Luft .. EE lau⸗te ruft: Christus ist ge-bo-ren! 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute, Gottes Kind das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? 5. Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahrn, o liebe Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 6. Ei so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, eilt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet. 7. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den wahren Freuden; faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 8. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil die ver-⸗ gift'ten Wunden. 9. Di frei e Gaben laben. 10. O meine Lebens zufried 11. leben endlich andern hö⸗l 2. S= Teufe nehme 3. S zum aus d 4. S hat i besuck 8 gibt, unserm seiner hund Gottes timmt, hmich fahrn, fehlt; ch ein, t den, reuch „hier wohl, euch pfindt etrost: e ver⸗ Weihnachten 16 9. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 10. Süßes Heil, laß dich umfangen. laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 1I. Ich will dich mit Fleiß bewahren; ich will dir leben hier, dir will ich abfahren:; mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Vorreformatorisch. Breslau 1555. / 2 Kommt und laßt uns Chri-⸗stum eh⸗ ren, Herz und E——————— Sin:nen zu ihm keh⸗ ren; sin⸗ get fröh⸗lich, laßt euch DZ.— IE N — II hö⸗ ren, wer-⸗ tes Volk der Chri⸗sten⸗ Hert 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen: wir, die unser Heil an⸗ nehmen, werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. 1/7 17 Das Kirchenjahr 5. Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Höllen Reich. 6. O gebenedeite Stunde, da wir das von Herzens⸗ grunde glauben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freund⸗ lich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt, 1607-—1676. Weise: Vom Himmel hoch da komm ich her. Bei Valentin Schumann 1539. .—— 2 H—.—. E— 1. Wir sin-gen dir, Im-ma⸗- nu- el, du Le⸗bens-fürst und Gnadenquell, du Himmelsblum und Morgen-stern, du Jungfraunsohn, Herr al-ler Herrn. 2. Wir singen dir in deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht, dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. 4.„Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!“ 5. Nun du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh, bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und kommst doch bloß. 6. Di viel suchst 7. D so vie Greul 8. Ic unden als ic 9. Di dir n⸗ es kat 10. U gelebt her, 11. 6 alles den 2 I12.00 Glied mir g 13.— für u schall' Weise Weihnachten 18 6. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid, bist aller Heiden Trost und Licht, suchst selber Trost und findst ihn nicht. Herzens⸗ Z. Du bist der süße Menschenfreund, doch sind dir ken dir, so viel Menschen feind, Herodes Heer hält dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. freund⸗ 8. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei Schalle und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. 507-1676. 9. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an; 10. und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll, ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 1I. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei. Du trägst den Zorn, du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. 12. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein 234—— Glied und Eigentum und will, soviel dein Geist ann 1539. lum und mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. 13. Ich will dein Halleluja hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Herrn duschter Weise: O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. 1 8 — ö 2 99 o manch E—— +—— ge Jahr 1. Dies ist die Nacht, da mir er:⸗schie⸗nen das Kind, dem al ⸗le En⸗gel die- nen, id unsre ebräch ö 5..... IEEI ö ä 0 alles des gro⸗ ßen Got⸗ tes Freund=lich⸗keit: bringt Licht in mei ⸗ne Dun-⸗ kel⸗ heit, 3„ 19 19 Das Kirchenjahr 2 ů—4. +— — ö und die⸗- ses Welt⸗ und Him-mels-licht weicht —— n. 2— I hun- dert- tau-send Son- nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein; der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens-⸗ und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weih—⸗ nachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachts-⸗ glanzes voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, 1624— 1685. Weise: Vom Himmel hoch da komm ich her. Bei Valentin Schumann 1539. E + ö E= E 1. Dies ist der Tag, den Gott ge-macht, sein heit t 5. De im B gern.“ 6. He und 7 dich, 2/ mit F der hi 8. Di ists, d ihn set 9. Ja der he sing il 142.82 in alle Christ me nicht n Höhle weg der 5Nacht. Licht der d Stern oit, wird und dein dlaubens⸗ treulich willst du ht mehr bestrahle e Weih⸗ htskunst, hnachts-⸗ 24— 1685. ann 1539. Weihnachten 19 werd in al- ler Welt gedacht; ihn prei⸗ se, was durch 1— H Je⸗sum Christ im Himmel und auf Er-den ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Mensch⸗ heit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir.„Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an. 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bru⸗ der hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der ihm, de Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715— 1769. 20 20 Das Kirchenjahr Weise: Aus meines Herzens G 655—.— Hamburg 1598. , ö. E — I. Der heil⸗ ge Christ ist kom ⸗- men, der des freun sich al ⸗- le From-men am sü⸗ße Got=tes⸗sohn, höchsten Him-mels-thron. ist, muß prei- sen hoch und lo-ben mit al- len 5 5—4— EE—+ En- geln dro-ben den lie-ben heil-gen Christ. Auch was auf Er⸗ den 2. Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin; die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn; die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken Sus weite Himmelsbrücken aus jedem schmalsten teg. Verwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos, Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoß; er will, daß alle rein von ihren alten Schulden, ver⸗ trauend seinen Hulden, gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein fern und nah. Der euch den Vater weiset, der heilge Christ, ist da. Er ruft so freundlich drein mit süßen Liebesworten:„Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein!“ Ernst Moritz Arndt, 1769- 1860. Weise: K ein hei das K 5. Wé der K Wir e land Hamburg 1598. men, der men am auf Er⸗ den mit al⸗ len — 1 EEE — gen Christ. ge Nacht ist st der Sinn; nd Entzücken m schmalsten und vaterlos, Gnadenschoß; schulden, ver⸗ immel ein. Kindlein fern t‚ der heilge in mit süßen Pforten, ihr udt, 1769- 1860. Weihnachten 21 Weise: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. Vorreformatorisch. o. O. 1530. —H EE 1. Brich an, du schö⸗nes Mor⸗gen⸗licht! Das SSSS SII IIII... ist der al ⸗-te Mor-gen nicht, der täg= lich EiISSEEE E wie ⸗ der-keh-ret; es ist ein Leuch-ten SSSEEEEEE aus der Fern, es ist ein Schimmer, ist ein SDSISS Stern, von dem ich längst ge⸗ hö-ret. 2. Nun wird ein König, aller Welt von Ewigkeit zum Heil bestellt, ein zartes Kind geboren; der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt schon und verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, es naht die selge Gotteszeit der Freiheit und der Liebe. Wohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe! 4. Ein ewig festes Liebesband hält jedes Haus und jedes Land und alle Welt umfangen; wir alle sind ein heilger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind mit lächelnder Gebärde. Wir grüßen dich, du Sternenheld, willkommen, Hei⸗ land aller Welt, willkommen auf der Erde! Max von Schenkendorf, 1783—1817. 1 22 Das Kirchenjahr Jahreswechsel Weise: Vom Himmel hoch da komm ich her. Bei Valentin Schumann 1539. 22 3 ö EEEEEEEEEEE 1. Das al⸗ te Jahr ver⸗gan⸗gen ist. Wir —.——.—.— E 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, du wollst dein arme Christen-⸗ heit bewahren ferner allezeit. 3. Entzieh uns nicht dein heilsam Wort, das ist der Seelen Trost und Hort; vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei. 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn und fromm zu werden fangen an; der alten Sünden nicht gedenk, ein gnadenreich Neujahr uns schenk. 3., Hilf christlich leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am Jüngsten Tage aufzustehn, mit dir in Himmel einzugehn, 6. zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich; o Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob' und Ehr. Strophe 1. 2: 1568; Strophe 3-6: Erfurt 1588. neu⸗ 2. Wa allein; du, He leiten; 3. Laß meine ich bal mein L 4. Trö mein? voll Af Nöten, 5. He mir he Trug fromm 6. Jes bei mi nur m lasse nn 7. Jes Jahr. mir in ich sol in Schumann 1539. gen ist. Wir uns in so ie⸗ses Jahr. nades Vaters arme Christen⸗ rt, das ist der ehr, Abgötterei hn und fromm n nicht gedenk, en und hernach , mit dir in allen Engeln ehr zu deines —6: Erfurt 1588. Jahreswechsel 23 Weise: Unser Herrscher, unser König. — — nn— ——— 1. Hilf, Herr Je- su, laß ge- lin⸗gen, hilf, das laß es neu⸗e Kräf⸗te bringen, daß aufs —..—E—— uen. neu⸗ e Jahr geht an; neu ich wan- deln kann. . 1— 3 EEEEEEE EEEEEEEEEEEEEEE neu⸗es Le- ben wol-lest du aus Gnaden ge-ben. 2. Was ich denke, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, so steh zur Seiten. 3. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, mich bereuen meine Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schade und ich bald Verzeihung find, Herr, bei dir; denn du, mein Leben, kannst die Sünd allein vergeben. 4. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe und voll Angst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 5. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 6. Jesus richte mein Beginnen, Jesus bleibe stets bei mir, Jesus zäume mir die Sinnen, Jesus sei nur mein Begier, Jesus sei mir in Gedanken, Jesus lasse nie mich wanken! 7. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr. Trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen Zohann Rist, 1007—1687. 1 Neu⸗- es Glück und Bremen 1680. 2 3 — 24 Das Kirchenjahr Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren. Leipzig 15 IO. S 24— 7 allen E 1 1. Nun laßt uns gehn und tre- ten mit Wegen sonne so —5—— 7• Se Eiier uUm 13. Hi Sin-gen und mit Be⸗-ten zum Herrn, der un-serm danken mut qu 14. Un EEEEAn Himme — bm bis hier- her Kraft ge ⸗ ge- ben. 15. Da 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr Uelen zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis— zum neuen 3. durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, Weise: N die alle Welt bedecken..— 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Un⸗— gewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden, 5. also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. —6. Ach Hüter unsres Lebens, fürwahr, es ist ver— gebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht neu⸗ dein Augen wachen. zum 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue, Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden.— 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten ü in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Bun⸗ Freuden. 2. Jesu 9. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen schallen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das genannt sich gedulde. unser 5 Leipzig 1587. ge- ben. jhon einem Jahr vom alten bis durch Zittern roße Schrecken, nschweren Un⸗ den mit Fleiß 0 ihm seine tzen, in seinem ahr, es ist ver⸗ hen, wo nicht Morgen neue, Herzleid wenden. und bleib mitten runnen unsrer ich von Herzen en Herz, das Jahreswechsel 25 10. Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freuden⸗ ströme fließen. II. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnaden⸗ sonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Ge⸗ danken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwer⸗ mut quälen. 14. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schare zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Johann Uhlich 1674. EEEEEEEEEEE +—. 7— 2—— I. Je⸗ sus soll die Lo ⸗ sung sein, da ein Je⸗ su Na-me soll al- lein de-nen ö— I N— 1— „ neu⸗es Jahr er⸗ schie⸗nen; zum Pa⸗nie⸗re die- nen, Bun-⸗de stehn und auf sei-nen We⸗gen gehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen; und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Ramens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. ü⸗ Meinen Jesum laß ich nicht I. die in sei⸗- nem 2 2⁵ 26 Das Kirchenjahr 3. Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles . voller Segen sein. 9 4. Alle Sorgen, alles Leid soll der Name uns ver⸗ ö süßen; so wird alle Bitterkeit uns zur Freude werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 5. Jesus, aller Völker Heil, unserm Land ein Gnaden⸗ zeichen, unsres Ortes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Schutz und Hort, sei die Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. 26 a Befiehl du deine Wege. Bei Bartholomäus Gesius 1603. EE— 1. Das Jahr geht still zu En- de, nun sei auch In Got⸗tes treu⸗-e Hän-de leg ich nun ö—— IIPItIII........T 1— 80 4* ů— Eigene V o laß in still, mein Herz. Freud und Schmerz und was dies Jahr um⸗ schlossen, was Gott der Herr nur weiß, die Trä-nen,—— ö—.——.— ö.— ———1 II —.——6 22521 voll die ge- flos⸗-sen, die Wun-den bren⸗nend heiß. mein 2. Warum es so viel Leiden, so kurzes Glück nur E== gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr— geliebt? So manches Aug gebrochen, und mancher sü⸗ Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— mir du armes Herz, warum? 1.4 18e588SEU Epiphanias 27 3. Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde nicht unsre Heimat st. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft. uns ver⸗ 4. Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins ide werden Feld, dort werden wir uns freuen im selgen Him-⸗ „welcher melszelt; wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vater⸗ haus und wissens: die geschieden, die ruhen dort Gnaden⸗ schon aus. n Kleinod 5. O das ist sichres Gehen durch diese Erdenzeit; Hort, sei nur immer vorwärts sehen mit selger Freudigkeit; wird uns durch Grabeshügel der klare Blick verbaut: 672—1737. Herr, gib der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut. 6. Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das esius 1608. Herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimat⸗ wärts. Und ist es uns hienieden so öde, so allein, o laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein. Eleonore Fürstin Reuß, 1835- 1903. ich nun— —— Epiphanias —— Eigene Weise.“ Frankfurt a. M. 1599. —44— 2/ Ahr um⸗ 1—+—— T ............ T ————— E—1 LI —— +* irs +— 2—.— 1. Wie schön leuch-tet der Mor⸗gen⸗ stern Du Sohn Da ⸗-vids aus Ja-kobsStamm, rä- nen, , voll Gnad und Wahr-heit von dem Herrn, die heiß. mein Kö⸗ nig und mein Bräu-ti ⸗ gam, hast 2—5.2 xsx fs fv, ö E ⁷ IE E nancher 2 iin r ir mein Horr-zel, Del=sei. lieb⸗lich, freund⸗ch, mir mein Herz be- ses⸗ sen; 2* 27 Das Kirchenjahr +—+ +— 2— — + schön und herr-lich, groß und ehr- lich, reich an 40 8 E ö—5 H Ga- ben, hoch und sehr präch- tig er- ha- ben. 2. Ei meine Perl, du werte Kron, wahr Gottes und Marien Sohn, ein hochgeborner König! Mein Herz heißt dich ein Himmelsblum; dein süßes Evan⸗ gelium ist lauter Milch und Honig. Jesu, Jesu, Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, dei— ner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du leuchtend Kleinod, edler Stein, die Flamme deiner Liebe, daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib an deinem aus-⸗ erwählten Leib in frischem Lebenstriebe. In dir laß mir ohn Auf hören sich vermehren Lieb und Freude, daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, wenn du mit deinem Angesicht mich freundlich tust an⸗ blicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich er⸗ quicken. Nimm mich freundlich in die Arme, Herr, erbarme dich in Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Freund, ich seine Braut, drum mich auch nichts betrübet. Eia, eia, himmlisch Leben wird er geben mir dort oben: ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Zu unserm Gott mit Saitenklang laßt nun den esten„Gesang ganz freudenreich erschallen dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräut⸗ gam mein, zu Ehren und Gefallen. Singet, springet, jubilieret, triumphierer, dankt dem Herren, groß ist der König der Ehren. —— Wie is das wird m Parade komm, deiner n Weise: V 3. Dr vermel Gut trägst Schlo Epiphanias 28 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis; des klopf ich in die Hände. Amen, Amen, komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange; deiner wart ich mit Verlangen. Philipp Nicolai, 1556- 1608. Weise: Valet will ich dir geben. 1. O Kö⸗ nig al⸗ ler Eh⸗ren, Herr Je⸗su, dein Reich soll e-wig wäh⸗ren, im Him⸗-mel Werep⸗ er. Liebe—.— DR dir laß Da- vids Sohn, Freude, ist dein Thron; hilf, daß all- hier auf wenn——.U———— tust an⸗ EEEIIAISIIe..— n 1. zuch er⸗ Erden den Menschen weit und breit dein Reich be⸗ Herr,— E N mm ich— ESE— ꝗ ———— Dent kannt mög wer⸗den zur See⸗len Se= lig⸗keit. Freund, 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus etrübet. Morgenland; die Knie sie vor dir beugen, weil du nir dort ihn'n bist bekannt. Der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort. Drum man dich billig preiset, uun den daß du bist unser Hort. udem 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift Bräut⸗ vermeldt, doch achtest du gar wenig vergänglich oringet, Gut und Geld, prangst nicht auf stolzem Rosse, roß ist trägst keine güldne Kron, thronst nicht in hohem Schlosse; hier hast du Spott und Hohn. 2 29 Das Kirchenjahr 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güte triumphieret und dein Ge⸗ rechtigkeit. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. 5, Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf, dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht ver⸗ sehren; rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden sein meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm, 1557— 11622. Weise; Herr Jesu Christ, meins Lebens Licht. Nürnberg 1676. ————— 1. O Je⸗ su Chri⸗ ste, wah- res Licht, er⸗ 7¹————‚.ĩ—— E leuchte, die dich ken⸗nen nicht, und bringe sie zu 5—— ö 15 pn ypmnin N. —1—2 dei- ner Herd, daß ih- re Seel auch se-lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein, auch die, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn; „ und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwundt Gewissen heil, laß sie am Himmel haben teil. sehen, G schier jeden melsl erstreckt ein Ge⸗ schönen meinem mit der und in 7— 1622. erg 1676. Epiphanias 30 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel stehn; 6. so werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann, 1585- 1647. Lukas 1, 78. 79. Weise: Unser Herrscher, unser König. Bremen 1680. HQ JZ.... ö ͤ ů 1.—. . EAEE 1. Wer-de licht, du Stadt der Hei⸗den, und du, schau⸗e, welch ein Glanz mit Freu⸗den ü-ber — UUIUIIiIRI ee,———— —— 1—— 2.—— Salem, wer-de licht; dei⸗nem Haupt an⸗-bricht. nicht ver-ges⸗-sen, die im Fin—stern sind ge⸗sessen. 2. Dunkelheit die mußte weichen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein andres zu vergleichen, welches alle Ding erhellt. Die nach diesem Glanze sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Gottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Him⸗ melsleben seinen Glanz uns sollte geben. Gott hat de-⸗- rer 30 31 31 Das Kirchenjahr 4. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles überblieben. 5. Jesu, reines Licht der Seele, du vertreibst die Finsternis, die in dieser Sündenhöhle unsern Tritt macht ungewiß. Jesu, deine Lieb und Segen leuchten uns auf unsern Wegen. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken in der rechten Glaubensbahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, daß du hast so wohl getan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 7. Dein Erscheinung müß erfüllen mein Gemüt in aller Not. Dein Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod. Herr, in Freuden und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. 8. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist, 1607— 1667. Lukas 2, 25—32. Weise: Lob Gott getrost mit Singen. Ursprünglich weltlich(15. Jahrh.); geistlich NRürnberg um 1535. E— —.——.— 1 2——— 1. Herr Je⸗su, Licht der Hei-den, der From⸗men wir kommen jetzt mit Freu⸗den durch dei⸗ nes ——— GOei ⸗ ses Iuler in die⸗sen deisnen Tem⸗- pel und ein Fr Stern 4. Her ein jede Mir w nachder 5. Ja, schaut; er auck dem n Angst, 6. Hi strafen nicht ich vo klares aus der 2s so viel en, daß eibst die n Tritt leuchten rechten danken, Schatz müt in meine und im us der as mir Kronen l0e. n 1535. n⸗men nes Epiphanias 31 su⸗chen mit Begier nach Si⸗me⸗ons Ex⸗em⸗pel dich 2— gro⸗ßen Gott—— all,⸗- hier. 2. Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungs⸗ wort, vergönnst noch heutzutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage wie hier der fromme Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Glut und Feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Krankheit ein Befreier, ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen, daß letzt wie Simeon ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden die Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich ge⸗ schaut; kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar die Deinen oft streng und strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich nicht erkennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Johann Franck, 1618- 1677 V 32. 33 Das Kirchenjahr Matth. 2, 11. 32 gä Meinen Jesum laß ich nicht I. Johann Uhlich 1674. ui, Lann..— . Je⸗su, gro⸗ßer Wun⸗der⸗stern, der aus mei⸗ne See⸗le will so gern dir an 25 1 Ja⸗kob ist er⸗ schie- nen, ů deinem Fe⸗ste die⸗ nen. Nimm doch, nimm doch gnä⸗dig an, was ich Ar⸗-mer schen⸗ken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin; so ist dirs die liebste Gabe; laß es auch bewährt und rein in dem Kreuzesofen sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets, ihn zu opfern, vor dir liegen. Wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; ach mich schmerzet meine Sünde. Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Erdmann Neumeister, 1671— 1756. Weise: Einer ist König, Immanuel sieget. Johann Georg Hille(2). Um 1733. 83 ů 4———: EEEE — I. Je⸗ sus ist kom⸗ men, Grund e⸗ wi⸗ ger Gottheit und Menschheit ver⸗ ei⸗ nen sich die ewe blutiger ergründ 6. Jesu ach eil mit H sterben die Len rein in gnädig ihn zu es auf Hmerzet u, daß sprechen 1-1756. Im 1733. vi⸗ ger lsen sich Epiphanias 33 EEEEE EEEEE ———UU Freude; A und O, An⸗fang und En de steht bei⸗ de; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so 1 H—ꝛ—* L— H2—..—— Je⸗sus ist kommen, Grund e-wi-ger Freu-den! 2. Jesus ist kommen, nun springen die Bande, Stricke des Todes die reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünde und Schande; Jesus ist kommen, nun springen die Bande! 3. Jesus ist kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus, sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend heraus. Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser? Jesus ist kommen, der starke Erlöser! 4. Jesus ist kommen, der König der Ehren; Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt. Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren; öffnet ihm Tore und Türen fein bald. Denkt doch, er will euch die Krone gewähren. Jesus ist kommen, der König der Ehren! 5. Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden, Sün⸗ den der ganzen Welt trägt dieses Lamm. Sündern die ewge Erlösung zu finden, stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm. Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden! 6. Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden, eilet, ach eilet zum Gnadenpanier. Schwöret die Treue mit Herzen und Händen, sprechet: wir leben und sterben bei dir. Herzensfreund, gürte mit Wahrheit die Lenden. Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden! 34 Das Kirchenjahr 7. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden, komme, 2. 40 wen dürstet, und trinke, wer will. Holet für euren Kreuzes verderblichen Schaden Gnade aus dieser unendlichen wohl du Füll. Hier kann das Herze sich laben und baden. sonst mu 70 Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden! o Jesu 8. Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben. Hoch⸗ Ttentes gelobt sei der erbarmende Gott, der uns den Ursprung—8 wohl du —. m Jesu, des Segens gegeben; dieser verschlinget Fluch, Jam⸗ 4*4 mer und Tod. Selig, die ihm sich beständig ergeben. 470 Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben! Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693- 177 Passion 34 Bei Johann Spangenberg 15 — TS 1 SS EE 2——— *—— 1. O Lamm Gottes, un⸗-schul⸗dig am Stamm des* all⸗zeit fun⸗den ge- dul⸗dig, wie-wohl du Lei⸗ ——— ö——— Kreuzes ge⸗-schlach⸗tet, wa⸗rest ver⸗ ach⸗- tet; 1——— —— D—— r tra ⸗ gen, sonst müßten wir ver- za- gen. Er⸗ n barm dich un⸗ ser, o · su, o Je ⸗ su! all Sünd hast du ge⸗ armv Passion 35 komme, 2. O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des für euren Kreuzes geschlachtet, allzeit funden geduldig, wie⸗ nendlichen wohl du warest verachtet; all Sünd hast du getragen, d baden. sonst müßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu, 11 o Jesu! 1. Hoch⸗ O Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Ursprung Kreuzes geschlachtet, allzeit funden geduldig, wie⸗ h, Jam⸗ wohl du warest verachtet; all Sünd hast du getragen, ergeben.—— müßten wir verzagen. Gib uns dein Frieden, o Jesu, o Jesu! Niederdeutsch, Rostock 1531. 693—1773. Weise: Christus, der uns selig macht. Vorreformatorisch. Bei Michael Weiße 1531. 35 iberg 1545. — e.— 3 amm des—9 5——— ohl du Lein ⸗ den, daß wir dir stets un⸗ter⸗tan all Un⸗ frucht⸗bar⸗lich be⸗ den ⸗ ken; da⸗ für, wie-wohl —.— arm und schwach, dir Dank⸗op⸗fer schen ⸗ ken. Michael Weiße, 1531. 36. 37 Das Kirchenjahr Braunschweig 1528. Sünd der Welt, er⸗-barm dich un-ser! 3. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die Sünd der Welt, — EiiE gib uns dei⸗nen Frieden! Amen, Amen, men. Agnus deéi. Wittenberger Kirchenordunng 1535. 37 Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Leipzig 1625. 77 spro⸗ 5— e—.— Wir Lan⸗ ken dir, Herr Je-su Christ, daß—— ů Mis + H4H——— e..— Aun 61— du für uns ge⸗stor⸗ben bist und hast uns durch dein Essig I.—2.— V E—— Ach, teu⸗res Blut ge-macht vor Gott ge-recht und gut, Herr 2. und bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch 2 Dut deine heilgen Wunden rot, erlös uns von dem ewgen Herr Tod und tröst uns in der letzten Not. chweig 1528. —.— trägst die — Christe, — er Welt, A 11 men. nung 1535. pzig 1625. „ daß —— —.— rch dein Passion 38 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand und reich uns dein allmächtge Hand, daß wir im Kreuz ge⸗ duldig sein, uns trösten deiner schweren Pein 4. und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer + 1600. Johann Crüger 1640. * FNH—— 2——— 1 ů—.——.— + I. Herz⸗lieb-ster Je- su, was hast du ver⸗ E 5716 bro⸗chen, daß man ein solch scharf Ur-teil hat ge— 1 2 ö————— —.+———— ö ——.——.———— spro⸗chen? Was ist die Schuld, in was für .. WWT Mis⸗se ⸗ta⸗- ten bist du ge⸗ra⸗ ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet. Du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket. 4 Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? ch, meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, mein Herr Jesu, habe dies verschuldet, was du erduldet. „ 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. 38 Das Kirchenjahr 5., Der Fromme stirbt, der recht und richtig wan⸗ delt, der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt, der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, der Herr gefangen. 6. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 1 7. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 8. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu vergleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebestaten im Werk erstatten? 9. Doch est noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. 10. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. +I. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. I3. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseitesetzen, in Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann, 1585— 1647. Weise: Der an Qual und b Leibs⸗ und& — ein, denk ie —— E mei⸗nem He 2. Will sich Fleisch und; wird alles mir heftig Gnadenzeiche 3. Will die Sündenbahr schau ich er du ausgestan alle böse Lu 4. Ja für all Kraft; wen neuen Leben in mir das b da du für 5. Auf dich Zuversicht; er mich kan bringet mir wird mir ge d richtig wan⸗ ott mißhandelt, entgangen, der Maße, die dich h lebte mit der mußt leiden. eiten, wie kann deins Menschen zu schenken. nicht erreichen, rgleichen. Wie Werk erstatten? jenehme: wenn daß sie aufs neu Sünden. ignen Kräften, heften, so gib n Guten führe. etrachten, aus hten, bemühen ets zu erfüllen. en, kein Kreuz Aagen, nichts ierzen nehmen ist zu schätzen, „ in Gnaden icht beschämen. deinem Throne one, da will zob und Dank inn, 1585- 1647. Weise: Der am K reuz ist meine Liebe. Frankfurt a. M. 1738. I. Je: su, dei⸗ ne tie ⸗fen Wunden, dei ne ge⸗ ben mir zu al-len Stunden Trost in Qual und bitt⸗rer Tod 2 4 i 2 8 2 8 Leibs⸗ und See⸗len⸗not; fällt mir et⸗was Ar⸗ ges ein, denk ich bald an dei⸗ ne Pein, die ver⸗lei⸗ det ———— mei⸗nem Her-zen, mit der Sün⸗de je zu scher⸗zen. 2. Will sich denn in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. 3., Will die Welt mein Herze führen auf die breite Sündenbahn, da nichts ist als Jubilieren, alsdann schau ich emsig an deiner Marter Zentnerlast, die du ausgestanden hast: so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben. 4. Ja für alles, was mich kränket, geben deine Wunden Kraft; wenn mein Herz hinein sich senket, krieg ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit wendt in mir das bittre Leid, der du mir das Heil erworben, da du für mich bist gestorben. Auf dich setz ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht; dein Tod hat den Tod zerhauen daß er mich kann töten nicht. Daß an dir ich habe teil, bringet mir Trost, Schutz und Heil; deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. Passion 39 39 40. 41 Das Kirchenjahr 6. Hab ich dich in meinem Herzen, du Brunn aller— Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im— * letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich; 3 ** kein Feind kann verletzen mich. Wer sich birgt in Je⸗su deine Wunden, der hat glücklich überwunden. ser⸗ben Johann Heermann, 1585-— 1647. 40 Weise: Nun lasset uns den Leib begrabn. Wittenberg 1544. E= E ö— Hr.— Stamm de — ö ö . Der du, Herr Je- su, Ruh und Rast in 5 90— sch ——*——.—— Menschen E— 2 E P‚‚..üDüñiʒ‚iiieiee= i⸗ hal⸗ ͤ ir f ͤ 3. Was dei⸗nem Grab ge-hal- ten hast, gib, daß wir in dir bin —.— 5——— allzum EEEEEEEEEEEE ich nicht n al 3 i 4. Drum ru-hen all und un- ser Le- ben dir ge-fall Leben Lan 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, die du er⸗ Lob und kauft mit deinem Blut, und führ uns in des Himmels für dein u Licht zu deines Vaters Angesicht. 1 3. Wir danken dir, o Gottes Lamm, getbter an des Iür, un Kreuzes ang i 5 5 91 uns Sündern deine Pein daß mir r den Eingang in das Leben sein. Sa x Georg Werner, 1589-—1643. gekostet, —. ö Weise: Hilf Gott, d es gelinge. Vorkeformaterisch Leipzig 1545. o mein He 4—.— und folge 892 V N—4 1—* EETE EEE EE.— Latenn +— und meine 1. Wenn mei⸗ne Sünd mich kränken, o mein Herr ohn Eigen so laß mich wohl be⸗ den⸗ken, wie du ge⸗ erwiesen, 5runn aller nauch im lich in dich; ch birgt in den. „1585- 1647. tenberg 1544. Rast in ir in dir e: fall. die du er⸗ Himmels tet an des heine Pein 1589-—1643. Leipzig 1545. mein Herr ie du ge⸗ Passion 41 Je⸗ su Christ, stor⸗ben bist Stamm des heil⸗gen Kreuzes auf dich genommen hast. und al⸗le meine Schuldenlast am 2. O Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht, es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5, Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wieviel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 42 42 Das Kirchenfahr 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Genesius, 1601- 1673. Wolfgang Weßnitzer 1661. E=2— —.————.— ——————— ö ö ö —3—32 +— 1. Je⸗ su, mei⸗ nes Le ⸗bens Le⸗-ben, Je⸗ su, der du dich für mich ge⸗ ge- ben in die ———— mei⸗nes To⸗ des Tod, tief⸗ste See-len-not, EEEEEE derben, nur daß ich nicht möch⸗te ster⸗ben. Tausend⸗, 1———.———.— EAN EEEESEEEEEEEEEE tausendmal sei dir, lieb⸗ster Je⸗su, Dank da⸗für. 2. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu er⸗ retten von des Teufels Sündenketten. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3. Du hast lassen Wunden schlagen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh; ach du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich gekrönet. Was in das äu⸗ßer⸗ ste Ver⸗ hat dich d götzen, mit mal sei dir 5. Du haf von Pein, möchte sich hast du sor sei dir, lie 6. Du haf mit Gedu zu büßen hast du wé sei dir, lie 7. Deine mut, deir alles mir muß zu C sei dir, li 8. Nun ie samte No für den he dein Zage dein Angst Passion 43 kräftiglich hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich er⸗ chern mich, götzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend⸗, tausend⸗ verdest mich mal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. ö 1— 5. Du hast wollen sein geschlagen, zu befreien mich i von Pein, fälschlich lassen dich anklagen, daß ich möchte sicher sein; daß ich möchte trostreich prangen, zeßnitzer 1661. hast du sonder Trost gehangen. Tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. —— 6. Du hast dich mit Schmach bedecket, hast gelitten e mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld; daß ich würde losgezählet, . 27— 2 n, Je⸗su, hast du wollen sein gequälet. Tausend-⸗, tausendmal miaedie sei dir, liebster Jesu, Bank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Über⸗ —— mut, dein Tod meinen Tod versüßet; es kommt alles mir zugut. Dein Verspotten, dein Verspeien Reste Ber⸗ muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend-, tausendmal ste Ver⸗ sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun ich danke dir von Herzen, Herr, für die ge⸗ ——— samte Not: für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod; für dein Zittern, für „Tausend⸗ dein Zagen, für dein tausendfaches Plagen, für 77 dein Angst und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg, 1605- 1681. k da⸗ für.—(Mainz 1628.) Bei Johann Schop 1641. 43 den, Spott I Fi ererxri, lr v Hxrvirkrtne, d Banden,. ien zu er⸗ +— ö Tausend⸗, 1. O Trau⸗rig⸗keit, o Her⸗ze⸗leid! Ist für. E—— ö erbärmlich IIIITTIT.. T m zu setzen L.——.—4 gen lassen das nicht zu be⸗ kla-gen? Gott des Va-⸗ ters nal sei dir, E ö— x—— ö nit großem ö 2 net. Was ei ⸗ nig Kind wird ins Grab ge⸗ tra⸗gen. 44 Das Kirchenjahr 2. O große Not! Gotts Sohn liegt tot. Am Kreuz ist er gestorben; hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 10 3. O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses ö angerichtet, da du durch die Missetat warest ganz vernichtet. 4. O süßer Mund, o Glaubensgrund, wie bist du doch zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 5. O selig ist zu aller Frist, der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab gesenket. 6. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, ich bitte dich mit Tränen: hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen. Johann Rist, 1607— 1667. 44 ü An Wasserflüssen Babylon. Straßburg 1525. EE △◻——— 1. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der es geht und trä-get in Ge-duld die Welt und ih ⸗rer Kin⸗der, Sün⸗den al⸗ ler Sün⸗der; es geht dahin, wird ——— Tmm Eumnn Hin H matt und krank, er⸗gibt sich auf die Würgebank, ent⸗ sa⸗ get al- len Freu-⸗den; es nimmt auf sich Schmach, Hohn und I— ——— und Tod u 2. Das Lä meiner Se und Sühr und nimm Straf und Zorn ist 6 durch Ste Sarg, vo 4. Mein nicht lasse mit Liebes verschreibe . Ich n Tage sin zum Frer soll sich Dankbart das will schließen. Am Kreuz elreich uns hat dieses warest ganz wie bist du lebt, muß scht bedenket, ab gesenket. bitte dich Grab nach t, 1607— 1667. raßburg 1525. Schuld der duld die dahin, wird —— obank, ent⸗ Schmach, Passion 44 +—. Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: Ich wills gern lei ⸗ den. 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen, den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen.„Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgetan zur Straf und Zornesruten; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 3.„Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will dirs tragen; mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen.“ O Wunder⸗ lleb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen; du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. • Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir nach Möglichkeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; und was du mir zugut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen. 45 Das Kirchenfahr 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein, du sollst ein— Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schätzen schön ge⸗ dieser Welt und allem, was der Welt gefällt, ich ö hab ein Beßres funden. Mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus deines E— Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zunutz zu allen Zeiten a⸗ ber hor machen; im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saiten: 2. Du edles spiel, und wenn mir nichts mehr schmecken will, das große 2 soll mich dies Manna speisen: im Durst solls sein bist du so er mein Wasserquell, in Einsamkeit mein Sprachgesell sonst kein Lie zu Haus und auch auf Reisen. Die Far 8. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut Pracht ist das ist mein Leben. Wenn mich der Sonnen Hitze Todes Mach trifft, so kann mirs Schatten geben; setzt mir der gerafft, und Wehmut Schmerzen zu, so find ich bei dir meine Kraft.“ Ruh, wie auf dem Bett ein Kranker; und wenn di. des Kreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um 4. Nun, wa und um, so bist du dann mein Anker. ich hab es f 9. Wenn endlich ich soll treten ein in deines Reiches Schau her, Freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will hat, gib mi mich darein kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, Gnad. in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters 5. Erkenne gehen und dir, dem er mich anvertraut, als eine mich an. X wohlgeschmückte Braut an deiner Seite stehen. Guts getan; Paul Gerhardt, 1607—1676. und süßer 5 mancher Hin 6. Ich will nicht; von Herze bricht letzten Todes 1. O Haupt voll Blut und Wun⸗den, voll meinen Arm o Haupt, zum Spott ge⸗ bun- den mit v. Es dient lich wohl, n mich finden 0 deinem Kreu Schmerz und vol⸗ler Hohn, wohl geschähs ei ⸗ ner Dor⸗nen kron, o Haupt, sonst 45⁵ Weise: Herzlich tut mich verlangen. Hans Leo Haßler 1601. du sollst ein el größer sein den Schätzen gefällt, ich Schatz, Herr t aus deines allen Zeiten Schutz, in mein Saiten⸗ mecken will, rst solls sein Sprachgesell Dein Blut onnen Hitze setzt mir der idir meine und wenn treibet um ines Reiches ein, ich will uptes Kron, sten Vaters t, als eine stehen. t, 1607— 1676. „»Haßler 1601. — zden, voll den mit —— aupt, sonst Passion 45 ——— II— schön ge⸗ zie-ret mit höch⸗ster Ehr und Zier, jetzt PP.. 12—* 22— f f + 23—. E E+‚.—+ E EI— 1—. ILLSI ⏑ a⸗ ber hoch schimp⸗fie⸗ret: ge⸗ grü⸗ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht't? Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht hat alles hingenommen und alles hin⸗ Alar⸗ und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last; ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdiener hat, dgib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an. Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan; dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden und tut mir herz⸗ lich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 4 46 Das Kirchenjahr 8.. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deine Todesschmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu und, wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich deiner Angst und Pein. aus den Vngsten kraft 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzes⸗ not. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubens⸗ voll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Dresden 1694. EE= EEIEEEE 1. O Welt, sieh hier dein Le-ben am Stamm des Kreuzes schwe-ben, dein Heil sinkt in den Tod. Der I— — ö—— ö ö— gro ße Fürst der Eh- ren läßt wil⸗ lig sich be⸗ schwe⸗ren mit Schlägen, Hohn *. und gro⸗ßem Spott. 2. Tritt he mit Schw edlen Her Seufzer ne 3. Wer ha mit Plager Sünder m weißt duen 4. Ich, ich lein finden dir erreget betrübte N 5. Ich bin Füßen geb Banden u dienet mein 6. Du nin mich drücke ein Fluch, Schmerzen 7. Du setze würgen fü du dich krö leidest alles 8. Ich bin, Stunden Seel vermi deinen Dier 9. Nun, ic Leben, eins Leiden, bis meinem He 10. Ich wé ergötzen, ie ein Spiegel und unverfe Passion 46 iebster Freund, gut gemeint. id deiner Treu Ende sei. scheide nicht ,‚ so tritt du ten wird um Angsten kraft rost in meinem einer Kreuzes⸗ Iich glaubens⸗ Wer so stirbt, irdt, 1607— 1676. Dresden 1694. n Stamm des hen Tod. Der lig sich be⸗ — ßem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt; aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3., Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht't? Du bist ja, nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körn⸗ lein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. ., Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden, das hat ver⸗ dienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7., Du setzest dich zum Bürgen, ja lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld; mir lässest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9., Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 47 Das Kirchenjahr II. Wie heftig unsre Sünden den frommen Gott entzünden, wie Rach und Eifer gehn, wie grausam seine Ruten, wie zornig seine Fluten, will ich aus diesem Leiden sehn. 12. Ich will daraus studieren, wie ich mein Herz soll zieren mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 13. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Ramen brechen, so will ich zähmen mich; das Un⸗ recht will ich dulden, dem Rächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich. +4. Ich will ans Kreuz mich schlagen mit dir und dem absagen, was meinem Fleisch gelüst't; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen so viel mir immer möglich ist. 15. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu * der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607— 1676. 47 Weise: Der am Kreuz ist meine Liebe. Frankfurt a. M. 1738. .. +. Sei mir tau- send⸗mal ge⸗ grü⸗ßet, der mich Je⸗ su, der du selbst ge⸗ bü⸗ ßet das, wo⸗ S S.. je und je ge⸗ liebt,„ 1 1. mit ich dich be⸗ trübt. Ach wie ist mir doch so wohl, wenn ich knien und lie gen soll an dem KA Kreuze, de 2. Heilen traurig bit und den g gebracht dein Blut setzen. 3. Schreil das Herz mir unver Gut, da deinen Fü 4. Diese 7 kann. S selber frer und gib n Trauern s Weise: O Je I. He —.—. See=le macht al: rommen Gott wie grausam will ich aus hãᷓmein Herz und wie ich mit Werken, Glimpf und ich; das Un⸗ ine Schulden mit dir und elüst't; was 1und lassen und die viel e sollen mich begleiten zu dt, 1607—1676. urt a. M. 1738. er mich as, wo⸗ 8 nir doch so .— ll an dem Passion 48 E—..— EEEEE Kreuze, da du stir⸗best und um meine Seetle wirbest. 2. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein liebstes Gut, da mein ganzes Herze ruht. Laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich halten, auf das best ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selber freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum und gib meiner Bitte Raum. Sprich: Laß all dein Trauern schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden. Paul Gerhardt, 1607—1676. 4⁵.5— Jesu Christ, meins Lebens Licht. Leipzis 1625. 2 +. Har— 8 Chelt,d dein teu⸗ res Blut ist meiner —..IJJ—‚— Pi .—...——.——.—4.— ö See ⸗le höchstes Gut: das stärkt, das labt, das RDRP‚PISIRPIPI‚‚‚ttt‚.. —— EH macht al-lein mein Herz von al zlen Sünden rein. 48 4² 49 Das Kirchenjahr 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott bestehn und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron: dein teures Blut, dein Lebenssaft gibt mir stets neue Lebenskraft. 4. Herr Zesu, in der letzten Not, wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein: dein Blut macht mich von Sünden rein. Johann Olearius, 1611- 1684. Weise: Christus, der uns selig macht. Vorreformatorisch. Bei Michael Weiße 1531. ———————. 1. Je⸗ su, dei⸗ ne Pas⸗si⸗on will ich jetzt be⸗ den ⸗W ken; wol-lest mir vom Him-mels-thron E 12—.... ——.— ö— + „ +...I. +——— —— Geist und An-dacht schen-»ken. In dem Bil- de EEEE—.—— ö jetzt er⸗schein, Je⸗ su, meinem Her-zen, wie du, 1 S=......——— +—.— 2 + . 3— un⸗ser Heil zu sein, lit-test al le Schmer⸗-zen. 2. Meine deine Sch deine Gei deinen To 3. Doch l laß mich stehen. A Sünde. 4. Jesu, l hilf, daß Sollt ich was du f 5. Wenn Hölle, J stelle. D fassen; li mich hasse 6. Gib at trage, da Plage, d dies Lalle dir gefalle du er⸗u in das enkleid, dein ich kann vor eingehn. Trost, mein Blut, dein aft. mich schreckt mein Labsal rein. 8, 1611— 1684. el Weiße 1531. h jetzt be⸗ mels⸗thron m Bil⸗ de n, wie du, ochmer-zen. Passion 50 2. Meine Seele sehen mach deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Kreuzesschande, deine Geißel, Dornenkron, Speer⸗ und Nägelwunden, deinen Tod, o Gottes Sohn, der mich dir verbunden. 3. Doch laß mich ja nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht ver⸗ stehen. Ach die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde. Diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue, hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt mit so großem Leiden? 5. Wenn mich meine Sünde will schrecken mit der Hölle, Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle. Dich und deine Passion laß mich gläubig fassen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nach⸗ trage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen,— bessern Dank ich dorten geb— Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken, 1626- 1681. Nürnberg 1684. — — r EE 2— 1. O du Lie⸗ die du dich be mei ⸗ ner Lie ⸗be, aus höch⸗ stem Trie-be — ñ——— du er-wünschte Se⸗lig⸗keit, in das jam⸗mer⸗vol ⸗le Leidꝰ dei'nes Lei⸗dens 50 mir zu⸗ gu⸗te als ein Op⸗fer ein⸗ge⸗stellt und be⸗ ————— zahlt mit dei⸗nem Blute al⸗le Mis⸗se⸗ tat der Welt: 23. Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Ol⸗ berg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen unauf hörlich fest geliebt, Liebe, die mit allem Willen Gottes Zorn und Eifer trägt; den sonst niemand konnte stillen, hat dein Sterben hingelegt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen noch der strenge Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Kraft und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen mich zuletzt in höchster Huld ihrem Vater überlassen, die selbst sterbend für mich bat, mir die Strafe zu erlassen, weil mich ihr Verdienst vertrat; 5. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz erworben, ach wie denk ich an dein Blut! Ach wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft an deinem Herzen ruh! Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seele Heil erworben: nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, 1629—1679. Weise: O T 2. Man sit Lebens Le des Heils, 3. O Leb auferwecke der Gruft 4: Sie wi Rosen lieg Grab besie 5. Gar ni wird er au dem Grab 6. Indes senken un denken. ellt und be— at der Welt: an dem Gl⸗ ind Sehnen lem Willen ist niemand t. chmach und Schmerzen sich liebend ebe, die sich ennt; umfangen h zuletzt in die selbst zu erlassen, ierwährend ie denk ich Wunden, Stunden in erkaltet e dank ich gestorben, erworben: 1629— 1679. Passion 51 Weise: O Traurigkeit. (Mainz 1628.) Bei Johann Schop 1641. 1. So ru-:hest du, o mei⸗ne Ruh, in EEEEEEE deisner Gra⸗ bes⸗-höh- le und er-weckst durch dei⸗ nen Tod mei⸗ ne to⸗ te See⸗ le. 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken. Sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 5. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. 6. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele Deneen und an deinen bittern Tod bis in Tod ge⸗ enken. Salomo Franck, 1659—1725. E 52 Das Kirchenfahr Weise: Es sind doch selig alle die. 2 1525. Ich grü ⸗ße dich am WHren⸗es⸗sh stammt, du du —— n in lan⸗ ter Not und in. ge⸗ lob 31 75 Got: tes La, mit an⸗dachts⸗ bist ge- hor-sam bis zum Tod, ver-gehst in —— vol⸗lem Her⸗ zen.. tau⸗send Schmerzen: doch sieht mein Glau-be EE wohl an dir, daß Got⸗tes WMa gje⸗ stät und Zier in EEEEEEE die ⸗sem Lei ⸗ be woh⸗ ne, und daß du —.——— .e e.— hier so wür-dig seist, daß man dich Herr und r, nnere n IEI 22——„ Kö-nig heißt, aͤls auf dem Eh- ren-⸗ thro⸗-ne. 2. Ich folge dir durch Tod und Leid, o Herzog meiner Seligkeit, nichts soll mich von bir trennen. Du gehst den engen Weg voran; dein Kreuzestod macht offne Bahn den Seelen, die dich kennen. Ach Jesu, deine höchste Treu macht/ daß mir nichts unmöglich sei, da du für mich auis iu ai ich scheue nicht den bittern Tod und bin gewiß in aller Not: Wer glaubt, ist unverdorben. Valentin Ernst Löscher, 1673—1749. Weise: Herz al⸗ ler S 2. PVereint Erden un den, an ut Sünde tra welcher 5. Es schl nieder, es entfundigt Gottes Fre ———— straßburg 1525. stamm, du Not und an⸗dachts⸗ gehst in u Glau-be nd Zier in Herr und Hro⸗ ne. rzog meiner nnen. Du stod macht Ach Jesu, unmöglich enicht den Ver glaubt, 16731740. Weise: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen? Johann Crüger 1640. D— 1. Herr, stär-ke mich, dein Lei- den zu be⸗ —.—— EiEEE das Meer der den⸗ken, mich in Lie ⸗ be zu ver⸗ sen⸗ken, die dich be⸗ wog, von al⸗ler Schuld des Bö⸗sen uns zu er=lö-sen. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehorsam wer⸗ den, an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen: 3. welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen, Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen. Dies kann erblie Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst da⸗ nieder, es beugt mich tief und es erhebt mich wieder, entsündigt mich, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. Passion 53 12 54 Das Kirchenjahr 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, E= ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüte in deine Güte. Frie⸗de, 7. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Argernis und eine Torheit werden: so seis doch mir trotz alles frechen Spottes die Weisheit Gottes. 8. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken, Wäsef so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken. Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried und Freude. Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769. 1. C ů Weise: Herr und Altst er deiner Kreuzgemeine. 54 1 Brüdergemeine um 1740. ö.ͥ 24 ei= n . v 4an wenn di E. + 20 5— Die wir uns all⸗hier bei⸗sammen fin⸗ den, uns auf dei⸗ne Mar⸗ter zu ver- bin-den,——— 1— D Di ...eeeeEE schlagen uns-re Hän-de ein, 8 Schwei dir auf e⸗- wig treu zu sein; und zum Zeichen, — ö E EiSiSiSSSSEEEEE n 12337—.— und de ů ge⸗ tö⸗. 2 ge⸗ 2. Ewig daß dies Lob⸗ ge⸗ tö-ne dei⸗ nem Her-zen an⸗ ge ein stille ——— kang un ——— ang un SEREEEEEEEE nicht fel rief: Es nehm und schö⸗ne, sa- ge A-men und zu⸗gleich: it ich glaube, ube, verliere Güte. dieser Erden so seis doch zsheit Gottes. nden kränken, senken. Dein st leide, mir ert, 1715-1769. meine um 1740. n fin⸗ den, ⸗ bin- den, zum Zeichen, zzen an- ge⸗ ꝛ1d zu-gleich: Passion 55 —E— V 1 AI EEEE Frie⸗de, Frie⸗de sei mit euch! Christian Renatus Graf von Zinzendorf, 1727— 1752. Weise: Herr und Altster deiner Kreuzgemeine. Brüdergemeine um 1740. EE EE 1. Ei⸗- nes wünsch ich mir vor al-lem an-dern, se- lig läßts im Trä-nen⸗tal sich wan⸗dern, 1— + ö DRE—.—* Z-e iex,, M. ir nn ei ⸗ ne Spei⸗se früh und spät; wenn dies ei- ne mit uns geht: E——— E ö ö——— ei ⸗ nen Mann zu schau⸗ en, der mit blut⸗gem un-ver-rückt auf S— Schweiß und To⸗des⸗grauen auf sein Antlitz niedersank + 1 1 + III und den Kelch des Va⸗ ters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des Kreuzes Stamm, wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: Es ist vollbracht! 3 35 56 56 Das Kirchenjahr 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen meine Schuld und deine Huld. Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld; hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, eh es auf des Hirten Ruf gegchtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein!— sprich du darauf ein Amen, treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen: das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund. Albert Knapp, 1798— 1864. Ostern 13. Jahrhundert. Wittenberg 1535. + TT 1. Christ ist er ⸗-stan- den von der Mar-ter EEEE al ⸗le; des solln wir al⸗le froh sein, ö EAH E SI.J—‚—.— AA 3.— EEE — Christ will un-ser Trost sein. Ky- ri- e⸗ leis. gessen meine er Finsternis hattest längst uf des Hirten mich erkauft 2. Wär er nicht er stan ⸗ den, so wär die eem 3— ä———— einen süßen ꝗSꝗSꝗSISSISSS‚i‚i‚i‚eeeee hinein. Mit 449 leben und in Welt ver ⸗ gan ⸗ gen; seit daß er er⸗ Ptund unser pp, 1798— 1864. stan⸗den ist, so lobn wir den Va⸗ ter Je⸗ su 1 T I 1 IEnn EE —— Christ. Ky ⸗ ri⸗ e; leis. 3. Hal⸗le ittenberg 1535. — lu ⸗ ja, Hal⸗ le ⸗ lu ⸗ ja, Hal⸗le· . E S lu ⸗ ja! Des solln wir al⸗ le froh sein, 4 4— 1 33..8..——— ö.——— D. ö Christ will un⸗ser Trost sein. Ky ⸗- ri zeleis. 13. Jahrhundert. 30 57 Das Kirchenjahr Wittenberg 1524 4 I 3 I. Christ lag in To- des⸗- ban-- den, für 2. Den Tod— nie- mand zwin⸗gen konnt bei 3. Je ⸗sus.— Chri⸗stus, Got- tes Sohn, an 4. Es war ein wun ⸗⸗ der-⸗ lich Krieg, da 5. Hier ist das recht O ⸗ ster⸗lamm, da⸗ 6. So fei⸗ern wir das hoh.— Fest mit 7. Wir es⸗ ⸗ sen und le⸗ ben wohl, zum 1. uns⸗ re Sünd ge⸗ ge⸗ ben; der ist wie⸗ 2. al len Men-schen-kin-dern; das macht— 3. un⸗ ser Statt ist kom-men und hat die 4. Tod und Le⸗ ben run-gen; das Le⸗ 5. von Gott hat ge⸗ bo- ten, das ist 6 2 Her-zens⸗freud und Wonne, das uns der „sü⸗ßen Brot ge⸗- la⸗ den, der alt. I. der er⸗stan ⸗ den und hat uns bracht das 2. al ⸗les uns⸗re Sünd, kein Unschuld war zu 3. Sünd— ab⸗ ge- tan da⸗mitdem Tod ge⸗ 4. ben be-hielt den Sieg, es hat den Tod ver⸗ 5. an des Kreuzes Stamm in hei⸗ßer Lieb ge⸗ 6. Herr— scheienen läßt. Er ist sel ⸗ber die 7. Sau⸗er⸗= teig nicht soll sein bei dem Wort der I. Le⸗ 2. fin ⸗ 3. nom⸗ 4. schlmi 5. stor⸗ 6. Son⸗ 7. Gna⸗ Ostern 57 1. Le⸗ ben; des wir sol-len fröh-lich sein, Gott onnt bei 2. fin ⸗-den. Da-von kam der Tod so bald und Sohn, an 3. nom⸗ men all sein Recht undsein Ge⸗walt, da rieg, da 4. schlungen. Die Schrift hat ver⸗kün⸗det das, wie mm, da⸗ 5. stor-ben. Des Blut zeich- net uns⸗re Tür, das Fest mit 6. Son⸗ne, der durch sei ⸗ ner Gnade Glanzer⸗ ohl ö 7. Gna⸗den. Christus selbst die Kost will sein und pEI ů— V ben und dank- bar sein und macht— 2. nahm— ü ⸗ ber uns Ge- walt, hielt hat die 3. bleibt— nichts denn Tods- ge⸗ stalt, den Le 4. ein Tod den an-⸗dern fraß; ein ist 5. hält der Glaub dem Tod für; nicht uns der 6. leucht— uns- re Her ⸗- zen ganz; der alt— 7. spei sen die Seel al-lein; der — ö ri RDI — racht das 1. sin ⸗ gen: Hal⸗le⸗ lu ⸗ ja. Hal⸗le-lu⸗ja. har zu 2. uns in seim Reich gfan-gen. Hal⸗le- lu-ja. od ge⸗ 3. Stachl hat er ver- lo-- ren. Hal⸗le- lu-ja. od ver⸗ 4. Spott der Tod ist wor- den. Hal⸗le- lu-ja. ieb ge⸗ 5. rührn kann uns der Wür⸗ger. Hal⸗le⸗lu⸗ ja. r die 6. Sünd Nacht ist ver- gan- gen. Hal⸗le⸗-lu⸗ja. Bort der 7. Glaubwill keinsan⸗dern le⸗ ben. Hal⸗le⸗lu⸗ ja. Martin Luther, 1483- 1546. 58. 59 Das Kirchenjahr 58 Melchior Vulpius 1609. Eh—.— E EEEE + 1. Gelobt sei Gott im höchsten Thron samt sei⸗-nem EEEEEEEEE ein⸗ge⸗bor⸗nen Sohn, der für uns hat ge⸗ nũg ge⸗ . 7*² ö r tan. Hallelu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja, Halle⸗ lu⸗ja. 2. Des Morgens früh am dritten Tag, da noch der Stein am Grabe lag, erstand er frei ohn alle Klag. ,: Halleluja.:,: 3. Der Engel sprach: Fürchtet euch nicht; denn ich weiß wohl, was euch gebricht. Ihr sucht Jesum und find't ihn nicht.: Halleluja. ,: 4. Er ist erstanden von dem Tod, hat überwunden Mia Not; kommt, seht, wo er gelegen hat.:,: Halle⸗ nia.:,: 5 Nun bitten wir dich, Jesu Christ, weil du vom ute erstanden bist, verleihe, was uns selig ist. 1,: Halle⸗ usa., 6. Damit von Sünden wir befreit dem Namen dein gebenedeit frei mögen singen allezeit.,: Halle⸗ lula. Michael Weiße 4 1534. 59 Nikolaus Herman 1560. DZ 1 + — I—— —.—22 2— 1 L I +—* „Er-schie⸗ nen ist der herr-lich Tag, dran ERut sich nie⸗ — Herr, her EN fan⸗ gen 2. Die al Jammer, Christ, d 3. Seine siegt und Macht, 4. Die trübet we da der V 5. Drum Halleluja zu Trost Weise: Erf ulpius 1609. denn ich esum und erwunden „: Halle⸗ du vom „ Halle⸗ Namen Halle⸗ iße 1534. man 1560. E , dran Ostern 60 E—. sich nie-mand gnug freu ⸗ en mag: Christ, un- ser E ESEASESESESESEAERESEEEEEEEEEEEEEEEEFEF Herr, heut tri- umphiert, all sein Feind er ge⸗ . 7 fan⸗ gen führt. Hal- le⸗- lu: ja. 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja. 3. Sein'n Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward ihm Herr, zerstöret ist nun all sein Macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja. 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, alls, was be⸗ trübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst daniederlag. Halleluja. 3. Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Halleluja fein und loben dich, Herr Jesu Christ, zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja. Nikolaus Herman 4 1561. 3657 Erschienen ist der herrlich Tag. Nikolaus Herman 1560. — + n— —— X. Wir dan⸗ken dir, Herr Je- su Christ, daß E= E du vom Tod er⸗ stan ⸗ den bist und 60 as Kirchenjahr 5 EHEE * 2 2—. I hast dem Tod zer-stört sein Macht und uns das SS Le⸗ ben wie-der⸗bracht. Hal⸗-le ⸗ lu- ja. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad: nimm von uns unsre Missetat und hilf uns durch die Güte dein, daß wir dein treue Diener sein. Halleluja. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron samt seinem eingebornen Sohn, dem heilgen Geist in gleicher Weis in Ewigkeit sei Lob und Preis. Hallelufa. Thomas Hartmann, 1548— 1609. 61 Weise: Erschienen ist der herrlich Tag. Nikolaus Herman 1560. H —— EE IEEE H EHI— 1. Früh⸗mor⸗gens, da die Sonn auf⸗geht, mein Hei- land Chri- stus auf-er-steht; ver- trie-ben — 4— EEEEEE EEEAEEEEEE ——⏑— ist der Sün⸗- den Nacht, Licht, Heil und Le⸗ben EE SP E wie⸗ der⸗bracht. Hal⸗le lu⸗ ja. 5. In kur ist schon Stimm, leluja. töten sich ers die N 7. Sein Gepräng, geht herei Höllen 14. Feind, amt seinem eicher Weis a. „1548-1609. derman 1560. geht, mein atrie-ben Le⸗ ben —— ————8 ——ß7— I——. ——— Ostern 61 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not verschlossen, gleich als wär ich tot, läßt du mir früh die Gnaden⸗ sonn aufgehn, nach Trauern Freud und Wonn. Halleluja. 3. Nicht mehr denn nur drei Tage lang bleibt mein Heiland ins Todes Zwang, am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Halleluja. 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält, drauf folgt der Sabbat in lue Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Halle⸗ uja. 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf, ich wach auf durch des Herren Linu veracht den Tod mit seinem Grimm. Hal⸗ eluja. 6. Am Kreuz läßt Christus öffentlich vor allem Volke töten sich; da er durch Todes Kerker bricht, läßt ers die Menschen sehen nicht. Halleluja. 7. Sein Reich ist nicht von dieser Welt, kein groß Gepräng ihm hier gefällt: was schlecht und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein. Halleluja. 8. Hier ist noch nicht ganz kundgemacht, was er aus seinem Grab gebracht, der große Schatz, die reiche Beut, drauf sich ein Christ so herzlich freut. Halleluja. 2. Der Jüngste Tag wirds zeigen an, was er für Taten hat getan, wie er der Schlangen Kopf zer⸗ knickt, die Höll zerstört, den Tod erdrückt. Hallelufa. 10. Da werd ich Christi Herrlichkeit anschauen ewig voller Freud, ich werde sehn, wie alle Feind zur Höllen Pein gestürzet seind. Halleluja. II. O Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Halleluja. 62 62 Das Kirchenfahr 12. Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein, mein Hei⸗ land greift allmächtig drein, führt mich heraus mit seiner Hand. Wer mich will halten, wird zuschand. Halleluja. 13. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich alle Welt —7 ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. Hal⸗ eluja. 14. Er nährt, er schützt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied seins Leibes bin. Halleluja. 15. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich; die Freude, die mir ist bereit't, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja. 16. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja. Johann Heermann, 1585— 1647. Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein. Wittenberg 1524. —E 2———⏑ 0. +3—————1 1. O Tod, wo ist dein Sta-chel nun? Wo Was kann uns jetzt der Teu⸗ fel tun, wie — ist dein Sieg, o Höl⸗ le? grausam er sich stel le? Gott sei gedankt, der I EE 45 — v * uns den Sieg so herr-lich hat nach die⸗sem D V+ꝗ —— PDPPDPPIPIIII . Krieg durch Je⸗-sum Christ ge- ge ⸗- ben! 2. Wie stre mit ihr kän drang, und die Fersen Kopf ist ihr 3. Lebendie nimmt er e Tür, trägt das in dem auf; alls l 4. Des He erhöhet; ihr entgege Sünd dur ist kraftlos 5. Es war wieder. V wir auch ar gläubt, im ob er gleich 6. Wer tö auferstehet, ihn nicht at Unschuld u Wesen. 7. Das is werden: Himmel 1 warten for verklärtem 8. O Tod Sieg, o H wie grause uns den S Jesum Ch Hannoversch ein Hei⸗ raus mit zuschand. err Jesu, größerm 585-1647. nberg 1524. Ostern 62 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, da Christus mit ihr kämpfte! Mit List und Macht sie auf ihn drang, und dennoch er sie dämpfte. Ob sie ihn in die Fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht: der Kopf ist ihr zertreten. 3; Lebendig Christus kommt herfür, den Feind nimmt er gefangen, zerbricht der Hölle Schloß und Tür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf; alls liegt da überwunden. 4. Des Herren Rechte die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd durch Christi Sieg gedämpfet sind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt, er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei, derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Wesen. und Leben wiederbracht und unvergänglich esen. 7. Das ist die reiche Osterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 8. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! Hannoversches Gesangbuch 1657. Nach Georg Weissel, 1590— 1635. 63 Johann Crüger 1647. 2— —E II I I. Auf, auf, mein Herz, mit Freu- den nimm Wie kommt nach gro⸗ ßem Lei⸗ den nun E ö 2 IE IE wahr, was heut ge⸗= schicht!— ein so gro-ßes Licht! Mein Hei⸗land +.. I ET 1 +—4— + 3.— 3.—— + 88. + + FEE— + 2— +— —— war ge⸗-legt da, wo man uns hin⸗trägt, wenn ꝗ * 2 ö— von uns un- ser Geist gen Him⸗-mel ist ge:reist. 2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist. 4. Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn, sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht, das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. ö 5, Ich hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt es mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell. auferst un Crüger 1647. E eu⸗ den nimm i⸗ den nun Hei- land trägt, wenn 5— ist ge⸗reist. id trieb groß ist Christus fröhlich hier er Feld und Freudenspiel. m, was mir Hedlen Gut, rben ist. rem großen „all Arbeit mein Herz die Nacht Christo als zangen, da h den Tod, reißet durch Ostern 64 6. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an Not und Ungemach. Es tobe, was da kann, mein Haupt nimimt sich mein an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 7. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt, 1607—1676. Weise: Es ist das Heil uns kommen her. Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. +.——— . — 1 HE 1. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Er-mun⸗ tre dei⸗nen Geist und Sinn, den I—— EINR 2—5 I—I 2 22 4 220 Sonn ist auf⸗ ge⸗ gan⸗ gen. Hei⸗land zu emp⸗ fan ⸗ gen, äP durch des To- des Tür ge- bro⸗chen aus dem 1+— + 1 N ————= der heu⸗ te 3— Grab her-für, der gan-zen Welt zur Won ⸗ ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ der geistlich auferstanden. 64 Das Kirchenjahr 3. Vergiß nun, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht; er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Geh mit Maria Magdalen und Salome zum Grabe, die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungsgabe, so wirst du sehn, daß Jesus Christ vom Tod heut auferstanden ist und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw aus Judas Stamm heut sieg⸗ reich überwunden; und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Heil erfunden das Leben und Gerechtig⸗ keit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde schaugetragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt und Tod, noch gar der Hölle Rachen; denn Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Schwachen und den Geringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 9. Ach mein Herr Jesu, der du bist von Toten auf⸗ erstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen ins⸗ gemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Got⸗ teskindern und ewig in der Herrlichkeit von allen Über⸗ windern, die überwunden durch dein Blut: Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch über⸗ winden. Laurentius Laurenti, 1660- 1722. Weise: Di wenn i scheut, Staub zugehör warter tracht nach eder Frist zu se Welt und ist zu finden. dein Jesus i Kreuzespein Anliegen auf fern, weil er Salome zum n mit ihrer Jesus Christ cht im Grab ma heut sieg⸗ Gotteslamm nd Gerechtig⸗ t die Feinde Streit, weil rwinden weit dacht, daß du t und Gott od, noch gar hat kein Not, Geringen in drum wirst n Toten auf⸗ cht und List üsammen ins⸗ 5 du uns hast allen Got⸗ on allen Uber⸗ Blut: Herr ir auch über⸗ nti, 1660— 1722. Ostern 65 Weise: Dieweil wir sind versammelt. 1. Ich geh zu dei⸗ nem Gra⸗be, du gro⸗ßer weil ich die Hoffnung ha⸗ be, daß du mir E O:ster⸗fürst, I +1. zei⸗ gen wirst, wie man kann fröhlich ster⸗ben und ...........— fröh⸗lich auf⸗ er ⸗stehn, auch mit des Himmels —6 Er ben ins Land des Le⸗bens gehn. 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu. So soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht ver⸗ ebt. ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite eht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich den⸗ noch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. Heinrich Schütz 1628. 65 66 66 Das Kirchenjahr 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod, ich will mich dir ergeben in meiner letzten Not. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft; da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Weise: Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius 1609. FE..— E I. Will- kom-men, Held im Strei-te, aus E ö—..—— D= dei-nes Gra-bes Kluft! Wir tri- um⸗-phie⸗ ren I EI I I ᷣi DDSDRSDSE— heu ⸗te um dei⸗- ne lee⸗ re Gruft. 2. Der Feind wird schaugetragen und heißt nunmehr 0 Spott; wir aber können sagen: Mit uns ist unser ott. 3. In der Gerechten Hütten schallt schon das Sieges⸗ lied. Du trittst in unsre Mitten und bringst den Oster⸗ fried. 4. Ach teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus. Wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne auch über unser Herz, den Lebensweg uns bahne vom Grabe himmelwärts. 6. Laß unser aller Sünden ins Grab verscharret sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir nur dorten selig mit dir auch auferstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Weise: Jesu 4. Jesu ganzes Lüsten 1 dies ist Jesu Jesu sck lichkeit, dies ist 6. Jesr das Leb Seele Herr, es Tod, ich t. Ich will da werd uft. „1672— 1737. Bulpius 1609. bi⸗te, aus —.— ⸗phie⸗ ren zt nunmehr ns ist unser as Sieges⸗ den Oster⸗ iedern aus. Haus. inser Herz, imelwärts. arret sein, in erfreun. r mit dir; äglich für. zrabe gehn, auferstehn. Pfeil ist aden und 1672— 1737. Ostern 67 Weise: Jesus, meine Zuversicht. Berlin 1653. HQ .S.S...... 5— IS I. Je⸗ sus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo Er, er lebt und wird auch mich von den 1..— 1 .—— 22 0.65 4 sind nun dei⸗ ne Schrecken? ö To⸗ ten auf⸗er⸗-wek- ken. Er ver⸗klärt mich ö E EE ‚‚‚I‚‚J] in sein Licht: dies ist meine Zu⸗- ver⸗sicht. 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt ge⸗ geben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht: dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Got⸗ tes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht: dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein; sein sei auch mein ganzes Leben, reines Herzens will ich sein und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht: dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herr⸗ lichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht: dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769. 66 Das Kirchenjahr Simmelfahrt Vorreformatorisch 600— 1151.858 Wittenberg 1545. 68 E—————4 220 Cheist fuhr gen Him-mel. Was sandt er uns her⸗ — 2.—.— nie ⸗ der? Den Trö⸗ster, den hei⸗li-gen Geist, zu Trost der armen Chri⸗sten⸗heit. Hal ⸗ le⸗ lu⸗ja. 2. Halle ⸗ lu ⸗ ja, Hal⸗le⸗ lu 2. oalde 3 E 15 ja. Des solln wir al ⸗-le froh sein, Christ will ö ö ö ——— 2.— un⸗ser Trost sein. Hal ⸗ le⸗ lu ja. 15. Jahrhundert. I1. An un EAX Christ ge Bitt, er ——— Sün⸗ der —— Gfährde Ex le⸗ 2. Drut der 1⸗ Pracht, des Her dem He 3. Wer nicht er Fleisch Glaube das Leb luja, H 4. Sol Vater ittenberg 1545. er uns her⸗ Christ will zahrhundert. Himmelfahrt 69 Straßburg 1537. 0 4 j—— 1. Auf die-sen Tag be- den⸗ken wir, daß und dan⸗ken Gott aus höch⸗-ster Bgier mit —.— —— — Christ gen Him⸗mel gfah ⸗ ren„ Bitt, er woll be⸗ wah⸗ ren uns ar=⸗ me — E Sün⸗der hier auf Erd, die wir von we⸗gen man-cher S — Gfährd ohn ihn kein Hoffnung ha ⸗ ben. Hal⸗ + 1 I 1 +4 1 le ⸗ lu ja, Hal⸗le⸗lu-ja. 2. Drum sei Gott Lob, der Weg ist gmacht, uns steht der Himmel offen. Christus schließt auf mit großer Pracht, vorhin war alls verschlossen. Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. Halleluja, Halleluja. 3. Wer nicht folgt und sein'n Willen tut, dem ists nicht ernst zum Herren; denn Gott wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts. Wird der sein echt, wird auch gewiß das Leben recht zu Gott im Himml gerichtet. Halle⸗ luja, Halleluja. 4. Solch Himmelfahrt fängt in uns an, bis wir den Vater finden und fliehen stets die weltlich Bahn, tun 70 70 Das Kirchenjahr uns zu Gottes Kindern; die sehn hinauf, er sieht herab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie zusammenkommen. Halleluja, Halleluja. 121 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn uns Gott zu ihm nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, als wir denn jetzt bekennen. Da wird sich fin⸗ den Freud und Mut zu ewger Zeit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wirs erleben. Halleluja, Halleluja. Zohann Zwick, 1496— 1542. Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. Wittenberg 1535. E ö—.— ö— 1. Auf Chri-sti Him⸗mel⸗fahrt al⸗lein ich und al⸗len Zwei⸗fel, Angst und Pein hier⸗ .e—.— mei⸗ ne Nachfahrt grün-⸗ de mit stets ü⸗ ber⸗ win⸗ de. Denn weil das 1—.—* E—4 —— 2.— Haupt im Him-mel ist, wird sei⸗ ne Glie⸗ der EE ö +— ——.—. ——. ö rnl., Je=sus Christ zur rech-ten Zeit nach⸗ ho⸗ len. 2. Weil er gezogen himmelan und große Gab emp⸗ fangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends, Ruh erlangen; denn wo mein Schatz ge⸗ kommen hin, da ist hinfort mein Herz und Sinn, nach ihm mich stets verlanget. 3. Ach Herr, laß diefe Gnade mich von deiner Auf⸗ fahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wann dirs gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre doch mem Flehen! Nach Josua Wegelin, 1604- 1640. Weise: Wie s er sieht , bis sie penn uns d machen sich fin⸗ sten Gut. lleluja. 496—1542. berg 1535. — ein ich bein hier⸗ weil das Glie- der o⸗ len. Bab emp⸗ nn, sonst chatz ge⸗ inn, nach iner Auf⸗ ich mag vann dirs t. Herr, 604— 1640. Himmelfahrt 1 Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern.“ Frankfurt a. M. 1599. 1. Ach wun⸗ der⸗ gro⸗ßer Sie⸗ ges⸗ held, du zur Rechten dei⸗ nes Va⸗ters Kraft, der 2— ö—2 EE E EEEE Sünden⸗trä-ger al ⸗ler Welt, heut hast du dich ge⸗ Feinde Schar ge⸗bracht zur Haft, bis auf den Tod ver⸗ I N——1 1—4—4 I 1 DII—+ +.—42 1.—.—— 6— —5— 5251 mäch⸗tig, prächtig tri⸗ um⸗phierest, ju ⸗ bi⸗ lie⸗rest; Tod und Leben, dir ist al⸗les un⸗ter⸗ge⸗ben. 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Se⸗ raphim dich Siegesfürsten loben; weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Pracht zur Glorie bist erhoben. Singet, klinget, rühmt und ehret den, so fähret auf gen Himmel mit Posaunen und Getümmel. ö Du bist das Haupt, hingegen wir sind Glieder, a es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben, Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Erquik⸗ kuͤng, Labsal, Herzenssaft wird uns von dir gegeben. Bringe, zwinge mein Gemüte, mein Geblüte, daß es preise, dir als Siegsherrn Ehr erweise. 4. Zieh, Jesu, uns, zieh uns nach dir, hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Tun und Wandel sein, wo Zucht und Demut tritt herein, all Uppigkeit verachten. Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 72 72 Das Kirchenjahr 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist, auf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lügen, Trü⸗ gen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Sieges⸗ fürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlan⸗ gen. Du, du bist allen uns zugut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Komm doch, hilf noch, dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende fröhlich klopfen in die Hände. Ernst Christoph Homburg, 1605— 1681. Weise: Ach Gott und Herr. Freiberg 1655. 1. Zeuch uns nach dir, so kom-men wir mit +— E. herz⸗li⸗- chem Ver⸗lan-gen hin, da du bist, Herr EV——— ö 2— H E 2—— +—1 Je⸗ su Christ, aus die⸗ ser Welt ge- gan⸗gen. 2. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, ach führ uns deine Himmelsstege; wir irrn sonst leicht und sind verscheucht vom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir so folgen wir dir nach in deinen Himmel, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Weltgetümmel. 4. Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwaͤhlten Scharen. zeietrich Funcke, 1643—1600. Auferstel 3. Nun tum, di gelium Gnaden und Ser 4. Dein Brust, vieler Lu dir verein eine Wo 5. Doch noch dier „sei unser 8 verlassen. den wohnet ügen, Trü⸗ eda quälen du Sieges⸗ das Verlan⸗ „durch dein Romm doch, en wir ohn „1605— 1681. Freiberg 1655. sen wir mit — bist, Herr gan⸗ gen. h führ uns t und sind ich in deinen schwer das ind gib, daß ch uns gleich e, 1642— 1699. Himmelfahrt 73 Weise: Alle Meuschen müssen sterben I. Weltlich Christoph Anton 1651; geistlich Weimar 1681. 73 — I——— 1. Gro⸗ßer Mitt⸗ler, der zur Rechten sei⸗nes und die Schar von sei⸗ nen Knechten in dem ö HAN— gro ⸗ßen Va⸗= ters sitzt. Reich der Gna⸗den schützt, den auf dem er⸗hab⸗nen EE ö—.—— Throne in der kö- nig- li⸗chen Kro-⸗ne al⸗- les E Z E Heer der E⸗wig⸗keit mit ver⸗ hüll⸗tem Antlitz scheut: 2. dein Geschäft auf dieser Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn durch deine Macht: da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Geschäfte in dem obern Heilig⸗ tum, die erworbnen Segenskräfte durch dein Evan⸗ gelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnaden eilen, nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust, und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, bittest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen 7⁴4 74 Das Kirchenjahr über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten hin. 6. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Hei⸗ ligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm. Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod. Johann Jakob Rambach, 1693- 1785. Weise: Alle Menschen müssen sterben I. „Weltlich Christoph Anton 1651; geistlich Weimar 1681. —————— I. Sie⸗ges- fürst und Eh⸗ren- kö- nig, höchstver⸗ al⸗ le Him⸗mel sind zu we-nig, du bist klär⸗ te Ma je⸗ stät drü⸗ ber hoch er ⸗höht; sollt ich nicht zu Fuß dir z nin vn min. Eimnn.—— fal ⸗len und mein Herz vor Freu- de wal⸗-len, d,.,— IEDII r— wenn mein Glau- bens- aug be⸗tracht't dei ⸗ne — ö ö ..... Glo ⸗ rie, dei⸗ ne Macht? jI% — EEI — II ν 2. Seh i⸗ Rechten d Gloria: Herz vor weil mein 3. Weit sich ergen Himmels men, fre armes Ki 4. Sollt Klarheit da ich dei trauen, Jesu Nat 5. Geist mir kräft Feinde le und breit Bahn, a 6. Du ke sein; me komm her auch bei! in deinem 7. Deine innig nah nen Auge bei dir ab setzt, da vertreten, s in letzter 1693—1735. eimar 1681. wal⸗ len, dei ⸗ ne Himmelfahrt 74 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria: sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? 3. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich ergeußt und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelsgeister speist; prächtig wirst du aufgenom⸗ men, freudig heißt man dich willkommen; schau, ich armes Kindlein hier ruf auch Hosianna dir. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh?: Meinem König will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen, drum wirk in mir kräftiglich, bis zum Schemel deiner Füße alle Feinde legen sich. Aus Zion dein Zepter sende weit und breit bis zum Weltende; mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen untertan. 6. Du kannst alles allerorten nun erfülln und nahe sein; meines armen Herzens Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem Himmelsthron. 7. Deine Auffahrt bringt mir eben Gott und Himmel innig nah. Lehr mich nur im Geiste leben als vor dei⸗ nen Augen da, fremd der Welt, der Zeit und Sinnen, bei dir abgeschieden drinnen, in den Himmel schon ver⸗ setzt, da mich Jesus nur ergötzt. Gerhard Tersteegen, 1697-1769. 75 Das Kirchenjahr Pfingsten 56 tti Erfurt 1524. Kraft un . Kemm, bei⸗li⸗ ger Geist, Her⸗re Sercrfn mit EE— dei ⸗ ner Gna⸗den Gut dei- ner Gläub⸗gen Herz, —— I EI + IIS — S. 5 Mut und Sinn, dein brünstig Lieb ent-zünd in ihn'n. O Herr, durch dei ⸗nes Lich⸗ tes Glast zu um den —— —.—.—.—.—..—..—..—.——— dem Glauben ver-sammelt hast das Volk aus uns be⸗ N al ⸗ ler Welt Zun-gen. Das sei dir, Herr, zu heimfahr x +Ꝙ I +—— 2. Du we EZ.—.—————.—.—— SIIIIIIIII Jesum dem treue — Lob ge⸗ sun⸗ gen. Hal⸗le-lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja. Vaterland 9. Erfurt 1524. t! Erfüll mit gen Herz,/ Pfingsten 76 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr denn Jesum mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Halleluja, Halleluja. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröh⸗ ich und getrost in deim Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja. Martin Luther, 1483— 1546.(Str. 1 vorreformatorisch.) Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. nt⸗zünd in 1. Nun bit⸗ten wir den hei ⸗ li⸗ gen Geist L +—— +E+ 1 E— 5 Glast zu um den rech-ten Glauben al- ler-meist, daß er — H+—— ö— Volk aus uns be- hü⸗ te an un⸗-serm En- de, wenn wir I IXE—E+ + I Dl Herr, zu heimfahrn aus die⸗sem E⸗ len⸗de. Ky⸗ri- e⸗ leis. gle⸗lu- ja. 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis. 76 77 · Das Kirchenjahr 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Kyrieleis. 4. Du höchster Tröster in aller Not, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht gar verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis. ö Martin Luther, 1483—1546.(Str. Laus dem 13. Jahrhundert.) Weise: Wie schön leüchtet der Morgenstern.“ Frankfurt a. M. 1599. E EEEEE 2— . O heil- ger Geist, kehr bei uns ein und Du Himmels⸗licht, laß det⸗nen Schein bei EE laß uns dei⸗ne Wohnung sein, o komm, du Her⸗zens⸗ uns und in uns kräf⸗tig sein zu ste⸗ ter Freud und D....I—— 1—— E en Den dn H.— — SSII ——. Sonne, Wonne, himmlisch Le⸗ben willst du 11.— +—4— + ..——I—.——I E ◻+JJI E E geben, wenn wir be⸗ten; zu dir kommen wir ge⸗tre⸗ten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit dein wahre können He und uns z 3. Steh u selbst aufer Gib uns& und für, u was zerriss deinen Tre 4. Laß un Ritterschat unter deine freudigen daß wir w winden. 5. O stark melsüßes 2 uns möger Lehr und Güte ins Heiland n 6. Du süß kräftiglich verbunden sich darinne Fried und wirst dung 7. Gib, do benszeit, sei unbewr seine toten Beginnen werden. Pfingsten 77 „laß uns don Herzen inn bleiben. ß wir nicht die Sinne das Leben zahrhundert.) t a. M. 1599. ein und Schein bei Her-zens⸗ r Freud und n willst du r ge⸗tre⸗ten. die sich in hören, daß Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst auf rechtem Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleihen für und für, wenn wir auch leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. ö 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, Bnnden. wieder Trost empfinden, alles Unglück über⸗ winden. 5. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein him⸗ melsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und treuen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. . Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Le⸗ benszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Werden. von der Erden, daß wir Himmelserben werden. ö Michael Schirmer, 1606- 1673. 78 Das Kirchenjahr Weise: Werde munter mein Gemüte. Johann Schop 1642. E ——— dS. 2——— 2 7⁴—.—— 1. O du al ⸗ler-süß⸗te Freude, o du der du uns in Lieb und Lei⸗-de un- be⸗ ——4———— E. E 2* al=ler-schön-stes Licht, su⸗ chet läs⸗ sest nicht: Geist des Höchsten, höchster V V. 7 FTrV Fürst, der du hältst und hal⸗ten wirst ohn Auf⸗ hö⸗ren SSSISIII * al⸗le Din⸗ge, hö⸗ re, hö⸗ re, was ich sin⸗ ge. 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst eaus des Himmels Throne wie ein Regen ausgeschütt't, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit; laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verteilst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weise, voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund, zählst den Staub des kleinen Sandes, gründst des tiefen Meeres Grund; nun du weißt auch zwei⸗ felsfrei, wie verderbt und blind ich sei, drum gib Weisheit und vor allem, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommen Her⸗ zens, sanften Muts, bleibst im Lieben unbeweget, tust uns Bösen alles Guts; ach verleih und gib mir auch diesen edlei Feinde lieb 6. Mein nur nicht so bin ich g ich versprec mögen dir 7. Nur al stehest bei Hilfe nötig den alten? mein Gott 8. Sei me sei mein S ich liege, se ei so hilf m wirst dein Herzens e bo⸗ renehb Va⸗ ters Thrones, u Schop 1642. zelt geboren, e ein Regen vom Sohne o du werter erteilst nach füllen. ott gefallen. mmen Her⸗ heweget, tust zib mir auch Pfingsten 79 diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 6. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt, bleib ich von dir ungeschieden, ei so bin ich gnug getröst't. Laß mich sein dein Eigentum, ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Ver⸗ mögen dir zu Ehren anzulegen. ö 7. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei; hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinge neue, daß mein Gott sich meiner freue. 8. Sei mein Retter, halt mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben; wenn ich liege, sei mein Grab. Wenn ich wieder aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ewgen Freuden wirst dein Auserwählten weiden. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Berlin 1653. EEE DPFPF — 7⁴ I. Zeuch ein zu dei⸗nen To⸗ren, sei mei⸗nes der du, da ich ge-bo⸗ren, mich neu ge⸗ bren has, o boch⸗ge⸗lieb⸗ ter Geist des +— + E—— nnne, irrmi ern. 10—. Va⸗ters und des Soh-nes, mit bei⸗den glei⸗ches ö—— H Thrones, mit bei- den gleich ge-⸗preist. 7 79 Das Kirchenjahr 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. ö 3. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll, dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, es läßt nicht ab und ringet, bis der die Hilfe bringet, der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal. 5. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freund⸗ lichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder tun zu⸗ sammen, die voller Zwietracht seind. 6. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich ge⸗ trennet hat. 7. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd. Laß blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn. 8. Beschirm die Obrigkeiten, richt auf des Rechtes Thron, steh treulich uns zur Seiten, schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmig⸗ keit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 9. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Ver⸗ treib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unsern Herzen reißt. anerbeut winden, ergebe sii II. Rick Sinn, u hin, wer sterben 1 Haus. Himm 3— Sohn. 2. O h zu deing Geist, 9 Pfingsten 80 „ 10. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich ö anerbeut; hilf kämpfen ritterlich, damit wir über⸗ te, die ich winden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ö ergebe sich. echt beten I. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem gen klinget Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Rachen cht ab und hin, wenns hier mit uns wird aus, so hilf uns fröhlich elfen kann. sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens S U 2 — uern hältst Haus. Paul Gerhardt, 1607— 1676. es Trostes ö mit süßen Haln6⸗⸗ u öln 1623. güldnen ö ö 80 er Ham—— orn 7—ð 8—7 77 st du seind, 1. O hei⸗ li⸗ ger Geist, o hei-li-ger Gott, du er tun zu⸗ 12.·.—— E= + EA—— II rn ö—1 ganze weite 2— wie dir es Trö⸗ster wert in al ⸗ ler Not, du bist ge⸗sandt vons 96 ich de⸗*— 42I— I E. E vas sich ge⸗————— — 7 der Erd, Himmels Thron von Gott dem Va- ter und dem iner Herd. ů ö heeret, die E———.—— rozorn. EAZ.. 1 es Rechtes Sohn. O hei⸗-li-ger Geist, o hei⸗li-ger Gott! ück als mit Frömmig⸗ 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb ugend das zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, Gorrb zu lieben allesamt. O heiliger Geist, o heiliger ott! mnszier, die 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern für. Ver⸗ Glauben immerfort; an Christum niemand glauben und, was kann, es sei denn durch dein Hilf getan. O heiliger t. Geist, o heiliger Gott! 8 81 Das Kirchenjahr O heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort; lehr uns den Vater kennen schon, Gbt auch seinen lieben Sohn. O heiliger Geist, o heiliger ott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort; laß uns—— kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich. O heiliger Geist o heiliger Gott! 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang. O heiliger Geist, o hei⸗ liger Gott! Altenburg 1651. Meiningen 1693. , ISIIIII.......... 5. 3. Komm, o komm, du Geist des Le⸗bens, wahrer dei⸗- ne Kraft sei nicht ver⸗ gezbens, sie er⸗ —— ö——: f ö— Gott von E- wig- keit füll uns je⸗ der ⸗ zeit; so wird Geist und T —.— 4 Licht und Schein in dem dun-keln Her-zen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, als nur was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los. 3. Laß uns stets dein Zeugnis fühlen, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich Not und Drangsal findt; denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 4. Reiz u digkeit; f tritt uns Zuversich 5. Wird oft rufen O so ma zu und g 6. O du neuer Ge Satans? Krieg un 7. Herr, Tod noch unser So nein, laf 8. Wenr je mehr keit und auszuspre o heiliger uns nicht und Dank ßeist, o hei⸗ Enburg 1651. ningen 1693. eist und ꝛn sein. eit, Rat, beginnen, nis werde ir Gottes sich Not Rut ist Pfingsten 82 4. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freu⸗ digkeit; seufz auch in uns, wenn wir beten, und ver⸗ tritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. 5. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? O so mache den Beschluß; sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh. 6. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn des Satans Macht sich weist; schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 2. Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns desselben mag berauben, du bist unser Schutz und Gott; sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein. 8. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr als des Himmelreiches Erben jener Herrlich⸗ keit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist. Heinrich Held, 1620- 1659. Arnold Mendelssohn 1905. IISIISSISII. 1. Schmückt das Fest mit Mai- en, las⸗ set denn der Geist der Gna- den hat sich Blu-men streu⸗-en, zün ⸗- det Opp- fer an; ein ⸗ ges- la⸗ den, ma ⸗chet ihm die Bahn. 4 Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit 4* 82 82 Das Kirchenjahr — V + 1 Licht und Heil er-fül⸗len und den Kummer stil⸗len. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedens⸗ überbringer, Licht auf unserm Pfad: gib uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben zur Ge⸗ nüge laben. 3., Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor, gib uns Kraft, zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih; hundertfältig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. ö‚ 12 5. Schlage deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut, laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus, wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. ö 7. Mach das Kreuze süße, und durch Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. ö 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt, dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig s erfreuen. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Weise: O Dur einst der phe⸗ ten ken ⸗ ner 2. rüste du der aus, Ki des Herren Menschengr zusetzen in 3. Gib uns sicht, die d bricht, die und unbewe zu Füßen 4. Gib un und Gedulde Volk häuft kaltem Heir mit Moses flehn. E 7 stilẽlen. ten, Geist Friedens⸗ uns Kraft n zur Ge⸗ m nennen, beten und Gib uns von oben Segen auf das Land eih, daß es ihm stets usammen, auch bei ß uns doch iehen und ollbringen, ele, unser s Pfand, nnen und ernisse sei uns mit der Tod, daß wir ssen, daß und im wir dort, nien ewig 672—1737. Pfingsten 838 Weise: O Durchbrecher aller Bande. Halle 1704. — 83 7h4 1 + 12— + X. Geist des Glau⸗bens, Geist der Stär⸗ ke, Schöp⸗fer al ⸗ler Got-⸗tes⸗wer⸗ke, 1 des Ge ⸗—7 und der Zucht, er Him⸗mels⸗frucht; Geist, der einst der heilzgen Män⸗ner, Kön⸗ge und Pro⸗ ....... — phe⸗ ten- schar, der A- po- stel und Be⸗ DIIIIITITI— ken ⸗ner Trieb und Kraft und Zeug- nis war: 2. rüste du mit deinen Gaben auch uns schwache Kin⸗ der aus, Kraft und Glaubensmut zu haben, Eifer für des Herren Haus; eine Welt mit ihren Schätzen, Menschengunst und gute Zeit, Leib und Leben dran⸗ zusetzen in dem großen, heilgen Streit. 3., Gib uns Abrahams gewisse, feste Glaubenszuver⸗ sicht, die durch alle Hindernisse, alle Zweifel siegend bricht, die nicht bloß dem Gnadenbunde trauet froh und unbewegt, auch das Liebste jede Stunde Gott zu Füßen niederlegt. ö 4. Gib uns Moses brünstges Beten um Erbarmung und Geduld, wenn durch freches Übertreten unser Volk häuft Schuld auf Schuld. Laß uns nicht mit kaltem Herzen unter den Verdorbnen stehn, nein, fleh Moses heilgen Schmerzen für sie seufzen, weinen, ehn. 84 Das Kirchenjahr 5. Gib uns Davids Mut, zu streiten mit den Feinden Israels, sein Vertraun in Leidenszeiten auf den Her⸗ ren, seinen Fels; Feindeslieb und Freundestreue, sei⸗ nen königlichen Geist und ein Herz, das voller Reue Gottes Gnade sucht und preist. 6. Gib Elias heilge Strenge, wenn den Götzen dieser Zeit die verführte blinde Menge Tempel und Altäre weiht; daß wir nie vor ihnen beugen Haupt und Knie, auch nicht zum Schein, sondern fest als deine Zeugen dastehn, wenn auch ganz allein. 7. Gib uns der Apostel hohen, ungebeugten Zeugen⸗ mut, aller Welt trotz Spott und Drohen zu verkünden Christi Blut. Laß die Wahrheit uns bekennen, die uns froh und frei gemacht; gib, daß wirs nicht lassen können, habe du die Übermacht. 8. Schenk gleich Stephanus uns Frieden mitten in der Angst der Welt, wenn das Los, das uns beschieden, in den schwersten Kampf uns stellt. In dem rasenden Getümmel schenk uns Glaubensheiterkeit, öffn im Sterben uns den Himmel, zeig uns Jesu Herrlichkeit. 9. Geist des Glaubens, Geist der Stärke, des Ge⸗ horsams und der Zucht, Schöpfer aller Gotteswerke, Träger aller Himmelsfrucht; Geist, du Geist der heil⸗ gen Männer, Kön'ge und Prophetenschar, der Apostel und Bekenner, auch bei uns werd offenbar. Philipp Spitta, 1801- 1859. Weise: Lob Gott getrost mit Singen. Ursprünglich weltlich(15.Jahrh.); geistlich NRürnberg um 1535. .—— E +— I. O komm, du Geist der Wahrheit, und keh⸗ re ver-brei⸗ te Licht und Klar- heit, ver⸗-ban⸗ne Laug und Scheim. Bieß aus dem heislig Feu?er, rühr Herz und treu⸗er der 2. O du, d komm zu un Gib uns in die scharf ge 3. Unglaub je; darum Höh. Du Glaubenstr. Menschensct 4. Es gilt ein offenes aller Feinde und zu lobe 5. Fern in Wort, sie fort; von herein; ach sen sein? 6. O wahr gericht; un⸗ nicht. Ach 7. Du heile fern; mit d Herrn. O Mund, da ihr machen den Feinden If den Her⸗ streue, sei⸗ voller Reue zötzen dieser und Altäre t und Knie, ine Zeugen en Zeugen⸗ u verkünden kennen, die nicht lassen mitten in beschieden, m rasenden t, öffn im Herrlichkeit. e, des Ge⸗ zotteswerke, eist der heil⸗ der Apostel · „ 1801- 1859. berg um 1535. und keh⸗ re ver⸗ ban⸗ ne eu er, rühr Pfingsten 84 Herz und Lip- pen an, daß jeg-li⸗ cher ge⸗ 2 —— 7—⁴ treu⸗er den Herrn be ken ⸗ nen kann. 2. O du, den unser größter Regent uns zugesagt, komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit. 3. Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als se; darum mußt du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu und mußt uns ganz befreien von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium. 5. Fern in der Heiden Lande erschallt dein kräftig Wort, sie werfen Satans Bande und ihre Götzen fort; von allen Seiten kommen sie in das Reich herein; ach, soll es uns genommen, für uns verschlos⸗ sen sein? 6. O wahrlich, wir verdienen solch strenges Straf⸗ gericht; uns ist das Licht erschienen, allein wir glauben nicht. Ach lasset uns gebeugter um Gottes Gnade siehn. daß er bei uns den Leuchter des Wortes lasse ehn. 7. Du heilger Geist, bereite ein Pfingstfest nah und fern; mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn. O öffne du die Herzen der Welt und uns den Mund, daß wir in Freud und Schmerzen das Heil ihr machen kund. Philipp Spitta, 1801—1859. 85 Das Kirchenjahr I. näh⸗ ren, Trinitatis 3. Er⸗ den Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. +9. EE +——.— ——4—.— E;. 2— I. al ⸗ lem 1. Wir glau ⸗ ben all an ei ⸗ nen 2. durch den 2. Wir glau ⸗ ben auch an Je⸗ sum 3. hier all 3. Wir glau ⸗- ben an den heil ⸗ gen E SIIIF.T— ö—— 25—— 1. Gott, Schöpfer Him-mels und der Er-den, der. soll uns 2. Christ, sei-nen Sohn und un-sern Her⸗ren, der 2. die wir 3. Geist, Gott mit Va ⸗ ter und dem Soh⸗ne, der 3, soll auch —— 12— —.—— 2 rn, 1D—.— I. sich zum Va⸗ ter ge- ben hat, daß wir sei ⸗ ne 2. e⸗ wig bei dem Va⸗ter ist, glei-cher Gott von 3. al- ler Blö-den Trö⸗ster heißt und mit Ga⸗ ben I. fur uns 2. stor- ben 3. E⸗ lend 323—.—. EEEE —...—— 1. Kin⸗ der wer⸗den. Er will uns all-zeit er⸗ 2. Macht undEh⸗ren, von Ma⸗ri- a, der Jung⸗ 3. zie ⸗ ret schö⸗ ne, die ganzChri⸗sten⸗heit auf + — DE 1. es steht 2. wie; der 3. uns ein Trinitatis 85 E I. näh⸗ ren, Leib und Seel auch wohl be⸗ wah⸗ ren; 2. frauen, ist ein wah- rer Mensch ge- bo- ren 3. Er- den hält in ei ⸗nem Sinn gar e- ben; Bittenberg 1524. 7 — RIII I. al ⸗ lem Un- fall will er weh- ren, kein Leid 0 sum 2. durch den heil ⸗gen Geist im Glau-⸗ben, für uns, um 3. hier all Sünd ver⸗ ge⸗ ben wer- den, das Fleisch — Er⸗ den, der r. soll uns wi⸗ der? fah⸗ ren; er sor 3 get⸗ der⸗ren, der 2. die wir warn ver⸗lo⸗ ren, am Kreuz ge⸗ Sohene, der 3. soll auch wie⸗ der le ben; nach die sem vir sei= ne I. für uns hüt't und wacht, hüt't und wacht, er Gott von 2. stor-ben und vom Tod, und vom Tod nit Ga⸗ben 3. E⸗ lend ist be= reit't, ist be- reit't E— — ö ö—.— 1 —————. I Ül⸗zeit er⸗. es steht al⸗ les in sei⸗ ner Macht. à, der Jung⸗ 2•· wie⸗ der auf- er⸗ stan- den durch Gott. en⸗heit auf 3. uns ein Le- ben in E- wig- keit. Martin Luther, 1483— 1546. 86 Das Kirchenjahr Vorreformatorisch. Leipzig 1539. Weise: Nun . DD— 1. Al⸗lein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für 1. G darum, daß nun und nim⸗-mer⸗mehr uns rüh⸗ ren me 12——* 4 Lei un sei ⸗ ne Gna⸗ de** eib un kann kein Scha⸗ de; ein Wohl- ge⸗falln Gott E. ö H+ 3 +— eeeee,:.. dr rt.;᷑r,di, 1 1. 3 der mich an uns hat, nun ist groß Fried ohn Un⸗ ter⸗— 53 n: n. KI — laß, all Fehd hat nun ein En ⸗- de. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich; für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessn ist deine Macht, fort gschieht, was dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner der'r, die warn verlorn, du Stiller unsers Haders; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, du allrheil⸗ samster Tröster, vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Martr und bittern Tod; abwend all unsern Jammr und Not; darauf wir uns verlassen. Nikolaus Decius 4 1529. Sohn geg gibt neue und Hilfe Leipzig 1539. Trinitatis 87 Weise: Nun danket alle Gott. H EE D — ö—* △ ö nd Dank für uns rüh- ren — ezfalln Gott n Un= ter⸗ 1. Ge⸗ lo ⸗ bet sei der Herr, mein mein Schöp-fer, der mir hat mein — ö———— —— Sys; Gott, mein Licht, mein Le⸗ ben, Leib und Seel ge⸗ges- ben, ů.— 4—— ö der mich schützt von Mut⸗-ter-lei⸗ be an, der mein Va:ter, .— deine Ehr wir regierst ohn Macht, fort Wohl uns des 5 himmlischen n, du Stiller err und Gott, urm dich unser du allrheil⸗ tan behüt, die r und bittern Not; darauf Decius 4 1529. al ⸗le Au-⸗gen-blick viel Guts an mir ge- tan. 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles lobet, was in allen Lüften schwebet; gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der heilge Geist. 5. Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klin⸗ gen und mit der Engel Schar das Heilig, Heilig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit. Gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Johann Olearius, 1611- 1684. Johann Crüger 1647. 87 88 88 Das Kirchenjahr Darmstadt 1699. SSS 1. Wir glauben all an einen Gott, Vater, Sohn und ae—.— ö—— heil⸗ gen Geist, an den Her- ren Ze- ba⸗ oth, 1ð4—4 den die Schar der En-gel preist, der durch sei⸗ ne gro ⸗ße Kraft al-les wir- ket, tut und schafft. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes und Marien Sohn, der vom Himmel kommen ist und uns führt ins Himmels Thron, der uns durch sein Blut und Tod hat erlöst aus aller Not. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, der von beiden gehet aus, der uns Trost und Beistand leist't wider alle Furcht und Graus. Heilige Dreifaltigkeit, sei ge⸗ preist zu aller Zeit. Tobias Clausnitzer, 1618- 1684. Darmstadt 1699. ter, Sohn und ze- ba oth, durch sei- ne und schafft. ů Gottes und nist und uns rch sein Blut der von beiden st't wider alle gkeit, sei ge⸗ tzer, 1618— 1684. Die Hirche und die Gnadenmittel Die Virche Psalm 12. Erfurt 1524. 1. Ach Gott, vom Him⸗mel sieh dar⸗ ein und Wie we-⸗ nig sind der Heil-gen dein, ver⸗ —— laß dich des er ⸗ bar ⸗ men. las⸗sen sind wir Ar ⸗-men. Dein Wort man rn i. nr. mrar. nmn— läßt nicht ha⸗ben wahr, der Glaub ist auch ver⸗ E lo⸗ schen gar bei al-len Men-schen-kin 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigner Witz er⸗ findet; ihr Herz nicht eines Sinnes ist in Gottes Wort gegründet; der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 4 dern. 89 90 90 Die Kirche und die Gnadenmittel 3. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns sollt meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Ar⸗ men sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen Gschlechte und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk er⸗ haben. Martin Luther, 1483—1546. Psalm 46. Eigene Weise.“ Wittenberg 1529. H I. Ein fe⸗ ste Burg ist un- ser Gott, ein gu⸗ te Er hilft uns frei aus al⸗ ler Not, die uns jetzt äIT Wehr und Waf-fen. hat be⸗ trof ⸗ fen. Der alt bö⸗ se Feind mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausamd9 2. Mit u bald verle den Gott Er heißt kein andr 3. Und w gar versch soll uns k saur er si er ist geri 4. Das 2 dazu habe seinem G Ehr, Kin kein Gew dei⸗ nen E hen Schein icht: Trotz! und Macht wer ist, der in, die Ar⸗ mir herein, ort soll auf nund sein lbewährt, ian warten irchs Kreuz und Schein vor diesem sein, daß fsich umher m Volk er⸗ v, 1483- 1546. ttenberg 1529. .— ein gu te die uns jetzt se Feind mit E iel List sein Die Kirche 91 — grausam Rüstung ist, aufErd ist nicht seins⸗glei ⸗chen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit't für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht't: ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin, sie habens kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben! Martin Luther,‚ 1483- 1546. Wittenberg 1543. 4— +Z.. D EIN— 1. Er- halt uns, Herr, bei dei- nem Wort und =.——— ö E S. SISSIIccIcI.. E steu⸗re dei⸗ner Fein-de Mord, die Je-sum Christum E—— N dei⸗ nen Sohn, wol⸗ len stür⸗zen von dei⸗ nem Thron. 9 92 92 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist, beschirm dein arme Christen⸗ heit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröster wert, gib deim Volk einrlei Sinn auf Erd; steh bei uns in der letzten Not, g'leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther,‚, 1483— 1546. Psalm 67. N Straßburg 1524. Rn 5 ö 1. Es wol ⸗le Gott uns gnä⸗dig sein und sein Ant=litz uns mit hel⸗ lem Schein er⸗ sei ⸗- nen Se⸗gen ge⸗ ben; da. leucht zum ew⸗ gen Le⸗ ben, daß wir er⸗ken⸗nen ee. — sei ⸗ne Werk und was ihm lieb auf Er⸗ den, und Je-susChri-stus' Heil und Stärk be⸗kannt den Heiden E 2 2 H 1— 1I IIPIIII‚i wer ⸗ den und sie zu Gott be⸗ keh ⸗ ren. 2. So danken, Gott, und loben dich die Heiden über⸗ alle, und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es dant Taten; da Wort ist wi uns segne Ehre tu, v von Herzer 1. V w E soll Is. hät⸗ten ar ⸗ mes Mensche 2. Auf un zugeben, X Leib und und über d schwemme 3. Gott Schlund u kommt ab, zwei, und bei, des Die Kirche 93 t, der du Christen⸗ gib deim der letzten 1483— 1546. üßburg 1524. 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Taten; das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohlgeraten. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott der heilge Geist, dem alle Welt die Ehre tu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen! Martin Luther, 1483— 1546. Psalm 124. Johann Walther 1537. —— +.— ö———— i- +— 1. Wär Gott nicht mit uns die⸗se Zeit, so wär Gott nicht mit uns die⸗ se Zeit, wir E soll Is.⸗ ra A I hät- ten müss'n ver⸗za ⸗ gen, SSSS. 22—— die so ein ar ⸗ mes Häuflein sind, ver-acht't von so viel »n Heiden ? ren. eiden über⸗ nit großem nd läßt die ind Weide zu wallen. Menschenkind, die an uns set-zen al T/ le. 2. Auf uns so zornig ist ihr Sinn; wo Gott hätt das zugeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben; wir wärn, als die ein Flut ersäuft und über die groß Wasser läuft und mit Gewalt ver⸗ schwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen. Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, ist unsre Seel entgangen. Strick ist ent⸗ zwei, und wir sind frei: des Herren Name steht uns bei, des Gotts Himmels und Erden. Martin Luther, 1483- 1546. 93 94. 95 Die Kirche und die Gnadenmittel 94** Zürich 1529. E———m——..—— △◻—— 1. Herr, nun selbst den Wa-gen halt, bald ab⸗ E 23——— seit geht sonst die Fahrt, das brächt Freud dem Wi⸗der⸗ .—.—....— SDSD..e.e‚.....J.. ö EiEiEESEESEEEEEEEEEE 2 ——— part, der dich ver⸗acht't so fre ⸗⸗ vent=lich. 2. Gott, erhöh deins Namens Ehr, wehr und straf der Bösen Grimm, weck die Schaf mit deiner Stimm, die dich lieb haben inniglich. 3. Hilf, daß alle Bitterkeit scheid, o Herr, und alte Treu wiederkehr und werde neu, daß wir ewig lob⸗ singen dir. Huldreich Zwingli, 1484—1531. Psalm 124. Wittenberg 1535. 9 ö I. Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, wenn und er nicht uns⸗rer Sach zu- fällt im uns⸗re Fein⸗de to-ben, + Him⸗mel hoch dort o⸗benn, wo er Is= ra=els E ö 27.—— —.I. Schutz nicht ist und sel⸗ber bricht der Feinde List, so E ists mit 2. Was 2 uns nicht der wird i greifen an steht in se 3. Ach H sind verlaf nunft kan alls verlor deine Hilt 4. Die F Gedanken daß wir n sicht, auf selber trös 5½% Den Gott, geg laß unser bens dein laß imme Weise: O J I. Ac — A⸗ben hel⸗le Die Kirche 96 Zürich 1529. — t, bald ab⸗ —. dem Wi⸗der⸗ bent: lich. hr und straf ner Stimm, rr, und alte ir ewig lob⸗ i, 1484- 1531. ittenberg 1535. — hält, wenn fällt im Is· ra= els E de List, so + 1 2..——— ists mit uns ver ⸗lo- ren. 2. Was Menschenkraft und Witz anfäht, soll billig uns nicht schrecken; er sitzet an der höchsten Stätt, der wird ihrn Rat aufdecken. Wenn sies aufs klügste greifen an, so geht doch Gott ein andre Bahn; es steht in seinen Händen. 3. Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, die gänzlich sind verlassen. Der Gnaden Tür steht nimmer zu, Ver⸗ nunft kann das nicht fassen, sie spricht:„Es ist nun alls verlorn“, da doch das Kreuz hat neugeborn, die deine Hilf erwarten. 4. Die Feind sind all in deiner Hand, dazu all ihr Gedanken; ihr Anschlag ist dir wohlbekannt, hilf nur, daß wir nicht wanken; Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftge will sie trauen nicht, da du wirst selber trösten. 5. Den Himmel hast du und die Erd, Herr, unser Gott, gegründet; gib, daß dein Licht uns helle werd, laß unser Herz entzündet in rechter Lieb des Glau⸗ bens dein bis an das End beständig sein. Die Welt laß immer murren. Justus Jonas, 1493- 1555. Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. ——.— E ñ——. ꝑqꝑꝑ.... * I +. Ach bleib bei uns, Herr Je⸗ su Christ, weil es nun IPIIII..... 2..— , A⸗bend wor-den ist; dein gött-lich Wort, das helsle Licht, laß ja bei uns aus⸗lö⸗ schen nicht. Leipzig 1625. 96 97 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. In dieser schwern betrübten Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Saktament—.— Hein rein bis an das End. 6.5.65 Herr Jesu, hilf, 201 Kirch erhalt, wir sind gar zu ver sicher, träg und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, schaff, daß es schall an allem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord. Gib deiner Kirche Gnad und gang, Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld! 3. Ach Gott, es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist E keine Ruh, viel Sekten und groß Schwärmerei auf ö einen Haufen kommt herbei. wird ni 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Gwalt 2. Tröst erheben hoch und bringen stets was Neues her, zu befiehl di fälschen deine rechte Lehr. durch ein 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, dich und sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich 3. So n auf dich verlassen' frei. Teufel u 8. Dein Wort ist unsres Herzens Trutz und deiner endlichev Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, uns und daß wir nichts andres suchen mehr. 9. Gib, daß wir lebn in deinem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammertal zu dir in deinen Himmelssaal. Weise: He Nach Nikolaus Selnecker, 1530— 1592. Nürnberg 1611. Leipzig 1. 1636. Ver⸗ za⸗ ge U8 du Häuf⸗ lein klein, b⸗ schon die Feinde wil⸗lens sein, dich gänz ⸗ lich 97 ih uns, Herr, Sakrament wir sind gar il zu detgem t. d wehr des he Gnad und ild! ieser Erd ist ärmerei auf hmit Gwalt ues her, zu nicht unser, bei, die sich und deiner lieber Herr, und darauf immertal zu Nürnberg 1611. Leipzig 1636. —— klein, ob⸗ Nacht auf dei⸗ ne Gü⸗te hof⸗fen und zu dir ru⸗fen. Die Kirche 98 zu ver⸗stö⸗ren, und su⸗ chen dei nen Un⸗ter⸗ — gang, da⸗ von dir wird recht angst und bang; es ID N 1 BII I j** V ů wird nicht lan⸗ ge wäh- ren. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten. Er wird durch einen Gideon, den er wohl weiß, dir helfen schon, und sein Wort erhalten. „So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Welt, Teufel und Höllenpfort und was dem tut anhangen, endlich werden zu Schand und Spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott, den Sieg wolln wir erlaͤngen. Michael Altenburg, 1584— 1640. Weise: aatiüt Jesu, was hast du verbrochen? üü Crüger 1640. 1. Herr un⸗ser Gott, laß nicht zu⸗schan⸗den werden EEEEEEEEEEEEEE die, so in ih⸗ren Nö⸗ten und Be⸗schwer⸗den bei Tag und I.—— 2.7—— 4—. D.D‚..—..——.— SSEE 98 9 99 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. Mache zuschanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen. 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde, sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen, ver⸗ gebens ists, auf Menschenhilfe bauen; mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen, die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten und das bedrängte kleine Häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Johann Heermann, 1585-—1647. Weise: Da Christus geboren war. Vorreformatorisch. Nürnberg 1544. E + —2—* E + 1. Treu⸗er Wächter Is=ra-el, des sich E 4 SE— freu⸗zet mei⸗ne Seel, der du weißt um al⸗=les ——....— Leid dei-ner ar-men Chri- sten-heit, o du Wäch⸗ter, der du nicht schläfst noch schlum⸗ merst, E zu uns richt dein hilf-rei⸗ches An⸗ge⸗sicht. I EHH 1 2. Scha jetzt über hilf, schi nichts w wirst stet Hohe 2 den he tern Tod der Höll 4. sitzest Ehren gl Freud u sich selbs 5. klägli tür, wir Eigentut ein Feue 6. Jesu, Hilf mit gewandt davor gr 7. Treue Seel, uns Got uns tu e 8. Dein erbarm, Tag und alle We 9. Andr Rittersc traun sie ihr Helf 10. Du euern er die? brennt Krieg ge „die sich edich mit ide; wenn eunde, sie ein Glied auen, ver⸗ it dir wir dämpfen. nund das nauf dich, r! Amen. 1585-—1647. ruberg 1544. des sich nal⸗les lum-merst, ge:sicht. Die Kirche 99 2. Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr; hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. Wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. „Hoherpriester, Jesu Christ, der du eingegangen bist den heilgen Ort zu Gott durch dein Kreuz und bit⸗ tern Tod, uns versöhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Hölle Glut, wiederbracht das höchste Gut; 4. sitzest nun ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser einger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt: 5. kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnaden⸗ tür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum; deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt, als gings mit der Welt zu End. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau, er mit Zittern sie anschau. 7. Treuer Hort, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit. Trotz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm, laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Taͤg und Nacht, aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 9. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft; deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zuschand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie dir doch all bekannt. 10. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen euern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, er die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar ver⸗ brennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 100 100. 101 Die Kirche und die Gnadenmittel 11. Jesu, wahrer Friedefürst, der der Schlange hat zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bei Gott, gib uns Frieden gnädiglich! So wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Johann Heermann, 1585— 1647. Weise: Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius 1609. JI...I. EREE 1. Ach bleib mit dei ⸗ ner Gna- de bei e e E IIII...... uns, Herr Je⸗su Christ, daß uns hin⸗ fort nicht I 1 1 + T + 1 „. —.—.—..—...— D‚IDIRIRIRDDR— schade des bö-sen Fein⸗des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns beid, hier und dorte, sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes uncht⸗ dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und alls Vermögen in Auns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not! Josua Stegmann, 1588—1632. Weise: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen? 1 Johann Crüger 1640. ——V+——— I. Chri⸗ ste, du Bei⸗- stand dei⸗- ner Kreuz⸗ge⸗ Aange hat jederbracht glich! So eisen dich. 1585— 1647. Ulpius 1609. —— de bei — fort nicht löser wert, il beschert. du wertes t wir irren du reicher 18 reichlich du starker ch fäll die Herr und aller Not! 1588- 1632. Lrüger 1640. EIU Kreuz⸗-ge⸗ Die Kirche 102 uns u 1 1——— mei ⸗-ne, ei le, mit Hilf und Ret⸗ tung SDPD‚ uns er⸗ schei- ne. Steu⸗re den Fein- den; IE + EE— I——.— E ih ⸗re Blutge⸗ rich-te ma⸗che zu⸗ nich⸗ te. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder; alles, was kämpfet gegen deine Glieder, stürze danieder. 3. Frieden bei Kirch und Schulen uns beschere, Frie⸗ den zugleich der Obrigkeit gewähre. Frieden dem Her⸗ zen, Frieden dem Gewissen gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matthäus Apelles von Löwenstern, 1594- 1648. . E— ·——.— FE EE— I—9 I. Zi⸗ on, gib dich nur zu⸗frie⸗den, Gott ist du bist nicht von ihm ge⸗schieͤden, er hat 17 nen Parnerenmt, Wenn er straft, so liebt er auch; 10² dies ist sein be⸗ lieb⸗ ter Brauch: Zi⸗ on, ler⸗ne TEe I ++ j P.—.——*— +I— + EIK . dies be⸗ den⸗ken; warum willst du dich so krän⸗ken? 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden, tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen ach und weh, schweigt dein Heiland still dazu gleich⸗ wie in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Flut wird sich bald legen. 3. Berge, Felsen möchten weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn; dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod: Zion, du kannst doch nicht wanken aus den wohlgefaßten Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen deine schönsten Perlen sein, muß das Seufzen und das Stöhnen schon das beste Lied dir sein, muß dein Purpur sein das Blut und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott ver⸗ trauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid; ei du wirst doch nicht zu⸗ schanden, denk nur an die Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemut, daß der Herr dir solches tut: Zion, Gott 10020 dich schon stärken, auf den Herren mußt du merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende und der Abend schon herbei; gib dich nur in Gottes Hände, der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn gibt er dir die Freudenkron: Zion, du wirst wieder lachen, drum so laß die Welt nur machen. 7. O ihr Engel, Himmelserben, freuet euch mit Zion hier; denn die letzt hat wollen sterben, soll nun leben ler⸗ ne rän⸗ken? en, tiefen du rufen u gleich⸗ bewegen, ch so feste gar auch em Leben nken aus schönsten Stöhnen urpur sein Zion, laß Gott ver⸗ iden, mit nicht zu⸗ ir fröhlich, ion, Gott mußt du der Abend „der dich Spott und „du wirst rmachen. mit Zion nun leben Die Kirche 103 für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Himmelssaal: Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen Freuden? Joachim Pauli, 1636- 1708. Offb. Joh. 2 und 3. Halle 1704. N TD.. I 1 —..— EA I—— IE I V 1. Fah⸗re fort, fah⸗re fort, Zi⸗ on, fah⸗ re * öů*——— V fort im Licht, ma⸗che dei⸗nen Leuch⸗ter hel⸗le, ————..— —————— laß die er- ste Lie-be nicht, su⸗che stets die I + N + 1 2* 2— 1.—.—. Le-bens-quel-le; Zi- on, drin- ge durch die — 2 ö 11 m EI e Lii. — en⸗ ge Pfort, fah-re fort, fah- re fort! 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trüb⸗ sal, Angst mit Spott und Hohne; sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone; Zion, fühlest du der Schlange Stich, leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, die dich suchet groß zu machen; achte nichts ihr Gut und Geld, nichts ihr Locken, nichts ihr Lachen; Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! 103 104 Die Kirche und die Gnadenmittel 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten, tue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, beide, das, was krumm und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott; ö stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern 0 tot, sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft für Heuchelschein dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bruderliebe brennet; zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, laß doch ja nicht lau dich finden. Auf, das Kleinod rückt herbei; auf, verlasse, was dahinten; Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus, halte aus! Johann Eusebius Schmidt, 1670— 1745. Matth. 9, 36—38. 1 0⁴4 Weise: Dir, dir, Jehova, will ich singen. Halle 1704. H 22—4 1* EEE 22 1. Wach auf, du Geist der er ⸗sten Zeu⸗gen, die Tag und Näch-⸗te nim-mer schweigen, — 2+2= ö EE j— die auf der Maur als treu ze Wächter stehn, und die ge- trost dem Feind ent-ge-gen- gehn, ja de⸗ren Schall die gan-ze Welt durchdringt und al⸗l 2. O daß d doch in alle Ernte viel Herr der Er die Zahl der 3. Dein Se Bitt in unse Orten sich d herzinbrünsti und sprich: 4. So gib de Kraft Evan fahren und O breite, He aus zu deine 5. Ach daß d so wie dein 2 fängnis nähn licht! Ach re komm herab 6. Ach laß de Ort ohn desse durch mit He Ja wecke dos deines Wort 7. O beßre im Laufe hin Wege; verti und mach une und Schul ei 8. Laß jede h nes guten Ge und präge dick viel und Bete schrein. on, beide, üfe recht! in Gott; die andern n, in die ein! herfür in was der et; Zion, h herfür! Treu, laß inod rückt em letzten 1670-1745. Halle 1704. 3i.. S u⸗ gen, weigen, chdringt Die Kirche 104 E... 12 und al⸗ler Völ⸗ker Scharen zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn. Ach Herr, gib doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3., Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum anzuflehn. Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns wider⸗ fahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! ů 3. Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Ge⸗ fängnis nähme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 6. Ach slaß dein Wort recht schnelle laufen; es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein. Ach führe bald da⸗ durch mit Haufen der Heiden Füll zu allen Toren ein. Ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 7. O beßre Zions wüste Stege und,‚ was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege; vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn und mach uns bald von jedem Mietling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt dei⸗ nes guten Geistes sein, ja sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treuer Lehrer sche und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und rein. ö 105 Die Kirche und die Gnadenmittel 9. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte, da ich vor dir nur Staub und Asche bin. Du als der Brunnauell aller Güte gibst selber mir etwas von deinem Sinn, daß mich der Menschen Elend jammern kann; drum bitt ich, Herr; o nimm mein Bitten an! 10. Du wirst dein herrlich Werk vollenden, der du der Menschen Heil und Richter bist; du wirst der Menschheit Jammer wenden, so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist! Drum hört der Glaub nie auf zu dir zu flehn; du tust doch über Bitten und Verstehn. Karl Heinrich von Bogatzky, 1690— 1774, Str. 10: Albert Knapp, 1798- 1864. Halle 1704. Weise: Mein Jesu, dem die Seraphinen. 10⁵5⁴ —*5—+— 1. Dein Wort, o Herr, bringt uns zu⸗sam⸗men, es läßt an uns die sel- gen Flammen IAN—3 ++* 1—⁴ daß wir in der Gemeinschaft stehn; des Glaubens und der Lie-be sehn. E E durch das Wort der Gnaden auch zur Ge⸗mein⸗schaft ner Schar, die bei dem Herrn be ⸗stän⸗ dig Wir werden je ⸗ war, ge⸗ 2. Nur M einem Hau die läßt er Vater habe das ist, was kommen lab 3. Der Gla stus und seit sehen, ist die Regel, d das ists, we meinde nenn 4. Der Vat den Geist, de die Sünder tritt mit de das Herze s dringet Leib 5. Die eines einen Mann sobald greift Füßen und von der Brü missen. 6. Sie walle ins Vaterlan eins reicht det Freuden dien bis zu dem vi in ihnen! Die Kirche 105 gvor dir nur mauell aller Sinn, daß drum bitt den, der du u wirst der zt dein Weg, auf zu dir zu tehn. Albert Knapp, 1798- 1864. Halle 1704. 1· sam men, en Flammen Wir werden *— ⸗mein: schaft be⸗ stän⸗ dig EE EE war, ge⸗lockt und kräf-tig ein ⸗ge⸗ la⸗den. 2. Nur Menschen, die von Gott geboren, die unter einem Haupte stehn, die hat der Herr sich auserkoren, die läßt er Wunderliebe sehn. Gemeinschaft mit dem Vater haben und mit dem Sohn im heilgen Geist: das ist, was ihre Seele speist, nur das kann sie voll⸗ kommen laben. ö 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Chri⸗ stus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; sein Wort die Regel, die wir kennen, nicht dieser oder jener Ort; das ists, was wir mit einem Wort die heilige Ge⸗ meinde nennen. 4. Der Vater liebt und herzt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit; des Sohnes Treue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; der heilge Geist tritt mit dem Ole des Friedens und der Freude zu, das Herze schmecket Gottes Ruh, die Kraft durch⸗ dringet Leib und Seele. 5. Die eines Herren Leib gegessen, die stehen auch für einen Mann; macht sich der Feind an eins vermessen, sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gort zu Füßen und siegen in des Herren Kraft; sie wollen von der Brüderschaft der Heilgen nicht das Kleinste missen. 6. Sie wallen mit vereinten Herzen durchs Tränental ins Vaterland, versüßen sich die bittren Schmerzen, eins reicht dem andern seine Hand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und Fuß in ihn dem völligen Genuß des großen Guts: Ich, ich n ihnen! Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693— 1773. 106 E 106 Die Kirche und die Gnadenmittel Johann Georg Hille(2). Um 1733. .....——. 1. Ei⸗ner ist Kö⸗nig, Im⸗ma⸗nu⸗el sie ⸗get; Zi⸗ on hin⸗ge⸗ gen, sei in⸗nig vergnü⸗get, be⸗ bet, ihr Fein-de, und ge⸗ bet die Flucht. la⸗be dein Her-ze mit himm⸗li-scher Frucht; E— 1 2— IEE—— 1—— e wi⸗ ges Le⸗ben, un- end-li⸗ chen Frie⸗ den, 1.— E..— + EEE Freu⸗de die Fül ⸗le hat er uns be⸗schie⸗den. 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, trauet mit Freuden dem ewigen Gott: Jesus, die Liebe ver⸗ süßet die Schmerzen, reißet aus Angsten, aus Jammer und Not; ewig muß unsere Seele genesen in dem holdseligsten, lieblichen Wesen. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille, schlage die Rute des Vaters nicht aus: bitte und schöpfe aus gött⸗ licher Fülle Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß; Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen: Jesus, der treue, bleibt ewig dir stehen. 4. Zion, wie lange hast du nun geweinet? Auf und erhebe dein sinkendes Haupt! Siehe, die Sonne der Freuden erscheinet tausendmal heller, als du es geglaubt. Jesus der lebet; die Liebe regieret, die zu den Quellen des Lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus der bittet: Kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter u allhier. Trin ist Erlösung 6. Streitetr der König des gern zum Lol den Streit; selber Jehove 7. Droben eine gewaltig erhöhen; al Sehet, wie donnernde S 8. Reichtum Ehre Gott Wenn ich d ihr Bande, wahrlich erhi Weise: Alles i der Ge⸗m wollst mir! dir zu le (2). Um 1733. Asie; get; ergnü⸗get, E Flucht. r Frucht; Frie: den, chie⸗den. rzen, trauet die Liebe ver⸗ aus Jammer esen in dem schlage die pfe aus gött⸗ und Strauß; Jesus, der t? Auf und e. Sonne der uVes geglaubt. den Quellen uelle; Jesus „wie lieblich, Die Kirche 107 wie lauter und helle fließen die Ströme des Lebens allhier. Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket; hier ist Erlösung für alles, was drücket. 6. Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, die euch der König des Himmels anbeut; selber Jehova wird Sie⸗ gern zum Lohne. Wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit; streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, selber Jehova wird Siegern zum Lohne. 7. Droben am Stuhle des Lamms wird man sehen eine gewaltige, siegende Schar seine unendliche Hoheit erhöhen; alles, was Odem hat, ruft: Er ists gar! Sehet, wie Kronen und Throne hinfallen; höret, wie donnernde Stimmen erschallen: 8. Reichtum, Kraft, Weisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist! Wenn ich da stünde, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt! Amen, die Liebe wird wahrlich erhören. Alles, was in mir ist, lobe den Herren! Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1778. Weise: Alles ist an Gottes Segen. Frankfurt a. M. 1738. .+ 91 Je ⸗su, der du bist al⸗lei⸗ ne Haupt und Kö⸗nig 1—— f— f 12— E—— SIIIIII der Ge-mei⸗ne, seg⸗ ne mich, dein ar⸗mes Glied; ——⁷*— S— EEEE wollst mir neu⸗en Ein⸗fluß ge⸗ben dei⸗nes Gei:stes, —.————— 2—5 ö—4595740 ä.. dir zu le⸗ben: stär⸗ke mich durch dei- ne Güt. 5 107 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. Ach dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen; o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen; ich vereinge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, leite sie in deinem Licht. 5. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch wer⸗ den kleiner und von allen Schlacken reiner, lauterlich in dich gewandt. 6. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden; mache deine Kinder schön, abgeschie⸗ den, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein Herz will ich sie legen, gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach, du hast uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir sind dein! Halt uns fest, solang wir leben und in dieser Wüste schweben; laß uns nimmermehr allein, 9. bis wir einst mit allen Frommen dort bei dir zu⸗ sammenkommen und, von allen Flecken rein, da vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. Weise: O du Lie — 1. Herzu Las⸗s E Got⸗-tes He auf den He ie Glie⸗der, e Meister, wit 2. Kommt, neuert euer Lieb und T Liebeskette die Wette, 3. Legt es u an, daß ein kann. So l dort sein Bl ihr euch sell 4. Halleluj Gnad, daß liebet hat; der Abgrun fühlbar nah 5. Ach du Schar, dat Die Kirche 108 pnade„Kraft— 1653 du Liebe meiner Liebe II. Brüdergemeine um 1740. mal, wo sie pnen, die du 21. Herz und Herz ver⸗eint zu⸗sam-men sucht in dich suchen, Las⸗set eu⸗ re Lie-bes⸗flam⸗men lo⸗ dern ge mich mit Got⸗tes Her-⸗zen Ruh. 7 sch ich Zion auf den Heiland zu. Er das Haupt, wit sei zne gen, leite sie +.— + daß sie gan ö——— Ludwrch werr⸗ Glie⸗der, er das Licht und wir der Schein, er der r, lauterlich E. I‚‚rn nach deinem n 29 + u, abgeschie⸗ Meister, wir die Brüder, er ist un-ser, wir sind sein. dein Wille, 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder,, und er⸗ neuert euern Bund, schwöret unserm Überwinder Lieb und Treu aus Herzensgrund: und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen du bist am kann. So hat uns der Freund geliebet, so vergoß er Halt uns dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn e schweben; ihr euch selbst Eintrag tut. 4. Halleluja, welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so ge⸗ tbei dir zu⸗ liebet hat; daß der Vater aller Geister, der der Wun⸗ ein, da vor der Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so uns sehen, fühlbar nahe bist. 5. Ach du holder Freund, vereine deine dir geweihte „1697—1769. Schar, daß sie es so herzlich meine, wies dein letzter 5* rr, von mir dein Herz Segen, wie 102 109 Die Kirche und die Gnadenmittel Wille war. Ja verbinde in der Wahrheit, der du selbst die Wahrheit bist, alles, was von deiner Klarheit in der Tat erleuchtet ist. 6. Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein: also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-— 1760. Weise: Errett mich, o mein lieber Herre. Lyon 1547. FE E— E ö ö ů I. O daß doch bald dein Feu⸗er brenn⸗te, du en,—— 3— un⸗aus⸗sprech⸗lich Lie-ben-der, und bald die gan⸗ze 5.75——7 ö ᷣ Welt er⸗kenn⸗ te, daß du bist Kö⸗nig, Gott und Herr! 2. Zwar brannt es schon in heller Flamme jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West dir, dem für uns erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst- und Freudenfest. 3. Und noch entzünden Himmelsfunken so manches kalte, tote Herz und machen Durstge freudetrunken und heilen Sünd und Höllenschmerz. 4. Verzehre Stolz und Eigenliebe und sondre ab, was unrein ist, und mehre jener Flamme Triebe, die nur auf dich gerichtet ist. 5. Erweck volkes Sck Heil noch 6. Du u starker Ge gebens, a 7. Schme deinen Te men dure 8. Beleb, ganze we als Heilag 9. Dann harmoniet vor den 2 Weise: Jes dann d dich, d wer⸗ 2. Hüt auf den dämmer Licht. der du selbst Klarheit in ebe üben soll, er lebensvoll. rsehen kann: en auch für it dem Vater in getrenntes nnen nehme zelt erkennen, rf, 1700— 1760. Lyon 1547. enn⸗te, du die gan⸗ ze tt und Herr! ne jetzt hier, nus erwürgten enfest. so manches reudetrunken ndre ab, was ebe, die nur Die Kirche 110 5. Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christen⸗ volkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar. 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer ström nicht ver⸗ gebens, ach zünd in unsern Herzen auch. 5. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flam⸗ men durch deines Vaters ganzes Haus. 8. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme doch bald die ganze weite Welt und zeig dich jedem Völkerstamme als Heiland, Friedefürst und Held. 9. Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubel⸗ harmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. Georg Friedrich Fickert, 1758—1815. Weise: Jesus, meine Zuversicht. Berlin 1653. N ö ER— EV—— 1. Ei⸗-ne Her-de und ein Hirt! Wie wird wenn sein Tag er⸗schei⸗nen wird? Freu⸗e EE E dann dir sein, o Er-⸗ de dich, du klei⸗ ne Her⸗de, mach dich auf und wer-de licht. Je⸗sus hält, was er ver-spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden, blinde Pilger flehn um Licht. Jesus hält, was er verspricht. 110 111 111 Die Kirche und die Gnadenmittel 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäf lein irrt fern von dir und deiner Herde. Kleine Herde, zage nicht. Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgen⸗ rotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle, ihn umleuchtet Morgenlicht. Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan: rauscht, verdorrete Ge⸗ beine, macht dem Büundesengel Bahn; großer Tag des Herrn, erscheine, Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1845. Weise: Triumphiere, Gottes Stadt. Halle 1704. H ——. LII 1. Wal⸗- te, wal- te nah und fern, all- ge⸗ —.— E—...—— ————— wal⸗ tig Wort des Herrn, wo nur sei- ner EI— x— All-macht Ruf Menschen für den Him-mel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt schuf und in den Armen hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat; 3. Wort von des Erlösers Huld, der der Erde schwere anen ba durch des heilgen Todes Tat ewig weggenom⸗ men hat; 4. kräfti Himmel und Vol 5. Wort dein: wo Tag erw 6. Auf z Feld; kl ben über 7. Herr Lust und Lichtes Weise: Ve dich Abendn Die Kirche 112 4. kräftig Wort von Gottes Geist, der den Weg zum esus Himmel weist und durch seine heilge Kraft Wollen 1 und Vollbringen schafft: 6Morgen⸗ 3. Wort des Lebens, stark und rein, alle Völker harren t dürstend dein: walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum orgenlicht. Tag erwacht. 6. Auf zur Ernt in alle Welt! Weithin wogt das reife orrete Ge⸗ Feld; klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Gar⸗ großer Tag ben überall. erde Licht! 7. Herr der Ernte, groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut, laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl. Jonathan Friedrich Bahnmaier, 1774— 1841. Leipzig 1615. Weise: Valet will ich dir geben. 17671845. 135—— ö s—— Halle 1704. 1. Der du zum Heil er- schienen der al- ler⸗ E und von den Che-ru- bi- nen zu Sün- dern —....— „all- ge⸗ E.—— ärm-sten Welt„—— 2 — dich ge⸗sellt, den sie mit fre⸗chem Stol-ze ver⸗ —————— sei⸗ner.—.—.—.—...— — höhnt für sei- ne Huld, als du am dür- ren ꝑE. 1 nel schuf. SIDIDIDiiieiiie ————ß—voß7— — au unz Hol-ze ver-söhn-test ih ⸗-re Schuld: 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater de schwere aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns veggenom⸗ ein Haus; von Westen und von Süden, von Mor⸗ gen ohne Zahl sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 113 113 Die Kirche und die Gnadenmittel 3. Im schönen Hochzeitskleide von allen Flecken rein führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Friede werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie hast du gegraben in deinen Priesterschild, am Brunngquell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich Werde, laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn; daß, wo man Götzen frönet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du willst hören, wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen! Wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns versprochen, werd aller Heiden Licht! Albert Knapp, 1798—1864. Weise: Wachet auf, vuft uns die Stimme. Frankfurt a. M. 1599. . 222.=——.— E . 1. Ei- ner ists, an dem wir han- gen, der uns⸗re Lei⸗ ber, uns⸗ re Her- zen ge⸗ e für uns in den Tod ge⸗ gan⸗-gen und hö⸗ ren dir, o Mann der Schmerzen, in uns er⸗ kauft mit sei⸗ nem Blut; dei⸗ner Lie⸗ be ruht sichs gut. Nimm uns zum ——— Ei⸗ ge Kin⸗der Schnitte auch une laden zu den dein Gottes! heut, ge 4. Scha schatten Jahrtau kein gne tigkeit, zieh uns aufgetar 5. Dein Heil erf wollen 1 lange w kräftigei lecken rein ein; und eißen war, Ehre dar. heine Liebe sen Füßen hnte Welt tellt. ohne Licht Angesicht; schild, am zen quillt. nen Odem auferstehn; Ifeln kniet, npel zieht. ,„ was du womit du Wie viele jen, werd 1798- 1864. t a. M. 1599. en, der en ge⸗ Die Kirche 13 1—. 1— j +——+ 1 —— 2—— Ei⸗ gen⸗tum, be⸗ rei⸗ te dir zum Ruhm dei⸗ne EE— Kin⸗der. Ver⸗birg uns nicht das Gna⸗den⸗licht von dei-nem heil-gen An⸗- ge⸗ sicht. 2. Nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewgen Gnadenrat; unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist um Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmiel; wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzu⸗ laden zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todes⸗ schatten wohnen, von deinem Himmelreiche fern. Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerech⸗ tigkeit, geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jesu, zieh uns voran und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan. 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort, es richtet und durchbohrt Geist 114 Die Kirche und die Gnadenmittel 92 und Seele; dein Joch 1905 süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. W 6. Heiland, deine größten Dinge beginnest du still und geringe. Was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten, auf deine Kraft vertrauen wir. Dein ö Senfkorn, arm und klein, wächst endlich ohne Schein Weise: Es doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp, 1798- 1864. 4—* Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. 1599 EZZ.. 1 +——.— 1 +— E— 1 ́HHH Zieht in Trie⸗ den eu⸗ re Pfa- de. Mit Wenn euch Je⸗ su Hän⸗ de schirmen, gehts 2—— —.. viel zu ——.— euch des gro- ßen Got⸗ tes Gna-⸗ de und un ⸗ ter Son⸗nen⸗schein und Stür⸗men ge⸗— r,..——5.— ö IEEE sei: ner heile gen En⸗gel Wacht! ei- ner heil- gen En- ge acht!———.— trost und—— bei.— und Nacht. Lebt wohl, lebt Licht — j 2. Drur ö—— Knechte wohl im Herrn! Er sei euch nimmer fern spät und und dei N— 0 Jehre ——*———— u lehren . 23— Für frü⸗ he. Ver⸗geßt uns nicht in sei- nem Licht, und verbleibe ö N dem Wé — RRRIDIIiĩ Sanft *— der Me wenn ihr sucht sein An-ge-⸗sicht. 4. Hilf Gustav Knak, 1806- 1878. Wort a Sonntag und Gottesdienst 115 ẽwiß, und st du still „vor dir? Sonntag und Gottesdienst nit deinen pir. Dein ne Schein Weise: Es ist das Heil uns kommen her. f Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. Hüter bist, +.—— N 5 1 U + —.— I. Wir Menschen sind zu dem, o Gott, was dein We⸗sen, Wil-le und Ge-bot ist geist⸗lich ist, un⸗tüch⸗ tig; viel zu— und—=tig/ wir wis⸗ sens und ver⸗ ste⸗ bens nicht, wo uns dein gött⸗lich Wort und 1 EI E+ 1 1 vohl, lebt Licht den Weg zu dir nicht wei⸗ set. — 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, daß durch dieselben würd bekannt dein Will spät und und deine Rechte. Zum letzten ist dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns e zu lehren. ö 3. Für solches Heil sei, Herr, gepreist; laß uns dabei icht, und verbleiben und gib uns deinen heilgen Geist, daß wir — dem Worte gläuben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf uns nicht vom 806—1878. Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf 116 116 Die Kirche und die Gnadenmittel mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft und reich⸗ lich bei uns wohne. 5. Offn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Weg der Same wird sofort vom Teufel hin⸗ genommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; der Same, so in Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich dem guten, fruchtbarn Lande und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld in feinem, gutem Herzen. 8. Laß uns, solang wir leben hier, den Weg der Sün⸗ der meiden; gib, daß wir halten fest an dir in Anfech⸗ tung und Leiden; rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein die Leuchte unsern Füßen; erhalt es bei uns klar und rein; hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbreiten. Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr er- leuchten mög und leiten. O heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke, 1603—1680. Görlitz 1648. 0 1. Herr Je- su Christ, dich zu uns wend, dein — heilgen Geis — uns re⸗ gie 2. Tu aͤuf l zur Andacht stand, daß 3. bis wir Gott der 5 ewger Freu 4. Ehr sei Geist in ein Lob und P Weise: Erschi Gott das El Le⸗ ber Sonntag und Gottesdienst 17 lbst deinem ö und reich⸗ ö H ö—= 5 wir das heilgen Geist du zu uns send, mit Hilf und Gnad er wir nicht————— Täter sein, Teufel hin⸗ uns re-gier und uns den Weg zur Wahrheit führ. Wort die 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz in Dornen zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Ver⸗ verdirbet stand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt; 3. bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist dem guten, Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht in en reich in ewger Freud und selgem Licht. bringen in 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen in feinem, Geist in einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. der Sün⸗ Altenburg 1648. Str. 4: Gotha 1651. in Anfech⸗ umal, hilf impfen.—— Erschienen ist der herrlich Tag. Nikolaus Wa 117 die 12 75 r rein, hülf S e— oTrost in—— beständig Gott⸗ lob, der Sunhng t kommt her- bei, die Wort sich e Lehr er⸗ ů in göttlich o⸗che wird nun wie/ aub, Lieb, Wo⸗ ch ie der neu. Heut hat mein 1603-1680. Diiäͤ ISI. n zörlitz 1648. Gott das Licht ge-macht, mein Heil hat mir das öEE= end, dein Le⸗ ben bracht. Hal-le ⸗ lu-ja. 118. 119 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstanden ist und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Halleluja. 3. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. Halleluja. 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Himmelsehrenpfort; laß mich hier leben heiliglich ö und dir lobsingen ewiglich. Halleluja. Johann Olearius, 1611- 1684. üü Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Görlitz 1648. — „Herr, öff- ne mir die Her-zens-tür, zieh 118 —..— ö n— 2 mein Herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort be⸗ E—.———3.— — 2⁷ DED E 12 EEEII wah-⸗ ren rein, laß mich dein Kind und Er-be sein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund, dein Wort ists, das mein Herz erfreut, dein Wort gibt Trost und Seligkeit. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Johann Olearius, 1611- 1684. Johann Rudolf Ahle 1664. . nen vnn⸗one dmrE 1. Liebster Je⸗su, wir sind hier, dich und dein Wort len⸗ke Sinnen und Be- gier auf die sü⸗ ßen 112 —...—————— I zu he Hiw⸗mels⸗ ;:pfd Er⸗- den g 2. Unser W hüllet, wor Licht erfülle du selbst in 3. O du Gl Gott geborer Mund und? laß, Herr J Weise: Liebster Ein ⸗gane un ⸗ ser —— sel⸗gem S ittel Tod für mich tigkeit, Trost, ian sich nicht net sind, daß ꝑluja. t, führ mich eben heiliglich us, 1611-1684. Görlitz 1648. ns⸗tür, zieh dein Wort be⸗ r ⸗be sein. d, dein Wort zort ists, das ind Seligkeit. dem heilgen ieinigkeit sei 18, 1611-1684. dolf Ahle 1664. — 5.—— Wort =ßen Sonntag und Gottesdienst 120 an ⸗-zu⸗ hö⸗ ren; Him⸗mels-leh⸗ ren, daß die Her- zen von der Licht erfüllet; du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, unser Bitten, Flehn und Singen Er-den ganz zu Mund und Ohren; laß, Herr Jesu, wohl gelingen. Tobias Clausnitzer, 1618—1684. dir üi 3 Liebster Jesu, wir sind hier. . EEE ge⸗ zo⸗ gen wer- den. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis um⸗ hüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Gutes denken, tun und dichten mußt Johann Rudolf Ahle 1664. Un-sern Aus-gang seg- ne Gott, un-sern seg- ne un-⸗ ser täg= lich Brot, seg ne ö— EE Ein ⸗gang glei-cher-ma- ßen, n⸗ ser Tun und Las-sen, seg-ne uns mit *.— —— sel⸗gem Sterben und mach uns zu Him-mels⸗er⸗ben. Hartmann Schenk, 1634— 1684. 120⁰0 121 Die Kirche und die Gnadenmittel —— 2 des Himmels und der Erden. Heinrich Albert 1642. SSII. 5 I. Gro⸗ßer Gott von al- ten Zei⸗ ten, des⸗ sen des⸗ sen Treu auf al⸗len Sei⸗ ten mich von Weise: Un 1. Tu ac E ö ö——— Hand die Welt re-giert, Ju ⸗ gend auf ge⸗ führt: heu⸗te weckt des 1 1 + ö— E— 5 Ta⸗ ges Lauf mich zu lau⸗ ter An-dacht auf. 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet't und singt, daß es durch die Wolken dringt. 4. Was ist schöner als Gott dienen? Was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann, 1648— 1715. —.—— — Got- te See⸗l. deinen? 3. Laß und Ge gefällig zieh das 4. Mac korn au und wa ein, laf 5. Stä teures halte m stern di 6. Red erfüllt; Brunn die rech deinem ich Albert 1642. ——— en, des⸗ sen en mich von e weckt des sie sind des den, da mein guten Geist nir Zeit zum orgen, wenn Herzen bet't gt. Sas ist süßer Bienen und g und Nacht enn wir sind amen, alles ird geschehn, n, 1648—- 1715. Sonntag und Gottesdienst 122 ́—: Unser Herrscher, unser König. 1. Tut mir auf die schö⸗ne Pforte, führt in ach wie wird an die-sem Or-te mei-ne — .ED —————— ö— ——— H— Got- tes Haus mich ein; u Seeaie srb ch sem Hier ist Got⸗ tes ...... An⸗ge- sicht, hier ist lau- ter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir; wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Zieh doch in mein Herz hinein, laß es deinen Tempel sein. 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilige du Leib und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilige du Mund und Ohr, zieh das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Sam⸗ korn auf mich fällt, gib mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben, halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leit⸗ stern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt; nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit Himmels⸗ brot, tröste mich in aller Not. 7. Offne mir die grünen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann; lasse mir dein Manna tauen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammertal, Herr, zu deinem Ehrensaal. Benjamin Schmolck, 1672-1737. Bremen 1680. 122 123 123 Die Kirche und die Gnadenmittel Weise: Wunderbarer König. Bremen 1680. 4 *———— —9————— 1. Gott ist ge⸗ gen⸗-wär⸗tig. Las⸗set uns an⸗ Gott ist in der Mit⸗ten. Al⸗les in uns I I.—.— IIPIPIII IPIITI— D.D IEITIII—— be⸗ ten und in Ehrfurcht vor ihn tre⸗ten. schweige und sich in-nigst vor ihm beu⸗ge. Eii Wer thn kennt, wer ihn nennt, schlag die Au⸗ gen ÄάꝝìrrF?F:⸗ö⸗ NDie nie⸗ der; kommt, er⸗. 210 wie⸗ der. 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebücket dienen. Heilig, heilig, heilig! singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erden⸗ lust und Freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben dir zum Eigentum ergeben. Du allein sollst es sein, unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allem. 5. Luft, die alles füllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder: ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir, laß mich ganz ver⸗ schwinden, dich nur sehn und finden. 6. Du di Herr, ber men will laß mich dich wirke Eemen 1680. sen Tag „ heilig! . Herr, on unsre r Erden⸗ ele, Leib in sollst zie Ehre. preisen wie die nwärtig gefallen, hweben, und und in dich anz ver⸗ Sonntag und Gottesdienst 124 6. Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blu⸗ men willig sich entfalten und der Sonne stillehalten: laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Her⸗ zens, daß ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahrheit; laß mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen, laß mein Herz auf Erden dir ein Heiligtum noch werden; komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. Weise: O Durchbrecher aller Bande. Halle 1704. 4 EE I. Herr, dein Wort, die ed-le Ga⸗be, die⸗ sen denn ich zieh es al- ler Ha-be und dem EE Schatz er ⸗hal⸗te mir; größ⸗ten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht n mehr soll gel-ten, wor-auf soll der Glau⸗ be 55— e ruhn? Mir ists nicht um tau⸗- send Wel⸗ten, 12⁵ 125 Die Kirche und die Gnadenmittel ——— —— 1 EEA a⸗ ber um dein Wort zu tun. 2. Hallelusa, Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen fest bei dei⸗ nem Worte stehn. Laß mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat, und zugleich zu deinen Füßen sitzen, wie Maria tat. Str. 1: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760. Str. 2: Christian Gregor, 1723— 1801. Weise: Unser Herrscher, unser König. Bremen 1680. + l F 1—.— a t, niu.x Enaium i.. ö 1. Hal⸗le-lu⸗ sa, schö-ner Morgen, schö-ner Heu=te fühl ich kei- ne Sor-gen, denn das —— 1 I—— —— II 2— als man den⸗ken mag! 2 ist ein lie⸗ber Tag, der durch sei ⸗ne Lieb⸗lich⸗ keit recht das In- ner- ste er freut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunklen Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Ewigkeit, du ver⸗ treibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au. Da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun, denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich als nur Gottes Werk für mich. 5. Ich will denn da sam ein, wenn des Lebens 6. Segne Mund, me Gnadenbun solches in d 7. H10 daf ist; segne, bats bist, halten mag Weise: Schm E starb, vom E dei⸗ ne Sonntag und Gottesdienst 126 wollest auf fest bei dei⸗ flissen, dir nen Füßen 1700-— 1760. 1723— 1801. zremen 1680. —44 schö⸗ ner denn das sei ⸗ ne — ⸗freut. „der voll Zeit, in t, du ver⸗ als einen tte zu des rgenstund ehab ich in dem Irbeit sich 5. Ich denn da des Lebens speist. 6. Segne deiner Knechte Lehren, t allen, die dich hören, 5, wenn man hier bet't und singt, Mund, mach mi Gnadenbund, da solches in dein Herze dringt. 7. Gib, daß ich den Tag beschlie ist; segne, pflanze und begieße, bats bist, bis ich einst auf jen halten mag. will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort öffne selber ihren heute deinen ße, wie er angefangen der du Herr des Sab⸗ en Tag ewig Sabbat Jonathan Krause, 1701-—1762. Weise: Schmücke dich, o liebe Seele.“ Johann Crüger 1649. 126 s[ E — I— ++ — ISISISSSSEEEE 1. Zei⸗ ge dich uns oh⸗ ne Hül⸗le, ström auf daß an die⸗sem Gottes⸗ ta⸗ ge un=⸗ser uns der Gna- de Fül⸗=le, Herz der Welt ent⸗sa⸗ ge, daß durch dich, der —— —.— 2— starb, vom Bö⸗ sen uns Ge-fall⸗ ne zu er ⸗ lö⸗ sen, — dei⸗ ne glau-ben⸗de Ge⸗ mei ⸗ ne mit dem 1* + IN II— E . EENHH Va⸗ ter sich ver- ei- ne. 12/7 127 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde La⸗ sten würden unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sabbatstille! Daß von fern aus deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Selgen dann verkläret, wenn der Sabbat ewig währet! 3., Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger, Krone? Was von dort herab ich höre, sinds nicht Uberwinderchöre? Feiernd tragen sie die Pal⸗ men, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbat deiner Treuen. 4: Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724— 1803. 2. Jesu, dei hinein, dein genossen seir Wunsch und lein voll, un 3. Nun so in uns sein; herrsche du Maria still mach uns e Weise: Ringe! Weise: Alle Menschen müssen sterben II. Jakob Hintze 1678. 1. Zi⸗ 9——— E+ 4+..— EE 1. Das ist ei ⸗ne sel⸗ ge Stun⸗de, Je⸗su, und das Herz von Her⸗zens⸗grun⸗de tief in Sor⸗ gen, 2—— DIIHD 53——— + 1j— E da man dein ge⸗denkt Ianne a 1.—8 det⸗ ne Wunden senkt. Wahrlich, nichts als Je⸗sum Gotẽtes —— ö 2.—— E— 2. Ebnens 1+:— I +—33— S nahn; nur ken⸗nen, Je⸗-sum su⸗chen, fin⸗den, nennen, das er⸗ —— Was ge 1— 12—.—.—.— ein. All⸗ E E..—2 Gottes W fül⸗let uns⸗re Zeit mit der höch⸗sten Se⸗lig⸗keit. er Sünde La⸗ le sanft wie deinen Höhen Selgen dann er! tes nicht der h höre, sinds sie die Pal⸗ n. Herr, du abbat deiner dem festlichen Tage deines deln, wo voll oo nicht mehr ingen. ock, 1724- 1803. kob Hintze 1678. e, Je⸗ su, e tief in ien, das er⸗ — Sellig⸗keit. Sonntag und Gottesdienst 128 fließt so gern ins Herz 2. Jesu, deine Gnadenguelle hinein, deine Sonne scheinet helle, denn du willst genossen sein; und bei aller Segensfülle ist dein Wunsch und ernster Wille, daß man, weil dein Brünn⸗ lein voll, unaufhörlich schöpfen soll. 3. Nun so laß auch diese Stunde dein Gedächtnis in uns sein; in dem Herzen, in dem Munde leb und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen; wie Maria still gesessen, da sie deinen Mund gehört, also mach uns eingekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725—1761. Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade J. Brüdergemeine um 1740. A ö ———— . l. 1. Zi- ons Stil-le soll sich brei⸗ten um mein ..... —.———— Pein; denn die Stim- men Sor⸗ gen, mei⸗ ne I — Got⸗tes läu⸗ ten Frie⸗den, ew⸗gen Frieden ein. 2. Ebnen soll sich jede Welle, denn mein König will sich nahn; nur an einer stillen Stelle legt Gott s⸗ einen Anker an. „Was gewesen, werde stille; stille, was dereinst wird sein. All mein Wunsch und all mein Wille gehn in Gottes Willen ein. Rudolf Kögel, 1829- 1896. 12 129 Die Kirche und die Gnadenmittel Taufe und Nonfirmation Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit.“ Weltlich Paris 1530; geistlich Erfurt 1572. 8 411m— SISI...—.————— —+— 2 E E— iDi + 1. Sei Gott ge⸗treu, halt sei⸗nen Bund, o Leg die- sen Stein zum er-sten Grund, bleib ů.— A EE ö ö— Mensch, in dei⸗nem Le-ben. ihm al⸗lein er⸗ ge⸗ben. Denk an den Kauf in —H— EEEIEEEEEEEEEEEE dei⸗ner Tauf, da er sich dir ver-schrie-ben bei — seinem Eid, in E-⸗wig⸗keit als Vater dich zu lieben. 2. Sei Gott getreu von Jugend auf, laß dich kein Lust noch Leiden in deinem ganzen Lebenslauf von seiner Liebe scheiden. Sein alte Treu wird täglich neu, auf sein Wort kannst du bauen. Was er verspricht, das bricht er nicht, drauf sollst du kühnlich trauen. 3. Sei Gott getreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet. Wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet“ Wer seine Gnad zur Brustwehr hat, kein Teufel kann ihm schaden; wo diese Wehr steht um dich her, da ist dir wohl geraten. 4. Sei Gott getreu, sein liebes Wort standhaftig zu bekennen; steh fest darauf an allem Ort, laß dich da⸗ von nicht trennen. Was diese Welt in Armen hält, muß alles immerfort o 5. Sei Got nädig finde Aber dich den Wär je ein bei Zeit nu 6. Sei Gott abwenden. Beistand ser Reich mit so glaube du 7. Wirst du erweisen, da verheißen, 1 mel dir aufsf seiner Treu Weise: Liebster Wor⸗ te den Be⸗ dir hin ⸗ 2. Ja es f Ohren: we ist neugebor in Gottes! lich Erfurt 1572. — Bund, o Grund, bleib — den Kauf in — ie-ben bei —4 ch zu lieben. laß dich kein henslauf von d täglich neu/ er verspricht, nlich trauen. darein er dich and, wer ist, ir Brustwehr odiese Wehr tandhaftig zu laß dich da⸗ Armen hält, Taufe und Konfirmation 130 muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt immerfort ohn alles Wanken stehen. 5. Sei Gott getreu, der immer sich läßt treu und überdt finden. Streit unter ihm nur ritterlich, laß ber dich den Sünden ja wider Pflicht den Zügel nicht. Wär je ein Fall geschehen, so sei bereit, durch Buß bei Zeit nur wieder aufzustehen. 6. Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden. Er wird und kann in aller Not dir treuen Beistand senden. Und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 7. Wirst du Gott also bleiben treu, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnadenlohn im Him⸗ mel dir aufsetzen. Da wirst du dich dann ewiglich in seiner Treu ergötzen. Michael Franck, 1609- 1667. Weise: Liebster Jesu, wir sind hier. Johann Rudolf Ahle 1664. I. Lieb⸗ster Je-su, wir sind hier, dei⸗ nem die⸗ses Kind⸗lein kommt zu dir, weil du 2 ———.— E Wor⸗ te nach⸗zu ⸗le⸗ ben; ů den Be⸗fehl ge? ge⸗ ben, daß man sie zu ů— ö dir hin ⸗füh-re, denn das Himmelreich ist ih- re. 2. Ja es schallet allermeist dieses Wort in unsern Ohren: wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neugeboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 131 131 Die Kirche und die Gnadenmittel 3. Darum eilen wir zu dir: nimm das Pfand von unsern Armen; tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, sei du sein Friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glaͤuben dich umgebe. 5. Nun wir legen an dein Herz, was von Herzen ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen; ja den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Weise: O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. E E.—— 4. Mein tre Bund wohl so laß mich n zu Gnaden e 5. Ich gebe Herz zum“ und nimm? kein Tropfen 6. Laß diese Sohn und h Schranken, ich dir, so ste I. Ich bin getauft auf dei-nen Namen, Gott Va⸗ter, I. Me ich bin gezählt zu dei-nem Samen, zum Volk, das de +— ö DI——— EEIIEEE— Sohn und heil⸗ger Geist; 23 ö Le- bens Li dir ge⸗ hei⸗ligt heißt. Ich bin in Christum Au⸗ge br — RERES D.— ein⸗ ge- senkt, ich bin mit sei⸗nem Geist beschenkt. dir zum 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt. Du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt. Du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich hab, o Herr, aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. Kräf⸗te fi ich der D 5 Pfand von z herfür und hier auf Erden aupt, mach es m die Bahn, ock, hilf, daß gebe. on Herzen ist 5 und erfülle geben, schreib olck, 1672-1737. furt a. M. 1738. Taufe und Konfirmation 132 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verlorengehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist; halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Johann Jakob Rambach, 1693- 1735. Christoph Meyer 1741. Gott Va⸗ter, zum Volk, das in Christum ůist beschenkt. „ mein lieber t von deinem ewährt. Du Geist, mein he, Treu und aus reinem hingegen sagt Werken ab. ++— 1 ö 2.— r. Mein Schöp⸗fer, steh mir bei, sei mei⸗nes dein Au ⸗ge lei⸗ te mich, bis mir mein Au⸗ 94 brrcht. Hier leg ich Herz und Glieder vor dir zum Op⸗fer nie⸗- der und wid⸗ me mei⸗ne ————— ö E 2 Kräf⸗te für dich und dein Geschäfte. Du willst, daß + 2 ö—‚— ich der Deine sei: mein Schöpfer, steh mir bei! 133 133 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. Mein Heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle Flecken tilgt und lauter Wunder tut. Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbar⸗ men, daß ich von Zorn und Sünde hier wahre Frei⸗ heit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich: mein Hei⸗ land, wasche mich! 3. Mein Tröster, gib mir Kraft, wenn sich Ver— suchung zeigt, regiere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, ihn meinen Herren nennen, sein Gnadenwort verstehen, auf sei⸗ nen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft: mein Tröster, gib mir Kraft! 4. Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Er-⸗ barmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott EE Johann Jakob Rambach, 1693- 1785. Das heilige Rbendmahl Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. H e e ,, 1. Gott sei ge⸗lo⸗ bet und ge- be- ne⸗ 2. Der heil-ge Leich-nam ist für uns ge⸗ 3. Gott geb uns al⸗ len sei⸗ ner Gna⸗de I ö— 1——— +——.—— w——4— +———..— + ID +—— IE— 1 1——3. + I— — dei-et, der uns sel- ber hat ge- spei-ʒ set ben zum Tod, daß wir da-durch le-ben. 9— — 23 S —XXXV 1 * 2. g 3. Se⸗- gen, daß wir gehn auf sei- nen We-⸗gen . + ——— ————— 1. mit sei⸗ nem Flei⸗sche und mit sei⸗ nem 2. Nicht größ⸗ re Gü- te konn⸗te er uns 3. in rech⸗-ter Lieb und brü- der-li- cher s —— —— —— deinem reinen Wunder tut. in dein Erbar⸗ r wahre Frei⸗ h: mein Hei⸗ nn sich Ver⸗ in er zur Welt ,‚ ihn meinen ehen, auf sei⸗ Gute schafft: in ich, was ich ief in meinen Tempel deiner adenreich Er⸗ heißt, Gott bach, 1693- 1785. 4 Wittenberg 1524. — ge⸗ be⸗ ne⸗ für uns ge⸗ ner Gna⸗de spei⸗ set irch le⸗ ben. n We-⸗ gen Das heilige Abendmahl 133 = J 1 I 1 — 14—.—.——— D—. CSE——— I— 1— 2———1— 1. Blu- te; das gib uns, Herr Gott, zu⸗ gu⸗ te! 2. schen-ken, da-bei wir sein solln ge- den-ken. 3. Treu⸗e, daß uns die Speis nicht ge- reu⸗e. EE 1. Ky-ri⸗- e ⸗ lei ⸗ son. Herr, durch dei ⸗nen 2. Ky⸗- ri⸗- e ⸗ lei⸗ son. Herr, dein Lieb so 3. Ky⸗- ri- e ⸗ lei- son. Herr, dein heil- ger E—— +— 4 —— W +——5 S.....— I. hei ⸗li- gen Leich-nam, der von dei- ner 2. groß dich zwun⸗gen hat, daß dein Blut an 3. Geist uns nim-mer laß, der uns geb zu ———————— =..........I... I I 1. Mut-ter Ma- ri-a kam, und das hei⸗ 2. uns groß Wun-der tat und be-⸗ zahlt 3. hal ⸗ ten rech- te Maß, daß dein arm 1ʒ—— 1——.———— + j—— 1 2— X——— SIPIPIIIIIIII I. li ⸗ ge Blut hilf uns, Herr, aus al-ler 2. uns⸗re Schuld, daß uns Gott ist wor- den 3. Chri-sten-heit leb in Fried und Ei- nig⸗ it sei⸗ nem er uns *⸗ li cher — 1. Not. Ky= ri ‚e: lei ⸗ son. 2. hold. Ky⸗ ri ⸗ e lei ⸗ son. 3. keit. Ky⸗ ri e ⸗ lei ⸗ son. Martin Luther, 1483- 1546. 134 Die Kirche und die Gnadenmittel 1.— laßt uns Gott dem Leipzig 1587. +. 0 Je⸗ su, mei⸗ ne, ue, 8 »˖D˖D˖)i)iii... mei-ner See⸗le Son⸗-ne, du Freundlichster auf Er⸗ den, laß mich dir dank- bar wer- den. 2. Wie kann ich gnugsam schätzen dies himmelsüß babenen und diese teuren Gaben, die uns gestärket aben? 3. Wie soll ich es dir danken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir ge⸗ schenket? 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, die du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß ver⸗ goßne Tränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist ge⸗ blieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergroße Güte; das teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zuge⸗ messen die kräftge Himmelsspeise, wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich noch jetzt empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. Leipzig 1587. —— lichster auf ver⸗ den. himmelsüß ns gestärket aß du mich dich mir ge⸗ Schmerzen, u für mich rung meiner nd heiß ver⸗ dhaft ist ge⸗ mich dein große Güte; llen meinen u mir zuge⸗ mein Herz zt empfinde, mir bleiben. Das heilige Abendmahl 135 10. Nun bin ich losgezählet von Sünden und ver⸗ mählet mit dir, mein liebstes Leben; was kannst du Wertres geben? II. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben; drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist,‚ 1607— 1667. Eigene Weise.“ Johann Crüger 1649. ——— 12—— 1. Schmük⸗ke dich, o nlie⸗be See⸗le, komm ans hel=le Licht ge- gan- gen, laß die dunk-le Sün⸗den- höh⸗=le, fan⸗ge herr-lich an zu pran-gen; 2— Ee I Z ——.—.— n—— 1 denn der Herr voll Heil und Gna⸗den will dich jetzt zu [——— 1Z.— .— 1— ++— .———+ Ga⸗=ste la- den; der den Himmel kann ver⸗wal-⸗ ten, 1— EY* H ö ö——— will jetzt Her⸗berg in dir hal-⸗ ten. 186 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine! 3. Heilge Lust und tiefes Bangen nimmt mein Herze jetzt gefangen. Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe deiner Stärke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht sollt ergründen? 4. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen: laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmels- speise, mir zum Heil und dir zum Preise. 5. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz Inss e Wen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelen⸗ essen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Johann Franck, 1618-1677. 36* Aus tiefer Not schrei— zn dir II. 2 666 1525. 1 24 EEEE—.—. Herr=lic keit zu 2. O Je Werke; deines G sein und melsweser 3. Bleib bleiben; wieder ve mahls K ewig selie Weise: An E I.——— Je=su Christ, du höch-stes Hut⸗— wir 11 60 nen Leib 6 Blut, wie ö— E. 4— Brunnquell al-ler Gna⸗den, du uns hast ge⸗ la- den, zu dei⸗ ner Lie⸗be se ⸗U Wun-de dei⸗nen schenfreund, mit Tränen pfleger mich sten, daß in mir vereine! mein Herze eise und die üh vermerke, ich wohl ein t ergründen? e Freud und Lebensquell inen Füßen: er Himmels⸗ ns jetzt kann * daß ich doch Schaden sei dies Seelen⸗ ch auch, wie imel werden. E, 1618-1677. traßburg 1525. —. 3 Gut, du d Blut, wie ner Lie⸗be Das heilige Abendmahl 137 — + ——— —— — 1 1— I Herr-lich-keit und uns rer See-len Se=lig⸗ ++ e,— ö— e=e. keit zu es⸗ sen und zu trin ⸗ ⸗ ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke; schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein und werden dir gepflanzet ein zum ewgen Him- melswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nacht-— mahls Hraft eingehn zur Himmelsbürgerschaft und ewig selig werden. Erfurt 1701. 2½ An Wasserflüssen Babylon. Straßburg 1525. — 1.—.——.— I. Ich kom⸗me, Herr, und su⸗ che dich müh⸗ Gott, mein Er⸗bar-mer, würdge mich des E= se= lig und be⸗-la- den. Wun; ders dei- ner Gna-⸗den. E—.——..— . dei⸗nem Thron, Sohn Got-tes und des Men-schen 6 Ich lie⸗ge hier vor 137 Die Kirche und die Gnadenmittel EESI Sobn, 2 deiener— Herten Ich fühle mei-ͤner E Sün- den Müh, ich su-che Ruh und sin ·de =— ö E=2— N I——— S......... sie im Glauben der Er⸗lö ⸗⸗; sten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder; du hast die Handschrift abgetan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: Es ist vollbracht! Du hast mein Heil verdienet, du hast für mich dich dargestellt, Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. So freue dich, mein Herz, in mir, er tilget deine Sünden und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben; du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit, bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte brin⸗ gen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen⸗ und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an wür- dig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heili⸗ gung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. —4 Christian Fürchtegott Gellert, 1715—1769. Weise: Schn meine S bleibt mei andres wi 3. Aber i⸗ empfange will ichs habe, der mir sagt 4. Ach w süße Frie wenn mit Heilandel —.— hle mei⸗ner fin de sten. das Heil der an, und wir eidens Macht Du hast mein zestellt, Gott ich versühnet. tilget deine r dich Gnad yrt dich schon, n, die Schuld tauft, und du Herzen leben. wahr es hier heit dir deine t dir; ich bin Früchte brin⸗ urch die Liebe ich will es len Tod um nun an wür⸗ weihn und nst der Heili⸗ ind der Welt rt, 1715- 1769. Das heilige Abendmahl 138 Weise: Schmücke dich, o liebe Seele.“ ENV E=—ñ Johann Crüger 1649. 1. Komm, mein Herz, in Je⸗ su Lei⸗ den Stil- le hier dein sehn-lich Dür-sten E———— W—— HN E. Daß ich strömt auch dir ein Quell der Freuden. an dem Mahl des Le- bens-für⸗sten. 1 4:—. —— x + + EE ei⸗ nen Hei-land ha⸗ be, mich in sei-nem 1——— 2—— EEEEE EEE be und in sein Ver⸗dienst mich ISSSSE klel⸗ de, das ist mei- nes Her-⸗zens Freu⸗de. 2. Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; er ist auf der Himmelsreise täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein Alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein Leiden zu genießen. 3. Aber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen. Hier schenkt er sich ganz zu eigen; nimmer will ichs nun verschweigen, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde, wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht entschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe sanft und 6* 138 Die Kirche und die Gnadenmittel — und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und eben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner, was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe. Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6. Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst gestiftet; daß ich einen Heiland habe, der den Gang zum Kreuz und Grabe, ja den Schritt in Todes Rachen gern getan, mich los zu machen. 7. Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden. Daß ich einen Heiland habe, der er⸗ blaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld ge⸗ legen, will ich schmecken und erwägen. 8. Heilger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Ver⸗ gebung aller Sünden. Daß ich einen Heiland habe, der die matte Seele labe, muß dies nicht mein Dürsten stillen und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu ver⸗ gessen, er gebietet mir zu trinken und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja zur Nahrung und zum Leben mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen, ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe; wenn mich Sünd und Hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken. 11. Will hinfort mich etwas quälen, oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Gottlieb Woltersdorf,‚, 1725— 1761. 3. Komu mer drüe bar begli bange S Gott vo 4. O We wunden f von dem Herz ist 5. Drun nacht. 5 die unerr jeden Ja 6. Drur Herrn, den Wu die auf Das heilige Abendmahl 139 als Heil und Sünden schon wissen, wäre Heiland habe, wär es, nie ir aus treuem tet, solch ein Heiland habe, den Schritt s zu machen. mir der in dir die Erlösung habe, der er⸗ e Schuld ge⸗ mir der mit den die Ver⸗ Heiland habe, mein Dürsten n? nmers zu ver⸗ in Freude zu der sich selbst m Leben mir ssen, ja was in mein Heil ssen, daß ich d und Grabe; so wird mich der wird mir unen, so will land habe, der mThron, wo ;öret. orf‚, 1725- 1761. Weise: Aus meines Herzens Grunde. Hamburg 1598. E E 27— e 1. Kommt her, ihr seid ge⸗la⸗ den, der Heiland der fü⸗ ße Herr der Gna ⸗ den, an Huld und —— 5 E— Lie reich⸗ der Erd und Him- mel lenkt, ———... will Gastmahl mit euch hal⸗ ten und wun⸗der⸗ 5 I.— TL— I bar ge⸗stal- ten, was er in Lie-be schenkt. 2. Kommt her, verzagte Sünder, und werft die AÄngste weg, kommt her, versöhnte Kinder, hier ist der Le⸗ bensweg. Empfangt die Himmelslust, die heilge Got⸗ tesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust. 3. Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jam⸗ mer drückt, mit Gott euch zu vermählen, der wunder⸗ bar beglückt. Kommt, legt auf ewig ab der Sünde bange Säumnis; empfanget das Geheimnis, das Gott vom Himmel gab. 4. O Wonne kranker Herzen, die mir von oben kam Ver⸗ wunden sind die Schmerzen, getröstet ist der Gram. Was von dem Himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen; mein Herz ist gar durchflossen vom süßen Liebesgeist. 5. Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sünden⸗ nacht. Verkünde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich füß, ein Born der Liebe, guillet und jeden Jammer stillet, der fast verzweifeln Ih.. 6. Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn, verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunderborn im Blut, die selge Himmelsspeise, die auf verborgne Weise dir gibt das höchste Gut. Ernst Moritz Arndt, 1769-— 1860. christliche Leben Buße Psalm 130. —1 40 H Wittenberg 1524. EE 1. Aus tie⸗ fer Not sehrei ich zu dir, Herr Dein gnä-dig Oh- ren kehr zu mir und und seiner Wort; da der Israel Eigene Weis men kann, des muß dich fürchten jedermann und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Ver⸗ dienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich II— I— ö 23. ö—.3 Gott, er⸗-hör mein Ru ⸗ fen. mei⸗ ner Bitt sie öf ⸗ fen; denn so du— . ——— Ooffnnn⸗ ö— ö ö Trost ma willst das se⸗- hen an, was Sünd und Un⸗recht—— —.— E N L.— E EEI nichts er⸗k ist ge⸗ tan, wer kann, Herr, vor dir blei ⸗ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die In Sünde zu vergeben, es ist doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rüh⸗ mir aus ben zittenberg 1524. dir, Herr mir und Buße 141 und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort: das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. Martin Luther, 1483- 1546. Eigene Weise.“ Wittenberg um 1541. IIIN ————— 1. Al- lein zu dir, Herr Je- su Christ, mein Ich weiß, daß du mein Trö⸗ ster bist, kein ud Un; recht blei⸗ ben? Gunst, die Tun umsonst and sich rüh⸗ rmann und f mein Ver⸗ oll lassen sich Hoff⸗nung steht auf Er ⸗ den. Trost mag mir sonst wer-den. 1. ö ö E— nichts er⸗korn, auf Er⸗den ist kein Mensch ge⸗born, der Z.* + IEIEIEEE— mir aus Nö- ten hel-fen kann; ich ruf dich — ö AI an, zu dem ich mein Ver⸗trau-⸗en han. Von An⸗be⸗ginn ist 14 14² 142 Das christliche Leben 2. Mein Sünd sind schwer und übergroß und reuen mich von Herzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich dei⸗ nem Vater an, daß du hast gnug für mich getan, so werd ich los der Sündenlast. Herr, halt mir fest, wes du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach deinr Barmherzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich deine Süßigkeit mög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben dich und meinen Mächsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilf mir send, damit behend des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christ, seim liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott, dem werten heilgen Geist, der uns allzeit sein Hilfe leist, daß wir ihm sein zum Dienst bereit hier in der Zeit und folgends in der Ewigkeit. Str. 1-3: Konrad Hubert, 1507—1577. Weise: Aus tiefer Not schrei ich zu dir II. Straßburg 1525. SE nn r H ö— ..—— 1. Herr Je-su Christ, du höch-stes Gut, du sieh doch, wie ich in mei- nem Mut mit =——— ö— 2——.— ö EEEE Brunnquellal⸗ler Gna⸗den, Schmerzen bin be⸗- la- den — — — —.1 und in mir hab der x — 2 2 E 0 Pfei⸗- le viel, die im Ge-⸗ wis⸗-sen oh- ne —5.8..—.I E. +.— EEE— ———2 Ziel mich ar-men Sün-der drük ⸗=ken. 2. Erbarn meinem H mit Todes Weh in m 3. Fürwa Tag begar und bin 1 aus noch ich dein 2 4. Allein süßen Kli neu begin denen, die kommen. 5. So ko geschritter ganzem 5 was ich gangen. 6. O He mens wil Sünden geb und Gehorsan 7. Stärk durch des zumeist i einst, wes Welt zu oß und reuen frei und los zeig mich dei⸗ nich getan, so mir fest, wes den wahren üßigkeit mög eben dich und tzten End dein ls List sich von i, dem Vater en Sohn, der werten heilgen ß wir ihm sein d folgends in bert,‚, 1507- 1577. Straßburg 1525. .— 6 Gut, du m Mut mit ——— in mir hab der Buße 143 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein Stein und bin mit Furcht umfangen; ja, ich weiß weder aus noch ein und müßte stracks verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Allein dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Klingen, daß mir das Herze wieder lacht und neu beginnt zu singen, dieweil es alle Gnad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist zu dir, o Jesu, kommen. 5. So komm ich denn zu dir allhie in meiner Angst geschritten und tu dich mit gebeugtem Knie von ganzem Herzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab be⸗ gangen. 6. O Herr, vergib, vergib mir doch um deines Na⸗ mens willen; du wollst abtun das schwere Joch, der Sünden Jammer stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam. 7. Stärk mich mit deinem Freudengeist, heil mich durch deine Wunden, tröst mich durch deinen Tod zumeist in meinen letzten Stunden und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, im rechten Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten. Bartholomäus Ringwaldt, 1530— 1599. (1625) Freiberg 1655. K P 1— 1 5 — E. E 1. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind 14⁴ 1⁴44 Das christliche Leben E— E.. t— mein be⸗-gang⸗ne Sün⸗den! Da ist nie⸗- mand, der Ee.——.— H hel ⸗-fen kann, in die- ser Welt zu fin- den. 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Erde Enden und wollt los sein des Kreuzes mein, würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich; verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins G'richt, dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen, so fahr hier fort, nur schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld, vergiß der Schuld, schaff ein gehorsam Herze, daß ich nur nicht, wies wohl geschicht, mein Heil murrend verscherze. 6. Handle mit mir, wies dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; nur wollst du mich nicht ewiglich, mein Gott, dort von dir scheiden. Jena 1613. Weise: Vater unser im Himmelreich. Leipzig 1539. ——.— äͤä—...... *——. I+. Nimm von uns, Herr, du treu-er Gott, die 1. ++ 4 ..e ex schwere Straf und gro⸗ße Not, die wir mit Sünden oh ⸗ ne Zahl ver⸗ die- net ha-ben all⸗- zu⸗ Seuchen 2. Erbar: Gnad un rechten Le müßt die vor dir b 3. Ach, und Ret: Gnad u uns mit von uns 4. Geder heilig Wé Zahlung zeit und 5. Leit u Stadt u behüt vo Stündele Weise: Va Buße 145 e= mand, der fin⸗ den. an der Erde mein, würd wie ichs wohl geh nicht ins auf Sünde one dort und chuld, schaff „ wies wohl ch dein Gnad icht ewiglich, Jena 1613. Leipzig 1539. —— rGott, die ö—.—— *——4—. 1 mal. Be⸗hüt vor Krieg und teu-rer Zeit, vor E— H — 1 1 1 EEEEEE — Seuchen, Feur und gro⸗ßem Leid. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht, wir flehn um Gnad und nicht um Recht; denn so du, Herr, den rechten Lohn uns geben wolltst nach unserm Tun, so müßt die ganze Welt vergehn und könnt kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach, Herr Gott, durch die Treue dein mit Trost und Rettung uns erschein; beweis an uns dein große Gnad und straf uns nicht auf frischer Tat. Wohn uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Gedenk an deins Sohns bittern Tod, sieh an sein heilig Wunden rot, die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns alle⸗ zeit und hoffen auf Barmherzigkeit. 5. Leit uns mit deiner rechten Hand und segne unser Stadt und Land. Gib uns allzeit dein heilig Wort, behüt vors Teufels List und Mord, verleih ein selig Stündelein, auf daß wir ewig bei dir sein. Martin Moller, 1547— 1608. Hesekiel 33, 11. Weise: Vater unser im Himmelreich. Leipzig 1539. TD——4 3,. —— mit Sünden —.—— . 1. So wahr ich le-be spricht dein Gott, mir ———— —— AE + j+ —— DSSEI ist nicht lieb des Sün-ders Tod; viel- mehr ist 145 Das christliche Leben .— 2—1.— dies mein Wunsch und Will, daß er von Sün-den 4.— +—.— + 8 e,. 2 hal=te still, von sei ner Bos-heit keh⸗ re sich und 4—9 N E 1 + N E le⸗ be mit mir e-wig=lich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd; hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists: Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott von wegen Christi Blut und Tod; zusagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, kanns ändern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muß. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jeder⸗ zeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann, 1585— 1647. Weise: Auf Wel laß du ar Ich, 5 viel ih in deine 4. Dure wasch a verbinde versenke. 5. Ist u wenn ich wer sich schwinde 6. Mir will, is damit i⸗ 7. Dar mich; 1 Buße 146 d, verzweifle ost, Heil und nd zwar mit ßünd ist leid! k nicht: Zur hlich sein auf alsdann will rbarmen sich. dem Sünder sündigt hin, r Seele selbst lohnt. vegen Christi wollt, ob du terben, ist dir rgen kommt, und und rot/ nun stirbest nen muß. h noch heute ick, eh mich it und jeder⸗ n, 1585- 1647. re sich und Weise: Auf meinen lieben Gott. Weltlich Nürnberg 1574; geistlich Frankfurt a. d. O. 1605. 2—— e— I. Wo soll ich flie-hen hin, weil ich be— ————.—— —1 +——— 2—..— schweret bin mit viel und gro⸗ßen Sün⸗den? Wo 1— LRmth;xi˙;AK 129 60—— fin⸗ den Wem al ⸗le Welt— kä⸗ me, mein Angst sie nicht weg⸗nüh ⸗ me. 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte: laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen. „Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, 0 viel ihr'r in mir stecken und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zugut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde und ihrer nicht gedenke, ins Meer sie tief versenke. 5. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse: wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald ver⸗ schwindet. 6. Mir mangelt zwar sehr viel, doch was ich haben will, ist alles mir zugute erlangt mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 7. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich; jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß 14⁷ 147 Das christliche Leben ich ererben, denn du hast mirs erworben, da du für mich gestorben. 8. Führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann, 1585— 1647. Lukas 15,1—7. Meinen Jesum laß ich nicht I.—— Uhlich 1674. — .— 53 Je- sus nimmt die Sün- der an. Sa⸗-get wel⸗ che von der rech⸗- ten Bahn auf ver⸗ 1—— 23——.— doch dies Trostwort al⸗len, kehr⸗ten Weg ver-fal⸗len. ret⸗ ten kann: Je⸗sus nimmt die Sün-der an. 2. Keiner Gnade sind wir wert; doch er hat in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gna⸗ denpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte/ daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sün⸗ dern Gottes Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. Hier ist, was sie 5Ich* Sünden; Vergebun Jesus nin 6, Ich bi blutrot we sich in S kann: Je 7. Mein bei Gott hat die e dammen 8. Jesus genomme zu ihm k Jesus ni u, da du für deinen Geist mich und dich ein Gliedmaß nn, 1585-— 1647. ann Uhlich 1674. an. Sa⸗get ahn auf ver⸗ zder an. hat in seinem mur, die Gna⸗ is nimmt die es ein treuer t treulich das Jesus nimmt ihr betrübten ht aus Sün⸗ denket dran: Glaube und Rechtfertigung 148 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade zur Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch sich in Schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen quält mich nicht, wer will mich bei Gott verklagen? Der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts ver⸗ dammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch an⸗ genommen und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister, 1671— 1756. Glaube und Rechtfertigung Wittenberg 1524. H 11 ,. i. 1. Nun freut euch, lie ben Chri⸗sten gmein, und daß wir ge- trost und all in ein mit Be,. . laßt uns fröh⸗lich sprin gen, Lust und Lie⸗be sin ⸗ gen, Emuren n sei ne sü-ß was Gott an uns ge- wen-det hat 1. 148 148 Das christliche Leben EEEEE DSIDDiR IIIISSSIIII 2— Wun⸗der- tat; gar teur hat ers er- wor-ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich ver⸗ loren, mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hat mich besessen. 3. Mein guten Werk, die galten nicht, es war mit ihn'n verdorben; der frei Will haßte Gotts Gericht, er war zum Gurtn erstorben; die Angst mich zu ver⸗ zweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Hölle mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend über⸗ maßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ's sein Bestes kosten. 5, Er sprach zu seinem lieben Sohn:„Die Zeit ist hier zu rbarmen, fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward, er kam zu mir auf Erden von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir:„Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Le⸗ ben rauben; das leid ich alles dir zugut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, Winn. Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9. Gen H diesem Lel Geist will soll und le heit leiten. ich dir zur 175—— I. Gnad un mö⸗ ger uns verlor ⸗wor- ben. od war ich ver⸗ nd Tag, darin iefer drein, es Zünd hat mich es war mit Botts Gericht, t mich zu ver⸗ bei mir blieb, in Elend über⸗ „er wollt mir erherz, es war sein Bestes „Die Zeit ist 18 werte Kron, fihm aus der tern Tod und d, er kam zu mund zart; er hführt er sein t, den Teufel ch, es soll dir für dich, da dein, und du sein, uns soll dazu mein Le⸗ das halt mit 5 Leben mein, a bist du selig Glaube und Rechtfertigung 149 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahr-⸗ heit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren; und hüt dich vor der Men⸗ schen Satz, davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zur Letze. Martin Luther, 1483- 1546. Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. H——— 8 EEEEEEEE E 1. Es ist das Heil uns kommen her von die Werk die hel-fen nimmermehr, sie Gnad und lau ⸗ter Gü mö⸗ gen nicht be- hü P—— Je⸗ sum Chri-stum an, te ů 5 teln. Der Glaub sieht der hat gnug für uns D Lee — — all ge- tan, er ist der Mitt⸗ler wor ⸗ den. 2. Was Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten: vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz erfordert allermeist; es war mit uns verloren. 149 Das christliche Leben 3. Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbig Art aus eignen Kräf⸗ ten lassen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen; denn Gleisners Werk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 5. Noch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben; drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaͤubens recht Gestalten. Nicht mehr denn: Lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himml erkauft, daß er nicht werd verloren. 8. Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt aus von sich den Schein, so er die Werk nicht lasset: mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder; das Evangelium kommt zuhand und stärkt den Sünder wieder und spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 10. Die Werk, die kommen gwißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Werk, die sind des Nächsten Knecht/ dran wir den Glauben merken. II. Die tes Wort setzt Gott am besten solln wir 12. Ob sf nicht ersch will ers n sein; und doch dir n 13. Sei Guttat w'i Der woll hat zu E Name, 14. sein? wie im H uns werd, unsern Se stehn, lös Glaͤube und Rechtfertigung 150 Gott hätt sein elber frei nach Spiegel zart, unserm Fleisch s eignen Kräf⸗ d, noch mehrt Werk Gott hoch zünde Schand ,„ sonst wärn seinen Sohn as ganz Gesetz en gestillt, der ch den, der es ler Christ des r denn: Lieber zeben sein, du in Wort kann Mensch verzag/ t an mich und lerkauft, daß hiesen Glauben en Schein, so Glaub ist wohl zuts tun, bist nt und schlägt kommt zuhand spricht: Nur eder Rast noch her aus einem r Glaube wär, lacht allein der ächsten Knecht, 1I. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, was Got⸗ tes Wort zusage: wann das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser sein; und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns anfangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name, 14. sein Reich zukomm, sein Will auf Erd gscheh wie im Himmelsthrone, das täglich Brot noch heut uns werd, woll unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern tun, laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Übel. Amen. Paul Speratus, 1484- 1551. Römer 8, 31—39. Augsburg 1609. H.— I. Ist Gott für mich, so trete gleich al⸗ les wi- der so oft ich ruf und be⸗te, weicht al- les hin⸗ter 2 —•—1— ö—— EE mich; sich. —.8 N nn—— Hab ich das Haupt zum Freun- de und hen ge⸗liebt bei Gott, was kann mir tun der 150 Das christliche Leben — ö—— 60 EEEEEEEEE Fein⸗de und Wi⸗der- sa- cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und schönes Licht. Wenn der nicht in mir wäre, so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem strengen Sitz; ich müßte stracks vergehen wie Wachs in Feuers Hitz. 5. Der, der hat ausgelöschet, was mit sich führt den Tod; der ists, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nim-⸗ met mir mein Herz; die Höll und ihre Flammen, die sind mir nur ein Scherz; kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regiert mir meinen Sinn, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furchin und Schrecken findt, so seufzt und spricht er Wortehec e unaussprechlich sind mir zwar und meinem Mu MW, Gott aber ersiehet se 9. Sein Trostwort suchet Ri Stadt, d hat. 10. Da i richt't w Himmel n Tränen n durchsüßet 1I. Wer und haßt, Last zu Spott; d lich Brot. 12. Das zagt: Ge gesagt. CE hab: an d 13. Die? lich; kein und dich; mut, kein mir ein 14. Kein lichkeit, k Fährlichke klein oder Arm und 15. Mein traurig sei Sonnense Herr Jes ist, was i dott? ühms auch ohne te, mein Freund llen er mir zur d Wellen und ist Christus und das ewge wahre nichts auf dieser t der Liebe wert. lanz und schönes „so dürft und en und vor dem hen wie Wachs t sich führt den ljacht schneeweiß, euen, hab einen n, wie sonst ein en, nichts nim⸗ Flammen, die mich erschrecket, h mit Flügeln n, regiert mir merzen, nimmt Gedeihen dem, ba schreien aus ch Furch jn und er Wortoec e ieinem Mu M, Glaube und Rechtfertigung 150 Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet at. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zuge⸗ richt't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Tränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein hohe schwere Last zu leiden und zu tragen, gerät in Hohn und Spott; das Kreuz und alle Plagen die sind sein täg⸗ lich Brot. 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unver-⸗ zagt: Gott will ich lassen sorgen, dem ich mich zu⸗ gesagt. Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab: an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewig⸗ lich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Ar⸗ mut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herr⸗ lichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst und Fährlichkeit, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist/ was im Himmel ist. Paul Gerhardt, 1607- 1676. 151 151 Das christliche Leben. Weise: O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. H E+ E 1. Ich ha- be nun den Grund ge-fun-den, wo an⸗ders als in Je⸗ su Wunden? .— FHF D der mei⸗nen An⸗ker e⸗ wig hält; Da lag er vor der Zeit der Welt, ö— r m m 1. EEEEEE unbeweglich steht, wenn Erd und Himmel un⸗ter-geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein, deswegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbinden, da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barm⸗ herzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun, und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Herzen schaun; da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann; darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgetan, ist die Errettung noch so weit, mir bleibet die Barmherzigkeit. „. Beginnt das Irdische zu drücken, ja häuft sich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vielen der Grund, der Stücken dadurch o zigkeit. 8. Muß i gewandelt fällt wohl bereit: ich 9. Es geh Erbarmen es das nut in, durch 10. Bei d die Erde t solange sie erfreut: Weise: Wur —— Au⸗gen blik⸗ken 5 und zu: — Dei⸗no Glaube und Rechtfertigung 152 a. M. 1738. un- den, Lunden? rund, der ter⸗geht. Denken 5„der sich rze bricht, will, uns suf Erden gen klopft Tür. ch Christi den recht att, weil it, Barm⸗ nwill ich »Sünden haun; da herzigkeit. und Leib issen und h so weit, äuft sich in vielen Stücken mit eitlen Dingen mühen muß, werd ich Sabelte oft sehr zerstreut, so hoff ich auf Barmher⸗ zigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin, doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist; er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barmherzigkeit. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, solange mich die Erde trägt; das will ich denken, tun und treiben, solange sich ein Glied bewegt; so sing ich einstens hoch⸗ erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe, 1688— 1758. Weise: Wunderbarer König. Bremen 1680. 4 F E 23.2—7NH— 1. Unumschränkte Lie- be, gön- ne blö- den daß sie in die Strahlen dei- ner Langmut — — E—I ——— F i Au⸗gen, die sonst kaum auf Er⸗ den tau- gen, blik-ken, die den Erd-kreis wärmend schmücken und zu-gleich freu-den-reich Bö- sen und den —— ͤöäII...A I.— 1.— 1— IX Dei- nen mit der Son:ne schei nen. 15² 153 153 Das christliche Leben 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplatz deiner Güte. Deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel! 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden und dazu ohne Ruh lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, obwohl doch immer noch neue Schuld sich reget, wenn dein Zorn sich leget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen sich mit Tränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach, 1693—-1735. Weise: O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. H I. Mir ist Er⸗ bar⸗mung wi⸗ der- fah- ren, das zähl ich zu dem Wun-der-⸗-ba ⸗ren, ö—1.— ö—.— DE— Er- bar-mung, de-ren ich nicht wert; mein stol⸗zes Herz hats nie be⸗ gehrt. Nun weiß ich Bebiete ist jmut Ehre r erhoben. igel streckt en können, g zu leiden, Schulden en, Herr, er Flehen, chte dräuet rne nieder, get, wenn ngen, statt nen Füßen nd Schuld z, und du st und uns sei Ehre, oter führet. üben und 1693— 1735. t a. M. 1738. Glaube und Rechtfertigung 154 das und bin er⸗freut und rüh-me die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit sich selbst versühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her, warum geschichts? Erbar⸗ mung ists und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Er⸗ barmung nennen, so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barm⸗ herzigkeit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir; da bin ich ewig hocherfreut und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. Weise: Nun lasset uns den Leib begrabn. Wittenberg 1544. fah- ren, ba=ren, = un weiß ich 4 E SISEEEEE— 1. Chri-sti Blut und Ge=rech-tig⸗keit das ist mein 2.— 3 hnn vin n— ——..——————.—— Schmuck und Ehrenkleid, da-mit will ich vor Gott be⸗ n m 12 I —.—.— 7 1. I stehn, wenn ich zum Himmel werd ein-gehn. 15⁴4 15⁵ 155 Das christliche Leben 2. Und würd ich durch des Herrn Verdienst auch noch so treu in seinem Dienst, gewönn den Sieg dem Bösen ab und sündigte nicht bis ins Grab, 3. so will ich, wenn ich zu ihm komm, nicht denken mehr an gut und fromm, sondern: Da kommt ein Sünder her, der gern fürs Lösgeld selig wär. 4. Solang ich noch hienieden bin, so ist und bleibet das mein Sinn: Ich will die Gnad in Jesu Blut bezeugen mit getrostem Mut. 5. Gelobet seist du, Jesu Christ, daß du ein Mensch geboren bist und hast für mich und alle Welt bezahlt ein ewig Lösegeld. 6. Du Ehrenkönig Jesu Christ, des Vaters einger Sohn du bist: erbarme dich der ganzen Welt und segne, was sich zu dir hält! Strophe 1: Leipzig 1638. Strophe 2—5: NikolausLudwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760. Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten I. Georg Nenmark 1657. —5 x‚ SSSSSSIEEEIEEE I. Geht hin, ihr gläu⸗bi⸗-gen Ge- dan-ken, er⸗ hebt euch ü- ber al-le Schranken n...—.— ins wei⸗te Feld der E-wig⸗keit, der al⸗ ten und der neu⸗ en Zeit; E Gott die Lie⸗be sei, die e-wig alt und e⸗-wig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Him⸗ mel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den er⸗wägt, daß Trieb ge noch nich dar. 3. Sein eingeborr geben, d Blute so 4. O V beginn d für wele Gnadent 5. Wie dieser O Güte ze sein Zeu 6. Wer Macht, bis hierh ein Sta 7. Ja fr herzigkeit Liebe stet dein bin 8. Im ungestört Wer deit mel unte 9. Went Mut un mit Frer ich deinet schafft. 10 Die Schatter die Ster mir deine Glaube und Rechtfertigung 155 auch noch Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich m Bösen naoch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. yt denken 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen mmt ein eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler ir. geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen 9.Wiond Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. id bleibet esu Blut 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem An⸗ beginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Wbeahlt Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! t bezahlt 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte hinauf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der rs einger Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag zelt und sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 150.1760. 6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hierher gebracht? Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barm⸗ herzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine —.— Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. mark 1657. audea 8. Im sichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Him⸗ —.— mel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. ägt, daß 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht; da spür I ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. lig neu 10 Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle — Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt sich durch hger Him⸗ die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt chon den mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 156 Das christliche Leben 1I. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an; es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan; nichts ist so köstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist: drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Johann Gottfried Herrmann, 1707— 1791. 156 76. O daß ich 11.0165 Zungen hätte. 6116 ff a. M. 1738. 45 918 Gna⸗ uin soll 10 lig wer- den! Was willst du dich so blöd ge- bär- den? „„ E Herz, glaubst dus, o-der glaubst dus nicht? Ists Wahr-heit, was die Schrift ver-spricht, —.— +—.— so muß auch die-ses Wahr- heit sein: ———— EE Aus Gna⸗-den ist der Him-mel dein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen, die eignen Werke fallen hin. Er, der aus Lieb im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebraͤcht und uns aus Gnaden selig macht. Gnaden 5. Aus Gott we ben, we unser Gl 6. Aus Wohlan Adams den geht sündgen 7. Aus von alle kehret, scheint d derding. 8. Aus des Vate schmerze Wo näl nicht me 9. Aus nichts, Verderb Geist ist selig ma velch edles 9Himmel nichts ist zater, dich tunde, da Chor mit ner preist: sehnt sich 1707—1791. a. M. 1738. der⸗ den! är⸗ den? nicht? pricht, ein: die eignen erschienen, Tod das acht. Glaube und Rechtfertigung 156 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: Aus Gnaden! so oft dich deine Sünde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Ver⸗ den nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gna⸗ en an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und über⸗ nahm die Sündenlast. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, solange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schrei⸗ ben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch den geht seine Gnad nicht an, der noch auf Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich be⸗ kehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen Derdn die Gnad gering, dem Glauben ists ein Wun⸗ erding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgetan, wenns unter den Verzweiflungs⸗ schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch ist mir wohl; ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht. Christian Ludwig Scheidt, 1709—1761. 157 Das christliche Leben ö Weise: Jesus, meine Zuversicht. Berlin 1653. 7. Sein * 157*— mit Klei ö....I..I..I........ 20—— er läßt 1 1. Stark ist mei⸗ nes Je⸗ su Hand, und er hat zu-viel an mich ge-wandt, um mich +— I H + Weise: Di wird mich e⸗wig fas- sen, Mein Er- bar⸗ mer wie⸗ der los⸗ zu⸗ las⸗= sen. 1. Ic ö ö we I—4 n i— * I— läßt mich nicht; das ist mei⸗ ne Zu-ver⸗sicht. fest Staub 2. Sieht mein Kleinmut auch Gefahr, fürcht ich auch zu unterliegen, Christus beut den Arm mir dar, Chri⸗ stus hilft der Ohnmacht siegen. Daß mich Gottes— Held verficht, das ist meine Zuversicht. 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich al-les schon vertreten; wenn er mich zu sichten wagt, Chri⸗. stus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen trei⸗bet Ausgang wüßte und mit ungewissem Tritt ohne Licht verzagen müßte, Christus ist mein Stab und Licht: 2. Icher das ist meine Zuversicht. läßt; ar 5. Mag die Welt im Mißgeschick beben oder ängstlich sest mid klagen, ohne Halt ist all ihr Glück; wahrlich, sie hat babar Grund zu zagen. Daß mein Anker nie zerbricht, das ist meine Zuversicht. 3. Auch 6. Will mein Herr durch strenge Zucht mich nach baut; e seinem Bild gestalten, o so will ich ohne Flucht seiner Himmel Hand nur stillehalten. Dann erschreckt mich kein niederkni Gericht; das ist meine Zuversicht. kenne ihs erlin 1653. ind er im mich bar⸗ mer hat mich gt, Chri⸗ für mich ich keinen hne Licht nd Licht; ängstlich h, sie hat icht, das nich nach ht seiner mich kein Glaube und Rechtfertigung 158 7. Seiner Hand entreißt mich nichts; sollt ich ihn mit Kleinmut schmähen? Mein Erbarmer selbst ver⸗ sprichts; sollt ich ihm sein Wort verdrehen? Nein, er läßt mich ewig nicht; das ist meine Zuversicht. Karl Bernhard Garve, 1763-1841. Weise: Dieweil wir sind versammelt. Heinrich Schütz 1628. H E I——.— 1. Ich weiß, wor⸗an ich glau⸗be, ich weiß, was wenn al-les hier im Stau-be wie Sand und Seaub verweht: ich weiß, was e⸗ wig blei⸗bet, wo I Um) EEE al ⸗les wankt und fällt, wo Wahn die Wei-sen E rr II — 1ꝛ2ꝛ— I öDi —— treibet und Trug die Klu-gen prellt. 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nimmer läßt; auf ewgen Grund gemauert steht diese Schutz- wehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte Ladar klar; an diesem Felsenhorte halt ich unwan⸗ elbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut; er heißt der Fürst der Geister, auf den der Himmel schaut, vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Engel dienen; ich weiß und kenne ihn. 158 15 159 Das christliche Leben 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist der Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, der nimmermehr kann wanken, der Heiland und der Hort, die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 5. Drum weiß ich, was ich glaube; ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht; ich weiß, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt und selbst auf Erdenauen des Himmels Blumen treibt. Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860, Seiligung Matth. 6,9—13. Leipzig 1539. 1. Va⸗ ter unser im Himmelreich, der du uns al⸗le DDi.........i hei-ßest gleich Brü-der sein und dich ru⸗ fen an und EEEEE willst das Be- ten von uns han, gib, daß nicht bet al⸗ lein der Mund, hilf, daß es geh von Herzensgrund— —— 2. Gehe hilf halt deinem falscher 3. Es kti in Ewie seinen Gewalt 4. Deir wie im gehorsat Fleisch 5. Gib darf zur vor Se Frieder 6. All betrübe Schuld all ber 7. Fül der bös hilf un wohlge 8. Vo Tage uns in nimm 9. An Glaul was eu Rame zesus Christ, ten ist, det d der Hort, r und dort. iß, was fest als Staub des Todes 5 Himmels „1769-— 1860, Leipzig 1539. uns al⸗le rzensgrund, Heiligung 159 2. Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm, verführet Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit. Der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot und was man darf zur Leibesnot; behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geist anficht; zur linken und zur rechten Hand hilf uns tun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerüst't und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös; es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. Bescher uns auch ein seligs End, nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiermit gebeten han auf dein Wort in dem Ramen dein: so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther, 1483- 1546. — 0 160 Das christliche Leben Wittenberg 1535. 60 1— 12——— E—..————r.. 1j5— I. Ich ruf zu dir, Herr Je-⸗su Christ, ich ver⸗leih mir Gnad zu die⸗ser Frist, laß bitt, er ⸗ hör mein Kla⸗gen; mich doch nicht ver⸗za⸗ gen. Den rech- ten ———„——.—.——— Glauben, Herr, ich mein, den wol-lest du mir ge⸗ ben, dir zu le- ben, dem Nächsten nütz zu N .——— 1j— I — sein, dein Wort zu hal-ten e- ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott; die Hoffnung gib daneben, voraus wenn ich muß hier davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun, sonst wird michs ewig reuen. 3., Verleih, daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; dein Wort mein Speis laß all⸗ weg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück schlägt herein das mich bald möcht verkehren. —— 4. Laß Welt ab hasts all umsonst, Werke d 5. Ich Christ‚ kleb, du fechtung du kann weiß, di Weise: V N senberg 1535. E.— — rist, ich ist, laß ech⸗ ten nütz zu — ist es mir bott; die nuß hier t bauen ig reuen. Feinden Heiligung 161 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir, du hasts allein in Händen; und wem dus gibst, der hats umsonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch Werke deine Gunst, die uns errett't vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; an deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun An⸗ fechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße, du kannst machen, daß mirs nicht bringt Gefähr. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. 1529. 413— Valet will ich dir geben. Leipzig 1615. — 1 ö E ö — Laß mich dein sein und blei-ben, du treu⸗er von dir laß mich nichts trei⸗ben, halt mich bei Gott und Herr, dei ⸗ ner Lehr. P‚‚‚..‚i ö————— wan⸗ken, gib mir Be-stän- dig⸗-keit; da⸗ Herr, laß mich nur nicht für will ich dir dan⸗ken in al- le E-wig⸗keit. Nikolaus Selnecker, 1530- 1592. 7⁴ Straßburg 1577, HFEEN————— EF— ami des N r. Herz⸗lich lieb hab ich dich, d Herr; ich Behüt Die gan- ze Welt er ⸗freut mich nicht, nach Mord 223 daf ö 1 f TE +— Herr u —.—..——Seeel i ö— 3. Ach bitt, wollst sein von mir nicht fern mit dei⸗ ner die Se Himml und Er- den frag ich nicht, wenn ich dich in sein Lin., Eed e ————4— 77 — aller Güt und Gna⸗ den. Gnade nur kann ba⸗ ben. Und wenn mir gleich mein mich! E Hen zer- bricht, so bin du doch mein Iue Ler⸗ Weise: sicht, mein Teil und mei⸗nes Her⸗ zens Trost, iri r: mich durch sein Blut hat er⸗löst. Herr J nach SIEEEEEEEEEEEEE Christ, mein Gott 2 Herr, mein Gott und Herr, in ö II Un⸗ E 1I. II Schan⸗den laß mich nim-mer⸗mehr! öburg 1577. perr; ich icht, nach I dei⸗ ner nich dich — eich mein zu⸗ ver⸗ Heiligung 163 2. Es ist ja, Herr, dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot! 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in seim Schlafkämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis am Jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling, 1532- 1608. Weise: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. Johann Hermann Schein 1628. 4— —— 1. Mir nach, spricht Christus, un- ser Held, mir Ver⸗leug⸗-net euch, ver⸗laßt die Welt, folgt nach, ihr Chri⸗sten al ⸗le! mei⸗nem Ruf und Schalle; —.——— I + Un-ge-mach auf euch, folgt mei-nem Wandel nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugendleben. Wer zu mir kommt und folget mir, nehmt eu er Kreuz und 163 164 Das christliche Leben darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demütigkeit, voll Liebe mein Gemüte; mein Mund der fließt zu jeder Zeit von Sanftmut und von Güte; mein Geist und Wille, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit unserm Kreuz nachgehen und wohlgemut, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen; wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Johann Scheffler, 1624—1677. Strophe 4: Zusatz 1695. Weise: Lasset uns den Herren preisen.“ 64(Sollt ich meinem Gott nicht singen.) Johann Schop 1641. ——— —. 1. Lase⸗ set uns mit Je⸗ su zie- hen, in der Welt der Welt ent-=flie⸗hen; sei⸗ nem Vor-bild fol- gen nach, auf der Bahn, die er uns brach, immerfort zum ich mi 3. Laf anderr ewigli Fleisc in das dir, d 4. La muß du bi da lel Freur ewig der Weg deln foll. iebe mein Zeit von d Wille, auf ihn. ehen und reingen ind Hort steh euch ie Bahn, „der still ohn mich ird sie in imt und ier. t unserm ind gern t, trägt n. usatz 1695. chop 1641. Heiligung 164 Himmel rei-⸗sen, ir⸗disch noch, schon himmlisch sein, . e..— = glau⸗ben recht und le⸗ ben rein, in der Lieb den E—1..— ö —+—— ge⸗ he vor, ich fol- ge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werden gleich. Nach dem Leide folgen Freuden, Armut hier macht dorten reich. Tränensaat die erntet Lachen, Hoffnung tröstet die Geduld; es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir. 3. Lasset uns mit Jesu sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben; weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder, wo du lebst, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter Freund, für deine Brüder. Jesu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei dir. Sigismund von Birken, 1626-1681. 165. 166 Das christliche Leben 165 A ö 1. Sieh, hier bin ich, Eh⸗ren⸗kö⸗nig, le⸗ ge mich vor I.. I 1 L— I.I 1—3 +— —+.. I——.— 2— —.— D dei⸗nen Thron; schwache Tränen, kind- lich Seh⸗nen bring ich dir, du Menschensohn. Laß dich fin⸗den, E ö—* H laß dich fin-den von mir, der ich Asch und Ton! 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine nur ich meine, dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, gib dich mir und nimm mich hin! 3. Ich begehre nichts, o Herre, als nur deine freie Gnad, die du gibest, den du liebest und der dich liebt in der Tat. Laß dich finden, laß dich finden, der hat alles, der dich hat! 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichtum, Wollust, Ehr und Freud, sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit! Joachim Neander, 1650- 1680. 66 Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Görlitz 1648. H Ei 1. Ein rei⸗nes Herz, Herr, schaff in mir, schließ zu d E laß 2. Dii du bei Tempe 3. Laf zend 2 Brunt stadt 1698. mich vor ——— Seh⸗nen fin⸗den, ud Ton! enke mich ine, dein Hh finden, ꝛine freie dich liebt der hat lust, Ehr Herzen, laß dich 650- 1680. örlitz 1648. ir, schließ Heiligung 167 zu der Sünden Tor und Tür: ver⸗trei- be sie und HH ö———— N E— 2Z.3 Ei laß nicht zu, daß sie in mei- nem Her-zen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, ach komm und wohne du bei mir, treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel, deinem Haus. 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglän⸗ zend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt. 4. Und mache dann mein Herz zugleich an Himmels⸗ gut und Segen reich, gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand aus deiner milden Gnadenhand. 5. So will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Georg Neuß, 1654—1716. Weise: Herr Christ, der einig Gotts Sohn. Vorreformatorisch. Ersurt 1524. 04 1. Herr Je⸗su, Gna⸗den⸗son⸗ ne, wahrhaftes laß Le⸗ben, Licht und Won⸗ne mein blödes —— 0 Pchn nach dei⸗ ner Gnad er⸗freu⸗en und 167 167 Das christliche Leben meinen Geist er⸗neu⸗en; mein Gott, ver⸗sag mirs nicht. 2. Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich, laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben. Ach Herr, erhöre mich! 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adams sinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelen⸗ hort, und öffne mein Verständnis durch dein gehei⸗ ligt Wort, damit ich an dich gläube und in der Wahr⸗ heit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. 5. Mit deiner Kraft mich rüste, zu kreuzgen mein Be⸗ gier und alle bösen Lüste, auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe und nach dem Fleisch ver⸗ derbe, hingegen leb in dir. 6. Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. L. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täg⸗ lich neu; gib, daß ich deinen Willen gedenke zu er⸗ füllen, und steh mir kraͤftig bei. Ludwig Andreas Gotter, 1661— 1735. und 2 3—30 Sünd daß er kraft Gnad Heiligung 168 irs nicht. nter dich, nädiglich, ben. Ach dams sinn h forthin ebe, weil Seelen⸗ in gehei⸗ r Wahr⸗ nein Be⸗ und für isch ver⸗ daß ich dir zum rechter ir Kraft in Geist nLassen ter aller lich täg⸗ e zu er⸗ 61—-1735. Phil. 2, 12. Weise: Wie nach einer Wasserquelle. Genf 1551. Anran. 168 — E S.ESEIEIEeEeEe.. ..... 1. Schaffet, schaffet, Men-schen⸗kin⸗der, schaffet bau⸗et nicht wie fre⸗sche Sün⸗der nur auf eu⸗- re Se⸗ lig-keit;„„ ge⸗ gen⸗-wärt⸗-ge Zeit, son⸗dern schau ⸗et —.—.——.—. DDDDD......— ü⸗ ber euch, rin- get nach dem Him-mel-reich —.— r, und be⸗ mü- het euch auf Er- den, wie ihr mö⸗ get se- lig wer- den. 2. Daß nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und desselben Neigung gehen; sondern was Gott will und tut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag Fleisch und Blut in allem übel oder wohl gefallen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gnaden⸗ kraft nur allein das Gute schafft, ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 168 Das christliche Leben 4. Selig, wer im Glauben kämpfet; selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dämpfet; selig, wer die Welt verschmäht. Unter Christi Kreuzes⸗ schmach jaget man dem Frieden nach; wer den Him⸗ mel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. „ Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen, hat bei Christen keine Statt; fleischlich reden, tun und lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach bei Christi Kreu⸗ zesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle tun und scherzen. 7. Furcht muß man vor Gott stets tragen, denn er kann mit Leib und Seel, uns zur Hölle nieders. chlagen; er ists, der des Geistes Ol und, nachdem es ihm be⸗ liebt, Wollen und Vollbringen gibt. O so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sündenglieder, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod danieder, bis ihm seine Macht gelegt; was euch ärgert, hauet ab, was euch hindert, senkt ins Grab und denkt oftmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! 9. Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht, gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen so den Glaubens⸗ kampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Stärk und re⸗ giere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter, 16611735. keiten 4. Scc Kreatr von N noch s Zeiten Heiligung 169 „ 3—3 im et; selig Kreuzes⸗ en Him⸗ ben. träg und icht eure g folget hie Krone Christen schwächt sti Kreu⸗ ian noch scherzen. denn er schlagen; ihm be⸗ laßt uns )e Adam hm seine vas euch an die abei auf in der ch nicht Geistes gle dies laubens⸗ und re⸗ ige und 31—1735. Micha 2, 13. 3—— Durch⸗bre⸗cher al-ler Ban-de, der du bei dem Schaden Spott und Schande lau⸗ ter E V.————.—— im- mer bei uns bist, 2 ů Lust und Himmel ist, ü⸗ be fer-ner dein Ge⸗ EEEEE rich⸗te wi⸗ der un⸗sern Adamssinn, bis dein treu⸗es An⸗ge-sich- te uns führt aus dem Ker-⸗ker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk: hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket har, und es aus dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. „Ach so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht't, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrig⸗ keiten uns veracht't und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt, ob auch schon der Geist zu Zeiten sich auf etwas Beßres schickt. Halle 1704. 16 169 Das christliche Leben 5. Ach erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich, Vernunftbedenklichkeit, fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Herr, zermalme, brich, vernichte alle Macht der Finsternis, unterwirf sie dem Gerichte, mach des Sie— ges uns gewiß. Heb uns aus dem Staub der Sünden, wirf die Schlangenbrut hinaus, laß uns wahre Frei⸗ heit finden droben in des Vaters Haus. 7. Wir verlaͤngen keine Ruhe für das Fleisch in Ewig⸗ keit; wie dus nötig findst, so tue noch vor unsrer Ab⸗ schiedszeit; aber unser Geist der bindet dich im Glau⸗ ben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, welcher Zeit und Maß gebricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment; führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End. Aus dem Kerker führ die Seelen durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so quälen; denn du meinsts mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen in der Lust und Eigenheit, ach so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an: zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! 10. Ach wie teur sind wir erworben, nicht der Men-⸗ schen Knecht zu sein; drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, nach dem besten Bild gebildt: der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 1I. Liebe, zeuch uns in dein Sterben; laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, laß uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, 1666—1714. gläubie dein K Abba, 5. We nes he Vaterl lzu reißen rechen frei jsen, weich, Schmach Nacht der h des Sie⸗ r Sünden, ahre Frei⸗ in Ewig⸗ unsrer Ab⸗ im Glau⸗ t, welcher ig, brauch ge, mach führ die uns länger gut. Lust und nᷓin dem zu rufen, n Stufen der Men⸗ gestorben, und ganz der hat iner Füll mit dir mererben; du wirst werden eit bricht 666— 1714. . Dir, dir Je⸗ ho⸗va, will ich sin⸗ gen, denn Dir will ich meine Lie- der brin⸗gen; ach .—.—.—.— Z ra, wo ist doch ein sol⸗cher Gott wie du? gib mir dei⸗ nes Gei ⸗ stes Kraft da⸗ zu, daß ich es tu im Na⸗men Je⸗ su Christ, so — H+ wie es dir durch ihn ge-fäl-lig ist. 2. Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinne und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht getan; so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich in Geist und Wahrheit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seuf⸗ zern, die ganz unaussprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet durch dei⸗ nes heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor 17l 171 Das christliche Leben heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht't und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe; drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du und tust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt; in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit. Bartholomäus Crasselius, 1667—1724. Luk. 10, 42; 1. Kor. 1, 30. (Adam Krieger 1657) Halle 1704. 4—.— EREEEEEEEEEEE 2 ö +. Eins ist not! Ach Herr, dies Ei⸗ ne leh⸗ re al- les an- dre, wies auch schei⸗ne, ist ja mich er⸗ken⸗ nen doch;. nur ein schweres Joch, dar⸗ un⸗ter das Her⸗ze sich EE na⸗ get und pla⸗ get und den⸗noch kein wah⸗res Ver⸗ gnügen setzt, s 2. See Kreatut über die vereinet da ist d Alles, 3. Wie da sie ihr Her ihr Hei in Jesr schenkt 4. also nach di zu eige Haufe denn d wohl,! 5. All liegt. Schra regiere führet. so hab 6. Ni mein l dein h keit is zes ges worin Heiligung 174 agen kann, t, das ist gewiß von geschicht, ind nehme drum bin „daß alle „die gibst stehe, bitte r mich zu s Ja und uben bitt. aß du mir 1667—1724. Halle 1704. —.— +.....—.— D gnügen er⸗ja⸗get. Erlang ich dies Ei⸗ne, das al'les er⸗ —— 2.—.—.5——1 setzt, so werd ich mit Ei- nem in al-lem er⸗götzt. 2. Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur; wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste notwendige Teil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie dies Eine zu genießen sich Maria dort befliß, da sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ: ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr Alles war gäͤnzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem ge⸗ schenkt: 4. also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum größesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist; was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott a bringen als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtig⸗ keit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreu⸗ zes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 17² 172 Das christliche Leben 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8, Ja was soll ich mehr verlangen? Mich umströmt die Gnadenflut; du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut: da hast du die ewge Erlö sung erfunden, daß ich nun der höllischen Herrschaft ent⸗ bunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 2. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßes kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; gib, daß ich nur alles hier achte für Spott und Jesum gewinne: dies Eine ist not. Johann Heinrich Schröder, 1667— 1699. Weise: Einer ist König, Immanuel sieget. Johann Georg Hille(2). Um 1733. 22 FEUL * SNN I. Je⸗su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des Lebens; wie sie ihr höl⸗li⸗sches Heer nicht ver⸗ge⸗bens sieh, wie die Fin⸗ster⸗nis drin⸗ get her⸗ ein; mächtig auf⸗ füh- ret, mir schäd⸗lich zu sein. wie 2. Jest mein( Sünde mir täs tig V dienen 3. Jes lieb, K Last de derben erröten töten. so wir J. Jef sich d Scheit heller o Kön die G 6. Je du sch bet m Fürsp dung unden Heiligung 172 ich deinem „ mir zur göttlichen iland, mir ichen Lust, umströmt »n in das Erlösung chaft ent⸗ nir bringt, tzo meine nein Hirt also mein mmer soll erquickt, Et Ein und tilge allen rüglichem m Wege; nd Jesum 667— 1699. Um 1733. = Lebens; ge⸗bens E E E EEE Sa⸗tan der sin-net auf al⸗ler⸗hand Rän⸗ke, ——— ö 221 SSSS wie er mich sich⸗ te, ver⸗ stö⸗ re und krän⸗ ke. 2. Jesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräf⸗ tig Versühnen und dies zu meiner Demütigung dienen! 3. Jesu, hilf siegen! Wenn in mir die Sünde, Eigen⸗ lieb; Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden empfinde und sich mein tiefes Ver⸗ derben darlegt, hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten und durch dein Leiden mein sündlich Fleisch töten. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gib, daß bei mir lebe des Gei⸗ stes Verlangen, aufwärts sich schwingend durch hei⸗ ligen Trieb. Laß mich eindringen ins göttliche Wesen, so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; wenn sich die Kräfte der Lügen auf blähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 6. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein; laß dein Ge⸗ bet mich unendlich vertreten, der du versprochen, mein Fürsprech zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermü⸗ dung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 178 Das christliche Leben 91 7. Jesu, hilf siegen! Wenn alles verschwindet und 2. ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein „*4 Vermögen zu beten sich findet, wenn ich vor Angst nicht z und vor Zagen vergeh, ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 3. Kä 8. Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich ö das Zeichen des Sieges erlang, so will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit fro⸗ 1 hem Gesang. Wie wird dein Name da werden ge⸗ Ich. priesen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! Uicht 9. Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben; mach du mich würdig und stetig bereit, daß ich mich 5. Ri nenne des Himmelreichs Erben, dort in der Ewigkeit, an; hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben; Nacht hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben. 10. Jesu, hilf siegen, wenn ich einst soll scheiden von dieser jammer⸗ und leidvollen Welt; wenn du mich rufest, gib, daß ich mit Freuden zu dir mög fahren ins himmlische Zelt. Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen; reiche die Hand mir, o Jesu, hilf siegen. 7 Johann Heinrich Schröder, 1667— 1699. Gast. 8. W Luk. 13, 24; Phil. 2, 12; 1. Mose 19, 15—22. bestän x 7³ Brüdergemeine um 1740. i jed f üleee,,. —14.— ihrer ö; selber I. Rin⸗ge recht, wenn Gottes Gna-de dich nun 10. 2 ö n n— —— j——— nieme E——.—— drum zie⸗ het und be⸗kehrt, daß dein Geist sich recht ent⸗ 11— HEE———IN und ninn Lnim mu ri u. ihr k la ⸗ de von der Last, die ihn be-schwert. Heiligung 178 windet und „wenn kein ch vor Angst u im Grunde n vermählen. en, daß ich ich ewig dit ind, mit fro⸗ werden ge⸗ rwiesen! m Sterben; daß ich mich er Ewigkeit, ich ergeben; Leben. cheiden von nn du mich mög fahren im Kampf „hilf siegen. r, 1667- 1699. 5—22. eine um 1740. dich nun —.— recht ent⸗ 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebens⸗ weg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht getan. 6. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. v. Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du Gast recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Bast. 8. Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 9. Wahre Treu liebt Christi Wege, stets beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zugut. 10. Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 11. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, streitet recht und fürchtet euch; geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich. Johann Joseph Winckler, 1670— 1722. 174 Das christliche Leben Matthäus 26, 41. Weise: Straf mich nicht in deinem Zorn. Weltlich vor 1681; geistlich Dresden 1694. 174 4 5SSS 1. Ma=che dich, mein Geist, bereit, wache, fleh und daß dich 520 die bö⸗se Zeit 11611 be⸗ EETEEEEEEE ke⸗—5 denn es ist Sa- tans List ü⸗ ber ä vie ⸗ le From⸗men zur Ver⸗-su-chung kom-men. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden un⸗ vermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr er⸗ leuchten; wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner Gnaden⸗ gaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf um⸗ stricke, weil er sonst behende ist, daß er dich berücke; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. „„Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt denomte oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, damit nie viel von falschen Brüdern unter deinen Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad ver— scherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. Bete Denn der was dich und sein! Pil⸗g 2. Himt ein himn nicht zud Sinn k ch Dresden 1694 'ache, fleh und nverhofft be⸗ . gkom-men. indenschlafe; Strafe, und Sünden un⸗ ser Herr er— ir noch ferne ner Gnaden⸗ Schlaf um⸗ ich berücke; ie Strafen, rch Gewalt eder an sich on falschen Fleisch und Gnad ver⸗ n sich bald Heiligung 175 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allem machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Ja er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, wenn wir gläubig bitten. 10. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Johann Burchard Freystein, 1671- 1718. Weise: Jesus, meine Zuversicht. Berlin 1653. 1. Him-mel- an geht uns⸗ re Bahn, wir sind bis wir dort nach Ka⸗- na⸗- an durch die +. N I II— —4 5 8II 2 Gä⸗ste nur auf Er-den, Wü⸗ ste kom-men wer-den. ö D—— Pil⸗grim⸗stand, dro ben un⸗ ser Va⸗ ter⸗-land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist, denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleucht'ter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. Hier ist un- ser 176 176 Das christliche Leben 3. Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Wort höre. Das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einma hingehöre. Wenn mich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schön Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steign über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht is viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimgt führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren. dann geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen ann. 6. Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen falschen Wahn durch die Him⸗ melslust vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Kol. 3, 3.4. Halle 1704. 1. Es glänzet der Chri⸗sten in-wen-⸗di⸗ ges Was ih-nen der Kö- nig des Himmels ge—⸗ 5.. qꝑB‚..‚—.— Le⸗ ben, ob⸗gleich sie von au⸗ßen die Son⸗ne ver⸗ ge⸗ ben, ist kei⸗ nem als ih- nen nur sel- ber be⸗ E TDEE I.* 1 4 2 zunnt. Was niemand ver-spü⸗ret, was niemand be⸗ weidet, 3. So sir tragen das Fleische w nötigem 2 und Wach lichs mack verlachen. 4. Doch geboren a dert in ih oben, ger die ihre singen; erklingen. 5. Sie sie bleibe schmecker arm, doc Leiden u äußeren von inne 6. Wen wenn er werden ihn im Wort wo ich einma ahrt, halt ich ir das schöm ifwärts steigt ihr Licht ist chein. echte Heimat triumphieren. reudig folgen neine Losung rch die Him⸗ mein Sinn, ck, 1672— 1737. Halle 1704. en⸗ di⸗ ges immels ge⸗ — on⸗ne ver⸗ ber be⸗ — emand be⸗ Heiligung 176 I 12— LI— rüh⸗ret, hat ih-re er-leuch⸗-te-ten Sin- ne ge⸗ EEEEEE zie⸗ret und sie zu der gött-li-chen Würde ge-füh-⸗ret. 2. Sie scheinen von außen oft arm und geringe, ein Schauspiel der Engel, verlacht von der Welt; doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge, der Zierat, die Krone, die Jesu gefällt, das Wunder der Zeiten, die hier sich bereiten, dem König, der unter den Lilien weidet, zu dienen, mit heiligem Schmucke bekleidet. 3. So sind sie wohl Adams natürliche Kinder und tragen das Bildnis des Irdischen auch; sie leiden am Fleische wie andere Sünder, sie essen und trinken nach nötigem Brauch; in leiblichen Sachen, in Schlafen und Wachen sieht man sie vor andern nichts Sonder⸗ lichs machen, nur daß sie die Torheit der Weltlust verlachen. 4. Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort; es lo⸗ dert in ihnen die himmlische Flamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen holdselig und wonniglich singen; das muß dann ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 5. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sind arm, doch sie haben, was ihnen gefällt. Sie stehen im Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er einst sich dar in der Herrlichkeit stellt, so werden sie mit ihm als Fürsten der Erden auch herrlich 177 Das christliche Leben erscheinen zum Wunder der Welt; sie werden regieren mit ihm triumphieren, den Himmel als prächtig Lichter auszieren; da wird man die Freude gar offen bar spüren. 7. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du heim liche Zierde der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wenn gleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt. Hier übel genennet und we⸗ nig erkennet, hier heimlich mit Christo im Vater ge⸗ V lebet, dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet Christian Friedrich Richter, 1676—1711 17²⁷ 4 ů Halle 1704. EU 1 ⁰◻ E 1. Es kostet viel, ein Christ zu sein und nach dem äSIIIIIII... — Sinn des rei⸗ nen Gei⸗stes le⸗ ben; denn der Na⸗ E=———— tur geht es gar sau⸗er ein, sich immerdar in Chri⸗ E.—2 — ⁴——.— 2—2.+75 —.— sti Tod zu ge- ben; und ist hier gleich ein Kampf —5 E ö— .. wohl aus- ge⸗-richt't, das machts noch nicht. 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen; da kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit die Wichtigkeit. 3. Doch Ernst die Mensche geleget. daß man 4. Man Glanz, e so hell, si Angesicht schöne m 5. Da m wird es wird es d Geist ver geschehn! 6. Was besitzt, 1 bereit ihr mit Jesi Würde s 7. Auf, Macht d dirs an Gott ve Arbeit r. 2 4. nach d Heiligung 178 rden regieren als prächtig ide gar offen n, du heim mverborgenen die Schmach mnet und we⸗ m Vater ge⸗ lgeschwebet r, 1676—1711. Halle 1704. nd nach dem ar in Chri⸗ —— ein Kampf ch nicht. u, die leicht stets Müh, ift kann in „ so spürt 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, daß man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die ewiglich ein solcher Mensch erfährt, der sich hier stets aufs Himmlische geleget. Es hat wohl Müh; die Gnade aber macht, daß mans nicht acht't. 4. Man soll ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so hell, so stark und rein, so herrlich sein, verklärt im Angesichte; dieweil uns da die wesentliche Pracht so schoͤne macht. 5. Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn und es mit Gott zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn? 6. Was Gott genießt, genießt es auch; was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben, der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch. Wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein als Gott allein. 7. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen; was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn, wie wohl wirds tun! Christian Friedrich Richter, 1676—1711. Weise: Es kostet viel, ein Christ zu sein. Halle 1704. 1 78 EU——5 ö—— +. Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein und ———.— nach dem Sinn des rei⸗ nen Gei⸗ stes le⸗ ben; zwar 178 Das christliche Leben — 4——. EE— der Na⸗tur geht es gar sau⸗er ein, sich im-mer⸗ ö n ö 52 EEIEEEEEEEE— dar in Chri⸗sti Tod zu ge-ben; doch führt die * FEH ö—.. EIEEESESESEIEEEEEE *————— Gna-de selbst zu al- ler Zeit den schweren Streit. 2. Du darfst ja nur ein Kindlein sein, du darfst ja nn die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau doch, wi gut ers mein, das kleinste Kind kann ja die Muttel lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbs mit reiner Gnade fülle; der fromme Gott macht dit gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille; drum übergib ihn willig in den Tod, so hattz nicht Not. 4. Wirf nur getrost den Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an! So ists getan. 5. Faß nur dein Herze in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so siehe nur, daß du dein Herze stärkest; so wirds gewiß mit seiner Hilf erfreut zu seiner Zeit. 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsternis bedecken. Dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir tun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken. Ja, siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur! 7. So wi dein Heil glaubt, wi dem fromt ein wahren 8. Auf, a nem Got, Herz, gen dem Vate getrost un freu⸗end 2. Schat in deinen die Eiger 3. Du n heit erfü mache m 4. Ich f nen We Liebe no Heiligung 179 .— ich im-mer⸗ . ——— h führt die eren Streit. darfst ja ni hau doch, wů 1Hdie Muttet nicht so seht ß er es selbst tt macht dit ir dein eigner Tod, so hatz der nur dein ecke nur zum id Weh dein schau mein nn du nicht ehst dus oft daß du dein Hilf erfreut wenn dich Dein Vatet inem Sturm st du endlich 7. So wird dein Licht aus Nacht entstehn, und wirst dein Heil mit größrer Klarheit schauen; was du ge⸗ glaubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist. 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, dich dei⸗ nem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, genieß die süße Ruh, in Frieden sollst du vor dem Vater schweben. Die Sorg und Last wirf nur getrost und kühn allein auf ihn. Christian Friedrich Richter, 1676—1711. Nürnberg 1684. ———. I— SSISS.II. . Hier legt mein Sinn sich vor dir nie⸗der, mein 2 242 ie.—1.—— — Geist sucht sei⸗nen Ur⸗sprung wie⸗der; laß dein er⸗ EEE — freu⸗end An⸗ge⸗sicht zu mei⸗ner Armut sein ge-richt't. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben, laß mich in deinem Tode sterben; o könnte doch in deiner Pein die Eigenheit ertötet sein! „Du wollest, Jesu, meinen Willen mit der Gelassen⸗ eit erfüllen; drich der Natur Gewalt entzwei und mache meinen Willen frei. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in dei⸗ nen Wegen übe, nur ist von der Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 17² 180 180 Das christliche Leben 5. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der Menschen Taten; wer macht sein Her; wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, du bist noch immer treu geblieben; ich weiß gewiß, du stehst mit bei und machst mich von mir selber frei. 8. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und mich aus solchen Netzen ziehst. 9. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht geschlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; ach drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 1I. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke und mich in deinen Abgrund senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein Herz wird von dir erquickt. 12. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. Christian Friedrich Richter, 1676—1711. Jes. 21, 11. Weise: Ach was bin ich, mein Erretter. Geuf 1542. 7 ö— 1* H 1. Hü- ter, wird die Nacht der Sünden + dar⸗ 2. Möt Seelen komm, 3. Win Erscheit Schatt 4. Wit aber ich Deinen tracht't 5. Da geben; Herz a sein. 6. Nu seine den S 7. Jes meine am Ta Heiligung 180 durch deinen tiefer in dich „ hier gelten yt sein Herz ewirket sein. du bist n u sichst mi ind stets die Zeit ersiehst Gott hat nich aus dem cherheit. ich dir, mein leinen Sinn, und mich in ir angeblickt, „so schmeck es Wahrheit r, 1676—1711. Genf 1542. — r Sünden E——— nicht verschwinden? Hü⸗ter, ist die Nacht schier ⸗....... E ie hin? Wird die Finsternis der Sin⸗nen bald zerrinnen, dar⸗ein ich ver⸗wik⸗ kelt bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Erden lichte werden; Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; komm, o Liebe, komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist; und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen: aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz andlicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 6. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein. Wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine sein. 7. Jesu, gib gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 1676— 1711. 161 181 Das christliche Leben ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. 1599. E.. 12 D‚iDIDII ++—C—..—— 1. Rü⸗stet euch, ihr Christenleute; die Fein⸗de su⸗ Wappnet euch mit Gottes Worte und kämpfet frisch ö ö E————. EE E. ů chen euch zur Beu⸗te, ja Sa⸗ tan selbst hat eur be⸗ an je⸗dem Or- te, da⸗-mit ihr blei- bet un-ver⸗ EAEULEEEEEEEEE ——— sehrt. Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Immanu⸗ 4.—— 4+—— SII I IIIIITTITTIII S— el! Ho⸗ si- an-⸗ na! Der Star-ke fällt durch E*— EAH E— E ö— 2 1.—————— 0 14—— die- sen Held, und wir be-hal-ten mit das Feld. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen; wo ist des Glaubens Ritterschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel, da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre; kurz, kurz ist Anser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch dei⸗nem E Schein 2. Ertö Sünden zu streit 3. Sche Lust G willst, 4. Auf was dre von An urt a. M. 1599. Fein⸗de su⸗ ämpfet frisch hat eur be⸗ bet un⸗ver⸗ sie, die ihr ft. Stärket helt wie die aft? Wer ziel, da ist , so krönet kommt auf juuf. Wenn is wird die euden auf. Welt noch Heiligung 182 höhnt, währt nicht lange; und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. Wilhelm Erasmus Arends, 1677—1721. 3—— Herr Jesu Christ, meins Lebens 655 Nürnberg 1676. . Er⸗-neu-re mich, o ewe-ges Licht, und laß von . ö—.—..—. deinem An⸗ ge⸗ sicht mein Herz und Seel mit deinem EEE= EEE= Schein durchleuchtet und er- fül⸗let sein. 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sündenwust; ach rüst mich aus mit Kraft und Mut, zu streiten wider Fleisch und Blut. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Inst Gehorsam leist't und nichts sonst/ als was du willst, will; ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll. 4. Auf dich laß meine Sinne gehn, laß sie nach dem, was droben, stehn, bis ich dich schau, o ewges Licht, von Angesicht zu Angesicht. Johann Friedrich Ruopp, 1672- 1708. 8 182 183 Das christliche Leben 183 Weise: O Gott, der du ein Heerfürst bist. Lyon 1562. 3. Kein EAEE der Ste .— Run dem ich muß X. Mein Le⸗ben ist ein Pilgrimstand; ich keinen —.—— 4. Der .— EEEEEEEdamit ö——— E Fu rei⸗-se nach dem Va⸗ ter-land, nach dem Je⸗ ru⸗ sa⸗ Dezihter ö ů ö in Glau SS..... 2=.— wo lem, das dro-ben Gott selbst als ei⸗ne fe-ste Iden Mein L d, 2.— 23 6. Dur Stadt auf Bundesblut ge⸗grün⸗det hat; da werd ich I 0 sal in mein .—. DDSDD Eane. —— I—.— ferne se mei- nen Gott stets lo⸗ ben. Mein Le-ben ist ein 10 9dir 1— 12—.—. U 23 .——.—.. mi 2 *. versehw dein Lie Pilgrimstand, ich rei- se nach dem Va⸗ ter⸗land. 9.—1 Bin 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, so schnell schon u läuft auch mein Stundenglas, und was vorbei ist, kennen, kommt nicht wieder; ich eile zu der Ewigkeit. Hert jauchzen Jesu, mach mich nur bereit, eröffne meine Augen⸗ brennen lider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach hier in dem, was ewig, tracht. Heiligung 183 Lyon 1562. E imstand; ich 27. Je-ru⸗= sa⸗ da werd ich ter⸗ land. 5, so schnell 18 vorbei ist, igkeit. Hert eine Augen⸗ ind nur nach 3. Kein Reisen ist ohn Ungemach, der Lebensweg hat auch sein Ach. Man wandelt nicht auf weichen Rosen; der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich abdrängen von dem Ziel; ich muß mich oft an Dornen stoßen, ich muß durch dürre Wüsten gehn und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die mit Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist findt nirgend Ruh; doch alle Müh ist schon bezahlet, wenn ich die güldne Himmelstür mir stell in Glaub und Hoffnung für. 5. Israels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen, zeig mir im Worte deine Tritt, laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben flieht; ach eile du mit deiner Gnad und Hilf herzu. 6. Durch deinen Geist mich heilig leit, gib in Geduld Beständigkeit, vor Straucheln meinen Fuß beschütze. Ich falle stündlich, hilf mir auf, zieh mich dir nach in meinem Lauf, sei mir ein Schirm in Trübsalshitze. Laß deinen süßen Gnadenschein in Finsternis nie ferne sein. 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden; und wenn ich schließ die Augen zu, so bring mich zu der stolzen Ruh, da Streit und alle Müh verschwinden: laß mich da sein in Abrams Schoß dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem fremden Land der blinden Welt schon unbekannt, dort sind die Freunde, die mich kennen, dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Mein Heiland, komm, o bleib nicht lang; hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe, 1683- 1729. 8* 184 Das christliche Leben Weise: Meinen Jesum laß ich nicht I. Johann Uhlich 1674 H EEE 2, —— 1. See⸗le, was er⸗müdst du dich in den die doch bald ver- zeh- ren sich und zu Din- gen die⸗ ser Er- den Staub und A⸗ sche wer⸗ den I Te— I IEI2 EI EAE Licht, al-les an⸗- dre hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil zum Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, die das finstre Reich ge⸗ bieret; laß nur den dein Labsal sein, der zur Glaubens⸗ freude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Geh in Einfalt stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 6. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist geboren. Darum liege nicht im Tod; bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmels⸗ höhen, laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir ent⸗ fernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 2 Suche Je⸗sum und sein Heiligung 185 un Uhlich 1674 ich in den ich und zu sum und sein ihn sich zu Himmel hin, Jesum und trübtes Herz kannst du sie Licht, alles re Reich ge⸗ ir Glaubens⸗ Licht, alles chts das Ziel er dich, den m und sein Naus seinem dod; bist du m und sein lle Himmels⸗ von dir ent⸗ Licht, alles 8. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 9. Laß dir Gottes Majestät immerdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 10. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf,‚ 1684- 1754. Weise: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. Halle 1704. H— I. O Va⸗ter- herz, o Licht, o Le⸗ ben, dir bin ich ein⸗-mal ü⸗ ber- ge⸗ ben, 8—— HEH 293— o treu⸗er Hirt Im-ma⸗ nu=el,% 0 dir, dir ge⸗hö⸗ ret mei⸗ne Seel; ich will mich IEEIEEIEI nicht mehr selber führen, der Va⸗ter soll das Kind re⸗ 7— gieren: so geh nun mit mir aus und ein und lei⸗ te —. H.— — mich nach al⸗ len Trit⸗ten. Ich geh, ach hör, o 185 185 Das christliche Leben Herr, mein Bitten, für mich nicht einen Schritt al⸗lein. 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen? Ich weiß mir gar in Keinem Rat; drum sei in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schämen, ich mag dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein; so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen, dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn; du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn; ja deine Güt und dein Erbarmen soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. 4. O daß ich auch im Kleinsten merke auf deine Weis⸗ heit, Güt und Treu, damit ich mich im Glauben stärke, dich lieb und lob und ruhig sei und deine Weis⸗ heit lasse walten, stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; denn lauf ich vor, so lauf ich an. Drum mach im Besten mich gelassen, nichts ohne dich mir anzu⸗ maßen; was du nur tust, ist wohlgetan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille, daß ich dir immer folgen kann; nur dein, nur dein vollkommner Wille sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich verlangen, ja laß mir nichts am Herzen hangen als deines großen Namens Ruhm; der sei allein mein Ziel auf Erden; ach laß mirs nie verrücket werden; denn ich bin ja dein Eigentum. 6. Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist, laß deinen Geist mir klärlich weisen, wie du von ihm geschenkt mir bist. Ach offenbare deine Liebe und wirke doch die heißen Triebe der wahren Gegenlieb in mir; durchdringe dadurch Herz und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen allein zu deinem Lobe führ. Karl Heinrich von Bogatzky, 1690— 1774. von dir 4. In loben h der Me Grauen müdet! ritt al⸗lein. ingen? Ich in groß und d Tat. Du mag dich ja les sein; so ing und das gen ein. dein Wort ige soll mich a deine Güt d umarmen. i gläubig zu ehe, so spür deine Weis⸗ m Glauben deine Weis⸗ und Ziel zu Drum mach )mir anzu⸗ daß ich dir vollkommner Bahn. Laß mir nichts ens Ruhm; aß mirs nie entum. er die Liebe veisen, wie nbare deine der wahren Herz und inen allein „1690-— 1774. Heiligung 186 Weise: Schmücke dich, o liebe Seele.“ Johann Crüger 1649. 122—— 2——..— + 1. Kö- nig, dem kein Kö⸗nig gleichet, des⸗sen dem als Gott das Reich ge⸗büh⸗ret, der als ———— —.—..——..—.— Ruhm kein Mund er-rei⸗chet„ Mensch das Zep⸗ ter füh⸗ ret, dem das Recht ge⸗ I. 1 hört zum Thro-ne als des Va-ters ein- gem —— ö rt. JI— Soh⸗ ne, den so viel Voll⸗kom⸗-men⸗hei ⸗ ten + 1 —.—— er e. krö⸗ nen, zie⸗ ren und be⸗ glei⸗ ten: 2. Himmel, Wasser, Luft und Erde, nebst der unge⸗ zählten Herde der Geschöpfe in den Feldern, in den Seen, in den Wäldern sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben. Tiere, Menschen, Geister 2959 Menschensohn, dein mächtig Dräuen. In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am schönsten glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, die durchs Zepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes sich 3— dir regieren lassen und wie du das Unrecht hassen. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich 1wben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich uner⸗ müdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. 186 187 187 Das christliche Leben 5. O du König in drei Reichen, dir ist niemand zu 3. Höck vergleichen an dem Überfluß der Schätze, an der Ord⸗ Trost in nung der Gesetze, an Vortrefflichkeit der Gaben, Geist ni welche deine Bürger haben; du beschützest deine als dich; Freunde, du bezwingest deine Feinde. nen Fri 6. Herrsche auch in meinem Herzen über Zorn, Furcht, ail 5 1e Lust und Schmerzen, laß mich deinen Schutz genießen, Ru re gläubig dich ins Herze schließen, ehren, fürchten, loben, uh ur lieben und mich im Gehorsam üben, hier mit ringen, will uch dulden, streiten dort mit herrschen dir zur Seiten. wil! 0 Zohann Jakob Rambach, 1693-1735. 5½ Kom mir off und u 1— A Lrüger 1653. Und Ri *— meine Freude. Johann iüüni 1653. lig gebe .nrrurrrn i.biut r ni. EEEEEEE 1. All ⸗ge- nug⸗sam We⸗sen, das ich hab er⸗ du vergnügst al ⸗lei- ne völ⸗lig, in- nig, Fe. ö AEEEEE EEE ö— 8 + 5 X.1 I 1— 1 1 I—— le⸗ sen mir zum höch- sten Gut 1—4 rei⸗ ne See=le, Geist und Mut. Wer dich er ,i SSSSI—4 hat, ist still und satt; wer dir kann im Geist an⸗—.— +—.—28 1 hin de V—+ 1 1j— N r Lr SnrEiReli.— 2 han⸗gen, darf nichts mehr ver⸗lan⸗ gen. 2. Wem du dich gegeben, kann in Frieden leben, er 2ã—— hat, was er will; wer im Herzensgrunde lebt mit dit im Bunde, liebet und ist still. Bist du da und innig— nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Bestt weichen. denkes Heiligung 188 niemand zu an der Ord⸗ der Gaben, zützest deine zorn, Furcht, utz genießen, chten, loben, mit ringen, zur Seiten. ch, 1693—1735. n Crüger 1659. 2 ich hab er⸗ lig, in- nig, 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein, was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben: du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, mein Vergnügen in dir hindert, mei⸗ nen Frieden mindert. 4. Was genannt mag werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu; einer kann mir geben Freude, Ruh und Leben; eins ist not, nur du! Hab ich dich nur wesentlich, so mag Leib und Seel verschmachten, will ichs doch nicht achten. 5. Komm, du selig Wesen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar; meinen Hunger stille, meine Seele fülle mit dir selber gar. Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich mir völ⸗ lig geben. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. Dimitri Bortniansky 1822. SS S.. I. Ich be⸗ te an die Macht der Lie- be, Wer dich. die sich in Je⸗-su of ⸗ fen-bart; ich geb mich 1* m Geist an⸗ — . den leben, er lebt mit dit da und innig nd das Beste hin dem frei- en Trie-be, wo⸗durch ich Wurm ge⸗ — ö lie=⸗bet ward; ich will, an-statt an mich zu 188 182 189 Das christliche Leben 2. Wie bist du mir so zart gewogen, und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief ge⸗ zogen, neigt sich mein Alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, du hast mich und ich dich erlesen. 3. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben, ich fühls, ich muß für dich nur sein; nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, mein Ruhplatz ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen; drum folg ich deinen selgen Zügen. 4. Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, aus dem der Selgen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen Hände! 5. O Jesu, daß dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein; möcht deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein. Im Wort, im Werk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. Weise: Von Gott will ich nicht lassen II. (Joh. Crüger 1640) Berlin 1786. 0— —.—— ...........——— 1. +——— I. Kommt, Kin⸗-der, laßt uns ge- hen, der A-bend es ist ge- fähr⸗-lich ste- hen in die-ser —— +.—.— —— kommt her⸗bei; „ H„n' Kommt, stärket eu- ren Mut, zur Wüt⸗ ste- nei. — RN 2—.— ————— E- wig-keit zu wandern von ei- ner Kraft zur durchs 4. Mar lich leer Gang r reisen al chens n 5. Scht noch He bald hin muß sie kurzen5 6. Ist und sch Kreuze gehen n durchs 7. Kon mit; e Tritt blicken bens gr 8. Kon Hand i wilden dem V als Br vie verlangt ind tief ge⸗ Du traute dich erlesen. „ ich fühls, chöpf, nicht llein. Hier g ich deinen mder Liebe lein kamen, Wie beugen jen Hände! Brunde tief zeĩmin Herz Werk und lesen. „1697—1769. Berlin 1786. r A-bend die ser E Mut, zur — Kraft zur Heiligung 189 E —.N mu e an- dern; es ist das En-de gut. 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem. 3. Gehts der Natur entgegen, so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen pflegen, noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Kregtur und was euch sonst will binden, laßt gar euch selbst dahinten, es geht durchs Sterben nur. 4. Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahr⸗ lich leer; viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot; wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brau⸗ chens nur zur Not. 5. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. 6. Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. 7. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnen⸗ blicken uns locken und erquicken; ach ja, wir ha⸗ bens gut. 8. Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten, die Engel selbst begleiten als Brüder unsre Reihn. 190 190 Das christliche Leben 9. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn. 10. Kommt, laßt uns munter wandern, der Weg kürzt immer ab; ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gut. 11I. Es wird nicht lang mehr währen, halt't noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr währen, so kom⸗ men wir nach Haus: da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen daheim zum Vater kommen: wie wohl, wie wohl wirds tun! 12. Drauf wollen wirs denn wagen, es ist wohl wa⸗ genswert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Ewigkeiten: es soll nur Jesus sein. 7+— — Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. Eph. 1, 21. 22. Weise: Alles ist an Gottes Segen. Frankfurt a. M. 1738. EEEE I. Je⸗ sus Christus herrscht als Kö- nig, al- les E.. eee wird ihm un⸗ter⸗tä-nig, al- les legt ihm Gott zu Fuß; al-ler Zun⸗ge soll be-ken-nen, Je⸗sus sei der Herr z 2. Fürst Thronw Herrsche tümmel 3. Gott gleichet Stuhl dessen 8 4. Glei lichten und Hit der Va 5. Nur haben, Leben is in Jesu 6. Jesu meine, Blut er lebet, n 7. Geb Kranker die No weiß er 8. Eil, Gnade! soll seit der Wé Er ist 9. Alle fehlen; Worte, hören, Heiligung 190 der Stärkre nze Lieb und der Kleinste, Liebesbahn. „der Weg ndern, bald wenig Mut, ingen freier, lt't noch ein en, so kom⸗ ruhn, wenn er kommen; ist wohl wa⸗ vas aufhält , wir gehn es soll nur 1„ 1697— 1769. rt a. M. 1738. nig, al⸗ les zott zu Fuß; is sei der E 2———— Herr zu nen⸗nen, dem man Eh=re ge⸗ ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht halten, geben ihm die Herrlichkeit, alle Herrschaft dort im Himmel, hier im irdischen Ge⸗ tümmel ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich; dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und gleicher Ehren sitzt er unter lichten Ehören über allen Eherubim; in der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen, denn der Vater gab es ihm. 5. Nur in ihm, o Wundergaben, können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesu uns zugut. 6. Jesus Christus ist der Eine, der gegründet die Ge⸗ meine, die ihn ehrt als teures Haupt. Er hat sie mit Blut erkaufet, mit dem Geiste sie getaufet, und sie lebet, weil sie glaubt. v. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not. Wunden müssen Wunden heilen, Heilsöl weiß er auszuteilen, Reichtum schenkt er nach dem Tod. 8. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen! Willst du Gnade? Du sollst nehmen. Willst du leben? Das soll sein. Willst du erben? Du wirst sehen. Soll der Wunsch aufs höchste gehen, willst du Jesum? Er ist dein. 9. Allen losgekauften Seelen solls an keinem Gute fehlen; denn sie glauben Gott zum Ruhm. Werte Worte, teure Lehren! Möcht doch alle Welt⸗ dich hören, süßes Evangelium! 19¹ 191 Das christliche Leben 10. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder hier auf kurze Zeit danieder, und das Leiden geht zuvor; nur Geduld, es folgen Freuden, nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 1I. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte, und du Schar, die Palmen trägt, und du Siegsvolk in der Krone und du Chor vor sei⸗ nem Throne, der die Gottesharfen schlägt! 12. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertänig; ehret, liebet, lobet ihn! Pyitipp Friedrich Hiller, 1099—1700 Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade I. Brüdergemeine um 1740. EEEEEEE ͤ— I. Heil- ge Ein-falt, Gna⸗den⸗wun⸗der, tief⸗ ste Weisheit, höch⸗ste Kraft, schönste Zier-de, Lie-bes⸗ E ö———.—.ʒß7. 1 EI zun ⸗ der, Werk, das Gott al=lei- ne schafft! 2. Alle Freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind, alle Schönheit wird zuschanden, wenn wir ohne Einfalt sind. 3. Einfalt denkt nur auf das Eine, in dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine an den ewigen Magnet. 4. Wer nur hat, was Jesus gibet, wer nur lebt aus seiner Füll, wer nur will, was ihm beliebet, wer nur kann, was Jesus will; der hier auf zuvor; nur sie von Jesu yte, rühmt, almen trägt/ Chor vor sei gt! will glauben, bin: Jesus untertänig; r, 1699- 1769. ieine um 1740, E= er, tief⸗ ste 3 „Lie= bes⸗ chafft! Reichtum ist u, wenn wir n alles andre den ewigen nur lebt aus et, wer nur Heiligung 192 5. wer ihn so mit Inbrunst liebet, daß er seiner selbst vergißt; wer sich nur um ihn betrübet und in ihm nur fröhlich ist; 6. wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ist auf den Fels erbauet und ein selges Gna⸗ denkind. August Gottlieb Spangenberg, 1704— 1792. Weise: Straf mich nicht in deinem Zorn. Weltlich vor 1681; geistlich Dresden 1694. .SSS J5— 4.— 1. Bet-ge- mein⸗de, heilge dich mit dem heil⸗ gen Je⸗ su Geist er⸗gie⸗ße sich dir in Herz und EI—— Sr laß den Mund al⸗ le Stund von Ge- bet und E HH E—— H — 24 II ———.— — Fle⸗ hen hei- lig ü⸗ ber⸗ ge- hen. 2. Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott aus⸗ geschüttet, und da ist Jesus Christ Priester und Ver⸗ sühner aller seiner Diener. 3. Kann ein einiges Gebet einer gläubgen Seelen, wenns zum Herzen Gottes geht, seines Zwecks nicht fehlen: was wirds tun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten? 4. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Kleinen, Engel, Menschen mit Begier alle sich ver⸗ einen, und es geht ein Gebet aus von ihnen allen: wie muß das erschallen! 192 193 193 Das christliche Leben 5. O der unerkannten Macht von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht so in Freud als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freunde, so zum End der Feinde. 6. O so betet alle drauf, betet immer wieder; heilge Hände hebet auf, heilget eure Glieder; heiliget das Gebet, das zu Gott sich schwinget; betet, daß es dringet. 7. Betet, daß die letzte Zeit vollends übergehe, daß man Christi Herrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schönen. Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712— 1784. Weise: Alles ist an Gottes Segen. Frankfurt a. M. 1738. SSSI 1. Fortgekämpft und fort⸗ge⸗run⸗gen, bis zum Si— Lich⸗te durch⸗ge⸗drun⸗gen muß es, ban⸗-ge See⸗le, sein! —.—.— 2 ᷓ—— öI I TTTTT Durch die tiefsten Dun-kel⸗hei-ten kann dich Je⸗sus 2=2.—.—.— E ö H E—— B, n. hin⸗be⸗glei-ten, Mut spricht er den Schwachen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen. Scheinst du gleich von ihm verlassen, glaube nur und zweifle nicht. Bete, kämpfe ohne Wanken; bald wirst du voll Freude dan⸗ ken, bald umgibt dich Kraft und Licht. 3. Bald wird dir sein Antlitz funkeln; hoffe, harre, glaub im Dunkeln, nie gereut ihn seine Wahl. Er will dick lieben, 4., Wer wärts, zu deine Hände, 5. Aus herausg kurz ist bei ihm 6. Sch deinen du gleie nen fin 7. Krä als Va daß Je Gott, 8. Drũ Antlitz ich wer finden, Heiligung 194 ilgen Beten! will dich im Glauben üben; Gott, die Liebe, kann nur d als Nöten, lieben, Wonne wird bald deine Qual. im Sieg der 4. Weg von aller Welt die Blicke, schau nicht seit⸗ wärts, nicht zurücke, nur auf Gott und Ewigkeit. Nur ieder; heilge zu deinem Jesu wende Aug und Herz und Sinn und heiliget das Hände, bis er himmlisch dich erfreut. tet, daß es 5. Aus des Jammers wilden Wogen hat dich oft ergehe, daß herausgezogen seiner Allmacht treue Hand. Mie zu stimmet ein kurz ist seine Rechte; wo ist einer seiner Knechte, der dem Tag bei ihm nicht Rettung fand? 111. 6. Schließ dich ein in deine Kammer, geh und schütte * deinen Jammer aus in Gottes Vaterherz. Kannst du gleich ihn nicht empfinden, Worte nicht, nicht Trä⸗ nen finden, klage schweigend deinen Schmerz. — 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen Gott wird sich als Vater zeigen, glaube nur, daß er dich hört; glaub, —— daß Jesus dich vertreren, glaube, daß, was er gebeten, Gott, sein Vater, ihm gewährt. 8. Drum so will ich nicht verzagen, mich vor Gottes irt a. M. 1738. —— Antlitz wagen; komm ich um, so komm ich um! Doch ich werd ihn überwinden; wer ihn sucht, der wird ihn ů finden, das ist seiner Gnade Ruhm. See⸗le, sein! Johann Kaspar Lavater, 1741.—1801. — E ch Je= sus I Essen 1822. 194 V. I...... achen ein. 1. Him-mel⸗ an, nur him⸗mel- an soll der 50 5 ünse E inst du gleich Was die Frommen wünschen, kann dort erst nicht. Bete,—.—— Freude dan⸗.. „ + I + hoffe, harre, Wandel gehn. Wahl. Er ganz ge⸗⸗ schehn, auf Er⸗den nicht. Freu⸗de 194 Das christliche Leben ö— .*.— wech⸗selt hier mit Leid; richt hin⸗-auf zur Herr⸗lich⸗ ——25„— N v venn:wara s es Ea, re,, keit dein An⸗ge⸗sicht, dein An⸗ ge⸗ sicht. 2. Himmelan schwing deinen Geist jeden Morgen auf. Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, unser Pilger⸗ lauf. Fleh täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, präg ins Herz mir den Beruf, ,: mach mich getreu.: 3. Himmelan hat er dein Ziel selbst hinaufgestellt. Sorg nicht mutlos, nicht zuviel um den Tand der Welt; flieh diesen Sinn. Nur was du dem Himmel lebst, dir von Schätzen dort erstrebst,: das ist Ge⸗ winn. ,: 4. Himmelan erheb dich gleich, wenn dich Kummer drückt, weil dein Vater, treu und reich, stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts weiß man von den Sorgen nichts; ,1 sei himmlisch froh. ,: 5. Himmelan wallt neben dir alles Volk des Herrn, trägt im Himmelsvorschmack hier seine Lasten gern. O schließ dich an! Kämpfe drauf, wie sichs gebührt; denke, auch durch Leiden führt„: die Himmelsbahn. 6. Himmelan ging Jesus Christ mitten durch die Schmach. Folg, weil du sein Jünger bist, seinem Vorbild nach. Er litt und schwieg; halt dich fest an Gott wie er; statt zu klagen, bete mehr; erkämpf den Sieg. ,: 7. Himmelan führt seine Hand durch die Wüste dich, ziehet dich im Prüfungsstand näher hin zu sich im Himmelssinn. Von der Weltlust freier stets und mit ihm vertrauter gehts: zum Himmel hin. 8. Himmelan führt dich zuletzt selbst die Todesnacht. Seis, daß sie dir sterbend jetzt kurze Schrecken macht, —— harr au nach den lobt sei auch dit Weise: Liebe zu Jesu 195 — Herr⸗-lich⸗ ht. en Morgen iser Pilger⸗ im Himmel mach mich naufgestellt. Tand der m Himmel das ist Ge⸗ ch Kummer tündlich auf dem Land Hhts; ½1 sei des Herrn, asten gern. hs gebührt; elsbahn.:: durch die ist, seinem dich fest an : erkämpf Wüste dich, zu sich im ts und mit Todesnacht. cken macht, harr aus, harr aus! Auf die Nacht wirds ewig hell, nach dem Tod erblickst du schnell: des Vaters Haus.:,: 9. Halleluja! Himmelan steig dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, und Gott naht zu dir in Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, alles preist verklärt und neu ,: in Ewigkeit. ,: 10. Halleluja singst auch du, wenn du Jesum siehst, unter Jubel ein züur Ruh in den Himmel ziehst. Ge⸗ lobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, hilft auch dir zu deinem Sieg. ,: Gelobt sei er! ,: Johann Gottfried Schöner, 1749— 1818. Liebe zu Jesu Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern. Frankfurt a. M.1599. Je⸗ su, Je⸗su, Got⸗tes Sohn, mein 1. du weißt es, daß ich re⸗de wahr; vor — I——— ö E= E————— Bru⸗-der und mein Gnadenthron, mein Schatz, mein dir ist al⸗-les son-nen⸗klar und kla⸗ rer —4 E Aeenddn Senne. Herz⸗lich lieb ich mit Ge⸗ 1— E.— E.—— ++ —.‚——— kann und mag mir lie ⸗-ber wer- den. 195 195 Das christliche Leben 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich Weise: N *7* nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag entzündt; je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. * 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich, 5 soviel ich soll und will, dich allzeit lieben könne. Nichts ö auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld, wenn ich es recht besinne, kann mich ohn dich gnugsam laben; ich muß haben reine Liebe, die tröst't, wenn ich mich betrübe. Se⸗l 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, erfreuest sein Gewissen; es geh ihm wie es woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das 1—— Kreuz verzehrt, soll er doch dein genießen. Ewig selig nach dem Leide große Freude wird er finden; alles Werk Trauern muß verschwinden. 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört, kein Mensch ges—.— sehen noch gelehrt, es kanns niemand beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist rund bereit, die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich Grun nicht erreichen noch vergleichen den Weltschätzen das, 2. Su was uns dort wird ergötzen. nichts 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine bei den Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, ihn zut was dir gefällt und mir dein klares Wort vermeldt, für un aus Liebe mich stets übe; bis ich endlich werd ab⸗ 3. Ach scheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trüb⸗ Heil b sal ganz entnommen. euch d 7. Da werd ich deine Süßigkeit, die jetzt gerühmt ist Dem weit und breit, in reiner Liebe schmecken und sehn dein liebreich Angesicht mit unverwandtem Augenlicht 4. Me ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich du, He sein erquicket und geschmücket vor dem Throne mit Licht der schönen Himmelskrone. dein X Johann Heermann, 1585— 1647. michel Liebe zu Jesu 196 ich, daß ich eben wollte. iehr ich lieb, e. Von dit fließen, so l, daß ich, ine. Nichts ollust, Ehre, inne, kann haben reine affst seinem ewissen; es ich ganz das Ewig selig uden; alles Nensch ge⸗ eiben, was von dir ist hläßt sich hätzen das, esu, meine ich in dem, t vermeldt, werd ab⸗ aller Trüb⸗ gerühmt ist und sehn Augenlicht werd ich hrone mit „1585- 1647. Weise: Mein Herzensjesu, meine Lust. Peter Sohr, Frankfurt a. M. 1668. * 1. Such, wer da will, ein an⸗der Ziel, die mein Herz al-lein be-⸗dacht soll sein, auf SSSE Se⸗lig-⸗keit zu fin⸗ den; Christum sich zu gründen; E D EEEEEEEEEEE Werk sind klar, sein heil⸗ger Mund hat Kraft und —— U — sein Wort ist wahr, sein Grund, all Feind zu ü-⸗ ber-win-den. 2. Such, wer da will, Nothelser viel, die uns doch nichts erworben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zuteil, uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil begehret; er ist der Herr, und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund, sucht ihn allein; denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. 4. Meins Herzens Kron, mein Freudensonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben; bleib du mein Preis, dein Wort mich speis, bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu gläuben. 196 1 197 197 Das christliche Leben 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich im Kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen. Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort Lob sagen. Georg Weissel, 1590—1635. Johann Uhlich 1674. 0 1. Mei⸗-nen Je- sum laß ich nicht; weil er so er-for- dert mei- ne Pflicht, un- ver⸗ 6. Jesut der Seit Lebensgt Meinen sich für mich ge⸗ ge- ben, rückt für ihn zu le- ben. Le⸗bens Licht; mei⸗nen Je⸗-sum laß ich nicht. Er ist mei- nes 2. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben; ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht't; meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen; laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht meiner Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Angesicht; meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele wünscht und sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, mich befreiet vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. Lamm Er⸗- d 2. Unt aller F Welt e gleich schrecke Liebe zu Jesu 198 aß mich im mein höchste ir zur Freud dieser Klag I, 1590—1635. n Uhlich 1674. weil er t, Un⸗ ver⸗ 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten: Christus wird mich für und für zu der Lebensquelle leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Keimann, 1607— 1662. Johann Crüger 1653. anr EE 1. Je⸗ su, mei-ne Freu⸗de, mei⸗nes Her⸗zens ach wie lang, ach lan⸗ge ist dem Her-⸗zen nicht. ich soll auf was ich bin t't; meinen Schmecken, t mich auf aden bricht/ hnun dahin iner Väter ht; meinen icht meine cht sie und hnet, mich ß ich nicht. Wei⸗ de, Je⸗ su, mei- ne Zier, ban ⸗ge und ver⸗langt nach dir! Got⸗ tes 2. Lamm, mein Bräu- ti⸗ gam, au⸗ßer dir soll mir auf E— 432———— ö—— E EEE—— E E 5——63.— EI .= Er- den nichts sonst Lie-bers wer- den. 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß von Ungewittern rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Obs mit Macht gleich blitzt und kracht, obgleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz des Todes Rachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht, Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 198 199 199 Das christliche Leben 4. Weg mit allen Schätzen; du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Laster⸗ leben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freuden⸗ meister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. Johann Franck, 1618—-1677. Weise: O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. EAS 1. Ach sagt mir nichts von Gold und Schät⸗-zen, es kann mich ja kein Ding er-göt- zen, ö nü rde en deemdr 5———. SSSISIISISIIIIIIIIII von Pracht und Schönheit dieser Welt; was mir die Welt vor Augen stellt. EEEEE lie⸗be, was er will: ich lie⸗be Jesum, der mein Ziel. Ein je- der 2. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönstes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Schönh wüsten, liebe, w 4. Seit Reich stets in Ein jed mein 8 5. Sei schönste finden, was er 6. Er machen ich wer will: 7. Unt wandra währer billig, ich 1 und Liebe zu Jesu 200 ein Ergötzen, en, ich mag Elend, Not, ich viel muß erlesen, mir iden, bleibet Licht. Gute iz, du Laster⸗ in Freuden⸗ Gott lieben, in. Duld ich eibst du auch ck, 1618—1677. urt a. M. 1738. d Schät⸗zen, göt- zen, Ein je⸗ der 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles das ver⸗ wüsten, was Menschenhände zugericht't. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, sein aller⸗ schönstes Angesicht, und was von Schmuck an ihm zu finden, verbleicher und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über alles heben und seiner Klarheit machen gleich; er kann mir so viel Schätze geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, solang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch wohl ge⸗ währen im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will, und liebe Jesum, der mein Ziel. Johann Scheffler, 1624-1677. * ö i a. M. 1738. 200 *— 1. Ich will dich lie⸗ben, mei⸗ne Stär⸗ke, ich will dich lie⸗ben mit dem Wer⸗ ke Tmein Ziel. Gold, mein meine Augen t. Ein jeder sein Ziel. ———.——— —— DY — ⏑— S ich will dich lie⸗ben, mei⸗ne Zier& 7— und im- mer⸗wäh-ren- der Be-gier. Ich will dich 2 ů ö ö lie⸗ben, schönstes Licht, bis mir das Her-ze bricht. 20¹ 201 Das christliche Leben 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, solange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gottes Lamm, als meinen Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so spät erkennet, du hochgelobte Schönheit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und wahre Ruh; es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht, ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht. Nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du güldner Mund, daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn; erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone, ich will dich lie⸗ ben, meinen Gott; ich will dich lieben sonder Lohne auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler, 1624-1677. Weise: Komm, o komm, du Geist des Lebens. Meiningen 1693. . 1. Lie⸗be, die du mich zum Bil⸗de dei- ner Lie-be, die du mich so mil-de nach dem Fall haft Wiaderbracht: Lie⸗be, dir er⸗geb ich mich, bitt't, Dank hochgelobte genennet, du leid, ich bin suchte dich dir gewendet ser ists durch danke dir, du nd. ß mich nicht einen Wegen nir Leib und will dich lie⸗ onder Lohne dich lieben, t. r, 1624- 1677. einingen 1693. dei ner nach dem b ich mich, als meinen Liebe zu Jesu 202 ———— dein zu blei-ben e⸗ wig= lich. 2. Liebe, die du mich erkoren, eh ich noch geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahr⸗ heit, Geist und Wort, Liebe, die sich ganz ergeben mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet und für meine Seele bitt't, Liebe, die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler, 1624— 1677. Str. 4: Halle 1704. Adam Drese um 1690. + 7—5 4 1. Seelenbräutigam, Je⸗su, Gottes Lamm, ha⸗be 4 N ꝗV S.N —.——.—— 2 Dank für dei⸗ne Lie⸗be, die mich zieht aus rei⸗ nem 202 Das christliche Leben Trie⸗be zu des Kreuzes Stamm, Je⸗su, Gottes Lamm. 2. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was ver⸗ Gei durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und ott. 3. Meines Glaͤubens Licht laß verlöschen nicht; salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 4. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in ihr dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 5. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm. 6. Großer Friedefürst, wie hast du gedürst't nach der Menschen Heil und Leben und dich in den Tod ge⸗ geben, da du riefst: Mich dürst't! Großer Friedefürst. 7. Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib. 8. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich um-⸗ fassen; weil im Glauben ich nun ergreife dich. 9. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 10. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 11. Du mein Preis und Ruhm, werte Himmels— blum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Himmelsblum, du mein Preis und Ruhm. Adam Drese, 1620- 1701. Liebe zu Jesu 203 44 ů Halle 5n 203 ottes Lamm. EEEE.— tot und Tod, 1. Wie wohl ist mir, o Freund der See⸗len, en, was ver⸗ Ich stei-ge aus der Schwer-muts⸗höh⸗len Mensch und 17———— nicht; salbe ä T neiner Seele wenn ich in dei⸗ ner Lie- be ruh. D ů ͤ a muß die ö und ei⸗le dei- nen Ar- men zu. deine Liebe fiehren, weil 2 E —0 ETL* ů ö J 47—— 1 Liebesflamm—geacht des Trauerns schei⸗den, wenn mit so t mich nicht aus Davids— n. —7 1——„ st't nach der 333 den Tod ge⸗ an ⸗ ge⸗ neh- men Freu- den die Lie⸗ be r Friedefürst. eb uns, den X— ö sich Chiisten S.... 2 den gih. strahlt aus dei⸗ner Brust. Hier ist mein Him-mel ch; ich will ig dich um⸗ TT T 4 Ehrenkron; c— ͤ Lani * on auf Er-den; wer woll⸗te nicht ver⸗-gnü-⸗ get Haben und sch f. gune g auf Spott ö——— 1—— ri. EE ende. un wer- den, der in dir su⸗chet Ruh und Lust? pfinde, wie 2. Die Welt mag meine Feindin heißen. Es sei Himmels also, ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will als was din Lieb erweisen bei einem freundlichen Gesicht. In „ du mein dir vergnügt sich meine Seele; du bist mein Freund, „ 1620-—1701. den ich erwähle, du bleibst mein Freund, wenn 204 Das christliche Leben. Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich des Moses Eifer drücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, droht Straf und Hölle meinem Rücken, so steig ich gläubig in die Höh und flieh zu deinen heilgen Wunden; da hab ich schon den Ort ge⸗ funden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein Heil, wer ö will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du durch Wüsten meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich. Du gibst mir aus den Wolken Speise und labest aus dem Felsen mich. Ich traue dei⸗ nen Wunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen, genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du mit Ehr willst zieren und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Weges End erzittern, wenn aus Gefahr und Unge⸗ wittern er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich. Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschränkten Güte des Himmels süßen Vor⸗ schmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien, nichts kann als Jesus mich erfreuen. O reicher Trost: mein Freund ist mein! Wolfgang Christoph Deßler, 1660— 1722. 4 Weise: Seelenbräutigam. Adam Drese um 1690. 204 ö——— EFEHEE E-. 7— EEE +. Wer ist wohl wie du, Je⸗ su, sü⸗ße Ruh? Un⸗ter vie⸗ler Liebe zu Jesu 204 uglückswellen und flieh zu den Ort ge⸗ kann. Tritt n Heil, wer ha meiner an. ich folg und den Wolken pund Segen, veiß, wen du und Sterne „ mir nicht, du verlässest en macht des r und Unge⸗ Nein Licht, so stern Wildnis len, so wohl, n Welt, Not tt, vergnügest nach deiner süßen Vor⸗ chmeicheleien, reicher Trost: ler, 1660— 1722. Drese um 1690. Ruh? Un⸗ter nu mich doch vie⸗len aus⸗-er⸗ko⸗ren, Le⸗ben de⸗rer, die ver⸗lo⸗ren, ———..... P— und ihr Licht da- zu; Je- su, sü⸗ße Ruh. 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott. 3. Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt hast du mächtig überwunden und ein ewges Heil er⸗ funden durch das Lösegeld deines Bluts, o Held. 5. Höchste Majestät, König und Prophet, deinen Zepter will ich küssen, ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria tät, höchste Majestät. 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe bren⸗ nen als dein Eigentum, allerschönster Ruhm. 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unver⸗ rückt zu dir fortsetze und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib. 205 205 Das christliche Leben 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen, 1670— 1739. Weise: Seelenbräutigam. Adam Drese um 1690. n, an DEE.— E 5 I. Je⸗su, geh vor⸗an auf der Lebensbahn, und wir * —.—..— B. a, Ben—. 2** EEEEE wol⸗len nicht ver⸗wei⸗len, dir getreulich nach⸗zu⸗ ei⸗len; X. DSD...!.. · .. + 2 führ uns an der Hand bis ins Va⸗ ter⸗land. 2. Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz irgend unser Herz, küm⸗ mert uns ein fremdes Leiden, o so gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege; tu uns nach dem Lauf deine Türe auf. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760. I bringtee See⸗l 2. Wiü 4. B. reichli erfreu gegnet 5. Ac vollko schicke Unter 6. Ur blutig schwe sehen Liebe zu Jesu 206 rüben Nacht llst du deine „Hüter, in Lüste gern üste hasse, Blut. bei mir stehn, Herrlichkeit Rechten stehn. sen, 1670- 1739. Drese um 1690. ahn, und wir ich⸗zu⸗ ei⸗len and. e stehn und über Lasten Weg zu dir. Herz, küm⸗ uld zu beiden; 9. Führst du nötge Pflege; rf, 1700- 1760. Karl Knödel 1853. 1. Ach mein Herr Je⸗ su, dein Na⸗ he⸗ sein bringt gro⸗ßen Frie⸗ den ins Herz hin⸗ein; und dein se⸗ lig, daß Leib und und dankbar wird. Gna⸗den⸗an⸗blick macht uns so See⸗le dar⸗ ü⸗ ber fröh⸗lich Angesicht voll Huld und aber unsre Seele kanns dich fühlbar gnug offen⸗ 2. Wir sehn dein freundliches Gnade wohl leiblich nicht, schon gewahren: du kannst baren auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu ge⸗ nießen recht wär bedacht; der hätt ohne Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als Freund be⸗ gegnen ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Seele sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner blutigen Todsgestalt; ja, die laß uns immer vor Augen schweben und dein wahrhaftiges In-uns⸗leben zu sehen sein. 9 207 Das christliche Leben 7. Ein herzlich Wesen und Kindlichkeit sei unsi Zierde zu aller Zeit, und die Blutbesprengung au * deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stunden bei Freud und Leid. 8. So werden wir bis in Himml hinein mit dir ver, gnügt wie die Kindlein sein. Muß man gleich dit Wangen noch manchmal netzen: wenn sich das Het nur an dir stets letzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die si viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken Gaaub. beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen Glau vor Lob und Dank. Christian Gregor, 1723-1801. 20/7 Weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Halle 1704. H △◻ G 1. Was wär ich ⸗ne dich—.5 sen, Zu Furcht und Ängsten aus-er-le- sen, SSEEE was würd ich Ohue dich, Herr, sein? 5 4—— seünd ich in weirer Welt al⸗lemn Nichts wüßt ich deken EEE— E si⸗ cher⸗ was ich zütinl die Zu⸗kunft wär ein dunkler Le⸗ 1 4—4—— 1— H12—.———— d ü Schlund; und wenn mein Herz sich tief be⸗ trüb⸗ te/* Wei urir E.nr. E Enir m nn.—3 SSDSDSDSSSS S SS 2— wem tät ich mei- ne Sor-gen kund? allez seit sei unst prengung au illen Stunden 9 910 ver⸗ nan gleich di sich das Hen Hand, die s Drandenken uß übergehen gor, 1723- 180ʃ. ts wüßt ich ein dunkler trüb⸗ te/ ——— ———— —————— —— Liebe zu Jesu 208 2. Du kamst, ein Heiland, ein Befreier, ein Men⸗ schensohn, voll Lieb und Macht, und hast ein allbe⸗ lebend Feuer in unsern Herzen angefacht. Nun sehn wir erst den Himmel offen als unser altes Vaterland, wir können glauben, lieben, hoffen und fühlen uns mit Gott verwandt. 3. O geht hinaus auf allen Wegen und holt die Ir⸗ renden herein, streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772-— 1801. „ 5 du Liebe meiner Liebe II. Brüdergemeine um 1740. + 1. Bei dir, Je-su, will ich blei-ben, stets in nichts soll mich von dir ver⸗trei-ben, will auf I.——.—.———— ö ISSEIE— HNI deisnem Dien⸗ste stehn; 6—— e deinen We⸗gen gehn. Du bist mei⸗ nes Le⸗ bens ——.— ö—— Le⸗ ben, mei-ner See⸗le Trieb und Kraft, wie der 2.—————— Weinstock seinen Reben zuströmt Kraft und Lebenssaft. 2. Könnt ichs irgend besser haben als bei dir, der allezeit so viel tausend Gnadengaben für mich Armen 9* 208 209 Das christliche Leben hat bereit? Könnt ich je getroster werden als bei din Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut: mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht ange⸗ hören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihn nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab! 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich so in Freude wiß in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, wenn es nun will Abend werden und die Nacht herniedersteigt. Lege segnend dann die Hände mir aufs müde, sehwache Haupt und sprich⸗ Kind, hier gehts zu Ende; aber dort lebt, wer hier glaubt. 6. Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod als dem kühlen, scharfen Wehen vor dem Himmelsmorgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Philipp Spitta, 1801- 1859. Vertrauen auf Gott Psalm 31. 209 15. Jahrhundert. Straßburg 1560. — EEEEEEE dich hab ich ge- hof-fet, Herr; hilf, en als bei dit ind auf Erden er, was Jesus Sünden mi m nicht ange⸗ Sollt ich ihn d und Grab! in Freude win ich mich für ich gewärtig, n der ist zum hält. ib auch, wenn Abend werden nend dann die t und sprich: lebt, wer hiet graut mir vor n Wehen vor Auge dunkler, aß ich fröhlich t reist. tta, 1801- 1859. Straßburg 1560. ——— Herr; hilf, Vertrauen auf Gott 209 daß ich nicht zu⸗schan⸗ den werd, noch e⸗wig⸗lich zu I— ö— ĩ‚— D — Spot⸗ te. Das bitt ich dich, er- hal⸗te mich in +.— N——— E S............. dir, dem treu⸗en Got ⸗ te. „Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, tu dich herfür, eil, bald mich zu erretten. In 9hie und Weh ich lieg und steh; hilf mir in meinen öten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, ob mich gar sehr der Feinde Heer anficht auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt trüglich gericht't mit Lügen und falschem Gedicht viel Netz und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr in dieser Gfahr, bhüt mich vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir; nimm mich in deine Hände. O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende. 7. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit sei Vater, Sohn und Geist bereit, Lob seinem heilgen Namen. Die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum. Amen. Adam Reußner, 1496— 1575. 210 Das christliche Leben 21 0—6 75 Melodie.“ Weltlich Paris 1530: geistlich Erfurt 1571 ST—T 2 I. Was mein Gott will, das gscheh all- zeit, sein zu hel⸗ fen dem⸗ ist er be⸗reit, der —v:0..:=.⸗ Will der ist der be-ste; an ihn glau⸗-bet fe⸗ ste. Er hilft aus Not, der from-me Gott, und züch- ti- get mit E Ma⸗ ßen. Wer Gott ver- traut, fest auf ihn E III — 14 baut, den will er nicht ver- las- sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Hoff⸗ nung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet; er hüt't und wacht, stets für uns tracht't, auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum will ich gern von dieser Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott; wanns ihm ge—⸗ fällt, will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. Du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist anficht, laß 2. so insge aus 3. u Reu ch Erfurt 1572 RZeit, sein reit, der hilft aus ——— get mit mein Hoff⸗ ll, daß mir 1 Wort ist ezählet; er uf daß uns fahrn nach ihm ge⸗ e Seel ich frommer erwunden. wirst mirs nficht, laß Vertrauen auf Gott 211 mich, Herr, nicht verzagen. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Amen. 1554. Lyon 1547. I Wenn wir in höchsten Nö⸗= ten 1— und wis⸗sen nicht, wo aus noch ein, und fin-den we⸗ der 1.— ö— E N ——— öD‚iüxi‚iDiü‚isPe Hilf noch Rat, ob wir gleich sor-gen früh und spat, 2. so ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not; „und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Ren und Schmerz und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linderung, „die du verheißest gnädiglich allen, die darum bitten dich im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprech ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns davon aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7. auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freu⸗ den danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber, 15111569. 211 212 Das christliche Leben Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit.“ Weltlich Paris 1530; geistlich Erfurt 1572. 1. Wer Gott vertraut, hat wohl⸗ge⸗baut im Himmel wer sich ver⸗läßt auf Je⸗sumChrist, dem muß der r;DD N ö 4—2— und auf Er⸗ den;— Him⸗mel wer⸗den. Dar⸗um auf dich all Hoffenung EEE ich ganz fe⸗stig-lich will setzen, Herr Je⸗su Christ, mein Trost du bist in To- des-not und Schmerzen. 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt danieder; und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. „Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mirs wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, für dies und jenes Leben. Gib wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele! Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen! Str. 1: Joachim Magdeburg, 1525— 1587. Str. 2u. 3: 1597. Erfurt 1572. Christ, mein hmerzen. eu, mein öre, Herr, ht fehlen! 2 u. 3: 1597. Vertrauen auf Gott 213 * ö 21 3 EE—— △+ 1. Von Gott will ich nicht las⸗sen, denn er läßt führt mich auf rech⸗ter Stra⸗ ßen, sonst ging ich —+—— —..— nicht von mir, in der Irr. Er reicht mir sei- ne Hand; den A-bend und den Mor-gen tut er mich wohl ver⸗ IIEDIN PP.I sor⸗gen, wo ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Hulde und Wohltat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt. Er hilft aus aller Not, errett't von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben, er schaffs, wies ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein eingebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret. Lobt ihn ins Himmels Thron. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man sein ge⸗ denkt; denn sonst verdirbt all Zeit, die wir zubringn 21⁴ Das christliche Leben Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrem Stolz und Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor denn war groß geacht't. Wir werden nach dem Tod tief in Zue die Erd begraben; wenn wir geschlafen haben, will 2. dein ö uns erwecken Gott. und gil 2. Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams ö Schoß, der Leib wird neu geboren, von allen Sünden Leben los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des So imtae Art. daran muß uns nicht irren des Teufels abschei istge A 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, ich dir wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewig Christr keit, ist aller Freuden voll, die ohne alles Ende, die⸗ weil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat. Weise: Sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad. Auch Gott der heilge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, auf Erden. Wir sollen selig werden und bleibn in 33.— Ehr und Preis! Ludwig Helmbold, 1532- 1598. 21 4 üt⸗ äi tiefer Not schrei ich zu dir II. än 1525.— — 25 —— Herr, wie du willst, so schicks mit mir im—.— al-lein zu dir steht mein Be-=⸗gier, laß x 2 1 +* E= SIIITT Le⸗ben und im Sterben; x mich, Herr, nicht ver ⸗der⸗ ben. Erhalt mich nur in man 1J——+ I— ——*— +E+ E— —. 8 * — dei⸗ ner Huld, sonst wie du willst; gib mir Ge⸗duld, d bleibn in rem Stolz t, das vor jaben, will in Abrams en Sünden nd Erb des es Teufels rwärtigkeit, die Ewig⸗ chaffen hat. n uns und lauben uns hm sei Lob, 1532- 1598. aßburg 1525. Ge⸗duld, Vertrauen auf Gott 215 —— ö IN 2— N II — denn dein Will ist der be ⸗ ⸗= ste. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinem Worte; behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dient zu meiner Selig⸗ keit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben. 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; o Herr, ein selig End gib mir durch Jesum Christum. Amen. Kaspar Bienemann, 1540— 1591. Weise: Vater unser im Himmelreich. Leipzig 1539. 1 S...... RRNT— EEEEEE 1. Ach Gott, wie man-ches Her⸗ ze⸗ Reid be⸗ E—— EEEEEEEIEIEEEEEE geg⸗ net mir zu die⸗ ser Zeit; der schma⸗le Weg ist trüb-sal- voll, den ich zum Him-mel 1—— 5———. EAEEEE wan⸗deln soll. Wie schwerlich läs⸗ set Fleisch und ———.—— S——.——.—— —*DD— Blut sich zwin-gen zu dem ew= gen Gut! 215 2¹6 Das christliche Leben ö 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr 4 Jesu, steht mein Sinn; bei dir mein Herz Trost, Hilf * und Rat allzeit gewiß gefunden hat. Niemand je⸗ mals verlassen ist, der hat getraut auf Jesum Christ, barm di 3. Jesu, mein Herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer,— dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Trost der linderts fein. lie⸗ bes 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht't, so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht. Wenn ich dich hab, so ich die hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin 8 Er ich ja mit Leib und Seel, was kann mir tun Sünd, Herr Tod und Höll? 3. Des Kein beßre Treu auf Erden ist denn nur bei dir, Muts Herr Jesu Christ. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt; Wort. dein Wahrheit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter, treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 6. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich V Fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding. Dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vor⸗ schmack sei. 2., Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazuu—... bereit, es dient zum Besten allezeit; hilf mir mein—.— Sach recht greifen an, daß ich den Lauf vollenden kann. 8. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Angst Sünd und Schanden mich behüt; erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu,— mein Trost, hör mein Begier: O mein Heiland, wär 7 ich bei dir! Martin Moller 1547— 1606. Trüb⸗ 21 6 Weise: Wenn wir in höchsten Nöten sein. Lyon 1547. E EH.——— wen⸗ II 1. Hilf, Hel⸗fer, hilf in Angst und Not, er⸗ ihmen Vertrauen auf Gott 217 u dir, Hert Trost, Hilf Riemand fe⸗ sum Christ. süß ist mir n so schwer, lend mag so in. t, so weißt dich hab, so Dein bin tun Sünd, jur bei dir, cht verläßt; bist mein wird. so fühl ich en bet und ing. Dein ebens Vor⸗ Kreuz dir mich dazu mir mein »nden kann. Blut, vor mein Herz lein. Jesu, ꝛiland, wär 1547— 1606. Lyon 1547. Not, er⸗ SDSD—. SD barm dich mein, du treu⸗er Gott! Ich bin ja doch dein e,n L., 2 lie⸗bes Kind trotz Teu⸗fel, Welt und al- ler Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr; wenn ich dich hab, was will ich Herr Jesu Christ, du mei 3. Des freu ich mich von mehr? Ich hab ja dich, n Gott und Erlöser bist. Herzen fein, bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein Wort. Hilf, Helfer, hilf, du treuer Hort! Weltlich Nüruberg 1574; g Martin Moller, 1547— 1606. eistlich Frankfurt a. d. O. 1605. 1. Auf mei⸗nen lie⸗b en Gott trau ich in Angst und Not; der kann mich all- zeit ret⸗ ten aus Trüb⸗sal, Angst und Nö⸗te n, mein Un⸗glück kann er wen⸗ den, steht alls in sei⸗ nen Hän-den. 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm will ich mich ergeben i m Tod und auch im Leben. 2¹⁷ 2¹8 Das christliche Leben 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mesn und Christus ist mein Leben; dem hab ich mich ergeben, ich sterb heut oder morgen, mein Sei wird er versorgen. 4., O mein Herr Jesu Christ, mich am Kreuz gestorben, hast uns allen auch beschieden den 5. Amen zu aller Stund du wollest selbst uns lei der du geduldig bist füt mir das Heil erworben, ewgen Himmelsfrieden sprech ich aus Herzensgrund Herr Christ, zu allen auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen Niederdeutsch Lübeck vor 1603. Bei Bartholomäus Gesius 1603, — ö— ———.— I. Befiehl du dei- ne We-ge und was dein der al-ler⸗treu⸗sten Pfle⸗ge des, der den —.—6.— 2——— E—— Der Wolken, Luft und Winden gibt 1— ——— We⸗ ge, Lauf und Bahn, der wird auch We ge *— fin ⸗den, da dein Fuß ge⸗ hen kann. 2. Dem Herren mu ßt du trauen, wenn dirs soll erk mußt du schauen, wenn Mit Sorgen und mit Grä⸗ läßt Gott sich gar dein Werk soll bestehn. men und mit selbsteigner Pein es muß erbeten sein. sprießli⸗ 5. Un! so wird kümm 9. Er ziehn Sinn für in nach 10. 2 bleibst gläubt Last, ßterben mein dem hab ich mein Sesl ldig bist füt eil erworben, melsfrieden. erzensgrund ist, zu allen glich preisen übeck vor 1603. 8 Gesius 1605, — was dein der den — zinden gibt — We⸗ge in dirs soll uen, wenn mit Grä⸗ tt sich gar Vertrauen auf Gott 218 ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zu Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern er⸗ sprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurückegehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schön⸗ sten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. er ist ein weiser du dich wun⸗ mit wunder⸗ das dich be⸗ 3. Dein an Mitteln fehlt dirs 8. Ihn, ihn laß tun und walten, Fürst und wird sich so verhalten, daß dern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, barem Rat das Werk hinausgeführet, kümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost ver⸗ ziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Angst und Nöten schweben, als frag er nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu ver⸗ bleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 2¹92 219 Das christliche Leben 1I. Wohl dir, du Kind der Treue! Du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron. Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End,‚ o Herr, mach Ende mit aller unsre Not; stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unfre Wege gewiß zum Himmel ein Paul Gerhardt, 1607— 1676 Jakob Hintze 1670 I + 35 „Gib dich zu- frie- den und sei stil⸗ in ihm ruht al- ler Freu-den Fül⸗• —— in dem Got⸗te dei⸗ nes Le⸗bens; ohn ihn mühst du ver⸗— er ist dein — 7ꝗ— Quell und dei⸗ ne Senee,schein lich hell zu 1 I I ——— + —— + — dei⸗ ner Won- ne. Gib dich zu⸗frie- den! 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens; Kreuz, Angs und Not kann er bald wenden, 10 auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden! „Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhr —— der bei heißen Gib d 4. W Treue werde Leid 1 zu ber 5. Er zens s Vertrauen auf Gott 219 Du hast und eschreie den die Palmen udenpsalmen t aller unsra aß bis in den u empfohlen Himmel ein. bt, 1607— 1676 kob Hintze 1670 er ist dein ich hell zu — den! ungefärbten en Schaden Kreuz, Angs den Tod hat hm wahrlich s der Höhf der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Her⸗ zens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, den⸗ noch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon er⸗ höret. Gib dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus hal⸗ ten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in den Fel⸗ dern alle Tage tränkt und speiset, der wird vielmehr dich Eingen füllen und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden! 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was ver⸗ zeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 220 Das christliche Leben 1I. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn ers sehen könnt und wollte. Wo ist ein Glück so klat und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: Ich weiß durchaus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden! 13. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden; des Kreu—⸗ zes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wirds sichs enden. Gib dich zufrieden! 14. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämtlich brin⸗ gen. Gib dich zufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwähl⸗ ten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden! Paul Gerharbt, 1607—1676. Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit.“ Weltlich Paris 1530; geistlich Erfurt 1572. X. Ich hab in Got⸗ tes Herz und Sinn mein was bö'⸗ se scheint, ist mir Ge-winn, der Herz und Sinn er ⸗ ge⸗-ben; 060 Tod selbst ist mein Le-ben. Ich bin ein Sohn des, de E zo ⸗ gen, o — —— —— legt, bleibt d 2. Das kann muß mich lieb Meer, so wi in seiner Güt stand, weiß s 3. Zudem ist Maßen; Zei tun und auch weiß, wann er tut, ist al 4. Du denkes und Blut ber Glück und 5 Sorg und N denkest nicht, Frommen. 5. Fürwahr. erbauet, der und beschaue und den De tu nach seir 6. Wies Gie dich erfreue wird dir zu Gnad und 5 und Qualer schwinden. 5die Rotten deiner nur immer weidlich recht richten. Is chen, was kann dein Gib dich zufrieden! 1[das Seine, wenn ist ein Glück so klar sollte? Wo ist ein durchaus von keinen ders werden, all t und lebet auf 9 rmeiden; des Kreu⸗ is in das Grab, da den! en, da uns unser en aus den Banden 8 wird einmal der uns sämtlich brin⸗ charen der Erwähl⸗ Frieden abgefahren, da sie den Grund, Mund selbst hören Gerhardt, 1607—1676. zeit. geistlich Erfurt 1572. — und Sinn mein Ge⸗ winn, der Ich Vertrauen auf Gott 220 —— ISII ů Sohn des, der den Thron des Him-mels auf- ge⸗ ö—4— 2 zo ⸗ gen, ob er gleich schlägt und Kreuz auf⸗ legt, bleibt doch sein Herz ge wo⸗ gen. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer, so will er mich nur üben und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen, fest zu stehen. Halt ich dann stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 3. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu tun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 4. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret; hast spät und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. 5. Fürwahr, der dich geschaffen hat und sich zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen. Laß ihm doch zu, daß er nur tu nach seinem Wohlgefallen. 6. Wies Gott gefällt, so muß es sein, zuletzt wirds dich erfreuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf ver⸗ schwinden. 22¹ 221 Das christliche Leben 7. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrost in deine Hände. Nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist dadurch sein Heil entstehe, und deine Ehr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe. 8. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen, wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 9. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straße reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Johann Crüger 1653. —.— ———+. 2— EEE ö— X. Schwing dich auf zu dei- nem Gott, du be⸗ War- um liegst du Gott zum Spott in der 15 2 Seeile!—** Schw enm tohohle Merkst du nicht des Satans List? 5— EEEiEEEEEE S ö Er will durch sein Kämpfen dei- nen Trost, den E Je⸗ sus Christ dir er-wor-⸗ben, dämpfen. liebte wenn rost in deine mir bis an daß meinem seine Ehr je anehm ichs nglück sein, des Lebens führst und und finstre und Steg, Hirt, der einmal in „1607— 1676. Crüger 1653. tt, du be⸗ tt in der atans List? .— rost, den —— Vertrauen auf Gott 221 2. Schüttle deinen Kopf und sprich: Flieh, du alte Schlange! Was erneust du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 3. Hab ich was nicht recht getan, ist mirs leid von Herzen; dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen, das ist der bezahlte Lohn meiner Misse⸗ taten; bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, darin frei ich wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Ge⸗ walt der Höllen. 5. Stürme, Teufel, und du, Tod! Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 6. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bit⸗ tern Leide: laß es dringen, kommt es doch von ge⸗ liebten Händen, und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 7. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten; bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat vollkommne Lust dort in Gottes Garten, der wohl um sein Leid gewußt, endlich zu erwarten. 9. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Tränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; Lachen. all ihr Gram und Leid lauter Freud und achen. 222 Das christliche Leben 10. Ei so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen 4 dich entzünden mehr und mehr. Gib dem großen Na⸗ men deines Gottes Preis und Ehr! Er wird helfen, 0 Amen. Paul Gerhardt, 1607—1670 0 Johann Georg Ebeling 1666. 22² ö 92—.— ..—— EE 46 D r. War-um sollt ich mich denn grä⸗men? Hab ich doch Chri-stum noch; wer will mir den E neh-men? Wer will mir den Him-mel rau- ben, den mir schon Gottes Sohn bei⸗ge⸗legt im Glauben? 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; nackend werd ich auch hohen.“ wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben, ist nicht mein; Gott allein ist es, ders gegeben. Will ers wie⸗ der zu sich kehren, nehm ers hin; ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es —— schickt, soll all 3. Got sch jetzt und sch ganz ui 6. Sa⸗ mehr h laß sie schande zu fini verschr 10. V ostes Kerzen großen Na⸗ wird helfen, t, 1607—1676. Ebeling 1666. —. grä⸗ men? — mir den ——— rau⸗ ben, E Glauben? kam, da rd ich auch Schatten ist nicht llers wie⸗ udennoch ngt herein Der es Schmerzen, Vertrauen auf Gott 222 schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt; sollt sch jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier tun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu⸗ schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten, schließt das Tor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zugut in den Tod gegeben; 12. du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich ewig werd umfangen. Paul Gerhardt, 1607— 1676. 223 Das christliche Leben Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Hat er 22 3 Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539, 4n Wein 1 —— wird je zu ä. stehn. —& . In al-len mei⸗nen Ta⸗ten laß ich den wband err laß ich ih DDSIEDEEEE..— 9. So sei §ch⸗ der dich g Höch⸗sten ra⸗ten, der al- les kann und hat; er Vater in muß zu al- len Dingen, solls an⸗ders wohl ge⸗ 10. Ich z EEieeeii—‚‚...ian den er S.... was gut 1 lin ⸗gen, mir sel-ber ge-ben Rat und Tat. Welt. 11I. Bin 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, Christe, mein Sorgen ist umsonst. Er mags mit meinen Sa⸗ fahren, chen nach seinem Willen machen, ich stells in seine ebenso au Vatergunst. 12. Er n 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat er⸗ weisen ů sehen und was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers und Leber ich erttes. ihm von mir beliebet, dasselbe hab auch was ich! h erkiest. Sei 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Scha⸗ 29 3. den, vor allem Ubel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, den frömn 1 wird mich nichts verletzen, nichrs fehlen, was mi selher faf ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich ent⸗ 14. Gef binden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf müte ni mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und noch prei haben noch mit mir Geduld. meiner st 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, X5. Ind lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Ban scheinen, den und was mir stößt zuhanden, so tröstet mich all- gewährer zeit sein Wort. können 1 ——— ürnberg 1539, —— ich den wohl ge⸗ d Tat. ine Mühe, jeinen Sa⸗ lls in seine er hat er⸗ es, wie ers e hab auch llem Scha⸗ ien Sätzen, , was mir mich ent⸗ wird auf echen und ihe wieder, d in Ban⸗ t mich all⸗ Vertrauen auf Gott 223 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen Eehn je zu hart mir fallen, mit Gort will ich ihn über⸗ stehn. 9. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen; er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe; dein Vater in der Höhe der weiß zu allen Sachen Rat. Auf der Reise. 10. Ich zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, an den er mich bestellt. Sein Segen wird mich lassen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treulich seiner Welt. 14. Bin ich in wilder Wüste, so bin ich doch, Herr Christe, bei dir und du bei mir. Der Helfer in Ge⸗ fahren, der kann mich doch bewahren, wie dorten, ebenso auch hier. 12. Er wird zu diesen Reisen gewünschten Fortgang weisen, wohl helfen hin und her; Gesundheit, Heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben und alles, was ich noch begehr. 13. Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie. Durch seinen Zug, den frommen, sind wir so weit nun kommen und wissen selber fast nicht wie. 14. Gefällt es seiner Güte, und sagt mir mein Ge⸗ müte nicht was Vergeblichs zu, so werd ich Gott noch preisen mit manchen schönen Weisen daheim in meiner stillen Ruh. 15. Indes wird er den Meinen mit Segen auch er⸗ scheinen, ihr Schutz wie meiner sein; wird beiderseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren ihn bitten können überein. Paul Fleming, 1609- 1640. 224 224 Das christliche Leben Georg Neumark 1657. —— E EF E. +. Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten den wird er wun- der-bar er- hal⸗- ten E und hof⸗fet auf ihn al-le⸗zeit, in al-ler Not und Trau-rig⸗keit. Wer Gott, dem l Al⸗ler-höch⸗-sten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schweren OSoltrer⸗ was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wit alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Trau⸗ rigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt; Gott, der uns sich hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nützlich sei; wenn er uns nur hat treu erfun⸗ den und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wir uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott verlassen seist, und daß ihm der im Schoße sitze, der sich mit stetem Glücke speist. Die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stür⸗ zen kann. gnug, H eumark 1657. Segen, Vertrauen auf Gott 225 ½. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 1621— 1681. wal⸗ ten hal ten (Breslau 1657) Ansbach 1731. —— 24 — FE———.—— E E 2 9— Gott, dem 1. Sollt es gleich bis⸗wei⸗ len schei⸗nen, als wenn 2=—— —.—.——.—.— nd gebaut. Gott ver-ließ die Sei- nen, o so glaub und was hilft——.—;eee daß wit S Bir machen die Trau⸗ doch in sich wille, wie 1s sich hat uns fehlt. weiß wohl, treu erfun⸗ t Gott, eh 5 geschehn. aß du von m Schoße ie Folgezeit l. ind ist dem nd arm zu Gott ist „bald stür⸗ weiß ich dies: Gott hilft end-lich doch ge⸗ wiß. 2. Hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht auf⸗ gehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder streben, so hält Gott auch Maß und Ziel; er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Laß die Welt nur immer neiden; will sie mich nicht länger leiden, ei so frag ich nichts danach, Gott ist Richter meiner Sach. 6. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben; wenn ich nur den Himmel krieg, hab ich alles zur Genüg. v. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, frag ich nicht nach andrer Gabe. Legt man mich gleich in das Grab, gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Titius, 1641— 1703. 22⁵5 226 Das christliche Leben Weise: Alles ist an Gottes Segen. Frankfurt a. M. 1738. Wunderanfang, herrlich En-de, wo die wunder⸗ weisen Hän⸗de Got-tes füh-ren ein und aus. bleibte Ee — .—.—.— ist Ra⸗ten,———..— —.——6 Gott, d sei⸗ ne Tazten, und du sprichst: Wo wills hinaus?.— — 2. Denke doch, es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen ihm und dir zur Herrlichkeit. Ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut ge⸗ 2. Was meinet; Friede folget nach dem Streit. nicht be 3. Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen so laß ic Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß. So duld; er auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad Händen. verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 3. Was +. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl wohl be kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, wird mi was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß ist getre es wunderherrlich sei. Güte tt 5. Drum so laß dir nimmer grauen, lerne deinem . 5— Was Gott vertrauen, sei getrost und gutes Muts. Er für⸗ und Lel wahr, er wird es führen, daß dus wirst am Ende will mie spüren, wie er dir tut lauter Guts. die Zeit 6. Du wirst seinen Ruhm erzählen und nicht vor der meinet Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt. 2. Er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst be⸗. Wae kennen müssen: Wunderanfang, herrlich End! Kelch g Heinrich Arnold Stockfleth, 1643— 1708. Wahn, t a. M. 1738. e wunder⸗ lls hinaus? ‚tt weislich it. Ob der ch gut ge⸗ in großen Fuß. So inen Pfad alles wohl Er wird, ngen, daß ne deinem 8. Er für⸗ am Ende cht vor der icht kennt. wirst be⸗ nd! 1643- 1708. Vertrauen auf Gott 227 Severus Gastorius 1681. H +— ö—— ——.———2..——.—.— 2—* I. Was Gott tut, das ist wohl⸗ge- tan, es wie er fängt mei⸗ne Sa⸗ chen an, will bleibt ge⸗ recht sein Wil⸗le; ich ihm hal⸗ ten stil⸗le. Er ist mein ———— E ö— ö — + 2— r:nn dn, Gott, der in der Not mich wohl weiß zu er— — 3— hal ⸗ten; drum laß ich ihn nur wal⸗ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen an seiner Huld und hab Ge⸗ duld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich wohl bedenken; er als ein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann: ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid: es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. Was Gott tut, das ist wohlgetan; muß ich den Kalch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch 2²2⁷7 228 Das christliche Leben zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. —6. Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 1649—1708. 2 2 8 2 Frankfurt a. M. 1738. EEE 1. Al-les ist an Got-tes Se-gen und an sei-ner E ISIIIISSSS Gnad ge⸗ le-gen ü-ber al-les Geld und Gut. EE —— Wer auf Gott sein Hoffnung set-zet, der be⸗hält ganz ——mẽ8.— FE ö E... EI——— un ver-let-zet ei ⸗ nen frei-en Hel-den⸗-mut. 2. Der mich hat bisher ernähret und mir manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind; ich begehr nach dem zu ringen, was Genügen pflegt zu bringen, und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5. Er w zu erfüll vorzuschr wann C 6. Soll widerstre das lang wie ein Weise: O Hort, x 2. Ach Wallen; Schand benszuve verlaß n 3. Ach grunde: Herzen; ei will ich uhn Not, nich ganz uß ich ihn 1649—-—1708. a. M. 1738. an sei-ner —— nd Gut. — hält ganz den-mut. r manches der mich eret, wird Sorg und ich begehr u bringen, was ich tt gefällt. ner Gnad Vertrauen auf Gott 229 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen, es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. Nürnberg 1676. Psalm 38, 22. Weise: O Gott, du frommer Gott III. Hannober 1648. H* —— ,. —— +. Ach Gott, ver⸗laß mich nicht! Gib mir die ach füh- re mich, dein Kind, daß ich den —— II—— —.— 1 8II EI 21 ä....... Gna⸗ den⸗- hän ⸗ de; Lauf voll-en⸗ de zu mei⸗ ner Se⸗=lig-keit. 22—— 2 ö ö———.— ö RSRRRRRR..— Sei du mein Le- bens⸗-licht, mein Stab, mein ‚ 4— 67•7576. 7 Hort, mein Schutz; ach Gott, ver⸗laß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen; ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen. Gib mir den guten Geist, gib Glau⸗ benszuversicht, sei meine Stärk und Kraft; ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf aus Herzens⸗ grunde: Ach Höchster, stärke mich in jeder bösen 22 ————————— 230 230 Das christliche Leben Stunde. Wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir; ach Gott, ver⸗ 425 mich nicht! Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach laß dich doch hewenen, ach Vater, kröne doch mit reichem Himmels⸗ segen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu tun, was dir gefällt; ach Gott, verlaß mich nicht! ů Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht: hilf mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, 1659— 1725. Genf 1551. . IPRIRRRRRR T— 1—— 1. So führst du doch recht se⸗ lig, Herr, die Wie könn⸗-test du es bö- se mit uns EEEEEEEEE Dei⸗nen, ja se⸗ lig und doch mei⸗stens wunder-⸗ lich. mei-nen, da dei- ne Treu nicht kann ver⸗leug⸗nen sich? .— 1.—— Die We ⸗ge sind oft krumm und doch ge-rad, dar⸗ 1— 1—— H. auf du läßt die Kin- der zu dir gehn; da E pflegt es wun- der- selt-sam aus- zu- sehn; doch tri-um-ph 2. Dein so die Ver fels Knotet nach dem Band ent hin; ein 2 geht dein 3. Was dein Verst unter Joc frei an dei verknüpfst du reißest sein; dein 4. Will z so hast du niemand der Still läßt du sie frei. kann der 5. Was nichts ist, uns fast Kinder s und träg tertreu: hegst du Vertrauen auf Gott 230 nd meine Gott, ver⸗ dich doch Himmels- ke meiner tt, verlaß 1659— 1725. Genf 1551. — Herr, die mit uns der⸗=lich. nen sich? sehn; doch ö 14 I H j4 E tri-um-phiert zu ⸗-letzt dein ho⸗ her Rat. 2. Dein Geist hängt nie an menschlichen Gesetzen, so die Vernunft und gute Meinung stellt. Des Zwei— fels Knoten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nach dem es dir gefällt. Du reißest wohl die stärksten Band entzwei; was sich entgegensetzt, muß sinken hin; ein Wort bricht oft den allerhärtsten Sinn; dann geht dein Fuß auch durch Umwege frei. 3. Was unsre Klugheit will zusammenfügen, teilt dein Verstand in Ost und Westen aus; was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Hand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du verknüpfst in Kraft; sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein. Ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein; dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. „Will die Vernunft was fromm und selig preisen, o hast dus schon aus deinem Buch getan; wem aber niemand will dies Zeugnis weisen, den führst du in der Still selbst himmelan. Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Absicht sei? Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Mugen; was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb. Der Worte Pracht und Ruhm mag dir nicht taugen; du gibst die Kraft durch deines Geistes Trieb. Die besten Werke bringen dir kein Lob; sie find versteckt, der Blinde geht vorbei; wer Augen hat/ sieht sie, doch nie so frei; die Sachen sind zu klar, der Sinn zu grob. 6. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohnmacht und der Sinnen Unverstand; man kann uns fast an unsrer Stirn ablesen, wie es um schwache Kinder sei bewandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, braͤuchst Vaterrecht und zeigest Mut⸗ tertreu: wo niemand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schäflein je und je. 10 231 231 Das christliche Leben 7. Also gehst du nicht die gemeinen Wege; dein Fuß wird selten öffentlich gesehn, damit du sehst, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst du vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne hast; wer meint, er habe deinen Rat gefaßt, der wird am End ein andres oft gewahr. 8. So zieh mich denn hinein in deinen Willen und trag und heg und führ dein armes Kind. Dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen; dein Geist die Furcht und Lüste überwind. Du bist mein Alles, denn dein Sohn ist mein, dein Geist regt sich ganz kräftiglich in mir. Ich brenne nur nach dir in Liebsbegier. Wie oft erquickt mich deiner Klarheit Schein! 9. Drum muß die Kreatur mir immer dienen, kein Engel schämt nun der Gemeinschaft sich; die Geister, die vor dir vollendet grünen, sind meine Brüder und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, das dich und mich und alle Christen liebt! Isis möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm Freu⸗ denquell, weich ewig, aller Schmerz! Gottfried Arnold, 1666—1714. Psalm 62, 2. Weise: Jesu, meine Freude. Johann Crüger 1653. I 222— ——————.—— r. Mei⸗ ne Seel ist stil⸗le zu Gott, des⸗sen mein Herz ist ver⸗gnü⸗get mit dem, wies Gott E E. 2.— Wil⸗ le mir zu hel- fen steht; ö fü⸗ get, nimmts an, wie es geht. Geht es nur zum schie= d 2. Meit bei dir z leiden, Geld, u wissen. 3. Nein wird vor mich fre sein, de dein Fuß t, was sich uns willst dar von meint, er ein andres sillen und hein innres die Furcht denn dein äftiglich in Wie oft enen, kein die Geister, ßrüder und Geist ein iebt! Ists mm Freu⸗ 1666— 1714. Lrüger 1653. „des⸗sen wies Gott Beht es Vertrauen auf Gott 231 .————.— nur zum Him-mel zu, und bleibt Je⸗sus un⸗ ge⸗ .... 2—— ö 4. H ——* EII schie-den, so bin ich zu⸗ frie- den. 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten und mag keinen leiden, der ihr redet ein. Von der Welt Ehr, Lust und wüßen wonach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt; Jesus, der getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jesu Brust. Sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, träget sie mit Lust; fasset sich ganz männig⸗ lich durch Geduld und Glauben feste; am End kommt das Beste. 6. Amen, es geschiehet; wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End; alsdann sich wendt das zuerst so bittre Leiden und gehn an die Freuden. Johann Kaspar Schade, 1666- 1698. 10* 232 Das christliche Leben 232 Meinen Jesum laß ich nicht I. Johann Uhlich 1674. Weise: W. 5. Mei⸗ne See⸗le sen- ket sich hin in und er- war- tet ru- hig-lich sei- ner ö ö——— —.—— P—— Got- tes Herz und Hän-⸗ de* We⸗ ge Ziel und En⸗ de, liegt fein stil ⸗le, wer ol 112 E ö.— ——— DD nackt und bloß in des lieb-sten Va- ters Schoß. 1 2. Meine Seele murret nicht, ist mit allem wohl zu⸗ frieden; was der eigne Wille spricht, ist zum Tode— schon beschieden; was die Ungeduld erregt, ist in— Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann kränken. Sorgen kommt dem R Schöpfer zu, meine Seele sucht nur Ruh. Wüsten, 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott bewährt im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, trifft und 3. Je g ängstet nur die Heiden; wer Gott in dem Schoße wächset liegt, bleibt in aller Not vergnügt. Traube, Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen wächser Röten, hängt an Gottes Angesicht auch alsdann, 4. Je g wenn er will töten. Wo sich Fleisch und Blut beklagt, nur die wird das Freudenlicht verjagt. trübe, 6. Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt 4 gebunden. Also hab ich allen Spott, alle Marter 5„ Se g überwunden, bin gleichwie ein stilles Meer, voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winckler, 1670— 1722. Uhlich 1674. hin in sei- ner 9U— — — ...— Schoß. wohl zu⸗ zum Tode zt, ist in an nichts und den numt dem egen Gott trifft und n Schoße von keinen alsdann, it beklagt, inge bleibt e Marter voll von 1670-1722. Vertrauen auf Gott 233 Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten II. Hamburg 1690. E I— *——————.— I. Je grö- ßer Kreuz, je nä- her Him⸗mel Bei Sün⸗den⸗lust und Welt⸗ge-⸗ tüm⸗mel —— SE wer oh⸗ ne Went ist oh⸗ ne Gott. O se⸗li ver⸗ gißt man Höl- le, Fluch und Tod. g9 — ..————— 5— 2— — x ist der Mensch ge-schätzt, den Gott in Kreuz und Trüb-sal setzt. 2. Je größer Kreuz, je beßre Christen; Gott prüft uns an dem Probestein. Wie mancher Garten wird zur Wüsten, fällt nie ein Tränenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Not bewährt. Je größer Kreuz, je stärker Glaube; die Palme wächset bei der Last; die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut wie Perlen in gesalzner Flur. 4. Je größer Kreuz, je größer Liebe; der Wind bläst nur die Flammen auf, und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf,, Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das olim Feuer tut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete; geriebne Kräuter riechen wohl. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kä⸗ men ODarios Psalmen her, wenn er nicht auch ver⸗ suchet wär? 233 — —.——.— 234 234⁴ Das christliche Leben 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen; im Tale steiget man bergan; wer durch die Dusi oft gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein findet hier nicht Ruh, so fliegt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben; man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Ver—⸗ derben, es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt, man habe tri umphiert. 8. Je größer Kreuz, je schöner Krone, die Gottes Gnad uns beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Uberwinder Scheitel trägt. Ach dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht't. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und se lieber sein. Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glauben, Lieb und Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade I. Brüdergemeine um 1740. .SSSS. . Gott wills ma⸗chen, daß die Sa-chen ge-hen, EEE wie es heil- sam ist. Laß die Wel-len sich ver⸗ I— 02.— II 2————+ öKtiticͥcHqHqHh᷑)ᷓgsqs-=-== stel⸗len; wenn du nur bei Je⸗su bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. wäre de 4. Im Vaterhe Schmer 5. Glar schlossen du von 6. Wil lassenhei ist über 7. Got kein Zie nem G 8. Sei Funken ers verh 9. Wa mit M wird es 10. N Geduld seine E bie Gottes em Throne lre Kleinod acht't. ger und je t reize, so uben, Lieb die Krone 1672—1737. ine um 1740. 18 liege in agen, daß Vertrauen auf Gott 284 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter, schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 3. Glaub nur feste, daß das Beste über dich be⸗ schlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Gedanken, faß dich in Ge⸗ lassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Freud und Leid. 7. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich, dei⸗ nem Gott ist nichts zuviel. 8. Seine Wunder sind der Zunder, da der Glaube Funken fängt. Alle Taten sind geraten jedesmal, wie ers verhängt. 9. Wann die Stunden sich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein, und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 10. Nun so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld. Wer das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. 1I. Die da weichen und das Zeichen ihres Bräu⸗ tigams verschmähn, müssen laufen zu den Haufen, die zur linken Seite stehn. 12. Aber denen, die mit Tränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Hei⸗ lands werden noch. 13. Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und wi was er will. Johann Daniel Herrnschmidt, 1675- 1723. 2³⁰³ 235 Das christliche Leben Weise: Es ist das Heil uns kommen her. Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. .—. ö ö ö 1 + .S I. + I. Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn ge-schieht, was er mir aus-er- sehn, wird ————8 ö...—— al⸗les Ei⸗ gen⸗-wäh- len; mirs an kei⸗nem feh-len. n——.— führt, so geh ich mit und fol-ge wil=-lig Wie er mich 1 + I I— —————11 ———— . 3— Schritt für Schritt in kind-li⸗chem Ver- träu- en. 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt: er mache, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunder—⸗ lich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich fest zum Be 6. Wie Dorn un zuletzt w mich trer bensanke Weise: W nberg 1524. —.— ehn ohn ehn, wird er mich und folge nwill will t, bin ich ets seinen t, ich ruh mir fügt, rmit ganz zum Leben in seinen h wunder⸗ Liebe hat ich bin ja Glauben, t mir bei, Vertrauen auf Gott 236 was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Sein Antlitz lässet Gott nicht sehn, zuletzt wird ers aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat. Dies sei mein Glau⸗ bensanker. Lambert Gedicke, 1683- 1736. Weise: Wie nach einer Wasserquelle. Genf 1551. —9 ů—— 5— ö ö—.—— E DD——— —— 1. Mei- ne Sor⸗gen, Angst und Pla⸗gen al ⸗les Seuf-zen, al-les Kla-gen, —.— EE— ö + lau⸗fen mit der Zeit zu End; das der Herr al-lei- ne kennt .SSSS— e⸗ wig sein. Nach dem Re- gen wird ein Schein —— V1——— von viel tau-send Son-nen- blik-ken mei⸗ nen wird gottlob nicht 4— ..... — ll mat⸗ten Geist er ⸗ gusk ⸗ ken. 2. Meine Saat, die ich gesäet, wird zur Freude wach⸗ sen aus; wenn die Dornen abgemähet, so trägt man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei, 236 237 Das christliche Leben wird der Himmel wieder frei; nach dem Kämpfen, nach dem Streiten kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen stechen; es geht Gna⸗de alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf erreicht; will man hier das Kleinod finden, so muß man erst überwinden. E 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreu⸗ zen ist besetzt; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewig⸗ keit kommt kein Mensch hin sonder Streit. Die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. 2. Auf 5. Es sind wahrlich alle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn, aus viel Trübsal hergekommen; darum 3. Auf siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, Reu; u prangend in der Ehrenkron und mit Palmen aus⸗ Herr ist gezieret, weil sie glücklich triumphieret. wal⸗ le Di 6. Gottes Ordnung steher feste und bleibt ewig un⸗ Du verrückt; seine Freund und Hochzeitsgäste werden wird un nach dem Streit beglückt; Israel erhält den Sieg nach 3. Wir geführtem Kampf und Krieg; Kanaan wird nicht ge⸗ funden, wo man nicht hat überwunden. man no komme 7. Darum trage deine Ketten, meine Seel, und dulde dich; Gott wird dich gewiß erretten; das Gewitter 6. Dan leget sich, nach dem Blitz und Donnerschlag folgt sein, de ein angenehmer Tag; auf den Abend folgt der Mor-⸗ ben ein. gen und die Freude nach den Sorgen. 8 J. A. Freylinghausens Gesangbuch, Zugabe Halle 1705. 2. SOo Jesum Offb. 22, 20. 21. Weise: Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius 1609. Kämpfen, ungszeiten. nan leiden n; es geht zeigt, das us Kleinod mit Kreu⸗ fernen, ob der Ewig⸗ t. Die in nenkronen. Himmels n; darum nd Thron, lmen aus⸗ ewig un⸗ e werden Sieg nach d nicht ge⸗ und dulde Gewitter Hlag folgt der Mor⸗ Halle 1705. ulpius 1609. Vertrauen auf Gott 287 Gna⸗-de un-sers Herrn, des Herrn, dem wir hier — L II IIPIICIIII x DPI —.—.——..—— wal-len und sehn sein Kom-men gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns ja kein Tritt, es gehe seine Gnade denn bis zum Ende mit. 3: Auf Gnade darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns je will grauen, so bleibts: der Herr ist treu. 4. Die Gnade, die den Alten ihr Weh half überstehn, wird uns ja auch erhalten, die wir in unserm flehn. 5. Wird stets der Jammer größer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst, so komme doch! 6. Damit wir nicht erliegen, muß Gnade mit uns sein, denn sie flößt zu dem Siegen Geduld und Glau⸗ ben ein. 2. So scheint uns nichts ein Schade, was man um Jesum mißt; der Herr hat eine Gnade, die über alles ist. 8. Bald ist es Uberwunden nun durch des Lammes Blut, das in den schwersten Stunden die größten Taten tut. Herr, laß es dir gefallen, noch immer rufen wir: Ste Gnade sei mit allen, die Gnade sei mit mir! Philipp Friedrich Hiller, 1699— 1769. . 238 Das christliche Leben Elberfeld 1805. reinigt 1 4..—.—— —— E— 6. G r sorgs. amn ö 1. Gott ist ge⸗ treu! Sein Herz, sein Va⸗ ter⸗ ein zeitl Gott ist ge-treu bei Wohl⸗sein und bei mir zu N soll ich! 0 EEEEE 3660 herz ist vol⸗ler Red⸗lich⸗keit. 5868 unverzae Schmerz, in gut und bö-ser Zeit. Weicht, Ber⸗ge, Der fal Ende m e e., 8. Gott — lich treu weicht! Fallt hu, We Hü⸗ gel! Mein Glautbens⸗ feitren — +2 rauben: * + —55 ö— ———* 144———— ö ů grund hat die-ses Sie-gel: Gott ist ge⸗- treu! Weise: 2. Gott ist getreu! Er tut, was er verheißt, er hält, was er verspricht; wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, so gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen, sein Wort der Wahr-⸗ heit kann nicht trügen. Gott ist getreu! 3. Gott ist getreu! Er handelt väterlich, und was er tut, ist gut; sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, die Rute meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Him-⸗ melsleiter, der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ist getreu! 4. Gott ist getreu! Er gibt der bösen Welt sein ein⸗ gebornes Kind. Der Heiligste bezahlt das Lösegeld für die, die Sünder sind. Gott macht den liebsten Sohn zum Bürgen, er läßt ihn martern und erwürgen. Gott ist getreu! 5. Gott ist getreu! Mein Vater, des ich bin, sorgt für mein Seelenwohl. Sein Will und Wunsch, sein Zweck und sein Bemühn ist, daß ich leben soll. Er Gott TD Hi berfeld 1805. — Ba⸗ter⸗ nd bei t, Ber: ge, hlau⸗bens⸗ t. Gott ist der Wahr⸗ und was er essert mich, ir zur Him-⸗ n Streiter. lt sein ein⸗ as Lösegeld den liebsten d erwürgen. bin, sorgt unsch, sein en soll. Er Vertrauen auf Gott 239 reinigt mich von allen Sünden, er läßt mich Ruh in Christo finden. Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu! Sein göttlich treuer Blick gibt sorgsam auf mich acht; er sieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück erfreut und dankbar macht. Was mir zu schwer ist, hilft er tragen. Mein Gott, was soll ich weiter sagen? Gott ist getreu! 7. Gott ist getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu, sei unverzagt, mag doch die Welt voll Falschheit sein. Der falschen Brüder Neid und Tücke gereicht am Ende mir zum Glücke. Gott ist getreu! 8. Gott ist getreu! Vergiß, o Seel, es nicht, wie zärt⸗ lich treu Gott ist. Gott treu zu sein, sei deine frohe Pflicht, solang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben. Laß dir den starken Trost nicht rauben: Gott ist getreu! Ehrenfried Liebich, 1713—1780. Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan. Severus Gastorius 1681. FEHV H— f ö ö I. Auf Gott und nicht auf mei- nen Rat will und dem, der mich er- schaf-fen hat, mit E ich mein Glük⸗ke bau⸗ en gan-zer See⸗-le trau⸗en. r mäch⸗-tig hält, wird mich in mei- nen Ta- gen als S Gott und Va⸗ ter tra⸗gen. Er, der die Welt all⸗ 232 240 Das christliche Leben 2. Er sah von aller Ewigkeit, wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu be⸗ Glück en siegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte,— was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets Lehehe Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille der will ich geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt doch der Tod, fas⸗ sen und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 2.,„ 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott gelinder, es keinem fehlen: Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht schwert sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor das doch Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 3. Direr 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie hilfst un bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern; seid fröhlich, ihr Gerechten, der Herr 4. Laß hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert, 1715— 1769. Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ 240 Ursprüuglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539. 6 ö— duld ve DDi den s was mi I. Ich hab in gu-ten Stun-den des Le-bens nir nützen Glück und t auch ein cht zu be⸗ und hätte, gewährt, mich stets Wille der hwerer oft bei dessen h der Tod, im Grabe. läßt Gott ind Pracht es Rat vor die Trübsal bald ist sie Zeit? Wie n, er hilft der Herr 1715— 1769. irnberg 1539. — Le-bens Vertrauen auf Gott 240 e E— Glück emp⸗fun⸗- den und Freuden oh- ne Zahl; so —.— EE t will ich denn ge⸗las- sen mich auch in Lei- den ö 1—.— III fas⸗sen; welch Le- ben hat nicht sei ne Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Will ich, be⸗ schwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sün⸗ den erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Ge⸗ duld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, 1715— 1769. 241 Das christliche Leben 241 Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. Wittenberg 1535. ..... 5. x I. Ich steh in mei- nes Her-ren Hand und N nicht Er- den⸗not, nicht Er- den-tand soll ö 0 FEe— EE will drin ste⸗ hen blei⸗ ben; mich dar⸗ aus ver⸗ trei-ben. Und wenn zerfällt die + I ++ I 2—4— — gan⸗ ze Welt, wer sich an ihn und wen er—.— e, —. 1. 1 I I hält, wird wohl- be-hal- ten blei-ben.. 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, und Wunden—— sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort ver— lassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und läßt sich II. gar nicht grauen.— 3. Und was er mit mir machen will, ist alles mir ge⸗ legen, ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen; denn was er tut, ist immer gut, und und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. 4. Ja wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß, die Wege, die er geht,—— sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut—— gemeint; er ist doch nimmermehr mein Feind und gibt 1 nur Liebesschläge. ö 5. Und meines Glaubens Unterpfand ist, was er P. ö selbst verheißen, daß nichts mich seiner starken Hand— soll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht, er bleibet meine Zuversicht; ich will ihn ewig preisen. Philipp Spitta, 1801— 1859. He —————— Vittenberg 1535. Hand und n⸗tand soll Lob und Dank 242 I. Chor oder Einzelne. Tob und Dank Wittenberg(1529) 1531. II. Gemeinde. n zerfällt die nd wen er und Wunder ig Wort ver⸗ „und darauf und läßt sich alles mir ge⸗ und hoff auf ner gut, und lerwegen. teht, freu ich „die er geht, heint, ist gut eind und gibt ist, was er starken Hand ht, das bricht will ihn ewig tta, 1801- 1859, H *—8 Herr Gott, dich lo⸗ ben wir, Herr Gott, wir I. II. ———.—.— dan⸗ken dir; dich, Va⸗ter in Ewigkeit, ehrt die Welt I. ö all En- gel und Him-mels-heer, und was die-net dei⸗ner Ehr, auch Che- ru- bim und ——.....——. Se ⸗ra⸗phim sin⸗-gen im-mer mit ho- her Srimm: ö— Hertlig ist un⸗ser Gott! Hei⸗ lig ist un⸗ ser Gott! 2⁴2 Das christliche Leben ö ö— ö———— Hei⸗-lig ist un⸗-ser Gott, der Her-re Ze⸗- ba- oth! verschn 9 — — — — — Dein gött⸗ich Macht und Herr⸗lich⸗ keit geht ü⸗ der hei⸗li⸗-gen zwölf Bo⸗ ten Zahl, und die die teu⸗ren Märt-rer all-zu⸗ mal lo⸗- ben . — —.——1—— ber Himmi und Er⸗den weit; die gan ·ze wer⸗ te lie ben Pro⸗-phe⸗ten all, dich, Gott Vater im dich, Herr, mit großem Schall; den heil- gen Geist und ö –+᷑— ......IITTTRRRATT* 2 Christenheit rühmt dich auf Er ⸗den al-le-zeit; höchsten Thron, dei ⸗ nen rech⸗-ten und ein⸗gen Sohn, Trö⸗ster wert mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. 3. Nut II. I. ————.—— 53IFFF—— Du Kö⸗nig der Eh⸗ ren, Je⸗su Christ, Gott Va⸗ters I. I e ew⸗ ger Sohn du bist; der Jungfrau Leib nicht hast — — E S 1.—..— Lob und Dank 242 SSSSS verschmäht, zu er ⸗lö⸗ sen das menschlich Geschlecht I. 14. .——— —....— deht l⸗ du hast dem Tod zer-⸗stört sein Macht und all Christen „ 19 7 95— o ⸗ ben——. zum Him⸗mel bracht; du sitzt zur Rechten Got⸗ tes —. 11 ein Richter du zu⸗künf⸗ tig eer en Geist und— ö—— gleich mit al-ler Ehr ins Va⸗ ters Reich — bist al ⸗ les, das tot und le-bend ist. 4. e⸗ I. II. ⸗gen Sohn— 1—— rundehrr. Nun hilf uns, Herr, den Die⸗nern dein, die mit ——— I. ö 10—.. ů wrt Waters deim teurn Blut er⸗lö⸗ set sein; laß uns im Himmel —. — b nicht hast ha-ben teil mit den Hei- li⸗ gen in ew⸗gem Heil. 2⁴42 Das christliche Leben I. II. —— E 42—— Hilf dei-nem Volk, Herr Je-su Christ, und seg- ne, nung z was dein Erb- teil ist, wart und pfleg ihr'r zu II. x D‚— x H .S.IIIIIII. ————523 al⸗ler Zeit und heb sie hoch in E-wig⸗keit. I Täg⸗=lich, Herr Gott, wir lo⸗ben dich und ehrn dein Be- hüt uns heut, o sei uns gnä⸗- dig, o= LV treu⸗er Gott, vor al-ler Sünd und Mis⸗ se⸗tat; Her⸗-re Gott, sei uns gnädig 11 al⸗ ler Rot; E ö zeig uns dei⸗ ne Barm⸗ her⸗zig⸗ keit, wie uns⸗ re Hoff⸗ Na⸗ men ste tig⸗ lich. Lob und Dank 243 X. II. ——.—6 II 1 II r, n. und seg⸗ ne, nung zu dir steht; auf dich hof-fen wir, eber Herd, in I. und II. IJ— II II II N g ihr'r zu wig⸗keit. id ehrn dein —— 5 heut, o ä⸗ dig, o Mis⸗se⸗-tat; ⸗ ler Not; uns- re Hoff⸗ ö Schanden laß uns nimmermehr. A ⸗ ⸗ men. Martin Luther, 1483- 1546. Psalm 103. Augsburg 1540. I. Nun lob, mein Seel, den Her ⸗ren, was Sein Wohltat tut er meh-ren, ver-⸗ EE in mir ist, den Na-men sein. giß es nicht, 9 Her⸗ze mein. Hat dir dein SEAEAEAIEAEITT—‚. Sünd ver⸗ge ⸗-ben und heilt dein Schwachheit EEEEEEESE groß, er- rett't dein ar⸗mes Le- ben, nimmt . 2 r— dich in sei- nen Schoß, mit rei⸗chem Trost be⸗ 243 2⁴⁴4 Das christliche Leben NNRRRTRSSS k ö ö schüttet, ver-jüngt dem Ad-ler gleich der Herr schafft— PIIIIE 5.25 .—— a⸗ Recht, be⸗hüstet, die lei⸗kden in seim Reich. Iehenz 2. Er hat uns wissen lassen sein herrlich Recht und 3. Nal sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt bleiben, an Erbarmung nicht; sein Zorn läßt er wohl fahren, der Sü straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad tut er nicht 4. Ein sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch er- Christu haben ob den'n, die fürchten ihn; so fern der Ost vom 5. Sei Abend, ist unsre Sünd dahin. wider Wie Väter sich erbarmen ob ihrer jungen Kinde⸗ 6. Dut Len, so tut der Herr uns Armen, wenn wir ihn kind⸗ da lich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte und weiß, wir sind nur Staub, ein bald verwelkt Ge— schlechte, ein Blum und fallend Laub; der Wind nur Große drüber wehet, so ist es nimmer da: also der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet seins Lobs und dient zugleich dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heilges Wort. Mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. Johann Gramann, 1487— 1541. Leipzig 1587. 1— ST. 1. Nun laßt uns Gott dem Her- ren Dank r Herr schafft in Reich. hRecht und es mangelt wohl fahren, d tut er nicht t ist hoch er⸗ der Ost vom ingen Kinde⸗ wir ihn kind⸗ emächte und verwelkt Ge⸗ her Wind nur der Mensch ind bleibt in steht in seiner Er herrscht waltet seins rrn zu Ehren deel soll auch un, 1487— 1541. Leipzig 1587. r-ren Dank Lob und Dank 245 Ei E— ne Rsoe gen und ihn eh- ren für al-le sei-⸗ .dl. 2.—— I— I 1..— Ga- ben, die wir emp-fan-gen ha- ben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren tut er nie etwas sparen. 3. Nahrung gibt er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünden. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Unfall; der heilge Geist im Glauben —.5 uns darauf vertrauen. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt 05 Leben; im Himmel solln wir haben/ o Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte uns Große mit den Kleinen, du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Frei⸗ heit, zu preisen deinen Namen durch Jesum Christum. Amen. Ludwig Helmbold, 1532- 1598. Sirach 50, 24 26. Johann Crüger 1647. ů ö 1. Nun danket al ⸗le Gott mit Her-zen, Mund und der große Dinge tut an uns und al- len Händen, En⸗den, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen 2⁴⁵ 246 Das christliche Leben E E— ν 2. Der E— EEEE— 8 nur rüh gel um an un⸗-zäh⸗lig viel zu⸗-gut und noch jetzund ge⸗tan. geben. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben 3. Wol ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und zur grü uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns uns sei aus aller Not erlösen hier und dort. allen E 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem z. Er; Sohne und dem, der beiden gleich im höchsten Him⸗ Weise melsthrone, dem dreimal Einen Gott, als der ur⸗ Regen, sprünglich war und ist und bleiben wird jetzund und z. Drr immerdar. Martin Rinckart, 1586—1649. Lob ver kein U Gnade 246 Matthäus Apelles von Löwenstern 1644. S S........ Weise: I. Nun prei-set al⸗le Got-tes Barm-her-zig⸗keit! 236 „Ire— 7 S......... Lob ihn mit Schal⸗le, wer⸗te-ste Chri⸗sten-heit! —— 5———— Er läßt dich freund-lich zu sich la⸗ den: Herr E——— E freu⸗e dich, Is⸗- ra- el, sei- ner Gna⸗den, Er ⸗ dich, Is⸗- ra- el, sei⸗ ner Gna⸗den! Trüb. freue zund ge⸗tan. inserm Leben n geben und ort und uns ater und dem vöchsten Him⸗ als der ur⸗ jetzund und irt, 1586— 1649. zöwenstern 1644. — Lob und Dank 247 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt; viel tausend En⸗ gel um ihn schweben,:,: Psalter und Harfen ihm Ehre geben.: 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weiden stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort verkünden, ,: machet uns ledig von allen Sünden.: 4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh und spaten Regen, ,: füllet uns alle mit seinem Segen. ,: 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden: ,: freue dich, Israel, seiner Gnaden!, Matthäus Apelles von Löwenstern, 1594— 1648. Weise: Nun lob, mein Seel, den Herren. . Augsburg 1540. m⸗her⸗zig⸗keit!— 75. — 5— 1. Man lobt dich in der Stil⸗le, du hoch⸗er⸗ hrlsten⸗heit! des Rühmens ist die Fül- le vor dir, o —— EI—— — SDEEEEE ab⸗ ner Zi- ons⸗Gott; la- den:——0 Gott Ze⸗ba zoth. Du bist doch, Herr, auf T SS rGna⸗ den, * Gna⸗ den! Er ⸗⸗ den der Frommen Zu-ver- sicht, in ö hNRhDeee.. Trüb⸗sal und Beschwerden läßt du die Dei-nen 2⁴4/ 248 Das christliche Leben HD— 1—=—— V— 1— 1E. nicht. Drum soll dich——.—— dro ⸗ ö 5 44 Mund vor je⸗ der⸗ mãnn und dei;nen Ruhm 4 berr⸗ 4 3 7 .....—.—— In8 meh- ren, so⸗lang er lal ⸗ len kann. beste 2. Es müssen, Herr, sich freuen von ganzer Seel und Schatz jauchzen schnell, die unaufhörlich schreien: Gelobt sei ewig ur der Gott Israel! Sein Name sei gepriesen, der große 3. Hier Wunder tut und der auch mir erwiesen das, wa. Macht: mir nütz und gut. Nun, dies ist meine Freude, zu gemacht hangen fest an dir, daß nichts von dir mich scheide, Heer solang ich lebe hier. Meer. 3. Herr, du hast deinen Namen so herrlich in den 7 Welt gelnacht: denn als die Schwachen kamen, hasfl du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad er⸗ zeiget; nun wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget Gott h so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit. Johann Rist, 1607— 1668. Psalm 146. Johann Georg Ebeling 1666. 248 6. ö , n ——H ö— und die + ö 1. Du mei⸗ ne See⸗le, sin ·ge, wohh die find —— wel⸗ chem al ⸗ le D in⸗ ge zu 7. Ach —.—. E——— auf und sin-⸗ ge schön Dienst und Wil-len stehn. 0 Ich will den Her-ren Lob und Dank 248 ——.—.— 4—. ren mein Ruhm ver⸗ — ——— kann. zer Seel und Gelobt sei n, der große nmdas, was Freude, zu mich scheide, rrlich in der kamen, hafßlt ir Gnad erz mir geneiget, Heils erheben in Gott, im ist, 1607— 1667. g Ebeling 1666. en Her⸗ ren .... dro⸗ben hier prei⸗sen auf der Erd; ich will ihn R ...——— Zaere, r.— herz-lich lo-ben, so-lang ich le- ben werd. 2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil. Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt: sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt. 3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch unzählge Herde im großen wilden Meer. 4. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand unrecht tun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht, geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. 5. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod, ernährt und gibet Speisen zur Zeit der Hun-⸗ gersnot, macht schöne rote Wangen oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht't. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig seind, die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. 7. Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm; der Herr allein ist König, ich eine welke Blum. Je⸗ doch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhardt, 1607- 1676. 2⁴9 Das christliche Leben Weise: Nun danket all und bringet Ehr J. Johann Crüger 1647. FEWS— ++—— H —..—— ꝙ+Ee——— W..— H.— — +.— E— +—9 win——— H .—— 2— EEAHI Er-den kund, was mir von dir be- wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt. 3. Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Ol und Most zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, werten, edlen Fried in unserm Vaterland? 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun; du hältst die Wach an unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr, ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. We gar leich freut ur II. Du sein Kun du hebst L2. Du ewig stel wenn ur 13. Wo guten N ist selbst 14. Eri und Frer und Hei 15. Wa dich Tag hin auf 16. Hat ernährt? er zurück 17. Er l ment; nimmt e 18. Ei! darein fröhlich Crüger 1647. und, Herr, d und ewge at viel Heil auf dieser u dir allein ch über uns nit Tau und Wer schützt nan Ol und er hält mit n Fried in dir, du, du rer Tür und leibst immer ir in Gefaht und schlägst nsre Schuld Lob und Dank 250 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch er⸗ freut und dir zur Ehr gereicht. 1I. Du zählst, wie oft ein Christe wein, und was sein Kummer sei; kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12, Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manches schweren Unglücks Lauf hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regi⸗ ment; nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein; so wirst du hier im Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Sirach 50, 24—- 26. 3 ö 3——— 250 EEE + I1. Nun dan⸗ket all und brin⸗get Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, des⸗ sen Lob der —— 1. Ln I u—— EEEEE ‚‚‚... D. REEE En⸗-gel Heer im Him-mel stets ver⸗ meldt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, un serm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut; 3. der uns von Mutterleibe an frisch und gesund en hält und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; 4. der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibe gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergih⸗ und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist um Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmen ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk un Land; er gebe Glück zu unserm Tun und Heil z allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit un gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne vos uns stehn. 8. Solange dieses Leben währt, sei er stets unser He und wenn wir scheiden von der Erd, verbleib er unst Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augt zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in di ewgen Ruh. Paul Gerhardt, 1607—100 + — — * — — — x 0 2 Got⸗ 2. Wie streckt, sten Ar Gottes sein teu her- meldt. ll Gott, un überall und nd gesund en n kann, sich doch bleibe schuld vergib sche Geist um und Schmes erm Volk um und Heil 5 i und mit um gar ferne vos ets unser Hel rbleib er unsh 18 unsre Augs t dort in de ardt, 1607—1600 Lob und Dank 251 Weise: Lasset uns den Herren preisen.“ (Sollt ich meinem Gott nicht singen.) Johann Schop 1641. ———— F— E ö x— 1. Sollt ich mei⸗ nem Gott nicht sin⸗ gen? Denn ich seh in al⸗ len Din-⸗gen, Sollt ich ihm nicht dankbar sein? wie so gut ers mit mir mein. Ist doch nichts als EiEE IIEIEIEIEISS lau⸗ ter Lie-ben, das sein treu⸗es Her-ze regt, 3— ö— 1 2..———ᷣZ— ä— 3 * I das ohn En-de hebt und trägt, die in sei⸗ nem Dienst sich ü-ben. Al- les Ding währt sei⸗ ne Zeit, — 1 Got- tes Lieb in E⸗ wig⸗keit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder streckt, sten Arm bedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, müber seine Jungen also hat auch hin und wieder mich des Höch⸗ nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brun⸗ 25¹ 251 Das christliche Leben nen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz er⸗ fülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Macht zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. v. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermun⸗ tert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus den Bahnen weicht, also hält auch mein Ver⸗ brechen mir mein frommer Gott zugut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein ge⸗ denke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefanger Ding wů ob er sich n können? in Ewigkeit. ter mir in r durch die in Herz er⸗ des Todes nacht stille. in Ewigkeit. recht wohl nimmt ers nnen, mein nn, kommt beizulegen. in Ewigkeit. zum Dienst ind ich, was id Getreide; schen, in der Ding währt und ermun⸗ rgen schaue cht gewesen, här ich nicht währt seine derz niemals ide tut und mein Ver⸗ will mein n Schwerte ottes Lieb in e mir gleich äge, sind es et, mein ge⸗ die uns hart Lob und Dank 252 gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausge⸗ schneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, 1607— 1676. 1. Sam. 7, 12. Weise: Es ist das Heil uns kommen her. Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. EEEITT 1. Bis hier⸗her hat mich Gott ge- bracht durch bis hier⸗her hat er Tag und Nacht be⸗ —— N E sei— ne gro⸗ße Gü ⸗ te, wahrt Herz und Ge-mü⸗ te, X.Ä.* mich ge-leit't, bis hier-her hat er mich er⸗ S.I.. ——— bis hierher hat er 252 253 253 Das christliche Leben 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank für die bis⸗ herge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen täglich neue; in mein Gedächtnis schreib ich an: der Herr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, mein treuster Hort, hilf mir zu allen Stunden, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden, damit ich sag bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, er hilft, wie er geholfen. Aemilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 1637- 1706. Weise: Mein Herzensjesu, meine Lust. Peter Sohr, Frankfurt a. M. 1668. ——48 1. Sei Lob und Ehr dem höch-sten Gut, dem dem Gott, der al-le Wunder tut, dem E— N E=— EEEE Va⸗ ter al ⸗ler Gü⸗te, Gott, der mein Ge- mü⸗ te mit sei⸗ nem rei⸗ chen ————— Trost er-füllt, dem Gott, der al-len Jam- mer stillt. Gebt un-serm Gott die Eh-re! 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in dei⸗ nem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfer⸗ macht, die Ehr 3. Wa erhalter Gnade alles r⸗ Ehre! 4. Ich vernim vom T ach Ge mit mi 5. Dei Volk g Heil u Seiner Ehre! 6. We Welt Schöp die sor die Eh 7. Ick nun a allen mein die El 8. Ih Gott gebt macht Gebt 9. Se Sprir fröhlie alles, Ehre! k für die bis⸗ ang bewiesen wich an: der mir geholfen. hilf mir zu m Ort, hilf g bis in den in Gott, er irg⸗Rudolstadt, 1637—1706. urt a. M. 1668. Gut, dem tut, dem —.— em rei⸗ chen —* Jam⸗ mer *. errscher aller Neer in dei⸗ se Schöpfer⸗ Lob und Dank 253 macht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir. Gebt unserm Gott die Ehre! „Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich/ mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen; bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz, 1640- 1690. 11* 254 25⁴4 Das christliche Leben Stralsund 1665. 1. Lo⸗be den Her-ren, den mäch-ti- gen mei ne ge⸗ lie ⸗-be⸗-te See⸗le, das E Kö- nig der Eh⸗ren, ist mein Be- geh⸗ ren; kom⸗met zu- hauf, — 1——ñ— —.—1——— Psalter und Har⸗-fe, wacht auf, las- set den I ö— ö + j• Lob⸗- ge⸗-sang hö- ren. 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich be⸗ reitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wieviel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar ge⸗ segnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen. Alles, was Odem hat, lobe mit Samen. Er ist dein Licht! Seele, vergiß es ja nicht; lobende, schließe mit Amen. Joachim Neander, 1650-— 1680. 9—— 5. 2. E * 8 sin 9 2. Him mehr al Sonne, bemalen zu ehrer 3.— deine G preise, k ist Gott droben. 4. Hal Herren stum ne dir! G ihn lobe ——————————— tralsund 1665. r. Lob und Dank 255 Bremen 1680. =ti⸗ gen 5 le das 1. Wun⸗der⸗ba⸗ rer Kö⸗ nig, Herrscher von uns Dei⸗-ne Va⸗ter-gü-te hast du las⸗ sen .....—. hau ut al ⸗len, laß dir un- ser Lob ge⸗ fal⸗len. flie⸗ßen, ob wir schon dich oft ver⸗ lie ⸗ßen. —— 1—.— 1 1 + LS— —2——— E E—2—.—.— set den 1—— 1.— E— regieret, der t, der dich nicht dieses ein dich be⸗ h freundlich nädige Gott sichtbar ge⸗ en der Liebe chtige kann, den Namen. ns Samen. )t; lobende, r,‚ 1650- 1680. Hilf uns noch, stärk uns doch; laß die Zun⸗ ge 1— N I..— 1. I— II sin⸗-gen, laß die Stimme klin-gen. 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Werke mehr als aller Menschen Stärke. Großes Licht der Sonne, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen Herren. 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder; was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub danieder. Er Den. Zebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig roben. 4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Hallelusa singe, welcher Chri⸗ stum nennet, sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: endlich wirst du droben ohne Sünd 0 ihn loben. Joachim Neander, 1650- 1680. 25⁵ 256 Das christliche Leben Frankfurt a. M. 173 H IE E EE 1. O daß ich tausend Zungen hät-te und ei-nen so stimmt ich da- mit um die Wette vom al⸗ler E— ö er wr V.— tau⸗ send-fa⸗chen Mund, tief⸗sten Her-zens⸗grund r. ö— ö. —.— 4——...—— +I— —.— an⸗dern an von dem, was Gott an mir ge⸗- tan. 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, w die Sonne steht; o daß mein Blut mit Jauchzen walltt solang es noch im Laufe geht; ach wär ein jeder Pul ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter in Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis; mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt un regt euch doch mit mir; ihr schwanken Gräser in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gotte Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Oden in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld 7. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebet Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. ein Lob⸗ lied nach dem kfurt a. M. 173 —.—— te und ei⸗nen te vom al⸗ler⸗ —.—.— lied nach dem nir ge- tan. bis dahin, w. auchzen wallt ein jeder Pul Kräfte? Auf het munter in Preis; mein t herzinniglich „ bewegt un Gräser in den ier zu Gottel )mit mir ein d einen Oden geben; denn n Wunder zu n. Bist du es ch auf meinen th! Du trägst pädige Geduld, o manch liebet r Plage zwal ider größesten ewahr. Lob und Dank 257 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 9. Ich will von deiner Güte singen, solange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, solange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich noch mit Seufzen ein. 10. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser wer⸗ den, wenn ich bei deinen Engeln bin. Da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer, 1658— 1734. Weise: Alle Menschen müssen sterben II. Jakob Hintze 1678. soll ich dich wohl lo⸗ ben, mäch⸗ ti⸗ mir da- zu von o- ben dei- nes I. Wo=mit Sen⸗ de — 12— — I — 1 +.. 1 ———— *. 7 ger Herr Ze⸗ ba ⸗ oth? Gei- stes Kraft, mein Gott! D x Denn ich kann mit N. I + 15 2F3F55 ö—— SSSSSSSSI ————— nichts er- rei-chen dei- ne Gnad und Lie-bes⸗ EE 12—— . E zei ⸗chen. Tau-send⸗, tau⸗send-mal sei dir, ——.— 25 gro⸗- ßer Kö- nig, Dank 257 257 Das christliche Leben 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wun dermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebt Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend⸗, tausendma sei dir, großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen, wie ich häuftt Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen ob der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Erbarmen. Tausend-, tau⸗ sendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütig keit du durch so viel Wunderwege mich geführt dit Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hier zu ergründen. Tausend-, tausendmal seh dir, großer König, Dank dafür! 5. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesühnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 6. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit sind vor deinem Angesicht; du, du trittst hervor in Klarheit, in Gerechtigkeit, Gericht, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend⸗ tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend-, tausend⸗ mal sei dir, großer König, Dank dafür! 8. Wie ein Vater nimmt und gibet, nach dems Kin— dern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist und dich meiner angenom⸗ men, wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tau⸗ send⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 9. Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väter⸗ lich, in den Tälern, auf den Hügeln wunderbar er⸗ rettet mich; wenn schien alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 10. Fiel zehnmal Engel st ich bin d sei dir, II. Va Gütigke Freundl werd ich sei dir, 12. Tat Preis, Ach laß Leiten für und h deine Wun e stets erheh Gnadengüssen 3„ tausendma zie ich häufth ham erblassen o Gott, mich ausend-, tau für! ob und Gütig h geführt di den, noch den ausendmal ses ucht zu dir zu nöchte zu den üben und mit ndmal sei dit, heit sind vor in Klarheit, ll aus deinen n. Tausend⸗, ik dafür! mst du, Hert, bereiten, sich es Verlangen end-, tausend⸗ ich dems Kin— eliebet, Hert, iner angenom⸗ mmen. Tau⸗ Dank dafür! etragen väter⸗ wunderbar er⸗ en, ward doch ndmal sei dit, Lob und Dank 258 10. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 11. Bater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 12. Tausendmal sei dir gesungen Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter, 1661— 1735. Psalm 146. Ansbach 1665. 85.— 1. Lo- be den Her⸗ren, o mei- ne See⸗le! Weil ich noch Stunden auf Er-den zäh= le, EEE Ich will ihn lo⸗ben bis in Tod. will ich lob⸗sin ⸗gen meinem Gott. sia Seel ge⸗ge-ben hat, wer- de ge⸗ prie⸗sen früh und spat. Hal⸗le ⸗-lu⸗ ja, Hal⸗le-lu⸗ ja. Der Leib und 258 258 Das christliche Leben 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja. 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist; welcher vom Glauben sich nicht läßt tren⸗ nen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja. „Dieser hat Himmel und Meer und Erden, und was darinnen ist, gemacht. Alles muß pünktlich er⸗ füllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja. 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebundnen macht er frei, und seine Gnad ist man⸗ cherlei. Halleluja, Halleluja. 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt, die tief gebeuget gehn; wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja. 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja. 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder tut! Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist! Halleluja, Halleluja. Johann Daniel Herrnschmidt, 1675— 1728. Stär⸗ Wer⸗ 2. Er u und er g mel wie 3. Licht Er herr— Wahrhe 4. Uner Anfang Welt, u 5. Was das kent vor ihm 6. Er i schafft, mich ur 7. Er is ob du ç 8. Er k er weif mir gn 9. Er v auf seir unbereit eboren, und ige sind auch einen Raub. „ rufe man . ilfe der Gott ht läßt tren⸗ Wer diesen en Rat und Erden, und pünktlich er⸗ cht. Er ists, vig Glauben er ists, der er zur Speis ft; die hart iad ist man⸗ erhebt, die mme finden, sicht ist des It er Schutz, ehrt er mit en verkehrte Der Herr tets für dich. Ramen des, d Sohn und t, 1675- 1723. Lob und Dank 259 Psalm 139. Siegfried Christoph Stötzer 1765. 1551. + Lie— ——..— 1. Gott ist mein Lied; er ist der Gott der —— Stär-ke, Herr ist sein Nam, und groß sind sei⸗ ne ö x E— H F—— N Wer-⸗ke und al- le Him-mel sein Ge- biet. 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Him⸗ mel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 53. Was ist und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals tue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest, ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 3. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 25 260 260 Das christliche Leben 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, ver⸗ kündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel— Du Luft und Meer, ihr Auen, Tal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüm Weiden, und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen, sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 1715— 1769. Weise: Mein Herzensjesu, meine Lust. Peter Sohr, Frankfurt a. M. 1668, SSPS....I. I. Wenn ich, o Schöpfer, dei- ne Macht, die die Lie-be, die für al ⸗- le wacht, an⸗ 12——— ö r. Weisheit dei⸗ ner We⸗ge,. be⸗ tend ü⸗ ber⸗ le⸗ ge: so weiß ich von Be⸗ von dei 6. Erh dienen cht angehöre re, dein Lob ndern fassen? lassen, ver⸗ heit Spiegel 5Hügel, ihn auf grüm n und Wein Hand. inen Willen⸗ stillen, daß mein Retter iel und nach ert, 1715- 1769, urt a. M. 1668. Macht, die wacht, an⸗ ich von Be⸗ Lob und Dank 260 SDSSI— wund⸗rung voll nicht, wie ich dich er-he- ben —.——— ———— N I soll, mein Gott, mein Herr und Va⸗ ter! 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke: der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunder⸗ bar bereitet, der Mensch, ein Geist, den sein Ver⸗ stand dich zu erkennen leitet: der Mensch, der Schöp⸗ fung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Na⸗ men; Gott unser Vater sei gepreist, und alle Welt sag Amen, und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern. Wer wollte Gott nicht dienen Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769. 261 Das christliche Leben Weise: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. Halle 1704. H WEWe — 2 1. Wie groß ist des All-mächt⸗-gen Gü=⸗te! der mit ver⸗här⸗ te- tem Ge- mü- te Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, den Dank er-stickt, der ihr ge- bührt? 1——.— 70— ö Nein, sei-ne Lie⸗-be zu er-mes-sen, sei e-wig A mei⸗ne größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie ver⸗ ges⸗ sen; ver-giß, mein Herz, auch sei- ner nicht! 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könn⸗ test selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den We ist mir i ewiglich: Nächster 5. Dies kommen stell ich meiner ob ich se mir die 6. O C vor Aug mein ga Zeit der und sie Augenbl uns in d Halle 1704. . v. Gü=te! mü⸗ te ührt, ührt? sei e-wig och nie ver⸗ ier nicht! Gott, der gmut mich Wer stärkt dem Geiste genießen? zu welchem t umgeben, ein Recht ud sie dein. it du könn⸗ und seine nicht hören, Tageszeiten 262 den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will sst mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll voll⸗ kommen sein wie er. Solang ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 1715— 1769. Tageszeiten Morgen Melchior Vulpius 1609. 4——— 1. Die hel-le Sonn leucht't jetzt her⸗für, Hf. fröh⸗lich vom Schlaf auf⸗ste-hen wir; Gott Lob, der E uns in die⸗ser Nacht be⸗hü⸗tet vor des Teufels Macht. 262 263 263 Das christliche Leben 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt, laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein, 3. daß unser Herz im Ghorsam leb, deim Wort und Willn nicht widerstreb; daß wir dich stets vor Augen han in allem, was wir heben an. 4. Laß unser Werk geraten wohl, was ein jeder aus⸗ richten soll, daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß gereich zu deim Lob, Ehr und Preis. Nikolaus Herman à 1561. Hamburg 1598. 4 I. Aus mei⸗nes Her- zens Grun-de sag ich dir in die⸗-ser Mor-gen- stun-de, da- zu mein P ———5——. Lob und Dank Le⸗ ben lang, zu Lob, Preis und Eh-ren durch Christum, un;- sern o Gott, in dei- nem Thron, dir E x 2——. ö I Her-ren, dein ein-ge- bor- nen Sohn, 2. daß du mich hast aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vors Teufels List und Wüten, vor Sünden und vor Schmae vor Sck bösem, f 4. Mei Ehr un Hausge tern un r Sünd und en Engelein Wort und vor Augen n jeder aus⸗ leiß gereich erman à 1561. amburg 1598. ag ich dir da⸗ zu mein Thron, dir n, vergangnen behütet und mein Sünd rzürnet dich. diesen Tag den und vor Tageszeiten 264 Schmach, vor Feur und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Tod. 4. Mein Leib und meine Seele, Ehr und Kind in dein Händ ich befehle, dazu mein Hausgesind als dein Geschenk und Gab; mein El⸗ tern und Verwandten, Gefreundte und Bekannten und alles, was ich hab. 5. Dein Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in diesem Jammertal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und mich nicht bring zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding ver⸗ mag. Er segne meine Taten, mein Vornehmen und Sach; ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er sonst gegeben; er machs, wies ihm gefällt. „. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen in Gnaden sehen an; und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott beschieden in meim Beruf und Stand. Georg Niege, 1525— 1588. mein Weib, Gut, Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1. Das walt Gott Vaʒ ter und Gott Sohn, Gott heil⸗ger Geist im Himmelsthron. Man dankt dir, eh die Sonn aufgeht; wenns Licht anbricht, man vor dir steht. Görlitz 1648. 264 265⁵ 265 Das christliche Leben 2. Drum beug ich diesen Morgen früh in rechter An⸗ dacht meine Knie und ruf zu dir mit heller Stimm: Dein Ohren neig, mein Red vernimm. 3. Ich rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnädig hast behüt't, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Frieden zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß deine lieben Engelein mein Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mir Leib und Seel regier und mich mit schönen Gaben zier; er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht mit Freuden diesen Tag verricht zu deinem Lob und mei⸗ nem Nutz und meinem Nächsten tue Guts. 7. Bewahr, mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich, vom Übel abgewandt, mein Seel mit Sünden nicht beschwer und mein Gewissen nicht versehr. 8. Behüt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Herzeleid, tritt zwischen mich und meine Feind, die sichtbar und unsichtbar seind. 9. Mein, Aus⸗ und Eingang heut bewahr, daß mir nichts Übels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behm, 1557— 1622. Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Görlitz 1648. 1. O hei-li- ge Drei-fal- tig-keit, o hoch⸗ge⸗ ä lob⸗te Ei- nig-keit, o Va⸗ ter Sohn und heil⸗ger 2. Mein kein Böf letz, noe 3 5 Weishei Schein 4. Meii löser, hil mein H 5. Hert gnädigli deinen Soh Mor Han 2. Go dieser hast be mein rechter An⸗ er Stimm: il du mich ustre Nacht nimm mich n Engelein d mich mit auf rechter n. flicht mit b und mei⸗ hand, daß it Sünden ersehr. n, Schand ine Feind, daß mir schnellem 1557—1622. Börlitz 1648. o9hoch-ge⸗ ohn und Tageszeiten 266 heil⸗ger Geist, heut die⸗ sen Tag mir Beistand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht ver⸗ letz, noch mich in Schand und Schaden setz. 3• Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heilgen Geistes Glanz und Schein erleucht meins finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, o mein Er⸗ löser, hilf mir frei, o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier. 5. Herr, segne und behüte mich erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Herr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt. Martin Behm, 1557—1622. Heinrich Albert 1642. . Gott des Him-mels und der Er⸗den, Va⸗ ter, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Sohn und heil- ger Geist + Mond uns scheinen heißt/ des⸗ sen star⸗ ke Hand die Welt und was drin-nen ist er=hält: 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 26/ 267 Das christliche Leben 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auf⸗ erstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Be⸗ schützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, 1604— 1651. Johann Georg Ebeling 1666. 9 H d d E 1. Die güldne Son-ne voll Freud und Won-ne — Ii bringt un- sern Gren-zen mit ih- rem Glän- zen .—= EDEEDIEIETITIITT ein herz⸗ er⸗ quik- ken⸗des, lieb⸗li- ches Licht. schau⸗ 2. Me Ehren tig und komme aus die 3. Laß und G Opfer dankba chen er 4. Abe und u und T gegen: uns se 5. Ic nen lich er Faller deinen 6. La Seget Näch Renn von n mit dieser den deine at ist für istlich auf⸗ daß, wenn n Gericht, Bang nach mein Be⸗ dir allein en Sinnen inter deine nd Ruhm, n Feindes und mich zur Ruh 1604— 1651. beling 1666. Won⸗= ne —— län⸗ zen Licht. Tageszeiten 267 E 1— ö*=— — E Mein Haupt und Glie-⸗der die la-gen dar- nie-der, D 1 —— ö—.—— 1 2=.—— a= ber nun steh ich, bin mun-ter und fröh-lich, 1II—— 2— 1—5 r rueri va,————————H EEEE schau-e den Him-mel mit mei-nem Ge⸗ö sicht. 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mäch⸗ tig und groß, und wo die Frommen dann sollen hin⸗ kommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! Die besten Güter sind unsre Gemüter; dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an wel— chen er sich am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zu⸗ gegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sin⸗ nen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glück⸗ lich ergehn. Laster und Schande, des Satanas Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nächsten Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. 268 Das christliche Leben 7. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zugrunde, sobald das Lüftlein des—H— Todes drein bläst. Alles in allen muß brechen und fallen, Himmel und Erden die müssen das werden, eh⸗ was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen—— Grund. Sein Heil und Gnaden die nehmen nicht—.— Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, sin⸗ge halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergib und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abgewandt. Sonsten regiere mich, lenke und brin führe, wie dirs gefället; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 2. Der 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann Nacht ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies fröhlich heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und 3. Daf ů Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus Händ! allen Schätzen der edelste Hort. wir zu 1. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und 4.— soll von Plagen ich auch was tragen, wohlan so mach unsern es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was daß wi schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du 5. Da alleine, hast niemals keinen zu sehr noch betrübt. nicht a 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach sein Ei Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der 6. O Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle und doch fe selige Stille hab ich zu warten im himmlischen Gar-⸗ Hut u ten, dahin sind meine Gedanken gericht't. v. Gi Paul Gerhardt, 1607— 1676. Johann Crüger, Berlin 1653. I. Lo⸗ bet den Her⸗- ren al⸗- le, die ihn In einer tlein des chen und werden, Wanken; t ewigen nen nicht chmerzen, laß meine en Augen enke und alles in ich kann erzen dies önste und ißte, aus iken, und n so mach tig, was weißt du rübt. de; nach üchtet der ülle und hen Gar⸗ 607— 1676. zerlin 1653. —.— die ihn Tageszeiten 268 .—.— eh- ren, laßt uns mit Freuden sei- nem Na-men —. E.— 1+22 V 5 sin⸗gen und Preis und Dank zu sei⸗nem Al-tar SI— I— I -EEE— brin ⸗gen: Lo- bet den Her-ren! 2. Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht so väterlich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket: Lobet den Herren! 3., Daß unsre Sinnen wir noch brauchen können, und Händ und Füße, Zung und Lippen regen, das haben wir zu danken seinem Segen: Lobet den Herren! 4. Daß Feuerflammen uns nicht allzusammen mit unsern Häusern unversehns gefressen, das machts, daß wir in seinem Schoß gesessen: Lobet den Herren! 5. Daß Dieb und Räuber unser Gut und Leiber nicht angetast't und grausamlich verletzet, dawider hat sein Engel sich gesetzet: Lobet den Herren! 6. O treuer Hüter, Brunnen aller Güter, ach laß doch ferner über unser Leben bei Tag und Nacht dein Hut und Güte schweben: Lobet den Herren! 7. Gib, daß wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unsern Wegen unverhindert gehen und überall in deiner Gnade stehen: Lobet den Herren! 8. Treib unsern Willen, dein Wort zu erfüllen; lehr uns verrichten heilige Geschäfte, und wo wir schwach sind, da gib du uns Kräfte: Lobet den Herren! 9. Richt unsre Herzen, daß wir ja nicht scherzen mit deinen Strafen, sondern fromm zu werden vor deiner Zukunft uns bemühn auf Erden: Lobet den Herren! 26 269 Das christliche Leben 10. Herr, du wirst kommen und all deine Frommen, die sich bekehren, gnädig dahin bringen, da alle Engel ewig, ewig singen: Lobet den Herren! Paul Gerhardt, 1607— 1676. Weise: Nun laßt uns Gott dem Herren. Leipzig 1587. 2—19 auf, mein Herz, und sin⸗ge dem E Schöpfer al- ler Din-ge, dem Ge-ber al- ler f⸗ 40 dem Iftonnen Hinnne 7 ⸗ ter. 2. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz um-⸗ geben hatten, hat Satan mein begehret; Gott aber hats gewehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort das ist geschehen: ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben: mein Weihrauch und mein Widder sind mein Gebet und Lieder. 6. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen; denn du weißt, daß zur Gabe ich ja nichts Beßres habe. 7. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten; den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum besten wende. Frommen, alle Engel „1607—1676. Tageszeiten 270 „Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Him⸗ mel reise. Paul Gerhardt, 1607—1676. Kipzi4527 Johann Rudolf Ahle 1662. 4 ge dem Meorgenglanz der E⸗ wig⸗keit, Licht vom un⸗ —.—.— schick uns die⸗- se Morgenzeit dei-ne Strah⸗ —— ö alr EE b enh e und ver⸗treib durch ü⸗ ter. ——— 22 S434 ganz um⸗ E=—.——. Gott aber IWAr dei-ne Macht uns re Nacht. tz dem, der— rauen, du 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Ge⸗ wissen; laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost mdas Licht genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar. Schutz hat 3: Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke wich meine töte, und erweck uns Herz und Mut bei erstandner der sind Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht auf— kannst ins abe ich ja in mir und in Händen das Beste Herr, zum stehn. 4., Ach du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am Jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gna⸗ densonne; führ uns durch das Tränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth, 1636- 1689. 270⁰ 271 Das christliche Leben Weise: O Gott, du frommer Gott II. Ahasverus Fritsch 1679. FE———— —. äKK«K«K. ——— 1. O Je⸗ su, sü-ßes Licht, nun ist die △+— H——— Nacht ver⸗ gan- gen; nun hat dein Gnadenglanz aufs +. + SSIIII.. neu ⸗e mich um-fan-gen; nun ist, was an mir — E—..— ist, vom Schla-fe auf-ge-weckt und hat nun I EE I I .— 1—4 I SEEE in Be⸗ gier zu dir sich aus-ge⸗streckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken?? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist, heut diesen ganzen Tag; das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele; sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut ver⸗ mähle in deiner Liebeskraft. Da hast du meinen Geist; darinnen wollst du dich verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir er⸗ geben, zur Wohnung und zum Haus. Ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir,— 9 0 und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget; laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. ben, U. geben, Sinn aller S 8. Ach deines nur ge unverri Fritsch 1679. hat nun — 1 — 1 1 2. für Opfer deine Gnad heut diesen ꝛil ich sonst du meine )heut ver⸗ du meinen allermeist. pel dir er⸗ Ulerliebstes rege mich, inigt sich. angeleget; ohräget im tigkeit, so Tageszeiten 272 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Gei⸗ stes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohl geschmückt und köstlich angetan. 7. Laß mir dich diesen Tag stets vor den Augen schwe⸗ ben, laß dein Allgegenwart mich wie die Luft um-⸗ geben, auf daß mein ganzes Tun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 1670- 1744. Weise: Schwing dich auf zu deinem Gott. Johann Crüger 1553. 22 E E 1. Fang dein Werk mit Je su an, Je⸗=sus Je- sum ruf zum Beistand an, Je- sus hats in Hän⸗den; wirds wohl en- den. Hit,ErlHHH. geh mit Je⸗ su schla-fen, führ mit Je⸗ su Steh mit Je⸗ su morgens auf, E 1 1 IEIN EII 4 +— 10. 433 EI EE..— +. 1I.. N 4—1.—. 1—II —— dei- nen Lauf, las⸗ se Je⸗ sum schaf⸗fen. 2721 273 Das christliche Leben 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Mor⸗ gens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu be⸗ streiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben; es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Na⸗ men; laß es doch sein wohlgetan! Ich sprech darauf Amen. Waldenburg in Schlesien um 1734. Weise: Ich dank dir schon durch deinen Sohn. Aus Böhmen 1595.(Michael Prätorius 1610.) EEEEEE ——— 1. Mein erst Ge⸗ fühl sei Preis und Dank; er⸗ heb ihn, mei ne See⸗le! Der Herr hört dei⸗nen 2. Mich schlief in Nacht u 3. Wer Leben zu Fleiß ur 4. Du b unser Lel jetzt neu 5. Gelol Treue, i Tags erf 6. Laß d wallen, Wohlgef 7. Nimi meine S wenn ich 8. Gib und Ru und will daß Reiche deine G 1o, daß Arbeit s ihrer Tr II. daß genieße gebeutst, anzubeten, ten. Mor⸗ ur Seiten, icht zu be⸗ ide wüten; iten. Setz hände und de. ngefangen, angen; es em Leben, Himmel übergeben; und Leben. einem Na⸗ ech darauf sien um 1734. orius 1610.) nd Dank; ört dei⸗nen See=le! Tageszeiten 273 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief im Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren? 4. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben, du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 5. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 6. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. v. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele; sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 8. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 9. daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe; gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 10. daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; II. daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert, 1715- 1769. 274 27⁵ 274. 275 Das christliche Leben -Miittag Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Görlitz 1648. EE H„ + 22 I. Wir dan⸗ken Gott für sei⸗ ne Gabn, die 2. Und spei- sen uns mit sei⸗-nem Wort, daß —— + +—.— EI I. wir von ihm empfangen habn, und bit⸗ten un: sern 2. wir satt wer⸗ den hier und dort. Ach lie⸗ber Herr, du +. lie ⸗ben Herrn, er woll uns hin⸗fort mehr beschern 2. wollst uns gebn nach die⸗ ser Zeit das ew- ge Lebn. Erasmus Alber, 1500— 1555. 6615 Schmücke dich, o liebe Seele.“ 2125 Crüger 1649. E ꝗ.SPSPSSSSS Speis uns, Va⸗ter, dei⸗ ne Kin⸗- der, trö⸗= ste sprich den Se⸗gen zu Ga⸗ ben/ die wit D ⁵⁴ 1 f——— ..—.—.— die be-trüb-ten Sün-der; jet⸗ zo vor uns ha- ben, Ze,i.. die⸗sem Le⸗ben Stärke, Kraft und Nahrung ge-ben, daß sie uns zu E—— ö—.———— —.—— EAAHe I= *—— 4— bis wir end-lich mit den From⸗ men zu der Himm uns ir 2. Wir Gfahr 1 behüt't 3. Won gnädigli schlafen 4. Durg böse Fein not beh Görlitz 1648. 1.1500— 1559. Crüger 1649. — der, trö⸗ ste ben, die win — e uns zu ung ge⸗ben, — ꝛizu Tageszeiten Himmelsmahlzeit kommen. Johann Heermann, 1584— 1647. Rbend Melchior Vulpius 1609. S.S I. Hin- un ter ist der Son-ne Schein, die finst⸗re Nacht laß bricht stark her- ein; leucht uns, Herr Christ, du wah-res Licht, —.... uns im Fin ⸗- stern tap⸗pen nicht. —. 2. Wir danken, daß du uns den Tag vor Schaden, Gfahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt't aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir habn erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädiglich und rechn es unsrer Seel nicht zu; laß schlafen uns mit Fried und Ruh. 4. Durch dein Engel die Wach bestell, daß uns der Höse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuers⸗ not behüte uns, o lieber Gott. Nikolaus Hermani 1561. 276 277 Das christliche Leben Weise: Lobet den Herren alle, die ihn ehren.——9 277— Johann Crüger 1653. Weise: In H E—. 2 1. Die Nacht ist kom-men, drin wir ru- hen I. M DE—.— sol-len; Gott walts zu From⸗-men 3c) seim ———— 5 —— Wohl⸗ge- fal-len, daß wir uns le⸗- gen, in seinm——— — E Gleit und Se⸗- gen der Ruh zu pfle- gen. 2. Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister; Leid halt die Nachtwach gern, sei selbst unser Schutzherr, schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, send uns dein Engel. 2. Dein 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich drum sol aufwachen und von dir nicht wanken, laß uns in Lieb mie Züchten unser Tun und Dichten zu deim Preis richten. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten, gewiß U Hilf den Gefangnen, troste die Betrübten, pfleg auch Du bist Zin dr. sei selbst ihr Vormünder, des Feinds Neid ergeben. hinder 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset, dein 4. Der Reich zukomme, dein Will werd beweiset; frist unser Christ, k Leben, wollst die Sünd vergeben, erlös uns. Amen. laß doch auf Erd Petrus Herbert 41571. Crüger 1658. vir ru⸗- hen nach seim fle⸗ gen. sen Geister; Schutzherr, ̃lügel, send en, fröhlich laß uns in ẽreis richten. Geliebten, pfleg auch Feinds Neid reiset, dein frist unser ins. Amen. Herbert +1571. Tageszeiten 278 Weise: In dich hab ich gehoffet, Herr II. Nürnberg 1581. I. Mein schönste Zier und Klein⸗od bist su Christ; dich will ich auf Er-den du, Herr Je- +—————— las⸗sen wal-ten und al-le-zeit in Lieb und SSSSESSSSEMMN*A IIIII —— Leid in mei⸗nem Her⸗-zen hal⸗ ⸗ ten. 2. Dein Lieb und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, das muß ich frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. Leipzig 1597. 12 27⁸ 27 279 Das christliche Leben Johann Schop 1642. 2—— I—. S.— 7 ——— ö ö 2 1. Wer⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗ mü⸗te, und ihr daß ihr prei- set Got⸗-tes Gü⸗ te, die er — ö— Ar II E 44— Sin⸗ne, geht her⸗für, hat ge⸗tan an mir, da er mich den gan- zen Tag vor so man-cher schweren Plag hat be- hü⸗tet ————2*—— und in Gnaden ab⸗ge⸗wen⸗det al⸗ len Schaden. 2. Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barm⸗ herzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch die Feind hinweg⸗ getrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in mir befinde. 4. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkelt schier; da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. 5. Laß mich diese„Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh, alles Übel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Tageszeiten 280 un Schop 1642. n gan ⸗ zen be⸗ hü⸗ tet Schaden. der Barm⸗ en, daß du lancher Art ud hinweg⸗ mich doch chen durch e nicht die viel größer Glanz der diese Nacht mir, weil hr betrübe, sanft und decke mich und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen sein in deinen Schutz geschlossen. 6. Ach bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Überfall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall; wende Feur⸗ und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Leib und Seel verderben. 7. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schutz und Rat; und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen. Amen, ja das soll geschehen. Johann Rist, 1607— 1667. Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539. —— 4 —.—.—.—.————— 1. Nun ru⸗hen al⸗le Wäl⸗der, Vieh, Menschen, Städt und Fel-der, es schläft die gan⸗ze Welt; ihr E a-ber, mei- ne Sin⸗nen, auf, auf, ihr sollt be⸗ EEEEE EI gin⸗nen, was eu⸗-rem Schöpfer wohl-⸗ ge⸗ fällt. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 12* 280 281 Das christliche Leben 3. Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Stern⸗ lein prangen am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen, wann mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7., Mein Augen stehn verdrossen, im Nu sind sie ge⸗ schlossen. Wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich ver⸗ schlingen, so laß die Engel singen: Dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben kein Unfall noch Gefahr. Gott laß euch selig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Hamburg 1730. 4 5 ö E— 1. Der lie⸗ben Son⸗ne Licht und Pracht hat die Welt hat sich zur Ruh ge⸗ macht, tu, en Stern⸗ o werd ich mein Gott Kleid und eh ich aus, ck der Ehr froh, daß freu dich, id von der mund legt len Stund Ruh ein ind sie ge⸗ Nimm sie „ du Aug e Freude, mich ver⸗ Kind soll ute nicht laß euch fen ums 607— 1676. üburg 1730. — acht hat cht, tu, Tageszeiten 281 nun den Tag voll-füh⸗ret; Seel, was dir ge-büh⸗- ret, dr i iu.— EEEEEEEE tür und bring ein Lied her⸗für; laß dei⸗ne Au⸗gen, 2.. S Herz und Sinn auf Je⸗ sum sein ge⸗rich- tet hin. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl und gebet eure Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes voll: doch noch zu tausend Malen scheint heller in mein Herz die ewge Himmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schatz, mein Schutz, mein Eigentum. 3. Verschmähe nicht dies arme Lied, das ich dir, Jesu, singe; in meinem Herzen ist kein Fried, bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an. Es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seelen Freund. 4. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen; du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn zum Besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, auch selber nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 5. So oft die Nacht mein Ader schlägt, soll dich mein Geist umfangen; so vielmal sich mein Herz bewegt, soll dies sein mein Verlangen, daß ich mit lautem Schall möcht rufen überall: Ach Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 6. Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh und schlafe sanft und stille; ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille; schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Jesu, Jesu, gute Nacht. Christian Seriver, 1629- 1693. tritt an die Himmels⸗ E— 282 Das christliche Leben 282 3— Nun sich der ü—— en⸗ det hat und SISSS...E... kei⸗ ne Sonn mehr scheint, schläft al⸗les, was sich blei⸗ PD..— ö ů ab ⸗ ge-matt't und was zu- vor ge-weint. trei⸗ 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; die Finsternis ist dir verhaßt,.9 weil du bist selbst das Licht. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser finstern Racht und schenke du mir gnädiglich den Schutz von 2. Lob deiner Wacht. dir sei 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich Rat/ bei dir klagt an; ach, aber deines Sohnes Huld hat gehe, gnug für mich getan. 3. 10 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß wohl 0 vors Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Unmü Zuversicht. 4. Ve 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Welt, Lauf; ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tem⸗ ist mit pel auf. du me 7. Drauf tu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich 5. Ist ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollt meiner ö doch traurig sein? wahre ö 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, 6. 1 ‚ so führ mich in den Himmel ein zur auserwählten Zahl. ach la Und also leb und sterb ich dir, o Herr Gott Zebaoth, Lebent im Tod und Leben hilf st du mir aus aller Angst und Mot. mein Johann Friedrich Herzog, 1647— 1699. Tageszeiten 283 Genf 1542. 2 8 3 Hresden 1667. 5. öEEEE ——— hat und 1. Der Tag ist hin; mein Je- su, bei mir — b. 50 ö—.—.— à was sich blei⸗be; o See⸗len⸗licht, der Sün⸗den Nacht ver⸗ e eint. trei⸗ 9585 geh auf in mir, Glanz der Ge- rech⸗ tig⸗ du schläfst ir verhaßt, ser finstern Schutz von „die mich Huld hat nich muß in solcher habt euren inen Tem⸗ fe fröhlich wer wollt ammertal, ten Zahl. t Zebaoth, t und Not. 1647— 1699. keit, er⸗ Kuche te mich, 400 Herr, denn es ist Zeit. 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, dir sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Be⸗ ständigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weißt du wohl, o Herzenskündiger, ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 5. Israels Schutz, mein Hüter und mein Hirte, zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte, be—⸗ wahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht't. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen; ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen; o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels. Der Tag ist hin. Joachim Neander,‚ 1650- 1680. 284 285 284. 285 Das christliche Leben Luk. 24, 29 Weise: Herr Jesu Christ, meins Lebens Licht. Nürnberg 1676. 1. Wo willst du 2 weils A=- bend ist, o ä— ö 2— lieb⸗ster Pilgrim, Je-su Christ? Komm, 0 u mich so glück-se⸗lig sein und kehr in meinem Herzen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein her⸗ zenslieber Gast mir bist. 5 Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich chon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres icht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt noch irre macht. 5. Vornehmlich aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest; ich weiß, daß du mich nicht verläßt. Plönisches Gesangbuch 1674. * O daß ich tausend Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. SS... *. So ist die Woche nun geschlossen, doch, treuer wie sich dein Segensquell er⸗ gos⸗sen, so bin ich Gott, dein Her-ze nicht; noch der Zu⸗ver⸗sicht, daß er sich wei⸗ ter⸗ 7. Do der En nun de die mi 8. Uni wiederf mich a Wort 9. So künftge daß du deinem nberg 1676. . aß mich — E zen ein. es ist so ein her⸗ dacht sich o wahres Himmel dennacht nir durch dich fest; gbuch 1674. Tageszeiten 285 SSSSDSSSSIE...... hin er⸗ gießt und un⸗er⸗-schöpf⸗lich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde, ich lobe dich, so hoch ich kann, ich rühme dich von Herzensgrunde für alles, was du mir getan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank tein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wochentagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so gabst du auch die Kraft zu tragen; zudem ist es voll Heil und Frucht in deiner Liebe, Herr, zu mir, und darum dank ich auch dafür. 4. Nur etwas bitt ich über alles, ach du versagst mir solches nicht: gedenke keines Sündenfalles, weil mich mein Jesus aufgericht't, mein Jesus, der die Missetat auf ewig schon gebüßet hat. 5. Dein Schwur ist ja noch nie gebrochen, du brichst ihn nicht in Ewigkeit, da du dem Sünder hast ver⸗ sprochen, daß er, wenn ihm die Sünde leid, nicht sterben, sondern gnadenvoll als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen und will also den Wochenschluß vergnügt und froh zurückelegen, da der Trost mich erguicken muß, daß ich ja soll in Christo dein und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zugenommen, so bin ich auch der Ewigkeit um eine Woche näherkommen und warte nun der letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich zu dir in Himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue den Sonntag wiedersehen kann, so blickt die Sonne deiner Treue mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Wort und Haus den allerbesten Segen aus. 9. So will ich das im voraus preisen, was du mir künftge Woche gibst; du wirst es in der Tat erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister, 1671-1756. 286 Das christliche Leben Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich NRürnberg 1539. III.. 1. Der Sab⸗bat ist ver⸗ gan⸗ gen; ich ha⸗ be mein Ver⸗lan⸗gen nach Herzenswunsch er-füllt. Gott 3.—5 3——— ů hat mich un⸗ ter-wei- set, mit Le-bens- brot ge⸗ E——w5 x— spei ⸗ set und mei⸗ ner See⸗len Durst ge⸗: stillt. 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen; drum leg ich ohne Schmerzen auch meinen Leib zur Ruh; denn allen Sündenschaden deckt Jesus nun in Gnaden mit seinem Purpurmantel zu. 3. O du dreieinig Wesen, mein Geist ist schon ge— nesen, weil ich dein Tempel bin; ich habe Licht vom uise Vn. dein leuchtend Angesichte treibt alle Finster⸗ nisse 4. Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne machen auch mitten in der Nacht, bis bei den Cheru⸗ binen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht zu⸗ schanden macht. 5. Ich schlafe ganz vergnüget; denn wo mein Herze lieget, da ist der Engel Heer. Mich stört kein Welt⸗ getümmel; es träumt mir nur vom Himmel. Ach wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck, 1672— 1737. daß mei Tageszeiten 287 Weise: Jesu, meine Freude. Johann Crüger 1653. iberg 1539. H ————— ——3—— V rl·* ;—— 1. Hir- te dei ⸗ner Schafe, der von kei ⸗ nem ha⸗ be dei⸗ ne Wun⸗der⸗gü⸗ te war mein Schild und ,e, ————..— llt. Gott Schla⸗fe et⸗ was wis⸗ sen mag, sei die Hüt ⸗ te den ver- gang- nen Tag; —— PI............. ....——— 91 977 Nacht auch auf der Wacht und laß mich von dei-nen SEEEE —E.. EI—4 I — I simuu Scha-ren um und um be⸗-wah-ren. 20 ich 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit 80 enn der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhe⸗ en mit kissen; drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tief geschlagnen Wunden schon ge⸗ gnädiglich entbunden. icht vom 3. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie Finster⸗ sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir; also sind wir ungeschieden, und ich schlaf u Cher i Frlden. Ra— 2* 4. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jam⸗ t z mer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein. Decke in Herze zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen in Welt⸗ wecken noch der Feind uns schrecken. nel. Ach 5. Wie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, 672—1737. daß mein Ziel verflossen, kommt die Todesnot, so will 28/7 288 288 Das christliche Leben ich nicht wider dich; hab ich Jesum nur gefunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue in vergnügter Ruhe Mund und Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539. Weise: O I 9.—— ö + ö Tag g ——— ——— 1 ö— 1. Nun sich der Tag ge- en⸗- det, mein Herz sich—.— ——— bin v zu dir wen- det und dan⸗ket in ⸗-nig⸗lich; dein—.— 5 9—— sin 9 1— 2. Mit hol-des An- ge-sich-te zum Se⸗gen auf mich Güte, E 12.. IN Stärke, , en.a i., miru, i — rich⸗ te, er⸗leuch⸗te und ent-zün-de mich. Veschle 2. Ich schließe mich aufs neue in deine Vatertrene haffen, und Schutz und Herze ein; die fleischlichen Geschäfte Preis d und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Nahesein. 4. Ich 3. Daß du mich stets umgibest, daß du mich herzlich Staube liebest und rufst zu dir hinein, daß du vergnügst entladen alleine so wesentlich, so reine, laß früh und spät mir mel ist! wichtig sein. 4. Ein Tag der sagt dem andern, mein Leben sei ein 5. Bede Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne, gegen, d mein Herz an dich gewöhne, mein Heim ist nicht in Ende it dieser Zeit. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. meinen iden, sterb he Mund ab ich dir imm mich du weiter 1672— 1737. rnberg 1539. Tageszeiten 289 Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539. 1. Herr, der du mir das Le- ben bis die- sen ů EEA—.—— E Tag ge⸗ge-ben, dich bet ich kind⸗lich an; ich Les SE.. Herz sich E ů—.— bin viel zu ge-⸗ rin-ge der Treu-e, die ich —— E f Ee N ch; dein..— —.—.— sin⸗ge, und die du heut an mir ge⸗- tan. 2. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner uf mich Güte, ich freue mich in dir; du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke und schaffst ein —1.— reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts ch. Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte Batertreue hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Prei 3 G. Geschäfte Preis des Glaubens sehn! Nahesein. 4 Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im ch herzlich Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld vergnügst entladen, ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Him-⸗ spat mir mel ist mein Teil. ben sei ein so schöne, st nicht in 1697— 1769. 3. Bedeckt mit deinem Segen, eil ich der Ruh ent⸗ gegen, dein Name sei gepreist. Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 1715— 1769. 28 290 Saus und Beruf Meiningen 1693. H 1. O Gott, du frommer Gott, du Brunngquell ohn den nichts ist, was ist, von dem wir ä gu⸗ ter Ga⸗- ben, al⸗ les ha- ben: daß in sol⸗chem Leib ein un-ver⸗- letz- te ——— Seel und rein Ge⸗-wis-sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun ge⸗ bühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gib, daß ichs tue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs tu, so gib, daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht ver⸗ zagen, gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind und, wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. ge⸗ sun⸗den Leib gib mir, und 290 Das christliche Leben Haus und Beruf 201 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freund⸗ schaft leben, soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter drin⸗ gen, so gib Geduld; vor Sünd und Schanden mich Hnar⸗ auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod ab⸗ iningen 1693. 5runnquell dem wir scheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer — ¼ H Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite ab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, mir, und so tu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken; laß bören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. — Johann Heermann, 1585— 1647. letz⸗ te üt In dich hab ich gehoffet, Herr I. 15. Ihdt. Straßburg 1560. E— ö— + 1. Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und zu tun ge⸗= 4— ö 825 m Stande da ich soll,— 5 4 I. ohl. Werk in dei⸗nem Wil-len ruhn, von dir kommt n bestehen; inde gehen, 1 EE..— ö— 9e druß—.eM +.. 1——.—.—..—.—..—9 Verdruß.—4 nicht ver⸗ Glück und Se⸗ gen; was du re⸗-gierst, das hilf selber Sanftmut such guten I N 8—t04— j+I . — geht und steht auf rech- ten, gu⸗- ten We-gen. 29¹ 291 Das christliche Leben 2. Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat der machts allein, daß Menschen⸗ rat gedeihe. 3. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 4. Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; sei du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen. 5. Prüf alles wohl und, was mir gut, das gib mit ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre. 6. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seel Sonn und Zier, gefallen und belieben; was dir zu⸗ wider, laß mich nicht im Werk und Tat verüben. 7. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück; ists Menschen⸗ tun, so treib zurück und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in kurzem zu zer⸗ rinnen. 8. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zum guten Ende, was 50 selbst angefangen hast durch Weisheit deiner Hände. 9. Ist ja der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten. 10. Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, davor sonst ihm graut, mit tapferm Mut bezwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. II. Der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. Haus und Beruf 292 aß sein Rat 5 sich freue; Menschen⸗ von deinem und da der ft erwecket. auf daß ich Willen; sei recht ist, zu das gib mit 18 verwehre. ne Lieb und neiner Seel⸗ was dir zu⸗ at verüben. 5 Menschen⸗ nnen. Waẽ irzem zu zer⸗ as mir sonst zuten Ende, isheit deinet nuß ich auch »n, so treib beten. alles, davor ingen; sein icke springen. it Dorn und het, kommt Freud und 12. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnüge. So hilf nur, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 13. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr; ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, solang ich leb, erzählen. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern.“ 4 EEEEEE — 2 1 1. Wie schön ists doch, Herr Je⸗suChrist, imStande, Wie steigt und neigt sich deisne Gab und al⸗les —⁵ I— N RRRDEE—.— 33——— en da dein Se⸗gen ist, im Stande heil⸗ger E- he! Gut so mild her-ab aus dei- ner heil-gen Hö-⸗ he, Frankfurt a. M. 1599. n i—— SSSSSI.Eie— ö—3—— wenn sich an dich flei ßig hal-ten Jung und Al-ten, ——— ö— H die im Or-den ei- nes Le- bens ei- nig wor-den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn und unverrückt zusammengehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. „Der Mann wird einem Baume gleich, an Asten schön, an Zweigen reich; das Weib gleicht einem Re⸗ R 292 293 293 Das christliche Leben ben, der seine Träublein trägt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben. Wohl dir, o Zier, Mannes Sonne, Hauses Wonne, Ehrenkrone! Gott denkt dein bei seinem Throne. 4. Seid gutes Muts! Wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht't, es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste Freund und Rater; Anfang, Aus⸗ gang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. . Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Tränen lässet schießen; jedennoch wer sich in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. ů Schweige, beuge dich ein wenig; unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu! Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh, in Angsten Trost und Freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis, wir wollen singen besterweis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Weise: In Gottes Namen fahren wir. Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. 9 EEA*—————— +. 58 1. Das wal⸗ te Gott, der hel-fen kann! Mit Gott fang ich die Ar-beit an, mit Gott nur —— ö EEE—.—.—..— geht es glücklich fort, drum ist dies auch mein * 3. So G nicht gib Guts, walte G 4. Will sein dafü sag in n 5. Anfat in Gotte sprech ick 6. Legt Güt und sprech ick . Crifft Werk m bei, drur 8. Er ke Tun ein er will, walte G 9. Gott mein tã tut er n Gott! 10. Ohr Verstant gerät ar Das wa Haus und Beruf 293 und sich je zie da leben. ses Wonne, Throne. „die diesen er; der hat unsre Sorg nfang, Aus⸗ »nken, wird wohl ein änen lässet ergibt, des n schließen. König wird Bib Rat in ind Freude. wir wollen bis wir bei amen ewig 1607- 1676. tenberg 1524. ann! Mit — Gott nur uch mein er- stes Wort: Das wal⸗- te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert von Gott Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes An⸗ gesicht, drum auch mein Mund mit Freuden spricht: Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alles Guts, drum sprech ich auch nun gutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ; er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnüget mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzensgrund: Das walte Gott! . CTrifft mich ein Unglück: unverzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei, drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts, wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein täglich Brot, nach seinem alten Vaterbrauch 605 er mir Guts; drum sprech ich auch: Das walte ott! 10. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst; nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst: mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 294 294 Das christliche Leben II. Ceilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid, laß hassen, wers nicht lassen kann ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 12. Cu ich mein Werk mit Gottes Rat, der mir bei⸗ stehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! Zohann Betichius, 1650—1722. Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Leipzig 1625, Ii ö ꝗ E—.—. E ö E. . al⸗lein das All in al⸗lem ist. Ja wenn er nicht dar⸗ —— —— 23.———— —— E ö ö in⸗nen wär, wie e⸗lend wärs, wie arm und leer! 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und Kind in einem Glaubenssinn verbindt, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vor⸗ bild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet beständig in die Höhe geht und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk, als Gottes Wort! 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, geschickter Hand ein jegliches nach seiner Art, was ihm vertraut ist, treu bewahrt! 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kindeskind versäumen nicht am ewgen Glück; dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl werden h wie Got 8. So n Hause d abwich, die⸗nen. die⸗nen. 9—— mei⸗ne m 2. Es wi stets fort uns wie nicht im speise aus uns dir 3. Gieß drin wohr Haus und Beruf 205 so acht ich lassen kann: walte Gott! der mir bei⸗ eraten muß; Das walte 5, 1650— 1722. Leipzig 1625. sus Christ er nicht dar⸗ und leer! ud Kind in hrem Herrn lt ein Vor⸗ tesdienst im ßt. t beständig ort und fort rit fleißiger, rArt, was und wenn t am ewgen 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht. Die Eltern werden hoch erfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: wenn alles Volk vom Herrn abwich, doch dienen wir ihm ewiglich. Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712— 1784. t⸗Fü schön leuchtet der Morgenstern.“ Frankfurt a. M. 1699. E FE— V+— EEEEEE EE * 1 83.I E 1 + 1. Ich und mein Haus, wir sind be⸗reit, dir, Du sollst der Herr im Hau⸗se sein, gib S Herr, die gan⸗ze Le⸗ bens⸗zeit mit Seel und Leib zu dei ⸗nen Se⸗gen nur dar⸗ein, daß wir dir wil⸗lig E 4535.57 ö ö—— duren! Ei⸗ ne klei⸗ ne, from⸗me, rei⸗ne Haus⸗ge⸗ 4——33—.— +* I———. +. I. WI ——.— I E..Ee—. E 2 mei⸗ne mach aus al⸗len; dir nur soll sie wohlgefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen; es leucht uns wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelen⸗ speise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde; laß uns 295 296 Dacs christliche Leben in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit voll—3 Demut, sanft und linde. Liebe übe jede Seele:— keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. fin ⸗det, 4. Laß unser Haus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte. Auch laß uns in z2. Man der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit den sein, kindlichem Gemüte, selig, fröhlich selbst mit Schmer⸗ Verein. zen in dem Herzen dir uns lassen und dann in Geduld duch über uns fassen. Man 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus, so schließ 0 bleib: den Stolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse 0, Gäste. Denn wenn das Herz an Demut leer und aln voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: Richtun jene schöne, tiefe, stille Gnaͤdenfülle, die mit Schätzen Ri 9 einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus einer Hu kein andrer Geist als nur dein Geist regiere. Der ists, einem sic der alles wohl bestellt, der gute Zucht und Ordnung So s hält, der alles lieblich ziere. Sende, spende ihn un 5 allen, bis wir wallen heim und oben dich in deinem 5.—7 Hause loben. Philipp Spitta, 1801- 1859, höchsten auch Sch 2 96— Ich freu mich in dem Herren. Bartholomäus Helder 1648. ũ—— TD..— I 2.— E ————— 1. Was macht ihr, daß ihr wei⸗net und bre⸗chet Im Herrn sind wir ver-ei- net und blei⸗bens , rrait, His mi.⸗ lr. ingt. Das Band, das uns ver⸗bin⸗det, Iöf 5— 27 we⸗der Zeit noch Ort; was in dem Herrn sich Va⸗ ter Weise: We Naturleben 297 n bereit voll 4.—7— f x + I jede Seele: EHI )den Deinen fin ⸗det, das währt in ihm auch fort. deine Gnade laß uns in 2. Man reicht sich wohl die Hände, als sollts geschie⸗ schaun mit den sein, und bleibt doch ohne Ende im innigsten mit Schmer: Verein. Man sieht sich an, als sähe man sich zum n in Geduld buh uberal. bleibt in gleicher Nähe dem Herrn 3, so schlleß 3 Man spricht: Ich hier, du dorten, du ziehest, und chtums böse sch bleib; und ist doch allerorten ein Glied an einem ut leer und Leib. Man spricht vom Scheidewege und grüßt sich 5 das Beste: einmal noch und geht auf einem Wege in gleicher nit Schätzen Richtung doch. 4. Was sollen wir nun weinen und so gar traurig sehn? 50 Wir kennen ja den Einen, mit dem wir alle gehn. In n 2—2— einer Hut und Pflege, geführt von einer Hand, auf 15 an um einem sichern Wege ins eine Vaterland. 5. So sei denn diese Stunde nicht schwerem Tren⸗ 9 in deen nungsleid, nein, einem neuen Bunde mit unserm Herrn geweiht. Wenn wir uns ihn erkoren zu unserm 406 a, 1801—1859. höchsten Gut, sind wir uns nicht verloren, wie weh 30 auch Scheiden tut. Philipp Spitta, 1801—1859. us Helder 1648, Naturleben nd bre⸗chet— nur den lieben Gott läßt walten II. Hamburg 1690. 297 nd blei⸗bens 1 1. O Gott, von dem wir al⸗ les haben, die Welt ist 5 du a⸗ber tei⸗ lest dei⸗ne Gaben recht wie ein bin⸗det, löst — 4 II S SS ———— ein sehr gro⸗ßes Haus, Herrn sich Va⸗ ter drin⸗nen aus. Dein Se-⸗gen macht uns 298 Das christliche Leben SDEEEEEEE al ⸗le reich; ach lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? Gott, zu 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bi e, dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen, denn du weißt allem vorzustehn und schaffes, daß 0 jedes Land sein Brot bekommt aus deine and- rer Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und end⸗ lich auch die Frucht genießt. Der Wind, der durch d.— Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, de alumal. Tau, der Sonne Strahl sind deine Dienn denn du allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zum Brot; es mehret sich vielfältgetr weise, was anfangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. Weise: Nun 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken? Der Wunder hier ist gar zu viel. So viel als du kann nie⸗ mand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen I. alle wert. 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, was uns dein Segen träget ein. Ein jeder Bissen, den wir essen, sol deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund—— soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann, 1648—1715, Vaterland Vaterland 299 t dir gleich!? „die heut bel stdurft keinem und schaffest, nt aus deinen säet und end⸗ „der durch di begießt, dei deine Dienn se, der Acker ich vielfältget⸗ ot, bis in der rhalt. denken? Det du kann nie⸗ at kein Ziel, wir zusammen was uns dein vir essen, sol z und Mund n Dank. inn, 1648-1715, Nürnberg 1531 g⸗lich, Herr E EeE ER Gott, zu un-sern Zei⸗ten! Es ist doch ja kein SSSSSS. — and-rer nicht, der für uns könn-te strei ten, denn du un-ser Gott al⸗ lei- ne. Martin Luther,‚, 1483- 1546. Weise: Nun lob, mein Seel, den Herren. Augsburg 1540. EHEE—— FE 1. Gott⸗lob, nun ist er-schol daß nun⸗-mehr ru- hen sol 2 2 2 7 len das len die ed-le Fried⸗ und Freudenwort, Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf und ... „ 2——— 2— nimm nun wie ⸗ der dein Sai⸗-ten-spiel her⸗ vor, ——— e ö. o Deutschland, und sing Lie- der im ho⸗ hen 299 Das christliche Leben SSS....... vol⸗len Chor. Er- he- be dein Ge- mü⸗ te zu Ii dei⸗ nem Gott und sprich: Herr, dei⸗ ne Gnad und Gü⸗ te bleibt den⸗noch e⸗ wig ⸗= lich. 2. Wir haben nichts verdienet als schwere Straf un großen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche schnöde Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagn mit harter, scharfer Rut, und dennoch muß man fra gen: Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei un löse der Krieg und sein Geschrei. 3. Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Fri⸗ densgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Bas uns⸗wohnen in sich hab. In dich hat Gott versenke all unser Glück und Heil; wer dich betrübt um kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Heßz leids in das Herze und löscht aus Unverstand di güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand. 4. Das drückt uns niemand besser in unsre Seel un Herz hinein als ihr zerstörten Schlösser und Städt voller Schutt und Stein, ihr vormals schönen Feldel mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Wäld und dürre, wüste Heid, ihr Gräber voller Leichen un blutgem Heldenschweiß der Helden, derengleichen au Erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß de Tränenbach aus beiden Augen rinnen, geh in des Herz und denke nach! Was Gott bisher gesendet, de hast du nicht geacht't, nun hat er sich gewendet un väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dring⸗ zu deiner Lieb und 6. Achel du harte und plötz unerschre bedeutet Ende nal Fried un Weise: Nu uns⸗re S Herzen g komm zu E Lust: H 2. Herr wir rühn steiget ur mit groß 3. Herr den, daf Vaterland 300 ne Gnad und 2 — h. ꝛre Straf un iet der freche, ihr geschlagen muß man fre id und bleiben sich bei um re, werte Frit nen dein Beh Bott versentn betrübt um eil des Herz nverstand d Hand. nsre Seel un und Städt chönen Feldel auter Wälde r Leichen un engleichen au „und laß de „geh in des gesendet, de gewendet un arfen Dringe zu deinem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutestun. 6. Ach laß dich doch erwecken, wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das harte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muts; der Friede, den er gibet, be⸗ bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Weise: Nun danket alle Gott. Johann Crüger 1647. 2 E— 4———— * 1. Herr Gott, dich lo ⸗-ben wir; re-gier, Herr, laß dei- nes Gei-stes Glut in un- sern ——— ID— n n uns⸗re Stimmen, Herzen glimmen. — 12.————— komm zu uns all- hier, so sin- gen wir mit Komm, komm, o ed⸗le Flamm, ach —.— ö ö en EEEEEEEEEEEEEEEE — U——..— Lust: Herr Gott, dich lo-⸗ ben wir. 2. Herr, Gott, dich loben wir; wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit herzlichem Gemüte. Es steiget unser Lied bis an die Himmelstür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gna⸗ den, daß du das Vaterland von Kriegeslast entladen, 300 30¹1 301 Das christliche Leben daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier, drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wit 4. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jah⸗ ren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund mit herzliche Begier: Gott Lob, wir sind in Ruh, Herr Gott, wir danken dir. 5. Herr Gott, dich loben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert zer— brochen und zerschlagen. Der Strick ist nun entzwei, darum so singen wir mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. 6. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar ge⸗ strafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weg⸗ geraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadentüt jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dit 7. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle nach Be gier, o Vater, unsern Wunsch: Herr Gott, wir dam ken dir. 8. Herr Gott, wir danken dir mit Orgeln und Trom— peten, mit Harfen, Zimbelschall, Posaunen, Geigen, Flöten; und was nur Odem hat, lobsinge nach Ge⸗ bühr: Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wit danken dir. Johann Franck, 1618-1677 Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1599, ——— +— + ö 1. Herr, hö-re, Herr, er- hö- re, breit dei⸗-nes ..r 2.—— Namens Eh- re an al-len Or-ten aus; be⸗ E hü⸗ te Hän; d 2. Ach la schallen Rotten, nen Fein 3. Gib d beide Tä dein Ged 4. Laß a schaff jede müssen ir und Knee 3. Wend schaden, Landes F milde Ha 6. Gib u müden, v auf unsre gebens ru 7. Die 5 die sonst! wollst du schrein. 8. Sei al rater, der Jugend z Eltern ihr Vaterland 301 sriedens Zier, ich loben wir langen Jah⸗ ochen Grimm mit herzlichen Herr Gott, die Pfeil und Schwert zer⸗ nun entzwei, und Mund: uns zwar ge⸗ ar hast weg⸗ e Gnadentüt danken dit, en, du wolllt guter Ruhe ille nach Be ott, wir dan⸗ ln und Trom⸗ inen, Geigen, nuge nach Ge⸗ rr Gott, wit nck, 1618- 167 Nürnberg 1539. reit dei ⸗nes u aus; be⸗ hü⸗ te al ⸗-le Stän⸗de durch dei⸗ ner All⸗macht ——.—.— Hän⸗de, schütz Kir⸗che, Ob- rig⸗ keit und Haus. 2. Ach laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz, bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten, biet allen dei⸗ nen Feinden Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer und unverdroßne Hörer, die beide Täter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und ernte reiche Früchte ein. 4. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen, und segne beide, Herrn und Knecht. . Wend ab in allen Gnaden so Feur⸗ als Wasser⸗ schaden, treib Sturm und Hagel ab; bewahr des Landes Früchte und mache nicht zunichte, was deine milde Hand uns gab. 6., Gib uns den lieben Frieden, mach alle Feind er⸗ müden, verleih gesunde Luft; laß keine teuren Zeiten auf unsre Grenzen schreiten, da man nach Brot ver⸗ gebens ruft. . Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst verirret sein. Die Witwen und die Waisen Ihen du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. 6. Sei allen Kindern Vater, den Müttern sei Be⸗ dater, den Kleinen gib Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. 302 302 Das christliche Leben 9. Komm als ein Arzt der Kranken und, die im Glau⸗ ben wanken, laß nicht zugrunde gehn. Die Alten heh und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 10. Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden be— schütze, die Sterbenden begleit mit deinen Engel⸗ scharen, daß sie in Frieden fahren zu Zions Ruh und Herrlichkeit. 11. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach des nem Willen in Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen in unsres Jesu Namen, so ist all unse Flehn gewährt. Benjamin Schmolck, 1672—1781. —7— 26665 tiefer Not schrei ich zu dir II. Straßburg 1525. E E—4.— ů 1. Herr, der du vor-mals hast dein Land und des ge⸗fang-nen Vol- kes Band E 5665 ET ..... mit Gna⸗den an⸗-ge ⸗ blik⸗ket ge⸗löst und es er ⸗ auik⸗ket: der du die —.— ———.— EDEE 2—.— — Sünd und Mis⸗se-tat, die es zu=vor be⸗ — ASSSSSSS 1 I14F11 3—47—— SW— ö —— 2——+1.— K— gangen hat, hast vä⸗ ter=lich ver- zie ⸗⸗ hen: 2. willst du, o Vater, uns denn nicht nun einmi wieder laben, und sollen wir an deinem Licht nit wieder Freude haben? Ach geuß aus deines Himme Haus, Herr, deine Güt und Segen aus auf un und unsre Häuser. Unglück 4. Ach gen, de ganz ve seine G 5. Wen wieder z3 nach W Land 1 uns wol 6. Die müssen; wird fie auf Erd mel scho 7. Der Früchte werden und stet. Namene Weise: Ve. al ⸗ te und dei die im Glau⸗ die Alten heb duldig mögen Reisenden be⸗ einen Engel ons Ruh und wir nach des sprechen nun ist all unser Ick, 1672- 1787 Straßburg 1525. dein Land l⸗kes Band Vaterland 303 3. Ach daß ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Friede sollt an allem Ort, wo Chri⸗ sten wohnen, werden! Ach daß uns doch Gott sagte zu des Krieges Schluß, der Waffen Ruh und alles Unglücks Ende! 4. Ach daß doch diese böse Zeit bald wiche guten Ta⸗ gen, damit wir in dem großen Leid nicht möchten ganz verzagen! Doch ist sa Gottes Hilfe nah, und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 5. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Not nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unsrem Land und allenthalben werd erkannt, ja stetig bei uns wohne. 6. Die Güt und Treue werden schön einander grüßen müssen; Gerechtigkeit wird einhergehn, und Friede wird fie küssen; die Treue wird mit Lust und Freud auf Erden blühn; Gerechtigkeit wird von dem Him⸗ mel schauen. Der Herr wird uns viel Gutes tun, das Land wird Früchte geben, und die in seinem Schoße ruhn, die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre seines er du dieVemenns. Paul Gerharbt, 1607—1676. —— —.— Weise: Valet will ich dir geben. Leipzig 1615. — 2.4. EE vor ö be EA— IꝗIIII.. ——— 6 r. Du läßt dich wie-der se- hen, des Vol⸗kes 2 4. hen Heil al- len, die ver- ste-hen dein Zei'chen nun einm— IIIIIIIII.. n Licht nie WEEEAE E ines Himme aus auf un —— al ⸗ ter Hort; und dein Wort. Du wandelst in den Lüf-ten im 303 Säuseln vor uns her, du rollst in Fel-sen⸗ 4— H, EAEEEE En klüf⸗ten die Don⸗ner stark und schwer. 2. O Herr, wir sinken nieder vor deiner Herrlichkeit. noch einmal sende wieder uns deine Gnadenzeit. O hör auf unser Flehen und übe du Geduld, wenn wir dir eingestehen die Armut und die Schuld. 3. Wir haben all verschwendet dein Erbteil und dein Gut, zum Eiteln uns gewendet vom ehrbar from⸗ men Mut. Was du so schön bereitet, was du so wohl Wacht. hat alles uns verleitet zum Trotz auf eigne Nacht. 4. Ach alles soll vergessen, vergeben alles sein; nach rechtem Maß gemessen, wer hieße fromm und rein? Und eben weil kein Reiner in unsern Reihen steht, so sei fortan auch keiner gelästert und geschmäht. 5. Im Leben und im Wandel, im Frieden und im Streit, im Hause und im Handel zu jeder Frist und Zeit soll alles ehrlich halten auf Zucht und Fleiß und Treu, dann wird das Glück der Alten auch wie⸗ der bei uns neu. 6. Herr Gott, der allen Sündern in Gnaden gern vergibt und an gefallnen Kindern im Strafen Wohltat übt, wir alle sinken nieder und beten dankend an sind eines Reiches Glieder und kämpfen Mann für Mann, Max von Schenkendorf, 1783— 1817. hei⸗ Da Heilan bekann und S 3. De zu sein dein te 4. Er rleucht ist dein Wonn 1. Fel ⸗ sen⸗ Herrlichkeit; adenzeit. O 5„ wenn wir . teil und dein hrbar from⸗ 8 du so wohl otz auf eigne sein; nach n und rein? Reihen steht, chmäht. den und im er Frist und t und Fleiß n auch wie⸗ znaden gern fen Wohltat end an, sind für Mann. rf, 1783— 1811, Tod, Gericht und ewiges Leben Luk. 2, 29—32. Wittenberg 1524. H.— ö i e. e e e.—— 5—— ö 1. Mit Fried und Freud ich fahr da- hin in Gotts Wil ⸗ le; ge⸗ trost ist mir mein Herz und Sinn, e e r —— —— sanft und stil ⸗ le; wie Gott mir ver⸗ E——— ů————— E IEEE hei ßen hat, der Tod ist mein Schlaf wor“⸗ den. 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, der treu Heiland, den du mich, Herr, hast sehen lan und gmacht bekannt, daß er sei das Leben mein und Heil in Not und Sterben. 3. Den hast du allen vorgestellt mit groß Gnaden; zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden durch dein teuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das hell und selig Licht für die Heiden, zu rleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist deins Volks Israel der Preis, Ehr, Freud und Wonne. Martin Luther, 1483- 1546. 13 304 305 Tod, Gericht und ewiges Leben Vorreformatorisch. Wittenberg 1524. 1. Mit⸗ten wir im Le⸗ ben sind mit dem Wen suchn wir, der Hil-fe tu, daß wir I. 1 — E——— EI 5e L ———.—— 2——.———— — Tod um⸗ fan ⸗ gen. Gnad er- lan ⸗ gen? Das bist du, 11— E.— H .D‚ Herr, al- lei- ne. Uns reu-et uns⸗re Mis⸗se⸗tat, Frv R. die dich, Herr, er⸗ zür-net hat. Hei⸗li-ger Her⸗re 2.— 1——— 1.—.—5+.—— Gott, hei-li- ger star- ker Gott, hei-li-ger barm— E—— II— her⸗zi⸗ger Hei ⸗ land, du e⸗ wi⸗ ger Gott, SIPFrFEFAFEEAF..... laß uns nicht ver⸗ sin⸗--ken in des bit- tern .........—— E ESSSEEEEI To⸗ des Not. Ky⸗ri- e-lei⸗- son. seinen zittenberg 1524. — mit dem daß wir Das bist du, Nis⸗se⸗tat, ger Her⸗ re — li- ger barm⸗ —— ger Gott, a bit⸗ tern ——— ——— Tod, Gericht und ewiges Leben 306 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barm⸗ herzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmher⸗ ziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht ver⸗ zagen vor der tiefen Hölle Glut. Kyrieleison. 3. Mitten in der Hölle Angst unsre Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Hei⸗ land, du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison. Martin Luther, 1483- 1546.(Str. 1: 15. Jahrhdt.) Wittenberg 1544. —— EEEEEEEEEEEEE 1. Nun las⸗set uns den Leib be⸗grabn und daran H—— E—.— kei⸗nen Zwei⸗fel habn, er werd am Jüngsten Tag auf⸗ — E stehn und un⸗ ver⸗ wes⸗lich her⸗ vor⸗ gehn. 2. Derselb ist Erd und von der Erd, daß er zur Erde wieder werd; und von der Erd wird er aufstehn, wenn Gotts Posaune wird angehn. 3. Sein Seel lebt ewiglich in Gott, der sie allhier aus lauter Gnad von aller Sünd und Missetat durch seinen Sohn erlöset hat. 13* 30⁷7 307 Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu eim selgen End. Er hat getragen Christi Joch, er ist gestorbn und lebet noch. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis zum Jüngsten Tag, an welchem Gott ihn wird ver-⸗ klärn und ewge Freude ihm gewährn. 6. Allhier ist er in Angst gewesn, dort aber wird er ganz genesn, da wird in ewger Freud und Wonn er leuchten wie die helle Sonn. 7. Nun lassen wir ihn fein schlafen und gehn all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt uns gleicherweis. 8. Des helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöst vons Teufels Gwalt und ewger Pein. Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein. Michael Weiße 4 1534. Eigene Weise.“ Ursprünglich weltlich; geistlich NRürnberg 1539. +.... ö 14 n r. 1. O Welt, ich muß dich las- sen, ich fahr da— ‚— hin mein Straßen ins ew-ge Va⸗ ter- land. Mein 1— ö E— Geist will ich auf- ge-ben, da- zu mein Leib und 1— 12— ö + I Le⸗ ben set- zen in Got- tes gnäd-ge Hand. 2. Mei endet, auf Er und Fr 3. Auf 50 scha ist gesto er auch 4. Die aus Gi kommt allein d 5. Wii schlecht Leben; meim 6. Dre ererben bleiben vom 7. Da sinnen, bekehre sei du 8. Die und S Beten sollst d Da wende Pein 1 Meins Tod, Gericht und ewiges Leben 307 kommen zu iJJoch, er schläft bis wird ver⸗ her wird er Wonn er n all heim llem Fleiß, uns durch und ewger Weiße 4 1534. ürnberg 1539. — fahr da⸗ ind. Mein 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn; kein Bleiben ist auf Erden; das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. 4. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu Frommen, so will ich zu ihm kommen allein durch christlich Glauben gut. 5. Wir sind unnütze Knechte, mein Tun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach meim Verdienst und Wahl. 6. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereitꝰt; hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod tut mich vertreiben, die Seele sich vom Leibe scheidt. 7. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich be⸗ sinnen, denn du mußt auch hernach; tu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren; im Glauben sei du auch nicht schwach. 8. Die Zeit ist schon vorhanden: hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen; sonst all irdische Sachen sollst du gutwillig geben dran. „Das schenk ich dir am Ende: Ade, zu Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen. Meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Nürnberg 1555. 308 Tod, Gericht und ewiges Leben Frankfurt a. M. 1569. S 5. So I—— ausstreck ——.—.— kann m Sohn, 1. Wenn mein Stündlein vor-han-den ist und zum ew E E= Weise: V soll hin⸗-fahrn mein Straße, so g'leit du mich, Herr SSI— B e I. —— sw;s:P:...— Je ⸗ su Christ, mit Hilf mich nicht ver⸗las⸗se. Mein E du lit Seel an mei-nem letz⸗ ten End be-fehl ich dir in—— * ö Kreuz E II III 1 EII* EEEE 0 dei⸗ne Händ, du wollst sie mir be⸗ wah⸗ren. 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr, mein Huld Gwissen wird mich nagen; denn ihr'r sind viel wie Sand am Meer, doch will ich nicht verzagen; gedenken will—.— ich an dein Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot;— die werden mich erhalten. dein, Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich We von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todes⸗ werde not und Schmerzen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich sicht dir, ein ewges Leben hast du mir mit deinem Tod Zunge erworben. Herz 3 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab 3. wer nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, all met Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da mir bet komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum mich a fahr ich hin mit Freuden. des O Tod, Gericht und ewiges Leben 309 urt a. M. 1569. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, mein Arm tu ich ——— ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe fein, kein Mensch —..— kann mich aufwecken denn Jesus Christus, Gottes ö Sohn, der wird die Himmelstür auftun, mich führn ist und zum ewgen Leben. Nikolaus Herman 4 1561. Str. 5: 1575. Weise: Vater unser im Himmelreich. Leipzig 1539. 309 as⸗ se. Mein— é — CX .— ich dir in r. Kreuz auch end-lich starbst und mir deins Va⸗ ters ee, ae s—.— wah-ren. 83———— Huld er-warbst: ich bitt durchs bitt-re Lei- den sehr, mein ꝛiel wie Sand 27.⁵ x + H gedenken will— Iint.— Wunden rot;————.— dein, du wollst mir Sün⸗der gnä-dig sein. üöchtseedor 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot und ringen , so sterb i ch werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Ge⸗ deinem Tod sicht und meine Ohren hören nicht, wenn meine 633 Zunge nicht mehr spricht und mir vor Angst mein 24½ Herz zerbricht; 5 ichim Grab 3. wenn mein Verstand sich nicht besinnt und mir Auffahrt ist, all menschlich Hilf zerrinnt: so komm, Herr Christe, ö o du bist, da mir behend zu Hilf an meinem letzten End und führ id bin; drum mich aus dem Jammertal, verkürz mir auch des To⸗ ö des Qual. ö 310 310 Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt, so nimm sie, Herr, in deine Händ; der Leib hat in der Erd sein Ruh, bis sich der Jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Aufstehn mir verleih, am Jüngsten Gricht mein Fürsprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk, wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er gleich hier zeitlich stirbt, mitnichten er drum gar verdirbt; 7. sondern ich will mit starker Hand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; da soll er dann mit mir zugleich in Freuden leben ewig⸗ lich.“ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 3. Ach Herr, vergib all unsre Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei; auch unser Glaub stets wacker sei, deim Wort zu trauen festiglich, bis wir entschlafen seliglich. Paul Eber, 1511—1569. Vorreformatorisch. Frankfurt a. M. 1589. H .SSSSS I. Ich hab mein Sach Gott heim-ge: stellt, —— x. IEEE er machs mit mir, wies ihm ge-fällt. Sollt ich all⸗ was lel 5. Hei morger rot, be 6. Me den Ar bald, 7. Ach sterblie wir mi 8. De uns de kind, sie sin 9. Ick ist M ich hit mein 10. 2 schaur ligkeit einem Geist ib abwendt, ib hat in der naht herzu. m Jüngsten Sünd nicht schenk, wie „das trau mein Wort kommen ins ht; und ob drum gar reißen aus mein Reich; leben ewig⸗ ilf, daß wir mmt herbei; n Wort zu ich. er, 1511-1569. irt a. M. 1589. 21 ge:/ stellt, E ollt ich all⸗ Tod, Gericht und ewiges Leben 310 EE— N I— II seim Wil- len tu ich mich er⸗ gebn. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will; ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel. Es sind gezählt die Haare mein, beid, groß und klein; fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammertal, Angst, Not und Trübsal überall; des Bleibens ist ein kleine Zeit voll Müh und Leid, und wers bedenkt, ist stets im Streit. 4. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, kein Kunst noch Gunst noch stolzer Mut, fürn Tod kein Kraut gewachsen ist; mein frommer Christ, alles, was lebet, sterblich ist. 5. Heut sind wir frisch, gesund und stark und liegen morgen tot im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 6. Man trägt eins nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 7. Ach Herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal; auch wir allhier kein Bleiben sehn, wir müssen gehn, gelehrt und reich, jung, alt und schön. 8. Das macht die Sünd, du treuer Gott, daher kam uns der bittre Tod; der nimmt hinweg all Menschen⸗ kind, wie er sie findt, fragt nicht, wes Stands und Ehr sie sind. 9. Ich hab hier wenig guter Tag, mein täglich Brot ist Müh und Klag. Wann mein Gott will, so will ich hin in Frieden ziehn; Tod schadt mir nicht, ist mein Gewinn. 10. Mein lieben Gott von Angesicht werd ich an⸗ schaun, dran zweifl ich nicht, in ewger Freud und Se⸗ ligkeit, die mir bereit; ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit. Johann Leon 11597. 311 311 Tod, Gericht und ewiges Leben Frankfurt a. M. 1599. — E—— A 20 ö ö...— 22 EA EEE ———— 1. Wa=chet auf, ruft uns die Stim-me der Mit ter- nacht heißt die ⸗se Stun⸗de, sie E imt⸗ fen uns hoch auf der Zin⸗ ne, wach auf, du Stadt ·fen uns mit hel⸗ lem Munde: Wo seid ihr klu⸗ IUE II —— Je/ ru ⸗ sa⸗ lemt gen Jung frau en? Wohl-auf, der Bräutgam — aIs fal⸗ se E E. nicht e tömmt, steht auf, die Lam⸗pen Kehmt! Hal⸗le⸗ ———— .—..—. lu⸗ ja! Macht euch be- reit zu der Hoch-zeit; ihr— ö— H** E 1095 ö u müs⸗ set ihm ent⸗ ge⸗ gen⸗ gehn.—— Sohn! 2. Zion hört die Wächter singen, das Herz tut ihr Christ, vor Freuden springen, sie wachet und steht eilend auf. hlöden den Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gna⸗ dein 6 den stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr 3. In Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum allein Freudensaal und halten mit das Abendmahl. fröhlic Tod, Gericht und ewiges Leben 312 urt a. M. 1599. — im-me der un⸗de, sie —.— If, du Stadt id ihr klu⸗ Bräutgam 3. Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt, wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört solche Freude. Des jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für. Philipp Nicolai, 1556- 1608. Leipzig 1615. . E 1. Ba⸗let will ich dir ge-ben, du ar ⸗-ge, dein sünd⸗lich bö⸗ ses Le-ben durchaus mir —— 7 Welt: ö— Inrs⸗ fält. Im Himmel ist gut woh-nen, hin⸗ derz tut ihr t eilend auf. „ von Gna⸗ st wird hell, Kron, Herr gen all zum ahl. I — — — 0 loh-nen dem, der ihm dient all-hier. 2. Rat mir nach deinem Herzen, o. Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut; laß mich selig abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zu Trost in 312 3131 313 Tod, Gericht und ewiges Leben meiner Not, wie du, Herr Christ, so milde dich hast geblut't zu Tod. 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden in deiner offnen Seit, rück sie aus allem Schaden zu deiner Herrlich⸗ keit. Der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins Him⸗ mels Schloß; der ist ewig genesen, wer bleibt in dei⸗ nem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste ins Buch des Lebens ein und bind mein Seel fein feste ins schöne Bündelein der'r, die im Himmel grünen und vor dir leben frei,‚ so will ich ewig rühmen, daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger,‚ 1562— 1627. Eigene Weise.“ Hans Leo Haßler 1601. I. Herz!lich tut mich ver⸗lan⸗gen nach ei⸗ nem weil ich hier bin um-fan-gen mit Trübsal HEEAN+ + SDEREE sel⸗ gen End, und E⸗ lend; ich hab Lust, ab⸗zu⸗schei⸗den von ö— — +—. 1 L sUO die-ser ar-gen Welt, sehn mich nach ew- gen E *—— I I E——— I JFE—— E II E +*—DII 2 Freuden; o Je-su, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, Höll; es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoff⸗ nung stell. Warum sollt mir denn grauen vor Hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich tu bauen, bin ich ein selig Kind. —— 3. We mir, v Ich w des fre mir de 5. Ob hier, ihr Zi kleine in En 6. Ge mein. mein. kurzer keit. Tod, Gericht und ewiges Leben 314 de dich hast einer offnen er Herrlich⸗ it ins Him⸗ leibt in dei⸗ Buch des ins schöne und vor dir dein Herz r, 1562— 1627. Haßler 1601. ch ei⸗ nem t Trübsal hei⸗den von od, Teufel, mein Hoff⸗ vor Hölle, en, bin ich 3. Wenn gleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein bosser Leben, da meine Seel fährt hin; des freu ich mich gar eben, Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden zum Staube wieder⸗ kehrt, doch auferweckt soll werden durch Christum schön verklärt, wird leuchten als die Sonne und leben ohne Not in Himmels Freud und Wonne: was schadt mir denn der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, länger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, doch ich das gar nicht achte; es währt ein kleine Zeit; das Himmlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Gesegn euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein. Trauert nicht allzusehre über den Abschied mein. Beständig bleibt im Glauben. Wir werdn in den Zeit einander wiederschauen dort in der Ewig⸗ eit. 7. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: gib mir ein selig Ende, send mir die Engelein, führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast, da du dich hingegeben für meine Sündenlast. 8. Hilf, daß ich gar nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ, den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen, dein Hand mich halt in acht, daß ich mög fröhlich singen: Gottlob, es bst vollerget: Christoph Knoll, 1563—1650. Phil. 1, 21. Melchior Vulpius 1609. E* ů ö — sY Chri- stus der ist mein Le- ben, Ster⸗ 314 31⁵5 ö ——5— 2 E——.—.—.—..—— 1 I — I — 2—.‚‚‚.‚. — 223 S II ge- ben, mit Fried fahr ich da-hin. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; durch seine heilgen Wunden bin ich ver⸗ söhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf! 5. Wenn mein Herz und Gedanken zergehn als wie ein Licht, das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. alsdann fein sanft und stille laß mich, Herr, schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein. 7. An dir laß gleich den Reben mich bleiben allezeit und ewig bei dir leben in Himmelswonn und Freud. Jena 1609. Weise: Befiehl du deine Wege. Bei Bartholomäus Gesius 1603. * 12——.— ö E I— 32— 2— I. Ich hab mich Gott er- ge- ben, dem lieb⸗ʒsten hier ist kein Im- mer-le-ben, es muß ge⸗ Va⸗ter mein; schieden sein Der Tod kann mir nicht scha⸗den, er Weise: Tod, Gericht und ewiges Leben 316 Christ, dem und ewig iden, Angst bin ich ver⸗ Atem geht hen: Herr, hn als wie nn ihm die err, schlafen ommt mein ben allezeit und Freud. Jena 1609. Gesius 1603. ——— lieb⸗ sten muß ge⸗ Gna⸗den fahr ich mit Freud da- hin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da muß ich trach⸗ ten ein, mich nicht zu sehr beladen, weil ich wegfertig bin. In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach, selge Freud und Wonne hat mir der Herr bereit't, da Christus ist die Sonne, Leben und Selig⸗ keit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Ehristo bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten all⸗ zumal; um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmt fleißig ja in acht, in Gottes Fried und Freude fahrt mir bald alle nach. Str. 1: Johann Leon 4 1597. Str. 2—4: Johann Siegfried, 1564—1637. Weise: Wie nach einer Wasserquelle. Genf 1551. H I. Freu dich sehr, o mei⸗ne See⸗le, und ver⸗ weil dich nun Christus, der Her-⸗re, ruft aus —— ha⸗den, er —7 die⸗ m Eimeetaaalen Aus Trüb⸗sal und gro⸗ßem 316 Tod, Gericht und ewiges Leben Leid sollst du fah-ren in die Freud, die kein Ohr je⸗ E— mals ge⸗ hö⸗ ret, die in E-wig⸗keit auch wäh- ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3. Denn gleich wie die Rosen stehen unter spitzen Dornen gar, also auch die Christen gehen durch viel Angst, Not und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, findt sich Jammer gnug auf Erden. 3. Wenn die Morgenröt aufgehet und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer uns umfähet, Müh findt sich an allem End. Unsre Tränen sind das Brot, das wir essen früh und spat; wenn die Sonn nicht mehr tut scheinen, ist nichts denn nur Klag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, der du ewig⸗ lich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst; hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 7. Ob mir schon die Augen brechen, das Gehör auch ganz verschwindt, meine Zung nicht mehr kann spre⸗ chen, mein Verstand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und Himmels⸗ anläni Tod, Gericht und ewiges Leben 317 n Ohr je⸗ —.— wäh= ret. m Herren, betroffen, sehnt ein )n, so hab lein Leben. iter spitzen durch viel vellen sind auf Erden inser eigen eele, lassen und Plag, ur geboren mn. der Schlaf umfähet, n sind das die Sonn Klag und r du ewig⸗ weil mich und Freud Licht und zehör auch kann spre⸗ st du doch Himmels⸗ pfort; du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Himmel führen. 8. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, der Herre, ruft aus diesem Jammertal. Seine Freud und Herrlich⸗ keit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubi⸗ lieren, ewig, ewig triumphieren. Freiberg 1620. Erfurt 1663. ./ 1. Je⸗ru⸗ sa⸗ lem, du hoch- ge- bau⸗ te Mein sehnlich Herz so groß Ver-lan- gen ED——— Stadt, wollt Gott, ich wär in dir! hat und ist nicht mehr bei mir; weit ü⸗ ber Berg und Ta⸗le, weit ü⸗ ber bla ches — ++ een n,. Feld schwingt es sich ü⸗ ber al T le und 1 I 1 — —E eilt aus die- ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 318 318 Tod, Gericht und ewiges Leben 3. O Ehrenburg, nun sei gegrüßet mir, tu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Le⸗ ben, aus jener Nichtigkeit und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Tränenland. 5. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Chri⸗ sten insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell um— geben, mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit 7. mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, in Chö— ren ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal, mit hundert— tausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das große Himmelsheer. Johann Matthäus Meyfart, 1590— 1642. Weise: O Gott, der du ein Heerfürst bist. Lyon 1562. + EAUDREEEEEEEEEEEEE EEEEEEEEEEEEEE I. Ich bin ja, Herr, in dei- ner Macht, du hast mich an das Licht ge-bracht, du un-ter-hältst mir mich, Hier Höll Diew andert Tod, Gericht und ewiges Leben 318 tu auf der ich verlangt m bösen Le⸗ hat gegeben har kommt serwählten der Herre, o ferne in auch Chri⸗ des Kreuzes Nin Ehren it hell um⸗ im schönen der Sinn, leluja reine feine ohn n, in Chö⸗ d von dem it hundert⸗ mehr, wie sheer. 1590—1642. Lyon 1562. Racht, du —— ghältst mir —— auch das Le- ben; du ken-nest mei⸗ ner Mon⸗den Zahl, weißt, wann ich die⸗sem Jammertal auch wie⸗der E ö———.— ́——— gu⸗ te Nacht muß ge- ben; wo, wie und wann ich ESAEEEEEEEEEEEEEE S S S.. ster⸗ben soll, das weißt du, Va=ter, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rat weiß beizuspringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinne Kraft gebricht? Tust du es, Gott mein Heiland, nicht? 3. Herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeug es selbst mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorngericht? Komm, rette deines Leidens Ehre! Was gibest du mich fremder Hand und hast so viel an mich gewandt? 4. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du lässest mich, dein wahres Teil, zu fest in deinem Schoße sitzen. Hier lach ich aller Macht und Not, es mag Gesetz, Höll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach, 1605- 1659. 312 320 319. 320 Tod, Gericht und ewiges Leben Johann Crüger, Berlin 1647. EEE——— EEEEE. ma — 29— 2. Go I. O wie se-lig seid ihr doch, ihr Frommen, E ö 1*V m r.—— E—.— EEEEE und die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid ent⸗ 2. Toi 2 I—⁊———— — ++—— gan⸗gen al- ler Not, die uns noch hält ge-fan-gen. I. n 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hier—— kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen.——.— 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und 1. stel befreit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ist 2. fein euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen, habt das schon, wonach wir uns erst sehnen, euch wird gesungen, was durch keines Ohr allhier gedrungen. 3. Ach wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hier bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Christe, komm uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen. Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. ö Simon Dach, 1605— 1659.— Schw Weise: Vater unser im Himmelreich. Leipzig 1539. wei EE—4.—— WRRRR...—— 1. In Chri- sti Wun-⸗den schlaf ich ein, die son 2. Mit Fried und Freud ich fahr da- hin, ein mie Tod, Gericht und ewiges Leben 321 Berlin 1647.—.——— SRRR nimn. 1. ma⸗ chen mich von Sünden rein; Chri⸗- sti Blut i Frommen, 2. Got⸗tes⸗kind ich all- zeit bin. Hab Dank, 42 3— und Ge⸗ rech⸗ tig⸗ keit 0 ist mein Schmuck und hr seid ent⸗ Tod, du för- derst mich; ins ew⸗ ge Le- ben EE II E.— in= gen. 1. Eh- ren⸗-kleid. Da-mit will ich vor Gott be⸗ 2. wand-re ich, mit Chri- sti Blut ge- rei- nigt n, da nur as wir hier ien. Zenrd. Leiden in I. stehn, wenn Ich zum Him⸗mel werd ein⸗ gehn. 2. fein. Herr Je- su, stärk den Glau⸗ben mein! Leipzig 1638 Johann Crüger 1653. 321 und den——— ier bleiben,. i. . E D nnen, lös 1. O E⸗-wig⸗keit, du Don⸗ner⸗wort, o Bei bir, o— E wig⸗keit, Zeit oh⸗ ne Zeit, ich Wonne. m EE— habt das gesungen, 16051659.— E el— * 1555. Schwert, das durch die See⸗le bohrt, o An-⸗fang Leipzig 1539. weiß vor gro-ßer Trau-rig- keit nicht, wo ich. ůew— EN é 1—— —.— 5 8I 2 1 1 5 an, die son⸗ er En ⸗de! Mein ganz er⸗-schrock-nes hin, ein mich hin-wen-de. 322 Tod, Gericht und ewiges Leben —.— 5————A— EEIEESESSE . Herz er⸗bebt, daß mir die Zung am Gaumen klebt. will 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Herr RI Zeit nicht fällt und ganz wird aufgehoben; die Ewig⸗— keit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihrtr 1* Spiel, läßt nimmer ab zu toben, ja wie mein Heiland selber spricht, aus ihr ist kein Erlösung nicht. 3. O Ewigkeit, du machst mir bang, o ewig, ewig ist zu lang; hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht,— erschreck ich recht von Herzen; nichts ist zu finden weit ö und breit so schrecklich als die Ewigkeit. hebt v 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht, wie strafst du einen bösen Knecht so hart im Pfuhl der Schmerzen; ER auf kurze Sünden dieser Welt hast du so lange Pein ʃMN bestellt. Ach nimm dies wohl zu Herzen, betracht es Herz oft, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod ge⸗ Ack schwind. 5756 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf; ermuntre winse dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben! iun Wach auf, es ist doch hohe Zeit, es kommt heran die mir: Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist ich me heut der letzte Tag; wer weiß, wie man noch sterben 3. Se mag! meint⸗ 6. OEwigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch in Ge die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, nichts Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht/ ein O wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir sprung gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt! 4. Ich Johann Rist, 1607— 1667. ihn ge Himn Weise: Ermuntre dich, mein schwacher Geist. versch Johann Schop, Lüneburg 1641. dich 1 32 2 IB 2—— ö— 5.— E——. I. Du bist zwar mein und blei-best mein, wer sehn, Doch bist du nicht nur mein al-⸗ lein; der versor Tod, Gericht und ewiges Leben 322 nen klebt. lich mit der die Ewig⸗ nd fort ihr in Heiland ht. ig, ewig ist Drum wenn in betracht, finden weit strafst du Schmerʒen; lange Pein betracht es er Tod ge⸗ „ermuntre ein Leben! t heran die ielleicht ist och sterben „das durch Ewigkeit, keit nicht, enn es dir 1607— 1667. neburg 1641. mein, wer lein; der — will mir an-ders sa Herr von ew⸗ gen Ta WIANI— —......... ——— — ii— E — ———.— E mei⸗ste Recht an dir, der for-dert und er⸗ E— ö 2—— N——— FER————0— 2———ʃ ——— EE — hebt von mir dich, o mein Sohn, mein Wil⸗ le, mein 2—.— ö—1—Dee— EE H E SDDHl Herz und Wun-sches Fül⸗le. 2. Ach gält es wünschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut williglich mir wünschen und erwählen. Ich wollte sagen: Bleib bei mir! Du sollst sein meines Hauses Zier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein Herz und meint es gut, Gott aber meints noch besser. Groß ist die Lieb in meinem Mut, in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, da Alt und Jungen in aller Welt ent⸗ sprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn gegeben, will, daß er nah an seinem Thron im Himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt! Gott spricht: Willkomm, du liebes Kind, dich will ich bei mir haben und ewig reichlich laben! 5. O süßer Rat, o schönes Wort und heilger, als wir denken; bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Ver⸗ sehn, bei Gott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 323 3238 Tod, Gericht und ewiges Leben 6. Wie manches junge, fromme Blut wird jämmer⸗ lich verführet durch bös Exempel, daß es tut, was Christen nicht gebühret. Da hats denn Gottes Zorn zum Lohn, auf Erden nichts als Spott und Hohn; der Vater muß mit Grämen sich seines Kindes schämen. 7. Ein solches darf ja ich nun nicht an meinem Sohn erwarten; der steht vor Gottes Angesicht und geht in Christi Garten, hat Freude, die ihn recht erfreut, und ruht von allem Herzeleid; er sieht und hört die Scharen, die uns allhier bewahren. 8. Ach sollt ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den du auch geheiligt bist: ich weiß, ich würde müssen vor Freude Tränen gießen. 9. Nun es sei ja und bleib also, will dich nicht mehr beweinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruh: hier leb und bleib nun immerzu; ich will, wills Gott, mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Weise: Herzlich tut mich verlangen.“ Hans Leo Haßler 1601. —— 2— 12 ö 1—— EER—— SDSII *——2 SSED —— ö r. Ich bin ein Gast auf Er⸗den und hab hier der Himmel soll mir wer-den, da ist mein H 1 ö ———.— R.— kei⸗ nen Stand, 438.. 0. Va⸗; ter ⸗· land. Hier reis' ich bis zum Gra⸗ + ö——*— ———————— E—— be, dort in der ew⸗gen Ruh ist Got-tes Gna⸗den⸗ ga ⸗ 2. Wa an als kann, Nacht leiden 4. So wir un Rat groß, Schoß 5. Ich was u Es m wer n hinein. 6. So die W fremde der H Vater 7. M den g in sein alles! 8. Zr hin; bin. die m Tod, Gericht und ewiges Leben 323 rd jämmer.— tut, was——— H ottel Zumm EEEEEE 40 ind Hohn; 10 f. hei des Kindes ga⸗ be, die schleußt all Ar-beit zu. 0 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend inem Sohn an als Müh und Not gewesen? Solang ich denken und geht kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe i ht erfreut, Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens nd hört die r ein w„Mich hat auf W Wegen manch harter Sturm 15 Gortes erschreckt⸗ Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir 146 durck 90 manch Aügst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, 14 nüssen en ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen ö en vor leiden und tragen mit Geduld. nicht mehr 4. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad roh, siehst wir uns noch täglich halten, wenns fehlt am guten ger Freud Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer ich will, groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes ö wandern. Schoß. W 1607— 1676. 5. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; IIN was will ich besser leben als solche frommen Leut? ——445 Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; Haßler 1601. wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. .—. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem hab hier fremden Zelt. Ich wandre meine Straßen, die zu ist mein der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. —— Mein Heimat ist dort oben, da aller Engel Schar 1⁰⁵⁷ Den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch um Gra⸗ alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne —— hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bein. Je länger ich hier walle, je wenger find ich Frend, Gna⸗den⸗ die meinem Geist gefalle; das meist ist Herzeleid. 324 324 Tod, Gericht und ewiges Leben 9. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zuviel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will; komm, mach ein selig Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. 11I. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Ange⸗ sicht ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freuden⸗ voll 1.5 als die helle Sonne nebst andern leuch⸗ ten soll. 12. Da will ich immer wohnen und nicht nur als ein Gast bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Pred. Sal. 1. Michael Franck, Koburg 1652. 4⁴ [E —————— ö EEe*—.—. I 4..— +. Ach wie flüch-tig, ach wie nich-tig ist der r,xere.. SSSESSSEEEE Menschen Le-ben! Wie ein Ne-bel bald ent-⸗ —— ist zuviel, erz, wenn Ende an ränkt, das ein rechtes et ich dann eg ich alles man mich bens Licht, dein Ange⸗ ts freuden⸗ dern leuch⸗ nur als ein geschmücket em großen sem Erbteil 1607—1676. koburg 1652. Tod, Gericht und ewiges Leben 325 1 JE. I + I LoO un⸗ ser Le- ben, se- het! 2. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Frende! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröh⸗ lichkeiten. 4. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Schöre! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 5. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Schüte! Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Prangen! Der im Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. . Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Eachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen. Wer Gott fürcht't, wird ewig stehen. Michael Franck, 1609- 1667. — Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ ist der 4 liit weltlich; i 1539. ald ent⸗ 1. Die Herrlich⸗keit der Er⸗ den muß Rauch und —— EE A-⸗ sche wer-den, kein Fels, kein Erz kann stehn. Dies, 325 325 Tod, Gericht und ewiges Leben ä was uns kann er- göt-zen, was wir für e-wig — E D EEEEEE EEE schät⸗zen, wird als ein leich-ter Traum ver-gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir un⸗ sterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft kein weises Wissen, wir werden hingerissen ohn einen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt. Was Men⸗ schen hier besitzen, kann für den Tod nichts nützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. Ist eine Lust, ein Scherzen, das nicht ein heimlich Schmerzen mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr erlangen, die nicht in Hohn und Schmach verfällt? 6. Wie eine Rose blühet, wenn man die Sonne siehet begrüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, verwelkt und unversehens fällt: 7. so wachsen wir auf Erden und hoffen groß zu wer⸗ den, von Schmerz und Sorgen frei; doch eh wir zu⸗ genommen und recht zur Blüte kommen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8. Wir rechnen Jahr auf Jahre; indessen wird die Bahre uns vor die Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute Nacht. 9. Auf, Herz, wach und bedenke, daß dieser Zeit Ge⸗ schenke den Augenblick nur dein. Was du zuvor ge⸗ gro⸗ße 2. Drũ beliebt, nicht b nun E ist des Tod, Gericht und ewiges Leben 326 re⸗wig 2—8 ver⸗ gehn. den wir un⸗ sobald der hen, fragt hingerissen Schlösser m wird ein und Fleiß Was Men⸗ hts nützen; in heimlich Was ists, angen, die zonne siehet neiget, eh hens fällt: roß zu wer⸗ eh wir zu⸗ bricht uns n wird die müssen wir Erde sagen r Zeit Ge⸗ zuvor ge⸗ nossen, ist als ein Strom verflossen, was künftig, wessen wird es sein? 10. Verlache Welt und Ehre, Furcht, Hoffen, Gunst und Lehre und geh den Herren an, der immer König bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig selig machen kann. 11. Wohl dem, der auf ihn trauet! Er hat recht fest gebauet, und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen! und nimmermehr vergehen, weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas Gryphius, 1616- 1664. Jakob Hintze 1678. E—. an1— 1. Al-le Menschen müs-sen ster⸗ben, al⸗ les was da le- bet, muß ver-der-ben, soll es 2.— N 1* EEN .— — EJ.— EELI————— W +1 Fleisch ver⸗geht wie Heu; die— ö an⸗ders wer⸗den neu: dieser Leid der muß ver⸗ 1—. 2 ..e——— +Æ 2— we⸗- sen, wenn er an⸗-ders soll ge⸗ne⸗sen zu der I — gro⸗ßen Herrlich⸗keit, die den Frommen ist be=reit. 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jesu Wunden hab ich nun Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Herren Jesu Tod. 2— 326 32⁷7 327 Tod, Gericht und ewiges Leben 3. Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn. Er hat mir das Heil erworben; drum fahr ich mit Freuden hin, hin aus diesem Weltgetümmel in des großen Gottes Himmel, da ich werde allezeit schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron: da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist! 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten all⸗ zumal, wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl, wo in so viel tausend Jahren alle From⸗ men hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Halleluja hörn. 6. O Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, jetzo gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit; jetzd werd ich schön geschmücket mit dem weißen Him⸗ melskleid und der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Leipzig 1652. Berlin 1653. —6 r ö ö—— 5 ö ö 1. Je⸗ sus, mei⸗ ne Zu ⸗-ver⸗ sicht und mein die⸗ses weiß ich; sollt ich nicht dar⸗ um Hei⸗land, ist im Le⸗- ben; 5 di 7 ö mich zu ⸗frie⸗den ge- ben, was die lan⸗ge To⸗der 2. Jesi Leben s sollte n Glied/ 3. Ich ihm ve ihn gel ewig v 4. Ich Asche wecken ihn sei 5. Die land, k in sein an wi 6. We/ und he lisch n dort,! 7. Se meine ihr, C erkline . La der H Heila Verdr 9. N Erden gefüg ihr en Tod, Gericht und ewiges Leben 327 Tod ist mein drum fahr eltgetümmel Herde allezeit viel tausend eben, dienen nen prangen heilig, heilig opheten all⸗ 't der zwölf alle From⸗ Ehrn ewig glänzest du! in sanfter Jetzo gehet kein Ende Herrlichkeit; eißen Him⸗ stehe da vor n, die kein Leipzig 1652. Berlin 1653. —— und mein dar⸗ um EE= — —II t To⸗des⸗nacht mir auch für Ge- dan- ken macht? 2. Jesus, er mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt, warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; das gesteh ich, doch wird er mich er⸗ wecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Hei⸗ land, kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; irdisch werd ich ausgesät, himm⸗ lisch werd ich auferstehen; hier geh ich natürlich ein, dort, da werd ich geistlich sein. v. Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder; gebt nicht statt der Traurigkeit; sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn die letzt Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen, denn ihr sollt euch durch die Luft eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 9. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr bei⸗ gefügt sollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Berlin 1658. 328 Tod, Gericht und ewiges Leben Weise; O Ewigkeit, du Donnerwort. Johann Crüger 1653 1. O E:⸗wig⸗keit, du Freu⸗den⸗wort, das O E⸗wig⸗keit, Freud oh- ne Leid, ich mich er⸗ quik⸗ket fort und fort, o An-⸗fang weiß vor Her-zens⸗fröh- lich-keit gar nichts mehr ———. n nin.. S son⸗ der En-de! vom E⸗len⸗de, weil mir ver- süßt die +* ö I I ———..8———.—. SIEEEEEEEEE E⸗ wig⸗keit, was uns be-⸗ trü-bet in der Zeit. 2. Im Himmel lebt der Christen Schar bei Gott viel tausend, tausend Jahr und werden des nicht müde; sie stimmen mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, sie haben güldnen Frieden, da Christus gibt, wie er verheißt, das Manna, das die Engel speist. 3., Ach wie verlanget doch nach dir mein mattes Herze mit Begier, du überselig Leben! Wann werd ich doch einmal dahin gelangen, wo mein schwacher Sinn stets pfleget nach zu streben? Ich will der Welt vergessen ganz, mich sehnen nach des Himmels Glanz. 4. O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gib mir solchen Sinn beharrlich, bis ich komm dahin. Kaspar Heunisch, 1620- 1690. — Ei IUNE sei⸗ ne ger gar sehnen 3. Es ja mei bis er 1 naget, 4. Es mich di o Welt hin in Es ist u Crüger 1653. wort, das Leid, ich An-fang nichts mehr ——— süßt die —— der Zeit. ei Gott viel nicht müde; en stets der Frieden, da na, das die attes Herze derd ich doch Sinn stets It vergessen nz. ich erquicket Ebwigkeit/ Traurigkeit, mir solchen „1620— 1690. Tod, Gericht und ewiges Leben 329 Johann Rudolf Ahle 1662. EEEEEEEE 1. Es ist ge⸗ nug! So nimm, Herr, mei⸗nen lös auf das Band, das all- ge- mach schon E Geist zu Zi- ons Geistern hin; reißt, be⸗frei⸗e die⸗ sen Sinn, der sich nach E E—**——— sei- nem Got⸗te seh- net, der täg=-lich klagt, der nächt⸗lich trä- net. Es ist ge- nug. 2. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! Ich schwemme manche Nacht mein hartes La— ger ganz mit Tränen, wie lang, wie lang muß ich mich sehnen? Es ist genug. 3. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will, er kennet ja mein Herz; ich harre sein und halt indessen still, bis er mir allen Schmerz, der in der siechen Brust mir naget, zurücke legt und zu mir saget: Es ist genug. 4. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus! Mein Jesus kommt; nun gute Nacht, o Welt, ich fahr ins Himmels Haus; ich fahre sicher hin in Frieden, mein großer Jammer bleibt danieden. Es ist genug. Franz Joachim Burmeister, 1633— 1672. 14 330 Tod, Gericht und ewiges Leben (Bei F. V. Buttstedt 1774) Elberfeld 1865. —— FI FEIEEIET V——. E I. Wer weiß, wie na⸗ he mir mein En⸗ de! Ach wie geschwinde und be- hen- de S.— — 1. I 2I Hin geht die Zeit, her kommt der Tod. kann kom⸗men mei⸗- ne To⸗ des-not! Mein H XII III * NAI — I II E N 1 N 1 II 8—* Machs nur mit mei- nem En-de gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. ,: Mein Gott,:, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. ,: Mein Gott, ,: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, daß ich be⸗ reit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott, ,: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! Ende g 7. Nie sei Leb und sa Gott, mit me 8. Ich heilgen mich zi ich bitt Ende g 9. Ich getrunk ich blei ich bitt Ende g 10. S daß mi Sorger Gott, mit me IX. Je Kümm ich glat aus Ge Ende e ü[berfeld 1805, — 1 En- de! hen⸗ de ti Blut: den, als es b auf dieser in Gott,: mit meinem und, wenn su Wunden ): Mein Machs nur daß ich be⸗ llen Fällen: * Mein Machs nur Tod, Gericht und ewiges Leben 330 5. Mach immer süßer mir den Himmel und immer bittrer diese Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt.: Mein Gott, ,: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Ver⸗ dienste Jesu zu, darein ich mich fest gläubig winde; das gibt mir recht erwünschte Ruh.:,: Mein Gott, 2,: sch bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod. Ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott!:, Mein Gott, ,„: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf, du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf.:,: Mein Gott, ,: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier, nun kannst du meiner nicht vergessen, sch bleib in ihm und er in mir.„: Mein Gott, ,: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 10. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott,:,: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 1. Ich leb indes in dir vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis. Mir gnüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin es ganz gewiß: Mein Gott, aus Gnad durch Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Aemilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, 1637—1706. 14⁰ 331 Tod, Gericht und ewiges Leben Weise: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. 3 31 Vorreformatorisch. Frankfurt a. M. 1589. EEUEE.——.— FEe— Weise: EE—.—— EHR..—— —.5——.———— 55553. ö 2——— 3. ERREEEEE— Zeit, wie ei⸗let man zur E-wig⸗keit! Wie E ö—— ö 2——— EEEE ö ö uit7 leich wen-ge den-ken an die Stund von Her-zens⸗ 5912105 ——.— ö e, 08. grund, wie schweigt hier-von der trä⸗ ge Mund! 4 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, ein nichtger, 2. Wer leerer Wasserschaum; es gleicht dem Gras, das heuté keit, ar steht und schnell vergeht, sobald der Wind darüber Zeit, d weht. men hes 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du 3. Es s bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, mir Ehr, h ist Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. folgt de 4. Solang ich in der Hütte wohn, so lehre mich, 9 durch de Gottes Sohn, gib, daß ich zähle meine Tag und Es munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. An 20 . Was hilft die Welt in letzter Rot? Lust, Ehr und hochgelo Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu, bedenk es nu, du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. 3. Es 6. Weg Eitelkeit, der Narren Lust! Mir ist das und He hochste Gut bewußt, das such ich nur, das bleibet mir. ihre Kle O mein Begier, Herr Jesu, zieh mein Herz nach dir! keit, pr ö 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor 6. Es f deinem Throne steh! Du unterdessen lehre mich, daß dem He stetig ich mit klugem Herzen suche dich. und Ses Joachim Neander, 1650— 1680. vor dem a. M. 1589. Ren⸗ schen — —.— 142 keit! Wie Tod, Gericht und ewiges Leben 332 Off b. Joh. 7. Weise: Gott des Himmel und der Erden. Heinrich Albert 1642. ⁰⁴ i—...——.—.2 ———— ... X. Wer sind die vor Got⸗tes Thro⸗ne? Was ist Je⸗der trä- get ei- ne Kro⸗- ne, glän- zet E.— A IE das für ei⸗ ne Schar? gleich den Sternen klar; Hal⸗le-lu-ja sin- gen DDH— II e Mund! n nichtger, das heute ud darüber 18, was du ꝛn hin, mir jre mich, o Tag und mag. t, Ehr und läufst dem sonst nicht ir ist das bleibet mir. rz nach dir! nd bald vor mich, daß 1650—1680. ....... all, lo-ben Gott mit ho ⸗ hem Schall. 2. Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtig⸗ keit, angetan mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit, das veraltet nimmermehr? Wo sind diese kom⸗ men her? 3. Es sind die, so wohl gerungen für des großen Gottes Ehr, haben Fleisch und Blut bezwungen, nicht ge⸗ folgt des Satans Heer; die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 4. Es sind die, so viel erlitten Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott; nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 5. Es sind Zeugen eines Stammes, der uns Huld und Heil gebracht, haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht, sind geschmückt mit Heilig⸗ keit, prangen nun im Ehrenkleid. 6. Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; nun stehn sie zu Gottes Ruhm vor dem Stuhl im Heiligtum. 332 333 Tod, Gericht und ewiges Leben 7. Ach, Herr Jesu, meine Hände ich zu dir nun strecke 2. Zer aus, im Gebet mich zu dir wende, der ich noch in dei⸗ nur in nem Haus hier auf Erden steh im Streit; treib, o Herr, fiehlt e die Feinde weit. hat es 8. Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Zeuch Höll und Welt; laß mich nicht daniederliegen, wenn Zer ein Sturm mich überfällt; führe mich aus aller Not, was di Herr, mein Fels, mein treuer Gott! Trost 9. Laß mein Teil sein bei den Frommen, welche, Hier 1 Herr, dir ähnlich sind und aus großer Trübsal kon⸗ ewig f men. Hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Not 6. und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 4. Go 10. O wie groß wird sein die Wonne, wenn wir wer⸗ derbitt den allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Leide: Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit, hin m Dank und Preis in Ewigkeit! Heinrich Theobald Schenck, 1656—1727. 5. Zer auf de 333 Weise: Es ist genug. Johann Rudolf Ahle 1662. 21. ——— JSZeuch 1. Zeuch hin, mein Kind; denn Gott selbst for⸗dert Ich lei- de zwar, dein Tod be- trü-bet dich aus die⸗ ser ar 7 gen Welt. 24670 mich; doch weil es Gott ge-fällt, so urt⸗ter⸗— +. 11————— 12.3 1 2... + laß ich al⸗les Kla-gen und will mit stil⸗lem—.— IEI 1— N EHTLTAE P—..———— ö— EE In Lam Gei⸗ste sa- gen: Zeuch hin, mein Kind! Nach Tod, Gericht und ewiges Leben 3834 nun strecke 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir ö noch in dei nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist weg, darum be⸗ eib, o Herr, fiehlt er dir jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott e hat es so versehen; was dieser will, das muß geschehen. fel, Sünde, Zeuch hin, mein Kind! gen, Mot, 3. Zeuch hin, mein Kind! Im Himmel jfindest du, aller NRot, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer ö Trost und Ruh, kein Schmerz mehr dort uns plagt. n, welche, Hier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du 0 übsal kom⸗ ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Kind! 10 übsal, Not. 7 N 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh dir das Ungemach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steckt lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zeuch hin, mein Kind! in wir wer⸗ one Vater, dir bereit, 1656—1727. 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Jesus, Gottes Sohn, dir schon die Krone weist. Nun wohl, olf Ahle 1662. die Seele ist entbunden, du hast in Jesu überwunden. Zeuch hin, mein Kind! bst for⸗dert trü⸗bet Matth. 25, 1—13. Gottfried Hoffmann, 1658- 1712. ——.— Weise: Valet will ich dir geben. Leipzig 1615. 334 H so un⸗ ter⸗ EEE ö — 1. Er⸗mun⸗tert euch, ihr Frommen, zeigt eu⸗ rer H — Der A-bend ist ge- kom-men, die fin- stre 904 it stil⸗ lem ———— — 5 Hr Lam ⸗ pen Schein. e Nacht bricht ein. Es hat sich auf⸗- ge⸗ ma⸗ chet der Bräu⸗ti-gam mit Pracht; auf, be⸗ tet, SPSISISISPI III.I.II...I.I.I.I.I.......— ———— 1 EI kämpft und wa⸗chet, bald ist es Mit-⸗ter- nacht. 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel; die Wächter Zions schreien: der Bräutigam ist nah, begegnet ihm im Reihen und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit. Auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der Bräut⸗ gam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen, der schöne Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten; die Abend⸗ röte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt: es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mitgestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mitleben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Weizenhalmen im Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein. 8. Hie wo die sind di hier sol Tod, Gericht und ewiges Leben 335 Wa. uf, be: tet, ter nacht. sie mit Ol und Seel; am ist nah, luja! das Haupt zum frohen ie Hochzeit Der Bräut⸗ hlafet nicht der schöne die Abend⸗ davor das Zion liebt, ehr betrübt: )der Braut in vertraut. storben seid, Uden sonder es Lammes Siegeskron. tdas weiße Frieden nach hier grünen hier schenkt 8. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden, hier ist die sichre Pfort, hier sind die güldnen Gassen, hier ist das Hochzeitsmahl, hier soll sich niederlassen die Braut im Freudensaal. 9. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf; geh auf, erwünschte Sonne, und fördre deinen Lauf. O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Er⸗ lbsungszeit. Laurentius Laurenti, 1660- 1722. Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich NRürnberg 1539. ——— I= 1. Wenn klei- ne Him-mels- er-ben in ih- rer —E:.—— SP TTSISSIII‚— Unschuld ster-ben, so büßt man sie nicht ein; sie E ö=— wer-den nur dort o- ben vom Va⸗ter auf- ge⸗ E 3 2—— ö— ho- ben, da- mit sie un-ver-lo- ren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Jesum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden; was sollt es ihnen schaden, daß Jesus sie zu sich entbeut? 335 336 336 Tod, Gericht und ewiges Leben 3. O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig „—* unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe, 1688-— 1758. Weise: Der lieben Sonne Licht und Pracht. Hamburg 1730. 4 E — Ee ö I— —— 4———.. EEEEEEE 1. Die Chri-sten gehn von Ort zu Ort durch und kom-men in den Frie⸗-dens-port und H 3——..—— und — j 2— EE man:-nig⸗faltgen Jammer E ruhn in ih⸗ rer Kammer. Gott nimmt sie nach dem— 2—3— Lamu Lauf in sei⸗ne Ar⸗me auf; das Wei-zen⸗korn wird, F m ö sei⸗n II!!I!!I‚III... in sein Beet auf Hoffnung schö-⸗ner Frucht ge- sät..— 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist! Gelobt sein eure eil h Schritte, du friedevoll befreiter Geist, du jetzt ver⸗ laßne Hütte! Du Seele bist beim Herrn, dir glänzt der Morgenstern, euch Glieder deckt mit sanfter Ruh der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit der großen Offen⸗ en⸗ de barung, indessen bleibt das Pilgerkleid in heiliger Ver⸗ wahrung. Wie ist das Glück so groß in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tiefß— hinab, so hoch hinan! 5 Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700— 1760. so gel t nicht zu u gehest ja die ewig 1688- 1758. mburg 1730. —— Tod, Gericht und ewiges Leben 337 Hebr. 4,9. Weise: Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. d e ertuutr= I. Es ist noch ei- ne Ruh vor- han⸗den; Du seuf-zest hier in dei- nen Ban⸗den, — E— )Irt durch Wittnd auf, mü⸗-des Herz, und wer-de licht! sieh auf das — und dei-ne Sonne schei-net nicht: ů——— ö— enach denn——— 325.5 Lamm, das dich mit Freu- den dort wird vor korn wird E.. E—.—— ——— sei- nem Stuhle wei-den; wirf hin die Last und 0 geHar.. D 2——— t sein eure jetzt ver⸗ dir glänzt nfter Ruh zen Offen-⸗ iliger Ver⸗ Arm und n, so tief 1700— 1760. eil her- zu! Bald ist der schwe-re Kampf ge⸗ EA x E— en- det, bald, bald der sau-re Lauf voll-en-det: SSSSI IIPißsßxc;, so gehst du ein zu dei- ner Ruh. Halle 1— 337 337 Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr frommen, versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit! So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt, eilt, eilt aus euren Kummer⸗ höhlen, geht nicht mehr trautig und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen, dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein! Ihr seid ein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Teufel toben, seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wenn jener nur ein Bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann, wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergötzen, wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden; es ist doch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben bringen, denn unsre Tränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen wird müssen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das Lamm dort sehn; es wird beim Brünnlein uns erfrischen, die Tränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn? 6. Da ruhen wir und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schoß. Ach, Flügel her! Wir müssen eilen und uns nicht länger hier verweilen, dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren, begürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth, 1700— 1779. Hallel Weise: ihe, die kein sch geboren, otteslamm werben; es Seelen und kommen zu die manche Kummer⸗ . Ihr habt der Heiland Ihr seid ein und Teufel und einen in Bettlein n dieser sich nk ergötzen, 5sind kurze n, da man denn unsre rd erklingen z, Seufzen, hn und von dort sehn; die Tränen nst noch soll oleben ewig n, legt euch her! Wir veilen, dort mein Geist, ieren! Auf, h, 1700-1779. Tod, Gericht und ewiges Leben 338. 339 Altona 1803. EEEEE 1. Auf:er⸗stehn, ja auf- er⸗ stehn wirst du, mein —— m— Staub, nach kur-zer Ruh. Un⸗sterb⸗lich Le- ben wird, PSIII II I 1— der dich schuf, dir ge- ben. Hal⸗le-⸗lu-ja. 2. Wieder aufzublühn werd ich gesät. Der Herr der Ernte geht und sammelt Garben, uns ein, uns ein, die starben. Halleluja. 3. Tag des Danks. der Freudentränen T Tag, du mei⸗ nes Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlum⸗ mert habe, erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wirds dann uns sein. Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; der müden Pil⸗ ger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligtume zu seines Namens Ruhme! Halleluja. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724- 1803. Weise: Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit. Matthäus Apelles von Löwenstern 1644. S —. ö I. Ich hab von fer⸗ne, Herr, dei⸗nen Thron er-blickt S. ne mein Herz vonsans⸗Oeschickt und hät⸗te ger⸗ 340 Tod, Gericht und ewiges Leben und hät- te gern mein mü- des Le⸗ben, Schöp⸗fer der Glaub +— EE.. und Gei-ster, dir hin- ge-⸗ ge- ben, Schöpfer der oer v ni,—.— 7———————— Lei Gei- ster, dir hin-ge⸗- ge-ben. 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn. Du bist allmächtig, drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen:,: doch schon von heute je ⸗ an ewig wohnen!, Ane 3. Nur ich bin sündig, der Erde noch geneigt; das hat die Ge mir bündig dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch Leibes nicht genug gereinigt, ,: noch nicht ganz innig mit auf der dir vereinigt. Leid 4. Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt; Hram ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will gebroch mich noch im Leiden üben ,: und dich zeitlebens in⸗ und sti brünstig lieben. Leid 5. Ich bin zufrieden, daß ich die Stadt gesehn, und Lrun ohn Ermüden will ich ihr näher gehn und ihre hellen, Engeln goldnen Gassen, lebenslang nicht aus den Augen Ordnu lassen., Johann Timotheus Hermes, 1738— 1821. 5. Leit der Em die sele 340 Weise: Alles ist an Gottes Segen. Frankfurt a. M. 1738. schläget ..— 6. Leit 1. End⸗lich bricht der hei- ße Tie- gel, und der ium E Tod, Gericht und ewiges Leben 340 ————— chöp⸗fer der Glaub empfängt sein Sie-gel als im Feur be⸗ .———— SSSS— ähr⸗ tes G je⸗ l oser der währ- tes Gold, da der Herr durch tie-fe Lei- den uns hier zu den ho- hen Freu-den —.———— esehn. Du E ön. Könnt 79 nvon heute je ⸗ ner Welt be⸗rei- ten wollt. t; das hat a Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in h'bin noch die Geister sein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Rinnig mit Leibes Töpfer, will er auch des künftgen Schöpfer 08 auf dem Weg der Leiden sein. 1 ö„Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Ge⸗ 10 wil heram wieder, macht sie Christo untertan, daß er die itlebens in⸗ gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsgeschäfte sanft und still erneuern kann. esehn, und 4 Leiden sammelt unsre Sinne, daß die Seele nicht ihre hellen zerrinne in den Bildern dieser Welt, ist wie eine ö den Augen Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes 9 Ordnung hält. 1738—1821. 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Psalm der Ewigkeiten, lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, wo die selgen Palmenträger mit dem Chor der Harfen⸗ ta. M. 1733. schläger preisend vor dem Throne stehn. ö 6. Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die — Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht ö —— einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten ö l, und der zum Empfang des Lebens ruft. V 341 Tod, Gericht und ewiges Leben 7. Leiden macht das Wort verständlich, Leiden macht in allem gründlich; Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt. Brüder, solche Leidensgnade wird in mannigfachem Grade Jesu Jüngern kundgemacht, wenn sie mancher Schmerz durchwühlet, wenn sie manchen Tod gefühlet, Rächte seufzend durchgewacht. Wenn auch die gesunden Kräfte zu des guten Herrn Geschafte wurden willig sonst geweiht, o so ists für sie kein Schade, daß sie ihres Führers Gnade läutert in der Prüfungszeit. 10. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen dringt das Herz zu Jesu Herzen immer liebender hinan; und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann! 11I. Endlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geist durch jede Hülle, und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermisset dann hienieden, welch ein Meer von Gottesfrieden droben ihm bereitet sei? 12. Jesu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, bis die letzte Stunde schlägt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt. Karl Friedrich Harttmann, 1743—1815, Weise: Jesus, meine Zuversicht. Berlin 1653. 1. Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich von der Er- de scheid ich ab, denn mir e dene e Erreri bin d ruft d sü⸗ße 2. Geh hab ich alles It Bette 3. Wa machen stellen v wenn d 4. Dar scheiden den selb Wahn 5. Dar liebe S ich reis' ihr vers 6. Die Freunde Herrn droben 7. Weit Abschied dem Se aus dem Tod, Gericht und ewiges Leben 341 iden macht dert? Hier ine Würde, nnigfachem sie mancher od gefühlet, uten Herrn so ists für ade läutert dringt das inan; und n Tod mich tder Geist zt entzwei. Meer von hinauf uns h uns nach Schwingen „1743—18ʃ15, Berlin 1653. „denn ich denn mir bin des Wanderns müx⸗ de; ruft des ⸗Him⸗mels Frie⸗de, denn mir ruft die ä.............* sü⸗ße Ruh von den En-geln dro-ben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab, meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Irdsche endet, lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Tale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach! ist hohl, deine Freu⸗ den selber Leiden, deine Schönheit Unbestand, eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reis' in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr verschwindet ganz. Die ihr nun in Trauer geht, fahret wohl, ihr lieben Freunde! Was von oben niederweht, tröstet ja des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig sein. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrtum will, aus dem Schatten, aus dem Schemen, aus dem Eitlen, aus dem Nichts hin ins Land des ewgen Lichts. 342 342 Tod, Gericht und ewiges Leben 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, meinen Hei⸗ land hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzenswunden, woraus einst sein from⸗ mes Blut floß der ganzen Welt zugut. 9. Weint nicht! Mein Erlöser lebt! Hoch vom fin⸗ stern Erdenstaube hell empor die Hoffnung schwebt, und der Himmelsheld, der Glaube; und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. Weise: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. Vorreformatorisch. Frankfurt a. M. 1589. 9 EU—— E SSESE. ö.—.—.— EEEEEEE—.— S 1. Wohl-auf, wohl⸗-an, zum letz- ten Gang! —.— re e nm pir.. ö— ö— — Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang. Gott — E——— füh⸗ret ein, Gott füh- ret aus; wohl- auf, hin⸗ ———4 N N —.—.— S.S.S I. I.I— aus! Kein Blei-ben ist im Er-den- haus. 2. Du Herberg in der Wanderzeit, gehab dich wohl und laß dein Leid. Schließ nur getrost die Pforte zu. Was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach; ihr Lieben, folgt ihm segnend nach! Hab gute Nacht! Der Tag war schwül im Erdgewühl; hab gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 4. Ein zug der Bahn. melan. 5. Ihr den Se durch 8 6. O f dem M Gottes 7. Wa so viel, feil; de Teil. 8. Wa test du, Lust un Schatz, 9. Mit Tod an heut ists 10. Vo und Be ist Gott dannen, II. Da hoch, kei genrot: 12. Ach dein Lel macht gebracht Tod, Gericht und ewiges Leben 342 inen Hei⸗ in Teil in sein from⸗ h̃vom fin⸗ g schwebt, ewge Liebe 1769—1860. ta. M. 1589. ten Gang! auf, hin-⸗ — haus. b dich wohl Pforte zu. wgen Ruh. ihr Lieben, Der Tag Racht! Die 4. Ein Festschmuck ist der Särge Tuch, ein Sieges-⸗ zug der Leichenzug. Triumph! Der Herr macht gute Belant Sein Kreuz voran, das winkt und deutet him⸗ melan. 3.½ Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbat ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. 6. O selig, wer das Heil erwirbt und in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer vom Laufe matt die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so piel, und Eins ist not! Die Welt beut ihre Güter Tei denk an dein Heil und wähl in Gott das beste eil. 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brach⸗ test du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwärts! Da, wo dein Schatz, da sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus beizeit, eh dich der Tod an Tote reiht. Sie rufen: Gestern wars an mir, heut ists an dir! Hier ist kein Stand, kein Wohnen hier. 10. Vom Freudenmahl zum Reisestab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab. Wann, wie und wo, ist Gott bewußt; schlag an die Brust! Du mußt von dannen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm; da blüht zu schön kein Wan⸗ genrot: im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 12. Ach banges Herz im Leichental, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bists, Herr, der mit Gottes⸗ macht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 3⁴42 Tod, Gericht und ewiges Leben 13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr! Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut schon hier sich ewge Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern und kämpfet gern und harrt der Zukunft seines Herrn. * 15. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! Hinein! Hler schließt die Wallfahrt sich. Ihr Schlafenden im Frie⸗ densreich, gönnt allzugleich dem Staub ein Räum⸗ lein neben euch! 16. Viel Gräber hier im Ruheport, viel Wohnungen im Himmel dort. Bereitet ist die Stätte schon am Gnadenthron, bereitet uns durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt; er zeugt und spricht: Ich komme bald! Ja, komm, Herr Jesu, füht uns ein! Wir harren dein. Amen! Dein laß un — ewig sein! Christian Friedrich Heinrich Sachse, 1785—1860. — Ur hr: Wer an Kreuz, dein n läßt uns it schon hier weiter Teil leinod in der 3 uükunft seines hinein! Hier 0 den im Frie⸗—— L* ein Räum⸗ Wohnungen für die Evangelische HKirche e Cohn. Westfalens und der Rheinprovinz er zeugt und rr Jesu, füht dein laß uns se, 1785-1860. mit Pjialmen von Matthias Jorissen und geistlichen Volksliedern nach den Beschlüssen der Rheinischen und Westjälischen Prorinzialsynoden 1929 Deine Rechte sind mein Lied ü in dem Hause meiner Walljahrt das Leb Pjalm 119, 54 coht Das irchenjahr RXdvent Andernach 1608. ö — Wer. 343.. IE 12— 124 i 1. Es kommt ein Schiff, ge-la ⸗ den bis * —.— 1ꝛ— ö—.—..... an den höch-sten Bord, trägt Gottes Sohn voll rrHa, EIEE— *.—+ ———— 2— 63—— Gna⸗ den, des Va⸗ters e-wigs Wort. 2. Das Schiff geht still im Triebe, trägt eine teure Last; das Segel ist die Liebe, der heilge Geist der Mast. 3. Der Anker haft't auf Erden, da ist das Schiff am Land. Das Wort soll Fleisch uns werden, der Sohn ö st uns gesandt. 4 Zu Bethlehem geboren im Stall ein Kindelein, gibt sich für uns verloren; gelobet muß es sein. . Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küssen will, 41.1 vorher mit ihm leiden groß Pein und Mar⸗ ter viel, 6. danach mit ihm auch sterben und geistlich auferstehn, Vallfahrt das Leben zu ererben, wie an ihm ist geschehn. im 9, 34 Nach Johannes Tauler, etwa 19 1550—16031- 344 Das Kirchenjahr Vorreformatorisch. Bei Michael Weiße 1531. 1. Got⸗-tes Sohn ist kom-men uns al- len zu E ö L— From⸗- men hier auf die-se Er ⸗ den EE—. —.—. in ar-men Ge⸗- bär ⸗ ⸗ den, daß er uns von EE N EEE Sün ⸗ de frei- e und ent⸗ bin ⸗ de. 2. Er kommt auch noch heute und lehret die Leute, wie sie sich von Sünden zur Buß sollen wenden, von Irrtum und Torheit treten zu der Wahrheit. 3. Die sich sein nicht schämen und sein Dienst an⸗ nehmen durch ein rechten Glauben mit ganzem Ver⸗ trauen, denen wird er eben ihre Sünd vergeben. 4. Die also fest gläuben und beständig bleiben, dem Herren in allem trachten zu gefallen, die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden. 5. Denn bald und behende kommt ihr letztes Ende, da wird er vom Bösen ihre Seel erlösen und sie mit ihm führen zu der Engel Chören. 6. Ei nun, Herre Jesu, schick unsre Herzen zu, daß wir alle Stunden recht gläubig erfunden, darinnen Ido Try verscheiden zur ewigen Freuden. Zohann Horn i 15v. Erd? mich h willkon Advent 345 Weiße 1531. Weise: Wie nach einer Wasserquelle. Genf 1551. EE—.—— 2 ———.. ee.. — N l=len zu 1. War⸗ um willst du drau⸗ßen ste⸗ hen, Laß dir bei mir ein⸗ zu ⸗ge- hen ——.22 — ID 1 14 II 1 „den du Ge⸗seg⸗ne⸗ ter des Herrn? * 40 4. 1 D V 2 wohl⸗ge⸗fal⸗len, du mein Stern! Du mein Je⸗su, ——.— — er uns von mei⸗ ne Freud, Hel- fer in der rech- ten Zeit, *de. 't die Leute, venden, von heit. Dienst an⸗ zanzem Ver⸗ ergeben. leiben, dem werden mit letztes Ende, und sie mit zen zu, daß n, darinnen n Horn T 1547. E DISEEEE.— hilf, o Hei- land, mei⸗nem Her- zen von den —— — 12—— — 1 1 + 2 1 ——— Wunden, die mich schmer-zen. 2. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 3. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ: dein Erfreuen ist die Weide, da man immer fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht, laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken. 4. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo zieht er bei dir ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gib dich ganz 346 346 Das Kirchenjahr zu seiner Ruh: öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drückt und quäle. 5. Was du Böses hast begangen, das ist alles ab⸗ geschafft. Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sün⸗ den Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich er— regen, wird zu lauter Glück und Segen. 6. Alles dient zu deinem Frommen, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibest du dem wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. Wittenberg 1543, EH E.———— 1. Komm, Hei- den-hei⸗land, Lö⸗ se-geld, komm, 122—.— 1—— ESEEE— schönste Son-ne die⸗ser Welt, laß abwärts flammen 2..— 1.— ö— 1 Ee dei⸗nen Schein, denn so will Gott ge- bo⸗ren sein. 2. Komm an von deinem Ehrenthron, Sohn Gottes und der Jungfrau Sohn; komm an, du zweigestamm—⸗ ter Held, geh mutig durch dies Tal der Welt. 3. Du nahmest erdwärts deinen Lauf und stiegst auch wieder himmelauf: dein Abfahrt war zum Höllental, die Rückfahrt in den Sternensaal. 4. O höchster Fürst, dem Vater gleich, besieg hir. dieses Fleisches Reich; denn unsres siechen Leibes Haft sehnt sich nach deiner Himmelskraft. Advent 347 Seele, klag ist alles ab⸗ deiner Sün⸗ ält das Feld, vider dich er⸗ dir bös und iommen und wieder treu, t den Engeln dt, 1607— 1676. Zittenberg 1543, —.— geld, komm, — rts flammen ——.— ——— ozren sein. Sohn Gottes zweigestamm—⸗ Velt. id stiegst auch im Höllental, besieg hier e 4 Leibes Haft 3. Es glänzet deiner Krippe Strahl, ein Licht leucht't durch dies finstre Tal, es gibt die Nacht so hellen Schein, der da wird unverlöschlich sein. Johann Franck, 1618- 1677. Hamburg 1677. + D——44, 11. 1. Ho⸗si⸗ an⸗na, Da⸗vids Sohn, der in sei- nes sich er⸗he⸗ bet auf den Thron ü-ber Ja⸗kobs —....= 5 Va⸗ ters Namen ö Haus und Samen, welchem Gott ein Reich bestimmt, 1— —— E—— dem die Rei⸗che die⸗ser Er-den al⸗ le müs⸗sen .——— H 4—— 2 dienstbar wer⸗den, und das selbst kein En-de nimmt. 2. Sei gesegnet, teures Reich, das ein solcher Herr besitzet, dem kein Herr auf Erden gleich, der das Recht mit Nachdruck schützet. Schwinge dich in stetem Flor, groß durch Frieden, reich an Freuden, unter Juden, unter Heiden mit vermehrtem Glanz empor. 3. Deines Königs Majestät müsse jedes Volk ver⸗ chren, und so weit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm vermehren. Selbst der kleinen Kinder Mund mache zum Verdruß der Feinde und zur Freude seiner Freunde seinen großen Namen kund. 4. Schreibe, Herr, mich auch mit an unter deinen Untertanen, ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen; ich geselle mich im Geist zu denselben großen Reihen, die das Hosianna schreien: Sohn des Höchsten, sei gepreist! 34/ 348 Das Kirchenjahr 3. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, seid ermuntert, meine Sinnen! Jesus und sein Gnadenreich wird bei euch nun Raum Günmeen⸗ Kommt und schwört den Huldgungseid, kommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach 106 niemand außen bliebe: hier, ach hier ist Seligkeit Johann Jakob Rambach, 1693—1735. .— 7 Heilig ist Gott der Vater. 1543. 4— —«K — Dein Kö⸗nig kommt, o Zi- on, er keh-⸗ret E E— SEN— E....— I..I——— EI bei dir ein: auf, las-set uns ihm Palmen streun! 72.—— 2—.— er in sein Reich: jauchzt ihm, —— * le Lan⸗ 96. flen⸗ Luchr Ho⸗ si- an⸗- na 5 er H. E 2 S.......I........... in der Hö⸗ he! 3. Der Herr ist da, Hal⸗ E SAST ö EE— ..... ö—.——1.— le ⸗lu- ja! Prei⸗ set sei- nen Na⸗men! Ho- si⸗ II I+ 1 N —— II — N +1 II 2 —)) an⸗ na! A-men, A 7 men! Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1845, Kind⸗ Dñ mal v bo⸗ re 2. Der Namen Erden z und Gn Weihnachten 349 d ermuntert, nreich wird und schwört n Sohn der hier, ach hier ch, 1693—1735. unschweig 1543. —— er keh ⸗ ret Imen streun! , jauchzt ihm, si an- na —— da, Hal⸗ er, 1767—16845, Weihnachten Weise: Der Tag der ist so freudenreich. Vorreformatorisch. Bei Michael Weiße 1531. 4 1%— I . —9 I1. Ein Kin-de- lein so lö- be ⸗lich ist von ei- ner Jungfrau tu⸗ gend⸗lich, zu SS— uns ge⸗ bo- ren heu⸗ 4 8 0 Trost uns ar-men Leu-ten. Wär uns das Kind⸗lein nicht ge- born, so wärn wir all⸗ zu⸗ x ö ———— Ei mal ver-lorn; das Heil ist un⸗ser al ler. Ei du sü⸗ ßer Je ⸗ su Christ, daß du Mensch ge⸗ —— ——.— E ——— bo⸗ ren bist; be- hüt uns vor der Höl ⸗le! 2. Der Tag der ist so freudenreich, zu loben Gottes Namen: daß Christus von dem Himmelreich auf Erden zu uns kommen. Groß ist die Demut, Huld und Gnad, die Gott vom Himmel bei uns tat: ein 350 Das Kirchenjahr Knecht ist er hie worden, in allm, doch ohn Sünd, uns 2.8 gleich, daß wir ewig werden reich; trug unsrer Sünde Tröst Bürden. 3. Wohl dem, der dieses Glaubens ist, mit ganzem mich! Herzen trauet; dem wird die Seligkeit gewiß. Wohl 3. Ge dem, der darauf bauet, daß Christus hat genug getan Schut für uns, damit wir Heil empfahn von Gott, dem Eitelk ewgen Vater. O welch große Wundertat: Christ freud. trägt unsre Missetat und stillet unsern Hader. 4. W 4. Des dank ihm alle Christenheit für solche große dort, Güte und bitte sein Barmherzigkeit, daß er uns fort und n behüte vor falscher Lehr und bösem Wahn, der unsern, Ei Seelen schaden kann; er woll all Schuld vergeben. Va⸗ ter, Sohn und heilger Geist, wir bittn von dir aller⸗ meist? laß uns in Frieden leben. Str. 1 und 2 aus dem 15. Jahrhundert, Str. 3 und 4 um 1525. 14. Jahrhundert. Wittenberg 1529. 350— — 1 —— 2— — —— ——— 1. Nun sin-get und seid froh, jauchzt al⸗le—.— in der Krip⸗ pe bloß und leuch-tet als die EEEEEEE n Son-⸗ne in sei-ner Mutter Schoß. Du bist — A und O, du bist A und O. wahr Weihnachten 351 Sünd, uns 2. Sohn Gottes in der Höh, nach dir ist mir so weh. ö isrer Sünde Tröst mir mein Gemüte, o Kindlein zart und rein, durch alle deine Güte, o liebstes Jesulein. ,: Zeuch. mit ganzem mich hin nach dir.: ö wiß. Wohl Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt unsre genug getan Schuld. Wir warn all verdorben durch Sünd und Gott, dem Eitelkeit; so hat er uns erworben die ewge Himmels⸗ tat: Christ freud.:,: Eia, wärn wir da.: 72 Hader. 4. Wo ist der Freuden Ort? Ach nirgends mehr denn solche große dort, da die Engel singen zusamt den Heilgen all, er uns fort und wo die Psalmen klingen im hohen Himmelssaal. „der unsern ,: Eia, wärn wir da.: I rgeben. Va⸗ Vorreformatorisch: In dulei Jubilo.(14. Jahrhundert.) 7 on dir aller⸗ Jetzige Fassung: Hannoversches Gesangbuch 1646. ind 4 um 1525. Leonhart Schröter 1587. S.— 3 5 ittenberg 15209. —— I. Freut euch, ihr lieben Christen, freut euch von —. 2 uchzt al⸗le EEE— ö —. — Her-zen sehr; euch ist ge⸗ bo⸗ren Chri⸗stus: wahr⸗. ö Won:ne liegt ö et als die Du bss Gottes ho⸗hem Thron: gar lieb⸗lich tun sie singen, für⸗ SSEE O. wahr ein su ⸗ ßen Ton, gar lieb⸗lich tun sie ö 352 352 Das Kirchenjahr Ee——4 42—— sin ⸗gen, für⸗wahr ein sü ⸗⸗= ßen Ton. 2. Also tun sie nun singen:„Das Kindlein ist euch hold; es ist des Vaters Wille, der hats also gewollt. es ist euch dargegeben, dadurch ihr sollet han ,1 des Vaters Gunst und Segen; sein Gnad ist aufgetan.“:, 3. Nicht braucht euch nun zu schrecken sein klein ge⸗ ring Gestalt. Was tut er drunter decken? Sein mäch⸗ tig groß Gewalt. Er liegt wohl in der Krippe, in Elend, Jammer groß,, ist doch Herr aller Dinge, sein Herrschaft hat kein Maß. 4. Tod, Teufel, Sünd und Hölle die han den Sieg verlorn. Das Kindlein tut sie fällen, nicht viel gilt jetzt ihr Zorn. Wir fürchten nicht ihr Pochen, iht Macht ist abgetan: ,: Das Kind hat sie zerbrochen, Da ist kein Zweifel dran. ,: 15⁴0. Johann Schop, Lüneburg 164ʃ. D...=.. ———2— ——— 1. Er⸗mun⸗ tre dich, mein schwacher Geist, und ein Kind, das E⸗ wig-Va⸗ ter heißt, mit EEERE äꝑꝑ tra⸗- ge groß Ver- lan⸗-gen, Dies ist die N 0 f—. Diles Ha 7 Freuden zu emp⸗fan⸗gen. ies ist die Nacht, dar SSSSSSISIIIII. in es kam und menschlich We x sen an sich nahm, da⸗ E—‚..— Ii e durch die Welt mit Treuen als sei⸗ne Braut zu freien. 2. Wé Ehren dein L von H verlore 3. 0 keich z nichts große; dein er 4. O gefund überwi Feur u zittern 5. Bri Himm dir die soll un zwinger 6. O l bärden, auf Er komm will be 7. Sac Freud Stamn mir Leil heißt: zu bleib 8. Lob, von mit und haf tigkeit nach do Weihnachten 352 — 2% Willkommen, süßer Bräutigam, du König aller ——.— Ehren, willkommen, Jesu, Gottes Lamm, ich will ö ßen Ton dein Lob vermehren, ich will dir all mein Leben lang* 232677 von Herzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir lein ist euch verloren, für uns bist Mensch geboren. Uso gewollt; han) des 3. O großer Gott, wie konnt es sein, dein Himmel⸗ ufgetan.“:, teich zu lassen, zu kommen in die Welt hinein, da ein klein ge nichts denn Neid und Hassen? Wie konntest du die Sein mäch⸗ große Macht, dein Königreich, die Freudenpracht, ja I e, in Elend, dein erwünschtes Leben für solche Feind hingeben? Dinge, sein 4. O großes Werk, o Wundernacht, dergleichen nie 0 Viai gefunden, du hast den Heiland hergebracht, der alles aun den Sieg üÜberwunden, du hast gebracht den starken Mann, der icht viel gilt Feur und Wolken zwingen kann, vor dem die Himmel e hen zittern und alle Berg erschüttern. „ — 1540.„. Brich an, du schönes Morgenlicht, und laß den Himmel tagen! Du Hirtenvolk, erschrecke nicht, weil dir die Engel sagen, daß dieses schwache Knäbelein eüneburg 1641. soll unser Trost und Freude sein, dazu den Satan — zwingen und letzlich Frieden bringen. 114 6, O liebes Kind, o süßer Knab, holdselig von Ge—⸗ bärden, mein Bruder, den ich lieber hab als alle Schätz er Geist, und auf Erden, komm, Schönster, in mein Herz hinein, er heißt, mit komm eiligst, laß bie Krippe sein, komm, komm, ich —— will beizeiten dein Lager dir bereiten. B Sag an, mein Herzensbräutigam, mein Hoffnun ů g9/ Freud und Leben, mein edler Zweig aus Jakobs e Macht, da“. Stamm, was soll ich dir doch geben? Ach nimm von ö .— mir Leib, Seel und Geist, ja alles, was Mensch ist und WR heißt: ich will mich ganz verschreiben, dir ewig treu —— in bleiben. sicl ahm de 5. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, sei dir sich nahm, von mir gesungen, daß du mein Bruder worden bist — und hast die Welt bezwungen; hilf, daß ich deine Gü⸗ —.—. ut zu frei⸗en. tiokeit stets preis in dieser Gnadenzeit und mög her⸗ ö nach dort oben in Ewigkeit dich loben. Johann Rist, 1607— 1667. 15⁵ 1. Ich steh an dei- ner Krip⸗pen hier, o ich kom⸗me, bring und schen⸗ke dir, was IIISEIEEE— 408 Je⸗ su, du mein Le- ben, Ni i ei du mit hast ge⸗ ge⸗ben. Nimm hin, es ist mein 8—— —————————— Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm ——.— EEEE al-les hin und laß dirs wohl⸗ ge⸗ fal- len. 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt mein Adern und Geblüte; dein schöner Glanz, dein süßes Bild liegt mir ganz im Gemüte. Und wie mag es auch anders sein? Wie könnt ich dich, du Herze mein, aus meßß nem Herzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir ge⸗ boren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wollest werden. 4. Ich lag in tiefer Todesnacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht't, wie schön sind deim Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Freuden an und kann nicht satt mich sehen; und weil ich nun nichts weiter kann, bleih ich anbetend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrumd wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich deh möchte fassen! legen 7. N will sei a marit bestre 8. Z1 stecker sanft dies denke. 9. D Leiber unsrer keit dir n. 10.( nicht meine lein se all de Weise: schwar Weihnachten 354 n Bach 1736. hier, o dir, was fal⸗ len. Adern und 5Bild liegt auch anders n, aus mes⸗ urdest meine Licht, Leben, werte Licht r kann, bleib 9 Abgrund daß ich dich O daß doch so ein lieber Stern soll in der Krippe liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen. Ach Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, Purpur wäre recht, dies Kindlein drauf zu legen. 7., Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu! Ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf lieblichen Violen; mit Rosen, Nelken, Ros⸗ marin aus schönen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. 8. Zur Seite will ich hier und dar viel weißer Lilien stecken, die sollen seiner Auglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt viel mehr das dürre Gras dende. als alles das, was ich hier nenn und denke. 9. Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Leibes Freuden: du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele Herllich⸗ keit durch dein selbsteignes Herzeleid; das will ich dir nicht wehren. 10. Eins aber, hoff ich wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möchte für und für in meinem Herzen tragen. So laß mich doch dein Kripp⸗ lein sein, komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freuden. Paul Gerhardt, 1607- 1676. Weise: Vom Himmel hoch da komm ich her. Bei Valentin Schumann 1539. 4 ——.—.——3— 1. Schaut, welch ein Wunder stellt sich dar! Die E Zar Harr.ri nrmun.— schwarze Nacht wird hell und klar; ein gro⸗ßes Licht 15* 354 iit⸗ bricht dort her⸗ein, ihm wei⸗chet al⸗-ler Sterne Schein. 2. O schauet hin! Des Himmels Heer das bringt uns jetzt die Freudenmär, wie sich nunmehr hab ein⸗ gestellt zu Bethlehem das Heil der Welt. 3. Dies ist die rechte Freudenzeit. Weg Trauern, weg, weg alles Leid! Trotz dem, der ferner uns ver⸗ höhnt! Gott selbst ist Mensch, wir sind versöhnt. 4. Es hat mit uns nun keine Not, weil Sünde, Teufel, in dieser großen Wundernacht. 5. O selig, selig alle Welt, die sich an dieses Kindlein hält! Wohl dem, der dieses recht erkennt und gläubig seinen Heiland nennt! 6. Es danke Gott, wer danken kann, der unser sich so hoch nimmt an und sendet aus des Himmels Thron uns, seinen Feinden, seinen Sohn. 7. Drum stimmt an mit der Engel Heer: Gott in der Höhe sei nun Ehr, auf Erden Friede jederzeit, den Menschen Wonn und Fröhlichkeit. Paul Gerhardt, 1607— 1676. Weise: Da Christus geboren war. 355 Vorreformatorisch. Nürnberg 1544. H EFEUU.———5 ꝗ 14——.——PP...— ö 1. Wun⸗der-ba⸗-rer Gna⸗-den- thron, Got⸗tes und Ma⸗ri⸗ en Sohn, Gott und Mensch, ein klei⸗nes Höll und Tod zu Spott und Schanden sind gemacht Auch 2 Lobe d En Weihnachten 356 ne Schein. das bringt hr hab ein⸗ g Trauern, er uns ver⸗ ersöhnt. nde, Teufel, ind gemacht ses Kindlein und gläubig nser sich so mels Thron Gott in derzeit, den „1607— 1676. ürnberg 1544. = n, Got⸗tes ein klei⸗nes 4* EREEEE Kind, das man in der Krip-pe findt, gro- ßer Held von E-wig⸗keit, des⸗ sen Macht und Herr-lich⸗ keit rühmt die gan-ze Chri- sten-heit: 2. du bist arm und machst zugleich uns an Leib und Seele reich. Du wirst klein, du großer Gott, und machst Höll und Tod zu Spott. Aller Welt wird offenbar, ja auch deiner Feinde Schar, daß du Gott bist wunderbar. 3. Laß mir deine Güt und Treu täglich werden immer neu. Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, wenn mich Not und Tod anficht. Laß mich deine Herrlichkeit, deine Wundergütigkeit schauen in der Ewigkeit. Johann Olearius, 1611- 1684. Auch nach der Weise: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. Bernhard Dreier 1926. —. 3——. „Jauchzet, ihr Himmel, froh-lok- ket, ihr E——.—.———— En⸗gel in Chö-ren! Sin-get dem Her-ren, dem 356 356 Das Kirchenjahr .....—— 1.—————.— Hei⸗land der Menschen, zur Eh-ren! Se-het doch da: Gott will so freundlich und nah zu den Ver—- — lor-nen sich keh- ren.— 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden! ge⸗ 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget; sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget. Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd: alles anbetet und schweiget.— 4. Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis ver—⸗ stehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein,— die ihr zum Vater wollt gehen.— 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken. Sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken?—— — — — — — Im 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, Uicht dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde: du hroßt sollst es sein, den ich erwähle allein; ewig entsag ich ö der Sünde. geher 7. Süßer Immanuel, werd auch geboren inwendig, 3. A komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger herz; elendig: wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir Tode und mich belebe beständig. gezeie Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. vor d Jahreswechsel 357 ——— ghet doch —— den Ver⸗ Enden der u Freunden verkündiget Höchste hier e sich zeiget. die Sünd: heimnis ver⸗ un offen zu de zu sein, och wollen e der Liebe, innigst sich zum Kinde, rbinde: du gentsag ich icht länger ines mit dir „1697— 1769. inwendig, Jahreswechsel Weise: Wie nach einer Wasserquelle. Genf 1551. H F—.— 1— E—.—— 3— ö E x 47˙ un —. 12.— +8——Tt.— —9— I1. A-ber- mal ein Jahr ver⸗-flos⸗sen, nä- her Wie ein Pfeilwird ab- ge-schos-sen, so ver⸗ ——.——— re.— + zu der E⸗ wig⸗keit! ge⸗ het mei- ne Zeit. — ö—— ö —————— un⸗ ver- än- der-li- cher Gott, ach was soll, was E ‚I—.— E N soll ich bringen, dei⸗ ner Langmut Dank zu sin⸗ gen? Treu⸗ er Herr, Gott Ze⸗ba-oth, 2. Ich erschrecke, mächtig Wesen, Angst und Furcht bedecket mich; denn ich bin noch nicht genesen, noch nicht ganz gewandt auf dich. Heilig! heilig! heiliger, großer Seraphinen⸗Herr! Wehe mir, ich muß ver⸗ gehen; denn wer kann vor dir bestehen? 3. Aber du bist auch sanftmütig, o getreues Vater-⸗ herz; in dem Bürgen bist du gütig, der gefühlt des Todes Schmerz. Steh ich nicht in deiner Hand an⸗ gezeichnet als ein Pfand, so du ewig willst bewahren vor des alten Drachen Scharen? 35, 358 358 Das Kirchenjahr 4. Auf, mein Herz, gib dich nun wieder ganz dem Friedensfürsten dar; opfre dem der Seelen Lieder, welcher krönet Tag und Jahr. Fang ein neues Leben an, das dich endlich führen kann mit Verlangen nach dem Sterben, da du wirst die Kron ererben. 5. Soll ich denn in dieser Hütten mich ein Zeitlang plagen noch, so wirst du mich überschütten mit Geduld, das weiß ich doch. Richte denn dein Herz auf mich; Jesu Christe, du und ich wollen ewig treu verbleiben und von neuem uns verschreiben. 6. An dem Abend und dem Morgen, o mein Rat, besuche mich. Laß der Heiden Nahrungssorgen nim— mer scheiden mich und dich. Prüf mich jeden Augen⸗ blick, gib, daß ich mein Haus beschick, daß ich wache, bet und flehe, ehe denn ich schnell vergehe. Joachim Neander, 1650- 1680. —. Es ist gewißlich an der Zeit. Wittenberg 1535. E——— 2— 677— 1. Gott-lob, ein Schritt zur E⸗wig⸗keit ist zu dir im Fort- gang die- ser Zeit mein — E a⸗ ber-mals voll- en- det; Herz sich sehn-lich wen- det, Wunen, dar⸗ EL..—— aus mein Le- ben fließt und al⸗- le Gna⸗- de + ö—.;?—.: N sich er-gießt in mei- ne Seel zum Le-ben. ganz dem eelen Lieder, neues Leben rlangen nach erben. ein Zeitlang mit Geduld, rz auf mich; u verbleiben mein Rat, sorgen nim⸗ eden Augen⸗ ß ich wache, e. r, 1650—1680. ittenberg 1535. — zkeit ist Zeit mein Nuell, dar⸗ —— Gna⸗ de Le⸗ ben. Jahreswechsel 358 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr und wird mir allzu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist an mir, verschlun⸗ gen werde ganz in dir und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dir ganz anheimgestellt die rechte Zeit und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann dich darf den Bräutgam nennen und du, o teurer Lebens⸗ fürst, dich dort mit mir vermählen wirst und mir dein Erbe schenken. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 6. Wenn auch die Hände lässig sind und meine Kniee wanken, so biet mir deine Hand geschwind in meines Glaubens Schranken, damit durch deine Kraft mein — sich stärke und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sei nur unerschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken. So dir der Lauf zu lang⸗ sam deucht, so eile wie ein Adler fleugt mit Flügeln süßer Liebe. 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit: ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe. August Hermann Francke, 1663— 1727. 359 Das Kirchenjahr Epiphanias —6— Lobt Gott, ihr Christen allzugleich. Nikolaus Herman1554. EE— 1. Auf, See⸗le, auf und säu⸗-me nicht, es bricht das .J— e Licht her⸗für; der Wunderstern gibt dir Be-richt, der EE EE Held sei vor der Tür, der Held sei vor der Tür. 2. Gib acht auf diesen hellen Schein, der dir auf⸗ gangen ist; er führet dich zum Kindelein, ,: das heißet Jest Christ.: Drum mache dich behende auf, befreit von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf,: bis du dies Kindlein hast.:,: 4. Halt dich im Glauben an das Wort, das fest ist und gewiß; das führet dich zum Lichte fort, aus aller Finsternis. ,: 5· Ach sinke du vor seinem Glanz in tiefste Demut ein und laß dein Herz erleuchten ganz ,: von solchem Freudenschein.: 6. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar mit Geiste, Leib und Seel und singe mit der Engel Schar:, Hier ist Immanuel.: 7. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort, wo man zum Leben geht; hier ist des Paradieses Pfort,:,: die wie⸗ der offen steht. Herman1554. es bricht das Epiphanias 360 8. Hier fallen alle Sorgen hin, zur Lust wird jede Pein: es wird erfreuet Herz und Sinn ,: in diesem Jesulein. 9. Der zeigt dir einen andern Weg, als du vorhin ge⸗ kannt, den stillen Ruh- und Friedenssteg ,: zum ewgen Vaterland. Michael Müller, 1673—1704. 54 Unser Herrscher, unser König. Bremen 1680. ———— . Licht, das in die Welt ge⸗kom⸗men, Son⸗ne Morgenstern, aus Gott entglommen, treib hin⸗ ze richt, der —— E RSI —— ** V der Tür. vols ler Glanz und Pracht, euch in deinen Wunder⸗ der dir auf⸗ das heißet it von aller bis du dies das fest ist ort ,: aus fste Demut von solchem mit Geiste, har::,: Hier o man zum 2): die wie⸗ weg die al ⸗ te Nacht; schein bald die gan- Welt bin⸗ ein! 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget, einen recht ge⸗ priesnen Lauf, daß noch manches Knie sich beuget, sich noch manches Herz tut auf, eh die Zeit erfüllet ist, wo du richtest, Jesu Christ. 3. Es sei keine Sprach noch Rede, da man deine Stimm nicht hört, und kein Land so fern und öde, wo nicht dein Gesetz sie lehrt. Laß den hellen Freudenschall siegreich ausgehn überall! 4. Geh, du Bräutgam, aus der Kammer, laufe dei— nen Heldenpfad; strahle Tröstung in den Jammer, der die Welt umdunkelt hat; o erleuchte, ewges Wort, Ost und West und Süd und Nord! 361 Das Kirchenjahr 5. Komm, erquick auch unsre Seelen, mach die Augen —* hell und klar, daß wir dich zum Lohn erwählen, vor ö den Stolzen uns bewahr; ja, laß deinen Himmels⸗ * schein unsers Fußes Leuchte sein! ö Rudolf Stier, 1800- 1862. Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern.“ Frankfurt a. M. 1599. I‚. Geh auf, du hel- ler Mor-gen-stern, in daß dei⸗ ne gan⸗ze Chri⸗sten⸗heit in 70— EE— al ⸗len Her- zen nah und fern, daß je⸗-der Lieb und Glau⸗bens-ei- nig-keit und heil⸗gem kE 2 AHs .,. ——— ai, r 2 EEE ga dich er ⸗-ken- ne, 75 1 Er⸗ Ei=fer bren- ne. Schöp⸗-fer, Ret⸗ter, dein Er—⸗* E——————— sic bar-men gab uns Ar-men neu- es Le- ben. D..— Le- ben wollst du al⸗-len ge- ben. Minden⸗Ravensberger Gesangbuch 1859. IIEH E TTH äch die Augen rwählen, vor n Himmels-⸗ er, 1800— 1862. urt a. M. 1599. en⸗stern, in en⸗heit in aß je⸗ der nd heil⸗gem Passion 362 Vassion Weise: Es sind doch selig alle die. Straßburg 1525. . —— 2 1— ö — 1. O Mensch, be-wein dein Sün⸗de groß, dar⸗ Von ei- ner Jungfrau rein und zart für 2— I— ö 1 2.— um Chri⸗-stus seins Va- ters Schoß äu-ßert und uns er hier ge- bo- ren ward, er wollt der 8 E——— TL.—— SSSsss D kam auf Er⸗ deh. Mittler wer⸗den. Den To⸗ten er das Le- ben — +2 V.. ter, dein Er⸗ Z,..,..,.., — und— da- bei all Krank-heit ab, bis . D‚De= sich die Zeit her-dran ⸗- ge, daß er für uns ge⸗ + + ν— EASSAE IE..L.. — IER * esangbuch 1853. ———— —— Bürd wohl an dem Kreu-ze lan⸗ge. E— 363 Das Kirchenjahr 2. So laßt uns ihm nun dankbar sein, daß er für uns litt solche Pein, nach seinem Willen leben. Auch laßt uns sein der Sünde Feind, weil uns Gotts Wort so helle scheint, Tag, Nacht danach tun streben, die Lieb erzeigen jedermann, die Christus hat an uns ge⸗ tan mit seinem Leiden, Sterben. O Menschenkind, betracht das recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt, tu dich davor bewahren. Sebald Heyden, 1494- 1561. Vorreformatorisch. 1527. 4— 1 +*—— I 1 ‚Sꝗ.SPSISISIIII I1. O wir ar-men Sünder! Uns⸗re Mis⸗se-tat, 1 H— dar- in wir emp-fan-gen und ge- bo- ren sind, FE Er—— E hat gebracht uns al-le in solch gro⸗ße Not, E. 42— unse Chri Passion 864 ß er für uns leben. Auch Gotts Wort streben, die an uns ge⸗ enschenkind, ünde schlägt, U, 1494— 1561. ttorisch. 1527. Mis⸗se-tat, ren sind, ße Not, gen Tod. i- son! 2. Aus dem Tode konnten unsre eigen Werk nimmer uns erretten; die Sünd war zu stark. Daß wir würdn erlöset, konnts nicht anders sein, Gottes Sohn mußt leiden des Tods bittre Pein. Kyrie elei⸗ son, Christe eleison, Kyrie eleison! 3. So nicht wäre kommen Christus in die Welt und an sich genommen unsre arm Gestalt und für unsre Sünde g'storben williglich, hätten wir mußt werden verdammt ewiglich. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 4. Solche große Gnade und väterlich Gunst hat uns Gott erzeiget lauterlich umsonst in Christo, seim Sohne, der sich geben hat in den Tod des Kreuzes, zu unsrer Wohlfahrt. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 5. Des solln wir uns trösten gegen Sünd und Tod und ja nicht verzagen vor der Hölle Glut. Denn wir sind gerettet aus all Fährlichkeit durch Christ, unsern Herren, g'lobt in Ewigkeit. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 6. Darum wolln wir loben, danken allezeit dem Vater und Sohne und dem heilgen Geist; bitten, daß er wolle b'hüten uns hinfort, daß wir stetig bleiben bei seim heilgen Wort. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! Hermann Bonn, 1504— 1548. Frankfurt a. M. 1738. e eri⸗ L.„Der am Krenzist mei⸗ne Lie⸗be, meine Lieb ist Weg, ihr ar-genSün-den⸗trie⸗be, Satan, Welt und ESII———3 S...... Je⸗ sus Christ. Flei⸗sches⸗list! Eu: re Lieb ist nicht von Gott, eu⸗ re E— Weise ———.——— D... F i Fiit Rr Lieb ist gar der Tod. Der am Kreuz ist mei- ne EE Lie- be, weil ich mich im Glau-ben ü- be. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Frevler, was be⸗ fremdet dich, daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich; so ward er mein Friedensschild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? Spräch ich seinem Blut nicht Hohn? Der zu am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe. Schweig, Gewissen, E glaube dran: Gott aus reinem Liebestriebe hat die Handschrift abgetan und mit meines Bürgen Blut Un sie durchstrichen mir zugut. Der am Kreuz ist meine 2. E Liebe, weil ich mich im Glauben übe. deine 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trübsal Geht schwer und groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts sehet macht mich von Jesu los; nicht Gewalt, nicht Gold, 53—— nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Aber Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. die C 6. Der am Kreuz ist meine Liebe. Komm, o Tod, du Leber bist mein Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe 4.—— wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz Tod ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. laute Ahasverus Fritsch, 1629—1701. Passion 365⁵5 — Weise: Christus, der uns selig macht. ö Vorreformatorisch. Bei Michael Weiße 1531. 365 ö —— 2——— 4——.—————.—.* ist mei⸗ ne——.— 1 —* K. See⸗le, mach dich hei-lig auf, Je-sum zu be⸗ ——.—.— 2277* — 1—.‚— ;—III‚‚—.— ü⸗ be. 353 glei ⸗ten gen Je-ru-sa⸗lem hin-auf; tritt ihm 1 ler, was be⸗ 1961 übe? Jesus ii riedenssehst, 1——..— 23 is meme— I an die Sei ⸗ ten. In der üütiiit 700 ihm nach „Fdu besiegst ö be, der für SPPIPI.ISPIPISSISSIIIIII‚ 0 licht Gottes W ohn? Der zu dem bit-tern Lei- den, bis du aus dem Blauben übe. 9, Gewissen, 5—— ebe hat die HAR ürgen Blut Un ⸗ge-mach zu ihm wirst ab-schei- den. ist meine 2. Seele, siehe, Gottes Lamm gehet zu dem Leiden, 0 deiner Seele Bräutigam als zu Hochzeitsfreuden. ine Trübsal Geht, ihr Töchter von Zion, Jesum zu empfangen, sehet ihn in seiner Kron unter Dornen prangen. 3. Du ziehst als ein König ein, wirst dafür empfangen. Aber Bande warten dein, dich damit zu fangen. Für die Ehre Hohn und Spott wird man dir, Herr, geben, bis du durch des Kreuzes Tod schließen wirst dein o Tod, du Leben. b zerstiebe— 4. Das Kreuz ist der Königsthron, drauf man dich ich Gotte wird setzen, dein Haupt mit der Dornenkron bis in am Kreuz Tod verletzen. Jesu, dein Reich auf der Welt ist ja( übe. lauter Leiden; so ist es von dir bestellt bis zum letzten 11 1629—1701. Scheiden. V 366 Das Kirchenjahr R 5. Du wirst, Herr der Herrlichkeit, ja wohl müssen du selbst * sterben, daß des Himmels Ewigkeit ich dadurch mag schweiß erben. Aber ach, wie herrlich glänzt deine Kron von deine ö ferne, die dein siegreich Haupt bekränzt schöner als 14 die Sterne! 6. Liebster Jesu, nun Glück zu, es müß dir gelingen! Nach der Stillen⸗Freitags⸗Ruh wirst du Freude brin⸗ gen. Tritt nur auf die Todesbahn! Die gestreuten 44 Palmen künden dir den Sieg schon an und die Oster⸗ psalmen. ö 7. Laß mich diese Leidenszeit fruchtbarlich bedenken, voller Andacht, Reu und Leid mich darüber kränken. verklag Auch dein Leiden tröste mich bei so vielem Jammer, schreiet bis nach allem Leiden ich geh zur Ruhekammer. deine T Abraham Klesel, 1636- 1702. 5. Laß meine Z Weise: Jesu, meines Lebens Leben. Wolfgang Weßnitzer 1661. I. Je⸗ su, der du wol⸗len bü-ßen für die ů 2 per aie⸗ Sünde durch dein teu⸗res Blut-ver- gie-⸗ßen, der du deine Te IDR. Ach l Dsen, w 435 schmacht Sün⸗den al- ler Welt den sen dich hast dar⸗ge⸗stellt als ein Op-fer für die Todespe 3..— Le.—— Suld, Sünden Sünder, die ver-lor-nen A-dams⸗kin⸗der, ach laß Ruh be pein nie . I +=+... + II e. E 2 2. ö Angstgef dei ⸗ne To⸗des⸗pein nicht an mir ver⸗lo-⸗ ren sein. stehe doe entfaller 2. Rette mich durch deine Plagen, wenn mich meine Renne Di Sünde plagt. Laß, ach laß mich nicht verzagen, weil Passion 366 wohl müssen du selbst für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angst⸗ „dadurch mag schweiß kühle, wenn ich Drangsalshitze fühle. Ach laß eine Kron von zt schöner als dir gelingen! Freude brin⸗ Die gestreuten und die Oster⸗ rlich bedenken, rüber kränken. lem Jammer, ekammer. esel, 1636— 1702.5. meine Zier, von den Dornen, die dich stechen; Jesu, deine Todespein nicht an mir verloren sein. 3. Mache mich durch deine Bande von des Satans Banden frei. Hilf, daß dein erlittne Schande meine Kron und Ehre sei. Trost der Seelen, Heil der Erden, laß mich nicht zuschanden werden. Ach laß deine To⸗ despein nicht an mir verloren sein. 4. Rede durch dein Stilleschweigen, liebster Jesu, mir das Wort, wenn mich Sünden überzeugen und verklagen fort und fort, wenn mein bös Gewissen schreiet und mir mit Verdammnis dräuet. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 5. Laß mich Freudenrosen brechen, liebster Jesu, nahe dich zu mir, kröne mich mit Huld und Gnade, Weßnitzer 1661. — H ßen für die aßen, der du fer für die . per, ach laß o= ren sein. n mich meine erzagen, weil daß kein Sündendorn mir schade. Ach laß deine To⸗ despein nicht an mir verloren sein. 6. Heile des Gewissens Plagen, nimm von mir der Schmerzen Last durch die Geißeln, die dich schlagen, die du schwer empfunden hast, daß ich böser Knecht der Sünde Satans Streiche nicht empfinde. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 7. Ach laß deine tiefen Wunden frische Lebensbrunnen sein, wenn mir alle Kraft verschwunden, wenn ich schmacht in Seelenpein. In den Abgrund deiner Gna⸗ den senk die Schuld, die mich beladen. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 8. Ach zerbrich des Eifers Rute, ach erzeige Gnad und Huld, tilge doch mit deinem Blute meine schwere Sündenschuld, laß mich in der Angst der Sünden Ruh bei deinem Kreuze finden. Ach laß deine Todes⸗ pein nicht an mir verloren sein. 9. Jesu, komm, mich zu befreien durch dein lautes Angstgeschrei. Wenn viel tausend Sünden schreien, stehe doch mir Armen bei; wenn mir Wort und Sprach entfallen, laß mich sanft von hinnen wallen: laß mir deine Todespein Leben, Heil und Himmel sein. 169 367 Das Kirchenjahr Weise: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. Darmstadt 10 7. Dir getreu. a 1. Ru⸗ he hier, mein Geist, ein we- nig und be⸗ — x E— schau dies Wunder groß, wie dein Gott und Ehrenkönig 4— —4 —— nackt und bloß; schau die Lie⸗be, ö 2—— H die ihn trie-be zu dir aus des Va⸗ters Schoß. born au ir 2. Ob dich Jesus liebt von Herzen, kannst du hier am Kreuze sehn: schau, wie alle Höllenschmerzen ihm bis in die Seele gehn, Fluch und Schrecken ihn bedecken; höre doch sein Klaggetön! Weise: 3. Dies sind meiner Sünden Früchte, die, mein Hetß hängt am Kreu-ze land, ängsten dich; dieser Leiden schwer Gewichte sollt zum Abgrund drücken mich; diese Nöten, die dich töten, sollt ich fühlen ewiglich. 4. Doch du hast für mich besieget Sünde, Tod und 1. Höllenmacht, du hast Gottes Recht genüget, seinen Willen ganz vollbracht und mir eben zu dem Leben durch dein Sterben Bahn gemacht..— 5. Ach ich Sündenkind der Erden! Jesu, stirbst du mir zugut? Soll dein Feind erlöset werden durch der dein eigen Herzensblut? Ich muß schweigen und mich wer beugen für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder gibst du alle für mich hin: sollt ich bir nicht schenken wieder alles, was E ich hab und bin? Ich bin deine ganz alleine; dit ver⸗ schreib ich Herz und Sinn. soll ——————— Darmstadt 1693. ⸗znig und be⸗ ind Ehrenkönig au die Lie⸗be, ters Schoß. nst du hier am lerzen ihm bis ihn bedecken; die, mein Hek ver Gewichte Nöten, die dich nde, Tod und nüget, seinen zu dem Leben esu, stirbst du verden durch igen und mich bst du alle für der alles, was eine; dir ver⸗ Passion 368 7. Dir will ich durch deine Gnade bleiben bis in Tod getreu. Alle Leiden, Schand und Schade sollen mich nicht machen scheu; deinen Willen zu erfüllen, meiner Seele Speise sei. 9. Zeuch durch deines Todes Kräfte mich in deinen Tod hinein; laß mein Fleisch und sein Geschäfte mit dir angenagelt sein, daß mein Wille sanft und stille und die Liebe werde rein. 9. Laß in allen Leidenswegen deine Leiden stärken mich, daß mein Leiden mir zum Segen mag gedeihen stetiglich, daß mein Herze auch im Schmerze ohne Wanken liebe dich. 10. Wenn mich schrecken meine Sünden, wenn mich Satans List anficht, ich nicht Kraft noch Gnad kann finden, wollst du mich verlassen nicht; laß dein Ster⸗ ben mir erwerben Trost im Tod und im Gericht. 11. Jesu, nun will ich ergeben meinen Geist in deine Hand; laß mich dir alleine leben, bis ich nach dem Leidensstand bei dir wohne, in der Krone dich be⸗ schau im Vaterland. Gerhard Tersteegen, 1697-— 1769. Weise: Herr und Altster deiner Kreuzgemeine. Brüdergemeine um 1740. Q◻.. +— 1 — 1 H—— EEEEEEEE 1. Mar⸗ ter Chri⸗sti, wer kann dein ver-ges⸗sen, Meer der Lie- be, wer kann dich er- mes⸗sen, Ei der in dir sein Wohlsein fand? wer ist nicht von Lieb ent⸗brannt? .—— soll sich an dir näh- ren, un- ser Ohr soll Uns⸗re See- le 368 36 369 Das Kirchenjahr ,. nichts je lie ⸗-ber hö- ren; al- le ⸗ E.— 5, wird dies Bild schö⸗ner un⸗serm Blick ent-hüllt. 2. Tausend Dank, du unser treuer Hirte, Leib und Seele beten an, daß du unter Martern für Verirrte sterbend hast genug getan. Laß uns alle treulich an dir hangen, nähre du das heilige Verlangen, dich auf dei nem Thron zu sehn, deinen Ruhm dort zu erhöhn 3. Meine Seele, matt und schuldbeladen, eilt auf deine Wunden zu, denn sie findet in dem Schoß der Gnaden Trost und Labsal, Fried und Ruh. Laß vom Kreuz nur Stärkung mich anwehen und dein Marter⸗ bild stets vor mir stehen, so geht mir bis in mein Grab nichts an Seligkeiten ab. 4. Die wir uns allhier beisammen finden, schlagen unsre Hände ein, uns auf deine Marter zu verbinden, dir auf ewig treu zu sein; und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne deinem Herzen angenehm und schöne/ sage Amen und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! Christian Renatus Graf von Zinzendorf‚, 1727— 1752. Ostern Klugsches Gesangbuch 1535, H EEE I. Je= sus Christus, un- ser Hei-land, der den Tod Ei ü⸗ ber⸗wand, ist auf- er ⸗stan-den, die Sünd hat er ge ein grof Hallel Ostern 370 Ta⸗ ge er ge- fan-gen. Ky-ri-e e⸗le⸗ i⸗ son! 2. Der ohn Sünden war geboren, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß uns Gott sein Huld gönnet. Kyrie eleison! kent⸗hüllt. 3. Tod, Sünd, Teufel, Leben und Gnad, alls in rte, Leib und Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. n für Verirrte Kyrie eleison! Martin Luther, 1483- 1546. treulich an dit „dich auf dei⸗ ort zu erhöhn. ö den, eilt auf———.— 4.— + S. uh. Laß vom ö dein Marter⸗ 1. Heut tri⸗- um-phie-⸗ret Got⸗tes Sohn, der von dem in mein Grab— 7775— 5 ö den, schlagen———— zu verbinden. Tod erstanden schon, Hal⸗le⸗lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ chen, daß dies d schöne, sage uch: E orf, 1727— 1752. ja, mit gro⸗ßer Pracht und Herrlichkeit; des dankn wir Bartholomäus Gesius 1601. E..— 27— f—.— ihm in E-⸗wig⸗keit. Hal⸗le⸗lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Dem Teufel hat er sein Gewalt zerstört, verheert in allr Gestalt, Halleluja, Halleluja, wie pflegt zu tun der den Tod ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Hal⸗ luja, Halleluja. 3. O süßer Herre Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, Halleluja, Halleluja, führ uns durch dein Barmherzigkeit mit Freuden in dein Herrlichkeit. Halleluja, Halleluja. besangbuch 1535, bie Sünd hat 37⁴ gleich tobet noch so sehr. Halleluja, Halleluja. Im Staube liegt der arge Feind, wir aber Gottes Kinder seind. Halleluja, Halleluja. 5. Dafür wir danken allzugleich und sehnen uns inz 3. Er Himmelreich. Halleluja, Halleluja. Zum selgen End herausg Gott helf uns all, so singen wir mit großem Schall: luja, H Halleluja, Halleluja. stus, 6. Gott Vater in dem höchsten Thron samt seinem 4. Es f eingebornen Sohn, Halleluja, Halleluja, dem heilgen faltigke Geist in gleicher Weis in Ewigkeit sei Lob und Preis! luja, H Halleluja, Halleluja. Kaspar Stolshagen, 1550— 1594. Sohn! —⁰— ů 1568. PIII'I 1. Wir wol⸗len al ⸗- le fröh-lich sein in die ⸗ ser ö-bster-li- chen Zeit, die ist so . Rei⸗ch fried⸗ und freu- den-reich. Hal-le-lu- ja, Hal⸗.— Ee umph⸗ le ⸗ lu-ja, Hal⸗le ⸗ lu-ja, Hal⸗le⸗-lu⸗ 2. Vor frisches E— FE ser Frit EEEEEE durch d AL ja, ge-lo-bet sei Christus, Ma⸗ri ⸗ en Sohn! kleid Ostern 372 mehr, ob er 2. Es ist erstanden Jesus Christ, der an dem Kreuz Hallelufa. Im gestorben ist, dem sei Lob, Ehr zu aller Frist. Hal⸗ Gottes Kindet sehnen uns inz um selgen End roßem Schall: samt seinem „ dem heilgen zob und Preis!“ igen, 1550— 1594. 1568, lich sein in ——— ie ist so —.— ——.— lu⸗ ja, Hal⸗ pal-le⸗-lu⸗ en Sohn! leluja,‚, Halleluja, Halleluja, Halleluja, gelobet sei Christus, Marien Sohn! 3. Er hat zerstört der Höllen Pfort, die Seinen all herausgeführt und uns erlöst vom ewgen Tod. Halle⸗ luja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, gelobet sei Chri⸗ stus, Marien Sohn! 4. Es freu sich alle Christenheit und lobe die Drei⸗ faltigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja, Halle⸗ luja, Halleluja, Halleluja, gelobet sei Christus, Marien Sohn! 1568. Weise: Erschienen ist der herrlich Tag. Nikolaus Herman 1560. =— 2— E— ꝗ+ EE EE— H* I. Tri⸗umph, Tri-umph! Es kommt mit Pracht der Sie⸗ ges- fürst heut aus der Schlacht. Wer sei⸗ nes 1— 1 1 1—4— E—U—2 Rei⸗ ches Un ⸗ter- tan, schau heu- te sein Tri-⸗ 1 H— 1 I EEEEEEEEEEEEEEE umph- fest an. Hal- le⸗- lu- ja. 2. Vor Freuden Tal und Wald erklingt, die Erde frisches Blumwerk bringt; ihr schöner Schmuck zu die⸗ ser Frist zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. Halleluja. 3. Die Sonne sich aufs schönste schmückt und wieder durch das Blaue blickt, die vor im schwarzen Trauer⸗ kleid beschaut den blutgen Todesstreit. Halleluja. 372 + 373 Das Kirchenjahr als ein Löwe zeigt; kein harter Fels ihn hält und Ielung Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. Hal⸗ eluja 5. Herr Jesu, wahrer Siegesfürst, wir glauben, daß du schenken wirst uns deinen Frieden, den du bracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. Halleluja. 6. Triumph, Triumph! Dich ehren wir und wollen 5 durch dich kämpfen hier, daß wir als Reichsgenossen dort dir folgen durch die Siegespfort. Halleluja. Benjamin Praetorius, 1636-1674. 1ü,“ O äzit Geist, o heiliger Gott. O herr=-li- cher Tag, o fröh ⸗li- che 4. Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt, sich mutiz Köln 1623. graun, Tag, o Zeit, da Je⸗-sus lebt ohn al les Leid! Er ist er⸗ EEE stan⸗den von dem Tod, wir sind er-löst aus al- ler EEEEEEEEE Not. O herr⸗-li-cher Tag, o fröh- li- che Zeit! z. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit, da wir von Sünden sind befreit! Getilget ist nun unsre Schuld, wir sind gerecht aus Gottes Huld. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Der Tod ist überwunden heut; es darf uns nicht mehr vor ihm al= le 2. Auf Dank Glaube dein S 3. Ist 0 bist d Fluch rissen, Ostern 374 igt, sich mutiy graun, wir sind erfüllet mit Vertraun. O herrlicher ihn hält und Tag, o fröhliche Zeit! springt. Hal O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Die Liebe Gottes uns erfreut; des Herren Sieg hat uns erlöst, uns r glauben, daß. 5 dem.dn btan 8 Leben eingeflößt. O herrlicher Tag, o fröhliche ht. Halleluja. 1 ir und wollen L O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Erhalt uns, V. Jesu, diese Freud, zu sagen hier zu aller Stund und Hallelun. dort einmal mit selgem Mund: O herrlicher Tag, rins, 1036—1614.. fröhliche Zeit! Cyriakus Günther, 1650— 1704. Weise: Herr Christ, der einig Gotts Sohn.*0 ö Köln 1629. Vorreformatorisch. Erfurt 1524. 374 H 1 22 E ö +* röh li⸗ che 1. Mein Fels hat ü- ber⸗wun⸗den der Höl⸗le W der Sa⸗xtan liegt ge⸗bun⸗den, die Sün⸗-de RMN diPer ist er⸗..... — gan⸗ zes Heer, mich durchs Ge⸗setz verdammen, denn kann nicht mehr aus al⸗ler.———— ö—— ö E E al ⸗le Zor-nes⸗flam⸗men hat Je⸗sus aus⸗ge⸗löscht. ö . i⸗che Zeit! 2. Auf denn, mein Herz, und bringe dem Heiland 4 Dank davor, vertreib die Furcht und schwinge im da wir von Glauben dich empor: wirf des Gewissens Nagen, unsre Schuld, dein Sorgen und dein Zagen in Christi leeres Grab. errlicher Tag 3. Ist Jesus auferstanden, mit Herrlichkeit geschmückt, bo bist du ja den Banden des Todes mit entrückt. Kein Der Tod is Fluch drückt das Gewissen, der Schuldbrief ist zer⸗ nehr vor ihmrissen, denn alles ist bezahlt. 374 Das Kirchenjahr 4. Ach willst du noch nicht glauben, du ungewisset ö‚ Geist? Kein Teufel kann dir rauben, was Jesus dit verheißt, der Licht, Kraft, Fried und Leben geneigt 3 ist dir zu geben als seines Sieges Frucht. 5. Wohlan denn, Fürst des Lebens, ich bring dir, was * ich hab. Ich matte mich vergebens bei meinen Wun⸗ 44 den ab, ich kann sie nicht verbinden; soll ich Ge—⸗ nesung finden, du mußt sie rühren an. 6. Gib meinem Glauben Klarheit, zu sehn, Herr Jesu Christ, daß du Weg, Leben, Wahrheit, daß du mir alles bist; die finstern Wolken teile der bangen Zweifel, heile des Glaubens dürre Hand. Laß mich nicht länger wanken gleich einem Rohr Im Wind, besänftge die Gedanken, die voller Unruh sind. Du bist der Stuhl der Gnaden; wer mühsam— und beladen, den rufst du ja zu dir. 2. Er si über H. Ich will nicht mehr vergeblich bei mir mich halten 3. Nui auf; ich finde nichts erheblich, zu hemmen meinen Psalme Lauf zu deinen offnen Armen, die mir dein frei Er— barmen so huldreich aufgetan. 4. Nut zu ihm 9. Hast du den Tod verschlungen, verschling ihn auch Dri in mir; wo du bist durchgedrungen, da laß mich folgen 97— dir. Erfülle mein Verlangen und laß den Kopf dem H der Schlangen in mir zertreten sein. 6. Der Preis 10. Lebst du, laß mich auch leben als Glied an deinem Leib, daß ich gleich einem Reben an dir, dem Wein⸗ stock, bleib. Gib Geistessaft zur Nahrung/ gib Stärke zur Bewahrung der Pflanzung deiner Hand. Wene: ise: II. Leb in mir als Prophete und leit mich in dein Licht; als Priester mich vertrete, mein Tun und Lassen richt; um deinen ganzen Willen als König zu erfüllen, leb, Christe, leb in mir. ztiedrich Adolf Lampe, 1683—1720. 1. V Himmelfahrt 375. 376 du ungewisser was Jesus dit Leben geneigt ucht. bring dir, was i meinen Wun⸗ soll ich Ge⸗ 3. zu sehn, Hert hrheit, daß du ile der bangen nd. ch einem Rohr ie voller Unruh wer mühsam nir mich halten mmen meinen dein frei Er⸗ ling ihn auch aß mich folgen aß den Kopf lied an deinem ir, dem Wein⸗ g, gib Stärke Hand. in dein Licht; d Lassen richt; erfüllen, leb, npe, 1683—1729. SHimmelfahrt 1* Melchior Franck 1627. 375 1. Gen Himmel auf- ge⸗ öh⸗ren ist, Hal⸗le⸗lu⸗ —— EE— ö ja, der Eh-ren⸗kö-nig Je⸗susChrist. Hal⸗le-lu-ja. 2. Er sitzt zu Gottes rechter Hand, Halleluja, herrscht über Himml und alle Land. Halleluja. „Nun ist erfüllt, was gschrieben ist, Halleluja, in Psalmen von dem Herren Christ. Halleluja. 4. Nun sitzt beim Herren Davids Herr, Halleluja, wie zu ihm gsprochen hat der Herr. Halleluja. 5. Drum jauchzen wir mit großem Schalln, Halleluja, dem Herren Christ zum Wohlgefalln. Halleluja. 6. Der heiligen Dreieinigkeit, Halleluja, sei Lob und Preis in Ewigkeit! Halleluja. Nach Coelos ascendit hodie(15. Jahrhdt.) 1601. Weise: Erschienen ist der herrlich Tag. Nikolaus Herman 1560. EEEEE * 2 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je- su Christ, daß du gen 294 376 Das Kirchenjahr EEE Himmel gfah-ren bist: o starker Gott Im-ma-nu⸗ EERERE *+ el, stärk uns an Leib, stärk uns an Seel. Hal⸗le⸗ lu: ja. 2. Nun freut sich alle Christenheit und singt und springt ohn alles Leid. Gott Lob und Dank im höch⸗ sten Thron, weil unser Bruder Gottes Sohn. Halleluja. 3. Gen Himmel aufgefaͤhren hoch ist er doch allzelt bei uns noch, sein Macht und Gwalt unendlich ist, wahr Gott und Mensch zu aller Frist. Halleluja. 4. Wohl dem, der ihm vertrauen tut und hat in ihm nur frischen Mut. Welt, wie du willst! Wer fragt nach dir? Nach Christo steht unser Begier. Halleluja. 5. Er ist der Herr und unser Trost, der durch sein Blut uns hat erlöst; das Gfängnis er gefangen hat, daß uns der bittre Tod nicht schadt. Halleluja. 6. Wir freuen uns aus Herzensgrund und singen fröh⸗ lich mit dem Mund: der unser Bruder, Fleisch und Blut, ist unser allerhöchstes Gut. Halleluja. 7. Durch ihn der Himmel unser ist. Hilf uns, o Bru⸗ der Jesu Christ, daß wir nur trauen fest auf dich und durch dich leben ewiglich. Halleluja. 8. Amen, Amen, Herr Jesu Christ, der du gen Him— mel gfahren bist; behalt uns, Herr, bei reiner Lehr, des Teufels Trug und Listen wehr. Halleluja. 9. Komm lieber Herr, komm, es ist Zeit, zum letzten Gricht in Herrlichkeit; führ uns aus diesem Jammertal in deinen ewgen Himmelssaal. Halleluja. 1607. Pfingsten 377 t Im- ma= nu⸗ E — —7 dal⸗le⸗ lu-ja. und singt und Dank im höch⸗ zohn. Hallelufa, ter doch allzeit t unendlich ist, t. Halleluja. ind hat in ihm er fragt nach Halleluja. der durch sein gefangen hat, Halleluja. nd singen fröh⸗ r, Fleisch und salleluja. If uns, o Bru⸗ t auf dich und du gen Him—⸗ ei reiner Lehr, alleluja. it, zum letzten la. m Jammertal 1607½ Punslen: 271 Es sind doch selig alle die Straßburg 1525. 1. Jauchz, Erd, und Himmel, jub ⸗le hell, die an dem trost lo- sen Häuflein klein, das ö* —.— den n ex, na. it r. E r WlN Wunder Gotts mit Freud er-zähl, die er heut hat be⸗ ö 3* saß in fried⸗ sa- mer Ge-mein und be-tet mit Ver⸗ W EE EEEEEE gan⸗gen. Fois a lan⸗gen, daß es mit Geist ge⸗ tau⸗- fet werd. Der ö E E kam mit Feu⸗ers⸗ glut zur Erd, mit star⸗kemSturmes⸗ EEIEE to ⸗ben; das Haus er-füllt er ü-ber=all, zerteilt man Zun⸗gen sah im Saal und all den Her-ren lo-ben. 377 Das Kirchenjahr 2. Ach Herr, nun gib, daß uns auch find in Fried und Flehn dein selger Wind; weh rein von Sünden⸗ staube ganz das Gemüt, füll an das Haus der Heil⸗ gen dein, richt dein Werk aus, daß aufgeh rechter Glaube und unsre Zung ganz Feuer werd, red nichts denn dein Lob hier auf Erd und was den Nächsten bauet. Brenn rein die sündige Natur, mach uns zur neuen Kreatur, obs Fleisch darob auch grauet. 3. Komm, Balsam Gottes, heilger Geist, erfüll die Herzen allermeist mit deiner Liebe Brennen. Von dir allein muß sein gelehrt, wer sich durch Buß zu Gott bekehrt; gib himmlisches Erkennen. Der fleischlich Mensch sich nicht versteht auf göttlich Ding und irre— geht; in Wahrheit wollst uns leiten und uns erinnern aller Lehr, die uns gab Christus, unser Herr, daß wir sein Reich ausbreiten. 4. Durch dich besteht der neue Bund, ohn dich wird Gott niemandem kund, du neuerst unsre Herzen und rufst darin dem Vater zu, schaffst uns viel Fried und große Ruh und tröstest uns in Schmerzen, daß uns auch Leiden Ehre ist, da du durch Lieb gegossen bist in unser Herz ohn Klage. Du leitest uns auf ebnem Weg und führst uns hier den rechten Steg, weckst uns am Jüngsten Tage. 5. Du, der lebendge Brunnenquell, der Gottes Stadt durchfließet hell, erquickest das Gemüte. Durch dich besteht des Vaters Bau; du willst und gibst, daß man dir trau, du bist die Gottesgüte. Irden Geschirr nur sind wir weich, brechen gar leicht von jedem Streich; du selbst wollst uns bewahren, uns brennen wohl in deiner Glut, daß uns der Feind nicht schaden tut, so wir von hinnen fahren. 6. Laß uns nicht sündgen wider dich, zum Tempel weih uns ewiglich, lehr uns mit Glauben beten, daß Jesus Christus hier auf Erd durch dich in uns ver⸗ kläret werd; all Schwachheit wollst vertreten. Der Welt Art stark noch in uns ist, und unserm Fleisch danach 9 Sünd u Gütigkei 3• Ohn Tun un 4. Lenk Herzen 5. Gib festiglick 6. gib e gib uns Weise: A I ind in Fried von Sünden⸗ zus der Heil⸗ jufgeh rechter d, red nichts den Nächsten mach uns zur grauet. st, erfüll die nen. Von dir Buß zu Gott Der fleischlich ing und irre⸗ uns erinnern derr, daß wir ohn dich wird Herzen und iel Fried und zen, daß uns gegossen bist us auf ebnem g, weckst uns Gottes Stadt Durch dich ibst, daß man Geschirr nur dem Streich; Pfingsten 378. 379 danach gelüst't; drum wollst uns täglich strafen um Sünd und um Gerechtigkeit und um Gericht mit Gütigkeit, daß wir in Gott entschlafen. Ambrosius Blaurer, 1492- 1564. Bremen 1639. — ASSSISI I.I... 22.— 2—LI 2— 2... +— 1I— ——LI—— 75 4—7 3 1. Heilger Geist, du Tröster mein, hoch vom Himmel E S ö— f E E DEDED— E E———.— uns er⸗schein mit dem Licht der Gna-de dein. 2. O du selge Gnadensonn, füll das Herz mit Freud und Wonn allen, die dich rufen an. 3. Ohn dein Beistand, Hilf und Gunst ist all unser Tun und Kunst vor Gott ganz und gar umsonst. 4. Lenk uns nach dem Willen dein, wärm die kalten Herzen fein, bring zurecht, die irrig sein. 5. Gib uns, Herr, wir bitten dich, die wir glauben festiglich, deine Gaben mildiglich: 6. gib ein heilges Leben hier, gib, daß selig sterben wir, gib uns ewge Freud bei dir. Martin Moller, 1547—1606. nnen wohl in schaden tut, zum Tempel n beten, daß in uns ver⸗ rtreten. Der nserm Fleisch Weise: Warum sollt ich mich denn grämen? Johann Georg Ebeling 1666. H E ö EE— 1. Höch⸗ ster Trö⸗ ster, komm her⸗ nie⸗der, 16 378 37 380 Das Kirchenjahr — ö ö— EE— Geist des Herrn, sei nicht fern, sal- be Je- su ,, Lri.— Glie-der. Er, der nie sein Wort ge-brocchen, 8.— H ö EI E e Je⸗ sus hat dei⸗nen Rat sei⸗nem Volk ver-⸗spro⸗chen. 2. Geist der Weisheit, gib uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. Lehr uns, recht vor Gott zu treten, sei uns nah und sprich Ja, wenn wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen, gib un Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. 4. Hilf uns nach dem Besten streben, schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gib, daß wir nit stillestehen, treib uns an, froh die Bahn deines Wortz zu gehen. 5. Sei bei Schwachheit unsre Stütze; steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist 5 2*8 freudig in die Freude. Ehrenfried Liebich, 1713—1780. 80 Weise: Herr Gott, dich loben alle wir. Genf 1551. 3 44 + 1. O Got⸗tes Geist und Chri⸗sti Geist, der 2. du H stille Me uns Her 3. Kom weite V des licht 4. Achl Sünde geht un 5. das“ vom H Lust di 6. O C Kinder o komm 7. Kom Kraft,! schein 8. Dar deines 2 himmels Pfingsten 380 =——— ge⸗ brochen, ver⸗-spro-chen. urch dein Licht ehr uns, recht rich Ja, wenn wfen, gib uni elt zu dämpfen. ilngst und Not, iden. henk uns Kraft, „daß wir nit deines Wortz steh uns bei, Führ, wenn „unsern Geist bich, 1713- 1780. Genf 155ʃ. sti Geist, der uns den Weg zum Himmel weist, der uns die dunk⸗le ..........——. ö CEELE 22.—.———— Er⸗ den⸗nacht durch sei⸗ ne Lich⸗ter hel⸗ le macht; 2, du Hauch, der durch das Weltall weht als Gottes stille Majestät, du aller Lichter reinstes Licht, erleucht uns Herz und Angesicht. 3. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein hell in die weite Welt hinein; komm, mach uns in der Finsternis des lichten Himmelswegs gewiß. Ach hier ist alles Sraub und Nacht, die Wahn und Sünde trübe macht; ach hier ist alles Not und Tod, geht uns nicht auf dein Morgenrot: 5. das Morgenrot der bessern Welt, das wie ein Strahl vom Himmel fällt, als Gottes Macht und Gottes Lust durchblitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt, der uns wie Kinder glauben heißt, o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Friede, Gottes Mut, komm, stille Kraft, die nimmer ruht; komm, gieße deinen Gnaden⸗ schein in Seele, Sinn und Herz mir ein! 8. Dann wandl ich wie ein Kind des Lichts im Glanze deines Angesichts schon meinen kurzen Erdenlauf stetõ himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Arndt, 1769-1860. 16* 381 381 Das Kirchenjahr Trinitatis 1524. N — +— 2 E.,.. ö ö + 1. Gott der Va⸗ ter wohn uns bei und mach uns al-ler Sün- den frei und laß uns nicht ver⸗ de ⸗ ben; Vor dem helf uns se- lig ster ben. dir uns 1 1— II ö EDEEE D n ö— ——** Teu⸗fel uns be-⸗ wahr, halt uns bei fe⸗stem las⸗sen ganz und gar, mit al-len rech- ten —. 12 + 5— Glau-ben, und auf dich laß uns bau-en, aus Chri-sten entfliehn des Teufels Lin⸗ sten, mit I .—+ • . ID—.——— I Herzensgrund ver⸗ trãu⸗ en, 5 Waffen Gotts uns fri⸗ sten. A⸗ men, A-men, .. dre,d,e,e,K das sei wahr, so sin-gen wir Hal⸗le-lu⸗ja! 2. Jesus Christus wohn uns bei und laß uns nicht verderben; mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben. Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben, und auf dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen entfliehn des Teufels Listen, sei wal Martin Weise: 1524. 5 bei und nᷓfrei und — Vor dem dir uns Trinitatis 382 mit Waffen Gotts uns fristen. wahr, so singen wir Halleluja! 3. Heilig Geist, der wohn uns bei und laß uns nicht verderben; mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben. Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben, und auf dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen entfliehn des Teufels Listen, mit Waffen Gotts uns fristen. Amen, Amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja! Martin Luther, 1483—1546. Nach einer deutschen Litanei aus dem 15. Jahrhundert. Amen, Amen, das sei Weise: Herr Gott, dich loben alle wir. Genf 1551. —. i fe⸗ stem nrech⸗ ten en, aus sten, mit —— ien, A-men, — e-lu-ja! aß uns nicht und helf uns ühr, halt uns s bauen, aus zanz und gar, eufels Listen, — e ö= 1. Brunn al⸗-les Heils, dich eh- ren wir und E ö nu, 1— 1. IS— öff⸗nen unsern Mund vor dir; aus dei⸗ner Gottheit ——5 ö Hei⸗-lig⸗ tum dein ho⸗-her Se-gen auf uns komm. 2. Der Herr, der Schöpfer, bei uns bleib, er segne uns nach Seel und Leib, und uns behüte seine Macht vor allem Übel Tag und Nacht. 10 Der Herr, der Heiland, unser Licht, uns leuchten aß sein Angesicht, daß wir ihn schaun und glauben frei, daß er uns ewig gnädig sei. Der Herr, der Tröster, ob uns schweb, sein Antlitz über uns erheb, daß uns sein Bild werd eingedrückt, und geb uns Frieden unverrückt. 5. Jehova, Vater, Sohn und Geist, o Segensbrunn, der ewig fleußt, durchfleuß Herz, Sinn und Wandel wohl, mach uns deins Lobs und Segens voll. Gerhard Tersteegen, 1697-1769. 382 Die Hirche und die Gnadenmittel Die Hirche 383 Ursprünglich weltlich(15. E ü Hirur um 1535. I .— EEE e Ei I. Lob Gott ge⸗trost bnnt Singen, froh- lock, du christlich Dir soll es nicht miß-lin-gen, Gott hilft dir im-mer⸗ EEEE Ser! Ob du gleich hier mußt tra- gen viel Wi⸗- der-wär-tig- keit, doch sollst du nicht ver⸗ Fe za⸗ gen, denn er hilft dir aus al⸗lem Leid. 2. Kann und mag auch verlassen ein Mutter je ihr Kind und also gar verstoßen, daß es kein Gnad mehr findt? Und ob sichs möcht begeben, daß sie sogar ab⸗ fiel: Gott schwört bei seinem Leben, daß er dich nicht verlassen will. herrlich ment. 5. Go Gnad hat. K und u Ewigk Weise: sei mi — E stüm 2. H wir m brüll, 3. Ack Fried Gesun nittel überg um 1535. „du christlich tdir im-mer⸗ Die Kirche 384 3. Darum laß dich nicht schrecken, o du christgläubge Schar! Gott wird dir Hilf erwecken und selbst dein nehmen wahr: hat er dich doch gezeichnet, gegraben in sein Händ, dein Nam stets vor ihm leuchtet, daß er dir seine Hilfe sendt. 4. Es tut ihn nicht gereuen, was er vorlängst gedeut't, sein Kirche zu erneuen in dieser gfährlich Zeit. Er wird herzlich anschauen dein Jammer und Elend, dich herrlich auferbauen durch sein rein Wort und Sakra⸗ ment. 5. Gott solln wir billig loben, der sich aus großer Gnad durch seine milden Gaben uns kundgegeben hat. Er wird uns auch erhalten in Lieb und Einigkeit und unser freundlich walten hier und auch dort in Ewigkeit. Böhmische Brüder(Johann Horn 4+ 1547). Weise: DerTag bricht an und zeiget sich. Melchior Vulpius 1609. —.* : gen viel 1. Wach auf, wach auf's ist ho- he Zeit, Christ, ———— ö— —.. nicht ver⸗ =lem Leid. utter je ihr Gnad mehr sie sogar ab⸗ er dich nicht sei mit dei ⸗ner Hilf nicht weit! Das wü⸗tend unge⸗ Ee Eal stüme Meer läuft an mit Macht und drängt uns sehr. 2. Hilfst du nicht bald, so ists geschehn, zu Grund wir müssen eilend gehn. Bedräu der Wellen wild Ge⸗ brüll, so legt es sich und wird ganz still. 3. Ach Herr, um deines Namens Ehr halt uns in Fried bei deiner Lehr! Gib deiner Kirche wieder Ruh, Gesundheit, gute Zeit dazu. 385 Die Kirche und die Gnadenmittel 4. Laß lästern nicht den Namen dein, dein Völklein 2. Der halt zusammen fein; und mag es ja nicht anders sein, eingese denn daß der Feind will schlagen drein, Gottes 5. so wir doch Frieden halten gern, wohlan, wir sehn darinne auf dich, den Herrn. Du bist doch der allmächtge Bürge Gott, dein Name heißt: Herr Zebaoth! versicht 6. Sei du Hauptmann in diesem Streit, dein siegreich 3. Die Hand helf uns beizeit, damit der Feind, wie groß er Gott ist, muß sehen, daß du stärker bist. d . 7. In deiner Kraft wir liegen ob, daß weit erschall Blut: ö dein Ehr und Lob und alle Welt des inne werd, daß werder du noch lebst und herrschst auf Erd. 60D Ambrosius Blaurer,‚ 1492— 1564. des Ta zu sein 385 Weise: Die Tugend—— durchs Kreuz geübet. Halle 1704. 2— [ 27—— r* von G ü ö EE.e:..s— DIIIE—.— Ralten —— alten 1. Preis, Lob und Dank sei Gott dem Her=ren, Auente und sam⸗melt draus zu sei ⸗nen Eh⸗ ren will er unser der sei⸗ner Menschen Jammer wehrt die er von sich eisne ew⸗ ge Kirch auf Erd, Weise 1——— ö 2—— ö S. II 1I. An⸗fang schön er-bau-et als sei⸗ ne aus⸗er⸗ * +—5..———.— „ E 5 Er ————5 11——..—— — IE— é , wähl⸗te Stadt, die al-le- zeit auf ihn ver⸗ Seufz Macht dein Völklein t anders sein, lan, wir sehn r allmächtge dein siegreich „wie groß er weit erschall ne werd, daß rer, 1492— 1564. Halle 1704. m Her-ren, Die Kirche 386 2. Der heilge Geist darin regieret, hat seine Hüter eingesetzt; die wachen stets, wie sichs gebühret, daß Gottes Haus sei unverletzt; die führn das Predigtamt darinnen und zeigen an das ewge Licht, darin wir ousaht. gewinnen durch Glauben, Lieb und Zu⸗ versicht. 3. Die recht in dieser Kirche wohnen, die werden in Gott selig sein: des Todes Flut wird sie verschonen, denn Gottes Arche schließt sie ein. Für sie ist Christi Blut vergossen, das sie im Glauben nehmen an; sie werden Gottes Hausgenossen und sind ihm willig untertan. 4. Obwohl die Pforten offen stehen und hell das Licht des Tages scheint, doch kann hinein nicht jeder gehen, zu sein mit Gott, dem Herrn, vereint. Es ist kein Weg, denn nur der Glaube an Jesum Christum, un⸗ sern Herrn: Wer den nicht geht, der bleibet draußen, von Gottes Haus und Tempel fern. 5. Also wird nun des Herrn Gemeine gepflegt, er⸗ halten in der Zeit; Gott, unser Hort, schützt sie alleine und segnet sie in Ewigkeit. Auch nach dem Tod n Eh⸗ren will er ihr geben aus Christi Wohltat, Füll und Gnad —.—— das ewge frendenreiche Leben. Das gib auch uns, Herr, —.— unser Gott. Gesangbuch der Böhmischen Brüder 1566. ö hie er von Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. Wittenberg 1543. Z:· +. +— ————.—— ne aus⸗er⸗ uf ihn ver⸗ 1. Rett, o Herr Je-su, rett dein Ehr, das Seufzen dei-ner Kir⸗che hör; der Feind An-⸗schläg und EET Hßen Gnad. E ˙—— Macht zer⸗stör die jetzt ver⸗fol⸗ gen dei⸗ ne Lehr. 38/7 387 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. Groß ist ihr List, ihr Trutz und Macht, sie fahren hoch daher mit Pracht; all unsre Hoffnung wird ver⸗ lacht, wir sind bei ihnen nichts geacht't. 3. Vergib uns unsre Missetat, vertilg uns nicht, er⸗ zeige Gnad; beweis den Feinden in der Tat, es gelte wider dich kein Rat. 4. Steh deinem kleinen Häuflein bei, aus Gnaden Fried und Ruh verleih; laß jedermann erkennen frei, daß hier die rechte Kirche sei. 5. Laß sehn, daß du seist unser Gott, der unsre Feinde macht zu Spott, zerstreuet ihre stolze Rott und hilft den Seinen aus der Not. Johann Heermann, 1585- 1647. Jesaja 49, 14—16. Au Johann Hermann Schein 1623(bei Johann Crüger 1640). + 29— 4 er.. * 1. Zi⸗on klagt mit Angst und Schmerzen, Zi⸗on, die er trägt in sei⸗ nem Her-zen, die er IIAI EE ,. Gottes wer⸗te Stadt r ö sich er⸗wäͤhlet hat. Ach, spricht sie, wie hat mein Gott TD S.S.I.I.I.I..I... I mich ver-lase- sen in der Not und läßt mich so 2. De jederze Traur zürnen jetzt n 3. 7. Mund Geist wo m hassen 4. Ja Mutt ich dor o du deiner Weise: t, sie fahren ing wird ver⸗ ins nicht, er⸗ Tat, es gelte aus Gnaden rkennen frei, unsre Feinde 'tt und hilft in, 1585- 1647. n Crüger 1640). ierzen, Zi⸗on, zen, die er hat mein Gott ißt mich so her⸗ges⸗ sen. Die Kirche 388 2. Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit, der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach will er denn für und für grausam zürnen über mir? Kann und will er sich der Armen jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3.„Zion, o du Vielgeliebte,“ sprach zu ihr des Herren Mund,„zwar du bist jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwundt; doch stell alles Trauern ein: wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen? 4. Ja wenn du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn, da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin. Meine Treue bleibet dir, Zion, o du meine Zier! Mein Herz hast du mir besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann; siehe, hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders sein? Ich muß ja gedenken dein; deine Mauern muß ich bauen und dich fort und fort anschauen. 6. Wie der Säugling ohne Sorgen ruht in seiner Mutter Schoß, bist auch du in mir geborgen; meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, keine Not, Gefahr und Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden; bleib getreu in allem Leiden!“ Johann Heermann, 1585— 1647. 1mu 41 alle Lande, Gott zu Ehren. Genf 1551. SSSS 1. Ich lo⸗ be dich von gan-zer See⸗len, daß E. du auf die⸗ sem Er-den-kreis dir wol-len ei⸗ ne 388 388 Die Kirche und die Gnadenmittel Kirch er-wäh-len zu dei⸗ nes Na-mens Lob und —— ——* ö—.—— FE— E F ö + —j UEFn Preis, dar⸗ in-nen sich viel Menschen fin-den in 1—— V+ 2.— ei⸗ner hei⸗lisgen Ge-mein, die da von al-len ih⸗ren 5, Erh hin bis rauben: die Her und Fr gefürbt Weise: 2 Sün⸗den durch Chri-sti Blut ge-wa⸗schen sein. 2. Du rufest auch noch heutzutage, daß jedermann er⸗ scheinen soll; man höret immer deine Klage, daß nicht dein Haus will werden voll. Deswegen schickst du auf die Straßen, zu laden alle, die man findt; du willst 91 ind berufen lassen, die blind und lahm und Krüp⸗ pel sind. 3. Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen der Völker eine Kirch gemacht, darinnen dein Lob wird gesungen in einer wunderschönen Pracht, die sämtlich unter Christo stehen als ihrem königlichen Haupt und in Gemeinschaft dies begehen, was jeder Christ von Her⸗ zen glaubt. 4. Das Heil wir nicht auf Werke gründen, weil doch kein Mensch vor Gott gerecht; und will sich etwas Gutes finden, so sind wir dennoch böse Knecht. Mit Glauben müssen wir empfangen, was Christi Leiden uns bereit't; im Glauben müssen wir erlangen der Seele Heil und Seligkeit. ns Lob und fin ⸗den in al⸗len ih⸗ren ⸗schen sein. jedermann er⸗ ige, daß nicht schickst du auf idt; du willst m und Krüp⸗ »n der Völker wird gesungen ämtlich unter daupt und in hrist von Her⸗ den, weil doch zill sich etwas Knecht. Mit Christi Leiden erlangen der Die Kirche 5. Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben noch ferner⸗ hin bis an das End; ach laß uns nicht die Schätze rauben: dein heilig Wort und Sakrament. Erfüll die Herzen deiner Christen mit Gnade, Segen, Fried und Freud, durch Liebesfeur sie auszurüsten zur un⸗ gefärbten Einigkeit. Friedrich Konrad Hiller, 1662— 1726. 389 Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern.“ Frankfurt a. M. 1599. . 22— E ö EEEE — 421— 1 1. I* Wann grünt dein gan⸗zer Er⸗den⸗kreis? Wann wirst du groß in mir und alln, E die Völ-ker Preis und du schufst, zu Fuß dir falln und Wann ge-ben dir daß, die 4 HI—.— — +.— 8 1— wer⸗ den un ⸗ ter⸗ tä⸗nig? sü⸗ ße schrein: Der Herr ist Kö- nig! Gie⸗ ße —— 1+ ————— —— Gei⸗ stes-kräf⸗ te, Le⸗-bens- säf⸗ te in mich .—* E ö— H 1—. 72——4 S. 2— 1 j+N Gerhard Tersteegen, 1697- 1769. 390. 391 Die Kirche und die Gnadenmittel 390 Weise: O Durchbrecher aller Bande. Halle 1704. ö— ⁴— 1. Va= ter, dei- nes Gei-stes We-hen durch die läßt uns schon von fer⸗ ne se- hen dei⸗ nes E I E— EEEEEE ——— II + Krenne— ö Reieches Herrichreit denn dein Wort wird aus-ge⸗ S spen⸗det durch die gan⸗ze wei⸗ te Welt, mil=li⸗ SI.I.....I e o⸗ nen⸗weis ge- sen⸗det auf das gro⸗ße Ak⸗ker ⸗=feld. 2. Bald wird dieser Same blühen allenthalben hoch und hehr, denn Evangelisten ziehen über Inseln, Land und Meer. Um die Saaten zu begießen, Geist der Pfingsten, komm herab! Laß die Lebensströme fließen bis zum Grabe tief hinab. 3. Sei gegrüßt, du ewger Morgen, steige, Sonne, bald empor! Weicht nun, all ihr bangen Sorgen, Glanz des Herrn, brich schnell hervor! Seht, der Berge Spitzen glühen schon im ewgen Morgenlicht, und die Frühlingsblumen blühen: Brüder alle, zwei felt nicht! Johann Heinrich Jung, genannt Stilling, 1740—18ʃ7. Weise: Fahre fort. Halle 1704. — 2 1. Reich des Herrn, Reich des Herrn, brich her⸗ Zwei⸗f. nah u 2. Sieg der Nac seine M Denn d führt de 3. Gott gewalt deine H umarme 4. Uber durch je kannt, der Völl 5. Wele welch ein lohnt er reichem Schritt 6. Kom met nich Recht u die Mer den wiri nittel Die Kirche 391 Halle 1704. — hen durch die hen dei⸗ nes twird aus-ge⸗ ö — Welt, mil⸗-li⸗ Ak⸗ker⸗ feld. lenthalben hoch er Inseln, Land ßen, Geist der sströme fließen — vor in vol- lem Tag, dei- ner Strahlen Macht er⸗ EE hel⸗le, was in To⸗des-schat⸗ten lag; Wolk und —.— + ur. n Zwei-⸗fels-ne-bel fäl⸗le, sen-de Licht und Wärme nah und fern, Reich des Herrn, Reich des Herrn. 2. Siege bald, siege bald! Komm, das kalte Reich der Nacht aller Enden zu zerstören. Sieh, es sammelt seine Macht; doch wer kann den Sieg dir wehren? Denn die Sonne der Gerechtigkeit führt den Streit, führt den Streit. 3. Gottes Held, Gottes Held, mit der Gnade Siegs⸗ gewalt schlage Feind an Feind danieder. Bring in deine Herrschaft bald alles Abgefallne wieder; dann umarmen Freud und Friede sich ewiglich, ewiglich. steige, Sonne, angen Sorgen, or! Seht, det n Morgenlicht. üder alle, zwei lling, 1740— 18ʃ17 Halle 1704. — rrn, brich her⸗ 4. UÜberall, überall laß bis an der Welten Rand, laß durch jeden Kreis der Erden deinen Namen hell er⸗ kannt, deine Kraft verherrlicht werden, bis du als der Völker Friedefürst herrschen wirst, herrschen wirst. 3. Welch ein Herr, welch ein Herr! Ihm zu dienen, welch ein Stand! Wenn wir seines Dienstes pflegen, lohnt er unsrer schwachen Hand armes Werk mit reichem Segen; wallen wir, so wallt sein Friede mit, Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. 6. Kommt herbei, kommt herbei, frohe Zeiten, säu⸗ met nicht, daß der Herr sich offenbare als der Völker Recht und Licht. Kommt, daß alle Welt erfahre, wie die Menschenherd ihr großer Hirt weiden wird, wei⸗ den wird. Karl Bernhard Garve, 1763- 1841. 392 Die Kirche und die Gnadenmittel * 392 1665 schön leuchtet der Morgensteru.“ Frankfurt a. M.1599. auf, EFAHE x— so we ..... EEE 1.— man * + 1. Hier ste⸗ hen wir von nah und fern Je? su, sel ⸗ ge Ma-⸗ je: stät, ö— in ei⸗ nem Geist vor ei⸗ nem Herrn, ver⸗ ge⸗ kreu-zigt einst und nun er-höht, tritt ED.— I— + j—— L————2— L 1 2—.—1— — eint zu Dank und Bir⸗te; stimm an, nimm an— 7*—— E w ++ ein in uns⸗ re Mit= te; ———w— —— V +.— uns⸗ re Lie-⸗ der, die wir wie-der vor dich EE E— +— I.IF EEglänz E— EEE sie „ brin⸗gen, dei-ner Lie- be Tun zu sin⸗-gen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war, das breitest du von Jahr zu Jahr nun aus mit mächtgen Zweigen Zu Tausenden erwächst dein Bund und öffnet Her herr und Hand und Mund, für Gottes Heil zu zeugen, deinen reinen Lebenssamen, deinen Namen durch di⸗ Weiten aller Länder auszubreiten.— 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir, und all⸗ Völker werden dir einst noch zu Füßen fallen. Di weckst sie aus der Todesruh und führst schon Erstling 2. E herzu in Salems heilge Hallen; spendest, sendest Lich schwe und Segen allerwegen deinen Freunden, herrsche! warer ö unter deinen Feinden. nun, 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit; drum wollen wß Kran du Held im Streit, an deinem Auge hängen. Wohl seine Die Kirche 393 ankfurt a.M. 1599. nah und fern Ma⸗je⸗stät, Herrn, ver⸗ höht, tritt . auf, mit Macht umgürte dich, du Arm des Herrn, so werden sich die Völker um dich drängen! Alsdann wird man fröhlich singen, Palmen schwingen, wenn man schauet, wie Jehova Zion bauet. Albert Knapp, 1798- 1864. Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern.“ Frankfurt a. M. 1599. 24 EEEEEEEEEE △D 2 17 1. Macht weit die Pfor-ten in der Welt! Wer von der Sün-de sich ge-wandt, n, nimm an der vor dich — 4 75 zu sin⸗gen. das breitest du ᷓtgen Zweigen ind öffnet Her Heil zu zeugen, amen durch die wir, und all zen fallen. Du schon Erstling t, sendest Lich iden, herrsches um wollen wy, hängen. Wohl —.—— Ein Kö- nig ists, der Ein- zug hält, wer— vom To⸗⸗ des⸗ schla⸗— stand, um⸗ der glänzt von Gnad und Wahrheit. sie⸗het sei-ne Klar⸗heit. Seht ihn weit⸗hin herr-lich schrei⸗ten, Licht ver- brei-ten; Nacht zer⸗ Iieeeeeie =——————— streut er, Le⸗ ben, Fried und Won-ne beut er. 2. Es jauchzt um ihn die frohe Schar, die lang in schweren Fesseln war; er hat sie freigegeben. Blind waren sie und sehen nun, lahm waren sie und gehen nun, tot waren sie und leben. Köstlich, tröstlich allen Kranken, ohne Wanken, ohne Schranken walten seine Heilsgedanken. 393 394 394 Die Kirche und die Gnadenmittel 3. Noch liegt vor ihm so tief und schwer der Sünden ungeheures Heer, das tausend Völker drücket. Um Rache schreit es auf zu Gott, doch lebet er und hat die Not der Sünder angeblicket, betet, rettet, heilt und segnet und begegnet seinen Armen als ein Heiland voll Erbarmen. 4. Längst ist in seinem ewgen Rat für sie zu seinem Reich der Pfad gezeichnet und gebahnet. Ohnmächtig droht der Feinde Hohn; schnell steht in Herrlichkeit sein Thron, wo niemand es geahnet. Selig, selig, wer da trauet, bis er schauet; wer sich mühet, bis sein Gott vorüberziehet! 5. Die ihr von Christi Hause seid, kommt, schließet nun mit Freudigkeit den Bund in seinem Namen! Laßt uns auf seine Hände schaun, an seinem Reiche mutig baun. Sein Wort ist Ja und Amen. Flehet, gehet, Himmelserben anzuwerben. Harret, ringet; Jesus ist es, der euch dinget. Albert Knapp, 1798—1864. Weise: Dieweil wir sind versammelt. Heinrich Schütz 1628. . 5 iiee— 1. Der du in To⸗des-näch⸗ ten er⸗kämpft das und dich als den Ge- rech- ten zum Bür- gen eil der Welt en. der—— der du den Feind be⸗zwun⸗gen, den + Him- mel auf⸗ ge- tan: dir stim-men uns⸗ re +— — n. —— Zun-gen ein Hal- le- lu- ja an. 2. I; dein, bis d West zeitsf Weise Die Kirche 395 der Sünden rücket. Um er und hat rettet, heilt ein Heiland ie zu seinem Ohnmãächtig Herrlichkeit delig, selig, mühet, bis nt, schließet m Namen! nem Reiche en. Flehet, ret, ringet; 5„1798- 1864. h Schütz 1628. kämpft das Bür- gen —. in⸗gen, den uns⸗ re 2. Im Himmel und auf Erden ist alle Macht nur dein, bis alle Völker werden zu deinen Füßen sein, ö bis die von Süd und Norden, bis die von Ost und*0 West sind deine Gäste worden bei deinem Hoch⸗ zeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, um mit dem Ruf der Gnaden zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, hinauszustreun dein Feuer ins weite Völkermeer. 4. O sammle deine Herden dir aus der Völker Zahl, daß viele selig werden und ziehn zum Abendmahl. Schleuß auf die hohen Pforten, es strömt dein Volk heran! Wo noch nicht Tag geworden, da zünd dein Feuer an. Christian Gottlob Barth, 1799- 1862. Weise: Ich freu mich in dem Herren. Bartholomäus Helder 1648. ö ö 5 ˙ 4 1. Es kennt der Herr die Sei⸗nen und hat sie 4 die Gro-ßen und die Klei⸗nen in je- dem —D.— Walr umd⸗ Lands er läßt sie nicht ver⸗ der⸗ben, er ̃..— führt sie aus und ein, im Le- ben und im Ster⸗ben sind sie und blei-ben sein. 396 396 Die Kirche und die Gnadenmittel 2. Er kennet seine Scharen am Glauben, der nicht schaut und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut; der aus dem Wort gezeuget und durch das Wort sich nährt und vor dem Wort sich beuget und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen an ihrer Hoffnung Mut, die fröhlich auf dem einen, daß er der Herr ist, ruht, in seiner Wahrheit Glanze sich sonnet frei und kühn, die wunderbare Pflanze, die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe, die seiner Liebe Frucht und die mit lauterm Triebe ihm zu gefallen sucht, die andern so begegnet, wie er das Herz bewegt, die segnet, wie er segnet, und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen, wie er sie stets ge⸗ kannt, die Großen und die Kleinen, in jedem Volk und Land am Werk der Gnadentriebe durch seines Geistes Stärk, an Glauben, Hoffnung, Liebe als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben und halt uns fest dabei; laß nichts die Hoffnung rauben; die Liebe herz—⸗ lich sei! Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn, so laß uns als die Deinen zu deiner Rechten stehn. Philipp Spitta, 1801—1859. Psalm 37. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. 1599. .... —. + ++ I. Got-tes Stadt steht fest ge-grün-det auf den-noch steht sie und wird ste- hen, man BSA— heil⸗gen Bergen, es ver⸗ bün⸗det sich wi⸗der wird an ihr mit Staunen se-hen, wer hier die man fr breit e Die Kirche 396 n, der nicht—— 29 7 H 1U ö säh er ihn, D..eee‚er— W ** durch. ü 55— inn. N euget un ie egan⸗ ze Welt; 1 Hut und Wa⸗che hält. Der Hü ⸗ ter er Hoffnung—ꝙ der Herr ist, DIRDREEEEEE met frei und—— dar ist grün. Is ra⸗els ist ih- res Hei⸗les Fels. Hal'le⸗ SII.II................ lu⸗ ja! Lob- singt und sprecht: Wohl dem Ge⸗ bewegt, die trägt. 0 11 210 je em Vo— + II a————— „ Liebe ö 5 schlecht, das in ihr hat das Bür-zger=recht. halt uns fest 2. Zions Tore liebt vor allen der Herr mit gnädgem ie Liebe herz⸗ Wohlgefallen, macht ihre Riegel stolz und fest, segnet, WM da dich die die darinnen wohnen, weiß überschwenglich dem zu W en zu deiner lohnen, der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß a, 1801- 1859. ist seine Huld, wie trägt er mit Geduld all die Seinen!. O Gottes Stadt, du reiche Stadt, die solchen Herrn N und König hat! 3. Große heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter keinem Volk man hört. Gottes urt a. M. 1599. Wort ist deine Wahrheit; du hast den Geist und hast die Klarheit, die alle Finsternis zerstört. Da hört man — fort und fort das teuer werte Wort ewger Gnade. Wie lieblich tönt, was hier versöhnt und dort mit in⸗det auf ewgem Leben krönt! ehen man 4., Auch die nichts davon vernommen, die fernsten Völker werden kommen und in die Tore Zions gehn. — Denen, die im Finstern saßen, wird auch der Herr noch — predgen lassen, was einst für alle Welt geschehn. Wo ch wi⸗= der her hier die ist der Gottessohn, wo ist sein Gnadenthron? wird* man fragen. Dann kommt die Zeit, wo weit und +* breit erscheint der Herr in Herrlichkeit. ˖ 397 Die Kirche und die Gnadenmittel 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch— einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, wie Gott 50 sein Zion mächtig bauen und herrlich weitern wird brü⸗ einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht Wé schier hin für die Heiden; es kommt ihr Tag, sie werden wach, und Israel folgt ihnen nach. dankt 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden die Mutter sich no aller Völker werden, die ewges Leben fanden hier, schwan Welch ein Jubel, wie vom Reigen, wird einst von dit und fre zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir. durch ⸗ In dir das Wasser quillt, das alles Dürsten stillt. Halleluja! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst 2. Wa nur Einer, Zions Gott. Philipp Spitta, 1801-1856 Warder 397 Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. 1599, Heum H 1————Frücht + ++ 4—+ 2—— wiegt 9 SIEIEIII E EEEEEEEE —— 2 4. Wa 1. Wa=chet auf, er-hebt die Blik⸗ke! Laut Glieder Seht, ge⸗kom-men ist die Stun⸗de, die Leidet e — hulle, EEEEEEEEEEEEEE mah-nen uns die Welt⸗ge⸗schik⸗ke, es drän-get hart ist unsr uns ver⸗eint zu schö⸗nem Bunde, zu tun, was uns PpPfPfIf ———— Wer der Brüder Not. RIf 1 än“ der Herr ge⸗bot. Laßt nicht die Hän⸗de ruhn; auf, 1— +— + 1 +— 1— ———+ 2.— —— DSS laßt uns Gu⸗tes tün al- len Menschen im 22— Le...— rech ten Geist, doch wie es heißt: an Glau⸗bens un⸗ se Feind zi ean wird noch deiner Bürger ien, wie Gott weitern wird ist die Nacht ihr Tag, sie nach. nmdie Mutter nfanden hier. rd einst von dit ien sind in dit, Dürsten stillt. ller Not erlöst bitta, 1801—1856 nkfurt a. M. 1599. lik⸗ke! Laut tun⸗de, die drän⸗get hart tun, was uns ⸗de ruhnz auf, II‚ enschen im 2 in Glau-bens⸗ Die Kirche 398 N —4 ——— 01 an brü⸗-dern al-ler- meist! 2. Wachet auf und schaut das Gute, das ihr der Väter Mut und Blute, der Treu bis in den Tod ver⸗ dankt. Auf und löst die alten Schulden! Wie lange soll sich noch gedulden das Schifflein, das im Sturme schwankt? Eilt ihm zur Hilf herbei! Es segle froh und frei trotz den Stürmen, von Mut geschwellt, durch alle Welt: Gott ist es, der das Steuer hält. 3. Wachet auf! In allen Landen erheben sich, vom Tod erstanden, die Zeugen frischer Glaubensmacht. Werdet müde nicht im Werke; der Gott des Rechts sst unsre Stärke, und seinem Lichte weicht die Nacht. Drum wirkt, dieweil es Tag, so heiß er glühen mag; Früchte reifen im Sonnenglanz; der Ernte Kranz wiegt auf die heiße Mühe ganz. 4. Wachet auf! Die Zeit zum Wachen soll alle Glieder munter machen, und keines trete scheu hintan. Leidet eins, so leiden alle; drum wachet, daß nicht einer falle, und stehet freudig Mann für Mann. So streitet wacker fort und haltet fest am Wort! Aus der Höhe strahlt uns ein Licht; es trüget nicht, und Gott ist unsre Zuversicht! Karl Rudolf Hagenbach, 1801- 1874. Weise: Ich freu mich in dem Herren. Bartholomäus Helder 1648. EEEEEE *. Es muß uns doch ge⸗ lin⸗ gen, denn Gott ist drum laßt uns fröh⸗lich sin-gen dem bö⸗sen 398 un⸗ ser Schutz; Feind zum Trutz. Er muß doch un⸗ ter⸗lie-gen mit 392 Kamp —.— sie⸗gen, er hei⸗ßet Je⸗sus Christ. 2. Das Feld muß er behalten, der ewge, starke Gott; er wird allmächtig walten, die Hölle wird zum Spott. Umsonst ist ihre Tücke, vergeblich ihre Wut; in einem Augenblicke entfällt ihr stolzer Mut. 3. Das Reich muß uns doch bleiben, hier ist Imma⸗ nuel; er wehrt dem wilden Treiben, er macht das Dunkel hell. Wer will ihm widerstehen? Mit Allmacht Dahn. geht er auf lichten Höhen die majestätsche ahn. 4. Wir glauben seinem Worte, wir baun auf seine Treu. Er macht an jedem Orte sein armes Häuflein frei; er führts auf rechter Straßen zu seines Namen Ruhm; er kann uns nicht verlassen, wir sind sein Eigentum. 5. Drum auf und singe fröhlich, wer immer singen kann! Die Taten sind unzählig, die er an uns getan; und wie in alten Zeiten, so tut er immerdar. Der Herr wird für uns streiten, das ist gewißlich wahr! Friedrich Weyermüller, 1810—1877, Weise: Lobet den Herrn, ihr Heiden all. Melchior Vulpius 1609. HA N EE—5——— 1 E 2—.——..— ——.————..— 1. Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn Moch hilfst du dei ⸗ nem Vol⸗- ke gern, wohlauf, und hilf uns strei ⸗öten! 4 wie du ge⸗ tan vor Zei ⸗ ren. Wir sind im ——— uns 2. Mi gelinge dir lob weit, benskre re hilft uns Die Kirche 400 E— ö——— Kampfe Tag und Nacht; o Herr, nimm gnä⸗ dig 2—— + DI..I.— — — 1—— 1— 2— 1 1 ö —.— —— 5— E.. e, starke Gott; rd zum Spott. Sut; in einem hier ist Imma⸗ er macht das Mit Allmacht ie majestätsche zaun auf seine rmes Häuflein seines Nament wir sind sein immer singen an uns getan; nmerdar. Der ewißlich wahr! üller, 1810—1877, ior Vulpius 1609. m des Herrn, ol ⸗-ke gern, E Wir sind im uns in acht und steh uns an der Sei ⸗ ten! 2. Mit dir, du starker Heiland du, muß uns der Sieg gelingen; wohl gilts zu streiten immerzu, bis einst wir dir lobsingen. Nur Mut! Die Stund ist nimmer weit, da wir nach allem Kampf und Streit die Le⸗ benskron erringen. 3. Drängt uns der Feind auch um und um, wir lassen uns nicht grauen; du wirst aus deinem Heiligtum schon unsre Not erschauen. Fort streiten wir in deiner Hut und widerstehen bis aufs Blut und wollen dir nur trauen. 4. Herr, du bist Gott! In deine Hand o laß getrost uns fallen! Wie du geholfen unserm Land, so hilfst du fort noch allen, die dir vertraun und deinem Bund und freudig dir von Herzensgrund ihr Loblied lassen schallen. Friedrich Oser, 1820- 1891. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. 1599. Kö⸗nig Je⸗su, strei⸗te, sie-ge, daß Blick auf dei- ne Frie⸗densbo⸗ ten, laß ....... EAEEEEE al⸗ les bald dir un? ter⸗liege, was lebt und webt we⸗ hen dei- nen Le-bens⸗o⸗dem durchs gan-ze wei⸗ N.—— un⸗ ser Flehn und +— —— ——— in die⸗ser Welt ů te To⸗ ten⸗feld. Er⸗ hö⸗ re 400 401 Die Kirche und die Gnadenmittel I 1— 1— +—— 1.— 1 17 laß es bald ge-schehn. A-men, A- men! So ——..—— 2— 4. — — rüh-men wir und jauch-zen 3 ein Habz K⸗ a R 1— I lu⸗ ja für und für. 182²7. 401 Weise: Der Herr ist König überall. Heinrich Schütz 1625. * 1. Kommt her, des Kö ⸗ nigs Auf⸗ ge⸗ bot, die daß freudig wir in Drang und Not sein — + äSSI — sei⸗ ne Fahs⸗ ne fas⸗ 10 Lob er⸗ schal len las zsen. Er hat uns I——— ——— + 1 — === sei Air eere an:? 4 Spott! Mit iht 3. Er 1 reine. Gemein Plan n Licht, wir fröl Weise: E I. —— leih, de ver⸗trau⸗et. Für ihn wir R1—— 27 ten auf den I 5 1 ——— —4 1„——— 2.—— RWEEE e e. E + 5 Platz. Und wo's den Hei⸗ zen grau⸗et, zum Her⸗zer 2. Der Christo dadurch — A⸗men! So —.—. in Hal=le⸗ 18²⁷. trich Schütz 165. je⸗ bot, die nd Not sein Er hat uns Sonntag und Gottesdienst 402 lelen. * 2 Kö-nig auf ge-⸗schau et! 2. Ob auch der Feind mit großem Trutz und mancher List will stürmen, wir haben Ruh und sichern Schutz durch seines Armen Schirmen. Wie Gott zu unsern Vätern trat auf ihr Gebet und Klagen, wird er, zu Spott dem feigen Rat, uns durch die Fluten tragen. Mit ihm wir wollens wagen! 3. Er mache uns im Glauben kühn und in der Liebe reine. Er lasse Herz und Zunge glühn, zu wecken die Gemeine. Und ob auch unser Auge nicht in seinen Plan mag dringen: er führt durch Dunkel uns zum Licht, läßt Schloß und Riegel springen. Des wolln wir fröhlich singen! Friedrich Spitta, 1852—1924. Sonntag und Gottesdienst Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. Wittenberg 1543. I+. + 17 1— 2— , i, menr. I. O Gott, du höch- ster Gna- den-hort, ver⸗ 1— ö leih, daß uns dein gött-lich Wort von Oh-ren so zu —— 1.—.— + ten auf den grau⸗et, zum ö. — 2..—— Her⸗zen dring, daß es sein Kraft und Schein voll⸗bring. 2. Der einig Glaub ist diese Kraft, der fest an Jesu Christo haft't; die Werk der Lieb sind dieser Schein, dadurch wir Ehristi Jünger sein. + 403 403 Die Kirche und die Gnadenmittel 3. Verschaff bei uns auch, lieber Herr, daß wir durch deinen Geist je mehr in deinr Erkenntnis nehmen zu und endlich bei dir finden Ruh. Konrad Hubert, 1507— 1577. Psalm 100. Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Görlitz 1648. E— 16.— 1. Nun jauchzt dem Her⸗ren, al⸗le Welt! Kommt .— 2— her, zu sei⸗nem Dienst euch stellt, kommt mit Froh⸗ ——.———— AA ., S SPIS.S..II locken, säumet nicht, kommt vor sein hei⸗lig An⸗gesicht. 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst: durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat. 3. Er hat uns ferner wohlbedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit zu führen stets auf guter Weid. 4. Die ihr bei ihm nun wollet sein, kommt, geht zu seinen Toren ein mit Loben durch der Psalmen Klang, zu seinem Vorhof mit Gesang. 5. Dankt unserm Gott, lobsinget ihm! Lobsinget ihm mit lauter Stimm, dankt und lobsinget allesamt. Gott loben, das ist unser Amt. 6. Er ist voll Güt und Freundlichkeit, voll Lieb und Treu zu jeder Zeit: sein Gnade währet dort und hien und seine Wahrheit für und für. ö 7. Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ sein einger Sohn, samt Gott dem werten heilgen Geis sei nun und immerdar gepreist. Hannoversch. Gesangb. 1643. Nach Kornelius Becker, 1561—1604 —— x ges⸗s daß wir durch nis nehmen zu bert, 1507— 1577. Görlitz 1648. — Welt! Kommt E mt mit Froh⸗ lig An⸗gesicht. r uns erschaffen Gottes Gnad uns zu seinem reit zu führen ommt, geht zu osalmen Klang, Lobsinget ihn nget allesamt voll Lieb und t dort und hiet nd Jesus Christ en heilgen Geis Zecker, 1561-1604. Weise: Liebster Jesu, wir sind hier. 1. Höch⸗ster Gott, wir dan⸗-ken dir, daß du Gib uns Gna⸗ de, daß auch wir nach dem⸗ uns dein Wort ge ge- ben. 37½ sel ⸗öben hei⸗ lig le⸗ ben, und den Glau⸗ben ——.— al⸗-so stär⸗ke, daß er tä- tig sei durch Werke. 2. Unser Gott und Vater du, der uns lehret, was wir sollen, schenk uns deine Gnad dazu, gib zum Wissen uns das Wollen, laß uns ferner noch gelingen auch zum Wollen das Vollbringen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus, deinen väterlichen Segen. Breite deine Hände aus, leite uns auf deinen Wegen. Laß uns hier im Segen gehen, dort gesegnet auferstehen. Johann Adam Haßlocher, 1645— 1726. Johann Rudolf Ahle 1664. Nikolaus Herman 1560. Weise: Erschienen ist der herrlich Tag. — 1— ———5— FE E ö — 17— V 4 I. Heut ist des Her-ren Ru he⸗ tag: ver⸗ EEE— ges⸗set Sor⸗ge, Müh und Plag, treibt eu⸗ re —.— I I. e — I I 1— EE —t. +E——— 1— E 1 55½ 2 2—— — Wo⸗chen⸗ars⸗ beit nicht, kommt vor des Höchsten Sonntag und Gottesdienst 404. 405 404 4⁰05 40 An⸗ge-sicht. Hal-le ⸗ lu=ja. 2. O Gott, der du den Erdenkreis erschaffen hast zu deinem Preis, uns auch bewahrt so manches Jahr in vieler Trübsal und Gefahr:— Hallelusa— 3. hilf, daß wir alle deine Werk voll Weisheit, Güte, Macht und Stärk erkennen und je mehr und mehr ausbreiten deines Namens Ehr. Halleluja. 4. O liebster Heiland Jesu Christ, der du vom Tod er⸗ standen bist, richt unsre Herzen auf zu dir, daß sich der Sündenschlaf verlier. Halleluja. 5. Gib deiner Auferstehung Kraft, daß dieser Trost ja bei uns haft und wir uns drauf verlassen fest, wenn uns nun alle Welt verläßt. Halleluja. 6. O heilger Geist, laß uns dein Wort so hören heut und immerfort, daß sich in uns durch deine Lehr Glaub, Lieb und Hoffnung reichlich mehr. Halleluja. „. Erleuchte uns, du wahres Licht, entzieh uns deine Gnade nicht; all unser Tun auch so regier, daß wir Gott preisen für und für. Halleluja. 8. Gott Vater, Sohn und Geist, verleih, daß dieser Tag dir heilig sei, wir auch die Sabbatruh und Freud erlangen drauf in Ewigkeit. Halleluja. Hannoversches Gesangbuch 1646, Weise: Meinen Jesum laß ich nicht J. Johann Uhlich 1674. 1. Licht vom Licht, er⸗ leuch⸗te mich bei dem Gna⸗den⸗son ⸗ne, stel äle dich vor mein iIEEEEE neu⸗ en Ta⸗ges⸗ lich⸗te;„ muntres Anege⸗ sich⸗te, woh⸗ne mir mit Glanie E bei, 2. fließe zu ge hunde 3..3 lieget Irrtu welch 4. La singer schwi im H 33 2 keiten bereit deiner 6. Di heit hi Kniee sten E Weise: ——— — affen hast zu ches Jahr in hr und mehr uja. vom Tod er⸗ dir, daß sich dieser Trost en fest, wenn so hören heut h deine Lehr r. Halleluja. ieh uns deine zier, daß wir h, daß dieser uh und Freud Besangbuch 1646, jann Uhlich 1674. ich bei dem ich vor mein isheit, Güte, bei, daß mein Sab⸗bat fröh⸗lich sei. 2. Brunngquell aller Süßigkeit, laß mir deine Ströme fließen, mache Sinn und Herz bereit, deiner Gnade zu genießen. Streu das Wort mit Segen ein, laß es hundertfrüchtig sein. 3. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget, sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrtum mich betrüget und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit heilig, heilig, heilig! singen und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügel schwingen; gib mir einen Vorschmack ein, wie es mag im Himmel sein. . Dieser Tag sei dir geweiht: weg mit allen Eitel⸗ keiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zu⸗ bereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst tun, als in deiner Liebe ruhn. 6. Du bist mehr als Salomon: laß mich deine Weis-⸗ heit hören; ich will deinen Gnadenthron mit gebeugten Knieen ehren, bis mir deine Sonne lacht und den schön⸗ sten Sonntag macht. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. Weise: Gott des Himmels und der Erden. Heinrich Albert 1642. —— —— I. Teu-res Wort aus Got-tes Mun-de, das mir dich al-lein hab ich zum Grun-de mei-ner ES———— . T lau ⸗ ter Se⸗gen trägt, Se ⸗lig-keit ge⸗ legt; in dir treff ich Sonntag und Gottesdienst 407 40⁷ 408 408 Die Kirche und die Gnadenmittel D————— ++ +— —— al ⸗äles an, was zu Gott mich füh- ren kann. uns, 2. Will ich einen Vorschmack haben von des Him⸗——— mels Seligkeit, so kannst du mich herrlich laben, weil—— bei dir der Tisch bereit, der mir lauter Manna schenkt, mich mit Lebenswasser tränkt. Gei⸗ 3. Geist der Gnaden, der im Worte mich an Gottes Herze legt, öffne mir des Himmels Pforte, daß mein Geist hier recht erwägt, was für Schätze Gottes Hand—— durch sein Wort ihm zugesandt. 2 4. Gib dem Samen einen Acker, der die Frucht nicht 2. Kot schuldig bleibt; mache mir die Augen wacker, und was hier dein Finger schreibt, präge meinem Herzen ein, laß den Zweifel ferne sein. Gotter 5. Was ich lese, laß mich merken; was du sagest, laß allzugl mich tun. Wird dein Wort den Glauben stärken, laß 3. Laf es nicht dabei beruhn, sondern gib, daß auch dabei ihm Ewigk das Leben ähnlich sei. dein E 6. Hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Richt⸗ und in schnuͤr gehn; was ich hier zum Grunde lege, müsse wie Herr, ein Felsen stehn, daß mein Geist auch Rat und Tat 4. Ko 2 E * — in den größten Nöten hat. nung s Benjamin Schmolck, 1672—1737. kinder mitein allen 6 Weise: Alle Menschen müssen sterben I. Weltlich Christoph Anton 16513 geistlich Weimar 168ʃ. 28 Weise: EE S— — 1. Je ⸗ su, See⸗len⸗freund der Dei⸗ nen, wan-delnd un- ter den Ge⸗ mei-ͤnen, I. Son⸗ne al⸗ler Herr⸗lich⸗ keit, die zu dei⸗ nem Bienst be⸗ reit, komm zu Hi Sonntag und Gottesdienst 409 —— 2 12 W EE— ö—— ren kann. uns, wir sind bei⸗ sam⸗men, gie⸗ße dei⸗ ne 91 0—— f f 4 ö aben, we— r 655. Ranna schenkt, x ů Gei-stes⸗flam-men, gie ⸗ße Licht und Le-ben aus ich an Gottes 1— E+ 1 rte, daß mein——..— Gottes Hand— N 1 9½. ü⸗ ber dies dein Got-tes-haus. e Frucht nicht 2. Komm, belebe alle Glieder, du der Kirche heilig cker, und was Haupt; treibe aus, was dir zuwider, was uns deinen n Herzen ein, Segen raubt. Komm, entdeck uns in der Klarheit Gottes Herz voll Gnad und Wahrheit; laß uns fühlen du sagest, laß allzugleich:„Ich bin mitten unter euch.“ in stärken, laß 3. Laß sich die Gemüter kehren zu dir, Glanz der uuch dabei ihm Ewigkeit; laß uns innigst nur begehren, was uns MN dein Erbarmen beut. Laß dein Licht und Leben fließen h dieser Richt⸗ und in alle sich ergießen; stärke deinen Gnadenbund, ege, müsse wie Herr, in jedes Herzens Grund. Rat und Tat 4. Komm, o Herr, in jede Seele, laß sie deine Woh⸗ nung sein, daß dir einst nicht eine fehle in der Gottes⸗ kinder Reihn. Laß uns deines Geistes Gaben reichlich MN ö miteinander haben; offenbare königlich, Haupt, in aallen Gliedern dich. Nach Johann Michael Hahn, 1758— 1819. rolck, 1672— 1737. ich Weimar 1681.** Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan. Severus Gastorius 1681. 409 4 ———— l EEE r Dei nen,— 170 mei⸗ 1. Dein Wort, o Herr, ist mil- der Tau für e-mei- nen, Laß kei⸗ nem Pflänzchen dei- ner Au den ö.— In . Le trost⸗ be- dürft⸗ge See⸗len. R Him⸗mels-bal ⸗sam feh--len; er⸗ quickt durch komm zu 17 410 Die Kirche und die Gnadenmittel — ihn laß je-des blühn und in der Zu⸗kunft —— E—.— Ta⸗gen dir Frucht und Sa-men tra⸗ gen. 2. Dein Wort ist, Herr, ein Flammenschwert, ein Keil, der Felsen spaltet, ein Feuer, das im Herzen zehrt und Mark und Bein durchschaltet. O laß dein Wort noch fort und fort der Sünde Macht zerschei⸗ tern und alle Herzen läutern. 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre führt auch Toren hin zum Herrn Pilgerreise. Es und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht ver⸗ lösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht: da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten bis zu den ewgen Hütten. Auf immer gilt dein Segensbund, dein Wort ist Ja und Amen. Nie weich es uns aus Geist und Mund und nie von unserm Samen. Laß immerfort dein helles Wort in allen Lebenszeiten uns warnen, trösten, leiten. 6. O sende bald von Ort zu Ort den Durst nach dei⸗ nen Lehren. Send Hunger, Herr, dein Lebenswort und deinen Geist zu hören; und send ein Heer von Meer zu Meer, der Herzen dein Reich zu füllen. Karl Bernhard Garve, 1763—1841. Weise: Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. EUUEE=— EE 1. Sieh uns fer⸗tig, ge⸗ gen⸗wär⸗ tig, an-zu⸗ Durst zu stillen und dir Darmstadt 1698. Taufe und Konfirmation 411 ö————. —————.———— r. Zu⸗kunft.5 f be⸗ ten, Herr, vor dir; dir zur Eh-=re, uns zur Leh⸗re gen. sind wir all ver⸗ sam⸗melt hier. Herr, er-schei⸗ne, schwert, ein ö N as im Herzen———W— . ht erscher ö ER— E A aeht zersche:s, Groß und Klei⸗ne, dei⸗ ner Gna⸗ de har⸗ ren wir. rn für unsre 2. Hohe Stille, Segensfülle weht um uns an diesem n zum Herrn Ort; was zerstreuet und entzweiet, bleib aus diesen nmelslicht ven: Mauern fort; deine Hallen soll durchschallen, Herr, daß keine dich Herr, dein lebendig Wort. 3. Sieh uns fertig, gegenwärtig, anzubeten, Herr, vor da ward das dir; brich die Wolke, zeig dem Volke offen deine Him⸗ zuversicht, die melstür. Laß uns brennen und erkennen: ja fürwahr, n Weg zu dir der Herr ist hier! Karl Gerok, 1815—1890. wgen Hütten. dein Wort ist ist und Mund fort dein helles Taufe und Nonfirmation trösten, leiten. DJaurst nach dei⸗ Johann Walther 1524. n Lebenswort— 4¹¹ 0 ö 885 ein Heer von.— ö—— tillen und dir. 15 1. Christ, un⸗ ser Herr, zum Jor⸗dan kam nach von Sankt Jo-hann die Tau⸗fe nahm, sein Darmstadt 1698. E INI— — +— j8.3—— —3 PP.IIIIIIIIITIIRRR ———7— ti 47 sei⸗ nes Va⸗ ters Wil ⸗len r2n Werk und Amt zu'rfül⸗ len. Da wollt er V 17²⁴ Blut und Wun-den; es galt ein neu⸗es Le- ben. 2. Sein Jünger heißt der Herre Christ: Geht hin, all Welt zu lehren, daß sie verlorn in Sünden ist, sich soll zur Buße kehren. Wer glaubet und sich taufen läßt, soll dadurch selig werden; ein neugeborner Mensch er heißt, der nicht mehr könne sterben, das Himmelreich soll erben. 3. Das Aug allein das Wasser sieht, wie Menschen Wasser gießen. Der Glaub im Geist die Kraft ver⸗ steht des Blutes Jesu Christi; und ist vor ihm ein rote Flut, von Christi Blut gefärbet, die allen Scha⸗ den heilen tut, von Adam her geerbet, auch von uns selbst begangen. Martin Luther, 1483—1546. Mark. 10, 13— 16. 41 2 Weise: Aus meines Herzens Grunde. Hamburg 1598. S.. ————.— I. Las⸗ set die Kind⸗lein kom ⸗men zu sie sind mein Freud und Won-ne, ich — ö Kind 2. Der derlein, soll seit Wunde kommt 3. Drũ her, de führet sie in s 4. Ob denn si Sie sin sie lobe Weise: Taufe und Konfirmation 413 von Sün⸗ — durch sein selbst —.— es Le⸗ ben. st: Geht hin, ünden ist, sich id sich taufen neugeborner sterben, das wie Menschen die Kraft ver⸗ t vor ihm ein ie allen Scha⸗ auch von uns her, 1483- 1546. Hamburg 1598. men zu n⸗ ne, ich mir, spricht Got⸗-tes Sohn; Auch für die Kin-der⸗ bin ihr Schild und Kron. 12—— EE E EE.— daß sie nicht wärn ver⸗lo- ren, bin ich ein lein, D ö Kind ge-bo- ren, drum sie mein ei- gen sein. 2. Der Herr gar freundlich küsset und herzt die Kin⸗ derlein, bezeugt mit Worten süße, der Himmel ihr'r soll sein, dieweil sein teures Blut, aus seinen heilgen Wunden am Kreuzesstamm geronnen, auch ihnen kommt zugut. 3. Drum nach Christi Verlangen bringet die Kinder her, damit sie Gnad erlangen, niemand es ihnen wehr; führet sie Christo zu, er will sich ihr'r erbarmen; legt sie in seine Arme, darin sie finden Ruh. 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, ihr Seele Gott gefällt; denn sie sind Gottes Erben, lassen die schnöde Welt. Sie sind frei aller Gfahr und dürfen hier nicht leiden, sie loben Gott mit Freuden dort bei der Engel Schar. Kornelius Becker, 1561- 1604. Weise: Christus der ist mein Leben. Melchior Vulpius 1609. — SI—— 5—— — 1. Nun schreib ins Buch des Le- bens, Herr, 414 Die Kirche und die Gnadenmittel SSS 1: ih-re Na-men ein und laß sie nicht ver⸗ des 5 * 2. Mir 4 Gnaden 5 dd L meiner“ bens dir zu- ge- füh-ret sein. 494 20 90 präge jedem Kinde dein Wort recht tief ins all verb Herz, daß es, bewahrt vor Sünde, dir dien in Freud dein Fr. und Schmerz. Platz be 3. Du, der du selbst das Leben, der Weg, die Wahr⸗ Nach Joh heit bist, uns allen wollst du geben dein Heil, Herr Jesu Christ. Straßburg 1850. Weise: Y Das heilige Rbendmahl 20— I. Straßburg 1530, 41 4— raßburg A EF———————— EiSSSSEEE —— 36 42—* ů 1. Im Frie⸗den dein, o Her- re mein, e EiiSSSESEEEEEEEEEE—— laß ziehn mich mei-⸗ne Stra-ßen. Wie mir dein Gast; ———— IDD PᷣᷓP‚PPPPE Mund ge-ge-ben kund‚ schenkst Gnad du oh-ne 98 ———— laben. E ö b e deinen — U— Gnader Ma- ßen, hast mein Ge-sicht das sel- ge Licht Leben. Das heilige Abendmahl 415 r. e Esi rite, nin. inn i n nnn ni. —. 4.—.——.. sie nicht ver⸗ t recht tief ins rdien in Freud Seg, die Wahr⸗ ein Heil, Herr Straßburg 1850. Straßburg 1530, des Hei⸗lands schau-en las- sen. 2. Mir armen Gast bereitet hast das reiche Mahl der Gnaden. Das Lebensbrot stillt Hungers Not, heilt meiner Seele Schaden. Ob solchem Gut jauchzt Sinn und Mut mit alln, die du geladen. 3. O Herr, verleih, daß Lieb und Treu in dir uns all verbinden, daß Hand und Mund zu jeder Stund dein Freundlichkeit verkünden, bis nach der Zeit den Platz bereit an deinem Tisch wir finden. Nach Johannes Englischt 1577, von Friedrich Spitta, 1852— 1924. Weise: Mein Herzensjesu, meine Lust. Peter Sohr, Frankfurt a. M. 1668. II.———..——— —— 1. O Je ⸗su, dir sei e⸗wig Dank für dei ⸗ne Ach laß durch diese Speis und Trank mich auch das — ö— E— 2— Her- re mein, Treu und Ga⸗-ben. Will⸗ 2 1 2 Le⸗ben ha⸗ben. Will⸗kom-men sei, du ed⸗ ler Wie mir dein Gast; den Sün-öder nicht ver-⸗schmä⸗het hast: wie nad du oh⸗ ne —. sel⸗ ge Licht 2. O Jesu Christ, du kannst allein mir Leib und Seele laben. Nun bin ich dein, und du bist mein mit allen deinen Gaben: hier hab ich, was ich haben soll, dein den ist stets voll, hier find ich Trost und eben. 4¹⁵5 4¹ 416 Die Kirche und die Gnadenmittel Laß mich auch ewig sein in dir, laß dir allein mich lebeh, und bleib du ewig auch in mir. Mein Gott, du wirst mirs geben, daß ich kraft dieser Speis und Trank stark bleib, wenn ich bin schwach und krank, und fahr zu dir mit Freuden. Johann Olearius, 1611—1684. Weise: Wie schön süaini der iittititl⸗ Frankfurt a. M. 1599. FE.E EE O Fels des Heils, o Gotteslamm, für . DeunLei⸗ den ist ein Garten mir, der ——— EE mei⸗ ne Sünd am Kreu-⸗zes⸗sfstamm ge⸗ mar⸗tert Früch⸗-te trä-get für und für, wo-nach die E ..SPPPI‚IIIIII.. und ge⸗schlach- tet! See⸗le schmach-tet; wo ich stets mich wohl er⸗ quik⸗ke und er⸗blik⸗ke See⸗len-wei-de, ja die — ö ö 2 Wur⸗zel al⸗ ler Freu⸗de. 2. Wie welch gr ich als pfand in Erba deinen 3. Ich den Gr ist groß, sein u mein H wesen; 4. Dru bringt der. Je so oft ve lig bin schreibet 5. Stä Gerecht fester du hast scheinen tritt ni 6. Vor Heiligt riß deir vor deit ein En mich be 7. Gib deiner? den ich noch C nun stil können dir allein mich r. Mein Gott, ieser Speis und bach und krank, arius, 1611—1684. rankfurt a. M.1599. otteslamm, für arten mir, der ge⸗ mar⸗ tert wo- nach die mich wohl er⸗ —— i⸗de, ja die Das heilige Abendmahl 416 2. Wie lieblich ist dein Liebesmahl! Da seh ich, mit welch großer Qual die Liebe dich umhüllet. Da werd ich als aus deiner Hand mit deinem heilgen Gnaden⸗ pfand erquickt, mit Lust erfüllet, wenn du, Jesu, in Erbarmen dich der armen Seele schenkest und an deinen Eid gedenkest. 3. Ich habe den geschloßnen Bund so oft gerissen in Den Grund und mein Gelübd verlassen. Die Schuld ist groß, der Glaube klein; doch willst du mir versöhnet sein und nimmermehr mich hassen. Dein Wort, mein Hort, bleibt beständig, wie abwendig ich ge— wesen; neu soll ich durch dich genesen. 4. Drum sinkt vor dir ein ledig Herz, das nichts dir hr, als Sündenschmerz, in Selbstverleugnung nie⸗ der. Ich bin mir selber gram, daß ich, mein Herr, so oft verlassen dich; in Demut komm ich wieder. Wil⸗ lig bin ich, dir aufs neue Huld und Treue zu ver⸗ schreiben, wenn dein Geist mich nur wird treiben. 5. Stärk meinen Glauben, um das Kleid der ewigen Gerechtigkeit freimütig anzuziehen. Ich komm in fester Zuversicht: dein Bundessiegel fehlt ja nicht, du hast es mir verliehen, daß ich fröhlich darf er— scheinen, denn in deinen offnen Wunden hab ich Zu⸗ tritt nun gefunden. 6. Von dir hab ich das Priestertum, daß ich ins innre Heiligtum darf unverhüllet gehen. Den Vorhang riß dein Tod entzwei, ich darf als Bundsgenosse frei vor deinem Antlitz stehen. Grämen, Schämen hat ein Ende, weil die Hände sind durchgraben, die für mich bezahlet haben. 7. Gib nur, daß so, wie sich für jetzt mein Herz in deiner Füll ergötzt, es in dir möge bleiben; vom Bund, den ich erneuert hab, wird dann mich weder Furcht noch Grab, die Hölle selbst nicht treiben. Ich will nun still an dir kleben, in dir leben. Tausend Welten können gegen dich nichts gelten. Friedrich Adolf Lampe, 1683- 1729. 41 8 111% Wachet auf, ruft uns die Stimme. häiiütt a. M. 1599. 417. 418 Die Kirche und die Gnadenmittel 41 7 27·.—% Lobet den Herren alle, die ihn 2912— Johann Crüger 1653., Fr—.— dei: glau 1. Das sollt ihr, Je⸗ su Jün⸗-ger, nie ver⸗ mit ges⸗sen: wir sind, die wir von ei- nem Bro⸗te spric E—— 12— H+— —E 4 2— EEEEE es⸗ sen, aus ei⸗ nem Kel⸗che trin-ken, al-le sind, EA ö 12—— 2—7 I EEEEREEE—. Sl— Brü⸗- der und Je- su Glie-der. sein! Buote stärkten und der Schwachen schonten, dann würden wir den letzten heilgen Willen des Herrn nar „Ach dazu müsse seine Lieb uns dringen! Du wollest seibst, o Herr, dies Werk vollbringen, daß unter einem Hirten eine Herde aus allen werde. Johann Andreas Cramer, 1723—1788. 2. Wenn wir wie Brüder bei einander wohnten, Ge⸗ feie x, + + Herr, du wollst uns voll-be⸗ rei- ten zu Laß uns, Le-ben zu emp⸗fa- hen, mit mittel Das heilige Abendmahl 418 hann 9182 16536. F ‚FFCFIFIFCCCRCRERTECCRCRRCRTT IE. dei⸗ nes Mah-les Se- lig-kei- ten: sei 0 glau⸗-bens-vol- lem Her- zen na- hen und in⸗ger, nie ver⸗ 7 mit⸗ten un⸗ter uns, o Gott! Wir nem Bro⸗ te sprich uns los von Sünd und Tod. ö E =ken, al ⸗le sind, o Je- su, dein; dein laß uns e⸗ wig. 12.——=———.— i ————.———....— ö x —— E l r. sein! A-men, A-men. An-be⸗tung dir! Einst 0 V. wohnten, Ge⸗.—. ů 7—. chonten, dann..... d n des Hern—N1—— fei⸗ern wir das gro⸗ße A-bend⸗mahl bei dir. Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724- 1803. n! Du wollest aß unter einem imer, 1723- 1788. ukfurt a. M. 1599. —.— ei⸗ten zu a⸗ hen, mit 4¹ Das christliche Leben Buße 665•5 Aus tiefer Not schrei ich zu dir II. Straßburg 1525. +. SSSS........I.I....—— — 1. O Va⸗ter der Barm-her-zig 3keit, ver-stoß den nicht, der zu dir schreit —————— —— ich fal⸗le dir zu Fu= ße; und tut noch end⸗lich Bu⸗ße. Was ich be⸗ — — ‚‚‚ ö— ö —4. nrr ö 20 Sah' ö gan⸗ gen wi-der dich, ver- zeih mir al-les gnä⸗dig⸗lich durch dei- ne gro⸗ pße Gu⸗ te. 2. Durch deiner Allmacht Meistertat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat, worinnen mirs sonst fehlet; gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen. O wahrer Gott, o Davids Sohn, erbarm Fus⸗ mein und mein verschon, sieh an mein kläglich ufen. 4. Laß und S nicht n im Zor schuldet 5. W0ʃ Gedan mich ve mermel nem H 6. Und treulich durch heit, A Tod, 1 TLeben Straßburg 1525. her⸗ zig keit, zu dir schreit ——— Was ich be⸗ nir al=les u te. imm von mir, t schaffe Rat, Mittel, Kraft Werk anfange reuze für mich llst meiner dich Sohn, erbarm mein kläglich Buße 420 4. Laß deiner Wunden teures Blut, dein Todespein und Sterben mir kommen kräftiglich zugut, daß ich nicht müß verderben; bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab ver⸗ schuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenlust anficht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nim⸗ mermehr Begierd nach Reichtum oder Ehr in mei⸗ nem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Trutz und List durch Christi Sieg mög dämpfen; auf daß mir Krank⸗ heit, Angst und Not und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Tür zum Leben. David Denicke, 1603-— 1680. Johann Crüger 1649. + FR— 3—— ——.— 1. Herr, ich ha-⸗- be miß⸗ ge- han-delt, ich bin nicht den Weg ge- wan-delt, E EEEE ja mich drückt der Sün-den Last; den du mir ge⸗ zei⸗- get hast, und jetzt 25 ö—— E wollt ich gern aus Schrek-ken mich vor .—.—.—.— Er——*—.—— 1— +—— dei ⸗ nem Zorn ver- stek-ken. 4²20 42¹ 421 Das christliche Leben 2. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allent⸗ halben sein: wollt ich über See gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein, hätt ich Flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum ich muß es nur bekennen: Herr, ich habe mißgetan, darf mich nicht dein Kind mehr nennen: ach nimm mich zu Gnaden an, laß die Menge meiner Sünden deinen Zorn nicht gar entzünden. 4. Könnt ein Mensch den Sand gleich zählen an dem großen, weiten Meer, dennoch würd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er alle mein Ge⸗ brechen sollte wissen auszusprechen. 5. Dir will ich die Last aufbinden, wirf sie in die tiefe See, wasche mich von meinen Sünden, mache mich so weiß wie Schnee, laß dein guten Geist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Franck, 1618- 1677. Weise 3666 tiefer Not schrei ich zu dir II. Straßburg 1525. + ö A S..I..I IIAI I. Ich will von mei⸗ ner Mis⸗ se⸗-tat zum Du wol lest selbst mir Hilf und Rat hie⸗ Her-ren mich be ⸗ keh-ren. zu, o Gott, be⸗ sche-ren — e gu⸗ ten Gei- stes Kraft, der neu⸗ zerrisse Dl Zaum erteil Meer! pen, 2 6. He Wund alle S Sünd 7. Di lenke, Sünd du au Herr, scheide Du wirst allent⸗ ziehen, stieg ich ich den Winden, Herr, ich habe mehr nennen:; Menge meiner nden. zählen an dem ihm wohl fehlen, alle mein Ge⸗ wirf sie in die Sünden, mache iten Geist mich ranck, 1618- 1677. Straßburg 1525. se⸗ tat zum und Rat hie⸗ und dei- nes RBRSS e Her- zen Buße 421 ——.. IE in uns schafft, aus Gnaden mir ge- wäh ⸗-- ren. 2. Klopf durch Erkenntnis bei mir an und führ mir wohl zu Sinnen, was Böses ich vor dir getan. Du kannst mein Herz gewinnen, daß ich aus Kummer und Beschwer laß über meine Wangen her viel heiße Tränen rinnen. 3. Du hast in Christo mich erwählt tief aus der Höllen Fluten, so daß es niemals mir gefehlt an irgendeinem Guten; und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus bloßer Treu gestäupt mit Vaterruten. 4. Hab ich denn nun auch gegen dich Gehorsams mich beflissen? Nein! Eines andern zeihet mich mein Herze und Gewissen. Daran ist leider nichts gesund; an allen Orten ist es wund, von Sünd und Reu zerrissen. 5. Die mich verfolgt, die große Not fährt schnell ohn Zaum und Zügel. Wo flieh ich hin? Du Morgenrot, erteil mir deine Flügel! Verbirg mich, o du fernes Meer! Bedecket mich, fallt auf mich her, ihr Klip⸗ pen, Berg und Hügel. 6. Herr Jesu, nimm mich zu dir ein; ich flieh zu deinen Wunden. Laß mich da eingeschlossen sein und bleiben alle Stunden. Dir ist ja, o du Gotteslamm, all meine Sünd am Kreuzesstamm zu tragen aufgebunden. 7. Dies stell du deinem Vater für, daß es sein Herze lenke, daß er sich gnädig kehr zu mir, nicht meiner Sünden denke und wegen deines Kreuzes Last, die du auf dich genommen hast, ins Meer sie alle senke. 8. Hierauf will ich zu jeder Zeit mit Ernst und Sorg⸗ falt meiden all böse Lust und Eitelkeit und lieber alles leiden, denn daß ich Sünd aus Vorsatz tu. Ach, Herr, gib du stets Kraft dazu, bis ich von hier werd scheiden.„Geistliche Lieder und Psalmen“, Berlin 1653. 422 Das christliche Leben Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten I. So 4²² Georg Neumark 1657. mit Le —9.—9 Itkobs SS.S I. Wir lie⸗gen hier zu deinen Füßen, ach Herr von und fühlen lei⸗der im Ge⸗wis⸗sen, wie sehr dein Weise: + N— IIES —.. 0 ö ö EE EEII———.. 255 *0 4444 gro-ßer Güt und Treu, Das Maß der Sün⸗den Zorn ent- bren-net sei. ERRR* ist er-füllt; ach weh uns, wenn du stra-fen willt! hö-re „„Doch, Vater, denk an deinen Namen, gedenk an— deinen lieben Sohn. Dein Wort heißt Imen Ja und— Amen, dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht: ach geh nicht mit uns ins tö=r Gericht! 3. Wir liegen hier vor dir im Staube, o Vater, mit— zerknirschtem Geist; uns hält und stärkt allein der e. Glaube, daß du noch der Erbarmer seist. Ach hast du noch ein Vaterherz, so siehe doch auf unsern Schmerz. geht 4. Das teure Blut von deinem Sohne schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnaden- 2. Go throne und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade Ich he hast erzeigt, dein Herz dem Sünder zugeneigt. wußt 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre Mir Häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von 2 Go deiner Hut verlassen stehn. Ach sammle uns in deinen Ich fü Schoß und mach uns aller Plagen los. h ö 6. Gib Fried im Land und im Gewissen, gesunde armes Luft, wohlfeile Zeit; laß Lieb und Treu sich stetig 4. Go küssen und fördre die Gerechtigkeit. Krön unser Feld stehet mit deinem Gut, nimm Kirch und Haus in deine daß er Hut. Buße 423 Neumark 1657. ach Herr von wie sehr dein der Sün⸗den 7. So wollen wir dir Opfer bringen, dein eigen sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, und dein erlöstes Israel wird in den Hütten Jakobs schrein: Der Herr soll mein Gott ewig sein! Benjamin Schmolck, 1672-1737. . Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleibe.— 15 1542. I. Girt en ru⸗ fet noch: sollt ich nicht end⸗ lich dare a-fen willt! „ gedenk an nmer. Ja und Du willst mit uns ins o Vater, mit kt allein der Ach hast du ern Schmerz. hreit für uns iem Gnaden⸗ nauch Gnade neigt. gt über unsre Schafe von ins in deinen sen, gesunde eu sich stetig n unser Feld aus in deine hö⸗ren? Wie laß ich mich be- zau-bern und be⸗ 1— I— E Sr,. tö⸗ ren! Die kur- ze Freud, die kur- ze Zeit ver⸗ EE geht, und mei-ne Seel noch so ge-fähr=lich steht. 2. Gott rufet noch: sollt ich nicht endlich kommen? Ich hab so lang die treue Stimm vernommen; ich wußt es wohl: ich war nicht, wie ich sollt, er winkte mir, ich habe nicht gewollt. 3. Gott rufet noch: wie, daß ich mich nicht gebe? Ich fürcht sein Joch, und doch in Banden lebe; ich halte Gott und meine Seele auf. Er ziehet mich: mein armes Herze, lauf! 4. Gott rufet noch: ob ich mein Ohr verstopfet, er stehet noch an meiner Tür und klopfet; er ist bereit, daß er mich noch empfang, er wartet noch auf mich; wer weiß, wie lang? 423 424 Das christliche Leben 5. Gib dich, mein Herz, gib dich nun ganz gefangen: wo willst du Trost, wo willst du Ruh erlangen? Laß los, laß los, brich alle Band entzwei! Dein Geist wird sonst in Ewigkeit nicht frei. 6. Gott locket mich: nun länger nicht verweilet! Gott will mich ganz: nun länger nicht geteilet! Fleisch, Welt, Vernunft, sag immer, was du willt, meins Gottes Stimm mir mehr als deine gilt. 7. Ich folge Gott, ich will ihm ganz genügen, die Gnade soll im Herzen endlich siegen; ich gebe mich: Gott soll hinfort allein und unbedingt mein Herr und Meister sein. 8. Ach nimm mich hin, du Langmut ohne Maße; ergreif mich wohl, daß ich dich nie verlasse. Herr, rede nur, ich geb begierig acht; führ, wie du willst, ich bin in deiner Macht. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. Lut. 15, 2. 424* Halle EEEEEE — 1. Mein Hei⸗ land nimmt die Sünder an, die kein Mensch, kein En⸗gel trö⸗ sten kann, die ö———21— SIEENENT un-ter ih- rer Last der Sünden nirgend Ruh und Rettung fin- den; den'n selbst die D L . ö—.— wei- te Welt zu klein, die sich und Gott ein Greu⸗el sein, den'n Mo-⸗ se schon den Stab ge-bro⸗ chen und Tod Zahlut so heif 3. Nu gejagte tilget Sünde reinen schenke Heilar 4. So Liebes lauter Statt überge ihnen Sünd 5. O Sünde wenn i Zöllne er jen tränen Heilat 6. Wé noch s. da er einerle anz gefangen: langen? Laß in Geist wird ht verweilet! eilet! Fleisch, willt, meins genügen, die ch gebe mich: ein Herr und ohne Maße; e. Herr, rede willst, ich bin zen, 1697— 1769. Halle 1714. ider an, die sten kann, die 6 ꝛn'n selbst die — t ein Greu⸗el o⸗ chen und Buße EEEEE sie der Höl⸗ le zu⸗ ge-spro⸗chen, wird die⸗se Freistatt —.———.— auf⸗ ge⸗ tan: mein Hei⸗land nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Erden, ihn drang der Sünder Not und Schmerz, an ihrer Statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Not und schmeckte den verdienten Tod. Nun, da er denn sein eigen Leben zur teuern Zahlung hingegeben und seinem Vater gnug getan, so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein aufgetaner Schoß ein sichres Schloß gejagter Seelen; er spricht sie von dem Urteil los und tilget bald ihr ängstlich Quälen. Es wird ihr ganzes Sündenheer ins unergründlich tiefe Meer von seinem reinen Blut versenket. Der Geist, der ihnen wird ge⸗ schenket, schwingt über sie die Gnadenfahn: mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie dem Vater hin in seinen starken Liebesarmen. Das neiget denn den Vatersinn zu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindes Statt, ja alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben, und⸗ selbst die Tür zum ewgen Leben wird ihnen fröhlich aufgetan: mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. O solltest du sein Herze sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl wenn sie noch irregehn, als wenn ihr Auge vor ihm tränet! Wie streckt er sich nach Zöllnern aus, wie eilt er in Zachäus Haus, wie stillt er jener Magdalenen den Strom der bittern Reue⸗ tränen und denkt nicht, was sie sonst getan. Mein 6e nimmt die Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er Petrus an, ob er gleich noch so tief gefallen; und dies hat er nicht nur getan, da er auf Erden mußte wallen: nein, er ist immer einerlei, gerecht und fromm und ewig treu; und wie 4²⁴ 42⁴4 Das christliche Leben er unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zugetan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. So komme denn, wer Sünder heißt und wen sein Sündengreul betrübet, zu dem, der keinen von sich weist, der sich gebeugt zu ihm begibet. Wie, willst du dir im Lichte stehn und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, da dich zu retten er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenngleich die Last dich niederdrückt, gebeugt wirst du gern angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht und wie er dir ent⸗ gegengeht! Wie lang hat er mit vielem Flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armes Kind, heran: mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht: Ich habs zu arg gemacht, ich hab die Güter seiner Gnaden so lang und schändlich um⸗ gebracht, er hat mich oft umsonst geladen. Wofern dus jetzt nur redlich meinst und deinen Fall mit Ernst beweinst, so soll ihm nichts die Hände binden, und du sollst jetzt noch Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann: mein Heiland nimmt die Sün⸗ der an. 10. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, ich muß erst diese Lust genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offne Gnadenpforte schließen. Nein, weil er ruft, so höre du und greif mit beiden Händen zu: wer seiner Seele Heut verträumet, der hat die Gnaden⸗ zeit versäumet, ihm wird hernach nicht aufgetan. Heut komm, heut nimmt dich Jesus an. II. Ja zeuch du selbst uns recht zu dir, holdselig süßer Freund der Sünder; erfüll mit sehnender Begier auch uns und alle Adamskinder; zeig uns bei unserm Seelenschmerz dein aufgeschloßnes Liebesherz, und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille⸗ stehen, bis daß ein jeder sagen kann: Gottlob, auch ö mich nimmt Jesus an. Leopold Franz Friedrich Lehr, 1709—1744. Weise: treu ga geliebt Grunt Glaube und Rechtfertigung 425 uf dem Thron getan. Mein und wen sein inen von sich Wie, willst erloren gehn? dich zu retten ubahn. Mein omm nur, so die Last dich angenommen. vie er dir ent⸗ Flehen sich denn, armes Sünder an. acht, ich hab händlich um⸗ den. Wofern all mit Ernst den, und du „wenn sonst nt die Sün⸗ zeit, ich muß n nicht gleich Nein, weil er uden zu: wer die Gnaden⸗ ht aufgetan. oldselig süßer onder Begier 5 bei unserm hesherz, und a nicht stille⸗ Bottlob, auch hr. 1709—1744. Glaube und Rechtjertigung Jes. 54, 10. Weise: Unser Herrscher, unser König. Bremen 1680. 2 0...— —— 1. Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗ gel, bre⸗ chet Got- tes Gna-de hat das Sie-gel, sie will e, EE 81— 2—4 ——— 1 E L al ⸗ le Fel⸗sen, ein! x Tyß un- ver⸗An⸗dert sein. Laß die Welt zu Trümmern I E II gehn, Got-tes Gna-de wird be-stehn. 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht: was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufriedenstellt. Gott ist fromm und gut und treu, ob die Welt voll Heuchelei. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn: Gott hält immer sein Versprechen; so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen Fällen, daß ich sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. 4²2 426 Das christliche Leben 6. Er will Frieden mit mir halten, wenn die Welt gleich Lärmen macht. Ihre Liebe mag erkalten, ich bin bei ihm wert geacht't; und wenn Höll und Ab⸗ grund brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so hat er sich selbst genennt; das ist Trost, so werd ich Armer nim—⸗ mermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides tu. 8. Nun es bleibt mein ganz Vertrauen auf ihn anker⸗ fest gericht't; auf ihn will ich Felsen bauen, denn ich weiß, daß es geschicht. Erd und Himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. 667 2566% Wü i. Frankfurt a. M. 1599. —— Wo ist ein sol-cher Gott wie du? Du Ein Ab⸗grund der Barm-her-zig⸗keit ver⸗ 1 +.—2 EE schaffst denMü- den sü⸗ße Ruh, Ruh, die nicht zu er⸗ schlingt ein Meer von Her-ze-leid: du, Herr, vergibst die EE—4 ss rr EEAEEEEEEEEEEEEEE grün⸗den. Sün⸗den. —— H é— I —+I ö + EI EEEEEEEE Bürgen, al⸗ler Sünden mich auf e-wig zu entbinden. 2. Herr, unsere Gerechtigkeit, wie hoch wird dessen Geist erfreut, der dich im Glauben kennet! Du bist sein Schmuck, die Gottespracht, die ihn vollkommen schöne ewig, und ir 3. M und S Herze tat ai hat di geben. 4. Di Sklav willst Gnad mächt wirdez 5. Di mich n hast n und S ich we ohne Ja du, Je⸗-su, läßt dich würgen als den 2— un die Welt erkalten, ich zöll und Ab⸗ und Schild. hat er sich Armer nim⸗ jen läßt nicht uf ihn anker⸗ en, denn ich ann vergehn, lck, 1672—1737. furt a. M. 1599. wie du? Du zig⸗keit ver⸗ nicht zu er⸗ vergibst die irgen als den Glaube und Rechtfertigung 427 schöne macht, die ihm das Herz entbrennet. Laß mich ewig, Himmelssonne, Seelenwonne, dich genießen und in deinem Lob zerfließen. 3. Mitleidender Immanuel, es ist mein Leben, Leib und Seel voll Mängel und Gebrechen; doch ist dein Herz auch voller Gnad, willst weder Sünd noch Misse⸗ tat am armen Staube rächen: deine reine, treue Liebe 905 die Triebe, hier im Leben täglich reichlich zu ver⸗ geben. 4. Die Gnaͤde führt das Regiment; sie macht der Sklaverei ein End, besiegt Gesetz und Sünden. Drum willst du frei und fröhlich sein, laß Jesum und die Gnade ein; so kannst du überwinden. Wenn dich mächtig Sündenliebe, Fleischestriebe oft bestürmen, wird die Gnade dich beschirmen. 5. Durch deines Blutes Kraft, o Herr, befreie du mich mehr und mehr von Sünde und Verderben. Du hast mich dir, Immanuel, gar teur erkauft mit Leib und Seel, die Seligkeit zu erben. Kleiner, reiner muß ich werden noch auf Erden, bis ich droben dich kann ohne Sünde loben. Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693- 1773. Nassau 1847. — 1. Zu dir ist mei⸗ ne See⸗le stil ⸗ Aus dei⸗ ner gna⸗ den⸗rei- chen Fül ⸗ —4— le, mein le fließt — mentbinden. wird dessen iet! Du bist vollkommen Herr, mein Gott, auf den mein Glau⸗be blickt. mir der Trost, der mei-nen Geist er⸗quickt. IR EE Da al-le Welt nicht ra- ten, hel- fen kann, treff 427 Das christliche Leben I E ich bei dir, was mich be⸗ru-higt, an. 2. Ich dank es ewig deiner Gnade, die mich gesucht, die mich vom Schlaf erweckt, die mir, wie tief mein innrer Schaͤde, durch deinen Geist recht deutlich auf⸗ gedeckt und die zugleich, da mich mein Elend beugt, mir Hilf und Rat in deinen Wunden zeigt. 3. Die sind doch auch für mich geschlagen. Wer Sün⸗ der heißt, den geht der Heiland an, der alle Schulden abgetragen und für die Welt auf ewig gnug getan. Du rufst auch mich zu deinem Kreuze hin. Ich wags aufs Wort und komme, wie ich bin. 4. Mein Hoffnungsgrund ist dein Erbarmen. Ich weiß, dein Herz neigt gerne sich zu mir. Versöhner, Freund der geistlich Armen, wer zu dir kommt, den stößt du nicht von dir. Dies hast du ja an keinem noch getan: ich bin gewiß, an mir fängst dus nicht an. 5. Nein, Jesu, du hast Lust zum Leben. Du rufst mir zu:„Getrost, Sohn, du bist mein! Was du gesündigt, ist vergeben; nun soll an dir nichts mehr verdammlich sein. Ich schenke dir mein reines Unschuldskleid und schmücke dich mit meiner Heiligkeit.“ 6. So hab ich Gnad bei dir gefunden? Ja, Herr, dein Geist bezeugt es meinem Geist, der, aller seiner Last entbunden, mit Dank und Ruhm aus allen Kräf⸗ ten preist, wie wohl ihm ist, da deine Jesusmacht ihn unverdient zum Kindschaftsrecht gebracht. 7. Das ists, was in den letzten Stunden zum letzten Kampf inich stark und mutig macht. Da du den Tod längst überwunden und dorten mir mein Erbe zuge⸗ dacht, so schlaͤf ich sanft auf deinen Zuruf ein:„Du bist gerecht; nun sollst du herrlich sein.“ Andreas Rehberger, 1617— 1769. Weise: Heiligung 428 * 4. mich gesucht, vie tief mein deutlich auf⸗ Elend beugt, gt. Wer Sün⸗ lle Schulden gnug getan. 1. Ich wags armen. Ich Versöhner, kommt, den keinem noch us nicht an. Du rufst mir du gesündigt, verdammlich ldskleid und Ja, Herr, „aller seiner 3allen Kräf⸗ üsmacht ihn zum letzten du den Tod 1 Erbe zuge⸗ if ein:„Du r, 1617— 1769. Seiligung Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit.“ Weltlich Paris 1530; geistlich Erfurt 1572. I. Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin, dir Welt, im-mer fort aus mei- nem Sinn mit hab ich mich er ⸗ge-ben. dei- nem schnö- den Le- ben! —. S. j. ö——— Tand hat nicht Be-stand, des bin ich wor- den I innen; drum schwingt aus dir sich mit Be— Dein Tun und . 1 gier mein frei-er Geist von hin-nen. 2. Gott ist mein allerbestes Gut, nach ihm steht mein Verlangen. Ach könnt ich doch mit frohem Mut nur meinem Gott anhangen! Ach daß mir doch das Sün⸗ densoch bald ganz würd abgenommen, daß ich einmal in seinen Saal des Himmels möchte kommen! 4²2² 429 Das christliche Leben 3. Ich seh, es kann die ganze Welt mit allen ihren Schätzen und was den Sinnen wohlgefällt die Seele nicht ergötzen; ihr Gut verschwindt wie Staub und Wind, ihr Lust die muß zerstieben; nur Gott, mein Schatz, behält den Platz; wohl allen, die ihn lieben! 4. Gib, daß ich meinen Sinn zu dir hinauf gen Him⸗ mel schwinge mit Lieb und herzlicher Begier und mich in keinem Dinge erfreue hier, als nur in dir, Gott, meiner Seele Leben: du allermeist kannst meinem Geist die beste Sättgung geben. 5. Drum immer hin, was flüchtig ist! Ich will es lassen fahren; du Gott, der du mein Alles bist, du wirst mich wohl bewahren, daß ich die Pracht der Welt nicht acht, vielmehr nur dich verlange mit dankbarm Mut, du höchstes Gut, und ewig dir anhange. Sebastian Franck, 1606— 1668. Weise: Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. Wittenberg 1535. — 2 II —4 2 EEII 1. O Je: su Christ, mein schön-stes Licht, der so hoch mich liebst, daß ich es nicht aus⸗ du in dei⸗-ner See⸗len spre⸗chen kann noch zäh⸗ len, d H e— E in dree La DDDD— wiederum mit Lie⸗ben und Verlangen mög umfangen gib, daß mein Herz dich wunde 5. Du gezoger schon e diese L beisteh 6. Laß Liebe z führen Werke der Ta 7. Dei heit m Zeit Liebest daß ich it allen ihren llt die Seele Staub und Gott, mein ie ihn lieben! zuf gen Him⸗ ier und mich n dir, Gott, innst meinem Ich will es bist, du wirst cht der Welt nit dankbarm anhange. ick, 1606- 1668. Bittenberg 1535. tes Licht, der es nicht aus⸗ jein Herz dich jög umfangen — und als dein Eigentum nur ein-zig an dir han; gen. 2. Gib, daß sonst nichts in meiner Seel als deine Liebe wohne; gib, daß ich deine Lieb erwähl als mei⸗ nen Schatz und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen und nicht gönnen, daß all mein Mut und Sinn in deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese steht, kann nichts bestehn, das meinen Geist betrübe. Drum laß nichts andres denken mich, nichts sehen, fühlen, hören, lieben, ehren als deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. Mein Heiland, du bist mir zulieb in Not und Tod gegangen und hast am Kreuz als wie ein Dieb und Mörder dagehangen, verhöhnt, verspeit und sehr ver⸗ wundt; ach laß mich deine Wunden alle Stunden mit 9919 im Herzensgrund auch treffen und ver⸗ wunden. 5. Du hast mich je und je geliebt und auch nach dir gezogen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen. Ach laß doch ferner, edler Hort, mich diese Liebe leiten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. 6. Laß meinen Stand, darin ich steh, Herr, deine Liebe zieren, und wo ich etwan irregeh, alsbald zurechte führen; laß sie mich allzeit guten Rat und gute Werke lehren, steuern, wehren der Sünd und nach der Tat bald wieder mich bekehren. 7. Dein Lieb sei meine Freud im Leid, in Schwach⸗ heit mein Vermögen, und wenn ich nach vollbrachter Zeit mich soll zur Ruhe legen, alsdann laß deine Liebestreu, Herr Jesu, bei mir stehen, Luft zuwehen, daß ich getrost und frei mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt, 1607— 1676. 430 Das christliche Leben 430 Weise: O Gott, du frommer Gott J. Meiningen 1693. 1. Wohl-auf, mein Herz, zu Gott dein An⸗dacht daß dein Wunsch und Ge-bet durch al⸗le — S fröh⸗lich brin⸗ge Idi Wol⸗ken drin⸗ge, weil dich Gott be⸗ ten heißt, weil dich sein lie-ber Sohn so freu-dig tre⸗ ten WSID 1— II — II — 2— N ——..2 1 heißt vor sei-nen Gna- den⸗thron. 2. Dein Pater ists, der dir befohlen hat zu beten; dein Bruder ists, der dich vor ihn getrost heißt treten; det werte Tröster ists, der dir die Wort gibt ein: drum muß auch dein Gebet gewiß erhöret sein. 3. Da siehst du Gottes Herz, das dir nichts kann ver⸗ sagen; sein Mund, sein teures Wort vertreibt 10 alles Zagen. Was dich unmöglich deucht, kann seine Vaterhand noch geben, die von dir so viel Not ab⸗ gewandt. 4. Komm nur, komm freudig her in Jesu Christi Ny men. Sprich:„Lieber Vater, hilf, ich bin dein Kindl sprich: Amen! Ich weiß, es wird geschehn, du wirs mich lassen nicht; du wirst, du willst, du kannst tun, was dein Wort verspricht.“ Johann Olearius, 1611—168ʃ mit Klopft —.— mir die 2. We dir den bei dir der im 3. Dru lich un dich tre mir da⸗ digkeit. 4. Gib Kinde! weil du meist/ 5. Ver innig se halt mi Fleisch mit Jes Neiningen 1693. ein An⸗dacht irch al⸗-le Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten I. Heiligung 431 1.——————— 1657. 4 3 DI—— 1. Mein Gott, ich klopf an dei- ne Pfor⸗ te ich hal⸗ te mich an dei- ne Wor- te: ten heißt, weil i ..——.— E —4—1——— +—— mit Seufzen, Flehn und Bit⸗ten an, 355— Klopft an, so wird euch auf⸗ ge⸗tan! Ach öff⸗ne I +—4 +I— *——— IEEI E —— ig tre⸗ ten zu beten; dein zt treten; der bt ein: drum n. ichts kann ver⸗ vertreibt s )t, kann seine viel Not ab⸗ su Christi Nu⸗ bin dein Kind!l ehn, du wirst u kannst tun, ius, 1611-168, I mir die Gna⸗den⸗tür, in Je⸗-su Namen steh ich hier. 2. Wer kann was von sich selber haben, das nicht von dir den Ursprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, bei dir ist immer Rat und Tat; du bist der Brunn, der immer quillt; du bist das Gut, das immer gilt. 3. Drum komm ich auch mit meinem Beten, das herz⸗ lich und voll Glaubens ist. Der mich heißt freudig vor dich treten, ist mein Erlöser Jesus Christ, und der in In das Abba schreit, ist, Herr, dein Geist der Freu⸗ digkeit. 4. Gib, Vater, gib nach deinem Willen, was deinem Kinde nötig ist, nur du kannst mein Verlangen stillen, weil du die Segensquelle bist. Doch gib, o Geber, aller⸗ meist, was mich dem Sündendienst entreißt. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, laß meine Liebe innig sein. Will Satan mir das Kleinod rauben, so halt mit der Versuchung ein, damit mein schwaches Fleisch und Blut dem Feinde nicht den Willen tut. 6. Erweck in mir ein gut Gewissen, das weder Welt noch Teufel scheut. Wenn Züchtigungen folgen müssen, so schick sie in der Gnadenzeit. Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut und mach das Böse wieder gut. 432 432 Das christliche Leben 7. Vom Kreuze darf ich wohl nicht bitten, daß es mich ganz verschonen soll; hat doch mein Jesus selbst gelitten, und also leid ich billig wohl. Doch wird Geduld gar nötig sein: die wollest du mir, Herr, verleihn. 8. Das andre wird sich alles fügen, ich mag nun arm sein oder reich; an deiner Huld laß ich mir gnügen, die macht mir Glück und Unglück gleich. Trifft auch das Glück nicht häufig ein, so laß mich doch zufrieden sein. ö Benjamin Schmolck, 1672—1737. Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade I. ö Brüdergemeine um 1704 — I— 1. L 1. O der al-les hätt ver-lo- ren, auch sich selbst, der al⸗le⸗ zeit nur das Ein hätt aus⸗er⸗ 2 EEE AH EEEEEEEEE ko⸗-ren, so Herz, Geist und Seel er-⸗ freut! 2. O der alles hätt vergessen, der nichts wüßt als Gon allein, dessen Güte unermessen macht das Herz still. ruhig, rein! 3. O der alles könnte lassen, daß er frei vom Eiteln all wandern möcht die Friedensstraßen durch dis dunkle Tränental! 4. O wär unser Aug der Seelen stetig nur auf Gon gewendt, so hätt auch das sorglich Quälen im Ge⸗ wissen ganz ein End. 5. O du Abgrund aller Güte, zieh durchs Kreuz in dis hinein Geist, Seel, Herz, Sinn und Gemüte, ewh mit dir eins zu sein! Frankfurt a. M. 1680, so wird richten. Weise: L Dun⸗ke Son 21 „‚ daß es mich selbst gelitten, d Geduld gar rleihn. mag nun arm ir gnügen, die rrifft auch das zufrieden sein. olck, 1672-1737. emeine um 1704. — ren, auch sich zätt aus⸗ er⸗ er freut! wüßt als Gott das Herz still rei vom Eitell en durch died nur auf Gon nälen im Ga . Kreuz in dich Gemüte, ewih nkfurt a. M. 168ʃ, Heiligung 433. 434 Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit.“ Weltlich Paris 1530; geistlich Erfurt 1572. 0 ö QDI. 1 EE————— +. Brich durch, öo star⸗ker Got tes- sohn, da⸗ laß uns in dir, o Gna⸗-den⸗thron, nicht 1— 5 R—— mit auch wir durch-⸗bre⸗chen; 3—„„ mehr von Schwachheit sprechen, weil deine Hand das I.—1 ö TL ö 1I— teu⸗re Pfand des Gei⸗stes uns ge⸗ ge⸗ ben, dadurch wir 6 é SSSSSE— —— U——— frei von Heu⸗che⸗lei im Streit stets sieg⸗reich le⸗ ben. 2. Gib Kraft, wo keine Kraft mehr ist, gib Kraft, das Fleisch zu dämpfen; gib Kraft, wenn Satans Macht und List uns schwächen will im Kämpfen. Wenn uns die Welt viel Netze stellt, gib Kraft, sie zu vernichten; so wird in Not, ja selbst im Tod uns deine Kraft auf⸗ richten. Bernhard Walter Marperger, 1682—1764. Weise: Wie nach einer Wasserquelle. Genf 1551. .—...‚—.— DIE.— . Le-⸗ bens⸗son⸗ne, de⸗ren Strahlen auch im die nach Würden ab⸗ zu- ma⸗len ist der ———.— 12.— .— Dun⸗keln ge- ben Schein, Son⸗ne Glanz zu klein: al ⸗ler Ster⸗ne gold⸗ne 433 43⁴4 435 435 Das christliche Leben —H+ Pracht ge⸗gen dich ist lau⸗ter Racht; Mond und Son⸗ne E. ö D—— EII E..———— II müs⸗sen weichen und vor dei⸗nem Glanz er blei⸗ chen. 2. Laß in deinem Licht mich wandeln, o du heller Mor⸗ genstern. Lehr mich, daß ich recht zu handeln aus dem Wort des Lebens lern; und gleichwie du für und für bist des Vaters Bild und Zier, also laß, Herr, deine Strahlen in mir auch dein Bildnis malen. 3. Wohne, herrsche, leuchte, heile! Dir, dir räum ich Herz und Mut. Leuchte mir als Feuersäule, fülle mich mit Licht und Glut. Eine Sonne wärmt die Welt, eine Sonne mir gefällt; ohne dieses Licht des Lebens lebt ich in der Welt vergebens. Friedrich Adolf Lampe,‚ 1683— 1729. Weise: Alles ist an Gottes Segen. Frankfurt a. M. 1738. EEE =E + 1. Nun so will ich denn mein Le⸗ben völlig meinem ......... Gott er⸗ge- ben, nun wohl-an, es ist ge⸗schehn E= —.————7 Sünd, ich will von dir nicht hö⸗ren; Welt, ich will mich E——— ů. E— von dir keh- ren, oh ne je zu⸗ rück⸗ zu⸗ sehn. 2. Hab da verwe Willen ihm zu d 3. Herr sch habe, meine N es diesen 4. Ich f und von Kann ie fallen, Dich Seelen mich dir ich dir h Weise: Er das weil — Geist, Es laß i⸗ Heiligung 486 und Son-ne A sblei-chen. heller Mor⸗ eln aus dem für und für Herr, deine i. dir räum ich e, fülle mich it die Welt, t des Lebenz de, 1683—17209. urt a. M. 1738. —. 33—— öl⸗lig meinem st ge⸗schehn, 2. Hab ich sonst mein Herz geteilet, hab ich hie und da verweilet, endlich sei der Schluß gemacht, meinen Willen ganz zu geben, meinem Gott allein zu leben, ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe all mein Liebstes, das sch habe, schau, ich halte nichts zurück; schau und prüfe meine Nieren, solltest du was Falsches spüren, nimm es diesen Augenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen; gründlich und von ganzem Herzen will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem deinen Augen nur ge⸗ fallen, ach so hab ich ewig gnug. 5. Dich allein will ich erwählen; alle Kräfte meiner Seelen nimm nur ganz in deine Macht. Ja ich will mich dir verschreiben; laß es ewig feste bleiben, was ich dir hab zugesagt. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. Weise: Erquicke mich, du Heil der Sünder. Bei Freylinghausen 1714. 1. O Gott, o Geist, o Licht des Le-bens, du scheinst und lockst so lang ver-ge-bens, —— al ————. 2 —— das uns im To⸗des⸗schat⸗ten scheint, O weil Fin- ster-nis dem Lich- te feind. ich will mich ick⸗zu⸗ sehn. B—;—‚—i...— W A Geist, dem kei⸗ ner Taun ent ⸗ ge⸗ hen, dich · I5 * E laß ich gern den Jam-mer se⸗ hen. 436 437 Das christliche Leben 2. Entdecke alles und verzehre, was nicht in deinem Lichte rein, wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre; die Wonne folget nach der Pein: du wirst mich aus dem finstern Alten in Jesu Klaͤrheit umgestalten. 3. Dem Sündengift ist nicht zu steuern: durchsalbe du mich, so geschichts; du mußt von Grund auf mich erneuern, sonst hilft mein eignes Trachten nichts. O Geist, sei meines Geistes Leben: ich kann mir selbst kein Gutes geben. 4. Du Atem aus der ewgen Stille, durchwehe sanft der Seele Grund; füll mich mit aller Gottesfülle, und da, wo Sünd und Greuel stund, laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen, im Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen sei kindlich folgsam deinem Trieb; bewahr mein Herz und alle Sinnen untadelig in Gottes Lieb; dein in mir Beten, Lehren, Kämpfen laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne eröffnet und kristallenrein aus Gottes und des Lammes Throne nun quillt in stille Herzen ein, ich öffne meinen Mund und sinke hin zu der Quelle, daß ich trinke. 7. Ich laß mich dir und bleib indessen, von allem ab⸗ gekehrt, dir nah; ich wills Geschöpf und mich ver⸗ gessen, dies innigst glauben: Gott ist da! O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, man harret deiner nie vergebens. Gerhard Tersteegen, 1697—1760, Weise: Nun sich der Tag geendet hat. Dresden 1667. Skla⸗ v 2. Die schlimm uns mit 3. O He erkauft. dich bin 4. Wen ihm alle und rühr 5. Ich b dein! N dein Die Weise: Me dei⸗nem 2 .—.— — 1. Wie gut ists, von der Sün-de frei, wie E ö—. E—— + se- lig Chri- sti Knecht! Im Sündendienst ist Fluch b. er= wor Heiligung 438 t in deinem 12—— EEDn kͤlich wäre; E—— stalten. Skla⸗ve- rei, in Chri- sto Kin-des-recht. durchsalbe 2. Die Sünde gibt den Tod zum Lohn; das heißt ja ud auf in) schlimm gedient! Das Leben aber ist im Sohn, der nichts. O uns mit Gott versühnt. n mir selbst 3. O Heiland, dir nur dien ich gern, denn du hast mich erkauft. Ich weiß und will sonst keinen Herrn; auf hwehe sanft dich bin ich getauft. sfülle, und 4. Wen du frei machst, der ist recht frei: du schenkst auben, Lieb ihm alle Schuld; und darum dank ich deiner Treu hrheit Gott und rühme deine Huld. 5. Ich bete an, Herr Jesu Christ, und sage: Ich bin sei kindlich dein! Nimm mich zu dir; denn wo du bist, soll auch rz und all⸗ dein Diener sein. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1769. mir Beten, se dämpfen. ö ne eröffnet— e.. mes Throne— 16 Mund. I. Wie dankichs, Hei'land, dei⸗ner Lie⸗be, daß durch dei- nes heil⸗gen Gei- stes Trie- be mich 9 miian ab⸗ I + mich ver⸗—.——— 2— ö ** D deiner n du von dei⸗nem Gna⸗den⸗ thron Edanr „. 1697—1769. hast er⸗ neut, o Got⸗ tes⸗ sohn? Wie dank ichs Dresden 1667. Ei ——— deiꝛnem treu⸗en Her⸗- zen, daß du mich von dem —— SSPPPPPI frei, wie ö 5 25 Fluch be⸗ freit und mir die ew⸗ ge SERRi — j=—,. er- wor-ben hast durch To- des-schmer-zen? 18* Weise: Mein Jesu, dem die Seraphinen. Halle 1704. 438 dienst ist 43 439 Das christliche Leben 2. Das hab ich an mir wahrgenommen, zu deiner Stunde ists geschehn, da bin ich meinem Feind ent⸗ kommen, da hab ich in dein Licht gesehn, da wurde köstliches Geschmeide, das Kleid des Heils, mir zu⸗ gewandt, mir mitgeteilt der Kindschaft Pfand, des Geistes selge Ruh und Freude. 3. Mein ganzes Herz sei dir gegeben, zu deiner Woh⸗ nung nimm es hin und hauch ihm ein dein selig Leben, dein Geist regier allein darin. Die Liebe, die dich eh⸗ mals nieder in dieses Erdenwesen zog und Mensch zu werden dich bewog, die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 4. Zerbrich, vertilge, ja zermalme, was deinem Willen nicht gefällt. Ob mich die Welt an einem Halme, ob sie mich an der Kette hält, das gilt ja gleich in deinen Augen, da nur ein ganz befreiter Geist, der alles Eitle von sich weist, und nur die lautre Liebe taugen. 5. Ja Amen, hier sind Herz und Hände, aufs neue seis dir zugesagt: ich will dich lieben ohne Ende, mein Alles werde dran gewagt. Du gibst mir einen neuen Namen, der gilt in deiner Treuen Zahl und gilt in deinem Ehrensaal, wohin die Überwinder kamen. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf,‚, 1700-1760. Weise: Nun sich der Tag geendet hat. Dresden 1667. — 0 2.., ö* I. Herr, der du einst ge- kom- men bist, in 1—— E 2 5 ö=n. Knechts⸗ge-stalt zu gehn, des Wei⸗-se nie ge⸗ sich sel ⸗-ber zu er- höhn: we- sen ist, 2. komn Nur wo sein. 3. Der erfaßt, zeuget h 4. erinn was dei Weise: W winden. Heiligung 440 zu deiner Feind ent⸗ da wurde ls, mir zu⸗ Ofand, des einer Woh⸗ selig Leben, die dich eh⸗ nd Mensch zu mir dich iem Willen Haͤlme, ob h in deinen alles Eitle ugen. aufs neue ende, mein inen neuen und gilt in amen. 1700—1760. r⸗ höhn: 2. komm, führe unsre stolze Art in deine Demut ein! sem. wo sich Demut offenbart, kann Gottes Gnade ein. 3. Der du noch in der letzten Nacht, eh dich der Feind erfaßt, den Deinen von der Liebe Macht so treu ge⸗ zeuget hast: 4. erinnre deine kleine Schar, die sich so leicht entzweit, was deine letzte Sorge war: der Glieder Einigkeit. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf,‚ 1700- 1760. Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan. Severus Gastorius 1681. H 5., d:. I. Ein Christ, ein tapf- rer Krie- ges- held, voll ver⸗ leug- net sich, bezwingt die Welt, zer⸗ ö..—.— — N BII 3 v Geist, voll Kraft und Stär⸗ke, stoͤrt des Sa⸗ tans Wer⸗ke, kämpft in⸗ner⸗ .—————.—. lich und äu ßer- lich mit Teu- fel, Welt und — N —.— E— I..—. 1. —.—.— Sün- den und kann doch ü-ber- win- den. 2. Kommt mir die alte Bosheit ein und will noch lieblich schmecken, soll Jesu Leiden, Kreuz und Pein mich heilsamlich erschrecken; die süße Lust in meiner Wiuden die liebsten Lieblingssünden die will ich über⸗ winden. 44⁴⁰ 44 441 Das christliche Leben 3. Will Menschenfurcht und Menschengunst Leid oder Freud mir machen, üb ich die edle Streiterkunst, verachte Drohn und Lachen; Welthaß und⸗gunst ist lauter Dunst, nur Schatten, die verschwinden: drum will ich überwinden. 4. Leb ich in steter Traurigkeit, sind wenig gute Stun⸗ den in meiner kurzen Lebenszeit: ich habe Gott ge⸗ funden; der tröstet mich gar süßiglich, der kann den Schmerz verbinden, und ich will überwinden. 5. Ja muß ich in dem Pilgerland mit Gott wie Jakob ringen, so will ich durch die Glaubenshand den Allerstärksten zwingen; kann ich zur Stund aus seinem Mund nicht bald den Trost empfinden, noch will ich überwinden. 6. Das Kleinod ist mir vorgesteckt, ich soll nur tapfer kämpfen; drum bleibt mein Arm stets ausgestreckt, mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt und frisch gewagt! Ich seh die Krone binden, drum will ich überwinden. Berlin 1709. Weise: Alle Menschen müssen sterben I. Weltlich Christoph Anton; geistlich Weimar 1681. ,n rnneix Fr, —————— I. Gern in al=-les mich zu fü-mgen, mich der oh ⸗ ne Wor⸗te, mit Ver⸗gnü⸗gen al- ler I 722 X — 24 — — Weishe Kuechte Auecht— sein, nie mit Ga⸗ben stolz zu —.— 9 prangen, Menschenruhm nie zu ver-lan⸗gen: die⸗ se Lauf vr unst Leid eiterkunst, =gunst ist en: drum ute Stun⸗ Gott ge⸗ kann den ꝛn. Gott wie ßhand den zus seinem ch will ich nur tapfer isgestreckt, erzagt und drum will Berlin 1709. zeimar 1681. Heiligung 442 E ö EE— EE Weisheit fleh ich mir, hoch⸗-er⸗-hab- ner Gott, von dir. 2. Unbekannte Wege wandeln, Wege, die dein Aug nur kennt, stille dulden, schweigend handeln, wo kein Menschenmund mich nennt: Herzensbildner und Be⸗ kehrer, aller Demut Quell und Lehrer, Jesus Chri⸗ stus, lehre mich, still und schweigend sehn auf dich. 3. Gott der Niedrigen und Stillen, die so gern im Schatten ruhn, streng und redlich deinen Willen ein⸗ sam leiden oder tun, Gott der Edeln, die nicht klagen, wenn sie heiße Lasten tragen, schweigend in sich selber gehn, demutsvoll auf dich nur sehn: 4. Gott, du bist mein Gott, ich falle demutsvoll zu Fuße dir. Du erquickst, begnadigst alle, schenkest Gnad und Ruh auch mir, unterstützest mein Bestreben, immer stiller dir zu leben, meiner Ohnmacht nie zu traun, fester stets auf dich zu baun. Johann Kaspar Lavater, 1741- 1801. Weise: Jesus, meine Zuversicht. Berlin 1653. mich der—— al⸗ ler 1. Steil und dor-nig ist der Pfad, der uns Se⸗lig ist, wer ihn be- trat und im IT I3J4— III.. ——. II.E stolz zu zur Voll-en- dung lei⸗ tet. Na⸗men Je⸗ su strei⸗ tet; se⸗lig, wer den 1: die⸗ se Lauf vollbringt und nicht kraft-los nie-der-sinkt! 4⁴² 4⁴3 443 Das christliche Leben 2. Überschwenglich ist der Lohn der bis in den Tod Getreuen, die, der Lust der Welt entflohn, ihrem Hei⸗ land ganz sich weihen, deren Hoffnung unverrückt nach der Siegeskrone blickt. 3. Zeuch, o Herr, uns hin zu dir, zeuch uns nach, die Schar der Streiter! Sturm und Nacht umfängt uns hier: droben ist es still und heiter. Jenseits hinter Grab und Tod straͤhlt des Lebens Morgenrot. 4. Auf denn, Streitgenossen, geht mutig durch die kurze Wüste; seht auf Jesum, wacht und fleht, daß Gott selbst zum Kampf euch rüste! Der in Schwachen mächtig ist, gibt uns Sieg durch Jesum Christ. Samuel Gottlieb Bürde, 1753—1831. Weise: Dieweil wir sind versammelt. Heinrich Schütz 1628. E ——— 1. Gib Frie⸗den, Herr, gib Frie⸗den, du mil-⸗ͤ der ö Einst bist du ab⸗ ge-schie⸗den mit sü-⸗ßem N 2.—=2— Lie⸗ bes⸗hort! Freudenwort: „Ich geb euch mei⸗ nen Frieden, wie 1—.— 4—..—.— — ö 8,—. ihn die Welt nicht gibt, ver- hei-ßen und be⸗ E ö—.— I ———4 2—— ö— schie⸗den dem, der mich glaubt und liebt.“ 2. Gib Frieden, Herr, gib Frieden! Die Welt will Streit und Krieg, der Stille wird gemieden, der Wilde hat den Sieg, und Unruh herrscht auf Erden und Lug und Trug und List. Ach laß es stille werden, du stiller Jesus Christ! den Tod hrem Hei⸗ rückt nach nach, die fängt uns nter Grab 1753—1831. Schütz 1628. ieden, wie und be⸗ Welt will ieden, der lle werden, Heiligung 444 3. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, du milder Liebes⸗ hort! Dann wird es schon hienieden ein Paradiesesort, und Sorgen fliehn und Schmerzen aus jeder schweren Brust, in Freuden glühn die Herzen, in Lieb und Him⸗ melslust. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. Weise: In dich hab ich gehoffet, Herr II. Nürnberg 1581. H I. Ach komm, füll uns ⸗ re See⸗ len ganz, du gna⸗-den- rei-cher Lie ⸗- bes-glanz, du 2.——..—— 2.——23 1 2 + ½ —““ss vä⸗ ter-lich Er⸗-bar-men; von dei-ͤ ner Glut laß IIiEEEE Herz und Mut recht in-nig⸗lich er-war ⸗- men. 2. Du willst den Tod des Sünders nicht, du gehst mit uns nicht ins Gericht: wie dürften wir denn richten! Laß immer mild des Bruders Bild durch unser Wort sich lichten. 3. Das ist der Liebe freundlich Amt, daß sie zurecht⸗ bringt, nicht verdammt. Ach, wer steht unbescholten! Und was sind wir, Herr Gott, vor dir, daß wir ver— dammen sollten! 4. Herr, leucht in uns mit deiner Gnad, wenn uns des Nächsten Wort und Tat bringt Kränkung, Leid und Schmerzen; laß ganz und rein uns ihm verzeihn in Wahrheit und von Herzen. 4⁴44 445. 446 Das christliche Leben 5. Du reicher Geber aller Hab, all unser Gut ist deine Gab; o hilf das Herz erschließen! Laß sie gemein durch Liebe sein und reich der Armut fließen. 6. Ach komm, füll unsre Seelen ganz, du gnaden⸗ reicher Liebesglanz, du väterlich Erbarmen; von deiner Glut laß Herz und Mut recht inniglich erwarmen! Viktor Friedrich von Strauß und Torney, 1809- 1899. 0—.— Ringe recht, wennGottes Gnadel. Brüdergemeine um!1740. I. Auf dich seh ich, mit—5 10 ich, Je⸗sus Christus, —— ker Held, der durch Krie⸗ ge führt zum E Sie-ge ü⸗- ber Sün-de, Tod und Welt. 2. Auf dem Plane winkt als Fahne deines Kreuzes Zeichen mir; zu der schwör ich, dir gehör ich; auch durch Leiden folg ich dir. 3. Starke Waffen wirst du schaffen und ins Herz ge⸗ trosten Mut. Statt des Schwertes wird dein wertes Wort mir dienen treu und gut. 4. Sei im Streite mir zur Seite, kämpfe für mich, wo es gilt! Wies dann gehe, ich bestehe, denn mich deckt des Glaubens Schild. Angust Hermann Walter, 1817—1880. Weise: Lobet den Herren alle, die ihn ehren. 6½% Crüger, Berlin 1653. I. Der Glau-be siegt! Hoch wehn des Kreu⸗zes Weise:? 33. vor⸗ u 63— Mei⸗ zut ist deine Heiligung 447 sie gemei E— e EEEEE ßen. ö du gnaden⸗ Fah⸗nen; sie drin⸗gen kämpfend durch die Dor⸗nen⸗ von deiner ö 41 erwarmen! I——..— E. EI 2—— EEEEESEEEEE 1809-1899. E 2 2 E— 2— 2 2 ———— bah⸗nen, um die empfangnen Wor-te zu be⸗ — ö—5 H . E — 18 Christus, wäh ⸗ren, zur Burg der Eh⸗-ren. =. ührt zum E lt. ies Kreuzes ich; auch 18 Herz ge⸗ dein wertes ir mich, wo mich deckt 1817—1880. Berlin 1653. Kreu-zes 2. O blick auf deine Streiter, Herr der Gnade! Gib ihnen Kraft, zu wandeln deine Pfade! Früh oder spät laß sie doch überwinden den Fürst der Sünden! 3. Mit Christi Waffen trotz ich den Gefahren, dir, Hölle, Sünd und Tod und euren Scharen. Uns wird bewahren, seine treuen Knechte, des Herren Rechte. 4. Er selber lenket seiner Streiter Reihen; er selber schenket unserm Kampf Gedeihen, bis er zur neuen Stadt, die er verheißen, uns wird entreißen. Auserlesene christliche Lieder, Erlangen 1818. Weise: Nun danket all und bringet Ehr. Johann Crüger 1647. —— +— I. Nun aufwärts froh den Blick gewandt und — —— 2 vor-wärts fest den Schritt! Wir gehn an un-sers Mei⸗sters Hand, und un- ser Herr geht mit. — — 1 1 7— 1 4⁴⁷ 448 Das christliche Leben 2. Vergesset, was dahinten liegt und euern Weg be⸗ schwert; was ewig euer Herz vergnügt, ist wohl des Opfers wert. 3. Und was euch noch gefangen hält, o werft es von euch ab! Begraben sei die ganze Welt für euch in Christi Grab! 4. So steigt ihr frei mit ihm hinan zu lichten Him⸗ melshöhn. Er uns vorauf, er bricht uns Bahn; wer will ihm widerstehn? 5. Drum aufwärts froh den Blick gewandt und vor⸗ wärts fest den Schritt! Wir gehn an unsers Meisters Hand, und unser Herr geht mit. August Hermann Franke, 1853- 1891. Tiebe zu Jesu — Weltlich bei Gastoldi 1591, geistlich Augsburg 1609. Ee 1. In dir ist Freu⸗de in al⸗ lem Lei⸗= de, durch dich wir ha-ben himmli- sche Ga⸗ ben, I —— o du sü ⸗ ßer Je⸗ su Christ, Hil- fest von re 4— du der wah-⸗ Hei⸗ land bist. Zu dei⸗ ner blei ⸗ schei⸗ 2. Went E— 1 Schanden, ret⸗ test von Ban-den; wer dir ver⸗ Gü⸗te steht un⸗ ser Gmü⸗ te, an dir wir E +— trau-et, hat wohl ge⸗- bau⸗- et, wird e⸗ wig kle⸗-ben im Tod und Le-ben; nichts kann uns dein bi 2. Dein Welt en Mutter! men, w und du Weg be⸗ wohl des rft es von ir euch in ten Him⸗ ahn; wer und vor⸗ Meisters 1853- 1891. sburg 1609. Liebe zu Jesu 449 I II ——..— —— 1— I blei ⸗ben. Hal⸗le⸗- lu⸗ ja. schei ⸗ den. Hal-⸗le⸗lu⸗ ja. 2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hasts in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort oben mit Herz und Munde. Hal⸗ leluja. Johann Lindemann, 1549—1631. Weise: Jesu, meines Lebens Leben. Wolfgang Weßnitzer 1661. PPZ Z.— 1 ————— +——4 1. Je⸗ su, mei⸗ner See⸗ le Le-ben, mei- nes dir will ich mich ganz er⸗ ge- ben jetzt und ES..— ö————— ———5 —.—— H Lei de, Ga⸗ ben, 5 öchest Freud — Wer en Kig eit. Meienen Gott will ich dich — E——5 RI fest von, tHin niie 23 05 910 nen⸗nen und vor al- ler Welt be- ken⸗nen, daß ich —— E + — 1— dir wi' dein bin und du meinz ich will kei⸗mes an⸗dern sein! 2. Deine Güt hat mich umfangen, als mich erst die Wielt empfing. Dir bin ich schon angehangen, als an Mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich aufgenom⸗ e⸗ wig men, wann ich nur bin zu dir kommen. Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein! 4⁴² 450 Das christliche Leben 3. Irr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich, hilfet sie mir auf; ist es, daß ich mich betrübe, tröst't sie mich in meinem Lauf; bin ich arm, gibt sie mir Güter; haßt man mich, ist sie mein Hüter. Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein! 4. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel beigelegt. Ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt: zu dir, Jesu, in die Freude, trotz, daß mich von dir was scheide! Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein! 5. Drum, ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein Eigen⸗ tum. Dir allein ich mich ergebe; du bist meiner Seele Ruhm, meine Zuversicht und Freude, meine Wonne selbst im Leide. Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein! 6. Höre, Jesu, noch ein Flehen, schlag mir diese Bitt nicht ab: wann mein Augen nicht mehr sehen, wann ich keine Kraft mehr hab, wann das Herz hört auf zu schlagen, laß mich doch zuletzt noch sagen: Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. Christian Scriver, 1629- 1693. 611 Es ist gewißlich an der Zeit. Wittenberg 1535. I2. FE— ö———— ö—— EEEE 1. Halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗sum Christ, o vom Thron des Him-mels kom⸗-men ist, dein EE EEEEEEE EE Mensch, der auf die Er- den Bru⸗ der da zu wer⸗ den; ver⸗ giß nicht, 88— daß er dir zu- gut hat an- ge- nom- men E= Fleisch 2. Halt gelitten, hat bestt und dich 3. Halt dritten; von Not sein Unf Liebe. 4. Halt Leidensz dir zu b seine H 5. Halt wiederkt richten! mit ihm 6. Gib ben faß dem He trösten! Liebe zu Jesu 451 , hilfet so Sitch⸗ E.——— üter; haßt in, und u Fleisch und Blut: dank ihm für die⸗se Lie⸗=be. 4 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat m Himmel gelitten, ja gar am Kreuz gestorben ist und dadurch oude, troß. har deutritren Welt Aure Teufel, Höll und Tod und du bis und dich erlöst aus aller Not: dank ihm für diese Liebe. 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dein Eigen; dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit einer Seele ion Not und Paage Bedenke, daß er Fried gemacht, 0 eele sein Unschuld Leben wiederbracht: dank ihm für diese ine Wonne Liebe. mein; ich 4 Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den 525 Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt diese Bitt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen 51 wann feine Herrlichkeit: dank ihm für diese Liebe. 4 7 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird n fein wiederkommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen: o denke, daß du da bestehst und ——.——— mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glau⸗ ben fassen und nie, was du an mir getan, mög aus tenberg 1535. dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Not mich 2 trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. — Cyriakus Günther, 1650— 1704. Christ, 9 ist, dein Leipzig 1727. S giß nicht,. Ich laß dich nicht, du mußt mein Je⸗sus bleiben! — De ö 4———— é Will rau⸗he Not, Welt, Hölele, Tod mich aus der 451 Das christliche Leben +.— ö SSSSE Weise: H fe⸗sten Burg der Treu⸗e trei⸗ben, nur her, ich —— hal-te mich, mein star-ker Held, an dich; hör, SSI XXX— ö was die See⸗le spricht: du mußt mein Je ⸗ sus EE S blei⸗ ben; ich laß dich nicht, ich laß dich nicht. 2., Ich laß dich nicht, du Hilf in allen Nöten; ly Joch auf Joch, ich hoffe doch, auch wenn es scheint, als wolltest du mich töten. Machs, wie du willst, mit mir: ich weiche nicht von dir; verstelle dein Gesicht: du Hilf in allen Nöten,, ich laß dich nicht. 27 2. Ich laß dich nicht. Sollt ich den Segen lassen? Nein, Jesu, nein! Du bleibest mein, dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen. Nach kurzer Nächté Lauf geht mir der Segen auf von dir, dem Segens-⸗ uncht sollt ich den Segen lassen? ,: Ich laß dich nicht.: 4. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Leben! Mich reißt das Grab von dir nicht ab, der du dich hast für mich in Tod gegeben. Du starbst aus Liebe mir: ich sag in Liebe dir, auch wenn das Herz ö zerbricht: Mein Gott, mein Herr, mein Leben, ich 22. laß dich nicht.:,: Wolfgang Christoph Deßler, 1660 17 Liebe zu Jesu 452 0 Psalm 73, 23—28. Weise: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. Straßburg 1577. mur her, ich— 1 rdn Herr Je⸗ su Ehren höch⸗stes Gut, mein ich blei-be den-noch stets an dir; so dich; hör, rnnmnn. Herzensmut und al⸗ ler im ist auch nichts, das dich von mir und uns⸗ re Lie-be ein Je⸗ sus — 5 dich nicht. SEE * x H⸗e Du machst mir dei- nen Weg be⸗ Nöten; leg in es se cheint, Ju willst, mit dein 1% nicht.: degen 5. halt ich noch urzer Nächtl dem Segens⸗ Ich laß dih SSSSISIIIIII kannt, hältst mich bei mei⸗ ner rech⸗-ten Hand, re⸗ — ö + ö—— — gierst und führst den Le⸗bens⸗lauf und hil- fest mei⸗ ner Herr, mein t ab, der du— Herr Je⸗suChrist, ärerwinini i istarbst aus nn das Her ö eben, /ich E ö— E bist mein Licht; 0 fol⸗ge dir, so irr ich nicht. er, 1660-1722. 45² 452 Das christliche Leben 2. Du leitest mich nach deinem Rat, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohlgelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach voll Dei dm ach voll Begier wünsch ich mich heute noch ei dir. 3. Mein Alles ist auf dich gericht't; hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein; denn auch die ganze weite Welt hat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir er—⸗ freulich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Mar-⸗ ter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib ver⸗ schmachten: dies alles wird, wenns auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle wär, mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und mei⸗ nes Herzens Trost und Teil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zer⸗ bricht, in Freud und auch im Leide. Dein Tun soll alles und allein im Herzen mir und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf: komm, komm, mein Heiland, nimm mich auf! Erdmann Neumeister, 1671— 1756. 4. Eine schließer zu genie tausend 5. Om hilft tre nicht in Er bege 6. Füh durch r immer derbahn inders nichts get. Gehts dennoch, daß Nach hartem ich dort mit erfreut die ist, ach voll h heute noch ich nur dich, rden. Denn ine Lust für rst du nicht t auf Erden hat nichts, rist, wo du das mir er⸗ durch Mar⸗ ud Leib ver⸗ noch mehr, doch nichts il und mei⸗ muß durch Herr Jesu deine Kraft maber hältst e. Ich setze er nicht zer⸗ in Tun soll de sein, bis schte solches zarte drauf, land, nimm r, 1671— 1756. Liebe zu Jesu 453 —53— 8588 Jesum laß ich nicht II. Darmstadt 1699. N 1w— +1 — 535 79— E— I. Mei- nen Je⸗ sum laß ich nicht! Ach was Ru-⸗ he, Freu-de, Trost und Licht ist in ö—.—*— + II—— wollt ich Beß⸗ res ha- ben?— sei⸗ nem Schoß be⸗ gra- ben. Al⸗les, was Ver⸗ — +— E EE gnü⸗ gen gibt, hab ich, weil mich Je⸗sus liebt. 2. Er ist mein und ich bin sein; Liebe hat uns so ver⸗ bunden. Er ist auch mein Heil allein durch sein Blut und tiefe Wunden. Auf ihn bau ich felsenfest voller Hoffnung, die nicht läßt. 3. Ohne Jesum würde mir nur die Welt zur Höllen werden. Hab ich ihn, so gibt er mir schon den Himmel auf der Erden. Hungert mich, so setzt er mir Brot wie lauter Manna für. 4. Eine Stunde, da man ihn recht ins Herze sucht zu schließen, gibt den seligsten Gewinn, Gnad und Friede zu genießen; ein nach ihm geschickter Blick bringt viel tausend Lust zurück. 5. O wie wird mein Kreuz so klein, weil er mir es selbst hilft tragen, richtet es zum besten ein! Er will auch nicht immer schlagen; nach der Rute kommt die Huld. Er begehret nur Geduld. 6. Führt er mich gleich wunderlich rechts und links durch Freud und Schmerzen, er hat dennoch über mich immer etwas Guts im Herzen; ja es führt die Wun⸗ derbahn nirgend hin als himmelan. Benjamin Schmolck, 1672— 1737. 4⁵53 454 Das christliche Leben Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. Wittenberg 1535. Weise: S SE— ö—— ö— 0 0 230 1. O Lie- bes⸗glut, wie soll ich dich mit In dei- ne Tie- fen will ich mich, o 2 SSSDSPPIE— Lo⸗be wür⸗dig zie⸗ren?(68 Grund vol⸗le See, ver⸗lie⸗ren. Es flammer Gottes dich IPIII— EEE— Kug 1 — mög in Herr⸗-lich-keit, es brennt die gan-ze E- wig⸗ 2. San Geist f ——— Geist si — 2 12—1 1—— 3227 9 . Mae keit: bleibt noch mein Herz er⸗ kal⸗ tet? daß ich e rein, sa 2. O Liebe, die Gott seinen Sohn aus seinem Schoß leb und genommen! Er ist von dem gestirnten Thron zu uns 4. Men herabgekommen; sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz und mähle; Grab sind uns ein Bild, zu malen ab, wie stark Gott daß mei lieben könne. sich ma 4 2„Jede 3. Hör auf zu grübeln, glaub allein! Kannst du dies mir sei Meer nicht gründen, so wirf dich blindlings da hinen Alles sof mit allen deinen Sünden; laß dem dein Herze sen Weg de gewährt, der dir sein Herz hat ausgeleert; gib Hery 6. Kreg für Herz zum Opfer. Jesu, ic 4. O liebster Vater, nimm es hin: gib Kraft, um dich ilin zu lieben; Herz und Begierden, Mut und Sinn sei 7. Was dir hiermit verschrieben; brenn aus den Zunder böser beuge: Lust, laß ewig nichts in dieser Brust als deine Liel erweiche glühen. Friedrich Adolf Lampe, 1683—172 als meit ittenberg 1535. Liebe zu Jesu 455 Weise: Straf mich 1125 in deinem Zorn. üiüiü vor 1681: geistlich Dresden 1694. 94 ...—‚— 2— 1 1. Lieb= ster Darhnnd, na⸗ he dich, mei⸗ nen und aus al-lem kräf-tig- lich mich in II*— — e. net Gottes inem Schoß Fron zu uns t, Kreuz und ie stark Gott unst du dies gs da hinein Herze sein t; gib Herz aft, um dich id Sinn sel Zunder böser deine Liebe de, 1683- 17²0 Grund be- rüh- re dich ein- füh⸗ re, ..—* mög in Lie⸗ be fad⸗ sen, al-les an-dre las-sen. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, treuer Hirt der Seelen, denn wenn ich in dir nicht bin, muß mein Geist sich quälen. Kreatur ängstet nur, du allein kannst geben Ruhe, Freud und Leben. 3. Mache mich von allem frei, gründlich abgeschieden, daß ich eingekehret sei stets in deinem Frieden, kindlich, rein, sanft und klein, dich in Unschuld sehe, in dir leb und stehe. 4. Menschenfreund Immanuel, dich mit mir ver—⸗ mähle; o du sanfter Liebesquell, salbe Geist und Seele, daß mein Will sanft und still ohne Widerstreben dir sich mag ergeben. 5. Jedermann hat seine Lust und sein Zeitvertreiben; mir sei eines nur bewußt: Herr, in dir zu bleiben. Alles soll folgen wohl, wenn ich mich nur übe in dem Weg der Liebe. 6. Kreaturen, bleibet fern, und was sonst kann stören. Jesu, ich will schweigen gern und dich in mir hören: schaffe du wahre Ruh, wirke nach Gefallen; ich halt still in allem. 7. Was noch flüchtig, sammle du; was noch stolz ist, beuge; was verwirret, bring zur Ruh; was noch hart, erweiche: daß in mir nichts hinfür lebe noch erscheine als mein Freund alleine. Gerhard Tersteegen, 1697—1769. daß ich dich in- nig-lich —.. 456 Das christliche Leben Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ 7. Ursprünglich weltlich; geistlich NRürnberg 1539. und in i ed ——— Mein Al=les, was ich lie⸗ 4½ mein Al⸗les, den selge ————— was ich ü-be, sei mein Herr Je-sus Christ, weil E————. ich in ihm 1. sit⸗ ze, was e ei- ner See⸗le 6 ö ö SS........... nüt⸗ ze, was ei-nem Menschen köst=lich ist. Bräu⸗t 2. Das Herz kann nichts ergründen, das nicht in könnt u ihm zu finden; da wird es satt und voll. Denn dies ist Gottes Wille, daß alle Gottesfülle in ihm leibhaftig—— wohnen soll. 3. Ich harre und begehre ohn Jesum keiner Ehre und gie⸗be keines andern Lichts. Von Weisheit, von Ergötzen, von Herrlichkeit und Schätzen begehr ich ohne Jesun 2. Das nichts. göttlich 4. Nur er soll mir auf Erden zur Kunst und Weis⸗ willig h. heit werden, zum Leitstern in der Zeit, zum Schatz, stärksten der ewig währe, zur Herrlichkeit und Ehre, zum Him⸗ 3. Ach mel und zur Seligkeit. m 3., Wird einst die Seele scheiden, daß sie aus diesem nicht ka Leiden in Salems Tore tritt, bring ich zum Schmuck frei, de und Krone sonst nichts vor Gottes Throne als meines Jesu Namen mit. Leib un 6. Wenn ich das Weltgetümmel, die Erde und den Himmel, nur Jesum nicht verlier: so kann ich im Er⸗ kalten das Beste doch behalten; an diesem Schatz— nüget mir. ————— h Nürnberg 1539, mein Al⸗les, 5 Christ, weil er See le =lich ist. das nicht in Denn dies ist ihm leibhaftih ner Ehre und bon Ergötzen, ohne Jesum st und Weiz⸗ zum Schatz, e, zum Him⸗ ie aus diesem um Schmuck ie als meines rde und den in ich im Er⸗ m Schatz ge⸗ Liebe zu Jesu 457 . Ihm will ich mich ergeben, in diesem Namen leben und in ihm gläubig sein; in ihm auch herzlich lieben, Geduld in ihm nur üben; in Jesu bet ich auch allein. 3. Ich will in Jesu sterben, ich will in Jesu erben, in Jesu auferstehn, in ihm gen Himmel fahren und mit den selgen Scharen in seinem Licht ihn ewig sehn. Philipp Friedrich Hiller, 1699—1760. Weise: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. Johann Hermann Schein 1628. 4 SAID Zr. 1. Du bist al-lein nur lie-bens⸗wert, du O se=lig, wer nur dein be-⸗gehrt! Wer 1+ 2 438—— Bräu⸗ti⸗ gam der See⸗len. könnt was Höh⸗res wäh⸗len? Nichts reicht an dei-ner ————.— H I.—4— I Lie⸗be Wert; du bist al-lein nur lie-bens⸗-wert. 2. Das Feuer, das dein Herz entzündt, als du dein göttlich Leben zum Lösegeld für meine Sünd frei⸗ willig hingegeben, entzünde mich mit neuem Mut zur stärksten Gegenliebe Glut. 3. Ach läutre doch noch in der Zeit, was deinen Flam⸗ menaugen im klaren Licht der Ewigkeit an mir noch nicht kann taugen! Mach mich auch von dem Liebsten frei, daß ich dein reines Opfer sei. 4., Dir weihet sich mit neuer Treu Geist, Seel und Leib und Leben, um alles, was nicht deine sei, in dei⸗ nen Tod zu geben, daß sonst mein Auge nichts begehrt, was nicht ganz deiner Liebe wert. Johann Jakob von Moser, 1701- 1785. 45⁷ 458. 459 Das christliche Leben Weise: Lobet den Herren alle, die ihn ehren. 4 8 Johann Crüger, Berlin 1653. 5. EE=—.. I. Ach, mein Herr Je- su, wenn ich dich nicht —.— . hät⸗ te, und wenn dein Blut nicht für die Sün- der +— I— 1— + + E.—.—..2 EE2 1 ö. 1 1— red-te, wo sollt ich Arm-ster un- ter den E— I 1 I I I— IIN 2.— NN 1.2 III — len ⸗ den mich sonst hin-wen⸗den? 2. Ich wüßte nicht, wo ich vor Jammer bliebe; denn wo ist solch ein Herz wie deins voll Liebe? Du, du bist meine Zuversicht alleine, sonst weiß ich keine. 3. Drum dank ich dir vom Grunde meiner Seelen, daß du nach deinem ewigen Erwählen auch mich zu deiner Kreuzgemeinde brachtest und selig machtest. Christian Gregor, 1723-1801. 4⁵59 ü ü mein Herr Jesu, dein Nahesein. Karl Knödel 1853. EAV— äDIIIII 2 1. Mein Trost und An-ker in al- ler Not f gegeben 3. Sol mit tar er ist n weiland 4. Ich was at Freude sind m 5. den ich deir will ich aus all 6. In hier un Ehre Kreuz! er, Berlin 1653. Liebe zu Jesu 459 ich dich nicht 2).— e Sün-der — 2— d .III. TTT—T e are, d. ist, o Got-⸗tes⸗lamm, dein Kreuz und Tod; denn du j————— trugst die Sünden der gan⸗-zen Er- de, daß ich und I er den E⸗ bliebe; denn Du, du bist ine. iner Seelen, iuch mich zu machtest. or, 1723-1801. Knödel 1859. ö ler Not 5—————.— En al⸗le Welt se- lig wer- de durch dein Ver⸗-dienst. 2. So weit hats Liebe zu mir gebracht, die den Schöpfer selbst zum Opfer macht, daß er seine Seele, sein Leib und Leben mit tausend Schmerzen dahin⸗ gegeben für meine Schuld. 3. Solang ich dieses noch glauben kann, seh ich ihn mit tausend Freuden an. Bin ich gleich ein Sünder, er ist mein Heiland. Er liebt mich heute noch so wie weiland. Halleluja! 4. Ich will von nun an nichts andres sehn als nur, was am Kreuz für mich geschehn. Das ist meine Freude, mein Heil und Leben; denn meine Sünden sind mir vergeben durch Christi Blut. 5. Verkündigt werde, o Herr, dein Tod! Rühmen will sch deine Leidensnot, bis du selbst erscheinest; nichts will ich wissen, als daß dein Tod mich herausgerissen aus aller Furcht. 6, In diesem Glauben behalte mich, so hab ich gnug hier und ewiglich. Dir sei Halleluja, Preis, Dank und Ehre für deine Wunden und für die Lehre von deinem Freuz! Kreuz! Ernst Gottlieb Woltersdorf, 1725—1761. 460 Das christliche Leben Weise: Er Vertrauen auf Gott 755— ö I Psalm 23. Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. Wittenberg 1535,—— EN—.——.—— wwebst 1. Der Herr ist mein ge⸗ treu zer Hirt, dem— zur Weid er mich, sein Schäflein, führt auf 2— ——.— ö EEEEEEEEEEE dei 21 ich mich ganz ver⸗trau⸗e: 6 4 3— schö⸗ner, grü⸗ ner Au⸗e: zum fri⸗schen Was⸗ser I— ö tau⸗ 2— E leit't er mich, mein Seel zu la-- ben kräf-tig- — 20 22 Er ⸗= de — 2 1—.— 2 Dicht is ö 5rdr ten lich durchs sel- ge Wort der Gna⸗den. 2901 0 2. Er führet mich auf rechter Bahn von seines N. und e mens wegen: obgleich viel Trübsal geht heran auf fin⸗ 2. stern Todesstegen, so grauet mir doch nicht dafür, mein ö treuer Hirt ist stets bei mir, sein Steckn und Stab Heil gei mich trösten. Erd un 3. Ein Tisch zum Trost er mir bereit't, sollts auch de] und St Feind verdrießen, schenkt mir voll ein, läßt Gl der er deine Freud sich auf mein Haupt ergießen: sein Güte und 4. CEri Barmherzigkeit werden mir folgen allezeit, in seinen verwirr Haus ich bleibe. Kornelius Becker, 1561—160. führt u Vertrauen auf Gott 461 Weise: Ermuntre dich, mein schwacher Geist. ohann Schop, Lüneburg 1641. 22 E 1 H— Du bist ein Mensch, das weißt du wohl: was die Gott der Höchst al-lei- ne soll und —— 1535,.—. — strebst du denn nach Din gen, —— kann 311 ge brin ⸗gen? Du fährst mit 42 fahrt dem in, führt au de r IIIIII.II FT dei⸗ nem Witz und Sinn durch so viel — nm. ö— chen Was⸗ser P...—— — tau ⸗ send Sor-gen hin und denkst: Wie wills auf 12 ö I—— H n kräf⸗ tig⸗ E— 583 Er⸗ den doch end- lich mit mir wer- den? I 2. Es ist umsonst! Du wirst fürwahr mit allem deinem Dichten auch nicht ein einges kleines Haar in aller Welt ausrichten; und dient dein Gram sonst nir⸗ n seines N gends zu, als daß du dich aus deiner Ruh in Angst eran auf fin⸗ und Schmerzen stürzest und selbst das Leben kürzest. dafür, mein 3. Willst du was tun, was Gott gefällt und dir zum in und Stab Heil gedeihet, so wirf dein Sorgen auf den Held, den Erd und Himmel scheuet, und gib dein Leben, Tun ollts auch de und Stand nur fröhlich hin in Gottes Hand, so wird läßt Ol derer deinen Sachen ein fröhlich Ende machen. in Güte und 4. Er ist es, der uns ewig liebt, macht gut, was wir it, in seinen verwirren, erfreut, wo wir uns selbst betrübt, und r, 1561108 führt uns, wo wir irren; und dazu treibt ihn sein Ge⸗ 462 462 Das christliche Leben der er trägt als seine Kinder. müt und die so reine Vatergüt, in der uns arme Sün⸗ ö 5. Ach wie so oftmals schweigt er still und tut doch, was uns nützet, da unterdessen unser Will und Herz in Angsten sitzet, sucht hier und da und findet nichts, will sehn und mangelt doch des Lichts, will aus der Angst sich winden und kann den Weg nicht finden, 6. Gott aber geht gerade fort auf seinen weisen We⸗ gen; er geht und bringt uns an den Port, da Sturm und Wind sich legen. Hernachmals, wenn das Werk geschehn, da kann der Mensch alsdann erst sehn, was der, so ihn regieret, in seinem Rat geführet. 7. Tu als ein Kind und lege dich in deines Vaters Arme; bitt ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme: so wird er dich durch seinen Geist auf We⸗ gen, die du jetzt nicht weißt, nach wohlgehaltnem Rin⸗ gen aus allen Sorgen bringen. Paul Gerhardt, 1607-1676. Friedrich Mergner 1876. I. Auf den Ne-bel folgt die Sonn, auf das ö—.— E Trauern Freud und Wonn, auf die schwe⸗re bitt- re EE.... Pein stellt sich Trost und Lab-sal ein. Mei⸗ne See-⸗ tor, f 2. Go allzuha 7. Ich in den allzeit wen de gehn. Vertrauen auf Gott 462 s arme Sün⸗ und tut doch, ill und Hetz findet nichts, will aus der nicht finden. weisen We⸗ t, da Sturm un das Werk d. nn. br. See⸗ le, die zu- vor sank bis zu dem Höl⸗-len⸗ — ů tor, steigt nun bis zum Himmelschor. 2. Gott läßt keinen traurig stehn noch mit Schimpf zurückegehn, der sich ihm zu eigen schenkt und ihn rst sehn, was hret. ö eines Vaters wie er pflegt, eist auf We⸗ haltnem Rin⸗ dt, 1607—1676. »Mergner 1876. — — n, auf das zre bitt- re 40. Mei⸗ ne in sein Herze senkt: wer auf Gott sein Hoffnung setzt, findet endlich und zuletzt, was ihm Leib und Seel ergötzt. 3. Kommts nicht heute, wie man will, sei man nur ein wenig still; ist doch morgen auch ein Tag, da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt: wann die kommt, kommt unsre Bitt und die Freude reichlich mit. 4. Als ich furchtsam und verzagt mich selbst und mein Herz geplagt, als ich manche liebe Nacht mich mit Wachen krank gemacht, als mir aller Mut entfiel, tratst du, mein Gott, selbst ins Spiel, gabst dem Un⸗ fall Maß und Ziel. 5. Nun, solang ich in der Welt haben werde Haus und Zelt, soll mir dieser Wunderschein stets vor mei⸗ nen Augen sein; ich will all mein Leben lang meinem Gott mit Lobgesang hierfür bringen Lob und Dank. 6. Allen Jammer, allen Schmerz, den des ewgen Va⸗ ters Herz mir schon jetzo zugezählt oder künftig aus⸗ erwählt, will ich hier in diesem Lauf meines Lebens allzuhauf frisch und freudig nehmen auf. 7. Ich will gehn in Angst und Not, ich will gehn bis in den Tod, ich will gehn ins Grab hinein und doch allzeit fröhlich sein; wem der Stärkste bei will stehn, wen der Höchste will erhöhn, kann nicht ganz zugrunde gehn. Paul Gerhardt, 1607— 1676. 4638 Das christliche Leben Psalm 23. +. Herr, der al ⸗-ͤler—5 den re⸗ EEIA SSSSI giert mit sei-nen Hän⸗den, der Drunn der ew⸗ gen —. ö e Gü⸗ter, der ist mein Hirt und Hü⸗ ter. 2. Solang ich diesen habe, fehlt mirs an keiner Gabe; der Reichtum seiner Fülle gibt mir die Füll und Hülle, Er lässet mich mit ene auf grüner Aue weiden, füͤhrr mich zu frischen Quellen, schafft Rat in schwe⸗ ren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen pla⸗ get, weiß er sie zu erquicken, aus aller Not zu rücken. 5. Er lehrt mich tun und lassen, führt mich auf rechter Straßen, läßt Furcht und Angst sich stillen um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor andern im finstern Tal muß Mingesch fürcht ich doch keine Tücke, bin frei vom Mißgeschicke. 7. Denn du stehst mir zur Seiten, schützt mich vor bösen Leuten; dein Stab, Herr, und dein Stecken benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich er⸗ frische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Gle und füllst mein Herz und Seele, die leer und durstig saßen, mit voll⸗ geschenkten Maßen. 463 66.— 3— laßt uns 59—55 Herren. Leipzig 1587. Vertrauen auf Gott 464 Leipzig 1587. keiner Gabe; ill und Hülle. Aue weiden, Rat in schwe⸗ Sorgen pla⸗ rot zu rücken. ch auf rechter en um seines ern Tal muß bin frei vom itzt mich vor dein Stecken ich mich er⸗ rzen erweckt füllst mein n, mit voll⸗ 10. Barmherzigkeit und Gutes wird mein Herz gutes Mutes, voll Lust, voll Freud und Lachen, solang ich lebe, machen. 1I. Ich will dein Diener bleiben und dein Lob herrlich treiben im Hause, da du wohnest und Frommsein wohl belohnest. 12. Ich will dich hier auf Erden und dort, da wir dich werden selbst schaun im Himmel droben, hoch preisen, singn und loben. Paul Gerhardt, 1607—1676. Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan. Severus Gastorius 1681. II... E..—— I. Ein Christ kann oh- ne Kreuz nicht sein; drum wenn Gott ver-sucht mit Kreuz und Pein die — ——.—.—.— r Eiar,, e, n laß dichs nicht be⸗ trü⸗ ben, Kin-der, die ihn lie-ben. Je lie-ber Kind, je ͤ—+4.— ö 1—— — ‚D24 ern⸗ster sind des from-men Va⸗ters Schlä-ge: schau, das sind Got⸗tes We-ge. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Gott wills nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein, so geh es ein: es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 46⁴4 465 465 Das christliche Leben lehrt fleißig beten, zieht ab von eitlem Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit sprödem Sinn, wenns nun zu dir gekommen; es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein: das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit't die Ewig⸗ keit und der Posaunen Schallen uns würde über— fallen! 5. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit rechter Lieb umfassen. Die Welt vergeht, und Gott besteht. Bedenks und laß dich üben, das ewge Gut zu lieben. 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; was Gott schickt, will ich tragen. Schickts doch der liebe Vater mein, sinds doch nur kurze Plagen und wohlgemeint, Wer gläubig weint, lebt dort in steten Freuden. Ich will mit Christo leiden! David Nerreter, 1649—1726. Matth. 6, 25—-34. Weise: Warum sollt ich mich denn grämen? Johann Georg Ebeling 1666. H F SSS...I...... 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das Kreuz 1. War⸗- um willst du doch für mor-gen, 22 1 15. Eun— E—.—. —.——. 1—— ar⸗ mes Herz, im-mer-wärts als ein Hei⸗de sor⸗gen? EE EAEAEEE—— — e Wo⸗zu dient dein täg-lich Grämen, weil Gott will w. in der Still sich der Not an- neh-men? ihm se 7. We tes Re Verlar Schlaf 8. Laf mein mir fel 9. Nu meine meine fehlen. 10. A quält, schwei beuger II.I hier v Preis Heil, 1. Das Kreuz ig und Schein Vertrauen auf Gott 465 2. Gott hat dir geschenkt das Leben, Seel und Leib; darum bleib ihm allein ergeben. Er wird ferner alles nicht hin mit schenken; traue fest: er verläßt nicht, die an ihn denken. nmen; es soll in: das muß Sünden ein. eit't die Ewig⸗ würde über⸗ es lehrt die in mit rechter Gott besteht. But zu lieben. was Gott liebe Vater wohlgemeint. Freuden. Ich ter, 1649— 1726. g Ebeling 1666. ü mor-gen, 'i⸗de sor⸗gen? — eil Gott will Z, Sage nicht: Was soll ich essen Gott hat dir schon allhier so viel zugemessen, daß der Leib sich kann ernähren; übriges wird indes Gottes Hand bescheren. 4. Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Jesus spricht: Sorge nicht, solches tun die Heiden; schau die Blumen auf den Feldern, wie so schön diese stehn und die Bäum in Wäldern. 5. Sorgt ein Vogel auf den Zweigen, wenn er singt, hüpft und springt, wer ihm soll anzeigen, was er essen soll und trinken? Nein, ach nein, er folgt fein nur des Himmels Winken. 6. Ach der Glaube fehlt auf Erden! Wär er da, müßt uns ja, was uns not ist, werden. Wer Gott kann im Glauben fassen, der wird nicht, wenns gebricht, von ihm sein verlassen. 7. Wer Gerechtigkeit nachtrachtet und zugleich Got⸗ tes Reich über alles achtet, der wird wahrlich nach Verlangen Speis und Trank lebenslang wie im Schlaf empfangen. 3. Laß die Welt denn sich bemühen immerhin; ach mein Sinn soll zu Jesu fliehen. Er wird geben, was mir fehlet, ob ers oft unverhofft eine Weil verhehlet. 9. Nun, Herr Jesu, meine Freude, meine Sonn, meine Wonn, meiner Seele Weide: sorge nur für Rühen Seele, so wird mir auch allhier nichts am Leibe ehlen. 10. Alles sei dir unverhohlen, was mir fehlt, was mich quält, großer Gott, befohlen. Sorge du, so will ich bensen und vor dir nach Gebühr meine Kniee eugen. 1I. Ich will dir mit Freuden danken fort und fort, hier und dort, und will nimmer wanken. Lob und Preis sei deinem Namen! Sei mein Teil, Hilf und Heil, liebster Jesu! Amen. Laurentius Laurenti, 1660— 1722. 19 466 Das christliche Leben Psalm 62. 466** O du Liebe meiner Liebe I. Nürnberg 1684, E 1. Was von au ⸗ßen und von in-nen täg⸗lich und hält Herz, Ge-müt und Sinnen mei⸗ne See⸗le drückt sei-ner Last ge=bückt, ⸗. Wil ⸗le, Gott, der al-ler Un-ruh wehrt und— SSIIIII Herz hält in der Stilie, bis es dei⸗ne Hilf er-fährt. in dem al⸗len ist dein 2. Denn du bist mein Fels auf Erden, da ich still und sicher leb; deine Hilfe muß mir werden, so ich mich dir übergeb: dein Schutz ist mein Trutz alleine gegen Sünde, Not und Tod; denn mein Leiden ist das deine, weil ich dein bin, o mein Gott. 3. Auf dich harr⸗ ich, wenn das Leiden nicht so bald zum Ende eilt; dich und mich kanns nimmer scheiden, wenns gleich noch so lang verweilt: und auch dies mein gläubig Hoffen hab ich nur allein von dir; durch dich steht mein Herz dir offen, daß du solches schaffst in mir. 4. Liebe Leute, traut beständig auf ihn als auf euren Hort; er ist Gott und heißt lebendig, ist euch nah an jedem Ort. Wann und wo euch Hilfe nötig, da klopft an, er ist zu Haus, kommt und ist zur Hilf erbötig; schütt't das Herz nur vor ihm aus. 5 Aber wie kanns dem gelingen, der auf Fleisch die Hoffnung richt't? Große Leut sind samt geringen in Vertrauen auf Gott 467 Nürnberg 1684. n⸗nen täg⸗lich innen un⸗ter — zlen ist dein — hrt und mein ale Hilf er⸗fährt. 'a ich still und „so ich mich alleine gegen ist das deine, nicht so bald mer scheiden, nd auch dies on dir; durch olches schaffst als auf euren euch nah an ig, da klopft Hilf erbötig; f Fleisch die geringen in der Not gar ohn Gewicht: traut doch lieber auf den einen, welcher Lieb und Allmacht hat, daß er helfen will den Seinen, und beweisets mit der Tat. 6. Auf dich, mein Gott, bau ich feste, geh in aller Stille hin, denn zuletzt kommt doch das Beste, und das End st mein Gewinn: deine Allmacht hilft mir tragen, deine Lieb versüßet mir alles Bittre, alle Plagen, darum bin ich still zu dir. 7. Laß, o Seele, es nur gehen, wie es geht, und sorge nicht: endlich wirst du dennoch sehen, daß Gott übt ein recht Gericht. Jetzo ist er deine Stärke, daß dir gar nichts schaden kann; dort vergilt er alle Werke, so ein jeder hat getan. 9. Breit, o Herr, doch deine Güte über mich, nimm mich in dich, so wird hinfort mein Gemüte stille blei⸗ ben ewiglich. Werde alles und in allen, gib uns, daß wir dir allein allzeit trachten zu gefallen, so wird alles stille sein. August Hermann Francke, 1663- 1727. Weise: O Gott, du frommer Gott III. Hannover 1648. H J. I.. 1 LI EEEE 1. Gott ist und bleibt ge⸗ treu! Sein Her- ze pflegt er gleich oft- mals auch die Sei-nen S— ö— .— ö ö bricht vom Lie- ben— zu. be⸗ trü⸗ ben: er prü- fet durch das 1.——E + 4..+—.—— + 2— 2—. Kreuz, wie rein der Glau-be sei, wie stand⸗haft —.— + 8 E V — 1—— I die Ge- duld; Gott ist und bleibt ge⸗ treu! 19* 46/ 468 468 Das christliche Leben 2. Gott ist und bleibt getreu! Er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen: er braucht die Ruten oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt: Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu! Er weiß, was wir ver⸗ mögen, er pfleget nie zuviel den Schwachen aufzulegen; er macht sein Israel von Last und Banden frei, wenn große Not entsteht: Gott ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu! Er tröstet nach dem Weinen, er läßt aus trüber Nacht die Freudensterne scheinen; der Sturm, des Kreuzes Sturm geht augen⸗ blicks vorbei; sei, Seele, nur getrost: Gott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist und bleibt getreu! Er stillet dein Begeh⸗ ren, er will dein Glaubensgold in Trübsalsglut be⸗ währen; nimm an von Gottes Hand den Kreuzkelch ohne Scheu, der Lebensbecher folgt: Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu! Laß alle Wetter kra⸗ chen, Gott wird der Trübsal doch ein solches Ende machen/ daß alles Kreuz und Not dir ewig nützlich sei. So liebt der Höchste dich: Gott ist und bleibt getreu. Helmstedt und Magdeburg 1695. Weise: Dir, dir, Jehova, will ich singen. Halle 1704. — I**.*I Hadd nd E nir nimi, 1. Ein Blick nach je- nen Zi-ons- hö- hen Wie wird mir da so wohl ge- sche-hen P——— ver⸗süßt mir al ⸗le Lei⸗den die ⸗ ser Zeit. nach al⸗ lem hier bestandnen Kampf und Streit! argen 6. S mand Besck stehn von 7* Auge loben blind Auge a selber tragen, weren Plagen: doch dabei ein ibt getreu. „was wir ver⸗ hen aufzulegen; den frei, wenn t getreu. stet nach dem Freudensterne n geht augen⸗ Gott ist und t dein Begeh⸗ übsalsglut be⸗ den Kreuzkelch t ist und bleibt Wetter kra⸗ solches Ende ewig nützlich st und bleibt tagdeburg 1695. Halle 1704. —.— hö⸗ hen sche⸗hen 1 Zeit. „Streit! Vertrauen auf Gott 468 E Wie süß wird doch nach Un-ge-mach und Pein 1 E die mir ver-heiß- ne ew-⸗- ge Ru⸗he sein! 2. Hier muß ich in dem Tal der Tränen noch manche sorgenvolle Tritte tun: dort endet sich mein banges Sehnen; die müde Seele wird im Frieden ruhn. Hier wird mein Geist durch manche Last gedrückt: dort aber ohne Ende sanft erquickt. 3. Mein täglich Kreuz sind meine Sünden, darunter ich oft klagend seufzen muß: Wer wird mich Elenden entbinden, und wer befreiet den umstrickten Fuß! Dort ist die Sünde völlig abgelegt, wo sich auch keine böse Lust mehr regt. 4. Mich will der Tod zuweilen schrecken; der letzte Kampf, der letzte Fersenstich will mir noch manche Furcht erwecken; doch Christi Kampf und Blutschweiß stärket mich. Dort ist auch dieser letzte Feind besiegt, wenn er einst unter meinen Füßen liegt. 5. Mein Geist sehnt sich nach jenem Tage und wartet auf die frohe Ewigkeit; und da ich diesen Leib noch trage, so schickt er sich zu der Erlösungszeit, bis mich mein Heiland zu sich kommen heißt und aller Last der argen Welt entreißt. 6. Soll ich indes auf dieser Erden auch noch durch manche rauhe Wege gehn, so bleibt in Trübsal und Beschwerden mein Herz dennoch auf diesem Grunde stehn: Nichts schadet mir, was meines Vaters Hand von Leiden mir nur jemals zuerkannt. 7. Bei allen neuen Leidensproben sieht doch mein Auge ihn stets kindlich an. Ich will ihn lieben und auch loben für alles, was er nur an mir getan. Bin ich ja blind, die Wege einzusehn, so will ich mit verbundnen Augen gehn. 469 Das christliche Leben 8. In Hoffnung seh ich doch das Erbe und freue mich auf jene Herrlichkeit; und wenn ich endlich selig sterbe, so enden sich die Leiden dieser Zeit. Wie wohl wird mir die Ewigkeit doch tun! Wie wohl wird sichs dort nach der Arbeit ruhn! Johann Daniel Henzen, 1721-1753. 67½ Auferstehn, ja auferstehn wirst du. Altona 1805. 1. Ja fürwahr, uns führt mit sanfter Hand ein .—.——— Hirt durchs Pil-ger-land der dunk-len Er-de, uns, sei ⸗ ne klei ne Her⸗ de. Hal⸗ le⸗ lu⸗ ja. 2. Wenn im Dunkeln auch sein Häuflein irrt, er wacht, der treue Hirt, und läßt den Seinen ein freund⸗ lich Sternlein scheinen. Halleluja. 3. Sicher leitet aus des Todes Graun er uns zu grünen Aun, zu frischen Quellen, zu ewgen Lebenswellen. Halleluja. 4. Freundlich blickt sein Aug auf uns herab. Sein sanfter Hirtenstab bringt Trost und Friede; er wachet sich nicht müde. Halleluia. 5. Ja fürwahr, er ist getreu und gut; auch unsre Hes⸗ mat ruht in seinen Armen. Sein Name ist Erbarmen, Halleluja. Friedrich Adolf Krummacher, 1767—1845, Weise: 3Z— —3 — gemac Nach 4. M Geda große wird 5. D den s der di will, Vertrauen auf Gott 470 und freue mich Weise: Du meine Seele, singe *. se: Du meine Seele, singe. Johann Georg Ebeling 1666. lich selig sterbe,— 470 Vie wohl wird 222 L—.— 2 wird sichs dort————— 4— 1. Was willst du dich be⸗ trü⸗ben? Der al⸗ te nicht hü-⸗ ben und nicht drü⸗ben, nicht fer⸗ne — und nicht hocht sein Hauch weht al⸗lent⸗hal⸗ben, sein fter Hand ein ö J—— —— E Lie⸗ ben klingt durchs All in höch-ster En-gel — 1I I Er⸗de, uns, E„„„„„„„/½/„ Psalmen, in klein⸗ster Vög⸗lein Schall. —.— 2. Er weiß um deine Schmerzen, er weiß um deine Lust, und willst du ihn von Herzen, gleich hat ihn deine lu⸗ ja.(Briust, gleich fällt wie Frühlingsregen bei warmem Sonnenschein sein süßer Gnadensegen dir voll ins Ff. lein irrt, x Henußwirf det meittes S* n ein fret 3. Auf, wirf dein schlechtes Grämen, dein eitles Sor⸗. ö und⸗ gen weg! Verscheuche alle Schemen, die irren deinen WIR Weg. Du sollst im Lichte schreiten, und der dich frei —— in grünen Nacht. das große Licht der Zeiten, schloß ewig deine Lebenswellen. lacht. Le 4. Mag alles sinken, wanken, dies eine bleibet fest, 14 Gedanke der Gedanken, der nimmer sinken läßt: das ö herab. Sein große Licht der Zeiten, dein Heiland Jesus Christ,* e; er wachet wird Strahlen um dich spreiten, wo alles finster ist.* 3. Dies wage fest zu fassen, dies halte treu und fest; h unsre Heth den schwöre nie zu lassen, der nimmer dich verläßt; st Erbarmen der dich mit seinem Blute erlöst aus Nacht und Wahn, will, daß mit hellem Mute du wandelst deine Bahn. er, 167 Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860. 471 Das christliche Leben 4I S, din, Sehoba, wiñ ieh sngen Halle 1704. rr ö EHE schieder +— 2—— 1.⁵— EEEE 22.—— bin ich ö 5 Liite—— mehr d r. Du bist mir nah mit dei⸗ ner Gna⸗de, ver⸗. Du du lei⸗ test mich des Le⸗bens Pfa⸗de, gibst ziehst n — ö ö— lich dir ö ö 8 * Ei—— nache ö gibst in dei⸗ nem Sohn mir al⸗le Schuld, 3. Ich tau⸗send Pro⸗ben dei⸗ ner Va- ter⸗huld. und fre mich le ISSSSSEEEEEE Ja wo ö— ö iĩ‚— Gott, Ich schmeck und se⸗ he dei⸗ ne Freund⸗lich⸗ keit: du ........... trägst, du trugst mich mit Barm- her- zig-keit. 2. Du bist mir nah mit Vatertreue, du läßt mich nicht, der Vater nicht sein Kind; du hältst den Bund, wie oft aufs neue des Kindes Schwüre schon gebrochen sind. Gib du mir, Vater, treuen Kindessinn, nimm— Wankelmut und Leichtsinn von mir hin. 3. Du bist mir nah mit deinem Lichte, erleuchtest mir die dunkle Pilgerbahn; vor deinem Strahlenangesicht verschwinden Irrtum, Finsternis und Wahn. Solang r. ich leb, erleuchte mich dein Licht: von ihm geleitet, in ich ewig nicht. ö 4. Du bist mir nah mit Kraft und Stärke, so oft ich 2. Eh 4 bete, hilfst du mir im Streit; durch dich nur üb ich fahren gute Werke, von Ohnmacht und Verzagtheit ganz b dein freit. Du wohnst, du wirkst in mir, Allmächtiger; du 3. Er ö gibst mir Mut ins Herz, Alliebender. die S⸗ 3. Du bist mit deinem Trost mir nahe, denn meine muß d Tränen hast du, Gott, gezählt; dein liebend Vateraug⸗ sahe mich gnädig an, so oft dein Kind gefehlt; wi dein& oft auch Not und Kummer mich gedrückt, du hast mith stets mit reichem Trost erquickt. Halle 1704. — Gna⸗de, ver⸗ Pfa-⸗de, gibst e Schuld, er⸗- huld. lich-keit: du 3 zig⸗ keit. du läßt mich Itst den Bund, chon gebrochen essinn, nimm erleuchtest mit ählenangesichte zahn. Solang m geleitet, inn rke, so oft ich ich nur üb ich ztheit ganz be⸗ nächtiger; du „denn meim nd Vaterauge gefehlt; wi „du hast mich Vertrauen auf Gott 472 6. Du bist mir nah mit deinem Frieden, in mir und außer mir ist so viel Krieg; ach wär ich nie von dir ge⸗ schieden, so hätt ich längst errungen jeden Sieg. Doch bin ich auch von meinem Ziel noch fern, stets kost ich mehr den Frieden meines Herrn. 7. Du bist mir nah mit deinem Segen, ich fühls, du ziehst mit Macht mich himmelwärts; drum eil ich kind⸗ lich dir entgegen: nimm, Vater, nimm denn hin mein ganzes Herz; o laß es ruhn in deiner Liebe Schoß und mach es ganz von aller Weltlust los. 8. Ich nahe dir mit tiefem Sehnen, mit Kindeslieb und freudigem Vertraun. Ich will auf dich, mein Stab, mich lehnen, laß bald dein Vaterangesicht mich schaun. Ja wohn in mir: ein Freudenhimmel ist, wo du, mein Gott, der Seele nahe bist. Karl August Döring, 1783— 1844. Weise: Ach Gott und Herr. I. Klag dei-ne Not dem lie- ben Gott, wenn (1625) Freiberg 1655. U i E—— 259575— al- les dich ver-las⸗-sen und kei⸗ ner hört, was J.—— N IIITIRTEE 27½ H dich ver⸗zehrt, und dei- nen Schmerz kann fas⸗ sen. 2. Eh dus gesagt, eh dus geklagt, hat er es schon er⸗ fahren; mehr als die Hut der Mutter tut, will er dein Haupt bewahren. 3. Er hat die Welt auf Lieb gestellt; so faßt er auch die Seinen; nach Nacht und Leid und Traurigkeit muß dir sein Antlitz scheinen. 4. Sein ist die Zeit, die Ewigkeit, dein Leben und dein Sterben; und wir sind hier zu seiner Zier und seines Reiches Erben. Albert Zeller, 1804 1877. 4⁷7² 478 Das christliche Leben 473 Weise: Befiehl du deine Wege. Bei Bartholomäus Gesius 1603. H E EE SSS 1. Wer kann dich, Herr, ver⸗ ste⸗ hen, wer dei⸗nem Wer kann den Aus⸗gang se- hen von dei⸗ ner Iuhrung Bahn Du lö⸗ sest, was wir bin⸗den, du .— ö Zi.— stür⸗zest, was wir baun. Wir kön- nens nicht er⸗ ———„—.— SXII grün⸗den, wir kön-nen nur ver-traun. 2, Wie liegt auf unserm Pfade oft schweres Hinder⸗ nis; doch leitet deine Gnade uns sicher und gewiß. Sie läßt dein Heil uns finden durch Kampf mit Angst und Graun. Wir könnens nicht ergründen, wir köͤn⸗ nen nur vertraun. 3. Wer darf, Herr, mit dir rechten um seiner Tage Los? Du zeigest deinen Knechten dich immer gut und groß. Selbst durch die Nacht der Sünden läßt sich dein Antlitz schaun. Wir könnens nicht ergründen, wit können nur vertraun. 4. Am letzten unsrer Tage umgibt uns noch dein Licht; drum keiner fürcht und zage, auch wenn das Herz ihm bricht. Mag Erdentrost ihm schwinden, auf dich nur darf er baun. Wir wollens nicht ergründen, wir wollen nur vertraun. Leipzig 1844. näus Gesius 1603. 8 Tob und Dank N „wer dei⸗ nem von dei- ner Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Frankfurt a. M. 1599. 474 H Lob und Dank 474 So. 2—.——.— — +X—— T I. Gro- ßer Gott, wir fal- len nie-der. Zwar r bin⸗den, du Dir zum Lob sind wir ge- bo⸗ ren, so — VD. —— EIIII du bedarfst nicht uns⸗rer Lieder: uns ziemt und nützt ns nicht er⸗ teur erkauft, so hoch er⸗ ko⸗ren. O Se⸗lig⸗keit, dein Lob so sehr. dir ge⸗ ben Ehr! Zu deinem Lo-be nur ist al ⸗le und. ewih 7777— r und gewiß.—4.— f + npf mit Angst 7.—— ir kön⸗ den, wir kön⸗ Kre-a-tuür. Selges We⸗sen, zu dir wir nahn und useiner Tage...——— H den laßt und PIPꝗYPSiPRPDPSS‚‚ee e ö ö— aründen, 10 be⸗ ten an; in Geist und Wahrheit seis ge⸗ tan. 2. Tag und Nacht mit Ehrfurcht dienen dir Sera⸗ ich dein Licht: phim und Cherubinen, der Engel Scharen ohne Zahl. das Herz ihm Alle Geister, die dich kennen, dich heilig, heilig, heilig auf dich nur nennen; sie fallen nieder allzumal. Ihr Seligsein bist , wir wollen du; dir jauchzet alles zu. Amen! Amen! Auch wir ae dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! Leipzig 1844. 47⁵ 475 Das christliche Leben 3. Droben knien vor deinem Throne die Altesten mit goldner Krone, der Erstgebornen selge Schar samt den 2 unzählbaren Frommen, die dort in weißen Kleidern kommen; sie bringen ihre Pfalmen dar: Macht, Weis⸗ heit, Herrlichkeit, Preis, Dank in Ewigkeit! Amen! 576 Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, 2. Ich die⸗ Gott, bist unser Gott allein! vergebe 4. Alle preisen deine Werke, die Weisheit, Liebe, Huld Lund und Stärke, die über alles Denken geht. Treue, Lang⸗ erhalte mut, Licht und Segen ist, Herr, in allen deinen We⸗ Listen gen, kein Lob ist, das dich gnug erhöht; doch ist es ein⸗ r geprägt in alles, was sich regt. Amen! Amen! Auch 65 Ich wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser verlore Gott allein! bist du 5, Komm, in uns dich zu verklären, daß wir dich wür⸗ diglich verehren. Nimm unser Herz zum Heiligtum, Wilre daß es, ganz von dir erfüllet und durch dein Nahesein gestillet, zerfließ in deiner Gottheit Ruhm. Dich, lie⸗ benswertes Gut, erhebe Geist und Mut. Amen! Amen! Halleluja, Hallelufa! Der Herr ist groß und gut und nah. Nach Gerhard Tersteegen, 1697—1769. Tageszeiten ab⸗ Morgen ö— Aus Böhmen 1595.(Michael Prätorius 1610.) uns ———+ 1—.— *—4 0 EEE——— ——— V— 1. Ich dank dir schon durch dei⸗nen Sohn, Le⸗ — S. Dei Wenn deckest o Gott, für dei-ne Gü⸗ te, daß du mich hast in uns sc ie Ältesten mit ochar samt den eißen Kleidern Macht, Weis⸗ igkeit! Amen! nen ein: Du, Treue, Lang⸗ en deinen We⸗ doch ist es ein⸗ Amen! Auch ott, bist unser wir dich wür⸗ m Heiligtum, dein Nahesein ö m. Dich, lie⸗ Mut. Amen! ö r ist groß und zen, 1697— 1769. Tageszeiten 476 die⸗ser Nacht so gnä⸗ dig⸗-lich be⸗ hü⸗ tet. 2. Ich bitte dich aus Herzensgrund, du wollest mir vergeben all meine Sünd, die dir ward kund aus it, Liebe, Huld 5— bösen Leben; und wollest mich auch diesen Tag in deinem Schutz chalten, daß mir der Feind nicht schaden mag mit Listen mannigfalten. 4. Ich hab es all mein Tag gehört: menschlich Hilf ist verloren; drum steh mir bei, o treuer Gott, zur Hilf bist du geboren. 1586. Weise: Auf meinen lieben Gott. 3255 Nürnberg 1574;—.———.— a. d. O. 1605. 1. Der schö⸗ ne Tag 2— ant, die Kacht ist * .. EiiIiEE ab⸗ ge- tan, die Fin⸗ster-nis ver⸗ gan⸗gen. Laß SS.............. rätorius 1610. —. i⸗nen Sohn, 2 nich hast in uns dein um-fan-⸗ W du ⸗ re Sonn und Le⸗ ben der Welt zum Heil ge⸗ 94 ben. 2. Befiehl der Engel Schar, daß sie uns heut bewahr. Wenn du die Hand ausstreckest und uns damit be⸗ deckest, so muß samt unsern Sünden das Übel von uns schwinden. 76 47/ 477 Das christliche Leben 3. Laß uns in deiner Hut das tun, was recht und gut, und gleich als Kinder leben, die dir sich ganz ergeben, in deinen Wegen gehen und fest im Glauben stehen. 4. Befällt uns Übelstand, so beut du uns die Hand, daß wir in allen Stücken uns drein geduldig schicken, denn dir nicht widerstreben ist ja das beste Leben. 5. Gib Speis und Trank dem Leib, daß er bei Kräften bleib; und soll die Seele scheiden, so seis zu deinen é Freuden, daß wir auf deinen Namen getrost hin⸗ fahren. Amen! August Buchner, 1591-1661. Ephes. 5, 14. Weise: Mein Herzensjesu, meine Lust. Peter Sohr, Frankfurt a. M. 16689. —— 1. Er ⸗ he ⸗be dich, o mei⸗ne Seel: die der Herr er-scheint in Is⸗ra⸗ el, sein 2——— i— SISISIS...... —„ Fin ⸗ ster⸗nis ver⸗ ge⸗ het, 5 Licht am Himmel ste het. Er⸗ he-be dich aus ..——.— dei- nem Schlaf, daß er was Gu-tes in dir ..... .252 schaff, in-dem er dich er-leuch-tet. 2. Im Licht muß alles rege sein und sich zur Arbeit wenden; im Licht singt früh das Vögelein, im Licht will es vollenden: so soll der Mensch in Gottes Licht auf heben billig sein Gesicht zu dem, der ihn erleuchtet. 3. Laß heben; wir lebe Stund 4. Ein Werk Hort, an das im Lick 5. Du benswe deinen führet 6. Ich gefällie auch e⸗ die sich leuchte 7. Da Kraft Lieb d diesem dieweil Weise: recht und gut, h ganz ergeben, Blauben stehen. uns die Hand, duldig schicken; este Leben. er bei Kräften seis zu deinen n getrost hin⸗ hner, 1591- 1661. kfurt a. M. 1668. ne Seel: die ra⸗ el, sein ——— be dich aus D tes in dir ,. ich zur Arbeit ein, im Licht Gottes Licht ihn erleuchtet. ö ů Tageszeiten 478 3. Laßt uns an unsre Arbeit gehn, den Herren zu er⸗ heben; laßt uns, indem wir auferstehn, beweisen, daß wir leben; laßt uns in diesem Gnadenschein nicht eine Stunde müßig sein: Gott ists, der uns erleuchtet. 4. Ein Tag geht nach dem andern fort, und unser Werk bleibt liegen. Ach hilf uns, Herr, du treuster Hort, daß wir uns nicht betrügen; gib, daß wir greifen an das Werk, gib Gnade, Segen, Kraft und Stärk im Licht, das uns erleuchtet. 5. Du zeigst, was zu verrichten sei auf unsern Glau⸗ benswegen; so hilf uns nun und steh uns bei, verleihe deinen Segen, daß das Geschäft von deiner Hand voll⸗ führet werd in alle Land, wozu du uns erleuchtet. 6. Ich flehe, Herr, mach uns bereit zu dem, das dir gefällig, daß ich recht brauch die Gnadenzeit; so flehen auch einhellig die Kinder, die im Geist geborn und — Hr fürchten vor dem Zorn, nachdem du sie er⸗ euchtet. 7. Das Licht des Glaubens sei in mir ein Licht der Kraft und Stärke, es sei die Demut meine Zier, die Lieb das Werk der Werke. Die Weisheit fließt in diesem Grund und öffnet beides, Herz und Mund, dieweil die Seel erleuchtet. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig, erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Guten tüchtig, bis ich erreich die güldne Stadt, die deine Hand gegründet hat und ewiglich erleuchtet. Peter Lackmann, 1659—1713. Weise: Nun danket all und bringet Ehr. Johann Crüger 1647. I. Das äuß⸗re Son⸗nen⸗licht ist da und 478 III — B leucht't mir ins Ge-sicht. Gott ist noch mehr dem Gei- ste nah mit sei⸗ nem Le-bens⸗licht. 2. Ach wohn in mir, du Gottessonn! Mein Geist dein Himmel werd, daß ich, o reine Seelenwonn, werd ganz in dich verklärt. 3. Wenn sich die Sonne offenbart, so weicht die Dun kelheit. Vertreib durch deine Gegenwart die Sünd und Eigenheit. ö 4. Der Adler schaut geradezu die Sonne fröhlich an: mein Geistesaug eröffne du, daß ich dich schauen kann. 5. Wer dich in deinem Licht erblickt in seiner Seele Grund, der ehrt, den Engeln gleich, gebückt dich, Gott, zu aller Stund. ö 6. Du bist ein Licht und wohnst im Licht. Ach mach mich licht und rein, zu schauen, Herr, dein Angesicht und dir vereint zu sein! 7. So laß mich wandeln, wo ich bin, vor deinem An— ö gesicht; mein Tun und Lassen immerhin sei lauter, rein und licht. 8. Dein Auge leite meinen Gang, daß ich nicht irre geh. Ach bleib mir nah mein Leben lang, bis ich dich ewig seh! Gerhard Tersteegen, 1697—1769. Weise: Ich dank dir schon durch deinen Sohn. Aus Böhmen 1595.(Michael Prätorius 1610) 479 4—— EUENUEEE EEE — EIEIIEI 20 r1. O Je⸗ su, mei-nes Le⸗bens Licht, nun —— deine 7. 2 fall bis i Tageszeiten 480 och mehr dem — ist die Nacht ver-gan⸗gen: mein Gei⸗stesaug zu —.— licht. Nein Geist dein enwonn, werd eicht die Dun⸗ ürt die Sünd ne fröhlich an: schauen kann. n seiner Seele gebückt dic, ht. Ach mach dein Angesicht or deinem An⸗ in sei lauter, ich nicht irre 3„F bis ich dich gen, 1697— 1769. rätorius 1610.) E EE—..— H EEEEE dir sich richt't, dein An-blick zu emp⸗fan-gen. 2. Mein Leben schenkst du mir aufs neu, es sei auch dir verschrieben, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 3. Durchdring mit deinem Lebenssaft Herz, Sinne und Gedanken; bekleide mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken. 4. Mein treuer Hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. 5. Zeig mir in jedem Augenblick, wie ich dir soll ge⸗ fallen: zeuch mich vom Bösen stets zurück, regiere mich in allem. 6. Gib, daß ich meinen Wandel führ im Geist, in deinem Lichte, und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 7. Ach halt mich fest mit deiner Hand, daß ich nicht fall noch weiche; zeuch weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. 17 Friedrich 315 1785. „Früh am Mor-gen Je- sus ge-— und vor ns Licht, nun . ste⸗ het, klop⸗ fet an, wo al ⸗len Tü- ren 480 481 man ge⸗ fle⸗ het: Komm, Herr Je⸗ su, un⸗ ser Gast. 2. Nun so lasset ihn nicht dorten, tut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein; 4, weiden uns auf grüner Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehen, Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden fröͤhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip, 1809—1882. Rbend Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Leipzig 1625. 1. Chri⸗ste, du bist der hel-le Tag, vor dir die EE E—.— EEIEEEEEAIAEEEEEE Nacht nicht blei-ben mag, du leuch⸗test uns vom S..— SSSSS.I..I Va⸗ ter her und bist des Lich-tes Pre⸗-di⸗ ger. 2. Obschon die Augen schlafen ein, so laß das Herz doch wacker sein; halt über uns dein rechte Hand, daß wir nicht falln in Sünd und Schand. Weise n⸗ ser Gast. ihm auf des sen Worten: einde von uns ben und der r deine Fülle mit dir gehen ird heut mit „daß er uns ip, 1809-— 1882. Leipzig 1625. * vor dir die en. uns vom di: ger. ß das Herz Hand, daß Tageszeiten 482 3. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, behüt uns vor des Teufels List, der stets nach unsrer Seele tracht't, daß er an uns hab keine Macht. 4. Sind wir doch dein ererbtes Gut, erworben durch dein heilig Blut; das war des ewgen Vaters Rat, als er uns dir geschenket hat. 5. Befiehl deim Engel, daß er komm und uns bewach, dein Eigentum; gib uns die lieben Wächter zu, daß wir vorm Satan haben Ruh. 6. So schlafen wir im Namen dein, dieweil die Engel bei uns sein. Du heilige Dreifaltigkeit, wir loben dich in Ewigkeit. Nach: Christé, qui Iux es et dies. Erasmus Alber, 1500-—1558. —1 Christum wir sollen loben schon. Altkirchlich. 1524. ............. TT— T— II————T— EIE 1. O wer⸗=tes Licht der Chri-sten-heit, — 1—X ö o hei-li-ge Drei-ei-nig⸗keit, weil jetzt die Son⸗ne 1 + ö 3 ö von uns weicht, durch dein Licht un⸗ ser Herz er⸗leucht! 2. Am Morgen früh da danken wir, des Abends beten wir zu dir; auch unser armer Lobgesang dich rühmet unser Leben lang. 3. Lob, Ehr und Dank sei dir erweist, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Du dreifach einig wahrer Gott, tröst unser Herz in aller Not. Nach: O Iux beata trinitas. Matthäus Apelles von Löwenstern, 1564— 1648. 482 483. 484 Das christliche Leben 483 Weise: Hinunter ist der Sonne Schein. Melchior Vulpius 1609. 1. O Je⸗su, treu ⸗-öster Heiland mein, ich geh in ————— mein Schlaf kämmerlein, ich will mich le⸗gen ——— — /l in die Ruh; schleuß du die Tür selbst nach mir zu. 2. Verzeih mein Sünd aus Gnad und Güt, schäd—⸗ lich und schändlich Träum verhüt, breit über mich dein Flügel aus, laß stehn dein Engel um mein Haus. 3. Vor Wassers⸗ und vor Feuersnot und vor eim bösen, schnellen Tod, vor Diebstahl und vor Leibs⸗ gefahr mich und die Meinigen bewahr. 4. Und wenn ich schlaf, so wach für mich; treib alles Unglück hinter sich. Laß mich zu deinem Lob aufstehn und fröhlich an mein Arbeit gehn. Johann Heermann, 1585—1647. 484 Weise: Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleibe. Genf 1542. ——— n ur. 2——— EEEEEEEEEEEEEEEEEE —————— 1. Die Sonn hat sich mit ih⸗ rem Glanz ge⸗ SSISSSI...— wen⸗det und, was sie soll, auf die⸗sen Tag voll⸗ r Vulpius 1609. in, ich geh in (l mich le⸗gen 8—— nach mir zu. Güt, schäd— ber mich dein mein Haus. ind vor eim d vor Leibs-⸗ ; treib alles Lob aufstehn n, 1585- 1647. Geuf 1542. —2 n Glanz ge⸗ Tag voll⸗ Tageszeiten 484 E—— S en⸗det; die dunk⸗le Nacht dringt al⸗lent⸗hal⸗ ben E EI zu, bringt Menschen, Vieh und al⸗ le Welt zur Ruh. 2. Ich preise dich, du Herr der Nächt und Tage, daß du mich heut vor aller Not und Plage durch deine Gnad und hochberühmte Macht hast unverletzt und frei hindurch gebracht. 3. Vergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; laß alle Schuld durch deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei dir verloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, in⸗ dem ich mich der trüben Nacht vertraue, und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. 5. Vergönne, daß der lieben Engel Scharen mich vor der Macht der Finsternis bewahren, auf daß ich vor sch r. Tyrannei der argen Feind im Schlafe icher sei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabes strecken, so blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode neh⸗ men kann; 7. und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt. Johann Crügers Praxis pietatis melica 164* 1485— 485 Das christliche Leben Bei Freylinghausen 1704. —JIJS...J S......... I. Der Tag ist hin. Mein Geist und Sinn sehnt — =2== sich nach jesnem Ta-- ge, der uns völ-lig ma-chen D SI EAE=— EE J—‚‚..‚.‚.‚.‚..— C wird frei von al- ler Pla- ge. 2. Die Nacht ist da. Sei du mir nah, Jesu, mit hellen Kerzen; treib der Sünden Dunkelheit weg aus mei⸗ nem Herzen. 3. Der Sonne Licht uns jetzt gebricht. O unerschaffne Sonne, brich mit deinem Licht herfür mir zur Freud und Wonne. 4. Was sich geregt und vor bewegt, ruht jetzt von seinen Werken. Laß mich, Herr, in stiller Ruh dein Werk in mir merken. 5. Ein jeder will bei solcher Still der süßen Ruhe Laen Laß die Unruh dieser Zeit, Jesu, bald sich egen. 6. Wann aber soll der Wechsel wohl der Tag und Nächte weichen? Wann der Tag anbrechen wird, dem kein Tag zu gleichen. 7. Alsdann wird nicht der Sonne Licht Jerusalem verlieren; denn das Lamm ist selbst das Licht, das die Stadt wird zieren. 8. O Jesu du, mein Hilf und Ruh, laß mich dahin gelangen, daß ich mög in deinem Glanz vor dir ewig vrangen. Johann Anastasius Freylinghausen, 1670— 1739. Tageszeiten 486 inghausen 1704. Weise: Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleibe. — d Sinn sehnt Geuf 1542. —4— — ö 2 I. Der A-bend kommt, die Son- ne sich ver⸗ —— lig ma⸗chen dek⸗ket, und al⸗les sich zur Ruh und Stil-le su, mit hellen veg aus mei⸗ Hunerschaffne ir zur Freud tzt von seinen dein Werk süßen Ruhe su, bald sich er Tag und nwird, dem Jerusalem icht, das die mich dahin vor dir ewig n, 1670— 1739. —.... strek-ket. O mei- ne Seel, merk auf, wo blei-best EE du? In Got⸗-tes Schoß, sonst nir-gend findst du Ruh. 2. Der Wandersmann legt sich ermüdet nieder, das Vöglein fleugt nach seinem Neste wieder, das Schäf⸗ lein kehrt in seine Hürde ein: laß mich in dich, mein Gott, gekehret sein. 3. Ach sammle selbst Begierden und Gedanken, die noch so leicht aus Schwachheit von dir wanken; mein Ruheplatz, mein Heimat, tu dich auf, daß ich in dich vor allem andern lauf. 4. Recht väterlich hast du mich heut geleitet, bewahrt, verschont, gestärket und geweidet; ich bins nicht wert, daß du so gut und treu: mein Alles dir zum Dank ergeben sei. 5. Vergib es, Herr, wo ich mich heut verirret und mich zuviel durch dies und das verwirret; es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn, nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. 6. Da nun der Leib sein Tagewerk vollendet, mein Geist sich auch zu seinem Werke wendet: zu beten an, zu lieben inniglich, im stillen Grund, mein Gott, zu schauen dich. 48/ 487 Das christliche Leben 7. Die Dunkelheit ist da und alles schweiget, mein Geist vor dir, o Majestät, sich beuget; ins Heiligtum, ins Dunkle kehr ich ein: Herr, rede du, laß mich ganz stille sein. 8. Mein Herz sich dir zum Abendopfer schenket, mein Wille sich in dich gelassen senket. Begierden, schweigt! Vernunft und Sinne, still! Mein müder Geist im Herren ruhen will. 9, Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben; laß nicht den Geist zerstreut in Unruh schweben; mein treuer Hirt, führ mich in dich hinein, in dir, mit dir kann ich vergnüget sein. 10. Im Finstern sei des Geistes Licht und Sonne; im Kampf und Kreuz mein Beistand, Kraft und Wonne; deck mich bei dir in deiner Hütte zu, bis ich erreich die ö volle Sabbatruh. Gerhard Tersteegen, 1697-1769. Weise: In dich hab ich gehoffet, Herr I. 15. Jahrhundert Straßburg 1560. 0 IJ. 1 .—— 1. Für al⸗-le Gü⸗te sei ge⸗preist, Gott Va⸗ter, Sohn und heil⸗ger Geist! Ihr bin ich zu ge⸗ IR sang, den ich dir kind-lich sin- ge. E 2 ö weiget, mein 16 Heiligtum, laß mich ganz chenket, mein den, schweigt! der Geist im e geben; laß veben; mein dir, mit dir d Sonne; im und Wonne; ich erreich die en, 1697- 1769. straßburg 1560. IrN preist, Gott mich zu ge⸗ nLob-ge⸗ Tageszeiten 488 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, hast Großes heut an mir getan, mir mein Gebet gewähret; hast väterlich mein Haus und mich beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: der Geist, mit dem ich dein gedenk, ein ruhiges Gemüte, was ich vermag bis diesen Tag, ist alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht mein Schutz und Schirm in dieser Nacht, vergib mir meine Sün⸗ den; und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, so laß mich Gnade finden. Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769. Weltlich 1669; geistlich Biel 1766. —— 1. Mein Au- ge wacht jetzt in der stil- len = 9 ESESEEE gnzt.TLy— Nacht; nun ist mein Herz bedacht, dich, Gott, zu lo⸗ ben. Ach schen⸗Eke mir Kraft, zu lob⸗sin-gen dir mit 2— —H+᷑ N dei⸗nen Heil⸗-gen hier und de⸗ nen dro-ben. 2, Die stille Zeit sei, Jesu, dir geweiht! Nichts soll die Einsamkeit vor dir entweihen. Schleuß selber du mein Herz vor allem zu, damit es sich in Ruh mag in dir freuen. 3. Wie preis ich dich, mein Jesu, daß du mich aus Gnaden kräftiglich zu dir gezogen! Ach hätte doch mit größrer Treue noch sich deinem sanften Joch mein Herz gebogen! 488 488 Das christliche Leben 4. Es schmerzt mich tief, daß, seit dein Geist mich rief, ich dir noch erst entlief durch Reiz der Sünden. Mein treuer Hirt, wie war ich oft verwirrt und konnte wie verirrt die Ruh nicht finden! 5. Doch deine Hand war nicht von mir gewandt, sie zog mich durch das Band der Liebe wieder. Dein Gnadenlicht verließ den Sünder nicht: dein holdes Angesicht sah auf mich nieder. 6. Du riefst, ich kam gebeugt und voller Scham; dein Vaterherze nahm mich auf voll Liebe. Da schmolz mein Herz in reuevollem Schmerz; du zogst es himmelwärts im Liebestriebe. 7. O Gott voll Huld, du trägst mich mit Geduld, vergabst so oft die Schuld, als ich dich flehte; und dann sprachst du mir wieder freundlich zu und schenk⸗ test süße Ruh mir im Gebete. 8. Herr, ich bin dein und will es ewig sein; ach zeuch mich ganz hinein, daß ich nicht wanke! Wann kommt die Zeit, daß ich dir ganz geweiht, zum heilgen Schmuck bereit, als Sieger danke? 9. Doch deine Gnad, die angefangen hat, wird auch nach deinem Rat das Werk vollenden. Ich trau es dir; ach stärk den Glauben mir, ich laß mich für und für nur deinen Händen. 10. Mein einzig Gut, in dem mein Sehnen ruht, du machst mich wohlgemut in deiner Liebe; o hauche dann den Funken stärker an, daß ich dich lieben kann mit mächtgem Triebe! 1I. Im Sturm der Welt sei du mein heimlich Zelt, der Anker, der mich hält, wenn alles zaget; in Not und Pein nimm mich, o Liebe, ein, so harr ich kindlich dein, bis daß es taget. 12. Preis, Lob und Ehr sei dir je mehr und mehr, Jehova hoch und hehr, in Jesu Namen im Staube hie oft unter Streit und Müh und einst in Harmonie der Engel. Amen. Johann Wilhelm Berger, 1747— 1829. treue in Geist mich z der Sünden. verwirrt und 14 gewandt, sie wieder. Dein dein holdes oller Scham; Liebe. Da nerz; du zogst mit Geduld, hflehte; und u und schenk⸗ ein; ach zeuch Wann kommt ilgen Schmuck at, wird auch Ich trau es mich für und nen ruht, du be; o hauche ch lieben kann heimlich Zelt, aget; ur ich kindlich hr und mehr im Staube hie in Not in Harmone ger, 1747—1829. 489 Tageszeiten Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539. E—— öů ö 1— ——.— . Die schö⸗nen Sonntagsstunden sind nun da⸗ .—.— D‚.—— — 5.—— .II.... hin⸗ge⸗schwun⸗den, uns grüßt die A-bend⸗ruh; nun will ich all mein Dich-ten zu dir nach o- ben — 1— ö 12— IAHN I 1 rich ⸗ten, An-fang und En-de blei-best du. 2. Herr, dir sei Preis und Ehre für alle Lieb und Lehre, die ich empfangen heut; du bist allein zu loben für jedes Licht von oben, das diesen Tag hat eingeweiht. 3. Der Glanz von deinem Throne, das Wort von dei⸗ nem Sohne, der Haͤuch von deinem Geist, was unser Sinn gespüret, was unser Herz gerühret, für alles, alles sei gepreist. 4. Laß diesen Strahl des Lebens, dies Licht doch nicht pergebens für uns entzündet sein! Noch in den dunk⸗ len Stunden, wenn alles sonst verschwunden, leucht es in unser Herz hinein! 3. Was dieses Licht verdunkelt, obs noch so gleißt und funkelt, das bleib uns ewig fern. Sei du allein die Sonne des Lebens und die Wonne des Herzens und des Auges Stern. 6. Wenn sich die Augen senken, dann laß dein An⸗ gedenken nicht völlig schlafen ein! Laß in den Fin⸗ sternissen dein Wort und mein Gewissen die beiden treuen Wächter sein! 490 490 Das christliche Leben „Ein Strahl von deinem Lichte erleuchte mein Ge⸗ sichte auch in der finstern Nacht! Im tiefsten Schoß der Stille entschlummert jeder Wille, du aber bists, der ewig wacht. 8. Herr, schenke mir indessen ein seliges Vergessen von allem eitlen Wahn! Mag auch kein Aug mich schauen, sieh von des Himmels Auen nur du, mein Gott und Herr, mich an! Heinrich Puchta, 1808- 1858. Saus und Beruf ——.—.— Wittenberg 1524. I. In Got-tes Namen faheren wir, en Hilf und EEEE Gnad be-geh⸗ren wir. Bewahr uns heut des Va⸗ters EEE Güt und un/ ser Sert und Leib be⸗hüt. Ky⸗ri⸗e⸗ leis, 2. Christus sei unser Geleitsmann, bleib stetig bei um auf der Bahn und wend von uns des Feindes List, auch was seim Wort zuwider ist. Kyrieleis. 3. Der heilig Geist auch ob uns halt mit seinen Gaben mannigfalt, tröst, stärke uns in aller Not und füht uns wieder heim mit Gott. Kyrieleis. Nach einem mittelalterlichen Wallfahrtslied 156ʃ. 35— meine meine daß i chte mein Ge⸗ tiefsten Schoß du aber bists, ges Vergessen ein Aug mich nur du, mein hta, 1808- 1858. Wittenberg 1524. — sein Hilf und It des Va⸗ters dy⸗ri-e⸗ leid. b stetig bei unz Feindes List, ieleis. t seinen Gaben Not und füht Alfahrtslied 156ʃ, Haus und Beruf 491 Weise: Mein Herzensjesu, meine Lust. Peter Sohr, Frankfurt a. M. 1668. —6— — V * r. In Got⸗ tes Na⸗men fang ich an, was mit Gott wird al- les wohl-ge-tan und mir zu tun ge- büh-ret: glücklich aus-ge- füh-⸗ret; was man in Got⸗-tes —— ö—.— f———— A Na-men tut, ist al- lent- hal- ben recht und — SSISII—.— .— +. II 10 II I 1 — — ut und muß uns auch ge-dei- hen. 9 2. Gott ists, der das Vermögen schafft, was Gutes zu vollbringen; er gibt uns Segen, Mut und Kraft und läßt das Werk gelingen: ist er mit uns und sein Gedeihn, so muß der Zug gesegnet sein, daß wir die Fülle haben. 3. Wer erst nach Gottes Reiche tracht't und bleibt auf seinen Wegen, der wird gar leichtlich reich gemacht durch Gottes milden Segen: da wird der Fromme froh und satt, daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, er krönet sie mit Gnaden. Der bösen Welt ihr Neid und Hohn kann ihnen gar nicht schaden: Gott decket sie mit seiner Hand, er segnet ihre Stadt und Land und füllet sie mit Freuden. 3. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken; laß du mit deiner Gnade dich bei meiner Arbeit merken; gib dein Gedeihen selbst dazu, daß ich in allem, was ich tu, ererbe deinen Segen. 492 Das christliche Leben 6. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden, auf daß, was du mich schaffen heißt, ge⸗ scheh mit lauter Freuden, auch daß ich dir mit aller Treu auf dein Gebot gehorsam sei und meinen Näch⸗ sten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner Hände befehl ich, liebster Heiland, dir; hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit, und gib, daß ich zu seiner Zeit erwünschten Lohn empfange. Salomo Liscow, 1640- 1689. —.—v— meines Herzens Grunde.—— 1598. 4—— Geh hin nach Got⸗ tes Wilh- len in Deemnt lern das Ge-bot er- fül-len, sein gro⸗ßes —.—.—— 2 ñI.‚‚..‚‚..‚....‚.. — und Vertraun; Feld zu 0 Frag uuch der Ern-te nicht: du bũäBKrł;P.,ꝰ.,.. ii den Lohn——3— mes⸗ sen, süßiü—9 und EE SSISIITIITTTTTTTT Lust ver⸗ gese⸗ sen, nur sehn auf dei⸗ne Pflicht. 2. Willst du nur sein geborgen und vor der Welt ge⸗ ehrt, so kannst du nicht besorgen, was deinem Herrn gehört. Sieht jemand auf Gewinn und trachtet hier dadn Erden nur glücklicher zu werden, der hat den Lohn ahin. 3. Doch hast du deine Gaben dem Dienst des Herrn geweiht, so wirst du Augen haben, zu sehn, was er schla Müßiggang fen heißt, ge⸗ dir mit aller meinen Näch⸗ Die Werke nd, dir; hilf, Herrlichkeit, inschten Lohn ow, 1640—1689. Hamburg 1598. in De⸗mut sein gro⸗ßes e nicht: du Haus und Beruf 493 gebeut. Das tue still und gern; du darfst nicht zau⸗ dernd wählen, nicht rechnen und nicht zählen; er ruft, 70 du folgst dem Herrn. 4. Nur frisch an allen Enden die Arbeit angefaßt! H Mit unverdroßnen Händen sei wirksam ohne Rast! Das ist der rechte Mut: streu aus den edlen Samen, arbeit in Gottes Namen; so keimt und wächst es gut. Nach Zohann Friedrich Möller, 1789—1861. Lyon 1547. 493 1. O se⸗ lig Haus, wo man dich auf⸗ge⸗ wo un⸗ ter al-len Gä⸗ sten, die da 14 ¹¹:— EEE ö E.— E—F2..2— 1+— 42.—. 1——— I nom⸗men, du wah-;rer Seelenfreund, Herr Je⸗su kom⸗men, du der ge-fei- ert-⸗ ste und lieb-ste I Freud und e ne Pflicht. der Welt ge⸗ deinem Herrn trachtet hier hat den Lohn nst des Herrn sehn, was er Christ; bist; wo al⸗=ler Her-zen dir ent-ge-gen⸗ EEEEEEE schlasgen und al-ler Au⸗gen freu-dig auf dich — I I L„ OI—— sehn; wo al-ler Lip⸗pen dein Ge-bot er⸗ fra⸗ gen — N und al-le dei- nes Winks ge⸗ wär⸗-tig stehn. 494 Das christliche Leben 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist ge⸗ sinnt; wo beide unzertrennbar an dir hangen in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten wie am bösen Tag. 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Hän⸗ den des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kin⸗ der, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sam⸗ meln und horchen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, sich deiner freun, du lieber Heiland du. 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn; als deine Diener, deine Haus⸗ genossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zei⸗ gen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt; o selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist: bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus. Philipp Spitta, 1801-1859. Naturleben Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Leipzig 1625. —— ⁰PIE — ö ö 1. Be⸗=scher uns, Herr, das täg-lich Brot; vor So b in einer, in de eines Heils anders ist ge⸗ ungen in Lieb id nur bei dir zuten wie am nen mit Hän⸗ reund der Kin⸗ s Mutterliebe gern sich sam⸗ zu und lernen h deiner freun, gd dich kennen hn, bei allem nach deinem deine Haus⸗ frei, das Ihre en Dingen zei⸗ ilest, wo man Haus, wo du d aller Tröster ndet, und bis der Vater dich haus. itta, 1801-1859. Leipzig 1635. Naturleben 495 Teurung und vor Hungersnot be-hüt uns durch dein SSDDEEEEEEE ——1 lie⸗ ben Sohn, Gott Va⸗ ter in dem höchsten Thron. 2. O Herr, tu auf dein milde Hand, mach uns dein Gnad und Güt bekannt: ernähr uns, deine Kinder⸗ lein, der du speist alle Vögelein. 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm; denn aller Ding du Schöp⸗ fer bist und allem Vieh sein Futter gibst. 4. Gedenk nicht unsrer Missetat und Sünd, die dich erzürnet hat: laß scheinen dein Barmherzigkeit, daß wir dich lobn in Ewigkeit. 5. O Herr, gib uns ein fruchtbar Jahr, den lieben Kornbau uns bewahr: vor Teurung, Hunger, Seuch und Streit behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. 6. Du unser lieber Vater bist, weil Christus unser Bruder ist: drum trauen wir allein auf dich und wolln dich preisen ewiglich. Nikolaus Herman 4 1561. Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539. 1. Der rau-he Heuher kemittt Wiszder; jetzt stümm c —— mei⸗ne Lie⸗ der in ih- ren Trau⸗er⸗ton. Die ich Brot: vor SS Som-⸗mer⸗lust ver-ge-het; nichts in der Welt be⸗ 20 4⁵5 496 496 Das christliche Leben 15== AHè᷑— ste⸗ het: der Mensch muß end⸗lich selbst da⸗ von. —.—.—.—.—..—.—.— 2. Du Gott und Herr der Zeiten, willst, daß wir uns bereiten zu unsrer wahren Ruh; stets zeigst du dein Gemüte, schickst uns aus milder Güte auch stumme, stille Lehrer zu. 3. Die Rose läßt sich brechen, wird niemals wider— sprechen des Gartenherren Hand; der Apfel zum Ge⸗ nießen fällt selbst zu deinen Füßen und lässet willig seinen Stand. 4. Und du, Mensch, wollst nicht eben dich deinem Gott ergeben? Was ist dein größter Ruhm? Daß er dich hat erschaffen, geziert mit Glaubenswaffen zu seinem ewgen Eigentum. 5. Schickt er denn Kreuz und Schmerzen, nimmt er, was lieb dem Herzen: er meints doch allzeit gut; und sind wir Gottes eigen, so laßt uns stille schweigen zu allem, allem, was er tut. 6. Wer mag der Welt Getümmel erwählen für den Himmel? Hilf, Christe, Gottes Sohn, daß wir uns stets gewöhnen, uns nur nach dir zu sehnen und dei⸗ nem heilgen Gnadenthron. Heinrich Albert, 1604—165l. Weise: Aus meines Herzens Grunde. Hamburg 1598. — 5.—..——— 1. Die Ernt ist nun zu En ⸗ de, der wo- mit Gott al ⸗ le Stän⸗ de satt, Se⸗ gen ein⸗ge- bracht— reich und fröh⸗lich macht. Der al⸗ te Gott lebt Naturleben 496 —.—= R lbst da⸗ von. noch, man kann es deut⸗lich mer⸗ken an so viel t, daß wir uns———— E—.—3 eigst du dein E auch stumme,——— Lie⸗ bes-wer- ken; drum prei-sen wir ihn hoch. liemals wider 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt Apfel zum Ge⸗ und oft ohn unsre Bitte getan, was uns gefällt, die d lässet willig immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. Daß v Gott 3. Zwar manchen schönen Segen hat böses Tun ver⸗ ů aß er dich derbt, den wir auf guten Wegen sonst hätten noch en zu seinem ererbt; doch hat Gott mehr getan aus unverdienter Güte, als Mund, Herz und Gemüte nach Würden 3 nimmt 10 rühmen kann. zeit gut; un Sü D 4. Er hat sein Herz geneiget, uns Sünder zu erfreun, tille schweigen genugsam sich bezeiget durch Regn und Sonnenschein; ö‚ wards aber nicht geacht't, so hat er sich verborgen und ählen für den durch verborgnes Sorgen zum Besten uns gebracht. wen und de 5. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; ö du mildester Berater machst, daß uns Segen grünt. dert, 1604-1651. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, für viel und große Gnaden: Herr Gott, wir danken dir. 6. Zum Danken kommt das Bitten: du wollest, from⸗ Haniburg 159893. mer Gott, vor Feuer uns behüten und aller andern —— Not; gib friedevolle Zeit, erhalte deine Gaben, daß ——. wir uns damit laben; regier die Obrigkeit. —— 7. Besonders laß gedeihen dein reines, wahres Wort, de, der daß wir uns dessen freuen, und auch an unserm Ort nu⸗ de satt, dies gute Samkörnlein verlangte Früchte bringe, und wir in allem Dinge recht fromme Leute sein. 8. Gib, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Leibes hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben; o laß es doch geschehn! 20³ te Gott lebt 497 Das christliche Leben 9. Kommt unser Lebensende, so nimm du unsern Geist kein Leid bewußt: so ernten wir mit Freuden nach ö ausgestandnen Leiden die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann, 1680-1766. 497 Weise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade II. Basel 1741. 30 1. Freu-et euch der schö- nen Er-de, denn sie ist wohl wert der Freud; o was hat für Herr⸗lich⸗kei-ten un-ser Gott da aus⸗ge⸗streut! 2. Und doch ist sie seiner Füße reich geschmückter Schemel nur, ist nur eine schön begabte, wunderreiche Kreatur. 3. Freuet euch an Mond und Sonne und den Sternen allzumal, wie sie wandeln, wie sie leuchten über un— serm Erdental. 4. Und doch sind sie nur Geschöpfe von des höchsten glänzendes Gewand. I 3. Wenn am Schemel seiner Füße und am Thron * schon solcher Schein, o was muß an seinem Herzen erst für Glanz und Wonne sein. Philipp Spitta, 1801- 1859. ö— ö 6 — ͤͤͤͤͤͤͤ EEE— 15434 △+— ö in deine Vaterhände, da er der Ruh geneußt, da ihm Gottes Hand, hingesät auf seines Thrones weites, Naturleben 498 u unsern Geist Weise: O Durchbrecher aller Bande. Halle 1704. 498 Krenc⸗ da ihm—0 ö Z Freuden nach—.——.—— 6.... Lust. EEE 4— 11 ö ann, 1680—1766. 1. Herr, die Er- de ist ge- seg- net von dem Güt und Mil⸗de hat ge- reg-net, dein Ge⸗ Basel 1741. IISRI‚I‚‚‚.e ꝑWIRERIAI———— EUURIIN —. nEr-de, —. Gründen ist dein Segen ausgestreut; un- ser Warten was hat für — e. ͤ„„ ist ge⸗ krö-net, un-ser Herz hast du erfreut. 7ao 1 Wegeesentt 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine Hände, dein Ver⸗ mögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gab und Spende machet alle froh und satt. geschmückter wunderreiche den Sternen ten uber mi⸗ 3. Du gedenkst in deiner Treue an dein Wort zu Noahs Zeit, daß dich nimmermehr gereue deiner Huld und Freundlichkeit; und solang die Erde stehet, über i des höchsten der dein Auge wacht, soll nicht enden Saat und Ernte, ones weites, Frost und Hitze, Tag und Nacht. 4. Gnädig hast du ausgegossen deines Uberflusses 0 am Thron Horn, ließest Gras und Kräuter sprossen, ließest inem Herzen wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgeweh⸗ ret Schaden, Unfall und Gefahr; und das Gut steht tta, 1801—1859. unversehret, und gesegnet ist das Jahr. 499 Das christliche Leben 5. Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler 2. Sünden an. Herr, verleih, daß deine Gnade setzt an wir h unsre Seelen rührt, daß der Reichtum deiner Milde laß u unser Herz zur Buße führt. Preie 460 6. Hilf, daß wir dies Gut der Erden treu verwalten 3. D 146 immerfort. Alles soll geheiligt werden durch Gebet fließt I ö und Gotteswort. Alles, was wir Gutes wirken, ist Wein gesät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden Blut 14 unaussprechlich reich und groß. ö 1634 Heinrich Puchta, 1808- 1858. 48. V 144½½ 0 499 Weise: Nun Hosianna, Davids Sohn. Frankfurt a. M. 1738. dir be FEHE—. 5.— ——— über alles „Des Jah-res schö- ner Schmuck ent-weicht, fällt, 6. E Wan —.— Wet: die Flur wird kahl, der Wald verbleicht, der Vög⸗lein des L + ö I.—3 1 —.— 2.—. f—.— f 2— wiede SSꝑqSIꝑI I II I ach 5 Lie⸗ der schweigen; ihr Got- tes-kin-der, schweiget 15..2 I. D 1+4 N 411¹f1F7 EDD.— eh de —— treue in, nicht und laßt hin-auf zum ew-gen Licht des 8.3 ö ö— EE EIN der“ . Her-zens Op⸗-fer stei⸗ gen! rdient, die du gt uns vieler nade jetzt an deiner Milde reu verwalten hta, 1808-1858. furt a. M. 1738. —— ick ent⸗weicht, der Vög=lein ——— r, schweiget — Licht des Naturleben 499 2. Gott ließ der Erde Frucht gedeihn, wir greifen zu, wir holen ein, wir sammeln seinen Segen; Herr Jesu, laß uns gleichen Fleiß an deiner Liebe Ruhm und Preis mit Herzensfreude legen. 3. Der Weinstock gibt die süße Kost, aus voller Kelter fließt der Most, die Herzen zu erfreuen; du rechter Wieinstock, höchstes Gut, laß deine Reben durch dein Blut sich freudiglich verneuen! 4. Was Gottes Hand für uns gemacht, das ist nun alles heimgebracht, hat Dach und Raum gefunden; so sammle dir zur Gnadenzeit, o Seele, was dein Herr dir beut für deine Kreuzesstunden! 5. Denn wie die Felder öde stehn, die Nebel kalt dar⸗ über wehn und Reif entfärbt die Matten, so endet alle Lust der Welt, des Lebens Glanz und Kraft zer⸗ fällt, schnell wachsen seine Schatten. 6. Es braust der Sturm, der Wald erkracht, der Wandrer eilt, um noch vor Nacht zu flüchten aus den Wettern; o Jesu, sei uns Dach und Turm, wenn nun des Lebens rauher Sturm uns will zu Boden schmettern! 7. Es fällt der höchsten Bäume Laub und mischt sich wieder mit dem Staub, von dannen es gekommen; ach Mensch, sei noch so hoch und wert: du mußt hin⸗ unter in die Erd, davon du bist genommen. 8. Doch wie der Landmann seine Saat ausstreuet, eh der Winter naht, um künftig Frucht zu sehen: so, treuer Vater, deckest du auch unsern Leib mit Erde zu, daß er soll auferstehen. 9. Indes, wie über Land und Meer der Störche Zug, der Schwalben Heer der Sonn entgegenstreben: so laß zu dir die Seele fliehn, zu deinem Paradiese ziehn, an deiner Sonne leben! Viktor Friedrich von Strauß und Torney, 1809-1899. 500 Das christliche Leben Vaterland Johann Walther 1561. ——— EEEEEE. 1. Wach auf, wach auf, du deut-sches Land, Be⸗ denk, was Gott an dich ge-wandt, du hast ge⸗nug ge⸗schla wo⸗zu er dich er⸗-schaf fen. Bedenk, was E VINX 1 Gott dir hat gesandt und dir vertraut, sein höchstes Pfand; drummagst duwohl auf- wa T⸗ chen. .—.— 2. Gott hat dir Christum, seinen Sohn, die Wahr heit und das Leben, sein liebes Evangelion aus lauter Gnad gegeben: denn Christus ist allein der Mann, der für der Welt Sünd gnug getan, kein Werk hilft sonst daneben. 3., Du solltest bringen gute Frucht, so du recht gläubig wärest, in Lieb und Treu, in Scham und Zucht, wie du solchs selbst begehrest, in Gottes Furcht dich halten fein und suchen Gottes Ehr allein, daß du niemand beschwerest. 4. Gott warnet täglich für und für, das zeugen seine Zeichen, denn Gottes Straf ist vor der Tür; Deutsch⸗ land, laß dich erweichen, tu rechte Buße in der Zeit, weil Gott dir noch sein Gnad anbeut und tut sein Hand dir reichen. 5. Das helfe Gott uns allen gleich, daß wir von Sün⸗ den lassen, und führe uns zu seinem Reich, daß wir das Unrecht hassen. Herr Jesu Christe, hilf uns nu und gib uns deinen Geist dazu, daß wir dein War⸗ nung fassen. Zohann Walther, 1496—1570. un Auch unt⸗ nach der! I. Trost 2. ich 3. Wol dein de 4. Den erst wie 5. Dah Rot. 6. Da was die 7. Wol das Gr 8. Wa⸗ allzeit 9. Du oder her Walther 1561. E Tod, Gericht ches Land,— LY Rerwand Und ewiges Leben . Auch ir Aeite: O Jein Christ von je cbens wic 9 d ise: ist, meins Lebens Licht. Nr. 502. zedenk, was nach der Weise esu Christ, meins Leben Iasn 1660. H E EEE EEE— + 1. Ich wollt, daß ich da- hei⸗me wär, den E 2. Ich mein, da⸗ heim im Himmelreich, da Achen—... E die Wahr⸗ aus lauter der Mann, Werk hilft cht gläubig Zucht, wie dich halten u niemand eugen seine Deutsch⸗ n der Zeit, id tut sein von Sün⸗ „daß wir ilf uns nu dein War⸗ 1496— 1570. oder heut geschieht. 1. Trost der Welt ich gern ent-behr. 2. ich Gott schau⸗e e= wig lich. 3. Wohlauf, mein Seel, und richt dich dar, dort wartet dein der Engel Schar. 4. Denn alle Welt ist dir zu klein, du kommest denn erst wieder heim. F Daheim ist Leben ohne Tod und ganze Freude ohne ot. 6. Da sind doch tausend Jahr wie heut und nichts, was dich verdrießt noch reut. 7. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut, und such das Gut ob allem Gut! 8. Was das nicht ist, das schätz gar klein und sehn dich allzeit wieder heim. 9. Du hast doch hier kein Bleiben nicht, obs morgen 501 502 Tod, Gericht und ewiges Leben 10. Da es denn anders nicht mag sein, so fleuch der Welt gar falschen Schein. Bereu dein Sünd und beßre dich, als wolltst du heut gen Himmelreich. 12. Ade, Welt, Gott gesegne dich! Ich fahr dahin gen Himmelreich. Heinrich von Laufenberg 4 um 1458. Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. Leipzig 1625. 1 7232——2— EEEEE 1. Ich ar- mer Mensch doch gar nichts bin, Gotts ö—— ——— Sohn al⸗lein ist mein Gewinn; daß er Mensch worden, ist mein Trost, er hat mich durch sein Blut er⸗-löst. 2. O Gott Vater, regier du mich mit deinem Geist beständiglich. Laß deinen Sohn, mein Trost und Lebn, allzeit in meinem Herzen schwebn. 3. Wenn mein Stündlein vorhanden ist, nimm mich zu dir, Herr Jesu Christ; denn ich bin dein und du bist mein. Wie gern wollt ich bald bei dir sein. Herr Jesu Christe, hilf du mir, daß ich ein Zweig⸗ Eem bleib an dir und nachmals mit dir aufersteh, zu deiner Herrlichkeit eingeh. Nach Phil. 30 4Om Nil sum, nulla miser novi solatia. —3: Johann Heune(Gigas), 1514—158ʃ. Str. 4: Martin Moller,‚ 1547—1606, o fleuch der wolltst du fahr dahin rg 4um 1458. Leipzig 1625. 3bin, Gotts isch worden, ter: löst. inem Geist t und Lebn, nimm mich ein und du sein. ein Zweig⸗ ufersteh, zu 0vi solatia. 9„1514-158ʃ. u, 1547—1606. Tod, Gericht und ewiges Leben 5808 Off b. 20, 11—15. Wittenberg 1535. H E. I——— —t— EE— 1. Es ist ge⸗ wiß ⸗lich an der Zeit, daß in sei⸗ner gro⸗ßen Herr-lich-keit, zu E.. 2 DEIEIꝗI DBIHM Got- tes Sohn wird kom-men da wird das rich ⸗-ten Bös und Frommen: —* L 1 1 +— —4 N—.— 1 La-chen wer-den teur, wenn al-les wird ver⸗ 12.— gehn im Feur, wie Pe-⸗ trus da- von schrei-⸗bet. 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende, darauf bald werden auferstehn all Toten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunden an verwandeln und verneuen. 3. Danach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen jung und alt auf Er⸗ den je getrieben, da denn gewiß ein jedermann wird hören, was er hat getan in seinem ganzen Leben. 4. O weh dem Menschen, welcher hat des Herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! Er wird fürwahr gar schlecht bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Christo in die Hölle. 5. O Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen deiner Wun⸗ den, daß ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden; daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast ja den Feind gericht't und meine Schuld bezahlet. 504 Tod, Gericht und ewiges Leben 6. Derhalben mein Fürsprecher set, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen, auf daß ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast er⸗ worben. 5. O Jesu Christ, du machst es lang mit deinem Jüng⸗ sten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Rich⸗ ter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel. Amen. Leipzig 1625. EH 1.——— EV—...... 1. O Je⸗ su Christ, meins Le-bens Licht, mein Hort, mein Trost, mein Zuversicht! Auf Erden bin ich 2— nur ein Gast, und drückt mich sehr der Sünden Last. 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis zu dir ins Him⸗ mels Paradeis; da ist mein rechtes Vaterland, darauf du hast dein Blut gewandt. 3. Zur Reis ist mir mein Herz sehr matt, der Leib gar wenig Kräfte hat; allein mein Seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein in meiner letzten Todespein. Dein Hohn und Spott, dein Dor⸗ nenkron laß sein mein Ehr, mein Freud und Wonn. 5. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, dein Geist in meinem Herzen schrei. Hilf, daß mein Seel den Himmel findt, wenn meine Augen werden blind, —.— Bartholomäus Ringwald, 1530— 1598. 6. De der To Wand 7. Au letzte auf, u 8. Wi mit de ewiglie Weise: auf⸗ Elẽt u nun wirst i, darinnen üdern mein ins hast er⸗ inem Jüng⸗ bang von h, du Rich-⸗ von allem „1530— 1598. Leipzig 1625. Tod, Gericht und ewiges Leben 505 6. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, wenn mir der Tod das Herze bricht. Dein Kreuz laß sein mein Wanderstab, mein Ruh und Rast dein heilig Grab! . Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, darauf mein letzte Heimfahrt bau. Tu mir die Himmelstür weit auf, wenn ich beschließ meins Lebens Lauf. 8. Wie werd ich dann so fröhlich sein! Werd singen mit den Engelein und mit der Auserwählten Schar ewiglich schaun dein Antlitz klar! Martin Behm, 1557- 1622. Weise: O Welt, ich muß dich lassen.“ Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539. H„ — P+S...——— icht, mein 1. Gott-lob, die Stund ist kom-men, da ich werd ————— D — 1— e den bin ich auf⸗ ge⸗-nom⸗men ins schö⸗ne Pa⸗ ra- deis. Ihr —— EE ö ö ö E— iden Last. El⸗tern dürft nicht kla⸗gen, mit Freu⸗den sollt ihr ir ins Him 4.— ö EE nd, darauf Z, , der Leib sa- gen: dem Höch-sten sei Lob, Ehr und Preis. e schreit in. Kurz ist mein irdisch Leben: ein beßres wird mir dir ö Rih geben Gott in der Ewigkeit. Da werd ich nicht mehr in meiner sterben, in keiner Not verderben; mein Leben wird „dein Dor⸗ sein lauter Freud. und Wonn. 3. Gott eilet mit den Seinen, läßt sie nicht lange frei, dein weinen in diesem Tränental. Ein schnell und selig mein Seel Sterben ist schnell und glücklich erben des schönen erden blind. Himmels Ehrensaal. 505 506 506 Tod, Gericht und ewiges Leben 4. Zuvor bracht ich euch Freude, jetzt, nun ich von euch scheide, betrübt sich euer Herz. Doch wenn ihrs recht betrachtet und, was Gott tut, hoch achtet, wird sich bald lindern aller Schmerz. 5. Gott zählet alle Stunden, er schlägt und heilet Wunden, er kennet jedermann. Nichts ist jemals ge⸗ schehen, das er nicht vorgesehen; und was er tut, ist recht getan. 6. Wenn ihr mich werdet finden vor Gott, frei aller Sünden, in weißer Seide stehn und tragen Sieges-⸗ palmen in Händen und mit Psalmen des Herren Lob und Ruhm erhöhn: 7. da werdet ihr euch freuen, es wird euch herzlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen gedenket zu erfüllen und ihm sich in Geduld übt! ergibt Johann Heermann, 1585— 1647. Melchior Franck 1631. 1. Wenn ich in To- des- nö- ten bin so nehm ich mei⸗ ne Zu ⸗ flucht hin EE— 21——— und weiß kein Rat zu fin⸗ den, zu Chri⸗-sti Tod und Wunden; dar⸗ in⸗ nen *——.— 1 —.— 1 —07 find ich Hilf und Rat widr Got- tes Zorn und Mis⸗ se⸗ tat, auch wi- der Tod und Höl-le. * +4 1 2 ö ö nr ir/ r im En —— 2. Es! so groß könnte Gewin mein 1 O innen in ich von wenn ihrs tet, wird und heilet jemals ge⸗ er tut, ist frei aller n Sieges⸗ s Herren ch herzlich der Gottes in Geduld 1585—- 1647. Franck 1631. r r. Tod, Gericht und ewiges Leben 507 2. Es ist kein Schmerz, kein Leid, kein Not, kein Angst so groß auf Erden, so nicht durch Christi Wunden rot könnte geheilet werden. Sein Tod mein Leben und Gewinst, mein Hoffnung, Zuflucht und Verdienst, mein Schatz, mein Ehr, mein Krone. O ewger Vatr ins Himmels Thron, laß mich von hunnen scheiden; o Jesu Christe, Gottes Sohn, du wollst mich auch geleiten; o heilger Geist, tu auf die Tür und mich zum Baum des Lebens führ und zu dem Brunn der Gnaden. 4. Nun fühl ich Schutz, Trost, Ruh und Freud in deinen heilgen Wunden; nun ist alls Leid und Traurig⸗ keit aus meinem Herzn verschwunden. Fahr hin, mein Seel, Gott wartet dein mit seinen lieben Engelein, führt dich ins Himmels Saale. Zohann Kempff 1625. Michael Altenburg 1620. ö ö 1 2— DDii ñ‚‚.‚.... 1. Herr Gott, nun schleuß den Him-mel auf, Ich hab voll⸗ en- det mei⸗ nen Lauf, 0 + * E ten bin lucht hin n Zel End sich nei mein Zeit zum End sich nei=- get. — des sich mein Seel sehr freu=-et. Hab gnug ge⸗ 1 2+ 1 1 .—.—. ö*—2 in⸗ nen A—— lit⸗ten, mich müd ge⸗-strit-ten, schick mich fein ö.—. x ů— H—— Zorn und zu zur ew-⸗gen Ruh, laß fah⸗ ren, was auf Er⸗ 1—— ö E I ꝓSSSSSSS +— E 1— 1 den, will lie-ber se⸗ lig wer-den. 508 Tod, Gericht und ewiges Leben 2. Wie du mir, Herr, befohlen hast, hab ich mit wah⸗ rem Glauben mein lieben Heiland aufgefaßt in mein Arm, dich zu schauen. Hoff zu bestehen; will frisch eingehen vom Tränental zum Freudensaal, laß fahren, was auf Erden, will lieber selig werden. 3. Laß mich nur, Herr, wie Simeon in Frieden zu dir fahren. Befiehl mich Christo, deinem Sohn; der wird mich wohl bewahren. Wird mich recht führen, im Himmel zieren mit Ehr und Kron; fahr drauf davon, laß fahren, was auf Erden, will lieber selig werden. Johann Hermann Schein 1628. SSSI I. Machs mit mir, Gott, nach dei-ner Güt, hilf ver⸗ sag mir nicht, was ich dich bitt: wenn mir in mei⸗ nem Lei⸗ den; mei⸗ ne Seel will schei⸗den, so nimm sie, Herr, in Tobias Kiel, 1584—1626. E 12——.—.— E dei- ne Händ; ist al-les gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster Herr, du wirst mirs nicht verderben; ach du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben, verlassen meine lieb⸗ sten Freund, die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not, Müh, Arbeit überall. 4. Tod nen nic find, ie aus Lie 5. Wa wohl be eine R Welt, Krieg! Himm 2. We heit lo in Go endlich Freud 3. Un Schar Tod, Gericht und ewiges Leben 509 h mit wah⸗ fgefaßt in ehen; will ensaal, laß verden. Frieden zu Sohn; der cht führen, 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt, die Sünd mir kön⸗ nen nichts mehr schaden; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden: dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was wollt ich denn lang traurig sein, weil ich so wohl bestehe, bekleidt mit Christi Unschuld, rein wie fahr drauf lieber selig 1584— 1626. Schein 1628. E Güt, hilf bitt: wenn ů 2— „Herr, in a. das End. wirst mirs nicht fern/ meine lieb⸗ neint. ie Seel zu ehrt durch Tränental, eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt, bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein, 1586— 1630. Wolfgang Karl Briegel 1687. 0 0 „3e, wä,; Lixine u.ir— EEEEEEEEEE 1. Welt, a⸗ de! Ich bin dein mü- de, ich will da wird sein der rech-te Frie-de und die U ............ e. nach dem Him⸗ mel zu:* siol„ ze See⸗len⸗ ruh. Welt, bei dir ist *=.—.— . 12.J—.ee‚‚.‚‚I üum E + 271—— ů Krieg und Streit, nichts denn lau⸗ter Ei-tel⸗keit, in dem — Himmel al⸗le-zeit Frie⸗ de, Freud und Setlig⸗keit. 2. Wann ich werde dahin kommen, bin ich aller Krank⸗ heit los und der Traurigkeit entnommen, ruhe sanft in Gottes Schoß. Welt, bei dir ist Angst und Not, endlich gar der bittre Tod; aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 3. Unaussprechlich schöne singet Gottes auserwählte Schar; heilig, heilig, heilig! klinget in dem Himmel 50 510 510 Tod, Gericht und ewiges Leben immerdar. Welt, bei dir ist Spott und Hohn und ein steter Jammerton, aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 4. O wer nur dahin gelanget, wo jetzund der schöne Chor in vergüldten Kronen pranget und die Stimme schwingt empor! Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit, in dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. Johann Georg Albinus(7), 1624- 1679. Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern.“ Wie herr-lich ist die neu⸗e Welt, O Je⸗ su, Herr der Herr=lich-keit, die Gott den From-men vor- be- hält! Kein du hast die Stätt auch mir be⸗reit't, hilf ö— N ö—— kehE Mensch kann sie er⸗wer⸗ ben. sie mir auch er⸗ er-ben. Wei-⸗ se, prei⸗ʒ se —4 I E+—— +E+ 1 ih⸗ re Kräf⸗te, ihr Ge⸗schäf⸗te mir E⸗ len⸗den: 2— III laß mich auf den An- blick en⸗- den! Ahasverus Fritsch, 1629— 1701. —— Frankfurt a. M. 1599. Z. 2. Au wenn a werben soll me ich ein 3. Auf gleich entfärl Jesus ich ein 4. Au in letzt süße r Leben Hohn und eit Friede, dder schöne die Stimme und Streit, imel allezeit 0„ 1624- 1679. t a. M. 1599. :e Welt, lich⸗keit, hält! Kein eit't, hilfß e, prei⸗se h, 1629—1701. Tod, Gericht und ewiges Leben 511 Weise: Wer nur den lieben Gott läßt walten I. Georg Neumark 1657. 2 1 r. Auf mei⸗nen Je⸗sum will ich ster⸗ ben In sei⸗ nem Blu⸗te will ich fär- ben E +—.— H WE— ge⸗ trost, voll Fried und Freu- dig- keit. mein al- ler-schön- stes Hoch-zeits- kleid. Mein Je-sus ist mein Trost al-lein; auf Je⸗sum —.— =EDe.‚— PEYñ leb und schlaf ich 2. Auf meinen Jesum will ich sterben. Er bleibt, wenn alles mich verläßt. Weil er mit Blut mich wollen werben, steh ich in Treue bei ihm fest. Sein Kreuz ch meine Hoffnung sein; auf Jesum leb und schlaf hein. 3. Auf meinen Jesum will ich sterben, vergeht mir gleich der Augen Licht. Wenn Mund und Lippen sich entfärben, und wenn mir auch mein Herze bricht, soll ssei Heil und Leben sein; auf Jesum leb und schlaf ich ein. 4. Auf meinen Jesum will ich sterben. Ach Jesu, hilf in letzter Not! Laß mich das beste Teil ererben, ver⸗ süße mir den bittern Tod. Dein Tod soll mir das Leben sein; dir leb und schlaf ich selig ein. Salomo Franck, 1659— 1725. 512 Tod, Gericht und ewiges Leben Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan. Severus Gastorius 1681. 2 1. Wir war⸗ten dein, o Got- tes Sohn, und Wir wis- sen dich auf dei- nem Thron und ö EEII— EE————— lie⸗ben dein Er⸗schei⸗ nen. nen- nen uns die Dei⸗-nen. Wer an dich glaubt, er⸗ Eer ö.— hebt sein Haupt und sie-het dir ent-ge- gen: du — kommst uns ja zum Se-⸗ gen. 2. Wir warten deiner mit Geduld in unsern Leidens⸗ tagen; wir trösten uns, daß du die Schuld am Kreuz hast abgetragen; so können wir nun gern mit dir uns auch zum Kreuz bequemen, bis du es weg wirst nehmen. „Wir warten dein, du hast uns ja das Herz schon hingenommen. Du bist uns zwar im Geiste nah, doch sollst du sichtbar kommen; da willst uns du bei dir auch Ruh, bei dir auch Freude geben, bei dir ein herr⸗ lich Leben. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß, die Zeit ist bald vergangen, wir freuen uns schon über dies mit kindlichem Verlangen. Was wird geschehn, wann wir dich sehn, wann du uns heim wirst bringen, wann wir dir ewig singen? Philipp Friedrich Hiller, 1699—1760, Weise: Frie 2. Ack schehn gehn. 3. De teil: 4. Ic Statt Heila 5. Jc doch i 6. M Freur meine Tod, Ger icht und ewiges Leben 813 astorius 1681. zohn, und hron und —3 glaubt, er⸗ ern Leidens⸗ dam Kreuz mit dir uns irst nehmen. Herz schon e nah, doch du bei dir dir ein herr⸗ die Zeit ist er dies mi „wann wir „wann wir r, 1699— 1769, Luk. 2, 29—32. Weise: Christus der ist mein Leben. DPRA Melchior Vulpius 1609. 21————.— — 1. Wie Si⸗-me- on ver-schie-den, das IꝑII.II.. liegt mir oft im Sinn; ich füh- re gern im .————— Frie⸗den aus die⸗sem Le- ben hin. 2. Ach laß mir meine Bitte, mein treuer Gott, ge⸗ —.5 laß mich aus dieser Hütte in deine Wohnung gehn. 3. Dein Wort ist uns geschehen, an diesem nehm ich tell: wer Jesum werde sehen, der sehe Gottes Heil. 4. Ich seh ihn nicht mit Augen, doch an der Augen Statt kann mir mein Glaube taugen, der ihn zum Heiland hat. 5. Ich hab ihn nicht in Armen wie jener Fromme da; doch ist er voll Erbarmen auch meinem Herzen nah. 6. Mein Herz hat ihn gefunden; es rühmt: mein Freund ist mein. Auch in den letzten Stunden ist meine Seele sein. 7. Ich kenn ihn als mein Leben; er wird mir nach dem 225 bei sich ein Leben geben, dem nie kein Tod mehr roht. 8. Mein Glaube darf ihn fassen, sein Geist gibt Kraft dazu. Er wird auch mich nicht lassen, er führt mich ein zur Ruh. 514 Tod, Gericht und ewiges Leben 9. Wenn Aug und Arm erkalten, hängt sich mein Herz an ihn. Wer Jesum nur kann halten, der fährt im Frieden hin. Philipp Friedrich Hiller, 1699- 1769. 51 4 1664.— Die Tugend wird ·—3 Kreuz geübet. Halle 1704. E—. d. 0 + Laß mir, wenn mei⸗ ne Au⸗ gen bre⸗-chen, Komm, dei⸗ nen Trost mir zu⸗ zu⸗- spre⸗chen, Herr, dei⸗nen Frieden fühl⸗bar sein. ů und seg-ne du mein matt Ge⸗-bein. Gib Ru⸗he 5 4——— mir in dei-nen Ar-men, dar- in ich Gnad und Frie-den fand, und trag mich voll-ends mit Er-⸗ EE bar⸗men sanft zu dir heim ins Va⸗ ter-land. Brüdergemeine 1806. t sich mein 1, der fährt „1699- 1769. Halle 1704. = bre⸗ chen, spre⸗chen, mü ib Ru⸗he Gnad und mit Er⸗ —— r= land. jemeine 1806. Tod, Gericht und ewiges Leben 515⁵ Paul Teichfischer 1915. B— E EE 1. Brich her- ein, sü- ßer Schein sel-ger + E.— E:tꝗII——J—.— E- wig-⸗keit! Leucht in un- ser ar- mes Le-ben, — ö——.— — d.—— 5 un⸗sern Fü⸗ßen Kraft zu ge⸗ben, uns⸗rer See⸗le Freud. 2. Hier ist Müh morgens früh und des Abends spät, Angst, davon die Augen sprechen, Not, davon die Her⸗ zen brechen; kalter Wind oft weht. 3. Jesus Christ, du nur bist unsrer Hoffnung Licht. Stell uns vor und laß uns schauen jene immer grünen Auen, die dein Wort verspricht. 4. Ewigkeit, in die Zeit leuchte hell herein, daß uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheine, selge Ewigkeit. Marie Schmalenbach, 1835- 1924. von Matthias Jorissen, 17359— 1825 M Psalm 23. ben, e Lyon 1547. 0 7⁴ — E— ————— EEEEa 1. Gott ist mein Hirt, nie werd ich Man-gel 55 Ee———— Em ö— PEiiiEEEEEEE lei- den: er la-gert mich auf e- wig grü-nen EAEEEAEEEE. E= EREEEEE a Wei⸗ den und füh-ret mich an küh⸗le Was⸗ ser⸗——. E EEEE= bä⸗ che; er 4 mein Herz, er ken⸗ net mei⸗ne dei⸗ E Schwäche, und sei⸗ne Hand führt mich auf— tem orissen, 182³3 Lyou 1547. Man⸗=gel grü⸗ nen Was⸗ ser⸗ rech⸗-tem r⸗zei⸗ ge. Psalmen 517 2. Und walle ich im finstern Todestale, so weiß ich, daß ich hier auch sicher walle; du bist bei mir, dein Stecken wird mich leiten; ich fürchte nichts, dein Stab wird für mich streiten. Das ist mein Trost, wo ich auch wandeln möge, du bist und bleibst mein Füh⸗ rer auf dem Wege. 3. Im Angesicht der Neider, die mich hassen, hast du ein Mahl mir zubereiten lassen; du salbst mein Haupt mit deinem Freudenöle, dein voller Kelch erquicket meine Seele. Mir folgen Heil und Seligkeit im Le⸗ ben, einst wird dein Haus mir ewig Ruhe geben. Psalm 25. Weise: Zu dir ich mein Herz erhebe. Lyon 1558. —. x—— EEEEEEEE 1. Mei⸗ ne See⸗le steigt auf Er⸗ den laß mich nicht zu- schan-den wer- den, E schmachtend, Herr, mein Gott, zu dir; Scham trifft dir ver⸗-trau ich, hilf du mir. I dei⸗ ne Freun⸗de nicht, die zu dir die Zu-⸗flucht —— 1m— . n e neh⸗men; doch wer Treu und Glau-ben bricht, —— 1— 1=1—— den wirst du ge-wiß be-schä-men. 51/ 518 Psalmen 2. Zeige, Herr, mir deine Wege; mach mir deinen Pfad bekannt, daß ich treulich folgen möge jedem Winke deiner Hand; leit in deine Wahrheit mich, führe mich auf rechte Pfade. Gott, mein Heil, ich suche dich; täglich harr ich deiner Gnade. 3. Herr, erbarm dich eines Armen, der zu dir um Gnade schreit. Dachtest du nicht mit Erbarmen schon an mich von Ewigkeit? Ach gedenk nicht meiner Schuld, tilge meine Jugendsünden; eingedenk der Vaterhuld, laß mich, laß mich Gnade finden! 4. Gott ist gut und recht, er zeiget Irrenden die rechte Bahn, macht ihr Herz zu ihm geneiget, nimmt sie mit Erbarmen an. Den Demütgen gibt er Licht, daß sie folgen seiner Gnade; die Sanftmütgen straucheln nicht, denn er führt sie seine Pfade. 5. Lauter Wahrheit, lauter Güte wird in Gottes Führung kund jedem redlichen Gemüte, das sich hält an seinen Bund. Groß ist meine Missetat; drum ver⸗ gib mir, zu erfüllen, was dein Mund versprochen hat, Herr, um deines Namens willen. Psalm 33. 51 8 Auch nach der Weise wie Psalm 67. Lyon 1547. H EE 3.—2 2—— 1. Jauchzt al⸗ le! Gott sei hoch er⸗ho⸗ben! Ge⸗ DenFrommen ziemt es, ihn zu lo- ben; schön 1 ist es, und er hört es gern! ö rech⸗ te, freu⸗ et euch des Herrn! EE 3.— mir deinen möge jedem mich, führe h suche dich; zu dir um armen schon iner Schuld, Vaterhuld, den die rechte „nimmt sie r Licht, daß en straucheln in Gottes das sich hält ; drum ver⸗ sprochen hat, Lyon 1547. ö —— =ben! Ge⸗ ben; schön gern! — der hö⸗ re, Psalmen 519 —+—.—. I LI 1 + 1 Saiten I II Klang. Eu⸗res Psalters — — AA; müs⸗sen froh be-glei-ten eu- ren Lob⸗ ge⸗ sang. 2. Ihn muß ein neues Lied erheben, sein Ruhm wird sichtbar überall. Kommt, singt, ihm Ehr und Macht ugeben, mit Saiten⸗ und Posaunenschall! Was er Pricht und lehret, ist wahrhaft bewähret; sein Wort st wie er: er hält sein Versprechen, wird sein Wort nie brechen; o er tut viel mehr! 3. Er schützet seiner Diener Leben, er rettet von dem nahen Tod, und er wird Brot in Fülle geben in Teu⸗ rung und in Hungersnot. Drum wirds unsern Seelen nie am Guten fehlen, denn sie harren sein. Er ist Schild und Stärke, und zu jedem Werke gibt er uns Gedeihn. 4. Kommt, laßt uns immer auf ihn schauen, da unser Herz sich seiner freut, auf seinen heilgen Ramen trauen und ihn erhöhn in Freud und Leid. Gib, daß uns be⸗ hüte, Vater, deine Güte! Halt dein Vaterherz immer für uns offen, wie wir auf dich hoffen, heilge Freud und Schmerz. Psalm 34. Joh. Georg Bäßler(7) 1806. E ö + + —— 1. Ich rühm den Herrn al⸗lein, der stets uns ist, was er je war; sein Lob soll jetzt und im⸗-mer⸗dar in 519 ö 519 Psalmen EESSEE mei- nem Mun-⸗de sein. Er liebt sein Ei- gen⸗ tum. Bedrängte, freu⸗et euch des Herrn! O hö-ret E. mich, er hilft so gern; Je-ho-va ist mein Ruhm. 2. Lobt, lobt den Ewigen! Er zeigt in seiner Größe sich: kommt, lasset uns gemeinschaftlich jetzt seinen Ruhm erhöhn! Er hält mich immer fest, ich sucht und fand ihn, meinen Gott. Seht, wie er bald aus aller Not, aus aller Furcht erlöst! 3. Die immer auf ihn schaun, die glänzen voll von Trost und Licht; Scham decket nie ihr Angesicht, weil sie auf Gott vertraun. Ruft hier ein Elender, der Herr erhöret seine Stimm, aus allen Nöten hilft er ihm, und wer hilft so, wie er? 4. Freund Gottes, du kannst ruhn, denn Engel Got⸗ tes lagern sich rings um dich her und sehn auf dich; was kann ein Mensch dir tun? Kommt alle, schmeckt und schaut, wie freundlich der Erbarmer sei! O seine Güt ist täglich neu, wohl dem, der auf ihn traut! 5. Sieh, wenn die Frommen schrein, so hörts der Herr, er hilft vom Tod und rettet sie aus aller Not; er wills und kanns allein. O er ist immer nah; wo er zerbrochne Herzen sieht und ein zerschlagenes Ge⸗ müt, gleich ist sein Trost auch da. danieder 4. All! und bed noch S du mir 5. Offe meine Y finde, 1 6. Wir du nicht zustehen Heil! —.— Weise: Ach was bin Ei⸗ gen⸗ O hõö; ret 8—. ein Ruhm. iner Größe jetzt seinen „ ich sucht er bald aus en voll von jesicht, well lender, der Engel Got⸗ n auf dich; Ue, schmeckt ei! O seine ihn traut! o9 hörts der aller Not; ͤr nah; wo agenes Ge⸗ Psalm 38. ich, mein Erretter. Genf 1542. 9..—7—— 5 I. Gro⸗ßer Gott, du liebst Er ⸗-bar-men, E=. ö— E 2——— ö straf mich Ar-men doch in dei- nem Zor⸗ ne — ö—J— 283—— 2 — LLD—E ILSI nicht! Züchtigst du, ach dei- ne Stim-me 122—.—— E.— + I 14 SI EEI—.— +.——1 I+—..—.— 22—...——+— S2S222— 1 2 Grimme mich nicht vor dein Zorn-ge-richt. 2. Ich bin voller Angst und Schrecken, und es stecken deine Pfeile tief in mir. Schwer ist deine Hand, gebücket, schier erdrücket lieg ich in dem Staub vor dir. sten hilft er 3. Meine Missetaten steigen hoch und beugen mein nit Scham bedecktes Haupt; ihre Last drückt mich danieder, meine Glieder sind von aller Kraft beraubt. 4. All mein Wünschen, all mein Hoffen leg ich offen und bedecke nichts vor dir; sind doch Seufzer nicht noch Sorgen hilf du mir! 3. Offen will ich dir bekennen und dir nennen alle meine Missetat. O wie gquält mich jede Sünde, da ich finde, wie sie mich zerrüttet hat. 6. Wirst du nicht von allem Bösen mich erlösen? Bist du nicht mein Gott, mein Teil? Eile dann, mir bei⸗ Hel hör mein Flehen, Herr, ich warte auf dein eil! dir verborgen: ach Erbarmer, Psalmen 520 521 Psalmen Psalm 42. 16—5 Wie nach einer 05 Genf 1551. EE 1. Wie der Hirsch bei schwü⸗lem Wet⸗ +. al ⸗so schreit nach dir, mein Ret⸗- ter, ———. schmachtend nach der Quel⸗ le schreit, Ja nach mei⸗ ne Seel in Druck und Leid. S REE Gott nur dür ⸗ Her mich. Le⸗ bens⸗ quell, wo E 2. find ich dich? Wann, wann werd ich vor dir ste- hen,—5 ——.—.— E 327⁵1 Ach wann dein herr-lich Ant-litz se/⸗ hen?— 2. Tränen sind bei Nacht und Tage meine Speise, da der Spott tief mich kränket mit der Frage:„Wo ist nun in Not dein Gott?“ Meine Seel zerfließt in und Weh, daß ich nicht wie ehmals geh unter Dank und Jubelchören, dich in Zion zu verehren. S 3. Wenn ich merk auf Gottes Güte, die er seden Tag— mir zeigt, das erhebet mein Gemüte, unter meinet wasch Last gebeugt. Oft besing ich in der Nacht seine Liebe, 1 seine Macht; und ich bete nicht vergebens zu den— Gotte meines Lebens. 4. Seele, wie so sehr betrübet, wie ist dir in mir 60 bang? Harr auf Gott, der jetzt dich übet; harr auf ihn, es währt nicht lang, dann entspringt aus Druß 2. Ja, und Leid Freud und große Herrlichkeit. Ich wil vor me meinen Heiland loben, ewig werd mein Gott erhoben Meine und! Psalmen 522 Psalm 51. Genf 1551. 0— Lyon 1558. D2—————.— ——. f—.— f—.— ö DED Wet ⸗/ ter 1. Er⸗barm dich mein, o Gott, nach dei⸗ ner Huld, Ret⸗ ter,———— x — U — fi Barm⸗her-zi⸗ ger, er⸗barm dich ei- nes Ar-men! Ja na ů ü, er Landn mun n, ee — S — Du bist ja groß und herr-lich, in Er-bar⸗ men quell, wo dir ste⸗ hen, I.‚‚— E EEE ver⸗ 941 re dich und til⸗ 96 mei⸗- ne Schuld! ... W— n? ieine Speise, Frage:„Wo el zerfließt in er Dank 242— er jeden Tag Ei unter meinet t seine Liebe, zens zu dem dir in mir so et; harr auf jt aus Druck it. Bott erhoben Ich will Ach til- ge sie, sie drückt mich früh und spat, ö— EEEEEEEEI 1—— 2 SS——— und un⸗rein kann ich nir⸗gends Reingung fin- den — I 1I I 1 22——....—. 1 ö* 2 Z..— ——2—— 15—6 du—9— von mei- ner Mis⸗se-⸗ —— E. rein⸗ ge 92 Uth v von al-len mei⸗nen Sünden. 2. Ja, ich erkenn die Missetat in mir, da sie mir stets bor meinen Augen schwebet. Wie schrecklich ist sie! Meine Seele bebet. Ich sündigte, Herr Gott, allein 522 523 Psalmen an dir. Ich durfte frech, was dir ein Greuel ist, vor deinem Aug, o Heiliger, begehen. Dein Wort ist rein und heilig, wie du bist; verdammst du mich, so wirst du dich erhöhen. 3. Wend gnädig weg dein schreckend Angesicht, schau nicht mehr her auf meine vielen Sünden; sie fordern Strafe, laß mich Gnade finden, Erbarmer, geh mit mir nicht ins Gericht. Erschaffe, Gott, ein reines Herz in mir; du schufst es ja, du kannst es neu er⸗ schaffen. Gib meinem Geist die Festigkeit in dir, daß ich nie mög im Ernst und Streit erschlaffen. 4. Verstoß mich nicht von deinem Angesicht, sonst muß ich bald im Jammer untergehen; sieh meine Not, erhör, erhör mein Flehen, entziehe deinen heilgen Geist mir nicht. Gib mir aufs neu, mich deines Heils zu freun, laß seine Kraft mir Leib und Geist durchdrin⸗ gen: dein heilger Geist muß meine Stärke sein, dann kann ich Welt und Fleischeslust bezwingen. 5. Erbarmer, ach erbau dein Heiligtum, sei Salems Schutz, erneure seine Mauern, laß in ihm Ruh und Frieden ewig dauern, tu Zion wohl, verbreite deinen Ruhm! Dann opfern wir dir in Gerechtigkeit; was dir gebührt, will jeder ganz dir geben, und dir gefällt, wer dir sich gänzlich weiht. Leb du in uns, wir wollen in dir leben! Psalm 65. Lyon 1547 523 SI ö 2. ö 1. Wie fei⸗ er⸗lich er- hebt die Stil=le, Wer naht, daß er Ge⸗lübd er ⸗ fül ⸗le, 5—— E E* ö o Gott, in Zi- on dich! naht hier voll Ehr⸗ furcht sich. Er⸗ 2. Du benssat uns m D freuet Abend Seger Tau 1 5.— ket un undev euel ist, vor Vort ist rein lich, so wirst esicht, schau ;sie fordern ner, geh mit t, ein reines st es neu er⸗ t in dir, daß Iffen. jesicht, sonst h meine Not, heilgen Geist nes Heils zu ist durchdrin⸗ ke sein, dann n sei Salems hm Ruh und rbreite deinen tigkeit; was ꝛd dir gefällt, 5, wir wollen Lyon 1547 e Stil⸗-le, 5 fül⸗le, sich. Er⸗ Psalmen 523 hö- rer des Ge-bets, Er- hö- ren war stets, ist S noch dein Ruhm. O einst wird al- les Fleisch sich ——— keh-ren zu dir ins Hei- lig tum. 2. Du stärkst ermattete Gemüter mit Trost und Le⸗ bensfaft. Und deines Hauses heilge Güter erfüllen uns mit Kraft. Gerecht und furchtbar im Gerichte, strafst du der Sünden Greul! Jetzt sehen wir in deinem Lichte: Gott, du bist unser Heil! 3. Herr, du bist allen Nationen stets eine Zuversicht, ür die an fernen Küsten wohnen, in Finsternis ein Licht. Du legst der Berge Grund, sie heben ihr Haupt den Wolken nah; du stehst, der Erde Heil zu geben, mit Macht umgürtet da. 4. Du rufst hervor den schönen Morgen, und alles freuet sich; der Tag rühmt deine Vatersorgen, der Abend preiset dich. Herr, du besuchst das Land, und Segen strömt ringsum mild herab; die Erde trinket Tau und Regen, die deine Hand ihr gab. 5. O Gott, dein Brunn ist reich, er quillet und trän⸗ ket uns das Land, daß unsre Saat vom Segen schwillet und wächst durch deine Hand. Wenn du des Ackers Furchen tränkest und Regen früh und spat in die erweichten Schollen senkest, gedeihet unsre Saat. 6. Es lebet jede Trift, beweidet mit Herden ohne Zahl, mit reifen Ähren steht bekleidet ein unabsehbar Tal: da jubeln der Geschöpfe Chöre, gestimmt zur Einigkeit, und geben seiner Huld die Ehre, die, was da lebt, erfreut. 21 524 524 Psalmen Psalm 66. 551. Leben br Genf 1551. Du läu: — EEE E...— eeniget E Freuden ——————— 4. Ich 1. Jauchzt, al⸗le Lan⸗de, Gott zu Eh⸗ ren, dir meir .—.— ESeunde ————2—.—.— Stunde —— ä Gott, rühmt sei- nes Na- mens Herr⸗-lich⸗-keit! Und 5. Die betet m SS— — fei ⸗er⸗-lich ihn zu ver- klä⸗ ren, sei Stimm und Rang, Zung e ....... 6. Gel ——— bet verr er ist in Sai⸗ te ihm ge-weiht. Sprecht: Wun-der-bar bin ich —.— er, der ————— U—IDIUTIUII—————— nie vor sind dei⸗ ne Wer⸗ ke, 0 Gott, die du her⸗ Her Jauchzt ——.. De, W SP.S........ vor⸗ ge-bracht. Auch Fein- de füh⸗len dei⸗ ne —— Stär⸗ke und zit⸗tern, Herr, vor dei-ner Macht.—— 2. Dir bücke sich der Kreis der Erde, dich bete jeder willig an, daß laut dein Ruhm besungen werde, und alles dir sei untertan! Kommt alle her, schaut Gottes Werke, die er an Menschenkindern tat! Wie wun⸗ derbar ist seine Stärke, die er an uns verherrlicht hat! 3. Rühmt, Völker, unsern Gott; lobsinget! Jauchzt ihm, der uns sich offenbart, der uns vom Tod zum ———— Genf 1551. u Eh⸗ren, keit! Und — Stimm und un: der bar du her⸗ —. idei⸗ ne ier Macht. h bete jeder werde, und haut Gottes Wie wun⸗ errlicht hat! t! Jauchzt n Tod zum Psalmen 825 vor Straucheln unsern Fuß bewahrt! durch heißes Leiden— das Silber Riniget die Glut— durch Leiden führst du uns zu Freuden; ja alles, was du tust, ist gut. 4. Ich will zu deinem Tempel wallen, dort bring ich dir mein Opfer dar; bezahl mit frohem Wohlgefallen Gelübde, die ich schuldig war; Gelübde, die in banger Stunde— an allem, nicht an dir verzagt— ich dir, 9Gott, mit meinem Munde so feierlich hab zugesagt. 3. Die Gott ihr fürchtet, ich erzähle: kommt, hört und betet mit mir an! Hört, was der Herr an meiner Seele für große Dinge hat getan! Rief ich ihn an mit meinem Munde, wenn Not von allen Seiten drang, so war oft zu derselben Stunde auf meiner Zung ein Lobgesang. 6. Gelobt sei Gott und hochgepriesen, denn mein Ge⸗ bet verwirft er nicht; er hat noch nie mich abgewiesen, er ist in Finsternis mein Licht! Zwar elend, dürftig bin ich immer und schutzlos unter Feinden hier; doch er, der Herr, verläßt mich nimmer, wendt seine Güte nie von mir. beben bringet, Du läuterst uns Psalm 67. Jauchzt alle! Gott sei hoch erhoben—4— Oder Weise wie Psalm 33. Joh. Peter Schmachtenberg 1853. 1. Herr, un ⸗ ser Gott, auf den wir trau⸗en, laß auf uns her dein Antlitz schau⸗en, ent-zieh uns dei- ne Gü⸗ te nicht, er⸗leuch⸗te, tröst uns durch dein Licht, daß durch — — 1 Er⸗ mög ver⸗ brei⸗tet wer⸗ den 21 + 1 den uns auf 525 5²26 526 Psalmen was dein Arm gex⸗ tan! Gott gibt Heil und Freu⸗den; so ve —— ů E— sähn doch al-⸗le Hei⸗den, was Gott ge⸗ ben kann. steh! V 2. Dich werden, Gott, die Völker loben, von allen—— wirst du einst erhöht; ja du allein wirst hoch erhoben in deines Namens Mafestät. Alle sehn entzücket, wie dein Heil beglücket jedes Volk und Land. Ja, wo du Sünd u regierest, Menschen richtest, führest, wird dein Heil E erkannt. 3. Dich werden, Gott, die Völker loben, von allen wirst du einst erhöht; ja du allein wirst hoch erhoben Feu⸗ in deines Namens Majestät. Gottes Erde gibet, weil„ Anbe er Menschen liebet, Brot, das uns erhält; er kommt im Heit uns mit Segen überall entgegen. Fürcht ihn, alle Gott, d Welt! Lasten tt dem He Psalm 68. Seligkei Weise: Es sind doch selig alle die. Straßburg 1525. will, + Tod ur 74 I E ͤ— Dur ——.. xxx iud sict führ an r. Er ⸗ he ⸗ bet er sich, un⸗ser Gott, seht, u. W Sein furcht⸗bar ma-je⸗stät⸗scher Blick schreckt, sehen 5 +— ö Heiligtt E ö—— ö n Etren Got —.Rdeinen wie verstummt der Fre-chen Spott, wie sei-ne 4. Got die ihn has⸗ sen, weit zu- rück, zer⸗stäubt all 21. ů 51168 5 ————— 2—— seines ——.— und7e und S Fein⸗de flie⸗ hen! ů we⸗ Sein A ihr Be⸗ mü⸗ hen. Wie Rauch ver⸗we⸗het, Ehr un ——————— —— ind Freu⸗den; —5 —— —. 2—————— Psalmen 526 — so ver⸗ weh der Schwarm, daß kei⸗ ner fe; ste ge⸗ ben kann. n, von allen hoch erhoben A ntzücket, w— 65*— Sünd und Lastern wälzt, muß, wie das Wachs beim ird dein Heil.— EEt n, von allen— . Ja, wo du hoch erhoben e gibet, weil t; er kommt scht ihn, allk straßburg 1525. Gott, seht, Slick schreckt, die sei ⸗ne er⸗stäubt all — r⸗we⸗het, nen, sich fort in steh! Wer sich nicht will be⸗ sin ⸗ ....... + 1 — + — — —A 1 2— ——— I1 — Feu⸗er schmelzt, vor Got⸗ tes Blick zer⸗rin-nen. 2. Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm sei unserm Gott im Heiligtum, der Tag für Tag uns segnet! Dem Gott, der Lasten auf uns legt, doch uns mit unsern Lasten trägt und uns mit Huld begegnet! Sollt ihm, dem Herrn der Herrlichkeit, dem Gott vollkommner Seligkeit, nicht Ruhm und Ehr gebühren? Er kann, er will, er wird in Not vom Tode selbst und durch den Tod uns zu dem Leben führen. 3. Durch deines Gottes Huld allein kannst du geführt und sicher sein: mein Volk, sieh seine Werke! Herr, führ an uns und unserm Haus dein Heil, dein Werk in Gnaden aus, nur du bist unsre Stärke! Dann sehen Herrscher deinen Ruhm und werden in dein Heiligtum dir ihre Gaben bringen, sich dir, dem wah⸗ ren Gotte, weihn, in deiner Gnade sich erfreun und deinen Ruhm besingen. 4. Gott, furchtbar in dem Heiligtum, erschütternd strahlet hier dein Ruhm, wir fallen vor dir nieder! Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott, der Herr ist seines Volkes Gott, er, er erhebt uns wieder! Wie er sein Volk so zärtlich liebt, den Schwachen Kraft und Stärke gibt! Kommt, heiligt seinen Namen! Sein Auge hat uns stets bewacht, ihm sei Anbetung, Ehr und Macht! Gelobt sei Gott! Ja, Amen! 527 Psalmen Psalm 84. 4. Wir Weise: O Gott, der du ein Heerfürst bist. Lyon 1562. Hur mn FE ö— wunms, EERREEEEE nen 5„ auberen +. Wie rei⸗ zend schön, Herr Ze-ba⸗ oth, ist 5. Du ——1— ö in dem EEEEREE *—— 11— Schwel dei⸗ ne Woh⸗nung, o mein Gott! Wie seh-net Hunder ö ů in der! I f E— 6. Ja —— ü.— Ja E e er sich mein Herz, zu ge- hen, wo du dich hast ge⸗ berrenn ——— ö. Leben: E sh, offenbart, und bald in dei⸗ner Gegenwart im Vorhof *— ö EIEEEEEEEEEEE 1—+—— 3 nah am Thron zu ste⸗ hen. Dort jauch-zet Fleisch und ö 12 E— RL. El Geist in mir, o Gott des Le⸗ bens, auf zu dir. 2. Die Schwalb, der Sperling findt ein Haus, sie brüten ihre Jungen aus; du gibst Befriedigung und Leben. Herr Zebaoth, du wirst auch mir— mein Herr, mein Gott, ich traue dir,— bei deinem Altar Freude geben; o selig, wer dort allezeit in deinem Lobe sich erfreut! 3. Wohl, wohl dem Mann, der in der Welt dich, Herr, für seine Stärke hält, von Herzen deinen Weg erwählet! Geht hier sein Pfad durchs Tränental, ek findet auch in Not und Qual, daß Trost und Kraft ihm nimmer fehlet; von dir herab fließt mild und hell auf ihn der reiche Segensquell. bar⸗me hat G Wahr E= Gott, Psalmen 528 . Wir wallen in der Pilgerschaft und gehen fort Lyon 1502. bon Kraft zu Kraft, vor Gott in Zion zu erscheinen. Hör mein Gebet, Herr Zebaoth! Vernimms, ver⸗ — nimms, o Jakobs Gott! Erquicke mich auch mit den Deinen; bis wir vor deinem Throne stehn und dort — aoͤnbetend dich erhöhn! ba-oth, ist 5. Du unser Schild, Gott, schau uns an, schau uns —n dem Gesalbten an! Ein Tag in deinem Haus ist — besser denn tausend, ohn dich nah zu sehn; ja auf der Schwelle nur zu stehn an meines Gottes Haus ist zie seh⸗ net größer, als lang in stolzer Ruh der Welt zu wohnen in der Bösen Zelt. 6. Ja Gott der Herr ist Sonn und Schild, er deckt —. uns, er ist gut und mild, er wird uns Gnad und Ehre ich hast ge⸗ geben. Nichts mangelt dem, der in der Not auf Gott bertraut; er hilft im Tod, er selber ist der Frommen Leben: Heil dem, der stets in dieser Welt, Herr Ze⸗ — baoth, an dich sich hält! rt im Vorhof Psalm 89. * Geuf 1562. 528 umE I et Fleisch und E —.— 1. Ich sing in E-wig⸗ keit von des Er⸗ 2— er lie- bet treu sein Volk, ver- gibt und uf zu dir.—N ö 1 5—.—— „Haus, sie— iedigung und zmers Huld; 1— ur 2——1. hat 5e„Hilld Mein Mund soll sei⸗ ne Treu und deinem Altar 7 7 deinem Lobe Welt dich, deinen Weg kundsgt 1˖ 2—— 22 t und Kraft. IItt... nild und hell 4 ö—*„. Gott, wie wir ihn fan-den, fin-den. Ja, dei⸗ne I + + 2 2 5— Wahrheit laut ver-kün-den, daß auch die En⸗kel . 529 Psalmen —8— + Gna⸗de steigt, sich e⸗ wig zu er⸗ hö⸗ hen, und dei⸗ne —.———* —— 12—.——— IISSSEE . EE 1— DIDE 1 1 Wahr⸗-heit bleibt im Him-mel fe⸗ ste ste- hen. 2. Die Herrlichkeit des Herrn durchzittert jedes Glied, wenn die Gemeinde hier im Staube vor ihm kniet. Und seine Majestät erschüttert all die Seinen, die dort vor seinem Thron in Heiligkeit erscheinen. Hert, aller Welten Gott, wie glänzet deine Klarheit, in Allmacht hoch erhöht, umstrahlt von deiner Wahrheit! 3. Wie selig ist das Volk, das sich in dir erfreut, das deine Stimme hört und kommt und dir sich weiht! Frohlockend steht es da vor deinem Angesichte und geht dann seinen Weg, bestrahlt von deinem Lichte. Dein Nam, ihr hoher Ruhm, gibt Mut stets fortzugehen, bis die Gerechtigkeit in dir sie wird erhöhen. 4. Herr, dir allein gebührt der Ruhm von unsrer Kraft; wir sehn, daß deine Hand Sieg und Erlösung schafft. Ja, deine Gnade nur kann Mut und Stärke geben, und wir verzagen nie, wenn Feinde sich erheben. Der Herr ist unser Schild, ihm sind wir untertänig; der Heilge Israels ist selber unser König. Psalm 93. Weise: Herr Gott, dich loben alle wir. Genf 1551. —.—....... E— DSDSIESSEEE 1. Der Herr ist Kö-nig, hoch er⸗ höht, er — Si—— EEEEESESEEEEEEEEE gür⸗tet sich mit Ma-⸗je⸗=stät, er herrscht, und vor ihm —— — steht d 2. Deir aller En der Str 3. Wen mit Tod erhöht, 4. Wen was deit dir sich Weise: J. ——— „ und dei⸗ne ste- hen. t jedes Glied, or ihm kniet Seinen, di einen. Hert, Klarheit, in er Wahrheit! erfreut, daz rsich weiht! hte und geht Lichte. Dein fortzugehen, en. unsrer Kraft; ösung schafft. Stärke geben, rheben. Der ertänig; der Genf 1551. r⸗ höht, er und vor ihm Psalmen 530 S steht die Welt un- wan⸗del-bar, da er sie hält. 3. Dein Thron steht fest zu aller Zeit, du lebst seit aller Ewigkeit. O Herr, du siehst von deinem Thron der Ströme Wut Verderben drohn. 3. Wenn sich das Meer erhebt und brüllt, was lebt, mit Todesschrecken füllt, siehts, Herr, dich über sich erhöht, sinkt hin vor deiner Majestät. 4. Wenn alles wankt, dein Zeugnis nicht, du hältst, was deine Huld verspricht, drum sucht dein Volk, das dir sich weiht, hier seinen Schmuck in Heiligkeit. Psalm 98. 66 iüini alle Lande, Gott zu Ehren. Genf 1551. I E— 4—— 12 2—.89 — — +— 1. Singt, singt Je-ho⸗ va neu⸗e Lie⸗der, er +.— +A— EEREEE EE —......... ists al⸗lein, der Wunder tut. Seht, sei- ne Rech⸗ — e te sie⸗get wie⸗der, sein heil⸗ger Arm gibt Kraft und EE .—..—.— Mut. Wo sind nun al⸗ le uns⸗re Lei⸗ den? Der + 530 531 Psalmen =I..— π H+ ö — + E.UE Herr schafft Ruh und Si-cher⸗heit; er sel- ber of⸗ —— fenbart den Heiden sein Recht und sei⸗ne Herrlichkeit. 2. Der Herr gedenkt an sein Erbarmen, und seine Wahrheit stehet fest: er trägt sein Volk auf seinen Armen und hilft, wenn alles uns verläßt. Bald schaut der ganze Kreis der Erde, wie unsers Gottes Huld erfreut. Gott will, daß sie ein Eden werde, rühm, Erde, Gottes Herrlichkeit! 3. Frohlocket, jauchzet, rühmet alle, erhebet ihn mit Lobgesang! Sein Lob tön im Posaunenschalle, im Psalter und im Harfenklang! Auf, alle Völker, jauchit zusammen, Gott macht, daß jeder jauchzen kann, sein Ruhm, sein Lob muß euch entflammen, kommt, betet euren König an! 4. Das Weltmeer brause aller Enden, jauchzt, Erde, Menschen, jauchzt vereint. Die Ströme klatschen wl mit Händen; ihr Berge, hüpft— der Herr erscheint! Er kommt, er naht sich, daß er richte den Erdkreiß in Gerechtigkeit und zwischen Recht und Unrecht schlichte; des sich die Unschuld ewig freut. Psalm 99. Genf 1562. E 1. Gott der Herr re-giert; ihm al-lein ge-bührt Eh⸗ re, Macht und Reich. Völ-⸗ker, bük⸗ket euch, bük⸗ ke —— Seht, d 2. Got ker Ma Jeder h Amen. 3. Seh wohl ei das Re und Lel 4. Kon Werft Schem men h 5. Auf vor ihn noch de Gott i ich f —— sel- ber of⸗ Herrlichkeit. n, und seine kk auf seinen Bald schaut Gottes Huld verde, rühm, hebet ihn mit ;nschalle, im ölker, jauchtt en kann, sein kommt, betet auchzt, Erde, klatschen wi err erscheint! den Erdkreis und Unrecht ut. Genf 1562. .— in ge⸗bührt ket euch, 2 I bük⸗ket euch vor ihm auf den Che- ru- bim! +.— ö ————— E E ᷓ Seht, die Er-de be- bet, wenn er sich er- he-bet! 2. Gott allein ist groß, herrlich Zions Los! Aller Völ⸗ ker Macht, bei ihm nichts geacht't, alles bückt sich hier. Iwen huldge dir, preise deinen Namen hoch und heilig! men. 3. Seht die Majestät unsers Königs, seht, wo ist wohl ein Reich seinem Reiche gleich? Weil er liebt das Recht, liebt es Herr und Knecht. Er hat Licht und Leben seinem Volk gegeben. 4. Kommt, erhebet gern unsern Gott und Herrn! Werft euch vor ihm hin und anbetet ihn, wo sein Schemel steht und er sich erhöht. Preiset seinen Na⸗ men hoch und heilig! Amen. 5. Auf, erhebet gern unsern Gott und Herrn! Fallet vor ihm hin und anbetet ihn! Der uns nahe wohnt, noch den Sucher lohnt. Er, der Herr, ist heilig! Unser Gott ist heilig! Psalm 116. Genf 1562. H ö.— I. Gott hab ich lieb, er hör- te mein Ge- bet; —.˖D ich floh in Angst zu sei- nes Thro⸗nes Stu⸗ fen; 532 532 Psalmen — er hat ge-neigt sein Ohr zu mei⸗ nem Ru-fen, — 13. Em —— x 8—— mein Le- ben lang such ich ihn früh und spät. 2. Erschütterte mich bittrer Todesschmerz, ergriff mich ganz die Furcht und Angst der Hölle, traf lauter Not und Jammer meine Seele, so schüttet ich ihm an mein ganzes Herz. 3. Ich rief zu ihm: O Herr, erlöse mich, mach meim Seel von Missetaten ledig! Der Herr ist groß, er is men. gnädig; und unser Gott hört und erbal⸗ met sich. 4. Du führest mich vom Tod zum Lebenslicht, mein Aug ist froh, mein Fuß wird nicht mehr gleiten. Du wirst im Land der Lebenden mich leiten, ich wandl fort vor deinem Angesicht. 3. Ich glaub an Gott, drum red ich ohne Scheu. Di Welt ließ oft mich in der Not verzagen; ich muß iin Angst von allen Menschen sagen: sie trügen stets, doch Gott ist ewig treu. 6. O wie vergelt ich Gott, was er mir tat, da Wohltat mich auf Wohltat überhäufen! Wohlan, ich will den Kelch des Heils ergreifen. Gelobet sei sein Name frül und spat. 7. Nimm meinen Dank, nimm mich zum Opfer hin! O Herr, ich will laut deinen Namen preisen, vor ab lem Volk dir mit der Tat erweisen, daß ich ganz dein, dir alles schuldig bin. 8. Ins Haus des Herrn will ich mit Freuden gehn in seiner Stadt will ich ihn froh erheben. Er ist mein Heil, er ist mein Licht, mein Leben! Mein Lob soll ihn in Ewigkeit erhöhn! ——— iem Ru⸗fen, —— und spät. z, ergriff mich af lauter Not t ich ihm au— mach mein⸗ ist groß, er is ört und erbar, nslicht, mein gleiten. Do 1„‚ ich wandle Scheu. Die ich muß in gen stets, doch „da Wohltal „ ich will den in Name früh n Opfer hin! eisen, vor ab ich ganz dein, Freuden gehn Er ist meil n Lob soll ihn Psalmen 533 Psalm 118. Weise: Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. Genf 1551. — V— — — — ——63 1. Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt, vol ⸗le n EEEEE Chö- re, denn er ist freundlich je⸗ der- zeit; singt 2— laut, daß sei⸗ ne Gü⸗te wäh⸗ re von E⸗ wig⸗keit SSSII IIII ITITTTITIPIISIIIIIIII. P zu E⸗wig⸗keit! Jauchz, Is⸗ ra⸗ el, und bring ihm 1.— 1——— Z.:... I— ++——.. ——.— Eh⸗re! Er zeig-⸗ te dir es je⸗ der⸗ zeit; froh⸗lock, daß sei⸗ ne Gnade wäh⸗re von E⸗wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit! 2. In jeder Angst, Not und Gedränge rief ich ihn, den Erbarmer, an: er gibt mir Antwort in der Enge und führt mich auf geraumer Bahn. Der Herr ist für mich, Macht und Gnade läßt mich in ihrem Schutze ruhn. Wer unternimmts, daß er mir schade? Was kann ein schwacher Mensch mir tun? 3. Der Herr ist meine Hilf und Stärke, mein Psalm singt seine Treu und Macht; mein Heiland hat durch große Werke Sieg und Erlösung uns gebracht. Nun jauchzen meines Gottes Knechte, daß ihre Hütt davon ertönt:„Gelobt sei unsers Gottes Rechte, die uns mit Sieg und Frieden krönt!“ 533 533 Psalmen 4. Die Rechte Gottes ist erhöhet, die Rechte unsers Gottes siegt; der Fromme, der nun sicher stehet, froh⸗ locket, daß der Feind erliegt. Ich sterbe nicht, ich werde leben durch den, der mich erlöset hat; ich will die Werke froh erheben, die der Erbarmer für mich tat, 5% Gott züchtigt mich nicht zum Verderben, er über— läßt mich nicht dem Tod; er will nicht, daß ich sollte sterben, drum rettet er aus aller Not. Er öffnet mir — ich will ihn loben— die Tore der Gerechtigken; da, wo mein Heiland wird erhoben, anbet ich ihn, der mich befreit. 6. Dies sind die Tore zu dem Throne der allerhöchsten Majestät, wodurch beim frohen Jubeltone zu seinem Gott der Fromme geht: da will ich vor dir nieder⸗ fallen, du hörtest mich in meiner Not; dir soll mein frohes Lob erschallen, du gibst mir Leben aus dem Tod. 7. Der Stein, den einst die Tempelbauer verschmäht, ist Eckstein in der Höh; das dringt den denkenden Be⸗ schauer, daß er nach ihm mit Ehrfurcht seh; von un⸗ serm Gott ist das geschehen: wie herrlich ist, was er getan! Wir können dieses Wunder sehen und beten seine Allmacht an. 8. Dies ist der schönste aller Tage, den Gott unz schenkt, weil er uns liebt, daß jeder nun der Furcht entsage, sich freue, weil Gott Freude gibt. Schenk, heut, Erbarmer, Heil und Segen, es ist dein Tag det Herrlichkeit! Gib, daß wir all erfahren mögen, wie hoch, Herr, deine Gnad erfreut! 9. Gesegnet sei des Herrn Gemeine, die hier in sei⸗ nem Namen kniet! Sie sei geweiht dem Herrn alleine, der huldreich auf sie niedersieht! Der Herr ist Gott, zu dem wir wallen, bald macht er uns sich offenbar, ein jeder such ihm zu gefallen und bring sich selbst zum Opfer dar! 10. Du bist mein Gott, dich will ich loben, erheben deine Mafestät. Dein Ruhm, mein Gott, werd hoch erhoben, der über alle Himmel geht. Rühmt, rühmt den Herrn! Schaut, sein Erbarmen bestrahlet uns in trüber Zeit, und seine Gnade trägt die Armen von Ewigkeit zu Ewigkeit. ———— Rechte unsers stehet, froh⸗ icht, ich werde ich will dis für mich tat, ben, er über⸗ daß ich sollte Er öffner mir Gerechtigkeit; t ich ihn, det allerhöchsten ne zu seinem r dir nieder⸗ dir soll mein aus dem Tod, verschmäht, »nkenden Be⸗ seh; von un⸗ h ist, was er n und beten n Gott unz der Furcht ibt. Schenk, dein Tag der mögen, wie e hier in set⸗ derrn alleine, err ist Gott, sich offenbar, ig sich selbst zen, erheben t, werd hoch ihmt, rühmt ahlet uns in Armen von Psalmen 534 Psalm 119. Genf 1551. A P.II 1. O se⸗- lig sind, die in Auf-rich⸗tig⸗keit vor ——— ——— SSSISIIIISIII.... ih- rem Gott zu wan⸗-deln sich be-stre- ben, die i sein Ge-setz be- wah⸗ren al-le- zeit und im⸗mer 2 2rn———.— acht auf Got-tes Zeugnis ge-ben. Heil, wer ihn SDSPSS ⁊ĩð!l sucht, von Her-zen ihm sich weiht! Er fin- det 1 EEf— N .67,—+—I Gott, und sei⸗ne Seel wird le-ben. 2. O möcht mein Weg dir ganz geheiligt sein und ich hier stets nach deinen Rechten wallen! Ich will mich dir von ganzem Herzen weihn; richt meinen Gang nach deinem Wohlgefallen! Sieht, Herr, mein Aug auf dein Gesetz allein, so werd ich nie in Spott und Schande fallen. 3. Ich danke dir aus meines Herzens Grund, weil du willst selbst Gerechtigkeit mich lehren. Ich lerne nun das Wort aus deinem Mund, wonach ich dich in dei⸗ 535 Psalmen nem Reich soll ehren. Ich richte mich nach deinem 3. Jc ö Recht und Bund; verlaß mich nicht! Ach wer kann an de * dich entbehren? daß d 4. Mein Auge sehnt sich, Gott, nach deinem Licht; plage ach daß es bald dein Heil erblicken möchte! Sieh, wie dein Wort nach deinem Recht verspricht, so handle,‚ Seol Herr, in Huld mit deinem Knechte. Verlaß mich nie beim Rochre Unterricht und führe mich in deine heilgen die echte! 5. Gib Leben mir, dann lob und preis ich dich; auch im Gericht wirst du mir Heil gewähren. Ein irrendes, verlornes Schaf bin ich; mein Hirte, laß mich deine Stimme hören! Ich bin ja noch dein Knecht, ach suche mich! Nie laß ich ab, Herr, dein Gebot zu ehren. 55 Psalm 121. 535 Johann Peter Schmachtenberg 1853. 0 EAE E 1. Ich schau nach jenen Bergen gern: mein Heil, das uns 2———.—— 2—— x— E ich be-gehr, kommts von den Ber- gen her? Nein, P mei⸗ ne Hilf ist von dem Herrn, der schuf durchs Li⸗ —— E E Wort:„Es wer⸗ de!“ den Himmel und die Er- de. dei 2. Er läßt nicht gleiten deinen Fuß,— dein Hüter schlummert nicht,— wenn dirs an Kraft gebricht. ö Er schläft nicht, wenn er helfen muß; sieh, Israels Gebieter ist auch dein Gott und Hüter! S Psalmen 836 nach deinem ch wer kann »inem Licht; Sieh, wie? „so handle, laß mich nie deine heilgen „dich; auch Ein irrendes, mich deine ht, ach suche ot zu ehren. htenberg 1853. ein Heil, das her? Nein, v, 3. Jehova selber schützet dich, er steht in deinem Stand an deiner rechten Hand, beschattet dich so gnädiglich, 900 dich bei Nacht und Tage nicht Frost noch Hitze plage. 4. Jehova, der die Welt regiert, wacht über Leib und Seel, daß dir kein Gutes fehl. Beim Ausgang und beim Eingang wird der Herr dich selber leiten bis in die Ewigkeiten. Pfalm 122. Genf 1553. 1. Ich freu mich, wenn man zu mir spricht: Laßt E DDEEEEEEEEEEEEMEEEEEEE S...... uns zum Hau ⸗ se Got ⸗ tes gehn Bald wer⸗-den uns⸗ re EEEE Au- gen sehn, Je- ru sa⸗ lem, dein herr⸗- lich S........... schuf durchs e Er⸗ de. dein Hüter ft gebricht. eh, Israels Licht; bald gehn wir, uns in dir zu freun, zu — .— 5 ö 1 dei ⸗nen ho- hen To- ren ein. Dein Bau, o 2.....—— ——— Sa⸗lem, ist voll-füh-ret: du bist die Stadt, von 536 537 Psalmen E—— EE 12 E I..—— nn. V.W SPIIIIII——— Gott er⸗-baut, wo je- der mit Ver-wund-rung —— 1 I— EEE 2 2 E I.. 2 2— — E— schaut, wie dich die Pracht und Ord-nung zie- ret. 2. Dorthin seh ich die Stämme ziehn, Erlöste zum Gedächtnisfest des Gottes, der sie hat erlöst, zu rüh⸗ men den, der Heil verliehn. Hier thronet die Gerech⸗ tigkeit auf Davids Stuhl, von Gott geweiht, hier kann kein Unrecht mehr betrüben. O Salem, dir sei Glück und Heil, dein Segen werde derer Teil, die dich als deine Freunde lieben! 3. In deinen Mauern Friede wohn, in deinen Häu⸗ sern Sicherheit! Sei du der ganzen Erde Freud, werd aller Städte Ruhm und Kron und wachse fort in stolzer Ruh! Dies wünscht mein wallend Herz dir zu um meiner Freund und Brüder willen. Ich suche stets dein Wohlergehn, daß Heil und Segen dich erhöhn um unsers Gottes Tempels willen. Psalm 126. Joh. Georg Bäßler(7) 1866. 1—— 2..—— 1. Wenn Gott einst uns⸗re Ban⸗de bricht, uns führt gen Zi- on in sein Licht, dann wirds wie n ᷑⁊M QIUN UII —.— —— bund-rung zie: ret. rlöste zum t, zu rüh⸗ ie Gerech⸗ eiht, hier em, dir sei Teil, die inen Häu⸗ eud, werd se fort in derz dir zu suche stets ich erhöhn ler(2) 1866. — ht, uns irds wie ————.—— Träu⸗men⸗den uns sein. Wir gehn mit un-⸗serm E—— E Füh⸗rer ein und jauch⸗zen laut in Got-tes- freu⸗ den nach ü-ber-stand⸗nen Pil⸗ger⸗lei- den. Dann —2— Ee x ö r staunt die gan-ze Welt uns an und ruft: Das hat der Herr ge- tan. 2. O ja, das hat der Herr getan! Wir staunen auch dies Wunder an und stehen da und sehn erfreut auf ihn, den Herrn der Herrlichkeit, der den Gefangnen Freiheit sendet, an allen bald sein Heil vollendet. Du kannst es tun, du, dessen Hand uns Bäche schafft im dürren Sand. 3. Oft sehn wir, die mit Tränen sän, mit Freuden hre Früchte mähn. Der Sämann gehet aus und weint, weil alle Müh verloren scheint; geht auf und ab, streut seinen Samen mit Tränen, doch in Gottes Namen und kehrt— wie jauchzt sein froher Blick!— mit reichen Garben einst zurück. 538 538 Psalmen Psalm 123. Lion 1549. ö ö. I. Wohl dem, der Gott ver⸗ eh-ret, oft be⸗ tend JIS + 7½ vor ihm steht, auf sei- ne Stim-me hö-ret, in + 3— +*— sei- nen We⸗-gen geht! Er näh-ret sich vom ED 4— 2. Se⸗gen, der auf der Ar⸗-beit ruht. Gott ist mit .——— 1 ö——.—...——— 1 sei-nen We⸗gen: wohl dir, du hast es gut! 2. Die Gattin, deine Freude, wird wie ein Wein⸗ stock sein, mit Frucht und Zierat beide, dich und dein Haus, erfreun. Gleich jungen Olbaums Sprossen hast du auch jung und frisch zu deinen Freudgenossen die Kinder um den Tisch. 3. Seht, wie hier in der Stille der Mann, der Gott verehrt, genießt des Segens Fülle; Gott gibt, was er begehrt. Aus Zion fließt ihm Leben, aus Salem Friede zu, und Erd und Himmel geben sein Leben lang ihm Ruh. 4. Wer ganz auf Gott vertrauet, ihm bleibet treu gesinnt, der sieht sein Haus gebauet von Kind zu Kindeskind. Gott segnet ohn Ermüden den, der sich zu ihm kehrt. Das Volk hat ewgen Frieden, das unsern Gott verehrt. Psalmen 539 Lion 1549. Psalm 138. — + 1— FEE 717——L— ——0— 1+.— EZ..2 —2..— 1— +1 —* be⸗ tend I. Mein gan⸗zes Herz er he ⸗bet dich, — und dei- ner Gnad und Wahr-heit Ruhm ö. =ret, in PP PIPI.—— — vor dir will ich mein Lob-lied sin⸗ gen — im Hei- lig⸗- tum mein Op- fer brin-gen. sich vom E— E— 1.— IE LI 1 L——— ——— Denn du er-fül-lest im-mer-fort dein teu⸗res ist mit EEEEEE —.— ‚3T.— 0 E E—— H 3 Wort, o Gott der Göt-ter! So hast du dei⸗ ne es gut! E— e H —— +— ñ——— in Wei EEEEE und dein Ma- je⸗ stät aufs höchst er⸗höht; du bist mein Ret⸗ter! rossen hast je=stt aufs höchst er⸗hht ͤ gibt, was us Salem sein Leben leibet treu Kind zu den, der ieden, das 2. Rief ich in meiner Not zu dir, so halfst du mir. Ja, du erhörest, da du in meiner Pilgerschaft mir Mut und Kraft mit Huld gewährest. Herr, aller Erdenkön'ge Dank wird mit Gesang dich noch er⸗ heben. Was deines Mundes Wort verspricht, wird ihnen Licht und Leben geben. 3. Dann singen sie dem Herrn geweiht, in ihm er⸗ freut, von seinen Wegen, wie seines Namens Ma⸗ jestät sei hoch erhöht zu ihrem Segen; denn der Er⸗ habne wohnet hoch und siehet doch auf Kleine nieder. Wer aber hier sich selbst erhebt, in Hochmut lebt, ist ihm zuwider. Lyon 1549. 539 2 E. 540 540 Psalmen 4. Wenn mir, von Angst und Not umringt, das Herz entsinkt, so gibst du Leben. Die Linke hält der Feinde Schwarm, dein rechter Arm wird Freiheit geben. Der Herr führts wahrlich aus für mich! Ach wirst du dich bald offenbaren? Laß, Herr, da Gnade dich verklärt und ewig währt, dein Werk nicht fahren! Psalm 146. Joh. Georg Bäßler 1806. ö + 57 + + EEEEEEEEEEE —— 1. Hal⸗le⸗lu-ja! Gott zu lo⸗ben blei⸗be mei⸗ne C⸗wig sei mein Gott er⸗ hoben, mei⸗ne Har⸗fe —.,,—.— Whmne⸗Weeiht Ja so-lang ich leb und bin, dank, an-bet und preis ich ihn. 2. Setzt auf Fürsten kein Vertrauen. Fürstenheil steht nimmer fest; wollt ihr auf den Menschen bauen, dessen Geist ihn bald verläßt? Seht, er fällt, des Todes Raub, und sein Anschlag in den Staub. 3. Heil dem, der im Erdenleben Jakobs Gott zur Hilfe hat, der sich dem hat ganz ergeben, dessen Nam ist Rat und Tat! Hofft er von dem Herrn sein Heil, seht, Gott selber wird sein Teil. 4., Er, der Himmel, Meer und Erde mit all ihrer Füll und Pracht durch sein schaffendes:„Es werde!“ das Herz der Feinde eit geben. Ach wirst znade dich yt fahren! zäßler 1806. — e mei⸗ne e Har-fe nd bin, nheil steht en, dessen es Todes zur Hilfe Nam ist ein Heil, all ihrer werde!“ Psalmen 540 hat aus nichts hervorgebracht; er, der Herrscher aller Welt, ists, der Treu und Glauben hält. 5. Er, der Herr, ists, der den Armen, Unterdrückten Recht verschafft, gibt mit mächtigem Erbarmen Hun⸗ gernden stets Brot und Kraft, und von Zwang und Tyrannei macht er die Gefangnen frei. 6. Er, der Herr, ists, der den Blinden liebreich schenket das Gesicht. O ja, die Gebeugten finden bei ihm Stärke, Trost und Licht. Seht, wie Gott, der alles gibt, immer treu die Frommen liebt. 7. Er ists, der den Fremdling schützet, der die Witwen hält im Stand, der die Waisen unterstützet, ja sie führt an seiner Hand. Die ihm ruchlos widerstehn, müssen ratlos irregehn. 8. Er ist Gott und Herr und König, er regieret ewig⸗ lich: Zion, sei ihm untertänig, freu mit deinen Kin⸗ erimaß Sieh, dein Herr und Gott ist da: Halleluja! er ist nah. Geistliche Volkslieder Nicht für den Gemeindegottesdienst Christian Heinrich Rinck 1827. +*VE EE—— Kn i nn. 1. A-bend wird es wie-der: ü- ber Wald und E Feld säu-⸗selt Frieden nie⸗ der, und es ruht die Welt. 2. Nur der Bach ergießet sich am Felsen dort, und er braust und fließet immer-, immerfort. 3. Und kein Abend bringet Frieden ihm und Ruh, keine Glocke klinget ihm ein Rastlied zu. 4. So in deinem Streben bist, mein Herz, auch du: Gott nur kann dir geben wahre Abendruh. Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798- 1874. Weise: Aus dem Himmel ferne. Friedrich Silcher 4 1860. — +SJ.I—— ———— EEE I. Al-le Jah-re wie- der kommt das Christus-⸗ EEEEEEEE kind auf die Er⸗de nie-der, wo wir Menschen sind; der Rinck 1827. — Bald und die Welt. t, und er und Ruh, auch du: 798- 1874. cher + 1860. Christus⸗ EEI en sind; Geistliche Volkslieder 53 2. kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus, geht auf allen Wegen mit uns ein und aus; 3. ist auch mir zur Seite, still und unerkannt, daß es treu mich leite an der lieben Hand. Wilhelm Hey, 1789- 1854. Um 1650. 3 bitt⸗res Lei- den an-fing, da trau⸗ ert Laub und I grü⸗nes Gras, weil Judas sein Ver⸗rä- ter war. 2. Da kam'n die falschen Juden gegangn, sie habn den Heiland im Garten gefangn; sie habn ihn gegei⸗ ßelt und gekrönt, sein heilgen Leichnam gar verhöhnt. 3. Sie führt'n ihn in des Richters Haus, mit scharfen Streichen wiederum raus; sie hingen ihn an ein hohes Kreuz; Maria war voll Herzeleids. 4.„Johannes, lieber Jünger mein, laß dir mein Mut⸗ ter befohlen sein; nimm sie bei der Hand, führ sie von dann, daß sie nicht schau mein Marter an.“ 5.„Ja, Herr, das will ich gerne tun, ich will sie führen also schön, ich will sie trösten also gut, wie'n Kind sein Mutter trösten tut.“ 6. Nun bieg dich, Baum, nun bieg dich, Ast, mein Kind hat weder Ruh noch Rast, nun bieg dich, Laub und grünes Gras laßt euch zu Herzen gehen das. 4 Geistliche Volkslieder 7. Die hohen Bäum die bogen sich, die harten Felsen zerrissen sich, die Sonn verlor auch ihren Schein, die Vöglein ließn ihr Rufn und Schrein. 16. Jahrhundert. Weise: Ein neues Lied wir heben an. Martin Luther 1523. * 1 18. EH— nrd. schar —— Auf, blei⸗bet treu und hal⸗tet fest! So Wer sich von Gott nicht scheiden läßt, der bei — 12— 1 EEE— an D— 4. ——— sie n wird euch mehr ge-lin- gen. D 7 kann die Höl-⸗le zwin-gen. Der al⸗te Gott, der E treu⸗e Gott läßt sich 8950 immer schau ⸗⸗ en N.—— C. ..+—— 1— DDDDSSSEEE.. * und macht des Teufels List zu Spott und sei⸗nen Stolz —....3 8...— zu Gran ⸗⸗ en, und seinen Stolz zu Grauen. 2. Die Treue steht zuerst, zuletzt im Himmel und auf Erden. Wer ganz die Seele dreingesetzt, dem soll die Krone werden. Drum mutig drein und nimmer bleich! Denn Gott ist allenthalben; die Freiheit und das Himmelreich ,: gewinnen keine Halben!, Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860. UU HV GH Geistliche Volkslieder *5. 6 ten Felsen chein, die ahrhundert. uther 1523. 769—-1860. Friedrich Silcher, 1860. 5 I. Aus dem Himmel fer-ne, wo die Englein sind, schaut doch Gott so ger-⸗ ne her auf je- des Kind. 2. Höret seine Bitte treu bei Tag und Nacht, nimmts bei jedem Schritte väterlich in acht. 3. Gibt mit Vaterhänden ihm sein täglich Brot, hilft an allen Enden ihm aus aller Not 4. Sagts den Kindern allen, daß ein Vater ist, dem sie wohlgefallen, der sie nie vergißt. Wilhelm Hey, 1789- 1854. 1684. 6 Z.——.7.—— 1. Aus des Va⸗-ters Herz ge- bo- ren, Got-⸗tes SSS Sohn ist wor- den Kind, der von An-fang EE—=— — 0— aus- er-ko-ren, daß die Welt das Le-ben find. . Er ist Alls in al- len 15— 666 in ..—. — — Freud und Leid 905 910 Dank in E-= wig⸗ökeit! *7 Geistliche Volkslieder 2. All Gewalt und Engel alle loben Gott vom Him⸗ 3. ö melreich, daß mit uns all Welt erschalle, weil Gott Tun also gnadenreich und zu tausend guten Jahren Chri⸗ 7* stum schenket; drum sei Gott Lob und Dank in Ewig⸗ 4. 8 keit! ist h. 3 3. O ihr Jungen und ihr Alten, lobet Gott ohn Unter⸗ seine laß, daß der Himmel aufgespalten und mit Gnad 5. A 4 ohn alle Maß uns Verlorne überschüttet, uns macht Ehrf ö 0 selig; drum sei Gott Lob und Dank in Ewigkeit! 4.8 4. O daß wir der Liebe achten, die Gott schenkt ookon 6. L unsern Rat, und von Herzen dem nachtrachten, woran ren, er Gefallen hat. Ihm zu leben und zu sterben, geb— Uunsei er Gnad, und ihm sei groß Lob und Dank in Ewigkeit! Hili 0 Nach einem lateinischen Liede des Aurelius Prudentius Clemens, 4. Jahrh. von Johannes Zwick, 1496- 1542. — 2 ö DI.. I— 14 EEEES 2.—— 7 Karl Schulz 1860. 1. Dan-ket dem Herrn! Wir dan-ken dem Ez Ee Herrn, denn er ist freundlich und sei- ne Gü⸗ te wäh⸗ret e⸗ wig ⸗lich, sie wäh-ret e- wig⸗ 2.2 E. 12 H Men * lich, sie wäh⸗ret e⸗ wig=lich. 110 2. Lobet den Herrn! Ja lobe den Herrn, auch meine bring Seele; vergiß es nie, was er dir Guts getan,:: was ich se er dir Guts getan. ,: bom Him⸗ weil Gott ren Chri⸗ in Ewig⸗ o)hn Unter⸗ mit Gnad uns macht wigkeit! chenkt ohn en, woran rben, geb Ewigkeit! us Clemens, 1496- 1542. Schulz 1860. uch meine n, was Geistliche Volkslieder*8 3. Sein ist die Macht! Allmächtig ist Gott; sein Tun ist weise, und seine Huld wird jeden Morgen neu, ): wird jeden Morgen neu!:, 4. Groß ist der Herr! Ja groß ist der Herr, sein Nam ist heilig, und alle Welt ist seiner Ehre voll, ,: ist seiner Ehre voll. ,: 5. Anbetung ihm! Anbetung dem Herrn! Mit hoher Ehrfurcht werd auch von uns sein Name stets genannt, ): sein Name stets genannt. ,: 6. Lobsinget ihm! Wir lobsingen ihm in frohen Chö— ren, und er vernimmt auch unsern Lobgesang, 1 auch unsern Lobgesang.: Karl Friedrich Wilhelm Herrosee, 1754 1821. Weise: Jesu, Gnadensonne. Karl Groos 1818. +. Darf ich wie⸗ der⸗kom⸗men mit der al⸗ ten Hast du nicht ver⸗lo- ren end⸗-lich die Ge⸗ EEEEE Sauud⸗ Ist denn dei⸗ne Gna⸗de al-so tägmlich SSIIIIIIII neu, daß du willst vergeben, auch so oft es sei? 2. Wenn ich so dich frage und ich seh dich an, o wie hat dein Herze sich mir aufgetan! Liebe, lauter Liebe ists, die mich umfängt, ach und eine Liebe, wie kein Mensch es denkt. 3. Gnade und Vergeben heißt das süße Wort; das trägt mich durchs Leben, nimmt den Jammer fort, bringet Heil und Frieden in mein Herz hinein, daß ich schon hienieden kann recht selig sein. Hermann Heinrich Grafe, 1818- 1869. *9 Geistliche Volkslieder Hamburg um 1823. 0 1. Der be- ste Freund ist in dem Himmel, auf denn bei dem fal- schen Welt-ge⸗tüm-mel ist R.— Er⸗den sind die Freun⸗de rar; 2⁊ 0 Red⸗lich⸗teit oft in Gefahr. Drum hab ichs immer so ge-⸗meint: mein Je- sus ist der be-ste Freund. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Jesus stehet felsenfest, daß, wenn ich gleich daniederliege, mich seine Freundschaft doch nicht läßt. Er ists, der mit mir lacht und weint: mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nützen kann, und scheinet dann das Glücke trübe, so steht die Freundschaft hintenan; doch hier ist es nicht so gemeint: mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut; er steht mir bei in allen Nöten, er spricht für meine Schulden gut; er hat mir niemals was verneint: mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze gibet, mein Freund, der mein und ich bin sein; mein Freund, der mich beständig liebet; mein Freund bis in das Grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht gemeint? Mein Jesus ist der beste Freund. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde! Sie sind doch gar zu wandelbar; und hätt ich hunderttausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund und nimmer Feind: mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 1672—1737. g um 1823. Geistliche Volkslieder*10. Friedrich Mergner 1876. H E25——————.— —— E 4.. 2..— nmel, auf 1. Der Mai⸗ e, der Mai⸗e bringt uns der lIzmel ist ö—————— —+* 1.——.— ————6 — Blümlein viel, ich trag ein frei Gesmü⸗ te, Gott EEE EE weiß wohl, wem ichs will, Gott weiß wohl, wem ichs will. 2. Ich wills Christo, dem Herren, der unser Heiland te Freund. ist, er trägt das Kteuz für unsré Sünd,, ja wie lein Jesus man von ihm liest. ,: niederliege, 3. Den Tod hat er bezwungen, die Höll gerissen ein, r ists, der die Sünd hat er verschlungen, ,: geholfen aus der der beste Pein. 4. Er will die nicht verlassen, die an ihn glauben fein; m meisten das hat er uns versprochen, denn wir sein Kinder trübe, so sein.: st es nicht 5. Drum wer ihm traut zu Ehren, den läßt er nim⸗ d. mermehr; demselben unserm Herren, dem sei Lob, t für mich Preis und Ehr. 27 Jakob Klieber, um 1530. Nöten, er ir niemals und. het, mein reund, der das Grab it? Mein sind doch nd Feinde, ier immer t der beste 1672—1737. Joseph Gersbach 1821. H 1. Der Mensch hat nichts so ei- gen, so wohl steht ihm nichts an, als daß er Treu er-zei- gen und *12 Geistliche Volkslieder E E D 2 +4 2 X 3 2—.—— 4 Freundschaft hal-ten kann. Wenn er mit sei⸗nes⸗ E I irrr—— ................— glei⸗chen soll tre⸗ ten in ein Band, verspricht sich, —.——.—.— SSSSSSSSSSSSII.. — nicht zu wei⸗chen, mit Her⸗zen, Mund und Hand. 2. Die Red ist uns gegeben, damit wir nicht allein für uns nur sollen leben und fern von Leuten sein: wir sollen uns befragen und sehn auf guten Rat, das Leid einander klagen, das uns betreten hat. 3. Was kann die Freude machen, die Einsamkeit ver⸗ hehlt? Das gibt ein doppelt Lachen, was Freunden wird erzählt. Der kann des Leids sich wehren, der es von Herzen sagt; der muß sich selbst verzehren, der insgeheim sich nagt. 4. Gott stehet mir vor allen, die meine Seele liebt; dann soll mir auch gefallen, der mir sich herzlich gibt. Mit diesen Bundsgesellen verlach ich Pein und Not, Ted. den Grund der Höllen und breche durch den od. 5. Ich hab, ich habe Herzen so treu, wie sichs gebührt, die Heuchelei und Scherzen nie wissentlich berührt! Ich bin auch ihnen wieder von Grund der Seele hold; ich lieb euch mehr, ihr Brüder, als alles Erdengold, Simon Dach, 1605— 1659. Zohann Abraham Peter Schulz 1790. 12. 1. Der Mond ist auf- ge-gan- gen, die gold⸗ nen krank —.— nit sei⸗ nes⸗ herspricht sich, und Hand. ir nicht allein Leuten sein: ten Rat, das at. insamkeit ver⸗ zas Freunden ehren, der es erzehren, der e Seele liebt; herzlich gibt. dein und Not, che durch den sichs gebührt, tlich berührt! er Seele hold; es Erdengold, gach, 1605— 1659. eter Schulz 1790, die gold⸗ nen Geistliche Volkslieder 12 Sternlein pran⸗gen am Him-mel hell und klar; der d. Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wie⸗sen SSSS S....... stei⸗ get der wei⸗ße Ne-bel wun⸗-der- bar. 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold als eine stille Kammer, l ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen ollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste Ziel suchen viele Künste und kommen weiter von dem iel. 5, Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Ver⸗ gänglichs bauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kin⸗ der fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod: und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott. 7, So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbarn auch. Matthias Claudius, 1740— 1815. 22 14 *13. 14 Geistliche Volkslieder Ursprünglich weltlich; geistlich Michael Prätorius 1609. H— 1. Der Morgenstern ist auf ⸗- ge-⸗drun-gen; er —— ö— ö,—3 E leucht't da⸗- her zu die- ser Stun-den hoch ü⸗ ber Berg und tie⸗fe Tal, tie⸗fe Tal, vor ....II Freud singt uns der lie ben En ⸗ gel Schar. 2. Christus im Himmel wohl bedachte, wie er uns reich und selig machte und wieder brächt ins 3: Pa⸗ radies,:,: darum er Gottes Himmel gar verließ. 3. O heilger Morgenstern, wir preisen dich heute hoch mit frohen Weisen; du leuchtest vielen„1 nah und fern,: so leucht auch uns, Herr Christ, du Morgenstern! Daniel Rumpius, geb. 1549. Fran Musika spricht: Arnold Mendelssohn 1905. —.—— I 1. Die be-ste Zeit im Jahr ist mein, da 94. ö EAHUUEE E I ———— iiEE sin⸗gen al ⸗ le Vö-ge-lein; Him-mel und Geistliche Volkslieder 15 rätorius 1609. Tal, vor 2— gel Schar. wie er uns ins„ Pa⸗ berließ. h heute hoch : nah und Norgenstern! ius, geb. 1549. delssohn 1905. ——45 t mein, da mel und Er-den ist der voll, viel gut Ge-sang da lau⸗ tet wohl, viel gut Geesang da lau⸗tet wohl. 2. Voran die liebe Nachtigall macht alles fröhlich überall mit ihrem lieblichen Gesang, ,: des muß sie haben immer Dank. 3. Vielmehr der liebe Herre Gott, der sie also ge⸗ schaffen hat, zu sein die rechte Sängerin, 5 der Mu⸗ sika ein Meisterin. 4. Dem singt und springt sie Tag und Nacht, seins Lobes sie nichts müde macht: den ehrt und lobt auch mein Gesang, und sagt ihm einen ewgen Dank.: Martin Luther, 1483—- 1546. Karl Kuhlo 1902. ö—.— 1. Die Blu-men und das Laub die fal-len in den EEEEEE —ᷣ0 Staub, und al⸗ E EEE währt nur ei ⸗ne kur- ze Zeit und muß ver⸗ gehn. 5 FCES.— 1— ler Er- den Herr-lich-⸗keit die 2. Der Menschen Eitelkeit ist nur ein Spiel der Zeit, und Augenweide, Lust und Freud verkehret sich in Herzeleid und muß vergehn. 3. Doch eine Herrlichkeit, die bleibt in Ewigkeit; die uns der Herr erworben hat und uns aus Gnad ge⸗ schenket hat, die bleibet stehn. Aus dem Wuppertal. 22* *16 Geistliche Volkslieder Gütersloh vor 1718. I + 14 1— —*— 1. Die Sach ist dein, Herr Je-su Christ, die 2. Du gingst, o Je⸗ su, un-ser Haupt, durch —m ö——.—— E r. Sach, an der wir stehn, und weil es dei- ne Sache 2. Lei-den him-mel- an und füh=rest je-den, der da I. ist, kann sie nicht un-ter-gehn. Al-lein das 2. glaubt, mit dir die glei-che Bahn. Wohl⸗an, so ,—————— 1. Wei⸗zen⸗ korn, be ⸗ vor es fruchtbar sproßt zum 2. führ uns all- zu-gleich zum Teil am Lei⸗ den EIEEEE I. Licht em-por, wird, ster-bend in der Er- de 2. und am Reich; führ uns durch dei- nes To⸗ des I. Schoß, vor-her vom eig- nen We-sen los. 2. Tor samt dei- ner Sach zum Licht em⸗-por. Samuel Preiswerk, 1799— 1871. Weise Geistliche Volkslieder 617. 18 loh vor 1718. Weise: Erwacht vom süßen Schlummer. F. K. L. Scholinus 1816. 7 rist, die 1. Die Ta⸗ge sind so dunkel, die Nächte lang und jupt, durch EE 5 l —3 kalt; doch ü⸗bet Sterngefunkel noch ü⸗ber uns Ge⸗walt. Sache Und sehen wir es scheinen, aus weiter, weiter Fern, 5 so denken wir, die Seinen, der Zukunft unsers Herrn. 3. Er war einmal erschienen in ferner, selger Zeit, da waren, ihm zu dienen, die Weisen gleich bereit. — 4. Der Lenz ist fortgezogen, der Sommer ist entflohn: doch fließen warme Wogen, doch klingt manch süßer 2* on. lein das 5. Es rinnt aus Jesu Herzen, es spricht aus Jesu sban, so Mund ein Quell der Lust und Schmerzen wie damals noch zur Stund. — 6. Wir wollen nach dir blicken, du Licht, das ewig — brennt, und ernstlich uns beschicken zum seligen Advent. Mar von Schenkendorf,‚, 1783-1817. roßt zum dei- den Gottlieb Siegert 1822. 8 — 2 Er;⸗ de 1. Du lie- ber, heil-ger, from-mer Christ, der To⸗ des S —.— für uns Kinder kom⸗men ist, da⸗mit wir sol ⸗len ulos.—— 12 ch. E—— 1799—1871. weiß und rein und rechte Kin ⸗-der Got ⸗tes sein; *19 Geistliche Volkslieder 2. du Licht, vom lieben Gott gesandt in unser dunkles Erdenland, du Himmelskind und Himmelsschein, da⸗ mit wir sollen himmlisch sein; 3. du lieber, heilger, frommer Christ, weil heute dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen Kindern frohe Zeit. 4. O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir das Herze rein; o bade mir die Seele hell in deinem rei⸗ chen Himmelsquell, 5. daß ich wie Engel Gottes sei, in Demut und in Liebe treu, daß ich dein bleibe für und für: du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Morit Arndt, 1769—1860. Vorreformatorisch(15. Jahrhundert). 1. Er- stan-den ist der heil-ge Christ, Hal⸗ 2. Es ging'n drei heil- ge Frau- en, Hal— EEEEEEEE 1. le⸗lu⸗ ja, Hal⸗le- lu⸗ja, der al⸗ ler Welt ein 2. lezlu ja, Hal-le- lu⸗ ja, des Mor-⸗gens früh im rn ninmemrmem nnmnrr kinwirrereen dnn 1. Trö⸗ ster ist. Hal⸗le⸗lu⸗-ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja. 2. Tau ⸗ en. Hal⸗le- lu⸗ ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja. 3. Sie suchten den Herrn Jesum Christ, Halleluja, Halleluja, der von dem Tod erstanden ist. Halleluja, Halleluja. Geistliche Volkslieder 19 er dunkles chein, da⸗ heute dein und breit he mir das einem rei⸗ ut und in du heilger 1769— 1860. ahrhundert). hrist, Hal⸗ en, Hal⸗ Welt ein früh im l lu ja. lu⸗ ja. Halleluja, Halleluja, 4.„Ach Engel, lieber Engel fein, Halleluja, Halleluja, wo find ich denn den Herren mein? Halleluja, Halleluja.“ 5.„Er ist erstanden aus dem Grab, Halleluja, Halle⸗ luja, heut an dem heilgen Ostertag. Halleluja, Halleluja.“ 6.„Zeig uns den Herren Jesum Christ, Halleluja, Halleluja, der von dem Tod erstanden ist. Halleluja, Halleluja.“ 7.„So tret't heran und seht die Statt, Halleluja, Halleluja, da unser Herr gelegen hat. Halleluja, Halleluja.“ 8.„Der Herr ist hin, er ist nicht da, Halleluja, Halle⸗ luja. Wenn ich ihn hätt, so wär ich froh. Halleluja, Halleluja.“ 9.„Seht an das Tuch, darin er lag, Halleluja, Halle⸗ lusa, gewickelt bis am dritten Tag. Halleluja, Halle⸗ luja.“ 10.„Wir sehens wohl zu dieser Frist, Halleluja, Halleluja, weis uns den Herren Jesum Christ. Halle⸗ luja, Halleluja.“ 11.„Ihr sollt nach Galiläa gehn, Halleluja, Halleluja, da werdet ihr den Heiland sehn. Halleluja, Halleluja.“ 12.„Habt Dank, ihr lieben Engel fein, Halleluja, Halleluja, nun wolln wir alle fröhlich sein. Halleluja, Halleluja.“ 13.„Geht hin, sagt das Sankt Petro an, Halleluja, Halleluja, und seinen Jüngern lobesam. Halleluja, Halleluja.“ 14. Nun singet all zu dieser Frist: Halleluja, Halle⸗ luja, erstanden ist der heilge Christ! Halleluja, Halleluja. 15. Des solln wir alle fröhlich sein, Halleluja, Halle⸗ luja, und Christ soll unser Tröster sein. Halleluja, Halleluja. Vorreformatorisch. 15. Jahrhundert. f *20. 21 Geistliche Volkslieder 20 Fiti Köln 1599 und Michael Prätorius 1609. E müs⸗ 1. Es ist ein Ros ent⸗sprun⸗gen aus ei⸗ ner wie uns die Al- ten sun-gen, von Jes⸗ se 2.2 gen SS..... RNEEEE— Sch Errrret=rrn,᷑. Hüt 3 damote Arr⸗ und hat ein Blüm⸗lein bracht mit Haf ö ö lllge — 1 +—— 1 j*D Hüt ...... ten im kal⸗ten Win⸗ter wohl zu der hal-ben Nacht. wei 117 101 senk 2. Das Röslein, das ich meine, davon Jesajas sagt, dich hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd: aus Gottes ewgem Rat hat sie ein Kind geboren wohl zu 5.— der halben Nacht. Vor 1600. bige silie ö Hü 1637. 21 ö 6. 0 FS..— ++* I— Sic EI—— EI——— DEEEEDEEEEEE du — ö schö 1. Es ist ein Schnitter, heißt der Tod, hat % e 7. — eine den 1—.L. L—. V—— ——.—7 2 222* den Gwalt vom gro⸗ßen Gott. Heut wetzt er das Messer; es 10 — PFFPPPITT 100 ———————— 0 r ö 2— r— him schneidt schon viel bes⸗ser, bald wird er drein schneiden, wir Geistliche Volkslieder 21 torius 1609. ben Nacht. sajas sagt, Nagd: aus n wohl zu Vor 1600. 1637. Tod, hat neiden, wir EEEE EE— müs⸗sens nur lei- den. Hüt dich, schöns Blüme⸗lein! 2. Was heut noch frisch und grün dasteht, wird mor⸗ gen weggemäht; die edel Narzissel, die himmlische Schlüssel, die schön Hyazinth, die türkische Bünd: Hüt dich, schöns Blümelein! 3. Viel Hunderttausend ungezählt da unter die Sichel hinfällt: rot Rosen, weiß Lilien, beid wird er aus⸗ tilgen, ihr Kaiserkronen, man wird euch nicht schonen: Hüt dich, schöns Blümelein! 4. Das himmelfarben Ehrenpreis, die Tulpen gelb und weiß, die silbernen Glocken, die goldenen Flocken, senkt alles zur Erden, was wird daraus werden? Hüt dich, schöns Blümelein! 5. Ihr hübsch Lavendl und Rosmarin, ihr vielfar⸗ bige Röselein, ihr stolze Schwertlilien, ihr krause Ba⸗ silien, ihr zarte Violen, man wird euch bald holen. Hüt dich, schöns Blümelein! 6. So viel Maßlieb und Rosmarin schwellt unter der Sichel hin, Vergißmeinnit, du mußt auch mit und du Tausendschön, man läßt dich nit stehn. Hüt dich, schöns Blümelein! 7. Er macht so gar kein Unterschied, geht alles in einem Schritt: der stolze Rittersporn und Blumen in dem Korn die liegens beisammen, man weiß kaum den Namen. Hüt dich, schöns Blümelein! 8. Trutz Tod! Komm her, ich fürcht dich nit! Trutz, komm und tu ein Schnitt! Wenn er mich verletzet, so werd ich versetzet— ich will es erwarten— in himmlischen Garten: Freu dich, schöns Blümelein! Regensburg 1637. *22 Geistliche Volkslieder + 2. Es ist so still geworden, verrauscht des Abends nun hört man al⸗ler⸗or-ten der En-gel Fü⸗ße IEEE Rings in die Ta- le sen-⸗ ket sich ——— Fr Fin⸗ ster-nis mit Macht. Wirf ab, Herz, was dich krän⸗ket und was dir ban⸗⸗ ⸗ ⸗ ge macht! 2. Es ruht die Welt im Schweigen, ihr Tosen ist vorbei, stumm ihrer Freude Reigen und stumm ihr Schmerzensschrei. Hat Rosen sie geschenket, hat Dor⸗ nen sie gebracht, wirf ab, Herz, was dich kränket und was dir bange macht! 3. Und hast du heut gefehlet, o schaue nicht zurück; empfinde dich beseelet von freier Gnade Glück. Auch des Verirrten denket der Hirt auf hoher Wacht; wirf ab, Herz, was dich kränket und was dir bange macht! 4. Nun stehn im Himmelskreise die Stern in Majestät; in gleichem festem Gleise der goldne Wagen geht. Und gleich den Sternen lenket er deinen Weg durch Nacht. Wirf ab, Herz, was dich kränket und was dir bange 1 1 macht! Gottfried Kinkel, 1815- 1882. Weis Geistliche Volkslieder 523 rg um 1535. änket und ht zurück; ück. Auch dir bange 1815- 1882. Weise: Nun sich der Tag geendet hat. Dresden 1667. H— E +— 1. Ge-gan-gen ist das Son:nen⸗= licht, still E. ö E——3 schweiget Feld und Hain, und hell am Fir-ma⸗ — men⸗te bricht her⸗ vor der Ster- ne Schein. 2. Und hell aus stiller Seele blitzt ein wundersamer Strahl von dem, der ewig waltend sitzt im hohen Himmelssaal. 3. Wie wäre doch das Menschenkind so elend, so allein, wenn nicht von oben zart und lind ihm käme dieser Schein? 4. Komm, wirf den frommen Liebesstrahl mir warm ins arme Herz, und die Gedanken allzumal, o zieh sie himmelwärts! 5. Drum komm mit deinem Engelheer, du Vater lieb und gut! Du bist die einzig feste Wehr, die einzig sichre Hut. 6. Gar nichtig ist der Menschen Macht, die eitle Eitelkeit: was Gott bewacht, ist wohl bewacht hier und in Ewigkeit. Ernst Moritz Arndt, 1769-1860. *24 Geistliche Volkslieder Augustin Harder 1813. H 2. E—+—.— E ———— 8 7 7 * 4* I. Geh aus, mein Herz, und su ⸗che Freud in 2————— die⸗ser lie⸗ben Som⸗mer=zeit an dei⸗nes Got⸗ tes ö 4. 1—5 EùN——— ö Ga⸗ben; schau an der schönen Gär⸗ ten Zier und 22— 2— HE——— EIIIRRRERE— — sie⸗he, wie sie mir und dir sich aus-ge⸗ 7 22— 2—— SSEEEEEE schmücket ha⸗ben, sich aus⸗ge⸗schmük⸗ket ha- ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissen und die Tulipan die ziehen sich viel schöner an, als Salomonis Seide. ,: 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall:,: Berg, Hügel, Tal und Felder. ,: 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh:,: ins tiefe Gras gesprungen., 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich und ihren Rand mit schattenreichen Myrten; die Wiesen liegen hart dabei und klingen ganz vom Lustgeschrei, der Schaf und ihrer Hirten. ,: Geistliche Volkslieder 524 6. Die unverdroßne Bienenschar fliegt hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honigspeise. Des süßen —— Wieinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und — Kraft, in seinem schwachen Reise. 5. Der Weizen wächset mit Gewalt; darüber jauchzet sung und alt und rühmt die große Güte des, der so — überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt —— 2): das menschliche Gemüte. ,: — 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen bot⸗ tes Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen: ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, 5: aus meinem Herzen rinnen., 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön und läßt dus uns — 38 Harder 1818. Zier und so lieblich gehn auf dieser armen Erden: was will —— doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Him⸗ —— melszelt ,5: und güldnen Schlosse werden! —— 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl us⸗ ge⸗ in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, 3 da so viel tausend Seraphim mit unverdroßnem Mund und Stimm, ihr Halleluja singen. ,: 11. O wär ich da! Ostünd ich schon, ach süßer Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! So ha⸗ ben. wollt ich nach der Engel Weis erhöhen deines Namens ich deck Preis ,: mit tausend schönen Psalmen. N 111 et 12. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch hier trage an Aals dieses Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen. 29 Mein Herze soll sich forr und fort an diesem und an allem Ort ,: zu deinem Lobe neigen.: e Walder⸗ 13. Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der mit ihrem vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; gib, 27 daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh er Storch und spat viel Glaubensfrücht erziehe. blein speist 14. Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir e Reh ist werd ein guter Baum, und laß mich Wurzel treiben: tiefe Gras verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben. und malen 15. Erwähle mich zum Paradeis und laß mich bis zur Myrten; letzten Reis an Leib und Seele grünen! So will ich ganz vom dir und deiner(WHe allein und sonsten keinem mehr hier u. 4 und dort ewig dienen. Paul Gerhardt, 1607— 1676. 25 Geistliche Volkslieder 25 Weise: Was Gott tut, das ist wohlgetan. Severus Gastorius 1681. H !.;....—.— 1. Gott, du bist mei ne Zu-ver-=sicht, mein du hast den heil⸗gen Trieb nach Licht und E e., Knsnrr, Schirm und mei⸗ne Waf⸗fen, Recht in mir ge⸗schaf-fen; q— du gro⸗ßer Gott in Not und Tod, ich will an dir mich hal- ten, du — — I 1 wirst es wohl ver- wal-ten. 2. Und wenn die schwarze Hölle sich mit ihrem Gift ergösse und trotziglich und mörderlich durch alle Län⸗ der flösse, Gott bleibt mein Mut, Gott macht es gut im Tode und im Leben: mein Recht wird oben schweben. 3. Und wenn die Welt in Finsternis und Unheil sich versenkte, mir steht das feste Wort gewiß, das Ewig⸗ keiten lenkte; das alte Wort bleibt doch mein Hort: Wie viel auch Teufel trügen, die Guten sollen siegen. 4. O großes Wort, o fester Stahl, o Harnisch sonder⸗ gleichen! Was Gott versprach, was Gott befahl, das läßt mich nicht erbleichen. Die stolze Pflicht erzittert nicht; mag Land und Meer vergehen, sie wird mit Gott bestehen. 5. Drum walt es Gott, der alles kann, der Vater in den Höhen! Er ist der rechte Held und Mann und wird es wohl verstehen. Wer Gott Leretaut, hat wohl⸗ gebaut im Tode und im Leben: seinydecht wird oben schweben. Ernst Moritz Arndt, 1769—1860. Geistliche Volkslieder*26 torius 1681. Weise: Meine Seel ist in der Stille. Friedrich Mergner 1676. 26 4 — 22 4— I EREEEEEE ——ᷓ———. cht, mein I. Gott, du läs? sest Treu und Gü⸗te täg⸗lich icht und —— +.— E SSSSSSS ü⸗ ber uns auf-gehn, zierst die Er-de neu mit Gott in— E E —.— Blü ͤ=te, schmük⸗kest Tal und Ber- ge schön, ten, du EEEEE H+ E— .. daß sich in dem hol⸗-den Mai- en Wald und ö Perrin Kir naenen.— alle Can Flur und Strö-me freu ⸗en; wo das Aug sich cht es gut 1— 423.——— schweben.——— DII Inheil sich das Ewig⸗ ein Hort: en siegen. ch sonder⸗ fahl, das erzittert wird mit Pater in ann und hat wohl⸗ wird oben 769—1860. wen⸗det hin, sieht es dei- nen Se⸗ gen blühn. 2. Deines Frühlings milde Zeiten haben diese Welt verjüngt; alles muß dein Lob verbreiten, Nachtigall und Lerche singt. Ja kein Gras ist so geringe, das, o Schöpfer aller Dinge, nicht erzähle deine Treu und wie groß dein Wohltun sei. 3. Soll der Mensch denn stille schweigen, den du noch viel höher krönst, den du dir erwählst zu eigen, dessen Herz du dir versöhnst, den du durch dich selbst erneuest, den du inniglich erfreuest, daß er wieder dich erfreu und dein schöner Garten sei? 4. Auf, ihr frommen Christenglieder, stimmet an den Freudenklang! Opfert eurem Schöpfer wieder zarter 2/7. *27 Geistliche Volkslieder Liebe Lobgesang, daß er durch die Wolken dringe und 6. He vor unserm Gott erklinge, der vom Himmel segnend dein blickt und das Jahr mit Gütern schmückt. heißur Zacharias Hermann, 1643-1716. nicht Umdich Wien 1774. 4 ö 1 7* EI— 1 — 7 7 1. Gro⸗ßer Gott, wir lo ⸗ ben dich! Herr, wir Vor dir neigt die Er-de sich und be⸗ 5 205 i i är⸗ke! prei⸗ sen dei ne Stär⸗ke! Wie du warst vor wun-dert dei ⸗ ne Wer⸗ke. EEE al-ler Zeit, so bleibst un in E- wig⸗-keit. E 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Sera⸗ phinen, stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig! zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der 2. Kriegesheere! Starker Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum. 4. Sieh dein Volk in Gnaden an, hilf uns, segne, Herr, I. dein Erbe, leit uns auf der rechten Bahn, daß der 2. C Feind es nicht verderbe. Wart und pfleg es in der Zeit, heb es hoch in Ewigkeit.— 5. Alle Tage wollen wir dich und deinen Namen preisen und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank I erweisen. Rett aus Sünden, rett aus Tod, sei uns 2. re gnädig, Herre Gott! Geistliche Volkslieder 528 ringe und iel segnend 1643-1716. Wien 1774. — Herr, wir und be⸗ vig⸗ keit. und Sera⸗ Engel, die ilig, heilig, Herr der Himmel, m Ruhm; gne, Herr, „ daß der n der Zeit, n Namen und Dank d, sei uns 6. Herr, erbarm, erbarme dich! Auf uns komme, Herr, dein Segen! Deine Güte zeige sich allen der Ver⸗ heißung wegen. Auf dich hoffen wir allein; laß uns nicht verloren sein! Umdichtung des altkirchlichen Tedeum. Ignaz Franz, 1719—1790. César Malan 1827. 22 — H PZEZ. E. 1 +—— E 1. Har=re, mei-ne See⸗ le, har- re des Herrn! 2. Har-re, mei-ne See⸗le, har⸗re des Herrn! l E—— I 1— 1 + 1—— — + E ⁰I— 4. I FIP— 2 1. Al-les ihm be- feh- le, hilft er doch so gern. 2. Al-les ihm be- feh-le, hilft er doch so gern. ——— I ö—————— I.— j— 1. Sei un-ver-zagt: bald der Mor- gen tagt, 2. Wenn al-les bricht, Gott ver-läßt uns nicht: E. 1.—E ö I * 1. und ein neu⸗er Früh⸗ling folgt dem Winter nach; 2. grö⸗ßer als der Hel- fer ist die Not ja nicht. 122—.—— . 1.. — ͤ— 1. in al⸗ len Stür⸗men, in al⸗ ler Not 2. E⸗ wi⸗ ge Treu ⸗e, Ret⸗ ter in Not, 1— 1—E + + 2 I — . wird er dich be-schir⸗men, der treu⸗e Sott. 2. rett auch unf⸗re See-⸗le, du treu⸗er Gott! Friedrich Raeder, 1815- 1872. *29 Geistliche Volkslieder Um 1815. +I + + R‚ꝗS‚Es‚i‚IRD‚e‚e e. 1. Her-bei, o ihr Gläu-bi- gen, fröh=lich ———.— * E tri⸗ um- phie- rend, o kom-met, o kom⸗ +. I—..—.— met nach Beth⸗le- hem! Se-het das Kind⸗lein D I + +* 7— 5—. 40——. uns zum Heil ge⸗bo⸗- ren! O las- set uns an⸗ I ͤöäxrtrtrtAEAE‚EE‚Ex‚E...... 2 ++— I. U◻ 2.—.— 11 *** be⸗ ten, o las⸗ set uns an- be- ten, o ——— EE —.— las⸗set uns an ⸗ be⸗ ten den Kö ⸗ nig! 2. Du König der Ehren, du Herrscher der Heerscharen, du ruhst in der Krippe im Erdental. Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 3. Kommt, singet dem Herren, o singt, ihr Engelchöre! Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen! Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 4. Dir, der du bist heute als Mensch für uns geboren, Herr Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm! Dir, fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! Nach dem lateinischen„Adeste fHdeles“. Geistliche Volkslieder*30 Um 1815. Weltlich 1545; geistlich Wittenberg 1552. 30 2 H I I...— SDD I III..I...3 —— 1 fröh⸗lich I. Herz⸗lich tut mich er⸗ freu⸗ en die lie ⸗be 14—.——— ö 231— + kom⸗ 5—— Som⸗ mer⸗zeit, wenn Gott wird schön ver-neu⸗ en al⸗ ———.........—. — Kind⸗lein— D — les zur E- wig⸗keit. Den Him-mel und die U uns an⸗ ‚.— D Er- de wird Gott neu schaf-⸗fen gar, all Kre- a⸗ ———*— ten, o———————.— 8 21 tur soll wer-den ganz herr-lich, schön und klar. ·nig! 2. Kein Zunge kann erreichen die ewge Schönheit groß; deerschar man kanns mit nichts vergleichen, die Wort sind viel e zu bloß; drum müssen wir das sparen bis an den ott, wahrer 18 anbeten, den König! Engelchöre! ei Gott im ten, o lasset nig! ns geboren, hm! Dir, ! O lasset ins anbeten ste Hdeles“. Jüngsten Tag; dann wollen wir erfahren, was Gott ist und vermag. 3. Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Himmel auf⸗ getan, die lieben Patriarchen, Propheten allzumal, die Märtrer und Apostel bei ihm in großer Zahl. 4. Er wird uns fröhlich leiten ins ewge Paradeis, die Hochzeit zu bereiten zu seinem Lob und Preis: da wird sein Freud und Wonne in rechter Lieb und Treu den Gottes Schatz und Bronne und täglich wer⸗ en neu. *31 Geistliche Volkslieder 5. Herr Gott, durch deine Güte führ mich auf rechter Bohn! Herr Christ, m mich wohl behüte, sonst möcht ich irregahn: halt mich im Glauben feste in dieser bösen Zeit, hilf, daß ich mich stets rüste zur ewgen Hochzeitsfreud. Johann Walther,‚, 1496- 1570, Str. 5: 1557. 31 163 Nun danket all und bringet Ehr II. Häätüi Störl 1730. 1. Ich sag es je-dem, daß er lebt daß er Mit⸗te schwebt und e-wig bei uns ist.— 2. Ich sag es jedem, jeder sagt es seinen Freunden gleich, daß bald an allen Orten tagt das neue Him— melreich. in uns⸗rer 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn erst wie ein Vaterland; ein neues Leben nimmt man hin ent⸗ zückt aus seiner Hand. 4. Hinunter in das tiefe Meer versank des Todes Graun, und jeder kann nun leicht und hehr in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den Him⸗ mel aus, und wer nur hört auf seinen Rat, kommt auch ins Vaters Haus. 6. Nun weine keiner mehr allhie, wenn eins die Augen schließt; vom Wiedersehn, spät oder früh, wird dieser Schmerz versüßt. . Es Den x ren bl 8. Er verläß verjün Geistliche Volkslieder 32 h auf rechter sonst möcht te in dieser zur ewgen „Str. 5: 1557. an Störl 1730. in uns⸗rer »n Freunden neue Him⸗ inn erst wie ian hin ent⸗ k des Todes jehr in seine in den Him⸗ Rat, kommt ns die Augen „wird dieser . Es kann zu jeder guten Tat ein jeder frischer glühn; denn herrlich wird ihm diese Saat in schönern Flu⸗ ren blühn. 3. Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns verläßt; und so soll dieser Tag uns sein ein Welt⸗ verjüngungsfest. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772— 1801. Straßburger Handschrift 15. Jahrhundert. 32 4 Leid ver- gan-gen, im Him-mel-reich ist Freu⸗de viel ohn End und Ziel: dahin soll uns ver⸗lan- gen. 2. Aus Herzen tief andächtiglich sollst du mit Reue sprechen:„Ach, reicher Gott vom Himmelreich, nun wollst du dich an meiner Sünd nicht rächen.“ 3. Ich weiß, daß Gott ist also gut, sein Gnad will er dir geben, kehrst du von Sünden deinen Mut, wer also tut, der kommt ins ewge Leben. 4. Da zieht Gott von der Hande sein ein Ringelein von Golde:„Sieh, edle Seele, das sei dein; denn ich bin dir in Ewigkeit gar holde.“ 5. Da steht der Heilgen Chor zur Seit gar hoch auf Himmels Zinnen und aller Engel Herrlichkeit; was Freud da sei, das mag kein Herz er sinnen. Heinrich von Laufenberg um 1458. 33 Geistliche Volkslieder 33 Johann Abraham Peter Schulz 1794. +. Ihr Kin-der⸗lein, kom⸗met, o kom⸗met doch zur Krip-pe her kom-met in Beth⸗-le-hems Stalt und seht, was in die⸗ser hoch- hei⸗li⸗ gen .— E 1— E V E 2 Nacht der Va⸗ter im Him-mel für Freu-de uns macht. 2. wie angebl 2. O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, seht das K hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl in rein⸗ 3. wi lichen Windeln das himmlische Kind, viel schöner und wies holder als Engel es sind. Brüde 3. Da liegt es, ihr Kinder, auf Heu und auf Stroh, 4. wi Maria und Joseph betrachten es froh, die redlichen ihm k⸗ Hirten knien betend davor, hoch oben schwebt jubelnd vom der Engelein Chor. 4. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, erhebet rrln die Händlein und danket wie sie; stimmt freudig, ihr zu zie Kinder,— wer wollt sich nicht freun?— stimmt freu⸗ 22 dig zum Jubel der Engel mit ein. fatt, * 5. O betet: Du liebes, du göttliches Kind, was lei⸗ dest du alles für unsere Sünd! Ach hier in der Krippe schon Armut und Not, am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod. 8 6. So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin, wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn. Ach mache sie heilig und selig wie deins und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Christoph von Schmid, 1768— 1854. Geistliche Volkslieder Johann Friedrich Reichardt 1790. 34 r Schulz 1794. z= met doch h⸗le⸗ hems hei⸗li⸗ gen uns macht. Stall, seht ahl in rein⸗ schöner und auf Stroh, die redlichen vebt jubelnd nie, erhebet freudig, ihr timmt freu⸗ d, was lei⸗ ider Krippe ar noch den in hin, wir h mache sie Uf ewig mit „ 1768- 1854. 1. Im-mer muß ich wie⸗der le⸗ sen in dem ——T ö al- ten heil⸗gen Buch, wie er ist so sanft ge⸗ .—— we⸗ sen 2. wie er hieß die Kindlein kom angeblickt und sie in den Arm genomm das Herz gedrückt; und Erbarmen allen Kranken gern er⸗ Blöden und die Armen seine lieben 3. wie er Hilfe wies und die Brüder hieß; 4. wie er keinem Sünder wehrte, der bekümmert zu wie er freundlich ihn bekehrte und den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, verliehn, hat die Arme ausgebreitet, ihm kam, zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, satt, wie er ist so treu gewesen, 0 oh- ne List und oh ⸗- ne Trug; men, wie er hold sie die sein Vater ihm und ich lese mich nicht wie er uns geliebet hat. Luise Hensel, 1798- 1876. In die Fer⸗ ne möcht ich zie⸗ hen, weit von ss 35 Geistliche Volkslieder — mei⸗nes Va⸗ ters Haus; wo die Ber-ges⸗spit⸗zen glü⸗ hen, wo die frem-den Blu-men blü-⸗ hen,— ,. ruh- te mei-ne See⸗le aus.= 2. Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel, flög ich auf zu meinem Stern, über Meere, Täler, Hügel, sonder trö⸗s Schranke, sonder Zügel folgt ich immer meinem 2. Ti Herrn.* 3. Ach das war ein schöner Segen, wann er mit den daß i⸗ Jüngern ging; auf den Feldern, auf den Wegen jedes Stur Herz wie Maienregen seinen Trost, sein Wort empfing! 4. Ander Los ward uns bereitet: wie auch blühet rines mich das Land, wie sich rings die Ferne breitet, der uns dazu rufet, der uns leitet, unser holder Freund verschwand. deiner 5. Aufgehoben, aufgenommen in den Himmel ist er nur; herrlich will er wiederkommen, seine Treuen, Stillen, Frommen folgen immer seiner Spur. 6. Will mich denn zufrieden geben, fassen mich in stillem Sinn; all mein Denken, Sehnen, Streben, meine Lieb und auch mein Leben geb ich meinem Freunde hin. 7. Seinen Schwestern, seinen Brüdern will ich mich in Treue nahn, an den Armen, Blöden, Niedern will ich dankend ihm erwidern, was er liebend mir getan. 8. Einst erklingen andre Stunden, und das Hery E nimmt andern Lauf: Erd und Heimat ist verschwun— 45 den, und in seinen selgen Wunden löset aller Schmerz der sich auf. Max von Schenkendorf, 1783- 1817. vor Geistliche Volkslieder*36. 37 ges⸗ spit⸗zen —.— en blü⸗ hen, 2. flög ich auf Hügel, sonder imer meinem in er mit den Wegen jedes Vort empfing! h blühet rings itet, der uns d verschwand. dimmel ist er seine Treuen, Spur. issen mich in en, Streben, ich meinem will ich mich Niedern will id mir getan. d das Her; st verschwun⸗ Uler Schmerz rf, 1783-18ʃ11. Karl Groos 1818. 36 — V 1S— S.. ..—. 1. Je⸗ su, Gna⸗den⸗son⸗ne, mei⸗ner See⸗len Brünnquell al⸗ler Wonne, nei⸗ge dich zu SSEEE 7 7* 2—.—‚——— * Blicke voll Erbarmen auf dein Kind her⸗ab, trö⸗ste selbst mich Ar⸗men, sei mein Schild und Stab. 2. Tilg all meine Sünde, Herr, in deinem Blut, daß ich Gnade finde, o mein höchstes Gut! Laß mir deine Wunden, deiner Marter Schön alle Tag und Stunden vor den Augen stehn. 3. Dir nur will ich leben und für dich nur sein, dir mich ganz ergeben und zum Opfer weihn. Sprich dazu dein Amen, o mein Fels und Hort! Preis sei deinem Namen ewig hier und dort! Gustav Knak, 1806-1878. Oskar Wermann 1879. 37 ......——— .S. 1. Keh- re wie- der, keh- re wie-⸗ der, sin ⸗ ke bit tend nie⸗ der reu⸗ ig der du dich ver⸗lo⸗ren hast, vor dem Herrn mit dei- ner Last! Wie du bist, so 37 Geistliche Volkslieder E darfst du kom-men und wirst gnä- dig auf- ge⸗ 8 2— ö— nom- men. Sieh, der Herr kommt dir ent- ge-gen, ◻+N 2—— E— und sein hei-lig Wort ver-⸗spricht dir Ver⸗ge⸗ bung, E. E ö— II Heil und Se-gen. Keh-⸗ re wie-der, zau-dre nicht! 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung in die Einsamkeit zurück, wo in geistiger Erneuung deiner harrt ein neues Glück, wo sich bald die Stürme legen, die das Herz so wild bewegen, wo des heilgen Geistes Mahnen du mit stillem Beben hörst und von neuem zu den Fahnen Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seele! Deines Gottes treues Herz beut Vergebung deinem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz. Sieh auf den, der voll Erbarmen dir mit ausgestreckten Armen winket von dem Kreuzes—- stamme. Kehre wieder! Fürchte nicht, daß der Gnädge dich verdamme, dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder! Neues Leben trink in seiner Liebes⸗ huld. Bei dem Herrn ist viel Vergeben, große Lang⸗ mut und Geduld. Faß ein Herz zu seinem Herzen. Er hat Trost für alle Schmerzen; er kann alle Wunden heilen, macht von allen Flecken rein. Darum kehre ohne Weilen zu ihm um und bei ihm ein. 3. Kehre wieder, endlich kehre in der Liebe Heimat ein, in die Fülle aus der Leere, in das Wesen aus dem —jäj—ꝛß7— Schein kel in d der We will ge euchel 2. La verheif den, le Weise 3. W Hirtet auf 6 Ehre Geistliche Volkslieder*38 — ig auf⸗ ge⸗ nt⸗ ge⸗ gen, zer⸗ge-bung, u⸗dre nicht! e Einsamkeit er harrt ein gen, die das stes Mahnen zuem zu den zottes treues lsam für den rbarmen dir em Kreuzes⸗ der Gnädge bricht. einer Liebes⸗ große Lang⸗ iem Herzen. alle Wunden Darum kehre n. iebe Heimat sen aus dem Schein, aus der Lüge in die Wahrheit, aus dem Dun⸗ kel in die Klarheit, aus dem Tode in das Leben, aus der Welt ins Himmelreich! Doch, was Gott dir heut will geben, nimm auch heute; kehre gleich! Philipp Spitta, 1801—1859. Altböhmisch. — 42——— DJDR——— 1. Kom⸗-met, ihr Hir ⸗ ten, ihr kom⸗met, das lieb ⸗ li ⸗ che —n— Män-ner und Fraun* Kindlein zu schann! Chri⸗ stus, der Herr, ist — SIS..I..I..... heu⸗te ge- bo- ren, den Gott zum Hei⸗ land 2Z..Z— F EZ. 2 4.— jII Eeeeeeee W—— 2— 12....—. euch hat er ⸗-ko- ren. Fürch⸗tet euch nicht! 2. Lasset uns sehen in Bethlehems Stall, was uns verheißen der himmlische Schall; was wir dort fin⸗ den, lasset uns künden, lasset uns preisen in frommen Weisen. Halleluja. 3. Wahrlich, die Engel verkündigen heut Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud: nun soll es werden Friede auf Erden, den Menschen allen ein Wohlgefallen. Ehre sei Gott! Nach einem altböhmischen Weihnachtslied. 38 32 40 39. 40 Geistliche Volkslieder Weise: Stabat mater dolorosa. — + 1. Kommt, ihr See⸗len, nehmt zu Her-zen eu⸗ res Je⸗su bittre Schmerzen auf dem schweren Todesgang. 2. Schauet ihn in seiner Krone, die er trägt bei großem Hohne; schauet seine Bande an! 3. Schauet, wie er geht gebücket, wie das Kreuz ihn . schauet, wie er niedersinkt. O des Armen und Betrübten! O des Treuen, Viel⸗ gellebten! O der Leiden ohne Zahl! 5. Denkt, ihr Seelen, denket heute, was euch dieser Gang bedeute, den der Herr erduldet hat. 6. Denkt, wenn er euch soll erhöhen, daß ihr müsset mit ihm gehen und das Kreuz ihm tragen nach. 7. Niemand kommt zu ewgen Freuden ohne Christi Kreuz und Leiden: selig, wer es auf sich nahm. Friedrich H. Eickhoff, 1807— 1886. Oskar Wermann 1879. B,.,.. „Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich — E Je⸗sum mö⸗ ge sehn! Mei⸗ne Seel ist voll Ver⸗ ..— lan⸗gen ihn auf e-wig zu um⸗ fan- gen ö Köln 1638.— —— und 2. Sü bricht: mit al 3. Ach Hätt Hügel 4. Wi Salem mein Wonn 5. Pa Unter träum Geistliche Volkslieder Köln 1638.——.— SEEEIN ö EEEAH ——— ——r.— und vor sei- nem Thron zu stehn. zen eu⸗ res t bei großem Hügel heute noch nach Zions Höhn. Wonne sein. reuen, Viel⸗ zihr müsset 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken — bricht: o wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht? — 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! Todesgang. Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich über Tal und 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in 5 Kreuz ihn Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen? Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für 5. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! euch dieser Unter deinen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen: bring uns, Herr, ins Paradies. Gustav Knak, 1806- 1878. nach. ohne Christi Hans Georg Nägeli 1815. nahm. f, 1807—1886.— ISIIIEEE + I. Lobt froh den Herrn, ihr ju-gend⸗li- chen zermann 1879. Chö⸗re! Er hön⸗ ret gern ein Lied zu sei⸗ner 1, daß ich PPPFF EEPEEEEEEEEE —.— E— voll Ver⸗ 5 Eh⸗re: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! — 2. Es schall empor zu seinem Heiligtume aus unserm Chor ein Lied zu seinem Ruhme: lobt froh den Herrn, fan⸗ gen lobt froh den Herrn! 4 *42 Geistliche Volkslieder Loblied soll zu deinem Throne dringen: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 4. Wir stammeln hier; doch hörst du unser Lallen wir, dir singen wir. 5. Einst kommt die Zeit, wo wir auf tausend Weisen — o Seligkeit!— dich, unsern Vater, preisen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Georg Geßner, 1765—1843. Halle 1708. 42— PDPP 1. Macht auf das Tor der Grech⸗tig⸗keit, der 2. Gott sei ge⸗preist und hoch ge- ehrt, der EEE 1. Herr kommt wie⸗ der aus dem Streit; laßt uns mit 2. Höl ⸗ le Pfor-ten sind zer- stört, es steht der S Dp‚.‚— 1. Freu den sin ⸗gen an, laßt sin⸗gen 2. Hm ⸗ ⸗ mel of⸗fen da, die En⸗gel EEEEEEE r. mit, wer sin⸗gen kann, wir ha⸗ ben nun wie⸗der den 2. Got⸗ tes sind uns nah, freun sich mit uns, Brüder, Hal⸗ 1. Sie⸗ ges⸗mann. A 5 ö. 2. le u ⸗ja! Machts prächtig, er ist mächtig! 3. Vom Preise voll laß unser Herz dir singen! Das zum Preise dir mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen ——— EEEEE ngen! Das obt froh den inser Lallen Dir jauchzen send Weisen preisen von v, 1765-— 1843. Halle 1708. ig⸗keit, der ;e ehrt, der Geistliche Volkslieder 343 +— Machts ehrlich, er ist herrlich! Jn ⸗ bi ⸗ lie⸗ ret, Tobias Kiel,‚, 1584— 1627. August Rische 1885. 1—.— V 7 7 1. Mit den Hir-ten will ich ge-hen, mei-nen laßt uns mit es steht der wie⸗der den Brüder, Hal⸗ ist mächtig! 7 * Hei⸗land zu be- se- hen, mei⸗nen lie- ben heil⸗ gen .... 8 8 H Christ, der für mich ge⸗ bo⸗ren ist. 2. Mit den Engeln will ich singen, Gott zur Ehre soll es klingen, von dem Frieden, den er gibt jedem Herzen, das ihn liebt. 3. Mit den Weisen will⸗ ich geben, was ich Höchstes hab im Leben, geb zu seligem Gewinn ihm das Leben selber hin. 4. Mit Maria will ich sinnen ganz verschwiegen und tief innen über dem Geheimnis zart: Gott im Fleisch geoffenbart. 5. Mit dir selber, mein Befreier, will ich halten Weih⸗ nachtsfeier; komm, ach komm es deine Krippe sein! ins Herz hinein, laß Emil Quandt, 1835- 1911. 43 4⁴ 4⁵ *44. 45 Geistliche Volkslieder Gesangbuch der Böhmischen Brüder, Nürnberg 1544. 1. Mü⸗de bin ich, geh zur Ruh, schlie⸗ße bei- de Aug-lein zu: Va⸗ ter, laß die Au- gen dein ..... rum nau n ——— ü⸗ ber mei⸗nem Bet⸗ te sein. 2. Hab ich unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an. Deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; alle Menschen, groß und klein, sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu. Laß den Mond am Himmel stehn und die stille Welt besehn. Luise Hensel, 1798 1876. N Karl Seiffert 1916. . V 2+.. I ....—.— 1. Nun schlaf in küh- ler Er-de, du lie-bes, äP——— — LI lie⸗bes Kind! Dich rief zu seiner Herde dein Hir-te ö—— —— IIIEIEE + LIIII treu ge⸗sinnt. Ob an⸗ders ihrs ge-dacht, er hat es Geistliche Volkslieder 346 ürnberg 1544. ße bei⸗ de — gen dein ieber Gott, icht ja allen aß ruhn in lein, sollen gen schließe nd die stille „1798-1876. Seiffert 1916. —.— u lie- bes, dein Hir-te E er hat es PqPIIIIqI — wohlgemacht, a- de, a- de zu tau⸗send guter Nacht. 2. Nun schlaf in sißem Frieden, erlöst von jeder Pein! Ach muß es auch hienieden so bald geschieden sein! Ei welche Lust und Pracht dir nunmehr droben lacht, ade, ade zu tausend guter Nacht. 3. Nun schlaf ohn allen Kummer, von keinem Weh erschreckt, bis wieder aus dem Schlummer dich Jesus Christ erweckt. Dein Gräblein ist gemacht, dein Erden⸗ lauf vollbracht, ade, ade zu tausend guter Nacht. Friedrich Oser, 1829-1891. Volksweise. I. Nun wol⸗len wir sin-gen das A ⸗ bend⸗ E= hüt! 46 lied und be-ten, daß Gott uns be⸗ 2. Es weinen viel Augen wohl jegliche Nacht, bis morgen die Sonne erwacht. 3. Die Sorgen die stehn um das Lager her, die Sorgen, sie lasten so schwer. 4. Es wandeln die Sterne am Himmelsrund, wer sagt ihnen Fahrweg und Stund? 5. Daß Gott uns behüt, bis die Nacht vergeht, kommt, singet das Abendgebet! Str. 1. 2: aus dem Odenwald. Str.3—5: Friedrich Hindenlang, geb. 1867. 23 47 Geistliche Volkslieder Weise: Herzlich tut mich erfreuen. Johann Walther 1552. —— 1 7 I 1 I 2... —— 2 I...— 2..— 24.. 2—— 4.— IE—— ——— IIE— L.— „— + 1. O A⸗ tem er-ster Frü- he, o Strom der —.—.—.—. n, Son⸗nen⸗glut! Nun wa⸗ che auf und glü- he, nun ..— MW——— I brau⸗se, Le-bens⸗blut! Die Wäl-der, traum-ver⸗ ——+ I —— 7 12—— * han⸗gen, schaun groß ins neu⸗e Licht, die Fel-der — stehn im Pran-gen, wie reich, sie wis⸗sens nicht. . 2. Mein Herz, auf, ihn zu grüßen, ein neuer Tag bricht an! Leg ihm dein Werk zu Füßen, damit ers segnen kann, daß er mit seiner Gnade, daß er mit Glanz und Tau dich, meine Seele, bade, wie dort die grüne Au. 3. Nun läuten Morgenglocken;— wie wogt ihr Klang zuhauf! Und heimlich süß erschrocken stehn auch die Blumen auf. Mit tausend Vogelkehlen stimm ein, wer stimmen mag:,„Du Herrgott, wir befehlen dir sos. diesen neuen Tag. Gustav Schüler, geb. 1868. IN I — Geistliche Volkslieder 348. 49 Walther 1552. Sizilianische Volksweise 1803. 48 V ——— VI — E 22 2— V+ E.— 1. O du fröh⸗li- che, o du se⸗ li⸗ o Strom der 2—— Ee. 1—— 1.— 1— 5 ge, gna⸗den⸗ brin⸗gen⸗de Weihnachtszeit! ü⸗he, nun——.—.—... —...——..———9 5. —.— Welt ging ver⸗lo ⸗ ren, Christ ist ge⸗ bo⸗ ren: E 2. r,, traum⸗ver· EESEEE sreu ⸗ e, freu⸗e dich, o Chri⸗ sten- heit! E 2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weih⸗ nachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu versühnen: ie Fel⸗der freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weih⸗ — nachtszeit! König der Ehren, dich wolln wir hören. 2 Freue, freue dich, o Christenheit! Str. 1: Johannes Daniel Falk, 1768— 1826, Str. 2. 3: um 1850. ens nicht. neuer Tag +—— Johann Wolfgang Franck 3555 49 duß ei EEE Wamte dort——..— „F wie dort— 1. O du mein Trost und sü⸗ßes Hoffen, laß mein Herz und See⸗le sind dir of⸗fen, o nan Rehlen au EEE ehlen din mich nicht län⸗ger mei⸗ ner Pein ö ler, geb. 186. Je⸗ su, zie⸗he bei mir ein. Du Himmels⸗ 23* 50 Geistliche Volkslieder I ++ I EI +— SISSII IIIII—I——8 lust, du Er⸗den-won-ne, du Gott und Mensch, du — 123., Mor-gen-glanz, ach komm, du teu ⸗-re Gna⸗den⸗ I—. 1—4. son⸗ ne, durch⸗leuch-te mei ⸗ ne See⸗le ganz! 2. O daß du doch mein Herz dir machtest zu deiner Krippe, Kindlein hehr, und in ihm schlummertest und wachtest, als wenn es deine Wiege wär. Dann wär in Wahrheit mir gegeben ein selig Ende meiner Pein. Ach Herr, daß du in mir kannst leben, woll erst in mir geboren sein! 3. O Heiland, stille mein Verlangen mit deines Kom⸗ mens Seligkeit. Voll Demut will ich dich empfangen, mein Herz und Seele sind bereit, mein Denken, Herr, und all mein Sinnen ganz deinem teuren Dienst zu weihn, o laß mich deinen Trost gewinnen, o Jesu, ziehe bei mir ein! Wilhelm Osterwald, 1820— 1887. Weise: O heiliger Geist, o heiliger Gott. Ei I. O Je⸗ su⸗lein süß, o Je-su-lein mild, deins +—— EEEEEEE Va⸗ters Willn hast dũ er⸗füllt: bist kommen aus dem ö V+ E.—.—— E Him⸗-mel-reich, uns ar- men Sün⸗dern wor⸗ den Köln 1623. wir Geistliche Volkslieder 351 ꝛer Pein. rst in mir 820- 1887. Köln 1623. 35— ld, deins hor⸗ den EE gleich, o Je- su⸗lein süß, o Je⸗ su=lein mild. 2. O Jesulein süß, o Jesulein mild, deins Vaters Zorn hast du gestillt; du zahlst für uns all unsre Schuld und bringst uns deines Vaters Huld, o Jesulein süß, o Jesulein mild. 3. O Jesulein süß, o Jesulein mild, mit Freud hast du die Welt erfüllt; du kommst herab vons Himmels Saal und tröst'st uns in dem Jammertal, o Jesulein süß, o Jesulein mild. 4. O Jesulein süß, o Jesulein mild, du bist der Lieb ein Ebenbild; zünd an in uns der Liebe Flamm, daß Iundend loben allzusamm, o Jesulein süß, o Jesulein mild. 5. O Jesulein süß, o Jesulein mild, hilf, daß wir tun alls, was du willt. Was unser ist, ist alles dein; ach mulser dir befohlen sein, o Jesulein süß, o Jesulein mild. 1650. Arnold Mendelssohn 1909. 12— +4 E 1. O lie- ber Her⸗re Je⸗su Christ, als du auf — EEEEEE Er- den kom-men bist, hast mit den Jün- gern all ⸗zu- mal ge⸗ wan⸗dert ü⸗ ber Berg und Tal: 2. geh auch mit uns durch Wald und Flur, zeig uns des ewgen Vaters Spur und seiner Werke Herrlich⸗ keit, der Blumen Schmelz und leuchtend Kleid. 51 *52 Geistliche Volkslieder 3. Und wo ein Kreuz und Marterbild am Wege steht, zeig, wie so mild dem Feinde du vergeben hast, so willig trugst des Kreuzes Last. 4. Und lacht der Himmel blau und licht, lehr uns, wie du hast zugericht't da droben eine Heimatstatt, wenns Erdenheim ein Ende hat. 5. Und neigt der Tag sich in die Nacht, ist unsre Wan⸗ derung vollbracht, dann kehr, Herr Christe, bei uns ein, wir rüsten dir die Herberg fein. 6. Dann kommen Engelscharen viel zu uns mit süßem Saitenspiel; dann klingts noch in den Traum hinein: Preis soll dir, Christe, ewig sein! Friedrich Spitta, 1852- 1924. Stuttgart 1823. E 1. O⸗stern, O⸗stern, Früh⸗lings-we- hen! Ostern, SPISSSPISISPISIII.... —.— E O⸗stern, Auf-er- ste- hen aus der tie-fen S.....II. Gra⸗-bes-nacht, aus der tie sfen Gra-bes-nacht! Blumen sol⸗len fröh-lich blü⸗ hen, Her-zen sol⸗ len SIIIIII. heimlich glü⸗ hen, denn der Heiland ist er- wacht! lehr uns, imatstatt, 2 419 — * — — —. V — — — — wacht! Geistliche Volkslieder 253 2. Trotz euch, höllische Gewalten! Hätter ihn wohl gern behalten, der euch in den Abgrund zwang? 2 Mochtet ihr das Leben binden? Aus des Todes düstern Gründen dringt hinan sein ewger Gang. VI 3. Der im Grabe lag gebunden, hat den Satan über⸗ ö wunden,: und der lange Kerker bricht.:, Frühling spielet auf der Erden, Frühling solls im Herzen wer⸗ den, herrschen soll das ewge Licht. Max von Schenkendorf,‚ 1783-1817. I. Schlesische Lieder 1842. 53 X E E A 1.— 197509—5 2—3 ö EAs—. EEAEEAEEEE En⸗den, Got-tes und Ma-ri⸗ en Sohn! Dich will ich lie-ben, dich will ich E—— ů eh ⸗ ren, du mei⸗ ner See-le Freud und Kron. II. Münster 1677. 1. Schön⸗ster Herr Je⸗ su, Herr-scher al ⸗ ler En- den, Got-tes und Ma ⸗ ri-en Sohn! *54 Geistliche Volkslieder 4.————..—.—— 1 Dich will ich lie- ben, dich will ich eh- ren, du mei⸗ ner See⸗ le Freud und Kron. 2. Schön sind die Felder, schön sind die Wälder in der schönen Frühlingszeit; Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't die Sonne, schön leucht't der Monde und die Sternlein allzumal. Jesus leucht't schöner, Je⸗ sus leucht't reiner als alle Engl im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen in der frischen Jugendzeit; sie müssen sterben, müssen verderben: Jesus lebt in Ewigkeit. 5. Alle die Schönheit Himmels und der Erden ist verfaßt in dir allein. Nichts soll mir werden lieber auf Erden als du, der schönste Jesus mein. Münster 1677. Weise: Jesu, ewge Sonne. Johann Friedrich Franke 1780. — rer D—— 1. Seg⸗ne und be⸗ hü⸗ te uns durch dei⸗ne ii ssU — IDI 1 An⸗ ge⸗sicht ren, Kron. älder in „Jesus rMonde öner, Je⸗ saal. Renschen „müssen rden ist in lieber nster 1677. anke 1780. Geistliche Volkslieder 55 2. Schenk uns deinen Frieden alle Tag hienieden; gib uns deinen guten Geist, der uns stets zu Christo weist! 3. Amen, Amen, Amen! Ehre sei dem Namen Jesu Christi, unsers Herrn, denn er segnet uns so gern! Johannes Goßner, 1773—1858. Friedrich Silcher 1842. 1. So nimm denn meine Hände und füh⸗re mich bis an mein se⸗lig En⸗ de und e wigllich. Ei Ich mag al-lein nicht ge⸗ hen, nicht einen Schritt: wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind: es will die Augen schließen und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht: so nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich! Zulie Hausmann, 1826—1901. 56 Geistliche Volkslieder ö 56—— Theophil Stern 1856. S.SSSI.I...... I. Sonne glänzt auf deinen Fluren, Sterne zeichnen dei ⸗ ne Spu-:ren, gro-ßer Kö-nig, Je-sus Christ. . Al ⸗ le Ne⸗-bel sind zer- ris--sen, seit wir jungen .,..,d, Kämp⸗fer wis-sen, daß du un- ser Kö-nig bist. 2. Über dunkle Weltenweiten, Christus, deine Hände breiten lauter lichte Gnade aus. Völker wandeln irr in Wüsten, für dein Kommen, Jesus, rüsten junge Menschen Herz und Haus. 3. Aus der Weltennot Getümmel raget hoch dein Kreuz zum Himmel, unser Zeichen und Panier. Kämp⸗ fer sind wir. Dir zu dienen— wie im Heilgen Land die kühnen Ritter— kämpfen, siegen wir. 4. Wenn wir jetzt der Macht erliegen, endlich, endlich werden siegen, die dir ganz gehorsam sind. Wenn das Eigne uns erstorben, Christus, du hast uns erworben, dein zu sein als Gotteskind. 5. Sieh, so stehen wir und warten, kämpfen, ringen noch in harten Nöten mit dem Ich, der Welt. Aber N leuchtend sehn verborgen wir im Heute und im Mor⸗ gen deine Herrlichkeit, du Held. Stern 1856. nig bist. ne Hände andeln irr ten junge hoch dein er. Kämp⸗ lgen Land ch, endlich Wenn das erworben, en, ringen zelt. Aber im Mor⸗ Geistliche Volkslieder 57 6. Einst wie lauter Morgenröte in der Welten dunkle Nöte bricht dein Tag voll Herrlichkeit. Dann wirst du dein Reich vollenden, alle Kampfesnot beenden, Herr, wir stehn für dich bereit. Elisabeth van Randenborgh, geb. 1893. Weise: Wer hier vor Gott will sein gerecht. Nikolaus Herman 1560. wie ein Held und leuch⸗tet in die gan⸗ ze Welt. 2. Willkommen seist du, schöner Stern! Du bringst uns Christum, unsern Herrn, der unser lieber Heiland ist, darum du hoch zu loben bist. 3. Ihr Kinder sollt bei diesem Stern erkennen Chri⸗ stum, unsern Herrn, Marien Sohn, den treuen Hort; der leuchtet uns mit seinem Wort. 4. Gotts Wort, du bist der Morgenstern, wir können dein gar nicht entbehrn, du mußt uns leuchten immer⸗ dar, sonst sitzen wir im Finstern gar. 5. Willkommen seist du, lieber Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag; leucht uns in unsre Herzen fein mit deinem hellen Himmelsschein! 6. O Jesu Christ, wir warten dein: dein heilges Wort leucht uns so fein! Am End der Welt bleib nicht lang aus und führ uns in deins Vaters Haus! 5/7 58 *58 Geistliche Volkslieder 7. Du bist die liebe Sonne klar, wer an dich glaubt, der ist fürwahr ein Kind der ewgen Seligkeit, die deinen Christen ist bereit. 8. Wir danken dir, wir loben dich hier zeitlich und dort ewiglich für deine groß Barmherzigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Erasmus Alber, 1500- 1553. Minna Koch 1897. I. Stern, auf den ich schaue, Fels, auf dem ich steh, .——.—.— — FP—4—.— —„. E—4— 4. we uenm nr, Lire S +. Füh⸗rer, dem ich trau⸗e, Stab, an dem ich geh, . Brot, von dem ich le⸗ be, Quell, an dem ich ruh, Ziel, das ich er- stre-be, al-les, Herr, bist du! 2. Ohne dich, wo käme Kraft und Mut mir her? Ohne dich, wer nähme meine Bürde, wer? Ohne dich zerstieben würden mir im Nu Glauben, Hoffen, Lieben,— alles, Herr, bist du! Geistliche Volkslieder 59 „Drum so will ich wallen meinen Pfad dahin, bis h glaubt schallen und daheim ich bin. Dann mit keit, die die Glocken neuem Klingen jauchz ich froh dir zu: nichts hab ich zu bringen, alles, Herr, bist du! und dort Cornelius Friedrich Adolf Krummacher, 182⁴41884. nun an 500— 1553. ů Franz Gruber 1818. 59 Koch 1897. 5 1. Stil⸗le Nacht, hei⸗li⸗ ge Nacht! Al⸗les schläft, ein⸗sam wacht nur das traute, hoch⸗ hei⸗li⸗ ge Paar. )geh, ruh, —. E himm⸗li⸗ scher Ruh, schlaf in himmlischer Ruh. 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kund⸗ T du! gemacht, durch der Engel Halleluja tönt es laut von fern und nah: 2/ Christ, der Retter, ist da! nir her? 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie ᷣhne dich lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund, /: Christ, in deiner Geburt. Hoffen, Joseph Mohr, 1792- 1848. *60 Geistliche Volkslieder Georg Friedrich Händel 1747. E 1. Tochter Zi- on, freu ⸗⸗⸗ e dich, 2. Ho⸗ si ⸗ an⸗ na, Da ⸗· vids Sohn, 3. Ho- si ⸗ an- na, Da ⸗⸗ vidsSohn, 1. jauch ⸗ ze laut, Je⸗ ru ⸗ ⸗ sa⸗ lem! 2. sei ge⸗ seg⸗ net dei⸗ ⸗⸗ nem Volk! 3. sei ge⸗ grü-ßet, Kö⸗ ⸗ nig mild! ES———— 1. Sieh, dein Kö⸗-nig kommt zu dir, 2. Grün ⸗⸗ de nun dein e ⸗⸗ wig Reich, 3——6—1— Frie⸗ ⸗ dens⸗thron, I 1. 1, er kommt, der F Frie 5„ de⸗/ fürst. 2. H0 si an na in der Höh! 3. du, des ew⸗- gen Va ⸗--⸗ ters Kind. E E 1. Toch⸗ter Zi ⸗zon, fren · ecdich, 2. Ho⸗si ⸗ an⸗ na, Da vids Sohn, 3. Ho⸗ si ⸗ an⸗- na, Da · vids Sohn, ESS E EE EEEEEEEEEE — I. JIauch ⸗⸗ ze laut, Je⸗ uu⸗ ⸗⸗ sa⸗ lem! 2. sei ge⸗ seg⸗net dei ⸗ nem Volk! 3. sei ge⸗ grü⸗ßet, K5⸗ ⸗=⸗ nig mild! 1820. Weise ändel 1747. Geistliche Volkslieder*61¹ Weise: Ich freu mich in dem Herren. Bartholomäus Helder 1648. 61 I. Und woll⸗te al⸗ les wan⸗ken und al ⸗ les so sol-len dein Ge⸗ dan⸗ken in ihn ver⸗ g Reich 8⸗thron, g mild! 1820. brä-che ein, wurzelt sein. Wenn auch von dei⸗nen Wänden der letz⸗ te Pfei⸗ ler fällt: Er hat dich doch in ..... Hän⸗den, der al⸗ le Him:mel hält. 2. Und mußt du alles misse und könntst vor Fin es muß doch alles enden, r hat dich doch in Händen, gehn nicht sehn, gestellt: E hält. 3. Und müßte Treue li Glas, wenn alle Sch wüßt kein Maß, wie noch eh dei den, 4. Er wird ben und die Welt: alle igen recken schlügen Windstoß wird sichs wenden, n Herz zerschellt: n und ganz zu Trümmern sternissen den hellen Tag wie er sichs vor⸗ der alle Himmel und Glauben spräng wie und Unglück Er hat dich doch in Hän⸗ der alle Himmel hält. dich nicht versäu men, er weiß die rechte Zeit, wie auch die Wasser schäumen in wilder Mäch⸗ tigkeit. Wenn gleich v Himmel hält. or Gi Er ha scht verschwänden das Le⸗ t dich doch in Händen, der Gustav Schüler, geb. 1868. *62 Geistliche Volkslieder Karl Voigtländer, Werder 1853 a ö 1. Un=ter Li-lien je-ner Freuden sollst du EEEEEEEEEEE wei⸗den, See⸗le, schwin⸗ge dich em- por! As ein Ad⸗ler flieh be⸗ hen-de; Je⸗ su ES.— E 4, Hän⸗de öff ⸗ nen schon das Per-len- tor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem Haufen derer, die des Lammes Thron nebst dem Chor der Se⸗ raphinen schon bedienen mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, doch die Ruder meines Schiffleins, laß mich ein in den sichern Friedenshafen zu den Schafen, die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben, süßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen und nicht eilen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. O wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch des Todes meien. träumend führen und machst uns auf einmal rei. 6. Du hast Sünd und Straf getragen, Furcht und Zagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Sta⸗ chel liegt danieder: meine Glieder werden fröhlich auferstehn. Mat Geistliche Volkslieder 63 derder 185g. 7. Gottes Lamm, ich will dich loben hier und droben —— Leben mir gegeben: hole, Heiland, mich zu dir! —— Johann Ludwig Konrad Allendorf, 1693—1778. sollst du —4 4.—.——.—— 63 EE I. Vom Him⸗-mel hoch, o Eng= lein, kommt! mit der herzlichsten Begier; du hast dich zum ewgen IDI *.= V. EE EEE e⸗ su ö Ei a, ei⸗ a, su- sa- ni, su⸗ sa- ni, EE. EEEE su⸗ sa⸗ni, kommt, singt und klingt, kommt, pfeift und . 1 tor. —.—, ö bir Se. SPS..II I der Se⸗ 2——H———:.]— Jubelton. trommt! Hal ⸗ le ⸗ lu- ja, Hal⸗ le- lu- ja! ines ö—*—— ö ruehofen Von Je⸗ sus singt und Ma⸗ ri/. 5 Leben, r Wüste 2. Kommt ohne Instrumente nit, eia, eia, susani, su⸗ melszelt. sani, susani, bringt Lauten, Harfen, Geigen mit! t Lachen Halleluja, Hallelujsa! Von Jesus singt und Maria. es Todes 3. Hier muß die Musik himmlisch sein, eia, eia, su⸗ feinmal sani, susani, susani, weil dies ein himmlisch Kindelein. Halleluja, Halleluja! Von Jesus singt und Maria. rcht und 4. Die Stimmen müssen lieblich gehn, eia, eia, su⸗ in Sta⸗ sani, susani, susani, und Tag und Nacht nicht stille⸗ fröhlich stehn: Halleluja, Halleluja! Von Jesus singt und Maria. *64 Geistliche Volkslieder 5. Das Lautenspiel muß lauten süß, eia, eia, susani, susani, susani, davon das Kindlein schlafen müß. Hal⸗ leluja, Halleluja! Von Jesus singt und Maria. 6. Singt Fried den Menschen weit und breit, eia, eia, susani, susani, susani, Gott Preis und Ehr in Ewig⸗ keit! Halleluja, Halleluja! Von Jesus singt und Maria. 1623. Brüdergemeine um 1740. EEE 1. Weil ich Je- su Schäf-lein bin, freu ich E— 3.—— mich nur im-mer- hin ü- ber mei- nen gu-ten Ii Hir⸗ ten, der mich schön weiß zu be-wir-ten, der mich EEE lie⸗bet, der mich kennt und bei meinem Na⸗-men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab geh ich ein und aus und hab unaussprechlich süße Weide, daß ich keinen Hunger leide; und so oft ich durstig bin, führt er mich zum Brunngquell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen werd ich endlich heimgetragen in des Hirten Arm und Schoß. Amen, ja mein Glück ist groß! Luise von Hayn, 1724— 1782. Geistliche Volkslieder*65. 66 eia, susani, müß. Hal⸗ Maria. it, eia, eia, ;r in Ewig⸗ singt und 1623. eine um 1740. freu ich — gu⸗ ten n, der mich men nennt. n und aus ich keinen hrt er mich beglücktes agen werd ind Schoß. 1724- 1782. John Bacchus Dykes 1876. 65 5H, SE I. Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl, —— 1 +— das macht die See⸗le still und frie- de=voll. SSI SPIPIPI IIIII EEEEEEEEEEE Ists doch um- sonst, daß ich mich sor⸗ gend müh, EE daß ängstlich schlägt mein Herz, seis spät, seis früh. 2. Du weißt den Weg ja doch, du weißt die Zeit, dein Plan ist fertig schon und liegt bereit. Ich preise dich für deiner Liebe Macht, ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht. 3. Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht, und du gebietest ihm, kommst nie zu spät. Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug, du weißt den Weg für mich, das ist genug. Hedwig von Redern, geb. 1866. 2 645677 1818. 66 EE F! PV —* I. Weißt du, wie⸗viel Sternlein ste- hen an dem Weißt du, wie-viel Wol-ken ge⸗ hen weithin U EEEEEEEEEEEEE IIII + IEIII 11.00 — 3* I immels elt? en der nle Weit⸗ Gott der Herr hat sie ge⸗ 67 Geistliche Volkslieder zäh ⸗let, daß ihm auch nicht elnes feh⸗ let an der 1—— 12 SISSRRR ganzen gro⸗ßen Zahl, an der gan-zen gro⸗ßen Zahl. Weißt du, wieviel Mücklein spielen in der heißen Sonmenalr, wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut? Gott der Herr rief sie mit Namen, End sie all ins Leben kamen, ,: daß sie nun so fröhlich 0/ „Weißt du, wieviel Kinder frühe stehn aus ihrem Bertlein auf, daß sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen: 27: kennt auch dich und hat dich lieb., Wilhelm Hey, 1789—1854. Karl Breidenstein 1818. 6/7— ö —.—— ö 1 1. Wenn ich ihn nur ha- be, wenn er mein nur ist, wenn mein Herz bis hin zum Gra-be sei⸗ ne 23 5 Treu⸗e nie ver-gißt: weiß ich nichts von Lei- de, —— fuh⸗ le nichts als Wrdacht, 2 und Freu-de. 2. We an m Herrn 3 wé Wẽé Fäult ö Längs gern 1 et an der Pen Zahl. der heißen len in der it Namen, so fröhlich 1789—1854. enstein 1818. rmein nur be sei⸗ne Geistliche Volkslieder 368 2. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an meinem Wanderstabe treugesinnt nur meinem Herrn; lasse still die andern breite, lichte, volle Stra⸗ ßen wandern. 3. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland; und es fällt mir jede Gabe wie ein Erbteil in die Hand. Längst vermißte Brüder find ich nun in seinen Jün⸗ gern wieder. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 1772—1801. Volksweise um 1813. 68 —..—... —————1.— Gott dem Herrn ver⸗traut; wenn al⸗ les bricht, er S za ⸗ get nicht; dem From-men nim- mer graut. 2. Wer ist ein Mann? Wer glauben kann inbrünstig, wahr und frei; denn diese Wehr bricht nimmermehr, sie bricht kein Mensch entzwei. 3. Wer ist ein Mann? Wer lieben kann von Herzen fromm und warm: die heilge Glut gibt hohen Mut und stärkt mit Stahl den Arm. 4. Dies ist der Mann, der streiten kann für Weib und liebes Kind; der kalten Brust fehlt Kraft und Lust, und ihre Tat wird Wind. 6 *69 Geistliche Volkslieder 5. Dies ist der Mann, der sterben kann für Freiheit, Pflicht und Recht: dem frommen Mut deucht alles gut, es geht ihm nimmer schlecht. 6. Dies ist der Mann, der sterben kann für Gott und Vaterland, er läßt nicht ab bis an das Grab mit Herz und Mund und Hand. 7. So, deutscher Mann, so, freier Mann, mit Gott dem Herrn zum Krieg! Denn Gott allein kann Helfer sein, von Gott kommt Glück und Sieg. Ernst Moritz Arndt, 1769— 1860. Weise: Ei wie so selig schläfest du. 1843. .* .— 1. Wie bist du mir so in- nig gut, mein d d.—— Ho- her-prie-ster du! Wie teur und kräf-tig E ist dein Blut! Es setzt mich stets in Ruh. 2. Wenn mein Gewissen zagen will vor meiner Sün⸗ denschuld, so macht dein Blut mich wieder still, setzt mich bei Gott in Huld. 3. Es gibet dem bedrückten Sinn Freimütigkeit zu dir, daß ich in dir zufrieden bin, wie arm ich bin in mir. 4., Weg, Sünde, bleib mir unbewußt! Kommt dieses Blut ins Herz, so stirbet alle Sündenlust, der Sinn geht himmelwärts. Weise ir Freiheit, Geistliche Volkslieder 70 O nein, ich will und kann nicht mehr, mein Freund, 3 deucht alles betrüben dich. Dein Herz verbindt mich allzusehr, ach beind mich ewiglich. Gott und 6. Zeuch mich in dein versöhnend Herz, mein Jesu, Grab mit tief hinein; laß es in aller Not und Schmerz mein Schloß und Zuflucht sein. mit Gott. Kommt, groß und kleine Sünder, doch, die ihr müh⸗ ann Helfer selig seid: dies liebend Herz steht offen noch, das euch von Sünd befreit. Gerhard Tersteegen, 1697— 1769. 1769- 1860. Weise: So nimm denn meine Hände. Friedrich Silcher 1842. 1843. .————.— 70 ———————— I. Wie könnt ich ru- hig schla⸗fen in dunk⸗ler zut, mein wenn ich, o Gott und Va⸗ ter, nicht dein ge⸗ Hꝗ—.——— 1— öEEE kräf⸗tig dachre Es hat des Ta⸗ ges Trei⸗ ben mein Herz zer⸗ ö Ruh. 4—— streut; bei dir, bei dir ist Frieden und Se⸗ lig⸗keit. einer Sün⸗ ö. silt, seht 2. O decke meine Mängel mit deiner Huld; du bist zütigkeit zu bin in mir. mmt dieses der Sinn ja, Gott, die Liebe und die Geduld. Gib mir, um was ich flehe: ein reines Herz, das dir voll Freuden diene in Glück und Schmerz. 3. Auch hilf, daß ich vergebe, wie du vergibst, und meinen Bruder liebe, wie du mich liebst: so schlaf ich ohne Bangen im Frieden ein und träume süß und stille und denke dein. Agnes Franz, 17941843. 7. ½½1 Geistliche Volkslieder 4 Karl Löwe 1829. E — 422—— — I. Wie mit grimm-gem Nir-gends Ret- tung, Un ⸗ver- stand nir- gends Land Weltlen sich be⸗ we⸗gen! vor des Sturmwinds Schlägen! Ei: ner ists, der in der Nacht, ei⸗ner ists, der uns be- wacht: —— Christ Ky-ri ⸗e, 2. Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, wo du wan⸗delst auf der See. dann Rettung finden? Keine Hilf als bei dem Herrn: er ist unser Morgenstern. Christ Kyrie, erschein uns auf der See! 3. Nach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob er⸗ schallen; lobet ihn mit Herz und Mund, lobet ihn zu jeder Stund! Christ Kyrie, ja dir gehorcht die See! 4. Einst in meiner letzten Not laß mich nicht ver⸗ Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken: reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ Kyrie, komm zu Johannes Daniel Falk, 1768—1826. sinken! uns auf die See! rl Löwe 1829. — ·stand 5 Land I rists, der — be- wacht: Weis Geistliche Volkslieder 72 e: Der Mond ist aufgegangen. Johann Abraham Peter 1. Wie ru- hest du so stil-le in dei⸗ ner III —4 wei⸗ßen Hül⸗le, du müt⸗ ter⸗ li-ches Land! Wo sind des Frühlings Lie⸗ der, des Som⸗mers bunt Ge⸗ her See. nd Sterne bricht, wo sem Herrn: rschein uns durch die ser Lob er⸗ lobet ihn zu )t die Seel nicht ver⸗ Well auf nnt, Herr, „komm zu „1768-1826. sie⸗der und dein be⸗ blüm⸗tes Fest⸗ ge⸗ wand? 2. Du schlummerst nun entkleidet; Schäflein weidet auf deinen Aun Vöglein Lied verstummet, und keine kein Lamm und und Höhn; der Biene summet: doch bist du auch im Schlummer schön. 3. Die Zweig und Ästlein schimmern, Lichter flimmern, dein Bett bereitet, di so schön mit Reif geschmückt? und tausend wohin das Auge blickt. Wer hat e Decke dir gespreitet und dich 4. Der gute Vater droben hat dir dein Kleid gewoben, er schläft und schlummert nicht. So schlummre denn Water weckt die Müden zu neuer Kraft und neuem Licht. in Frieden! Der 5. Bald in des Lenzes Wehen stehen zum Leben hernieder: dann, wunderbar. wirst du verjüngt er⸗ Sein Odem schwebt Erde, stehst du wieder mit einem Blumenkranz im Haar. Friedrich Adolf Krummacher, 1767— 1845. Schulz, 1790. 72 73 Geistliche Volkslieder 73 15½96 O selig Haus, wo man dich aufgenommen. Lyon 1557. E E— 1. Wie wird uns sein, wenn end⸗lich nach dem wir aus der Fremde in die Hei⸗mat —. schweren, doch nach dem letz-ten aus-ge⸗-kämpf⸗ten keh- ren und ein-ziehn in das Tor der E-wig⸗ EAERE Streit 3 keit, wenn wir den letzten Staub von unsern E D Filßen, den Et⸗ben Schweiß vom Angesicht ge-wischt EEEE und in der Nä⸗ he se- hen und be- grü-ßen, E——— was oft den Mut im Pil-ger⸗tal er-= frischt! 2. Wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle des ewgen Lichtes übergossen stehn und— o der Wonne!— dann zum ersten Male uns frei und rein von aller Sünde sehn, wenn wir durch keinen Makel —— ausgese und P eintret Geistliche Volkslieder 74 Lyon 1557. kämpf⸗ten E⸗ wig⸗ on unsern ausgeschlossen und nicht zurückgescheucht von Schuld und Pein als Himmelsbürger, Gottes Hausgenossen eintreten dürfen in der Selgen Reihn! 3. Wie wird uns sein, wenn wir ihn hören rufen: Kommt, ihr Gesegneten! wenn wir, im Licht dastehend an des Gottesthrones Stufen, ihm schauen in sein gnädig Angesicht, die Augen sehn, die einst von Tränen flossen um Menschennot und Herzenshärtigkeit, die Wunden, die das teure Blut vergossen, das uns vom ewgen Tode hat befreit! 4. Wie wird uns sein! O was kein Aug gesehen, kein Ohr gehört, kein Menschensinn empfand, das wird uns werden, wird an uns geschehen, wenn wir hineinziehn ins gelobte Land. Wohlan, den steilen Pfad hinan⸗ geklommen! Es ist der Mühe und des Schweißes wert, dahin zu eilen und dort anzukommen, wo mehr, als wir verstehn, der Herr beschert. Philipp Spitta, 1801-1859. Um 1800. 74 t ge⸗wischt Eiii I. Wir pflü⸗gen und wir streu⸗en den Sa⸗-men frischt! n Strahle — o der i und rein ien Makel EEEEE IEE— 2—. auf das Land, doch Wachstum und Ge⸗dei⸗ hen steht in des Him⸗mels Hand: der tut mit lei⸗ sem I E — + 1— — We⸗hen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn 74 Geistliche Volkslieder II. ——— heim wir ge-hen, Wuchs und Ge-dei-hen drauf. I— E +.—E 588 LII Al⸗le gu⸗te Ga- be kommt her von Gott dem Herrn, D——* drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und — hofft auf ihn! 2. Er sendet Tau und Regen und Sonn und Mon— denschein und wickelt seinen Segen gar zart und künst⸗ lich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn::, drum dankt ihm, dankt, und hofft auf ihn! 3. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst, von ihm das schöne Frühlings-⸗ wetter und Schnee und Ungestüm. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn:/ drum dankt ihm, dankt ,: und hofft auf ihn. giß Geistliche Volkslieder 75 4. Er läßt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er läßt die Winde wehen und tut die Wolken auf. Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch drauf und rot; er gibt den Kühen Weide und unsern Kin⸗ dern Brot. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn: /: drum dankt ihm, dankt ,: und hofft — auf ihn! Nach Matthias Claudius, 1740—1815. n Herrn, Gustav Petzold 1900. 44 ö—7 PZ 1 1—4— E E EEEEE IIIIII 2—1 — 5 e Wir wolln uns ger-ne wa-gen, in un-sern inkt und — E———— —.————— EESEEEEEEEE Ta⸗gen der Ru⸗he ab-⸗ zu⸗ sa⸗gen, die's Tun ver⸗ EEEE ————— ind Mon⸗ EA Iihe 11¹⁷ und künst⸗ gißt. Wir wolln nach Ar⸗beit fra⸗gen, wo wel⸗che inser Feld mmt aber anen EE ist, nicht an dem Amt ver-za- gen, uns fröh-lich mmt alles à. Bareer=——— ö 5 Blätrer ä ute Gabe EEE 2 zute Gabe szre Stei 32 u dankt ihm, pla⸗gen und uns⸗re Steine tra⸗gen aufs Baugerüst. Nikolaus Luthwig Graf von Zinzendorf‚, 1700-— 1760. 76 76 Geistliche Volkslieder Köln 1638. H ꝗSPPDPIJ——— —. 1. Zu Beth⸗-le-hem ge- bo-ren ist uns ein Kin-de-lein, das hab ich aus-er- ko-ren, sein AHaiíh—— e— H+ ei- gen will ich sein. Ei; a, ei ⸗ a, sein i ͤi.. l ——. ei⸗ gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken will ich mich ganz hinab; mein Herz will ich ihm schenken und alles, was ich hab, eia, eia, und alles, was ich hab. 3. O Kindelein, von Herzen will ich dich lieben sehr in Freuden und in Schmerzen je länger und je mehr, eia, eia, je länger und je mehr. 4. Laß mich von dir nicht scheiden, knüpf zu, knüpf zu das Band der Liebe zwischen beiden; nimm hin mein Herz zum Pfand, eia, eia, nimm hin mein Herz zum Pfand. Köln 1638. Köln 1638. ren, sein a, sein ö anz hinab; as ich hab, lieben sehr d je mehr, „knüpf zu hin mein iein Herz Köln 1638. Liturgische Sätze I. Für den sonntäglichen Vormittagsgottesdienst IJI. Zum Eingangsspruch. ö Pfalz Neuburg 1557. 3.— ranvnln ö +— ů ö — Ehr sei dem Va⸗ter und dem Sohn und dem hei⸗ SESIIIISI——.—. li⸗gen Geist, wie es war im An-fang, jetzt und im-mer⸗ dar und von E-wig⸗keit zu E ⸗ ⸗ wig⸗keit. A-men. 6 6 565 1822. ....... S —— re 0 dem Vater und dem IE—— und dem 10 li⸗gen Gei-ste, wie es war im Anfang, jetzt und im-mer⸗ n n Hin, Vurine anrmn. 17 dar und von E⸗wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit. A⸗men. Versetzungszeichen innerhalb des Satzes gelten nur für eine Note. 4 Liturgische Sätze 2. Zum Kyrie. Preußische Agende 1822. PFPFPIFIFIFIFIITITTITTTITTTT EEEEEEEEE Herr, er-bar⸗me dich un⸗ser. Christe, er⸗bar⸗me dich Preußische Agende 1822. b. 0 E i EEr—..— 5— Herr, er ⸗-bar⸗me dich un-ser. Christe, er⸗bar⸗ — — me dich un ⸗ser. Herr, er-bar-me dich un- ser. Luther, Deutsche Messe 1526. c.. L. 6. L. 6. 22.....—— EEEE Kyri-e, e-⸗le-i-son. Christe, e-le-i-son. L. 6. . 7 +. IEI EEE E EEEENI — Ky⸗ri- e, e-le⸗i son. Kann auch statt im Wechsel mit dem Liturgen ganz von der Ge⸗ meinde gesungen werden. * Sonntäglicher Vormittagsgottesdienst 5 gende 1822.ͤ 5. Zum Onadenspruch(Oloria). Nach Johann Spangenberg 1545. Ia ö G. . E ö I * — 1I—.. ur⸗——— rme dich E=—n— Eh⸗re sei Gott in der Hö- he und Frie⸗ Ea— + I de auf Er⸗den und den Menschen ein Wohlge⸗ falelen. e,er-bar⸗ D. Bortniansky. Preußische Agende 1822. —.— b. L. 6.½ ö EEE — ser. + Ere Eh-re sei Gott in der Hö- he und Frie-de .—.— DSiiiDiii‚i‚ii‚i‚iie‚iieieieeieeeee ..:—.— auf Er⸗den und den Menschen ein Wohl⸗ge- fal⸗len. zi ⸗ son.—— H P. E ——— II —.—..—.— 2 2 2 men. c. All Ehr und Lob soll Gottes sein. Siehe Hymnen und Strophen Nr. 10. Seite 20. n der Ge⸗ Kann auch statt im Wechsel mit dem Liturgen ganz von der Ge⸗ meinde gesungen werden. 2⁴³ a.— 6 Liturgische Sätze 4. Zum Gruß(Salutatio). L. E ö — EEE Der Herr sei mit euch! — 6 Preußische Agende 1822. à.— ERSSE ———— Und mit dei⸗nem Geist! b...— RDi— ‚— EU Ei 2——.. +=.. Gott sei mit dir! Und mit dei⸗nem Gei- ste! 5. Zum Gebet(Vollekte). —— men. A- men. A-men, A⸗ men. G. Zur J. Schriftlesung. Preußische Agende 1822. Hal⸗le⸗lu-ja, Hal⸗le⸗ 15 ja, — 7 0 .— — Hal⸗l Für die . Ha 7. Zur 2. e. Ehre sei d Sonntäglicher Vormittagsgottesdienst 7 Preußische Agende. Eduard Grell. Hal⸗le-lu-ja, Hal⸗-le-lu⸗-ja, Hal⸗le-lu- ja! rußische Agende 1822. Für die österliche Zeit. Melchior Vulpius 1609. —. 5—.— x — U 2 ssr! m Geist! Hal- le-lu- ja, Hal ⸗le-lu⸗ ö—— H E + 2 I ir!—— — ja, Hal⸗le⸗lu⸗ ja. II — Für Passion und Bußtag(anstatt Halleluja). m Gei⸗ ste! 2 .. 7. Zur 2. Schriftlesung. n. Preußische Agende 1822. a. H4.— EE—— E Eh⸗re sei dir, o Herr! b.—0 x——.— ..I.I.I‚I.I‚IFttt...... — SꝗSSSPSSSIFI.I....... 1 Lob sei dir, o Chri⸗ ste! Iu 7 e. Ehre sei dir, Christe. */ la. Siehe Hymnen und Strophen Nr. 4. Seite 16. en. ische Agende 1822. 8 Liturgische Sätze S. Zum Glaubensbekenntnis. A. 0 II—— 3—..——— V. II — I — A-men, A-men, A' men. b. E ö 1 N — A⸗- men, A-men, A⸗ men. O. Zum Lobgesang. Luther, Deutsche Messe 1526. A. 04 ISISiDIiiiiiee 1. Hei⸗lig ist Gott, der Her⸗re Ze⸗ba⸗oth, 2. Hei⸗lig ist Gott, der Her⸗re Ze-ba⸗oth, 3. Hei⸗ lig ist Gott, der Her⸗re Ze-ba-oth! äPIIt..t... 1 Sein Ehr die gan- ze Welt er- fül-let hat. b. Heilig ist Gott der Vater. Siehe Hymnen und Strophen Nr. 6. Seite 17. 10. Zum Gebet des Herrn(Dorologie). Gesangbuch der Böhmischen Brüder 1566. a. 4— ————— 1— Ean—— ö Denn dein ist das Reich und die Kraft und die b. Sonntäglicher Vormittagsgottesdienst 9 . Seite 17. üder 1566. Messe 1526. t.I.III..I..T...... Herr- lich⸗-keit in E⸗ wig-keit. A- men. Soest. E*.— —— ==mg w⸗gggg Denn dein ist das Reich und die Kraft und ö————— die Herr-lich- keit in E- wig- keit. A-men. V. Zum Segen. Preußische Agende 1822. a. EHHH— 20 DEEEE ñ ——— I A⸗ men, A-men, A⸗ men. b. 4 SE. N 2 II D— 80— 10 Liturg ische Sätze II. Für Beichte(Vorbereitung) 2. D. 65 1545. J.„Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze“ Siehe Hymnen und Strophen Nr. 9. Seite 19. und Rbendmahl u. EHT N E— Herr, er- bar- me dich. b. 0 Herr, er⸗-bar- me dich. 3. Rmen. E Altes Dresdener Amen. C.0. Ee A-men, A ⸗; men. 2 A⸗-men, A⸗ men. A⸗men, A⸗ men. Beichte und Abendmahl 4. Prãfation. Preußische Agende 1822. 4— Er- he- bet eu- re Her-zen. dmahl ö a.—— HSS.— + 2 EEEEEEE Seite 19. V Wir er- he-ben sie zum Herrn. b. 9——— Wir er-he=ben sie zum Herren. 5. Gratias. F HJ— 2—— ö ö ö— IH ——H E—— + Las⸗- set uns dan- ken dem Herrn, unserm Gott. Recht und wür- dig ist es. Recht und wür- dig ist es. 12 Liturgische Sätze G. Sauctus. Preußische Agende 1822. nn, Ein v.. .—IPIIIIIIIII—— 2, Hei⸗lig, heilig, hei⸗lig ist der Herr Ze-ba:oth. Al⸗le Lan-de sind sei-ner Eh-re voll. Ho-sian-na, ..DJ—.— iJ————.— SSEUEE Ho⸗sian⸗na in der Höh. Ge⸗lobt sei, der da kommt —— IHI. Ho⸗sianna in der Höh! b. Heilig ist Gott der Vater. Siehe Hymnen und Strophen Nr. 6. Seite 17. 7. Christe, du Lamm Gottes. Siehe Gesangbuch Nr. 36. Beichte und Abendmahl 13 gende 1822. S. Danksagung. —.‚— a. 4. L.———— ————— Dan⸗ket dem Herrn, denn er ist freund=lich. . .——.— ö ö— Hal⸗le⸗-lu- ja. Und sei- ne Gü⸗ te währret —.—.— ö— I —II da kommt e- wig⸗-lich. Hal-le-lu- ja. Vorreformatorisch. slammna, E V— Laßt uns lob⸗sin-gen, las-set uns danken, froh⸗ lok⸗ken, las⸗set uns rüh-men, las⸗set uns von Her-zen 6. Seite 17. I ——— 1+..— I duch Nr. 36. prei⸗sen den Her ⸗- ren, un-sern Gott. 14 Liturgische Sätze IIl. Homnen und Strophen J. Lobgesang der Maria(Magnificat). A +. hebt den Her- ren, I. Mei⸗ne Seele er ⸗ ⸗ 2. Denn er hat die Miedrigkeit seiner Magd an⸗ ge- se ⸗ hen. 3. denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist 4. und seine Barmherzigkeit währet im- mer für und für 5. Eh- re sei dem Vater.„und dem Soh- ne 6. wie es war im Anfang jetzt und immerdar II. 0 I. und mein Geist freuet sich Gottes, mei- nes Heilandes. 2. Sie⸗ he, von nun an werden mich selig E al-le Kindeskind; 3. und des Na⸗ me heilig ist, 4. bei denen, dte ihn fürch⸗ ten. 5. und dem hei⸗li⸗⸗ ⸗ gen Gei ⸗-ste, 6. und von Ewigkeit zu E⸗wig-keit. A⸗ men. Luk. 1, 46- 50. 2 des Simeon(Nunc dimittis).“* —— E +. 2.,.,. Herr, nun läßt du deinen Die-ner in Frieden *Kann auch statt im Wechsel ganz von der Gemeinde durch⸗ gesungen werden. Hymnen und Strophen 15 X. I II ——— fah- ren, wie du ge-sagt hast; denn mei-ne II. A Her- ren, Augen haben deinen Heiland ge-se-hen, den du be⸗ en hen. I. nächtig ist——.— Soh⸗ 310. rei⸗tet hast vor al⸗len Völkern, ein Licht, zu er⸗leuch⸗ten mmerdar II. — 2. W—: 65—— — +*—.——.5.———— — die Hei-den, und zum Preis dei-nes Volks Is ⸗⸗ . 1. II. II 1 x 2.— landes.—————.—— deskind; raz el. Ehr sei dem Vater und dem Soh-ne und dem lig ist, ö 1. h⸗ ten. II x —.7—5,— 3.00n,.l..— 2. k. 1, 46—50. hei-li-gen Geist, wie es war im An- fang, jetzt II. Is).* ,n ,vir. E, 1 ———— —— und im-mer-dar und von E-wig⸗keit zu E⸗⸗ n Frieden——— H inde durchh⸗——— 7 Luk. 2, 29— 32. 16 Liturgische Sätze 5. O Lamm Sottes, der du trugest. 15. Bamberg 1628. .——— — 6 2 go E I—3. O Lamm Got⸗tes, der du tru-gest der Welt ————.— A Sün ⸗ de, X. 2. erbarm dich un ⸗-ser al 7⸗ ler! 3. ver⸗leih uns dei- nen Frie ⸗⸗den! Das Deutsche Agnus Dei. 4. Ehre sei dir, Christe. Nach der Ostersequenz„Laus tibi Christe“ 15. Jahrhdt. Weise: O wir armen Sünder. H Eh⸗ re sei dir, Chri-⸗ste, der du littest Not, an dem 76—.. E ö Stamm des Kreu-zes für uns bit-tern Tod, herrschest .q—8 FE—— mit dem Va⸗ter in all E-wig⸗keit. Hilf uns ar⸗men Sündern zu der Se⸗lig⸗keit. Ky⸗ri-e e⸗le- i⸗ son, Chri⸗ste e-le- i⸗ son, Ky⸗-ri-e e⸗le⸗i⸗son. Vorreformatorisch. Hymnen und Strophen 17 i⸗ son. matorisch. 5. Romm, heiliger Geist, erfüll. r Erfurt 1527. H [2 1 E Komm, hei⸗li-ger Geist, er-füll die Her-zen dei⸗ner ———..—.— Gläu-bi-gen und ent-zünd in ih⸗nen das Feu-er deiner .—.—..———.— 2x gött⸗li-chen Lie-be, der du durch Man-nig-fal⸗ —— t,—.— tig⸗keit der Zungen die Völ-ker der ganzen Welt ver⸗ — —— 2. 2.——. sammelt hast in Ei- nig- keit des Glau- bens. Hal⸗ ——— 4— ö N I —— N ——————1 —* le⸗ lu ja, Hal⸗le⸗ lu⸗ ja! Altkirchlich. Deutsch 1522 6.— ist Gott der Vater. Braunschweig 1543. III Hei⸗lig ist Gott der Va⸗ter, hei- lig ist Gott der ö————— Sohn, hei- lig ist Gott der heil-ge Geist! Er ist der 18 Liturgische Sätze 1—=—— ö 8 8—.— Her⸗-re Ze-ba⸗-oth. Al-le Land sind sei-ner Eh- re voll. Ho⸗ si- an- na in der Hĩö- he! Ge-lo- bet —— sei, der 1 kommt im Namen des Her-ren. Ho-⸗ 1.— 1—4.— n N ———— — m n inm 1 —1 I E 2*2—— 2 an⸗ na in der Hö- he! Deutsches Sanctus. 7. Wir glauben all. Langenöls 1742. D ö— ..—4 SSI.ItI.I‚... +———— Wir glauben all an ei⸗nen Gott, Schöpfer der sich durch Jesum, seinen Sohn, uns zum Himmels und der Er-den, er will uns all-zeit Va⸗ ter hat ge⸗ ge- ben; durch den heil-gen Geist SIPSIIPI.I.II.. I IITTTF ——-=.. 2— ö— 1 er ⸗ näh⸗ren, uns zur Se⸗lig⸗keit be⸗wah⸗ren im Glau⸗ben; kein Leid soll uns wi-der- fah⸗ren. 6 NN 0 . — 1%½½ Hymnen und Strophen 19 . Eh⸗ re . lo⸗ bet Die hei⸗li-ge Drei-fal⸗ tig⸗keit sei hochgelobt in S 3————J—— Ezwig; keit. A.. men. Nach Martin Lnther, 1483- 1546. S. Die Gnade unsers Herrn Josu Christi. Christian Gregor 1763. Sanctus. enöls 1742. i n uns zum — all⸗ zeit gen Geist IIIITTT Die Gnade unsers Herrn Je⸗su Chri⸗ sti und die Lie⸗be Got- tes und die Gemeinschaft des heilegen I. Hir.—.— + Gei- stes sei mit uns al⸗len, mit uns al⸗ len. A⸗men. 2. Kor. 13, 13. O. Schaßfe in mir, Gott. Johann Georg Winer 1648. E ö wSWSW H Schaffe in mir, Gott, ein rei⸗nes Her-ze, und 1— E E v 2— gib mir ei-nen neu⸗en ge-wis- sen Geist. Ver⸗ 20 Liturgische Sätze 12———————— wirf mich nicht, ver-wirf mich nicht von dei⸗ nem A——4 —E+ E—— An⸗ge-sicht, von dei⸗nem— 965 sicht, und nimm —.— A—— —E—+ 4+—— EIN — TTTT dei-nen hei⸗li⸗gen Geist nicht von mir. Psalm 51, 12. 13. O. Rll Ehr und Lob joll Gottes sein. Georg Rhau, 1544. All Ehr und Lob soll Gottes sein, er ist und heißt der EEEE Höchst al⸗lein; sein Zorn auf Erden hab ein End, sein Fr ied und Gnad sich zu uns wend, den Menschen das ge⸗ fal⸗le wohl, da⸗für man herz⸗lich dan⸗ ken soll. dei⸗nem Hymnen und Strophen 21 V. Jehova, Jehova. Johann Karl Gerold 1809. H Je ⸗ ho- va, Je⸗- ho⸗va, Je⸗ho⸗va, deinem 54..—.— u 51, 12. 13. RNhau, 1544. d heißt der end, sein Na⸗-men sei Eh- re, Macht und Ruhm! A- men, A- men! Bis einst der Tem-pel die-ser Welt auf d. dein Wort in Staub zer-fällt, soll in un-sern Hal- len das Hei⸗lig, Hei-lig, Hei- lig er-schal⸗ B.rr. ͤͤ„„„ ERRSSE len. Hal⸗-le-lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja! Gottlieb Konrad Pfeffel, 1736- 1809. 22 Weisen in anderer Fassung Einige Weisen des Gesangbuches in anderer Fassung 7.*— Zu dir, Herr Jesu Christ. Wittenberg um 1541. Al-lein zu dir, Herr Je⸗⸗ su Christ, Ich weiß, daß du mein Trö⸗ster bist, SSPISII mein Hoff-nung steht auf Er ⸗ den. Von kein Trost mag mir sonst wer ⸗= den. E 1— An- be-ginn ist nichts er- korn, auf Er⸗den ist kein — Mensch ge⸗born, der mir aus Nö⸗ten hel⸗fen kann; ich —— E ruf dich an, zu dem ich mein Ver⸗trau ⸗-en han. 2. Ein feste Burg ist unser Sott.. Wittenberg 1529. Ein fe- ste Burg ist un ⸗-ser Gott, ein Er— uns frei aus al ⸗⸗ ler E die F ‚. I gu⸗ te Wehr und Waf uns jetzt hat be⸗ trof 2993 22100. Der 35.—— ES Fassung rg um 1541. su Christ, Weisen in anderer Fassung 23 IEJ—* ö 1 IDDS DEEEEEEE ——* bö7⸗ se Feind, mit Ernst ers jetzt meint; groß EE Macht und viel List sein grau-sam Rüstung ist, auf II I ster bist, 1 — E EEE Von Erd ist nicht seins⸗ ble T⸗=chen. — .—.— 5. Serzlich tut mich verlangen. n ist kein Hans Leo Haßler 1601. —.—. EV— — kann; ich Herz⸗lich tut mich ver-lan-gen nach ei⸗ nem weil ich hier bin um-fan-gen mit Trübsal E— en han.—— ö— tenberg 1529. Ea und 4 Eud⸗ ich hab Lust ab⸗ zu⸗ scheiden von 1— 5 — 14— 1— 2.— Gott, ein 3— Not, die die⸗ser ar-gen Welt; sehn mich nach ew- gen ——.—— 4.—.——. E H — E E— ö—.— H alt 5 Freuden; o Je ⸗ su, komm nur bald. 24 Weisen in anderer Fassung 4. Lasset uns den Herren preisen. 1 5. (Sollt ich meinem Gott nicht singen.) Johann Schop 1641. ich mei⸗nem Gott nicht sin⸗ gen? Denn ich seh in al⸗ len Din- gen,—. ... —.— Sollt ich ihm nicht dankbar sein? wie so gut ers mit mir mein. Ist doch Ge TE. ö ,,̃., nichts als lau-ter Lie-ben, das sein treu- es G. arre,.. —— PPFII—.— Her-ze regt, das ohn En-de hebt und trägt 0 6766f67 ,e— ö SD—— ö die in sei- nem Dienst sich ü-ben. Al-les 5 he EEEE 4 Ding währt sei⸗ne Zeit Gottes Lieb in E-wig-⸗keit. He Weisen in anderer Fassung 25 Schop 1641. 5. O Welt, ich muß dich lassen. Ursprünglich weltlich; geistlich Nürnberg 1539. E O Welt, ich muß dich las⸗ sen, ich fahr da⸗ in- gen? in⸗gen,—— IIIITIITIII — hin mein Straßen ins ew-ge Va-⸗ ter⸗ land. Mein .ͤ— 54 920 SIIIIIIIIII.I...T 0— ö Geist will ich auf-ge-ben, da- zu mein Leib und —.— EEE Le- ben set⸗ zen in Got- tes gnäd-ge Hand. eu⸗ es G. Schmücke dich, o liebe Seele. Johann Crüger 1649. —.— r ernreen id trägt———— 30 Schmücke dich, o lie-be See⸗le, laß die komm ans hel⸗-le Licht ge-gan- gen, fan- ge ——— I ——— P‚S.‚P‚‚‚.‚.‚‚‚‚I.... ll ⸗le dunk⸗le Sün⸗den-höh⸗ le, +* herr-lich an zu pran-gen; denn der Herr voll vig⸗keit. Heil und Suden Wüt—55 jetzt zu Kinn las den: 26 Weisen in anderer Fassung E= der den Himmel kann ver⸗wal-ten, will jetzt Her⸗ — N — N 2— N —— 2 II berg in dir hal⸗ ten. 7. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 4 Weltlich Paris 1530; geistlich Erfurt 1572. —— ö— ........ 5.— E—— Was mein Gott will, das gscheh all- zeit, sein zu hel-fen dem ist er be⸗reit, der E S Will der ist der be ⸗⸗ ste; an ihn glau⸗bet fe ⸗⸗ste. Er hilft aus Not, der from-me Gott, und züch- ti- get mit Ma⸗ßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, den —— „ i — 144 s jetzt Her⸗ eit. Erfurt 1572. =zeit, sein ·reit, der hilft aus get mit baut, den ——— Weisen in anderer Fassung 27 S. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. DD Wie schön 1I er der Moregen⸗ stern voll Du Sohn Da-vids aus Ja- kobs Stamm, mein EEE Gnad und Wahr-heit von dem Herrn, die sü ⸗ße Kö- nig und mein Bräu⸗ti- gam, hast mir mein 4 F 1 Wur⸗zel Jes⸗ se! Herz be ⸗⸗- ses⸗ sen; lieblich, freundlich, Ga-ben, hoch und sehr präch- tig er-ha-ben. Die kirchlichen Bibellektionen Die vier Jahrgänge der kirchlichen Bibellektionen umfassen: 1. die neuen alttestamentlichen und evangelischen Leseabschnitte, 2. die altkirchlichen Episteln und Evangelien, 3. die neuen epi⸗ stolischen und evangelischen Schriftlesungen. gang wiederholt den zweiten. Die Verteilung der alten und neuen kirchlichen Bibellektionen auf vier Jahrgänge hat nur für die Rheinprovinz Geltung. Hier wird mit dem ersten Jahrgang am 1. Advent 1930, 1934, 1938, 1942 usw. kirchlichen Episteln gelesen. In Westfalen kommen die neuen Leseabschnitte(1. begonnen. und Evangelien Im vierten Jahre werden die des Der vierte Jahr⸗ alt⸗ zweiten Jahrganges und 3. Jahrgang) nur in den Nebengottesdiensten zur Verlesung. 1. Advent I. Jer. 31, 31-34. Luk. 1, 68-79. II. Röm. 13, 11-14. Matth. 21, 19. III. Hebr. 10, 19-25. Luk. 1, 68-79. IV. Vgl. Jahrg. II. 2. Advent I. Mal. 3, 19-24. Luk. 17, 20-30. II. Röm. 15, 4-13. Luk. 21, 25-36. III. 2. Petr. 1, 3-11. Luk. 17, 20-30. 3. Advent I. Jes. 40, 1-8. Matth. 3, 1-11. II. 1. Kor. 4, 1-5. Matth. 11, 2-10. III. 2. Tim. 4, 5-8. Matth. 3, 1-11. 4. Advent I. 5. Mose18, 15-19. Joh. 1, 15-18. II. Phil. 4, 4-7. Joh. 1, 19-28. III. 1. Joh. 1, 1-4. Joh. 1, 15-18. 1. Weihnachtstag — 25 — Tit. 2, 11-14. III. 1. Joh. 3, 1-5. Matth. 1, 18-23. 21. Wiich 5. 1.3. Mich. 5, 1-3. Woht 1 1—14. Tit. 3, 4-7. Luk. 2, 15-20. Hebr. 1, 1-6. Joh. 1, 1-14. Sonnt. n. Weihn. I. Jes. 63, 716. Luk. 2, 25⁵ 32. Joh. 12, 35—1.1] II. III. II. Gal. 4 +11 7. Luk. 2, 33. 40. III. 55 Kor. 9. Luk. 2, Zoh. 12, 35— 41¹½ Neujahr I. Ps. 90, 1-17. Ps. 121.] Luk. 4, 16-21. II. Gal. 3, 23-29. Luk. 2, 21. III. Röm. 8, 24-32. Luk. 4, 16-21. „Jes. 9, 5. 6.(6. 7.) Matth. 1, 18-23. Sonnt. n. Neuj. I. Ps. 73, 2328. Wr. 16, 1—4. 1. Petr. 4, 12-19. Metto. 2, 13.23. Jak. 4, 1317. Matth. 16, 1—4. — — — — Epiphanias I. Jes. 2, 2-5. Matth. 3, 13-17. II. Jes. 60, 1-6. Matth. 2, 1-12. III. 2. Kor. 4, 3-6. Matth. 3, 13-17. 1. Sonnt.n. Epiph. I. Ps. 122. Joh. 1, 35-42. II. Röm. 12, 1-6. Luk. 2, 41-52. 2. Kor. 6, 14-7,1. Joh. 1, 35-42. III. 2. Sonnt.n. Epiph. I. Jes. 61, 1-6. Joh. 1, 43-51. II. Röm. 12, 716. . Kor. 2, 6-16. Joh. 1, 43-51. tionen en umfassen: Leseabschnitte, ie neuen epi⸗ vierte Jahr⸗ Bibellektionen inz Geltung. t 1930, 1934, »den die alt⸗ Jahrganges titte(1. sung. n. Neuj. 73, 2328. tth. 16, 1—4. zetr. 4, 12-19. und 4, 13-17. tth. 16, 1—4. ias „2, 25. tth. 3, 13-17. 60, 16. tth. 2, 1-12. tor. 4, 3-6. tth. 3, 13-17. nt.n. Epiph. . 1, 35—42 nt. n. Epiph. 61, 1-6. . 1, 43-51. m. 12, 7-16. . 2, 1-11. NRor. 2, 6-16. . 1, 43-51. Die kirchlichen Bibellektionen 29 3. Sonnt.n. Epiph. I. 2. Kön. 5, 1-194. Joh. 4, 5—14. II. Röm. 12, 17-21. Matth. 8, 1—13. III. Röm. 1, 13-20. Joh. 4, 5—14. n. Epiph. I. Ps. 93. 2380. 4, 3142. II. Röm. 13„(1)8-10. 6, 23—27. Matth. III. Röm. 7, 7-16. Joh. 4, 31-42. 5. Sonnt. n. Epiph. I. Hes. 33, 10-16. Matth. 7 II. Kol. 3, 12.17. Matth. 13,24-30. III. Röm. 8, 1-9. Matth. 7, 6. Sonnt.n. Epiph. I. 2. Mose 3, 1—6. Joh. 5, 39-47. II. 2. Petr. 1, 16-21. Matth. 17, 1-9. III. 2. Kor. 3, 12-18. Joh. 5, 39-47. Septuagesimä I. Jer. 9, 22. 23. (23. 24.) Luk. 10, 38-42. II. 1. Kor. 9, II — Phil. 1, 27-2, 4 Luk. 10, 38-42. Sexagesimã I. Amos 8, 11. 12. Joh. 11, 20-27. II. 2. Kor. 12, 1-10. Luk. 8, 4-15. III. Phil. 1, 12-21. Joh. 11, 2027. 24-29. 2429. 2427. Matth. 20, 1-16. Lätare Estomihi I. Jer. 8, 4-9. Mark. 10, 35-45. [Joh. 11, 47-57. 1. Kor. 13. Luk. 18, 31-43. III. 1. Kor. 1, 21-31. Mark. 10, 35—45. Joh. 11, 47-57. Invokavit I. 1. Mose 22, 1-14. Matth. 16, 21-26. Luk. 22, 39-46. II. 2. Kor. 6, 1-10. Matth. 4, 1-11. III. Hebr. 4, 15. 16. Matth. 16, 21-26. [Luk. 22, 39-—46.1 Reminiszere I. 2.Moses33,17-23. Luk. 10, 17-20. Luk. 22, 54-62.1J II. 1. Thess. 4, 1—12. Matth. 15, 21-28. III. 1. Joh. 2, 12-17. Luk. 10, 17-20. Luk. 22, 54-62.] Okuli I. Jer. 26, 1—15. Luk. 9, 51-56. Luk. 22, 63-71.1 II. Eph. 5, 1-9. Luk. 11,14-23.(28). III. 1. Petr. 1, 13-16. Luk. 9, 51-56. (Luk. 22, 63-71.] I. Jes. 60 710. Joh. 6, 47-57. [Maith⸗ 27,15-31.1 II. Röm. 5, 1 11. 28 6, 1-15. Kor. 7, 4-10. 3ch. 6, 47⁷ 57. (Matth.27,15-31. III. Judika I. 4. Mose 21, 4-9. Joh. 13, 31-35. (Luk. 23, 27-344.] II. Hebr. 9, 11-15. Joh. 8, 46-59. III. 1. Petr. 1, 17-25. Joh. 13, 31-35. Luk.23, 27-344.] Palmarum I. Sach. 9, 8-12. Joh. 12, 1-8. II. Phil. 2, 5-11. Matth. 21, 1-9. (Joh. 12, 12-18. III. Hebr. 12, 1-6. Joh. 12, 1-8. Gründonnerstag I. Ps. 111. Luk. 22, 1420. II. 1. Kor. 11, 23-32. Joh. 13, 1-15. III. 1. Kor. 10, 16. 17. Luk. 22, 14-20. Karfreitag I. Ps. 22, 220. Luk. 23, 39-46. II. Jes. 53. Leidensgeschichte. . 2. Kor. 5, 14-21. Luk. 23, 39-46. I. 1. Biars l I. Ps. 118, 14-24. Matth. 28, 110. 1. Kor. 5, 7b- 8. Mark. 16, 18. 1. Kor. 15, 12-20. Matth. 28, 1-10. 2. Ostertag I. Ps. 16, 8-11. Joh. 20, 11-18. Apg. 10, 34-41. Luk. 24, 13-35. 1. Kor. 15, 54-58. Joh. 20, 1118. II — I — III. II. III. 30 Die kirchlichen Bibellektionen Quasimodogeniti I. 1. Mose 32,22-31. Joh. 21, 15-19. II. 1. Joh. 5, 1-5. Joh. 20, 19-31. III. 1. Petr. 1, 3-9. Joh. 21, 15-19. Miserikordias Domini I. Ps. 23. Joh. 14, 1-6. II. 1. Petr. 2, 21-25. Joh. 10, 12-16. III. Eph. 2, 4-10. Joh. 14, 1-6. Jubilate I. Jes. 40, 26-31. Joh. 12, 20-26. II. 1. Petr. 2, 11-20. Joh. 16, 16-23a. III. 1. Joh. 4, 9-14. Joh. 12, 20-26. Kantate I. Ps. 98. Joh. 6, 60-69. II. Jak. 1, 16-21. Joh. 16, 5-15. III. 2. Tim. 2, 8-13. Joh. 6, 60-69. Rogate I. Jes. 55, 6-11. Luk. 11, 5-13. II. Jak. 1, 22-27. Joh. 16, 23b-33. III. 1. Tim. 2, 1-6 Luk. 11, 5-13. Himmelfahrt I. Ps. 110, 1—4. Luk. 24, 50-53. (Joh. 17, 11-26.) II. Apostelg.1, 111. Mark. 16, 14-20. III. Kol. 3, 1-4. Luk. 24, 50-53. Joh. 17, 11-26. Exaudi I. Ps. 42. Joh. 7, 33-39. II. 1. Petr. 4, 8-11. Joh. 15, 26-16,4. III. Eph. 1, 15-23. Joh. 7, 33-39. 1. Pfingsttag I. Hes. 36, 2228. Joh. 14, 15-21. Apostelg.2, 1-13. Joh. 14, 23-31. „Eph. 2, 19-22. Joh. 14, 15-21. 2. Pfingsttag I. Jes. 44, 16. Joh. 15, 9-16. II. Apg. 10, 42-48. Joh. 3, 16-21. III. Eph. 4, 11-16. Joh. 15, 9-16. Trinitatis I. Jes. 6, 1-8. 4. Mose 6,2227. Matth. 28,16-20. II. Röm. 11, 33-36. Joh. 3, 1-15. III. Eph. 1, 314. 2. Kor.13,11-13.] Matth.28,16-20. 1. Sonnt. n. Trin. I. 5. Mose 6, 4-13. I — II — Matth. 13, 31-35. II. 1. Joh. 4, 16b-21. Luk. 16, 19-31. III. Apostelg.4,32-35. Matth. 13, 31-35. 2. Sonnt. n. Trin. I. Spr. Sal.9, 1-10. Matth. 9, 9-13. II. 1. Joh. 3, 1318. Luk. 14, 16-24. III. Röm. 10, 115. Matth. 9, 913. 3. Sonnt. n. Trin. I. Jes. 12. —— 15, 11-32. I. Petr. 3 4905 11. Luk. 15, 2* 10. „Npostelg. 3, 1-16. Luk. 15, 1132. 4. Sonnt. n. Trin. I. Jes. 65, 17-19. 24. 25. Matth. 5, 13-16. II. Röm. 8, 18-27. Luk. 6, 36-42. III. Apostelg. 4, 1-12. Matth. 5, 13-16. 5. Sonnt. n. Trin. I. Klagel. 3, 22-32. Luk. 9, 18-26. II. 1. Petr. 3, 8-15. Luk. 5, 1-11. .Apostelg.5,34-42. Luk. 9, 18-26. 6. Sonnt. n. Trin. I. Ps. 1. Matth.21, 28-32. Röm. 25 3—11. Matth. 5, 20-26. „Apostelg. 26-38. Matth. 21, 28·32. II — — * — * 7. Sonnt. n. Trin. I. Jes. 62, 6- 12. Mark. 4, 26·29. II. Röm. 6, 19-23. Matth. 9, 35-38. III. 1. Tim. 6, 6-12. Mark. 4, 26-29. 8. Sonnt. n. Trin. I. Jer. 23, 16-29. Matth. 12, 46-50. II. Röm. 8, 12-17. Matth. 7, 13-23. III. Apg. 16, 16-32. Matth. 12, 46-50. O II. — 2—77729.9.141 „5 e — — X II. Rf. INOlnnns it. n. Trin. telg. 3, 1-16. 15, 11-32. it. n. Trin. 65,17-19. 25. th. 5, 13-16. 1. 8, 18-27. 6, 36-42. stelg. 4, 112. th. 5, 13-16. it. n. Trin. zel. 3, 22-32. 9, 18-26. etr. 3, 8-154. 5, 1—11. stelg.5,3442. 9, 18-26. 0 n. Trin. h. 21, 28-32. n. 25 3.11. th. 5, 20-26. stelg. 8, 26·38. th. 21,28-32. nt. n. Trin. 62, 6— 12. rk. 4, 2629. n. 6, 19-23. tth. 9, 35-38. im. 6, 6-12. rk. 4, 26-29. nt. n. Trin. 23, 16-29. tth. 12, 46-50. n. 8, 12-17. tth. 7, 13-23. 3. 16, 16-32. tth.12, 46-50. Die kirchlichen Bibellektionen 31 9. Sonnt. n. Trin. Spr. Sal. 16, 1-9. Matth. 13, 44-46. II. 1. Kor. 10, 1-13. Luk. 16, 1-12. III. Apg. 17, 16-34. Matth. 13, 44-46. 10. Sonnt. n. Trin. I. Jer. 7, 1-11. Matth.23, 34-39. II. 1. Kor. 12, 1-11. Luk. 19, 41-48. III. Apg. 20, 17-38. Matth. 23, 34-39. 11. Sonnt. n. Trin. I. Dan. 9, 15—18. Luk. 7, 536-50. I. 1. Kor. 15, 1-10. Luk. 18, 9-14. III. Röm. 8, 33-39. Luk. 7, 36-50. 12. Sonnt. n. Trin. I. Jes. 29, 1821. Joh. 8, 31-36. II. 2. Kor. 3, 4-9. Mark. 7, 31-37. III. Apg. 16, 9-15. Joh. 8, 31-36. 13. Sonnt. n. Trin. I. Sach. 7, 4-10. Mark. 12, 41-44. II. Röm. 3, 21-28. Luk.10, 23-37. III. 1. Petr. 2, 1-10. Mark. 12, 41-44. W I. Ps. 50, 14 23. Joh. 5, 1-14. II. Gal. 5, 1624. 15. Sonnt. n. Trin. I. 1. Kön. 17, 8-16. Joh. 11, 1-11.— II. Gal. 5, 26-6, 10. Matth. 6, 24-34. III. 2. Thess. 3, 6-13. Joh. 11, 1-11. 16. Sonnt. n. Trin. I. Hiob 5, 17-26. Matth. 11, 25-30. II. Eph. 3, 13-21. Luk. 7, 11-17. III. Hebr. 12, 18-24. Matth. 11, 25-30. 2 Sonnt. 2217 I. Ps. 7 9„/ 3 Matth. 12, 1—8. II. Eph. 4, 1-6 Luk. 14, 1-11. III. Hebr. 4, 9-13. Matth. 12, 1-8. 18. Sonnt.n. Trin. I. 2. Chron. 1, 7-12. Mark. 10, 17-27. II. 1. Kor. 1, 4-9. Matth.22, 34-46. III. Jak. 2, 10-17. Mark. 10, 17-27. 19. Sonnt. n. Trin. I. Ps. 32, 1-7. Joh. 9, 24-41. II. Eph. 4, 22-32. Matth. 9, 1-8. III. Jak. 5, 13-20. Joh. 9, 24-41. 20. Sonnt.n. Trin. 1. Spr. Sal. 2, 1-8. Joh. 15, 1-8. II. Eph. 5, 15-21. Matth. 22, 1-14. III. Röm. 14, 1-9. Joh. 15, 1-8. 21. Sonnt. n. Trin. I. 2. Sam. 7, 17-29. Mark. 10, 13-16. II. Eph. 6, 10-17. Joh. 4, 47-54. III. Eph. 6, 1-9. Mark. 10, 13-16. 22. Sonnt. n. Trin. I. Spr. Sal. 24, 14.20. Luk. 9, 57-62. II. Phil. 1, 3-11. Matth. 18, 21-35. III. Hebr. 13, 19. Luk. 9, 57-62. 27 Sonnt.n. Trin. I. Ps. 85, 9-14. Matth. 10, 24-33. II. Phil. 3, 17.21. Matth.22, 1522. III. 1. Tim. 4, 4-11. Matth. 10, 24-33. 24. Sonnt. n. Trin. I. Ps. 39, 5-14. Joh. 10, 23-30. II. Kol. 1, 9-14. Matth. 9, 18-26. III. 1. Thess. 5, 14-24. Joh. 10, 23-30. 25. Sonnt. n. Trin. I. Hiob 14, 1-5 Joh. 5, 19-—29. II. 1. Thess. 4, 13-18. Matth. 24, 15-28. III. Hebr. 10, 32-39. Joh. 5, 19-29. 26. Sonnt. n. Trin. 11.2. Thesf. Matth. 25,541 46. III. Offb. 2, 8-11. Luk. 19, 11·27. 32 Die kirchlichen Bibellektionen 27. Sonnt. n. Trin. (Totensonnt.) I. Jes. 35, 310. Luk. 12, 35-43. II. 2. Petr. 3, 3-—14. Matth. 25, 1-13. III. Offb. 7, 9-17. Luk. 12, 35-43. Darstellung Jesu im Tempel I. Ps. 96, 110. Matth.21, 42-44. II. Mal. 3, 1—5. Luk. 2, 22-32. III. I. Joh. 5, 9-15. Matth.21,42-44. Mariä Verkündi⸗ gung I. Ps. 2. Joh. 18, 33-40. II. Jes. 7, 10-16. Luk. 1, 26-38. III. Röm. 5, 12-21. Johannisfest I. Jes. 54, 7-10. Mark. 6, 17-29. II. Jes. 40, 1-8. Luk. 1, 57-80. III. Apostelg. 19, 1—7. Mark. 6, 17-29. Mariä Heim⸗ suchung III. Röm. 16, 1-54. Joh. 19, 26. 27. Michaelis I. 1. Mose 28,10-22. Joh. 12, 28-32. III. Offb. 5, 11-14. Joh. 12, 28-32. Erntedankfest I. Ps. 34, 2-9. II. Ps. 145, 15-21. euk. 12, 15-21. III. 2. Kor. 9, 6-11. Joh. 6, 2429. Reformationsfest I. Ps. 46. Joh. 2, 13-17. II. Gal. 5, 115. Matth. 5, 1-12. III. 1. Kor. 3, 11-23. Joh. 2, 13-17. Kirchweih I. 1. Ps. 84. Joh. 4, 21-24. II. Offb. 21, 1-5. Luk. 19, 1—10. III. 2. Tim. 3, 14-17. Joh. 4, 21—24. 11.. Buß⸗ u. Bettag I. Ps. 130. II. Röm. 2, 1-11. Luk. 13, 1-9. III. Hebr. 12, 12-17. Joh. 18, 33-40. Joh. 6, 24-29. Matth. 11, 16-24. Matth. 11,16-24. 145, 15-21. k. 12, 15—21. Kor. 9, 6-11. h. 6, 24-29. mationsfest 46. h. 2, 13-17. äl. 5, 1—15. atth. 5, 1-12. Kor. 3, 11-23. h. 2, 13—17. weih Ps. 84. /h. 4, 21—24. ffb. 21, 1-5. ik. 19, 1-10. Tim. 3, 14-17. oh. 4, 21—24. u. Bettag s. 130. tatth.11, 16-24. öm. 2, 1—11. uk. 13, 1·9. ebr. 12, 12-17. Natth. 11,16-24. Die Dichtex unserer Tieder 2. 3. 4. 10. 11. Die Zahlen weisen auf die Lieder im Gesangbuch, die mit einem Sternchen versehenen auf die geistlichen Volkslieder hin. „Alber, Erasmus, geb. 1500 in Bruchenbrücken(Wetterau), eifriger Verfechter des Luthertums in Wort und Schrift, gest. 1553 nach einem bewegten Leben als Superintendent in Neubrandenburg(Mecklenburg).— 274. 481. 57* Albert, Heinrich, geb. 1604 zu Lobenstein im Vogtlande, gest. 1651 als Organist am Dom zu Königsberg i. Pr., wo er dem Kreise um Simon Dach angehörte— 266. 495. Albinus, Johann Georg, geb. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, gest. 1679 als Pfarrer zu Naumburg.— 509(7). Allendorf, Johann Ludwig Konrad, geb. 1693 zu Jos⸗ bach(Hessen), Schüler A. H. Franckes, Hofprediger in Köthen und Wernigerode, seit 1759 Pfarrer in Halle a. d. S., gest. 1773.— 33. 105. 106. 426. 62*. Altenburg, Michael, geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, nach vielen Kriegsleiden Pastor in Erfurt(St. Andreas), gest. 1640.— 97. Arends, Wilhelm Erasmus, geb. 1677 in Langenstein (Prov. Sachsen), gest. 1721 als Pastor an St. Peter und Paul in Halberstadt.— 181. Arndt, Ernst Moritz, geb. am 26. Dezember 1769 zu Schoritz auf Rügen, bekannt als Dichter und Schriftsteller aus der Zeit der Befreiungskriege, wurde 1818 Professor der neueren Geschichte zu Bonn, daselbst gest. am 29. Ja⸗ nuar 1860.— 20. 139. 158. 341. 380. 443. 470. 4*. 187. 2 297. 684 Arnold, Gottfried, geb. 1666 zu Annaberg(Sachsen), Schüler Speners, zeitweilig Professor der Geschichte in Gießen, gest. 1714 als Pfarrer und Inspektor(Super⸗ intendent) zu Perleberg.— 169. 230. Bahnmaier, Jonathan Friedrich, geb. 1774 zu Obersten⸗ feld(Württemberg), Professor der Theologie in Tübingen, als Dekan von Kirchheim unter Teck gest. 1841 zu Owen. — 111. Barth, Christian Gottlob, geb. 1799 in Stuttgart, be⸗ gründete nach Niederlegung seines Pfarramtes in Mött⸗ lingen bei Calw den Calwer Verlag; als Volksschrift⸗ steller und eifriger Förderer der Heidenmission tätig, gest. 1862.— 394. Becker, Kornelius, geb. 1561 zu Leipzig, Professor der Theologie und Pastor an St. Nikolai daselbst, gab 1602 den Psalter in Liedern„auf Luthers Wort und Weise“ heraus, gest. 1604.—(403). 412. 460. 34 Die Dichter unserer Lieder 12. Behm, Martin, geb. 1557 zu Lauban(Schlesien), nach, über 40jähriger Amtstätigkeit in seiner Heimat als Ober⸗ pfarrer gest. 1622.— 28. 264. 265. 504 13. Berger, Hahenn Wilhelm, geb. 1747 zu Gräfrath bei Elberfeld, Lehrer in Solingen, Oberkassel, Cleve und Mülheim(Rhein), mit Tersteegen und Lavater verbunden, F. W. Krummachers Freund, gest. 1829 in Barmen.— 488. 14. Betichius, Johann, geb. 1650 zu Steckby(Anhalt), gest. 1722 als Diakonus zu Zerbst.— 293. 15. Bienemann(Melissander), Kaspar, geb. 1540 zu Nürnberg, vorübergehend Erzieher am Hofe zu Weimar, gest. 1591 als Generalsuperintendent zu Altenburg.— 214. 16. von Birken,(Betulius), Sigismund, geb. 1626 zu Wildstein bei Eger(Böhmen), mit seinen Eltern des Glaubens wegen vertrieben, Schriftsteller in Nürnberg, Vorsteher des„Pagnesischen Blumenordens“, von Ferdi⸗ nand III. geadelt und als Dichter gekrönt, gest. 1681.— 49. 164. 17. Blaurer(Blarer), Ambrosius, geb. 1493 in Konstanz, „der Apostel Schwabens“, war mit seinem Bruder Thomas Blaurer und seinem Freunde Johann Zwick der Reformator seiner Vaterstadt, führte auch in Württemberg die Refor⸗ mation durch, gest. 1564 als Pfarrer von Winterthur.— 377. 384 18. von Bogatzky, Karl Heinrich, geb. 1690 zu Jankowe (Schlesien), verfaßte zahlreiche Erbauungsschriften, darunter das„goldene Schatzkästlein“, gest. 1744 als Privatmann im Waisenhaus zu Halle.— 104. 185. 19. Bonn(Bonnus), Hermann, geb. 1504 zu Quaken⸗ brück, Luthers Schüler, erster Superintendent von Lübeck, Reformator Osnabrücks; dichtete und schuf Gesangbücher in niederdeutscher Sprache, gest. 1548.— 363. 20. Buchner, August, geb. 1591 zu Dresden, Professor der Poesie und Redekunst in Wittenberg, Martin Opitz' Freund, gest. 1661.— 476. 21. Bürde, Samuel Gottlieb, geb. 1753 zu Breslau, Jurist, Hofrat und Kanzleidirektor daselbst, gest. 1831 auf einer Reise in Berlin.— 442. Burmeister, Franz Joachim, geb. 1633 in Lüneburg, Freund und Mitarbeiter Johann Rists, als Pastor in seiner Vaterstadt gest. 1672.— 329. 23. Claudius, Matthias, der„Wandsbecker Bote“, geb. 1740 zu Reinfeld bei Lübeck, bekannt als geistreicher und gemütvoller Volteschuftseuet, gest. 1815 als Bank⸗ revisor in Hamburg.— 127 24. Clausnitzer, Tobias,—1 1618 zu Thum(Erz⸗ gebirge), schwedischer Feldprediger, als Kirchenrat zu Weiden (Oberpfalz) gest. 1684.— 88. 119. 22 schlesien), nach. nat als Ober⸗ Gräfrath bei l, Cleve und ter verbunden, armen.— 488. ckby(Anhalt), geb. 1540 zu se zu Weimar, nburg.— 214. geb. 1626 zu n Eltern des in Nürnberg, , von Ferdi⸗ gest. 1681.— in Konstanz, ruder Thomas er Reformator erg die Refor⸗ Vinterthur.— 90 zu Jankowe iften, darunter Privatmann 1 zu Quaken⸗ nt von Lübeck, 63 3. ; Professor der Opitz' Freund, reslau, Jurist, 831 auf einer 3Hin Lüneburg, als Pastor in sbecker Bote“, als geistreicher 315 als Bank⸗ Thum(Erz⸗ nrat zu Weiden Die Dichter unserer Lieder 35 —.——— 25. Cramer, Johann Andreas, geb. 1723 zu Jöhstadt (sächsisches Erzgebirge), Professor der Theologie zu Kiel, gest. 1788.— 417. Crasselius, Bartholomäus, geb. 1667 zu Wernsdorf bei Glauchau(Sachsen), Schüler August Hermann Franckes, als lutherischer Pfarrer in Düsseldorf gest. 1724.— 170. 27. Dach, Simon, geb. 1605 in Memel, Professor der Dicht⸗ kunst zu Königsberg(Ostpr.), Haupt eines Dichterbundes, zu dem auch H. Albert und V. Thilo gehörten, gest. 1659.— 318. 319. 11— 28. Decius(Tech), Nikolaus, geb. in Hof(Oberfranken), Mönch und später Propst im Kloster Steterburg bei Wolfenbüttel, seit 1523 evangelischer Prediger in Stettin, übertrug altkirchliche Gesänge ins Niederdeutsche, ge⸗ storben 1529.— 86. 29. Denicke, David, geb. 1603 in Zittau(Oberlausitz), gest. 1680 als Konsistorialrat in Hannover, gab mit Justus Gesenius 1646 das Hannoversche Gesangbuch heraus, in welchem zum erstenmal ältere Lieder nach neuerem Geschmack umgedichtet erschienen.— 115. 419. 30. Deß ler, Wolfgang Christoph, geb. 1660 zu Nürnberg, Konrektor der Schule zum Heiligen Geist daselbst, ge⸗ storben 1722.— 203. 451. 31. Döring, Karl August, geb. 1783 zu Mark⸗-Alvensleben bei Magdeburg, unermüdlicher Förderer der inneren Mission, Pfarrer der lutherischen Gemeinde in Elberfeld, ge⸗ storben 1844.— 471. 32. Drese, Adam, geb. 1620 in Weimar(7), Kapellmeister an verschiedenen thüringischen Höfen, gest. 1701 zu Arn⸗ stadt.— 202(Tert und Weise). 33. Eber, Paul, geb. 1511 zu Kitzingen(Unterfranken), Luthers und Melanchthons Freund, Professor der Theologie, Stadtpfarrer und Generalsuperintendent in Wittenberg, gest. 1569.— 211. 309. 34. Eickhoff, Friedrich H., geb. 1807 zu Soest, Lehrer und Organist zu Gütersloh, daselbst gest. 1886.— 397. 35. Englisch, Johannes, geb. zu Buchsweiler(Elsaß), Pfarrer am Münster in Straßburg, Anhänger Bucers, gest. 1577.—(414). 36. Falk, Johannes Daniel, geb. zu Danzig 1768, gründete in Weimar, wo er Legationsrat war, den„Lutherhof“, eins der ersten Rettungshäuser für verwahrloste Kinder, gest. 1826.— 48*. 71. 37. Fickert, Georg Friedrich, geb. 1758 in Bartzdorf bei Striegau(Schlesien), als Pfarrer zu Groß-Wilkau(Kreis Nimptsch) gest. 1815.— 109. 38. Fischer, Christoph, geb. um 1515 zu Joachimsthal (Böhmen), Pfarrer in Schmalkalden, dann Hofprediger und Generalsuperintendent in Celle, gest. 1600.— 37. 25 26. 36 Die Dichter unserer Lieder 39. 40. 2 50. Fleming, Paul, geb. 1609 zu Hartenstein(Sachsen), nahm 1633 an einer sechs Jahre dauernden Gesandtschafts⸗ reise nach Rußland und Persien teil, bei deren Beginn er sein Reiselied dichtete; infolge der Anstrengungen dieser Reise als Arzt in Hamburg gest. 1640.— 223. Franck, Johann, geb. 1618 in Guben, Bürgermeister seiner Vaterstadt, Landesältester der Niederlausitz, nächst Paul Gerhardt der bedeutendste Kirchenliederdichter seiner Zeit, gest. 1677.— 31. 135. 198. 300. 346. 420. Franck, Michael, geb. 1609 zu Schleusingen, Bäcker daselbst, als Lehrer an der Stadtschule zu Koburg gest. 1667.— 129. 324(Text und Weise). Franck, Salomo, geb. zu Weimar 1659, daselbst als Oberkonsistorialsekretär gest. 1725.— 51. 229. 511. Franck, Sebastian, geb. 1606 in Schleusingen, Michaels ältester Bruder(s. d.), litt schwer unter den Kriegswirren seiner Zeit, gest. 1668 als Diakonus in Schweinfurt.— 428. Francke, August Hermann, geb. 1663 in Lübeck, Be⸗ gründer der„Franckeschen Stiftungen“ in Halle a. d. S., Professor der Theologie und Pastor an St. Ulrich da⸗ selbst, gest. 1727.— 358. 466. Franke, August Hermann, geb. 1853 in Sundern bei Gütersloh, Professor der Theologie in Halle und Kiel, gest. 1891 in Montreux.— 447. Franz, Agnes, geb. 1794 zu Militsch(Schlesien), Vor⸗ steherin einer Armenschule zu Breslau, gest. 1843.— 70*. Franz, Ignaz, geb. 1719 in Protzau(Schlesien), als Rektor des Priesteralumnats in Breslau gest. 1790.— 27 Freylinghausen, Johann Anastasius, geb. 1670 zu Gandersheim(Braunschweig), Franckes Schwiegersohn, Gehilfe und Nachfolger, gab 1704 und 1714 die Hallischen Gesangbücher heraus, gest. 1739.— 204. 485. Freystein, Johann Burchard, geb. 1671 zu Weißenfels, als Hof⸗ und Justizrat zu Dresden gest. 1718.— 174. Fritsch, Ahasverus, geb. 1629 zu Mücheln(Provinz Sachsen), nach kriegsschwerer Jugend am Hofe zu Schwarz⸗ burg-Rudolstadt, regte die Gräfin Aemilie Zuliane und ihre Schwester zur geistlichen Dichtkunst an; als Konsi⸗ storialpräsident und Kanzler in Rudolstadt gest. 1701.— 364. 510. Funcke, Friedrich, geb. 1642 zu Nossen(Erzgebirge), Kantor in Perleberg und Lüneburg, seit 1694 Pfarrer in Römstedt bei Lüneburg, gest. 1699.— 72. arve, Karl Bernhard, geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, Prediger der Brüdergemeine, gest. 1841 zu Herrnhut.— 157. 391. 409. Gedicke, Lambertus, geb. 1683 zu Gardelegen(Alt⸗ mark), Schüler A. H. Franckes, preußischer Feldprediger und Soldatenpfarrer, Feldpropst zu Berlin, gest. 1736.— 235. 55. 56. 57. 59 6⁰ 61 6² 6⁵ Sachsen)/ idtschafts⸗ Beginn er jen dieser zermeister tz, nächst ter seiner „ Bäcker Koburg selbst als 1 Michaels gswirren t.— 428. beck, Be⸗ a. d. S., lrich da⸗ idern bei nd Kiel, 1670 zu egersohn, zallischen ißenfels, — 174. Provinz Ichwarz⸗ ane und Konsi⸗ 701.— gebirge)/ arrer in unnover, nhut.— u(Alt⸗ prediger 3.— 235. Die Dichter unserer Lieder 37 54. Gel lert, Christian Fürchtegott, geb. 1715 zu Hainichen Professor in Leipzig, bekannt als bei Freiberg, und Moral 1769.— 289. 487. 55. Gerhardt, Paul, nach Luther der größte unter allen Liederdichtern der evangelischen Kirche, geb. am 12. März 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651—1657 Propst in Mittenwalde, 1657 trat 1667 wegen konfessioneller Zwistigkeiten vom Amte zurück, seit 1669 Archidiakonus in Lübben a. d. Spree, 27. Mai, beerdigt am 7. Juni 1676.— 5. 15. 16. 17. 24. 44. 45. 46. 47. 63. 78. 79. 150. 218. 219. 220. 221. 222. 248. 249. 250. 251. 267. 268. 269. daselbst gest. 5 280. 291. 292. 461. 462. 463. 24*. 56. Gerok, Karl, in Löblingen, seit 1840 in Stuttgart, zuletzt als Oberhof⸗ prediger und Prälat; Dichter der„Palmblätter“, ge⸗ storben 1890.— 57. Gesenius, Justus, geb. 1601 zu Esbeck(Hannover), Pfarrer im Braunschweigischen und Hannoverschen, dann Generalsuperintendent und Oberhofprediger in Hannover; gab mit Denicke(s. d.) 1646 das Hannoversche Gesang⸗ buch heraus, gest. 1673.— 41. 58. Geßner, Georg, geb. 1765 zu Dübendorf bei Zürich, umünster zu Zürich, nach seines Schwieger⸗ Pfarrer am Fra vaters Lavater Schweiz; gest. 1843.— 41⁷. ner, Johannes Evangelista, geb. 1773 in Hausen 59. Goß bei Waldstetten(Bayern), evangelischer Religionslehrer— zeitweilig in Düsseldorf— und Prediger in kirche), gest. 1858.— 54*. 60. Gotter, Ludwig Andreas, geb. 1661 in Gotha, Hofrat in seiner Vaterstadt, gest. 1735.— 167. 168. 257. 61. Grafe, Hermann Heinrich, geb. 1818 zu Palsterkamp bei Rothenfelde, als Fabrikant und Führer der deutschen freien evangelischen Gemeinden in Elberfeld gest. 1869.— 8. 62. Gramann(Poliander), Johann, geb. 1487 zu Neustadt (Bayern), Ecks Sekretär bei der Disputation in Leipzig 1519, seit 1522 Luthers Freund, Pfarrer zu Königsberg(Ostpr.), gest. 1541.— 243. 63. Gregor, Christian, geb. 1723 zu Diersdorf(Schlesien), seit 1742 Mitglied der Herrnhuter Brüdergemeine, deren Gesangbuch er 1778 herausgab; gest. 1801 als ihr Bischof zu Berthelsdorf.— 124. 206. 458. 19. 53. 67. 137. 239. der Dichtkunst, Beredsamkeit Fabeldichter, gest. 240. 259. 260. 261. 273. Diakonus an St. Nikolai in Berlin, 299. 302. 322. 323. 345. 353. 354. 429. geb. 1815 zu Vaihingen a. d. Enz, Pfarrer 410. Tod Führer der gläubigen Kreise in der ursprünglich Priester, dann Petersburg, zuletzt in Berlin(Bethlehems⸗ 25* 38 Die Dichter unserer Lieder —* — 6 — 7 — 72. 76. 77. 64. 65. 66. 68. 69. 70. 74. H Gryphius, Andreas, geb. 1616 in Glogau(Schlesien), nach leiderfüllter Jugend Syndikus in seiner Vaterstadt, gest. 1664.— 325. Günther, Cyriakus, geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, gest. 1704 als Lehrer am Gymnasium in Gotha.— 373. 450. Hagenbach, Karl Rudolf, geb. 1801 zu Basel, Professor der Theologie an der Universität daselbst, gest. 1874.— 397. Hahn, Johann Michael, geb. 1758 in Altdorf(Württem⸗ berg), Gründer der nach ihm genannten Gemeinschaften, als Landmann in Sindlingen bei Herrenberg gest. 1819.— 408. von Hardenberg, Friedrich, genannt Novalis, geb. 1772 zu Oberwiederstedt(Mansfeld), Bergassessor in Weißenfels, gest. 1801.— 207. 317. 67⁷% Hartmann, Thomas, geb. 1548 zu Lützen, Archi⸗ diakonus in Eisleben, gest. 1609.— 60. Harttmann, Karl Friedrich, geb. 1743 zu Adelberg (Württemberg), als Professor an der Karlsschule Schillers Lehrer, später Dekan in Lauffen, gest. 1815 in Tü⸗ bingen.— 340. „Haßlocher, Johann Adam, geb. 1645 zu Speyer, Pfarrer daselbst, nach der Zerstörung der Stadt durch die Franzosen Konsistorialrat und Hofprediger zu Weilburg (Nassau), gest. 1726.— 404. Hausmann, Julie, geb. 1826 in Riga, bis 1870 Erzieherin au verschiedenen Orten, zuletzt in Biarritz, dann Musiklehrerin an der St.⸗Annen⸗Schule in Peters⸗ burg, gest. 1901 im Seebade Wösso(Esthland).— 55*. von Hayn, Luise, geb. zu Idstein(Nassau) 1724, Mitglied der Brüdergemeine, als Pflegerin der ledigen Schwestern in Herrnhut gest. 1782.— 64*. deermann, Johann, geb. 1585 zu Raudten(Schlesien), der bedeutendste Kirchenliederdichter in der Zeit zwischen Luther und Paul Gerhardt, 1611- 1634 Paftor zu Köben bei Glogau, erduldete in den Drangsalszeiten des Dreißig⸗ jährigen Krieges mit seiner Gemeinde und in seinem Hause viel Kreuz, gest. 1647 in Lissa.— 29. 38. 39. 61. 98. 99. 145. 146. 195. 275. 290. 386. 387. 483. 505. Held, Heinrich, geb. 1620 zu Guhrau(Schlesien), Rechts⸗ anwalt in Fraustadt und Stettin, als Kämmerer und Ratsherr von Altdamm gest. 1659.— 7. 81. Helmbold, Ludwig, geb. 1532 zu Mühlhausen(Thü⸗ ringen), Konrektor am Pädagogium zu Erfurt, als Pfarrer und Superintendent seiner Vaterstadt gest. 1596.— 213. 244. Hensel, Luise, geb. 1798 zu Linum bei Fehrbellin, Tochter eines evgl. Pfarrers, trat 1818 zur katholischen Kirche über, als Erzieherin zu Paderborn gest. 1876. Die Lieder sind vor 1818 entstanden.— 34. 44 11 99 24 2 AHUUEEDn/ 90 — 8 —— s 9 2 — — 2 F..* lesien), erstadt, Gotha, ha.— ꝛofessor *+ 397. rttem⸗ haften, — 408. ovalis, ssor in Archi⸗ delberg hillers 1Tü⸗ peyer, rch die ilburg 17²4, edigen esien), dischen Köben eißig⸗ Hause . 98. echts⸗ r und (Thü⸗ farrer 8.— Hellin, ischen 1876. Die Dichter unserer Lieder 39 78. 79. E 80. 81. — 82. 83. — 85. —* 86. 87. 88. 89. — 90. — 91. 92. 93. — Henzen, Johann Daniel, geb. 1721 zu Bissendorf, als Pfarrer in Fischbeck a. d. Weser gest. 1753.— 468. Herberger, Valerius, geb. 1562 in Fraustadt(Posen), Deruuln seiner Heimatstadt; wie sein Schüler Johann eermann ein Kreuzträger in den Nöten der Gegenrefor⸗ mation und des Dreißigjährigen Krieges, Verfasser zahl⸗ reicher Erbauungsschriften, gest. 1627.— 312. Herbert, Petrus, gest. 1571als Konsenior der böhmisch⸗ mährischen Brüderunität zu Eibenschütz.— 277. Herman, Nikolaus, geb. um 1480 in Altdorf bei Nürnberg, Kantor zu Joachimsthal in Böhmen, Freund seines Pfarrers Johann Mathesius, im hohen Alter gest. 1561. Auch Erfinder von Melodien.— 13. 59. 262. 276. 308. 494. Hermann, Zacharias, geb. 1643 zu Namslau, Pfarrer in Lissa, gest. 1716.— 267. Hermes, Johann Timotheus, geb. 1738 zu Petznik (Hinterpommern), als Superintendent, Professor der Theologie und Oberkonsistorialrat in Breslau ge⸗ storben 1821.— 339. Herrmann, Johann Gottfried, geb. 1707 zu Alt⸗ jeßnitz bei Bitterfeld, Oberhofprediger und Oberkonsi⸗ storialrat zu Dresden, gest. 1791.— 155. Herrnschmidt, Johann Daniel, geb. 1675 zu Bop⸗ fingen(Württemberg), Professor der Theologie und Mit⸗ direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle, gest. 1723.— 234. 258. Herrosee, Karl Friedrich Wilhelm, geb. 1754 zu Berlin, entstammte einer Hugenottenfamilie, als Hof⸗ prediger und Superintendent in Züllichau a. d. O. ge⸗ storben 1821.— 7. derzog, Johann Friedrich, geb. 1647 zu Dresden, Rechtsanwalt daselbst, gest. 1699.— 282. Heune(Gigas), Johann, geb. 1514 zu Nordhausen, zeitweilig Rektor der fürstl. Landesschule Pforta, Pfarrer in Freystadt und Schweidnitz, gest. 1581.— 502. Heunisch, Kaspar, geb. 1620 in Schweinfurt, daselbst Pfarrer und Superintendent, gest. 1690.— 328. Hey, Wilhelm, geb. 1789 zu Leina bei Gotha, Pfarrer und Superintendent zu Ichtershausen, bekannt als Fabel⸗ dichter, gest. 1854.— 27. 57. 66* Heyden, Sebaldus, geb. 1494 in Nürnberg, Rektor und erster evangelischer Lehrer an der Sebaldusschule daselbst, gest. 1561.— 362. Hiller, Friedrich Konrad, geb. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruchsal, Kanzleiadvokat zu Stuttgart, gest. 1726.— 388. Hiller, Philipp Friedrich, geb. 1699 zu Mühlhausen (Württemberg), der fruchtbarste Liederdichter des schwäbi⸗ schen Pietismus, seit 1748 in Steinheim, verlor 1751 die 40 Die Dichter unserer Lieder 94. 95. 96. 0⁷. 98. 99. 100. 101. 105. 106. Stimme, mußte dem Amte entsagen, gest. 1769.— 153. 190. 237. 437. 456. 512. 513. Hindenlang, Friedrich, geb. 1867 in Hornberg(bad. Schwarzwald), evangelischer Volksschriftsteller, alsKirchen⸗ rat Geschäftsführer des Evgl. Preßverbandes in Karls⸗ ruhe.— 46“. Hoffmann, Gottfried, geb. 1658 zu Plagwitz bei Löwenberg(Schlesien), Rektor des Gymnasiums in Zittau, gest. 1712.— 333. Hoffmann von Fallersleben, Heinrich, geb. 1798 in Fallersleben(Lüneburg), Kustos und Pro⸗ fessor in Breslau, später Bibliothekar der Abtei Corvey a. d. Weser, gest. 1874.— 14. Homburg, Ernst Christoph, geb. 1605 zu Mihla bei Eisenach, als Rechtsanwalt in Naumburg gest. 1681.— 2. 42. 71. Horn, Johann, aus Böhmen gebürtig, Prediger, Senior und Bischof der böhmischen Brüder in Jung⸗ bunzlau, gest. 1547.— 344.(383.) Hubert, Konrad, geb. 1507 zu Bergzabern(Pfalz), Diakonus an St. Thomas zu Straßburg i. E., Freund und Gehilfe des Reformators Martin Bucer, gest. 1577.— 141. 402. Jonas, Justus, geb. 1493 zu Nordhausen, 1521 Pro⸗ fessor zu Wittenberg, einer der tätigsten Mitarbeiter Luthers, besonders auch bei der Bibelübersetzung, 1542 erster evangelischer Superintendent zu Halle a. d. S., infolge des Schmalkaldischen Krieges von dort vertrieben, als Superintendent zu Eisfeld(Thüringen) gest. 1555.— 95. Jorissen, Matthias, geb. 1739 zu Wesel, deutscher reformierter Prediger im Haag(Holland), gest. 1823. Seine„Neue Bereimung der Psalmen“ erschien zu Wesel 1798.— 516-540. Jung, Johann Heinrich, genannt Stilling, geb. 1740 zu Grund bei Hilchenbach(Siegerland), als Arzt durch zahlreiche Staroperationen bekannt, Professor in Heidel⸗ berg und Marburg, Verfasser vieler religisser Schriften, als Hofrat in Karlsruhe gest. 1817.— 390 Keimann, Christian, geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen, gest. 1662 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 14. 197. Kempf, Johann, geb. zu Staffelstein im Würzbur⸗ gischen, seit 1604 Diakonus in Gotha, gest. 1625.— 506. Kiel, Tobias, geb. 1584 in Ballstädt bei Gotha, als Pfarrer seines Heimatortes gest. 1626.— 507. 42*. Kinkel, Gottfried, geb. 1815 zu Oberkassel bei Bonn, bis 1849 Universitätsprofessor in Bonn, flüchtete aus politischen Gründen ins Ausland, als Professor der Kunstgeschichte in Zürich gest. 1882.— 22* 107. K 108. K 109. K 110. 111. 117. 118. 119. 120. 121. 769.— rg(bad. Kirchen⸗ Karls⸗ witz bei ms in deinrich, id Pro⸗ Corvey hla bei 681.— rediger, Jung⸗ Pfalz), Freund 577.— 1 Pro⸗ arbeiter 3, 1542 infolge n, als — 95. eutscher 1823. Wesel 1740 zu durch Heidel⸗ hriften, öhmen, tau.— irzbur⸗ Die Dichter unserer Lieder 41 107. 108. 109. 110. 117. 11 2 119. 120. 121. — Klesel, Abraham, geb. 1636 in Fraustadt(Posen), als Oberpfarrer zu Jauer(Schlesien) gest. 1702.— 365. Klieber, Jakob, lebte um 1530 in Nürnberg.— 10“. Klopstock, Friedrich Gottlieb, geb. 1724 zu Quedlin⸗ burg, der Sänger des„Messias“, lebte längere Zeit in Kopenhagen und zuletzt in Hamburg, daselbst gest. 1803.— 126. 338. 418. Knak, Gustav, geb. 1806 zu Berlin, Prediger an der Bethlehemskirche daselbst, eifriger Missionsfreund, auf einer Reise zu Dünnow(Pommern) gest. 1878.— 114. 36“. 40*. Knapp, Albert, geb. 1798 zu Tübingen, Stadtpfarrer in Stuttgart, gab den„Edbangelischen Liederschatz“ heraus (3590 Kirchenlieder), gest. 1864.— 55. 112. 113. 392. 393. Knoll, Christoph, geb. 1563 zu Bunzlau, als Pfarrer in Wittgendorf(Schlesien) gest. 1650.— 313. Knorr von Rosenroth, Christian, geb. 1636 zu Altraudten(Schlesien), als Geheimrat und Kanzleidirektor zu Sulzbach(Bayern) gest. 1689.— 270. .Kögel, Rudolf, geb. 1829 zu Birnbaum(Posen), Oberhofprediger in Berlin, Seelsorger Wilhelms I., bedeu⸗ tender Kanzelredner und Kirchenpolitiker, gest. 1896.— 128. . Krause, Jonathan, geb. 1701 zu Hirschberg(Schlesien), Pfarrer und Superintendent in Liegnitz, gest. 1762.— 125. 3. Krummacher, Cornelius Friedrich Adolf, geb. 1824 in Ruhrort, Sohn von Friedrich Wilhelm, Enkel von Friedrich Adolf Kr., Hofprediger in Halberstadt, dann Oberpfarrer in Barby, gest. 1884.— 58. Krummacher, Friedrich Adolf, geb. 1767 in Tecklen⸗ burg, Konrektor in Hamm, Rektor in Mörs, Professor der Theologie in Duisburg, Pfarrer in Kettwig, Konsi⸗ storialrat in Bernburg, Pastor zu St. Ansgarii in Bremen, dort im Ruhestand gest. 1845; bekannt als Parabeldichter.— 110. 348. 469. 72 Kunth, Johann Sigismund, geb. 1700 zu Liegnitz, Oberpfarrer und Superintendent zu Baruth(Nieder⸗ lausitz), gest. 1779.— 337. Lackmann, Peter, geb. 1659 zu Lübeck, August Hermann Franckes Schüler, Oberpfarrer zu Oldenburg(Holstein), gest. 1713.— 477. Lampe, Friedrich Adolf, geb. 1683 in Detmold, refor⸗ mierter Pfarrer in Weeze, Duisburg und Bremen, zwischen⸗ durch Professor der Theologie in Utrecht, gest. 1729.— 183. 374. 416. 434. 454. Lange, Joachim, geb. 1670 zu Gardelegen(Altmark), August Hermann Franckes Freund, Rektor und Prediger in Berlin, seit 1709 Professor der Theologie in Halle, gest. 1744.— 271. 42 Die Dichter unserer Lieder 132. 133. 122. 123. 124. 125. 126. 127. 128. 129. 130. L 131. von Laufenberg, Heinrich, geb. um 1390 zu Laufenberg(Aargau), lebte nach längerer Tätigkeit als Priester im Kloster zu Straßburg, Dichter vieler volks⸗ tümlicher geistlicher Lieder, gest. um 1458.— 501. 32* Laurenti, Laurentius(Lorenz Lorenzen), geb. 1660 zu Husum(Schleswig), Kantor und Musikdirektor am Dom in Bremen, gest. 1722.— 64. 334. 465. Lavater, Johann Kaspar, als religiöser Schriftsteller bekaunt, geb. 1741 zu Zürich, als Kirchenrat und Pfarrer an St. Peter daselbst gest. 1801 an den Folgen einer durch einen französischen Soldaten erhaltenen Schuß⸗ wunde.— 193. 441. Lehr, Leopold Franz Friedrich, geb. 1709 zu Kronberg bei Frankfurt a. M., Diakonus an der lutherischen Kirche in Köthen, gest. 1744 in Magdeburg.— 424. Leon, Johann, geb. zu Ohrdruf(Thüringen), erst Feldprediger, dann Lehrer in Königsee und Großmölsen, Pfarrer in Wölfis(Kreis Gotha), gest. 1597.— 310.315. Liebich, Ehrenfried, geb. 1713 zu Probsthain bei Liegnitz, Pastor zu Lomnitz und Erdmannsdorf(Schlesien), gest. 1780.— 238. 379. Lindemann, Zohann, geb. 1549 in Gotha, ein Ver⸗ wandter Luthers, ein halbes Jahrhundert Kantor in seiner Vaterstadt, gest. 1631.— 448. Liscow, Salomo, geb. 1640 zu Niemitzsch(Nieder⸗ lausitz), Diakonus zu Wurzen in Sachsen, gest. 1689.— 491. öscher, Valentin Ernst, geb. 1673 in Sondershausen, Oberkonsistorialrat und Superintendent zu Dresden, gest. 1749.— 52. von Löwenstern, Matthäus Apelles, geb. 1594 zu Polnisch Neustadt(Schlesien), a und Musiker— er schuf u. a. die Mel. zu 246—, Kaiserlicher Rat und Staatsrat des Herzogs von Ols in Breslau, gest. 1648.— 101. 246. 482. Luther, Martin, geb. am 10. November 1483 in Eis⸗ leben, seit 1508 Professor in Wittenberg, deutscher Refor⸗ mator, Dichter der ersten evangelischen 2, Buruünder Schöpfer der ersten evangelischen Gesangbücher, Begründer des deutschen evangelischen Gemeindegesanges. Seine 37 Lieder sind teils frei erfunden, teils durch Verdeutschung lateinischer Hymnen, Erweiterung und Ergänzung alter deutscher Strophen und durch Bearbeitung biblischer Stellen entstanden. In Eisleben gest. am 18.Februar 1546.— 10. 11. 12. 57. 75. 76. 85. 89. 90. 91. 92. 93. 133. 140. 148. 159. 242. 298. 304. 305. 369. 381. 411. 141. Magdeburg, Joachim, geb. 1525 zu Gardelegen (Altmark), evangelischer Prediger zu Efferding(Osterreich), von dort 1583 vertriehen, 1584 Geistlicher in Essen, als „Ohristi Dni. exul“ in Zserlohn, Jannar bis März 1586 i 1 134. 135. 136. 137 138. 139. 140. 141. 142. 143. 144. 145. 146. 147. 148. ——— 1390 zu igkeit als er volks⸗ 501. 32*. 1660 zu am Dom riftsteller Pfarrer jen einer Schuß⸗ Rronberg herischen — 424. n), erst ßmölsen, 310. 315. hain bei chlesien), ein Ver⸗ ntor in (Nieder⸗ 9.— 491. shausen, Dresden, e'b. 1594 üsiker— Rat und 1648.— in Eis⸗ r Refor⸗ enlieder, gründer Seine 37 utschung ug alter iblischer 1546.— 33. 140. rdelegen erreich), sen, als irz 1586 Die Dichter unserer Lieder 48 in Köln, dann wieder(bis 1587) in Essen; Todesjahr unbekannt.— 212. 134. Marperger, Bernhard Walter, geb. 1682 in Ham⸗ burg, Pfarrer in Nürnberg, Nachfolger Speners in Dresden, als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat gest. 1746.— 433. 135. Mentzer, Johann, geb. 1658 zu Jahmen(Oberlausitz), Pfarrer in Kemnitz, gest. 1734.— 256. 136. Meyfahrt, Johann Matthäus, geb. 1590 in Jena, Rektor des Gymnasiums in Koburg, dann Professor der Theologie und Pastor zu Erfurt, gest. 1642.— 317. 137. Mohr, Joseph, geb. 1792, katholischer Geistlicher, 1818 zu Oberndorf bei Salzburg, gest. 1848 zu Wagrain.— 50“. 138. Mol Ler, Martin, geb. 1547 zu Kropstädt bei Witten⸗ berg, Pfarrer verschiedener Gemeinden in Schlesien, zuletzt Oberpfarrer in Görlitz, gest. 1606.— 144. 215. 216. 378. 502. 139. Möller, Johann Friedrich, geb. 1789 zu Erfurt, als Generalsuperintendent in Magdeburg gest. 1861.— 492. 140. von Moser, Johann Jakob, geb. 1701 in Stuttgart, Jurist in mancherlei Stellungen, nach einem an Wechsel reichen Leben in seiner Heimatstadt gest. 1785.— 457. 141. Müller, Michael, geb. 1673 in Blankenburg(Harz), zeitlebens kränklich, als Hauslehrer in Württemberg gest. 1704.— 359. 142. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, geb. 1624 zu Halle a. d. S., Pastor zu Koburg, gest. 1685.— 18. 143. Neander, Joachim, wegen seiner Lobpreisung der Herrlichkeit Gottes„der Psalmist des neuen Bundes“ genannt, geb. 1650 zu Bremen, Rektor in Düsseldorf, dann reformierter Prediger in Bremen(St. Martini), gest. 1680.— 165. 254. 255. 283. 331. 357. 144. Nerreter, David, geb. 1649 zu Nürnberg, General⸗ superintendent des Herzogtums Hinterpommern und des Fürstentums Cammin, gest. 1726 in Stargard.— 464. 145. Neumann, Kaspar, geb. 1648 zu Breslau, ebenda Pastor, theologischer Lehrer am Gymnasium und In⸗ spektor der evangelischen Kirchen, gest. 1715.— 121. 297. 146. Neumark, Georg, geb. 1621 zu Langensalza, Biblio⸗ thekar und Archipsekretär in Weimar, gest. 1681.— 224(Text und Weise). 147. Neumeister, Erdmann, geb. 167 zu üchteritz bei Weißenfels, Hauptpastor an St. Jakobi in Hamburg, Dichter von Kantatentexten Joh. Seb. Bachs, gest. 1756.— 32. 147. 285. 452. 148. Neuß, Heinrich Georg, geb. 1654 in Elbingerode(Harz), Superintendent und Konsistorialrat in Wernigerode, erfolgreicher Förderer des kirchlichen Gesanges, ge⸗ storben 1716. 166. Die Dichter unserer Lieder 149. 156. Rambach, Johann Jakob, geb. 1693 zu Halle, A. H. Nicolai, Philipp, geb. 1556 zu Mengeringhausen (Waldeck), 1583 Pastor in Herdecke(Ruhr), 1586 an der heimlichen lutherischen Gemeinde in Köln, 1587 Hof⸗ prediger in Wildungen, seit 1596 Pfarrer in Unna. Hier schuf er während der großen Pest(1597 bis 1598) seinen„Freudenspiegel des ewigen Lebens“ und gleich⸗ zeitig damit seine beiden berühmten Lieder. Seit 1601 Hauptpastor in Hamburg, gest. 1608.— 27. 311. Niege, Georg, geb. 1525 in Allendorf a. d. Werra, nach unruhigem Soldatenleben seit 1567 Amtmann u. a. im Ravensberger Lande(Minden, Hausberge, Lage bei Herford, Herford), gest. in Rinteln 1598.— 263. Olearius, Johann, geb. 1611 in Halle a. d. S., Oberhofprediger und Generalsuperintendent daselbst, später in Weißenfels, gest. 1684.— 48. 87. 117. 118. 355. 415. 430. Oser, Friedrich, geb. 1820 zu Basel, Pfarrer in ver⸗ Barer ece Gemeinden der Schweiz, zuletzt in Benken bei asel, gest. 1891.— 399. 45*. Osterwald, Wilhelm, geb. 1820 in Bretsch(Altmark), Gymnasialdirektor in Mühlhausen(Thüringen), ge⸗ storben 1887.— 49. Pauli, Joachim, geb. 1636 zu Wilsnack(Mark), Haus⸗ lehrer in Berlin, Paul Gerhardts Freund, Pfarrer in Ostrau bei Bitterfeld, gest. 1708.— 102. 5. Pfeffel, Gottlieb Konrad, geb. 1736 zu Kolmar (Elsaß), als Fabeldichter bekannt, seit seinem einund⸗ zwanzigsten Jahre völlig erblindet, als Präsident des Konsistoriums in Kolmar gest. 1809.— Hym. 11. von Pfeil, Christoph Karl Ludwig, geb. 1712 zu Grünstadt(Pfalz), württembergischer Geheimer Legations⸗ rat, als preußischer Gesandter in Unterdeufstetten bei Ansbach gest. 1784.— 192. 294. Praetorius, Benjamin, geb. 1636 in Obergreißlan bei Weißenfels, Pfarrer in Großlissa, gest. 1674.— 372. Basel werk, Samuel, geb. 1799 zu Rümlingen bei asel, Pfarrer und Antistes in Basel, gest. 1871.— 16*. Puchta, Christian Heinrich Rudolf, geb. 1808 zu Kadolzburg(Bayern), Pfarrer in Augsburg, gest. 1858.— 9. 498. Quandt, Emil, geb. 1835 zu Cammin(Pommern), seit 1860 im geistlichen Amte, wurde 1867 Pfarrer der deutschen Gemeinde im Haag, später Direktor des Predigerseminars in Wittenberg, D. theol., in Groß⸗ Lichterfelde gest. 1911.— 43 Raeder, Friedrich, geb. 181⁵ zu Elberfeld, Kaufmann, gest. 1872.— 28*. Franckes Schüler, als Professor der Theologie und 167. 168. 169. nghausen 6 an der 87 Hof⸗ n Unna. is 1598) d gleich⸗ Seit 1601 Werra, inn u. a. Lage bei ; d. S., st, später 18. 355. in ver⸗ enken bei Itmark), n), ge⸗ „Haus⸗ arrer in Kolmar einund⸗ dent des 1. 171²2 zu gations⸗ tten bei greißlau — 372. nmern)/ rrer der tor des 1 Groß⸗ fmann, „A. H. gie und Die Dichter unserer Lieder 45 167. 168. 169. Superintendent in Gießen gest. 1735.— 73. 131. 132. 152. 186. 347. van Randenborgh, Elisabeth, geb. Riemeier, geb. 1893 zu Bielefeld, lebt als Pfarrfrau in Iserlohn.— 56. von Redern, Hedwig, geb. 1866 zu Berlin, ent⸗ stammt einer alten Offiziersfamilie, lebt in Pots⸗ dam.— 65. Rehberger, Andreas, geb. 1716 in Nürnberg, Pfarrer daselbst, gest. 1769.— 427. Fürstin Reuß, Eleonore, geb. Gräfin Stolberg-Wernige⸗ rode, geb. 1835 zu Gedern am Vogelsberg(Hessen), Freundin von Marie Nathusius, als Witwe auf Schloß Ilsenburg (Harz) gest. w1903.— 26. Reußner, Adam, geb. 1496 zu Mindelheim(Bayr. Schwaben), Schüler Johann Reuchlins, Geheimsekretär des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg, Anhänger Kaspar Schwenkfelds, gest. um 1575 in seiner Vater⸗ stadt.— 209. Richter, Christian Friedrich, geb. 1676 zu Sorau (Niederlausitz), Arzt an A. H. Franckes Waisenhaus in Halle, der gedankenreichste Dichter des Halleschen Pietismus, gest. 1711.— 176. 177. 178. 179. 180. Rinckart, Martin, geb. 1586 zu Eilenburg(Sachsen), zunächst Kantor, dann Diakonus in Eisleben, seit 1617 Archidiakonus in seiner Vaterstadt; wie V. Herberger und J. Heermann ein treuer Führer seiner Gemeinde in den Drangsalen des Dreißigjährigen Krieges, gest. 1649.— 245. Ringwald, Bartholomäus, geb. 1530 zu Frankfurt a. d. O., Pfarrer zu Langenfeld(Neumark), gest. 1599.— 142. 503. Rist, Johann, geb. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, Pastor in Wedel(Holstein), gest. 1667.— 4. 23. 30. 43. 134. 247. 279. 321. 352. Rodigast, Samuel, geb. 1649 in Gröben bei Jena, Freund Speners, Rektor des Gymnasiums zum grauen Kloster in Berlin, gest. 1708.— 227. 3. Rothe, Johann Andreas, geb. 1688 zu Lissa bei Görlitz, 1722 bis 1737 Zinzendorfs Patronatspfarrer zu Berthels⸗ dorf, Pastor in Hermsdorf und Thommendorf(Schlesien), gest. 1758.— 151. 335. Rückert, Friedrich, geb. 1788 zu Schweinfurt, Professor der orientalischen Sprachen in Erlangen und Berlin, ein Sänger der Befreiungskriege, auf seinem Landsitz Neuses bei Koburg gest. 1866.— 9. Rumpius, Daniel, geb. 1549, Pfarrer zu Creyen(Meck⸗ lenburg) und Marienfließ. Todesjahr unbekannt.— 13“. „Ruopp, Johann Friedrich, geb. 1672 in Straßburg (Elsaß), aus seinem Pfarramt in Goxweiler vertrieben, Inspektor am Waisenhaus zu Halle, gest. 1708.— 182. Die Dichter unserer Lieder 177. 178. 179. 180. 181. 182. 191. Sachse, Christian Friedrich Heinrich, geb. 1785 zu Eisen⸗ berg(Thüringen), Hofprediger und Konsistorialrat in Alten⸗ burg, gest. 1860.— 342. Schade, Johann Kaspar, geb. 1666 in Kühndorf bei Meiningen, als Prediger an St. Nikolai in Berlin, Speners Amtsgenosse, gest. 1698.— 231. Schalling, Martin, geb. 1532 zu Straßburg, eifriger Anhänger Melanchthons, als Pastor in Nürnberg gest. 1608.— 162. Scheffler, Johann, geb. 1624 zu Breslau, seit 1649 Leibarzt des Herzogs zu Ols, trat 1653 unter dem Namen Angelus Silesius zur röm.⸗kath. Kirche über, wurde geist⸗ licher Rat des Fürstbischofs; im Kloster St. Matthias zu Breslau gest. 1677.— 163. 199. 200. 201. Scheidt, Christian Ludwig, geb. 1709 zu Waldenburg (Württemberg), als Hofrat und Bibliothekar in Hannover gest. 1761.— 156. Schein, Johann Hermann, geb. 1586 zu Grünhain (Sachsen), Musikdirektor und Thomaskantor in Leipzig, gest. 1630.— 508(Text und Weise). Schenck, Heinrich Theobald, geb. 1656 zu Heidelbach (Hessen), Stadtpfarrer in Gießen, gest. 1727.— 332. Pfarrer in Ostheim v. d. Rhön, gest. 1681.— Schenk, Hartmann, geb. 1634 in Ruhla bei Eisenach, 120. von Schenkendorf, Max, geb. 1783 in Tilsit, Sänger der Befreiungskriege, als Regierungsrat in Koblenz gest. 1817.— 21. 303. 177“. 35“. 52*. „Schirmer, Michael, geb. 1606 zu Leipzig, Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin, gest. 1673.— 3. 77. „Schmalenbach, Marie, geb. Huhold, geb. 1835 in Holtrup(Kreis Minden), Gattin des im Ravensberger Land unvergessenen Pfarrers und Superintendenten Theodor Schmalenbach in Mennighüffen(Kreis Herford), gest. 1924.— 515 „von Schmid, Christoph, geb. 1768 in Dinkelsbühl, Schüler des Bischofs Sailer, bekannter Jugendschriftsteller, als Domkapitular in Augsburg gest. 1854.— 33. „Schmidt, Johann Eusebius, geb. 1670 in Hohenfelden bei Erfurt, Pastor in Siebleben bei Gotha, gest. 1745.— 103. Schmolck, Benjamin, geb. 1672 zu Brauchitschdorf 8. (Schlesien), Oberpfarrer in Schweidnitz, gest. 1737.— 25. 65. 66. 82. 122. 130. 175. 233. 286. 287. 301. 406. 407. 422. 425. 431. 453. 9*. Schöner, Johann Gottfried, geb. 1749 zu Rügheim (Unterfranken), Pfarrer an St. Lorenz in Nürnberg, gest. 1818.— 194. 196. 197. 198. 199. 200. 201. 20² 20. u Eisen⸗ n Alten⸗ dorf bei Speners eifriger erg gest. eit 1649 Namen de geist⸗ Natthias denburg annover rünhain Leipzig, idelbach 32. zisenach, 0. Tilsit, Koblenz onrektor in, gest. 1835 in sberger Theodor ), gest. elsbühl, ftsteller, — enfelden + 103. itschdorf 7.— 8. 1. 406. tügheim irnberg, Die Dichter unserer Lieder 47 192. Schröder, Johann Heinrich, geb. 1667 zu Springe (Hannover), Pfarrer in Meseberg bei Magdeburg, gest. 1699.— 171. 172. 193. Schüler, Gustav, geb. 1868 zu Königl.⸗Reetz(Oderbruch), lebt als Schriftsteller in Freienwalde a. d. O.— 477. 61⁶ 194. Schüttz, Johann Jakob, geb. 1640 in Frankfurt a. M., Rechtsanwalt daselbst, gest. 1690.— 253. 195. Gräfin von Schwarzburg⸗ Rudolstadt, Aemilie Juliane geb. Gräfin von Barby, geb. 1637 auf der Heidecksburg bei Rudolstadt, in Rudolstadt gest. 1706.— 252. 330. 196. Scriver, Christian, geb. 1619 in Rendsburg, Pfarrer in Stendal und Magdeburg, zuletzt Oberhofprediger in Quedlinburg; berühmter Erbauungsschriftsteller, gest. 1693.— 281. 449. 197. Selnecker, Nikolaus, geb. 1530 zu Hersbruck bei Nürn⸗ berg, Schüler Melanchthons, Professor der Theologie, Superintendent und Pastor an St. Thomas in Leipzig, Mitverfasser der Konkordienformel; vielverfolgter, stand⸗ hafter Bekenner, gest. 1592.— 96. 161. 198. von Senitz, Elisabeth, geb. 1629 zu Rankau (Schlesien), Hoffräulein in Brieg und Ols, lebte dann zurückgezogen, gest. 1679.— 50. 199. Siegfried, Johann, geb. 1560 zu Borna, als Superintendent in Schleiz gest. 1637.— 315. 200. Spangenberg, August Gottlieb, geb. 1704 zu Klettenberg am Harz, als Bischof der Brüdergemeine lange Zeit in Amerika, in Berthelsdorf gest. 1792.— 191. 201. Speratus, Paul, geb. 1484 zu Röthlen bei Ell⸗ wangen in Schwaben, ursprünglich Priester, bald. An⸗ hänger Luthers, Vorkämpfer der Reformation in Oster⸗ reich, Ungarn und Mähren, predigte das Evangelium schon 1522 sehr freimütig im Stephansdom zu Wien, kam 1523 nach Wittenberg; seit 1525 Hofprediger des Herzogs Albrecht von Preußen, mit Joh. Gramann Reformator Preußens, als evangelischer Bischof don Pomesanien zu Marienwerder gest. 1551.— 149. 202. Spitta, Friedrich, geb. 1852 zu Wittingen(Hannover), Philipp Spittas Sohn, Pfarrer in Oberkassel bei Bonn und Privatdozent, seit 1887 Professor der Theologie in Straßburg bis 1918, dann in Göttiugen, gest. 1924.— 401. 414. 51. 203. Spitta, Philipp, geb. zu Hannover 1801, in verschiede⸗ nen hannöverschen Gemeinden Pfarrer und Superintendent, zuletzt in Burgdorf; daselbst gest. 1859. Seine Lieder⸗ sammlung„Psalter und Harfe“(1833) ist weit verbreitet. — 83. 84. 208. 241. 295. 296. 395. 396. 493. 497. 37“. 73“. 48 Die Dichter unserer Lieder 204. 206. 207. 208. 209. 213. 218. Stegmann, Josua, geb. 1588 in Sülzfeld bei Meinin⸗ gen, Professor der Theologie und Superintendent zu Rinteln, gest. 1632.— 100. „Stier, Rudolf, geb. 1800 in Fraustadt(Posen), Lehrer am Missionsseminar in Basel, dann Pfarrer, u. a. in Barmen⸗Wichlinghausen, zuletzt Superintendent in Eis⸗ leben, gest. 1862.— 360. Stipp, Gerhard, geb. 1809 zu Norden(Ostfriesland), gab 1851 den„Unverfälschten Liedersegen“, eine Samm⸗ lung von Kirchenliedern, heraus, als Privatgelehrter zu Potsdam gest. 1882.— 480. Stockfleth, Heinrich Arnold, geb. 1643 zu Alfeld in Hannover, als brandenburgischer Generalsuperintendent in Münchberg bei Bahreuth gest. 1708.— 226. Stolshagen, Kaspar, geb. 1550 in Bernau bei Berlin, Pfarrer in Stendal, als Superintendent zu Iglau(Mähren) gest. 1594.— 370. von Strauß und Torney, Viktor Friedrich, geb. 1809 zu Bückeburg, Jurist, im Schaumburg⸗Lippischen Staatsdienst, als Privatgelehrter in Dresden gest. 1899.— 444. 499. „Sudermann, Daniel, geb. 1550 zu Lüttich, Hofmeister und Erzieher, in Straßburg i. E. gest. um 1631.— 343. Tauler, Johannes, geb. um 1300 in Straßburg i. E., Dominikaner⸗Prediger, u. a. in Köln, in seiner Heimat gest. 1361.— 343. 2. Tersteegen, Gerhard, geb. am 25. Nov. 1697 zu Mörs, nach Absolvierung der höheren Schule seiner Vaterstadt Kaufmann und Bandivirker in Mülheim(Ruhr). Hier lebte er von seinem 15. Lebensjahre an; gest. 3. April 1769. Der bedentendste Mystiker der deutschen reformierten K irche, durch Wort und Schrift vielen ein Seelsorger und geist⸗ licher Führer.— 74. 107. 123. 187. 188. 189. 288. 356. 367. 382. 389. 423. 435. 436. 455.(474). 47 8. 479. 486. 69*. Thilo, Valentin, geb. 1607 zu Königsberg(Ostpr.), daselbst Professor der Beredsamkeit, gest. 1662.— 6. Tit iu s, Christoph, geb. 1641 zu Wilkau bei Breslan, als Pfarrer zu Hersbruck bei Nürnberg gest. 1703.— 225. „Tollmann, Gottfried, geb. 1680 zu Lauban(Lausitz), Pfarrer, in Leuba bei Görlitz gest. 1766.— 496. Walter, August Hermann, geb. 1817 in Leipzig, Theologe, wegen Taubheit amtsunfähig, in seiner Vater⸗ stadt gest. 1880.— 445. Walther, Johann, geb. 1496 zu Cola(Thüringen), Kantor in Torgau, Luthers Freund und musikalischer Mitarbeiter; später Kapellmeister in Dresden, gest. 1570 in Torgau.— 500. 30*. Wegelin, Josna, geb. 1604 zu Augsburg, als Pfarrer in Preßburg gest. 1640.— 70. 227. 228. 229. Meinin⸗ dent zu „Lehrer u. a. in in Eis⸗ esland), Samm⸗ rter zu Ifeld in ntendent Berlin, Nähren) riedrich, ippischen 1899.— fmeister — 343. rg i. E., Heimat Mörs, iterstadt ier lebte il 1769. 1 Kirche, d geist⸗ 88. 356. 86. 69“. Ostpr.), 6 hreslau, — 225. Lausitz), Leipzig, Vater⸗ ringen), kalischer st. 1570 Pfarrer Die Dichter unserer Lieder 49 Weiße, Michael, geb. zu Neiße(Schlesien), Pfarrer zu Landskron und Fulneck(Böhmen), gab 1531 das erste deutsche Gesangbuch der böhmischen Brüder heraus; als Brüdervorsteher in Neutomischl gest. 1534— 35. 58. 306. Weissel, Georg, geb. 1590 zu Domnau(Ostpreußen), Pfarrer in Königsberg(Ostpr.), gest. 1635.—1.(62.) 196. Werner, Georg, geb. 1589 in Preußisch⸗Holland, als Prediger zu Königsberg(Ostpr.) gest. w1643.— 40. Weyermüller, Friedrich, geb. 1810 zu Niederbronn (Elsaß), Kaufmaun, Mitglied des Oberkonsistoriums; in seiner Heimat gest. 1877.— 398. Winckler, Johann Joseph, geb. 167 0 zu Lucka(Sachsen⸗ Altenburg), als Konsistorialrat und Domprediger in Magdeburg gest. 1722.— 173. 232. Wolf, Jakob Gabriel, geb. 1684 in Greifswald, als Professor der Rechte zu Halle gest. 1754.— 184. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, geb. 1725 zu Friedrichs⸗ felde bei Berlin, Pfarrer zu Bunzlau(Schlesien), Vor⸗ steher des dortigen Waisenhauses, gest. 1761.— 127.138. 459. Zeller, Albert, geb. 1804 zu Heilbronn, Arzt, als Direktor der staatlichen Heilanstalt Winnenden(Württem⸗ berg) gest. 1877.— 472. 227. Graf von Zinzendorf; Christian Renatus, Sohn von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, geb. 1727 in Herrnhut, in London gest. 1752.— 54. 368. 228. Graf von Zinzendorf, Nikolaus Ludwig, geb. in Sresden 1706, Begründer der Herrnhuter Brüdergemeine und ihr erster Bischof; zu Herrnhut gest. 1760.— 108. 124. 154. 205. 336. 438. 439. 75. 229. Zwick, Johann, geb. 1496 zu Konstanz, Vorkämpfer der 56. 236 351 440 29* Reformation, Pfarrer in Konstanz; an der Pest zu Bischofszell gest. 1542. Sein Züricher Gesangbuch von 1536 brach dem Kirchengesang in der reformierten Kirche Bahn.— 69. 6*. Zwingli, Huldreich, geb. 1484 zu Wildhaus(Toggen⸗ burg, Kt. St. Gallen), Pfarrer in Glarus und Einsiedeln, seit 1518 in Zürich, Reformator der Schweiz; als Feld⸗ prediger gefallen in der Schlacht bei Kappel 1531.— 94. Die Dichter folgender Lieder sind unbekannt: 22. 34. 36. 68. 80. 116. 136. 143. 160. 210. 212, 2 u. 3. 217. 228. 272. 278. 284. 307. 314. 316. 320. 326. 327. 349. 350. 361. 366. 371. 375. 376. 385. 400. 405. 413. 421. 432. 446. 467. 473. 475. 484. 490. 514. 37. 157. 197. 20. 21. 387. 48“, 2 u. 3. 507. 537. 60“. 63 767 * Die Melodie zu Lied Nr. 82 ist mit Bewilligung des Verlages F. E. C. Leuckart in Leipzig aufgenommen. RXlphabetisches Inhaltsverzeichnis Geistliche Volkslieder haben einen neben der Nummer. Hym. verweist auf den Anhang„Hymnen und Strophen“. Abend wird es wieder Abermal ein Jahr verflossen 357 Ach bleib bei uns, Herr Jesu Chrise„ 96 Ach bleib mit deiner Gnade 100 Ach Gottsund Herr e 143 Ach Gott, verlaß mich nichht... ꝛnß229 Ach Gott, vom Himmel sieh darein... 89 Ach Gott, wie manches Herzeleid. 215 Ach komm, füll unsre Seelen gaz 444 Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein 206 Ach mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte 458 Ach sagt mir nichts von Gold und Schätzen„199 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig.... 324 Ach wundergroßer Siegeshedz71 All Ehr und Lob soll Gottes sein 39 0ui. 10 Allein Gott in der Höh sei Ehhr.. Allein zu dir, Herr Jesu Christ.. Alle Jähre wieder 3 2 Alle Menschen müssen sterben Alles ist an Gottes Segen 228 Allgenugsam Wesen: 187 Als unser Herr in Garten ging Auf, auf, ihr Reichsgenossen. 4 Auf, auf, mein Herz, mit Freuden 63 Auf Christi Himmelfahrt alleiein. + 70 Auf, bleibet treu und haltet fest 4 Auf den Nebel folgt die Sonn II 462 Auf dich seh ich e 445 Auf diesen Tag bedenken wir e 9 Auferstehn, ja auferstehn wirst gdm... 338 Auf Gott und nicht auf meinen Rat... 239 Auf meinen Jesum will ich sterben..... 511 Auf meinen liehen Gott. 217 Auf, Seele, auf und säume nicchchhht 359 — 55888 — 5585 Inhaltsverzeichnis Aus dem Himmel fernrne Aus des Vaters Herz geboren Aus Gnaden soll ich selig werden Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not schrei ich zu dir * 1 „ 2..—** Befiehl du deine Wege Bei dir, Jesu, will ich bleiben Bescher uns, Herr, das täglich Brot Betgemeinde, heilge dich.... Bis hierher hat mich Gott gebracht. Brich an, du schönes Morgenlicht Brich durch, o starker Gottessohchs Brich herein, süßer Scheiinnn Brunn alles Heils, dich ehren wir. 10 — *83 8 88 Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine Christe, du bist der helle gagg Christe, du Lamm Gottess. Christ fuhr gen Himmellu. Christi Blut und Gerechtigkeint Christ ist erstandeen Christ lag in Todesbanden. Christ, unser Herr, zum Jordan kam. Christus der ist mein Leben * Danket dem Herrn... Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt volle Chöre Darf ich wiederkommereereen Das äußre Sonnenlicht ist d Das alte Jahr vergangen isttt Das ist eine selge Stunde 8 Das Jahr geht still zu Ende. Das follt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen.. Das walte Gott, der helfen kannn Das walt Gott Vater und Gott Sohn Dein König kommt in niedern Hüllen Dein König kommt, o Zion Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen Dein Wort, o Herr, ist milder Tau Der Abend kommt, die Sonne sich verdecket. * 52 Inhaltsverzeichnis Der am Kreuz ist meine Liebe Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast Der du in Todesnächten Der du zum Heil erschienen. — — * ü—— Der beste Freund ist in dem Himmel. Der Glaube siegt! Hoch wehn des Kreuzes Der heilge Ehrist ist kommen Der Herr, der aller Enden.. Der Herr ist König, hoch erhöht.. Der Herr ist mein getreuer Hirt Der lieben Sonne Licht und Pracht Der Maie, der Maie Der Mensch hat nichts so eigen.. Der Mond ist aufgegangen— Der Morgenstern ist aufgedrungen Der rauhe Herbst kommt wieder. Der Sabbat ist vergangen. Der schöne Tag bricht an... Der Tag ist hin. Mein Geist. Der Tag ist hin, mein Jefsu.. Des Jahres schöner Schmuck entweicht Die beste Zeit im Jahr ist mein. Die Blumen und das Laub — —* ** * Die Ernt ist nun zu Ende Die Gnade sei mit allen Die Gnade unsers Herrn Jesu Ehristi Hym. 3 Die güldne Sonne Die helle Sonn leucht't jetzt herfür. Die Herrlichkeit der Erden.. Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen follen. 277 . 10 * —* Die Christen gehn von Ort zu Ort . 304 —* 20 * 4⁰ . 4½ .. 112 Fahnen 446 .„20 . 5529 . 460 281 I8 463 ———— * — — 496 207 2062 325 Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ Die schönen Sonntagsstunden. 4689 Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet.. 484 Die Tage sind so dunkel * Dies ist der Tag, den Gott gemacht 2.— Dies ist die Nacht, da mir erschienen.. Die wir uns allhier beisammen finden Dir, dir, Jehova, will ich singen. Du bist allein nur liebenswert. Du bist ein Mensch; das weißt du wohl * . d. 917 19 18 5⁴ 17⁰ 25.5 1457 0 fl. 461 Inhaltsverzeichnis 53 Du bist mir nah mit deiner Gnade471 Du bist zwar mein und bleibest mein..3322 Du läßt dich wieder seheennnn. 303 Du lieber, heilger, frommer Christt. 16 Du meine Seele, sinngnge. ꝛ.24 Ehre sei dir, Christe„ Hym. 4 Ein Blick nach jenen Zionshöhen 468 Ein Christ, ein tapfrer Kriegesheldd 44⁰ Ein Ehrist kann ohne Kreuz nicht sein.45 Eine Herde und ein Hirrrt. 110 Einer ist König, Immanuel sieggee 106 Einer ists, an dem wir hangennnn 113 Eines wünsch ich mir vor allem anderrn. 55 Ein feste Burg ist unser Gotttre 90 Ein Kindelein so löbelichh Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. 44 Ein reines Herz, Herr, schaff in mirr. 166 Eins ist not! Ach Herr, dies Eine. 4 414 Endlich bricht der heiße Tiegell Erbarm dich mein, o Gott, nach deiner Huld„ 522 Erhalt uns, Herr, bei deinem Woer 9¹ Erhebe dich, o meine Seeel. 47⁷ Erhebet er sich, unser Gooertrt Ermuntert euch, ihr Frommennn 334 Ermuntre dich, mein schwacher Geist 352 Erneure mich, o ewges Lichhhh 182 Erschienen ist der herrlich TaÄagg 59 Erstanden ist der heilge Christt Es glänzet der Christen inwendiges Leben... 176 Es ist das Heil uns kommen bern Es ist ein Ros entsprungeen Es ist ein Schnitter, heißt der Tod 21 Es ist genug! So nimm, Herr, meinen Geist.. 329 Es ist gewißlich an der Zeilt. 5 Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein. 178 Es ist noch eine Ruh vorhanden 337 Es ist so still gewordennn 22 Es kennt der Herr die Seinen 39⁵5 Es kommt ein Schiff, geladeen. 643 Es kostet viel, ein Christ zu seiein. 17⁷ 54 Inhaltsverzeichnis Es muß uns doch gelingaeaeaen Es wolle Gott uns gnädig sein Fahre forr0. Fang dein Werk mit Jesu an. Fortgekämpft und fortgerungen Freu dich sehr, o meine Seele. Freuet euch der schönen Erde Freuet euch, ihr Christen alle Freut euch, ihr lieben Christen. Fröhlich soll mein Herze springen Früh am Morgen Jesus gehet Frühmorgens, da die Sonn aufgeht Für alle Güte sei gepreissee —————— *....8.——*—*38— — * * * * Gegangen ist das Sonnenlicht... Geh auf, du heller Morgensternn... Geh aus, mein Herz, und suche Freud. Geh hin nach Gottes Willlen Geht hin, ihr gläubigen Gedanken.. Geht nun hin und grabt mein Grab.. Geist des Glaubens, Geist der Stärke Gelobet sei der Heer 5 Gelobet seist du, Jesu Christee. Gelobt sei Gott im höchsten Thron.. Gen Himmel aufgefahren isstte Gern in alles mich zu fügen. Gib dich zufrieden und sei stille.. Gib Frieden, Herr, gib Frieden.. Gotr der Herr regiererr Gott der Vater wohn uns benln. Gott des Himmels und der Erden.. Gott, du bist meine Zuversicht.. Gott, du lässest Treu und Güte Gottes Sohn ist kommen Gottes Stadt steht fest gegründet. i. F. FPII Sott hab ich lieb.. 2 Gott 192 Gott 11 0 ott 275 Gott 193 Got: 316 Got: 497 Got: 14 Got: 351 Grof 1⁵ Grof 480 Gro 61 Grot 487 Gro 423 Hall 361 Hal 2⁴ Hal 492 Har 155 Heil 341 Hei 83 Hei 87 Her 10 Her 58 Her 375 Her 44¹1 Her 219 Her 443 Her 531 Her 381 Her 266 Her 225 Her 26 Her 34⁴4 Hef 396 Hef 532 Hef 123 He 238 He 516 2 Inhaltsverzeichnis 55 Gott ist und bleibt getreu.. Gottlob, der Sonntag kommt herbei. Gottlob, die Stund ist kommen Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit Gottlob, nun ist erschollen. Gott rufet noohh Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gelobet und gebenedeiet Gott wills machen, daß die Sachen Großer Gott, du liebst Erbarmen Großer Gott von alten Zeiten. — Großer Gott, wir fallen nieder Großer Gott, wir loben dich.. Großer Mittler, der zur Rechten Halleluja, Gott zu loben Halleluja, schöner Morgen Halt im Gedächtnis Jesum Christ Harre, meine Seele Heilge Einfalt, Gnadenwunder Heilger Geist, du Tröster mein Heilig ist Gott der Vater Herbei, o ihr Gläubigen Herr, dein Wort, die edle Gabe. Herr, der du mir das Leben Herr, der du einst gekommen bist „ Herr, der du vormals hast dein Land Herr, die Erde ist gesegnet Herr, du wollst uns vollbereiten Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott. ůf.. 507 Herr Gott, dich loben wir, regier Herr Gott, nun schleuß den Himmel ar Herr, höre, Herr, erhöre Herr, ich habe mißgehandelt Herr Jesu Christ, dein teures Blut Herr Fesu Christ, dich zu uns wend Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du.. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du... Herr Jesu Christ, mein höchstes Gut, Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Herr Jesu, Gnadensonne — Hym. 6 3. 29 Gott.. 309 üti 40 417 505 3350 209 540 125 450 28 191 378 sieh doch. 142 wir 136 4 56 Inhaltsverzeichnis Herr Jesu, Licht der Heiden.. Herr, nun läßt du deinen Diener. Herr, nun selbst den Wagen halt Herr, öffne mir die Herzenstür. Herr, unser Gott, auf den wir trauen Herzlich lieb hab ich dich, o Herr.. Herzlich tut mich erfreuen.... Herzlich tut mich verlangen... Heut triumphieret Gottes Sohn.. Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder Hier stehen wir von nah und fern Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not Hilf, Herr Jesu, laß gelingen... Himmelan geht unsre Bahn.. Himmelan, nur himmelan... Hinunter ist der Sonne Schein Hirte deiner Schafe Höchster Gott, wir danken dir.... Höchster Tröster, komm hernieder... Hosianna, Davids Sohn, der in SIIII Hüter, wird die Nacht der Sünden. Ich armer Mensch doch gar nichts bin Ich bete an die Macht der Liebe... Ich bin ein Gast auf Erden... Ich bin getauft auf deinen Namen... Ich bin ja, Herr, in deiner Macht Ich dank dir schon durch deinen Sohn Ich freu mich, wenn man zu mir spricht Ich geh zu deinem Grabdee Ich grüße dich am Kreuzesstamm... Ich habe nun den Grund gefunden Ich hab in Gottes Herz und Sinn * — * * * — Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen Herz und Herz vereint zusammen Heut ist des Herren Ruhetagag. Hosianna, Davids Sohn kommt in Zion einge Hym. —* — 2* 2* — * Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken 45 * —— Herr, unser Gott, laß nicht zuschanden werden Herr, wie du willst, so schicks mit mir. zogen 1 Inhaltsverzeichnis 3¹ Ich hab in guten Stunden 240 2 Ich hab mein Sach Gott heimgestellt.... 310 —2⁴ ö Ich hab mich Gott ergeben 315 15 Ich hab von fere 33339 —— ö Ich komme, Herr, und suche dic⸗hghg 137 25 Ich laß dich nicht, du mußt mein Jesus bleiben 451 17 Ich lobe dich von ganzer Seelen 366 65 Ich rühm den Herrn alleins. 519 2 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christt 160 3⁰ ö Ich sag es jedem, daß er lettbbbbb. 1 13 Ich schau nach jenen Bergen gern.. 535 38 ö Ich singe dir mit Herz und Mund.. 249 08 Ich sing in Ewigkeit. 35323 0⁵ ö Ich steh an deiner Krippen hier 353 20 Ich steh in meines Herren Hannd.. 241 23 Ich und mein Haus, wir sind bereit..... 295 2 Ich weiß ein lieblich Engelspielll. 32 22 Ich weiß; mein Gott, daß all mein Tun... 291 16 Ich weiß, woran ich glaubbdo155 23 Ich will dich lieben, meine Stärke.200 75⁵ Ich will von meiner Missetat. 421 —⁴ Ich wollt, daß ich daheime waor.. 50ʃ 7⁰ Ihr Kinderlein, kommert 33 87 Im Frieden dein, o Herre mein4ʃ14 0⁴ ö Immer muß ich wieder lesen.334 72 In allen meinen Taten 223 47⁷ In Christi Wunden schlaf ich ein... 320 8 In dich hab ich gehoffet, Herr.. 209 8⁰ In die Ferne möcht ich ziehen. 35 ö In dir ist Freude 02 In Gottes Namen fahren wirr. 490 88 In Gottes Namen fang ich aan. 49ʃ 31 Ist Gott für mich, so trete.. 150 31 18 Ja fürwahr, uns führt mit sanfter Hand... 469 7⁵ Jauchz, Erd, und Himmel, juble hell..327 36 Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel. 356 05 Jauchzt alle! Gott sei hoch erhoben... 516 52 Fauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren 52⁴4 51 Je größer Kreuz, je näher Himmel. 233 20 Jehova, Jehoh Hym. 11 58 Inhaltsverzeichnis ZJerusalem, du hochgebaute Stadt Jesu, deine Passiann Je u, deine tiefen Wunden.. Jesu, der du bist alleine.. Jesu, der du wollen büßen Jesu, geh voran Jesu, Gnadensonne Jesu, großer Wunderstern... Jes u, hilf siegen, du Fürste des Leb — — * — —* Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seele Leben Jesu, meines Lebens Leben. Jesus Christus herrscht als König Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod Jesu, Seelenfreund der Deinen ln. v. Jesus ist kommen, Grund 99180 Wnn Jesus lebt, mit ihm auch iihh.. Jesus, meine Zuversicehtgt Je sus nimmt die Sünder an 9 Jesus soll die Losung seeen Kehre wieder, kehre wieder... Klag deine Not dem lieben Gott. König, dem kein König gleichet... König Jesu, streite, siege.. Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Komm, Heidenheiland, LSoscdeld Komm, heiliger Geist, erfüll.. Hym. Komm, heiliger Geist, Herre Goet. Komm, mein Herz, in Jesu Leiden Komm, o komm, du Geist des Lebens.. Kommst du, kommst du, Licht der Heiden. Kommt her, des Königs Aufgebot.... Kommt her, ihr seid geladne j„—9— 2————— . ¶¶ 6„—9— — * * * — * — — * * * * S. S S...** 2 — Kommt, ihr Seelen, nehmt zu Herzen. Kommt, Kinder, laßt uns gehen Kommt und laßt uns Christum ehren.. Lasset die Kindlein kommen Lasset uns mit Jesu ziehen Laß mich dein sein und bleiben... Laß mir, wenn meine Augen brechen. — .— 2*— Inhaltsverzeichnis 59 Laßt mich genn. 40 Lebenssonne, deren Strahjinn 43⁴ Licht, das in die Welt gekommen 360 Licht vom Licht, erleuchte mihhe 406 Liebe, die du mich zum Bilde.. 201 Liebster Heiland, nahe dichht 455 Liebster Jesu, wir sind hier, deinemm 130 Liebster Fesu, wir sind hier, dichch.... 119 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren 254 Lobe den Herren, o meine Seelre 258 Lobet den Herren alle, die ihn ehren. 208 Lob Gott getrost mit Singeaeaeaen 383 Lobt froh den Heren„ 41 Lobt Gott, ihr Christen allzugleich 18 Mache dich, mein Geist, bereit„ 74 Machs mit mir, Gott, nach deiner Gürt.. 508 Macht auf das Tor der Grechtigkeiit 42 Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.1 Macht weit die Pforten in der Welt 393 Man lobt dich in der Stille. 247 Marter Christi, wer kann dein vergessen... 368 Mein Alles, was ich liebdde. 456 Mein Auge wachhht e 88 Meinen Jesum laß ich nicht, ach 4⁵3 Meinen Jesum laß ich nicht; weil. I.. 19 Mein erst Gefühl sei Preis und Dank.. 273 Meine Seele erhebt den Herren... Hym. 1 Meine Seele senket sicch.. 232 Meine Seele steigt auf Erden 517 Meine Seel ist stilbe 231 Meine Sorgen, Angst und Plagen.. 236 Mein Fels hat überwunden 37⁴ Mein ganzes Herz erhebet dichh. 539 Mein Gott, ich klopf an deine Pforte.. 431 Mein Heiland nimmt die Sünder an* 424 Mein Leben ist ein Pilgrimstaddd 183 Mein schönste Zier und Kleinod bist 9 24 Mein Schöpfer, steh mir beei c⁰132 Mein Trost und Anker in aller Not 439 153 Mir ist Erbarmung widerfahren.. 60 Inhaltsverzeichnis Mir nach, spricht Christus, unser Held.. 163 Mit den Hirten will ich gehenn 43 Mit Ernst, o Menschenkindeer 6 Mit Fried und Freud ich fahr dahin. 30⁴ Mitten wir im Leben sind. 605 Morgenglanz der Ewigkeit.270 Müde bin ich, geh zur RRunn44 Nimm von uns, Herr, du treuer Gott.. 144 Nun aufwärts froh den Blick gewandt.... 447 Nun bitten wir den heiligen Geiset 76 Nun danket alle Goeer 245 Nun danket all und bringet Ehrr 250 Nun freut euch, lieben Ehristen gmein 148 Nun jauchzet all, ihr Frommen 3 Nun jauchzt dem Herren, alle Welt 4⁰³ Nun lasset uns den Leib begrabn 306 Nun laßt uns gehn und trettn 24 Nun laßt uns Gott dem Herren 244 Nun lob, mein Seel, den Herrrennn 243 Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit. 246 un ruhen alle Wäldeerrr. 20 Nun schlaf in kühler Erde..45 Nun schreib ins Buch des Lebens 2 413 Nun sich der Tag geendet haartr232 Nun sich der Tag geendde 2388 Nun singet und seid froohhh.„. 350 Nun so will ich denn mein Leben 435 Nun wollen wir singen das Abendliee...*46 O Atem erster FrühGe. 47 O daß doch bald dein Feuer brennte.. 109 O daß ich tausend Zungen hätte.. 256 O der alles hätt verlornrn432 O du allersüßte Freudde78 O du fröhliche, o du selisge. 438 O du Liebe meiner Liebbble P250 O du mein Trost und süßes Hoffen 249 O Durchbrecher aller Bande 169 O Ewigkeit, du Donnerworrtrtr 3321 O Ewigkeit, du Freudenwotrtrt. 328 Se DD/DDDDOOSS 9νοοννοννονν —— ⏑——— ns Eree. Inhaltsverzeichnis 61 in 8 Lamm Gottes, unschuldig.. O lieber Herre Jesu Christ. O Liebesglut, wie soll ich dich. O Mensch, bewein dein Sünde groß O selig Haus, wo man dich ausgenonimen O selig sind, bie in Aufrichtigkeit Ostern, Ostern, Frühlingswehen. O Tod, wo ist dein Stachel nun 588 Fels des Heils, o Gotteslamm Gott, du höchster Gnadenhort Gottes Geist und Christi Geist Gott, du frommer Goaeer Gott, o Geist, o Licht des Lebens Gott, von dem wir alles haben. Haupt voll Blut und Wunden. heilger Geist, kehr bei uns ein heilige Dreifaltigkeit. heiliger Geist, o heiliger Gott! herrlicher Tag, o fröhliche Zeit hilf, Christe, Gottes Sohn Jesu Christe, wahres Licht. Jesu Christ, mein schönstes Licht Jesu Christ, meins Lebens Licht — 22— „— Jesu, dir sei ewig Dak Jesu, Jesu, Gottes Sohcn Jesulein süß. 20 Jesu, meines Lebens Licht Jesu, meine Wonne Jes u, süßes Licht. Jesu, treuster Heiland mein Fönig aller Chren komm, du Geist der Wahrheit Lamm Gottes, der du trugest. * —* * — * * — — * — O Traurigkeit, o Herzeleid O Vater der Barmherzigkeit.. Vaterherz, o Licht, o Leben. Welt, ich muß dich lassen.. Welt, sieh hier dein Leben... wertes Licht der Christenheit wie selig seid ihr doch, ihr Frommen wir armen Sünder 22—32 * — — * * * — 8 — — 22 — — —— 5.*— .660—————— 416 290 62 Inhaltsverzeichnis Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren.. Reich des Herrn Rett, o Herr Jesu, rett dein Ehr.. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Rüstet euch, ihr Christenleute Ruhe hier, mein Geist, ein wenig Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze. Hym. Schaffet, schaffet, Menschenkinder Schaut, welch ein Wunder stellt sich dar.. Schmücke dich, o liebe Seele 10.9 1. Schmückt das Fest mit Maien Schönster Herr Jesu. Schwing dich auf 0 deinem Gott. Seele, mach dich heilig auf Seelenbräutigam. 8. Seele, was ermüdst du dich*** Segne und behüte Sei Gott getreu, halt seinen Bund Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut Sei mir tausendmal gegrüßet Siegesfürst und Ehrenkönig Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. Sieh uns fertig, gegenwärtig Singt, singt Jehova neue Lieder. So führst du doch recht selig, Herr/ die Demem 3 So ist die Woche nun geschlossen Sollt es gleich bisweilen scheinen Sollt ich meinem Gott nicht singen So nimm denn meine Hände Sonne glänzt auf deinen Fluren So ruhest du, o meine Ruh So wahr ich lebe, spricht dein Gott Speis uns, Vater, deine Kinder Stark ist meines Jesu Hand Steht auf, ihr lieben Kinderlein Steil und dornig ist der Pfad Stern, auf den ich schaue Stille Nacht, heilige Nacht Such, wer da will, ein ander Ziel.. j——— ufpDp —2 IIII iÿyyyDPDpPIPII gp 530 196 Inhaltsverzeichnis 63 85 Teures Wort aus Gottes 2.— D Tochter Zion, freue dieeee 60 91 Treuer Wächter Israel...99 86 Triumph, Triumph! Es kommt mit Pracht. 372 73 Tut mir auf die schöne Pforte..122 81 67 And wollte alles wanken. 6l Unsern Ausgang segne Gorrrt 120 9 Unter Lilien jener Freuden 62 68 é Unumschränkte Liebbe 152 95 Valet will ich dir geben... 312 82² Vater, deines Geistes Wehen 320 53 ö Vater unser im Himmelreich. 159 21 Verleih uns Frieden gnädiglich 298 3 298 65 Verzage nicht, du Häuflein klein. 97⁷ 02 Vom Himmel hoch da komm ich her daht RI. 011 84 ö Vom Himmel hoch, o Englein, kommt.. 63 54 Vom Himmel kam der Engel Schar.. 12 29 Von Gott will ich nicht lassen. 213 5 47 Wach auf, du Geist der ersten Zeugen.. 104 7⁴ Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin.. 64 65 Wach auf, mein Herz, und singe 269 110 Wach auf, wach auf, du deutsches Land... 500 30 Wach auf, wach auf,'s ist hohe Zeit.. 364 30 Wachet auf, erhebt die Blickke 357 85 Wachet auf, ruft uns die Stimmʒe 311 25 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit...3 51 Walte, walte nah und freeeen 111 55 Wann grünt dein ganzer Erdenkreis..389 56 Warum sollt ich mich denn grämen 222 51 Warum willst du doch für morgen 465 145 Warum willst du draußen stehen....345 7⁵ Was Gott tut, das ist wohlgetan.. 227 157 Was macht ihr, daß ihr weinet. 00.. 2 57 Was mein Gott will, das gscheh alizeit 210 142 ů Was von außen und von innen.466 58 Was wär ich ohne dich gewesen. 207 59 Was willst du dich betrübe·en 470 Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel. 425 64 Inhaltsverzeichnis Weil ich Jesu Schäf lein bin. Weiß ich den Weg auch nicht Weißt du, wieviel Sternlein stehen.. Welt ade! Ich bin dein müde Wenn Gott einst unsre Bande bricht. Wenn ich ihn nur habd. Wenn ich in Todesnöten bn Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn kleine Himmelserben 4 Wenn meine Sünd mich kränken Wenn mein Stündlein vorhanden ist. Wenn wir in höchsten Nöten sein. Werde licht, du Stadt der Heiden Werde munter, mein Gemüte Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut. Wer ist ein Mann Wer ist wohl wie dti Wer kann dich, Herr, verstehen.. Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer sind die vor Gottes Throne Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. Wie bist du mir so innig gur Wie dank ichs, Heiland, deiner Liebe. Wie der Hirsch bei schwülem Wetter. ... Wie feierlich erhebt die Stilllll Wie fleugt dahin der Menschen Zeit Wie Gott mich führt, so will ich gehn. Wie groß ist des Allmächtigen Güte. Wie gut ists, von der Sünde frei Wie herrlich ist die neue Welt. Wie könnt ich ruhig schlafen Wie mit grimmgem Unverstand Wie reizend schön, Herr Zebaoth. Wie ruhest du so stille Wie schön ists doch, Herr Jesu Christ 2 25*— Wie schön leuchtet der Morgenstern. Wie Simeon verschiedeen Wie soll ich dich empfangen. Wie wird uns sein, wenn endlich nach dem f chwere Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen j h—— ᷓ 2———— . —* 2* * — n —* Willkommen, Held im Streite Inhaltsverzeichnis Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns Wir danken dir, Herr Sesu Christ, daß du gen Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Wir danken Gott für seine Gabn Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer... der sich durch Jesum.. Hym. Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Dlder sich zum Vater... 19 Wir glauben all an einen Gott, Vater Wir liegen hier zu deinen Füßen Wir Menschen sind zu dem, o Gott Wir pflügen und wir streuen Wir singen dir, Immanuel Wir warten dein, o Gottes Sohn Wir wollen alle fröhlich seeievnununinnn Wir wolln uns gerne wagen..... Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wohlauf, mein Herz, zu Gott. Wohlauf, wohlan zum letzten Gang Wohl dem, der Gott verehret Wohl einem Haus, da Jesus Christ Wo ist ein solcher Gott wie du Womit soll ich dich wohl loben Wo soll ich fliehen hin. D Wo willst du hin, weils Abend ist Wunderanfang, herrlich Ende Wunderbarer Gnadenthrn Wunderbarer Köniis 2* —— ————2 Zeige dich uns ohne Hülle.. Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn Zeuch ein zu deinen Toren Zeuch hin, mein Kidd Zeuch uns nach dir.. Zieht in Frieden eure Pfade Zion, gib dich nur zufrieden.. Zion klagt mit Angst und Schmerzen. Zions Stille soll sich breiten. Zu Bethlehem geborrrne Zu dir ist meine Seele stille. Die Namen der Urheber dieses Gesangbuches sind in die Eintragsrolle zu Leipzig nach dem Urheberrechtgesetz vom 19. Juni 1901 (R. G.Bl. S. 227) eingetragen. In Dürerfraktur gesetzt und gedruckt in der Großdruckerei W. Crüwell, Dortmund. Fein holzfrei Dünndruckpapier der Papierfabrik zum Bruderhaus in Dettingen⸗Erms(Wttbg.) Einband und Vorsatzpapier hat Professor Wilh. Poetter⸗Essen entworfen. — SS ———8——