Dr. Johann Habermann's geistreiche Morgen⸗ und Abendgebete auf Tage in der Woche, nebst Beicht⸗, Communion⸗ und anderen Gebeten. Mit einer Auswahl von Mlorgen-, Abend-, Buss⸗ und anderen Riedern und einem Anhange von Psalmen. — Cottbus, 1876. Verlag der Gottholdexpedition. Aufmunterung zum Gebet. Wache auf, liebe Seele, und betrachte aus allen Kräften, mit wem du im Gebet redest und vor wem du stehest. Siehe, du redest mit GOtt, deinem Schöp⸗ fer, du stehest vor dem Angesicht Seiner hohen Majestät, da stets zehn hundert mal tausend heilige Engel und Erz⸗-Engel aufwarten. Darum gehe in die Schlaf⸗ Kammer deines Herzens, und siehe wohl zu, daß du alle Unlust hinaus weisest, und dein Antlitz ohne Tadel aufhebest, so wirst du deine Lust haben am All⸗ mächtigen, und aus allen Kräften mit Ihm kämpfen und Sein Vaterherz er⸗ weichen; ja den un überwindlichen GOtt überwinden und den Segen davon tragen durch IEsum Christum. Amen. 4 ———— 2—2—— 6 n——.———————2 —4 bet. hetrachte du im stehest. Schöp⸗ Seiner hundert z⸗Engel Schlaf⸗ he wohl weisest, ufhebest, am All⸗ ten mit herz er⸗ n GOtt tragen Morgensegen am Sonntage. Herr, himmlischer Vater, ewiger GOtt! gebenedeiet sei Deine göttliche Kraft und Allmächtigkeit, gelobet sei Deine grundlose Güte und Barmherzigkeit, ge⸗ preiset sei Deine ewige Weisheit und Wahrheit, daß Du mich in dieser gefähr⸗ lichen Nacht mit Deiner Hand bedecket, und unter dem Schatten Deiner Flügel hast sicher ruhen und schlafen lassen, auch vor dem bösen Feind und allen seinen heimlichen Listen und Tücken bewahret und ganz väterlich beschirmet. Darum lobe ich Dich um Deiner Güte und um Deiner Wunder, die Du an den Men⸗ schenkindern thust, und will Dich bei der Gemeinde preisen, Dein Lob soll allewege in meinem Munde sein, meine Seele soll allewege Dich, meinen HErrn! rühmen, und was in mir ist, Deinen heiligen Namen preisen und nimmermehr vergessen Alles, was Du mir Gutes gethan hast. So laß Dir nun gefallen das Lobopfer aus meinem Munde, welches ich Dir —322—— 5———————— 4 Morgensegen am Sonntag. ** Morgens früh in Einfältigkeit meines Willer Herzens bringe. Ich rufe zu Dir von Vermi 8 4705 + +* Verme ganzem Gemüthe, Du wollest mich heut äußer! ) diesen Tag auch behüten vor aller Ge⸗ Opfer fahr Leibes und der Seele, und Deinen wohlge lieben Engeln über mir Befehl thun, nünfti daß sie mich behüten auf allen meinen leiste Wegen. Umgieb mich zunächst mit Dei⸗ chti Begen. Umgieb mich zunächst mit De mächti nem Schild und führe mich auf den Steig sein Deiner Gebote, daß ich unsträflich wan⸗ müthe dele in Deinem Dienst, wie die Kinder und 1 des Tages zu Deinem Wohlgefallen. I meine Wehre dem bösen Feind und allen Aer⸗ zu Dir gernissen dieser Welt, dazu steure dem Will ie Fleisch und Blut, daß ich nicht von ihnen aauufhör überwältiget, etwa gröblich wider Dich handele und Dich durch meine Sünden 4 erzürne. Regiere mich mit Deinem hei⸗ ö Kicht ligen Geist, daß ich nichts vornehme, Snent thue, rede oder gedenke, denn allein das, Dich v was Dir gefällig und zu Ehren Deiner mär m göttlichen Majestät gereicht. Siehe, mein bheilig Gott! ich übergebe und opfere Dir mich 2.5 heut ganz und gar zu eigen in Deinen mir D meines ir von h heut er Ge⸗ Deinen thun, meinen it Dei⸗ Steig h wan⸗ Kinder efallen. n Aer⸗ re dem nihnen er Dich Sünden em hei rnehme, in das, Deiner e, mein ir mich Deinen Morgenlied am Sonntag. 5 Willen mit Leib und Seele, mit allem Vermögen und Kräften, innerlich und äußerlich. Mache Du mich Dir zum Opfer, das da lebendig, heilig und Dir wohlgefällig sei, damit ich Dir einen ver⸗ nünftigen und angenehmen Gottesdienst leiste. Darum, Du heiliger Vater, all⸗ mächtiger Gott! laß mich dein Eigenthum sein; regiere mein Herz, Seel' und Ge⸗ müthe, daß ic nichts, denn Dich, wisse und verstehe HErr! frühe wollest Du meine e Stimme hören, frühe will ich mich zu Dir schicken und darauf merken, frühe will ich Dich loben und des A bends nicht aushören, durch IEsum Christum, Amen. Morgenlied. Mel.: Meinen IEsum laß ich nicht. Licht vom Licht! erleuchte mich bei le Ineuen Tageslichte; Gnadensonne, stell Dich vor mein munt'res Angesichte, Wöhne mir mit Glanze bei, daß mein Sabbath heilig sei. 2. Brunnquel aller Süßigkeit! laß mir Deine Ströme fließen; mache Mund —I——— 6 Morgenlied am Sonntag. und Herz bereit, Dich in Andacht recht zu küssen. Streu' das Wort mit Segen ein, laß es hundertfrüchtig sein. 3. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget. Sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irr⸗ thum mich betrüget und kein fremdes Feuer brennt, welches Dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut' und allezeit: Heilig, heilig, heilig! singen, und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügel schwingen. Gieb mir einen Vorschmack ein, wie es mag im Himmel sein. 5. Ruh' in mir und ich in Dir, bau' ein Paradies im Herzen. Offenbare Dich doch mir und' geuß meiner Andacht Kerzen immer neues Oele zu, o Du Liebesflamme Du! 6. Dieser Tag sei Dir geweiht, weg mit allen Eitelkeiten! ich will Deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst thun, als in Deiner Liebe ruh'n. 7. 2 mich 5 Deinen ehren, den sch (Gwige Shebe Abende Lob, P sen Te Lebens den S den b hast. vergebe recht g Nacht umgeb lagern schlage Fallstr recht Segen „ das i mir u Irr⸗ remdes r nicht Heilig, in die vingen. wie es r, bau' re Dich Undacht o Du t, weg Deiner „nichts als in Abendsegen am Sonntag. 7 7. Du bist mehr als Salomon, laß mich Deine Weisheit hören; ich will Deinen Gnadenthron mit gebeugten Knieen ehren, bis mir Deine Sonne lacht und den schönsten Sonntag macht. Abendsegen am Sonntag. Ewiger Gott, barmherziger Vater, ich Shebe meine Hände auf zu Dir wie ein Abendopfer, und sage Dir von Herzen Lob, Preis und Dank, daß Du mich die⸗ sen Tag, und die ganze Zeit meines Lebens vor allem Uebel und Unfall durch den Schutz Deiner lieben Engel wider den bösen Feind gnädiglich beschirmet hast. Ich bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Un⸗ recht gethan habe, und mich heute diese Nacht ferner mit Deinen heiligen Engeln umgeben, daß sie sich zunächst um mich lagern und eine Wagenburg um mich schlagen, auf daß ich des bösen Feindes Fallstrick und arger List möge entfliehen. 8 Abendsegen am Sonntag. Laß mich, Dein armes Geschöpf, Deiner Güte und Barmherzigkeit empfohlen sein. Schütze mich mit Deinem ausgestreckten Arm, denn von Herzen begehre ich Dein des Nachts, dazu mit meinem Geist in mir wache ich allezeit zu Dir. Ich harre Deiner Güte, und meine Seele hoffet auf Dich, lebendiger GOtt, denn Du bist meine Zuflucht und treuer Heiland. Siehe, HErr! wir schlafen oder wachen, so sind wir Dein, wir leben oder sterben, so bist Du ja unser GoOtt, der uns ge— schaffen hat. Darum schreie ich zu Dir, laß Deine Gnade nicht ferne von mir sein. Beschirme mich mit Deinem Schild. Erhalte mich, daß ich ruhig liege, sanft einschlafe und gesund wieder erwache. Decke mich in Deiner Hütte zur bösen Zeit, verbirg mich heimlich in Deinem Gezelt und erhöhe mich auf einem Fel⸗ sen, so werde ich mir nicht grauen lassen. Und ob ich schon wandere im finstern Thal, werde ich kein Unglück fürchten, denn Du bist bei mir, Dein Stecken und Stab nun D die S und d zen ha nem C Nacht wahre men, nützen danken und H befehle meine mir nu verwar daß D herzigl und T bedecke Güte, auf al ner B und E Deiner n sein. treckten h Dein ůeist in harre fet auf u bist eiland. vachen, terben, ns ge⸗ 1 Dir, namir Schild. sanft cwache. bösen deinem m Fel⸗ lassen. instern rchten, en und Abendsegen am Sonntag. 9 Stab trösten mich. So verleihe mir nun Deine Gnade, daß mein Leib schlafe, die Seele aber allezeit zu Dir wache, und daß ich Dich stets in meinem Her⸗ zen habe und Du nimmermehr aus mei⸗ nem Gemüthe kommest, auf daß mich die Nacht der Sünden nicht überfalle. Be⸗ wahre mich vor bösen, schädlichen Träu⸗ men, vor unruhigem Wachen und un⸗ nützen Sorgen, vor argen, schweren Ge⸗ danken und vor aller Qual. Mein GoOtt und HErr! in Deinen gnädigen Schutz befehle ich Dir meinen Leib und Seele, meine lieben Geschwister und Alle, die mir mit Bluts⸗Freundschaft oder sons verwandt sind. Laß Dir's gefallen, HErr! daß Du uns errettest, wende Deine Barm⸗ herzigkeit nicht von uns, laß Deine Güte und Treue allewege uns behüten! Darum bedecke uns in dieser Nacht mit Deiner Güte, umfahe uns mit Deiner Gnade, auf allen Seiten unterlege uns mit Dei⸗ ner Barmherzigkeit, daß wir an Leib und Seele behütet werden. Amen. Abendlied am Sonntag. Ahendlied. Mel.: Herr ich habe mißgehandelt. Alnser Sabbath geht zu Ende, kommt, Wpollendet seinen Lauf! Gott, der HErr, hat Vaterhände, und sein Wohl⸗ thun hört nicht auf. Drum laßt eur Gebet und Singen Ihm das Abendopfer bringen. 2. HErr, bei dem man alle Tage Rath und Hülfe kriegen kann, höre, was ich jetzund sage, und nimm meine Seufzer an; denn nichts anders kann ich geben, als nur deinen Ruhm erheben. 3. Und wer wollte das verschweigen, daß GOtt alle Menschen liebt? Tag und Nacht sind unsre Zeugen, wie er so viel Gutes gibt; denn an alle meine Stunden ist ein Segen angebunden. 4. Andre Tage von dem Morgen auch bis in die späte Nacht, werden nur mit eitlen Sorgen und mit Arbeit zugebracht; aber der, so heut erschienen, war be⸗ stimmet, GOtt zu dienen. 5. O du Heiland aller Leute, mein Erlöser schen h Wort; den W 6. Hx jetzund guten dir zu gute F 7. und le decken ich bin hier b steif u beste. Di OD mmt, der Wohl⸗ zt eur hopfer Rath 18 ich eufzer zeben, eigen, g und o viel unden mauch r mit dracht; ar be⸗ mein Morgensegen am Montag. 11 Erlöser und mein Hort! wie viel Men⸗ schen hast du heute unterrichtet durch dein Wort; da getröstet, dort ermahnet, und den Weg zu Gott gebahnet. 6. HErr, ich preise deinen Namen jetzund und in Ewigkeit, daß du so viel guten Samen in die Herzen ausgestreut: dir zu Ruhm wird er bekleiben und viel gute Früchte treiben. 7. Nunmehr geh ich wieder schlafen und leg allen Kummer hin; denn mich decken deine Waffen, unter deren Schutz ich bin; mag doch Welt und Hölle toben, hier bin ich schon aufgehoben. 8. Soll ich morgen auch noch leben und in deinem Dienste stehn, nun so wirst du Gnade geben, daß mirs ferner wohl wird gehn: denn das glaub ich steif und feste, GOtt vertrauen ist das beste. Casp. Neumann(+ 1715.) Morgeusegen am Montag. O Du unsterblicher, gütiger GOtt! weil Du Deinem Volk im Gesetz geboten, Morgensegen am Montag. Dir alle Morgen ein DarIien zu thun, I damit zu loben und Dir zu danken für Deinen gnädigen Schutz, so bringe ich Dir jetzt auch 05 Lobopfer, das ist die Frucht meiner Lippen, und preise Deinen heiligen Namen, daß Du mich durch deine große Gnade und Barmher⸗ zigkeit heute diese Nacht vor all lem Uebel und Schaden an Leib und Seele behü⸗ tet und wider meinen Widersacher, den bösen Feind, ganz väterlich erhalten hast. Denn wo Du nicht mein Schild und Beistand wärest gewesen, so hätte mich unzähliges Unglück verderbet, daß ich nicht gesund hätte mögen aufstehen. Da⸗ rum danke ich Dir ja billig für Deine gnädige Beschützung. Weiter schreie ich zu Dir aus Grund meines Herzens und mein Gebet kommt frühe vor Dich. Frühe iuche ich Dich und bitte, Du wol⸗ lest mich mit Allem, was mir zuständig ist, heute und ferner behüten vor der List und Gewalt des Teufels, vor Sün⸗ den und Schanden und allem Uebel. Komme stunde ohne 2 ich an Deinen seliglich lichen Nächste stand, all' me dige 5 Beschů Mittag meinen baren, und 2 giftung Boshei nen v GOtt behüte sichte Laß u keuschl thun, anken bringe as ist preise mich mher⸗ Uebel behü⸗ „den hast. und mich 5 ich Da⸗ Deine ie ich und Dich. wol⸗ ändig r der Sün⸗ Uebel. Morgensegen am Montag. 13 Komme Du mir zuvor in dieser Früh⸗ stunde mit Deiner Gnade! sintemal ich ohne Dich nichts vermag, und hilf, daß ich an diesem Tage alle meine Werke in Deinem Namen christlich anfange und seliglich vollführe, zu Ehren Deiner gött⸗ lichen Majestät und zum Nutzen meines Nächsten. Bewahre meine Seele, Ver⸗ stand, Vernunft, Sinne und Gedanken, al mein Thun und Lassen, daß der lei⸗ dige Teufel mir nicht könne schaden. Beschütze mich vor der Seuche, die im Mittag verderbet. Behüte mich vor allen meinen Feinden, sichtbaren und unsicht⸗ baren, daß sie mich mit ihren Lüsten und Tücken, mit Bezaubern und Ver⸗ giftungen, mit all' ihrer Gewalt und Bosheit heimlich und öffentlich nicht kön⸗ nen verletzen noch beschädigen. HErr GOtt Vater und HErr meines Lebens! behüte mich auch vor unzüchtigem Ge⸗ sichte und wende von mir alle böse Lust. Laß mich nicht in Schlemmen und Un⸗ keuschheit gerathen, und behüte mich vor Morgenlied am Montag. unverschämtem Herzen. Hilf, daß ich durch Deine Gnade das Auge, das mich ärgern will, ausreiße und von mir werfe durch Absagung böser und unreiner Be⸗ gierden des Herzens. Nimm von mir hinweg Alles, was Dir mißfällt und mir schädlich ist. Gieb mir, was Dir wohl⸗ gefällt und mir nützlich ist, auf daß ich Dir in wahrem Glauben diene. Siehe mich an, Du Heiland der Welt! mit den Augen Deiner Barmherzigkeit, und er⸗ leuchte mein Herz und Augen, daß ich wandele in dem Glanz deiner Gnade, so über mir aufgehet, auf daß ich Dich, das ewige Licht, nimmermehr verliere. Amen. Morgenlied. Mel.: Wer nur den lieben Gott. Ein neuer Tag, ein neues Leben geht mit der neuen Woche an, GOtt will mir heut aufs neue geben, was mir sonst niemand geben kann: denn hätt ich seine Gnade nicht, wer gäbe mir sonst Trost und Licht?! 2. Ich grüße freudig diesen Morgen, und ki Nacht mir al Armer noch! 3. 9 und gi weil ie und T heute! steht b 4. 2 soll nu laß mi nem F Geist, nem V 5. E essen, was die mir zu Ueberfl 6. E deine, iß ich 3 mich werfe er Be⸗ mir id mir wohl— aß ich Siehe nit den ud er⸗ daß ich ade, so h, das Amen. n geht will r sonst ) seine Trost torgen, Morgenlied am Montag. 1⁵ und küsse GOttes Vaterhand, die diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von mir abgewandt. Ach HErr, wer bin ich Armer doch? du sorgst für mich, ich lebe noch! 3. Nun, das erkennet meine Seele, und gibt sich selbst zum Opfer hin; doch weil ich noch in dieser Höhle mit Noth und Tod umgeben bin, so weich auch heute nicht von mir,‚ denn Wie Hülfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neußh Woche soll nur in deinem Namen bl n; ach laß mich nicht am Sündenjoche mit mei⸗ nem Fleisch und Blute ziehn: gib deinen Geist, der mich regier und nur nach dei— nem Willen führ. 5. Soll ich mein Brod mit Kummer essen, so laß es doch gesegnet sein, und was 5 sonst mir zugemessen, das richte mir zum besten ein: ich bitte nicht um Ueberfluß, nur was ich nöthig haben muß. 6. So thue nun, mein GoOtt, das deine, und laß auch mich das meine thun! Abendsegen am Montag. behüte beide, groß und kleine, daß sie in deiner Gnade ruhn, und daß ein Jedes diesen Tag mit dir verjüngt beschließen mag. B. Schmolck(T 1737). Abendsegen am Montag. O Du starker lebendiger GOtt! Vater unsers HErrn IEsu Christi! ich danke Dir, daß Du mich heute diesen Tag durch Deint gttlichen Schutz vor allem Scha⸗ den un uGefahr gnädiglich behütet hast, daß ich nicht bin kommen in Feuersnoth, daß mich Wasserfluthen nicht ersäufet haben, daß mich wilde Thiere nicht zer⸗ rissen haben, daß ich nicht bin gefallen in die Schärfe des Schwertes, daß mich die Feinde nicht ermordet und böse Leute nicht verwundet haben, daß ich von Die⸗ ben und Räubern nicht erschlagen noch beschädigt worden bin, dazu auch, daß ich mich nicht habe zu todt gefallen und sonst unvorsichtig gestoßen oder in ande⸗ rer Weise verletzt bin worden, daß ich nicht g Leibes allein 7 der Du und St ner, Di Sünden und mi sind un und die gnädigl. Beschwe Behendi Nacht g auch vo Finsterr dem St daß wit Jägers, Beschütz und S Uebel L bist unf Waffen, sie in Jedes ließen 7. Vater danke durch Scha⸗ t hast, Snoth, rsäufet ht zer⸗ zefallen ß mich Leute on Die⸗ n noch h, daß en und mande⸗ daß ich 60 Abendsegen am Montag. 17 nicht gekommen bin in Gefährlichkeit Leibes und Lebens: das Alles habe ich allein Deiner Barmherzigkeit zu danken, der Du mich auf allen meinen Wegen und Stegen behütest. Ich bitte nun fer⸗ ner, Du wollest mir vergeben alle meine Sünden, die ich wider Dich gethan habe. und mich sammt Allen, so mir verwandt sind und zugehören, heute diese Nacht und die ganze Zeit unsers Lebens auch gnädiglich bewahren vor aller Angst und Beschwerniß, vor des Teufels List und Behendigkeit, womit er uns Tag und Nacht gedenket zu bestricken. Behüte uns auch vor der schädlichen Pestilenz, die im Finstern schleichet, und bewahre mich vor dem Strick des Feindes. Errette uns, daß wir nicht kommen in das Netz des Jägers, der unserer Seele nachstellet. Beschütze uns vor schweren Sichtungen und Schrecken des Satans, vor allem Uebel Leibes und der Seele. Denn Du bist unsre feste Burg, unsere Weht und Waffen, zu Dir steht alle unsere Hoff⸗ 2 4 18 Abendsegen am Montag. nung und Zuversicht. Darum, Du ge⸗ treuer GOtt! laß Deine Augen über uns offen sein und bewahre uns in dieser Nacht vor aller Gewalt und Anfechtung des bösen Feindes, sei unser Wächter und Hüter, umgieb uns mit Deinem Schutz, auf daß der Teufel uns nicht könne beschädigen, denn bei Dir steht unser Heil, zu Dir allein hebe ich meine Augen auf, daher mir Hülfe kommt; meine Hülfe kommt vom SErrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Mägde auf die Hände ihrer Frauen sehen: also sehen unsere Augen auf den HErrn, unsern GOtt, bis Er uns gnä⸗ dig werde. Sei uns gnädig, HErr! sei uns gnädig, denn wir sind arm und elend. Erhebe über mich das Licht Dei⸗ nes Antlitzes, daß ich nicht im Tode ent⸗ schlafe, der Du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. O. N in mich le Thür 2. 2 Güt; s hüt: l und ru 3. U mich, t über 1 dein E 4. X vor ein stahl u Meinig 3. L und fr will ich preisn 6. C Du ge⸗ er uns dieser sechtung Wächter Deinem 18 nicht ir steht ) meine kommt; rn, der Siehe, e Hände gen der Frauen auf den ns gnä⸗ Err! sei urm und cht Dei⸗ ode ent⸗ ierest in Abendlied am Montag. Abendlied. Mel.: Nun lasset uns den Leib. & JEsu, treuster Heiland mein, ich geh in mein Schlafkämmerlein; ich will mich legen in die Ruh: schleuß du die Thür selbst nach mir zu. 2. Verzeih mein Sünd aus Gnad und Güt; schändlich und schädlich Träum ver⸗ hüt: laß säuberlich mich schlafen ein und ruhen sanft in Armen dein. 3. Und wenn ich schlaf, so wach für mich, treib alles Unglück hinter sich; breit über mich dein Flügel aus, laß stehn dein Engel um mein Haus. 4. Behüt vor Feur und Wassersnoth, vor einem bösen schnellen Tod, vor Dieb⸗ stahl und vor Leibsgefahr mich und die Meinigen bewahr. 3. Laß mich zu deinem Lob aufstehn und fröhlich an mein Tagwerk gehn, so will ich dein Barmherzigkeit loben und preisn in Ewigkeit. 6. GOtt Vater, nimm mich in dein 2* 20 Morgensegen am Dienstag. Hut; GOtt Sohn, wasch mich mit dei⸗ nem Blut; GoOtt heilger Geist, erleuchte mich, daß in den Himmel komme ich. Morgensegen am Dienstag. Gelobet sei GOtt, der Schöpfer Himmels und der Erden, gelobet sei der HErr, der allein Wunder thut, und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich! der den Tag und die Nacht durch seine göttliche Weisheit geschaffen und unterschieden hat, dazu verordnet, daß, so lange die Erde stehet, sie nicht sollen aufhören, auf daß der Mensch des Nachts möge seine Ruhe haben und am Tage wieder an seine Arbeit gehen. HErr, wie sind deine Werke so groß und viel, du hast sie alle weis⸗ lich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güte. Für solche deine Wohlthaten sollen wir dir danken, ehe die Sonne aufgehet, und vor dich treten, wenn das Licht her⸗ vorbricht. Daher preise ich dich jetzt auch, daß du mich in dieser Nacht hast sicher schlafen und ruhen, auch wieder⸗ um fri dazu v heit vö du wo einschli Wohlg vor al Sei di große Hitze, Mittag meine mich ke weil d vom S rechtig nahe i aber d daß w niß ur auf de Tage, in Ge und 5 mit dei⸗ erleuchte e ich. g. Himmels * HErr, lobet sei der den göttliche »den hat, die Erde auf daß ne Ruhe an seine ne Werke lle weis⸗ ll deiner ten sollen aufgehet, Eicht her⸗ dich jetzt acht hast wieder⸗ Morgensegen am Dienstag. 21 um fröhlich und gesund erwachen lassen, dazu vor aller Feinde Gewalt und Bos⸗ heit väterlich beschirmt. Ich bitte dich, du wollest meine Seele in deine Hand einschließen, meinen Leib nach deinem uur Glan en gesund erhalten und mich vor allem Uebel und Schaden behüten. Sei du mein gewaltiger Schutz, meine große Stärke, mein Schirm wider die Hitze, meine Hütte wider den heißen Mittag, meine Hut wider das Sn., meine Hülfe wider den Fall, auf daß mich kein Unglück treffe. O gütiger GOttl weil die Stunde auch da ist, aufzustehen vom Schlaf der Sünden und aller Unge⸗ rechtigkeit(sintemal unser Heil jetzt gar nahe ist, denn die Nacht ist vergangen aber der Tag ist herbeikommen), so hilf, daß wir ablegen die Werke der Finster⸗ niß und anlegen die Waffen des Lichtes, auf daß wir ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Geilheit und Unzucht, nicht in Hader und Neid: sondern daß wir anziehen 22 Morgenlied am Dienstag. IEsum Christum in wahrem Glauben und christlichem Wandel. Derohalben wecke mir das Ohr, daß ich mit gläubi⸗ gem Herzen dein heilig Wort höre, das⸗ selbige in meinem Gedächtniß behalte, auch daß ich meine Ohren neige zu dem Schreien und Flehen der Armen, diesel— bigen in ihrer Noth nicht verlasse: und wenn ich wieder in meiner Angst zu dir rufe, so erhöre du auch die Stimme mei⸗ nes Flehens, und verachte nicht das Seufzen in meiner letzten Noth. Laß mein Gebet frühe vor dich kommen, neige deine Ohren zu meinem Schreien, erfülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein in dir unser Lebenlang. Amen. Morgenlied. In eigner Melodie. Ott des Himmels und der Erden, Va⸗ —ter, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt und was drinnen ist erhält. 2. daß d Angst. und b mein den je HErr den of ist fü 4. geistli Seele Tag davor 5. meine bleibe mein kann 6. samm GoOtt, Hand. Morgenlied am Dienstag. 23 Flauben 2. GoOtt, ich danke dir von Herzen, ohalben daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, gläubi⸗ ö Angst, Noth und Schmerzen hast behütet re, das⸗ und bewacht, daß des bösen Feindes List behalte, ů mein nicht mächtig worden ist. zu dem 3. Laß die Nacht auch meiner Sün⸗ „ diesel⸗ den jetzt mit dieser Nacht vergehn, O, se: und ö HErr JEsu, laß mich finden deine Wun— zu dir ö den offen stehn, da alleine Hülf und Rath me mei⸗ ist für meine Missethat. cht das 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen h. Laß geistlich auferstehen mag und für meine n, neige Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer „erfülle Tag uns erscheint und dein Gericht, ich wollen davor erschrecke nicht. in dir 5. Führe mich, o HErr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort; nirgends als bei dir allein en, Va⸗ kann ich recht bewahret sein. der es 6. Meinen Leib und meine Seele, nn und sammt den Sinnen und Verstand, großer n starke GOtt, ich dir befehle unter deine starke terhält. Hand. HErr, mein Schild, mein Ehr 24 Abendsegen am Dienstag. und Ruhm, nimm mich auf zum Eigen— du w thum. lunge 7. Deinen Engel zu mir sende, der habe, des bösen Feindes Macht, List und An⸗ gnädi schläg von mir wende, und mich halt sacher in guter Acht, der auch endlich mich zur und Ruh trage nach dem Himmel zu. Unge H. Albert(+ 1668.) beschä Ahendse NIeu was Abendͤsegen am Dienstag. nöthe Herr, gütiger GOtt, heiliger Vater! des Seele Tages schreie ich zu dir; Weane mir Sorg angst ist, rufe ich zu dir, und des Abends daß i edente ich an deine Güte und Treue, göttli die du mir erzeiget hast. Und sonderlich sehen preise ich dich jetzt auch, daß du mich denn aus lauter Gnade und Barmherzigkeit, Licht ohn alle mein an d. und Würdigkeit, heit, ö diesen vergangenen Tag vor unzähligem ö GoOt Schaden und Gefahr, die mich hätte mein können treffen, so ganz väterlich behütet auf hast. Dafür sage ich dir jetzt und alle⸗— mein zeit Lob und Dank, und bitte dich, um mein des bitteren Leidens JEsu Christi willen, Abendsegen am Dienstag. Eigen⸗ du wollest mir verzeihen alle Mißhand⸗ lungen, so ich heute wider dich gethan de, der habe, und mich die zukünftige Nacht ind An⸗ gnädiglich bewahren vor meinem Wider⸗ ich halt sacher, dem leidigen Teufel, vor Schrecken ich zur und Entsetzen der Nacht, daß mich kein Ungethüm noch Phantasie bethöre und 668.) beschädige. Behüte mich auch mit allem, was ich habe, vor Wassers⸗ und Feuers⸗ nöthen, vor allem Uebel Leibes und der ter! des Seelen. Laß mich geruhiglich ohne alle nn mir Sorge und Bekümmerniß einschlafen, auf Abends daß ich auch in Finsterniß das Licht deines Treue, göttlichen Glanzes über mich möge scheinen )nderlich sehen mit den Augen meines Herzens, zu mich denn du bist ein helles und wahrhaftiges erzigkeit, Licht, welches da erleuchtet alle Dunkel⸗ rdigkeit, heit, die uns umfangen hat. Du, HErr zähligem ö GOtt, bist bei mir, du bist mein Fels, h hätte meine Burg, mein Erretter, mein Hort, behütet auf den ich traue, mein Schild und Horn ind alle⸗— meines Heils und mein Schutz. HErr, zich, um mein GOtt, zu dir breite ich des Nachts Hwillen, meine Hände aus. Komm zu mir wie —s 26 Abendlied am Dienstag. ein Spätregen, der das Land befruchtet. Bleibe bei uns, HErr, denn der Tag hat sich geneiget, und ist Niemand, der uns in dieser Finsterniß schütze, denn du allein, unser Gott. Eile mir zu helfen und schütze mich in dieser Nacht, daß mein Geist in Sünden nicht einschlafe und meinem Leib kein Uebel widerfahre. Wecke mich zu rechter Zeit, und laß mich hören Freud und Wonne, denn ich habe Lust zu deinem Wort und Zeugnissen; die sind meines Herzens Trost. Gieb, daß vor meine Ohren nicht komme eine traurige Botschaft und wende die Angst meiner Seelen, denn du allein kannst mein Leben fristen und mich mit allerlei Segen erfüllen, in Christo IEsu unserm HErrn. Amen. Abendlied. Mel.: Dir, dir, Jehovah, will ich singen. Eh wir den Leib zur Ruhe legen, so suchen wir zuvor im Geiste Ruh, wir sprechen erst den Abendsegen, und hören deinem Wort, HErr JEsu, zu. O präg uns n laß es 2. strafer thun, Waffe ruhn! hut durch 3. ach aus. uns d O hil zuthu heit 1 4. gessen flehn; die 1 schehr sein Allen ruchtet. Lag hat der uns un du helfen 9t, daß nschlafe erfahre. aß mich ch habe gnissen; Gieb, me eine e Angst kannst allerlei unserm . gen, so ih, wir )hören O präg Abendlied am Dienstag. 27 uns noch ein kräftig Wörtlein ein, und laß es uns ein sanftes Ruhbett sein! 2. Laß uns dein Wort jetzt noch be⸗ strafen, daß wir auch diesen Abend Buße thun, gib auch im Wort des Glaubens Waffen, daß wir in deinen Wunden sicher ruhn! nimm uns in deine treue Liebes⸗ hut und mach uns rein von Sünden durch dein Blut. 3. Wir fallen dir am Kreuz zu Fuße, ach stoße, HErr, nur keinen von uns aus. Wir bitten bei des Tages Schlusse uns durch Gebet noch einen Segen aus. O hilf nur Herz und Mund weit auf⸗ zuthun und laß uns ja in keiner Träg⸗ heit ruhn. 4. Ja, was am Tag won uns ver⸗ gessen, um das laß uns noch diesen Abend flehn; und weil die Wohlthat unermessen, die uns von dir den ganzen Tag ge— schehn, so laß uns dir noch jetzo dankbar sein und flöß uns Geist und Kraft zu Allem ein. Morgensegen am Mittwoch. Morgensegen am Mittwoch. Allmächtiger, barmherziger Gott, nach dem alle deine Creaturen dich ohne Unterlaß loben und preisen sollen, welches auch thun die Vöglein unter dem Him⸗ mel, die frühe gegen den Tag mit ihren Zünglein und Stimmlein aufs lieblichste dich, ewiger GOtt, als ihren Schöpfer rühmen: so danke ich dir jetzt auch von Herzen, daß du mich die vergangene Nacht und alle vorige Zeit meines Lebens unter deinem Schutz und Schirm bis auf diese gegenwärtige Stunde erhalten hast und mich aus dem Schlaf und Finsterniß dieser Nacht erwecket, fröhlich und gesund hast lassen aufstehen. Ich bitte dich, durch die heilwärtige Auferstehung IEsu Christi von den Todten, du wollest mich künftig auch behüten vor allem Unglück und Uebel, sammt allen, die mit mir durch Blutsfreundschaft oder sonst ver⸗ wandt sind. O HErr, hilf deinem Volk und segne dein Erbe, und weide sie, und erhöhr auch Barn Freui Gebo Erzei wolke barer breite wolle streck daß thue. Geist möge keit Behi dich befle wide meir Lipz trüg theil . „ nach ) ohne welches Him⸗ tihren oblichste chöpfer ch von e Nacht 8 unter if diese ist und isterniß gesund e dich, g JEsu ost mich Unglück nit mir ist ver⸗ m Volk ie, und —— Morgensegen am Mittwoch. 29 erhöhe sie ewiglich. Du wollest mich auch in dieser Frühstunde mit deiner Barmherzigkeit erfüllen, daß ich heut mit Freuden diesen ganzen Tag in deinen Geboten ohne alle Todsünde zubringe. Erzeige mir deine Gnade, wie eine Thau⸗ wolke des Morgens und wie ein frucht⸗ barer Thau, der früh Morgens sich aus⸗ breitet und das Land befruchtet: also wollest du deine Güte über mich aus⸗ strecken, mein träges Gemüth ersfrischen, daß ich wacker und fröhlich deinen Willen thue. Regiere mich mit deinem heiligen Geist, daß ich dir mit reinem Herzen möge dienen in rechtschaffener Gerechtig⸗ keit und Heiligkeit, die dir gefällig ist. Behüte mich, daß ich heute nicht wider dich sündige und etwa mein Gewissen beflecke mit fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten. Bewahre auch meine Zunge vor Bösem, und meine Lippen, daß sie nicht falsch reden oder trügen; schandbare Worte und Narren⸗ theidinge, die dem Christen nicht geziemen, — 30 Morgenlied am Mittwoch. laß ferne von mir sein. Hilf, daß ich mit meinen Lippen Niemand ärgere noch afterrede, urtheile oder verdamme, auch Niemand lästere oder schmähe. O daß ich könnte ein Schloß an meinen Mund legen, und ein festes Siegel auf meine Lippen drücken, daß ich dadurch nicht zu Fall käme, und meine Zunge mich nicht verderbete! Gieb Gnade, daß ich mich selbst in meinem Gebrechen erkenne und strafe, damit ich nicht in dein gestrenges Urtheil und Gericht falle. Solches ver⸗ leihe mir, ewiger GOtt, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn. Amen. Morgenlied. Mel.: Nun laßt uns Gott. Wach auf, mein Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, dem frommen Menschenhüter. 2. Heint, als die dunklen Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret, GOtt aber hats gewehret. 3. Ja, Vater, als er suchte, daß er mich sichten möchte, war ich in deinem Schoo 4. .. Trotz laß di schaue 5. kann bin i verner 6. bring und 1 Liede⸗ +. du k wohl, habe. 8. Werk dieser 9. selbst Mitt wend daß ich re noch „ auch O daß Mund meine licht zu h nicht h mich ne und trenges es ver⸗ Jesum Amen. ge dem Geber nhüter. chatten Satan wehret. daß er deinem Morgenlied am Mittwoch. 31 Schooße, dein Flügel mich beschlosse. 4. Du sprachst: mein Kind, nun liege Trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. ö 5. Dein Wort das ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen; von Noth bin ich befreiet, dein Schutz hat mich verneuet. 6. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben; mein Weihrauch und mein Widder sind mein Gebet und Lieder. 7. Die wirst du nicht verschmähen, du kannst ins Herze sehen, und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts bessres habe. 8. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 9. Sprich ja zu meinen Thaten; hilf selbst das Beste rathen; den Anfang, Mittl und Ende, ach, HErr, zum Besten wende. 32 Abendsegen am Mittwoch. 10. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt(+ 1676.) Abendsegen am Mittwoch. 0 du heilige Dreifaltigkeit in einem göttlichen Wesen! Du bist mein Leben, Heil und ewiger Trost. Dir sage ich mit Mund und Herzen Lob und Dank, daß du mich diesen Tag über gnädiglich behütet hast. Ich bitte deine göttliche Güte, du wollest alle meine Missethat bedecken, allermeist aber, was ich heute wider dich und deine heiligen Gebote mit meiner Zunge, mit unnützen, vergeblichen Worten, mit Afterreden und sonst ge— sündigt habe. Und wollest mich diese zukünftige Nacht auch bewahren vor allem Schaden und Gefahr, denn zu dir allein habe ich all mein Vertrauen. GOtt, wie dein Name ist, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende. Deine Rechte ist voller Gerechtigkeit. Darum befehle ich m Hände göttlid heilige die en die un theidig keit. Süßig heit G kenntn grundl Gnade Weishe Kraft Mein löser mir be mich, über n erhebe mir Fi der ein und all „ mein zort sei el reise. 676.) einem Leben, sage ich Dank, ädiglich göttliche tissethat h heute ote mit eblichen ust ge⸗ ha diese or allem rallein At, wie Ruhm, Rechte befehle Abendsegen am Mittwoch. 33 ich meinen Leib und Seele in deine Hände. So benedeie mich nun die göttliche Majestät und beschirme mich die heilige Dreifaltigkeit, und erhalte mich die ewige Einigkeit. Es beschütze mich die unermeßliche Barmherzigkeit. Es ver⸗ theidige mich die unaussprechliche Mildig⸗ keit. Es erfreue mich die unendliche Süßigkeit. Mich bedecke die höchste Wahr⸗ heit Gottes. Mich stärke die tiefste Er⸗ kenntniß Christi. Mich bewahre die grundlose Gütigkeit des HErrn. Die Gnade des Vaters regiere mich. Die Weisheit des Sohnes erquicke mich. Die Kraft des heiligen Geistes erleuchte mich. Mein Schöpfer stehe mir bei. Mein Er⸗ löser helfe mir. Mein Tröster wohne mir bei. Der HErr segne und behüte mich, der Herr erleuchte sein Angesicht über mir und sei mir gnädig, der HErr erhebe sein Angesicht auf mich, und gebe mir Frieden. Dieser Schutz und Segen der einigen und ewigen Gottheit sei heut und allezeit zwischen mir und allen mei⸗ 3 34 Abendlied am Mittwoch. nen Feinden, sichtbaren und unsichtbaren, daß sie sich zu mir nicht können nahen, noch mich beschädigen. Gleichwie die Wolkensäule in der Wüste sich machte zwischen das Heer der Egypter und das Heer Israel, daß diese und jene nicht konnten zusammen kommen, damit den Kindern Israel kein Leid widerführe: also wollest du zwischen mir und allen meinen Feinden eine feurige Mauer und Unter⸗ schied sein, daß sie mich nicht berühren. Erhalte mich auch in meinem letzten Stündlein; wenn meine Augen nimmer sehen, meine Ohren nimmer hören und wenn meine Zunge nimmer reden, wenn meine Hände nimmer greifen und die Füße nimmer gehen mögen, so stehe mir bei, du hochgelobte Dreifaltigkeit, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Abendlied. Mel.: Christe, der du bist. Christe, du bist der helle Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag, du leuch⸗ test u Lichte 2 in di laß ur Satar 3. so la Über u falln i 4. behüt nach uns he 5. erworb war de dir ge⸗ 6. 2 und ur uns di Satan 7. E dieweil chtbaren, nahen, wie die machte und das ene nicht mit den hre: also nmeinen d Unter⸗ derühren. n letzten nimmer zren und 'n, wenn die Füße ir bei, du der böse . Amen. vor dir du leuch⸗ Abendlied am Mittwoch. 35 test uns vom Vater her, und bist des Lichtes Prediger. 2. Ach, lieber HErr, behüt uns heint in dieser Nacht vorm bösen Feind und laß uns in dir ruhen fein, daß wir vorm Satan sicher sein. 3. Ob schon die Augen schlafen ein, so laß das Herz doch wacker sein, halt über uns dein rechte Hand, daß wir nicht falln in Sünd und Schand. 4. Wir bitten dich, HErr IEsu Christ! behüt uns vor des Teufels List, der stets nach unsern Seelen tracht, daß er an uns hab keine Macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut. erworben durch dein theures Blut; das war des ewgen Vaters Rath, als er uns dir geschenket hat. 6. Befiehl deim Engel, daß er komm und uns bewach, dein Eigenthum, gib uns die lieben Wächter zu, daß wir vorm Satan haben Ruh. 7. So schlafen wir im Namen dein, dieweil die Engel bei uns sein, du hei⸗ 3* 36 Morgensegen am Donnerstag. lige Dreieinigkeit, wir loben dich in Ewigkeit. Erasmus Alberus(+ 1653.) Morgensegen am Donnerstag. HErr IEsu Christe, der du bist das Wewige wahre Licht, welches da vertrei⸗ bet die Finsterniß der Nacht und die Schatten des Todes! deinen Namen will ich rühmen, dir will ich lobsingen und danken, daß du mich in dieser Nacht so gnädiglich behütet und aus der Finsterniß an das Licht gebracht hast. Mich hast du bewahret vor dem Grauen der Nacht, vor des Teufels Schrecken, vor mancher⸗ lei Seuchen und Krankheiten, die mir hätten können widerfahren. Auch hast du meine Seele mit deinem Schild um⸗ ringet und bewachet, wie ein Hirt seine Heerde bewachet; dazu alles, was ich habe, ist durch deine große Barmherzigkeit un⸗ versehret behütet worden. Für solchen gnädigen Schutz und alle deine Wohl⸗ zkhaten sei dir Lob und Preis gesagt. Von des 3 du bi feste treuer freuef lich d deine du w herzig hervo röthe, regen. verdu daß d du bi wahrl Mens mich gnädi meine Morg mein Zeit ig. dich in 1653.) stag. bist das a vertrei⸗ und die amen will ngen und Nacht so Finsterniß Mich hast der Nacht, mancher⸗ die mir Auch hast schild um⸗ Hirt seine 8 ich habe, zigkeit un⸗ ür solchen ine Wohl⸗ is gesagt. Morgensegen am Donnerstag. 37 Von deiner Macht will ich reden, und des Morgens deine Güte rühmen, denn du bist meine höchste Zuversicht, meine feste Buͤrg, meine starke Hülfe, mein treuer GOtt, auf den ich traue. Du er⸗ freuest mein Herz und machest mir fröh⸗ lich das Angesicht. Ich bitte dich durch deine heilige Geburt und Menschwerdung, du wollest an diesem Tage deine Barm⸗ herzigkeit über mir lassen aufgehen und hervorbrechen wie die schöne Morgen⸗ röthe, und zu mir kommen, wie der Früh⸗ regen. Erleuchte meine blinde Natur und verdunkeltes Herz mit deinem Glanz, auf daß du in meinem Herzen aufgehest, der du bist der rechte Morgenstern und das wahrhaftige Licht, welches erleuchtet die Menschen zum ewigen Leben. Behüte mich auch heute vor allem Uebel, sei mir gnädig, HErr, denn auf dich harre ich, meine Seele wartet auf dich von einer Morgenröthe bis zur andern. Sei du mein Arm frühe, dazu mein Heil zur Beschirme mich an Zeit der Trübsal. 38 Morgenlied am Donnerstag. Leib und Seele, daß mir kein Uebel be⸗ gegne, und keine Plage zu mir nahe. Treibe ferne von mir alle bösen Geister, stehe du mir bei wider die Boshaftigen, tritt zu mir wider die Uebelthäter, und schütze mich, daß die Hand der Wider⸗ wärtigen mich nicht berühre. O SErr, unser GOtt, fördere das Werk unserer Hände bei uns, ja das Werk unserer Hände wollest du fördern und unsere Arme stärken, auch unsere Finger lehren halten deine Gebote, daß wir heut nicht wider dich sündigen. Solches verleihe uns um deiner Barmherzigkeit willen, welche für und für währet in Ewigkeit. Amen. Morgenlied. In eigner Melodie. Norgenglanz der Ewigkeit. Licht vom WMunerschöpften Lichte! schick uns dies höpften Lichte! schick uns diese Morgenzeit deine Strahlen zu Gesichte! und vertreib durch deine Macht unsre Nacht. 2. Deiner Güte Morgenthau fall auf unser bense erqui 3. kalter und daß stehn. 4 des 28 die G kleide sein. 5. gib, Leich Plag kann. 6. verkl das Won verge Chr. ebel be⸗ rnahe. Geister, haftigen, er, und Wider⸗ SErr, unserer unserer ) unsere r lehren eut nicht verleihe t willen, Ewigkeit. gicht vom uns diese Gesichte! cht unsre 1 fall auf —— Morgenlied am Donnerstag. 39 unser matt Gewissen; laß die dürre Le⸗ bensau lauter süßen Trost genießen, und erquick uns, deine Schaar, immerdar. 3. Gieb, daß deiner Liebe Gluth unsre kalten Werke tödte, und erweck uns Herz und Muth bei erstandner Morgenröthe, daß wir, eh wir gar vergehn, recht auf⸗ stehn. 4. Laß uns ja das Sündenkleid durch des Bundes Blut vermeiden, daß uns die Gerechtigkeit möge als wie ein Rock be⸗ kleiden, und wir so vor aller Pein sicher sein. 5. Ach, du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leichnam aufersteh und entfernt von aller Plage sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 6. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne, führ uns durch das Thränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. Chr. Knorr v. Rosenroth( 1689.) SSSSe ee e eeeÆe—.—.— Abendsegen am VDonnerstag. Abendsegen am Donnerstag. Gelobet sei GOtt der Vater durch JE⸗ Asum Christum im heiligen Geist, ein einiger ewiger GOtt, der durch seine mannigfaltige Güte mich armen Sünder und elenden Menschen heute gnädiglich bewahret hat vor allen feurigen Pfeilen des Satans, dazu vor dem jähen und schnellen Tod, und vor allem Schaden. HErr, deine Güte reichet, so hoch der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Du bist gnädig und barmherzig, alle deine Werke sind löblich. Ich bitte dich, mildreicher GOtt, du wol⸗ lest mir aus Gnaden verzeihen alles, was ich heute wider dich gethan habe, es sei mit Werken, Worten und Gedanken. Du wollest auch deine Barmherzigkeit zu mir richten, und mich die zukünftige Nacht lassen einschlafen und ruhen, daß ich dich, der du bist die ewige Ruhe, nun und nimmermehr verlasse, sondern in dir bleibe durch den Glauben, und unter daß f naher zufüg mein ten? wem lässet fen. ger mich, ter d Zufle ges des du Bett ich du Sch See erhe so i mei irch IE⸗ eist, ein ch seine Sünder nädiglich Pfeilen hen und Schaden. hoch der „so weit idig und d löblich. du wol⸗ lles, was e, es sei zedanken. zigkeit zu ukünftige hen, daß ige Ruhe, sondern ben, und + Abendsegen am Donnerstag. unter deinem Schirm sicher wohne, auf daß sich der Feind nicht dürfe zu mir nahen und mir keinen Schaden könne zufügen. HErr, du bist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürch⸗ ten? Du bist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Auf dich ver⸗ lässet sich mein Herz, und mir ist gehol⸗ fen. Du bist mein Trost und gewalti⸗ ger Schutz, deine rechte Hand stärket mich, deine Rechte tröstet mich, und un⸗ ter dem Schirm deiner Arme habe ich Zuflucht. Siehe, mein GOtt, des Ta⸗ ges rufe ich, so antwortest du mir, und des Nachts schweige ich auch nicht, und du erhörest mich. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir, denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich; meine Seele hanget dir an, deine rechte Hand erhält mich. Wenn ich im Finstern sitze, so ist doch der HErr mein Licht und mein Heil. O gütiger GOtt, verleihe Abendlied am Donnerstag. mir Gnade, daß, wenn mein Sterbe⸗ stündlein herzu nahet, und ich ins Todten⸗ bette zur ewigen Ruhe mich soll nieder⸗ legen, daß ich durch deine Hülfe im rech⸗ ten festen Glauben getrost und unverzagt möge seliglich zum ewigen Leben ein⸗ schlafen. Indeß enthalte mich dir, daß ich allezeit wache, nüchtern und mäßig lebe, und in christlicher Bereitschaft er⸗ funden werde; sintemal ich nicht wissen kann, zu welcher Stunde, du unser GOtt, kommen wirst und mich von hinnen ab⸗ fordern, auf daß ich würdig werde zu stehen vor des Menschen Sohn, und nicht zu Schanden werde in seinem Gerichte, der mit dir lebet und regieret in Ewig⸗ keit. Amen. Abendlied. Mel. Christ, der du bist der ꝛc. Hinunter ist der Sonnenschein, die finstre Nacht bricht stark herein. Leucht uns, SErr Christ! du wahres Licht, laß uns im Finstern tappen nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor durch und 3. dasse unsr in F 4. stell, vor 6 hüt Sterbe⸗ Todten⸗ lnieder⸗ im rech⸗ mnverzagt ben ein⸗ hir, daß mäßig chaft er⸗ t wissen r GoOtt, nen ab⸗ berde zu nd nicht Berichte, Ewig⸗ e finstre cht uns, aß uns en Tag Morgensegen am Freitag. 43 vor Schaden, G'fahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt't aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir hab'n erzürnet dich, dasselb' verzeih uns gnädiglich und rechne's unsrer Seel nicht zu, laß uns schlafen in Fried und Ruh. 4. Durch dein'n Engel die Wach be⸗ stell, daß uns der böse Feind nicht fäll'; vor Schrecken, Angst und Feuersnoth be⸗ hüt uns heut, o lieber GOtt. Nic. Hermann(+ 1561.) Morgensegen am Freitag. Gebenedeiet sei GOtt, mein Schöpfer! gebenedeiet sei GOtt, mein Heiland! gebenedeiet sei GOtt, mein höchster Trost, der mir giebt Gesundheit, Leben und Segen. Der mein Schutz und Hülfe ist, und mich an Leib und Seele nach Sei⸗ ner großen und hochberühmten Barm⸗ herzigkeit in dieser vergangenen Nacht vor mancherlei Beschädigungen des Sa⸗ 4⁴ Morgensegen am Freitag. tans behütet und gesund an diesen Tag hat kommen lassen. Ich bitte Dich, himm⸗ lischer Vater! durch den blutigen Schweiß IEsu Christi, Deines lieben Sohnes, Du wollest mich heute diesen Tag auch in Deinen göttlichen Schutz nehmen, mich beschirmen und handhaben, innerlich und äußerlich, daß mir kein Arges widerfahre, denn in Deine Hände befehle ich heute und alle Tage meine arme Seele, mei⸗ nen elenden Leib, mein dürftiges Leben, meine Sinne, Vernunft, Verstand und Anschläge, alle meine Gedanken, Worte und Werke, mein Thun und Lassen, mei⸗ nen Eingang und Ausgang, mein Gehen und Stehen, mein Sitzen und Liegen, meinen Willen und Rathschlag, mein Dichten und Trachten, meinen Glauben und Bekenntniß, und was ich auswendig und inwendig bin und vermag, das Ende meines Lebens, den Tag und die Stunde meines Todes, mein Sterben und Auf⸗ erstehung. O, HErr GoOtt! schaffe Du es mit mir, wie Du willst, und weißt, en Tag „himm⸗ Schweiß ies, Du auch in ,‚ mich ich und erfahre, h heute e, mei⸗ Leben, id und Worte n, mei⸗ Gehen Liegen, mein Morgensegen am Freitag. was zu Deiner Ehre und zu meiner See⸗ ligkeit das Beste ist. Erhalte mich in Deiner Furcht und wahren Erkenntniß. Behüte mich vor den Werken der Unge⸗ rechtigkeit, und so ich etwa wider Dich aus Gebrechlichkeit würde sündigen, so bitte ich Dich, Du wollest Deine Barm⸗ herzigkeit nicht von mir nehmen, Deine Gnade nicht von mir wenden, Deine Hülfe mir nicht entziehen, denn es ist sonst kein anderer GOtt noch Helfer, vor Dir ist kein Anderer gemacht, so wird auch nach Dir Keiner sein, Du bist der Erste und der Letzte, und außer Dir ist kein GOtt. Darum rufe ich zu Dir allein, laß Deine Güte üÜber mich wal⸗ ten, laß mich frühe hören Deine Gnade, denn ich hoffe auf Dich. Leite meinen Fuß auf rechter Straße, daß ich nicht wandele im Rathe der Gottlosen, noch trete auf den Weg der Sünder, noch sitze, da die Spötter sitzen, sondern, daß ich all' meines Herzens Lust und Liebe habe zu Deinem Wort und Geboten, und in —————————— Morgenlied am Zreitag. denselben mich übe Tag und Nacht, durch unsern HErrn IEsum Christum. Amen. Morgenlied. Mel.: O JEsu Christ, mein's ꝛc. heilige Dreifaltigkeit! o hochgelobte Einigkeit! GOtt Vater, Sohn, heiliger Geist: heut diesen Tag mir Beistand leist'. 2. Mein' Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verletz, noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heilgen Geistes Glanz und Schein er⸗ leucht mein's finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer! steh mir kräftig bei; o mein Erlöser! hilf mir frei, Tröster werth! weich nicht von mir, mein Herz mit werthen Gaben zier. 5. HErr! segne und behüte mich, er⸗ leuchte mich, HErr! gnädiglich; HErr! heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt. Martin Böhme(+ 1622.) elo der licher müsse will Aben für v höret neige bete, HErr eine mich Dir, Du 1 hütet den, Herz set D herzi von gelol t, durch Amen. hgelobte heiliger id leist'. ud Gut derfahr, tz, noch X anblick, ck, des ein er⸗ hrein. kräftig frei, o „mein ch, er⸗ HErr! deinen 22.) ——HFIFIIIIH —9———— Abendsegen am Freitag. Abendsegen am Freitag. Gelobet sei der HErr, der allein Wun⸗ der thut, und gelobet sei Sein herr⸗ licher Name ewiglich, und alle Lande müssen Seiner Ehre voll werden. Ich will täglich rühmen von GOtt und des Abends soll Ihm mein Mund danken für und für. Wenn ich schreie, so er⸗ höret Er mich und wenn ich flehe, so neiget Er seine Ohren zu mir; wenn ich bete, merket Er auf meine Stimme. Der HErr ist meine Zuversicht und Stärke, eine Hülfe in den großen Nöthen, die mich betroffen haben. Darum sage ich Dir, ewiger GOtt! Lob und Preis, daß Du mich heute diesen Tag väterlich be⸗ hütet hast vor allem Unfall und Scha⸗ den, so mir hätte können begegnen. Mein Herz ist fröhlich, und meine Seele prei⸗ set Dich um alle Deine Güte und Barm⸗ herzigkeit; meine Zunge soll ihr Gespräch von Dir haben und immer sagen: Hoch⸗ gelobet sei GOtt! gesegnet sei sein heili⸗ 48 Abendsegen am Freitag. ger Name. Ich bitte Dich, Du wollest mir aus Gnaden nachlassen Alles, was ich heute wider Dich gesündiget habe, und mich diese zukünftige Nacht, sammt Allem, was mir zustehet, auch beschützen. Sei Du mein Schild und mein Schatten über meiner rechten Hand. O Sérr! behüte mich vor allem Uebel, behüte meine Seele; sei mir gnädig, denn auf Dich allein traue ich. Ich hoffe auf den HErrn, und rufe zu GOtt, dem Aller— höchsten, zu GOtt, der meinem Jammer ein Ende macht. Siehe, der Hüter Is⸗ raels schläft und schlummert nicht; er wird meinen Gang erhalten auf rechter Bahn, daß ich nicht strauchele und meine Tritte nicht wanken; Er wird meinen Fuß nicht gleiten lassen, denn Sein Wort ist ein Licht auf meinen Wegen. Da⸗ rum, wenn ich mich lege, so werde ich mich nicht fürchten, sondern süße schlafeu, und werde mich nicht fürchten vor plötz⸗ lichem Schrecken, noch vor dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt. Denn Du U gefan den S erhebe litzes, ganz ter D Auf zur R lider wirst Lob 1 stät, HErr MNun Ric die ge auf, Schöf 2 Nacht Tages J. Du wollest lles, was iget habe, yt, sammt beschützen. Schatten O HSerr! l, behüte denn auf fe auf den hem Aller⸗ 1Jammer Hüter Is⸗ nicht; er uf rechter und meine d meinen Sein Wort gen. Da⸗ werde ich ze schlafeu, vor plötz⸗ »m Sturm ut. Denn Abendlied am Freitag. 49 Du behütest meinen Fuß, daß er nicht gefangen werde, Du errettest mich von den Stricken des Todes. O, HErr GoOtt! erhebe über mich das Licht Deines Ant— litzes, auf daß ich mich lege und schlafe ganz mit Frieden, und sicher wohne un⸗ ter Deinem Schirm, denn Du hilfst mir. Auf Deinen Namen will ich mich nun zur Ruhe niederlegen und meine Augen⸗ lider lassen schlummern. Du HErr GoOtt! wirst mich fröhlich wieder erwecken zu Lob und Ehre Deiner göttlichen Maje⸗ stät, durch IEsum Christum, unsern HErrn. Amen. Abenudlied. In eigener Melodie. Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Men⸗ Zuschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt: ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohlgefällt. 2. Wo bist du Sonne blieben? die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind; fahr hin! ein andre Sonne, 4 50 Abendlied am Freitag. mein IEsus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelssaal. So, so werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein GOtt aus diesem Jammerthal. 4. Der Leib, der eilt zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit, die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei: Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sündenarbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht, geht und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt: es kommen Stund und Zei⸗ ten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, im Hui sind sie geschlossen, wo bleibt dann Leib Gnad Aug 8 meine ein: 1 die E verletz 9. heute fahr! euch seiner erheb Dank nicht Dein verhe der g r hell in igen, die n blauen ich auch en gehen rthal. uhe, legt Bild der dagegen Rock der id Hände jie Arbeit du sollst wund von der, geht, er Betten und Zei⸗ zur Ruh ossen, im eibt dann Morgensegen am Sonnabend. 5¹ Leib und Seel? nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide, o IEsu, meine Freude! und nimm dein Küchlein ein: will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: dies Kind soll un⸗ verletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben kein Unfall noch Ge⸗ fahr! GOtt laß euch ruhig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Helden Schaar! Paul Gerhardt(& 1676.) Morgensegen am Sonnabend. O Du wahrer unsterblicher GOtt! Vater unsers HErrn JEsu Christi, zu Dir erhebe sich mein Gemüth mit schuldiger Dankbarkeit. Deine Gerechtigkeit will ich nicht verbergen in meinem Herzen; von Deinem Heil will ich reden; ich will nicht verhehlen Deine Güte und Treue vor der großeu Gemeine, und Alles, was Du 4* 52 Morgensegen am Sonnabend. mir Gutes gethan hast, will ich nicht verschweigen, denn es ist ein köstlich Ding, dem HErrn danken, und lobsingen Dei⸗ nem Namen, Du Höchster! des Morgens Deine Gnade, und des Abends Deine Wahrheit verkündigen. Darum preiset Dich meine Seele, daß Du mich in die⸗ ser Nacht durch Deine überschwängliche Barmherzigkeit beschützet hast. Gesegnet bist Du, HErr GoOtt Zebaoth, der Du Dich gnädig erzeigest Allen, die nach Dir fragen und Dein Heil lieben. Gesegnet ist Dein großer Name in allen Landen, der unser Schutz und Hülfe ist; gesegnet sind alle Deine Werke, die Du an den Menschenkindern thust. Ich bitte Dich, Du wollest auch heute diesen Tag mich behüten, daß mir der böse Feind keinen Schaden zufüge, und die Hand der Gott⸗ losen mich nicht berühre. HErr GOtt, mein Heiland! frühe wache ich zu Dir, frühe rufe ich zu Dir; hilf, daß ich das Werk meines Berufs, und was mir be⸗ „fohlen ist, fleißig und treulich ausrichte zu De Besser Tages brauch Dich 1 und L ligen mir ar den se vor der hast, Zunge gießen gehet; zu thu und di tet. X bewahr merme sonder Willen HErr; ebener sträflic d. ich nicht ch Ding, zen Dei⸗ Morgens Deine preiset )in die⸗ ängliche Gesegnet der Du nach Dir Gesegnet Landen, gesegnet an den tte Dich, ag mich d keinen der Gott⸗ r Gott, zu Dir, ich das mir be⸗ ausrichte Morgensegen am Sonnabend. 53 zu Deinem Lob und meines Nächsten Besserung, damit ich das Licht dieses Tages und Deiner Creaturen nicht miß⸗ brauche zur Sünde oder zur Eitelkeit; Dich nicht beleidige mit meinem Thun und Lassen, und den Bund meiner hei⸗ ligen Taufe nicht übertrete. Verleihe mir auch Gnade, daß ich mich hüte vor den sechs Stücken, die Du hassest, und vor dem siebenten, daran Du einen Gräuel hast, als da sind: hohe Augen, falsche Zunge; Hände, die unschuldig Blut ver⸗ gießen; ein Herz, daß mit Bösem um⸗ gehet; Füße, die behend sind, Schaden zu thun; Zunge, die freche Lüge redet und die Hader zwischen Brüdern anrich⸗ tet. Vor solchen und dergleichen Lastern bewahre mich, mein GOtt, daß ich nim⸗ mermehr darein gerathe noch willige, sondern lehre mich thun nach Deinem Willen, denn Du bist mein GOtt und HErr; Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn, daß ich Dir diene in un⸗ sträflichem Wandel, dazu all' mein Thun 54⁴4 Morgenlied am Sonnabend. und Leben Dir gefalle, in Christo Jesu. Amen. Morgenlied. Mel.: O Gott du frommer GOtt. JEsu, süßes Licht, nun ist die Nacht vergangen, nun hat dein Gnadenglanz aufs neue mich umfangen; nun ist, was an mir ist, vom Schlafe aufgeweckt und hat nun in Begier zu dir sich ausgestreckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein GoOtt, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken, mit Leib, mit Seel, mit Geist, heut diesen ganzen Tag: das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein GOtt: da hast du meine Seele; sie sei dein Eigenthum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären aller⸗ meist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus. Ach allerliebstes Leben, ach wohn, mich: dir ve⸗ 5. angele Bildni benssch Seelen 6. 8 heit ur Gedull mit d an: so angeth 7. 2 den Ar wart 1 daß me Sinn mein 8. 2 und ge es alf gescheh o Jesu. ie Nacht denglanz ist, was eckt und gestreckt. n, mein zill mich nsenken, it diesen er sein, da hast enthum, deiner n Geist, »n aller⸗ eib zum ng und ben, ach Morgenlied am Sonnabend. wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich: so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget: laß meiner Seele sein dein Bildniß eingepräget im güld'nen Glau⸗ bensschmuck, in der Gerechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein JEsu, schmücke mich mit Weis⸗ heit und mit Liebe, mit Keuschheit und Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demuth mich vor allem kleide an: so bin ich wohlgeschmückt und köstlich angethan. 7. Bleib' mir doch diesen Tag stets vor den Augen schweben, laß dein' Allgegen⸗ wart mich wie die Luft umgeben; auf daß mein ganzes Thun, durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein GoOtt, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich thu, ja rede und gedenke: durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm und 56 Abendsegen am Sonnabend. daß ich unverrückt verbleib dein Eigen⸗ thum. J. Lange(+ 1744.) Abendsegen am Sonnabend. sob sei Dir, Du höchster und unsterb⸗— licher GOtt! Lob sei Deiner milden Güte und Barmherzigkeit, Lob sei Dei⸗ ner ewigen Weisheit und Wahrheit, daß Du mich vor allem Schaden und Uebel behütet hast. Ich bitte Dich, Du wollest Deine Güte, so Du in mir angefangen hast, gnädiglich vollenden, und mich heute diese Nacht auch lassen ruhen unter Dei⸗ nem höchsten Schirm, und mich mit Dei⸗ nen Fittigen bedecken. Laß meine Zu⸗ versicht sein unter dem Schatten Deiner Arme, daß ich kein Unglück fürchte. Be⸗ hüte mich, mein GOtt! wie einen Aug⸗ apfel. Beschirme mich unter dem Schat⸗ ten Deiner Flügel. HErr, Du bist mein Gut und mein Erbtheil, mein Heil steht in Deinen Händen. Hilf mir durch Deine Güte, daß nicht Furcht noch Zit— tern i des Ne dig, d und u habe! in mi Nachts denn so we Himm allein. gedenk so liel die Di für die ich be wenn ich vo meine rettet HErr Tag vergel welche Abendsegen am Sonnabend. Eigen⸗ tern über mich komme, und mich Grauen des Nachts nicht überfalle. Sei mir gnä⸗ 744.) dig, denn auf Dich trauet meine Seele 5 und unter dem Schatten Deiner Flügel habe ich Zuflucht. Ich suche den HErrn unsterb⸗ in meiner Noth, meine Hand ist des milden Nachts ausgestreckt, und lässet nicht ab, ei Dei⸗ denn meine Seele hat sonst keinen Trost; ꝛit, daß so weiß ich auch von keinem Helfer im d Uebel Himmel und auf Erden, denn von Dir wollest allein. Zu Mitternacht, so ich erwache, efangen gedenke ich an Deinen Namen, daß er ch heute so lieblich, an Deine Güte und Treue, ter Dei⸗ die Du mir erzeiget hast, und danke Dir nit Dei⸗ für die Rechte Deiner Gerechtigkeit. Wenn ine Zu⸗ ich betrübt bin, so denke ich an GOtt; Deiner wenn mein Herz in Aengsten ist, so rede te. Be⸗ ich von meinem Heiland, denn er führet n Aug⸗ meine Seele aus dem Verderben, und Schat⸗ rettet mich von den Banden des Todes. ist mein HErr GOtt, mein Heiland! ich schreie eil steht Tag und Nacht vor Dir, daß du mir durch vergeben wollest alle meine Mißhandlung, och Zit⸗ welche ich diese Woche und heute wider 58 Abendlied am Sonnabend. Dich gethan habe. O Serr, errette meine Seele um Deiner Barmherzigkeit willen. Du bist gnädig und gerecht, und unser GOtt ist barmherzig. Der HErr behütet die Einfältigen. Wenn ich nie⸗ derliege, so hilft Er mir auf. Darum will ich fröhlich sein, und Dich preisen und rühmen auf meinem Lager, denn die Zeit meines Lebens wird mir auf⸗ gehen, wie der Mittag, und das Finstere wird mir ein lichter Morgen sein, und werde mich deß trösten, daß Du, GOtt! meine Hoffnung und Ruhe bist im Leben und Tod. Ich werde mich legen, und Niemand wird mich aufwecken. So be⸗ fehle ich nun meinen Leib und Seele in Deine Hände, Du treuer GOtt! Du hast mich erlöset durch IEsum Christum, un⸗ sern HErrn. Amen. Abendlied. Mel.: Wer nur den lieben Gott. 9⁰ wird die Woche nun beschlossen, da sich die Nacht zur Ruhe neigt, und gleichwohl ist kein Tag verflossen, der nicht r hat mi Seele 2.— mehr, die sche des Fi Engel thut. 3.0 nimm in die gebun die G ligkeit. daß is Christ errette zigkeit t, und HErr ch nie⸗ darum preisen denn rauf⸗ instere „ und GoOtt! Leben „ und So be⸗ ꝛele in ùu hast n, un⸗ en, da , und u, der Abendlied am Sonnabend. 59 nicht von GOttes Gnade zeugt; denn er hat mich nach seiner Macht an Leib und Seele wohl bedacht. 2. Wer weiß, was mir für Ungelücke mehr, als zu nah gewesen ist? man fühlt die schnellen Todesstricke, des Satans und des Fleisches List, wenn GOtt mit seiner Engel Hut im Wachen nicht das Beste thut. 3. Jedoch mit was für einem Leben hab ich den treuen GOtt belohnt? er hat mir Zeit genug gegeben, er hat der Schwachheit noch verschont; allein je mehr die Gnade grünt, je mehr hab ich den Tod verdient. 4. Ach GOtt, ich beichte meine Sünde: nimm mich um JEsu willen an, daß ich in diesem Lebens⸗Kinde Trost und Ver⸗ gebung finden kann. Jetzt scheinet noch die Gnaden⸗Zeit zu eines Sünders Se⸗ ligkeit. 5. Laß mich die neue Woch erblicken, daß ich ins neue Leben geh und als ein Christ in allen Stücken auf deinen We⸗ 60 Tägliches Gebet. gen fest besteh, daß ich von groben Sün⸗ den frei und in acht Tagen frömmer sei. 6. Behüte mich vor schnöden Leuten, dabei man lauter Sünde lernt. Will mich die böse Lust bestreiten, so gib, daß sich mein Geist entfernt und alle Süßig⸗ keit veracht, die uns der Hölle dienstbar macht. 7. Also will ich dein Lob besingen, so lange sich die Zunge regt; dein hoher Name soll erklingen, weil Tag und Nacht die Zeit bewegt: doch hilf mir in den Himmel ein: da wird es ewig Sonntag sein. ö M. Gottfr. Hoffmann,(+ 1712.) Tägliches Gebet, Morgens und Abends zu sprechen. ch, lieber GOtt und HErr! ich lebe, Waber ich weiß nicht, wie lange. Ich muß sterben, und weiß nicht wann? Du, mein lieber himmlischer Vater, weißt es. Wohlan, soll dieses Stündlein, dieser Tag(diese Nacht) der letzte Tag(Nacht) meines geschehe demselb Glaube zu lebe GOath ich nich den ster schaffen meine l mir no damit f unter vor En werden viel Ze möge n kennen Vergebt machen herziger nimm mir! m versicht Sün⸗ er sei. euten, Will „daß Süßig⸗ nstbar singen, hoher Nacht in den Huntag 712.) Nacht) Tägliches Gebet. 61 meines Lebens sein, HErr! Dein Wille geschehe, der ist allein der beste; nach demselben bin ich bereit, im wahren Glauben an Christum, meinen Erlöser, zu leben und zu sterben. Allein, lieber GOitz gewähre mir nur diese Bitte, daß ich nicht möge plötzlich in meinen Sün⸗ den sterben und verderben; gib mir recht⸗ schaffene Erkenntniß, Reue und Leid über meine begangene Sünden, und stelle sie mir noch in diesem Leben unter Angen⸗ damit sie mir nicht am jüngsten Tage unter Augen gestellt, und ich dadurch vor Engeln und Menschen zu Schanden werden möchte; sondern verleihe mir so viel Zeit und Raum zur Buße, daß ich möge meine Uebertretung von Herzen er⸗ kennen und bekennen, und für dieselben Vergebung und Trost aus Deinem selig⸗ machenden Worte erlangen. Ach, barm⸗ herziger Vater! verlaß mich nicht und nimm Deinen heiligen Geist nicht von mir! mein Herz und meines Herzens Zu⸗ versicht ist Dir, o Herzenskündiger, wohl 6²2 Kirchen⸗Gebete. bekannt; in derselben erhalte mich zum ewigen Leben. Laß mich sterben, wann du willst; nur verleihe mir ein vernünf⸗ tiges, sanftes und seliges Ende. Amen. HErr JIEsu Christ, Du höchstes Gut, Ich bitt' Dich durch Dein theures Blut Mach' mir mein letztes Ende gut. Amen. Kirchen⸗Gebete. Gebet, wenn man in die Kirche kommt. Ach, IJEsu Christe, Du getreuer Hei⸗ land! auf Dein Wort und Befehl komme ich jetzo in Dein Haus, zu der Stätte, da Deine Ehre wohnt. Wie ich dir nun herzlich danke, daß Du mich unwürdigen Menschen in das Haus Dei⸗ ner Gnade treten lässest; also bitte ich Dich, Du wollest mir ein recht andäch⸗— tiges, gläubiges und gehorsames Herz verleihen, damit ich von der bösen Welt und meinem sündlichen Fleisch abgewen⸗ det, zu Dir, mein allerliebster Selig⸗ macher, bekehret und dermaleinst aus dem streitende ewigen 6 Nun so Audie d Deinem verleihe Weisheit, heiliges beständig Herz, daf seligmach feinen H⸗ in Gedul Gelobet ges W Seelen⸗S HErr JIc Schatz fl horsamlie verharren aller Not zum vann ünf⸗ men. ö — en. he Hei⸗ ꝛefehl der e ich mich Dei⸗ e ich däch⸗ Herz Welt wen⸗ delig⸗ dem Kirchen⸗Gebete. 63 streitenden in das triumphirende Haus der ewigen Seligkeit versetzt werde. Amen. Vor der Predigt. un soll ich, mein GOtt und Vater, Audie christliche Predigt von Dir und Deinem heiligen Willen vernehmen; ach, verleihe dem Prediger rechte himmlische Weisheit, daß er anders Nichts, als dein heiliges Wort inbrünstig, andächtig und beständig vortrage. Entzünde mir das Herz, daß ich mit heiliger Andacht Dein seligmachendes Wort vernehme, in einem feinen Herzen behalte und Frucht bringe in Geduld. Amen, Amen. ö Nach der Predigt. d. Gelobet sei GOtt, der mir Sein heili⸗ ges Wort auch dieses Mal zu meiner Seelen-Seligkeit hat predigen lassen. HErr JEsu! laß mich diesen theuern Schatz fleißig bewahren, demselben ge⸗ horsamlich folgen und dabei beständig verharren, damit ich mich desselben in aller Noth und Widerwärtigkeit, ja end⸗ — 7 6⁴ Lieder vor der Predigt.“ lich in der Todesstunde trösten, selig sterben und Dein Reich ererben möge. Amen. I Seufzerlein nach gesprocher em Segen. Ach, mein GOtt! segne Du mich, so bin. ich gesegnet. Mache an mit wahr, was ich jetzo von⸗ Deinem Diener ver⸗ nommen habe. Ach, HErr! segne mich und behtike mich. Ach, HErr! erleuchte Dein Angesicht über mich und sei mir gnädig. Ach HeErr! erhebe Dein Angesicht auf mich, und gib mir den zeitlichen und. ewigen Amen. Lieder vor der Pradi gt. Mel.: HErr JéEsu Christ, meins Erneure mich, o ewigs Licht, und laß 4 — von deinem Angesicht mein Herz und Seel mit deinem Schein durchleuchtet und erfüllet sein! 2. Ertödt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sünden-Wust; ach, rüst streite 3. Geist, und ach K 4 laß ů6 ich di sicht On lig uns Rn den f 0 dem festem bauer uns! ten C mit 2 Amen lujah. n, selig möge. Segen. „ so bin wahr, er ver⸗ ike mich. engesicht sicht auf jen und st. ind laß erz und hleuchtet de Lust, st; ach, * sicht zu Angesicht. Lieder vor der Predigt. 65 rüst mich aus mit Kraft und Muth zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaff in mir HErr den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist und nichts sonst als was du willst will, ach HErr mit ihm mein Herz erfüll. 4. Auf dich laß meine Sinnen gehn, laß sie nach dem was droben stehn, bis ich dich schau o ewigs Licht von Ange⸗ In eigner Melodie. Oott der Vater(Jesus Christus— Hei⸗ liger Geist) wohn uns bei und laß uns nicht verderben, mach uns aller Sün⸗ den frei und hilf uns selig sterben. Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben und auf dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, dir uns lassen ganz und gar, mit allen rech⸗ ten Christen entfliehn des Teufels Lüsten, mit Waffen GOttes uns rüsten. Amen, Amen, das sei wahr: so singen wir Halle⸗ lujah. 5 66 Beicht-Gebete. In eigner Melodie. Herr IEsu Christ, dich zu uns wend, dein heilgen Geist du zu uns send; mit Hilf und Gnad, HErr, uns regier und uns den Weg zur Wahrheit führ! 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein; den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß 322 dein Nam werd wohl bekannt; Bis wir singen mit GOttes Heer: heilig heilig ist GOtt, der HErr! und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in Einem Thron: der heiligen Dreifalt igkeit sei Lob und Preis in* ht⸗Geb ete. Giebster Jesn, 11 uns deinen heiligen Geist, der täglich und immerdar' in uns wirke eine stete, christliche Buße und uns darin beständig erhalte, auf daß wir als bußfertige Christen allezeit erfunden werden in wahrer Erkenntniß, Reue und Leid ken G auch Anfar IJEsur Gebe Bar: Ausin ist me gen si ten u nur ze kann ich er Sünde habe i than, nen V gericht ausspr Gerich ist kei HErr! wend, nd; mit ier und l be dein, in; den nd, daß nt; 3 Heer: rr! und r Freud Sohn, on: der d Preis heiligen rdar in iße und daß wir rfunden eue und Beicht⸗Gebete. 67 Leid unserer Sünden, und in einem star⸗ ken Glauben der Vergebung der Sünden, auch in einem beständigen Vorsatz und Anfang, unser Leben zu bessern durch IEsum Christum, unsern HErrn. Amen. Gebet um Vergebung der Sünden. Barmherziger GOtt! ewiger Vaterl groß Ausind meine Sünden, viel und mächtig ist meine Missethat, meine Uebertretun⸗ gen sind unzählig: denn all' mein Dich⸗— ten und Trachten von Jugend auf ist nur zum Bösen geneigt. Ach HErr! wer kann merken, wie oft er fehlt? Siehe, ich erkenne meine Missethat und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein habe ich gesündiget und übel vor dir ge⸗ than, auf daß du Recht behaltest in dei— nen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. Ich bitte aber deine un⸗ aussprechliche Mildigkeit, gehe nicht in's Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Wenn du, HErr! willst Sünde zurechnen, HErr! wer 5* 68 Beicht⸗Gebete. wird bestehen? Denn siehe, auf tausend kann dir der Mensch nicht Eines ant⸗ worten, sintemal alle unsere Gerechtigkeit vor dir wie ein beflecktes Kleid ist. Da⸗ rum erbarme dich mein nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner gro⸗ ßen Barmherzigkeit; wasche mich wohl von meiner Missethat und reinige mich von aller meiner Sünde um deines Na⸗ mens willen; HErr! sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe leider an dir gesündigt. Gedenke, HErr, an deine Barm⸗ herzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist; gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Uebertretung, gedenke aber mein nach deiner großen Barmherzigkeit, um deiner Güte willen; bedenke auch, daß wir Fleisch sind, ein Wind, der dahin fähret und nicht wieder kommt, und laß ab von deinem Zorn und Grimm über uns. O, gütiger GOtt! ich bekenne ja, daß nicht meine Werke noch Verdienst mögen aus⸗ tilgen meine Sünden oder deine Gnade erwe den befle zahli sein Sün gung trau wolle Gna unser Verz auf Gebe derur Barn ist E erhör verac zens, An Er 0 tausend nes ant⸗ echtigkeit ist. Da⸗ ner Güte iner gro⸗ ich wohl lige mich ines Na⸗ zig, heile er an dir ie Barm⸗ die von nke nicht d meiner ein nach m deiner ir Fleisch hret und ab von ins. O, aß nicht gen aus⸗ eGnade Beicht⸗Gebete. 69 erwerben; sondern allein das heilige Lei⸗ den und Sterben IEsu Christi, des un⸗ befleckten Lämmleins, ist eine rechte Be⸗ zahlung für unsere Mißhandluug, und sein Blut, vergossen zur Vergebung der Sünden, ist eine Abwaschung und Reini⸗ gung unserer Seelen. Auf solch Ver⸗ trauen und Hoffnung rufe ich zu dir, du wollest die Uebertretung deinem Volk aus Gnaden vergeben, die Sünden bedecken, unsere Missethat uns nicht zurechnen. Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler, auf daß meine betrübte Seele und die Gebeine, welche sehr erschrocken sind, wie— derum erfreuet werden, denn dein ist die Barmherzigkeit und Vergebung, bei dir ist Gnade und viel Erlöfung. O HErr! erhöre die Stimme meines Flehens und verachte nicht das Heulen meines Her⸗ zens, um JEsu Christi willen. Amen. Andächtige Seufzer, indem man beichten will. Herr GoOtt Vater! lehre meine Zunge andächtig zu beichten; HErr IEsu 70 Beicht⸗Gebete. Christe; regiere die Zunge deines Die— ners, mich kräftiglich zu trösten! HErr GOtt heiliger Geist! eröffne beides, Her⸗ zen und Ohren; laß mich meinen Beicht⸗ vater und Beichte mit Sanftmuth ver— nehmen, daß mir die Absolution durch den Glauben ins Herz möge dringen. O Herr hilf, o HErr laß wohlgelingen. Amen. Danksagung nach empfangener Absolution. O gütiger, gnädiger, barmherziger GOtt — und Vater! ich sage dir von Grund meines Herzens Lob und Dank, daß du mir armen Sünder jetzt abermals durch deinen Diener alle meine Sünden verge— ben, das ewige Leben wieder auf's Neue zugesagt und mich zu Gnaden angenom— men hast. Ich bitte dich herzlich, gib mir deinen heiligen Geist, und schaffe in mir ein reines Herz, damit ich seliglich glaube, daß mir alle meine Sünden durch Christum vergeben sind. Dessen zu einem gewi Leib JEsi und Verl daß hüte, Lebe digli wille Nus Ver zu m willst getha 2. die S umsor Niem ten J Verdi lassen sagt treuer ies Die⸗ Herr es, Her⸗ 1 Beicht— ith ver⸗ n durch dringen. jelingen. gener er GOtt Grund daß du ls durch 1verge— 's Neue ngenom⸗ ich, gib haffe in seliglich en durch u einem Buß⸗Lieder. gewissen Unterpfand will ich den wahren Leib und Blut deines lieben Sohnes IEsu Christi in Brod und Wein essen und trinken zu meiner Seelen Seligkeit. Verleihe mir auch, du getreuer GOtt! daß ich mich hinfort besser vor Sünden hüte, denselben feinder werde, und mein Leben bessere. Dazu wollest du mir gnä— diglich verhelfen, um deines Namens Ehre willen. In bekannter Melodie. Dus tiefer Noth schrei ich zu dir, HErr GOtt, Werhör mein Rufen; dein gnädig Ohren kehr zu mir und meiner Bitt sie öffne! denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist gethan, wer kann, HErr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt Nichts, denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben; es ist doch unser Thun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir Niemand sich rühmen kann: deß muß dich fürch— ten Jedermann und deiner Gnade leben. ö 3. Darum auf GoOtt will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zu⸗ sagt sein werthes Wort: das ist mein Trost und treuer Hort, deß will ich allzeit harren. 72 Buß⸗Lieder. 4. Und ob es währt bis in die Nacht und muß m wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an 5. A GoOttes Macht verzweifeln nicht, noch sorgen. schwere So thu Israel rechter Art, der aus dem Geist die na erzeuget ward, und seines Gotts erharre. banger 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei GoOtt Höhle! ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat 6. X kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ö erhört ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird gier v aus seinen Sünden allen. Hölle, ——— ö GoOtt e In eigener Melodie. Daer mich nicht in deinem Zorn, großer GOtt, verschone; ach, laß mich nicht sein verlorn, nach Verdienst nicht lohne! hat die Sünd dich Geb entzündt, lösch ab in dem Lamme deines Grim⸗ um mes Flamme. 2. Herr, wer denkt im Tode dein? wer dankt O all in der Höllen? Rette mich aus jener Pein der un verdammten Seelen, daß ich dir für und für 1. dir ve dort an jenem Tage, großer Gott, Lob sage! 3. Zeig mir deine Vaterhuld, stärk mit Trost Ius mich Schwachen: ach, HErr, hab mit mir Ge⸗ so gne duld, mein Gebeine krachen! heil die Seel auch mit dem Oel deiner großen Gnaden, wend ab hast allen Schaden! mich i 4. Ach, sieh mein Gebeine an, wie sie all + erstarren! meine Seele gar nicht kann deiner durch ö Hilfe harren: ich verschmacht, Tag und Nacht moge; cht und Herz an sorgen. m Geist re. dei GOtt lfen hat de. Er en wird er GOtt, verlorn, ind dich 3 Grim⸗ er dankt zein der und für sage! it Trost nir Ge⸗ ie Seel vend ab sie all deiner d Nacht Communion⸗Gebete. muß mein Lager fließen von den Thränengüssen' 5. Ach, ich bin so müd und matt von den schweren Plagen; mein Herz ist der Seufzer satt, die nach Hilfe fragen. Wie so lang machst du bang meiner armen Seele in der Schwermuths⸗ Höhle! 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir! Gott erhört mein Beten: Nunmehr darf ich mit Be⸗ gier vor sein Antlitz treten. Teufel weich, Hölle, fleuch! was mich vor gekränket, hat mir GoOtt geschenket. Communion⸗Gebete. Gebet vor dem heil. Abendmahl um würdigen Genuß desselben. O allmächtiger, ewiger GOtt und Vater unsers HErrn JéEsu Christi! ich sage dir von Herzen Lob und Dank, daß du aus großer Barmherzigkeit dich meiner so gnädiglich hast erbarmet, also daß du auch deines eingebornen Sohnes nicht hast verschonet, sondern Denselben für mich in den Tod gegeben, auf daß ich durch Ihn in deiner Gnade ewig leben möge; der auch dessen zu einem gewissen 7⁴ Communion⸗-Gebete. Pfand und Versicherung mir Seinen Leib und Blut in Seinem heiligen Abendmahl testamentsweise verordnet hat, welches ich auch jetzt darum zu mir nehme, und wie Er's hat befohlen mit Essen und Trinken, gebrauchen will. Damit ich es aber nach Seinem Willen, zum Gedächt— niß Seines bittern Leidens und Ster⸗ bens, und zur Stärkung meines Glau— bens jetzt recht und würdig genießen möge, so bitte ich dich, o treuer GOtt, du wol— lest mich an Seele und Leib durch dei— nen heiligen Geist dazu bereiten und ge— schickt machen, damit ich dieses hochwür— dige Sakrament des Leibes und Blutes unsers HErrn JEsu Christi in einem wahren Glauben und mit recht christli— cher Andacht würdiglich empfahen möge zum ewigen Leben. Amen. Ein Anderes. Err JEsu Christe! der du mit deinem heiligen Munde selber sagst: wer hung— rig und durstig sei, der soll zu dir kom⸗ men, daß sten dir Seel ewige du X Hune du 2 quickn Blut aus auf zur und Hune Froh dem Ewig Wen O.6 9+— die nen Leib endmahl welches ine, und sen und it ich es Gedächt— d Ster⸗ 5 Glau⸗ en möge, du wol⸗ irch dei⸗ und ge⸗— hochwür— Blutes 1meinem christli— »n möge t deinem er hung⸗ hir kom⸗ Communion⸗-⸗Gebete. 7⁵5 men, du wollest ihn speisen und tränken, daß ihn nimmermehr hungern und dür— sten soll. Ach, HErr! hier kommt zu dir eine arme, hungrige und durstige Seele nach deiner Speise und Trank der ewigen Gerechtigkeit und Seligkeit. O, du Brod des Lebens! speise mich armen Hungrigen mit deinem wahren Leib. O, du Brunn des Lebens, tränke und er⸗ quicke mich Durstigen mit deinem wahren Blut, auf daß ich gesättiget und erquicket aus diesem Jammerthal mich zu dir hin— auf in den Himmel erhebe, da du sitzest zur Rechten deines himmlischen Vaters und vertrittst uns, da ich dann ohne Hunger und Durst in ewiger Freude und Frohlocken dich, sammt deinem Vater und dem heiligen Geiste preisen werde in Ewigkeit. Amen. Wenn du jetzo zu dem Altar treten willst, so seufze: O Gott, sei mir armen Sünder gnä⸗ — dig, gieb mir deinen heiligen Geist in 76 Communion⸗Gebete. mein Herz daß ich das heilige Sakra⸗ ment würdiglich empfahen, meinen schwa⸗ chen Glauben stärken, mein blödes Ge⸗ wissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches ver⸗ leihe mir, o GOtt! um JIEsu Christi willen. Amen. Bei Empfang des Leibes Christi sprich in deinem Herzen: ei mir willkommen, du süßer HErr IEsu Christe! mit der edlen Speise deines allerheiligsten Leibes, den du mir jetzt unter dem Brod zu essen giebst, wie du ihn für mich in den bittern Tod ge⸗ geben hast. Den laß mir gedeihen zum ewigen Leben. Amen. HErr JéEsu! dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. Bei Empfang des Blutes Christi sprich in deinem Herzen: Hei mir willkommen, du süßer HErr IEsu Christe, mit dem edlen Trank und! deine⸗ jetzt i es ar bung deiher 6 zum Wé G•46 He deine jetzt dich dir a ben ringe und den, gebre bis d dich 3 Sakra⸗ schwa⸗ des Ge⸗ rn und es ver⸗ Christi hristi 32 rHErr Speise du mir bst, wie dod ge⸗ n zum )stärke lauben hristi HErr Trank Communion⸗Gebete. 77 deines rosinfarbenen Blutes, das du mir jetzt im Wein zu trinken giebst, wie du es am Kreuz vergossen hast zur Verge⸗ bung der Sünden. Das laß mir ge⸗ deihen zum ewigen Leben. Amen. HErr JEsu! dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im wahren Glauben zum ewigen Leben. Amen. Wenn man vom Altar hinweg⸗ gehet. O HErr JEsu Christe! mit welchem — Herzen, Zunge und Worten soll ich deine große Güte aussprechen, so du uns jetzt hast widerfahren lassen, indem du dich selber mit Allem, was dein ist und dir angehöret, mir geschenket und gege⸗ ben hast; ach, laß dir gefallen die ge⸗ ringe demüthige Rede meines Mundes, und sei mit dem einfältigen Lob zufrie⸗ den, daß ich dir jetzt in diesem meinem gebrechlichen Fleisch und Blut sagen kann, bis du mich gar zu dir einholest, da ich dich von Angesicht zu Angesicht anschauen, 78 Communion⸗Lieder. und mit allen Engeln und Auserwähl⸗ ten ohne Aufhören ehren und preisen werde. Amen, Danksagung nach dem heiligen Abendmahl. O du mein lieber HErr JEsu Christe! ich sage dir herzlich Lob und Dank, daß du mich jetzo abermals so väterlich an deinem Tische mit deinem selbst eige⸗ nen Leibe und Blute gespeiset und ge⸗ tränket hast, und bitte dich von Herzen, laß mir solches gedeihen zur Stärkung meines Glaubens, zu sicherer Begleitung aus diesem Jammerthal in das ewige Leben. Amen. In eigener Melodie. öchmücke dich, o liebe Seele, laß die dunkle Sünden⸗Höhle, komm ans helle Licht gegan— gen, fange herrlich an zu prangen! denn der HErr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu Gaste laden: der den Himmel kann verwalten, will jetzt Herberg in dir halten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräu⸗ tigam entgegen, der da mit dem Gnadenham⸗ mer kloz bald des ßen Wo küssen, l 3. Zu man son für die ben, we Kleinod Schalen 4. Acd freund, oft mit nen! ach Trank mein G eine. 5. Be in mir Speise ich frül Werke. der dein 6. Ne kann d Brodt: send nä uns wi Heimlie deuten!l rwähl⸗ preisen gen hriste! Dank, iterlich t eige⸗ nd ge⸗ herzen, irkung eitung ewige dunkle gegan⸗ nn der jetzt zu walten, Bräu⸗ nham⸗ Communion⸗Lieder. 79 mer klopft an deine Herzenskammer; öffn ihm bald des Geistes Pforten, red ihn an mit sü⸗ ßen Worten: komm, mein Liebster, laß dich 2 küssen, laß mich deiner nicht mehr missen! 3. Zwar in Kaufung theurer Waaren pflegt man sonst kein Geld zu sparen; aber du willst für die Gaben deiner Huld kein Geld nicht ha⸗ ben, weil in allen Bergwerksgründen kein solch Kleinod ist zu finden, daß die blutgefüllten Schalen und dies Manna kann bezahlen. 4. Ach, wie hungert mein Gemüthe, Menschen⸗ freund, nach deiner Güte! ach, wie pfleg ich oft mit Thränen mich nach dieser Kost zu seh⸗ nen! ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten, wünsche stets, daß mein Gebeine sich durch GOtt mit GOtt ver⸗ eine. 5. Beides, Lachen und auch Zittern, lässet sich in mir jetzt wittern; das Geheimniß dieser Speise und die unerforschte Weise machen, daß ich früh vermerke, HErr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht kann ergründen? 6. Nein, Vernunft, die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen, daß dies Brodt nie wird verzehret, ob es gleich viel Tau⸗ send nähret, und daß mit dem Saft der Reben uns wird Christi Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, die nur GOttes Geist kann deuten! 80 7. IEsu, meine Lebenssonne, IEsu, meine Freud und Wonne, JIEsu, du mein ganz Be⸗ ginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen: laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 8. HErr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, HErr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 9. IEsu, wahres Brod des Lebens, hilf, daß ich ja nicht vergebens, oder mir vielleicht zum Schaden, sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dies Seelen⸗Essen deine Liebe recht er⸗ messen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög ein Gast im Himmel werden. * 2 und Muth. 3. Der Schweiß von seinem Angesicht laß mich nicht kommen ins Gericht; sein ganzes Lei⸗ Communion⸗Lieder. Mel.: Nun laßt uns den Leib. Die Seele Christi heilge mich, sein setze mich in sich; sein Leichnam, der für mich verwundt, der mach mir Leib und Seel gesund. 2. Das Wasser, welches auf den Stoß des Speers, aus seiner Seite floß, das sei mein Bad und all sein Blut, erquicke mir Herz, Sinn den, Kra verbirg Wunden sein. 5. Rr mich ne nen Hei Geb Barr Vei schlecht fängli nach wider stätige Stand ich die dige( daß i⸗ Treue Schaf Einig su, meine ganz Be⸗ inen, hier würdiglich mir zum dich vom hast dein und dazu für uns tränken, hilf, daß leicht zum laß mich recht er⸗ den, mög Heist ver⸗ r für mich Igesund. Stoß des sei mein erz, Sinn osicht laß inzes Lei⸗ Gebet eines Ehemannes. 81 den, Kreuz und Pein, das wolle meine Stärke sein. 4. O IEsu Christ! erhöre mich! nimm und verbirg mich ganz in dich; laß mich in deine Wunden ein, daß ich vorm Feind kann sicher sein. 5. Ruf mir in meiner letzten Noth und setz mich neben dich, mein GOtt, daß ich mit dei⸗ nen Heilgen alln laß ewiglich dein Lob erschalln. Gebet eines Ehemannes. Barmherziger, ewiger GOtt, der du zur Vermehrung des menschlichen Ge⸗ schlechts den Stand der heiligen Ehe an⸗ fänglich im Paradies selbst eingesetzt, und nach dem Fall Eva's zu einer Arznei wider die Schwachheit des Fleisches be⸗ stätiget; dieweil du denn mich zu solchem Stand hast auch kommen lassen, so bitte ich dich, du wollest mir deine nothwen⸗ dige Gnade und Hülfe dazu verleihen, daß ich eine recht christliche Liebe und Treue zu meinem Eheweib haben möge. Schaffe, daß ich mit Freundlichkeit und Einigkeit, mit Vernunft bei ihr, als dem 6 Gebet einer Hausmutter. schwachen Werkzeug, wohne, derselben ihre Ehre als Miterben der Gnade des Lebens gebe, sie sammt meinen Kindern und Gesinde zu deiner Erkenntniß gött⸗ licher Ehre, und zu aller Zucht und Ehr— barkeit ziehe. Gieb ihnen auch, o HErr! daß sie dir folgen und sich ziehen lassen. Behüte uns, o GOtt des Friedens, vor Zank, Uneinigkeiten und des Feindes Lü⸗ gen, vor unzeitigem Argwohn, welche der Teufel als einen Samen des Verderbens und Austilgung ehelicher Liebe und Treue säet. Schaffe, daß wir als deine Kinder friedsam einander dulden, vergeben und nachlassen. Verleihe uns auch treues Ge⸗ sinde und erhalte es stets in Gesundheit. Segne unsere Arbeit und zeitliche Nah— rung; hilf uns das Kreuz geduldig tra⸗ gen, und gieb, daß wir nach diesem Le⸗ ben im ewigen Leben einander wieder⸗ finden. Amen. Gebet einer Hausmutter. Gett Vater, Sohn und heiliger Geist, Wpon dem aller Trost und Segen her⸗ m kommt mich 6 in den und zi deiner dich u deinen meine auch i süßem Wand und d trus e nes H lem( schmü Weib GOtt sam Gesin deine Gnad und Man erselben ade des Kindern iß gött⸗ nd Ehr⸗ SErr! lassen. ns, vor des Lü⸗ lche der derbens d Treue Kinder sen und ues Ge⸗ undheit. 9e Nah⸗ dig tra⸗ sem Le⸗ wieder⸗ v. r Geist, jen gher⸗ 83 Gebet einer Hausmutter. kommt, siehe mit gnädigen Augen auf mich arme, schwache Creatur, welche du in den Stand der heiligen Ehe berufen und zur Hausmutter gemacht hast. Gieb deiner Dienerin deine Gnade, daß ich dich über Alles liebe, dich suche und zu deinem Dienste geflissen sei, nach dir aber meinen Hauswirth ehre, fürchte und liebe, auch in aller Billigkeit mit Geduld und süßem Gemüth, in keuschem, züchtigen Wandel, in Furcht und Demuth gehorche, und daß(wie mich der heil. Apostel Pe⸗ trus gelehret) der verborgene Mensch mei⸗ nes Herzens unverrückt mit sanftem, stil⸗ lem Geist und mit allen Tugenden ge⸗ schmücket sei, wie vor Zeiten die heiligen Weiber gewesen, die ihre Hoffnung auf GOtt gesetzet und ihren Männern gehor⸗ sam gewesen. Dazu meine Kinder und Gesinde mit Sanftmuth, zu Lob und Ehre deines heiligen Namens aufziehe. Gieb Gnade, daß sie mir im Guten folgen, und verleihe, daß ich sammt meinem Mann und Kindern in Gesundheit nach 6* 84 Gebet eines Kindes. deinem göttlichen Willen unsere Nahrung haben, vor Schanden und Feinden unbe⸗ schädigt bleiben, und also der Welt ge⸗ brauchen, daß wir nicht in unserer Se⸗ ligkeit verhindert werden, sondern dich, HErr, in Allem suchen, und dir zu ge— fallen uns befleißigen, das Kreuz nicht von uns werfen, sondern in Geduld tra⸗ gen, und bis an unser Ende in deinem Dienste verharren, als GOttes Diener haben unsere Frucht, daß wir hier heilig werden und das Erbe, das ewige Leben, einnehmen. Amen. Gebet eines Kindes. Allmächtiger, ewiger GOtl! der du mir Ageboten, meine Eltern, die mich zur Welt gebracht, und mich mit großer Mühe und Kosten auferzogen haben, zu ehren und zu gehorchen in Allem, was dir nicht zuwider ist. Ich bitte dich durch den Gehorsam deines lieben Sohnes JEsu Christi, meines HErrn, du wollest mir verleihen, daß ich meinen Vater und Mut⸗ ter m habe, und nehme sie sch nehme ein allem, Seele horche fährik ihren gefäll Sünd nicht keit, derspe betrü nen 7 sem bring heiteg lest9 JEsu ahrung unbe⸗ zelt ge⸗ er Se⸗ dich, zu ge⸗ z nicht ild tra⸗ deinem Diener heilig Leben, du mir ich zur Mühe ehren ir nicht ch den JIeEsu est mir d Mut⸗ Gebet eines Kindes. 85 ter mit innerlicher herzlicher Liebe lieb habe, und auswendig mit allen Geberden und Dienst verehre, mit Geduld auf⸗ nehme, sie im Leben nicht betrübe, wenn sie schon Alters halber an Verstand ab⸗ nehmen, ihnen Rath gebe. Gieb mir ein gehorsames Herz, daß ich ihnen in allem, was sie nicht wider GOtt und der Seelen Heil gebieten, geduldiglich ge⸗ horche, diene, und mich zu Allem will⸗ fährig und beförderlich erzeige, damit ich ihren Segen ererbe und ein langes dir gefälliges Leben habe. Behüte mich vor Sünden und bösen Gesellschaften, daß ich nicht mit⸗Haß, Traurigkeit, Unfreundlich⸗ keit, Verachtung, Ungehorsam und Wi⸗ derspenstigkeit, meine Eltern erzürne und betrübe, damit ich nicht ihren und dei⸗ nen Fluch hier auf Erden, und nach die⸗ sem Leben den ewigen Zorn über mich bringe; und was ich hierin durch Schwach— heit gesündiget, bitte ich, daß du mir wol⸗ lest Reue und wahre Buße geben, durch IEsum Christum, meinen Heiland, wel⸗ 86 Gebet eines Jünglings ꝛc. V cher mir zum Exempel Seinen Eltern gehorsam gewesen. Gieb mir, daß ich nach seinem Exempel jederzeit wachse und zunehme an Weisheit, Alter und Gnade bei dir, mein GOtt, und allen Menschen. Amen. Gebet eines Jünglings oder Jungfrau. Herr, allmächtiger GOtt! der du bist ein reines, keusches, unbeflecktes und ewiges Wesen; du hast Gefallen an züch— tigem Herzen und gottseligem Wandel. Ich bitte dich, schaffe in mir ein reines Herz, und gieb mir einen neuen gewissen Geist, daß ich dir in rechtschaffenem Glau— ben und wahrer Frucht diene von gan— zem Herzen, und aus allen meinen Kräf— ten dich liebe; bewahre mich auch vor aller unreinen Vermischung. Hilf, daß ich mich nicht lasse gelüsten fremder Ge— stalt, und mich nicht ergebe der Wollust des Fleisches, Schande und Laster zu treiben, und unkeuschen Leuten oder sonst in Un in me men nicht mich sellsch und unor mir bare Sche men. oder und aller Ursa geber Chri daß fleckt wie Egy nach gefa Eltern daß ich chse und Gnade enschen. der du bist tes und an züch⸗ Wandel. nreines gewissen m Glau⸗ on gan⸗ e'n Kräf⸗ uch vor ilf, daß der Ge⸗ Wollust üster zu der sonst Gebet eines Jünglings ꝛc. 87 in Unzucht falle. Dämpfe die bösen Lüste in meinem Herzen, lösche aus die Flam⸗ men fleischlicher Begierden, daß ich mich nicht umsehe nach schönen Menschen; laß mich nicht in unzüchtige, leichtfertige Ge⸗ sellschaft kommen, oder in Schwelgerei und Trunkenheit gerathen, daraus ein unordentliches Leben folgt; laß ferne von mir sein faul unnütz Geschwätz, schand— bare Worte und Narrentheiding oder Scherz, welche uns Christen nicht gezie⸗ men. Behüte mich vor hoffärtiger Pracht, oder Müßiggang und Faulheit, als Stricke und Netze des Teufels; bewahre mich vor aller Anreizung, Orten und Stellen, so Ursache und Anleitung zur Unreinigkeit geben, daß ich nicht aus den Gliedern Christi Hurenglieder mache, sondern hilf, daß ich dir mit reiner Seele und unbe⸗ flecktem Leibe diene in wahrem Glauben, wie der fromme und züchtige Joseph in Egypten; und wenn du mich dermaleinst nach deinem göttlichen Willen und Wohl— gefallen in den heiligen Ehestand beru⸗ 88 Gebet eines Dienstboten. 4 fen wirst, so hilf, daß ich denselben in x theure * deiner Furcht anfange, nicht aus Vorwitz gen T 4 und um Unzucht willen, sondern um dei— Sünde ner göttlichen Ordnung willen, und aus niß ut + Begierde der Furcht, darnach dein heili⸗ des 7 ger Name hier zeitlich und dort emiglich ö Herrn möge gepreiset werden. Bescheere du mir ich bi 1 ein frommes und getreues Ehegemahl, ben, d mit welchem ich möge seliglich in Friede lichen V und Einigkeit leben; du bist ein Herzens⸗ auf Er ö kündiger, weißt aller Menschen Gemüth gefalle und Eigenschaft: Haus und Güter erben winne die Kinder, aber ein vernünftiger Mann nung oder Weib kommt vom SHErrn, denn es Leuter ist eine Gabe und Geschenk p des Aller⸗ gönne höchsten, und wird dem gegeben, der in Willer Gottesfurcht lebet. Darum schreie ich tem 2 zu dir, und bitte, du wollest nach deiner als d Barmherzigkeit mich vor den Feindseligen unden und Grimmigen behüten, um IEsu Christi, hilf n ö deines lieben Sohnes willen. Amen. höchste Gebet eines Dienstboten. den, 4 Barmherziger GoOtt! der du mich durch Furch deines lieben Sohnes JIEsu Christi meine lben in Vorwitz um dei⸗ nd aus n heili⸗ ewiglich du mir gemahl, Friede herzens⸗ gemüth rerben Mann denn es Aller⸗ der in eie ich deiner dseligen Christi, nen. 1. h durch Christi — Gebet eines Dienstboten. 89 theures Leiden und Sterben von der ewi⸗ gen Dienstbarkeit, von der Gewalt der Sünden, von der Obrigkeit der Finster⸗ niß und von der grausamen Tyrannei des Teufels erlöset und befreiet, zum Herrn über Tod und Hölle gemacht hast, ich bitte dich, du wollest mir Gnade ge⸗ ben, daß ich an meinem Stande der leib⸗ lichen Dienstbarkeit, darin du mich hier auf Erden nach deinem Willen und Wohl⸗ gefallen gesetzt hast, keinen Verdruß ge⸗ winne, und nicht etwus wider deine Ord— nung mit Ungeduld murre, auch andern Leuten ihren höhern Stand nicht miß⸗— gönne, sondern, daß ich solchen deinen Willen thue von ganzem Herzen, mit gu⸗ tem Willen, und nicht anders gedenke, als dienete ich dir, GOtt im Himmel, und nicht den Menschen auf Erden. So hilf nun, lieber GOtt! daß ich dir, dem höchsten HErrn im Himmel und auf⸗Er⸗ den, in wahrer Erkenntniß und rechter Furcht diene, dich über Alles liebe, all' meine Hoffnung und Seligkeit in dich 90 Gebet eines Dienstboten. setze, und in deinen Geboten untadelig wandele. Darnach auch, daß ich meinen leiblichen Herren und Frauen, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen und ungeschlachtenen, in Geduld gehorsam sei in allen Dingen, die nicht wider dich sind, mit aller Furcht, in Einfältigkeit meines Herzens, als Christo, meinem HErrn, nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern von Herzensgrund, um deines Befehls und Gebots willen; gieb Gnade, daß ich treu erfunden werde in Allem, was mir befohlen ist und von mir gethan wird, daß ich nichts verwahrlose und zu Schanden mache, auch keinen Un⸗ rath oder Schaden durch Unachtsamkeit geschehen lasse, dazu, daß ich mich frem⸗ den Guts, so mir anvertrauet und unter die Hände gegeben, nicht lasse gelüsten und dasselbige veruntreue. Bewahre mir meine Gesundheit, stärke meine Glied⸗ maßen und alle Kräfte meines Leibes; dazu begabe mich mit Vernunft und Weis⸗ 0 heit, d ihre 2 rung auf de und i und 2 daß e unden Glaul ben bet u Geiste Geh Ach, mi Lauf himm soll, auch habe und Gefä Ame ntadelig meinen ht allein rn auch ichtenen, Dingen, Furcht, us, als t Dienst schen zu iund, um »n; gieb verde in von mir wahrlose nen Un⸗ htsamkeit ich frem⸗ nd unter gelüsten ahre mir Glied⸗ Leibes; ud Weis⸗ Gebet um ein gottseliges Leben. 91 heit, daß ich meinen Herren und Frauen ihre Arbeit könne besorgen, ihre Nah⸗ rung durch deine götlliche Hülfe bessern, auf daß sie durch meinen Fleiß gesegnet und in die Menge ausgebreitet werden, und Alles, was ich thue und verrichte, daß es gereiche zu deiner göttlichen Ehre und mir zu einer seligen Uebung meines Glaubens, um JEsu Christi, deines lie⸗ ben Sohnes willen, welcher mit dir le⸗ bet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes von Ewigkeik zu Ewigkeit. Amen. Gebet um ein gottseliges Leben. Ach, mein süßer HErr IEsu! erleuchte —mich heute und allezeit, daß ich den Lauf meines Christenthums nach dem himmlischen Jerusalem, da ich ewig sein soll, richte, und wie du nach mir, ich auch nach dir alle meine Lust und Durst habe; frühe dich suche, nach dir verlange, und dich, das Brod des Lebens, zum Gefährten auf meinem Wege behalte. Amen. 92 Gebet zur Zeit des Donners ꝛe. Behüte mich, o unwandelbarer, ewiger GOtt! vor der Weltkinder Unbeständig⸗ keit, daß ich mich nicht ihnen in Heuche⸗ lei gleichstelle, sondern auch heute bei meinem Beruf beständig bleibe in der Gottseligkeit, und mein Leben an Lastern ab⸗, in Tugenden aber zunehme allezeit, damit ich dir, meinem HErrn, treulich diene, das Irdische gering achte, in dir erhöhet, deine Gnade und Schutz empfin⸗ den, und es dir ewig danken möge, um JEsu Christi willen. Amen. Gebet zur Zeit des Donners und Ungewitters. Gealle c GoOtt! deinem Namen sol— len alle Gewaltigen auf Erden Ehre bringen, und dich, ewiger GOtt, anbeten im heiligen Schmuck, denn du bist der HErr im höchsten Thron, du beweisest deine Macht und Kraft an allen Orten, die Stimme des HErrn geht auf den großen Wassern, der GOtt der Ehren donnert, die Stimme des HErren geht G herrlich bet und feste de auf vor von de Dein C schwarz borgen Füßen. die We mel, u ner au aus de best sie deinen dir All nen di vor dei hen Be erschree Erdbod fliehen des HE Stimm 20. „ewiger eständig⸗ Heuche⸗ zute bei in der Lastern allezeit, treulich in dir empfin⸗ öge, um 8 und men sol⸗ en Ehre anbeten bist der heweisest Orten, juf den Ehren en geht Gebet zur Zeit des Donners ꝛc. 93 herrlich und mit Macht. Die Erde be⸗ bet und wird beweget, und die Grund— feste der Berge regen sich. Dampf gehet auf von deiner Nase und verzehrend Feuer von deinem Munde, daß es davon blitzet. Dein Gezelt um dich her ist finster, und schwarze, dicke Wolken, darinnen du ver⸗ borgen bist, und Dunkel ist unter deinen Füßen. Vom Glanz vor dir trennen sich die Wolken: der HErr donnert im Him⸗ mel, und der Höchste lässet seinen Don⸗ ner aus. Du bringst hervor die Winde aus deinen verborgenen Löchern und trei— best sie wieder an ihren Ort, wenn sie deinen Befehl ausgerichtet haben; es ist dir Alles unterworfen, alle Dinge erken⸗ nen dich für ihren Schöpfer und zittern vor deiner göttlichen Majestät. Die ho⸗ hen Berge und die Abgründe der Tiefen erschrecken, wenn du zornig bist, der ganze Erdboden zittert. Meer und Wasser fliehen vor deinem Zorn. Die Stimme des HErrn hauet wie Feuerflammen. Die Stimme des HErrn erreget die Wüste. 9⁴ Gebet zur Zeit des Donners ꝛc. Der HErr ist König in Ewigkeit; Er wird seinem Volk Kraft geben; der HErr wird sein Volk segnen mit Frieden. O güti⸗ ger GOtt! behüte uns vor deinem grim⸗ migen Zorn, der unerträglich ist, vergieb uns unsere Sünden, erleuchte dein Ant⸗ litz über uns und sei uns gnädig, ver— schone unser, daß dies vorstehende, zor⸗ nige ungestüme, grausame, schwere Wetter ohne allen Schaden ab- und vorübergehe. Bewahre unsern Leib und Leben, Haus und Hof vor Entzündung des Wetters, vor Schießung der Strahlen, vor Don⸗ nerschlag und allem Verderben. Desglei⸗ chen beschütze die Früchte auf dem Felde vor Schlossen und Hagel, vor großer Wasserfluth und vor allem Schaden. O heiliger GOtt! behüte uns vor einem bösen Tod. Gott der Vater, der seinen Sohn des Kreuzes Pein für mich hat leiden lassen, erhalte mich; IEsus von Nazareth, ein König der Juden, für mich gestorben, bewahre mich. Der heilige Geist, der mich gezeichnet hat mit der De Salbur heiligen kein U Dankf llma der der No sollst n Grund daß du und di gehen und Ge du abe du nick handel— Missetl erkenne herziger lieben wir un lichen ständig 20. Er wird zrr wird O güti⸗ n grim⸗ vergieb in Ant⸗ ig, ver⸗ de, zor⸗ Wetter bergehe. , Haus Wetters, or Don⸗ Desglei⸗ n Felde großer den. O einem r seinen rich hat sus von für mich heilige mit der Danksagung nach dem Ungewitter. 9⁵ Salbung und mit dem Kennzeichen des heiligen Kreuzes, beschirme mich, daß mir kein Unfall widerfahre. Amen. Danksagung nach dem Ungewitter. ides zu gei GoOtt, himmlischer Vater! der du gesagt hast: Rufe mich an in der Noth, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen. Wir sagen dir von Grund unsers Herzens Lob und Dank, daß du unser Gebet gnädiglich erhöret, und dieses zornige Wetter also hast ver⸗ gehen lassen, daß uns dadurch an Leib und Gut kein Schade ist geschehen, damit du abermals dein treues Vaterherz, daß du nicht mit uns nach unsern Sünden handeln wollest, und nicht nach unserer Missethat zu vergelten begehrest, hast zu erkennen gegeben. Verleihe uns barm⸗ herziger Vater, um deines eingebornen lieben Sohnes IEsu Christi willen, daß wir uns, ob solchen deinen, zumal Enst⸗ lichen und väterlichen Warnungen, be— ständiglich bessern, und in deiner Furcht 96 Gebet um den zeitlichen Frieden. hinfort leben, und auf die Zukunft dei⸗ nes lieben Sohnes, da die Elemente vor Hitze schmelzen, und die Erde, und die Werke, die darinnen sind, verbrennen werden, uns gefaßt und bereit machen, damit wir ihm mit Freuden entgegen ziehen, und den neuen Himmel, in wel⸗ chem Gerechtigkeit wohnen wird, einneh⸗ men, und mit dir in deiner seligen An⸗ schauung ewiglich besitzen mögen, durch denselben deinen lieben Sohn, unsern HErrn und Heiland, IEsum Christum. Amen. Gebet um den zeitlichen Frieden. Barmherziger GoOtt, ewiger Vater, der du bist ein GOtt und Liebhaber des Friedens, von dem alle Einigkeit zu uns kommt. Wir bitten dich, du wollest die ganze Christenheit auf Erden gnädiglich beschützen und handhaben wider alle Feinde und blutgierige Menschen, auf daß wir in guter Ruhe erhalten, dir sicher und fröhlich in treuer Lehre und heiligem Wande Gnade Potent der fri seligkei gute 2 verhin Schule verwüf Derow mann mit ni fremde eitler Haß, sen La Aufrul frieden bösen! so nich sie zu sie zur nehmer nen Ar den. nft dei⸗ lente vor und die brennen machen, entgegen in wel⸗ einneh⸗ gen An⸗ „‚ durch unsern hristum. ieden. mer, der aber des zu uns ollest die nädiglich der alle auf daß ir sicher heiligem 1 ö ‚ Gebet um den zeitlichen Frieden. 97 Wandel allezeit dienen mögen. Wollest Gnade verleihen, daß alle Stände und Potentaten der Christenheit unter einan⸗ der friedlich und einträchtig in aller Gott⸗ seligkeit und Ehrbarkeit leben, auf daß gute Zuchtordnung herrsche und Unzucht verhindert und aufgehoben, Kirchen und Schulen nicht zerstöret, das Land nicht verwüstet und jämmerlich verheeret werde. Derowegen gieb Gnade, daß sich Jeder— mann an dem Seinen lasse genügen, da⸗ mit nicht etwa aus Geiz und Begehren fremder Land und Leute, aus Hoffart, eitler Ehre und Vorwitz, aus Feindschaft, Haß, Neid oder anderen Ursachen in die— sen Landen Krieg und Empörung oder Aufruhr entsteht. Behüte uns vor Un⸗ frieden und Blutvergießen. Wehre allem bösen Rath und Willen unruhiger Leute, so nichts Gutes im Sinne haben, mache sie zu Schanden in ihren Gedanken, daß sie zurück müssen weichen und ein Ende nehmen mit Schrecken. Strecke aus dei— nen Arm, uns zu beschützen, die wir nach 7 98 Gebet um den zeitlichen Frieden. deinem Namen genennet sind, auf daß dein Erbtheil nicht zerstreuet werde. Hilf deinen Gläubigen, die sich auf dich ver⸗ lassen und deinen Namen anrufen; er⸗ höre mich in der Noth, und dein heiliger Name schütze uns. Sende uns Hilfe vom Heiligthum, und stärke uns aus der Höhe. Thue wohl dem Lande und den Städten, in welchen dein heiliges Wort wohnet. Es müsse Friede sein inwendig in deinen Mauern und Glück T in deinen Palästen. O gütiger GOtt! neige die Herzen aller Menschen zu christlichem Frieden und Ein⸗ trächtigkeit, zu welchem du uns durch dein Wort und Evangelium berufen hast. Wo aber Verbitterung zwischen Etlichen ent⸗ standen wäre, so hilf, daß sie durch füg⸗ liche Mittel und Wege beigelegt und ver⸗ tragen werden, zur Ehre deines heiligen Namens und Ausbreitung deines Wortes und zur Wohlfahrt der ganzen Christen⸗ heit, auf daß sich die Armen und Elen— den im Lande in dir freuen und deinen heiligen Namen rühmen, der du allein Wunde unter Gebe Alm ein verlassi auf de deiner nomme mein( Ausga Füße ten, ic auf d mein sein, u und ih allen allem ten un an der men, f zu den en. uf daß kE. Hilf ich ver⸗ nz er: heiliger fe vom Höhe. tädten, vohnet. deinen lästen. n aller id Ein⸗ ch dein t. Wo ein ent⸗ ch füg⸗ ud ver⸗ eiligen Wortes risten⸗ Elen⸗ deinen allein Reisegebete. 99 Wunder thust und beweisest deine Macht unter allen Völkern. Amen. Amen. Gebet, wenn man verreisen will. Allmächtiger, gnädiger GOtt und Vater, ein Beschützer Aller, die sich auf dich verlassen, auf deinen Namen will ich mich auf den Weg machen und mit Anrufung deiner Barmherzigkeit diese meine vorge⸗ nommene Reise anfangen, denn du bist mein Gott, der du behütest all' meinen Ausgang und Eingang, und richtest meine Füße auf ebener Bahn, daß sie nicht glei⸗ ten, ich bitte dich von Herzen, du wollest auf dieser meiner vorhandenen Reise mein gnädiger Geleiter und Wegweiser sein, mir deine heiligen Engel zugeben, und ihnen Befehl thun, daß sie mich auf allen meinen Wegen und Stegen vor allem Unglück an Leib und Seele behü⸗ ten und auf ebener Straße führen, und an den Ort, dahin ich gedenke zu kom⸗ men, frisch und gesund hin und wieder zu den Meinigen bringen, damit ich dich 7⁴ 100 Reisegebete. ferner hier zeitlich und dort ewiglich lo⸗ ben und dir danken möge. Nun, HErr GoOtt Vater! in deine Hände befehle ich meinen Leib und Seele, und Alles, was mir angehört; dein heiliger Engel sei mein Geleitsmann. Amen. Gebet auf der Reise. & allmächtiger, gütiger GOtt, vor dessen Augen wir jederzeit sind, wo wir auch gehen und stehen, der du behütest alle unsere Eingänge und Ausgänge, und rich⸗ test unsere Füße auf ebener Bahn, daß sie nicht straucheln. Ich bitte dich, daß, wie du deinen Diener Abraham aus der Chaldäer Land geführet, und in seiner Pilgerschaft unbeschädigt erhalten hast, und zu seinem Enkel Jacob gesagt, als er in Mesopotamien gezogen: ich will mit dir hinab gehen und will dich auch wieder herauf führen; du hast auch die Kinder Israel durch's rothe Meer, dazu auch durch die grausame und ungebahnte Wüste begleitet, ihnen vorgegangen, des — Tages in ein auch hb mich b Tages glück 1 richtet und de wie di phael hast,„ und S wieder treuen mit A zu pre Alles, du wo im Fr lassen. Ge wige ich lich lo⸗ „, HErr ehle ich es, was igel sei rdessen zir auch ꝛest alle nd rich⸗ n, daß h, daß, zus der seiner n hast, zt, als ch will ch auch uch die ,„ dazu bahnte »n, des — Reisegebete. 10¹ Tages in einer Wolken- und des Nachts in einer Feuer⸗Säule. Also wollest du auch bei mir auf meiner Reise sein und mich behüten zu Land und Wasser, des Tages und des Nachts, vor allem Un— glück und Gefahr, auch mich nach ver— richteten Geschäften, in Gesundheit Leibes und der Seele, wiederum heimbegleiten; wie du durch deinen heiligen Engel Ra⸗ phael den jungen Tobias wohl begleitet hast, also begleite mich auf allen Wegen und Stegen, auf daß, wenn ich mit Glück wieder zu Haus einkehre, dich, als einen treuen Geleitsmann, mehr Ursache habe, mit Allem, was mein ist, zu loben und zu preisen. Mittlerweile befehle ich dir Alles, was ich zu Haus lasse, und bitte, du wollest darüber wachen und mich es im Frieden unbeschädiget wieder finden lassen. Amen. Gebet eines reisenden Hand⸗ werksgesellen. Ewiger Gott, barmherziger Vater! weil ich meinem Handwerk nachziehen, un⸗ Reisegebete. ter fremde Leute kommen und auch den— selbigen dienen muß, so bitte ich dich, du wollest mich auf dieser meiner Reise durch deine lieben Engelein vor allem Uebel bewahren; wo ich hinkomme, wollest du mir gute, ehrliche, gottselige Meister und Leute bescheeren, die mir allen gu— ten Willen erzeigen, in Krankheiten und allen Nöthen sich meiner annehmen; auch meine auferlegte Arbeit segnen, daß ich sie geduldig und treulich verrichte, damit ich hernach in Ehren und gutem Lob durch deine heiligen Engel wieder zu den Meinigen gelange, und wenn mein Stünd⸗ lein ausgelaufen, mich als einen getreuen Knecht die freudenreiche Stimme hören lassen: Gehe ein in deines HErrn Freude, du bist über wenig getreu gewesen, nun ist dir beigelegt die Krone der Ehren; dazu hilf mir, HErr IEsu Christe. Amen. Gebet der Kinder für ihren ver⸗ reisenden Vater. Enier Sohn GOttes, o treuer Heiland lller, die dich im Glauben anrufen; wir, taufet lichen Brüde wähle lich, seines Land lich b und gesun bring auch behüt und ten u D nã dir du m lich l lieber uch den⸗ ch dich, er Reise rallem „wollest Meister illen gu⸗ itten und en; auch daß ich e, damit em Lob zu den Stünd⸗ getreuen e hören Freude, en, nun Ehren; Amen. never⸗ Heiland inrufen; Reisegebete. 103 wir, deine Kinder, die auf dein Blut ge⸗ taufet und durch deinen Geist zu könig⸗ lichen Priestern geweihet, und als deine Brüder und Miterben aus Gnaden er⸗ wählet sind, rufen zu dir und bitten herz⸗ lich, du wollest unsern lieben Vater, der seines Berufs und Nahrungs halber über Land gereist, auf seinen Wegen gnädig⸗ lich behüten, und ihn seine Sachen wohl und schleunig ausrichten lassen, und ihn gesund und mit Freuden wieder zu uns bringen, der du deinen Diener Jakob auch mit deinem Engel auf der Reise behütet hast, du ewig treuer Geleitsmann und Gefährte aller derer, die dich fürch⸗ ten und auf deine Güte warten. Amen. Danksagung nach vollendeter Reise. Gnädiger GoOtt und Vater! ich danke dir von Grund meines Herzens, daß du mich meine vorgehabte Reise hast glück⸗ lich lassen vollenden, und durch deiner lieben Engel Schutz und Freuden wieder 104 Reiselieder. zu den Meinigen gebracht, und vor allem Uebel väterlich bewahret, daß ich nicht von den Räubern und Mördern bin um⸗ gebracht, oder sonst in andere Gefähr— lichkeiten gekommen und unbeschädigt ge— blieben bin. Daß ich frisch und gesund bin hin⸗ und hergeleitet worden; dieses Alles habe ich deiner väterlichen Sorge und allmächtigem Schutz zu danken, und bitte dich von Herzen, du wollest mich und die Meinen fortan auch in deinen Schutz nehmen, und Leib und Seele bis zum ewigen Leben selig erhalten, um IEsu Christi willen. Amen. Lied auf der Reise. Mel.: Nun ruhen alle Wälder. V. allen meinen Thaten laß ich den Höchsten rathen, der Alles kann und hat. Er muß zu allen Dingen, solls anders wohl gelingen, selbst dazu geben Rath und That. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst. Er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen. Ich stells in seine Vater⸗Gunst. dasselbe 4. J allem ich nad letzen, 5. E entbind auf me sprechen 6. I Stande wird m zu dien 7. 5 bei Chr Helfer ren, wi 8. Er Fortgar sundhei Wetter 9. Se Feinde seinen kommen 10. L wieder, vor allem ich nicht bin um⸗ e Gefähr⸗ hädigt ge— id gesund n; dieses eu Sorge ken, und llest mich nadeinen Seele bis lteu, um n Höchsten Er muß gelingen, alle meine mags mit achen. Ich 0 Reiselieder. 105 3. Es kann mir Nichts geschehen, als was er hat versehen und was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers gibet; was ihm von mir beliebet, dasselbe hab ich auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich für allem Schaden, für allem Uebel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich Nichts ver⸗ letzen, Nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden, in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urtheil sprechen und mit mir haben noch Geduld. 6. Ich zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, in den er mich gestellt. Sein Segen wird mich lassen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treulich seiner Welt. 7.. Bin ich in wilder Wüsten, so bin ich doch bei Christen und Christus ist bei mir. Der Helfer in Gefahren, der kann mich doch bewah— ren, wie dorten und auch also hier. 4 8. Er wird zu diesen Reisen gewünschten Fortgang weisen, wohl helfen hin und her, Ge⸗ sundheit, Heil und Leben, Zeit, Wind, und Wetter geben und Alles, was ich noch begehr. 9. Sein Engel, der Getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie, durch seinen Zug, den frommen, sind wir so weit nun kommen und wissen demnach fast nicht, wie? 10. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort. In Schwachheit Reiselieder. und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich allzeit sein Wort. 11. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß gehn: kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen, ich will ihm männlich widerstehn. 12. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen: er weiß die rechte Helfens-Zeit. 13. Gefällt es seiner Güte, und sagt mir mein Gemüthe nicht was Vergeblichs zu, so werd ich Gott noch preisen mit manchen schönen Wei⸗ sen daheim in meiner stillen Ruh. 14. Indeß wird er den Meinen mit Segen auch erscheinen, ihr Schutz wie meiner sein, wird beiderseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren ihn bitten können überein. 15. So sei nun, Seele, seine und traue dem alleine, der dich erschaffen hat! es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath. Mel.: Wer nur den lieben GOtt. Err, führe mich auf rechtem Wege, HErr, führe mich auf ebner Bahn! auf dieser Welt sind krumme Stege, auf denen man leicht irren kann: Rathe 2. mir ei meinet als ei stehn; Alles mein len W geht d sonde zu Handen, so will ich gehn: kein jarte fallen, sterben und ei heut oder er weiß die dsagt mir zu, so werd hönen Wei⸗ mit Segen r sein, wird Wunsch und traue dem ehe, wie es eiß zu allen . ege, HErr, dieser Welt leicht irren Gebet eines Kranken. kann: nur du alleine führest mich nach deinem Rathe wunderlich. 2. Stell deinen Engel mir zur Seiten, so ofte mir ein Unglück blüht; verwahre mich vor sol⸗ chen Leuten, von denen man nur Laster sieht; o, gib mir, daß ich nimmermehr ohn deine Furcht zu sein begehr! 3. Nimm mir die Lust zu eitlen Dingen: nichts, als die Tugend sei mein Ziel. Gedenk ich etwas zu vollbringen, gib mir nur, was dein Wille will: ein Herze, das nach dir sich richt, erblickt auch in der Nacht ein Licht. 4. Lockt mich die Welt mit ihren Lüsten, laß meinen Fuß vorübergehn, haßt mich der Neid als einen Christen, hilf mir im Glauben feste stehn; erhalte mich bei reiner Lehr, ob Alles mir zuwider wär. 5. Regiere Reden, Thun und Denken, richt Alles ein, wie dirs gefällt. Nur dir will ich mein Herze schenken, nur dir, und nicht der eit⸗ len Welt: bleib du bei mir und führe mich, so geht die Reise wohl für sich. Gebet eines Kranken. O HErr, himmlischer Vater! du bist ein getreuer GOtt und lässest Niemand über sein Vermögen versucht werden, sondern schaffest, daß die Versuchung also 108 Gebet eines Kranken. ein Ende gewinne, daß er's ertragen kann. Ich bitte dich in meinen großen Nöthen und Schmerzen, laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden; stärke mich, daß ich's mit Geduld ertragen möge und an deiner Barmherzigkeit nimmermehr verzage. O Christe! des lebendigen GOt⸗ tes Sohn, der du des Kreuzes Pein für mich gelitten hast, und endlich für meine Sünden gestorben bist, zu dir rufe ich aus Grund meines Herzens: erbarme dich über mich armen Sünder(Sünde⸗ rin), vergieb mir alle meine Mißhand⸗ lungen, die ich wider dich in meinem ganzen Leben gethan habe, laß mich im Glauben nicht sinken. O GoOtt heiliger Geist, du wahrer Tröster in aller Noth, erhalte mich in der Geduld und rechten Anrufung, heilige mich in wahrer Zu— versicht und weiche nicht von mir in mei⸗ ner letzten Noth; leite mich aus diesem Jammerthal in das rechte Vaterland. Amen. G Allm. und sers li daß A halten lügen, mir in sum C komme Hölle mehrer digem gen D ren ur Brod angebo ges Le Auf so ben ge dein W gen. 2 daß ick vor de ertragen n großen mir das ärke mich, nöge und umermehr gen GOt⸗ Pein für ür meine rufe ich erbarme (Sünde⸗ Mißhand⸗ meinem mich im heiliger er Noth, )rechten hrer Zu⸗ in mei⸗ 5 diesem aterland. Gebet eines Kranken. 109 Gebet im letzten Stündlein. Allmächtiger, ewiger, barmherziger HErr und GOtt! der du bist ein Vater un⸗ sers lieben HErrn IEsu Christi, ich weiß, daß Alles, was du gesagt hast, du auch halten willst und kannst; du kannst nicht lügen, dein Wort ist wahrhaftig, du hast mir im Anfang deinen lieben Sohn IE⸗ sum Christum zugesagt, derselbe ist ge⸗ kommen und hat mich vom Teufel, Tod, Hölle und Sünden erlöset, darnach zu mehrerer Sicherheit hast du aus gnädi⸗ digem Willen die Sakramente der heili⸗ gen Taufe und des Altars, seinen wah⸗ ren und natürlichen Leib und Blut im Brod und Wein geschenket, darinnen mir angeboten: Vergebung der Sünden, ewi— ges Leben und alle himmlischen Güter. Auf solch dein Anbieten habe ich dersel— ben gebraucht und im Glauben mich auf dein Wort fest verlassen und sie empfan⸗ gen. Derhalben ich nun gar nicht zweifle, daß ich wohl sicher und zufrieden bin vor dem Teufel, Tod, Hölle und Sünde; 11⁰ Gebet eines Kranken. ist dieses meine Stunde und dein gött⸗ licher Wille, so will ich mit Fried' und Freud' auf dein Wort gern von hinnen und scheiden zu dir fahren. Amen. Gebet der Umstehenden für den Kranken, der in den letzten Zügen liegt. Allmächtiger, ewiger GOtt, himmlischer Vater! tröste und stärke diese deine Creatur, und verschone ihrer durch deine Güte, denn sie trauet auf dich; hilf ihr aus aller Noth und nimm sie zu dir in dein Reich, durch IEsum Christum, dei⸗ nen lieben Sohn, unsern einigen HErrn und Heiland, Erlöser und Seligmacher. Amen. Gebet um ein seliges Ende. Ach, lehre mich, HErr IEsu Christe! an den täglichen Exempeln der Sterben⸗ den auch meine Sterblichkeit erkennen, damit ich möge einen seligen Feierabend machen. Ueberfalle mich nicht in meinen Sünder ewig v ö licher ö Verleih + mit ich Namen in dein —— dein gött⸗ riedꝰ und n hinnen men. für den Zügen mmlischer iese deine irch deine hilf ihr zu dir in tum, dei⸗ n HErrn igmacher. nde. hristel an Sterben⸗ erkennen, eierabend n meinen Gebet eines Kranken. 111 Sünden, daß ich nicht zeitlich sterbe und ewig verderbe. Behüte mich vor schmerz⸗ licher Krankheit und schrecklichem Tod. Verleihe mir aber ein sanftes Ende, da⸗ mit ich bis an den letzten Athem deinen Namen bekenne, und meine Seele fröhlich in deine Hände befehle. Amen. Lieder-Anhang. Mel.: Vater unser im Himmelreich. Diaß sind die heilgen zehn Gebot, die uns gab unser HErre GOtt durch Mosen, seinen Die⸗ ner treu, hoch auf dem Berge Sinai. Kyrie⸗ leison! 2. Ich bin allein dein GOtt und HErr, kein Götter sollt du haben mehr! du sollt mir ganz vertrauen dich, von Herzensgrunde lieben mich. Kyrieleison! 3. Du sollt nicht führen zu Unehrn den Na⸗ men Gottes, deines HErrn; du sollt nicht prei⸗ sen recht, noch gut, ohn was dein GOtt selbst redt und thut! Kyrieleison! 4. Du sollt heilgen den siebenten Tag, daß du und dein Haus ruhen mag; du sollt von deinm Thun lassen ab, daß GOtt sein Werke in dir hab. Kyrieleison! 5. Du follt ehren und gehorsam sein dem Vater und der Mutter dein, und wo dein Hand 22 4 ** ihn die dein H das Le Kyriele 8. D wucherr aufthur nem Le 9. D lügen ä0 auch re rieleisot 10. begehre⸗ wünsche thut. 11.2 dein S und ler Kyrielei 12. 2 der uns serm Tl Kyrielet ch. die uns gab seinen Die⸗ ai. Kyrie⸗ HErr, kein t mir ganz ieben mich. e»n den Na⸗ nicht prei⸗ Gott selbst Tag, daß 1 sollt von sein Werke sein dem dein Hand Lieder⸗Anhang. 113 ihn dienen kann, so wirst du langes Leben han. Kyrieleison! 6. Du sollt nicht tödten zorniglich, nicht hassen und selbst rächen dich, Geduld haben und sanf⸗ ten Muth und auch dem Feinde thun das Gut. Kyrieleison! 7. Dein Eh sollt du bewahren rein, daß auch dein Herz kein andre mein, und halten keusch das Leben dein mit Zucht und Mäßigkeit fein. Kyrieleison! ö 8. Du sollt nicht stehlen Geld, noch Gut, nicht wuchern Jemands Schweiß und Blut: du sollt aufthun deine milde Hand den Armen in dei⸗ nem Land. Kyrieleison! 9. Du sollt kein falscher Zeuge sein, nicht lügen auf den Nächsten dein; sein Unschuld sollt auch retten du und seine Schand decken zu. Ky⸗ rieleison! 10. Du sollt deines Nächsten Weib und Haus begehren nicht, noch Etwas draus; du sollt ihm wünschen alles Gut, wie dir dein Herz selber thut. Kyrieleison! 11. Die Gebot all uns geben sind, daß du dein Sünd, o Menschen⸗Kind, erkennen sollt und lernen wohl, wie man vor Gott leben soll. Kyrieleison! 12. Das helf uns der HErr JEsus Christ, der unser Mittler worden ist! es ist mit un⸗ serm Thun verlorn, verdienen doch eitel Zorn. Kyrieleison! 8 114 Lieder⸗Anhang. In eigner Melodie. llein GOtt in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum daß nun und nim⸗ mehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohl⸗ gefalln GOtt an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben preisn anbeten dich, für deine Ehr wir danken, daß du Gott Vater ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessn ist deine Macht, fort gschicht was dein Will hat erdacht, wol uns des feinen HErren. 3. O Jésu Christ Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, du Stiller unsers Haders, Lamm GOt⸗ tes, heilger HErr und GOtt, nimm an die Bitt von unsrer Noth, erbarm dich unser aller. 4. O heilger Geist du höchstes Gut, du aller⸗ heilsamster Tröster, fürs Teufels Gewalt fortan behüt, die IEsus Christ erlöset durch große Martr und bittern Tod, abwend all unsern Jam⸗ mer und Noth, dazu wir uns verlassen. In eigner Melodie. Wie glauben all an einen GOtt, Schöpfer WHimmels und der Erden, der sich zum Va⸗ ter geben hat, daß wir seine Kinder werden. Er will nus allzeit ernähren, Leib und Seel auch wohl bewahren, allem Unfall will er weh⸗ ren, kein Leid soll uns widerfahren, er sorget für uns, Macht. 3. Wi nen Soh dem Vat Ehren, v rer Men im Glau am Kreu erstanden 3. Wit mit Vate Tröster k ganze Ch gar eben, Fleisch so ist bereit Er ist d und la mehr, sie IEsum C gethan, e 2. Wae es nicht große No Fleisch w erfordert und Dank und nim⸗ Ein Wohl⸗ groß Fried Ende. für deine 'r ewiglich gemessn ist n Will hat 'rn deines die warn amm Got⸗ an die Bitt aller. „ du aller⸗ valt fortan jurch große usern Jam⸗ sen. „ Schöpfer ch zum Va⸗ er werden. und Seel ill er weh⸗ er sorget Lieder⸗Anhang. 11⁵ für uns, hüt und wacht, es steht alles in seiner Macht. 3. Wir glauben auch an IEsum Christ, sei⸗ nen Sohn und unsern HErren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria der Jungfrauen ist ein wah⸗ rer Mensch geboren durch den Heiligen Geist im Glauben, für uns die wir warn verloren, am Kreuz gestorben und vom Tod wieder auf⸗ erstanden durch GOtt. 3. Wir glauben an den Heilgen Geist, GOtt mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt, uns mit Gaben zieret schöne, die ganze Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben, hie all Sünd vergeben werden, das Fleisch soll auch wieder leben, nach diesem Elend ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. Amen. In eigner Melodie. Er ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Güten, die Werke helfen nimmer⸗ mehr, sie mögen nicht behüten, der Glaub sieht IEsum Christum an, der hat gnug für uns all gethan, er ist der Mittler worden. 2. Was Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Noth für GOtt so mannigfalte, vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gsetz erfordert allermeist, es war mit uns verloren. 8* 116 Lieder⸗Anhang. 3. Es war ein falscher Wahn darbei, GoOtt hätt sein Gsetz drum geben, als ob wir möch— ten selber frei nach seinem Willen leben, so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war die selbig Art aus eig⸗ nen Kräften lassen, wiewohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen, denn Gleißners Werk er hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 5. Noch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben, darum schickt GOtt sein Sohn herein, der selber Mensch ist worden, das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit seins Va⸗ ters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte, nicht mehr denn lieber HErre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen, nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: wer glaubt an mich und wird getauft, dem selben ist der Himmel erkauft, daß er nicht wird ver⸗ loren. 8. Er ist gerecht für Gott allein, der diesen Glauben fasset, der Glaub gibt aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht lasset, mit GoOtt der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird d geboren 9. Es und schl lium ko wieder, im Gsetz seinen X 10. D einem ra Glauben doch mac die sind ben merk 141. D GoOttes 2 zu Freud weiß wol an uns! trauen. 12. Ob es nicht mit, da: laß dir g lauter ne 13. Se dieser Gr ligem Ge er in un; jestat, da bei, GOtt wir möch⸗ ben, so ist igt an die gen. t aus eig⸗ versuchet ßen, denn nd je dem angeboren. sein, sonst hickt GOtt ist worden, seins Va⸗ Valle. urch den, frommer nicht mehr wird mir zahlet. dein Wort daß kein ter lügen: em selben wird ver⸗ er diesen von ihm asset, mit Nächsten — Lieder⸗Anhang. 117 wird die Lieb guts thun, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwissen nieder, das Evange⸗ lium kommt zu Hand und stärkt den Sünder wieder, und spricht: nun kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 10. Die Werk die kommen gwißlich her aus einem rechten Glauben, denn das nicht rechter Glauben wär, wolltst ihn der Werk berauben, doch macht allein der Glaub gerecht, die Werk die sind des Nächsten Knecht, dabei wirn Glau⸗ ben merken. 11. Die Hoffnung wart der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage, wenn das geschehen soll zu Freud, setzt GOtt kein gewissen Tage, er weiß wohl wenns am besten ist, und braucht an uns kein arge List, das solln wir ihm ver⸗ trauen. 12. Ob sichs anließ als wollt er nit, laß dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken, sein Wort das laß dir gwisser sein, und ob dein Fleisch spräch lauter nein, so laß doch dir nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gutheit willen GOtt Vater, Sohn, Hei⸗ ligem Geist, der woll mit Gnad erfüllen was er in uns angfangen hat, zu Ehren seiner Ma⸗ jestat, daß heilig werd sein Name. Lieder⸗Anhang. 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd steh wie im Himmelsthrone, das täglich Brod noch heut uns werd, wol unser Schuld ver⸗ schone, als wir auch unsern Schuldern thun, mach uns nit in Versuchung stan, lös uns vom Uebel. Amen. Mel.: Straf mich nicht in. Machz dich, mein Geist, bereit, wache, fleh und bete, daß dich nicht die böse Zeit un⸗ verhofft betrete! denn es ist Satans List über viele Frommen zur Versuchung kommen. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sün⸗ denschlafe; denn es folget bald darauf eine lange Strafe, und die Noth sammt dem Tod möchte dich in Sünden unvermuthet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser HErr erleuchten: wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn GOtt will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf antreffe, weil er sonst behende ist, daß er dich beäffe: und GOtt gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Ge⸗ walt bezwinge oder, wenn sie sich verstellt, wie⸗ der an sich bringe. Wach und sieh, damit nie den von falschen Brüdern unter deinen Glie⸗ ern. 5.* und H Gnad kann s cheln. 7. denn d machen schläfri 8. J soll gel wir wo Feind, winden 9. D glücklick im Gel seiner bitten. 40. flehen, immer weit, d vernicht Ich bi ter, zu deir l auf Erd äglich Brod Schuld ver⸗ ddern thun, s uns vom wache, fleh e Zeit un⸗ 3List über men. dem Sün⸗ f eine lange Tod möchte nicht unser dein Licht tt will für igen haben. nicht im afen. durch Ge⸗ stellt, wie⸗ damit nie inen Glie⸗ Lieder⸗Anhang. 119 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich GOttes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmei⸗ cheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der HErre muß dich frei von dem Allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig über⸗ winden. 9. Doch wohl gut! es muß uns schon Alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, wenn wir glaubend bitten. 10. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Noth und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Mel.: Wer nur den lieben Gott. Ich bin getauft auf deinen Namen, GOtt, Va⸗ Dter, Sohn und heilger Geist, ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, daß dir geheiligt 120⁰ Anhang⸗Lieder. heißt, ich bin in Christum eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt, du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt, du willst in aller Noth und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein. 3. Doch habe ich dir Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt; ich habe mich aus rei⸗ nem Triebe dein Eigenthum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. 4. Mein treuer GOtt, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn: nimm mich, dein Kind, in Gnaden an, wenn ich hab einen Fall gethan. 5. Ich gebe dir, mein GOtt, aufs Neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin: erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, HErr, deinen Willen thut! 6. Weich, weich, du Fürst der Finsternissen! ich bleibe mit dir unvermengt: hier ist zwar ein befleckt Gewissen, jedoch mit IEsu Blut besprengt. Weich, eitle Welt! du, Sünde, weichl GOtt hört es: ich entsage euch. 7. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, GOtt, Vater, Sohn und heilger Geist! halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben! so lob in 9•sHist g wird zu richte Lachen en im Feue 2. Po Welt ihr all Todtt ben han verwand 3. Da darin ge alt, auf bald Jer than in 4. O deiner werd e zweifle und me 6. De be, Treu aus rei⸗ gewagt; Satans ite bleibt aber ich ren gehn: n, wenn eue Leib, e mich zu meinem Blut, der ternissen! ist zwar ssu Blut de, weich! en, GOtt, mich in ein Wille Lieder⸗Anhang. 12¹ sterben heißt: so leb ich dir, so sterb ich dir; so lob ich dich dort für und für. In eigner Melodie. Er ist gewißlich an der Zeit, daß GOttes Sohn wird kommen in seiner großen Herrlichkeit, zu richten Bös und Frommen. Dann wird das Lachen werden theur, wenn Alles wird vergehn im Feuer, wie Petrus davon schreibet. 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welt ihr Ende, darauf bald werden auferstehn all Todten gar behende; die aber noch das Le⸗ ben han, die wird der HErr von Stunden an verwandeln und verneuen. 3. Darnach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden habn getrieben, da denn gewiß bald Jedermann wird hören, was er hat ge⸗ than in seinem ganzen Leben. 4. O Weh demselben, welcher hat des HErren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! er wird für⸗ wahr gar kahl bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Christo in die Hölle. 5. O IEsu, hilf zur selben Zeit von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd eingezeichnet funden! daran ich denn auch zweifle nicht; denn du hast ja den Feind gericht't und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn du 12² Lieder⸗ Anheng. nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die deinen, auf daß ich sammt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O IEsu Christ, du machst es lang mit deinem jüngsten Tage: den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns in Gnaden los von allem Uebel, Amen! Mel.: Christus, der ist mein Leben. A. bleib mit deiner Gnade bei uns, HErr IEsu Christ, das uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List! 2. Ach, bleib mit deinem Worte bei uns, Er⸗ löser werth, daß uns Beid, hier und dorte, sei Güt und Heil beschert. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze bei uns, du werthes Licht: dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht! 4. Ach, bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher HErr; dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr! 5. Ach, bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze, noch fäll die böse Welt! 6. Ach, bleib mit deiner Treue bei uns, mein HErr und GoOtt, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth! Lehre WG der; ne 2. S und re was er 4. A wie Sz 5, 2 richt, n rechten 6. D rechten Weissagr War 2oe 2. 2 die H HErrn aus dem wird auf 18, HErr scht schade uns, Er⸗ dorte, sei ei uns, du umschanze, i uns, du Vermögen i uns, du cht trutze, ins, mein eihe, hilf Bsalmen. Der 1. Psalm. Lehre von Glückseligkeit der Frommen und Strafe der Gottlosen. Wobl dem, der nicht wandelt im Rath der Gottlosen; noch tritt auf den Weg der Sün⸗ der; noch sitzet, da die Spötter sitzen; 2. Sondern hat Lust zum Gesetz des HErrn, und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht. 3. Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbächen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und was er macht, das geräth wohl. 4. Aber so sind die Gottlosen nicht; sondern wie Sprsu, die der Wind verstreuet. 5, Darum bleiben die Gottlosen nicht im Ge⸗ richt, noch die Sünder in der Gemeine der Ge⸗ rechten. 6. Denn der HErr kennet den Weg der Ge⸗ rechten, aber der Gottlosen Weg vergehet. Der 2. Psalm. Weissagung von Christo, dem ewigen Könige, seinem Reich, und dessen Feinden. Warum toben die Heiden, und die Leute re⸗ SWOden so vergeblich? 2. Die Könige im Lande lehnen sich auf, und die Herren rathschlagen mit einander wider den HErrn und seinen Gesalbten: 12⁴ Psalmen. 3.„Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile.“ 4. Aber der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der HErr spottet ihrer. 5. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken. 6. Aber Ich habe meinen König eingesetzt, auf meinem heiligen Berg Zion. 7. Ich will von einer solchen Weise predigen, daß der HErr zu mir gesagt hat:„Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget; 8. Heische von mir, so will ich dir die Hei⸗ den zum Erbe geben, und der Welt Ende zum Eigenthum. 9. Du sollst sie mit einem eisernen Scepter zerschlagen; wie Töpfe sollst du sie zerse)meißen.“ 10. So lasset euch nun weisen, ihr Könige, und lasset euch züchtigen, ihr Richter auf Erden. 11. Dienet dem HErrn mit Furcht, und freuet euch mit Zittern. 12. Küsset den Sohn, daß er nicht zürne, und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald anbrennen. Aber wohl Allen, die auf ihn trauen! Der 23. Psalm. Christus, unser guter Hirt. 1. Ein Psalm Davids. Der HErr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. 2. Er führet en 3. Er auf recht 4. Un Thal, fi. bei mir; Du meine 8 und sche 6. Gu folgen en im Hauf 1. Eii 2. Da er war 0 großen 4. We und reir 5. De meine S 6. An übel vor in deine gerichtet 7. Sie Psalmen. 12⁵ und von 2. Er weidet mich auf einer grünen Aue, und führet mich zum frischen Wasser; et ihrer, 3. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße, um seines Namens willen. ꝛseinem* 4. Und ob ich schon wanderte im finstern er sie ö Thal, fürchte ich kein Unglück: denn Du bist . bei mir; dein Stecken und Stab trösten mich. ingesetzt, ö„Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Du salbest mein Haupt mit Oel, redigen, und schenkest mir voll ein. Du bist 6. Gutes und Barmherzigkeit werden mir 913 folgen mein Lebenlang, und ich werde bleiben die Hei⸗ im Hause des HErrn immerdar. ide zum Der 51. Psalm. Davids Bußspiegel. Scepter 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen: ieißen.“ ö 2. Da der Prophet Nathan zu ihm kam, als Könige, er war zu Bath-Seba eingegangen. Erden. 3. Hott sei mir gnädig nach deiner Güte, d freuet und tilge meine Sünden nach deiner * großen Barmherzigkeit. ne, und 4. Wasche mich wohl von meiner Missethat, n Zorn ö und reinige mich von meiner Sünde. en, die 5. Denn ich erkenne meine Missethat, und meine Sünde ist immer vor mir. 6. An dir allein habe ich gesündiget, und übel vor dir gethan, auf daß du Recht behaltest * in deinen Worten, und rein bleibest, wenn du nichts gerichtet wirst. 7. Siehe, ich bin aus sündlichem Samen ge⸗ 126 Psalmen. zeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. 8. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lässest mich wissen die heimliche Weisheit. 9. Entsündige mich mit Ysopen, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde. 10. Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen ast 11. Verbirg dein Antlitz von meinen Sünden, und tilge alle meine Missethat. 12. Schaffe in mir, GOtt, ein rein Herz, und gieb mir einen neuen gewissen Geist. 13. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 14. Tröste mich wieder mit deiner Hülfe, und der freudige Geist enthalte mich. 15. Denn ich will die Uebertreter deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren. 16. Errette mich von den Blutschulden, Gott, der Du mein GoOtt und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. 17. HErr, thue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkündige. 18. Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht. 19. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist; ein geängstet und zerschlagen Herz wirst du, GOtt nicht verachten. 20. Th baue die 21. Da Gerechtigk dann wird Aufmunte Morgen⸗ Tägliches Kirchengel Beichtgebe Communi Gebete in Wettergeb Gebet um Reisegebet Gebet ein Sterbegeb Liederanh Psalmen Ach bleib Allein Go Aus tiefer 12⁷ zünden 20. Thue wohl an Zion nach deiner Gnade, ö baue die Mauern zu Jerusalem. ö die im 21. Dann werden dir gefallen die Opfer der en die Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; 4* dann wird' man Farren auf deinem Altar opfern. ch rein derde. ͤ e, daß hlagen In halt. Seite ünden, Aufmunterung zum Gebet 2 Morgen⸗ und Abendgebete. 3 z, und Tägliches Gebet 59 Kirchengebete 62 gesicht, Beichtgebete 66 n mir. Communiongebete 73 fe, und Gebete in verschiedenen Anliegen 8¹ Wettergebete 92 Wege Gebet um den zeitlichen Frieden 96 ren. Reisegebete. 99 Gott, Gebet eines Kranken 107 meine ů Sterbegebete 109 Liederanhang 110 mein Psalmen(I. 2. 23. 51.0 123³3 Lieder⸗Register. Ach bleib mit deiner Gnade 122 d ein Allein Gott in der Höh sei Ehr 114 Aus tiefer Noth schrei ich zu dir 7¹ Christe, du bist der helle Tag Die Seele Christi heilge mich Dieß sind die heilgen zehn Gebot Eh' wir den Leib zur Ruhe legen Ein neuer Tag, ein neues Leben Erneure mich, o ewges Licht Es ist das Heil uns kommen her Es ist gewißlich an der Zeit Gott der Vater wohn uns bei Gott des Himmels und der Erden Herr, führe mich auf rechtem Wege Herr Jesu Christ, dich zu uns wend Hinunter ist der Sonnenschein Ich bin getauft auf deinen Namen V allen meinen Thaten Licht vom Licht erleuchte mich Mache dich mein Geist bereit Morgenglanz der Ewigkeit Nun ruhen alle Wälder O heilige Dreifaltigkeit O Jesu, süßes Licht O Jesu, treuster Heiland mein Schmücke dich, o liebe Seele So wird die Woche nun beschlossen Straf mich nicht in deinem Zoym Unser Sabbath geht zu Ende V. Wach auf, mein Herz, und singe Wir glauben all an einen Gott —— Seite 34 80 110 26 14 6⁴ + 115 122 65 22 106 66 42 119 104 W. 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