*.—. XN Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen. Dortmund. Druck und Verlag von W. Crüwell. 1920. — — 8 — 65 2 8 — * Das 1 Hanb u Lob und Dank, Nr. 1—23 U. Kirchliche Zeiten, Nr. 24—170 1 — — . — VI. VII. 1. Sonntag, Nr. 24—40 9. 10. „Kirche und Gnadenmittel, Nr. 17¹1—235 1. 2. 3. 4. Konfirmation, Nr. 217½222 5. 1. 2. Glaube und Rechtfertigung, Nr. 259—280 4 4. 2. 3. 4. 5. 6. + 2 „Advent, Nr. 41—57 Weihnachten, Nr. 58—74 Neujahr, Nr. 75—82 Epiphanias, Nr. 83— 88 Passion, Nr. 89—116 „Ostern, Nr. 117—137 Himmelfahrt, 750 138—149 Pfingsten, Nr. 150—165 Trinitatis, Nr. 166—170 Kirche, Nr. 171—205 Wort Gottes, Nr. 206—212 Taufe, Nr. 213—216 Abendmahl, Nr. 223—235 Christliches Leben, Nr. 236—408 Buße, Nr. 236—258 Heiligung, Nr. 281—362 Vertrauen auf Gott, Nr. 363—408 Besondere Zeiten, Stände Morgen, Nr. 409—42 Mittag, Nr. 426—429 Abend,‚, Nr. 430—453. Hausstand, Nr. 454—459 Ernte, Nr. 460—463 Krieg und Friede, Nr. 464—466 Vaterland und Obrigkeit, Nr. 467—471 725 Gericht und Ewigkeit, Nr. 472—522 Tod und Begräbnis, Nr. 472—507. Die letzten Dinge, Nr. 508—522 Pfalmen, Nr. 523537.. Geistliche Lieder Gebete A. Pebete für die häusliche Andacht L. Morgengebete II. Abendgebete III. Tischgebete Übersicht des Inhalts. und o Verhältnise, Nr. 409—471 5 Seite 5—489 5—27 28—146 28—38 38—51 52—65 65—71 72—76 76—99 100—117 118—127 128—141 142—146 147—200 147—17⁵ 176—180 181—183 184—187 188—200 201—373 201—223 224—247 248—329 330—373 374—426 374—388 389—-390 391—409 410—414 415—418 419—421 422—426 427—472 427—458 459—472 473—489 490—529 530—560 530—545 530—531 532—535 536 IV. Gebete Ad Weihnachten Jahresschluß Neujahr „Epiphanienzeit Passionszeit Karfreitag Ostern Himmelfahrt Pfingsten „Trinitatisfest. Erntefest „Reformationsfest „Königsgeburtsta Bußtag Totenfest für die Festtage ent g B. Schulgebete C. Gebete für g I. Beim Eingang in die I. Beim Ausgang aus der III. Am Tauftage. IV. Am Konfirmat V. Zur Vorbereitung oder VI. Zur Feier des heiligen Aben D. Bereitung zum Eide E. Gebete in allerlei Not F. Gebete für Kranke un Verzeichnis der alten und neuen ederdichter Bibel⸗Lesetafel Verzeichnis der Li Alphabetisches Verzeichnis der Bergleichende Tabelle mit dem ottesdienstliche Handlung ionstage Kirche Kirche Beichte d Sterbende Übersicht des Inhalts. dmahls kirchlichen en Bibellektionen Lieder des Gesangbuchs Militärgesangbuch 554—560 561—570 571—576 577—588 589—594 359⁵5 I. Lob und Dank. 424+— 1. III IIII IIII I 1 1 Al⸗lein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für sei ⸗ne 2.Parzn, daß nun und nim⸗mer⸗mehr uns rüh⸗ ren kann kein — T2 — . Scha 7 ein Wohl⸗ge⸗falln Gott an uns hat, nun ist groß 4———— 4 —— +— 1.—.— 1 E——— 2—.— +Z.2———..— +— 1 I 2— +2———.2 12— 23.—. 2 SEEEII I 1— I e, u r E. Fried ohn Un⸗ter⸗laß, all Fehd hat nun ein En ⸗ de. 2. du Stiller unsers Haders; Wir loben, preisn, anbeten dich; Lamm Gottes, heilger Herr und für deine Ehr wir danken, Gott, daß du, Gott Vater, ewiglich nimm an die Bitt von unsrer Not, regierst ohn alles Wanken. erbarm dich unser aller. Ganz unermessn ist deine Macht, fort gschieht, was dein Will hat 4. bedacht: O heilger Geist, du höchstes Gut, wohl uns des feinen Herren! du allrheilsamster Tröster, vors Teufels Gwalt fortan behüt, 3. die Jesus Christ erlöset O Jesu Christ, Sohn eingeborn durch große Martr und bittern Tod; deines himmlischen Vaters, abwend all unsern Jammr und Not, Versöhner der'r, die warn verlorn, dazu wir uns verlassen. Rikolaus Decius 1 1541. 2. 1. Erster Chor. Zweiter 859— 1 0.* PPPPCCPCCHKé;t‚P;P Herr Gott, dich lo⸗ ben wir, Herr Gott, wir dan⸗ken dir. Lob und Dank. —— Böt — 2 1=.— ösre. Dich, Va⸗ 66 E⸗wig⸗keit, eh- ret die Welt weit und breit. 4—.——— ,e,———— e, e,e, L,ie 1 4 + All En⸗gel—66 640 45 was 660 dei⸗ner Ehr, —— E.—— e auch Che⸗ ru⸗ bim 25 Se⸗ raephin sin⸗gen im⸗mer mit ho⸗her Stimm: ——— .—— 7—.—— 2— 2————3———.—.— Hei lig ist un⸗ser Gott! Hei ⸗lig ist un⸗ser Gott! .— Chöre. 1 1 1— .,...,(, e,. Hei⸗lig ist un⸗ser Gott, der Her⸗ re 36„ba⸗oth! 2. Er ster Chor. Z3we iter—— iii Dein göttlich Macht und Herrlich⸗keit geht ü⸗ ber Himml und Erden weit. Der hei⸗li⸗ gen zwölf Bo⸗ten Zahl und die lie⸗ben Pro⸗phe⸗ten all, die teu⸗ren Mär⸗trer all⸗zu⸗mal lo⸗ben dich, Herr, mit großem Schall. Die gan⸗ze wer ⸗ te Christen⸗heit rühmt dich auf Er-den al⸗le⸗zeit: dich, Gott Va⸗ ter, im höchsten Thron, 46356665 9366 und 666.⸗ Wähi 1..—.— den hei⸗li⸗gen Geist und Tröster wert mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. 3. 1..—— .———————— T—.. Du Kö⸗nig der Ehren, Je⸗su Christ, Gott Va⸗ters ew⸗ ger Sohn du bist; ...... m. der Jungfrau Leib nicht hast verschmäht, zu er⸗lö⸗sen das menschlich Ge-schlecht. I Du hast dem Tod zerstört sein Macht und all Christen zum Himmel bracht. Du sitzt zur Rechten Got⸗tes gleich mit al⸗ler Ehr ins Va⸗ters Reich Ein Rich⸗ter du zu⸗künf⸗tig bist al⸗les, das tot und le⸗bend ist. —09——————— — Lob und Dank. 4. 22 ——— . e Eee 7—.— —3——.—. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit dein'm teurn Blut er⸗lö⸗ set sein. Laß uns im Him⸗mel ha⸗ben teil mit den—.— in ew⸗gem Heil. und seg⸗ne, das dein Erb⸗teil mü wart und pfleg ihr'r zu al⸗ler Zeit und heb sie hoch in E⸗wig⸗keit. Taͤg⸗ lich, Herr Gott, wir lo⸗ ben dich und ehrn dein Na⸗ men n ste⸗ tig⸗ lich⸗ ————— ————— Be⸗ hüt uns heut, o treu⸗er Gott, vor alTler Sund und Mis⸗se⸗ tat. Sei uns gnä⸗dig, o Her re Gott, sei uns gnä⸗ dig in al ⸗lerRot. Zeig uns dei ⸗ne 49.849686.63 wie uns⸗re Hoffnung zu dir steht. 4 —— KH ———————.—— S S..... Auf dich hof⸗fen wir, lieber Herr: in Schanden laß uns nimmermehr. Beide Chöre. A„ men. Das Tedeum, deutsch von Martin Luther 14831546 3. Psalm 103. ——— + 1 1. Nun 0b, mein Seel, den Her ⸗ren, was in mir ist den Sein Wohl⸗ tat tut er meh⸗ren, ver⸗giß es nicht, o .. Lob und Dank. e un waue.— ů—— — Namen sein! Her ⸗ze mein! Hat dir dein Sünd ver⸗ge⸗ ben und heilt dein Schwachheit 0 groß, er⸗rett't dein ar⸗ mes Le⸗ben, nimmt dich in seisnen Schoß, mit 2e — EE— Sarernre —————— rei⸗chem Trost be⸗schüt⸗tet, ver-jüngt dem Ad⸗ler Aih der ————————.———— .——.————— 2.II—.— Herr schafft Recht, be ⸗ hü⸗tet, die lei⸗den in sein'm Reich. ein bald verwelkt Geschlechte, Er hat uns wissen lassen ein Blum und fallend Laub: sein heilig Recht und sein Gericht, der Wind nur drüber wehet, dazu sein Güt ohn Maßen, so ist es nimmer da; es mangelt an Erbarmung nicht; also der Mensch vergehet, den Zorn läßt er wohl fahren, sein Ende ist ihm nah. straft nicht nach unsrer Schuld, 4. die Gnad tut er nicht sparen, Die Gottesgnad alleine den Blöden ist er hold: steht fest und bleibt in Ewigkeit sein Güt ist hoch erhaben bei seiner lieben Gmeine, ob den'n, die fürchten ihn; die steht in seiner Furcht bereit, so fern der Ost vom Abend, die seinen Bund behalten. ist unsre Sünd dahin. Er herrscht im Himmelreich: ihr starken Engel, waltet seins Lobs und dient zugleich ob ihrer jungen Kindelein, dem großen Herrn zu Ehren so tut der Herr uns Armen, und treibt sein heilig Wort. wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Mein Seel soll auch vermehren Er kennt das arm Gemächte sein Lob an allem Ort. Zohann Gramann 1487—1541. 3. Wie Väter sich erbarmen und weiß, wir sind nur Staub, ———————— 1. Nun laßt uns Gott dem Her⸗ren dank⸗sa⸗gen und ihn eh⸗ren für it Lob und Dank. 1— + 2——1E— 4+. IWH —*. K. Ir 2.—.— E + H*i Han. + N —— EV 2+....————— N ———.— + 12 H al ⸗le sei⸗ ne Ga⸗ben, die wir emp⸗fan ⸗-gen ha⸗ben. — 2. im Himmel solln wir haben, Den Leib, die Seel, das Leben o Gott, wie große Gaben! 5 hat er allein gegeben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen. 3 Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte 3. uns Große mit den Kleinen; Ein Arzt ist uns gegeben, du⸗kannsts nicht böse meinen. der selber ist das Leben: Christus für uns gestorben, der hat das Heil erworben. 4 6. Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen durch Jesum Christum. Amen. Ludwig Helmbold 1532—1598. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben: 5. Sirach 50, 24— 26. 2——.——.2——5 E—— 1 2———. t La. 7 ———————— 1. Nun dan⸗ket al ⸗le Gott mit Her-zen, Mund und Hän⸗den, der gro⸗ße Din⸗ge tut an uns und al ⸗len En⸗den, + E der uns von Mut⸗ter⸗leib und Kin⸗des⸗bei ⸗ nen an un⸗ V N — 2rri—— zäh-lig viel zu-gut und noch jet-zund ge- tan. + 4 ö I V+ * * E 2. 3. Der ewig reiche Gott Lob, Ehr und Preis sei Gott, woll uns bei unserm Leben dem Vater und dem Sohne ein immer fröhlich Herz und dem, der beiden gleich und edlen Frieden geben im höchsten Himmelsthrone: und uns in seiner Gnad dem dreimaleinen Gott, erhalten fort und fort als der ursprünglich war und uns aus aller Not und ist und bleiben wird erlösen hier und dort. jetzund und immerdar. Martin Rinckart 1586—1649. Lob und Dank. — Ul u.—— — E. EEESSSSEEE— Schal=le, wer⸗te⸗ ste Chri⸗sten⸗heit! Er läßt dich freund⸗lich SSSSSPSSSSSSIIII zu sich la-den: freu e dich, Is ⸗ra⸗el, sei⸗ ner Gna⸗den. 2. 4. Der Herr regieret Er gibet Speise über die ganze Welt; reichlich und überall, was sich nur rühret, nach Vaters Weise alles zu Fuß ihm fällt. sättigt er allzumal; Viel tausend Engel um ihn schweben, er schaffet früh und spaten Regen, Psalter und Harfen ihm Ehre geben. füllet uns alle mit seinem Segen. 3 5 5.. Wohlauf, ihr Heiden, Drum preis und ehre lasset das Trauern sein! seine Barmherzigkeit, Zur grünen Weiden sein Lob vermehre, stellet euch willig ein: werteste Christenheit! da läßt er uns sein Wort verkünden, Uns soll hinfort kein Unfall schaden: machet uns ledig von allen Sünden. freue dich, Israel, seiner Gnaden. Matthäus Apelles von Löwenstern 1594—1648. 7. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren ö— . ,. 1. Man lobt dich in der Stil-le, du hoch-⸗ er ⸗hab⸗ ner des Rüh⸗mens ist die Fül-le vor dir, o Herr Gott — Zi⸗ons⸗Gott; Ze⸗ba⸗oth. Du bist doch, Herr, auf Er- den der From-men Zu⸗ver⸗ 1———5— ———..————————————5——————— S...——.— —*—— 2— +.—28J.J.J.J.ꝑ.—ꝑ—PJ—J———————— sicht; in Trüb⸗sal und Be⸗schwer⸗den läßt du die Dei- nen —.— —..—— SSDSSSDSISSSSeeeee.eeeee —...———.———.——— ————————————————————— nicht: drum soll dich stünd-lich eh-ren mein Mund vor je⸗der⸗ E ——— mann und dei⸗nen Ruhm ver⸗-meh⸗ren, so-lang er lal⸗len kann. egen, gen. aden: den. Lob und Dank. 2. 3. Es müssen, Herr, sich freuen Herr, du hast deinen Namen von ganzer Seel und jauchzen schnell, sehr herrlich in der Welt gemacht; die unaufhörlich schreien: denn als die Schwachen kamen, Gelobt sei der Gott Israel! hast du gar bald an sie gedacht. Sein Name sei gepriesen, Du hast mir Gnad erzeiget, der große Wunder tut nun wie vergelt ichs dir? und der auch mir erwiesen Ach bleibe mir geneiget, das, was mir nütz und gut: so will ich für und für nun das ist meine Freude, den Kelch des Heils erheben zu hangen fest an dir, und preisen weit und breit daß nichts von dir mich scheide, dich hier, mein Gott, im Leben solang ich lebe hier. und dort in Ewigkeit. Johann Rist 1607—1667 Psalm 146. Mel. Valet will ich dir geben. 0— —— EEN—.— , e, arer den ei n. ——.——— 8———. — 22.— 1. Du mei⸗ne See⸗le, sin⸗ge, wohl⸗auf und sin ⸗ge schön dem, wel⸗chem al ⸗-le Din⸗ge zu Dienst und Wil⸗len stehn. —— ö dr—..— ——— 2————p— ⏑ιπ—a— ——————— DISDSISe.— 271 Ich will den Her⸗ren dro⸗ben hier prei⸗sen auf der Erd, ich ——..— ...— +—... I— will ihn herz⸗lich lo-ben, so-⸗lang ich le-ben werd. 2. 4. Wohl dem, der einzig schauet Hier sind die treuen Sinnen, nach Jakobs Gott und Heil. die niemand unrecht tun, Wer dem sich anvertrauet, all denen Gutes gönnen, der hat das beste Teil, die in der Treu beruhn. das höchste Gut erlesen, Gott hält sein Wort mit Freuden, den schönsten Schatz geliebt: und was er spricht geschicht, sein Herz und ganzes Wesen und wer Gewalt muß leiden, bleibt ewig unbetrübt. den schützt er im Gericht. 3. 5. Hier sind die starken Kräfte, Er weiß viel tausend Weisen, die unerschöpfte Macht; zu retten aus dem Tod; das weisen die Geschäfte, er nährt und gibet Speisen die seine Hand gemacht: zur Zeit der Hungersnot, der Himmel und die Erde macht schöne rote Wangen mit ihrem ganzen Heer oft bei geringem Mahl, und die unzählge Herde und die da sind gefangen, im großen wilden Meer die reißt er aus der Qual. ... 12 6. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht't. Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig sind, die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. Lob und Dank. 7. Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm, der Herr allein ist König, ich eine welke Blum; jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. Paul Gerhardt 1607—1676. 9. Mel. Nun danket all und bringet Ehr. — SSISIIIII.II...... T —.— S 2 —— O 1. Ich sin ge dir mit Herz und Mund, Herr, mei⸗nes Her⸗-zens +2——— — + 4 +— Lust, ich sing und mach auf Er-den kund, was mir von dir be⸗wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt. Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt? 2. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Zl und Most zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, werten, edlen Fried in unserm Vaterland? 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du mußt alles tun: du hältst die Wach an unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; ja endlich nimmst du unfre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein und was sein Kummer sei; kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. —1676. wußt. kommt 1 dir, r Tür 1 Jahr, eu Gefahr Geduld Schuld schreit, erfreut e wein o klein, 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut: dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Lob und Dank. 13 Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der 358 6.— Hat er dich nicht 998 Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment: nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich f ein. Paul Gerhardt 1607—1676. 10. Sirach 50, ·55 9.— 1. Nun bm⸗ ket all und brin⸗ get Ehr, ihr Men⸗ schen in der — —6 U + 7—. 2 — 2—3— TTN . 4 Dι 4 ar Welt, dem, des⸗sen Lob der En⸗ gel Heer im Him⸗mel stets ver⸗meldt. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut; 3. der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; 4. der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Sünd vergibt und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land: er gebe Glück zu unserm Tun und Heil zu allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 1⁴ Lob und Dank. 8. 9. Solange dieses Leben währt, 6r drücke, wenn das Herze bricht, sei er stets unser Heil uns unsre Augen zu und bleib auch, wenn wir von der Erd und zeig uns drauf sein Angesicht abscheiden, unser Teil. dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt 1607—1676. 4 4 1——. D—— ———.—..—.—— +2.— 7 + H E— bir Let dieren.„ üren dien.—... q aüa B———— *— 1. Sollt ich meinem Gott nicht singen, sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in al ⸗len Dingen, wie so gut ers mit mir mein. x— + X— E ............. I I I IIIIII. 12222—8 en„Lee e.. S.eeee Ists doch nichts als lau⸗ter Lie⸗ben, das sein treu⸗es Her⸗ze regt, 1 SDIIEEEEEEEE ISSSEEEEEEEEE.— 2—— 0 das ohn En⸗de hebt und trägt, die in sei⸗nem Dienst sich ü⸗ben. ——— — 12 EII*.— DEEEEEE —.— WꝗCW..—.. 1——— 7 1— EIN Al⸗les Ding währt sei ⸗ ne Zeit, Got⸗tes Lieb in E⸗wig⸗keit. 2. 4. Wie ein Adler sein Gefieder Seinen Geist, den edlen Führer, über seine Jungen streckt, gibt er mir in seinem Wort, also hat auch hin und wieder daß er werde mein Regierer mich des Höchsten Arm gedeckt, durch die Welt zur Himmelspfort; alsobald von Mutterleibe, daß er mir mein Herz erfülle da er mir mein Wesen gab mit dem hellen Glaubenslicht, und das Leben, das ich hab das des Todes Reich zerbricht und noch diese Stunde treibe. und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. 5. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, Meiner Seele Wohlergehen nein, er gibt ihn für mich hin, hat er ja recht wohl bedacht; daß er mich vom ewgen Feuer will dem Leibe Not entstehen, durch sein teures Blut gewinn. nimmt ers gleichfalls wohl in acht. O du unergründter Brunnen, Wenn mein Können, mein Vermögen wie will doch mein schwacher Geist, nichts vermag, nichts helfen kann, ob er sich gleich hoch befleißt, kommt mein Gott und hebt mir an deine Tief ergründen können? sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Gottes Lieb in Ewigkeit. sein? mein. Lob und Dank. 6. 9. Himmel, Erd und ihre Heere Seine Strafen, seine Schläge, hat er mir zum Dienst bestellt. ob es mir auch bitter scheint, Wo ich nur mein Aug hinkehre, dennoch, wenn ichs recht erwäge, find ich, was mich nährt und hält: sind es Zeichen, daß mein Freund, Tier und Kräuter und Getreide; der mich liebet, mein gedenke in den Gründen, in der Höh, und mich von der schnöden Welt, in den Büschen, in der See, die uns hart gefangen hält, überall ist meine Weide. durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. 10. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen Das weiß ich fürwahr und lasse und ermuntert mein Gemüt, mirs nicht aus dem Sinne gehn: daß ich alle liebe Morgen Christenkreuz hat seine Maße Wärs neue Lieb und Güt. und muß endlich stillestehn. äre mein Gott nicht gewesen, Wenn der Winter ausgeschneiet, hätte nicht sein Angesicht tritt der schöne Sommer ein: mich geleitet, wär ich nicht also wird auch nach der Pein, aus so mancher Angst genesen. wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. 11. Wie ein Vater seinem Kinde Weil denn weder Ziel noch Ende niemals ganz sein Herz entzeucht, sich in Gottes Liebe findt, ob es gleich, verführt zur Sünde, ei so heb ich meine Hände von dem rechten Pfade weicht: zu dir, Vater, als dein Kind; also hält auch mein Verbrechen bitte, wollst mir Gnade geben, mir mein frommer Gott zugut, dich aus aller meiner Macht will mein Fehlen mit der Rut zu umfangen Tag und Nacht und nicht mit dem Schwerte rächen. hier in meinem ganzen Leben, Alles Ding währt seine Zeit, bis ich dich nach dieser Zeit Gottes Lieb in Ewigkeit. lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt 1607—-1676. 12. 1. Sam. 7, 12. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. ......... EERESII——.————— ———— 1. Bis hie⸗her hat mich Gott ge⸗bracht durch sei ⸗ ne gro⸗ ße bis hie⸗her hat er Tag und Nacht be⸗wahrt Herz und Ge⸗ —— + I 0 1. dmm den nt DSD EEE E EEEEEE Bis hie⸗ her hat er mich ge⸗leit't, bis hie⸗her hat er mich er ⸗freut, bis 10 her mir ge⸗ hol ⸗fen. 2. 8. Hab Lob und Ehre, Preis 5 Hilf fernerweit, mein treuster Hort, Dank hilf mir zu allen Stunden, für die 4 96 Treéue, Hilt mir an all und jedem Ort, ie du, o Gott, mir lebenslang hilf mir durch Jesu Wunden, bewiesen täglich neue; damit ich sag bis in den Tob: in mein Gedächtnis schreib ich an: Durch Christi Blut hilft mir mein Der Herr hat Großes mir getan, Gott, bis hieher mir geholfen. er hilft, wie er geholfen. Amilie Juliane von Schwarzburg⸗Rudolstadt 1637—1706. 13 * Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. ———— I—— EV 2————— 1. Sei Lob und Ehr dem höch-sten Gut, dem Va⸗ter al⸗ler dem Gott, der al ⸗le Wun⸗der tut, dem Gott, der mein Ge⸗ — 2— + —.— x————— sss Gü⸗ te, mit sei⸗nem rei⸗chen Trost er⸗füllt, dem Gott, der al ⸗len mü⸗ te L 7——— + + + + E— 2.—— K II————— Jam⸗mer stillt. Gebt un⸗serm Gott die Eh⸗re! 2. 4. Es danken dir die Himmelsheer, ach rief zum Herrn in meiner Not: o Herrscher aller Thronen: Ach Gott, vernimm mein Schreien! und die auf Erden, Luft und Meer Da half mein Helfer mir vom Tod in deinem Schatten wohnen, und ließ mir Trost gedeihen. die preisen deine Schöpfermacht, Drum dank, ach Gott, drum dank die alles also wohl bedacht. Nich dir; Gebt unserm Gott die Ehre! ach danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 3. 5. Was unser Gott geschaffen hat, Der Herr ist noch und nimmer nicht das will er auch erhalten, von seinem Volk geschieden; darüber will er früh und spat er bleibet ihre Zuversicht, mit seiner Gnade walten. ihr Segen, Heil und Frieden. In seinem ganzen Königreich Mit Mutterhänden leitet er ist alles recht und alles gleich. die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! Gebt unserm Gott die Ehre fen. ter Hort, nir mein Gott, 37—1706. —— l⸗ ler in Ge⸗ ner Not: Schreien! dom Tod en. im dank dir; tit mir, el mer nicht 3 . Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, 96 kommt, so hilft der Überfluß, er Schöpfer selbst und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die Ehre! Lob und Dank. 17 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen, bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schütz 1640—1690. —— EAE EII 1. Lo⸗be den Her⸗ren, den mäch⸗ti⸗gen Kö⸗nig der Eh⸗ren, mei⸗ne ge⸗ lie⸗be⸗ te See⸗ le, das ist mein Be⸗geh⸗ ren. ᷑ẽ˖RN Fs V + Nii R IIII I E; Kom⸗met zu⸗hauf, Psal⸗ter und Har⸗fe, wacht auf, las⸗set den — Lob ⸗ge⸗ sang hö⸗ ren! 2. Lobe den Herren, der alles so herr⸗ lich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt. Hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet: in wieviel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. O. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht; lob ihn in Ewigkeit! Amen. Joachim Neander 1650—1680. 2 2 2 Wun⸗der⸗ ba⸗ rer Dei ⸗ne Gna⸗den⸗strö⸗me Herr⸗scher von uns al ⸗len hast du lass⸗ sen flie-ßen, e Lüreur: deen men wunte 2ern an L S.—.— IZ. 2— —1 1 dir un⸗ ser wir schon dich Lob ge⸗fal ⸗len. oft ver⸗-lie ⸗ßen. Hilf uns noch, stärk uns doch; 4 — 1+·I — + 2— J II ——— 1— II laß die Zun Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Stärke, mehr als aller Menschen Werke. Großes Licht der Sonnen, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen Herren. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder. Was nur Odem holet, jauchze, preise, klinge, ge sin-gen, laß die Stim⸗me klin⸗gen. wirf dich in den Staub danieder. Er ist Gott Zebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig droben. 4. Hallelujah bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Hallelujah singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. Joachim Neander 1650—1680. — V —————.—....—— Hin innt penen nimn Eun din punn.—.— Hun vnn Frrörra 1. O so stimmt ich daß ich tau⸗send Zun⸗gen hät⸗te und ei⸗nen tau⸗send⸗ in die Wet⸗te vom al⸗ler⸗tief⸗sten chen Mund, Her⸗zens⸗grund 4 I — + vi i B L 2..— 2—.— II E + 14—* + Lob⸗lied nach dem an-dern an von danieder. iebet; ibet. 650—1680. — tau⸗send⸗ tief⸗sten Lob und Dank. —— 4 N + 7 —. .—.— II „5d:; I dem, was Gott an mir ge⸗ 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Laufe Hehen Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Goctes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Leib und Geist, für alles, mildester Berater, was deine Güte mir erweist, was du in deiner ganzen Welt zu meinem Nutzen hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todes⸗ schmerz von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit. tan. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, E heilig werter Gottesgeist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr, Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl gefuhrt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 14. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 13. Ich will von deiner Güte singen, solange sich die Zunge regt, ich will dir Freudenopfer bringen, solange sich mein Herz bewegt. Ja wenn der Mund wird kraftlos ein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin: da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Hallelujah vor. Johann Mentzer 1658—1734. 2* 5 —————————— 1 Lob und Dank. 17. Mel. Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) 1 N I—LI 12 1————4 +.— 2 I———3.3—...3— 1.——— E 2———— 1. Womit soll ich dich wohl lo⸗ben, mäch⸗ti⸗ger Herr Ze⸗ ba⸗oth? Sen⸗de mir da-zu von o⸗ben dei⸗nes Gei⸗stes Kraft, mein Gott; III * III II A +++ — —3..— denn ich kann mit nichts er⸗rei⸗chen dei⸗ne Gnad und Lie⸗bes⸗ zeichen. * + E— 1 +*.—.— II + IJIi— + 2——4— + Le..—— 2——— 2———6— A 1———— 2 Tau⸗send⸗, tau⸗send⸗mal sei dir, gro⸗ßer Kö⸗nig, Dank da⸗für. 2. daß man soll aus deinen Werken Herr, entzünde mein Gemüte, deine Güt und Allmacht merken. daß ich deine Wundermacht, Tausend⸗, tausendmal sei dir, deine Gnade, Treu und Güte großer König, Dank dafür. stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 6. Wie du setzest jedem Dinge Zeit und Maß, Gewicht und Ziel, damit keinem zu geringe so hab ah aup noch 5 Weiß ö o hab ich auf tausen eisen Denk ich, wie ich dich verlassen, deine Weisheit auch zu preisen. 19 W dcht uh vor Scham erblasen Tausend⸗, tausendmal sei dir, vor der Langmut und Geduld, großer König, Dank dajür. womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Erbarmen. Tausend⸗, kausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 4. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 8. Wie ein Vater nimmt und gibet, wie es Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, 5. Herr mein Gott, zu jeder Frift Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit und dich meiner angenommen, sind vor deinem Angesicht; wenns aufs höchste war gekommen. du, du trittst hervor in Klarheit, Tausend⸗, tausendmal sei dir, in Gerechtigkeit, Gericht, großer König, Dank dafür. rSsnesSs —4E 53e3‚e9‚e„‚e‚ rben.) ba⸗oth? nein Gott; — ⸗ zeichen. ige ind Ziel, viel, Weisen preisen. i dir, ür. nit Leiden tt, zu mir, ten, langen hangen. dir, 9. Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Tälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; schien auch alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 10. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, Lob und Dank. großer König, Dank dafür. 11. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 12 Tausendmal sei dir gesungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 18. Psalm 146. 94 4ů—————.—— QD.V 4—.— X—— +—+ LI + H+ IC— * 1. Lo⸗be den Her⸗ren, o mei ⸗ne See⸗le, ich will ihn lo ⸗ ben Weil ich noch Stunden auf Er-den zäh ⸗le, will ich lob⸗sin ⸗ gen ——— N 1— 2 ND 2—+————8—— III— E.. I— +—2.—...—...—— 4——— I— 2F 9ꝗ9——..— 2...—... 2...— 1 1+ —⁷ 1— II 1— 2 D—CZ —— 2 4———7 L L bis zum Tod. mei⸗nem Gott. Der Leib und Seel ge⸗ge⸗ ben hat, wer⸗de ge⸗ den. on.—4.—— Enaidnt F., e ..............—. —.—— 2 3—— E prie⸗sen früh und spat. Hal⸗le⸗ 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub, ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Halleluiah, Hallelujah. lu⸗ jah, Hal⸗le ⸗lu⸗jah. 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist, der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ Wer diesen Herrn zum Beistand hat. findet am besten Rat und Tat. Hallelujah, Hallelujah. 22 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden und was darinnen ist gemacht; alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Hallelujah, Hallelujah. 5 Zeigen sich welche, die unrecht leiden: er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis be⸗ scheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft: die hart Gebundnen macht er frei, und seine Gnad ist mancherlei. Hallelujah, Hallelujah. 6 5 Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt, die tiefgebeuget gehn; wo er kann einige Fromme finden, Lob und Dank. die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. Hallelujah, Hallelujah. 7 Aber der Gottesvergeßnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Hallelujah, Hallelujah. 8 Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder tut! Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut! Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist! Hallelujah, Hallelujah. Johann Daniel Herrnschmidt 1675—1723. 19. Mel. Wunderbarer König. —04 +4 J.V I 1. + LI———— E + + + 2— 1 424 1 Ea—.———— 2— IJ +I + 2— I I 1 1.————... 2.— 1. Un⸗ um⸗schränk⸗se Lie ⸗be, gön⸗ne daß sie in die Strah-len blö⸗den Au⸗gen, E dei⸗ner Lang⸗mut blik⸗ ken, — 1— 4 —— 1..— 4 I PP.P‚IP.PIII.IIIIIII .——— 31.—— 2. die sonst kaum auf Er-⸗den tau die den Erd⸗kreis wär⸗mend schmük⸗ken und zu⸗gleich freu⸗den⸗reich 4 44 .—.— 2— 01f. ri. Inn Mernr. „ ni ꝙ— 2—— tEEAA — en ö ö F 2— 2.—— ö—l Bö⸗sen und den Dei-nen wie die Son⸗ne schei⸗nen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete Was wir davon denken, 2... 2.—&. GKKHA⁰ ꝗ ...... ist ein Schauplatz deiner Güte: deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel. was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen? hn. nden Trutz, t er Schutz. n Tritte d zurück, rte Schritte u Strick. lich; ts für dich. den hohen Namen *tut! ife Amen hem Mut! und preist lgen Geist! 1675—1723. ennen. n, Lob u 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dräuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, obwohl doch immer noch neue Schuld sich reget, wenn dein Zorn sich leget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen wer zu deinen Füßen sich mit Tränen senket, nd Dank. 23 dem wirdStraf undSchuld geschenket. Unser Schmerz ö rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. IWüönte. sei Aevriei König, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest; deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 20. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 4 ——— e e— + 7— ——.— D.‚‚.———2 H—.—.— 2—.— 6— Minnef Sitet uen. n——— —5.——.———.—————.— 20 1. Gro⸗ßer Gott, wir fal⸗len nie⸗der. Zwar du be⸗darfst nicht uns⸗re Dir zum Lob sind wir ge ⸗bo⸗ren, so teur er⸗kauft, so hoch er⸗ ..—„ ESII..——.— n. 2—.——— 3..——— SDSDSDIDISISPSPISPIPISII..... ů 0——.. Lieder: uns ziemt und nützt dein Lob so sehr. ö — 9— l==be ko⸗ren. O Se-lig⸗keit, dir ge⸗ben Ehr! Zu deienem Lo⸗be 3—.— 1=11——— 2—3 1—.—..— 1. ——.——— in I e ———.D‚——— IRRE—.— in 5..—.— 2 L— II——* + nur ist al ⸗le Kre⸗a⸗tur. Sel⸗ges We⸗sen, zu dir wir nahn und —.— 12———.———— ꝗ 1 rin. r 2—.— ö—— 1—— 2—— 2 2 uunn den a. 2——— be ⸗ ten an; in Geist und Wahr⸗ heit seis ge⸗ tan. Ihr Seligsein bist du; 2. Tag und Nacht mit Ehrfurcht dienen dir jauchzet alles zu. dir Seraphim und Cherubinen, der Engel Scharen ohne Zahl. Alle Geister, die dich kennen, dich heilig, heilig, heilig nennen: sie fallen nieder allzumal. Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! 24 3. Drohen knien vor deinem Throne die Altesten mit goldner Krone, der Erstgebornen selge Schar samt den unzählbaren Frommen, die durch den Sohn zu dir gekommen; sie bringen ihre Psalmen dar: Macht, Weisheit, Herrlichkeit, Preis, Dank in Ewigkeit! Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! 4. Alle preisen deine Werke, die Weisheit, Liebe, Huld und Stärke, die über alles Denken geht. Treue, Langmut, Licht und Segen ist, Herr, in allen deinen Wegen, kein Lob ist, das dich gnug erhöht; Lob und Dank. doch ist es eingeprägt in alles, was sich regt. Amen! Amen! Auch wir sind dein und stimmen ein: Du, Gott, bist unser Gott allein! 5. Komm, in uns dich zu verklären, daß es, ganz von dir erfüllet und durch dein Nahesein gestillet, Dich, unser höchstes Gut, erhebe Geist und Mut. Amen! Amen! Im Freudenschein, in Leid und Pein bleibst du, Gott, unser Gott allein. Nach Gerhard Tersteegen 1697—1769. 21. Psalm 139. —0 4 HH— 2 3 1+. 4 1 T——— 2 121— 1. Gott ist mein Lied: er ist der Gott der Stär⸗ ——.———————— EEEEEEAAEEEE..I.II L— 1 + 1—— L—3 ke, Herr ist sein Nam, und + groß sind sei ne Wer ⸗ke, ———— H .........III. 2. 1— I.—3 II und al ⸗ le Him⸗mel sein e ⸗biet. 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. sind ewig vor ihm 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten: Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere Heer ffenbar. daß wir dich würdiglich verehren. Nimm unser Herz zum Heiligtum, zerfließ in deiner Gottheit Ruhm. allein! erklären, verehren. heiligtum, illet gestillet, it Ruhm. tt allein. 97—1769. Stär⸗ 2 ke, in ewgen rgleich? 3, er Werke x. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nach⸗ mals tue, und er erforschet mich und dich. 7 Er ist dir nah, du sitzest oder gehest, ob du ans Messt ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 2. Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. Lob und Dank. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, sen, du hast werden las verkündigt seinos Schöpfers Macht. 12. Der kleine Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und.— Uge 1— Tal hr seid sein Loblied dnd sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769 22. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. — H*5— 4 4— 1— 1* ILI—— + 2 1 2.1——— 2—..—. 1 1. Wenn ich, o Schöp⸗fer, dei ⸗ne Macht, die Weis⸗heit dei⸗ ner die Lie⸗be, die für al ⸗le wacht, an⸗be⸗tend. ü⸗ber⸗ —— Aderr. sKertrrirn inu. en e ser;e II—ü‚———. I 2— 1 CEI.—— — II.—.5 7 1..— 1 ** We⸗ge, le⸗ ge so weiß ich, von Be⸗wun⸗drung voll, nicht, wie ich dich er⸗ +. L 1— 1 I 2 2. 2— TP.N * 1——— 1— 2——.ꝛ—* N I.— I.—.4.—— 2+..— I e⸗ben soll, mein Gott, mein Herr und Va ⸗ ter. 26 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke: der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Lob und Dank. Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott ge⸗ macht; bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet, der Mensch, ein Geist, den sein Verstand dich zu erkennen leitet: der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern: wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 23. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. —04 4 4 — + I.— 2— +* 1 4 —*.— I..— 2 +. 1 E— 7———.— 2—— ** 1. Wie groß ist des All-mächt⸗gen Gü ⸗te! Ist der mit ver⸗ här ⸗ te ⸗ tem Ge⸗ mü⸗ te den 4+— 2—. Er- 2— ö—— E—— 2.— E 7 4 1 ...— I ul—3.—...23—.J —.—— 1.— + der ein Mensch, den sie nicht rührt, Dank er ⸗stickt, der ihm ge⸗ bührt? Nein, sei⸗ne Lie⸗be zu er⸗ E.— ——2——*— ————..——— ů ö 46 2 mes⸗sen sei e⸗ wig mei⸗ne größ⸗te Pflicht: der Herr hat =—————————— 2—.——. N .*——2... S......— +.——.—4 23— —* 1— EFE————i.—.— + Univ.-Sidl. On Giess An: 2. Wer hat mich wunderbar bereitet Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du 0. selig sein. Und diesen Gott soltt ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Lob und Dank. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein wie er; je mehr ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein: sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. S. II. Kirchliche Zeiten. 1. Sonntag. 24. Mel. Valet will ich dir geben 9 4.— E 5— EE DRDDDDDDe EEEEE 2—* Laß mich dein sein und blei⸗ben, du treu⸗er Gott und Herr; von dir laß mich nichts trei⸗ben, halt mich bei dei⸗ ner Lehr. —— D—— 2 2.25 JZ.—— + 1 I—.— E—— C————.— +—.— I I 1 I 1. 1.—— I—. 1 ——————— Herr, laß mich nur nicht wan⸗ken, gib mir Be⸗stän ⸗dig⸗ 1—. 1—.— 1I4— H 11——— 2 3‚.3‚.. D.—— FF EX— II keit; da ⸗ für will ich dir dan⸗ken in al⸗ E⸗wig ⸗keit. Nikolaus Selnecker 1530—1592. 3 1— .— L H. eanrmn nirnarr. —— 0— 55• SS..... i⸗— 1. Herr Je⸗su Christ, dich zu uns wend, dein heil⸗gen Geist du 1.— —eeeEE== L*—. 2 E H— I 1 .—.—.—1—. + 1 I— 1 zu uns send, mit Hilf und Gnad er uns re⸗ gier und — —2+1 ——..—— uns den Weg zur Wahr⸗heit führ .+709 SII H ¹ IIAA 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Ver⸗ Sonntag. 29 Heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht 4. stand, Ehr sei dem Vater und dem Sohn L daß uns dein Nam werd wohlbe⸗ dem heilgen Geist in einem Thron, kannt; der heiligen Dreifaltigkeit 3. sei Lob und Preis in Ewigkeit. bis wir singen mit Gottes Heer: 1651. 26. Psalm 100. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. H 4 4 +— +...—— +— ͤ2.—— EETT 2 —S+— 2+— ZA—— 2... I I LCIV. 383.——.——.— 8— 1— + 124 —. 1———— 1 2— 2· 1. Nun jauchzt dem Her⸗ren, al ⸗le Welt! Kommt her, zu sei⸗nem EE 2—3— 1— 4 en — ů—— FEEETTT.— +J. + MI.. + 12— 22.— I— 2.——— 1 Dienst euch stellt, kommt mit Froh⸗lok⸗ken, säu ⸗met nicht, kommt vor sein hei⸗lig An⸗ge⸗sicht. 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst: 8 9— Bna ein jeder Mensch sein Leben hat. 3 Er hat uns ferner wohl bedacht und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit zu führen stets auf gute Weid. 4 Die ihr nun wollet bei ihm sein, kommt, geht zu seinen Toren ein mit Loben durch der Psalmen Klang, zu seinem Vorhof mit Gesang. 5. Erhebet Gott, lobsinget ihm, lobsinget ihm mit hoher Stimm, lobsingt und lobet allesamt: Gott loben, das ist unser Amt. 6. Er ist voll Güt und Freundlichkeit, voll Treu und Lieb zu jeder Zeit: sein Gnade währet dort und hier und seine Wahrheit für und für. 7. Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein einger Sohn, samt Gott dem werten heilgen Geist sei nun und immerdar gepreist. (Nach Kornelius Becker 1561—1604.) David Denicke 1603—1680. 27. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 9 A 1— D.V + + 1 L. EE 1——— E+ 1— 1 2.——3— 2—.——.— CIN 1 2=2.22— 1 23—2 2.— + ISE + I H..— 1 + L E L—— I 1. Gott⸗lob, der Sonn⸗tag kommt her⸗bei, die Wo ⸗ che Sonntag. I +—ZI IZI—E—E + 4 2 Mrn Hen 2.——.——.———— .— 2— 2—— 2—.— 3— 142.— EE 4. 12 23— 2—..—— — 2 wird nun wie⸗ der neu; heut hat mein Gott das Licht ge⸗ —2——— N ———.—.——.—— . 2—— 2—. 2— 1 1 2— 4.—.—— 2—.—.—————. . macht, mein Heil hat mir das Le⸗ben bracht. Hal ⸗le⸗lu ⸗jah. 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstanden ist und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Hallelujah. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind Hallelujah. 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Himmels⸗Ehrenpfort, laß mich hier leben heiliglich und dir lobsingen ewiglich. Hallelujah. Johann Olearius 1611—1684. 28. Mel. Herr 1 [Oder: Mel. Erha u Christ, dich zu uns wend. t uns, Herr, bei deinem Wort. 9— 4 EV—.— EDS..e...... EHFHEEEEE——..——— —++ 2. v.———— 1. Herr, öff⸗ne mir die Herzenstür, zeuch durch dein Wort mein Herz zu 5 5 1.—— 1.— E.————.———— PPIII.III.I... —.W——4.4—..———1 dir, laß mich dein Wort be⸗wah⸗ren rein, laß mich dein Kind und Er⸗be sein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund, dein Wort ist, das mein Herz erfreut, dein Wort gibt Trost und Seligkeit. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Johann Olearius 1611—1684. — 4 4— ——— + IIE EL—. H+ I — 2— 2— 2 H.— Ear!——.—.— I I DTdün n de. im. — 99+——————.— I.— 1 1. Lieb⸗ster Je⸗su, wir sind hier, dich und dein Wort an⸗zu⸗hö⸗ren: len ⸗ke Sin⸗nen und Be⸗gier auf die sü⸗ ßen Himmelsleh⸗ren, 684. 384. Sonntag. +— —.—— 1 + IE——.—.— SSSS IIIIIIIIIII +— 2.. +— daß die Her⸗zen von der Er⸗den ganz zu dir ge ⸗zo⸗gen wer⸗den. 2. 3. Unser Wissen und Verstand O du Glanz der Herrlichkeit, ist mit Finsternis umhüllet, Licht vom Licht aus Gott geboren, wo nicht deines Geistes Hand mach uns allesamt bereit, uns mit hellem Licht erfüllet; öffne Herzen, Mund und Ohren; Gutes denken, tun und dichten unser Bitten, Flehn und Singen mußt du selbst in uns verrichten. laß, Herr Jesu, wohlgelingen. Tobias Clausnitzer 1618-1684 30. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. —— 4——— E—— D—7————..———— 250 ISSSSSS.. EEEE 9—*——— 2.——..— 1... Un⸗sern Ausgang seg⸗ne Gott, un⸗sern Ein⸗gang glei⸗cher⸗ma⸗ßen, seg ne un⸗ser täg⸗lich Brot, seg ne un ⸗ser Tun und Las⸗sen, ——.— — 2 ILI—— N E n i .‚.I— 2—3—.—. un 2 seg⸗ne uns mit sel⸗gem Sterben und mach uns zu Him⸗mels⸗er⸗ben. Hartmann Schenk 1634—1681 31. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. +——.— EN— ů 2—.——— ů nn— E 9 S——.—.—2————.——— EH 2— 8 22—.— 1. Höch-ster Gott, wir dan ⸗ken dir, daß du uns dein Gib uns Gna⸗ de, daß auch wir nach dem⸗ sel ⸗ ben — —— I— E 22 7———— ö—. ⁰ 2——..—.— 4 ö—.—5 2— 3.—1 7 2..— 2 12— L L—— Wort und den Glau⸗ben 32 Sonntag. 2. Unser Gott und Vater du, der uns lehret, was wir sollen, schenk uns deine Gnad dazu, gib zum Wissen uns das Wollen, laß uns ferner noch gelingen auch zum Wollen das Vollbringen. ö 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus, deinen väterlichen Segen. Breite deine Hände aus, leite uns auf deinen Wegen. Laß uns hier im Segen gehen, dort gesegnet auferstehen. Johann Adam Haßlocher 1645—1726. 32. Mel. Gott des Himmels und der Erden. +* Ul + EVU— 2— LI E— —— * 1. Gro⸗ßer Gott von des⸗sen Treu auf — al⸗ten Zei⸗ al⸗len Sei⸗ ten, des⸗sen Hand die Welt re⸗giert, ten mich von Ju⸗gend auf ge⸗führt, — +*— ꝑDDiꝑDIDꝑ‚D‚I‚D‚‚‚ttTTITITITIT. L — heu⸗te weckt des 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt, wenn er betet, wenn er singt, daß es durch die Wolken dringt. Ta⸗ges Lauf mich zu lau⸗ ter An⸗dacht auf. 4. Was ist schöner als Gott dienen? Was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Reumann 1648—1715. 33. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. — * 1. Be⸗schwer⸗tes Herz, leg ab die Sor⸗gen, er ⸗-he⸗ be dich, ge⸗ es kommt der an⸗ge⸗neh-me Mor⸗gen, da Gott zu ru⸗ hen ——— 1 IEREE beug ⸗tes Haupt: uns er ⸗laubt. Die Ru⸗ he hat er vor⸗ge⸗schrie-ben und EE“) haus, Sonntag. ⸗ ben, zu sei ⸗ nem Dienst sei gern 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne, dein irdisch Werk muß ferne stehn; du sollst zu höherem Gewinne in deines Gottes Tempel gehn, ihm zu erfüllen deine Pflichten, froh zu vermehren seinen Ruhm, in tiefster Demut zu verrichten dein geistlich Werk und Priestertum. 3. So bin ich, Gott, vor dir erschienen und fleh um deines Geistes Kraft. Wie kann ich dir wohl würdig dienen, wenn er nicht in mir wirkt undschafft? Wie soll ich freudig vor dich treten, wenn er nicht stillt der Sünden Schmerz? Wie kann ich gläubig zu dir beten, wenn er nicht stärkt mein blödes Herz? 4..—— 25 1—. + 1— 2 2—* 1—.—*—. — +—E 1—2— 1* 2..— + + ———...—— ꝛ—. u *— II selbst den Ru⸗ he⸗ tag ge⸗weiht; auf, auf, des Herrn Ge⸗bot zu EEEEE E r. Wun 1————— EE——— 2 2— u be ⸗ reit. 4. Kann meines Herzens Harfe klingen, wenn sie dein Finger nicht berührt? Kannich zu dir empormichschwingen, wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, in mir verzehrt die Lust der Erden und mich belebt für jene Welt? O. Erkauft hat Jesus mich so teuer, zu seinem Tempel mich geweiht: hier sei dein Herd, hier sei dein Feuer, die Fülle deiner Herrlichkeit; vollführe, was du angefangen, neig auch zu mir dein Angesicht, dann ist der Seele aufgegangen des Sabbaths rechtes Freudenlicht. Nach Christoph Wegleiter 1659—1706. 34. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Q N— N HH—— 1 +—— I 4 4 I— +. 2— +. +—— IETE 2 2— I. 2 LZ + 2 + 1 LX E——— 1.— 1— 1 1. Licht vom Licht, er ⸗leuch ⸗te mich bei dem neu ⸗en Gna⸗ den ⸗son ⸗ ne, stel ⸗le dich vor mein mun⸗tres 1 5— —. 2—25.—— IE +2 + + 2 2— 1 L. 1 ED + +. + 1— 2* 1 r D DIE 2 Ta ⸗ ges ⸗ lich ⸗ te; ö ů An⸗ge⸗sich=te, woh ⸗ne mir mit Glan⸗ ze bei, Sonntag. 2. mit des Geistes Flügeln schwingen; Brunnquell aller Süßigkeit, gib mir einen Vorschmack ein, laß mir deine Ströme fließen, wie es mag im Himmel sein. mache Euad und Herz bereit, deiner Gnade zu genießen. Streu das Wort mit Segen ein, Iwen ant alen Eilckreitent laß es sein. Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, 5. Zünde selbst das Opfer an, nichts sonst wollen, nichts sonst tun, das auf meinen Lippen lieget, als in deiner Liebe ruhn. sei mir Weisheit, Licht und Bahn, 6. daß kein Irrtum mich betrüget und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. Du bist mehr als Salomon: laß mich deine Weisheit hören; ich will deinen Gnadenthron 4. mit gebeugten Knieen ehren, Laß mich heut und allezeit bis mir deine Sonne lacht heilig, heilig, heilig! singen und den schönsten Sonntag macht. und mich in die Ewigkeit Bensamin Schmolck 1672—1737. 35. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. 94 4 sdti nternir t w d r 5 e L. n Frit n Haenen Finr. Hs iem. E Eenn H 8—.— e H —7— 1. Tut mir auf die schö⸗ne Pfor⸗te, füh⸗ret mich in Zi⸗ on ein! Ach wie wird an die⸗sem Or⸗te mei⸗ne See⸗le fröh⸗lich sein: Ul ᷣͤäIIARITIRI‚ITITI‚ITTTTITITTITI.TIITITTTIT..T.. —— 7—. + LI——— H ., d, v hier ist Got⸗tes An⸗ ge ⸗sicht, hier ist lau-ter Trost und Licht. 2 Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier; zeuch doch in mein Herz hinein, Stärk in mir den schwachen Glauben, laß es deinen sein. laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben; Laß in Furcht mich vor dich treten, halte mir dein Wort stets für, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gebeihn. 5 heilge du Leib, Seel und Geist, daß es mir zum Leitstern dient daß mein Singen und mein Beten und zum Trost im Herzen grünt. ein gefällig Opfer heißt. 6. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, Rede, Herr, so will ich hören, zeuch das Herze ganz empor. und dein Wille werd erfüllt; 4. nichts laß meine Andacht stören, Mache mich zum guten Lande, wenn der Brunn des Lebens quillt. wenn dein Samkorn auf mich fällt; Speise mich mit Himmelsbrot, gib mir Licht in dem Verstande, tröste mich in aller Not. Offn. daß Lasse chwingen; ein, ein. sonst tun, on: hören; ron ren, t ag macht. 37²2—1737. — n ein! ch sein: Licht. stellt, 5 eihn. Glauben, nir rauben; 5 für, dient 1 grünt. 7. Offne mir die grünen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann. Lasse mir dein Manna tauen, 3 Sonntag zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammertal, Herr, zu deinem Ehrensaal. Benjamin Schmolck 1672—1787. 6. Mel. Wunderbarer König. ——— SS.II... TTITITITTITIT —— e d dn., 7 2———— 2——————.—— 2 1 1. Gott ist ge⸗gen⸗-wär⸗tig! Las⸗set uns an ⸗be⸗ ten Gott ist in der Mit⸗ten! Al⸗les in uns schwei⸗ge ——.— 13——ꝛßꝛ— . ————— ‚‚‚‚— 1+.—.— +.——— 1.— I 1 —* und in Ehr⸗furcht vor ihn tre⸗ ten. ö‚ und sich in ⸗nigst vor ihm beu⸗ ge. Wer ihn kennt, wer ihn nennt: —.—.— II ö PF F— IRI‚S/SDPDSSDꝑiꝑiꝑ‚ꝑ'ꝑqꝑ‚i‚Ei.Eꝑ schlagt die Au⸗ gen 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen. Heilig, heilig, heilig! singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und Freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, dir zum Eigentum ergeben: du allein sollst es sein, unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allem. 5. Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stillehalten: laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 6 9. Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag im Geist und Wahrheit. Laß mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 3* 36 7. Herr, komm in mir wohnen, laß mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden: komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, Sonntag. daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 37. Mel. Gott des Himmels und der Erden. T ttP;.. E= I—— 1 J. +SI. LII 2—..—. b + E—L + 3..‚‚.IJ‚.— —— 12 2—.. 1— 1. Hal⸗le ⸗-lu⸗jah, schöner Mor⸗gen, schö⸗ner als man den⸗ken mag! 5 Heu⸗te fühl ich kei⸗ne Sor⸗gen, denn das ist ein lie⸗ber Tag, LLI + S II....e......: e e n, I 2 27 H he— L= 2— 1— der durch sei⸗ ne Lieb⸗-lich⸗keit recht das In⸗ner⸗ste er⸗freut. 2 Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunkeln Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit: du vertreibst mir alles Leid. 3. Ach wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au; da hat wohl die Morgenstund edlen Schatz und Gold im Mund. 4 Ruht nur, meine Weltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Heut schickt keine Arbeit sich als nur Gotteswerk für mich. 5 Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 6 2. Herr, ermuntre meine Sinnen und bereite selbst die Brust; laß mich Lehr und Trost gewinnen, gib zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall recht tief in mein Herze fall. 7 Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund; mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier bet't und singt, solches in dein Herze dringt. 8. Gib, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist; segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sabbaths bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbath halten mag. Jonathan Krause 1701—1762. 38. Mel. Schmäcke dich, o liebe Seele. 22— 2 e.——— SS E.............—. S—..—. 2———— 1. Zei⸗ge dich uns oh⸗n daß an die⸗sem Got⸗tes⸗ ta ⸗ ge e Hül⸗le, ström auf uns der Gna⸗de un⸗ ser Herz der Welt ent⸗ unauf 2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lasten würden unsre Seelen, unser Wille sanft wie diese Sabbathstille! Daß von fern aus deinen Höhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Selgen dann verkläret, wenn der Sabbath ewig währet! 3 Was ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Krone? Was ich übexm Grab einst höre, sinds nicht ÜUberwinderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Psalmen. Herr, du selber wollst mich weihen diesem Sabbath deiner Treuen. 4. Decke meiner Blöße Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Mahls ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. 39. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 79———— .V E 1.— 1 1 1— eibien e i=e eri, e enHinmo i een d e * a 1. Das ist ei ⸗ne sel⸗ge Stun⸗de, Je⸗su, da man dein ge-denkt und das Herz von Herzens⸗-grun⸗de tief in dei⸗ ne Wun⸗den senkt. 1— ̃ 4..——. ——%ü— + 1 ITE EL 1 12441* +2 2+—.— 1 —...— I 1..—..— 1 — 22—.—— Wahr⸗lich, nichts als Je⸗sum ken⸗nen, Je⸗sum su⸗chen, fin⸗den, nen⸗nen, E H FEE H — 2 2— = SPSPDSI PIIIII IITIPIITITITII IIII 1— 7 1:— 2*— 4—1—— +— I das er⸗fül⸗let uns⸗re Zeit 2. Jesu, deine Gnadenquelle fließt so gern ins Herz hinein; deine Sonne scheinet helle, denn du willst genossen sein. Und bei aller Segensfülle ist dein Wunsch und ernster Wille, daß man, weil dein Brünnlein voll, unaufhörlich schöpfen soll. mit der höch⸗sten Se⸗lig⸗keit. 3. Nun so laß auch diese Stunde dein Gedächtnis in uns sein; in dem Herzen, in dem Munde leb und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen: wie Maria still gesessen, da sie deinen Mund gehört, also mach uns eingekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725—1761. ö SI.... Advent. 40. SOIIEEEEEE ——.—..2 ͤ— Je ⸗ho⸗-vah! Je⸗- ho⸗vah! Je- ho⸗vah, dei⸗-nem Na⸗men sei .— — 1— 2— E ꝗ—————.—————.—2———— 2— 2——. 2 m M 2— 1 — 1—..— 2—.—1—— Eh ⸗re, Macht und Ruhm! A⸗-men, A⸗men! Bis einst der 6 IISSSI..... Tem⸗pel die⸗ser Welt auf dein Wort in Staub zer⸗fällt, soll in — . a e, e e. ni i Hæ vin,VFi,. ——————=.— un⸗ sern Hal ⸗-len das Hei⸗ lig! Hei⸗lig! Hei ⸗lig! er⸗ — ö— ö 2, En nn. n. E d Enen enEeren. n Etel E .— a d—— schal-len. Hal ⸗le⸗lu⸗ jah! Hal⸗le ⸗lu⸗jah! Gottlieb Konrad Pfeffel 1736— 1809. — 2. Advent. 41. E——— 159— 4— 43 4 4 4 4 SSSSIIIII E EV + 1 2——.2 E— 1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit: es kommt der ———— 4 ——————————.— 2—.. 2— SP. S SI II IIIIIIIIIII Herr der Herr-lich-keit, ein—8 al ⸗ ler Kö ⸗ nig⸗ ö*— ——— 996575———— E——883 reich, ein Hei-land al⸗ ler Welt zu=gleich, der Heil und J— ann E. 5„— e.- Bed Brnm 2——. ——3——...—3———. ——.——————.—— Le⸗ ben mit sich bringt; der-hal⸗ben jauchzt, mit Freu ⸗ den singt 4 —. singt: Ge⸗lo ⸗bet sei mein Gott, mein Schöp⸗fer reich von Rat! oder: Q + 4 +——————— —————— 1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit: es kommt der Herr der 1— ..——.... I —.——— rin dar Mune. Hutr I——————— E—— Herr⸗lich⸗keit, ein Kö⸗nig al ⸗ler Kö⸗nig⸗reich, ein Hei-land al⸗ler — — 7———...——— ....... P 7— , e, — Welt zu⸗gleich, der Heil und Le⸗ben mit sich bringt; der⸗hal⸗ben jauchzt, mit er⸗ 4 — 2 1 LI—2—————I——— 4—— —————0————— öSPIPIPIPIPI.. ——— Freu⸗den singt: Ge⸗lo⸗ bet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat! 2. 4. — 1809. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Macht hoch die Tür, die Tor Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, macht weit! sein Königskron ist Heiligkeit, Eur Herz zum Tempel zubereit't; sein Zepter ist Barmherzigkeit; die Zweiglein der Gottseligkeit all unsre Not zum End er bringt, steckt auf mit Andacht, Lust und Freud, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: so kommt der König auch zu euch, Gelobet sei mein Gott, ja Heil und Leben mit zugleich. mein Heiland groß von Tat! Gelobet sei mein Gott, 3. voll Rat, voll Tat, voll Gnad! O wohl dem Land, o wohl der Stadt, 5. so diesen König bei sich hat! Komm, o mein Heiland Jesu Christ, Wohl allen Herzen insgemein, meins Herzens Tür dir offen ist; da dieser König ziehet ein! ach zeuch mit deiner Gnaden ein, Er ist die rechte Freudensonn, deinFreundlichkeit auch uns erschein, bringt mit sich lauter Freud und dein heilger Geist uns führ und leit Wonn. den Weg zur ewgen Seligkeit. Gelobet sei mein Gott, Dem Namen dein, o Herr, mein Tröster früh und spat! sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel 1590 1635. 42. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. N— 1—.— 4.— E Hun, if 2— FPE ö——....— dn Bon. Len e e. rrr e em e—— 12 40 ö 2+2—— + 1 I I EHAN S und der Sün⸗der Trost und Rat zu uns her ge ⸗ sen-det hat. 2. 6. Was der alten Väter Schar Und gleichwie dein Kommen war, höchster Wunsch und Sehnen war, voller Sanftmut ohn Gefahr, und was sie geprophezeit, also sei auch jederzeit ist erfüllt in Herrlichkeit. deine Sanftmut mir bereit. — ——— + EEEEE 3. 7. Jalob Hilf und Abrams Lohn, Tröste, tröste meinen Sinn, Jakobs Heil, der Jungfraun Sohn, weil ich schwach und blöde bin, der wohl zweigestammte Held und des Satans schlaue List hat sich treulich eingestellt. sich zu hoch für mich vermißt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich aller Angsten frei dir im Glauben um und an selig bleibe zugetan; 9. daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held 1620—1659. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von aller Sündenlust. 0 2— FF ———————— .............. 1. Kommst du, kommst du, Licht der Hei-den? Ja, du kommst und U— —— DS SS. ‚.—— . veee I;—— 2—— säu⸗mest nicht, weil du weißt, was uns ge⸗bricht, o du star⸗ker ——.— 1 ——— +JJ———4 I E Trost im Leiden, Je⸗su, meines Herzens Tür steht dir of⸗fen, komm zu mir. 7 3. Ja, du bist bereits zugegen, Adle mich durch deine Liebe, du Weltheiland, Jungfraunsohn; Jesu, nimm mein Flehen hin, meine Sinne spüren schon chaffe, daß mein Geist und Sinn deinen gnadenvollen Segen, sich in deinem Lieben übe; deines Geistes Wunderkraft, sonst zu lieben dich, mein Licht, welche Frucht und Leben schafft. steht in meinen Kräften nicht. 1659. inn Advent. 4¹ 4. 5. Jesu, rege mein Gemüte, Laß durch deines Geistes Gaben, Jesu, öffne mir den Mund, Liebe, Glauben und Geduld, daß dich meines Herzens Grund durch Bereuung meiner Schuld innig preise für die Güte, mich zu dir sein hoch erhaben; die du mir, o Seelengast, dann so will ich für und für lebenslang erwiesen hast. Hosianna singen dir. Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 44. Mel. Aus meines Herzens Grunde. N—— —14 E* 2—— 1. Lül +. +24 SI— EEE 1. Nun jauchzet all, ihr From⸗men, zu die⸗ ser Gna⸗den⸗zeit, weil un⸗ser Heil ist kom⸗men, der Herr der Herr⸗lich⸗keit; — DDDeeeeeee II..————— DSSSSESESEEEEEEEEEEE.— ——— I—..— 1— 1 zwar oh- ne stol⸗-ze Pracht, doch mäch⸗tig, zu ver⸗ hee⸗ ren und 4.— 4+.—5— + LI—0 1 4 SSS— gänz⸗lich zu zer⸗ stö ⸗ren des Teu⸗fels Reich und Macht. 2. 4. Kein Zepter, keine Krone Ihr Armen und Elenden sucht er auf dieser Welt: in dieser bösen Zeit, im hohen Himmelsthrone die ihr an allen Enden ist ihm sein Reich bestellt. müßt haben Angst und Leid, Er will hie seine Macht seid dennoch wohlgemut, und Majestät verhüllen, laßt eure Lieder klingen, bis er des Vaters Willen dem Könige zu singen, im Leiden hat vollbracht. der ist eur 2555 Gut. Ihr Mächtigen auf Erden, Er wird nun bald erscheinen nehmt diesen König an, in seiner Herrlichkeit, wollt ihr beraten werden der all eur Klag und Weinen und gehn die rechte Bahn, verwandeln wird in Freud. die zu dem Himmel führt. Er ists, der helfen kann: Sonst, wo ihr ihn verachtet halt't eure Lampen fertig und nur nach Hoheit trachtet, und seid stets sein gewärtig; des Höchsten Zorn euch rührt. er ist schon auf der Bahn. Michael Schirmer 1606-1673. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. ————.—.— SSS.....————— LCLI. 3— 2.— 2—3—.— 22.ꝗ—. 2—. ——.——.—.——. I 1. Mit Ernst, o Men⸗schen⸗kin ⸗der, das Herz in euch be⸗stellt; bald wird das Heil der Sün⸗der, der wun⸗der⸗star⸗ke Held, 42 Advent. 4— 4 4 +— 4 + D— den Gott aus Gnad al⸗lein der Welt zum Licht und Le⸗ben ver⸗ PPPIPPFFFTTITt..t.. T᷑T..T.TSELT᷑E᷑ͤͥ:C;0. — iDSDSEE 437 V spro⸗chen hat zu ge-⸗ben, bei al⸗len keh⸗ren ein. 2. ein Herz, das richtig ist Bereitet doch fein tüchtig und folget Gottes Leiten, den Weg dem großen Gast; das kann sich recht bereiten, macht seine Steige richtig, zu dem kommt Jesus Christ. laßt alles, was er haßt; macht alle Bahnen recht: die Tal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ist, gleich und schlecht. 4. Ach mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. 3. Zeuch in mein Herz hinein Ein Herz, das Demut liebet, vom Stall und von der Krippen, bei Gott am höchsten steht; so werden Herz und Lippen ein Herz, das Hochmut übet, dir allzeit dankbar sein. mit Angst zugrunde geht; Valentin Thilo 1607—1662. 46. Mel. Aus meines Herzens Grunde. W——.—— . 1. Auf, auf, ihr Reichs⸗ge ⸗nos ⸗ sen, eur Kö-nig kommt her⸗an! Emp⸗fa⸗ het un⸗ver⸗-dros-sen den gro⸗ßen Wun-der⸗-mann. Ihr Chri⸗sten, geht her-für, laßt uns vor al-len Din- gen ihm —.—.— 4— 1 IIII——2 12.—.— .e, Ee,Lise, Ho⸗ si ⸗ an⸗- na sin ⸗ gen mit hei li⸗ger Be ⸗ gier. 2. 3. Auf, ihr betrübten Herzen, Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist gar nah; der König ist nicht fern. hinweg all Angst und Schmerzen, Seid fröhlich, ihr Verzagten, der Helfer ist schon da. dort kommt der Morgenstern. Seht, wie so mancher Ort Der Herr will in der Not hochtröstlich ist zu nennen, mit reichem Trost euch speisen, da wir ihn finden können:* will euch Hilf erweisen, im Nachtmahl, Tauf und Wort. ja dämpfen gar den Tod. —„urns 560 7ES6o DN Advent. 4. 7. — der Wouig ist e I5er Könt mit heicun; Schritten, — der König ist gerecht; en König zu besehn; laßt uns ie Weg ihm bahnen dieweil er kommt geritten n ver⸗ und machen alles schlicht. stark, herrlich, sanft und schön. 2— Fürwahr. er meint es gut, Nun tretet all heran, — drum lasset uns die Plagen, den Heiland zu begrüßen, —— die er uns schickt, ertragen der alles Kreuz versüßen — mit unerschrocknem Mut. und uns erlösen kann. 5. é 8. Frisch auf in Gott, Leurhr Iose⸗ 9 1 in Wuiet⸗ der König sorgt für euch; die, so er herzlich liebt, n er will durch sein Erbarmen mit köstlichen Geschenken, st. euch machen groß und reich. 5. der sich selbst uns gibt Der selbst des Tiers gedacht, durch seine Gnad und Wort. der wird auch euch ernähren; Ja König, hocherhoben, was Menschen nur begehren, wir alle wollen loben das steht in seiner Macht. 905 freudig hier und dort. 6. 9 Frisch auf, ihr Hochbetrübten, Nun Herr, du gibst uns reichlich, rippen, der König kommt mit Macht; wirst selbst doch arm und schwach; n an uns, sein Herzgeliebten, du liebest unvergleichlich, hat er schon längst gedacht. gehst den Sündern nach. 97.16021 Nun wird kein Angst noch Pein Drum wolln wir all in ein noch Zorn hinfort uns schaden, die Stimmen hoch erschwingen, dieweil uns Gott aus Gnaden dir Hosianna singen läßt seine Kinder sein. und ewig dankbar Johann Rist 1607—1667. , 47. —— Mel. Werde munter, mein Gemüte. nan 12— ö 2——— ⸗mann. f —— 2—— + 2 2— 4 1. War⸗ um willst du drau-ßen ste⸗ hen, du Ge⸗ seg ⸗- ne⸗ Laß dir bei mir ein ⸗zu⸗ge⸗ hen wohl⸗ge⸗ fal=len, ter des Herrn? du mein Stern! Du mein Je⸗su, mei ⸗ne Freud, Hel⸗fer in der — 4.— 2——— ISISSSI III— n,— 15 32——————II— en, rech ⸗ten Zeit, hilf, 0 Hei ⸗land, mei⸗ nem Her⸗ zen ern.— ———————— isen,.——————— ¼—.— von den Wun⸗den, die mich schmer⸗-zen. 2. Will ich denn mein Elend lindern und erleichtern meine Not bei der Welt und ihren Kindern, fall ich nur in neue Not: da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen. 3. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; hab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 4. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, Herr Jesu Christ: dein Erfreuen ist die Weide, da man immer fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht, laß mich, Herr, an dir erquicken; Jesu, komm, laß dich erblicken. 48. [Oder: Mel. Valet will ich dir geben.] Advent. 5. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo zeucht er bei dir ein; sein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gib dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quäle. 6. Was du Böses hast begangen, das ist alles abgeschafft: Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen. 0— Alles dient zu deinem Frommen, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt 1607—1676. —.5— 4.— ——— n. +—————..— 4 N EI—— 7— 14 LTOE EEO 2——— +—6 1 πμμν S R—2...— 1— 1— 2— U— I1 — 1. Wie soll ich dich emp⸗fan⸗gen und wie be⸗gegn ich dir, o al⸗ler Welt Ver⸗ lan⸗gen, o mei⸗ner See⸗len Zier? Je ⸗su, set⸗ ze mir selbst die Fak⸗kel bei, da⸗ m— 4 I 2 1— H I +— x—5.. n H E +— 2—2————— NI —— 2—— 1— 2 2— I mit, was dich er-göt ⸗ ze, mir kund und wis⸗ send sei. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, bist du, mein Heil, gekommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, womit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr: seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. Advent. . Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht: er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld: er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick: er kommt, er kommt ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande sind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt 1607—1676. 49. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. .... 1. Komm, Hei⸗den⸗hei⸗land, Lö⸗se⸗geld, komm, schönste Sonne dieser Welt, laß —— — N 1.— E. — ab⸗wärts flammen dei⸗nen Schein, denn so will Gott ge⸗bo⸗ren sein. 46 Advent 2. 4. Komm an von deinem Ehrenthron, O höchster Fürst, dem Vater gleich, Sohn Gottes und der Jungfraun besieg hier dieses Fleisches Reich; Sohn; denn unsres siechen Leibes Haft komm an, du zweigestammter Held, sehnt sich nach deiner Himmelskraft. geh mutig durch 235 Tal der Welt. 5 Es glänzet deiner Krippen Strahl, Du nahmest Ewärts deinen Lauf ein Licht leucht't durch dies finstre und stiegst auch wieder himmelauf: Tal, dein Abfahrt war zum Höllental, es gibt die Nacht so hellen Schein, die Rückfahrt in den Sternensaal der da wird unverlöschlich sein. Johann Franck 1618—1677 50. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht —.—. 3. 4 +—— à.55 + + 2 1 m—II——————— 1. Ho⸗si⸗-an⸗na! Da⸗vids Sohn kommt in Zi⸗on ein⸗ge⸗ zo ⸗ gen. Ach be⸗rei⸗tet ihm den 665555 setzt ihm tausend Eh⸗ren⸗bo ⸗ gen; ——. streu⸗et Pal⸗men, ma⸗ chet Bahn, daß er Ein⸗zug hal⸗ten kann. 2. ach so laß uns unverdrossen Hosianna! sei gegrüßt, Inerusch Zepter dienstbar sein, komm, wir gehen dir entgegen; herrsche du in uns allein. unser Herz ist schon gerüst't, will sich dir zu Füßen legen. Hosianna! steh uns bei, Zeuch zu unsern Toren ein, o Herr, hilf, laß wohlgelingen, du sollst uns willkommen sein. daß wir ohne Heuchelei 3. dir das Herz zum Opfer bringen. Hosianna! Friedefürst, Du nimmst keinen Jünger an, Ehrenkönig, Held im Streite, der dir nicht gehorchen kann. alles, was du schaffen wirst, 6. das ist unsre Siegesbeute. Hosianna nah und fern! Deine Rechte bleibt erhöht, Eile bei uns einzugehen, und dein Reich allein besteht. du Gesegneter des Herrn; 4. warum willst du draußen stehen? Hosianna! lieber Gast, Hosianna! bist du da? wir sind deine Reichsgenossen, Ja du kommst, hallelujah! die du dir erwählet hast; Benjamin Schmolck 1672—1737. 51. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. eer. Earl 2 — 1. Den Rnttler Eumt; auf, blö⸗ 6 See l. die 929 2 sis Fluch 101 die in der ban ⸗gen Trau⸗er⸗höh⸗le in Fes⸗seln trü⸗ ber er gleich, Reich; Haft ielskraft. kann. en ein, igen, hringen. an, stehen? 72—1737. luch und trü⸗ ber III II * XI Eünn Don ⸗ner schreckt, Schwer⸗mut steckt! Der Fluch v er⸗geht, die Ban-de sprin⸗gen, ——— 1—— — 2———— u es rei⸗ßen Sa⸗tans fe ⸗ ste Schlin⸗gen, die den ge⸗ D e— + 2..—— + —— 2 DSISISSISISEE.————— 1.— I.——..—— 1 L L x L fang⸗nen Geist be⸗klemmt; du kannst nun Heil und Frei⸗heit hof⸗ 3.—.——.— E ***———.——3‚..—..——— 2— * iäii fen, Gott ist versöhnt, sein Him⸗mel of⸗fe 2. Dein Lehrer kömmt: laß deine Ohren auf seinen Mund gerichtet sein. Er zeigt den Weg, den du verloren, er flößt dir Licht und Wahrheit ein. Was unter dunkeln Schatten stecket, das hat dir dein Prophet entdecket, er hat das Reich der Nacht gehemmt. Er klärt dir auf des Vaters Willen, er gibt dir Kraft, ihn zu erfüllen; dein weisheitsreicher Lehrer kömmt. 3. Dein König kömmt, doch ohne Prangen, sein Aufzug ist an Armut reich. Auf, deinen Fürsten zu empfangen, der dir an tiefster Schwachheit gleich! Komm, Hand und Zepter dem zu küssen, n: dein gnaden⸗vol⸗ler Mittler kömmt. der dich wird so zu schützen wissen, daß dich kein Angststrom über⸗ schwemmt. Tu wie getreue Untertanen, komm her und schwör, zu seinen Fahnen: dein längst verlangter König kömmt. 4. Dein alles kömmt, dich zu ergötzen, dein A und O ist vor der Tür; wer dieses Gut recht weiß zu schätzen, vertauschet gern die Welt dafür. So greif denn zu mit beiden Händen, da dich, mein Geist, von allen Enden ein solches Gnadenmeer umströmt; nimm weg den Damm, tu auf die Türen, laß dich zu nehmen willig spüren: o armes Nichts, dein alles kömmt. Johann Jakob Rambach 1693—1735. .— 1—— EHN————— 14.—— e d Ie. ü r Lan. dn ürn uin m. ö————. Fer., din„—.— H E——.... * 3 1. Ho⸗si⸗an⸗na, Da⸗vids Sohn, der in sei⸗ nes Va⸗ters Na⸗men sich er⸗he⸗bet auf den Thron ü⸗ber Jakobs Haus und Sa⸗-men, ——————— II . wel⸗chem Gott ein Reich be⸗stimmt, dem die Rei⸗ che die⸗ser Er⸗den +ꝗ — — al⸗le müs⸗sen dienst⸗bar wer⸗den, und das selbst kein En⸗de nimmt. 2. 4. Sei gesegnet, teures Reich, Schreibe, Herr, mich auch mit an das ein solcher Herr besitzet, unter deinen Untertanen. dem kein Herr auf achdenhschen Ich will dir, so gut ich kann, der das Recht mit Nachdruck schützet. in mein Herz die Wege bahnen; Schwinge dich in stetem Flor, ich geselle mich im Geist groß durch Frieden, reich an Freuden, zu denselben großen Reihen, unter Juden, unter Heiden die das Hosianna schreien: mit vermehrtem Glanz empor. Sohn des sei gepreist! 3. Jauchzt, ihr Kräfte freuet euch, Deines Königs Majestät seid ermuntert, meine Sinnen! müsse jedes Volk verehren, Jesus und sein Gnadenreich und so weit die Sonne geht, wird bei euch nun Raum gewinnen. müsse sich sein Ruhm vermehren. Kommt und schwört den Huldgungs⸗ Selbst der kleinen Kinder Mund eid, mache zum Verdruß der Feinde kommt und küßt den Sohn der Liebe! und zur Freude seiner Freunde Ach daß niemand außen bliebe: seinen großen Namen kund. hier, ach hier ist Seligkeit. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 53. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. .SSSSSSS . Gott ⸗lob, ein neu⸗ es Kir⸗chen⸗jahr macht uns die gro=ße des ew⸗ gen Got⸗tes of⸗-fen-⸗bar; und nun will er aufs 4 ——— den al⸗ten hoch-be⸗schwor⸗nen Bund, den ein⸗zig — 4 + fe⸗sten Glau-bens⸗grund durch sei- nen Geist uns leh ⸗ren. r. Er⸗den i. de nimmt. h mit an kann, bahnen; m: zepreist! uet euch, innen! eich gewinnen. Huldgungs⸗ eid, n der Liebe! bliebe: it. 1693—1735. — gro ⸗-ße Her aufs mein⸗ zig 2. Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm dem höchsten Herrn zu singen! Dein königliches Priestertum muß Dank zum Opfer bringen. Gelobt sei Gott, der durch sein Wort die Christenheit und diesen Ort zu seinem Tempel weihet. 3. Wir sind nicht wert der neuen Huld des Gottes aller Gnaden: des alten Menschen alte Schuld, die wir auf uns geladen, nimmt unsern eignen Ruhm dahin; denn sie bewies den alten Sinn noch stets mit neuen Sünden. 4. Ach Herr, gib uns den neuen Geist und mach uns durch die Güte, die sich an uns aufs neu erweist, erneuert im Gemüte. Den neuen Menschen zieh uns an, der dir allein gefallen kann in seinem ganzen Leben. Advent. 49 5. Hiezu erhalt uns, Herr, dein Wort samt Tauf und Abendmahle, so wandern wir mit Freuden fort in diesem finstern Tale. Herr, segne dieses Kirchenjahr: laß Kirche, Schul, Tauf und Altar uns deine Wege zeigen. 6. Gib deinen Hirten Kraft und Geist zu reiner Lehr und Leben, dein Wort, das Gottes Weide heißt, der Herde rein zu geben. Laß alle Hörer Täter sein, damit kein heuchlerischer Schein des Glaubens Kraft verleugne. 7. So halten und vollenden wir das Kirchenjahr auf Erden; dabei befehlen wir es dir, wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit; kommt aber einst die Ewigkeit, dann wird sie triumphieren. Heinrich Kornelius Hecker 1699—1748. 54. 1 Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Q 4 3 3 N 4 4 N E D EERE 22 ,-..— 4—.— L II. 5 1 1 + 1 —————— 1. Der Hei⸗ land kommt: lob-sin-get ihm, dem Herrn, dem Er kommt, der Lein ⸗ge-⸗bor⸗ne Sohn, ver⸗-läßt des 2 en Een.— H EEEEEEEE 2—— 2 1———— al ⸗- le Se ⸗ ra⸗ phim das Hei⸗ lig! Hei ⸗lig! sin ⸗ gen. Him⸗mels ho ⸗ hen Thron, um Heil der Welt zu brin ⸗gen. 1 LIV— II— 4— ͤᷓ/DiDDeee- E 2.— 2.—.— 2 7 EEE 2 7 2— Preis dir, daß wir von den Sün-den Ret ⸗tung fin⸗ den, ——————— ö 2. A PES.. + 1—. 1+——. + 2 EI 1.—— + 1— 2.... 2 +——*—.— emp⸗fan ⸗- gen und zum Him-mel⸗reich ge⸗lan⸗ gen. 2. Willkommen, Friedefürst und Held, Erlöser, Mittler, Heil der Welt, willkommen hier auf Erden! Du kommst der sündgen Welt zugut, du kleidest dich in Fleisch und Blut, willst unser Bruder werden. Ja du, Jesu, kommst uns Armen voll Erbarmen mild entgegen, wandelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit, Heil, Leben, ewge Seligkeit; sei hoch dafür gepriesen! O Herr, zu arm und schwach sind wir, die Treue zu vergelten dir, Advent. Da wir ganz hier imVerderben müßten sterben, bringst du Leben; o was kannst du Größres geben? 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz und wollen fromm in Freud und Schmerz nach deinem Vorbild wandeln Verwirf dies unser Opfer nicht und gib uns deines Geistes Licht, ö wie dirs gefällt zu handeln; zeig dich freundlich, hilf uns Echwachen, daß wir wachen, beten, ringen und zu deinem Reiche dringen. die du an uns erwiesen. 1778⁸.— — 55. Mel. Heilig ist Gott der Vater. W ·— ————22..— + ger * 17—7— ——5———— 26.—.2 2.—.—— 97 338 30 es 1. Dein Kö⸗nig kommt, o Zi⸗on, er teh⸗ret bei dir ein: auf, der dor +———.— +I—.—— 4 — 7—— +1—— ů— De 2 2 SSE 2 EE 05. laf⸗set uns ihm Pal⸗men streun! 2. Sanft-⸗mü⸗tig kommt er 955 e E— ö—— 5 ö ö‚ jU. —————— —————=—— / I..— +— 1 7—* Un in sein Reich: jauchzt ihm, al ⸗le Lan-de, freu⸗et euch! da es 1 . — Ho⸗si⸗an⸗na in der Hö⸗he! .—2 5— IIEE— 3. Der än ist da, hal⸗le⸗lu⸗jah! Prei⸗set ——— —..—5 I——.—— ù e.„e,. Z— 4..——— .— f n anmn.e L————.—4 —— I 1—— +22.— 2— I —.—. *—* sei⸗nen Na⸗men! Ho⸗ si⸗ an⸗ na! A⸗men, A- men! Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. n, bringst eben; geben? kbar Herz reud und ir wachen, „ringen ngen. 1778.: — ein: auf, 2= + — 3 0 4 men! 767—1845. Advent. Es⸗lin Fül⸗len; emp⸗fang ihn froh, Je⸗ ru⸗ sa⸗lem! Trag ihm ent⸗ — un,—— 2——— 2 DDI ESS..E — +• ge⸗gen Frie⸗dens⸗pal ⸗-men, be⸗streu den Pfad mit grü⸗nen 1—— — 3——.— j; 6 H ————— —— r so ists dem Her⸗ ren an⸗ ge⸗-nehm. 2. du kommst, auf den empörten Triften O mächtger Herrscher ohne Heere, des Lebens neuen Bund zu stiften, gewaltger Kämpfer ohne Speere, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. o Friedensfürst von großer Macht: 5. es wollen dir der Erde Herren O Herr von großer Huld und Treue, den Weg zu deinem Throne sperren, o komme du auch jetzt aufs neue doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. zu uns, die wir sind schwer verstört. 3. Not ist es, daß du selbst hienieden Dein Reich ist nicht von dieser Erden, kommst zu erneuen deinen Frieden, doch aller Erde Reiche werden dagegen sich die Welt empört. dem, das du gründest, untertan. 6. Bewaffnet mit des Glaubens Worten O laß dein Licht auf Erden siegen, zieht deine Schar nach den vier Irten die Macht der Finsternis erliegen, der Welt hinaus und macht dir Bahn. und lösch der Zwietracht Glimmen 4. aus, Und wo du kommest hergezogen, daß wir, die Völker und die Thronen, da ebnen sich des Meeres Wogen, vereint als Brüder wieder wohnen es schweigt der Sturm, von dir in deines großen Vaters Haus. bedroht; Friedrich Rückert 1788 1866. 2 57. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. E— ö H——— FE an irv. vpr er en 32 rrH ½n. iadnr. 221 EiS. amn.. H maum: mun e vir i 2.t. EV—%—.——.——— 1. Auf und ma⸗che dich be⸗reit, denn dein Kö⸗nig kommt ge⸗ gan⸗ gen; tu ihm auf die To⸗re weit, um ihn wür⸗dig zu emp⸗fan⸗ gen; 4* NT Weihnachten. . 4 1 4 4 I + + + E—.— I 1— 7— 1—.—— 0 n + IE EN I. 2 E.* II.— 2—0 I 2 1 1— eb ⸗- ne freu⸗dig ihm den Pfad, wenn er 2. Denke, wie er für dich stritt und den Frieden dir erworben, wie er Schmach und Schmerzen litt und am Kreuz für dich gestorben, wie er ging zum Vater ein, daß du könntest selig sein. 3. Nimm ihn auf, den hohen Gast, zünd ihm an der Andacht Kerzen; gönn ihm eine stille Rast, dei⸗nem Her⸗zen naht. bett ihn sanft in deinem Herzen; gib mit demutsvollem Sinn dich ihm ganz zu eigen hin. 4. Laß ihn nicht von dannen ziehn, halt ihn fest für alle Zeiten, schlinge liebend dich um ihn und laß nichts von ihm dich scheiden Denn mit ihm kannst du allein glücklich hier, dort selig sein. Julius Karl Reinhold Sturm 1816—1896 3. Weihnachten. 58. Mel. Der Tag der ist so freudenreich. 4 1. Ein Kin⸗de⸗lein so lö⸗be⸗lich ist uns ge⸗bo⸗ren ETT——..—...———— ———.— e d d n Lauen eree o dnt err. öSSPPS S. —. heu⸗ te von ei⸗ner Jungfrau tu⸗gend⸗lich, zu Trost uns ar-men Leu⸗ ten. Ul EEExxxxxxxxxxxxxxx B r inen= en nr=, A- ,W HWusui. Wär uns das Kindlein nicht geborn, so wärn wir all-zu⸗mal ver⸗lorn; das + — „* ——5 L. —I——— E.- Heil ist un⸗ser al ⸗ler. Ei du sü⸗ßer Je⸗su Christ, * EIXII A III der du Mensch ge⸗bo⸗ren bist, be⸗hüt uns vor der Höl ⸗le. 2. Der Tag der ist so freudenreich, u loben Gottes Namen: — die Gott vom Himmel bei uns tat: ein Knecht ist er hie worden, aß Christus von dem Himmelreich in allm, doch ohn Sünd, uns gleich auf Erden zu uns kommen. Groß ist die Demut, Huld und Gnad, trug unsre daß wir ewig werden reich; Eundenbürde. .— nnaht. Herzen; nun in. n ziehn, en, ihn th scheiden allein ein. 1816—1896 eu⸗ ten. 1— —.—— lorn; das uns tat: rden, uns gleich rich; 3. Wohl dem, der dieses Glaubens ist, mit ganzem Herzen trauet: dem wird die Seligkeit gewiß. Wohl dem, der darauf bauet, daß Christus hat genug getan für uns, damit wir Heil empfahn von Gott, dem ewgen Vater. O welch große Wundertat: Ehrist trägt unsre Missetat und stillet unsern Hader. Weihnachten. 4. Des dank ihm alle Christenheit für solche große Güte und bitte sein Barmherzigkeit, daß er uns fort behüte vor falscher Lehr und bösem Wahn, der unsern Seelen schaden kann; er woll all Schuld vergeben. Vater, Sohn und heilger Geist, wir bittn von dir allermeist: laß uns in Frieden leben. 1525. 59. 2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Hallelujah. 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Hallelujah. 4. Das ewge Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht't wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Hallelujah. SI.—— 5 E 5. 5 SSSSISSSI 1. Ge⸗ lo⸗bet seist du, Je⸗su Christ, daß du Mensch ge⸗ —..— ö. DIE. +———— 1 I 1 + + 1 bo⸗ren bist von ei ⸗ner Jung⸗frau, das ist wahr, des — 1 1 —— .———— 21 freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Hal ⸗ͤle⸗ lu ⸗jah. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erben in sein'm Saal. Hallelujah. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Hallelujah. 7. Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an; des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Hallelujah. Martin Luther 1483—1546. Weihnachten. 60. 9⁰4.—..—* + ......——— EEERREIIIIII———. n0. Dt Latun 4. EV————————— 2.—.. 1. Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gu⸗te neu⸗e Mär, der 2—— ů. Hnnruin Lümeren. Emi x—— H —.. S- I m misn. m dn-—— ö—4 I———=——— E- EAH *— 2— 7 EH+l gu⸗ten Mär bring ich so viel, da⸗von ich singn und sa⸗ gen will. 2 Euch ist ein Kindlein heut geborn, von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit't, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. So merket nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht: da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dort⸗ hin: was liegt doch in dem Krippelein? Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jesulein. Sei uns willkommen, edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dir? 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. ö 10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seiden dein das ist grob Heu und Windelein, darauf du König groß und reich herprangst, als wärs dein Himmel⸗ reich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13. Ach mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, daß nimmer ich vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei das rechte Wiegenliedlein schön, mit Herzenslust den süßen Ton. 15. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn, des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr. „Ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi 1535.“ Martin Luther 1483—1546. en dein elein, reich Himmel⸗ ch. ir, ind Gut lft noch n/ telein, Schrein, n. ei, rei gön, Ton. Thron, uSohn, char Jahr. 1535.“ Weihnachten. 61. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. 1. Vom Himmel kam der En⸗gel Schar, erschien den Hirten of⸗fenbar; sie sag⸗ten ihn'n: Ein Kind⸗lein zart das liegt dort in der Krip⸗pen hart, 2 Ihr habt mit euch den wahren Gott. zu Bethlehem in Davids Stadt, Laßt zürnen Teufel und die Höll, wie Micha das verkündet hat; t Sohn ist worden eur Gesell. es ist der Herre Jesus Christ, 5. der euer aller Heiland ist. Er will und kann euch lassen nicht, 3. setzt ihr auf ihn eur Zuversicht; Des sollt ihr billie fröhlich sein,‚ es mögen viel euch fechten an: daß Gott mit euch ist worden ein; dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. er ist geborn eur Fleisch und Blut, 6. eur Bruder ist das ewge Gut. Zuletzt müßt ihr doch haben recht, 4. ů ihr seid nun worden Gotts Geschlecht: Was kann euch tun die Sünd und des danket Gott in Ewigkeit, Tod? geduldig, fröhlich allezeit. Martin Luther 1483—1546. 1. Lobt Gott, ihr Chri⸗sten all ⸗-zu⸗ gleich, in sei⸗ nem höch⸗sten 254. ren Ldr ——— Thron, der heut schleußt auf sein Sohn, und schenkt uns sei⸗nen Sohn. 2. 3. Er kommt aus seines Vaters Schoß Er äußert sich all seiner Gwalt, und wird ein Kindlein klein, wird niedrig und gering er liegt dort elend, nackt und bloß und nimmt an sich eins Knechts * in einem Krippelein. Gestalt, ½ der Schöpfer aller Ding. EN unt fn yni in un Hun E un Hnn n—— EiEEEx 56 Weihnachten. 4. Wie könnt es doch sein freundlicher Er wechselt mit uns wunderbar,„ das herze Jesulein? ½ Penten 8 519 1 1i⸗ 09 heit bar 6. eut uns die klare Gottheit dar 5 ö m in seines Vaters Reich.. Heut schleußt er 2.Tar die 5. zum schönen Paradeis; Er wird ein Knecht und ich ein Herr, der Cherub steht nicht mehr dafür: das mag ein Wechsel sein!„½ Gott sei Lob, Ehr und Preis! Nikolaus Herman 1 1561. 4 + —N...— U + 2—4 9 2 E. — 4 1. Freu⸗et euch, ihr Christen al⸗le, freu⸗e sich, wer im⸗mer kann: Gott hat viel an uns ge-tan. Freu-et euch mit gro⸗ßem Schal⸗le, 4—— + 1 I 4— + EEI 1— H—j4 L ERHEFERERꝑEꝑiꝑ‚i‚ii‚e!‚....i 3+..4—265—..——— — daß er uns so hoch ge-acht't, sich mit uns be⸗freundt ge-macht. 42*— + —— S.————— E..——.— ITTTTTTTTTTTTTTT. Freu⸗de, Freu⸗dzde ü⸗ber Freu⸗de: Chri⸗ stus weh⸗ret al⸗lem Lei⸗de. ** Won⸗ ne, Won⸗ne ü⸗ber Won⸗ne: Chri⸗stus ist die Gna⸗den⸗son⸗ne. 2. so empfindet Herz und Sinn Siehe, siehe, meine Seele, Freude, Freude über Freude: wie dein Heiland kommt zu dir, Christus wehret allem Leide; S. brennt in Liebe für und für, Wonne, Wonne über Wonne: de daß er in der Krippen Höhle Christus ist die Gnadensonne. Ur harte lieget dir zugut, 4. sic dich zu losen durch sein Blut. Jesu, nimm dich deiner Glieder 8. Ahrt e, Frende über Freude: ferner auch in Gnaden an; de hristus wehret allem Leide. schenke, was man bitten kann, vo Wonne, Wonne äoer Wonne: zu erquicken deine Brüder; w Christus ist die Gnadensonne. gib der ganzen Christenschar 3. Frieden und ein selig Jahr. Ñ Jesu, wie soll ich dir danken? Freude, Freude über Freude: ru Ich bekenne, daß von dir Christus wehret allem Leide. m meine Seligkeit herrühr: Wonne, Wonne über Wonne: sy o laß mich von dir nicht wanken; Christus ist die Gnadensonne. Le nimm mich dir zu eigen hin, Christian Keimann 1607—1662. w Weihnachten. undlicher 64 Mel. Warum sollt ich—0ᷣ1 denn grämen. auf die 1 4 r dafür—— Preis!. 5259 lich soll mein 1—.— ze uaun We⸗ ser Zeit, da vor Freud + 1561. ů ö 8 I L 2—+— +LD—— ..—. 21— 1*— EJZ— +— E——— 465 al⸗le En⸗gel sin⸗gen. Hört, hört, wie mit vol⸗len Chö⸗ 1——— e,—.— ——.—.— 0 rkann:— l —. ren al le Luft lau⸗te ruft: Chri⸗stus is ge ⸗ bo⸗ren! 2. was euch fehlt; hal⸗le, Heute geht aus seiner Kammer ich bring alles wieder. Gottes Held der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu⸗ gute, Gottes Kind das verbindt sich mit unserm——00 Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid an wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht 59.4 Ehren. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich uns selbst verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? —. Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, liebe Brüder, was euch quält, 6. Ei so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet schaut den Stern, der uns gern Licht und 9— 67 gönnet. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den wahren Freuden; faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 8. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei An Ost hier wird gefunden, der in Eil machet heil auch die tiefsten Wunden. 9. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. 58 Weihnachten. Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 10. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben: nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 11. Ich will—. mit Fleiß bewahren: ich will d leben 51, dir will ich heimfahren; mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt 1607—1676. 65. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1— ————5 DD.D...e —. 1. Ich steh an dei-ner Krip⸗pen hier, o Je⸗ su, du mein ich kom⸗me, bring und schen-ke dir, was du mir hast ge⸗ —— .838ss E Le⸗ben, ge⸗ben. 1 Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm DIRI.— al ⸗les hin und laß dirs 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt mein Adern und Geblüte: dein schöner Glanz, dein süßes Bild liegt mir stets im Gemüte. Und wie mag es auch anders sein? Wie könnt ich dich, du Herze mein, aus meinem 3 0 lassen? Da ich noch micht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. 4. Ich lag in tiefster Todesnacht, du wurdest meine Sonne, wohl⸗ ge⸗ fal ⸗len. die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht't, wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Freuden an und kann nicht satt mich sehen; und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen: o daß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich fassen! O daß doch ein so lieber Stern soll in der Krippen liegen! Für edle Kinder großer Herrn 21c0 Heu güldne Wiegen. ch, Heu und Stroh ist viel zu schlecht, SHGA ESSNVO E hahren: heben —1676. — mein ge⸗ t, nimm an hen; ir kann, id wär, Meer, ern Samt, Seide, Purpur wäre recht, dich, Kindlein, drauf zu legen. 7. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf Rosen und Violen: mit Tulpen, Nelken, Rosmarin aus frischen Gärten will ich ihn von oben her bestreuen. 8. Zur Seite will ich hier und dar viel weiße Lilien stecken, die sollen seiner Auglein Paar im Schlafe sanft bedecken. Doch liebt vielleicht das dürre Gras dir, Kindlein, mehr als alles das, was ich hier nenn und denke. Weihnachten. 59 9. Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Leibes Freuden: du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seelen Herrlichkeit durch dein selbsteignes Herzeleid, das will ich dir nicht wehren. 10. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden. Paul Gerhardt 1607—1676. 66. Mel. Den die Hirten lobten sehre. 9 ö 1..—— SRSEEEEEEEEEEEEE ̈pꝓpᷓꝓꝑqꝑq ꝙ—— 1. Kommt und laßt uns Chri⸗stum ehren, Herz und Sin-nen zu ihm Ul —— S SSSSIISIIIII — 22.—— . E +J.. — E— — LE * * keh⸗ren; sin⸗get fröhlich, laßt euch hören, wertes Volk der Chri⸗stenheit. 2 Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben! Seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. . Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Höllen Reich. 6. O gebenedeite Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde danken dir, o Jesu Christ! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. Paul Gerhardt 1607—1676. Weihnachten. 67. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. FFFFF..T LI 2 E +——...J—..— + EFE... 5 i ——— 24. 1. Wir sin⸗gen dir, Im⸗ma⸗nu⸗el, du Le⸗bens⸗fürst und Gnadenquell, du x.— H en dee, 2r en. en n, Lee düe Ine.— ——.— n. Him⸗mels⸗blum und Mor⸗gen⸗stern, du Jung⸗frausohn, Herr al-ler Herrn. 2. Wir singen dir in deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir Iewacht, dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. 4. „Ach daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!“ 55 Nun du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh, bist klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt und Vyloh. doch oß. 6. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. 7. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaͤden nehmen an. 2 Bin ich gleich Sünd und Shulden voll, hab ich gelebt nicht wie ich soll, so kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 9. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei. Du trägst den Zorn, du würgst den 0 verkehrst in Freud all Angst und Not. 10. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigentum und will, soviel dein Geist mir gibt, stets dienen dir wie dirs beliebt. 11. Ich will dein Hallelujah hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Paul Gerhardt 1607—1676. 68. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 4—.— 1.—— 0 Eα 12.— r.— I I m a- 2——.— 2*———— He——.————— e —— 2——— 2— * 1. Dies ist die Nacht, da mir er⸗schie⸗nen das Kind, dem al ⸗le En⸗gel die⸗nen, des gro⸗ßen Got⸗tes bringt Licht in mei⸗ne Weihnachten. 4 RPD————— 2 H——— b. FDun ret ⸗he, und die⸗ses Welt⸗ und Him-mels ⸗licht weicht +..—— drnda juell, du 5665005— 5 ö 2— hun⸗dert ⸗tau⸗ send Son⸗-nen nicht. 2. 4. Herrn Laß dich erleuchten, meine Seele, Laß nur indessen helle scheinen versäume nicht den Gnadenschein; dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht; der Glanz in dieser kleinen Höhle mit Gott mußt du es treulich meinen, t klein; streckt sich in alle Welt hinein; sonst hilft dir diese Sonne nicht: sein er treibet weg der Höllen Macht, willst du genießen diesen Schein, s kann der Sünden und des Kreuzes Nacht. so darfst du nicht mehr dunkel sein. an. 3. 5. In diesem Lichte kannst du sehen Drum Jesu, schöne Weihnachtssonne, chulden das Licht der klaren Seligkeit; bestrahle mich mit deiner Gunst; wenn Sonne, Mond und Stern dein Licht sei meine Weihnachts⸗ soll vergehen, wonne n her vielleicht noch in gar kurzer Zeit, und lehre mich die Weihnachtskunst, kehr wird dieses Licht mit seinem Schein wie ich im Lichte wandeln soll dein Himmel und dein alles sein. und sei des Weihnachtsglanzes voll. cheu Kaspar Friedrich Nachtenhöfer 1624—1685. + ers frei. st den 69. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. nd Not. + ö ö Z..— 1 +II.— I T +„ N ederum a r na sE, ᷑.,EHih Hau ntum 2 I ir gibt/ 1. Got⸗tes und Ma⸗ri ⸗ en Sohn, den, um un⸗ser Leid zu wen⸗den, liebt. Gott von sei⸗nem Himmelsthron in die Welt hat wol⸗len sen⸗den, E——— 14 12..——3 rfür, Z e e ,..., Zahl sei will⸗kom⸗men, gro⸗ßer Held, du ge⸗pries⸗nes Licht der Welt! 1676. 2. ewig, ewig dankbar werde! Deine Freudenankunft macht, Jauchzt, ihr Völker, rühmt und preist daß wir alle fröhlich singen, den, der euch nun leben heißt. 556 die unsch Botichaft 5 4 ie gewünschte Botschaft bringen: Kommt, nun ist der Heiland da! Jetzt ist alles wieder da, Gott sei Dank, hallelujah! was uns Adam einst verloren. 3 Gottes. In nt Mensch geo ö ö;— ů Gottes Sohn ist Mensch geboren! 1h1 im das dunkle Tal der Cde. Stimmet mit den Engeln an, ot⸗te i⸗ne ach daß Herz und Zunge dir rühmt, was er an euch getan. 6² 5. Ehre sei Gott in der Höh und auf Erden lauter Friede. Ferner mache Leid und Weh Weihnachten. nimmermehr die Christen müde, bis du uns, o Lebensfürst, zu dem Vater führen wirst. Christoph Pfeiffer 1689—1758 70. „Jauch-zet, ihr Him⸗mel, froh ⸗lok⸗ket, ihr Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. —— 4—— ů—.——— EN SS T—T—FT—— 2— 8—— 2————88 n. eng⸗li⸗ schen 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud ö wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget; sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget. Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd: alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, ö macht euch dem Kinde gemein, die ihr zum Vater wollt gehen. sin get dem Her⸗ren, dem Hei⸗land der Men; schen, zur 1——— . 2—— 2. Euu 1—.—.—— SS IIIIIITIT T....... D —— 3—————— HH˙HN* ö 5— ö 22 901 Se⸗ het doch da: Gott will so freund-lich und — HII—.— —D——.——.— ———2.— —— 2+.— sich keh⸗ ren. 2. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken. Sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken? 6. König derEhren, aus Liebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde: du sollst es sein, den ich erwähle allein; ewig entsag ich der Sünde. 7. Süßer Immanuel, werd auch ge⸗ boren inwendig, komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger elendig: wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir und mich belebe beständig. Gerhard Tersteegen 1697—1769 U EE de, 7⁵⁸ ge⸗ ĩlaß Weihnachten. 71. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. — 5———. e eer,— ....... 1. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht: ihn 4 XI ö... SSISISIISIIIIIII.... N —HDü‚ — 1——.—¹ 5— I prei⸗se, was durch Je-sum Christ im Him-mel und auf Er⸗-den ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer wurnschheit erscheinst im Fleisch und ei uns 5. Dein König, Zion, kommt zu dir: „Ich komm, im Buche steht von mir: Gott, deinen Willen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an. 27. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn hützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt! Und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem— ein neues Lied! Dies ist der Tag, Dn Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht: ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 72. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 24— SSISI.. 1. Der heil⸗ge Christ ist des freun sich al ⸗le kom⸗men, der sü⸗ße ö From⸗men am höch⸗sten Him⸗mels⸗thron. Got⸗-tes-sohn, ,, ee Hee Auch was auf Er⸗den ist, muß prei⸗ sen hoch und lo ⸗-ben mit We 2 I ihnachten. +4 —.— ö 1 —— al ⸗len En⸗ geln dro ⸗ben den lie⸗ben heil⸗gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin; die Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn; die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken baun weite Himmelsbrücken aus jedem schmalsten Steg. 3 Verwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos: Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoß; Mel. Kommt her zu er will, daß alle rein von ihren alten Schulden, vertrauend seinen Hulden, gehn in den Himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein fern und nah! n euch den Vater weiset, der heilge Christ ist da. Er ruft so freundlich drein mit süßen Liebesworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. mir, spricht Gottes Sohn. —— Morgen nicht, der täg⸗lich wieder⸗kehret; es ist ein Leuchten aus der Fern, SD.i—.— ä... ——— es ist ein Schimmer, ist ein Stern, von dem ich längst ge⸗-hö=ret. 2. Nun wird ein König, aller Welt von Ewigkeit zum Heil bestellt, ein zartes Kind geboren; der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt schon und verloren. 3 Der Himmel ist jetzt nimmer weit, es naht die selge Gotteszeit der Freiheit und der Liebe: wohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe! Gottlob Ferdinand 4. ein ewig festes Liebesband hält jedes Haus und jedes Land und alle Welt umfangen; wir alle sind ein heilger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind mit lächelnder Gebärde: wir grüßen dich, du Sternenheld, willkommen, Heiland aller Welt, willkommen auf der Erde! Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. — Reujahr. 74. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. Chri⸗stus kam, das Licht der Hei 1. Nacht um⸗hüll⸗te rings die Er⸗de, da sprach noch ein⸗mal Gott: Es ⸗den, der Hirt will selbst die Her⸗de —RII— ——————— 2 0*—— wer⸗de! Und Licht ent⸗ström⸗te sei⸗nem Thron. wei⸗den, seht, Got⸗tes Sohn wird Menschen⸗sohn. Er hat in uns⸗re 1 1 12Z..— I R 1 II 1 II— 1 + 1 + 1 1 4—2 —— 1 2 2 + 4— —— 1— 2 + 1 + 1..— +— —— 0— 2 Nacht der Wahr⸗heit Licht ge⸗-bracht. Jauch-zet al ⸗-le! Aus EEE 2——— ů— — SDSISISS/S‚I‚I‚i‚‚‚I‚ISIEI. 1 D 1— 1* 2 47—. I. ihm nur quillt, was Her⸗zen stillt und sie mit Zu⸗versicht er⸗füllt. 3 2. Diese Sonn erlischt nicht wieder, sie strahlt stets neu auf Menschen nieder, die rhei in öde Nacht gebannt. Wahrheit geht von Volk zu Volke, vertreibt des Irrtums düstre Wolke, denn Jesus Christus wird erkannt. Ihr Völker, nehmt ihn auf und richtet euren Lauf froh zum Himmel. Er geht voran und macht euch Bahn, am Ziel die Krone zu empfahn. Hör im Geist der Engel Chöre, auf, bring auch du ihm Enee⸗ und re, bring ihm dich selbst zum Opfer dar! Du auch bist zum Fest geladen: nimm aus der Fülle seiner Gnaden! Ein jedes Herz sei ein Altar; da brenne Licht und Glut, da flamme Glaubensmut, Hoffnung, Liebe. Empor, empor schallt unser Chor zu Gott, der uns zum Licht erkor. Karl August Döring 1783—1844. 4. Neujahr. 75. Mel. Vom Himmel hoch da komm ich her. EEE —* 1 5— I. 21 1. Das al ⸗te Jahr ver⸗gan ⸗gen ist; wir dan⸗ken dir, Herr 5 Neujahr. 4— EEDe e. Je ⸗ su Christ, daß du uns in so gro ⸗-ßer Gfahr so E ů—— H z0. H —*— gnä⸗ dig ⸗lich be-hüt't dies Jahr. 2 Wir bitten dich, du ewger Sohn des Vaters in dem höchsten Thron: du wollst dein arme Christenheit bewahren ferner allezeit. 8. Entzeuch uns nicht dein heilsam ort, es ist der Seelen Trost und Hort; vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, Herr und steh uns bei. 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünden Bahn und fromm zu werden fangen an; keinr Sünd im alten Jahr gedenk, ein gnadenreich Neujahr uns schenk. 5. Hilf christlich leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am jüngsten Tage aufzustehn, mit dir in Himmel einzugehn. 6. Zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich: o Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. 1588. 76. Mel. Unser Herrscher, unser König. V 1. Hilf, Herr Je⸗su, laß ge⸗lin⸗gen, laß es neu⸗e Kräf⸗te brin⸗gen hilf, das neu ⸗e Jahr geht an; „daß aufs neu ich wan⸗deln kann. Neu⸗es Glück und neu⸗es Le⸗ben 2. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, so steh zur Seiten. 3. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, ib mir Buße für die Sünd; Hilf, daß sie mir nimmer schade, wol⸗lest du aus Gna⸗den ge⸗ben. sondern ich Verzeihung find, Herr, bei dir; nur du, mein Leben kannst die Sünde mir vergeben. 4. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe und voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 5. Herr, du wollest Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. Mel. Neujahr. 6. Jesu, laß mich ue Jah enden dieses angefangne Jahr, stehe bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. trage stets mich auf den Händen, Johann Rist 1607-1667. 77. Nun laßt uns Gott dem Herren. 1. Nun laßt uns gehn und tre⸗ten mit Sin⸗gen und mit Be⸗ten zum — 4 7 ů 2 W6 L + ............ —.———— E — Herrn, der un⸗serm Le⸗ben bis hie⸗her Kraft ge⸗ 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen, 3. durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: 5. also auch und nicht minder läßt Gott uns, seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue, Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden. x 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen. 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 5* 68 14. Und endlich, was das meiste füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 5 Gott, sei Lob ge⸗sun⸗ gen, 2. Der du mich hast erbauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück vertrauet, du bist und bleibst mein Teil. Du hast mich wohl erhalten, du bist mein fester Trost; dich laß ich ferner walten, wenn mich die Not anstößt. Mein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich; gib, daß ich nichts verübe, was irgend wider dich. Dir ist mein Will ergeben, la er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, und, Herr, ich wills auch tun. Soll mich die Armut drücken, ich will dabei beruhn. Reujahr. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, dr und der Christenschare zum selgen neuen Jahre. Paul Gerhardt 1607—1676. 78. Mel. Balet will ich dir geben. 1. Durch Trauern und durch Pla⸗gen, durch Not, durch Angst und Pein, durch Hoffnung und durch Kla⸗gen, durch Sor⸗gen groß und klein bin ich, gott ⸗lob, ge⸗ drun⸗gen; dies Jahr ist nun da⸗ hin: dir, be⸗wegt ist Herz und Sinn. Soll mich Verfolgung plagen, ja, Herr, befiehl du mir. Soll ich Verachtung tragen, ach ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen leben, Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in Angsten schweben, mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krantheit leiden, ich will gehorsam sein. Soll ich von hinnen scheiden, Herr, dein Will ist auch mein. 6. Heut ist das Jahr beschlossen; Herr, deine Gnad sei heut auf mich neu ausgegossen, mein Herz werd auch erneut. Laß ich die alten Sünden, so werd ich, Gott, bei dir auch neuen Segen finden; dein Wort verspricht es mir. Gottfried Wilhelm Sacer 1635—1699. Neujahr. 79. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o ineine Seele.) —— 1 +— Z.IIT E III —2 H— 2—2— + JZ.— + 2— 2—.86 28283.3——.+—.—4 EE 2.——.— E 1.3..———. II —— 1. A⸗ber⸗mal ein Jahr ver⸗flos⸗sen! Nä⸗her zu der E-⸗wig⸗keit! Wie ein Pfeil wird ab⸗ge⸗schos⸗sen, so ver⸗ge⸗het mei⸗ne Zeit. 4 29 +—E LI* 7+— H S ervxx. ...........— Treu⸗er Herr, Gott Ze⸗ba⸗oth, un⸗ver⸗ än⸗der-li⸗cher Gott, ———.—.— E— LI 4 2 411 SII +2 +—EI E————— + E— ——. Ii—. E+E.— 2F3.3.— H 1.23.—.— S... 1——... II ach was soll, was soll ich brin⸗gen, dei⸗ner Langmut Dank zu sin⸗ gen? 2. Ich erschrecke, mächtges Wesen, Angst und Furcht bedecket mich; denn ich bin noch nicht genesen, noch nicht ganz gewandt auf dich. Heilig! heilig! heiliger, dehe Seraphinen⸗Herr! ehe mir, ich muß vergehen; denn wer kann vor dir bestehen? 3. Aber du bist auch sanftmütig, o getreues Vaterherz; in dem Bürgen bist du gütig, der gefühlt des Todes Schmerz. Steh ich nicht in deiner Hand angezeichnet als ein Pfand, so du ewig willst bewahren vor des alten Drachen Scharen? 4. Auf, mein Herz, gib dich denn wieder ganz dem Friedensfürsten dar; opfre dem der Seelen Lieder, welcher krönet Tag und Jahr. Fang ein neues Leben an, das dich endlich führen kann mit Verlangen nach dem Sterben, da du wirst die Kron ererben. 5. Soll ich denn in dieser Hütten mich ein Zeitlang plagen noch, so wirst du mich überschütten mit Geduld, das weiß ich doch. Richte denn dein Herz auf mich; Jesu Christe, du und ich wollen ewig treu verbleiben und von neuem uns verschreiben. 6. An dem Abend und am Morgen, o mein Rat, besuche mich. Laß der Heiden Nahrungssorgen nimmer scheiden mich und dich. Prüf mich jeden Augenblick, gib, daß ich mein Haus beschick, daß ich wache, bet und flehe, ehe denn ich schnell vergehe. Joachim Reander 1650—1680. 80. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. RE ö 1.—— 1 . n n E 1..—— 2 EFrr——————5 2.2... e ee +2— He—* 2—...—.— 2—.—— AV 12— 4— 1. Gott⸗lob, ein Schritt zur zu dir im Fort⸗gang die E⸗wig⸗keit ist a⸗ ber⸗-mals vo ⸗ser Zeit mein Herz sich sehn⸗li en⸗ det; wen⸗det, o Quell, dar⸗aus mein Le⸗ben fließt und al⸗le Gna⸗de sich er ⸗ gießt in mei ⸗ ne Seel zum Le⸗ 2. dich darf den Bräutgam nennen, Ich zähle Stunden, Tag und u du, o teurer Lebensfürst, und wird mir allzu lange, dich dort mit mir vermählen wirst bis es erscheine, daß ich gar, und mir dein Erbe schenken. o Leben, dich umfange, damit was sterblich ist an mir verschlungen werde ganz in dir, Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, und ich unsterblich werde. daß sich das Jahr geendet, 3 und also auch von dieser Zeit 3. ein Schritt nochmals vollendet, Vom Feuer deiner Liebe glüht und schreite hurtig weiter fort, mein Herz, daß sich entzündet, bis ich gelange an die Pfort was in mir ist, und mein Gemüt Jerusalems dort oben. sich so mit dir verbindet, daß du in mir und ich in dir, 8. und ich doch immer noch allhier Wenn auch die Hände lässig sind will näher zu dir dringen. und meine Kniee wanken, so biet mir deine Hand geschwind 4. sin meines Glaubens Schranken, O daß du selber kämest bald! damit durch deine Kraft mein Herz Ich zähl die Augenblicke. sich stärke, und ich himmelwärts ch komm, eh mir das Herz erkalt ohn Unterlaß aufsteige. und sichs zum Sterben schicke; komm doch in deiner Herrlichkeit, 9. schau, deine Braut hat sich bereit't: Geh, Seele, frisch im Glauben dran die Lampen sind geschmücket. und sei nur unerschrocken; — laß dich nicht von der rechten Bahn 5. die Lust der Welt ablocken. Doch sei dir ganz anheimgestellt So dir der Lauf zu langsam deucht, die rechte Zeit und Stunde, so eile wie ein Adler fleugt wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt. mit Flügeln süßer Liebe. daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, O Jesu, meine Seele ist daß ich dir komm entgegen. zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit: ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe. August Hermann Francke 1663—1727. 6. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann 5 2 Jesu soll und da s mack unse Sein woll Neujahr. 81. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. e—.. 51 .E 18 ———————— 1. Je⸗sus soll die Lo⸗sung sein, da ein neu⸗es Jahr er⸗schie nen; Je⸗su Na⸗me soll al ⸗lein de⸗nen zum Pa⸗nie ⸗re die ⸗ nen, 1—— — n., Ie.. mi——— + +——— 3—— die in sei⸗ nem Bun⸗de stehn und auf sei⸗nem We⸗ge gehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort soll in seinem Zion schallen: und so oft wir nach dem Ort, da sein Name thronet, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. 3. Sein Versühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zuteil, wird sich täglich bei uns mehren. Auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. x 4. Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns zum Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. Benjamin Schmolck 1672—1737. 82. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. Q— Ul E— ö——— 7— EEEEEEEEEEEE ö *— +— + 1. Das Jahr geht still zu En-de, nun sei auch still, mein Herz. In Got⸗tes treu⸗e Hän⸗de leg ich nun Freud und Schmerz 4 4. 25—54 3 e nn Ler de —.— Se Ban a.,„n, L n d und was dies Jahr um⸗schlos⸗sen,! vas Gott der Herr nur weiß, die 4— 4— e, dee renexr. ——— 2.—— 8—.—— —*—...— 7*—— 0—— Trä⸗ nen, die ge⸗flos⸗ sen, die Wun⸗den bren⸗nend heiß. 2 So manches Aug gebrochen, Warum es so viel Leiden, so kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? und mancher Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— du armes Herz, warum? 7² 3. Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins Feld, dort werden wir uns freuen im selgen Himmelszelt; wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vaterhaus und wissens: die geschieden, die ruhen dort schon aus. Epiphanias. 5. O das ist sichres Gehen durch diese Erdenzeit: nur immer vorwärts sehen mit selger Freudigkeit; wird uns durch Grabeshügel der klare Blick verbaut, Herr, gib der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut. 6. Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden so öde, so allein, o laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein. Eleonore von Reuß 1835—1903. 5. Epiphanias. 83. Mel. Valet will ich dir geben. S 1. O Kö⸗nig al⸗ler Eh⸗ren, Herr Je⸗ su, dein Reich soll e⸗ wig wäh⸗ren, i Da⸗vids Sohn, im Him⸗mel ist dein Thron; — 5—.— ————— 25.. eit dein ........———— Reich be-⸗ kannt mög wer⸗den lig zur See len Se ⸗ lig ⸗keit. 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt. Der Stern auf dich hinweiset, prangst nicht auf einem Rosse, dazu das göttlich Wort; trägst keine güldne Kron, drum man dich billig preiset, thronst nicht im festen Schlosse; daß du bist unser Hort. hier hast du Spott und Hohn. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld, 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güte triumphieret und dein Gerechtigkeit. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf; dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf. Epiphanias. 73 Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren: rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden sein meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Behm 1557—1622. 84. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. bin i,, bir, sri.,e er UUI. 0 0 1. O Je⸗su Chri⸗ste, wahres Licht, er⸗leuch⸗te, die dich kennen nicht, und 1.— 2 2„ de ee vn SSeeeeEeEEEEEEeE. — brin⸗ge sie zu dei⸗ner Herd, daß ih-re Seel auch se⸗lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, die im Irrtum verführet sein, auch die, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwundt Gewissen heil, laß sie am Himmel haben teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Johann Heermann 1585—1647. 85. Luk. 1, 78. 79. Mel. Unser Herrscher, unser König. 22 2— N F——, nd Due Merrmn minin In-ee. ER— e M-Sr-Sarn nir.„ in aen—— EE +— +— 2—4——.—— II —. a 1. Wer⸗de licht, du Stadt der Hei⸗den, und du, Sa⸗lem, wer⸗de licht;⸗ schau⸗e, welch ein Glanz mit Freu⸗den ü⸗ber dei⸗nem Haupt anbricht! Gott hat de-⸗ rer nicht ver⸗ges⸗sen, die im Fin⸗stern sind ge⸗ses⸗sen. 2. unsern Tritt macht ungewiß; Gottes Rat war uns verborgen, Jesu, deine Lieb und Segen seine Gnade schien uns nicht; leuchten uns auf unsern Wegen. Klein und Große mußten sorgen, x 5. ledem fehlt es an dem Licht, en Erscheinung müß erfüllen mein Gemüt in aller Not, dein Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod; Herr, in Freuden und im Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. 3 Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles übrig blieben. 6. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist 1607—1667. 4. Jesu, reines Licht der Seelen, du vertreibst die Finsternis, die in dieser Sündenhöhlen 86. Luk. 2, 25—32. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Herr Je⸗su, Licht der Hei⸗ den, der Frommen Schatz und Lieb, wir kom⸗men jetzt mit Freu⸗den durch dei⸗nes Gei⸗stes Trieb in die⸗sen dei⸗nen Tem⸗pel und Si ⸗ me⸗ ons Ex ⸗em⸗ pel dich gro⸗ßen Gott all-hier. ö— vergönnst noch heutzutage, 2. Herr, an Jedent Bei. daß man dich gleicherweis dahin du dich verbunden wis hier der run 2. durch dein Verheißungswort, wie hier der fromme Greis. 2. Er m bis d und so ka weil glänz Denn da er seine die in seine in de — nen 667. Epiphanias. 3. 5. Sei unser Glanz in Wonne, Ja, ja, ich hab im Glauben, ein helles Licht in Pein, mein Jesu, dich geschaut: in Schrecken unsre Sonne, kein Feind kann dich mir rauben, im Kreuz ein Gnadens schein, wie heftig er auch dräut. in Zagheit Glut und Feuer, Ich wohn in deinem Herzen, in Not ein Freudenstrahl, und in dem meinen du, in Krankheit ein Befreier, uns scheiden keine Schmerzen, ein Stern in kein Angst, kein Tod dazu. 6. Herr, laß auch 288 gelingen, Hier will es oft mir scheinen, daß einst wie Simeon du sähst mich strafend an, ein jeder Christ kann singen daß ich vor Angst und Weinen den schönen Schwanenton: dich kaum erkennen kann; Mir werden nun mit Frieden dort aber wirds geschehen, die Augen zugedrückt, daß ich von Angesicht nachdem ich schon hienieden bei Angesicht soll sehen den Heiland hab erblickt. dein immer klares Licht. Johann Franck 1618-1677. 1 V Matth. 2, 1—12. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. HE ¹ ———n +————H—— 2——.=.—.——— 1. Wer im Her⸗zen will er⸗-fah⸗ren und dar um be⸗mü⸗het ist, wnr.* ttt.bhWhnů daß der Kö⸗nig Je⸗-sus Christ sich in ihm mög of-fen-ba⸗ren, et x—— ——.—— ESIETE —.—..— v—— 2— 4 2—.— 222..— der muß su⸗chen in der Schrift, bis er die-sen Schatz an⸗trifft 2. 4. Er muß gehen mit den Weisen, Jesu, laß mich auf der Erden bis der Morgenstern aufgeht sonst nichts suchen als allein, und im Herzen stillesteht; daß du mögest bei mir sein so kann man sich selig preisen, und ich dir mög ähnlich werden weil des Herren Angesicht in dem Leben dieser Zeit glänzt von Hri Recht und Licht. und in jener Lne Denn wo Jesus ist geboren, So will ich mit allent Weisen, da erweiset sich gar bald die die Welt für Toren acht't, seine göttliche Gestalt, dich anbeten Tag und Nacht die im Herzen war verloren; und dich loben, rühmen, preisen, seine Klarheit spiegelt sich liebster Jesu, und vor dir in der Seele kräftiglich. christlich wandeln für und für. Laurentius Laurenti 1660—1722. Passion. Matth. 2, 11. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht 1. Je⸗ su, gro⸗ßer Wunderstern, der aus Jakob ist er und ⸗schie-nen, mei⸗ne See⸗le will so gern dir an deinem Fe⸗ste die ⸗ nen: nimm doch, nimm doch gnä-dig an, was ich Ar⸗mer schen⸗ken kann. 24. jihn zu opfern vor dir liegen; Rimm das Gold des Glaubens hin, wenn ich bete, nimm es auf wie ichs von dir selber habe und sprich Ja und Amen drauf. und damit beschenket bin, ö so ist dirs die liebste Gabe; ö 4. Ni yrrhen bitt Reu: laß es auch bewährt und rein Nimm die Myrrhen bittrer Reu —— ach mich schmerzet meine Sünde: in dem Kreuzesofen sein. aber du bist fromm und treu, 3 daß ich Trost und Gnade finde Nimm den Weihrauch des Gebets, und nun fröhlich sprechen kann: laß ihn gnädig dir genügen; Jesus nimmt mein Opfer an. Herz und Lippen sollen stets Erdmann Neumeister 1671—1756. 6. Passiou. er⸗barm dich un ser 2. O Lamm Got⸗ tes, der du tru⸗gest der Welt Sün ⸗⸗den, —2 er⸗barm dich un ⸗ ser al„ ler! ——— 4— 1 LEI E .—— ZSZ.... + +——..—. 2.— — I——.—.—— E 2..——.— E*—. DA 1 —I* +7 3. O Lamm Got tes, der du tru⸗gest der Welt Sün ⸗⸗ den, I ö II ** II + V V ver⸗leih uns dei ⸗ nen Frie ⸗ den! H* 4 4.— 4.— ED— s B, Mri, xs. — 457 e en den—33. 2—— 1. Christe, du LammGottes, der du trägst die Sünd der Welt, er⸗ 2. Christe, du LammGottes, der du trägst die Sünd der Welt, er⸗ — S S S IIIII... barm dich un⸗ser! barm dich un⸗ser! . 3. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes, der du trägst die 3 vn Lain inmin E H————.——2 Eu r.— 7+ d. 4* J.— — SSSDDDDEDSI — Sünd der Welt, gib uns dei⸗nen Frie⸗den! A⸗-men, A⸗men, A ⸗ men. Das deutsche Agnus Dei. 158383. 91. —8 I —— 12 2 5 N ————————— ESEEE—— unt— 4 1. O Lamm Got⸗tes, un⸗schul⸗ dig am Stamm des Kreu⸗zes ge⸗ all⸗ zeit er⸗ fun⸗ den gdul-dig, wie-wohl du wa⸗rest ver⸗ I IL + + 1— I 2— ir, re ꝛ——— FEEUEEDET Ee — I + I EI I 1 1+— 1 D.. 4- oi nir. hman 40.— —:! —* schlachtet, ach⸗tet: all Sünd hast du ge⸗ tra⸗ gen, sonst müß⸗ten wir ver⸗ barm dich un⸗ser, o 2 O Lamm Gottes, unschuld am Stamm des Kreuzes ges allzeit erfunden gduldig, wiewohl du warest verachtet: all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen, erbarm dich unser, o Jesu! 3. O Lamm Gottes, uns lachtet. am Stamm des Kreuz allzeit erfunden gduldig, wiewohl du warest verachtet: all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen, gib uns dein Frieden, o Jesu! Nikolaus Decius 4 1541. Mel. Christus, der uns selig macht. all Un⸗tu⸗gend da⸗-für, wie⸗wohl arm und schwach, dir Dank⸗op⸗ fer schen⸗ken. Michael Weiße 4 1534. fan⸗gen und ge⸗bo⸗ren sind, hat gebracht uns al⸗le Not Chrit unser hätte ewig Chrif Chri Kyri Sold väter des 41. 4 4 2 n — 2— + III +* 4 TsuN — I Not, daß wir un⸗ter⸗wor⸗fen sind dem ew⸗gen Tod. Ky⸗ri⸗e e⸗ 0 0 — 0 le⸗i⸗son, Chri⸗ste e⸗ 2. So nicht wäre kommen Christus in die Welt und hätt angenommen unser arm Gestalt, hätten wir sein müssen ewiglich in Not; Christ hat sich gegeben für uns in den Tod. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! voterlichr 61 Gnad und väterliche Gunst hat uns Gott erzeiget lauter gar umsonst; des solln wir uns trösten son, Ky⸗ri⸗e e⸗ le⸗i ⸗ son! gegen Sünd und Tod und nicht gar verzagen vor der Hölle Glut. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! 4. Darum wolln wir loben, danken allezeit dem Vater und Sohne und dem heilgen Geist; bitten, daß sie treiben all Not von uns fort, und daß wir stets bleiben bei sein'm heilgen Wort. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison! Hermann Bonn 1504—-1548. 94. Mel. O Zesu Christ, meins Lebens Licht. ,—.— L.—.—.— ——————— Heri. 2—5— EV 2 2.——.29— 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗su Christ, daß du für uns ge⸗ 1— A ————— EI öꝑꝑPSBPꝑPBPIPIIPIPIEIIII ERRRE—— dn. 2 7 2— 1— stor ben bist und hast uns durch dein teu ⸗res Blut ge⸗ ——...——— f— 2—*—4 Arrn 2 H macht vor Gott ge⸗recht und gut. 8⁰ 2. Wir bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch deine heilgen Wunden rot, erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand Passion. und reich uns dein allmächtge Hand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein; 4. und schöpfen draus die dsen nicht, daß du uns werdst verlassen ni t, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer 4 1600. 95. 1. Herz⸗lieb⸗sfter Je⸗su, was hast du ver⸗bro⸗chen, daß man ein XI — E——— ———.—— solch scharf Ur⸗-teil hat ge⸗ spro⸗chen? Was ist die Schuld, in + was für Mis ⸗ se ⸗ ta ⸗ ten 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und ver⸗ zöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach meine Sünden haben dich ge⸗ schlagen! Ich, ach Herr Jesu, habe dies ver⸗ uldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese rafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. [der Herr gefangen. 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider Gott miß⸗ handelt, der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, 6. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marter⸗ straße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 7. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es aus⸗ zudenken, was dir zu schenken. Ich k wom Wie im 2 Doch wenn daß mit Weil fest so g zum Alsd aus 8. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu ver⸗ gleichen. Wie kann ich dir denn deine Liebes⸗ taten im Werk erstatten? 2. Doch ist noch etwas, das dir ange⸗ nehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. 10. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 11. Alsdann so werd ich deine Huld be⸗ trachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, Passion. 8¹ bemühen werd ich mich, Herr, deinen stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen keinKreuz nicht achten, keine Schma noch Plagen, nichts von Rersolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 13. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schatzen, wirst du es doch eber 200 beiseite in Gnaden wirst—3 dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehren⸗ krone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann Heermann 1585—1647. 96. Mel. Der am—j ist meine Liebe. SEEE—2—— 1. Je⸗su, dei⸗ne tie⸗sen Wunt⸗ den, dei⸗ 9 ne Qual und bitt⸗rer Tod e⸗ben mir zu al⸗len Stun⸗ den Trost in Leibs⸗ und See⸗len⸗not; fällt mir et⸗was Ar⸗ges ein, dei⸗ ne Pein, denk ich bald an —— SDSSSSS ——..———— 4—— die er⸗lau⸗bet mei⸗nem Her⸗zen mit der Sün⸗de nicht zu scher⸗zen. 0 8²2 Passion. 2. Deines Trostes Süßigkeit Will sich denn in Wollust weiden wendt in mir das bittre Leid, mein verderbtes Fleisch und Blut, der du mir das Heil erworben, so gedenk ich an dein Leiden, da du für mich bist gestorben. bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir Auf dich heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. D. setz ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht: dein Tod hat den Tod zerhauen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, 3. Will die Welt mein Herze führen bringet mir Trost, Schutz und Heil: auf die breite Sündenbahn, deine Gnade wird mir geben da nichts ist denn Jubilieren, Auferstehung, Licht und Leben. alsdann schau ich emsig an 6. deiner Marter Zentnerlast, Hab ich dich in meinem Herzen, 19 tan lich in Anda Hrsoteib 4 Brunn aller Gütigkeit, o kann ich in Andacht bleiben so empfind ich keine Schmerzen alle böse Lust vertreiben. I ö 4. Ich verberge mich in dich: Ja für alles, was mich kränket, welch Feind kann verletzen mich? geben deine Wunden Kraft; Wer sich legt in deine Wunden, wenn mein Herz hinein sich senket‚ der hat glücklich überwunden. schöpf ich neuen Lebenssaft. Johann Heermann 1585—1647. 97. Mel. Nun laßt uns den Leib begraben. — + ed Fa sias i ane m„ ————.— — 1. Der du, Herr Je⸗su, Ruh und Rast in deinem Grab ge-hal⸗ten hast: gib, EEE daß wir in dir ru⸗ hen all, und un-ser Le-ben dir ge⸗fall. —.— — ——— 2. 3. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, Wir danken dir, o Gotteslamm, die du erkauft mit deinem Blut, getötet an des Kreuzes Stamm: und führ uns in des Himmels Licht laß ja uns Sündern deine Pein zu deines Vaters Angesicht. ein Eingang in das Leben sein. Georg Werner 1589—1643. 98. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn —04 14.— e danen v n—— EE — 25— 1. Wenn mei⸗ne Sünd mich krän⸗ken, o mein Herr Je⸗su Christ, so laß mich wohl be-den-ken, wie du ge⸗stor-ben bist 2— im letzten Kampf und Streit. Passion. 83 und al ⸗le mei⸗ ne Schul⸗-den⸗last am Stamm des heil⸗gen Kreu⸗zes auf dich ge⸗nom⸗men hast. die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wer es betrachtet recht: wieviel es dich gekostet, es hat sich martern lassen daß ich erlöset bin. der Herr für seine Knecht; 6. es hat sich selbst der wahre Gott Mein Kreuz und meine Plagen, für mich verlornen Menschen sollts auch sein Schmach und Spott, gegeben in den Tod. hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 2. O Wunder ohne Maßen, Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden 1. Je⸗su, mei⸗nes der du dich für mich ge⸗ ge⸗ben das äu⸗ ßer⸗ste Ver⸗der⸗ben, nur daß ich nicht möch⸗te ster⸗ben: — Le⸗bens Le⸗ben, Je⸗su, mei⸗nes To⸗des Tod, 7. Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius 1601—1673. in die tief⸗ste See⸗len⸗not, —.———— — + . —— * III 4 +* I III —— 4727809— tau⸗send⸗, tau⸗send-mal sei dir, lieb⸗ster Je-⸗ su, Dank da⸗für. ö 2 daß ich möchte trostreich prangen, Du, ach du hast ausgestanden hast du sonder Trost gehangen. Lästerreden, Spott und Hohn, Tausend⸗, tausendmal sei dir, ö Speichel, Schläge, Strick und Banden, liebster Jesu, Dank dafür. du gerechter Gottessohn, 6. x nur mich Armen zu erretten Du hast dich mit Not bedecket, ö von des Teufels Sündenketten. hast gelitten mit Geduld, Tausend⸗, tausendmal sei dir, 6 j 4 gar den herben Tod geschmecket, liebster Jesu, Dank dafür. um zu büßen meine Schuld; 4 daß ich würde losgezählet, Du hast lassen Wunden schlagen, hast du wollen sein gequälet. dich erbärmlich richten zu, Tausend⸗, tausendmal sei dir, um zu heilen meine Plagen, liebster Jesu, Dank dafür. ö um zu setzen mich in Ruh; ach du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut, dein Tod meinen Tod versüßet; es kommt alles mir zugut. 4. Dein Verspotten, dein Verspeien Man hat dich sehr hart verhöhnet, muß zu Ehren mir gedeihen. dich mit großem Schimpf belegt, Tausend⸗, tausendmal sei dir, gar mit Dornen dich gekrönet: liebster Jesu, Dank dafür. was hat dich dazu bewegt? ö Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für alle deine Not: für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod; 5. für dein Zittern, für dein Zagen, Du hast wollen sein geschlagen, für die tausendfachen Plagen, zu befreien mich von Pein, für dein Angst und tiefe Pein fälschlich lassen dich anklagen, will ich ewig dankbar sein. daß ich möchte sicher sein; Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 2 * I I I e L 2 — I — E — + Eee 12.—— ö IXI —4 — =tra⸗gen. Passion. 2. O süßer Mund, o Glaubensgrund, wie bist du doch zerschlagen! hat dadurch das Himmelreich Alles, was auf Erden lebt, uns aus Lieb erworben. muß dich ja beklagen. 3. 6. O selig ist zu jeder Frist, der dieses recht bedenket, da du durch die Missetat wie der Herr der Herrlichkeit warest ganz vernichtet. wird ins Grab gesenket. 4. 7. Dein Bräutigam, O Jesu, du das Gotteslamm, mein Hilf und Ruh, liegt hier mit Blut beflossen, ich bitte dich mit Tränen: welches er ganz mildiglich hilf, daß ich mich bis ins Grab hat für dich vergossen. möge nach dir sehnen. Johann Rist 1607—1667. O große Not! Der Herr ist tot: am Kreuz ist er gestorben; O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses angerichtet, 101. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 9§·—.— 2—.——.— 2— 557,—————— 1. Ein Lämm⸗lein geht und trägt die Schuld der Welt und es geht und trä⸗ get in Ge⸗-duld die Sün-den 2 I ——. ih ⸗- rer Kin⸗ der, 93 06 5 al ⸗ler Sün der; es geht da- hin, wird matt und krank, ——— —— 2 ATT— 2——.—.... e— 12— 12— E er⸗gibt sich auf die Wür⸗ge-bank, ent⸗zieht sich al ⸗len ——5 7 2—..— r ren denre. —— 2—— 7—— 7 +I—6 2 23—.—3 **** 1—. 1 I V Freu⸗den; es an Schmach, Hohn und Spott, Angst, nim⸗met — 1„——* I=E= + E 2J—* ——*———8 Ei L S Dul. *— 2—56 + E + 2———— Ne 2 Wun⸗den, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: Ich wills gern lei⸗den. 86 Passion. 2. 5. Das Lämmlein ist der große Freund Ich will von deiner Lieblichkeit und Heiland meiner Seelen; bei Nacht und Tage singen, den, den hat Gott zum Sündenfeind mich selbst auch dir zu aller Zeit und Sühner wollen wählen. zum Freudenopfer bringen; ö „Geh hin, mein Kind, und nimmmein Bach des Lebens soll sich dir dich an und deinem Namen für und für der Kinder, die ich ausgetan in Dankbarkeit ergießen; zur Straf und Zornesruten; und was du mir zugut getan, die Straf ist schwer, der Zorn ist groß: das will ich stets, so tief ich kann, du kannst und sollst sie machen los in mein Gedächtnis schließen. durch Sterben und durch Bluten.“ 6. Erweitre dich, mein Herzensschrein, „Ja, Vater, 1a von Herzensgrund, du sollst ein Schatzhaus werden leg auf, ich will dirs tragen; der Schätze, die viel größer sein mein Wollen hängt an deinem Mund,‚, als Himmel, Meer und Erden. mein Wirken ist dein Sagen.“ Weg mit den Schätzen dieser Welt O Wunderlieb, o Liebesmacht! und allem, was dem Fleisch gefällt! Du kannst, was nie kein Mensch Ich hab ein Beßres funden: ö —8— gedacht, mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ö Sott seinen Sohn abzwingen. ist dieses, was geflossen ist O Liebe, Liebe, du bist stark: aus deines Leibes Wunden. ö du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. 7. Wenn endlich ich soll treten ein 4. ines Peiches in deines Reiches Freuden, Mein Lebetage will ich dich so soll dein Blut mein Purpur sein, ain meanenn Hinn nicht lassen, ich will darein mich kleiden; ö dich will ich stets, gleichwie du mich,es soll sein meines Hauptes Kron, mit Liebesarmen fassen. ů 2 3— ů9 in welcher ich will vor den Thron Du sollst sein meines Herzens Licht, des höchsten Vaters gehen und wenn mein Herz in Stücke brichtPund dir, dem er mich anvertraut, sollst du mein Herze bleiben. als eine wohlgeschmückte Braut Ich will mich dir, mein höchster an deiner Seite stehen. ö Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum Paul Gerhardt 1607—1676. beständiglich verschreiben. 102². Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 2— aupt voll Blut und Wun⸗den, voll Schmerz und vol⸗ ler Hohn, 1. O H o Haupt, zum Spott ge⸗bun⸗den mit ei ⸗ ner Dor⸗nen⸗kron, Passion. 4 + II * 12 EI— I S..................I...I.I.I..III I I it ö.—* 7 a ⸗ber höchst ver-höh-net, ge⸗ grü⸗ßet seist du mir! — 3 2. wenn dein Haupt wird erblassen ö Du edles Angesichte, im letzten Todesstoß, voll Huld und Freundlichkeit alsdann will ich dich fassen ann ö und dennoch im Gerichte in meinen Arm und Schoß. geschlagen und verspeit, 7 wie bist du so erbleichet!— 2 Wer hat dein Augenlicht, Es dient zu meinen Freuden ein, dem sonst kein Licht mehr gleichet, und tut mir herzlich wohl, ö so schändlich zugericht't? wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll: 3. ach möcht ich, o mein Leben, elt Die Farbe deiner Wangen, an deinem Kreuze hier illt! der roten Lippen Pracht mein Leben von mir geben, ö ist hin und ganz vergangen; wie wohl geschähe mir! rist, ö des blassen Todes Macht 8 hat alles hingenommen, ö at alles hingerafft, Ich danke dir von Herzen, und daher bist du kommen o Jesu, liebster Freund, ‚ von deines Leibes Kraft. für deine Todesschmerzen, da dus so gut gemeint. 4. Ach' gib, daß ich mich halte An, Nun, was du, Herr, erduldet, zu dir und deiner Treu, ist alles meine Last, und wenn ich nun erkalte, +.,. ich hab es selbst verschuldet, in dir mein Ende sei. on was du getragen hast; 0 schau her, hier steh ich Armer, ‚ t, der Zorn verdienet hat, Wenn ich einmal soll scheiden, gib mir, o mein Erbarmer, so scheide nicht von mir; den Anblick deiner Gnad. wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; . wenn mir am allerbängsten Erkenne mich, mein Hüter, wird um das Herze sein, mein Hirte, nimm mich an! so reiß mich aus den Angsten Von dir, Quell aller Güter, kraft deiner Angst und Pein. ist mir viel Guts getan: 10 dein Mund hat mich gelabet ö 5—— mit Milch und süßer Kost, Erscheine mir zum Schilde, dein Geist hat mich begabet zum Trost in meinem T ö mit mancher Himmelslust. und laß mich sehn dein Bilde x in deiner Kreuzesnot. 6. Da will ich nach dir blicken, Ich will hier bei dir stehen, da will ich glaubensvoll ö verachte mich doch nicht; fest an mein Herz dich drücken: von dir will ich nicht gehen, wer so stirbt, der stirbt wohl. wenn dir dein Herze bricht; Paul Gerhardt 1607—1676. wil⸗lig sich be⸗ 2 wie er mit Todesschweiße und Blut ist überfüllt; aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen 3. Wer hat dich so geschlagen, so übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Übeltaten weißt du nicht. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; Passion. 103. [Oder: Mel. O Welt, ich muß dich lassen.] Heil sinkt in den Tod. Der Tritt her und schau mit Fleiße, mein Heil, und dich mit Plagen gro⸗ße Fürst der Eh⸗ren läßt du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, deinSchmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, ein Seufzer nach dem andern 99 0 1a lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld; mir lässest du dich krönen lund Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr: was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig leͤgen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch wo ich sei: es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. Ich will darin erblicken wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 12. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden ö verzeihen gern und williglich. Passion. 89 13. Ich will ans Kreuz mich schlagen mit dir und dem absagen, was meinem Fleisch gelüst't: was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, soviel mir immer möglich ist. 14. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt 1607- 1678. 104. Mel. Der am Kreuz ist meine Liebe. ꝗSSSSSIIIII 1. Sei mir tau⸗send⸗mal ge⸗ grü⸗ß Je⸗su, der du selbst ge-bü⸗ I ßet, der mich je und je e⸗liebt, ßet das, wo⸗mit ich dich be⸗trübt. LII S ——— Ach wie ist mir doch so wohl, .—— wenn ich knien und lie⸗gen sol ......... 1 7 1— + H— 47 — an dem Kreuze, da du stir⸗best und um mei⸗ne See⸗le wir⸗⸗best. 2. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Jammer setzen. Schreibe deine Lrtgen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht; laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich halten, Herr, so fest ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selber freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum und gib meiner Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauern chwinden, ich, ich tilg all deine Sünden! Paul Gerhardt 1607—1676. Passion. 105. Mel. O ZJesu Christ, meins Lebens Licht. — 1. Herr Je ⸗su Christ, dein teu ⸗res Blut ist mei⸗ner See⸗len ——— höch-stes Gut: das stärkt, das labt, das macht al-lein mein Herz von al ⸗len Sün ⸗den rein. 2. dein teures Blut, dein Lebenssaft Dein Blut, mein Schmuck, mein gibt mir stets neue Lebenskraft. 0 Ehrenkleid, 4 dein Unschuld und Gerechtigkeit Herr Jesu, in der letzten Not macht, daß ich kann vor Gott bestehn wenn 2— schreckt Teusel Höll und und zu der Himmelsfreud eingehn. Tod/ 1.. so laß ja dies mein Labsal sein: O Jesu Christe, Gottes Sohn, dein Blut macht mich von Sünden mein Trost, mein Heil, mein Gnaden⸗ i rein. thron, Johann Olearius 1611—1684. 106. Mel. Christus, der uns selig macht. . ö— wol⸗lest mir vom Him⸗mels⸗thron Geist und An⸗dacht schen-ken. ————......—.... ..........———— In dem Bil⸗de jetzt er⸗schein, Je⸗su mei⸗nem Her ⸗zen, WRRDID— SIISISEE 95— wie du, un ⸗ser Heil zu sein, lit ⸗test al ⸗le Schmer-zen. SSeeee SE—E 32399 ja —. 2. en ö 2. Gib, daß ich recht sehen mag deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Kreuzesschande, deine Geißel, Dornenkron, Speer⸗ und Nägelwunden, deinen Tod, o Gottes Sohn, der mich dir verbunden. Doch laß mich ja nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen. Ach die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde: diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue, hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue. Passion. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was mein Heiland büßen mußt mit so großem Leiden? 9. Wenn mich meine Sünde will schrecken mit der Hölle: Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle; dich und deine Passion laß mich gläubig fassen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen, — bessern Dankt ich dorten geb— Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken 1626—1681 49 8 5g— 4 — —— —574—4—.87 — 1. O du Lie⸗be mei⸗ner Lie ⸗ be, die du dich aus höch⸗stem Trie- be du er⸗wünsch te Se⸗lig⸗keit, in das jam⸗mer⸗vol⸗le Leid dei⸗nes Lei⸗dens mir zu-gu⸗te als ein Op⸗fer ein⸗ge⸗(stellt ct.t..t... I S IF—— 1 und be⸗zahlt mit deinem Blu⸗te al ⸗le Mis⸗se⸗ tat der Welt: 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, um Gottes Zorn zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt; 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen noch der strenge Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Kraft und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt; 9² Passion. 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen mich zuletzt in höchster Huld ihrem Vater überlassen, die selbst sterbend für mich bat, mir die Strafe zu erlassen, weil mich ihr Verdienst vertrat; 5. Siebe, die mit so viel Wunden gegen mich als seine Braut unaufhörlich sich verbunden und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine Schmerzen, meines Lebens Jammerpein in dem blutverwundten Herzen sanft in dir gestillet sein. 6. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz erworben, ach wie denk ich an dein Blut! Ach wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in der letzten Stunden fanft an deinem Herzen ruh! 7. Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet Herz in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil erworben: nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz 1629—1679. 108— . + EE H—.—— i E 1. Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie⸗ be, mei⸗ ne Lieb ist Je⸗sus Christ. Weg, ihr ar⸗ gen Sün⸗den⸗=trie⸗be, Sa⸗tan, Welt und Flei⸗ sches List! —— ů—— .v. n D—.—— Eu⸗re Lieb ist nicht von Gott, eu ⸗re Lieb ist gar der Tod. n. ..———.—. Der am Kreuz ist mei⸗ne Lie⸗ be, weil ich mich im Gunden ü ⸗ be. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Frevler, was befremdets dich, daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich; so ward er mein Friedensschild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du besiegst mich nicht! Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging ins Gericht! Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? Spräch ich seinem Blut nicht Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe. Schweig, Gewissen, glaube dran: Gott aus reinem Liebestriebe hat die Handschrift abgetan und mit meines Bürgen Blut sie durchstrichen mir zugut. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. Q᷑è⁊ö 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Keine Trübsal schwer und groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesu los; nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum⸗ Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. ru- hest du, o Passion. mei⸗ne 6. Der am Kreuz ist meine Liebe. Komm, o Tod, du bist mein Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seelen Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. Ahasverus Fritsch 1629—1701. 109. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid. Ruh, in dei⸗ner Gra⸗bes⸗ 2 Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken: sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 4. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, 1. Je⸗su, der du wol⸗len bü⸗ßen für die Sün⸗den al⸗ler Welt durch dein teu⸗res Blut⸗ver⸗gie⸗ßen, der du dich hast dar⸗ge⸗stellt da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. D. Gar nichts verdirbt; der Leib nur stirbt, doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. 6. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo Franck 1656—1725. 110. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Passion. ...I........I.I....... DDIDDIDIDIIIII...— S en, arr.—— ö —* n— — als ein Op⸗fer für die Sün⸗der, die ver⸗lor⸗nen A-⸗dams⸗kin⸗der, ach laß dei⸗- ne To⸗des⸗pein 2. Rette mich durch deine Plagen, wenn mich meine Sünde plagt. Laß, ach laß mich nicht verzagen, weil du selbst für mich gezagt. Hilf, daß mich dein Angstschweiß kühle, wenn ich Drangsalshitze fühle. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 2 3. Mache mich durch deine Bande von des Satans Banden frei. Hilf, daß dein erlittne Schande meine Kron und Ehre sei. Trost der Seelen, Heil der Erden, laß mich nicht zuschanden werden. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 4. Rede durch dein Stilleschweigen, liebster Jesu, mir das Wort, wenn mich Sünden überzeugen und verklagen fort und fort, wenn mein bös Gewissen schreiet und mir mit Verdammnis dräuet. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 5. Laß mich Freudenrosen brechen, liebster Josu, meine Zier, von den D Dornen, die dich stechen; Jesu, nahe dich zu mir, kröne mich mit Huld und Gnade, daß kein Sündendorn mir schade. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. e ö............T¶ 2.I— mir ver nicht an ⸗lo- ren sein. 6. Heile des Gewissens Plagen, nimm von mir der Schmerzen Last, durch die Geißeln, die dich schlagen, die du schwer empfunden hast, daß ich böser Knecht der Sünde Satans Streiche nicht empfinde. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 7* Ach laß deine tiefen Wunden frische Lebensbrunnen sein, wenn mir alle Kraft verschwunden, wenn ich schmacht in Seelenpein. In den Abgrund deiner Gnaden senk die Schuld, die mich beladen. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 8. Ach zerbrich des Eifers Rute, ach erzeige Gnad und Huld, tilge doch mit deinem Blute meine schwere Sündenschuld, laß mich in der Angst der Sünden Ruh bei deinem Kreuze finden. Ach laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 9. Jesu, komm, mich zu befreien durch dein lautes Angstgeschrei. Wenn viel tausend Sünden schreien, stehe doch mir Armen bei; 98 mir Wort und Sprach ent⸗ fallen, laß mich sanft von hinnen wallen: laß mir deine Todespein Leben, Heil und Himmel sein. 1699 den, iden 9 Passion. 111. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. ———————— schau die Lie⸗be, die ihn 2 Ob dich Jesus liebt von Herzen, kannst du hier am Kreuze sehn: schau, wie alle Höllenschmerzen ihm bis in die Seele gehn; Fluch und Schrecken ihn bedecken, höre doch sein Klaggetön. Dies sind meiner Sünden Früchte, die, mein Heiland, ängsten dich; dieser Leiden schwer Gewichte sollt zum Abgrund drücken mich; diese Nöten, die dich töten, sollt ich fühlen ewiglich. 4. Doch du hast für mich besieget Sünde, Tod und Höllenmacht, Gottes ewgem Recht genüget, seinen Willen ganz vollbracht und mir eben zu dem Leben durch dein Sterben Bahn gemacht. 5. Ach ich Sündenkind der Erden! Jesu, stirbst du mir zugut? Soll dein Feind erlöset werden durch dein eigen Herzensblut? Ich muß schweigen und mich beugen für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder gibst du alle für mich hin: sollt ich dir nicht schenken wieder triebe zu dir aus des Va⸗ters Schoß. salles, was ich hab und bin? Ich bin deine ganz alleine; dir verschreib ich Herz und Sinn. 7. Dir will ich durch deine Gnade bleiben bis in Tod getreu. Alle Leiden, Schand und Schade sollen mich nicht machen scheu; deinen Willen zu erfüllen, meiner Seelen Speise sei. 8. Zeuch durch deines Todes Kräfte mich in deinen Tod hinein; laß mein Fleisch und sein Geschäfte mit dir angenagelt sein, daß mein Wille sanft und stille und die Liebe werde rein. 9. Laß in allen Leidenswegen deine Leiden stärken mich, daß mein Leiden mir zum Segen mag gedeihen stetiglich, daß mein Herze auch im Schmerze ohne Wanken liebe dich. 10. Wenn mich schrecken meine Sünden, wenn mich Satans List anficht, ich nicht Kraft noch Gnad kann finden, wollst du mich verlassen nicht; laß dein Sterben mir erwerben Trost im Tod und im Gericht. 96 Passion. 11. bis ich nach dem Leidensstand Jesu, nun will ich ergeben bei dir wohne, in der Krone Me meinen Geist in deine Hand: dich beschau im Vaterland. laß mich dir alleine leben, Gerhard Tersteegen 1697—1769. nic 112. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. e diren R.‚ ö 5——.— 4— 2— j·.—.—‚.——— EU———....——— 4.—— ‚ *— 1. Herr, stär⸗ke mich, dein Lei-den zu be⸗den⸗ken, mich in das —— H1E ů ——.————.—. ö 2— 2—.—— 7 2 Meer der Lie⸗be zu ver⸗ sen⸗ken, die dich be⸗wog, von x H——— — 4——— ————————————. 2——— E 2 E—— al⸗ler Schuld des Bö⸗sen uns zu er ⸗lö ⸗sen. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehor⸗ sam werden, an unsrer Statt gemartert und zer⸗ schlagen, die Sünde tragen: 3. welch wundervoll hochheiliges Ge⸗ schäfte! Sinn ich ihm nach, so räste zagen meine mein Herz erbebt, 100 Ieh und ich empfinde den Fluch der 2 Gott ist errch Rächer alles ösen, Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen: dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz Es schlägt den 6100 und mein Ver⸗ dienst danieder; es beugt mich tief und es erhebt mich wieder, entsündigt mich, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, mit dankendem müte O Herr, FR IIIRN verliere mich Ge⸗ in deine Güte. 7 Sie übersteigt die menschlichen Ge⸗ danken. d Allein sollt ich darum im Glauben st wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sich 1 unterwinden, d Gott zu ergründen? d 8. Das Größt in Gott ist Gnad und 9 Lieb erweisen; e uns kommt es zu, sie demutsvoll d zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns 2 Gnad erzeiget, die Gnade steiget. N 9² Passion. Du starbst für mich, nun bin ich, wenn ich sterbe, des Himmels Erbe. ienst im Glauben, nichts soll den Trost, den du er⸗ warbst, mir rauben. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 9. Mein Herz Kegreni⸗ Herr, dein Ver⸗ 113. Mel. Herr und Altster deiner Kreuzgemeine. — ws ree. —.— 4·—— n n —————— 1. Mar ⸗ter Chri⸗ sti, wer kann dein ver⸗ges⸗sen, der in dir sein Meer der Lie ⸗be, wer kann dich er⸗mes⸗sen, wer ist nicht von 4 e, .. Dien ent raunt un eee See i sen i e e Il ——— 81————— 2—————II E——— näh⸗ren, un⸗ser Ohr soll nichts je lie⸗ber hö⸗ ren; 2.— x—2— 2—3 1J——3 SSS.SS.S................. al ⸗le Ta⸗ge wird dies Bild schö-ner un⸗serm Blick ent⸗hüllt. 2 Laß vom Kreuz nur Stärkung mich Tausend Dank, du unser treuer Hirte, anwehen Leib und Seele beten an, und dein Ae een vor mir ehen, daß du unter Martern für Verirrte. sterbend hast genug getan. so geht mir bis in mein Grab Laß uns alle treulich an dir hangen,nichts an Seligkeiten ab. dich a du das heilige Verlangen, 4. dich auf deinem Thron zu sehn, Die wir uns allhier beisammen deinen Ruhm dort zu erhöhn. finden, schlagen unsre Hände ein, 3. uns auf deine Marter zu verbinden, Meine Seele, matt und schuldbeladen, dir auf ewig treu zu sein; eilt auf deine Wunden zu, und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne deinem Herzen angenehm und schöne, Gnaden sage Amen und zugleich: Trost und Labsal, Fried und Ruh. Friede, Friede sei mit euch! Christian Renatus von Zinzendorf 1727—1752. denn sie findet in dem Schoß der 11 Passion. 4. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. ——— E 653565——————— E SDIiISSSEEEEEEEEEE ———2———— 1. Laß mir die Fei⸗er dei⸗ner Lei-den, er⸗ hab⸗ner Mitt⸗ler, Sie leh⸗re mich die Sün-de mei⸗den und dir mein gan-zes —— 2————— eL ⸗e—.— E— DD‚DDDiRD en, ö—;— 2 u hei ⸗lig sein. 30 l 3 Le⸗ben weihn. Ich seh auf dich, der so ent-schlos⸗sen für rin. ö— 2 D——5.— 4— 11—.——————— —.*.— + ++ 2.——2 22—.—* 1 — 2 25.———— 1 mich die Last des Kreu⸗zes trug, der mir zum Heil sein Blut ver⸗ —3—————.— 2—.—4 N ——....— 2——0 x—— —————79—2— 2 H E 9—— 2—— gos ⸗ sen, des Herz noch 2 Wie seid ihr mir so lieb und teuer, Gethsemane und Golgatha, ihr Stätten, wo die Welt die Feier der allergrößten Liebe sah! Hier lern ich jede Tugend üben, in Not und Tod gelassen sein, hier stärkt mein Herz sich, Gott zu lieben und selbst dem Todfeind zu ver⸗ zeihn. 3. Drum in den stillsten meiner Stunden will ich nach deinem Kreuze sehn und dich, o Herr, für deine Wunden mit tief gerührtem Dank erhöhn. O laß mich deine Huld ermessen, mit der dein Herz die Welt umfaßt, und nie im Undank es vergessen, was du für mich erduldet hast. Christoph Georg Ludwig Meister 1738—1811. ster⸗bend für mich schlug. 4. Mir sollen diese Feierzeiten der größten Liebe heilig sein, still soll dein Kreuz mich stets be⸗ gleiten und jede meiner Stunden weihn. Dein Leiden sei mein höchster Segen, dein Tod mein seligster Gewinn; mein Herz schlägt dir voll Dank entgegen, daß ich durch dich erlöset bin. 5. Bleibt mir zu allen Zeiten teuer, Gethsemane und Golgatha, ihr Stätten, wo die Welt die Feier der allergrößten Liebe sah. Nach euch will ich voll Andacht chauen, wo mein Erlöser litt und starb. Heil uns, wenn wir auf dich ver⸗ trauen, der uns die Seligkeit erwarb! Passion. 115. Mel. Alles ist an Gottes Segen. — ——————— SSS....... 1. Un⸗ter tau⸗send fro⸗hen Stunden, die im Le⸗ben ich ge⸗fun⸗den, blieb nur ei⸗ ne mir ge⸗treu, ei⸗ ne, wo in tausend Schmerzen — ich er⸗fuhr in mei⸗nem Her⸗ zen, wer für mich ge⸗stor⸗ben sei. 2 Hedter alles„— stehn, ie 16 5 iebten alle nur den einen, ale Wenshen wärdem Ehrinten würden ewig ihn nur meinen, ewig ihm zur Seite stehn. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 116. Mel. Herr und Altster deiner Kreuzgemeine. 4 Il —.— 1.— 1 2——II — d.. f —————3: —.— 2— 1. Ei ⸗nes wünsch ich mir vor al ⸗lem an⸗dern, ei ⸗ne Spei⸗se selig läßts im Trä⸗nen⸗tal sich wandern, wenn dies ei ⸗ne — früh und spät;—— 3—— mit uns geht: un⸗ver⸗rückt auf ei⸗ nen Mann zu schau⸗en, — 4— ——— + II 1— SS........ der mit blut⸗gem Schweiß und To-des⸗grau⸗en auf sein Ant ⸗litz „e 25 4 +* + EEIE— nie⸗der⸗sank und den Kelch des Va⸗ters trank. 10⁰ Ostern. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des Kreuzes Stamm, wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nicht ver⸗ gessen meine Schuld und deine Huld. Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld; hattest längst nach deinem Schaf ge⸗ trachtet, eh es auf des Hirten Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein!— sprich du darauf ein Amen. Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen: das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund. Albert Knapp 1798—1864. 9 ̃ EV 2—— + E + E N 1 EIEEE 42—.———.—. 7 E.—— I—— 2——2—— ** 2 1. Christ ist er ⸗ stan ⸗ den von der Mar⸗ter al ⸗ le; * 4.— 0 —— didi: re, un, dFdnn — + I—— D 2——.—. 2 ..—.2? 2——— +*———.— des solln wir al le froh sein, Christ will un⸗ ser Trost sein. .—— ö W — 1=*—— e Hal ⸗le ⸗ lu⸗ jah. 2. Wär er nicht er ⸗ stan ⸗den, ——4 —— 1—12 I———...— 4 +— 33.———————5—— DDi — ESD——.— ———— die Welt die wär ver⸗ gan⸗ gen; seit daß er er⸗stan⸗den ist, —. ———— H —— 7 2—.— H 1—.; so lobn wir den Herrn Je⸗ sum Christ. Hal ⸗le ⸗lu⸗jah. N 3. Hal ⸗le⸗ lu⸗jah, hal ⸗le⸗ —— —— Des solln wir al⸗le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. Hal⸗le⸗lu⸗jah. Altkirchlich. 13. Jahrhundert. 118. 1. Ge⸗lobt sei Gott im höch-sten Thron, samt sei⸗ nem ein ⸗ge⸗ bor ⸗ nen Sohn, der für uns hat ge⸗ nug ge⸗tan. Hal⸗le⸗lu-⸗jah, hal⸗le⸗lu⸗jah, hal⸗le⸗lu ⸗jah! 2. verleih uns, was uns selig ist. Er ist erstanden von dem Tod, Hallelujah, hallelujah, hallelujah! hat überwunden alle Not, 4. versühnet Sünd und Missetat. Damit von Sünden wir befreit Hallelujah, hallelujah, hallelujah! dem Namen dein gebenedeit 3. frei mögen singen allezeit. Nun bitten wir dich, Jesu Christ, Hallelujah, hallelujah, hallelujah! weil du vom Tod erstanden bist, Michael Weiße 4 1534. 119. SS 2— 1. Christ lag in To⸗des⸗ ban⸗den, für uns⸗re Sünd ge⸗ge=ben, der ist wie⸗der er ⸗stan⸗ den und hat uns bracht das Le⸗ ben: des wir sol⸗len fröh⸗lich sein, Gott lo⸗ ben und ihm dank⸗bar sein Ostern. und sin⸗gen: Hal ⸗le⸗ Hal⸗le-lu⸗ jah 2. Die Schrift hat verkündet das, Den Tod niemand bezwingen konnt wie da ein Tod den andern fraß; bei allen Menschenkindern; ein Spott der Tod ist worden. das machte alles unsre Sünd, Hallelujah. kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald Hier ist das rechte Osterlamm, und nahm sich über uns Gewalt, davon Gott hat geboten, Hall uns in sein'm Reich gfangen. das ist für uns ans Kreuzes Stamm allelujah. in heißer Lieb gestorben. 3. Des Blut r er unsre Tür, Christ, unser Heiland, Gottes Sohn, das hält der Glaub dem Tode für; an unsrer Statt ist kommen nicht rührn kann uns der Würger. und hat die Sünde abgetan, Hallelujah. damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt; So feiern wir das hohe Fest da bleibet nichts denn Todsgestalt, mit Herzensfreud und Wonne, den Stachl hat er verloren. das uns der Herr erscheinen läßt; Hallelujah. er selber ist die Sonne, 4 der durch seiner Gnaden Glanz Es war ein wunderlicher Krieg, erleuchtet unsre Herzen ganz: da Tod und Leben rungen: der Sünd Nacht ist vergangen. das Leben das behielt den Sieg, Hallelujah. es hat den Tod verschlungen. Martin Luther 1483—1546. Q 120. 1. Er⸗schie-nen ist der herr⸗lich Tag, dran nie⸗mand sich gnug 3 +— —.—— ,. ** freu ⸗en mag: Christ, un⸗ ser Herr, heut tri⸗ um⸗phiert, all ——— IV ——— —— e Lamnaf Hmnm.n nren menen. mn nes Erdmnn; Hdnrn nernrr—4 — J D—*— I J—— 7—— II E..—— 1.— 1— 1 2— 1 *——7* sein Feind er ge ⸗ fan ⸗gen führt. Hal ⸗ le⸗lu ⸗jah. 2. ö 3. Die alte Schlange, Sünd und Tod, Sein Raub der Tod mußt geben her, die Höll, all Jammer, Angst und Not das Leben siegt und ward ihm Herr; hat überwunden Jesus Christ, zerstöret ist nun all sein Macht, der heut vom Tod erstanden ist. Christ hat das Leben wiederbracht. Hallelujah. Hallelujah. Ostern. 10³ 4.. 5. Die Sonn, die Erd, all Kreatur Drum wir auch billig fröhlich sein, und was betrübet war zuvor, singen das Hallelujah fein das freut sich heut an diesem Tag, und loben dich, Herr Jesu Christ; da der Welt Fürst daniederlag. Hallelujah. zu Trost du uns erstanden bist. Hallelujah. Nikolaus Herman 1 1561. tri⸗ um⸗phie-ret Got-tes Sohn, der von dem 1. Heut Tod er ⸗stan ⸗den schon, hal ⸗ le⸗lu-jah, hal ⸗le⸗lu ⸗jah, mit gro ⸗-ßer Pracht und Herr-lich-keit; des dankn wir E⸗ wig⸗keit. Hal⸗le⸗lu⸗ jah, hal⸗le ⸗lu⸗ jah. ihm in 2. Hallelujah, hallelujah. Dem Teufel hat er sein Gewalt Im Staube liegt der arge Feind, zerstört, verheert in allr Gestalt, wir aber Gottes Kinder sind. hallelujah, hallelujah, Hallelujah, hallelujah. wie pflegt zu tun ein großer Held, 5. der seinen Feind gewaltig fällt. Dafür wir danken allzugleich Hallelujah, hallelujah. und sehnen uns ins Himmelreich. Hallelujah, hallelujah. Zum selgen End Gott helf uns all, der du der Sünder Heiland bist, so singen wir mit großem Schall: hallelujah, hallelujah, Hallelujah, hallelujah. — 3 uns Den n dei Weein. 6. mit Freuden in dein Herrlichkeit. 06 Thr Hallelujah, hallelujah. Gott Vater in dem höchsten Thron, 3. O süßer Herre Jesu Christ, samt seinem eingebornen Sohn, 4. hallelujah, hallelujah, Nun kann uns kein Feind schaden dem heilgen Geist in gleicher Weis mehr, in Ewigkeit sei Lob und Preis! ob er gleich tobet noch so sehr. Hallelujah, hallelujah. 1591. Ostern 122. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 2..... TIII e, 2 n Eudr en da 2 I IEI—12— IIJ—— Ha 1. Wir dan⸗ken dir, Herr Je⸗su Christ, daß du vom Tod er⸗ 66550 e. e.— 5— e, *.— 2——— ver stan-den bist und hast dem Tod zer⸗-stört sein Macht und Ha ———.— ae I An 1— E H— 2. ¹½1 II vo H 2— 222 2——E I „Hrmür,.—4,—D....— 1 13 uns das Le⸗ben wie⸗der⸗bracht. Hal⸗le-lu⸗jah. ö H6 2. é. Wir bitten dich durch deine Gnad: Gott Vater in dem höchsten Thron, Se nimm von uns unsre Missetat samt seinem eingebornen Sohn, kei und hilf uns durch die Güte dein, dem heilgen Geist in gleicher Weis we daß wir dein treue Diener sein. in Ewigkeit sei Lob und Preis! so! ö Hallelujah. Hallelujah. He ö Thomas Hartmann, um 1604. 123.— Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. ——.—— N— Il— SS E EIE. EE......... H ů...— SieeeE..—. EE IEI 1 LI I—.— 1 L L + 1. Früh⸗mor⸗gens, da die Sonn auf⸗geht, mein Hei⸗land Chri⸗stus .— 1 2 I———— 1 I 2 2———..— I III. 1 2I— 83..— 23..— A E 1 — 1 1 2— 1 + 1 auf⸗ er ⸗steht: ver ⸗trie ⸗-ben ist der Sün ⸗den Nacht, Licht, 2. 3. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not Nicht mehr denn nur drei Tage lang verschlossen, gleich als wär ich tot, mein Heiland bleibt in Todes Zwang, läßt du mir früh die Gnadensonn am dritten Tag durchs Grab er aufgehn, nach Trauern Freud und dringt, Wonn. mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Hallelujah. Hallelujah. Ostern. 10⁵ 4. führt mich heraus mit seiner Hand; Jetzt ist der Tag, da mich die Welt wer mich will halten, wird zuschand. mit Schmach am Kreuz gefangen Hallelujah. ält; 10. drauf folgt der Sabbath in dem Erab, Lebt Ehristus, was bin ich setriigt. Lallimab und Frieden hab. Vo weiß,— ale Welt sech 9abe Wenn mir gleich alle We ürb ab: gnug, daß ich Christum bei mir hab. In kurzem wach ich fröhlich auf, Hallelujah. mein Ostertag ist schon im Lauf 11. ich wach auf durch des Herren Stimm⸗ Er nährt, er schützt, er tröstet mich; veracht den Tod mit seinem Grimm. sterb ich, so nimmt er mich zu sich Hallelujah. e er jetzt Rehe da lied bm. ‚ weil seines Leibes Glied i in. Am Kreuz läßt Christus öffentlich Hallelujah. vor 93— 9983 8 sich; 12 da er durchs Todes Kerker bricht, Dur fers 32— icht, Durch seiner Auferstehung Kraft Salemiab⸗ Menschen sehen nicht. n bn c ui. Gatt eilchnt Urch ih mi rso„ 7. Sein Reich ist nicht von dieser Welt,‚ Lalelnsa). ewgem Heil gekroͤnt. kein groß Lund ue Drig hier gefä t. 13 was arm und niedrig geht herein, Ine 5. soll ihm das Alerliebste sein Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Daneiri on Sende die ien En 8. IIn 1 10 O Wunder groß, o starker Held! Hallelujah Furcht und Traurigkeit. Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? iutan. Kein Angststein liegt so schwer auf 14. mir, 1 diesen Trost, o großer Held, er wälzt ihn von des Herzens Tür. Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Hallelujah. Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Wie tief Kreuz, Trübsal oder Pein, Hallelujah. mein Heiland greift allmächtig drein, Johann Heermann 1585—1647. 124. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. Z.— 1. O Tod, wo ist dein Sta⸗chel nun? Wo ist dein Sieg, o Was kann uns jetzt der Teu⸗fel tun, wie grau⸗sam er sich e n f.n—..—, L ZZ...———FI—3. .. E m 2 j. r Hin....—————.— sei ge⸗dankt, der uns den Sieg so ö„—— 2 5— 4 —.—.— 2—.— nin rnt 4..—— nnn— herr⸗lich hat nach die⸗sem Krieg durch Je-sum Christ ge⸗ge⸗ben! stehn wir auch auf, die Glieder. Wie sträubte sich die alte Schlang. So jemand Christi Worten gläubt, als Christus mit ihr kämpfte! im Tod und Grabe der nicht bleibt, Mit List und Macht sie auf ihn drang, er lebt, ob er gleich stirbet. jedennoch er sie dämpfte. Ob sie ihn in die Fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht: der Kopf ist ihr zertreten. 2 6. Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei; 3. derselb ihn nicht angehet. Lebendig Christus kommt herfür, Genommen ist dem Tod die Macht, den Feind nimmt er gefangen, Unschuld und Leben wiederbracht zerbricht der Hölle Schloß und Tür, und unvergänglich Wesen. Richt nist, das—— 1— Prangen. ichts ist, das in dem Siegeslauf I recnfo den starken Held kann halten auf: Der iorr Lenlhaftig werden: alls liegt da überwunden. e e Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit 4. im Himmel und auf Erden. Des Herren Rechte die behält Hier sind wir still und warten fort, den Sieg und ist erhöhet; bis unser Leib wird ähnlich dort des Herren Rechte mächtig fällt, Christi verklärtem Leibe. 205 2. 8el. 0 le, 2861 8 ö 8 od, Teufel, Hölle, Welt und Sünd 192 3 Christi Sieg gedämpfet sind, Wist dein Sia Hole? nun? ihr Zorn ist kraftlos worden. Was kann uns jetzt der Teufel tun, 5. wie grausam er sich stelle? Es war getötet Jesus Christ, Gott sei gedankt, der uns den Sieg und sieh, er lebet wieder. so herrlich hat nach diesem Krieg Weil nun das Haupt erstanden ist‚. durch Jesum Christ gegeben! (Nach Georg Weissel 1590—1635.) Justus Gesenius 1601—1673. 125. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. —0—— 1.— IIII A1 1 H14 II—*.—1 ——— 2 12..—5 I. EZE 2— I 2— H— 4.n Eirn, e, Eü 2—— EYH2 ö— 1. Der Höl⸗le Pfor⸗ten sind zer⸗stört, der Tod ist nun ver⸗ des Sa⸗tans Reich ist ganz ver⸗heert: Lob sei dir, Gott, ge⸗ — IAI—— ů ———. 2——— ů— .—— I 2 ů ——— Hium⸗ enl Der Sün⸗den Macht ist ab ⸗ ge⸗ tan, durch Ostern. 107 Chri⸗stum ist die Him⸗mels⸗bahn uns wie⸗der auf⸗ge⸗schlos⸗sen. 2. 4. Was durch des ersten Adams Schuld Drum lasset uns in Fröhlichkeit im Paradies verdorben, Herz und Gemüt erheben, das und noch mehr hat Christi Huld weil uns ist diese Gnadenzeit uns wiederum erworben. vom Himmel wiedergeben. Der starke Held aus Davids Stamm Wir haben Christi Reich und Racht 9t hat sterbend an dem Kreuzesstamm er ist hinweg, der Tag und Na die Welt mit Gott versöhnet. vor Gott uns hat verklaget. Heut ist er aus dem Grab herfür Wir werden auch nach dieser Zeit mit großer Macht gebrochen wie Christus auferstehen und stecket auf des Heils Panier, und mit ihm in die Herrlichkeit gleichwie er hat gesprochen. und Himmelsfreud eingehen. Er bringt nach wohlgeführtem Streit Denn wo das Haupt geblieben ist, uns wieder Fried und Freudigkeit da müssen auch nach kurzer Frist und alle Himmelsschätze. die andern Glieder wohnen. Michael Schirmer 1606—1673. 126. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. aus der Schlacht. Wer sei⸗ nes Rei⸗ches Un⸗ter ⸗tan, schau heu ⸗te sein Tri⸗umph⸗fest an. Hal ⸗le⸗ lu⸗ jah. 2. die vor im schwarzen Trauerkleid Vor Freuden Tal und Wald er⸗beschaut den blutgen Todesstreit. klingt, Hallelujah. ihr schor Schu ucr u die Frist 4. ihr schöner muck zu dieser Frist D jetzt nicht zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. as stille Lamm jez hpweigt. Hallelujah. sich mutig als ein Löwe zeigt; 3. kein harter Fels ihn hält und zwingt, Die Sonne sich aufs schönste schmückt Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. und wieder durch das Blaue blickt, Hallelujah. 108 5. Herr Jesu, wahrer Siegesfürst, Ostern. 6. Triumph, Triumph! Dich ehren wir wir glauben, daß du schenken wirst und wollen durch dich kämpfen hier, uns deinen Frieden, den du bracht daß wir als Reichsgenossen dort mit aus dem Grab und aus der dir folgen durch die Siegespfort. Schlacht. Hallelujah. Hallelujah. Benjamin Praetorius 1636—1674. 127. 9 4*— E—3TTT—— 2 EEHAHN ieren uieen Lnn, n dinitmun neruen., ESEE E. Ein dir-r d. .. 2— 1. Je⸗sus, mei⸗ne Zu⸗ver⸗sicht und mein Hei⸗land, ist im Le⸗ben: die⸗ses weiß ich, sollt ich nicht dar- um mich zu⸗frie⸗den ge⸗ben, I I.— 1 2— LII* +2 +—.—* II + 4——EI——.— D 2. I TSZ— 23—...—52—..— E N E 42 E ů—.—— was die lan⸗ge Jesus, er mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaͤubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. To⸗des⸗-nacht 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; dieses weiß ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Ob dies Aug im Tode bricht, werd ich meinen Heiland kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan. mir auch für Ge⸗ dan⸗ken macht? 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen; hier geh ich natürlich ein, dort da werd ich geistlich sein. 7. Seid getrost und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder! Gebt nicht statt der Traurigkeit: sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn einst die Posaune klingt, die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen! Denn ihr sollt euch aus der Gruft eurem Heiland zugesellen; dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 9. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. 1653. ir 20 12 Luk. 24, Mel. Ostern. 8. 13—35. Alle Menschen müssen sterben. DDD E .SSSS. 1. Zween der Jünger gehn mit Seh⸗ ih ⸗ re Au⸗gen sind voll Tränen, ü⸗ber Feld nach Em⸗ma⸗us; ih⸗re See⸗le voll Verdruß. nen Man hört ih⸗ re Kla⸗ge⸗ wor⸗te; doch es ist von ih⸗rem Or⸗te —.— 1.— ñ‚eiei eee un⸗ser Je⸗sus gar nicht weit 2. Ach es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kummer nach, sie bejiammern ihre Schmerzen, ihre Not, ihr Ungemach; manches wandert gar alleine, daß es nur zur Gnüge weine; doch mein Jesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei. 3. Jesus ist mir nachgegangen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen. O der unglückselgen Zeit, die ich dergestalt verloren! Doch er hat mich neugeboren: Jesus hat an mich gedacht und das Schäflein wiederbracht. 4. Hat sich eine Not gefunden, so ließ er mich nicht allein. Jesus stellt zur rechten Stunden sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich mich im Leid verzehre, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner Hilfe da. 5. Treuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner doch bei mir! Kommt die Welt, mich anzufeinden, ach so sei du auch allhier. ......... und ver⸗treibt die Trau⸗rig⸗keit. Wenn mich Trübsalswetter schrecken, wollst du mächtig mich bedecken. Komm in meinem Geist zu ruhn; was du willst, das will ich tun. 6. Bin ich traurig und betrübet, Herr, so gib mir in den Sinn, daß mich deine Seele liebet, und daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich feste gründen, laß es so mein Herz entzünden, daß es voller Liebe brennt und dich immer besser kennt. 7. Tröst auch andre fromme Seelen, wenn sie tief in Kummer stehn; wenn sie in verborgnen Höhlen, Kammern, Feld und Wäldern gehn, ihrem Kummer nachzusinnen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 8. Kannst du bei der Welt nicht weilen, ach so nimm mich auch mit dir; laß mich deine Freuden teilen, sei und bleibe stets bei mir. Bleibe doch in unsrer Mitten, wie dich deine Kinder bitten. Dank sei dir, o lieber Gast, daß du mich getröstet hast. Johann Neunherz 1653—1737. Mel. Ostern. 129. Es ist das Heil uns kommen her. 2 Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. Vergiß nun, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach dem Himmelszelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht; er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Geh mit Maria Magdalen und Salome zum Grabe, die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungsgabe: 2.— 1. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist auf⸗ ge⸗ er⸗ mun⸗ tre dei⸗nen Geist und Sinn, den Hei⸗land zu emp⸗ ————0..—— SSS..... TTTRTTRRRRIEE 22.7 3 1.in n Hhun,—— 2 m t —I 423.— 1 Kan Sgen, der heu⸗te durch des To⸗des Tür ge-bro⸗chen aus dem — I — IE — ö—— V* E II —— 2 21— 2—— J II — La Grab her-für, der gan⸗zen Welt zur Won=ne. so wirst du sehn, daß Jesus Christ vom Tod heut auferstanden ist und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw aus Judas Stamm heut siegreich überwunden; und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Heil erfunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde schaugetragen. 7. Drum auf, mein Herz, fang an den treit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt und Tod, noch gar der Hölle Rachen; denn Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Schwachen und den Geringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 1 H-AN Ostern. 9. 10. Ach mein Herr Jesu, der du bist Sei hochgelobt in dieser Zeit vom Tode auferstanden, von allen Gotteskindern rett uns aus Satans Macht und List und ewig in der Herrlichkeit und aus des Todes Banden, von allen Überwindern, daß wir zusammen insgemein die überwunden durch dein Blut: Herr Jesu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. Laurentius Laurenti 1660—1722. zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 130. Mel. Valet will ich dir geben. 9 S— ———————— 1 H * 1. Ich geh zu dei⸗nem Gra⸗be, du gro⸗ßer O⸗ster ⸗fürst, weil ich die Hoff⸗nung ha⸗-be, daß du mir zei⸗ gen wirst, SPSSSSITTII= mit den Him⸗-mels ⸗ er ⸗-ben ins Land des Le- bens gehn. 2. Du wirst den Stein schon rücken, Du liegest in der Erde der auch mein Grab bedeckt; und hast sie eingeweiht: da werd ich den erblicken, wenn ich begraben werde, der mich vom Tode weckt. daß sich mein Herz nicht scheut auch in den Staub zu legen, 25 5. was Asch und Staub vermehrt, Du fährest in die Höhe weil dir doch allerwegen und zeigest mir die Bahn, die Erde zugehört. wohin ich endlich gehe, 3 da ich 1 hicher kann. * Dort ist es sicher wohnen, Du schläfest in dem Grabe, wo lauter Glanz um dich, daß ich auch meine Ruh da warten lauter Kronen Oinr druerd due Aucen in deiner Hand auf mich. Du drückst die Augen zu: so soll mir gar nicht grauen, 6. wenn mein Gesicht vergeht: O meines Lebens Leben, ich werde den wohl schauen, o meines Todes Tod, der mir zur Seiten steht. ich will mich dir ergeben 4. in meiner letzten Not: Dein Grab war wohl versiegelt, ich will mein Bette machen doch brichst du es entzwei; in deine liebe Gruft, wenn mich der Tod verriegelt, da werd ich schon erwachen, so bin ich dennoch frei. wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Ölberg zeigen, wo man gen Himmel fährt; ö da will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt Mel. O daß ich tar 112 Ostern. in Salems Friedenshäuser; da heißts: Viktoria! da trägt man Siegesreiser. Ach wär ich nur schon da! Benjamin Schmolck 1672—1737. 131. isend Zungen hätte. Not und Tod die steht mein Haupt und tri ⸗ um⸗phiert. Macht ver⸗liert. —04 4.— e—*——. 8—.——1..—— 5, e eeeen, danen Bue, dun————— ö— ⁴+ +7 + 1. + 1 1. Mein Je ⸗ sus lebt, was soll ich ster⸗ben? Hier So muß ich ja das Le ⸗ ben er⸗ben, weil ——.— ö 7999— ö— ů 2—3—— 2—. 2*. 2 2—— 9——.—.— E— 4—6— Kein Trau⸗- er⸗ — Ul N 1 1 +*— S... + + + ——————0——6—7 ——————— 22——3—2 2—————— 2 Mein Jesus siegt; drum liegt zu Füßen, was mir das Leben rauben kann. Der Tod wird völlig weichen müssen, mir wird der Satan untertan. Der Hölle Abgrund selber bebt; denn überall schaͤllt: Jesus lebt! 3. Mein Jesus lebt, das Grab ist offen; so geh ich freudig in die Gruft. Hier kann ich auch im Tode hoffen, 13 bild er⸗schreckt mich mehr: mein Je⸗sus lebt, das Grab ist leer. daß mich sein Wort ins Leben ruft. Wie süß erschallt die Stimme hier: Ich leb, und ihr lebt auch in mir. 4. Mein Jesus bleibt also mein Leben, er lebt in meinem Herzen hier; und soll ich ihm das Leben geben, kommt mir mein Tod nicht schrecklich ür, weil er mich in den Himmel hebt, so wahr als Jesus ist und lebt. Benjamin Schmolck 1672—1737. 2. Mel. Christus der ist mein Leben. EH—— I. 2 —.—. Eun.—.— e er der n He————— I n drnmn„ireere— 23.————— E 2.—.————.— 1. Will⸗kom⸗men, Held im Strei⸗te, aus dei⸗ nes Gra⸗bes 0 ———— L. nme. n I—— N itsüi. His 2.— ö——— — ö ö— 2—...—— r,, L r. 1 1.—————. Kluft! Wir tri um⸗phie⸗ren heu 3te um dei⸗ne lee⸗ re Gruft. SED SEES 2. Der Feind wird schaugetragen und heißt nunmehr ein Spott; wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott! 3. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied, du trittst in unsre Mitten und bringst den Osterfried. 4. Ach teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus, wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne auch über unser Herz, den Lebensweg uns bahne vom Grabe himmelwärts. Ostern. 6. Laß unser aller Sünden ins Grab verscharret sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir nur dorten selig mit dir auch auferstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! Bensamin Schmolck 1672—1737. 133. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Q 4 4 EV FI EG——. i.— 21.—2—— 1. 3 5 1. O auf⸗ er⸗stand⸗ner Sie⸗ges⸗fürst, du Le⸗ ben al ⸗ler heut bringst du Frie-de, da du wirst zur Freu⸗de uns ge⸗ —.—.—. .———.———— Le ⸗ben ge⸗ ben; zu ⸗vor bracht Not dich in den Tod; jetzt II— Z.. I + P n.— E——.————— 2 1— I + +— 1 1.— +— ————** bist du auf⸗er⸗stan ⸗den und frei von To-des⸗ban⸗ den. 2 Die Last von unsrer Sündenschuld Nun geht uns fröhlich wieder auf ließ dich in Fesseln fallen; du gabest dich aus großer Huld ans Kreuz zum Heil uns allen. Nun sind wir frei von Sklaverei, darinnen wir gefangen, weil du hervorgegangen. die rechte Gnadensonne, die erst erstarb in ihrem Lauf, gibt Strahlen reiner Wonne. Jetzt ist die Seel mit Freudenöl von dir gesalbt und bleibet dir ewig einverleibet. 114 Ostern. 4. Die Kraft von deiner Majestät bricht selbst durch Grab und Steine; dein Sieg ists, der uns mit erhöht zum vollen Gnadenscheine. Des Todes Wut, der Hölle Glut hat alle Macht verloren, und wir sind neugeboren. 9. O daß wir diesen teuren Sieg lebendig möchten kennen, und unser Herz, bei diesem Krieg im Glauben möchte brennen! Denn anders nicht kann dieses Licht uns in das Leben führen, wo wir nicht Glauben spüren. 6. So brich denn selbst durch unser Herz, o Jesu, Fürst der Ehren, und laß vorher uns himmelwärts zu dir uns gläubig kehren, 134. daß wir in dir die offne Tür zur ewgen Ruhe finden und auferstehn von Sünden. 7. Erscheine uns mit deiner Güt, wenn wir in Buße weinen, und laß uns deinen teuren Fried zum ersten Anblick scheinen; so können wir, o Held, mit dir die rechten Ostern feiern und uns in dir erneuern. 8. Ach laß das wahre Auferstehn im Herzen uns erfahren und aus den Totengrüften gehn, daß wir den Schatz bewahren, das teure Pfand, das deine Hand zum Siegen uns gegeben: so gehn wir ein zum Leben. Justus Henning Böhmer 1674—1749. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. 4— E— 1.——..——— N EEEEE 9²——.——.——— IEAAN 1. Mein Fels hat ü⸗ber⸗wun⸗den der der Sa⸗tan liegt ge⸗bun⸗den, die Sün⸗de kann nicht mehr Höl⸗-le gan-zes Heer, SIPIqtqI.I.I... F —————, e,, in ———.——— mich durchs Ge⸗ setz ver ⸗-dam-men, denn al=le Zor⸗-nes⸗ — N 5———I— I—.— I—... II — 1*02M— I flam-men hat Je⸗sus aus⸗ge⸗löscht. 2— Auf denn, mein Herz, und bringe dem Heiland Dank davor, vertreib die Furcht und schwinge im Glauben dich empor; wirf des Gewissens Nagen, dein Sorgen und dein Zagen in Christi leeres Grab. 3 Ist Jesus auferstanden, mit Herrlichkeit geschmückt, so bist du ja den Banden des Todes mit entrückt. Kein Fluch drückt das Gewissen, der Schuldbrief ist zerrissen, denn alles ist bezahlt. 4. Ach willst du noch nicht glauben, du ungewisser Geist? Kein Teufel kann dir rauben, was Jesus dir verheißt, der Licht, Kraft, Fried und Leben geneigt ist dir zu geben als seines Sieges Frucht. 5. Wohlan denn, Fürst des Lebens, ich bring dir, was ich hab. Ich matte mich vergebens bei meinen Wunden ab, ich kann sie nicht verbinden; soll ich Genesung finden, du mußt sie rühren an. 6. Gib meinem Glauben Klarheit, da sehn, Herr Jesu Christ, aß du Weg, Leben, Wahrheit, daß du mir alles bist; die finstern Wolken teile der bangen Zweifel, heile des Glaubens dürre Hand. 1. Laß mich nicht länger wanken i. einem Rohr im Wind, esänftge die Gedanken, die voller Unruh sind. Du bist der Stuhl der Gnaden; wer mühsam und beladen, den rufst du ja zu dir. Ostern. 8. Ich will nicht mehr vergeblich bei mir mich halten auf; ich finde nichts erheblich, zu hemmen meinen Lauf zu deinen offnen Armen, die mir dein frei Erbarmen so huldreich aufgetan. 2. Hast du den Tod verschlungen, verschling ihn auch in mir: wo du bist durchgedrungen, da laß mich folgen dir. Erfülle mein Verlangen und laß den Kopf der Schlangen in mir zertreten sein. 10. Lebst du, laß mich auch leben als Glied an deinem Leib, daß ich, gleich einem Reben, an dir, dem Weinstock, bleib. Gib Geistessaft zur Nahrung, gib Stärke zur Bewahrung der Pflanzung deiner Hand. 11. Leb in mir als Prophete und leit mich in dein Licht; als Priester mich vertrete, mein Tun und Lassen richt; um deinen ganzen Willen als König zu erfüllen, leb, Christe, leb in mir. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 135. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. A ö 1 en. — anmeu de e, Ure n SISIIII— SPSPꝑPꝑ‚PIPIIS PIPIIIIIII ———— 1. ÜU⸗ber⸗winder, nimm die Palmen, so dein Zi⸗ on heu⸗te bringt, das mit fro⸗hen O⸗ster⸗psalmen den er⸗kKämpf⸗ten Sieg be⸗singt. *—— + m Il ++— 1 12 4 DEEI —— ——. e. Wo ist nun der Fein⸗de Po⸗chen und der Würger Mord⸗ge⸗schrei, 4— 4 SIWII——.— 2—..— 1 EISEEEEEEEEEEE —. — +—1 wDDDD E.. da der Schlangen Kopf ent⸗zwei und der Sta⸗chel ab⸗ ge⸗ bro⸗chen? 8* + 1 x —..—....— u ö Tod und Teu ⸗fel 2 Stecke nun die Siegeszeichen auf der dunklen Gruft empor; was kann deiner Krone gleichen? Held und König, tritt hervor, laß dir tausend Engel dienen! Denn nach harter Leidenszeit ist dein Tag der Herrlichkeit, Welt Majestät, erschienen. elt und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, hallelujah! 3. Teile, großer Fürst, die Beute deiner armen Herde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt; deinen Frieden gib uns allen: o so jauchzet Herz und Mut, weil das Los so wundergut und aufs lieblichste gefallen. Denn der Olzweig grünet da; Gott sei Dank, hallelujah! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, deinen Strahl ins Herze gehn; gib Erleuchtung deinen Knechten, daß sie geistlich auferstehn. Hält der Schlaf uns noch gefangen, ei so fördre selbst den Lauf, rufe mächtig: Wachet auf! Denn die Schatten sind vergangen, und der helle Tag ist da; Gott sei Dank, hallelujah! * lie⸗gen da; Gott sei Dank, hal⸗le⸗lu⸗ jah! 3. Tilg in uns des Todes Grauen, wenn die letzte Stunde schlägt, weil uns in den Himmelsauen schon die Krone beigelegt. Gib uns in den höchsten Nöten, gib uns mitten in der Pein deinen Trost und Glauben ein: o so kann der Tod nicht töten, denn die Hoffnung blühet da; Gott sei Dank, hallelujah! 6. Zeige, wenn der blöde Kummer über Gruft und Bahre weint, wie die Schwachheit nach dem Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Sind wir sterblich hier geboren, ei so nimmt das kühle Grab nichts, als nur was irdisch, ab, und der Staub ist unverloren. Unser Hüter hütet da; Gott sei Dank, hallelujah! 0 Rufe die verdorrten Glieder endlich aus der dunklen Nacht, bis der Aschenhaufe wieder in verklärtem Glanz erwacht. Da wirst du die Krone geben, dann wird die vergnügte Brust, Herr, in engelgleicher Lust ewig deinen Sieg erheben, und wir sprechen auch allda: Gott sei Dank, hallelujah! Christian Ludwig Taddel 1706—1775. 136. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 4 61— 1222— H1I 12.. 2——..— ꝗ*————————4 *—— WC————— 2.* 12 15———.....— 2* 320—— 1. Je⸗sus lebt, mit ihm auch ich: Tod, wo sind nun dei⸗ne Schrecken? Je⸗sus lebt und wird auch mich von den To⸗ten auf⸗er⸗wek⸗ken: — f 2.— TUI +2 F 55—.— WDDEEE —..——— 20—— 4—— R1*——n + er ver⸗klärt mich in sein Licht; dies ist mei⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht. 2. und den Lüsten widerstreben: Jesus lebt, ihm ist das Reich er verläßt den Schwachen nicht; über alle Welt gegeben; dies ist meine Zuversicht. mit ihm Rahen auch Hedem 5 ewig herrschen, ewig leben. Jesus lebt; ich bin gewif Gott erfüllt, was er verspricht; nichts soll mich von. Jein scheiden, dies ist meine Zuversicht. keine Macht der Finsternis, 3. keine Herrlichkeit, kein Leiden. Jesus lebt; wer nun verzagt, Er gibt Kraft zu jeder Pflicht; lästert ihn und Gottes Ehre. dies ist meine Zuversicht. 538 d0 d sich ber 6. aß der Sünder sich belehre: Jesus lebt, nun ist der Tod Gott verstößt in Christo nicht; duir der Eingang in das Leben. dies ist meine Zuversicht. Welchen Trost in Todesnot 4. wird es meiner Seele geben, Jesus lebt, sein Heil ist mein, wenn sie gläubig zu ihm spricht: sein sei auch mein ganzes Leben, Herr, Herr, meine Zuversicht! reines Herzens will ich sein Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 137. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. —.———— ů 2———5 RIETRRRRERE—— 6*———.. SDSDIIIIIII.II................... 1. Hal ⸗le⸗lujahl jauchzt,ihr Chö⸗re, singt Je⸗su Chri⸗sto Lob und Er zer⸗riß des To⸗des Ban⸗den, der Held ist aus dem Grab er⸗ N ..... Eh⸗re! Sein herr⸗lich gro⸗er Tag ist da. 81 5 standen, der nim⸗mer die Ver⸗we⸗sung sah. Sein ist Gewalt und . 1 3—— SSSSS.S........... ——— ST 2.2———— Macht, er hat sein Werk vollbracht. Hal⸗le⸗lu⸗jah! Des Menschen Sohn trägt ——— nun da ⸗- von des her ⸗ben Kamp⸗fes rei ⸗ chen Lohn. 118 2. Glorreich hat der Held gerungen, der Hölle finstre Macht bezwungen und uns vonStraf undSchuld befreit. Wir, die tief gefallnen Sünder, sind nun durch Christus Gottes Kinder und Erben seiner Seligkeit. Wir sind durch ihn versöhnt, den Gott mit Preis gekrönt. Hallelujah! Wir sind nun sein, und ihm allein soll unser ganzes Herz sich weihn. 3. Nun kann uns der Tod nicht schrecken, einst wird der Herr uns auferwecken durch seiner Stimme Wundermacht. Er wird unvergänglich Leben und Herrlichkeit den Seinen geben, die ihren Lauf in ihm vollbracht. Wir werden auferstehn, Himmelfahrt. zu seiner Freud eingehn. Hallelujah! O Siegesheld, in jene Welt zieh uns dir nach, wann dirs gefällt. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne! Wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsres Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis ver⸗ schwinden und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du uns diesem Tage zu, uns, die Deinen; die Todesbahn gingst du voran, wir folgen dir in deine Ruh. Gottfried Benedikt Funk 1734—1814. 8. Himmelfahrt. 138. ö 1. Christ fuhr gen 4 Him ⸗mel: was sandt er uns her⸗- nie⸗ der? 4 EI I N —— SSS‚ 2—— — E ö Den Trö⸗ster, den hei⸗-li⸗gen Geist, zu Trost der ar⸗men Chri⸗sten⸗heit. ů III 2 PPPI.... , en Knen dei. nuir.nmnmrnnini ¶nner. nn enn en minen, er mi. ——————————— ** Hal⸗-le⸗ lu⸗jah! 2. Hal ⸗le lu ⸗ jah, hal ⸗le ⸗ lu ⸗ jah, .— *———— ,„ nne ön daen deee, t, F, u. 4.——— 7— 2— froh sein, — Himmelfahrt. Christ will un ⸗ser Trost sein. Hal⸗ le⸗-lu⸗ jah! 139. Mel. Allein Gott in der Höh sei Ehr. 15. Jahrhundert. 1. Auf die⸗sen Tag be⸗ den⸗ken wir, daß Christ gen Himml ge⸗ woll be⸗ und dan⸗ken Gott aus höch⸗ster Bgier, mit Bitt, er fah ⸗ren, ar⸗ Süin der hie ud pie i wah⸗ ren uns ar ⸗me Sün ⸗der hie auf Erd, die wir von we⸗gen man⸗cher Gfährd ohn ihn kein Hoff-nung ha 2. 4. Drum sei Gott Lob, der Weg ist Solch Himmelfahrt fäht in uns an, gmacht, wenn wir den Vater finden uns steht der Himmel offen, und fliehen stets die weltlich Bahn, Christus schließt auf mit großer tun uns zu Gottes Kindern; Pracht, die sehn hinauf, der Vater hrab, vorhin war alls verschlossen. n Treu und Lieb geht ihn'n nichts Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll, ab, dabei er sich doch rüsten soll, bis sie zusammenkommen. dem Herren nachzufolgen. 3. 5. Wer nicht folgt und sein Willen tut, Dann wird der Tag erst freudenreich, dem ists nicht Ernst zum Herren; wenn uns Gott zu ihm nehmen denn der wird auch vor Fleisch und und seinem Sohn wird machen gleich, Blut als wir denn ietzt bekennen: sein Himmelreich versperren. da wird sich finden Freud und Mut Am Glauben liegts, wird der sein echt, zu ewger Zeit beim höchsten Gut. wird auch gewiß das Leben recht Gott woll, daß wirs erleben! zu Gott im Himml gerichtet. Johann Zwick 1496—1542. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. Himmelfahrt. 2 1 V —* gfah⸗ren bist: o star⸗ker Gott Im⸗ ma⸗ nu⸗ el, stärk XI .— e S. uns an Leib, stärk uns an Seel. Hal⸗le ⸗lu⸗ jah. 2. 6. Nun freut sich alle Christenheit Wir freuen uns aus Herzensgrund ö und singt und springt ohn alles Leid. und singen fröhlich mit dem Mund: Gott Lob und Dank im höchsten der unser Bruder, Fleisch und Blut, Thron, ist unser allerhöchstes Gut. weil unser Bruder Gottes Sohn. Hallelujah. Hallelujah. 7. ö 3. Durch ihn der Himmel unser ist. Sen Himmel aufgefahren hoch Hilf ums, o Bruder Jesu chrijt ist er doch allzeit bei uns noch daß wir nur trauen fest auf dich sein Macht und Gwalt unendlich ist, und durch dich leben ewiglich. wahr Gott und Mensch zu aller Frist. Hallelujah. Hallelujah. 4. 5 E Wohl dem, der ihm vertrauen tut Amen, Amen, Herr Jesu Christ, und hat in ihm nur frischen Mut. behalt ums Hebr, ber reiner Lehr wi illst! t ö ins, Herr, bei rein en 51 5 rat des Teufels Trug und Listen wehr. Ir? + V Nach Christo steht unser Begier. Hallelujah. Hallelujah. 9. 5. Komm, lieber Herr, komm, es ist Zeit, Er ist der Herr und unser Trost, zum letzten Gricht in Herrlichkeit; der durch sein Blut uns hat erlöst; führ uns aus diesem Jammertal das Gfängnis er gefangen hat, in deinen ewgen Himmelssaal. daß uns der bittre Tod nicht schadt. Hallelujah. Hallelujah. 1607. 8 141. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. D x, Ere 5 e Lan 2—.—— d E² 1—— W 1. Auf Chri⸗sti Him⸗mel⸗fahrt al⸗lein ich mei⸗ ne Nachfahrt n und al ⸗len Zwei⸗fel, Angst und Pein hie ⸗mit stets ü⸗ber⸗ 8 ꝗSPSIS.Sꝑ.I.............———— —— J——— 3 S..—— 1 +— L + grün ⸗de ö—5 3 win ⸗ de; denn weil das Haupt im Him⸗-mel ist, wird Himmelfahrt. 121 4 4 4 4.—— 1 + +—.— I 12 +.— ́TII I I + +.—— I 2—.— ͤII . 2———...— 2—..— +.— 22— E —.———— 1 III sei ne Glie-der Je⸗sus Christ 2. Weil er gezogen himmelan und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends, Ruh erlangen; denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist hinfort mein Herz und Sinn, nach ihm mich stets verlanget. zur rech⸗ten Zeit nach-ho ⸗len. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich von deiner Auffahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wenn dirs gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt; Herr, höre doch mein Flehen. (Nach Josua Wegelin 1604—1640.) Lüneburg 1661. 142. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 9— 4.————.—————— III........—— H.— 2 0 2 1. Ach wun⸗der ⸗gro⸗ßer Sie ⸗ges⸗held, du Sün⸗-⸗den⸗ zur Rech⸗ten dei⸗ nes Va⸗ ters Kraft, der Fein⸗de 1————„— A —‚ö—————...— .——— 2.—. E trä⸗ger al ⸗ler Welt, heut hast du dich ge⸗ set ⸗ zet Schar ge⸗bracht zur Haft, bis auf den Tod ver⸗ let ⸗ zet. . SSIEE E........ e L La.e ee meree,—— Mäch⸗tig, präch ⸗tig tri ⸗-um ⸗phie⸗rest, ju ⸗bi ⸗lie⸗ rest, EEIEE E —— Tod und Le ⸗-ben ist, Herr Christ, dir un-ter ⸗ ge-ben. 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich Siegesfürsten loben, weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Pracht zur Freude bist erhoben. Singet, klinget, rühmt und ehret den, so fähret auf zum Throne, zu empfahn die Himmelskrone. Du bist das Haupt, hingegen wir sind Glieder; ja es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben; Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Erquickung, Labsal, Herzenssaft wird uns von dir gegeben. Dringe, zwinge mein Gemüte, mein Geblüte, daß es preise, dir Lob, Ehr und Dank erweise. Zeuch, Jesu, uns, Zeuch uns nach dir, hilf, daß wir künftig für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Tun ohn Wandel sein, laß uns demütig, züchtig, rein all Uppigkeit verachten; Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade 53 zu finden. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist: auf Erden wohnet Trug und List; 12² Himmelfahrt. es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da malen die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen. Du, du bist allen uns zugut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Komm schier, hilf hier: dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende fröhlich klopfen in die Hände. Ernst Christoph Homburg 1605—1681. 143. Mel. Aus meines 66596 Grunde. —04 EV PSSES 1. Der Herr fährt auf gen — Him⸗mel mit fro⸗hem mit präch⸗ti⸗gem Ge⸗ tüm⸗-mel und mit Po Ju ⸗-bel'schall, sau⸗ nen⸗hall: 4 H V. 1 ——— — r —.— 4 lob⸗-singt, 42—27 3get Gott, lob ⸗singt, lob⸗singt mit Freu-den dem Kö⸗ni ⸗ ge der 2. Der Herr wird aufgenommen, der ganze Himmel lacht; um ihn gehn alle Frommen, die er hat frei gemacht; es holen Jesum ein die lautern Seraphinen, den hellen Cherubinen muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhöht, wir wissen zur Genüge, Hei ⸗ den, dem Her⸗ren Ze⸗ ba ⸗oth. wie man zum at vora geht: der Heiland geht voran, will uns nicht nach sich lassen, er zeiget uns die Straßen, er bricht uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch werden, der Herr selbst macht uns Platz; wir gehen von der Erden dorthin, wo unser Schatz. Ihr Herzen, macht euch auf! Wo Jesus hingegangen, dahin sei das Verlangen, dahin sei euer Lauf. 9— Laßt uns gen Himmel dringen mit herzlicher Begier, laßt uns zugleich auch singen: Dich, Jesu, suchen wir, dich, o du Gottes Sohn, dich, Weg, dich, wahres Leben, dem alle Macht gegeben, dich, unsers Hauptes Kron. 6. Ade mit deinen Schätzen, du trugesvolle Welt, dein Tand kann nicht ergötzen; weißt du, was uns gefällt? 1. Zeuch uns nach dir, Himmelfahrt. Der Herr ist unser Preis, der Herr ist unsre Freude und köstliches Geschmeide, zu ihm geht unsre Reis. 7. Wann soll es doch geschehen, wann kommt die liebe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, daß wir den Heiland grüßen und fallen ihm 5n Füßen? Komm, stelle dich doch ein! Gottfried Wilhelm Sacer 1635—1699. 144. Mel. Ach Gott und Herr. —— so kom⸗men wir mit herz⸗li⸗chem Ver⸗lan⸗gen — hin, da du bist, Herr Je⸗su Christ, aus die⸗ser Welt ge⸗gan⸗gen. 2. Zeuch uns nach dir in Liebsbegier, ach reiß uns doch von hinnen, so dürfen wir nicht länger hier den Kummerfaden spinnen. 3. Zeuch uns nach dir: Herr Christ, ach führ uns deine Himmelsstege; wir irrn sonst leicht, sind abgeneigt vom rechten Lebenswege. 1. Herr, auf Er⸗den muß ich war⸗ um wi lei⸗den und bin vol⸗ler Angst und Weh; (lst du von mir schei⸗den? war⸗um fährst du in Höh? 4. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Himmel, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Weltgetümmel. . Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwählten Scharen. Friedrich Funcke 1642—1699. 145. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) die Höh? Himmelfahrt. — 3 n en v.—— +2 2— + 14..— 2——..— 1— I I— +—n 4—.——*—.——jß7᷑— 22 I 2 1 —— ü EI Nimm mich Ar⸗men auch mit dir, o-der blei⸗be doch in mir, — f II + — ih +..— LI E—— N E E— m. 1 SEI daß ich dich und deine Ga⸗ben mö⸗ge täg⸗lich bei mir ha-ben. 2. Kommt der Satan wider mich, Laß dein Herze mir zurücke ach so wirf ihn unter dich und nimm meines mit hinauf; zu dem Schemel deiner Füße, wenn ich Seufzer zu dir schicke, daß er ewig schweigen müsse. mache selbst den Himmel auf; 5 und so ich nicht beten kann, rede du den Vater an, denn du sitzt zu seiner Rechten; darum hilf uns, deinen Knechten. —. Meine Wohnung mache fertig droben in des Vaters Haus, da ich werde gegenwärtig bei dir gehen ein und aus; 3. denn der Weg dahin bist du: Zeuch die Sinnen von der Erde darum bringe mich zur Ruh über alles Eitle hin, und nimm an dem letzten Ende daß ich mit dir himmlisch werde, meinen Geist in deine Hände. ob ich gleich noch sterblich bin, 6. und im Glauben meine Zeit richte nach der Ewigkeit, bis wir auch zu dir gelangen, wie du bist vorangegangen. Komme, wenn es Zeit ist, wieder, denn du hast es zugesagt, und erlöse meine Glieder, die der Tod im Grabe nagt; 4. richte dann die böse Welt, Dir ist alles übergeben: die dein Wort für Lügen hält, nimm dich auch der Deinen an. und nach ausgestandnem Leide Hilf mir, daß ich christlich leben führ uns ein zu deiner Freude. und dir heilig dienen kann. Kaspar Neumann 1648—1715. 146. Mel. Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) „Gro⸗ßer Mitt⸗ler, der zur Rech⸗ten sei⸗ nes gro⸗ßen Va⸗ters sitzt und die Schar von sei⸗nen Knechten in dem Reich der Gna⸗den schützt, den auf dem er⸗ hab⸗ nen Thro⸗ne in der kö⸗nig ⸗li⸗chen Kro⸗ne — I 2— — + ———— af — al⸗-les Heer der E⸗wig⸗keit mit ver⸗hüll⸗tem Ant ⸗litz scheut: NINN D 999999 2. Dein Geschäft auf dieser Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn durch deine Macht; da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Geschäfte in dem obern Heiligtum, die erworbnen Segenskräfte durch dein Evangelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnaden eilen, nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust, und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; du vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, und bittst in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend⸗bricht: daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten hin. Himmelfahrt. 6. Zwar in deines Fleisches Tagen, da die Sünden aller Welt dir auf deinen Schultern lagen, 5ald du dich vor Gort gestellt, ald mit Seufzen, bald mit Weinen für die Sünder zu erscheinen; o mit welcher Niedrigkeit batest du zur selben Zeit! 2 Aber nun wird deine Bitte von der Allmacht unterstützt, da in der vollkommnen Hütte die verklärte Menschheit sitzt; nun kannst du des Satans Klagen majestätisch niederschlagen, und nun macht dein redend Blut unsre böse Sache gut. 8. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar und vertrittst nunmehr mit Freuden deine teur erlöste Schar, daß er wolle Kraft und Leben deinem Volk auf Erden geben und die Seelen zu dir ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. 9. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm. Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 147. Mel. Jesu, meines Lebens Leben.(Alle Menschen müssen sterben.) —04 1— EEHEF——— 12— 2=I—— wer — 1. Sie⸗ges⸗für⸗ste, Eh⸗ ren ⸗kö⸗nig, höchst ver⸗klär⸗te Ma⸗je⸗stät, al⸗le Him-mel sind zu we⸗nig, du bist drü-ber hoch er⸗höht: 4 2 E XI LII +*—— Himmelfahrt. —— 4.— 4.———.— 3iII—————— n. SI.IIIIIIIIIIIIIII E—.... wenn mein Glau⸗bens⸗aug ent⸗zückt dei⸗ ne Herr⸗lich⸗keit er⸗blickt? 2. 5. Seh ich dich gen Himmel fahren, Geist und Kraft nun überfließen, seh ich dich zur Rechten da, drum wirk in mir kräftiglich, seh ich, wie der Engel Scharen bis zum Schemel deiner Füßen alle rufen Gloria: alle Feinde legen sich. sollt ich nicht zu Fuß dir fallen Aus Zion dein Zepter sende und mein Herz vor Freude wallen, weit und breit bis zum Welt⸗Ende; da der Himmel jubiliert, mache dir auf Erden Bahn, weil mein König triumphiert? alle Herzen untertan. 3. 6. Weit und breit, du Himmelssonne, Du kannst alles allerorten deine Klarheit sich ergeußt nun erfülln und nahe sein: und mit neuem Glanz und Wonne meines Geistes ewge Pforten alle Himmelsgeister speist; stell ich offen, komm herein! prächtig wirst du aufgenommen, Komm, du König aller Ehren, freudig heißt man dich willkommen: du mußt auch bei mir einkehren: schau, ich armes Kindlein hier ewig in mir leb und wohn ruf auch Hosianna dir. als in deinem Himmelsthron. 4. 0. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken,. Deine Auffahrt bringt mir eben da ich deine Klarheit seh? Gott und Himmel innig nah; Sollt mein Mut noch wollen sinken, lehr mich nur im Geiste leben da ich deine Macht versteh? als vor deinen Augen da, Meinem König will ich trauen, fremd der Welt, der Zeit, den Sinnen, nicht vor Welt und Teufel grauen, bei dir abgeschieden drinnen, nur in Jesu Namen mich in den Himmel schon versetzt, beugen hier und ewiglich. da mich Jesus nur ergötzt. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 9 148. Mel. Jerusalem, du hochgebaute Stadt. XI ů EH1 +———.———..— E*——.—5.—— RJ— E 2— 2 28—.—..—— 1. Mein sie⸗gend Haupt dort in der Herr⸗lich ⸗keit, du Ich bin dein Glied, doch lieg ich noch im Streit, bis 1——.—————..——— 12 I F—————— en ee rn.e ..—— 2—.— Im aum Frrr⸗denruhpn. Noch kämpf ich viel hie⸗nie⸗den mit Sünd und Leiden⸗ 1———.—— +1 + 2 2. *—— H—.— IJ—— e n n Le Hien.—— ů— H 22——.——— er, d Haun 1. ———6 schaft; doch du gibst dei⸗ nen Frie ⸗ den und Mut und Sie⸗ger⸗kraft. IHND ——.—— 8„„ 8—646——.—28 errreerra 2. Zieh mich hinauf, der du die Stätte dort auch mir bereitet hast. Ich schau empor zu jenem selgen Ort, Himmelfahrt. und leicht wird jede Last. Ich werde nie verderben: bin ich doch Gottes Kind mit allen Himmelserben, die ewig bei dir sind. Karl August Döring 1783—1844. 149. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 9⁰ 3— 4 D. +————————.— .—* 2—.—— 2+— J H H 1 2— ELIAa——⁴—œᷓ414.———.—2 2——. EV—. L.— 1. Zum Him⸗mel bist du ein ⸗ge⸗gan⸗gen, mit Preis ge⸗krönt, Herr wie soll-te mich nun nicht ver⸗lan⸗gen, auch dort zu sein, wo . ......FF.I.I.ITITITITITIꝑ.III..... *— 2————*.—...— II E— I 55— II +————— 1 FKe.: Vhrist: Je ⸗su Christ: 6 II ari du nun bist? Ich bin ja nur ein Pil⸗grim hier; nimm + 12— 1 ů*——..— I———— ————— in die Hei ⸗mat mich zu dir. 2. Vom Tode standst du auf zum Leben, du gingst verklärt zum Himmel ein: so muß sich auch mein Geist erheben, ich darf nicht tot in Sünden sein:; ein neues Leben wirk in mir, so komm ich einst gewiß zu dir. — Am Olberg fingen deine Leiden mit hittern Todesängsten an; am Olberg gingst in hohen Freuden du siegreich deine Himmelsbahn: so folgt auf Leiden Herrlichkeit; zu beiden mache mich bereit. 4. Du hobest segnend deine Hände beim Scheiden von den Deinen auf: o hilf, daß einst auch ich vollende, von dir gesegnet, meinen Lauf. Wenn ich von dir gesegnet bin, dann fahr in Frieden ich dahin. 5. Ich sehe dir mit Glaubensblicken in deinen Freudenhimmel nach; mein Herz soll sich an dir erquicken, der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, bleibst du doch meine Zuversicht. 6. Du bist von uns zwar aufgefahren, doch ist dein Wort noch immer hier. Laß dieses Kleinod mich bewahren; im Worte redest du zu mir, dies leitet meines Lebens Lauf und schließt mir deinen Himmel auf. 7. Einst wirst du herrlich wieder⸗ kommen, gleichwie du aufgefahren bist; dann werd ich völlig aufgenommen, wo mir bereit mein Erbteil ist. So leb ich nun im Glauben hier, im Schauen aber dort bei dir. Berliner Gesangbuch 1829. Pfingsten. 9. Pfingsten. 150. 2. H— — 7— .— E 1I—.—— omm, hei ⸗li⸗ ger Geist, er⸗füll die Her⸗zen dei⸗ner Gläu⸗bi⸗ XXII ++ ——+ gen und ent- zünd in ih ⸗ nen das Feu ⸗er dei⸗ ner — — n.——— 4 ——.——— din. in„.-Kss ö ů 2n r., D. 4. ö DDDRTRRRTRII. . e en ee 1——— 4 gött ⸗-li⸗ chen Lie-be, der du durch Man⸗-nig⸗fal⸗tig keit der Zun⸗ EN 2—3—— ö 2, 2 J.— 2—————— +.——.. 1 L—— 1.— 2—.—— gen die Völ⸗ker der gan⸗zen Welt ver⸗sam⸗melt hast in Ei⸗nig⸗ E —— 7 1 2—.—— 5j8— —. ů——.—4 ———— n. keit des Glau⸗-bens. Hal⸗—„jah, hal⸗ le⸗ lu⸗ jah! Lunreeh Deutsch 1522. 151. * E 1. Romm, hei⸗ li⸗ger Geist, Her⸗re Gott, er⸗füll mit dei⸗ner Gnaden Gut der V.———4.— 4 II 2 1 II 1 1H2— LI H+ — S— 25.. Muuni.*..—.— + —————————2—.—.——.I5.2 2 12—— 1WWW————.—— 1—— 1 * Gläu⸗bi⸗gen Herz, Mut und Sinn, dein brünstig Lieb ent-zünd in ihn'n. O ——.——— L n E I C—— 4—— JZ.——EI IZ—.—.— +2.—— +. H E P‚ + E 2———I —.———— 7——— 1— 2 versammelt hast das Pfingsten. ———— 2—.—. 1.— 2 E 1—.—— 12 +—. ———2—.——— n—.—— 2 arneri 1——— 2—.— ů E—— +—— Volk aus al ⸗ ler Welt Zun ⸗ gen; das sei dir, Herr, zu ö ..— ꝗ S——— 441 ————,.. — Lob ge ⸗ sun ⸗ gen. Hal ⸗ ⸗jah, hal ⸗le⸗ lu⸗jah. 2. 3. Du heiliges Licht, edler Hort, Du heilige Brunst, süßer Trost, laß uns leuchten des Lebens Wort nun hilf uns fröhlich und getrost und lehr uns Gott recht erkennen, in dein'm Dienst beständig bleiben, von Herzen Vater ihn nennen. die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, behüt vor fremder Lehr, O Herr, durch dein Kraft uns bereit daß wir nicht Meister suchen mehr, und stärk des Fleisches Blödigkeit, denn Jesum mit rechtem Glauben, daß wir hier ritterlich ringen, und ihm aus ganzer Macht ver⸗ durch Tod und Leben zu dir dringen. trauen. Hallelujah, hallelujah. Hallelujah, hallelujah. Martin Luther 1483—1546. I———————.— 23,m— 2— 7 EE—— * 1. Nun bit⸗ten wir den hei ⸗li⸗gen Geist um den rech-ten Glau⸗ben al⸗ ler⸗ än daß er uns be ⸗ hü⸗te an un⸗ serm En⸗ ͤ IIII. . de, wenn wir heimfahrn aus die⸗sem E⸗len ⸗de. Ky=leis. Du wertes Licht, gib uns deinen Du süße Lieb, schent uns deine Gunst, Schein, laß uns empfinden der Liebe Brunst, lehr uns Jesum Christ kennen allein., daß wir uns von Herzen einander daß wir an ihm bleiben, dem treuen lieben Heil and, und im Frieden auf einem Sinn der uns bracht hat zum rechten bleiben. Vaterland. Kyrieleis. 130 4. Du höchster Tröster in aller Not, Pfingsten. wenn der Feind wird das Leben ö verklagen. hilf, daß wir nicht fürchten Schand Kyrieleis. noch Tod, daß in uns die Sinne nicht gar verzagen, Martin Luther 1483—1546. (Strophe 1 aus dem 13. Jahrhundert.) 153. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 9 ö PZE. N 5 + 2—..— 4 CE.—.———— 2————— CIVI 2—ꝗ———2 W——— 2...— + +. II. 2 1 +. — 2.— ö ů 1. O heil ⸗ger Geist, kehr bei uns ein und laß uns Du Him⸗mels⸗licht, laß dei ⸗ nen Schein bei uns und —— ö — +— 2— WC——— ——— 2. 1— 2 I 1 — IL—. 1 dei ⸗ ne Woh ⸗nung sein, 0 komm, du Her ⸗ zens⸗ in uns kräf ⸗ tig sein zu ste ⸗ ter Freud und 4.— 1 II H.— +III——.——— +———— +— + 2+— I—+.2— 2—..——— IE 1—2 T.—..II— 2..———..—. 2 son ne. Son⸗-ne, Won⸗ne, himm⸗lisch Le⸗ben willst du ge-ben, Won⸗ne. ——————— SS.iiiii‚ iiiii Dq‚D. 2 +.—— wenn wir be⸗ ten; zu dir kom⸗men wir ge⸗ tre⸗ ten. 2. Schaue, Du Quell, draus alle Weisheit fließt, baue, ů die sich in fromme Seelen gießt, was zerrissen und beflissen, dich zu laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch können aller Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den dänd nicht wissen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen. ö schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitsreichen Lehr und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, 154. Pfingsten. kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns fortan sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer 1606- 1673. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 9—— 1.— — 2—— ‚..———— n En 1I 4 , Ei Emn.,. d— —.— 2——, d 1. O du al⸗ler⸗süßte Freu⸗de, o du al⸗ler⸗schönstes Licht, der du uns in Lieb und Lei- de un⸗be⸗su⸗chet läs⸗sest nicht, ů— 4 13. mn,*—— 1 . r ifim;. ner. e.— ö———.— —. ů— 2 Geist des Höch-sten, höch-ster Fürst, der du hältst und hal⸗ten wirst ———.— 3 mn—.—— L. i E.„ win nmr ů Line riünntrörr Si-.———— EHA ——=—— e et e. ohn Auf-hö⸗ren al⸗le Din⸗ge, hö-re, hö⸗re, was ich sin⸗ge. 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, eb ich alles Wünschen dran. Ach ergib dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. Du wirst aus des Himmels Throne wie ein Regen ausgeschütt't, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit; laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verteilst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. 4. Du bist weise, voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund, zählst den Staub des kleinen Sandes, gründst des tiefen Meeres Grund; nun du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und blind ich sei, drum gib Weisheit und vor allem, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, wo man rein und heilig ist; 9* 132 Pfingsten. fleuchst hingegen Schand und Sünden, wie die Taube rein du bist: mache mich, o Gnadenquell, durch dein Waschen rein und hell; laß mich fliehen, was du fliehest, gib mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommes Herzens, sanftes Muts, bleibst im Lieben unbeweget, tust uns Bösen alles Guts; ach verleih und gib mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, ei so bin ich gnug getröst't. Laß mich sein dein Eigentum, ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 8. Allem will ich gern entsagen, was dir deinen Ruhm entreißt, und mein Herz soll immer leihit. t nur nach dem, was du verleihst. Was der Satan will und sucht, will ich halten als verflucht, ich will seinen schnöden Wegen mich mit Ernst zuwider legen. 9. Nur allein, daß du mich stärkest und mir treulich stehest bei; hilf, mein Helfer, wo du merkest, daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinge neue, daß mein Gott sich meiner freue. 10. Sei mein Retter, halt mich eben: wenn ich sinke, sei mein Stab; wenn ich sterbe, sei mein Leben, wenn 10 liege, sei mein Grab; wenn ich wieder aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in ewgen Freuden wirst die Auserwählten weiden. Paul Gerhardt 1607—1676. 155. Mel. Aus meines Herzens Grunde. —3 8 4.— ZE. + +—.——E I EE —— EEE— E 1. Zeuch ein zu deinen To ⸗ren, sei mei⸗nes Her⸗zens Gast, der du, da ich ge ⸗ bo ⸗ ren, mich neu⸗ge⸗bo⸗ren hast, rmnn dun dünn— 4——— 12.— 2=2222 n.„ di rs 5 n-d,„mrin Fin mümmnen:n Zi. ————.——‚.—*— 1 1..—— +— I— 4 o hoch⸗ge⸗lieb⸗ter Geist des Va⸗ters und des Soh⸗nes, mit 1——— 14.—,—— 2. + + I HH— + N + +—. + 1— I— I + +— 2 +. I I.— +— I— 1— + 1— I bei⸗ den glei⸗ ches Thro⸗ nes, mit bei⸗den gleich ge⸗ preist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht, hast in der Taufe Kraft durch Christi blutges Sterben in mir, dem Himmelserben, den Tod hinweggeschafft. 4. Du bist das heilge Ble, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll: dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, fleht um die rechten Gaben, bis wir von dem sie haben, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Lich Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder tun zusammen, die voller Zwietracht sind. 8. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt: Pfingsten. so gib doch deine Gnad zum Fried und Liebesbanden; verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 2 Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd. Laß blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn. 10. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, steh ihm und uns zur Seiten, schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 11. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. 12. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut:; hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. 13. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Rachen hin, wenns mit uns hier wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. Paul Gerhardt 1607—1676. Pfingsten. 156. I 9—4——— —..—— 1— N Exx——— ö— 2—— 4 EH9——— SS 7—...—— H ů 1. Komm, o komm, du Geist des Lebens, wahrer Gott von E⸗wig⸗reit; dei ⸗ne Kraft sei nicht ver⸗ge⸗bens, sie er⸗füll uns je⸗der⸗zeit, ——— PPIPPI —.— E———. 66½7 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, denn nur was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los. 3 Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege; was getan ist wider di räume ferner aus dem Wege, schlecht und recht behüte mich; ö wirke Reu an Sünden Statt, wenn der Fuß hat. Laß uns stets dein Zeugnis fühlen, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, 160 wenn sich Not und Drangsal findt; 1 denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege 9—*— Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit, seufz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. so wird Geist und Licht und Schein in dem dun⸗keln Her⸗zen sein. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? ei so mache den Beschluß, sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld un Ruh. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn zum Kampf uns Satan reißt; schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 8 Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod und Spott uns denselben möge rauben: du bist unser Schutz und Gott; sagt das Fleisch glei ich immer nein, laß dein Wort gewisser sein. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr als des Himmelreiches Erben jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist. Heinrich Held 1620—1659. bist 56 0 L, n, t, Hee ——— j— ö ———I—— 1. O hei ⸗li⸗ger Geist, o hei ⸗li⸗ger Gott, du Trö⸗ster — 4 1.— .—— E +—. S,k.b, K. b b. 7—— 1——— 1.— ge⸗sandt vom Him⸗mels⸗thron von Pfingsten. Gott dem Va⸗ter und dem Sohn, o 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Wort; zünd an in uns der Liebe Flamm, daß wir uns lieben allesamt, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; an Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf getan, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlichWort: hei⸗li⸗ger Geist, o hei⸗li⸗ger Gott! mach uns den Vater recht bekannt und Jesum, den er uns gesandt, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir sagen dir Lob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang, o heiliger Geist, o heiliger Gott! Altenburg 1651. 158. Mel. Werde munter, mein Gemüte. EV—— — 1. Gott, gib ei ⸗nen mil-den Re⸗gen, denn mein Herz ist =ter, gib vom Him-mel Se⸗gen, trän-ke du dein dürr wie Sand, durst⸗ges Land; laß des heil⸗gen Gei⸗stes Gab ü⸗ber mich von 9.— LIII +* E. I + 1 irrn wir.,.. o ⸗ben ab wie die star⸗ ken Strö⸗me flie ⸗ßen 4— I 7 +— ö 4 ———————— m und mein gan-⸗ Kann ein Vater hier im Leben, der doch bös ist von Natur, seinen lieben Kindern geben nichts als gute Gaben nur: zes Herz durch- gie-ßen. solltest du denn, der du heißt guter Vater, deinen Geist mir nicht geben und mich laben mit den guten Himmelsgaben? 136 3. Jesu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir deinen Geist, den mit Verlangen ich erwarte, Herr, von dir; laß den Tröster ewiglich bei mir sein und lehren mich, in der Wahrheit fest zu stehen und auf dich im Glauben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein und sei tausendmal willkommen, laß mich deinen Tempel sein; säubre du nur selbst das Haus meines Herzens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den süßen Himmelsfreuden. Pfingsten. 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, mache mich neu, rein und schön; laß mich wahre Liebe haben und in deiner Gnade stehn; gib mir einen starken Mut, heilige mein Fleisch und Blut, lehre mich vor Gott hintreten und im Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben, dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nachstreben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn dich im höchsten Himmelsthron ich erheben kann und preisen mit den süßen Engelweisen. Moritz Kramer 1646—1702. 159. Mel. Zesu, meine Freude. x—0—— I 2—— x——— 22.— 2— 9—=d nnnen d. n UAEME D— 1. Schmückt das Fest mit Mai⸗en, denn der Geist der Gna-den hat sich ein⸗ge ⸗la ⸗den: las⸗ set Blu⸗men streu⸗ en, ma ⸗ chet ihm die Bahn. + 2 4 2—— IE +2— ⸗ì!́ 15——.—2 ö. 1 I———6—— + ———— 1.———.— 2 ö zün ⸗-det Op⸗fer an; Nehmt ihn ein, so wird sein Schein 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: * gib uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben 0 zur Genüge laben. 1 4 — FPFEIIL + H — 2.— PDITEE + 1— 1 II ———.— H. +— 2—— 1 ——— II——— 2—— + euch mit Licht und Heil er⸗fül⸗len und den Kum⸗mer stil⸗len. 3 Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geist empor; gib uns Kraft, zu beten und vor Gott zu treten, sprich uns selber vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. DD. **—8—2 PFPPNTDTWD»w¹ü IAIA 32999—299— 4. Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih, hundertfältig Früchte bringe und ihm stets gelinge. 5. Schlag die heilgen Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut; laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; wohn in unsrer Seele, Pfingsten. unser Herz erwähle dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuze süße, und durch Finsternisse sei du unser Licht; trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt; dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck 1672—1737 160. Mel. Erquicke mich, du Heil der Sünder. ——— 4 3 J.—————— e +2 4 I 1 CLIEV*.U 3.3..— 1. O Gott, o Geist, o Licht des Le⸗ bens, das du scheinst und locktzt so lang ver ⸗ ge ⸗bens, weil ————— 1*————— 4—.M E——— uns im To⸗des⸗schat⸗ten scheint, O Geist, dem kei⸗ner kann ent⸗ Fin⸗ster⸗ nis dem Lich⸗te feind. —————‚.—.Im‚ I——L... 1 1 14 HN ——————————— ge ⸗ hen, ich laß dich gern den Jam⸗mer se⸗ hen. 2. Entdecke alles und verzehre, was nicht in deinem Lichte rein, wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre; die Wonne folget nach der Pein: du wirst mich aus dem finstern Alten in Jesu Klarheit umgestalten. 138 Pfingsten. 3. Dem Sündengift ist nicht zu steuern: durchsalbe du mich, so geschichts; du mußt von Grund auf mich er⸗ neuern, sonst hilft mein eignes Trachten ni O Geist, sei meines Geistes Leben: ich kann mir selbst kein Gutes geben. 4. Du Atem aus der ewgen Stille, durchwehe sanft der Seele Grund; füll mich mit aller Gottesfülle, und da, wo Sünd und Greuel stund, laß Glaube, Lieb und Ehrfurcht grünen, im Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen sei kindlich folgsam deinem Trieb; bewahr mein Herz und alle Sinnen untadelig in Gottes Lieb; dein in mir Beten, Lehren, Kämpfen laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne eröffnet und kristallenrein aus Gottes und des Lammes Throne nun quillt in stille Herzen ein, ich öffne meinen Mund und sinke hin zu der Quelle, daß ich trinke. Ich laß mich dir und bleib indessen, von allem abgekehrt, dir nah; ich wills Geschöpf und mich ver⸗ gessen, dies innigst glauben: Gott ist da! O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, man harret deiner nie vergebens. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 161. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. —42.— 3 I— Äeeeren Een en men ᷑en, i 52 Bin.n ant SISIIIT——— EVr——— ö— 1. Es saß ein from-mes Häuf⸗lein dort und woll⸗te nach des ů——— ᷣSISISIS ——...—*———— I 122— 2— E— A.—.— Her⸗ren Wort ein-mü⸗tig Pfing⸗sten hal⸗ten. Ach laß auch jetzt im E — 1 33 7—.—— e Lanrz e Sst 2..—.... Christenstand, Herr Je⸗su, dei⸗ner Lie ⸗be Band bei frommen Gliedern walten. Ach nimm auch unsre Kirchen ein, 2. Schnell fiel hernieder auf das Haus laß e Lehrer sei 5„ 6 Haus laß feurig unsre Lehrer sein, ein starker Wind, der mit Gebraus und deine Sprach uns rühren. sich wundersam erhoben. O Gotteshauch, ach lasse dich bei uns auch spüren kräftiglich und weh uns an von oben. 3. Er füllete die Wohnung ganz, zerteilter Zungen Feuerglanz ließ sich auf jedem spüren. 4. Sie wurden all des Geistes voll und fingen an zu reden wohl, wie er gab auszusprechen. Erfüll auch uns mit heilger Glut, daß wir des Herzens blöden Mut mit freier Rede brechen. 5. Das Volk von allen Zungen kann, was Gott zum Heil der Welt getan, in seiner Sprache hören. Ach hebe Babels Irrsal auf; laß, Jesu, deinem Wort den Lauf, daß dich die Völker ehren. 6. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, und wer nicht merkt die Kraft von Gott, spricht leider: Sie sind trunken! Den rechten Freudenwein uns gib, erquick, o Herr, in deiner Lieb, was noch in Angst versunken. Pfingsten. 139 . Dein Licht treib in des Herzens Haus mit hellen Strahlen gänzlich aus die alten Finsternisse, daß Blindheit, Irrtum, falscherWahn und was uns sonst verleiten kann auf ewig weichen müsse. ö 8. Dein Feuer töt in unsrer Brust, was sich noch regt von Sündenlust; erwecke reine Triebe, auf daß wir schmecken wahre Freud, anstatt der schnöden Eitelkeit, in Jesu süßer Liebe. Hieronymus Annoni 1697—1770. 162. Mel. Warum sollt ich mich denn grämen. E.SSI 1I ————————.—= . 211 1. Höch-ster Trö⸗ster, komm her⸗nie⸗-der, Geist des Herrn, sei nicht fern, 4 4 sal⸗be Chri⸗sti Glie-der. Er, . 2 der l Ul — nt—— EE— — Chri⸗stus hat dei ⸗nen Rat 2. Geist der Weisheit, gib uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. Lehr uns recht vor Gott hintreten, sei uns nah und sprich Ja, wenn wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens kämp⸗ fen, gib uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden Angst und Not, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. sei⸗nem Volk ver⸗spro⸗chen. 4. 00 uns nach dem Besten streben, schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gib, daß wir nie stillestehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 5. Sei bei Schwachheit unsre Stütze; steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide „sterben heißt, unsern Geist in des Himmels Freude. Ehrenfried Liebich 1713—1780. Pfingsten. 163. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier —.—.———.— H e en n,.., n HQ9— 0 1. Geist der Wahrheit, leh⸗ re mich al⸗ler Weis⸗heit Quel⸗le ken⸗nen: Je⸗ sum kann ich nur durch dich meinen Herrn und Hei⸗land nen⸗nen; 1 2 L 2. Du nur machst das Herz gewiß und erleuchtest meine Seele, daß ich in der Finsternis nicht den Weg des Heils verfehle. Du führst Wah auf Gottes Pfade, zeugst von Wahrheit und von Gnade. Unser Tröster heißest du, überschwenglich kannst du trösten. Du erfüllst mit Himmelsruh die Gemüter der Erlösten, daß sie nach der Angst der Sünden Gottes Vaterhuld empfinden. 4. Mächtig stärkst du zum Gebet, weckst in uns inbrünstges Sehnen, 7 das mit stillen Seufzern fleht * und zur Wonne führt durch Tränen. ö Hoffnung und Geduld im Leiden ist dein Werk, du Geist der Freuden. du nur kannst ihn mir ver⸗klä⸗ren und mein Herz zu Gott be⸗keh⸗ren. 5. Heiligung und Reinigkeit und ein gottgefällig Leben, selige Zufriedenheit, wahre Weisheit kannst du geben. Selig, die an deinen Gaben teil durch Lieb und Glauben haben. 6. Was mir fehlt, find ich bei dir, nur durch dich kann ich genesen. Komm und wohne selbst in mir, schaffe neu mein ganzes Wesen; dann wird meineSchwachheitStärke, und ich wirke Gottes Werke. . 7. Sieh, ich öffne dir mein Herz, läutre du es auch durch Leiden, mache mich durch Not und Schmerz würdig deiner Himmelsfreuden. Hilf mir, Vater, beten, ringen und hindurch zum Ziele dringen. Samuel Gottlob Bürde 1753—1831. 164. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 9— —2—————— 122— DSDSDDSD‚i‚ii‚‚i Dee= ISSEEE ö——— 2 2— — u 1. O Got⸗tes Geist und Chri- sti Geist, der uns den Weg zum 4 +— + 1— II 2 ——⁴⁷——= 2 2—7 . +—.— + +. E. 1 J—— 2—— 14— 1 Le⸗ben weist, der uns die dunk⸗le Er ⸗den⸗nacht durch & L SIIIE Pfingsten. H1H2——— 4——— +. + I 2 I II +.— I Kati HN 1— 2·.—. III sei- ne Lich⸗ ter hel ⸗ le macht; 2. du Hauch, der durch das Weltall weht als Gottes stille Majestät, du aller Lichter reinstes Licht, erleucht uns Herz und Angesicht. hell in die weite Welt hinein; komm, mach uns in der Finsternis des lichten Himmelswegs gewiß. 4. Ach hier ist alles Staub und Nacht, die Wahn und Sünde trübe macht; ach hier ist alles Not und Tod, geht uns nicht auf das Morgenrot: 5. das Morgenrot der bessern Welt, das wie ein Strahl vom Himmel fällt, als Gottes Macht und Gottes Lust durchblitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist, der uns wie Kinder beten heißt, 3. der uns wie Kinder glauben heißt, Komm, leuchte mit dem Gnadenschein o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Friede, Gottes Mut, komm, stille Kraft, die nimmer ruht; komm, gieße deinen Gnadenschein in Seele, Sinn und Herz mir ein! 8. Dann wandl ich wie ein Kind des Lichts im Glanze deines Angesichts schon meinen kurzen Erdenlauf stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 165. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — 1. Dir jauch⸗zet froh die Chri⸗sten⸗heit, du Geist der Als un⸗ sers Er ⸗-bes Un⸗ter⸗pfand bist du vom 4 1 2 E EI— + 1— ..........——— 1.—— W— 2— I Kraft und Herr⸗ lich⸗ keit, du al ⸗ler Gei ⸗ster Le⸗ ben. Va ⸗ ter aus ⸗ge⸗ sandt, zum Trö⸗ ster uns ge ⸗ ge⸗ ben. — 1.— + LEILI LILI 4——4 ED 1.— E— öäPIIITIT T I T T Je ⸗ su Glie ⸗der wirst du füh⸗ ren und re⸗ gie⸗ ren, . ö 1 N 2 0 I 4— N +— + E.—.— 6 + 12—+— 1.— I— + +.—.* V2 1. L—.—— 41— 241— 23.— TLEI 57——— un ⸗serm Pfa⸗ de. 2. O welch ein großer Tag erschien, als man die Flammen sah erglühn hell über jedem Haupte! Im Sturmwind tatest du dich kund, dein Zeugnis heiligte den Bund der Schar, die freudig glaubte. Mächtig kamst du, um die Schwachen stark zu machen, und erklungen ist das Heil in allen Zungen. 3. O Dank für so viel göttlich Licht, das jede Finsternis durchbricht zur himmlischen Belebung. Den Menschenherzen alt und jung schaffst Kräfte du zur Heiligung, zu stiller Gottergebung. Preis dir, Dank dir, daß du kräftig und belehref tig uns elehrest, Jesum Christum uns verklärest. 14² Trinitatis. 4. Auch wir, die Christus sich erkauft, wir sind mit deiner Kraft getauft, die Welt zu überwinden. Wirk in uns allen Lieb und Zucht und laß in uns des Glaubens Frucht sich hundertfältig finden. Gnädig hilf du Gottes Erben einst im Sterben, daß sie droben ewig deine Wunder loben. 5. Wir beugen unsern Geist vor dir, Geist Gottes, alle flehen wir, du wollest bei uns bleiben. Geh ferner aus in alle Welt, damit, von deinem Licht erhellt, die Völker alle gläuben; gnäd nädig sie zur Wahrheit und zur Klarheit, daß die Erde, Geist des Herrn, dein Tempel werde. Karl August Döring 1783—1844. 10. Trinitatis. 166. 6— + D. 2——— LI ——————— 1 , n, n, d. — 2——*—— — 1. Wir glau ⸗ ben all an Eei ⸗ nen Gott, 4 ů 4 4—— 1 ‚ + 11— 4— rrrrnerpe n., — I— 1... 1 Schöp⸗fer Him⸗mels und der Er⸗den, der sich zum Va⸗ter ge⸗ben hat, daß wir sei⸗ne Kin⸗der wer⸗den 4 e en n er er,er Hnen.nnm dn Lnn , vnen d n I— Er will uns all⸗zeit er⸗näh⸗ren, s[[V◻ Trinitatis — 4 4— 4—— + 1 1—— H n. +.2 2———63—0 22— — 2———.—.—.—————..— 25„—.——— 1 *—. +* — ö 6 1 ———4— n nn e——. 22— 7 + D——6—2— 1 2——— 2——————.— ——— kein Leid soll uns wi⸗der⸗fah⸗ren; er sor ⸗ get für uns, H—— X H N EIEIESEEEEEEEEEE —— de H ——.2 hüt't und wacht, hüt't und wacht, es steht al⸗les in sei⸗ner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben, für uns, die wir warn verloren, am Kreuz gestorben : und vom Tod ½ wieder auferstanden durch Gott. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganz Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hier all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Elend ½ ist bereit't uns ein Leben in Ewigkeit. Martin Luther 1483—1546. Q—— EIAIA.. 8—8—8— 1—— 1 122 E—————— 66 1—— 2——— ——.——. Wir glau⸗ben all an ei⸗nen Gott, Schöp⸗fer Himmels und der der sich durch Je⸗sum, sei⸗ nen Sohn, uns zum Va⸗ter hat ge⸗ 4* II I 4— II 2—— +II 1— I 1—* 2—ED„——..— 1 H— 1.——— E 2.— I E1 ——— II +— E——— 20 Er⸗— 2— 4E en er will uns all-zeit er-näh⸗ren, uns zur Se⸗lig⸗ . l 1 II 1 I—11 — 1 + + 2. Le +— I + 1— 1 1 + 2.— 2— + I 2— I +— . +— be⸗wah⸗ ren durch den heil ⸗gen Geist im Glau⸗ ben; 144 Trinitatis. kein Leid soll uns wi⸗der⸗fah⸗ren. 2—— ——————— e—— SII——— ——*—— ö Die hei⸗ li⸗ ge Drei⸗fal⸗tig⸗ 25, en en, e— H keit sei hoch⸗ge⸗lobt in CE⸗wig⸗keit. mlen. (Das vorige Lied Luthers, für den liturgischen Gebrauch gekürzt.) 168. Mel. Nun danket alle Gott. 9 DJ——— E— —4 SDꝑD‚IꝑI‚IIII‚IItttxxxtxTTt'!T T TETCRC 1. Ge⸗ lo⸗bet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Le⸗ben, mein Schöp⸗fer, der mir hat mein Leib und Seel ge⸗ ge-ben, 4 4 + 4. I— TDI———— II 2 7 2—— 2 2—— 15——— 2.—— I— ++ mein Va⸗ter, der mich schützt von Mut⸗ter ⸗lei⸗ be an, der .——— 0 0 ꝗDDI J 1+.—— 2 Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, * des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, * der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüften schwebet; gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist. 5. Dem wir das Heilig! jetzt mit Freuden lassen klingen und mit der Engel Schar das Heilig, Heilig! singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit: gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Johann Olearius 1611—1684. IIII IIII Trinitatis. 16 14⁵ 9. Wie schön leuchtet der Morgenstern. E 111——.—— 1. Hal ⸗le ⸗ lu⸗ jah! Lob, Preis und Ehr sei un⸗serm von E⸗ wig ⸗keit zu E⸗ wig ⸗keit sei in uns 6 ꝗITI— A 4.. 7—.——————9 1— TSI—.——CI n — 1 2. 1— 2.—— II Gott je mehr und mehr für al ⸗le sei ⸗ ne Wer ⸗ ke; al len ihm be ⸗reit't Dank, Weis⸗heit, Kraft und Stär ⸗ ke. . +— L +SI 4 4 + + + . + + + +7* 1— . 2—— I— 2—. Klin ⸗get, sin get: Gnä⸗dig, herr⸗lich, hei ⸗ lig, hei⸗lig, 1— I— 1— 2 1 +—— +— 23.— I 2— +E— J.— 2* + + IEI — 2..— 2———— 2.1 2— I hei ⸗lig ist Gott, un⸗ ser Gott, der Herr Ze⸗ ba ⸗oth! 2. Hallelujah! Preis, Ehr und Macht sei auch dem Gotteslamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. sg seli ist dle Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 3. Hallelujah! Gott heilger Geist ei ewiglich von uns gepreist, urch den wir neugeboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Hochzeitstag erkoren. Heil uns! Heil uns! Da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig 25— Hallelujah! Lob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen. Stimmt an mit aller Himmelsschar und singet nun und immerdar mit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet: Enädig, herrlich, Heitei 4Gott⸗ heilig unser Gott, der Herr Zebaoth! Darmstädter Gesangbuch 1698. H—..—5— 4 JE.——— H— 1 + III TS..— + SDI‚‚3‚ +— CI.N — 2 42 1 1. Mein Schöp⸗fer, steh mir bei, dein Au⸗ ge lei⸗ te mich, sei mei-nes Le⸗bens Licht; bis mir mein Au⸗ge bricht. Trinitatis. ———— n n E.————————— EI——«—————3————+ — I—————‚—— I———— ——— + D Hier leg ich Herz und Glie⸗-der vor dir zum Op⸗fer nie-der und ——— 4 ö—+—— öPSPSPISSIIPIIPITITTTITITITTTITTTIII....... T 1—— 2—.—.....— wid⸗me mei⸗ne Kräf⸗te für — +. III E. Mein Heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle Flecken tilgt und lauter Wunder tut. Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbarmen, I daß ich von Zorn und Sünde 4 hier wahre Freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich: mein Heiland, wasche mich! 3. Mein Tröster, gib mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt, regiere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, willst, daß ich der Dei⸗ne sei: + mein Schöp⸗fer, steh mir bei! ihn meinen Herren nennen, sein Gnadenwort verstehen, auf seinen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft: mein Tröster, gib mir Kraft! 4. Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist! Johann Jakob Rambach 1693—1735. EEe- S F III. Kirche und Gnadenmittel. 1. Kirche. 171. Psalm 12. Wie we⸗nig * 1. Ach Gott, vom Him⸗mel sieh dar⸗ein und laß dich des er⸗ sind der Heil⸗gen dein, ver⸗las⸗ sen sind wir + . 0 0 I ◻+r I 2 Saer +— —— ů—— 7—. men! men: A dein Wort man läßt nicht ha-ben wahr, der II C. * III + 4 2—4 iüi 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet: ihr Herz nicht eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet; der wählet dies, der andre das, sie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar Wir haben Herht wills uns wehren? ir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein: wer ist, der uns sollt meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf ein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, Glaub ist auch ver-lo⸗schen gar bei al-len Men⸗schen EE E „kin ⸗dern. ich hab ihr Klag erhöret: mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden: es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen Gschlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Martin Luther 1488—1546. 4 — — ν 1. Ein fe⸗ste Burg ist un ⸗ ser Gott, ein gu ⸗ te Wehr und er hilft uns frei aus al ⸗ ler Not, die uns jetzt hat be⸗ H—————— E — 2— + +..—. + +———4. TSI.— + 2—— , d dr d 4.— 2 ů —— A* 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit't für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott; das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär * und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Waf ⸗fen 5— ö— ö—— trof⸗ fen. Der alt bö se Feind mit Ernst ers jetzt meint; 1— 1...——— 1— — + +—*— 1+2 I 178— + 1 —— E...—.— +.—V. + 4 1 1 1— 1— 2 + groß Macht und viel List sein grau⸗sam Rü⸗stung ist; auf ů— 4 4. H . + S..— + N— —— 2 + 2—L II 1— LJ.. + 4 II 1 Erd ist nicht seins⸗glei ⸗ chen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht: er ist gericht't, ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin, sie habens kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther 1483—1540. Kirche. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist; beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. gib dein'm Volk einrlei Sinn auf Erd, steh bei uns in der letzten Not, g'leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther 1483—1548. 174. Psalm 67. 2 I—* SP..IIII II 1. Es wolele Gott uns gnä⸗ dig sein und sei=nen Se⸗ gen sein Ant⸗litz uns mit hel⸗lem Schein er⸗ leucht zum ew⸗ gen 12— , r dn d i mi.—— EIIIIIIIIERR 4 Le beu daß wir er⸗ken⸗ nen sei ⸗ ne Werk und n/ 4 1 ———— 2—— ö.... ——.—— ,e, L x, was ihm lieb auf Er-den, und Je⸗sus Chri⸗stus Heil und Stärk be⸗ 65 ee eniren Eueere ö N I +2 2 +.E— 2.— äꝑcccccEcesececeRcĩesr;—!;‚e. kannt den Hei⸗den wer⸗den und sie zu Gott be ⸗ keh ⸗ ren. 2. daß du auf Erden Richter bist So danken, Gott, und loben dich und läßt die Sünd nicht walten; die Heiden überalle, dein Wort die Hut und Weide ist, und alle Welt die freue sich die alles Volk erhalten, und sing mit großem Schalle, in——— Bahn zu wallen. JD.V. E———.— 5. i. Es dan ke, Gott, und lo⸗ 2 dich das Voll in gu⸗ ten das Land bringtFrucht und bes⸗sert sich, dein Wort ist wohlge⸗ — 1 + —.———. 2.—. Mrin Eanm-—.—— 1+..—. 2— II——— 2 L— aten; uns seg ne Va⸗ter und der Sohn, uns ra ⸗ten. +4— I. + 4 966 LI 2 L II — 1.— 1.— I——. seg ne Gott der heil⸗ge Geist, dem al ⸗le Welt die Eh⸗re tu, vor 4 2*——— 1————H ͤ8—— + 7——0— +%— . +——— 2—— 2——06 SI I— e, 2. + ihm sich fürch⸗te al ⸗ler⸗meist. Nun sprecht von Her⸗zen: A⸗ men! Martin Luther 1483—1546. 0 4 ——— D E—.— DEDE +2 1 CE.——6 0——— 2...— 1 L——— 2—.——— 1 * Ver ⸗leih uns Frie⸗den gnä⸗ dig ⸗lich, Herr Gott, zu + WDL*————————— 2— ———————*2——. 2— EE ———— E;—.————— 24.— + 1 +2 2 +* I—. 4. un⸗sern Zei⸗ten; es ist doch ja kein and⸗rer nicht, der für uns 1— 38‚.—.—5.————9 J +2— 2———.— +——.— +—.— N 12— PFPFETEE————— 22—..— N 1.—.—2..———— IL.— — 1— — könn ⸗ te strei ⸗ten, denn du, un⸗ser Gott, al ⸗lei ⸗ ne. Martin Luther 1483—1546. 176. Psalm 124. da Mel. Es ist das Heil uns kommen her. ENEI.— RNE ́S— 2 +—— . I 1— I*—..— E—— 5* F x 1. Wär Gott nicht mit uns die ⸗se Zeit, so soll Is ⸗ ra ⸗ el wär Gott nicht mit uns die ⸗se Zeit, wir müß⸗ten gar ver⸗ SSSSS...................— Z Lrr,v. Hi:. sa 2 gen— 2 SFH⁴r 4— 3a= gen, die so ein ar-mes Häuf⸗lein sind, ver⸗ — ESSISEE—— 1— ́.—.2*———* I EHIN —— 2 2.1— 2 5¹ π de ö.*— acht't von so viel Men⸗schen⸗kind, die an uns set⸗zen al ⸗le. 2. 3. Auf uns so zornig ist ihr Sinn; Gott Lob und Dank, der nicht zugab, wo Gott hätt das zugeben, daß uns ihr Schlund möcht fangen. verschlungen hätten sie uns hin Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, mit ganzem Leib und Leben: ist unsre Seel entgangen: wir wärn als die ein Flut ersäuft, Strick ist entzwei, und wir sind frei; und über die groß Wasser läuft, des Herren Name steht uns bei, und mit Gewalt verschwemmet. Gotts Himmels und der Erden. Martin Luther 1483—1546. Kirche. 177. Psalm 124. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. *—. e n——.—— —44 2—.——* 2—..— — + 1. Wo Gott der Herr nicht bei uns hält, wenn uns⸗ re Fein⸗-de und er nicht uns⸗ rer Sach zu⸗fällt im Him-mel hoch dort 1—..—— L e 1* IZII—2..—.. 2—.—ßv—*2 12— JZ..—*. E 2...—— PE.— I 2 1 E I———— 4 to ⸗ ben, wo er Is⸗-ra ⸗els Schutz nicht ist und 09 ben, —.— I 2 + 1 +——.— 1 I ——— + ‚ ö— 8 ——————— sel⸗ber bricht der Fein-de List, so 2. Was Menschenkraft und Witz ansäht, soll billig uns nicht schrecken: er sitzet an der höchsten Stätt, wird ihren Rat aufdecken. Wenn sies aufs klügste greifen an, so geht doch Gott ein andre Bahn; es steht in seinen Händen. 3. Aufsperren sie den Rachen weit und wollen uns verschlingen: Lob und Dank sei Gott allezeit, es wird ihn'n nicht gelingen. Er wird ihrn Strick zerreißen gar und stürzen ihre falsche Lehr; sie werdens Gott nicht wehren. 4. Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, die gänzlich sind verlassen; die Gnadentür steht nimmer zu. ists mit uns ver ⸗ lo ⸗ren. Vernunft kann das nicht fassen; sie spricht: Es ist nun alls verlorn! da doch das Kreuz hat neugeborn, die deiner Hilfe warten. 5. Die Feind sind all in deiner Hand, dazu all ihr Gedanken, ihr Anschlag ist dir wohlbekannt: hilf nur, daß wir nicht wanken. Vernunft wider den Glauben ücht aufs Künftge will sie trauen nicht, da du wirst selber trösten. 6. Den Himmel hast du und die Erd, Herr unser Gott, gegründet; gib, daß dein Licht uns helle werd, laß unser Herz entzündet in rechter Lieb des Glaubens dein bis an das End beständig sein: die Welt laß immer murren. Justus Jonas 1493-1555. 178. Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. ů E, ene wan nien nierr. nn Erd., .. Mn Eanmr E,.i ö E im dnIirn Hume. en Eunne: +*—* 1 + I I 1 dich gänz ⸗lich u ver ⸗stö⸗ ren, und ——.————4 e= U———t—— su ⸗ chen dei ⸗ nen Un ⸗ter ⸗ gang, da ⸗ von dir —4 — 2 2— TEI 2— 1.——1— — 20 2— J———— 7— TEIH I——— + 2————— I 2——* J— 1 recht wird angst und bang: es wird nicht lan ge wäh⸗ren. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach So wahr Gott Gott istund sein Wort, ist Gottes, dem befiehl die Rach muß Welt, Teufel und Höllenpfort und laß es ihn nur walten; und was dem tut anhangen er wird durch seinen Gideon, endlich werden zu Schand und Spott: den er wohl weiß, dir helfen schon, Gotti ist mit uns, und wir mit Gott, dich und sein Wort erhalten. den Sieg wolln wir erlangen. (Gustav Adolfs Feldlied.) Michael Altenburg 1584—1640. 179. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. j — —.— ———.— — 1. Herr un⸗ser Gott, laß nicht zu⸗schanden wer⸗den die, so in 2—— —— 8——— *—.2 129 1 IDI EH ů—— n un dn aner,—.——. 1———— ö———— 2—— 1.— 1—— A— ih ⸗ren Nö⸗ten und Be⸗schwer⸗den bei Tag und Nacht auf H— 2— +.——— —— TTN II I 7* DIII dei⸗ ne Gü⸗te hof⸗fen und zu dir ru ⸗fen. Mache ushanden 1—1 die dich und schaff uns* wider unsre die sich allein auf ühre Macht vere zwenn du ein Wort wprichst, werden lassen sie bald Freunde; Ach kehre dich mit Gnaden zu uns sie müssen Wehr und Waffen nieder⸗ rmen; legen, laß dichs erbarmen. rein Glied mehr regen. Kirche. 153 4. 5. Wir haben niemand, dem wir uns Du bist der Held, der sie kann unter⸗ vertrauen, treten vergebens ists, ban Menschenhilfe und das bedrärr tem Häuflein auen: retten. mit dir wir wollen Taten tun Wir traun auf dich, wir schrein in und kämpfen, ö Jesu Namen: die Feinde dämpfen. Hilf, Helfer! Amen. Johann Heermann 1585—164 180. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. —3— 1. Rett, o Herr Je⸗su, rett dein Ehr, das Seuf⸗zen dei⸗ner EEEEEEEEEEE Kir⸗che hör; der Feind An⸗schläg und Macht zer ⸗stör, die jetzt ver⸗fol⸗gen dei ⸗ ne Lehr. 2. 4. Groß ist ihr List, ihr Trutz und Macht, Steh deinem kleinen Häuflein bei, sie fahren hoch daher mit Pracht; aus Gnaden Fried und Ruh verleih; all unsre Hoffnung wird verlacht, laß jedermann erkennen frei, wir sind bei ihnen nichts geacht't. daß hier die rechte Kirche sei. 3. 5. Vergib uns unsre Missetat, Laß sehn, daß du seist unser Gott, vertilg uns nicht, erzeige Gnad; der unsre Feinde macht zu Spott, beweis den Feinden in der Tat, zerstreuet ihre stolze Rott es gelte wider dich kein Rat. und hilft den Seinen aus der Not. Johann Heermann 1585—1647. 181. Jesaias 49, 14—16. — DIIII— 4 1. Zi⸗on klagt mit Angst und Schmerzen, Zi⸗on, Got⸗tes wer⸗te Stadt, die er trägt in sei⸗ nem Her⸗zen, die er sich er⸗wäh⸗let hat: —06— Ach, spricht sie, wie hat mein Gott mich ver⸗las⸗s und läßt mich so har⸗te pres⸗sen! Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit, der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach will er denn für und für rausam zürnen über mir? ann und will er sich der Armen ietzt nicht wie vorhin erbarmen? Zion, o du Vielgeliebte, sprach zu ihr des Herren Mund, zwar bist du jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwundt; doch stell alles Trauern ein: wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann hassen und aus ihrer Sorge lassen? ⸗sen in der Not Mei⸗ner hat er ganz ver⸗ges⸗-sen. Meine Treue bleibet dir, Zion, o du meine Zier! Mein Herz hast du mir besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5 Laß dich nicht de der sonst nichts als schrecken kann; siehe, hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders seinꝰ Ich muß ja gedenken dein; deine Mauern muß ich bauen und dich fort und fort anschauen. 6. Wie der Säugling ohne Sorgen ruht in seiner Mutter Schoß, bist auch du in mir geborgen; 4. Ja wenn du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn, da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin. meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich kann keine Zeit, keine Not, Gefahr und Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden; bleib getreu in allem Leiden! Johann Heermann 1585—1647. 182. Mel. Christus der ist mein Leben. 1. Ach bleib mit dei⸗ner Gna⸗ de bei Christ, daß uns hin⸗fort nicht scha 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns beid hier und dorte —— uns, Herr Je⸗su =de des bö⸗sen Fein⸗des List. 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht, dein Wahrheit uns umschanze, sei Güt und Heil beschert. ö damit wir irren nicht. n Satan blenden, 2114 Kirche. 4. daß uns der Feind nicht trutze, Ach bleib mit deinem Segen noch fäll die böse Welt. bei uns, du reicher Herr, ö 6. dein Gnad und alls Vermögen Ach bleib mit deiner Treue in uns reichlich vermehr. bei uns, mein Herr und Gott; 5. Beständigkeit verleihe, Ach bleib mit deinem Schutze hilf uns aus aller Not. bei uns, du starker Held, Josua Stegmann 1588—1632. 183. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. N— 1 IU 35—————— EI— . e.,—— — 1. Chri⸗ste, du Bei⸗stand dei⸗ner Kreuz⸗ge⸗mei⸗ne, ei ⸗le, mit Hilf und Ret⸗tung uns er⸗ schei⸗ne; steu ⸗re den Fein⸗den, e —————I————.—.—.———— .— ih ⸗re Blut⸗ge⸗ rich⸗te ma⸗che zu⸗ nich⸗te. 2. Friede zugleich der Obrigkeit ge⸗ Streite doch selber für uns arme währe, Kinder, Friede dem Herzen, Friede dem wehre dem Teufel, seine Macht ver⸗ Gewissen inder; gib zu genießen. alles, was kämpfet wider deine Glieder, 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Herde, stürze danieder. 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere, Himmel und Erde. Matthäus Apelles von Löwenstern 1594—1648. 184. Mel. Werde munter, mein Gemüte. 9 4——— 2-re. n El F, ui—*I——— S......... 4.,. 1. Zi⸗ on, gib dich nur zu⸗frieden, Gott ist noch bei dir dar⸗in, du bist nicht von ihm ge⸗schieden; er hat ei nen Va⸗ter⸗sinn: Zi⸗on, ler⸗ne dies be⸗den⸗ken; 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, schweigt dein Heiland still dazu, leich als in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Flut wird sich bald legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, . ob sie noch so feste stehn, ia die ganze Welt desgleichen ö möchte gar auch untergehn: ö dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod; aus des Bundesgottes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen deine schönsten Perlen sein, dringt dein Seufzen und de auch in deine Lieder ein, muß dein Purpur sein das Blut und der Mangel Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. Zion, du kannst doch nicht wanken in Stöhnen war⸗um willst du dich so krän⸗ken? 5. Dräut man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid, ei du wirst doch nicht zuschanden, denk nur an die Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemut, denn der Herr ists, der es tut. Zion, Gott wird dich schon stärken; auf den Herren mußt du merken. 6. Freue dich, es ist das Ende und der Abend schon herbei; gib dich nur in Gottes Hände, der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn gibt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst wieder lachen; drum so laß die Welt nur machen. 12 O ihr Engel, Himmelserben, freuet euch mit Zion hier; denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Himmelsfaal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen Freudenꝰ Joachim Pauli 1636—1708. 185. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. n— III.. ———— ö Er⸗ den ⸗kreis dir wol⸗len ei „ne Kirch er⸗wäh⸗len zu 3 dei⸗ nes Na⸗mens Lob und Preis, dar⸗ in⸗nen sich viel Menschen fin⸗ +—— 3.——— den in ei⸗ ner hei ⸗li ⸗ gen Ge⸗mein, die da von al⸗len + S... ih ⸗ ren Sün⸗den durch Chri⸗sti Blut ge⸗ wa⸗schen sein. 2. Du rufest auch noch heutzutage, daß jedermann erscheinen soll; man höret immer deine Klage, daß nicht dein Haus will werden voll. Deswegen schickst du auf die Straßen, + laden alle, die man findt; u willst die auch berufen lassen, die blind und lahm und Krüppel sind. 3. Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen der Völker eine Kirch gemacht, darinnen dein Lob wird gesungen in einer wunderschönen Pracht, die sämtlich unter Christo stehen als ihrem königlichen Haupt und in Gemeinschaft dies begehen, was jeder Christ von Herzen glaubt. 4. Das Heil wir nicht aufWerke gründen, weil doch kein Mensch vor Gott gerecht; und will sich etwas Gutes finden, so sind wir dennoch böse Knecht. Mit Glauben müssen wir empfangen, was Christi Leiden uns bereit't; im Glauben müssen wir erlangen der Seelen Heil und Seligkeit. 5 Du heiligst uns zum neuen Leben, daß wir auf Gottes Wegen gehn und daß wir nach dem Guten streben und allen Lüsten widerstehn; du willst die Runzeln und die Flecken, die uns die Sünd hat angehängt, mit der Gerechtigkeit bedecken, die Christus uns aus Gnaden schenkt. 6. Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben noch fernerhin bis an das End; ach laß uns nicht die Schätze rauben: dein heilig Wort und Sakrament. Erfüll die Herzen deiner Christen mit Gnade, Segen, Fried und Freud, durch Liebesfeur sie auszurüsten zur ungefärbten Einigkeit. Friedrich Konrad Hiller 1662—1786. 9 1— 1 1—⁷ D.V +EII + + 11.:.ι— Z.—.— + 12 E. L + 2... E +2— SI...... EHEEEEE IFIFTT—— E —* +** 1. Fah⸗re fort, fah⸗re fort, Zi⸗on, fah⸗ re fort im Licht! Ma⸗ che dei⸗ nen Leuch-ter hel=le, laß die er ⸗ste 1— I ——..9. ———*—— Lie⸗be nicht, su ⸗che stets die Le⸗bens⸗quel⸗le; Zi⸗ on, drin⸗ge .....— E ö — I— 1— durch die en⸗ ge Pfort, fah⸗- re fort, fah ⸗ re fort! 2. 5. Leide dich, leide dich! Dringe ein, dringe ein, Zion, leide ohne Scheu Zion, dringe ein in Gott, Trübsal, Angst mit Spott und stärke dich mit Geist und Leben, Hohne, sei nicht wie die andern tot, sei bis in den Tod getreu, sei du gleich den grünen Reben; siehe auf die Lebenskrone. Zion, in die Kraft, für Heuchelschein, Zion, fühlest du der Schlange Stich, dringe ein, dringe ein! leide dich, leide dich! 6. 3. Brich herfür, brich herfür, Folge nicht, folge nicht, Zion, brich herfür in Kraft, Zion, folge nicht der Welt, weil die Bruderliebe brennet; wenn sie dich sucht groß zu machen, zeige, was der in dir schafft, achte nichts ihr Gut und Geld, der als seine Braut dich kennet; laß sie deines Glaubens lachen; Zion, durch die dir gegebne Tür Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, brich herfür, brich herfür! folge nicht, folge nicht! 7. on. aus, halte aus, 4. Prüfe recht, prüfe recht, ion, halte deine Treu, Zion, prüfe recht den Geist, laß doch nimmer lau dich finden; der dir ruft zu beiden Seiten; auf, das Kleinod rückt herbei, ö tue nicht, was er dich heißt, auf, verlasse, was dahinten! Zion, beides, das was krumm und Strau schlecht, halte aus, halte aus! prüfe recht, prüfe recht! Johann Eusebius Schmidt 1670—1745. laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, in dem letzten Kampf und tr 187. x Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 1. Herr, wann wirst du Zi⸗on bau⸗en, Zi⸗on, die ge⸗lieb⸗te Stadt, — SSSI... die sich dir er⸗ge⸗ben hat? Ach soll sie nicht ein⸗mal schau⸗en ————— PP ih re Mau⸗ern auf⸗ge-richt't? Ja, der Herr ver-läßt sie nicht. * — ö daß wir uns durch Glaubensflügel 2. O wann soll die Stimm erschallen, schwingen können himmelan, da man rufet überall da uns niemand schaden kann. 2 Der Daber uit Rekalun, 6. zabel, Babel ist gefallen, eichne mit dem heilgen Zeichen die mit ihrer Lügenpracht 11 uns, dein Volk, dein Eigentum, vormals war so hoch geacht't! schönster Jesu, höchster Ruhm; 3. so muß Satan von uns weichen, Höre, wie dein Zion klaget und der Mensch der Sünde flieht, ünter Babels Dienstbarkeit wo er deine Siegel sieht. doch 5 2212 dden, d Zeit; laget 7. och du wirst den, der sie plaget, Ach wie wird dein Volk dich ehren stürzen bald durch deine Macht wwenn es nun entnommen 15 5. und vertilgen Babels Pracht. Babels Stolz, des Tieres List; 4. deinen Ruhm wird es vermehren Gib nur, Jesu, daß wir wachen und in alle Ewigkeit und im Glauben munter sein, dich zu loben sein bereit. wenn du kommst und brichst herein, 8. alle Feind zunicht zu machen, Darum, Zion, unbetrübet! zu erlösen deine Braut, Die Erquickungszeit ist da, die du ewig dir vertraut. und des Herren Hilf ist nah. 5. Selig, wer sich ihm ergibet Drücke uns dein heilges Siegel und vor seinem Heiland kann an die Stirne, an die Hand, Siegeslieder stimmen an! dir zu Ehren, uns zum Pfand, Joachim Lange 1670—1744. 188. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. — 1. Wach auf, du Geist der er⸗sten Zeu⸗ gen, die auf der die Tag und Näch⸗ te nim⸗mer schwei⸗gen und die ge⸗ — 1— H + 3 7 2..—*2 4. 2 n dr,. n an.— 2—— 2..—— Maur als treu ⸗e Wäch⸗ter stehn, ö ö trost dem Feind ent ⸗ge⸗ gen⸗gehn, ia de⸗ren Schall die 16 Kirche. 5 —. 2 T FC E—.—.——— + E 1— + I 1 155— ö ů— gan⸗ ze Welt durchdringt und al⸗ler Völ⸗ker Scha⸗ren zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gib doch in deine Ernte vielKnechte, die in treuer Arbeit stehn. O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, Lapemr Knechte ein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitte in den Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum anzu⸗ ehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn! So gib dein Wort mit großen charen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erden⸗ reis dein Reich bald aus zu deines Na⸗ mens Preis. 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme, o daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Voll aus dem Gefängnis nähme, o würd es doch nur lich vor Abend icht Ach reiß, o Herr, den Himmel bald 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein; ach führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll in alle Tore ein; ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf. 7 O beßre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hin⸗ dern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege, vertilg, o Herr, den falschen Glau⸗ benswahn und mach uns bald von jedem Miet⸗ ling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein; ja sitze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und schrein. Du wirst dein herrlichWerk vollenden, der du der Welten Heil und Richter bist; du wirst der Menschheit Jammer wenden, so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist. Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn: entzwei du tust doch über Bitten und Ver⸗ und komm herab zur Hilf und mach stehn. uns frei. Karl Heinrich von Bogatzkty w1630—1774. 189. Mel. Mein Zesu, dem die Seraphinen. —034— 4 SDSSSSSS I.I......... I I I III I I IIII..... Ean I I I—*——— 2.— 2—.— —..—4— 2 1. Dein Wort, o Herr, bringt uns zu⸗sam⸗men, daß wir in es läßt an uns die hei⸗ßen Flam⸗men des Glau⸗bens 7 . der Ge⸗mein⸗schaft stehn, wir wer⸗den durch das und der Lie⸗ be sehn; 5——— 2— 191—— 4 2 5——5 SSDRDRRRRED. —*.———.—— + II. LI E +— 1 ————— auch zur Ge-mein⸗schaft je- ner Schar, die um das Lamm be⸗ 4 E nn, stän ⸗-dig war,„lockt und 2. Der Glaubensgrund, auf dem wir tehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; die einzge Reget, die wir tennen, ist sein lebendges, kräftges Wort; nach keinem Mann, nach keinem Ort soll je sich die Gemeinde nennen. 3. Was ist das für ein himmlisch Leben: mit Vater, Sohn und heilgem Geist in seliger Gemeinschaft schweben, genießen das, was Gott geneußt! Wie flammen da die süßen Triebe! Gott schüttet in sein geistlich Haus die ganze Gnadenfülle aus; hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 4. Der Vater liebt und herzt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit; desSohnesTreue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; kräf ⸗tig ein ⸗ ge⸗ la ⸗ den. der heilge Geist tritt mit dem Ole des Friedens und der Freude zu, das Herze schmecket Gottes Ruh, die Kraft durchdringetLeib und Seele. 2 Die eines Herren Leib gegessen, die stehen auch für einen Mann; macht sich der Feind an eins ver⸗ messen, sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen und siegen in des Herzens art sie wollen von der Brüderschaft der Heilgen nicht das Kleinste missen. 6. Sie wallen mit verbundnen Herzen durchs Tränental ins Vaterland, versüßen sich die bittren Schmerzen, eins reicht dem andern seine Hand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und Fuß, bis zu dem völligen Genuß des großen Guts: Ich, ich in ihnen! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. 190. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 60.———— Wann grünt dein Wann wirst du gan⸗ groß zer in Er⸗den⸗kreis? Wann ge⸗ben mir und alln, daß, die du Kirche. —‚xxx — 9———.— 2 7 E 2—— dir die Völ ⸗ker Preis und wer ⸗ den un? ter⸗ 0 schufstt, zu Fuß dir falln und schrein: Der Herr ist — 1 + 4 ⸗ße Gei ⸗ stes ⸗ kräf ⸗ te, I E.— 7 7— IJ— 4 N E—————— 2—5—— AII J. ISESS I— 1.—.—.———— EI 1 2·.— 2— 1—. E Dn E ——— E Le⸗bens⸗säf⸗ te in michSchwachen, bis du al⸗les neu wirst ma⸗chen. 19 Gerhard Tersteegen 1697—1769. 1. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 1 ee n 3: 1. Ach Va⸗ter, der die ar⸗ ge Welt in seienem Sohn ge⸗ der, was er zu⸗sagt, treu⸗ lich hält und stets Er⸗ bar⸗men an die Chri⸗sten ⸗ heit, die lie ⸗ bet, 3 ieh nä⸗ di ü ⸗bet, sieh g 9 ———— R 72 1—— +— + I I— 1 +—— + +S.— 1———— + +——F + 1—.*—.—— II 1.—.1— 2 21— 1 I — du in die⸗ser Pil⸗ger⸗zeit dir aus den Menschen sam-melst. 2. Du willst sie als dein Eigentum hier rein, dort herrlich machen: sie ist dein Volk, du bist ihr Ruhm, du selbst willst sie bewachen. Du kleine Herde, hoffe still! Getrost! es ist des Vaters Will, das Reich dir zu bescheiden. 3. Es ist doch Christus unser Heil. Soviel nur an ihn glauben, die haben an ihm ihren Teil, den Satan nicht soll rauben. Von ihm fließt stets den Seinen zu Erquickung, Trost und Ruh und uh und alle Gnadenfülle. 4. Müßt auch Gebirg und Tal ins Meer 13 1 Gottes Schelten sinken, ja selbst das ganze Weltenheer 9 fallt auf Gottes Winken, o fällt doch seine Kirche nie; der Herr erhält und schützet sie, drum wird sie ewig bleiben. ⁸ISn 222............————— ins 5. So stärk uns denn, Herr unser Gott, bei Christi Kreuzesfahnen. Mach aller Feinde Macht zu Spott, hilf deinen Untertanen. Tröst uns mit deiner Gegenwart, mach uns, ist die Verfolgung hart, zu deines Namens Zeugen. 6. Laß uns in froher Glaubenskraft dich ehren, fürchten, lieben und eine gute Ritterschaft für deine Wahrheit üben. Und kostets denn auch Gut und Blut, laß uns dein Wort mit Gut und Blut vor aller Welt bekennen. Kirche. 163 7. Steht gleich die Kirche hier im Streit, wo tausend Feinde toben, wird sie doch einst zur Herrlichkeit hoch im Triumph erhoben. Ach nimm auch uns einst aus dem Krieg; auch uns gib wie den andern Sieg, die jetzt schon Kronen tragen. 8. Wenn Menschen und der Engel Chor einst eine Kirche werden, dann steigt dein herrlich Lob empor vollkommner als auf Erden. Komm, Jesu, bald, wir bitten dich: Laß uns, die Deinen, ewiglich bei dir im Himmel wohnen! Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 192. Mel. Errett mich, o mein lieber Herre. +—— 4 EEEE— EU——2...—— ö—— —99—— 1 I 2 +I 1 1. O daß doch bald dein Feu ⸗ er brenn ⸗ te, — 4 + 1———— 2. +2 8———————..— 4 —.——.2* PP I P.—.— 1. 1— 2—.— 1 I 1 ..ã ———— ö ‚D +. 1————.—6 II X.—————.— 2——4 — 2 2— 1 2— E—— Welt er⸗kenn ⸗ te, daß du bist Kö⸗ nig, Gott und Herr! 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West dir, dem für uns erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst⸗ und Freudenfest. 8. Und noch entzünden Himmelsfunken so manches kalte, tote Herz und machen Durstge freudetrunken und heilen Sünd⸗ und Höllenschmerz. 4. Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar. 5. Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmächtig starker Gotteshauch, dein Feuermeer ström nicht ver⸗ gebens: ach zünd in unsern Herzen auch. 6. Schmelz alles, was sich trennt, zu⸗ sammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus. 11⁷ 164 Kirche. 7. 8. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme Dann tönen dir von Millionen doch bald die ganze, weite Welt der Liebe Jubelharmonien; und zeig dich jedem Völkerstamme und alle, die auf Erden wohnen, als Heiland, Friedefürst und Held. knien vor den Thron des Lammes hin. Basel 1818. 193. Mel. Fahre fort, fahre fort. 9 1.— +. S.—..— H. 75— II CE 4J.—*—..——2......—06 2.— EFa 2——.——— 41— 1 V*— 4.—— I 1 1. Reich des Herrn, Reich des Herrn, brich her⸗vor in vol⸗lem Tag; 1 SIIiiI‚D‚‚.. r e Ere, en EEI—— dei⸗ ner Strah⸗len Macht er⸗hel le, was in To⸗-de schat⸗ ten lag; 8 4—.— E 1 2. + 2—— —.— 0 I— 9 0 Wolk und Zwei⸗fels ⸗-ne⸗bel E 1 1 +— j——— +— E 8 2 + 2——.— *—— Wär⸗me nah und fern, Reich des Herrn, Reich des Herrn. 2. Siege bald, siege bald! Komm, das kalte Reich der Nacht aller Enden zu zerstören. Sieh, es sammelt seine Macht; doch wer kann den Sieg dir wehren? Denn die Sonne der Gerechtigkeit führt den Streit, führt den Streit. 3. Gottes Held, Gottes Held, mit der Gnade Siegsgewalt schlage Feind an Feind danieder. Bring in deine Herrschaft bald alles Abgefallne wieder; dann umarmen Freud und Friede sich ewiglich, ewiglich. 4. Überall, überall laß bis an der Welten Rand, laß durch jeden Kreis der Erden deinen Namen hell erkannt, deine Kraft verherrlicht werden, bis du als der Völker Friedefürst herrschen wirst, herrschen wirst. 5 5. Menschenhuld, Menschenhuld klopft in deiner milden Brust; unter Menschenkindern wohnen, das ist deines Herzens Lust. Nimm, o nimm die Nationen, nimm zum Wohnsitz alle Länder ein: sie sind dein, sie sind dein. 6. Aber ihr, aber ihr, die der König ausgesandt, geht voran in alle Zonen, bahnt die Weg und macht bekannt unter allen Nationen, wie die Gnade, wo der Herr regiert, triumphiert, triumphiert. E int 7. Welch ein Herr, welch ein Herr! Ihm zu dienen, welch ein Stand! Wenn wir seines Dienstes pflegen, lohnt er unsrer schwachen Hand armes Werk mit reichem Segen; wallen wir, so wallt sein Friede mit Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. Kirche. 8. Kommt herbei, kommt herbei, frohe Zeiten, säumet nicht, daß der Herr sich offenbare als der Voͤlker Recht und Licht. Kommt, daß alle Welt erfahre, wie die Menschenherd ihr großer Hirt weiden wird, weiden wird. Karl Bernhard Garve 1763—1841. 194. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 0— 4*— — EA— n. Err e r. — ⁊———————————....——— —0 1.— 25— 1 —— 1. Ei ne Her-de und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Er⸗de, wenn sein Tag er⸗schei⸗nen wird? Freu⸗e dich, du klei⸗ne Her⸗de, ——.— EH, PSSDSSRSRSRSSTSSEC EIEIEEEEEI ISISe. 2—————— mach dich auf und wer-de licht: Je- sus hält, was er ver⸗spricht. 2 dürstend an des Lebens Quelle; Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan; rauscht, verdorrete Gebeine, macht dem Bundesengel Bahn; großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf! Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 195. Mel. Valet will ich dir geben. 2 4 14 — I 1 n E.—2 E I E 2—— +2 12 +2 7—:.: —/.—— 12—— *.—— 2— 2— 1. Der du das Volk re⸗ gie⸗rest, das dein im Glau⸗ben ist, und uns wie Läm⸗mer füh⸗ rest, o Hir ⸗te Je⸗ su Christ: Her-de, von de⸗ ren Fleisch du warst, und auf dieser finstern Welt, und geuß des Geistes Leben ins große Totenfeld. Halt Abraham die Treue, mach die Gefangnen frei, daß JIsrael sich freue und Jakob selig sei. 3. Dein Israel erwecke, ½ du, nun der Heiden Licht, und strahle sonder Decke 1 ihm klar ins Angesicht. —————.—— E 1+.—5—— 1——— I sprich dein gött ⸗-lich: Wer⸗de! der du die Welt ge⸗barst. ö 2. Was sie sich aufgeladen, Laß deinen Fittich weben und du erfüllt nach Recht: dein Blut komm jetzt in Gnaden auf dein erwählt Geschlecht. 4. So sinken alle Mauern, und Brüder sind vertraut; so wird ein Salem dauern, aus allem Volk erbaut; so wird ein Leib nur leben in seines Hauptes Schein, ein Tempel sich erheben, und du sein Eckstein sein. Johann Friedrich von Meyer 1772—1849. 196. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. 1. Wal⸗te, wal⸗te nah und fern, Q—4— N 4 XI 3.— 1 2n +IH— E 2— 41—————64—3—7 E x HNE———..—— 1— ‚ 9—— 1.— ILI 1 all⸗ge-wal-tig Wort des Herrn, ..... wo nur 2. Wort vom Vater, der die Welt schuf und in den Armen hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hat; Wort von des Erlösers Huld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Todes Tat ewig weggenommen hat; sei⸗ ner All⸗macht Ruf Men⸗schen für den Him⸗mel schuf. kräftig Wort Pon Gottes Geist, der den Weg zum Himmel weist und durch seine heil ge Kraft Wollen und schafft; Wort des Lebens, stark und rein, alle Völker harren dein: walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum Tag erwacht. ——— 849. 6. Auf zur Ernt in alle Welt! Weithin wogt das reife Feld; klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Garben überall. Kirche. 7. Herr der Ernte, groß und gut, weck zum Werke Lust und Mut; laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl. Jonathan Friedrich Bahnmaier 1774—1841. 197. Mel. Valet will ich dir geben. SPISIS.SI‚.I.....I....I..........II.IIIII— —.——.— 2— 2— 1 1— 1— II 1. Der du zum Heil er⸗schiesnen der al ⸗ler⸗ärm⸗sten Welt und von den Che⸗ ru⸗ bi⸗nen zu Sün⸗dern dich ge⸗ sellt, ———— I ů———. —.——— D den sie mit fre⸗chem Stol⸗ze ver⸗höhnt für sei⸗ ne Huld, als —— ö ———————— 5 3665 I F—53 ..—— DSSEEE 2 D——— H du am dür⸗ ren Hol⸗ 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus; von Westen und von Süden, von Morgen ohne Zahl sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 4. Du hast den ärmsten Sklaven, wo heiß die Sonne glüht, wie deinen andern Schafen zuliebe dich gemüht und selbst den öden Norden, ze ver⸗söhn⸗test ih re Schuld: den ewges Eis bedrückt, zu deines Himmels Pforten erbarmend hingerückt. 5. Drum kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht gestellt. 6. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie hast du gegraben in deinen Priesterschild, am Brunnquell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. +7. So sprich dein göttlich: Werde! Laß deinen Odem wehn, 168 Kirche. daß auf der finstern Erde dein Wort muß sich bewähren, die Toten auferstehn, womit du Fesseln brichst. daß, wo man Götzen frönet Wie viele sind zerbrochen, und vor den Teufeln kniet, wie viele sinds noch nicht! ein willig Volk versöhnet O du, ders uns versprochen, zu deinem Tempel zieht. werd aller Heiden Licht! 8. Albert Knapp 1798—1864. Wir rufen, du willst hören, 7387 45 wir fassen, was du sprichst; 198. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 9 *——————* + E—.————..——..— ꝗ—— 545 oir Ien Snnm dim uin i. dn du 2— 12 25½, vin ns n, r n——.— 2—.—— —— 1 1. Ei⸗ner ists, an dem wir hangen, der für uns in den Tod ge⸗ uns⸗re Lei ⸗ber, uns⸗ re Her⸗zen ge⸗ hö⸗ren dir, o Mann der —.—— I 2 2.— 1 ——S +2. 2..——1—.———— ——— X en H+ 2.————— 2 n e II—— 7 +D 4— gan⸗gen und uns erkauft mit sei⸗nem Blut; f 8 U 2 Schmerzen, in dei⸗ner Lie⸗ be ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigen tum, be ⸗ rei⸗ te dir zum Ruhm dei ⸗ ne Kin ⸗ der; ver⸗ — 1 —.—..—————————— SAN II * V birg uns nicht das Gna-den⸗licht von dei⸗nem heilgen An ⸗ge⸗-sicht. 2. 3. Nicht wir haben dich erwählet, O Herr Jesu, Ehrenkönig, du selbst hast unsre Zahl gezählet die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, nach deinem ewgen Gnadenrat; drum sende treue Zeugen aus; unsre Kraft ist schwach und nichtig, send auch uns hinaus in Gnaden, und keiner ist zum Werke tüchtig, viel frohe Gäste einzuladen der nicht von dir die Stärke hat. zum Mahl in deines Vaters Haus: Drum brich den eignen Sinn, wohl dem, den deine Wahl denn Armut ist Gewinn beruft zum Abendmahl für den Himmel; im Reich Gottes! wer in sich schwach, Da ruht der Streit, folgt, Herr, dir nach da währt die Freud und trägt mit Ehren deine Schmach. heut, gestern und in Ewigkeit. g⸗/ 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Himmelreiche fern! Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtigteit, eh auf, denn es ist Zeit; omm, Herr Jesu! Zeuch uns voran und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan. 5. Deine Liebe, deine Wunden, die uns ein ewges Heil erfunden, dein treues Herz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Herzen geht. 199. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Kirche. Denn kräftig ist dein Wort: es richtet und durchbohrt Geist und Seele; dein Joch ist süß, dein Geist gewiß, und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge beginnest du still und geringe; was sind wir Armen, Herr, vor dir? Aber du wirst für uns streiten und uns mit deinen Augen leiten, auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, wächst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Herr Christ, sein Hüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp 1798—1864. 4 PPEE. N + 1— 22 + 2+23.—— + STIII S‚...————. +2 E————— 2—— 1 N. 1 + 1 — 2 8. 1. Hier ste⸗ hen wir von nah und fern in ei⸗ nem 0 Je⸗ su, sel ⸗ge Ma⸗ je⸗ stät, ge⸗kreu⸗zigt —4 + E Sii— I —.— πάκἀ——j———— ů— ———— Geist vor ei⸗ nem Herrn, ver⸗ eint zu Dank und Bit ⸗ te: einst und nun er⸗höht, tritt ein in uns ⸗re Mit ⸗ te; —— 2 E. 5 2— S I.... EI II..... IIITIT TIT III..... E— r n wi de—.— stimm an, nimm an uns re Lie⸗der, die wir wie⸗der ——— N ——.— 2——0—— E ——— — vor dich brin⸗ gen, dei ⸗ner 2. Was ein verborgnes Seufkorn war, das breitest du von Jahr zu Jahr nun aus mit mächtgen Zweigen. Zu Tausenden erwächst dein Bund und öffnet Herz und Hand und Mund, Lie ⸗be Tun zu sin ⸗ gen. für Gottes Heil zu zeugen, deinen reinen Lebenssamen, deinen Namen durch die Weiten aller Länder auszubreiten. und alle Völker werden dir einst noch zu Füßen fallen. Du weckst sie aus der Todesruh und führst schon Erstlinge herzu in Salems heilge Hallen; spendest, sendest Licht und Leben allerwegen deinen Freunden, herrschest unter deinen Feinden. 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir, 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit; drum wollen wir, du Held im Streit, an deinem Auge hängen. Wohlauf, mit Macht umgürte dich, du Arm des Herrn, so werden sich die Völker um dich drängen! Alsdann wird man fröhlich singen, Palmen schwingen, wenn man schauet, wie Jehovah Zion bauet. Albert Knapp 1798—1864. 200. Mel. Valet will ich dir geben. 53 4 E+ E—— N eide,, ————.— II——— 21 I. —— 1. Der du in To⸗des⸗näch⸗ten er⸗kämpft das Heil der Welt und dich als den Ge⸗rech⸗ten zum Bür ⸗gen dar⸗ge- stellt, I—— öi —— ann.n nen n n dinten, n d, nene. 1— + 1 +7 + I + 1I—— 3 der du den Feind be⸗zwun⸗gen, den Him⸗mel auf⸗ ge⸗ tan: dir — 12 N II...— *——— 2— stim⸗ men uns ⸗re Zun ⸗gen ein Hal ⸗-le⸗ lu ⸗jah an. 2. Im Himmel und auf Erden ist alle Macht nur dein, bis alle Völker werden — deinen Füßen sein, is die von Süd und Norden, bis die von Ost und West sind deine Gäste worden bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, um mit dem Ruf der Gnaden zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, hinauszustreun dein Feuer ins große Völkerheer. 4. O sammle deine Herden dir aus der Völker Zahl, daß viele selig werden und ziehn zum Abendmahl. Schleuß auf die hohen Pforten, es strömt dein Volk heran: wo's noch nicht Tag geworden, da zünd dein Feuer an. Christian Gottlob Barth 1799—1862. Kirche. 201. Psalm 87. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 2 12——— —— 2 12 +2 1 5—63—— — 1** 1— I—*+— 1. Got⸗tes Stadt steht fest gegrün⸗ den⸗noch steht sie und wird ste⸗ det auf heilgen Bergen, es ver⸗ hen, man wird an ihr mit Stau⸗nen — .— FTT 0 D bün⸗det sich wi⸗der sie die gan⸗ze Welt; Der Hü⸗ter Is⸗ra⸗ sehen, wer hier die Hut und Wa⸗che hält. *— — 5———— + + +— +—* ——. + 2— I—. +— ‚ 0. 0 els ist ih res Hei ⸗les Fels. Hal ⸗le ⸗lu⸗ jah! Lob⸗ U E— 1 L, Rent,—.— ...I.I.I.——— +* I singt und sprecht: Wohl dem Geschlecht, das in ihr hat das Bür⸗ger⸗recht! 2 Zions Tore liebt vor allen der Herr mit gnädgem Wohlgefallen, macht ihre Riegel stolz und fest, segnet, die darinnen wohnen, weiß überschwenglich dem zu lohnen, der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld, wie trägt er mit Geduld all die Seinen! O Gottes Stadt, du reiche Stadt, die solchen Herrn und König hat! 3. Große heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit; du hast den Geist und hast die Klarheit, die alle Finsternis zerstört. Da hört man fort und fort das teuer werte Wort ewger Gnade. Wie lieblich tönt, was hier versöhnt und dort mit ewgem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon vernommen, die fernsten Völker werden kommen und in die Tore Zions gehn. Denen, die im Finstern saßen, wird auch der Herr noch predgen lassen, was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der Gotteslohn? Wo ist sein Gnadenthron? wird man fragen. Dann kommt die Zeit, wo weit und breit erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen! Man wird noch einst zu Zion sagen: Voll Erstaunen wird man schauen, wie Gott sein Zion mächtig bauen und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin für die Heiden; es kommt ihr Tag, sie werden wach, 6 und Israel iet ihnen nach. die Mutter aller Völker werden, Mel. Kirche. Gottes Stadt, bn wirst auf Erden Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie vom Reigen, wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir; in dir das Wasser quillt, das alles Dürsten stillt. Hallelujah! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur einer, Zions Gott. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. 202. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 1 * ———— + E 2. ö 1. Wa⸗chet auf, er⸗hebt die Blik⸗ Seht, ge⸗kom⸗men ist die Stun-de, ke! Laut mahnen uns die Weltge⸗ die uns ver⸗eint zu schönem Wachet auf, schaut an das Gute, das ihr der Väter Mut und Blute und ihrer Glaubenstreu verdankt. Auf und tilgt die alten Schulden! Wie lange soll sich noch gedulden das Schifflein, das im Sturme wanktꝰ sch Eilt ihm zur Hilf herbei! r ve. 4 E——— 35 d 1.—.——4 W 2 as; schik⸗ke, es drän⸗get hart der Brü⸗der Not. Habtni 44 3 ö Bun⸗de, zu tun, was uns der Herr ge⸗-bot. Laßt nicht die Hände 1 1 41 I 4 1 I II— =.— 3 L., L, ee — 2—.— 2 2———SS——5 — 35— 7 5— ö ruhn, auf, laßt uns Gu⸗tes tun al ⸗len Men⸗schen im .— 1——.— 23——.—— —* +2 2— E. n 2 2———— 3..——.————, —1———.—.2—— ne n n wen un 6——— rech⸗ten Geist, doch wie es heißt: an Glau⸗bens⸗brü⸗dern al ⸗ler⸗meist! Es rudert froh und frei, wenn ihm Liebe die Segel schwellt, hin durch die Welt: Gott ist es, der das Steuer hält. 3. Wachet auf! In allen Landen erheben sich, vom Tod erstanden, „ Kirche. die Zeugen frischer Glaubensmacht. und keines trete scheu hintan. Werdet müde nicht im Werke; Leidet eins, so leiden alle; der Gott des Rechts ist unsre Stärke, drum wachet, daß nicht eines falle, und seinem Lichte weicht die Nacht. und stehet freudig Mann für Mann. Drum wirkt, solang es Tag, So streitet wacker fort so heiß er glühen mag; und haltet fest am Wort! reift die Frucht doch Hoch vom Himmel im Sonnenglanz: strahlt uns das Licht; der Ernte Kranz es trüget nicht: wiegt auf die Mühe voll und ganz. 327 Herr ist unsre Zuversicht! 4. Wachet auf! Die Zeit zum Wachen Karl Rudolf Hagenbach 1801—1874. soll alle Glieder munter machen, 4 203. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 2 DDD.e‚eEE ——————— Zieht in Frieden eu⸗re Pfa⸗de! Mit euch des gro⸗ßen Got⸗tes Wenn euch Je⸗su Hän⸗de schirmen, gehts un⸗ter Son⸗nen⸗schein und Gna⸗de und sei⸗ner heil-gen En-⸗gel Wacht! ge ů Stür⸗men ge⸗trost und froh bei Tag und Nacht. Lebt wohllebt wohl im 1 SI..———.—— 4.——.————.— —. +..— 4 1— X Herrn! Er sei euch nim⸗ mer fern spät und frü ⸗ he! Ver⸗ geßt uns nicht in sei⸗nem Licht, und wenn ihr sucht sein An ⸗ge⸗sicht. Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—1878. Zur Einführung Kirche. eines Predigers. 204. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. EAEII 5—.— 1——— EAEEEE I—pIIII‚.r.— k 997. 1 + 1. O„su, Herr der Herr⸗lich⸗keit, du Kö⸗nig du sihs auf die er ⸗ lö⸗ste Welt, re⸗gierst sie, 4.—.— ů öSBIIIIIIIIIIIII TETIRTRR — 1 2.————— 1 dei ⸗ner Chri⸗ sten⸗-heit, du Hir ⸗te dei⸗ ner Her-⸗— wie es dir ge⸗ fault⸗ sorgst daß sie se ⸗ lig wer ⸗de. — I LIL — : S Von dir sind wir auch er „wäh⸗-let, zu ⸗ ge⸗- zäh-let 1 — ——— * *• 2——— x..— ——— den Er ⸗ lö ⸗ sten, die du Wohl, wohl dem Volke das du liebst, nach denmemt Sinn ihm Hirten gibst, die es zum Himmel führen; die auf des Lebens rechter Bahn nach deinem Vorbild gehn voran und deine Lehre zieren! Sorg doch stets noch, daß die Herde glücklich werde, daß den Seelen gute Führer niemals fehlen. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gesandt: Herr, segne sein Geschäfte. Die Seelen, die sich ihm vertraun, durch Lehr und Leben zu erbaun, ib Weisheit ihm und Kräfte. ehr ihn, hilf ihm tun und leiden, dulden, streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen. seg- nen willst und trö⸗sten. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, laß ihn sein Amt mit Freuden tun; nichts sei, das ihn betrübe. Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gib uns ein Herz, das folgsam hört, ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hörer laß in Freundschaft und Gemein⸗ schaft auf dich sehen und den Weg 3 Himmel gehen. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund uns dir entgegenführen. Die Seelen sind ihm zugezählt: ach gib, daß dort nur keine fehlt, laß keine ihn verlieren. Jesu, hilf du, beut die Hände, und am Ende Hirt und Herde treu vor dir erfunden werde. 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn, Kirche. Gott mit dir! Amen, Amen. Mit dir du kommst im Namen unsers Herrn, gehn wir in Jesu Christi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, führ uns zum ewgen Vaterland: durch die Leiden dieser Zeiten zu dem Leben, das uns unser Gott will geben. Johann Daniel Karl Bickel 1737—1779. Zur Kirchweihe. 205. Mel. Wlie schön leuchtet der Morgenstern. 1. Gott Va⸗ter, Wie lieb⸗lich ist De. E — H L . al⸗ler die Stät⸗te hier, gib dei⸗ nen Din⸗ge Grund, die Her-zen — 4 1— — ‚———4 —.——.—.—...‚.—.——— —.— 1——————————1 Va⸗ ter-na⸗ men kund an die ⸗sem heil ⸗gen Or ⸗ te. wal ⸗len auf zu dir, hier ist des Him-mels Pfor⸗te. IUl dn r de i ,r Hm, DI....— ——.—.— Woh⸗ne, thro-ne hier bei Sün-⸗dern als bei Kin⸗dern ——————‚.————.—— SS SS SSSISISI............. — vol-ler Klar-heit; heil-ge 4 Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit, dies Gotteshaus ist dir geweiht, o laß dirs wohlgefallen. Hier schalle dein lebendig Wort, dein Segen walte fort und fort in diesen Friedenshallen. Einheit, Reinheit gib den Herzen; Angst und Schmer⸗ zen tilg in Gnaden, heil uns ganz vom Seelenschaden. 3 Gott heilger Geist, du wertes Licht, wend her dein göttlich Angesicht, daß wir erleuchtet werden. Geuß über uns und dieses Haus dich mit allmächtgen Flammen aus, mach himmlisch uns auf Erden. uns in dei⸗ ner Wahr⸗heit. Auf zum Himmel zieh das Sinnen und Beginnen; gehts zum Sterben, hilf uns Jesu Reich erwerben. 4. Dreieinger Gott, Lob, Dank und Preis sei dir vom Kinde bis zum Greis für dies dein Haus gesungen. Du hasts geschenkt und auferbaut, dir ists geheiligt und vertraut mit Herzen, Händen, Zungen. Ach hier sind wir noch in Hütten; Herr, wir bitten: Laß uns droben dich im Tempel ewig loben. Albert Knapp 1798—1864. Wort Gottes. 2. Wort Gottes. 206. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 2——.————— 14.—— ů— E.——.———— j; S 2— 222—.—— 1. O Gott, du höch- ster Gna-den⸗hort, ver⸗ leih, daß uns dein 4 IU———.— ll 4.— gött lich Wort von Oh⸗ren so zu Her- zen dring, daß 4 4 D———— +—————— — +——————————————————— — 2 es sein Kraft und Schein voll⸗bring. 3. Verschaff bei uns auch, lieber Herr, daß wir durch deinen Geist je mehr in deinr Erkenntnis nehmen zu und endlich bei dir finden Ruh. Konrad Hubert 1507—1577. 2. Der einge Glaub ist diese Kraft, der fest an Jesu Christo haft't; die Werk der Lieb sind dieser Schein, dadurch wir Christi Jünger sein. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. I 1 + I— SSS....— 1. Ach bleib bei uns, Herr Je⸗ su Christ, weil es nun A⸗bend wor⸗den ist; dein gött- lich Wort, das hel ⸗le Licht, laß ja bei uns aus⸗ lö ⸗schen nicht. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, wir sind gar sicher, träg und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall an manchem Ort. 2. In dieser letzten bösen Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament rein bhalten bis an unser End. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord; gib deiner Kirche Gnad und Huld, ö Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh; viel Sekten und groß Schwärmerei auf einen Haufen kommt herbei. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Gwalt erheben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. ii Wort Gottes. 177 ö 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts anders suchen mehr. 9. Gib, daß wir lebn in deinem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammertal zu dir in deinen Himmelssaal. (Nach Nikolaus Selnecker 1530—1592.) Nürnberger Gesangbuch 1611. 208. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. err, 894*———— 4— 1— ꝛehr E en, e dr nre Easr: e urp I.J—... I ISI— IJ 1 E——— 1I.— * H. 7. 1. Wir Men⸗schen sind zu dem, o Gott, was geist⸗lich ist, un⸗ dein We⸗sen, Wil⸗le und Ge⸗bot ist viel zu hoch und 4 2 4—.* 4— Il 4 4* 1 + +—r 2 I— 2— 2—— ....—— 95 2———— tüch⸗tig; ee wich⸗tig; wir wissens und ver⸗-ste⸗hens nicht, wo uns dein gött⸗lich 10——— 2———— 65—65 1——.— ä e, rt in ennen., E EAl */ — Wort und Licht den Weg zu dir nicht wei ⸗set. 2. Drum sind vorzeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, daß durch dieselben würd bekannt dein heilger Will und Rechte; zum letzten ist dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. alt. kalt; Für solches Heil sei, Herr, gepreist, Zort, laß uns dabei verbleiben rt. und gib uns deinen heilgen Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb annehmen jederzeit ö mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 12 178 Wort Gottes. 5. ö 8. Offn uns die Ohren und das Herz, Laß uns, solang wir leben hier, daß wir das Wort recht fassen, den Weg der Sünder meiden, in Lieb und Leid, in Freud und gib, daß wir halten fest an dir Schmerz in Anfechtung und Leiden; es aus der Acht nicht lassen; rott aus die Dornen allzumal, daß wir nicht Hörer nur allein hilf uns die Weltsorg überall des Wortes, sondern Täter sein, und bösen Lüste dämpfen. Frucht hundertfältig bringen. ö 9. 6. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein Am Weg der Same wird sofort die Leuchte unsern Füßen, vom Teufel hingenommen; erhalt es bei uns klar und rein, in Fels und Steinen kann das Wort hilf, daß wir draus genießen die Wurzel nicht bekommen; Kraft, Rat und Trost in aller Not, der Sam, so in die Dornen fällt, daß wir im Leben und im Tod von Sorg und Wollust dieser Welt beständig darauf trauen. verdirbet und ersticket. ö 10. 7. Gott Vater, laß zu deiner Ehr Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich dein Wort sich weit verbreiten; dem guten, fruchtbarn Lande hilf, Jesu, daß uns deine Lehr und sein an guten Werken reich erleuchten mög und leiten; in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld in feinem, gutem Herzen. o heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung David Denicke 1603—1680 209. Mel. Gott des Himmels und der Erden ———— 1. Teu⸗res Wort aus Got⸗tes Mun⸗de, das mir lau⸗ter Se⸗gen trägt, dich al⸗lein hab ich zum Grun⸗de mei⸗ner Se⸗lig⸗keit ge⸗legt; in dir treff ich al⸗les an, was zu Gott mich füh⸗ren kann. 2 Will ich einen Vorschmack haben von des Himmels Seligkeit, so kannst du mich herrlich laben, weil bei dir der Tisch bereit, der mir lauter Manna schenkt, mich mit Lebenswasser tränkt. 3 Geist der Gnaden, der im Worte mich an Gottes Herze legt, öffne mir des Himmels Pforte, (daß mein Geist hier recht erwägt, welche Schätze Gottes Hand durch sein Wort ihm zugesandt ö 4. Gib dem Samen einen Acker, der die Frucht nicht schuldig bleibt; mache mir die Augen wacker. und was hier dein Finger schreibt, präge meinem Herzen ein, laß den Zweifel ferne sein leibt; reibt, 179 Wort Gottes. 5. müsse wie ein Felsen stehn, Was ich lese, laß mich merken; daß mein Geist auch Rat und Tat was du sagest, laß mich tun. in den größten Nöten hat. Wird niche da bet Deruhn, stärken, 7 laß es nicht dabei beruhn, Laß dein W 11 einen Syi sondern gib, daß auch dabei Jesu Bachzntole nt. seir Sbiegel, ö 5 gen, sein. ihm das Leben ähnlich sei. Drücke drauf ein Gnadensiegel, 6. schleuß den Schatz im Herzen ein, Hilf, daß alle meine Wege daß ich fest im Glauben steh, nur nach dieser Richtschnur gehn; bis ich dort zum Schauen geh. was ich hier zum Grunde lege, Benjamin Schmolck 1672—1737. 210. Mel. Jesu, meine Freude 1. Wort des höch-sten Mun-des, En⸗gel mei-nes Bun⸗des, bald, da wir ge⸗fal-len, lie-ßest du er⸗ schal- len E — Je⸗s ser R Je⸗su, un ⸗ser Ruhm, ei ne Kraft, die Glau-ben schafft, E⸗van⸗- ge⸗li ⸗ um, ei ne Bot⸗schaft, die zum Le⸗ben uns von dir ge ⸗ge⸗ ben. Auch ist dies fürwahr gewiß: 2 Was dein Wohlgefallen Jesus lebt in Preis und Ehre vor der Zeit uns allen Ach erwünschte Lehre! fest bestimmet hat, 4. was die Opferschatten Uns in Sünden Toten längst verkündigt hatten, machen Jesu Boten das vollführt dein Rat; dieses Leben kund. was die Schrift verspricht, das trifft Lieblich sind die Füße, alles ein in Jesu Namen und die Lehre süße, und ist Ja und Amen. teuer ist der Bund. 3. Aller Welt ist nun vermeldt Alles ist vollendet: durch der guten Botschaft Lehre, Jesu Gnade wendet daß man sich bekehre— alle Straf und Schuld; ö 5. Jesus ist gestorben, Kommt, zerknirschte Herzen, Jesus hat erworben die in bittern Schmerzen alle Gnad und Huld. das Gesetz zerschlug, 12* 18⁰ Wort Gottes. kommt zu dessen Gnaden, Auch will ich nun würdiglich der, für euch beladen, in der Kraft, die mir gegeben, alle Schmerzen trug. evangelisch leben. Sott Ar 1 euren keließ 2 ott ist hier, der euch geliebet Jes ine Stärke und die Schuld vergibet. shaftet diese Werke; 6. stehe du mir bei. Dieser Grund bestehet; Nichts kann mich nun scheiden; wenn die Welt vergehet, hilf denn, daß mein Leiden fällt er doch nicht ein. evangelisch sei. Darauf will ich bauen; Laß auch mich einmal auf dich so soll mein Vertrauen als ein Kind, mit dir zu erben, evangelisch sein. evangelisch sterben. Heinrich Kornelius Hecker 1699—1743. 211. Mel. O du Liebe meiner Liebe. ————— 1— 1. Herr, dein Wort, die ed⸗le Ga⸗be, die⸗sen Schatz er⸗-hal⸗te mir; denn ich zieh es al⸗ler Ha⸗ be und dem größ⸗ten Reichtum für. Lerr, dit u Ja und Amen! Laß mich eifrig sein beflissen, err, du wollest auf mich sehn, dir zu dienen früh und spat, daß ich mög in deinem Namen und zugleich zu deinen Füßen fest bei deinem Worte stehn. sitzen, wie Maria tat. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1769. 212. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1. Dein Wort, o Herr, ist mil- der Tau für trost⸗be⸗dürft⸗ge Laß kei⸗nem Pflänz⸗chen dei ⸗ner Au den Him⸗mels⸗bal⸗sam — See⸗-len.* — ·len; ⸗ quickt durch ihn laß je ⸗des blühn und . 2—.— e t dornir=t Le. ten.. .SSS EEE e=e=.= —— S..——.— 5 EII . in der Zu⸗kunft Ta⸗gen dir Frucht und Sa-men tra⸗gen. 2. 5. Dein Wort ist, Herr, ein Flammen⸗Nun halt ich mich mit festem Sinn schwert, zu dir, dem sichern Horte: ein Keil, der Felsen spaltet, wo wendet ich mich anders hin? ein Feuer, das im Herzen zehrt Herr, du hast Lebensworte. und Mark und Bein durchschaltet. Noch hör ich dein: O laß dein Wort Komm, du bist mein! noch fort und fort Das rief mir nicht vergebens, der Sünde Macht zerscheitern ein Wort des ewgen Lebens. und alle Herzen läutern.. 2. Auf immer gilt dein Segensbund, Dein Wort ist uns der Wunderstern dein Wort ist Ja und Amen. für unsre Pilgerreise. Nie weich es uns aus Geist und Es führt auch Toren hin zum Herrn Mund und macht die Einfalt weise. und nie von unserm Samen. Dein Himmelslicht Laß immerfort verlösch uns nicht dein helles Wort und leucht in jede Seele, in allen Lebenszeiten daß keine dich verfehle. uns trösten, warnen, leiten. 4. ö 2 Ich suchte Trost und fand ihn nicht: O sende bald von Ort zu Ort da ward das Wort der Gnade den Durst nach deinen Lehren, mein Labsal, meine Zuversicht, den Hunger äus, dein Lebenswort die Fackel meiner Pfade. und deinen Geist zu hören; Sie zeigte mir und send ein Heer den Weg zu dir von Meer zu Meer, und leuchtet meinen Schritten der Herzen Durst zu stillen bis zu den ewgen Hütten. und dir dein Reich zu füllen. Karl Bernhard Garve 1763—1841. 3. Taufe. 213. Mark. 10, 13—16. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. —— — ————— E N 292 +——.— 2——— IIIEIIIIIIII..I.......... *—7 1. Las⸗set die Kind⸗lein kom⸗men zu mir, spricht Got⸗tes Sohn; sie sind mein Freud und Won⸗ne, ich bin ihr Schild und Kron. — Auch für die Kin-der-lein, daß sie nicht wärn ver lo⸗ren, bin — + 4——— 4 2—— NSDSSSSSII E—— ich ein Kind ge⸗ bo-ren, drum sie mein ei ⸗gen sein. — führet sie Christo zu, . Der Herr gar freundlich küsset er will sich ihr'r erbarmen, II und herzt die Kinderlein, nimmt sie in seine Arme, ½ bezeugt mit Worten süße, darin sie finden Ruh. 510 Himmel ihr 28 Mlut. ö 4 . ieweil sein teures Blut, Oh sie asei oiflich sterhe . aus seinen heilgen Wunden sihr Se ue Git gean . am Kreuzesstamm geronnen, denn sie sind Gottes Erben, 4 auch ihnen kommt zugut. lassen die schnöde Welt. N 3. Sie sind frei aller Gfahr i Drum nach Christi Verlangen und dürfen hier nicht leiden, I bringet die Kinder her, sie loben Gott mit Freuden damit sie Gnad erlangen, dort bei der Engel Schar. niemand es ihnen wehr; Kornelius Becker 1561—1604. 214. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 4 EE e Ba— 4 —— 3— 63*— 4 42 —— 1. Liebster Je⸗su, wir sind hier, dei⸗nem Wor⸗te nach⸗-zu⸗le⸗ben: die⸗ses Kind⸗lein kommt zu dir, weil du den Be-fehl ge-ge⸗ben, daß man sie zu dir hin⸗füh-re, ö 2. und erzeige dein Erbarmen, Ja es schallet allermeist daß es dein Kind hier auf Erden dieses Wort in unsern Ohren: und im Himmel möge werden. wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neugeboren, 4. wird von dir nicht aufgenommen Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, und in Gottes Reich nicht kommen. 2 Darum eilen wir zu dir: Friedefürst, sei du sein Friede, nimm das Pfand von unsern Armen; Weinstock, hilf, daß dieser Rebe tritt mit deinem Glanz herfür auch im Glauben dich umgebe. n be, Taufe. 5. und erfülle das Verlangen: Nun wir legen an dein Herz, ja den Namen, den wir geben, was von Herzen ist gegangen; schreib ins Lebensbuch zum Leben. führ die Seufzer himmelwärts Bensamin Schmolck 1672—1737. 215. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. — I —— 2—————— ———— 1. Nun gott⸗lob! Es ist vollbracht, und der Bund mit Gott ge⸗schlossen; was uns rein und se⸗lig macht, ist auf die⸗ses Kind ge⸗flos⸗sen; ———0 43 3 Je⸗sus hat es ein⸗ge⸗seg⸗net und mit Himmels⸗-tau be⸗reg⸗ net. 2. 3. O du dreimal selig Kind, Werde fromm und wachse groß, vom Dreieinigen geliebet, werde deiner Eltern Freude, dem der Vater sich verbindt, und dein selig Christenlos dem der Sohn das Leben gibet, tröste dich in allem Leide; dem der Geist ist ausgegossen deine Taufe sei die Türe, und der Himmel aufgeschlossen! welche dich zum Himmel führe. Benjamin Schmolck 1672—1737. 5* 216. Mel. Gott des Himmels und der Erden. —— 1. Gu ⸗ter Hirt, der sei⸗ne Her⸗de mit dem eig⸗nen Blut er⸗kauft, daß dies Kind dein ei⸗gen wer⸗de, ward es heut auf dich ge⸗tauft SS.....IIII und im heil-gen Was⸗ser⸗bad ein-⸗ ge⸗taucht in dei⸗ne Gnad. 2 3 Schaff ihm nun ein Herz, ein neues, Und wenn sichs von dir verirrte und gib ihm gewissen Geist, in des Lebens Wüstenei: daß es stets als ein getreues, geh ihm nach, du treuer Hirte, stilles Lamm dich liebt und preist daß es unverloren sei; und, von Weltlust unbetört, und am Ende seiner Bahn stets auf deine Stimme hört. trag es selig himmelan. Julius Karl Reinhold Sturm 1816—1896. Konfirmation. 4. Konfirmation. 217. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. x—. + 2 0 E*———— ů 4 12—.— 1 1. Ich bin ge⸗tauft auf dei⸗nen u men, Gott Va⸗ ter, ich bin ge⸗zählt zu dei⸗nem Sa⸗men, zum Volk, das ——— —.—— E ö Sohn und heil⸗-ger Geist, dir ge⸗hei⸗ligt heißt; ich bin in Chri⸗-stum ein ⸗ge⸗senkt, ich —— bin mit sei⸗ nem Geist be⸗schenkt. 2. wenn aber ich ihn überschreite, Du hast zu deinem Kind und Erben, so laß mich nicht verloren gehn; ö mein lieber Vater, mich erklärt; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, du hast die Frucht von deinem wenn ich hab einen Fall getan. . Sterben, 5. 40 mein treuer Heiland, mir gewwährt; Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue ou milst in aller uot mud Rein, Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; o guter Hin mein Tröster sein. erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn: Doch hab ich dir auch Furcht 18de sei in mir kein Tropfen Blat, Liebe, der nicht, Herr, deinen Willen tut. Treu and Gehorsam zugesagt: ö 6. ich hab, o Herr, aus reinem Triebe Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, dein Eigentum zu sein gewagt; Gott Vater, Sohn und heilger Geist; hingegen sagt ich bis ins Grab halt mich in deines Bundes 5 des Satans 9———4. Werken ab. Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt: Mein treuer Gott, auf deiner Seite so leb ich dir, so sterb ich dir, bleibt dieser Bund wohl feste stehn, so lob ich dich dort für und für Johann Jakob Rambach 1693—1735. 218. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 5 e dae———.———— ASE—.—.— ö 1. Für die⸗ se Kin⸗der be⸗ten wir mit hei⸗ßer In⸗brunst, IRHHh Konfirmation — ..en wirei,n. ö— 2 7 E —.—.———.——— dir. Nimm du dich ih rer gnä⸗ dig an und Gott, zu — — — ——— B ee. —.———.. lei ⸗te sie auf 2. Erhalte sie vom Irrtum frei und mache sie im Glauben treu, und wenn Versuchung ihnen naht, eb⸗ner Bahn. 3. In Schmerz und Kummer tröste sie, und in der Not verlaß sie nie, gib ihnen hier Zufriedenheit ei du ihr Helfer, Schutz und Rat. und dort des Himmels Seligkeit. 9 Nach Johann Andreas Cramer 1723—1788. 219. Mel. Seelenbräutigam 9 1 1— PPFP PFP. F P.. e d e,„, e vrrn ——— I +* + 1. Von des Him⸗mels Thron sen-de, Got⸗tes Sohn, dei⸗nen Geist, dir uns ganz 2. Mach uns selbst bereit, gib uns Freudigkeit, unsern Glauben zu bekennen und dich unsern Herrn zu nennen, dessen teures Blut floß auch uns zugut. 3. Richte Herz und Sinn zu dem Himmel hin, wenn wir unsern Bund erneuern und gerührt vor dir beteuern, deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. wig dein zu sein. — +— Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh ströme dann uns zu. 5. Gib auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, unauflöslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich sehn und dein Lob erhöhn. Samuel Marot 1770—1865. Konfirmation. 220. Mel. Christus der ist mein Leben. 2. + 4— e. 1. Wir flehn um dei⸗ ne Gna⸗ e 11 sind wir oh⸗ ne ——.—.—, e, Lir, der,i,t= rit. —.—— 2 2—.. dich; führ uns auf dei-nem Pfa⸗de und hilf uns mäch-tig=lich. 2. 4. Wir flehn um deine Wahrheit Wir flehn um deine Stärke; in unsers Lebens Nacht; du weißt, wie schwach wir sind. durch dich nur wird uns Klarheit Zu jedem guten Werke in unsern Geist gebracht. ü jedes schwache Kind. 3. 5. Wir flehn um deinen Frieden Wir flehn um deinen Segen in dieser Welt voll Angst; zum großen Bundestag, uns sei das Heil beschieden, daß wir auf allen Wegen das du am Kreuz errangst. dir treulich folgen nach. Karl August Döring 1783—1844. 221. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. ., zri, v,.—— — 1. Ich bin in dir, und du in mir: nichts soll mich, Auf Er⸗den, wo nur Sün⸗-der sind, nennst du mich ew⸗ge Lie-be, dir in die⸗ser Welt ent⸗ rei⸗ßen. freundlich schon dein Kind; o laß michs e-wig hei⸗ßen dee ene,———————— — Wan⸗del, Herz und Mund be⸗ wahten dei⸗ nen Frie⸗densbund. und treu mit 2. ergreif ich heut mit Innigkeit Ich bin in dir, und du in mir: an des Altares Stufen dreieinger Gott, du hast zu dir und sag: O Liebe, du bist mein; mich frühe schon berufen. ich will dein Kind auf ewig sein. Was mir, dem Kindlein, war bereit't, 844. 187 Konfirmation. 3. x 4. Ich bin in dir, und du in mir: Ich bin in dir, und du in mir: noch wohn ich völlig nicht bei dir, komm, Herr, mir deine Tugendzier weil ich auf Erden walle; frühzeitig anzulegen, drum führ mich, Jesu, treuer Hirt, daß mir des Lebens Glück und Not, daß mich, was locket, schreckt und irrt, ja selbst der letzte Feind, der Tod, nicht bringe je zu Falle. nur kommen mög im Segen. O daß, was ich dir heut versprach, Mit dir will ich durchs Leben gehn, mir gehe tief und ewig nach! dir leiden, sterben, auferstehn. Albert Knapp 1798— 1864. 222. Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen.) 1. Bei dir, Je ⸗su, will ich bleiben, stets in dei⸗nem Dienste stehn; nichts soll mich von dir ver⸗trei⸗ben, will auf dei⸗nen We⸗gen gehn. ——.— Du bist mei⸗nes Le⸗bens Le-ben, mei⸗ner See⸗le Trieb und Kraft, wie der Wein⸗stock seisnen Rezben zu⸗strömt Kraft und Le⸗-bens⸗saft. 2. mit dem eignen teuren Blut? Könnt ichs irgend besser haben Sollt ich dem nicht angehören, als bei dir, der allezeit der sein Leben für mich gab? so viel tausend Gnadengaben Sollt ich ihm nicht Treue schwören, für mich Armen hat bereit? Treue bis in Tod und Grab? Könnt ich je getroster werden 4. als bei dir, Herr Jesu Christ, Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich dem im Himmel und auf Erden so in Freude wie in Leid; alle Macht gegeben ist? bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. 3. Deines Winks bin ich gewärtig, Wo ist solch ein Herr zu finden, auch des Rufs aus dieser Welt; der, was Jesus tat, mir tut, denn der ist zum Sterben fertig, mich erkauft von Tod und Sünden der sich lebend zu dir hält. Karl Johann Philipp Spitta 1801 1859. Abendmahl. Abendmahl. 223. *— 1 12—E +——1 E—— ö 7—— 2 2————. ‚SDSPSF‚PSPIPꝑPSPSISIIIIIIIII I II II I——— 1. Gott sei ge ⸗ lo ⸗ bet und ge ⸗ be ⸗ ne ⸗ dei et, mit sei ⸗ nem Flei⸗ sche und mit sei⸗ nem Blu ⸗ te, —— dun 2 ꝑ E C ECTCECTC„R —— 2 in Eunn anrnnt Dm.-r, Ler.. + N——. der uns sel⸗ber hat ge⸗spei⸗set 2 10 das gib uns, Herr Gott, zu⸗ gu ⸗te. K= rize ⸗les i: son ——— ..— Herr, durch dei⸗nen heil⸗gen Leich⸗-nam, der von dei⸗ner . 1 ——————— ——‚ Mut⸗ter Ma⸗ri⸗ a kam, und das hei ⸗ li ⸗ ge Blut + 2 I—— 1—— 4 N , bt.vrtit, ——— ö— 8.E hilf uns, Herr, aus al ⸗ler Not. Ky ⸗ ri ⸗e⸗le⸗i ⸗son. 2. I 3 Den heilgen Leib hat er für uns ge⸗ Gott geb uns allen seiner Gnade geben Segen, zum Tod, daß wir dadurch leben. daß wir gehn auf seinen Wegen Nicht größre Güte konnte er uns in rechter Lieb und brüderlicher schenken, Treue, dabei solln wir sein gedenken. daß die Speis uns nicht gereue. Kyrieleison. Kyrieleison. Herr, dein Lieb so groß ha zwun⸗ Herr, dein heilger 4laß, nimmer gen hat, 1 daß dein Blut an uns groß Wunder der uns geb zu halten rechte Maß, tat daß dein arm Christenheit und bezahlt unsre Schuld, leb in Fried und Einigkeit. daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison. Kyrieleison. Martin Luther 1483—1546. tade Abendmahl. 224. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1. Herr Je ⸗su, dir sei Preis und Dank ür die ⸗se dir sei Rre⸗ Im Brot und Wein dein Leib und Blut kommt uns wahr⸗ uns be⸗ ga⸗bet. Her⸗zen la⸗bet, daß wir haf⸗tig wohl zu ⸗gut in dir uns er ⸗freu en, wohl ge-dei- hen, ben: sol ches wol⸗lest du uns ge⸗ben. 2. ö 4. Du kehrest, o Immanuel, O daß wir solche Seligkeit ja selber ein in unsre Seel, erwarten möchten allezeit dir Wohnung da zu machen. in Hoffnung und Vertrauen Drum uns ein solches Herz verleih, und folgends aus dem Jammertal das von der Weltlieb ledig sei gelangen in den Himmelssaal, und allen eitlen Sachen. dein Antlitz, Herr, zu schauen: Bleibe, tröstlich, treibe köstlich unser Sinnen und Beginnen, daß uns als Gäste auf das beste bei ihm wir trachten, laben alles Eitle zu verachten. und ganz volle Gnüge haben. 3. 5. Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht Das gib du uns von deinem Thron, dein wertes Nachtmahl zum Gericht. o Jesu Christe, Gottes Sohn, Ein jeder recht bedenke, gibs durch dein bitter Leiden. daß er mit diesem Lebensbrot Dasselbe, weil wir leben hier, im Glauben stille seine Not, laß uns betrachten für und für, der Fels des Heils uns tränke, all Böses darum meiden. züchtig, Amen, tüchtig Amen, dich dort oben stets zu loben, bis hilf uns kämpfen, hilf uns dämpfen wir werden alle Sünden, zu dir kommen von der Erden. hilf uns fröhlich überwinden. Str. 1, 3, 4 von Bernhard Derschow 1591—1639. Str. 2 u. 5 Zusätze des Hannoverschen Gesangbuchs von 1657. Abendmahl. 225. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren ————— . ...— 1. O Je⸗ su, mei⸗ ne Won⸗ne, du mei⸗ner See⸗len Son⸗ne, du Freund⸗lich-⸗ster auf Er⸗den, laß mich dir dankbar wer-den. 2. Wie kann ich gnugsam schätzen dies himmelsüß Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket haben! Wie soll ich dir es danken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket! 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, die du für mich empfunden. 5— Dir dant ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoßne Tränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergroße Güte; 226. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust das teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräftge Himmelsspeise, wofür ich dich jetzt preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich noch jetzt empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben; was kannst du Wertres geben? 11. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 12. Nun kann ich nicht verderben, drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist 1607—1667. ———— Je ⸗ su, dir sei 220 laß durch die⸗ se Speis und Trank mich auch das Le⸗ ben e⸗ wig Dank für dei⸗ ne Treu und 1d Abendmahl 1—.— 2 ů—. EIE.— Harben. Will⸗kom⸗men sei, du ed⸗ler Gast; den Sün⸗der nicht ver⸗ schmä⸗het hast: wie soll ich Dank dir sa⸗ gen? 2. x 3. Herr Jesu Christ, du kannst allein Laß mich nun ewig sein in dir, mir Leib und Seele laben. laß dir allein mich leben, Nun bin ich dein, und du bist mein und bleib du ewig auch in mir. mit allen deinen Gaben: Mein Gott, du wirst mirs geben, hier hab ich, was ich haben soll, daß ich durch diese Speis und Trank dein Enaderchrumulein ist stets voll, starkt bleib, wenn ich bin schwach und hier find ich Trost und Leben ö krank, und fahr zu dir mit Freuden. Johann Olearius 1611—1684 1—— SSEEEE 1. Schmük⸗ke dich, o lie⸗be See⸗le, laß die dunt⸗ le Sünden⸗höh⸗le, komm ans hel⸗le Licht ge⸗gan⸗gen, fan⸗ge herrlich an zu prangen; — + — — denn der Herr voll Heil und Gna⸗ den will dich jetzt zu Ga⸗ste la⸗den; — 12—— ——.———..—————— ——————— 4„0602—.9————.9——.—.—j— Bri een ei n in erre ee e, . 2 der den Him⸗mel kann ver⸗walten, will jetzt Herberg in dir hal⸗ten. 2. 3. Ach wie hungert mein Gemüte, Beides, Wonne und auch Beben, Menschenfreund, nach deiner Güte; fühl ich jetzt im tiefsten Leben. ach wie pfleg ich oft mit Tränen Das Geheimnis dieser Speise mich nach deinem Mahl-zu sehnen; und die unerforschte Weise ach wie pfleget mich zu dürsten machet, daß ich froh bemerke, nach dem Trank des Lebensfürsten, Herr⸗ die Größe deiner Stärke. daß in diesem Brot und Weine Ist auch wohl ein Mensch zu finden, Christus sich mit mir vereine. der dein Allmacht sollt ergründen? * 192 Abendmahl. 4. und dazu ganz unverdrossen, Jesu, meine Lebenssonne, Herr, dein Blut für uns vergossen, Jesu, meine Freud und Wonne, das uns jetzt kann kräftig tränken, Jesu, du mein ganz Beginnen, deiner Liebe zu gedenken. Lebensquell und Licht der Sinnen, 6. hier fall ich zu deinen Füßen: Jesu, wahres Brot des Lebens, laß mich würdiglich genießen hilf, daß ich doch nicht vergebens dieser deiner Himmelsspeise, oder mir vielleicht zum Schaden mir zum Heil und dir zum Preise. sei zu deinem Tisch geladen. 5. Laß mich durch dies Seelenessen Herr, es hat dein treues Lieben deine Liebe recht ermessen, dich vom Himmel hergetrieben, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, daß du willig hast dein Leben mög dein Gast im Himmel werden. in den Tod für uns gegeben Johann Franck 1618—1677 0 228. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 944 — 3 . n— 1.—*—— e, e e d. .— 1. Ich komm jetzt als ein ar⸗mer Gast, o Herr, zu dei⸗nem den du für mich be⸗rei⸗tet hast, daß er mein Herz er⸗ ————*—— 4— ,——.— e i, e,.„,n, ——060— 0— fri 2 sche wenn mich der See⸗ len⸗ hun ⸗ger nagt, wenn + + —+—— ͤ—— eene e ee mich der Durst des Gei⸗ stes plagt, bis ich den Schweiß ab-wi⸗-sche. 2. ů 4 Nun sprichst du Seelenbischof dort: Ich armes Schäflein suche dich Ich bin das Brot zum Leben; auf deiner grünen Weide; dies Brot treibt auch den Hunger fort, dein Lebensmanna speise mich den sonst nichts mag aufheben. zu Trost in allem Leide; Ich bin der Trank: wer glaubt an es tränke mich dein teures Blut, „ mieh, auf daß mich ja kein falsches Gut den wird nicht dürsten ewiglich; uvon deiner Liebe scheide. ich will ihm Labsal geben. é 3. 5. Drum führe mich, o treuer ⸗Hirt, Gleichwie des Hirsches mattes Herz auf deine Himmelsauen, nach frischem Wasser schreiet, bis meine Seel erquicket wird, so schreiet auch mein Seelenschmerz: wenn du sie lässest schauen ach laß mich sein befreiet die Ströme deiner Gütigkeit, von meiner schweren Sündenpein die du für alle hast bereit, und flöße deinen Trost mir ein, so deiner Hut vertrauen. dann bin ich benedeiet. *setttt.. R GeonngEeo TSE& Abendmahl. 6. 8. Vor allem aber wirk in mir Ach führe mich doch selbst von mir, ein ungefärbte Reue, bei mir ist nichts als Sterben. auf daß mein Herz sich für und für Nimm aber mich, o Herr, zu dir, vor aller Sünde scheue; bei dir ist kein Verderben. fach in mir, Herr, den Glauben an, In mir ist lauter Höllenpein, der dein Verdienst ergreifen kann, in dir ist nichts als Seligsein damit mein Herz sich freue. mit allen Himmelserben. 9 7. 29. Entzünd in mir der Andacht Brunst,. So komm nun, treuer Seelenfreund, daß ich die Welt verlasse laß in mein Herz dich schließen. und deine Treue, Gnad und Gunst Mit dir bin ich nun ganz vereint, in dieser Speise fasse, ich will von keinem wissen daß durch dein Lieben Lieb in mir als nur von dir, o Gotteslamm, zu meinem Nächsten wachs herfür, der du auch mich am Kreuzesstamm und ich fort niemand hasse. aus Not und Tod gerissen. Justus Sieber 1628—1695 229. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 1. Ach Gnad ü⸗ ber al ⸗ le Gna⸗den! Hei⸗ßet das nicht Gü⸗tig⸗keitꝰ Je ⸗sus hat uns selbst ge⸗la⸗den zu dem Tisch, den er be⸗reit't Je⸗sus bit tet uns zu Gast, daß wir, al⸗-ler — N ... al⸗ler Sünd und Not ent⸗nom-men, in den Himmel möch-ten kom⸗men 2. aber deiner Liebe Macht Jesus Christus will uns speisen hat dich auch dahin gebracht, und auch selbst die Speise sein. daß du deinen Leib uns schenkest Iit er das nicht Gnad erweisen? und mit deinem Blut uns tränkest. Ist er nun nicht mein und dein? Sollten wir an seinem Heil 4. nun hinfort nicht haben teil, Hier sieht man dein treu Gemüte: da er unser so gedenket, du bist sonst der Arzt allein; daß er sich uns selber schenket? doch willst du aus lauter Güte 3. auch die Arznei selber sein. Herr, du hast dich hingegeben Du gibst dich selbst uns zuteil, unsertwegen in den Tod, daß wir möchten werden heil daß wir möchten wieder leben von den tiefen Seelenwunden, frei von aller Qual und Not; die sonst waren unverbunden. 19⁴4 Abendmahl. 5. Ach laß deinen Lebensquell Ach zu dir komm ich geschritten, mich auch machen weiß und hell; o mein liebster Jesu Christ, tränke mich denn, eh ich sterbe und will dich im Glauben bitten, und vor großem Durst verderbe. weil für mich bereitet ist— dein so teurer Gnadentisch, ö R; Jesu, will ich schicken daß sich meine Seel erfrisch: Dir, Herr du wollst ihren Hunger stillen mein ganz müd und mattes Herz; und in ihrem Durst sie füllen. ach das wollest du erquicken, 6 weil es fast vergeht vor Schmerz. Ach so wollest du mich laben O mein Arzt, du kannst allein mit dem rechten Himmelsbrot mich von Sünden machen rein. und mit reich em Trost begaben Du wollst selbst, Herr, in mir leben; 5 45 8 dir sei ganz mein Herz ergeben. wider Sünde, Höll und Tod. Anna Sophie von Hessen⸗Darmstadt 1638—1683. 230. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. SSSI..III 1. O Fels des Heils, o Got⸗tes-lamm, für mei⸗ne Dein Lei⸗den ist ein Gar⸗ten mir, der Früch-te e Sünd am Kreu⸗zes⸗stamm ge⸗mar⸗tert und ge⸗schlach⸗tet! 05 ich trä⸗get für und für, wo⸗nach die See⸗le schmachtet; ——————65——— r. ———————— stets mich wohl er⸗ quik⸗ke und er⸗ blik⸗ke See-⸗ len-wei⸗ Wur ⸗zel al ⸗ler Freu ⸗de. 2. üÜbertreter Sinas Wetter seh mit Dein Fleisch soll Lebensbrot mir sein, Zagen, dein Blut macht mich von Sünden wenn mich Satan will verklagen. rein, 3 dein Kreuzholz ist mein Stecken, Wie lieblich ist dein Liebesmahl! der mir in Schwachheit Stütze ist. Da seh ih, mit welch großer Aual ein Born, aus dem das Leben fließt, die Liebe dich umhüllet. ein Schild, der mich kann decken Da werd ich, als aus deiner Hand,; mächtig mit deinem heilgen Gnadenpfand wenn ich erquickt, mit Lust erfüllet, Abendmahl. 195 wenn du, die von innen Raum gewinnen, auf⸗ Jesu, 8 weärts dringen, in Erbarmen dich der armen Seele daß sie reife Früchte bringen. schenkest 8 und an deinen Eid gedenkest. Stärk meinen Glauben, um das Kleid . der ewigen Gerechtigkeit Wer bin ich, o du Gotteslamm, freimütig anzuziehen. daß du starbst an dem Kreuzesstamm, Ich komm in fester Zuversicht: zum Heil mich einzuladen? dein Bundessiegel fehlt ja nicht, Ein Sünder, der verdienet Pein! du hast es mir verliehen, Mich armen Sünder führst du ein daß ich zur Tafel deiner Gnaden, fröhlich deiner darf erscheinen, denn in deinen offnen reinen— Wunden Himmelsgaben, welche laben dasVer⸗ hab ich Zutritt nun gefunden langen, das auf Hoffnung war gefangen. 9. ö 5 daß— hab ich das Priestertum, 3 daß ich ins innre Heiligtum Ich habe den beschwornen Bund darf unverhüllet Lehen so oft gerissen in den Grund Den Vorhang riß dein Tod entzwei, und mein Gelübd verlassen. ich darf als Bundsgenosse frei Die Schuld ist groß, der Glaube klein; vor deinem Antlitz stehen. doch willst du mir versöhnet sein Grämen und nimmermehr mich hassen. Schämen mein Bort, hat ein Ende, weil die Hände sind ½ 4 durchgraben, bleibt beständig, wie ich die für mich bezahlet haven gewesen; neu soll ich durch dich genesen. 10. 6. Hier ist die Liebe mein Panier, Drum sinkt vor dir ein ledig Herz, dein Liebesaltar brennt in mir, . 8 8 1 on⸗ du hast mein Herz genommen. 8 4 R das nichts dir en Inerß. Du h st mir Lebensbrot ges e kt, sch N 0 in Selhs ů i 5 Edens Strom getränkt; in Selbstverleugnung nieder. ich werd aus E 29 rome Ich bin mir selber gram, daß ich, du wirst bald selber kommen mein Herr, so oft verlassen dich; seung Wilig tomm ich wieder. dir vereinen in dem reinen Paradeise, bin ich, wo du Manna gibst zur Speise. dir aufs neue Huld und Treue zu 11. verschreiben, Gib nur, daß so, wie sich für jetzt wenn dein Geist Atreiben. wird mein Herz in deiner Ful ernt, treiben. es in dir möge bleiben; 7. vom Bund, den ich erneuert hab, Ach komm in deinen Garten dann; wird dann mich 5226 Furcht noch ich will dir bringen, was ich kann, Grab, was du mir erst gegeben. die Hölle selbst nicht treiben Willst du noch mehr, so gib es mir, Ich will ich will es wieder bringen dir; nun still der Weinstock gibt den Reben an dir kleben, in dir leben. Tausend Kräfte, Welten Säfte, können gegen dich nichts gelten 13* Abendmahl. 12. zur Dienstbarkeit der Lüste. Laß mich, durch dieser Speise Kraft Komm bald, gestärket, meine Wanderschaft Herr, halt fortsetzen durch die Wüste. deiner Tauben Treu und Glauben Gib, daß Agyptens Fleischtopf nie unzerbrochen, von dir, o Himmelsbrot, mich zieh wie deinWort und Pfand versprochen. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 231. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. I ö Wnmr. nen r ö E—*——.————0—..—— ———————— 1. Herr Je⸗ su Christ, du höch⸗stes Gut, du Brunnquell al ⸗ ler wir kom⸗men, dei⸗nen Leib und Blut, wie du uns hast ge Gna⸗den, la⸗ den, zu dei⸗ ner Lie 3. 2. Bleib du in uns, daß wir in dir O Jesu, mach uns selbst bereit auch bis ans Ende bleiben; zu diesem hohen Werke; laß Sünd und Not uns für und für schenk uns dein schönes Ehrenkleid nicht wieder von dir treiben, durch deines Geistes Stärke. bis wir durch deines Nachtmahls Hilf, daß wir würdge Gäste sein Kraft und werden dir gepflanzet ein in deines Himmels Bürgerschaft zum ewgen Himmelswesen. dort ewig selig leben. Chemnitzer Gesangbuch 1713. 00e 232. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 9 0 EEEEE EKAE 327777———— 1. Ich kom⸗me, Herr, und su⸗che dich, müh ⸗se⸗lig und be⸗ la⸗den; Gott, mein Er⸗bar⸗mer, würdge mich des Wunders dei⸗ner Gnaden ben en, hen. 29. Abendmahl⸗ V. E———*——— 1—E — EDSAEEEEE— 233.., n Le ELLEE ———. 4—— Ich lie⸗ge hier vor dei⸗ nem Thro n, Sohn Gottes und des Men:schen —* 4.— .— —— 2—— 2....—2......——— IEEEEE—— E ——— S— * Müh, ich su⸗che Ruh und fin⸗de sie 2. Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder; du hast die Handschrift abgetan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: Es ist vollbracht! Du hast mein Heil verdienet, du hast für mich dich dargestellt; Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir, er tilget deine Sünden und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich schon, spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben; du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. +1. im Glau⸗ben der Er⸗lö⸗sten. ö 4. Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben: sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen; ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen; laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769 Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme⸗ — ꝗ.S.......... P——TI—TT.. J—II. d— * Herr, du wollst uns voll⸗be ⸗rei⸗ten zu Laß uns, Le⸗ben zu emp⸗fa⸗hen, mit glau⸗bens⸗vol⸗lem Her⸗zen dei⸗ nes Mah⸗les Se⸗lig⸗ Abendmahl. — In v—— den. z Hen— ———— n EE — kei⸗ten; sei mit⸗ten un⸗ter uns, o Gott! un H 90 na⸗hen und sprich uns los von Sünd und Tod. Wir sind, o Je⸗su⸗ . 1 1 +— I x — I * E——— dein; dein laß uns e⸗ wig sein A⸗men, A⸗men. An-be⸗tung dir! Einst — v re, nrrere, r.di. x fei ⸗ ern wir das gro ⸗ße A⸗ bend⸗mahl bei dir. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. EH 5—— e Ee——— —.——————.e..—— — u 1. Komm, mein Herz, in Je⸗ su Lei⸗den strömt auch dir ein Quell der stil le hier dein sehn⸗lich Dür⸗sten an dem Mahl des Le-bens⸗ ——1.— Freu⸗den; für⸗sten. Daß ich ei⸗ nen Hei⸗-land ha-be, mich in sei⸗ ———— e ee, s, Ds, B.- ar E ————— nem Hei⸗le la⸗-be und in sein Ver⸗dienst mich klei-de, ————— IP—— e nenn=e nnn o E 2, L e das ist mei⸗nes Her⸗zens Freu⸗de. 2. Daß ich einen Heiland habe, Zwar hab ich hn alle Tage, bleibt mein alles bis zum Grabe, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage; und ich mag nichts andres wissen, er ist auf der Himmelsreise als sein Leiden zu genießen. täglich meine Seelenspeise. en, Abend 3. Aber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen, hier schenkt er sich ganz zu eigen: nimmer will ichs nun verschweigen, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde, wie entweicht der süße Friede! Sündund Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht verschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe sanft und mild und voll Vergeben mir nichts ist als Heil und Leben. 5. O ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner, was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe! Besser wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6. Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, olch ein Denkmal selbst gestiftet: aß ich einen Heiland habe, mahl. Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 8. Heilger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Sünden. Daß ich einen Heiland habe, der die arme Seele labe, muß nicht dies mein Dürsten stillen und mein Herz mit Wonne füllen? 2. Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen, er gebietet mir zu trinken und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja zur Nahrung und zum Leben mir aus freier Huld gegeben. 10. Gott, was brauch ich mehr zu wissen, ja was will ich mehr genießen? Wer kann nun mein Heil ermessen? Werd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Heiland habe! Ich bin frei von Tod und Grabe; wenn mich Sünd und Hölle schrecken, so wird mich mein Heiland decken. 11. Will hinfort mich etwas quälen, der den Gang zum Kreuz und Grabe, ja den Schritt in Todes Rachen gern getan, mich los zu machen. 9. Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit seinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden. oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Gottlieb Woltersdorf 1725.—1761 235. Mel. Gott sei gelobet und gebenedeiet Nun sei, o Herr, dir Preis und D Der du mit uns den Frie⸗dens⸗bund er⸗neu⸗et, Dank ge⸗wei⸗het, Preis und Dank aus heil⸗ge uns in Abendmahl 4 , ni—— E——— nnimi de! dei⸗nem Bun⸗de. E Je⸗ sus Chri⸗stus, der du dich für uns ge⸗ge⸗ —.—— +— ,, —— I.—, 2 ů—.— DD ben, Le⸗bens⸗fürst, o laß in dir uns le⸗ben, bis wir dro⸗ . . 2.——.—.— 3 n Hunn n;I H — La——— 43 n dnn inen znnn u H ———.——— E;! + 2*. I 1— 2. III ben im Licht e⸗wig schaun dein An⸗ge⸗sicht. Hal⸗le ⸗ lu⸗jah!l Gesangbuch, Schwelm 1831. IV. Christliches Leben. 1. Buße. 236. Psalm 130. 4—4—— ————— en—— SSIFF——— LEEE E—— 1. Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, er⸗ hör mein dein gnä⸗dig Ohr neig her zu mir und mei⸗ner Bitt es 1.—— IIII...... —2—.— 2 21 ů 2* III I Tu II I. + ü ne⸗ Denn so du willst das se⸗hen an, was Sünd und Unrecht 1 21—. p— Z.— E 2..— f 1— 2—...———J——— ist ge⸗ tan, wer kann, Herr, vor dir blei⸗ben? 2. 4. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Und ob es währt bis in die Nacht Gunst, und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht es ist doch unser Tun umsonst verzweifeln nicht noch sorgen. auch in dem besten Leben. So tu Israel rechter Art, Vor dir niemand sich rühmen kann, der aus dem Geist erzeuget ward, des muß dich fürchten jedermann und seines Gotts erharre. und deiner Gnade leben. ö 5. 3. Ob bei uns ist der Sünden viel, Darum auf Gott will hoffen ich, bei Gott ist viel mehr Gnade; auf mein Verdienst nicht bauen; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, auf ihn mein Herz soll lassen sich wie groß auch sei der Schade. und seiner Güte trauen, Er ist allein der gute Hirt, die mir zusagt sein wertes Wort: der Israel erlösen wird das ist mein Trost und treuer Hort, aus seinen Sünden allen. des will ich allzeit harren. Martin Luther 1483—15468. die Sünde zu vergeben, 2... 4* N —— 1—3 +— S.DIP.....I.... I I I I ITITITITITIIII I 1. Al⸗lein zu dir, Herr Je⸗su Christ, mein Hoff-nung Ich weiß, daß du mein Tröster bist, kein Trost mag 4— e de. ————————.— n e Bie. ES·——— 2.....—— r a n—.— steht auf Er-den. 9 ö 10 Ris ö be⸗ 5 er korn, 8 mir sonst wer⸗ den: von An⸗be⸗ginn ist nichts er-korn, auf ——.——.———————— EEEEEEEEEEIEEEEEIEIEEEIEIEEIEETTTTITTTIII—— E. I 1H———‚.—— L.*—— Er⸗den ist kein Mensch ge-ßborn, der mir aus Nö⸗ten hel⸗fen kann; 4—4 ö ——.—.—1 1— ie — 2—— 1———— ich ruf dich an, zu dem ich mein Ver⸗trau⸗- en hab. 2. vor allen Dingen lieben dich Mein Sünd sind schwer und übergroß und meinen Nächsten gleich als mich. und reuen mich von Herzen, Am letzten End dein Hilf mir send, derselben mach mich frei und los damit behend durch deinen Tod und Schmerzen; des Teufels List sich von mir wend. daß bn h ast deinem michee an, 4 aß du hast gnug für mich getan, Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, so werd ich los der Sünden Last: demt Bater aller Güte, 9 Herr, halt mir fest, und Fesu Christ, sein mliebsten Sohn, wes du dich mir versprochen hast. der uns allzeit behüte, 3. und Gott dem werten heilgen Geist, Gib mir nach deinr Barmherzigkeit der uns allzeit sein Hilfe leist, den wahren Christenglauben, damit wir ihm gefällig sein auf daß ich deine Süßigkeit hier in der Zeit mög inniglich anschauen, und folgends in der Ewigkeit. Konrad Hubert 1507—1577. 238. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 4 4 S. L—.— +— f win,eue,———— 5 — 1. Herr Je⸗ su Christ, du höch⸗stes Gut, du Brunnquell al ⸗ler sieh doch, wie ich in mei⸗nem Mut mit Schmer⸗-zen bin be⸗ Gna⸗den, und in mir hab der Pfei⸗le viel, die im Ge-wis⸗sen la⸗ den N S...—————.—— oh ⸗ ne Ziel mich ar ⸗ men Sün ⸗der drük ⸗ ken. 2. als wenns beginnt zu springen, Erbarm dich mein in solcher Last, dieweil es alle Gnad verheißt nimm sie aus meinem Herzen, denen, die mit zerknirschtem Geist dieweil du sie gebüßet hast dir, Herr 16175 kommen. am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht mit großem Weh So komm ich jezt zu dir allhie in meinen Sünden untergeh in meiner Angst geschritten noch ewiglich verzage. und tu dich mit gebeugtem Knie 3. von ganzem Herzen bitten: 3 do di Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich ir 91 gnäd id 62 5 was ich mein Tag begangen, was 25 n habehe ag wider dich so fällt mir auf mein Herz ein Stein, auf Erden ha 765 und bin mit Furcht umfangen ja ich weiß weder aus—— ein Stärk mich mit deinem Freudengeist, und müßte gar verloren sein, heil mich mit deinen Wunden, wenn ich dein Wort nicht hätte. tröst mich mit deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden 4. und nimm mich einst, wenn dirs Allein dein heilsam Wort das macht gefällt, mit seinem süßen Singen, im rechten Glauben von der Welt daß mir das Herze wieder lacht, zu deinen Auserwählten. Bartholomäus Ringwald 1530—1598. 39— 1. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein be-gang⸗ne EEE Sünden! Da ist Here hel⸗fen tam in die⸗ser Welt zu fin⸗den. 3. Lief ich gleich weit Zu dir flieh ich; zu dieser Zeit verstoß mich nicht, bis an der Welt ihr Ende wie ichs wohl hab verdienet. und wollt los sein Ach geh doch nicht, des Elends mein, Gott, ins Gericht: würd ich es doch nicht wenden. dein Sohn hat mich versühnet. 22.......— 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen: so fahr hier fort und schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld, vergib die Schuld, schaff ein gehorsam Herze, Buße daß ich nur nicht, wie's oft geschicht, Handle mit mir, wie's dünket dir, laß mich nur nicht dort ewiglich 240. mein Heil Hernd verscherze. durch dein Gnad will ichs leiden; von dir sein abgeschieden. Jena 1613. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. Zut———— —————— 55eeez, * 1. Du wei ⸗ nest vor Je„ ruù ⸗« sa ⸗ lem, Herr Je ⸗ su, be⸗zeugst, es sei dir an ⸗ge-⸗nehm, wenn Sün ⸗der E ů II.—.— 1— e Ln.,Muit mnun:Ar— 2 2— 2 d n n Hn nmm imen 9———.— ö— 4..— D—*— i— Za 7„— N lich⸗te Zäh ⸗ren; Wenn ich vor dir mit Buß er⸗-schein und sich be ⸗ keh ⸗ren. SIIIIIIIIIIITIT ö —.—— 2—..—„ IE— 2 I 2 1— L 8.1 I 1 *— ü⸗ber mei⸗ne Sün⸗de wein, so wäschst du ab aus lau⸗ter Gnad ů E—— LI +— +—3— Kn dn.n, E— 8——— 2 die Mis ⸗se⸗ tat, die mich bis ⸗her ge ⸗quä ⸗let hat. 5 Wenn deines Vaters von wegen meiner Sünde, zu deinen Tränen ich mich wend, da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt,‚ wer damit seine Sünde netzt, den blickt Gott an mit Gütigkeit zu jeder Zeit und sein betrübtes Herz erfreut. Hier muß ich auch im Tränenhaus vor großer Angst oft weinen, der Welt aushalten manchenStrauß: Zorn entbrennt sie martert stets die Deinen; wo sie kann, auf allen Seiten, fängt sie mit mir zu hadern an. Dies tröstet mich zu aller Frist: Herr Jesu Christ, in Not du auch 4 bist. Du zählest alle Tränen mein, ich weiß, sie sind gezählet, und ob sie nicht zu zählen sein, dennoch dir keine fehlet. So oft vor dir sie regen sich, so oft sie auch bewegen dich, Buße. 20⁵ mein Kreuz und Leid daß du dich mein erbarmen mußt. wird werden dort zu lauter Freud. Dir ist bewußt 6. i 2 ilf ir c 4 2 mein Kreuz, drum hilfst du mir Für diese Tränen dank ich dir, mit Lust. 5. Wer jetzund säet Tränen aus, hält in Geduld Gott stille, daß du die Freudenkrone, Herr Christ, dadurch erworben mir bei dir ins Himmels Throne. Wann du mich holen wirst hinauf wird fröhlich sein in deinem Haus, zu deiner Auserwählten Hauf, da Freude ist die Fülle, ja solche Freude, die kein Mann dann will ich recht lobsingen dir, o höchste Zier, mit seiner Zung aussprechen kann, für deine Tränen für und für. und die da bleibt in Ewigkeit; Johann Heermann 1585—1647. 241. Hesekiel 33, 11. Mel. Vater unser im Himmelreich. 5 23„75—.—— 5——.— .DP DPDPSPI.......I......... ——— 2——.—.— 335.—— 1. So wahr ich le⸗be, spricht dein Gott, mir ist nicht .—,, d ——.————— 2——2 ö 2.—— lieb des Sün⸗ders Tod; viel⸗mehr ist dies mein Wunsch und Will, —— — 1—— ————— II— 4 ,.—.— e. . daß er von Sün⸗den hal=te still, von sei- ner Bos⸗heit ——— ö——3—————— 2—— ö — ö 4 2—— 2.— ů x— —..—— keh⸗ re sich und le be mit mir e⸗ wig ⸗ lich. ich will erst fröhlich sein auf Erd; 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, wann ich des Lebens müde werd, verzweifle nicht in deiner Sünd. alsdann will ich bekehren mich, Hier findest du Trost, Heil und Gnad, Gott wird wohl mein erbarmen sich. die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! Doch hüte dich vor Sicherheit, 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn denk nicht: zur Buß ist noch wohl und seiner Seele selbst nicht schont, Zeit; dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5 D. Gnad hat dir zugesaget Gott von wegen Christi Blut und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; daß du mußt sterben, ist dir kund, verborgen ist die Todesstund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, kanns ändern sich: Buße. + Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib verderben muß. * daß ich noch heute komm zu dir und Buße tu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann 1585—1647. 242. Mel. Auf meinen lieben Gott 9— j——— EEESSSIENNSEEEE IAEESEEEEEIEE.. I 165. I — U —— —.—.—.——— ———— + — ö— + — 00— 4 —— — —.— — ————————— 0 3——— 0— —.— —— l ——c— al le Welt her-kä⸗ me, mein Angst sie nicht weg- näh-me. 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte: laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, soviel ihr'r in mir stecken und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zugut, wasch ab all meine Sünde, ö mit Trost mein Herz verbinde, der Schuld nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke. 5. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse: wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet 6. Mir mangelt zwar sehr viel, doch was ich haben will, ist alles mir zugute erlangt mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 7. Dein Blut, der edle Saft, hat solche Stärk und Kraft, daß auch ein Tröpflein kleine die ganze Welt kann reine, ja gar aus Teufels Rachen frei, los und ledig machen. Buße. 8. 9. Darum allein auf dich, Führ auch mein Herz und Sinn Herr Christ, verlaß ich mich; durch deinen Geist dahin, jetzt kann ich nicht verderben, daß ich mög alles meiden. dein Reich muß ich ererben, was mich und dich kann scheiden, denn du hast mirs erworben, und ich an deinem Leibe da du für mich gestorben. ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann 1585—1647. 243. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 4—— + 7 ö— ——————————— Va⸗ter der Barm⸗her⸗zig ⸗keit, ich fal⸗ le dir zu dir schreit und tut noch end⸗-lich —— e Was ich bee aw 17 der. dich, ver⸗ Du ⸗ße. Was ich be⸗-gan⸗-gen wi er dich, 4 1— 5 ———— E — zeih mir al⸗-les gnä-dig-lich durch dei⸗ ne gro ße Gü⸗te. 2. bitt du den Vater, daß er mir Durch deiner Allmacht Meistertat im Zorn nicht lohne nach Gebühr, nimm von mir, was mich quälet; wie ich es hab verschuldet. durch deine Weisheit schaffe Rat, 5 worin es mir sonst fehlet; O heilger Geist, du wahres Licht gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, Regierer der Gedanken, 2 daß ich mit dir all meine Werk wenn mich die Sündenlust anficht, anfange und vollende. laß mich von dir nicht wanken; 3. verleih, daß nun und nimmermehr O Jesu Christe, der du hast Begierd nach Reichtum oder Ehr am Kreuze für mich Armen in meinem Herzen herrsche. getragen aller Sünden Last, 6. wollst meiner dich erbarmen. Und wenn mein Stündlein kommen O wahrer Gott, o Davids Sohn, ist erbarm dich mein und mein verschon, so hilf mir treulich kämpfen sieh an mein kläglich Rufen. daß ich des Satans Trutz und List 4. durch Christi Sieg mag dämpfen; Laß deiner Wunden teures Blut, auf daß mir Krankheit, Angst und Not dein Todespein und Sterben und dann der letzte Feind, der Tod, mir kommen kräftiglich zugut, nur sei die Tür zum Leben. daß ich nicht müß verderben; David Denicke 1603-1680. Buße. 244. U —— — n Ea + 1— ————— d.=— 2— 1. Herr, ich ha⸗be miß⸗ge⸗han⸗delt, ja mich drückt der Sünden Last; ich bin nicht den Weg gewan⸗delt, den dWu mir ge⸗-zei⸗get hast, —— n. ů e 1 und jetzt wollt ich gern aus Schrecken mich vor dei-nem em Zorn ver⸗stek⸗ken. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Könnt ein Mensch den Sand gleich Du wirst allent Halben sein: zählen wollt ich über See gleich ziehen, an dem großen, weiten Meer, stieg ich in die Gruft hinein, dennoch würd es ihm wohl fehlen, hätt ich Flügel gleich den Winden, daß er meiner Sünden Heer, gleichwohl würdest du mich finden. daß er alle mein Gebrechen 3. sollte wissen Drum muß ich es nur bekennen: Herr, ich habe mißgetan, Dir will ich die Last aufbinden, darf mich nicht dein Kind mehrs wirf sie in die tiefe See, nennen; wasche mich von meinen Sünden, ach nimm mich zu Gnaden an, mache mich so weiß wie Schnee, laß die Menge meiner Sünden laß dein guten Geist mich treiben, deinen Zorn nicht gar entzünden. einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Franck 1618—1677. 245. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 1. Ich ar-mer Mensch, ich ar-mer Sün-⸗der steh hier vor Ach Gott, ach Gott, ver-fahr ge- lin-der und geh nicht Got⸗tes An ⸗ge⸗sicht: Er bar **; me id 3 me ndich GBot mit mir ins Ge⸗richt. me dich, er⸗bar-me dich, Gott, III — 2 ◻+-+ — 7— — + + mein Er ⸗bar⸗mer, ü ⸗ber mich. Buße. 209 2. 4. Wie ist mir doch so herzlich bange Nicht, wie ich hab verschuldet, lohne von wegen meiner großen Sünd! und handle nicht nach meiner Sünd; Hilf, daß ich wieder Gnad erlange, o treuer Vater, schone, schone, ich armes und verlornes Kind. erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. Gott, mein Erbarmer, über mich. 3. 5. Hör, ach erhör mein seufzend Stuuch nur ein Wort, so werd ich Schreien, leben, du allerliebstes Vaterherz: sprich, daß der arme Sünder hör: wollst alle Sünden mir verzeihen Geh hin, die Sünd ist dir vergeben, und lindern meiner Seele Schmerz. nur sündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich. Gott, mein Erbarmer, über mich. Christoph Tietze 1641—1703. 246. Röm. 7, 24. 25. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 9⁰³⁴ ů— „ e +. D.— 4 DFüi—— 22— 2——63 il +. ü06———7——.— 1⁵————6——— 1. Wo soll ich hin, wer hil-fet mir? Wer füh⸗ ret mich zum Zu nie⸗mand, Herr, als nur zu dir will ich mich frei be⸗ ——.————— S..— ⸗ 7* Reben⸗ Du bists, der das Ver ⸗lor-ne sucht, du 4 DIInn———— ————..— nmnn d 4.—— 1 1 ů——H————UIIe Herr, meine Sünden ängsten mich, du kannst mir alles geben. 5 Im Tode kannst du bei mir stehn, der Todesleib mich plaget.—. 2 O Lebensgott, erbarme dich; hitf Sesu Den Zerkuirt en gehn; vergib mir, was mich naget. gilf, Jesu, dem Zerknirschten. ich weißt es auch was ag gebricht; 4. ich weiß es auch und sag es nicht: Bist du der Ar— ů Ro zt, der Kranke trägt: hilf, Jesu, dem Betrübten. auf dich will ich mich legen. 3. Bist du der Hirt, der Schwache pflegt: Du sprichst: ich soll mich fürchten erquicke mich mit Segen. nicht; Ich bin gefährlich krank und schwach, du rufst: Ich bin das Leben! heil und verbind, hör an die Klag; Drum ist mein Trost auf dich gericht't, hilf, Jesu, dem Zerschlagnen. Buße. 5. wie wird es endlich gehen? Ich tue nicht, Herr, was ich soll; Elender ich, wer wird mich doch wie kann es doch bestehen? erlösen von dem Todesjoch? Es drücket mich, das weißt du wohl; Ich danke Gott durch Christum. Joachim Neander 1650—1680. 247. Luk. 14, 16—24. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 9—— 4— — e n E n Harn nuin ars. —. ů— ⁰EE—4 EEEE—.3—— EE=D. 1. Gott, des Zepter, Stuhl und Kro⸗ne herrschet ü⸗ ber al⸗le Welt, der du deinem Her⸗zens⸗soh⸗ ne ei⸗ne Hochzeit hast be⸗stellt, ——————— ...... + dir sei Dank ohn End und Zahl, daß zu die⸗sem Lie⸗bes⸗mahl von der breiten Sün⸗den⸗stra⸗ßen du mich auch hast la-den las⸗sen. 2. mit dem lieben Gotteslamm, Herr, wer bin ich? Und hingegen meiner Seele Bräutigam, wer bist du? was deine Pracht? bei der Engel Chor und Reihen Ich dem Wurm gleich an den Wegen, mich in Ewigkeit erfreuen! du der König großer Macht; 5. ich Staub, Erde, schwach, voll Not, Wen nun dürstet, soll sich laben du der Herr Gott Zebaoth; mit dem Quell, der ewig fleußt; ich ein Scherz und Spiel der Zeiten, wen nun hungert, der soll haben du der Herr der Ewigkeiten. Brots genug für seinen Geist. 3. O ein angenehmer Ort, Ich unrein und ganz verdorben, da sich Gottes Herz und Wort du die höchste Heiligkeit; seiner Braut und Hochzeitsgästen ich verfinstert und erstorben, gibt als Speis und Trank zum du des Lebens Licht und Freud: besten! kat ein armes, 561. kaud and. 5 6. lahm und Krüppel, taub und blind,. O du großer Herr und König, du das Wesen aller Wesen, der du rufst: Kommt, kommt herbei! ganz vollkommen, auserlesen. ich bin zu gering und wenig 4. aller deiner Lieb und Treu; Und doch lässest du mich laden ach ich kann dir nimmermehr zu dem beraro Hochzeitsmahl. danken gnug und also sehr, O der übergroßen Gnaden: wie ich schuldig bin und sollte, ich soll in des Himmels Saal wie ich auch wohl gerne wollte. 4. h Zeuch du mich, dein Mahl zu schmecken, — aus der finstern Erdenkluft; 0. laß mein Ohr die Stimme wecken, die so hell und liebreich ruft: Komm, o Mensch, komm eilend, komm zu dem Lebensquell und Strom; komm zum Brot, davon zu zehren 0 und den Geist damit zu nähren! 8. Offne, Herr, mir doch die Ohren zu dem Ruf, der also klingt, der zu deinen Freudentoren, Buße. o Jerusalem, mich bringt; laß den, den du teur erkauft, der auf dich selbst ist getauft, ja nicht in der Toren Reihen sich der eitlen Weltlust freuen. 9. Laß das eitle Weltgetümmel, das wie Schatten wird entfliehn, von des Lammes Mahl im Himmel, das stets bleibt, mich nicht abziehn. Kleide, Jesu, in der Zeit mich mit deinem Hochzeitskleid, daß ich deine Hochzeitsehren möge feiern ohn AÄufhören. Heinrich Georg Neuß 1654—1716. 248. ö Luk. 15, 1—7. 35 ö Mel. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. RAFDD. ————— 1. Ihr ar men Sün ⸗der, kommt zu-hauf, kommt 1—— 2—————.—— i‚‚i‚‚i‚i‚..—..= ei lig, kommt und macht euch auf, müh ⸗ se ⸗ lig I 67——..—..— 2 E— ‚ 0——0— E— und be⸗ la⸗den: hier öff-net sich das Je⸗ su⸗herz für al ⸗ le, —— .7 2—3——————I.——— u.ů— 0 0 SSSS ö— E——— ö 2— die in Reu und Schmerz er⸗ken nen ih ⸗ren Scha⸗den. en 2. er sucht es mit Verlangen; zum Es heißt: Er nimmt die Sünder an! er lässet neunundneunzig stehn Drum komm, dein Jesus will und und sie gar in der Wüsten gehn, kann das eine zu umfangen. dich retten und umarmen. beil Komm weinend, komm in wahrer 4. an. Buß. Es sucht der liebste Jesus Christ und fall im Glauben ihm zu Fuß, das Schäflein, das verloren ist, er wird sich dein erbarmen. bis daß ers hat gefunden. 3. So laß dich finden, liebe Seel, Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, und flieh in Jesu Wundenhöhl; 2. dems in der Irr an Hilf gebricht, noch sind die Gnadenstunden. 14* 212 5. O Jesu, deine Lieb ist groß: ich komm mühselig, nackt und bloß: ach laß mich Gnade finden. Ich bin ein Schaf, das sich verirrt ach nimm mich auf, weil ich verwirrt im Strick und Netz der Sünden. 6. Ach wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund schier! Ach laß mich wiederkehren zu deiner Herde, nimm mich an und mach mich frei von Fluch und Bann; dies ist mein Herzbegehren. Buße. 7. Laß mich dein Schäflein ewig sein, sei du mein treuer Hirt allein im Leben und im Sterben; laß mich verleugnen Welt und Sünd und als ein wahres Gotteskind dein Himmelreich ererben. 8. Ich will von nun an sagen ab der Sündenlust bis in mein Grab und in dem neuen Leben in heiliger Gerechtigkeit dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil gegeben. Laurentius Laurenti 1660—1722. 249. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. 4 + — V 1. Ach, mein Je⸗ su, welch Ver⸗der ⸗ ben woh ⸗net Denn mit an⸗dern A⸗ dams⸗ er ⸗ben steck ich 4 N —— *——— IL x——ßñ—ß———— ——*2— 21—.—.———— 2 ö oi nicht in mei⸗ner Brust! Ach vol⸗ ler Sün⸗den ⸗lust. ich muß dir nur be⸗ken⸗ E———— — +.— 3— .... nen: ich bin Fleisch vom Fleisch zu nen- nen. 2. Wie verkehrt sind meine Wege, wie verderbt mein alter Sinn, der ich zu dem Guten träge und zum Bösen hurtig bin! Ach wer wird mich von den Ketten dieses Sündentodes retten? Hilf mir durch den Geist der Gnaden aus der angeerbten Not, heile meinen Seelenschaden durch dein Blut und Kreuzestod; schlage du die Sündenglieder meines alten Adams nieder. 4. Ich bin unten von der Erden, stecke in dem Sündengrab; soll ich wieder lebend werden, so mußt du von oben ab mich durch deinen Geist gebären und mir neue Kraft gewähren. Schaff in mir ein reines Herze, einen neuen Geist gib mir, daß ich ja nicht länger scherze mit der Sünden Lustbegier; laß mich ihre Tück bald merken, mich im Geist dagegen stärken. ein, 6. Lehr mich wachen, beten, ringen und mein böses Fleisch und Blut unters Joch des Geistes zwingen, weil es doch tut nimmer gut; was nicht kann dein Reich ererben, laß in deinem Tod ersterben. 7. Reize mich durch jene Krone, die mir droben beigelegt, Buße. daß ich meiner niemals schone, 213 wenn und wo ein Feind sich regt, sondern hilf mir tapfer kämpfen, Teufel, Welt und Fleisch zu dämpfen. 8 Sollt ich etwa unterliegen, o so hilf mir wieder auf; hilf in deiner Kraft obsiegen, daß ich meinen Lebenslauf unter deinen Siegeshänden möge ritterlich vollenden. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735 250. Phil. 2, 12. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 1. Schaffet, schaf⸗fet, Menschen⸗kin-der, schaf⸗fet bau⸗et + nicht wie fre⸗ che Sün-der nur auf eu⸗re Se⸗=lig⸗keit; ge⸗gen⸗wärt-ge Zeit, son⸗dern schau⸗et ——— ün⸗ ber euch, rin-get nach dem ——— ——— 2—.— —— S 2 Daß nun dieses mög geschehen, und desselben Neigung gehen; sondern was Gott will und tut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag Fleisch und Blut in allen übel oder wohl gefallen. 2 Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, —.— 2 —— und be⸗mü⸗het euch auf Er-den, wie ihr Werdet ö sondern träg und lässig sein, 4. Selig, wer im Glauben kämpfet, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut selig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dämpfet, selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor in Christo sterben. 5. ihr nicht treulich ringen, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, eure Neigung zu bezwingen, daß euch lauter Elend deckt, V und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft; ja daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. o bricht eure Hoffnung ein: ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg: wahren Siegern wird die Krone nur zum beigelegten Lohne. 6. bis ihm seine Macht gelegt; Mit der Welt sich lustig machen hauet Händ und Füßé ab, hat bei Christen keine Statt; was euch ärgert, senkt ins Grab fleischlich reden, tun und lachen und denkt immer an die Worte: schwächt den Geist und matt⸗ ihn Dringet durch die enge Pforte! matt. Ach bei Christi Kreuzesfahn 5³ 4F—.— geht es wahrlich niemals an, Zittern will ich vor der Sünde daß man noch mit frechem Herzen Und dabei a N sehn, sicher wolle tun und scherzen. bis ich seinen Beistand finde, 7 n Gnade and. geh d. uich „Ach mein Heiland, geh doch nicht Furcht muß man zu Gott stets mit mir Armen ins Gericht! — ind Seen Gib mir deines Geistes Waffen, denn er kann mit Leib und Seel meine Seligkeit zu schaffen. uns zur Höllen niederschlagen; er ist, der des Geistes Ol 10. und, nachdem es ihm veliebt, Amen, es geschehe, Amen! Wollen und Vollbringen gibt. Gott versiegle dies in mir, O so laßt uns zu ihm gehen, auf daß ich in Jesu Namen so den Glaubenskampf ausführ. 8. Er, er gebe Kraft und Stärk Und dann schlagt die Sündenglieder, und regiere selbst das Werk, welche Adam in euch regt, daß ich wache, gate, ringe in den Kreuzestod danieder, und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 251. Matth. 11, 28—30. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. ihn um Gnade anzuflehen. .—— ö DDIIII—* ——.— irnen Larnt dauen Eennn i. rn Sxm H 2 0— ixrr. — 1. Zu dir, Herr Je⸗su, kom⸗me ich, nachdem du mich so mil⸗dig⸗ Mich drük⸗ket meiner SündenLast, sie läßt mir keinie Ruh noch ———————— 1.——. an— W 5. + 1.———— lich zu dir hast hei⸗ßen kom⸗men. Rast; würd sie mir nicht be⸗nom⸗men, so müßt dar⸗ un⸗ter ich ver⸗ n. en nen en drn Ein——.—.———— ꝗꝗ ————— gehn, ich könn⸗ te vor Gott nicht be-stehn, vor dem die Him-mel selbst nicht — DI.— Dĩ——— 5————————.— rein, ich müßt ein Kind des To⸗des sein. Herr Je⸗su Christ, mein E —* 1 SS........... 1 Trost und Licht, mein Trost und Licht, er⸗quik⸗ke mich und laß mich nicht. 20. die Freistatt und der sichre Ort, Das Sündenjoch ist mir zu schwer, das feste Schloß, der Schild und Hort, es drückt den Geist nur allzusehr: 565 Mittler und der Gnadenthron, du, Herr, wollst es zerbrechen. es Vaters Herz und liebster Soh Gedenke, daß du diese Last Berv Jesu Christ, darum für mich getragen hast, das glaube ich, das glaube ich; damit nicht möge rächen ach stärk in solchem Glauben mich. der Vater, was ich hab verschuldt, 4. vielmehr daß seine Gnad und Huld Hinfort will ich nun jederzeit mir Armen wieder würd zuteil, auf mich zu nehmen sein bereit mach mich durch deine Wunden heil, dein Joch, die sanfte Bürde. Herr Jesu Christ, ö und für mich bitt und für mich bitt, ich wachs und nehm im Guten zu; wenn Satan wider mich auftritt. und ob ich drunter würde 3. aus Schwachheit, die dir ist bekannt, Zu dir steht meine Zuversicht; ermüden, wird doch deine Hand ich weiß von keinem Helfer nicht mir immer wieder helfen auf, ohn dich, o Arzt der Sünder. um zu vollenden meinen Lauf. All andre Helfer sind zu schlecht; Herr Jesu Christ, du bist allein vor Gott gerecht, durch dich allein, durch dich allein des Todes Überwinder, tann ich hier und dort selig sein. Johann Anastasius Freylinghausen 1670—1739. 252. Luk. 15, 2 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 9 1— 2 5———— H f 22— EEE EE 1. Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an! Sa⸗get doch dies Trostwort al ⸗len, wel⸗che von der rech⸗ten Bahn auf ver⸗kehr⸗ten Weg ver⸗fal ⸗len. —— 1,——————3— + 2—3—— 227—..—2 II E.. EII +.—.— 238.—7 + + 1 ——— V. Hier ist, was sie ret⸗ten kann: Je⸗sus nimmt die Sün⸗der an. 2. 3. Keiner Gnade sind wir wert, Wenn ein Schaf verloren ist, doch er hat in seinem Worte suchet es ein treuer Hirte; eidlich sich dazu erklärt; Jesus, der uns nie vergißt, sehet nur, die Gnadenpforte suchet treulich das Verirrte, ist hier völlig aufgetan: daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Jesus nimmt die Sünder an. Buße. 21⁵ Darunter find ich Fried und Ruh, . Ich Betrübter komme hier 216 Buße. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder; Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder; laubets doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. + und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 25 6. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch in schneeweiß sich kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen, mir den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erdmann Neumeister 1671—1756 3. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten EHHEE.r—— 29— + D—...—— +—— 1 1 .S... I I I I IIII—— *— 1. Wir lie⸗gen hier zu dei⸗ nen Fü⸗ßen, ach Herr von und füh⸗len lei⸗ der im Ge⸗wis⸗sen, wie sehr dein —— 4 Sq‚‚‚‚‚ DD DDi/eee 0——.— II 1— + 5— gro⸗ßer Güt und Treu, Has Zorn ent⸗bren⸗net sei.. der Sün⸗den ist er⸗füllt; ach weh uns, wenn du stra⸗fen willt! 2. Doch, Vater, denk an deinen Namen, gedenk an deinen lieben Sohn. Dein Wort heißt immer Ja und Amen, dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht: ach geh nicht mit uns ins Gericht! 3. Wir liegen hier vor dir im Staube, o Vater, mit zerknirschtem Geist; uns hält und stärkt allein der Glaube, daß du noch der Erbarmer seist. Ach hast du noch ein Vaterherz, so siehe doch auf unsern Schmerz. 4. Das teure Blut von deinem Sohne schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnaden⸗ throne und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade hast erzeigt, dein Herz den Sündern zugeneigt. 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von deiner Hut verlassen stehn. Ach sammle uns in deinen Schoß und mach uns aller Plagen los. IIXI Buße. 21⁷ 6. 7. Gib 150 8 1 24991 kfeile Rroilene wollen ben dir Opfer und See gesunde Luft, wohlfeile Zeit; ein eigen sein mit Leib und Seel laß 4095 5 2 0 ach stetig küssen Es soll dein 7 gen Himmel dringen, und fördre die Gerechtigkeit. und dein erlöstes Israel Krön unser Feld mit deinem Gut, wird in den Hütten Jakobs schrein: nimm Kirch und Haus in deine Hut. Der Herr soll mein Gott ewig sein! Benjamin Schmolck 1672—1737. 0 254. Luk. 18, 13. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 1. O Kö⸗ nig, des⸗ sen Ma⸗ je ⸗ stät weit ü ⸗ ber dem Erd und Meer zu Dien ⸗ste steht, vor dem die I— n,— ö 5 d wnn,; dees n nmn, 2 7——— ,., eve.,. al ⸗ les stei ⸗ get,—— ů s Welt sich nei ⸗get, der Him ⸗mel ist dein hel ⸗les Kleid, 4 4 E + E— +2 2 121 E/ I du bist voll Macht und Herr⸗lich-keit, sehr groß und wun⸗der⸗ tä⸗tig; — 22————.———— CSRSRSIRSI‚‚.‚‚‚..e‚eee‚ee...e- 2.——. 12 rreruwemn, nen FErn. ich ar-mer Mensch ver-mag nichts mehr, als daß ich ruf zu E——— Muur Hre.. ö———*0 AH EEEEe dei ⸗ ner Ehr: Gott, sei mir Sün ⸗der gnä⸗dig! 2. 3. Hier steh ich, wie der Zöllner tat, Die Schulden, der'r ich mir bewußt, beschämet und von ferne, durchängsten mein Gewissen; ich suche deine Hilf und Gnad, drum schlag ich reuig an die Bruft o Herr, von Herzen gerne. und will von Herzen büßen. Doch weil ich voller Fehler bin Ich bin, o Vater, gar nicht wert, und, wo ich mich nur wende hin, daß ich noch wandle auf der Erd; des Ruhmes vor dir ledig, doch weil du winkst, so bet ich so schlag ich nieder mein Gesicht mit ganz zerknirschtem, bangemeist. vor dir, du klares Himmelslicht: der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott sei mir Sünder gnädig! Gott, sei mir Sünder gnädig! 21⁸ Buße. 4. Mein Abba, schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder, der für die Welt hat gnug getan, durch den wir Gottes Kinder im gläubigen Vertrauen sind, der ists, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja guttätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht; Gott, sei mir gnädig! Regiere doch meim Herz und Sinn in diesem ganzen Leben. Du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe tätig; und will es nicht fort, wie es soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; mir geh es böse oder gut, gib nur, daß es nicht schade. Kommt dann das letzte Stündlein an, so sei mir auf der Todesbahn, mein Jesu, selbst beirätig; und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! Valentin Ernst Löscher 1673—1749. 255. Mel. Der Tag ist hin; mein Jesu, bei mir bleibe. DEEEEEEEEEEEEEEE —* EE —1. Gott ru ⸗fet noch: sollt ich nicht end⸗ lich hö⸗ren? Wie laß ich 55 T I.. 235 2 2 — II ů— — mich 95 und be ⸗tö 4— ⸗ren! Die kur ⸗ ze Freud, die * — 2 I TTN , kur⸗ ze Zeit ver⸗geht, und mei⸗ne 2. Gott rufet noch: sollt ich nicht endlich kommen? Ich hab so lang die treue Stimm vernommen; ich wußt es wohl: ich war nicht, wie ich sollt, er winkte mir, ich habe nicht ge⸗ wollt. 3. Gott rufet noch: wie, daß ich mich nicht gebe? —8 Seel noch so ge⸗fähr⸗ lich steht. Ich fürcht sein Pand der ich in Banden lebe; ich halte Gott und meine Seele auf. Er ziehet mich: mein armes Herze, lauf! 4. Gott rufet noch: ob ich mein Ohr verstopfet, er stehet noch an meiner Tür und klopfet; hr ind Buße. 219 er ist bereit, daß er mich noch meins Gottes Stimm mir mehr fang, als deine gilt. er wartet noch auf mich, wer weiß wie lang. Ich folge Gott, ich will ihn ganz 5. vergnügen, Gib dich, mein Herz, gib dich nun die Gnade soll im Herzen endlich ganz gefangen: siegen: wo willst du Trost, wo willst du ich gebe mich: Gott soll hinfort Ruh erlangen? allein Laß los, laß los, brich alle Band und unbedingt meinHerr und Meister entzwei! sein. Dein Geist wird sonst in Ewigkeit 8. nicht frei. Ach nimm mich hin, du Langmut 6. ohne Maße; Gott locket mich: nun länger nicht ergreif mich wohl, daß ich dich nie verweilet! verlasse. Gott will mich ganz: nun länger Herr, rede nur, ich geb begierig nicht geteilet! ac Fleisch, Welt, Vernunft, sag immer führ, wie du willst, ich bin in deiner was du willt, Macht. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 0* 256. Luk. 15, 2. d E—————— PPPPPP 209 4—......— 1. Mein Hei⸗ ln nimmt die Sün-⸗der an, die un⸗ter ih⸗rer kein Mensch, kein En⸗gel trö⸗-sten kann, die nir⸗gend Ruh und —— 2 re, dree aen ä,. Last der Sün⸗den Ret⸗tung fin⸗den; den'n selbst die wei ⸗te Welt zu klein, die — en e nir ni.ni sich und Gott ein Greu-el sein, den'n Mo⸗ses schon den Stab ge⸗bro⸗chen — 22.—.————. .————— 0 W P 4 und sie der HOöl ⸗ le zu ⸗ ge⸗ spro⸗chen, wird — eer=n drEr ————— 12————— 220 Buße. 3. Sein mehr als mütterliches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Erden, ihn drang der Sünder Not und Schmerz, an ihrer Statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Not und schmeckte den verdienten Tod. Nun, da er denn sein eigen Leben zur teuern Zahlung hingegeben und seinem Vater gnug getan, so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein aufgetaner Schoß ein sichres Schloß gejagter Seelen; er spricht sie von dem Urteil los und tilget bald ihr ängstlich Quälen. Es wird ihr ganzes Sündenheer ins unergründlich tiefe Meer von seinem reinen Blut versenket. Der Geist, der ihnen wird geschenket, schwingt über sie die Gnadenfahn: mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. So bringt er sie dem Vater hin in seinen blutbefloßnen Armen. Das neiget denn den Vatersinn zu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindes Statt, ja alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben, und selbst die Tür zum ewgen Leben wird ihnen fröhlich aufgetan: mein Heiland nimmt die Sünder an. 5 O solltest du sein Herze sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl wenn sie noch irregehn, als wenn ihr Auge vor ihm tränet! Wie streckt er sich nach Zöllnern aus, wie eilt er in Zachäi Haus, wie sanft stillt er der Magdalenen den milden Fluß erpreßter Tränen und denkt nicht, was sie sonst getan: mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er Petrum an, ob er gleich noch so tief gefallen; und dies hat er nicht nur getan, da er auf Erden mußte wallen: nein, er ist immer einerlei, gerecht und fromm und ewig treu; und wie er unter Schmach und Lei⸗ en, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zugetan: mein Heiland nimmt die Sünder an. ö 7. So komme denn, wer Sünder heißt und wen sein Sündengreul betrübet, zu dem, der keinen von sich weist, der sich gebeugt zu ihm begibet. Wie? willst du dir im Lichte stehn und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, da dich zu retten er erschienen? O nein, verlaß die Sündenbahn: mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenngleich die Last dich niederdrückt, gebeugt wirst du gern angenommen. Sieh, wie sein Herz dir offen steht, und wie er dir entgegengeht! Wie lang hat er mit vielem Flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So komm denn, armes Kind, heran: mein Heiland nimmt die Sünder an. 2 Sprich nicht: Ich habs zu arg ge⸗ macht, ich hab die Güter seiner Gnaden so lang und schändlich umgebracht, er hat mich oft umsonst geladen. Wofern dus jetzt nur redlich meinst und deinen Fall mit Ernst beweinst, so soll ihm nichts die Hände binden, und du sollst dennoch Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann: mein Heiland nimmt die Sünder an. 10. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, ich muß erst diese Lust genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offnen Gnadenpforten schließen. Nein, weil er ruft, so höre du und greif mit beiden Händen zu: wer diesen Tag sein Heil verträumet, hat eine Gnadenzeit versäumet, Buße. die wohl nie wiederkommen kann. auch uns und alle Adamskinder; Heut komm, heut nimmt dich Jesus zeig uns bei unserm Seelenschmerz an. 191 aufgeschloßnes Liebesherz, 11. und wenn wir unser Elend sehen, Ja zeuch du selbst uns recht zu dir, so laß uns ja nicht stillestehen, holdselig süßer Freund der Sünder; bis daß ein jeder sagen kann: erfüll mit sehnender Begier Gottlob, auch mich nimmt Jesus an! Leopold Franz Friedrich Lehr 1709—1744 257. Joh. 3, 1—15. Mel. Run freut euch, lieben Christen gmein. 2 ö S W, SPS I— EEEEE—. 2— 1. In Got⸗tes Reich geht nie⸗mand ein, er sei denn neu⸗ge⸗ sonst ist er bei dem be⸗sten Schein mit Leib und Seel ver⸗ —————... — 10 Srent. Was fleisch⸗li⸗che Ge⸗burt verderbt, in der man nichts als 1— ————————————3 en ernrn, Kir., F r.re, — 1—. 2—— 2 Sünd er ⸗ erbt, das muß Gott selbst ver ⸗ bes⸗ sern. 2. die nicht, was du gewollt, getan, Soll man mit Gott, dem höchsten Gut, so werden wir doch Kinder, in der Gemeinschaft leben, wenn uns dein Geist von neuem zeugt muß er ein ander Herz und Mut und unser Herz zum Guten neigt und neue Kräfte geben: im Glauben und in Liebe. denn nur sein göttlich Ebenbild 5. ist, was alleine vor ihm gilt; Drum wollest du nun durch dein Wort dies muß er in uns schaffen. uns wiederum erneuern. Wir wollen dir, o treuer Hort, Ach Vater der Barmherzigkeit, mit Herz und Mund beteuern, von nun an nicht in Sicherheit, was Jesus uns erworben, vielmehr mit Fleiß, Beständigkeit da er zu unsrer Seligkeit am Kreuz für uns gestorben und Treu vor dir zu wandeln. und wieder auferstanden ist, 6. so daß du nun versöhnet bist: Wir wollen denn, was du uns gibst, das laß auch uns genießen. hinfüro fester fassen. 4. Wir wollen dich, weil du uns liebst, Nimm uns, o Vater, wieder an! nicht aus dem Herzen lassen, Ob wir gleich schnöde Sünder, daß deine göttliche Natur Buße. in uns, der neuen Kreatur, damit uns weder Sündenschuld beständig sei und bleibe. noch Zorn und Strafen schrecken. 7. Mach uns der Kindschaft ganz gewiß Nun, Herr, laß deine Vaterhuld und schenk uns einst das Paradies, 444 uns jederzeit bedecken, das Erbe deiner Kinder. Konrad Gebhard Stübner 1698—-1759. 258. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. —.——H 7—— —— J 2* 40 4. Brich,hel=ler Mrnen stern, her ein und laß uns Er⸗munt⸗ re mich, du Gna⸗den-licht, und laß die —— 6 4.— ů—— aer.. ——— DI 56666 E—— ————— dei⸗ nen Freu⸗den⸗schein in hel⸗len Strah⸗len se⸗hen. ar ⸗me See⸗le nicht in Sa⸗tans Strik⸗ken ge hen. Ruf mich, 4* H————pꝛ ——., ᷑e inwi,wi, , ᷑n: v vi 7*————— ö daß ich in dem Her⸗zen tie ⸗fe Schmer⸗zen um die Sün⸗ i— 5. ö— n—— 2—.— I E 0 de, die sich an mir zeigt, emp⸗fin ⸗de. 2. im Innersten empfinden. Ach gieße deinen edlen Schein Hierzu in mein verfinstert Herz hinein gib du ö——— ö und gib mir reine Triebe. Glaubenstriebe, reine Liebe und Ver⸗ 0 Vertreib die schwarze Sündennacht, langen, ö die mir so angst und bange macht, dich, mein Heil, recht zu umfangen. o zeig mir deine Liebe. 4. Was mich Denn du bist ja mein Gnadenlicht, ewig dem niemals Glanz und Schein sollte plagen, willst du tragen; zeig gebricht, . die Wege, laß nur mit dir mich gehen. wie ich zu dir kommen möge. Herr, wenn ich dort den Richterschluß vom ewgen Throne hören muß, 3. kann ich mit dir bestehen, Bekehre meinen harten Sinn, weil ich gib, daß ich voller Reue bin durch dich, um meine schweren Sünden. Enabensonine lauter Wonne dort Zerschlag, zerknirsche Geist und Herz erlange und laß mich wahren Seelenschmerz und als ein Gerechter prange. 5. So kleide meine Seele ganz in deinen reinen Schmuck und Glanz und reinge mein Gewissen. Uns hat ja deines Blutes Kraft, die alles rein und heilig schafft, der Sündenlast entrissen. Laß doch auch noch selbst in Schmeren sich die Herzen zu dir neigen und ihr Licht den Menschen zeigen. 6. Dring in mein Herz, mein Licht, mein Heil; ich find an dir mein bestes Teil, drum will ich auf dich hoffen. Du hast dich fest mit mir vereint; gib, daß mein Herz es redlich meint, da nun der Bund getroffen. 9„ du der Meine, uns beide trenne weder Leid noch Freude. 7. Befestige mein wankend Herz, damit es sich durch keinen Schmerz von dir abwenden lasse. In dir, mein Vater, gründe mich, gib, daß mein fester Glaube dich als seinen Schutz umfasse. Halt mich, ja nicht weiche, komm und reiche mir die Hände, daß kein Fall mich von dir wende. 8. Den Glaubensschmuck trag ich an mir; verleih auch, daß die Tugendzier dem Glauben niemals fehlet. Du hast mich, Herr, zu deinem Ruhm, zu deinem ewgen Eigentum, zu deinem Kind erwählet. Selig, wenn i diese Zierde, diese Würde nie ver⸗ liere und sie einst dort ewig führe. ich der Deine, ach, Buße. 223 9. Verklär dich täglich mehr in mir, ein reich Erkenntnis gib von dir; laß mich gewisser werden, daß ich in deiner Gnade steh und auf des Himmels Wegen geh, solang ich wall auf Erden. Gänzlich will ich u verschreiven, dein zu bleiben, daß ich droben dich kann ewig sehn und loben. 10. Erfreue mich, mein Seelenschatz, du hast in meinem Herzen Platz, erfüll es mit Vergnügen. Gib ihm des Himmels Lebenssaft, laß mich durch deiner Liebe Kraft hier alles Leid besiegen. Laß mich innig voll Verlangen dich umfangen, dich genießen, dies kann alle Not versüßen. 11. Erhalte mich in deinem Licht, laß alle List und Macht mich nicht von deiner Gnade trennen. Vollführ in mir dein Gnadenwerk, gib Geisteskraft und Glaubensstärk, laß mich dich ewig kennen und mich stetig hier bestreben, dir zu leben, bis ich sterbe und mit dir das Reich ererbe. 12. Umgib mich endlich überall mit Gnadenproben ohne Zahl; dein Auge mich behüte, daß ich in deiner Gnade steh und darin immer weiter geh durch deine Wundergüte. Täglich, stündlich gib mir Gnade, 8 kein Schade, daß kein Leiden möge je von dir mich scheiden. Johann Gottfried Lessing 1698—1770. 2. Glaube und Glaube und Rechtfertigung. 259. Rechtfertigung. 1. Nun freut euch, lie ben Chri⸗sten gmein, und laßt uns fröh⸗lich daß wir ge⸗trost und all in ein mit Lust und Lie⸗be ——— ů EE——2 2... 4 I IJI— I— E.— I + II 1 E— +— L 2+ 2+ + + —. sprin ⸗ gen, 8 7 4 1 8 2 sin ⸗ gen, was Gott an uns ge⸗ wen⸗ det hat, und +. .—.6— ö I E D sei⸗ ne sü⸗ 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren, mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hat 2—33 besessen. Mein gute Werk bie galten nicht, es war mit ihn'n verdorben; der frei Will haßte Gotts Gericht, er war zum Gutn erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, da nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: „Die Zeit ist hie zu rbarmen; ße Wun⸗der⸗ tat; gar teur 98 ers er ⸗wor-ben. fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward: er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; r sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir:„Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen: denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zugut, das haͤlt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, Glaube und Rechtfertigung. 22⁵ mein Unschuld trägt die Sünde dein, 10. da bist du selig worden. Was ich getan hab und gelehrt, 9. das sollst du tun und lehren, Gen Himmel zu dem Vater mein damit u Leich Gotts werd gemehrt ahr ich von diesem Leben; zu seinem Lob und Ehren. 90 will ich sein der Meister dein, Und hüt dich vor der Menschen Gsatz, den Geist will ich dir geben, davon verdirbt der edle Schatz; der dich in Trübnis trösten soll das laß ich dir zur Letze.“ und lehren mich erkennen wohl Martin Luther 1483—1546. und in der Wahrheit leiten. 4 4——— ———2— +— + E*— D—— 7 2— EH— 1. Es ist das Heil uns kom⸗men her von Gnad und lau⸗ter Die Wer⸗ke hel fen nim⸗mer⸗-mehr, sie mö⸗ gen nicht be⸗ Der Glaub sieht Je⸗ sum Chri⸗stum an, der ——— +++ — hat gnug für uns all ge⸗tan, er ist der Mitt⸗ler wor⸗den. 2. noch mehrt sich Sünd ohn Maßen, Was Gott im Gsetz geboten hat, denn Gleisners Werk Gott hoch da man es nicht konnt halten, verdammt, erhub sich Zorn und große Not und j je dem Fleisch der Sünde Schand vor Gott so mannigfalten: allzeit war angeboren. vom Fleisch wollt nicht Geist. der 5 Geist, Noch mußt das 6 etz erfüllet sein, vom Gsetz erfordert allermeist; sonst wärn wir al Lerdorben; es war mit uns drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden: Es war ein fals 9er Wahn dabei: das ganze Gsetz hat er erfüllt, Gott hätt sein Gsetz drum geben, damit seins Vaters Zorn gestillt, nat ob wir möchten selber frei 00 über uns ging alle. seinem Willen leben; 6. 10 t es nur ein Spiegel zart, und wenn es nun erfüllet ist der uns zeigt an die sündig Art, d in unserm Fleisch verborgen.[onreh en, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ 4. des Glaubens recht Gestalte; Nicht möglich war, dieselbig Art nicht mehr denn:;, Lieber Herre mein, aus eignen Kräften lassen, dein Tod wird mir das Leben sein, wiewohl es oft versuchet ward, du hast für mich bezahlet. 15 226 Glaube und Rechtfertigung. 7. die Werke sind des Nächsten Knecht, Daran ich keinen Zweifel trag, dran wir den Glauben merken. dein Wort kann nicht betrügen. 11. Nun sagst du, daß kein Mensch verzag, Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, das wirst du nimmer lügen: was Gottes Wort zusagen; Wer glaubt an mich und wird ge⸗ wann das geschehen soll zur Freud, 2 tauft, setzt Gott kein gwisse Tage. demselben ist der Himml erkauft, Er weiß wohl, wanns am besten ist, daß er nicht wird verloren.“ und braucht an uns kein arge List; 8. des solln wir ihm vertrauen. Es ist gerecht vor Gott allein, 12. der diesen Glauben fasset. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, Der Glaub gibt von ihm aus den laß dich es nicht erschrecken; ö Schein, G denn wo er ist am besten mit, so er die Werk nicht lasset. da will ers nicht entdecken: Mit Gott der Glaub ist wohl daran, sein Wort laß dir gewisser sein, dem Nächsten wird die—21—— Guts und ob dein Fleisch spräch lauter un, Nein, bist du aus Gott geboren. so laß dir doch nicht grauen. 9. ö 13. Es wird die Sünd durchs Gsetz Sei Lob und Ehr mit hohem Preis erkannt um dieser Guttat willen und schlägt das Gwissen nieder, Gott Vater, Sohn und heilgem Geist, das Evangelium kommt zuhand der woll mit Gnad erfüllen, und stärkt den Sünder wieder was er in uns anfangen hat und spricht:„Nur kreuch zum Kreuz zu Ehren seiner Majestät, herzu, daß heilig werd sein Name. im Gsetz ist weder Rast noch Ruh 14. mit allen seinen Werken.“ Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd 10. gscheh wie im Himmelsthrone, Die Werk kommen gewißlich her das täglich Brot noch heut uns werd, aus einem rechten Glauben, woll unsrer Schuld verschonen, denn das nicht rechter Glaube wär, als wir auch unsern Schuldnern tun, wolltst ihn der Werk berauben. 103 uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Übel. Amen. Paul Speratus 1484—1551. Doch macht allein der Glaub gerecht, 261. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 94 e alrt, Es.— ————————.——— — 4„ 1. Such, wer da will, ein an⸗der Ziel, die Se⸗lig-keit zu mein Herz al⸗-lein be⸗ dacht soll sein, auf Chri⸗stum sich zu ENND— —————.8 sin ⸗ den: Sein Wort ist wahr, sein Werk sind klar, sein ö grün ⸗den. Glaube und Rechtfertigung IXI — NR rr. heil⸗ger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zu ü⸗ber ⸗-win ⸗den. 4. Such, wer da wi ih, Nothelfer viel, Meins Herzens Kron, mein Freu⸗ die uns doch nichts erworben: densonn —8 ist der Mann, der helfen kann, sollst du, Herr Jesu, bleiben; ei dem nie was verdorben. laß mich doch nicht von deinem Licht Uns wird das Heil durch ihn zuteil, durch Eitelkeit vertreiben; uns macht gerecht der treue Knecht, bleib du mein Preis, Sarn⸗ Wort mich der für uns ist spei bleib dumeinEhr, deinWort michlehr, Ach sucht doch den, laßt alles an dich stets fest zu gläuben. tehn, die ihr das Heil begehret; Wend von mir nicht dein Angesicht, er ist der Herr, und keiner mehr, laß mich im Kreuz nicht zagen; der euch das Heil gewähret. weich nicht von mir, mein höchsteZier, Sucht ihn all Stund von Herzens⸗ hilf mir mein Leiden tragen. grund, Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, sucht ihn allein; denn wohl wird sein hilf, daß ich mag nach dieser Klag dem, der ihn herzlich ehret. dir ewig dort Lob sagen. Georg Weissel 1590—1635. 94 262. Mel. Ach Gott, vom Himmel sieh darein. — ————— 1. O Got⸗tes Sohn, Herr Je ⸗su Christ, daß man recht kön⸗ne nicht eig- nes Werk des Men⸗schen ist, noch stand⸗haft zu ver⸗ ö A ů ů Darreo, d 1—— 5 2.—— DEDIEIEEEe= ——..—** gläu ⸗ ben, N il*. 7 ni blei ⸗ ben. Drum hilf du mir von o⸗ben her, den 4 ———— eee. 1.—————2—— E + * HZIAT + 0 — wah⸗ren Glau⸗ben mir ge⸗währ, und daß ich drin be- har-re. 2 den Sohn des Höchsten nenne; Lehr du und unterweise mich, daß ich auch ehr den heilgen Geist, daß ich den Vater kenne; zugleich gelobet und gepreist daß ich, o Christe Jesu, dich in dem dreieingen Wesen. 22 Glaube und Rechtfertigung. 3. Laß mich vom großen Gnadenheil die wahr Erkenntnis finden, wie der nur an dir habe teil, dem du vergibst die Sünden. Hilf, daß ichs such, wie mirs gebührt; du bist der Weg, der recht mich führt, die Wahrheit und das Leben. 4. Wär auch mein Glaub ein Senfkorn klein, so daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, die das zerknickte Rohr nicht bricht dasLicht, das glimmet, vollends nicht auslöschet in den Schwachen. . Hilf, daß ich immer sorgsam sei, den Glauben zu behalten; ein gut Gewissen auch dabei, und daß ich so mög walten, daß ich sei lauter jederzeit, ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit erfüllt und ihren Früchten. 6. Herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer stärken, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Werken; daß er sei tätig durch die Lieb, mit Freuden und Geduld sich üb, dem Nächsten treu zu dienen. 2. Insonderheit gib mir die Kraft, daß einst an meinem Ende ich übe gute Ritterschaft, in dir den Lauf vollende. Was du begonnen hast, vollführ, daß sich mein Glaube dort bei dir verwandle, Herr, in Schauen. Nach David Denicke 1603—1680. 263. Röm. 8, 31—39. Mel. Valet will ich dir geben. 9 2 m ö 1.—E H 7 2— ů..‚— Ee——.— N—— eten,—.— 2———4 — 225.—— 9— 1. Ist Gott für mich, so tre so oft ich ruf und be wi⸗der mich; — te gleich al⸗les te, hin⸗ter sich; weicht al⸗les E, 7 0— —=—.* ————.—— hab ich das Haupt zum Freun⸗de und bin ge⸗liebt bei 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh sund dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut: das machet, daß ich finde das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd: was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und schönes Licht. Wenn der nicht in mir wäre, so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem strengen Sitz; ich müßte stracks vergehen wie Wachs in Feuers Hitz. 5. Der, der hat ausgelöschet, was mit sich führt den Tod; der ists, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder tut. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmet mir mein Herz; die Höll und ihre Flammen, die sind mir nur ein Scherz; kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schrecken findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. Glaube und Rechtfertigung. 22 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle, neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Tränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und findet ein hohe, schwere Last zu leiden und zu tragen, gerät in Hohn und Spott; das Kreuz und alle Plagen, die sind sein täglich Brot. 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt: Gott will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab: an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, 230 Glaube und Rechtfertigung. es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, Il voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhardt 1607—1676. 264. Phil. 1, 6. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. 9 ö——— .— 12——————— 8——— ——.——— n ee N 2——— re n a 2 — ö 1. Ich will ganz und gar nicht zwei-fßeln in der gu⸗ten zu dir, Je⸗su, trotz den Teu⸗feln; was mein Gott will, ————. ———————4— imi. I.ñ— 2— ee. T Zu⸗v r⸗sicht We ie Him:⸗ x6„ge ie⸗ses Wor das gerschicht Wenn die Him⸗mel schon ver⸗gehn, die⸗ses Wort bleibt ——.— — 3—— e⸗ wig fe ⸗ ste: sollt die Welt auch micht beestehn, ——— — ——— mein Er ⸗lö⸗ser bleibt der Be ⸗ste. 2. wer kann deine Treu aussprechen? Laß die Elemente schmelzen Richts vor deine Liebe geht, von des letzten Feuers Hitz, die dein weiches Herz kann brechen. laß sich durcheinander wälzen 4. Wasser und der Berge Spitz; Deine Gnad hat angefangen wann mit Krachen alles fällt, dieses gute Werk in mir, wann aus Furcht das Volk ver⸗ daß ich freudig kann gelangen schmachtet: zu der schmalen Himmelstür. Jesus bei der Hand mich hält. Du wirst mich auch lassen ein, Wohl dem, der es nur betrachtet! du, der Weg, die Tür, das Leben, alles wirst du mir dann sein, 3. Du hast mir ins Herz geschrieben, wenn d du dich mir selbst wirst geben. allerhöchster Gottessohn, 5. daß du mich wirst ewig lieben, Laß die Lampe meiner Seele, mich, mich Asche, Staub und Ton. schönster Himmelsbräutigam, O du große Majestät, brennen von dem Glaubensöle, 5 anin Glaube und Rechtfertigung. 231 wann du kommst, o Gotteslamm, Jesus wird mich auch regieren in der letzten Mitternacht, durch des Geistes Wundertat, da man wird Posaunen hören. bis Jehovah ganz allein, Selig, welcher munter wacht, er, das dreimal heilge Wesen, wann sich alles wird verkehren! wird mein Teil und Erbe sein; dann wird meine Seel genesen. 6. Nun ich weiß, Gott wird vollführen, Joachim Neander 1650—1680. was er angefangen hat; — 265. 2. Kor. 13, 5. Mel. O Gott, du frommer Gott. 2. l I —.——.——— ——— i. 1. Ver⸗su⸗chet euch doch selbst, ob ihr im Glau⸗ben ste⸗ het, ob Chri⸗stus in euch ist, ob ihr ihm auch nach- ge- het in De⸗-mut und Ge-duld, in Sanft⸗mut, Freund⸗lich⸗ keit, in ———— Lieb dem Näch⸗sten stets zu die⸗ nen seid be⸗reit. 2. die Schwermut wird verjaget; Der Glaube ist ein Licht, sieh, wie der Glaube bringt im Herzen tief verborgen, die Hoffnung an den Tag, bricht als ein Glanz hervor, hält Sturm und Wetter aus, scheint als der helle Morgen, besteht im Ungemach. erweiset seine Kraft, ö 5. macht Christo gleich gesinnt, Aus Hoffnung wächst die Lieb, verneuert Herz und Mut, weil man aus Gottes Händen macht uns zu Gottes Kind. nimmt alle Dinge an, nicht zürnen mag, nicht schänden; 3. 55 8 2 F Er schöpft aus Christo Heil, leed merten iit Kemeint Gerechtigkeit und Leben und Bestem ist gemeint, und will in Einfalt es drum dringt die Liebe durch 8 f e Kei dem Nächsten wiedergeben; auf Freunde und auf Feind. dieweil er überreich—.— Wir waren Gottes Feind: in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet Jesum Christ. er gibt uns in dem Sohne sein eingebornes Kind zu einem Gnadenthrone, 4. setzt Liebe gegen Haß; Er hofft in Zuversicht, wer gläubig dies ertennt, was Gott im Wort zusaget; wird bald in Lieb/ entzündt, drum muß der Zweifel fort, die allen Haß verbrennt. 23² Glaube und Rechtfertigung. 7. 10. Wie uns nun Gott getan, Man traut auf sein Verdienst, tun wir dem Nächsten eben: erlanget Geist und Stärke, droht er uns mit dem Tod, in solcher Zuversicht wir zeigen ihm das Leben; zu üben gute Werke; flucht er, so segnen wir; steht ab vom Eigensinn, in Schande, Spott und Hohn flieht die Vermessenheit, ist unser bester Trost hält sich in Gotlesfurcht des Himmels Ehrenkron. in Glück und schwerer Zeit. 8. 11. Setzt uns Gott auf die Prob, So prüfe dich denn wohl, ein schweres Kreuz zu tragen: ob Christus in dir lebet, der Glaube bringt Geduld, denn Christi Leben ists, macht leicht uns alle Plagen; wonach der Glaube strebet; statt Murren und Verdruß erst machet er gerecht, wird das Gebet erweckt, weil aller Angst und Not von Gott ein Ziel gesteckt. dann heilig, wirket Lust zu allem guten Werk: sieh, ob du 235 35 tust. 9. Man lernet nur dadurch O Herr, so mchre doch sein Elend recht verstehen in mir den wahren Glauben; wie auch des Höchsten Güt, so kann mich keine Macht hält an mit Bitten, Flehen, der guten Werk berauben: verzaget an sich selbst, wo Licht ist, geht der Schein erkennet sich für nichts, freiwillig davon aus. sucht bloß in Christo Kraft, Du bist mein Gott und Herr; im Ursprung alles Lichts. bewahr mich als dein Haus! Joachim Justus Breithaupt 1658—1732. 266. E— 2 ö ö 328— .——— 1. Mein Je⸗ su, dem die Se⸗ ra ⸗ phi⸗ nen im Glanz der selbst mit be-deck-tem Ant⸗litz die⸗nen, wenn dein Be⸗ höch⸗sten Ma⸗je⸗ stät fehl an sie exegeht: . die der ver-⸗haß⸗ten Sün⸗den Nacht mit sherem Schat⸗ten wie soll-ten blö⸗de Flei⸗sches⸗au⸗gen, 4 4 — I......=—„.!.:..—.—. Z eren kir, den, re. n vi. trüb ge⸗macht, dein hel⸗les Licht zu schau⸗en tau⸗ gen? 2. Doch gönne meinen Glaubensblicken den Eingang in dein Heiligtum und laß mich deine Gnad erquicken u meinem Heil und deinem Ruhm. Schau an, o König, meine Seele,/, die sich in Demut vor dir neigt und die als deine Braut sich zeigt sprich: Ja du bists, die ich erwähle. 3. Sei gnädig, Jesu, voller Güte dem Herzen, das nach Gnade lechzt; ach höre doch, wie mein Gemüte: Gott, sei mir Armen gnädig! ächzt. Ich weiß, du kannst mich nicht ver⸗ stoßen; wie könntest du ungnädig sein ihm, den dein Blut von Schuld und Pein erlöst, da es so reich geflossen? 4. Ich fall in deine Gnadenhände und bitte mit dem Glaubensgruß: Gerechter König, wende, wende die Gnade zu der Herzensbuß! Ich bin gerecht durch deine Wunden, es ist nichts Sträflichs mehr an mir; bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden. 5. Ach laß mich deine Weisheit leiten und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg Glaube und Rechtfertigung 293 beständig bis ans Ende wandle, damit ich auch in dieser Zeit in Lieb und Herzensfreundlichkeit nach deinem Wort und Willen handle. 5. Reich mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wenn Stärk und List der Feinde vacht: so wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre führt und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden. 7. Ja, ja, mein Herz will dich um⸗ fassen; erwähl es, Herr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron: so würdge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf zu dir im Glauben, steig du in Lieb herab zu mir; laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, solang in mir das Herz sich regt; und wenn dasselb auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. Wolfgang Christoph Deßler 1660-1722. 267. Mel. Himmelan, nur himmelan. —————— 1. Ru⸗ he ist das be-ste Gut, das man ha⸗ben kann; Die Stil le und ein gu⸗ter Mur stei⸗ gen himmel-⸗ an che du; hier und dort ist kei⸗ ne Ruh, als bei Gott; ihm ist Gott die Gott ist die Nich 234 2. Ruhe suchet jedermann, allermeist ein Christ. Denk auch du, mein Herz, daran, wo du immer bist. O suche Ruh; in dir selber wohnt sie nicht; such mit Fleiß, was dir gebricht. ½ Gott ist die Ruh. ½ 3. Ruhe gibet nicht die Welt, ihre Freud und Pracht. Nicht gibt Ruhe Gut und Geld, Lust, Ehr, Gunst und Macht. Drum siehe zu; wer aus Gott geboren ist, sieht auf das, was droben ist. 2,: Gott ist die Ruh. 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, der uns alle ladet ein vor des Himmels Thron ur wahren Ruh. Wer den Ruf vernommen hat, gehe ein zur Gottesstadt. : Gott ist die Ruh. . Ruhe beut er williglich den Mühselgen an, und erquicken wird er dich, wie es niemand kann. Drum komm herzu! Trägst du gleich der Leiden viel, Gott setzt allem Leid ein Ziel. : Gott ist die Ruh. ½ 2 Jes. Glaube und Rechtfertigung. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, der nur Jesum hält. Jesus machet leicht, was schwer, richtet auf, was fällt. Sein Geist bringt Ruh; gib im Glauben Herz und Sinn Gottes Geist zu eigen hin. 2½ Gott ist die Ruh. 7. Ruhe findt sich allermeist, wo Gehorsam blüht; ein in Gott ergebner Geist macht ein still Gemüt, wirkt Seelenruh. Selig ist, der also liebt, daß er Gottes Willen übt. 25 Gott ist die Ruh. ½ ö 8. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; alle Last, die er auflegt, ist ja lieblich doch und schaffet Ruh. Trage still die Last des Herrn, Gottes Hilf ist dir nicht fern. 25 Gott ist die Ruh. ½ 9. Nun so suche Ruh, mein Herz, Ruh sei dein Gewinn; auf und steige himmelwärts, auf zu Jesu hin. Er ist die Ruh. Hier und dort ist keine Ruh, als bei Gott; ihm eile zu. 2½ Gott ist die Ruh. Nach Johann Kaspar Schade 1666 68. 54, 10. 1698. Mel. Gott des Himmels und der Erden. ERAATTT e.————— 0 EHO SISIIIII ET ö 92.—.——.— H 4. Eas +—— 1. Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗gel, bre⸗chet, al⸗ le Fel⸗sen, ein: Got⸗tes Gna⸗de hat dies Sie⸗gel, sie will un⸗ver ⸗än⸗dert sein. H-FH Laß die Welt zu Trümmern gehn, G 0 ot⸗tes Gna-de wird be⸗stehn. Glaube und Rechtfertigung. 2. daß ich sein geliebtes Kind, Gott hat mir ein Wort versprochen, dem er beide Hände reicht, Gott hat einen Bund gemacht, wenn auch Grund und Boden weicht. der nimmermehr 6 ö 6 bis er alles hat vollbracht. Er will Friede mit mir halten Er, die Wahrheit, trüget nicht: wenn die Welt gleich Cärinen macht. was er saget, das geschicht. Ihre Liebe mag erkalten, 3. ich bin bei ihm wert geacht't; Seine Gnade soll nicht weichen, und wenn Höll und Abgrund brüllt, wenn gleich alles bricht und fällt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. sondern ihren Zweck erreichen, 7 bis sie mich zufriedenstellt. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, Gott ist fromm und gut und treu, so hat er sich selbst genennt; ob die Welt voll Heuchelei. das ist Trost, so werd ich Armer 4. nimmermehr von ihm getrennt. Will die Welt den Frieden brechen, Sein Erbarmen läßt nicht zu, hat sie lauter Krieg im Sinn: daß er mir was Leides tu. Gott hält immer sein Versprechen; 8. so fällt aller Zweifel hin, Nun es bleibt mein ganz Vertrauen als wär er nicht immerdar, auf ihn ankerfest gericht't; was er ist und was er war. auf ihn will ich Felsen bauen, 5. denn ich weiß, daß es geschicht. Laßt sein Antlitz sich verstellen, Erd und Himmel kann vergehn, ist sein Herz doch treu gesinnt sein Bund bleibet feste stehn. und bezeugt in allen Fällen, Benjamin Schmolck 1672—1737. 1. Mein Frie⸗de ⸗fürst, dein freund⸗ ———— ⸗nen Geist be⸗schwert. Wenn sich zu dir mein blö-des Her⸗ze kehrt, so läßt sich bald dein Frie⸗dens⸗-geist ver⸗ spü⸗ren: dein Gna-den-blick zer⸗schmel-zet mei⸗nen Sinn und nimmt die Furcht und Un-ruh von mir hin. 236 Glaube und Rechtfertigung. 2. Gewiß, mein Freund gibt solche edle Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen E ann. Schau an die Welt, schau ihren Reich⸗ tum an; er kann ja nicht die müden Seelen lab en: mein Jesus kanns; er tuts im Über⸗ uß, wenn alle Welt zurückestehen muß. 3. O süßer Freund, wie wohl ist dem Gemüte, das im Gesetz sich so ermüdet hat und nun zu dir, dem Lebensquell, sich naht und schmeckt in 67—7 wundersüße die alle Angst, die alle Rot verschlingt und unsern Geist zu sanfter Ruhe bringt. 4. Gewiß, mein Freund, wenn deine Liebeszeichen mein armes Herz so sänftiglich durch⸗ gehn, fühl ich in mir ein reines Licht ent⸗ stehn, durch das ich kann das Vaterherz erreichen, in dem man nichts als nur Ver⸗ gebung spürt, da eine Gnadenflut die andre rührt. 5. Je mehr das Herz sich zu dem Vater kehret, je 7— es Kraft und Seligkeit genießt, daß es dabei der Eitelkeit vergißt, die sonst den Geist gedämpfet und beschweret; je mehr das Herz des Vaters Liebe schmeckt, ie mehr wird es 5 Heiligkeit erweckt. Der Guadengzrel, der in der Seele fließet, der wird in ihr 26. 115 des Lebens der in das Meer des Lebens springt hinein und Lebensströme wieder von sich gießet: behält in dir dies Wasser seinen Lauf, so geht in dir die Frucht des Geistes 7 Wenn sich in dir des Bet, Klarheit spie die Freundlichkeit 9—15 seinem An⸗ gesicht, so fängt das Leben an, aus Nacht wird Licht, die Heimlichkeit der Weisheit wird entsiegelt, ja selbst dein Herz in Gottes Bild verklärt, und alle Kraft der Sünden abgekehrt. 8. Was dem Gesetz eprn war zu eben das bringt alsdann die Gnade selbst herfür: sie wirket Lust zur Heiligkeit in dir und ändert nach und nach dein gan⸗ zes Leben, indem sie dich aus Kraft in Kräfte führt und mit Geduld und Langmut dich regiert. 9. Es müsse doch mein Herz auf Christum schauen; besuche mich, mein Aufgang aus der Höh, daß ich das Licht in deinem Lichte seh und könne schlechterdings der Gnade trauen! Kein Fehler sei so groß und schwer in m ir, der mich von solchem Blick der Liebe führ. 10. Wenn meine Ohnmacht mich da⸗ niederschläget und deinen Geist der Kindschaft in mir dämpft, wenn das Gesetz mit meinem Glauben kämpft und lauter Angst und Furcht in mir erreget: so laß mich doch dein Mutterherze sehn und neue Kraft und Zuversicht ent⸗ stehn. Glaube und Rechtfertigung. 237 11. mein Element ist einzig dein Er⸗ So ruh ich nun, mein Heil, in deinen barmen; Armen, und weil du mir mein ein und alles du selbst sollst mir mein ewger Friede ist, sein; so ists genug, wenn dich mein Geist ich hülle mich in deine Gnade ein, genießt. Christian Friedrich Richter 1676—1711 9 + 2——— ..IIII... T e d, r 2—.— . 1. O Lie ⸗be, die den Him⸗mel hat zer ⸗ ris⸗sen, die was für ein Trieb hat dich be⸗ we⸗ gen müs⸗sen, der ———— EEI—. — 12— D.——— ———..—.. I 2—64— sich zu mir ins E⸗lend nie-der⸗ließ, 3 L dich zu mir ins Jam⸗-mer⸗tal ver⸗wies? Die Lie ⸗-be hat es ‚————————— ö EEEEEEEEE .. selbst ge⸗ tan, sie schaut als Mut⸗ter mich in mei⸗nem Jam⸗mer an. 2. 4. Die Liebe ist so groß in deinem In ihm wird nun die Menschheit Herzen, ausgesöhnet, daß du für mich das größte Wunder die Reinigkeit der Seelen wieder⸗ +* b st;* racht; die Liebe macht dir meinetwegen sie wird als Braut der Gottheit Schmerzen, nun gekrönet, daß mir zugut du unter Dornen! da sie der Himmel selbst so angelacht. ruhst. Die Menschheit wird nun ganz erneut O unerhörter Liebesrat, und als ein reiner Thron der Gott heit eingeweiht. der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat! 3. 5. Die Liebe ist mein Anverwandter Die Weisheit spielt nun wieder auf worden, der Erden, mein Bruder ist selbst die Barm⸗ dadurch das Paradies im Menschen herzigkeit. grünt. Der Gottheit Quell lebt nun in Nun können wir aus Gott geboren meinem Orden, ö werden, die Ewigkeit vermählt sich mit der weil die Geburt des Herrn uns da⸗ Zeit. zu dient. Das Leben selbst ist Mensch geborn, Die neugeborne Seele spürt, der Glanz der Herrlichkeit, das Licht,‚ daß sie ein andrer Geist aus ihrem das wir verlorn. Ursprung rührt. 6. Kein Elend kann nun unser Herz bezwingen, Immanuel ist bei uns in der Not; ich darf ja nur amng enadenguelt dri N so dient mir selbst 533 Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schäd⸗ lich werden kann. 7. Ich habe nun ein ewig Leben funden, I diel Reichtum, Ehr und Wonne schenkt er mir: ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden, Mel. Glaube und Rechtfertigung. den ich in mir mit Liebeswirkung spür; ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom aus seiner Lieb erfüllt. 8. Auf, Geist, vergiß die Trauerlieder, erfreue dich in dieser Liebesmacht! Des Himmels Kraft und Glanz be⸗ straͤhlt dich wieder, Verlust ist völlig wieder⸗ bracht. O ewig, ewig wohl ist mir, daß ich in Christo nun das Wohl⸗ gefallen spür. Christian Friedrich Richter 1676—1711. auf, mein und der 271. Warum sollt ich mich denn grämen. +———.— . was für ein verr⸗lich We⸗sen 2 ein Christ, da er ist 1. O Wann die Seel sich von der Erden ganz losreißt, durch den Geist heilig hier zu werden, so ist das ihr hoher Adel, V welchen sie je und je findet ohne Tadel. 2. Irdsche Zepter, irdsche Kronen sind ein Sand und ein Tand nebst den hohen Thronen; eine Seel, die Gott regieret, —— recht in Gott ge⸗ne⸗sen; der aus ihm ist neu⸗ ge-bo⸗ ö eerr ........ — 1* H. ren und hier schon in dem Sohn ist zum Kind er ⸗ko ⸗ren. 2. hat hier schon eine Kron, die sie ewig zieret. 4. Köstlich ist sie ausgeschmücket, reine Seib ist ihr Kleid, hoch ist sie beglücket; innerlich glänzt sie von Golde, pranget sehr, lebt in Ehr; denn Gott ist ihr holde. Doch ihr Glanz bleibt hier verdecket vor der Welt, ꝛt die sie hält, als wär sie beflecket. Sie lebt jetzt in Gott verborgen, kriegt oft Hohn hier zum Lohn, doch sie läßt Gott sorgen. 6. Hier steht diese Ros im Grunde, und ihr Schein bleibet klein in der Prüfungsstunde. Man tritt sie hier oft mit Füßen, aber Gott wird den Spott ihr einmal versüßen. 7. Christus, der sie hat erwählet und als Braut ihm vertraut, der sieht, was ihr fehlet; er tröst't sie im bittern Leiden, führt sie dann auf die Bahn seiner Himmelsfreuden. 8. Ewig wird sie triumphieren, wenn ihr Hirt Glaube und Rechtfertigung Christus wird in sein Haus sie führen und ihr öffnen alle Schätze damit sie je und je sich daran ergötze. 9. Dann wird sie kein Leid mehr beugen. und ihr Glanz wird sich ganz offenbarlich zeigen: sie wird leuchten wie die Sonne: Gott allein wird stets sein ihre Freud und Wonne ö 10. Dann wird sie mit Christo sitzen auf dem Thron; ihre Kron wird von Golde blitzen. Dann wird jedermann sie kennen und sie frei ohne Scheu hoch von Adel nennen. Jakob Gabriel Wolf 1684—1754 27². Mel. O daß ich tausend Zungen hätte e⸗ wig hält: Zeit der Welt, und ge wo an⸗ders als in Je der Grund, der un ⸗be⸗ ⸗su Wun⸗den? Da lag er vor der weg ⸗lich ——— 4.—.————— steht, wenn Erd und Him ⸗mel un ter-geht 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 2⁴⁰ Glaube und Rechtfertigung. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein: deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; deswegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht ver⸗ binden, da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit,. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun und, wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes Heeit schaun: da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann, darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig ausgetan, ist die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin; doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf 0. Es gehe mir 9030 dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, damit es das nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und 0 Barmherzigkeit. Bei diesem Grunde will ich bleiben, solange mich die Erde trägt; das will ich denken, tun und treiben, solange sich ein Glied bewegt. So sing ich einstens höchst erfreut O Abgrund der Barmherzigkeit! Johann Andreas Rothe 1688—1758. 273. Mel. Werde munter, mein Gemüte. —— 2 2 — 1. Ew⸗ ge Lie⸗be, mein Ge⸗mü⸗te wa⸗get ei⸗nen küh⸗nen Blick in den Abgrund dei⸗ner Gü⸗te; send ihm ei⸗nen Blick zu⸗rück, ———— D eeee ee=e. ei⸗ nen Blick voll Hei⸗ter⸗keit, der 1 Fin⸗ster-nis zer ⸗streut, I— Fe., Le., eee die mein blö⸗ des Au⸗ge drük⸗ket, wenn es nach dem Lich⸗ te blik⸗ket. 2. Ich verehre dich, o Liebe, daß du dich beweget hast und aus einem freien Triebe den erwünschten Schluß gefaßt, der im Fluch versenkten Welt durch ein teures Lösegeld und des eignen Sohnes Sterben Gnad und Freiheit zu erwerben. 3. O ein Ratschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, Glaube und Rechtfertigung. Wer nur an den Mittler gläubt ich sei auf dem Himmelswege. der so einer Welt voll Armen die Vernunft erstaunet hört V Gnade, Trost und Hilfe beut: und umsonst sich unterwindet, ö Liebe, die den Sohn nicht schont, wie sie dessen Tief ergründet. der in ihrem Schoße wohnt, 6. um die Sünder zu erretten Liebe, laß mich dahin streben, N aus den schweren Sündenketten. meiner Wahl gewiß zu sein. 4. Richte selbst mein ganzes Leben Doch du hast, o weise Liebe, so nach deinem Willen ein,* eine Ordnung auch bestimmt, daß des Glaubens Frucht und Kraft, VI daß sich der darinnen übe, den dein Geist in mir geschafft, der am Segen Anteil nimmt. mir zum Zeugnis dienen möge, ö und ihm treu ergeben bleibt, 7. ö der soll nicht verloren gehen, Laß mich meinen Namen schauen sondern Heil und Leben sehen. in dem Buch des Lebens stehn; 5. dann so werd ich ohne Grauen Liebe, dir sei Lob gesungen selbst dem Tod entgegengehn. für den höchst gerechten Schluß, Keine Kreatur wird mich, I. den die Schar verklärter Zungen als dein Erbgut, ewiglich rühmen und bewundern muß, deiner Hand entreißen können den der Glaub in Demut ehrt, noch von deiner Liebe trennen. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 27⁴. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 93—— EEHH—— 1.—— FIn——————— f——— *—— i— 1. Schöp⸗fer al⸗ ler Men⸗schen ⸗kin⸗der, gro⸗ßer Rich ⸗ ter sieh, hier wird ein ar-mer Sün⸗der vor dein streng Ge⸗ al ⸗ler Welt, richt ge⸗stellt, der in Sün⸗den ist ge⸗ bo ⸗ren, 4 ——————— N— e Haren Brme 08 Las——T———— 4 ,. D —— — der dein E⸗-ben⸗bild ver⸗lo⸗ren, der mit Sün⸗den sich be-⸗fleckt, ö 4— II ———— ———.8— ——*— der in tie ⸗fen Schul-den steckt. 2. Mein Gewissen, das mich quälet, meine Seele zu verklagen; deine Strafgerechtigkeit, ich weiß nichts darauf zu sagen, dein Gesetz, das nichts verhehlet, denn ein Zeuge gibt sich an, samt dem Satan, stehn bereit, der gesehn, was ich getan. 16 *iiiieeeeeee 2⁴² Glaube und Rechtfertigung. 3. Gott spricht: Sünder, du sollst leben, Wehe mir, ich muß verderben, deine Schuld ist dir vergeben; sehe nichts als Höll und Pein. sei getrost, mein lieber Sohn, Frecher Sünder, du mußt sterben! komm zu meinem Gnadenthron! —. mein strenges Urteil sein. 7. Es erzittert meine Seele Sel ie sich de 3 e 9t, wie sich der Abgrund schließet, vor des offnen Ahrundr Höhle; seht, wie sich der Himmel freut, wer hilft mir in dieser Not, da das Blut des Lammes fließet, wer errettet mich vom Tod? da mich die Gerechtigkeit 4. des vollkommnen Mittlers decket. Doch gottlob! die Furcht Her⸗Wer ist, der mich ferner schrecket? 1Q 77 schwindet, Wer ist, der sich an mich wagt weil sich mir ein Mittler zeigt, und ein Himmelskind verklagt? weil sich ein Vertreter ichewel 8 vor dem der Verkläger schweigt.— O beglückte, teure Stunden! Wattr,⸗ 5 er mich Savihnch kiebr, Gottes Sohn 946 seine Wunden Mittler, der ich verbroch und sein blutig Lösegeld Mittler, der, was ich verbrochen t. und geraubt, Gott wiedergibt Geist, der mir den Glauben schenket, Richter, siehe meinen Bürgen mich in Jesu Wunden senket, siehe die Wosahianea 2 Gott der Gnade, dir sei Ruhm, Dieser ließ für mich sich würgen, und mein Herz dein Eigentum. dieser hat genug getan; 9. der hat dein Gesetz erfüllet, Laß mich nun die Sünde hassen, der hat deinen Zorn gestillet. die das Herz mit Angst beschwert; Herr, ich glaube; steh mir bei, laß mich alles unterlassen, sprich von Schuld und Straf mich frei. was den teuren Frieden stört. . Reinge täglich mein Gewissen, Ach was hör ich? Gnade, Gnade, laß mich eifrig sein beflissen, Gnade! schallet in mein Ohr; mit Verleugnung dieser Weit und vom finstern Todespfade das zu tun, was dir gefällt. hebt mich sanft dein Zug empor. Johann Jakob Rambach 1693-1735. 275⁵. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. Z.— 4 N 3 + u!———..—— ———————5*—* 2— —. 2——.——I.——— W 2—— 1. Wo ist ein sol⸗cher Gott wie du? Du schaffst den Ein Ab⸗grund der Barm-her-zig ⸗keit ver⸗schlingt ein —— an——— ann—F— 2 ö 2——— Mü⸗den sü ⸗ße Ruh, Ruh, die nicht zu er ⸗grün⸗den. Meer von Her⸗ ze-leid: du, Herr, ver- gibst die Sün⸗den. — II—— 2 ů 5:v. Ja du, Je ⸗su, läßt dich wür gen als den Bür⸗gen, Glaube und Rechtfertigung. Herr, unsere Gerechtigkeit, wie hoch wird dessen Geist erfreut, der dich im Glauben kennet! Du bist sein Schmuck, die Gottes⸗ pracht, die ihn vollkommen schöne macht, die ihm das Herz entbrennet. Laß mich ewig, Himmelssonne, Seelenwonne, dich genießen und in deinem 423 zerfließen. Holdselig süßer Friebefürst, Wie hat dich nach dem Heil gedürst't der abgewichnen Kinder! Du stellest dich als Mittler dar, verbindest, was getrennet war: Gott und verdammte Sünder. Freude! Beide werden eines! ungemeines Werk der Güte! Jesu, du bist 33 5 Friede. O Gotteslamm, 1 treuer Sinn nimmt Schuld zind Strafe von mir hin; sie liegt auf deinem Rücken; du blutest an des Kreuzes Pfahl, da muß dich unerhörte Qual nach Leib und Seele drücken. Diese süße Flut der Gnaden heilt den Schaden, durch die Wunden hab ich Heil und Frieden funden. Mel. — — 15— x— 4.— H ö—— 2——5—.——4 ö ————.— 2 2——— ———— EEEE — 2—* al ler Sün ⸗den mich auf e⸗wig zu ent ⸗-bin ⸗ den. N 2. 5.—* Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. 276. O daß ich tausend Zungen hätte. Mitleidender Immanuel, es ist mein Leben, Leib und Seel voll Mängel und Gebrechen; doch ist dein Herz auch voller Gnad, willst weder Sünd noch Missetat am armen Staube rächen: deine reine, treue Liebe hat die Triebe, hier im Leben täglich reichlich zu vergeben. 6. Die Gnade führt das Regiment; sie macht der Sklaverei ein End, besiegt Gesetz und Sünden. Soll dein Herz frei und fröhlich sein, so räum es ganz der Gnade ein; so kannst du überwinden. Wenn dich mächtig Sündenliebe, Fleischestriebe oft be⸗ stürmen, wird die Gnade dich beschirmen. 7 Durch deines Blutes Kraft, o Herr, befreie du mich mehr und mehr von Sünde und Verderben. Du hast mich dir, Immanuel, gar teur erkauft mit Leib und Seel, die Seligkeit zu erben. Kleiner, reiner muß ich werden noch auf Erden, bis ich droben dich kann ohne Sünde loben. — Mir ist Er⸗ bar⸗mung wi⸗ der⸗fah⸗ren, Er⸗b dem Wun⸗der⸗ba⸗ren, mein stol⸗zes das zähl ich zu Er⸗ 991 mung, de⸗ren Herz hats Glaube und Rechtfertigung. ich nicht wert; nicht be⸗gehrt. Nun weiß ich das und bin er⸗freut und die Barm⸗her ⸗ rüh ⸗-me 41 2. Ich hatte nichts denn Zorn verdienet * und soll bei Gott in Gnaden sein; ö Gott hat mich mit ihm selbst ver⸗ ö sühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her? Warum geschichts? Erbarmung ists und weiter nichts. 3. „Das muß ich dir, mein Gott, be⸗ kennen, ˖ das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, 4 so ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Mel. 4 zig ⸗ keit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. . Gott, der du reich bist an Er⸗ barmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir; da bin ich ewig recht erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. 277. O daß ich tausend Zungen hätte. 4 ö*e e—..——— E +..—— S— 1. Geht hin, ihr gläu⸗bi⸗gen Ge⸗dan⸗ken, ins wei⸗te er⸗hebt euch ü⸗ ber al ⸗le Schranken der al⸗ten und der =.— e—— d, nee; L—TTTTTT———— E⸗wig⸗keit, neu⸗en Zeit: er⸗wägt, daß Gott die Lie⸗- be sei, die e⸗wig alt und e-wig 11uee 2 é Der Grund der Welt war nicht ge⸗ leget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste ah edacht: ö da ich noch nicht ges affen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3 Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins 5 Lebens schrieb! Wie wohl ist mir, wenn mein Ge⸗ müte empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 6 Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7 Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. Glaube und Rechtfertigung. 24⁵ 8. Im sichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9 Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht: da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10 Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit: der Glaube schwingt 6.terne die + erne und sieht ins Reich der Ewigkeit: da zeigt mir deine milde Hand mein Erbteil und gelobtes Land. 11 O sollt ich dich nicht ewig lieben, der du mich unaufhörlich liebst? Sollt ich mit Undank dich betrüben, da du mir Fried und Freude gibst? Verließ ich dich, o Menschenfreund, so wär ich selbst mein ärgster Feind. 142. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan: nichts ist so tröstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 13 Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist: drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Johann Gottfried Herrmann 1707—1791. 278. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. .4— N— 4 — 424..— + 1—2—5—— — 15 SSII........... I 2 12 H ar e. d * + 1. Aus Gna⸗den soll ich se⸗ lig wer⸗den! Herz, glaubst dus Ists ahr⸗heit, Was willst du dich so blöd ge⸗bär⸗den? Glaube und Rechtfertigung. — T——————— I 1 +———————— + 2— +— — +I—. EE +2 28—.2*— E + S DD..———— +— 35————.I I— 2—— +— o⸗der glaubst dus nicht? was die Schrift ver⸗-spricht, so muß auch die⸗ses Wahr⸗heit sein: aus II 0 ++ II Gna-den ist der Him-mel mein. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Ver⸗ dienen, die eignen Werke fallen hin. DerMittler, der im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden, so oft dich deine Sünde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm der Sünden Last. Was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hast. Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? D. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, solange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. 6. AusGnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: Wohlan, ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh! doch den geht seine Gnad nicht an, der noch auf Gnade sündgen kann. +. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei. Denn wenn der Sünder sich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad ge⸗ ring, dem Glauben ists ein Wunderding 8. Aus Gnaden bleibt dem blödenHerzen das Herz des Vaters aufgetan, wenns unter den Verzweiflungs⸗ schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben: ich fühle nichts, doch ist mir wohl; ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll; mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnad schon selig macht. 10. Aus Gnaden! Dies hör Sünd und Teufel; ich schwinge meine Glaubensfahn und geh getrost trotz allem Zweifel durchs rote Meer nach Kanaan. Ich glaub, was Jesu Wort verspricht, ich fühl es oder fühl es nicht. Christian Ludwig Scheidt 1709—1761. Glaube und Rechtfertigung. 279. Mel. Zesus, meine Zuversicht. 1. Stark ist mei⸗nes Je⸗su Hand, und er wird mich e⸗wig fas⸗ sen, hat zu⸗viel an mich ge⸗wandt, um mich wie der los⸗zu⸗las⸗ sen. 7 5— Mein Er⸗bar⸗mer läßt mich nicht; das ist mei- ne Zu⸗ver⸗sicht. . 5. Sieht mein Kleinmut oft Gefahr, Mag die Welt im Mißgeschick fürcht ich auch zu unterliegen: oder ängstlich klagen; ohne Halt ist all ihr Glück, Chrlius beut die Hand mir dar, Christus hilft der Ohnmacht siegen. wahrlich, sie hat Grund zu zagen. Daß mich Gottes Held verficht, Daß mein Anker nie zerbricht, das ist meine Zuversicht. das ist meine Zuversicht. 3. 6. Wenn der Kläger mich verklagt, Will mein Herr durch strenge Zucht Christus hat mich schon vertreten; mich nach seinem Bild gestalten, wenn er mich zu sichten wagt, dennoch will ich ohne Flucht Christus hat für mich gebeten. seiner Hand nur stille halten. Daß mein Bürge für mich spricht, Er gibt Gnad auch im Gericht; das ist meine Zuversicht. das ist meine Zuversicht. 7 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, Seiner Hand entreißt mich nichts; daß ich keinen Ausgang wüßte wer will diesen Trost mir rauben? und mit ungewissem Tritt Mein Erbarmer selbst versprichts; ohne Licht verzagen müßte: sollt ich seinem Wort nicht glauben? Christus ist mein Stab und Licht: Jesus läßt mich ewig nicht; das ist meine Zuversicht. das ist meine Zuversicht. Karl Bernhard Garve 1763—1841. 280. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Ich weiß, wor⸗an ich glau⸗ be; ich weiß, was fest be⸗steht, wenn al'⸗- les hier im Stau⸗be wie Staub und Rauch ver⸗weht. Heilig ung. 2. V Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nie verläßt; auf ewgem Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar; an diesem Felsenhorte halt ich unwandelbar. 3. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die Feste baut: es ist der Herr der Geister, auf den der Himmel schaut. Vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Heilgen dienen: ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der Höhe, das ist mein Jesus Christ, 0 der Fels, auf dem ich stehe, 4 der diamanten ist; 3. Hei ö. * 7—.—*.— N —— 5 + H— +2. Ma Eunn I. Han. 7 2—— I 2——. +— 2. VEEE öa‚m——— Wahn die Wei⸗sen trei⸗bet und Trug die Klu⸗ gen hält. der nimmermehr kann wanken, mein Heiland und mein Hort, die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket am Abend einst begrub; er, der von Gott erwecket sich aus dem Grab erhub; der meine Schuld versöhnet, der seinen Geist mir schenkt, der mich mit Gnade krönet und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen des Todes ungeraubt; es schmückt auf Himmelsauen mit Kronen einst mein Haupt. Ernst Moritz Arndt 1769—1800. ligung. 0(Liebe zu Jesu. Wandel im Licht. Gebet.) 18 0 281. EhgI——— 225 E—.— 1..—————— LCLEUETUE 2————* TEE L.2..—.—...—.* 2—..———.1 2—— 9 L 2— 1. Va⸗ ter un ⸗ ser im Him⸗-mel⸗reich, der du uns 4 — 1— I— + 2——— ——— en dan end.enn Kun n en n. — 2——..———— 1—— + 1 al ⸗le hei⸗ßest gleich Brü⸗der sein und dich ru ⸗fen an E 7 22— 5——5 457—.— EAIAIAIAI IIIIIIEEIE E— e EE— 2—— und willst das Be⸗ten von uns han: gib, daß nicht bet al⸗ Heiligung. —— MN ——————.— 2——————— ——.—.—5 +7 I. +S——— —. lein der Mund, hilf, daß es geh von Her⸗ zens⸗grund. 2. Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm, verführet Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit; der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei: des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot und was man darf zur Leibesnot; behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern; 1 dienen mach uns all bereit 300 rechter Lieb und Einigkeit. ö 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht Wenn uns der böse Geist anficht zur linken und zur rechten Hand, hilf uns tun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerüst't 1357 durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös: es sind die Zeit und Tage bös; erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not; bescher uns auch ein selig End, nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit gebeten han auf dein Wort in dem Namen dein; so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther 1483-1546. 0 D.V. 22 1— 1 LII E E=——————.——— ö 1. Ich ruf zu dir, Herr Je ⸗su Christ, ich bitt, er⸗ hör mein ö ver⸗leih mir Gnad zu die⸗ser Frist, laß mich doch nicht ver⸗ —— 2——— 1—— + E I 1 ů Ei— rech⸗ ten Glau⸗ben, ich mein, den Herr, Heiligung. + + III wol⸗lest du mir ge⸗ben, dir zu le-ben, dem Näch⸗-sten —— IIIT —. ö—— i 2— nütz zu sein, dein Wort zu 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott: die Hoffnung gib daneben, voraus wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun, sonst wird michs ewig reuen. Verleih, daß ich aus Herzensgrund mein Feinden mög vergeben; schaffr mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben; dein Wort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht herein, das mich bald möcht verkehren. hal ⸗ten Ee ben. 4. Laß mich kein Lust noch Iir von in dieser Welt abionden be ständig sein ans End gib mir, — hasts allein, in Händen; und wem dus gibst, der hats um⸗ sonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch Werke deine Gunst, die uns errett't 24 Sterben. Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schwachen; an deiner Gnad allein ich kleb, du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung und Gefahr, wollst du mich nicht verlassen, fest umfassen, behüten immerdar. Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Johann Agricola 1494—1566. 283. et. 1. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr! Ich bitt, wollst sein von mir nicht Die gan⸗ze Welt erfreut mich nicht, nachErd und Him-mel frag ich —*— ererner enK e 2 8. 2 ö —— I 5 fern mit dei ⸗ ner Hilf und Gna⸗den. nicht, wenn ich dich nur kann ha⸗ ben; und wenn mir von reb, hen; Heiligung. — —.—66 ———— gleich mein Herz Lanricht⸗ bist du doch mein Zu⸗ver⸗sicht, mein Teil und ......... mei⸗nes Her⸗zens Trost, der mich durch sein Blut hat er⸗löst. Herr Je⸗su ——— Eere E 2 7 e. 190— x— S Senenrit Wn r/mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja, Herr, dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Nodesnot. 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in sein'm Schlafkämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, meinHeiland und meinGnadenthron Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich; ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling 1532—1608. 1. Wie schön leuch- tet der Du Sohn Da ⸗vids aus Mor⸗gen⸗stern voll Gnad und Ja⸗ kobsStamm, mein Kö⸗-nig D.Dĩ—.——————— ————————— ———————I————————————— 1—— X Wahr⸗heit von dem Herrn, die sü ⸗ ße Wur⸗ zel Jes ⸗ se! und mein Bräu⸗ti⸗ gam, hast mir mein Herz be⸗ ses⸗ sen: —.——.—— ————— Finnenn, eieen=enne, a—— lieb-lich, freund-lich, schön und herr⸗lich, groß und ehr=lich, —— —————— 25² Heiligung DPSD‚D‚Pꝑ‚I‚.. ‚ P— ‚II——————E——— —5 12—— 2 251—— — 2 II——...— + 7— 2** Z—— reich an Ga⸗ben, hoch und sehr präch-tig er ⸗ ha⸗ ben. Ei meine Perl, du werte Kron, Herr Gott Vater, mein starker Held, wahr Gottes und Marien Sohn, du hast mich ewig vor der Welt ein hochgeborner König! in deinem Sohn geliebet; Mein Herz heißt dich ein Himmels⸗ dein Sohn hat mich ihm selbst ver⸗ blum; traut, dein süßes Evangelium er ist mein Freund, ich seine Braut, ist lauter Milch und Honig. drum mich auch nichts betrübet. Jesu, Heil mir! Jesu, Heil mir! Hosianna! Himmlisch Manna, das Himmlisch Leben wird er geben mir wir essen, dort oben; deiner kann ich nicht vergessen. ewig soll mein Herz ihn loben. —— Geuß sehr tief in mein Herz hinein, o du mein Herr und Gott allein, die Flamme deiner Liebe, daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib an deinem auserwählten Leib in frischem Lebenstriebe. 6. Zu unserm Gott mit Saitenklang laßt nun den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen, dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräutgam mein, zu Ehren und Gefallen. ian mür 3 NNfRß gieh springet, ohn Aufhören sich vermehren Lieb jubilieret, triumphieret, dankt dem und Freude, daß der Tod uns selbst nicht scheide. Herren! 4 Groß ist der König der Ehren. Von Gott kommt mir ein Freuden 7. icht, Wie bin ich doch so herzlich froh, wenn du mit deinem Angesicht daß mein Schatz ist das A und O, mich freundlich tust anblicken. der Anfang und das Ende. O Herr Jesu, mein trautes Gut, Er wird mich doch zu seinem Preis dein Wort, dein Geist, dein Leib und aufnehmen in das Paradeis, Blut des klopf ich in die Hände. mich innerlich erquicken. Amen, Nimm mich Amen, freundlich komm, du schöne Freudenkrone, bleib in die Arme, Herr, erbarme dich in nicht lange; Gnaden; deiner wart ich mit Verlangen. auf dein Wort komm ich geladen. Philipp Nicolai 1556—1608. 2— 1——. —.——— 2 1——— LCI— E.— HWHMMN EHE E + e—.— +— SI— LEIE—..—— WrE e I— 1. 2— 1. O Gott, du from⸗mer Gott, du Brunnquell gu ⸗ter Ga⸗ben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir al ⸗les ha⸗ben: in, ——— eis Heiligung. ——2—— 7 2————.——— 2——— 22.— —— 3—————— ge⸗sun⸗den Leib gib mir, und daß in sol⸗chem Leib ein 1 + ́TLa.I I 1— II ..—.—. 2.—7 1 II —. II.—. 2 2——— 1— 1——... nl un⸗ver⸗letz⸗ te Seel und rein Ge⸗ wis⸗sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gib, daß ichs tue bald zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs tu, so gib, daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen; gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind und, wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, und führ ihn schön verklärt soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben Mel. Wie schön 4 jan Reichtum, Gut und Geld, 56 gib auch dies dabei, aß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld, vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden: die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so tu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken. Laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf zum auserwählten Hauf. Johann Heermann 1585—1647. 286. leuchtet der Morgenstern. 1. Je⸗ su, Je du weißt es, daß „su, Got⸗tes Sohn, mein Bru⸗ der ich re ⸗ de wahr, vor dir ist Heiligung ——— und mein Gna⸗ den⸗ thron, mein Schatz, mein Freud und Won=ne, al ⸗les son ⸗ nen ⸗klar und kla⸗ rer als die Son=ne. ——.———— Lene Hre e., L. 5 2.——— 7——— Herz⸗ lich lieb ich mit Ge⸗ fal⸗ len dich vor al⸗ len; 600— 1——— e dtarirt in en e Ee derr n ni. vin n e e nichts auf Er⸗ den kann und mag mir lie⸗ ber wer ⸗den. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag entzündt; je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich, soviel ich soll und will, dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Gut und Geld, wenn ich es recht besinne, kann mich ohn dich gnugsam laben; ich muß haben reine Liebe, die tröst't, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, erfreuest sein Gewissen; es geh ihm wie es woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, soll er doch dein genießen. Ewig selig nach dem Leide große Freude wird er finden; alles Trauern muß verschwinden. O. Kein Ohr hat dies jemals gehört, kein Mensch gesehen noch gelehrt, es kanns niemand beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit't, die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich nicht erreichen noch vergleichen Er⸗ denschätzen das, was uns dort wird ergötzen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt und mir dein klares Wort vermeldt, aus Liebe mich stets übe; bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7* Da werd ich deine Süßigkeit, du Himmelsmanna, allezeit in reiner Liebe schmecken und sehn dein liebreich Angesicht mit unverwandtem Augenlicht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erquicket und geschmücket vor dem Throne mit der schönen Himmelskrone. Johann Heermann 1585—1647. —. Heiligung. 287. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. + ————— ö——4——.— S ——— 1. Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin, dir hab ich mich er⸗ge⸗ ben. Welt, im⸗-mer fort aus mei⸗nem Sinn mit deinem schnöden Le⸗ben! Dein Tun und Tand hat nicht Be⸗stand, des bin ich wor-den in⸗ nen; drum schwingt aus dir sich mit Begier mein frei⸗er Geist von hinnen. 2. 4. Gott ist mein allerbestes Gut, Gib, daß ich meinen Sinn zu dir nach ihm steht mein Verlangen. hinauf gen Himmel schwinge Ach könnt ich doch mit frohem Mut mit Lieb und herzlicher Begier nur meinem Gott anhangen! und mich in keinem Dinge Ach daß mir doch das Sündenjoch erfreue hier, als nur in dir, bald ganz würd abgenommen, Gott, meiner Seele Leben: daß ich einmal in seinen Saal du allermeist kannst meinem Geist des Himmels möchte kommen! die volle Sättgung geben. 3. 5. Ich seh, es kann die ganze Welt Drum immer hin, was flüchtig ist! mit allen ihren Schätzen Ich will es lassen fahren; und was den Sinnen wohlgefällt du Gott, der du mein alles bist, die Seele nicht ergötzen; du wirst mich wohl bewahren, ihr Gut verschwindt wie Staub und daß ich die Pracht der Welt nicht Wind, acht, ihr Lust die muß zerstieben; vielmehr nur dich verlange nur Gott, mein Schatz, behält den mit dankbarm Mut, du höchstes Gut, Platz; und ewig dir anhange. wohl allen, die ihn lieben! Helmstedt 1695. ——————— E*— DD—— SSS.... A 12———————— 7.———— 1. Meinen Je⸗sum laß ich nicht; weil er sich für mich ge⸗ge ⸗ben, so er ⸗for⸗dert mei⸗ne Pflicht, klet⸗tenweis an ihm zu kle⸗ ben. Heiligung. — 4 l—.½ nann. 12 E— 2—.— 0 e Eunal. + II + + + 2— 1+—.— 22.—0 + ——————.———2——— Er ist mei⸗nes Le-⸗bens Licht: mei⸗nen Je⸗sum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben. Ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben; alles ist auf ihn gericht't: meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen, laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht: meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht meiner Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Angesicht: meinen Jesum laß ich nicht. 24— Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele wünscht und sehnet, Jesum wünscht sie und sein Licht, der mach hat mit Gott versöhnet, der mich freiet vom Gericht: meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Keimann 1607—1662. 289. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. ————— 4 —.—EI— ESE + 1. + H. 2— 1 . I..— 2— 2— 112— 1 L 2 1. O Je ⸗ su Christ, mein schön⸗stes Licht, der du in dei⸗ner so hoch mich liebst, daß ich es nicht aus⸗spre⸗chen kann noch . E. — 2—. IJ..—. +— I 1— 2 1— 2 1 Ten ib, daß mein Herz dich wie ⸗der ⸗ um mit zäh ⸗ len, gid, 0 —— 1 + 1 +— ILI— I ....................—— 2.————..——— 2 ——. Lie⸗ben und Ver⸗lan ⸗-gen mög um⸗fan ⸗-gen und als dein 4 1 n 4 I 1ꝛ.——.—.— DDDe‚.e DJ....— 2 +—4 12—.—— ů ne 1. LI—7 Ei ⸗ gen⸗ tum nur ein ⸗ zig an dir han ⸗ gen. gib, daß ich deine Lieb erwähl 2. Gib, daß sonft nichts in meiner Seel als meinen Schatz und Krone. als deine Liebe wohne; Stoß alles aus, nimm alles hin, · rernr SESrn eeSEs AS R Gasgnꝰe ꝗa a CERxR — was mich und dich will trennen und nicht gönnen, daß all mein Mut und Sinn in deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese steht, kann nichts bestehn, das meinen Geist betrübe. Drum laß nichts anders denken mich, ET nichts sehen, fühlen, hören, lieben, ehren als deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. O daß ich dieses hohe Gut mein ewiglich möcht nennen! xů O daß in mir die edle Glut ohn Ende möchte brennen! Ach hilf mir wachen Tag und Nacht und diesen Schatz bewahren vor den Scharen, ö die wider uns mit Macht aus Satans Reiche fahren. . Mein Heiland, du bist mir zulieb in Not und Tod gegangen und hast am Kreuz als wie ein Dieb und Mörder dagehangen, ů verhöhnt, verspeit und sehr ver⸗ wundt: ach laß auch deine Wunden alle Stunden zur Lieb im Herzensgrund ů mich treffen und verwunden. 6. Was ist, o Schönster, das ich nicht in deiner Liebe habe? Sie ist mein Stern, meinSonnenlicht, mein Quell, da ich mich labe, mein süßer Wein, mein Himmelsbrot, mein Kleid vor Gottes Throne, meine Krone, Heiligung. mein Schutz in aller Not, mein Haus, darin ich wohne. 7. Ach, liebste Lieb, wenn du entweichst, was hilft mir sein geboren? Wenn du mir deine Lieb entzeuchst, ist all mein Gut verloren. So gib, daß ich dich, meinen Gast, wohl such und bestermaßen möge fassen und, wenn ich dich gefaßt, in Ewigkeit nicht lassen. 8. Du hast mich je und je geliebt und auch nach dir gezogen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen. Ach laß doch ferner, edler Hort, mich diese Liebe leiten und begleiten, daß sie mir immerfort reie auf allen Seiten. 9. Laß meinen Stand, darin ich steh, Herr, deine Liebe zieren, und wo ich etwan irregeh, alsbald zurechte führen; laß sie mich allzeit guten Rat und gute Werke lehren, steuern, wehren der Sünd, und nach der Tat bald wieder mich bekehren. 10. Dein Lieb sei meine Freud im Leid, in Schwachheit mein Vermögen, und wenn ich nach vollbrachter Zeit mich soll zur Ruhe legen, alsdann laß deine Liebestreu, Herr Jesu, bei mir stehen, Luft zuwehen, daß ich getrost und frei mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt 1607—1676 290. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 4 4 N — I + 1— —.— 7—— ů ö———— —..——————————— ꝗ— 2—— 1. O gro⸗ßer Gott, du rei⸗nes We⸗sen, der du die n/ ach schaff ein zur ste⸗ten Woh⸗nung au ͤ 8⸗er⸗ le⸗ se 17 ö ö Heiligung. rei⸗ nen Her⸗zen dir rei⸗nes Herz in mir, rein und un ⸗be ⸗fleckt er-hält. Vor allem mache mein Gemüte durch ungefürbte Buße rein und laß es, Herr, durch deine in Christi Blut gewaschen sein; dann mache mich zur Reinigkeit des Lebens fertig und bereit. Regiere mich nach deinem Geiste, der mein getreuer Beistand sei und mir erwünschte Hilfe leiste. Gott, stehe mir in Gnaden bei ein Herz, das von der ar⸗ gen Welt sich 4 Doch weil ich meine Schwachheit 3 merke, Güte mein Vater, so verwirf mich nicht und stoß mich wegen meiner Werke ja nicht von deinem Angesicht. Laß mich hier in der Gnade stehn und dort in deinen Himmel gehn. ö 5. Nimm deinen Geist, den Geist der ö Liebe, ia nun und nimmermehr von mir und leite mich durch seine Triebe, durch seinen Beistand für und für; und gib mir einen solchen Geist, ia führe du mich durch die Zeit der neu, gewiß und willig heißt. hin zu der selgen Ewigkeit. Eislebener Gesangbuch 1720. 291. Mel. O Gott, du frommer Gott. fröh⸗lich brin⸗ge, Wol⸗ken drin⸗ge, freu⸗ dig tre ⸗ten heißt vor sei ⸗nen Gna⸗den⸗thron. — EESS —SESDV SEV„OSES9 8 — * WN —. 2. Dein Vater ists, der dir befohlen hat zu beten; dein Bruder ists, der dich vor ihn getrost heißt treten; der werte Tröster ists, der dir die Wort gibt ein: drum muß auch dein Gebet gewiß erhöret sein. Da siehst du Gottes Herz, das dir nichts kann versagen; sein Mund, sein teures Wort vertreibt ja alles Zagen: Heiligung. was dich unmöglich dünkt, kann seine Vaterhand noch geben, die von dir so viel Not abgewandt. 4. Komm nur, komm freudig her in Jesu Shristi Namen. Sprich: Lieber Vater, hilf, ich bin dein Kind! sprich: Amen! Ich weiß, es wird geschehn, du wirst mich lassen nicht; du wirst, du willst, du kannst tun, was dein Wort verspricht. Johann Olearius 1611—1684 1. Je⸗ su, mei⸗ ne Fren de, mei⸗nes Her⸗zens Wei⸗de, ach wie lang, ach lan ⸗ ge ist dem Her⸗zen ban⸗ge ———.— Je ⸗su, mei ⸗ ne Zier, und ver⸗langt nach dir! Got⸗tes Lamm, mein Bräu⸗ti⸗ gam, u-ßer dir soll mir auf Er⸗den sonst nichts Lie-bers wer⸗den. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei: laß von Ungewittern rings die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich 3 Trotz dem alten Dracheu, trotz des Todes Rachen, trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht: Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 260 Heiligung. 5. 6. Gute Nacht, o Wesen, Weicht, ihr Trauergeister, das die Welt erlesen; denn mein Freudenmeister, mir gefällst du nicht. Jesus, tritt herein. Gute Nacht, ihr Sünden; Denen, die Gott lieben, bleibet weit dahinten, muß auch ihr Betrüben kommt nicht mehr ans Licht. lauter Freude sein. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; Duld ich schon hier Spott und Hohn, dir sei ganz, du Lasterleben, dennoch bleibst du auch im Leide, gute Nacht gegeben. Jesu, meine Freude. Johann Franck 1618—1677 EH 4 1 E 72—— 4 x 5 +—.— 0 ö 3—.— EE..— IE——— 1. See⸗len⸗bräu ⸗ti⸗gam, Je⸗su, Got⸗tes Lamm, ha⸗ be Dank ,......—— ́——— XI—— 12————————. für dei⸗ ne Lie⸗be, die mich zieht aus rei⸗nem Trie⸗be 2—.———— x—1..—. ö——0 ö‚ 4—— ——3FIIIFF————————.— HHIm 4——.— zu dem Kreu⸗zes⸗stamm, Je ⸗su, Got⸗-tes Lamm. Deine Liebesglut So werd ich in dir stärket Mut und Blut; bleiben für und für; wenn du freundlich mich anblickest deine Liebe will ich ehren und an deine Brust mich drückest, und in dir dein Lob vermehren, macht mich wohlgemut weil ich für und für deine Liebesglut. bleiben werd in dir. 3. 6. Wahrer Mensch und Gott, Held aus Davids Stamm, Trost in Not und Tod, deine Liebesflamm du bist darum Mensch geboren, mich ernähre und verwehre, 58 ersetzen, was verloren, daß die Welt mich nicht versehre, urch dein Blut so rot, ob sie mir gleich gram, wahrer Mensch und Gott. Held aus Davids Stamm. 7. Großer Friedefürst, wie hast du gedürst't nach der Menschen Heil und Leben und dich in den Tod gegeben, da du riefst: Mich dürst't! großer Friedefürst! 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht; paß mich mit Freudenöle, aß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. A ½2ee OHCOr.N SE-.n .N. 8. Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden 0 er der Welt abstirbt, emsig sich bewirbt um lebendiges Vertrauen, der wird bald empfindlich schauen, daß niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes. Ich: ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. Heiligung. 11. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 12 Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 13 Du mein Preis und Ruhm, werte Saronsblum, in mir soll nun nich ts erschallen, als was dir nur Taun gefallen, werte Saronsblum, du mein Preis und Ruhm. Adam Drese 1620—-1701. 294. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte 1. Ach sagt mir i es kann mich ia nicht von Gold und Schät ⸗zen, von kein Ding er ⸗ göt⸗ zen, was Pracht und Schoͤnheit Dis ser Welt; mir die Welt vor Au⸗gen stellt. Ein je⸗der lie⸗be, was er will: ich Je⸗ sum, der Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schön⸗ stes Bild, in dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles das verwüsten, was Menschenhände zugericht't. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 262 Heiligung. 4. verbleichet und veraltet nicht. Er ist der König aller Ehren, Ein jeder liebe, was er will: er ist der Herr der Herrlichkeit; ich liebe Jesum, der mein Ziel. er kann mir ewges Heil gewähren und retten mich aus allem Streit.**— Ein jeder liebe, was er will: Er kann mich über alles heben ich liebe Jesum, der mein Ziel. und seiner Klarheit machen gleich; 5. er kann mir so viel Schätze geben, Sein Schloß kann keine Macht zer⸗ daß ich werd unerschöpflich reich. stören, Ein jeder liebe, was er will: sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, ich liebe Jesum, der mein Ziel. sein Thron bleibt stets 5 gleichen 8. ren ö +.— von nun an bis in Ewigteit⸗ und ob ichs zwar noch muß ent⸗ behren, Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. solang ich wandre in der Zeit. 6 so wird er mirs doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum tu ich billig, wie ich will, zu und liebe Jesum, der mein Ziel. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, sein allerschönstes Angesicht, und was von Schmuck an ihm finden, ö Johann Scheffler 1624—1677. 0 295. —— .................— 25—————— 1. Ich will dich lie⸗ben, mei⸗ne Stär⸗ke, ich will dich ich will dich lie-ben mit dem Wer ⸗ke und im⸗mer⸗ .—...— SS..————.——— ——————J——— 2——.——————.—...——— lie ⸗ben, mei ⸗-ne Zier, ich will dich lie-ben, schön⸗stes wäh⸗ren⸗ der Be⸗gier; 12——— EEEEEEEEEE.— 33——— 2—— ———————— Licht, bis mir das Her ⸗ze bricht. 2. du höchstes Gut und wahre Ruh! Ich will dich lieben, o mein Leben, Es ist mir leid und bin betrübt, als meinen allerbesten Freund, daß ich so spät geliebt. ich will dich lieben und erheben, solange mich dein Glanz bescheint, ich will dich lieben, Gotteslamm, als meinen Bräutigam. 3 Ich lief verirrt und war geblendet, sich suchte dich und fand dich nicht, ich hatte mich von dir gewendet Ach daß ich dich so spät erkennet, und liebte das geschaffne Licht; du hochgelobte Schönheit du, nun aber ists durch dich geschehn, und dich nicht eher mein genennet, daß ich dich hab ersehn. Heiligung. 263 5. nicht straucheln oder stillestehn; danke dir, du wahre Sonne, erleucht mir Leib und Seele ganz, daß mir dein Glanz hatLicht gebracht. du starker Himmelsglanz. Ich danke dir, du Himmelswonne, 7. daß du mich froh und frei gemacht; Ich will dich lieben, meine Krone, ich danke dir, du güldner Mund, sch will dich lieben, meinen Gott, daß du mich 26 gesund. ich will dich lieben sonder Lohne auch in der allergrößten Not; Erhalte mich aui deinen Stegen will dich lieben, schönstes Licht, und laß mich nicht mehr irregehn, bis mir das Herze bricht laß meinen Fuß in deinen Wegen Johann Scheffler 1624—1677 296. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht 9 I. .—2 E +—.——————— 1. Je⸗sus ist der schön⸗ste Nam al⸗ler, die auf Er⸗den ka ⸗ men, huldreich, präch⸗tig, tu⸗gend⸗sam, ü⸗ber al⸗le an⸗dre Na⸗ men. me unl 75—————————————————— „— +—— + EE 2— +— W..— —.———————————— Sei⸗ner gro⸗ßen Herr⸗lich⸗keit gleicht kein Na- me weit und breit. 2. Jesus ist das Heil der Welt, heilet uns von allen Sünden, Jesus ist ein starker Held, unsern Feind zu überwinden. Willst du stark und siegreich sein, laß nur Jesum bei dir ein. wird das Unkraut ganz zunichte. Alles Gift und Unheil weicht, was sein 955 nur erreicht. Jesus ist das höchste Gut in dem Himmel und auf Erden. Jesu Name macht mir Mut, daß ich nicht kann traurig werden. Jesu Name soll allein mir der höchste Name sein. Johann Scheffler 1624—-1677. Jesus ist der Lebeusbaum, voller edler Tugendfrüchte; findet er im Herzen Raum, 297. Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. 1W... . 1. Lie⸗be, die du mich zum Bil⸗de dei⸗ner Gott⸗heit hast ge⸗macht, Lie⸗be, die du mich so mil⸗de nach dem Fall hast wie⸗der⸗ bracht: Lie⸗be, dir er⸗geb ich mich, dein zu blei⸗ ben e⸗wig⸗ lich. Heiligung. 2. 5. Liebe, die du mich erkoren, Liebe, die mich hat gebunden eh als ich erschaffen war, an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die du Mensch geboren Liebe, die mich überwunden und mir gleich wardst ganz und gar: und mein Herze hat dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben 33 dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die für mich gelitten Liebe, die mich ewig liebet, und gestorben in der Zeit, die für meine Seele bitt't, Liebe, die mir hat erstritten Liebe, die das Lösgeld gibet ewge Lust und Seligkeit: und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. dein zu bleiben ewiglich. 4. 4— Liebe, die du Kraft und Leben, Liebe, die mich wird erwecken Licht und Wahrheit, Geist und Wort, aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die sich ganz ergeben, Liebe, die mich wird umstecken mir zum Heil und Seelenhort: mit dem Laub der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler 16241677 298. Mel. Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt. 9— 1¹—.—. + + t&.&c&& 3——— —...——— 1..—.——1 . 1. Mir nach! spricht Chri⸗stus, un ⸗ser Held, mir nach, ihr Ver⸗leug ⸗ net euch, ver⸗laßt die Welt, folgt mei ⸗nem —— d e, r e e. Chri⸗sten al ⸗le! Ruf und Schal⸗le; nehmt eu ⸗er Kreuz und Un ⸗ ge⸗mach e rieenir di, — auf euch, folgt mei- nem Wan⸗- del nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für 958 Herz ist vol Demütigkeit, mit heilgem Tugendleben; I[Liebe meine Seele; wer zu mir kommt und folget mir, satein Mund der fleußt zu jeder Zeit darf nicht im Finstern schweben. von süßem Sanftmutsöle. Ich bin der Weg, ich weise wohl, Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn wie man wahrhaftig wandeln soll. ist Gott ergeben, schaut auf ihn. E„/S ES/a — 88828860 2 s . Heiligung. 4. wird sie ohn mich verlieren; Ich zeig euch, das was schädlich ist wer sie hier zu verlieren scheint, zu fliehen und zu meiden wird sie in Gott einführen. und euer Herz von arger List Wer nicht sein Kreuz nimmt und zu reingen und zu scheiden. folgt mir, Ich bin der Seelen Fels und Hort ist mein nicht wert und meiner Zier. und führ euch zu der Himmelspfort. 7. 5 3—— So laßt uns denn dem lieben Herrn ich steh euch an der Seite voran, mit Leib und Seel nachgehen ich fämpfe selbst ich brech die Bahn und wohlgemut, getrost und gern bin alles in dem Streite. bei ihm im Leiden stehen; Ein böͤser Knecht, der still mag stehn, denn wer nicht die Hron auch sieht er voran den Feldherrn gehn. des ewgen Lebens nicht davon. 6—* 1285 Johann Scheffler 1624-1677. Wer seine Seel zu finden meint ABuen Scheif 5 299. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. TDSD ———— + XX—— 1.— 1. Las⸗set uns mit Je⸗su zie⸗hen, sei⸗nem Vor⸗=bild in der Welt der Welt ent ⸗flie⸗hen; auf der Bahn, die — ———— ö e e d d. . ,e. r H 35 —— I—————., fol ⸗ gen nach, III nten Par 4—*5 er uns brach, im ⸗ mer⸗fort zum Him⸗mel rei ⸗=sen, H———— —————————————————————— en, in der Lieb den Glau⸗ben wei⸗sen. Treu⸗ er Je ⸗ su, — I eer —— au————.— EEEEEEE———— .—. bleib bei mir; ge⸗ he vor, ich fol⸗ge dir. 266 Heiligung. 2. unser Fleisch, ihm sterben ab, Lasset uns mit Jesu leiden, so wird er uns aus dem Grab seinem Vorbild werden gleich. in das Himmelsleben heben. Nach dem Leide folgen Freuden, Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Armut hier macht dorten reich, daß ich lebe für und für. Loffumna die Wnt Gedud: 4 Hoffnung tröstet mit Geduld Lasset uns mit Jesuel es kann leichtlich Gottes Huld rant aferstanden 2——— aus dem Regen Honne machen. muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, hier leid ich mit dir, Jesu, unser Haupt du bist, dort teil deine Freud mit mir. wir sind deines Leibes Glieder: 3. wo du lebst, da leben wir; Lasset uns mit Jesu sterben: ach erkenn uns für und für, sein Tod uns vom andern Tod trauter Freund, für deine Brüder. rettet und vom Seelverderben, Jesu, dir ich lebe hier, von der ewiglichen Not. dorten ewig auch bei dir. Laßt uns töten, weil wir leben, Sigismund von Birken 1626—1681. 300. Joh. 10, 14. 27. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 1. Je⸗ su, from⸗mer Men⸗schen⸗her⸗den gu ⸗ ter und ge⸗ laß mich auch dein Schäf⸗lein wer⸗den, das dein Stab und treu ⸗er Hirt, Stim⸗me führt. du hast aus laß mich wie ⸗der lie⸗ ben dich. 2. 3. Herden ihre Hirten lieben, Schafe ihren Hirten kennen, und ein Hirt liebt seine Herd: dem sie auch sind wohlbekannt: laß uns auch so Liebe üben, laß mich auch für dich entbrennen, du im Himmel, ich auf Erd. wie du bist für mich entbrannt. Schallet deine Lieb hernieder, Als des argen Wolfes Rachen soll dir meine schallen wieder; eine Beut aus mir wollt machen, wenn du rufst: Ich liebe dich! riefest du: Ich kenne dich! ruft mein Herz: Dich liebe ich! ich auch rief: Dich kenne ich! „A.—e N I — 8 9„ nen, n, 4. Herden ihren Hirten hören, folgen seiner Stimm allein; Hirten auch zur Herd sich kehren, wenn sie schreien groß und klein: wenn du rufest, laß mich eilen, wenn du dräuest, nicht verweilen n, laß mich horchen stets auf dich, Jesu, höre du auch mich. 5. Höre, Jesu, und erhöre meine, deines Schäfleins, Stimm; mich auch zu dir schreien lehre, wenn sich naht des Wolfes Grimm; Heiligung. laß mein Schreien dir gefallen, deinen Trost herwieder schallen ö Wenn ich bete, höre mich; Jesu, sprich: Ich höre dich. 6. Höre, Jesu, und erhöre, wenn ich ruf, anklopf und schrei; Jes su, dich von mir nicht kehre, steh mir bald in Gnaden bei. Ja du hörst; in deinem Namen ist ja alles Ja und Amen. Nun, ich glaub und fühle schon deinen Trost, o Gottes Sohn. Ahasverus Fritsch(2) 1629— 1701 301. Offenb. Joh. 2, 10. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) .—— ¹U 1 1. Sei ge⸗treu bis an das En⸗de, dau ⸗re al⸗ les red⸗lich aus; lei⸗dest du gleich har⸗te Stän⸗de, mußt du dul⸗den man⸗chen Strauß: 4 H1 —— ach das Lei-den die⸗ser Zeit ist nicht wert der Herr⸗lich=keit, so dein Je⸗sus dir will ge-ben dort in je⸗nem Freu⸗den ⸗le-⸗ben 2. Sei getreu in deinem Glauben, laß dir dessen festen Grund nicht aus deinem Herzen rauben; sage den Gewissensbund, der geschlossen in der Tauf, deinem Gott nicht wieder auf: der ist gottlos und verloren, der nicht hält, was er geschworen. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt; an dem Nächsten Gutes übe, ob er dich gleich hat betrübt. Denke, wie dein Heiland tat, als er für die Feinde bat; so mußt du verzeihen eben, soll Gott anders dir vergeben 4. Sei getreu in deinem Hoffen; hilft Gott gleich nicht, wie du willt, Mittel hat er bald getroffen, daß dein Wünschen werd erfüllt Denke, wie er manche Zeit dir zu helfen war bereit, obschon du dein Ohr verstopfet 0 er bei dir Ageldöfet 5. Sei getreu in deinem Leiden; lasse dich kein Ungemach Heiligung. von der Liebe Jesu scheiden, und das sündge Fleisch bezwingt, murre nicht mit Weh und Ach. dem will er in jenem Leben Ach denn was die Ungeduld? seine Freudenkrone geben. Ach sie häufet nur die Schuld; 7 der trägt leichter, wer da träget Ei 6 iII 1 mit Geduld, was Gott aufleget. latauden den, Hoiren Let. 6. und getreu sein bis zum Scheiden, Sei getreu in Todesstunden; weil mein Jesus nicht verläßt halt dich glaubensvoll an Gott, den, der ihn beständig liebt flieh getrost zu Jesu Wunden, und im Kreuze sich ergibt. Ihm empfehl ich meine Sachen: Jesus wirds zuletzt wohlmachen. Nach Benjamin Praetorius 1636—1674. 6 302. Mel. Gott des Himmels und der Erden. ..SFF..I.I.I............ EH urE S 9.——— Jetzund mach ich ein Verbündnis, daß ich will, was Je⸗sus will; sei getreu bis in den Tod: wer mit Jesu gläubig ringt —. ........ —————————————— denn mein Herz, mit ihm er⸗füllt, ru⸗fet nur: Herr, wie du willt! 2. 4. Einer ist es, dem ich lebe, NUnd vollbringe deinen Willen den ich liebe früh und spat: in mir und durch mich, mein Gott. Jesus ist es, dem ich gebe, Deinen Willen laß erfüllen was er mir gegeben hat. mich im Leben, Freud und Not, Ich bin in dein Blut verhüllt; sterben als dein Ebenbild, führe mich, Herr, wie du willt. Herr, wann, wo und wie du willt. 3. 5. Scheinet was, es sei mein Glücke, Sei auch, Jesu, stets gepriesen, Und ist doch zuwider dir, daß du dich und viel dazu ach so nimm es bald zurücke; hast geschenkt und mir erwiesen, Jesu, gib, was nützet mir. daß ich fröhlich singe nun: Gib dich mir, Herr Jesu mild, Es geschehe mir, mein Schild, nimm mich dir, Herr, wie du willt. wie du willt, Herr, wie du willt. Ludämilie Elisabeth von Schwarzburg⸗Rudolstadt 1640—1672. 303. Mel. Valet will ich dir geben. I—, 2— 2———————— 2—.— 1. Schatz ü⸗ber al ⸗le Schät⸗ze, o Je ⸗su, lieb⸗ster Schatz, an dem ich mich er⸗ göt⸗ze, dir hab ich ei ⸗nen Platz . ˖,... N&*&———.69.606——5569656* ——„323 759 Heiligung. . — EE ö in mei⸗nem treu⸗en Her⸗zen, o Schön⸗ster, zu ge⸗teilt, weil vramn. D..— ,. —— ———— —— du mit dei⸗nen Schmer-zen mir mei⸗ nen Sonerz ge⸗ Hben 2. Ach Freude meiner Freuden, du wahres Himmelsbrot, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennot ganz kräftiglich kann stillen ö und in der Leidenszeit mich reichlich kann erfüllen mit Trost und Freudigkeit! Laß, Liebster, mich erblicken dein freundlich Angesicht, ö mein Herze zu erquicken, komm, komm, mein Freudenlicht; denn ohne dich zu leben ist lauter Herzeleid, vor deinen Augen schweben ist wahre Seligkeit. 4. 1. Mein Herze bleibt ergeben dir immer für und für, zu sterben und zu leben, und will getrost mit dir das schwerste Kreuz erleiden; es soll mich keine Pein von deiner Liebe scheiden noch mir beschwerlich sein. D. O Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht; mein Geist will himmlisch werden und ist dahin gericht't, wo Jesus wird geschauet; da sehn ich mich hinein, wo Jesus Hütten bauet, denn dort ist gut zu sein. 6. Nun, Jesu, mein Verlangen, so komm und wohn in mir; laß fest an dir mich hangen, komm, meiner Seelen Zier, und setze mich aus Gnaden in deine Freudenstadt: so kann mir niemand schaden, so bin ich reich und satt. Salomo Liscow 1640—1689. 1. 304. 9—0 ů—— 11*—— H— ** 1. Sieh, hier bin ich, Eh⸗ ren⸗-kö⸗nig, le ge mich vor — dei⸗nen Thron; schwache Tränen, —— — EE 1—D‚.———— —— SSDSSS.— 3 3 I n de mar. urrn ENNꝰ kind⸗lich Seh⸗nen bring ich dir, du 1 — ä%?:—:—:——— Men⸗schen⸗sohn. Laß dich fin den, laß dich fin ⸗den Heiligung. — von mir, der ich Asch und Ton. 8 suchet dich, o Bräutigam. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, Laß dich finden, laß dich finden, senke mich nach deinem Sinn; starker Held aus Davids Stamm. deir Ertant ich Erd h bin ein erkaufter Erb ich bin. Hör, wie kläglich, wie bewegli Laß dich finden, laß dich finden dir die rrens Seele singt, 935 gib dich mir und nimm mich hin. wie demütig und wehmütig 5 deines Kindes Stimme klingt. Laß dich finden, laß dich finden; denn mein Herze zu dir dringt. 3. Ich begehre nichts, o Herre, als nur deine freie Gnad, und dr awich 151 du 4 der d 6. und der dich liebt mit der Tat. Dieser Zeiten Eitelteiten, Laß dich finden, laß dich finden; Weichtann, Wollust, Ehr und Freud, der hat alles, der dich hat. sind nur Schmerzen meinem Herzen, 4. welches sucht die Ewigkeit. Himmelssonne, Seelenwonne, Laß dich finden, laß dich finden, unbeflecktes Gotteslamm, großer Gott, ich bin bereit. in der Höhle meine Seele Joachim Neander 1650—1680. 305. 2. Tim. 2, 8. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 1. Halt im rist, o Mensch, der auf die vom Thron des Him⸗mels kom⸗men ist, dein Bru⸗ der hier zu —————— Er⸗den ini I 206 wer⸗den; ver⸗giß nicht, daß er dir zu⸗ gut hat an⸗ge⸗ nom⸗men Fleisch und Blut: dank ihm für die ⸗ se Lie ⸗be. 2. Wel dadurch hat bestritten Halt im Gedächtnis Jesum Christ, Welt, Sünde, Teufel, Höll und To der für dich hat gelitten, und dich erlöst aus aller Not: ja gar am Kreuz gestorben ist dank ihm für diese Liebe. Tod . HEAE S Lod Heiligung. 27¹ Halt im Gedächtnis Jes sum Christ, Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht und dir das Leben wiederbracht: dank ihm für diese Liebe. 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit: dank ihm für diese Liebe. der einst wird wiederkommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen: o denke, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu 900 Gib, Jesu, gib, D5 ich dich kann mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir getan, mög aus dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Not mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther 1650—-1704. * 306. 1. Kor. 13. Mel. Sollt ich meinem Gott nicht singen. 3.— —.—. 1— +— ,.——. * 1. An⸗ ter al⸗ len gro⸗ßen Gü⸗tern, die uns Chri⸗stus ist die Lieeb in den Ge⸗ mü⸗tern Him⸗mels⸗bal⸗sam, —.— 1 I + + I I—t4..K— +— E 2. 2 I——— EA— — II— +— 2 1 zu ⸗ ge ⸗ teilt, ö ö* der sie heilt, ist ein Stern, der herr⸗lich strah ⸗let, 2— 4——.— 4 + 27— Se. 4 und ein Klei⸗nod, des⸗ sen Preis nie⸗ maud aus zu ⸗ spre⸗chen weiß, Im —— — — + weil kein Gold es je be ⸗ zah ⸗ let; ist die Macht, die V I K ie ⸗ der⸗ mann zwin ⸗ gen —————————————— ID und er ⸗ freu ⸗ en kann. 2. Siebe kann uns alles geben, was auf ewig nützt und ziert, uns zum höchsten Stand erheben, der die Seelen aufwärts führt. Menschen⸗ oder Engelzungen, welche Kraft sie auch beseelt, wenn dabei die Liebe fehlt, sind noch nie ins Herz gedrungen; nur ein Erz und Schellenklang ist ihr flüchtiger Gesang. 3. Was ich von der Weisheit höre, die in alle Tiefen dringt, von geheimnisvoller Lehre, die sich auf zum Höchsten schwingt; selbst die Berge zu versetzen durch des Glaubens starke Kraft, die der Wunder Fülle schafft: alles ist für nichts zu schätzen, wenn darin der Liebe Geist sich nicht kräftig auch beweist. 4. Gäb ich alle meine Habe auch den Armen freudig hin, opfert ich mich selbst dem Grabe meinem Nächsten zum Gewinn, ließ ich meinen Leib gleich brennen Heiligung. und ertrüge jeden Schmerz: ist von Liebe leer mein Herz, würd es mir nichts nützen können. Nur der Liebe reine Tat ist der wahren Freude Saat. 5. Glaube, Hoffnung, Liebe leiten uns nicht nur im Pilgerstand, ihre Kraft wird uns begleiten in das wahre Vaterland. Ja es strecken ihre Grenzen sich bis in die Ewigkeit, und doch wird die Liebe weit über Glaub und Hoffnung glänzen, sie schafft Heil und Segen hier, sie beseligt für und für. 6. O du Geist der reinen Liebe, Segensquell in Freud und Schmerz, laß mich spüren deine Triebe, komm und senk dich in mein Herz, laß mich kräftig widerstreben allem, was nicht gut es meint mit dem Freunde, mit dem Feind und mich reizt, nur mir zu leben. Geist der Liebe, lenke hin zu der Liebe meinen Sinn. Nach Ernst Lange 1650—1727. 307. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 94 1 ——————3 1 II 1—— 12——.—— 2— 1— I.H————— V——— ————— 1 1 —.— ö—. . H 9 85*———— —3——————————— 9——2—————T————— — Tor und Tür, ver⸗ trei⸗be sie in mei⸗nem Her⸗ zen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür, ach komm und wohne du bei mir, treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel und Wohnhaus. I 8. Heiligung. 273 3. gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand Laß deines guten Geistes Licht aus deiner milden Gnadenhand. und dein hellglänzend Angesicht 5. erleuchten mein Herz und Gemüt, So will ich deines Namens Ruhm o Brunnen unerschöpfter Güt. ausbreiten als dein Eigentum 4. und dieses achten für Gewinn: Und mache dann mein Herz zugleich wenn ich nur dir ergeben bin. an Himmelsgut und Segen reich, Heinrich Georg Neuß 1654—1716. 308. —.———....———.—4 1. Wie wohl ist mir, o Freund der See ⸗len, wenn Ich stei ge aus der Schwer-muts⸗ höh ⸗ len und ⸗ dn, ne r t et ttt. ö 0———.———— — 41 2 e ne,, si, w er rrn— ich in dei⸗ ner Lie be ruhl 5 ei ⸗le dei⸗ nen Ar⸗men zu: da muß die H2—.——— —.—— r, ——————— Nacht des Trau⸗erns nn di wenn mit so an⸗ge⸗neh⸗men —— 2 + ů 665 ——.— ö 2 e e en, I— 7.—.—1 n Freu⸗den die Lie-be strahlt aus dei-ner Brust. Hier .——— iiin——— 2.— ist wen Him⸗ i schon auf Er⸗den; wer woll ⸗te nicht ver⸗ gnü ⸗ get wer⸗den, der in dir su ⸗chet Ruh und Lust? 2. Der Welt Haß kann mich doch nicht Die Welt mag meine Feindin heißen; füllen, es sei also, ich trau ie nicht, weil in den stärksten Unglückswellen wenn sie mir gleich will Lieb erweisen mir deine Treu Wun Anker reicht. bei einem freundlichen Gesicht. 3. In dir vergnügt sich meine Seele; Will mich des Moses Eifer drücken, du 31 mein Freund, den ich erwähle, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, du bleibst mein Freund, wenn drohtStraf und Hölle meinemRücken, Freundschaft weicht. so steig ich gläubig in die Höh Ai — 27⁴ Heiligung. und flieh zu deinen heilgen Wunden; o allerliebstes Leben, ruht. da hab ich schon den Ort gefunden, Wen macht des Weges End erzittern, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. wenn aus Gefahr und Ungewittern Tritt alles wider mich zusammen, er eingeht in die Sicherheit? du bist mein Heil, wer will ver⸗Mein Licht, so will ich auch mit dammen? Freuden Die Liebe nimmt sich meiner an. aus dieser finstern Wildnis scheiden 4. zu deiner Ruh der Ewigkeit. Führst du durch Wüsten meine Reise, 6 ich folg und lehne mich auf dich; Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, du gibst mir aus den Wolken Speise so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! und labest aus dem Felsen mich: Mich kann Welt, Not und Tod nicht ich traue deinen Wunderwegen, ö quälen, sie enden sich in Lieb und Segen: weil du, mein Gott, vergnügest mich. genug, wenn ich dich bei mir hab. Laß solche Ruh in dem Gemüte Ich weiß, wen du willst herrlich zieren nach deiner unumschränkten Güte und über Sonn und Sterne führen, des Himmels süßen Vorschmack sein. den führest du zuvor hinab. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! 5. Nichts kann als Jesus mich erfreuen. Der Tod mag andern düster scheinen, O reicher Trost: mein Freund ist mir nicht, weil Seele, Herz und Mut mein! in dir, der du verlässest keinen, Wolfgang Christoph Deßler 1660—1722 309. Mel. Herr Christ, der einig Gottssohn. 5 3— 4—3—————.—— ———-———— EENI 1. Herr Je⸗ su, Gna⸗den⸗son ne, wahr⸗haf⸗tes Le⸗bens⸗licht, laß Le⸗ben, Licht und Won⸗ne mein blö⸗des An⸗ ge⸗sicht nach dei ner Gnad er ⸗freu en und mei⸗nen Geist er⸗ — —H—, 5 neu ⸗ en; mein Gott, ver ⸗sag mirs nicht. 2. ö Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich. 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin Laß deine Friedensgaben zu deinem Dienst ergebe mein armes Herze laben; und dir zu Ehren lebe, ach Herr, erhöre mich. weil ich erlöset bin. 4. rn, Befördre dein Erkenntnis ern in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständnis mitk durch dein heilsames Wort, damit ich an dich gläube den und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. . len, Ach zünde deine Liebe cht in meiner Seelen an, icht daß ich aus innerm Triebe ö dich ewig lieben kann ich. und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen te auf rechter Lebensbahn. ein. en! ien. ist 22 Heiligung. 6. Nun Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; hingegen meine Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist böse und nicht gut. 7. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; gib, daß ich deinen Willen beständig mög erfüllen, und steh mir kräftig bei. Ludwig Andreas Gotter 1661—1735. 310. Luk. 10, 41. 42. 1. Kor. 1, 30. 9 1 EREEESE SSEEEEEEEEEEE eee—————————.— ———9—— S 5 1. Eins ist not! Ach Herr, dies ei⸗ ne leh⸗re mich er⸗ 49 Al ⸗les an-dre, wie's auch schei-ne, ist ja nur ein ——.———— 1— IISISiIiIEIEEEEE —————ee det ert aer 1 ken⸗nen doch. — schwe⸗res Joch, dar ⸗-un⸗ter das Her⸗ze sich na⸗ get und 4*———I—IJ—————— 4 ....——. ESEESII— — pla ⸗get und den- noch kein wah- res Ver⸗gnü gen er⸗ Ä‚r Ker wer, 2 663 n d n unen, m: t Eun ja⸗ get. Er⸗lang ich dies ei⸗ ne, das al ⸗les setzt, so — 2———.— P„ n 55. v. L. —— f. n +—————— 1—————..“ werd ich mit ei⸗nem in al⸗lem er⸗ götzt. 276 Heiligung. 2. Jesu, es muß mir gelingen Seele, willst du dieses finden, durch dein heilges, teures Blut: suchs bei keiner Kreatur; die höchste Gerechtigkeit ist mir er⸗ laß, was irdisch ist, dahinten, worben, schwing dich über die Natur da du bist am Stamme des Kreuzes wo Gott und die Menschheit in gestorben; einem vereinet, die Kleider des Heils ich da habe wo alle vollkommene Fülle erscheinet: erlangt, da, da ist das beste, notwendigste Teil, worinnen mein Glaube in Ewigkeit mein ein und mein alles, mein prangt. seligstes Heil. 7. 3. Nun so gib, daß meine Seele Wie Maria war beflissen auch nach deinem Bild erwacht; auf des einigen Genieß, du bist ja, den ich erwähle, da sie sich zu Jesu Füßen mir zur Heiligung gemacht: was dienet zum göttlichen Wandel voller Andacht niederließ: und Leben, ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, ist in dir, mein Heiland, mir alles was Jesus, ihr Heiland, sie wollte gegeben; belehren; entreiße mich aller vergänglichen ihr alles war gänzlich in Jesum Lust, versenkt, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bo⸗ und wurde ihr alles in einem ge⸗ wußt. schenkt: 8. 4. Ja was soll ich mehr verlangen? Also ist auch mein Verlangen, 53 6 umströmt die Gnadenflut; liebster Jesu, nur nach dir; du bist einmal eingegangen laß mich treulich an dir hangen, in das Heilge durch dein Blut: schenke dich zu eigen mir. 25 hast du die ewge Erlösung Ob viel auch umkehrten zum erfunden, größesten Haufen, daß ich nun der höllischen Herrschaft so will ich dir dennoch in Liebe entbunden; nachlaufen; dein Eingang die völlige Freiheit denn dein Wort, o Jesu, ist Leben mir bringt, und Geist: Em kindlichen Geiste das Abba nun was ist wohl, das man nicht in klingt. Jesu geneußt? 9. 5. Volles Gnügen, Fried und Freude Aller Weisheit höchste Fülle wei meine Seel ergötzt, in dir ja verborgen liegt: weil auf eine frische Weide gib nur, daß sich auch mein Wille mein Hirt Jesus mich gesetzt. sein in solche Schranken fügt, Nichts Süßes kann also mein Herze worinnen die Demut und Einfalt erlaben, regieret als wenn ich nur, Jesu, dich immer und mich zu der Weisheit, die soll haben; himmlisch ist, führet. nichts, nichts ist, das also mich innig Ach wenn ich nur Jesum recht kenne erquickt, und weiß, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben o hab ich der Weisheit vollkomme⸗ ö erblickt. nen Preis. 10. 6. Drum auch, Jesu, du alleine Nichts kann ich vor Gott ja bringen sollst mein ein und alles sein; als nur dich, mein höchstes Gut; prüf, erfahre, wie ichs meine, Wer TSIHIIII Herze nmer innig müben tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf 11. betrüglichem Stege, und leite mich, Hadege; auf ewigem ege; 31 Mel. Großer Prophete, Heiligung. 27⁷ 115 daß ich 946 2 nicht Leiden och ö Tod, nur Zeium gewinnte, dies eine ist not. Johann Heinrich Schröder 1667—1699. 1. mein Herze begehret. 1. Je ⸗su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des ihr höl ⸗li⸗sches Heer nicht ver ge-bens mäch⸗tig auf⸗ wie sie ———— 2 22 Le-bens! Sieh, wie die Fin ⸗ster ⸗nis füh⸗ret, mir drin⸗get her⸗ ein; schäd⸗lich, zu sein. Sa⸗tan der sin-net auf 4 E——— ‚‚tl Z. al⸗ler⸗hand Ränke, wie er mich sich⸗te, ver⸗stö⸗re und krän⸗ke. 4. Jesu, hilf siegen! Ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrech— ist immer vor amir! Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält Hilf, wenn die für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Versühnen und dies zu meiner Demütigung Ln Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Last der Begierden empfinde, und sich mein tiefes Verderben dar⸗ gt: hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten und durch dein Leiden mein sünd⸗ lich Fleisch töten. Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gib, daß in mir lebe ang 00 Ver⸗ ngen aufwärts sich sonenderd durch hei⸗ ligen Trieb; laß mich eindringen ins göttliche Wesen: so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille dir, Herr, sei gänzlich zu eigen ge⸗ schenkt, und ich mich stets in dein Wollen verhülle, wo sich die Seele zur Ruhe hin⸗ lenkt; laß mich mir sterben und alle dem Meinen, daß ich mich zählen kann unter die Deinen. —* 278 Heiligung. 6. 8. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht Jesu, hilf siegen, wenn alles ver⸗ sinken, ö schwindet wenn sich die Kräfte der Lügen auf⸗ und ich mein Nichts und Verderben blähn nur seh: und mit dem Scheine der Wahrheit wenn kein Vermögen zu beten sich sich schminken; findet, laß doch viel heller dann deine wenn ich muß sein ein verschüch⸗ Kraft sehn: tertes Reh, steh mir zur Rechten, o König und ach Herr, so wollst du im Grunde Meister, der Seelen lehre mich kämpfen und prüfen die dich mit dem innersten Seufzen ver⸗ Geist er. mählen. 9. Jesu, hilf seden im Wachen und Fesu hilf siegen und laß mirs ge⸗ Beten; ö lingen, Hüter, du schläfst ja und sch lummerst daß ich das—.10 1—5 Sieges er⸗ nicht ein. Laß dein Gebet mich unendlich ver⸗ so will ich ewig din Lob und Dank treten, singen, der du s 4—5 Fürsprech Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. wenn mich die Nacht mit Ermüdung Wie wird dein Name da werden will decken, ö gepriesen, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wo du, o Held, dich so mächtig er⸗ wecken. wiesen! Johann Heinrich Schröder 1667—1699 V 2. 31* Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. nur das ein hätt aus⸗er⸗ko⸗ren, so Herz, Geist und Seel er⸗freut! 2. 4. O der alles hätt vergessen, E wär unser Aug der Seelen der nichts wüßt als Gott allein, stetig nur auf Gott gewendt, dessen Güte unermessen so hätt auch das sorglich Quälen macht das Herz 0 ruhig, rein! im Gewissen ganz ein End. ö 5. O der alles tönnte lassen, du Abgrund aller Güte, daß er frei vom Eiteln all zieh durchs Kreuz in dich hinein wandern möcht die Friedensstraßen meine Seel, Herz und Gemüte, durch dies dunkle Tränental! ewig mit dir eins zu sein! Frankfurt 1680 inde ver⸗ N 0 Heiligung. 313. Micha 2, 13. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 9⁰4 (Herz und Herz vereint zusammen.) ü⸗ be fer-ner dein Ge-rich-te wi⸗der un sern A dams⸗sinn, S........... T bis uns dein so treu Ge⸗sich-te füh-ret aus dem Ker⸗ker hin. 2 Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hiezu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es von dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht't, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht't und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Zeiten sich auf etwas Bessers schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich, Vernunft⸗Bedenklichkeit! Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie dus nötig findst, so tue noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, welcher Zeit und Maß gebricht. * Herrscher, herrsche, Sieger, siege, König, brauch dein Regiment; führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End. Führ doch aus der Grub die Seelen durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so quälen; denn du meinst es mit uns gut. 8. Haben wir uns selbst gefangen in der Lust und Eigenheit, ach so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; 280 Heiligung. denn die Last treibt uns zum Rufen, der hat Gnad um Gnad genommen, alle schreien wir dich an: wer aus deiner Füll sich füllt. zeig doch nur die ersten Stufen 10. der gebrochnen Freiheitsbahn. Liebe, zieh uns in dein Sterben, 9. laß mit dir gekreuzigt sein, Ach wie teur sind wir erworben, was dein Reich nicht kann ererben; nicht der Menschen Knecht zu sein; führ ins Paradies uns ein. drum so wahr du bist gestorben, Doch wohlan, du wirst nicht säumen, mußt du uns auch machen rein, laß uns nur nicht lässig sein: rein und frei und ganz vollkommen, werden wir doch als wie träumen, nach dem besten Bild gebildt: wenn die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold 1666—1714. 314. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. ......I..I..II. 9 Z.V. —. I. EEEEEEE 1 .7 ger Je⸗ ver Heilgungsquel⸗le, mehr als Kristall rein, klar und al lerGlanz d er Che⸗ ru⸗bi⸗nen und Hei⸗lig⸗keit der Se⸗ra⸗ a, Kihn rrererr,. ———..————————— EEERE 88 hel⸗le, du lautrerStrom der Hei⸗lig⸗keit, Ein Vorbild bist du phi⸗nen ist ge⸗gen dich nur Dunkel⸗heit. mir: ach bil ⸗de mich nach dir, du mein al=les! Je⸗ ——.————— , su, o du hilf mir da ⸗ zu, daß ich mag hei⸗lig sein wie du. 22 Jesu, o du Stiller Jesu, wie dein Wille hilf mir dazu, dem Willen deines Vaters stille daß ich fein stille sei wie du. und bis zum Tod gehorsam war, 3. also mach auch gleichermaßen. Wachsam, Jesu, ohne Schlummer, mein Herz und Willen dir gelassen,‚ in großer Arbeit, Müh und Kummer ach stille meinen Willen gar. bist du gewesen Tag und Nacht; Mach mich dir gleichgesinnt, mußtest täglich viel ausstehen, wie ein gehorsam Kind, des Nachts lagst du vor Gott mit stille, stille. Flehen, —— 2 2———„..„—— — Heiligung. du hast gebetet und gewacht. Jesu, o du Gib mir auch Wachsamkeit, hilf mir dazu, daß ich zu dir allzeit daß ich demütig sei wie du. wach und bete. 7. ‚ Jesu, o du Keuscher Jesu, all dein Wesen hilf mir dazu,. 0 war züchtig, rein und auserlesen, daß ich stets wachsam sei wie du. von tugendvoller Sittsamkeit; 4. dein Gefühl, dein Denken, Sinnen, Gütger Jesu, ach wie gnädig, Blick, Wort und jegliches Beginnen wie liebreich, freundlich und gut⸗ war voller lautrer Züchtigkeit. tätig O mein Immanuel, bist du doch gegen Freund und Feind. mach mir Geist, Leib und Seel Deine Sonne scheinet allen, keusch und züchtig. dein Regen muß auf alle fallen, Jesu, o du ob sie dir gleich undankbar sind. hilf mir dazu, Mein Gott, ach lehre mich, so keusch und rein zu sein wie du. damit hierinnen ich ö 8. dir nacharte. Mäßger Jesu, deine Weise Jesu, o du im Trinken und Genuß der Speise hilf mir dazuu. lehrt uns die rechte Mäßigkeit. daß ich auch gütig sei wie du. Deine Speise wars, den Willen 5. des Vaters treulich zu erfüllen Sanfter Jesu, warst unschuldig und ihm zu dienen jederzeit. und littest alle Schmach geduldig, Herr, hilf mir meinen Leib vergabst und ließt nicht Rachgier stets zähmen, daß ich bleib aus. dir stets nüchtern. Niemand kann dein Sanftmut messen,. Jesu, o du bei der du dennoch nie vergessen hilf mir dazu, den Eifer um des Vaters Haus. B daß ich stets nüchtern sei wie du. Mein Heiland, ach verleih mir Sanftmut und dabei guten Eifer. 9. Liebster Jesu, liebstes Leben, mach mich in allem dir recht eben Jesu, o du und deinem heilgen Vorbild gleich; hilf mir dazuu. gib, daß mich dein Geist durchdringe, daß ich sanftmütig sei wie du. daß ich viel Glaubensfrüchte bringe 6. und tüchtig werd zu deinem Reich. Hoher Jesu, Ehrenkönig, Ach zieh mich ganz zu dir, du suchtest deine Ehre wenig behalt mich für und für, und wurdest niedrig und gering; treuer Heiland! wandeltest ganz arm auf Erden Jesu, o du in Demut und in Knechtsgebärden, laß mich wie du, erhubst dich selbst in keinem Ding. und wo du bist, einst finden Ruh. Herr, solche Demut lehr Leipzig 1700. mich auch je mehr und mehr(Nach einem holländischen Liede von stetig üben. Lodenstein.) 315. EV 4—— eem nmn Eu ö 2— 4.—— du en, ů—.— 1..— EV 1— 2—2— 1. Dir, dir, Je⸗ ho⸗vah, will ich sin⸗gen, denn wo ist Dir will ich mei⸗ ne Lie⸗der brin⸗gen, ach gib mir Heiligung. — 4.— +.— 2 2 1 EIEEE— ———————.—— doch ein sol⸗ cher Gott wie du?; ö dei ⸗nes Gei ⸗stes Kraft da ⸗ zu, daß ich es tu im 2— ö P...II.. I N E Na⸗men Je⸗ su Christ, so wie es dir durch ihn ge-fäl⸗lig ist. 00 2. ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb R Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinnen und Verstand ö daß mirs die Bitte nicht versagen ann, die ich nach deinem Willen hab ge⸗ tan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht't und wird gewiß von dir erhöret, ö 3 weil es im Namen deines Sohns regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl 1 ö und dir darob im Herzen sing und spiel. ö Verleih mir, Höchster, solche Güte, geschicht, so wird getviß mein Singen recht durch welchen ich dein Kind und 100 getan, Erbe bin so klingt es schön in meinem Liede, und nehme von dir Gnad um Gnade so bet ich dich im Geist und Wahr⸗ hin. * Etedein Geiit heit an; 7 I o hebt dein Geist mein Herz zu 0 so h dir emor, Wohl mir, daß ich ů56 Zeugnis 0 ö abe! daß ich dir Psalmen sing im höhern ich(Chor. 93900 Drum bin ich voller Trost und Freu⸗ digkeit 4. und weiß, daß alle gute Gabe, Denn der kann mich bei dir ver- die ich von dir verlange jederzeit, treten die gibst du und tust überschweng⸗ mit Seufzern, die ganz unaussprech⸗ lich mehr, 0 lich sind. Nals ich verstehe, bitte und begehr. der lehret mich recht gläubig beten, 8 gibt Zeugnis meinem Geist, daß 165 ö ich dein Kind Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen, ö und ein Miterbe Jesu Christi sei, der mich zu deiner Rechten selbst daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. vertritt: in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glau⸗ 2* ben bitt. Wenn dies aus meinem Herzen Wohl mir, Lob dir jetzt und in challet** Ewigkeit, durch deines heilgen Geistes Kraft daß du mir schenkest solche Seligkeit! und Trieb, Bartholomäus Crasselius 1667—1724 so bricht dein Vaterherz und wallet Heiligung. 316. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. ...... —œ— 1. O sü⸗ßer Stand, o wenn sich ein Herz Gott so se ⸗lig. Le⸗ben, das aus der wah⸗ren er ⸗ge-ben, daß Chri⸗sti Sinn es — n ———— DII— Ein⸗falt quillt, ganz er⸗füllt; wenn sich der Geist nach Chri⸗sti Bil ⸗de in ———————————— DDDDD— —————.——— Licht und Recht hat auf-ge⸗richtt und un⸗ter .— E———— ͤ—————.—.— ———.——— Schil de le fal ⸗ schen Hö⸗ hen bricht! 2. behält sie wider allen Neid; Was andern schön und lieblich schei⸗ ist jemand, der Lust dazu träget, net, ist solchem Herzen Kinderspiel; was mancher für unschuldig meinet, ist solchem Herzen schon zuviel. Warum? Es gilt der Welt absagen; hier heißts: Rührt kein Unreines an! Das Kleinod läßt sich nicht erjagen, es sei denn alles abgetan. 3. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als die im Blute Christi liegt; die reine himmlische Begierde at Stolz und Torheit schon besiegt. n einem reinen Gotteskinde glänzt Gottes Name schön und rein: wie könnt es denn vom eitlen Winde der Welt noch eingenommen sein? 4. Von Sorgen, Not und allen Plagen, damit die Welt sich selbst anficht, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; den Schatz, den sie im Herzen heget, das macht ihr lauter Herzensfreud. 5. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, das sich mit Christi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr törichten Jungfrauen, harrt nur, bis euch die Nacht berückt. Was sind die Lampen sonder Ble? Schein ohn Einfalt und Christi Sinn. Sucht doch was Bessers für die Seele und gebt der Welt das Ihre hin. 6. Ach Jesu, drücke meinem Herzen den Sinn der lautern Einfalt ein; reiß aus, obschon mit tausend Schmerzen, der Welt ihr Wesen, Tand und Schein. Des alten Feindes Bild und Zeichen trag ich nicht mehr, drum laß mich nur der Einfalt Zier und Schmuck er⸗ vom Neid, damit sich andre tragen, ö reichen: das ist die neue Kreatur. Johann Joseph Winckler 1670 1722 Heiligung. 317. Luk. 13, 24. Phil. 2, 12. 1. Mose 19, 15—22. I 1 +1 2+ r daß dein Geist sich recht ent⸗la⸗de von der Last, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal⸗ Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 9. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht getan. 6. Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Böse hast bezwungen, das uns Schaden pflegt zu tun. 7. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 8. Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast: recht beharren ist das Beste, Rückfall ist ein böser Gast. 9 Laß dein Auge ja nicht gaffen nach der schnöden Eitelkeit; bleibe Tag und Nacht in Waffen, Trägheit flieh und Sicherheit. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, gib der Lust den Zügel nicht; willst du die Begierden stillen, so verlischt das Gnadenlicht. 11. Wahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 12. Wahre Treu liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zugut. 13. Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 14. Liegt nicht alle Welt im Bösen? Steht nicht Sodom in der Glut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. 15. Lauf der Welt doch aus den Händen, dring ins stille Zoar ein; eile, daß du mögst vollenden, mache dich von allem rein. mn, de en, Heiligung. 16. 17. Eile, zähle Tag und Stunden, Eile lauf ihm doch entgegen, bis dein Bräutgam kommt und winkt sprich: Mein Licht, ich bin bereit, und, wenn du nun überwunden, nun mein Hüttlein abzulegen; dich zum Schauen Gottes bringt. mich dürst't nach der Ewigkeit. Johann Joseph Winckler 1670—1722 318. Mel. Seelenbräutigam. 94 65655377 *— I ö 0 5, Ha—.— 6.8——.—.—.—..7=...— 1. Wer ist wohl wie du, Je⸗su, sü⸗ße Ruh? Un⸗ter vie⸗len aus⸗er⸗ — 1 ꝓII——.—————— —.—————— ko ⸗ren, Le⸗ben de⸗rer, die ver⸗lo⸗ren, und ihr Licht da⸗ zu, Je⸗su, sü ⸗ße Ruh! 2. ich will sitzen dir zu Füßen, Leben, das den Tod, wie Maria tät, mich aus aller Not höchste Majestät. zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket 4 und mied ans der Not Laß mich deinen Ruhm at geführt zu Gott! als dein Eigentum. hut gesührt z durch des Geistes Licht erkennen, 3. stets in deiner Liebe brennen Glanz der Herrlichkeit, als dein Eigentum, du bist vor der Zeit allerschönster Ruhm. zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket 7. in der Füll der Zeit, Deiner Sanftmut Schild, Glanz der Herrlichteit. deiner Demut Bild 4. mir anlege, in mich präge. Großer Siegesheld, daß kein Zern noch Stolz sich rege Tod, Sünd, Höll und Welt vor dir sonst nichts gilt hast du mächtig überwunden als dein eigen Bild. und ein ewges Heil erfunden 8. durch das Lösegeld Steure meinen Sinn, deines Bluts, o Held. der zur Welt will hin, 5 daß ich nicht mög von dir wanken, Höchste Majestät, sondern bleiben in den Schranken; König und Prophet, sei du mein Gewinn, deinen Zepter will ich küssen, gib mir deinen Sinn. 286 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, Heiligung. wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter, in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse AUnd des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. 13. Solls zum Sterben gehn wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Johann Anastasius Freylinghausen 1670—1739. 319. Matth. 26, 41. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn 3— 2— ** 2— 40 5 3— 7 * .—— L —,. 1. Ma ⸗che dich, mein Geist, be⸗reit, wa ⸗che, fleh und bö ⸗ se Zeit un ⸗ ver⸗hofft be⸗ daß dich nicht die IL ———— be ⸗ te, LV— tre ⸗ te; denn es ist Sa⸗tans List ü⸗ber vie ⸗le .TTTIIII.... —— From⸗men zur Ber⸗su⸗chung kom⸗men. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es fo Iget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. Wache auf, sonst Taun dich nicht unser Herr erleuchten. Wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. Au 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf erblicke, weil er sonst behende ist, daß er dich berücke; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, es fehlt nie hier an falschen Brüdern unter Christi Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei Heiligung von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Ja er will gebeten sein, wenn er was soll geben, er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, wenn wir glaubend bitten. 10. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehn und beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Johann Burchard Freystein 1671—1718. 320. Psalm 73, 23—28. Mel. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr 7W9—.— 3—..——— 1I.— FVui—.. ö— ,. F EEE * 1. Herr Je⸗su Christ, mein höch-stes Gut, mein See⸗len⸗ ich blei⸗ be den ⸗noch stets an dir; so ist auch Z...‚.— I— N. 1— +— I + 2—.:.H* 2— ——2—— D„——5 MM——— .——.—— 2..——. II 1 schatz, mein Her⸗zens⸗mut und al⸗ler uns⸗re nichts, das dich von mir und Sin⸗ne Freude, Lie ⸗be schei⸗de. Du machst mir Heiligung. — 12——— 2.— + S2.——— WZJ‚—...—5 2— +7— + n*—— +— 20————— +7——— — 2.———— — ——.— führst den Le⸗ bens⸗lauf und hil ⸗fest mei⸗nerSchwachehe EEEEEEEEEEEEE E— Herr Je ⸗su Christ, du bist mein Licht, du bist mein Licht; ich fol ⸗ge dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rat, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zuzeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohlgelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach mit Begier, ach mit Begier wünsch ich zu sein, mein Gott, bei dir. Mein alles ist auf dich gericht't; hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein; denn auch die ganze weite Welt Ler nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel und Leib verschmachten: dies alles wird, wenns auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle wär, mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines Herzens Trost und Teil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 9. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in Freud und auch im Leide. Dein Tun soll alles und allein in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf: komm, komm, mein Schatz, und nimm mich auf! Erdmann Neumeister 1671—1756. Heiligung. 321. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3.— DI‚. I—.— 0 e dee en e. — 2——— 1. Him⸗-mel⸗ an geht uns⸗re Bahn, wir sindGä⸗ste nur auf Er⸗den, bis wir hin nach Ka-na⸗an durch die Wü⸗ste kom⸗men wer⸗ den; EEI —— +— 5%/ e La duen Err, een en — 22— SS‚.‚—.— 13—— 2—— + 1 20 ist un⸗ser Pil⸗grimstand, dro-ben un ⸗-ser Va⸗ter⸗land. über Sonne, Mond und Sterne; Himmelan Ihwing dich, mein Geist, denn ihr Licht ist viel zu klein denn du bist ein himmlisch Wesen gegen jenen Glanz und Schein. und kannst das, was irdisch heißt, 5 nicht zu deinem Zweck erlesen: Himmelan wird mich der Tod ein von Gott erleucht'ter Sinn in die rechte Heimat führen, kehrt in seinen Ursprung hin. da ich über alle Not 3. ewig werde triumphieren. Himmelan! ruft Gott mir zu, Jesus geht mir selbst voran, wenn ich ihn im Worte höre: daß ich freudig folgen kann. das weist mir den Ort der Ruh, 6 wo ich einmal hingehöre. Himmelan, ach 1 —— himmelan! Wenn mich dieses Wort bewahrt, Das soll meine Losung bleiben. halt ich eine Himmelfahrt. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben; Himmelan! Mein Glaube zeigt himmelan steht mir mein Sinn, mir das schöne Los von ferne, bis ich in dein Himmel bin. daß mein Herz schon aufwärts steigt Benjamin Schmolck 1672—1737. %oe 322. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 22— + 4 2—.——— 1. Mein Gott, ich klopf an dei ne Pfor⸗te mit Seuf-zen, ich hal⸗te mich an dei ne Wor⸗te: Klopft an, so —.—————— 3 2 Flehn und Bit⸗ten an, Ach wird euch auf⸗ge⸗ tan! öff⸗ne mir die Gna⸗den⸗tür, in ———— 2 —————.—.——.———— +V Je ⸗ su Na⸗ men steh ich hier. 290 Heiligung. 2. Wer kann was von sich selber haben, 1 schick sie in der Gnadenzeit. Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut das nicht von dir den Ariorung hat? 7 und mach das 2 0 wieder gut. Du bist der Geber aller Gaben, bei dir ist immer Rat und Tat; du bist der Brunn, der immer quillt; du bist das Gut, das immer gilt. Vom Kreuze darf ich Hitre nicht bitten, daß es mich ganz verschonen soll: 3. mein Heiland hat ja selbst gelitten, Drum komm ich auch mit meinem sein Kreuz trag ich auch freudenvoll. Beten, das herzlich und voll Glaubens ist. Der mich heißt freudig vor dich treten, ist mein Erlöser Jesus Christ, und der in mir das Abba schreit, ist, Herr, dein Geist der Freudigkeit. 4. Gib, Vater, gib nach deinem Willen, was deinem Kinde nötig ist, nur du kannst mein Verlangen stillen, weil du die Segensgquelle bist. Doch gib, o Geber, allermeist, was mich dem Sündendienst entreißt. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, laß meine Liebe innig sein. Will Satan mir das Kleinod rauben, so halt mit der Versuchung ein, damit mein schwaches HDin 15 und dem Feinde nicht den Willen tut. 6. Erweck in mir ein gut Gewissen, das weder Welt noch Teufel scheut. Wenn Züchtigungen folgen müssen, Doch wird Geduld mir nötig sein: die wollest du mir, Herr, verleihn. ö 8. Das andre wird sich alles fügen, ich mag nun arm sein oder reich; an deiner Huld laß ich mir gnügen, die macht mir Glück und 10h. glei Trifft auch das Glück nicht z aus ein, so laß mich doch zufrieden sein. 9. Wenn ich dich bitt um langes Leben, gib, daß ich christlich leben mag; laß mir den Tod vor Augen schweben und des Gerichtes großen Tag, damit mein Ausgang aus der Welt den Seligen mich zugesellt. 10. O Gott, was soll ich mehr begehren? Du weißt schon, was ich haben muß; du wirst mir, was mir nützt, ge⸗ ö währen, denn Jesus macht den frohen Schluß: ich soll in seinem Namen sgeich so werde, was mir nützt, geschehn. Benjamin Schmolck 1672—1737. 323. Kol. „3. 4. —— 1. Es glän⸗zet der Chri⸗ sten in⸗wen⸗di⸗ ges Le-ben, ob was ih-nen der Kö-nig des Him⸗-mels ge⸗ ge⸗ben, das 1 2 2*—— 45 1.—5— 2—. —— 12— E H— 2..—29 I.————— ——— 22—.—ß—4—— ———.— 1—— hier auch von au⸗ßen kein Schim⸗mer sie schmückt; wird nur vom Au⸗ge des Gei⸗stes er-blickt. Was vie⸗le ver⸗ r⸗ Heiligung. ——— E 2— 1 LEEEI.——1 ——.— +2 2— DZI 12 1————. 2 5——— —.— 230— V+S —.—*— ach⸗ten bei ir-di⸗schem Trach⸗ten, hat ih⸗ er⸗leuch⸗te⸗ ten — e,. ,= d +77 Sin-ne 2 Sie gleichen im Außern den Kindern der Erde und tragen auch an sich des Ir⸗ dischen Bild; sie fühlen wie andre der Menschheit Beschwerde, oft sehn sie die Sonne der Freude verhüllt. Sie stehen und wandeln, sie reden und handeln, wie jeder es treibet in zeitlichen Dingen; doch kann sie die weltliche Lust nicht bezwingen. 3. Denn innerlich sind sie von gött⸗ lichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mäch⸗ tiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Flamme, entzündet von 2507 genähret von Brüder, erfreun sich der Lieder, Die Engel, als die hier von den Lippen der From⸗ men erklingen und bis in das innerste Heiligtum dringen. 4 im Himmel, ge- zie⸗ret und sie zu der gött⸗li⸗chen Wür⸗de ge⸗füh⸗ret. sind arm, doch sie haben, was ihnen efällt. Sie stehen in Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen getötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glau⸗ bens von innen. 5. Wenn Christus, ihr Leben, sich wird offenbaren, wenn er sich einst allen in Herrlich⸗ keit zeigt, dann wird auch den frommen und gläubigen Scharen die Krone des ewigen Lebens ge⸗ reicht. Sie werden regieren, mit ihm tri⸗ umphieren, wie leuchtende Sterne des Himmels dort prangen, wenn aller Weltschimmer in Nacht ist vergangen. 6. verborgenes Leben der Seelen, du ewige Sonne der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wie oft auch die Menge für tö⸗ richt ihn hält. O Jesu, ö ver letzet, sie bleiben ohnmächtig und schützen hier stille mit Christo im Vater ge⸗ die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, lebet: das ist es, was einst uns zum Him⸗ mel erhebet. Christian Friedrich Richter 1676—1711. 19* Heiligung. 324. Mel. Es kostet viel, ein Christ zu sein. •4, N ——2— I 2— EI* N H E— 7— EE H. Rn 1. Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein und nach dem Sinn des 2———————— -, d— Ee FFIFFFFFTFTTFTFTFTFTTTTTTtTttt'ttt'''t''''T'T'T'T'T'T'T'TRTC +1 rei⸗ nen Gei ⸗stes le⸗ben; zwar der Na⸗tur geht es gar sau⸗er — ö aE.— 4.——— er erern sirre. SS..I.I... TTT E.— ++1——*— ein, sich im⸗mer⸗dar in Chri⸗sti Tod zu ge⸗ben; doch 2—— 2 — tnin. —— 22. V III IIIII * 2 IIII führt die Gna⸗de selbst zu al ⸗ler Zeit den schwe⸗ren Streit. 2. wenn Furcht und Weh dein schwaches Du darfst ja nur ein Kindlein sein, Herze naget; du darfst ja 9 1 die leichte Liebe sprich: Vater, schau mein Elend en. gnädig an! O blöder Geist, schau doch, wie gut so o ists getan. eers mein: ö das kleinste Kind kann ja die Mutter 9. lieben. Faß nur dein Herze in Geduld, Drum fürchte dich nur ferner nicht wenn du nicht gleich des Vaters so sehr: Hilfe merkest. es ist nicht schwer. Versiehst dus oft und fehlst aus 3 eigner Schuld, Dein Vater fordert nur das Herz, sso siehe nur, ostärkest: dein Herze tô daß er es eirle, 55958 wirds gewiß mit seiner Hilf der fromme Gott macht dir gar zu seiner Zeit. Erieie keinen Schmerz, ö die Unlust schuste dir dein eioner 6. l ille; Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, o hats wacht Uhnwilis em dich wird Nacht und Finster⸗ nis bedecken; 4. dein Vater wird nichts Schlimmes Wirf nur getrost den Kummer hin, mit dir tun, der nur dein Herz vergeblich schwächt vor keinem Sturm und Wind darfst und plaget; du erschrecken: erwecke nur zum Glauben deinen ja siehst du endlich ferner keine Spur, Sinn, so glaube nur. 2 Heiligung. 293 So wird dein Ke— oe N auz kindlich 11 Merte dhugent cn Bnuin was du geglaubt, wirst du dann 3 91910 Au drum darfst du Rur Lenr Enen Fe. en 5 5 Ceete, fey Doch mte em wahrer Die Sorg und Whend kühn getrost Christ allein auf ihn. so selig ist. Christian Friedrich Richter 1676—1711. 1 325. eeen,——— — E—2— + 1 *——————— 1. Es ko⸗stet viel, ein Christ zu sein und nach dem Sinn des — E.— 1 H rei⸗nen Gei⸗ stes le⸗ben; denn der Na⸗tur geht es gar sau⸗ er — 1.— — 1—..—— ——.— 2.— 1—.— 1 ein, sich im-mer⸗dar in Chri⸗sti Tod zu ge⸗ben; und e e e, en n E—*——— 2— 2—— En I ö/iꝑiPꝑỹ ꝓ‚q—‚............. ist hier gleich ein Kampf wohl aus⸗ge-richt't, das machts noch nicht. Man muß hier stets auf Sahne ist es wohl der Mühe wert, gehn, daß man mit Ernst die Herrlichreit die leicht ihr Gift in unsre Fersen erwäg bringen; die ewiglich ein dautan D er⸗ da kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn der sich hier stets aufs Himmlische daß nicht das Gift kann in die Seele geleget. dringen. Es hat wohl Müh; Gnade aber Wenn mans Veriehtte— spürt man nacht, t der Zeit daß mans nicht acht't. die Wichtigkeit. 29⁴ Heili 4. Man soll ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so hell, so stark und rein, so herrlich sein, verklärt im Ange⸗ sichte dieweil uns da die wesentliche Pracht so schöne macht. 5. Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn ö und es mit Gott zu einem WGeist ver⸗ binden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn gung. Was Gott Heniehe genießt es auch, was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben, der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch; wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein als Gott allein. 7. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen! Was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn! Wie wohl wirds tun! Christian Friedrich Richter 1676—1711. 1. Hier legt mein Sinn sich vor dir nie-der, EEEEE ———————— 2⁊—. mein Geist sucht ——————— —.—— I——IIIFIT———.— ——— irnr rann rree. E sei ⸗ nen Ur⸗sprung wie⸗ der: laß dein er⸗freu⸗ end 127——=T— +— ä...—I————— 25 An ⸗ ge ⸗sicht zu mei⸗ ner 2. Schau her, ich fühle mein Verderben, laß mich in deinem Tode sterben:; o könnte doch in deiner Pein die Eigenheit ertötet sein! 3. Du wollest, Jesu, meinen Willen mit der Gelassenheit erfüllen: Ar⸗mut sein ge ericht't. brich der Natur Gewalt entzwei und mache meinen Willen frei. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe, nur ist von der Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. Heiligung. 295⁵ 5. 9. Ich muß noch mehr auf dieser Erden In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: durch deinen Geist geheiligt werden, Gott hat der Hölle Macht geschlagen, der Sinn muß tiefer in dich gehn, er führt mich aus dem Kampf und der Fuß muß unbeweglich stehn. Streit 6. in seine Ruh und Sicherheit. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu 10. raten, Drum will die Sorge meiner Seelen hier gelten nichts der Menschen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; Taten: ach drücke tief in meinen Sinn, wer macht sein Herz wohl selber rein? daß ich in dir schon selig bin. Es muß durch dich gewirket sein. 11. 7. Wenn ich hieran mit Ernst gedenke Doch kenn ich wohl dein treuesdieben, und mich in deinen Abgrund senke, du bist noch immer treu geblieben: so werd ich von dir angeblickt, ich weiß gewiß, du stehst mir bei und mein Herz wird von dir erquickt. und machst mich von mir selber frei. 12. 8. So wächst der Eifer mir im Streite, Indessen will ich treulich kämpfen so schmeck ich schon die süße Beute und stets die falsche Regung dämpfen, und fühle, daß es Wahrheit ist, bis du dir deine Zeit ersiehst daß du, mein Gott, die Liebe bist. und mich aus solchen Netzen ziehst.] Christian Friedrich Richter 1676—1711. 327. Mel. Ach was bin ich, mein Erretter. 4 —3—2— ö 12— S——— — IZ..——.———.———2= 2— ———————.——— 1. Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün-den nicht verschwinden? —— Hü⸗ter, ———————————— ————.—————— nen bald zer-rin⸗- nen, dar⸗ in ich ver-wik⸗kelt bin? ö 2. und ich muß mich stets im Schatten Möcht ich wie das Rund der Erden so ermatten, lichte werden! weil du mir so ferne bist. Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe: 4. Jesu, Liebe, Wir sind ja der Nacht entnommen komm, beschleunige den Lauf! da 51 ömmen; 0 3. aber ich bin lauter Nacht. ů Wir sind ja im neuen Bunde, Darum wollst du mir, dem Deinen, da die Stunde auch erscheinen, der Erscheinung kommen ist; der nach Licht und Rechte tracht't. ꝑ ——— — 296 Heiligung. 5 Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke in der Finsternis vollziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demut lieben und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen sich so quälen, zünd dein Feuer in mir an: laß mich finstres Kind der Erden helle werden, daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben: Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter 1676—1711. 328. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme —03 257—— ö————.J— ——————— 4 1 2—— ‚ P........ —— ‚ . 1. Rü⸗stet euch, ihr Christen⸗leu⸗te! Wappnet euch mit Got⸗tes Wor⸗te Die Fein⸗de su⸗chen euch zur ö und kämp⸗fet frisch an je⸗dem ö Beu⸗te, ja Sa⸗tan selbst hat eur Or⸗te, damit ihr blei⸗bet un be⸗ gehrt. ver-⸗sehrt. Ist euch der Feind zu l— —————— ———6— —— 2. * schnell, hier ist Im ⸗- ma⸗ nu ⸗ el, ho si ⸗ an ⸗ na! Der 12—— 2———————————— — ————. Star⸗ke fällt durch die⸗sen Held, und wir be⸗ hal⸗ten mit das Feld. en 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, Heiligung. so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn daß ihr nicht strauchelt wie die hat längstens schon Lahmen; wo ist des Glaubens Ritterschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel: da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit; so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Toten wecken, uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen: so bleiben wir getrost an dir und Christus wird die Welt er⸗ im Tod und Leben für und für. chrecken, Wilhelm Erasmus Arends 1677—1721. 329. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. —.— 4 4 I + 1 SSSISI IIIII.. .———— 1. Wer sich auf sei ⸗ ne Schwachheit steurt, der bleibt in wer nicht Herz, Sinn und Mut er⸗neurt, wird sich ge⸗ —.x oaa 1 2 1—— 2 .—.— 12— 1— Sün ⸗ den lie ⸗ gen; Si „*— Him ⸗ 2 e wiß be ⸗ trü=gen. Den Him ⸗mels⸗ weg und —.— öDSDS IDIIII.. ..—— H——— schma-len Steg hat er nie an⸗ ge⸗tre⸗ten; er weiß auch nicht in x 3 5 20. EESSSEEEIEIEEEEEIIII 1— H Got ⸗tes Licht, was kämp ⸗fen sei und be ⸗ ten. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, ist ihrer Bosheit Stärke; dadurch vermehrt der böse Geist gar mächtig seine Werke. Auf, Seele, auf, richt deinen Lauf zur Allmacht, die dich rettet! Des Heilands Blick zerreißt den ö Strick, womit du angekettet. 298 Heiligung. 3. 5. Der erste Schritt im Christentum Brich durch, o starker Gottessohn, macht von der Sünde scheiden. damit auch wir durchbrechen; Bei einem wahren Glaubensruhm laß uns in dir, o Gnadenthron, muß man die Weltlust meiden. nicht mehr von Schwachheit sprechen, Wenn Christi Geist die Seel entreißt weil deine Hand das teure Pfand von ihren Todesbanden, des Geistes uns gegeben, so spürt sie Kraft, die Jesus schafft, dadurch wir frei von Heuchelei mit dem sie auferstanden. im Streit stets siegreich leben. 4. 6. Mein Heiland, fördre selbst dein Werk, Gib Kraft, wo keine Kraft mehr ist; laß mich gekräftigt werden: gib Kraft, das Fleisch zu dämpfen; ist doch Gerechtigkeit und Stärk gib Kraft, wenn Satans Macht mein bestes Teil auf Erden. ö und List Du machst gerecht uns, dein Ge⸗ uns schwächen will im Kämpfen. schlecht, Wenn uns die Welt viel Netze stellt, und willst zugleich uns stärken, gib Kraft, sie zu vernichten; daß wir in dir des Glaubens Zier, so wird in Not, ja selbst im Tod die Macht der Gnade, merken. uns deine Kraft aufrichten. Str. 1: Georg Phllipp Harsdörffer, 1607—1658, Str. 2—5: Bernhard Walter Marperger, 1682— 1746 330. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. . 1——————— ——...............— 1. Höchst⸗er⸗wünsch-tes See⸗len ⸗le⸗ ben, ach wie un⸗-be⸗ wo des Gei⸗stes Kräf⸗te stre-ben nach der güld⸗nen — 0 kannt bist du, Him⸗mels⸗ruh! ver⸗blen-det, wenn er klebt der Er⸗ de an, sich zum Rauch und Schat⸗ten wen-det! Ach wie ei ⸗tel ist der Wahn, der des Flei⸗sches Sinn 2. Ach wie oft bin ich geraten Hat nicht die Erfahrung mir in dieselbe Blindheitsnacht, meine Torheit oft gelehret, wenn ich Regungen und Taten wenn ich, Herr, ich klag es dir, nicht sorgfältig hab bewacht! mich in Unruh abgezehret? 1746. Heiligung. 3. der nicht hält in allem still; Zwar der Schluß ist oft genommen, gib, daß ich in dieser Welt 8 daß ich mich wollt reißen los; nichts der Sorge wert mag achten, aber wenns zur Tat sollt kommen, weil du mich darein gestellt, fand ich mich von Kräften bloß. um nach besserm Gut zu trachten. Ich Gefangner, Armer ich! 6 Wer reißt mir das Netz in Stücken? Gib mir Augen, um zu sehen Fels des Heils, erbarme dich, deines Reiches Gnadenschein; hilf mir aus der Hölle Stricken. gib mir Kräfte, um zu gehen 7—— 9 eh. t5 hinein. 20 Mache mich mit dir bekannt —„ 9——** der on gibft den Marten Rih laß in a5 15 sein entbrann Mat Ruh, Herz Seele sein e wahre Zuflucht der Geplagten, Herz und Seele sein entbrannt, — knüpfe dich und mich zusammen. wing mein Herze, zwings dazu, 7 ö aß die ganze Kreatur Zeiche ů 25 36 nichts in meinen Augen scheine, mort Zucht zerter aneine Muhrt und ich darauf denke nur, Ich will in des Lebens Schranken wie ich ewig sei der Deine. eilen meinem Jesu zu. 5. Jesu will ich geben Ehr, Ach zermalme das Verlangen, in ihn will ich mich versenken das noch etwas Eitles will. und hinfort mich um nichts mehr Nimm den bösen Sinn gefangen, als um seine Liebe kränken. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 331. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 1. Le-bens⸗son⸗ne, de⸗ren Strahlen auch im Dun⸗keln ge-ben Schein, die nach Würden ab⸗-zu-ma⸗len, ist der Son⸗ne Glanz zu klein: Mond und Son⸗ne müs⸗sen wei⸗chen und vor dei nem Glanz er-blei⸗chen. 2 alle Schatten, laß dein Haus, Komm denn, Jesu! Deine Klarheit drin du dich willst ewig spiegeln, durch die Nacht der Sünde bricht. Belial dir nicht verriegeln. Zeige mir den Weg der Wahrheit, 3. zeig dein helles Angesicht: Siehst du nicht des Herzens Höhle, treib aus meinem Herzen aus wie sie ist verwirrungsvoll? —ñ 300 Heiligung. In dem tiefsten Grund der Seele bist des Vaters Bild und Zier, Ahme es noch nicht, wie es soll. also laß, Herr, deine Strahlen ch wann wird doch einst dein Glanz in mir auch dein Bildnis malen. O daß Geist nöchte ste ganz?ꝰ 6 aß alles möchte sterben ö—3 ö 2„„Ich muß, wie du mich, dich kennen, 2 7 was nur kann dein Licht verderben! sch muß heilig sein wie du 4. und wie du in Liebe brennen; Warst dus nicht, der aus der Tiefe, gib mir Licht und Kraft dazu. drin die Welt versunken lag, War des Tempels Dunkel nicht durch ein Wort dem Lichte riefe? allzu enge deinem Licht: Und wie plötzlich ward es Tag! wird mein Elend dir nicht wehren, Starker Gott, dem nichts gebricht, bei mir Sünder einzukehren. Laß t 23 Fleisch Es nen& Licht! aß das Fleisch in seinen Lüsten Wohne, herrsche leuchte, heile! 4 85 25 ö hne, h„ hte, heile! nicht mehr wider dich sich rüsten. Dir, dir räum ich Herz und Mut. 5 Leuchte mir als Feuersäule, Laß in deinem Licht mich wandeln, fülle mich mit Licht und Glut. o du heller Morgenstern. Eine Sonne wärmt die Welt, Lehr mich, daß ich recht zu handeln eine Sonne mir gefällt; aus dem Wort des Lebens lern; ohne dieses Licht des Lebens und gleichwie du für und für lebt ich in der Welt vergebens. Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. 1*— 1 4—— PZEEn +— II 2 I ũ—ẽ——1 I— + 1 ++—4* fe ee— r. — 2 0 D 1. Mein Le⸗ben ist ein Pil⸗grim⸗stand: ich rei ⸗se nach dem — 1— 1 1 II——— +—— 1 I— S,eeenn, d r,(E Lieiewi. —— r in Lu— x5— L Va⸗ter⸗land, nach dem Je⸗ ru⸗ sa⸗lem, das dro ⸗ ben Gott —.— 4 ö— — ·—..— ö—— ů. I +—— E 7 I.— 2—— 2 1 L— selbst als ei ⸗ ne fe ⸗ ste Stadt auf Bun⸗-des-blut ge⸗ — 4— 4 4 4 4 +. I EI 1—....—— Sr,aer, Eien, nen dae dr. E———— EEEE— 12— grün⸗det hat; da werd ich mei⸗nen Gott stets lo⸗ ben. Mein —— — f——— d Ler, nre., L — 2— 2—.. Le⸗ben ist ein Pil⸗grim⸗stand, ich rei⸗se nach dem Va⸗ter⸗land. 29. I + und kann selbst keinen Ausweg sehn. Heiligung. 301 2. laß mich bei einem jeden Schritt So schnell ich Land und Sand verlaß, zu deinem Heil stets näher kommen. läuft schnell des Lebens Stundenglas, Mein Leben fleugt: ach eile du und was vorbei ist, 100r. nicht und fleug mit Gnad und Hilf herzu. wieder. 6 Ich eile zu der Ewigkeit: Ouyurch deinen Geist mich heilig leit Herr Jesu, mach mich nur bereit, gib m. Geduld Beständigkeit, 850 eröffne meine Augenlider, vor Straucheln meinen Fuß beschütze. daß ich, was zeitlich ist, veracht Ich falle stündlich: hilf mir auf, und nur nach dem, was ewig, tracht. zeuch mich, damit ich dir nachlauf; 3. sei mir ein Schirm in Trübsalshitze; Kein Reisen ist ohn Ungemach: laß deinen süßen Gnadenschein der Lebensweg hat auch sein Ach, in Finsternis nie ferne sein. man wandelt nicht auf weichenRosen. ö 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, vor Durst nach dir verschmachten will, so laß mich dich zum Labsal finden; und wenn ich schließ die Augen zu, so bring mich zu der stolzen Ruh, 4. da Streit und alle Müh verschwinden: Der Sonnen Glanz mir oft gebricht‚ laß mich da sein in Abrams Schoß der Sonnen, die mit Gnadenlicht dein Liebling und dein Hausgenoß. in unverfälschte Herzen strahlet: 8. Wind, Regen stürmen auf mich zu: Bin ich in diesem fremden Land Hein matter Geist findt nirgend Ruh. der blinden Welt schon unbekannt: Doch alle Müh ist schon bezahlet, dort sind die Freunde, die mich wann ich die güldne Himmelstür kennen; mir stell in Glaub und Hoffnung für. dort werd ich mit der Himmelsschar 5. dir jauchzend dienen immerdar IJsraels Hüter, Jesu Christ, und in der reinsten Liebe brennen. der du ein Pilgrim worden bist, Herr Jesu, komm, o bleib nicht lang; da du mein Fleisch hast angenommen: hier in der Wüste wird mir bang. zeig mir im Worte deine Tritt, Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 5 333. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 25—————.——— 16.— A d-. E„ E, a, Eer, e —— 4.——— 12 + 1. O. Lie bes⸗glut, wie soll ich dich mit Lo⸗be wür⸗dig In dei ne Tie⸗fen will ich mich, o ol ⸗le See, ver⸗ Der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich wegreißen von dem Ziel; ich muß mich oft an Dornen stoßen, ich muß durch dürre Wüsten gehn — f— ö— .i—— U E.—————..— ie ⸗ ren? ö sie ren⸗ Es flam-met Got⸗-tes Herr⸗lich- keit, es — 3—— .— eeee E S...I.IIII I AA—AA—‚e 2 brennt die gan⸗ze E⸗wig⸗keit: bleibt noch mein Herz er⸗kal⸗ tet? 30² Heiligung. 2. O Liebe, die Gott seinen Sohn aus seinem Schoß genommen! Er ist von dem gestirnten Thron zu uns herabgekommen; mit allen deinen Sünden: laß dem das Herze sein gewährt, der dir sein Herz hat ausgeleert; gib Herz für Herz zum Opfer. sein Mangel, Knechtschaft, Kreuz o liebster Vater, nimm es hin: und Grab sind uns ein Bild, zu malen ab, wie stark Gott lieben könne. 3 Kar auf zu grübeln, glaub allein! gib Kraft, um dich zu lieben; Herz und Begierden, Mut und Sinn sei dir hiermit verschrieben; brenn aus das Feuer böser Lust, laß ewig nichts in dieser Brust annst du dies Meer nicht gründen, als deine Liebe glühen. so wirf dich blindlings nur hinein Friedrich Adolf Lampe 1683—1729. 334. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 1. See⸗le, was er⸗müdst du dich in den Din⸗gen die⸗ser Er⸗ den, die doch bald ver⸗zeh⸗ren sich und zu Staub und A⸗sche wer⸗den? H—— ——— H IIII———— ——.— 2— 2—** ——— I +.——— I +2.— Su⸗che Je⸗sum und sein Licht, 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben: eil zum Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, so das finstre Reich gebieret; laß nur ihn dein Labsal sein, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. al ⸗-les an- dre hilft dir nicht. 5. Geh einfältig stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 6. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist geboren, darum liege nicht im Tod; bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmelshöhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. ken. 8. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 2. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schweben, laß mit brünstigem Gebet Heiligung. sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 10. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. Jakob Gabriel Wolf 1684—1754. 335. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1. Ein Christ, ein tapf⸗rer Krie ⸗ges-held, voll Geist, voll Kraft und ver ⸗-leug-net sich, be⸗zwingt die Welt, zer⸗stört des Sa⸗tans .................—T— E 144.4 r hn r: e, n vnlnt ien ur, ů ö. 1+ 1——— I 1.— 2— + Wer kämpft in⸗ner⸗lich und äu-ßer⸗lich mit Teu⸗fel, Welt und 2 I — ——.D———*— 2.—— IDUE 1.— 12.— 1. II ——— Sün⸗den und kann doch ü-ber⸗-win-⸗den. 2. au habe mich vorlängst gequält und gab mich schier verloren, bis Gott mich zu der Zahl gezählt, die er aus sich geboren. Wer will die Kraft, die alles schafft, und Christi Macht ergründen, dadurch wir überwinden? 3. Ich sprach: Ich bin ein schwaches 4. Ich war ein Mensch voll Eigensinn, voll Eigenlieb und Ehre; ich lebte nach den Lüsten hin und nicht nach Christi Lehre; doch, Gott sei Ehr, ich bins nicht mehr, ich streite mit den Sünden und will sie überwinden. 5. nd, Kommt mir die alte Bosheit ein wie alle Menschenkinder, das in sich kein Vermögen findt, ich bin ein armer Sünder; ach Gott, gib Rat, gib Will und Tat und laß mich Gnade finden, so kann ich überwinden. und will noch lieblich schmecken, soll Jesu Leiden, Kreuz und Pein mich heilsamlich erschrecken; die böse Lust in meiner Brust, die liebsten Lieblingssünden, die will ich überwinden. 303 30⁴ gunst ö Leid oder Freud mir machen, üb ich die edle Streiterkunst, verachte Drohn und Lachen; R Welt⸗Haß und„Gunst RIi ist lauter Dunst, ö nur Schatten, die verschwinden: drum will ich überwinden. — 6 * Seb ich in steter Traurigkeit, ö sind wenig gute Stunden in meiner kurzen Lebenszeit: ich habe Gott gefunden; der tröstet mich ar süßiglich, er kann den Schmerz verbinden, und ich will überwinden. 8. Ja muß ich in dem Pilgerland mit Gott wie Jakob ringen, den Allerstärksten zwingen; * 6. Will Menschenfurcht und Menschen⸗ Heiligung. kann ich zur Stund aus seinem Mund nicht bald den Trost empfinden, noch will ich überwinden. Mir geht der Tod nicht bitter ein, ich bin schon längst gestorben; er soll mir lieb und süße sein: das Haus nur wird verdorben; Gott muß den Gast der Erdenlast auf solche Art entbinden. Das hilft mir überwinden. 10. Das Kleinod ist mir vorgesteckt, ich soll nur tapfer kämpfen; drum bleibt mein Arm stets aus⸗ gestreckt, mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt und frisch gewagt! Ich seh die Krone binden, so will ich durch die Glaubenshand drum will ich überwinden. Geistliche liebliche Lieder, Berlin 1709. 336. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. 9———— I——— den amm einen v x 2 ESESI 0——— 12 1 1. O Va⸗ter⸗herz, o Licht, o Le⸗ben, o treu⸗ er Hirt, Im⸗ dir bin ich ein⸗mal ü⸗ ber⸗ge⸗ben, dir, dir ge⸗ hö⸗ ret ———— 3—— 1.——— —.——.—..——.— 4.————..——. 2— ma ⸗ nu ⸗ el, ö ů 465 Leib und Seel; ich will mich nicht mehr sel-ber füh⸗ren, ——— 4 4.—.. ——— der Va⸗ter soll das Kind re⸗ gie⸗ ren: so geh nun D x— 2n— ............. I...TT — 12—.———.‚——— L O mit mir aus und in, 18⸗ Heiligung. — 4— + + 1 E 3 —— +—— +———.— — E— HBünn.—.—5— + 1— 12—— 1 +* ten. Ich geh, ach hör, o Herr, mein Bit ⸗ten, für +— f * + V ö— I — I ——3.——5 mich nicht ei ⸗ nen Schritt al ⸗ 2. Was kann dein schwaches Kind voll⸗ bringen? Ich weiß mir gar in Keinem Rat; drum sei in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schämen, ich mag dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein: so sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen; dann stellt sich lauter Segen ein. 3. du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn; du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn; a deine Güt und dein Erbarmen oll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. 4. 4 daß ich auch im Kleinsten merke auf deine Weisheit, Güt und Treu, damit ich mich im Glauben stärke, dich lieb und lob und ruhig sei lein. stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; denn lauf ich vor, da lauf ich an. Drum mach im Besten mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumaßen: was du mir tust, ist wohlgetan. 5. Ach mach einmal mich treu und stille, daß ich dir immer folgen kann; nur dein, nur dein vollkommner Wille sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich ver⸗ langen, ja laß mir nichts am Herzen hangen als deines großen Namens Ruhm; der sei allein mein Ziel auf Erden: ach laß mirs nie verrücket werden; denn ich bin ja dein Eigentum. 6. Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist; laß deinen Geist mir klärlich weisen, wie du von ihm geschenkt mir bist. Ach offenbare deine Liebe und wirke doch die heißen Triebe der wahren Gegenlieb in mir; durchdringe du mein Herz Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen allein zu deinem Lobe führ. und und deine Weisheit lasse walten, Karl Heinrich von Bogatzky 1690—1774. 650 337. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. —0. + U EE— ‚.—.— 2— —— re, n⸗Hier Ere Ei. EEEEEE———— 1. Hei⸗land, dei⸗ ne Men⸗schen⸗lie-be war die Quel⸗le dei⸗ner die dein treu⸗ es Herz be-⸗ wogen, dich in un ⸗ser Fleisch ge⸗ 20 Heiligung. ö 4— DESS.EEEEEEEEEE E——— 2——— ö.—2.—.— —— 240 gen dich mit Schwachheit ü⸗ ber-dek⸗ ket, dich vom Kreuz ö 89„ W—.—— H 8 DDEEEEE——.——— —.— ö—— e, n II——.—— EE T ins Grab ge⸗strek⸗ket. O der un ⸗ge⸗mei⸗nen Trie ⸗be III . — + + m G dei⸗ 2. Über seine Feinde weinen, jedermann mit Hilf erscheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, Nit der Betrübten Klagen hören, N sich in andrer Dienst verzehren, sterben für die ärgsten Sünder, das ist Lieb, o Menschenkinder. 3. O du Zuflucht der Elenden, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den Kleinen dich zu bücken, ö die Unwissenden zu lehren, die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, täglich liebreich zu dir locken, das war, Jesu, deine Weise, täglich deine Freud und Speise. ner treu en Men⸗schen ⸗lie ⸗be! 5 O wie hoch stieg dein Erbarmen, da du für die ärmsten Armen dein unschätzbar teures Leben in den ärgsten Tod gegeben, da du in der Sünder Orden aller Schmerzen Ziel geworden und, den Segen zu erwerben, als ein Fluch hast wollen sterben. 6. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben, ohne Schelten, Drohen, Schlagen andrer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu segnen, für der Feinde Schar zu beten und die Mörder zu vertreten. 2 7. Komm, laß deine Liebe decken meiner Sünden Meng und Flecken. Du hast das Gesetz erfüllet und desselben Fluch gestillet: laß doch wider dessen Stürmen deiner Liebe Schild mich schirmen; heilge meines Herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebe. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 338. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 43—H—.—— E 1— La oui, n Kire, E 1. Kö⸗nig, dem kein Kö⸗nig glei ⸗chet, des⸗sen Ruhm kein Mund er⸗ dem als Gott das Reich ge⸗büh⸗ret, der als Mensch das Zep⸗ter 2—.———————— a agen, fuh ret, dem das Recht ge⸗hört zum Thro⸗ne als des Va⸗ — 1—— ů E 2—————.— EEEEEEEEEEAEEEEEEEEEEEE —— n. — ters ein gem Soh⸗-ne, den so viel Voll⸗kom⸗-men⸗ hei⸗ ten .. —. krö ⸗nen, zie ren und be⸗glei ⸗ ten: 2. die dort ohne Furcht und Grauen Himmel, Wasser, Luft und Erde, dein verklärtes Antlitz schauen, nebst der ungezählten Herde die dich unermüdet preisen der Geschöpfe in den Feldern, und dir Ehr und Dienst erweisen. in den Seeen, in den Wäldern, 5. sind, c Tod und Leben, O Monarch in dreien Reichen, dir zum Eigentum gegeben; dir ist niemand zu vergleichen Tiere, Menschen, Geister scheuen, an dem Überfluß der Schätze, Menschensohn, dein mächtig Dräuen. an der Ordnung der Gesetze, 35. an Vortrefflichkeit der Gaben, In des Gnadenreiches Grenzen welche deine Bürger haben; sieht man dich am schönsten glänzen, du beschützest deine Freunde, wo viel tausend treue Seelen du bezwingest deine Feinde. dich zu ihrem Haupt erwählen, 6 die durchs Zepter deines Mundes Herrsche auch in meinem Herzen nach dem Recht des Gnadenbundes über Zorn Furcht Lust und Schmer⸗ sich von dir regieren lassen und wie du das Unrecht hassen. laß mich deinen Schutz genießen, 4. laß mich dich im Glauben küssen, In dem Reiche deiner Ehren ehren, fürchten, loben, lieben kann man stets dich loben hören und mich im Gehorsam üben, von dem himmlischen Geschlechte, hier mit ringen, dulden, streiten, von der Menge deiner Knechte, dort mit herrschen dir zur Seiten. Johann Jakob Rambach 1693—1735. 339. Mel. Jesu, meine Freude. .——— IS — 2 2—...—.——————— *—— 1. All ⸗ge⸗ nug⸗ sam We⸗sen, das ich hab er ⸗ͤle ⸗ sen du ver⸗gnügst al ⸗lei ⸗ ne völ ⸗lig, in nig, rei ⸗ ne 20³ 308 Heiligung. — + SISDSIIiiiiDRDDDR.DDDDHH.———————— EEEEEEEEEEE.I öch ⸗ Gut: 2* See ize, Geist und Aitt Wer dich hat, ist still und satt; d 8 d wer dir kann im Geist an⸗han ⸗gen, darf nichts mehr ver-lan⸗gen. 8 ö 2. 4. u Wem du dich gegeben, Was genannt mag werden d WI kann im Frieden leben, droben und auf Erden, ö er hat, was er will. alles reicht nicht zu; J ö Wer im Herzensgrunde einer nur kann geben ic lebt mit dir im Bunde, Freude, Ruh und Leben, u 4 liebet und ist still; eins ist not: nur du! 1 bist du da uns innig nah, Hab ich dich nur wesentlich, st muß das Schönste bald erbleichen so mag Leib und Seel verschmachten; fi und das Beste weichen. ich wills doch nicht achten. 3. 5. Höchstes Gut der Güter, Komm, du selig Wesen, Ruhe der Gemüter, das ich mir erlesen, ge Trost in aller Pein: werd mir offenbar!. was Geschöpfe haben, Meinen Hunger stille, F i kann den Geist nicht laben; meinen Grund erfülle se du vergnügst allein. mit dir selber gar. 4 Was ich mehr als dich begehr, Bleib nur du mein Gut und Ruh, kann mein Seligsein nur hindern bis du wirst in jenem Leben ste i und den Frieden mindern. dich mir völlig geben. ih ö Gerhard Tersteegen 1697—1760. la un 340. la Mel. Alles ist an Gottes Segen. U +— — +—— r 1. Je⸗su, der du bist al⸗lei⸗ne Haupt und Kö⸗nig der Ge⸗mei⸗-ne, — 2—— ö—————.— — 2n Buu—— ö 7* ö DSSDSDSSDDSDSDꝑ‚ꝑꝑ ꝑ‚ꝑ‚E seg⸗ne mich, dein ar⸗mes Glied: wollst mir neu⸗en Ein⸗fluß ge⸗ber ——— ——— ö d dei⸗nes Gei⸗stes, dir zu le⸗ben; stär⸗ke mich durch dei⸗ne Güt. 2. Ach dein Lebensgeist durchdringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kennest überall. att; 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen, o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. gen. 4. Ich umfasse, die dir dienen, ich vereinge mich mit ihnen und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen: stärke sie in deinen Wegen, führ sie selbst nach deiner Pflicht. 5. In der argen Welt sie rette und den Satan bald zertrete ö gänzlich unter ihre Füß: töte durch den Geist von innen Fleischeslust, Natur und Sinnen; sei nur du den Deinen süß. 6. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Hand; laß sie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, lauterlich in dich gewandt. üchten; Heiligung. 7. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden: mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 8. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll: auf dein Herz will ich sie legen, gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 9. Ach besuch zu dieser Stunde ihre Herzen und im Grunde sie erfreu in dir allein; zeuch mit deinen Liebeszügen ihre Lust und ganz Vergnügen wesentlich in dich hinein. 10. Ach du hast uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben: denke, Jesu, wir sind dein; halt uns fest, solang wir leben und in dieser Wüste schweben, laß uns nimmermehr allein. 11. Bis ich einst mit allen Frommen droben werd zusammenkommen und von allen Flecken rein da vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 341. Aus meines Herzens Grunde. A⸗bend kommt her-bei, ist ge⸗fähr⸗lich, ste ⸗ hen in die⸗ ser Wü ⸗ ste⸗ nei; ———1— r a f., a d n. q677 —— ö 2 kommit, stär⸗ket eu ⸗ren Mut, zur E⸗wig-keit zu wan⸗dern von 300 5 Heiligung. 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gesichte mit ganzer Wendung richte fest nach Jerusalem. 3. Der Ausgang, der geschehen, ist uns fürwahr nicht leid; es soll noch besser gehen zur Abgeschiedenheit. Nein, Kinder, seid nicht bang; verachtet tausend Welten, ihr Locken und ihr Schelten, und geht nur euren Gang. 4. Gehts der Natur entgegen, so gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen pflegen, noch schlechte Pilger sein. Verlaßt die Kreatur und was euch sonst will binden, laßt gar euch selbst dahinten: es geht durchs Sterben nur. 5. Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer: viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot: wir reisen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brauchens nur zur Not. 6. Schmückt euer Herz aufs beste, sonst weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß sich schicken, sich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag. 4—3—— ——.— 10. 2—— 2.— +— I ——————————— ei⸗ ner Kraft zur an ⸗ dern; es ist das En⸗ de gut. — +. Ist gleich der Weg sehr enge, so einsam, krumm und schlecht, der Dornen in der Menge und manches Kreuze trägt: es ist doch nur ein Weg; laß sein! wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. 8. Wir wandeln eingekehret, veracht't und unbekannt; man siehet, kennt und höret uns kaum im fremden Land; und höret man uns ja, so höret man uns singen von unsern großen Dingen, die auf uns warten da. 9. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit: er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 10. Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten, die Engel uns begleiten als unsre Brüderlein. 11. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn. ESES&SASSES D:e e — ern, Heiligung. 12. da wird man ewig ruhn, Kommt, laßt uns munter wandern, wenn wir mit allen Frommen der Weg kürzt immer ab; daheim zum Vater kommen: ein Tag der folgt dem andern, wie wohl, wie wohl wirds tun! bald fällt das Fleisch ins Grab. 14. Nur noch ein wenig Mut, Drauf wollen wirs denn wagen, nur noch ein wenig treuer, es ist wohl wagenswert, von allen Dingen sreier, und gründlich dem absagen, gewandt zum ewgen Gut. was aufhält und beschwert. 13. Welt, du bist uns zu klein, Es wird nicht lang mehr währen, wir gehn durch Jesu Leiten halt't noch ein wenig aus; hin in die Ewigkeiten: es wird nicht lang mehr währen, es soll nur Jesus sein. so kommen wir nach Haus: Gerhard Tersteegen 1697—1769. 342. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn.(Mache dich, mein Geist, bereit.) —— nr 1. Lieb⸗ster Hei⸗land, na⸗ he dich, mei⸗nen Grund be⸗rüh ⸗ re, und aus al⸗lem kräf⸗tig⸗lich mich in dich ein⸗füh⸗re, 14.———4 We nan dree,, dnda.. 2— e v. daß ich dich in⸗ nig ⸗lich mög in Lie ⸗be fas⸗ ⸗ sen, 2. 4. Sammle den zerstreuten Sinn, Menschenfreund, Immanuel, treuer Hirt der Seelen, dich mit mir vermähle; denn wenn ich in dir nicht bin, o du sanfter Liebesquell, muß mein Geist sich quälen. salbe Geist und Seele, Kreatur daß mein Will ängstet nur, sanft und still du allein kannst geben ohne Widerstreben Ruhe, Freud und Leben. dir sich mag ergeben. 3. 9— Mache mich von allem frei, Jedermann hat seine Lust gründlich abgeschieden, und sein Zeitvertreiben; daß ich eingekehret sei mir sei eines nur bewußt: stets in deinem Frieden, Herr, in dir zu bleiben. kindlich, rein, Alles soll sanft und klein, folgen wohl, dich in Unschuld sehe, wenn ich mich nur übe in dir leb und stehe. in dem Weg der Liebe. 312 Heiligung. 6. Kreaturen, bleibet fern, und was sonst kann stören. Jesus, ich will schweigen gern und dich in mir hören: schaffe du wahre Ruh, wirke nach Gefallen; ich halt still in allem. 7. Was noch flüchtig, sammle du; was noch stolz ist, beuge; was verwirret, bring zur Ruh; was noch hart, erweiche: daß in mir nichts hinfür lebe noch erscheine als mein Freund alleine. Gerhard Tersteegen 1697—1760. 343. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 2Z—5 + I— EV——————*—— E—g— SS ö—— ů 1. Nun so will ich denn mein Le⸗ben völ⸗-lig mei⸗nem 12.— H◻ SISISISIITII d M.. H 2—.———— Gott er⸗ ge-ben: nun wohl⸗an, es ist geschehn. Sünd, ich will von V 1 *— 2—— e e, e en r ö— 2—2——— —.⸗— 2—— 2— dir nicht hö⸗ ren; Welt, ich will mich von dir keh⸗ren, ——— +2.—— ——..— W IIl oh-ne je zu ⸗ rück zu sehn. 2. Hab ich sonst mein Herz geteilet. hab ich hie und da verweilet, endlich sei der Schluß gemacht, meinen Willen ganz zu geben, meinem Gott allein zu leben, ihm zu dienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe all mein Liebstes, das ich habe, schau, ich halte nichts zurück; schau und prüfe meine Nieren, solltest du was Falsches spüren, nimm es diesen Augenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen; gründlich und von ganzem Herzen will ich folgen deinem Zug. Kann ich stetig und in allem deinen Augen nur gefallen, ach so hab ich ewig gnug. 5. Eines will ich nur betrachten und nicht wissen noch drauf achten, was sonst draußen mag geschehn: fremd der Welt und ihren Sorgen will ich hier, in dir verborgen, als ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich erwählen; alle Kräfte meiner Seelen nimm nur ganz in deine Macht. Ja ich will mich dir verschreiben; laß es ewig feste bleiben, was ich dir hab zugesagt. Gerhard Tersteegen 1697—1709. Heiligung. 344. Epheser 1, 21. 22. Mel. Alles ist an Gottes Segen. + — —* —— 1. Je⸗ sus Chri⸗stus herrscht als Kö⸗ nig, al⸗les wird ihm — 51 ö ———.—.— .......— un⸗ter⸗tä⸗nig, al⸗les legt ihm Gott zu Fußz al⸗le Zun⸗ge soll be⸗ken⸗nen: Je⸗sus sei der Herr zu nen⸗nen, dem man Eh⸗re ge⸗ben muß. 2 2. 6. Fürstentümer und Gewalten, Gleicher Macht und gleicher Ehren Mächte, die die Thronwacht halten, sitzt er unter lichten Chören, geben ihm die Herrlichkeit; über allen Cherubim. alle Herrschaft dort im Himmel, An der Welt und Himmel Enden hier im irdischen Getümmel hat er alles in den Händen; ist zu seinem Dienst bereit. denn der Vater gab es ihm. 3. 110. 7. Gehet aus dem Strom der Zeiten Nur in ihm, o Wundergaben! in das Meer der Ewigkeiten, konnen wir Erlösung haben, forscht den fernen Tiefen nach: die Erlösung durch sein Blut. kein Geist wird in allen Gründen Hörts: das Leben ist erschienen, je Erhabners können finden, und ein ewiges Versühnen als der Vater von ihm sprach. re in Jesu uns zugut. 8. Jesus Christus ist der eine, der gegründet die Gemeine, die ihn ehrt als teures Haupt. Er hat sie mit Blut erkaufet, 4. Gott, des Weltbaus großer Meister, hat die Engel wohl als Geister und als Herteinenr n 125 Thron; Egt er aber einem Knechte: mit dem Geiste sie getaufet Heße dich an meine Rechte? und sie lebet, weit sie laubt Nein, er sprach es zu dem Sohn. 9 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, Gott ist Herr, der Herr ist einer, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmer⸗ und demselben gleichet keiner; ö zen, einzig ist der Sohn ihin leich. Raat, ihr Armen, ihm die Not. Dessen Stuhl ist unumstößlich, Wunden müssen Wunden heilen, dessen Leben unauflöslich, Heilsöl weiß er auszuteilen, dessen Reich ein ewig Reich. Reichtum schenkt er nach dem Tod. 314 Heiligung. 10. x 13. Eile, du darfst dich nicht schämen! Ihnen steht ein Himmel offen, Willst du Gnade, du sollst nehmen; welcher über alles Hoffen, willst du Leben, das soll sein; über alles Wünschen ist; willst du erben, du wirsts sehen; die gereinigte Gemeine soll der Wunsch aufs höchste gehen: weiß, daß eine Zeit erscheine, willst du Jesum, er ist dein. wo sie ihren König grüßt. 11. 14. Allen losgekauften Seelen Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, solls an keinem Gute fehlen, rühmt, vollendete Gerechte, denn sie glauben Gott zum Ruhm. und du Schar, die Palmen trägt, Werte Worte, teure Lehren! und du Blutvolk mit der Krone, Möcht doch alle Welt dich hören, und du Chor vor seinem Throne, süßes Evangelium! der die Gottesharfen schlägt! 12. 15. Zwar das Kreuz drückt Christilieder Ich auch auf den tiefsten Stufen, hier auf kurze Zeit danieder, ich will glauben, reden, rufen, und das Leiden geht zuvor: ob ich shon noch Pilgrim bin: nur Geduld, es folgen Freuden; Jesus Christus herrscht als König, nichts kann sie von Jesu scheiden, alles sei ihm untertänig, und ihr Haupt zieht sie empor. ehret, liebet, lobet ihn! Philipp Friedrich Hiller 1699—1769 345. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 9⁰ 44.—*— — I 2— + EU— — 1. SSII— ——————9 2— —. 1. Herz und Herz ver⸗ eint zu ⸗sam⸗ men sucht in Got⸗tes las⸗set eu ⸗ re Lie⸗bes⸗flam⸗men lo⸗dern auf den ——— 1H—.— +— + EEEET— EEE FF—— Her⸗zen Ruh,; 3—— Hei ⸗land zu: er das Haupt, wir sei ⸗ ne Glie ⸗der, 6——— 1——— ——— j—— + 2.W——.— ö e. — 7.. 22——0 4 4 25 1— 23— er das Licht und wir der Schein, er der Mei ⸗ster, 21. minn 4—.——— ....... — 2 I— wir die Brü⸗der, er ist un ⸗ ser, wir sind sein. 2. Lieb und Treu von Herzensgrund; Kommt, ach kommt, ihr Gnaden⸗ und wenn eurer Liebeskette kinder, Festigreit und Stärke fehlt, und erneuert euren Bund, o so flehet um die Wette, schwöret unserm Überwinder bis sie Jesus wieder stählt. 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr euch 5207 Eintrag tut. Hallelujah! Welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat, daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar— 0 bist. Ach, du holder Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie es so herzlich meine, wie's dein letzter Wille war. Ja verbinde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klarheit in der Tat erleuchtet ist. Heiligung. 6. Eo wird dein Gebet erfüllet, daß der Vater alle die, welche du in dich verhüllet, auch in seine Liebe zieh, und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in wahrer Liebe dienen und einander 90 0 erfreun. Liebe, hast. du es geboten, daß man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, 11382 Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann. 8. Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist; und allein oe deinem Brennen nehme unser Licht den Schein: also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Nach Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760 346. Mel. Seelenbräutigam. . II E SIS.I.I................ E————.————.——— 1. Je⸗su, geh vor⸗ an auf der Le⸗bens⸗bahn, und wir wol⸗ 4 1—.— + EII II. + 1 1+ 1 IL . Z* L 2— I „— 2...——7.— + SI... —— 1—— len nicht ver ⸗-wei⸗len, dir ge⸗treu⸗lich nach⸗zu ⸗ ei ⸗len; ů4——— ——.— ů n ä..... ————1 führ uns an der Hand bis ins 2. Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen Va⸗ter⸗land. niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 316 Heiligung. 3. Rühret eigner Schmerz irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege; tu uns nach dem Lauf deine Türe auf. Nach Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1700. 347. Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen. ——— +—— 1— RR V.—.—————.——.— ½ n Le,e 2 n Pa 0 e Lin dernt⸗ r. I nen V———— 2—.— 1 1. Wie dank ichs, Hei⸗land, dei⸗ner Lie⸗ be, durch dei⸗ nes heil⸗gen Gei⸗stes Trie ⸗be daß du von mich hast er⸗ 1.— H—— ö——.—— DPIII‚tIITI‚IfITII..IT'''T'T'' Pe., 0 HME..————— dei⸗nem Gna⸗den⸗thron Wie neut, o Got⸗tes⸗sohn? dank ichs dei⸗nem treu⸗en Her⸗zen, — .I.IFF.PIF.ITFITITITIT......... I.T—— daß du mich von dem Fluch be ⸗freit und mir die ew⸗ge .ö 2 d, e L. K lig ⸗ keit er ⸗ wor⸗ ben 2. Das hab ich an mir wahrgenommen, zu deiner Stunde ists geschehn, da bin ich meinem Feind entkommen, da hab ich in dein Licht gesehn, da wurde köstliches Geschmeide, das Kleid des Heils, mir zugewandt, mir mitgeteilt der Kindschaft Pfand, des Geistes selge Ruh und Freude. 3. Doch wär es, daß mein Herz noch hinge mit einem Faden an der Welt, auf etwas seine Sehnsucht ginge, was dir, mein Heiland, nicht gefällt: ach wäre dies, mein liebstes Leben, hast durch To-des⸗-schmer⸗zen? so bitt ich, zeige du Gewalt, zerreiße diesen Faden bald; mein Wille sei dir übergeben. 4. Mein ganzes Herz sei dir gegeben, zu deiner Wohnung nimm es hin und hauch ihm ein dein selig Leben, dein Geist regier allein darin. Die Liebe, die dich ehmals nieder in dieses Erdenwesen zog und Mensch zu werden dich bewog, die zieh auch jetzt zu mir dich wieder. 5. Zerbrich, vertilge, ja zermalme, was deinem Willen nicht gefällt. Ob mich die Welt an einem Halme, ob sie mich an der Kette hält, das gilt ja gleich in deinen Augen, da nur ein ganz befreiter Geist, der alles Eitle von sich weist, und nur die lautre Liebe taugen. 6. Ja Amen, hier sind Herz und Hände, Nach Nik Heiligung. ichir neue seis dir zugesagt: ich will dich lieben ohne Ende, mein alles werde dran gewagt. Du gibst mir einen neuen Namen, der gilt in deiner Treuen Zahl und gilt in deinem Ehrensaal, wohin die Überwinder kamen. olaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 348. Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnade. 9 4 4 2——.—— ö x—— +1 E— 3 e si Kr————— — 1. Heil⸗ge Einfalt, Gna⸗den⸗wun⸗der, tief⸗ste Weis⸗heit, größ⸗te Kraft, 2—.——— N Vt sm 12375 12———— =———————— i schön⸗ste Zier⸗de, 2. Alle Freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind, alle Schönheit wird zuschanden, wenn wir ohne Einfalt sind. Lie⸗bes⸗zun⸗de 3. Wenn wir in der Einfalt stehen, ist es in der Seele licht; aber wenn wir doppelt sehen, so vergeht uns das Gesicht. 4. Einfalt denkt nur auf das eine, in dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine an den ewigen Magnet. r, Werk, das Gott al ⸗lei ⸗ne schafft 5 Wer nur hat, was Jesus gibet, wer nur lebt aus seiner Füll, wer nur will, was ihm beliebet, wer nur kann, was Jesus will; 6. ihn so mit Inbrunst liebet, er seiner selbst vergißt; sich nur um ihn betrübet in ihm nur fröhlich ist; wer daß wer und 7. wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ist auf den Fels erbauet und ein selges Gnadenkind. August Gottlieb Spangenberg 1704—1792. 349. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. EE—U 4 2———— ———.— —— 7—.— EAUN. 2=—.‚. ů 3.——— E—.——.—.— 2 E S.FJ—..— L— * 1. Was hin⸗ket ihr, be Fällts euch zu schwer, das trog⸗ne See⸗len, zu noch im⸗-mer er⸗wäh⸗len, was euch des Heiligung. ö 4 ———————— — hin auf bei⸗der Seit?— Him⸗mels Ruf an ⸗beut? O sehts mit off-nen Au⸗gen an und ...........I...... EE.— Vore ⸗chet durch auf schma⸗ler Bahn. 2 Bedenkt, es sind nicht Kaiserkronen, nicht Reichtum, Ehr und Lust der Welt, womit euch Gott will ewig lohnen, wenn euer Kampf den Sieg erhält: Gott selbst ists und die Ewigkeit voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. 3. Drum gilt hier kein geteiltes Leben, Gott krönet kein geteiltes Herz: wer Jesu sich nicht ganz ergeben, der macht sich selber Müh und Schmerz und träget zum verdienten Lohn hier Qual und dort die Höll davon. 4. Wer aber mit Gebet und Ringen auf ewig allem Abschied gibt und den Monarchen aller Dinge von Herzen und alleine liebt, der wird der Krone wert geschätzt und auf des Königs Stuhl gesetzt. . Zerreißet die gelegten Schlingen, die euch in diesem schönen Lauf verhindern und zum Säumen bringen, und rafft euch heut von neuem auf: auf, auf, verlaßt die falsche Ruh; auf, auf, es geht dem Himmel zu! 6. Auf, auf! Ist dieser Weg schon enge, voll Dornen und voll rauher Stein, bringt euch die Welt oft ins Ge⸗ dränge, stellt Satan sich geharnischt ein, erhebet sich sein ganzes Reich: Immanuel ist auch bei euch. Leopold Franz Friedrich Lehr 1709—1744. 7. Gott fordert nichts, geliebte Seelen, als daß ihr euch nur zu ihm halt't und ohne heuchlerisch Verhehlen vor ihm die schwachen Hände falt't. Er streit't für euch, er macht die Bahn trotz dem, der euch besiegen kann. 8. Die Allmacht stehet euch zur Seiten, die Weisheit hält bei euch die Wach. die Gottheit selber will euch leiten; folgt nur mit treuen Schritten nach. Wie manchen hat nicht diese Hand schon durchgeführt ins Vaterland! 2. Nur spart es nicht auf andre Zeiten; es ist schon jetzt so viel versäumt. Ihr mehrt euch selbst die Schwierig⸗ keiten, wenn ihr das süße Heut verträumt. Eilt, eilet, denn die Gnadenzeit rennt zügellos zur Ewigkeit. 10. Laßt euch das Fleisch nicht träge machen, verfluchet seine Zärtlichkeit: ihr gebt euch ja um eitle Sachen in tausend Müh und Fährlichkeit. Wie, daß ihr um das höchste Gut so faul, verzagt und sorglos tut? 41. Eilt, faßt einander bei den Händen; seht, wie ist unser Ziel so nah! Wie bald wird unser Kampf sich enden! Da steht dann unser König da; der führt uns ein zur stillen Ruh und teilet uns das Kleinod zu. Heiligung 350. Mel. Straf mich nicht in deinem Zorn.(Mache dich, mein Geist, berett.) —QH 4— III —— 4 D 1 3*2 1— FFPFIPIIIIIIITTTITTTITT...'.TCTRT 6—.9 9——— 1. Bet⸗ge⸗mein⸗de, aie l⸗ge dich mit dem heil⸗gen S=le; Ze u Geist er⸗gie⸗ße sich dir in Herz und See⸗le. — H H1 81 1.—— 2 BrreHan in nrerr Hr Ea/ n Kae n 2— 1 +—— 1— Laß den Mund al ⸗le Stund vom Ge⸗-bet und Fle ⸗ hen — II ,ie nii ei,. 2——— 2—..— I hei ⸗lig ü⸗ ber ⸗ge ⸗ hen. 2. Heilige den heilgen Brand, deines Geists Verlangen, dem, ders Blut an dich gewandt, heilig anzuhangen: Rn es Rauch ei es auch, der zu Gott aufgehet, wenn dein Herze flehet. Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott ausgeschüttet, und da ist Jesus Christ Priester und Versühner aller seiner Diener. 4. Kann ein einiges Gebet einer gläubgen Seelen, wenns zum Herzen Gottes geht, seines Zwecks nicht fehlen: was wirds tun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten? 5. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Kleinen, Engel, Menschen mit Begier alle sich vereinen, Christoph Karl Ludwig von Pfeil 1712—1784. und es geht ein Gebet aus von ihnen allen: wie muß das erschallen! 6. O der unerkannten Macht von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht so in Freud als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freunde, so zum End der Feinde. 7. O so betet allzuhauf, betet immer wieder; heilge Hände hebet auf, heilget eure Glieder. Heiliget das Gebet, das zu Gott sich schwinget; betet, daß es dringet. 8. Betet, daß die letzte Zeit vollends übergehe, daß man Christi Herrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schönen. Heiligung⸗ 351. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. * 4 I 4 W——.——— E —E+— +—. 2.—— + LE.— I*—.—— 2 1.— 2— —.————— 1. Dich, Je⸗ sum, laß ich e⸗ wig nicht, dir bleibt mein Herz er⸗ Du kennst dies Herz, das red⸗lich spricht: Nur ei ⸗nem will ich — 12 ——......*R*R——.————.— v——— E=l————— N. 2 4 1 5 Den Du, Herr, al ⸗lein, du sollst es sein, du E———— PPP....T S.SS...........I. , e—— sollst mein Trost auf Er⸗den, mein Glück im Him-mel wer-den. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, ich halte dich im Glauben; nichts kann mir meine Zuversicht und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund hat festen Grund: die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht: aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Gericht und büßtest für mich Armen; aus Dankbarkeit will ich erfreut um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; du stärkest mich von oben. Zu dir steht meine Zuversicht, wenn meine Feinde toben: ich flieh zu dir, du eilst zu mir; wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; das Kreuz soll uns nicht scheiden. Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit, bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, nie soll mein Glaube wanken; und wenn des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: mein Freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich 1713—1780. 352. —5 4 4 4— — ö—— —————..—*——.. 2————.——*——3—....— EV 2——— 2.——.— 1. Gott, dei⸗ ne Gü ⸗te reicht so weit, so weit die Wol⸗ken du krönst uns mit Barm⸗her⸗zig⸗keit und eilst, uns bei ⸗zu⸗ Heiligung. 32¹ E 1—— Lae uren. öS P... II— 2—— 60—.—— sle 2 Herr, mei⸗ne Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk — ö 2.̃— S...— ERNR er. nt. DDD— auf mein Wort; denn ich will vor dir be⸗ten. ö 2.— laß mich nur nicht verlieren. Ich bitte nicht um Überfluß Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, ö und Schätze dieser Erden; der Ruhm var deinem Angesicht laß mir, soviel ich haben muß, und frommer Freunde Liebe. ö nach deiner Gnade werden. 4 1 é Gib mir nur Weisheit und Verstandee. dich, Gott, und den, den du gesandt, So bitt ich dich, mein Herr und Gott, und mich selbst zu erkennen. auch nicht um langes Leben: im Glücke Demut, Mut in Not, . 3. das wollest du mir geben. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, In deiner Hand steht meine Zeit, ö so sehr sie Menschen rühren; laß du mich nur Barmherzigkeit ö des guten Namens Eigentum vor dir im Tode finden. ö Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. ö‚ 353. Mel. Nun bitten wir den heiligen Geist. —0 1.— erwir, d., N——— en—.— — 45 1. Ach mein Herr Je⸗su, dein Na⸗he⸗ sein bringt gro⸗ I- e,er S.....————— ö ßen Frie⸗den ins Herz hin⸗ein, und dein Gna⸗den⸗an ⸗blick macht ö.———— 5.— ů I 2i— 1 —— ö SSSSS.— 1— —.— 11———— 2— 1.2— 2 1 uns so se ⸗lig, daß Leib und See⸗le dar⸗ ü ⸗ ber fröh⸗ .I.I ——— .—— 1 lich und dank⸗bar wird. * —. 32² Heiligung. 2. Wir sehn dein freundliches Angesicht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht, aber unsre Seele kanns schon ge⸗ wahren: du kannst dich fühlbar gnug offen⸗ baren auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht; der hätt ohn Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld ver⸗ zeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen und unsrer Seele als Freund be⸗ gegnen ist deine Lust. 5. Ach gib an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil und laß unsre Hhiehen sich immer schick aus Not und Liebe nache dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. Und wenn wir weinen, so tröst uns bald mit deiner blutigen Todsgestalt; ja die laß uns immer vor Augen schweben und dein wahrhaftiges In⸗uns⸗leben zu sehen sein. Ein herzlich Wesen und K Kindlichkeit ei unsre Zierde zu aller Zeit, und die Blutbesprengung aus deinen Wunden erhalt uns solche zu allen Stunden bei Freud und Leid. — 8. So werden wir bis in Himmel'nein mit dir vergnügt wie die Kindlein sein. Muß man gleich die Wangen noch manchmal netzen: wenn sich das Herz nur an dir stets letzen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel Treue an uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor 1723—1801. 354. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 4 — E E , r. E 1. Al⸗les ist eu ⸗er! O Wor⸗te des e⸗wi⸗gen Le⸗bens! Füh⸗le sie, gläu⸗bi ⸗ge See⸗le, voll hei⸗li⸗gen Be⸗bens. 1.—— EE—65——— ———— Al⸗les ist dein! Ir-⸗disch-⸗ge⸗ sinn⸗ 121 al⸗lein 16= nen die Iirrn orn narrene. 2— II I— e II 1— I 12 II Wor ⸗te ver ⸗ ge⸗ bens. 2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Christen! Wallt er gleich dürftig und einsam in traurigen Wüsten, findet er gleich Toren geachtet und reich: nie kann nach Eitlem ihn lüsten. Immer das Auge gerichtet nach hei⸗ ligen Höhen, sieht er die Güter der Toren Sturme verwehen. Wohl ihm, er faßt statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen. 4. Alles, was Freude gewähret im ir⸗ dischen Leben, ö alles, wovor noch die Kinder der Welt hier erbeben, Leben und Tod ist euch auf Gottes Gebot unter die Füße gegeben. im Heiligung. 32³3 5. Alles ist euer! O Christen, vom Himmel hernieder schauet der Mittler auf seine er⸗ löseten Glieder; höret, er spricht: Fürchte, du Häuflein, dich nicht; alles ist euer, ihr Brüder! 6. Seid ihr auch elend, verlassen, ver⸗ folgt und gefangen, fließen euch Zähren des Grams von erbleichenden Wangen, droben im Licht, freut euch, da fließen sie nicht, dort ist das Alte vergangen. 7. Die ihr mit Christo einst herrschet, singt Lieder der Feier; freut euch der Hoheit, die Christus errungen so teuer, die er erwarb, als er auf Golgatha starb. Amen, ja, alles ist euer! Christian Friedrich Daniel Schubart 1739—1791. 355. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. (Alle Menschen müssen sterben.) —— 1. Gern in al⸗les mich zu fü⸗gen „mich der Stil⸗le oh-ne Wor⸗te, mit Vergnü⸗gen still zu freun, al⸗ler Knech-te Knecht zu sein, — N 4— — 4— 4—— E— nie mit Ga⸗ben stolz zu pran⸗gen, Men⸗schenruhm nie zu ver⸗lan⸗gen: —.— ů . die 2. Unbekannte Wege wandeln, Wege, die dein Aug nur kennt, stille dulden, schweigend handeln, wo kein Menschenmund mich nennt: das, du freundlicher Gewährer, aller Demut Quell und Lehrer, Jesus Christus, lehre mich, still und schweigend sehn auf dich. 3. Gott der Niedrigen und Stillen, die so gern im Schatten ruhn, 21⁷ 32⁴ Heiligung. streng und fromm nach deinem Willen demutsvoll zu Fuße dir. einsam leiden oder tun, Du erquickst, begnadigst alle, laß, o Vater, mich nicht klagen, schenkest Gnad und Ruh auch mir, sollt ich schwere Lasten tragen, unterstützest mein Bestreben, schweigend lieber in mich gehn, immer stiller dir zu leben, demutsvoll auf dich nur sehn. meiner Ohnmacht nie zu traun, 4. fester stets auf dich zu baun. Gott, du bist mein Gott, ich falle Zohann Kaspar Lavater 1741—1801. 356. 9⁰ 1—4 2 E.———.——— 1 II.I EA— EEo——.— ERlE e. E 1. Himmel⸗an, nur him⸗mel⸗an soll der Wan⸗del gehn. auf Was die Frommen wünschen, kann dort erst ganz ge ⸗⸗ schehn; — ĩ— ö— ½— —* 12.—— 2..— 2 2— 1 2——— 2—.— 2— 2:— V.—.— I— 2 1— Er⸗den nicht. Freu⸗de wech⸗selt hier mit Leid: richt hin⸗auf zur 4 + * — 2·0 8—. Herr⸗lich ⸗ keit dein An⸗ge⸗ sicht, dein An ⸗ge⸗sicht. 2. Droben in dem Land des Lichts Himmelan schwing deinen Geist weiß man von den Sorgen nichts: jeden Morgen auf. 23 sei himmlisch froh. Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, 5. unser Pilgerlauf. Himmelan wallt neben dir Fleh täglich neu: alles Voll des Herrn, Gott, der mich zum Himmel schuf, trägt im Himmelsvorschmack hier präg ins Herz mir den Beruf, seine Lasten gern. 23 mach mich getreu. O schließ dich an! 3. Kämpfe drauf, wie sichs gebührt; Himmelan hat er dein Ziel denke, auch durch Leiden führt selbst hinaufgestellt: 3 die Himmelsbahn. n sorg nicht mutlos, nicht zuviel 6. um den Tand der Welt; Himmelan ging Jesus Christ flieh diesen Sinn! mitten durch die Schmach. Nur was du dem Himmel lebst, Folg, weil du sein Jünger bist, dir von Schätzen dort erstrebst, seinem Vorbild nach. 3 das ist Gewinn. Er litt und schwieg; stat dich fest an Gott, wie er; t 4. Himmelan erheb dich gleich, att zu klagen, bete mehr; wenn dich Kummer drückt, 3 erkämpf den Sieg. weil dein Vater, treu und reich, 7. tündlich auf dich blickt. Himmelan führt seine Hand as quält dich so? durch die Wüste dich, näher dich im Prüfungsstand näher hin zu sich im Himmelssinn. Von der Weltlust freier stets und mit ihm vertrauter gehts *1 zum Himmel hin. 8. Himmelan führt dich zuletzt selbst die Todesnacht. Seis, daß sie dir sterbend jetzt kurze Schrecken macht: harr aus, harr aus! Auf die Nacht wirds ewig hell; nach dem Tod erblickst du schnell *1 des Vaters Haus. 9. Hallelujah! Himmelan Heiligung. steig dein Dank schon hier. Einst wirst du mit Scharen nahn, und Gott naht zu dir in Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei, alles preist verklärt und neu in Ewigkeit. 10. Hallelujah singst auch du, wenn du Jesum siehst, unter Jubel ein zur Ruh in den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, hilft auch dir zu deinem Sieg. 2½ Gelobt sei er!: Johann Gottfried Schöner 1749—1818. 357. Mel. Jesus, meine Zuversicht. * 4 1. Steil und dor⸗nig ist der Pfad, der uns zur Voll⸗en⸗dung lei ⸗tet. Se ⸗lig ist, wer ihn be⸗trat und im Na⸗men Je⸗su strei⸗tet; ρ 2. Überschwenglich ist der Lohn der bis in den Tod Getreuen, die, der Lust der Welt entflohn, ihrem Heiland ganz sich weihen; deren Hoffnung unverrückt nach der Siegeskrone blickt. 3. Den am Kreuz wir bluten sehn, der hat uns den Lohn errungen und zu seines Himmels Höhn sich vom Staub emporgeschwungen. Sieger in des Todes Nacht, sprach er selbst: Es ist vollbracht! 4. Zeuch, o Herr, uns hin zu dir, zeuch uns nach, die Schar der Streiter! Sturm und Nacht umfängt uns hier droben ist es still und heiter. Jenseits, hinter Grab und Tod, strahlt des Lebens Morgenrot. 5. Auf denn, Streitgenossen, geht mutig durch die kurze Wüste; seht auf Jesum, wacht und fleht, daß Gott selbst zum Kampf euch rüste. Der in Schwachen mächtig ist, gibt uns Sieg durch Jesum Ehrist. Samuel Gottlieb Bürde 1753—1831. Heiligung. 358. Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz geübet. 222— 1 D 1. Was wär ich oh⸗ne dich ge⸗we⸗sen? Was würd ich oh⸗ne Zu Furcht und Ang⸗sten aus⸗er ⸗-le⸗sen, ständ ich in wei⸗ter 2 2 II. * +V 2— — 2— L+ sen— 330 Welt ale⸗ len. Ricts wißt i si⸗cher, was ich lieb-te, die 2——— 2— SSSSSSSIFSISISIIII‚EEI‚I‚I‚eeee 12. mnert n E i 1— 8— — I. Zu⸗kunft wär ein dunk⸗lerSchlund, und wenn mein erz sich tief be⸗ 5 E *—————— —————— + + 1*— +2 1 ——* 7 — 1— + L trüb ⸗te, wem tät ich mei ⸗ ne Sor⸗ gen kund? 2 5 Einsam verzehrt von heißem Sehnen, O geht hinaus auf allen Wegen erschien mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Tränen dem weiten Lauf des Lebens nach; ich fände Unruh im Getümmel und hoffnungslosen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kundgegeben, und bin ich seiner erst gewiß, o dann verzehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finsternis. Nun schau ich erst desChristen Würde, mein Schicksal wird verklärt durch ihn, und leichter trag ich jede Bürde, seh in der Wüste Rosen blühn. 4. Das Leben wird zur Liebesstunde, die neue Welt spricht Lieb und Lust, und Balsam träuft in jede Wunde, und frei und voll klopft jede Brust. ür alle seine tausend Gaben leib ich sein demutsvolles Kind, gewiß, ihn unter uns zu haben, wenn zwei auch nur versammelt sind. und holt die Irrenden herein, streckt jedem eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgetan. 6. Ein alter schwerer Druck der Sünde war fest auf unser Herz gebannt; wir irrten in der Nacht wie Blinde, von Reu und Lust zugleich entbrannt. Ein jedes Werk schien uns Ver⸗ brechen, der Mensch nur Gottes Feind zu sein, und schien der Himmel uns zu sprechen, so sprach er nur von Tod und Pein. 7. Das Herz, des Lebens reiche Quelle, gab sich der Angst der Sünde hin, und wards in unserm Geiste helle, so war nur Unruh der Gewinn. Der Sinne Lust hielt an der Erde die bebenden Gefangnen fest; * Heiligung. 327⁷ Furcht vor des Totenrichters und fröhlich wurde jeder Schritt; Schwerte der Eltern Liebe gab dem Kinde verschlang der Hoffnung Überrest. ins Leben diesen Glauben mit; 8. durch ihn geheiligt zog das Leben Da kam ein Heiland, ein Befreier, vorüber n n Morgenlicht, ein Menschensohn, voll Lieb und und ewger Lieb und Lust ergeben, Macht, bemerken wir den Abschied nicht. und hat ein allbelebend Feuer 10. in unsern Herzen angefacht. Noch steht in wunderbarem Glanze Nun sahn wir erst den Himmel offen der heilige Geliebte hier; als unser altes Vaterland, gerührt von seinem Dornenkranze wir konnten glauben, lieben, hoffen unn seiner Treue, weinen wir. und fühlten uns mit Gott verwandt. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, 9. der seine Hand mit uns ergreift, Seitdem verschwand die Not der in seinen Bund mit aufgenommen Sünde, zur Frucht des Paradieses reift. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 359. Mel. Ach Herr,— armen Sünder. 6— PPPPPP LXI 1 1. Wenn al⸗ unetren Wene den, so bleib ich dir doch treu, daß Dank⸗bar⸗teit auf Er⸗den nicht aus⸗ge⸗stor⸗ben sei. —— Für mich um⸗fing dich Lei⸗ den, ver⸗gingst für mich inSchmerz; brum 4——— E— +—.3 .———————— ö—— E geb ich dir mit Freu⸗den auf e⸗-wig die⸗ ses Herz. 2. Die treuste Liebe sieget, Oft muß ich bitter weinen, am Ende fühlt man sie, daß du gestorben bist, weint bitterlich und schmieget und mancher von den Deinen sich kindlich an dein Knie. dich lebenslang vergißt. hast Liebe nur durchdrungen, 4. ast du so viel getan; und doch bist du verklungen, Wian t⸗ Iel ö o lasse nicht von mir! und keiner denkt daran. Laß innig mich verbunden 3. auf ewig sein mit dir! Du stehst voll treuer Liebe Einst schauen meine Brüder noch immer jedem bei, auch wieder himmelwärts und wenn dir keiner bliebe, und sinken liebend nieder so bleibst du dennoch treu. und fallen dir ans Herz. Friedrich von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. II Mel. Heiligung. 360. Dir, dir, Jehovah, will ich singen. * —.8. 4 ö e d ⸗ nnmen ain ume im ö ri. dr. ö. 7——*— ö ö 1. Du bist mir nah mit dei⸗ ner Gna⸗de, ver⸗gibst in du lei⸗test mich des Le⸗bens Pfa⸗de, gibst tau⸗ send — ö 12—— ů————— III 2L. Du bist mir nah mit Vatertreue, du läßt mich nicht, der Vater nicht sein Kind; du hältst den Bund, wie oft aufs neue des Kindes Schwüre End. gebrochen ind. Gib du mir, Vater, treuen Kindes⸗ sinn, nimm Wankelmut und Leichtsinn von mir hin. 3 Du bist mir nah mit deinem Lichte, erleuchtest mir die dunkle Pilgerbahn: vor deinem Strahlenangesichte verschwinden Irrtum, Finsternis 1 ö ahn. mich dein un Solang ich leb, erleuchte Licht von ihm geleitet, irr ich ewig nicht. 4. Du bist mir—. mit Kraft und Stärke, so oft ich bete, hilfst du mir im Streit; durch dich nur üb ich gute Werke, von Ohnmacht und Verzagtheit ganz befreit. Du wohnst, du wirkst in mir, All⸗ mächtiger; du gibst mir Mut ins Herz, All⸗ liebender. dei⸗ne§reundlich⸗keit: du trugst und trägst mich mitBarm⸗her⸗ zig⸗keit. dei ⸗ ner Va⸗ter ⸗huld. Ich schmeck und se⸗ he ——.— ö 1+.—.— 4 TFIZ—.—.—5 + 2...—.——— 14 2——. E 1.—.*—E 2 I. I L + EI— LIII— + 4.—— I 1+— 113— + 1 + LXI 5. Du bist mit deinem Trost mir nahe, denn meine Tränen hast du, Gott, gezählt; dein liebend Vaterauge sahe mich gnädig an, so oft dein Kind gefehlt; wie oft auch Not und Kummer mich gedrückt, du hast mich stets mit reichem Trost erquickt. 6. Du bist mir nah mit deinem Frieden, in mir und außer mir ist so viel Krieg; ach wär ich nie von dir geschieden, so hätt ich längst errungen jeden Sieg. Doch bin ich auch von meinem Ziel noch fern, stets kost ich mehr den Frieden meines Herrn. 7. Du bist mir nah mit deinem Segen, ich fühls, du ziehst mit Macht mich himmelwärts; drum eil ich kindlich dir entgegen: nimm, Vater, nimm denn hin mein ganzes Herz; o laß es ruhn in deiner Liebe Schoß und mach es ganz von aller Welt⸗ lust los. Heiligung. 329 8. laß bald dein Vaterangesicht mich Ich nahe dir mit tiefem Sehnen, chaun. mit Kindeslieb und freudigem Ver⸗Ja, wohn in mir: ein Freuden⸗ traun. 183 himmel ist, Ich will auf dich, mein Stab, mich wo du, mein Gott, der Seele nahe bist. lehnen, ö Karl August Döring 1783—1844. 361. Joh. 14, 6. Mel. Valet will ich dir geben H*—— E.— ö en: 140———5— 2———— +——— .—.—.— 12 1I— — 4. Aus ir ⸗di⸗schem Ge⸗tüm⸗mel, wo nichts das Herz er⸗quickt, wer zeigt den Weg zum Him⸗mel, wo⸗ hin die Hoff⸗nung blickt? —— 1—— 5 Z LII 122 + I 12— II IIII.— —————— IEDIIE‚‚. Wer lei⸗tet un⸗ser Stre⸗ben, wenn es das Ziel ver⸗gißt? Wer 4* 187 —+4 — ——— — 4 2——8———— 2— 4— führt durch Tod zum Le⸗ben? Der Weg heißt Je⸗sus Christ. * 2. 3. Hier irren wir und fehlen, Wer gibt uns hier schon Freuden, gehüllt in tiefe Nacht: die niemand rauben kann? durch wen wird unsern Seelen Wer zeiget uns im Leiden ein wahres Licht gebracht? den Himmel aufgetan? Von oben kommt die Klarheit, Wenn vor dem Tod wir beben, die alles uns erhellt; wer gibt dem Herzen Ruh? denn Christus ist die Wahrheit, Heil! Christus ist das Leben, er ist das Licht der Welt. führt uns dem Vater zu. Karl Julius Asschenfeldt 1792—1856. 362. Mel. Wlie schön leuchtet der Morgenstern. + 4— — H I 1. Uns, die Ge⸗bund- nen, zu be⸗frein, der Un⸗heil⸗ All uns ⸗re Schuld und Not und Qual hat er aus 330 Vertrauen auf Gott. 4 I .e e. L,, WrE, ————.——— 2————— 4 ba ⸗ ren Heil zu sein, ist Lieb und frei ⸗er Wahl von uns auf sich er her⸗ ab ⸗ ge⸗kom ⸗men. ge-nom⸗-men. 12——— 14.—.——— + 2— I— I— J+..*——.4 1 1 2——...——— 2—...— 2 2. Mü⸗den Frie⸗den und E⸗ len⸗den Heil zu sen ⸗den, 1 I 1———— II*— + + + 1 EEEEEEEEEEEEEEEEEE..— 1.=——.—— 8..— 361 96— 3 35 stieg er nie-der, brach⸗te das Ver⸗-lor ⸗ ne wie ⸗der. Der einst im Fleisch auf Erden war, ist auch noch heute unsichtbar allwaltend hier zugegen. Er nimmt sich unsrer Schwachheit an; wenn wir den steilen Pfad binan zu klimmen nicht vermögen, trägt er, pflegt er, die erliegen, gibt zum Siegen Mut und Stärke, Geist, zu wirken Gottes Werke. W Gottes Ruhm hat ers vollbracht. Wo ist, o Tod, nun deine Macht? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Wie weit uns auch der Sturm ver⸗ schlägt, ans heimatliche Ufer trägt uns doch die letzte Welle. eln selig auch in Leiden sind wir, scheiden voll Vertrauen, ihn dort, wie er ist, zu schauen. Samuel Gottlieb Bürde 1753—1831. Vertrauen auf Gott. (Hingabe in seinen Willen. 36 Trost im Kreuz.) *—— Zere Laun Mi r, Kr 5- Hmneni.Dmur, vraumur 11.2.. 2..———4 EHE 2.—.——— H 1. Was meinGott will, das gscheh all⸗zeit, sein Will der ist der be⸗ste, zu hel⸗fen den'n er ist be:reit, 4 3 die an ihn glau⸗ben fe⸗ste: — — ——2— .————n ö— V er hilft aus Not, der from⸗me Gott, 4 ———— Di n. und züch⸗ti⸗get mit Ma⸗ße —.— 4 IIIIIIIT...TT ——0—————— —6 2——— —.— Gott ver⸗traut, fest auf ihn baut, den will er nicht ver⸗las⸗sen. ** Gott ist mein Trost mein Zuversicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet; er hüt't und wacht, stets für uns tracht't, auf daß uns gar nichts fehlet. 3 Drum will ich gern von dieser Welt hinfahrn in Gottes Willen zu meinem Gott; wanns ihm gefällt, will ich ihm halten stille. Vertrauen auf Gott. 331 Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. Du frommerGGott, Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Feind anficht, laß mich, Herr, nicht verzagen. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, Awat— ñ ge⸗ drauf sprech ich fröhlich Auten. Nürnberg, um 1554. 364. Psalm 31. 5 —E— —— =1— 11⁵t —— ‚ 1. In dich hab ich ge⸗ L hof ⸗ fet, Herr; hilf, daß ich —..— —I UU————0.—— HU———— ..I.‚ N nicht zu⸗schan-den werd noch e ⸗ wig⸗ lich zu Spot ⸗te. — EI——— —— ů——————.—— EIIII.— 3— ů E= 2..——2—— Das bitt ich dich, er⸗ hal⸗ te mich in 2. 2 ir, dem treu⸗en Got⸗te. 4. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, Du bist mein Stärk, mein Fels, mein erhör mein Bitt, tu dich herfür, eil bald, mich zu erretten. In Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in meinen Nöten. Mein Gott undSchirmer, steh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, ob mich gar sehr der Feinde Heer anficht auf beiden Seiten. ö Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben? Herr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände; — 3———— 332 Vertrauen auf Gott. o wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am 20 Ende. sei Vater, Sohn und Geist bereit't, Lob seinem heilgen Namen! Die göttlich Kraft mach uns sieghaft Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit durch Jesum Christum. Amen. Adam Reusner 1496—1575. —H—5 x. e wer,.— ———— EE ö—..— 165 l. uimt mir., Sn. Rirmr,. L. r. —————— 1211—— 1. Wenn wir in höch⸗sten Nö ten sein und wis ⸗- sen nicht, wo — + 4 —— I TFH EIBB — , wie. aus und ein, und fin ⸗den 4 we⸗ der Hilf noch Rat, ob ů—— ....II 88— —* wir gleich sor gen früh und 2. so ist das unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not; 3. und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und suchen der Sünd Vergebung und aller Strafen Linderung, 4. die du verheißest gnädiglich allen, die darum bitten dich im Namen deins S Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprach ist. spat: 2— Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns derselbn aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei; ö 7. auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. Paul Eber 1511-1569. 366. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. .— — 4. Wer Gott ver⸗traut, hat wer sich ver ⸗läßt auf wohl ge ⸗ baut im Him⸗mel Je ⸗sum Christ, dem muß der Vertrauen auf Gott. ++ —.0— Dnz Mün wen⸗ den Dar⸗um auf dich all Hoff-⸗nung ich ————4 —— er—.——— ganz fe⸗ stig ⸗lich will set⸗ zen; Herr Je⸗ su Christ, mein ———.——— ——————————————“. , Trost du bist in To ⸗ des Not und Schmer⸗zen. 2. 3. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr Dein tröst ich mich ganz sicherlich, und aller Welt zuwider, denn du kannst mirs wohl geben, dennoch so bist du, Jesu Christ, was mir ist not, du treuer Gott, der sie all schlägt danieder; für dies und jenes Leben. und wenn ich dich nur hab um mich Gib wahre Reu, mein Herz erneu, mit deinem Geist und Gnaden, errette Leib und Seele. so kann fürwahr mir ganz und gar Ach höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen. Str. 1 von Joachim Magdeburg 1525—1587. Str. 2 und 3: Leipig 1597. nicht Tod noch Teufel schaden. +—4 ——————.. ... D—— er reicht mir sei⸗ ne Hand; den A⸗bend und den Mor⸗gen tut er mich wohl ver⸗-sor ⸗gen, sei wo ich woll im Land. 2. errett't von Sünd und Schanden, Wenn sich der Menschen Hulde von Ketten und von Banden, und Wohltat all verkehrt, ja wenns auch wär der Tod. so findt sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt: 3. er hilft aus aller Not, Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit. 33⁴ Vertrauen auf Gott. Es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben; er schaffs, wie's ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein eingebornen Sohn. Durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret: lobt ihn ins Himmels Thron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenkt! Das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt; sonst verdirbt alle Zeit, die wir zubringn auf Erden: wir sollen selig werden und bleibn in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht't, wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben: wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß, der Leib wird neugeboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art. 8. Darum ob ich schon dulde hie Widerwärtigkeit, wie ichs auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll; dieselb ohn einigs Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad: auch Gott der heilge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich des Himmels führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmbold 1532-1598. 368. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. AI + * 4 EI ++ . — 1. Herr, wie du willst, so schicks mit mir im Le-ben und im al ⸗lein zu dir steht mein Be⸗gier, laß mich, Herr, nicht ver⸗ — DISIRSSSSS RRREEE 2. Surr⸗nenz Er⸗halt mich nur in dey ⸗ben. dei⸗ner Huld, sonst wie du willst; gib 1 ———————— — 2— 2* EEE II — 2—.— 0— 4 mir Ge⸗duld, denn dein Will ist der be⸗ ste. — Vertrauen auf Gott. 335 3. Zucht, Ehr und Dien verleih mir, Soll ich einmal nach deinem Rat Herr, von dieser Welt abscheiden, und Lieb zu deinem Worte; verleih mir, Herr, nur deine Gnad, behüt mich, Herr, vor falscher Lehr daß es gescheh mit Freuden. und gib mir hier und dorte, Mein Leib und Seel befehl ich dir; was dient zu meiner Seligkeit; 0 Herr. ein selig End gib mir wend ab all Ungerechtigkeit durch Jesum Christum. Amen. in meinem ganzen Leben. ö Kaspar Bienemann 1540—1591. 369. Mel. Vater unser im Himmelreich. EE EI EEEE 33 DSDS DS. 1. Ach Gott, wie man⸗ches Her⸗ ze⸗ leid be ⸗geg- net III.. T t. t.—— 4*— mir zu die⸗ ser Zeit: der schma⸗le Weg ist trüb⸗ sal⸗voll, 5 3—— ů .—.—. —— — 2 DDPD‚D. d, den ich zum Him-mel wan⸗deln soll. Wie schwer-lich läs-set 1————— N —— 4— IEI SIII E* Fleisch und Blut sich 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ist, der getraut hat auf Jesum Christ. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es kann kein Trauern sein so schwer dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Nam der linderts fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel ver⸗ schmacht't, zwin⸗gen zu dem ew⸗- gen Gut. so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht: wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was mich ewig erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel: was kann mir tun Tod und Höll? 5. Kein beßre Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ: ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir ewig fest: du bist mein rechter treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 6 Jesu, mein Freud, mein Ehr und Ruhm, meins Herzens Schatz und mein Reichtum, —... — 336 Vertrauen auf Gott. ich kanns doch ja nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann; wer Glaub und Lieb im Herzen hat, der wirds erfahren mit der Tat. — 7. Drum hab ichs oft und viel geredt: wenn ich an dir nicht Freude hätt, wollt ich den Tod schier wünschen her, ja daß ich nie geboren wär; denn wer dich nicht im Herzen hat, der ist gewiß lebendig tot. 8. Jesu, du edler Bräutgam wert, mein höchste Zierd auf dieser Erd, an der allein ich mich ergötz, weit über alle güldne Schätz: so oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemüt erfreuet sich. 9. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding: dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vorschmack sei. 10. Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum Besten allezeit; hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich mein Lauf vollenden kann. 11. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schanden mich behüt, erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: o mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller 1547—1606. 370. Mel. Wenn wir in höchsten Nöten sein. ... e H— 22.————— REEEEE + X I 0—— 1 I 2—2 1. Hilf, Hel⸗fer, hilf in Angst und Not, er⸗barm dich mein, du 53.— H ne E ů 2——* DIDPIPI.— + 20 LI— E— 1 7. 2.1. I treu ⸗er Gott; ich bin ja doch dein lie ⸗bes Kind trotz + WABI V AI IIII Ifffü Teu ⸗fel, Welt und al ⸗ler Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr; wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, du mein Gott und Erlöser bist. 3. Des freu ich mich von Herzen fein, bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein Wort. Hilf, Helfer, hilf, du treuer Hort! (Nach Nikolaus Selnecker 1530—1592.) Martin Moller 1547—1606. Y Vertrauen auf Gott. 371. Psalm 23 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. * + + — mein ge⸗ treu ⸗er Hirt, dem ich mich ganz ver⸗ Weid er mich, sein Schäflein, führt auf schö⸗ner, grü⸗ ner —.—————.— — n nere, ann L. —.——23——— I—4. 2—— —. 2 7 zum fri⸗schen Was⸗ser leit't er mich, mein Seel zu la⸗ben ————— 67 2—— .——.——3——— DIII—— —— 4 kräf ⸗tig⸗ lich durchs. sel ge Wort der Gna ⸗den. 2. 3. Er führet mich auf rechter Bahn Ein Tisch zum Trost er mir bereit't, von seines Namens wegen: läßt Segens Ströme fließen, obgleich viel Trübsal geht heran e mir voll ein, läßt Ol der Freud aufs Todes finstern Stegen, sich auf mein Haupt ergießen: so grauet mir doch nicht dafür, sein Güte und Barmherzigkeit mein treuer Hirt ist stets bei mir, werden mir folgen allezeit, sein Steckn und Stab mich tröstet. in seinem Haus ich bleibe. Kornelius Becker 1561—1604. 92. 1 3 1. Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott trau ich in Angst und Not; der ——+ ——— 4 — kann mich all⸗zeit ret⸗ten aus Trüb⸗sal, Angst und Nö⸗ ten, mein I ——— +— eann v enewat, isnsimean isst p,i. ii EE—‚—— 2 Un⸗ glück kann er wen⸗den, steht alls in sei-nen Hän⸗den. 22 —ä ä''—..: 336 Vertrauen 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm will ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Sterben ist mein Gewinn, und Christus ist mein Leben, dem hab ich mich ergeben; ich sterb hent oder morgen, mein Seel wird er versorgen. auf Gott. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du so gduldig bist für mich am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, auch uns allen zugleiche das ewig Himmelreiche: 5. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen. Nürnberg 1607 373. Psalm 37, 5. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 9 4— E 2—— 1.—.— 1 I— 22.½——.— H —. Er; 1. Be⸗fiehl du dei⸗ ne We⸗ ge und 533 dein Her⸗ze kränkt der al⸗ler⸗treu⸗sten Pfle⸗ ge des, der den Him⸗mel lenkt. + I 4„ l I —— + +— II * 2—. SI Der Wol⸗ken, Luft und Win⸗ 9en gibt We⸗ge, Lauf und Bahn, der IIDS“———— ———————.————— J I——. I wird auch We⸗ ge fin⸗den, da dein Fuß ge⸗ hen kann. 2. und was du dann erlesen, Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurückegehn; was er sich Maben zoinl⸗ und was doch end will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. off, o du arme Seele, off und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. Vertrauen auf Gott. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Angst und Nöten schweben, so frag er nichts nach dir. 106 Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron: Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not; stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt 1607—1670. 374. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. —04—— 4 EVU II—— + e en Büt.. Sr r d wi e. n Erre. 10 2—„e Li 1. Du bist ein Mensch; das weißt du wohl: was strebst du denn nach die Gott der Höchst al⸗lei ⸗ ne soll und kann zu⸗we⸗ ge e eee, eeereenn Eennn, nin, niniim mirEimim.rris;sir —————————— Din ⸗— bein⸗ dens Du fährst mit dei⸗ nem Witz und Sinn durch 22⁷ * 1 340 Vertrauen auf Gott. ——— e, ISSEER— V..— II. I.— so viel tau⸗ send Sor⸗ gen hin und denkst: Wie wills auf —.———— — nr. ö Haünnn nn. Llatier 2—.— 2 0——.— —— 7 5 Er ⸗ den doch 2. Es ist umsonst! Du wirst fürwahr mit allem deinem Dichten auch nicht ein einges kleines Haar in aller Welt ausrichten; und dient dein Gram sonst nirgends zu, als daß du dich aus deiner Ruh in Angst und Schmerzen stürzest und selbst das Leben kürzest. 3. Wie oft bist du in große Not durch eignen Willen kommen, da dein verblendter Sinn den Tod fürs Leben angenommen! Und hätte Gott dein Werk und Tat ergehen lassen nach dem Rat, in dem dus angefangen, du wärst zugrunde gangen. 4 Und dennoch soll dein Angesicht dein ganzes Leben führen? Du traust und glaubest weiter nicht, als was die Augen spüren? Was du beginnst, da soll allein dein Kopf dein Licht und Meister end ⸗ lich mit mir sein? Was der nicht auserkoren, das hältst du als verloren? 5. Willst du was tun, was Gott gefällt und dir zum Heil gedeihet, so wirf dein Sorgen auf den Held, den Erd und Himmel scheuet, ö wer ⸗ den? 6. Ach wie so oftmals schweigt er still und tut doch, was uns nützet, da unterdessen unser Will und Herz in Angsten sitzet, sucht hier und da und findet nichts, will sehn und mangelt doch des Lichts, will aus der Angst sich winden und kann den Weg nicht finden. 7. Gott aber geht gerade fort auf seinen weisen Wegen; er geht und bringt uns an den Port, da Sturm und Wind sich legen. Hernachmals, wenn das Werk ge⸗ schehn, da kann der Mensch alsdann erst sehn, was der, so ihn regieret, in seinem Rat geführet. 8. Drum, liebes Herz, sei wohlgemut und laß von Sorg und Grämen! Gott hat ein Herz, das nimmer ruht, dein Bestes vorzunehmen. Er kanns nicht lassen, glaube mir; sein Vaterherz ist gegen dir und uns hier allzusammen voll allzu süßer Flammen. 9 Tu als ein Kind und lege dich in deines Vaters Arme; bitt ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme: so wird er dich durch seinen Geist und gib dein Leben, Tun und Stand auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, nur fröhlich hin in Gottes Hand, so wird er deinen Sachen ein fröhlich Ende machen. nach wohlgehaltnem Ringen aus allen Sorgen bringen. Paul Gerhardt 1607—1676. Vertrauen 375. auf Gott. 1. Gib dich zu⸗frie⸗den und sei stil ⸗ in ihm ruht al⸗ler Freu⸗den Fül⸗ in dem Got⸗ te le, ohn ihn mühst du ———— ö ———— EE dei⸗nes Le⸗bens: Er. 1 dich ver⸗ge-bens. Er ist ů— —.. 2———.——— N Ee— 3—.——4 — n e Ind dim Eun. x———4 — 0 e wun. EAH — 2 2——— scheint täg⸗lich hell zu dei⸗ner Won⸗ne. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmer⸗ zens; Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden! Wie dirs und andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! Wenn gar kein einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, Gib dich zu⸗frie-den! magst du Gott gar kühnlich sagen; er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch be⸗ chweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon er⸗ höret. Gib dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren: er hat ein Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vögeln in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder auf den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird vielmehr dich eingen füllen und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden! 3⁴42 Vertrauen 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da greift er zu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; machtdir das Harren angst und bange: glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der achen groß machen Gib dich zufrieden! 376. Mel. Valet will ich dir geben. auf Gott. 12. Es kann und mag nicht anders werden: alle Menschen müssen leiden: was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden; des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden! 13. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden! 14. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden! Paul Gerhardt 1607—1676. H* 4 N I .‚‚.‚.ꝑI.....I...... I.I I............... n, üt,.e. ö—.—.————— ... 4 ö—— 32n 1. Ich bin ein Gast auf Er⸗den und hab hier kei⸗nen Stand; der Him⸗mel soll mir wer⸗den, da ist mein Va⸗ter⸗land. 4 ö. I 80. 2 E LII I— E +II— IEEIEEEiEEESEEEEESEESSEEEEEEEEEE. * 1 T 1 2———— Hier reis ich bis zum Gra⸗be, dort in der ew⸗gen Ruh ist 1— +———— N 14.— D.———.— 2 V. in um. nn. E...*——.— 25———.—.—.— H ————v—— 1 1 I Got ⸗tes Gna⸗den ⸗ga ⸗ be, —— die schließt all Ar ⸗beit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an als Müh und Not gewesen? Solang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 4. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rat; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben? Hier gilt es Müh und Streit. Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt; ich wandre meine Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimat ist dort oben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar Vertrauen auf Gott. in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin. Je länger ich hier walle, se wenger find ich Freud, die meinem Geist gefalle; das meist ist Herzeleid. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zuviel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will: komm, mach ein selig Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. 11. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll ö gleich als die helle Sonne nächst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt 1607— 1676. Bertrauen auf Gott. 377. Mel. Was mein Gott will, das gscheh allzeit. + 4 n 1— i 9—— I E————5 EEEEEEEEEEEEE — 1. Ich hab in Got⸗tes Herz undsinn mein Herz und Sinn er⸗ge⸗ ben. Ri ö Was bö⸗ se scheint,ist mir Ge⸗winn, der Tod selbst ist mein Le⸗ben. + —— —— ————..—— ö—— R FDIDIIIEIIIT— —— DennGott ist mein, und ich bin sein: was ist wohl,das mir scha⸗ de? Ob N ö er gleich schlägt undKreuz auf⸗legt, 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich auch gleich wirft ins eer so will er mich nur üben I und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen fest zu stehen; III 1 halt ich dann stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, u tun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 3. iR Zudem ist Weisheit und Verstand 4. Du denkest zwar, wann du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret, hast spät und früh viel Sorg und üh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. ö 5. Fürwahr, der dich geschaffen hat und ihm zur Ehr erbauet, bleib ich in sei-⸗ner Gna⸗de. der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen: laß ihm doch zu, daß er nur tu nach seinem Wohlgefallen. 6. Wie's Gott gefällt, so muß es sein, zuletzt wirds dich erfreuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld: die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf verschwinden. 7 Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen: wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 8. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straßen reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt 1607—1676. Vertrauen auf Gott. 378. —4—— — E + 2—4 N ———————* 2 8———— SIDIH .—. iiP —.— Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott, du be ⸗trüb⸗te See⸗ 129 war- um liegst du Gott zum Spott in der Schwermutshöh⸗le? . n e din, Eun. Hu. n. Fiin.. —.———— 7———..———— .——— 1—.—— Merkst du nicht des Sa⸗tans L ist? Er wil durch sein Kämp⸗fen —— ——— + EIFIꝗIH—— 7—.——— 2 en 2. ————*————6— +.———— II ———— +—.— 1— I —— dei⸗nen Trost, den Je⸗sus Christ dir er-wor⸗ben, dämp⸗fen. 2. Auf, ermanne dich und sprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneust du deinen Stich, machst mir angst und bange? Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. Hab ich was nicht recht getan, ist mirs leid von Herzen: dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen; das ist der bezahlte Lohn meiner Missetaten; bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 5. Stürme, Teufel, und du, Tod! Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden: der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide: laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 7. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten: bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen; wem hier Christus recht bewußt, hat in Gottes Garten droben die vollkommne Lust endlich zu gewarten. 9 Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Tränen; aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. 346 Vertrauen auf Gott. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr; lauter Freud und Lachen. gib dem großen Namen 10. deines Gottes Preis und Ehr. Ei so faß, o Christenherz, Er wird helfen! Amen. alle deine Schmerzen; Paul Gerhardt 1607—1676. 379. 94 ů—— EEEEE—— 1. War⸗um sollt ich mich denn grä⸗men? Hab ich doch Christum noch, wer will mir den neh-men? Wer will mir den Him⸗mel rau⸗ EEEE ——— ben, den mir schon Got⸗tes Sohn bei⸗ge⸗legt im Glau⸗ben? 0 9. Nackend lag ich auf dem Boden, Gott hat mich bei guten Tagen da ich kam, oft ergötzt, da ich nahm sollt ich jetzt meinen ersten Odem. nicht auch etwas tragen? Nackend werd ich auch hinziehen, Fromm ist Gott und schärft mit wenn ich werd Maßen von der Erd sein Gericht, als ein Schatten fliehen. kann mich nicht 3 ganz und gar verlassen. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben=. ist nicht mein,. I und ihre Rotten 151 8 ders egeben: nichts mehr hier 69 848 tun, als meiner spotten. will ers wieder zu sich kehren, Laß sie spotten, laß sie lachen: ich enl Gott, mein Heil ich will ihn wird in Eil dennoch fröhlich ehren. sie zuschanden machen. 7 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Unverzagt und ohne Grauen dringt herein soll ein Christ, Angst und Pein, wo er ist, sollt ich, drum verzagen? tets sich lassen schauen. Der es schickt, der wird es wenden; Wollt ihn auch der Tod aufreiben, er weiß wohl, soll der Mut wie er soll dennoch gut all mein Unglück enden. und fein stille bleiben. nit ꝛn/ 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten, schließt das Tor der bittern Leiden und macht Bahn, daß man kann gehn zur Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter: 380. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Vertrauen auf Gott. dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben. 11. Herr, meinHirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden: ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zugut in den Tod gegeben; 12. du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich ewig werd umfangen. Paul Gerhardt 1607—1676. N 4— E.— I. E 4.=—+———.— 2— I— 6 ů b— 1. In al⸗len mei⸗nen Ta⸗ten laß ich den Höch⸗-sten ra⸗ten, der 1.—*— ö i neirner riesriettetrretrte, —5 2 28.—2 2—— 12—2—— I..— + 1 + al ⸗les kann und hat; er muß zu al⸗len Din⸗gen, solls — 3——.——3 —————— 7——— EEEEEEEEEE an⸗ders 2310 ⸗lin⸗gen, uns sel-ber ge⸗ben Rat und Tat. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen seinem Willen machen, ich stells in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen, und was mir selig ist: ich nehm es, wie ers gibet, was ihm von mir beliebet, dasselbe hab auch ich erkiest. 348 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, Vertrauen auf Gott. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn: kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen; nichts fehlen, was mir ewig nützt. mit Gott will ich ihn überstehn. 8 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, und haben noch mit mir Geduld. er weiß allein die rechte Zeit. 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein kräftig Wort. 9. So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat: es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. Paul Flemming 1609—1640. V 9 —H N E+.2 +— EEEEEEEEEEEEE ——.— e, e. 1. Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten und hof⸗fet den wird er wun⸗der ⸗bar er⸗ hal⸗ ten in al⸗lem 1 +— 2 Tne. E SSSSSS. I—— auf ihn al ⸗ le⸗zeit, Kreuz und Träu⸗rig⸗keit. Wer Gott dem Al--ler-höch=sten traut, der + I +. SSSSee.— . H. hat auf kei ⸗ nen Sand ge 2. Was helfen uns die schweren Sorgen Was hilft uns unser Weh und Ach „baut. Man halte nur ein wenig stille 2und sei doch in sich selbst vergnügt, Was hilft es, daß wir alle Morgen wie unsers Gottes Gnadenwille, beseufzen unser Ungemach? wie sein Allwissenheit es fügt. Wir machen unser Kreuz und Leid Gott, der uns ihm hat auserwählt, nur größer durch die Traurigkeit. der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. IHIT Vertrauen auf Gott. 3⁴9 4. 6. Er kennt die rechten Freudenstunden, Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen, er weiß wohl, wann es nützlich sei; und ist dem Höchsten alles gleich, wenn er uns nur hat treu erfunden den Reichen arm und klein zu machen, und merket keine Heuchelei, den Armen aber groß und reich; so kommt Gott, eh wirs uns versehn, Gott ist der rechte Wundermann, und lässet uns viel Guts geschehn. der bald erhöhn, bald stürzen kann. 5.— Denk nicht in deiner Drangsalshitze, Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, daß du von Gott verlassen seist, verricht das Deine nur getreu und daß ihm der im Schoße sitze, und trau des Himmels reichemSegen, der sich mit stetem Glücke speist: so wird er bei dir werden neu; die Folgezeit verändert viel denn welcher seine Zuversicht und setzet jeglichem sein Ziel. auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark 1621—1681. 6 382. 0————..——— dn ded e H iner vn..r.. —— L— H ⁰⁰ I 1. Laß dich Gott, du Ver⸗-laß⸗ner, still dein Sor⸗gen; +—— + 12—4.— ——2—— —.. dei—ne Qual und dei„ne Not ist dem Höch-sten un-ver-bor⸗gen, — 1—1.— *—2..— 4Z— e v.— —.— 0 * ——— 7•— 4.—— 2 + + T. H ——* 12— Ti2 II 1 12.— I. hilft er heut nicht, hilft er mor⸗gen: laß dich Gott! 2. wenn du ihn vor allem liebest Halt Gott still! und mit Unmut nicht betrübest. Denn er brauchet Liebesschläge, Gott ist dein! wodurch er dich bessern will, 5. daß sich Kindesfurcht errege. Lehr Gott nicht, Traue seiner⸗ Vaterpflege: wie und wann er dich soll hören; halt Gott still! sein Aug steht auf dich gericht't. 3. Währt dein Kreuz lang, laß es Gott ist nah, währen, wenn er dir entfernet scheinet; endlich wird es sich doch kehren: ist nicht gleich die Rettung da, lehr Gott nicht! ist es dir zum Nutz gemeinet. 6 Er hilft, wenn du gnug geweinet: Liebst du Gott, Gott ist nah! wandelst treu auf seinen Wegen, 4. wird kein Kreuz, kein Not, kein Tod Gott ist dein, dein Vertrauen niederlegen. so du ihm dich nur ergibest. Alles dienet dir zum Segen, Deine Pein wird süß dir sein, liebst du Gott. Anton Ulrich von Braunschweig 1633—1714. Vertrauen auf Gott. 383. so glaub und weiß ich dies: ——————— Gott hilft end=lich noch ge-wiß. 2. ö 5. Hilfe, die er aufgeschoben, Laß die Welt nur immer neiden; hat er drum nicht aufgehoben: will sie mich nicht länger leiden, hilft er nicht zu jeder Frist, ei so frag ich nichts danach: hilft er doch, wenns nötig ist. Gott ist Richter meiner Sach. 3. 6. Gleichwie Väter nicht bald geben, Will sie mich gleich von sich treiben, wonach ihre Kinder streben, muß mir doch der Himmel bleiben; so hält Gott auch Maß und Ziel: 1 der Himmel mein Gewinn, er gibt, wem und wann er will. geb ich alles andre hin. 4. 7 Seiner kann ich mich getrösten, Ach Herr, wenn ich dich nur habe, wenn die Not am allergrößten: frag ich nicht nach andrer Gabe; er ist gegen mich, sein Kind, legt man mich gleich in das Grab: mehr als väterlich gesinnt. gnug, Herr, wenn ich dich nur hab. Christoph Tietze 1641—1703. 384. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 2 1. Wun⸗der⸗an⸗fang, herrlichs En⸗de, wo die wunder⸗wei⸗sen Hän⸗de Got⸗tes füh⸗ren ein und aus! Wun⸗der⸗weis⸗lich ist sein Ra⸗ten, 2. Denke doch: es muß so gehen, was Gott weislich heißt geschehen, ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der Anfang seltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet: Friede folget nach dem Streit. 5— Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß: so auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4. Kein Besinnen kann ersinnen, wo man könne Hilf gewinnen, die Vernunft ist hier zu blind; ihre halb gebrochnen Augen nicht in das Verborgne taugen, dem sie allzu blöde sind. Vertrauen auf Gott. 351 5. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. 6. Drum so laß dir nimmer grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getrost und gutes Muts. Er fürwahr, er wird es führen, daß dus wirst am Ende spüren, wie er dir tut lauter Guts. 7. Du wirst an den Fingern zählen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt; er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlichs End! Heinrich Arnold Stockfleth 1643—1708. 385. H 4+—1— 9— +—— SCSI.I.I.I.I.I.....'!'' T — 1. Was Gott tut, das ist wie er fängt mei⸗ ne wohl⸗ge⸗ tan, es Sa⸗chen an, will bleibt ge⸗recht sein ich ihm hal⸗ ten 1.— I I—E5——— 5—— + 4 — SZ-...— F.*.2 2 23— I 2 d L 12 +—6. I 1ꝛ——— + II 0. Ril„e. Er ist mein Gott, der in der Not mich I 1—— I JZ— 2.———3— I——.—.— 2 12 +— 2——— 3———3 V— 2— 1 1.— ů— 1. 2 II —— wohl weiß zu er⸗ hal⸗ten; drum laß ich ihn nur wal⸗ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen an seiner Huld und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich wohl bedenken; er als ein Arzt und Wundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. —— 35² Vertrauen auf Gott. weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 4 Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm 5 in Freud und Leid es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 2 Was Gott tut, das ist wohlgetan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan; dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast 1649—1708. 386. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. . d,, nn inen, S..I..I........... T 9—.. 1. Ein Christ kann oh- ne Kreuz nicht sein; drum laß dichs nicht be⸗ wenn Gott ver⸗-sucht mit Kreuz und Pein die Kin⸗der, die ihn 4—— EFE—17— + 2 e—2. 2.— 2 3. utnnnrn nn endrnnn innnrn nener nin trü⸗ ben,——.— 0 ö 25 Iie ⸗ ben. Je lie-ber Kind, je ern ⸗ ster sind des +— ů 53 irünmr mnn. .——— FFEE 2—.— 2410 EED i qei= ——— +2 +2—— from⸗men Vä⸗ters Schlä⸗ge: schau, das sind Got⸗tes We⸗ ge. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein; Gott wills nicht anders haben. Auch dieses Lebens Not und Pein sind deines Vaters Gaben. Solls denn so sein, so geh es ein: es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden. 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das Kreuz lehrt fleipig beten, zieht ab von eitlem Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit schnödem Sinn, wenns nun zu dir gekommen; es soll der Seele frommen. 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in Sünden ein. Wie müßten wir erschrecken, wenn unbereit't die Ewigkeit und der Posaunen Schallen uns würde überfallen! uhn ticht Vertrauen auf Gott. 353 5. 6. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; sein: was Gott schickt, will ich tragen. es lehrt die Sünde hassen Schickts doch der liebste Vater mein, und unsern lieben Gott allein sinds doch nur kurze Plagen mit rechter Lieb umfassen. und wohlgemeint. Die Welt vergeht, Wer gläubig weint, und Gott besteht. lebt dort in steten Freuden. Bedenks und laß dich üben, Ich will mit Christo leiden! das ewge Gut zu lieben. David Nerreter 1649—1726. ——— 1. Gott lesbet noch: See⸗le, was ver⸗ Zagst du doch? Gott ist gut, der aus Er⸗bar⸗men al ⸗le Hilf auf Er⸗den tut, der mit Macht und star⸗ken Ar⸗-men ma⸗chet al⸗-les wohl und gut. Gott kann bes⸗ser, als wir den⸗ en, be sten len⸗ · Len See⸗le, so be⸗den⸗ke doch: lebt doch un⸗ ser Herrgott noch. 2. 3. Gott lebet noch: Gott lebet noch: Seele, was verzagst du doch? Seele, was verzagst du doch? Soll der schlummern oder schlafen, Der den Erdenkreis verhüllet der das Aug hat zugericht't? mit den Wolken weit und breit, Der die Ohren hat erschaffen, der die ganze Welt erfüllet, sollte dieser hören nicht? ist von uns nicht fern und weit. Gott ist Gott, der hört und siehet, Wer Gott liebt, dem will er senden wo den Frommen Weh geschiehet. Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch lebt doch unser Herrgott noch. 23 Vertrauen auf Gott. 4. und im Leiden bei dir sein. Gott lebet noch: Gott ists, der es herzlich meinet, Seele, was verzagst du doch? wo die Not am größten scheinet. Bist du schwer mit Kreuz beladen, Seele, so bedenke doch: nimm zu Gott nur deinen Lauf: lebt doch unser Herrgott noch. ö ö Gott ist groß und reich von Gnaden, 7. AR hilft den Schwachen gnädig auf; Gott lebet noch: ö Gottes Gnade währet immer, Seele, was verzagst du doch? Ri seine Treu vergehet nimmer. Laß den Himmel samt der Erden IWA Seele, so bedenke doch: immerhin zu Trümmern gehn; W lebt doch unser Herrgott noch. laß die Höll entzündet werden, l 5. laß den Feind erbittert stehn, é Gott lebet noch: laß den Tod und Teufel blitzen: II Seele, was verzagst du doch? wer Gott traut, den will er schützen. MIN Wenn dich deine Sünden kränken, Seele, so bedenke doch: ö dein Verbrechen quälet sehr, lebt doch unser Herrgott noch. Ie komm zu Gott, er wird versenken 8. RI deine Sünden in das Meer. Gott lebet noch: Mitten in der Angst der Höllen Seele, was verzagst du doch? kann er dich zufriedenstellen. Mußt du schon geängstet wallen Wi Seele, so bedenke doch: auf der harten Dornenbahn: lebt doch unser Herrgott noch. es ist Gottes Wohlgefallen, Ii ö 6. dich zu führen himmelan. ö Gott lebet noch: Gott will nach dem Jammerleben Friede, Freud und Himmel geben. ö Seele, was verzagst du doch? 4 IRN Will dich alle Welt verlassen, Drum, o Seel, bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. und weißt weder aus noch ein, RIRN Gott wird dennoch dich umfassen Johann Friedrich Zihn 1650—1719. 4 0 0 Nt aN 4 + 4 2——ᷓ——. EAEEEEEEEE 6—— DEEE EEEN .— rn nrt a e 1. Al⸗les ist an Got⸗tes Se⸗gen und an sei⸗ner Gnad ge⸗le⸗gen der be⸗hält ganz un⸗ver ⸗let-zet ei⸗ nen frei⸗en Hel⸗den⸗mut. 2. der mich wunderlich geführet ö Der mich hat bisher ernähret und noch leitet und regieret, und mir manches Glück bescheret, wird forthin mein Helfer sein. ist und bleibet ewig mein; et, Et. hen ützen. en eben ben. 719. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind: ich begehr nach dem zu ringen, was mir wahre Ruh kann bringen, und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz eranicten; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. Vertrauen auf Gott. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen, es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben: wie Gott will, so muß es bleiben; wenn Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. Nürnberg 16786. 389. Psalm 38, Mel. O Gott, du frommer Gott. — „— 1. Ach Gott, ver⸗laß mich nicht, ————. EI gib mir die Gna-den⸗ hän de ach füh⸗re mich, dein Kind, daß ich den Lauf voll⸗en ⸗de zu mei⸗ner Se⸗lig⸗keit; sei du mein Le⸗bens⸗licht, mein n a.. — .—. . d, Stab, mein Hort, mein Schutz; ach Gott, ver⸗laß mich nicht. Ach Gott, verlaß mich nicht, 98 iere du mein Wallen; laß mich nimmermehr 9 Sünd und Schande fallen; gib mir den guten Geist, gib Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft; ach Gott, verlaß—. nicht. Ach Gott, Perlaß mich nicht, ich ruf aus Herzensgrunde; ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde; wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir; ach Gott, verlaß mich nicht. 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, ach laß dich doch bewegen; ach Vater, kröne doch mit reichem Himmelssegen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu tun, was dir gefällt; ach Gott, verlaß mich nicht. 23* 2———7..:.:... 856 Vertrauen auf Gott. 5. und selig scheiden ab, Ach Gott, verlaß mich nicht, ich bleibe' dir ergeben; hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben zu sehn dein Angesicht. Hilf mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht. Salomo Franck 1659—1725. 390. Matth. 6, 25—33. Mel. Warum sollt ich—27 denn grämen. 1. War⸗um willst du doch für mor-gen, ar⸗mes Herz, im⸗mer⸗w ärts ————.— 5 als ein Hei⸗-de sor⸗gen? Wo⸗zu dient dein täg⸗lich Grä⸗ I ꝙ PRRees ——— ——— men, weil Gott will in der Still sich der Not an ⸗ neh⸗men? 2 Gott hat dir geschenkt das Leben, Seel und Leib; darum bleib ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schenken; traue fest: er verläßt nicht, die an— denken. Sage nicht: Was soll ich essen? Gott hat dir schon allhier so viel zugemessen, daß der Leib sich kann ernähren; übriges wird indes Gottes Hand bescheren. 4. Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Jesus spricht: Sorge nicht, solches tun die Heiden; schau die Blumen auf den Feldern, wie so schön diese stehn und die Bäum in Wäldern. D. Sorgt ein Vogel auf den Zweigen, wenn er singt, hüpft und springt, wer ihm soll anzeigen, was er essen soll und trinken? Nein, ach nein, er folgt fein nur des Himmels Winken. Ach der Glaube sehlt auf Erden! Wär er da, müßt uns ja, was uns not ist, werden. Wer Gott kann im Glauben fassen, der wird nicht, wenns gebricht, von ihm sein verlassen. +. Wer Gerechtigkeit nachtrachtet und zugleich Gottes Reich über alles achtet, 725. zeigen, den! fassen, Vertrauen auf Gott. der wird wahrlich nach Verlangen auch allhier Speis und Trank nichts am Leibe fehlen lebenslang 10 wie im Schlaf empfangen. Alles sei dir unverhohlen, 8. was mir fehlt, Laß die Welt denn sich bemühen was mich quält, immerhin; großer Gott, befohlen. ach mein Sinn Sorge du, so will ich schweigen soll zu Jesu fliehen. und vor dir Er wird geben, was mir fehlet, nach Gebühr ob ers oft meine Kniee beugen unverhofft eine Weil verhehlet. 4 11. Ich will dir mit Freuden danken 9. fort und fort, Nun, Herr Jesu, meine Freude, hier und dort, meine Sonn, und will nimmer wanken. meine Wonn, Lob und Preis sei deinem Namen! meiner Seelen Weide: Sei mein Teil, sorge nur für meine Seelen, Hilf und Heil, so wird mir liebster Jesu! Amen. Laurentius Laurenti 1660- 1722. 391. Psalm 62. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 1. Was von au ⸗ßen und von in ⸗ nen täg ⸗lich mei ⸗ne und hält Herz, Ge⸗müt und Sin nen un⸗ter sei⸗ner See⸗le drückt Last ge⸗bückt in dem al ⸗len ist dein Wil ⸗le, Gott, der al⸗ler Un⸗ruh wehrt und mein Herz hält Hin der Stil zle, N —————————— bis es dei ⸗ne Hilf er⸗fährt. ——— 358 Vertrauen auf Gott. 2. 6. Denn du bist mein Fels auf Erden, Aber wie kanns dem gelingen, da ich still und sicher leb; deine Hilfe muß mir werden, so ich mich dir übergeb: dein Schutz ist mein Trutz alleine gegen Sünde, Not und Tod; denn mein Leiden ist das deine, weil ich dein bin, o mein Gott. der auf Fleisch die Hoffnung richt't? Große Leut sind samt geringen in der Not eh ohn Gewicht: traut doch lieber auf den einen, welcher Lieb und Allmacht hat, daß er helfen kann den Seinen, und beweisets 37 der Tat. Auf dich harr ich, wenn das Leiden Auf dich, mein Gott, bau ich feste, nicht so bald zum Ende eilt; geh in aller Stille hin, dich und mich kanns minmerscheiden, denn zuletzt kommt doch das Beste, wenns gleich noch so lang verweilt und das End ist mein Gewinn: und auch dies mein gläubig Hoffen deine Allmacht hilft mir tragen, hab ich nur allein von dir; deine Lieb versüßet mir durch dich steht mein Herz dir offen, alles Bittre, alle Plagen daß du solches schaffft in mir. Bei dir ist mein Heil und Ehre, meine starke Zuversicht; willst du, daß die Not sich mehre, weiß ich doch, du läßt mich nicht: meint der Feind mich zu erreichen und zu werfen unter sich, will ich auf den Felsen weichen, der wirft alles 2.. mich. Liebe Leute, traut beständig auf den Herrn als euren Hort; er ist Gott und heißt lebendig, ist euch nah an jedem Ort. Wann und wo euch Hilfe nötig, da klopft an, er ist zu Haus kommt und ist zur Hilf erbötig; darum bin ich still zu dir. 8. Laß es nur, o Seele, gehen, wie es geht, und sorge nicht: endlich wirst du dennoch sehen, daß Gott übt ein recht Gericht. deßo ist er deine Stärke, daß dir gar nichts schaden kann; dort vergilt er alle Werke, so ein jeder hat getan. ö 9. Breit, o Herr, doch deine Güte über mich, nimm mich in dich, so wird hinfort mein Gemüte stille bleiben ewiglich. Werde alles und in allen, gib uns, daß wir dir allein allzeit trachten zu gefallen, schütt't das Herz nur vor ihm aus. so wird alles stille sein. August Hermann Francke 1663—1727 392. Psalm 62, 2. Mel. Jesu, Mei ⸗ne Seel ist stil mein Herz ist ver⸗gnü⸗ meine Freude. zu Gott, des ⸗sen Wil ⸗le get mit dem, wie's Gott fü⸗ get, — hel ⸗fen Bent; mir zu nimmt an, wie es geht geht es nur dem Him⸗mel zu, Vertrauen auf Gott. 5) b, ri. und bleibt Je⸗ sus un ⸗ ge⸗-schieden, so bin ich zu⸗frie-den. N, t, 2. so wirst du bald schauen, , Meine Seele hanget wie die Ruh so groß, an dir und verlanget, die da fleuß aus stillem Geist. Gott, bei dir zu sein Wer sich weiß in Gott zu schicken, feste, aller Ort und Zeiten den kann er erquicken. und mag keinen leiden, ö 5 Beste der ihr redet ein; Meine Seefe senket 4— von der Welt Ehr, Lust und Gew, alls, was siakrantet F*er I n, wonach so viel sind beflissen, tief in Jesu Brust. * mag sie gar nichts wissen. Sie wird start durch Hoffen; 3 was sie je betroffen, Nein, ach nein, nur einer, träget sie mit Lust; sagt sie, und sonst keiner fasset sich ganz männiglich wird von mir geliebt: durch Geduld und Glauben feste: Jesus, der getreue, am End kommt das Beste. 1 in dem ich mich freue, ö 6. — sich mir ganz ergib. Amen, es geschiehet; Er allein, er soll es sein, wer zu Jesu fliehet nun; ich wieder mich ergebe Uumnse 7 dem ich wiede wird es recht erfahrn, und ihm einzig lebe. wie Gott seinen Kindern 4. pflegt das Kreuz zu mindern te Gottes Güt erwäge und d das Glück zu sparn und dich gläubig lege bis zu End: alsdann sich wendt . sanft in seinen Schoß; das zuerst gekost'te Leiden, lerne ihm vertrauen, und gehn an die Freuden. Johann Kaspar Schade 1666- 1698 4 4 393. 17²⁷ Mel. Jesus, meine Zuversicht — „Mei⸗ne See⸗le sen⸗ket sich hin in Got⸗tes Herz und Hän⸗de und er⸗war⸗tet ru⸗hig⸗lich sei-ner We⸗ge Ziel und En-de, . liegt fein stil-le, nackt dund bloß in des lieb-sten Va⸗ters Schoß. 2. ——— Meine Seele murret nicht, ist zum Tode schon beschieden; ist mit allem wohl zufrieden; was die Ungeduld erregt, V zu, was der eigne Wille spricht, ist in Christi Grab gelegt.. 360 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann kränken: auch alsdann, Sorgen hört dem Schöpfer zu, meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Herze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden: wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. Vertrauen auf Gott. 5. Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß m, Leinent Nöten, hängt an Gottes Angesicht wenn er will töten: wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freudenlicht verjagt. Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden: also hab ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin gleichwie ein stilles Meer, voll von Gottes Preis und Ehr. Johann Joseph Winckler 1670—1722. 394. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht E————— 5 Endlich, end⸗lich muß es doch mit der Not ein En⸗ de neh⸗ men. Endlich bricht das har⸗ te Joch, end⸗lich schwindet Angst und Grä⸗men, —— —* —— 2— E—.——— end⸗lich wird der Sor⸗gen⸗-stein doch ein⸗mal 2. Endlich bricht man Rosen ab, ⸗ho⸗-ben sein. wenn der Ien überstiegen. Endlich zieht ein Jakob ein, endlich kommt man durch die Wüsten; wo kein Esau 25 wird sein. endlich kann der Wanderstab sich zum Vaterhause rüsten Endlich nach der Tränensaat uns die Freudenernte naht. 5. Endlich sieht man Kanaan nach Endlich trifft man Tabor an, Agyptens Diensthaus liegen. Endlich! O du schönes Wort, du kannst alles Kreuz versüßen. Wenn der Felsen ist durchbohrt, läßt er endlich Wasser fließen. Ei, mein Herz, drum merke dies: Erdücch, endlich kommt gewiß! Benjamin Schmolck 1672—1737 395. Mel Was Gott tut, das ist wohlgetan 1. Gott lebt: wie kann ich Er weiß gar wohl von trau⸗ mei⸗ nerpein, die ich rig sein, als wär kein Gott zu hier muß emp⸗ 3* 2 7. Vertrauen auf Gott. fin ⸗denꝰ. fin ⸗den. Er kennt mein Herz und mei 3nen Schmerz; drum darf ich nicht ver ⸗ za⸗ gen und 2. Gott hört, wenn niemand hören will: was will der Feind denn sprechen, als würde meiner Seufzer Ziel nicht durch die Wolken brechen? Ruf ich empor, so hört sein Ohr, so steigt die Hilfe nieder, und schallt das Amen wider. 3. Gott sieht: wie klaget denn meinHerz, als seh er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz ganz vffenbar erscheinen. Kein Tränlein fällt, das er nicht zählt, worauf sein Aug nicht blicket, bis er uns hat erquicket. 4. Gott führt: drum geh ich ruhig fort auf allen meinen Wegen; und wenn die Welt bald hier, bald dort ihm nur al⸗les kla⸗gen will ihre Stricke legen, so pflegt er mich zwar wunderlich, doch gnädig auch zu führen, daß mich kein Fall kann rühren —— Gott gibt: und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben; was hilft mir denn mein steter Harm als müßt ich Hungers sterben? Er hat ja Brot, und wenn die Not uns nach der Wüste weiset, so werden wir gespeiset. 6. Gott lebt: wohlan, ich merke das Gott hört: ich wills ihm sagen. Gott sieht: er setzt den Tränen Maß. Gott führt: ich darf nicht klagen. Nur nicht betrübt! Gott gibt und liebt und wird mir endlich geben, auch dort mit ihm zu leben. Bensamin Schmolck 1672—1737 396. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 2.——— —— 1. Je grö⸗ßer Kreuz, je nä⸗ her Him⸗mel: wer oh⸗ ne Bei Sün⸗den⸗-lust und Welt⸗ge⸗ tüm⸗mel ver⸗gißt man Kreuz, ist oh ⸗ ne Gott. Höl ⸗le, Fluch und Tod. e⸗lig ist der Mann gerschätzt, den 36²2 * — 1 Gott in Kreuz und Trüb ⸗sal setzt. * 2. der sehnet sich nach Kanaan. AIIN Je größer Kreuz, je stärker Glaube: Das Täublein findet hier nicht Ruh, ö die Palme wächset bei der Last; so fleugt es nach der Arche zu. III ö die Süßigkeit fließt aus der Traube,— 6. wenn du sie wohl gekeltert hast. Je größer Kreuz, je lieber Sterben: Im Kreuze wächset uns der Mut, man freut sich recht auf seinen Tod; wie Perlen in gesalzner Flut. denn man entgehet dem Verderben, ö 3. es stirbt auf einmal alle Not. I Je größer Kreuz, je größer Liebe: Das Kreuz, das Christengräber ziert, IMIE der Wind bläst nur die Flammen auf, bezeugt: sie haben triumphiert. und scheinet gleich der Himmel trübe, 7 so lachet doch die Sonne drauf. Je größer Hreutz, 18 schöner Krone, Aleiehwie r 33 Ol u der ber t Glu, die Gottes Schatz uns beigelegt, gleichwie das Ol im Feuer kur. und die einmal vor seinem Throne 4— der Überwinder Scheitel trägt. Je größer Kreuz, je mehr Gebete: Ach dieses teure Kleinod macht, I geriebne Kräuter riechen wohl. daß man das größte Kreuz nicht Wenn um das Schiff kein Sturm⸗ acht't. * wind wehte, 8 so fragte man nicht nach dem Pol. Gekreuzigter, U 5„uir deint Kre Wo kämen Davids Psalmen her, 12 longen und 16 eber semn 35 +— 38*9 2„* N wenn er nicht auch versuchet wär? Daß mich die Ungeduld nicht reize, 5. so pflanz ein solches Herz mir ein, Je größer Kreuz, je mehr Verlangen: das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, im Tale steiget man bergan; bis dort mein Kreuz die Krone trägt. wer durch die Wüsten oft gegangen, Benjamin Schmolck 1672—1737 397. Mel. O Gott, du frommer Gott kr. ———————— 1. Gott ist und bleibt ge⸗treu! Sein Her-ze bricht vom Lie-ben, pflegt er gleich oft- mals auch die Sei⸗nen zu be⸗ trü⸗ben; 0——— ——————————— 5 e winm tnne. — E——— stand⸗haft die Ge⸗ duld: Gott ist und bleibt ge ⸗treu. + 1 Ruh, ben: Tod; rben, ziert, b. rone, gt, hrone t. ht, nicht ereuze reize, ir ein, ö hegt, trägt. 1737 2. Gott ist und bleibt getreu! Er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen; er braucht die Ruten oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt: Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu! Er weiß, was wir vermögen, er pfleget nie zuviel den Schwachen aufzulegen; er macht sein Jsrael von Last und Banden frei, wenn große Not entsteht: Gott ist und bleibt getreu! 4. Gott ist und bleibt getreu! Er tröstet nach dem Weinen, er läßt aus trüber Nacht die Freudensterne scheinen; Vertrauen auf Gott. 363 der Sturm, des Kreuzes Sturm geht augenblicks vorbei; sei, Seele, nur getrost: 195 ist und 535 getreu. Gott ist und bleibt getreu! Er stillet dein Begehren, er will dein Glaubensgold in Trübsalsglut bewähren; nimm an von Gottes Hand den Kreuzkelch ohne Scheu, der Lebensbecher folgt: Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu! Laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch ein solches Ende machen, daß alles Kreuz und Not dir ewig nützlich sei. S0 liebt der Höchste dich: Gott ist und bleibt getreu. Helmstedt 1695 9.8 1. Gott wills ma⸗chen, daß die Sa⸗ aichen ge⸗hen, wie es heilsam ist. Laß die Wel⸗len sich ver⸗stel⸗len, wenn du nur bei Je⸗su bist. 2. 5. Wer sich kränket, weil er denket, Glaub nur feste, daß das Beste Jesus liege in dem Schlaf, über dich beschlossen sei. wird mit Klagen sich nur plagen, Wenn dein Wille nur ist stille, daß der leide Straf. wirst du von dem Kummer frei⸗ Du Verächter, Gott dein Wächter— schläfet 10 noch schlummert nicht. aiuse vu Gelaß 11 ů1ũ—ů2ꝛ—?ì‚ Zu den Höhen aufzusehen, faß d 3 0 1. 0l 29. wäre deine Glaubenspflicht. kir sergen d e Herr ist über Freud und Leid. 7. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Ists beschwerlich, scheints gefährlich: Schmerz. deinem Gott ists nicht zuviel. 36⁴4 Vertrauen auf Gott 8. 11. Seine Wunder sind der Zunder, Die da weichen und das Zeichen da der Glaube Funken fängt: ihres Bräutigams verschmähn, alle Taten sind geraten müssen laufen. den ahn. jedesmal, wie ers verhängt. die zur linken Seite stehn. 9. ö 12. Wann die Stunden sich gefunden, Aber denen, die mit Tränen bricht die Hilf mit Macht herein; küssen ihres Jesu Joch, und dein Grämen zu beschämen, wird die Krone vor dem Throne wird es unversehens sein. sü Heilands werden noch. 10. 15. 2 Nun so trage deine Plage Amen, Amen! In dem Namen fein getrost und mit Geduld: meines Jesu halt ich still; wer das Leiden will vermeiden, es geschehe und ergehe, häufet seine Sündenschuld. wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt 1675—1723. 399. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. ————— 1. Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn al⸗les Ei⸗gen⸗ ge⸗schieht, was er mir aus⸗-er⸗sehn, wird mirs an kei⸗nem wäh⸗len; Wie feh⸗len. er mich führt, so geh ich mit und fol⸗ge mil⸗lig Schritt vor Schritt in kind ⸗ li ⸗ chem Ver trau ⸗en. 2. wie ers will kehrn und wenden, Wie Gott mich führt, so bin ich still sei ihm hiermit ganz heimgestellt: und folge seinem Leiten, er mache, wie es ihm gefällt, obgleich im Fleisch der Eigenwill zum Leben oder 50 will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, Wie Gott mich führt, so geb ich mich in Zeit und auch in Ewigkeit in seinen Vaterwillen. stets seinen Schluß zu ehren. Scheints der Vernunft gleich wun⸗ 3. derlich, Wie Gott mich führt, bin ich ver⸗ sein Rat wird doch erfüllen, gnügt, was er in Liebe hat bedacht, ich ruh in seinen Händen; eh er mich an das Licht gebracht: wie er es schickt und mit mir fügt, ich bin ja nicht mein eigen. 17²3. Vertrauen 5 Wie Gott mich führt, bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, 95 will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum besten dienen. 0. Wie Gott mich führt, auf Gott. 365 s geh durch Dorn und Hecken. Kann ichs auch anfangs nicht ver stehn ö zuletzt wird er aufdecken, wie er nach seinem aerulrer mich treu und wohl geführet hat dies sei mein Glaubensanker. ö Lampertus Gedicke 1683—1735 so will ich gehn, 400. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 1. Mei⸗ne Sorgen, Angst und Pl age al⸗les Seufzen, al-les Kla⸗ge n lau⸗fen mit der Zeit zu End; n, das der Herr al-lei-ne kennt, wird gott⸗lob! nicht e-wig sein: nach dem Re⸗gen wird ein Schein von viel tau⸗send Son⸗nen⸗blik⸗ꝛen mei⸗nen mat⸗ten Geist er⸗quik⸗ken. 2 Meine Saat, die ich gesäet, wird zur Freude wachsen aus; wenn die Dornen abgemähet, so trägt man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei: nach dem Kämpfen, nach dem Streiten kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man Rosen will abbrechen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen stechen; es geht alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf erreicht will man hier das Kleinod sinden, so muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist besetzt; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin sonder Streit: die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. Es sind wahrlich alle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn, aus viel Trübsal hergekommen; darum siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron und mit Palmen Ausgezteret, weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt: seine Freund und Hochzeitsgäste Israel erhält den Sieg Kanaan wird nicht gefunden, wo man nicht hat überwunden. Mel. werden nach dem Streit beglückt; 366 Vertrauen auf Gott. 7. Darum trage deine Ketten, meine Seel, und dulde dich; Gott wird dich gewiß erretten: das Gewitter leget sich, nach dem Blitz und Donnerschlag nach geführtem Kampf und Krieg; folgt ein angenehmer Tag; auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sorgen. ZJohann Anastasius Freylinghausens Gesangbuch, Zugabe, Halle 1708. 401. Offbg. Joh. Christus 22, 20. 21 —, der ist mein Leben 5 12537———— E—.———.—— 1. Die Gna⸗de sei mit al⸗-len, die Gna⸗de un⸗sers RSI 2. Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns ja kein Tritt, es gehe seine Gnade denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns je will grauen, so bleibts: der Herr ist treu. 4. Wird stets der Jammer größer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst, so komme doch! Damit wir micht erliegen, muß Gnade mit uns sein; Herrn, des Herrn, dem wir hier wal⸗ len und sehn sein Kom⸗ men gern. denn sie flößt zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, der man um Jesum mißt; der Herr hat eine Gnade, die über alles ist. Bald ist es überwunden nun durch des Lammes Blut, das in den schwersten Stunden die größten Taten tut. 8. Herr, laß es dir gefallen, noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen, die Gnade sei mit mir! Philipp Friedrich Hiller 1699-1769 402. 2225————————— EE—. ——. +— 2..1— 1 . 1. Gott ist ge⸗treu! Sein Herz, sein Va⸗ ter ⸗ herz ist Gott ist ge⸗treu bei Wohl⸗sein und bei Schmerz, in Vertrauen auf Gott. 367⁷ * + e. ü —2.—— vol⸗ler Red⸗ 111 Zeit Wej Ber ge. weicht! Fallt hin, i S5At gut und bö⸗ser Zeit Weicht, Ber⸗ge, weicht! Fallt hin, ihr Hü⸗gel! Sie⸗gel: Gott ist ge⸗ treu! 2. bezahlt das Lösegeld, Gott ist getreu! damit ich selig bin. Er ist mein treuster Freund, Um uns zu retten vom Verderben, dies weiß, dies glaub ich fest. ließ er den Eingebornen sterben. Ich bin gewiß, Gott ist getreu! daß er mich keinen Feind zu hart versuchen läßt. Er wiegt bei jeder Prüfungsstunde die Kraft von meinem Glaubens⸗ 6. Gott ist getreu! Mein Vater, des ich bin, sorgt für mein Seel lenwöhl. pfunde. *—— 1 Sein Will und Wunsch, Gott ist getreu sein Zweck und sein Bemühn 3. ist, daß ich leben soll. Gott ist getreu!— Er reinigt mich von allen Sünden, Er tut, was er verheißt, er läßt mich Ruh in Christo finden. er hält, was er verspricht; Gott ist getreu! wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, so gleit und irr ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nich 7 Gott ist getreu! t Sein göttlich treuer Blick gibt sorgsam auf mich acht; lügen, sein Wort der Wahrheit kann nicht er sieht mit Lust, trügen. wenn mich ein zeitlich Glück Gott ist getreu! erfreut und dankbar macht. Was uns zu schwer ist, hilft er 4. tragen Gott ist getreu!l und endlich stillt er alle Klagen. Er handelt väterlich, Gott ist getreu! und was er tut, ist gut; sein Liebesschlag erweckt und bessert mich, die Strafe meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Himmels⸗ Gott ist getreu! Mein Herz, was fehlt dir noch, dich stets im Herrn zu freun? Sei Gott getreu, leiter, sei unverzagt, mag doch de ich zu en e 1 voll Falschheit sei r Kampf macht mi Ctreiten die Welt voll Falschheit sein. Der falschen Brüder Neid und Tücke stt gereicht am Ende mir zum Glücke. 9. Gott ist getreu! Gott ist getreu! tt ist Letrent Er gibt der bösen Welt 9. den eingen Sohn dahin. Gott ist getreu! Der Heiligste Vergiß, o Seel, es nicht, 368 Vertrauen wie zärtlich treu Gott ist. Gott treu zu sein, sei deine liebste Pflicht, solang du denkst und bist. Halt fest an Gott, sei treu im Glauben, Gott ist getreu! auf Gott. laß dir den starken Trost nicht rauben: Ehrenfried Liebich 1713—1780 403. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1. Auf Gott und nicht auf mei⸗ und dem, der mich er⸗-schaf⸗ fen hat, mit nen Rat will ich mein Glük⸗ke gan⸗ zer See⸗le bau ⸗ en Er, der die Welt all⸗ trau⸗ en. —— —— mäch⸗tig hält, wird ———.———.——,—— —* mich in mei⸗nen Ta⸗gen 2. Er sah von aller Ewigkeit, wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Burde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmierz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich ganz väterlich: nicht was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? als Gott und Va⸗ter tra⸗gen. Die größte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. —. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; „Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern; seid fröhlich, ihr Gerechten: der Herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769 Vertrauen auf Gott. 404. O Welt, ich muß dich lassen. .— will ich denn ge ⸗las⸗sen mich — ö auch in Lei⸗den fas ⸗sen; welch Le⸗ben hat nicht sei ⸗ ne Qual? 2. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte: Ja, Herr, ich bin ein Sünder, sein Heil laß mein Geschäfte, und stets strafst du gelinder, dein Wort mir Trost und Leben sein. als es der Mensch verdient. ö 5. will ich, beschwert mit Schulden, Wenn ich in Christo sterbe, kein zeitlich Weh erdulden, bin ich des Himmels Erbe: das doch zu meinem Besten dient? was schreckt mich Grab und Tod? 3. Auch auf des Todes Pfade Dir will ich mich ergeben, vertrau ich deiner Gnade; nicht meine Ruh, mein Leben du, Herr, bist bei mir in der Not. mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen 1 Ich will dem Kummer wehren, und nicht auf Menschen bauen; Gott durch Geduld verehren, ich du hilfst und du errettest gern. im Glauben zu ihm flehn. 4. Ich will den Tod bedenken: Laß du mich Gnade finden, der Herr wird alles lenken, cht mich alle meine Sünden und was mir gut ist, wird geschehn. erkennen und bereun. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 405. Mel. Alles ist an Gottes Segen. gleich dem Gold im Feur bewährt; zu des Him⸗mels höchsten Freuden 24 Vertrauen auf Gott. ——..— I wer⸗den nur durch tie⸗fe Lei⸗den Got⸗ tes Lieb-lin⸗ge ver⸗klärt. 7 2. ö 7. Unter Leiden prägt der Meister Leiden macht im Glauben gründlich, in die Herzen, in die Geister macht gebeugt, barmherzig, kindlich; sein allgeltend Bildnis ein. Leiden, wer ist deiner wert? Wie er dieses Leibes Töpfer, Hier heißt man dich eine Bürde, will er auch des künftgen Schöpfer droben bist du eine Würde, auf dem Weg der Leiden sein. die nicht jedem widerfährt. 3. ö 8. Leiden bringt empörte Glieder Brüder, solche Leidensgnade endlich zum Gehorsam wieder, wird in mannigfachem Grade macht sie Christo untertan, Jesu Jüngern kundgemacht, daß er die gebrochnen Kräfte wenn sie mancher Schmerz durch⸗ zu dem Heiligungsgeschäfte wühlet, sanft und still erneuern kann. wenn sie manchen Tod gefühlet, 4 Nächte seufzend durchgewacht. 9 Leiden sammelt unsre Sinne, ö——— 2—— daß die Seele nicht zerrinne Im Gefühl der tiefsten Schmerzen in den Bildern dieser Welt, pringt das Herz zu Jesu Herzen ist wie eine Engelwache, immer liebender hinan; die im innersten Gemache Ma che d eins lnit 9 hulich, des ütes Ordnung hält. Mache deinem Tod mich ähnlich, e Semünte Oronn daß ich mit dir leben kann! 5 10. Leiden stimmt des Herzens Saiten Endlich mit der Seufzer Fülle für den Psalm der Ewigkeiten, bricht der Geist durch 180 Hülle, lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn, und der Vorhang reißt entzwei⸗ wo die selgen Palmenträger Wer ermisset denn hienieden, mit dem Chor der Harfenschläger welch ein Meer von Gottesfrieden preisend vor dem Throne stehn. droben ihm bereitet sei? 6. 11. ö Leiden fördert unsre Schritte, Jesu, laß zu jenen Höhen ö Leiden weiht die Leibeshütte heller stets hinauf uns sehen, ö zu dem Schlaf in kühler Gruft; bis die letzte Stunde schlägt, es gleicht einem frohen Boten da auch uns nach treuem Ringen ö jenes Frühlings, der die Toten heim zu dir auf lichten Schwingen zum Empfang des Lebens ruft. eine Schar der Engel trägt. Karl Friedrich Harttmann 1743—1815. 406. Mel. Eins ist not! Ach Herr, dies eine. — 2— + + ——————— Ei— +2——— EI———— ESr— * 3* 1. Za ⸗ get nicht, wenn Dun⸗ kel⸗ hei⸗ten auf des Le⸗bens Gott ist gut, er wird euch lei⸗ten, ihm ists Freu⸗de, Vertrauen auf Gott. iSDD J—IDeE. wohleon hin Sind sei ⸗-ne Ge⸗ dan⸗ken nicht eu ⸗re Ge⸗ — ů 2— ch—..—..— V ᷓ——I— NNRS. dan⸗ken, laßt den⸗noch, o Chri⸗sten, den Glau⸗ben nicht wan⸗ken, daß ö — EE 27 e ee een m. er, der des Wur-mes im Stau⸗be ge⸗denkt, auch sorg⸗sam und ch⸗ ee, rdes, ————.————————..— freund⸗lich durchs Dun-kel euch lenkt. 2. Der Trübsal entströmen oft heilige en Alles Dunkel dieses Lebens ö Freuden, glänzt vor Gott wie Sonnenlicht; und Segen entsprießet den bittersten wir durchforschens oft vergebens, Leiden; seinen Blick hemmt Dunkel nicht. „ Er kennet das Große, das Kleine, das Ferne, die Tränen der Armen, die Scharen der Sterne; mit mächtiger Liebe verfolgt er den Plan, den seine unendliche Weisheit er⸗ en sann. Von Erstaunen hingerissen, sinnt der hohe Seraph nach; ach beschränkt ist noch sein Wissen, ewig fühlt er sich noch schwach. en Was murren wir Menschen Dönt gen Kindesverstande? ö Wir sind ja nur Wandrer im schat⸗ 515. tigen Lande. Nur Demut erhebet den ängstlichen Sinn, sie wirft in die Arme des Vaters uns hin. —. —— Ach erkenne dich, o Seele, fühle, wie so schwach du bist; blicke still zu Gott und wähle, was von ihm verordnet ist. bedenk es und jauchze, daß Gott dich regiert, auch wenn er durch Dornen dich führt. Nicht das sinnliche Vergnügen wird von Christen hochgeehrt; Schätze nur, die nimmer trügen, sind des heißen Strebens wert. Hinweg denn, ihr bangen, entehren⸗ den Sorgen! In Gott sind die Schätze des Christen verborgen, ber O kein toben⸗ der Schmerz; auch traurige Stunden bereichern das Herz. 6. Dulden wir gleich manche Plage, der Allweise wägt sie ab; er durchschauet unsre Tage von der Wiege bis ans Grab. Was jetzt uns betrübet, soll einst uns entzücken: o selige Hoffnung, wie kannst du erquicken! 2⁴⁷ sei folgsam, hier tilgt sie kein 372 Vertrauen auf Gott. Nun ängsten die künftigen Tage O laß dich das Dunkel der Erde nicht uns nicht: kümmern! der Ewige spricht, und das Dunkel Schon sieht ja dein Glaube die Herr⸗ wird Licht. ö lichkeit schimmern, 7 die jenseits der Sterne dir Jesus enthüllt; da rufst du einst jauchzend: Das Herz ö ist gestillt. 7. Schwinge dich empor vom Staube fasse Mut, verzagter Geist! Siegen, siegen wird der Glaube, der den Herrn des Lebens preist. Johann Wilhelm Reche 1763—1835. 407. Mel. Auferstehn, ja auferstehn wirst du. 1. Ja für⸗wahr, uns führt mit sanf⸗ter Hand ein Hirt durchs Pilger⸗ ....... ERRRA E land der dunk⸗len Er⸗de, uns, sei⸗ne klei⸗ne Her⸗de. Hal ⸗le⸗lu⸗jah. 2. 4. Wenn im Dunkeln auch sein Häuf⸗WFreundlich blickt sein Aug auf uns lein irrt, herab. er wacht, der treue Hirt, Sein sanfter Hirtenstab und läßt den Seinen bringt Trost und Friede; ein freundlich Sternlein scheinen. er wachet sich nicht müde. Hallelujah. Hallelujah. 3. 5. Sicher leitet aus des Todes Graun Ja fürwahr, er ist getreu und gut; er uns zu grünen Aun, auch unser Schicksal ruht zu frischen Quellen, in seinen Armen. zu ewgen Lebenswellen. Sein Name ist Erbarmen. Hallelujah. Hallelujah. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. 408. Mel. Aus tiefer Not schrei ich zu dir. 9⁰ + H+ 325————— + +—— A ————————————3—— ——————— x 1. Ich steh in mei⸗nes Her⸗ren Hand und will drin ste⸗hen blei⸗ben, nicht Erden⸗not, nicht Er⸗den⸗tand soll mich dar⸗aus ver⸗trei⸗ben; Ul I +————— 5 7 21 und wenn zer⸗fällt die gan⸗ ze Welt, wer sich i und Vertrauen auf Gott. 373 icht E... ö ů ö Deee..... S. rr⸗ L—.———.— ů wen er hält, wird wohl ⸗er ⸗ hal ⸗ ten blei=ben. sus erz 2. 4. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, Ja wenns am schlimmsten mit mir 5. und Wunder sollen schauen, x die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und läßt sich gar nicht grauen. — 3. — Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen, ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen: denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. te freu ich mich seiner Pflege; ich weiß: die Wege, die er geht, sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint; er ist doch nimmermehr mein Feind und gibt nur Liebesschläge. 5. Und meines Glaubens Unterpfand ist, was er selbst verheißen: daß nichts mich seiner starken Hand soll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht, er bleibet meine Zuversicht; ich will ihn ewig preisen. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. V. Besondere Zeiten, Stände und Verhältnisse. Morgen. 409. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. l 1. Die hel ⸗le Sonn leucht't jetzt her⸗für, fröh⸗lich vom Schlaf auf⸗ ste ⸗ hen wir; Gott Lob, der uns in die ⸗ser Nacht be⸗ 4 ———.—————px dern ee— hü ⸗tet vor des Teu⸗fels Macht. 2. dein'm ⸗Wort und Willn nicht wider⸗ streb; Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine daß wir dich stets vor Augen han in allem, das wir heben an. Güt, laß deine lieben Engelein 4. unsre Hüter und Wächter sein; Laß unser Werk geraten wohl, was ein jeder ausrichten soll, 3. daß unsre Arbeit, Müh und Fleiß daß unser Herz im Ghorsam leb, gereich zu dein'm Lob, Ehr und Preis. Nikolaus Herman t 1567. 10, 1. Aus mei⸗nes Her⸗zens Grun⸗de sag ich dir Lob und Dank in die⸗ser Mor⸗gen⸗stun ⸗de, da- zu mein Le⸗ben lang, XI . Morgen. 37⁵ 2 . o Gott in dei⸗ nem Thron, dir zu Lob, Preis und Eh⸗ren durch ——.— ——n——————— 24.—.—— . 8——— e. Chri⸗ stum un ⸗sern Her ⸗ ren, dein ein⸗ ge ⸗bor-nen Sohn; 2. daß du mich hast aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben 5 ich hab erzürnet dich. — 3. uf⸗ Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag Teufels List und Wüten, Sünden und vor Schmach, Feur und Wassersnot, Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Tod. — 4. Mein Leib und auch mein Weib, Gut, Ehr und Kind in dein Händ ich befehle, dazu mein Hausgesind; vor vor vor vor mein Seele, 9. Deln Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in diesem Jammertal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und bring mich nicht zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Taten, mein Vornehmen und Sach; ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir gegeben; er machs, wie's 79 gefällt. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen in Gnaden sehen an; ider⸗ denn alles, was ich hab, und streck nun aus mein Hand, mein Eltern und Verwandten, greif an das Werk mit Freuden, han Geschwister und Bekannten, dazu mich Gott beschieden ist dein Geschenk und Gab. in mein'm Beruf und Stand. Niederdeutsch in den Geistlichen Liedern, Bremen 1889. leiß 6565 reis Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 6+ 123 11— + ——. walt Gott Va⸗ 1. Das ter und Gott Sohn, Gott heil⸗ger Geist ins die Sonn Morgen. 2.—.— Licht an-bricht, man vor dir steht. — I— 1 I 2. zu deinem Lob und meinem Nutz Drum beug ich diesen Morgen früh und meinem Nächsten tue Guts. in rechter Andacht meine Knie ö 7. und ruf zu dir mit heller Stimm: Hilf, daß ich zu regieren wiß dein Ohren neig, mein Red vernimm. mein Augen, Ohren, Händ und Füß, 3. mein Lippen, Mund und ganzen Leib; Ich rühm von Herzen deine Güt, all bös Begierden von mir treib. weil du mich gnädig hast behüt't, 8. daß ich nun hab die finstre Nacht Bewahr mein Herz vor Sünd und in Ruh und Frieden zugebracht. L Schand, 4. daß ich, vom Übel abgewandt, Mein Gott, ich bitt durchChristi Blut, mein Seel mit Sünden nicht beschwer nimm mich auch diesen Tag in Hut, und mein Gewissen nicht versehr. laß deine lieben Engelein 9 0 9. mein Wächter und Gefährten sein. Behüt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Herzeleid, Dein Geist mir Leib und Seel regier tritt zwischen mich und meine Feind, und mich mit schönen Gaben zier; die sichtbar und unsichtbar sind. er führ mich heut auf rechter Bahn, 10. daß ich was Guts vollbringen kann. Mein Aus⸗ und Eingang heut be⸗ 6. ö wahr, Gib Gnad, daß ich mein Werk und daß mir nichts übels widerfahr; Pflicht behüte mich vor schnellem Tod mit Freuden diesen Tag verricht und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behm 1557—1622. 412. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. —— een n————..— SSSII* r—— 1. O hei⸗li⸗ ge Drei ⸗fal ⸗tig⸗keit, o hoch-ge⸗lob ⸗te SS....IIIT ————— Ei ⸗ nig ⸗keit, Gott Va ⸗ter, Sohn und heil⸗ ger Geist, heut ö H— + —.— H᷑ die ⸗ sen Tag mir Bei ⸗stand leist. r II III Morgen. 377 2. 4. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei, bewahr, o mein Erlöser, hilf mir frei, daß mir kein Böses widerfahr, o Tröster wert, weich nicht von mir, und mich der Satan nicht verletz, mein Herz mit werten Gaben zier. noch mich in Schand und Schaden setz. 5 3. Herr, segne und behüte mich, Des Vaters Huld mich heut anblick,‚ erleuchte mich, Herr, gnädiglich, des Sohnes Weisheit mich erquick, Herr, heb auf mich dein Angesicht des heilgen Geistes Glanz und Schein und deinen Frieden auf mich richt. erleucht meins finstern Herzens Schrein. Martin Behm 1557—1622. 413. ——————— E2—.— Wr. — ỹRIIPIPPIEIPIEIPIEIEIIEITIIII ———.— 1— 1. Gott des Himmels und der Er⸗den, Va⸗ter, Sohn und heil⸗ger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, — 4 —— +——.— 2——.——2+2—— N n Een,—————.—— 1— I.— 1— des⸗ sen star⸗ke Hand die Welt und was drin⸗nen ist er⸗ hält: 2. x 5. Gott, ich danke dir von Herzen, Führe mich, o Herr, und leite daß du mich in dieser Nacht meinen Gang nach deinem Wort; vor Gefahr, Angst, Not und sei. und bleibe du auch heute Schmerzen mein Beschützer und mein Hort: hast behütet und bewacht, nirgends als bei dir allein daß des bösen Feindes List stauu ich recht bewahret sein. mein nicht mächtig worden ist. 6 3. Meinen Leib und meine Seele Laß die Nacht auch meiner Sünden samt den Sinnen und Verstand, jetzt mit dieser Nacht vergehn; großer Gott, ich dir befehle o Herr Jesu, laß mich finden unter deine starke Hand. deine Wunden offen stehn, Herr, mein Schild, mein Ehr, mein da alleine Hilf und Rat Ruhm, ist für meine Missetat. nimm mich auf, dein Eigentum. 4. 7. Hilf, daß ich mit diesem Morgen Deinen Engel zu mir sende, geistlich auferstehen mag der des bösen Feindes Macht, und für meine Seele sorgen, List und Anschläg von mir wende daß, wenn nun dein großer Tag nd mich halt in guter Acht, uns erscheint und dein Gericht, der auch endlich mich zur Ruh ich davor erschrecke nicht. strage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert 1604—1651. 37 Morgen. 414. II. II N .—H— LLI—— LLI I WSEEEEEEEEEEEEEE n d.—— 2——.— voll Freud und Won⸗ne bringt un⸗-sern 1 Gren⸗zen mit ih⸗rem Glän⸗zen ein herz-er⸗ quik⸗-ken⸗des, —.— IEE I——— 122.—.— lieb⸗li⸗ches Licht. Mein Haupt und Glie-der die la-gen da⸗ ——.. E—— — nie⸗der, ⸗ber nun steh ich, bin mun⸗ter und fröh ⸗lich, ——— ——IHHIU—————— 32. ————————————.— schau e den Him⸗- mel mit mei⸗ nem Ge⸗ sicht. 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt! Die besten Güter sind unsre Gemüter; dankbare Lieder sind elchen erst und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. . Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen: laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. —— und Schande, des Satanas Bande, Fallen und Tücke treib ferne f dein laß mich auf deinen Geboten be⸗ stehn. III 6. Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nächsten Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zugrunde, sobald das Lüftlein des Todes bran bläst. Alles in allen muß brechen und fallen, Himmel und Erden die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergib und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden Morgen. 379 aus deinen Augen sein abgewandt. Sonst, Herr, regiere mich, lenke und führe, wie dirs gefället: ich habe gestellet alles in deine 840. und Hand. Willst du mir Ihem, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte bau Allergewißte, aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von Plagen sich auch was tragen: wohlan so mach es, wie dir es be⸗ liebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, der du nie keinen zu sehr hast betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille hab ich zu warten im himmlischen Garten, dahin sind meine Gedanken gericht't. Paul Gerhardt 1607—1676. 415. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. , mn unius iis, ui i. Ei ——————— Morgen. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret; Gott aber hats gewehret. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die schauen. Dein Wort das ist geschehen: ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5. nie willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben: sind mein Gebet und Lieder. 1 1 + 2 * +. I 2— 2 2—2—— 2 +2.—— 22 + H I—. 2 E EE—...—— H 1— 1—— 1 45 II Ge⸗ber al ⸗ler Gü⸗ter, dem from⸗men Men⸗schen- hü⸗ ter. 2. 6. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Beßres habe. 7. Du wollst dein Werk vollenden, mir deinen Engel senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten; den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum. wende. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, mein Weihrauch und mein Widder dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt 1607-16786. 416. SRE. Sr eaere— LI.—— L 1. Mor⸗gen⸗glanz der E⸗ wig ⸗keit, Licht vom un ⸗ er⸗ schick uns die ⸗ se Mor⸗gen- zeit dei ⸗ ne Strah⸗len .— —5— IE en=I AIITT..ITTTt..T..T. 2.— I 12228——— n E 41 2.—0 656 sich are te, und ver⸗treib 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen, laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut durch dei- ne Macht uns⸗re Nacht. bei entstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn. 4. Ach du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Tränenfeld Morgen. 38¹ in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth 1636— 1689. 417. Mel. Mein Herzensjesu, meine Lust. H —1 I i 1. In Got⸗ tes Na⸗men fang ich an, was mir zu tun ge⸗ mit Gott wird al ⸗les wohl-ge- tan und glück⸗lich aus ⸗ ge⸗ —— —.————— ö— 4.———————— 45** füh 5 r. was man in Got⸗ tes Na⸗ men tut, ist 5 U—— EEE•—— .ee, al⸗lent⸗ hal⸗ ben recht und gut Gott ist, der das Dermpaen schafft, was Gutes zu vollbringen; ů er gibt uns Segen, Mut und Kraft und läßt das Werk gelingen: ist er mit uns und sein Gedeihn, so muß der Zug gesegnet sein, daß wir die Fülle haben. 3. ö Wer erst nach Gottes Reiche tracht't und bleibt auf seinen Wegen, der wird gar leichtlich reich gemacht 2 durch Gottes milden Segen: da wird der Fromme froh und satt, daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, er krönet sie mit Gnaden. Der bösen Welt ihr Neid und Hohn kann ihnen gar nicht schaden: Gott decket sie mit seiner Hand, er segnet ihre Stadt und Land und füllet sie mit Freuden. 1I und muß uns auch ge⸗ dei⸗ hen. ö 5. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken; laß du mit deiner Gnade dich bei meiner Arbeit merken; gib dein Gedeihen selbst dazu, daß ich in allem, was ich tu, ererbe deinen Segen. 6. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden, damit, was du mich schaffen heißt, gescheh mit lauter Freuden, auf daß ich dir mit aller Treu auf dein Gebot gehorsam sei und meinen Nächsten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner Hände befehl ich, liebster Heiland, dir; hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit, und hilf, daß ich zur Abendzeit erwünschten 0 nempfange. Salomo Liscow 1640-1689. Morgen. 418. Ephes. 5, 14. Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein —— 5.——— 1— —— 2—— E 4——— 2———.—.—.7.— 1. Er ⸗ he⸗ 8 dich, o mei⸗ne Seel: die Fin⸗ster⸗ nis ver⸗ der Herr er⸗scheint in Is⸗ra⸗ el, sein Licht am Him⸗mel ——.———— ——— — + het Er⸗- he⸗be dich aus dei-nem Schlaf, daß er was Gu⸗tes ste ⸗ het. ——. N ö ö—— IISSSIISSI— . in dir schaff, in dem er dich er ⸗leuch tet. Im Licht muß alls rege sein und sich zur Arbeit wenden; im Licht singt früh das Vögelein, im Licht will es vollenden: so soll der Mensch in Gottes Licht anheben billig sein Gesicht zu dem, der ihn erleuchtet. Laßt uns an unsre Arbeit gehn, den Herren zu erheben; laßt uns, indem wir auferstehn, beweisen, daß wir leben; laßt uns in diesem Gnadenschein nicht eine Stunde müßig sein: Gott ists, der uns erleuchtet. 4. Ein Tag geht nach dem andern fort, und unser Werk bleibt liegen. Ach hilf uns, Herr, du treuster Hort, daß wir uns nicht betrügen; gib, daß wir greifen an das Werk, gib Gnade, Segen, Kraft und Stärk im Licht, das uns erleuchtet. 5. Du zeigst, was zu verrichten sei auf unsres Glaubens Wegen; so hilf uns nun und steh uns bei, verleihe deinen Segen, daß das Geschäft von deiner Hand vollführet werd in alle Land, wozu du uns erleuchtet. 6. Ich flehe, Herr, mach uns bereit zu dem, was dir gefällig, daß ich recht brauch der Gnadenzeit; so flehen auch einhellig die Kinder, die vom Geist geborn und die sich fürchten vor dem Zorn, nachdem du sie erleuchtet. Das Licht des Glaubens sei in mir ein Licht der Kraft und Stärke, es sei die Demut meine Zier, die Lieb das Werk der Werke. Die Weisheit fließt in diesem Grund und öffnet beides, Herz und Mund, dieweil die Seel erleuchtet. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig, erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Guten tüchtig, bis ich erreich die goldne Stadt, die deine Hand gegründet hat und ewiglich erleuchtet. Peter Lackmann 1 1713. D 2 Morgen. 419. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 1*———— a Eurh ISISS.— 2 — . .— —, d,————— ——— 4————— 5—*.—..—.— 12— 23———— Ar⸗beit an, mit Gott nur geht es glück-lich fort, drum — ———————8———— ‚‚‚D‚‚IIE‚‚‚——— 2—. 2.—..—— e e. ist dies auch mein er ⸗stes 2. All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht, drum auch mein Mund mit Freu⸗ — den spricht: Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alles Guts, drum sprech ich auch nun gutes Muts: Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ: er gebe, was mir nützlich ist. drum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnüget mir zu jeder Stund; Wort: Das wal ⸗te Gott! drum sprech ich auch von Herzens⸗ rund: Das walte Gott! 0. Trifft mich ein Unglück: unverzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei, drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein täglich Brot, nach seinem alten Vaterbrau tut er mir Guts; drum sprech ich auch: Das walte Gott! 10. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst; nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst: mit Gott gehts fort, gerät auch Ohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 38⁴ I1. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid, laß hassen, wers nicht lassen kann; ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! Morgen. 12. Tu ich denn was mit Gottes Rat, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Be⸗ schluß: Das walte Gott! Johann Betichius 1650—1722. 420. Mel. O Gott, du frommer Gott. 9 I.— A ——.——.— EUN———* — E——..t..— 1. O Je⸗su, sü ⸗ßes Licht, nun ist die Nacht ver⸗gan⸗gen, nun hat dein Gna⸗den⸗glanz aufs neu e mich um⸗fan⸗gen, ——4 ö 1I.— —.—*— e e P ů ů 4. 1..—— nun ist, was an mir ist, vom Schla⸗fe auf⸗ ge⸗weckt und ——— D.ii— —— nn hat nun in Be ⸗ gier zu dir sich aus ⸗ ge U⸗streckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag: das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele, sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus; ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget: laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, die allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohl geschmückt und köstlich angetan. t, 7. Bleib du mir diesen Tag stets vor den Augen schweben; laß dein Hurt n mich wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes Tun Morgen. ah segne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh durch Herz, durch Sinn und Mund zu deines Namens Ruhm, dich lobe inniglich, mein Gott, zu aler Stund. und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange 1670—1744. 421. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. —— 1 4 H— 1. Ein neu ⸗er Tag, ein neu⸗es Sre de Gott will mir heut aufs neu ⸗e —.—.——...— geht mit der ge⸗ ben, was mir sonst riwwdere —U 1— d nut ——— 122 2 L neu ⸗en Wo⸗ che an: nie⸗mand ge⸗ben kann; denn hätt ich sei⸗ ne Gna⸗de nicht, wer —.—— ů II ̃ᷓIꝑIꝑIꝑIPIPITITITITIT Tͥ— — gä ⸗ be mir sonst Trost und 2. Ich grüße diesen lieben Morgen küsse Gottes Vaterhand, die diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von mir abgewandt. Ach Herr, wer bin ich Armer doch? Du sorgst für mich, ich lebe noch. Nun das erkennet meine Seele und gibt sich selbst zum Opfer hin; doch weil ich noch in dieser Höhle mit Not und Tod nneven bin, so weich auch heute nicht von mir, denn meine Hilfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche soll nur in deinem Namen blühn: ach laß mich nicht am Sündenjoche Licht? mit meinem Fleisch und Blute ziehn: gib deinen Geist, der mich regier und nur nach deinem Willen führ. so laß es doch gesegnet sein, und was du sonsten zugemessen, das richte mir zum besten ein. Ich bitt um keinen Überfluß, nur was ich nötig haben muß. 6. So tue nun, mein Gott, das Deine und laß mich auch das Meine tun: behüte beide, Groß und Kleine, daß sie auf deiner Huld beruhn, und daß ein jedes diesen Tag mit dir vergnügt beschließen mag. Benjamin Schmolck 1672—1737 2⁵ 5. Soll ich mein Brot mit Kummer essen, Morgen. 422. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. Morgen⸗ Mel. Christus, der uns selig macht. ——.— SPI....... TTTTTTITITIIITI.— EHU—. EE — 2— 4—— I 1. Fang dein Werk mit Je⸗ su an, Je ⸗sus hats in Hän⸗den; ů H ů. 3—.—— 4—.—————. E————I..—— Je⸗sum ruf zum Bei⸗stand an, Je ⸗sus wirds wohl en ⸗ den. —.——.— e Fen Ee DDISSSSSSSEE- + ++— 2——— 2527.—.— +..—— —*** 4 1—** 1— 1 Steh mit Je⸗ su mor⸗gens auf, geh mit Je⸗ su schla ⸗ fen, ö 2 H A +*——— 4 4 4 1 4 * 1— — 1 ↄꝗ ——..—— 1... 2.————— führ mit Je⸗su dei⸗nen Lauf, las⸗se Je⸗sum schaf ⸗fen. 4 Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben: es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen; laß es doch sein wohlgetan! Ich sprech darauf: Amen. und Abendsegen, Waldenburg, um 1734. 423. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 9 1— ö P———..— ö e,.. E— 5 H+N— 1. O Je⸗su, meines Le⸗bens Licht,nun ist die Nacht vergangen: Morgen. EIII EIE .... 2 2—— —3 mein Gei⸗stes⸗aug zu dir Echwiheten An⸗blick zu enfangen 2. Du hast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor Gefahr bedecket und auch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket. 3. Mein Leben schenkst du mir aufs neu, es sei auch dir verschrieben, mit neuem Ernst mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 4. Dir, Jesu, ich mich ganz befehl: im Geiste dich verkläre; dein Werkzeug nur sei meine Seel, den Leib bewahr und nähre. 5. Durchdring mit deinem Lebenssaft Herz, Sinne und Gedanken; bekleide mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken. 6. Mein treuer Hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. mein Schatz, mein Trost und Leben; kein andres Teil sei mir bewußt, dir bin ich ganz ergeben. 8. Zeig mir in jedem Augenblick, wie ich dir soll gefallen; zeuch mich vom Bösen stets zurück, regiere mich in allem. . Laß mich mit Kraft und williglich mir selbst und allem sterben; zerstör du selber völliglich mein gründliches Verderben. 10. Gib, daß ich meinen Wandel führ im Geist, in deinem Lichte, und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 11. Ach halt mich fest mit deiner Hand, daß ich nicht fall noch weiche; zeuch weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche. Gerhard Tersteegen 1697-1769. 424. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 4 Il 4 +22 7—.— ů 1— W— H 2 2—.—.—.—ß7—— 1. Mein erst Ge ⸗ fühl sei Preis und Dank: er⸗ 4 — , II heb ihn, mei⸗ne See⸗ le! Der Herr hört dei⸗ nen Lob⸗ge⸗ ++ III — D —.— — sang: lob ⸗ sing ihm, 388 lag ich und schlief im Frieden: und Ruhe für die Müden? 38 weiß, mein Leben zu bewahren? und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? die Seele zu erwecken? und dein ist unser Leben, du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, Mel. Morgen. 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, Wer wacht, wenn ich von mir nichts Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß Wer ruft dem Tag und seinem Licht . Du bist es, Herr und Gott der Welt, und lehre du mich selber tun nach deinem Wohlgefallen. 8 ö—— wer schafft die Sicherheit der Nacht Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele: sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 10. daß ich als ein getreuer Knecht „nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 11. daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 12. daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 25. Den die Hirten lobten sehre. —.— 1. Früh am Mor⸗gen vor al ⸗len . ů ISII n E dinn unedn u,, man 1.2 t 36. Tü ⸗ren ste⸗het, klop⸗fet an, wo man ge⸗fle- het: Komm, Herr ——————.— S I. II.— —— DDqDqi‚N— W— su, un ⸗ser Gast! hr; t Mittag. 2. 4. Nun so lasset ihn nicht dorten, weiden uns auf grüner Auen, tut ihm auf des Herzens Pforten daß wir deine Fülle schauen und ruft ihn mit süßen Worten: und auf deinen Reichtum bauen, Eile, Jesu, E9 90 mit dir gehen aus und ein. 2 Wollest täglich bei uns bleiben, Amen, ja es soll geschehen, alle Feinde von uns treiben, Jesus wird heut mit uns gehen, uns ins Buch des Lebens schreiben und wir werden fröhlich sehen, und der gute Hirte sein; daß er uns nicht läßt allein. Gerhard Stip 1809-1882. 2. Mittag. 426. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. HIII V 1 1 ——— v, * Ge⸗segn uns, Herr, die Ga-ben dein, die Speis laß uns⸗ re 4I.——— 1 — e.. ————— Nah⸗rung sein; hilf, daß da ⸗-durch er ⸗ quik⸗ket werd der ————— ö—0.5 EE— —— II dürft⸗ge Leib auf die ⸗ ser Erd. 2. 3. Doch dies zeitliche Brot allein Drum gib uns beides, Herre Gott; kann uns nicht gnug zum Leben sein: hilf endlich auch aus aller Not: dein göttlich WIi die Seele speist, so preisen wir dein Gütigkeit hilft uns zum Leben allermeist. hier und auch dort in Ewigkeit. Strophe 1 und 2: Franksfurt a. d. O. 1561, Strophe 3: Bayreuth 1685. 427. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 0—— PIIIIIIIIIIIIIIIIIEI 1. Wir dan⸗ken Gott für sei⸗ ne Gabn, die wir von ihm emp⸗ —. Mittag. 4— * E ** 0 2 2— 2— fan⸗gen habn, und bit ten un- sern lie-ben Herrn, er —.— ——...... 2 woll uns all ⸗zeit mehr be⸗schern; 2. Ach lieber Herr, du wollst uns gebn und speisen uns mit seinem Wort, nach dieser Zeit das ewge Lebn. daß wir satt werden hier und dort. Erasmus Alber 1500—1658. 428. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 2—.,—. I———*——— E—— 88—.—.—= n P. r d r en de e 2 2—.——.————.—— 2=——..— * 0 0 Spei⸗se, Va⸗ter, dei⸗ ne Kin⸗der, trö⸗ste die be⸗ trüb⸗ ten sprich den Se⸗gen zu den Ga⸗-ben, die wir jet-zo vor uns ILI. TT E Sün⸗der; daß sie uns zu die⸗sem Le-⸗ben Stär⸗ke, Kraft ha⸗ben, Bör wi. E— und Nah⸗rung ge⸗ben: bis wir end⸗-lich mit den From-men + Ee, .———..— zu der Him⸗mels⸗-mahl⸗-zeit kom⸗-men. Johann Heermann 1585—1647. 429. Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren. 4—— ...........———————— ESSSSAAST‚‚— 1. Dan⸗ke dem Her⸗ren, o See⸗le, dem Ur⸗sprung der der uns er⸗ quik⸗ket die Lei⸗-ber und nährt die Ge⸗ 391 Abend. ............ — ———— ———————. G„ Ge⸗bet ihm Ehr lie-bet den Gü⸗ti⸗ gen mü⸗ ter! 533 4 ö———— ........ 7 2...—.— sehr, stimmt an die dan ⸗ken ⸗den Lie ⸗ der! 2. gib nur, daß wir Du hast, o Güte, dem Leibe die innig stets dürsten nach dir, Notdurft bescheret, ewig zur Lust dich erwählen. laß doch die Kräfte im Guten 2 werden verzehret: 4. alles ist dein, Gütigster Hirte, du wollest uns Seelen und Leiber, allein 8 dstarten and keiten werd auch durch beide geehret. und zu der Hochzeit des Lammes 3. rechtschaffen bereiten; Lebenswort, Jesu, komm, speise die bleib uns hier nah, schmachtenden Seelen, bis wir dich ewig allda laß in der Wüste uns nimmer das schmecken und schauen in Freuden. Nötige fehlen; Gerhard Tersteegen 1097—1769. 3. Abend. 430. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 4 „O selges Licht, Drei⸗fal⸗tig⸗keit, du hoch⸗ge⸗lob⸗te Ei⸗nig⸗keit, die Son⸗ne weicht mit ih-rem Schein, geuß dein Licht in das Herz hin⸗ein. 2. 3. Des Morgens, Herr, dich rühmen wir, Gott Vater in dem höchsten Thron am Abend beten wir zu dir und Jesus Christ, sein einger Sohn, und preisen deine Herrlichkeit mitsamt dem werten heilgen Geist von nun an bis in Ewigkeit. sei nun und immerdar gepreist. Altkirchlich. Bearbeitet von Christian Karl Josias von Bunsen 1791—-1860. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. H+ EER—2— 11——————— n en Hann—.—— 2..— E E— ů EEDN 2— . 3.—— 1. Hin⸗un⸗ter ist der Son⸗nen Schein, die fin-stre Nacht bricht ———.———— e, Sarer,x. nen nnne. ae nen ö 7—2*„ 2—5——— 5— 2— 2—.—— +— 2 2— E—— 5 5 stark her⸗ein: leucht uns, Herr Christ, du wah⸗ res Licht, laß P Hr en nin rrrnennen —. V. 2—.———— I uns im Fin⸗stern wan⸗-deln nicht. 2. dasselb verzeih uns gnädiglich Dir sei Dank, daß du uns den Tag und rechn es unsrer Seel nicht zu: vor Schaden, Gfahr und mancher laß schlafen 33 in Fried und Ruh. Plag durch deine Engel hast behüt't Durch dein En die Wach bestell, aus Gnad und väterlicher Güt. daß Ins der böse Feind nucht fall; 3. vor Schrecken, Angst und Feuersnot Womit wir habn erzürnet dich, behüte uns, o lieber Gott. Nikolaus Herman 1 1561. 432. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens Licht. 9—— III— un. ö I—— 2 2— .———————— 1. Chri⸗ste, der du bist Tag und Licht, vor dir ist, Herr, ver⸗ ———— W II———883 bor ⸗gen nichts. Du vä⸗ ter ⸗li ⸗chen Lich⸗-tes Glanz, lehr H◻+-rr +++ H+ù II uns den Weg der Wahr⸗heit ganz. 2 2. Wir bitten dein göttliche Macht: bewahr uns, Herr, vor allem Leid, behüt uns, Herr, in dieser Nacht; Gott, Vater der Barmherzigkeit. Abend. 393 3. hilf uns, Herr Christ, aus aller Not So unsre Augen schlafen ein, durch deine heilgen Wunden rot. laß unsre Herzen wacker sein; beschirm uns, Gottes rechte Hand, und lös uns von der Sünden Band. Gedenk, o Herr, der schweren Zeit, 4. ber& der 1 dmt hase e löst, Beschirmer, Herr der Christenheit, der Seele, die du hast erlöst. dent Hilf uns allzeit sei bereit: der gib, Herr Jesu, deinen Trost. (Nach einem lateinischen Liede aus dem 7. Jahrhundert.) 15. Jahrhundert. 5. 433 * Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 9 7— 5 — — 1. Die Nacht ist kom⸗men, drin wir ru — — 4 + 1 — zu From⸗men nach sein'm Wohl⸗ge⸗fal⸗len, daß wir uns 1 — le⸗gen, in sein'm Gleit und Se⸗gen der Ruh zu pfle⸗gen. 2. 4. Treib, Herr, von uns fern die un⸗Pfleg auch der Kranken durch deinen reinen Geister; Geliebten, halt die Nachtwach gern, sei selbst hilf den Gefangnen, tröste die Be⸗ unser Schutzherr: trübten, schirm beid, Leib und Seel, unter pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr deine Flügel, Vormünder, send uns dein Engel. des Feinds Neid hinder. 3. 5. Laß uns einschlafen mit guten Ge⸗Vater, dein Name werd von uns danken, gepreiset, fröhlich aufwachen und von dir dein Reich zukomme, dein Will nicht wanken, werd beweiset; laß uns in Züchten unser Tun frist unser Leben, wollst die Sünd und Dichten vergeben, zu dein'm Preis richten. erlös uns. Amen. Petrus Herbert 1571. —— Abend. 434. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. ——.— +—45———— —————— A HW— H.2..——————.—..—5 1. Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Er⸗den du, Herr Je⸗su —4 4 4 .——————.—— /SꝗSSꝑSꝑSꝑSꝑSꝑ ꝑ ꝑIꝑꝑꝑEꝑIPIꝑPIceIce!‚!æeE‚E‚c E 2— +. I.eEe 2——— 1 + E Christ; dich will ich lase⸗ sen wal ⸗ ten und al ⸗ le⸗ zeit in Lieb und Leid in mei⸗ nem Her⸗ zen hal ⸗ ten. 2. Du bist nun mein, Dein Lieb und Treu vor allem geht, und ich bin dein, kein Ding auf Erd so fest besteht, dir hab ich mich ergeben. das muß ich frei bekennen; 4 drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not Der Tag nimmt ab: ach schönste Zier, von deiner Lieb mich trennen. 3. Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch dein Licht Dein Wort ist wahr und trüget nicht auslöschen nicht und hält gewiß, was es verspricht, bei uns allhier auf Erden. im Tod und auch im Leben. Harmonia, Leipzig 1597. 435. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe. IIEEEEE 1. Die Sonn hat sich mit ih⸗rem Glanz ge⸗wen⸗det und, was sie 1•———————— e ee, e ere, d e e dnnnnnn. an a ———I—— 2—* 1 soll, auf die⸗sen Tag voll⸗en ⸗det; die dunk⸗le Nacht dringt Br t. 2—=— in dr n. al⸗lent⸗hal⸗ben zu, bringt Menschen, Vieh und al ⸗le Welt zur Ruh. Zier, i mir, 1597. 2 Ich preise dich, an ud Tape, der Nächt a daß du mich hert vor aller Not und Plage durch deine Hand und hochberühmte Macht hast unverletzt und frei hindurch gebracht ö 3. Vergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; ö laß alle Schuld durch deinen Gna⸗ denschein in Ewigkeit bei dir verloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich unge⸗ hindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht vertraue, und daß der Leib en Tag schwe⸗ ren sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. Abend. 39⁵ 5. Vergönne, daß der lieben Engel charen mich vor der Macht der Finsternis bewahren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Feind im Schlafe sicher sei. 4. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabe. strecken, so blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann; ·. und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Le⸗ bens kommen, da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine 93 sein Licht und Klarheit nimmt. Johann Crugers Praxis pietatis melica, 1647. 436. —— ů 1—— ———— EEEEEE Lanturr derenen v v. erreer 1 e wen mrur. d d d— EH————.— 2— 1. Wer ⸗de mun⸗ter, mein Ge daß ihr prei⸗set Got⸗ tes ⸗mü⸗te, und, ihr Sin ⸗ ne, Gü⸗te, die er hat ge⸗ ... IIS S— e geht her⸗für, tan an mir, da er mich den gan-zen Tag vor 0 man⸗cher .—4 2*— 2 2— ö. d r—— 22—2————*——— ———— schwe⸗ ren Plag hat be ⸗ hü ⸗ tet und in Gna⸗- den 4.———— tct . EEEEE—1 al ⸗len Scha-den. 1 — 396 2 Lob und Dank sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk Lehengen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch den Feind hinweggetrieben, daß ich blieben. Herr, Ind une Mir aus Gnaden alle Sünd und Missetat, die mein armes Herz beladen und so gar vergiftet hat, daß auch Satan durch sein Spiel mich zur Hölle stürzen will; da kannst du allein erretten, strafe nicht mein Übertreten. 4. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in 5245 befinde. O du Licht der Sunnen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. 21* Abend. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel hier; da ich mich so sehr betrübe, tröste mich annt deiner Liebe. 6. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh, alles Ubel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenossen sein in deinen Schutz geschlossen. 7. Ach bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Überfall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall; wende Feur⸗ und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Seel und Leib verderben. 8. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rat: und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen: Amen, ja das soll geschehen. Johann Rist 1607-1667. 37. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. V— 2———.— H 3 uv. re. EE DDIIIJ— EEEEEEEE ** 2 Nun ru⸗hen al⸗le Wäl⸗der, Vieh, Men⸗schen, Städt und Fel⸗der, es —4.— ——————— m d.— ——— schläft die gan⸗ ze Welt; ihr a⸗ber, mei⸗ne Sin⸗nen, auf, + I 4 4 S.i...i‚i‚........ E E EEEE= ——.— DSDiD‚‚‚.——. ———————.—— EEEI . auf, ihr sollt be⸗ gin⸗ nen, was eu⸗rem Schöp⸗fer wohl⸗ge⸗fällt. den, hen. — Abend. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt: 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, es kommen Stund und Zeiten, mein Jesus, meine Wonne, da man euch wird bereiten gar hell in meinem Herzen scheint. zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 3. 27. Der Tag ist nun vergangen, Mein Augen stehn verdrossen, die güldnen Sternlein prangen im Nu sind sie geschlossen, am blauen Himmelssaal: wo bleibt dann Leib und Seel? also werd ich auch stehen, Nimm sie zu deinen Gnaden, wenn mich wird heißen gehen sei gut für allen Schaden, mein Gott aus diesem Jammertal. du Aug und Wächter Israel. 4. ö 8. Der Leib eilt nun zur Ruhe, Breit aus die Flügel beide, legt ab das Kleid und Schuhe, o Jesu, meine Freude, das Bild der Sterblichkeit: und nimm dein Küchlein ein; die zieh ich aus, dagegen will Satan mich verschlingen, wird Christus mir anlegen so laß die Engel singen: den Rock der Ehr und Herrlichkeit. bies Kind soll unverletzet sein. 5 9. Das Haupt, die Füß und Hände Auch euch, ihr meine Lieben, sind froh, daß nun zum Ende soll heute nicht betrüben die Arbeit kommen sei: sein Unfall noch Gefahr: Herz, freu dich, du sollst werden Gott laß euch selig schlafen, vom Elend dieser Erden stell euch die güldnen Waffen. und von der Sünden Arbeit frei. ums Bett und seiner Engel Schar. Paul Gerhardt 1607-1676. 1. Der lie Len& Son⸗ne Licht und Pracht 5i0n nun den Tag voll⸗ die Welt hat sich zur Ruh ge-macht, tu, Seel, was dir ge⸗ —*——— ——— 2—— 246———— 2. mun————„...—. büh⸗ret: tritt an die Oindmels: uü und bring ein Lied her⸗für, laß dei⸗ ne Au⸗gen, Herz und Sinn à auf Je⸗ sum sein ge rich=tet hin. 2. doch noch zu tausend Malen Ihr hellen Sterne leuchtet wohl scheint heller in mein Herz und glänzt mit Licht und Strahlen, die ewge Himmelskerz ihr macht die Nacht des Lichtes voll: ö ir n 398 mein Jesus, meiner Seelen Ruhm, mein Schutz, mein Schatz, mein Eigentum 3. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen; du wirst, mein Hüter, auf mich sehn und raten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, kein Hölle, Welt und Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 4. So oft die Nacht mein Ader schlägt, 2 dich mein Geist umfangen; o vielmal sich mein Herz bewegt, Abend. soll dies sein mein Verlangen, daß ich mit lantem Schall mõg rufen überall: O Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. Nun, matter Geist, schick 9 mille Ruh und schlaf fein sanft und stille; ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille; schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So ist der Schluß recht wohl gemacht. Nun, liebster Jesu, gute Nacht. Christian Sceriver 1629—1693. 439. —H 4 4— SSIIIIIII 1. Nun sich der Tag ge⸗ en⸗det hat, und kei ne Sonn mehr 4.— r ner E——— IEE scheint, schläft al⸗les, was sich ab⸗ge⸗matt't und was zu-vor ge-weint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht: die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 2 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser schwarzen Nacht und schenke du mir gnädiglich den Schirm von—3.7 Wacht. Zwar fühl ich woßg der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; doch aber deines Sohnes Huld hat gnug für mich getan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vors Gericht; Drauf tu ich meine Augen zu ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. 6. und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh: wer wollte traurig sein? * *— Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf: ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ mich, Herr, in Himmel ein zur auserwählten Zahl. Johann Friedrich Herzog 1647—1699. it. tuh: ein Abend. 440. Mel. Werde munter, mein 65..906 e., s, . Herr, es ist von mei⸗ nem Le⸗ben wie⸗der um ein ley ⸗ re mich nun Ach-tung ge-ben, ob ich fromm ge⸗ —— Tag da⸗hin, we⸗sen bin; zei⸗ge mirs auch sel⸗ber an. so ich was nicht e Le, Er,,, ae E, aennr. recht ge ⸗ tan, und hilf jetzt in al ⸗- len Sa ⸗ chen IL IL II I gu⸗ten Fei⸗ er ⸗ a ⸗ bend 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat, denn ich bin noch voller Sünden in Gedanken, Wort und Tat, und vom Morgen bis jetzund pfleget Herze, Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld; ich bin freilich schwer beladen, doch vergib mir alle Schuld; deine große Vatertreu werde diesen Abend neu, so will ich auch deinen Willen künftig mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke mich mit deiner Güte, auch dein Engel steh mir bei. Lösche Feur und Lichter aus und bewahre sonst das Haus, daß ich morgen mit den Meinen nicht im Unglück dürfe weinen. ma ⸗chen. D. Steure den gottlosen Leuten, die im Finstern Böses tun; sollte man gleich was bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die Tat; wend auch alles andre Schrecken, das der Satan kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht: darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn gesund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein. Oder hast du, lieber Gott, heut bestimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann 1648—1715. Abend. + .SSSPSPSPSPSI 4 il + 1. Der Tag ist hin; mein Je⸗su, bei mir blei⸗be! O See⸗len⸗ ö PPPIPIPIPIItttttTtrss?sc'c'æ'æ'æꝛé' TTT d er 2 licht, der Sün⸗den Nacht ver⸗trei⸗-be, geh auf in mir, Glanz DD der Ge⸗rech⸗tig⸗keit, er⸗leuch⸗te mich, achSerr den es ist Zeit. 2. Es ist mir leid, ich 1— mich wieder Lob, Preis und Dank sei dir, mein Elr 596 Gott, Asungen, da ist die Hand: 51 mein, und ich dir sei die Ehr, daß alles wohlge⸗ bin dein. lungen 5 nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht 22 Persteh; 25 Israels Schutz, mein Hüter und du bist gerecht, es gehe wie es geh. mein Hirte, ist g 9—— gen zu meinem Trost dein sieghaft 3. Schwert umgürte, Nur eines ist, das mich empfindlich vewahre mich Wangt große uälet: Beständigkeit im Guten mir noch wenn Belial nach meiner Seelen fehlet. tracht't. Das weißt du wohl, o Herzens⸗ 6. kündiger, Du schlummerst nicht, wenn matte ich strauchle noch wie ein Unmün⸗ sch st Glieder schlafen: iger. ach laß die Seel im Schlaf auch 4. Gutes schaffen: Vergib es, Herr, was mir sagt mein o Lebenssonn, erquicke meinen Sinn. Gewifen, Wich laß ich nicht, mein Fels; der Welt, Teufel, Sünd hat mich von Tag ist hin. dir gerissen. Joachim Neander 1650—1680. 442. Luk. 24, 29. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. den nrin nas m——— P 1. Wo willst du hin, weils A-bend ist, o lieb- ster Pil⸗grim, vieder ud ich mund eghaft ürte, große Seelen 1680. rim, U — ———3— E.— Je⸗ su Christ? Komm, laß mich so glück-se-lig sein und 2——.——I „ + 14 EI — + XEI 1 I I — 2.—— I kehr in mei⸗ nem Her⸗ zen ein. 2. Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist so gut gemeint; du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt: drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht D. Besonders aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib! ich halt dich fest; ich weiß, daß du mich nicht verläßt. 1674. 443 * Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 4—.— 3 4 ............ H— zirmn: n e annt Snne, r— Eꝰ 2.—— 1. So ist die Wo⸗che nun wie sich dein Se⸗-gens⸗quell ge⸗schlos⸗sen, doch, treu⸗er Gott, dein er⸗gos⸗sen, so bin ich noch der E.——.— ů——...—=— äꝑꝑP ꝑBꝑ PI e . + II 1 1II..—— Her⸗ze nicht: 5 5. ö 65559 Zu⸗ver⸗sicht, daß er sich wei⸗ter-hin er⸗ gießt und I..— —;.——.— II— —.— 1— un ⸗er⸗schöpf-lich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit Hand und Munde, ich lobe dich, so hoch ich kann, ich rühme dich von Herzensgrunde für alles, was du mir getan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. Hat mich bei meinen Wochentagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so gabst du auch die Kraft zu tragen; zudem ist es voll Heil und Frucht aus deiner Liebe, Herr, zu mir: und darum dank ich auch dafür. Nur etwas bitt ich über alles, und du versagst mir solches nicht: gedenke keines Sündenfalles, weil mich mein Jesus aufgericht't, mein Jesus, der die Missetat auf ewig schon gebüßet hat. 26 mich nicht verführt noch irremacht. 402 5. Dein Schwur ist ja noch nicht ge⸗ brochen, und brichst ihn nicht in Ewigkeit, da du dem Sünder hast versprochen, daß er, wenn ihm die Sünde leid, nicht sterben, sondern gnadenvoll als ein Gerechter leben soll. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen, und will also den Wochenschluß vergnügt und froh zurückelegen, da der Trost mich erquicken muß, daß ich ja soll in Christo dein und schon in Hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zugenommen, so bin ich auch der Ewigkeit um eine Woche näher kommen Abend. und warte nun der letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich zu dir in Himmel nimmt. 8. Wenn ich ja morgen früh aufs neue den Sonntag wiedersehen kann, so scheint die Sonne deiner Treue mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Wort und Haus den allerbesten Segen aus. 9. So will ich das im voraus preisen, was du mir künftge Woche gibst: du wirst es in der Tat erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeister 1671—-1756. 444. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 9.—— E—E— E 21— 2— 1 II— —43—ꝑ—— 2————— 2...————— EEEEE 9 98 1. Der Sab⸗bath ist ver⸗gangen, ich ha⸗be mein Ver⸗lan⸗gen nach ——*.———.— +.— +—.—— ö—. I I L 2 2—. 2— L 2— 2.— 1..— 1 1 Her⸗zens⸗wunsch er⸗füllt: Gott hat mich un⸗ter wei⸗ set, mit ö 2. Gott ruht durchs Wort im Herzen: drum leg ich ohne Schmerzen auch meinen Leib zur Ruh; denn allen Sündenschaden deckt Jesus nun in Gnaden mit seinem Purpurmantel zu. 3. O du dreieinig Wesen, mein Geist ist schon genesen, weil ich dein Tempel bin. .——— n,————.—— 4 E.— I. EEET——. I 1— Le⸗bens⸗brot ge⸗ spei⸗set und mei⸗ner See⸗len Durst ge⸗stillt. Ich habe Licht vom Lichte, dein leuchtend Angesichte treibt alle Finsternis dahin. 4. Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne machen auch mitten in der Nacht, bis bei den Cherubinen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht zuschanden macht. ht. 5. Ich schlafe ganz vergnüget; denn wo mein Herze lieget, da ist der Engel Heer. 445. Mel. Jesu, meine Freude. Abend. 403 Mich stört kein Weltgetümmel; W es träumt mir nur vom Himmel: H ach wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmolck 1672—1737. —2 ö — 1. Hir⸗te dei⸗ner Scha⸗fe, dei⸗ ne Wun⸗der ⸗gü⸗ te 1 de t,., e., X der von kei⸗ nem Schla- fe war mein Schild und Hüt⸗ et ⸗-was wis ⸗ sen mag, x‚ den ver- gang-nen Tag: i die Nacht auch auf der Wacht LV E—— Lien den und laß mich von dei- nen Scha⸗ren 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen: drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tiefgeschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir: also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 4. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß und Riegel, ö nimm dein Küchlein ein. um und um be⸗wah⸗ ran unter deine Flügel Decke zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette N heut zum Grabe hätte? N Wie bald rot, bald tot! Doch hast du beschlossen, daß mein Zeit verflossen, kommt die Todesnot: R so will ich nicht wider dich; lieg ich nur in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan, ich tue ö in vergnügter Ruhe 6 meine Augen zu. Seele, Leib und Leben ö hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht! Nimm mich in acht; und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck 1672—1737. 26*⁷ Abend. 446. Mel. Ach was soll ich Sünder machen. 9— D————.0 ů—— AWAn——— 1. Ach mein Je⸗su, sieh, ich tre⸗te, da der Tag nun⸗mehr sich neigt .. III —— A.——— ISISISISISI‚III‚I‚I‚IIP‚IIcIIIt.....R 2———— . und die Fin⸗ster⸗nis sich zeigt, hin zu dei-nem Thron und be⸗te: nei⸗ge du zu dei⸗nem Sinn auch mein Herz und Sin- nen hin. 2. 5. Meine Tage gehn geschwinde Nun ich komme mit Verlangen, wie ein Pfeil zur Ewigkeit, o mein Herzensfreund, zu dir: und die allerlängste Zeit neige du dein Licht zu mir, lließ vorbei als wie die Winde, da der Tag nunmehr vergangen; ießt dahin als wie ein Fluß sei du selbst mein Sonnenlicht, mit dem schnellsten Wasserguß. das durch alles Finstre bricht. 3. 6. Und, mein Jesu, sieh, ich Armer Laß mich meine Tage zählen, nehme mich doch nicht in acht, die du mir noch gönnen willt; daß ich dich bei Tag und Nacht mein Herz sei mit dir erfüllt, herzlich suchte, mein Erbarmer; so wird mich nichts können quälen: mancher Tag geht so dahin, denn wo du bist Tag und Licht, daß ich nicht recht wacker bin. schaden uns die Nächte nicht. 4. 7. Ach ich muß mich herzlich schämen: Nun, mein teurer Heiland, wache, du erhältst und schützest mich wache du in dieser Nacht, Tag und Nacht so gnädiglich, schütze mich mit deiner Macht, und ich will mich nicht bequemen, deine Liebe mich anlache. daß ich ohne Heuchelei Laß mich selbst auch wachsam sein, dir dafür recht dankbar sei. ob ich gleich jetzt schlafe ein. Levin Johann Schlicht 1681—1723. 447. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 2— l— — +LI + + 7— . I 1. Treu ⸗er Je su, wa⸗ che du, weil ich jet⸗ zund gönn mir und den Mei⸗ nen Ruh, bleib, o ir ⸗ te, ein, 8. · will ein ⸗sch bei den Scha · schließ die u re 10„ ber zu, 5* ———3531 ——E—— F,n,,. rreu ⸗ster Je ⸗ su, wa ⸗ che du. 2. x 4. Treuer Jesu, weiche nicht; sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken, das oft mit der Nacht anbricht, uns voll Ach und Weh erwecken: bleib bei uns mit deinem Licht, treuster Jesu, weiche nicht. 3. Treuer Jesu, steh uns bei, daß in uns der Geist und Glaube, wenn wir schlafen, wacker sei, und der Feind uns ihn nicht raube; deine Hilfe mach uns frei, treuster Jesu, steh uns bei. Treuer Jesu, wenn es nun einmal mit mir kommt zum Sterben, so bring mich zu deiner Ruh, mache mich zum Himmelserben; schließ mir selbst die Augen zu, trenser Jesu, hilf mir du. Treuer Jesu, nimm zu dir endlich mich und all die Meinen, wenn der Tag nun bricht herfür, da du selber wirst erscheinen; führ uns durch die Himmelstür, liebster Jesu, ein zu dir Wagners Gesangbuch, Leipzig 1697. 448. Mel. 255 Tag ist hin, mein ü bei mir bleibe. 6— . 5 1. Der A-bend kommt, die Son⸗ne sich be⸗ dek⸗ket, und al⸗les 1 E. +*— + 1 + IIIIIIFIIIII.I...III.I....... T 1.— 2—. e sich zur Ruh und Stil ⸗le strek⸗ket: o mei⸗ne Seel, merk SSII ITIIIIT auf, wo blei-best du? In Got⸗tesSchoß, sonst nir⸗gend findst du Nüh. 2. Recht väterlich hast du mich heut eleitet, 9 bewahrt, verschont, gestärket und geweidet; 266 bins nicht wert, daß du so gut und treu: n alles dir zum Dank ergeben sei. 3. Vergib es, Herr, wo ich mich heut verirret 406 und mich zuviel durch dies und das verwirret; es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn, nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. 4. Da nun der Leib sein Tagewerk vollendet, mein Geist sich auch zu seinem Werke wendet: zu beten an, zu lieben inniglich, im stillen Grund, mein Gott, zu schauen dich. 5. Die Dunkelheit ist da und alles schweiget, mein Geist vor dir, o Majestät, sich beuget; ins Heiligtum, ins Dunkle kehr ich ein: Herr, rede du, un mich ganz stille Abend. 6. Mein Herz sich dir zum Abendopfer schenket, mein Wille sich in dich gelassen senket. Begierden, schweigt! Vernunft und Sinne, still! Mein müder Geist 11. Herren ruhen will. 7. Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben; laß nicht den Geist zerstreut in Un⸗ ruh schweben; mein treuer Hirt, führ mich in dich hinein, in dir, mit dir kann ich vergnüget sein. 8 Im Finstern sei des Geistes Licht und Sonne; im Kampf und Kreuz mein Beistand, Kraft und Wonne; deck mich bei dir in deiner Hütte zu, bis ich erreich die volle Sabbathsruh. Gerhard Tersteegen 1697—1769. 449. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. E.— 4 EE———3 23*— I 1 —— 1 DIE—.— 2——— ——.— 7———— +.— 4— I.+— EII—— EIEI i 2 ů —— dan⸗ket in⸗ nig ⸗lich; dein hol⸗des An⸗ ge„sich ⸗-te zum *—— erer, ee wen nr,ii e e E—— Se⸗gen auf mich rich⸗te, 2. Ich schließe mich aufs neue in deine Vatertreue und Schutz und Herze ein: die fleischlichen Geschäfte und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Nahesein. er ⸗leuch⸗te und ent ⸗zün⸗de mich. x 3. Daß du mich herzlich liebest, daß du 1 20 stets umgibest und rufst zu dir hinein, daß du vergnügst alleine so wesentlich und reine, laß allezeit mir heilig sein. Abend. O Ewigkeit, du schöne, 4. opfer Ein Tag der sagts dem andern: mein Herz an dich gewöhne! mein Leben sei ein Wandern Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. nket. zur großen Ewigkeit. Gerhard Tersteegen 1697—1769. und uhen 450. Mel. Valet will ich dir geben. uhe ——— EEi 1ů-9TQ un.S......... —— 4.———— 222—— 1 dich 9 ö ö 1. Vor Je ⸗ su Au⸗gen schwe⸗ben, ist wah⸗ re Se⸗ lig⸗ keit; üget sich ihm zu ei⸗gen ge⸗ben, ist, was al⸗lein er ⸗freut. Er— H1———— * 2 4 bicht..........— 765 55765 D—— une; Nichts kön⸗nen und nichts wis-sen, nichts wol-len und nichts * e zu⸗. ruh.———— S...—— 1 2——— j—— r. 69. EEIEIS‚————————— B. tun, als Je⸗su fol⸗gen müs⸗sen: das heißt in Frie-den ruhn. 2 Der Christ steht aus dem Schlafe in Christi Freundschaft auf und fürchtet keine Strafe im ganzen Tageslauf; und ist der Tag vollendet, so legt er sich zur Ruh, von Christo unverwendet tun sich die Sinne zu. 3. So geht er fest und stille dahin bei Tag und Nacht; auf Jesum ist sein Wille, nicht auf die Welt bedacht. Er hört und sieht und fühlet, hört, sieht und fühlt doch nicht, und weiß, vom Schmerz durchwühlet, kaum, daß ihm Weh geschicht. 4. Gewiß, wer erst die Sünde getilgt durch Christi Blut und gleich dem frommen Kinde auf ihn lenkt Sinn und Mut, kann auch gottselig handeln und kann bald anders nicht. Herr Jesu, lehr uns wandeln in deiner Augen Licht. Nach Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 451. Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. EH 1555———— 2 F— ö ö EUN——.— EEI EDD. ume n tt M I. 1— +*—— FN 1. Für al⸗le Gü⸗te sei ge⸗preist, Gott Va⸗ter, Sohn und heil⸗ ger Geist! Ihr bin ich zu LI Vernimm den ge rin ⸗ ge. —I 1 II—E— — ů—.——————4 * I 2—— H LJ—6— 2 2 2—2 III 0 7 2 Dank, den Lob⸗ge- sang, den ich dir kind-lich brin-ge. was ich vermag 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, bis diesen Tag, hast Großes heut an mir getan, mir mein Gebet gewähret; hast väterlich mein Haus und mich beschützet und genähret. 3 ist alles deine Güte. 4 Sei auch nach deiner Lieb und Macht mein Schutz und Schirm in dieser Nacht, vergib mir meine Sünden; Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: und kommt mein Tod, der Geist, mit dem ich dein gedenk, Herr Zebaoth, ein ruhiges Gemüte, Mel. O Welt, so laß mich Gnade finden. Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 52. ich muß dich lassen. 1. Herr, der du mir das Le⸗ben bis die⸗sen Tag ge⸗ge⸗ben, dich ———.——.—— 2— ASISISSSSSSSSSSEEEE ——.—.——————— bet ich kind⸗-lich an; ich bin viel zu ge ⸗ rin ⸗ ge der 1 + SDDDD ö 2.——.—— 1—. 1 Treu ⸗e, die ich 2. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte, ich freue mich in dir: du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke, und schaffst ein reines Herz in mir. sin ⸗ge, und die du heut an mir ge⸗ tan. — Gott, welche Ruh der Seelen: nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis Wisehn ehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Abend. 5. Bedeckt mit deinem Segen, eil ich der Ruh entgegen, dein Name sei gepreist! 23 Ich bin der Schuld entladen, Mein Leben und mein Ende ich bin bei dir in Gnaden, ist dein; in deine Hände und in dem Himmel ist mein Teil. befehl ich, Vater, meinen Geist. — Christian Fürchtegott Gellert 1715—1769. 453. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. e. S—. a EEEEEE ieser* 1. Es ist die Nacht ge⸗kom⸗men, in Dun⸗kel ist ver⸗glom⸗men der n ů—.— ö 123—3 H1 öSPI I I— 7699. Son⸗ne lich⸗-ter Schein. Herr, Gut und Leib und See⸗le ich SSEEE —. +— +—...— 1 —— 12.—. + I.— I—. —— dei⸗ ner Hut be ⸗feh⸗le; denn was ich hab, ist al⸗les dein. 2. Wenn sich die Augen schließen, so laß mich dein genießen im Herzen unverwehrt. Wenn schlummern alle Hüter, so wahre du die Güter, die deine Gnade mir beschert. 3. Sei du mein Stab und Stecken, so kann mich nicht erschrecken des Todes finstres Tal; ja in der Nächte längsten kann ich mich nimmer ängsten: ich steh im Lichte allzumal. 4. Du hast ja, die da saßen in Todesschatten, lassen, o Herr, dein Licht erschaun: Gottlieb wie könnten gehn verloren, die du zum Licht erkoren und führst auf deinen Friedensaun! 5. Hast du mit hellem Sterne das Morgenland, das ferne, nach Bethlehem geführt, so gib, wenn mir es dunkelt, daß mir der Stern dann funkelt, der mit der Gnade Strahl mich rührt. 6. Nun Herr, dir seis befohlen, was, meinem Aug verhohlen, die dunkle Nacht deckt zu. Herr, es will Abend werden: so gib der bangen Erden im Schatten deiner Flügel Ruh. Christoph Adolf von Harleß 1806—1878. —.. ——————— Hausstand. 4. Hausstand. 454. Mel. O Gott, du frommer Gort. N 4— 1.— E— ů—.——— N SSIIIEEIIISIS SESEE..............—— — 4.————. 12—— Laß dich, Herr Je⸗ su Christ, durch mein Ge⸗ bet be⸗ we⸗gen; komm in mein Herz und Haus und brin⸗ge mir den Se⸗gen. — 2*——.— Nichts rich⸗ten Müh und Kunst ohn dei⸗ ne Hil fe aus: wo — —— X. — EI 12— ů— . du mit Gna⸗ den bist, kommt Se⸗gen in das Haus. Johann Heermann 1585—1647. ——— 455. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 4 2 7——————. E 1 E— 2..235—.——— IAI————2—.——— 2— LI— 1— a + 1 1. Wie schön ists doch, Herr Je⸗ su Christ, im Stan ⸗de, Wie steigt und neigt sich dei⸗ne Gab und al ⸗les ger E⸗ hel gen Hö ͤ⸗ he, da dein Se⸗ gen ist, im Stan-de heil Gut so mild her ⸗-ab aus dei=⸗ner heil a rtei A n........ —94———— ö 2— 2.—. 6=.— wenn sich an dich flei ⸗Big hal ⸗ten Jung und Al ⸗ ten, + + 4—— SSSS..S.I.I...I.I.I.III.II.... — die im Or⸗-den ei ⸗ nes Le⸗bens ei ⸗ nig wor ⸗den. Hausstand. 2. der beste Freund und Rater. Wenn Mann und Weib sich wohl Anfang, begehn Ausgang und unverrückt beisammenstehn aller Sachen, die zu machen wir im Bande reiner Treue, gedenken, da geht das Glück in vollem Lauf, wird er wohl und weislich lenken. da sieht man, wie der Engel Hauf 5 im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. O. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Tränen lässet schießen; jedennoch, wer sich in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes Huld 3. in großen Freuden schließen. Der Mann wird einem Baume gleich, Schweige, an Asten schön, an Zweigen reich; beuge das Weib gleicht einem Reben, dich ein wenig: unser König wird der seine Träublein trägt und nährt behende und sich je mehr und mehr vermehrt machen, daß die Angst sich wende. mit Früchten, die da leben. ; 6. Wohl dir, Wohl her, mein König, nah herzu, Zier, gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, Mannessonne, Hauseswonne, Ehren⸗ in Angsten Trost und Freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen singen besterweis 4. und danken alle beide, Sei gutes Muts! Wir sind es nicht, bis wir die diesen Orden aufgericht't, bei dir, es ist ein höhrer Vater: deinen Willen zu erfüllen, deinen der hat uns je und je geliebt Namen und bleibt, wenn unsre Sorg uns ewig loben werden. Amen. trübt, Paul Gerhardt 1607—1676. 456. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) krone, Gott denkt dein bei seinem Throne. + — I 2 1. Sor⸗ge doch für mei⸗ne Kin⸗ der, Va⸗ter, nimm dich ih⸗rer an; ob sie gleich vor dir sind Sün⸗der, sind sie dir doch zu⸗ge⸗ tan ——= 0— RPꝑPꝑPꝑPꝑPꝑPIPꝑ IꝑII. ————+ und durch dei⸗ nes Soh-nes Blut gleich⸗wohl dein er⸗worb⸗nes Gut: I 5 PꝑPIFFIFIFIIIFI EEE E dar⸗ um wirst du sie aus Gna⸗den wohl be⸗schützen und be⸗ra⸗ten. —— ..... 2. Sie sind dir von Kindesbeinen und von ihrer ersten Stund übergeben als die Deinen, und durch deinen Gnadenbund hast du sie in ihrer Tauf väterlich genommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines Reiches Erben. Du hast sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall⸗ mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätte leichtlich umgestürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sammeln andre große Schätze, daß ihr Haus in solchem Heil sich an Geld und Gut ergötze, so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. Hausstand. 9. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verführer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr in der Tugend bringen zu, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins kühle Grab versenken und die Seligkeit uns schenken. 6. Können sie in diesem Leben hier und wo es dir gefällt was zu deinen Ehren geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Tun und Lassen stets in ihre Herzen fassen. 7. Gönne mir die große Freude, daß am lieben jüngsten Tag nach so vielem Kreuz und Leide ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier und die Kinder, die du mir hast in jener Welt bescheret. Ewig sei dein Nam geehret! Ludwig Heinrich Schlosser 1663—1723. 457. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 9 2.——— E————.——5— 14——6 E.—..———— Z. 3..—*—————— 37 1 8 1. Wohl ei⸗nem Haus, da Je⸗sus Christ al ⸗lein das All in ů4— ———— 1.——5 ———— 15——* 6— 1————— 29— al ⸗ lem ist: ja wenn nicht dar⸗- in ⸗ nen wär, wie —— I + + e⸗ lend wärs, wie arm 2 Wohl, wenn sich Mann und Weib und Kind in einem Glaubenssinn verbindt, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. ů —— ares n Ben. wrireL leer! 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand ein jegliches nach seiner Art den Geist der Eintracht offenbart. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kindeskind Hausstand. 4¹³ versäumen nicht am ewgen Glück; dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus; denn es gedeiht: die Eltern werden hoch erfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein Haus stehn bei dem Herrn. Karl, Reichsfreiherr von Pfeil 1712—1784. 458. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. —04 0 J— 5— LII 22— 2..—'—— 2— 1 EIA—* 12.———... 14 1 V— 1— 1.— L*—— —— 63 1. Herr, der durch der Lie- be Band Mann und Weib ge⸗ herr, der auf den E⸗ he⸗stand sei-nes Rei⸗ches 1 r,, ————— E—.ü——.i‚——— L 338 L nau ver⸗ bin ⸗det, Wachs⸗tum grün⸗det: seg- ne die, die jetzt mit Be⸗ten — . in den Stand der E ⸗ he 2. Du hast, großer Gottessohn, einst ein frommes Paar gesegnet; und noch jetzt auf deinem Thron bist du Helfer, der gern segnet: laß die, die sich jetzt verbinden, deine Huld und Macht empfinden. 3. Christen stehen hier vereint, deinen Segen zu erbitten: allertreuster Menschenfreund, tre ⸗ ten. tritt du segnend in die Mitten, daß dies Paar die beste Gabe, Gottes Freundschaft, immer habe. 4. Sei ihr Beistand in der Not, sei im Kummer ihre Freude; gib, daß nichts als nur der Tod die verbundnen Herzen scheide: laß sie frei von Not und Sünden sich im Himmel wiederfinden. Nach Ehrenfried Liebich 1713—1780. Hausstand. 459. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 4.— + + 4 [E +——— 1 V⁊᷑K————..— PIr EE I— N— +* CaI— +—.— 2—.—.—..——— 2 2—2— * „Ich und mein Haus, wir sind be⸗reit, dir, Herr, die Du sollst der Herr im Hau⸗se sein, gib dei⸗nen — de. ESESS E—.—. 2—.— E 1.— 1—— — gan ⸗ ze Le⸗bens⸗zeit mit Seel und Leib zu die ⸗nen Se⸗ gen nur dar⸗ein, daß wir dir wil ⸗lig die ⸗ nen —. LILIL +IIV 1 ———————— een, wur nr, e,=H en. Ei ⸗ ne klei ⸗ne from-me, rei ⸗ ne Haus⸗ ge⸗mei⸗ ne ——— .IIIPI.III.II.......... TT ————— 22 0———4 1*— 4.. mach aus al ⸗len: dir nur soll sie wohl⸗ge⸗ fal ⸗len. 2. 4. Es wirke durch dein kräftig Wort Laß unser Haus gegründet sein dein guter Geist stets fort und fort au deine Gnade ganz allein an unser aller Seelen; und deine große Güte; er leucht uns wie das Sonnenlicht, auch laß uns in der Nächte Graun damits am rechten Lichte nicht auf deine treue Hilfe schaun im Hause möge fehlen. mit kindlichem Gemüte, Reiche selig, gleiche fröhlich Seelenspeise auch zur Reise durch selbst mit Schmerzen in dem Herzen dies Leben dir uns lassen uns, die wir uns dir ergeben. und dann in Geduld uns fassen. 5. 3. Gibst du uns irdsches Glück ins Gieß deinen Frieden auf das Haus Haus, und alle, die drin wohnen, aus, so schließ den Stolz, die Wollust aus, im Glauben uns verbinde. des Reichtums böse Gäste; Laß uns in Liebe allezeit denn wenn das Herz an Demut leer zum Dulden, Tragen sein bereit, und voll von eitler Weltlust wär, voll Demut, sanft und linde: so fehlte uns das Beste: Liebe jene übe schöne, jede Seele; keinem fehle, dran man tiefe, stille Gnadenfülle, die mit ennet Schätzen den, der sich den Deinen nennet. einer Welt nicht zu ersetzen. Herzen lassen ssen. üick ins ist aus, tut leer wär, die mit 1 Ernte. Send alle liebreich ziere. Und endlich flehn wir allermeist, Sende, daß in dem Haus kein andrer Geist spende als nur dein Geist regiere; ihn uns allen, bis wir wallen heim daß er, der alles wohl bestellt, und droben der gute Zucht und Ordnung hält, dich in deinem Hause loben. Philipp Spitta 1801-1859. 5. Ernte. 460. Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 9 x—— ETD————— 1—.— 1—— IIJ— CIN +I. + EEDD PFF—* + LXXL H*—.— I*—.—. 1 — 0 ln 1. Be⸗scher uns, Herr, das täg ⸗lich Brot; vor Teu⸗rung und vor — 4 4 Il 4— 4—* + III 3z l + LI ++ 2—2 + II 2J * 2——.—— 2— 1 + J.*.————.— 2—— I. 1 + Hun⸗gers-not be- hüt uns durch dein lie ⸗ben Sohn, Gott 1— — 2— 4. +*. ** Va⸗ ter in dem höch-sten Thron. 2. und Sünd, die dich erzürnet hat: O Herr, tu auf dein milde Hand, Dar scheinen dein Barmherzigkeit, mach uns dein Gnad und Güt be⸗ daß wir dich lobn in Ewigkeit. kannt: ernähr uns, deine Kinderlein, 5. der du speist alle Vögelein. O Herr, gib uns ein fruchtbar Jahr, den lieben Kornbau uns bewahr: 3. vor Teurung, Hunger, Seuch und Erhörst du doch der Raben Stimm, Streit drum unsre Bitt, Herr, auch ver⸗ behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. nimm; denn aller Ding du Schöpfer bist 6. und allem Vieh sein Futter gibst. Du unser lieber Vater bist, weil Christus unser Bruder ist: 4. drum trauen wir allein auf dich Gedenk nicht unsrer Missetat und wolln dich preisen ewiglich. Nikolaus Herman 1 1561. 461. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 4—, S..—.— 1 12— 1 + 4— CE..— 1————— I 1—* I 2 Ea +Z.— 22.—0 2 2—..— I 12 L 12.—— 2—II 2 I + 1 * 2— 1. O Gott, von dem wir al⸗ les ha-ben, die Welt ist du a ⸗ ber tei⸗lest dei⸗ ne Ga⸗ben recht wie ein *——— 1— ö. En ErrSner,, wön + ir E Lii H 12..— ECI— 1 1—.——..— II—— 12 +— 40* ein sehr gro⸗ßes Haus, Hae;— 2*8 Va⸗ter drin⸗nen aus. Dein Se⸗gen macht uns al⸗le reich: ach 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen, denn du weißt allem vorzustehn und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot bekommt aus deiner Hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung äet und endlich auch die Frucht genießt: der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zum Brot; dn r eenr. wr, 1I.—— D IV— I E—— n— II lie ber Gott, wer ist dir gleich? es mehret sich vielfältger Weise, was anfangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, was soll man erst be⸗ denken? Der Wunder ist hier gar zuviel. So viel als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann 1648—1715. 462. x Mel. Aus meines Herzens Grunde. 0 E-. H SIII 4 4+.2.— 1.— E + EI E HE.*—H+ I . L.————...——— 2Z·..... 0 2..—.— E 1. Die Ernt ist nun zu En⸗de, der Se⸗gen ein⸗ ge⸗bracht, wor ⸗aus Gott al le Stän⸗de satt, reich und fröh⸗lich macht. U eise, es tot, Ut st be⸗ en? viel. mand uken, 1Ziel; eschert, rgessen, ein; en, Isein, nslang ank. 1715⁵. 1 4 Der al ⸗te Gott lebt noch, man kann es deut⸗lich mer⸗ken an — 2——.——.— ů— H — 2————————— + H 12 2— +—.—.—.—— 2 H . +— 2+——12— 1— 11 so viel Lie⸗-bes ⸗ wer ⸗ ken; drum prei⸗sen wir ihn hoch. 2. 6. Wir rühmen seine Güte, die uns das Feld bestellt und oft ohn unsre Bitte getan, was uns gefällt, die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. Zwar manchen schönen Segen hat böses Tun verderbt, den wir auf guten Wegen sonst hätten noch ererbt; doch hat Gott mehr getan aus unverdienter Güte, als Mund, Herz und Gemüte nach Würden rühmen kann. 4. Er hat sein Herz geneiget, uns Sünder zu erfreun, genugsam sich bezeiget durch Regn und Sonnenschein; wards aber nicht geacht't, so hat er sich verborgen und durch verborgnes Sorgen zum Besten uns gebracht. 5 O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, daß uns Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgewandten Schaden, für viel und große Gnaden: Herr Gott, wir danken dir. Zum Danke kommt das Flehen: laß uns, o frommer Gott, vor Feuer sicher stehen und aller andern Not; gib friedevolle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben; regier die Obrigkeit. 7 Besonders laß gedeihen dein reines, wahres Wort, daß wir uns dessen freuen, und auch an unserm Ort dies gute Samkörnlein erwünschte Früchte bringe, und wir in allem Dinge recht fromme Leute sein. 8 Gib, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Lebens hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Gaben sehn, mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben; o laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende, so nimm du unsern Geist in deine Vaterhände, da er der Ruh geneußt, da ihm kein Leid bewußt: so ernten wir mit Freuden nach ausgestandnen Leiden die Garben voller Lust. Gottfried Tollmann 1680- 1766. 27 Ernte 463. Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen.) ů Q 4 4 +.— +4 2— EV—.— anirnnn n i 4 —0* 2.—.————— —————— 1. Herr, die Er⸗de ist ge⸗ seg net von dem Wohl⸗ tun Güt und Mil⸗de hat ge⸗reg⸗net, dein Ge⸗schenk be 1 t, dei⸗ner Hand; deckt das Land: auf den Hü⸗geln, in den Gründen ist dein Se⸗gen 2 — 2—* 5.. ———————————— .— aus ⸗ge⸗ streut; un ⸗ser War ⸗t un ⸗ser Herz hast du 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine Hände, dein Vermögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gab und Spende machet alle froh und satt. 3. Du gedenkst in deiner Treue an dein Wort zu Noahs Zeit, daß dich nimmermehr gereue deiner Huld und Freundlichkeit; und solang die Erde stehet, über der dein Auge wacht, soll nicht enden Saat und Ernte, Frost und Hitze, Tag und Nacht. 4. Gnädig hast du ausgegossen deines Überflusses Horn, ließest Gras und Kräuter sprossen, ließest wachsen Frucht und Korn Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr; und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr ö 5. Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Herr, verleih, daß deine Gnade jetzt an unsre Seelen rührt, daß der Reichtum deiner Milde unser Herz zur Buße führt 6. Hilf, daß wir das Gut der Erden treu verwalten immerfort Alles soll geheiligt werden durch Gebet und Gotteswort Alles, was wir Gutes wirken, ist gesät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden unaussprechlich reich und groß. Heinrich Puchta 1808 1858 den Krieg und Friede. 6. Krieg und Friede. 464. Mel. Da Christus geboren war. 94 eau, Lern Ee e. IIIEIII EI. =.‚—....—— 2 7 E. 1SS. 1. Treu ⸗er Wäch⸗ter Is ⸗ra ⸗el, des sich freu et mei⸗ ne . 1.————— H d äPPPSCSIPII.II II EEiiiiiEEEEEEEE— 5 0—. Seel, der du weißt um al ⸗les Leid dei⸗ner ar ⸗ men 4 .......... I. I I I I I I I I I I I— EEEEE— 14..—— e— Chri⸗- sten⸗heit, o du Wäch- ter, der du nicht schläfst noch — +———. E N ——————.——.— n. 2—————.—————.— 2——.— 2—.—. 122 ꝗSDH schlum⸗merst, zu uns richt dein hilf rei ches An⸗ ge ⸗sicht. 2 Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr: hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. Wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 5. Hoherpriester Jesu Christ, der du eingegangen bist in das Heiligtum zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Hölle Glut, wiederbracht das höchste Gut; 4. sitzest in des Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser einger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, dessen Fürbitt ihn bewegt, daß er keine Bitt abschlägt: 5. Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum; deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter Feur jetzt brennt, als gings mit der Welt zu End. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt; eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau und mit Zittern sie anschau. — Treuer Hort, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Trutz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit't. 27⁷ Krieg und Friede. 8. ö 10. Deines Vaters starker Arm, Du bist ja der Held und Mann, komm und unser dich erbarm! der den Kriegen steuern kann, Laß jetzt sehen deine Macht, der da Spieß und Schwert zerbricht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; der die Bogen macht zunicht, aller Feinde Rotten trenn, der die Wagen gar verbrennt daß dich alle Welt erkenn, und der Menschen Herzen wendt, aller Herren Herren nenn. daß der Krieg gewinnt ein End. 9. 11. Andre traun auf ihre Kraft, Jesu, wahrer Friedefürst, auf ihr Glück und Ritterschaft: der der Schlangen hat zerknirscht deine Christen traun auf dich, ihren Kopf durch seinen Tod, auf dich traun sie festiglich. wiederbracht den Fried bei Gott, Laß sie werden nicht zuschand, gib uns Frieden gnädiglich, bleib ihr Helfer und Beistand; so wird dein Volk freuen sich, sind sie dir doch all bekannt. dafür ewig preisen dich. Johann Heermann 1585—1647. 465. Mel. Nun lob, mein Seel, den Herren. — 92— ——.—.—.—.——* —,.— — 4222.2——— ———— f — + 2 1. Gott⸗lob, nun ist er⸗ schol„len das ed ⸗ le Fried⸗ und daß nun⸗mehr ru⸗ hen sol-len die Spieß und Schwer⸗ter Freu⸗den⸗wort, und ihr Mord. — Wohl⸗auf und nimm nun wie ⸗ der dein Sai⸗ten⸗spiel her ⸗ vor, o Deutsch⸗land, und sing Lie-der im ho⸗hen, vol-len Chor. Er⸗-he-be dein Ge⸗- mü⸗te zu 4— 2—— — dei⸗nem Gott und sprich: Herr, dei⸗ ne Gnad und Güt⸗te bleibt richt, idt, nd. scht ott, 1647. 2. Wir haben nichts verdienet Krieg und Friede. jetzt aber lauter Wälder und dürre, wüste Heid, als schwere Straf und großen Zorn, ihr Gräber voller Leichen weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen mit harter, scharfer Rut, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der Krieg und sein Geschrei. 3 Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Friedensgab! und tapfrer Helden Schweiß, der Helden, derengleichen auf Erden man—8 weiß. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß den Tränenbach aus beiden Augen rinnen, geh in dein Herz und denke nach! Was Gott bisher gesendet, das hast du nicht geacht't; nun hat er 915 gewendet und väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen Jetzt sehn wir, was für Frommen zu deinem Heil zu ruhn, dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand. 4. Das drückt uns niemand besser in unsre Seel und Herz hinein als ihr zerstörten Schlösser ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutestun. 6. Ach laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das harte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt! Wer aber Christum liebet, ei unerschrocknen Muts: er Friede, den er gibet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu: und Städte voller Schutt und Stein, da sollt ihr bei Gott leben ihr vormals schönen Felder, mit frischer Saat bestreut, in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt 1607-1676. 466. Mel. Nun danket alle Gott 1.—— ——— 1— ö—— 2—— ͤꝗìè.'. E.... D———— —. 1—— Hx fienr,——— —— 1. Herr Gott, dich lo⸗ben wir; re⸗gier, Herr, uns⸗ re Stim⸗men, laß dei ⸗nes Gei⸗stes Glut in un-sern Her-zen glim⸗men. NII 4 ö 7 9 2261 ed ⸗le Flamm, Mach komm zu uns all⸗ ———— RSI........ sin ⸗gen wir mit Lust: Herr Gott, dich lo⸗ben wir. 422 Vaterland und Obrigkeit. 2. Herr Gott, dich loben wir; wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit freudigem Gemüte; es steiget unser Lied bis an des Himmels Tür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich—3 8 wir. Herr Gott, dich l loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weggeraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir. ö 1 7. Herr Gott, wir danken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den frommen Fürstenstamm und dessen grüne Reiser bisher erhalten hast; gib ferner Gnad allhier, daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8. (Herr Gott, wir danken dir und bitten: du wollst geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle für und für, Herr Gott, dich 19Hen wir für deine großen Gnaden, daß du das Baterland von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren. Jetzt rühmet unser Mund mit herzlicher Begier: Gottlob, wir sind in Ruh; 0 Herr Gott, wir danken dir. o Vater, unsern Wunsch! Herr Gott, wir danken dir. 9. Herr 6 Gott, wir danken dir daß du die Pfeil und Wagen, mit Orgeln und Trompeten, Schild, Bogen, Spieß und Schwert mit Harfen, Aund Eioten zerbrochen und zerschlagen; Posaunenton und Flöten; der Strick ist nun entzwei, und was nur Odem hat, darum so singen wir lobsinge nach Gebühr mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir. Herr Gott, wir danken dir. ZJohann Franck 1618-1677. Herr Gott, dich loben wir, Vaterland und Obrigkeit. 467. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. H EE 1. Herr, hö⸗re, Herr, er⸗ hö ⸗re! Breit dei⸗nes Na⸗mens Eh⸗re an .— — ser, 1677. Vaterland und Obrigkeit. —. ————.— * 2— ————— be ⸗ hü⸗te al ⸗le Stän ⸗ de, durch 1—— 40 dei⸗ner All⸗macht Hän⸗de de 00s Kir⸗che, 2. Ach laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz. Bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten, beut allen Widersachern Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer und unverdroßne Hörer, die beide Täter sein; auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und ernten reiche Früchte ein. 4. Gib unserm Kaiser Glücke, laß deine Gnadenblicke auf den Gesalbten gehn; schütz ihn auf seinem Throne und lasse seine Krone in segensvollem Glanze stehn. . Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen, ja segne beide, Herr und Knecht. 6. Wend ab in allen Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden, treib Sturm und Hagel ab, bewahr des Landes Früchte und mach uns nicht zunichte, was deine milde Hand uns gab. 7. Gib Ruhe uns und Friede, mach alle Feinde müde; verleih gesunde Luft; O⸗brig⸗keit und Haus. laß keine teure Zeiten in unsre Grenzen schreiten, da man nach Brot vergebens ruft. 8. Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst verirret sein: die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe schrein. 9. Sei allen Kindern Vater, den Müttern sei Berater, den Kleinen gib Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. 10. Komm als ein Arzt der Kranken, und die im Glauben wanken, laß nicht zugrunde gehn; die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn 11. Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, die Eterbenden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie in Frieden fahren zu Zions Freud und Herrlichkeit. 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt; wir sprechen nun das Amen in unsers Jesu Namen, so ist gewiß der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck 1672— 1737. ö 4 Vaterland und Obrigkeit. 468. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. ——. n ern. II — 2———— 2.— „Gott woll uns hoch be-glük⸗ken, mit ste⸗ten Gna⸗den⸗blik⸗ken auf — d eee—..— ——————— er,s. es— —————————— ²—. j... un⸗sern Kö⸗ nig sehn; ihn schüt-zen auf dem Thro⸗- ne, auf —. 4 14⁵ + sei-nem Haupt die Kro-ne lang, lang und glanz⸗voll las-sen stehn. 2. Gott woll uns hoch beglücken, Gott woll uns hoch beglücken, mit allem Guten schmücken ein Gottessiegel drücken das Her z Königshaus; auf jede Königstat: darüber mächtig walten, daß Freud aus ihr die Fülle den teuren Stamm erhalten und Heil und Segen quille bis in die fernste Zeit hinaus. zum Wohl, das keinen Wandel hat. Klaus Harms 1778-1855 469. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) ————2 1. Va⸗ter, krö⸗ne du mit 6 en un⸗sern Kö⸗nig und sein Haus, führ durch ihn auf deisnen Wegen herr⸗-lich dei⸗nen Ratschluß aus. ..———.— S Dei⸗- ner Kir⸗che sei er Schutz, dei⸗nen Fein-⸗den biet er Trutz — e d em He E. Bi, Bi vth.Mre, I Hr ————— e E. a v.M. öäꝑI. Sei du dem Ge⸗salb⸗ten gnä⸗dig, seg⸗ne, segsne un⸗sern Kö⸗nig. hat. 8⁵⁵ Vaterland und Obrigkeit. 4²⁵ 2. ö 5. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, Fürchtet Gott, den König ehret! reich ihm deines Geistes Schwert, daß Gerechtigkeit und Milde ihm des Friedens Heil gewährt. Mach ihm leicht die schwere Last, die du auferlegt ihm hast. Sei in Jesu du ihm gnädig, schütze, segne unsern König. 3 Das, o Herr, ist dein Gebot, und du hast es selbst bewähret, warst gehorsam bis zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir; drum so beten alle wir: Vor dem Bösen schütz uns gnädig, Gott, erhalte unsern König. 6 5.„ Sammle um den Thron die Treuen, Gib uns Mut in den Gefahren, die mit Rat und frommem Flehn fest in deiner Streiter Reihen für des Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron eine Burg, o Gottessohn; sei du ihm auf ewig gnädig, leite, segne unsern König. 4. Nähre du die heilge Flamme, die das Herz des Volks erneut, daß es unserm Königsstamme Liebe bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht hast du über ihm gewacht, du erhieltest ihn uns gnädig; segne, segne unsern König. wenn der Feind uns ernst bedroht, daß wir Treue dann bewahren, gehen freudig in den Tod. Du bist unser Siegspanier; Gott mit uns, so siegen wir. Deine Treuen krönst du gnädig; segne, segne unsern König. 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden auch in unserm Lande aus, daß wir deine Bürger werden, ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit gib uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Volke gnädig; segne, segne unsern König. Melchior Wilhelm Hülsemann 1781—1865. 470. Mel. Nun danket alle Gott. 4 —— I ——.— ——„ ————— 41 L se, DD..— *——.——.—. 1. Preis, Ehr und Lob sei dir, in des⸗sen Schirm und Schatten wir bis zur Stund all-hier viel Heil zu schmek⸗ken hat⸗ten, — U1 — 0 2 2— 3 der auch zu je⸗der Frist all-mäch⸗tig nah und fern ein —— 4 — HE————— ..——*——————————. Herr und Kö⸗ nig ist des Kö⸗ nigs, un ⸗ sers Herrn. 2. Du hast ihm lebenslang den Odem treu bewahret und auf manch strengem Gang dich huldvoll offenbaret; du hast in seiner Hand das Zepter stark gemacht und unser Vaterland mit reichem Gut bedacht. SSSI 426 Vaterland und Obrigkeit. 3. 5. Du wollest deinen Geist Du wollest seine Treu auf seine Stirne legen, vergelten durch die Treue, der klar ihn unterweist, womit ihn täglich neu des hohen Amts zu pflegen; ein gutes Volk erfreue, du wollst Gerechtigkeit daß dein Gebot im Bund und milder Gnade Lust von ihm und uns gescheh, ihm stellen an die Seit, und seines Thrones Grund ihm pflanzen in die Brust. in unserm Herzen steh. 4. 6. Du wollest allezeit ö O segne, was wir flehn in deinem Gleis ihn lenken an seinem Jahresfeste, und gib zum Wohlergehn ihm deiner Gaben beste: gib, daß ers nie vergißt, noch wir, wie du so gern ein Herr und König bist des Königs, unsers Herrn. Karl Grüneisen 1802—1878 und Zucht und Frömmigkeit in ihm dem Lande schenken, auf daß er Vorbild sei von jeder Tugendart und Hilf und Schutz verleih, wo man den Glauben wahrt. 471. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 1. Ein Haupt hast du der in Gna-den un⸗s mit Frie⸗den hast du uns be⸗dacht, den Kai⸗ser uns be⸗stellt zur Wacht zu dei- nes Na-mens Eh-re. 0. 2. ihm leuchten uns zum Segen, Wir danken dir mit Herz und Mund, und salbe ihn mit deinem Geist, du Retter aus Gefahren, daß er sich kräftiglich erweist und flehn aus tiefster Seele Grund: zu deines Namens Ehre. du wollest uns bewahren, 4. Herr aller Herrn, dem keiner gleich. Ach komm, wie zu der Väter Zeit den Kaiser und das Deutsche Reich ein Feuer anzuzünden, zu deines Namens Ehre. daß wir im Frieden und im Streit 8. fest auf dein Wort uns gründen, Verwirf, Gott, unser Flehen nicht, ein frommes Volk, das dir vertraut laß auf des Kaisers Wegen und dir zum Tempel sich erbaut dein huldvoll heilig Angesicht zu deines Namens Ehre! Julius Sturm 1816—1896 VI. Tod, Gericht und Ewigkeit. 1. Tod und Begräbnis. 472. 719n——— ů 2— —.—.—.——————. —.— 82*8.———— I——— + 1. Nun las⸗ set uns den Leib be-grabn und dar⸗ an kei⸗nen Zwei⸗fel habn: er werd am jüng⸗sten Tag auf⸗stehn und 655 I—21— ——————— ———.——— 2. der Leib schläft bis zum jüngsten Derselb ist Erd und von der Erd, Tag 1e daß er zur Erde wieder werd. an welchem Gott ihn wird ver⸗ und von der Erd wird er nehn klärn en, wenn Gotts Posaune wird angehn. und ewge Freude ihm gewährn. Heist,. 6. st Sein Seele lebt ewig in Gott, Allhier ist er in Angst gewesn, der sie allhier aus lauter Gnad dort aber wird er ganz genesn, von aller Sünd und Missetat da wird in ewger Freud und Wonn er Zeit durch seinen Sohn erlöset hat. er leuchten wie die helle Sonn. 4. 7. n Streit Sein Jammer, Trübsal und Elend Nun lassen wir ihn hie fein schlafn ertrant ist kommen zu einm selgen End: und gehen all heim unsre Straßn, dertre etr Thristi** 5 ne Tai Tbaut ült estorbn 35 1eh moch schicken uns auch mit allem Fleiß; gestorbn und lebet noch. denn der Tod kommt uns gleicher⸗ —156 5 weis. Die Seele lebt ohn alle Klag, ö Michael Weiße 1 1534. Tod und Begräbnis. EE 473. Luk. 2, 29—32. 4 4 *——— 4 2———— 2 ö E ö———..— ö——.—.—— I 5— + +**——* 1. Mit Fried und Freud ich fahr da-hin in Got⸗-tes Wil⸗ le; ge⸗ trost ist mir mein Herz und Sinn, sanft . le: wie Gott mir ver-hei⸗ßen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. 2. zu seinem Reich die ganze Welt Das macht Christus, wahr Gottes heißen laden Sohn, durch dein teuer heilsam Wort, der treue Heiland, an allem Ort erschollen. und du acht berant hast sehen lan 4. und gmacht bekannt, V II 3 Bel selig Licht daß er mir das Leben sei sute ente Beden und Heil in Not und Sterben. zu'rleuchten, die dich kennen nicht, 3. und zu weiden. Den hast du allen vorgestellt Er ist deins Volks Israel mit großen Gnaden, Preis, Ehre, Freud und Wonne. Martin Luther 1483—1546 ——— 1. Mit⸗ten wir im Le⸗ ben sind mit dem Tod um⸗ fan ⸗ gen. Wen suchn wir, der Hil⸗sfe tu, daß wir Gnad er ⸗lan ⸗ gen? —........ 1ꝛ— —2———— ö ——.—5 —.—.—.— 2 Das bist du, Herr, al ⸗ lei ⸗ ne! Uns reu ⸗et uns ⸗re anmn 51 f*————— i,⸗Hn i 2 2 2— — I 1— + 2.—5 — Mi ie dich, Herr, er⸗ zür⸗net hat. Hei ⸗li ⸗ ger nicht, me. 1546 4 Tod und Begräbnis. + 3.— — 1 —————— e. 1——— 33— r i e.—.— — Her ⸗re Gott, hei ⸗li⸗ger star ⸗ker Gott, hei ⸗li⸗ ger barm⸗ sin ⸗ken in des bit⸗tern To⸗des Not. Ky⸗ ri⸗ e⸗ lei⸗son. 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine! Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison. 3. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine! Vergossen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott! Laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison. Martin Luther 1483-1546. 1. O Welt, ich muß dich las⸗sen, — F —— 38 20 2+2— I—— —... Im 2.— — 2—.—v—— —.——— ich fahr da-hin mein Straßen ins . EIXI ew ⸗ge Va⸗ ter⸗ land. Mein Geist will ich auf⸗ge⸗ben, da⸗ 3 — I IRIR — zu mein Leib und Le⸗ben set⸗zen in Got⸗tes gnäd⸗ge Hand. 429 Tod und Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet; Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden, das Ewge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott gezogen durch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu Frommen, so will ich zu ihm kommen allein durch christlich Glauben gut. 6. Wir sind unnütze Knechte, mein Tun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; Begräbnis. umsonst will er mirs geben und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. drauf will ich fbhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit't. Hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod soll mich verkreiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. ö 8. Damit fahr ich von hinnen. O Welt, tu dich man Kernt denn du mußt auch hernach. Tu dich zu Gott berehren und von ihm Gnad begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen; sonst all irdische Sachen Jollit du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende: Ade! Zu Gott dich wende; Iun ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen, meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. Nürnberg, um 1555. 76. I Wenn mein Stündlein vor⸗ 4 han⸗-den sit, und soll hin⸗fahrn mein D EEEE— Stra⸗ße, so g'leit du mich, Herr Je⸗ su Christ, mit Hilf mich nicht ver⸗ SII.. V᷑ĩR * EILX m las⸗ se; mein Seel an mei⸗ nem letz- ten End be⸗ wach. iden mein — Tod und Begräbnis. IXB Sôr,., 0 —F.——.— 2—— ———— fehl ich dir in IEI dei ne Händ: 2. Mein Sůnd mich werden kränken sehr mein Gwissen wird mich nagen, denn ihr'r sind viel, wie Sand am Meer, doch will ich nicht verzagen: gedenken will ich an dein Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot; die werden mich erhalten. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todes Not und Schmerzen: wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewges Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. ů 2 du wollst sie mir be⸗wah⸗ren. 4. „Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben: mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich h daß ich stets bei' dir leb und bin, drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, mein Arm tu ich ausstrecken; so schlaf ich ein und ruhe sein, kein Mensch kann mich aufwecken denn Jesus Christus, Gottes Sohn: der wird die Himmelstür auftun, mich führn zum ewgen Leben. Nikolaus Herman 1 1561. Str. 5: Bonner Gesangbüchlein 1575. 477. Mel. Vater unser im Himmelreich. der du littst 0 Mar⸗ter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch end-lich starbst — 4 i. und mir deins Va⸗ters Huld H er⸗warbst: ich bitt durchs bitt⸗ re —— 35———— —.———— Lei⸗den dein, du wollst mir Sün⸗der gnä⸗ dig sein. 431 ——.——‚———— 432 Tod und Begräbnis. 2 und meiner Sünd nicht mehr gedenk, Wenn ich nun komm in Sterbensnot aus Gnaden mir das Leben schenk, und ringen werde mit dem Tod, wie du hast zugesaget mir wenn mir vergeht all mein Gesicht,‚ in deinem Wort, das trau ich dir: und meine Ohren hören nicht 6. wenn meine Zunge nicht mehr spricht,„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, und mir vor Angst mein Herz zer⸗wer mein Wort hält und gläubt bricht; an mich, 3 der wird nicht kommen ins Gericht wenn mein Verstand sich nichts und den Tod ewig schmecken nicht; besinnt, und ob er schon hier zeitlich stirbt, und mir all menschlich Hilf zerrinnt: mitnichten er drum gar verdirbt; so komm, o Herr Christ, mir behend 7. zu Hilf an meinem letzten End sondern ich will mit starker Hand und führ mich aus dem Jammertal, ihn reißen aus des Todes Band verkürz mir auch des Todes Qual; und zu mir nehmen in mein Reich, 4. da soll er dann mit mir zugleich die bösen Geister von mir treib, in Freuden leben ewiglich.“ mit deinem Geist stets bei mir bleib, Dazu hilf uns ja gnädiglich. bis sich— Seel vom de abwendt: 8. so nimm sie, Herr, in deine Häud: Ach Herr, vergib all unsre Schuld der Leib hab in der Erd sein Ruh, hilz daß wir warten mit Geduld, bis naht der jüngste Tag herzu. bis unser Stündlein kommt herbei; 5. auch unser Glaube wacker sei, Ein fröhlich Auferstehn verleih, dein'm Wort zu trauen festiglich, am jüngsten Gricht mein Für⸗ bis wir einschlafen seliglich. sprech sei Paul Eber 1511—1569. 478. SSDSSe——— EO.——.8 ii 1. Ich hab meinSachGott heim⸗ge ⸗stellt, er machs mit mir, wie's —— ——.— ———————.—.— EE— ů W— ihm ge⸗fällt: ob ich all-hier noch län ⸗ger leb, nicht EISIIEe ä. wi ⸗der⸗streb, sein'm Wil⸗len ich mich ganz er ⸗geb. 2. 3. Mein Zeit und Stund ist, wann Es ist allhier ein Jammertal, ö Gott will, Angst, Not und Trübsal überall; el, noch des Bleibens ist ein kleine Zeit, ö;—.— Mühseligkeit es sind gezählt die Haare mein, un, wers bedenkt, ein steter Streit. beid groß wie klein, fällt keines ohn den Willen sein. edenk, schenk, h dir: e ich, Mäubt zericht nicht; stirbt, irbt; Hand and Reich, leich Schuld, duld, erbei; „ lich, 1569. I1, rall; zeit, Streit. Es hilft kein Weigrn Geld noch kein Kunst noch burß. Aupch stolzer Mut, fürn Tod kein Kraut gewachsen ist; mein frommer Christ, alles, was lebet, sterblich ist. 5— Heut sind wir frisch, gesund und stark und liegen morgen tot im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Müh und Not. 6. Man trägt eins nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Welt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer 37 mannigfalt. Ach Herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich allzumal; auch wir allhier kein Bleiben sehn, wir müssen gehn, gelehrt und reich, jung, alt und schön. 8. Das macht die Sünd, du treuer Gott; dadurch kommt her der bittre 2 Tod, der nimmt dahin all Menschenkind, wie er sie findt, fragt nicht, wie—— und reich sie ind. 9. Und ob mich schon mein Sünd anficht/ dennoch will ich verzagen nicht: ich weiß, daß mein getreuer Gott für mich in Tod sein lieben Sohn gegeben hat. Tod und Begräbnis. 433 10. Derselbe, mein Herr Jesus Christ, für all mein Sünd gestorben ist und auferstanden mir zugut; der Höllen Glut hat er gelöscht mit seinem Blut. 11. Dem leb und sterb ich allezeit, von ihm mich auch der Tod nicht scheidt: ich leb, ich sterb, so Put ich sein; er ist allein der einge Trost und Helfer mein. 12. Das ist mein Trost zu aller Zeit in allem Kreuz und Traurigkeit: ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 13. Mein lieben Gott von Angesicht werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht, in ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit't; ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! 14. O Jesu Christe, Gottes Sohn, der du für uns hast gnug getan, ach schleuß mich in die Wunden dein: du bist allein der einge Trost und Helfer mein. 15. Amen, mein lieber frommer Gott, bescher uns alln ein selgen Tod; hilf, daß wir mögen allzugleich bald in dein Reich eingehn und bleiben ewiglich. Johann Leon 7 1597. 2— 7— 2 L — 1. O Je⸗su Christ, meins Le⸗bens Licht, mein Hort, mein Trost, mein 28 Zu⸗ drückt mich sehr der Sün ⸗der 2. wenn mir der Tod das Herze bricht; Ich hab vor mir ein schwere Reis behüte mich vor Ungebärd, u dir ins Himmels Paradeis; wenn ich mein Haupt nun neigen a ist mein rechtes Vaterland, werd. daran du hast dein Blut gewandt. 7. i 3. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, Zur Reis ist mir mein Herz sehr darauf mein letzte Heimfahrt bau:“ tu mir die Himmelstür weit auf, 7 matt, Wa der Leib gar wenig Kräfte hat: wenn ich beschließ meins Lebens II allein mein Seele schreit in mir: Lauf. W Herr, hol mich heim, nimm mich zu 8. dir! Am jüngsten Tag erweck mein Leib; 4. hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, Drum stärk mich durch das Leiden daß mich nicht treffe dein Gericht, dein das ein erschrecklich Urteil spricht. in meiner letzten Todespein 9. dein Krenzlaß sein mein Wande staß, Alsdann mein Leib erneure ganz, mein Ruh und Rast dein heilig Grab. daß er leucht wie der Sonnen Glanz 5 und ähnlich sei dein'm klaren Leib, eben Engeln bleib. frei, ö 10. ö dein daßen in meinem Herzen schreii Wie werd ich dann so fröhlich sein hilf, daß mein Seel den Himmel find, und singen mit den Engeln dein, wenn meine Augen werden blind. und mit der Auserwählten Schar schaun ewiglich dein Antlitz klar! 1 5. Wenn mein Mund nicht kann reden auch gleich den li —————— 6. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, Martin Behm 1557—1622. . —— 1 I— NMN 1. Va ⸗let will ich dir ge⸗ben, du ar ⸗ ge, fal⸗sche Welt; dein sünd⸗lich bö⸗ses Le⸗ben durch⸗aus mir nicht ge⸗ fällt. nein Be⸗ gier; da bleib. ch sein dein, Schar klar! —1622. — ů— 2311 ö 2 4 ASIIEENA EiiiSSiSEEE wird Gott herr ⸗lich loh ⸗- nen dem, der ihm dient all⸗hier. 2. 4. Rat mir nach deinem Herzen, Verbirg mein Seel aus Gnaden o Jesu, Gottes Sohn; in deine offne Seit, soll ich ja dulden Schmerzen, rück sie aus allem Schaden hilf mir, Herr Christ, davon; zu deiner Herrlichkeit: verkürz mir alles Leiden, der ist wohl hier gewesen, stärk meinen blöden Mut, wer kommt ins Himmels Schloß; laß selig mich abscheiden, der ist ewig genesen, setz mich in dein Erbgut. wer bleibt in deinem Schoß. 3. 5. In meines Herzens Grunde Schreib meinen Nam aufs beste dein Nam und Kreuz allein ins Buch des Lebens ein funkelt all Zeit und Stunde, und bind mein Seel fein feste drauf kann ich fröhlich sein. ins schöne Bündelein Erschein mir in dem Bilde der'r, die im Himmel grünen zum Trost in meiner Not, und vor dir leben frei: wie du, Herr Christ, so milde o will ich ewig rühmen, dich hast geblut't zu Tod. aß dein Herz treue sei. Valerius Herberger 1562—1527. 481. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 1 4 4 . dn. —.— — weil ich hie bin um⸗fan⸗gen mit Trüb⸗ sal und E⸗ lend; —. ** 4+ H— I—— EE RRSS‚ie‚i.:e ————— DEEEEE H— ich hab Lust, ab-zu⸗ schei⸗den von die⸗ser ar⸗gen Welt, sehn — de, E au, E, V. mire,* rn, mich nach ew⸗gen Freu⸗-den. O Je ⸗su, komm nur bald! 2. vor Hölle, Tod und Sünd? Du hast mich ja erlöset Weil ich auf dich tu bauen, von Sünd, Tod, Teufel, Höll: bin ich ein selges Kind. es hat dein Blut gekostet, 3. drauf ich mein Hoffnung stell. Wenngleich süß ist das Leben, Warum sollt mir denn grauen der Tod sehr bitter mir, 28* —— 436 Tod und Begräbnis. will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin: des freu ich mich ohn Beben; Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden zum Staube wiederkehrt, doch auferweckt soll werden, durch Christum schön verklärt; wird leuchten als die Sonne und leben ohne Not in Himmels Freud und Wonne: was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, länger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier: doch ich es gar nicht achte, es währt ein kleine Zeit; nach Himmlischem ich trachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Gesegn euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzusehre über den Abschied mein, beständig bleibt im Glauben; wir werdn in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 7. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: gib mir ein selges Ende, send mir den Engel dein, führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast durch dein Leiden und Sterben und blutiges Verdienst. 8. Hilf, daß ich gar nicht wanke von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen, dein Hand mich halt in acht, daß ich mag fröhlich singen: Gottlob, es ist vollbracht! Christoph Knoll 1563—1650. 482. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. 2nn—.—— e d E———— FHru——.— SS——— E2—. I 1 H — + 1. Ich hab mich Gott er⸗ ge⸗ ben, dem lieb⸗sten Va⸗ ter mein; hier ist kein Im⸗mer⸗le⸗ben, es muß ge⸗schie⸗den sein. ö — +.— 2— I——.—— 2.—.—— DEEE.——— — — 5 7 Der Tod kann mir nicht scha-den, er ist nur mein Ge-winn; in Got ⸗tes Fried und Gna⸗d 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da trachte ich hinein, mit Freud da-hin. en fahr ich darf mich nicht sehr beladen, weil ich wegfertig bin: in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. S EF e 3. Ach selge Freud und Wonne hat mir der Herr bereit't, da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden Tod und Begräbnis. Gesen euch Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal: um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual: den rechten Port noch heute nehmt ja fleißig in acht, in Gottes Fried und Freude n fahr ich mit Freud dahin. fahrt mir bald alle nach. Johann Siegfried 1560—1637. (Str. 1 von Johann Leon 1 1597.) 483. .————— + 3 4 +— , ,. Wttitt;. —.—F6 1: 2—. 1 1. Machs mit mir, Gott, nach dei⸗ner Güt, hilf mir in ver⸗ sag mir nicht, was ich dich bitt: wenn mei⸗ne 4—— * 1 S, e. — I.——.— mei⸗ nem Lei⸗ den; Seel will schei-den, so nimm sie, Herr, in dei ⸗ne Händ; ö ter vsrni, n 239—,————— 2.— 2—2—0. II ist al-les gut, wenn gut das End Gern will ich folgen, liebster Herr, du läßt mich nicht verderben; — denn du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben, 2 verlassen meine liebsten Freund, die's mit mir 2—— gut gemeint. — Ruht doch der Leib sanft in der Erd, = die Seel zu dir sich schwinget, Rm in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not, Müh, Arbeit überall. in 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt, die Sünd mir können nichts mehr schaden; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden: dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was sollt ich denn lang traurig sein, weil ich so wohl bestehe, bekleidt mit Christi Unschuld rein, wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt: bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein 1586—-1630. 484. Phil. 1, 21. 5 2—iñ——ß;7———— ů— + 1. Chri⸗ stus der ist mein Le⸗ben, Ster ⸗ ben ist mein Ge⸗ 438 Tod und Begräbnis. l .̃— ö 2— —..— 4 ——— — . 7 .— — 5 5.. .—.—.—. — E 1— winn; dem tu 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. 3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not, durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf. . Wenn Sinne und Gedanken vergehn als wie ein Licht, ich mich er ⸗ge-ben, mit Freud fahr ich da⸗hin. das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: ö 6. alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein. 7. Und laß mich an dir kleben wie eine Klett am Kleid und ewig bei dir leben in Himmelswonn und Freud. 8. Wohl in des Himmels Throne sing ich Lob, Ehr und Preis dem Vater und dem Sohne 118 dem heiligen Geist. Jena 1609. Str 8: Hamburg 1612. 485. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. dich sehr, o 1. Freu dich nun Chri-⸗stus, weil mei ⸗ ne und ver⸗giß all ruft aus die em See 4 le, dein Her⸗ re, Not und Qual, Jam⸗mer⸗ tal Aus Trüb⸗sal und gro⸗ßem Leid sollst du fah⸗ren 2..————————— ———————————0———.— ————— 4..— in die Freud, die kein Ohr je hat ge⸗ hö ret, 43 Tod und Begräbnis. 2. so wir essen früh und spat; — Tag und Nacht hab ich gerufen wenn die Sonn nicht mehr tut 1 zu dem Herren, meinem Gott, cheinen, ö weil mich stets viel Kreuz betroffen, ist nichts denn nur Klag und Weinen. . W01 sich ser hülf 4 25 der Not. ö 6. ie sich sehnt ein Wandersmann D Her nach dem Ende seiner Bahn, Herr Christ, stemne 3 so hab ich gewünschet eben, der du ewiglich aufgehst, daß sich enden mög mein Leben. sei von mir jetzund nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst; 3. Denn gleichwie die Rosen stehen hilf, daß ich mit Fried und Freud unter spitzen Dornen gar, mög von hinnen fahren heut; IN n. zalso auch die Christen gehen ach sei du mein Licht und Straße, durch viel Angst, Not und Gefahr. mich mit Beistand nicht verlasse. Wie die Meereswellen sind 7. ö und der ungestüme Wind, Ob mir schon die Augen brechen, I also ist, Ktn auf Erden und mir das Gehör verschwindt, unser Lauf voller Beschwerden. mrein Deritancd iich.u kann sprechen, mein Verstand sich nicht besinnt: 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, bist du doch mein Licht und Hort, unser eigen Fleisch und Blut Leben, Weg und Himmelspfort; ö plagen stets hier unsre Seele, du wirst mich in Gnad regieren lassen uns bei keinem Mut; und die Bahn zum Himmel führen. ö 305 wir sind voller Angst und Plag, 8. ů 912. lauter Kreuz sind unsre Tag; Freu dich sehr, o meine Seele, gleich wann wir geboren werden, und vergiß all Not und Qual, findt sich Jammer gnug auf Erden. weil dich nun Christus, dein Herre, 5. ruft aus diesem Jammertal. Wann die Morgenröt aufgehet, Seine Freud und Herrlichkeit und der Schlaf sich von uns wendt, sollst du sehn in Ewigkeit, 2 Sorg und Kummer uns umfähet, mit den Engeln jubilieren, I — Müh findt sich an allem End. ohn Aufhören triumphieren. I —.— Unsre Tränen sind das Brot, Freiberg 1620. am 486. Mel. Christus der uns selig macht. — 6—— 3. ren N hren 1. Ei⸗nen gu⸗ ten Kampf hab ich .———————— denn Gott hat so gnä-dig-lich all mein Leid ge⸗ dämp ⸗fet, daß ich mei⸗nes Le⸗bens Lauf se⸗lig⸗lich voll⸗ en ⸗ det Tod und Begräbnis. 2 Forthin ist mir beigelegt der Gerechten Krone, die mir wahre Freud erregt in des Himmels Throne; forthin meines Lebens Licht, dem ich hier vertrauet, meinen Gott, von Angesicht meine Seele schauet. Dieser schnöden, bösen Welt jämmerliches Leben mir nun länger nicht gefällt; drum ich mich ergeben ——.— 1..——— N n neen dne r. L. EE 2—.m, Per . 2—. und die See⸗le him⸗mel⸗auf Chri⸗-sto zu ge⸗ sen ⸗ det. meinem Jesu, da ich bin jetzt in lauter Freuden: denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst sein Leiden. 4. e Nacht, ihr meine Freund, alle meine Lieben! Alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht betrüben diesen Hingang, den ich tu in die Erde nieder; schaut, die Sonne geht zur Ruh, kommt doch morgen wieder. Heinrich Albert 1604—1651. 487. Mel. Gottes Sohn ist kommen. —8‚— 2—.— 1 W —— 1. Herr, nun laß in —— Frie⸗de, —— le⸗ bens⸗satt und mü⸗de, . —— dei⸗ nen Die ⸗ ner fah⸗ + —————————.—— DDR— ren zu den Him-mels⸗scha⸗ren, —————.— N se⸗lig und im stil-len, 2. Gerne will ich sterben und den Himmel erben; Christus mich geleitet, welchen Gott bereitet zu dem Licht der Heiden, das uns setzt in Freuden. 3. Hier hab ich gestritten, Ungemach erlitten, ritterlich gekämpfet, — +—+——‚——ßr—¼ A— EE doch nach deinem Wil=len. manchen Feind gedämpfet, Glauben auch gehalten richtig mit den Alten. 4. Tränen mußt ich lassen, weinen ohne Maßen, schwere Gänge laufen mit der Christen Haufen, über Sünde klagen, Kreuz und Trübsal tragen. inn, en. Tod und Begräbnis. 5. 8. Nunmehr soll sichs wenden, Mein Erlöser lebet Kampf und Lauf sich enden; und mich selber hebet Gott will mich erlösen aus des Todes Kammer; bald von allem Bösen. da liegt aller Jammer. Es soll besser werden, Fröhlich, ohne Schrecken als es war auf Erden. will er mich—9. 85 6. Frieden werd ich finden, Dieser Leib soll aehen ledig sein von Sünden und in Klarheit stehen, und auf allen Seiten wenn die Toten werden nicht mehr dürfen streiten; aufstehn von der Erden. mich soll ganz umgeben Christum werd ich schauen, himmlisch Freudenleben. darauf kann ich trauen. 7. 10. Mir ist beigeleget, Ihm drum will ich singen, wo man Zepter träget, Lob und Ehre bringen, eine schöne Krone rühmen seine Güte schon zum Gnadenlohne; mit Seel und Gemüte, da werd ich ergötzet preisen seinen Namen und zur Ruh gesetzet. ohn Aufhören. Amen. David Behme 1605—1657. 488. Mel. O Gott, der du ein—— bist. ODREEEEEEEE S S.......... 1. Ich bin ja, Herr, in dei-ner Macht, du hast mich an das + —.—,. Licht ge⸗ bracht, du un⸗ter-hältst mir auch das Le⸗ 431 40 — f nE E.——— 12— —. SDSSSSeeeeee= —— 7*——— ken-nest mei ⸗-ner Mon-den Zahl, weißt, wann ich die⸗sem —— ö———.—— Jam⸗- mer⸗ tal auch wie-der gu⸗te Nacht muß ge-⸗ben; wo, 7 + ——*. wie und wann ich ster⸗ben soll, das weißt du, Va⸗ter, mehr als wohl. 442 Tod und Begräbnis. 2. Wen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rat weiß beizu⸗ springen? Wer nimmt sich meiner Seelen an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinnen Kraft gebricht: tust du es, Gott mein Heiland, nicht? 9 Mich dünkt, ich liege schon vor mir in großer Hitz ohn Kraft, ohn Zier, mit höchster Herzensangst befallen; Gehör und Rede nehmen ab, die Augen werden wie ein Grab, doch kränkt die Sünde mich vor allen; des Satans Anklag hat nicht Ruh, setzt mir auch mit Versuchung zu. 4. Ich höre der Posaunen Ton sehe den Gerichtstag schon, der mir auch wird ein Urteil fällen. Hier weiset mein Gewissensbuch, da aber des Gesetzes Fluch mich Sündenkind hinab Leit Höllen, da wo man ewig, ewig Leid, Ach, Jammer, Angst und Wehe schreit. 27 Herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeug es selbst mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorn⸗ gericht? Komm, rette deines Leidens Ehre. Was gibest du mich fremder Hand und hast so viel an mich gewandt? Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du lässest mich, dein wahres Teil, zu fest in deinem Schoße sitzen. Hier lach ich aller Macht und Not, es mag Gesetz, Höll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein: jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach 1605—-1659. ———.— 4 I + N EHUU— 2———— —.— Er yi.,„TIi H.——, aem Ein. 1. O wie se⸗lig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott ge⸗kom⸗men: ihr seid ent⸗gan⸗gen al⸗ler Not, die — * 2— — ö H-rr 44 ++ 123 uns noch hält ge⸗ fan⸗ gen. 2. Muß man hier doch 156 im Kerter en da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hie kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und befreit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. mssensbuch, wig Leid, gst und Wehe schreit. teures Gut, deinem Blut, nicht gehöre. tan meiner nicht urch das Zorn⸗ gericht? Leidens Ehre. fremder Hand mich gewandt? jewiß, mein Heil, wahres Teil, schoße sitzen. Macht und Not, oder Tod rn oder blitzen. jar ich dein: andern sein. Dach 1605—1659. allem Jammer; en euren Freuden. weurer Kammer Tod und Begräbnis. 4⁴³3 4. Christus wischet ab euch alle Tränen, habt das schon, wonach wir uns erst sehnen; euch wird gesungen, was durch keines Ohr auhie ge⸗ drungen. 5. Ach wer wollte denn nicht gerne Wer wollt hie bleiben, sich vom Jammer länger treiben? lassen 6. Komm, o Christe, komm, uns aus⸗ zuspannen, lös uns aus und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und sterben und den Himmel für die Welt er⸗ Wonne⸗ erben? Simon Dach 1605—1659. Pred. Sal. 1. 4——— 4 4—— 2. 2 1 LIII 1 I1I 4 IEI HTII—I‚eeee E= —.— 1. Ach wie nich-tig, ach wie 1— 8— ist der Men⸗schen Le⸗ben! ...... e. Wie ein Ne bel bald ent⸗ ste- het und bald wie-der⸗ um ver⸗ge-het, ——.— 15 4— ö 1——5 rüerethrrarr..—— ———— 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ind der Menschen Tage! ie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre—3 von hinnen. Ach wie nichtig,— wie flüchtig ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wirs uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Prangen! Der in Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. 7. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen: wer Gott fürcht't, bleibt ewig stehen. Michael Franck 1609—1667. 6 WAN W W N N N 1 * ö 4⁴⁴ Tod und Begräbnis. 491. Mel. Vater unser im Himmelreich. a —..— 1— 2.2. 2—— +— +——— EUEE 2——————— * 1. In Chri⸗sti Wun⸗den schlaf ich ein, die ma⸗chen ——+— 2— .—5 2.— 424 nimr I Eie—— E—— /JZ—2— 32—— 2—— 1 I.—...r...—— 1 +— .—.—— mich von Sün⸗den rein; Chri ⸗ sti Blut und Ge⸗rech- tig⸗keit 2. ů... I— 1 1 ꝗ– W=W——.—2 I 2Z..—— I 2 + 1—— +* 12——— 4 das ist mein Schmuck und Eh⸗ Len ⸗kleid: da⸗ mit will ich vor ——.— 4— 2. N P + +2 4 1 1 RI I— E 2Z...—. 2— 1 1 N — 2—————45 2 + 1 — I 2 Gott be⸗stehn, wenn ich zum Him-mel werd ein-gehn. ins ewge Leben wandre ich, Mit Fried und Freud ich fahr dahin, mit Christi Blut gereinigt fein. ein Gotteskind ich allzeit bin. Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Hab Dank, mein Tod, du förderst mich, 1638. 492. —— 1 . + N II. 1 I 3——.— S.SISSSISI.I...... *— I 1. Al⸗le Men⸗schen müs⸗sen ster⸗ben, al⸗les Fleisch ver⸗geht wie Heu; was da le⸗bet, muß ver⸗der⸗ben, soll es an⸗ders wer⸗den neu; 1——— I.——. EE LL 2——— + 2—3.... 9ꝗ..7 ZI.=. I +— 22—5—29..—— + J..— EE E 1 SDSSS—. die⸗ser Leib auch muß ver-we⸗sen, wenn er an⸗ders soll ge⸗ne⸗sen 1.—— 2——— 1 +II 2+ + 2— *— 1 E +. LD— Z.N — + 3.— +—23——.— + II + + N 1— + +——* 2—.——.—— E I zu der gro⸗ßen Herr⸗lich⸗keit, die den From⸗men ist be⸗reit't. will ich vor ein-gehn. dre ich, einigt fein. lauben mein! 1638. t wie Heu; r⸗den neu; [ge-ne⸗sen be⸗reit't. Tod und Begräbnis. 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jesu Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Herren.20 Tod. Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn, er hat mir das Heil erworben, drum fahr ich mit Freuden hin, hin aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde allezeit schauen die Dreifaltigteit Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron, da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: eilig, heilig, heilig heißt ott der Vater, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl, wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Hallelujah 63. O Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! Ach der großen Freud und Wonne: jetzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an der Tag, der kein Ende W mag. Ach ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit, jetzund werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid; mit der güldnen Ehrenkrone steh ich da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. 1652 493. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 1. Welt, a⸗de! ich bin dein mü⸗de; ich will nach dem Himmel zu: da wird sein der rech-te Frie-de und die stol-ze See⸗len⸗ruh. 1.— 4—— .—————————————— ——. — t———— Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lau⸗ter Ei⸗tel⸗keit: in dem Him-mel al⸗ le⸗- zeit 2. Wann ich werde dahin kommen, bin ich aller Krankheit los und der Traurigkeit entnommen, ruhe sanft in Gottes Schoß. Frie⸗de, Freud und Se⸗lig⸗ keit. Welt, bei dir ist Angst und Not, endlich gar der bittre Tod; aber dort ist allezeit 1— Freud und Seligkeit. 4⁴46 Tod und Begräbnis. 3. Was ist doch der Erden Freude? Nebel, Dampf und Herzeleid. Ind auf dieser öden Heide ind die Laster ausgestreut. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit: in dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 4. Unaussprechlich schöne singet Gottes auserwählte Schar; heilig! heilig! heilig! klinget in dem Himmel immerdar. Welt, bei dir ist Spott und Hohn und ein steter Jammerlohn: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 2. Nichts ist hier denn lauter Weinen, keine Freude bleibet nicht. Will uns gleich die Sonne scheinen, so verhüllt die Nacht das Licht. Welt, bei dir ist Angst und Not, Sorgen und der bittre Tod: in dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 6. Nun, es wird dennoch geschehen, daß ich auch in kurzer Zeit meinen Heiland werde sehen in der großen Herrlichkeit. Welt, bei dir ist lauter Not, Müh und Furcht, zuletzt der Tod: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligteit. *— O wer nur dahin gelanget, wo jetzund der schöne Chor in vergüldten Kronen pranget und die Stimme schwingt empor! Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirst du doch anbrechen? Stunden, o wann schlaget ihr, drinnen ich mich kann besprechen mit dem Schönsten für und für? Welt, bei dir ist Krieg und Streit, lauter⸗ Qual und Traurigkeit: in dem Himmel allezeit Friede, Freud 52 Seligkeit. Jetzt will ich mich fertig machen, daß mein Tun vor Gott besteht, daß, wenn alles wird zerkrachen, es heißt: Kommet! und nicht: Geht! Welt, bei dir ist Angstgeschrei, Sorge, Furcht und Heuchelei: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Johann Georg Albinus(2) 1624—1679. 494. Mel. Gott ist getreu. 1. Es ist Lös auf das Bänd, ge ⸗ nug! So nimm, Herr, mei⸗ nen Geist zu das all ⸗ ge⸗-mach schon reißt, be⸗ ———— Zi⸗ons Gei⸗stern hin. frei⸗e mei⸗ nen Sinn, der sich nach sei-nem Got ⸗te seh- net, — ——.—.—* H der täg ⸗lich klagt und nächt⸗lich trä⸗net: Es ist ge⸗nug! er Not, letzt der Tod: it igteit. anget, Chor ipranget hingt empor! g und Streit, itelkeit: it igkeit. ch anbrechen? laget ihr, nbesprechen ir und für? g und Streit, murigkeit: ꝛit eligkeit. tig machen, ott besteht, zerkrachen, d nicht: Geht! stgeschrei,‚ euchelei: it igkeit. (2) 1624—1679. Geist zu reißt, be⸗ st ge⸗nug! Tod und Begräbnis. 4⁴⁷ 2. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! Ich schwemme manche Nacht mein hartes Lager ganz mit Tränen; wie lange, lange muß ich sehnen! Es ist genug. 3. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will; er kennet ja mein Herz. Ich harre sein und halt indessen still, bis er mir allen Schmerz, der in der siechen Brust mir naget, zurückelegt und zu mir saget: Es ist genug. 4. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus. Mein Jesus kommt: nun gute Nacht, o Welt; ich fahr ins Himmels Haus. Ich fahre sicher hin in Frieden, mein großer Jammer bleibt da⸗ nieden. Es ist genug. Franz Joachim Burmeister 1633—1672. 495. 9 1— 227 +2——— E————— C.‚FHFiiIieeei..iiet. IE 1+.—.. +— 1 1. Wer weiß, wie na⸗ he mir mein En ⸗ de! Hin ·de geht die ach wie ge⸗schwin-de und be⸗ hen kann kom⸗men 1— Bn erden ni reen krerrr — 8———.——————— 1 II Li— 1 1 Zeit, her kommt der Tod; in Gott! mei= ne To e des upt. Mein Gott! Mein Gott! Ich — 1 — DiPIPĩJPI—————— I I 1 2——ꝰL.n I— I.. 1—.. 7 I bitt durch Chri⸗sti Blut: machs nur mit mei⸗nem En⸗de gut. werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 3. Herr, lehr mich stets mein End be⸗ denken, und wenn ich einmal sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken 2. und ja nicht sparen meine Buß. Es kann vor Nacht leicht anders Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 4⁴48 Tod und Begräbnis. 5. Mach immer süßer mir den Himmel und immer bittrer diese Welt; Pie⸗ daß mir in dem Weltgetümmel ie Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Christi zu, darein ich mich fest gläubig winde; das gibt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 8. Ich habe Jesum angezogen —— längst in meiner heilgen Tauf; u bist mir auch daher gewogen, Amilie Juliane hast mich zum Kind fb auf. Mein Gott! Mein Gott Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 9. Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm, und er in mir. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 10. So komm mein End heut oder morgen, 55 weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ) bin und bleib in demen Sorgen, umt Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott! Mein Gott! Ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 11. Ich leb indes in Gott vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis, mir gnüget, wie mein Gott es füget, ich glaub und bin es ganz gewiß: Mein Gott! Mein Gott! Aus Gnad durch Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. von Schwarzburg⸗Rudolstadt 1637—1706. 496. Mel. Ach Herr, mich armen Sünder. — — A N ö — RDRIIRIII.....—.— E 1. Be⸗den ⸗ ke, Mensch, das En⸗de, be⸗den⸗ke dei⸗ nen Tod! Der Tod kommt oft be⸗hen⸗-de: wer heu⸗te frisch und rot, EEI— den 4— nr, l . — 2 4 kann mor⸗gen und ge⸗-schwin-der hin⸗weg⸗ge⸗stor⸗ben sein; drum —— 2—— 4 2— 25 N öä‚II‚I‚I‚It.I 1—, er Iern den e errn bil ⸗ de dir, o Sün ⸗der, ein täg⸗ lich Ster ⸗ben ein. jenommen auf. ott! ti Blut: em Ende gut. gegessen, trunken hier; nicht vergessen, er in mir. ott! ti Blut: em Ende gut. nd heut oder morgen, it Jesu glückt; deinen Sorgen, ausgeschmückt. ott! ti Blut: sem Ende gut. tt vergnüget ümmernis, Gott es füget, ganz gewiß: ott! isti Blut tem Ende gut. adt 1637—1706. ⸗nen Tod! und rot, Tod und Begräbnis. 4⁴9 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht! Es müssen alle Stände vor Jesu Angesicht; ein Mensch ist ausgenommen, ein jeder muß heran und wird den Lohn bekommen, nachdem er hat getan. 3. Bedenke, N Rensch, das Ende, der Höllen Angst und Leid, daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewiglich ein kläglich Schmerzensschreien: ach Sünder, hüte dich! Bedenke, Mensch das Ende, bedenke stets die Zeit, daß dich ja nichts abwende von deiner Herrlichkeit, womit vor Gottes Throne die Seele wird gepflegt: dort ist die Lebenskrone den Frommen beigelegt. 5. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten auf meinen letzten Tag mit Buße mich bereiten und täglich sterben mag. Im Tod 9 1 vor Gerichte steh mir, o Jesu, bei, daß ich ins Hünänel 39 zu wohnen würdig f Salomo Liscow 1640—1689 497. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. 9— nu————— 1— 4 V FFFFFF— 0 1. Wie fleugt da ⸗ hin der Men⸗schen Zeit, wie E.— 3——— ö ——— —..——— 1 9—*7 ————..—* EI ů—— E. 2.—— 1 ei let man zur E⸗wig⸗keit! Wie we⸗nig den⸗ken an die Lräts SSSDIDDEe— wnirv xP Stund von Her-zens⸗ grund, Woie schweigt hie von der krä„ge Mund! 2 2. Das Leben ist gleichwie ein Traum, ein nichtger, leerer Wasserschaum: dem Grase gleich, das heute steht und schnell vergeht, sobald der Wind darüber weht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bist, ich traue dir; laß Berg und Hügel fallen hin: mir ists Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. Solang ich in der Hütten wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn; gib, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. . Was hilft die Welt in letzter Not, Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu, das merke du, du kommst sonst nicht 5211 3 0 29 450 Tod und Begräbnis 6. ö 7. Weg Eitelkeit, der Toren Lust! Was wird da sein, wenn ich dich seh Mir ist das höchste Gut bewußt, und dort vor deinem Throne steh! das such ich nur, das bleibet mir. Du unterdessen lehre mich, O mein Begier, daß stetig ich Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander 1650—1680. 498. Mel. Wer nur den lieben Gott läͤßt walten. 1. Ich ster⸗be täg⸗lich, und mein Le⸗ben eilt im⸗mer⸗ wer kann mir ei⸗ nen ob ich noch moxsgen Aleedend bin Die Zeit geht hin, der Tod kommt her; ach wer nur im⸗-mer fer ⸗-tig wär! 2 und Fall und Tod beisammen sein; Es schickt der Tod nicht immer Boten, doch schlage nur mit Vaterhänden er kommet oft unangemeldt und schleuß in Christi Tod mich ein, und fordert uns ins Land der Toten; daß, wenn der Leib zu Boden fällt, wohl dem, der Haus und Herz be⸗ die Seel an Jesu Kreuz sich hält. stellt! Denn ewges Unglück oder Glück„, hängt oft an einem Augenblick. Vielleicht kann ich kein Wort mehr ö sagen, wenn Auge, Mund und Ohr sich 3. Herr aller Herren, Tod und Leben — 3 88 ö schleußt; hast du allein in deiner darc⸗ drum bet ich bei gesunden Tagen: wie lange du mir Frist gegeben,. r das ist und bleibt mir unbekannt; Herre dir befehl ich meinen Geist. hilf, daß ich jeden Glockenschlag erinnerzev ne glut füren sich, an meinen Abschied denken mag.. schreie Jesu Blut für mich. 4. ö 7. Es kann vor Abend anders werden, Kann ich die Meinen nicht mehr als es am Morgen mit mir war; segnen, den einen Fuß hab ich auf Erden, so segne du sie mehr als ich; den andern auf der Totenbahr; wenn lauter Tränen um mich ein kleiner Schritt ist nur dahin, regnen, wo ich der Würmer Speise bin. o Tröster, so erbarme 1 5. und lasse der Verlaßnen chrein Ein einzger Schlag kann alles enden, durch deinen Trost erhörlich sein. i Mein kein 2 Wie b die Bl drum hier i Mein diewei dem ei sanft g Doch n mein un ich dich seh Throne steh! mich, che dich. er 1650—1680. eilt im⸗mer⸗ ob ich noch eisammen sein; Vaterhänden i Tod mich ein, zu Boden fällt, euz sich hält. schleußt; sunden Tagen: meinen Geist. zippen sich, für mi en nicht mehr nen um mich regnen, ne 10— ßnen Schrein erhörlich sein. Tod und Begräbnis. 451 8. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen, so schließe mir den Himmel auf; verkürze mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf: ¹ wird mein Abschied keine Pein. zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck 1672—1737. 499. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 1. Mein Gott, ich weiß wohl, und fin ⸗de hier kein —— — e. daß ich ster⸗ be; ich bin ein sol⸗ ches Er- be, das e⸗ 936 43⁊—.—.—— EE DD.— Mensch, der bald ver⸗geht, in der Welt be⸗steht; —————— drum zei⸗ ——.— ge mir in Gna⸗-den an, wie ————— ich recht se ⸗lig ster ⸗ ben 2. Mein Gott, ich weiß Riich: wann ich sterbe; kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, die Blume kann gar leicht verblühn: drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, dieweil der Tod viel Wege hält: dem einen wird das Scheiden herbe, sanft geht ein andrer aus der Welt. Doch wie du willst! Gib, daß dabei mein End in dir nur selig sei. kann. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch wenn ich dieses nur erwerbe, daß deine Hand mich auferweckt, mag hier, mag dort die Stätte sein: die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich soll sterben, so nimm du meinen Geist zu dir, mein Heiland läßt mich nicht ver⸗ derben; und hab ich Jesum nur bei mir, so gilt mirs gleich und geht mir wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck 1672—1737. 500. Mel. Jesus, meine Zuversicht. ——.— — H1 1——2 d Leeee,-r Hais dun D‚‚I‚‚‚‚—— mrr; E wer, m,, zwnt numr. m m. m mere.: nm menr.. 22— —. DEE 1. Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin des Wanderns mü⸗ de; von der Er⸗de scheid ich ab, denn mir ruft des Him⸗mels Frie⸗ de, 298 45² Tod und Begräbnis. II 2— m—5——3 ..—.—— denn mir ruft die sü⸗ße Ruh von den En⸗geln dro⸗ben zu. 2. 6. Geht nun hin und grabt mein Grab; Die ihr nun in Trauern geht, meinen Lauf hab ich vollendet, fahret wohl, ihr lieben Freunde; lege nun den Wanderstab was von oben niederweht, hin, wo alles Irdsche endet; tröstet ja des Herrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein: in das Bette sonder Pein. droben nur kann ewig sein. 3. 4. Was soll ich hienieden noch Weinet nicht, daß nun ich will in dem dunklen Tale machen? von der Welt den Abschied nehmen, Denn wie mächtig, stolz und hoch daß ich aus dem Irrland will, wir auch stellen unsre Sachen, aus den Schatten, aus den Schemen, muß es doch wie Sand zergehn, aus dem Eitlen, aus dem Nichts wann die Winde drüber wehn. hin ins Land des ewgen Lichts. lege selbst mich nun hinein 4. 0. Darum, Erde, fahre wohl; Weinet nicht! Mein süßes Heil, laß mich nun in Frieden scheiden. meinen Heiland, hab ich funden, Deine Hoffnung, ach, ist hohl, und ich habe auch mein Teil deine Freuden werden Leiden, in den warmen Herzenswunden, deine Schönheit Unbestand, woraus einst sein frommes Blut alles Wahn und Trug und Tand. floß der ganzen Welt zugut. 5. 9. Darum letzte gute Nacht, Weint nicht: mein Erlöser lebt! Sonn und Mond und liebe Sterne, Hoch vom finstern Erdenstaube fahret wohl mit eurer Pracht; hell empor die Hoffnung schwebt, denn ich reis in weite Ferne, und der Himmelsheld, der Glaube, reise hin zu jenem Glanz, und die ewge Liebe spricht: worin ihr erbleichet ganz. Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arndt 1769—1860 501. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. Q— ————— ——— ————.——0—— 1. Wohl⸗ auf, wohl ⸗ an zum letz ten Gang! Kurz ——.— V...— L— ist der Weg, die Ruh ist lang, Gott füh⸗ ret ein, Gott füh⸗ret aus: wohl⸗an, hin ⸗aus! Kein Blei⸗ben ist im Er⸗den⸗haus. Du Her du gab Schließ was tr Dein Ge Tragt ihr Liel Nun gut im Erd Nun gu Ein Sch ein Sie Triump sein Kre das wir Ihr Glo und läu der nach durch J für Got O selig, der in den O selig, die Got die drob Was suc Du suchf Die Wel denk an und wzä Was sor Nichts b Die Wel Schau h da wo d eh dich sie rufen uern geht, zen Freunde; rweht, Gemeinde; Heitlen Schein: vig sein. un ich will bschied nehmen, rrland will, us den Schemen, dem Nichts wgen Lichts. süßes Heil, b ich funden, mein Teil zenswunden, rommes Blut lt zugut. Erlöser lebt! Erdenstaube nung schwebt, spricht: ittre nicht! Ilrndt 1769—- 1860 ———‚—— ———.— 2— Er⸗den⸗haus. eld, der Glaube, Gang! Kurz Tod und Begräbnis. 4⁵3 2. heut ists an dir! Du Herberg in der Wanderzeit, Wier ist kein Stand, kein Bleiben hier. du gabest Freuden, gabst auch Leid. ö 14*—8— 10. Schließ ardoi die Pforte zu, Vom Freudenmahl zum Wanderstab, was trauerst du? zuß aus Wieg und Bett in Sarg und Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. Grab, 3. wann, wie und wo, ist Gott bewußt. Tragt ihn fein sanft ins Schlaf⸗Schlag an die Brust: gemach, du mußt von dannen, Mensch, du ihr Lieben folgt ihm segnend nach. mußt. Nun gute Nacht! Der Tag war schwül 11. im Erdgewühl. ö ½Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, Nun gute Nacht! Die Nacht ist rühn kein Haupt zu hoch, kein Herz zu 4. warm, Ein Schmuck ist auch das Leichentuch, ni Finstern Proht kein Wangenrot: ein Siegeszug der Leichenzug. 25 Triumph! der Herr macht gute Bahn, der Tod und überall der Tod. sein Kreuz voran: 12. das winkt und deutet himmelan. Ach banges Herz im Tränental, ⁰⁰ ist dein Licht, dein Lebensstrahl? — 332 91.—. Du bists, Herr, der mit G 8 t Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein aus Gräbernacht und läutet hell den Sabbath ein, das Lebe 8 Li der nach des Werktags kurzer Frist Leben hat ans Licht gebracht durch Jesum Christ*. für Gottes Volk porhanden ist. Dein Wort, Herr, 66 so hoch und * ehr: 6 Wer an mich glaubt, stirbt nimmer⸗ 129 0 mehr. O selig, der das Heil erwirbt‚ Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ der in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! erstehn, O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn. 14. ö— 0— Wohl dem, der sich mit dir vertraut Was suchst du, Mensch, bis in den schon hier die ewgen Hütten baut! Todꝰ? Er sieht das Kleinod in der Fern Du suchst so viel, und eins ist not. und kämpfet gern Die Welt beut ihre Güter feil= und harrt der Zukunft seines Herrn. denk an dein Heil ö ö 1*. und wähl in Gott das beste Teil. . 8.„Nun, Tor des Friedens, öffne dich: Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Hinein! Hier schließt die Wallfahrt Nichts brachtest du, nichts nimmst ich. ů du mit. Ihr Schlafenden im Friedensreich, Die Welt vergeht mit Lust und gönnt alzugleich . Schmerz. auch ihm ein Räumlein neben euch. Schau himmelwärts: ö 16 da wo dein Schatz, da sei dein Herz. Piel Gräber sind an diesem Ort, 9. viel Wohnungen im Himmel dort, Mit Gott bestell dein Haus beizeit, bereitet ist die Stätte schon eh dich der Tod an Tote reiht; am Gnadenthron, sie rufen: Gestern wars an mir, bereitet uns durch Gottes Sohn. 15. 45⁵⁴ Tod und Begräbnis. 17. Ja komm, Herr Jesu, führ uns ein! Sein ist das Reich mit Allgewalt; Wir harren dein: er zeugt und sürteh. 19. komme Amen, dein laß uns ewig sein! ald. Christian Friedrich Heinrich Sachse 1785—1860. Beim Tode von Kindern. 502. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. N 4—— 1. —— I I I +— 2— E— I— EWiEEEEEE H 122——ᷣ—— 127— .. 1. Gott-lob, die Stund ist kom⸗men, da ich werd auf⸗ge- nom⸗men ins ů— 1.— —.—— Bauden Eun. II.— 3 1— 1——— schö⸗ ne Pa⸗ ra⸗-deis. Ihr El⸗tern dürft nicht kla-gen; mit .——— ——— 12——. ö——..— n Ennen ne Har, 2— a———————— X Freu⸗den sollt ihr sa⸗gen: Dem Höch-sten sei Lob, Ehr und Preis. 2. ö 5. Kurz ist mein irdisch Leben; Zuvor bracht ich euch Freude; ein beßres wird mir geben jetzt, da ich von euch scheide, Gott in der Ewigkeit. betrübt sich euer Herz. Da werd ich nicht mehr sterben, Doch wenn ihrs recht betrachtet in keiner Not verderben; und, was Gott tut, hoch achtet, mein Leben wird sein lauter Freud. wird sich bald lindern aller Schmerz. 3.* Gott eilet mit den Seinen, Gott zählet alle Stunden, läßt sie nicht lange weinen er schlägt und heilet Wunden, in diesem Tränental. er kennet jedermann. Ein schnell und selig Sterben dichts ist jemals geschehen, ist schnell und glücklich erben das er nicht vorgesehen; des schönen Himmels Ehrensaal. und was er tut, ist wohlgetan. 4. 7. Die Welt mag Netze stellen: Wenn ihr mich werdet finden mich wird sie nun nicht fällen, vor Gott, frei aller Sünden, sie wird mir tun kein Leid. in weißen Kleidern stehn Denn wer kann den verletzen, und tragen Siegespalmen den Christus jetzt wird setzen in Händen und mit Psalmen ins Schloß vollkommner Sicherheit. des Herren Lob und Ruhm erhöhn: Da we es wir daß ih bis in Ich sel und d will, d im Hin Ich s Gott dich w und e O süße und ha Bei G führ uns ein! ewig sein! chse 1785—1860. hra und Preis. ich Freude; h scheide, erz. ht betrachtet hoch achtet, n aller Schmerz. unden, t Wunden, . eschehen, ehen; wohlgetan. det finden Sünden, stehn halmen Psalmen hRuhm erhöhn: ö Tod und Begräbnis. 8. Wohl dem, der Gottes Willen Da werdet ihr euch freuen, gedenket zu erfüllen es wird euch herzlich reuen, und ihm sich in Geduld ergibt! daß ihr euch so betrübt. Johann Heermann 1585—1647. 503. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher Geist. 9⁰4 2 ENDE— E——— F——— 2.— 4 EEEEEEEEEE 1. Du bist zwar mein und blei-best mein; wer will mirs an⸗ ders Doch bist du nicht nur mein al⸗lein; der Herr von ew⸗gen 2222 d d etine nn —— SSEEEEE E— —*— La gen der hat das mei⸗ ste Recht an dir, der fordert und er⸗ e en ane.—— 1.—— Dieee eeeeee e —— 22283— 1— SEEE hebt von mir dich, o mein Kind, mein Wil⸗le, mein Herz und Wunsches Fül⸗le. 2. kein Unglück und kein Kränken, Ach gält es wünschen, wollt ich dich,‚ kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; du Sternlein meiner Seelen, bei Gott kann keinem Leid geschehn; vor allem Weltgut ewiglich wen Gott versorgt und liebet, mir wünschen und erwählen; wird nimmermehr betrübet. ich jollst sagen: Bleib bei 5 ö 5 du sollst sein meines Hauses Zier, + 9— an dir will ich mein Lieben jund Aun: eim wertg Boren, stehn git iit mein Sterden üden. wenn deine Sinne sich erhöhn 3. und Gottes Namen ehren, x inem S der heilig, heilig, heilig ist, and der wur ihn gegeben, Sen, durch den guch Bu gebeiltgt bist; will, daß er nah an seinem Thron ich weiß, ich würde müssen im Himmel solle leben. 199— Freuden Tränen gießen. Ich sprech: Ach weh, chwi ötl 6 verschwindt!—— Gott spricht: Willkommen, liebes ich win un cht m dich weinene dich will ich bei mir haben 10 lebst und bist von Geinen froh, eichli siehst lauter Sonnen scheinen, gn is reiehnch zäben. die Sonnen ewger Freud und Ruh: 4. da leb und bleib nur immerzu; O süßer Rat, o schönes Wort wills Gott, will ich mit andern und heilger, als wir denken! auch bald hinüber wandern. Bei Gott ist ja kein böser Ort, Paul Gerhardt 1607—1676. 456 Tod und Begräbnis. 504. »Mel. Gott ist getreu Q— ,. ——— . I1 1. Zeuch hin, mein Kind! Denn Gott selbst for⸗dert dich aus Ich lei ⸗de zwar, dein Tod be⸗ trü⸗bet mich; doch I die⸗ser ar⸗ gen Welt. weil es Gott ge⸗fällt, so un⸗ter⸗laß ich al⸗ les Kla⸗gen . —59ꝗ99 69—— I EIII EXXI II iii Fe IIII I —+ I 1. und will mit stil⸗lem Gei⸗ste sa⸗gen: Zeuch hin, mein Kind! 2. 4. Zeuch hin, mein Kind! Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir Wir folgen alle nach, nur in der Welt geliehn. sobald es Gott gefällt. Die Zeit ist weg, Du eilest fort, darum befiehlt er dir, eh denn das Ungemach jetzt wieder fortzuziehn. mit Haufen sich einstellt. Zeuch hin, Gott hat es so versehen: Wer lange lebt, steckt lang im Leide; was dieser will, das muß geschehen. wer frühe stirbt, kommt bald zur Zeuch hin, mein Kind! Freude. 3. Zeuch hin, mein Kind! Zeuch hin, mein Kind! ö 5 Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, Du siehest auch, da wird kein Schmerz geklagt. wie Gottes lieber Sohn Hier müssen wir in Angsten dir schon die Krone weist. schweben, Nun wohl, dein Seele ist entbunden, dort kannst du ewig fröhlich leben. du hast im Herren überwunden. Zeuch hin, mein Kind! Zeuch hin, mein Kind! Gottfried Hoffmann 1658—1712. 505. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. D. Fahr hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. 9——— 1.—5—— 111—————— ISISIIIIE..... EEEE—4 1..— 2 E 2 1. Wenn klei⸗ne Him⸗mels⸗er⸗ben in ih⸗rer Unschuld ster⸗ben, so was si daß si dich mich; aus doch ich ellt. lang im Leide; mmt bald zur Freude. 1 hon Geist. hn weist. ist entbunden, berwunden. d inn 1658—-1712. ster⸗ben, so Tod und Begräbnis. —— 1————41.— S, n Kiexer: e..:e. ——1 — 2— 8.——5 2——*.— 2:———— büßt man sie nicht ein: sie wer⸗den nur dort o ⸗ben vom Va⸗ter auf⸗ge ⸗ ho⸗ben, da 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Jesum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden: was sollt es ihnen schaden, daß sie die Krone schon erfreut? mit sie un⸗ver ⸗-lo⸗ren sein. 3. O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind; du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe 1688—-1758. Beim Tode von Ehegatten. 506. Mel. Wenn mein Stündlein vorhanden ist. Q l 2...— t — 277.—— +—— —8 — 4 öIeeii‚‚ —— +4 1—— 1. Ach Gott, ich muß in Trau⸗-rig⸗keit mein Le-ben nun be⸗ schließen, die-weil der Tod von mei⸗ ner Seit so ei⸗lend hat ge⸗ — 2½—— in on Ln Errarmn v. mmm umur + EE SI.—....— Inn. uun umm. n. u. Hrre Emrren 2—. en,-I., H Dm. den.— — 12 7— ris⸗sen mein treu⸗es Herz, der Tu⸗gendSchein, des muß ich jetzt be⸗ ——.— 12—J— N —.——————————.— 2— —— E* 1— N —— 1 + Z.. I. —— rau ⸗bet sein Wer kann mein E lend wen⸗ den? 2. Wenn ich an ihre Freundlichkeit 55 ie in meinem Herzen, ie sie mir hat zu jeder Zeit in Freud und auch in Schmerzen erwiesen ganz beständiglich, mein Kreuz und Weinen mehret sich, vor Angst möcht ich vergehen. 45⁵⁸ Tod und Begräbnis. 3. Bei wem soll ich auf dieser Welt rechtschaffne Liebe finden? Der meiste Teil nicht Glauben hält, die Treu will gar verschwinden. Ich glaub und sag es ohne Scheu: die best ist doch getraute Treu; der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr mir geht ein scharfes Schwert jetzund durch meine Seele, die abzuscheiden oft begehrt aus ihres Leibes Höhle. Wo du nicht, o Herr Jesu Christ, in solchem Kreuz mein Tröster bist, muß ich in Leid verzagen. 9. O treu geliebtes, selges Herz, zu dir will ich mich wenden in diesem meinem großen Schmerz, will die Gedanken senden zu dir und deinem jetzgen Stand, wie Gott dir alles Kreuz gewandt in höchste Freud und Wonne. 6. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies betrübte Leben; ich aber komm hinauf zu dir, da werd ich mit dir schweben in höchster Freude, Wonn und Lust, die deine Seele täglich kost't, drauf ich mich herzlich freue. 7. O wie mit großer Freudigkeit wolln wir einander kennen, da wird uns dann zu keiner Zeit der bittre Tod mehr trennen. Ach welche Freude wird dann sein, wenn ich dich, die ich jetzt bewein, mit Freuden werd umfangen! 8. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu Gemüte führen, erwarten in Geduld der Zeit, wie Christen will gebühren. Gott alles Trostes, steh bei mir und mich durch deinen Geist regier zu deines Namens Ehren! Johann Heermann 1585—1647. 507. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. (Freu dich sehr, o meine Seele.) 1. Nichts Be⸗trüb⸗ters ist auf Er⸗den, nichts kann so zu Her⸗zen gehn, als wenn ar⸗me Wit⸗wen werden, wenn ver⸗laß⸗ne Wai⸗sen stehn ————————— oh ⸗ne Va⸗ter, oh-ne Mut, 3 ——— 2 —— —— oh- ne Freun⸗de, oh ⸗ ne Gut: —— —— 7 U—*.4— ö IPETTR—.— ann n err——5 557———— 222—— D Wit⸗wen sind ver⸗laß⸗ne Frau⸗en; 2 Wo die Zäune sind zerlücket, wer mag auf die Waisen schau⸗en? Wo die Mauern sind zerspalt't, da findt sich der Feind gar bald; jedermann hinübersteigt; wem der Schirm und Schatten auch ein Kind die Früchte pflücket, da die Aste sind gebeugt. weichet, den die Hitze bald erreichet. Alsoen leiden ihrer Witwe über d und ir Waiser anderr Witwe Waiset ihrer wär d der her zu mir zu dir, chweben onn und Lust, h kost't, h freue. eudigkeit nnen, keiner Zeit trennen. rd dann sein, jetzt bewein, fangen! meinem Leid n, der Zeit, ühren. h bei mir u Geist regier jren! in 1585—1647. er⸗zen gehn, zai⸗sen stehn ne Gut: isen schau⸗en? zerspalt't, d gar bald; nd Schatten eichet, eichet. Die letzten Dinge. 4⁵ Ein solch ungerechter Mann tastet Gottes Auge an, der an Waisen Unrecht übet und der Witwen Herz betrübet. 3. Also müssen stets die Armen leiden unter Ungemach; ihrer wenge sich erbarmen: Witwen schreien Weh und Ach 5. über den der sie so preßt Wenn sie bleiben in den Schranken, und in Nöten stecken läßt: darin Gott sie hat gestellt, Waisen müssen sich oft schmiegen, und von seiner Treu nicht wanken andern untern Füßen liegen. weil er sich zu ihnen hält, 4. sollen sie im Himmelsschloß Witwen sind in Gottes Armen, werden alles Kummers los: Waisen sind in Gottes Schoß; da soll nicht mehr wie auf Erden ihrer will er sich erbarmen, Witwennot gehöret werden. wär die Not auch noch so gros. Michael Hunold 1621—1672. 2. Die letzten Dinge. 508. 1. Es ist ge-wiß⸗lich an der Zeit, daß Got⸗tes Sohn wird in sei⸗ner gro⸗ßen Herr⸗lich-keit, zu rich-ten Bös und 5— —.. 4—— ——— 2 7— kom⸗ men From⸗men: dann wird das La ⸗chen wer⸗den teur, wenn ———.—.——— eren aun r nrrnrrdire, ennn ——— 2 5 al⸗les wird ver⸗gehn im Feur, wie Got⸗tes Wort be- zeu⸗get. 2. auf Erden je getrieben, Posaunen wird man hören gehn da denn gewißlich jedermann an aller Welten Ende, wird hören, was er hat getan darauf bald werden auferstehn in seinem ganzen Leben. die Toten gar behende; 4. die aber noch das Leben han, O weh dem Menschen, welcher hat die wird der Herr von Stunde an des Herren Wort verachtet verwandeln und verneuen. und nur auf Erden früh und spat 3. nach großem Gut getrachtet! Danach wird man ablesen bald Er wird fürwahr gar schlecht bestehn ein Buch, darin geschrieben, und mit dem Satan müssen gehn was alle Menschen jung und alt von Christo in die Hölle. 460 Die letzten Dinge. 5. auf daß ich samt den Brüdern mein O Jesu, hilf zur selben Zeit mit dir geh in den Himmel ein, von wegen deiner Wunden, den du uns hast erworben. daß ich im Buch der Seligkeit 7. werd angezeichnet funden; O Jesu Christ, du machst es lang daran ich denn auch zweifle nicht, mit deinem jüngsten Tage; denn du hast ja den Feind gericht't den Menschen wird auf Erden bang und meine Schuld bezahlet. von wegen vieler Plage. 6. Komm doch, komm doch, du Richrer Derhalben mein Fürsprecher seiß groß, wenn du nun wirst erscheinen, und mach uns bald in Gnaden los und lies mich aus dem Buche frei, von allem Übel. Amen. darinnen stehn die Deinen, Bartholomäus Ringwald 1530—1598. —6— + n ö—.———— 2 —— 3—.— 2 r 3————— — 4 + EEEEEEEEEE EEE—— . 1. Wa⸗chet auf! ruft uns die Stim⸗me der Wäch⸗ter sehr hoch auf der Mit⸗ter⸗nacht heißt die ⸗se Stun⸗de. Sie ru⸗fen uns mit hel ⸗lem Zin-ne, wach auf, du Stadt Je⸗ ru⸗ sa⸗lem! Mun de: Wo seid ihr klu⸗genJungfrauen? Wohl⸗auf, der Bräutgam S— ——— +.———— 12 4.———.— E 2— *— +— kommtlSteht auf, die Lam⸗pen nehmt! Hal — Il— ........ ——. le ⸗lu⸗jah! Macht euch be-reit zu der Hoch-zeit: ihr müs⸗set ihm ent⸗-ge⸗gen⸗gehn. 2. Nun komm, du werte Kron, Zion hört die Wächter singen, Herr Jesu, Gottes Sohn! das Herz tut ihr vor Freude Hosianna! springen, Wir folgen all sie wachet und steht eilend aul. zum Freudensaal Ihr Freund kommt vom Himmel und halten mit das Abendmahl. prächtig, ö 8. von Gnaden stark, von Wahrheit Gloria sei dir gesungen mächtig mit Menschen⸗ und mit Engelzungen, Yig, it Men hr Licht wird hell, ihr Stern 83Hor Harfen und mit Zimbeln schön. auf. Von zwölf Perlen sind die Tore an dei der En Kein A kein Ol O sch und ni wann da ich mit fre die Se in Got zum a daß sie in jene O Ehr rüdern mein mmel ein, oben. hst es lang age; Erden bang e. h, du Richrer oß, Gnaden los 1530—-1598. ch auf der tit hel⸗lem gen⸗gehn. ron, 1 endmahl. ngelzungen, ibeln schön. die Tore Die letzten Dinge. 461 an deiner Stadt; wir stehn im solche Freude: Chore des jauchzen wir der Engel hoch um deinen Thron. und singen dir Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört das Hallelujah für und für. Philipp Nicolai 1556—1608. 9— 1—.— E=%— n arn ean .— 2.—— 2 2—— 2 In 1 sa⸗lem, hoch⸗ge⸗bau⸗ te Stadt, wollt We ru⸗ Mein sehn⸗lich Herz V — 2 —— groß Ver gen hat und 5..— E— II I... E 7——— Gott, ich wär in dir! iß: 3— e ber Ber ist nicht mehr bei mir: weit u⸗ der Berg uus — 1——— 1..—— 1 JI +2— 2..— 12 —3—— 7———.—— 2. —...———..— Ta ⸗le, weit ü⸗ber bla⸗ches Feld schwingt es sich ü⸗ber ———— II —— 2—— 17 I L— + 1 . 2 al ⸗ le und eilt aus die⸗ser Welt. 2 O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände um auserwählten Pfand, aß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, tu auf die Gnadenpfort: wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit! 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon! Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Tränenland. 0. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 46² 2 Die letzten Dinge. 6. sich regt der Freudensaal: Wenn dann zuletzt mit hunderttausend Zungen, ich angelanget bin mit Stimmen noch viel mehr, im schönen Paradeis, wie von Anfang gesungen von höchster Freud das himmelische Heer. erfüllet wird der Sinn, ö der Mund voll Lob und Preis: 8. das Hallelujah reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit; Du bist mein Ziel, erhabne Gottesstadt; wie schlägt mein Herz in mir! Des Irdischen — 7. und seiner Freuden satt mit Jubelklang, schwing ich mich auf zu dir, mit Instrumenten schön, weg über Erd und Sterne. mit Chören ohne Zahl, Reicht, Engel, mir die Hand! daß von dem Schall— Ich seh es in der Ferne, und von dem süßen Ton mein hohes Vaterland. Johann Matthäus Meyfart 1590—1642. Strophe 8: 1830 511. Ei 7 n n— 5—.— ö.. e n Du—— ——— öä.————— 1. O E⸗ wig⸗keit, du Don⸗ner⸗ wort, du Schwert, das O E⸗ wig⸗keit, Zeit oh ne Zeit, ich weiß vor I durch die SeeZ⸗le bohrt, o Anfang son⸗der En⸗de! II gro⸗ßer Trau⸗rig⸗keit nicht, wo ich mich hin⸗wen⸗de. Mein ganz er⸗ — d— I. 2 2——— schrocknes Herz er ⸗-bebt, daß mir die Zung am Gau⸗-men klebt. 2 zusamt der großen Pein betracht, Kein Unglück ist in aller Welt, erschreck ich recht von Herzen. das endlich mit der Zeit nicht fällt Nichts ist zu finden weit und breit und ganz wird aufgehoben; so schrecklich als die Ewigkeit. die Ewigkeit nur hat kein Ziel, ö 1 treibet fort und fort ihr Spiel, 4. läßt nimmer ab zu toben; Ach Gott, wie bist du so gerecht ja, wie mein Heiland selber spricht,. wie strafft du enen bösen Knecht aus ihr ist kein Erlösung nicht. sso hart im Pfuhl und Schmerzen! 3. Auf kurze Sünden dieser Welt O Ewigkeit, du machst mir bang; hast du so lange Pein bestellt. o ewig, ewig ist zu lang, Ach nimm dies wohl zu Herzen, hier gilt fürwahr kein Scherzen. betracht es oft, o Menschenkind: Drum wenn ich diese lange Nacht kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. Wach ar ermuntr und beß wach au es komn dir dein Vielleich wer we quik⸗ke die ⸗ Kein He die end und gä Die Ew sie treil bleibt 1 ja, wie ihr Erb O Ewie Wennn weiß ic Drum erwäge die ewi so acht das kar ꝛal: ingen, mehr, gen in mir! t u dir, erne. Hand! e, art 1590—1642. phe 8: 1830 Schwert, das weiß vor —— E men klebt. n betracht, Herzen. eit und breit wigkeit. so gerecht, sen Knecht Schmerzen! er Welt bestellt. u Herzen, schenkind: d geschwind. Die letzten Dinge. 463 5. 6. Wach auf, o Mensch, vom Sünden⸗O Ewigkeit, du Donnerwort, schlaf, o Schwert, das durch die Seele ermuntre dich, verlornes Schaf, ö bohrt, und beßre bald dein Leben; o Anfang sonder Ende! wach auf, es ist doch hohe Zeit, O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, ich weiß vor großer Traurigkeit dir deinen Lohn zu geben. nicht, wo ich mich hinwende. Vielleicht ist heut der letzte Tag; Nimm du mich, wenn es dir gefällt, wer weiß, wie man noͤch sterben Herr Jesu, in dein Freudenzelt. mag? Johann Rist 1607—1667. 512. Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. E N 2—— 1— Eur— 72* d ane——— 2...—— SDSDSDSSeeeeee ieie‚e‚ee‚.e........ ¶ 1. O E-wig⸗keit, du Freu⸗den⸗wort, das mich er⸗ O E⸗wig⸗-keit, Freud oh⸗ ne Leid, ich weiß vor quik⸗ket fort und fort, o An⸗fang son⸗der En⸗de! Her⸗zens⸗fröh⸗lich⸗keit gar nichts mehr vomE⸗len ⸗de, das sonst in be⸗hagt. die⸗sem Le⸗ben plagt, weil mir die E⸗wig⸗keit 2. 4. Kein Herrlichkeit ist in der Welt, Im Himmel lebt der Christen Schar die endlich mit der Zeit nicht fällt bei Gott viel tausend tausend Jahr und gänzlich muß vergehen. und werden des nicht müde; Die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie stimmen mit den Engeln ein, sie treibet fort und fort ihr Spiel, sie sehen stets der Gottheit Schein, bleibt unverändert stehen; sie haben güldnen Frieden, ja, wie der heilge Petrus spricht, da Christus gibt, wie er verheißt, ihr Erbe das verwelket nicht. das Manna, das die Engel speist. 3. 5. O Ewigkeit, du währest lang! Ach wie verlanget doch nach dir Wenn mir auf Erden gleich ist bang, mein mattes Herze mit Begier, weiß ich, daß dies aufhöret. du überselig Leben! Drum wenn ich diese lange Zeit Wann werd ich doch einmal dahin erwäge samt der Seligkeit, gelangen, wo mein schwacher Sinn die ewig nichts zerstöret: stets pfleget nach zu streben? so acht ich alles Leiden nicht, Ich will der Welt vergessen ganz, das kaum ein Augenblick anficht. mich sehnen nach des Himmels Glanz. 464 Die letzten Dinge. 6. 2 weiß von keiner Traurigkeit, O Ewigkeit, du Freudenwort, wenn ich mich zu dir wende. das mich erquicket fort und fort, Herr Jesu, gib mir solchen Sinn o Anfang sonder Ende! beharrlich, bis ich komm dahin. O Ewigkeit, Freud ohne Leid, Kaspar Heunisch 1620—1690. 513. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. — ö En— e e, mm. m. ere v. Len.— EH——— Ktĩ⏓ẽ:aaIa 23 Wie herr⸗lich ist die neu ⸗e Welt, die Gott den Je⸗su. Herr der Herr=lich⸗keit, du hast die —— 1— 4———..———— 7—— E E 2—— SDIRE— From⸗men vor ⸗be⸗ hält! Kein Mensch kann sie er ⸗- wer-ben. Stätt auch mir be⸗reit't, hilf sie mir auch er ⸗er-ben. — 1.— H—— en.i n.kᷣx x * 2——..——. rr en Wei ⸗se, prei ⸗se ih ⸗ re Kräf⸗te, ihr Ge⸗schäf⸗te — —— 7— —.——.— 2 2+..— ů——.— ö—.— ö—.— 21 SSII————.— — +. mir E⸗len⸗-den: laß mich auf den An⸗ blick en ⸗ Deut Ahasverus Fritsch 1629—1701. 514. Offenb. Joh. 7, 9—17 Mel. Komm, o komm, du Geist des Lebens. 215 Wer sind die vor Got⸗tes Throne? Was ist das für ei⸗ne Schar? Trä⸗get je-⸗der ei⸗ne Kro⸗ne, glän⸗zet gleich den Ster⸗nen klar; 4 ů AR.———— E. Lard. Ln. „e e„e Sd. den ee Ha n.. Lr. .——.——.——H— ů Hal ⸗le⸗ lu⸗jah sin⸗gen all, lo⸗ben Gott mit ho⸗hem Schall. Wer sind wie ein wenn er und geleg Welcher hat gezer Wer sind welche ist angetan das zerre das veral Wo sind Es sind d für des g haben Fl. nicht gefr die erlan durch des Es sind d Trübsal,« im Gebet mit dem nun hat Gott hat Es sind 3 der uns haben in ihre Kleid sind gesch prangen Es sind d ier als ag und Leib und nunmehr vor dem Wie ein nach dem so hat ih aurigkeit, vende. chen Sinn en dahin. 1620—1690. Gott den hast die ver-ben. er-ben. ——.8— en ⸗den! h 1629—1701. 3ne Schar? r=nen klar; hem Schall. Die letzten Dinge. 2. Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, wenn er seinen Feind geschlagen und geleget in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg hat gezeuget diesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit, angetan mit weißem Kleide, das zerreibet keine Zeit, das veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? Es sind die, so wohl gekämpfet für des großen Gottes Ehr, haben Fleisch und Blut gedämpfet, nicht gefolgt des Satans Heer; die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel erlitten, Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott: nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zeugen eines Namens, der uns Huld und Heil gebracht, haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen ier als Priester vor dem Herrn, ag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern: nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Wie ein Hirsch am Mittag lechzet nach dem Strom, der frisch und hell, so hat ihre Seel geächzet nach dem rechten Lebensquell: nun ihr Durst gestillet ist, da sie sind bei Jesu Christ. 9. Auf dem Zionsberg sie weidet Gottes Lamm, die Lebenssonn mitten in dem Stuhl sie leitet zu dem rechten Lebensbronn; Hirt und Lamm, das ewge Gut, lieblich sie erquicken tut. 10. Ach Herr Jesu, meine Hände ich zu dir nun strecke aus, im Gebet mich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit; jag, o Herr, die Feinde weit! 11. Hilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht daniederliegen, wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott. 12. Gib, daß ich sei neugeboren, an dir als ein grünes Reis wachse und sei auserkoren, durch dein Blut gewaschen weiß, meine Kleider halte rein, meide allen falschen Schein. 13. Laß mein Teil sein bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind und aus großer Trübsal kommen; hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 14. O wie groß wird sein die Wonne, wann wir werden allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit't, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinrich Theobald Schenk 1656—1727. 30 466 Die letzten Dinge. 515. Matth. 25, 1—13. Mel. Valet will ich dir geben. Q [ 1—E E.·. 1222 N DE.— 2 1—— EIN E.——— DD.. E—..—.——.— L. H 3 1. Er⸗mun⸗tert euch, ihr Frommen, zeigt eu ⸗rer Lam⸗pen Schein; .—— ————— r. rn. Er 30———4——.——. E—— 2.——— + Es hat sich auf-ge-ma⸗chet der Bräu⸗-ti⸗gam mit Pracht: auf, l— 4— 1 +— ů————— 2 DDD +..— 2.—— +— +—.—.— II be⸗tet, kämpft und wa ⸗chet, bald ist es Mit⸗ ter-nacht. 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah; begegnet ihm im Reihen und singt Hallelujah! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit't: auf, auf, ihr Reichsgenossen, der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen, der schönste Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt: es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mit leben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 7. Hier ist die Siegespalme, hier ist das weiße Kleid, hier stehn die Weizenhalme in Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein. 8. Fert ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden; —— en Schein; icht ein. racht auf,‚ ter-nacht. Die letzten Dinge. 46⁷ hier ist die sichre Pfort, hier sind die güldnen Gassen, ier ist das Hochzeitsmahl; ier soll sich niederlassen O Jesu, mach ein Ende die Braut im Rosental. und führ uns aus dem Streit; 9. wir heben Haupt und Hände O Jesu, meine Wonne, nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti 1660—1722. komm bald und mach dich auf; geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf! 516. Mel. Alle Menschen müssen sterben. — ö 4— N ————————4 EH III 1. O wie fröh⸗lich, o wie se⸗ 10 wer⸗den wir im Him⸗mel sein! Dro⸗ben ern⸗ten wir un⸗-zäh⸗lig uns⸗re Freu⸗den⸗gar⸗ben ein. —— deee, Lnn —————*;* +— 1 Ge⸗hen wir hier hin nd wei⸗nen, dor⸗ten wird die Son-ne scheinen; IPIfIfttt...t. ᷑W?'—‚.— —.— Bee, V,, eee, * 1— dort ist Tag und kei⸗ ne Nacht, wo man nach den Trä⸗nen lacht. da wird unser Ohr nur hören, was die Freude kann vermehren; da empfindet unser Herz lauter Wonne ohne Schmerz. 5. O wie werden wir so schöne bei der Klarheit Gottes sein! Wie wird da das Lobgetöne seiner Engel uns erfreun! Wie wird unsre Krone glänzen — so vielen 2. Keld jo 20i und aus diesem Tal der Tränen 25 wir Ruasee üleid iu rein, in den Freudenort zu gehn, heller als die Sonne sein! wo das Kreuze sich in Palmen, 6. unser Klagelied in Psalmen, Manna wird uns dorten tauen, unsre Last in Lust verkehrt wo Gott selbst den Tisch gedeckt, und das Jauchzen ewig währt. auf den immer grünen Auen, die kein Meltau mehr befleckt. Wonne wird wie Ströme fließen, und wir werden mit den Füßen nur auf lauter Rosen gehn, die in Edens Garten stehn. 30* 2. Es ist doch um dieses Leben nur ein jämmerliches Tun; und die Not, die uns umgeben, lässet uns gar selten ruhn Von dem Abend bis zum Morgen kämpfen wir mit lauter Sorgen, und die überhäufte Not heißet unser täglich Brot. 3. Ach wer sollte sich nicht sehnen, bald in Zion dort zu stehn 4. Da wird unser Aug erblicken, was ganz unvergleichlich ist: da wird unsern Mund erquicken, was aus Gottes Herzen fließt; 468 7. Ach wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz schau? Werd ich nicht bald aufgenommen in den schönen Himmelsbau, dessen Grund den Perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wundervolle Pracht alles Gold beschämet macht? Die letzten Dinge. 8. Nun, ich sterbe vor Verlangen, o du großer Lebensfürst: laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unterdessen laß auf Erden schon mein Herze himmlisch werden, bis mein Los in jener Welt auf das allerschönste fällt. Benjamin Schmolck 1672—1737. 517. Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Z2— X.— 15———.— ů n F/ 2——..—6 2—— 7— ½ S„Huii.—.——. ———.—— *—— 1. Wir war⸗ten dein, o Got⸗tes Sohn, und lie ben dein Er⸗ Bald ist die War⸗te⸗ zeit ent⸗flohn, bald kommst du zu den 19.— 1 4 ILI +—...——I— EEI 2——— S..... +2 + 4 DJ.—I——.—— E J 2.— U— 2 1I I 1———— 1...— 1 schei⸗nen. Wer an dich glaubt, er-hebt sein Haupt und Dei ⸗ nen. I— 19— ——.——.— +.—.— +*— Ese ů.— ö—— ö— DESE E I 1.— VI E u sieht dir froh ent-ge⸗gen: du brin⸗gest Him-mels-se⸗ gen. 2. Wir warten deiner mit Geduld in unsern Prüfungstagen; du hast dein Kreuz für unsre Schuld so demutsvoll getragen: wie sollten wir uns nicht mit dir zum Kreuze gern bequemen, bis dus hinweg wirst nehmen? 3. Wir warten dein, du hast uns ja das Herz schon hingenommen. Stets bist du uns im Geiste nah, doch willst du sichtbar kommen; und dann wirst du bei dir uns Ruh, bei dir uns Freude geben und ewges Himmelsleben. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß, dir klopfen schon die Herzen, vergessen aller Kümmernis, vergessen aller Schmerzen. Dereinst, dereinst, wann du erscheinst, soll unser Mund lobsingen und ewig Dank dir bringen. Nach Philipp Friedrich Hiller 1699—1769. E wo ihr Eins geh in die en ungefrag uns nicht Aber wer und er ke Jammer Kammer du friede du jetzt t rst: selangen, ten wirst. rden nlisch werden, Welt ällt. ck 1672—1737. n dein Er⸗ zu den — Haupt und — 8 ⸗se⸗ gen. eben eben. kommst gewiß, Herzen, ernis, rzen. ingen wringen. ler 1699—1769. Die letzten Dinge. 469 518. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. 1. Al⸗ler Gläub⸗gen Sam⸗mel⸗platz ist da, wo W. 923 und So, — — 4 1—— 4—— DD.———— A 9— en n e. SIAl . ö wo ihr lieb⸗ster Je⸗sus Christ und ihr Her- ze hier schon ist. 2. Eins geht da, das andre dort in die ewge Heimat fort, ungefragt, ob die und der ö 4. uns nicht hier noch nützlich wär. Manches Herz, das nicht mehr da, 3. geht uns 251˙5 gar sehr nah: Aber wenns nun schon geschehn, aber, Herr, du bist uns mehr, und er kann nie was versehn, als das eigne Leben wär. Nach Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. Str. 2: Christian Gregor 1723—1801. 519. Mel. Der lieben Sonne Licht und Pracht. hat man nichts dabei zu tun als zu schweigen und zu ruhn. .— 1. Die Chri⸗ sten gehn von Ort 0 Ort durch man⸗nig⸗falt⸗ gen und kom⸗-men in den Frie⸗dens⸗port und ruhn in ih⸗rer .— 1—.—— EAH1—..— E. IISDS— .———— Jammer ů ů— Kammer. Gott nimmt sie nach dem Lauf in sei⸗nen Ar⸗men auf; das ———— EE — 2 +—— 1 nl— I Wei⸗zen⸗korn wird in sein Beet auf Hoffnung schö⸗ner Frucht ge⸗sät. Du, Seele, bist beim Herrn, Wie seid ihr doch so 10 gereist, dir glänzt der Morgenstern; gelobt sein eure Schritte, euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh du friedevoll befreiter Geist, du letzt verlaßne Hütte! 555 Liebe stiller Schatten zu. 470 Die letzten Dinge. Wir freun uns in Gelassenheit der großen Offenbarung; indessen bleibt das Pilgerkleid in heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn so tief hinab, so hoch hinan! Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700—1760. 520. Hebr. 4, 9. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen. 9³4 EFH EH.——— 1 323 1. Es Du seuf⸗-zest hier in ist noch ei ⸗ ne Ruh vor⸗han⸗den; auf, dei⸗ nen Ban⸗den, mü⸗des Herz, und und dei⸗ne Son ⸗-ne ———— 8230— d d dfai r. si u. —.—. wer⸗de licht!; ů 3 8 Fr scheinet nicht: sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden dort wird vor — ö*— 5 ů—— IꝑIꝑIꝑIꝑIꝑꝑꝑꝑttIttTIITIT.T ITIT T T T TRTRCR — 2 1.—. seisnem Stuh⸗le wei⸗den; wirf hin die Last und eil her- zu. Bald s r rinin rer r, .P‚DPP‚—————————— ————— *————— ist der hei⸗ ße Kampf ge⸗-en⸗det, bald, bald der sau⸗-re — DqJ‚— aen—.——— .—*— Eret— 2—— 2SZ +— E—.—..—— II 2—. + 1——*— II Lauf voll⸗- en⸗ det, so gehst du ein zu dei⸗ner Ruh. 2 Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt; es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns so bestimmt. Der Heiland wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; er ruft, er locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr frommen, versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, geht nicht mehr traurig und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen; dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich will selbst eure Ruhstatt sein! Ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Welt und Satan toben, seid nur getrost und gehet ein. EH Was mas und eine Wo jener und sanf wenn die an einen wie sind Doch die es ist no da man Da wi denn un o welch und süße Schmerz. es wird wir werd es wird die Trän wer weiß 1. Staub, E schuf, Wieder der Her und san er samn Halleluj roß oß! eiche Bahn hinan! f 1700—1760. —. 3Herz, und ie Son ⸗-ne ort wird vor ——— E er⸗ zu. Bald ner Ruh. tatten Seelen, zürde drückt; immerhöhlen, und gebückt. ast getragen; eiland sagen: ühstatt sein! gezeugt von hen; Satan toben, ehet ein. Die letzten Dinge. 47¹ 4. Was mag wohl einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann; wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergötzen: wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhestunden: es ist noch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Freudengarben bringen, denn unsre Tränensaat ist aus: o welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton ins Vaters Haus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, es wird kein Tod uns mehr er⸗ reichen, wir werden auch das Lamm dort sehn: es wird beim Brünnlein uns er⸗ frischen, die Tränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen, denn die Erquickungszeit ist da; die Sonne wird uns nicht mehr stechen, das Lamm ist seinem Volke nah. Es will selbst unter ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. Es werden die Gebeine grünen; der große Sabbath ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 7. Da ruhen wir und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos; ach fasset dieses Wort, ihr Müden, legt euch dem Heiland in den Schoß. Ach Flügel her! Wir müssen eilen und uns nicht länger hier ver⸗ weilen: dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist, zum Jubi⸗ lieren, begürte dich zum Triumphieren, auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Johann Sigismund Kunth 1700—-1779. 94— Rie 4 + +* + +7 1——+* 4 ti v˙iw⸗ ii—— 1. Auf ⸗ er⸗ stehn, ja auf ⸗ er ⸗ stehn wirst du, mein —.— I 1 EI.ie 142— u dire. mn, in nn nir. v. m. Hin. 2—— ů—.— 2+.—.— 89— ö——3———.2 1—4 1— schuf, dir ge⸗ ben. Hal⸗le ⸗ lu ⸗ jah. 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät; der Herr der Ernte geht und sammelt Garben; ö er sammelt uns, die starben. Hallelujah. ö 3 5. Tag des Danks, der Freudentränen Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. 47² Die letzten Dinge. 4. 5. Wie den Träumenden wirds dann Ach ins Allerheiligste führt mich uns sein; mein Mittler dann, lebt ich mit Jesu gehn wir ein im Heiligtume de seinen Freuden; zu seines Namens Ruhme. er müden Pilger Leiden Hallelujah. sind dann nicht mehr. Friedrich Gottlieb Klopstock 1724—1803. 522. Mel. Nun preiset alle. 1. Ich hab von fer⸗ ne, Herr, dei⸗nen Thron er⸗-blickt und hät⸗te 4— 1.— 1— +— II 1 12 +— .X + 1. 2 I He + 2— 4 IZ. 2 1 FFFT. H I +Z. + 8— +— 1————. H——————————— ger⸗ ne mein Herz vor⸗aus⸗ ge⸗schickt und hät te gern mein —————— — + +LI I— 5 + LII— 4 N 1——— EEEE mü⸗des Le⸗ben, Schöp⸗fer der Gei⸗ster, dir hin⸗ge⸗ge⸗ben. 2. 4. Das war so prächtig, Doch bin ich fröhlich, was ich im Geist gesehn: daß mich kein Bann erschreckt; du bist allmächtig, ich bin schon selig, drum ist dein Licht so schön. seitdem ich das entdeckt. Könnt ich an diesen hellen Thronen Ich will mich noch im Leiden üben doch schon von heute an ewig wohnen! und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 3. 5. Nur ich bin sündig, Ich bin zufrieden, der Erde noch geneigt; daß ich die Stadt gesehn, das hat mir bündig und ohn Ermüden dein heilger Geist gezeigt. will ich ihr näher gehn Ich bin noch nicht genug gereinigt, und ihre hellen, goldnen Gassen noch nicht ganz innig mit dir ver⸗lebenslang nicht aus den Augen einigt. lassen. Johann Timotheus Hermes 1738—1821. Iret en rch ihme. pck 1724—1803. gern mein erschreckt; It. n Leiden üben rünstig lieben. ehn, jn nen Gassen 5 den Augen assen. es 1738—1821. 2— I 1— — 27 I. + 1 er füh⸗ret mich an ist mein Hirt, nie werd ich Man⸗gel lei⸗ den; er küh ⸗le Was⸗ser ⸗bä⸗che, er ——.—— 14 25— la⸗gert mich auf e⸗ wig grü⸗nen Wei ⸗ den, und sei⸗ ne stärkt mein Herz, er ken-net mei⸗ ne Schwä⸗che, —.—— ———— 2——— 1——————— ————— rrer n inr, een nener. Enmn. * 1.— 1—— Hand führt mich auf rech-tem Stei⸗ge, daß sich an mir sein —— E 2—— 1 N —.* W2— I — 2FƷ.q⁵ðι— 1 II — L Na ⸗me groß er ⸗ zei ⸗ ge. 2. Und walle ich im finstern Todes⸗ tale, so weiß ich, daß ich Ale auch sicher 10. walle; du bist bei mir, dein Stecken wird mich leiten; ö ö ich fürchte nichts, dein Stab wird für mich streiten. Das ist mein Trost, wo ich auch wandeln möge: du bist und bleibst mein Führer auf dem Wege. 3. Im Angesicht der Neider, die mich assen, hast du ein Mahl mir zubereiten assen; du salbst mein Haupt mit deinem Freudenöle, dein voller Kelch erquicket meine Seele. Mir folgen Heil und Seligkeit im Leben, einst wird dein Haus mir ewig Ruhe geben. Matthias Jorissen 1739—1823. 47⁴ Psalmen. 0 524. Psalm 25. Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. 9⁰³ 1.——— E.5 diten E 7—— 2 r man— ö— A—. 1. Mei⸗ne See⸗le steigt auf Er ⸗den schmachtend, Herr, mein laß mich nicht zu ⸗schan-den wer⸗den, dir ver⸗ trau ich, 2—— — R— II* —. ————— —— 1 ö —— E Hilf 91 ütt⸗ Scham trifft dei⸗ ne Freun⸗de nicht, die zu dir die 2 S S SIS.PSPS.P SIAI.I‚I......—3 EEE Zu⸗-flucht neh ⸗men; doch wer Treu und Glau⸗ ben bricht, ——.— 1— H SPIPISPIPIPIꝑ.II.... —— den wirst dFu ge⸗ wiß be⸗schä⸗ men. 2. Zeige, Herr, mir deine Wege; mach mir deinen Pfad bekannt, daß ich treulich folgen möge jedem Winke deiner Hand; leit in deine Wahrheit mich, führe mich auf rechte Pfade. Gott, mein Heil, ich suche dich; täglich harr ich deiner Gnade. 3. Herr, erbarm dich eines Armen, der zu dir um Gnade schreit. Dachtest du nicht mit Erbarmen schon an mich von Ewigkeit? Ach gedenk nicht meiner Schuld, tilge meine Jugendsünden; eingedenk der Vaterhuld, laß mich, laß mich Gnade finden! 4. Gott ist gut und recht, er zeiget Irrenden die rechte Bahn, macht ihr Herz zu ihm geneiget, nimmt sie mit Erbarmen an. Den Demütgen gibt er Licht, daß sie folgen seiner Gnade; die Sanftmütgen straucheln nicht, denn er führt sie seine Pfade. 5. Lauter Wahrheit, lauter Güte wird in Gottes Führung kund jedem redlichen Gemüte, das sich hält an seinen Bund. Groß ist meine Missetat; drum vergib mir, zu erfüllen, was dein Mund versprochen hat, Herr, um deines Namens willen. 6. Wo ist er, der Gott ergeben ganz sich seinem Dienste weiht? Gott zeigt ihm den Weg zum Leben, führt ihn selbst zur Ewigkeit; seine Seele wohnt in Ruh, wird sich Heil auf Heil erwerben; Gott sagt seinen Kindern zu, das gelobte Land zu erben. 7. Sieh, Gott ehret, wer ihn ehret, macht ihm sein Geheimnis kund; wer ihn fi dem erfüll Meine Au auf den He er wird, s mich schor Wende die ich bin ein ganz müh ohne Aus meines He Stoß auf Mach mie führe du Schau, wi —— ů— 1. Ich + — — Ei liebt sei herr, mein trau ich, dir die bricht, füllen, schen hat, willen. eben weiht? zum Leben, igkeit; uh, erwerben; n zu, ben. hu ehret, nis kund; Psalmen. 47⁵ wer ihn fürchtet, o, den lehret, dem erfüllt er seinen Bund. Meine Augen schauen stets auf den Herrn, ich darf nicht fliehen; er wird, steckt mein Fuß im Netz, mich schon aus der Schlinge ziehen. 8. Wende dich zu mir in Gnaden: ich bin einsam und bedrängt, ganz mühselig und beladen, ohne Aussicht eingeengt; meines Herzens Angst ist groß, Stoß auf Stoß wird bald mich töten. Mach mich aus den Banden los, führe du mich aus den Nöten! 9. Schau, wie ich mich krümm und winde kummervoll in meinem Leid. Herr, vergib all meine Sünde; stärke mich im bangen Streit. Schau, die Feinde nehmen zu, die in meiner Not mir fluchen, immer lästern, was ich tu, wütend mein Verderben suchen. 10. Herr, behüte mich auf Erden; ich bin hilflos: rette mich! Laß mich nicht zuschanden werden, ich vertrau allein auf dich; setz zur Schutzwehr meiner Seel Einfalt und gerades Wesen! Herr, wirst du nicht Israel bald aus aller Not erlösen? Matthias Jorissen 1739—1823. 525. Psalm 34. 5 + 4 ....................——— 4 2—— 4 1„ EEEEEEEEE —.* 1. Ich rühm den Herrn al⸗lein, der stets uns ist, was er je war; sein + E— D‚...... 2 4*. n 3——3..—.. 7—..— +—** 2— 1**. Lob soll jetzt und im⸗mer⸗dar in mei⸗nem Mun⸗de sein. Er 1.— —————— Hunee. +——.— ö—— I—————— E liebt sein Ei⸗gen⸗tum: Be⸗dräng⸗te, freu ⸗et euch des Herrn! O —.——.—.— 195——— urn il n.— H .———— ——.—— 60 0— II hö ⸗ret mich: er hilft so gern; Je⸗ ho⸗vah ist mein Ruhm. 2. Lobt, lobt den Ewigen! Er zeigt in seiner Größe sich: jetzt einen Ruhm erhöhn! Er halt mich immer fest; kommt, lasset uns gemeinschaftlich Die immer auf ihn schaun, die glänzen voll von Trost und Licht; ich sucht und fand ihn, meinen Gott. Seht, wie er bald aus aller Not, aus aller Furcht erlöst! 3 476 Psalmen. Scham decket nie ihr Angesicht, weil sie auf Gott vertraun. Ruft hier ein Elender, der Herr erhöret seine Stimm, aus allen Nöten hilft er ihm; und wer hilft so wie er? 4. Freund Gottes, du kannst ruhn, denn Engel Gottes lagern sich rings um dich her und sehn auf dich; was kann ein Mensch dir tun? Kommt alle, schmeckt und schaut, wie freundlich der Erbarmer sei! O seine Güt ist täglich neu: wohl dem, der auf ihn traut! 5. Sieh, wenn die Frommen schrein, so hörts der Herr, er hilft vom Tod und rettet sie aus aller Not; er wills und kanns allein. O er ist immer nah; wo er zerbrochne Herzen sieht und ein zerschlagenes Gemüt, gleich ist sein Trost auch da. Matthias Jorissen 1739—1823. 526. Psalm 42. Mel. Wie nach einer Wasserquelle.(Freu dich sehr, o meine Seele.) 9—. 1—— — 4 + +—.— 7 1 II 4 1 I 1 ——.——— SI.— LX.. 2— +24 I +.— 1 VXI. 2——...— 2— 1...*— 4— 21—— 1. Wie der Hirsch bei schwü⸗lem Wet⸗ter schmach⸗-tend nach der al⸗so schreit nach dir, mein Ret-ter, mei ne Seel in +——— 15.5. HIN· öSSSIITITIII.II........ ————I—— Quel⸗le schreit, Druck und Leid. Ja, nach Gott nur dür-stet mich; Le-bensquell, wo 1— 1 4. + +LIY I +—.—— —————— 9 2— 5*—— ö— I— 2 1.. 1 find ich dich? Wann, wann werd ich vor dir ste- hen, 6 ͤ— n E 4— IDL . I +2———11 I 2 I E 2— 2—3— I. + 2— 1——.— II wann dein herr⸗ lich Ant ⸗ litz se⸗ hen? 2. Tränen sind bei Nacht und Tage meine Speise, da der Spott tief mich kränket mit der Frage: Wo ist nun in Not dein Gott? Meine Seel zerfließt in Weh, daß ich nicht wie ehmals geh unter Dank⸗ und Jubelchören, dich in Zion zu verehren. 3. Seele, wie so sehr betrübet? Wie ist dir in mir so bang? Harr auf Gott, der jetzt dich übet; harr auf ihn, es währt nicht lang, dann entspringt aus Druck und Leid Freud und große Herrlichkeit. Ich will meinen Heiland loben: ewig werd mein Gott erhoben! Tief sink hier am und ich die mein wie hier von der so seh ie über mi Wenn ic die er je das erhe unter m Oft besi seine Lie und ich zu dem ù 1. Ja Herr⸗ dei⸗ armer sei! neu: traut! n 1739—1823. Seele.) nach der Seel in ensquell, wo —— ste ⸗-hen, rübet? bang? tzt dich übet; rt nicht lang, ruck und Leid rlichkeit. ind loben: erhoben! Psalmen. 477⁷ 4. Tief sinkt meine Seele nieder hier am Jordan, weit entfernt, und ich singe Klagelieder, die mein Herz am Hermon lernt; wie hier stürzt mit wilder Wut von der Höhe Flut auf Flut, so seh ich gehäufte Plagen über mich zusammenschlagen. 5. Wenn ich merk auf Gottes Güte, die er jeden Tag mir zeigt, das erhebet mein Gemüte, unter meiner Last gebeugt. Oft besing ich in der Nacht seine Liebe, seine Macht; und ich bete nicht vergebens zu dem Gotte meines Lebens. 6. O mein Gott, mein Fels, wie lange meiner, ach, vergissest du? Macht mir doch mein Feind so bange, und ich finde nirgend Ruh. Es zermalmet mein Gebein, wenn die Spötter täglich schrein: Wo ist Gott, auf den du bauest, dem du all dein Heil vertrauest? 7. Seele, wie so sehr betrübet? Wie ist dir in mir so bang? Harr auf Gott, der jetzt dich übet; harr auf ihn, es währt nicht lang. dann entspringt aus Druck und Leid Freud und große Herrlichkeit. Ich will meinen Heiland loben: ewig werd mein Gott erhoben! Matthias Jorissen 1739—1828. 527. Psalm 66. 93— 3— 12.— ESEEEEEEEEEEEEEEEEEE H1.—— 2—— 4.———— 1. Jauchzt, al le Lan⸗-de, Gott zu Eh⸗ren! Rühmt sei⸗nes Na⸗mens ̃ 1—— 1 +I————— +I. 1 12—+2— 2.. 2——— 1 — +—.——— + 1 ———5—— I— L + Herr⸗-lich-keit! Und fei⸗ er⸗lich ihn zu ver⸗klä-ren, sei ———— — 4+—..— III I E— [—.—— E 1. J.——— +I.—— 2.2.——56— 1——.E D— ——.———— 2.——— Stimm und Sai⸗te ihm ge⸗weiht. Sprecht: Wunderbar sind dei⸗ne Wer⸗ —.—— D + +——— LI—— 1 I— SSSSSSieeeeeeeeeeeeeeeeee— E — e— er——. —— ke, o Gott, die du her⸗vor⸗ge⸗bracht; auch Fein-de füh⸗len —— 5————3 ——‚—.——— 2— E.—........— 1—.— 1 + I N ———— 1—.— I dei⸗ ne Stär ⸗ke und zit⸗ tern, Herr, vor dei⸗ner Macht. 478 Psalmen. 2. Dir bücke sich der Kreis der Erde, dich bete jeder willig an, daß laut dein Ruhm besungen werde; und alles dir sei untertan. Kommt alle her, schaut Gottes Werke, die er an Menschenkindern tat. Wie wunderbar ist seine Stärke, die er an uns verherrlicht hat! 3. Rühmt, Völker, unsern Gott; lob⸗ singet! Jauchzt ihm, der uns sich offenbart, der uns vom Tod zum Leben bringet, vor Straucheln unsern Fuß bewahrt! Du läuterst uns durch heißes Lei⸗ en— das Silber reiniget die Glut— durch Leiden führst du uns zu Freuden; ja alles, was du tust, ist gut. 4. Ich will zu deinem Tempel wallen, dort bring ich dir mein Opfer dar; bezahl mit frohem Wohlgefallen Gelübde, die ich schuldig war; Gelübde, die in banger Stunde — an allem, nicht an dir verzagt— ich dir, o Gott, mit meinem Munde so feierlich hab zugesagt. 5. Die Gott ihr fürchtet, ich erzähle: kommt, hört und betet mit mir an! Hört, was der Herr an meiner Seele für große Dinge hat getan! Rief ich ihn an mit meinem Munde, wenn Not von allen Seiten drang, so war oft zu derselben Stunde auf meiner Zung ein Lobgesang. 6. Gelobt sei Gott und hochgepriesen, denn mein Gebet verwirft er nicht; er hat noch nie mich abgewiesen, er ist in Finsternis mein Licht. Zwar elend, dürftig bin ich immer und schutzlos unter Feinden hier; doch er, der Herr, verläßt mich nimmer, wendt seine Güte nie von mir. Matthias Jorissen 1739—1823. 528. Psalm 68. Mel. O Mensch, bewein dein Sünde groß.(Aus des Gottlosen Tun und Werk.) —42—— 2.— 5— ů———7 ———. —— 2——— 1. Er ⸗ he ⸗ bet er sich, un ⸗ser Gott, seht, wie ver⸗ Sein furcht-bar ma⸗ je⸗ stät⸗scher Blick schreckt die ihn I ———3—4—.—— N öDiieie e e E 7 9—— 43n pint 22— stummt der Fre⸗chen Spott, wie sei ⸗ ne Fein⸗de flie ⸗hen! has⸗ sen weit zu⸗rück, zer⸗stäubt all ihr Be⸗mü⸗ hen. — deri rerrwr nninsenrevrusir.Tet, 1:..— 1— + 2 +— E +— —.— +— I I 1.—— 1 WieRauch ver-we⸗ het, so ver⸗weh derSchwarm, daß kei ⸗ner . D———— H——— D.—— — DDi 1 fe⸗ste steh! Wer sich nicht will be⸗sin⸗nen, sich fort inSünd undLastern wälzt, muß, Anbetun sei unser der Tag dem Got doch un. und uns Sollt il dem Got nicht Ri Er kann vom Toꝛt uns zu Durch d kannst d mein Ve Herr, fü dein Hei nur du ich erzähle: mit mir an! meiner Seele etan! nem Munde, eiten drang, 1 Stunde obgesang. ochgepriesen, irft er nicht; bgewies sen, inden hier; erläßt mich von mir. n 1739—1823. n und Werk.) eht, wie ver⸗ reckt die ihn — 2—.—— * lie ⸗hen! iü⸗ hen. —— aß kei ⸗ ner DLastern wälzt, 4 —, E 2 D— —.—.——2 + 4—.——2—0 32— SZqJ— 5——————3—— muß, wie dasWachs beim Feu⸗er schmelzt, vor Got⸗tes Blick zer⸗ rin⸗nen. 2. Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm sei unserm Gott im Heiligtum, der Tag für Tag uns segnet; dem Gott, der Lasten auf uns legt, doch uns mit unsern Lasten trägt und uns mit Huld begegnet. Sollt ihm, dem Herrn der Herr⸗ lichkeit, dem Gott vollkommner Seligkeit, nicht Ruhm und Ehr gebühren? Er kann, er will, er wird in Not, vom Tode selbst und durch den Tod uns zu dem Leben führen. 3. Durch deines Gottes Huld allein kannst du geführt und sicher sein: mein Volk, sieh seine Werke! Herr, führ an uns und unserm Haus dein Heil, dein Werk in Gnaden aus; nur du bist unsre Stärke. Dann sehen Herrscher deinen Ruhm und werden in dein Heiligtum dir ihre Gaben bringen, sich dir, dem wahren Gotte, weihn, in deiner Gnade sich erfreun und deinen Ruhm besingen. 4. Gott, furchtbar in dem Heiligtum, erschütternd strahlet hier dein Ruhm: wir fallen vor dir nieder. Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott, der Herr ist seines Volkes Gott; er, er erhebt uns wieder. Wie er sein Volk so zärtlich liebt, den Schwachen Kraft 791970 Stärke Kommt, heiligt seinen Namen! Sein Müße hat uns stets bewacht: ihm sei Anbetung, Ehr und Macht. Gelobt sei Gott! Ja, Amen. Matthias Jorissen 1739—1823. 9 Psalm 84. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. e e. i EGEE 4. Wie rei⸗zend schön, Herr Ze⸗-ba⸗oth, ist dei⸗ ne Woh-nung, — 1——.— 1 —.——.—————— /—————————3 2— o mein Gott! Wie seh⸗net sich mein Herz, zu ge⸗ hen, wo ——.—————— 4 9— ö— ů—— ——.——*— 7.— 2—..— 47 1— 1 du dich hast ge- of fen-bart, und bald in dei⸗ ner — II ů ö— n Lre rrn E + 2 2—— eem es er de d, HHa., SSEEEEE 2—.— 1—.— Ge⸗gen⸗wart, im Vor⸗-hof, nah am Thron zu ste⸗ hen! Dort 480 Psalmen. — 1. —— DDee. E..... +——5— 2 I. 2— II — 2. 1— L*—... + LEI — jauch⸗zet Fleisch und Geist in mir, o Gott des Le-bens, auf zu dir. 2. Hör mein Gebet, Herr Zebaoth, Die Schwalb, der Sperling findt vernimms, vernimms, o Jakobs ein Haus, ö Bott, sie brüten ihre Jungen aus; erquicke mich auch mit den Deinen, du gibst Befriedigung und Leben. bis wir vor deinem Throne stehn Herr Zebaoth, du wirst auch mir, und dort anbetend dich erhöhn. mein Herr, mein Gott, ich traue dir, 5. bei deinem Altar Freude geben. Du, unser Schild, Gott, schau uns an, O selig, wee dort allezeit schau uns in dem Gesalbten an. in deinem Lobe sich erfreut! Ein Tag in deinem Haus ist besser 3. denn tausend, ohn dich nah zu sehn; Wohl, wohl dem Mann, der in der ja auf der Schwelle nur zu stehn Welt an meines Gottes Haus ist größer, dich, Herr, für seine Stärke hält, als lang in stolzer Ruh der Welt von Herzen deinen Weg erwählet. zu wohnen in der Bösen Zelt. Geht hier sein Pfad durchs Trä⸗ 6 nental: E Herr ist S er findet auch in Not und Qual, Goktder derr ihild. 354 daß Trost und Kraft let nimmer er deckt uns, er ist gut und mild, lhne. er wird uns Gnad und Ehre geben. Von dir herab fließt mild und hell Nichts mangelt dem, der in der Not auf ihn der reiche Segensquell. auf Gott vertraut; er hilft im Tod. 4. Er selber ist der Frommen Leben. Wir wallen in der Pilgerschaft Heil dem, der stets in dieser Welt, und gehen fort von Kraft zu Kraft, Herr Zebaoth, an dich sich hält! vor Gott in Zion zu erscheinen. Matthias Jorissen 1739—1823. 530. Psalm 92. Mel. Valet will ich dir geben. N—— DZ. 24 1 1 . 1. Schön ists, Je⸗ho⸗vah lo⸗ben; dein Nam, o Höch⸗-ster, werd mit Hoch⸗ge⸗sang er ⸗ho⸗ ben, am Sab⸗bath tief ver⸗ ehrt! Schön ists, des Mor⸗gens sin⸗gen von dei⸗ner Gna⸗de frei, des Es müsser der Laut mit Tiefg den hoher Du gibst wenn auf ich will d ob deiner Wie groß wie tief d Es rühme was deine wer hier der ist un der Freud weil er se Dem Gra grünt oft um einst wächst er je höher f je tiefer i Herr, du der Höchfst Dein Fein der Schwe wird gän⸗ wird, Her Wun⸗de heil⸗ ger if zu dir. Zebaoth, o Jakobs tt, den Deinen, hrone stehn h erhöhn. schau uns an, Übten an. ꝛrus ist besser nah zu sehn; ir zu stehn S ist größer, h der Welt sen Zelt. st Sonn und child, ut und mild, „Ehre geben. er in der Not hilft im Tod. imen Leben. dieser Welt, sich hält! n 1739—1823. ter, werd ver⸗ehrt! —.— — e frei, des Psalmen. 2. Es müssen frohe Saiten, der Laut und Harfe Klang, mit Tiefgefühl begleiten den hohen Lobgesang. Du gibst mir Freud und Leben, wenn auf dein Tun ich merk; ich will dich, Herr, erheben ob deiner Hände Werk. 3. Wie groß sind deine Werke, wie tief dein weiser Rat! Es rühmet deine Stärke, was deine Hand je tat; wer hier nicht sieht und glaubet, der ist und bleibt ein Tor, der Freud und Trost sich raubet, weil er sein Herz verlor. 4. Dem Grase gleich auf Erden, grünt oft der Bösen Hauf; um einst vertilgt zu werden, wächst er so hoch hinauf; je höher sie es treiben, je tiefer ist der Fall: Herr, du wirst ewig bleiben der Höchste überall. —. Dein Feind, der deiner spottet, der Schwarm, den Frevel freut, wird gänzlich ausgerottet, wird, Herr, vor dir zerstreut. Doch mich wirst du erheben; mich salbte deine Hand, die Kraft mir gibt und Leben zu meinem Amt und Stand. 6. Wie ruhig kann ich schauen auf meine Feind umher! Weil sie vergehn mit Grauen, so sind sie bald nicht mehr; ich brauch nicht mehr zu hören, wie der und der mich kränkt; sie wollten mich zerstören, Gott hat es abgelenkt. 2 Die Frommen werden leben und blühn wie Palmenflor; wie Zedern Gottes heben sie hoch ihr Haupt empor. Gepflanzt im Heiligtume fehlts ihnen nie an Saft; sie wachsen Gott zum Ruhme und stehn in voller Kraft. 8. In ihren greisen Tagen blühn sie in Dankbarkeit, noch reife Früchte tragen sie da, in Gott erfreunt. Sie werden laut verkünden, daß nie ein Unrecht sei bei meinem Gott zu finden, daß mein Fels ewig treu. Matthias Jorissen 1739—1823. 531. Psalm 98. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. 481 ů 4 ö 9⁴ S— 2— ̃ V — — 1. Singt, singt Je⸗ ho⸗vah neu⸗e + — ö ꝗꝗ———— H——=— den, Lie⸗der! Er ists al⸗lein, der — ——4 —— 1.— E— PPPꝑ.ꝑ...I.I.I.I..I...I.IIIIIIIIII —————————— — Wun⸗der tut. Seht, sei⸗ ne Rech-te sie-get wie⸗der, sein — 14.— ISISISSEI. — 2—.—.——— ů—.—.—3 heil⸗ger Arm gibt Kraft und Mut. Wo sind nun al⸗le uns⸗re Lei⸗ 31 482 Psalmen. —. 1 1*—— 1— 4 III 1 1 + 3— 2——4 —.——— L PI!!tttttT... T T TTT — den? Der Herr schafft Ruh und Si ⸗cher⸗-heit. Er sel-ber of⸗fen⸗ — — 1 r s V. 2—9—— IIII TFN 2 bart den Hei ⸗ den sein Rech 2. Der Herr gedenkt an sein Erbarmen, und seine Wahrheit stehet fest: er trägt sein Volk auf seinen Armen und hilft, wenn alles uns verläßt. Bald schaut der ganze Kreis der Erde, wie unsers Gottes Huld erfreut; Gott will, daß sie ein Eden werde: rühm, Erde, Gottes Herrlichkeit! 3. Frohlocket, jauchzet, rühmet alle, erhebet ihn mit Lobgesang! Sein Lob tön im Posaunenschalle, in Psalter⸗ und in Harfenklang! Auf, alle Völker, jauchzt zusammen, t und sei⸗ ne Herr ⸗lich ⸗keit. Gott macht, daß jeder jauchzen kann; sein Ruhm, sein Lob muß euch ent⸗ flammen: kommt, betet euren König an! 4. Das Weltmeer braus an allen Enden, jauchz, Erd, und was drauf wohnt, vereint, die Ströme klatschen wie mit Händen; ihr Berge hüpft: der Herr erscheint! Er kommt, er naht sich, daß er richte den Erdkreis in Gerechtigkeit und zwischen Recht und Unrecht schlichte, des sich die Unschuld ewig freut. Matthias Jorissen 1739—1823. 532. Psalm 118. Mel. Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren. 93— 1———— 4 2——ĩ—— ‚————————— H 2—.—5——— . 1. Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt, vol le Chö⸗ re, denn I— ILII— äq‚qꝑqꝑ‚P‚.....—3 .— 2—.— er ist freund⸗lich je⸗ der- zeit; singt laut, daß sei⸗ne ——— 1—E TEI—— 4 +I W PI.......... ————————— Gü⸗te wäh⸗ re von E⸗wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit! Jauchz, 8—— 7—.— öSq.....——r.‚— —————..—* IEE Is ⸗ra ⸗ el, und bring ihm Eh ⸗re! Er zeig te dir es Auf, Pri Du hörst — zeugs von Ewi Bring, V Sieh, du — sing von Ewi In jeder rief ich il er gibt n und führ Der Herr läßt mich Wer unt Was kan Der Hern drum seh hier alle und trag O besser als ruhn ja besser als hoffer Laßt alle mit Mach o ich zer weil ichs Ja drohe lich ⸗keit. auchzen kann; nuß euch ent⸗ lammen: önig an! nallen Enden, drauf wohnt, ereint, ie mit Händen; Herr erscheint! 9, daß er richte echtigkeit und Unrecht schlichte, ewig freut. sen 1739—-1823. re, denn 4 — —— V.————6 — je⸗der-zeit,— froh-lock!— daß sei⸗ ne Gna⸗-de wäh⸗-re von ——— I E E— E⸗wig⸗keit zu E-wig⸗xkeit. 2. Auf, Priesterschar, 16 du ihm E Ehre! Du hörst und siehst es jederzeit, — zeugs laut!— daß seine Gnade währe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Bring, Volk, das Gott verehrt, ihm Ehre! Sieh, du erfährst es jederzeit, — sing froh!— daß seine Gnade währe von Ewigkeit zu Ewigkeit. In jeder Angst, Not und Gedränge rief ich ihn, den Erbarmer, an: er gibt mir Antwort in der Enge und führt mich auf geraumer Bahn. Der Herr ist für mich, Macht und Gnade läßt mich in ihrem Schutze ruhn. Wer unternimmts, daß er mir schade? Was kann ein schwacher Mensch mir tun? 4. Der Herr ist für mich, hilft mir siegen; drum seh ich im Triumphe schon hier alle Feinde vor mir liegen und trage seine Siegeskron. O besser ists auf Gott vertrauen, als ruhn auf Menschen Macht und Kunst; ja besser ists auf Gott vertrauen, als hoffen auf der Fürsten Gunst. 5. Laßt alle Heiden stürmend rücken mit Macht und Wut auf mich heran; o ich zerhaue sie in Stücken, weil ichs im Namen Gottes kann. Ja drohen mir von allen Seiten gezückte Schwerter nahen Tod: ich will im Namen Gottes streiten, des Arm mir immer Hilfe bot. 6. Umschwärmten sie mich gleich den Bienen, sie sind wie Dornenfeur gedämpft; ich habe unverzagt mit ihnen im Namen Gottes durchgekämpft. Stark hast du, Feind, auf mich ge⸗ stoßen, ich sollte fallen, wolltest du; doch Gott hilft seinen Gunstgenossen, sprang seinem Knechte helfend zu. — 0. Der Herr ist meine Hilf und Stärke, mein Psalm singt seine Treu und Macht; mein Heiland hat durch große Werke Sieg und Erlösung uns gebracht. Nun jauchzen meines Gottes Knechte, daß ihre Hütt davon ertönt: Gelobt sei unsers Gottes Rechte, die uns mit Sieg und Frieden krönt! 8. Die Rechte Gottes ist erhöhet, die Rechte unsers Gottes siegt; der Fromme, der nun sicher stehet, frohlocket, daß der Feind erliegt. Ich sterbe nicht, ich werde leben durch den, der mich erlöset hat; ich will die Werke froh erheben, die der Erbarmer für mich tat. 9. Gott züchtigt mich nicht zum Ver⸗ derben, er er überläßt mich nicht dem Tod; er will nicht, daß ich sollte sterben, drum rettet er aus aller Not. 31* 484 Psalmen. Er öffnet mir— ich will ihn loben— die Tore der Gerechtigkeit; da, wo mein Heiland wird erhoben, anbet ich ihn, der mich befreit. 10. Dies sind die Tore zu dem Throne der allerhöchsten Majestät, wodurch beim frohen Jubeltone zu seinem Gott der Fromme geht: da will ich vor dir niederfallen, du hörtest mich in meiner Not; dir soll mein frohes Lied erschallen, du gibst mir Leben aus dem Tod. 11. Der Stein, den einst die bauer verschmäht, ist Eckstein in der Höh; D63 dringt den denkenden Peschauer daß er nach ihm mit Ehrfurcht seh; von unserm Gott ist das geschehen: wie herrlich ist, was er getan! Wir können dieses Wunder sehen und beten seine Allmacht an. 12. Das ist der schönste aller Tage, daß jeder nun der Furcht entsage, sich freue, weil Gott Freude gibt. Schenk heut, Erbarmer, Heil und Segen, es ist dein Tag der Herrlichkeit! Gib, daß wir all erfahren mögen, wie hoch, Herr, deine Gnad erfreut! 13. Gesegnet sei des Herrn Gemeine, die hier in seinem Namen kniet; sie sei geweiht dem Herrn alleine, der huldreich auf sie niedersieht. Der Herr ist Gott, zu dem wir wallen, bald macht er uns sich offenbar; ein jeder such ihm zu imre. und bring sich— zum Opfer dar. Du bist mein Gott; dich will ich loben, erheben deine Majestät. Dein Ruhm, mein Gott, werd hoch er hoben, der über alle Himmel geht. Rühmt, rühmt den Herrn! Schaut, sein Erbarmen bestrahlet uns in trüber Zeit, und seine Gnade trägt die Armen den Gott uns schenkt, weil er 3039 Ewigkeit zu Ewigkeit. liebt, Matthias Jorissen 1739—1823. 533. Psalm 2— 9⁰ . 91.8 ch schau nach je-⸗nen Bergen gern: mein Heil, das ich be-gehr, kommts —6 — e d,n Ees, vrsE, H,;,, E——.——.—5— 1 r e e—.— 4 von den Ber⸗gen her? Nein, mei⸗- ne Hilf ist von dem Herrn, der — 1————— ĩ——————.— 1.— 2— H schuf durchs Wort: Es wer ⸗de! 2. Er läßt nicht gleiten deinen Fuß, dein Hüter schlummert nicht, wenn dirs an Kraft gebricht. den Him⸗mel und die Er ⸗ de. Er schläft nicht, wenn er helfen muß; sieh, Israels Gebieter ist auch dein Gott und Hüter. Jehovah er steht i an deine beschattet daß dich nicht Fre Welt O ja, das Wir staun und stehe auf ihn, der den( an allen Du kanns uns Bäch cht entsage, reude gibt. r, Heil und gen, rrlichkeit! ren mögen, nad erfreut! Gemeine, en kniet; rn alleine, iedersieht. uwir wallen, offenbar; gefallen n Opfer dar. will ich loben, t, werd hoch in Erbarmen er Zeit, die Armen gkeit. en 1739—-1823. ⸗gehr, kommts Herrn, der inn er helfen muß; r ud Hüter. Psalmen. 48⁵ 3. Jehovah selber schützet dich, er steht in deinem Stand an deiner rechten Hand, beschattet dich so gnädiglich, daß dich bei Nacht und Tage nicht Frost noch Hitze plage. 4. Jehovah, der die Welt regiert, wacht über Leib und Seel, daß dir kein Gutes fehl. Beim Ausgang und beim Eingang wird der Herr dich selber leiten bis in die Ewigkeiten. Matthias Jorissen 1739—1823. 534. Psalm 126. —38——— +— . 2 1— I E 2 1 d n—— 26.—..—. E. 1 I — ᷓꝗ——. 2 2 + 2 2 1 — 2—.——— + 1—— 1. Wann Gott einst uns⸗ re Ban⸗ de bricht, uns führt gen Zi⸗ on 1.— f — + +I I + ‚— II 1 II—— — 2———* 2—. 22— 35 6 k— in sein Licht, dann wird wie Träu⸗men⸗den uns sein. Wir 4 T.——.— 1———5— + 12— 1 +.—— I 1I DDE S+.* +.———— 2 EE 2. I.—— I 2..——— 1 gehn mit un⸗serm Füh⸗rer ein und jauch⸗zen laut in Got⸗tes⸗freu⸗ — —.— 2 L E den nach ü⸗ber⸗stand⸗nen Pil⸗ger⸗lei⸗den; dann staunt die gan⸗ze E + 1 1. 1— H D + +J.— 2 +2 + II I—*——. I—. + N 1 E——. II Welt uns an und ruft: Das hat der Herr ge⸗ tan! 2. O ja, das hat der Herr getan! Wir staunen auch dies Wunder an und stehen da und sehn erfreut auf ihn, den Herrn der Herrlich⸗ keit, der den Gefangnen Freiheit sendet, an allen bald sein Heil vollendet. Du kannst es tun, du, dessen Hand uns Bäche schafft im dürren Sand. 3. Oft sehn wir, die mit Tränen sän, mit Freuden ihre Früchte mähn. Der Sämann gehet aus und weint, weil alle Müh verloren scheint; geht auf und ab, streut seinen Samen mit Tränen, doch in Gottes Namen, und kehrt— wie Dlichh froher i mit reichen Garben einst zurück. Matthias Jorissen 1739—1823. 486 Psalmen. 535. Psalm 128. Mel. Christus der ist mein Leben. 2— E— ů Ei— + 2——.—.—.— DIꝑIꝑIꝑIYꝗqꝗPDPYeDe E————..— 0— 2—3 1. Wohl dem, der Gott ver⸗ eh-ret, oft be⸗tend vor ihm 1 3—— + E rrn Inmn Eürm Iun um- Ene an iirr. r., Einemn Ein dener Ln en e in,——.—.— 1 steht, auf sei⸗ ne Stim⸗-me hö⸗ 2. Er nähret sich vom Segen, der auf der Arbeit ruht; Gott ist auf seinen Wegen: wohl dir, du hast es gut! 3. Die Gattin, deine Freude, wird wie ein Weinstock sein, mit Frucht und Zierat beide, dich und dein Haus, erfreun. 4. Gleich jungen Olbaums Sprossen hast du auch jung und frisch u deinen Freudgenossen ie Kinder um den Tisch 5. Seht, wie hier in der Stille der Mann, der Gott verehrt, ret, in sei⸗ nen We⸗ gen geht! genießt des Segens Fülle; Gott gibt, was er begehrt. 6. Aus Zion fließt ihm Leben, aus Salem Friede zu, und Erd und Himmel geben sein Leben lang ihm Ruh. 7. Wer ganz auf Gott vertrauet, ihm bleibet treu gesinnt, der sieht sein Haus gebauet von Kind zu Kindeskind. 8. Gott segnet ohn Ermüden den, der sich zu ihm kehrt. Das Volk hat ewgen Frieden, das unsern Gott verehrt. Matthias Jorissen 1739—1823. 536. Psalm 146. —————— VI 1. Hal⸗ le ⸗-lu⸗jah, Gott zu lo⸗-ben, blei⸗be mei⸗ne See⸗len⸗freud. E⸗wig sei mein Gott er-ho-ben, mei⸗ne Har⸗fe ihm ge⸗weiht. D., iieiE—Y Ja so⸗ lang ich leb und öm, dank, an⸗bet und preis ich ihn. Setzt au Fürstenh Wollt ih dessen G Seht, er und sein Heil dem Jakobs der sich dessen N. hofft er seht, Got Er, der mit all i durch sei hat aus er, der L ists, der Er, der Unterdrü gibt mit ö 24r 296 Wen r un⸗ huld⸗ 20 . vor ihm en 1739—1823. —— -len-freud. ge⸗-weiht. Psalmen. 48⁷ 2. Setzt auf Fürsten kein Vertrauen, Fürstenheil steht nimmer fest. ö Wollt ihr auf den Menschen bauen, dessen Geist ihn bald verläßt? Seht, er fällt, des Todes Raub, und sein Anschlag in den Staub. 3. Heil dem, der im Erdenleben Jakobs Gott zur Hilfe hat, der sich dem hat ganz ergeben, dessen Nam ist Rat und Tat: hofft er von dem Herrn sein Heil, seht, Gott selber wird sein Teil. 4. Er, der Himmel, Meer und Erde mit all ihrer Füll und Pracht durch sein schaffendes: Es werde! hat aus nichts hervorgebracht: er, der Herrscher aller Welt, ists, der Treu und Glauben hält. 5. Er, der Herr, ists, der den Armen, Unterdrückten Recht verschafft, gibt mit mächtigem Erbarmen Hungernden stets Brot und Kraft, und von Zwang und Tyrannei macht er die Gefangnen frei. 6. Er, der Herr, ists, der den Blinden liebreich schenket das Gesicht. O ja, die Gebeugten finden bei ihm Stärke, Trost und Licht. Seht, wie Gott, der alles gibt, immer treu die Frommen liebt. 7. Er ists, der den Fremdling schützet, der die Witwen hält imstand, der die Waisen unterstützet, führt an seiner Vaterhand. Die ihm ruchlos widerstehn, müssen ratlos irregehn. 8. Er ist Gott und Herr und König, er regieret ewiglich. Zion, sei ihm untertänig, freu mit deinen Kindern dich: sieh, dein Herr und Gott ist da! Hallelujah, er ist nah! Matthias Jorissen 1739—1823. 537. Psalm 147. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. E +— 2— E/—— ů ů ·—————— CN— 2.————— LI + +* I———.———.— 1. Preist den Herrn! Ihm Lob zu sin ⸗-gen, An ⸗be⸗ tung Wenn ihm tö ⸗ nen uns⸗ re Lie ⸗-der, so blickt er 5————— — + LI——4—.—..— un⸗serm Gott zu brin⸗gen, ist uns⸗re Pflicht und Se lig⸗ huld⸗reich auf uns nie⸗-der und seg-net uns mit Freund⸗lich⸗ I 1— I.* 1 1. 1 — V— V +— —* 2... 1 E—— I.—— 2 4— 1 R. 0 1ent Seht ihr nicht sei ⸗ ne Kraft, die Gna⸗den⸗wun⸗der schafft? Schaut, da ste ⸗het Je ⸗ ru⸗ sa⸗lem, ge⸗ *2 7 2 2————— 4— ö ö—.— 7*——— 4.—.—.—— 8——— EIAHI 0 baut von dem, der 2. Unsre einst verjagten Brüder bringt er zu ihrem Volke wieder, und Furcht und Kummer müssen fliehn. Er verbindet ihre Schmerzen, gießt Balsam in zerschlagne Herzen und läßt aus Leiden Freuden blühn. Den Sternen rufet er, sie eilen vor ihm her; ihre Namen nennt er und führt mit Glanz geziert sie still in ihrer hohen Bahn. 3. Unser Herr ist groß und prächtig, er schuf und er gebeut allmächtig; wer fasset seine Wunderkraft? Er nur kennet seine Stärke; 51 hebt und träget alle Werke, ie seine Hand hervorgebracht. Wer je gebeuget kam, dem half er und entnahm ihm die Bürde; doch Fluch und Hohn wird dem zum Lohn, der frech sich wider ihn erhebt. 4. Singt dem Herrn, ihr Wechselchöre! Tönt, Harfen, unserm Gott zur Ehre, der uns aus seiner Fülle tränkt! Wenn er sich in Wolken hüllet, so wird der Erde Durst gestillet, und neue Kraft ihr eingesenkt. Nun stehen Feld und Wald im grünen Schmucke bald und sind Zeugen, daß Gottes Treu ist täglich neu, der väterlich für alles sorgt. E sich durch Lieb und Macht ver⸗klärt. 5 Ihm, der was er schuf auch liebet und jedem Tier sein Futter gibet, ihm jauchze, was nur jauchzen kann. Nicht bloß wenn wir Mangel haben, nein, auch das Rufen junger Raben hört er und nimmt sich ihrer an. Selbst ein unendlich Meer von Seligkeit, braucht er nichts Geschaffnes; die Kreatur lebt davon nur, was er aus seiner Fülle schenkt. 6³ Trauet nicht auf Rosses Stärke und stützt euch nicht auf Menschen⸗ werke: die Kreatur ist Eitelkeit. Das nur kann dem Herrn gefallen, wenn wir in seinen Wegen wallen und harren seiner Gütigkeit. Es ist so recht und gut, so weise, was er tut. Heil dem Volke, das ihn verehrt und stets erfährt, daß ers in seiner Liebe trägt! 7. Zion auf, den Herrn zu preisen! Jerusalem, du mußt erweisen, daß dein Volk Gottes Freunde sind. Er, der dich vom Feind erlöste, macht deiner Tore Riegel feste und segnet bis auf Kindeskind. Er schafft den Grenzen Ruh, fügt Überfluß hinzu; seine Freude ist, Segen hier und Leben dir zu schenken milde für und für. Fährt se wie schne nichts he Seht der uns Got er häuft die Erde die Nah⸗ O der 6 Und wel wenn in der Herr Wirft er so muß wer kan Doch er nur segu drum m — a⸗lem, ge⸗ 2—— der⸗klärt. auch liebet utter gibet, ruchzen kann. angel haben, unger Raben h ihrer an. le schenkt. 8 Stärke uf Menschen⸗ erke: 1. rrn gefallen, egen wallen 1——8 trägt! u preisen! rweisen, Freunde sind. d erlöste, gel feste ndeskind. Ruh, 8. Fährt sein Wort herab auf Erden, Psalmen. Sein milder Odem weht: nun taut es auf und steht wie schnell muß es vollzogen werden; neu belebet. Seht hemmet es in seinem Lauf. Seht den Winter, seht ihn eilen, uns Gottes Gaben mitzuteilen: er häuft den 9 bedet wie Wolle auf; die Erde wird bedeckt, die Nahrungskraft geweckt. O der Güte! Und welche Pracht, wenn in der Nacht der Herr den Reif wie Asche streut! 9. Wirft er Eis herab in Stücken, so muß sich alles vor ihm bücken: wer kann vor seinem Frost bestehn? Doch er will nicht, daß wir sterben, nur segnen will er, nicht verderben; drum muß die Kälte bald vergehn. Das Wasser fleußt, wohin ers weist, das sonst wie Eisen feste stand. 10. Sein Wort gibt er, seine Rechte nur Israel, dir, seinem Knechte: wie kannst du da die Liebe sehn! Zu so hohen Gottesfreuden erhob er sonst kein Voll der Heiden, er ließ sie alle irregehn. Du, Jakob, sollst allein des Segens Erbe sein, hallelujah! Sing deinem Herrn und dien ihm gern! Sein Dienst ist deine Seligkeit. Matthias Jorissen 1739—1828. Geistliche Lieder. (Nicht für den 3W Gebrauch.) Zirrr, e Eirn E 5 SSSSS IIEIEIEIEIEEIEIEITITIIFIFII——— 3*— 7 5 1. Auf, auf, mein Herz, mit Freu⸗den nimm wahr, was wie kommt nach gro⸗ ßem Lei ⸗-den nun ein so DN..—— D + EE ID + 2— ——2——————— D R—— 1 ———ę—EZ———.— 2. 9—..—„- +* U 8. 2 —0 5es Lichti Mein Hei⸗land war ge⸗-legt da, wo man N N 4 4 , eeee. S 2 — + uns hin ⸗trägt, 40810 von uns un ⸗ ser Geist gen ..ST +— I* S....IL 2———— II — 2——— I I 2 2.—.— 2 1 II U 40— ö Him ⸗ mel ist gen⸗ reist. 2. 3. Er war ins Grab gesenket, Das ist mir anzuschauen der Feind trieb groß Geschrei; ein rechtes Freudenspiel. eh ers vermeint und denket, Nun soll mir nicht mehr grauen ist Christus wieder frei vor allem, was mir will und ruft Viktoria, entnehmen meinen Mut schwingt fröhlich hier und da zusamt dem edlen Gut, sein Fähnlein als ein Held, so mir durch Jesum Christ der Feld und Mut behält. aus Lieb erworben ist. Die Höll die krün der Sün bleib all Der Tod wird ni er bleib: und wãä Die Wel mit ihre sie zürn all Arbe Die Tri mein He das Un; die Nac Ich har an Chri wo mei da nim mein so grauen ist Geistliche Lieder. 491 4. Die Höll und ihre Rotten die krümmen mir kein Haar; der Sünden kann ich spotten, bleib allzeit ohn Gefahr. Der Tod mit seiner Macht wird nichts bei mir geacht't; er bleibt ein totes Bild, und wär er noch so wild. D. Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn, sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht, das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. 6. Ich hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied: wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt es mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell. 7. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an einig Ungemach. Es tobe, was da kann; mein Haupt nimmt mein sich an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 8. Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt, daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. Paul Gerhardt 1607—1676. 1. Der be⸗ ste Freund ist in dem Him⸗mel, auf Er ⸗ den denn bei dem fal⸗schen Welt-ge-tüm⸗mel ist Red⸗=lich⸗ sind die Freun-de rar; keit oft in Ge⸗fahr. Drum hab ichs S im⸗mer so ge⸗ — IIIS. — H 08 meint: mein Je⸗ sus ist der be⸗ste Freund. 492 Geistliche Lieder. 2. er hat mir niemals was verneint: Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Jesus ist der beste Freund. daß⸗ Jesus stehet 0. Dantes 5. aß, wenn ich gleich daniederliege, Mein Freund, de mir sein He mich seine Freundschaft doch nichtWein Frennd, der mibe hem derde läßt. mein Freund, der mein, und ich bi Er ists, der mit mir lacht und weint:: Freur 270095 Rsen, 10 — 2 V— 7 mein Jesus ist der beste Freund. mein Freund, der mich beständig 3. liebet; Die Welt verkaufet ihre Liebe mein Freund bis in das Grab hinein. dem, der am meisten nützen kann, Ach hab ichs nun nicht recht gemeint? und scheinet dann das Glücke trübe, Mein Jesus ist der beste Freund. so steht die Freundschaft hintenan; 6. doch hier ist es nicht so gemeint: Behalte, Welt, dir deine Freunde! mein Jesus ist der beste Freund. Sie sind doch gar zu wandelbar; 4. und hätt ich hunderttausend Feinde, Er läßt sich selber für mich töten, so krümmen sie mir nicht ein Haar. vergießt für mich sein eigen Blut; Hier immer Freund und nimmer er steht mir bei in allen Nöten, Feind: er spricht für meine Schulden gut; mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck 1672—1737. + ö 2.——. ö— —— 1. Der Mensch hat nichts so ei- gen, so wohl steht ihm nichts —— ö r— N 27 EIIE 1—„—— 2 2 2— V 19 an, als daß er Treu er⸗ zei⸗ gen und Freundschaft hal⸗ten —. — D‚RR———.—— 2*..——.—.— ö—3— EESSEEEEEEEEE 1* P 7 F ö 20 kann. Wenn er mit sei⸗ nes⸗glei⸗chen soll tre ten in ein Band, verspricht sich, nicht zu wei⸗ chen, mit Her⸗zen, Mund und Hand. 8verneint: Freund. sein Herze und ich bin beständig et, rab hinein. hi gemeint? Freund. Freunde! andelbar; send Feinde, 9t ein Haar. id nimmer nd: Freund. 1672—1737. Geistliche Lieder. 4. Gott stehet mir vor allen, die meine Seele liebt; dann soll mir auch gefallen, der mir sich herzlich gibt. Mit diesen Bundsgesellen verlach ich Pein und Not, geh auf den Grund der Höllen und breche durch den Tod. 2. Die Red ist uns gegeben, damit wir nicht allein für uns nur sollen leben und fern von Leuten sein: wir sollen uns befragen und sehn auf guten Rat, das Leid einander klagen, das uns betreten hat. 5. Ich hab, ich habe Herzen so treu, wie sichs gebührt, Das gibt ein doppelt Lachen, die Heuchelei und Scherzen was Freunden wird erzählt. nie wissentlich berührt! Der kann des Leids sich wehren, Ich bin auch ihnen wieder der es von Herzen sagt; von Grund der Seelen hold; der muß sich selbst verzehren, ich lieb euch mehr, ihr Brüder, der insgeheim sich nagt. als alles Erdengold. Simon Dach 1605-1659. 3. Was kann die Freude machen, die Einsamkeit verhehlt? 4. —. .—.. —— 1 Vit ö 1. Der Mond ist auf⸗ge⸗gan-gen, die goldnen Stern⸗lein prangen am iiü. Him⸗mel hell und klar; der Wald steht schwarz und schwei⸗get, und aus den Wie⸗sen stei get der wei⸗ße Ne-bel wun⸗der⸗bar. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold, als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt. 494 4. Wir stolze Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel. 5 Geistliche Lieder. 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod: und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott. . 7. Gott, laß dein Heil uns schauen, So legt euch denn, ihr Brüder, auf nichts Vergänglichs bauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein. und unsern kranken Nachbar auch. in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen Matthias Claudius 1740—1815. 5. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. Lie ⸗der in ih⸗- ren Trau⸗ er- ton. Die Som-mer-lust ver⸗ ge ⸗ het; nichts in der Mensch muß end-lich selbst 2. Du, Gott und Herr der Zeiten, willst, daß wir uns bereiten zu unsrer wahren Ruh; Welt be ⸗ ste ⸗het: der da ⸗von. stets zeigst du dein Gemüte, schickst uns aus milder Güte auch stumme, stille Lehrer zu. Die wird des 6 der 2 fällt verlä gezie zu se Schie nimmn er m und so la zu al Främen ehmen d: ommen, unmen, ser Gott. Brüder, er; 9H it Strafen lafen nüte, Güte rer zu. achbar auch. 1740—1815. 3. Die Rose läßt sich brechen, wird niemals widersprechen des Gartenherren Hand; der Apfel zum Genießen fällt selbst zu deinen Füßen, verlässet willig seinen Stand. 4 Geistliche Lieder. ö 6. Wer mag der Welt Getümmel erwählen für den Himmel? Hilf, Jesu, Gottes Sohn, daß wir uns stets gewöhnen, uns nur nach dir zu sehnen und deinem heilgen Gnadenthron. 7. Und du, Mensch, wolltst nicht eben Gib einst durch deine Hände dich deinem Gott ergeben? Was ist dein Bat⸗drict Ruhm? Daß er dich hat erschaffen, geziert mit Glaubenswaffen zu seinem ewgen Eigentum. 5. Schickt er denn Kreuz und Schmerzen, nimmt er, was lieb dem Herzen: er meints doch allzeit gut; und sind wir Gottes eigen, so laßt uns stille schweigen zu allem, allem, was er tut. mir auch ein selig Ende; die Welt ist nur Beschwer. Was sie sich auserlesen, ist trüglich Tun und Wesen, ein trübes, ungestümes Meer. 8. Auf ihm schiff ich mit Sorgen: bring, wenn du willst, schon morgen mich in den sichern Port, daß mit der Engel Weisen ich ewig könne preisen dich, ewges Licht und Gnadenhort! Heinrich Albert 1604—-1651. 1. Die Sach ist dein, Herr Je-su Christ, die Sach, an der wir und weil es dei ⸗- ne Sa⸗che ist, kann sie nicht un⸗ter⸗ . * fen⸗ Al-lein das Wei⸗zen⸗korn, be⸗ vor es frucht⸗bar sproßt zum 5 — Licht em⸗-por, wird ster⸗bend in der 2 496 Geistliche Lieder. 4 2 + 0 N + +—+ LE 3 3 2— 1 1 +.— I I 2 22——— +—⁴ TSI 1 2——=.——„————2..— .4 + 4..— V 1 1 3 3 + heͤr vom eig ⸗ nen We ⸗ sen los; im Ster⸗ben H— 0— 23 Hn m 1 öDIPIPI I..... — 2— ů E—— los, vom eig⸗- nen We ⸗ sen los 2. zum Teil am Leiden und am Reich; Du gingst, o Jesu, unser Haupt, führ uns durch deines Todes Tor durch Leiden himmelan samt deiner Sach zum Licht empor; und führest jeden, der da glaubt, zum Licht empor mit dir die gleiche Bahn. durch deines Todes Tor. Wohlan, so führ uns allzugleich Samuel Preiswerk 1799—1871. 1. Du lie⸗ber, heil⸗ger, from-mer Christ, der für uns Kin⸗der kom ⸗ men ist, da-mit wir sol ⸗len weiß und SITTRI ö 2——33 +2—4 II 27 3—3 u h II 2——3 ιπε. 23*3839.— IJI.—62 M— V„ 1.—.— 4 V 105 7—— * rein und rech-te Kin ⸗ der Got⸗tes sein; 2. ö 3. du Licht, vom lieben Gott gesandt du lieber, heilger, frommer Christ, in unser dunkles Erdenland, weil heute dein Geburtstag ist, du Himmelskind und Himmelsschein, drum ist auf Erden weit und breit damit wir sollen himmlisch sein; bei allen Kindern frohe Zeit. Win Das R davon hat un Marie, aus Ga hat sie wohl z Dam Reich; Lodes Tor icht empor; 1799—1871. heiß und mer Christ, Stag ist, it und breit Zeit. Geistliche Lieder. 4. 5. O segne mich, ich bin noch klein, daß ich wie Engel Gottes sei, o mache mir das Herze rein; in Demut und in Liebe treu, o bade mir die Seele hell daß ich dein bleibe für und für: in deinem reichen Himmelsquell, du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arndt 1769—1860. 8. 9⁴ •5 3————— +4 EEEEE EV—.—————— 2. J—— ö F 1. Es ist ein Ros ent⸗sprun⸗gen aus ei ⸗ner Wur⸗zel zart, wie uns die Al⸗ten sun⸗gen, von Jes⸗se kam die Art — 1 — und hat ein Blüm ⸗lein bracht mit ten im kal⸗ ten — 3 ——— — Win⸗ter wohl zu der hal⸗-ben Nacht. 2. 3. Das Röslein, das ich meine, Wir bitten dich von Herzen, davon Jesaias sagt, Gott, Vater aller Gnad, hat uns gebracht alleine durch dieses Kindleins Schmerzen, Marie, die reine Magd: die es empfunden hat: aus Gottes ewgem Rat wollst uns verhilflich sein, hat sie ein Kind geboren daß wir ihm mögen machen wohl zu der halben Nacht. ein Wohnung hübsch und fein. Vor 1600. [Oder: Mel. Was macht ihr, daß ihr weinet. 1. Es kennt der Herr die Sei⸗nen und hat sie stets ge⸗ 32 498 Geistliche Lieder. ——.—.— V 4——— 5— 5 e DDII.———. E—.——.— kannt, die Gro⸗ßen und die 2— Land; er läßt Klei⸗nen, in je⸗dem Volk und er führt sie aus und ein, im Le⸗-ben und im Ster⸗ben sind sie und blei-ben sein, im Le-⸗ben und im Ster⸗-ben sind sie und blei-ben sein. 2 Er kennet seine Scharen am Glauben, der nicht schaut und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut; der aus dem Wort gezeuget und durch das Wort sich nährt u1 und vor dem Wort sich beuget und mit dem Wort sich wehrt. 5. Er kennt sie als die Seinen an ihrer Hoffnung Mut, die fröhlich auf dem einen, daß er der Herr ist, ruht, in seiner Wahrheit Glanze sich sonnet treu und kühn, die wunderbare Pflanze, die immerdar 1t. 88 47 Er kennt sie an der Liebe, die seiner Liebe Frucht und die mit lauterm Triebe ihm zu gefallen sucht, die andern so begegnet, wie er das Herz bewegt, 1 die segnet, wie er segnet, und trägt, wie er sie trägt. ½ 5— So kennt der Herr die Seinen, wie er sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen, in jedem Volk und Land, am Werk der Gnadentriebe durch seines Geistes Stärk, ½ an Glauben, e Wert. Liebe, als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben und halt uns fest dabei; laß nichts die Hoffnung rauben die Liebe herzlich sei! Und wird der Tag erscheinen, da dich die Welt wird sehn, 1 so laß uns als die Deinen zu deiner Rechten stehn. 5 Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. ins Die Bie das E mit ein Narziff die zie + als Die Le das Te und die ho ergötzt 7 Ber Die G der St das S der sch ist fro ⸗ben sein. —. gt, egnet, trägt. ½ e Seinen, nt, dleinen, and, ttriebe Stärk, ung, Liebe, kk. 7 um Glauben bei; ing rauben; rscheinen, d sehn, Deinen hn. itta 1801—1859. Geistliche Lieder. 499 10. N N IN EE E . 1. Geh aus, mein Herz, und su ⸗che Freud in die-ser lie⸗ben Som ⸗-mer-zeit an dei nes Got tes Ga ⸗ben; schau 131 856 an der schönen Gär-ten Zier 10 sie⸗he, wie sie mir und dir sich aus ⸗ge⸗schmük-ket ha⸗ben, sich aus-ge⸗schmük-ket ha⸗ben. 2. 5. Die Bäume stehen voller Laub, Die Bächlein rauschen in dem Sand das Erdreich decket seinen Staub und malen sich und ihren Rand mit einem grünen Kleide; mit schattenreichen Myrten; Narzissen und die Tulipan, die Wiesen liegen hart dabei die ziehen sich viel schöner an und klingen ganz vom Lustgeschrei 7 als Seide.)½ der Schaf und ihrer Hirten. 1 6. Die Lerche schwingt sich in die Luft, ö das Täublein fleugt aus seiner Kluft flen anninn. Aucht hrerin dd und macht sich in die Wälder; lure hin und her, sucht hier und dar ů ihr edle Honigspeise. Era 95t und Füllt mit ihrem Sal Des süßen Weinstocks starker Saft . Be Bü 1. Tal und Felde bringt täglich neue Stärk und Kraft rg, Hügel, 4 and Perder. 243„in seinem schwachen Reise. Die Glucke führt ihr Völklein aus, 7. der Storch baut und bewohnt sein Der Weizen wächset mit Gewalt; Haus, darüber jauchzet jung und alt das Schwälblein speist die Jungen; und rühmt die große Güte der schnelle Hirsch, das leichte Reh des, der so überflüssig labt ist froh und kommt aus seiner Höh und mit so manchem Gut begabt n ins tiefe Gras gesprungen.:„½ das menschliche Gemüte. 32* 500 Geistliche Lieder. 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit unverdroßnem Mund und 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen: ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, 4.7 à aus meinem Herzen rinnen. Stimm 2)½ ihr Hallelujah singen. ½ 9. ö 11 Ach, denk ich, bist du hier so schön O wär ich da! O stünd ich schon, und läßt dus uns so lieblich gehn ach süßer Gott, vor deinem Thron auf dieser armen Erden: und trüge meine Palmen! was will doch wohl nach dieser Welt So wollt ich nach der Engel Weis dort in dem reichen Himmelszelt erhöhen deines Namens Preis 2½ und güldnen Schlosse werden! ½ ½ mit tausend schönen Psalmen. Paul Gerhardt 1607-1676. 1. Gro⸗ßer Gott, wir lo ⸗ben dich! Herr, wir prei ⸗ sen Vor dir neigt die Er ⸗de sich und be⸗ wun⸗dert — 2 8 4 x.5555— ,———.— VT I 7 533 ö H Stär⸗-— dei ne Stär ⸗ke! Wie du warst vor al ⸗ler Zeit, dei ⸗ ne Wer ⸗ke. so bleibst du in E⸗ wig ⸗keit. 2. 3. Alles, was dich preisen kann, Heilig, Herr Gott Zebaoth! Cherubim und Seraphinen, Heilig, Herr der Kriegesheere! stimmen dir ein Loblied an; Starker Helfer in der Not! alle Engel, die dir dienen, Himmel, Erde, Luft und Meere rufen dir in selger Ruh: sind erfüllt von deinem Ruhm; Heilig, heilig, heilig! zu. alles ist dein Eigentum heller Schein zarten sein! lingen, phim und und imm ——* id ich schon, inem Thron en! Engel Weis 5Preis Psalmen. ½3 t 1607—1676. prei ⸗ sen wun ⸗dert noth! esheere! Not! uud Meere n Ruhm; N. Geistliche Lieder 50¹ Gre⸗ Lob und Dank erweisen: I Gib, daß wir von Sünden heut 4. Sieh dein Volk in Gnaden an, und von Unfall sein befreit. hilf uns, segne, Herr, dein Erbe, ö leit uns auf der ichr Bahn, 6 N daß der Feind es nicht verderbe. Herr, e IR Hilf, daß es durch Buß und Flehn Riber uns, Herr⸗— dein Lrdent dich im Himmel möge sehn. Leit und schütz uns väterlich, 5 bleib bei uns auf allen Wegen: auf dich hoffen wir allein; laß uns nicht verloren sein! . Alle Tage wollen wir dich und deinen Namen preisen und zu allen Zeiten dir 17⁷². 5 12. Z*.——— N*—— 1. Har⸗re, mei⸗ne See⸗le, har⸗re des Herrn! Al⸗les ihm be⸗ — . +— 2— 12.———.— feh⸗le, hilft er doch so gern. Sei un⸗ver⸗zagt: bald der Mor⸗gen tagt, und ein neu-er Frühling folgt dem Win⸗-ter nach; in al⸗len Stürmen, in al⸗ler Not wird er dich be-schirmen, der treu⸗e Gott. 2. größer als der Helfer ist die Not ja Harre, meine Seele, harre des Herrn! nicht. Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Ewige Treue, Retter in Not, 0 Wenn alles bricht, Gott verläßt uns rett auch unsre Seele, du treuer Gott! V nicht: Friedrich Räder 1815—1872. ö Geistliche Lieder. 13. = 1. Her ⸗bei, o ihr Gläu⸗bi⸗ gen, fröh⸗ lich tri ⸗ um⸗ phie⸗ rend, o kom⸗met, o kom ⸗met nach Beth ⸗ le⸗ hem! Se⸗ het das Kind⸗lein, uns zum Heil ge⸗ 0 N N 064655 ere ue D3SS— 1—*— 7—.—*.—.— AADn WTThhshhhu. 7 4 7 las⸗set uns an ⸗-be⸗ ten, o las⸗set uns an ⸗be⸗ten, o 4 las⸗ set uns an ⸗-be⸗ten den Kö ⸗nig! 2. Ehre sei Gott im Himmel und auf König der Ehren, Herrscher der. Erden! 0 Heerscharen, O lasset uns anbeten, du ruhst in der Krippen im Erdental. 5 lasset uns anbeten, Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit o lasset uns 93 85 den König! geboren! O lasset uns anbeten, Dir, der du heute bist für uns ge⸗ o lasset uns anbeten, boren, o lasset uns anbeten den König! Jesu, Ehre sei dir und Ruhm! ‚ Dir, fleischgewordnes Wort des ew⸗ 3. gen Vaters! Kommt, singet dem Herren, o br lasset uns anbeten, En gelchöre! o lasset uns anbeten, Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen! o lasset uns anbeten den König! Um 1819. Ob sick ob es o went ruhe, 1 Weinst Hagst Je⸗ Wurm nel und auf den! en König! für uns ge⸗ ren, Ruhm! zort des ew⸗ n Vaters! en König! Um 1819. Wurm ge ⸗li 1. Hoch aus den himm ⸗li⸗sche Hö ⸗ hen — lä⸗-chelt ein N—.—•——— 260———— I-——— n 5 4—m8—— B. ö— Au ⸗ ge so hehr; hast du dirs lä⸗cheln ge⸗ se⸗hen: II— ru⸗ he, was willst d 2. Ob sich ein Wetter entladet, ob es zu Kampf geht und Wehr, o wenn Jehovah dir gnadet: ruhe, was willst du mehr? Weinst du, er zählet die Tränen; Hagst du, er gibt dir Gehör; mehr? flehst du, er stillet dein Sehnen: ruhe, was willst du mehr? 4. Wird in verlassenen Ständen manchmal das Harren auch schwer, alles wird herrlich sich enden: ruhe, was willst du mehr? Friedrich Wilhelm Krummacher 1796—1868. —6————— ,.,.. e L. L nr t F 1. Ich be⸗te an die Macht⸗ der Lie⸗ be, die sich in ich geb mich hin dem frei ⸗- en Trie⸗be, mit dem ich Je⸗ su of ⸗ fen⸗bart; Ich ie ⸗ bet ward. will, an ⸗statt an mich zu 504 Geistliche Lieder. — + S.. er . ————— EP den ⸗ken, ins Meer der Lie-be mich ver ⸗ sen ⸗ ken. 2. in dir es nur und selig ruht. Wie bist du mir so sehr gewogen, Versühner meines tiefen Falles, und wie verlangt dein Herz nach mir! für dich ist ewig Herz und alles. Durch Liebe sanft und stark gezogen, 5. neigt sich H4 alles auch zu dir. Lob sei dem hohen Jesusnamen, Du traute Liebe, gutes Wesen, in dem der Liebe Quell entspringt, du hast mich, ich hab dich erlesen. von dem hier alle Bächl ein kamen, 3. aus dem der Selgen Schar dort trinkt: Ich fühls, du bists, dich muß ich haben; wie beugen sie sich ohne Ende! ich fühls, ich muß für dich nur sein: Wir falten mit die frohen Hände. nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, 6. mein Rahplas ist in O Jesu, daß dein Name bliebe Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, im Geist mir, drück ihn tief hinein! drum folg ich deinen selgen Zügen. Laß deine süße Jesusliebe 4. in Herz und Sinn gepräget sein! 215 dich sei ganz meinHerz undLeben,. In Wort und Werk, in allem Wesen Erlöser, du mein einzig Gut. sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Für dich hast du mirs nur gegeben, Gerhard Tersteegen 1697.—1769 1. Ich sag es je-dem, daß er lebt und auf-er⸗-stan⸗-den ist, daß er in uns⸗rer Mit⸗te schwebt und e-wig bei uns ist 2 4. ein neues Leben nimmt man hin Ich sag es jedem, jeder sagt entzückt aus seiner Hand. es seinen Freunden gleich, daß bald an allen Orten tagt 4. das neue Himmelreich. Hinunter in das tiefe Meer 3. versank des Todes Graun, Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn und jeder kann nun leicht und hehr erst wie ein Vaterland; in seine Zukunft schaun. Der di geht in und w kommt Nun mw wenn vom V wird d wie er! wie er und sie und sie wie er allen Kr und die seine lie wie er k der bekü Falles, nd alles. snamen, entspringt, ein kamen, dort trinkt: Ende! en Hände. bliebe tief hinein! 9E iget sein! llem Wesen 8 zu lesen! 1697.—1769. stan⸗-den . * uns ist. man hin teer n/ ht und hehr 5. Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den Himmel aus, und wer nur hört auf seinen Rat, kommt auch ins Vaters Haus. 6. Nun weine keiner mehr allhie, wenn eins die Augen schließt; vom Wiedersehn, spät oder früh, wird dieser Schmerz versüßt. Geistliche Lieder 2 7. Es kann zu jeder guten Tat ein jeder frischer glühn; denn herrlich wird ihm diese Saat in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein wenn alles uns verläßt; und so soll dieser Tag uns sein ein Weltverjüngungsfest. + Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. S.........—— 6......——— 1. Im⸗mer muß ich wie⸗ der le ⸗sen in dem al ⸗-ten heil ⸗gen Buch, wie er ist so sanft ge⸗ wel⸗ sen, 2. wie er hieß die Kindlein kommen, wie er hold sie angeblickt und sie in den Arm genommen und sie an das Herz gedrückt; 3. wie er Hilfe und Erbarmen allen Kranken gern erwies und die Blöden und die Armen seine lieben Brüder hieß; 4. wie er keinem Sünder wehrte, der bekümmert zu ihm kam, oh ⸗ne List und oh⸗ ne Trug; wie er freundlich ihn bekehrte und den Tod vom Herzen nahm. ö 5. Hat die Herde sanft geleitet, die sein Vater ihm verliehn, saue die Arme ausgebreitet, alle an sein Herz zu ziehn. ö 6. Immer muß ich wieder lesen, les und weine mich nicht satt, wie er ist so treu gewesen, wie er uns geliebet hat. Luise Hensel 1798-1876. 506 94— 18. Geistliche Lieder. — RX N 1. In die Fer⸗ne möcht ich zie⸗hen, weit von mei⸗nes Va⸗ters Haus; wo die Ber ⸗ ges ⸗ E2 pit ⸗zen glü⸗ hen, wo die 1 frem⸗den Blu⸗men blü⸗- hen, 2 — V — D...— —.——— EE—— e. ee,. 2* 2. 2 60 ruh⸗te mei⸗ne See⸗le aus. 6 fög ich Schwingen, hätt ich Flügel, Aufgehoben, aufgenommen ög ich auf zu meinem Stern, über Meere, Täler, Hügel, sonder Schranke, sonder Zügel folgt ich immer meinem Herrn. 3. Still und selig mit Marien ihm zu Füßen säß ich da, immer möcht ich vor ihm knieen, in mich seine Worte ziehen, hätt ihn immer hold und nah. 4. Ach das war ein schöner Segen, wann er mit den Jüngern ging auf den Feldern, auf den Wegen, jedes Herz wie Maienregen seinen Trost, sein Wort empfing! 5. Ander Los ward uns bereitet: wie auch blühet rings das Land, wie sich rings die Ferne breitet, der uns rufet, der uns leitet, unser holder Freund verschwand. Gottlob Ferdinand in den Himmel ist er nur; herrlich will er wiederkommen, seine Treuen, Stillen, Frommen folgen immer seiner Spur. 2. Will mich denn zufrieden geben, fassen mich im stillen Sinn; all mein Denken, Sehnen, Streben, meine Lieb und auch mein Leben geb ich meinem Freunde hin. 8. Seinen Schwestern, seinen Brüdern will ich mich in Treue nahn, an den Armen, Blöden, Niedern will ich dankend ihm erwidern, was er liebend mir getan. 9. Einst erklingen andre Stunden, und das Herz nimmt andern Lauf: Erd und Heimat ist verschwunden, und in seinen selgen Wunden löset aller Schmerz sich auf. Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. ret ⸗ steht Wenn win kann uns Teufel, W. du hasts kannst all wie nur h Drum wi dein Lob mit hellen 5Va⸗ters nmen nur; erkommen, Frommen Spur. eden geben, Sinn; hnen, Streben, mein Leben inde hin. seinen Brüdern ie nahn, den, Niedern terwidern, getan. e Stunden, t andern Lauf: verschwunden, Wunden sich auf. dorf 1783—1817. Geistliche Lieder. 507 —0 4 EU SSS ↄ 2—— 4. 2 D EEI..— 333—+.—— V* J— 83— 2—.— I— ö 5— ö 1 1. In dir ist Freu⸗de in al⸗lem Lei ⸗de, 0 du durch dich wir ha⸗-ben himm⸗li⸗sche Ga⸗ben, du der ö EEEEEEEEEEEEE .. 2—.2 5I)——J— 2—— U— 2—.—=—.— 1— 2——— —— 113 ö · It sü ⸗ ßer Je ⸗ su Christ; Hil ⸗fest von Schan⸗den, wah ⸗ re Hei-⸗land bist. Zu dei ⸗ ner Gü⸗ te —.— SIII TTSTc;cTcscTcscecsc.cc —E——— 2. SBP 1— ö.———*—— 4—.—.. 15 x 1— 10 ret ⸗test von Ban⸗den; wer dir ver⸗ trau⸗et, hat wohl ge⸗ steht un ⸗ ser Gmü⸗te, an dir wir kle⸗ben im Tod uͤnd ———— ö—.—— ö— E——6—— EI— 2SII ...—— E FF bau ⸗et, wird e wig blei ⸗ ben. Hal⸗le⸗ lu ⸗jah. Le⸗ben; nichts kann uns schei den. Hal⸗ le⸗ lu ⸗ Hah. 2. ster ann uns alle Wenn wir dich haben, zu dieser Stunde. kann uns nicht schaden Hauelujah. Teufel, Welt, Sünd oder Tod; Wir jubilieren du hasts in Händen, und triumphieren, kannst alles wenden, bein und loben wie nur heißen mag die Not. dein Macht dort oben Drum wir dich ehren, mit Herz und Munde. dein Lob vermehren ore mit hellem Schalle, 1598. 4 20. 65 2 N 4——* .—.——————— 42 7 ⁰7— 1. Laßt 190 gehn, laßt mich gehn, R 22.— ö daß ich Je⸗sum mö⸗ge 508 Geistliche Lieder. . N N iiSEE E V ö VYN — 4 4 sehn! Mei ne Seel ist voll Ver⸗ lan⸗ gen, ihn auf 2 e⸗ wig zu um⸗fan⸗gen und vor sei⸗ nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht: o wann werd ich dahin kommen, daß 19 dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht? 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich über Tal und Hügel heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen? Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 5. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen: bring uns, Herr, ins Paradies. Gustav Friedrich Ludwig Knak 1806—1878. —— hö? rer gern ein Lied zu sei⸗ ner Eh-re: lobt 223 ö S 5 56057— 22 froh den Herrn, lobt froh den Herrn! Es schall zu seinem aus unser: ein Lied z lobt froh lobt froh Vom Prei laß unser Das Lobli zu deinem lobt froh lobt froh Va ⸗ter, Hab ich u sieh es, lie Deine Gne macht ja Alle, die n Gott, laß ihn auf —. zu stehn. irds sein, n ein,— ien Gassen? kanns nicht ssen, nne sein. süß! iumen vir träumen: Baradies. E 1806—1878. 2. Es schall empor zu seinem Heiligtume aus unserm Chor ein Lied zu seinem Ruhme: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 3. Vom Preise voll laß unser Herz dir singen! Das Loblied soll zu deinem Throne dringen: lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! Geistliche Lieder. 4. Wir stammeln hier; doch hörst du unser Lallen zum Preise dir mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen wir, dir singen wir. 5. Einst kommt die Zeit, wo wir auf tausend Weisen — o Seligkeit!— dich, unsern Vater, preisen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Georg Geßner 1765—1843. 1. Mü⸗de bin ich, geh zur Ruh, schlie⸗ße bei⸗de Aug⸗lein zu: 2 n.—— 251—3 Be,,, ida. F;FFIFIT ri. ö— 3— x RT Va⸗ ter, laß die Au⸗gen dein 2 Hab ich unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an. Deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; ü ⸗ber mei-⸗ nem Bet ⸗ te sein. alle Menschen, groß und klein, sollen dir befohlen sein. 4. Kranten Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu. Laß den Mond am Himmel stehn und die stille Welt besehn. Luise Hensel 1798—1876. 23. EEE 4.— —. 1. Nun sin ⸗ get und seid froh, E x— 2 . d, ree F 1 3* und sagt jauchzt al ⸗le 51⁰ Geistliche Lieder. —— WSWI—— D —.— 1———.—— 2——— gä so: Un⸗sers Her⸗ Won⸗ne liegt in der Krip⸗pen — bloß und leuch⸗-tet die Son⸗-ne in sei⸗ ner Mut⸗ ter Sch oßf. Du 2. Sohn Gottes in der Höh, nach dir ist mir so weh! Tröst mir mein Gemüte, o Kindlein zart und rein, durch alle deine Güte, o liebstes Jesulein! 3½ Zeuch mich hin nach dir!: Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt unsre Schuld; wir warn all verdorben und O, du bist A und O. durch Sünd und Eitelkeit; so hat er uns erworben die ewge Himmelsfreud. 2•m Eia, wärn wir da! ½ 4. Wo ist der Freuden Ort? Ach nirgends mehr denn dort, da die Engel singen zusamt den Heilgen all, und wo die Psalmen klingen im hohen Himmelssaal. : Eia, wärn wir da! ½ 1646. (Nach: In dulei jubilo. 14. Jahrh.) 1. O du o du se⸗li ⸗ge, gna⸗den⸗ 4 brin⸗gen⸗ O du fröhli ori Christ ist süh freue, freue O du fröhli bri König der hör Freue, freu O du fröhli bri Welt lag in sta freue, freue O du fröhl bri Tod ist bezr freue, freue Rrip⸗pen E Mut⸗- ter lingen 14. Jahrh.) gna⸗den⸗ Geistliche Lieder. brin⸗gen-de Weihnachts-zeit! ——— Welt. ver ⸗-lo ⸗ ren, Christ FE ** E⸗ l ist ge⸗ bo ⸗ ren: freu ⸗e, 2 O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu ver⸗ sühnen: freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Weihnachtszeit! König der Ehren, dich wolln wir hören. Freue, freue dich, 0 Christenheit! O du fröhliche, o 1.5 selige, gnaden⸗ bringende Osterzeit! Welt lag in Banden, Christ ist er⸗ fade Freue, freue dich. o Christenheit! standen: freue, freue 2555 o Christenheit! bringende Osterzeit! Tod ist bezwungen, Leben errungen: freue, freue dich, o Christenheit! 25. O du fröhliche, o 25 selige, gnaden⸗ O du fröhliche, 0 du selige, pnaden⸗ Uns, die Erlösten, Geist, willst du 7 freu⸗e dich, o Chri⸗sten⸗heit! Odu fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Osterzeit! Kraft ist gegeben, ihm laßt uns leben! Freue, freue dich, o Christenheit! O du fröhliche, o 51 selige, gnaden⸗ bringende Pfingstenzeit! Christ, unser Meister, heiligt die Geister: freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, gnaden⸗ bringende Pfingstenzeit! Führ, Geist der Gnade, uns deine bringende Pfingstenzeit! trösten: freue, freue dich, o Christenheit! Johannes Daniel Falk 1768—-1826. 1. se ⸗lig Haus, wo man dich auf⸗ ge⸗ nom⸗men, wo un⸗ter al ⸗len Gä⸗ sten, die da kom⸗men, N V N 0 X N— — 8—..— N, P. 44 2.. 24—5 SPP..II. un, Iurt, uu⸗¶ Er- d.„. 22 du wah⸗rer See⸗lenfreund, Herr Je⸗su Christ, wo al⸗ler Her⸗zen du der ge⸗fei⸗ert⸗ste und neb⸗ ste bist; ........ Za E— dir ent⸗ge⸗ gen⸗schla-gen, und al⸗ler Au⸗gen freu⸗dig auf dich — 8. F ͤi te.,(,. 4.— be 2. d vin Ln erer., ee e. 6— 39. 7 2 ö sehn, wo al⸗ ler Lip⸗pen dein Ge⸗bot er⸗ fra⸗gen ö N l—— D K . EE. SDS‚‚‚‚I—3 Fää und al ⸗le dei- nes Winks ge⸗ wär ⸗tig stehn. 2. mit mehr als Mutterliebe hegt und O selig Haus, wo Mann und Weib pflegt; in einer, wo sie zu deinen Füßen gern sich in deiner Liebe eines Geistes sind, sammeln als beide eines Heils gewurdigt, und horchen deiner süßen Rede zu keiner und lernen früh dein Lob mit Freu⸗ im Glaubensgrunde anders ist ge⸗ den stammeln, sinnt; sich deiner freun, du lieberHeiland, du. wo beide unzertrennbar an dir 4 hangen V 8 ht d M in Lieb und Leid, Gemach und Un⸗ selig Haus, wo Hsen Fe den 0 ich kenner und nur bei dir 3ublerern stets und wissend, wessen Augen auf sie verlangen bei n,— ö ei allem Werk in einem Eifer an jedem guten wie am bösen Tag. brenneh, if daß es nach deinem Willen mag 3. geschehn; O selig Haus, wo man die lieben als deine Diener, deine Hausge⸗ Kleinen ö nossen, mit Händen des Gebets ans Herz in Demut willig und in Liebe frei, dir legt, das Ihre schaffen froh und unver⸗ du Freund der Kinder, der sie als drossen, die Seinen in kleinen Dingen zeigen große Treu. O selig HaTu wo man bei o selig Haus fröh ⸗lich . denn der Trotz euch, Hättet ihn der euch in Mochtet ihr Aus des To dringt hinan 77 Her-zen e hegt und It;— gern sich meln uRede zu mit Freu⸗ stammeln, Heiland, du. und Magd kennen gen auf sie „ nem Eifer men, Zillen mag hehn; e Hausge⸗ en, Liebe frei, und unver⸗ ssen, große Treu. Geistliche Lieder. 513 5. und aller Arzt und aller Tröster O selig Haus, wo du die Freude bist: teilest, bis jeder einst sein endeh voll⸗ wo man bei keiner Freude dein ver⸗ gißt; und bis sie endlich alle Ale aus o selig Haus, wo 5— Wunden dahin, woher der Vater dich gesendet, heilest ins große, freie, schöne Vaterhaus. Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. 26. 1. O-stern, O⸗stern, Früh⸗lings⸗we⸗ hen! O⸗stern, O⸗stern, Auf ⸗er ⸗ste⸗ hen aus der tie fen Gra⸗ besnacht, 25 aus der tie ⸗-fen—195„bes- nacht! Blu-men sol⸗len fröh⸗lich 2 hen, Hergen slelen heim ⸗-lich glü⸗ hen; +— 2.——.—.— Z Han Beme int HiE, Eniet,. EHi„igt. x——.——.2—— U ö— V..— + denn der Hei ⸗land ist er ⸗wacht! Trotz euch, höllis sche Gewalten! Der im Grabe 0 gebunden, Hättet ihn wohl gern behalten, hat den Satan überwunden, der euch in den Abgrund zwang? ½ ½ und der lange Kerker bricht. Mochtet ihr das Leben binden? Frühling spielet auf der Erden, Aus des Todes düstern Gründen Frühling solls im Herzen werden, dringt hinan sein ewger Gang. herrschen soll das ewge Licht. 33 514 4 alle Hoffnung ist ½ Und beflügelt j Und es klagt bei nimmermehr der kalte, bleiche, gottverlaßne Heidenschmerz. Geistliche Lieder 5 Alle Schranken sind entriegelt, Alle Gräber sind nun heilig, Grabesträume schwinden eilig, n seit im Grabe Jesus lag. Jahre, Monde, Tage, Stunden, versiegelt, edes Herz. keiner Leiche schwunden, und es scheint ein ewger Tag. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf 1783—1817. 8— E— 2 ENDEE————— 4 EE.. EHED 6 n. arer n. n —— 1. Schön⸗ster Herr Je⸗ su, Herr⸗scher al⸗ler En ⸗ den. Got ⸗ tes und Ma⸗ ri ⸗ en Sohn! Dich will ich lie-ben, Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, öSIITIIII......———— rni, ————URRIIIIIII FEE + 2 dich will ich eh ⸗ren, du mei⸗nes Her⸗zens Freud und Kron. 2. ö 4. Schön sind die Wälder, Schön sind die Blumen, schöner sind die Felder schöner sind die Menschen, in der schönen Frühlingszeit: die in frischer Jugend sein. Sie müssen sterben, müssen verderben: der unser traurig Herz erfreut. Jesus lebt in Ewigkeit. Schön leucht't die Sonne, Alle die Schönheit schön leucht't der Monde Himmels und der Erden und die Sternlein allzumal sind verfaßt in dir allein. Jesus leucht't schöner, Keiner soll werden Jesus leucht't reiner lieber auf Erden als alle Engl im Himmelssaal. als der schönste Jesus mein. 167⁷ Zeit und Raum, wie schnell ver⸗ du In dein mein se und me in Freu Laß ru dein ar es will und gl wunden, er Tag. f1783—1817. 167⁷ 1 I ö 1. So nimm denn mei⸗— Hän⸗ 2 99 süh re mich bis an mein se⸗lig En⸗de und e⸗ wig ⸗lich. ei⸗ nen Schritt: wo du wirst gehn und ste⸗hen, da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind: und führe mich es will die Augen schließen bis an mein selig Ende und glauben blind. und ewiglich! Julie von Hausmann 1826—1901. Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht: so nimm denn meine Hände 29. N DI‚.‚‚ IEERESEE ESE S. ü 75 1. Stil⸗le Nacht, hei⸗li⸗ge Nacht! Al⸗les schläft, ein⸗sam wacht nur das trau⸗te, hoch⸗ hei⸗ li ⸗ge Paar. Hol⸗der Kna⸗be im 33* 516„Geistliche Lieder. W.N 1 IIN —.—.— — 7777 lok⸗ki⸗gen Haar, schlaf in himm⸗li⸗scher Ruh, schlaf in himmlischer Ruh. — 2. 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht, Gottes Sohn, o wie lacht durch der Engel Hallelujah Lieb aus deinem göttlichen Mund, tönt es laut von fern und nah: da uns schlägt die rettende Stund, Christ, der Retter, ist da! 27 n Christ, in deiner Geburt! Joseph Mohr 1792—1848. 30. —— A. 4 N———.——— E— — ö 36 — 1. Toch⸗ter Zi⸗on, freu⸗ e dich, jauch ze 2. Ho ⸗si ⸗ an⸗na, Da ⸗ vids Sohn, sei ge⸗ 3. Ho ⸗ si ⸗ an⸗na, Da ⸗vids Sohn! Sei ge⸗ e—— 12.— 2.— 2— 7 12——— I.— 2 I— XI 1 12——— + 12 —7. —.— laut, Je ⸗ ru sa⸗lem! Sieh, dein Kö nig seg⸗ net dei ⸗ nem Volk! Grün ⸗ de nun dein grü⸗ßet, Kö ⸗ nig mild! E wig steht dein —— r e, dn Bunn,—— .—.— 2 6 + kommt zu dir, ia er kommt, der Frie ⸗ de⸗ “* wig Reich, Ho · si ⸗ an ⸗ na in der Frie ⸗ dens⸗thron, du, des ew⸗ gen Va ters grũ scher Ruh. ht! t hen Mund, ude Stund, 111 1792—1848. Geistliche Lieder. ———— Sai. — I 1 IAII I— +——......— + + + IE— Z..L I +I.—.. — 2—54 F— 1— E Höh! Ho ⸗ si ⸗ an⸗ na, Da a vids Sohn! Sei ge⸗ Kind. .——— EDE 3 1 IL EAI EEEEDE 4 * E 7 7˙—1 II — grü ⸗-ßet, Kö nig mild! 1000. 9— ů———. — N I 1—4 +— N—— 1—. + 1 1 ——...—————— 24 L n 1 24—. 4 6 DSDDEEE 1. Un⸗ter Li⸗ lien je ⸗ ner Freu⸗den sollst du X.— N —E— 2——L+ +— 12..— + wei ⸗den, See⸗le, —F EEE schwin ge dich em ⸗por! Als ein be ⸗ hen⸗de; Je ⸗ su Hän⸗de 36557 E EE E R öff ⸗ nen 518 Geistliche Lieder. 2. 5. Laßt mich gehen, laßt mich laufen O wie bald kannst du es machen, u dem Haufen daß mit Lachen erer, die des Lammes Thron unser Mund erfüllet sei! nebst dem Chor der Seraphinen Du kannst durch des Todes Türen schon bedienen träumend führen mit dem reinsten Jubelton. und machst uns auf einmal frei. 3. 6. Löse, erstgeborner Bruder, Du hast Sünd und Straf getragen; doch die Ruder Furcht und Zagen meines Schiffleins, laß mich ein muß nun ferne von mir gehn. in den sichern Friedenshafen Tod, dein Stachel liegt danieder: zu den Schafen, meine Glieder die der Furcht entrücket sein. werden fröhlich auferstehn. 4. 7. Nichts soll mir am Herzen kleben, Gottes Lamm, dich will ich loben süßes Leben, hier und droben was die Erde in sich hält. mit der herzlichsten Begier; Sollt ich noch in dieser Wüsten du hast dich zum ewgen Leben länger nisten? mir gegeben: Nein, ich eil ins Himmelszelt. höͤle, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf 1693—1773. 32. Mel. O du Liebe meiner Liebe.(Herz und Herz vereint zusammen 9⁰⁴ 4———.———— PA I 2— 1.—+—E..— DSDSDSDSDSDSI‚ E— EH.——1. 1. Va⸗ter, dei⸗nes Gei⸗stes We⸗hen durch die gan⸗ze Christenheit läßt uns schon von fer⸗ne se⸗hen dei⸗nes Reiches Herrlichkeit; mil⸗li ⸗o⸗nen⸗weis ge⸗sen⸗det auf das gro⸗ße Ak⸗ker ⸗feld machen, des Türen mal frei. f getragen; gehn. danieder: ehn. lich loben gier; n Leben dir! f1693—1773. ammen Wienhen errlichkeit; Ek⸗ker⸗feld. 2. Bald wird dieser Same blühen allenthalben hoch und hehr, denn Evangelisten ziehen über Inseln, Land und Meer. Um die Saaten zu begießen, Geist der Pfingsten, komm her Laß die Lebensströme fließen bis zum Grabe tief hinab. Geistliche Lieder. steige, 3. Sei gegrüßt, du ewger Morgen, Sonne, bald empor! Weicht nun, all ihr bangen Sorgen, Glanz des Herrn, brich schnell hervor! Seht, der Berge Spitzen glühen ab! schon im ewgen Morgenlicht, und die Frühlingsblumen blühen: Brüder alle, zweifelt nicht! Johann Heinrich Jung, genannt Stilling 1740—1817. 456 33. — 9 . ,, 1. Was macht ihr, daß ihr wei⸗net und bre⸗chet mir mein — N DISE ——7 3 Z. — 6 f‚ * 19 Herz? Im Herrn sind wir ver- ei-net und blei⸗bens al⸗ler⸗ — 2— 2— F 5 d L —7 2 7— I 7 4 wärts. Das Band, das uns ver ⸗ bin ⸗ det, löst X— N N P—— — + we⸗der Zeit noch 911 N 7 1 I was in dem Herrn 50 fin ⸗det, das währt in ihm auch fort, das währt +EF in ihm auch fort. ö V 52⁰0 Geistliche Lieder. 2. 4. Man reicht sich wohl die Hände, Was sollen wir nun weinen als sollts geschieden sein, rrn so gar traurig sehn? und bleibt doch ohne Ende Wir kennen ja den einen, im innigsten Verein. mit dem wir alle gehn. Man sieht sich an, als sähe In einer Hut und Pflege, man sich zum letztenmal, geführt von einer Hand, und bleibt in gleicher Nähe auf einem sichern Wege 2½ dem Herrn doch überall. 25 ins eine Vaterland. 3. 5. Man spricht: Ich hier, du dorten, So sei denn diese Stunde du ziehest, und ich bleib; nicht schwerem Trennungsleid, und ist doch allerorten nein, einem neuen Bunde ein Glied an einem Leib. mit unserm Herrn geweiht. Man spricht vom Scheidewege Wenn wir uns ihn erkoren und geht auf einem Wege sind wir uns nicht verloren, ½ in einer Richtung doch. 7„: wie weh auch Scheiden tut. ½ Karl Johann Philipp Spitta 1801—1859. und grüßt sich einmal noch 10 unserm höchsten Gut, ö 4. 1. Weil ich Je⸗su Schäflein bin, freu ich mich nur im-mer⸗hin 12—— 2—.— 22—.———— 3—4.—— — 3.—.—.—..2———3— ü⸗ber mei⸗nen gu⸗ten Hir⸗ten, der mich schön weiß zu be-wir⸗ten, der mich lie⸗bet, der mich kennt und bei mei-nem Na⸗men nennt. 2. 3. Unter seinem sanften Stab Sout ich denn nicht fröhlich sein. geh ich ein und aus und hab ich beglücktes Schäfelein? unaussprechlich süße Weide, Denn nach diesen schönen Tagen daß ich keinen Mangel leide; werden Engel heim mich tragen und so oft ich durstig bin, in des Hirten Arm und Schoß. führt er mich zum Brunnquell hin. Amen, ja mein Glück ist groß! Luise von Hayn 1724—1788. Herz den tut. ½ ta 1801—1859. men nennt. röhlich sein. in? nen Tagen tich tragen nd Schoß. ist groß! yn 1724—1782. 1. Weißt du, wie⸗viel Sternlein ste hen an dem blau⸗en Himmels⸗ Weißt du, wie⸗viel Wol⸗ken ge⸗ hen weit⸗hin ü⸗ber al ⸗le N 90 man e Ha 2elr7 Gott der Herr hat sie ge⸗zäh- let, daß ihm auch nicht ei⸗nes feh⸗ let an der gan⸗zen gro⸗ßen Zahl, an der gan⸗zen gro⸗ßen Zahl. 2. 3. Weißt du, wieviel Mücklein spielen Weißt du, wieviel Kinder frühe in der heißen Sonnenglut, stehn aus ihrem Bettlein auf, wieviel Fischlein auch sich kühlen daß sie ohne Sorg und Mühe in der hellen Wasserflut? fröhlich sind im Tageslauf? Gott der Herr rief sie mit Namen, Gott im Himmel hat an allen daß sie all ins Leben kamen, seine Lust, sein Wohlgefallen; 3½ daß sie nun so fröhlich sind.: en kennt auch dich und hat dich lieb.: Wilhelm Hey 1780-1854. 1. Wenn ich ihn nur ha ⸗be, wenn er mein nur ist, wenn mein Herz bis hin zum Gra⸗ be sei ⸗ ue Treu ⸗e 52² Geistliche Lieder. — II 1 1—— E 2— ——— di v. nie ver⸗ gißt: weiß ich nichts von Lei-de, füh ⸗le nichts als +— 2 ö————..———.——— — r An⸗dacht, Lieb und Freu⸗- de 2. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an meinem Wanderstabe treugesinnt nur meinem Herrn; lasse still die andern breite, lichte, volle Straßen wan⸗ dern. ö 3. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland; und es fällt mir jede Gabe wie ein Erbteil in die Hand. Längst vermißte Brüder find ich nun in seinen Jüngern wieder. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg(Novalis) 1772—1801. 37. Mel. So nimm denn meine Hände. —. ———— 2 ..— 4——— IT ———.————3—‚.I— 0 b*3 1. Wie könnt ich wenn ich, o Gott und ru⸗ hig sch la⸗fen in 39 8— dunk⸗ler Nacht, Va⸗ter, nicht dein ge-dacht? Ta⸗ ges Trei⸗ ben mein Herz zer- streut; bei d en ————.8....———————— — — dir, bei dir ist Frie⸗den und Se ⸗lig ⸗keit. O decke mit dein du bist j und die Gib mir, ein reine das dir in Glück uns Wie vor Mond 1 Wenn d wo dan Keine H er ist ur Christ K nichts als Gabe Hand. der nen Jüngern ieder. 8) 1772—1801. Nacht, dacht? streut; bei 2. O decke meine Mängel mit deiner Huld; du bist ja, Gott, die Liebe und die Geduld. Gib mir, um was ich flehe: ein reines Herz, das dir voll Freuden diene in Glück und Schmerz. Geistliche Lieder. Auch hilf, daß ich vergebe, wie du vergibst, und meinen Bruder liebe, wie du mich liebst: so schlaf ich ohne Bangen im Frieden ein und träume süß und stille und denke dein. Agnes Franz 1794— 1843. 1. Wie mit grimm-gem Un-⸗ver⸗stand Wel⸗len sich be⸗ Z—.———8—.———— d. —— E 2+.— 3— I 60 1— 7 we⸗ gen! Nir⸗gends Ret⸗tung, nir⸗gends Land vor des Sturmwinds ——————— — ö—————— +— 4 Schlä⸗gen! Ei⸗ner ists, der in der Nacht, ei ⸗ner ists, der —— 2.—————* 2 SEE 2.—— uns be⸗wacht: Christ Ky⸗-ri e, du wan⸗ 2. Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinde delst auf der See! 3. Nach dem Sturme fahren wir n! sicher durch die Wellen, Wenn des Schiffleins Ruder bricht, lassen, großer Schöpfer⸗ dir wo dann Rettung finden? Keine Hilf, als bei dem Herrn: er ist uns der Morgenstern. Christ Kyrie, erschein uns auf der Christ Kyrie, ja See die See! unser Lob erschallen; lobet ihn mit Herz und Mund, lobet ihn zu jeder Stund! 52⁴ Geistliche Lieder. 4. Einst in meiner letzten Not laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken: reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ Kyrie, komm zu uns auf die See! Johannes Daniel Falk 1768—1898. Som⸗mers bunt Ge⸗sie⸗ der und dein be⸗blüm⸗tes Fest⸗ge⸗wandꝰ 2. Du schlummerst nun entkleidet; kein Lamm und Schäflein weidet auf deinen Aun und Höhn; der Vöglein Lied verstummet, und keine Biene summet: doch bist du auch im Schlummer schön. 3. Die Zweig und Astlein schimmern, und tausend Lichter flimmern, wohin das Auge blickt. Wer hat dein Bett bereitet, die Decke dir gespreitet ö und dich so schön mit Reif geschmückt? 4. Der gute Vater droben hat dir dein Kleid gewoben, er schläft und schlummert nicht. So schlummre denn im Frieden! Der Vater weckt die Müden zu neuer Kraft und neuem Licht. 5. Bald in des Lenzes Wehen wirst du verjüngt erstehen zum Leben wunderbar. Sein Odem schwebt hernieder: dann, Erde, stehst du wieder mit einem Blumenkranz im Haar. Friedrich Adolf Krummacher 1767—1845. entbrannt, aubenshand! zu uns auf die See! ralk 1768—1998. Hül⸗le, du 5 ⸗der, des mert nicht. m Frieden! Müden euem Licht. Wehen tehen L. ernieder: wieder inz im Haar. acher 17607—1845. Geistliche Lieder. 40. —5HTEFff F.7 1. Wie sie so en ruhn, al ⸗le die Se ⸗li⸗gen, von ih⸗ rer Ar ⸗ beit, die sie in Gott ge⸗ tan, und ih⸗ re Wer⸗ke fol ⸗gen ih⸗nen nach in des wi⸗ gen Frie ⸗ dens Hüt ⸗ten. 2. dann wird, was 30ͤl und ver⸗ On iren Artgent Teanen— himmlisch und mafene aufer⸗ sie kommen freudig, bringen die Garben ein, die weinend gingen, edlen Samen 4. trugen in Hoffnung, in Lieb und Preis, Ruhm und Ehre sei dir, o Glauben. ott, gebracht 3. für deine Werke, die du an uns etan: Wenn einst die Stimme Wwecht sie daß, wie in einem alle sterden, auferwe der leben. des Menschensohnes, die durch die Alsg in einem sie wutener nerr Gräber dringt, Samuel David Roller 1779—1850. Geistliche Lieder. 41. Mel. O selig Haus, wo man dich aufgenommen 2. 1. Wie wird uns sein, wenn end⸗lich nach dem schwe⸗ren, doch wir aus der Frem⸗de in die Hei⸗mat keh⸗ren und DRDRDRPP ———* 3—.——*—+—3—..—— n dar.Hie.. ⸗enm n.. L J. eHH H 2——W2 1.———4 124 EE 2———— HEE x— + 5 1 1 nach dem letz⸗ten aus⸗ge⸗kämpf⸗ten Streit ein ⸗ziehn in das Tor der E⸗ wig⸗keit, wenn wir den e i. 4———— ö ö letz⸗ ten Staub von un⸗sern Fü⸗ßen, den letz⸗ten Schweiß vom +* E 1 XI 3 025 ö EI—4 I11 E An ⸗ge⸗ sicht ge⸗wischt und in der Nä⸗he se- hen und be⸗ grü⸗ßen, was oft den Mut im Pil⸗ger⸗ tal er⸗rischt! 2. und nicht aurgdgescheucht von Wie wird uns sein, wenn wir vom Schuld und Pein hellen Strahle als Himmelsbürger, Gottes Haus⸗ des ewgen Lichtes übergossen stehn, genossen und— o der Wonne!— dann zum eintreten dürfen in der Selgen ersten Male Reihn! uns frei und rein aller Sünde 3 seh wenn wir durch Leinen Makel aus Wie wird uns sein, wenn nun dem geschlossen Liebeszuge zu der mit u die fre wenn wie und uv erblick Wie n Komn dasteh ihm s die Ar tut 830 chwe⸗ren, doch keh⸗ ren und . wir den hen und be⸗ =frischt! jescheucht von uld und Pein Gottes Haus⸗ ossen nader Selgen gn! wenn nun dem heszuge V Geistliche Lieder. zu dem, der uns den Himmel auf⸗- um Menschennot und Herzenshär⸗ ti getan, keit, mit ungehaltnem, sehnsuchtsvollem die Wunden, die das teure Blut Fluge vergossen, die frei gewordne Seele folgen kann, das uns vom ewgen Tode hat wenn nun vom Aug des Glaubens befreit! lichte Hülle, wie Nebel vor der Morgensonne, 5. fällt, Mi foin! und wir den Sohn in seiner Got⸗ Aug Ahen, 5 tesfülle kein Ohr gehört, kein Menschensinn erblicken auf dem Thron als Herrn empfand, er Welt! das wird- uns werden, wird an 4. uns geschehen, Wie wird uns 2 wenn wir ihn E 9105. auß Aüete hören rufen: inan⸗ Kommt, ihr Selaiun Aeh wenn wir, Egerlennen: 0 im Licht 9 2 dastehend an Gottesthrones 519 Huhe 43 wert, tufen, 2 ihm schauen in sein gnädig Ange⸗ eilen, An wüet 3 7 wo mehr als wir verstehn der die Augen sehn, die einst von Trä⸗ Herr beschert. nen flossen Karl Johann Philipp Spitta 1801—-1850. 42. Einzelne 944—— ———. He d den inneneer Errnnn En pnm: üner. en Eemne. V.— L d den — 2 1. Wir pflügen und wir streuen den Sa⸗-men auf das Land, doch — Ban ie t mu—— + 7 - er d re, en naner e nn andunern, Kr nn;de R 15 Wachs⸗tum und Ge⸗ dei⸗ hen steht in des Him-mels Hand: der . tut mit lei⸗sem We⸗hen sich mild und heim⸗lich auf und Geistliche Lieder. ETTTTEE— ,, I. 111, +— PEEEEN 2⁴¹ + + 2— 4—.— H1 L— 35 18—39 2— · 7*. ö träuft, wenn heim wir ge⸗ hen, Wuchs und Ge⸗dei⸗ hen drauf. deck —.—. ö——— 4—.—— aer.——— I SZ.—72——3—.—. 4 23..—.* 1 e iie e————— 1—— EEE—— 25— 6 6 67 ö— 22 f E + Al ⸗le gu ⸗te Ga⸗ be kommt her von Gott dem Herrn, drum Welt N——.— + IV + 1 I— SSHN + + 2——4 ——— 245 2 F—.. dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn! a ö 2. das schöne Frühlingswetter Er sendet Tau und Regen und Schnee und Ungestüm. und Sonn und Mondenschein Alle gute Gabe und wickelt seinen Segen kommt her von Gott dem Herrn: gar zart und künstlich ein ½ drum dankt ihm, dankt und bringt ihn dann behende und hofft auf ihn! in unser Feld und Brot: 4. Hei es geht durch unsre Hände, Er läßt die Sonn aufgehen, ö kommt aber her von Gott. er stellt des Mondes Lauf; Verla Alle gute Gabe er läßt die Winde wehen ö kommt her von Gott dem Herrn: und tut die Wolken auf. die§ 2% drum dankt m,, dankt Er schenkt uns so viel Freude, und hofft auf ihn! er macht uns frisch und rot; Jeruf 3. er gibt dem Viehe Weide ist die Was nah ist und was ferne, und seinen Menschen Brot. 8. von Gott kommt alles her, Alle gute Gabe 74. der Strohhalm und die Sterne, kommt her von Gott dem Herrn: kann das Sandkorn und das Meer. 1 drum dankt ihm, dankt Von ihm sind Büsch und Blätter und hofft auf ihn! und Korn und Obst, von ihm Matthias Claudius 1740—1815. 43. —..——————— —— 2———.—.—— 1. Wo fin⸗ det die See—le die Hei⸗mat, die Ruh? Wer hen drauf. herrn, drum +7 auf ihn! wetter estüm. dem Herrn: dankt fgehen, Lauf: hen auf. IFreude, ind rot; eide Brot. dem Herrn: zankt ius 1740—1815. 41 Ruh? Wer Geistliche Lieder. deckt sie mit schüt-zen-den Fit ⸗ti⸗ chen zu? Ach bie ⸗tet die Welt kei⸗ ne Frei⸗ statt uns an, wo Sün ⸗de nicht herr⸗schen, nicht ———————— + an ⸗fech-ten kann? Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht: die ——.— D.— ö——3.—.—. Hei⸗mat der See⸗ le ist dro⸗ ben im Licht. 2. 3. Verlasset die Erde, die Heimat zu Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! sehn, Tod, Sünde und Schmerzen die kennt die Heimat der— so herrlich, man dort nicht; so schö ön! das Rauschen der Harfen, der lieb⸗ Jerusalem droben, von Golde erbaut, liche Klang ist dieses die Heimat der Seele, der bewillkommt die Seele mit süßem Brautꝰ Gesang. 2 Ja, ja, 1 dieses allein ½ Ruh, Ruh, 1 himmlische Ruh kann Ruhplatz und Heimat der Seele im Schoße des Mittlers, ich eile nur sein. dir zu! 1827. Gebete. I. Gebete für die häusliche Andacht. I. Morgengebete. 1. Der Morgensegen Dr. Martin Luthers. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr be⸗ hütet hast; und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir alle mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein Amen. Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. men. 2. Für den Sonntag. Vater der Barmherzigkeit! Gesegnet sei uns der Tag, den du uns heute erleben lässest, der Tag, an welchem wir von irdischen Geschäften ruhen und unsern Geist zum Himmel erheben dürfen. Wir sind teuer er⸗ kauft durch deinen Sohn. O lehre uns schaffen, daß wir selig werden, mit heiliger Furcht, in Zuversicht und Hoffnung. Laß uns tief empfinden, welch Glück es sei, mit geistigen und himmlischen Gütern durch deinen Sohn, Jesum Christum, gesegnet zu werden. Herr, rede du selbst zu uns, du hast Worte der Wahrheit; rede an unser Herz, du hast Worte der Liebe, des Trostes und der seligsten Hoffnung. Gib uns erleuchtete Augen des Geistes, daß wir erkennen die Geheimnisse deines Wortes, die Ratschlüsse und Gebote deiner Liebe. Laß den unvergänglichen Samen deines Wortes in uns Frucht bringen für das ewige Leben. Segne unsre Andacht, damit sie eine Anbetung im Geist und in der Wahrheit sei. Bewahre uns vor Gedankenlosigkeit, vor Leichtsinn und vor allen sündlichen Zerstreuungen, durch welche der heutige dir und deinem Dienst geweihte Tag entheiligt wird. Gib, daß uns der Segen des heutigen Tages durch die ganze Woche, durch alle Tage unseres Lebens, ja bis in die Ewigkeit begleite. Heilige uns, Vater, durch deine Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Heilige uns zu deinem Dienste; dein Dienst ist Leben und Seligkeit. Amen. 3. Für den Montag. Bei diesem Anfange der Woche rufe ich zu dir, o heiliger Vater, im Namen Jesu Christi, du wollest mein Herz, Mut und Sinn mit deinem heiligen Geist erfüllen, damit ich allein das denke, rede und tue, was dir wohlgefällig ist. Ach vereinige meine Gedanken und Begierden mit dir durch ich in auf di Kraft, Lehre Mense süßer ter u meine und g in mi Preis 4. scheuck deine schenke und 1 danker Preis werde nes u 2 Väter, von n wir: Fülle barmh haftige alle ut ner G deinen deinen 3 lässest und u anzurr das L heilsan zu Er! ganzen Lande und H Barml festem Amen. 4. Kraft Weish decket lassen, acht. S. ristum, deinen id Gefahr be⸗ behüten vor gefalle. Denn Hände. Dein an mir finde. den du uns jen Geschäften sind teuer er⸗ g werden, mit ief empfinden, durch deinen selbst zu uns, Frte der Liebe, te Augen des jie Ratschlüsse deines Wortes ndacht, damit ahre uns vor Zerstreuungen, Tag entheiligt ganze Woche, leite. Heilige rheit. Heilige Amen. ger Vater, im n mit deinem tue, was dir erden mit dir Gebete für die häusliche Andacht. 531 durch die Liebe Christi und reinige mein Gewissen durch sein Blut, damit ich in deinem heiligen Gehorsam einhergehe. Siehe, ich übergebe mich dir auf diese ganze Woche, ja auf mein ganzes Leben. Stärke mich mit deiner Kraft, mache mich aufrichtig, dir und meinem Nächsten in Liebe zu dienen. Lehre mich wider alle Verführungen meines verderbten Herzens und böser Menschen streiten. Mache mir die Eitelkeit recht bitter, daß du mir desto süßer werdest. Hilf mir die Last dieser Woche tragen. Leite mich wie ein lieber Va⸗ ter und mache mich kindlich gehorsam. Sprich selbst deinen Segen über meine Arbeit und gehe mir mit deiner Weisheit vor, damit ich fröhlich und getrost darin, aber auch gewissenhaft und treu sei. Ja werde du selbst in mir und allen meinen Dingen Anfang, Mittel und Ende zu deinem Preis und meinem Heil. Amen. 4. Für die übrigen Wochentage. 1. Herr, unser Gott, der du den Schlummer der Nacht von uns ver⸗ scheucht und uns versammelt hast, unsere Hände aufzuheben zu dir und deine gerechten Gerichte zu preisen, nimm an unser Gebet und Flehen und schenke uns Glauben, der nicht zuschanden wird, zuversichtliche Hoffnung und ungeheuchelte Liebe; segne unsern Eingang und Ausgang, unsre Ge⸗ danken, Worte und Werke, und laß uns diesen Tag beginnen unter Lob, Preis und Ruhm der unaussprechlichen Süßigkeit deiner Güte. Geheiliget werde dein Name; dein Reich komme, das Reich des Vaters und des Soh⸗ nes und des heiligen Geistes. Amen. 2. Wir loben, preisen und rühmen dich und danken dir, Gott unserer Väter, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und uns von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Güte flehen wir: sei gnädig über unsere Missetat und nimm an unser Gebet nach der Fülle deiner Erbarmungen. Denn du bist unsere Zuflucht für und für, barmherziger, allmächtiger Gott. Laß scheinen in unsere Herzen die wahr⸗ haftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte alle unsere Sinne, auf daß wir als am Tage ehrbar wandeln den Weg dei⸗ ner Gebote und das ewige Leben erlangen, wo wir uns freuen werden in deinem unzugänglichen Licht. Denn du bist die lebendige Quelle, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. 3. Herr, unser Gott, heilig und unbegreiflich, der du das Licht scheinen lässest aus der Finsternis, der du uns erquickt durch den nächtlichen Schlaf und wieder aufgeweckt hast, deinen Ruhm zu preisen und deine Gnade anzurufen: nimm jetzt von uns an nach deiner grundlosen Barmherzigkeit das Opfer unserer Anbetung und unsers Danks und gewähre alle uns heilsamen Bitten. Mache uns zu Kindern des Lichts und des Tages und zu Erben deiner ewigen Güter. Gedenke, Herr, nach deiner Güte deines ganzen Volks, aller, die mit uns beten, und aller unserer Brüder, die zu Lande oder zu Meer oder wo sonst in deinem weiten Reich deiner Gnade und Hilfe bedürfen, und schütte über sie alle aus den Reichtum deiner Barmherzigkeit; auf daß wir, erlöset nach Seel und Leib, unverrückt in eltem Glauben deinen heiligen und wunderbaren Namen rühmen mögen. Amen. 4. Herr, himmlischer Vater, ewiger Gott, gelobet sei deine göttliche Kraft und Allmacht, deine grundlose Güte und Barmherzigkeit, deine ewige Weisheit und Wahrheit, daß du mich in dieser Nacht mit deiner Hand be⸗ decket und unter dem Schatten deiner Flügel hast sicher ruhen und schlafen lassen, auch vor dem bösen Feind bewahret und ganz väterlich beschirmet. 34³⁷ 532 Gebete für die häusliche Andacht. Darum lobe ich dich um deine Güte und um deine Wunder, die du an den Menschenkindern tust, und will dich in der Gemeine preisen. Dein Lob soll allewege in meinem Munde sein. Meine Seele soll allezeit dich, mei⸗ nen Herrn, rühmen, und was in mir ist, deinen heiligen Namen preisen: nimmermehr will ich vergessen, was du mir Gutes getan hast. So laß nun dir gefallen das Lobopfer aus meinem Munde, welches ich dir des Mor⸗ gens früh in Einfalt meines Herzens bringe. Ich rufe zu dir von ganzem Gemüt: du wollest mich heut diesen Tag behüten vor aller Gefahr Leibes und der Seelen und deinen lieben Engeln über mir Befehl tun, daß sie mich behüten auf allen meinen Wegen. Um⸗ gib mich rings mit deinem Schild und führe mich auf den Steig deiner Gebote, daß ich unsträflich wandle in deinem Dienst, ie die Kinder des Tags, zu deinem Wohlgefallen. Wehre dem bösen Feind und allen Arger⸗ nissen dieser Welt; dazu steure meinem Fleisch und Blut, daß ich nicht von ihnen überwältigt wider dich handle und dich mit meinen Sünden erzürne. Regiere du mich mit deinem heiligen Geist, daß ich nichts vornehme, tue, rede oder gedenke, denn allein was dir gefällig ist und zu Ehren deiner göttlichen Majestät gereicht. Amen. 5. Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten! O du barmherziger Gott, dessen Güte und Treue alle Morgen neu ist: ich sage dir mit Herz und Mund Lob und Dank, daß du mich diesen Morgen wiederum gesund hast lassen von meinem Lager aufstehen und meinen Leib vor Schaden und meine Seele vor Sün⸗ den bewahrt hast. Wie groß ist deine Güte, Herr, daß Menschen unter dem Schatten deiner Flügel trauen und unter demselben so mächtig bewahret werden. Ich schaue nach der Finsternis wieder das Sonnenlicht: gib mir Gnade, daß ich diesen ganzen Tag in deinem Lichte wandle und alle Werke der Finsternis fliehe. Ich achte den Tag für verloren, an welchem ich der Welt gedient und mich nach der Welt Torheiten und Gewohnheiten gerichtet habe, wofür ich einst vor deinem Gericht eine schwere Rechenschaft geben muß. Ich opfre mich hingegen dir ganz zu deinem Dienst mit Leib und Seele. Laß mich nichts wollen, nichts vornehmen und gedenken, als was dir gefällt, auf daß der ganze Tag dir möge geheiliget sein. Ich klopfe an deine Gnadentür, ich wende mich wieder zu der Segensquelle, aus welcher ich nehme einen Segen nach dem andern, eine Hilfe nach der andern; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich; wenn du deine Hand auf⸗ tust, so wird alles gesättigt mit Wohlgefallen. Gib mir guten Rat, wenn ich Rat bedarf; richte meine Anschläge und Vornehmen nach deinem Willen. Entzünde in mir die Flammen deiner göttlichen Liebe, daß ich diesen Tag meinen Glauben in den Werken zeige und in wahrer Liebe gegen dich und den Nächsten verharre, auf daß ich ohne Gewissenswunden den Abend er⸗ reiche. Wenn ich rufe zu dir, Herr mein Gott, so schweige mir nicht. Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Chor. Laß das Gebet der Elenden, Traurigen, Kranken und auch das Gebet der Meinigen und aller Frommen vor deinem Gnadenstuhl Er⸗ hörung finden! Amen. II. Abendgebete. 1. Der Abendsegen Dr. Martin Luthers. Das walte Gott Vater, Sohn, heiliger Geist. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädig behütet hast; und bitte dich, daß d reichli sonder Verlei Nutzer väterl dienst und E haben, durch Du w Leben väterl uns h V der T stets nung des g wird würdi den et ohne und l Tröste heilige unsere 4 Dank, hast,! darin ten u vergan zurück eigene bis w und das ie gering dir a gegner dem Sünde die du an den n. Dein Lob zeit dich, mei⸗ amen preisen: hast. So laß )dir des Mor⸗ ut diesen Tag lieben Engeln Wegen. Um⸗ u Steig deiner ie Kinder des d allen Arger⸗ ich nicht von ünden erzürne. hornehme, tue, Ehren deiner oten, so wird sen Güte und tund Lob und in von meinem eele vor Sün⸗ chen unter dem chtig bewahret innenlicht: gib andle und alle n, an welchem Gewohnheiten re Rechenschaft dienst mit Leib enken, als was Ich klopfe an le, aus welcher andern; denn eine Hand auf⸗ ten Rat, wenn deinem Willen. ich diesen Tag gegen dich und den Abend er⸗ mir nicht. Höre jebe zu deinem anken und auch znadenstuhl Er⸗ S. SHhristum, deinen und bitte dich, Gebete für die häusliche Andacht. 533 du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 2. Für den Sonntag. Wir loben und preisen dich, Herr Gott, Vater Himmels und der Erden, daß du uns an diesem deinem Tage aus lauter Güte und Barmherzigkeit reichlich versorget hast, nicht allein dem Leibe nach mit dem täglichen Brote, sondern auch an unsern Seelen mit der himmlischen Speise deines Wortes. Verleihe, o treuer Gott, daß es in unsern Herzen wurzele und großen Nutzen schaffe zu deiner Ehr und unserer Seligkeit. Wir bitten auch deine väterliche Gnade, du wollest uns ja dein lauteres Wort und reinen Kirchen⸗ dienst nicht entziehen. Laß uns auch, barmherziger Vater, unsere Schuld und Sünden, mit welchen wir diesen heutigen Tag möchten verunheiliget haben, nicht entgelten, sondern vergib sie und wende sie uns zu Gnaden durch das bittere Leiden und Sterben deines lieben Sohnes Jesu Christi. Du wollest auch auf die heute angehende ganze übrige Zeit unseres kurzen Lebens in diesem Jammertal uns dir in deinen göttlichen Schutz und väterlichen Segen befohlen sein lassen. Laß deine heiligen Engel sich um uns her lagern, damit der böse Feind keine Macht an uns finde. Weil aber der Abend dieser Welt mehr und mehr herbeinahet und sich der Tag geneiget hat, so verleihe uns die Gnade deines Geistes, damit wir stets wachen und in lebendigem Glauben, in brünstiger Liebe, fester Hoff⸗ nung und heiligem Wandel warten der seligen Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesu Christi, wenn er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten: auf daß wir ihn alsdann würdig und mit Freuden empfahen, ins ewige Leben mit ihm eingehen und den ewigen Feier⸗ und Freudentag mit allen Auserwählten erlangen und ohne Ende halten mögen. Erbarme dich, o Herr, der ganzen Christenheit und befreie deine Gemeinde von aller Bedrängnis, Spott und Tyrannei. Tröste alle geängstete, betrübte Gewissen durch den wahren Tröster, den heiligen Geist, und sende uns allen deinen Frieden durch Jesum Christum, unseren Fürsprecher und einigen Mittler. Amen. 3. Für die Wochentage. 1. Barmherziger, gnädiger Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du Tag und Nacht geschaffen, Licht und Finsternis unterschieden hast, den Tag zur Arbeit, die Nacht zur Ruhe, auf daß sich deine Kreatur darin erquicken möchte. Ich lobe und preise dich in allen deinen Wohlta⸗ ten und Werken, daß du mich durch deine göttliche Gnade und Schutz den vergangenen Tag hast vollenden und seine Last und Plage überwinden und zurücklegen lassen. Es ist ja genug, lieber Vater, daß ein jeder Tag seine eigene Plage habe. Du hilfst ja immer eine Last nach der andern ablegen, bis wir endlich zur Ruhe und zu dem ewigen Tage kommen, da alle Plage und Not aufhören wird. Ich danke dir von Herzen für alles das Gute, das ich diesen Tag von deiner Hand empfangen habe. Ach Herr, ich bin zu geringe aller deiner Barmherzigkeit, die du käglich an mir tust. Ich danke dir auch für die Abwendung des Bösen, so mir diesen Tag hätte be⸗ gegnen können, und dafür, daß ich unter dem Schatten des Höchsten und dem Schirme des Allmächtigen vor allem Unglück und vor schweren Sünden behütet geblieben bin, und bitte dich herzlich und kindlich: ver⸗ 53⁴4 Gebete für die häusliche Andacht. gib mir alle meine Sünde, die ich diesen Tag begangen habe mit Ge⸗ danken, Worten und Werken. Viel Böses habe ich getan, viel Gutes habe ich versäumt. Ach sei mir gnädig, mein Gott, sei mir gnädig! Laß heute alle meine Sünde mit mir absterben, und gib, daß ich immer gottesfürchtiger, heiliger, frömmer und gerechter wieder aufstehe, daß meine Seele und Geist immer zu dir wache, mit dir rede und handle. Segne mich, daß dein Name und Gedächtnis in meinem Herzen bleibe, ich wache oder schlafe. Behüte mich vor schrecklichen Träumen, vor Ein⸗ bruch der Feinde, vor Feuers⸗ und Wassersgefahr. Sei du, o Gott, mein Schatten über meiner rechten Hand, daß mich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Laß deine heiligen Wächter mich behüten und deine Engel sich um mich lagern und mir aushelfen. Wecke mich wieder auf zu deinem Lob und Preise, daß ich mit neuen Kräften dir dienen möge. Wenn aber diese Nacht nach deinem unerforschlichen Rat⸗ schluß die letzte sein soll, und mein Stündlein vorhanden ist, so verleihe mir eine selige Ruhe in Jesu Christo, meinem Herrn. Amen. 2. Allmächtiger, ewiger Gott, wie freundlich bist du denen, die auf dich harren, und der Seele, die nach dir fraget. Wie hast du mich diesen Tag so gnädiglich angesehen, der ich doch alles Guten unwürdig bin, hast nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach mei⸗ ner Missetat. Das danke ich dir von ganzem Herzen. O Herr, laß dir angenehm sein, was ich diesen Tag in deinem Namen getan habe; ver⸗ gib mir, was ich wider deinen göttlichen Willen gesündigt habe. Laß in mir nicht verlöschen das Licht des Glaubens und deiner Erkenntnis, laß nicht mich überfallen die grausame Finsternis der Unwissenheit, des Un⸗ glaubens und der Verzweiflung, behüte mich vor der ewigen Nacht. Herr, bleibe bei mir, denn der Tag hat sich geneiget, und es ist niemand, der mich in der Finsternis erhalten möge, denn du allein, mein Gott. Hilf uns, so wir wachen, daß wir in Christo wachen; behüte uns, so wir schlafen, daß wir in Frieden ruhen. Suche heim und regiere dieses Haus und vertreibe davon alle Schrecken des Feindes und laß deine heiligen Engel darin woh⸗ nen. Dein heiliger Segen bleibe über uns durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 3. Ich sage dir Dank, du wahres, ewiges Licht, daß du mich in dem Glanze deiner göttlichen Gnade und deines Geistes in dieses natürlichen Tages Schein vor schweren Sünden behütet hast. Laß nun, o Gott, der du die Nacht dem gebrechlichen Leibe zur Ruhe verordnet hast, meine mühselige, sün⸗ dige Seele in dir ruhen und Frieden haben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen Geistes. Meine Sinne und Gedanken laß samt Händen und Füßen feiern, schweigen und stille sein zu dir, der du den Deinen gegen⸗ wärtig und unvergessen bist auch im tiefen Schlafe. Laß ja nicht mein träges Fleisch die arme Seele überwältigen, daß sie dein vergesse des Nachts. Dir befehle ich meinen Geist, o Hirte, zu treuen Händen; du hast ihn er⸗ löset, Herr, du treuer Gott. Laß mich von dir nicht sinken, wache über mich, schirme mich mit deinen Flügeln. Wenn Tag und Nacht sich scheiden, so wecke mich und verleih mir wieder das Licht, darin ich hie wandeln und bei dir dort ewig wohnen möchte. Höre und erhöre mich, der du nicht schläfst noch schlummerst, durch Jesum Christum. Amen. 4. Gelobet seist du, o Gott und Vater, durch Jesum Christum im heili⸗ gen Geiste, du einiger, ewiger Gott, daß du durch deine mannigfaltige Güte mich armen Sünder und elenden Menschen diesen Tag so gnädiglich bewahrt hast vor allerlei Unglück und Schaden, vor Krankheit und plötz⸗ lichem Tode. Herr, deine Güte reicht, so hoch der Himmel ist, und deine Wahr alle d mir 6 mit V mir 1 ruhen, verlaf sicher mir SE sollte mir g du bif deine Zuflus des N Bette denn Wenn Heil. herzur im ren Leben —. ken vi und u wir n wenn was e und S Gnade alle, d fröhlie seligen Friede der A hen ex men, einschl lich. lichen erhöh lich. deinen mein ganze nicht erzeig bin da ruhete am E habe mit Ge⸗ viel Gutes mir gnädig! iß ich immer ufstehe, daß und handle. derzen bleibe, en, vor Ein⸗ du, o Gott, 's die Sonne Wächter mich helfen. Wecke Kräften dir chlichen Rat⸗ verleihe mir „die auf dich hq diesen Tag in, hast nicht ten nach mei⸗ Herr, laß dir nahabe; ver⸗ jabe. Laß in kenntnis, laß heit, des Un⸗ Nacht. Herr, niemand, der ott. Hilf uns, schlafen, daß und vertreibe Idarin woh⸗ ristum, unsern mich in dem s natürlichen ott, der du die nühselige, sün⸗ glichem Anlauf Händen und Deinen gegen⸗ ja nicht mein se des Nachts. u hast ihn er⸗ „ wache über t sich scheiden, wandeln und der du nicht stum im heili⸗ mannigfaltige so gnädiglich heit und plötz⸗ ist, und deine Gebete für die häusliche Andacht. 535 Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Du bist gnädig und barmherzig, und alle deine Werke sind löblich. Ich bitte dich, mildreicher Gott, du wollest mir aus Gnaden verzeihen alles, was ich wider dich getan habe, es sei mit Werken, Worten oder Gedanken. Wollest auch deine Barmherzigkeit zu mir wenden und mich diese bevorstehende Nacht also lassen schlafen und ruhen, daß ich dich, der du bist die ewige Ruhe, nun und nimmermehr verlasse, sondern in dir bleibe durch den Glauben und unter deinem Schirm sicher wohne, auf daß sich der böse Feind nicht dürfe zu mir nahen und mir Schaden zufügen. Herr, du bist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Du bist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Auf dich verlässet sich mein Herz, und mir ist geholfen; denn du bist mein Trost und mein gewaltiger Schutz. Deine Hand stärket mich, deine Rechte tröstet mich, und unter dem Schirm deines Armes habe ich Zuflucht. Siehe, mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du mir, und des Nachts schweige ich auch nicht, und du erhörst mich. Wenn ich mich zu Bette lege, so gedenke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir, denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich. Wenn ich im Finstern sitze, so bist du doch, Herr, mein Licht und mein Heil. O gütiger Gott, verleihe mir Gnade, wenn mein Sterbestündlein herzunahet, und ich mich zur ewigen Ruhe soll niederlegen, daß ich dann im rechten, festen Glauben getrost und unverzagt möge seliglich zum ewigen Leben einschlafen. Amen. 5. Herr Jesu, barmherziger Heiland! Laß uns diesen Abend mit Dan⸗ ken vor dein Angesicht kommen. Jeder Tag ist ein Gnadengeschenk deines und unseres Vaters im Himmel; seine Güte und dein Verdienst ist es, daß wir nicht gar aus sind. Wie dürften wir armen Sünder hoffen zu leben, wenn du nicht für uns gestorben wärst! Laß uns auch heute nicht vergessen, was es dich gekostet hat, uns zu erlösen; und laß den Segen deines Leidens und Sterbens an uns nicht verloren sein. Gedenke unser auch ferner in Gnaden und laß uns deiner Treue Tag und Nacht befohlen sein. Nimm alle, die dich lieben, in deine Hände und an dein Herz und laß uns in dir fröhlich ruhen. Gib in dieser Nacht allen Weinenden Trost, allen Müh⸗ seligen und Beladenen süße Erquickung, allen Friedlosen verleihe deinen Frieden, allen Kranken sanfte Ruhe, allen Sterbenden die selige Hoffnung der Auferstehung. Herr Jesu, bei dir allein ist ewiger Friede; zu dir flie⸗ hen wir heute abend: zu dir wollen wir dereinst auch unsere Zuflucht neh⸗ men, wenn der Abend unseres Lebens naht, daß wir in dir sanft und selig einschlafen zum ewigen Leben! Amen. 4. Für den Sonnabend. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewig⸗ lich. Wer kann die großen Taten des Herrn ausreden und alle seine löb⸗ lichen Werke preisen! Ich danke dir auch von ganzem Herzen, ich will dich erhöhen, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewig⸗ lich. Ich will dich täglich und auch jetzt am Ende dieser Woche loben und deinen Namen verherrlichen. Denn wer bin ich, Herr Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? O du hast diese ganze Woche über nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meinen Missetaten. Du hast mir Leben und Wohltat erzeiget, und durch dein Aufsehen hast du meinen Odem bewahret. Ich bin des Tags unter deinem Schirm gesessen, du Höchster, und des Nachts ruhete ich unter deinem Schatten, du Allmächtiger. Warum sollte ich nicht am Ende dieses Tages und dieser Woche von ganzem Herzen zu dir spre⸗ 536 Gebete für die häusliche Andacht. chen: Meine Zuversicht und meine Burg? O wohl ein treuer Gott, auf den ich hoffe, auf den ich mich in völligem Glauben lehne! Denn du hast mich und mein Haus diese ganze Woche vor so mancherlei Unfall in Gnaden be⸗ wahret. Wieviel, wie reichlich hast du mir täglich vergeben! Wie herzlich hast du dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe! Und ob du uns auch gezüchtiget und mit Leiden und Widerwärtigkeiten heimgesuchet, so hast du uns doch dem Tode nicht übergeben, sondern es ist uns zu Nutz geschehen, daß wir deine Heiligung erlangen. Ach vergib mir um Jesu Christi willen meine Sünden, welche ich wi⸗ der dich, wider meinen Nächsten und wider mich selbst begangen habe. Schaffe mir, Gott, ein rein Herz durch das Blut Jesu deines Sohnes und einen neuen Geist durch deinen heiligen Geist. Und gleichwie du mir aus Gnaden meine vielen Übertretungen erlässest, mit welchen ich diese Woche hindurch übertreten habe, also neige auch mein Herz durch deine Erbarmungen zur Erbarmung gegen alle, die mich beleidigt haben, daß ich ihnen auch vergebe von Herzen, einem jeglichen seine Fehle. Ich weiß ja nicht, ob nicht in dieser Nacht mit dem Ende dieser Woche auch das Ende meines Lebens einbrechen möchte. Darum laß mich nicht, weder in der Sünde des Zorns und der Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder derderben, sondern in Christo Jesu meinem Heiland erfunden werden. In diesem tröste ich mich: du, Herr, bist meine Zuversicht, und du, Höchster, bist meine Zuflucht. Nur bereite mich, alle die Meinigen und alle, die nach dir fragen und dein Heil liebhaben, durch deine Kraft, daß ein jeder das Werk, das du ihm befohlen hast, von Tag zu Tag treulich ausrichte und am Ende seines Lebens mit Freuden vollendet habe, damit das Ende unse⸗ res Lebens, es komme heut oder morgen, eine Befreiung von dem Dienst des vergänglichen Wesens und ein Anfang der herrlichen Freiheit der Kin⸗ der Gottes in jener Welt sei. Das tue, lieber Vater, um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, unsers Herrn und Heilandes, willen. Amen. III. Tischgebete. 1. Vor dem Essen. 1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. Herr Gott, himmlischer Vater, segne uns diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen. 2. Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen. 2. Nach dem Essen. 1. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich: der allem Fleische Speise gibt, der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn fürchten und auf seine Güte warten. Wir danken dir, Herr Gott, Vater, durch Jesum Christum unsern Herrn, für alle deine Wohltat, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. deiner und z errett aber wahr mache mit 6 sein 1 habe, Dienf sie de ten u er sei und 1 ten und 1 nichte die n Ungl. Chrif und allen, spüre samt und Amen Gott, auf den du hast mich n Gnaden be⸗ Wie herzlich l Und ob du heimgesuchet, uns zu Nutz welche ich wi⸗ gangen habe. Sohnes und du mir aus )diese Woche Erbarmungen ch ihnen auch ja nicht, ob Ende meines er Sünde des sterben oder werden. In du, Höchster, alle, die nach ein jeder das ausrichte und as Ende unse⸗ nadem Dienst iheit der Kin⸗ Jesu Christi, Amen. en ihre Speise was da lebet, aben, die wir ristum unsern uns bescheret Güte währet n Futter gibt, an denen, die unsern Herrn, it. Amen. Gebete für die häusliche Andacht. 537 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, so hats nicht Not; du bist das wahre Lebensbrot! Amen. 5— 133 Tischgebete siehe unter Nr. 426, 427, 428 und 429 des Gesang⸗ uchs. IV. Gebete für die Festtage. 1. Advent. Herr Gott, himmlischer Vater, wir danken deiner Gnade, daß du uns deinen Sohn gesandt hast und ihn gesetzt hast zum König der Gerechtigkeit und zu unserm Heiland und Erlöser, der uns aus dem Reich der Finsternis errette und uns Gerechtigkeit, Heil und Seligkeit verleihe. Wir bitten dich aber auch, erleuchte uns in seiner Erkenntnis und stärke uns im rechten, wahren, christlichen Glauben, daß wir ihn für unsern König und Selig⸗ macher halten, annehmen und loben und mit unsern Gaben und Kräften, mit allem, was wir von dir Gutes haben und vermögen, ihm untertan sein und ihm dienen mögen, und er seine Wohnung unter uns und in uns habe, und wir allezeit in seinem Reiche und in seinem Gehorsam und Dienste bleiben. Neige der Fürsten und Gewaltigen Herz und Willen, daß sie dem Könige aller Könige und Herrn der Herrlichkeit auftun ihre Pfor⸗ ten und Tore; laß ihn einziehen in alle Lande, Städte und Kirchen, daß er seine Herberge bei ihnen habe und mit seinem Wort und Geist regiere und herrsche. Steure dagegen und wehre allen denen, die Christo die Pfor⸗ ten zuschließen und ihm den Eingang wehren oder ihn gar vertreiben und von sich stoßen. Mache ihr böses Vornehmen und ihre Anschläge zu⸗ nichte. Beweise deine Macht und Barmherzigkeit an den armen Menschen, die noch in den Banden des Aberglaubens und in der Trostlosigkeit des Unglaubens, in gottlosem Wesen und falscher Lehre gefangen sind, daß Christus auch zu ihnen komme und sein Reich des Lichts, der Wahrheit und Gerechtigkeit bei ihnen aufrichte. Erscheine auch mit Trost und Hilfe allen, die in Trübsal, Not und Anfechtung sind, und laß sie dein Nahesein spüren und durch deine Gnade aufgerichtet werden, damit du, ewiger Vater, samt deinem einigen Sohn und dem heiligen Geiste mit Lob und Preis Am Anbetung deines heiligen Namens gerühmet und geehret werdest! men. 2. Weihnachten. Allmächtiger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, gelobt sei dein heiliger Name immer und ewiglich! Du hast Großes an uns getan, des sind wir fröhlich; denn uns ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr. Ich danke dir von Herzen, daß du solche Liebe uns er⸗ zeigt und deinen eingebornen Sohn gegeben hast, auf daß wir nicht ver⸗ loren werden, sondern das ewige Leben haben. Preis und Ehre sei dir, Herr Jesu! Du bist ein Menschenkind geworden, auf daß wir Gottes Kin⸗ der würden; du bist arm geworden, auf daß wir reich würden; du hast dich zur Knechtsgestalt erniedrigt, auf daß wir zum Bilde Gottes erneuert und zum Himmel erhoben würden. Wir saßen alle in Finsternis und Schatten des Todes; da bist du uns die Sonne der Gerechtigkeit geworden, hast uns zugewendet die herzliche Barmherzigkeit Gottes; hast Frieden und Freude 538 Gebete für die häusliche Andacht. herniedergebracht und lässest uns aus deiner Fülle nehmen Gnade um Gnade. Darum frohlocket auch meine Seele und singet: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! O lieber Herr und Heiland, ziehe nun ein in mein Herz, das nach dir ver⸗ langt, und erfülle es mit allen Gaben deiner Güte und Barmherzigkeit. Regiere mich mit deinem heiligen Geiste und heile mich vom Elende der Sünde. Verleihe mir Trost in allem Leide, Hilfe in aller Not, Kraft zum Widerstande in allen Anfechtungen des bösen Feindes, Beständigkeit in allen Versuchungen der Welt und meines sündlichen Fleisches und endlich den Sieg im letzten Kampfe. Erbarme dich mit deiner Heilandsliebe über mich und alle, die dein eigen sind, und gib uns deinen Frieden, o Jesu! Amen. 3. Jahresschluß. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater! Wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du uns durch deine väterliche Güte und Treue dieses zu Ende eilende Jahr hast überleben und uns in demselben deine Wohltaten an Leib und Seele reichlich hast widerfahren lassen. Ach Herr, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an uns getan hast. Aber mit herzlicher Reue bekennen wir dir, daß wir den Reichtum deiner väter⸗ lichen Liebe nicht nach Gebühr erkannt, sondern vielfältigerweise mißbraucht und mit Gedanken, Worten und Werken schwer und mannigfaltig wider dich in diesem Jahre gesündigt und dadurch deine gerechten Strafen wohl verdient haben. Darum bitten wir dich mit tiefer Demut um Vergebung aller unsrer Sünden; und weil wir morgen nach deinem Willen ein neues Jahr begin⸗ nen, so wollest du deine väterliche Huld und Treue gegen uns erneuern und deinen heiligen Geist uns schenken, damit wir mit dem alten Jahr alle alten Sünden, bösen Lüste und Begierden ablegen und mit dem neuen Jahr ein neues christliches Leben anfangen und dir darin mit neuer Willigkeit dienen. Segne uns, unser Gott, und hilf uns die flüchtigen Tage unsrer Wallfahrt in deiner Furcht hinbringen. Wir wissen nicht, wann du auch uns von unserm Tagewerk abrufen und der Zahl derer anreihen wirst, die in diesem Jahr ihren Lauf vollendet haben. Laß uns mit heiligem Ernst ihr Ende anschauen und nur um so mehr Fleiß anwenden, was wir hier noch leben im Fleisch, zu leben im Glauben deines Sohnes, der uns geliebet hat und sich selbst für uns dargegeben. Rufe aber auch den Betrübten und Leidtragenden unter uns das Wort des Trostes und der Hoffnung zu, daß selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben; denn sie ruhen von ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach. Herr Jesu! Du bist dazu gestorben und wieder lebendig worden, auf daß du über Tote und Lebendige ein Herr seiest. So erhalte uns in der Gemeinschaft des Geistes mit allen, die in dir selig entschlafen sind, und be⸗ wahre uns fest bis ans Ende, daß weder Tod noch Leben uns aus deiner Hand reißen dürfe. Leben wir, so laß uns dir leben; sterben wir, so laß uns dir sterben, damit wir dein seien tot und lebendig. Mach uns, o Jesu, ewig selig! Amen. 4. Neujahr. Herr, allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Tag und Nacht ist dein, du machest, daß Sonne und Gestirne ihren gewissen Lauf haben, Sommer und Winter machst du. In deiner Hand sind wir selber und unser Leben und alle unsre Wege. Weil wir denn heute durch deine Güte und Allmacht ein ne rufen uns, l leuchte durch der no verleu deln 6 lege d tun d trösten und g wohl ihrem und— Hände die El ben, 9 die T Klager Anfech Wahrl allem nügen stolz f darrei fen, de tun ne daß w chenen kehre, du un denn erzeig uns se Amen. G daß d zum 7 und d wir d gersch ten ke herzus sen ge im Ge eigene bringe fortge in ein und d n Gnade um e sei Gott in ohlgefallen! O nach dir ver⸗ harmherzigkeit. m Elende der ot, Kraft zum igkeit in allen d endlich den ebe über mich Jesu! Amen. n Herzen Lob reue dieses zu ne Wohltaten r,‚ wir sind zu 1hast. Aber deiner väter⸗ se mißbraucht gfaltig wider Strafen wohl aller unsrer Jahr begin⸗ uns erneuern ten Jahr alle naeneuen Jahr ler Willigkeit Tage unsrer ann du auch hen wirst, die eiligem Ernst vas wir hier uns geliebet zetrübten und iung zu, daß in von ihrer worden, auf uns in der sind, und be⸗ aus deiner wir, so laß uns, o Jesu, acht ist dein, en, Sommer unser Leben ind Allmacht Gebete für die häusliche Andacht. 539 ein neues Jahr anfangen, so kommen wir vor dein heiliges Angesicht und rufen zu dir, daß du uns, Gott, erhören wollest. Neige deine Ohren zu uns, laß unser Gebet dir zu Ehren und zu unserm Besten geschehen. Er⸗ leuchte und bekehre uns, daß wir von uns ablegen den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbt, und den neuen Menschen anziehen, der nach Gott geschaffen ist; gib Gnade, daß wir das ungöttliche Wesen verleugnen, hingegen anlegen die Waffen des Lichts und ehrbarlich wan⸗ deln als am Tage. Gott, sei uns gnädig und segne uns in der Kirche: lege dein Wort in den Mund unsrer Prediger, daß sie mit freudigem Auf⸗ tun desselben das Geheimnis des Evangelii kundmachen, uns lehren, trösten, vermahnen und strafen mit ganzem Ernst. Segne unsre Obrigkeit und gib ihr wahre Furcht Gottes, Weisheit und Verstand, seliglich und wohl zu regieren, Friede und Einigkeit zu erhalten, auf daß wir unter ihrem Regiment noch länger haben mögen Gottes Wort, zeitlichen Frieden und Nahrung. Sieh auf den Hausstand und fördere das Werk unsrer Hände. Hilf, daß Eltern Freude an ihren Kindern haben, die Kinder aber die Eltern ehren. Hilf, daß Brüder eins seien, die Nachbarn sich liebha⸗ ben, Mann und Weib in Einigkeit und rechtem Frieden leben. Sieh an die Tränen der Witwen und Waisen, verachte nicht ihr Gebet und ihre Klagen. Rette alle, die in Kreuz und Trübsal, in Krankheit und andern Anfechtungen sind. Tröste alle, die um deines heiligen Namens und um der Wahrheit willen verfolgt werden; gib ihnen Geduld und Trost, daß sie in allem deinen väterlichen Willen erkennen. Hilf den Armen, daß sie sich ge⸗ nügen lassen und in dir reich sein lernen. Behüte die Reichen. daß sie nicht stolz seien, sondern auf dich, den lebendigen Gott, hoffen, der du ihnen allein darreichst, was sie genießen. Himmlischer Vater, du weißt, was wir bedür⸗ fen, darum beschere uns, was uns gut ist, zeitlich und ewiglich. Lehre uns tun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn, daß wir alles, was du uns befiehlst, hören und tun und davon nicht wei⸗ chen weder zur Rechten noch zur Linken. Steure allen Feinden und be⸗ kehre, die noch ferne von dir sind; segne alle frommen Herzen, und wenn du uns in diesem Jahre willst aus diesem Jammertale abfordern, wie wir denn nicht wissen, was heute oder morgen sich begeben mag, ach Herr, so erzeige uns die Gnade und nimm unsern Geist weg in Frieden und laß Am selig einschlafen in deinem lieben Sohn, unserm Heilande Jesu Christo! men. 5. Epiphanienzeit. Großer Himmelskönig Jesus Christus, dir sagen wir demütigen Dank, daß du nicht allein zur Freude deines auserwählten Volkes, sondern auch zum Troste der Heiden gekommen bist, uns zu Mitgenossen deiner Gnade und deines Reiches gemacht und uns solches geoffenbart hast. Wie sollen wir dich für deine Wohltat genugsam preisen? Wir waren außer der Bür⸗ gerschaft Israels und fremd von dem Testament der Verheißung, wir hat⸗ ten keine Hoffnung und waren ohne dich in der Welt. Aber du hast uns herzugeführt, uns zu Bürgern mit den Heiligen und zu deinen Hausgenos⸗ sen gemacht. Ach laß dein Wort den Stern sein, welchem wir folgen, um dich im Genusse deiner Gnade gewiß zu finden. Und ob wir uns durch unsre eigenen Gedanken von deinem Licht und Stern haben abwenden lassen, so bringe uns doch gnädig wieder zurecht und laß uns nicht auf Irrwegen fortgehen. Laß uns auf dein Wort achten als auf ein Licht, das da scheint in einem dunkeln Orte; laß in unsern Herzen den Tag selbst anbrechen und den Morgenstern aufgehen, daß wir dich sehen in deinem Lichte und 5⁴⁰ Gebete für die häusliche Andacht. dich anbeten in tiefster Demut, Liebe und Gehorsam, ja alles das Unsrige und uns selbst dir zu opfern und darzulegen willig seien. Solches tue um deines herrlichen Namens willen. Amen. 6. Passionszeit. O Herr Jesus Christus, der du uns armen verlorenen Sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himmlischen Vater er⸗ worben und das ewige Leben wiedergebracht hast, wir danken dir aus Her⸗ zensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und seligmachenden Tod und bitten dich;: erhalte uns ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gib uns Gnade, die ewige Wohltat der teuren Erlösung mit dank⸗ barem Herzen zu erkennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe brünstiger, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger und beständiger werden und unsern Sün⸗ den absterben. Hilf auch, daß wir an unserm Ende uns deines blutigen Todes, uns zur ewigen Seligkeit, freuen und trösten mögen, o Herr Jesus Christus! Amen. 7. Karfreitag. Herr, himmlischer Vater, allmächtiger, ewiger Gott, der du der armen sündhaften Welt dich erbarmt und um ihretwillen deines eingeborenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für alle in den Tod gegeben hast, da⸗ mit wir durch ihn möchten leben und selig werden; wir danken dir für diese wunderbare Gnade und Barmherzigkeit, daß du den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht hast, damit wir in ihm würden die Ge⸗ rechtigkeit, die vor dir gilt. O liebster Heiland Jesu Christ, du warst der Allerverachtetste und Un⸗ werteste, voller Krankheit und Schmerzen, denn der Herr warf unser aller Sünde auf dich. Die Strafe lag auf dir, damit wir Frieden hätten, und durch deine Wunden sind wir geheilt. Darum so sei nun auch gelobt im⸗ mer und ewiglich, daß du uns zugute dies alles getan und deinem himm⸗ lischen Vater gehorsam geworden bist bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz! Erbarme dich noch ferner über uns, deine Erlösten, und hilf, daß unser keiner verloren werde. Hast du doch dein Leben für uns zum Schuld⸗ opfer gegeben; so gib nun auch deinen heiligen Geist zu unsrer Bekeh⸗ rung und mache uns gerecht durch deine Erkenntnis, nachdem du unsre Sünde getragen. Wir haben dir Arbeit gemacht mit unsern Sünden und Mühe mit unsern Missetaten. Hilf nun, daß wir nicht ohne Buße ster⸗ ben oder dich mit sündhaftem Leben von neuem kreuzigen und durch un⸗ gläubige Verachtung dein Blut mit Füßen treten, welches uns reinigen soll von unsern Sünden. Vielmehr verleihe uns, daß wir mit geängstetem Geist und zerschlagenem Herzen dein Leiden und Sterben betrachten, in wahrem und festem Glauben unsere Zuflucht nehmen zu deinen heiligen Wunden und dermaleinst eingehen zum ewigen Leben. Im übrigen beschere uns allezeit ein geduldiges Herz, nach deinem Vorbilde unser Kreuz auf uns zu nehmen und dir willig nachzufolgen, auf daß, so wir mit dir leiden, wir auch mit dir zur Herrlichkeit mögen erhoben werden! Amen. 8. Ostern. Lieber Herr Jesus Christus, du allmächtiger Gott und starker Sieges⸗ fürst, der du die Bande des Todes zerrissen, in großer Majestät und Herr⸗ lichkeit ter der tage f uns z. wir in waltig dem di erlöst. gen al und S Herrlit Munde Jesum zeit un bedeckt menen Schme und w Toten Dann dem V O äußert bis zu der üb bekann unsern durch Vater⸗ tes, d den so schen H bewah ner G laß ut heilige Herrli mit ge Angesi liebt! O deiner unserr deinen V kannt unsre gen er gen bi prieste ges J das Unsrige olches tue um Zündern durch hen Vater er⸗ dir aus Her⸗ dachenden Tod deines Leidens ng mit dank⸗ im Glauben n der Geduld unsern Sün⸗ ines blutigen o Herr Jesus du der armen eingeborenen ben hast, da⸗ dir für diese keiner Sünde irden die Ge⸗ tste und Un⸗ rf unser aller hätten, und hagelobt im⸗ deinem himm⸗ im Tode am ind hilf, daß zum Schuld⸗ insrer Bekeh⸗ em du unsre Sünden und e Buße ster⸗ ud durch un⸗ reinigen soll geängstetem etrachten, in nen heiligen igen beschere r Kreuz auf tit dir leiden, ien. rker Sieges⸗ ät und Herr⸗ Gebete für die häusliche Andacht. lichkeit aus deinem Grabe auferstanden und ein Erstling geworden bist un⸗ ter denen, die da schlafen: wir danken dir an diesem deinem großen Ehren⸗ tage für dein heiliges Leiden, Sterben und Auferstehen, denn es ist alles uns zugute geschehen. Du hast die Pforten der Hölle zerbrochen, damit wir in ewiger Freiheit aus⸗ und eingehen mögen. Du hast uns mit ge⸗ waltiger Hand ausgeführt aus dem Gefängnis und dem Reiche des Todes, dem du seine Macht genommen, und hast uns von der ewigen Dienstbarkeit erlöst. Du bist von den Toten auferstanden und mit Macht hervorgedrun⸗ gen als unser Herr und Haupt und Erzhirt, auf daß wir als deine Glieder und Schafe auch nicht im Grabe bleiben, sondern durch dich zur ewigen Herrlichkeit auferstehen sollen. Darum rufen wir heute mit fröhlichem Munde: Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum! Auch bitten wir dich, laß deine heilige Auferstehung alle⸗ zeit uns trösten, daß wir festiglich glauben, du habest alle unsre Sünden bedeckt, daß sie vor das Angesicht des himmlischen Vaters nicht mehr kom⸗ men noch uns beschämen werden. Hilf uns auch endlich alle Todesnot und Schmerzen durch den freudigen Trost der Auferstehung kräftig überwinden; und wenn du durch die Stimme des Erzengels rufen wirst: Stehet auf, ihr Toten! so öffne unsre Gräber und laß uns dir mit Freuden entgegengehen. Dann werden wir dein heiliges Angesicht fröhlich anschauen und dich samt dem Vater und heiligen Geist in Ewigkeit preisen. Amen. 9. Himmelfahrt. O Heiland, der du aus Liebe zu uns dich aller deiner Herrlichkeit ent⸗ äußert und Knechtsgestalt angenommen hattest und gehorsam worden warest bis zum Tode am Kreuz, dem aber Gott auch einen Namen gegeben hat, der über alle Namen ist, o laß die Kraft deiner Herrlichkeit unsern Herzen bekannt werden, damit auch wir in deinem Namen uns beugen und dir, unserm Könige, dienen und anhangen. Wir danken dir, Herr Jesu, daß du durch deine Himmelfahrt uns den Weg zum Himmel gebahnt und deines Vaters Herz uns aufgeschlossen hast. Du sitzt zur Rechten der Kraft Got⸗ tes, damit dir alle Herzen als ihrem rechtmäßigen Könige untertan wer⸗ den sollen. Siehe, hier sind Herzen, über die du als Herr und König herr⸗ schen solltest: ach sende einen Blick deiner Freundlichkeit auf uns herab. Herr Jesu, gib uns himmlischen Sinn und laß uns durch deine Gnade bewahrt werden vor allen eitlen, irdischen Gedanken; sammle uns in dei⸗ ner Gegenwart; stille unser Gemüt durch deine gnadenreiche Mitteilung; laß uns vor deinem Angesicht gesegnet sein. Herr, schließe durch deinen heiligen Geist unsre Augen auf, daß wir sehen mögen die Größe deiner Herrlichkeit und die Überschwenglichkeit deiner Liebe, damit wir anfangen mit ganzem Herzen, Sinn und Gemüte gen Himmel zu wandeln, vor deinem Hebt hast. heilig zu leben und dich zu lieben, der du uns so hoch ge⸗ liebt hast. O Herr, vergib um deiner Liebe willen, daß wir so oft von dir und deiner Auffahrt zur Herrlichkeit gehört und noch so wenig ihre Kraft in unsern Herzen erfahren haben. O daß wir dir die Ehre geben und uns deinem allmächtigen Zepter unterwerfen möchten! Verherrlichter Jesu, verherrliche dich an unsern Herzen. Werde er⸗ kannt in deiner Größe, werde geehrt und geliebt von uns und ziehe ein in unsre Herzen. Laß sie deine Werkstatt sein; schleuß sie auf, daß wir mö⸗ gen ermuntert werden, dir getrost nachzuwandeln, wie du uns vorangegan⸗ gen bist und das Ziel erreicht hast. Erhöre unser Seufzen, o großer Hoher⸗ priester zur Rechten Gottes; erwirb uns kraft deines Verdienstes ein kräfti⸗ ges Ja und Amen. Gebete für die häusliche Andacht. 10. Pfingsten. Wir loben und preisen dich, lieber himmlischer Vater, daß du deine Verheißung erfüllt, deinen heiligen Geist über alles Fleisch ausgegossen, deinen Himmel aufgetan und uns mit geistlichem Segen in himmlischen Gütern gesegnet hast. Nun hast du alles getan, du Gott aller Gnade und Bater der Barmherzigkeit, was du dir vorgenommen, und deine großen Werke auf Erden vollendet, die deines Namens Ehre sind und unser ewiges Heil. Du hast den Namen deines lieben Sohnes verklärt und deine Liebe in unsre Herzen ausgegossen. Ja du willst selbst in uns wohnen, willst unser Gott sein, und wir sollen dein Volk sein. Hochgelobt sei dein heili⸗ ger Name! Erhöre nun heute die Gebete deines Volkes. Tröste uns wie⸗ der mit deiner Hilfe und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Halte im Bau den Weinstock, den deine Rechte gepflanzt hat, und tränke ihn mit dem himmlischen Tau deines Segens. Laß deine Gemeinde bleiben bei dei⸗ nem reinen Wort und öffne wieder ihren Mund, daß sie deine großen Ta⸗ ten preise. Tu die Tore deines Reiches weit auf und laß die Fülle der eiden zu ihnen eingehen. Regiere mit deinem Geist alle christliche Obrig⸗ keit, richte nach deinem Willen die Werke ihrer Hände und leite sie auf rechtem Wege, daß sie tun möge, was dir wohlgefällig und deinem Volke heilsam ist. Gieß über unsre Häuser den Geist der Gnade und des Gebetes aus und laß die Leuchte deines heiligen Wortes darin nicht verlöschen. Laß deinen Geist, den Geist des Trostes und der Kraft, die Elenden er⸗ quicken, die Traurigen trösten, die Schwachen stärken und die aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen vertreten, die in großer Anfechtung nicht mehr beten können. Vollende an uns allen das gute Werk, das du angefangen hast, und mache uns würdig, dein ewiges Reich zu erlangen, da die große Schar aus allen Völkern und Sprachen dir mit neuen Zungen Lob und Dank sagt ewiglich. Dir samt deinem lieben Sohne und dem heiligen 18l. Am Ehre in der Gemeinde zu aller Zeit und von Ewigkeit zu Ewig⸗ eit. Amen. 11. Trinitatisfest. Allmächtiger, ewiger Gott, der du deiner Kirche aus Gnaden gegeben hast, im Bekenntnis des wahren Glaubens dich, den Vater, Sohn und heili⸗ gen Geist, zu erkennen und als den einigen Gott in deiner geheimnisvollen Majestät anzubeten: wir bitten dich, verleih uns, daß wir auf diesen aller⸗ heiligsten Glauben erbauet werden zu einer lebendigen Gemeinschaft mit dir und zu unsrer Seelen ewigen Seligkeit. Dir, dem dreieinigen Gott, sei Anbetung, Preis und Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 12. Erntefest. Herr Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, du bist der allmächtige Gott Himmels und der Erden, und in dir leben, weben und sind wir. Du hast aber gewollt, daß der Mensch lebe vom Brote, und hast deshalb im Anfange der Welt die Erde fruchtbar gemacht durch dein allmächtiges Wort und nach den Tagen der Sündflut verheißen, daß, solange die Welt stehen werde, nicht mehr aufhören soll Saat und Ernte. Daher, o Herr, währet diese einmal von dir festgesetzte Ordnung noch immer fort. Noch immer krönst du das Jahr mit deinem Gut. Du läßt Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutze der Menschen. Also bringst du Brot aus der Erde und er⸗ füllst unsre Herzen mit Speise und Freude. O Herr, wie hast du alles so weislich geordnet. Wie groß ist auch deine Güte gegen uns, die wir deines gen. 2 dienet was di Wés in dein mehr d les, we Unfall zu gen ben ni nur Ki dieselb ferner Tränke laß we das L man je Er lichen sättigt nicht h schert Vorrat zum B im La Behüte aber s Reiche Er Ackerf steht. überal deiner schäftit daß sie wir ch ten da letzten gesamsu Aufhör ewiger willen. daß du deine )ausgegossen, n himmlischen er Gnade und deine großen unser ewiges id deine Liebe vohnen, willst sei dein heili⸗ öste uns wie⸗ n uns. Halte ränke ihn mit eiben bei dei⸗ e großen Ta⸗ die Fülle der istliche Obrig⸗ leite sie auf deinem Volke d des Gebetes ht verlöschen. Elenden er⸗ zufs beste mit g nicht mehr du angefangen da die große gen Lob und dem heiligen keit zu Ewig⸗ aden gegeben hn und heili⸗ heimnisvollen fdiesen aller⸗ ieinschaft mit einigen Gott, nen. r allmächtige ind wir. Du t deshalb im ichtiges Wort Welt stehen Herr, währet immer krönst das Vieh und Erde und er⸗ st du alles so ie wir deines Gebete für die häusliche Andacht. 543 Brotes nicht wert sind, wie wunderbar deine Allmacht, wenn du aus weni⸗ gem viel machst, wenn du reichlich Frucht schaffst aus dem Samen, der in der Erde verwest. Deine unaussprechliche Güte, Barmherzigkeit und Allmacht ist es, o du treuer Gott, die auch wiederum in diesem Jahre unser Land heimgesucht hat. Die Menschen hatten ihren Samen auf Hoffnung gesät, und du hast dieselbe erfüllt, hast die Saat auf dem Felde gesegnet und uns wieder die Zeiten erleben lassen, da man erntet und einsammelt deine Gaben. Ach Herr, es ist ja alles dein, wir können ja nichts aus der Erde hervorbrin⸗ gen. Dazu ist es, es sei viel oder wenig, doch unendlich mehr, als wir ver⸗ dienet haben. Darum Dank sei dir und deinem heiligen Namen für alles, was du uns dieses Jahr über auf dem Acker bescheret hast. Wir bitten dich aber auch, o liebreicher Vater, nimm uns nicht wieder in deinem Zorn, was du uns in deiner Gnade gegeben. Erhalte uns viel⸗ mehr das tägliche Brot, was du jetzt reichlich austeilst. Bewahre uns al⸗ les, was uns deine Güte hat einsammeln lassen, vor aller Gefahr und allem Unfall und verleihe uns dabei Leben und Gesundheit, Ruhe und Friede, es zu genießen. Vor allem aber gib uns ein dankbares Herz, das deine Ga⸗ ben nicht mißbrauche, sondern sie zu deiner Ehre anwende, damit sie nicht nur Kraft geben dem Leibe, sondern auch der Seele heilsam sind. Laß uns dieselben nicht verschwenden und andern gerne davon mitteilen. Suche noch ferner unser Land heim in Gnaden. Baue es und mache es sehr reich. Tränke seine Furchen, gib Sonnenschein und Regen zu rechter Zeit und laß wohlgeraten, was man wieder säen wird, damit auch im künftigen Jahre das Land sein Gewächs gebe und unsre Auen dick stehen mit Korn, daß man jauchzt und singt und deinen Ruhm verkündigt immerdar. Erbarme dich auch aller unsrer Brüder, o Herr, insonderheit zu dieser fröh⸗ lichen Erntezeit. Du bist ja, Gott, der täglich seine milde Hand auftut und sättigt alles, was da lebt, mit Wohlgefallen. Gedenke der Armen, die nicht haben, was sie einernten können, und lasse die, denen du reichlich be⸗ schert hast, mit für sie einsammeln. Wo wenig ist, da segne den kleinen Vorrat, daß er genüge, und wo viel vorhanden ist, da verhüte, daß es nicht zum Bösen gemißbraucht werde. Erhalte, o Herr, uns Ruhe und Frieden im Lande, damit nicht Fremde in unsre Ernte kommen und sie verzehren. Behüte überall vor Mißwachs, teuern Zeiten und Hungersnot. Vor allem aber schenke jedem Zufriedenheit mit dem, was du ihm beschieden, damit Reiche und Arme deine Kraft erkennen und dich preisen mögen immerdar. Endlich aber, o Herr, lehre uns bedenken, daß wir selbst dein geistliches Ackerfeld sind, und du der Herr der Ernte, welche in deiner Kirche bevor⸗ steht. Darum bitten wir dich: sende Arbeiter in diese Ernte. Hilf, daß überall guter Same ausgestreut und die reine Lehre gepredigt werde in deiner Christenheit. Behüte die Welt vor dem Unkraut, was der Feind ge⸗ schäftig ist auszustreuen. Bekehre die, welche noch auf das Fleisch säen, daß sie nicht von ihm das Verderben ernten. Heilige uns dagegen alle, daß wir christlich gesinnt seien und auf den Geist säen und dereinst von ihm ern⸗ ten das ewige Leben. Ja wenn einmal die ganze Welt reif sein wird zur letzten Ernte, so hilf auch, daß wir als reiner Weizen in deine Scheuern gesammelt und bewahrt werden zur ewigen Freude. Da werden wir ohne Aufhören ernten, wie du gesagt hast, und uns freuen mit unaussprechlicher, ewiger Freude. Erhöre uns, o Herr, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. Gebete für die häusliche Andacht. 13. Reformationsfest. O heiliger wahrhaftiger Gott und Herr! Wie können wir Lob und Dank genug gegen dich aussprechen, daß du nach so langer Finsternis dein selig machendes Evangelium aus großer Barmherzigkeit wieder ans Licht gebracht und durch treue Zeugen und Bekenner desselben unsre Kirche von verderblichen Irrtümern und Menschensatzungen so herrlich gereinigt hast. Gib ferner Gnade, daß wir dein untrügliches Wort, wie es dein Geist den Propheten und Aposteln eingegeben hat, samt den heiligen Sakramenten lauter und unverfälscht behalten. Wende unsre Herzen ab von unnützer Lehre, von Irrtum und Verführung. Wehre, du großer Erzhirte Jesus Christus, allen Feinden unsers Glaubens, daß keiner mit List oder Gewalt deine Schafe zerstreue und uns der gesunden und erquickenden Weide deines Wortes beraube. Bringe auch die herbei zu deiner Herde, die noch in Un⸗ wissenheit, blindem Eifer, Unverstand und Irrtum dahingehen. Suche die Verlorenen, heile, die an ihrer Seele Schaden genommen haben. Heilige uns alle in deiner Wahrheit, daß wir nicht durch gottloses Leben deiner Kirche zur Schande gereichen, sondern würdiglich wandeln dem Evangelio und dasselbe in aller Widerwärtigkeit mit Worten und Werken bekennen. Sieh mit Gnade an den Weinberg, den du durch Jesum Christum gepflanzt und bisher gesegnet hast. Herr, du wollest uns vollbereiten, stärken, kräfti⸗ gen, gründen. Dir sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 14. Königsgeburtstag. Herr aller Herren und König aller Könige, du Herrscher über den gan⸗ zen Erdenkreis, der du alle Obrigkeit eingesetzt und gesagt hast durch dei⸗ nen werten Apostel: Es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott, und wer der Obrigkeit widerstrebt, der widerstrebt Gottes Ordnung, laß uns die Obrig⸗ keit für deine Ordnung erkennen, dieselbe fürchten, lieben und ehren. Gib Gnade, daß wir durch sie mit Gerechtigkeit regiert werden und unter ihrem Schutz ein stilles, geruhiges Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Und weil du, lieber Vater, der Könige Herzen in deiner Hand hast und leitest dieselben wie Wasserbäche, so regiere auch unsern König mit deinem heiligen Geist, daß er dein Wort liebhabe und auf deinen Wegen wandle. Gib ihm deine himmlische Weisheit, die um deinen Thron ist, durch welche die Könige regieren und die Ratsherren das Recht setzen. Laß ihn das Geschrei der Armen hören und Recht und Gerechtigkeit handhaben. Laß ihn fürstliche Gedanken haben und darüber halten. Gib ihm die Liebe der Gerechtigkeit, bestaͤndigen Mut und Tapferkeit wider alle Ungerechtig⸗ keit, glücklichen Fortgang seiner Anschläge, getreue, verständige, kluge Räte, gesundes und langes Leben. Behüte ihn vor Heuchlern und Schmeichlern, vor Kriegen und Blutvergießen. Schütze ihn durch deine heiligen Engel. Segne das ganze Land und schaffe unsern Grenzen Friede, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 15. Bußtag. Herr, Herr Gott, barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue, der du vergibst Missetat, Übertretung und Sünde, wir treten vor deinen Thron und bekennen mit demütigem Herzen, daß wir alle mannigfach wider dich gesündigt haben. Wir haben dich, unsern Gott und Herrn, oftmals verlassen, haben der Welt und unserm Fleische gedient und deine l nicht g wenn! allzume De lieben rein vt herzigk deinem reinige und la Ni und Li und be zen nel ten Ka unsern ser Va starke wahre und Tr Er aufblick Herr, Früchte Al wir de Geist d eine fr Welche deine? und dii Amen. He läßt st heute d gerufer unter i hir Lob und nsternis dein er ans Licht e Kirche von ereinigt hast. ein Geist den Sakramenten von unnützer zhirte Jesus oder Gewalt Weide deines noch in Un⸗ . Suche die ben. Heilige Leben deiner m Evangelio ken bekennen. um gepflanzt ärken, kräfti⸗ gkeit. Amen. iber den gan⸗ ast durch dei⸗ und wer der ns die Obrig⸗ ehren. Gib unter ihrem tseligkeit und deiner Hand rn König mit deinen Wegen in Thron ist, )t setzen. Laß it handhaben. ihm die Liebe Ungerechtig⸗ „kluge Räte, Schmeichlern, iligen Engel. durch Jesum von großer id Sünde, wir daß wir alle ern Gott und e gedient und Gebete für die häusliche Andacht. deine heiligen Gebote vielfältig übertreten. Wenn du gerufen, haben wir nicht geantwortet; wenn du gedroht, haben wir vom Bösen nicht abgelassen; wenn du uns gezüchtigt, haben wir uns nicht gedemütigt. Ja wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir an dir haben sollten. Darum kommen wir jetzt zu dir und bitten im Namen Jesu, deines lieben Sohnes, vergib uns unsre Schuld und mache uns durch sein Blut rein von allen unsern Sünden. Sieh uns an mit den Augen deiner Barm⸗ herzigkeit, nicht als die Gefallenen, sondern als die Erlösten in Jesu Christo, deinem Sohne. Schenke uns deinen heiligen Geist, daß er uns erleuchte, reinige und erneuere. Hilf uns, den guten Kampf des Glaubens kämpfen und laß uns unsträflich erhalten werden bis ans Ende. Nimm dich deiner Kirche gnädig an und schütze sie wider alle Macht: und List des Feindes. Segne die Predigt deines Wortes an allen Seelen und bewahre uns, daß der Satan den guten Samen nicht von unsern Her⸗ zen nehme. Laß deine Hilfe widerfahren unserm Vaterlande, unserm gelieb⸗ ten Kaiser samt seinem ganzen Hause, allen Obrigkeiten unsers Landes und unsern Gemeinden. Laß unter den Unruhen und Stürmen dieser Zeit un⸗ ser Vaterland deiner gnädigen Obhut befohlen sein. Sei unserm Volke eine starke Schutzwehr gegen alle Feinde und Gefahren, die ihm drohen: be⸗ wahre uns unter dem Schatten deiner Flügel in rechter Einigkeit, Liebe und Treue. Erbarme dich eines jeden, der heut mit bußfertigem Herzen zu dir aufblickt. Und wer noch verhärtet ist in Unbußfertigkeit, den erwecke du, o Herr, solange es noch Zeit ist, und treibe ihn kräftig an, rechtschaffene Früchte der Besserung zu bringen. Alle Kranke und Notleidende, alle Betrübte und Angefochtene befehlen wir deiner treuen Vaterliebe. Laß in jeder Anfechtung deinen heiligen Geist die Herzen regieren, stärken und trösten; und jede Trübsal laß geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt werden. Welche du aber abberufen willst aus diesem Leben, in denen verherrliche deine Macht und Gnade, daß sie in getrostem Glauben von hinnen scheiden An die Seligkeit erlangen, die du uns bereitet hast durch Jesum Christum. men. 16. Totenfest. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für; der du die Menschen läßt sterben und sprichst: Kommet wieder, Menschenkinder! Wir gedenken heute derer, welche du im vergangenen Kirchenjahre aus diesem Leben ab⸗ gerufen hast. Du hast dich, solange sie auf Erden wandelten, an keinem unter ihnen unbezeugt gelassen; nun aber hast du jeden an seinen Ort ge⸗ hen lassen und gibst ihm nach seinen Werken. Ach lehre uns doch, daß auch unser Leben ein Ende hat, und daß du uns dann vor dein Gericht stellen wirst. Denn unser Leben fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Wir sind wie ein Gras, das da frühe blüht und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorrt. Es ist nur ein Schritt zwischen uns und dem Tode. Ach lehre uns das doch bedenken und laß dein Gericht allezeit vor unsern Augen stehen, daß wir klug werden. Die Seelen derer, die in diesem Jahre dir und deiner Gnade entschlafen sind, sind nun in der Ruhe. Wir aber schweben noch auf dem Meere dieser Welt, umgeben alle⸗ zeit und überall von Wellen und Klippen. Führe uns sicher hindurch und laß uns auch zu dir gelangen. Bewahre uns vor dem Ende der Ungläubi⸗ gen und Unbekehrten und laß uns nicht aussäen auf das Fleisch, damit wir 35 5⁴46 Schulgebete. nicht einst das Verderben ernten, sondern auf den Geist, damit wir das ewige Leben ernten. Verleihe, barmherziger Vater, daß keiner unter uns ohne Buße sterbe und ohne den seligmachenden Glauben an Jesum Christum, der sein Leben zum Lösegelde für uns gegeben hat und unser Friede ist. Reinige uns durch deinen heiligen Geist von allen Werken des Fleisches und stärke uns täglich zu neuem Eifer in der Heiligung, auf daß wir, wenn du uns rufst, bereit sein mögen. Laß dann, o Gott, deinen heiligen Geist unsrer Schwachheit aufhelfen und uns bei dir vertreten mit unaussprechlichem Seufzen. Dein Licht erleuchte uns, deine Barmherzigkeit führe uns, deine Hand schütze uns, deine Gnade helfe uns und schenke uns den Eingang zu deiner Herrlichkeit. Sei mit uns, o Jesu, wenn der letzte Augenblick nun da ist, und erscheine unsern Seelen, wie du für uns gelitten und unsre Sünden getragen hast. Hilf uns, daß wir einen guten Kampf kämpfen und Glauben halten, auf daß wir die Krone des Lebens erlangen. Erhalte uns im Glauben an dich und in der Liebe zu dir und stärke uns, gern um deines Sohnes willen in der Welt zu leiden, so wirst du uns auch mit dir herrlich sein lassen. Mache uns treu und erfülle dann an uns die Verheißungen, die du den Deinen Amen. hast, daß sie sein sollen, wo du bist, und deine Herrlichkeit sehen. men. B. Schulgebete. 1. In deinem Namen, lieber himmlischer Vater, schicken wir uns jetzt wieder an, die Arbeit unsers Berufes auszurichten und zu lehren und zu lernen, was uns befohlen ist. Sende dazu dein Licht und deine Wahrheit und gib uns erleuchtete Augen unsers Verstandes. Vor allen Dingen aber laß deine Furcht unsrer Weisheit Anfang und deinen Geist unser aller Lehrer und Leiter sein. Mache unsre Herzen zu einem tiefen, weichen und reinen Lande und laß guten Samen darauf fallen, daß er darin wurzele und aufgehe und Frucht bringe zum ewigen Leben. Amen. 2. Herr, leite uns in deiner Wahrheit und lehre uns, denn du bist der Gott, der uns hilft; täglich harren wir dein. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. Ge⸗ denke nicht der Sünden unsrer Jugend noch unsrer Übertretung, gedenke aber unser nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen. Lehre uns tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist unser Gott; dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn. Und dein Friede, der höher ist denn alle Ver⸗ nunft, bewahre unsre Herzen und Sinne in Christo Jesu. Amen. 3. Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, daß du im Schlummer der Nacht uns behütet und uns wieder versammelt hast, unsre Hände zu dir aufzuheben. Laß uns nun die Arbeit des Tages mit Freuden angreifen und die Gabe, welche du einem jeden verliehen hast, mit Treue und Demut ge⸗ brauchen. Gib uns ein sehendes Auge, ein hörendes Ohr und ein waches Gewissen. Fülle uns frühe mit deiner Gnade und segne die Werke unsrer Hände. Deinem heiligen Namen sei Ruhm und Preis jetzt und in Ewig⸗ keit. Amen. 4. Wir loben, preisen und rühmen dich und danken dir, Gott unserm Vater, daß du uns aus dem Schatten der Nacht herausgeführt und von neuem das Licht des Tages hast sehen lassen. Zu deiner Gnade flehen wir: sei auch heute gnädig über uns, deine Kinder, und nimm an unser Gebet nach deiner Barmherzigkeit. Denn du bist ja unsre Zuflucht für und für, barmhe haftige unsre ewige L Lichte. das Lie 5 auf all⸗ Jesum unsern in deine unsre k und sch bist nie dir. L du uns 6. ligen G unsern regieren stehen, wenden was wi angefan Heiland . 1. verlang freuen Si damit wir das ie Buße sterbe der sein Leben nige uns durch ke uns täglich 8 rufst, bereit 'r Schwachheit Seufzen. Dein nd schütze uns, er Herrlichkeit. und erscheine getragen hast. alten, auf daß n an dich und willen in der lassen. Mache du den Deinen rlichkeit sehen. wir uns jetzt lehren und zu heine Wahrheit n Dingen aber ist unser aller n, weichen und in wurzele und un du bist der herr, an deine wesen ist. Ge⸗ tung, gedenke in. Lehre uns in guter Geist denn alle Ver⸗ nen. Schlummer der Hände zu dir angreifen und ind Demut ge⸗ ind ein waches Werke unsrer und in Ewig⸗ Gott unserm führt und von de flehen wir: n unser Gebet für und für, Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 5⁴47 barmherziger, allmächtiger Gott! Laß scheinen in unsre Herzen die wahr⸗ haftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Verstand und behüte alle unsre Sinne, auf daß wir ehrbar wandeln den Weg deiner Gebote und das ewige Leben erlangen, wo wir uns freuen werden in deinem unvergänglichen Lichte. Denn du bist die lebendige Quelle, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. 5.„Die Augen des Herrn sehen auf eines jeglichen Weg, und er schaut auf alle ihre Gänge.“— Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen Sohn, daß deine Augen bis zu dieser Stunde auf unsern Weg gesehen und uns bewahrt haben. Nimm auch heute unsern Weg in deine Obhut, daß uns kein Ubel und kein Unfall treffe. Du schaust alle unsre Gänge; wenn auch kein Mensch um uns ist, so bist du uns doch nahe und schützest uns; du bist uns nahe und merkst auf uns. Darum lehre uns mit fröhlicher Zuversicht auf dich trauen, der du unser treuer Gott und Vater bist. Aber lehre uns auch mit rechtem Ernst die Sünde scheuen; denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt: wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Laß deinen Segen auf uns ruhn, uns deine Wege wallen, und lehre du uns selber tun nach deinem Wohlgefallen. Amen. 6. Allmächtiger Gott, lieber himmlischer Vater, da wir ohne deines hei⸗ ligen Geistes Licht und Gnade nichts vermögen, so bitten wir dich, du wollest unsern Verstand erleuchten, unser Gedächtnis stärken und unsern Willen regieren und heiligen, daß wir alles, was wir lesen und hören, recht ver⸗ stehen, was wir verstehen, wohl behalten, und was wir behalten, wohl an⸗ wenden und in einem christlichen Leben beweisen. Befestige du selbst alles, was wir gehört und gelernt haben, und bestätige das Gute, das du in uns angefangen hast, zu deines Namens Lob und Preis um Jesu Christi, unsers Heilandes, willen. Amen. C. Gebete für gottesdienstliche Handlungen. I. Beim Eingang in die Kirche. 1.„Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.“(Ps. 84, 2. 3.) 2. Herr, öffne mir die Herzenstür, zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort bewahren rein, laß mich dein Kind und Erbe sein. Amen. Siehe auch die Lieder Nr. 25, 29 und 35 des Gesangbuchs. II. Beim Ausgang aus der Kirche. Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr; von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei deiner Lehr. 35* 5⁴4 Gebete für gottesdienstliche Handlungen. Herr, laß mich nur nicht wanken, gib mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Amen. III. Am Tauftage. 1. Vor der Taufe. O Herr Jesu Christe, unser einiger Heiland, Trost und Seligmacher, du hast ein herzliches Wohlgefallen an den Kindlein, die zu dir gebracht werden, und nimmst sie gern an zum ewigen Leben. Denn du hast gesagt: Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn solcher ist das Reich Gottes. Auf dies dein Wort bringen wir dies Kind durch unser Gebet zu dir und bitten: nimm es an und laß es deiner Erlösung, die du uns am Kreuz durch dein bitteres Leiden und Sterben erworben hast, durch die heilige Taufe teilhaftig werden; zeichne es in deine Hände und laß es dein sein und bleiben zu seiner Seelen Seligkeit um deines heiligen Namens willen. Amen. 2. Nach der Taufe. Allmächtiger, ewiger Gott, lieber himmlischer Vater, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du dieses Kindlein uns geschenkt und bisher behütet und nun verliehen hast, daß es durch die heilige Taufe deinem lieben Sohne, unserm Herrn Jesu Christo, und seiner Gemeinde einverleibt ist. Wir bitten dich demütiglich, du wollest dieses Kind, welches nunmehr dein Kind und Erbe geworden ist, bei der empfan⸗ genen Guttat gnädiglich erhalten und treulich in der Taufgnade bewahren, damit es nach allem deinem Wohlgefallen zur Ehre deines Namens treulich auferzogen werde, im wahren Glauben bis zum seligen Ende beständig ver⸗ bleibe und endlich das verheißene Erbteil im Himmel mit allen Heiligen empfange durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Beim Kirchgang einer Wöchnerin. Allmächtiger, großer und starker Gott; ich erscheine mit Freuden vor deinem heiligen Angesicht und lobe dich für alle deine Wohltat, womit du mich begnaͤdigt hast. Du hieltest mich, da ich sinken wollte; du erquicktest mich, da ich schwach war; du stärktest mich, als meine Kräfte dahin waren. Du hast alles wohlgemacht und herrlich hinausgeführt, mich und mein Kind⸗ lein lebendig und gesund erhalten bis auf diesen Augenblick. Darum lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat: der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit. Herr, laß dir wohlgefallen das Dankopfer meiner Lippen und nimm das Gebet meines Herzens gnädiglich an! Laß auch fernerhin deine Barmherzigkeit groß an mir werden; nimm mich in deinen heiligen, gnädigen Schutz; segne das Kind, das du mir anvertraut hast, daß es auf⸗ wachse zu deiner Ehre, zu seinem Heil und zu meiner Freude; behüte und segne du meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! Amen. Al hast, de worden und die kannt u um dei Gnader in ihne heit zu O sei Lob mich he seinen Was d treulich Kind u Tag zu und Ti Jesu mich in mich di diene u zu halt leide u O mannig all mei Ach He borgene immer getan, du wol gehen, Sünde wir nit wie ein Güte u mich vt deines „Seligmacher, u dir gebracht zu hast gesagt: h Gottes. Auf d)ir und bitten: euz durch dein LTaufe teilhaftig ind bleiben zu Amen. du der rechte den, wir sagen geschenkt und heilige Taufe iner Gemeinde dieses Kind, i der empfan⸗ tade bewahren, amens treulich beständig ver⸗ allen Heiligen t Freuden vor tat, womit du du erquicktest e dahin waren. ind mein Kind⸗ Darum lobe tes getan hat: it Gnade und meiner Lippen auch fernerhin einen heiligen, st, daß es auf⸗ de; behüte und vigkeit! Amen. Gebete für gottesdienstliche Handlungen. 5⁴9 IV. Am Konfirmationstage. 1. Fürbitte für die Kinder. Allmächtiger, ewiger Gott, der du diese Kinder aus Gnaden gewürdigt hast, daß sie durch die heilige Taufe deine Kinder und Christi Miterben ge⸗ worden sind, auch dieselben bisher gnädiglich erhalten, daß sie dich, Vater, und deinen Sohn Jesum Christum durch den christlichen Unterricht er⸗ kannt und den wahren Weg zur Seligkeit erlernt haben: sieh, o lieber Vater, um deines Sohnes Jesu Christi willen diese Kinder auch jetzt aufs neue mit Gnadenaugen an. Erleuchte sie mit lebendiger Erkenntnis und vermehre in ihnen die Gabe deines heiligen Geistes, damit sie bei der erkannten Wahr⸗ heit zur Gottseligkeit getreu verbleiben bis an ihr seliges Ende. Amen. 2. Gebet der Kinder. O du gnädiger und barmherziger Gott und Vater, deinem heiligen Namen sei Lob, Preis und Ehre, daß du bisher geholfen und diesen teuren Segenstag mich hast erleben lassen. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Große Dinge hast du an mir getan, getreuer Gott. Was du mir in der heiligen Taufe zugesagt hast, das hast du mir alles ge⸗ treulich gehalten und wirst mir es heute aufs neue zusichern als deinem Kind und Erben aller deiner himmlischen Güter. O Herr, mache mir diesen Tag zu einem Segenstag für Zeit und Ewigkeit; gedenke nicht meiner Sünden und Torheiten, sondern wende deine Augen allein auf das teure Verdienst Jesu Christi und sei mir um seinetwillen gnädig. O Herr Jesu, erneure mich im Geist meines Gemütes, mache mich los von aller Sünde, heilige mich durch und durch, daß ich mit allen Kräften Leibes und der Seele dir diene und dich preise mit meinem Wandel. Schenke mir Kraft, mein Gelübde zu halten; segne mich für Zeit und Ewigkeit, daß ich dir zu Ehren lebe, leide und sterbe. Mach mich, o Jesu, ewig selig. Amen. V. Zur Vorbereitung oder Beichte. 1. Bußgebet. O barmherziger Gott, ewiger Vater, groß sind meine Sünden, viel und mannigfaltig ist meine Missetat, meine Übertretungen sind unzählig, denn all mein Dichten und Trachten von Jugend auf war zum Bösen geneigt. Ach Herr, wer kann merken, wie oft er fehle? Verzeihe mir auch die ver⸗ borgenen Fehler. Siehe, ich erkenne meine Missetat, und meine Sünde ist immer vor mir. An dir allein, o Herr, habe ich gesündigt und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten. Ich bitte dich aber, du wollest nach deiner unaussprechlichen Mildigkeit mit mir nicht ins Gericht gehen, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Wenn du, Herr, willst Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Denn siehe, auf tausend Fragen können wir nicht ein Wort antworten, denn alle unsre Gerechtigkeit ist vor dir wie ein beflecktes Kleid. Deshalb erbarme dich mein, o Gott, nach deiner Güte und tilge meine Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich von meiner Missetat und reinige mich von allen meinen Sünden um deines Namens willen. Herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich 550 Gebete für gottesdienstliche Handlungen. habe an dir gesündigt. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, welche von der Welt hex gewesen ist. Gedenke doch nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen; gedenke aber mein nach deiner großen Barmherzigkeit um deiner Güte willen. O gütiger Gott, ich bekenne vor dir, daß nicht meine Werke noch mein Verdienst können aus⸗ tilgen meine Sünde oder deine Gnade erwerben, sondern solches vermag allein das heilige bittere Leiden unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi, der sein Blut für uns vergossen hat zur Vergebung der Sünden und unsre Seelen gereinigt. In diesem Glauben rufe ich voll Vertrauen und Hoffnung zu dir, du wollest meine Übertretung aus Gnaden vergeben, meine Sünde zudecken und meine Missetat mir nicht zurechnen. Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler, auf daß meine betrübte Seele und die Gebeine, welche sehr erschrocken sind, wiederum erfreut, getröstet und erquickt werden; denn dein ist die Barmherzigkeit und bei dir ist Gnade und viel Vergebung. O Herr, erhöre die Stimme meines Flehens und verachte nicht das Rufen meines Herzens zu dir, um Jesu Christi, meines Herrn und Heilands, willen. Amen. 2. Sündenbekenntnis. Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missetat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, damit ich dich jemals erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich um deiner unergründlichen Barm⸗ herzigkeit und um des unschuldigen bittern Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen und mir alle meine Sünden vergeben. Amen. 3. Nach der Vorbereitung oder Beichte. O Gott, ich habe dir zugesagt, frömmer zu werden; hilf du mirs voll⸗ enden. Gib mir das Wollen und Vollbringen; gib mir deinen heiligen Geist, der mich meiner Zusage täglich erinnere. Laß alle Sündenlust, alle verkehrten Gedanken und Begierden und alles, was sündlich ist, in mir ab⸗ sterben und hilf, daß ich mein Leben lang an deiner Huld und Gnade mich erfreue, an deiner Liebe mich sättige, an deiner Treue mich halte, nach deinem Worte mich richte, durch deine Gnade christlich lebe, geduldig leide und durch des Herrn Jesu teures Verdienst selig sterbe und freudig in den Himmel eingehe. Amen. VI. Zur Feier des heiligen Abendmahls. 1. Gebet vor dem heiligen Abendmahl. Barmherziger Gott und Vater, wir bitten dich, du wollest in diesem Abendmahl, in welchem wir das teure Gedächtnis des bittern Todes deines lieben Sohnes Jesu Christi begehen, durch deinen heiligen Geist in unsern Herzen wirken, daß wir uns mit wahrem Glauben deinem Sohne Jesu Christo je länger je mehr ergeben, damit unsre mühseligen und zerschlagenen Herzen mit seinem Leib und Blute, als dem ewigen Himmelsbrote, gespeist und er sonderr Bund! sein ur und S auch de verleug tetem! Leib se aufnehr He rechten Lo Lobe d hat; de der dei Barmh großer uns ni ist, läß Morger Wi Herr ü hat ver mit ihn daß Ch wir vie sein Bl noch F nachden Da an bis Si: Gottes nicht ol oft sche und die steht e⸗ sündigt ohne S zigkeit und an doch nicht der tber mein nach tiger Gott, ich st können aus⸗ olches vermag Jesu Christi, den und unsre und Hoffnung „meine Sünde mir auch die zebeine, welche guickt werden; ziel Vergebung. icht das Rufen und Heilands, »nder, sündiger begangen mit irnt und deine r alle herzlich ndlichen Barm⸗ terbens deines jaften Menschen Geistes Kraft te. F7du mirs voll⸗ deinen heiligen zündenlust, alle ist, in mir ab⸗ nd Gnade mich te, nach deinem leide und durch in den Himmel tahls. 6l. ollest in diesem n Todes deines Geist in unsern m Sohne Jesu id zerschlagenen sbrote, gespeist Bereitung zum Eide. 551 und erquickt werden. Gib denn, daß wir nicht mehr in unsern Sünden, sondern er in uns und wir in ihm leben, und aufgenommen in den neuen Bund der Gnade, nicht zweifeln, du wollest ewiglich unser gnädiger Vater sein und uns unsre Sünden nimmermehr zurechnen, sondern uns an Leib und Seele versorgen, als deine lieben Kinder und Erben. Verleihe uns Herr Jesus Christus, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. Herr Jesus Christus, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen. 3. Danksagung nach dem heiligen Abendmahl. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen, der dein Leben von dem Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten. So fern der Morgen ist vom Abend, läßt er unsre Übertretung von uns sein. Wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, so ihn fürchten. Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Darum beweist Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren; so werden wir vielmehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, vielmehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir ihm versöhnt sind. Darum soll mein Mund und Herz des Herrn Lob verkündigen, von nun an bis in Ewigkeit. Amen. D. Bereitung zum Eide. Sirach 23, 9—14. Gewöhne deinen Mund nicht zum Schwören und Gottes Namen zu führen. Denn gleichwie ein Knecht, der oft gestäupt wird, nicht ohne Striemen ist, also kann der auch nicht rein von Sünden sein, der oft schwört und Gottes Namen führt. Wer oft schwört, der sündigt oft, und die Plage wird von seinem Hause nicht bleiben. Schwört er und ver⸗ steht es nicht, so sündigt er gleichwohl; versteht ers und verachtets, so sündigt er zwiefältig; schwört er aber vergeblich, so ist er dennoch nicht ohne Sünde; sein Haus wird hart gestraft werden.— 55⁵² Bereitung zum Eide. Ohne Menschenfurcht und ohne Menschengefälligkeit, niemandem zulieb und niemandem zuleid, soll ein Christ, wenn es die Obrigkeit oder die Not von ihm fordert, einen Eid schwören und dabei mit Besonnenheit und Wahrheit. die Wahrheit sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die ahrheit. Die gewöhnliche Eidesformel lautet:„Ich schwöre bei Gott, dem All⸗ mächtigen und Allwissenden, daß ich nach bestem Wissen und Gewissen die reine Wahrheit sagen, nichts verschweigen und nichts hinzusetzen werde, so wahr mir Gott helfe(durch Jesum Christum).“ Heilig, heilig sei der Eid selbst beim Tageslicht verdammen. euch, ihr Christen, die ihr schwöret. Wo man falsche Eide schwört, Denkt an die„der vuh 55 droht ein furchtbar Racheschwert. eures Richters, der euch höret. Selbst das höchste Lebensglück Alles bringt er an das Licht, muß zum Fluch dem Meineid werden, alles muß vor sein Gericht. Gott nimmt alle Huld zurück, Hebt ihr eure Hand zum Schwur, alles Heil verdorrt auf Erden, dann ergreif euch heilger Schrecken; jede Freude wird vergällt, weiß es keine Kreatur, und zur Wüste wird die Welt. Gott der weiß es, wirds entdecken, Drum für aller Welt Gewinn wenn ihr frevelhaft den Eid geb ich nicht des Herzens Ruhe, durch ein falsches Wort entweiht. nicht die Überzeugung hin, Zittert: das Gewissen wacht, recht und wahr sei, was ich tue. ja es wird mit Feuerflammen Arm und niedrig mag ich sein, euch beim Graun der Mitternacht, bleib ich nur vom Meineid rein. Herr, du erforschst mich und kennst mich: ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne; ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles weißt. Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, steh du mir bei, wenn ich nun vor dir stehe und meinen Eid schwöre. Erleuchte mich, daß ich inner⸗ lich bei mir selbst recht klar alles sehe und verstehe, worüber ich Zeugnis ablegen soll, und hilf mir, daß ich offen und freimütig die Wahrheit rede in voller Aufrichtigkeit und Lauterkeit des Herzens ohne alle Menschenfurcht und Menschengefälligkeit. Laß kein falsches, unwahres Wort über meine Lippen kommen und laß mich allein daran denken, wie ich vor dir bestehen kann, auf daß meine Seele keinen Schaden nehme, sondern durch deine Gnade bewahrt bleibe zum ewigen Leben. Dazu hilf mir durch Jesum Christum, meinen Herrn und Heiland. Amen. Ps. 139, 23. 24. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. nimme gnädig Jamm Christi Li Taufe geheili Wés täglich ausspr und ni Hand, rigem Angst mir: a rühmen Amen. O dienen deinen müßten Strahls die Gr Herr, erschres und M willen. des Fel Tode. andem zulieb keit oder die ynnenheit und ichts als die zott, dem All⸗ „Gewissen die tzen werde, so erdammen. hwört, cheschwert. bensglück eineid werden, Gewinn 18 Ruhe, in, 8 ich tue. ich sein, neid rein. stehe auf, so he oder liege, je, es ist kein bei, wenn ich daß ich inner⸗ r ich Zeugnis ihrheit rede in Menschenfurcht rt über meine *r dir bestehen nadurch deine durch Jesum n Herz; prüfe sem Wege bin, Gebete in allerlei Not. 553 E. Gebete in allerlei Not. 1. Gebet um Hilfe. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott, der du bist von Herzen gütig, langmütig und von großer Gnade und Treue und läßt dich des Übels reuen, wir bitten dich demütiglich, du wollest dein väterliches Angesicht nimmermehr von uns wenden in aller unsrer Widerwärtigkeit, sondern deine gnädige und väterliche Hand uns reichen und uns endlich von allerlei Jammer und Not des Leibes und der Seelen ewiglich erlösen, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. 2. In innerer Anfechtung. Lieber himmlischer Vater, ich danke dir, daß du mich in der heiligen Taufe zu deinem lieben Kinde aufgenommen und mich durch dein Wort geheiligt und bisher erhalten hast. eil ich aber mit großer Traurigkeit meines Herzens beladen und täglich geängstigt werde, daß ich meine Betrübnis nicht aussagen noch aussprechen kann: so bitte ich dich, treuer Gott, verlaß mich doch nicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir, halte mich fest bei deiner Hand, daß ich nimmermehr sinke noch von dir geschieden werde. Mit trau⸗ rigem Herzen stehe ich des Morgens auf, mit betrübtem Geist esse ich, mit Angst und Schmerzen lege ich mich wieder nieder und habe keine Ruhe in mir: ach Gott, sieh an mein Elend und Kummer; ich wollte dir gerne mit fröhlichem Herzen und Munde dienen, aber ich vermag es nicht, wie stark ich mich wehre und dawider streite, ich bin gar zu schwach zu diesem großen Kampf. Darum hilf mir Schwachen, o du starker Gott, und gib mir deinen heiligen Geist, der mich erfreue und tröste in aller meiner Traurigkeit. Ich weiß ja, daß ich dein bin im Tode und Leben, es kann mich nichts von dir scheiden, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Trübsal noch Angst, ob ich gleich jetzt in Angst und Kümmernis schwebe. Herr, ich hoffe auf deine Gnade, du wirst mich nicht unerhört von dir lassen, sondern alle Angst aus meinem Herzen reißen und mir ein neues Freudenlied in meinen Mund geben. So will ich dich für deine Güte Amer loben, preisen und danken und dir dienen hier und in Ewigkeit. men. 3. Bei einem Ungewitter. O du großer und schrecklicher Gott, dem Sturmwinde und Feuerflammen dienen müssen, der du auf den Wolken fährst wie auf einem Wagen und deinen Donner mit Hagel und Blitzen ausläßt: wir armen Menschen müßten ja in einem Augenblick verderben, wenn du deine vernichtenden Strahlen auf uns gehen hießest. Denn die Erde bebt und wird bewegt, die Grundfesten der Berge regen sich und erzittern, wenn du zornig bist. Herr, wir sehen und hören deine große Macht und entsetzen uns vor dem erschrecklichen Rollen deines Donners. Ach gedenke nicht unsrer Sünden und Missetaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu Christi willen. Bewahre uns Leib und Seele, Haus und Hof und die lieben Früchte des Feldes. Behüte uns vor grausamem Schrecken und einem bösen, schnellen Tode. Nimm von uns alle Kleinmütigkeit und ängstliche Furcht. Erhalte 55⁵⁴ Gebete für Kranke und Sterbende. und stärke in uns den wahren Glauben, herzliche Bußfertigkeit, fröhliche Hoffnung und Geduld, damit wir bereit seien, wenn es dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Nimm uns, o Herr, unter den Schatten deiner Flügel, bis das Unwetter vorübergehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme deines grimmigen Zorns, womit du die Gottlosen einst in das ewige Feuer weisen wirst, in Ewigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, Sohn und heiligen Geist, einigen wahren Gott, in Ewigkeit preisen mögen! Amen. 4. Bei Seuchen und in Sterbenszeiten. Ach Herr Gott, gnädig und barmherzig, von großer Güte und Treue: wir erkennen deinen Derechten Zorn, welchen wir mit unsern Sünden wider uns erweckt haben. Ach schone unser, lieber Vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in deinem Zorn und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Ach Herr, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsre Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten von der Strafe deiner Hand. Wende dich, o Herr, und errette uns. Hilf uns um deiner Güte willen. Heile, Herr, alle Kranken und Schwachen. Sei bei ihnen in der Not, reiße sie heraus und zeige ihnen dein Heil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ihre Sünde. Lehre hierbei uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden und mit Furcht und Zittern unsre Seligkeit schaffen. Laß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte festhalten, in Frieden hinfahren und den Tod nicht sehen ewiglich. Erhöre uns, erhöre unsre Bitte, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. F. Gebete für Kranke und Sterbende. 1. Sprüche aus Gottes Wort für Kranke. Kurze Seufzer: Deine große herzliche Parmherzigkeit hält sich hart gegen mich.(Jes. 63, 15.) Ach du, Herr, wie lange!(Ps. 6, 4.) Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen vom Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24.) Demütigung vor Gott: Ach Herr, unsre Missetaten habens ja verdient.(Jerem. 14, 7.) So du willst, Herr, Sunde zurechnen, Herr, wer wird bestehen?(Psalm 130, 3.) Wir liegen vor dir mit unserm Gebet, (Dan 9 11 899 Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. an. 9, Trost des Glaubens: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde.(1. Joh. 1, 7.) Alle Züchtigung, wenn sie da ist, dünket sie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein, aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübet sind.(Hebr. 12, 11.) Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.(Jak. 1, 12.) Die väterliche Stimme Gottes: Kann auch ein Weib ihres Kind⸗ leins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben vergäße, so will ich doch dein nicht vergessen; siehe, gespro sollst Not,! mich a heit n herzig! preise. diesem göttlid Gnade ergebe. bis an sonder 2 schneid zu ma Handb nichts daß de vergess D mir h weiß 6 was i die zul ich mi bisher Sünde Siehe, zuvor und se keit, fröhliche Wille ist, aus den Schatten ns, daß wir ßottlosen einst hören müssen, „Sohn und 11 Amen. e und Treue: ünden wider deines lieben und züchtige deiner Güte Wende deine deiner Hand. Güte willen. der Not, reiße en herzlich an alle bedenken, t Furcht und ndlein kommt, od nicht sehen mund heiliger ende. ke. hält sich hart s. 6, 4.) Ich (Röm. 7, 24.) ten habens ja ien, Herr, wer unserm Gebet, Zarmherzigkeit. zohnes Gottes, chtigung, wenn zu sein, aber keit denen, die die Anfechtung le des Lebens n.(Jak. 1, 12.) eib ihres Kind⸗ ihres Leibes? ergessen; siehe, Gebete für Kranke und Sterbende. 555 in meine Hände habe ich dich gezeichnet.(Jes. 49, 15. 16.) Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.(Hebr. 13, 5.) Ich habe dich je und je ge⸗ liebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.(Jer. 31, 3.) Die Gnadenstimme Jesu Christi: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. (Joh. 7, 37. 6, 37.) Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.(2. Kor. 12, 9.) Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.(Offb. 2, 10.) (Auch können folgende Abschnitte der Heiligen Schrift von dem Kranken gelesen oder demselben vorgelesen werden: 1. Petr. 5, 6—11. Psalm 130. 25. 42. 63, 2—9. 91. Klagel. 3, 22—42. Röm. 8, 18—27, 28—39. 1. Petr. 1, 3—9. Psalm 126. Offb. 7, 9—17.) 2. Auf dem Krankenbette. 1. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, weil du uns geboten hast und gesprochen:„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen,“ deswegen schreie ich zu dir in dieser meiner großen Not, durch Jesum Christum deinen lieben Sohn, und bitte dich, du wollest mich armen sündigen Menschen nicht verlassen. So nun diese meine Krank⸗ heit nicht zum Tode ist, so hilf mir auf, daß ich genese um deiner Barm⸗ herzigkeit willen, auf daß ich deine Macht und Kraft an mir verkündige und preise. Wo es mir aber nützlicher ist, zeitlich zu sterben, denn allhier in diesem Jammertal und elenden Leben zu bleiben, so geschehe, Herr, dein göttlicher Wille, wie im Himmel also auch auf Erden. Verleihe mir nur Gnade, daß ich mich in deinen Willen, der allezeit der beste ist, gänzlich ergebe. Erhalte mich fest im christlichen Glauben und wahrer Erkenntnis bis an mein Ende. Laß mich von dir nimmermehr abgeschieden werden, sondern nimm meine Seele zu dir in dein Reich durch deinen lieben Sohn Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 2. Mein Gott, es hat dir nach deinem heiligen Rat und Willen ge⸗ fallen, mich auf dieses Krankenbett zu legen und dadurch nicht allein mich von meinen Geschäften, meinen Sünden und sündlichen Gewohnheiten abzu⸗ schneiden, sondern mich auch an meinen Tod zu erinnern, mich aufmerksam zu machen, daß ich ein sterblicher Mensch sei. Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir: ach wie gar nichts sind doch alle Menschen, die doch so sicher leben! Ich weiß auch, daß dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach das Gericht. Doch vergesse ichs nur zu leicht wieder. Darum bitte ich dich; ach Herr, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Ich weiß auch, daß ich alles muß verlassen, meine Habe, Gut, Ehr, Glück und was ich in der Welt besitze. Ich habe hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suche ich. Daran möge mich meine Krankheit erinnern, damit ich mich mit Gebet, mit Buße und Glauben, mit wahrer Prüfung meines bisherigen Lebens zum seligen Sterben bereite und also von Welt und Sünde abgezogen und mein Leben, Geist und Seele dir geheiligt werde. Siehe, mein Gott, hie bin ich, nimm meine Seele hin; aber bereite mich zuvor recht in der Zeit, daß, wenn ich sterbe, ich mög in deiner Gnade und selig sterben. Amen. 3. Morgengebet eines Kranken. Heiliger Gott, Vater, Sohn und Geist, ich komme jetzt, da der Tag an⸗ 556 Gebete für Kranke und Sterbende. gebrochen, vor deinen Thron und danke dir, daß du mich diesen Tag wieder hast erleben lassen. Du weißt, Herr, wie ich die Nacht auf meinem Kran⸗ kenbett zugebracht habe. Ich kann nicht genug deine Güte preisen, daß du das Licht der Sonne mich wieder sehen läßt. Die Sonne geht wieder auf: Herr, mein Gott, laß auch deine Gnade neu über mich aufgehn. Gib mir mit diesem Tage neue Kräfte und neue Geduld, mein Leiden willig zu tragen. Es hat dir gefallen, Herr, mich auf dies Krankenbett zu legen: wohlan, ich will darauf bleiben, solange es dir gefällt. Du willst mich da⸗ durch in die Stille führen, damit du allein mit mir reden und mich unter⸗ weisen mögest, wie ich für meine Seele sorgen soll. Ich will die Zeit be⸗ nutzen, mein vergangenes Leben zu prüfen: ob ich dir gedient, dich geehrt, dir gehorcht habe. Gib, wenn ich solches verneinen muß, daß ich mich von Herzen darüber betrübe und wahre Buße tue, auch mit dir einen neuen Bund mache und also mit Furcht und Zittern schaffe, selig zu werden. Gib, daß ich, o Jesu, den ganzen Tag möge mein Herz bei dir haben, eifrig beten, an deine Leiden, Wunden und Tod gedenken und das wahre Heil meiner Seele betrachten. Gib mir einen schönen Trostspruch nach dem andern in mein Herz, der deiner Liebe mich versichere, deine Gnade mir versiegele und deiner Hilfe mich vergewissere. Erquicke mich in meiner Mattigkeit und stärke mich durch deinen heiligen Geist in meiner Schwach⸗ heit. Bewahre mich vor neuen Schmerzen, traurigen Stunden, erschrecken⸗ den Zufällen; willst du mich aber Leiden empfinden lassen, so weiche nicht von mir. Hilf mir den Tag glücklich und selig vollenden und alles mit Ge⸗ lassenheit und stillem Mut annehmen, was du mir auflegst. Siehe, mein Gott, hier bin ich, mache es mit mir, wie dir es wohlgefällt. Du bist mein Vater, ich bin dein Kind. Ich will deine Güte rühmen und deine Barm⸗ herzigkeit preisen über alles, was du an mir getan hast. Amen. 4. Abendgebet eines Kranken. Ach du barmherziger Gott, ich habe nun wieder einen Tag überlebt. Herr, du hast nach deiner Güte bis auf diese Stunde mir mein Leben ge⸗ fristet, dafür sei deiner Vatertreue herzlich Lob und Dank gesagt. Beson⸗ ders preise ich deinen Namen, daß du diesen Tag meine Schmerzen und Krankheit mir hast tragen helfen. Ja, Herr, du legst eine Last auf, aber du hilfst uns auch. Der Herr hört das Schreien der Elenden und verweigert ihnen nicht, um was ihr Mund bittet. Ach großer Gott, die Nacht bricht Dreien bleibe bei mir und weiche diese Nacht nicht von mir. O heilige reieinigkeit, ich lobe dich in Ewigkeit. Wende diese Nacht von mir ab alle gefährlichen und plötzlichen Zufälle; lindre meine Schmerzen; bewahre mich vor Schrecken, Angst und Unglück. Ach bleibe, himmlischer Vater, bei deinem kranken Kinde. Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? O Jesu, die Sonne ist gewichen, du, o Sonne der Gerech⸗ tigkeit, weiche nicht von mir. O du werter heiliger Geist, Tröster der Betrübten und Beistand der Elenden, bleibe bei mir, stärke mich und er⸗ halte mich in wahrem Glauben und christlicher Geduld. Heilige Dreieinig⸗ keit, nimm mich auf in deinen Schutz. Der Herr segne mich und behüte mich mit all den Meinen und samt allen Betrübten und Leidenden; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Und soll ja diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so nimm mich, Herr, in Him⸗ mel ein, in deinen Freudensaal. Amen. deine Engeln an eine von m lobsing danken schicke Gemein 1 Tag wieder teinem Kran⸗ eisen, daß du t wieder auf: hn. Gib mir sen willig zu ett zu legen: illst mich da⸗ d mich unter⸗ die Zeit be⸗ „dich geehrt, ich mich von einen neuen zu werden. ei dir haben, id das wahre uch nach dem e Gnade mir ch in meiner iner Schwach⸗ n, erschrecken⸗ o weiche nicht alles mit Ge⸗ Siehe, mein Du bist mein deine Barm⸗ en. Tag überlebt. iein Leben ge⸗ esagt. Beson⸗ schmerzen und Last auf, aber ind verweigert e Nacht bricht ir. O heilige von mir ab zen; bewahre her Vater, bei heil, vor wem hor wem sollte ie der Gerech⸗ „Tröster der mich und er⸗ lige Dreieinig⸗ ch und behüte Zeidenden; der ädig, der Herr soll ja diese Herr, in Him⸗ Gebete für Kranke und Sterbende. 557 5. Dankgebet nach Genesung. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, preise seinen hei⸗ ligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünde vergibt und heilt alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst und dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit. Denn die Güte des Herrn ists, daß es nicht mit mir gar aus ist, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß. Ich habe dir, Gott, gelobt, daß ich dir danken will, so will ich dir demnach jetzt Dank opfern und meine Gelübde bezahlen, daß du mir geholfen hast. Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sind fröhlich und lobsingen dir. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele herzlich ange⸗ nommen, daß sie nicht verdürbe, du warfst alle meine Sünde hinter dich zurück. Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich dachte vielmal: nun bin ich gar dahin. Aber du hast meine Seele vom Tode errettet, die Stimme meines Flehens erhört und meine Klage in einen Reigen ver⸗ wandelt. Viele sprachen von meiner Seele: sie hat keine Hilfe bei Gott. Aber auf dich hoffte mein Herz, und mir ist nun geholfen. Da ich zu dir schrie, machtest du mich gesund. Herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen! Ich will sie verkündigen und davon sagen, solange ich lebe. Gelobet seist du, Herr, täglich, und gerühmt sei dein herrlicher Name immer und ewiglich. Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden, sondern das gute Werk gnädig voll⸗ führen, so du in mir angefangen, und mich von Tag zu Tag mehr stärken und durch deinen guten Geist auf gute Wege leiten, daß ich hinfort nicht mehr sündige, damit mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich behüten und befiehl deinen heiligen Engeln, daß sie mich auf den Händen tragen, damit ich meinen Fuß nicht an einen Stein stoße. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir, eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe, auf daß dir immerfort lobsinge meine Seele und nicht stille werde. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. 6. Fürbitte für Sterbende. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott, der du unser Leben erhältst auch im Tode und Sterben, wir bitten dich, du wollest die Augen deiner Barmherzigkeit wenden zu diesem unserm kranken Mitbruder, der dein Ge⸗ schöpf und Ebenbild ist, ihn erquicken an Leib und Seele und ihm alle Sünde aus Gnade vergeben. Nimm das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Christi, deines lieben Sohnes, für die Bezahlung seiner Missetat; denn er ist auf dessen Namen getauft und mit desselbigen Blut gewaschen und gereinigt. So errette ihn nun von den Schmerzen der Krankheit, verkürze ihm seine Leiden. Erhalte ihn wider alle Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf daß er im Glauben ritterlich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben und schicke ihm deine heiligen Engel, daß sie ihn begleiten zu der himmlischen Gemeinde aller Auserwählten in Christo Jesu, unserm Herrn. Amen. 558 Gebete für Kranke und Sterbende. 7. Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen. 1. Ach barmherziger, gütiger Gott, hilf mir in meinem Leiden und in meiner Todesstunde; o mein Gott, du bist ja allezeit mein gnädiger Gott und mein Beistand gewesen, ach bleibe es auch jetzt. O Jesu, bleibe bei mir, es will Abend werden, und der Tag meines Lebens hat sich geneigt. O werter heiliger Geist, stärke mich, erhalte mich in festem Glauben is an mein Ende, erleuchte mich zum ewigen Leben. Ich will auf Jesu Blut und Wunden sterben: dem lebe ich, dem sterbe ich, auf sein Verdienst verlasse ich mich. Amen. 2. Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir; meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott; wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Jesu, du Licht meiner Seele, wenn meine Augen wollen dunkel werden, so laß in meiner Seele aufgehen die himmlische Klarheit; weiche nicht von mir, wenn meine Augen brechen; zeige mir alsdann deine Gestalt und laß mich sehen dein Bild, wie du dich am Kreuz zu Tode geblutet hast. Ob ich schon wandre im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn mein Jesus ist bei mir. Ja, mein Jesu, bleibe bei mir, stärke mich im Glauben und laß mich dein Eigentum sein hier zeitlich und dort ewig. Amen. 3. Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rech⸗ ten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß hilf mir, lieber Herr, ich weiche nicht von dir, ach bleibe du auch bei mir. Jesu, wenn mein Kampf angeht, so hilf mir ringen, so hilf mir siegen und überwinden; wenn die Angst meines Herzens groß wird, so führe mich aus meinen Nöten. Ich bin ja dein Eigentum, darum führe mich durch alle Angst hindurch zur Freude, zur Wonne, zur Herrlichkeit. Bist du mit mir, so fürchte ich mich nicht, so bin ich selig, so werde ich zur Freude eingehen. Amen. 8. Sprüche, dem Sterbenden vorzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21. Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1. Der Herr wird dich erlösen von allem Übel und dir aushelfen zu sei⸗ nem himmlischen Reiche; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 2. Tim. 4, 18. Herr, ich warte auf dein Heil. 1. Mose 49, 18. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt über⸗ wunden. Joh. 16, 33. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir. Eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe. Psalm 38, 22. 23. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode er⸗ rettet. Psalm 68, 21. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst Herr, du treuer Gott. Psalm 31, 6. Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Ap.⸗Gesch. 7, 58. Tro Gute, d an Leib Elend e erhalten nun die tausend Grabe 1 Leh werden, beständi Ende u und erf worden sei. Gi wiederse Ste Blut un mögen l Und die reichen Geistes. 10. K˖ Röm. 5, Lieder Psalm 6 2. Kön. Luk. 11, Luk. 18, Lieder: Matth. Joh. 5, Lieder: Matth. Luk.„ Luk. 15. Luk. 23, Jes. 58. Lieder: 1. iden und in nädiger Gott eibe bei mir, geneigt. O uüben bis an su Blut und t verlasse ich meine Seele, ndigen Gott; ? Jesu, du n, so laß in n mir, wenn mich sehen Ob ich schon Jesus ist bei und laß mich meiner rech⸗ endlich mit lieber Herr, wenn mein binden; wenn einen Nöten. hindurch zur rchte ich mich n. N. Unglück, denn 3„ Phil. 1, 21. hbei deinem helfen zu sei⸗ zu Ewigkeit. ie Welt über⸗ ir. Eile mir vom Tode er⸗ st mich erlöst Gebete für Kranke und Sterbende. 9. Gebet am Begräbnistage. Treuer Gott, lieber himmlischer Vater, wir danken dir herzlich für alles Gute, das du dem Verstorbenen von seiner Kindheit an bis auf diese Stunde an Leib und Seele erwiesen hast, besonders, daß du ihn aus seinem großen Elend errettet, seine Seele, wie wir zu deiner Gnade hoffen, im Glauben erhalten und nunmehr in die ewige Herrlichkeit aufgenommen hast. Erfreue nun diese uns so teure Seele vor deinem Throne unter der Anzahl vieler tausend heiligen Engel und Auserwählten, und laß den Leib in seinem Grabe sanft ruhen bis zur fröhlichen Auferstehung. Lehre uns auch bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden, und in steter Buße, im wahren Glauben, in christlicher Geduld und beständiger Hoffnung uns zu einer seligen Nachfolge zubereiten und das Ende unsers Glaubens davon bringen, nämlich der Seelen Seligkeit. Tröste und erfreue uns alle wieder, die wir durch diesen Todesfall so tief betrübt worden sind, und laß uns erkennen, daß dein heiliger Wille also geschehen sei. Gib auch, daß wir uns alle einst bei dir in dem ewigen Leben mögen wiedersehen, da niemand unsere Freude wird von uns nehmen. Steure allem Bösen in dieser Welt und unserm eigenen Fleisch und Blut und hilf uns dieselben überwinden. Stärke uns, daß wir getreu sein mögen bis in den Tod, auf daß wir einst die Krone des Lebens empfangen. Und dies alles um Jesu Christi, seines schmerzlichen Todes, seiner sieg⸗ reichen Auferstehung und Himmelfahrt willen, und in Kraft des heiligen Geistes. Amen. 10. Kranken⸗ und Sterbetrost aus Bibel und Gesangbuch. 1. Vom Segen des Leidens. Röm. 5, 1—5. 2. Kor. 4, 7—18. Jak. 1, 2—12. Hebr. 12, 5—11. Lieder Nr. 396. 405. 2. Vom Vertrauen auf Gott und des Gebetes Kraft. Psalm 6. 23. 25 39. 71. 77. 90. 91. 116. Jes. 38. 2. Kön. 20, 1—11. Hiskias Krankheit und Gebet. Luk. 11, 1—13. Anhalten im Gebet. Luk. 18, 1—8. desgl. Lieder: Nr. 365. 366. 370. 371. 378. 403. 406. 523. 524. 3. Vom Trost und der Hilfe des Herrn. Matth. 8, 1—13. Der Hauptmann. Matth. 9, 27—33. Der Blinde. Luk. 10, 23—37. Der barmherzige Samariter. Joh. 5, 1—16. Der 38jährige Kranke. Lieder: Nr. 96. 99. 369. 379. 408. 4. Christus der Sünderfreund. Matth. 9, 1—8. Der Gichtbrüchige. Luk. 7, 36—50. Die Sünderin. Luk. 15. Das verlorene Schaf ꝛc. Luk. 23, 39—43. Der Schächer. Jes. 53. Das Lamm Gottes. Lieder: Nr. 93. 98. 237. 252. 256. 272. 278. 308. 560 Gebete für Kranke und Sterbende. 5. Von der Geduld und Ergebung im Leiden. Matth. 11. 28—30. Klagel. 3, 17—33. Matth. 26. 27. Mark. 14. 15. Luk. 22. 23. Johl 17. 18. 19. Lieder: Nr. 102. 104. 108. 367. 375. 385. 399. 6. Sehnsucht nach oben. 2. Kor. 5, 1—10. Phil. 3, 12—21. Lieder: Nr. 376. 473. 480. 484. 485. 494. 7. In tiefer Angst und Not. Psalm 6. 22. 42. 88. 130. der a Lieder: Nr. 102, Str. 9 u. 10. 365. 370. 389, Str. 1. 526. renz 8. Trost der Auferstehung. lassene Hiob 19, 1—29. Ich weiß, daß mein Erlöser ꝛc. 965— At.. 9, 18—26. Jairi Töchterlein. ö er er Luk.„11.— 16. Jüngling zu Nain. Joh. 1115 Lazarus. 1. Kor. 15. Joh. 5, 24—29. 1. Thess. 4, 13—18. Lieder: Nr. 127. 520. 9. Bereitung aufs Sterben. Joh. 14. 15. 16. 17. Psalm 39. Psalm 90. Lieder: Nr. 475. 476. 480. 490. 492. 495. 1. Adv. 10. Vom ewigen Leben. 2.„ Jes. 35. Offb. 7, 9—17. 21. 22. Lieder: Nr. 489. 510. 513. 514. 522. 33.„ 4. 1. 5 2. Sonnt Neujahr ——— Sonnt. Epiphar 6. 7. Septuag 14. 15. Luk. Verzeichnis der alten und der neuen(von der deutsch⸗evangelischen Kirchenkonfe⸗ renz vorgeschlagenen und durch Kirchengesetz vom 17. Juni 1898 zuge⸗ lassenen rirchlichen Bibellektionen, wie solche nach den Beschlüssen der XXV. Rheinischen und der XXII. Westfälischen Provinzialsynode in der evangelischen Kirche Rheinlands und Westfalens im Gebrauch sind. Erster Jahrgang. Die neuen alttestamentlichen und evangelischen Leseabschnitte. Altes Testament. x Evangelium. 1. Advent Jer. 31, 31—34. Der neue Bund. Luk. h 68—79. Lobgesang des Zacharias. 2.„ Mal. 3, 19—24. Der große und Luk 17, 20—30. Das Reich Gottes schreckliche Tag des Herrn. Nist inwendig in euch. 5.„ Jes. 40, 1—8. Tröstet, tröstet Matth. 3, 1—11. Die Predigt mein Volk. Johannis des Täufers. 4.„ 5. Mose 18, 15—19. Verheißung Joh. 1, 15—18. Gnade und Wahr⸗ des Propheten. heit durch Jesum Christum. 1. Weihnacht. Jes. 9, 6. 7. Uns ist ein Kind Matth. 1, 18-23. Er wird sein geboren. Volk selig machen. 2. Micha 5, 1—3. BethlehemEphrata. Joh. 1,1—14. Das Wortwardgleisch. Sonnt. n. W. Jes. 33, 7—16. Bist du doch Luk. 2, 25—32. Herr, nun laßt du unser Vater. ö deinen Diener in Frieden fahren. oder: Joh. 12, 35—41. Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Neujahr Ps. 90, 1—17. Herr Gott, du Luk. 4, 16—21. Das angenehme bist unsere Zuflucht. Jahr des Herrn. oder: Ps. 121. Eingang und Ausgang. Sonnt. n. N. Ps. 73, 23—28. Herr, wenn ich Matth. 16, 1—4. Die Zeichen nur dich habe. der Zeit. Epiphanias Jes. 2, 2—5. Von Zion geht das Matth. 3, 13—17. Die Taufe Gesetz aus. Jesu. 1. nach Epiph. Ps. 122. Wir werden in das Joh. 1, 35—42. Kommt und Haus des Herrn gehen. sehet! 2.„ Jes. 61, 1—6. Der Geist des Joh. 1, 43—51. Philippus und Herrn ist über mir. Nathangel. 8.½ 2. Kön. 5, 1—19a.(Bis:„Zieh Joh. 4, 5—14. Jesus und die hin in Frieden.“] Naeman. Samariterin. 4.„ 2 Ps. 93. Der Herr ist König. Joh. 4, 31—42. Dieser ist wahr⸗ lich Christus, der Welt Heiland. 85.„„ Hes. 33, 10—16. Ich habe kein Matth. 7, 24—29. Fels und Sand. Gefallen an dem Tode des Gottlosen. 6.„„ 2. Mos. 3, 1—6. Berufung Mosis. Joh. 5, 39—47. Suchet in der Schrift. Septuagesimad Jer. 9, 23. 24. Wer sich rühmet, Luk. 10, 38—42. Eins ist not. der rühme sich des Herrn. 36 562 Sexagesima Estomihi Invokavit Reminiszere Okuli Latare Zudika Palmarum Gründonnerstag Karfreitag 1. Ostertag 2. Qnasimod. Miserikordias Jubilate Kantate Rogate Himmelfahrt Exaudi 1. Pfingsttag 2 2. 7 Trinitatis 1. nach Trin. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Altes Testament. Amos 8, 11. 12. Hunger nach dem Wort Gottes. Jer. 8, 4—9. Mein Volk geht irre. 1. Mos. 22, 1—14. Isaaks Opferung. 2. Mos. 33, 17—23. Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnadig. Jer. 26, 1—15. Ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren. Jes. 52, 7—10. Die Boten, die Frieden verkündigen. 4. Mose 21, 4—9. Die Erhöhung der Schlange in der Wüste. Sach. 9, 8—12. Dein König kommt zu vir sanftmütig. Ps. 111. Der Herr hat ein Ge⸗ dächtnis gestiftet seinerWunder. . 22, 2—20. Warum hast du mich verlassen? Ps. 118, 14—24. Die Rechte des Herrn behält den Sieg. Ps. 16, 8—11. Dein Heiliger wird die Verwesung nicht sehen. 1. Mos. 32, 22—31. Jakobs Kampf. Ps. 23. Der Herr ist mein Hirte. Jes. 40, 26—31. Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft. Ps. 98. Singet dem Herrn ein neues Lied. Jes. 55, 6—11. Meine Gedanken sind⸗ nicht eure Gedanken. Ps. 110, 1—4. Setze dich zu meiner Rechten. Pir 42. Meine Seele dürstet nach Gott. ö Hes. 36, 22—28. Das neue Herz. Jes. 44, 1—6. Ich will Wasser gießen auf das Durstige. ö Jes. 6, 1—8. Das dreimal heilig. oder: 4. Mose 6, 22—27. Der Aaronitische Segen. 5. Mose 6, 413. Du sollst Gott Ilieben bon ganzem Herzen. eüt Sal. 9,— Das Wutt der Weishei Jes. 12. Dantlied der Erlösten. oder: Evangelium. Joh. 11, 20-27. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Mark. 10, 35—45. Die Söhne Zebedaäi. Joh. 11, 47—57. Kaiphas' Rat. Herr, schone atth. 16, 21—26. dein selbst! Der Kampf in Luk. 22, 39—46. Gethsemane. Luk. 10, 17—20. Freuet euch, daß eure Namen im Himmel ge⸗ schrieben sind. Luk.22,54—62. PetriVerleugnung. Luk.9,51—56. Die Donnerskinder. Luk.22,63—71.Verspottungshristi. Joh. 6, 47—57. Ich bin das Brot des Lebens. Matth. 27, 15—31. Barabbas. Joh. 13, 31—35. Christus und Ein neu Gebot (Bis:„was sie Vater, vergib ihnen. Joh. 12, 1—8. Die Salbung. Luk. 22, 14—20. Einsetzung des heiligen Abendmahls. Luk. 23, 39—46. Der Tod des Herrn. Matth. 28, 1-10. Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Joh. 20, 11—18. Maria am Grabe. Joh. 21, 15—19. Simon Johanna, hast du mich lieb? Joh. 14, 1—6. In des Vaters Hause sind viele Wohnungen. Joh. 12, 20—26. Das Weizenkorn, das in die Erde fällt, bringt viel Früchte. Wollt ihr auch Joh. 6, 60—69. Luk. 11,5—13. Anhaltendes Gebet. tun.“ weggehen? Luk. 24, 50—53. Da er sie seg⸗ nete, fuhr er gen Himmel. Joh. 17, 11—26. Das hohe⸗ priesterliche Gebet. Joh. 7, 33—39. Wen da dürstet der komme zu mir und trinle. Joh. 14, 15—21. Ich will euch nicht Waisen lassen. Joh. 15, 9—16. Ihr seid meine Freunde. Matth. 28, 16—20. Der Tauf⸗ befehl. Matth. 13, 31—35. Gleichnisse vom Senfkorn und Sauerteig. prdes 9, 9—13. Die Berufung es Matthäus. Lut. 15, 11-32. Sohn. Der verlorene L. nach Trin. 5.„ 6.„ 5 7.„ 8.„. L.„ 10.„ 1 11.„ 12.„ 2 13.„ 4 14.„ 5 15.„ 16.„ 17.„ 2 168.„ 19.„ 20.„ 1 21.„ 2 22.„ 23.„. 24.„ 25.„ 26.„ 27. n. Trinitatis, bezw. Toten⸗ sest Darstellung Jesu im Tempel Marid Verkündi⸗ gung Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Altes Testament. ö Evangelium. Jes. 65, 17—19. 24. 25. Die Matth. 5, 13—16. Das Salz der neue Erde. ö Erde und das Licht der Welt. Klagel. Jer. 3, 22—32. Die Güte Luk. 9, 18—26. Die Nachfolge des Herrn ists, daß wir nicht Christi. gar aus sind. Ps. 1. Der Weg der Gerechten Matth. 21, 28—32. Die zwei und der Weg der Gottlosen. Söhne. Jes. 62, 6—12. Wächter auf den Mark. 4, 26—29 Mauern Jerusalems. sende Saat. Jer. 23, 16—29. Das Wort Matth. 12, 46—50. Wer Gottes Gottes Feuer und Hammer. Willen int, der ist mein Bruder. Spr. Sal. 16, 1—9. Des Men⸗ Matth. 13, 44—46. Die köstliche schen Weg und Gottes Weg. Perle und der Schatz im Acker. Jer. 7, 1—11. Die Predigt am Matth. 23, 34—39. Jerusalem! Tor des Tempels. ö Serusalem Dan. 9, 15—18. Auf deine große Luk. 36—50. Die große Sün⸗ Barmherzigkeit. derin. Jes. 29, 18—21. Die Tauben hören. d 8, 31—36. Vom Bleiben an der Rede Jesu. Sach. 7, 4-10. Barmherzigkeit Mark. 12, 41—44. Scherflein der Die selbstwach⸗ gegen die Brüder. ö Wiiwe. Ps. 50, 14-23. Opfere Gott Dank. Joh. 5,—14. Sündige hinfort nicht mehr! 1. Könige 17, 8—16. Elias 79 1,11 1—11. Siehe, den du die Witwe. ieb hast, der liegt krank. Hiob 5, 17—26. schlägt und Matth. 11, 25—-30. Kommt her heilt. zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Psalm 75, 5—8. Gott erniedrigt Matth. 12, 1—8. Des Menschen unnd erhöht. Sohn ist ein Herr auch über den Sabbath. 2. Chron. 1, 7—12. Salamos Mari 10, 17—27. Der reiche Gebet um Weisheit. Jüngling. Psalm 32, 1—7. Wohl dem, dem Joh. 9, 24—41. Der Blindge⸗ die Übertretungen vergeben borene. sind. Spr. Sal. 2, 1—8. Laß dein Joh. 15, 1—8. Der Weinstock Ohr auf Weisheit achtgeben. und die Reben. 2. Sam. 7, 17—29. Wer bin ich, Mark. 10, 13—16. Lasset die und was 01 mein Haus! Kindlein zu mir kommen. Spr. Sal. 24, 14—20. Der Ge⸗ Luk. 9, 57—62. Wer ist geschickt anf. fallt 23 steht 58 zum Reiche Gottes? au Pf alm 85, 9—14. Güte und Matth. 10, 24—33. Der Jünger Treue, Gerechtigkeit und ist nicht über seinen Meister. Friede. Psalm 39, 5—14. Lehre mich Joh. 10, 23—30. Meine Schafe doch, daß es ein Ende Wit hören meine Stimme. mir haben muß. Hiob 14, 1—5. Der Mensch, vom Joh. 5, 19—29. Welche die Raröe geboren, lebt kurze Zeit Stimme des Sohnes Gottes hören werden, die werden leben. Luk. 19, 11—27. Die anver⸗ trauten Pfunde. Psalm 126. Die mit Traͤnen säen, werden mit Freuden ernten. Jes. 35, 3—10. Die Erlösten Luk. 12, 35—43. Selig die Zions werden kommen mit Knechte, die der Herr wachend Freuden. findet! Aider 96, 1—10. Saget, daß Matth. 21, 42—44. Der Stein, der Seir König sei. der zum Eckstein geworden ist. Psalm 2. Du bist mein Sohn. Joh. 18, 33—40. Mein Reich ist nicht von dieser Welt. 36² Zohannisfest Maria Heimsuch. Michaelis Reformationsfest Erntedankfest Kirchweih Buß tag — Advent 4 1. Weihnacht. Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N Epiphanias 1. nach Epiph. 3.„ 4 5 7 6.„ Septuagesimä Sexagesimä Estomihi Juvokavit Jes. 54, 7—10. Psalm 34, 2—9. Pfalm 84. Wie Röm. 13, Altes Testament. Der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. Psalm 89, 2—6. Eine ewige Gnade wird aufgehen. 1. Mose 28, 10—22. Die Him⸗ melsleiter. Psalm 46. Die feste Burg. Schmecket und 9—50 wie freundlich der Herr lieblich sind deine Wohnungen. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Psalm 130. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Evangelium. Mark. 6, 17—29. hauptung. Joh. 19, 26. 27. Maria unter dem Kreuz. Joh. 12, 28-32. Der Johannis Ent⸗ Fürst dieser Welt wird ausgestoßen. Joh. 2, 13—17. Die Tempel⸗ reinigung. Joh. 6, 24—29. Die unvergäng⸗ liche Speise. Joh. 4, 21—24. Die Anbetung im Geist und in der Wahrheit. Matth. 11, 16—24. Wem soll ich dies Geschlecht vergleichen? Zweiter Jahrgang. Die altkirchlichen Episteln und Epistel. 1 11—14. Die Stunde ist da, aufzustehen vom Schlaf. Röm. 15, 4 den Vätern geschehen. 1. Kor. 4, 1—5. Richtet nicht vor der Zeit. Freuet euch in dem Herrn allewege. Tit. 2, 11—14. Es ist erschienen die heilsame Gnade. Tit. 3, 4-7. Die und Leutseligkeit Gottes. Zeit. Gal. 3, 23—29. Wir sind alle Gottes Kinder. 1. Petr. 4, 12—19. Mit Christo leiden. Jes. 60, 1—6. werde Licht! Röm. 12, 1—6. Mache dich auf, Das lebendige Opfer. Röm. 12, 7—16. Die Liebe ohne Falsch. Röm. 12, 17—21. Laß dich nicht das Böse üherwinden. Röm. 13, 8—10. Die Liebe des Gesetzes Erfüllung. Kol. 3, 12—17. Das Band der Volltommenheit. 2. Petri 1, 16—-21. Wir haben ein festes prophetisches Wort. 1. Kor. 9, 24-27. Der Lauf nach dem Kleinod. 2. Kor. 12, 1—-10. Laß dir an meiner Gnade genügen. 5 Kor. 13. 2. Kor. 6, 1—10. In allen Dingen Matth. 4, Diener Gottes. —13. Die Verheißung Matth. 11, 2—10. Freundlichkeit Gal. 4, 1—7. Die Erfüllung der Matth. 8, Das Lob der Liebe. Evangelien. Evangelium. Matth. 21, 1—9. Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Luk. 21, 25—36. Die des Herrn. Zukunft Bist du, der da kommen soll? Joh. 1, 19—28. Das Zeugnis Johannis des Täufers. Luk. 2, 1—14. Euch ist heute der He lland geboren. Luk. 2, 15—20. Die Anbetung der Hirten. Luk. 2, 33—-40. H 2515 Luk. 2, 21. Simeon und Der Jesusname. Matth. 2, 13—23. Die Flucht nach Agypten. Matth. 2, 1—12. Die Weisen aus dem Morgenlande. Luk. 2, 41—52. Der zwölfjährige Jesus. Joh. 2, 1—11. Hochzeit zu Kana 1—13. Der Haupt⸗ mann von Kapernaum. Matth. 8, 23—27. Die Stillung des Sturmes. Matth. 13, 24—30. Unkraut unter dem Weizen. Matth. 17, 1—9. Christi. Matth. 20, 1—16. im Weinberge. Luk. 8, 4—15. Vom Säemann. Verklärung Die Arbeiter Luk. 18, 31—43. Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem. 1—11. Christi Ver⸗ suchung. Rem Okult Laͤta. Judit Palm Grün Karfr 1. Ost 2. Quasi Miser Jubilé Kanta Rogat Himm Exand 1. Pfi Trini 1. no ium. Bohannis Ent⸗ Maria unter Der Fürst d ausgestoßen. Die Tempel⸗ bie unvergäng⸗ Die Anbetung der Wahrheit. 4. Wem soll cht vergleichen? lium. Gelobt sei, im Namen des Die Zukunft Bist du, der 12 Das Zeugnis Täufers. uch ist heute der en. Die Anbetung Simeon und Jesusname. 3. Die Flucht '. Die Weisen genlande. Der zwölfjährige ochzeit zu Kana. z. Der Haupt⸗ pernaum. Die Stillung ). Unkraut unter 9. Verklärung Die Arbeiter Bom Säemann. 3. Sehet, wir gen Jerusalem. Christi Ver⸗ „Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Epistel. Evangelium. Reminiszere 1. Thess. 4, 1—12. Das ist der Matth. 15, 21— 28. Das kana⸗ Wille Gottes, eure Heiligung. ö näische Weib. Okuli Ephes. 5, 1—9. Er hat sich selbst Luk. 11, 14—23. Wer nicht mit ‚ dargegeben für uns— mir ist, der ist wider mich. Laͤtare 80, 5, 1—11. Der Friede 1998 6, 1—15. Die wunderbare Bott.— i Judika Hebr. 9, 11—15. Der Hohepriester IJ 9. Wer ann mich der z ünftigen. Güter. einer Sunde i Palmarum Phil. 2 5—11. Erniedrigung und Matth. 21. 1—9 Erhöhung Christi. oder: Joh. 12, 12—18. Einzug Gründonnerstag 1. Kor. 11, 23—32. Des Herrn Joh. 13, 1—15. Die Fußwaschung. Abendmahl. Karfreitag Jes. 53. Der leidendeKnechtGottes. Leidenusgeschichte. 1. Ostertag 1. Kor. 5, 70—8.(„Denn wir Mark. 16, 1—8. Die Aufer⸗ haben.... und der Wahr⸗ stehung des Herrn. hheit.“] Wir haben auch ein Osterlamm. 2. 1 Apostelg. 10, 34—41. Gott haͤt Luk. 24, 13—35. Die Emmaus⸗ Christum auferweckt. jünger. Quasimod. 1. Joh. 5, 1—5. Was von Gott Joh. 20, 19—31. Friede sei mit geboren ist, überwindet die euchi Welt. ö Miserikordias 1. Petri 2, 21—25. Ihr waret Joh. 10, 12—16. Der gute Hirte. wie die irrenden Schafe. Jubilate 1. Petri 2, 11—20. Fremdlinge Joh. 16, 16—23 a.[Bis:„werdet und Pilgrime. ihr mich nichts fragen.“] Über ein Kleines Kantate Jak. 1, 16—21. Alle gute Gabe Joh. 16, 5—15. Es ist euch gut, ů tomimt von oben herab. daß ich hingehe. Rogate—27. Seid Täter des Joh. 16, 23—33.(„Wahrlich, wahrlich, ich sage überwunden.“) Bittet, so werdet ihr nehmen. Himmelfahrt Apostelg. 1, 1—11. Die Himmel⸗ Mark. 16, 14-20. Er ward fahrt. aufgehoben gen Himmel. Exaudi 1. Petri 4, 8—11. Mäßig und Joh. 15, 26—16, 4. Der Geist nüchtern zum Gebet. der Wahrheit. 1. Pfingsttag Apostelg. 2, 1—13. Die Aus⸗ Joh. 14, 23—31. Der Tröster. gießung des heiligen Geistes. 2. 1 Apostelg. 10, 42—48. Bis:„sie zu Joh. 3, 16—21. Also hat Gott taufen im Namen des Herrn.“ 72 die Welt geliebt. Auch auf die Heiden ward die Gabe des heiligen Geistes aus⸗ gegossen. Trinitatis Röm. 1¹5 33—36. O welch eine Joh. 3, 1—15. Gespräch mit Ni⸗ 05.1 lodemus. 1. nach Trin. 1. Joh. 4, 16—21. Gott ist die Luk. 16, 19—31. Der reiche Mann Liebe. und der arme Lazarus. 2.„„, 1. Joh. 3, 13—18. Lasset uns Luk. 14, 16—24. Das große lieben mit der Tat und mit Abendmahl. der Wahrheit. 3. 77 1. Petri 5, 5b—11.(„Allesamt Luk. 15, 1—10. Jesus nimmt die seid untereinander unter⸗ Sünder an. tan.. zu Ebwigkeit. Amen.“] Haltet fest an der m 3. 1 8.„ Röm. 8, 18—27. Die seufzende Luk. 6, 36—42. Seid barmherzig. Kreatur. 5.„ 1. Petri 3, 8—15.(Bis:„den Lut. 1—11. Petri Fischzug. Herrn, in euren Herzen.“ Heiligt Gott, den Herrn, in euren Herzen. 566 9. nach Trin. „„ 8.„ 9.„ 19.„ 41.„.. 12.„„ 15.„„ 14.„„ 15.„„ 18.„„ 17.„„ 15„„ 19.„„ 20.. 2„„ 22:„„ 23„„ 24. 2.„„ 26. 2 7. 27. n. Trinitatis, bezw. Totenf. Darstellung Jesu im Tempel MariaäVerkündg. Johannisfest Maria Heimsuch. Michaelis Reformationsfest Erntedankfest Kirchweih Bußtag Berzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Epistel. Röm. 6, 3—11. In Christi Tod getauft. Röm. 6, 19—23. Die Gabe Gottes ist das ewige Leben. Röm. 8, 12—17. Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. 1. Kor. 10, 1—13. Das Vorbild des Wüstenzuges. 1. Kor. 12, 1—11. Mancherlei Gaben und ein Geist. 1. Kor. 15, 1—10. Nicht ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. 2.Kor.3, 4—9. Das Amt desGeistes. Röm. 3, 21—28. Allein durch den Glauben. Gal. 5, 16—24. Die Geistes. Gal. 5, 25—6, 10. Was der Mensch säet, das wird er ernten. Ephes. 3, 13—21. Der rechte Vater über alles, was Kinder heißt. Ephes. 4, 1—6. Ein Leib und ein Geist. 1. Kor. 1, 4—9. Durch Christum reich an allen Stücken. Frucht des Evangelium. Die bessere Gerechtigkeit. Matth. 9, 35—38. Die Ernte ist groß und der Arbeiter wenig. Matth. 7, 13—23. Von den falschen Propheten. Luk. 16, 1—12. Haushalter. Luk. 19, 41—48. Der Herr weint über Jerusalem. Luk. 18, 9—14. Pharisäer und Matth. 5, 20—28. Der ungerechte Zöllner. Mark. 7, 31—37. Hephata! Luk. 10, 23—37. Der barmherzige Sariariter, Luk. 11—19. fünigen Matth. 6, 24—34. Die zehn Aus⸗ Sorget nicht. Luk. 7, 11—17. Weine nicht. Luk. 14, 1—11. Sabbathfeier in Liebe und Demut. Matth. 22,34 46. Das vornehmste Gebot u. die vornehmste Frage. Ephes. 4, 22—32. Ziehet den Matth. 9, 1—8. Der Gichtbrüchige. neuen Menschen an. ö Ephes. 5, 15—21. Sehet zu, wie Matth. 22, 1—14. Die königliche hr vorsichtiglich wandelt. Hoͤchzeit. Ephes. 6, 10—17. Des Christen Joh. e 47—54. Heilung des Waffenrüstung. Sohnes des Königischen. Phil. 1, 3—11. Erfüllet mit Matth. 18, 21—35. Der Schalks⸗ Früchten der Gerechtigkeit. knecht. Phil. 3, 17—21. Unser Wandel Matth. 22, 15—22. Die Zins⸗ ist im Himmel. ö münze. Kol. 1,9—14. Tüchtig gemacht zum Matth. 9, 18—26. Jairi Töchter⸗ Erbteil der Heiligen im Licht. lein. 1. Thess. 4, 13—18. Von denen, Matth. 24, 15—28. Greuel der die da schlafen. Verwüstung. 2. Thess. 1, 3—10. Er wird herrlich erscheinen mit seinen Heiligen. 2. Petr. 3, 3—14. Der neue Himmel und die neue Erde. Mal. 3, 1—5. Bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr. Jes. 7, 10—16. Immanuel. Jes. 40, 1—8. Tröstet, tröstet mein Volk! Jes. 11, 1—5. Die Rute aus dem Stamme Isai. Offenb. 12, 7—12. Michaels Kampf im Himmel. Gal. 5, 1—15. Freiheit. Psalm 145, 15—21. warten auf dich. Offenb. 21, 1—5. rusalem. Röm. 2, 1—11. Verachtest du den Reichtum seiner Güte? Bestehet in der Aller Augen Das neue Je⸗ Matth. 25, 31—46. Das Endgericht. Matth. 25, 1—13. Gleichnis von den zehn Jungfrauen. Luk. 2, 22—32. Darstellung Jesu. Luk. 1, 26—38. Die Verkündigung. Luk. 1 57—80. Johannis Geburt. Maria bei Eli⸗ Matth. 18, 1—11. Ihre Engel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Luk. 1, 39—56. sabeth. Matth. 5, 1—12. Die Selig⸗ preisungen. Luk. 12, 15—21. Der reiche Narr. Luk. 19, 1—10. Jesus kehrt bei Zachäus ein. Luk. 13, 1—9. Der unfruchtbare Feigenbaum. Neujal Sonnt Epiphe 1. nack 2. 38 4. Septu Sexag Estom Invok Remii Okuli tum. Die bessere Die Ernte ist rbeiter wenig. ß. Von den en. der ungerechte ser Herr weint Pharisaͤer und Hephata! er barmherzige Die zehn Aus⸗ Sorget nicht. eine nicht. abbathfeier in ut. Das vornehmste nehmste Frage. Gichtbrüchige. Die königliche Heilung des nigischen. Der Schalks⸗ 2. Die Zins⸗ Jairi Töchter⸗ Greuel der Das Endgericht. Gleichnis von frauen. ürstellung Jesu. Verkündigung. hannis Geburt. Naria bei Eli⸗ Ihre Engel das Angesicht im Himmel. Die Selig⸗ der reiche Narr. Jesus kehrt bei er unfruchtbare 1. Advent 3. 5 4. 1 1. Weihnacht. Sonnt. n. W. Neujahr Sonnt. n. N. Epiphanias 1. nach Epiph. 2.„„ 3.„ 7 4.„„ 5.„ 8.„— Septuagesimd Sexagesimä Estomihi Invokaͤvit Reminiszere Okuli Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. 567 Dritter Jahrgang. 5 Epistel. Hebr. 10, 19—25. in das Heilige. 2. Petri 1, 3—11. Tut Fleiß, euren Beruf und Erwählung lest zu machen. 2. Tim. 4, 5—8. Ich habe einen guten Kampf gekämpft. 1. Joh. 1, 1—4. Das Wort des Der Eingang 1. Joh. 3, 1—5. Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget! Hebr. 1. 1—6. Gott hat am letzten geredet durch seinen Sohn. 2. Kor. 5, 1—9. Das Haus, das ewig ist im Himmel. Röm. 8, 24—32. Ist Gott fur uns, wer mag wider uns sein? Jakobi 4, 13—17. So der Herr will und wir leben. 2. Kor. 4, 3—6. Das Licht aus der Finsternis. 2. Kor. 6, 14—7, 1. Ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes. 1. Kor. 2, 6—16. Die verbor⸗ m1 Weisheit. Röm. 1, 13—20. Ich schäme mich des 7.4192 nicht. Röm. 7, 7—16. Das Gesetz ist heilig und gut. Röm. 8, 1—9. Nichts Verdamm⸗ liches an denen, die in Christo Jesu sind. 2. Kor. 3, 12—18. Des Herrn heit. hil. 1, 27—2, 4. Wandelt wür⸗ diglich dem Evangelio Christi. Phil. 1, 12—21. Daß nur Christus verkündigt werde. 1. Kor. 1, 21—31. Wir predigen den gekreuzigten Christus. Hebr. 4, 15. 16. Der mitlei⸗ dige Hohepriester. 1. Joh. 2, 12—17. lieb die Welt. Habt nicht 1. Petri 1, 13—16. heilig sein. Ihr sollt Die neuen epistolischen und evangelischen Leseabschnitte. Evangelium. Luk. 1, 68—70. Lobgesang des Das Reich Gottes ist inwendig in euch. Matth. 3, 1—11. Die Predigt Johannis des Täufers. Joh. 1, 15—18. Gnade und Wahr⸗ heit durch Jesum Christum. Matth. 1, 18—23. Er wird sein Volk selig machen. Joh. 1, 1—14. Fleisch. Das Wort ward Luk. 2, 25—32. Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden oder: Joh. 12, 35—41. Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Luk. 4, 16—21. Das angenehme Jahr des Herrn. Matth. 16, 1—4. Die Zeichen der Zeit. Matth. 3, 13—17. Die Taufe Jesu. Joh. 1, 35—42. Kommt und 9.4. Joh. 1, 43—51. Philippus und Nathangel. Joh. 4, 5—14. Jesus und die Samariterin. Joh. 4, 31—42. Dieser ist wahr⸗ lich Christus, der Welt Heiland. Matth. 7, 24—29. Fels und Sand. 3⁰% 5, 39—47. Suchet in der —— 10, 38—42. Eins ist not. Joh. 11, 20—27. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Mark. 10, 35—45. Die Söhne Zebedaäi. Joh. 11, 47—57. Kaiphas' Rat. atth. 16, 21—26. Herr, schone dein selbst! Der Kampf in Luk. 22, 39—46. Gethsemane. Luk. 10, 17—20. Freuet euch daß eure Namen im Himme geschrieben sind. Luk.22,54—62. PetriVerleugnung. Luk. 9, 51—56. Die Donners⸗ Verspottung Christi. 1. Ostertag 1. Kor. 15, 12—20. Christus der Erstling derer, die da schlafen. zu einer lebendigen Hoffnung. Miserikordias epö. 2, 4— 10. Gott hat uns Jubilate 1. Joh. 4, 9—14. Daran ist er⸗ schienen die Liebe Gottes. Kantate 2. Tim. 2, 8—13. Halte im Ge⸗ dächtnis Jesum Christum. Rogate 1. Tim. 2, 1—6. Fürbitte für 94 Menschen. Himmelfahrt Kol. 1—4. Trachtet nach dem, Exaudi Eph. 1, 15—23. Gesetzt zum Haupt der Gemeine über alles. 1. Pfingsttag Eph. 2, 19—22. Gottes Haus⸗ — genossen. 2.„ Eph. 4, 11—16. Die Erbauung des Leibes Christi. Trinitatis Eph. 1, 3-14. Der geistliche Segen in himmlischen Gütern. oder: 2. Kor. 13, 11—13. Der apostolische Segenswunsch. Apostelg. 4, 32—35. Die Liebe in der Gemeinde. 1. nach Trin. 2.„„ Röm. 10, 1—15. Christus des Gelebez Ende. 3.„ des dn 3, 1—16. Die Heilung des Lahmen. ö 4.„„ Apostelg. 4, 1— 12. Es ist in keinem andern Heil. 5.„ 7 Eiposts 5, 34—42. Gamaliel. 6.„ 6. Apostelg. 8, 26—38. Der Käm⸗ merer aus Mohrenland. 7.„ 17 1. Tim. 6, 6—12. Gottselig und genügsam. S.„. Apostelg. 16, 16—32. Der Kerker⸗ meister in Philippi. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Epistel. Laͤtare 2 Traurigkeit. Indika 1. Petri 1, 17—25. Das teure Blut Christi. Luk Palmarum Hebr. 12, 1—6. Lasset uns auf⸗= sehen auf Jesum. Gründonnerstag 1. Kor. 10, 16. 17. Der geseg⸗ nete Kelch. Karsreitag 2. Kor. 5, 14—21. Einer für alle gestorben. 2.„ 1. Kor. 15, 54—58. Gott sei Dank, der uns den Sieg ge⸗ geben hat. Quasimod. 1. Petri 1, 3—9. Wiedergeboren samt Christo lebendig gemacht. Was droben ist. Evangelium. Kor. 7, 4—10. Die döriche deh, 6, 47—57. Ich bin das B rot des Lebens. Matth. 27, 15—31. Christus und Barabbas. Joh. 13, 31—35. Ein neu Gebot gebe ich euch. ik. 23, 27—34 a.(Bis:„was sie tun.“) Vater, vergib ihnen. Joh. 12, 1—8. Die Salbung. Luk. 22, 14—20. Einsetzung des heiligen Abendmahls. Luk. 23, 39—46. Der Tod des Herrn. Matth. 28, 1—10. Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Joh. 20, 11—18. Maria am Grabe. Joh. 21,15—19. Simon Johanna, hast du mich lieb? Joh. 14, 1—6. In des Vaters Hause sind viele Nhmaurhan Joh. 12, 20—26. Das Welizen⸗ korn, das in die Erde fällt, bringt viel Früchte. Joh. 6, 60—69. Wollt ihr auch ö weggehen? Luk. 11, 5—13. Gebet. eut 24, 50—53. Da er sie seg⸗ nete/ fuhr er gen Himmel. oder: Joh. 17, 11—-26. Das hohepriesterliche Gebet. Joh. 7, 33—39. Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Anhaltendes Joh. 14, 15—21. Zch will euch nicht Waisen lassen. Joh. 15, 9—16. Ihr seid meine Freunde. Matth. 28, 16—20. Der Tauf⸗ befehl. Matth. 13, 31—35. Gleichntsse vom Senfkorn und Sauerteig. Matth. 9, 9—13. Die Berufung des Matthäus. Luk. 15, 11—32. Der verlorene gn. Matth. 5, 13—16. Das Salz der . 95 und das Licht der Welt. Luk.„ 18—26. Die Nachfolge Chrͤsti. Matth. 21, 28—-32. Die zwei Mark. 4, 26—29. Die selbst⸗ wachsende Saat. Matth. 12, 46—50. Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder. „ 27. n. bez Darste im Mariä Johan Maria Michal Reforr Ernte Kirch Bußta lium. 160 bin das Christus und Ein neu Gebot (Bis:„was zater, vergib ie Salbung. Einsetzung des mahls. Der Tod des Er ist nicht erstanden. Maria am imon Johanna, eb? In des Vaters⸗ le Yobmugen Das Welzen⸗ die Erde fällt, üchte Lollt ihr auch Anhaltendes Da er sie seg⸗ sen Himmel. 11—26. Das e Gebet. Wen da dürstet, mir und trinke. Ich will euch assen. Ihr seid meine 0. Der Tauf⸗ 35. Gleichntsse und Sauerteig. Die Berufung Der verlorene Das Salz der Licht der Welt. Die Nachfolge 32. Die zwei ). Die selbst⸗ t. . Wer Gottes der ist mein 9. nach Trin 10.„ 11.„ 12.„. 13.„ 5 14.„ 15.„ 5 16.„. 17.„ 18.„ 19.„ 7 20.„ 21.„ 6 22.„ 23.„ 2 24.„ 25.„ 7 26 7 27. n. Trinitatis bezw. Totenf. Darstellang Jesu im Tempel MariaVerkündg. Johannisfeft Maria Heimsuch. Michaelis Reformationsfest Erntedankfest Kirchweih Bußtag die lässigen Hände und die Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. 569 Epistel. Evangelium. Apostelg. 17, 16—34. Paulus in Matth. 13, 44—46. Die köstliche Athen. Perle und der Schatz im Acker. Apostelg. 20, 17—38. Pauli Ab⸗Matth. 23, 34—39. Jerusalem! schiedswort. ö Jerusalem! Röm. 8, 33—39. Wer will die Luk. 7, 36—50. Die große Sün⸗ Auserwählten Gottes beschul⸗ derin. digen? Apostelg. 16, 9—15. Die Purpur⸗ Joh. 8, 31—36. Vom Bleiben krämerin Lydia. Nan der Rede Jesu. 1. Petri 2, 1—10. Jesus Christus Mark. 12, 41—44. Scherflein der der Eckstein. Witwe. 1. Tim. 1, 12—17. Mir ist Barm⸗ Joh. 5, 1—14. herz zigkeit widerfahren. nicht mehr! 2. Thess. 3, 6—13. Mit Lae Fep 11, 1—11. Siehe, den du Wesen arbeiten. lieb hast, der liegt krank. Hebr. 12, 18—24. Ihr seid ge⸗Matth. 11, 25—-30. kommen zu der Stadt des lebendigen Gottes. und beladen seid. Hebr. 4, 9—13. Es ist noch eine Matth. 12, 1—8. Des Menschen Ruhe vorhanden dem Volte Sohn ist ein Herr auch über Gottes. den Sabbath. Jak. 2, 10—17. Das Gesetz der Mark. 10, 17—27. Der reiche Freiheit. ö Sündige hinfort Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig F Jüngling. Jak. 5, 13—20. Das Gebet des Joh. 9, 24—41. Der Blindge⸗ Glaube borene. (Röm. 14, 1—9. Unser keiner lebt ihm selber. Joh. 15, 1—8. Der Weinstock und die Reben. Ephes. 6, 1—9. Haustafel. Mark. 10, 13—16. Lasset die „ zu mir kommen. Hebr 13, 1—9. Es ist ein köstlich Luk. 9, 57-62. Wer Ast geschickt Ding, daß das Herz fest werde. zum wieiche Gottes? 1. Tim. 4, 4—11. Die Gottselig⸗ Matth. 24—33. Der Jünger keit ist zu allen Dingen nütze. 1. Thess. 5, 14—24. Unsträflich auf die Zukunft Christi. hören meine Stimme. Hebr. 10, 32—39. Werfet euer Joh. 5, 19—29. Welche die Stimme Vertrauen nicht weg. des Sohnes Gottes hören werden, die werden leben. Offenb. Joh. 2, 8—11. Sei ge⸗Luk. 19, 11—27. Die anvertrauten ö treu bis an den Tod. Pfunde. Offenb. Joh. 7, 9—17. Die große Luk. 12, 35—43. Selig die Knechte, . in weißen Kleidern. die der Herr wachend findet! Joh. 9—15. Das Zeugnis Matth. 21, 42—44. Der Stein, Gottes von seinem Sohne. der zum Eckstein geworden ist. Röm. 5, 12— 21. Der andere Joh. 18, 33—40. Mein Reich ist ist icht über seinen Meister. Joh. 10, 23—30. Meine Schafe Adam. nicht von dieser Welt. Apostelg. 19, 1—7. Johannes und Mark. 6, 17—29. Johannis Ent⸗ Christus. hauptung. Röm. 16, 1—5a.[Bis:„die Ge⸗ meinde in ihrem Hause.““ Grüße der Heiligen. Offenb. 5, 11—14. Der Lobgesang Joh. 12, 28.—32. Der Fürst dieser vor dem Stuhl des Lammes. Welt wird ausgestoßen. 1. Kor. 3, 11—23. Einen andern Joh. 2, 13—17. Die Tempel⸗ Grund kann niemand legen. reinigung. 2. Kor. 9, 6—11. Säen W 6, 24—29. Die unvergäng⸗ Ernten im Segen. liche Speise. 2. Tim. 3, 14—17. Die Unter⸗ Joh. 4, 21—24. weisung zur Seligkeit. Hebr. 12, 12—17. Joh. 19, 26. 27. Maria unter dem Kreuz. Die Anbetung im Geist und in der Wahrheit. Richtet auf Matth. 11, 16—24. Wem soll ich dies Geschlecht vergleichen? müden Kniee. Verzeichnis der kirchlichen Bibellektionen. Vierter Jahrgang. · Im vierten Jahre werden wieder die altkirchlichen Episteln und Evangellen des zweiten Jahrgangs gelesen. Die vorstehende Verteilung der alten und neuen kirchlichen Bibellektionen auf vier Jahrgänge hat nur für die Rheinprovinz Geltung. Hier wird mit dem ersten Jahrgang am 1. Advent 1902, 1906, 1910, 1914 usw. begonnen. In Westfalen kommen die neuen Leseabschnitte(erster und dritter Jahrgang) nur in den Nebengottesdiensten zur Verlesung. GHν νν Evangelien des ibellektionen auf r wird mit dem ritter Jahrgang) Bibel-Lesetafel. (Die Zusammenstellung der Schriftabschnitte stimmt mit dem Bibellesezettel der Preußischen Hauptbibelgesellschaft überein. Die Zahlen hinter den Schrift⸗ abschnitten weisen auf die Lieder im Gesangbuche.) 1. Advent. 2. Weihnachtsfeiertag. Morgens. Abends. Morgens Abends es Matth. 21, 1-9. Ep. Röm. 13, 11-14. Dz Hend: 48 80 27 0 Lucd 2, 15-20. 65 Ep.Titus 3, 4-7. 64 M1. Mos. 3, 5-15.4.1. Mos. 15, 1-3. 50 1, 1.18.10 1. J0h. 2.—5.266 D Mos. 24, 15-17. 44 28. Dohese 1, 3-6. 62 Psalm 2. M Sam. 7, 5·76• 530 Kolosser 1, 9.17.82„ 45, 1-8. 234 D esaia 9, 2-7. 52 30. Hebräer 1, 1-4. 78„ 90. 497 S„ 12, 1-6. 54 7, 25, 6-9. 51 Psalm 24. 41 ‚ „ uPfC Sonntag nach Weihnachten. 2. Advent. Ev. Lucd 2,33-40. 86Ep. Gal. 4, 1-7. 68 S Ev. Lc.21, 25-36. 509 Ep. Röm. 15,4-13. 53 M Zesaia 35, 1-10. 160Jesaia 40, 1-11. 45 D)„ 22, 1.0. 399„ 409, 5-13. 70 Zahresschluß. M„ 51, 4-11. 5„ 52, 7-10. 188 Dz D„ 54, 7-13. 268„ 55, 1-7. 258 31. Hebr. 6, 11-20. 332 Psalm 108. 7⁵ „ 57,14-21.275 61,1-3. 362 3, 62j 6-12.334 Pfalm 96. 6 Neujahr. 3. 255 Ir v. Matth. 11, 0 Ep. 1.Kor.4,1-5. 301 1. Ev. Lucd 2, 21. 77 Ep.Gal. 3,23-29. 76 S E. 15 2. Matth. 3, 1-12. 79Matth. 3,13-17. 81 M Jerem. 23, 1-6. 194 Lukas 1, 5-25. 7 3. Joh. 1,29-34. 80[Joh. 1,35-51. 298 D 25 31,51-84.201 1,26.38. 259 4.„ 2,13-25. 338„ 3,22.-36. 67 M 33. 14-26. 52„ 1,39-56. 17 5.6 4, 1-14. 3100„ 4,15-26. 315 D Hesek. 34, 11-16.371 1,57-80. 85 „ 34, 23-31. 42 Matth. 1, 18-25. 69 Epiphanias. „ 36, 22.-27. 277 Psalm 97. 20 de. S Ev. Joh. 1, 19.28. 45 Ep. Phil. 4, 4.7. 63 30 M Dantel 7, 13 18. 46 Daniel 9, 22-27. 210 O Hoseg 2, 14-23. 184 Hosea 14, 2-—10. 43 Sonntag nach Neuzahr. M Joel 3, 1-5. 48 Amos 9, 11-15. 46S 13• 4,12-19. D Micha 4, 1.5. 5, 13. 56 Ev. Matth. 2,—70 Ep.I. Petri a, 301 ephan.3,14-20. 52 Haggai 2, 1-10. 193 5. 8 209 8 Sacharha 9, 8-10.57 Psalm 113. 49 2 i 27. 364 0 90. 464 M„ 46. 17² 10 40. 366 1. Weihnachtsfeiertag. 5 U. 285 32. 23⁷ Dz; S„ 85. 37⁰ 7 5. 4⁴⁷ 25. Ev. Lucd 2, 1.-14. 60 Ep. Tit. 2,11-14.50 S„ 11I. 6'%„ 3., 572 1. Epiphanias. Morgens. Abends. S Ev. Lucd 2,41-52. 35 Ep. Röm. 12,1-6. 345 M Lukas 4• 14·30. 318 Matth. 4, 12-25.314 D„31-44. 337„ 5, 1-—19.321 M Mätth. 5, 27 48.317„ 6, 1-—18.287 D„ 7, 1-14. 2682„ 7, 1529. 334 „ 8, 28-34. 938 9, 9-17. 291 S 27·-38. 188 Psalm 2 29. 29 2. Epiphanias S Ev. Joh. 2, 1-11. Aes Röm. 12, 7-16. 306 M Matth. 10, 1— 7, 29.50. 238 D„ 13, 31. 9, 5⁷ M„ 13, 44- 11. 38 42, 310 D„ 13, 53-58. 262„„37·-54. 307 Joh. 5, 1-16. 246 Joh. 45,17.60. 508 S„ 5, 31-47. 309 Pfalm 38. 38 3. Epiphanias S Ev. Matth.8,1-13.37 Ep. Röm. 12, 17-21. 282 M Jesaia 1, 1-18. 230. uln 73. 32⁰0 B. 2, 1—19. 250 8⁴. 5² M„ 5, 1-7. 244„ 86. 392 D„ 6, 1-13. 200„ 87. 201 85 2, 1.I. 180 89, 1-19. 185 S„ 26, 13-21.372„ 18, 1-20. 283 4. Epiphanias S Ev. Matth. 8, 23-27. Ep. Röm. 13, 8-10. 31⁸ 297 M Zesaia 41, 144.57%/ Psan 68, 1-12. 10 D„ 43, 1-13. 375„ 100. 26 M„,. 77„ 125. 176 D„ 45, 1-11.391„ 124. 17⁷ 1„ 45, 12-25. 408„ 125. 179 „ 409, 8-18.181„ 12. 17¹ 5. S Ev. Matth. 13,24-30. Ep. Kol. 3, 12.17. 207 345 M Jesaia 58, 7—14. 34 Jesaia 63, 716.451 D„ 64, 1— 12. 253„ 65, 17-25. 510 M„ 66, 13-24. 100 Hesek. 33, 1-19. 241 D Hesek. 36,22—28. 307 Jona 1. 236 F Jona 2. 13 3. 239 S„ 4. 19 Pfalm 116. 4 6. Epiphanias. S Ev. Matth.— 47 Ep. 2. Petri 7⸗ꝗ39 11 14 M Sprichw. 8, 1-21. 286 Sprichw.o, 118. 285 D Pred. 2, 1-11.294 Pf. 119, 1-—24.211 M Ps. 119, 25-48. 173„ 119, 49-72. 212 D„ 119, 73-96. 209„ 119, 97-120. 207 „ 119, 121-144. 208„ 119, 145-160. 2067 „ 119, 161-176. 182„ 14. 171 C Bibel-Lesetafel. Septuagesimä. ——5 Morgens. Abends. CEv. Matth. 20, 1— 270 Ep. 1. Kor. 9, 24-27. 33 6, 7-13. 135 Matth. 14,1-12. 522 22·33. 304855 6,22-34. 259 304 6, 52-60. 227 D 6, 61-71. 315 Matth. 15, 1-20. 307 Matth. 16,1— 12. 260„ 16, 13-28. 261 S„ 17, 14-27. 262 Psalm 138. 10 Sexagesimä. S Ev. Luc. 8, 4-15. 208 Ep. 2. Kor. 11, 19- 12,9. 323 M Matth. 18, 1-11.25 12.22. 353 D Joh. 7, 1-10. 346 Lukas“ 9/51.56.341 M„ 7, 11-24. 283 Joh. 2 D„ 5 8, 1-11. 19 F 7 8, 21-30. 283 S9 8, 31-45. 277 Pfalm 141 440 Estomihi. S Ev. Lucä 18, 31— 134 Ep: 1. Kor. 13, 1-13. 306 M Joh 9, 1—9. 41 J05 9, 10-23. 289 D 9, 24-41.4200„ 10, 1-11. 300 M Matth. 10, 2442.298 Lukas 10,21-24. 292 D Lukas 11, 1-—13.281 Matth.11,16-24.241 „ 1, 37-54. 290Lukas 12, 1-12. 263 S„ 12, 13-31.443 Psalm 91. 17 Invokavit. S Ev. Matth.4,1-11.91 Ep.2. Kor. 6, 1-10.92 M Lukas 12, 32.40. 319 Lukas 12, 41-48. 517 D„ 22, 49-59. 192„ 13, 10-17. 362 M 19,2235. 317„ 14, 25-35. 349 5„ 15, 11-24. 2544„ 15, 265 „ 17, 1-10.260 17, 20— 18, 1-8. 322 Pfalm 13. Reminiszere. ht Ep. 1. 5 Thess. 4, 1-7. 96 10, 22-42. 300 Markus 10,1-16.456 11, 1-16. 299 Matth. 19, 16-30.293 M Mauth. 26, 17-28. 93„ D Lukas 19, 1-10. 457 20, 29-34. 84 Lukas 19, 11-28.319 & 3 Joh. 11.17-31.484 Joh. 11,32-46.131 S„ 11,47.57. 99 Pfalm 121. 4⁴4⁵ Okuli. Ev. Lucd 11,14-28.98 Ep. Ephes. 5, 1-9.101 M„ 19, 20.40. 107 Matth.21 1² 17.313 M Mark. 11, 11-19. 338 Joh. 12, 20.-33.331 M Joh. 12, 34-50. 334 Matth.21,23-33. 278 D Matth. 21— 46. 256„ 22,23-33. 512 „ 112. 345 23, 13·28. 290 S 20 29-39. 180 Pfalm 145. 11 7. Mo Her Joh. M Mark. 12 Matth.24 26 22 22 Joh. 13 7 Lukas O Ev Joh. 8 Joh 14/ 80 15j/ 26 2* — 9ν 4 2—38 2. S Ev. Joh. M Matth.27 D Lukas 23 M Joh. 3, 19 7 Am D 15 Joh. A· Ev Matth S Matth 27 S Ev. Marei M Ev. Luca D Lukas 24, M Joh. 20, D„—5 21/ S Lukas 24 Or S Ev. Joh. 20 I Aöft 1 —8—— Ne rl mã. Abends. . 1. Kor. 9, 24-27. 335 atth. 14, 1-12. 522 h. 6, 22-34. 259 6, 52-60. 227 atth. 15, 1-20. 307 „ 16,13-28. 261 alm 138. 10 nä. 2. Kor. 11, 19- 12,9. 325 atth. 18,12-22. 353 kas 9, 51-56.341 h. 7,25-36. 339 „ 8, 1-11. 19 8, 21·30. 283 alm 141. 44⁰ i. . 1. Kor. 13, 1-13. 30 h. 9, 10-23. 289 „10, 1.11.300 kas 10, 21-24. 292 atth.11,16-24. 241 kas 12, 1-12. 263 alm 91. 17 it. 2.Kor. 6, 1-10.92 kas 12, 41-48. 517 13,10-17.362 17, 20-67. 250 nilm 13. 439 ere. Thess. 4, 17. 96 urkus 10,1-16.456 atth. 19, 16-30.293 „ 20, 29-34. 84 cas 19, 11-28.319 9h. 11,32-46.131 alm 121. 44⁵ .Ephes. 5, 1-9.101 tth. 21,12 17.313 h. 12,20-33. 331 th. 21,23-33. 278 22,23-33.512 23,13-28. 290 ulm 145. 11 Lätare. Morgens. Abends. Ev. Joh. 6, 1-15. 102 Ep. Röm. 5, 1-11.98 Mark. 12,41-44.312 Matth.24, 1-14. 301 Matth.24,29.-36. 508„ 25,14-30. 511 „ 26, 1-5. 106Lukas 22, 1-6. 95 Lukas 22, 7-13. 90 Matth. 26,20-29. 234 „ 22, 24-38. 265 Joh. 13, 12-30 107 Joh. 13, 31-38. 207 Pfalm 26. 443 CHν0 Zudilg. S Ev Joh. 8,46-50. 101 Ep. Hebr.9, 11-15.105 M Joh. 14, 1-21.315 Joh. 15, 176. 34⁵ D 15, 16-25. 347 17, 1-26. 340 M Mat th. 26, 30-—46.319 Matth. 26, 47.56 11⁰ D„ 26,57-75. 950„ 27, 1-—10. 96 F Lukas 23, 17. Lukas 23, 8-12. 105 S Matth.27,11-23. 110Psalm 69, 1—21. 111 NValmarum. S Ev. Joh. 12, 12-18.]Ep. Phil. 2, 5-11.222 116 M Matth.27,24-31. 103Lukas 23, 26-32. 93 D Lukas 23, 33-38. 104„ 23, 39-43.115 M Joh. 19, 19-29. 113 Psalm 22. 108 Am Gründonnerstage. D 5 Joh. 13, 1-15 4 1. Kor. 11,23 7 234 227 Am Karfreitage. sen Matth. 2 0 52,13-53,12. 10⁰ S Matth. 27,55-66. 109 Psalm 16. 9⁷7 1. Ostertag. S Ev. Marci 16,1-8. 117/Ep. 1. Kor.5, 6-8. 119 2. Ostertag. M Ev. Lucc 24, 13-35. Ep. Apostelg. 10, 8 Bibel-Lesetafel. 573 Miserikordias Domini. Morgens. Abends. S Ev. Joh. 10, 12- 194 Evn. Petri 2,21-25 441 — Apostg. 4,19-31. 350 Psalm 99 4 „4,32-5,11.201 3 M 0 5,„12 24. 18 0 110 338 D„ 5,25- 42.147„ 118, 14-29.125 „.6,„ 122. 185⁵ E„ 7,44-59.145„ 66. 15 Zubilate. S Ev. Joh. 16, 1751½ Ep. 1. Petri 2,11-20 34¹ M Apostelg. 8,1-25. 110% dan 132. 536 „ 8,26-40. 193„ 139. 36 M Lukas 13, 1-9. 241 102². 238 D Apostelg.9, 1 22.331 Apostg. 9, 23-31. 152 F„ 9,32-43. 10, 1-16.194 S„ 10, 17-33.278 Psalin 147. 537 Kantate. S Ev. Joh. 16,5-15 M Apostg. 11, 1— 18. 197 Apoftg. 11,19-30.259 25. 313 WM M V 34—41.442 128 22 Lukas 24, 36-47. 1200 Apostg. 13,26-33.132 M Joh. 20, 1-10. 124 Joh. 20, 11-18. 133 D„ 21, 1-14. 125„ 21, 15-19. 295 21, 20-25. 123 Matth. 28, 16-20.136 S Lukas 24, 48-53. 191 Psalm 13 34⁵ Guasimodogeniti. S Ev. Joh. 20,19-31.132 Ep. 1. Joh. 5 ů 5.133 — Aposto. 1, 12-26. 130 Hiob 19, 23 27. 127 5 2 14-28.134 Psalm 48. 17² W 2 29— 47.185½„ 72. 133 D„ 2, 11112„ 3. 135 F 5 3,12.26.118„ 95. S 4, 1-18.121 23. 371 156 Ep. Jak. 1, 16-21. 444 13, 1-12. 198 14, 1-18. 166 15, 1-20. 278 9— 209 Ps alm 77. 38³ Rogale. S Ev: Joh. 16, 23-30. Ep. Jak. 1,22-27.287 3 5 M wur 90 16-34.166 Apostg. 19 21 28. 378 D 20.162„ 1·40. 1 20 1-16. 138 Psalm 47. 143³3 Am Tage der Himmelfahrt Christi. D Ev.Marci 16, 14-20. Ep. Apostg. 1, 1·11. E 139 14⁰ F Apostg. 20,17-38.146 Apostg. 21, 1-16. 145 S„ 2, 17.39. 379 Psalm 61. 37⁰ Exaudi. ö S E 15, 26 8156„4. Ep. 1. Petri 4, 8231 M Apostg. 21, 40-22,22. Offenbg. 1, 1-7. 508 263 D„ 22, 23-23,11.„ 1,8.20. 146 378 M„ 23, 1235.375„ 2,17. 186 E 24. 309„ 2,8-11. 301 F„ 25, 1-12. 393„ 2, 12-17. 298 S„ 25, 13-27. 392 Psalm 5 307 1. Pfingsttag. a Ev. Joh. 14, 23— 151 Ep. Apostg. 2, 1-13. 15²2 S E ESS 0 ον νοUε 4 Bibel⸗Lesetafel. 2. Pfingsttag. Morgens. Abends. n Joh. 3, 16-21. Ep. Apostg. 10,42-48. 1 399 Offenb. 2, 18-29. 328 20. 398„ 3, 1-6. 317 „ 27, 21-44. 3760„ 3, 7.13. 184 25 28 1-15.3800„ 3, 14-22. 237 „ 28, 16-31.384 Psalm 67. 17⁴ 15⁵ 15⁴ Apostg. 26. „ 27, 1 Trinitatis. 166/Ep. Röm. 11,33-36.1 „ 1-31. 22 Römer 1, 1-12. 185 „ 1, 13-23. 261 210„ 2, 1-16.241 „ 2, 17-29. 323 1·20. 236 239 Psalm 46. 430⁰ SE 1. nach Trinitatis. Ev. Lucd 16, 19.31. Ep. 1. Joh. 4, 16-21. 51⁴4 27⁰ 1. Mose 8. 19 Römer 3, 21-31.260 9,8-29. 23„ 4, 1-8. 261 „ I1, 1-9. 207„ 4, 9.25. 262 „ 13,1-18. 13„ 5, 111.378 „ 14, 8-24.285 5, 12-21. 259 „ 15, 1-18.402 Psalm 104. 14 2. nach Trinitatis. Ev. Lucd 14, 16- 747—60 1. Joh. 3, 13-18. 301 1. Mose 17, 1- 10.999 Römer 6, 12-18. 258 „ 18, 1-16.38 83 7, 113. 257 „ 18,17-33. 322„ 7, 14-25. 253 5 19,12— 29. 31⁷7„ 8, 111.205 „ 21, 121.366 8, 24-30. 315 „ 22, 119.384 Pfalm 6. 237 3. nach Trinitatis Ev. Lucd15,1-10. 248 Ep. 1. Pet. 5,6-11.382 1. Mose 23. 385 Rõmer 8, 31⁷ 39. 263 „ 24, 1-14.380„ 9, 1—13.273 „ 24,15-28.182„ 9, 14-21.272 „ 24,29.49.402 9, 22-33.277 „ 24,50-67.403„ 10, 1-11.264 „ 27, 1-17.409 Psalm 63. 4. nach Trinitatis Ev. Lucd 6,36-42. 34 Ep. Röm. 8,18-23.313 1. Mose 27, 18-29. 410Römer 10, 12.21.188 „ 27,30-45.——¹⁴„ 11, 1-12.240 „ 25, 10-22.412„ 11,13-24.276 „ 29, 1-20.413„ 11,25-32.278 „ 31, 1-18.414 13, 1—7. 467 5 32 432 121.415 Pfalm 44. S E S SS G 6 Ev. Matth,. ö, 5. nach Trinitatis. Morgens. Abends. v. Lucd 5, 1-11. 37 Ep. I. Pet.3,8-15.326 Mose 32,22. 32. 416 Römer 14, 1-9. 484 „ 33, 1.17.417„ 14, 10-—23.257 „ 35, 1-15.418 1. Kor. 1, 10-19.152 „ 37, 1-17.39900„ 1,20-31.310 „ 37,18-36.395 2, 1-5. 261 „ 39. 419 Psalm 43. 4338 — 6. nach Trinitatis 2120 Römer 6, 3-11. 27¹ 1. Mose 40, 1-2a. 421 1. Kor. 2, 6-16. 153 „ 4, 124.42„ 3, 110.297 „ 41,25-43.422„ 3, 11-23. 189 „ 41,44-57.423„ 6, 1—12. 349 „22, 1-17.424 9, 13-23. 259 „ 22,18-38.427 5 Psalm 33. 4³⁴ 7. nach Trinitatis. Ev. Matth.9. 35- 106 W Röm. 6, 19—23. 19 33⁵5 1. Mose 43, 1-15. 4201. Kor. 10, 14-33. 225 „43, 16-34. 427„ 12, 12-31.345 „ 44, 1-13.428„ 15,12.38.127 „44, 14-34. 420 15, 29-49. 516 „ 45, 1-—15. 259 15, 50-58. 125 „ 45, 16-28. 260 Psälm 55. 435 8. nach Trinitatis. Ev. Matth. 7, 15- 124 Ep. Röm. 8, 12-17. 24 31⁵ 1. Mose 46, 17. 2 Kor. 1, 1-11.37 26.34.261 „ 47, 1-12. 1, 12-22. 268 27-31. 262 „ 48, 120. 2634, 4. 37⁶ „ 49, 29-50,14.„ 5, 1-—10. 519 I 26⁴4 50, 14-26. 305 1·21. 91 2. Mose 1, 6-22. 365 Psalm 1 17. 436 9. nach Trinitatis Ev. Lucd 16, 1-9. 25Ep. 1. Kor. 10, 6-13. ö 40 2.Mose 2, 1-10. 3632. Kor. 6, 11-18. 347 „ 2, 11.25. 2306f% 7. 31¹³ „ 3, 1.15. 8, 1-15. 59 „ 4, 1.17.3990]„ 9. 30⁶ „ 5. 179 10. 263 „ 6, 113. 160 Pfalm 79. 437 10. nach Trinitatis. Ev. Lucä 19, 2772 1. Kor. 12, 1-11. 15² 2. Mose 7. 135 alan 1, 1-10. 261 „ II. 182„ 1, 11-24.317 „ 12, 1-19. 183 2, 16-21. 259 „ 12, 20G—42. 184„ 3, 1-14. 260 „ 13,17-22.331 4, 11·20. 186 „ 4, 1-14.392 Pfalm 25. 536 CGνU0 US 0 ννU νν 11. Mo Ev. Luc. 1 12. Ev. Mare 2. Mose 2 13. Ev. Lucd 2. Mose 3 14. Ev. Lucäl 4. Mose 1 15. Ev. Matt 4. Mose 2; Josua 16. Ev. Luca⸗ Josuaau6 Richter 2 ritatis. Abends. p. 1. Pet.3,8-15.326 tömer 14, 1-9. 484 „ 14, 10-23.257 Kor. 1, 10-19.152 „ 1,20-31.310 2, 1-5. 261 salm 43. 438 ritatis p. Römer 6, 3-11. 271 Kor. 2, 6-16. 153 „ 3, 1-—10.207 „ 3, 11-23. 189 „ 6, 1-12. 34 9, 13-23. 259 salm 33. 43⁴ ritatis p. Röm. 6, 19-23. 33⁵5 Kor. 10, 14-33. 225 „12, 12-31. 345 „ 15, 12-28. 127 5 15 29-49. 516 „50-58. 125 salm 355. 43⁵ ritatis. p. Röm. 8, 12-17. 31⁵ Kor. 1, 1-11.37 „ 1,12-22. 268 „ 4. 37⁶ „ 5, 1—10. 519 5, 11-21. 91 salm 17. 436 nitatis p. 1. Kor. 10, 6-13. 4⁰² Kor. 6, 11-18. 347 7 10. 263 salm 79. 437 nitatis. p. 1. Kor. 12, 1-11. 15²2 zalat. 1, 1-10. 261 „ 1‚11-24.317 „ 2,16-21.259 * 3, 1-14. 260 4, 11-20. 186 sälm 265. ³⁶ νν 0—.—— 0 ονν 11. nach Trinitatis. Bibel⸗Lesetafel. 17. nach Trinitatis Morgens. Abends. Morgens. Abends. Ev. Luc. 18, 9-14. 254 Ep. 1. Kor. 15, 1-10. S Ev. 9 1521185 11. 28 Ep. Ephesa, 1-6. 155 122 M Ruth 287 2. Thess. 2, 1-12. 509 2. Mose 14, 15-31.18 Galater 5, 1-15. 297 D„ 2 288„ 2,13-17.277 „ 15, 20-20. 111.„ 6, 11-18.257 M„ 3. 289 3. 3⁴⁰ „ 16, 1-14. 426 Epheser 1, 1-14. 277 D„ 4. 2015 Timoth.1,1-11.295 „ 16, 15-35.4290„ 1, 15-23. 344 F 1. Sam. 1, 1-20. 291„ 1,12.20.292 „ 17, 1-16.3500„ 2, 1-10. 278 S„„ s. 16 Pfalin 36. 4⁴⁷ * 10. 36 Psalm 94. 439 18. I 12. nach Trinitatis. 8. nach Trinitatis. S Ev. Matth. 22,34- 72 Ep. 1. Kor. 1, 4-v. 185 Ev. Marci7,31-37.13Ep. 2.Kor.3, 4-9. 331 ö 2. Mose 20, 1-19. 200 öers 1122.275 M1. Sam. 3. 17s1.Timoth.2. 350 „ 24. 290„ 3, 1-12. 190 D„ 4, 1-18. 292 5„. 70⁰ „ 32, 1-14. 18„ 4, 714. 142 M„ 5. 293„ 4. 261 „ 32,15-35. 13„, 4, 15-21.189 D„ 7, 3.13. 12„ 5,17.25.351 „ 33, 12-23. 17 5, 10-14. 129 8. 294 6, 1-11.390 „ 34, 1-10.273 Psalm 4. 44⁰0 S„ 9, 117. 13 Psalin 143. 448 13. nach Trinitatis Ev. Lucd 10,3-37.27 Ep. Röm. 3, 21-28. 260 2. Mose e34, 27-35. Zrdrg 1-0. 457 3. Mose 10,1-11.— 6,18-24. 350 M 2 4. Weseg 267 Phil. 1221.484 „ 13,17-34.268„ 2² 30. 335 „ 14, 1-25.269 2„12. 18. 250 S* „ 14, 26.45.270 Pfalm 30. 4411 14. nach Trinitatis Ev. Luca17,11-19. Ep. Gal. 5,16-24. 282 30 kMose„%, bi. e. M I. Sam. 16,14-28.303 2. Tim. 2, 22-26. 648 „ 16,20-—40.27 4, 8-23.221 D„ 17, 119.366„ 3. 408 „ 16,41-50. 274% Köloser, 1* 24% M„ 17,20-31.178„ 4, 1-8. 520 20 1— 14.276. 115 15 44815„ 17,32-51.172Titus 1. 207 „ 2 28WI am 30. 443„ 18, 1.14.345 2, 1-10.208 6 S„ 19, 1-18.377 Pfalm 20. 4⁵⁰ 15. nach Trinitatis ö 21. nach Trinitatis. Ev. Matth. 6, 24-34 Ep. Gal. 5, 25-6, 10. S CEv. Joh. 4, 47.54.34 Ep. Eph.6,10-17.328 300 516 M 1. Sam. 24. 367 Philemon 34⁴⁵ 4.Mose 21, 1-0. 270 Kol. 2, 16-23. 330 D 20. 179 1. Petri 1, 1-12. 266 23, 16-24. 2832„ 3, 1-11. 343 M„ 31. 47⁴ 1, 13-25. 362 5. Mose 31,14-23.282 3, 18 4, 1. 457 D 2. Sam. 1,17-27.1834%„ 2, 1-10. 340 2, 34, 1— 12.475 2.18. 342„ 5,17.25.304 3, 15-22. 338 Jofua 1. 263/1. Thess. 1. 51„ 6. 306 Psalm 130. 236 1„ 3. 384 Psalm 28. 44⁵ 16. nach Trinitatis 22. nach Trinitatis. 45 Laca7/11.— 520 68 69913710 1255 S Ee Matth.is, 2u.u Eev. Phil. 1,3.11.4 Lucd7,11-17.521 Ep. 9s.3,13-21.37 Josua 6, 1-21.172 1. Thess.2, 1-8. 189 M2.Sam. 12, 1-14. 22320 Petri 4,1-7. 400 „ 7. 2360„ 2, 9.20.208 D 12,15-23.2 5,1-5. 3 „ 25 344.„ 3. 300 M„ 15, 1-—14. 3822 Petri 1,1-14. 389 „ 24, 118.45„ 4, 8-12.285 D„ 16, 5—15.385 1,15-21. 209 „ 24,19-38. 24„ 5,12-28.311f F„ ͤ 18, 1-17.387 2. 307 Richter 2, 8-23. 286 Psalm 75. 446 S„24. 255 Psalm 7¹. 451¹ 19. nach Trinitatis. S Ev Matth. 9, 1-8. 33 Ep. Eph. 4,2232.282 M 1.Sam. 10, 1Y16. 295. Tim. 6,12-21.317 D 10,17-27. 297 2. Tim. 1, 1.7. 373 12. 298 13, 1-14. 200„ 2, 1-10.298 15, 7·-29. 300 34. 440 16, 1— 13. 302 Psalm 3 44 20. nach Trinitatis. E Cv. Matth. 22, 1-14. Ep. Ephes.5, 15-21.3 35 576 Bibel⸗Lesetafel. 140 376 118.272 111.364 4⁵5³ 23. nach Trinitatis.) 25. nach Trinitatis.“) Morgens. Abends. Morgens. Abends. — Ev. Matth. 58437 Ep. Phil.3,17-21.512 S Ev. Matth. 24,15 315 Ep. 1. Thess. 4, 13— 191 M 1 Chron.29,1-10.3051. Joh. 1. 189 MII. Könige 19. 27⁵ HGebraers. D 1. K Könige 3,3-15 7„ 2„ 11 D„21.119. 351 0. M„ 8, 1. 21. 5 2, 15-29 M ꝛ.Könige 2,1-14.376„0, D„ 8, 2230. 467„ 3, 1-—1 D„ 4,1-7. 300 10,19-39.301 F„ 8, 54-66. 15 4, 116 F 0 5,1-14. 385„ 12, S„ 9, 1-9. 182 Psalm 42.„ 3,8-23.307 Psalm 138. 7 24. nach Trinitatis.“) S CEv. Matth. 9,18- 127 Ep. Kol. 1, 9-14. 283 12 N. König. 10,1-13. 4081 Joh. 5, 12-21.318 26. r . 1-16.388 Hebräer 2, 1-18.344 S Ev. Matth. Vuß Am Bußtage. MEv. Pfalm 102. 253 Ep. Joh. 12, 57298 M.„ 18 298 M 5 D 1. Kön. 18, 1-16. 379 Hebräer 356 D„, „ 18, 17-29. 3490„ 520 S 5 18, 30-46. 130Psalm 6 7 S Klagel. 27. nach Trinitatis. Morgens. Abends. S Ev. Matth. 25, 1 514 Ep. 1. Thess. 5,1-11. 509 M Offenb. 5. Jakobi 2, 14-26. 262 . 7.„ 3. 35⁵⁵ M 19„. D„ 20,11-15.511 5. +„ 2I. 510 Juba S„ 22. 401 Psalm 50. *) Von dem Sonntage ab, an dem das Totenfest gefeiert wird, Oektionen gelesen, die für die 27. Woche nach Trinitatis angegeben sind. Trinitatis.“) werden 5,31-46. Ep. 2. Thess. 1, 3- 375 0 die (Die Zahlen sehene 1. Johar in Berl 8. Ernst Insel R Befrein Geschich 9. Gottfr ners, P spektor 10. Christ als Obe 11. Jonat Württen kan von 12. Christ 13. Korne Theolog zen Psa 14. Marti Oberlau 15. Da vid als Her 487. ss. 1, 3-10. 37⁵ 12·-29. 496 114. 345 1525. 346 1-15. 388 113. 10 9. 536 herden die Verzeichnis der Liederdichter. (Die Zahlen weisen auf die Lieder im Gesangbuch, die mit einem Sternchen ver⸗ — —I——29 13. 14. sehenen Zahlen auf die dem Gesangbuch angehängten geistlichen Lieder.) „Johann Agricola, geb. 1492 zu Eisleben, gest. w1566 als Hofprediger in Berlin.— 282. „Heinrich Albert, geb. 1604 zu Lobenstein im 50. gest. 1651 als Organist am Dom zu Königsberg i. Pr.— 413. 486. Johann Georg Albinus, geb. 1624 51 unternessa bei Weißenfels, gest. 1679 als Pfarrer zu Naumburg.— 493(7). Johann Ludwig Konrad Allendorf, geb. 1693 zu Josbach bei Marburg, gest. 1773 als Pfarrer und Scholarch in Halle.— 189. 275. 431. „Michael Altenburg, geb. 1584 zu Alach bei Erfurt, gest. 1640 als Pastor an St. Andreas in Erfurt.— 178. „Hieronymus Annoni, geb. 1697 zu Basel, gest. 1770 als Pfarrer in 91Ine! bei Basel. 161. Wilhelm Erasmus Arends, geb. 1677, gest. 1721 als Pastor an St. Peter und Paul in Halberstadt.— 328. .Ernst Moritz Arndt, geb. am 26. Dezember 1769 zu Schoritz auf der Insel Rügen, bekannt als Dichter und Schriftsteller aus der Zeit der Befreiungskriege, starb am 29. Januar 1860 als Professor der neueren Geschichte zu Bonn.— 72. 164. 280. 500.*7. Gottfried Arnold, geb. 1666 zu Annaberg in Sachsen, Schüler Spe⸗ ners, Professor der Geschichte in Gießen, gest. 1714 als Pastor und In⸗ spektor(Superintendent) zu Perleberg.— 312. 313. Christoph Karl Julius Asschenfeldt, geb. 1792 zu Kiel, gest. 1856 als Oberkonsistorialrat und Propst zu Flensburg.— 361. Jonathan Friedrich Bahnmaier, geb. 1774 zu Oberstenfeld in Württemberg, Professor der Theologie in Tübingen, gest. 1814 als De⸗ kan von Kirchheim unter Teck zu Owen auf einer Dienstreise.— 196. Christian Gottlob Barth, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Mött⸗ lingen bei Calw, nach Niederlegung seines Amtes als Volksschriftsteller und eifriger Förderer der Heidenmission in Calw tätig, wo er 1862 starb.— 200. Kornelius Becker, geb. 1561 zu Leipzig, gest. 1604 als Professor der Theologie und Pastor an St. Nikolai daselbst. Er gab 1602 den gan⸗ zen Psalter in Liedern heraus.—(26). 213. 371. Martin Behm 75556 Bohemus), geb. 1557 zu Lauban in der Oberlausitz, gest. 1622 als Oberpfarrer daselbst.— 83. 411. 412. 479. „David Behme, geb. 1605 zu Bernstadt in Schlesien und ebenda 1657 457 Herdealich Olsscher Hofprediger und Konsistorialrat gestorben.— 37 18. 19. ⁰ ⁰ 32. 33. Verzeichnis der Liederdichter. „Johann Betichius, geb. 1650 zu Steckby in Anhalt, gest. 1722 als Diakonus zu Zerbst.— 419 Johann Daniel Karl Bickel, geb. 1737 zu Altweilnau in Nassau, gest. 1809 als Konsistorialrat und Superintendent zu Usingen, Heraus⸗ geber des Nassau⸗Usingischen Gesangbuches vom Jahre 1779.— 204. Kaspar Bienemann(Melissander), geb. 1540 zu Nürnberg, Er⸗ zieher am Hofe des Herzogs Johann Wilhelm von Sachsen⸗Weimar, gest. 1591 als Generalsuperintendent zu Altenburg.— 368. Sigismund von Birken(Betulius), geb. 1626 zu Wildenstein (Wildstein) bei Eger, mit seinen Eltern des Glaubens wegen aus Böh⸗ men flüchtig, Erzieher am Wolfenbüttler und Mecklenburger Hofe, von Ferdinand III. geadelt und als Dichter gekrönt, starb 1681 als Privat⸗ gelehrter zu Nürnberg.— 106. 299. „Justus Henning Böhmer, geb. 1674 zu Hannover, Professor der Rechte, Kanzler des Herzogtums Magdeburg und Direktor der Univer⸗ sität zu Halle, woselbst er 1749 starb.— 133. Karl Heinrich von Bogatzky, geb. 1690 zu Jankowe in Schlesien, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften, gest. 1774 als Privatmann im Waisenhaus zu Halle.— 188. 336. Hermann Bonn(Bonnus), geb. 1504 zu Quakenbrück, Schüler Lu⸗ thers, gestorben als erster Superintendent zu Lübeck 1548. Er dichtete seine Lieder in niederdeutscher(niedersächsischer) Sprache und gab Ge⸗ 2 sangbücher in dieser Sprache heraus.— 93 3. Anton Ulrich, Herzog zu Braunnschweig⸗-Lüneburg, geb. 1633, seit 1685 Mitregent und seit 1704 regierender Herzog von Braunschweig⸗ Wolfenbüttel, trat 1710 zur römisch-⸗katholischen Kirche über und starb 1714 zu Salzdahlum.— 382. „Joachim Justus Breithaupt, geb. 1658 zu Northeim in Hannover, gest. 1732 zu Kloster Bergen als Professor der Theologie in Halle, Generalsuperintendent des Herzogtums Magdeburg und Abt des evan⸗ gelischen Stifts Kloster Bergen.— 265. „Samuel Gottlieb Bürde, geb 1753 zu Breslau, gest. 1831 als Kanzleidirektor in Berlin.— 163. 357. „CEhristian Karl Josias von Bunsen, geb. 1791 zu Korbach in Waldeck, preußischer Gesandter in Rom und London, machte sich um das Kirchenlied verdient durch die Herausgabe des„Allgemeinen Gesang⸗ und Gebetbuchs“ 1833 und starb 1860 zu Bonn.— 430. Franz Joachim Burmeister, Freund und Mitarbeiter des Lieder⸗ 0 dichters Johann Rist, geb. 1633 und gest. 1672 als Pastor in seiner Vaterstadt Lüneburg.— 494. Matthias Claudius, der„Wandsbecker Bote“, geb. zu Reinfeld im Holsteinischen 1740, gest. zu Hamburg 1815 als Bankrevisor.— 4. 42. „Tobias Clausnitzer, geb. 1618 zu Thum in Sachsen, gest. 1684 als kurpfälzischer Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz.— 29. „Johann Andreas Cramer, geb. 1723 zu Jöhstadt im sächsischen Erzgebirge, Professor der Theologie zu Kiel, daselbst gest. 1788.—(218). „Bartholomäus Crasselius, geb. 1667 zu Wernsdorf bei Glauchau in Sachsen, Schüler August Hermann Franckes, starb 1724 als luthe⸗ rischer Pfarrer in Düsseldorf.— 315. Simon Dach, geb. 1605 zu Memel, gest. 1659 als Professor der Dicht⸗ kunst zu Königsberg i. Pr.— 488. 489. 13. Nikolaus Decius(Hovesch) ist nach den wahrscheinlichsten An⸗ gaben Mönch im Kloster Steterburg bei Braunschweig, seit 1523 evan⸗ gelischer Prediger in Stettin gewesen und daselbst 1541 gest.— 1. 91. 34. Da vi als Ko senius welchen nach n 35. Bern i. Pr., rat un 36. Wolfe als Ko 37. Karl burgisck und ur 165. 22 38. Adam Kapelln 39. Paul und M superin 40. Johar 1826 al für ver 41. Christ gest. 16 42. Paul; an eine Persien, dichtete, 1640 al 43. Johan lausitz 1 hardt d Simon 44. Micha 1667 als 45. Salom konsistor 46. August gründer der The — 80. 3 47. Agnes Armens 48. Johan in Brau Nachfolg 1714, sta 49. Johan 1718 als 50. Ahasva Kanzley Gräfinn 22 als Nassau, deraus⸗ 204. rg, Er⸗ Beimar, denstein 5 Böh⸗ fe, von Privat⸗ sor der Univer⸗ chlesien, ann im iler Lu⸗ dichtete zab Ge⸗ 33, seit schweig⸗ d starb nnover, Halle, 5evan⸗ 331 als bach in um das Gesang⸗ Lieder⸗ 1seiner feld im *4.*42. 684 als chsischen —(218). lauchau 8luthe⸗ r Dicht⸗ ten An⸗ 3 evan⸗ 1. N. Verzeichnis der Liederdichter. 34. David Denicke, geb. 1603 zu Zittau in der Oberlausitz, gest. 1680 als Konsistorialrat in Hannover, gab in Gemeinschaft mit Justus Ge⸗ senius seit 1646 das einflußreiche Hannoversche Gesangbuch heraus, in welchem zum erstenmal grundsätzlich und planmäßig ältere Lieder nach neuerem Geschmack umgedichtet erscheinen.— 26. 208. 243.(262). 35. Bernhard von Derschow(Derschau), geb. 1591 zu Königsberg i. Pr., starb ebendaselbst 1639 als Professor der Theologie, Konsistorial⸗ rat und Oberpfarrer.— 224. 36. Wolfgang Christoph Deßler, geb. 1660 zu Nürnberg, gest. 1722 als Konrektor der Schule zum heiligen Geist daselbst.— 266. 308. 37. Karl August Döring, geb. 1783 zu Mark⸗Alvensleben im Magde⸗ burgischen, gest. als Prediger der lutherischen Gemeinde in Elberfeld und unermüdlicher Förderer der inneren Mission 1844.— 74. 148. 165. 220. 360. 38. Adam Drese, geb. 1620, gest. 1701 als fürstlich Schwarzburgischer Kapellmeister zu Arnstadt in Thüringen.— 293. Paul Eber, geb. 1511 zu Kitzingen in Unterfranken, Freund Luthers und Melanchthons, starb 1569 als Professor der Theologie, General⸗ superintendent und Stadtpfarrer in Wittenberg.— 365. 477. 40. Johannes Daniel Falk, geb. zu Danzig 1768, gest. zu Weimar 1826 als Legationsrat. Er begründete eins der ersten Rettungshäuser — für verwahrloste Kinder.— 24. 38. 41. Christoph Fischer(Vischer), geb. zu Joachimsthal in Böhmen, gest. 1600 als Hofprediger und Generalsuperintendent in Celle.— 94. 42. Paul Fleming, geb. zu Hartenstein in Sachsen 1609, nahm 1633 teil an einer sechs Jahre dauernden Gesandtschaftsreise nach Rußland und Persien, bei deren Beginn er das Lied„In allen meinen Taten“ dichtete, und starb infolge der Anstrengungen dieser Reise am 25. März 1640 als Arzt in Hamburg.— 380. „Johann Franck, geb. 1618, gest. 1677 als Landesältester der Nieder⸗ lausitz und Bürgermeister seiner Vaterstadt Guben, nächst Paul Ger⸗ hardt der bedeutendste Kirchenliederdichter seiner Zeit, ein Schüler — Simon Dachs.—(49.) 86. 227. 244. 292. 466. 44. Michael Franck, geb. 1609 zu Schleusingen, Bäcker daselbst, starb 1667 als Lehrer an der Stadtschule zu Koburg.— 490. 45. Salomo Franck, geb. zu Weimar 1659, starb daselbst 1725 als Ober⸗ konsistorial⸗-Sekretär.— 109. 389. 46. August Hermann Francke, geb. in Lübeck am 12. März 1663, Be⸗ gründer der nach ihm benannten Stiftungen in Halle, gest. als Professor der Theologie und Pastor an St. Ulrich daselbst am 8. Juni 1727. — 80. 391. 47. Agnes Franz, geb. 1794 zu Militsch in Schlesien, Vorsteherin der Armenschule zu Breslau, starb daselbst 1843.— 137. 48. Johann Anastasius Freylinghausen, geb. 1670 zu Gandersheim in Braunschweig, August Hermann Franckes Schwiegersohn, Gehilfe und Nachfolger, Herausgeber der Hallischen Gesangbücher von 1704 und 1714, starb 1739.— 251. 318. 49. Johann Burchard Freystein, geb. 1671 zu Weißenfels, gest. 1718 als Hof⸗ und Justizrat zu Dresden.— 319. 50. Ahasverus Fritsch, geb. 1629 zu Mücheln in der Provinz Sachsen, Kanzler und Konsistorialpräsident zu Rudolstadt, wo er die beiden Gräfinnen Ludämilie und Amilie Juliane von Schwarzburg⸗Rudol⸗ .37 58⁰ 56. 66. 67. Verzeichnis der Liederdichter. stadt zur geistlichen Dichtkunst anregte. Er starb daselbst 1701.— 108. 300(2). 513. „Friedrich Funcke, geb. 1642 zu Nossen im Erzgebirge, Kantor in Perleberg und Lünehurg, 1694 Pfarrer in Römstedt bei Lüneburg, wo er 1699 starb.— 144. 2. Gottfried Benedikt Funk, geb. 1734 zu Hartenstein in Sachsen, gest. 1814 als Konsistorialrat und Rektor des Domgymnasiums zu Magde⸗ burg.— 137. Karl Bern hard Garve, geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover, Pre⸗ diger der Brüdergemeinde, gestorben 1841 zu Herrnhut.— 193. 212. 279. Lampertus Gedicke, geb. 1683 zu Gardelegen in der Altmark, gest. am 21. Februar 1736 als Feldpropst zu Berlin.— 399. „Christian Fürchtegott Gellert, geb. am 4. Juli 1715 zu Hai⸗ nichen bei Freiberg im sächsischen Erzgebirge, gest. am 13. Dezember 1769 als 925.711 der T Dichthaast, Beredsamkeit und Moral in Leipzig. — 21. 22. 23. 71. 112. 136. 232. 352. 403. 404. 424. 451. 452. Paul Gerhardt, nach Luther der größte unter allen Liederdichtern der evangelischen Kirche, geb. am 12. März 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, 1651—1657 Propst in Mittenwalde, 1657 Diakonus an St. Nikolai in Berlin, welche Stelle er 1667 konfessioneller Zwistig⸗ keiten wegen aufgab, seit 1669 Archidiakonus in Lübben a. d. Spree, wo er am 7. Juni 1676 starb.— 8. 9. 10. 11. 47. 48. 64. 65. 66. 67. 77. 101.. 102. 403. 104. 154. 155. 263. 289. 373. 374. 375. 376. 377. 378. 379. 414. 415. 437. 455. 465. 503.*1. 410. Justus Gesenius, geb. 1601 zu Esbeck in Hannover, gest. 1673 als Generalsuperintendent und Oberhofprediger zu Hannover.(Vergl. Denicke.)— 98. 124. Georg Geßner, geb. 1765 zu Dübendorf bei Zürich, gest. zu Zürich 2 1843 als Alt⸗Antistes und Pfarrer am Großmünster.—*21 Ludwig Andreas Gotter, geb. 1661, gest. 1735 als Hofrat in seiner Vaterstadt Gotha.— 17. 249. 250. 309. Johann Gramann(Poliander), geb. 1487 zu Neustadt in Bayern, Ecks Sekretär bei der Disputation 1519, seit 1522 Luthers Freund, starb 1541 als Pfarrer zu Königsberg i. Pr.— 3. Christian Gregor, geb. 1723 zu Diersdorf in Schlesien, Herausgeber des Brüdergesangbuches von 1778, gest. 1801 als Bischof der Brüder⸗ gemeinde zu Berthelsdorf.— 353.(518). Karl Georg Grüneisen, geb. 1802 zu—.70 starb daselbst 1878 als Hofprediger und Oberkonsistorialrat.— 470 „Cyriakus Günther, geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha, gest. 1704 als Lehrer am Gymnasium zu Gotha.— 305. Karl Rudolf Hagenbach, geb. 1801 zu Basel, gest. 1874 als Pro⸗ fessor der Theologie an der Universität seiner Vaterstadt.— 202. 5. Georg Friedrich Philipp von Hardenberg, als Dichter Novalis genannt, geb. 1772 zu Oberwiederstedt im Mansfeldischen, gest. 1801 als Bergassessor in Weißenfels.— 115. 358. 359. 16. 36. Gottlieb Christoph Adolf von Harleßt, geb. 1806 zu Nürnberg, Professor der Theologie zu Erlangen und Leipzig, Oberhofprediger in Dresden, zuletzt Präsident des protestantischen Oberkonsistoriums in München, wo er 1878 starb.— 453. Klaus Harms, geb. 1778 zu Fahrstedt in Süderdithmarschen, gest. 1855 als Hauptpastor an St. Nikolai und Kirchenpropst in Kiel. 468. 68. 69. direkt Johe Recht 5. Anne Marb — 108. tor in g, wo 1Hai⸗ zember eipzig. ichtern inichen nus an wistig⸗ Spree, 66. 67. 6. 377. 73 als (Vergl. Zürich seiner ayern, Freund, sgeber prüder⸗ t 1878 04 als Pro⸗ ovalis 1801 nberg, ger in ns in gest. Kiel. 68. 69. 70. 71. Verzeichnis der Liederdichter. Thomas Hartmann war um 1604 Diakonus in Eisleben.— 122. Karl Friedrich Harttmann, geb. 1743 zu Adelberg in Württemberg, Professor an der Karlsschule, bis 1812 Dekan in Lauffen, gest. 1815 in Tübingen.— 405. Johann Adam Haßlocher, geb. 1645 Zu Speier, Pfarrer daselbst. nach der Zerstörung der Stadt durch die Franzosen Konsistorialrat und Hofprediger zu Weilburg in Nassau, wo er 1726 starb.— 31. Julie von Hausmann, geb. 1826 in Riga, bis 1870 an verschiedenen Orten, zuletzt in Biarritz, als Erzieherin tätig, seit 1870 Musiklehrerin an der St.⸗Annenschule in Petersburg, gest. am 15. August 1901 im Seebade Wösso.— 28. Luise von Hayn, geb. zu Idstein in Nassau 1724, Mitglied der Brü⸗ dergemeinde, gest. 1782 als Pflegerin der ledigen Schwestern in Herrn⸗ hut.— 134. 3. Heinrich Kornelius Hecker, geb. 8 322 10 gest. 1743 als Pastor zu Meuselwitz bei Altenburg.— Johann Heermann, geb. 1585 zu Wandten be Wohlau in Schlesien, 1611—1634 Pastor zu Köben bei Glogau, erduldete in den Drangsals⸗ zeiten des dreißigjährigen Krieges mit seiner Gemeinde und in seinem Hause viel Kreuz und starb 1647 zu Lissa in Polen. Er ist der be⸗ deutendste Liederdichter in dem Zeitraum zwischen Luther und Paul Gerhardt.— 84. 95. 96. 123. 179. 180. 181. 240. 241. 242. 285. 286. 428. 454. 464. 502. 506. „Heinrich Held, geb. 21. Juli 1620 zu Guhrau in Schlesien, Rechts⸗ anwalt in Fraustadt und Stettin, starb als Stadtsekretär von Alt⸗ damm zu Stettin am 16. August 1659.— 42. 156. „Ludwig Helmbold, geb. 1532 zu relhi.. in Thüringen, gest. 1598 367 als Superintendent und Pfarrer daselbst.— Luise Hensel, geb. 1798 zu Linum bei Tehrbelin dichtete in ihrer Ju⸗ gend die beiden hier aufgenommenen Lieder, trat später zur katholischen Kirche über und starb 1876 als Erzieherin zu Paderborn.— 117. 422. „Valerius Herberger, geb. 1562, gest. 1627 als Pfarrer in seinem Geburtsort Fraustadt in Posen, wie sein Schüler Johann Heermann ein Kreuzträger in den Nöten der Gezenresormatton und des dreißig⸗ jährigen Krieges, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften.— 480. Petrus Herbert, starb 1571 als Konsenior der böhmisch-mährischen Brüderunität zu Eibenschütz.— 433. „Nikolaus Herman, Kantor zu Joachimsthal in Böhmen, Freund seines Pfarrers Johann Mathesius, starb 1561 in hohem Alter.— 62. 120. 409. 431. 460. 476. „Johann Timotheus Hermeo, geb. 1738 zu Petznik bei Stargard in Pommern, gest. 1821 als Oberkonsistorialrat, Superintendent und Oberpfarrer in Breslau.— 522. 2. Johann Gottfried Herrmann, geb. 1707 zu Altjeßnitz bei Bitterfeld, gest. 1791 als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat zu Dresden.— 277 3. Johann Daniel Herrnschmidt, geb. 1675 zu Bopfingen in Würt⸗ temberg, gest. 1723 in Halle als Professor der Theologie und Mit⸗ direktor der Franckeschen Stiftungen.— 18. 398. Johann Friedrich Herzgg⸗ geb. 1647 zu Dresden, gest. 1699 als Rechtsanwalt daselbst.— „Anna Sophie Sandusarin von Hessen⸗ Darmstadt, geb. 1638 zu Marburg, gest. 1683 als Abtissin des evangel. Stifts Quedlinburg.— 229. 98 — N 94. 55. 96. 97. 99. 100. 10¹. 102. 103. Verzeichnis der Liederdichter. 5. Kaspar Heunisch, geb. 1620, gest. 1690 als Superintendent und Pfarrer in seiner Vaterstadt Schweinfurt.— 512. Wilhelm Hey, geb. 1789 zu Leina bei Gotha, gest. 1854 als Pfarrer und Superintendent zu Ichtershausen, bekannt als Fabeldichter.— 335. Friedrich Konrad Hiller, geb. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruch⸗ sal, gest. 1726 als Kanzleiadvokat zu Stuttgart.— 185. „Philipp Friedrich Hiller, geb. 1699 zu Mühlhausen a. d. Enz, 1748 Pfarrer in Steinheim, wo er 1751 die Stimme verlor, dem Amte entsagen mußte und 1769 starb, Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften und der fruchtbarste Liederdichter Württembergs.— 191. 276. 344. 401.(517). Gottfried Hoffmann, geb. 1658 zu Löwenberg in Schlesien, gest. 1712 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 504. „Ernst Christoph Homburg, geb. 1605 zu Mühla bei Eisenach, gest. 1681 als Rechtsanwalt in Naumburg.— 43. 99. 142. 2. Konrad Hubert, geb. 1507 zu Bergzabern, gest. 1577 als Diakonus 3. 237. an St. Thomas zu Straßburg i. E.— 206. 2 3. Melchior Wilhelm Hülsemann, geb. 1781 zu Soest, Pfarrer zu Meinerzhagen und Elsey, 1830 Superintendent, seit 1847 Assessor der Synode Iserlohn, von 1822—1856 Schulinspektor, Doktor der Philo⸗ sophie, starb im Ruhestand zu Elsey 1856.— 469. Michael Hunold, geb. 1621 zu Leisnig an der Freiberger Mulde, gest. 1672 als Archidiakonus zu Rochlitz in Sachsen.— 507. Justus Jonas(Jodocus Koch), geb. 1493 zu Nordhausen, als Professor zu Wittenberg einer der tätigsten Mitarbeiter Luthers, erster evangelischer Superintendent zu Halle, 1546 infolge des schmalkal⸗ dischen Krieges von dort vertrieben, starb 1555 als Superintendent zu Eisfeld in Thüringen.— 177. Matthias Jorissen, geb. 1739 zu Wesel, gest. 1823 als deutscher reformierter Prediger im Haag. Seine„neue Bereimung der Psalmen“ erschien zu Wesel 1798.— 523. 524. 525. 526. 527. 528. 529. 530. 531. 532. 533. 534. 535. 536. 537. Johann Heinrich Jung, genannt Stilling, geb. 1740 zu Grund bei Hilchenbach im Siegerlande, bekannt durch die zahlreichen Star⸗ operationen, die er als Arzt ausführte, Professor in Heidelberg und Marburg, verfaßte viele religiöse Schriften und seine noch heute weit ver⸗ breitete Lebensbeschreibung, gest. als Hofrat in Karlsruhe 1817.— 32. Christian Keimann, geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen, gest. 1662 als Rektor des Gymnasiums in Zittau.— 63. 288. Friedrich Gottlieb Klopstock, geb. am 2. Juli 1724 zu Quedlin⸗ burg, der Sänger des„Messias,“ lebte längere Zeit in Kopenhagen und später in Hamburg, wo er am 14. März 1803 als badischer Hofrat und dänischer Legationsrat starb.— 38. 233. 521. Gustav Friedrich Ludwig Knak, geb. 1806 zu Berlin, Prediger an der Bethlehemskirche daselbst, gest. 1878 auf einer Reise zu Dünnow in Pommern.— 203. 20. Albert Knapp, geb. 1798 zu Tübingen, gest. 1864 als Stadtpfarrer in Stuttgart, Herausgeber des„Evangelischen Liederschatzes“, einer Sammlung von 3572 Kirchenliedern.— 116. 197. 198. 199. 205. 221. Christoph Knoll, geb. 1563 zu Bunzlau, gest. 1650 als Pastor in Wittgendorf.— 481. Christian Knorr von Rosenroth, geb. 1636 zu Altrauden bei Wohlau in Schlesien, gest. 1689 als Geheimrat und Kanzleidirektor zu Sulzbach in Bayern.— 416. 104. 105. 106. 107. 108. 109. 110. 111. 112. 113. 114. 115. 116. 117. 118. 119. 120. 121. inte Fri am der Beri im! Fri Frie saml feld, Jol Obet in d it und Pfarrer Bruch⸗ d. Enz, Amte chriften 6. 344. n, gest. ch, gest. iakonus crer zu sor der Philo⸗ Mulde, en, als zuthers, malkal⸗ dent zu eutscher salmen“ 9. 530. Grund Star⸗ rg und heit ver⸗ — 2. st. 1662 Medlin⸗ gen und rat und zrediger dünnow tpfarrer „einer . 221. istor in den bei ektor zu 104. 105. 106. 107. 108. 109. 110. 111. 112. 113. 114. 115. 116. 117. 118. 119. 120. 121. Verzeichnis der Liederdichter. Moritz Kramer, geb. 1646 zu Ammerswort in Holstein, gest. 1702 als Fona zu Marne in Süderdithmarschen.— 158. Jonathan Krause, geb. 1701 zu Hirschberg, gest. w1762 als Super⸗ intendent und Pfarrer zu Liegnitz.— 37. Friedrich Adolf Krummacher, geb. in Tecklenburg, daselbst getauft am 22. Juli 1767, Konrektor in Hamm, Rektor in Mörs, Professor der Theologie in Duisburg, Pfarrer in Kettwig, Konsistorialrat in Bernburg, Pastor zu St. Ansgarii in Bremen, wo er am 4. April 1845 im Ruhestand starb; bekannt als Parabeldichter.— 55. 194. 407. 39. Friedrich Wilhelm Krummacher, geb. als ältester Sohn von Friedrich Adolf Krummacher zu Mörs 1796, bekannt durch seine Wirk⸗ samkeit als Prediger in Frankfurt, Ruhrort, Barmen(Gemarke), Elber⸗ feld, Berlin, Potsdam, gest. zu Potsdam als Hofprediger 1868.— 414. Johann Sigismund Kunth, geb. 1700 zu Liegnitz, gest. 1779 als Oberpfarrer und Superintendent der Solmsschen Grafschaft zu Baruth in der Niederlausitz.— 520. Peter Lackmann, geb. zu Lübeck, Schüler August Hermann Franckes, gest. 1713 als Oberpfarrer zu Oldenburg in Holstein.— 418. Friedrich Adolf Lampe, geb. 1683 zu Detmold, reformierter Pfarrer in Weeze und Duisburg, Professor in Utrecht, Pastor an St. Ansgarii in Bremen, wo er 1729 starb.— 134. 230. 330. 331. 332. 333. Ernst Lange, geb. 1650, gest. 1727 als Ratsherr in seiner Vaterstadt Danzig.—(306). Joachim Lange, geb. 1670 zu Gardelegen in der Altmark, Freund August Hermann Franckes, gest. 1744 als Professor der Theologie in Lant— 187. 420. zaurentius Laurenti(Lorenz Lorenzen), geb. 1660 zu Husum in Holstein, gest. 1722 als Kantor und Musikdirektor am Dom in Bremen.— 87. 129. 248. 390. 515. Johann Kaspar Lavater, als religiöser Schriftsteller bekannt, geb. 1741 zu Zürich, gest. daselbst 1801 als Kirchenrat und Pfarrer an St. Peter an den Folgen einer durch einen französischen Soldaten er⸗ haltenen Schußwunde.— 355. Leopold Franz Friedrich Lehr, geb. 1709 zu Kronberg bei Frank⸗ furt a. M., gest. 1744 in Magdeburg als Diakonus an der lutherischen Kirche in Köthen.— 256. 349. Johann Leon, geb. zu Ohrdruf in Thüringen, erst Feldprediger, dann Lehrer in Königssee und Groß⸗Mühlhausen, gest. 1597 als Pastor zu Wölfis bei Ohrdruf.— 478.(482). Ehrenfried Liebich, geb. 1713 zu Probsthain(Probsthagen) bei Liegnitz, gest. 1780 als Pastor zu Lomnitz und Erdmannsdorf bei Hirschberg.— 162. 351. 402.(458). Salomo Liscow, geb. 1640 zu Niemitzsch in der Niederlausitz, gest. 1689 als Diakonus zu Wurzen in Sachsen.— 303. 417. 496. Valentin Ernst Löscher, geb. 1673 zu Sondershausen, gest. 1749 als Oberkonsistorialrat und Superintendent zu Dresden.— 254. Matthäus Apelles von Löwenstern, geb. 1594 zu polnisch Neu⸗ stadt in Schlesien, gest. 1648 als Kaiserlicher Rat und Staatsrat des Herzogs von Münsterberg-Ols in Breslau.— 6. 183. Martin Luther, als deutscher Reformator zugleich der Begründer und Meister des deutschen evangelischen Kirchengesanges, geb. zu Eisleben am 10. November 1483, gest. ebendaselbst am 18. Februar 1546. Er schuf seine 37 Lieder teils frei, teils durch Verdeutschung lateinischer Hymnen, durch Ausführung alter deutscher Strophen und durch Bear⸗ Verzeichnis der Liederdichter. beitung biblischer Stellen.— 2. 59. 60. 61. 119. 151. 152. 166.(167). 171. 172. 173. 174. 175. 176. 223. 236. 259. 281. 473. 474. 2. Joachim Magdeburg, geb. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, evangelischer Prediger zu Efferding in Osterreich, von dort 1583 ver⸗ trieben, 1584 Geistlicher in Essen, Januar bis März 1586 in Köln, dann wieder(bis 1587) in Essen.— 366. 23. Samuel Marot, geb. 1770 zu Magdeburg, gest. als Konsistorialrat und Prediger an der neuen Kirche zu Berlin 1865.— 219. Bernhard Walter Marperger, geb. 1682 in Hamburg, Pfarrer in Nürnberg, der Nachfolger Speners in Dresden, wo er 1746 als Oberhofprediger und Oberkonsistorialrat starb.— 329. 5. Christoph Georg Ludwig Meister, geb. 1738 in Halle, seit 1774 Prediger an der Salvatorkirche in Duisburg, seit 1778 zugleich Pro⸗ fessor der Theologie daselbst. 1784 wurde er Prediger und Professor in Bremen, wo er 1811 starb.— 114. 26. Johann Mentzer, geb. 1658 zu Jahma in der Lausitz, gest. 1734 als Pastor zu Kemnitz in derselben Landschaft.— 16. „Johann Friedrich von Meyer, geb. 1772 zu Frankfurt a. Main, rechtsgelehrter Senator daselbst und mehrmals Bürgermeister, auch als Bibelforscher bekannt, gest. w1849 in seiner Vaterstadt.— 195. Johann Matthäus Meyfart, geb. 1590 zu Walwinkel bei Gotha, gest. 1642 als Professor der Theologie und Pastor zu Erfurt.— 510. „Joseph Mohr, geb. 1792, katholischer Geistlicher, 1818 zu Oberndorf bei Salzburg, gest. 1848 zu Wagrain.— 29. „Martin Moller, geb. 1547 zu Kroppstädt bei Wittenberg, gest. 1606 als Oberpfarrer in Görlitz.— 369. 370. 31. Kaspar Friedrich 03 geb. 1624 zu Halle, gest. 1685 als Pastor zu Koburg.— Joachim Neander, Weden seiner Lobpreisung der Herrlichkeit Gottes „der Psalmist des neuen Bundes“ genannt, geb. 1650 zu Bremen, Rek⸗ tor in Düsseldorf, gest. am 31. Mai 1680 als reformierter Prediger an St. Martini in Bremen.— 14. 15. 79. 246. 264. 304. 441. 497. Da vid Nerreter, geb. 1649 zu Nürnberg, gest. zu Stargard 1726 als Generalsuperintendent des Herzogtums Hinterpommern und des Fürsten⸗ tums Kammin.— 386. Kaspar Neumann, geb. 1648 zu Breslau, gest. 1715 ebendaselbst als Pastor, theologischer Professor am Gymnasium und Inspektor der evan⸗ gelischen Kirchen.— 32. 145. 440. 461. Georg Neumark, geb. 1621 zu gest. 1681 als Bibliothe⸗ kar und Archivsekretär zu Weimar.— 381 Erdmann Neumeister, geb. 1671 zu üchteritz bei Weißenfels, 445. 1756 als Hauptpastor an St. Jakobi in Hamburg.— 88. 252. 320. „Johann Neunherz, geb. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien, gest. 1737 als Oberpfarrer in Hirschberg.— 128. „Heinrich Georg Neuß, geb. 1654 in Elbingerode am Harz, 9.s 70 als Konsistorialrat und Superintendent in Wernigerode.— 247. Philipp Nicolai, geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeg, Shal seinem Vater daselbst im Predigtamte, wurde dann 1583 Pastor in Herdecke a. d. Ruhr, 1586 an der heimlichen lutherischen Gemeinde in Köln, 1587 Hofprediger in Wildungen, seit 1596 Pastor in Unna. In Unna schuf er während der großen Pest(1597—1598) seinen„Freuden⸗ spiegel des ewigen Lebens“ und gleichzeitig damit seine beiden be⸗ 146. 151. 153. 154. lausit gogir beder 270. Mat wosel und den heim (oder Bar am 9 Joh Paste (167). tmark, 83 ver⸗ 1 Köln, vrialrat Pfarrer 46 als it 1774 h Pro⸗ rofessor 734 als Main, uch als Gotha, — 510. erndorf st. 1606 685 als Gottes n, Rek⸗ iger an 726 als Fürsten⸗ lbst als revan⸗ bliothe⸗ Is, gest. 20. 443. st. 1737 st. 1716 307. reuden⸗ den be⸗ 151. 153. 154. 155. Verzeichnis der Liederdichter. rühmten Lieder. Seit 1601 Hauptpastor an St. Katharinen in Ham⸗ burg, starb er daselbst 1608.— 284. 509. „Johann Olearius, geb. 1611 in Halle, Generalsuperintendent und Oberhofprediger des Administrators daselbst, später in gleicher Stellung zu Weißenfels, wo er 1684 starb.— 27. 28. 105. 168. 226. 290. 291. „Joachim Pauli, geb. 1636 zu Wilsnack in der Mittelmark, Hauslehrer in Berlin, gest. 1708 als Pfarrer in Ostrau im Kreise Bitterfeld.— 184. Gottlieb Konrad Pfeffel, als Fabeldichter bekannt, geb. 1736 zu Kolmar, seit seinem einundzwanzigsten Jahre völlig erblindet, starb 1809 als Präsident des Konsistoriums in Kolmar.— 40. 3. Christoph Pfeiffer, geb. 1689 zu Gls, gest. 1758 als Pastor zu Stolz bei Frankenstein in Schlesien.— 69. „Christoph Karl Ludwig von Pfeil, geb. 1712 zu Grünstadt bei Worms, württembergischer Geheimer Legationsrat, gest. 1784 als preußi⸗ scher Geheimrat und Minister(Gesandter) auf seinem Gute Deufstetten bei Ansbach.— 350. 457. „Benjamin Praetorius, geb. 1636 in Obergreißlau bei Weißenfels, 4). gest. 1674 als Pfarrer in Großlissa.— 126.(301) „Samuel Preiswerk, geb. zu Rümlingen bei Basel 1799, Pfarrer und Antistes in Basel, wo er 1871 starb.—*6 „Christian Heinrich Rudolf Puchta, geb. 1808 zu Kadolzburg in Mittelfranken, gest. 1858 als Pastor in Augsburg.— 463. „Friedrich Räder, geb. 1815 zu Elberfeld, starb daselbst als Kauf⸗ mann 1872.— 12. „Johann Jakob Rambach, geb. 1693 zu Halle, Professor der Theo⸗ logie daselbst, gest. 1735 als Professor und Superintendent in Gießen, Herausgeber des„Geistreichen Hausgesangbuchs“.— 19. 51. 52. 146. 170. 217. 273. 274. 337. 338. „Johann Wilhelm Reche, geb. 1763 in Lennep, lutherischer Pfarrer uhestand zu Niederkassel am Rhein, Herausgeber des„Christlichen Gesangbuchs für die lutherischen Gemeinden im Herzogtum Berg“.— 406. Adam Reusner, geb. 1496 zu Mindelheim im bahrischen Schwaben, Schüler Johann Reuchlins, Geheimsekretär des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg, Anhänger Kaspar Schwenkfelds, gest. um 1575 in seinem Geburtsort.— 364. 9 Hückeswagen und Mülheim am Rhein, Konsistorialrat, gest. 1835 im G „Eleonore von Reuß, geborene Gräfin zu Stolberg⸗Werni⸗ gerode, geb. 1835 zu Gedern am Vogelsberg, gest. auf Schloß Ilsen⸗ burg am 18. September 1903.— 82. Christian Friedrich Richter, geb. 1676 zu Sorau in der Nieder⸗ lausitz, August Hermann Franckes Mitarbeiter als Inspektor des Päda⸗ gogiums und Arzt des Waisenhauses zu Halle, mit Freylinghausen der bedeutendste unter den„hallischen“ Liederdichtern, starb 1711.— 269. 270. 323. 324. 325. 326. 327. Martin Rinckart, geb. am 24. April 1586 zu Eilenburg in Sachsen, woselbst er 1649 als Archidiakonus starb. Wie Valerius Herberger und Johann Heermann war er seiner Gemeinde ein treuer Führer in den entsetzlichen Drangsalen, von denen sie im dreißigjährigen Kriege heimgesucht ward. Sein Danklied dichtete er wahrscheinlich 1630 (oder 1631); gedruckt ist es 1636.— 5. Bartholomäus Ringwald, geb. 1530 zu Frankfurt a. d. Oder, gest. am 9. Mai 1598 als Pfarrer zu Langenfeld in der Neumark.— 238. 508. „Johann Rist, geb. 1607 zu Ottensen bei Hamburg, gest. 1667 als Pastor zu Wedel a. d. Elbe in Holstein.— 7. 46. 76. 85. 100. 225. 436. 511. 174. 175⁵. Verzeichnis der Liederdichter. „Samuel Rodigast, geb. 1649 zu Gröben bei Jena, Freund Speners, gest. 1708 als Rektor des Gymnasiums zum grauen Kloster in Ber⸗ lin.— 385. „Samuel David Roller, geb. 1779 zu 40nitz bei Meißen, gest. 1850 als Pfarrer in Lausa bei Dresden.— Johann Andreas Rothe, geb. 1688 3 Lissa bei Görlitz, 1722 bis 1737 Zinzendorfs Patronatspfarrer zu Berthelsdorf, starb als luthe⸗ rischer Pastor zu Thommendorf in der Oberlausitz 1758.— 272. 505. „Friedrich Rückert, geb. 1788 zu Schweinfurt, Professor der orien⸗ talischen Sprachen in Erlangen und Berlin, ein Sänger der Befreiungs⸗ kriege und unter allen deutschen Dichtern einer der seelenvollsten und formgewandtesten, starb 1866 als preußischer Geheimrat auf seinem Landsitz Neuses bei Koburg.— 56. Gottfried Wilhelm Sacer, geb.— 43. Naumburg, gest. 1699 als Kammeradvokat in Wolfenbüttel.— 78. 2. Christian Friedrich Heinrich Sachse, geb. 1785 zu Eisenberg in Thüringen, gest. 1860 als Hofprediger und Konsistorialrat in Alten⸗ burg.— 501. Johann Kaspar Schade, geb. 1666 in Kühndorf bei Meiningen, 392. gest. 1698 als Prediger an St. Nikolai in Berlin.—(267). Martin Schalling, geb. 1532 zu Straßburg, gest. 1608 als Pastor an St. Marien(Liebfrauen) in Nürnberg.— 283. FJohann Scheffler, geb. 1624 zu Breslau, seit 1649 Leibarzt des Herzogs zu Ols, trat 1653 in Breslau unter dem Namen Angelus Silesius zur römisch⸗ katholischen Kirche über, wurde geistlicher Rat des Fürstbif ch hofs und starb 1677 im Kloster St. Matthias zu Breslau.— 294. 295. 296. 297. 298. „Christian Ludwig Scheidt, geb. 1709 zu Waldenburg bei Schwä⸗ bisch⸗Hall, gest. 1761 als Hofrat und Bibliothekar in Hannover.— 278. „Johann Hermann Schein, geb. 1586 zu Grünhain in Sachsen, gest. 1630 als Musikdirektor und Thomaskantor in Leipzig.— 483 Hartmann Schenk, geb. 1634 in Ruhla bei Eisenach, gest. 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Rhön.— 30. „Heinrich Theobald Schenk, geb. 1656 zu Heidelbach in Hessen, gest. 1727 als Stadtpfarrer in Gießen.— 514. Gottlob Ferdinand Maximilian von Schenkendorf, geb. 1783 in Tilsit, Sänger der Vefreiungskriege, gest. als Regierungsrat in Ko⸗ blenz 1817.— 73.*18.*26. „Michael Schirmer, geb. 1606 zu Leipzig, gest. 1673 als Konrektor am Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin.— 44. 125. 153. 2. Levin Johann Schlicht, geb. 1681 zu Calbe in der Altmark, Lehrer am Pädagogium in Halle, starb 1723 als Prediger an St. Georgen in Berlin.— 446. „Ludwig Heinrich Schlosser, geb. 1663 in Darmstadt, gest. 1723 als Prediger an St. Katharinen in Frankfurt a. M.— 456. Johann Eusebius Schmidt, geb. 13. Januar 1670 in Hohenfelden bei Erfurt, gest. 25. Dezember 1745 als Pastor in Siebleben bei Gotha. — 186. Benjamin Schmolck, geb. 1672 zu Brauchitschdorf bei Liegnitz, gest. 1737 als Oberpfarrer und Inspektor in Schweidnitz, bekannt als Er⸗ bauungsschriftsteller.— 34. 35. 50. 81. 130. 131. 132. 159. 209. 214. 215. 253. 268. 321. 322. 394. 395. 396. 421. 444. 445. 467. 498. 499. 516. 2. 184. C 185. 186. 187. 188.9 189. 190. J 191. 0 192. 193. Speners, in Ber⸗ est. 1850 722 bis 3luthe⸗ 72. 505. orien⸗ reiungs⸗ ten und seinem 1699 als iberg in 1 Alten⸗ iningen, astor an lrzt des Angelus Rat des Slau.— Schwä⸗ — 278. Sachsen, 483. 681 als en, gest. eb. 1783 in Ko⸗ onrektor . „Lehrer rgen in 723 als enfelden i Gotha. litz, gest. als Er⸗ 214. 215. 516. 2. Verzeichnis der Liederdichter. „Johann Gottfried Schöner, geb. 1749 zu Rügheim bei Würzburg, gest. 1818 als Stadtpfarrer an der St.⸗Lorenz⸗Kirche in Nürnberg. — 356. Johann Heinrich Schröder, geb. 1667 zu Springe bei Hannover, gest. 1699 als Pfarrer in Meseberg bei Magdeburg.— 310. 311. „Christian Friedrich Daniel Schubart, geb. 1739 zu Obersontheim in Schwaben, erst Theologe, dann Musiker, Organist in Ludwigsburg, gest. 1791 als Hofmusikdirektor in Stuttgart.— 354. Johann Jakob Schütz, geb. 1640 in Frankfurt a. Main und daselbst als Advokat 1690 gestorben.— 13. „Amilie Juliane Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, geborene Gräfin von Barby, geb. 1637 zu Rudolstadt und ebenda am 3. Dezember 1706 gestorben.— 12. 495. „Ludämilie Elisabeth Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, geb. 1640, gest. 1672 als Braut des Grafen Christian Wilhelm von Schwarzburg⸗Sondershausen.— 302. 2. Christian Scriver, geb. 1629 in Rendsburg, Pfarrer in Stendal und Magdoburg, gest. 1693 als Oberhofprediger und Kirchenrat in Quedlin⸗ burg; berühmter Erbauungsschriftsteller.— 438. „Nikolaus Selnecker, geb. 1530 zu Hersbruck bei Nürnberg, Schüler Melanchthons, gest. 1592 als Professor der Theologie, Superintendent und Pastor an St. Thomas in Leipzig, Mitverfasser der Konkordien⸗ formel, ein viel verfolgter, standhafter Bekenner.— 24.(207).(370). „Elisabeth von Senitz, geb. 1629. zu Rankau in Schlesien, Hof⸗ fräulein am Hofe zu Brieg und zu Ols, starb 1679.— 107. 5. Justus Sieber, geb. zu Eimbeck in Hannover 1628, gest. 1695 als Pastor zu Schandau in Sachsen.— 228. Johann Siegfried, geb. 1560, gest. 1637 als Superintendent in Schleiz.— 482. „August Gottlieb Spangenberg, geb. 1704 zu Klettenberg in Han⸗ nover, als Bischof der Brüdergemeinde lange Zeit in Amerika tätig, gest. 1792 in Berthelsdorf.— 348. Paul Speratus, geb. 1484 zu Röthlen bei Ellwangen in Schwaben, predigte das Evangelium schon 1522 sehr freimütig im Stephansdom zu Wien, kam 1523 nach Wittenberg, wurde 1524 auf Luthers Empfeh⸗ lung Hofprediger des Herzogs Albrecht von Preußen, war bei der Ein⸗ führung der Reformation im Herzogtum Preußen besonders tätig und starb 60 lutherischer Bischof von Pomesanien zu Marienwerder 1551.— 260. „Karl Johann Philipp Spitta, geb. zu Hannover 1801, gest. als Superintendent zu Burgdorf bei Hannover 1859. Seine Liedersamm⸗ lung„Psalter und Harfe“ erschien zuerst 1833.— 201. 222. 408. 459. 49. 25. 33. 41. „Josua Stegmann, geb. 1588 zu Sulzfeld bei Meiningen, gest. 1632 als Professor der Theologie und Superintendent zu Rinteln.— 182. „Gerhard Stip, geb 1809 zu Norden in Ostfriesland, gab 1851 eine Sammlung von Kirchenliedern unter dem Titel„Unverfälschter Lieder⸗ segen“ heraus und starb als Privatgelehrter zu Potsdam 1882. — 425. „Heinrich Arnold Stockfleth, geb. 1643 zu Alfeld in Hannover, gest. 1708 zu Münchberg bei Bayreuth als brandenburgischer Kirchenrat, Oberhofprediger und Generalsuperintendent.— 384. „Konrad Gebhard Stübner, geb. 1698 in Giebichenstein bei Halle a. d. Saale, gest. als Pfarrer in Walldorf bei Meiningen 1759.— 257. gariarvHdis- de ihiis 588 194. 195. 196. Verzeichnis der Liederdichter. Julius Karl Reinhold Sturm, geb. 1816 zu Köstritz in Thüringen, seit 1857 Pfarrer und Kirchenrat daselbst, gest. am 2. Mai 1896 in Leipzig.— 57. 216. 471. Christian Ludwig Taddel, geb. 1706 im roer an gest. 1775 als Hofrat und Justizkanzleidirektor in Rostock.— Gerhard Tersteegen, geb. zu Mörs am 25. November 10997, er lernte, nachdem er die höhere Schule seiner Vaterstadt durchgemacht hatte, die Kaufmannschaft amd dann das Bandwirken in Mülheim a. d. Ruhr, wo er von seinem fünfzehnten Lebensjahre bis zu seinem am 3. April 1769 erfolgten Tode gelebt hat: ein reformierter Mystiker mit reichem inneren Leben, durch Wort und Schrift vielen ein Seelsorger und geistlicher Führer.—(20). 36. 70. 141. 147. 160. 190. 255. 339. 340. 341. 342. 343. 423. 429. 448. 449.„15.“ Valentin Thilo, geb. 1607 zu Königsberg i. Pr., gest. 1662 ebenda als Professor der Beredsamkeit.— 45. Christoph Tietze(Titius), geb. zu Wilkau bei Breslau 1641, starb als Pastor zu Hersbruck bei Nürnberg 1703.— 245. 383. Gottfried Tollmann, geb. 1680 40 Lauban in der Lausitz, Pfarrer, gest. 1766 zu Laube bei Görlitz. — I 0 Josua Wegelin, geb. zu Augsburg 160, starb 1640 als Pfarrer in Preßburg.—(141). Christoph Wegleiter, geb. zu Nürnberg 1659, gest. 1706 als Professor der Theologie und Prediger an der Stadtkirche zu Altdorf.—(33). „Michael Weiße, geb. zu Neiße in Schlesien, Pfarrer zu Landskron und Fulneck in Böhmen, gab 1531 das erste deutsche Gesangbuch der böhmischen Brüder heraus und starb 1534 als Brüdervorsteher in Neutomischl.— 92. 118. 472. Georg Weissel, geb. 1590 zu Domnau in Ostpreußen, gest. 1635 als Prediger zu Königsberg i. Pr.— 41.(124). 261. 204. Georg Werner, geb. 1589 in Preußisch⸗Holland, gest. 1643 als Prediger 97. zu Königsberg i. Pr.— Johann Joseph Winckler, geb. 1670 zu Lucka in Sachsen⸗Altenburg, gest. 917.3535 Konsistorialrat und Domprediger in Magdeburg.— 316. 317. 393. „Jakob Gabriel Wolf, geb. 1684 in Greifswald, gest. 1754 als 334. Hofrat und Professor der R echte zu Halle.— 271. Ernst Gottlieb Woltersdorf, geb. 1725 zu Friedrichsfelde bei Berlin, gest. 1761 als Stadtpfarrer zu Bunzlau in Schlesien, Mit⸗ begründer und Vorsteher des dortigen Waisenhauses.— 39. 234. „Johann Friedrich Zihn, geb. 1650 zu Suhl in Thüringen, gest. 1719 als Archidiakonus in seiner Vaterstadt.— 387. „Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, geb. in Dresden 1700, Gründer von Herrnhut, Stifter und Bischof der Brüdergemeinde, starb 1760 zu Herrnhut.— 211. 345. 346. 347. 450. 518. 519. „Christian Renatus Graf von Zinzendorf, des Vorigen Sohn, geb. 1727 in Herrnhut, gest. 1752 in London.— 113 Johann Zwick, geb. zu Konstanz 1496, brach durch das Züricher Ge⸗ sangbuch von 1536 dem Kirchenliede in der reformierten Kirche Bahn und starb als Pfarrer seiner Vaterstadt 1542 an der Pest zu Bischofszell, wo er das durch die Seuche verwaiste Pfarramt verwaltete.— 139. Die Dichter folgender Lieder sind unbekannt: 25. 54. 58. 75. 89. 90. 117. 121. 127. 138. 140. 149. 150. 157. 169. 192. 231. 235. 239. 258. 287. 435. 314. 335. 362. 363. 372. 388. 397. 400. 410. 422. 426. 427. 432. 434. 442. 447. 475. 484. 485. 491. 492. 8. 11. 13. 19. 23. 27. 30. 43. Abermal Ach bleib b Ach bleib Ach Gnad Ach Gott, Ach Gott Ach Gott, Ach Gott, Ach Gott, Ach mein§ Ach mein Ach mein Ach sagt n — ach n Vater wie ni 0 wunde Allein Got Allein zu Alle Mens Aller Glär Alles ist a Alles ist eu Leben⸗ Allgenugsa Auf, auf, i Auf Christ Auf diesen Auferstehn, Auf Gott u Auf meine Auf und n Aus Gnad Aus irdisck Aus meine Aus tiefer HBedenke, Befiehl du Bei dir, J Bescher uns Beschwerte Betgemeint Bis hieher Brich an, d üringen, 1896 in en, gest. rlernte, atte, die . Ruhr, 3. April reichem jer und 39. 340. ebenda 1, starb Pfarrer, rrer in zrofessor (33). ndskron uch der eher in 635 als zrediger tenburg, Hvurg.— 754 als lde bei u, Mit⸗ 4 n, gest. en 1700, he, starb Sohn, her Ge⸗ ahn und zell, wo . 89. 90. 39. 258. 32. 434. 30.„43. Verzeichnis der Lieder. Abermal ein Jahr verflossen. 79 Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ 207 Ach bleib mit deiner Gnade... 182 Ach Gnad über alle Gnaden..229 Ach Gott, ich muß in Traurigkeit 506 Ach Gott und Her 239 Ach Gott, verlaß mich nicht... 389 Ach Gott, vom Himmel sieh darein 171 Ach Gott, wie manches Herzeleid 369 Ach mein Herr Jesu, dein Nahesein 353 Ach mein Jesu, sieh, ich trete.. 446 Ach mein Jesu, welch Verderben. 249 Ach sagt mir nicht von Gold und Schäsen é 294 Ach Vater, der die arge Welt..191 Ach wie nichtig, ach wie flüchtig 490 Ach wundergroßer Siegesheld 142 Allein Gott in der Höh sei Ehr 1 Nr. Brich, heller Morgenstern, herein 258 Christe, der du bist Tag und Licht 432 Christe, du Beistand deiner Kreuz⸗ gemeine 183 Christe, du Lamm Gottes 90 Christ fuhr gen Himmel 138 Christ ist erstandeen 117 Christ lag in Todesbanden....119 Christus der ist mein Leben... 484 Danke dem Herren, o Seele, dem Ursprung der Güter 429 Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt, volle Chörre 532 Das alte Jahr vergangen ist.. 75 Das ist eine selge Stunde. 39 Das Jahr geht still zu Ende.. 82 Allein zu dir, Herr Jesu Christ. 237 Alle Menschen müssen sterben.. 492 Aller Gläubgen Sammelplatz 518 Alles ist an Gottes Segen... 388 Alles ist euer! O Worte des ewigen Leben 354 Allgenugsam Wesen.. 339 Auf, auf, ihr Reichsgenossen... 46 Auf Christi Himmelfahrt allein.141 Auf diesen Tag bedenken wir.. 139 Auferstehn, ja auferstehn wirst du 521 Auf Gott und nicht auf meinen Rat 403 Auf meinen lieben Gott..... 372 Auf und mache dich bereit.... 57 Aus Gnaden soll ich selig werden 278 Aus irdischem Getümmel. 361 Aus meines Herzens Grunde.410 Aus tiefer Not schrei ich zu dir 236 Bedenke, Mensch, das Ende.. 496 efiehl du deine Wege. 373 Bei dir, Jesu, will ich bleiben.. 222 Bescher uns, Herr, das läglich Brot 460 Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen 33 Betgemeinde, heilge dich... 350 Bis hieher hat mich Gott gebracht 7 Brich an, du schönes Morgenlicht. 3 Das walte Gott, der helfen kann 419 Das walt Gott Vater und Gott' Sohn 411 DeinKönig kommt in niedernHüllen 56 Dein König kommt, o Zion. 55 Dein Mittler kömnit; auf, blöde Seele 51 Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen. 189 Dein Wort, o Herr, ist milder Tau 212 Der Abend kommt, die Sonne sich bedecket 448 Der am Kreuz ist meine Liebe„108 Der du das Volk regierest. 195 Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast 9⁷ Der du in Todesnächten—— 200 Der du zum Heil erschienen... 197 Der Heiland kommt, lobsinget ihm 54 Der heilge Christ ist kommen 72 Der Herr fährt auf gen Himmel 143 Der Herr ist mein getreuer Hirt. 371 Der Hölle Pforten sind zerstört. 125 Der lieben Sonne Licht und Pracht 438 Der Sabbath ist vergangen... 444 Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe 441 Dich, Jesum, laß ich ewig nicht. 351 Die Christen gehn von Ort zu Ort 519 4•—— ——223 Seeess5ss 590 Verzeichnis der Lieder. Nr. Die Ernt ist nun zu Ende... 462 Die Gnade sei mit allen 401 Die güldne SonnnꝘφe 414 Die helle Sonn leucht't jetzt herfür 409 Die Nacht ist kommen, drin wir ruühen sollen 433 Dies ist der Tag, den Gott gemacht 71 Dies ist die Nacht, da mir erschienen 68 Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendee 3 43⁵ Dir, dir, Jehovah, will ich singen.315 Dir jauchzet froh die Christenheit 165 Du bist ein Mensch, das weißt du wohl 374 Du bist mir nah mit deiner Gnade 360 Du bist zwar mein und bleibest mein 503 Du meine Seele, singgge 8 Durch Trauern und durch Plagen 78 Du weinest vor Jerusalem.... 240 Ein Christ, ein tapfrer Kriegesheld 335 Ein Christ kann ohne Kreuz nicht dem 386 Eine Herde und ein Hirt 19⁴ Einen guten Kampf hab ich... 486 Einer ists, an dem wir hangen 198 Eines wünsch ich mir vor allem andern 116 Ein feste Burg ist unser Gott.. 172 Ein Haupt hast du dem Volk gesandt 47¹ Ein Kindelein so löbelich.. 58 Ein Lämmlein geht und trägt die Schudd 101 Ein neuer Tag, ein neues Leben 421 Ein reines Herz, Herr, schaff in mir 307 Eins ist not! Ach Herr, dies eine 310 Endlich bricht der heiße Tiegel.. 405 Endlich, endlich muß es doch... 394 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort 173 Erhebe dich, o meine Seel. 418 Erhebet er sich, unser Gott. 52 Ermuntert euch, ihr Frommen 515 Erschienen ist der herrlich Tag 120 Es glänzet der Christen inwen⸗ diges Lebeen 323 Es ist das Heil uns kommen her 260 Es ist die Nacht gekommen....453 Es ist genug Es ist gewißlich an der Zeit. 508 Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein 32⁴ Es ist noch eine Ruh vorhanden 520 Es kostet viel, ein Christ zu sein 325 Es saß ein frommes Häuflein dort 161 Nr. Es wolle Gott uns gnädig sein. 174 Ewge Liebe, mein Gemüte..273 Cahre fort, fahre fort 186 Fang dein Werk mit Jesu an.. 422 Freu dich sehr, o meine Seele.. 485 Freuet eneh, ihr Christen alle. 63 Fröhlich soll mein Herze springen 64 Früh am Morgen Jesus gehet„425 Frühmorgens, da die Sonn aufgeht 123 Für alle Güte sei gepreist.... 451 Für diese Kinder beten wir..218 Geht hin, ihr gläubigen Gedanken 277 Geht nun hin und grabt mein Grab 500 Geist der Wahrheit, lehre mich„163 Gelobet sei der Heer 168 Gelobet seist du, Jesu Christ.. 59 Gelobt sei Gott im höchsten Thron 118 Gern in alles mich zu fügen... 355 Gesegn uns, Herr, die Gaben dein 426 Gib dich zufrieden und sei stille 375 Gott, deine Güte reicht so weit.352 Gott des Himmels und der Erden 413 Gott, des Zepter, Stuhl und Krone 247 Gottes Stadt steht fes gegründet. 201 Gottes und Marien Sohn... 69 Gott, gib einen milden Regen.. 158 Gott ist gegenwärtig.. 36 Gott ist gerreuu.. 402 Gott ist mein Hirt, nie werd ich Mangel leiven 523 Gott ist mein Lied 21 Gott ist und bleibt getreu.... 397 Gott lebet noch 387 Gott lebt: wie Lam ich traurig sein 395 Gottlob, der Sonntag kommt herbei wU.. 27 Gottlob, die Stund ist kommen.502 Gottlob, ein neues Kirchenjahr„ 53 Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit 80 Gottlob, nun ist erschollen.... 465 Gott rufet noch: sollt ich H99 endlich hören Gott sei Dank durch alle Welt. 42 Gott sei gelobet und gebenedeiet. 223 Gott Vater, aller Dinge Grund. 205 Gott wills machen, daß die Sachen 398 Gott woll uns hoch beglücken.. 468 Großer Gott von alten Zeiten„ 32 Großer Gott, wir fallen nieder. 20 Großer Mittler, der zur Rechten 146 Guter Hirt, der seine Herde... 216 Halleluja Hallelujal Hallelujal Hallelujal Halt im 6 Heiland, d Heilge Ei Heilger J Herr, auf Herr, dein Herr, der Herr, der Herr, die Herr, du Herr, es i Herr Gott Gott Herr Gott Herr, hör⸗ Herr, ich Herr Jesu Herr Jesu Herr Jesu Herr Jesu Herr Jesi Gut, Herr Jesi und 6 Herr Jesu, Herr Jesu Herr Jesu Herr, nun Herr, öffn. Herr, stärk bedenk Herr unse schand Herr, wan Herr, wie mir Herzlich li Herzlich tu Herzliebste verbre Herz und Heut triun Hier ist me hin Hier legt nieder Hier stehen . sein.174 273 186 n.. 422 le.. 485 L 63 ngen 64 het 425 fgeht 123 451 21 inken 277 Brab 500 ich„163 168 3 hron 118 355 dein 426 l·le. 375 eit 352 rden 413 rone 247 det. 201 69 n 158 36 402 d ich 3. 523 21 —X397 . 387 sein 395 umt 27 ien.502 hr. 53 gkeit 80 4 licht 205 lt. 42 iet. 223 ind. 205 chen 398 1..468 n„ 32 her. 20 hten 146 216 Nr. Hallelujah, Gott zu loben...536 Hallelujah! jauchzt, ihr Chöre.. 137 Hallelujah! Lob, Preis und Ehr. 169 Hallelujah, schöner Morgen... 37 Halt im Gedächtnis Jesum Christ 305 Heiland, deine Menschenliebe... 337 Heilge Einfalt Gnadenwunder.. 348 Heilger Jesu, Heilgungsquelle.. 314 Herr, auf Erden muß ich leiden.145 Herr, dein Wort, die edle Gabe. 211 Herr, der du mir das Leben... 452 Herr, der durch der Liebe Band. 458 Herr, die Erde ist gesegnet.... 463 Herr, du wollst uns vollbereiten. 233 Herr, es ist von meinem Leben„440 2 Herr Gott, dich loben wir, regier 466 Herr, höre, Herr, erhöre 467 Herr, ich habe mißgehandelt... 244 Herr Jesu Christ, dein teures Blut 105 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 25 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, sich doc᷑h 238 Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, wir kommen 231 Herr Jesu Christ, mein höchstes Gut, mein Seelenschatz.... 320 Herr Jesu Christ, wahr Mensch Aund Gottt 4 Herr Jesu, dir sei Preis und Dank 224 Herr Jesu, Gnadensonne 309 Herr Jesu, Licht der Heiden.. 86 Herr, nun laß in Friede. 487 Herr, öffne mir die Herzenstür„ 28 Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken 112 Herr unser Gott, laß nicht zu⸗ schanden werden 179 Herr, wann wirst du Zion bauen 187 Herr, wie du willst, so schicks mit Büir 368 Herzlich lieb hab ich dich, o Herr 283 Herzlich tut mich verlangen... 481 Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen 9⁵ Herz und Herz vereint zusammen 345 Heut triumphieret Gottes Sohn.121 Hier ist mein Herz, Herr, nimm es hin 287 Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder w5b 326 Hier stehen wir von nah und fern 199 Verzeichnis der Lieder. 591 Nr. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not 370 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen.. 76 Himmelan geht unsre Bahn..321 Himmelan, nur himmelan.. 356 Hinunter ist der Sonnen Schein. 431 Hirte deiner Schaff 44⁵ Höchster Gott, wir danken dir.. 31 Höchster Tröster, komm hernieder. 162 Höchsterwünschtes Seelenleben.. 330 Hosianna, Davids Sohn, der... 52 Hosianna! Davids Sohn kommt. 50 Hüter, wird die Nacht der Sünden 327 Ich armer Mensch, ich armer Sunmder 24⁵ Ich bin ein Gast auf Erden... 376 Ich bin getauft auf deinen Namen 217 Ich bin in dir, und du in mir.221 Ich bin ja, Herr, in deiner Macht 488 Ich geh zu deinem Grabe.. 130 Ich habe nun den Grund gefunden 272 Ich hab in Gottes Herz und Sinn 377 Ich hab in guten Stunden..404 Ich hab mein Sach Gott heim⸗ Bestett 478⁸ Ich hab mich Gott ergeben... 482 Ich hab von ferre 52² Ich komme, Herr, und suche dich 232 Ich komm jetzt als ein armer Gast 228 Ich lobe dich von ganzer Seelen 185 Ich rühm den Herrn allein... 525 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 282 Ich schau nach jenen Bergen gern 533 Ich singe dir mit Herz und Mund 9 Ich steh an deiner Krippen hier. 65 Ich steh in meines Herren Hand 408 Ich sterbe täglich, und mein Leben 498 Ich und mein Haus, wir sind bereit 459 Ich weiß, woran ich glaube... 280 Ich will dich lieben, meine Stärke 295 Ich will ganz und gar nichtzweifeln 264 Ihr armen Sünder, kommt zu⸗ hauf 248 In allen meinen Taten 380 In Christi Wunden schlaf ich ein 491 In dich hab ich gehoffet, Herr.. 364 In Gottes Namen fang ich an„417 In Gottes Reich geht niemand ein 257 Ist Gott für mich, so trete.. 263 592 Verzeichnis der Lieder. Nr. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr englischen Chöre 70 Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren 527 Je größer Kreuz, je näher Himmel 396 Jehovah! Jehovah! Jehovah.. 40 Jerusalem, du hochgebaute Stadt 510 Jesu, deine Passio 106 Jesu, deine tiefen Wunden... 96 Jesu, der du bist alleine 340 Jesu, der du wollen büßen.... 110 Jesu, frommer Menschenherden.300 Jesu, geh voran 346 Jesu, großer Wunderstern 88 Jesu, hilf siegen, du Fürste des Sebeus ũ 311 Jesu, meine Freue 292 Jesu, meines Lebens Leben... 99 Jesus Christus herrscht als König 344 Jesus ist der schönste Nam.... 296 Jesus, Jesus, nichts als Jesus. 302 Jesus lebt, mit ihm auch ich... 136 Jesus, meine Zuversicht. 127 Jesus nimmt die Sünder an... 252 Jesus soll die Losung sein.... 81 König, dem kein König gleichet 338 Komm, Heidenheiland, Lösegeld. 49 Komm, heiliger Geist, erfüll... 150 Komm, heiliger Geist, Herre Gott 151 Komm, mein Herz, in Jesu Leiden 234 Komm, o komm, du Geist des Lebens 156 Kommst du, kommst du, Licht der BDeiden ũ 43 Kommt, Kinder, laßt uns gehen. 341 Kommt und laßt uns Christum ehren 66 gaß dich Gortt 38²2 zaß dich, Herr Jesu Christ...454 Lasset die Kindlein kommen... 213 Lasset uns mit Jesu ziehen.... 299 Laß mich dein sein und bleiben. 24 Laß mir die Feier deiner Leiden 114 Lebenssonne, deren Strahlen... 331 Licht vom Licht, erleuchte mich„ 34 Liebe, die du mich zum Bilde.. 297 Liebster Heiland, nahe dich....342 Liebster Jesu, wir sind hier, deinem 214 Liebster Jesu, wir sind hier, dich 29 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehrnren 14⁴ Lobe den Herren, o meine Seele 18 Lobt Gott, ihr Christen allzugleich 62 Nr. Mache dich, mein Geist, bereit 319 Machs mit mir, Gott, nach deiner t Man lobt dich in der Stille. 7 Marter Christi, wer kann dein vergeisen 113 Meinen Jesum laß ich nicht... 288 Mein erst Gefühl sei Preis und Dant 42⁴ Meine Seele senket sich.. 393 Meine Seele steigt auf Erden.. 524 Meine Seel ist stilllle 392 Meine Sorgen, Angst und Plagen 400 Mein Fels hat überwunden..134 Mein Friedefürst, dein freundliches Megieren 269 Mein Gott, ich klopf an deinePforte 322 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe 499 Mein Heiland nimmt die Sünder an 256 Mein Jesu, dem die Seraphinen 266 Meinesus lebt, was soll ich sterben 131 Mein Leben ist ein Pilgrimstand 332 Mein schönste Zier und Kleinod bist 434 Mein Schöpfer, steh mir bei... 170 Mein siegend Haur 148 Mir ist Erbarmung widerfahren 276 Mir nach! spricht Christus, unser Held. 298 Mit Ernst, o Menschenkinder. 45 Mit Fried und Freud ich fahr dahir 473 Mitten wir im Leben sind...474 Morgenglanz der Ewigkeit.... 416 Nacht umhüllte rings die Erde. 74 Nichts Betrübters ist auf Erden 507 Nun bitten wir den heiligen Geist 152 Nun danket alle Gott 5 Nun danket all und bringet Ehr 10 Nun freut euch, lieben Christen gmein 5 Nun gottlob! Es ist vollbracht„215 Nun jauchzet all, ihr Frommen„44 Nun jauchzt dem Herren, alle Welt. 26 Nun lasset uns den Leib begrabn 472 Nun laßt uns gehn und treten.. 77 Nun laßt uns Gott dem Herren. 4 Nun lob, mein Seel, den Herren 3 Nun preiset alle 6 Nun ruhen alle Wälder 437 Nun sei, o Dank Nun sich de Nun sich de Nun so wil O aufersta O daß doch! O daß ich O der alles O du allerf O du Liebe Durchbre Ewigkeit Ewigkeit Fels des Gott, du Gott, du Gottes 6 Gottes S Gott, o G Gott, vot großer C Haupt vi heilger 6 heilige D heiliger hilf, Chr Jesu Chr Jesu Chri Jesu Chri Jesu, dir Jesu, He Jesu, Je Jesu, me Jesu, me Jesu, süß König all König, de Lamm G Lamm Ge Liebe, d zerrissen Liebesglu selges Lie süßer Ste Tod, wo Traurigke Vater der Vaterherz was für Welt, ich Welt, sieh 588855588588 8ννννν Nr. reit.319 heiner Tor 7 dein und 424 sen.. 524 332 lagen 400 134 liches 269 sforte 322 aß ich 99 der an 256 hinen 266 erben 131 istand 332 d bist 434 „ 170 148 ihren 276 unser 298 45 fahr .473 474 416 Erde. 74 rden 507 Geist 152 5 Nr. Nun sei, o Herr, dir Preis und Daut geweiheeet 235 Nun sich der Tag geendet hat.. 439 Verzeichnis der Lieder. Nun sich der Tag geendet.... 449 Nun so will ich denn mein Leben 343 O auferstandner Siegesfürst... 133 O daß doch bald dein Feuer brennte 192 O daß ich tausend Zungen hätte. 16 O der alles hätt verloren..... 312 O du allersüßte Freude... 15⁴ du Liebe meiner Liebe..... 107 Ewigkeit, du Donnerwort... 511 Ewigkeit, du Freudenwort.. 512 Fels des Heils, o Gotteslamm 230 Gott, du frommer Gott.... 285 Gott, du höchster Gnadenhort 206 Gottes Geist und Christi Geist 164 Gottes Sohn, Herr Jesu Christ 262 Gott, von dem wir alles haben 461 großer Gott, du reines Wesen 290 heilige Dreifaltigkeit...... 412 heiliger Geist, o heiliger Gott 157 hilf, Christe, Gottes Sohn.. 92 Jesu Christe, wahres Licht.. 84 Jesu Christ, mein schönstes Licht 289 Jesu, dir sei ewig Dank.... 226 Jesu, Jesu, Gottes Sohn... 286 Jesu, meines Lebens Licht.. 423 Jesu, meine Wonne 22⁵ Desu, süßes Licht 42⁰ König aller Ehren. 83 König, dessen Majestät.... 254 Lamm Gottes, der du trugest 89 Lamm Gottes, unschuldig... 91 Liebe, die den Himmel hat Liebesglut, wie soll ich dich.. 333 selges Licht, Dreifaltigkeit... 430 süßer Stand, o selig Leben.. 316 Tod, wo ist dein Stachel nun 124 Traurigkeit! O Herzeleid... 100 Vater der Barmherzigkeit... 243 Vaterherz, o Licht, o Leben. 336 was für ein herrlich Wesen.. 271 Welt, ich muß dich lassen... 475 Welt, sieh hier dein Leben.. 103 9888858888 85νννννννν Jesu Christ, meins Lebens Licht 479 Jesu, Herr der Herrlichkeit.. 204 Durchbrecher aller Bande... 313 Gott, o Geist, o Licht des Lebens 160 Haupt voll Blut und Wunden 102 heilger Geist, kehr bei uns ein 153 Nr. O wie fröhlich, o wie selig.... 516 O wie selig seid ihr doch, ihr Erbummen 489 O wir armen Sünder 93 VPreis, Ehr und Lob sei dir... 470 Preist den Herrn! Ihm Lob zu singeitt 537 Aeich des Herrn. 193 Rett, o Herr Jesu, rett dein Ehr 180 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 317 Rüstet euch, ihr Christenleute.. 328 Ruhe hier, mein Geist, ein wenig 111 Ruhe ist das beste Gur.... 267 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 250 Schatz über alle Schätze..... 303 Schmücke dich, o liebe Seele... 227 Schmückt das Fest mit Maien.. 159 Schön ists, Jehovah loben 530 Schöpfer aller Menschenkinder.. 274 Schwing dich auf zu deinem Gott 378 Seelenbräntigam 293 Seele, was ermüdst du dich 3³⁴ Sei getreu bis an das Ende. 301 Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut 13 Sei mir tausendmal gegrüßet.. 104 Siegesfürste, Ehrenkönig. 147 errisfe 270 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig.. 38 Singt, singt Jehovah neue Lieder 531 So ist die Woche nun geschlossen 443 Sollt es gleich bisweilen scheinen 383 Sollt ich meinem Gott nicht singen 11 Sorge doch für meine Kinder.. 456 So ruhest du, o meine Ruh... 109 So wahr ich lebe, spricht dein Gott 241 Speise, Vater, deine Kinder... 428 Stark ist meines Jesu Hand... 279 Steil und dornig ist der Pfad.. 357 Such, wer da will, ein ander Ziel 261 Teures Wort aus Gottes Munde 209 Treuer Jesu, wache ddttd 447 Treuer Wächter Israeal 464 Triumph, Triumph! Es kommt nmit Pracht 126 Tut mir auf die schöne Pforte 35⁵ Aberwinder, nimm die Palmen. 135 Uns, die Gebundnen, zu befrein. 362 Unsern Ausgang segne Gott... 30 Unter allen großen Gütern.... 306 59⁴4 Verzeichnis der Lieder. Nr. Unter tausend frohen Stunden.. 115 Unumschränkte Liebe. 19 Waner will ich dir geben.. 48⁰ ater, kröne du mit Segen... 469 Vater unser im Himmelreich... 281 Verleih uns Frieden gnädiglich„175 Versuchet euch doch selbst... 265 Verzage nicht, du Häuflein klein 178 Vom Himmel hoch da komm ich her 60 Vom Himmel kam der Engel Schar 61 Von des Himmels Thron 219 Nr. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 495 Wie dank ichs, Heiland, deiner Liebe 347 Wie der Hirsch bei schwülem Wetter 526 Von Gott will ich nicht lassen.. 367 Vor Jesu Augen schweben.... 450 Wach auf, du Geist der ersten Heugen. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin 129 Wach auf, mein Herz, und singe 415 Wachet auf, erhebt die Blicke.. 202 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit 176 Walte, walte nah und fern..196 Wann Gott einst unsre Bande bricht 534 Wann grünt dein ganzerErdenkreis 190 Warum sollt ich mich denn grämen 379 Warum willst du doch für morgen 390 Warum willst du draußen stehen 47 Wie fleugt dahin der Menschen Zeit 497 WieGGott mich führt, so will ich gehn 399 Wie groß ist des Allmächtgen Güte 23 Wie herrlich ist die neue Welt„513 Wie reizend o080. Herr Zebaoth 529 Wie schön ists doch, Herr JesuChrist 455 Wie schön leuchtet der Morgenstern 284 Wie soll ich dich empfangen.. 48 Wie wohl ist mir, o Freund der Stele 30 Willkommen, Held im Streite..132 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, E Was Gott tut, das ist wohlgetan 385 Was hinket ihr, betrogne Seelen 349 Was mein Gott will, das gscheh allzenit 363 Was von außen und von innen. 391 Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel 268 Welt, ade! ich bin dein müde.. 493 daß du für uns 9⁴ Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du gen Hmmeel. 140 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tood 12² Wir danken Gott für seine Gabn 427 Wachet auf! ruft uns die Stimme 500 Wir flehn um deine Gnade...220 Wir glauben all an einen Gott.166 Wir glauben all an einen Gott.167 Wir liegen hier zu deinen Füßen 253 Wir Menschen sind zu dem, o Gott 208 Wir singen dir, Immanuel.... 67 Wir warten dein, o Gottessohn 517 Wo Gott der Herr nicht bei uns hält 177 Wohlauf, mein Herz, zu Gott.. 291 Wohlauf, wohlan zum letzten Gang 501 Wohl dem, der Gott verehret.. 535 Wohl einem Haus, da Jesus Christ 45² Wo ist ein solcher Gott wie du. 275 Wenn alle untreu werden... 359 Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht 22 Wenn kleine Himmelserben.... 505 Wenn meine Sünd mich kränken 98 Wenn meinStündlein vorhanden ist 476 Wenn wir in höchsten Nöten sein 365 Werde licht, du Stadt der Heiden 85 Werde munter, mein Gemüte.. 436 Wer Gott vertraut, hat wohl gebau 366 Wer im Herzen will erfahren.. 87 Wer ist wohl wie dt 318 Wer nur den lieben Gott läßt walten 381 Wer sich auf seine Schwachheit steurt 329 Wer sind die vor Gottes Throne 514 Was wär ich ohne dich gewesen. 358 Womit soll ich dich wohl loben. 17 Wort des höchsten Mundes.... 210 Wo soll ich fliehen hin 242 Wo soll ich hin, wer hilfet mir 246 Wo willst du hin, weils Abend ist 442 Wunderanfang, herrlichs Ende.. 384 Wunderbarer Köniigg 15 Zaget nicht, wenn Dunkelheiten.406 Zeige dich uns ohne Hülle... 38 Zeuch ein zu deinen Toren... 155 Zeuch hin, mein Kindd 504 Zeuch uns nach dttr 144 Zieht in Frieden eure Pfade 203 Zion, gib dich nur zufrieden... 184 Zion klagt mit Angst und Schmerzen 181 Zu dir, Herr Jesu, komme ich. 251 Zum Himmel bist du eingegangen 149 Zween der Jünger gehn mitSehnen 128 Von haben I Militär⸗ gesangb. ½ ο ν Nr. ude 495 ebe 347 ter 526 zeit 497 ehn 399 üte 23 rist, abn 427 220 'tt. 166 'tt. 167 ißen 253 Bott 208 67 hn. 517 hält 177 291 zang 501 1 535 hrist 457 du. 275 jhen. 17 . 210 .242 nir 246 d ist 442 de.. 384 1³ ten. 406 . 35 155 504 144 203 184 erzen 181 ch.. 251 ngen 149 hnen 128 Von den 155 Liedern des Mil Verzeichnis der Lieder. itärgesangbuches(neue 595 Ausgabe 1906) haben nachstehende 153 in diesem Gesangbuche Aufnahme gefunden: Militär⸗ Ev, Giab.] Militar. Ev. Gsab.] Militär⸗ Ev. Gsab.] Militär⸗ Ev, Gsgb. P b. Mden 41 38 77 76 232 117 389 2315 39 116 77⁷ 23⁴ 118 403 3 2 394 113 v. 4 79 227 119 373 4 9 40 101 8⁰ 239 120D398 5 14 41 105 81ä 237 121 õvZ368 8 18 42 9⁵ 82 236 122 380 5 43 ʃd96 84 252 123364 * 44 399 85 241 124383 * 45 102 86 365 125 3067 10 285 46 9¹ 87 310 126 379 4411 43 47 103 88 27² 127 38⁵ 12. 44 48 98 89 28⁰ 128 363 1 23 49 24 90 263 129 38¹ 14 ö15 50 117 91 338 13⁰ 399 1⁵ 36 51 123 92 270 131 413 16 37 52136 93259 132 416 1 53Bö⅛crtf27 9⁴ 261 133 4¹⁵ 17⁴ 24 544 124 95 283 13⁴4 431 18 29 55⁵ 129 96 295 135⁵ 437 18a2 30 56 142 97⁷ 292 136 4⁴9 19 85 57 14¹ 98 297 137 465⁵ 20420 58 147⁷ 99 288 138 178⁸ S4 42 590D51 100 286 139 a 47¹ 22² 50 6⁰ 156 101. 318 139b 470 23 4¹ 61 154 102284 139 6 469 24 4⁵ 62 ař 153 103 308 14⁰ 492 25 44 66 159 104 309 1441 4684 26ö 48 64 155 105̈Mwj321 142376 277 6565(_léõ69 106 346 143 491 28 68 66 166 107(311 14⁴ 4²7⁴ 29 6⁴ 67 207 108 341 14⁵ 48⁰ 30 59 68 182 109 299 146 476 31 6⁵ 69 17² 110 319 147⁷ 495⁵ 32 6² 7⁰ 173 111 298 148 521 33 60 71 1586 112 613 149 510 3⁴ 67 72½ä 345 113 317 15⁰ 509 73.(1388 114 M328 36 0 25 115 ¶250 37 76 75 214 116 wÜ334 ———.— Ordnung des Gottesdienstes. I. Der Huuptgottesdieuft. [Chor: Psalm oder Eingangsspruch.) 1. Gemeinde: Eingangslied. 2. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des hei— ligen Geistes. Amen. Gemeinde: A⸗ men. 3. Unsere Hilfe stehet im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.— Eingangsspruch. Gemeinde: N ——— SPP.........—— Eh⸗re sei dem Va⸗ter andden Soh-ne und dem Ha E— ů—3..——.—— —EEEE hei li 36 üte⸗ wie es war im An⸗fang, —.2—=n rerd Eax .SSSSSSIITITTTI. jetzt und im-mer- dar Iund von E-wig⸗keit zu ——.—— I——— ID 128——.22 1— E E⸗wig⸗keit. A⸗men. Ordnung des Gottesdienstes. 4. Sündenbekenntnis. Gemeinde: — R. — ꝙ—.— 2——— * Lin nn n ͤ—— ö 65 e D— Herr, er-bar-me dich un-ser! Christe, er-bar-me dich .— 255 r——————— ——.—————. 4 E e,, d,———— — u un ⸗ser! Herr, er ⸗ bar⸗me dich un ⸗ser! Oder: 0—— ö—.— 265— m n n neen, x i,A,—— H Ky⸗ri⸗e, e⸗le⸗i⸗son! Chri⸗ste e⸗le⸗i⸗son! 5 ,— EV 2—7 SI— Ky⸗ ri⸗e e⸗le⸗ i⸗son! 5. Gnadenverkündigung.— Ehre sei Gott in der Höhe! Gemeinde: 4 — X— FPPPIIITTTttTttTTTTTTtTtt. E— 2———————— Und Frie-de auf Er⸗-den und den Menschen ein Wohlge⸗ fal⸗len. A-men, A⸗-men, A⸗- men. [Chor(an Festtagen): Wir loben dich usw.) 6. Der Herr sei mit euch! Gemeinde: —— .r, di,,. Und mit dei-nem Gei ⸗ste. —— Ordnung des Gottesdienstes. 7. Festspruch und! Gebet. Gemeinde: —92. —.— N.——— — I.ʃ‚—— ————.——————— A ⸗« men. 8. Epistel. Spruch. Hallelujah.“ Gemeinde: Hal⸗le-lu-jah, hal⸗le lu⸗ Ruh⸗ hal⸗le lu- jah. In der Passionszeit und an Bußtagen: A⸗ men.] [Chor.) 9. Evangelium. Gelobt seist du, o Christus! Gemeinde: n Eh⸗re sei dir, Herr. 10. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: ————— ARIü———A‚‚‚‚‚‚‚eee. ———— i——— A⸗men, A-men, A-men. [Chor.) 11. Predigtlied. + *) Wird die Epistel nicht verlesen, so treten Spruch und Hallelujah nach dem Evangelium ein. Ordnung des Gottesdienstes. 12. Kanzelgruß. Predigt. (Liedervers. Fürbitten und Abkündigungen.] Kanzel⸗ segen. 13. Liedervers soder statt dessen Chor!]. 14. Erhebet eure Herzen!“) Gemeinde: + H N ö + 7 7—.—. ..———.———— + Wir er ⸗he- ben sie zum Herrn. 15. Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott! Gemeinde: S..I.II...I....... ö EFN E 27 2...2—— —1— 2..NX—— 16. Lobpreisung. Gemeinde: —0 4 N—— E„— ö 2 +— 10—.——.4 ———.——.— Hei⸗lig, hei⸗lig, hei⸗ lig ist der Herr Ze⸗ba⸗-oth EO. EE EH—— 2 2—.—7 2 2— 14—— Al le Lan⸗-de sind sei- ner Eh⸗re voll. Ho⸗ ..— —— ee. 5 +— EEE— SISIIIEEEEEEEEEE sian⸗na, ho⸗sian⸗na in der Höh. Ge-lobt sei, der da *) Nr. 14—16 können hier eintreten, wenn sie nicht in der Abend⸗ mahlsfeier ihren Platz finden. —— unzel⸗ Abend⸗ Ordnung des Gottesdienstes. kommt im Na-men des Herrn. Ho⸗sian-na, ho⸗ sian- na, ho⸗-sian-na in der Höh. 17. Fürbittengebet.“) Gebet des Herrn. Gemeinde: A⸗ men. Oder: — — Deun dein ist das Reich und die Krarf und die 4 ů IRI——— N E en nnn ntti iim, nnem=n ᷑i,a,„xti = 2 1— 2 1.— Herr⸗lich-keit in E-wig⸗äkeit. A⸗ men. 18. Segen. Gemeinde: H —..—————2 I HH e ee —⁰ 9N⁷— 2——.— 1 II Asbieh, A⸗men, A⸗ men. Gemeinde(nach oder vor dem Segen): Schlußvers. *) Im Fürbittengebet:„Lasset uns in Frieden den Herrn anrufen“ kann die Gemeinde dreimal singen: 1. Gemeinde: Ordnung des Gottesdienstes. II. Die Abendmahlsfeier. Abendmahlslied. 4. Gebet. Gemeinde: (Abendmahlsvermahnung.]* 3. Siehe I, Nr. 14—16. Gebet des Herrn. 2. Der Herr sei mit euch! Gemeinde: + 9 23 H —— v dn wmuer.—— — Und mit dei-nem Gei ⸗ste. Oder: Spruch. Gemeinde: — 9H—— EFHADEEEEE— CLT + 1j.——+ LX—— I...... II —. A⸗-men, A⸗ men. I H— + 28—3..— A⸗men. 5. Einsetzungsworte. Gemeinde und Chor]: Christe, du Lamm Gottes(Gesangbuch Nr. 90). Oder: O Lamm Gottes, unschuldig(Gesangbuch Nr. 91). ) Die obige Abendmahlsvermahnung fällt immer aus, wenn die Vorbereitungs⸗ und Beichtfeier der Feier des heiligen Abendmahls oder dem Hauptgottesdienst unmittelbar vorangegangen ist. mn die ls oder Ordnung des Gottesdienstes. 6. Gebet. Gemeinde sund Chor!: ——— II —— 2575.. A⸗ men. 7. Spruch. Austeilung. Gemeinde und Chor](während der Austeilung): Ein oder mehrere Abendmahlslieder. 18. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Hallelujah! Gemeinde sund Chor!: Und seine Güte währet ewiglich. Hallelujah.!] 9. Dankgebet. Segen. Gemeinde und Chor!]: 9 1—— 7 III ESSEEEEEEE 2 4 1 Lien— J II A⸗-men, A⸗men, A⸗ men. [Gemeinde(nach oder vor dem Segen): Schlußvers. Druck und Verlag von W. Crüwell, Dortmund. 2—— 5——. 0