——. r. 7 —— 7 — SEEEE—— —356—5— EV . 2 ‚‚‚‚‚‚ — Glessei rrnan wannelischen Lndestirthe tlarscherSchmurkvon Iy Seugnagel „me enmrnnin. Lelag vm)Wattz Damsudt 1022 NSSA V E D SIINNRNE E * V W W SNN NSEEN wi ——— 77—727 . WM 2 2 2 2 2 72. 2 77 . V 2 W +2 88 0 22 W N 888 V + W 2+. & + ½ % N SRSPSPSSSSPPPCPCPIC SPSPRPDPRPRPRPRPRPRPPRPPPPPRPPP —2 / 2 NW « en AamenObeden hem 8. 8 WS alledeine Sünde vergibt und heilet 9 ä 8 8 2 +e E 443 —. in W * 2 NN 2 2 W — 2 2 2.— . 71— NN W V W ů‚ EN*— SNV SDIDDDS NSSSENNNNA Mel. Mein Je Am Morgen x Mel. Mein ZJesu, dem die Seraphinen. J. A. Freylinghausen, Halle 1704. — eeschwer tes herz, leg Es kommt der an⸗ ge⸗ ab die Sor⸗gen;/ er⸗ he⸗ be neh⸗me Mor⸗gen,/ da Gott zu IEA— .— x—.— 1.— — dich, ge⸗beug⸗tes Haupt! ö— mu⸗ hen hat er⸗ laubt,, Sott zu ru s hen ö ů — ů—14 —6——4 2 ů— hat be⸗ foh⸗-len/ und selbst die Ru⸗ he ein ⸗ge⸗ Der Tag oͤes Herrn Der 7 —— 5 Mel. An 2 0— weiht./ Auf, auf! die ihm ge⸗raub⸗te Zeit/ in sei⸗ nem ———— R— Dien ⸗ste ein ⸗ zu ⸗ ho⸗ len. 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne,/ dein iroͤisch Werk muß stille stehn;/ du sollst zu höherem Gewinne/ in deines Gottes Tempel gehn,/ ihm zu bezahlen deine Pflichten/ und zur Ver⸗ mehrung seines Ruhms/ die Werke deines Priestertums/ in tiefster Andacht zu verrichten. 3. Mein Gott!l ich bin vor dir erschienen/ und gebe auf dein Winken acht;/ wie kann ich oͤir gefällig dienen,/ wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht?/ Wie weroͤe ich in dir erfreuet,/ wenn er nicht stillt der Sünde Schmerz?/ Wie bet ich, wenn er nicht das herz/ durch seine Gnaͤoe mir erneuet? 1 ——2 4. Kann meine Harfe lieblich klingen,/ wenn sie dein Finger läßt/ un nicht berührt?/ Kann ich die finstre Nacht oͤurchoͤringen,/ wenn 3. Ha mich dein Licht nicht aufwärts führt?/ Kann ich ein reines Opfer schenkt; werden,/ wenn deine Flamm nicht in mich fährt/ und mich in Gott ge deiner Lieb verzehrt/ und hebet von dem Staub der Erden? Wolken 5. Mein Jesus hat mein Herz so teuer/ zu seinem Tempel ein⸗ geweiht:/ hier ist dein heroͤ, hier ist dein Feuer,/ die Fülle deiner 0075 Herrlichkeit,/ dein heiligtum, dein Stuhl der Gnade;/ dein Licht. und Recht, das himmelsbrot,/ des Geistes Frucht und dein Ge⸗ Pfortl/ bot/ erfüllen diese Bundeslade. 5. O1 6. In deinem Haus will ich mir bauen/ die hütte, bis ich scheid tum* einmal./ Indessen gib mir, oͤich zu schauen,/ o Lebenslicht, den bis es kt Gnadenstrahl!/ So feir ich recht den Tag der Sonnen,/ so hab ich meine Ruh in dir;/ ach, habe du dein Werk in mir!/ Vollführe, was oͤu hast begonnen! mel. Mei 7. Wenn sich des Lebens Werktag' enden,/ so ruh, von allem x Frondienst los,/ mein Geist in Gottes Vaterhänden,/ mein Leib 005 in seiner Mutter Schoß,/ bis beides feiern wird dort oben,/ wo* man in sicherm Frieden ruht,/ nichts denket, reoͤet oder tut,/ als 1. dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter, 4 1706. 2 10 s Heren disch Werk nes Gottes zur Ver⸗ in tiefster e auf dein mich dein uet,/ wenn un er nicht ein Finger jen,/ wenn ines Opfer d mich in Erden? empel ein⸗ lille deiner dein Licht ddoͤein Ge⸗ s ich scheid slicht, den so hab ich Vollführe, von allem mein Leib oben,/ wo tut,/ als ter, 1700. Der Tag oͤes Heren 2•3 Mel. Anser herrscher, 9 unser König.— Bremen 1680. —+——„ 22— Z en a,.. 1. Gro⸗ p5er Gott von al⸗ ten Zei⸗ ten,/ des⸗ sen Hand die ö des⸗sen Treu auf al⸗len Sei⸗ten/ mich von Ju⸗ gend deeen Eer, de ie== en, ene, E II—— *— II Welt re⸗ giert, auf ge⸗führt: heu⸗te weckt des Ta⸗ ges Lauf/ e. öäKt«t«tIte?=⸗==== mich zu lau⸗ ter An⸗dacht auf. 2. Ach, wie lieb ich diese Stunden,/ denn sie sind des Herren dest,/ das mit so viel Trost verbunden,/ da mein Gott mich ruhen läßt/ und durch seinen guten Geist/ mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen,/ der mir Zeit zum Guten schenkt;/ das sind unsre besten Sorgen,/ wenn der Mensch an Gott gedenkt/ und von herzen betet, singt,/ daß es durch die Wolken oͤringt. 4. Was ist schöner, als Hott loben?/ Was ist süßer als sein Wort?/ Da das herz, zu Gott erhoben,/ offen sieht des Himmels Pfortl/ Selig ist, wer Tag und Nacht/ also nach dem Himmel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen,/ denn wir sind dein Eigen⸗ tum;/ alles preise deinen Namen,/ alles mehre deinen Ruhm,/ bis es künftig wird geschehn,/ daß wir dich im Himmel sehn. Kaspar Neumann, 1 1715. IIII Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 3 Zohann Uhlich, 1674. 2 .———.— Licht vom Licht, er⸗ leuch⸗ te mich/ bei dem neu⸗ en Gna⸗den⸗son- ne, zei ge ͤdich/ meinem muntern 3 Der Tag des Heren S Ta⸗ges⸗lich⸗te; An⸗ ge⸗ sich⸗ te„; —— —..——— H daß mein Sab-bat fröh-lich sei. 2. Brunnquell aller Seligkeit,/ laß mir deine Ströme fließen;/ mache Mund uno herz bereit,/ deiner Gnade zu genießen;/ streu das Wort mit Segen ein,/ laß es hundertfrüchtig sein! 3. Zünde selbst das Opfer an,/ das auf meinen Lippen lieget;/ sei mir Weisheit, Licht und Bahn,/ daß kein Irrtum mich be⸗ trüget/ und kein fremdes Feuer brennt,/ welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit/ heilig, heilig, heilig singen/ unoͤ mich in die Ewigkeit/ mit des Geistes Flügeln schwingen;/ gib mir einen Vorschmack ein,/ wie es mag im Himmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir,/ bau ein Paradies im Herzen,/ offenbare dich doch mir,/ senoe meiner Andacht Kerzen/ immer neues deuer zu,/ o oͤu Liebesflamme dul 6. Dieser Tag sei dir geweiht;/ weg mit allen Eitelkeiten!/ Ich will deiner Herrlichkeit/ einen Tempel zubereiten,/ nichts sonst wollen, nichts sonst tun,/ als in deiner Liebe ruhn. Benjamin Schmolck, 4 1757. woh⸗ ne mir mit Glan-⸗ze bei,/ —— Zum Anfang dͤes Gottesdienstes 4 11. Jahrhundert. ö—.— ö 1 ö —.— RKomm, hei ⸗ li⸗ ger Geist, er⸗füll die Her⸗zen ——— dei⸗ner Gläu⸗bi⸗gen und ent⸗zünd in ih⸗ nen das Feu⸗er 3. Bis u Herr!/ und gem Licht. 4. Ehr se Einem Thi in Ewigkeit ren Der Tag doͤes herrn 5 N. —— ñ‚iIII— 2— P P—...———— dei⸗ner gött⸗li⸗ chen Lie ⸗ be, der oͤu oͤurch Mannig⸗ — 256 105—— ö—— fal⸗tig⸗ keit der Zun ⸗gen die Völ⸗ ker der gan⸗zen Welt —..—*E ver ⸗sam⸗-melt hast zur Ei⸗ nig⸗keit des Glau⸗bens. V ——* + IESESSSI hal ⸗-le ⸗ lu 34l hal ⸗le In ·jal (Veni sancte spiritus) Alte Kirche.- 1522. —— Görlitz 1648. I— 12—— 22 ö ———.— n ran Wrure, me: e Me 2. 1. Herr Je⸗su Christ, dͤich zu uns weno,/ den heil⸗gen Geist du E ö— + —— ; zu uns send;/ mit Hilf und Gnad er uns re⸗gier/ und 1 I N 1 ., d r. uns den Weg zur Wahr⸗heit führ. 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein,/ bereit das Herz zur An⸗ dacht fein;/ den Glauben mehr, stärk den Verstand,/ daß uns dein Nam werd wohlbekannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer:/ Heilig, heilig ist Gott der Herr!/ und schauen dich von Angesicht/ in ewger Freud und sel⸗ gem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,/ dem heilgen Geist in Einem Thron;/ der heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkeit! Altenburg 1648. Der Tag oͤes herrn 6 Joh. nudoif xihie 1604. H— ——...——— ieb⸗ster Je⸗ su, wir sind hier,/ dich und dein 6nn len⸗ke Sin⸗nen und Be⸗ 339685 die sü⸗ 1365 ö . an⸗ zu⸗ hö⸗ ren; oim mes eh. ven, daß die her⸗zen von der Er⸗den/ — RN— —— S I.— ganz zu dir ge⸗ zo⸗ gen wer⸗den. 2. Unser Wissen und Verstand/ ist mit Finsternis verhüllet,/ wo nicht doͤeines Geistes hand/ uns mit hellem Licht erfüllet;/ Gutes denken, tun und dichten/ mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der herrlichkeit,/ Licht vom Licht, aus Gott geboren,/ mach uns allesamt bereit,/ öffne herzen, Mund und Ohren;/ unser Bitten, Fölehn und Singen/ laß, herr Jesu, wohl⸗ gelingen. Tobias Clausnitzer, 4 1684. mMel. Ach, was soll 7 ich Sünder machen. Altoorf 1653. —... . 1. Herr, es ist ein Tag er⸗schie⸗nen,/ der mich in den — Coe 5 — x 2— him⸗mel weist/ und an Gott ge⸗den⸗ken heißt;/ darum komm ich, ——.————— ö dir zu die⸗nen;/ rich⸗te du mich sel⸗ber zu,/ 2. Stille Welt,/ der Sorgen,/ ͤ 3. Kröne Kraft,/ die ich haben,/ seine Lust. 4. Laß di bei,/ daß ef und was so Mel. Gott des und der Erden — 2. Ich bir mir;/ wo d hier./ Zeuch 3. Laß in und Geist,/ Opfer heißt du dir empi Der Tag doͤes Hherrn —.— 18 E. daß ich dei⸗nen Wil⸗len tu. 2. Stille selbst an dͤiesem Morzen/ den verwirrten Lauf der Welt,/ oer uns hier gefangen hält;/ brich die Nacht der eitlen Sorgen,/ daß ich heut, von allem frei,/ dir allein ergeben sei. 3. Kröne mich mit einen Gaben,/ zieh mich an mit deiner Kraft,/ die den neuen Menschen schafft./ Ach, was Freude werd ich haben,/ wenn das Herz in meiner Brust/ sucht am Herren seine Lust. 4. Laß die Preoͤigt wohlgelingen,/ steh auch deinem Worte bei,/ daß es in mir kräftig sei./ Unser Beten, unser Singen,/ und was sonst noch wird getan,/ siehe du mit Gnaoͤen an! Kaspar Neumann, 4 1715. Mel. Gott des himmels 8 und der Erden. heinrich Albert, 642. SDSPSSPIPIIIIIIIII—— SPSPSPIPIPIPIP PIPIPIPIPISIIIIIIIAIII... Tut mir auf die schö⸗ne Pfor⸗te,/ führt in Vach, wie wird an die⸗sem Or⸗te/ mei⸗ ne EIEIEiEIiiiiDDEEE Got⸗ tes haus mich ein; ai e e. See ⸗=le fröh⸗ lich sein! Hier ist Got⸗tes An⸗ge⸗ sicht;/ ——, aiere, a fpHSs r ——— ‚Jl hier ist lau ⸗ ter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,/ komme du nun auch zu mir;/ wo oͤu Wohnung hast genommen,/ da ist lauter Himmel hier./ Zeuch in meinem herzen ein,/ laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in Furcht mich vor dich treten,/ heilge oͤu Leib, Seel und Geist,/ daß mein Singen und mein Beten/ dir ein lieblich Opfer heißt./ Heilge du, herr, Mund und Ohr,/ zeuch das Herz du dir empor! Mi TTTTT 9. 10 Der Tag dͤes Herrn 4. Mache mich zum guten Lande,/ wenn dein Saatkorn aufmich fällt;/ gib mir Licht in dem Verstande,/ und was mir wiro vorge⸗ stellt,/ präge meinem Herzen ein,/ laß es mir zur Frucht gedeihn! 5. Stärk in mir den schwachen Glauben,/ laß dein teures Klein⸗ os mir/ nimmer aus dem herzen rauben/ halte stets dein Wort mir für,/ daß es mir zum Leitstern dient/ und zum Trost im herzen grünt. 6. Rede, herr, so will ich hören,/ und dein Wille weroͤ erfüllt!/ Aichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt;/ speise mich mit Himmelsbrot,/ tröste mich in aller Not! Benjamin Schmolck, 4 1737. mel. Nr. 6. 9 wir sing her⸗ 1. Herr, vor oeinem Angesicht/ hat die Andacht uns versam⸗ melt/ ach, verwirf die Bitten nicht,/ die dein volk dir, Höchster, stammelt!/ Hör auf unsre schwachen Lieder/ und sieh gnãdig auf uns nieder! 2. Laß dein Wort, das hier erschallt,/ viele gute Früchte bringen/ und mit göttlicher Gewalt/ tief in unsre Herzen oͤringen./ Laß es unsern Sinn erneuen/ und das Herz mit Trost erfreuen! 3. Dein Gebot mach uns bekannt/ und hilf selbst es treulich üben,/ dich und den, oͤen du gesanoͤt,/ Jesum Christum, herzlich lieben,/ daß kein Schmerz unoͤ keine Freude/ uns von deiner Liebe scheide! Daniel Schiebeler, 4 1771. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 1 0 22 15 herrnhaag 1740. O wie freun wir uns der Stun⸗de, da wir dir, herr Uum aus dei⸗nem heil⸗gen Mun⸗de/ Lesbens⸗wor ⸗te I—X—— E——— ——— AIEEEEEEEEEEEE... Ee wn=E — 2 U, na u,— 5—— zu empefahn! Faß uns heu⸗te nicht ver⸗ ge⸗bens/ Wort des 2. Sieh, 2 sieh, wir hör wie wir selig Zeit auf Erd 3. Nun, so Wort;/ laß fort;/ hilf un gefaßt,/ und Zu Mel. Nr. 6. Unsern Au segne unser uns mit selge Mel. Nr. 2. 1. Vater, oͤ daß dein We hört;/ laß di guten Werken 2. Jesu, dei Lenke nur ar laß uns deine 3. Heilger daß man stete wir täglich Fr 0 des herrn aatkorn aufmich mir wirod vorge⸗ Frucht geoeihn! ein teures Rlein⸗ halte stets dein und zum Trost e werd erfüllt!/ inn des Lebens h in aller Not! Schmolck, + 1737. Liebster Zesu, wir sind hier. ht uns versam⸗ k oͤir, höchster, sieh gnadig auf e gute Früchte rzen oͤringen./ Trost erfreuen! lbst es treulich eistum, herzlich ns von deiner chiebeler, 4 1771. herrnhaag 1740. wir dir, Herr bens⸗wor ⸗ te rge⸗bens/ der Tag dͤes herrn 11·12 EE.— hö⸗ rer dei⸗ nes Wor⸗tes sein;/ schrei⸗ be selbst das .— ö— ö x 2.85—. ö H ä.... Wort des Le⸗bens/ tief in uns⸗ re her⸗ zen ein. 2. Sieh, wir sitzen dir zu Füßen;/ großer Meister, rede duj/ sieh, wir hören deiner süßen/ Rede heilsbegierig zu./ Lehr uns, wie wir selig werden;/ lehr uns, wie wir unsre Zeit,/ diese kurze Zeit auf Erden,/ nützen für die Ewigkeit. 5. Nun, so lege Licht und Liebe,/ Kraft und§euer auf dein Wort;/ laß es mit lebenoͤgem Triebe/ in uns wirken fort und fort;/ hilf uns, daß wir treu bewahren,/ was wir in das Herz gefaßt,/ und laß anoͤre auch erfahren,/ daß du Lebensworte hast. Philipp Spitta, 4 1859. Jum Schlusse oͤes Gottesdienstes mel. Nr. 6. 11 wir ing huer Unsern Ausgang segne Gott,/ unsern Eingang gleichermaßenz/ segne unser täglich Brot,/ segne unser Tun und Lassen,/ segne uns mit selgem Sterben/ und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schenk, 4 168l. Y mel. Nr. 2. 12 Runser Känig. 1. Vater, dir sei Preis gesungen,/ daß du uns so wohl gelehrt,// daß dein Werk an uns gelungen,/ daß wir jetzt dein Wort ge⸗ hört;/ laß die Lehr den Glauben stärken,/ mach uns reich an guten Werken! 2. Jesu, dein Wort ist sehr süße,/ habe Dank für diese Lehrl/ Zenke nur auch unsre Füße,/ daß wir wandeln dͤir zur Ehrʒ/ laß uns deinen Trost erquicken,/ bis wir deinen Thron erblicken. 3. Heilger Geist, schreib alle Worte/ nun in unsre Herzen ein,/ daß man stets an allem Orte/ deren eingedenk mag sein,/ daß wir täglich Früchte bringen/ und im himmel Amen singen! Michgel Wiedemann, 4 1719. · eeett..........—..— 13· 14 Der Tag des Herrn gieb Mel. Nr. 6. 13 wir sino hier⸗ I. Höchster Gott, wir danken dir,/ daß du uns dein Wort ge⸗ gebenʒ/ hilfuns ferner, daß auch wir/ nach demselben heilig lebenz/ gib oͤem Glauben solche Stärke,/ daß er tätig sei im Werke! 2. Uns, o Vater, lehrest du,/ was wir tun und glauben sollen;/ schenk uns deine Kraft dazu,/ gib zum Wissen auch das Wollen/ und zum Wollen das Vollbringen,/ so wird alles wohlgelingen. 3. Gib uns, eh wir gehn nach Haus,/ deinen väterlichen Segen,/ breite deine hände aus,/ leite uns auf deinen Wegenj/ laß uns hier im Segen gehen,/ dort gesegnet auferstehen! Joh. Adam Haßlocher, 4 172. 14 Mel. Christus, der ist mein Leben. 24 ů 2 2.———— 2— 1. NAch sei mit dei⸗ner Gna⸗de/ bei uns, herr Je⸗su E E HI1 ndraei. En i———.— Christ,/ daß uns fort⸗an nicht scha⸗de/ des bö⸗sen Fein⸗des Ist. 2. Ach sei mit oeiner Liebe,/ Gott Vater, um uns her;/ denn wenn uns die nicht bliebe,/ fiel uns oie Welt zu schwer. 5. Nch heilger Geist, behalte/ Gemeinschaft allezeit/ mit unserm Geist und walte/ nun und in Ewigkeit! vernhard Garve, 4 1841. Melchior Vulpius, 1609. keit,/ ein Hei⸗land al mit sich br 2 lo⸗-bet sei Herrn bster Jesu, sinò hier. Wort ge⸗ ig lebenz/ erkel sollen;/ Wollen/ gelingen. iterlichen vegen;/ enl r, + 1720. ius, 1609. es eist. / denn t unserm de, 1 1841. 1 J. A. Freylinghausen, Halle 1704. ö I acht hoch die Tür, die Tor macht —3———— weit!/ Es kommt der Herr oͤer herr⸗lich⸗ — —————— n m—55.—— EAEE— keit,/ ein Kö⸗ nig al ⸗ ler Kö ⸗ nig⸗ reich,/ ein 2—— ö— ö— ö 2 ö — LI—— LI I.— 1—.— 1 hei⸗land al ⸗ ler Welt zu⸗gleich,/ oͤer heil und Le⸗ ben .............. mit sich nnn rnnnin den singt: /Ge⸗ EEEEEEEEEEEEEE lo ⸗*7 sei mein Gott// mein Schöpfer, reich von Rat i 16 Aoͤvent 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert,/ Sanftmütigkeit ist sein Ge⸗ faͤhrt,/ sein Rönigskron ist Heiligkeit,/ sein Zepter ist Barmherzig⸗ keit;/ all unsre Not zu End er bringt/ derhalben jauchzt, mit Freu⸗ den singt:/ Gelobet sei mein Gott,/ mein Heiland, groß von Tat! 3. O wohl dem Land, o wohl der Staoͤt,/ so diesen Rönig bei sich hat;/ wohl allen herzen insgemein,/ da dieser König ziehet ein l/ Er ist die rechte hreudensonn,/ bringt mit sich lauter Freud und Wonn./ Gelobet sei mein Gott,/ mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch oͤie Tür, die Tore weit,/ das Herz zum Tempel macht bereit;/ die Palmen der Gottseligkeit/ streut hin mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch,/ ja Heil und Leben mit zugleich./ Gelobet sei mein Gott,/ voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Romm, o mein Heiland Jesu Christ,/ des Herzens Tür dir offen ist;/ ach, zeuch mit deiner Gnade ein,/ dein Freunoͤlichkeit auch uns erschein./ Dein heilger Geist uns führ und leit/ den Weg zur ewgen Seligkeit!/ dem Namen dein, o Herr,/ sei ewig Preis und Ehr! Georg Weißel, 4 1655. Mel. Nun komm, 16(15. Zahrhundert.) der heiden heiland. Erfurt 1524. E—— ur n, e n d n— S II. ——— 1. Gott sei dank durch al ⸗öle Welt,/ der sein Wort be⸗ .......... stän ⸗-oͤig hält/ und der Sün⸗der Trost und Rat/ — 7 S—— zu uns her ⸗ ge ⸗ sen ⸗ det hat. 2. Was der alten Väter Schar/ höchster Wunsch und Sehnen war,/ und was sie einst prophezeit,/ ist erfüllt in Herrlichkeit. Z. Zions Hilfund Abrams Lohn,/ Jakobs heil und davids Sohn,/ Wunderbar, Rat, Kraft und held/ hat sich treulich eingestellt. 12 2* Hm. .—.— Aoͤvent 4. Sei willk Richte du auck 5. Zeuch, di wie oͤu gerne 6. Und wie nahmst,/ also 7. Tröste, tr daß im Glaub 8. Daß, wen ich dir mög en Mel. Von Gott will ich nicht lasse Mit E sprochen ha 2. Bereitet d seine Steige ri Pfað,/ die Tal was krumm ist 3. Ein Herz, ein Herz, das h das richtig ist reiten,/ zu der 4. Ach, mact und Erbarmen hinein,/ mach dir ewig danklh t sein Ge⸗ rmherzig⸗ mit Freu⸗ von Tat! König bei nig ziehet Freuò und àspatl m Tempel thin mit ieuch,/ ja voll Rat, s Tür dir moͤlichkeit en Weg wig Preis zel, 4 1655. hrhundert.) kErfurt 1524. Aoͤvent Aoͤvent 17 4. Sei willkommen, o mein heil,/ dͤir hosiaͤnna, o mein Teill/ Richte oͤu auch eine Bahn/ dir in meinem Herzen an! 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein,/ es gehöret dir allein;/ mach es, wie du gerne tust,/ rein von aller Sündenlust! 6. Und wie oͤu voll Sanftmut kamst,/ jedes Armen dich an⸗ nahmst,/ also sei auch jederzeit/ deine Sanftmut mir bereitl 7. Tröste, tröste meinen Sinn,/ weil ich schwach und blöde bin,/ daß im Glauben ich fortan/ treu dir bleibe zugetan; 8. Daß, wenn du, o Lebensfürst,/ prächtig wiederkommen wirst,/ ich dir mög entgegengehn/ und vor dir gerecht bestehnl heinrich Heloͤ, 4 1659. Mel. Von Gott 1 7 will ich nicht lassen. Erfurt 1572. EE — 2 Mit Ernst, o Menschenkinder,/ das herz in euch bestellt! Bald wird das heil der Sünder,/ der wunder⸗starke helo, SS den Gott aus Gnad all⸗ ein/ der Welt zum Licht und Le⸗ben/ ver⸗ — 1 j— — ö—— é I PIPFIPI—— sprochen hat zu ge⸗ ben,/ bei al- len keh⸗ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig/ den Weg dem großen Gast,/ macht seine Steige richtig,/ laßt alles, was er haßt;/ macht eben jeden Pfad,/ oͤie Tale rings erhöhet,/ macht niedrig, was hoch stehet,/ was krumm ist, macht geraoͤ! 5. Ein Herz, das Demut liebet,/ bei Gott am höchsten steht;/ ein herz, das hochmut übet,/ mit Angst zugrunde geht;/ ein Herz, das richtig ist/ und folget Gottes Leiten,/ das kann sich recht be⸗ reiten,/ zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach, mache oͤu mich Armen/ in dieser Gnadenzeit/ aus Güte und Erbarmen,/ herr Jesu, selbst bereit!/ Zeuch in mein Herz hinein,/ mach es zu deiner Krippen;/ so werden herz und Lippen/ oir ewig dankbar sein. valentin Thilo, 4 1662. 13 I..— 144 18 Aoͤvent Mel. Aus meines herzens Grunde. 8 Hamburg 1598. —.— 1 n—.—— —.—.———————.— SSSSSSSIII 1. Auf, auf, ihr Reichs ⸗ge⸗ nos⸗ sen,/ der Rö ⸗nig emp⸗fa⸗ het un ⸗ ver⸗oͤros⸗ sen/ den gro⸗ßen —4 WSW᷑W᷑W᷑MR——9—— IEEEE kommt her⸗an ö 2365 Wun⸗dber⸗mann. Ihr Christen, geht her⸗für,/ laßt — —.—— ....I. uns vor al⸗ͤlen din⸗gen/ ihm ho⸗si⸗ an ⸗ na sin⸗ 1 — 187 —— ππππ —Z4——— LIA— + gen/ mit hei⸗li ⸗ ger Be⸗ gier! 2. Auf, ihr betrübten Herzen,/ der König ist nicht fern./ Hin⸗ weg all Angst und Schmerzen,/ dort kommt der Morgenstern./ Der herr will in der Not/ mit reichem Trost euch speisen,/ er will euch Hilf erweisen,/ ja dämpfen gar den Tod. 3. Frisch auf in Gott, ihr Armen,/ der Rönig sorgt für euch./ Er will durch sein Erbarmen/ euch machen groß und reich./ Der alles hat bedacht,/ der wird auch euch ernähren;/ was Menschen nur begehren,/ das steht in seiner Macht. 4. Frisch auf, ihr hochbetrübten,/ der König kommt mit Macht./ An uns, die Herzgeliebten,/ hat er schon längst gedacht./ Nun wird kein Angst, noch Pein,/ noch Zorn hinfür uns schaden,/ die⸗ weil uns Gott aus Gnaden/ läßt seine Kinder sein. 5. Auf, auf, mit schnellen Schritten,/ den König eilt zu sehnl/ Er kommt in unsre Mitten/ stark, herrlich, sanft und schön./ Nun tretet all heran,/ den Heiland zu begrüßen,/ der alles Rreuz ver⸗ süßen/ und uns erlösen kann. 6. der König will bedenken/ die, so er herzlich liebt,/ mit köstlichen Geschenken,/ als der sich selbst uns gibt/ durch seine 14 Aoͤvent Gnad und Wor dich freuoig hie 7. Nun, Hher schwach;/ dͤu li orum wolln u dir Hosianna ft Mel. Nr. 18. 1. Nun jaue weil unser heil stolze Pracht,/ stören/ des Te 2. Kein Zeptt Himmelsthront Macht/ und M Leiden hat vol 3. Ihr Mäch ihr beraten wi himmel führt; trachtet,/ oͤes! 4. Ihr Arme allen Enden/ gemut,/ laßt e der euer höchst 5. Er wird ni Leiò und Wein kann./ Macht Er ist schon au Mel. Valet will id 4 Aoͤvent burg 1598. rn./ Hin⸗ jenstern./ / er will für euch./ eich./ Der Menschen it Macht./ cht./ Nun den,/ die⸗ zu sehnl/ ön./ Nun reuz ver⸗ iebt,/ mit urch seine Aoͤvent 19·20 Gnad und Wort./ Ja, Rönig, hoch erhoben,/ wir alle wollen loben/ dich freudig hier und dort. 7. Nun, hHerr, oͤu gibst uns reichlich,/ wirst selbst doch arm und schwach;/ oͤu liebest unvergleichlich,/ du eilst den Sündern nach;/ orum wolln wir insgemein/ die Stimmen hoch erschwingen,, dir Hosianna singen/ und ewig dankbar sein. Zohann Rist, 4 1667. Mel. Nr. 18. 1 9 gerdens Srande 1. Nun jauchzet all, ihr Frommen,/ in dieser Gnadenzeit,/ weil unser Heil ist kommen,/ der herr der Herrlichkeit;/ zwar ohne stolze Pracht,/ doch mächtig, zu verheeren/ und gänzlich zu zer⸗ stören/ des Teufels Reich und Macht. 2. Kein Zepter, keine Krone/ sucht er auf dieser Welt;/ im hohen Himmelsthrone/ ist ihm sein Reich bestellt./ Er will hier seine Macht/ und Majestät verhüllen,/ bis er des Vaters Willen/ im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Eroͤen,/ nehmt diesen Rönig an,/ wollt ihr beraten werden/ und gehn die rechte Bahn,/ die zu dem himmel führt;/ sonst, wo ihr ihn verachtet/ und nur nach Hoheit trachtet,/ des höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden/ in dieser bösen Zeit,/ die ihr an allen Enden/ müßt haben Angst und Leid,/ seid dennoch wohl⸗ gemut,/ laßt eure Lieder klingen,/ dem Rönig Lob zu singen,/ der euer höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen/ in seiner herrlichkeit/ und euer Leiò undò Weinen/ verwandeln ganz in Freud;/ er ists, der helfen kann./ Macht eure Lampen fertig/ und seid stets sein gewärtigl/ Er ist schon auf der Bahn. michael Schirmer, + 1675. Mel. Valet will ich oͤir geben. 20 Melchior Teschner, 1615. 3—.. 2 H —-——0 E n———* —————.— 1.— 1—— E —— 1. Wie soll ich dich empfangen,/ und wie be⸗gegn ich oͤir, o al⸗ler Welt verlangen,/ o mei⸗ner See le Zier? 15 O Je⸗su, Je⸗su, set⸗ze/ mir selbst die Fak⸗kel bei,/ da⸗ —II——— ——— 1 —...—“ mit, was dich er⸗göt⸗ ze,/ be⸗wußt und kund mir sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen/ und grüne Zweige hin,/ und ich will dᷣir in Pfalmen/ ermuntern meinen Sinn./ Mein Herze soll ͤir grünen/ in stetem Lob und Preis/ und deinem Namen dienen,/ so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen/ zu meinem Trost und Freuo,/ als Leib und Seele saßen/ in ihrem größten Leid?/ Als mir das Reich genommen,/ oͤa Fried und Freude lacht,/ bist ͤu, mein Heil, ge⸗ kommen/ und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden,/ du kommst und machst mich los;/ ich stand in Spott und Schanden,/ ou kommst und machst mich groß/ und hebst mich hoch zu Ehren/ und schenkst mir großes Gut,/ das sich nicht läßt verzehren,/ wie iroͤscher Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben/ zu mir vom himmelszelt/ als oͤein getreues Lieben,/ damit oͤu alle Welt/ in ihren tausend Plagen/ und großer Jammerslast,/ die kein Mund aus kann sagen,/ so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze,/ du hochbetrübtes Heer,/ bei welchem Gram und Schmerze/ sich häuft je mehr und mehr;/ seiò unverzagt, ihr habet/ die Hilfe vor der Tür;/ der eure herzen labet/ und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen,/ noch sorgen Tag und Nacht,/ wie ihr ihn wollet ziehen/ mit eures Armes Macht;/ er kommt, er kommt mit Willen,/ ist voller Lieb und Lust,/ all Angst uno Not zu stillen,/ die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken/ vor eurer Sündenschuld;/ nein, Jesus will sie decken/ mit seiner Lieb und Huld./ Er kommt, er kommt den Sündern/ zum Trost und wahren heil,/ schafft, oͤaß bei Gottes Rindern/ verbleib ihr Erb und Teil. Aoͤvent 9. Was fragt der herr wird er kommt, ein zu wenig/ zur 10. Er komt flucht,/ mit Gr Ach komm, ae Licht, zur ewe Mel. Wie nach ein ter des du mein her⸗zen 2. In der k hab ich Hohe als ein Stäu ists, das mie 3. Aller T dein Erfreue mir, o Freus an dir erqui 2 —— nir sei. e hin,/ und Mein herze iem Namen Freud,/ als ir das Reich in Heil, ge⸗ machst mich und machst tmir großes eichtum tut. mmelszelt/ ren tausend ann sagen,/ 8 heer,/ bei ind mehr/ eure herzen und Nacht,/ er kommt, Angst und denschuld/ Er kommt/ eil,/ schafft, Aoͤvent 21 9. Was fragt ihr nach dem Schreien/ oer deind und ihrer Tück 27 der herr wird sie zerstreuen/ in einem Rugenblick. /Er kommt, er kommt, ein Rönig,/ dem alle Macht und List/ der heinde viel zu wenig/ zum wioderstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte,/ zum Fluch dem, der ihm flucht,/ mit Gnad und süßem Lichte/ dem, der ihn liebt und sucht./ Ach komm, ach komm,‚ o Sonne,/ und hol uns allzumal/ zum Licht, zur ewgen Wonne/ in deinen Freudensaal! paul Gerharot, 4 1676. mel. Wie nach einer Wasserquelle(od. wie Nr. 388). Französischer Psalter, 1551. 0 ö— —— II— SSS.....eeeeeeeeeEEEE 2— E War⸗um willst öu orau⸗Pen ste⸗hen,/ dbu Ge⸗seg⸗ne⸗ Laß dir, bei mir ein⸗ zu⸗ ge⸗hen,/ wohl⸗ge⸗fal⸗len, — e. + ter des herrn? du, mein Je ⸗ su, mei⸗ ne F§reud,/ du mein Stern/ 2. 2380 1.— ö— — +7—*—..i‚—— hel⸗fer in der rech⸗ten Zeit!/ Hilf, o hei⸗land, mei⸗ nem I SS 2—— —.— her⸗zen/ von den Wun⸗den, die mich schmer⸗zen. 2. In der Welt ist alles nichtig;/ nichts ist, das nicht kraftlos wär./ hab ich Hoheit, die ist flüchtig;/ hab ich Reichtum, was ists mehr/ als ein Stäublein armer Erd?/ Hab ich Lust, was ist sie wert?/ Was ists, das mich heut erfreue,/ das mich morgen nicht gereue? 3. Aller Trost und alle Freude/ ruht in dir, Herr Jesu Christ;/ dein Erfreuen ist die Weide,/ da man erst recht fröhlich ist./ Leuchte mir, o dreudenlicht,/ ehe mir mein Herze bricht /laß mich, Herr, an oir erquicken,/ Jesu, komm, laß dich erblicken! 2 2225 Aoͤvent 4. Freu dich, Herz, du bist erhöret,/ jetzo kommt und zeucht er ein j/ sein Gang ist zu dir gekehret// heiß ihn nur willkommen sein/ und bereite dich ihm zu,/ gib dich ganz zu seiner Ruh,/ öffne dein Gemüt und Seele,/ klag ihm, was dich drück und quäle! 5. Alles dient zu deinem öͤrommen,/ auch was bös und schädlich scheint,/ weil dich Christus angenommen/ und es treulich mit dir meint./ Bleibest ou dem wieder treu,/ ists gewiß und bleibt dabei,, daß du mit den Engeln oͤroben/ ihn dort ewig werdest loben. paul Gerhardt, 4 1676. Mel. Nr. 7. 22 Sundar Wrachen 1. Kommst du, kommst du, Licht der heidenꝰ?/ Ja, du kommst und säumest nicht,/ weil du weißt, was uns gebricht./ O du starker Trost im Leiden,/ Zesu, meines Herzens Tür/ steht dir offen, komm zu mir! 2. Ja, du bist bereits zugegen,/ du Weltheilano, Gottes Sohnl/ Meine Sinnen spüren schon/ deinen gnadenvollen Segen/ und die Wunder deiner Kraft,/ welche Frucht und Leben schafft. 3. Adle mich durch deine Liebe,/ Jesu, nimm mein zlehen hinl/ Schaffe, daß mein Geist und Sinn/ sich in deinem Lieben übe;/ denn zu lieben dich, mein Licht,/ steht in meiner Kraft sonst nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte,„Jesu, öffne mir den Mund,/ oaß dich meines herzens Grund/ innig preise für die Güte,/ die du mir, o Seelengast,/ lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gaben,/ Liebe, Glauben und Ge⸗ duld,/ durch Bereuung meiner Schuld/ mich zu dir sein hoch er⸗ haben!/ Dann so will ich für und für/ Hosianna singen dir. Ernst Christoph homburg, 1 1631. Nikolaus herman, Mel. Erschienen ist 23 Wittenberg 566. 6.606t Tag. .. .....35 1. Nun kommt das neu⸗e Kir ⸗ chenjahr,/ des freut sich SSSSSSSISSI 1 al⸗le Chri⸗sten⸗schar./ Dein Rö⸗nig kommt, oͤrum freu e —. dich,/ du v 2. Wir hö immerfort,/ solche Gnad 3. Gott, stärkt und mi dankbar für Mel. Meinen 3 laß ich nicht. frd 1. ñ— ein⸗ge⸗ Eh⸗ren⸗ . daß er 2. Hosian unser Herz zu unsern e 3. Hosian was du sch bleibt erhö! 4. Hosiar du dir ern Zepter dier 5. Hosiat gleich die! Zion schon 2* Aoͤvent und zeucht er lkommen sein/ uh,/ öffne dein quäle! ös und schädlich treulich mit dir d bleibt dabei,/ erdest loben. Berhardt, 4 1676. Ach, was soll ich Sünder machen. Ja, du kommst t./ O du starker steht dir offen, Gottes Sohnl/ en Segen/ und ben schafft. ein dᷣlehen hinl/ m Lieben übe;/ Kraft sonst nicht. hen Mund,/ dab je Güte,/ die du lauben und Ge⸗ dir sein hoch er⸗ singen dir. Homburg, 4+ 1631. Nikolaus herman, Wittenberg 566. orum freu e Aovent 24 n uun, emne. du Wdrdn ürare, ————•3—‚— S S SI. —.* dich,/ du wer⸗tes Zi⸗ on, e wig⸗lich./ Hal ⸗le ⸗lu⸗jal 2. Wir hören noch das Gnadenwort,/ das Wort vom Heiland, immerfort,/ das uns den Weg zum Leben weist;/ Gott, sei für solche Gnad gepreist./ Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt,/ die unsern Glauben stärkt und mehrt,/ das bringe Frucht, auf daß wir dir/ lobsingen dankbar für und für./ Hallelujal gohann Olearius, + 1684. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 24 2— F SSPSPSISSPI‚I.. ESE 2— Ho⸗si- an-na! da⸗ viòs Sohn/ kommt in Zi⸗ on ach be⸗rei⸗tet ihm den Thron,/ setzt ihm tau⸗send EEEEEEEE Johann Uhlich, 1674. 1. ein⸗ge⸗zo⸗gen; Eh⸗ren⸗bo⸗gen; streu⸗ et Pal⸗men, ma⸗ chet Bahn,/ —.— 2.— 1— H— E daß er Ein⸗zug hal⸗ten kann! 2. Hosianna, sei gegrüßt!/ Komm, wir gehen dir entgegen;/ unser Herz ist schon gerüst,/ will sich dir zu düßen legen./ Zeuch zu unsern Toren ein,/ du sollst uns willkommen sein! 3. Hosianna, Friedefürst,/ Ehrenkönig, Held im Streite!/ Alles, was du schaffen wirst,/ das ist unsre Siegesbeute./ Deine Rechte bleibt erhöht,/ und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast,/ wir sind deine Reichsgenossen,/ die du dir erwählet hast;/ ach, so laß uns unveroͤrossen/ deinem zZepter dienstbar sein;/ herrsche oͤu in uns allein! 5. Hosianna, komme bald,/ die Verheißung zu erfüllen!/ Sollte gleich die Knechtsgestalt/ deine Majestät verhüllen,/ o, so kennet Zion schon/ Gottes und auch Davids Sohn. * 2 19 ————..——....‚...——— —.—.—..— —c]7 233——333—3— 20 25 2⁰ Aoͤvent 6. Hosianna, steh uns beil/ O herr, hilf, laß wohlgelingen,// daß wir ohne Heuchelei/ dir das Herz zum Opfer bringen./ Du nimmst keinen Jünger an,/ der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna nah und fern!/ Eile, bei uns einzugehen./ Du Ge⸗ segneter des herrn,/ warum willst du oͤraußen stehen?/ Hosianna, bist du da?/ Ja, du kommst, Halleluja! Bensamin Schmohk, + 17 7. Meinen Jesum Mel. Nr. 24. 20 laß ich nicht. I. Sieh, dein König kommt zu dir!/ Seele, das sino frohe Worte./ Sprich: Mein Rönig, komm zu mir,/ sieh, ich öffne dir die Pforte,/ zeuch mit deiner Sanftmut ein!/ Was du findest, das ist dein. 2. RKomm, ich bin dein Eigentum/ schon seit deinem Wasserbade;/ komm, dein Evangelium/ werde mir ein Wort der Gnade!/ Du schickst ja dein Wort voran,/ daß mein König kommen kann. 3. Romm und räume alles aus,/ was du hassest, was mich reuet;/ komm und reinige oͤein Haus,/ das die Sünde hat entweihet./ Mache selbst mit deinem Blut/ alles wieder rein unoͤ gut! 4. Komm in deinem Abenomahl, /das du uns zum hHeil ge⸗ geben,/ daß wir schon im Erdental/ mit dir als im Hhimmel leben./ Romm, herr Jesu, leb in mir,/ und mein Leben sei in dir! 5. Komm und bring den Geist auch mit,/ oͤeinen Geist, der dich verkläret,/ der mich im Gebet vertritt/ und des Königs Willen lehret,/ daß ich bis auf jenen Tag:/ Romm, herr Jesul rufen mag. Philipp Frieoͤrich hiller, 4 1769. Mel. Aus meines 26 herzens Grunde. Hamburg 1598. — SSSSSS (Er- hebt den Herrn, ihr From⸗men!/ Er hält, was Der hei⸗land ist ge⸗ kom⸗ men,/ oͤer völ⸗ker — 2 8 E—— 2— ..—... er ver⸗ spricht. Trost und Licht. Gott, der uns nicht ver⸗ stößt, hat Aoͤvent . uns zum 1 ge ⸗ be 2. Erlöst! chem Vatertri Thron/ komn werben,/ sein 3. Er kome auf sich die Be Macht,/ verle sein großes L 4. Er hats löste Mensche helfen kann, uns Armen: 5. Du Freu Ddein Name,! Seelen Ruh; winden;/ gib 6. Dich wol bessres Leben dein,/ under Seelen/ vollk Mel. Wie schön der Morgenstern Aoͤvent gelingen,/ ringen./ Du ann. en./ Du Ge⸗ / Hosianna, mohk, + 17 7. Neinen Jesum laß ich nicht. ohe Worte./ die Pforte,/ ist dein. asserbade/ Bnadel/ Du n kann. nich reuet;/ entweihet./ gutl um Heil ge⸗ mel leben./ n dir! Geist, der nigs Willen rufen mag. ziller, 4+ 1789. amburg 1598. völ⸗- ker 5t,/ hat Aoͤvent 27 llersst. uns zum heil und Le⸗ ben/ selbst sei⸗ nen Sohn ge⸗ d em Eruum n n N EiEEEEEE EEEEEEEE ge ⸗ ben;/ oͤurch ihn sind wir er ⸗löst. 2. Erlöst! O welche Liebe/ hat uns der Herr erzeigt,/ mit wel⸗ chem Vatertriebe/ sein herz zu uns geneigt!/ Von seiner himmel Thron/ kommt, Rettung vom Verderben/ uns Sündern zu er⸗ werben,/ sein eingeborner Sohn. 3. Er kommt zu uns auf Erden/ in tiefer Nieodͤrigkeit,/ nimmt auf sich die Beschwerden/ von unsrer Pilgerzeit,/ enthält sich seiner Macht,/ verleugnet himmelsfreuden,/ bis er durch Todͤesleien/ sein großes Werk vollbracht. 4. Er hats vollbracht; o bringet/ Gott euren Lobgesangl/ Er⸗ löste Menschen, singet/ dem Mittler ewig Dank!/ Wo niemand helfen kann,/ da hilft er aus Erbarmen,/ wird Licht und Trost uns Armen:/ o nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder,/ verwirf uns, Jesu, nichtl/ dein Name, heil der Sünder,/ ist unsre Zuversicht./ Gib unsren Seelen Ruh;/ hilf jeden Reiz zu Sünden/ uns glücklich über⸗ winden;/ gib Mut und Kraft dazu! 6. Dich wollen wir erheben/ hier und in Ewigkeit,/ wo uns ein bessres Leben/ vor deinem Thron erfreut./ Dann sind wir ewig dein,/ und nichts wird uns mehr fehlen,/ dann werden unsre Seelen/ vollkommen selig sein. Samuel diterich, 4 1797. Mel. Wie schön leuchtet 27 der Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. —..——— 1 SRr U 293 45—.—— 1. der hei⸗land kommt, lob⸗sin⸗get ihm, dem Er kommt, der ein ⸗ ge⸗ bor⸗ne Sohn,/ und 27 Advent eee, e, ve, herrn, dem al ⸗le Se⸗ ra⸗ phim/ das hei ⸗lig, steigt von sei ⸗ nes Hhim⸗mels Thron,„ der Welt das — 1 ö—— 1jS—I ö 2 ö —* ö——— 2 2 2 — 2 2 II———— Hei⸗ lig sin⸗gen! Preis dir,/ daß wir„ von den Heil zu brin⸗gen. sU —— 4 — ö 2 — wer⸗den wir ge⸗ ne⸗ sen. 2. Willkommen, Friedefürst und Helö,/ Rat, Vater, Kraft und Heil der Welt,/ willkommen hier auf Erden!/ Du kleidest dich in Fleisch und Blut,/ wirst Mensch und willst der Welt zu gut/ selbst unser Bruder weroͤen./ Ja du,/ Jesu,/ kommst uns Armen/ voll Erbarmen/ nun entgegen,/ wandͤelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit,/ Heil, Leben, ewge Seligkeit;/ sei hoch dafür gepriesen!/ O hHerr, wie viel zu schwach sind wir,/ die Treue zu vergelten dir,/ die du an uns bewiesen!/ Von dir,/ da wir/ im Veroͤerben/ müßten sterben,/ kommt das Leben./ O was kannst oͤu Größres geben! 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz,/ gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz,/ bereit, vor dir zu wandeln/ und dir und unsrem Nächsten treu,/ aufrichtig, ohne Heuchelei/ zu denken und zu handeln./ Zu dir/ flehn wir:/ Hilf uns Schwachen,/ daß wir wachen,/ beten, ringen/ und des Fleisches Lust bezwingen. 5. Laß uns zu unserm ewgen heil/ an oͤir im wahren Glauben Teil/ durch oͤeinen Geist erlangen;/ auch wenn wir leiden, auf dich sehn,/ im Guten immer weiter gehn,/ nicht an der Erde hangen,/ bis wir/ zu dir/ mit den Frommen/ ewig kommen,/ dich erheben/ und in deinem Reiche leben. Samuel diterich, 4 1797. 2 Aoͤvent Mel. Die Tuger oh-ne dick wei⸗ ter W die Zu⸗ku tief be⸗t 2. Einsan lich jeder T Lauf des L hoffnungslo mel,/ wer l 3. Hat C gewiß,/ wie nis!/ Durd Gottes Kin nur versam 4. O geht streckt jeden Der himmel Die eines E 5. Das H/ drin;/ un Advent Hhei ⸗ lig, rWelt das von den 8 durch dich . ter, Kraft und leidest oͤich in zu gut/ selbst Armen/ voll in Segen. Leben, ewge diel zu schwach us bewiesenl/ kommt das t durch Buße, und dir und zu denken und hen,/ daß wir zwingen. hren Glauben ir leiden, auf t an der Erde ig kommen,/ Diterich, 4 1797. Aoͤvent 28 28 977 die Tugend wird durchs Rreuz geübet. J. A. Freylinghausen, Halle 1704. ——.——.—.. DD 9— Was wär ich oh⸗ ne dich ge⸗we⸗ sen?/ Was würd ich zu zurcht und Fngsten aus⸗er⸗le⸗sen,/ ständ ich in 1 4——+ V— — Wꝗ—W‚..———— 95. E K.& HI— ö L 25—— +.* 0—— V. 1 oh⸗ne dich nicht sein? wolster Welt allein. Nichts wüßt ich si⸗ her das ich lieb⸗tej/ 1. 1³7 uu— ———— die Zu⸗kunft wär ein auntnen wenn mein herz sich ö ,..,, arin n,inrin. tief be⸗trüb⸗te,/ wem tät ich mei⸗ ne Sor⸗ge kund? 2. Einsam, verzehrt von Lieb und Sehnen,/ erschien mir nächt⸗ lich jeder Tag;/ ich folgte nur mit heißen Tränen/ dem wilden Lauf des Lebens nach;/ ich fände Unruh im Getümmel/ und hoffnungslosen Gram zu Haus;/ wer hielte ohne Freund im Him⸗ mel,/ wer hiette da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kunogegeben,/ und bin ich seiner erst gewiß,/ wie schnell verzehrt ein lich es Leben/ die bodenlose dinster⸗ nis l/ durch ihn erhalt ich tausend Gaben,/ oͤurch ihn bin ich ja Gottes Kinö,/ gewiß, ihn unter uns zu haben,/ wo zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen/ und holt oͤie Irrenden hereinj/ streckt jebem eure hand entgegen/ und ladet froh sie zu uns ein!/ der himmel ist bei uns auf Erden,/ im Glauben schauen wir ihn an./ Die eines Glaubens mit uns werden,/ auch denen ist er aufgetan. 5. Das herz, des Lebens reichste Quelle,/ ein böses Wesen wohnte drin;/ und wards in unserm Geiste helle,/ so war nur Unruh 23 E+ 29 Aoͤvent der Gewinn. /Ein eisern Band hielt an der Erde/ die bebenden Gefangnen fest;/ Furcht vor des Todes Richterschwerte/ verschlang der Hoffnung Aberrest. 6. Da kam ein Heiland, ein Befreier,/ ein Menschensohn voll Lieb und Macht/ und hat ein allbelebend deuer/ in unserm Innern angefacht./ Nun sahn wir erst den himmel offen/ als unser wahres Vaterland;/ wir konnten glauben nun und hoffen/ und fühlten uns mit Gott verwanoͤt. 7. Noch steht in wundersamem Olanze/ der heilige Geliebte hier;/ gerührt von seinem Dornenkranze/ und seiner Treue, weinen wir., Ein jeder Mensch ist uns willkommen,/ der seine hand mit uns ergreist/ und, in sein Herz mit aufgenommen,„ zur Frucht des Paradieses reist. Frieoͤrich v. hardenberg(Novalis), 4 180l. Mel. Wachet auf, rust uns die Stimme. 29 Frankfurt a. M. 15909 ——— 2 SSSIII.. 1. Herr, wir sin⸗gen dei⸗ner Eh⸗ re, Herr, wir dan⸗ken voll Ent⸗zük⸗ken;„ wo ist ein Gott, der S—.. S—. und er⸗ hö⸗ re,/ nimm gnä⸗dig un ser Lob⸗lieò anl so be⸗ glük⸗ken,„ so lie⸗ben und so seg⸗ nen kann? iiSEE Der Gott, oͤen wir er⸗ höͤhn, er, oͤes⸗sen heil wir sehn// E ————1— Aoͤvent 2. Um 3 Leben/ uni heben,/ en des himmt den Tod/ nicht unser 3. Als u lagen/ und heit Pfade uns übergi von der S um Gottes 4. Preisi nieder,/ w den Tod be segnet und Lobgesänge knieen wir — ,c Frie ⸗dei Aoͤvent die bebenden rte/ verschlang nschensohn voll unserm Innern saunser wahres 17 und fühlten Geliebte hier;/ „Weinen wir., Hand mit uns zur Frucht des Novalis), 4 1801. kfurt a. M. 1599 moͤich un⸗ ser tein Gott, der u— eil wir lehn, wig⸗keit/ Aoͤvent 30 2. Um zu dir uns zu erheben,/ hauchst du in unsre Brust das Leben/ und schenkest uns der Erde Glück;/ um zu dir uns zu er⸗ heben,/ entziehst du unsrer Brust das Leben/ und schenkest uns oes himmels Glück./ Du gibst oas Leben, Gottl/ Du sendest uns den Tod/ nur zum Segen,/ bist liebevoll;/ nur unser Wohl,/ nicht unser Elend schaffest du. ö 3. Als wir, von der Sünde Plagen/ gequält, in unserm Elend lagen/ und Nacht des Todes uns umfing,/ fern von deiner Wahr⸗ heit Pfade,/ da war es, Gott, als deine Gnade/ erbarmend vor uns überging./ Da rief der Liebe Blick/ ins Leben uns zurück;/ von der Sünde,/ von ihrer Nacht/ sind wir erwacht,/ erwacht, um Gottes Licht zu sehn. 4. Preiset ihn, ihr Jubellieder!/ Zur Erde stieg sein Sohn her⸗ nieder,/ ward Mensch und starb der Sünder Tod./ Christus hat den Tod bezwungen;/ ein neues Lied werd ihm gesungen!/ Uns segnet und begnaͤdigt Gott./ Wir sind mit ihm versöhnt;/ ihr Lobgesänge, tönt,/ tönt zum Himmell/ Erschallt schon hier!/ Einst knieen wir/ an seinem Thron und beten an. Joh. Joachim Eschenburg, 4 1820. 30 Arnold Mendelssohn, Darmstaot 1887. R.2e „dern hül⸗ len/ sanft⸗ 1. dein Rö⸗nig kommt in nie —— D mü ⸗ tig auf der Es⸗ lin 10 len;/ em⸗ — 1 .—*—— — ihn froh, Je⸗ ru⸗ sa⸗ lem!/ Crag ihm ent⸗ge⸗ gen Frie⸗dens⸗ pal⸗ men, Ibe⸗ streu dmn pfad wit grü⸗ nen 2⁵ Hhal⸗ men;/ so ists dem Her ⸗ ren an⸗ ge⸗ nehm. 2. O mächtger herrscher ohne heere,/ gewaltger Rämpfer ohne Speere,/ o Friedensfürst von großer Macht!/ Es pollen dir der Erde Herren/ den Weg zu deinem Throne sperren// doch öu ge⸗ winnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden;„doch aller Eroͤen Reiche werden/ dem, das du gründest, untertan./ Bewaffnet mit des Glaubens Worten, zieht oͤeine Schar nach den vier Orten/ der Welt hinaus und macht oͤir Bahn. 4. Und wo du kommest hergezogen,/ da ebnen sich des Meeres Wogen,/ es schweigt der Sturm, von dir beoͤroht./ Du kommst, auf oen empörten Tristen/ des Lebens neuen Bund zu stiften,/ und schlägst in dessel Sünd und Tod. 5. O hHerr von großer huld und Treue,/ o komme du auch jetzt aufs neue/ zu uns, die wir sind schwer verstört! /Not ist es, daß du selbst hienieden/ kommst zu erneuern deinen öͤrieden,/ oagegen sich oͤie Welt empört. ö 6. O laß dein Licht auf Eroen siegen,/ die Macht der Finsternis erliegen/ und lösch der Zwietracht Glimmen aus,/ daß wir, die Völter und die Thronen,/ vereint als Brüder wieder wohnen/ in deines großen Vaters Haus. Frieoͤrich Rückert, 4 1866. „rfrr;: — 1 Unw.-Sisl. N V V.N W W Rämpfer ohne vollen öir der doch oͤu ge⸗ h aller Eroͤen Zewaffnet mit vier Orten/ ch oͤes Meeres Du kommst, o zu stiften,/ ou auch jetht ot ist es, daß en,/ dagegen ber Finsternis daß wir, oͤie er wohnen/ ückert, 4 1866. 6 N I N WEN V 70 8 6 N N SS N* 90 8*** 2— 2 2 7• 9 4⁰⁰⁵ 477 —& 2 2 M— E V EE SS .. V N — 3132 31(Vorreformatorisch.) Köln 1599. Es ist ein Ros entsprungen/ aus ei⸗ne Wur⸗zel zart, Vals uns die Al⸗ ten sun⸗gen,/ von Jes⸗se kam oͤie Art, ————— und hat ein Blümlein b acht/ mit⸗ten im kal⸗ ten Win⸗ ter/ wohl zu der hal ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine,/ davon Jesaias sagt// hat uns gebracht alleine/ Marie, die reine Mago./ Aus Gottes ewgem Rat/ hat sie ein Kind geboren/ wohl zu der halben Nacht. Vorreformatorisch.) 1599. 32 Ein Kinoͤerlieoͤ auf oͤie Weihnachten vom Kinoͤlein Jesu/ Leipzig 1539. EE — V ——.— ich so viel,„ da⸗ von ich singn und sa⸗ —— gen will. Weihnachten Weihnach 2. Euch il erkorn,/ ein Wonne sein 3. Es ist aller Not; machen rein 4. Er brir daß ihr in 5. So mi so schlecht// und trägt.“ 6. Des la hinein,/ zu Sohn verel 7. Sei ur schmähet ha immer dank 8. Nch h9 gering,/ da des Vaters 9. Anoͤéu bereit't,/ so 10. Der e Windeͤln sei wärs bein 1 11. Das wie aller L hilst noch tt 12. Ach, und rein,/ vergesse dei 15. Davo frei/ zu Ehr 14. Lob, seinen einge uns solch m Weihnachten risch.)-Köln 1899. Wur⸗zel zart, kam oͤie Art, kal⸗ ten Win⸗ sagt,/ hat uns Bottes ewgem n Nacht. itorisch.) 1599. hten Leipzig 1539. gen will. Weihnachten 32 2. Euch ist ein Kinolein heut geborn/ von einer Jungfrau aus⸗ erkorn,/ ein Kindelein so zart und fein,/ das soll eur Freudò und Wonne sein. 3. Es ist der herr Christ, unser Gott,/ der will euch führn aus aller Not;/ er will eur Heiland selber sein,/ von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit,/ die Gott, der Vater, hat bereit// daß ihr in seinem Himmelreich/ mit uns sollt leben allzugleich. 5. So merket nun das Zeichen recht:/ die Krippen, Windelein so schlecht,/ da findet ihr das Kind gelegt,/ das alle Welt erhält und trägt.“ 6. Des laßt uns alle fröhlich sein/ und mit den hirten gehn hinein,/ zu sehn, was Gott uns hat beschert,/ mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Sei uns willkommen, eoͤler Gast,/ den Sünder nicht ver⸗ schmähet hast/ und kommst ins Elend her zu mir:/ wie soll ich immer danken dir? 8. Ach Herr, oͤu Schöpfer aller Ding,/ wie bist odu worden so gering,/ daß oͤu daliegst auf dürrem Gras,/ der in dem Schoß des Vaters saß! 9. Und wär die Welt vielmal so weit,/ mit Edelstein und Gold bereit't,/ so wäre sie doch viel zu klein,/ um eine Wiege dir zu sein. 10. Der Sammet und die Seiden dein,/ das müssen heu und Windͤeln sein,/ worin oͤu, König, groß und reich,/ herprangst, als wärs bein Himmelreich. 11. Das hat also gefallen dir,/ die Wahrheit anzuzeigen mir,/ wie aller Welt Macht, Ehr und Gut/ vor dir nichts gilt, nichts hilst noch tut. 12. Ach, oͤu herzlieber Jesu mein,/ mach dir ein Bette sanft und rein,/ zu ruhn in meines Herzens Schrein,/ daß ich nimmer vergesse dein. 15. Davon ich allzeit fröhlich sei,/ zu springen, singen immer frei/ zu Ehren dir, o Gottessohn,/ mit Herzenslust den süßen Ton. 14. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,/ der uns schenkt seinen eingen Sohn;/ des freuet sich der Engel Schar/ und singet uns solch neues Jahr. martin Luther, 4 1546. Weihnachten 33(Vorreformatorisch.) Wittenberg 1524. — HS— 2—— à——— ö 1. Ge⸗lo⸗bet seist du, Je⸗su Christ,/ daß oᷣu Mensch ge⸗ ů—3——— — E————— EI* —.—.—————* bo⸗ ren bist/ von ei⸗ ner Jungfrau, das ist wahr;/ dͤes — x———H nn, Lmir vr 2——— freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Hal⸗le⸗lu⸗ jal 2. Des ewgen Vaters einig Kind/ jetzt man in der Krippen finot;/ in unser armes Fleisch und Blut/ verkleidet sich das ewge Gut./ Hallelujal 3. Den aller Weltkreis nie beschloß,/ der liegt in Marien Schoß;/ er ist ein Kinoͤlein worden klein,/ der alle Ding erhält allein./ Halleluja! 4. Das ewge Licht geht da herein,/ gibt der Welt ein'n neuen Scheinj/ es leucht't wohl mitten in der Nacht/ und uns des Lichtes Rinder macht./ Halleluja! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art,/ ein Gast in der Welt hie ward/ und führt uns aus dem Jammertal,/ macht Erben uns in seinem Saal./ Hallelujal 6. Er ist auf Erden kommen arm,/ daß er unser sich erbarm/ und uns im himmel mache reich/ und seinen lieben Engeln gleich./ Hallelujal 7. Das hat er alles uns getan,/ sein groß Lieb zu zeigen an/ des freu sich alle Christenheit/ und dank ihm des in Ewigkeit./ Halleluja! Martin Luther, 4 1546.(vers 1 vorreformatorisch.) 34 Nikolaus herman, 1554. SSSII +— I. Lobt Gott, ihr Christen all⸗zu⸗gleich,/ in sei⸗nem höchsten 3⁰ Weihnach Thron,/ d schenkt un 2. Er ko klein;/ er l 3. Der h nimmt an 4. Er wi uns gleich Reich. ,: 5. Er wi Wie könnt 6. Heut der Cherub Weihnachten Jorreformatorisch.) Wittenberg 1524. . 5 du Mensch ge⸗ —— t wahr;/ oes le ⸗lu⸗ jal in der Krippen t sich das ewge egt in Marien ille Ding erhält elt einn neuen uns des Lichtes ast in der Welt acht Erben uns sich erbarm/ Engeln gleich./ zu zeigen an/ in Ewigkeit./ orreformatorisch.) is Herman, 1554. nem höchsten Weihnachten 33 ........ TTT CThron,/ der heut schleußt auf sein üüß mel⸗ reich/ und D.... schenkt uns sei⸗ nen Sohn/ und schenkt uns sei⸗ nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß/ und wird ein Kinoͤlein klein j/ er liegt dort eleno, nackt und bloß:/: in einem Krippelein.:/: 3. Der herr begibt sich der Gewalt,/ wird niedrig und gering,/ nimmt an sich eines Knechts Gestalt,:/: der Schöpfer aller Ding.:/ 4. Er wechselt mit uns wunderbar,/ nimmt Fleisch an, wird uns gleich/ und beut uns Gottes Klarheit dar: in seines Vaters Reich. ,: 5. Er wird ein Knecht und ich ein Herr,/ das mag ein Wechsel seinl/ Wie könnte doch sein freunoͤlicher das liebe Christkindͤleinl:/: 6. heut schleußt er wieder auf die Tür/ zum schönen Paradeis/ der Cherub steht nicht mehr dafür,:: Gott sei Lob, Ehr und Preis l:/ Nikolaus Hherman, 1 1851. I — V 35 Johann Crüger, Berlin 1656. 2*—— —... ů 6 2——————— 1. brh. lich 10 mein her⸗ze springen/ die⸗ ser Seit —..———— da vor Freuod/ al⸗le En⸗ gel sin⸗ gen./ hört, hört, wie mit Z.Z—ʒ]..— —— E. 2..—— 1 1— e. d vun, e, vol⸗len Chö⸗ ren/ al⸗le Luft/ jauchzt und ruft:/ Christus — —— —.2——. 36 Weihnachten 2. heute geht aus seiner Kammer Gottes helo,/ der die Welt/ reißt aus allem Jammer./ Gott wiro Mensch dir, Mensch, zu gute;/ Gottes Rind,/ das verbinoͤt/ sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen,/ der uns gibt,/ was er liebt/ über alle Maßen?/ Gott gibt, unserm Leid zu wehren,/ seinen Sohn/ aus dem Thron/ seiner Macht und Ehren. 4. Nun er liegt in seiner Rrippen// ruft zu sich/ mich und dich,/ pricht mit süßen Lippen:/Lasset fahren, lieben Brüder,/ was euch qualt,/ was euch fehlt;/ ich bring alles wieder. 5. Ei, so kommet ohn Verweilen,/ stellt euch ein,/ groß uno klein,/ laßt uns zu ihm eilen!/Liebt den, oͤer vor Liebe brennet,// schaut den Stern,/ der uns gern/ Licht und Labsal gönnet. 6. Die ihr schwebt in großen Leiden,/ sehet, hier/ ist oͤie Tür/ zu den wahren§reuden./ Faßt ihn wohl, er wiroͤ euch führen/ an den Ort,/ da hinfort/ euch kein Kreuz wird rühren. 7. Wer sich fühlt beschwert im Herzen,/ wer empfinoͤt/ seine Süno/ und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wiroͤ gefunden,/ der in Eil/ machet heil/ auch die tiefsten Wunden. 8. Die ihr arm seid und elende,/ kommt herbei,/ füllet frei/ eures Glaubens Hände!/ Hier sind alle guten Gaben/ und das Golo, /oͤran ihr sollt/ eure Herzen laben. 9. Sübes heill laß dich umfangen, laß mich dͤir,/ meine Zier,/ unverrückt anhangen!/ Du bist meines Lebens Eeben,/ nun kann ich/ mich oͤurch dich/ wohl zufrieden geben. 10. Ich will dich mit dͤleiß bewahren,, ich will dir /leben hier/ und mit dir heimfahren;/ mit dir will ich enoͤlich schweben/ voller Freuo, ohne deit/ dort im andern Leben. Paul Gerharot, 4 1670. Mel. Nr. 32. vom himmel hoch(mit We loder wie Nr. 23). 1. Wir singen dir, Immanuel,/ du Zebensfürst und Gnaden⸗ quell,/ daß ou, o langgewünschter Gast,/ oich nunmehr eingestellet hast.(Halleluja.) 32 glassung des Halleluja) Weihnach 2. Von R dir gewacht Propheten 3.„NAch, nähm!/ Ad lich sein.“ 4. Nun, deine Ruh, Welt und k 5. Du kel dein;/ dunl Lust.(Hal 6. Du bi leid j/ du b Menschen f 7. Ich al es recht: /O will.(Hall 8. Der N wider sein Gnaden noe 9. Darun gut;/ o Je Trostes bin 10. Und ich soll/ se zu dir kehr 11. So Jammersf in Freud a 12. Du Eigentum/ wie dirs b 15. Ich! und dort i (Halleluja. 3 Weihnachten oͤ,/ dͤer oͤie Welt/ nensch, zu gute// lute. ns gibt,/ was er eid zu wehren// ò Ehren. mich und dich,/ rüder,/ was euch ein,/ groß und Liebe brennet,/ sal gönnet. ier/ ist die Tür/ euch führen/ an ren. empfinot seine wird gefunden,/ n. ei,/ füllet frei/ aben/ und das / meine Zier,/ hen,/ nun kann vill oͤir /lleben olich schweben/ Berharot, 1070. s halleluja) und Gnaden⸗ ehe eingestellet Weihnachten 3 2. von Anfang, da die Welt gemacht,/ hat so manch Herz nach dir gewacht;/ dich hat gehofft so lange Jahr/ der vVäter und propheten Schar:(Halleluja.) 3.„Nch, daß der herr aus Zion käm/ und unsre Bande von uns nähm!/ Ach, daß die Hilfe bräch herein,/ so würde dein Volk fröh⸗ lich sein.“(Halleluja.) 4. Nun, du bist hier, da liegest du,/ hältst in dem Kripplein deine Ruh,/ bist klein und machst doch alles groß,/ bekleioͤst die welt und kommst doch bloß.(Halleluja.) 5. Du kehrst in fremde Hausung ein,/ und sind doch alle Himmel deinj/ du liegst an einer Menschenbrust/ und bist doch aller Engel Lust.(Halleluja.) 6. Du bist der Ursprung aller dreud/ und duldest so viel herze⸗ leid;/ du bist der größte Menschenfreund,/ doch sind dir so viel Menschen feind.(Halleluja.) 7. Och aber, dein geringster Knecht,/ ich sag es frei und mein es recht:/ Ich liebe dich, doch nicht so viel,/ als ich dich gerne lieben will.(Halleluja.) 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein;/ doch wird dir nicht zu⸗ wider sein/ mein armes herz, und was es kann,/ wirst du in Gnaden nehmen an.(Halleluja.) 9. Darum hab ich so guten Mut,/ du wirst auch halten mich für gut;/ o Jesu Christ, dein frommer Sinn/ macht, daß ich so voll Trostes bin.(Halleluja.) 10. Und bin ich gleich der Sünde voll,/ hab ich gelebt nicht, wie ich soll, so kommst oͤu doch deswegen her,/ daß sich der Sünder zu dir kehr.(Halleluja.) 11. So faß ich dich nun ohne Scheu:/ du machst mich alles Jammers frei j/ du trägst die Schuld, erwürgst den Tod,/ verkehrst in§Freud all Angst und Not.(Halleluja.) 12. Du bist mein Haupt, hinwiederum/ bin ich dein Glied und Eigentum/ und will, soviel dein Geist mir gibt,/ stets dienen dir, wie dirs beliebt.(Halleluja.) 15. Ich will dein Halleluja hier/ mit reuden singen für und für,/ und dort in deinem Ehrensaal/ solls schallen ohne Zeit und Zahl. (Halleluja.) paul Gerhardt, 4 1676. 3³5 57 37 lieben Christen gmein(ober wie Nr. 270). Wittenberg 1524. Mel. Nun freut euch, 42 1. Ich steh an dei⸗ner Krip⸗pe hier/ o Je⸗su, oͤu mein Ich ste⸗he, bring und schen⸗ke dir,/ was oͤu mir hast ge⸗ —.— 65%— SiEEEEEEEE 5 ben Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn/herz, — Seel und Mut, nimm al⸗les hin/ und laß oirs wohl⸗ge⸗ ....————— rat s en 2. Da ich noch nicht geboren war,/ da bist du mir geboren/ und hast mich dir zu eigen gar,/ eh ich dich kannt, erkoren /eh ich noch war ans Licht gebracht,/ da hat dein Herze schon bedacht,/ wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefer Todesnacht,/ du wurdest meine Sonne,/ die Sonne, oͤie mir zugebracht/ Licht, Leben, Freud und Wonne./ O Sonne, oͤie das werte Licht/ des Glaubens in mir zugericht,/ wie schön sind deine Strahlen! 4. Ich sehe oͤich mit Fẽᷣreuden an/ und kann nicht satt mich sehen,// und weil ich nun nichts weiter kann,/ so preis ich, was geschehen./ O, doaß mein Sinn ein Abgrund wär/ und meine Seel ein weites Meer,/ daß ich bich möchte fassen! 5. Wenn ofst mein Herz vor Leide weint/ und keinen Trost kann finden,/ da ruft mirs zu: Ich bin dein oͤreund,/ ein Tilger deiner Sünden;/ was trauerst oͤu, o Bruder mein?/ du sollst ja guter Dinge sein,/ ich zahle deine Schulden. —— 34 Weihnachten Weihnacht 6. Du fra Freudenj/ leiden j/ suck eignes Herz 7. Eins a sagen:/ daß So laß mich ein/ mit all 8. Zwar oͤu bist ein doch bist du den, der die Mel. O daß ie tausend Zung — gro⸗hen o Licht in 1 2—.— Hhim⸗mels 2. Laß di schein l/ De hinein/ er Todes Nac 3. In dit keit./ Wen dieser Zeit, dein alles 3* Weihnachten 3). Wittenberg 1524. Je⸗su, oᷣu mein du mir hast ge⸗ ——— ind Sinn/Herz, dirs wohl⸗ge⸗ —— — —— —.—.— ir geboren/ und en/ eh ich noch eöacht,/ wie du ne Sonne,/ die nö Wonne./ O zugericht,/ wie itt mich sehen, 7 as geschehen./ Zeel ein weites nen Trost kann Tilger deiner sollst ja guter Weihnachten 38 6. Du fragest nicht nach Lust der Welt,/ noch nach des Leibes Freudenj/ du hast dich bei uns eingestellt,/ an unsrer Statt zu leiden j/ suchst meiner Seele Trost und dreud/ durch dein selbst⸗ eignes Herzeleid;/ das will ich dir nicht wehren. 7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir,/ mein Heiland, nicht ver⸗ sagen:/ daß ich dich möge für und für/ in meinem herzen tragen.⸗ So laß mich deine Wohnung sein, komm, komm und kehre bei mir ein/ mit allen oͤeinen Freuden! 8. zwar sollt ich denken, wie gering/ ich dich bewirten werde/ du bist ein Schöpfer aller Ding,/ ich bin nur Staub und Erde/ doch bist du ein so lieber Gast,// daß du noch nie verschmähest hast/ den, der dich gerne siehet. paul Gerharot, 4 1676. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 38 V ö ——.— ö— SS Dies ist die Nacht, da mir er⸗schie nen des Ddas Kind, dem al⸗le En⸗gel die ⸗nen,/ bringt 1———.——— —.———.— 2, Ka. gro⸗ßen Got⸗tes dreuno⸗lich⸗keit. Licht in mei⸗ ne dun⸗kel⸗heit, Frankfurt a. M. 1758. und die⸗ses Welt⸗ und —— 2—— ö — 86————— DDSDSSDPSDSPSSSSS I I........ him⸗mels⸗licht/ weicht hun⸗dert⸗tau⸗send Son⸗nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele,// versäume nicht den Gnaden⸗ schein l/ Der Glanz in dieser kleinen höhle/ streckt sich in alle Welt hineinj/ er treibet weg der Höllen Macht,/ der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen/ das Licht der klaren Selig⸗ keit./ Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen/ dereinst am Ende dieser Zeit,/ wird dieses Licht mit seinem Schein/ dein himmel und dein alles sein. 3* 35 39 Weihnachten 4. Laß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht;/ mit Gott mußt du es treulich meinen,/ sonst hilft dir diese Sonne nicht P willst u genießen diesen Schein,/ so darfst du nicht mehr oͤunkel sein. S. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne,/ bestrahle mich mit deiner Gunst;/ dein Licht sei meine Weihnachtswonne/ unoͤ lehre mich die Weihnachtskunst,/ wie ich im Lichte wanoͤeln soll/ und sei des Weihnachtsglanzes voll. K. Friedrich Nachtenhöfer, + 1685. Mel. Lobe oen Herren, den mächtigen König. 39 Stralsund 1665. 1 — ——— ̃— S+. x. Jauchzet, ihr him⸗mel, froh⸗lo⸗cket, ihr En ⸗gel, in Sin ⸗get dem Her⸗ren, oͤem hei⸗lano der Menschen, zu —.— Chö⸗ ren! Eh⸗ ren! Se⸗ het doch da,/ Gott will so freuno⸗lich und — 1 1 SS... E EEE———— nah/ zu den Ver⸗lor⸗nen sich keh ⸗ren. 2. Ja achzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Eroͤenl/ Gott und der Sünoͤer, die sollen zu Freunoͤen nun werden./ Friede und Freuõ/ wird uns verkündiget heut:/ freuet euch, hirten und heroͤen! 5. Sehet dies Wunder, wie tief sich der höchste geneigetl/ Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget!/ Sie wird ein Kinoͤ, träget und tilget die Sünod// alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleischel wer kann dies Geheimnis verstehen?/ Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen./ Gehet hinein,/ eins mit oem Rinde zu sein,/ die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du oͤenn, Höchster, auch meiner noch wollen geoͤenken?/ Du willst dich selber, dein Herze voll Liebe, mir schenken/ sollt nicht mein Sinn/ innigst sich freuen darin/ und sich in demut versenken? 5⁰ Weihnach 6. König auch wieder ich erwähle 7. Treuet doch, mein in mir,/ ma 8. Mensc laß mich de auch bald, Mel. Nr. 3 1. Dies i gedacht;/ i Erden ist. 2. Die Vi da sanoͤte e Sohn. 3. Wenn Ehrfurcht enoͤlich ist. 4. Dami der Welt, ͤͤleisch zu 5. Dein von mirʒ/ kommt im 6. Herr, fürst,/ auf bet ich an! 7. Du, 1 und Blut,/ werden wi 8. Durch erhält./ W Vaters Se Weihnachten aubens⸗ unod dein en,/ sonst hilft dir hein,/ so darfst du estrahle mich mit vonne/ und lehre weln soll/ und sei achtenhöfer, 4 1685. Stralsund 1665. jr En⸗gel, in er Menschen, zu freunoͤ⸗lich und er Eroͤen!l/ Gott hen./ Friede und ten und heroͤen! eneigetl/ Sehet wirö ein Rinoͤ,/ chweiget. nis verstehen?/ Gehet hinein// wollt gehen. len gedenken?/ ken;/ sollt nicht mut versenken? Weihnachten 4⁰ 6. Rönig der Ehren, aus Liebe geworden zum Rinde,/ dem ich auch wieder mein herze in Liebe verbinde,/ du sollst es sein,/ den ich erwähle allein;/ ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren;/ komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger verloren!/ Wohne in mir,/ mache ganz eins mich mit dir,/ in dir zum Leben erkoren! 8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben,/ laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nun leben!/ Gib mir auch bald,/ Jesu, die Kindesgestalt,/ völlig mich oͤir zu ergeben! Gerharoͤ Tersteegen, 4 1769. Mel. Nr. 52. 40 6 Lempnnh Her 1. Dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt gedacht;/ ihn preise, was durch Jesum Christ/ im Himmel und auf Erden ist. 2. Die völker haben dein geharrt,/ bis daß die zeit erfüllet ward,/ da sandͤte Gott von seinem Thron/ das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will,/ so steht mein Geist vor Ehrfurcht still;/ er betet an, und er ermißt,/ daß Gottes Lieb un⸗ enoͤlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält,/ erniedrigst ou oͤich, Herr der Welt,/ nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im dleisch zu unserm hHeil. 5. Dein Rönig, Zion, kommt zu dir./ Ich komm, im Buche steht von mirj/ Gott, oͤeinen Willen tu ich gern“./ Gelobt sei, der da kommt im Herrnl 6. herr/ der du Mensch geboren wirst,/ Immanuel und Friedens⸗ fürst,/ auf den die Väter hoffend sahn,/ dich, Gott, mein Heiland, bet ich anl 7. Du, unser Heil und höchstes Gut,/ vereinest dich mit Fleisch und Blut,/ wirst unser dreund und Bruder hier,/ und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt,/ Ein Mittler ists, der sie erhält./ Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt,/ der in des Vaters Schoße sitzt! 41.42 Weihnachten 9. Jauchzt, himmel, die ihr ihn erfuhrt// den Tag der heiligsten Geburt;/ und Eroe, die ihn heute si neues Lieoͤ. 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt gedacht;/ ihn preise, was durch Jesum Christ/ im Himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Kommt her zu mir, Mel. Nr. 153. 41 spricht Gottes Sohn. 1. Brich an, oͤu schönes Morgenlicht!/ Das ist oͤer alte Morgen nicht,/ der täglich wiederkehret;/ es ist ein Leuchten aus der Fern,/ es ist ein Schimmer, ist ein Stern,/ von dem ich längst gehöret. 2. Nun wird ein Rönig aller Welt,/ von Ewigkeit zum heil be⸗ stellt,/ ein zartes Rind geboren/ er Teufel hat sein altes Recht/ am ganzen menschlichen Geschlecht/ verspielt und schon verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit,/ es naht die selge Gottes⸗ zeit/ der Fᷣreiheit und der Liebe/ wohlauf du frohe Christenheit// daß jeder sich nach langem Streit/ in Friedenswerken übe. 4. Ein ewig festes Liebesband/ hält jedes Haus und jedes Lanö/ und alle Welt umfangen/ wir alle sind ein heilger Stamm,/ der Löwe spielet mit oͤem Lamm,/ das Kind am Nest oͤer Schlangen. S. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt?/ hier in der Krippe liegt ein Kind/ mit lächelnoer Gebärde./ Wir preisen dich, du Sternenheld!/ Willkommen, Heiland, aller Weltl/ Willkommen auf der Eroͤe! Max v. Schenkendorf, 4 1817. eht// sing ihm, dem Herrn, ein Zobe den Herren, den Mel. Nr. 30. 42 mächtigen König der Ehren. 1. Ehre sei Gott in der Höhe! Der Herr ist geboren! Laßt uns ihm singen, o Christen; auch wir sind erkoren,/ sein uns zu freun/ und oͤurch ihn selig zu sein:/ Christen, wir sind nicht verloren! 2. Schatten und dunkel bedͤeckten den Eroͤkreis; es irrten/ völker umher wie die heroͤen, verlassen vom Hirten./ Jesus erschien,/ Nächte verschwanden durch ihn,/ die auch den Weisen verwirrten. 3. Menschen, berufen, durch Liebe die Gottheit zu ehren//folgten der Zwietracht und haßten sich vor oen Altären./ Jesus erschien,/ und es ward Friede durch ihn;/ singet es laut ihm zu Ehren! 38 Weihnach 4. Ehre si ihn, den Ge er vom Hin 5. Selige dich preisen hier,/ Chris Mel. herr Go 1 Lied der 2. Vom gebracht; im dunkle 3. Er ka hüllt/ un Vaterland 4. Er/ gewohnt, Himmelre 5. Eins hinan/ un lichkeit. 6. Emz erklang, Weihnachten Tag der heiligsten , dem Herrn, ein derö in aller Welt Himmel und auf zott Gellert, 4 1769. 0 oricht Sattes Sohn. der alte Morgen 'n aus der dern// längst gehöret. eit zum heil be⸗ sein altes Recht/ schon verloren. die selge Gottes⸗ e Christenheit// erken übe. ind jedes Land/ r Stamm, /der der Schlangen. rin der Rrippe reisen dich, du wWillkommen nkendorf, + 1817. Lente rhern enl/ Laßt uns uns zu freun/ cht verloren! s irrten/ völker esus erschien,/ sen verwirrten. ehren,// folgten esus erschien,/ zu Ehren! Weihnachten 4³ 4. Ehre sei Gott in der höhel Ein ewiges Leben/ hat er durch ihn, den Geliebten, uns allen gegeben./ Bis in das Grab/ stieg er vom himmel herab,/ einst uns zum Himmel zu heben. 5. Selige Russicht! Wie werd ich im Lichte der höhe,/ Retter, dich preisen, wenn dort ich verherrlicht dich sehel/ Danket schon hier,/ Christen, o dankt ihm mit mir:/ Ehre sei Gott in der höhe! RAugust hermann niemeyer, 4 1827. SISISISISISSESIESESSSSE Lied der En⸗gel klang,/ der ho⸗ he Freu⸗den⸗tag ist daj/ SSIIIEEE lob⸗sin⸗get ihm: Hal⸗le⸗ lu⸗jal 2. Vom himmel kam in dunkler Nacht,/ der uns das Lebenslicht gebracht;/ nun leuchtet uns ein milder Strahl/ wie Morgenrot im dunklen Tal. ů 3. Er kam, des Vaters Ebenbild,/ von schlichtem Pilgerkleidò um⸗ hüllt/ und führet uns mit sanfter Hand,/ ein treuer hirt, ins Vaterland. 4. Er, der jetzt bei dem Vater thront,/ hat unter uns, ein Mensch, gewohnt,/ damit auch wir ihm werden gleich/ auf Erden und im Himmelreich. 5. Einst führet er zur himmelsbahn/ uns, seine Brüder, auch hinan/ und wandelt unser Pilgerkleid/ in Sternenglanz und Herr⸗ lichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang!/ Er, dem der Engel Lied erklang,/ der hohe dreudentag ist da;/ ihr Christen, singt Hallelujal Friedrich Adolph Krummacher, + 1845. 59 44. 45 Weihnachten Melchior Teschner, 1613. lochete sind Stund und Zeiten,/ der neu⸗e Ta Idas Licht der E⸗wig ⸗xkei⸗ ten/ tritt auf die S gbricht an; ie⸗ges⸗bahn. En⸗gel Got⸗ tes flie⸗-gen/ und ru⸗fens in die Welt. 2. Hier liegts im Mutterschoße/ und ist noch schwach und klein 70 nur zu geringem Lose/ scheint es bestimmt zu sein,/ als sollt es sich verlieren/ in tiefer Dunkelheit,/ und doch soll es regieren/ die Welt in Herrlichkeit. 3. Es muß vor diesem Lichte/ oᷣer Eroe Glanz vergehn// vor diesem Angesichte/ die Sonne finster stehn./ Sein still verborgnes wesen/ hat eine solche Macht,/ daß Rranke oͤrin genesen/ und Totes neu erwacht. 4. Es freuen sich die Armen,/ oͤie Müden in dem Schein /es ladet voll Erbarmen/ die Schwachen zu sich ein./ Die Stolzen nur erquicken/sich nicht an seinem Strahl;/ nur den verkehrten Blicken/ ist dieses Licht zur Qual. 5. O Licht, laß uns hienieden/ als deine Rinder stehn,/ bis wir dereinst in Frieden/ oen höhern Aufgang sehn!/ O Jesu, Stern der Gnade,/ des Vaters Olanz und Zier,/ o leucht auf unsre Pfade// damit sie gehn zu dir. heinrich puchta, 4 1858. Mel. Aus meines Hherzens Grunde. 45 Hamburg 1598. Der heil⸗ ge Christ des freun sich al ist kom ⸗ men,„ der teu⸗ re „le F5rom⸗-men/ am höch ⸗sten Jahreswe Got ⸗ tes him⸗mels —— prei⸗sen h —2.— ben/ der 2. Das L Sünde lieg angst ist we getümmel/ 3. Nun Gott rufet f alle, rein/ v gehn in dei 4. Drum Der euch de freunölich d ten,/ ihr R Mel. Herr Je dich zu uns v Weihnachten hior Teschner, 1613. Tag bricht an; Sie⸗ges⸗bahn. ge⸗stellt//die ndie Welt. ach und klein/ als sollt es sich ieren/ die Welt vergehn,/ vor till verborgnes sen/ und Totes n Schein //es ie Stolzen nur hrten Blicken/ stehn,/ bis wir Jesu, Stern unsre Pfade// Huchta, + 1858. 1598. her teu ⸗re m höch⸗sten Jahreswechsel 46 .I Got ⸗tes ⸗sohn ů ö him⸗mels⸗ thron. RAuch was auf Er ist,/ soll SSS SIII prei⸗sen hoch und lo⸗ ben/ mit al⸗len En ⸗ geln oͤro⸗ u SDDSDDEEEE ben/ den lie ⸗ben heil⸗ gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen,/ die lange Nacht ist hin;/ die Sünde liegt gefangen,/ erlöst ist Herz und Sinn./ Die Sünden⸗ angst ist weg,/ der Glaube geht zum himmel/ nun aus dem Welt⸗ getümmel/ auf einem sichern Steg. 3. Nun sind nicht mehr die Kinder/ verwaist und vaterlos;/ Gott rufet selbst die Sünder/ in seinen Gnadenschoßj/ er will, daß alle, rein/ von ihren alten Schulden, vertrauend seinen hulden,/ gehn in den himmel ein. 4. drum freuet euch und preiset,/ ihr Seelen fern und nahl/ Der euch den Vater weiset,/ der heilge Christ, ist da;/ er ruft so freunolich drein/ mit süßen Liebesworten:/ Geöffnet sind die Pfor⸗ ten,/ ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Rrnoͤt, 4 1860. Jahreswechsel/ (Auch Lied Nr. 402.) Mel. herr Jesu Christ, 46 dich zu uns wend. .... DSEEEEEEEEEEEEE 1. Das al⸗te Jahr ver⸗gan⸗gen ist;/ wir dan⸗ken dir, herr Görlitz 1648. —— 3e=su Christ,/ daß du in Not uns und Ge⸗ fahr/ be⸗ hü⸗ tet hast lang Zeit und Jahr. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn/ des Vaters in dem höchsten Thron:/ du wollst dein arme Christenheit/ bewahren ferner allezeit. 5. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort,/ oͤer Seelen höchsten Trost und gort vor Iꝗrrlehr und Abgötterei/ behüt uns, Herr, und steh uns beil 4. Hilf, oᷣaß wir fliehn die Sünde fangen an;/ der Sünd im alten ni Jahr uns schenk! S. Hilf christlich leben stetiglich,/ in dir einst sterben seliglich/ und danach fröhlich auferstehn/ und mit dir in den Himmel gehn, 6. Zu loben und zu preisen dich/ mit allen Engeln ewiglich./ O Jesu, unsern Glauben mehr/ zu deines Namens Lob und Ehr. 1568 und 1588. nbahn/ und fromm zu weroen cht gedenk,/ ein gnadenreich neu Anser Herrscher, unser König. Mel. Nr. 53. 47(Oder wie Nr. 287.) I. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen,/ hilf, das neue Jahr geht an/ laß es neue Kräfte bringen,/ daß aufs neu ich wandeln kann./ Neues Glück und neues Leben/ wollest ou aus Gnaden geben. 2. Meiner hände Werk unoͤ Taten,/ meiner Zunge Red unoͤ Wort/ müssen nur durch oͤich geraten/ und ganʒ glücklich gehen fort./ Neue Kraft laß mich erfüllen,/ zu verrichten deinen Willen. 3. Was ich dͤichte, was ich mache,/ das gescheh in dir allein;/ wenn ich schlafe, wenn ich wache,/ wollest oͤu, herr, bei mir sein // geh ich aus, wollst du mich leiten,/ kehr ich heim, steh mir zur Seiten. 4. Laß mich beugen meine Kniee nur zu deines Namens Ehr/ hilf, daß ich mich stets bemühe,/ dich zu preisen mehr und mehr./ Laß mein Bitten, dͤlehn und Singen/ zu dir in den himmel oͤringen. S. Laß dies sein ein Jahr der Gnade,/ laß bereun mich meine Sünod // hilf, daß sie mir nimmer schade/ und ich bald Verzeihung finò,/ Herr, in dir; denn ou, mein ZLeben,/ kannst dͤie Sünd allein vergeben. 42 2* Jahreswechsel Jahreswe 6. Tröste hin// sieh/ v Stärke mich 7. Herr, und ich chr ich noch all 8. Jesu/ zähme mir mir in Ger 9. Jesu, ö stets mich will ich did Mel. Nun la Gott, dem 5 Kraft ge 2. Wirr wir leben 3. Dent Kindͤlein 4. Also wenn No 5. Ach, unserm T 6. Gelt starken 5 Jahreswechsel s in dem höchsten ren ferner allezeit. eSeelen höchsten üt uns, Herr, und romm zu weroͤen gnaoenreich neu terben seliglich/ n Himmel gehn, igeln ewiglich./ ns Lob und Ehr. 1568 und 1588. scher, unser Köni Oder wie Nr. 2875 Jahr geht anʒ/ vandeln kann./ Gnaden geben. junge Red und glücklich gehen deinen Willen. in dir allein;/ bei mir sein/ steh mir zur Namens Ehr// hrund mehr./ immel oͤringen. un mich meine b Verzeihung ie Sünd allein Jahreswechsel 48 6. Tröste mich mit deiner Liebe,/ nimm, o Gott, mein dlehen hin// sieh, wie sehr ich mich betrübe,/ ja voll Angst und Zagen bin./ Stärke mich in meinen Nöten,/ daß mich Sünd und Tod nicht töten. 7. Herr, du wollest Gnade geben,/ daß dies Jahr mir heilig sei/ und ich christlich könne leben/ sonder Trug und Heuchelei// daß ich noch allhier auf Erden/ fromm und selig möge werden. 8. Jesu, richte mein Beginnen, Jesu, bleibe stets bei mir Jesu, zähme mir die Sinnen,/ Jesu, sei nur mein Begier/ Jesu, sei mir in Gedanken,/ Jesu, lasse nie mich wanken. 9. Jesu, laß mich fröhlich enden/ dieses angefangne Jahrz/ trage stets mich auf den händen,/ halte bei mir in Gefahr./ Freudig will ich dich umfassen,/ wenn ich soll die Welt verlassen. JZohann Rist, + 1667. 48 — EEEE— 1. Aun laßt uns gehn und tre⸗ten/ mit Sin⸗gen und mit SSSSSISSS Mel. Nun laßt uns Gott, dem herren. Leipzig 1587. —iii— Be⸗ ten/ zum herrn, der un⸗ serm Le⸗ben/ bis hier⸗ her x Kraft ge⸗ ge⸗ 2. Wir gehn dahin und wandern/ von einem Jahr zum andern,/ wir leben und gedeihen/ vom alten bis zum neuen. 3. Denn wie von treuen Müttern/ in schweren Ungewittern/ die Kindlein hier auf Erden/ mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nicht minder/ läßt Gott ihm seine Rinder// wenn Not und Trübsal blitzen,/ in seinem Schoße sitzen. 5. Ach, hüter unsres Lebens,/ fürwahr, es ist vergebens/ mit unserm Tun und Machen,/ wo nicht dein Rugen wachen. 6. Gelobt sei deine Treue,/ die alle Morgen neue/ Lob sei den starken händen,/ die alles herzleid wenden! 4³ ul——— 49 Jahreswechsel 7. Laß ferner dich erbitten,/ o Vater, und bleib mitten/ in unserm Kreuz und Leiden/ ein Brunnen unfrer Freuden. 8. Gib uns und allen denen,/ die sich von Herzen sehnen/ nach dir und deiner Hulde,/ ein Herz, das sich geoͤuloe. 9. Sprich deinen milden Segen/ zu allen unsern Wegen,/ laß Großen und auch Kleinen/ die Gnaoͤensonne scheinen. 10. Sei der Verlasnen Vater,/ der Irrenden Berater,/ der Un⸗ versorgten Gabe,/ der Ar men Gut und Habe. 11. Hilf gnädig allen Kranken,/ gib fröhliche Gedanken/ oͤen hochbetrübten Seelen,/ die sich mit Schwermut quälen. 12. Und enoͤlich, was das meiste,/ füll uns mit deinem Geiste// der uns hier herrlich ziere„ und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben,/ o unsres Lebens Leben,/ uns und der Christenschare/ zum selgen neuen Jahre! paul Gerharoͤt, 4 1676. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 49 Französischer Psalter 1551. Jahr ver ⸗flos⸗ sen/ nã⸗ her zu der ab⸗ ge⸗schos⸗sen,/ so ver⸗ ge⸗ het —.—.— A⸗ ber⸗mals ein wie ein Pfeil wiro Eewig⸗keit!PI 2n Ge meie ne Zeit, o Je⸗- ho⸗ va ze⸗ba⸗othl/ un⸗ver⸗ an⸗ .............— dei⸗ner Lang⸗mut Dank zu sin ⸗ gen? 2. Ich erschrecke, mächtig Wesen! Ich versink in Angst und Not/ denn mein Beten, Singen, Lesen,/ ach, das ist so träg und tot./ Heilig! Heilig! heiliger!/ Großer Seraphinen⸗Herrl/ Wehe mir! ich muß vergehen;/ denn wer kann vor dir bestehen? Jahreswe . Aber d Bürgen bist nicht in dei willst bewal 4. Auf, flirsten dar! Jahr./ Fane wo du dure 5. Soll ie so wirst du Crag auf or neuem mich 6. An de mich!/ Laß dich l/ Prũ schick,/ daß Mel. Herzlit tut mich verl 4. durch — —— Angst un groß un wegt ist Jahreswechsel mitten/ in unserm zen sehnen/ nach de. ern Wegen,/ laß einen. zerater,/ der Un⸗ Gedanken/ oͤen quälen. deinem Geiste// iel führe. Leben,/ uns und Gerharot, 4 1676. sischer Psalter 1551. ——— —— her zu der ver⸗ ge⸗ het un⸗ver⸗ än⸗ — ich brin⸗gen// gst und Not// rãg und tot./ / Wehe mir! n? Jahreswechsel 50 3. Aber du bist auch sanftmütig,/ o getreues vaterherz!/ In dem Bürgen bist du gütig,/ der gefühlt des Todes Schmerz. /Steh ich nicht in deiner hand/ eingezeichnet als ein Pfand,/ das du ewig willst bewahren/ vor des bösen deindes Scharen? 4. Auf, mein Herz, gib dich nun wieder/ ganz dem Friedens⸗ flirsten darl/ Opfre dem desdankes Lieder,/ welcher krönet Tag und Jahr./ Fang ein neues Leben an,/ das zum Ziel dich führen kann,/ wo du durch ein selig Sterben/ wirst die Himmelskron ererben. 5. Soll ich denn in dieser hütten/ mich ein Zeitlang plagen noch// so wirst du mich überschütten/ mit Geduld, das weiß ich doch./ Crag auf deinem Herzen mich, gesu Christe, dir will ich/ heut von neuem mich verschreiben,/ dir auf ewig treu zu bleiben. 6. An dem Abend und dem Morgen,/ Gott, mein Rat, besuche michl/ Laß der Heiden Nahrungssorgen/ nimmer scheiden mich und dichl/ Prüf mich jeden Rugenblick,/ gib, daß ich mein Haus be⸗ schick,/ daß ich wache, bet und flehe,/ ehe denn ich schnell vergehe. Zoachim Neander, 1 168⁰0. Mel. hHerzlich 5 0 tut mich verlangen. hans Leo Haßler, 1601. 1 .— ————5..—— Durch Trau-ern und durch Ppla⸗ gen,/ durch Not, durch Idurch Hoff⸗ nung 31 oͤurch Kla⸗ gen,/ durch Sor⸗ gen 1 2 Angst und Pein, bin ich, gott⸗lob, ge⸗drungen./ dies groß und klein ., .iiee Jahr ist nun da⸗ hin:/ dir, Gott, sei Lob ge⸗ sun⸗gen!/ Be⸗ 1 H ö ö ◻ H— -— wegt ist herz und Sinn. 45 51 Jahreswechsel 2. Der du mich hast erbauet,/ in dir besteht mein mein Glück vertrauet,/ oͤu bist und bleibst mein Teil./ d wohl erhalten,/ ou bist mein Tr walten,/ herr, führ mich fort und fort. heil// dir ist u hast mich ost und Hort/ /dich laß ich ferner 3. Mein Gott, o meine Liebe,/ was du willst, will auch ichʒ/ gib, daß ich nichts verübe,/ was irgend wider bich // oͤir ist mein Will ergeben,/ ja, er ist nicht mehr mein, /dieweil mein ganzes Leben/ dein eigen wünscht zu sein. 4. Nach dir soll ich mich schicken, /uno, Herr, ich wills auch tun./ Soll mich oͤie Armut orücken? /Ich will dabei beruhn./ Soll mich Verfolgung plagen /3a, herr, befiehl ᷣu mirl/ Soll ich Verachtung tragen?/ Ach, ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen leben?/ gerr Gott, dein Wille gilt./ Soll ich in Angsten schweben?/ Mein Heiland, wie du willt./ Soll ich denn Krankheit leiden? /Ich will gehorsam sein./ Soll ich von hinnen scheiden?/ Herr, dein Will ist auch mein. 6. Heut ist das Jahr beschlohen/ Herr, deine Gnaͤde sei/ heut auf mich neu ergossen,/ mein Herze werd auch neu./ Laß ich die alten Sünden,/ so wero ich, Gott, bei bir/ auch neuen Segen finden,/ dein Wort verspricht es mir. G. Wilhelm Sacer, 1699. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 51 Johann Uhlich, 1674. Je⸗sus soll die Lo⸗ sung sein, da ein neu⸗ es Je⸗su Na⸗ me soll al ⸗lein/ de⸗nen zum Pa⸗ Jahr er⸗ schie⸗ nen nie re die⸗ nen, 25.— und auf sei ⸗nen We⸗ gen gehn. 46 Jahreswe 2. Jesu N. so oft wir ar seines Name 3. Sein V also wird es fürs neue 3 4. Unsre uns dieser seinen Gna 5. Alle wird alle Be Sonn und 6. Jesus, unsres Lan Jesus, unse Rel. Es ist de uns kommen Jahr da heißt die Jahreswechsel mein Heily /dir ist Teil./ Du hast mich bich laß ich ferner t,‚ will auch ich// ich // bir ist mein veil mein ganzes h wills auch tun./ ruhn.„Soll mich oll ich verachtung Wille gilt./ Soll willt./ Soll ich Gnabe sei/ heut eu./ Laß ich die h neuen Segen Im Sacer, + 1699. hann Uhlich, 1674. —— ——— ein neu⸗ es nen zum Pa⸗ in⸗de stehn/ Jahreswechsel 52 2. Jesu Name, Jesu Wort/ soll in der Gemeinde schallen,/ und so oft wir an den Ort,/ der nach ihm genannt ist, wallen,/ mache seines Ramens Ruhm/ unser herz zum heiligtum. z. Sein versühnen und sein heil/ wollen wir im Glauben ehrenj/ also wird es uns zuteil,/ wird sich täglich bei uns mehrenj/ auch fürs neue Jahr uns beut/ Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir/ nun in Jesu Namen gehen;/ geht uns dieser Leitstern für,/ so wird alles wohl bestehen/ und durch seinen Gnadenschein/ alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid/ soll sein Name uns versüßen,/ so wird alle Bitterkeit/ uns ein Segen werden müssen./ Jesu Nam sei Sonn und Schild,/ welcher allen Kummer stillt. 6. Jesus, aller Bürger heil,/ unserm Ort ein Gnadenzeichen,/ unsres Landes bestes Teil,/ dem kein Kleinod zu vergleichen,/ gesus, unser Schutz und Hort,/ bleib uns Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, + 1757. vorreformatorisch. mel. Es ist das Heil 52 Wittenberg 1525. uns kommen her. 1. Gott ruft der Sonn und schafft den Mond,/ das 7 schafft es, daß man si⸗ cher wohnt,/ und ——— 357— E 2.—————————.— Jahr da⸗ nach zu tei ⸗len;/ er 30 2 heißt die Zei⸗ ten ei⸗ Len, Vet II.... Tag und Nacht./ Ruf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht,/ Ruhm, + II 1 ——4 1—— . — preis und Dank er ⸗ tei ⸗len! 53 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 2. Herr, der da ist und der da war!/ Von dankerfüllten Zungen/ sei dir für das verflosne Jahr/ ein heilig Lied gesungen,/ für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rat,/ für dried und Ruh, für jede Tat,/ die uns durch dich gelungen. 5. Laß auch dies Jahr gesegnet sein,/ das ou uns neu gegeben,/ verleih uns Kraft · die Rraft ist dein ,/ in deiner Furcht zu leben l/ Du schützest uns, und du vermehrst/ der Menschen Glück, wenn sie zuerst/ nach deinem Reiche streben. 4. Hilf deinem Volke väterlich/ in diesem Jahre wieder,/ erbarme der Verlassnen dich/ und der bedrängten Glieder;/ gib Glück zu jeder guten Tat/ und laß dich, Gott, mit Heil und Rat/ auf unsern Fürsten nieder: 5. Daß Weisheit und Gerechtigkeit/ auf seinem Stuhle throne,// daß Tugend und Zufriedenheit/ in unserm Lande wohne,/ daß Treu und Liebe bei uns sei,/ dies, lieber Vater, dies verleih/ in Christo, deinem Sohne! Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi/ (Auch Lied Nr. 269) Mel. Unser gerrscher, unser König. 53 Bremen 1680. 9 ——— ö ö 1. Wer⸗de licht, oͤu Staoͤt der hei⸗den,/ und du, Sa⸗lem, schau⸗e, welch ein Glanz mit õreu⸗den/ ü⸗ ber dei⸗nem ...... wer ⸗de licht; Haupt an=bricht! Sott hat de⸗rer nicht ver⸗ ges⸗ sen// die im Fin⸗stern sind ge ⸗ ses⸗ sen. 48 Darstellung 2. Dunkelhei Welt,/ dem kei Die nach diesen 5. Ach, wie w ga, da hatte sid Augen und Oe 4. Gottes Ro Klein und Gro das zum recht 5. Aber wie haben wir das aus der Welt 6. Dieses Li bahn./ Ewig, tan/ und uns lenket. 7. Gib, Her durch der Lieb nach im Freut 8. Dein Erf dein Erscheine in§reuden u 9. Jesu, la dein so helles wir sollen un Mel. Nr. 447 1. Herr Je Wir kommen deinen Temp dich, Gottes 2. Du wir du dich verbi heutzutage,/ wie hier der 4. su Christi en Zungen/ /für Leben, jede Tat,// gegeben,/ zu lebenl/ ck, wenn sie / erbarme b Glück zu auf unsern le throne// ohne,/ daß verleih/ in llert, 4 1769. + remen 1680. ges⸗ sen, 7 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 5⁴4 2. Dunkelheit, die mußte weichen,/ als dies Licht kam in die Welt,/ dem kein anoͤres zu vergleichen,/ welches alle Ding erhält./ Die nach diesem Glanze sehen,/ dürfen nicht im dinstern gehen. z. Ach, wie waren wir verblendet,/ ehe noch dies Licht brach anl/ Ja, da hatte sich gewendet/ schier vom himmel jedermann; /unsre Augen und Gebärden/ hingen einzig an der Erden. 4. Gottes Rat war uns verborgen,/ seine Gnade schien uns nicht// Klein und Große mußten sorgen,/ jedem fehlt' es an dem Licht,/ das zum rechten himmelsleben/ seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen ist der Rufgang aus der Höh,/ haben wir das Licht empfangen,/ wolches so viel Angst und Weh/ aus der Welt hinweggetrieben,/ daß nichts Dunkles ist geblieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken/ in der rechten Glaubens⸗ bahn./ Ewig, Herr, will ich dir danken,/ daß du hast so wohlge⸗ tan/ und uns diesen Schatz geschenket, /der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stärke,/ daß wir dir zu jeder Zeit/ durch der Liebe Glaubenswerke/ folgen in Gerechtigkeit/ und her⸗ nach im dreudenleben/ heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinen muß erfüllen mein Gemüt in aller Not;/ dein Erscheinen müsse stillen/ meine Seel auch gar im Tod/ Herr, in Freuden und im Weinen/ müsse mir dein Licht erscheinen! 9. Jesu, laß mich enoͤlich gehen/ freudig aus der bösen Welt,/ dein so helles Licht zu sehen,/ das mir dort schon ist bestellt,/ wo wir sollen unter Kronen/ in der schönsten Klarheit wohnen. gohann Rist, 166⁷. Mel. Nr. 442. 54 valet will ich dir geben. 1. herr Jesu, Licht der heiden,/ der drommen Schatz und Liebl/ Wir kommen jetzt mit Freuden/ durch deines Geistes Trieb/ in diesen deinen Tempel/ und suchen mit Begier/ nach Simeons Exempel/ dich, Hottes Sohn, allhier. 2. du wirst von uns gefunden,/ o herr, an jedem Ort,/ dahin du dich verbunden/ durch dein verheißungswort;/ vergönnst noch heutzutage,/ daß man dich gleicherweis/ auf Hlaubensarmen trage,/ wie hier der fromme Greis. 4. 98. 4.2 1. DIi—?᷑äH —'.../ñ——:————:g.ο—— 55 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 5. Sei unser Glanz in Wonne,/ ein helles Licht in Pein,/ in Schrecken unsre Sonne,/ im Rreuz ein Gnadenschein,/ in Zagheit Glut und Feuer,/ in Not ein Freudenstrahl,/ in Banden ein Be⸗ freier,/ ein Stern in Todesqual! 4. Herr, laß auch uns gelingen,/ daß einst wie Simeon/ ein jeder Christ kann singen/ den schönen Schwanenton:/ Mir werden nun mit grieden/ die Augen zugeoͤrückt,/ nachdem ich schon hie⸗ nieden/ den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben,/ mein Jesu, dich geschaut;/ kein deind kann dich mir rauben,/ oͤräut er auch noch so laut./ Ich wohn in deinem Herzen,/ und in dem meinen duz/ uns scheiden keine Schmerzen,/ kein Angst, kein Tod dazu. 3ohann granck, 4 1677. Mel. Nr. 34. 55 ihr Christen alzngleich⸗ 1. Auf, Seele, auf und säume nichtl/ Es bricht das Licht her⸗ für;/ der Wunderstern gibt dͤir Bericht,/ der Held sei vor der Tür. 2. Geh aus von deinem Vaterland,/ zu suchen solchen Herrn,/ laß deine Augen sein gewanot/ auf diesen Morgenstern! 3. Gib acht auf diesen hellen Schein,/ der aufgegangen ist;/ er führet oͤich zum Kind hinein,/ das heißet Jesus Christ. 4. Er ist der held aus Davids Stamm,/ der alle Feinde schlägtj/ er ist das teure Gotteslamm,/ das unsre Sünden trägt. 5. Drum mache dich behendͤe auf,/ befreit von aller Last,/ und laß nicht ab von deinem Lauf,/ bis du dies Kinoͤlein hast. 6. Halt oͤich im Glauben an das Wort,/ das fest ist unò gewiß j/ das führet dich zum Lichte fort/ aus aller Finsternis. 7. Drum sinke nur vor seinem Glanz/ in tiefste Demut ein,/ und laß dein Herz erleuchten ganz/ von solchem Freudenschein! 8. Gib dͤich ihm selbst zum Opfer dar/ mit Geist und Leib und Seel/ und singe mit der Engel Schar:/ Hier ist Immanuel! 9. Hier ist das Ziel,/ hier ist der Ort,/ wo man zum Leben gehtz/ hier ist des Paradieses Pfort,/ die wieder offensteht. 10. Hier fallen alle Sorgen hin,/ zur Lust wird alle Pein;/ es wird erfreuet herz und Sinn,/ denn Gott ist wieder dein. 11. Der zeigt oͤir einen andern Weg,/ als ou vorher gekannt:/ den stillen Ruh⸗ und Friedenssteg/ zum ewgen Vaterland. michael Müller, 4 1704. 5⁰ Darstellung u Mel. Meinen desum laß ich nicht. ist er⸗schie de⸗ste die⸗ — was ich Ar⸗ 2. Nimm das habe/ und dami es auch bewähr 3. Nimm den oringen;/ Herz bringen;/ wenn oraufl 4. Nimm die Sündel/ Aber finde/ und nun Mel. Nr. 155. 1. Wohlauf, dargestellt,/ nu sei gewiß,/ er! hellen. 2. Ach, du se Sünden rein/ auf, werde lic der Lüste schon 4* su Christi n Pein,/ in in Zagheit hen ein Be⸗ imeon/ ein Mir weroͤen schon hie⸗ haut;/ kein o laut./ Ich ins scheiden ranck, 4 1677. Lobt Gott, in allzugleich. or der Tür. en Herrn,/ rn! gen ist;/ er de schlägt ʒ/ gt. Last,/ und hast. no gewiß j/ it ein,/ und hein! 'Leib und ianuell ꝛben gehtʒ/ ecPeinj/ es dein. gekannt:/ land. üller, 4 1704. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 56 57 Mel. Meinen Jesum 56 laß ich nicht. Zohann Uhlich, 1674. —I S.... RRR 1. Je su/ gro⸗Per Wun ⸗der⸗stern,/ der aus Ja⸗kob mei⸗ne See⸗le will so gern/ oͤir an dei⸗nem SSSSS ist er⸗schie⸗nen, 16 nimm doch, nimm doch gnä⸗ dig an,/ de ⸗ste die ⸗nen ch, ch g 9 an/ — T. — EL. E was ich Ar⸗ mer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin,/ wie ichs von dir selber habe/ und damit beschenket bin,/ so ist dirs die liebste Gabe/ laß es auch bewäͤhrt und rein/ in dem Trübsalsfeuer sein! 3. Uimm den Weihrauch des Gebets,/ laß denselben zu dir dringen j/ herz und Lippen sollen stets/ ihn als Opfer vor dich bringen;/ wenn ich bete, nimm es auf/ und sprich Ja und Amen oraufl 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu;/ ach, mich schmerzet meine Sündel/ Aber du bist fromm und treu,/ daß ich Trost und Gnade finde/ und nun fröhlich sprechen kann: gesus nimmt mein Opfer an. Eroͤmann Neumeister, 4 1756. II R t ir,‚ Mel. Är. 155. 57 spricht Soites Sohn⸗ 1. Wohlauf, mein Herz, verlaß die Welt,/ dem, der für dich sich dargestellt,/ nun dich auch darzustellen!/ Er ist das Licht, orum sei gewiß,/ er wird auch deine Finsternis/ durch seinen Glanz er⸗ hellen. 2. Ach, du sollst ihm ein Tempel sein!/ Er selbst macht dich von Sünden rein/ und hat Lust, hier zu wohnen./ Doch, finstres Herz, auf, werde licht!/ Denn Jesus wohnt in herzen nicht,/ die noch der Lüste schonen. 4* 57 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 3. Wer dich begehret, Gottes Sohn,/ vom Geist erweckt wie Simeon,/ zu seinem heil zu haben,/ Gott fürchtet, sich der Welt entwöhnt,/ aus ihr sich nach dbem Himmel sehnt,/ der opfert rechte Gaben. 4. Wer auf die Treue Gottes baut,/ im Glauben seinen Heiland schaut,/ der kann in Frieden fahren./ Der heiland hält, was er ver⸗ spricht,/ er wird sich ihm in seinem Licht/ dort herrlich offenbaren. 5. Herr, mache mich gerecht und rein,/ Herr, laß mich stets voll Glaubens sein,/ mich stets im Geiste leben,/ bis du auch mich, wenn dirs gefällt,/ im Frieden wirst aus dieser Welt/ zu deiner Wonn erheben. Nach Laurenti(4 1729) von Zoh. Röolf Schlegel, 4 1793. all⸗zeit er ach⸗tet;/ al wir ver⸗ze 2. O Lamn schlachtet,/ al esu Christi erweckt wie sich oͤer Welt opfert rechte inen Heiland was er ver⸗ hoffenbaren. nich stets voll h mich, wenn heiner Wonn hlegel, 4 1795. Braunschweig 1542. 8e NNEE „Lamm Gottes, un⸗schul⸗dig/ ——— + V R —— — SSSSS— U ach⸗tet;/ all Sünd hast du ge⸗ tra⸗ gen,/ sonst müß⸗ten Ware—.—— —— b,n, wir ver⸗za⸗genj/ er⸗barm dich un⸗ser, o Je⸗sul 2. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet,/ allzeit erfunoen geduldig,/ wiewohl du warest ver⸗ 59 Passion achtet;/ all Sünd hast oͤu getragen, sonst müßten wir verzagen/ erbarm dich unser, o Jesu! 5. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet,/ allzeit erfunden geduldig,/ wiewohl oͤu warest ver⸗ achtet;/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagenj/ gib deinen Frieden, o Jesul Nach dem Agnus dei) Nikolaus deeius(v. Hof) T 1541. Mel. Wie nach einer. 59 Französischer Pfalter, 1551. E ö—— 0 2— 5— 2 ö—— 2———— Je⸗su, dei⸗ ne tie⸗fen Wun⸗oͤen,/ oͤei⸗ ne Qual und Uge⸗ben mir zu al⸗len Stun⸗den/ Trost in Leibs⸗ und l J. —.— ö 22—— — ö ö x ö. .2 ö 4 2——.— —.—— bitt⸗rer Tod ö ö See⸗len⸗not; fällt mir et⸗was Ar⸗ges ein,/ denk ich —.. bald an dei⸗ ne pein/ die ver⸗lei⸗ det mei⸗ nem Her⸗zen// ö é——.——I ö ö—.— ö 1 —..I—— mit der Sün⸗de je zu scher⸗zen. 2. Will sich dann in Lüsten weiden/ mein veroͤerbtes Fleisch und Blut// so gedenk ich an dein Leiden,/ bald wird alles wieder gut./ Setzet der Versucher mir/ hestig zu, halt ich ihm für/ deine Gnad und Gnaoenzeichen: bal muß er von dannen weichen. 5. Will oͤie Welt mein Herz verführen/ auf die breite Sündͤen⸗ bahn,/ wo so viele sich verlieren,/ alsdann schau ich emsig an/ deiner Marter Zentnerlast,/ die du ausgestanden hast;/ so kann ich in Andacht bleiben,/ alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, für alles, das mich kränket,/ mir dein Leiden Hilfe schafft;/ wenn mein herz hinein sich senket,/ schöpf ich neue Lebenskraft./ 5⁴ Passion deines Trostes« das Heil erwor 5. Auf dich s dein Tod hat d daß ich an dir deine Gnade w 6. Hab ich di so empfind ich ke Ich verberge n vertraut auf dt —n daß man ein si Schuld? In! 2. Du wirst schlagen und v ans Kreuz ge 3. Was ist Sünden habe schulöet,/ war 4. Wie wur für die Schaf seine Knechte 5. O große diese Marterf und du muß Passion verzagenz/ Kreuzes ge⸗ warest ver⸗ verzagen/ b. Hof) + 1541. Psalter, 1551. Qual und Leibs⸗ und denk ich —.——— nHer⸗zzen// gleisch und ieder gut./ deine Gnad en. te Sünden⸗ emsig an/ so kann ich lfe schafft;/ benskraft./ Passion 6⁰ deines Trostes Süßigkeit/ wendet mir das bittre Leid,/ der du mir das heil erworben,/ da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich all mein hoffen,/ du bist meine Zuversicht/ dein Tod hat den Tod getroffen,/ daß er mich kann töten nicht./ daß ich an dir habe teil,/ bringet Trost mir, Schutz und heilj/ deine Gnade wird mir geben/ Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem herzen,/ du Brunn aller Gütigkeit,/ so empfind ich keine Schmerzen/ auch im letzten Kampfund Streit./ Ich verberge mich in dich,/ kein Feind kann verletzen mich;/ wer vertraut auf deine Wunden,/ der hat selig überwunden. Zohann heermann, 4 1647. 60 gohann Crüger, 1640. E, al=Leer Frnne, Hart, Hin.mr. SISSSSS— 1. Herz⸗lieb⸗ster Je ⸗su, was hast oͤu ver⸗bro⸗chen,/ P.. IIIIIII .—.— E ö——.— SII. I Schuld? In was für Mis⸗ se⸗ ta⸗ ten/ bist du ge⸗ ra⸗ ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet,/ ins Angesicht ge⸗ schlagen und verhöhnet,/ du wirst mit EHsig und mit Gall getränket,/ ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Pplagen?/ Ach, meine Sünden haben dich geschlagen;/ ich, o herr Jesu, habe dies ver⸗ schuldet,/ was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafel/ Der gute Hirte leidet für die Schafe,/ die Schuld bezahlt der herre, der Gerechte,/ für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße,/ die dich gebracht auf diese Marterstraßej/ ich lebte mit der Welt in Lust und§reuden,/ und oͤu mußt leiden. 6¹ Passion 6. Nch, großer König, groß zu allen Zeiten,/ wie kann ich gnug⸗ sam solche Treu ausbreiten?/ Kein Menschenherz vermag es aus⸗ zudenken,/ was dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen,/ womit doch dein Erbarmen zu vergleichen;/ wie kann ich öᷣir denn oͤeine Liebes⸗ taten/ im Werk erstatten? 8. Doch ist noch etwas, was dir angenehme:/ wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme,/ daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden/ mit alten Sünden. 9. Weil aber es nicht steht in eignen Kräften,/ fest die Begierden an das Rreuz zu hesten,/ so gib mir deinen Geist, der mich regiere// zum Guten führe. 10. Dann werd ich oͤir zu Ehren alles wagen,/ kein Kreuz mehr achten, keine Schmach unoͤ Plagen,/ nichts von Verfolgung, nichts von Codesschmerzen/ nehmen zu Herzen. 11. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen,/ wirst dᷣu es doch nicht gar beiseite setzen,/ in Gnaden wirst oͤu dies von mir annehmen,/ mich nicht beschämen. 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor oeinem Throne/ auf meinem Haupte stehn die Ehrenkone,/ da will ich dir, wenn alles wiroͤ wohl klingen,/ Lob und Dank singen. Zohann heermann, 4 1647. Mel. Wie nach 61 einer Wasserquelle. Französischer Psalter, 1551. ö mn ö —.— 1..— 2— 2226 Der am Kreuz ist mei⸗ ne Lie be// mei⸗ ne Lieb ist weg, ihr ar⸗gen Sün⸗den⸗trie⸗be,/ Welt und Fleisch mit 2 Je⸗ sus—.. eu ⸗rer List! Eu⸗re Lieb ist nicht von Gott,/ eu ⸗=re Lieb II V . + —— ö —3— +—— ——2 SPSISSPSIIII.TTTI....... ist gar der Tod.„ Der am Rreuz ist mei⸗ ne Lie⸗be// 50 Passion — weil ich mich 2. Der am Kre daß ich mich im ward er mein Kreuz ist meint 3. Der am Kr Weh mir, wen Kreuzigt ich ni hohnꝛ/ Der a ben übe. 4. Der am Rt hunger, Blöße nicht Gewalt, tum./ Der am! 5. Der am bester reund! mir vereint./ L gam./ Der am 11 Je su Cl stor⸗ben am Stamm d in ich gnug⸗ nag es aus⸗ womit doch eine Liebes⸗ enn ich des nicht mein Begierden ch regiere,/ Kreuz mehr ung, nichts wirst oͤu es es von mir luf meinem alles wiroͤ ann, 4 1647. salter, 1551. Lieb ist Fleisch mit 8re Lieb Lie ⸗be// Passion —.— I ................. * 2 I— weil ich mich im Glau⸗ben üi⸗ be. 2. Dder am Kreuz ist meine Liebel/ drevler, was befremdets dich,/ daß ich mich im Glauben übeꝰ/ Jesus gab sich selbst für mich./ So ward er mein Friedeschild,/ aber auch mein Lebensbild./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. Z. Der am Kreuz ist meine Liebel/ Sünde, du besiegst mich nicht./ Weh mir, wenn ich den betrübe,/ der für mich ging ins Gerichtl/ Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn?/ Spräch ich seinem Blut nicht hohn ꝛ/ der am KRreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glau⸗ ben übe. 4. Der am Rreuz ist meine Liebel/ Reine Not, wie hart und groß,/ hunger, Blöße, Geißelhiebe,/ nichts macht mich von Jesus los;/ nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm,/ Engel nicht, kein dürsten⸗ tum./ der am Rreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe!/ Komm, Tod, komm, mein bester dreundl/ Wenn ich wie ein Staub zerstiebe,/ wird mein Jesus mir vereint./ Da, da schau ich Sottes Lamm// meiner Seele Bräuti⸗ gam./ Der am Rreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. Ende des 17. Jahrhunderts. 62(15. Jahrhundert.) Erfurt 1524. qRRR———— 1 5——— Was mich mein Sün⸗den krän⸗ken,/ o mein herr so laß mich wohl be⸗ den⸗ken,/ wie du ge⸗ 8* — —.——..———— e. Rer Een Sühr und al⸗le mei⸗ne Sün ⸗den ⸗last/ 6³ Passion 2. O Wunder ohne Maßen,/ wenn mans betrachtet recht!/ Es hat sich martern lassen/ der Herr für seinen Knecht;/ selbst seinen eingen Sohn hat Gott/ für mich verlornen Menschen/ gegeben in den Tod. 5. Was kann mir denn nun schaden/ der Sünoͤen große Zahlꝰ/ Ich bin bei Gott in Gnaden/ die Schuld ist allzumal/ bezahlt durch Christi teures Blut,/ daß ich nicht mehr darf fürchten/ der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen/ jetzt unòd mein Leben lang/ für deine Pein und Schmerzen,/ o Jesu, Lob und Dank,/ für deine Not und Angstgeschrei,/ für dein unschuloͤig Sterben,/ für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bittres Leiden/ mich reizen für und für,/ mit allem Ernst zu meiden/ die sünoͤliche Begier,/ daß mir nie komme aus dem Sinn,/ wieviel es dich gekostet,/ daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen,/ sollts auch sein Schmach und Spott,/ hilf mir geduldig tragen;/ gib, o mein Herr und Gott,/ daß ich verleugne diese Welt/ und treu dem Beispiel folge,/ das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben,/ was oͤu an mir getan,/ und mei⸗ nen Nächsten lieben,/ gern dienen jedermann/ ohn Eigennutz und Heuchelschein/ uno, wie oͤu mir erwiesen,/ aus reiner Lieb allein. 8. Laß enoͤlich deine Wunden/ mich trösten kräftiglich/ in meinen letzten Stunden/ und des versichern mich:/ weil ich auf oͤein Ver⸗ dienst nur trau,/ ͤu weroest mich annehmen,/ daß ich dich ewig schau. gustus Gesenius, 4 1675. Mel. Herzlich tut 63 mich verlangen. Hans Leo Haßler, 1601. n. ö E. ö— S.S..SIS.S.I....I......... 1. O Haupt voll Blut und Wun⸗den/ voll Schmerz und vol⸗ler Jo haupt, zum Spott ge⸗bun⸗den/ mit ei ⸗ner dor⸗nen⸗ S ö ö ö— 2 ö 1 ö— gohn 55 ðjι)3— rhn⸗ Haupt, sonst schön ge⸗krö⸗net/ mit höch⸗ster Ehr E grü⸗Pet seist 2. Du eoͤles und wird zuni bleichet!/ Wer gleichet,/ so sch 3. Nun, was es selbst verscht ich Armer,/ de den Anblick de 4. Erkenne r dir, Quell alle mich gelabet/ mit reichem h 5. Ich will! dir will ich ni Haupt wird er fassen/ in mei 6. Es dient wenn ich in möcht ich, o m mir geben,/ v 7. Ich dankt Todes Schme halte/ zu dir mein Ende se 8. Wenn i wenn ich den am allerbäng Angsten/ kra Passion / Es hat ꝛn eingen den Tod. e Zahlꝰ/ ihlt durch der Hölle ang/ für ür deine eine Lieb flir,/ mit e komme t bin. Schmach ò Gott,/ ge,/ das ind mei⸗ nutz und b allein. imeinen ein Ver⸗ ich ewig 3, + 1673. ßyler, 1691. Passion —— ö — é 1 ———.—— 2——..—— 1——— B ö — höch⸗ster Ehr und Zier,/ jetzt a⸗ ber höchst ver⸗höh⸗net,/ ge⸗ 1 grü⸗Pet seist du mir! 2. Du eoͤles Angesichte,/ davor das Reich der Welt/ erschrickt und wird zunichte,/ wie bist du so entstellt,/ wie bist dᷣu so er⸗ bleichetl/ Wer hat dein Augenlicht,/ dem sonst kein Licht mehr gleichet,/ so schänoͤlich zugericht? 3. Nun, was du, Herr, erduldet,/ ist alles meine Last,/ ich hab es selbst verschuldet,/ was dᷣu getragen hast./ Schau her, hier steh ich Armer,/ der Zorn veroͤienet hat;/ gib mir, o mein Erbarmer,/ den Anblick deiner Gnad! 4. Erkenne mich, mein Hüter,/ mein Hirte, nimm mich anl/ Von dir, Quell aller Güter,/ ist mir viel Guts getan;/ dein Wort hat mich gelabet/ mit süßer Gnadenkost// dein Geist hat mich begabet/ mit reichem Himmelstrost. 5. Ich will hier bei dir stehen,/ verachte mich doch nicht;/ von dir will ich nicht gehen,/ wenn dir dein Herze bricht;/ wenn dein haupt wird erblassen/ im letzten Todesstoß,/ alsdann will ich dich fassen/ in meinen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen Freuden/ und kommt mir herzlich wohl,/ wenn ich in oͤeinem Leiden,/ mein heil, mich finden soll./ Ach, möcht ich, o mein Leben,/ an deinem Kreuze hier/ mein Leben von mir geben,/ wie wohl geschähe mirl 7. Ich danke dir von herzen,/ o Jesu, liebster dreund,/ für deines Todes Schmerzen,/ da dus so gut gemeint./ Ach, gib, daß ich mich halte/ zu dir und deiner Treu,/ und wenn ich nun erkalte,/ in dir mein Ende sei. 8. Wenn ich einmal soll scheiden,/ so scheide nicht von mir,/ wenn ich den Tod soll leiden,/ so tritt du dann herfür;/ wenn mir am allerbängsten/ wird um das Herze sein,/ so reiß mich aus den Fngsten/ kraft deiner Angst und Pein. 8—8— ———————————— ͤ—— EEE 6⁴ Passion 9. Erscheine mir zum Schilde,/ zum Trost in meinem Tod,/ und laß mich sehn dein Bilde/ in deiner Kreuzesnot;/ da will ich nach dir blicken, /da will ich glaubensvoll/ dich fest an mein Herz oͤrücken./ Wer so stirbt, der stirbt wohl. paul Gerharot, 4 1676. Nach dem lateinischen Ned des Bernhard von Clairvauz, 4 1155. Mel. O Welt, i 10 dich Iaen. 6⁴(Heinrich Isaak, 4 1517.) 1539. — ö x* + I 6.9 E——— 1— 1. O W elt, sieh hier dein Le⸗ben/ am Stamm des Kreu⸗zes *— ů— 5——*—.—..— schweben,/ dein Heil sinkt in den Tool/ der gro⸗ße Fürst der + 2. ... — —3 . Eh⸗ ren/ läßt wil⸗lig sich be⸗schwe⸗ren/ mit Schlägen, ö —.. —. ö 2— — + 4 2 Hohn und gro⸗Fem Spott. 2. Critt her und schau mit Fleiße,/ wie er mit Todesschweiße/ und Blut ist überfüllt/ aus seinem eoͤlen herzen/ vor unerschöpften Schmerzen/ ein Seufzer nach dem andern quillt. 5. Wer hat dich so geschlagen,/ mein Heil, und oͤich mit Plagen/ so übel zugericht't?/ Du bist ja nicht ein Sünder,// wie wir und unsre Kinder,/ von Ubeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden,/ die sich wie Körnlein finden/ des Sandes an dem Meer,/ oͤie haben dir erreget/ das Eleno, das dich schläget,/ und deiner Martern ganzes heer. 5. Du sethest dich zum Bürgen,/ ja lässest ᷣich erwürgen/ für mich und meine Schuld;/ mir lässest du dich krönen/ mit Dornen, die dich höhnen,/ und leidest alles mit Gedulo. Passion 6. Ich bin, n dir überhoch u ich billig legen 7. Nun, ich k aber will ich tt Seele scheiden, 8. Ich wills sei auch, wo ie und ein Siege 9. Ich will! mit stillem, sa doch sehr betr 10. Ich will was meinem! ich fliehn und 11. Dein S Tränen,/ die deinen Schoß mel. Nn Wasser flüssen Babylon. er ⸗gibt eiße/ öpften agen/ unsre nöen/ o/ das rmich n, die Passion 6⁵ 6. Ich bin, mein heil, verbunden/ all Augenblick unòd Stunden/ dir überhoch und sehr;/ was Leib und Seel vermögen,/ das soll ich billig legen/ allzeit an deinen dienst und Ehr. 7. Nun, ich kann nicht viel geben/ in diesem armen Leben,/ eins aber will ich tun:/ es soll dein Tod und Leiden,/ bis Leib und Seele scheiden,/ mir stets in meinem herzen ruhn. 8. Ich wills vor Augen setzen,/ mich stets daran ergötzen,/ ich sei auch, wo ich sei;/ es soll mir sein ein Spiegel/ der Unschuld und ein Siegel/ der Lieb und unverfälschten Treu. 9. Ich will darin erblicken,/ wie ich mein Herz soll schmücken/ mit stillem, sanftem Mut,/ und wie ich die soll lieben,/ die mich doch sehr betrüben/ mit Werken, so die Bosheit tut. 10. Ich will mich mit dir schlagen/ ans Rreuz und dem absagen,/ was meinem Fleisch gefällt;/ was deine Augen hassen,/ das will ich fliehn und lassen,/ gefiel es auch der ganzen Welt. 11. dein Seufzen und dein Stöhnen/ und die viel tausend Tränen,/ die für mich weintest du,/ ͤie sollen mich am Ende/ in deinen Schoß und hände/ begleiten zu der ewgen Ruh. paul Gerhardt, 4 1676. mel. An Wasser⸗ flüssen Babylon. 65 Straßburg 1525. ——— Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld/ der Welt und es geht und trä⸗ get in Ge⸗ duld/ die Sün⸗ den ——.——2* rer Rin⸗der; Rin wi ö „kr Sün⸗Oer; es geht da⸗hin, wird matt und krank,/ SSS—— —.— Saer, L. u. ö— —— er ⸗gibt sich auf die Wür⸗ge⸗bank,/ ver⸗zicht't auf Passion ö—.— —— 2— —.—.— ö —..— ——— al ⸗le Freu⸗den; /es nimmt auf sich Schmach, Hohn ö 2 ö ———— — ö IIU +. 4 ——— —.—— 2— 47—— —— 2—.— ⸗3 ö ———2——— und Spott,/ Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Cod/ und ———.——... .— spricht: Ich wills gern lei„den. 2. Das Lämmlein ist der große dᷣreund/ und Heiland unsrer Seelen/ den, den hat Gott zum Sündenfeind/ und Sühner wollen wählen:„Geh hin, mein Kind, und nimm dich an/ der Kinoͤer, die von Anfang an/ verdienet Straf und Ruten;/ die Straf ist schwer, der Zorn ist groß,/ du kannst und sollst sie machen los/ durch Sterben und oͤurch Bluten.“ 3. Ja, Vater, ja, von Herzensgrund, /lleg auf, ich wills gern tragen!/ Mein Wollen hängt an oͤeinem Muno,/ mein Wirken ist dein Sagen.“/O Wunderlieb, o Liebesmacht,/ du kannst, was nie ein Mensch gedacht,/ Gott seinen Sohn aboͤringen;/ o Liebe, Liebe, du bist stark,/ oͤu streckest den in Grab und Sarg,/ vor dem die Felsen springen! 4. Mein Lebetage will ich dich/ aus meinem Sinn nicht lassen/ dich will ich stets, gleich wie du mich,/ mit Liebesarmen fassen,/ du sollst sein meines herzens Licht,/ unòd wenn mir auch mein Herz zerbricht,/ sollst du mein Herze bleiben/ ich will mich oͤir, mein höchster Ruhm,/ hiermit zu deinem Eigentum/ bestänoͤiglich ver⸗ schreiben. S. Ich will von deiner Lieblichkeit/ bei Nacht und Tage singen,/ mich selbst auch dir zu aller Zeit/ zum Freudenopfer bringen./ Mein Bach des Lebens soll sich oͤir/ und deinem Ramen für und für/ in Dankbarkeit ergießen,/ und was du mir zu gut getan,/ das will ich stets, so tief ich kann,/ in mein Geoächtnis schließen. Paul Gerharot, 4 1676. 6² To⸗-des Tod, See⸗len⸗not, lieb⸗ster Je 2. Du, ach du hast getragen S mich Armen zue tausendmal sei 3. Willig ließ ließest fälschlich möchte trostreic seno⸗, tausenon 4. Du hast die mit dem Todes würde freigege tausendmal sei 5. Deine Dem Toð meinen To lassensein, dein tausendmal sei unsrer wollen Rinder, traf ist n los/ s gern rken ist as nie Liebe, em die en;/ en// nHerz mein h ver⸗ ioen,/ igen./ ir und etan,/ ließen. + 1676. 66 66 Christoph Anton, 1051. 44. 3 E* ö——— ge⸗su, mei⸗nes Le⸗bens Le⸗ben,/ Je⸗su, mei⸗nes der doͤu dich für mich ge⸗ge⸗ben/ in die tief=ste To⸗des Toö, 1 18—. See⸗len⸗not, in das äu⸗Per⸗ste Ver⸗der⸗ ben,/ nur daß — .———— ich nicht möch⸗te ster⸗ben /tau⸗ seno⸗, tau⸗send⸗mal sei dir,/ adum En r., wnnt:. man an lieb⸗ster Je ⸗ su, Dank da⸗für. 2. Du, ach du hast ausgestanden/ Lästerreden, Spott und Hohn,/ hast getragen Strick unòd Banden,/ du gerechter Gottessohn,/ nur mich Armen zu erretten/ von den schweren Sündenkettenz/ tausenoͤ⸗, tausendmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 3. Willig ließest du dich schlagen,/ mich zu lösen von der Pein,/ ließest fälschlich dich anklagen,/ daß ich könnte sicher sein;/ daß ich möchte trostreich yrangen,/ hast du sonder Trost gehangen/ tau⸗ seno⸗, tausenomal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 4. Du hast dich in Not versenket,/ wurdest, ach, für meine Schuld/ mit dem Todeskelch getränket,/ littest alles mit Geduld;/ daß ich würde freigegeben,/ gabst ou hin dein teures Leben;/ tausend⸗, tausenomal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 5. Deine demut hat gebüßet/ meinen Stolz und Ubermut,/ dein Tod meinen Tod versüßet/ es kommt alles mir zu gut/ dein Ver⸗ lassensein, dein Schreien/ muß zu Ehren mir gedeihen/ tausend⸗, tausenomal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 67 Passion 6. Nun, ich danke dir von Herzen,/ Jesu, für gesamte Not,/ für die Wunden, für die Schmerzen,/ für oen herben, bittern Tod 77 für dein Zittern, für dein Zagen,/ deine tausenoͤfachen Plagen,/ flür dein Ich und tiefe Pein/ will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph homburg, 4+ 1681. (Oder wie Nr. 248.) 67 Nürnberg 1684. —.————— SESESISESISISISIIIEIEIIIIIIIIII 5———— du Lie ⸗be mei⸗ ner Lie ⸗be,„ du er⸗ die dͤu dich aus höch⸗stem Trie ⸗be, in das U I 1 TQTD 1 — wünsch⸗te Se⸗lig»keit, jam ⸗mer⸗vol ⸗le Leioö ISISSSSSSSSSSEE—— DD— gu ⸗te/ als ein Op⸗fer ein⸗ge⸗stellt/ und be⸗zahlt mit dei ⸗nes Lei⸗dens mir zu .S.... II 4+7— LI +. dei⸗nem Blu⸗ te/ al⸗le Mis⸗ se ⸗ tat der Welt. 2. Liebe, die mit heißen Tränen/ an dem Glberg sich betrübt ʒ/ Liebe, die mit heißem Sehnen/ unaufhörlich fest geliebt;/ Liebe, die den eignen Willen/ in des Vaters Willen legt/ uno, den Fluch der Welt zu stillen,/ treu die Last des Kreuzes trägt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen/ Schmach und Lästerung ge⸗ hört;/ Liebe, dͤie in Angst und Schmerzen/ bis zum Tod blieb unversehrt;/ Liebe, die sich liebend zeiget,/ da der Atem geht zu Eno// Liebe, die sich liebend neiget,/ da sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben/ und ein immerwährend Gut/ an dem Kreuzesholz erworben,/ ach, wie denk ich an dein Blutl/ Ach, wie dank ich deinen Wunden,/ oͤu verwundte Liebe du,/ wenn ich in den letzten Stunden/ sanst an deinem Herzen ruh. 0⁴ Passion 5. Liebe, die si ein kaltes Grab habe dank, daß e Seelen heil erwie mel. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. E 35 Je=sus schließ Le⸗bens⸗-son — ——— To⸗ des ⸗- nac 2. Es ist vollb sprachlos seinj/ heils umschließt O wahres Wort 3. Es ist vollbe herz nicht mehr. Blut erlangt Ge süßbes Wort: Es 4. Es ist vollb Grabe hinz/ die meinem herzen Wort: Es ist vo 5. Es ist volll Grabesstein;/ wie Jakob einj/ Es ist vollbracht 5 Passion Not,/ für en Tooʒ/ Ylagen,/ og, T 1681. berg 1684. Welt. etrübtʒ/ 7 Liebe, hen fluch rung ge⸗ od blieb geht zu se trennt. nö Gut/ n Blutl/ // wenn * Passion 68 5. Liebe, die sich totgekränket/ und für mein erkaltet Herz/ in ein kaltes Srab gesenket,/ ach, wie dank ich deinem Schmerz!/ habe dank, daß du gestorben,/ daß ich ewig leben kann,/ und der Seelen heil erworben;/ nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, 4 1679. mel. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. 68 17²8. . —2—0—— 0 DDSeee ö Es ist vollbracht! Er ist ver⸗schie⸗den,/ mein Voer Frie⸗de ⸗fürst entschläft im§ᷣrie⸗den,/ die S.SSSS Je⸗sus schließt die Ru⸗gen zu; Le⸗bens ⸗son ne geht zur Ruh — IDEEE ...———— To⸗ des ⸗nacht./ O gro⸗ßes Wort: Es ist voll⸗brachtl 2. Es ist vollbracht! Er hats gesprochen,/ das ewge Wort muß sprachlos sein;/ das Herz der Treue wird gebrochen,/ den§els des heils umschließt ein Stein;/ die höchste Rraft ist nun verschmacht't./ O wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine Sünden, verdammet nun mein herz nicht mehr./ Vom himmel her hör ich verkünden:/ des Sohnes Blut erlangt Gehör;/ am Kreuz hats§rieden uns gemacht./ O süßes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! O welch Verlangen/ zieht mich zu deinem Grabe hin;/ dich wünschen Engel zu umfangen:/ ruh auch in meinem herzen drin,/ wo dir die Liebe Raum gemacht./ O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen/ zur Ruh auf Christi Grabesstein;/ die Engel sind allhier zugegen,/ ich schlummre sanft wie Jakob einj/ die himmelspfort ist aufgemacht./ O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomo F§ranck, 4 1725. 5 65 und sinkt in stil ⸗Ie 60 Passion Mel. Nach einer Prüfung 69 kurzer Tage(oder wie Nr. 359). Schicht 1819. .... Du ge⸗ hest in den Gar⸗ten be ⸗ ten,/ laß mich an dei⸗ ne Sei⸗te tre ⸗ ten, — ——— 2...— IE n.. mein treu⸗er Je⸗ su, nimm mich mitj ich will an ich wei⸗che von die kei ⸗nen Schritt; ————— H SISISITIITITITITITITIIT.. dir, mein inm sehn,/ wie mein Ge-bet soll recht geschehn. 2. Du gehst mit Zittern unò mit Zagen/ und bist bis in den Tod betrübt;/ ach, oͤies soll mir ans Herze schlagen,/ daß ich die Sünde so geliebt;/ oörum willst du, daß mein Herz voll Reu/ mein Anfang zum Gebete sei. 3. Du reißt dͤich von der Jünger Seiten,/ du suchst die stille Ein⸗ samkeit;/ so muß auch ich mich wohl bereiten/ und fliehen, was mein Herz zerstreut./ Zieh mich von aller Welt allein,/ daß nur wir zwei beisammen sein. 4. Zur Erodͤe beugst du deine Glieder,/ fällst nieder auf dein Angesicht;/ so sinkt die stille Demut nieder;/ ͤdörum rühm ich Asch und Staub mich nicht;/ ich bieg und beuge mich mit dir/ vor meinem Gott in Demut hier. 5. Du betest zu dem lieben Vater/ und rufest:„Nbbal“ wie ein Kinod;/ dein Vater ist auch mein Berater,/ sein Vaterherz ist treu ge⸗ sinnt./ Ich halte mich getrost an dich/ und rufe:„Abba, höre michl“ 6. Du greifst voll Zuversicht und Liebe/ dem Vater tief ins treue Herz/ und rufst aus stärkstem Herzenstriebe: /„O Vater, Vater!“ himmelwärts./ Ach, Glaub und Liebe sind mir not,/ sonst ist doch all mein Beten tot. 7. Geduldig Lamm, wie hältst ou stille/ und im Gebete oͤreimal anl/ Dabei ist auch für mich dein Wille,/ ͤaß ich soll tun, wie du 6⁰ Passion getan./ Gott h ohne Zahl. 8. Dein Wil einj/ in ihm m seinj/ örum b scheh allzeit.“ 9. Du, Herr, herrlichkeit;/ angenehmen 7 ernten soll. 10. Drum, Vorbild lehrt; von ihm erhö ewig dankbar mel. Sieh, hier ich, Ehrenkönig. hat ge⸗ 2. Wie di sehnj/ schau gehn,/ kluch 3. Dies sin dich;/ dieser michz/ diese 5* Passion Schicht 1819. echt geschehn. bis in den Tod ich oie Sünde mein Anfang st die stille Ein⸗ ö fliehen, was lein,/ daß nur ieder auf dein rühm ich Asch mit dir/ vor ibba!“ wie ein herz ist treu ge⸗ a, höre mich!“ r tief ins treue Oater, Vater!“ „sonst ist doch Bebete oͤreimal otun, wie du Passion 70 getan./ Gott hilft nicht stets aufs erstemal;/ drum fleh und ruf ich ohne Zahl. 8. Dein Wille senkt sich in den willen/ des allerbesten Vaters ein j/ in ihm muß auch mein herz sich stillen,/ wofern ich will erhöret seinj/ drum bet ich in Gelassenheit:/ Was mein Gott will, ge⸗ scheh allzeit.“ 9. Du, Herr, erlangest auf dein dlehen/ Trost, Kraft, Sieg, Leben, gerrlichkeit;/ und so wiros auch mit mir geschehen,/ daß ich zur angenehmen Zeit/ auf ernstlich Beten freudevoll/ den gleichen Segen ernten soll. 10. Drum, Jesu, hilf mir stets so beten,/ wie mich dein heilig Vorbild lehrt;/ so kann ich frei zum Vater treten/ und werde stets von ihm erhört;/ so bet ich mich zum Himmel ein/ und will dir ewig dankbar sein. Zohann Mentzer, 4 1754. mel. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig. 7 0 1. Ru⸗ he hier, mein Geist, ein we⸗ nig/ und schau an dies Ddarmstaot 1690. SDIDiD= n—— — aus des Va⸗ters Schoß. 2. Wie dich Jesus liebt von Herzen,/ kannst du hier am Kreuze sehnj/ schau, wie bittre Todesschmerzen/ ihm durch Leib und Seele gehn,/ Fluch und Schrecken/ ihn bedecken/ höre doch sein Klaggetön! 3. Dies sinò meiner Sünden Früchte,/ die, mein heiland, ängstgen dich;/ dieser Leiden schwer Gewichte/ zöge sonst zum Abgrund ——— hat ge⸗trie⸗ben/ zu dir michj/ diese Nöten,/ die dich töten,/ sollt ich fühlen ewiglich. 5* 71 Passion 4. Doch du hast für mich besieget/ Sünde, Tod und höllenmacht,/ Gottes ewgem Recht genüget,/ seinen Willen ganz vollbracht,/ durch dein Sterben/ mich zum Erben/ deines Lebens oͤort gemacht. 5. Ach, ich Sündenkind auf Erden!/ Jesu, stirbst du mir zu gut?/ Soll dein Feind erlöset werden/ durch dein eigen herzensblut?/ Ich muß schweigen/ und mich beugen/ für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder, /alles gibst oͤu für mich hin;/ sollt ich dir nicht schenken wieder/ alles, was ich hab unoͤ bin?/ Ich bin deine/ ganz alleine,/ dir verschreib ich herz und Sinn. 7. Zeuch oͤurch deines Todes Kräfte/ mich in deinen Tod hinein/ laß mein Fleisch und sein Geschäfte,/ Herr, mit dir gekreuzigt sein,/ daß mein Wille/ sanft und stille/ und die Liebe weroͤe rein. 8. Laß in allen Leidenswegen/ deine Leiden stärken mich,/ daß mein Leiden mir zum Segen/ mag gedeihen stetiglich,/ daß mein Herze/ auch im Schmerze/ ohne Wanken liebe dich. 9. Wenn mich schrecken meine Sünden,/ wenn mich böse Lust anficht,/ ich nicht Kraft noch Gnad kann finden,/ wollst du mich ver⸗ lassen nicht!l/ Laß dein Sterben/ mir erwerben/ Trost im Tod und im Gericht!l 10. Jesu, nun will ich ergeben/ meinen Geist in deine Hanoͤ/ laß mich oͤir alleine leben,/ bis ich nach dem Leidensstand/ bei dir wohne,/ in der Krone/ dich beschau im Vaterland. Oerhard Tersteegen, 4 1769. wo 8 ba 0 ver b oche. 7 1 —*——— 3.———————— e. en i,reesis ehm i, — 1. herr, stär⸗ke mich, dein Lei⸗den zu be⸗den⸗ken,/ SSSSSSSUU Johann Crüger 1640. mich in das Meer der Lie⸗be zu ver⸗ sen⸗ken,/ die dich be⸗ zae Lrirn win, m neren wog, von al⸗ ler Schuld des Bö⸗sen/ uns zu er ⸗lö⸗ senl Passion 2. Du wollte zum Tod am R und zerschlaget 3. Welch wur nicht in seine empfinde/ den 4. Gott ist g und läßt die U und Entzücken 5. Es schläg mich tief, und mich aus Gott 6. O herr, vor dir gebückt in deine Güte 7. Das Grõ es zu, sie den uns Gnad er: 8. So sei dͤt das du mir be Leben/ dahin 9. Du liebt Freuden deim Werke/ mir E Mel. Nr. 74. 1. Am Krei findet mein 2. Ein heilt kann ich sagen 3. Du schüt sterben wollt 4. Du hast Dein will ich 5. Es ist v dein Leben,, passion öllenmacht,/ vollbracht,/ dort gemacht. mir zu gut ꝛ/ erzensblutꝰ/ erdiente Gut. du für mich ich hab und rz und Sinn. CLod hineinʒ/ reuzigt sein,/ de rein. n mich,/ daß h// daß mein . lich böse Lust du mich ver⸗ t im Toò und eine hand/ ensstand/ bei 10. eegen, 4 1769. in Crüger 1640. e⸗den⸗ ken// —— die dich be⸗ .., lö⸗ senl Passion 72 2. Du wolltest, herr, ein Mensch gleich uns auf Erden/ und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden,/ an unsrer Statt gemartert und zerschlagen,/ die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges vollbringen!/ Mein Geist kann nicht in seine Tiefe dringen./ Mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde/ den F§luch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen;/ Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen:/ dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken/ am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Veroͤienst danieder;/ es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder,/ lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde/ zu Gottes Freunde. 6. O herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube,/ ich liege hier vor dir gebũckt im Staube,/ verliere mich mit dankendem Gemüte/ in deine Güte. 7. Das Größt in Gott ist: Gnad und Lieb erweisen. /Uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen,/ zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget,/ die Gnade steiget. 8. So sei denn ewig auch von mir gepriesen/ für das Erbarmen, das du mir bewiesen./ Du hast, mein Heiland, auch für mich dein Leben/ dahingegeben. 9. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben/ und stets mit §reuden deinen Willen üben./ O gib du, Herr, zu diesem heilgen Werke/ mir Kraft und Stärke. christian dürchtegott Oellert, 4 1769. T. igkeit, Mel. Nr. 74. 72 Heszs eis 1. Am Rreuz erblaßt,/ der Marter Last, /der Todesqualen müde,/ findet mein Erlöser erst/ in dem Grabe Friede. 2. Ein heilger Schmerz/ durchoͤringt mein herz/ /und, herr, was kann ich sagen?/ Nur an meine Brust kann ich/ tiefgebeuget schlagen. 3. Du schützest mich,/ und über dich/ gehn aller Trübsal Wetterj/ sterben wolltest ou für mich,/ einziger Erretter! 4. du hasts getan,/ dich bet ich an,/ du Rönig der Erlösten!/ dein will ich im Tode mich/ glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht!/ riefst du mit Macht;/ du zeigst, daß du dein Leben,/ mein Versöhner, göttlich frei/ habest hingegeben. 7374⁴ Passion 6. Hochheilge Tatl/ Des höchsten Rat/ will ich in demut preisen/ mein Erlöser wird mir einst/ seine Tiefen weisen. 7. Allmächtig rief/ er, der entschlief,/ den Toten sie erstanden./ Leicht entschwingt der Lebensfürst/ sich des Todes Banden. 8. Das finstre Tal/ will ich einmal/ durchwandeln ohne Grauenj/ denn dͤurch dich, Erlöser, ists/ mir der Weg zum Schauen. 9. Ich preise dich,/ erforsche mich/ und siehe, wie ichs meinez/ ja, oͤu siehst es, wenn ich still/ meinen Dank dir weine. 10. Vergeß ich dein,/ so weroͤe mein/ in Ewigkeit vergessen./ Herr, ich will, so lang ich bin,/ deine Lieb ermessen. Christoph Friedrich Neander, 4 1802. Begräbnis Jesu/ Mel. Nun laßt uns 73 — 3.— begraben.— 1544. ...I.... 2—. 1. Der 35— Je⸗ su, Ruh und Rast/ in odeinem Grab ge⸗ —. hal⸗ten hast,/ gib, daß wir in dir ru- hen all/ und — un⸗ser Le⸗ben dir ge⸗fall. 2. Verleih, o herr, uns Stärk und Mut,/ die ou erkauft mit deinem Blut,/ und führ uns in des himmels Licht/ zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes Lamm,/ getötet an des Kreuzes Stamm;/ laß ja uns Sündern deine Pein/ den Eingang in das Leben sein. Georg Werner, 4 1643. 74 mainz 1628 E ä 1. O Trau⸗ rig⸗ keit,„ o her⸗ ze⸗leid!„Ist das nicht zu E—.— wird ins Gral 2. O große N hat dadurch da 3. O Mensch da du durch di 4. Dein Brã flossen,/ welche 5. O selig is herr der Herrl 6. O zesu, hilf, daß ich n Mel. Nr. 74. 1. So ruhe erweckst durch 2. Man sen Leben!/ Dich 3. Ach, du b Lieben,/ das 4. Doch Pr sehen;/ bald 5. OLeben sollte denn m 0. Sie wir weil ich nun 7. Nein, ni erstehen/ unt 8. Indes an deinen bi Passion lut preisen/ erstanden./ zanden. ne Grauenʒ/ hauen. chs meinej/ ne. vergessen./ ander, 4 1802. ittenberg 1544. em Grab ge⸗ nall/ und erkauft mit eines Vaters des Kreuzes gang in das herner, 4 1643. Mainz 1628 E wird ins Grab ge⸗ tra-gen. 2. O große Not,/ der Herr liegt tot/ Am Rreuz ist er gestorben,/ hat dadurch das himmelreich/ uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind,/ nur deine Sünd/ hat dieses angerichtet,/ da du durch die Missetat/ warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam,/ das Gotteslamm,/ liegt hie mit Blut be⸗ flossen,/ welches er ganz mildiglich/ hat für dich vergossen. 5. O selig ist/ zu aller Frist,/ der dieses recht bedenket,/ wie der herr der herrlichkeit/ wird ins Grab versenket. 6. O Jesu, du/ mein Hilf und Ruh,/ ich bitte dich mit Tränen:/ hilf, daß ich mich bis ins Grab/ nach dir möge sehnen! gohann Rist, 16⁷7. 75 O Traurigkeit, o Herzeleid. Mel. Nr. 74. 1. So ruhest du,/ o meine Ruh,/ in deiner Grabeshöhle/ und erweckst durch deinen Tod/ meine tote Seele. 2. Man senkt dich ein/ nach vieler Pein,/ du meines Lebens geben!/ dich hat jetzt ein Felsengrab,/ dels des heils, umgeben. 3. Ach, du bist kalt,/ mein hort und Haltl/ Das macht dein heißes Lieben,/ das dich in das kalte Grab/ mir zu gut getrieben. 4. doch Preis sei dir!/ Du konntest hier/ nicht die verwesung sehenj/ bald ließ dich des Vaters Macht/ aus dem Grab erstehen. 5. OLebensfürst,/ ich weiß, du wirst/ mich wieder auferwecken/ sollte denn mein gläubig Herz/ vor der Gruft erschrecken? . Sie wird mir sein/ ein Kämmerlein,/ da ich im ͤrieden liege// weil ich nun durch deinen Tod/ Tod und Grab besiege. 7. Nein, nichts verdirbt,/ der Leib nur stirbt;/ doch wird er auf⸗ erstehen/ und in ganz verklärter Zier/ aus dem Grabe gehen. 8. Indes will ich,/ mein Jesu, dich/ in meine Seele senken/ und an deinen bittern Lod/ bis zum Tod gedenken. Salomo Franck, 4 1725. Das Omm das awümctist ist wündig zu nchmen Sycht und Reichtum und Weis⸗ heit und Stärte und eund Preis Sn 5 x. ů U & 97 + — — * — 5 Fe Milll I I — *0 7 8 13. Jahrhunoͤert E...... .——— 701. Christ ist er⸗stan ⸗den„von der Marster al le./ —.—.—. ——— ö — 0——.—.—— 0——————.* Des solln wir al⸗le froh sein,/ Christ will un ⸗ ser Trost sein./ hal⸗le⸗-lu⸗ja! 2.Wär er nicht er ⸗stan⸗ den,/ die Welt, — 1 — 2 ů— ö—.——— die wär ver ⸗gan⸗gen;„seit baß 2 er⸗ standen ist,/ SSSS...... —— so lobn wir den Herrn Je⸗sum Christ./ Hal⸗ Ie u jal 1.—.———— EIIII— . Hal le lu ja, hal le luu ja, —— Hal ⸗le ⸗ lu⸗ ja!/ des solln wir al ⸗le froh sein,/ — Christ will un ⸗ ser Trost sein.„ Hal⸗ lu jal 13. Jahrhundert. Ostern Ostern Christ . der ————.— ———4343— Süund ge ⸗ bracht das 2. Den Te kindern j/ da finden./ Dav walt;/ sein 3. Jesus L und hat die Recht und s den Stachl 4. Es wat das Leben, Die Schrift zwingt j/ ei 5. Hier i ist uns an Blut zeicht nicht rührn Ostern 3. Jahrhundert er Trost sein./ 1,/ die Welt, lu⸗jal „Jahrhundert. 77⁷7 7 7 wittenberg 1524. (Christ lag in To⸗ des⸗ban ⸗den,/ für uns⸗ re der ist wie⸗der er⸗ stan-den/ und hat uns —...—v—— 1. Sünd ge⸗ ge⸗ ben; KI1 bracht das Le⸗ ben) des wir sol-len fröh-lich sein,/ Gott E— lo⸗ben und ihm dank-bar sein/ und sin⸗gen: Hal⸗le⸗ lu ⸗ ja,/ hal ⸗le ⸗lu ja!l 2. Den Tod niemand bezwingen konnt/ bei allen Menschen⸗ kindernj/ das machte alles unsre Sünd,/ kein Unschuld war zu finden./ Davon kam der Tod sobald/ und nahm auch über uns Ge⸗ walt/ sein Reich hielt uns gefangen./ Halleluja! 3. Jesus Christus, Gottes Sohn,/ an unsrer Statt ist kommen/ und hat die Sünde abgetan,/ damit dem Tod genommen/ all sein Recht und sein Gewalt/ da bleibet nichts denn Todsg estalt,/ den Stachl hat er verloren./ Halleluja! 4. Es war ein wunderlicher Krieg// da Tod und Leben rungenz/ das Leben, das behielt den Sieg,/ es hat den Tod verschlungen./ die Schrift uns die Kunde bringt,/ wie da ein Tod den Tod be⸗ zwingtj/ ein Spott der Tod ist worden./ Hallelujal 5. Hier ist das rechte Osterlamm,/ davon wir sollen leben;/ das ist uns an des Kreuzes Stamm/ aus heißer Lieb gegeben./ Des' Blut zeichnet unsre Tür,/ das hält der Glaub dem Tode für;/ nicht rührn kann uns der Würger./ Halleluja! 78 Ostern 6. So feiern wir das hohe dest/ mit herzensfreud und Wonne,/ das uns der herr erscheinen läßt;/ er selber ist die Sonne,/ der durch seiner Gnade Olanz/ erleuchtet unsre herzen ganzʒ/ der Sünd Nacht ist vergangen./ Hallelujal martin Luther, + 1546. Mel. heut triumphieret 7 8 Gottes Sohn. Frankfurt a. O. 1601. (Oder mit Weglassung des Eingeklammerten wie Nr. 95 ober Nr. 107.) —.......— 1. Früh-mor-gens, da die Sonn auf⸗ geht,/ mein hei⸗ land Chri⸗ stus auf ⸗er-steht.(Hal⸗le⸗ lu⸗ ——ñ—— —.——— ö EEEEEEE 7 . D. ——— D x— ——— 12—— SII— Slin ⸗den Nacht,„Licht, Heil und Le ⸗ ben wie⸗ der⸗ . S......... ja, hal⸗-le⸗lu ⸗ ja.) Ver⸗ trie-⸗ben ist der — — 4— I bracht./ Hal ⸗le⸗lu⸗ ja,(Hal⸗le⸗lu ⸗ ja.) 2. Nicht mehr als nur doͤrei Tage lang/ hält meinen Heiland Todeszwang.(Halleluja, Halleluja.) Am oͤritten Tag durchs Grab er oͤringt,/ mit Ehren seine Siegsfahn schwingt./ Halleluja,(Halle⸗ luja.) 3. Jetzt ist oer Tag, da mich die Welt/ mit Schmach am Kreuz gefangen hält.(Halleluja, Halleluja.) Drauf folgt der Sabbat in dem Grab,/ allda ich Ruh und Frieden hab./ Halleluja,(Halleluja.) 4. In kurzem wach ich fröhlich auf,/ mein Ostertag ist schon im Lauf.(Halleluja, Halleluja.) Ich wach auf durch des Herren Stimm,/ veracht oen Tod mit seinem Grimm. /Halleluja, Galleluja.) 70 Ostern 5. O Wunder nicht fällt?(Ha auf mir,/ er wäl 6. Lebt Christ herzlich liebt.( stürb ab,/ gnug luja.) 7. Er nährt, mich zu sich.( hin,/ weil seine 8. Durch sein schaft. ¶Hallelu mit Gnad und 9. Mein her. mich.(Halleluj treibet Furcht 10. Für dies Welt.(Hallelu erheben deiner Ostern und Wonne,/ Sonne,/ oͤer nʒʒ/ der Sünd Zuther, + 1546. furt a. O. 1601. oer Nr. 107.) f⸗geht// mein — jal-le⸗-lu⸗ — n issst der — wie ⸗dͤer⸗ inen Heiland Ourchs Grab luja,(Halle⸗ ch am Rreuz r Sabbat in (Halleluja.) ist schon im ꝛen Stimm,// lleluja.) Ostern 79 5. O Wunder groß, o starker Held,/ wo ist ein Feind, den er nicht fälltꝰ(Halleluja, halleluja.) Rein Angststein liegt so schwer auf mir,/ er wälzt ihn von des herzens Tür./ halleluja,(hallelujo.) 6. Lebt Christus, was bin ich betrübt?/ Ich weiß, daß er mich herzlich liebt.(Halleluja, halleluja.) Wenn mir gleich alle Welt stürb ab,/ gnug, daß ich Christum bei mir hab./ Halleluja,(Halle⸗ luja.) 7. Er nährt, er schützt, er tröstet mich j/ sterb ich, so nimmt er mich zu sich.(Halleluja, galleluja.) Wo er jetzt lebt, da muß ich hin,/ weil seines Leibes Glied ich bin./ Halleluja,(Halleluja.) 8. Durch seiner Ruferstehung Kraft/ komm ich zur Engel Brüder⸗ schaft.(Halleluja, Halleluja.) durch ihn bin ich mit Gott versöhnt,/ mit Gnad und ewgem heil gekrönt./ Halleluja,(Halleluja.) 9. Mein herz darf nicht entsetzen sich:/ Gott und die Engel lieben mich.(Halleluja, Halleluja.) die Freude, die mir ist bereit,/ ver⸗ treibet durcht und Traurigkeit./ Halleluja,(Halleluja.) 10. Für diesen Trost, o großer held,/ Herr Jesu, dankt dir alle Welt.(Halleluja, Halleluja.) Dort wollen wir mit größerm oleiß/ erheben deinen Ruhm und Preis./ Halleluja,(Halleluja.) gohann heermann, 1 16⁴⁷. zohann Schop, 1641. —— Las⸗set uns den Her⸗ren peei⸗sen,/ o ihr Kommet, laßt uns Dank er⸗wei⸗sen/ un⸗serm Chri⸗sten üs ber=alll 4t, rdei 991.— Gott mit fro⸗ hem Schall! Zauch⸗zet: frei von To⸗des⸗ EEEEEEEEE— ban⸗den/ ist der Held aus Ju⸗-das Stamm./ Deꝛ zu 7⁷7 79 Ostern — I —— ö— —.——..2—9— — 1—.. . x 1.—— IDRD —— uns vom him⸗mel kam,„ de⸗sus Chri⸗stus ist er— ....—— ISISISESSESESESEEEEEEEEEEEE stan⸗den!„ Nun ist aus der lan-⸗ ge Streit;/ freu⸗e — E I 1t.———. SS Z— 1 1I— 1 I dich, o Chri⸗-sten- heit! 2. Christus hat nun überwunden/ des ergrimmten Todes Machtʒ/ der im Tode lag gebunden,/ hat das Leben neu gebracht/ und die dinsternis bezwungen./ Die Verwesung schaͤute nicht,/ der des Todes Retten bricht;/ nun zum Himmelsthron geoͤrungen,/ gibt er uns ein frei Geleit;/ freue dich, o Christenheit! 5. War er gleich am Kreuz gestorben,/ war er gleich ins Grab gelegt:/ dennoch blieb er unverdorben./ Als die Eroͤe ward erregt,/ hat der Lebensfürst erhoben/ sein verklärtes Angesicht,/ stirbet nun und nimmer nicht./ Ewig werden wir ihn loben hHarfund Pfalter, seid bereitl/ Freue dich, o Christenheit! 4. Grab, wo sind nun deine Schrecken?/ Hölle, wo ist dein Triumph?/ Tod, du kannst kein Graun erwecken deine Pfeile sind jetzt stumpf. /Christus ist dein Gift gewesen;/ er, der starke Gotteshelö,/ hat dir deinen Trotz gefällt,/ und wir Menschen sind genesen./Nun, vom schweren Joch befreit,/ freue dich„o Christenheit! 5. Sehnsuchtsvoll laßt uns verlangen/ nach dem Herrn und sei⸗ nem heily/ auch wir werden òdann empfangen/ unser teur erworbnes Teil./ Er geht auf in unsern herzenj/ laßt uns mit ihm auferstehn,/ mit ihm ein zum Himmel gehn,/ wo er stillet alle Schmerzen./ Wonne wird dann alles Leid;/ freue dich, o Christenheit! 6. Meinen Leib wird man begraben,/ doch er schläft auf ewig nicht;/ neues Leben wird er haben,/ schön verklärt im Glanz und Licht./ Das Verwesliche muß sterben,/ iroͤisch wiro es ausgesät,/ bis es himmlisch einst ersteht,/ um das Reich des Herrn zu erben,/ ihn zu schauen allezeit./ Freue dich, o Christenheit! Nach Zohann Rist, 4 1667. 78 Ostern mel. Nun sreut e Christen(oder wi zu em⸗pf gan ⸗zen 2. Steh at ben,/ vollfül gen Himmel, der geistlich 3. Vergiß droben,/ das unter dich d gesus ist zu 4. Drückt hebenj/ es Wonne lebe er ist nicht 5. Drum wundenj/ der Feinde! und Gott i 6. Ach, bewahr un — Todes Macht;/ racht/ und die icht,/ der des ngen,/ gibt er leich ins Grab ward erregt,/ t,/ stirbet nun fund Psalter, „wo ist dein deine Pfeile er, der starke Menschen sind „Christenheit! errn und sei⸗ ur erworbnes auferstehn,/ Schmerzen./ enheit! läft auf ewig im Glanz und es ausgesät,/ rn zu erben,/ un Rist, 1667. Ostern 8⁰0 mel. Uun sreut euch, lieben 80 Christen(oder wie Nr. 137). ————— er, mrrr ..... * 1.1 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin,/ die Sonn ist Er⸗ mun⸗ tre dei⸗ nen Geist und Sinn,/ den hei⸗land SS.. auf ⸗ge⸗ gan ⸗ gen! zu em⸗pfan ⸗ gen, wittenberg 1524. der heu⸗ te durch des To⸗ des 2— Tor/ ge⸗ bro⸗chen aus dem gan⸗ zen Welt zur Won ⸗ ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf/ und such ein neues Le⸗ ben,/ vollführe deinen Glaubenslauf/ und laß dein Herʒ sich heben/ gen himmel,/ da dein Jesus ist,/ und such, was dᷣroben, als ein Christ// der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist,/ und trachtꝰ nach dem, was droben,/ damit dein Herz zu jeder drist/ zu Jesu sei erhoben. /Tritt unter dich die böse Welt/ und strebe nach des himmels Zelt// wo gesus ist zu finden. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein,/ dein Jesus wird ihn hebenz/ es kann ein Christ bei Kreuz und pein/ in dreud und Wonne leben./ Wirf dein Anliegen auf den Herrn/ und sorge nicht, er ist nicht fern,/ weil er ist auferstanden. 5. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit,/ weil Jesus über⸗ wundenj/ er wird auch überwinden weit/ in dir, weil er gebunden/ der Feinde Macht/ daß du aufstehst/ und in ein neues Leben gehst/ und Gott im Glauben dienest. 6. Ach, mein Herr Jesu, der bewahr uns vor des deindes List, du bist/ vom Tode auferstanden,/ /rett uns aus Todesbanden damit 79 81 Ostern wir alle insgemein/ zum neuen Leben gehen ein,/ das du uns hast erworben. 7. Sei, Herr, gelobt in dieser Zeit/ von allen Gotteskindern/ und ewig in der herrlichkeit/ von allen Uberwindern, /die über⸗ wunden dͤurch dein Blut!/ Herr Jesu, gib uns Rraft und Mut,/ daß wir auch überwinden. Laurentius Laurenti, 4 1722. Mel. Valet will ich dͤir geben. 8¹ Melchior Teschner, 1613. ESEEE ——— Uaer geh zu dei⸗ nem Gra⸗be,/ du gro⸗Per O⸗ster⸗ Alweil ich oͤie Hoffnung ha⸗ be,/ daß du mir zei⸗ gen .SS fürst, wie man kann fröhlich ster⸗ben/ und fröhlich auf⸗ er⸗ wirst, 17 I —— — RERSDSSDSES stehn,/ auch mit des him⸗mels Er⸗-ben/ ins Land des N II — II — 1— II Le⸗bens gehn. 2. Du liegest in der Erde/ und hast sie eingeweiht,/ wenn ich begraben werde,/ daß sich mein Herz nicht scheut,/ auch in den Staub zu legen,/ was Asch und Staub vermehrt,/ weil dir doch allerwegen/ die Eroͤe zugehört. 3. Du schläfest in dem Grabe, /daß ich auch meine Ruh/ an diesem Orte habe;/ du schließt die Rugen zu,/ so soll mir gar nicht grauen,/ wenn mein Gesicht vergeht:/ ich werde den wohl schauen,/ der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab schließt Stein und Siegel,/ und du wirst dennoch freij/ auch meines Grabes Riegel/ bricht deine Hand entzwei./ Du Ostern wirst den Stein werd ich den er 5. Du fährest ich endlich gehe, wo lauter Glan hand auf mich. 6. O meines. dir ergeben/ in in deine liebe Stimme ruft. mel. Christus, de 1. Wil — Kluft!/ Wir t 2. Der deind wir aber könn 3. In der E trittst selbst in 4. Ach, teil kommen heut 5. Schwine Weg uns bah 6. Laß unse Schatz hier fi 7. Wir sint dein Tod ern 8. Wir wo wenn wir de 9. Der Toð wir stehn bei 6 Ostern as du uns hast otteskinoͤern/ rn,/ oͤie über⸗ noö Mut,/ oͤaß aurenti, 4 1722. r Teschner, 1613. ber O ster 8 mir zei⸗ gen lich auf⸗ er⸗ — 8 Land oͤes ht,/ wenn ich auch in den weil dir doch ine Ruh/ an mir gar nicht ohl schauen,/ wirst dennoch entzwei./ Du Ostern 82 wirst den Stein schon rlicken,/ der auch mein Grab bedeckt;/ da werd ich den erblicken,/ der mich vom Tode weckt. 5. Du fährest in die höhe/ und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe,/ da ich dich finden kann./ Dort ist es sicher wohnen,/ wo lauter Glanz um dich;/ da warten lauter Kronen/ in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben,/ o meines Todes Tod,/ ich will mich dir ergeben/ in meiner letzten Notj/ ich will mein Lager machen/ in deine liebe Gruft,/ da werd ich schon erwachen,/ wenn deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, + 175/. mel. Christus, der ist mein Leben. 82 Melchior Vulpius, 1609. 1. Willkommen, held im Strei⸗te,/aus dei⸗nes Gra⸗ bes Kluft!/ Wir tri⸗um⸗phie⸗ren heu⸗te/ um dei⸗ne lee⸗ re Gruft. 2. Der deind wird schaugetragen/ und heißt nunmehr ein Spott/ wir aber können sagen:/ mit uns ist unser Gott. ö 3. In der Gerechten hütten/ schallt schon das Siegeslied,/ du trittst selbst in die Mitten/ und bringst den Osterfried. 4. Ach, teile doch die Beute/ bei deinen Gliedern ausl/ Wir alle kommen heute/ deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne/ auch über unser herz/ und unsern weg uns bahne/ vom Grabe himmelwärts! 6. Laß unser aller Sünden/ ins Grab verscharret sein,/ uns einen Schatz hier finden,/ der ewig kann erfreunl 7. Wir sind mit dir gestorben,/ so leben wir mit dir./ Was uns dein Tod erworben,/ das stell uns täglich für!l 8. Wir wollen hier ganz fröhlich/ mit dir zu Grabe gehn,/ wenn wir dereinst nur selig/ mit dir auch auferstehn! 9. der Tod kann uns nicht schaden/ sein Stachel ist nun stumpfj/ wir stehn bei Gott in Gnaden/ und rufen schon Triumph! Benjamin Schmolck,. 17³⁷. 81 6 8³3 Ostern mel. Jesu, meines Lebens Leb teberiune Ler⸗100,..n 83 I———+e— —IIIIIIIII“..— * ö.—. zwei der Jün⸗ger gehn mit Sehnen/ ü⸗ ber Feld nach ih⸗- re Ru⸗gen sind voll Tränen,/ ih ⸗re See⸗len Christoph Rnton, 1651. 1D— ö A 2— 1——— PꝑPꝑI.I..... T — EEE Em⸗ma⸗ us; FyfR—4— 1e; voll Veroruß man hört ih ⸗re Kla⸗ge⸗wor⸗te; doch es IE—— 1 SSSSSSSSI...— ist von ih⸗ rem Or⸗te/ un⸗sser Je⸗sus gar nicht weit/ ..........I.I..... 6 ä— und ver⸗ treibt die Trau⸗rig⸗keit. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen/ ihrem stillen Kummer nach,/ sie bejammern voller Schmerzen/ ihre Not unoͤ Ungemach./ Manches wandert ganz alleine,/ daß es nur zur Gnüge weinez/ doch mein Jesus ist dabei,/ fragt, was man so traurig sei. 5. Oft schon hab ichs auch empfunden,/ Zesus läßt mich nie allein/ Jesus stellt zur rechten Stunden/ sich mit seinem Beistand ein./ Wenn ich mich bei ihm beschwere,/ gleich als ob er ferne wäre,/ o so ist er mehr als nah/ und mit seiner Hilfe da. 4. Creuster Freund von allen Freunden,/ bleibe ferner noch bei mir;/ kommt die Welt, mich anzufeinden,/ ach, so sei du auch all⸗ hier!/ Wenn mich Trübsalswetter schrecken,/ wollst du kräftig mich bedecken;/ komm, in meinem Geist zu ruhn;/ was du willst, das will ich tun. 5. Bin ich traurig und betrübet,/ herr, so ruf mir in den Sinn,/ daß mich deine Seele liebet,/ und daß ich oͤer deine bin. /Laß dein Wort mich fester gründen,/ laß es auch mein Herz entzünden,/ daß es voller Liebe brennt/ und dich immer besser kennt! 8² Ostern 6. Tröst auch gehn/ oder in Wenn sie von de so sprich ihrer 7. Hilf, wem neigt,/ wenn de zeigt;/ bleib al bitten,/ bis öu mel. Zesus, mein 3e 1.Er, dei⸗ ne Sch auf⸗ er⸗we dies ist me 2. Jesus leb ihm werd aue füllt, was er 3. Jesus leb Gnade hat er stößt in Christ 4. Jesus lel Lebenz/ reine Er verläßt de 5. Jesus lel keine Macht d selbst mir Kre 5* Ostern toph Anton, 1651. ber Feld nach re See⸗ len tej/ doch es gar nicht weit/ tillen KRummer noͤ Ungemach./ znüge weine;/ iurig sei. lich nie allein/ Beistand ein./ rferne wäre,/ ferner noch bei sei du auch all⸗ du kräftig mich du willst, das in den Sinn,/ bin./ Laß dein z entzünden,/ kenntl — Ostern 8⁴ 6. Tröst auch anoͤre, die voll Jammer/ einsam dͤurch die dͤiuren gehn/ oder in der stillen Rammer/ tiefbekümmert zu vir flehn./ Wenn sie von der Welt sich trennen,/ daß sie satt sich weinen können,// so sprich ihrer Seele zu:/ Liebes Rind, was trauerst du? 7. hilf, wenn es will Abend werden/ und der Lebenstag sich neigt,/ wenn dem dunklen Rug auf Erden/ nirgends sich ein helfer zeigt;/ bleib alsdann in unsrer Mitten,/ wie dich deine Jünger bitten,/ bis du sie getröstet hast;/ bleibe, bleibe, teurer Gast! goh. Ueunherz, 1 1757. 84 mel. zesus, meine Zuversicht. Berlin 1653. Je⸗sus lebt, mit ihm auch ich;/ Tod, wo sind nun Er, er lebt und wird auch mich/ von den To⸗ ten II 11.——— . E D. EE dei⸗ ne Schrek⸗ken? auf⸗ er⸗wek⸗ ken. 1. Er ver⸗klärt mich in sein Licht;/ — ———.— H . 2— E——— dies ist mei⸗ ne Zu⸗ver ⸗sicht. 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich/ über alle Welt gegeben;/ mit ihm werd auch ich zugleich/ ewig herrschen, ewig leben./ Gott er⸗ füllt, was er verspricht;/ dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt, wer nun verzagt// lästert ihn und Gottes Ehrez/ Gnaoͤe hat er zugesagt,/ daß der Sünder sich bekehre./ Gott ver⸗ stößt in Christo nicht;/ dies ist meine zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein;/ sein sei auch mein ganzes Lebenj/ reines herzens will ich sein/ und den Lüsten widerstreben./ Er verläßt den Schwachen nicht;/ dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt, ich bin gewiß,/ nichts soll mich von Jesu scheiden,/ keine Macht der dinsternis,/ keine herrlichkeit, kein Leiden./ Er gibt selbst mir KRraft und Licht;/ dies ist meine zuversicht. 5* 8³ 85 Ostern 6. Jesus lebt, nun ist der Tod/ mir der Eingang in das Leben./ Welchen Trost in Todesnot/ wird er meiner Seele geben,/ wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. O Jesu Christ, meins Lebens 570 85 Leipzig 1625. + +4 Q +. EE EEE 1. Er⸗ inn⸗re dich, mein Geist, er ⸗freut/ des ho⸗ hen ——— é——.——0—— Liue Tags der Herr⸗lich⸗keit;/ halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗sum — 1—— II— Z.., ö Christ, der von dem Tod er⸗stan⸗den istl 2. Entbrenn in Lieb und Ddank für ihn,/ als ob er heute dir er⸗ schien/ und spräche: Friede sei mit dir!/ So freue dich, mein Geist, in mirl 3. Schau süber oͤich und bet ihn an;/ er mißt den Sternen ihre Bahnz/ er lebt und herrscht mit Gott vereint/ und ist dein Rönig und dein Freund. 4. Mein heiland ist für mich erhöht;/ was ist der Erde Majestät,/ wenn sie mein Geist mit der vergleicht,/ die ich durch Gottes Sohn erreicht? 5. Vor seinem Thron, in seinem Reich,/ unsterblich, heilig, Engeln gleich/ und ewig, ewig selig sein:/ ach, welche Herrlichkeit ist mein! 6. Herr, der oͤu in dem Himmel thronst,/ ich soll da wohnen, wo du wohnst,/ und dͤu erfüllest mein Vertraun,/ dich in der Herrlich⸗ keit zu schaun. 7. Ich soll, wenn dͤu, o Lebensfürst,/ in Wolken wiederkommen wirst,/ verklärt aus meinem Grabe gehn/ und froh zu deiner Rechten stehn. 8. Mit deiner heilgen Engel Schar/ soll ich dich loben immer⸗ dar!/ Mit allen Frommen aller Zeit/ soll ich mich freun in Ewigkeit. 8⁴ Ostern 9. Nie komm dir schuldig bin! zu deinem Bild 10. Macht, R der da warl/ Se 11. Sein ist uns schafft./ Ha erstanden ist! Mel. Nr. 79. 1. Uberwind bringt,/ das m singt./ Wo ist geschrei,/ da de brochen?/ Tod 2. Stecke nu por!/ Was kan hervorl/ Laß ð zeit/ ist dein L Erd und Hhimn 3. Teile, gri die in froher Deinen Friede weil das Los der Glzweig! 4. Laß, o S gib Erleuchtur hält der Schl rufe mächtig: und der helle 5. Tilg in schlägt,/ weil Gib uns in deinen Crost denn die Hof Ostern in das Leben./ e geben,/ wenn uversicht. tt Gellert, 1769. Leipzig 1625. EE t/ des ho⸗ hen nis Je 2 sum —ν er heute dir er⸗ ich, mein Geist, n Sternen ihre ist dein Rönig Erde Majestät,/ ch Hottes Sohn „heilig, Engeln lichkeit ist mein! da wohnen, wo in der Herrlich⸗ wiederkommen deiner Rechten loben immer⸗ un in Ewigkeit. 8⁰ meinem Sinn,/ was ich, mein Heil, daß ich in Lieb und Treu/ mich stets Ostern 9. Nie komm es mir aus dir schuldig bin!/ Gib Krast, zu deinem Bild erneul 10. Macht, Ruhm und hoheit immerdar/ dem, der da ist und der da war!/ Sein Name sei gebenedeit/ von nun an bis in Ewigkeit! 11. Sein ist hbas Reich, sein ist die Rraft;/ er ists, der alles in uns schafft./ Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der von dem Tod erstanden ist! Christian dürchtegott Gellert, 1769. Lasset uns den Mel. Nr. 79. 86 herren preisen. 1. Uberwinder, nimm die Palmen,/ die dein Volk dir heute bringt,/ das mit frohen Osterpsalmen/ den erkämpften Sieg be⸗ singt./ Wo ist nun der Feinde Pochen/ und der Würger Moroͤ⸗ geschrei,/ da des Todes Nacht vorbei/ und sein Stachel ist zer⸗ brochenꝰ/ Tod und Hölle liegen da:/ Gott sei Dank, Halleluja! 2. Stecke nun dein Siegeszeichen/ aus der dunklen Gruft em⸗ por!/ Was kann deinem Ruhme gleichen?/ Held und Rönig, tritt hervor!/ Laß dir tausend Engel dienen;/ denn nach harter Leidens⸗ zeit/ ist dein Lag der herrlichkeit,/ höchste Majestät, erschienen/ Erd und Himmel jauchzen da:/ Gott sei Dank, Halleluja! 3. Teile, großer gürst, die Beute/ deiner armen Herde mit,/ die in froher Sehnsucht heute/ vor den Thron der Gnade trittl/ deinen Frieden gib uns allen!/ O so jauchzet Herz und Mut,/ weil das Los uns wundergut/ und aufs lieblichste gefallen/ denn der Glzweig grünet da:/ Gott sei Dank, hallelujal 4. Laß, o Sonne der Gerechten,/ deinen Strahl ins herze gehnz/ gib Erleuchtung deinen Knechten,/ daß sie geistlich auferstehn./ hält der Schlaf uns noch gefangen,/ o so föroͤre du den Lauf,/ rufe mächtig: Wachet aufl/ Denn die Schatten sind vergangen,/ und der helle Tag ist da:/ Gott sei Dank, Halleluja! 5. Tilg in uns des Todes Grauen,/ wenn die lethte Stunde schlägt,/ weil du denen, die dir trauen,/ schon die Rrone beigelegt./ Gib uns in den höchsten Nöten,/ gib uns mitten in der Pein/ deinen Trost und Glauben ein;/ o so kann der Tod nicht töten,/ denn die Hoffnung blühet da:/ Gott sei dank, Halleluja! 85 DD x 87 Ostern 6. Zeige, wenn der blöde Kummer/ über Sarg und Grüften weint,/ wie die Schwachheit nach dem Schlummer/ dort in voller Kraft erscheint./ Sind wir sterblich hier geboren,/ o so streift das kühle Grab/ nur, was sterblich heißt, uns ab,/ und oͤer Staub ist unverloren;/ unser Hirte hütet da:/ Gott sei Dank, Halleluja! 7. Rufe die zerfallnen Glieder/ enoͤlich aus der oͤunklen Nachtʒ/ wenn der deinen Asche wieder/ in verklärtem Glanz erwacht,/ dann wirst dᷣu die Krone geben,/ dann wiro unsre volle Brust,/ Herr, mit engelgleicher Lust/ ewig deinen Sieg erheben// und wir sprechen auch allda:/ Gott sei Dank, Halleluja! Christian Luowig Tadoel, 4 1775. Lasset ö Mel. Nr. 79. 87 Depren preisen. 1. Größter Morgen, der die Erde/ nach der tiefsten Nacht belebt,/ der sie nach dem Wort: Es weroͤel/ nochmals aus dem Nichts er⸗ hebt!/ Nach der Nacht voll düstrer Sorgen,/ da man angst⸗ und kummervoll/ ohne Jesum leben soll,/ bringt der allerschönsteRorgen/ Jesum aus des Todes Tor, /Jesum, unser Licht, hervor. 2. Lebt nun auf, ihr stillen Seelen,/ die in Tränen ihr zerfloßt// die ihr euch in Aummerhöhlen/ ohne Licht und Rraft verschloßt!/ Zebt nun auf: er ist erstanden!/ Er, an den ihr doch geglaubt,/ ist vom Tode nicht geraubt,/ nein, er lebt, ist frei von Banden/ und mit Klarheit angetan;/ betet euren Rönig an! 5. Jauchz, o Erde, himmel, tönet,/ rühme, neu geschaffne Weltl/ Oott und Menschheit sind versöhnet!/ Seht, wie glänzt der große Helö,/ der des Abgrunds und oer höllen/ und der Himmel Schlüssel führt/ und, mit Ehr und Schmuck geziert,/ seine Kirche sicher stellen/ und nach tiefem Gottesplan/ ewig selig machen kann! 4. Großer Hirte deiner Schafe,/ von den Toten ausgeführt,/ dem, nach ganz erlittner Strafe/ unsrer Schuld, der Preis ge⸗ bührt!/ Nimm ihn von den Millionen/ derer, die das Grab noch deckt,/ derer, die dein Ruf schon weckt,/ derer, die im Himmel wohnen,/ auch von uns hier unten an,/ wie dich jeder preisen kann. S. Hilf uns aus den desseln gehen,/ womit uns die Welt bestricktj/ laß uns geistlich auferstehen,/ allem Sündendienst entrückt!l/ Schenk uns RKraft zum neuen Wesen,/ daß es täglich Ostern sei,/ dann kommt einst der Tag herbei,/ da du völlig uns erlösen/ und zu dir erheben wirst,/ auferstanoner Siegesfürst. 3oh. Rö. Lehmus, 4 1788. 86 Ostern Mel. Ar. 79. 1. Auferstand seht, wie hat ne krönt!/ dort au erhöht,/ herrsch der uns einst ze 2. Singt den gatha;/ rühmt geschah./ Wer held empor, /i Pforten beben, 3. Uns vom uns zum Lebe Todð, du bist in deine Herrscha man unsern L. 4. Aus dem Laßt uns ihm haltet unter L vom Tod ersta nach dem Him 5. Freut eu Bringt dem Te es in Versuch rühmt es in uns einst zu Mel. Nun danke und bringet Eh — stan⸗den Ostern und Grüften dort in voller ˖so streift das der Staub ist Halleluja!l nklen Nachtj/ rwacht,/ dann ist,/ Herr, mit r sprechen auch Tadoel, + 1775. Lasset uns den hHerren preisen. Nacht belebt// dem Nichts er⸗ in angst⸗ und önsteMorgen/ rvor. ihr zerfloßt// ft verschloßt l/ ch geglaubt,/ von Banden/ haffne Weltl/ inzt der große imel Schlüssel sicher stellen/ nn! ausgeführt,/ der Preis ge⸗ as Grab noch je im Himmel preisen kann. elt bestrickt/ rücktl/ Schenk rn sei,/ dann / und zu oͤir lehmus, 1788. Ostern 88 · 89 Lasset uns den Mel. Är. 79. 88 herren preisen. 1. Auferstanden, auferstanden/ ist der Herr, der uns versöhntj/ seht, wie hat nach Schmach und Banden/ Gott mit Ehren ihn ge⸗ krönt! /dort auf seines vaters Throne,/ über Schmerz und Tod erhöht,/ herrscht er nun in Majestät./ Fallet nieder vor dem Sohne,/ der uns einst zu sich erhebt!/ Halleluja! gesus lebt. 2. Singt dem herrn! Er ist erstanden,/ da er starb auf Gol⸗ gatha;/ rühmt es laut in allen Landen:/ was sein Mund verhieß, geschah./ Wer kann ihm noch widerstreben?/ Mächtig steigt der held empor,/ im Triumph bricht er hervor./ Seht des Rbgrunds Pforten beben,/ da ihr Sieger sich erhebt! Halleluja! Jesus lebt. ʒ. Uns vom Tode zu befreien,/ sank er in des Grabes Nachtʒ/ uns zum Leben zu erneuen, steht er auf durch Gottes Macht./ Toð, du bist in Sieg verschlungen;/ deine Schrecken sind gedämpft,/ deine herrschaft ist bekämpft,/ und das geben ist errungenj/ ob man unsern Leib begräbt,/ Halleluja! ZJesus lebt. 4. Aus dem Grab uns zu erheben,/ ging er zu dem Vater hin./ Laßt uns ihm zur Ehre leben,/ dann ist Sterben uns Gewinn./ haltet unter Lust und Leiden/ im Gedächtnis Jesum Christ,/ der vom Tod erstanden ist;/ unvergänglich sind de dreuden/ des, der nach dem Himmel strebt./ galleluja! Jesus lebt. 5. Freut euch seiner, Gottes Kinder!/ Er sei euer Lobgesangl/ Bringt dem Todesüberwinder/ ewig Ehre, Preis und Dank. /Rühmt es in Versuchungsstunden,/ wenn euch Sünd und Elend dͤroht,/ rühmt es in der Todesnot:/ unser Herr hat überwunden!/ Der uns einst zu sich erhebt,/ galleluja! Jesus lebt. N ach).§. Danneil(+ 177²) von Christ. Sturm, + 1786, und Kaspar Lavater, 1 1801. Mel. Nun dͤanket all und bringet Ehr. 89 gohann Crüger, + 1647. 90 Ostern —1 5. es wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt/ es seinen Freunden gleich,/ daß bald an allen Orten tagt/ das neue Himmelreich. 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn /erst wie ein Vater⸗ land/ein neues Leben nimmt man hin/ entzückt aus seiner hand. 4. Hinunter in das tiefe Meer/ versank des Todes Graun,/ und jeder kann nun leicht und hehr/ in seine Zukunft schaun. 5. Der oͤunkle Weg, den er betrat,/ geht in den himmel aus/ und wer nur hört auf seinen Rat,/ kommt auch ins Vaterhaus. 6. Nun weint auch keiner mehr allhie,/ wenn eins die Augen schließt;/ vom Wiedersehn, spät oder früh,/ wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat/ ein jeder frischer glühn j/ denn herrlich wird ihm diese Saat/ in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein,/ wenn alles uns verläßt,/ und so soll dieser Tag uns sein/ ein Weltverjüngungsfest. Novalis(Frieoͤrich von Hardenberg), 4 1801. n. 4—— Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 90 Frankfurt a. M. 1599. V D.— +— 1 1*. Ln 1. ¶ Er⸗höh⸗ter Sie⸗ges ⸗fürst und held l/ Dir jauch⸗zet du gehst aus dei⸗ nes Gra⸗bes Tor„ als wie ein ———————— SSSEEEE——.— die er⸗lö⸗ste Welt/ am gde⸗ ste dei⸗ ner i Bräu⸗ti⸗gam her⸗ vor,/ schön wie die Mor⸗gen⸗son⸗ne. H◻+r — ö——.— ö — 2 I Mäch⸗tig,/ präch⸗tig/ kommst du heu⸗te/ aus dem Strei⸗te, Ostern kommst mit S 2. Wie majest Leibestempel w dein großes Wo sehet:/ alle Rie und ist verklärt 3. Erlöste, k. hinab;/ ist die schlummert hat nung decken./ wieder/ sich er 4. Dann wer stehn/ mit him leer,/ dann sch mich ihm entri werd ich leben 5. Indes zer daß ich zu dir daß ich, wenn Mach mich/ n zum Triumpl mel. Wachet ar ruft uns die Stt hal ⸗le 1. Er, de — Preis und auf=er=st Ostern — n gleich,/ daß hie ein Vater⸗ s seiner Hand. Graun,/ und haun. zimmel aus/ is Vaterhaus. ns die Augen ieser Schmerz glühn;/ denn lühn. uns verläßt,/ gsfest. nberg), 4 1801. furt a. M. 1599. Dir jauch⸗zet als wie ein em Strei⸗te, n/ uns aus dei⸗ner Gruft ent⸗ge⸗gen. auest du/ am oͤritten Tage deiner Ruh/ den Trotz aller deinde List und Macht/ hast du racht:/ Ich sterb und lebe wieder./ Gehet,/ ðᷣ Siegel/ sind zerstöret// Zesus lebt kommst mit Se⸗ ge 2. Wie majestätisch b Leibestempel wiederl/ dein großes Wort vollb sehet:/ alle Riegel,/ Band un und ist verkläret! 3. Erlöste, kommt zu diesem Grab/ und blicket glaubensvoll hinab;/ ist dies die Gruft der Schreckenꝰ/ Seit Jesus hier ge⸗ schlummert hat,/ sind Gräber eine Ruhestatt,/ die dried und Hoff⸗ nung decken./ Jagt nicht l/ Klagt nichtl/ Diese Glieder/ werden wieder/ sich erheben/ und das Leben Christi leben. 4. Dann werd ich ihn im Lichte sehn,/ gekrönt vor seinem Throne stehn/ mit himmlischem Entzücken./ Dann ist mein Aug von Tränen leer,/ dann schreckt mich Sünd und Tod nicht mehr,/ nichts kann mich ihm entrücken./ Ewig,/ selig,/ ohne Mängel,/ wie die Engel/ werd ich leben/ und ihm Ppreis und Ehre geben. 5. Indes zerstöre, starker held,/ was mich hier noch zurücke hält// daß ich zu dir mich schwinge./ O gib mir deinen Geist, dein Licht// daß ich, wenn Herz und Ruge bricht,/ vom Tod ins Leben drengel/ Mach mich/ mutig/ in dem Streite/ und bereite/ mich bei Zeiten/ zum Triumph der Ewigkeiten! Christ. Gottlieb Söz, + 1805. mel. Wachet auf, 9¹ ruft uns die Stimme.§rankfurt a. M. 1599. —— ö Hal le⸗lu⸗jal jauchzt, ihr Lhö⸗re// singt Je⸗su Chri sto Er, der held, ist von den Ban⸗den/ des To⸗des sieg⸗reich ö —....—— W—.— Preis und Eh rel/ Wie groß und herr⸗lich ist sein Tagl auf ⸗er⸗standen,/ er, der für uns im Gra⸗be lag. Himmelfahrt 16 35— mel. Nr. 79. ———.— 2 1. Amenl D Sein ist Ge⸗walt und Macht./ Preis ihm, er hats vollbracht,/ wehn,n stehn. /Amen!“ —— 2—— 2 E.. zeuch durch Lo EEE n. erne 2. Preis dei 1 2 2 2 Hal⸗le⸗lu⸗ ja!/ Er hats vollbracht,/ er, der die Macht/ des To bist,/ muß das — I Christ!/ Du da SS.... ö wir./ Alle ziel 7— preis und Da des und des Gra-bes hat. 2. Glorreich hat oͤer helò gerungen,/ hat mächtig Grab und Tod bezwungen,/ von ihren Schrecken uns befreit.Wir von Gott ge⸗ wichne Sünder/ sind nun mit ihm versöhnte Kinder/ und Erben seiner Seligkeit./ Bald, bald entschlafen wir,/ entschlafen, Christo, dir,/ ruhn in dᷣrieden/ die kurze Nacht,/ bis deine Macht/ das Licht des ewgen Tages ruft. 5. Unsern Staub mag Staub beoͤecken,/ du wirst ihn herrlich auferwecken,/ der du des Staubes Schöpfer bist./ du wirst un⸗ vergänglich Leben/ und Kraft und herrlichkeit ihm geben,/ dem Staube, der dͤir teuer ist./ Wir werden ewig dein,/ gerecht und selig sein./ Halleluja!/ Tod und Gericht/ erschreckt uns nicht;/ denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Ja, er lebt, uns zu erfreuen/ und alles, alles zu zerstreuen,/ was uns den Lebensfrieden raubt./ Groß ist seines Ramens Ehre,/ und ewig gültig seine Lehre,/ und ewig selig, wer ihm glaubt./ Wir gehn an seiner hand/ durch dieses Tränenland/ hin zum Himmel,/ und dort erhebt/ er, der da lebt,/ uns hoch zu Ehren ewiglich. 5. Tag des Lebens, Tag der Wonne, wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne/ durch unsres Grabes dunkel bricht!/ O, was weroͤen wir empfinden,/ wenn Nacht und Finsternis verschwinden/ und uns umstrahlt des Himmels Licht!„Vollender, führe oͤu/ uns diesem Tage zu,/ uns, die deinen./ die Codesbahn/ gingst du voran;/ wir folgen dir in deine Ruh. Bottlieb Benedikt Funk, 1814. vollbracht,/ õrab und Tod zon Gott ge⸗ /und Erben fen, Christo, ht/ das Licht ihn herrlich u wirst un⸗ geben,/ dem gerecht und nichtj/ denn zerstreuen,/ mens Ehre,/ aubt./ Wir m Himmel,/ ewiglich. 8 sein, wenn was werden jen/ und uns uns dͤiesem du voran/ dunk, 1814. Himmelfahrt 92.9⁵ Mel. Nr. 79. 2 Berren Preihen. 1. Amen! Deines Grabes Friede/ wird auch unser Grab durch⸗ wehn,/ wann wir, von der Wallfahrt müde,// ruhn, um froher aufzu⸗ stehn./ Amen! dürst der Nuferstehung,/ der des Todes Siegel brach,/ zeuch durch Tod und Grab uns nach/ zu der seligen Erhöhung,/ wo dem Lamm, das uns versöhnt,/ aller himmel Loblied tönt. 2. Preis dem Herrn, wir werden leben;/ weil du auferstanden bist,/ muß das Grab uns wiedergeben;/ Preis und Dank dir, Jesu Christ!/ du das Haupt und wir die Glieder;/ weil du lebst, so leben wir./ Alle ziehst du nach zu dir,/ großer Erstling deiner Brüder./ preis und Dank, wir leben hier,/ leben ewig dort mit dir. Bernhard Garve, 1 1841. Himmelfahrt 93 15. Jahrhundert. hrist fuhr gen Him⸗ molj/ ——ijßiißißi—ißi—i——— . he r ar⸗men . —— lu⸗- jal/ 9⁴ Hhimmelfahrt I E— Lun— ISSISSISS————.— wir al ⸗le froh sein,/ Christ will un⸗ser Trost sein./ —— I 1 ö V— —2—— 11— 2—— hal⸗-le⸗ lu⸗ jal 15. Jahrhundert. (Oder mit Weglassung des 4 Halleluja wie Nr. 123.) 9 15³7. —— Nuf die⸗sen Tag be⸗den⸗ken wir,// daß Chri⸗stus auf⸗ge⸗ Iund flehn mit herz⸗li⸗cher Begier,/ Gott wol⸗le nun be⸗ + N—60 —— II ö 6 xxjpPꝑpꝑxPxPꝑPxPPP fah ⸗ ren,— ů wah ⸗ ren uns ar⸗me Sün⸗der hier auf Eroͤ,/ die — DSRIIT———. 235 wir, von Not und Tod beschwert,/ ohn ihn kein Hoffnung ha⸗ — 2 10— ö——.— zn Ein. r, ESSESEEEEEEEEE ben.(Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja. hal⸗le⸗lu ⸗ja.) 2. Gottlob, nun ist der Weg gemacht,/ uns steht der Himmel offen/ Christus schleußt auf mit großer Pracht,/ vorhin konnts niemand hoffen./ Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll,/ dabei er sich doch rüsten soll,/ dem Herren nachzufolgen.(Halleluja. Halle⸗ luja.) 3. Wer nun nicht seinen Willen tut,/ dem ists nicht Ernst zum Herren;/ der aber wird vor dleisch und Blut/ sein himmelreich ver⸗ sperren./ Am Glauben liegts; so der ist echt,/ wiro auch gewiß das Zeben recht/ zum Himmel sein gerichtet.(Halleluja. Halleluja.) 9² * Himmelfahr 4. Solch Hi finden/ und fl. dernj/ wir sel uns nichts ab, 5. Dann wi nehmen/ und bekennen./ De höchsten Gut. Mel. Erschienen Lag(loder wie! Preis gekrõ 3. Weit, keit;/ ihm Stimml/ 4. Seins heldj/ er h muß./ Hall 5. Er sch ist ihr Hauf Hallelujal mmelfahrt rost sein./ . Zahrhundert. stus auf⸗ ge⸗ le nun be⸗ —— Ero,// die der Himmel rhin konnts ll,/ dabei er luja. Halle⸗ t Ernst zum nelreich ver⸗ h gewiß das Halleluja.) himmelfahrt 95 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an,/ wenn wir den Vater finden/ und fliehen stets die breite Bahn,/ tun uns zu Gottes Kin⸗ dern;/ wir sehn hinauf, Gott sieht herab,/ an Treu und Lieb geht uns nichts ab,/ bis wir zusammenkommen.(Halleluja. hHalleluja.) 5. Dann wird der Tag erst freudenreich,/ wenn Gott uns zu sich nehmen/ und seinem Sohn wird machen gleich,/ den wir hier treu bekennen./ da wird sich finden Freud und Mut/ in Ewigkeit beim höchsten Gut./ Gott woll, daß wirs erleben!(Halleluja. halleluja.) Johannes Zwick, 1 1542. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag(ooͤer wie Nr. 407). 9⁵5 H—.————ñ—ß— 1. Auf, Je-su Jün⸗ ger, freu ⸗et euch!/ der Herr fährt ii auf zu sei ⸗- nem Reich./ Er tri⸗um⸗phiert; lob⸗sin ⸗ get ——— nikolaus herman, 4 1561. ihm!/ Lob⸗sin⸗get ihm mit lau⸗ter Stimm!l Hal⸗ le ⸗lu⸗jal 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht j/ zerstört hat er des Todes Macht./ Er hat die Welt mit Gott versöhnt,/ und Gott hat ihn mit Preis gekrönt./ Halleluja! 3. Weit, über alle himmel weit,/ geht seine Macht und herrlich⸗ keit j/ ihm dienen selbst die Seraphimj/ lobsinget ihm mit lauter Stimm!/ Halleluja! 4. Sein sind die Völker aller Welt;/ er herrscht als sieggewohnter heldj/ er herrscht, bis unter seinen duß/ der deinde heer sich beugen muß./ Halleluja! 5. Er schützet seine Christenheit,/ erhält sie bis in Ewigkeit/ er ist ihr Haupt; lobsinget ihml/ Lobsinget ihm mit lauter Stimml/ Hallelujal 9⁰ Himmelfahrt C. Ja, Heiland, wir erheben dich,/ und unsre Herzen freuen sich/ der Herrlichkeit und Majestät,/ dazu dich Gott, dein Gott, erhöht./ Halleluja! 7. Bereitet hast oͤu schon den Ort,/ wo wir dich schauen fort und fort./ Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf/ nimmst du uns in den Himmel auf./ Halleluja! 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit/ stärk uns in unsrer Prüfungs⸗ zeit,/ nur oir zu leben, dir zu traun,/ bis wir dereinst dein Antlitz schaun./ Halleluja! 9. Dann weroͤen wir uns ewig dein,/ erhöheter Erlöser, freun./ Dann singen wir von deinem Ruhm/ ein neues Lied im Heilig⸗ tum./ Halleluja!l Nach Erasmus Alberus(4 1553) von Samuel Diterich, 4+ 1791. Mel. Nun freut euch, 9 lieben Christen gmein. Wittenberg 1524. EI—————... Auf Chrixsti Him⸗mel⸗fahrt al⸗lein/ ich mei⸗ne Nachfahrt Ulund al⸗le Zweifel, Angst und pein/ hiermit stets ü⸗ ber⸗ ö —.————6——•.—.——— EE—.——.—. grün ⸗ de ö Fie win de. Denn weil das Haupt im Him⸗mel ist,/ wird — 1— +—— 5*—8—3 ö——————8 S sei⸗ne Glie⸗der Je⸗sus Christ/ zur rechten Zeit nach⸗ ho⸗len. 2. Weil er gezogen himmelan/ und große Gab empfangen,/ mein Herz auch nur im Himmel kann,/ sonst nirgenos Ruh erlangen./ denn wo mein Schatz gekommen hin,/ dahin steht auch mein Herz und Sinn;/ nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich/ von deiner Auffahrt spüren// daß mit dem wahren Glauben ich/ mög meine Nachfahrt zieren/ und dann einmal, wenn dirs gefällt,/ mit Freuden scheiden aus der Welt;/ herr, höre dies mein Flehen! Uach Zosua Wegelin, 4 1640. 94 Himmelfahrt mel. Wie schön le der Morgenstern. til⸗ger a dir den Si mäch⸗tig,/ Tod und L 2. Dir dien Siegesfürstet Majestät und Jubellieder,, Himmel fähr 3. Du, Het von dir/ kon Licht und K durch dich ge daß es preij 4. Zeuch, für und für himmlisch si verachten;/ wohl ergrü 5. Sei, 3 göttlich Wo immelfahrt n freuen sich/ ott, erhöht./ muen fort und dᷣu uns in oͤen er Prüfungs⸗ t oͤein Antlitz oser, freun./ im heilig⸗ iterich, 4 1791. ittenberg 1524. —. ne Nachfahrt stets ü⸗ber⸗ ist, wird ho=len. ingen,/ mein herlangen./ ch mein Herz ihrt spüren,/ t zieren/ und den aus der ꝛgelin, + 1640. Himmelfahrt der Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. EE E S ———— 1. Nch, wun⸗der⸗gro⸗Per Sie⸗ges⸗ held,/ du Sün⸗den⸗ zur Rech⸗ten Got⸗tes in der Kraft,/ hast herr⸗lich mel. Wie schön leuchtet 97 — til⸗ger al⸗-ler Welt,/ heut bist du auf⸗ge⸗fah⸗ ren dir den Sieg verschafft/ trotz al⸗ler Fein⸗de Scha⸗ren; ————— Tod und Le⸗ ben/ ist, Herr Christ, oͤr un⸗ ter ⸗ge⸗ ben. 2. Dir dienen alle Cherubim,/ viel tausend hohe Seraphim/ dich Siegesfürsten lobenj/ du hast den Segen wiederbracht/ und dich mit Majestät und Macht/ zur herrlichkeit erhoben./ Singet,/ bringet/ zubellieder,/ fallet nieder,/ rühmt und ehret/ den, der auf zum Himmel fähret. 3. Du, Herr, bist unser haupt, und wir/ sind deine Glieder; nur von dir/ kommt auf uns Heil und Lebenj/ Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft,/ und was dem herzen Labsal schafft,/ wird uns durch dich gegeben./ Dringe,/ zwinge,/ ewge Güte,/ mein Gemüte,/ daß es preise,/ dir Lob, Ehr und Dank erweise. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir j/ hilf, daß wir forthin für und für/ nach deinem Reiche trachten;/ laß unsern Wandel himmlisch sein,/ daß wir der Eroe eiteln Schein/ und Uppigkeit verachten j/ Unart,/ Hoffart/ laß uns meiden,/ christlich leiden// wohl ergründen,/ wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schirm und Hort/ und gründ uns auf dein göttlich Wort,/ darauf wir uns verlassen./ Laß suchen uns, was 98 Himmelfahrt droben ist;/ auf Erden wohnet Trug und List/ und heinde, die dich hassen./ Lũgen,/ Trügen,/ Angst und Zagen, /ach, sie plagen, /ach, sie quälen/ stünolich arme Christenseelen. 6. Herr Zesu, komm, du Gnadenthron,/ du Siegesfürst, Heloͤ, Davioòs Sohn,/ komm, stille das Verlangen!/ du, du bist allen uns zu gut,/ o Jesu, durch dein teures Blut/ ins heiligtum gegangen./ Dafür/ soll dir/ von uns allen/ Preis erschallen;/ herr, am Ende/ nimm uns auf in deine hände! eenst Christoph Homburg, 4 1681. Mel. Aus meines 98 herzens Grunde. Hamburg 1598. 2 1 D.— I—— —————— duni in.——— .II FIIIIIIIII ö Der Herr fährt auf gen him ⸗ömel/ mit fro⸗ hem aus die⸗sem Welt ⸗ge⸗ tüm ⸗mel/ em⸗por zu SSSSSUNUNNEEEE Ju⸗-bel⸗ ton 8 5 sei nem Chron. Lob⸗singt, lob ⸗sin ⸗öget Gott!l/ Lob⸗ .·.........— singt, lob⸗singt mit Freu ⸗den/ dem Kö⸗ ni ⸗ ge der ——— II —————. SS.SS......... hei ⸗den,/ dem her⸗ren Ze ⸗ba ⸗ oth! 2. Der Herr wird aufgenommen/ in seines himmels Pracht;/ um ihn stehn alle Frommen, /die er hat freigemacht. /Es holen Jesum ein/ die heilgen Cherubinen,/ den lichten Seraphinen/ muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun vom Siege,/ der unser Haupt erhöht,/ wir wissen zur Genüge,/ wie man zum himmel geht;/ der heiland geht voran,/ will uns zurũck nicht lassen;/ er zeiget uns die Straßenj/ er bricht uns sichee Bahn. 9⁰ Himmelfahrt 4. Wir sollen wir gehen vont macht euch auf langen,/ dahin 5. Laßt uns uns einmütig s Sohn,/ dich K dich, unsers 5 . Fahr hin Tand kann nig ist unser Preis schmeide;/ zu 7. Wann so daß wir ihn w wirst du sein, Füßen?/ Rom Mel. Nr. 61. 1. Herr, at Weh,/ warur höh?/ Nimn daß ich dich 2. Laß dei wenn ich Se so ich nicht k seiner Rechtt 3. Zeuch mit dir him Glauben me dir gelanger 4. Meine da ich werd bringe mich an dem letz 7 simmelfahrt einde, die dich e plagen, /ach, gesfürst, Held, bist allen uns m gegangen./ ꝛrr, am Ende/ omburg, 1 1681. Hamburg 1598. mit fro⸗ hem ema por zu E Gott!„ Lob⸗ 9e der hl iels Pracht;/ ht./ Es holen aphinen/ muß terhöht,/ wir r Heilanò geht hie Straßenʒ/ 9 Himmelfahrt 4. Wir sollen himmlisch werden,/ der herr macht selbst uns Platz/ wir gehen von der Erden/ dorthin, wo unser Schatz./ Ihr Herzen, macht euch auf!/ Wo zesus hingegangen,/ dahin sei das Ver⸗ langen, dahin sei euer Lauf. 5. Laßt uns gen himmel dringen/ mit herzlicher Begierj/ laßt uns einmütig singen:/ Dich, Jesus, suchen wir!/ Dich, o du Gottes Sohn,/ dich Weg, dich wahres Leben,/ dem alle Macht gegeben,/ dich, unsers Hauptes Kron! o. Fahr hin mit deinen Schätzen,/ du trugesvolle Weltj/ dein Tand kann nicht ergötzen!/ Weißt du, was uns gefällt?/ Der Herr ist unser Preis,/ der herr ist unsre Freude/ und köstliches Ge⸗ schmeide;/ zu ihm gilt unsre Reis'. 7. Wann soll es doch geschehen?/ Wann kommt die liebe Zeit,/ daß wir ihn werden sehen/ in seiner gerrlichkeitꝰ/ Du Tag, wann wirst du sein,/ daß wir den heiland grüßen/ und fallen ihm zu Füßen?/ Romm, stelle dich doch ein! G. Wilhelm Sater, 4 1699. mel. Nr. 61. WWasserguelle 1. Herr, auf Erden muß ich leiden/ und bin voller Angst und weh,/ warum willst du von mir scheiden,/ warum fährst du in die höh?/ Nimm mich Armen auch mit dir/ oder bleibe doch in mir,/ daß ich dich und deine Gaben/ täglich möge bei mir haben. 2. Laß dein Herze mir zurücke/ und nimm meines mit hinaufj/ wenn ich Seufzer zu dir schicke,/ tue mir den himmel auf/ und, so ich nicht beten kann, rede du den Vater an;/ denn du sitzt zu seiner Rechtenj/ darum hilf uns, deinen Knechten. 3. Zeuch die Sinne von der Erde/ über alles Eitle hin// daß ich mit dir himmlisch werde,/ ob ich gleich noch sterblich bin,/ und im Glauben meine Zeit/ richte nach der Ewigkeit,/ bis wir auch zu dir gelangen,/ wie du bist vorangegangen. 4. Meine Wohnung mache fertig/ droben in des Vaters Haus,/ da ich werde gegenwärtig/ bei dir gehen ein und aus./ Dahin bringe mich zur Ruh,/ denn der Weg dahin bist du,/ und nimm an dem letzten Ende/ meinen Geist in deine hände. 7 10⁰ 5. Romme, wenn es Zeit ist, wieder,/ wie dein Wort uns hoffen lehrt,/ und erlöse meine Glieder,/ die das unkle Grab beschwert;/ richtest du dann diese Welt,/ die dein Wort für Lügen hält,/ dann nach überstanoͤnem Leide/ führ uns ein zu deiner Freude. Kaspar Neumann, 4+ 1715. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 100 —— 2. S.S.S........... Gro⸗ber Mitt⸗ler, der zur Rech⸗ten sei⸗ nes gro⸗ hen Hund die Schar von sei⸗nen Rnech⸗ten/ in dem Reich der Jakob Hintze, 1678. .* Va⸗ters sißt—.— Gna⸗den schütht, den auf dem er⸗hab⸗ nen Thro⸗ne/ in der rn., Kre, kö⸗nig ⸗li⸗ chen Rro⸗ne/ al⸗les heer der E⸗ wig⸗keit/ ........ IIRIITSTII mit ver⸗ hüll⸗tem Ant-litz scheut: 2. Dein Erlösungswerk auf Erden/ und dein Opfer ist vollbracht/ was vollendet sollte weroͤen,/ ist geschehn durch deine Macht./ Da du bist für uns gestorben,/ ist uns Gnad und Heil erworben,/ und dein siegreich Ruferstehn/ läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun bist du ja Hort und hüter/ in des Vaters hHeiligtum,/ die erworbnen Segensgüter/ durch dein Evangelium/ allen dͤenen mitzuteilen,/ die zum Thron der Gnade eilen/ nun wird uns durch deine Hand/ heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes teure Namen/ trägst du stets auf deiner Brust// und die gläubig zu oͤir kamen,/ sind und bleiben deine Lust./ Du vertrittst, oie an dich glauben,/ daß sie nichts dir möge rauben,/ bittest in des Vaters haus/ ihnen eine Wohnung aus. 98 Himmelfahrt himmelfahr 5. Doch vere nicht,/ weil dat daß dein Vate daß er änoͤre 6. Die Verd vertrittst vor i wolle Kraft un Seelen zu dir 7. Großer 1 viel Treu an uns dein Ver sprich für uns Mel. Schmücke o liebe Seele. kom⸗men 2. Himm der Geschöp sind, Herr si Menschen, 7* Himmelfahrt Wort uns hoffen Brab beschwert;/ igen hält,/ dann er Freude. Neumann, 4 1715. Jakob Hintze, 1678. —————. ei nes gro⸗ßen in dem Reich der r ist vollbracht/ ine Macht./ Da erworben,/ und t gehn. rs Heiligtum,/ im/ allen oenen wird uns durch föeiner Brust,/ deine Lust./ Du möge rauben,/ aus. Himmelfahrt 10¹ 5. Doch vergißt du auch der Armen,/ die der Welt noch dienen, nicht,/ weil das Herz dir voll Erbarmen/ über ihrem Elend bricht j/ daß dein Vater ihrer schone,/ daß er nicht nach Werken lohne,/ daß er änoͤre ihren Sinn,/ darauf zielt dein Bitten hin. 6. Die Verdienste deiner Leiden/ stellest du dem Vater dar/ und vertrittst vor ihm mit dreuden/ deine teur erlöste Schar,/ daß er wolle Kraft und Leben/ deinem Volk auf Erden geben/ und die Seelen zu dir ziehn,/ die noch deine Freunoͤschaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen,/ daß du in dem heiligtum/ so viel Treu an uns bewiesen;/ dir sei Ehre, Dank und Ruhm!/ Laß uns dein Verdienst vertreten,/ wenn wir zu dem Vater betenj/ sprich für uns in letzter Not,/ wenn den Mund verschließt der Tod! goh. Jakob Rambach, + 1735. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 1 0¹ gohann Crüger, 1649. Wemuss dem kein Rö⸗nig glei⸗chet,/ des⸗en Ruhm kein dem als Gott das Reich ge⸗büh⸗ret,/ der als Mensch das mund er⸗rei⸗ chet, 2 Zep ⸗ ter sfüh⸗ vet, ö dem das Recht ge- hört zum Thro⸗ne/ als des Va⸗ters ein-gem Soh⸗ne,/ den so viel Voll⸗ — kom⸗men⸗ hei ⸗ten/ krö⸗nen, zie ren und be⸗ glei⸗ten! 2. himmel, Erde, Luft und Meere/ nebst dem ungezählten heere/ der Geschöpfe in den deldern,/ in den Seen, in oͤen Wäldern/ sind/ Herr über LTod und Leben,/ dir zum Eigentum gegeben./ Tiere, Menschen, Geister scheuen,/ Menschensohn, dein mächtig dräuen. 7* 102 Himmelfahrt 5. In des Gnadenreiches Grenzen/ sieht man oͤich am schönsten glänzen,/ wo viel tausend treue Seelen/ dich zu ihrem Haupt er⸗ wählen,/ oͤie oͤurchs Zepter deines Mundes/ nach oͤem Recht des Gnadenbundes/ sich von dͤir regieren lassen/ und wie oͤu das Un⸗ recht hassen. 4. In oͤem Reiche deiner Ehren/ kann man stets dich loben hören/ von dem himmlischen Geschlechte,/ von der Menge deiner Rnechte,/ die oort ohne Furcht und Grauen/ dein verklärtes Antlitz schauen// die oͤich unermüdet preisen/ und oͤir Ehr und Dienst erweisen. 5. Herr in allen diesen Reichenl/ Dir ist niemand zu vergleichen/ an oͤem Aberfluß oer Schätze,/ an der Oroͤnung der Gesetze,/ an Vollkommenheit der Gaben,/ welche deine Bürger haben;/ ou be⸗ schüthest deine Freunde,/ oͤu bezwingest deine Feinde. 6. Herrsche auch in meinem herzen/ über Zorn, Lust, Furcht und Schmerzen;/ laß mich deinen Schutz genießen,/ gläubig dich ins Herze schließen,/ ehren, fürchten, loben, lieben/ und mich im Oehorsam üben;„ hier mitringen, dulden, streiten,/ dort mit⸗ herrschen oͤir zur Seiten. Zoh. Jakob Rambach, + 1735. Mel. Nr. 100. 1 0 2 mi Hemsteroen. 1. Siegesfürst und Ehrenkönig,/ höchstverklärte Majestätl/ Alle Himmel sind zu wenig,/ oͤu bist oͤrüber hoch erhöht./ Sollt ich nicht zu Fuß dir fallen/ und mein Herz vor Freude wallen,/ wenn mein Glaubensaug entzückt/ doͤeine herrlichkeit erblickt. 2. Weit und breit, du himmelssonne,/ deine Klarheit sich er⸗ gießt,/ daß ein Strom von Glanz und Wonne/ durch die himmels⸗ geister fließt;/ prächtig wirst du aufgenommen,/ freudig heißt man oͤich willkommen:/ schau, oͤein armes Kinoͤ auch hier/ rufet Hosianna dir. 3. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken,/ da ich deine Klarheit seh?/ Sollt mein Mut noch wollen sinken,/ da ich deine Macht versteh?/ Meinem Rönig will ich trauen,/ nicht vor Welt noch Teufel grauen,/ nur in Jesu Namen mich/ beugen hier und ewiglich! 4. Geist und Kraft nun überfließen;/ drum wirk in uns kräftig⸗ lich,/ bis zum Schemel deiner düße/ alle Feinde legen sich./ Herr, zu deinem Zepter wende/ alles bis zum Weltenende/ mache dir auf Erden Bahn,/ alle herzen untertan. 10⁰ himmelfahrt 5. Du kannst meines armen Romm, du Köni ewig in mir leb 6. Dein zum l nahj/ lehr mich fremd der Wel orinnen,/ in da Mel. Alles ist an Gottes Sogen. dem man 2. Fürstentü halten,/ geben mel,/ hier im 3. Gott ist keiner,/ nur d stößlich,/ desse 4. Nur in ih die Erlösung! und ein ewige Himmelfahrt ich am schönsten hrem Haupt er⸗ dem Recht des wie oͤu das Un⸗ ch loben hören/ einer Knechte,/ intlitz schauen,/ ist erweisen. zu vergleichen/ er Gesetze,/ an habenz/ du be⸗ de. 1 Lust, Furcht „/ gläubig dich / und mich im en,/ oͤort mit⸗ Rambach, + 1735. missen telben. te Majestätl/ erhöht./ Sollt eude wallen,/ eit erblickt. larheit sich er⸗ hdie himmels⸗ freuoͤig heißt uch hier/ rufet deine Klarheit h deine Macht elt noch Teufel 10 ewiglichl in uns kräftig⸗ ũen sich./ Herr, ͤej/ mache dir himmelfahrt 103 5. Du kannst alles aller Orten/ nun erfülln und nahe sein;/ meines armen Herzens Pforten/ stehen offen, komm herein!/ Romm, du Rönig aller Ehren,/ du mußt auch bei mir einkehren/ ewig in mir leb und wohn/ als in deinem Himmelsthron! 6. Dein zum Himmel Sicherheben/ bringt mir Gott und Himmel nahj/ lehr mich nur im Geiste leben/ als vor deinen Rugen daj/ fremd der Welt, der zeit, den Sinnen,/ bei dir abgeschieden orinnen,/ in das Himmelreich versetzt,/ da mich Jesus nur ergößt. Gerhard Cersteegen, 4 1769. Mel. Alles ist an 94.— gen. 1 0 3 e Ba ar ne, L S.SSSS....... 1. 3e⸗sus Christus herrscht als Rö⸗nig,/ al⸗les wird ihm DSeeeeeeeeeeeeeee...................—.8 BIE S un ⸗ ter⸗ tã⸗nig,/ al⸗les legt ihm Gott zu§uß./ Je⸗-de Zun⸗ ge Frankfurt a. M. 1758. ————— soll be⸗ken⸗nen,/ Je ⸗-sus sei der herr zu nen⸗ nen,/ ........ dem man Eh-re ge-ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten,/ Mächte, die die Thronwacht halten,/ geben ihm die Herrlichkeit./ Alle Herrschaft dort im im⸗ mel,/ hier im irdischen Getümmel/ ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer,/ und demselben gleichet keiner,/ nur der Sohn, der ist ihm gleich;/ dessen Stuhl ist unum⸗ stößlich,/ dessen Leben unauflöslich/ dessen Reich ein ewig Reich. 4. Nur in ihm, o Wundergaben!/ können wir Erlösung haben,/ die Erlösung durch sein Blut./ hörts! das Leben ist erschienen,/ und ein ewiges Versühnen/ kommt in esus uns zugut. 10⁴ Himmelfahrt 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen,/ klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen,/ sagt, ihr Armen, ihm die Not./ Er kann alle Wunoͤen heilen,/ Reichtum weiß er auszuteilen,/ Leben schenkt er nach dem Tod. 6. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen!/ Willst du Gnaoͤe? du sollst nehmen!/ Willst oͤu leben? es soll sein!/ Willst du erben? du wirsts sehen!/ Soll der Wunsch aufs höchste gehen,/ willst oᷣu Je⸗ sum? er ist dein! 7. Zwar auch Kreuz oͤrückt Christi Glieder/ hier auf kurze Zeit danieder,/ und das Leiden geht zuvor./ Nur Gedͤuloͤl Es folgen Freuden,/ nichts kann sie von Jesu scheiden,/ und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein himmel offen,/ welcher über alles Hoffen,/ über alles Wünschen ist./ Die gereinigte Gemeine/ weiß, daß eine Zeit erscheine,/ wo sie ihren König grüßt. 9. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte,/ rühmt, vollenoete Ge⸗ rechte,/ und oͤu Schar, die Palmen trägt,/ und ihr Märtrer mit der Krone/ und du Chor vor seinem Throne,/ der die Gottes⸗ harfen schlägt! 10. Ich auch auf der tiefsten Stufen,/ ich will glauben, reden, rufen,/ ob ich schon noch Pilgrim bin:/ Jesus Christus herrscht als König,/ alles sei ihm untertänig,/ ehret, liebet, lobet ihn! phil. Friedrich hiller, 4 1769. Mel. Rr. o/. 104 der mergenster 1. Halleluja! Wie lieblich stehn/ hoch über uns die Himmels⸗ höhn,/ seit dͤu im Himmel sitzest,/ seit du vom ewgen Zion dort/ aussendest dein lebenoͤig Wort/ und deine Heroͤe schützest!/ Fröh⸗ lich,/ selig/ schaut der Glaube/ von dem Staube/ auf zum Sohne:/ meine heimat ist am Throne. 2. Die Sterne leuchten ohne Zahl;/ was ist ihr tausenoͤfacher Strahl?/ Was ist der Glanz oer Sonne?„Ein Schatten nur von jenem Licht,/ das dͤir vom holoͤen Angesicht/ ausgeht mit ewger Wonne!/ Spende,/ sende/ deine hellen/ Lebensquellen/ reichlich nieder,/ großes Haupt, auf deine Glieder! 10² himmelfahrt 3. Verhüllt de Ruge wacht,/ de Tode brach;/ es scheinet./ O wer du wachest/ und 4. Wohin wit sich oͤrüber her, das Gebet,/ da! Schaden./ Rein verlassenj/ treu 5. Wir fliehn arme herz/ abl stoßne Rohr,/ ihn aufs neue./ die zum Leben 0. O selger Y was uns in dit bleibt unser An hier/ sind wir dann hinauf z Mel. Lobe den h oen mächtigen Ki run⸗genj Schmerz/ ü immelfahrt Kranken, ihm Er kann alle ben schenkt er u Gnade? du du erben? du willst dᷣu Je⸗ auf kurze Zeit lol Es folgen r Haupt zieht illes Hoffen,/ heiß, daß eine ollendete Ge⸗ Märtrer mit r die Gottes⸗ auben, reoͤen, 18 herrscht als het ihnl Hiller, 4 1769. ie schön leuchtet r Morgenstern. die himmels⸗ n Zion dort/ itzestl/ Fröh⸗ zum Sohne:/ tausenoͤfacher uten nur von ht mit ewger llen/ reichlich Himmelfahrt 10⁵5 3. Verhüllt den Erokreis düstre Nacht,/ ich weiß, daß dort ein Ruge wacht// da s einst um uns geweinet,/ das einst für uns im Tode brach j/ es ist dein Rug, es bleibet wach,/ bis neu die Sonne scheinet./ O wer du wachest/ und 4. Wohin wir sich oͤrüber her,/ dein Himmel voll nunmehr/ nimmer klagte,/ nimmer zagte,/ seit aus Nächten Tage machest! ziehn durch Land und Meer,/ ein Himmel neigt er Gnaden./ Da steigt erhörlich das Gebet,/ da wallt man sicher früh und spät/ vor Feindeslist und Schaden./ Rei verlassenj/ treu 5. Wir fliehn ner/ deiner/ Auserwählten,/ Geistbeseelten/ bleibt will ihn dein Arm umfassen. zu dir mit allem Schmerz,/ zu oͤir, wenn sich das arme herz/ abhärmt in bittrer Reue./ Du brichst nicht das zer⸗ stoßne Rohr,/ und wenn der Docht sein Ol verlor,/ so tränkst du ihn aufs neue./ Im Licht/ soll nicht/ eine fehlen/ von den Seelen,/ die zum Leben/ dir dein Vater übergeben. 6. O selger Rönig Jesu Christ!/ Wie wundervoll und heilig ist// was uns in dir bleibt unser Anker, wenn es stürmt, hier/ sind wir/ festgebundenj/ unsre Stunden/ dann hinauf zum ewgen hHeile! Mel. Lobe den Herren, den mächtigen König. Lamm, das ge⸗lit⸗ ten, der Gottes Kinder schirmt// auf ewig eingesenket.⸗ Hier, fliehn in Eile j/ Albert Knapp, 1 1864. geschenket!/ In dir, Stralsund 1665. und Lö⸗we, der sieg⸗reich ge⸗ blus ten⸗des Op⸗ fer und Held, der die höl ⸗le be⸗ Tan K bre⸗ chen⸗des Herz,/ das sich aus ir⸗di⸗ schem zwun⸗ gen — Schmerz 1 ber die Him⸗mel ge⸗schwun⸗gen! 10⁵ Himmelfahrt 2. Du hast in schauriger Tiefe das höchste vollendet,/ Gott in die Menschheit gehüllt, daß sein Licht uns nicht blenoͤet./ Würdig bist du/ jauchzt dir die Ewigkeit zu,/ Preises und Ruhms, der nicht endet. 5. Himmlische Liebe, die Namen der Erde nicht nennen!/ dürst deiner Welten, den einst alle zZungen bekennen!/ Gingest du nicht/ selbst in der Sünder Gericht,/ Sünder entlassen zu können? 4. Aber des LTodes umnachteten, graunvollen Klüsten/ schwangst du die Palme des Sieges in himmlischen Lüften. Wer an dich glaubt,/ trägt nun, von Hoffnung umlaubt,/ ewiges Leben aus Grüsten. 5. Menschensohn, Heiland, in dem sich das ewge Erbarmen/ milde zu eigen gegeben den schuldigen Armen!/ Dir an der Brust/ darf nun in Leben und Lust/ jeder Erstarrte erwarmen. 6. Wahl voller Wunder! der einzige Reine von allen/ eint sich mit Seelen, die sündig im Staube hier wallen,/ trägt ihre Schuld,// hebt in unenoͤlicher huld/ das, was am tiefsten gefallen. 7. Mir auch ist süß überwindend dein Rufen ertönet/ Herr, auch mein feinoliches herz hat dein Lieben versoͤhnet;/ ja deine hano// zu dem Verirrten gewanot,/ hat mich mit Snade gekrönet. 8. Lobe oen Herrn, meine Seele! Er hat dir vergeben,/ heilt dein Gebrechen, legt in dich ein ewiges Leben;/ Frieden im Streit,/ Wonnen im irdischen Leid/ weiß dir dein Heiland zu geben. 9. Hoffnung und Glaube und Liebe, sie tragen auf Flügeln/ dich in das Land der Verheißung zu ewigen hügeln,/ wo deine Wahl/ dort in der Herrlichkeit Strahl/ Lieb und Erbarmen besiegeln. 10. Jauchze, Natur, in des Frühlings beginnendem Wehen 770 singe, du Welt, die das Werk der Erlösung gesehen!/ Jauchze, du heer,/ oͤort am kristallenen Meer:/ Ehre sei Gott in den Höhen! Meta heußer⸗Schweizer, 4 1870. Mel. Nr. 45. 1. RKomm, Seelen zu/ geschaffen hal 2. Der du Pfand,/ du! Gnadensonn! 3. Du siebe tut,/ du lösest 4. Zünd ut Liebesbrand, Gottheit star 5. Den Fei des driedens bleiben unbe 6. Lehr ur ehren soll;/ wirst gesand 7. Ehr sei Lebensstern Lob und Pr immelfahrt det,/ Gott in det./ Würdig Ruhms, der nnenl/ dürst gest du nicht/ können? en/ schwangst Wer an dich es Leben aus e Erbarmen/ un der Brust/ nen. len/ eint sich hre Schulo,/ ullen. 7 herr, auch heine Hand// ekrönet. geben,/ heilt im Streit,/ u geben. lügeln/ dich deine Wahl/ besiegeln. m Wehen;/ Jauchze, du den Höhen! heizer, 4 1876. 1 06 herr Gott, dich loben alle wir(oder wie Nr. 5). 1. Romm, heilger Geist, o Schöpfer du,/ sprich deinen armen Mel. Nr. 45. Seelen zuj/ erfüll mit Gnaden, süßer Gast,/ die Brust, die du geschaffen hast. 2. Der du ein Tröster bist genannt,/ des allerhöchsten Gottes Pfand,/ du Liebesquell, du Lebensbronn,/ du herzenssalbung, Gnadensonn! 3. Du siebenfaches Gnadengut,/ du hand des herrn, die Wunder tut,/ du lösest aller zungen Band,/ gibst frei das Wort in alle Land. 4. zünd uns ein Licht an im Verstand,/ entflamm das herz in Liebesbrand,/ stärk unser schwaches hleisch und Blut/ durch deiner Gottheit starken Mut. 5. Den F§eind treib von uns fern hinweg/ und bring uns auf des driedens Steg,/ daß wir/ durch deine hand geführt,/ vom Argen bleiben unberührt. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl,/ und wie den Sohn man ehren soll;/ im Glauben mache uns bekannt,/ wie du von beiden wirst gesanoͤt. 7. Ehr sei dem Vater, unserm herrn,/ und seinem Sohn, dem Lebensstern;/ dem heilgen Geiste gleicherweis/ sei jetzt und ewig Lob und Preis! Veni ereator spiritus) Alte Kirche. 105 Pfingsten 8. dert. 107 erfurt 188i. 1. Komm, hei ⸗li⸗ ger Geist, Her⸗re Gott,/ er⸗füll mit —.—————— dei⸗ ner Gna⸗den Gut/ der Gläu⸗bi⸗ gen herz, Mut unoͤ ——————.— Sinn,/ oͤein brün⸗stig Lieb ent⸗zlind in ihn'n!/ O Herr, durch SSPS.SISIIIIIII dei⸗nes Lich⸗tes Glast/ zum Glauben du ver⸗sam⸗melt hast/ das —————.— ö— ...... — L Volk aus al ⸗ler Welt zun⸗ gen./ Das sei dir, herr, zu ö 1— SD‚‚In — E——— . Lob ge⸗ sun ⸗genl/ Hal⸗le⸗lu⸗jal hal⸗le⸗lu⸗jal 2. Du heiliges Licht, eoͤler Hort,/ laß uns leuchten des Lebens Wort/ und lehr Gott uns recht erkennen,/ von herzen Vater ihn nennen./ O herr, behüt vor fremder Lehr,/ aß wir nicht Meister suchen mehr,/ oenn Jesum mit rechtem Glauben,/ und ihm aus ganzer Macht vertrauen./ Halleluja! Halleluja! 5. Du heilige Glut, süßer Trost,/ nun hilf uns fröhlich und ge⸗ trost/ in deinem dienst beständig bleibn,/ die Trübsal uns von dir nicht treibn./ Durch deine Kraft uns, Herr, bereit'/ und stärk des öͤleisches Blödigkeit,/ daß wir hier ritterlich ringen,/ durch Tod und Leben zu dir oͤringen./ Halleluja! Hallelujal v.(Veni sanete spiritus) vorreformatorisch; v. 2 u.3 von Martin Luther, 11546. 10⁰ Pfingsten 1. Nun bit⸗ ten Glau⸗be —.——— —0 Er⸗barr 2. Du wert Christ kennen der uns brad 3. Du süße der Liebe Bri im drieden U6 4. Du höch Schand noc wenn der Fe Pfingsten Jahrhundert.) Erfurt 1524. lu⸗ jal des Lebens Vater ihn icht Meister ihm aus ich und e⸗ ins von dir d stärk des durch Tod ither, 11546. Pfingsten 108 · 109 1 0—(Vorreformatorisch.) wittenberg 1524. 1. Nun bit⸗ten wir den bei —— ten Glau⸗ben al⸗ er uns be⸗ 65 te an un⸗serm En⸗de// wenn wir aimi aus die⸗sem E⸗ Lirm n de./ Er⸗barm dich, Herr! 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,/ lehr uns Jesum Christ kennen allein// daß wir an ihm bleiben, dem treuen heiland,/ der uns bracht hat zum rechten Vaterland./ Erbarm dich, Herr! 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst,/ laß uns empfinden der Liebe Brunst,/ daß wir uns von herzen einander lieben/ und im Frieden auf einem Sinn bleiben./ Erbarm dich, Herr! 4. du höchster Tröster in aller Not,/ hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod; daß in uns die Sinne nimmer verzagen,/ wenn der Feind wird das Leben verklagen./ Erbarm dich, Herr! v. 1 aus dem 13. Jahrhundert. Martin Luther, 4 1546. 1 0 9 meiningen 1695. Komm, o komm, du Geist des Le⸗ bens,/ wah⸗rer dei ⸗-ne Kraft sei nicht ver⸗ ge⸗bens,/ sie er⸗ 109 Pfingsten — — Gott von E⸗ wig ⸗keit. füll uns je der zeit, so wird Geist und Licht uno Schein/ in dem dunk ⸗len her⸗zen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen/ Weisheit, Rat, Verstand und Zucht,/ daß wir anders nichts beginnen/ als nur, was dein Wille sucht./ dein Erkenntnis werde groß/ und mach uns von Irr⸗ tum los. 5. Zeig uns, Herr, die rechten Stege/ zu der wahren Wohlfahrt an,/ räume alles aus dem Wege,/ was im Lauf uns hinoͤern kann/ wirke Reu durch deine Onad,/ wenn der§uß gestrauchelt hat. 4. Laß dein Zeugnis uns empfinden,/ daß wir Gottes Kinder sino,/ die auf ihn allein sich gründen,/ wenn sich Not und Drang⸗ sal finoͤt;/ denn was Vaterliebe tut,/ ist uns allewege gut. 5. Reiʒ uns, daß wir zu ihm treten/ frei mit aller öreudigkeit;/ seufz auch in uns, wenn wir beten,/ uno vertritt uns alle Zeit;/ so wird unsre Bitt erhört/ uno die Zuversicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange,/ daß das Herz oft rufen muß:/ Nch, mein Gott, mein Gott, wie lange?/ Ei, so mach du den Beschluß;/ sprich der Seele tröstlich zu/ und gib Mut, Geoͤuloͤ und Ruh. 7. O du Geist der Kraft und Stärke,/ u gewisser, neuer Geist,/ föroͤre in uns deine Werke, wenn die Welt uns an sich reißt./ Schenk uns Waffen in dem Krieg/ und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben,/ daß kein deinod, kein Tod, noch Spott/ uns denselben möge rauben;/ du bist unser Schutz und Gott./ Sagt das Fleisch gleich immer nein,/ laß oͤein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir enoͤlich sollen sterben,/ so versichr uns mehr und mehr/ als des Himmelreiches Erben/ jener herrlichkeit und Ehr,/ die Gott gibt durch Jesum Christ,/ und die unaussprechlich ist. Heineich Helo, 4 1089, Pfingsten Mel. Wie schön le der Morgenstern. dei⸗ ne Wo in uns krä Son⸗ ne,/ Wo e ——2— be⸗ tenz/ 2. Du Que Seelen gießt, einigkeit/ aue lehren./ Höre geben,/ dir z 3. Steh ur rechten Pfad, keit, daß wir müssen./ Sd schauen/ und 4. O laß ut dadurch geste gegnen aller reichlich/ au Unglück über 5. Ostarke wort/ in un Pfingsten —.— und Schein/ it, Verstand r, was dein ins von Irr⸗ 1 Wohlfahrt ern kann/ chelt hat. ttes Rinder inò Drang⸗ e gut. euoͤigkeit;/ 2 deit;/ z oft rufen o mach du ut, Geoulod ier Geist,/ ich reißt./ den Sieg. eind, kein iser Schutz dein Wort mehr und inò Ehr,/ lich ist. o, 1 1059. Pfingsten Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1 1 0 .... Frankfurt a. M. 1599. * — O heil-ger Geist, kehr bei uns ein/ und laß uns Du him-melslicht, laß dei⸗nen Schein/ bei uns und ——ñꝛ ß7iiß7—— +.. 2.———..——.— 1 — SPSSPSPSSPIPISPIIIIIIIIIIIII —— dei⸗ ne Wohnung sein;/ o komm, du her⸗zens⸗son- ne!l in uns kräf⸗ tig sein/ zu ste⸗ ter Freud und Won⸗ne! — Son⸗ne,// Won⸗ ne,/ himmlisch Le⸗ben/ willst du ge⸗ben,/ wenn wir —....... ——6 DDDD— be⸗ tenj/ zu dir kom⸗men wir ge⸗tre⸗ ten. 2. Du Quell, draus alle Wahrheit fließt,/ die sich in fromme Seelen gießt,/ laß deinen Trost uns hören,/ daß wir in Glaubens⸗ einigkeit/ auch anoͤre in der Christenheit/ dein wahres zeugnis lehren./ Höre,/ lehre,/ daß wir können/ herz und Sinnen/ dir er⸗ geben,/ dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat/ und führ uns selbst den rechten Pfad,// die wir den Weg nicht wissen./ Gib uns Beständig⸗ keit, daß wir/ getreu dir bleiben für und für,/ auch wenn wir leiden müssen./ Schaue,/ baue,/ was zerrissen und boflissen,/ dich zu schauen/ und auf deinen Trost zu bauen. 4. O laß uns deine Gotteskraft/ empfinden und zur Ritterschaft/ dadurch gestärket weroen;/ auf daß wir unter deinem Schutz/ be⸗ gegnen aller deinde Trutz/ mit freudigen Gebärden./ Laß dich/ reichlich/ auf uns nieder,/ daß wir wieder/ Trost empfinden,/ alles Unglück überwinden. 5. O starker dels und Lebenshort,/ laß doch dein mildes Himmels⸗ wort/ in unsern herzen brennen,/ daß wir uns mögen nimmer⸗ 111 Pfingsten mehr/ von deiner weisheitsreichen Lehr/ und reinen Liebe tren⸗ nen./ Fließe,/ gieße/ deine Güte/ ins Gemüte,/ daß wir können/ Christum unsern Heiland nennen. 6. Du milder Himmelstau, senk dich/ in unsre Seelen kräftig⸗ lich/ und schenk uns deine Liebe,/ daß unser Sinn verbunden sei/ dem Nächsten stets mit Liebestreu/ und sich darinnen übe./ Kein Neid,/ kein Streit/ dich betrübe,/ Fried und Liebe/ müß um⸗ schweben/ und durchoͤringen unser Leben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit/ wir führen unsre Lebenszeit,/ sei unsres Geistes Stärke,/ daß uns forthin sei unbewußt/ die Eitelkeit, des Fleisches Lust/ und seine toten Werke./ Rühre,/ führe/ unser Sinnen/ und Beginnen/ von der Erden,/ daß wir Himmels⸗ erben werden. michael Schirmer, 4+ 1673. 1 1 1 Zohann Crüger, 1653. ————— F.—.—.—.—— HAI e 22.6—.— 45 EE—— 1.—.— 1. Feuch ein zu dei⸗ nen To⸗ren,/ sei mei⸗nes der du, da ich ge⸗ bo⸗ren,„ mich neu ge⸗ 1 IHIDDA 1„ E ———.——— —.Z— Herzens Gast, bo⸗ren hast, —.——.—————— —.——.——..——— +— e und des Soh⸗ nes,/ mit bei⸗den glei⸗chen Thro⸗nes,„ mit ———.2—— I— 2— I bei⸗den gleich ge⸗preist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden/ und schmecken deine Kraft,/ die Rraft, die uns von Sünden/ hilf und Errettung schafft;/ ent⸗ sinoge meinen Sinn// daß ich mit reinem Geiste/ dir Ehr und dienste leiste,/ die ich dir schuldig bin. 110 o hoch⸗ ge⸗lieb⸗ ter Geist/ des Va⸗ters Pfingsten 3. Du bist ei Beten wird erl an,/ es steiget helfen kann. 4. Du bist ei erleuchtest un⸗ manchesmal/ zum güloͤnen 5. Du bist willst nicht, de Der Feinoͤscha wieder tu zuf 6. Du, Herr ö Menschenherz Gnad/ zu Fri was sich getrt 7. Beschirn Glück zu diese Verstand,/ m Tugend/ das 8. Erfülle und die Güter der dir sich v herzen reißt. 9. Richt un wenn wirs si hie wird aus erben/ des e⸗ Mel. Werde mi Gemüte(oder v Pfingsten en Liebe tren⸗ wir können/ zeelen kräftig⸗ erbunden sei/ en übe./ Rein he/ müß um⸗ Lebenszeit,/ inbewußt/ die ůlihre,/ führe/ wir himmels⸗ chirmer, 4 1673. in Crüger, 1653. 22 3—.— ei mei⸗ nes lich neu ge⸗ deine Kraft,/ schafft;/ ent⸗ he und dienste Pfingsten 112 3. Du bist ein Geist, der lehret,/ wie man recht beten soll;/ dein Beten wird erhöret,/ dein Singen klinget wohl,/ es steiget himmel⸗ an,/ es steiget sonder Ende,/ bis der sich zu uns wende,/ der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der kreuden,/ mit Trauern hältst oͤus nicht,/ erleuchtest uns im Leiden/ mit deines Trostes Licht./ Ach ja, wie manchesmal/ hast du mit süßen Worten/ mir aufgetan die Pforten/ zum güloͤnen§reudensaal! 5. Du bist ein Geist der Liebe/ ein Freund der Freunoͤlichkeit,/ willst nicht, daß uns betrübe/ Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit./ der deinoͤschaft deind du bist,/ willst, daß in Liebesflammen/ sich wieder tu zusammen,/ was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in händen/ die ganze weite Welt,/ kannst Menschenherzen wenden,/ wie dir es wohlgefällt./ So gib doch deine Gnad/ zu§ried und Liebesbanden,/ verknüpf in allen Landen,/ was sich getrennet hat. 7. Beschirm die Obrigkeiten,/ bau unsers dürsten Thron,/ gib Glück zu diesen Zeiten,/ schmück, als mit einer Kron,/ die Alten mit verstand,/ mit Frömmigkeit die Jugend,/ mit Gottesfurcht und Tugend/ das Volk im ganzen Land. S. Erfllle die Gemüter/ mit reiner Glaubenszier,/ die häuser und die Güter/ mit Segen für und für;/ vertreib den bösen Geist,/ der dir sich wioersetzet/ und, was dein herz ergötzet,/ aus unsern herzen reißt. 9. Richt unser ganzes Leben/ allzeit nach deinem Sinn,/ und wenn wirs sollen geben/ ins Todes hände hin,/ wenns mit uns hie wird aus,/ so hilf uns fröhlich sterben/ und nach dem Tod er⸗ erben/ des ewgen Lebens Haus. paul Gerharot, 4 1670. mel. Werde munter, mein 1 1 2 Gemüte(oder wie Nr. 40). gohann Schop, 1642. 4. O oͤu al⸗ler⸗süß⸗te dreu⸗de,/ o du al ⸗ler⸗ Vder oͤu uns in Lieb und Lei⸗de/ un⸗be⸗su⸗ chet 111 112 Pfingsten e — ön⸗stes Licht 2 Ka— 26 ö Geist des höch⸗sten, höchster Fürst,/ der du . hältst und hal⸗ten wirst/ ohn Ruf⸗-hö⸗ ren al ⸗le Ddin⸗ ge,/ SE I EEEEE 2 II hö⸗ re, hö⸗re, was ich sin- gel 2. Du bist ja die beste Gabe,/ die ein Mensch nur nennen kannz/ wenn ich dich erwünsch und habe,/ geb ich alles Wünschen oͤran./ Ach, ergib dich, komm zu mir/ in mein Herze, das du dir,/ da ich in die Welt geboren,/ selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst als ein milder Regen/ ausgegossen von dem Thron,/ bringst uns nichts als lauter Segen/ von dem Vater und dem Sohn./ Laß doch, o oͤu werter Gast,/ Gottes Segen, den du hast/ und verwaltst nach deinem Willen,/ mich an Leib und Seel erfüllen. 4. Du bist weise, voll Verstandes,/ was geheim ist, ist oͤir kund,/ zählst den Staub des kleinsten Sandes,/ grünost des tiefsten Meeres Grund;/ nun, du weißt auch zweifelsfrei,/ wie verderbt und blind ich sei,/ örum gib Weisheit und vor allen,/ wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden,/ wo man rein und reoͤlich ist,/ fleuchst hingegen Schand und Sünden,/ hassest Schlangentrug und List./ Mache oͤu, o Gnadenquell,/ meine Seele rein und hell;/ laß mich fliehen, was du fliehest,/ gib mir, was du gerne siehest. 6. Deine huld hat keine Schranken,/ du bist fromm und sanften Muts,/ bleibst im Leben ohne Wanken,/ tust uns Bösen alles Guts./ Ach, verleihe mir doch auch/ deinen eoͤlen Sinn und Brauch,/ daß ich Freund und§einde liebe,/ keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden,/ wenn du mich nur nicht verstößt;/ bleib ich von dir ungeschieden,/ so bin ich genug getröstꝰt./ Laß mich sein dein Eigentum;/ ich versprech hinwiederum,/ hier und dort all mein Vermögen/ dir zu Ehren anzulegen. 112 Pfingsten 8. Nur allein, hilf, mein Helfe des bösen Fleise sich in dir erne 9. Sei mein Stabʒ/ wenn i⸗ Grabj/ wenn i⸗ wo dͤu in ewge Mel. Är. 112. 1. Gott, gib Sand);/ Vater, Landl/ Laß de wie in starken 2. Jesu, der Geist, den mit Tröster ewigli festzustehen/ v 3. Heilger E ein/ und sei tar Reinige du sel was mich hier 4. Schmück schön j/ laß mi Gib mir einer mich vor Got 5. So will dem, was hin da mit Vater erheben kann Mel. Nr. 112 1. Geist vo und von unsr stehe ou mir! herz auf Er 8 Pfingsten jürst,/ der du le din⸗ ge,/ iennen kann;/ hen oͤran./ Ach, dir,/ da ich in ndem Thron,/ ater und dem / den du hast/ d Seel erfüllen. ist dir kund,/ tiefsten Meeres herbt und blind ich möge Gott ind reoͤlich ist,/ angentrug und und hell;/ laß erne siehest. um und sanften sen alles Guts./ ᷑ Brauch,/ daß st, betrübe. imich nur nicht enug getröst't./ iederum,/ hier legen. Pfingsten 11³1¹⁴ 8. Nur allein, daß du mich stärkest/ und mir treulich stehest beij/ hilf, mein Helfer, wo du merkest,/ daß mir Hilfe nötig sei./ Brich des bösen§leisches Sinn,/ nimm den alten Willen hin,/ daß er sich in dir erneue/ und mein Gott sich meiner freue. 9. Sei mein Retter/ führ mich eben;/ wenn ich sinke, sei mein Stabj/ wenn ich sterbe, sei mein Eeben;/ wenn ich liege, sei mein Grabj/ wenn ich wieder aufersteh,/ o so hilf mir, daß ich geh/ hin/ wo du in ewgen Freuden/ wirst die Ruserwählten weiden. paul Gerharot, 4 1676. Mel. Rr. 112. 113 kurein Stmücer 1. Gott, gib einen milden Regen// denn mein herz ist dürr wie Sand;/ Vater, gib vom himmel Segen, /tränke du oein dürstend Landl/ Laß des heilgen Geistes Gab/ auf mich Rrmen doch herab/ wie in starken Strömen fließen/ und sich in mein Herz ergießen. 2. Jesu, der du hingegangen/ zu dem Vater, sende mir/ deinen Geist, den mit vVerlangen/ ich erwarte, Herr, von dir./ Laß den Cröster ewiglich/ bei mir sein und lehren mich,/ in der weisheit festzustehen/ und auf dich im Glauben sehen. z. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein/ und sei tausenoͤmal willkommen,/ laß mich deinen Tempel sein./ Reinige du selbst das haus/ meines herzens, wirf hinaus/ alles, was mich hier kann scheiden/ von den süßen himmelsfreuden. 4. Schmücke mich mit deinen Gaben,/ mache neu mich, rein und schönj/ laß mich wahre Liebe haben/ und in deiner Gnade stehn./ Gib mir einen starken Mut,/ heilige mein Fleisch und Blut, lehre mich vor Gott hintreten/ und im Geist und Wahrheit beten. 5. So will ich mich dir ergebenj/ dir zu Ehren soll mein Sinn/ dem, was himmlisch ist, nachstreben,/ bis ich werde kommen hin,/ da mit Vater und dem Sohn/ dich im höchsten himmelsthron/ ich erheben kann und preisen/ mit den süßen Engelsweisen. Moritz Kramer, 4 1702. ter, mel. Nr. 112. 11 ueid Semuie 1. Geist vom Vater und vom Sohne,/ der du unser Tröster bist/ und von unsres Gottes Throne/ hilfreich auf uns Schwache siehst:/ stehe du mir mächtig bei,/ daß ich Gott ergeben seij/ o so wird mein herz auf Erden/ schon ein Tempel Gottes werden. 8 113 115 Pfingsten 2. Laß auf jedem meiner Wege/ deine Weisheit mit mir sein,/ wenn ich bange zweifel hege,/ deine Wahrheit mich erfreun. /Lenke krästig meinen Sinn/ auf mein wahres Wohlsein hinj/ lehrst du mich, was recht ist, wählen,/ werd ich nie mein heil verfehlen. 3. Heilige des herzens Triebe,/ daß ich über alles treu/ meinen Gott und Vater liebe,/ daß mir nichts so wichtig sei,/ als in seiner huld zu stehn/ seinen Namen zu erhöhn,/ seinen Willen zu voll⸗ bringen,/ müsse mir durch dich gelingen. 4. Stärke mich, so oft zur Sünde/ mein Gemüt versuchet wirod,/ daß sie mich nicht überwinde;/ hab ich irgend mich verirrt,/ o so strafe selbst mein Herz// daß ich unter Reu und Schmerz/ mich vor Gott darüber beuge/ und mein Herz zur Bessrung neige. 5. Reize mich, mit dölehn und Beten,/ wenn mir Hilfe nötig ist,/ zu dem Gnadenstuhl zu treten./ Gib, daß ich auf Jesum Christ/ als auf meinen Mittler schau/ und auf ihn die hoffnung bau,/ Gnad um Gnad auf mein Verlangen/ von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden/ stets mit deinem Troste bei,/ daß ich auch alsoann mit Freuden/ Gottes Führung folgsam sei./ Gib mir ein gelassen herz;/ laß mich selbst im Todesschmerz/ bis zum frohen Uberwinden/ dieses Trostes Kraft empfinden. Nach Gottfried Hoffmann, 1 1712. 11 5 Arnold Mendelssohn, 66ü wie Nr. 307.) Ddarmstaot 1505. e d,, r, L,n, n= di:, ———.——— 1. Schmückt das dest mit mai⸗en,„ las⸗ set denn der Geist der Gna⸗- den/ hat sich dann r., mahm: Imir:m nt dmn.———.— —. Blu⸗ men streu⸗ en,/ zün ⸗ det Op ⸗ ser anz; ein ge⸗la⸗ den,/ ma ⸗chet ihm die Bahn. ö—.—— .SIIII.I.I.. Aehmt ihn ein,/ so wird sein Schein/ euch mit 114 Pfingsten Licht un —.—. stil ⸗wlen. 2. Tröster i und Tat,/ sta unsrem Pfad, teuren Gaber 3. Laß die; Geist empor; sprich du selb kräftiglich vo 4. Goloͤne chenfeld;/ la Wort hinfäll zu bringen, 5. Schlagt glut;/ laß d und Blut; /l ziehen/ und 6. Gib zu und aus;/ v eignen haus recht erkenn 7. Mach d Licht;/ trag verlaß uns r Felde liegen 8. Laß un verwandt./ ein fruchtbar himmelsme 8* Pfingsten nit mir sein,/ freun./ Lenke in j/ lehrst du verfehlen. treu/ meinen als in seiner illen zu voll⸗ suchet wird,/ verirrt,/ o so erz/ mich vor neige. ilfe nötig ist,/ im Christ/ als gbau,/ Gnad mpfangen. oste bei,/ daß sam sei./ Gib nerz/ bis zum n. ffmann, 4 1712. lo Mendelssohn, Ddarmstaot 1505. fer an; die Bahn. euch mit Pfingsten Licht und heil er⸗fül⸗ len/ und den Kum ⸗mer — stil-len. 2. Tröster der Betrübten,/ Siegel der Geliebten,/ Geist voll Rat und Tat,/ starker Gottesfinger,/ Friedensüberbringer,/ Licht auf unsrem Pfad,/ gib uns Kraft/ zur Pilgrimschaft,/ laß uns deine teuren Gaben/ Herz und Seele laben. 3. Laß die zungen brennen,/ wenn wir gesum nennen,/ flihr den Geist empor;/ gib uns Kraft zu beten/ und vor Gott zu treten,/ sprich du selbst uns vor./ Gib uns Mut,/ du höchstes But,/ tröst uns krästiglich von oben/ bei der deinde Toben. 4. Goloͤner himmelsregen,/ schütte deinen Segen/ auf das Rir⸗ chenfeld;/ lasse Ströme fließen,/ die das Land begießen,/ wo dein Wort hinfällt,/ und verleih,/ daß es gedeih;/ hundertfältig Frucht zu bringen,/ laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine lammen/ über uns zusammen,/ heilge Liebes⸗ glut;/ laß dein sanftes Wehen/ über uns ergehen,/ dämpfe dleisch und Blut;/ laß uns doch/ am Sündenjoch/ mit der Welt nicht ferner ziehen/ und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen dingen/ Wollen und Vollbringen,/ führ uns ein und aus;/ wohn in unsrer Seele,/ unser herz erwähle/ dir zum eignen haus./ Wertes Pfand,/ mach uns bekannt,/ wie wir Jesum recht erkennen/ und Gott Vater nennen. 7. Mach das Rreuz uns süße,/ und durch Finsternisse/ sei du unser Licht;/ trag nach Zions hügeln/ uns mit Glaubensflügeln/ und verlaß uns nicht,/ wenn der Tod,/ die letzte Not,/ mit uns will zu Felde liegen,/ daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen/ nimmermehr vergessen,/ daß wir Gott verwandt./ dem laß uns stets dienen/ und im Guten grünen/ als ein fruchtbar Land,/ bis wir dort,/ du werter hort,/ bei den grünen himmelsmaien/ ewig uns erfreuen. Bensamin Schmolck, 1757. 8* 11⁰ Pfingsten Mel. Erquicke mich, du Heil Ler Sunder. 11 6 35—77 1714. —— ö— 25 SS O Gott, o Geist, o Licht oes Le⸗bens, /das 1 im du scheinst und lockst so lang ver⸗ge⸗bens,/ weil Finster⸗ eren.. I To⸗desschatten scheint, nis dem Lichte 065 —— +¹+— E hen,/ dich laß ich gern mein her⸗ze se⸗ hen. 2. Entdecke alles und verzehre,/ was nicht in deinem Lichte rein/ wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre,/ die Wonne folget nach der Pein;/ du wirst mich aus dem finstern Alten/ in Jesu Klarheit umgestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern,/ das ist dein Werk, du Quell des Lichts!/ Du mußt von Grund aus mich erneuern,/ sonst hilft mein eignes Trachten nichts./ O Geist, sei meines Geistes Leben;/ ich kann mir selbst nichts Gutes geben. 4. Du Odem aus der ewgen Stille,/ durchwehe sanft der Seele Grund;/ füll mich mit aller Gottesfülle/ und da, wo Sünd und Greuel stund,/ laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen,/ in Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen/ sei kinoͤlich folgsam deinem Trieb;/ bewahr mein Herz mit allen Sinnen/ untaoͤelig in Gottes Lieb./ Dein in mir Beten, Lehren, Kämpfen/ laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne/ eröffnet und kristallen⸗ rein/ aus Gottes und des Lammes Throne/ nun quillt in stille herzen ein,/ ich öffne meinen Mund und sinke/ hin zu der Quelle, daß ich trinke. 116 O Geist, dem kei⸗ner kann ent ⸗ͤ ge⸗ Pfingsten 7. Ich laß n dir nahz/ ich w Gott ist dal/ deiner nie ver Mel. Nr. 153 (oder wie Nr. 565 1. Es saß eir Wort/ einmüt stand,/ Herr walten. 2. Schnell mit Gebraus/ dich/ bei uns 3. Er füllete ließ sich auf jt laß feurig un 4. Sie wur wohl,/ wie er g daß wir des! 5. Das Vol Welt getan,/ sal aufj/ laß, ehren! 6. Die Wel die Kraft von rechten§reud was noch in 7. Dein Li gänzlich aus falscher Wah weichen müß 8. Dein Fᷣei lust;/ erweck anstatt der s Pfingsten Freylinghausen, Halle 1714. das uns im weil Finster⸗ — ann ent⸗ ge⸗ n Lichte rein;/ Wonne folget lten/ in Jesu ist dein Werk, ich erneuern,/ meines Geistes anst der Seele wo Sünd und nen,/ in Geist noͤlich folgsam ũen/ untadelig fen/ laß mich und kristallen⸗ quillt in stille zu der Quelle, Pfingsten 117 7. Ich laß mich dir und bleib indessen,/ von allem abgewanot, dir nah;/ ich will die Welt und mich vergessen/ und innigst glauben: Gott ist dal/ O Gott, o Geist, o Licht des Lebens,/ man harret deiner nie vergebens. Gerhard Lersteegen, 4 1769. Mel. Nr. 153 1 1 7 Kommt her zu mir, (oder wie Nr. 562). spricht Gottes Sohn. 1. Es saß ein frommes häuflein dort/ und wollte nach des herren Wort/ einmütig Pfingsten halten./ Ach, laß auch jetzt im Christen⸗ stand,/ Herr Jesu, deiner Liebe Band/ bei frommen Gliedern walten. 2. Schnell fiel hernieder auf das haus/ ein starker Wind, der mit Gebraus/ sich wundersam erhoben./ O Gotteshauch, ach, lasse dich/ bei uns auch spüren kräftiglich/ und weh uns an von oben! 3. Er füllete die Wohnung ganz,/ zerteilter zungen deuerglanz/ ließ sich auf jedem spüren./ Ach, nimm auch unsre Kirchen ein,/ laß feurig unsre Lehrer sein„und deine Sprach uns rühren! 4. Sie wurden all des Geistes voll/ und fingen an zu reden wohl,/ wie er gab auszusprechen./ Erfüll auch uns mit heilger Glut,/ daß wir des Herzens blöden Mut/ mit freier Rede brechen! 5. Das Volk von allen zungen kann,/ was Gott zum heil der Welt getan,/ in seiner Sprache hören./ Ach, heb der zungen Irr⸗ sal aufj/ laß, Jesu, deinem Wort den Lauf,/ daß dich die Völker ehren! 6. die Welt zwar treibt nur ihren Spott,/ und wer nicht merkt die Kraft von Gott,/ spricht leider:„Sie sind trunken!“/ Den rechten dreudenwein uns gib// erquick, o herr, in deiner Lieb,/ was noch in Angst versunken! 7. Dein Licht treib in des herzens Haus/ mit hellen Strahlen gänzlich aus/ die alten Finsternisse,/ daß Blinoͤheit, Jrrtum,/ falscher Wahn,/ und was uns sonst verleiten kann,/ auf ewig weichen müsse. 8. Dein deuer töt in unsrer Brust,// was sich noch regt von Sünden⸗ lust;/ erwecke reine Triebe,/ auf daß wir schmecken wahre dreud/ anstatt der schnöden Eitelkeit/ in Jesu süßer Liebe. hieronymus Annoni, + 1770. 118 119 Pfingsten Mel. Nr. 352. 118 Eeee een 1. Höchster Tröster, komm hernieder;/ Geist des Herrn,/ sei nicht fern,/ stärke Christi Glieder./ Er hat nie sein Wort gebrochen,/ Jesus hat/ deinen Rat/ seinem Volk versprochen. 2. Schöpfer unsres neuen Lebens,/ jeoer Schritt,/ jeder Tritt/ ist ohn dich vergebens./ Mache unser Heil uns wichtig;/ wer ist wohl,/ wie er soll,/ treu zu handeln tüchtig? 3. Herr, wir fallen oͤir zu Fuße;/ eins ist not/ für den Tod:/ Buße, wahre Buße./ Zeig uns selbst den Greul der Sünde,/ daß das Herz/ Angst und Schmerz,/ Reu und Scham empfinde. 4. Zeig uns des Erlösers Wunden,/ ruf uns zu:/ Ihr habt Ruh,/ ihr habt heil gefunden!/ Er hat Gnade euch erworben,/ Jesu Blut/ machet gut,/ was oͤie Welt veroͤorben. 5. Weck uns auf vom Sündenschlafe,/ rette doch/ heute noch/ die verlornen Schafe./ Reiß oͤie Welt aus dem Verdͤerben,/ laß sie nicht/ im Gericht/ der Verstockung sterben. 6. Geist der Weisheit, gib uns allen/ durch dein Licht/ Unter⸗ richt,/ wie wir Gott gefallen./ Lehr uns freuoͤig vor Gott treten,/ sei uns nah/ und sprich: Jal/ wenn wir gläubig beten. 7. Hilf den Rampf des Glaubens kämpfen,/ gib uns Mut,/ Fleisch und Blut,/ Sünd und Welt zu dämpfen./ Laß uns Trübsal, Rreuz und Leiden,/ Angst und Not,/ Schmerz und Tod/ nicht von Jesu scheiden. 8. Hilf uns nach dem Besten streben,/ schenk uns Kraft,/ tugend⸗ haft/ und gerecht zu leben;/ gib, daß wir nie stille stehen,/ treib uns an,/ froh die Bahn/ deines Worts zu gehen. 9. Sei in Schwachheit unsre Stütze,/ steh uns bei,/ mach uns treu/ in der Prüfungshitze./ Führ, wenn Gott uns nach dem Leide/ sterben heißt,/ unsern Geist/ in des himmels Freude. Ehrenfried Liebich, 4+ 1780. Weroe munter, Mel. Nr. 112. 1 1 mein Gemüte. 1. Der du uns als Vater liebest,/ treuer Gott, und deinen Geist/ denen, die dich bitten, gibest,/ ja, uns um ihn bitten heißt,/ demuts⸗ voll fleh ich zu dir:/ Vater, send ihn auch zu mir,/ daß er meinen Seist erneue/ und mich dir zum Tempel weihe. 118 Pfingsten 2. Ohne ihnf keit,/ und mein geweiht,/ wenn schafft,/ daß ich 3. Ewge Que du menschliche dir, Herr, verla mich zu Gottes 4. Fülle mich Gut,/ über alle Vaterhuld mich Augen wanoͤle 5. Geist des Sinn,/ daß ick Gewinn,/ wem hand/ zur Erle lich weroͤen. 6. Wenn der schlägt,/ wenn Zittern hegt,/ zu hören schei und Stärkung 7. Was sich selbst den Trieh dir./ O so setze sie oͤurch ein su Mel. Nun komm, geiland(oöder wi e, n Herz zum TI Ofingsten sollt ich mich enn grämen? n,// sei nicht gebrochen,/ jeder Tritt/ 97/ wer ist den Toö:/ ünde,/ daß pfinde. habt Ruh,/ Jesu Blut/ eute noch/ derben,/ laß icht/ Anter⸗ ott treten,// en. Nut,// Fleisch ibsal, Rreuz ht von Jesu ft,/ tugeno⸗ ꝛhen,/ treib / mach uns dem Leide/ ebich, + 1780. erde munter, lein Gemüte. inen Geist/ „demuts⸗ ʒ er meinen Pfingsten 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen/ Leben, Kraft und Fruchtbar⸗ keit,/ und mein Herz bleibt dir entrissen/ und dem Dienst der Welt geweiht,/ wenn er nicht durch seine Kraft/ die Gesinnung in mir schafft,/ daß ich oir mich ganz ergebe/ und zu deiner Ehre lebe. 3. Ewge Guelle wahrer Güter,/ hochgelobter Gottesgeist,/ der du menschliche Gemüter/ heiligst und mit Trost erfreust!/ Nach dir, herr, verlangt auch mich,/ ich ergebe mich an dͤich;/ mache mich zu Gottes Preise/ heilig und zum Himmel weise. 4. Fülle mich mit heilgen Trieben,/ daß ich Gott, mein höchstes Gut,/ über alles möge lieben,/ daß ich mit getrostem Mut/ seiner Vaterhuld mich freu/ und mit wahrer Kindestreu/ stets vor seinen Augen wandoͤle/ und rechtschaffen denk und hanoͤle. 5. Geist des Friedens und der Liebe,/ biloe mich nach oͤeinem Sinn,/ daß ich Lieb und Sanftmut übe/ und mirs rechne zum Gewinn,/ wenn ich je ein Friedensband/ knüpfen kann, wenn meine Hand/ zur Erleichtrung der Beschwerden/ kann dem Nächsten nütz⸗ lich weroͤen. 6. Wenn dͤer Anblick meiner Sünden/ mein Gewissen nieder⸗ schlägt,/ wenn sich in mir Zweifel finden,/ oie mein Herz mit Zittern hegt,/ wenn mein Aug in Nöten weint/ und Gott nicht zu hören scheint:/ o dann laß es meiner Seelen/ nicht an Trost und Stärkung fehlen. 7. Was sich Gutes in mir findet,/ ist dein Gnadenwerk in mir;/ selbst den Trieb hast du entzündet,/ daß mich, Hherr, verlangt nach dir./ O so setze durch dein Wort/ deine Gnadenwirkung fort,/ bis sie odurch ein selig Ende/ herrlich sich an mir vollende. david Bruhn, 4 1782. Mel. Nun komm, der heiden (15. Jahrhundert.) Heiland(oöder wie Nr. 364). 1 20 Erfurt 1524. 120 ö ů EEEEEEE — 1. Geist vom Va⸗ter und vom Sohn,/ wei⸗he dir mein — x re..—— Z,. herz zum Thron!/ Schen⸗ke dich mir im⸗mer⸗dar,/ so wie 12¹ Pfingsten 1 .. einst der Jün ⸗ger Schar. 2. Geist der Wahrheit, leite mich!/ Eigne Leitung täuschet sich,/ da sie leicht des Wegs verfehlt/ und den Schein für Wahrheit wählt. 3. Geist oͤes Lichtes, mehr in mir/ meinen Glauben für und für,/ der mich Christo einverleibt/ und durch Liebe Früchte treibt. 4. Geist oͤer Andacht, schenke mir/ Salbung, Inbrunst, Feur von dir;/ laß mein Bitten innig rein/ und vor Gott erhörlich sein. 5. Geist oͤer Liebe, Kraft und Zucht!/ Wenn mich Welt und öͤleisch versucht,/ o dann unterstütze mich,/ daß ich ringe; rette mich! 6. Geist der Heiligung, verklär/ Jesum in mir mehr und mehr/ und erquicke innerlich/ durch den Frieden Gottes mich. 7. Geist der Hoffnung, führe du/ mich dem Himmelserbe zuj/ laß mein Herz sich deiner freun/ und in Hoffnung selig sein. Julius Tode, 4 1797. Mel. O Jesu Christ, 1 21 meins Lebens Licht. Leipzig 1625. SEEE ö——— 517 ö—— SSSSSEE— 1. O Got⸗ tes Geist und Chri⸗sti Geist,/ der uns den — EF— — 1* 1 Weg zum him⸗mel weist,/ der uns die oͤunk⸗le Er⸗den⸗ nacht/ ö ——— L.mui — 2 +. ö —* durch sei⸗ ne Lich⸗ter hel⸗le macht; 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht/ als Gottes stille Majestät,/ du aller Lichter reinstes Licht,/ erleucht uns Herz und Angesicht. 3. KRomm, leuchte mit dem Gnadenschein/ hell in dͤie weite Welt hinein;/ komm, mach uns in der Finsternis/ des lichten himmels⸗ wegs gewiß. Schlußlied d 4. Ach, hier trübe macht;/ a dein Morgenrot 5. Das Morg Himmel fällt,/ kranke Mensche 6. O Gottes heißt,/ der uns heilger Geist! 7. Romm, E die nimmer ru Sinn und her 8. Dann wa Angesichts/ sch himmelauf. Schlußlied l Chri⸗sten⸗h Pfingsten uschet sich,/ rheit wählt. ür und für,/ treibt. runst, Feur hörlich sein. Welt und rette mich! und mehr/ h. lserbe zuj/ lig sein. Tode, 4+ 1757. Leipzig 1625. Zottes stille s Herz und weite Welt n himmels⸗ Schlußlied oͤer destzeiten 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht,/ die Wahn und Sünde trübe macht j/ ach, hier ist alles Kot und Tod,/ geht uns nicht auf dein Morgenrot; 5. Das Morgenrot der bessern Welt,/ das wie ein Strahl vom himmel fällt,/ als Gottes Macht und Gottes Lust/ durchblitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist,/ der uns wie Kinder beten heißt,/ der uns wie Kinder glauben heißt,/ o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes§rieden, Gottes Mutl/ Komm, stille Kraft, die nimmer ruht,/ komm, gieße deinen Gnadenschein/ in Seele, Sinn und herz mir ein. 8. Dann wanoͤl ich, wie ein Kind des Lichts,/ im Glanze deines Angesichts/ schon meinen kurzen Erdenlauf/ stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Rrnot, 4 1860. Schlußlied der Weihnachts⸗, Oster⸗ und Pfingstzeit 122 Sizilianische volksweise, 1805. 1. O du fröh⸗-li⸗ che,/ o oͤu se⸗ li⸗ ge,/ gna⸗den⸗brin⸗gen⸗de Weihnachtszeit!/ Welt ging ver ⸗lo⸗-ren,/ SSS SIII Christ ist ge⸗ bo⸗renj/ freu ⸗ e, freu ⸗e dich, o *—— Chri⸗sten⸗heit! 12³ Trinitatisfest 2. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Weihnachts⸗ zeitl/ Christ ist erschienen,/ uns zu versühnen;/ freue, freue dich, o Christenheit! 5. O dͤu fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit!/ Rönig der Ehren,/ dich wolln wir hören;/ freue, freue dich, o Christenheit. II. 4. O oͤu fröhliche,/ o oͤu selige,/ gnadenbringende Osterzeitl/ Welt lag in Banden,/ Christ ist erstanden;/ freue, freue dich, o Christenheit! 5. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Osterzeit!/ Tod ist bezwungen,/ Leben errungen/ freue, freue dich, o Christenheit! 6. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Osterzeitl/ Kraft ist gegeben,/ laßt uns ihm leben;/ freue, freue dich, o Christenheit! III. 7. O du fröhliche,/o du selige,/ gnadenbringende Pfingstenzeit!/ Christ, unser Meister,/ heiligt die Geister;/ freue, freue dich, o Christenheit! 8. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Pfingstenzeit!/ dühr, Geist der Gnade,/ uns deine Pfade;/ freue, freue dich, o Christenheit. 9. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Pfingstenzeitl/ Uns, die Erlösten,/ Geist, willst du trösten;/ freue, freue dich, o Christenheit! Zohannes daniel Falk, 1826. 229 2 2 Trinitatisfest 123 eg 185 . P XV.—*— ö Al⸗lein Gott in der höh sei Ehr/ und Dank für dar⸗um, daß nun und nimmermehr/ uns rüh⸗ren Trinitatisfest nun ein Er 2. Wir beten daß du, Gott! ohne Maß ist de uns des starke 3. O Jesu Cl der uns vertritt Gottes, heilger erbarm dich u 4. O heilger Vor Satans! oͤurch Marter! Not,/ darauf Mel. Uun danke litatisfest heihnachts⸗ freue dͤich, heihnachts⸗ freue dich, osterzeitl/ eue dich, o zeitl/ Lod ristenheit! zeit l/ Kraft ristenheit! gstenzeitl/ ꝛue dich, o gstenzeit l/ eue dich, o gstenzeit l/ eue dich, o Falk, 1 1826. ormatorisch) eipzig 1539. Dank für vsih ren Trinitatisfest sei ö ne Gna ⸗de, Ei 4——5 kann ein Scha⸗ de. Ein Wohl⸗ge⸗falln Gott an uns L nnun r- — hat,/ nun ist groß§ried ohn Un ter⸗laß,/ all Fehd hat — nun ein En ⸗de. 2. Wir beten an und loben dich, wir bringen Ehr und danken,/ daß du, Gott Vater, ewiglich/ regierst ohn alles Wanken/ ganz ohne Maß ist deine Macht,/ allzeit geschieht, was du bedacht:/ wohl uns des starken Herren. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn,/ für uns ein Mensch geboren,/ der uns vertritt vor Gottes Thron/ und rettet, was verloren;/ Lamm Gottes/ heilger Herr und Gott,/ nimm an die Bitt von unsrer Not,/ erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, du höchstes Gut,/ mit deinem heil uns tröstel/ Vor Satans Macht nimm uns in hut,/ die Jesus Christ erlöste/ durch Marter groß und bittern Tod j/ wend unsern Jammer ab und Not,/ darauf wir uns verlassen. (Nach dem Gloria in excelzis) Nikolaus decius, 1541. gohann Crüger, 16⁴⁷. 1 Ge⸗lo⸗ bet sei der herr,/ mein Gott, mein Licht, mein mein Schöpfer, der mir Leib/ und See ⸗le hat ge⸗ EEEV Le⸗ben, Lerelei⸗ ge⸗ ben/ mein Va⸗ter, der mich schützt/ von Mut⸗ter lei⸗be 12³ 12⁵ Trinitatisfest ..—R— 66555 ö FEN .. IIIIII an,/ der je⸗den Au⸗ gen ⸗-blick/ viel duts an mir ge⸗tan. 2. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, mein Heil, mein Leben,/ des Vaters liebster Sohn,/ der sich für mich gegeben,/ der mich er⸗ löset hat/ mit seinem teuren Blut,/ der mir im Glauben schenkt/ sich selbst, das höchste Gut. 5. Gelobet sei der Herr,/ mein Gott, mein Trost, mein Leben,/ des Vaters werter Geist,/ den mir der Sohn gegeben,/ der mir mein Herz erquickt,/ der mir gibt neue Kraft,/ der mir in aller Not/ Rat, Trost und hilfe schafft. 4. Gelobet sei der herr,/ mein Gott, der ewig lebet,/ den alles rühmt und lobt,/ was durch ihn lebt und webet;/ gelobet sei der herr,/ des Name heilig heißt,/ Gott Vater, Gott der Sohn/ und Gott der werte Geist. 5. Dem wir halleluja/ mit Freuden lassen klingen/ und mit der Engel Schar/ das Heilig! Heilig! singen, /den herzlich lobt und preist/ die ganze Christenheit,/ gelobet sei mein Gott/ in alle Ewigkeit! gohann Olearius, 4 1084. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 1 25 Frankfurt a. M. 1599. H I +. +. l + +. 7+— ö——— .. hal⸗le⸗lu- jal Lob, Preis und Ehr/ sei un⸗ serm Von E-wig⸗keit zu E⸗ wig⸗keit„ sei in uns .—2 ————. SDD. ö..̃— + ————— — Gott je mehr und mehr/ für al ⸗le sei ⸗ ne Werkel! al⸗len ihm be⸗ reit/ Dank, Weis⸗heit, Kraft und Stär⸗ke! 2—.—4 E— ESEIEIEIEEEEEE Klin⸗get,/ sin⸗get:/ Gott ist hei lig,/ hei⸗lig, hei⸗ ligl/ Trinitatisfest Preis und Eh 2. Halleluja! gebracht,/ in d erkauft,/ damit heilig//selig/ ist und darinnen 3. Halleluja! durch den wir n Bräutigam un heil uns!/ Da ewig Hosianna 4. Halleluja mehr/ und sein schar/ und sing Klinget,/ singe sei dem herrn Mel. Nr. 125. 1. Was fre doch mein Alli Schild, wer de eine Sonne? für Sünden, 2. Was fre Jesus Christ, wo find ich! du nicht, wer weide,/ wah 3. Was fre gegeben ist/ sucht mein S du nicht, wer Leide,/ Heil nitatisfest ge⸗tan. ein Leben,/ der mich er⸗ en schenkt/ ein Leben,/ er mir mein r Not/ Rat, * den alles obet sei der Sohn/ und /unod mit erzlich lobt ott/ in alle rius, 4 1084. ei un⸗ serm ei in uns ver⸗kel! hei⸗ ligl/ Trinitatisfest 12 ——......— ü‚— S EE DDiieeeeee eeee preis und Eh⸗-re/ sei dem Herrn der him⸗mels⸗hee⸗ re. 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht/ sei auch dem Gotteslamm gebracht,/ in dem wir sind erwählet,/ das uns mit seinem Blut erkauft,/ damit besprenget und getauft/ und sich mit uns vermählet./ heilig/ selig/ ist die Freunoͤschaft/ und Gemeinschast,/ die wir haben/ und oͤarinnen uns erlaben. 5. Halleluja! Gott heilger Geist/ sei ewiglich von uns gepreist,/ durch den wir neu geboren,/ der uns mit Glauben ausgeziert,/ dem Bräutigam uns zugeführt,/ den Hochzeitstag erkoren./ heil uns,/ heil uns!/ Da ist Freude,/ da ist Weide,/ da ist Manna/ und ein ewig Hosianna. 4. Hallelujal Lob, Preis und Ehr/ sei unserm Gott je mehr und mehr/ und seinem großen Ramen!/ Stimmt an mit aller himmels⸗ schar/ und singet nun und immerdar/ mit dreuden: Amen, Amenl/ Klinget,/ singet:/ Gott ist heilig,// heilig, heiligl/ Preis und Ehre/ sei dem herrn der Himmelsheere. darmstaot 1698. Mel. Nr. 125. 1 26 2 Worgemiern. 1. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ err Gott, der doch mein Alles ist,/ mein Trost und meine Wonne? Bist du nicht Schild, wer decket mich? Bist du nicht Licht, wo finde ich/ im dinstern eine Sonneꝛ/ Keine/ reine,/ wahre§reude,/ auch im Leide,/ auch für Sünden,/ ist, Herr, außer dir zu finden. 2. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ mein Herr Erlöser, Jesus Christ,/ mein Friede und mein Lebenꝰ/ Heilst du mich nicht, wo find ich Heil?/ Bist du nicht mein, wo ist mein Teilꝰꝛ/ Gibst du nicht, wer wird geben?/ Meine/ eine/ wahre§reude,/ wahre weide,/ wahre Gabe/ hab ich, wenn ich Jesum habe. 3. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ o Geist, der uns gegeben ist/ zum Führer der Erlösten?/ Bist du nicht mein, was sucht mein Sinnꝰ/ Führst oͤu mich nicht, wo komm ich hinꝛ/ Hilfst du nicht, wer will tröstenꝰ/ Meine/ eine/ wahre Fᷣreude,/ Trost im Leide,/ heil für Schaden/ ist in dir, o Geist der Gnaden. phil.§riedrich hiller, + 17⁰09. v. 3 von Albert Knapp, 4 1864. 125⁵ L —— 2 127 Trinitatisfest Mel. Erschienen ist der herrlich 1 27 Lag(oder wie Nr. 407). Nikolaus herman, 4 1561. D 3.. 2 2 * —.————— +—— —......I......... 2—— Gott und Va⸗ ter, dir./ Du bist es, der die gan ⸗ ze +— S SISII. Welt ereschaf⸗ fen hat und noch er⸗hält./ Hal⸗le ⸗lu⸗jal 2. Dank und Anbetung bringen wir,/ Herr unser Gott und hei⸗ land, dir./ Du littst für uns des Todes Pein,/ uns vom Verderben zu befrein./ Hallelujal 3. Gelobet seist du, Geist des herrn!/ Wir waren einst von Christo fern;/ du hast durch deines Wortes Macht/ auch uns zum Licht und J. Chr. Stockhausen, 4 1784. heil gebracht./ Halleluja! —‚— 1. Herr 6655 dich, va⸗ter all En⸗gel auch Cherul hei lig initatisfest erman, 1 1561. E= herr un⸗ ser gan ⸗ ze 72 lu jal N EU *0— ꝗ Bott und hei⸗.—— 22 2 m Verderben st von Christo Erster Chor: E3on oder Heende ö zunt Licht und.DIIIIII——j hausen, 17S4.—.... EE 2—.2.8 1. Here Gott, dich lo⸗ben wir, herr Gott, wir dan⸗ken dir! .........— ö dich, va⸗ter in E-wig⸗keit, ehrt die Welt weit und breit; ö D.—...— ö—.——.— ö ....... IIIIIIIII all En⸗gel und himmelsheer, und was die⸗net dei⸗ner Ehr, .. E —— ............... auch Cherubim und Seraphim sin⸗gen immer mit hoher Stimm: ö ö ů ů ů— ———— 46——— Hei⸗ Iig ist un-ser Gott! hei⸗lig ist un ⸗ser Gott! 128 Lob⸗ und Dankliedͤer Zusammen: S P——.——— + hei⸗lig ist un⸗ser Gott! der her⸗re Ze⸗ ba⸗ oth. Erster Chor: zweiter Chor oder Gemeinde: i 2. Dein göttlich Macht und Herrlichkeit geht ü⸗ber himmel und Erden weit; der hei⸗li⸗ gen zwölf Bo⸗ten Zahl und dͤie lie ben Pro⸗pheten all, die teu⸗ren Märt⸗ rer all- zu⸗mal lo⸗ ben dich, herr, mit großem Schall; die gan⸗ze wer ⸗te Christenheit rühmt oͤich auf Er⸗den al⸗ le⸗zeit; dich, Gott va⸗ter, im höchsten Thron dei⸗nen rech⸗ten und ein⸗gen Sohn, den heil⸗gen Geist und Tröster wert mit rech⸗tem dienst sie lobt und ehrt. 3. Du Kö-nig oͤer Ehren, Je⸗su Christ, Gott Va⸗ters ew⸗ger Sohn du bist; SD..DDT—.—.......... EEE...... 555 du nah⸗mest an, der Welt zu gut, gleich Menschenkindern Fleisch u. Blut; du hast doem Tosd zerstört sein Macht und all' Christen zum himmel bracht; du sitzst zur Rech⸗ten Got⸗tes gleich mit al⸗ler Ehr ins Vaters Reich; ein Rich⸗ter ou zu⸗künf⸗ tig bist al ⸗lem, das tot und le⸗bend ist. ...........— E 4. Nun hilf uns, herr, den dienern dein, die durch dein teur Blut er⸗lõ ⸗ set sein; be e, mit den heil⸗gen am ew⸗ gen heil. laß uns im him⸗mel ha-ben teil — EERDEEEE& Se. RiIiE Hilf dei⸗nem Volk, herr Je⸗su Christ, und segne, was dein Erb⸗teil ist; Lob⸗ und Da E 5. Täglich, herr& Be⸗hüt uns her sei uns gnä⸗d zeig uns dei ⸗n —— 54565 auf dich hof⸗f Nach anklieoͤer ha⸗ oth. Gemeinde: —.—. 10 Erden weit; o⸗pheten all, großem Schall nal⸗le⸗zeit; ein⸗gen Sohn, lobt und ehrt. Sohn dͤu bist; Fleisch u. Blut; himmel bracht; Vaters Reich; le⸗bend ist. n. er⸗lõ ⸗ set sein ew⸗ gen heil. —— n Erb⸗teil ist; Lob⸗ und Danklieder 129 Erster Chor: wart und pfleg sein zu al⸗ler Zeit und heb es hoch in E⸗wig⸗keit. S und dei⸗ nen Na⸗men ste⸗tig⸗ lich. zweiter Chor oder Gemeinde: 5. Täglich, herr Gott, wir lo⸗ben dich SEE vor al⸗ler Sünd und Mis⸗se⸗tat; sei uns gnä⸗dig in al⸗ler Not; wie un⸗sre Hoff⸗nung zu dir steht; Be⸗ hüt uns heut, o treu⸗ er Gott, sei uns gnä⸗ ⸗dig, o her⸗ re Gott, zeig uns dei⸗ ne Barmher⸗zig⸗keit, auf dich hof⸗fen wir, lie⸗ber Herr, in Schanden laß uns nimmermehr! zusammen: ö —4 D N 8 m Te deum Hudanaus(Alte Kirche) Martin Luther, 4 1546. 1 29 Rugsburg 1540. Nach de ren,/ was in mir Nun lob, mein Seel, den her ren,/ ver⸗giß es sein Wohl-tat tut er meh n u ist, den Na⸗men sein; 100 14. nicht, o her⸗ze mein; hat dir dein Sünd ver ⸗ ge 12⁰ 129 Lob⸗ und Danklieder ——— 2— 14 x .... ben,/ heilt dei⸗ ne Schwachheit groß, er⸗Ift dein ar⸗mes —.— 4.— 53n 12.— I..— 13——— ö———.— ö— EEEEEEEEEEEEEEEEEEE EE ä ü⸗ber⸗ schüt⸗tet,/ ver⸗jüngt dem Roͤ⸗ler gleich der Herr schafft — 2.— 2 56 — F.—— TE— 63 —⁵. 1— A. — Recht, be⸗ hü⸗ tet,/ die lei⸗ den für sein Reich. 2. Er hat uns wissen lassen/ sein heilig Recht und sein Gericht,/ dazu sein Güt ohn Maßen;/ es mangelt an Erbarmung nicht,/ den Zorn läßt er wohl fahren,/ straft nicht nach unsrer Schuld;/ die Gnad tut er nicht sparen,/ den Blöden ist er hold;/ sein Güt ist hoch erhaben/ ob dem, der fürchtet ihn./ So fern der Ost vom Abend,/ ist unsre Sünd dahin. 3. Wie väter sich erbarmen/ ob ihrer jungen Rinoͤelein,/ so tut der Herr uns Armen,/ wenn wir ihn kinoͤlich fürchten rein;/ er kennt uns arme Knechte/ und weiß, wir sinòd nur Staub,/ ein bald verwelkt Geschlechte,/ wie Gras und fallenòd Laub;/ der Wind nur oͤrüber wehet,/ so ist es nimmer oͤa;/ also der Mensch vergehet,/ sein Enoͤe ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine/ steht fest und bleibt in Ewigkeit/ sie bleibt bei der Gemeine,/ die, stets in seiner Furcht bereit,/ will seinen Bund bewahren./ Er herrscht im Himmelreich./ Ihr starken Engelscharen,/ lobt ihn mit uns zugleich/ und dient dem Herrn der Ehren/ und breitet aus sein Wort!/ Mein Seel soll auch ver⸗ mehren/ sein Lob an allem Ort! Johann Gramann, 4 154ʃ. 15⁰ Lob⸗ und De Gna⸗ den 2. Der Her alles zu du 27: Psalter 1 . Wohla Weiden/ ste künden,‚ 7 4. Er gib sättigt er a uns alle m 5. Drum mehre,/ de schaden, 9* Danklieder hein ar⸗mes it Trost dich er Herr schafft Reich. ein Gericht// nung nicht// rer Schuld// lo;/ sein Güt der Ost vom elein,/ so tut ten rein;/ er ub,/ ein bald Her Wino nur ch vergehet// Ewigkeit/ bereit,/ will Ihr starken t oem herrn soll auch ver⸗ mann, 1541. 15⁰ Lob⸗ und Danklieder Matth. Apelles 1 3 0 v. Löwenstern, 1644. 1. Aun prei⸗set al⸗ le/ Got⸗ tes Barm⸗her⸗zig⸗keit;/ EEEEE— lob ihn mit Schalle// dank ihm, o Chri⸗sten⸗heit!/ Er läßt dich — .—....— sra⸗el, freund Is⸗-ra⸗ el, sei⸗ ner Gna⸗den! 2. Der Herr regieret/ über d alles zu duß ihm fällt j/ viel tausend Engel um ihn schw 25: Psalter und Harfe ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr heiden,/ lasset das Trauern sei ie ganze Welt;/ was sich nur rühret // eben, n,/ zur grünen Weiden/ stellet euch willig ein;/ da läßt er uns sein Wort ver⸗ künden, machet uns ledig von allen Sünden.:,: 4. Er gibet Speise/ reichlich und überall,/ nach Vaters Weise/ sättigt er allzumal;/ er schaffet drüh⸗ und späten Regen,/ füllet uns alle mit seinem Segen./ 5. Ddrum preis und ehre/ seine Barmherzigkeit,/ sein Lob ver⸗ mehre,/ dank ihm, o Christenheit;/ uns soll hinfort kein Unfall aden; ½ freue dich Israel, seiner Gnadenl/ 77/ matth. Apelles v. Löwenstern, 1648. 9* 131 131132 Lob⸗ und Danklieoͤer 1 31 Zohann Crüger, 1647. ——— S..........—.——4 . ee,. Nun dan⸗ket al⸗le Gott/ mit Her⸗zen, Mund und der gro⸗ße din⸗ge tut„ an uns und al⸗ len EEEE EEEEEE Hän⸗oen, der uns von Mut⸗ter⸗leib/ und Kin⸗des⸗ bei⸗nen En=-den, ————— i an/ un⸗zäh⸗ lig viel zu gut/ und noch jetz⸗ und ge⸗ tan. 2. Der ewig reiche Gott/ woll uns bei unserm Leben/ ein immer fröhlich Herz/ und eoͤlen Frieoen geben/ und uns in seiner Gnao/ erhalten fort und fort/ und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 5. Lob, Ehr und Preis sei Gott,/ dem Vater und dem Sohne/ und dem, der beiden gleich/ im höchsten Hhimmelsthrone,/ dem ewig höchsten Gott;/ als es anfänglich war/ und ist und bleiben wird/ jetzund und immeroͤar. martin Rinckart, 4 1049. Mel. Nun lob, mein Seel, oen herren. 1 32 Augsburg 1540. 4 E—.— 12——.———— ꝗ+ ————' SꝗSSSSS......... Man lobt dich in der Stil- le,/ du hoch⸗ er⸗ des Rüh⸗mens ist die Fül ⸗le/ vor oir, du hab⸗ner Zi⸗ ons⸗Gott! ö star⸗ker Ze⸗ba⸗ oth!“ Du bist doch, Herr, auf Er⸗ Lob⸗ und D den/ der 8 2— schwer⸗den/ D* stünd⸗lich — dei⸗nen Rul 2. Es müssi und deinem! hoch seist du auch mir erw Freude,/ zu so lang ich v 3. Herr, ð macht;/ wer ged acht./ Du Ach bleibe n heils erhebe und dort in Mel. Är. 13 1. Ich sin Lust!/ Ich si 2. Ich we seist,/ darai inklieder rüger, 1647. in immer ˖ Gnad/ ösen hier Sohne/ ne,/ dem bleiben rt, 4 1049. Lob⸗ und Danklieder 13³ I —7—— 7 den/ der From⸗men Zu⸗ver⸗ sicht in Trüb⸗sal und Be⸗ ..—— IEEEEEEE= —.————.— 22...—.— 1— — 1 ππ⁰ννι HE+— 1 + — S.. EE— EP EI E Baer stünd⸗lich eh ⸗ren/ mein mund vor je⸗der ⸗mann/ und ꝗ+—.— anbiar Enr5 44. ... dei⸗nen Ruhm vermehren,/ so lang er lal ⸗len kann. 2. Es müsse dein sich freuen,/ wer deine Macht undò Gnade kennt,// und deinem dienst sich weihen,/ wer dich in Christo Vater nennt./ hoch seist du stets gepriesen/ du bists, der Wunder tut,/ und hast auch mir erwiesen/ das, was mir nütz und gut./ Nun, das ist meine Freude,/ zu halten fest an dir,/ daß nichts von dir mich scheide,/ so lang ich walle hier. 3. herr, du hast deinen Namen/ sehr herrlich in der Welt ge⸗ macht;/ wenn Schwache zu dir kamen, /hast du gar bald an sie ged acht./ du hast mir Gnad erzeiget;/ nun, wie vergelt ichs dir ꝛ⁊/ Ach bleibe mir geneiget,/ so will ich für und für/ den Relch des heils erheben/ und preisen allezeit/ dich, herr Gott, hier im Leben/ und dort in Ewigkeit. gohann Rist, 4 1667. mel. Nr. 134. 133 unb briaget ehe. 1. Ich singe dir mit Herz und Mund,/ Herr, meines Herzens Lustl/ Ich sing und mach auf Erden kund,/ was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad/ und ewge Quelle seist,/ daraus uns allen früh und spat/ viel Heil und Gutes fleußt · 13⁵ 13³ Lob⸗ und Danklieodͤer 5. Was sind wir ooch, was haben wir/ auf dieser ganzen Ero,/ das uns, o Vater, nicht von dir/ allein gegeben wero? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt/ hoch über uns gesetzt?/ Wer ist es, der uns unser Feld/ mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost?/ Wer schützt uns vor dem Wind?Wer macht es, daß man Ol und Most/ zu seinen Zeiten finoͤt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt?/ Wer hält mit seiner hand/ den güloͤnen, eoͤlen, werten Fried/ in unserm Vaterland? 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir,/ und oͤu mußt alles tun!/ Du hältst die Wacht an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu/ und stehst uns, wenn wir in Gefahr/ geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Gedulod/ und schlägst nicht allzu⸗ sehr//ja enoͤlich nimmst du unsre Schuld/ und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit,/ wirst oͤu gar leicht erweicht/ und gibst uns, was uns hoch erfreut/ und dir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe weinꝰ,/ und was sein Kummer seij/ kein zähr⸗ und Tränlein ist so klein,/ du hebst uno legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus/ mit dem, was ewig steht,/ und führst uns in des himmels Haus,/ wenn uns die Erd entgeht. 15. Wohlauf, mein Herze, sing und spring/ und habe guten Mutl/ Dein Gott, der Ursprung aller Ding,/ ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,/ dein Glanz und Freudenlicht,/ dein Schirm und Schilo, dein Hilf uno Heil,/ schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst oͤu dich in deinem Sinn/ und grämst dich Tag und Nacht?/ Nimm deine Sorg und wirf sie hin/ auf den, der dich gemacht! 16. Hat er dich nicht von Jugend auf/ versorget und ernährt/ und manchen schweren Anglückslauf/ zum Segen dir gekehrt? Lob⸗ un 17. Er nein, wat 18. Ei so wirst d wo kein 4. De die Stꝛr 5. Er und wer klieoͤer en Ero,/ gesetzt?/ t2 uns vor u seinen r Hhand/ 2 oͤu mußt ns sicher fromm zlich bei. ht allzu⸗ as Meer. ar leicht zur Ehr Rummer st es bei. steht// entgeht. e guten bleibt nz und schafft ich Tag der dich nährt/ ehrt? Lob⸗ und Danklieder 15⁴4 17. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regimentj/ nein, was er tut und läßt geschehn,/ das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun/ und red ihm nichts darein,/ so wirst du hier in hrieden ruhn/ und ewig fröhlich sein. Paul Gerharoͤt, 14 1676. 1 34 Zohann Crüger, 1647. I..————— . 1. Aun dan⸗ket all und brin⸗get Ehr,/ ihr SSISI IIII men⸗schen in der Welt,/ dem, des⸗sen Lob der ————————————.— — En ⸗gel heer/ im Him⸗ mel stets ver⸗ meloͤt. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall/ Gott, unserm höchsten Gut,/ der seine Wunder überall/ und große Dinge tut. 3. der uns von Mutterleibe an/ frisch und gesund erhält/ und, wo kein Mensch mehr helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt,/ doch bleibet gutes Muts,/ die Straf erläßt, die Schuld vergibt/ und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist unò Sinn/ und werfallRngst, durcht, Sorg und Schmerz/ ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn/ auf unserm Vaterland;/ er gebe Glück zu unserm Tun/ und heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt/ um, bei und mit uns gehn,/ was aber ängstet und bemüht,/ gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser heil/ und bleib auch, wenn wir von der Erd/ abscheiden, unser Teil. 9. Er oͤrücke, wenn das Herze bricht,/ uns unsre Augen zu/ und zeig uns drauf sein Angesicht/ dort in der ewgen Ruh. paul Gerharot, + 167⁶. 155 135 150 Lob⸗ und Danklieder 2 155 Stralsund 1665. *— 28 o⸗be den her⸗ren, den stim-me, ou See⸗le, mit —— a... IEEEE mäch⸗ti⸗gen Kö⸗nig der Eh⸗ renj — ein zu den himmlischen Chö⸗ren./ 4 —.———— ———..——. —— 3 SSSSS Rom⸗met zu⸗hauf,/ Psal⸗ter unò Har⸗fe wacht auf,/laf⸗ set den —— 1— 1 ———— ED 1 *— I Lob⸗ge⸗sang hö⸗ ren! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,/ der wie auf Flügeln des Rolers dich sicher geführet,/ der dich erhält,/ wie es dir selber gefällt;/ hast oͤu nicht dieses verspüret? 3. Lobe oen Herren, der künstlich und sein dich bereitet,/ oͤer dir Gesunoͤheit verliehen, dich freunoͤlich geleitet;/ in wieviel Not/ hat nicht der gnädige Gott/ über oͤir Flügel gebreitet? 4. Lobe den Herren, der oeinen Stand sichtbar gesegnet,/ der aus dem himmel mit Strömen der Liebe geregnet;/ denke daran,/ was der Allmächtige kann,/ der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den herren; was in mir ist, lobe den Namenz/ alles, was Odem hat, lobe des Heiligen Namen!/ Er ist dein Licht;/ Seele, vergiß es ja nicht: lob ihn in Ewigkeit! Amen. Zoachim Neanoer, 4 1680. 1 3 6 Bremen 1680. E——.——.— WESSEEE ö— E Wun⸗der⸗ba⸗ rer Rö⸗nig,/ Herrscher von uns al⸗len,/ dei ⸗ne Va⸗ ter⸗ gü⸗te/ hast oͤu las⸗ sen flie⸗ßen,// Lob⸗ und d laß dir un⸗ ob wir schon doch!/ Laß di 2. Himmel, aller Menschen Strahlen,/ din Stern,/ seit b 3. O du mei lieder!/ Was in den Staub hier und ewir 4. Halleluj Jesum liebet herzen ihm oͤroben/ ohne mel. Es ist das uns kommen he 1. e ö al⸗ler mein Ge⸗ flillt,/ der inklieder alsund 1665. 8 set den — er wie auf t,/ wie es ꝛitet,/ der viel Not/ net,/ ͤer e daran,/ 1/ alles, n Licht;/ er, 1680. emen 1680. al⸗len// lie⸗BFen,// ISIS 2—— 2. Lob⸗ und Danklieder 137 laß dir un⸗ser Lob ge⸗fal⸗len; ob wir schon dich oft ver⸗lie⸗ ben oi uns noch, stark uns ........—.. doch!/ Laß die Zun⸗ge sin⸗gen, ͤlaß die Stimm er⸗klin⸗gen! 2. Himmel, lobe prächtig/ deines Schöpfers Werke,/ mehr als aller Menschen Werke./ Großes Licht der Sonne,/ lob ihn mit den Strahlen,/ die das große R. Ind bemalen./ Lobet gern,/ Mond und Stern,/ seit bereit, zu ehren/ einen solchen Herren! 3. O du meine Seele// singe fröhlich, singe// singe deine Glaubens⸗ lieder! /Was da Odem holet, jauchze, preise, klinge /wirf dich in den Staub danieder./ Er ist Gott/ Zebaothj/ er nur ist zu loben/ hier und ewig oͤroben. 4. Halleluja bringe,/ wer den herren kennet,/ wer den herren Jesum liebetj/ halleluja singe,/ welcher Christum nennet// sich von herzen ihm ergibet.„O wohl dirl/ Glaube mir,/ endlich wirst du oᷣroben/ ohne Sünd ihn loben. Zoachim Neander, 4 1680. mel. Es ist oas Heil(vorreformatorisch) 1 37 wittenberg 1525. uns kommen her. E 1 23 gob und Ehr dem höchsten Gut,/ dem Va⸗ter Gott, der al ⸗le Wun⸗der tut,/ dem Gott, der aen fullt,„dem Gott, der al⸗len Jam⸗mer stillt./ Gebt un⸗serm 137 137 Lob⸗ und Danklieder 1 —— —— Gott die Eh ⸗ rel 2. Es danken dir die himmelsheer,/ o herrscher aller Thronen,/ und die in Lüsten, Lanò und Meer/ in deinem Schatten wohnen,/ die preisen deine Schöpfermacht,/ dͤie alles hat so wohl bedacht./ Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat,/ das will er auch erhalten,/ darüber will er früh und spat/ mit seiner Gnade walten./ In seinem ganzen Königreich/ ist alles recht, ist alles gleich./ Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Not:/ Ach Gott, vernimm mein Schreien!/ Da half mein Helfer mir vom Tod/ und ließ mir Trost gedeihen./ Drum dank, ach Gott, oͤrum daͤnk ich dir,/ ach danket, danket Gott mit mir./ Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der herr ist noch und nimmer nicht/ von seinem Volk ge⸗ schieden;/ er bleibet ihre Zuversicht,/ ihr Segen, Heil und Frieden./ Mit Mutterhänden leitet er/ die Seinen stetig hin und her./ Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hilfe mangeln muß,/ wie sie die Welt er⸗ zeiget,/ so kommt und hilft der Uberfluß,/ der Schöpfer selbst, und neiget/ die Vateraugen denen zu,/ die sonsten nirgenöͤs finden Ruh./ Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang,/ o Gott, von nun an ehrenj/ man soll, Gott, deinen Lobgesang/ an allen Orten hören./ Mein ganzes herz ermuntre sich,/ mein Geist und Leib erfreue dich./ Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt,/ gebt unserm Gott die Ehrel/ Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt,/ gebt unserm Gott oͤie Ehrel/ Die falschen Götzen macht zum Spott;/ der Herr ist Gottl Der herr ist Gott!/ Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht,/ mit)auchzen Dank zu bringenz/ bezahlet die gelobte Pflicht,/ und laßt uns fröhlich singen: /Gott hat es alles wohl bedacht/ und alles, alles recht gemacht./ Gebt unserm Gott die Ehre! Joh. Jakob Schütz, T 1690. 15⁸ — Lob⸗ und D mel. Allein Gott göh sei Ehr. Gott,/ der sei 2 nem 2. Lobt Oe die Majestät i er beweist in e seinem Namt 3. Lobt Leben/ aus uns durch se oͤrum danket 4. Lobt G storben/ unt worben,/ d. mit unserm 5. Lobt& zündet/ uni det;/ der u und fort j/ mklieder Thronen,/ wohnen,/ bedacht./ erhalten,/ In seinem ꝛbt unserm mimm mein mir Trost ach danket, ð Frieden./ her./ Gebt e Welt er⸗ selbst, und nen Ruh./ an ehrenz/ ren./ Mein reue dich./ die Ehrel/ Ehrel/ Die Der Herr ist ubringenz/ gen:/ Gott acht./ Gebt chüth, T 1690, Lob⸗ und Danklieder 1358 mel. Allein Gott in der höh sei Ehr. 4—.— 2— S (Bringt her dem Her⸗ ren Lob und Ehr/ aus freu⸗ di⸗ einͤöje der Got⸗ tes Ruhm vermehr/ und prei=se — 4 0 190 zich, lo⸗ bet, lo-bet al ⸗öle Gott,/ der uns be⸗ frei⸗ et aus der Kot,/ und dan⸗ket 1 3 8(Vorreformatorisch) Leipzig 1559. sei⸗ nem Na⸗ menl 2. Lobt Gott und rühmet allezeit/ die großen Wunderwerke,/ die Majestät und herrlichkeit,/ die Weisheit, Kraft und Stärke,/ die er beweist in aller Welt/ und dadurch alle Ding erh ält;/ drum danket seinem Namen! 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat,„Leib, Seele, Geist und geben/ aus lauter väterlicher Gnad/ uns allen hat gegeben,/ der uns durch seine Engel schützt/ und täglich gibet, was uns nützt;/ zdrum danket seinem Namen! 4. Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn,/ der für uns ist ge⸗ storben/ und uns des ewgen Lebens Kron/ durch seinen Tod er⸗ worben,/ der Tod und Hölle macht zu Spott/ und uns versöhnt mit unserm Gott/ oörum danket seinem Namen! 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist/ den Glauben ange⸗ zündet/ und alles Gute noch verheißt,/ uns stärket, kräftigt, grün⸗ det;/ der uns erleuchtet durch sein Wort,/ regiert und heiligt fort und fort;/ odrum danket seinem Namen! 139 159 Lob⸗ und Danklieder 6. Lobt Gott, der auch das gute Werk,/ so in uns angefangen,/ vollführen wird und geben Stärk,/ das Kleinod zu erlangen,/ das er hat allen ͤargestellt/ und seinen Gläubgen vorbehält;/ oͤrum danket seinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr starken Seraphim,/ ihr Fürsten und ihr Thro⸗ nenl/ Es loben Gott mit heller Stimm,//die hier auf Erden wohnenl/ ZLobt Gott und preist ihn früh und spat!/ Ja alles, was nur Odem hat,/ das danke seinem Namen! Cyriakus Günther, + 1704. 1 39 Ansbach 1665. 4 ö 2———— I—— 22 SSPSSIS.SS. III. Lo- be den her⸗ ren, o mei ⸗ ne See⸗lel, weil ich noch Stun⸗den auf Er ⸗den zäh⸗le, ., nnn i. DID‚.‚.— . II Ich will ihn lo W ben bis zum LTobyÿy will ich lob⸗sin—gen mei⸗ nem Gott. Der Leib und EIII— L. 14— 1—+.. 44. ——————— 42—— 2—.. Seel ge⸗ ge⸗ ben hat,/ wer⸗de ge⸗ prie⸗sen früh und 2—.—.———ꝗ——— ......... spat./ hal⸗ le ⸗ lu⸗ ja, Hal ⸗-le⸗ lu ⸗jal 2. Flrsten sind Menschen, vom Weib geboren,/ und sinken nieder in den Staub;/ ihre Anschläge sind auch verloren,/ wenn nun das Grab nimmt seinen Raub./ Weil dann kein Mensch uns helfen kann// rufe man Gott um hilfe an./ Halleluja, Hallelujal 3. Selig, ja selig ist der zu nennen,/ des Hilfe der Gott Jakobs ist,/ der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen/ und hofft ge⸗ trost auf Jesum Christ./ Wer diesen herrn zum Beistand hat,/ findet am besten Rat und Tat./ Halleluja, Halleluja! Lob⸗ und De 4. Dieser hat ist, gemacht j/ a mal zugedacht. ewig Glauben 5. Zeigen sich verschafft;/ Hur dient zur Lebe seiner Gnad ist 6. Sehende! gehn;/ wo er sehn./ Sein N nimmt er in E 7. Aber der zurück,/ daß in ihren Strick stets für dich.“ 8. Rühmet, Wunder tutl/ mit frohem M Sohn und he — tau⸗send⸗ ties⸗sten L EE an/ von dankliedͤer gefangen,, ingen, das alt;/ örum d ihr Thro⸗ wohnenl/ nur Odem ther, 4 170a. insbach 1665. dee⸗lel/ jäh ⸗le,/ Leib und — —.— früh und —— ken nieder nnun das sen kann,/ 'tt Jakobs hofft ge⸗ it, 4 findet Lob⸗ und Danklieder 140⁰ 4. Dieser hat himmel und Meer und Erden,/ und was darinnen ist, gemachtj/ alles muß treulich erfüllet werden,/ was er uns ein⸗ mal zugedacht./ Er ists, der Herrscher aller Welt,/ welcher uns ewig Glauben hält./ Halleluja, Hallelujal 5. Zeigen sich solche, die Unrecht leiden,/ er ists, der ihnen Recht verschafft;/ Hungrigen will er zur Speis bescheiden,/ was ihnen dient zur Lebenskraft./ die hart Gebunoͤnen macht er frei,/ und seiner Gnad ist mancherlei./ Halleluja, Hallelujal 6. Sehende Rugen gibt er den Blinden,/ erhebt, die tiefgebeuget gehnz/ wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn./ Sein Rufsehn ist des dremden Trutz,„witwen und Waisen nimmt er in Schutz./ Halleluja, hHalleluja! 7. Aber der Gottesvergessnen Tritte/ kehrt er mit starker Hand zurück,/ daß sie nur machen verkehrte Schritte/ und fallen selbst in ihren Strick./ Der herr ist Rnig ewiglich;/ Zion, dein Gott sorgt stets für dich./ Halleluja, Hallelujal 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen/ des, der so große Wunder tut!/ Alles, was Odem hat, rufe Amen/ und bringe Lob mit frohem Mut./ Ihr Kinder Gottes, lobt und preist/ Vater und Sohn und heilgen Geist./ Halleluja, Halleluja! Joh. Daniel herrnschmidt, 4 1725. 1 4 0 Frankfurt a. M. 1738. O daß ich tau⸗send Zun⸗gen hät⸗te/ und ei⸗nen so stimmt ich da- mit um die Wet⸗te/ vom al⸗ler⸗ tau⸗send ⸗fa⸗chen Mund, i 1. ae tief ⸗sten Her⸗zens⸗grun ein Lob⸗lied nach dem an⸗dern 14⁰ Lob⸗ und Danklieoͤer 2. O daß doch meine Stimme schallte/ bis dahin, wo die Sonne stehtl/ O daß mein Blut mit Jauchzen wallte,/ so lang es noch im Lob⸗ und D Mel. Zesu, meine Lebens Leben. Laufe geht!/ Ach, wär ein jeder Puls ein Dank/ und jeder Ooͤem ein Gesangl 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? /Ruf, auf, braucht Wo allen euren ẽᷣleiß/ und stehet munter im Geschäfte/ zu Gottes, meines 1. Sen herren, Preis!/ Mein Leib und Seele, schicke dich/ und lobe Gott 5 herzinniglich.———3 4. Ihr grünen Blätter in den Wäloͤern,/ bewegt und regt euch— doch mit mirl/ Ihr schwanken Gräslein in den deldern/ ihr Blumen, ze⸗ba⸗otl laßt doch eure Zier/ zu Gottes Ruhm belebet sein/ und stimmet Rraft, mein G lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben/ und einen Odem in sich hat// soll sich mir zum Gehilfen geben;/ denn mein Vermögen ist zu matt,/ oͤie großen Wunder zu erhöhn,/ die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen?/ Bist du es nicht, o reicher Gott?/ Wer schützet mich auf meinen Wegen?/ Du, du, o herr, Gott Zebaoth!/ Du trägst mit meiner Sündenschuld/ unsäglich gnädige Geduld! 7. Auch hab ich es mein Lebetage/ schon so manch liebes Mal gespürt,/ daß oͤu mich unter vieler Plage/ zwar wunderbar, doch wohl geführt;/ denn in der größesten Gefahr/ ward ich dein Trost⸗ licht stets gewahr. gro⸗per 2. Herr, en deine Gnade, von deinen E seno⸗, tausen 8. Wie sollt ich nun nicht voller dreuden/ in deinem steten Lobe Sbnd n stehn?/ Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden/ nicht triumphierend duld 10 omit einhergehn?/ Und fiele auch der himmel ein,/ so will ich doch nicht Causeno⸗„ traurig sein. 9. Ich will von deiner Güte singen,/ solange sich die unge regt/ 4. Bald m ich will dir kreudenopfer bringen,/ solange sich mein herz bewegt j/ zu mir// nur ja, wenn der Mund wird kraftlos sein,/ so stimm ich doch mit Seuf⸗ daß mein ga zen ein. Tausend⸗, te 10. Nch nimm das arme Lob auf Erden,/ mein Gott, in allen 5. Wie eit Gnaden hin/ im Himmel soll es besjer weroͤen,/ wenn ich verklärt ist,/ so hast ð und selig bin;/ da sing ich dir im höhern Chor/ viel tausend Halle⸗ und dich me luja vor! gohann Mentzer, + 1754. kommen./ Te 14² hanklieoͤer o oͤie Sonne ges noch im jeder Odem auf, braucht ttes, meines l lobe Gott 10 regt euch ihr Blumen, mo stimmet in sich hat// ögen ist zu en um mich ht, o reicher du, o Herr, Runsäglich liebes Mal erbar, doch dein Trost⸗ steten Lobe imphierend h doch nicht inge regtj/ 3 bewegtʒ/ mit Seuf⸗ tt, in allen ich verklärt send Halle⸗ ither, 4 1754. Lob⸗ und Danklieder 14¹ Mel. Jesu, meines 1 41 Lebens Leben. DD.——————. ———— Wo⸗-mit soll ich dich wohl lo⸗ben,/ mäch⸗ti⸗ ger Herr Sen⸗de mir da⸗zu von o⸗ ben/ dei⸗ nes Gei⸗stes Christoph Anton, 1651. 1. Gnad und Lie⸗bes⸗ zei⸗ chen./ Tau⸗send⸗, tau⸗seno⸗mal sei dir,/ gro⸗Per Kö⸗ nig, Dank da⸗für! 2. Herr, entzünde mein Gemüte,/ daß ich deine Wundermacht,/ deine Gnade, Treu und Güte/ stets erhebe Tag und Nacht;/ denn von deinen Gnadengüssen/ Leib und Seele zeugen müssen./ Tau⸗ send⸗, tausenoͤmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen/ und gehäufet Schuld auf Schuld/ /so möcht ich vor Scham erblassen/ vor der Langmut und Ge⸗ dulo/ womit du, o Gott, mich Armen/ hast getragen voll Erbarmen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir// großer König, Dank dafür! 4. Bald mit Lieben, bald mit Leiden/ kamst du, Herr, mein Gott, zu mir,/ nur mein Herze zu bereiten,/ ganz sich zu ergeben dir,/ daß mein gänzliches Verlangen/ möcht an deinem Willen hangen./ Tausend⸗, tausendmal sei dir// großer König, Dank dafür! 5. Wie ein Vater nimmt und gibet,/ wie's den Kindern nütlich ist,/ so hast du mich auch geliebet// herr, mein Gott, zu jeder Frist/ und dich meiner angenommen,/ wenns auch gleich aufs höchste kommen. /Tausend⸗/ tausendmal sei dir// großer Röͤnig, Dank dafür. 142 Lob⸗ und Danklieder 6. Mich hast ou auf Roͤlersflügeln/ oft getragen väterlich,/ in den Tälern, auf den hũgeln/ wunderbar errettet mich;/ wenn schien alles zu zerrinnen,/ ward doch deiner Hilf ich innen./ Tausenoͤ⸗, tausenoͤmal sei dir,/ großer König, Dank dͤafür! 7. Fielen Tausenò mir zur Seiten/ und zur Rechten zehnmal mehr//ließest du mich doch begleiten/ durch der Engel starkes Heer,/ daß den Nöten, die mich oͤrangen,/ ich bin dennoch stets entgangen./ Tausend⸗, tausenomal sei dir,/ großer König, Dank dafür! 8. Vater, oͤu hast mir erzeiget/ lauter Gnad und Gütigkeit;/ und oͤu hast zu mir geneiget,/ Jesu, deine Freunoͤlichkeit;/ und oͤurch dich, o Geist der Gnaden,/ wero ich stets noch eingeladen. /Tausenoͤ⸗, tausenoͤmal sei dir,/ großer König, Dank dafür! 9. Tausenoͤmal sei dͤir gesungen,/ herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank,/ oͤaß es mir bisher gelungen;/ ach, laß meinen Lebens⸗ gang/ ferner doch oͤurch Jesu Leiten/ nur gehn in die Ewigkeitenz/ da will ich, Herr für und für/ ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter, 4 1755. Mel. Nr. 136. 1 4 2 Wunderbarer Rönig. 1. Unumschränkte Liebe,/ gönne blöden Augen,/ die sonst kaum auf Erden taugen,/ daß sie in die Strahlen/ deiner Langmut blicken,/ ͤie den Eroͤkreis wärmeno schmücken,/ und zugleich/ freudenreich/ Bösen und oͤen Deinen/ mit der Sonne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde,/ ja dein ganz Gebiete/ ist ein Schau⸗ platz deiner Güte;/ deiner Langmut Ehre/ wird durch neue Proben/ immer herrlicher erhoben. /O wie weit,/ o wie breit/ über Berg und hügel/ streckt sie ihre Flügel!l 3. Was wir davon denken,/ was wir sagen können,/ ist ein Schatten nur zu nennen./ Tag und Nacht zu schonen,/ Tag für Tag zu dulden/ so viel Millionen Schulden/ und dazu/ ohne Ruh/ lieben für das Hassen:/ Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde,/ hörst der Sünder Flehen,/ wenn sie weinend vor dir stehen;/ deine Rechte oͤräuet/ und erbarmt sich wieder,/ legt die Pfeile gerne nieder,/ da man doch,/ wenn du noch/ sie kaum weggeleget,/ dich zum Zorn erreget. 14⁴ Lob⸗ und Da 5. Herr, es ha Recht empfange dem wird Stra dein Herz,/ un 6. König, sei nach Werken lo und mit Ruhm mut auszuüben Mel. Nr. 157. 1. Wenn ich Wege,/ die Lie ich, von Bewu Gott, mein He 2. Mein Auf der Himmel, Stärke./ Wer Majestät?/ W 3. Wer mis regnen?/ Wer zu segnen? /O reicht so weit, 4. Dich prei am Meere. /E Schöpfer Ehr die Saat, ha 5. Der Men der Mensch, e der Mensch, L Beweis/ von 6. Erheb il unser Vater, fircht' ihren wollte Gott 10 Hanklieoͤer äterlich,/ in wenn schien „Tausenoͤ⸗, en zehnmal ürkes heer,/ entgangen./ dafür! igkeit;/ und und oͤurch Tausenoͤ⸗, Preis, Lob nen Lebens⸗ wigkeitenj/ . zotter, 4 1755. rbarer RKönig. sonst kaum er Langmut zugleich/ e scheinen. tein Schau⸗ eue Proben/ über Berg nen,/ ist ein Tag für Tag ohne Ruh/ // wenn sie erbarmt sich h// wenn du Lob⸗ und Danklieder 14³ 5. Herr,/ es hat noch keiner,/ der zu dir gegangen,⸗ statt der Gnade Recht empfangen./ Wer zu deinen Füßen/ sich mit Tränen senket,/ dem wird Straf und Schuld geschenket./ Inser Schmerz/ rührt dein Herz,// und du willst der Rrmen/ gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen,/ daß du so verschonest/ und uns nicht nach Werken lohnest;/ deiner hand sei Ehre,/ die so wohl regieret/ und mit Ruhm das Zepter führet./ Fahre fort,/ zions Hort,/ Lang⸗ mut auszuüben/ und die Welt zu lieben. Zoh.Jakob Rambach, f 1755. ist d 1 Mel. Nr. 137. 143 EKremmen her⸗ 1. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht,/ die Weisheit deiner Wege,/ die Liebe, die für alle wacht,/ anbetend überlege,/ so weiß ich, von Bewunoͤrung voll,/ nicht, wie ich dich erheben soll,/ mein Gott, mein Herr und Vater. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt,/ die Wunder deiner Werkez/ der Himmel, prächtig ausgeschmückt,/ preist dich, du Gott der Stärke.Wer hat die Sonn an ihm erhöht?/ Wer kleidet sie mit Majestät?/ Wer ruft dem heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Laufꝰ/ Wer heißt die Hhimmel regnen?/ Wer schließt den Schoß der Erde auf,/ mit Vorrat uns zu segnen?/ O Gott der Macht und herrlichkeitl/ Gott, deine Güte reicht so weit,/ so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm,/ dich preist der Sand am Meere./ Bringt, ruft auch der geringste Wurm,/ bringt meinem Schöpfer Ehrel/ Mich, ruft der Baum in seiner Pracht,/ mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht./ Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine hand/ so wunderbar bereitet,/ der Mensch, ein Geist, den sein verstand/ dich zu erkennen leitet// der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis,/ ist sich ein täglicher Beweis/ von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist,/ erhebe seinen Namen 17 Gott, unser Vater, sei gepreist,/ und alle Welt sag Rmen!/ Und alle Welt fircht' ihren Herrn/ und hoff' auf ihn und dien! ihm gern!/ Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 14⁴ Lob⸗ und Danklieoͤer Die Lugend wiro 1. li durchs 95.7255 1 44— Balle 1793 SDSSSSDSS 1. ö Wie groß ist des Allmächtgen Gü⸗tel/ Ist der ein der mit ver⸗här⸗te⸗tem Ge⸗mü⸗te/ den Dank er⸗ —.— + ..... * + Mensch, den sie nicht rührt? 3 stickt, der ihm ge⸗bührt? Nein, sei⸗ ne Lie⸗ be zu er⸗ V 2 1 +. —⁴— mes⸗ sen,/ sei e⸗wig mei⸗ ne größ⸗te Pflicht. er Herr hat — ———— PfPI mein noch nie ver⸗ges⸗sen,/ vergiß, mein Herz, auch sei⸗ner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet?/ Der Gott, der meiner nicht bedarf./ Wer hat mit Langmut mich geleitet?/ Er, oͤessen Rat ich oft verwarf./ Wer stärkt den Frieden im Gewissen?/ Wer gibt dem Geiste neue Kraft?/ Wer läßt mich so viel Glück genießen?/ Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben,/ zu welchem oͤu er⸗ schaffen bist,/ wo du, mit Herrlichkeit umgeben,/ Gott ewig sehn wirst, wie er ist./ Du hast ein Recht zu diesen Freuden,/ durch Gottes Güte sind sie dein./ Sieh, darum mußte Christus leiden,/ damit oͤu könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren/ und seine Güte nicht verstehn?/ Er sollte rufen, ich nicht hören?/ den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?/ Sein Will ist mir ins Herz geschrieben;/ sein Wort bestärkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben/ und meinen Nächsten gleich als mich. 14⁰ Lob⸗ und De 5. Dies ist n sein wie er./ E in mir her./ L zu jeder Pflich doch in mir di 6. O Gott, sein!/ Sie stä zu weihn./ Si zur Zeit des des letzten Ri 2. Er will beut// so fall 3. Licht i als Gott,/ u 4. Anend Gott/ und E 5. Was Gott,/ und 6. Er ist ich/ vor od 7. Er ist du gen Hi 10* hanklieoͤer eylinghausen, Halle 1754. Ist der ein jen Dank er⸗ 2* der herr hat ner nicht. der meiner „dessen Rat 2/ Wer gibt genießen?/ hem du er⸗ t ewig sehn den,/ oͤurch tus leiden,/ Güte nicht den er mir jebenj/ sein lieben/ und Lob⸗ und Danklieder 14⁵ 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille:/ ich soll vollkommen sein wie er./ Solang ich dies Gebot erfülle,/ stell ich sein Bilonis in mir her./ Lebt seine Lieb in meiner Seele,/ so treibt sie mich zu jeder Pflicht// und ob ich schon aus Schwachheit fehle,/ herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe/ mir immerdar vor Augen seinl/ Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn./ Sie tröste mich zur zeit der Schmerzen,/ sie leite mich zur Zeit des Glücks,/ und sie besieg'ꝰ in meinem herzen/ die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 1769. 145 SS 1. Gott ist mein Liedl/ Er ist der Gott der Stär⸗keʒ/ Phil. Emanuel Bach, 1787. —— SSS— ne Wer⸗ke,/ ——.—— groß ist sein Nam,/ und groß sind sei⸗ und al⸗le him⸗mel sein Ge⸗biet. 2. Er will und sprichts,/ so sind und leben Welten,/ und er ge⸗ beut// so fallen durch sein Schelten/ die himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid/ und seine Wahl das Beste j/ er herrscht als Gott,/ und seines Thrones Feste/ ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unenoͤlich reich,/ ein Meer von Seligkeiten,/ ohn Anfang Gott/ und Gott in ewgen zeiten,/ Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war/ im himmel, Erd und Meere,/ das kennet Gott,/ und seiner Werke heere/ sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich,/ schafft, daß ich sicher ruhe;/ er schafft, was ich/ vor oder nachmals tue,/ und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah,/ du sitzest oder gehestj/ ob du ans Meer,/ ob du gen Himmel flöhest,/ so ist er allenthalben da. 10* 14⁷7 146 Lob⸗ und Danklieder 8. Er kennt mein Flehn/ und allen Rat der Seele./ Er weiß, wie oft/ ich Butes tu und fehle,/ und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar,/ was er mir geben wollte,/ schrieb auf sein Buch,/ wie lang ich leben sollte,/ da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre;/ Herr, immerdar/ soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht/ von deinen Wundern fassen?/ Ein jeder Staub,/ den oͤu hast weroͤen lassen,/ verkünoͤigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm/ ist deiner Weisheit Spiegel./ Du, Luft und Meer,/ ihr Ruen, Tal unoͤ Hügel,/ ihr seis sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land,/ führst uns auf grüne Weiden,/ und Nacht und Tag/ und Korn und Wein und õreuden/ empfangen wir aus deiner Hand. 14. Rein Sperling fällt,/ err, ohne deinen Willen/ sollt ich mein hHerz/ nicht mit dem Troste stillen,/ daß oeine hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz,/ will Gott mein Retter werden,/ so frag ich nichts/ nach himmel und nach Erden/ und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 4+ 1769. 146 Joh. Joachim Guanz, 1760. 1— ö—.————— S.....I....... ——— prei⸗sen die Mee⸗re//vernimm, o Mensch, ihr gött⸗lich Wort. Lob⸗ und 2. Wer tr Sonn aus i von ferne/ 3. Vernin dir aufgeste dir nicht de 4. Kannst fühllos bese „Mir,“ ruft 5.„Mein Werken ken werde,/ dei 6.„Och b der Oroͤnut Gemüte/ u mel. O daß zungen hätt 1. Feldò der und der sei,/ d. 2. Der noch nicht mir das E reicht er n danklieoͤer Er weiß, beizustehn. ieb auf sein itet war. öre;/ herr, iem Munde en?/ Ein digt seines Du, Luft obliedò und ꝛiden,/ und empfangen // sollt ich hand mein verden,/ so e selbst der lert, 4 1769. Wanz, 1760. Lob⸗ und Danklieder 14⁷ 2. Wer trägt der himmel unzählbare Sterne?/ Wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? /Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne/ und läuft den Weg gleichwie ein Helo. 3. vernimms und siehe die Wunder der Werke,/ so die Natur dir aufgestellt./ Verkündigt Weisheit und Oroͤnung und Stärke/ dir nicht den herrn, den Herrn der Welt? 4. Rannst du der Wesen unzählbare Heere, den kleinsten Staub fühllos beschaun?/ Durch wen ist alles? O gib ihm die Ehrel/ „Mir,“ ruft der Herr, sollst du vertraun!“ 5.„Mein ist die Kraft, mein ist Himmel und Erde,/ an meinen Werken kennst du mich./ Ich bins, der ich war und der ich sein werde,/ dein Gott und Vater ewiglich.“ 6.„Ich bin dein Schöpfer, bin weisheit und Güte,/ ein Gott der Oroͤnung und dein Heil./ Ich bins, mich liebe von ganzem Gemüte/ und nimm an meiner Gnade teil!“ Christian Fürchtegott Gellert, 4 17⁰9. 147 1. Geht hin, ihr gläu⸗bi⸗ gen Ge⸗ dan⸗ken,/ ins wei⸗ te er-hebt euch ü⸗ ber al⸗ le Schranken/ der al⸗ ten EE Feld der E⸗wig⸗ keit; und der neu⸗ en Zeit; mel. O daß ich tausend zungen hätte. Frankfurt a. M. 1758. er⸗wägt, daß Gott die Lie ⸗be 1.—— 2. N —.—— N , e aen,— sei,/ die e⸗wig alt und e-wig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget,/ der himmel war noch nicht gemacht,/ so hat Gott schon den Trieb geheget,/ der mir das Beste zugedacht;/ da ich noch nicht geschaffen war,/ da reicht er mir schon Gnade dar. 14⁹ 14⁷ Lob⸗ und Danklieder 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben/ oͤurch seinen eingebornen Sohn/ den wollt er mir zum Mittler geben,/ den macht er mir zum Onadenthron/ in dessen blute sollt ich rein,/ geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte/ vor allem Anbeginn der Welt/ und mich zu ihren Kindern zählte,/ für welche sie das Reich bestellt l/ O Vaterhand, o Gnadentrieb,/ der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte/ hinauf zu dieser Quelle steigt,/ von welcher sich ein Strom der Güte/ zu mir durch alle Zeiten neigt,/ daß jeder Tag ein Zeugnis gibt:/ Gott hat mich je und je geliebt! 6. Wer bin ich unter Millionen/ der Kreaturen seiner Macht,/ die in der höh und Tiefe wohnen,/ daß er mich bis hierher gebrachtꝰ/ Ich bin ja nur ein dürres Blatt,/ ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe/ der herzlichen Barmherzigkeit,/ womit, o Schöpfer aller Dinge,/ mich deine Liebe stets erfreutj/ ich bin, o Vater, selbst nicht mein,/ dein bin ich, herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner flügel/ find ich dͤie ungestörte Ruh./ Der feste Grund hat dieses Siegel:/ wer dein ist, herr, den kennest oͤu. /Laß Erd und himmel untergehn,/ dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden/ der Seele Mut unoͤ Kraft gebricht,/ so salbest du mein Haupt mit Freuden,/ so tröstet mich dein Angesicht;/ da spür ich deines Geistes Kraft,/ die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die derne/ durch alle Schatten dieser Zeit;/ der Glaube schwingt sich oͤurch oͤie Sterne/ und sieht ins Reich oer Ewigkeit;/ da zeigt mir deine miloe Hand/ mein Erb⸗ teil und gelobtes Land. 11. Ach könnt ich dich nur besser ehren,/ welch eoͤles Loblied stimmt' ich an!/ Es sollten Erò unò himmel hören,/ was du, mein Gott, an mir getan;/ nichts ist so köstlich, nichts so schön,/ als, höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Gedulo! Es kommt die Stunde,/ da mein durch dich erlöster Geist/ im höhern Chor mit frohem Munde/ dich, schönste Liebe, schöner preist,/ dvrum eilt mein Herz aus dieser zeit/ und sehnt sich nach der Ewigkeit. Joh. Gottfried herrmann, + 1791. anklieoͤer ingebornen er mir zum üö selig sein. beginn der edas Reich s Buch des Ff zu dieser u mir durch ott hat mich Macht,/ die gebrachtꝰ/ Stätte hat. herzigkeit,/ 8 erfreutʒ/ bleibe dein. ungestörte Herr, oͤen Wort der e Mut und so tröstet die in der atten dieser sieht ins mein Erb⸗ ses Loblied 8 du, mein chön,/ als, nein dͤurch noöͤe/ dich, ieser Zeit/ ann, 1 1791. 148 VW N ö ammittel Wittenberg — 5 FE Burg ist un⸗ ser Se 0— aus al⸗ler 0 4 5 Gott,/ ein gu⸗ te Wehr und Waf— sen; Wet,„die uns jetzt hat— trof⸗ fen. — 6 der alt bö⸗ se Feind,„mit Ernst ers jetzt—2CGeß. .S groß Macht und viel List/ sein grau⸗ sam Hmi —5.———————— anmneinn. E & E ist;/ auf Erd ist nicht seins Gei ⸗chen. 60 RRTTTTR 149 15⁰ Kirche 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,/ wir sind gar bald ver⸗ loren;/ es streit't für uns der rechte Mann,/ den Gott hat selbst erkoren./ Fragst du, wer der ist:/ er heißt Jesus Christ,/ der herr Zebaoth,/ und ist kein anoͤrer Gott;/ das Feld muß er behalten. 3. Und wenn oͤie Welt voll Teufel wär/ und wollt uns gar ver⸗ schlingen,/ so fürchten wir uns nicht so sehr,/ es soll uns doch ge⸗ lingen./ Der Fürst oͤieser Welt,/ wie saur er sich stellt,/ tut er uns doch nicht;/ das macht, er ist gericht't,/ ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stan/ und keinꝰ Dank dazu haben;/ er ist bei uns wohl auf dem Plan/ mit seinem Geist und Gaben./ Nehmen sie den Leib,/ Gut, Ehr, Kind und Weib:/ laß fahren dahin,/ sie habens kein Gewinn;/ das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther, 4 1546. 1 49 Wittenberg 1543. PEDI 1. Er⸗halt uns, Herr, bei dei⸗nem Wort/ und steur' der C= ————— a—— und 98—6 die Je⸗sum Christum, deinen Sohn,/ —— 1 I —... me wol⸗len stür⸗zen von dei⸗nem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ,/ der oͤu herr aller herren bist;/ beschirm dein arme Christenheit,/ daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, ou Tröster wert,/ gib dei'm Volk ein'rlei Sinn auf Ero;/ steh bei uns in der letzten Not,/ leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther, 4 1546. 1 5 0 Erfurt 1524. SSSS............— Ach Gott, vom him⸗-mel sieh da⸗rein/ und laß doͤich wie we⸗nig sind der heil⸗gen dein,/ ver⸗las⸗ sen K. des er⸗ sind wir —.—.— wahr,/ oͤn Men⸗scher 2. Sie l herz nicht wählet die gleißen sch 3. Gott! und sich r wehren!/ gilt allgen 4. Daru störet;/ ihr mein heil an/ und si 5. Das funden;/ den./ Es erkannt ur 6. Das schlechte,/ flechte./ D sind/ in d Mel. Nr. 1. Achl ist;/ dein nicht. Kirche bald ver⸗ hat selbst der herr behalten. s gar ver⸗ s doch ge⸗ tut er uns ihn fällen. habenz/ Gaben./ aß fahren ch bleiben. jer, 4 1546. nberg 1543. teurꝰ der —.— n Sohn,/ ler herren Ewigkeit. Ük ein'rlei ins Leben jher, 4 1546. Erfurt 1524. —— laß dich las⸗ sen Kirche ...E———— des er ⸗ bar ⸗ men:— und wir Ae e ment Wis ast nicht ha⸗ben ......—..........—3 H Dm, Hennun, i l:N, Eri Vi—— ——— wahr,/ der Glaub ist auch ver⸗lo⸗schen gar/ bei al ⸗len H+ U ..— II I. Men⸗schen ⸗kin-dern. 2. Sie lehren eitel falsche List,/ was eigner Witz erfindet;/ ihr herz nicht eines Sinnes ist/ in Gottes Wort gegründet;/ der wählet dies, der andre das,/ sie trennen uns ohn alles Maß/ und gleißen schön von außen. ö 3. Gott woll ausrotten aller Lehr,/ die falschen Schein uns lehren/ und sich vermessen hoch und sehr:/„Trotz dem, ders uns will wehren! /Wir haben Recht und Macht allein,/ was wir setzen, gilt allgemein;/ wer ist, der uns sollt meistern?“ 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,/ die Armen sind ver⸗ störet j/ ihr Seufzen dringt zu mir herein,/ ich hab ihr Klag erhöret;/ mein heil am Wort soll auf den Plan,/ getrost und frisch sie greifen an/ und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feu'r siebenmal/ bewährt, wird lauter funden;/ an Gottes Wort man warten soll/ desgleichen alle Stun⸗ den. /Es will durchs Kreuz bewähret sein;/ da wird sein Rraft erkannt und Schein/ und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein/ vor diesem arg'n Ge⸗ schlechte,/ und iaß uns dir befohlen sein,/ daß sichs in uns nicht flechte./ Der gottlos Hauf sich umher finot,/ wo diese losen Leute sind/ in deinem Volk erhaben. martin Luther, 4 1546. Erhalt uns, herr, Mel. Nr. 149. 1 51 bei deinem Wort. 1. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ,/ weil es nun Abend worden ist;/ dein göttlich Wort, das helle Licht,/ laß ja bei uns auslöschen nicht. 152 Kirche 2. In dieser schwerbetrübten zeit/ verleih uns, Herr, Beständig⸗ keit,/ daß wir dein Wort und Sakrament/ behalten rein bis an das End. 3. Gib Glück und Heil zu deinem Wort,/ damit es schall an allem Ort;/ gib deiner Kirche Gnad und Huld// Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 4. Den stolzen Geistern wehre doch,/ die mit Gewalt sich heben hoch/ und bringen stets was Neues her// zu fälschen deine rechte Lehr. 5. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ,/ nicht unser, sondern dein ja ist;/ darum, so steh oͤu denen bei,/ die sich auf dich ver⸗ lassen frei. 6. Dein Wort ist unsers herzens Trutz/ und deiner Kirche wahrer Schutz;/ dabei erhalt uns, lieber Herr,/ daß wir nichts anoͤres suchen mehr. 7. hilf leben uns in deinem Wort/ und darauf mutig fahren fort/ von hinnen aus dem Jammertal/ zu dir in deinen Himmelssaal. 1611. v. 3 bis 7 von Nikolaus Selnecker, 4 1592. Mel. Christus, der ist mein Leben. 1 5 2 Melchior Vulpius, 1609. 4 E n einnne ᷑.din eren .. 1. Ach bleib mit dei⸗ner Gna⸗de/ bei uns, Herr Je⸗ su — ID EDDEEEEEEEE SDEEEEEEEEEEEEEE Christ,/ daß uns hinfort nicht scha⸗de/ des bö⸗sen Fein⸗des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte/ bei uns, Erlöser wert,/ auf daß uns hier und dorte/ sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze/ bei uns, dᷣu wertes Licht;/ dein Wahrheit uns umschanze,/ damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen/ bei uns, du reicher herr;/ dein Gnad und all Vermögen/ in uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze/ bei uns, du starker Held,/ daß uns der Feind nicht trutze,/ noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue/ bei uns, mein herr und Gott,/ Beständigkeit verleihe,/ hilf uns aus aller Not! Zosua Stegmann, 1 1632. 15⁴4 Kirche Mel. Kommt h spricht Gottes angst unt 2. Des t Rach,/ uni den er wo 3. So v und Höller hohn und woll'n wi Mel. Zionk Schmerzen 1. Zion du bist ni er straft, lerne die— 2. Trei wollen si schweigt Zion, la 3. Ber ja die gat Kirche ständig⸗ nbis an schall an inigkeit, ich heben chte Lehr. sondern dich ver⸗ e wahrer s andres ig fahren melssaal. er, 4 1592. pius, 1609. —5 des List. auf daß icht;/ dein err;/ dein helö,/ daß ind Gott,/ inn, 1 1632. Kirche 15³:1⁵⁴ mel. Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn. 153 1550. E 1. ver⸗za⸗ ge nicht, du häuf⸗lein klein,/ ob⸗schon die EE —.—. — +*—3—— und su⸗ chen dei⸗ nen Un⸗ ter⸗gang,/ da⸗von dir wird ganz —————.——— e. Eür.——III.— r.——*——.*. angst und bang;/ es wird nicht lang mehr wäh⸗ren. 2. Des tröst' dich nur, daß deine Sach/ ist Gottes, dem befiehl die Rach,// und laß es ihn nur walten;/ er wird durch einen Gideon,/ den er wohl weiß, dir helfen schon,/ dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort,/ muß Teufel, Welt und Höllenpfort/ und was dem tut anhangen,/ enoͤlich werden zu hohn und Spott./ Gott ist mit uns und wir mit Gott;/ den Sieg woll'n wir erlangen. michael RAltenburg, 4 1640. Mel. Zion klagt mit Angst und Schmerzen(oder wie Nr. 177). 1 5 4 1. Zion, gib dich nur zufrieden,/ Gott ist noch bei dir darin;/ du bist nicht von ihm geschieden,/ er hat einen Vatersinn./ Wenn er straft, so liebt er auch,/ dies ist sein geliebter Brauch./ Zion lerne dies bedenken;/ warum willst du dich so kränkenꝰ 2. Treiben dich die Meereswellen/ in der wilden, tiefen Seeʒ/ wollen sie dich gar zerschellen,/ mußt du rufen Nch und Wehʒ/ schweigt dein heiland still dazu// gleich als schlafend in der Ruhꝛ/ Zion, laß dich nicht bewegen;/ diese Flut wird bald sich legen. 3. Berg und delsen mögen weichen,/ ob sie noch so feste stehn/ ja die ganze Welt desgleichen/ möchte gar auch untergehn /dennoch 15⁵ 1.— 15⁵ Kirche hat es keine Not/ in dem Leben und im Tod:/ Zion, du kannst doch nicht wanken/ aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen/ deine schönsten Perlen sein/ stellt sich Seufzen nur und Stöhnen/ dir statt schöner Lieder ein j /ist der Spott dein täglich Brot/ und dein Trank die bittre Not: Zion, laß dir doch nicht grauen; /du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden,/ mit viel Gual und Herzeleid,/ dennoch wirst du nicht zuschanden,/ oͤenk nur an die Ewigkeit;/ sei getrost und wohlgemut,/ denn der Herr ists, der es tut;/zion, Gott wiro dich schon stärken,/ ieses mußt oͤu eben merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende/ und der Abend schon herbei/ gib dich nur in Gottes hände,/ der macht dich von allem frei./ Für die Trübsal, Spott und Hohn/ gibt er dir die F§reudenkron; /Zion, Gott, dein Schutz, wird wachen/ und die Welt zuschanden machen. 7. Halleluja! Deine Wonne bricht anjetzt mit Macht herfür;/ denn die schöne Gnadensonne,/ Jesus Christus, naht zu dir,/ gibt dir einen Freudengruß/ und den rechten§riedenskuß;/ Zion, wo ist nun dein Klagen?„Jetzt kannst oͤu von Freuoͤen sagen. 8. Freuet euch, ihr himmelserben, /freuet euch mit Zion hierl/ Die vor Jammer wollten sterben,/ sollen leben für und für./ Dort ist nicht mehr Angst und Qual/ in dem schönen Himmelssaal./ Zion, wer will dich nun scheioͤen/ von dem Lamm und ewgen Freuden? Zoachim Pauli, + 1708. Mel. Valet will ich oͤir geben. 1 55 Melchior Teschner, 1613. H P.... 1. FEr halt uns dei⸗ne Lehere,/ Herr, in der letz⸗ ten Jeit; er⸗halt dein Reich unò mehre/ dein eo ⸗le Christen⸗heit; 1— x——— EE 1.—..— er ⸗ähalt stand⸗haf⸗ten Glau⸗ ben,/ der Hoff⸗nung hel⸗len + +. +4 + SSE i Strahl /laß uns dein Wort nicht rauben/ in die⸗sem Jam⸗mer⸗ta 15⁶ Kirche 2. Erhalt leuchte und erkennet./ was einzig 3. Erhalt du dir hast dᷣeinde stürt als Hort ut 4. Erhal brich, zerni uns führen uns zieren, 5. Erhal Spiegel de uns tränker hinauf zun 6. Erhal laß es nich wir entrin winnen/ d Kirche kannst doch erlen sein/ eöer ein j/ ist Not:/ Zion, ertrauen. el Qual und nur an die ists, der es ben merken. on herbei j/ m frei./ Für ron;/ Zion, hen machen. ht herfür/ ju dir,/ gibt /Zion, wo gen. Zion hierl/ für./ Dort melssaal./ und ewgen auli, T 170s. eschner, 1613. ten Zeit; sten⸗heit; — imer⸗ta Kirche 156 2. Erhalt dein Ehr und wehre/ dem, was dir widerspricht;/ er⸗ leuchte und bekehre,/ allwissend ewges Licht,/ was dich noch nicht erkennet./ Entdecke doch der Welt,/ der ou dein Licht gegönnet,/ was einzig dir gefällt. 3. Erhalt, was du gebauet/ und durch dein Blut erkauft,/ was du dir hast vertrauet/ und mit dem Geist getauft./ Ob grimme Feinde stürmen/ zu deiner Kirche gall, /so wollest du sie schirmen/ als hort und gelsenwall. 4. Erhalt uns, Herr, dein Erbe,/ dein wertes heiligtum,/ zer⸗ brich, zernicht, veroerbe,/ was wider deinen Ruhmñ/ laß dein Gesetz uns führen,/ gönn uns dein himmelsbrot;/ laß deinen Schmuck uns zieren,/ heil uns durch deinen Tod. 5. Erhalt und laß uns hören/ dein Wort, das selig macht,/ den Spiegel deiner Ehren,/ das Licht in finstrer Nachtʒ/ laß diesen Born uns tränken/ im dürren Tal der Welt/ laß diese Stimm uns lenken/ hinauf zum ewgen Zelt. 6. Erhalt in Sturm und Wellen/ der Kirche heilig Schiff/ und laß es nicht zerschellen/ an Sand und gelsenriff;/ gib/ herr, daß wir entrinnen/ der wilden Flut der Zeit,/ laß uns den Port ge⸗ winnen/ der selgen Ewigkeit. Uach Zosua Stegmann, 4 1652, v. Anoͤregs Gryphius, 1664. 1 56 Bernhard Klein, 1825. SS..............— 1. Lö⸗wen, laßt euch wie⸗der⸗fin⸗den/ wie im er⸗sten EIEEE— Chri⸗ sten⸗tum,/ die nichts konn⸗te ⸗ber⸗ win⸗ denz/ seht nur IDE& an ihr Mär⸗ tyr⸗tum:/ wie in Lieb sie glüh⸗ten,/ wie sie 2— 47 = ————3 ..... deu⸗er sprüh⸗ten,/ daß sich vor der Ster⸗bens⸗ lust/ selbst die 15⁶ ⁰⁷ — E — göl⸗le fürch⸗ten mußt'. 2. In Gefahren unerschrocken/ und von schnöden Lüsten rein,/ die zum Eitlen konnten locken,/ war damals oͤes herrn Gemein./ Ihr Sinn oͤrang zum Hhimmel;/ fern aus dem Getümmel/ war erhoben Herz und Geist,/ suchte nicht, was zeitlich heißt. 3. Ganz großmütig sie verlachten,/ was die Welt für Vorteil hält;/ nach dem Reiche Gottes trachten,/ darauf war ihr Sinn gestellt./ Im Unglück glückselig/ waren sie und fröhlich,/ fern von Menschensklaverei/ und von ihren Banden frei. 4. O daß ich, wie diese waren,/ mich befänd' auch in dem Standl/ Laß mich doch im Grund erfahren/ deine starke helfershano,/ mein Gott, recht lebendig!/ Gib, daß ich bestänoig/ bis zum Tod durch deine Kraft/ übe gute Ritterschaft. 5. Gib, daß ich mit Geisteswaffen/ kämpf in meines Jesu Stärk/ und ja niemals mög erschlaffen;/ daß mir dieses große Werk/ durch dich mög gelingen/ und ich tapfer ringen;/ daß ich in die Luft nicht streich,/ sonoern bald oͤas Ziel erreich. 6. Es dürft' wieder dazu kommen,/ daß der Feinde tolle Wut/ zu der Schlachtbank deine Frommen/ führte und vergöß ihr Blut./ Nach gemeiner Sage/ große Trübsalstage/ werden kommen uns zu haus/ und noch ein sehr harter Strauß. 7. Ei wohlan, nur fein stanoͤhaftig!/ O ihr Brüder, tapfer draufl/ Lasset uns doch recht herzhaftig/ folgen jener Zeugen Lauf./ Steht als Jesu Glieder,/ wenn der Feind sich wider/ euren Christen⸗ glauben setzt/ und das Schlachtschwert auf uns weßtzt. 8. Gebt euch in das Leiden wacker! /Mit dem Blut der Mär⸗ tyrer/ wird getränkt der Kirchenacker,/ und so treibt er um so mehr;/ alle Pflanzen sprossen,/ so damit begossen;/ o wie trägt er reichlich Frucht,/ von der Trübsal heimgesucht! 9. Komm, befrucht, o goloͤner Regen,/ uns, dein Erb, die dürre Erd,/ daß wir oͤir getreu sein mögen/ und nicht achten Feur und Schwert,/ als in Liebe trunken/ und in dir versunken./ Mach die Kirch an Glauben reich,/ daß das End dem Anfang gleich! 1712. 158 auf die Le dich, leide 3. Folg sie dich su nichts ihr verspricht 4. Prü ruft zu b deinen S prüfe red 5. Drin dich mit gleich der dringe ei 6. Bri Weil die n rein,/ zemein./ nel/ war t. Vorteil hr Sinn fern von Stanodl/ // mein od durch u Stärk/ je Werk/ ich in die le Wut/ hr Blut./ men uns r, tapfer en Lauf./ Christen⸗ der Mär⸗ so mehrz/ r reichlich die dürre Feur und Mach die ich! 1712. Kirche 157 157 en gale rot PPIPIITTTITTTTT ———2 X 1. Fah⸗re fort, fah⸗re fort,/ Zi⸗ on, fah ⸗re fort im Lichtl/ ——.—.—.— S.— DSD— Ma⸗che dei⸗nen Leuch⸗ter hel⸗le,/ laß die er⸗ste —————— IH —...... + IEE EIAII drin⸗ge durch die en⸗ge Ppfort!/ dah⸗re fort, fah⸗ re fort! 2. Leide dich, leide dich,/ Zion, leide ohne Scheu/ Trübsal, Angst mit Spott und hohnel/ Sei bis in den Tod getreu,/ siehe auf die Lebenskrone./ Zion, fühlest du der Schlange Stich?/ Leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht,„Zion, folge nicht der Welt,/ wenn sie oͤich sucht groß zu machen!/ Achte nichts ihr Gut und Geld,/ nichts ihr Dräuen, nichts ihr Lachen./ Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht,/ folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, öZion, prüfe recht den Geist// der dir ruft zu beiden Seiten;/ tue nicht, was er dich heißt,/ laß nur deinen Stern dich leiten!/ Zion, beides, was da gut und schlecht// prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, oͤringe ein,/ Zion, oͤringe ein in Gott!/ Stärke dich mit Geist und Leben,/ sei nicht wie die andern tot,/ sei du gleich den grünen Reben./ Zion, in die Kraft, statt in den Schein,/ dringe ein, oͤringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür,/ Zion, brich herfür in Kraftl/ Weil die Bruderliebe brennet,/ zeige, was der in dir schafft,/ der 15⁹ 158 Kirche als seine Rrant oich kennet./ Zion, durch die dir gegebne Tür/ brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, halte aus,/ Zion halte deine Treu,/ laß nicht lau und träg dich finden. /Ruf, das Kleinod rückt herbeil /Ruf, ver⸗ lasse, was dahinten!/ Zion, in dem letzten Rampf und Strauß/ halte aus, halte aus! Zoh. Eusebius Schmidt, 4+ 1745. Mel. O Durchbrecher 1 58 aller Bande. herrnhaag 1740. — 8 2— 4— 4—— 22 2 1 herz und herz ver⸗eint zu⸗sam⸗men,/ sucht in Got⸗tes las⸗set eu⸗re Lie⸗bes⸗flam⸗men/ lo⸗dern auf den II 2.. her⸗zen Ruh hei⸗land zul ö Er das Haupt, wir sei ⸗ ne Glie⸗der,/ .— er oͤas Licht und wir der Schein,/ er oer Mei⸗ster, wir die —.II Hñ—ñ I (2——— Brü⸗ der,/ er ist un⸗ ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder,/ und erneuert euern Bunol/ Schwöret unserm Uberwinder/ Lieb und Treu von herzens⸗ grund!/ Und wenn eurer Liebeskette/ destigkeit und Stärke fehlt,/ o so flehet um die Wette,/ bis sie Jesus wieder stählt! 5. Legt es unter euch, ihr Glieder,/ auf so treues Lieben an,/ daß ein jeder für die Brüder/ auch das Leben lassen kann./ So hat uns der herr geliebet,/ so vergoß er dort sein Blut;/ denkt doch, wie es ihn betrübet,/ wenn ihr euch selbst Eintrag tut. 4. Halleluja! Welche höhen,/ welche Tiefen reicher Gnad,/ daß wir dem ins Auge sehen,/ der uns so geliebet hat;/ daß der Vater 16⁰ vmiruiir. EIIIX Kirche aller Geister, Meister,/ un 5. O dust daß sie es so daß, wie du wahrer Lieb 6. Liebe, mache doch Liebesflamn Stamme,/ 7. Laß ur bis schon hi und allein Also wird t beut, stel —0—— Hei⸗lig 2. Got pören,/ 11 Kirche eTür/ icht lau ,, ver⸗ teauß/ + 1745. ag 1740. Kirche 159 aller Geister,/ der der Wunder Abgrund ist,/ daß du, unsichtbarer Meister,/ uns so fühlbar nahe bist. 5. O du treuster Freund, vereine/ deine dir geweihte Schar,/ daß sie es so herzlich meine,/ wie's dein letzter Wille war, und daß, wie du eins mit ihnen,/ also sie auch eines sei'n,/ sich in wahrer Liebe dienen/ und einander gern erfreun. 6. Liebe, hast du es geboten,/ daß man Liebe üben soll,/ o so mache doch die toten,/ trägen Geister lebensvoll!/ Zünde an die Liebesflamme,/ daß ein jeder sehen kann:/ wir, als die von e inem Stamme,/ stehen auch für einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden,/ wie du mit dem Vater bist,/ bis schon hier auf dieser Erden/ kein getrenntes Glied mehr ist,/ und allein von deinem Brennen/ nehme unser Licht den Schein./ Also wird die Welt erkennen,/ daß wir deine Jünger sei'n. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1 1760. 1 59 Friedͤr. August Ihme, 1866 00——— 1. wenn Chri⸗stus sei-ne Kir⸗che schütht,/ so mag die er, der zur Rech⸗ten Got⸗tes sitzt,/ hat Macht, ihr .— höl⸗le wü⸗ ten; ů E. ö zu ge⸗bie ⸗ten. Er ist mit hil⸗se nah;/ wenn er ge beut, stehts da./ Er schüt⸗ zet sei⸗ nen Ruhm/ und hält sein —.———— S hei⸗lig⸗ tum;/ mag doch die höl⸗le wü ⸗ ten. 2. Gott sieht die§ürsten auf dem Thron/ sich wider ihn em⸗ pören,/ denn den Gesalbten, seinen Sohn,/ den wollen sie nicht 16¹ 11 16⁰ Kirche ehren./ Sie schämen sich oes Worts/ des heilanoͤs, unsers Hortsy/ sein Rreuz ist selbst ihr Spott;/ doch ihrer lachet Gott,/ sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn,/ uns kann er sie nicht rauben./ Der Unchrist mag ihr widerstehn,/ wir halten fest am Glauben./ Gelobt sei Jesus Christ!/ Wer hier sein Jünger ist,/ sein Wort von herzen hält,/ dem kann die ganze Welt/ die Selig⸗ keit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut,/ laßt euch kein Drohn erschrecken!/ Der Gott, der von dem Himmel schaut,/ wird uns gewiß beoͤecken./ Der herr Herr Zebaoth/ hält über sein Gebot,/ gibt uns Geduld in Not/ und Kraft und Mut im Tod;/ was will uns denn erschrecken? Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mein Zesu, dem Mel. Nr. 1. 160 die Séraphinen. 1. Dein Wort, o herr, bringt uns zusammen,/ daß wir in der Gemeinschaft stehn;/ es läßt an uns die heilgen Flammen/ des Glaubens und der Liebe sehn. Wir werden dͤurch das Wort der Gnaden/ auch zur Gemeinschaft jener Schar,/ die bei dem Herrn ist immerdar,/ gelockt und kräftig eingeladen. 2. Nur Menschen, oͤie von Gott geboren,/ oͤie unter einem Haupte stehn,/ die hat der herr sich auserkoren,/ die läßt er Wunder⸗ liebe sehn;/ Gemeinschaft mit dem Vater haben/ und mit dem Sohn im heilgen Geist,/ das ist, was ihre Seelen speist:/ nur das kann sie vollkommen laben. 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen,/ ist Christus und sein teures Blut;/ das einge Ziel, darauf wir sehen,/ ist Christus, unser höchstes Gut;/ sein Wort dͤie Regel, die wir kennen,/ sein Geist das Band, das uns verbinot;/ die Seelen all, die er gewinnt,/ sinoͤ, was wir heilge Kirche nennen. 4. Was ist das für ein himmlisch Leben,/ mit Vater, Sohn und heilgem Geist/ in seliger Gemeinschaft schweben,/ genießen das, was Gott verheißt! /Wie flammen da die selgen Triebe!/ Hott schüttet in sein geistlich haus/ die ganze Gnadenfülle aus:/ hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 102 Kirche 5. Der Vat der Abba sch ewiger Gere Friedens und die Kraft du 6. Die Rin Mann;/ ma sie alle an./ herren Kraft Glied nicht 7. Sie we vVaterland,/ andern seine und Auge, L Guts:„Ich (Mel. Nr. 1. 1. Herr, Lande;/ vo Pfande./ R o Jesu Chri 2. Sei, Glieder;/ Brüder./ G sie rein,/ 3. Eins, Christen/ Lüsten./ denken nig 4. Und Mach alle Wissenscha zu wagen 5. Entft Frieden./ 11* Kirche Hortsꝛ/ ie mögen in er sie alten fest nger ist,/ ie Selig⸗ in Drohn vird uns Gebot,/ was will rt, + 1769. Jesu, dem eraphinen. ir in der men/ des Wort der em herrn reinem Wunder⸗ mit dem eist:/ nur istus und Christus, ien,/ sein gewinnt,/ dohn und eßen das, bel/ Gott lus:/ hier Kirche 161 5. Der Vater liebt und trägt die KRinder/ und schenkt den Geist, der Abba schreit;/ des Sohnes Treue schmückt die Sünder/ mit ewiger Gerechtigkeit;/ der heilge Geist tritt mit dem Gle/ des Friedens und der Freude zu;/ die herzen schmecken Gottes Ruh,/ die Kraft durchoͤringet Leib und Seele. 6. Die Kinder, so ein Brot gegessen,/ die stehen auch für einen Mannj/ macht sich der§eind an eins vermessen,/ sobald greift er sie alle an./ Sie fallen betend Gott zu Füßen/ und siegen in des herren Rraftj/ sie wollen von der Brüderschaft/ auch das geringste Glied nicht missen. 7. Sie wallen mit verbunonen herzen/ durchs Tränental ins vaterland,/ versüßen sich die bittern Schmerzen// einz reicht dem andern seine Hand j/ sie wollen sich mit dreuden dienen,/ mit Herz und Ruge, hand und Fuß/ bis zu dem völligen Genuß/ des großen Guts:„Och, ich in ihnen“. goh. Ronrad Ludwig Allendorf, 4 1775. (mel. Nr. 148. 161¹ 1. Herr, deine Kirche danket dir;/ noch wohnt dein Wort im Lande;/ von deiner Gnade haben wir/ noch deinen Geist zum pfande./ Rommt sie in Gefahr/ durch der Feinde Schar,/ dann, o qesu Christ,/ besiege Macht und List/ und herrsch in jedem Lande. 2. Sei, Herr, mit uns! Verlaß uns nie,/ uns, deines Leibes Glieder;/ hilf deiner Kirch und schütze sie,„denn wir sind deine Brüder./ Sie, die dir vertraut,/ hast du selbst erbaut/ ach, erhalt sie rein,/ und die den Bund entweihn,/ die heilige dir wieder. 3. Eins, Herr, ists, was den Frommen kränkt,/ daß unter deinen Christen/ noch mancher deiner nicht gedenkt,/ beherrscht von seinen Lüsten./ Vieler Glaub ist schwach,/ kalt die Lieb und ach,/ sie be⸗ denken nicht,/ es wartet ein Gericht/ auf träge, sichre Christen. 4. Und du, o Jesu, bist so treul/ Ach, daß wir frömmer wärenl/ Mach alle Herzen rein und neu// laß alle sich bekehren./ Gib uns Wwissenschaft,/ Glaube, Lieb und Rraft,/ gib Entschluß und Mut,/ zu wagen Ehr und Blut/ zum Preise deiner Lehren. 5. Entferne zwietracht, Krieg und Mord,/ erhalt uns Ruh und Frieden. /Laß uns, gestärket durch dein Wort,/ im Guten nie er⸗ 11* 16⁵ 16² Kirche müden./ Mache leicht, was oͤrückt,/ gib uns, was beglückt./ Nach der Prüfungszeit/ ruf uns zur Seligkeit,/ zu deines himmels Freuden. 6. Herr, deine Kirche streitet noch:/ hilf deiner Rirche siegen!/ Wie schwer ihr Kampf ist, müsse doch/ kein Kämpfer unterliegen./ Hör ihr kinoͤlich Flehn,/ eil, ihr beizustehn,/ daß sie stanoͤhaft sei,/ stets deiner Wahrheit treu,/ hilf beiner Kirche siegen! Nach Borchward, 4 1776, und Zoh. Anoͤreas Cramer, 4 1788. Mel. Es ist das Heil (Vorreformatorisch.) uns—ů—— her. Wittenberg 1525. EEEE 1. Die Fein⸗de dei⸗nes Kreuzes oͤrohn,/ dein Reich, 9r; a⸗ Hr Got⸗tes Sohn,/ kannst ih⸗rem —.— zu zer ⸗stö ⸗ ren;/ du Trot⸗-ze weh⸗ren./ dein Thron be⸗ste⸗ het e⸗ wig⸗ D ———.— in.——0.———.—— é ——— ‚. lich;/ ver⸗geb⸗ lich wird sich wi⸗der dich/ die Macht der — Ss ö —————— höl⸗le ũ sten. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt,/ kein Werk von Menschen⸗ kindern;/ oͤrum konnt auch keine Macht oͤer Welt,/ Herr, deinen Fortgang hindern./ Dein Erbe bleibt dir immerdar/ und wird selbst durch der Feinde Schar/ zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Du wollest deine herrschaft noch/ auf Erden weit verbreiten/ und unter deinem sanften Joch/ zum Heil oͤie Völker leiten./ Vom Aufgang bis zum Niedergang/ bring' alle Welt dir Preis und Dank/ und glaub' an deinen Namen! 1⁴ Kirche 4. Auch de pören,/ laß kehren./ Lehr im Vertraun 5. Uns, dei den,/ daß wi Mach unsers“ bewahr uns 6. Dein Ge so wird dein du erscheines Menschenkin 7. Voll Zi und freun oͤt Dann werdet lohn,/ dein Mel. Nr. 15 1. Bis hit der sich, ein möget wüte behüten,/ e 2. Wir st unserm Gla in oͤem Gla Schanze,/ 3. Wer v als er nach an ihm han mit Christe 4. Unglä zusammem beschützt, d gebaut. 5. Und Kirche ohn orinnen/ darauf sei Kirche t. /Nach himmels siegenl/ eliegen./ aft sei,/ er, 4 1788. natorisch.) berg 15235. ich, Herr, ih ⸗rem nenschen⸗ r, deinen und wird jehren. rbreiten/ en./ Vom reis und Kirche 16⁵ 4. Auch deine deinde, die dich schmähn,/ die frevelnd sich em⸗ pören,/ laß deiner Gnade Wunder sehn,/ daß sie sich noch be⸗ kehren./ Lehr sie mit uns gen Himmel schaun/ und unerschüttert im Vertraun/ auf deine zukunft warten. 5. Uns, deine Gläubgen, wollest du/ fest in der Wahrheit grün⸗ den,/ daß wir für unsre Seelen Ruh/ in deiner Gnade finden./ Mach unsers Glaubens uns gewiß j/ vor Jrrtum und vor dinsternis/ bewahr uns bis ans Ende. 6. dein Geist führ uns auf ebner Bahn/ und heilge unsern Willen,/ so wird dein Volk dir untertan,/ gern dein Gesetz erfüllen, bis du erscheinest zum Gericht/ und dann vor deinem Angesicht/ die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich,/ Herr, alle deine Frommen/ und freun des großen Tages sich,/ da du wirst wiederkommen./ Dann werden wir, o Menschensohn,/ den uns verheißnen Gnaden⸗ lohn,/ dein himmelreich, ererben. Balthasar Münter, 4 1793. Mel. Nr. 155. valet will ich dir geben. 1. Bis hierher und nicht weiterl/ Noch lebt der starke Held,/ der sich, ein rechter Streiter,/ für seine Kirche stellt./ Ihr Feinde möget wüten,/ euch schon des Sieges freun;/ uns wird der Herr behüten,/ euch auseinanderstreun. ö 2. Wir stehn auf festem Grunde,/ wir haben Jesum Christ,/ der unserm Glaubensbunde/ ein dels und Eckstein ist./ Wir wandeln in dem Glanze,/ der von dem herrn ausgeht, /und er ist unsre Schanze,/ wenn unser Feind aufsteht. 3. Wer will von ihm uns scheiden,/ der blutend uns erwarb,/ als er nach schwerem Leiden/ den Cod am Rreuze starbꝰ/ Wir bleiben an ihm hangen/ in Not und Traurigkeit,/ gebunden und gefangen,/ mit Christenfreudigkeit. 4. Ungläubge, ihr mögt spotten,/ erfinden bösen Rat/ und euch zusammenrotten/ zu jeder reveltat:/ er, Christus, ganz alleine/ beschützt, die ihm vertraut,/ die heilige Gemeine,/ auf ihn, den dels, gebaut. ö 5. Und wenn auch Berge weichen/ und hügel sinken ein, die Kirche ohnegleichen/ wird wohl bewahret sein./ Er wohnet bei ihr drinnen/ und hütet früh und spät;/ hell glänzen ihre Zinnen,/ darauf sein Zeichen steht. christ. August Bähr/ 4 1846. 16⁵ 164⁴ Kirche mel. Wachet auf ruft uns die Stimme. 1 64 V Frankfurt a. M. 1599. DDD rr—— Got⸗tes Stadt steht fest ge⸗grün⸗oet/ auf heil⸗gen Ber⸗gen; [Den⸗noch steht sie und wird ste⸗ hen,/ man wird an ihe mit —8——.—— N RFIJIJrFI=—..—..— r es ver⸗bün⸗det/ sich wi-der sie die gan⸗ze Weit. Stau⸗nen se⸗ hen,/ wer hier die hut und Wa⸗che hält. X 1 2 ö 2 EEEEEEEEEE—— Der hü⸗ter Is ⸗ ra⸗ els/ ist ih- res hei⸗les Fels./ 1— 6+:.—5 . 4 ꝗ Hal⸗ le⸗ lu⸗ jal/ Lob⸗singt und sprecht:/ Wohl dem Geschlecht,/ 1 1 +. —.— AAAtꝰ 2 272 D— das in ihr hat das Bür⸗-ger⸗recht. 2. Zions Tore liebt vor allen/ der herr mit gnäögem Wohl- gefallen,/ macht ihre Riegel stark und fest,/ segnet, die darinnen wohnen,/ weiß überschwenglich oem zu lohnen,/ der ihn nur tun und walten läßt./ Wie groß ist seine Huloͤ,/ wie trägt er mit Ge⸗ duld/ all die Seinen!/ O Gottes Staoͤt,/ oͤu reiche Staoͤt,/ die solchen heren und König hat. 3. Große, heilge Dinge werden/ in dir gepredigt, wie auf Erden/ sonst unter keinem Volk man hört./ Gottes Wort ist deine Wahr⸗ heit,/ ͤͤu hast oen Geist und hast dͤie Klarheit,/ die alle Finsternis zerstört./ Da hört man fort und fort/ das teuerwerte Wort/ ewger Gnade./ Wie lieblich tönt,/ was hier versöhnt/ und dort mit ewgem Leben krönt. 16⁰ 1 Iũ 1 I Kirchweihe 4. Auch dit den kommen saßen,/ wird Welt gescheh thron?“/ wi breit/ erschei 5. Darum sagen:/ Wie man schauer weitern wir schier hin /f und Israel 6. Gottes werden,/ di Reigen,/ wi brunnen sir stillt./ Hallt Einer, Zior Mel. Nr. 1 1. Ach, hier, hier hier erscha 2. Heil men,/ und Deren her 3. O we der Herr hätten wi 4. O w Laß uns einen Se 5. Blei Worte,/ Laß die Kirche m. 1599. n Wohl- darinnen nnur tun mit Ge⸗ adt,/ die if Erden/ ne Wahr⸗ zinsternis rt/ ewger nitewgem Kirchweihe 16⁵ 4. Auch die nichts davon vernommen,/ die fernsten völker wer⸗ den kommen/ und in die Tore Zions gehn./ denen, die im dinstern saßen,/ wird auch der Herr noch preügen lassen,/ was einst für alle Welt geschehn./„Wo ist der Gottessohn?/ Wo ist sein Gnaden⸗ thron?“/ wird man fragen./ Dann kommt die Zeit,/ wo weit und breit/ erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Rlagen!/ Man wird noch einst zu Zion sagen:/ Wie mehrt sich deiner Bürger Zahll/ voll Erstaunens wird man schauen,/ wie Gott sein Zion mächtig bauen/ und herrlich weitern wird einmal./ Erhebet Hherz und Sinnl/ Es ist die Nacht schier hin/ für die heiden;/ es kommt ihr Tag,/ sie werden wach,/ und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stadt, du wirst auf Erden/ die Mutter aller Völker werden,/ die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie im Reigen,/ wird einst von dir zum Himmel steigen!/ Die Lebens⸗ brunnen sind in dir./ In dir das Wasser quillt, das alles Dürsten stillt./ halleluja!/ Von Sünd und Tod,/ von aller Not/ erlöst nur Einer, Zions Gott. philipp Spitta, T 185. Kirchweihe Mel. Ar. 172. 165 1. Ach, wie heilig ist der Ort!/ Ach, hier, hier ist des Himmels Pfort/ hier erhöret Gott Gebeteʒ/ hier erschallt sein teures Wort;/ o wie heilig ist der Ort! 2. heil war in des Zöllners Haus,/ weil er Christum aufgenom⸗ men,/ und hier rufet Jesus aus:/„Selig sind, die zu mir kommen!e/ deren Herzen nimmt er ein,/ daß sie seine Tempel sein. z. O welch heil ist bis hierher/ diesem hause widerfahren Wenn der herr nicht bei uns wär,/ der sich uns will offenbaren,/ woher hätten wir den Geist,/ der den Weg zum himmel weist? 4. O wie lieblich, o wie schön/ sind des herren Gottesdienstel/ Laß uns froh zu ihnen gehnj/ hier erlangt man zum Gewinste/ einen Schatz, der ewig währt,/ den kein Rost noch Raub verzehrt. 5. Bleibe bei uns, liebster Gast;/ speis uns gnädig mit dem Worte,/ das du uns gegeben hast, Zesu, stets an diesem Ortel/ Laß die Kirche feste stehn,/ bis die Welt wird untergehn! Bensamin Schmolck, + 1757. 167 Meinen Jesum laß ich nicht. wie selig ist die Stãättel/ 166 16⁷7 Kirchweihe Mission Mel. Nr. 259. 166 der Mergenitern. 1. Gott Vater, aller Dinge Grund, gib deinen Vaternamen kund/ an diesem heilgen Orte./ Wie lieblich ist oie Stätte hierl/ Die herzen wallen auf zu dir;/ hier ist des himmels Pforte./ Wohne,/ throne/ hier bei Sündern/ als bei Kindern,/ voller Klarheit,/ heilge uns in deiner Wahrheit! 2. Sohn Gottes, Herr der herrlichkeit,/ dies Gotteshaus ist dir geweiht,/ o laß dirs wohlgefallen!/ Hier schalle dein lebenoͤig Wort,/ dein Segen walte fort und fort/ in diesen Friedenshallen./ Einheit,/ Reinheit/ gib den herzen;/ Angst und Schmerzen/ tilg in Snaden,/ heil uns ganz vom Sündenschaden. 3. Gott, heilger Geist, du wertes Licht,/ weno her dein göttlich Angesicht,/ daß wir erleuchtet weroen./ Geuß über uns und dieses haus/ oͤich mit allmächtgen Flammen aus;/ mach himmlisch uns auf Erden./ Lehrer,/ hörer,/ Kinder, Väter!/ Früher, später/ gehts zum Sterben;/ hilf uns, Jesu Reich ererben. 4. Dreieinger Gott, Lob, dank und Preis/ sei dir von allen gleicher⸗ weis/ für dies odein haus gesungen!/ Du hasts geschenkt und auf⸗ erbaut,/ dir ists geheiligt und vertraut/ mit herzen, Händen, Zungen./ Ach, hier/ sind wir/ noch in hütten;/ Herr, wir bitten:/ stell uns oͤroben/ in den Tempel, dich zu loben. Albert KRnapp, 4 1854. Ausbreitung dͤer Kirche(Missionslieͤer) (Auch Lied Nr. 130) 167 Straßburg 1525. SSSII EEE Es wol⸗le Gott uns gnä⸗dig sein/ und sei⸗ nen Se⸗gen sein Nnt⸗litz uns mit hel⸗lem Schein/ erleucht zum ew⸗gen Stärk/ Gott be 2. So d alle Welt, auf Erden die Hut ur zu wallen. 3. Es d Ddas Land raten./ U Geist,/ de Nun spree Mel. Dir, 0. will ich sing ission Mission . EE namen rn was ihm lieb auf Er⸗den,/ und Je⸗sus Christus Heil und 4 „voller—————————— nae. SS U— ist dir* Wort,/ Stärk/ be⸗ kannt den hei⸗den wer⸗den/ und sie zu nheit/—— laden,/———— DDR— göttlich Gott be⸗ keh ⸗ren! àdieses 2. So danken dir und loben dich,/ o Gott, die völker alle,/ und sch uns alle Welt, die freue sich/ und sing mit großem Schalle,/ daß du / gehts auf Erden Richter bist/ und läßt die Süno nicht walten;/ dein Wort die hut und Weide ist,/ die alles Volk erhalten,/ in rechter Bahn leicher⸗ zu wallen. no auf⸗ 3. Es danke, Gott, und lobe dich/ das Volk in guten Taten./ änden, das Land bringt§rucht und bessert sich,/ dein Wort ist wohl ge⸗ itten:/ raten./ Uns segne Vater und der Sohn,/ uns segne Gott der heilge Geist,/ dem alle Welt die Ehre tu,/ vor ihm sich fürchte allermeist./ 4 854. Kun sprecht von Herzen: Amenl martin Luther, 4 1546. dir, dir,; N. Freyli iü 168„ rg 1525. ö — WN„ach auf, du Geist der Se⸗gen* XV + die Tag und Nüch te — V iurer,—. —.—. 4 N— 8 er⸗sten Zeu ⸗gen,/ der Wäch⸗ter, 5— nim⸗mer schwei⸗gen,/ und die ge⸗ un 30„Die kleinen Noten gelten für die 3. Strophe. 16 168 Kirche S.. die auf Zi⸗ ons Mau⸗ern stehn, trost dem Feind ent⸗ge⸗gen⸗gehn, ⸗ een Eihan Lie D E.—*— 1.——— —..—— 2 TZDZE—— ö&— ů 1 V— 1 gan⸗ ze Welt durch⸗-oͤringt/ und al ⸗-ler Völ⸗= ker 1 I Scha⸗ren zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte!/ O möcht es doch in alle Lanöe gehn!/ Gib zu der Ernte doch die händel/ Gib Knechte, die in treuer Arbeit stehn/ O Herr der Ernte, siehe doch oͤarein:/ die Ernt ist groß, die Zahl oͤer Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten/ uns diese Bitte in den Mund gelegt./ O siehe, wie an allen Orten/ sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt,/ dich herzinbrünstig ͤarum anzuflehn;/ örum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort doch großen Scharen, /die in der Kraft Evangelisten sein;/ laß eilend hilf uns widerfahren/ und brich in Satans Reich und Macht hinein./ O breite, herr, auf weitem Eroen⸗ kreis/ dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach, daß die Hilf aus Zion kämel/ O oͤaß dein Geist, so wie dein Wort verspricht,/ dein Volk aus dem Gefängnis nähmel/ O wüird es doch nur bald vor Abend licht!l/ Nch, reiß, o Herr, den himmel bald entzwei/ und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 6. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufen!/ Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein./ ch, führe balò daͤ urch mit haufen/ der Heiden düll zu allen Toren ein! /Ja, wecke doch auch Israel bald auf,/ und also segne deines Wortes Laufl 7. O bessre Zions wüste Stege,/ und was dein Wort im Laufe hindern kann,/ das räume bald aus jedem Wegez/ vertilg, o Herr, den falchen Glaubenswahn,/ und mach uns bald von jedem Miet⸗ ling frei,/ daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 17⁰ I IELXE i Il. — Mission 8. Laß j Geistes sein Zugend sell vor dem R Mel. O dure aller Bande. 5 lo Saaten; Lebensst 3. Se por!/ W hervor! licht,/ u Mel. Nun der Heide 2 Mission 169 170 8. Laß jede hoh' und niedre Schule/ die Werkstatt deines guten Geistes sein,/ ja, sitze du nur auf dem Stuhle/ und präge dich der gugend selber ein,/ daß treue Lehrer wir und Beter sehn,/ die kräftig vor dem Riß der Kirche stehn. Karl Heinrich v. Bogatzky, T 1774. Mel. O durchbrecher 1 69 herrnhaag 1740. aller Bande. —.———— va⸗ter, dei⸗ nes Gei⸗stes We-hen/ durch die gan ⸗z²e Vläßt uns schon von fer⸗ne se⸗ hen/ dei⸗ nes Rei⸗ches .... durch die gan⸗ze wei⸗ EEEE sen⸗ det/ auf dbas gro⸗ ße A⸗cker⸗ feld. 2. Dieser Samen wird bald blühen/ allenthalben hoch und hehr;/ denn Evangelisten ziehen/ über Inseln, Land und Meer,/ um die Saaten zu begießenʒ/ Geist der Pfingsten, komm herab j/ laß uns Lebensströme fließen/ bis zum Grabe tief hinab. z. Sei gegrüßt, du ewger Morgen!/ Steige, Sonne, bald em⸗ por!/ Weicht nun, all ihr bangen Sorgen,/ Tagverkünder, tritt hervorl/ Seht, der Berge Spitzen glühen/ schon im ewgen Morgen⸗ licht,/ und die Frühlingsblumen blühen:/ Brüder alle, sorget nicht! Joh. Heinrich zung⸗Stilling 1+ 1877. (15. gahrhundert) mel. Nun komm, der heiden heiland. 1 70 Erfurt 1594. — 2....— ——— 1. Wal⸗te, wa l⸗te nah und fern// all ⸗ ge⸗wal⸗ tig 17¹ 171172 ö 1 ö—— — ö 5)&5..——.— Wort des herrn,/ wo nur sei⸗ner All⸗macht Ruf/ Menschen —— E l flir den Him⸗mel schuf. 2. Wort vom vater, der die Welt/ schuf und in den Armen hält/ und aus seinem Schoß herab/ seinen Sohn zum heil uns gab! 3. Wort von des Erlösers huld,/ der der Erde schwere Schulo/ durch des heilgen Todes Tat/ ewig weggenommen hat! 4. Kräftig Wort von Gottes Geist,/ der den Weg zum himmel weist/ und durch seine heilge Kraft/ Wollen und Vollbringen schafft! 5. Wort des Lebens, stark unoͤ rein,/ alle völker harren dein./ Walte fort, bis aus der Nacht /alle Welt zum Tag erwacht. 6. Auf, zur Ernt in alle Weltl/ Weithin wogt das weiße Felö;/ klein ist noch der Schnitter Zahl,/ viel der Garben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut,/ weck zum Werke Lust und Mut;/ laß die Völker allzumal/ schauen deines Lichtes Strahl! Zonath. Frieorich Bahnmaier, 4 1841. Mel. Nr. 79. 1 71 Lasset uns den Herren preisen. 1. Komm, o hHerr, komm balo, oͤu Treuer!/ Gib, ach, gib dich allen kund/ und entzünd dein heilges Feuer/ auf dem ganzen Eroͤenrund. Großes hast du schon begonnen,/ Großes willst du ferner tun;/ deine Liebe kann nicht ruhn,/ bis oͤie ganze Welt gewonnen//bis ein jedes Herz besiegt,/ Herr, zu deinen Füßen liegt. Karl August döring, 4 1844. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 40 1 72 Zohann Uhlich, 1674. —223— ö 2——— ——.— ö 2—.— — ö ů Ei⸗ne her⸗de und ein hirt!/ Wie wird dann dir wenn sein Tag er⸗schei⸗nen wird! Freue dich, du Mission —— sein, o klei⸗ ne 2. Hüter Weiden,/ den heide verspricht. 3. Kom werdel/ 5 herdel/ K 4. Sieh und der e ihn umler 5. Grä dem Bu Jesus ruf 6. O und auf Wonnel versprich Mel. Nr 1. De dich als bezwun ein ha 2. N alle Võ Norden deinem Mission ö EEEE sein, o Er⸗ de, 355 klei⸗ne Hher ⸗ del Mach dich auf und wer de Licht l/ SSS ge⸗sus hält, was er ver⸗spricht. 2. hüter, ist der Tag noch fern?/ Schon ergrünt es auf den Weiden,/ und die herrlichkeit des herrn/ nahet dämmernd sich den heiden j/ blinde Pilger flehn um Licht:/ Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, du treuer Hirt,/ daß die Kacht zum Tage werdel/ Ach, wie manches Schäflein irrt/ fern von dir und deiner herde!/ Kleine herde, zage nichtl/ Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der nebel flieht/ vor des Morgenrotes helle,/ und der Sohn der Wüste kniet/ dürstend an der Lebensquelle;/ ihn umleuchtet Morgenlicht;/ Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan /rauscht, verdorrete Gebeinel/ Macht dem Bundesengel Bahn!/ Großer Tag des herrn, erscheinel/ gesus ruft: Es werde Licht!/ Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der gerrlichkeit!/ Jesus Christus, du die Sonne,/ und auf Erden weit und breit/ Licht und Wahrheit, Fried und Wonne!/ Mach dich auf; es werde Licht!/ Jesus hält, was er verspricht. 5rledr. Röolf Krummacher, 18⁴5. 1 73 valet will ich oͤir geben. eil der Welt/ und der du den dᷣeind sre Zungen/ Mel. Är. 155. 1. Der du in Todesnächten/ erkämpft das 5 dich als den Gerechten/ zum Bürgen dargestellt, bezwungen,/ den himmel aufgetan,/ dir stimmen un ein Halleluja an! 2. Im himmel und auf Erden/ ist alle Macht nun dein,/ bis alle Völker werden/ zu deinen Füßen sein,/ bis die von Süd und Norden,/ bis die von Ost und West/ sind deine Gäste worden/ bei deinem Hochzeitsfest. 17⁵ 174 Kirche 3. Noch werden sie geladen,/ noch gehn die Boten aus,/ um mit dem Ruf der Gnaden/ zu füllen oͤir dein haus./ Es ist kein Preis zu teuer,/ es ist kein Weg zu schwer, zu streun dein Lebensfeuer/ ins weite Völkermeer. 4. So ziehen deine Flammen/ wie Sonnen um die Welt;/ Ge⸗ trenntes fließt zusammen,/ das Dunkle wird erhellt,/ und wo dein Name schallet,/ du König Jesu Christ,/ ein selig häuflein wallet/ dahin, wo Frieden ist. 5. O sammle deine Herden/ dir aus oer Vvölker Zahl,/ daß viele selig werden/ und ziehn zum Abenoͤmahl!/ Schleuß auf die hohen Pforten!/ Es strömt dein Volk heran./ Wo's noch nicht Tag ge⸗ worden,/ da zünd ein Feuer an! Christian Gottlob Barth, 4 1862. Mel. Gott oͤes 1 74 Hhimmels und der Erden. Heinrich Albert, 1642. H—5— FE ö Licht, das in die Welt ge⸗kom⸗men, Sonne vol ⸗ ler Morgenstern, aus Gott ent⸗glommen,/ treib hin⸗weg die ————————— e e der. EE 1 Glanz und Pracht, al ⸗ te NVacht. 1 —..— ö 1 E. E bald die gan⸗ ze Welt hin⸗ein. 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget,/ einen recht gepriesnen Lauf,/ daß noch manches Knie sich beuget,/ sich noch manches Herz tut auf,/ eh die Zeit erfüllet ist,/ wo oͤu richtest, Jesu Christ. 3. Heile die zerbrochnen Herzen,/ baue dir Jerusalem/ und ver⸗ binoe unsre Schmerzen,/ denn so ist dirs angenehm./ Herr, tu auf des Wortes Tür,/ rufe allen:„Kommt zu mir!“ 4. Es sei keine Sprach noch Rede,/ da man nicht oͤie Stimme hört,/ und kein Land so fern und öoe,/ wo nicht dein Gesetz sie lehrt. /Laß den hellen Freudenschall/ siegreich ausgehn überall! 17⁴ Zeuch in dei⸗ nen Wun⸗der-schein/ Mission 5. Geh, d pfad;/ strah hat./ O erle 6. Komm klar,/ daß bewahr;/ j Mel. Wachet uns die Stin [Ei⸗r +. Uns⸗ Tod ge Mann der snen Herz ver⸗ u auf imme etz sie erall! 175 Mission aus der Kammer, laufe deinen helden⸗ pfad;/ strahle Tröstung in den Jammer,/ der die Welt umdunkelt hat./ O erleuchte, ewges Wort,/ Ost und West und Süd und Nord. 6. Komm, erquick auch unsre Seelen/ mach die Augen hell und klar,/ daß wir dich zum Lohn erwählen;/ vor den Stolzen uns bewahrj/ ja, laß deinen himmelsschein/ unsres dußes Leuchte sein! Ewald Rudolf Stier, + 1802. 5. Geh, du Bräutgam, mel. Wachet auf, vuft uns die Stimme. 1 7⁵ Frankfurt a. M. 1559. ———— Ei⸗ner ists, an dem wir han⸗gen,/ der für uns in den uns⸗re Lei⸗ber, uns⸗ re her⸗zen/ ge⸗ hö⸗ ren dir/ o 11 2 Tod ge⸗ gan⸗ gen/ und Mann der Schmerzen;/ in dei⸗ner Lie ⸗be ruht sichs gut. Nimm uns zum Ei⸗gen⸗tum,/ be⸗ rei ⸗te dir zum Ruhm/ S nicht/ das Gna⸗den⸗licht/ von dei⸗nem heil⸗gen An ⸗ge ⸗ichtl 2. Nicht wir haben dich erwählet,/ du selbst hast unsre Zahl gezählet/ nach deinem ewgen Gnadenrat./ Unsre Kraft ist schwach und nichtig// und keiner ist zum Werke tüchtig// der nicht von dir die Stärke hat./ Drum brich den eignen Sinn,/ denn Demu Gewinn/ für den himmel./ Wer in sich schwach// folgt, herr, dir nach/ und trägt mit Ehren deine Schmach. t ist 176 Kirche 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig!/ Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig,/ oͤrum sende treue Jeugen aus;/ send auch uns hinaus in Gnaden,/ viel frohe Gäste einzuladen/ zum Mahl in deines Vaters Haus./ Wohl dem, den deine Wahl/ beruft zum Abenoͤmahl/ im Reich Gottes./ Da ruht der Streit,/ da währt dͤie Freud/ heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen,/ die noch im Todesschatten wohnen,/ von deinem Himmelreiche fern!/ Seit Jahrtausenden ist ihnen/ kein Evangelium erschienen,/ kein gnadenreicher Morgen⸗ stern./ Glanz der Gerechtigkeit,/ geh auf, denn es ist Zeit!/ Komm, Herr Jesu,/ zeuch uns voran/ und mach uns Bahn;/ gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden,/ die uns ein ewges heil er⸗ funden,/ dein treues Herz, das für uns fleht,/ wollen wir den Seelen preisen/ und auf dein Kreuz solange weisen,/ bis es durch ihre herzen geht./ Denn kräftig ist dein Wort;/ es richtet und durchbohrt/ Geist und Seele;/ dein Joch ist süß,/ dein Geist ge⸗ wiß,/ und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten Dinge/ beginnest du still undò geringez/ was sind wir Armen, Herr, vor dir? /Aber du wirst für uns streiten/ und uns mit deinen Augen leiten;/ auf oeine KRraft ver⸗ trauen wir./ Dein Senfkorn, arm und klein,/ wächst enoͤlich ohne Schein/ doch zum Baume,/ weil du, Herr Christ,/ sein hüter bist,/ dem es von Gott vertrauet ist. Albert Rnapp, 4 1854. Valet will ich Mel. Nr. 155. 176 oi geben. 1. Der oͤu zum heil erschienen/ der allerärmsten Welt/ und von den Cherubinen/ zu Sündern dich gesellt,/ den sie mit frechem Stolze/ verhöhnt für seine huld,/ als du am Marterholze/ ver⸗ söhntest ihre Schuld: 2. Damit wir Kinder würden,/ gingst du vom Vater aus,/ nahmst auf dich unsre Bürden/ und bautest uns ein haus./ Von Westen und von Süden,/ von Morgen ohne Zahl/ sind Gäste nun be⸗ schieden/ zu deinem Abenomahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide,/ von allen Flecken rein,/ führst du zu deiner Freude/ die völkerscharen ein,/ und welchen nichts 17⁰ Wort Ge verkündigt, dir Preis 1 4. Drum dieser Kreit Leben/ die gesicht gestt 5. Und f der Nacht 1 gegraben/ der dir von 6. So spt daß auf de Greueln fri söhnet/ zu 7. Wir rv dein Wort viele sind ze versprochen Mel. Wie na einer Wasser rche itter us in aters im heut, atten en ist gen⸗ pmm, deine il er⸗ den durch und st ge⸗ ngej/ uns ft ver⸗ ohne bist// + 1854. will ich geben. övon echem ver⸗ ahmst Vesten n be- führst nichts Wort Gottes 177 verkündigt,/ kein heil verheißen war,/ die bringen nun entsündigt/ dir Preis und Ehre dar. 4. Drum kann nicht Ruhe werden,/ bis deine Liebe siegt,/ bis dieser Kreis der Erden/ zu oeinen Füßen liegt,/ bis du im neuen Leben/ die ausgesöhnte Welt/ dem, der sie oͤir gegeben,/ vors An⸗ gesicht gestellt. 5. Und siehe, tausend Fürsten/ mit Völkern ohne Licht/ stehn in der Nacht und dürsten/ nach deinem Angesicht./ Auch sie hast du gegraben/ in oꝛinen Priesterschilo,/ am Brunnquell sie zu laben,/ der dir vom Herzen quillt. 6. So sprich doein göttlichj„Werdel“ /Laß deinen Odem wehn,/ daß auf der finstern Erde/ die Toten auferstehn,/ daß, wo man Greueln frönet/ und vor den Götzen kniet,/ ein willig Volk ver⸗ söhnet/ zu deinem Tempel zieht. 7. Wir rufen, du willst hören;/ wir fassen, was du sprichst./ dein Wort muß sich bewähren,/ womit oͤu Fesseln brichst./ Wie viele sind zerbrochenl/ Wie viele sinoͤs noch nicht!/ O du, ders uns versprochen,/ wero' aller heiden Licht! Albert Rnapp, 4 1864. Gnaoͤenmittel/ Wort Gottes Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 1 77 Französischer Psalter, 1551. E+ ö—— ö—— ö 1 DSDDDDRPRI △— 1 Re⸗de, lieb⸗ster Je⸗su, re⸗ de; denn dein Kind gibt Stär⸗ke mich, denn ich bin hlö ⸗de,/ daß ich mei⸗nes ——— ‚‚‚I. acht dar⸗auf. ö Le-bens Lauf oir zu Eh⸗ren set⸗ze fort./ Ach, laß 5 SSISII‚IIPITIIIIII....... — ꝑ FRRRIRRRRRIIeeeeeeeee.... stets dein hei⸗lig Wort/ in mein her⸗ ze sein ver⸗schlos⸗sen,/ 12 17⁷ 178 Wort Gottes — 2 — E— EEE dir zu fol⸗gen un⸗ ver⸗dros⸗ sen. 2. Ach, wer wollte dich nicht hören,/ oͤich, du liebster Menschen⸗ freunoͤl/ Sind doch deine Wort und Lehren/ alle herzlich wohl⸗ gemeint./ Sie vertreiben alles Leid;/ aller Freuden Süßigkeit/ muß vor deinen Worten weichen,/ nichts ist ihnen zu vergleichen. 3. Deine Worte sind mein Stecken,/ dessen ich mich trösten kann,/ will oͤer Feind zurück mich schrecken/ von der schmalen Lebens⸗ bahnj/ ja, sie führen ohne Qual/ mich selbst durch des Todes Tal,/ schirmen mich auf allen Wegen,/ machen auch das Kreuz zum Segen. ö 4. Jesu, dein Wort soll mich laben,/ oeine trosterfüllte Lehr/ will ich in mein Herze graben;/ ach, nimm sie doch nimmermehr/ von mir weg in dieser Zeit,/ bis ich in der Ewigkeit/ werde kommen zu den Ehren,/ dich, o Jesu, selbst zu hören. 5. Unterdes vernimm mein Flehen,/ liebster Jesu, höre michl/ Laß bei dir mich feste stehen,/ so will ich dich ewiglich/ preisen mit herz, Sinn und Mund;/ ich will dir zu jeder Stund/ Ehr und Ddank in Demut bringen/ und dein hohes Lob besingen. Anna Sophie, Lanoͤgräfin von hessen-Darmstaoͤt, 4 1685. Mel. Unser herrscher unser König. 1 7 8 Bremen 1680. 4—— .— 2* DD 1 Teu⸗res Wort aus Got⸗tes Mun⸗de,/ das mir lau⸗ ter dich al-lein hab ich zum Grun⸗-de/ mei⸗ner Se=lig⸗ 2— e In dir treff ich al⸗ͤles an,/ e erer ren was zu Gott mich füh⸗ren kann. 178 Wort G 2. Will i so kannst d der mir la 3. Geist öffne mir o was für S 4. Gib d bleibt;/ me schreibt,/ y 5. Was i⸗ wird oͤein UV sondern gil 6. Hilf/ ö. was ich hie mein Geist 7. Laß d sein;/ ͤrück ein,/ oͤaß id Mel. Nr. 14 1. Herr, denn ich zie dein Wort Mir ists ni 2. Hallel daß ich mü Laß mich e zugleich zu Mel. Nr. 1 1. Predi großer Ar und Proph deine Sti 12 Wort Gottes 17918⁰ 2. Will ich einen Vorschmack haben/ von des himmels Seligkeit,/ so kannst oͤu mich herrlich laben,/ weil bei oͤir ein Tisch bereit,/ der mir lauter Manna schenkt/ und mit Lebenswasser tränkt. 3. Geist der Gnaden, der im Worte/ mich an Gottes herze legt,/ öffne mir des himmels Pforte,/ daß mein Geist hier recht erwägt,/ was für Schätze Gottes Hanoͤ/ oͤurch sein Wort ihm zugesanoͤt. 4. Gib dem Samen einen Acker,/ der die Frucht nicht schuldig bleibt;/ mache mir oie Rugen wacker/ und, was hier dein Fᷣinger schreibt,/ präge meinem Herzen ein,/ laß den Zweifel ferne sein. 5. Was ich lese, laß mich merken;/ was du sagest, laß mich tunj/ wird oͤein Wort doen Glauben stärken,/ laß es nicht dabei beruhn,/ sondern gib, daß auch dabei/ ihm das Leben ähnlich sei. 6. Hilf, daß alle meine Wege/ nur nach dieser Richtschnur gehnj/ was ich hier zum Grundͤe lege,/ müsse wie ein Felsen stehn,/ daß mein Geist auch Rat und Tat/ in den größten Nöten hat. 7. Laß dein Wort mir einen Spiegel,/ Jesu, deines Vorbilos sein/ örück darauf dein Gnaͤdensiegel// schließ den Schatz im Herzen ein,/ daß ich fest im Glauben steh,/ bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, + 1737. mel. Nr. 169. 179 8 Gher Ranse 1. Herr, dein Wort, die eoͤle Gabe,/ diesen Schatz erhalte mir/ denn ich zieh es aller habe/ und dem größten Reichtum für./ Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,/ worauf soll der Glaube ruhnꝰ/ Mir ists nicht um tausend Welten,/ aber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amen!/ Herr, oͤu wollest auf mich sehn,/ daß ich mög in deinem Namen/ fest bei deinem Worte stehn!/ Laß mich eifrig sein beflissen,/ dir zu dienen früh und spat,/ und zugleich zu deinen Füßen/ sizen, wie Maria tat. Nikolaus Luoͤwig Graf v. ZFinzendorf, 4 1760. Mel. Nr. 196. 180 Hutehe Secie 1. Prediger der süßen Lehre,/ die ich mit Erstaunen hörez/ großer Arzt der Menschenkinder,/ du Evangelist der Sünder/ und Prophet oes neuen Bundes,/ laß die Worte oeines Mundes,/ deine Stimme an die Herden/ mir zu Geist und Leben werden! 12* 179 18¹ Wort Gottes 2. Herr, dein Wort ist wie ein hammer,/ schlägt und zeigt den Seelenjammerj/ es erquickt mich wie der Regen,/ leuchtet mir auf allen Wegen// stärket meines Geistes Kräfte,// gibt mir neue Lebens⸗ säfte,/ ist ein Stab für matte Glieder/ und ein Schwert dem deind zuwider. z. Diesem Worte will ich trauen/ und darauf beständig schauen;/ sonst ist doch kein Licht vorhanden,/ fremde Lehre macht zu schan⸗ denj/ aber dein Gesetz und Gnade/ leiten mich auf rechtem Pfade./ herr, mein Glauben und mein Lieben/ hat oden Grund: Es steht geschrieben. 4. Lehre mich dein Wort betrachten,/ mit Begierde darauf ach⸗ ten j/ lehre michs im Geist verstehen,/ laß es mir zu herzen gehenʒ/ mache, oͤaß ichs fröhlich glaube/ und kein Zweifel mir es raube,/ daß ichs mit Gehorsam ehre/ und sonst keine Stimme höre. 5. Was die Welt bekennt und lehret,/ was mein Herz erdenkt und ehret,/ was der böse Geist erdichtet,/ wird von Gottes Wort gerichtet./ Weg mit euch, ihr falschen Geister!/ Mir ist gnug an Einem Meister./Wißt, daß euch der§ͤluch verzehret,/ wenn ihr selbst auch Engel wäret. 6. Selig, selig sind die Seelen,/ die sich sonst kein Licht erwählen,/ als allein das Wort des Lebens!/ Diese glauben nicht vergebens,/ weil sie Gottes Rat ergründen/ und sein Herz im Worte finden./ O ein unschätzbares Wissen!/ Anore Weisheit kann ich missen. 7. Licht und Rraft unòd Mut und Freude,/ wahrer Trost im tiefsten Leide,/ Schutz vor allerlei Gefahren/ und ein ewiges Bewahren:/ das sind dieses Wortes drüchte./ Alles andre wird zunichtej/ alles anoͤre muß vergehenj/ Gottes Wort bleibt ewig stehen. Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1761. Mel. Är. 215. 181 Nch Gott und herr. 1. Gott ist mein Hort,/ und auf sein Wort/ soll meine Seele trauenj/ ich wanole hier,/ mein Gott, vor dir/ im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr;/ laß immerdar/ mich seine Kräfte schmecken. /Laß keinen Spott,/ o Herr, mein Gott,/ mich von dem Glauben schrecken. 18⁰ Wort 3. W· heit leh ehrte. 4. De ben;/ z 5. De den ken erschien 6. Nu verzage Abba sa 7. Mi schäfte./ die Krä 8. He geben./ Leben! Mel. Wa das ist w — 3 XV —— dürft⸗ bal⸗sa 2. Do splitter durchsc Macht Bottes eigt den mir auf Lebens⸗ i deind hauenꝛ/ zu schan⸗ Pfade./ Es steht rauf ach⸗ gehenz/ raube,/ höre. z erdenkt ttes Wort gnug an wenn ihr rwählen,/ rgebens,/ inden./ O issen. im tiefsten wahren:/ hte;/ alles . dorf, 4 1761. ott und Herr. eine Seele uben, nicht eine Kräfte ch von dem Wort Gottes 182 3. Wo hätt ich Licht,/ wofern mich nicht/ dein Wort die Wahr⸗ heit lehrte?/ Gott, ohne sie/ verständ ich nie, /wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt/ der Seele Wert,/ Unsterblichkeit und Le⸗ benj/ zur Ewigkeit/ ist diese Zeit/ von dir mir lübergeben. 5. den ewgen Rat,/ die Mishetat/ der Sünder zu versühnen// den kennt ich nicht,/ wär dies mein Licht/ nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz/ in Reu und Schmerz/ der Sünden nicht verzagenj/ nein, du verzeihst,/ lehrst meinen Geist/ ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun,/ mich dir zu weihn,/ ist meines Heils Ge⸗ schäste./ durch meine Müh/ vermag ichs nie;/ dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort,/ laß uns dies Wort;/ denn du hast es ge⸗ geben./ Es sei mein Teil,/ es sei mein Heil/ und Kraft zum ewgen Leben! Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Was Gott tut, 1 8 2 das ist wohlgetan. Severus Gastorius, 1681. F————......— SꝗSSSSISS..... ö dein Wort, o herr, ist mil⸗der Tau/ für trost⸗be⸗ laß kei⸗ nem Pflänzchen dei⸗ner Au/ den Him⸗mels⸗ 10 II dürft⸗ ge See⸗len 61—— bals sam feh⸗len. er-quict durch ihn/ laß je⸗des blühn/ und .. in der Zu⸗kunft Ta⸗ gen /dir§Frucht und Sa⸗men tra⸗ gen. 2. Dein Wort ist, herr, ein klammenschwert,/ ein Blitz, der Felsen splittert,/ ein deuer, das im Herzen zehrt/ und Mark und Bein durchschüttert./ O laß dein Wort/ noch fort und fort/ der Sünde Macht zerscheitern/ und alle Herzen läutern! 18¹ 183 Wort Gottes 3. Dein Wort ist uns oder Wunderstern/ für unsre Pilgerreisej/ er führt die Toren hin zum Herrn/ und macht die Einfalt weise./ Dein himmelslicht/ verlösch uns nicht/ und leucht in jede Seele,/ daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht;/ da ward das Wort der Gnade/ mein Labsal, meine Zuversicht,/ die Fackel meiner Pfade./ Sie zeigte mir/ den Weg zu dir/ und leuchtet meinen Schritten/ bis zu den ewgen Hütten. 5. Auf immer gilt dein Segensbund;/ dein Wort ist Ja und Amenj/ nie weich es uns aus herz unòd Mund,/ zu preisen deinen Namen./ Laß immerfort/ dein helles Wort/ in allen Lebenszeiten/ uns trösten, warnen, leiten. 6. O sende bald von Ort zu Ort/ den Durst nach deinen Lehren,/ den hunger aus, dein Lebenswort/ und deinen Geist zu hören,/ und send ein Heer/ von Meer zu Meer,/ der Herzen Durst zu stillen/ und dir dein Reich zu füllen. Bernhard Garve, 4 1841. Mel. Herr Jesu Christ, 1 8 3 dich zu uns wend. 12 ö nn en rnn 22 —..—.—.—.——..—— 1. Nun geh uns auf, du Mor⸗gen⸗stern,/ ödu se⸗lig⸗ machend —— 1———— —.——..——.— ö é nin ne,,——— E—— DD.—...— Görlitz 1648. Wort des herrn,/ oͤu Pfand des Heils, das uns im Sohn/ der d nririrn EDE Va⸗ter gab von sei⸗ nem Thron. 2. Bereitet ist für dich die Bahn,/ die herzen sind dir aufgetan/ wir sehnen uns nach deinem Licht/ und seufzen auf: Versäum uns nichtl 3. Du Wort dͤer Wahrheit, lautrer Quell,/ mach unsre oͤunklen Augen hell,/ daß wir die Wege Gottes sehn,/ nicht in der Wahr⸗ heit irre gehn. 182 Die he 4. Du schmerz, Sünder 5. Du fort und rechtigke 6. Du klär uns Himmel Mel. Ni 1. Lit ses Rini sie zu 2. Ja durch L von dͤir 3. Da tritt mi Bottes rreiseʒ/ weise./ Seele,/ Vort der Pfade./ ten/ bis Ja und ndeinen szeiten/ Lehren,/ en// und stillen⸗ e, 4 1841. örlitz 1648. Die heilige Taufe 184 185 4. Du Wort der Buße, füll das Herz/ uns an mit tiefem Reue⸗ schmerz,/ daß unser dᷣlehn und Seufzen sei:/ Gott steh uns armen Sündern beil 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort,/ o bring uns Botschaft fort und fort/ von ihm, der für uns litt und starb/ unòd uns Ge⸗ rechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Krast,/ daß wir, der Eitelkeit entrafft,/ im gnädig dargebotnen heil/ ergreifen unser ewges Teil. 7. So geh uns auf, du Gottesglanz,/ durchoͤring uns und ver⸗ klär uns ganz,/ du Wort, das noch in Kraft besteht,/ wenn Erd und himmel untergeht. zulius Sturm, + 1890. die Sakramentoe Die heilige Taufe Mel. Nr. 6. 1 8 4 Liebster Jesu, wir sind hier. 1. Liebster Jesu, wir sind hier,/ deinem Worte nachzuleben;/ die⸗ ses Rindlein kommt zu dir,/ weil du den Befehl gegeben,/ daß man sie zu dir hinführe;/ denn das Himmelreich ist ihre. 2. Ja, es schallet allermeist/ dieses Wort zu unsern Ohren:/ Wer durch Wasser und oͤurch Geist/ nicht zuvor ist neugeboren,/ wird von dir nicht aufgenommen/ und in Gottes Reich nicht kommen. ʒ. Darum eilen wir zu dir,/ nimm das Pfand von unsern Armen/⸗ tritt mit deinem Glanz herfür/ und erzeige dein Erbarmen,/ daß dein Kind es hier auf Erden/ und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an,/ Haupt, mach es zu deinem Gliede,/ Himmelsweg, zeig ihm die Bahn,/ Friedefürst, sei du sein Friede,/ Weinstock, hilf/ daß diese Rebe/ auch im Glauben dich um⸗ gebel! 5. Nun, wir legen an dein herz,/ was von herzen ist gegangen;/ flihr die Seufzer himmelwärts/ und erfülle das Verlangen;/ ja, den Namen, den wir geben,/ schreib ins Lebensbuch zum Leben! Bensamin Schmolck, + 1757. Mel. Nr. 6. 185 Riebster Jesu, wir sind hier. 1. Aun gottlobl es ist vollbracht,/ und der Bund mit Gott ge⸗ schlossenj/ was uns rein und selig macht,/ ist auf dieses Kind ge⸗ flossen;/ Jesus hat es eingesegnet/ und mit himmelstau beregnet. 18³3 186 187 Die heilige Taufe 2. O du oͤreimal selig Kind,/ vom Dreieinigen geliebet,/ dem der Vater sich verbinoͤt,/ dem der Sohn das Leben gibet,/ dem der Geist ist eingeflossen/ und der himmel aufgeschlossen! 3. Nun so denk an diesen Bund,/ weil oͤu einen Ooͤem hegest,/ daß auf einen festen Grund/ oͤu stets deinen Glauben legest./ Wer sich läßt auf Jesum taufen,/ muß in Jesu Wegen laufen. 4. Weroͤe fromm und wachse groß,/ weroͤe deiner Eltern Freude,/ und dein jetzt erlangtes Los/ tröste dͤich in allem Leide;/ deine Taufe sei die Türe,/ welche dich zum Himmel führe! Bensamin Schmolck, 4 1737. mel. Nr. 140. 186 PaZengen hntte 1. Barmherziger, laß deiner Gnade/ jetzt dieses Kind empfohlen sein,/ das wir im heilgen Wasserbade/ nach deines Sohns Befehl dir weihn;/ erfülle, was dein Wort verheißt,/ an ihm, Gott Vater, Sohn und Geist. 2. Regiere nun das ganze Leben/ auch dieses Kinoͤes, treuer Gottl/ Dir sei und bleib ich stets ergeben;/ sei du mit ihm in Glück und Not;/ ach, führ es selbst auf rechter Bahn,/ nimm es zuletzt in Ehren an! 3. Laß uns die Wohltat recht ermessen,/ die uns oͤie Taufe zu⸗ gewanoͤt,/ und nie, o herr, den Bund vergessen,/ der uns so fest mit dir verband;/ uns alle stärk zu neuer Treu,/ daß über uns dein Friede seil Schmücke dich, Mel. Nr. 196. 187 o liebe Seele. 1. O oͤu reicher herr der Armen,/ mit welch herzlichem Erbar⸗ men/ bist ou uns zuvorgekommen,/ hast dich unser angenommen!/ Wie kamst odͤu mit allem Segen/ uns erbarmungsvoll entgegen/ schon an deines Reiches Pforte/ durch das Wasserbad im Worte. 2. Sind wir selbst doch unaussprechlich/ kraftlos, hilflos und gebrechlich,/ ja, als Fleisch vom Fleisch geboren,/ sünoͤlich, sterblich und verioren;/ aber reinigend und heilend,/ Geist und Leben uns erteileno,/ schenkest du uns reiche Gnade/ in der Taufe heilgem Baoͤe. 3. Und wir glauben deinem Worte./ Darum bringen wir zur Pforte/ deines teuren Gnadenreiches/ dieses Kino; tu an ihm 18⁴ Konfirn Gleiches! geben,/ Kinder. 4. Sei schenke il es mit oͤt deiner 6 Mel. Nr. 1. Ich heilger E Wort ver Geist be— 2. Du erklärt;/ Heiland, Geist, m 3. Doe zugesagt sein gew Werlen 4. Me feste steh loren ge hab eine 5. Ich zum Op von mei Herr, de 6. Laf heilger dein Wi ich dich Taufe Konfirmation 18⁸ dem der Gleiches!/ Die Verheißung, die zum Leben/ deinem Volke oͤu ge⸗ er Geist geben,/ geht nach deiner huld nicht minder/ über deines Volkes Kinder. egest,/ 4. Sei auch diesem Kinde gnädig,/ mach es aller Sünde leoͤig/ t. Wer schenke ihm die reine Seide/ der Gerechtigkeit zum Kleide;/ salbe es mit deinem Geiste/ und ihm alle Hilfe leiste,/ daß der Segen reude// deiner hände /auf ihm bleibe bis ans Enbe. ůe Taufe Philipp Spitta, 4 1859. 175 Ronfirmation/ 11.7— mel. Nr. 140. 188 e Hanen harte. pfohlen 1. Ich bin getauft auf deinen Namen,/ Gott Vater, Sohn und Befehl heilger Geist!/ Uno so ist alles Ja unòd Amen,/ was mir dein teures t vater, Wort verheißt;/ ich bin in Christum eingesenkt,/ ich bin mit seinem Geist beschenkt. treuer 2. Du hast zu deinem Kind und Erben,/ mein lieber Vater, mich n Glück erklärt;/ du hast die Frucht von deinem Sterben,/ mein treuer zuletzt heilano, mir gewährt;/ du willst in aller Not und Pein,/ o guter Geist, mein Tröster sein. nufe zu⸗ 3. Doch hab ich oͤir auch Furcht und Liebe,/ Treu und Gehorsam fest mit zugesagt j/ ich hab, o herr, aus reinem Triebe/ dein Eigentum zu ns dein sein gewagtj/ hingegen sagt ich bis ins Grab/ der Sünde schnöden Werlen ab. ücke dich, 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite/ bleibt dieser Bund wohl de Seele. feste stehn;/ wenn aber ich ihn überschreite,/ so laß mich nicht ver⸗ Erbar⸗ loren gehn/ nimm mich, dein Kind, in Gnaden an,/ wenn ich imenl/ hab einen Fall getan. gegen/ 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue/ Leib, Seel und Herz Worte. zum Opfer hin/ erwecke mich zu neuer Treue/ und nimm Besih os und von meinem Sinn. /Es sei in mir kein Tropfen Blut,/ der nicht, sterblich Herr, deinen Willen tut. den uns 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken,/ Gott Vater, Sohn und n Bade. heilger Geist!l/ Halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich wir zur dein Wille sterben heißt;/ so leb ich dir, so sterb ich dir,/ so lob an ihm ich oͤich dort für und für. Joh. Jakob Rambach, + 1735. 18⁵ 189 19⁰ Ronfirmation (Gesang der Hemeinde vor der Konfirmation.) mel. den die hirt ce sahrr. 23 1 89 Vorreformatorisch. E———.— Wi, ..—.—..—.—. 1. Volk oͤes herrn, bring dein Ge⸗ te/ nach dem . ö G e ———— al ⸗ten Licht und Rech⸗ 1 her zum Kö⸗ nig al⸗ ler ö 0 + — ZS, nn, e, Knech⸗ te,/ sprich: Herr, hie ist dein Ge⸗schöpf! 2. Dämpfe fleisch und Blut in ihnen,/ laß sie nicht der Sünde die⸗ nenl/ ziehe sie durch dein versühnen, eh sie sterben, an dein Herz! 3. Kommt, ihr Rinder, die wir haben/ als viel teure Gottesgaben,/ nehmt vom Schatz, oͤran wir uns laben,/ den euch zugedachten Teil; 4. Einen Teil am Liebesbande/ mit dem ewgen Vaterlande,/ aber auch am Kreuzesstande/ und am Weltverleugnungssinn. 5. Wollet ihr euch binden lassen?/ Jesu Rreuz mit qreuden fassen/ und die falsche Ruhe hassen?/ Willst du, liebes Kindervolk? 6. Ach, die ewig treue Liebe/ schenk euch ihre selgen Triebe,/ daß ein jedes Glauben übe,/ bis ihr seht, was ihr geglaubt! Nikolaus Luöwig Graf v. Zinzendorf, 1766˙ 19⁰ ..— Die hier vor dͤei⸗nem Ant⸗litz stehn,/ sind Ze⸗ su wenn ver⸗eint wir für sie flehn,/ er⸗bar⸗mend (Vorreformatorisch) Wittenberg 1525. 1. V ——. Chri⸗sti Glie ⸗der./ Blick,, ig auf sie nie ⸗derl/ Gib ih⸗nen, Va⸗ter, Sohn und 186 Konfiri und i 2. Sit Ist Freui wie grof treulich 5. 0 Laß sie 1 stärke sie durch ih 4. Lac gegen,/ regenl/ verschme 5. Dei zeig ihn muß ihr erhalt si Mel. See dei⸗nen ation atorisch. dem höpf! üe die⸗ n Herz! gaben,/ en Teil; ande,/ sinn. fassen/ E2 riebe,/ übt! + I7oe · iatorisch) erg 1525. n und Konfirmation 19¹ + —5 ö 12— ö— ö ö SSIII.—.—.— — E e. e, Geist,/ das Gu⸗te, das dein Wort verheißt,/ im Le⸗ ben und im Ster„ben. 2. Sie kennen, Vater, deinen Sohn/ und dessen heilge Lehren./ Ist Freude, Gott, vor deinem Thron,/ wenn Sünder sich bekehren,/ wie groß ist unsre Freude nun,/ da diese das Gelübde tun,/ dir treulich anzuhangen. 3. O laß sie nimmer zum Gericht/ sich dem Altare nahen!/ Laß sie in Glaubenszuversicht/ das Bundesmahl empfahen!/ Dies stärke sie in aller Not;/ dies reize sie, des heilands Tod/ zu preisen durch ihr Leben. 4. Lacht ihnen bei oem Christenlauf/ der Reiz der Welt ent⸗ gegen,/ hilf ihrem schwachen Glauben auf,/ wenn dann sich Lüste regenl/ Laß sie hinauf auf Jesum sehn,/ die Welt mit ihrer Lust verschmähn,/ beharren bis ans Ende. 5. Den wichtgen Lohn der Ewigkeit,/ die Herrlichkeit dort oben,/ zeig ihnen, die auf alle Zeit/ jetzt Treue dir geloben!/ Der Blick muß ihnen Kraft verleihn!/ Herr, segne sie, denn sie sind dein:/ erhalt sie in der Wahrheit! Theod. Gottlieb v. Hippel, 4 1796. (Gesang der Ronfirmanden vor der Einsegnung.) Adam Drese, 1690. Mel. Seelenbräutigam. 1 9¹ 94 R.— RDSSSSSE..../ G.. S △ 1. Von des him⸗mels Thron/ sen⸗de, Got⸗tes Sohn,/ .. S....—I— DEEE dei⸗nen Geist, den Geist der Stär⸗ke!/ Gib uns Rraft zum heil⸗gen 187 192 Konfirmation I e,— ö—— DDDDDSeeeeeeeeRe. Wer⸗ke,/ oͤir uns ganz zu weihn, /e⸗wig dein zu sein. 2. Mach uns selbst bereit,/ gib uns Freudigkeit,/ unsern Glauben zu bekennen/ und dich unsern herrn zu nennen, dessen teures Blut/ floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn/ nach dem Himmel hin,/ wenn wir unsern Bund erneuern/ und gerührt vor dir beteuern,/ deine Bahn zu gehn,/ Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn,/ Segen zu empfahn,/ wollest du auf unsre Bitten/ uns mit Gnaoe überschütten!/ Licht und Kraft und Ruh/ ströme dann uns zu. 5. Gib auch, daß oͤein Geist,/ wie dein Wort verheißt,/ unauf⸗ löslich uns vereine/ mit der gläubigen Gemeine,/ bis wir dort dich sehn/ und dein Lob erhöhn. Samuel Marot, 4 1855. (Gesang der Konfirmanden nach der Einsegnung.) Mel. O Durchbrecher aller Bande. 1 9 2 (Oder wie Ne. 67.) Herrnhaag 1740. 2 SSSSSSTTTTITI SISISISIII.III ITT + Bei oͤir, Je⸗su, will ich blei⸗ben,/ stets in dei⸗nem Unichts soll mich von dir ver⸗trei⸗ben,/ dei ne We⸗ ge ———— ESE —— Ln.— ö— e II will ich gehn. 6 Du bist mei⸗ nes Le ⸗ bens Le⸗ben,/ x ö—— 2.— EIISSSIEEE— — E mei⸗ner See⸗le Trieb und Kraft,/ wie der Wein⸗stock sei⸗ nen ——— ö e n.— —————————— Re⸗ben/ zu⸗strömt Rraft und Le⸗bens⸗sast. 188 Konfirn 2. Kön so viel tai ich je get Himmel! 3. Wo mich erka bei dir bt Deines N denn der 5. Blei neigt!/L steigt,/ wi Geist// de Mel. Nr. 1. Ich dir/ in d nennst d heißen/ Friedens 2. Ich dir/ mich ergreif i O Liebe 3. Ich bei dir,, Hirt,/ de Fallel/ ewig na 4. Ich zier/ frü ja selbst Mit dirr lation — 7 n. lauben teures in wir Bahn du auf st und mauf⸗ ꝛt dich + 18⁵5. Konfirmation 19³ 2. Könnt ichs irgend besser haben/ als bei dir, der allezeit/ so viel tausend Gnadengaben/ für mich Armen hat bereit?/ Könnt ich je getroster werden,/ als bei dir, Herr Jesu Christ,/ dem im Himmel und auf Erden/ alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein herr zu finden,/ der, was Jesus tat, mir tut,/ mich erkauft von Tod und Sünden/ mit dem eignen teuren Blut?/ Sollt ich dem nicht angehören,/ der sein Leben für mich gab?/ Sollt ich ihm nicht Treue schwören,/ Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich,/ so in dreude, wie in Leid;/ bei dir bleib ich, oͤir verschreib ich/ mich für Zeit und Ewigkeit./ Deines Winks bin ich gewärtig,/ auch des Rufs aus dieser Welt,/ denn der ist zum Sterben fertig,/ der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nur auf dieser Erden/ nahe, bis mein Tag sich neigt l/ Wenn es einst will Abend werden/ und die Nacht hernieder⸗ steigt,/ wenn mein Aug wird dunkler, trüber,/ dann erleuchte meinen Geist,/ daß ich fröhlich zieh hinüber,/ wie man nach der Hheimat reist. Philipp Spitta, 4 1859. Mein Glaub ist Mel. Nr. 316. 1 3 meines Lebens Ruh. 1. Ich bin in dir und oͤu in mir!/ Nichts soll mich, ewge Liebe, dir/ in dieser Welt entreißen!/ Ruf Erden, wo nur Sünder sind,/ nennst oͤu mich freunoͤlich schon dein Kind,/ o laß michs ewig heißen/ und treu mit Wandel, herz und Mund/ bewahren deinen Friedensbund! 2. Ich bin in dͤir und oͤu in mir;/ oͤreieinger Gott, du hast zu dir/ mich frühe schon berufen. Was mir, dem Kinoͤlein, war bereit,/ ergreif ich heut voll Innigkeit/ an des Altares Stufen/ und sag: O Liebe, oͤu bist mein,/ ich will dein Kind auf ewig sein! 3. Ich bin in dir und du in mir;/ noch wohn ich völlig nicht bei dir,/ weil ich auf Eroen walle;/ drum führ mich, Jesu, treuer hirt,/ daß mich, was locket, schreckt und irrt,/ nicht bringe je zu Falle!/ O daß, was ich dir heut versprach,/ mir gehe tief und ewig nach! 4. Ich bin in dir und dᷣu in mir;/ komm, Herr, mir deine Tugeno⸗ zier/ frühzeitig anzulegen,/ daß mir des Lebens Glück und Not,/ ja selbst der letzte deino, der Tod,/ nur kommen mög mit Sogen!l/ Mit dir will ich durchs Leben gehn,/ dir leiden, sterben, auferstehn! Albert Knapp, 4 1864. 18 194·195 Das heilige Abenoͤmahl (Gesang der Gemeinde nach der Ronfirmation.) Mel. Nr. 198. 1 9⁴4 Wie nach einer Wasserquelle. 1. Großer König unsrer Erden,/ Jesu, dem die ganze Welt/ ewiglich muß dienstbar werden,/ dessen Hand das Zepter hält,/ wir, dein Volk und Eigentum,/ wollen oeines Namens Ruhm/ mit veroͤientem Lob erheben/ und oͤir Preis und Ehre geben. 2. Herr, wir oͤanken dir einmütig, /daß du dir ein Volk erwählt/ und auch uns Verlorne gütig/ deiner Kirche zugezählt;/ wir sind Christen, wir sind dein,/ laß uns, was wir heißen, sein/ und auf⸗ richtig danach streben,/ wie wir dir zu Dienste leben. 3. Dir sei Dank für deine Gaben,/ so oͤu in die Rinder legst,/ die den Bund bestätigt haben,/ die du in den Armen trägst./ Herr, laß ihnen ewig nicht,/ was ihr Mund allhier verspricht,/ was sie heut sich vorgenommen,/ aus dem Sinn und Herzen kommen. 4. Gib, daß sie durch deinen Segen,/ dͤir, o Heilano, treu ge⸗ sinnt,/ bessre Christen weroen mögen,/ als wir leider alle sind./ Durch sie sei dein Reich vermehrt,/ durch sie weroͤest oͤu geehrt,/ bis wir all in Zions höhen/ einst oein Jubelfest begehen. Das heilige Abenoͤmahl/ 95 Braunschweig 1528. — ö.—— ..... = hri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ der du trägst dbie Sünd der Welt,/ der oͤu trägst oie Sünd der Welt,/ EE SDIII.... er⸗barm oͤich un⸗serl 1—— er⸗barm dich un⸗ser! 3. Chri⸗ste, öu Lamm Got⸗tes,/ mahl vquelle. Welt/ hält// duhm/ en. vählt/ ir sind d auf⸗ legst// „Herr, vas sie nen. eu ge⸗ sind./ ꝛehrt,/ ig 1528. t⸗tes// t⸗tes// Das heilige Abenoͤmahl 19 ö— ö Kinetrnn. an rnrn .......... der du trägst die Sünd der Welt,/ gib uns dei⸗ nen§rie⸗den./ Oder: ........—T SSS III E — men. RE men. R (Agnus dei) Wittenberg 1555. 1 96 Zohann Crüger, 1649. H + + n, 10.—— —— ö ö D3——— 2 2 2—————.— 401 chmük⸗ke dich, o lie ⸗be See⸗le,/ laß die oͤunk⸗le mm ans hel⸗le Licht ge⸗gan⸗gen,/ fan⸗ge herr ⸗lich —— G 2—=——.— .. — — ö 2—.— + 2 2 2 . IIR will dich jetzt zu Ga=ste la⸗ den;/ der den him⸗mel .— —..————.— ö — — SIIAEEE III kann ver ⸗Wal ⸗ ten,/ will jetzt Her⸗berg in dir hal⸗ ten. 2. Dürstend nach dem Himmelssegen,/ eile odeinem Herrn ent⸗ gegen,/ der mit süßen Gnadenworten/ klopft an deines Herzens Pforten j/ eile, sie ihm aufzuschließen,/ wirf dich hin zu seinen Füßenj/ sprich: o Herr, laß dich umfassen,/ von dir will ich nimmer lassen! 3. Ach, wie hungert mein Gemüte,/ Menschenfreund, nach deiner Gütej/ ach, wie pfleg ich oft mit Tränen/ mich nach deinem Mahl zu sehnen;/ ach, wie pfleget mich zu dürsten/ nach dem Trank des 191 197 Das heilige Abenoͤmahl Lebensfürsten,/ daß mit diesem Brot und Weine/ sich mein Heiland mir vereine. 4. Jesu, meine Lebenssonne,/ Jesu, meine Freud unòd Wonne,/ Jesu, oͤu mein ganz Beginnen, /Lebensquell und Licht der Sinnen,/ hier fall ich zu deinen Füßen!/ Laß mich würdiglich genießen/ diese deine himmelsspeise,/ mir zum heil und dir zum Preise. 5. Herr, es hat dein treues Lieben/ dich vom Himmel herge⸗ trieben,/ daß du willig hast dein Leben/ in den Tod für uns ge⸗ geben/ und dazu ganz unverdrossen,/ Herr, dein Blut für uns ver⸗ gossen,/ das uns jetzt kann kräftig tränken,/ deiner Liebe zu gedenken. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens,/ hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens/ ooͤer mir wohl gar zum Schaden/ sei zu deinem Tisch geladen/ laß mich oͤurch dies Seelenessen/ deine Liebe recht er⸗ messen,/ daß ich auch, wie jetzt auf Eroͤen,/ mög dein Gast im Himmel werden! gohann§ranck, 4 1677. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1 97 Wittenberg 1535. + + +. +. 4 22*— E E ö d n n, vur, nm——— 8 ien, üHue,;,..— herr Je⸗su Christ, du höch⸗stes Gut,/ du Brunnquell Wir kom⸗men, dei⸗nen Leib und Blut,/ wie oͤu uns 25—.———..— ö 1.⁴— ö—— ———. 6———3 +2Z 1 —*—— 375 al⸗ ler Gna⸗den! hast ge⸗ la⸗den, 2— ö ö 1——.— ö ö 4 ö—— ö—— 4— EE— EE— 233 uns⸗ rer See⸗len Se⸗lig⸗keit/ zu es⸗sen und zu trin⸗ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit/ zu diesem hohen Werkel/ Schenk uns dein schönes Ehrenkleid/ durch deines Geistes Stärke;/ hilf, daß wir würoͤge Gäste sein/ und werden dir gepflanzet ein/ zum ewgen himmelswesen. 19² zum Prei⸗se dei⸗ ner Herr⸗lich⸗keit/ und Das hei 3. Bleil laß Sünd bis wir du schaft/ dot Mel. Wie n einer Wasse Wohl⸗tat 2. Räu auch mein ich hoffe! Tisch auf 3. Kant und Blut: tut,/ und du, Jesu, 4. Wirl meinen S Fühl ich n Kelch mit 13 loͤmahl Heiland bonne,/ zinnen,/ nießen/ reise. herge⸗ uns ge⸗ uns ver⸗ edenken. icht ver⸗ em Tisch recht er⸗ Gast im k, T 1677. derg 1535. unnquell hu uns *—— eit/ und n⸗ken. Werkel/ Stärkej/ izet ein/ Das heilige Abenoͤmahl 198 3. Bleib du in uns, daß wir in dir/ auch bis ans Ende bleibenz/ laß Sünd und Not uns für und für/ von dir nicht wieder treiben,/ bis wir durch deines Nachtmahls Kraft/ in deines himmels Bürger⸗ schaft/ dort ewig selig werden. Chemnih 1713. Mel. Wie na einer Waferaneule 1 9 8 Französischer Psalter, 1551. 9 +. 4 5, ee—.—..—.. SBErKEAESESSES‚SSISSII‚‚‚‚... + 1. Herr, oͤu hast für al⸗le Sün⸗der/ ei⸗ nen rei⸗ chen wo das Brot der ar⸗men Kin⸗der/ nach des Va⸗ters RRE Tisch ge⸗deckt, Lie ⸗be schmeckt. ———— é— x ———H————— ———————— be⸗ foh ⸗-len hast;/ a⸗ber hilf auch, daß mein Her⸗ze/ dei⸗ ne heu⸗ te nun bin ich dein Gast,/ wie öu mir — 4* XX Wohl⸗tat nicht ver⸗ scher ze. 2. Räume mir aus dem Gemüte/ alles Arge völlig aus,/ daß auch meines Herzens Hütte/ weroe dein geweihtes haus./ Denn ich hoffe nur auf dich,/ liebster Jesu, liebe mich/ und laß deinen Tisch auf Erden/ mir des himmels Vorschmack werdͤen. 3. Kann der Hherr dem Knechte schenken/ auch sein eigen dleisch und Blut:/ ach, so hilf mir recht bedenken,/ was hier deine Liebe tut,/ und verleihe, daß ich nicht/ eß und trinke zum Gericht,/ was du, Jesu, für mein Leben/ zur Erlösung hast gegeben. 4. Wirke heilige Gedanken/ in der Seel, die dir gehört;/ halte meinen Sinn in Schranken,/ wenn mich durcht und Zweifel stört./ dühl ich meiner Sünden Not,/ so erfülle mich dies Brot,/ dieser Kelch mit neuem Mute;/ dein Blut floß auch mir zugute. 13 193 199 Das heilige Abenoͤmahl 5. Sind wir doch aus dir geboren,/ nähr uns auch durch deine Kraft,/ und weil alles da verloren,/ wo nicht Jesus Hilfe schafft:/ ach, so laß dein Brot und Wein/ meines Herzens Labsal sein,/ daß oͤie Wirkung dieser Speise/ künftig in der Tat sich weise. 6. Laß mich deine Liebe schmecken/ und die Güter jener Welt/ oder wenn auch Furcht und Schrecken/ mich zuweilen überfällt,/ so verschaffe mir dein Blut/ einen rechten Freudenmut,/ daß ich meinen Trost im Glauben/ mir durch niemand lasse rauben. 7. Hilf mir recht ins Herze fassen/ deinen herben, bittern Tod/ lasse mich auch niemand hassen,/ der mit mir genießt dein Brot/ nimm mich ganz vollkommen ein,/ bis ich werde bei dir sein/ und die dülle deiner Gaben,/ meinen Gott und alles haben. Kaspar NVeumann, 1 1715. Mel. Nr. 116. 199 ou Heil der Sünder. 1. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden/ in deiner letzten Trauer⸗ nacht/ uns hast die Früchte deiner Leiden/ in einem Testament vermacht:/ es preisen gläubige Gemüter/ dich, Stifter dieser hohen Güter! 2. So ost wir dieses Mahl genießen,/ wird dein Gedächtnis bei uns neuj/ man kann aus frischen Proben schließen,/ wie brünstig deine Liebe sei./ Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen/ er⸗ neuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zitternoͤen Gewissen/ ein neues Siegel aufge⸗ drückt,/ daß unser Schulöbrief sei zerrissen,/⸗ daß unsre Hanoͤschrift sei zerstückt,/ daß wir Vergebung unsrer Sünden/ in deinen blutgen Wunden finden. 4. Und fester, als es je gewesen,/ wird nun das Band, das uns vereint;/ von allem Seelenschmerz genesen,/ schaun wir in dir den liebsten Freund!/ Wir fühlen uns in solchen Stunden/ mit dir zu einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben,/ und dieser Relch erquickt den Geist;/ es mehrt sich unser innres Leben,/ wenn unser Glaube dich geneußtj/ wir fühlen neue Rraft und Stärke/ in unserm Kampf und Glaubenswerke. 19⁴ Das hei 6. Wir ein;/ wir sein;/ der und Blut 7. Dein jetzt schwe und unve nach diese 8. O te legtl/ Da Geist gepf schmack je 9. Dir Liebessche geschaftig vollkommt Mel. herr, so schicks mi Himmell 2. Wie vor dem oͤt O Brot, oͤ schert,/ die 15² noͤmahl ich deine schafft:/ sal sein,/ weise. r Weltj/ berfällt, + daß ich uben. rn Tod;/ in Brot;/ sein/ und * nn, 4 1715. quicke mich, er Sünder. n Trauer⸗ Testament eser hohen üchtnis bei ie brünstig erzen/ er⸗ gel aufge⸗ ganoͤschrift jen blutgen o/ das uns üin dir den mit dir zu ieser Kelch venn unser in unserm Das heilige Abenoͤmahl 200 6. Wir treten in genaure Bande/ mit deines Leibes Gliedern ein;/ wir müssen all in solchem Stande/ Ein herz und Eine Seele sein;/ der Geist muß mehr zusammenfließen,/ da wir Ein gleisch und Blut genießen. 7. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen,/ oͤaß unser Fleisch, jetzt schwachheitsvoll,/ einst herrlich aus dem Staube grünen/ und unverweslich werden soll;/ ja, daß oͤu uns ein ewig Leben/ nach diesem kurzen weroͤest geben. 8. O teures Lamm, so eoͤle Gaben/ hast oͤu in dieses Mahl ge⸗ legtl/ Da wir dich selbst zur Speise haben,/ wie wohl ist unser Geist gepflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden/ ein 1990— Vor⸗ schmack jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis gesungen!/ Ein Wicher hoher Liebesschein/ veroͤient, daß aller Engel Zungen/ zu dessen Ruhm geschäftig sein./ Wird unser Geist zu oͤir erhoben,/ so wird er dich vollkommen loben. Joh. Jakob Rambach, 4 1735. Mel. herr, wie du willst, 200 so schicks mit mir. Straßburg 1525. 4 —* 167 + ———— Wie hei⸗lig ist die Stät⸗te hier,/ wo ich voll Sie des Pfor⸗-te mir,/ die ich nun u dacht ste⸗ 19 e of ⸗fen se⸗ he. O Le⸗bens⸗tor, o Tisch des herrnl/ Vom —— ö rr ᷑x n 2 2——— n S DE himmel bin ich nicht mehr fern/ und füh⸗le Got⸗tes Na ⸗ he. 2. Wie heilig ist oies Lebensbrot,/ dies teure Gnadenzeichen,/ vor oͤem oͤes Herzens Angst und Not/ und alle Qualen weichen./ O Brot, das meine Seele nährt, /o Manna, das mir Gott be⸗ schert,/ dich will ich jetzt genießen. 15² 19⁵ Das heilige Abenoͤmahl 3. Wie heilig ist doch oͤieser Trank,/ der mein Verlangen stillet,/ der mein Gemüt mit Lob und Dank/ und heilger dreud erfülletl/ O Lebenstrank, o heilges Blut,/ das einst geflossen mir zu gut,/ dich will ich jetzt empfangen! 4. Welch unaussprechlich Glück ist mein,/ welch heil hab ich ge⸗ funden!/ Mein Jesus kehret bei mir ein;/ mit ihm weroͤ ich ver⸗ bunden./ Wie ist mein Herz so freudenvoll,/ daß ich in Jesu leben soll,/ und er in mir will leben! 5. O wär doch auch mein herz geweiht/ zu einer heilgen Stätte,/ damit der Herr der Herrlichkeit/ an mir Gefallen hätte! /O wäre doch mein Herz der Ort,/ an welchem Jesus fort und fort/ aus Gnaden Wohnung machte! 6. Mein Jesu, komm und heile mich,/ was sünoͤlich ist, vertreibe,/ damit ich nun und ewiglich/ dein Tempel sei und bleibe./ Von dir sei ganz mein Herz erfüllt;/ Herr, laß dein heilig Ebenbild/ be⸗ ständig in mir leuchten! 7. Nun, du hast himmlisch mich erquickt,/ du hast dᷣich mir ge⸗ geben;/ in dir, der mich so hoch beglückt,/ will ich nun stünoͤlich leben./ Laß mich, mein Heiland, allezeit/ von nun an bis in Ewig⸗ keit/ mit oir vereinigt bleiben! valentin Ernst Löscher, 4 1749. Mel. Nr. 196. 201 Schmücke dich, o liebe Seele. 1. Komm, mein herz, aus Jesu Leiden/ strömt auch dir ein Quell der Freuden./ Stille hier dein sehnlich Dürsten/ aus dem Relch des Lebensfürsten./ Daß ich einen Heiland habe/ und in seinem heil mich labe/ und in sein Verdienst mich kleide,/ das ist meines herzens Freude. 2. Darum will ich mit Verlangen/ nun sein Abenoͤmahl emp⸗ fangen;/ hier darf ich mich ihm verbinden,/ und so wero ichs tief empfinden,/ daß ich einen heiland habe,/ der am Kreuz und in dem Grabe,/ wie sein Wort mir sagt und schreibet,/ mein Erlöser war und bleibet. 3. Ach, wie werd ich oft so müͤde!/ Wie entweicht der süße Friedel/ Sünd und Welt kann mich verwunden,/ wenn mir dieses Licht ent⸗ schwunden:/ daß ich einen Heiland habe,/ der mit seinem Hirten⸗ stabe/ sanft und milò und voll Vergeben/ mir nichts ist als Heil und Leben. 19 Das hei 4. Sei das Mißtt daß ich ein gern getat 5. Heile der mit sei einen Heil Schuloͤ ge 6. heilg net,/ desse Daß ich ein dies mein 7. Er ge gebietet m Heiland h gegeben,/ 8. Will! oder wird ich einen 4 zum Thro Mel. An Wa Babylon. be ⸗la Got⸗tes un noͤmahl stillet// lletl/ O ut, /dich b ich ge⸗ ich ver⸗ zu leben Stätte,/ O wäre ort/ aus treibe,/ Von dir ilö/ be⸗ mir ge⸗ tünoͤlich n Ewig⸗ „ + 1749. be Seele. in Quell delch des em Heil herzens hlͤemp⸗ ichs tief und in Erlöser Friedel/ icht ent⸗ Hirten⸗ als Heil Das heilige Abenoͤmahl 202 4. Sei gesegnet, ewge Liebe,/ daß oͤu mir aus treuem Triebe,/ da das Mißtraun mich vergiftet,/ solch ein denkmal selbst gestiftet:/ daß ich einen heiland habe,/ der den Gang zum Kreuz und Grabe/ gern getan, mich zu erretten/ von des ewgen Todes Retten. 5. Heilges Brot, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begegnet,/ der mit seinen Todeswunden/ die Erlösung mir erfundenl/ Daß ich einen heiland habe,/ der erblaßt und tot im Grabe/ auch für meine Schulo gelegen,/ will ich schmecken und erwägen. 6. heilger Kelch, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begeg⸗ net// dessen Blut mich lässet finden/ dᷣie vergebung aller Sünden!/ Daß ich einen heiland habe,/ der die dürre Seele labe,/ muß nicht dies mein Dürsten stillen/ und mein herz mit Wonne füllen? 7. Er gebietet mir zu essen,/ meines Jammers zu vergessenj/ er gebietet mir zu trinken/ und in Freude zu versinken,/ daß ich einen heiland habe,/ der sich selbst als Opfergabe/ hat für mich dahin⸗ gegeben,/ mir zu Speis und Trank und Leben. 8. Will hinfort mich etwas quälen,/ oder wird mir etwas fehlen// oder wird die Rraft zerrinnen,/ so will ich mich nur besinnen,/ daß ich einen Heiland habe,/ der vom Kripplein bis zum Grabe,/ bis zum Thron, wo man ihn ehret,/ mir, dem Sünder, zugehöret! Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1761. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 202 Straßburg 1525. ..................... 16.r———————— — 1. Ich kom⸗me, Herr, und su⸗che dich,/ müh⸗se⸗lig und Gott, mein Er⸗bar⸗mer, würoͤge mich/ des Wunders dei⸗ 4 GII 1 2 be⸗ la⸗ den; 6er Gna ⸗ den? Ich lie ⸗ge hier vor dei⸗nem Thron,/ Sohn — n é——.—— —————— Oot⸗tes und des Menschen Sohn,/ mich dei⸗ ner zu ge⸗= trösten;/ 19⁷7 205 Das heilige Abenoͤmahl DDDEI— ich füh⸗le mei⸗ ner den ich 9 che Ruh und W.— 3———ü‚..— .——— —— fin ⸗ de sie/ im Glauben der Er ⸗-lö ⸗sten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an,/ du bist das Heil der Sünder,/ du hast die hanoͤschrift abgetan,/ und wir sinò Gottes Kinder./ Ich denk an deines Leidens Macht/ und an dein Wort: Es ist vollbrachtl/ Du hast mein Heil verdienet:/ du hast für mich dich oͤargestellt;/ Gott war in dͤir und hat die Welt/ in oͤir mit sich versühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mirl/ Er tilget deine Sünden/ und läßt in seinem Mahle hier/ oͤich Gnad um Gnaoͤe finden./ Du rufst, und er erhört dich schon,/ spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn,/ die Schuld ist dir vergeben;/ du bist in meinen Tod getauft,/ und du wirst dem, der dich erkauft,/ von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit;/ bewahr es hier im Glauben,/ und laß durch keine Sicherheit/ dir deine Krone rauben./ Sieh, ich vereine mich mit dir,/ ich bin der Weinstock, bleib an mir,/ so wirst du Früchte bringen./ Ich helfe dir, ich stärke dich,/ und durch die Liebe gegen mich/ wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot,/ ich will es treu erfüllen/ und bitte dich oͤurch deinen Tod/ um Kraft zu meinem Willen./ Laß mich von nun an würdig sein,/ mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn/ und deinen Tod zu preisen; laß mich den Ernst der heiligung/ durch eine wahre Besserung/ mir und der Welt beweisen! Christian Fürchte gott Gellert, 4 1769. Mel. Nr. 196. 2053 o ebs Steie 1. Jesu, Freund der Menschenkinder,/ Heiland doͤer verlornen Sünder,/ der zur Sühnung unsrer Schulden/ Kreuzesschmach hat wollen dulden,/ wer kann fassen das Erbarmen,/ das du trägest mit uns Armen!/ In der Schar erlöster Brüder/ fall ich dankend vor dir nieder. .3 ——— TV 196 Das hei 2. Ja, entgegen finden/ und Schre mir geben 3. Herr zu vereine neuen Lel guten We überwinde 4. Nun Auf dein gehen./ E Gotteskin zu erben. 5. Grof wirst oͤunk schaun unt deiner Le seine Sch Mel. Nr. 1. Herr keiten,/ se fahen,/ m von Sünt sein l/ An Abenoma 2. Nehr Herr gege zum ewge ererbt der Tod getre Zahl,/ dii mahl — uh und sten. ünder,/ her./ Ich brachtl/ t j/ Gott linden/ hen./ Du ost, mein getauft,/ n leben. lauben,/ Sieh, ich so wirst durch die ꝛrfüllen/ Willen./ ir, Herr, Ernst der eweisen! t, 1 1769. nücke dich, ꝛbe Seele. erlornen mach hat u trägest dankend Das heilige Abenoͤmahl 20⁴ 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen,/ Herr, aus deiner Füll entgegen;/ in dem Elend meiner Sünden/ soll bei dir ich Hilfe finden;/ meine Schuld willst du bedecken,/ mich befrein von Furcht und Schrecken,/ willst ein ewig selig Leben/ als des Glaubens Frucht mir geben. 3. Herr, oͤu kommst, dich mit oͤen Deinen/ in dem Nachtmahl zu vereinen;/ ou, der Weinstock, gibst den Reben/ neue Rraft zum neuen Leben./ Nun, so steh bei mir und stärke/ mich zu jedem guten Werke;/ hilf, daß ich die Lust der Sünde/ oͤurch dich kräftig überwinde. 4. Nun, so sei der Bund erneuet,/ unser herz dir ganz geweihetl/ Auf dein Vorbild wolln wir sehen/ und oͤir nach, mein Heiland, gehen./ Schaff ein neues herz uns Sündern,/ mache uns zu Gotteskindern,/ die oͤir leben, leiden, sterben,/ deine Herrlichkeit zu erben. 5. Großes Abenoͤmahl der Frommen,/ Tag dͤes heils, wann wirst oͤu kommen,/ daß wir mit der Engel Chören,/ Herr, dich schaun und ewig ehren?/ Halleluja, welche Freuden/ sind die drüchte deiner Leiden!/ Danket, danket, fromme Herzen,/ ewig ihm für seine Schmerzen. Raspar Lavater, + 1801. W t Mel. Nr. 175. 204 rust uns die Stiumme. 1. Herr, oͤu wollst uns vollbereiten/ zu deines Mahles Selig⸗ keiten,/ sei mitten unter uns, o Gottl/ Laß uns, Leben zu emp⸗ fahen,/ mit glaubensvollem Herzen nahen,/ und sprich uns los von Sünd und Tod./ Wir sind, o Jesu, dein;/ dein laß uns ewig sein/ Amen, Amen!/ Anbetung dͤir!/ Einst feiern wir/ das große Abenoͤmahl bei dir. 2. Nehmt und eßt zum ewgen Leben/ das Brot, das euch der Herr gegeben;/ die Gnade Jesu sei mit euchl/ Nehmt und trinkt zum ewgen Leben/ den Relch des Heils, auch euch gegeben,/ ererbt, ererbt oes Mittlers Reich!/ Wacht, eure Seele sei/ bis in den Tod getreul/ Amenl Amen!/ der Weg ist schmal;/ klein ist die Zahl,/ die dort eingeht zum Abenoͤmahl. Friedr. Gottlieb Klopstock, 4 1805. 19 20⁵5 Das heilige Abenoͤmahl Mel. herzlich tut mich verlangen. 205 Hans Leo haßler, 1601. SSDIDI—————— H——5 ö———— 1122— EE— △ 3— Wie könnt ich sein ver⸗ ges⸗ sen,/ der mein noch nie ver⸗ Kann ich die Lieb er⸗mes⸗sen,/ da⸗durch mein Herz ge⸗ 2 nas? Ich lag in bit⸗tern Schmerzen,/ er schafft mein —5—— 10 Mnurn r.„ I Hnt—— öFE E——————— ö 1.— — Lieb und Treul 2. Wie sollt ich ihn nicht lieben,/ der mir so hold sich zeigt?/ Wie jemals ihn betrüben,/ der so zu mir sich neigt?/ Er, der ans Rreuz erhoben,/ getragen meine Schmach,/ ruft er mir nicht von oben:/ Komm, folge oͤu mir nach! 3. Ich will ihn ewig lieben,/ der mir aus Todesnacht,/ von mei⸗ nem Schmerz getrieben,/ Unsterblichkeit gebracht;/ der noch zur letzten Stunde/ mir reicht die treue Hand,/ daß mich kein deind verwunde/ im Lauf zum Heimatland. 4. Er gibt zum heilgen Pfande/ mir seinen Leib, sein Blut,/ hebt mich aus Nacht und Schande,/ füllt mich mit himmelsmut,/ will selber in mir thronen/ mit heilgem Gnadenschein./ Sollt ich bei ihm nicht wohnen?/ in ihm nicht selig sein? 5. Bei 8reuden und bei Schmerzen/ durchleuchte mich oein Bild,/ wie du, o Herz der herzen,/ geblutet hast so mild!/ Mein Lieben und mein Hoffen,/ mein Dulden weih ich dir./ Laß mir die heimat offen/ und dein Herz für und für! Christian Kern, 4 1835, 200 Das he Mel. Zeuch Toren(ode Lie⸗be 2. Kom kommt he die Himn Weise/ er 3. Kon mit Gott legt auf e Geheimn 4. O U schwundei dem Himt durchfloßs 5. Drut verkünde süß,/ ein fast verzu oͤmahl er, 1601. —. ie ver⸗ erz ge⸗ zeigt?/ der ans icht von hon mei⸗ noch zur in Feind Blut,—2 lsmut,/ Sollt ich in Bild,/ n Lieben e heimat „ 4+ 1835, Das heilige Abenoͤmahl 20 Mel. Zeuch ein zu deinen 206 Toren(ooͤer wie Nr. 365). gohann Crüger, 1653. —+ E——.— —.—— ö—.— .S........... 1. Rommt her, ihr seid ge⸗la⸗den;/ der hei⸗land ru⸗fet der treu⸗e herr der Gnaden,/ an huld und Lie⸗be SEEEE euch, reich; der Erd undò Him⸗mel lenkt,/ will Gastmahl mit euch SSSSSSS hal⸗ ten/ und wun⸗der⸗bar ge⸗stal⸗ten,„ was er in N —— N 222.2..— HN — II Lie⸗be schenkt. 2. Rommt her, verzagte Sünder,/ und werft die Angste wegj/ kommt her, versöhnte Kinder,/ hier ist der Lebenssteg!/ Empfangt die Himmelslust,/ oͤie heilge Geistesspeise, die auf verborgne Weise/ erquicket jede Brust. 3. Kommt her, betrübte Seelen,/ die Not und Jammer oͤrückt,/ mit Gott euch zu vermählen,/ der wunderbar beglückt./ Kommt, legt auf ewig ab/ der Sünde bange Säumnis;/ empfanget das Geheimnis,/ das Gott vom Himmel gab. 4. O Wonne kranker herzen,/ oie mir von oben kam!/ Ver⸗ schwunden sino die Schmerzen,/ getröstet ist der Gram;/ was von dem Himmel fleußt,/ hat lieblich sich ergossen;/ mein Herz ist gar durchflossen/ vom süßen Liebesgeist. 5. Drum jauchze, meine Seele,/ hell aus der Sündennacht;/ verkünde und erzähle/ die tiefe Wundermacht,/ oͤie unermeßlich süß,/ ein Born der Liebe, quillet/ und jeden Jammer stillet,/ der fast verzweifeln ließ. ö 20⁰1 207208 Das heilige Abenoͤmahl 6. Drum jauchze, meine Seele,/ ͤrum jauchze deinem herrnʒ/ verkünde und erzähle/ die Gnade nah und fern,/ den Wunder⸗ born im Blut,/ die selge himmelsspeise,/ die auf verborgne Weise/ dir gibt das höchste Gut. Ernst Moritz Rrndt, 4 1860. (Nach der deier des heiligen Abenomahls.) ů nun laßt Mel. Nr. 369. 207 Gott, dem Herken 1. O Jesu, meine Wonne,/ du meiner Seelen Sonne,// du§reunoͤ⸗ lichster auf Erden,/ laß mich dir dankbar werden! 2. Wie kann ich gnugsam schäthen/ dies himmlische Ergötzen/ und diese teuren Gaben,/ die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dirs verdanken,/ o Herr, daß oͤu mich Kranken/ gespeiset und getränket,/ ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen/ für alle deine Schmerzen;/ dir dank ich für dein Leiden,/ den Ursprung meiner Freuden. 5. Dir dank ich für dein Lieben,/ das stanoͤhaft ist gebliebenj/ dir dank ich für dein Sterben,/ das mich dein Reich läßt erben. 6. Du wollest ja die Sünde,/ die ich noch in mir finde,/ aus meinem herzen treiben/ und kräftig in mir bleiben! 7. Laß mich sie ernstlich meiden,/ laß mich geduldig leiden/ laß mich mit Andacht beten,/ von deinem Weg nie treten! 8. So kann ich nicht veroͤerben,/ oͤrauf will ich selig sterben/ und freudig auferstehen,/ o Jesu, dich zu sehen. Zohann Rist, + 1007. Mel. Zesu, meines Lebens Leben. 208 Christoph Anton, 1651. 2 7—————————.—.——— —.————.——.— Dan⸗ket, dan⸗ket Gott mit dreu⸗den,/ dan⸗ket ihm mit . Macht die gro⸗Pen Se⸗lig⸗kei⸗ ten/ die ⸗-ses heil⸗gen ——— ö B3e Rer ue. S.. ————— — herz und Mund! ö Mah⸗les kund, was der Herr für Gnaden schenket,/ da er 202 Das he 2. Ja, wie freu uns aue seine Hu 3. Hei mehr/ Dir, Her oroben i 4. Got und des und der uns zu f Mel. Nr. 1. Nin Christl/ storben b vor Aug 2. Im Pflicht/ suchung Todeskat 3. Hil mich, erf Herrlichk tränkt Et jmahl errnj/ under⸗ Weise/ + 1860. laßt uns Herren. Freund⸗ gtzen/ anken/ nʒ/ dir . iebenj/ t erben. e// aus eidenj/ nl sterben/ st, + 1667. ton, 1651. Das heilige Abenoͤmahl 209 ——.——— ů é— —————— selbst uns speist und trän⸗ket;/ dan⸗ket ihm vor dem Al⸗ tar,/ ae wie pee ri. en r e,. daß er uns so freunoͤlich war. 2. Ja, wir preisen Gottes Güte,/ denn sie währet ewiglich./ O wie freut sich das Gemüte,/ daß der Herr so gnäͤͤig sich/ gegen uns auch jetzt erwiesen!/ Immerdar sei er gepriesen;/ groß ist seine hulò und Treu;/ sie war diesesmal auch neu. 3. Heilig, heilig, heilig weroe,/ Gott, dein Nam uns mehr und mehr;/ alle himmel samt der Erde/ zeugen laut von deiner Ehr./ Dir, Herr, singen Seraphinen/ oͤreimal heilig, dͤie oͤir oͤienen;/ oͤroben in dem heiligtum/ schallet deines Namens Ruhm. 4. Gott, der herr und Vater segne/ uns in seinem lieben Sohnz/ und des Vaters Sohn begegne/ uns von seinem Gnadenthron;/ und dͤer Herr, der Geist, bereite/ uns zur Herrlichkeit und leite/ uns zu seinem Frieden! Jal/ Amen! sprecht Hallelujal Nikolaus Kayser, 4 1800. O daß ich t ö Mel. Nr. 140. 209 Zungen hatte. 1. Nimm hin den Dank für deine Liebe,/ erhöhter Mittler, Jesu Christ!/ Gib, daß ich dͤich nicht mehr betrübe,/ der öͤu für mich ge⸗ storben bist;/ laß deines Leioͤens Angst und Pein/ mir immerdar vor Augen sein. 2. Im Streite hilf mir überwinden/ und stärke mich zu jeder Pflicht;/ bewahre mich vor neuen Sünden,/ verlaß mich in Ver⸗ suchung nicht,/ und dein für mich vergossnes Blut/ schenk mir im Todeskampfe Mut. 3. Hilf, daß ich deines Leibes Glieder,/ die heut dein heil, wie mich, erfreut,/ von herzen lieb als meine Brüder,/ als Erben einer Herrlichkeit./ Wir haben Einen Herrn und Gott,/ uns speist und tränkt Ein Kelch, Ein Brot. Das heilige Abenoͤmahl 4. Wie jetzt, o Herr, in deinem Namen/ dein Volk vor dir ver⸗ sammelt war,/ so bring einst wieder uns zusammen,/ oͤaß wir mit deiner Engelschar,/ anbetend als dein Eigentum,/ stets preisen deines Namens Ruhm. Georg ZJoachim Zollikofer, 4 1788, und Kaspar Lavater, 4 1801. Mel. Die Tugend wird ö durchs Kreuz geübet. 21 0 J. A. Freylinghausen, Halle 1704. 1 1 TZ 2— 1——————.— ISEEE EE 1 ollbracht ist nun die heil⸗ge Fei⸗er;/ ver⸗kün⸗det O dein Ge⸗dächt⸗nis sei uns teu⸗er/ und un⸗ver⸗ —— —— —.— ward von uns dein Tod. x a, e geß ⸗lich dein Ge⸗bot! Laß nie des himmels Vor⸗ge⸗füh⸗le/ E.— 22 ö ——— 0 ö— — PPD in uns er⸗kal⸗ten und ver⸗gehn;/ laß wür⸗dig einst am —..— + ö 1—4* ———5..— x— EEEEEEEEEEE Kro⸗nen⸗zie⸗le,/ Herr, oͤei⸗ ne Herr⸗lich⸗keit uns sehn! J. Christian Wagner, 4 1825. SDIRNNE SISISISSSSISSISIEI omahl dir ver⸗ wir mit preisen + 1801. lle 17⁰4. S dirde Bubenicht bbün 30 2 SDRINNE SSSSSSSSSSSS —. 2 =.. ...— 211212 Buße Wieoͤergeburt und Heiligung 21 1 Georg Winer, 1648. H. rr=r v. e. 3—.— ISSISISESSSSSSEEEE..— 35 1. Schaf⸗fe in mir, Gott, ein rei⸗ nes Her⸗ze und ———— 4—.— , m——.—— gib mir ei⸗nen 255 en, ge⸗wis⸗ sen Geist. Verwirf mich nicht, ...... e 4——— ver⸗wirf mich nicht von dei⸗nem An⸗ge⸗sicht, von dei⸗ nem ——.— E H Nl An⸗ge⸗sicht und nimm dei⸗ nen hei⸗li⸗gen Geist nicht von mir. Psalm 51, L. 12, 15. 21 2 Wittenberg 1524. ESSE— Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir,/ herr Gott, er⸗hör mein dein gnä⸗odig Ohr neig her zu mir/ und mei⸗ner Bitt es Sii— ———̃— EE Un⸗recht ist ge⸗tan;/ wer kann, Herr, vor dir blei⸗ benꝰ 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst,/ die Sünde zu vergeben;/ es ist doch unser Tun umsonst/ auch in dem besten Leben/ vor dir niemand sich rühmen kann/ des muß dich fürchten jedermann/ und deiner Gnaͤden leben. 20 Buße 3. Dar: bauen;/ die mir z Hort;/ oͤt 4. Und doch solln So tu de waro,/ u 5. Ob mir son —————.— korn,/ au Buße er, 1648. n mir. 5. 12, 13. erg 1524. ör mein zitt es Buße 21³3 5. Darum auf Gott will hoffen ich,/ auf mein Verdienst nicht bauen;/ auf ihn allein verlassen mich/ und seiner Güte trauen,/ die mir zusagt sein wertes Wort;/ das ist mein Trost und treuer Hort;/ des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht/ und wieder an den Morgen,/ doch soll mein herz an Gottes Macht/ verzweifeln nicht noch sorgen./ So tu das Volk von rechter Art,/ das aus oͤem Geist erzeuget warod,/ und seines Gottes harre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel,/ bei Gott ist viel mehr Onaden;/ sein hand zu helfen hat kein Ziel,/ wie groß auch sei der Schaden./ Er ist allein der gute Hirt,/ der Israel erlösen wiro/ aus seinen Sünden allen. Martin Luther, + 1546. V 21 3 Wittenberg 1541. 1— ————.———5—— Er x., Wie E. Ssn Lamm ———. 1..— Al-lein zu dir, herr Je ⸗su Christ,/ mein Hoffnung ich weiß, daß oͤu mein Trö⸗ ster bist,/ kein Trost mag ———..— 2 steht auf Er ⸗ den; Von An⸗be⸗ ginn ist nichts er⸗ mir sonst wer ⸗ den. 5 Wü FFt PF PP;'P' P PTPT P F— korn,/ auf Er⸗den ward kein Mensch geborn,/ der mir aus Nö⸗ ten ———5—— ö arnnnn. hel⸗ fen kann;/ dich ruf ich an,/ du bist der rech⸗te x ———— ——— hel⸗fers ⸗mann. 2. Mein Sünoͤ ist schwer und übergroß/ und reuet mich von herzen;/ derselben mach mich frei und los/ durch deinen Tod und 20⁷7 Buße Schmerzen/ und nimm dich mein beim Vater an,/ der oͤu für mich genug getan,/ so werd ich los der Sünden Last;/ mein Glaub er⸗ faßt,/ was du mir, Herr, versprochen hast. 3. Ach, stärk durch dein Barmherzigkeit/ in mir ein recht Ver⸗ trauen,/ auf daß ich deine dreunͤͤlichkeit/ mög inniglich anschauenj/ vor allen Dingen lieben dich/ unò meinen Nächsten gleich als mich./ Senoͤ mir dein Hilf am letzten Eno,/ damit behend/ des Todes Graun sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in odem höchsten Thron,/ dem Vater aller Güte,/ und Jesu Christo, seinem Sohn,/ der uns allzeit behüte,/ und seinem werten heilgen Geist,/ der uns seinꝰ Hilfe allzeit leist,/ daß wir ihm wohlgefällig sein/ hier in der Zeit/ und dort hernach in Ewigkeit. v. 1-5 von Konrad Hubert, 4 1577. Mel. Erhalt uns, herr bei deinem Wort. 21 4 6 1543. 27 —9———— S 1. 0 Aäi 8 und ge⸗treu⸗er 0 ich hab ge⸗bro⸗——— — De dein Ge⸗ bot/ und sehr ge⸗sün⸗-digt wi⸗der dichl/ Das — ——3 ist mir leib und reu⸗ et mich. 2. Weil aber du, o gnäoͤger Gott,/ nicht Lust hast an des Sünders Tod,/ so ist dein herzliches Begehr,/ daß ich mich wieder zu dir kehr. 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm,/ ich armer Sünder zu dir komm/ unod bitt durch deines Sohnes Tod:/ Erbarm oͤich mein in meiner Notl! 4. Verschon, o herr, laß deine huld/ zudecken alle meine Schuld,/ so werd ich arm verlornes Kind/ ledig und los all meiner Sünd. 5. Ich will, o Herr, nach deinem Wort/ mich bessern, leben fromm hinfort,/ damit ich mög nach dieser Zeit/ gelangen zu der Seligkeit. 1⁴³. 208 gang⸗ne ——— die⸗sei 2. Lief und wollt 3. Zu dienet. /) mich vers 4. Sol sen,/ so fa 5. Gib, Herze,/ d verscherze 6. Han nur wolls Mel. Nr. 1. OVâ nicht, der gen wider 2. Dur quälet;/ i gib Wille Werk/ an 3. O 3 getragen 14 Buße für mich Glaub er⸗ recht Ver⸗ schauenj/ als mich./ Hes Todes er Güte,/ site,/ und eist,/ daß jernach in ert, 4 1577. nberg 1543. Sünders u dir kehr. dünder zu dich mein e Schulo// ner Sünd. ꝛen, leben langen zu 1⁰⁴³⁰ Buße 215 216 21 5 Leipzig 1625 .— F, d.,, 8 DDEE 1. Nch Gott und Herr,/ wie groß und schwer/ sind meinꝰ be⸗ ; gang⸗ne Sün⸗den!/ Da ist nie⸗mand,/ der hel⸗ 906 Wn⸗ in 2 II EE die⸗ser Welt zu fin-den. 2. Lief ich gleich weit/ zu dieser Zeit/ bis an der Erden Enden/ und wollt los sein/ des Elenos mein,/ würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich,/ verstoß mich nicht,/ wie ichs wohl hab ver⸗ dienet./ Ach, geh doch nicht,/ Bott, ins Gericht;/ dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein,/ daß Straf und Pein/ auf Sünde folgen müs⸗ sen,/ so fahr hie fort/ und schone dort/ und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld,/ vergiß die Schuld,/ schaff ein gehorsam herze,/ daß ich mein heil,/ mein bestes Teil,/ durch Murren nicht verscherze. 6. Hanoͤle mit mir,/ wies dünket dir,/ ich will es gerne leiden;/ nur wollst oͤu mich/ nicht ewiglich/ von deiner Gnaoͤe scheiden. Jena 16135. Mel. Nr. 212. 21 6 shrei ih zu die 1. OVater oͤer Barmherzigkeit,/ ich falle dir zu duße;/ verstoß den nicht, der zu dir schreit/ und tut noch enoͤlich Bußel/ Was ich began⸗ gen wider dich,/ verzeih mir alles gnädiglich/ durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wundertat/ nimm von mir, was mich quälet;/ durch deine Weisheit schaffe Rat/ in allem, wo mirs fehlet;/ gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk,/ daß ich mit dir all meine Werk/ anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der du hast/ am Kreuze für mich Armen/ getragen aller Sünden Last,/ wollst meiner dich erbarmen!/ O ... 14 20⁰ 217218 Buße Gottes und des Menschen Sohn,/ erbarm dͤich mein und mein verschon,/ hör auf mein kläglich Rufen! 4. O heilger Geist, du wahres Licht,/ Regierer oer Gedanken,/ wenn mich oͤie Sündenlust anficht,/ laß mich von oͤir nicht wanken:/ verleih, daß nun und nimmermehr/ Begierd nach Reichtum, Lust und Ehr/ in meinem Herzen herrsche. 5. Und wenn mein Stünoͤlein kommen ist,/ so hilf mir treulich kämpfen,/ daß ich des Satans Trutz und List/ durch Christi Sieg mag dämpfen,/ auf daß mir Krankheit, Angst und Not/ und dann der letzte Feino, oer Tod,/ nur sei odie Tür zum Leben. david Oenicke 1 1680. Hüter, wird die Mel. Nr. 375. 217 Nacht oer Sünden 1. Ach, was bin ich, mein Erretter/ und Vertreter/ bei dem un⸗ sichtbaren Licht?/ Ich verzag in meinem Mute;/ denn das Gute,/ das ich will, das tu ich nicht. 2. Ach, was bin ich mein Erbarmer?/ Sieh, ich Armer/ bin ein schwankes Rohr im Wind;/ wie ein Weberschifflein schießet,/ so verfließet/ meines Lebens Lauf geschwind. 5. Ach, was bin ich, mein Erlöser?/ Immer böser/ find ich meiner Seele Stand;/ oͤrum, mein Helfer, nicht verweile,/ Jesu, eile,/ reiche mir die Gnaoenhand! 4. Nch, wann wirst oͤu mich erheben/ zu dem Leben?/ Komm, ach komm und hilf mir doch!/ Demut kann dich balò bewegen,/ lauter Segen/ wirst oͤu lassen fließen noch. 5. Trotzig ist, o Gott, mein Herze,/ mir zum Schmerze,/ ja, es ist mir leid dazu!/ Höre mich, hör an das Guälen;/ Arzt der Seelen,/ schaffe meinem Herzen Ruh! 6. Gib, daß mir der LTod nicht schaöe;/ herr, gib Gnade,/ laß mich sein dein liebes Kinoͤl/ Ein Demütiger und Kleiner,/ aber Reiner/ enoͤlich Ruh und Gnade finoͤ. Zoachim Neander, 4 1680. Mel. Nun sich oͤer 21 8 Tan greender hat. Dresden 1667. — SDSSSEEE— 1. Mein Gott, das Herz ich brin ⸗ge dir/ als Ga⸗ be 21⁰ mir lieb und auf nicht./ 4. Zu Guten 5. Do träget j 6. Se Heil;/ n 7. O ein;/ er 8. De tilg din 9. Hi daß mich 10. 5 daß, we 11. 5 daß mei 12. N der Zeit Mel. We uahe mir Buße mund mein Gedaͤnken,/ ht wanken:/ ichtum, Lust mir treulich Christi Sieg t/ und dann n. enicke 4 1680. üter, wird die t der Sünden bei dem un⸗ das Gute,/ Armer/ bin in schießet,/ o ich meiner Jesu, eile,/ n?/ Romm, bewegen,/ rze,/ ja, es /Arzt der znade,/ laß ꝛiner,/ aber moer, 4 1680. Fresden 1667. Buße 219 da.— ——— a nn——. re. und n for⸗derst die⸗ses ja von mir,/ des ——...... — SEHII bin 60 ein ge⸗denk. 2.„Gib mir, mein Sohn, dein Herz“, sprichst du,/„das ist mir lieb und wert;/ du findest anders auch nicht Ruh/ im Himmel und auf Erd.“ 3. Nun, oͤu, mein Vater, nimm es an,/ mein herz, veracht es nicht./ Ich gebs, so gut ichs geben kann;/ kehr zu mir dein Gesicht! 4. Zwar ist es voller Sündenlust/ und voller Eitelkeit,/ des Guten aber unbewußt/ und wahrer Frömmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in Reu,/ fühlt seinen Abelstand/ und träget jetzt vor allem Scheu,/ daran es Lust erst fand. 6. Schenk mir, Herr Christ, nach deiner hulo/ Gerechtigkeit und heil;/ nimm von mir meine Sündenschuld/ und meiner Strafe Teil. 7. O heilger Geist, nimm du auch mich/ in die Gemeinschaft ein j/ ergieß um Jesu willen dich/ tief in mein Herz hinein. 8. Dein göttlich Licht ström in mich aus/ und Glut der reinen Liebʒ/ tilg dinsternis, Haß, Falschheit aus,/ schenk mir stets deinen Trieb. 9. Hilf, daß ich sei von herzen treu/ im Glauben dir, mein Gott,/ daß mich im Guten nicht mach scheu/ der Welt List, Macht und Spott. 10. Hilf, daß ich sei von Herzen fest/ in Hoffen und Geduld,/ daß, wenn auch alles mich verläßt,/ mich tröste oeine Huld. 11. Hilf, oͤaß ich sei von herzen rein/ im Lieben und erweis,/ daß mein Tun nicht sei heuchelschein,/ durch Werke oͤir zum Preis. 12. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein/ mein Herz hier in der Zeit;/ ja, laß es deine Wohnung sein/ auch in der Ewigkeit. Mel. Wer weiß, wie uahe mir mein Ende. 21 9 17³8⁸. *——. 2.—.—.— SSSI......... T Ich ar⸗mer Mensch, ich ar-mer Sün⸗der/ steh Ach Gott, ach Gott, ver⸗fahr ge⸗lin ⸗der/ und 21¹ 220 Buße EE hier vor Got-tes An⸗ ge⸗sicht! geh nicht mit mir ins Ge⸗richt! Sutar duue dich,.. ——.——.——————— bar⸗me dich,/ Gott, mein Er⸗bar⸗mer, ü⸗ber mich! 2. Wie ist mir doch so angst und bange,/ wie kränkt mich meine große Sünol/ Hilf, daß ich wieder Gnad erlange,/ ich armes und verlornes Kino!/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! 5. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien/ und neig zu mir dein Vaterherz;/ wollst alle Sünden mir verzeihen/ und lindern meines Herzens Schmerzl/ Erbarme dich, erbarme dich,„Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht wie ich hab verschuldet, lohne/ und handle nicht nach meiner Sünd;/ o treuer Vater, schone, schoͤne,/ erkenn mich wieder als dein Kind/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben; sprich, daß ich armer Sünder hör: /„Geh hin, die Sünd ist oͤir vergeben;/ nur sündige hinfort nicht mehrl“/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott/ mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret,/ erhöret bin ich zweifels⸗ frei;/ weil sich der Trost im Herzen mehret,/ oͤrum will ich enden mein Geschrei. /Ich weiß ja, oͤu erbarmest dich,/ Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! Christoph Titius, 4 1705. Mel. Zeuch meinen Gei„ triff meine Sinnen. 220 Nürnberg 1684. ....... ........ 1. Hier legt mein Sinn sich vor dir nie⸗der,/ mein I Buße Geist su treu geb mich vor 7. Ini dämpfen mich zie 8. In Macht g in seine 9. Dyi ganz be schon sel mel. An flüssen B. ö 1. r mich! nich meine armes und mein Er⸗ ig zu mir noͤ lindern ich,/ Gott, nicht nach lich wieder Erbarmer, „daß ich ben;/ nur ch,/ Gott, zweifels⸗ ich enden mein Er⸗ us, 4 1705. uberg 1684. Buße E——— ö—— ISEEE 9 Geist sucht sei⸗ nen Ur⸗sprung wie⸗der;/ Herr, dein er⸗freu⸗end ——— I —— 2.—4 N Zn. An ⸗ge⸗sicht/ auf mei⸗ ne Ar⸗mut gnä⸗dig richt. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben;/ laß mich in Christi Tode sterben;/ o möchte doch in seiner Pein/ die Eigenheit ertötet sein. 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe/ und mich in deinen Wegen übe/ jedoch ist von Unlauterkeit/ die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden/ durch oͤeinen Geist ge⸗ heiligt werden;/ der Sinn muß tiefer in dich gehn,/ der duß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten,/ hier gelten nichts der Menschen Taten;/ wer macht sein Herz wohl selber rein?/ Es muß oͤurch oͤich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben:/ du bist noch immer treu geblieben./ Ich weiß gewiß, du stehst mir bei/ und machst mich von mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich kämpfen/ und stets die falsche Regung dämpfen,// bis du dir deine Zeit ersiehst/ und aus der Sünde Netz mich ziehst. 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen:/ Hott hat der hHölle Macht geschlagen,/ Gott führt mich aus dem Rampf und Streit/ in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorge meiner Seelen/ ich dir, mein Vater, ganz befehlen./ Ich oͤrücke tief in meinen Sinn,/ daß ich in dir schon selig bin! Christian§rieoͤrich Richter, 4 17¹¹ mel. An Wasser⸗ 221 x 1—— V——————— Straßburg 1525. W O Kö⸗nig, des⸗sen Ma⸗je=stät/ weit ü⸗ ber dem Erd und Meer zu dien ⸗ste steht,/ vor dem die 213 1. 221¹ Buße ———* 55..—..———— al ⸗les stei⸗get, üim welt sich nei⸗get, der Him⸗mel ist oein hel⸗les Kleio// PP—— du bist voll Macht und Herr⸗lich⸗keit// sehr groß und wun⸗der⸗ — D ö ö ö ö x 122— —.——— tä⸗tig./ Ich Ar⸗mer, ich ver⸗mag nichts mehr,/ als daß ich ruf zu +. J. +. +. ——.—.— —.—— ö—3.——0—— ———— ————— ˖' dei ⸗ner Ehr:/ Gott, sei mir Sünder gna dig! 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat,/ beschämet und von ferne// ich suche deine Hilf unò Gnad,/ o Herr, von Herzen gerne./ Doch weil ich voller Fehler bin/ uno, wo ich mich nur wende hin,/ des Ruhmes vor dir ledig,/ so schlag ich nieder mein Gesicht/ vor dir, du reines Himmelslicht: /Gott, sei mir Sünder gnäͤig! 5. Die Schulden, der ich mir bewußt,/ durchängsten mein Ge⸗ wissen;/ drum schlag ich reuig an die Brust/ und will von Herzen büßen./ Ich bin, o Vater, ja nicht wert,/ daß ich noch wanoͤle auf der Ero;/ doch weil oͤu winkst, so bet ich/ mit ganz zerknirschtem, bangem Geist,/ oͤer gleichwohl dich noch Vater heißt:/ Gott, sei mir Sünder gnäͤig! 4. Mein Vater, schaue Jesum an,/ den Heiland aller Sünder,/ der flir bie Welt genug getan,/ durch den wir Gottes Rinder im gläubigen Vertrauen sinö:/ der ists, bei dem ich Ruhe fino,/ sein Herz ist ja guttätig./ Ich fasse ihn und laß ihn nicht,/ bis oͤir das Herz mitleidig bricht:/ Gott, sei mir Sünder gnäͤig! 5. Regiere doch mein herz und Sinn/ in diesem ganzen Leben/ du bist mein Gott, und was ich bin,/ bleibt ewig dͤir ergeben./ Ach, heilige mich ganz und gar,/ laß meinen Glauben immerdar/ sein oͤurch dᷣie Liebe tätig./ Unod geht es nicht so, wie ich soll,/ so ruf ich, wie mein Herz ist voll: /Gott, sei mir Sünder gnädig! 2¹⁴ Buße 6. Mein L mir geh es dann das le mein Jesu, kann,/ so ni gnädig! 1. An dir getan./ Du Gott, auch 2. Dir ist meine Trän ich sorgen? 3. Herr, mir nicht ne litz finden, 4. Früh! der Barmh du bist ein 5. Laß oͤ dein heilig oͤu bist mei 6. Herr, auf ebner Flehen/ un Mel. Wie na einer Wasser . 61 1. 3 —— Wan⸗de Klae⸗hei Buße —.— l⸗les Kleiö/ —.— 1 wun⸗der⸗ aß ichrufzu 5 „„ dig! von ferne,/ erne./ Doch e hin,/ des ht/ vor dir, ig! nmein Ge⸗ von Herzen wanoͤle auf knirschtem, „Gott, sei Sünder,/ Rinder/ im finö,/ sein bis dir das ꝛn Leben;/ ergeben./ mmeroͤar/ ch soll,/ so r gnäoͤig! Buße 222 225 6. Mein Leben und mein Sterben ruht/ allein auf deiner Gnadeʒ/ mir geh es böse oder gut,/ gib nur, daß es nicht schade./ Kommt dann das letzte Stünoͤlein an,/ so sei mir auf der Todesbahn,/ mein gesu, selbst noch gnädig./ Ind wenn ich nicht mehr sprechen kann,/ so nimm den letzten Seufzer an:„Gott, sei mir Sünder gnädig! Valentin Ernst Löscher, 4 1749. 222 1. An dir allein, an dir hab ich gesündigt/ und übel oft an dir getan./ Du siehst die Schuld, die mir den Fluch verkündigt,/ sieh, Gott, auch meinen Jammer an! 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen,/ und meine Tränen sind vor dir./ Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen?/ Wie lang entfernst oͤu dich von mir? 3. Herr, hanoͤle nicht mit mir nach meinen Sünden,/ vergilt mir nicht nach meiner Schulo!/ Ich suche dich: laß mich dein Ant⸗ litz finden,/ du Gott der Langmut und Geduld! 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen,/ Gott, Vater der Barmherzigkeit!/ Erfreue mich um deines Sohnes willen;/ du bist ein Gott, der gern erfreut! 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen/ und lehre du dein heilig Recht/ mich täglich tun nach deinem Wohlgefallen;/ du bist mein Gott, ich bin dein Knecht! 6. Herr, eile, du, mein Schutz, mir beizustehen,/ und leite mich auf ebner Bahn!/ Er hört mein Schrein, der herr erhört mein Flehen/ und nimmt sich meiner Seele an. Christian Fürchte gott Gellert, 4 1769. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 223 Französischer Pfsalter, 1551. H ö ö + ö— ů é F. ö—.— ů—— E..— +—— Gott, vor des⸗sen An⸗ ge⸗ sich ⸗=te /nur ein rei⸗ner ew-⸗ges Licht, aus des⸗sen Lich⸗-te/ nichts als rein⸗ste — 2. — I— 1. ++ —— Wan ⸗del gilt, Klae⸗ heit quillt, laß uns doch zu je⸗der Zeit dei⸗nen 21⁵ 22⁴ Buße Strahl der Hei⸗ lig⸗keit/ so durch Herz und See⸗le örin⸗gen// ——..I.I..I..... —..——— daß auch wir nach Heilgung rin» gen. 2. Du bist rein im Werr und Wesen,/ und dein unbeflecktes Kleid// das von Ewigkeit gewesen,/ ist die reinste Heiligkeit./ Du bist heilig, aber wir,/ großer Schöpfer, stehn vor oir/ wie in einem Kleid voll Flecken,/ oͤie wir dir umsonst verstecken. S. Was dein Geist und Herze sinnet,/ was dein weiser Wille tut,/ was dein starker Arm beginnet,/ ist stets heilig, rein und gut./ Und so bleibst du ewiglich,/ während wir auf Erden dich/ odurch oas Böse, das wir üben,/ stets von Jugend auf betrüben. 4. Herr, ou willst, daß deine Kinder/ deinem Bilde äͤhnlich sein./ Es besteht vor dir kein Sünder,/ denn oͤu bist vollkommen rein 7/ du bist nur der Frommen Freund,„Ubeltätern bist du deind;/ wer beharrt in seinen Sünden,/ kann vor dir nicht Gnade finden. 5. Uns von Sünden zu erlösen,/ gibst dᷣu oeinen Sohn dahinj/ o so reinige vom Bösen/ durch ihn unsern ganzen Sinn./ Gib uns, wie dein Wort verheißt,/ gib uns deinen guten Geist,/ daß er un⸗ sern Geist regiere/ und zu allem Guten führe. 6. Hilf, o Vater, unsern Seelen,/ glaubensvoll auf dᷣich zu sehn// deinen ewgen Weg zu wählen/ und ihn ohne Falsch zu gehn,/ bis wir mit der selgen Schar/ dͤer Erlösten immeroͤar/ Heilig! Heilig! heiligl singen/ und die reinsten Opfer bringen! Joh. Christian Zimmermann, + 1783. mel. Sieh, hier bin ich, Ehronkönig. 224 Darmstaot 1690. I. Mei⸗ ne See⸗le,/ vol⸗ ler deh ⸗le,/ su⸗chet in dem ———........ Dun⸗keln Licht;/ Je⸗ su, nei⸗ge/ dich und zei⸗ ge/ mir dein 216 Buße 2. Ich e ich gestehe Leben,/ k Eil,/ laß d 4. Richt leihn j/ gi Welch ein 5. Lehr gib mir KR Bild /das G. Bis wenn die!l Drum so Mel. Nr. 1. Höch o so wird daß ich die der mich 2. Alle sie sollten hab der Dienst der 3. Dein Von wie freil/ Wa O wie ha in⸗gen// es Kleid// ist heilig, em Kleid ser Wille rein und en dich/ hetrüben. ich sein./ n reinʒ/ ö;/ wer inden. dahinj/ Bib uns, 5 er un⸗ ũu sehn,/ hn// bis Heilig! „ + 1783. Buße ——X.—.——..———....—. RRIRITRPRRTRI‚ITRII‚‚TRr tröst⸗lich An ⸗ge⸗sicht/ auf mein dle hen/ laß dich ———— ö 5, w, se⸗ hen/ und ver⸗ birg dich län⸗ger nicht! 2. Ich empfinde,/ meine Sünde/ sei an allem Kummer schuld;/ ich gestehe/ dirs und flehe/ um Vergebung und Geduld./ Du, mein Leben,/ kannst mir geben/ neue Hilfe, neue Huld. 3. Ach, von herzen/ und mit Schmerzen/ such ich dich, mein Trost und Heil./ Wie so lange/ ist es bange/ meiner Seelel Komm in Eil,/ laß dich nieder,/ komme wieder,/ meines Herzens bestes Teil! 4. Richtig wandeln,/ weise handeln,/ wollst du künftig mir ver⸗ leihn;/ gib oͤie Triebe/ reiner Liebe/ voller in mein herz hinein./ Welch ein Segen/ ist zugegen,/ wenn es heißt: du mein, ich oͤein! 5. Lehre, leite,/ vollbereite/ mich, wie du mich haben willst;/ gib mir Klarheit,/ Geist und Wahrheit,/ daß ich gleich sei oeinem Bild /daß man merke//meine Stärke/ sei in dir unò du mein Schild; 6. Bis im Lichte/ dein Gesichte/ mir sich oͤroben völlig zeigt,/ wenn die Deinen/ nicht mehr weinen/ und die Rlagestimme schweigt./ Drum so zeige/ mir die Steige,/ da man auf zum Himmel steigt! Magdalene Sibylle Rieger, 4 1786. Wie nach einer Mel. Nr. 225. 225 Wasserquelle. 1. Höchster, denk ich an die Güte,/ dͤie du mir bisher erzeigt,/ o so wiro mein ganz Gemüte/ zu der tiefsten Scham gebeugt,/ daß ich oͤich gering geschätzt,/ häufig dein Gebot verletzt/ und diich, der mich so geliebet,/ mit Vergehungen betrübet. 2. Alle meine Seelenkräfte,/ meine Glieder sind ja dein,/ und sie sollten zum Geschäfte/ deines dienstes fertig sein;/ doch ich hab der Eitelkeit/ unbedachtsam sie geweiht;/ ja, zum schnöden Dienst der Sünden/ ließ ich mich oft willig finoͤen. 3. Deine huld war jeden Morgen/ über mir, o Vater, neu./ Von wie manchen schweren Sorgen/ machtest du das Herz mir freil/ Was mir nützte, gabst ou mir j/ aber ach, wie danktẽ ich dirꝰ/ O wie hab ich so vermessen/ deines Wohltuns Zweck vergessen! 2¹⁷ 22 ö Buße 4. Bei so hellem Licht der Gnaden/ sollt ich ja die Sünde fliehn/ undò um Rettung von dem Schaden/ meiner Seele mich bemühn./ Deine Güte lockte mich/ ost zur Buße, aber ich/ floh vor ihrem sanften Locken,/ suchte mich selbst zu verstocken. S. Ich erkenne meine Sünden// beuge mich, mein Gott, vor dirj/ laß mich bei dir Gnade finden,/ neige, Herr, dein Ohr zu mir!/ Ach, vergib, was ich getan!/ Nimm mich oͤoch erbarmend an!/ Führe mich vom Sündenpfade/ schnell zurück oͤurch deine Gnadel 6. Dir ergeb ich mich aufs neue gib/ daß mein gebeugter Geist/ deiner Vaterhulo sich freue,/ die dein tröstend Wort verheißt./ Was dein Sohn auch mir erwarb,/ als er für die Sünoͤer starb,/ Fried und Freude im Gewissen,/ ach, das laß auch mich genießen! 7. Stärke selbst in meiner Seele/ den Entschluß, mich dir zu weihn;/ gib, daß mirs an Kraft nicht fehle,/ folgsam deinem Wort zu sein./ Stehe mir stets mächtig bei, mache oͤu mich selbst ge⸗ treu!/ Dich zu lieben, dir zu leben,/ sei mein ernstlichstes Bestreben! Nach dabricius, + 703, von Samuel diterich + 1797. Letens veben. 22 Christoph Anton, 1651. — DDSDD.——— ——— IIFHDIIIIIIIE— 1. Ich er⸗ he⸗be mein OGe⸗mü⸗ te/ sehnsuchtsvoll, mein ich er⸗ken⸗ne dei⸗ ne Gü⸗te,„ o wie teu⸗ er ———————.. iDE— aht sie 8 10 30 Gott der Lie⸗be und des Le⸗bens,/ kei⸗ner — harrt auf oͤich ver⸗ ge⸗ bens// nur Ver⸗äch⸗ter dei⸗ ner Huld/ —— — II stür⸗zet ih ⸗ re eig⸗ne Schulod. 218⁸ Buße 2. Lehre daß ich richt du siehest m Vatertreue 3. Ach,/ ge laß mich Gr Alle Sünde so höre den 4. Gott, u Gnädig wil Mitten auf Wohl oͤem, 5. Allen, willst oͤu Tr gibt./ Freui welchem oͤu 6. Dir wi mich nichtl. gesicht!/ Ke winoden./ Ae Mel. Es ist gen an der Zeit. Reiches Fre Gut zu sche un⸗serm 9 Buße inde fliehn/ h bemühn./ vor ihrem tt/ vor dirz/ r zu mir!/ mend an!l/ ine Gnade! ioter Geist/ verheißt./ ũwer starb// hgenießen! mich dir zu inem Wort h selbst ge⸗ Bestreben! rich 1 1797. Anton, 1651. svoll, mein teu⸗ er e kei⸗ner ner huld/ Buße 22⁷ 2. Lehre mich, Herr, deine Wege,/ zeige oeinen Willen mir;/ daß ich richtig wandeln möge,/ führe du mich selbst zu dir./ Gott, du siehest mein Vertrauen;/ sicher kann ich auf dich bauen,/ deine Vatertreue ist/ ewig, wie oͤu selber bist. 3. Ach, geoenke, herr, der Sünden/ meiner Jugenoͤjahre nicht;/ laß mich Gnaͤoͤe vor dir finoͤen,/ geh nicht mit mir ins Gericht./ Alle Sünden, oͤie uns reuen,/ willst du, Vater, ja verzeihen./ O, so höre denn auch mich! /Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, oͤu willst des Sünders Leben;/ dir ist seine Seele wert./ Gnäoͤig willst oͤu ihm vergeben,/ wenn er sich zu oͤir bekehrt./ Mitten auf dem Sündenwege/ machst oͤu sein Gewissen rege./ Wohl oͤem, der zu seiner Pflicht/ umkehrt, oͤu verwirfst ihn nicht. 5. Allen, die zu dͤir sich wenden,/ über ihre Schuld betrübt,/ willst du Trost und Rettung senden,/ wenn ihr Herz sich dir er⸗ gibt./ Freude schenket deine Güte/ dem geängsteten Gemüte,/ welchem oͤu die Sündenlast/ liebreich abgenommen hast. 6. Dir will ich mich denn ergeben;/ Gott, mein Gott, verlaß mich nicht!/ Laß mich immer heilig leben,/ herr, vor deinem An⸗ gesicht!/ Keine schnöde Lust der Sünden/ soll mich ferner über⸗ winden./ Ach, bewahr, ich bitte dich,/ meinen Geist uno stärke mich! Kaspar Lavater, 4 1801. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 227 Wittenberg 1535. + x 5 4.—.....: Wann kommt der hHerr der Herr⸗lich⸗keit/ mit sei⸗nes Wann kommt der Rich⸗ter, Freud und Leid/ unòd Bös und .——..... 2.. DE Reiches Freuden? Gut zu scheiden? 1— ö—.— ö—.—— xe un⸗serm Her⸗zen ist er daz/ du kannst ihn nimmer mei⸗den. 219 Er ist nicht fern, er ist uns nah;/ in F7 I1 228 Buße 2. In unserm herzen spricht sein Spruch;/ wer mag vor ihm bestehen?/ Frei aufgeschlagen ist sein Buch/ mit jeglichem Ver⸗ gehen./ Sein Blick wie deuerflamme fährt/ und teilt wie ein zwei⸗ schneidig Schwert,/ was keine Augen sehen. 5. Was keines Feindes Mund erzählt, erzählt uns das Ge⸗ wissen;/ was sich der heuchler lang verhehlt,/ wird er sich sagen müssen,/ wenn Gottes Zeit kommt und ihn schilt,/ wenn Gottes zeit kommt und vergilt/ und läßt den Frevler büßen. 4. Wem kam nicht diese Gotteszeit/ so oft und ost im Leben?/ Wer muß nicht die Gerechtigkeit/ anflehn, ihm zu vergeben?/ und fühlt in seinem Innern noch/ viel stumme Schulo, ob dͤeren doch/ er einst wird müshen beben! 5. Du herzensrichter, auf, erfahr/ und prüfe, wie wirs meinenl/ Mach uns die hehler offenbar;/ was nützt es, gut zu scheinen?/ Dem Ausspruch des Gewissens treu/ und feind sein jeder heuchelei,/ dies stellt uns zu den Deinen. 6. Denn wen sein eignes Herz beschämt/ mit innerstem Be⸗ schämen,/ die Schulo, die uns im Innern grämt,/ wer könnt uns die entnehmen?/ Herr, gib, daß wir der Sünde Schritt/ und deiner Strafe leisen Tritt,/ eh sie uns naht, vernehmen! 7. And wenn die letzte Stunde schlägt,/ der niemand kann ent⸗ gehen,/ so gib, Herr, daß wir unbewegt/ auf unser Innres sehen,/ daß unser Leben uns dann klar/ und rein erschein und offenbar/ auch das geringst Vergehen. 8. Dann sprich in uns, o Richter:„Komml/ Dein Lohn ist oͤir beschieden./ Was du getan hast, gut und fromm,/ dem Dürftigsten hienieden,/ das hast dᷣu deinem herrn getan,/ dem Menschensohne. Romm hinan!/ Genieße Himmelsfrieden!“ Zohann Gottfried von Herder, 4 1803. Sieh, hier bin ich/ Mel. Nr. 224. 228 Ehrenkönig. 1. Gott der Gnadenl/ Schwer beladen/ neigt sich unser haupt vor dir;/ unsre herzen/ sind voll Schmerzen,/ Staub und Asch ist unsre Zier./ Hab Erbarmen/ mit uns Armenl/ Aus der Tiefe rufen wir. 2. Wir verzagen,/ denn wir tragen/ auf uns aller Sünden Last// aller Gualen/ volle Schalen,/ die du ausgegossen hast./ hab Er⸗ barmen/ mit uns Armenl/ Angst und Not hat uns erfaßt. Buße 3. Wir bel es ist keiner barmen/ mit 4. Herr, v Gott, verscho Hab Erbarm 5. Jesu, re der Glaube/ Erbarmen/ 6. Sei une Tal!/ Du kat qual./ Hab E 7. Du muf du alleine /l Hab Erbarm 8. Wenn nicht;/ dein Licht;/ dein 4.— R * — lo⸗-ren he dei⸗ ner L gnä⸗dig au Buße g vor ihm chem Ver⸗ eein zwei⸗ das Ge⸗ sich sagen nn Gottes Leben?/ hen?/ und ꝛren doch/ meinenl/ cheinen?/ euchelei,/ estem Be⸗ könnt uns ritt/ und n kann ent⸗ ꝛs sehen,/ offenbar/ hn ist dir ürftigsten hensohne. zer, 4 1803. hrenkönig⸗ haupt vor h ist unsre rufen wir. den Last// Hab Er⸗ aßt. Buße 2²20 3. Wir bekennen,/ Herr, wir nennen/ laut vor dir oͤie Missetat;/ es ist keiner/ hier ein Reiner,/ jeder erntet böse Saat./ Hab Er⸗ barmen/ mit uns Armen!/ Sieh auf ihn, der für uns bat. 4. Herr, verzeihe;/ Jesu, leihe/ uns dein priesterlich Gebetl/ Gott, verschone,/ wenn vom Sohne/ das Erbarmen zu dir fleht!/ hab Erbarmen/ mit uns Armen,/ wenn der Mittler vor dir steht! 5. Jesu, rettel/ Brich die Kette/ unsrer dinsternis entzwei,/ daß der Glaube/ tief im Staube/ unser Trost und Zuflucht sei./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen;/ Jesu, mach uns wieder frei! 6. Sei uns gnädig,/ mach uns ledig,/ führ uns aus dem finstern Tall/ Du kannst linoern/ und vermindern/ alle Not und herzens⸗ qual./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen;/ Jesu, hilf noch oͤieses Mal! 7. Du mußt siegen,/ wir erliegen;/ u bist frei, wir sind in haft,/ du alleine/ bist der Reine,/ wir sind schwach, dein ist oͤie Kraft./ hab Erbarmen/ mit uns Armen;/ denk an deine Pilgrimschaft! 8. Wenn oͤu Frieden/ uns beschieden,/ fürchten wir die Strafe nicht;/ dein Versöhnen/ wird uns krönen/ mit Gerechtigkeit und Licht;/ dein Erbarmen/ hilft uns Armen;/ du bist unsre Zuversicht! heinrich Puchta 4 1858. 229 Joh. Georg Frech, 1845. Keh⸗re wie⸗der, keh⸗ re wie⸗der,/ der du dich ver⸗ Sin⸗ke reu⸗ ig bit⸗tend nie ⸗der/ vor dem Herrn mit , lo⸗-ren hast!] ů ů dei e ner Lastl) Wie oͤu bist, so darfst du kommen/ und wirst +— .——.— gnä⸗dig auf⸗ge⸗nommen./ Sieh, der herr kommt dir ent⸗ge⸗gen,/ 221 23⁰ 1D— ö—.——2——.—.— —0—0. ö 12.—.— EIISISISISIESEIEEEEE..— und sein hei⸗ lig Wort verspricht/ dir Ver⸗ge⸗bung, heil und ö 2— .....———— Se ⸗ gen;/ keh⸗ re wie ⸗ der, zau⸗oͤre nicht! 2. Rehre aus der Welt Zerstreuung/ in die Einsamkeit zurück,/ wo in geistiger Erneuung/ deiner harrt ein neues Glück;/ wo sich bald oͤie Stürme legen,/ die das herz so wilò bewegen;/ wo des heilgen Geistes Mahnen/ oͤu mit stillem Beben hörst/ und von neuem zu den§Fahnen„Jesu Christi heilig schwörst. 3. Rehre wieder, irre Seele!/ Deines Gottes treues Herz/ beut Vergebung deinem fehle,/ Balsam für den Sündenschmerz./ Sieh auf den, oͤer voll Erbarmen/ oir mit ausgestreckten Armen/ winket von des Kreuzes Stamme;/ kehre wieder, fürchte nicht,/ daß der Onäoge dich veroͤamme,/ dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder, neues Leben/ trink in seiner Liebeshuld;/ bei dem Herrn ist viel vergeben,/ große Langmut und Geoͤuld./ Faß ein herz zu seinem Herzen;/ er hat Trost für alle Schmerzen/ er kann alle Wunden heilen,/ macht von allen Flecken rein;/ darum kehre ohne Weilen/ zu ihm um und bei ihm ein. 5. Kehre wieder, enoͤlich kehre/ in der Liebe heimat ein,/ in die Fülle aus der Leere,/ in das Wesen aus dem Schein;/ aus der Eüge in oͤie Wahrheit,/ aus dem Dunkel in die Klarheit,/ aus dem Tode in das Leben,/ aus der Welt ins himmelreich!/ Doch was Gott oͤir heut will geben,/ nimm auch heute; kehre gleich. Philipp Spitta, 4 1859. — Am Bußtage Herzlich lieb hab Mel. Nr. 268. 230 ich oͤich, o herr. 1. Gott, der oͤu unsre Zuflucht bist,/ Herr, unser Mittler, Jesu Christ,/ Geist Gottes, Geist der Gnaden! /Unenolicher, verwirf uns nicht!/ Wir kommen vor dein Angesicht,/ mit Missetat be⸗ laden./ Nimm von uns unsre Sündenschuld,/ du Gott der Lang⸗ 222 * Buße mut und Geö Erbarmer, se gesicht/ und 2. Ward R Bundes Eid, voller Reu /⸗ fassen!/ Sie bezeichnet he Bahn des Le vor neuer S 3. Dein S deiner Hand, Flammen W Blutvergieße und der Seru wir uns dein Mut!/ In dt 4. Gib Fri trennet war; dein guter E auf unsern L Diener deine zu dir oie H Wort/ an jer 5. Auch di der Völker V liebt,/ gib, d Noch lange f Glück!/ O sch nung aus!/ beglück es, si 6. Vernim fleht// dem hi die Sterbend drückten Heil folger Rat/ durch alles L —— Heil und — it zurück,/ k;/ wo sich 1j̃/ wo dͤes unò von gerz/ beut erz./ Sieh en/ winket „daß der cht. hulö;/ bei hulö./ Faß merzen/ ij/ darum in,/ in die aus der aus dem Doch was ꝛich. itta, 4 1859. lich lieb hab hich, o Herr. ttler, Jesu , verwirf issetat be⸗ öer Lang⸗ Buße 230 mut und Geoͤulo!/ Erhöre gnädig unser Flehn,/ daß wir oͤein Heil, Erbarmer, sehn./ Herr, unser Gott,/ verbirg uns nicht/ dein An⸗ gesicht/ und geh mit uns nicht ins Gericht! 2. Waroͤ Recht und Pflicht von uns entweiht,/ gebrochen unsres Bundes Eid,/ dein Weg von uns verlassen:/ o sieh, wir kehren voller Reu/ zrück zu dir; laß, Herr, aufs neu/ uns deine Gnade fassen!/ Sie leit uns auf oen ebnen Pfad,/ den uns oͤein Wort bezeichnet hat,/ daß Irrtum und Versuchung nie/ uns auf die Bahn des Lasters zieh./ Herr, unser Gott,/ groß von Geduld,/ vor neuer Schulod/ behüt uns deine Vaterhulo! 3. Dein Segen komm auf unser Land; /laß es, beschirmt von deiner hand,/ des Friedens Ruh genießen!/ Wend ab von uns der Flammen Wut/ und die Verwüstung wilder Flut,/ des Krieges Blutvergießen;/ sei unser Retter, wenn uns Not/ des Mangels und der Seuchen oͤroht./ Du, Vater, wollest mit uns sein,/ daß wir uns deines Schutzes freun./ Herr, unser Gott,/ verleih uns Mut!/ In deiner Hut/ sind wir, und was du tust, ist gut. 4. Gib Frieden, wo sonst Zwietracht war;/ vereine, was ge⸗ trennet war;/ schenk uns der Eintracht Segen!/ Uns leite, Gott, dein guter Geist,/ und was dein teures Wort verheißt,/ sei Licht auf unsern Wegen!/ Laß, Herr, in Lehr und Wandel rein/ die Diener deines Wortes sein/ und bringe zu der Wahrheit Glück/ zu dir die Jrrenden zurück!/ Herr, unser Gott,/ breit aus dein Wort/ an jeoem Ort,/ gib Geist und Kraft zu deinem Wort! 5. Auch die Regenten lenke du,/ daß weise sie in sichrer Ruh/ der Völker Wohlstand heben./ Dem Fürsten, der uns schützt und liebt,/ gib, der in ihm so viel uns gibt,/ ein frohes, langes Leben./ Noch lange sei sein Vaterblick/ uns, seinen Kindern, Schutz und Glück!/ O schütt auf ihn und auf sein haus/ und seine Räte Seg⸗ nung aus!/ Herr, unser Gott,/ in deiner Hand/ ist unser Land,/ beglück es, segne jeden Stand! 6. Vernimm der Leioenden Gebet!/ Wer in der Not um Rettung fleht// dem hilf aus seinen Nötenz/ gib Kranken Linderung und Ruhj/ die Sterbenden erlöse du,/ erhör ihr letztes Beten!/ Sei aller AUnter⸗ drückten Heil,/ der Witwen und der Waisen Teil,/ vereitle der Ver⸗ folger Rat/ und lehre sie den rechten Pfad./ Herr, unser Gott,/ durch alles Leid/ der Pilgerzeit/ führ uns zu deiner Herrlichkeit! 22³3 231 Glaube und Rechtfertigung 7. Du tust weit mehr, als wir verstehn,/ kannst mehr gewähren, als wir flehn;/ laß uns Erhörung finden!/ O neig auf unser Flehn dein Ohr,/ heb unser herz zu dir empor/ und mach uns rein von Sünden! /Laß uns dir nun geheiligt sein,/ im Leben und im Tode dein!/ Wir sind oͤurch Christi Blut erlöst;/ o du, der Sünder nicht verstößt,/ Herr, unser Gott,/ erbarme dich,/ vergib uns, leit uns väterlich! Joh. Zoachim Eschenburg, 4 1820. Glaube unod Rechtfertigung 231 Wittenberg 1524. 0 —.— IS „ un freut euͤch, lie⸗ben daß wir ge⸗-trost und 3——— ———3 Ehristen gmein,/ und laßt uns fröhlich all in ein/ mit Lust und Lie-be sprin⸗-gen, was Sott an uns ge⸗wen⸗det hat/ und sin ⸗ gen, N .......... 0— sei⸗- ne 0. be Wundertat;/ gar teur hat ers er ⸗wor⸗-ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag,/ im Tod war ich verloren;/ mein Sünd mich quälte Nacht und Tag,/ darin ich war geboren/ ich fiel auch immer tiefer oͤrein,/ es war kein Guts am Leben mein,/ die Sünd hat mich besessen. 3. Mein gute Werk, die galten nicht,/ es war mit ihn' ver⸗ dorben;/ der frei Will haßte Gotts Gericht,/ zum Guten gar er⸗ 24 Glaube ur storben j/ die Sterben bei 4. Da jam dacht an sein zu mir das ließ es sein! 5. Er sprae fahr hin, me und hilf ihm Tod/ und la 6. Der Se Erden,/ von werden./ In Gewalt/ des 7. Er spra lingen;/ ich ringenj/ den da sollst ou 8. Vergief das leid ich Too verschlit dein,/ da bii 9. Gen Hi da will ich der dich ine und in der 10. Was lehren,/ daß Ehrenʒ/ un eoͤle Schatz Mel. Vater un im himmelrei ertigung gewähren, inser Flehn is rein von n und im er Sünder ib uns, leit urg, 4 1820. enberg 1524. — „lie-ben trost und ns fröhlich 1d Lie⸗-be ⸗ ben. verloren/ geborenj/ ben mein,/ t ihn“ ver⸗ ten gar er⸗ Glaube und Rechtfertigung 232 storbenj/ die Angst mich zu verzweifeln trieb,/ daß nichts denn Sterben bei mir blieb,/ zur höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit/ mein Elend übermaßenz/ er dacht an sein Barmherzigkeit,/ er wollt mir helfen lassenj/ er wanot zu mir oͤas Vaterherz,/ es war bei ihm fürwahr kein Scherz,/ ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:/ Es ist Zeit, zu erbarmenj/ fahr hin, meins Herzens werte Kron,/ und sei das heil dem Armen/ und hilf ihm aus oer Sünden Not,/ erwürg für ihn den bittern Tod/ und laß ihn mit dͤir leben.“ 6. Der Sohn Gott gern gehorsam warod,/ er kam zu mir auf Erden,/ von einer Jungfrau rein und zart;/ er sollt mein Bruder werden./ In meiner armen Knechtsgestalt/ ging er einher, um die Gewalt/ des Teufels zu zerstören. 7. Er sprach zu mir:„Halt dͤich an mich,/ es soll oir jetzt ge⸗ lingen;/ ich geb mich selber ganz für dich,/ da will ich für dich ringenj/ denn ich bin dein, und oͤu bist mein,/ und wo ich bleib, da sollst oͤu sein;/ uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut,/ dazu mein Leben rauben/ das leid ich alles dir zu gut,/ das halt mit festem Glauben./ Den Tod verschlingt das Leben mein,/ mein Unschuld trägt die Sünde dein,/ da bist ou selig woroͤen. 9. Gen himmel zu dem Vater mein/ fahr ich von diesem Leben;/ da will ich sein der Meister dein,/ den Geist will ich dir geben,/ der dich in Trübnis trösten soll/ und lehren mich erkennen wohl/ und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab unoͤ gelehrt,/ das sollst du tun und lehren,/ daß Gottes Reich hier werdò gemehrt/ zu seinem Lob und Ehrenj/ und hüt dich vor der Meuschen Satz,/ davon verdirbt der eoͤle Schatz;/ das laß ich dir zur Letze.“ martin Luther, 4 1546. 232 Leipzig 1539. 1 1 1 2...—.— 1. So wahr ich le⸗be, hrcht t dein Gott,„ir ist nicht 285 Mel. Vater unser im 232 Glaube und Rechtfertigung e e. lieb des Sünders Tod,/ vielmehr ist dies mein Wunsch und ,e, d. Will,/ daß er von Sün-den hal-te still,/ von sei⸗ner ——j4 — Eiin edi, ertn. n. nn I—— AX Bos⸗ heit keh⸗re sich/ und le⸗ be mit mir e⸗wig=lich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkino,/ verzweifle nicht in deiner Sünd!/ Hier findest du Trost, heil und Gnad,/ die Gott oͤir zu⸗ gesaget hat,/ und zwar oͤurch einen teuren Eid. /O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit;/ denk nicht:„Es ist noch gute Zeit,/ ich will erst fröhlich sein auf Ero,/ und wenn ich lebensmüde werd,/ alsdann will ich bekehren mich,/ Gott wird wohl noch er⸗ barmen sich.“ 4. Wahr ist es, Gott ist stets bereit/ dem Sünder mit Barm⸗ herzigkeit;/ doch wer auf Gnaoe sünoͤigt hin,/ fährt fort in seinem bösen Sinn/ und seiner Seele selbst nicht schont,/ dem wird mit Ungnao einst gelohnt. 5. Gnad hat oͤir zugesaget Gott/ durch Jesu Christi Blut und Tood/ doch sagen hat er nicht gewollt,/ ob ou bis morgen leben sollt./ Daß oͤu mußt sterben, ist dir kund:/ verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich!/ Eh morgen kommt, kanns ändern sich./ Wer heut ist frisch, gesund und rot,/ ist morgen krank, ja gar wohl tot./ So oͤu nun stirbest ohne Buß,/ dein Leib und Seel verderben muß. 7. Hilf, o herr Jesu, hilf du mir,/ daß ich noch heut mich wend zu dir/ und Buße tu den Augenblick,/ eh mich der schnelle Tod entrück,/ auf daß ich heut und jeder Zeit/ zu meiner heimfahrt⸗ sei bereit. Johann heermann, 4+ 1647. 22 Glaube une Mel. Wie nach ei Wasserquelle. küh⸗nen Bl Blick zu⸗ rü —— Fin⸗ster=ni wenn es nach 2. Ich vereh aus einem frei Fluch versenkte nen Sohnes E 3. O, ein R lichkeit,/ der se beut!/ Liebe, wohnt,/ um di ketten. 4. Doch duel daß sich dͤer dͤr nur an den M nicht verloren 5. Liebe, dir den die Schar öen der Glaub umsonst sich un 15⁷ junsch und —— nsei⸗ner AX 5 wig⸗lich. cht in oͤeiner Bott oͤir zu⸗ lig, dem die ist noch gute lebensmüde ohl noch er⸗ mit Barm⸗ rt in seinem m wirodͤ mit ti Blut und orgen leben st des Todes mmt, kanns orgen krank, in Leib und t mich wend schnelle Tod r Heimfahrt nann, + 1647. Glaube uno Rechtfertigung 255 Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 233 Französischer Psalter, 1551. EH. WWWW— FA. ö ö—.— 2577515 ö—.—.— 3—36—— ö DDi‚iIEe. V— 2—6— 2— .* 1 Ew⸗ge Lie⸗be, mein Ge-mü⸗te/ wa⸗get ei⸗ nen Uin den Ab⸗grund dei⸗ ner Gü⸗te!/ Send ihm ei⸗ nen .— ö— S...DS iD‚iiiiiIiI‚‚I‚i — — 1 küh⸗nen Blick Blick zu⸗rück, ei⸗nen Blick voll hei⸗ter⸗keit,/ der die —.——..——— ere uxes E,— Fin⸗ster ⸗nis zerstreut,/ die mein blö-des Ru⸗ ge oͤrük⸗ket,/ — ö Z, n e.— wenn es nach dem Lich⸗te blik ⸗ ket. 2. Ich verehre dich, o Liebe,/ daß oͤu oͤich erbarmet hast/ und aus einem freien Triebe/ den erwünschten Schluß gefaßt,/ der im Fluch versenkten Welt/ durch ein teures Lösegelö,/ oͤurch des eig⸗ nen Sohnes Sterben, /Gnao und Freiheit zu erwerben. 3. O, ein Ratschluß voll Erbarmen,/ voller huld und Freunoͤ⸗ lichkeit,/ der so einer Welt voll Armen/ Gnaoe, Trost und hilfe beut!/ Liebe, die den Sohn nicht schont,/ der in ihrem Schoße wohnt,/ um die Sünder zu erretten/ aus den schweren Sünden⸗ ketten. 4. Doch oͤu hast, o weise Liebe,/ eine Oroͤnung auch bestimmt,/ daß sich der darinnen übe,/ der am Segen Anteil nimmt;/ wer nur an den Mittler gläubt/ und ihm treu ergeben bleibt,/ oͤer soll nicht verloren gehen,/ sondern Heil und Leben sehen. 5. Liebe, dͤir sei Lob gesungen/ für den gnaoenvollen Schluß,/ den oͤie Schar verklärter zungen/ rühmen und bewundern muß,/ den der Glaub in demut ehrt,/ die Vernunft erstaunet hört/ und umsonst sich unterwindet,/ wie sie oͤessen Tief' ergründet. 15⁷ 227 23⁴ Glaube und Rechtfertigung 6. Liebe, laß mich dahin streben,/ meines Heils gewiß zu sein,/ richte selbst mein ganzes Leben/ so nach deinem Willen ein,/ oaß des Glaubens§rucht und Kraft,/ den dein Geist in mir geschafft,/ mir zum Zeugnis oͤienen möge,/ ich sei auf dem Himmelswege. 7. Laß mich meinen Namen schauen/ in dem Buch des Lebens stehn;/ dann so werd ich ohne Grauen/ selbst dem Tod entgegen⸗ gehn./ Reine Rreatur wird mich,/ deinen Liebling, ewiglich/ deiner Hand entreißen können,/ noch von deiner Liebe trennen. Joh. Jakob Rambach, 4 1735. 234 1. Mein heiland nimmt oͤie Sünder an,/ die unter ihrer Last der Sünden/ kein Mensch, kein Engel trösten kann,/ die nirgend Ruh und Rettung finden,/ für ͤeren Angst unò Seelenpein/ die weite Welt ist selbst zu klein,/ weil über sie der Stab gebrochen,/ der himmel ihnen abgesprochen,/ die sehn die Freistatt aufgetan:/ mein Heiland nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz/ trieb ihn von seinem Thron auf Erden;/ ihn oͤrang der Sünder Not und Schmerz,/ an ihrer Statt ein Fluch zu werden;/ er senkte sich in ihre Not/ und litt für sie den bittern Tod;/ nun, da er denn sein eigen Leben/ für sie als Lösegeld gegeben/ und seinem Vater gnug getan,/ so heißts: er nimmt die Sünder an. ö 3. O solltest du sein herze sehn,/ wie sichs nach armen Sündern sehnet,/ sowohl wenn sie noch irre gehn,/ als wenn ihr Auge vor ihm tränet!/ Wie streckt es sich nach Zöllnern aus,/ wie eilt er in Zachäi Haus,/ wie sanft stillt er dort Magdalenen/ den Strom der heißen Reuetränen/ und denkt nicht, was sie sonst getan./ Mein heiland nimmt die Sünder an. 4. Wie freunoͤlich blickt er Petrus an,/ so tief der Jünger auch gefallen./ Nun, dies hat er nicht nur getan,/ da er auf Erden mußte wallen;/ nein, er ist immeroͤar sich gleich,/ an Liebe, Treu und Gnaden reich;/ und wie er unter Schmach und Leiden,/ so ist er auf dem Thron der Freuden/ den Sündern liebreich zugetan./ Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. So komme denn, wer Sünder heißt,/ wen seine Sündenschuld betrübet,/ zu dem, der keinen von sich weist/ und der zerschlagne Glaube und Herzen liebet. verloren gehn retten, er ersch heiland nimm . Rommen weißt zu kommn auch so noch a und wie er dir sich brünstig n⸗ heran!/ Mein 7. Sprichen Schuld belaoͤr der herr nicht und deinen Fe binden,/ und nichts helfen 8. Doch syr der Welt geni Gnadenpforte zum Gnadens hat die Gnade heut komm, h 9. Ja, zeue Sünder,/ erft kinder./ Zeig Liebesherz;/ stille stehen,/ nimmt Jesus Mel. Jesus, me (Oder wie Nr. 2 tfertigung viß zu sein,/ en ein,/ daß ir geschafft,/ mmelswege. des Lebens oö entgegen⸗ glich/ deiner men. mbach, 4 17355. er ihrer Last die nirgend Aenpein/ die gebrochen,/ t aufgetan:/ einem Thron rz// an ihrer Aot/ und litt n Leben/ für n//so heißts: len Sündern ihr Auge vor wie eilt er in den Strom onst getan./ Jünger auch Eroͤen mußte e, Treu und en,/ so ist er h zugetan./ zündenschuld r zerschlagne Glaube und Rechtfertigung 235 gerzen liebet./ Wie, willst du dir im Lichte stehn/ und ohne Not verloren gehn?/ Willst oͤu der Sünde länger dienen,/ da, dich zu retten, er erschienen?/ O neinl verlaß die Sündenbahn!/ Mein heiland nimmt die Sünder an. 6. Komm nur mühselig und gebückt,/ komm nur, so gut du weißt zu kommenj/ wenngleich die Last dich niederdrückt,/ du wirst auch so noch angenommen./ Sieh, wie sein Herz dir offen steht,/ und wie er dir entgegengehtl/ Wie lang hat er mit vielem dᷣlehen/ sich brünstig nach dir umgesehen!/ So komm denn, armer Mensch, heran!/ Mein heiland nimmt die Sünder an. 7. Sprich nicht:„Ich sündigte zu schwer,/ ich bin zu sehr mit Schuld beladen,/ für mich ist keine Rettung mehr,/ mich nimmt der herr nicht an zu Snaden.“/ Wofern dus jetzt nur redlich meinst/ und deinen Fall mit Ernst beweinst,/ so soll ihm nichts die hände binden,/ uno du sollst seine Gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. /Mein heiland nimmt die Sünder an. 8. Doch sprich auch nicht:„Es ist noch Zeit,/ ich muß erst noch der Welt genießen;/ Gott wird ja eben nicht gleich heut/ die offne Gnadenpforte schließen.“ /Nein, weil er ruft, so höre du/ und tritt zum Gnadenstuhl hinzu;/ wer seiner Seele heil verträumet,/ der hat die Gnadenzeit versäumet,/ ihm wird hernach nicht aufgetan/ heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 9. Ja, zeuch uns selber recht zu dir,/ holoͤselger Heiland aller Sünder,/ erfüll mit sehnender Begier/ auch uns und alle Rdams⸗ kinder./ zeig uns bei unserm Seelenschmerz/ dein aufgeschlossnes Liebesherz;/ und wenn wir unser Elend sehen,/ so laß uns ja nicht stille stehen,/ bis daß ein jeder sagen kann: Gottlob, auch mich nimmt Jesus an! Leop.§rz. Friedrich Lehr, 4 1744. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 235 (Oder wie Nr. 271.) Berlin 1655. ——.—.— ——9— e⸗sus nimmt die Sün⸗der an!/ Sa⸗get doch dies Vwel⸗che von der rech⸗ten Bahn/ auf ver⸗kehr⸗ten 22 236 Glaube und Rechtfertigung —— I—.— E————. — DEEE — O- Trostwort al⸗ len, Weg ver⸗fal⸗ len. Hier ist, was sie ret⸗ten kann:/ Je⸗sus . Ba dre dn Ee ——— Iι I nimmt die Sün⸗der an. 2. Keiner Gnade sind wir wert,/ oͤoch hat er in seinem Worte/ eioͤlich sich dazu erklärt;/ sehet nur, oͤe Gnadenpforte/ ist hier völlig aufgetan:/ Jesus nimmt oͤie Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist,/ suchet es ein treuer Hirteʒ/ Jesus, der uns nie vergißt,/ suchet treulich das Verirrte,/ oͤaß es nicht verderben kann: ZJesus nimmt oͤie Sünder an. 4. Rommet alle, kommet her,/ kommet, ihr betrübten Sünderz/ Jesus rufet euch, und er/ macht aus Sündern Gottes Kinderʒ/ glaubt es doch und denkt oaran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier/ und bekenne meine Sündenj/ laß, mein Heilano, mich bei dir/ Gnaoe und vergebung finöen// daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun so faß ich frohen Mut,// auf dich werf ich meine Sündenj/ dein am Rreuz vergossnes Blut/ lähet mich Vergebung finden,/ daß ich gläubig sprechen kann:ZJesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an!/ Er hat mich auch angenommen/ und den Himmel aufgetan,/ daß ich selig zu ihm kommen/ und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Erömann Neumeister, 1 1756. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 236 Frankfurt a. M. 1738. 9 .SPSPSPS.II........... 1. Ich ha⸗be nun den Grund ge⸗fun ⸗den,/ der wo an⸗ders als in ge⸗ su Wun⸗den?/ da mei⸗nen RI lag er vo weg⸗ lich x 2. Es ist d des, der mit o dem allemal 3. Wir soll holfen seinj/ nach den Hin an unsres he 4. O Abgr schlungen hat kein Veroam herzigkeit, B 5. Darein trost vertrau nach Gottes liche Barmhe 6. Wird a quicken kann ausgetan;/i herzigkeit. 7. Muß ic bin,/ viel Ui men hin;/ herzigkeit. 8. Es geh ist;/ er woll vergißt;/ so herzigkeit. fertigung em Worte/ ete/ ist hier ier Hirteʒ/ te,/ daß es Sünderʒ/ Kinderz/ zünoͤer an. Sündenj/ ng finüen// Slinder an. Sündenj/ 9 finden,/ noͤer an. jsenommen/ nmen/ und ran. ister, 4 1756. t a. M. 1738. . den,/ der den?/ da Glaube und Rechtfertigung 23⁰ SSSSII I SIIIIIII mei⸗ nen An⸗ker e⸗wig hält: be⸗ lag er vor der Zeit der Welt,‚ — I enm u nin ö III—— 12.—.————— weg=lich steht,/ wenn Erd und him⸗ mel un⸗ ter⸗ geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen,/ das alles Denken übersteigt,/ des, der mit offnen Liebesarmen/ sich zu uns armen Sündeͤrn neigt,/ dem allemal das Herze bricht,/ wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden,/ Gott will, uns soll ge⸗ holfen sein j/ deswegen kam sein Sohn auf Erden/ und nahm her⸗ nach den Himmel einj/ deswegen klopft er für und für/ so stark an unsres Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden/ durch Christi Tod ver⸗ schlungen hat!/ Das heißt, die Wunde recht verbinden;/ hier findet kein Verammen statt,/ weil Christi Blut beständig schreit:/ Barm⸗ herzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken,/ dem will ich mich ge⸗ trost vertraun,/ und wenn mich meine Sünden kränken,/ nur bald nach Gottes Herzen schaunj/ da findet sich zu aller Zeit/ unend⸗ liche Barmherzigkeit. 6. Wird alles anoͤre mir entrissen,/ was Seel und Leib er⸗ quicken kannj/ darf ich von keinem Troste wissen/ und scheine völlig ausgetan j/ ist die Errettung noch so weit:/ mir bleibet doch Barm⸗ herzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken,/ darinnen ich gewandelt bin,/ viel Unvollkommenheit bemerken,/ so fällt wohl alles Rüh⸗ men hinz/ doch ist auch hier der Trost bereit:/ ich hoffe auf Barm⸗ herzigkeit. 8. Es gehe mir nach dessen Willen,/ bei dem so viel Erbarmen ist;/ er wolle selbst mein Herze stillen,/ damit es dies nur nicht vergißtj/ so stehet es in Lieb und Leid/ in, durch und auf Barm⸗ herzigkeit. 231 237 Glaube unodͤ Rechtfertigung 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben,/ solange mich die Erde trägt;/ das will ich denken, tun und treiben,/ solange noch mein herze schlägt;/ so sing ich einst in Ewigkeit:/ o Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Anoͤreas Rothe, 4 1758. O daß ich t 0 Mel. Nr. 256. 237 Zungen hatte. 1. Aus Gnaden soll ich selig werden!/ Herz, glaubst dᷣus ooer glaubst oͤus nicht? /Was willst du oͤich so blöò gebärden?/ Ists Wahrheit, was dͤie Schrift verspricht,/ so muß auch dieses Wahr— heit sein:/ aus Gnaden ist der Himmel dein! 2. Aus Gnaoen! hier gilt kein Veroͤienen,/ oͤie eignen Werke fallen hin./ Der Mittler, oͤer im Fleisch erschienen,/ hat diese Ehre zum Gewinn,/ daß uns sein Tod das heil gebracht/ und uns aus Gnaden selig macht. 5. Nus Gnaden! Merk dies Wort„aus Gnaden“, so oft dich deine Sünde plagt;/ so schwer oͤu immer bist belaoͤen,/ so oft dich dein Gewissen nagt;/ was die Vernunft nicht fassen kann,/ das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden/ und übernahm die Sündenlast;/ was nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sprich, wo du was zu rühmen hast!/ Wars nicht, daß er dein Bestes wollt/ und oͤir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben,/ solange Gott wahrhaftig heißt;/ was alle Rnechte Jesu schreiben,/ was Gott in seinem Worte preist,/ worauf all unser Glaube ruht,/ ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch du, sichrer Sünder,/ denk nicht:„Wohl⸗ an, ich greif auch zu.“/ Wahr ists, Gott rufet Rbams KRinder/ aus Gnaoͤen zur verheißnen Ruh;/ doch nimmt er nicht zu Gnaden an,/ der noch auf Gnaoe sünoͤgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret,/ tret ab von aller Heuchelei;/ nur wenn der Sünder sich bekehret,/ dann lernt er erst, was Gnade sei;/ beim Sünoͤgen scheint die Gnad gering,/ dem Glauben ists ein Wunderoͤing!l 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen/ das Herz des Vaters aufgetan,/ wenns unter Angst und heißen Schmerzen/ nichts sieht 259 Glaube un und nichts n her,/ wenn 9. Aus G6 ist mir wohl, der mich hei mich die Gn (Oder wie Nr. keit,/ un 2. Ich he Gnaden sei das Blut ð Feinol:,:: 3. Das n ein Mensch ist mein ga 2): und rüh 4. Dies l Rühmen se ertigung h die Erde noch mein grund der dthe, 4 1758. ich tausend ingen hätte. töus oder den?/ Ists ses Wahr⸗ ien Werke diese Ehre uns aus so oft dich so oft dich ann,/ das rnahm die 27 Sprich, stes wollt/ ange Gott as Gott in ist Gnade t:„Wohl⸗ jnoͤer/ aus u Gnaden von aller n lernt er àgering,/ hes Vaters nichts sieht Glaube und Rechtfertigung 258 und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her,/ wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben j/ ich glaube, darum ist mir wohlj/ ich kenn mein sünoͤliches Veroͤerben,/ doch den auch, der mich heilen soll./ Mein Geist ist froh, die Seele lacht,/ weil mich die Gnade selig macht. Christian Ludwig Scheiot, 4 1761. (Oder wie Nr. 256.) 238 Bei J. G. Schicht, 1819. 20. .—.— 24.——...— ——9—5...——6— V——.—— 9—— Mir ist Er⸗bar⸗mung wi⸗der⸗fah⸗ren,/ Erbarmung, Udas zähl ich zu dem Wun⸗der⸗ ba⸗ren,/ mein stol⸗zes —3——*——— ..........**— E— II de⸗ ren ich nicht wert;— herz hats nie be⸗gehrt. nun weiß ich das und S bin er⸗freut ,½: und rüh⸗me die Barm⸗ her-zig⸗ keit,/ und rüh⸗-me die Barm-⸗-her⸗ zig⸗keit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet/ und soll bei Gott in Gnaden sein j/ er hat mich mit sich selbst versühnet,/ macht oͤurch das Blut des Sohns mich rein.:): Warum? ich war ja Gottes Feindl:,: /: Erbarmung hats so treu gemeint!:/ 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen,/ das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt;/ ich kann es nur Erbarmung nennen,/ so ist mein ganzes Herz gesagt.:: Ich beuge mich und bin erfreut:/: 2): und rühme die Barmherzigkeit.:,: 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben,/ dies soll mein einzig Rühmen sein;/ auf dies Erbarmen will ich glauben,/ auf dieses 255 2539 Glaube und Rechtfertigung bet ich auch allein, auf bieses duld ich in der Not,,:: auf dieses hoff ich noch im Tod.: 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen,/ nimm dein Erbarmen nicht von mir/ und führe durch den Tod mich Armen,/ durch meines Heilands Tod zu dir;:): da bin ich ewig hocherfreut:,:: und rühme die Barmherzigkeit.:,: phil. Frieoͤrich hiller, 4 1769. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 239 Georg Neumark, 1657. 2— ö.—— E— 5— 325——**—— ꝗ.PAIIIII Ich weiß von kei⸗nem an⸗dern Grun⸗de,/ als den der ich weiß von kei⸗nem an⸗dern Bun⸗de,/ von kei⸗nem EEE Glaub in Chri⸗sto hat; an⸗ dern Weg und Rat, als daß man e⸗lend, arm und IEEEE R—Er— ů bloß/ sich legt in sei⸗ nes Va⸗-ters Schoß. 2. Ich bin zu meinem hHeiland kommen/ und eil ihm immer besser zu;/ ich bin auch von ihm aufgenommen/ und finde bei ihm wahre Ruh;/ er ist mein Kleinod und mein Teil,/ und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. Ich bleib in Christo nun erfunden/ und bin in ihm gerecht und rein;/ bleib ich mit ihm nur stets verbunden,/ so kann ich immer sicher sein;/ Gott sieht auch mich in Christo an,/ wer ist, der mich verbammen kann? 4. Ich fühle noch in mir oie Sünde;/ doch schaden kann sie mir nicht mehr,/ weil ich in Christo mich befinde;/ wohl aber beuget sie mich sehr./ Ich halte nichts gering und klein,/ sonst oͤringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Veroͤerben/ im Glauben und in Christi Kraft;/ der alte Mensch muß täglich sterben,/ der noch nicht tot am Kreuze haft't;/ dies aber macht mich rein und klein/ und lehrt zu Jesu ernstlich schrein. 2³⁴ . * Glaube 1 6. Und oͤ ihn seh,/ de zu ihm fleh Wachstum 7. Ich bl nimmer gel Liebe stehn Grund auf 8. O Jes laß deinen dir;/ laß st Grund mir Mel. Herzlich ich oͤich, o Her ru⸗ fest nicht vom mich von rtigung auf dieses Erbarmen ch meines : 2/: und er, 4 1769. mark, 1657. — den der nkei⸗nem arm und m immer finde bei ind außer m gerecht kann ich „wer ist, nn sie mir er beuget oringt ein in Christi nicht tot und lehrt Glaube uno Rechtfertigung 2⁴⁰ 6. Und da ich so in Christo bleibe,/ stets vor ihm wandelnd auf ihn seh,/ das Wort des Friedens fröhlich treibe/ und unablässig zu ihm fleh,/ so bleib ich stets im Grunde H kann mein Wachstum vor sich gehn. 7. Ich bleib im tiefsten Demutsgrunde/ und Wwil von Christo nimmer gehn;/ ich bleib im allgemeinen Bunde,/ in allgemeiner Liebe stehn/ und häng an Christo ganz allein;/ dies soll mein Grund auf ewig sein! 8. O Jesu, laß mich in dir bleiben,/ o Jesu, bleibe du in mir;/ laß deinen guten Geist mich treiben,/ daß ich im Glauben folge dir;/ laß stets mich fromm und wachsam sein,/ so reißet nichts den Grund mir ein. Karl heinrich v. Bogatzky, 4 1774. Mel. lich lieb hab Iwoich, o Herr.— 240 Straßburg 1577. 4 4 + —.—.—.— 2.—— + 1. Ich kom⸗me, ördesdr dens⸗ ·fürst, zu dir;/ er⸗bar⸗mend der Sün⸗den Last ist mir zu schwer: /o laß mich s⸗ ru⸗fest du auch mir,/ den Frie⸗-den zu emp⸗fan⸗gen. Sieh nicht vom Tro⸗ste leer,/ laß mich zur Ruh ge⸗lan⸗gen. ——2— ö—.— ö— —.——————6———— —.—......— an mein tief⸗ge⸗beug⸗tes herz/ Sieh meiner See⸗le Angst und — I.—7 U—+ —————.......—— ————— Schmerzl/ Wer trö⸗stet mich, als du al- lein? /Wer ma⸗chet + 4 S—.——— —..—————8 0 2 x. ö —— 6—— 1 —.—— mich von Sün den rein?/ Herr Je⸗su Christ,/ mein Trost, mein 935⁵ 255 24¹ Glaube unoͤ Rechtfertigung ö—.———.— ꝑRRRPRPRDRꝑPR‚RꝑE‚I‚P‚P‚P‚‚‚cTtTTTtTTcTTTR Licht,/ mein Trost, mein Licht,/ verwirf mein sehnlich Flehen nicht! 2. Du, oͤu bist neine Zuversicht! /Durch oͤich entflieh ich dem Gericht,/ dem schweren Lohn der Sünden./ Durch oͤich kann ich dem Fluch entgehn/ und mich mit Gott vereinigt sehn,/ durch dich das Leben finden./ Dein Tod ist der Verlornen Heil;/ sein Segen werd auch mir zuteil;/ er sei auch mir Beruhigung/ und meines Lebens Hheiligung./ Herr Jesu Christ,/ ich hoff auf dich,/ ich hoff auf dich;/ in dieser Hoffnung stärke mich! 3. Mein ganzes Leben preise dich!/ Erlöst, mein Mittler, hast du mich,/ dein Eigentum zu werden./ Bin ich nur dein, so fehlt mir nichts,/ nichts einst am Tage des Gerichts,/ nichts hier auf dieser Erden./ Auf dieser Bahn zum Vaterlanoͤ/ entzeuch mir nie⸗ mals deine Hand;/ zu deinem Dienste stärke mich/ und laß mich siegen einst oͤurch dich./ Herr Jesu Christ,/ erhöre mich;/ einst preis ich dich/ für deine Snade ewiglich! Christ. Sturm, 4 1780. 241 Christoph Anton, 1651. —5— 5, L—. 13 sollst glau-ben, o du Ar⸗mer;/ und oͤu zwei⸗felst? Du sollst be⸗ ten zum Er⸗bar⸗mer;/ und oͤu kannst, du . 75— ——5—— Zweif⸗ le nicht! kannst es nicht. +. B. du sollst un⸗be⸗dingt ver⸗ trau⸗ en,/ —.— 605 ou den Aus⸗ gang 66% en. 3.— su Aus⸗- gang ..— 2— ö ward erst klar,/ als er auf⸗ er⸗stan⸗den war. Glaube u 2. Glaub por,// Glaub Glaube geh und sie übe 3. Glaub leicht/ alle⸗ Ob du auch kämpfe stär 4. Hast d Siehst durn Mußt du oͤt bald dich s 5. Glau strahl meht selig ist, w ohne Scha fingenl- Mel. Valet r ich dir geben tigung en nicht! ich dem kann ich urch dich n Segen ĩmeines ich hoff ei⸗felst? nnst, du Glaube und Rechtfertigung 242 2. Glaube gibt der Anoͤacht Flügel,/ Glaube hebt zu Hott em⸗ por,/ Glaube bricht des Grabes Siegel,/ selbst der Ewigkeiten Torz/ Glaube geht durch Flamm und Fluten// ließ die zeugen Jesu bluten/ und sie überwinden weit,/ sicher ihrer Seligkeit. 3. Glaube hilft in allem siegen,/ macht die schwerste Tugend leicht/ alles muß zu düßen liegen// selbst gewohnte Sünde weicht./ Ob du auch im Kampf erlagest,/schon an Slaubenskraft verzagest,/ kämpfe stärker, kämpfe mehr,/ deine Hilfe ist der Herr. 4. Hast du nicht des Wunderbaren/ Wunderausgang oft gesehn ꝛ/ Siehst du nicht den Unsichtbaren/ groß durch Taten bei dir stehnꝰ/ Mußt du denn ihn immer sehenꝰꝛ/ bald des Ewgen Rat verstehen ꝛ/ bald dich seiner hilfe freun? /würde dies dein Bestes sein? 5. Glaube dann noch, wenn zu glauben/ fast kein Hoffnungs⸗ strahl mehr bleibt;/ laß dir nichts sein Machtwort rauben:/ Selig, selig ist, wer glaubt!/ Ach, die ersten dort am Throne/ glaubten ohne Schaͤun die Krone,/ rangen, starben, wankten nie/ und emp⸗ fingen! Sei wie sie! Gottlob Reiber, 4 1809. 242 IEEE EEEE Ich weiß, an wen ich glau⸗be,/ ich weiß, was fest be⸗ wenn al⸗les hier im Stau⸗be/ wie Staub und Rauch ver⸗ SSEEE 2 — Melchior Teschner, 1615. steht, ich weiß, was e⸗wig blei⸗bet,/ wo al⸗ les wankt und weht; de, e, E— SE— fällt,/ wo Wahn die Weisen treibet/ und Trug die Rlu⸗gen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert,/ ich weiß, was nie verläßt;/ auf ewgen Grund gemauert/ steht diese Schutzwehr fest./ Es sind des heilanos Worte,/ die Worte fest und klar;/ an diesem delsenhorte/ halt ich unwandelbar. 237 2⁴³ Nachfolge Christi 3. Auch kenn ich wohl den Meister,/ der mir die Feste baut:/ es ist der Herr der Geister,/ auf den der Himmel schaut,/ vor dem die Seraphinen/ anbetend niederknien,/ um den die heilgen dienen!/ Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht oer höhe,/ das ist mein Jesus Christ,/ der dels, auf dem ich stehe,/ der diamanten ist,/ der nimmermehr kann wanken,//mein Heiland und mein Hort,/ die Leuchte der Geoͤanken,/ die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket/ am Abend einst begrubj/ er, oer von Gott erwecketsich aus dem Grab erhub/ der meine Schuld versöhnet,/ der seinen Geist mir schenkt// der mich mit Gnade krönet/ und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht/ und in dem Erdenstaube/ nicht mit als Staub verweht./ Es bleibet mir im Grauen/ des Todes ungeraubtj/ es schmückt auf Himmels⸗ auen/ mit Kronen einst mein Haupt! Ernst Moritz Arnoͤt, 4 1860. v. 5 von A. Knapp, 4 1864. Heiligung Nachfolge Christi.(Ruch Lied nr. 4113 mel. wi ͤ W.erguelle. 2533 243 Französischer Pfalter, 1551. E——.— —.—— ——.—— 1 Sei ge⸗treu bis an das En⸗ de,/ daß nicht Mar⸗ter, Udich von dei⸗nem Je⸗su wen⸗de; sei ihm treu bis ö é ů— Ein dewaod Ach, das Lei⸗ den die ⸗ser Zeit/ ist nicht wert ö —3— ++ J. + ———.—— —.—— ö—.— 2—.————— ——————— der Herr⸗lich⸗keit,/ die dein Je⸗sus dir will ge⸗ben/ dort in 25⁸ — ——— Nachfolge — 9— je=nem 2. Sei get ja nicht aus den dein Go du gingest j 3. Sei ge auch die Lie Denke, was mußt, soll oͤ 4. Sei ge laß dich nick Denn oͤu m leichter träg 5. Sei ge hat dich Kre hoff auf ihn Hilf ist schoi 6. Nun w fest!/ Ich w nicht verläß ergibt,/ sieh Mel. Machs m Christi e baut:/ vor dem Heilgen rist,/ der ehr kann danken,/ er, der e Schuld t Gnade besteht/ 8 bleibet immels⸗ p, + 1864. ter, 1551. Nachfolge Christi 2⁴⁴ 2—— — 4 UI +*+ 2. Sei getreu in deinem Glauben!/ Laß dͤir oͤessen festen Grund/ ja nicht aus dem Herzen rauben,/ halte treulich deinen Bund,/ den dein Gott durchs Wasserbad/ fest mit oͤir geschlossen hat./ Ach, du gingest ja verloren,/ wenn du treulos ihm geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe/ gegen Gott, der dich geliebt;/ auch die Lieb am Nächsten übe,/ wenn er dich auch oft betrübt./ denke, was dͤein Heiland tat,/ als er für die Feinde bat!/ Du mußt, soll oͤir Gott vergeben,/ auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in oͤeinem Leiden!/ Lasse oͤich kein Angemach,/ laß dich nichts von Jesu scheiden,/ murre nicht in Weh und Achl/ denn oͤu machest deine Schulo/ größer nur durch Ungedulo// leichter trägt, wer willig träget,/ was sein Gott ihm auferleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen!/ Traue fest auf Gottes Wort;/ hat dich Rreuz und Not betroffen/ und Gott hilst nicht alsofort:/ hoff auf ihn doch festiglich,/ sein herz bricht ihm gegen dich,/ seine Hilf ist schon vorhanden,/ Hoffnung machet nie zuschanden. 6. Nun wohlan, so bleib im Leiden/ Glaube, Liebe, Hoffnung fest!/ Ich will treu sein bis zum Scheiden,/ weil mein Gott mich nicht verläßt./ Herr, den meine Seele liebt,/ dem sie sich im Rreuz ergibt,/ sieh, ich fasse deine hände:/ Hilf mir treu sein bis zum Ende! Nach Ber j. Prätorlus, 4 um 1674. Mel. Machs mit mir Gott, nach einer Güt. 244 V W „ir nach, spricht Chri⸗stus, ver⸗ leug ⸗ net euch, ver⸗ ——— .. ..... un ⸗ ser helö,/ mir nach, ihr Chri⸗sten laßt die Welt,/ folgt mei⸗nem Ruf und 25 2⁴⁵ Nachfolge Christi t..„r unienr,e — E—— al ⸗-ͤlej 20 e Schal ⸗le) nehmt eu⸗ er Kreuz und—9 5 mach/ auf I E A 1— euch, folgt meinem Wan-del nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für/ mit heilgem Tugenoͤlebenz/ wer zu mir kommt und folget mir,/ darf nicht im Finstern schwebenz/ ich bin der Weg, ich weise wohl,/ wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein herz ist voll Demütigkeit,/ voll Liebe mein Gemüte,/ mein Mund voll Hulo und Freunoͤlichkeit,/ voll Sanftmut und voll Güte/ mein Geist und Wille, Kraft und Sinn/ ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Och zeig euch das, was schäoͤlich ist,/ zu fliehen und zu meiden,/ und euer Herz von arger List/ zu reingen und zu scheiden;/ ich bin der Seelen Fels und Hort/ und führ euch zu der himmelspfort! 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran,/ ich steh euch an der Seite,/ ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn,/ bin alles in dem Streite./ Ein böser Knecht, der still mag stehn,/ sieht er voran den deloͤherrn gehn! 6. Wer seine Seel zu finden meint,/ wird sie ohn mich verlierenz/ wer sie hier zu verlieren scheint,/ wird sie in Gott einführen./ Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir,/ ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn/ mit Leib und Seel nachgehen/ und wohlgemut, getrost und gern/ in allen Leiden stehen;/ denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron/ des ewgen Lebens nicht davon. Zoh. Scheffler, + 1677. v. A bei dreylinghausen, 1704. —— Mel. Lasset uns den herren preisen. 245 gohann Schop, 1641. —— XV LI ö——.— SSI‚I..IIIIIII‚II‚I........ E———————— . Las⸗set uns mit Je⸗ su zie⸗ hen,/ sei⸗ nem in der Welt der Welt ent⸗flie⸗hen,/ auf der Nachfolge E Vor⸗-bilö] Bahn, die rei⸗sen, recht und * wei⸗ senl 2. Lasset u Nach dem Leit Tränensaat, denn es schein Jesu, hier lei 3. Lasset ur rettet von de uns töten, wi er uns aus dͤ ich, sterb ich 4. Lasset u das Grab un deines Leiber uns für und ich lebe hier, 10 e Christi lach/ auf —— enoͤlebenj/ schwebenz/ andeln soll. Gemüte,/ ut und voll tt ergeben, u meiöen,/ eiden;/ ich melspfort! der Seite,/ treite./ Ein jerrn gehn! verlierenz/ inführen./ nicht wert und Seel len Leiden des ewgen hausen, 17⁰⁴. Schop, 1641. —— sei⸗ nem auf der Nachfolge Christi 4 — vor⸗ bild fol⸗„gen nach, Bahn, die er uns brach, ö 2+ —— HI X * + IIIXX ++ im⸗mer⸗fort zum him⸗mel —.— EE— rei⸗sen,/ ir⸗disch noch, schon himmlisch 55— glau⸗ben 1 I——— I ——ß7———— I. recht und le⸗ben rein,/ in der Lieb den Glau⸗ ben ,,.. e wei⸗sen!/ Treu⸗ er de⸗su, bleib bei mir;/ geh vor⸗ — 4 —— I an, ich fol⸗ ge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden,/ seinem Vorbild werden gleichl/ Nach dem Leiden folgen Freuden,/ Armut hier macht oͤroben reichj/ Tränensaat, die erntet Wonne,/ Hoffnung tröstet mit Geduld j/ denn es scheint durch Gottes huld/ nach dem Regen bald die Sonne./ Jesu, hier leid ich mit dir;/ dort teil deine Freud mit mir! 3. Lasset uns mit Jesu sterben!/ Sein Tod rettet uns vom Tod,/ rettet von der Seel Veroͤerben,/ von oͤer ewiglichen Not./ Laßt uns töten, weil wir leben,/ unser Fleisch, ihm sterben ab,/ so wird er uns aus dem Grab/ in das Himmelsleben heben./ Jesu, sterb ich, sterb ich dir,/ daß ich lebe für und für! 4. Lasset uns mit Jesu leben!/ Weil er auferstanden ist,/ muß das Grab uns wiedergeben./ Jesu, unser haupt du bist,/ wir sind deines Leibes Glieder;/ wo oͤu lebst, da leben wir;/ ach, erkenn uns für und für,/ treuer Freund, als deine Brüderl/ Jesu, dir ich lebe hier,/ dorten ewig auch bei dir! Sigismund v. Birken, 4 1681 241 10 Nachfolge Christi 0 246 Darmstadt 1698. SIIII..I............ T ——. E—— Je⸗ su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des Le⸗bensl/ wie sie ihr oͤro⸗hen⸗des heer nicht ver⸗ge⸗ bens/ +.— E— x 23322— Sieh, wie oͤie Fin⸗ster⸗nis oͤrin⸗get biretz, mach.⸗ig auf⸗füheret, mi⸗ 4—— zusein1 n 1 E.— 4.———.— ö sin⸗net auf al⸗ ler⸗ lei Rän⸗ te, Hab sie mich sich ⸗te, zer⸗ e— ———— stö ⸗re und krän⸗ ke. 2. Jesu, hilf siegen! Ach, wer muß nicht klagen!/ Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir;/ hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen,/ oie mein Gewissen mir täglich hält für!/ Ach, laß mich schmecken oͤein kräftig Versühnen/ und dies zu meiner Dde⸗ mütigung dienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde,„Eigenlieb, Hof⸗ fart und Mißgunst sich regt,/ wenn ich die Last der Begierden emp⸗ finde,/ und sich mein tiefes Verderben darlegt./ Hilf dann, daß ich vor mir selber erröte/ und durch dein Leiden die Sündenlust töte. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen/ in mir die Lüste oͤes Fleisches und gib,/ daß in mir lebe des Geistes Verlangen,/ auf⸗ wärts sich schwingend durch heiligen Trieb./ Laß mich einoͤringen ins göttliche Wesen,/ so wird der Leib und die Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille/ dir, herr, sei gänz⸗ lich zu eigen geschenkt,/ und ich mich so in dein Wollen verhülle,/ daß sich oͤie Seele zur Ruhe hinlenkt./ Laß mich mir sterben und alle dem Meinen,/ daß ich mich zählen darf unter die Deinen. 2⁴ Aachfolge 6. Jesu, hil. Kräfte der Lü sich schminken, mir zur Recht prüfen die Ge 7. Jesu, hil ja und schlum treten,/ der d Nacht mit Ern und wecken. 8. Jesu, hil Nichts und V sich findet,/ w so wollst du ir zen vermähle 9. Jesu, hil du uns würdi reichs Erben/ Jesu, dir bleil und Leben! Mel. Eins ist no ach, Herr, oͤies“ Hei⸗ lig⸗ Namens Ru präch⸗tig v 16*⁷ je Christi mstaoͤt 1698. ir Le⸗bensl/ ge⸗bens/ r u, wie sie a te, zer⸗ herr, mein der Jugend /Ach, laß neiner De⸗ nlieb, Hof⸗ eren emp⸗ dann, daß enlust töte. Lüste des igen,/ auf⸗ einoͤringen genesen. x, sei gänz⸗ verhülle,/ terben und Deinen. Aachfolge Christi 2⁴⁷7 0. Zesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken!/ Wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn/ und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken,/ laß doch viel heller dann deine Kraft sehn./ Steh mir zur Rechten, o Rönig und Meister,/ lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten;/ Hüter, du schläfst ja und schlummerst nicht ein. /Laß dein Gebet mich unenoͤlich ver⸗ treten,/ der du versprochen, Fürsprecher zu sein./ Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken,/ wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindet,/ und ich mein Uichts und Verderben nur seh;/ wenn kein Vermögen zu beten sich findet,/ wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh,/ ach, Herr, so wollst du im Grunde der Seelen/ dich mit dem innersten Seuf⸗ zen vermählen. 9. Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben;/ mach du uns würdig und stetig bereit,/ daß ich mich nenne des Himmel⸗ reichs Erben/ dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit./ Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben,/ hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben! goh. Heinrich Schröder, 4 1699. Mel. Eins ist not, ach, Herr, oͤies Eine. 247 x EEE Adam Krieger, 1657. her⸗-zog uns⸗ rer Se⸗lig⸗kei⸗ten,/ zeuch uns in dein da oͤu uns die Stätt be⸗rei⸗ten/ und zu dei⸗ nes 1. —,, S PII.I.III.II hei⸗ lig ⸗ tum, Namens Ruhm/ als 2 dei ⸗ ne Er ⸗lö⸗ sten sieg⸗ ö.. ö— 4— —.— 53—5.——— 5. 7 2— 5—+— präch⸗tig willst füh⸗ ren;/ laß un ⸗se re Bit⸗te dein 16² 24⁴5 2⁴⁷7 Nachfolge Christi EEE her⸗ze jetzt rühren;/ wir wollen dem Va⸗-ter zum Op⸗fer da⸗ ...... F... d dn n. stehn/ und mit dir durch Lei⸗den zur Hherr-lich-keit gehn. 2. Er hat uns zu dir gezogen,/ und du wieder zu ihm hin;/ Liebe hat uns überwogen,/ daß an oͤir hängt Hherz und Sinn./ Nun wollen wir gerne mit dir auch absterben/ dem ganzen natür⸗ lichen Seelenverderben;/ in deinen Toò, Herr, laß verpflanzet uns sein,/ sonst dringen wir nimmer ins Leben hinein. 3. Fürst des Lebens, komm und eile,/ führ das Todesurteil aus;/ brich entzwei des Mörders Pfeile,/ wirf die Sünde ganz hinaus!/ Ach, laß sich dein neues, erstandenes Leben/ in unsern erstorbe⸗ nen herzen erheben;/ erzeig dich verkläret und herrlich noch hier/ und bringe ein neues Geschöpfe herfür. 4. Rehre die zerstreuten Sinnen/ aus der Vielheit in das Ein,/ daß sie wieder Raum gewinnen,/ nur von dir erfüllt zu seinl/ Ach, wirf oͤu die Mächte der Finsternis nieder,/ erneure die Kräfte des Geistes uns wieder,/ daß er aus der Fülle der Gnade sich nähr'/ und gegen der Gottheit Verächter sich wehr'. 5. Lebe denn und lieb und labe/ in der neuen Kreatur,/ Lebens⸗ fürst, durch deine Gabe/ die genesene Natur!/ Erwecke dein Para⸗ dies wieder im Grunde/ oͤer Seelen und bringe noch näher die Stunde,/ da oͤu dͤich in allen den deinen verklärst/ und ihnen das ewige Leben gewährst. 6. Gönne uns noch Frist auf Erden,/ zeugen deiner Kraft zu sein,/ deinem Biloͤe gleich zu werden,/ in dem Tod zu nehmen ein/ des Lebens vollkommene Freiheit und Rechte/ als eines voll⸗ endeten Heilanoͤs Geschlechte!/ Der Unglaub mag denken: wir bitten zuviel; ou hörst unsre Bitten, tust über ihr Ziell HGottfried Arnold, 4 1714. 2⁴4⁴ Nachfolge sich=te /f 2. Ists do hierzu wohr daß oͤu nicht es aus der 3. Ach, se nicht;/ denr gericht't;/ geacht't,/ v Spott gema 4. Schau seufzen, rin Dienst oer schon der G 5. Ach, e daß wir, dor Weg mit M keit;/ fort n Zärtlichkeit ge Christi ——— Op⸗fer da⸗ ihm hin;/ ind Sinn./ nzen natür⸗ verpflanzet n. urteil aus/ iʒ hinaus!/ rn erstorbe⸗ noch hier/ ndas Ein,/ zu seinl/ re die Rräfte sich nähr'/ r,/ Lebens⸗ dein Para⸗ ha näher die d ihnen das ser Kraft zu zu nehmen eines voll⸗ henken: wir iell rnold, 4 1714. Nachfolge Christi 2⁴48⁸ 248 Hherrnhaag 1740. ... O durch⸗bre⸗cher al⸗ler Ban⸗ de,/ der du im⸗ mer Ubei dem Schaden, Spott und Schande/ lau⸗ter Lust und 47 1. 1— EEEEEEEEEEE bei uns bist, him⸗mel ist, ü⸗be fer⸗ ner dein Ge⸗ rich⸗ te/ I— wi⸗der un⸗ sern R⸗dams⸗sinn,/ bis uns dein so treu Ge⸗ —.— EE—.— 1 SSSSSS..... sich ⸗te/ füh⸗ret aus dem Ker⸗ker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille,/ daß du enoest dieses Werk;/ hierzu wohnt in dir die Fülle/ aller Weisheit, Lieb und Stärk,/ daß du nichts von dem verlierest,/ was er dir geschenket hat,/ und es aus der Unruh führest/ zu der selgen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden,/ willst und kannst ja anders nicht;/ denn wir sind in deinen händen,/ dein Herz ist auf uns gericht't;/ ob wir wohl von allen Leuten/ als gefangen sind geacht't,/ weil des Kreuzes Niedrigkeiten/ uns der Welt zum Spott gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten,/ da wir mit der Rreatur/ seufzen, ringen, schreien, beten/ um Erlösung der Natur/ von dem Dienst der Eitelkeiten,/ der uns noch so hart beoͤrückt,/ ob auch schon der Geist in Zeiten/ sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach, erheb die matten Kräfte,/ reiße du das Band entzwei,/ daß wir, oͤurch die Weltgeschäste/ durchgebrochen, stehen freil/ weg mit Menschenfurcht und Zagen,/ weich, Vernunstbedenklich⸗ keit j/ fort mit Scheu vor Schmach und Plagen;/ weg des dleisches Zärtlichkeit! 245 2⁴9 ö Nachfolge Christi 6. Herr, zermalme, Herr, zerstöre/ diese Macht der Finsternis j/ denn der preist nicht deine Ehre,/ den sie fort zum Tode riß./ Heb uns aus dem Staub der Sünden,/ wirf die Lust der Welt hinaus z/ laß uns wahre Freiheit finoͤen,/ Freiheit in des Vaters Haus! 7. Wir verlangen keine Ruhe/ für das Fleisch in dieser Zeit;/ wie oͤus nötig findest, tue/ noch vor unsrer Abschieoͤszeit;/ aber unser Geist, der binoͤet/ dich im Glauben, läßt dich nicht,/ bis er die Erlösung finoͤet,/ die dein treuer Mund verspricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege;/ König, brauch dein Re⸗ giment,/ führe oeines Reiches Kriege,/ mach der Sklaverei ein Enoͤl/ Ach, die Last treibt uns zu rufen,/ alle flehen wir dich an:/ Zeig doch nur die ersten Stufen/ der gebrochnen Freiheitsbahn! 9. Ach, wie teu'r sind wir erworben,/ nicht der Menschen Knecht zu sein!/ Drum, so wahr oͤu bist gestorben,/ mußt oͤu uns auch machen rein,/ rein und frei und ganz vollkommen,/ in dein heilig Bildò verklärt;/ der hat Gnab um Gnad genommen,/ wer aus deiner Füll sich nährt. 10. Liebe, zeuch uns in oein Sterben,/ laß mit oͤir gekreuzigt sein,/ was oͤein Reich nicht kann ererben;/ führ ins Paradies uns einl/ Doch wohlan, oͤu wirst nicht säumen,/ laß nur uns nicht lässig sein/ weroͤen wir doch als wie träumen,/ wenn die Freiheit bricht herein! Gottfried Arnold, 4+ 1714. Mel. O Jesu Christ, meins 24 Lebens Licht.(Oder wie Nr. 149.) 9 Leipzig 1625. V 4. + +. + E—— ——————.— ———— x,—.—— 1. Ein rei⸗nes herz, Herr, schaff in mir,/ schleuß zu der ——.— Z,. Sün⸗doͤe Tor und Tür,/ ver⸗trei⸗be sie und laß nicht +. 1 I ö.—— EE .—. aene IEN. ——20 ö—.— zu,// daß sie in mei⸗ nem her⸗ zen ruh! 2⁴⁰ — E— —— 2.. — Nachfolge 2. Dir öff bei mir;/ w deinem Hau 3. Laß oͤr gesicht/ erle ter Güt! 4. Und en Segen reich milden Gne 5. So wi tum/ und ð Mel. Straf n in deinem Zo 2. Aber folget sons Toð/ möe 3. Wack wache, son für die dů 4. Wack oder, wer sieh,/ daß Ige Christi Finsternis ʒ/ de riß./ Heb elt hinaus;/ rs Haus! ieser Zeit j/ sʒeit j/ aber nicht,/ bis er 1. ich dein Re⸗ klaverei ein vir ͤich an:/ eiheitsbahn! ischen Knecht ou ung auch ndein heilig n,/ wer aus ir gekreuzigt haradies uns is nicht läsig reiheit bricht lrnold, 4 1714. Leipzig 1625. Nachfolge Christi 25⁰0 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür;/ ach, komm und wohne du bei mirj/ was unrein ist, das treib hinaus/ aus deinem Tempel, deinem Haus. 3. Laß deines guten Geistes Licht/ und dein hellglänzend An⸗ gesicht/ erleuchten mein herz und Gemüt,/ o Brunnen unerschöpf⸗ ter Gütl 4. Und mache denn mein Herz zugleich/ an Himmelsgut und Segen reich;/ gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand/ aus deiner milden Gnadenhand: 5. So will ich deines Namens Ruhm/ ausbreiten als dein Eigen⸗ tum/ und dieses achten für Gewinn,/ wenn ich nur dir ergeben bin. heinrich Georg Neuß, 1 1716. mel. Straf mich nicht 250 Um 1680 m in deinem Zorn. SSIII——..——.— ——.—— (Ma ⸗che dich, mein Geist, be⸗reit,/ wa⸗che, fleh und daß dich nicht die bö⸗se Zeit/ un⸗ver⸗ hofft be⸗ E be⸗ te, denn es ist/ Sa⸗tans List/ ü⸗-ber vie ⸗le tre⸗ te; E — 0 From⸗ men/ zur ver⸗suchung kom⸗men. 2. Aber wache erst recht auf/ von dem Sündenschlafe;/ denn es folget sonst darauf/ eine lange Strafe,/ und die Not/ samt dem Tod/ möchte dich in Sünden/ unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst du nicht/ Christi Rlarheit sehenz/ wache, sonst wird dir sein Licht/ ewig ferne stehen;/ denn Gott will/ für die düll/ seiner Gnadengaben/ offne Rugen haben. 4. Wache, daß dich nicht die Welt/ durch Gewalt bezwinge,/ oder, wenn sie sich verstellt,„wieder an sich bringe;/ wach und sieh,/ daß dich nie/ falsche Brüder fällen,/ die dir Netze stellen. 2⁴⁷ 251 Nachfolge Christi 5. Wach und hab auf dich wohl acht,/ trau nicht deinem Herzenz/ leicht kann, wer es nicht bewacht,/ Gottes Gnad verscherzen,/ denn es ist/ voller List,/kann sich selber heucheln/ und in Hoffart schmeicheln. 6. Bete aber auch dabei/ mitten in dem Wachenj/ denn der Herr nur kann dich frei/ von dem allen machen,/ was dich oͤrückt/ und bestrickt,/ daß oͤu schläfrig bleibest/ und sein Werk nicht treibest. 7. Doch getrost, es muß uns schon/ alles glücklich gehen,/ wenn wir ihn dͤurch seinen Sohn/ im Gebet anflehen;/ oͤenn er will/ alle Füll/ seiner Gunst ausschütten,/ wenn wir gläubig bitten. 8. Drum so laßt uns immerdar/ wachen, flehen, beten,/ weil die Nngst, Not und Gefahr/ immer näher treten;/ denn die Zeit/ ist nicht weit,/ da uns Gott wiro richten/ uno die Welt vernichten. Joh. Burchard Freystein, 4 1718. Mel. Wachet auf, ruft 251 uns oͤie Stimme. Frankfurt a. M. 1599. ——— 3 SEEe... —— En* ö — 2— Rü ⸗stet euch, ihr Christen⸗leu⸗tel/ Die Fein⸗de su⸗chen Wappnet euch mit Got⸗tes Wor⸗ te/ und kämpfet frisch an 1 . 2 — — — ö— —.—. EN 2—0 ö ———„.— c Ist euch der deind zu sonell,„hier ist Im⸗ma⸗ nu⸗ elʒ/ 48 — x e—.. ö é ö—.—— x— —— 12— Ho⸗ fi an⸗ nal/ Der Star⸗ke fällt/ oͤurch die⸗sen Helo// ——— H D x 11 8 III und wir be⸗ hal⸗ten mit das Feld. 2⁴⁸ IʒIII Nachfolge 2. Reinigt Christen,/ u Namen,/ da Glaubens R das Ziel:/ d so krönet eu 3. Streite bahrez/ kur wecken,/ un mit§reuden noch höhnt, schon/ uns 4. Jesu,s die du erkat daß wir un Mut!l/ Gieß die Herzen und für. Mel. Nr. 2. 1. Heilge und helle,, Cherubiner Dunkelheit. du mein Nl sein wie dor 2. Stille und bis zur mein Herz! Mach mich hilf, Jesu, 3. Wach Kummer/ ausstehen, betet und allzeit/ wo stets wach je Christi mherzenʒ/ n,// denn es chmeicheln. nun der herr orückt/ und cht treibest. en,/ wenn in er will/ gbitten. eten,/ weil n die Zeit/ vernichten. tein, 4 1718. a. M. 1599. e su⸗chen t frisch an ———— 2 sehrt!! 4 Nachfolge Christi 252 2. Reinigt euch von euren Lüsten,/ besieget sie, die ihr seid Christen,/ und stehet in des Herren Kraft./ Stärket euch in Jesu Namen,/ daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen./ Wo ist des Glaubens Ritterschaft?/ Wer hier ermüden will,/ der schaue auf das Ziel:/ da ist öreudel/ Wohlan, so seid/ zum Kampf bereit,/ so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wen gen Jahre,/ eh ihr kommt auf die Toten⸗ bahrej/ kurz, kurz ist unser Lebenslauf./ Wenn Gott wird oͤie Toten wecken,/ und das Gericht die Welt wird schrecken,/ so stehen wir mit§ᷣreuden auf./ Gottlob! wir sind versöhnt!/ Daß uns die Welt noch höhnt,/ währt nicht lange,/ und Gottes Sohn/ hat längstens schon/ uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Zesu, stärke deine Rinder/ und mach aus ihnen Uberwinder,/ die du erkauft mit deinem Blut;/ schaff in uns ein neues Leben,/ daß wir uns stets zu dir erheben,/ wenn uns entfallen will der mut!/ Gieß aus auf uns den Geist,/ dadurch die Liebe fleußt/ in die herzenj/ so halten wir/ getreu an dir/ im Tod und Leben für und für. wilh. Erasmus Rrends, 4 1721. Mel. Är. 251. 252 mns die Stuume. 1. Heilger Jesu, Heilgungsquelle, /mehr als Kristall rein, klar und helle,/ du lautrer Strom der heiligkeit!/ Aller Glanz der Cherubinen,/ die Heiligkeit der Seraphinen/ ist gegen dich nur Dunkelheit./ Ein Vorbild bist du mirj/ ach, bilde mich nach dir,/ du mein Alles!/ Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich mag heilig sein wie du. 2. Stiller Jesu, wie dein Wille/ dem Willen deines Vaters stille/ und bis zum Tod gehorsam war, also mach auch gleichermaßen/ mein herz und Willen dir gelassen j/ ach, stille meinen Willen gar!l/ Mach mich dir gleichgesinnt,/ wie ein gehorsam Rind/ stille, stille;/ hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich fein stille sei wie du. 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer,/ in großer Arbeit, Müh und Kummer/ bist du gewesen Tag und Nacht/ mußtest täglich vicl ausstehen,/ des Nachts lagst du vor Gott mit hlehen/ und hast ge⸗ betet und gewacht./ Gib mir auch Wachsamkeit,/ daß ich wie du allzeit/ wach und betel/ Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich stets wachsam sei wie du. 24⁰0 2⁵5³ Nachfolge Christi 4. Gütger Jesu, ach, wie gnädig,/ wie liebreich bist du und gut⸗ tätig/ doch gegen Freund und deino gesinnt!/ Deine Sonne scheinet allen,/ dein Regen muß auf alle fallen,/ ob sie dir gleich undank⸗ bar sind./ Mein Herr, ach, lehre mich,/ damit auch hierin ich/ dir nachartel/ Hilf, Jesu, ͤu/ auch mir dazu,/ daß ich so gütig sei wie du. 5. Sanster Jesu, ganz unschuldig/ ertrugst du alle Schmach ge⸗ dulöig/ und übtest niemals Rache aus./ Wer kann deine Sanst⸗ mut messen,/ bei der oͤu dennoch nie vergessen/ oen Eifer um des Vaters Haus!/ Mein Heilano, ach, verleih/ mir Sanftmut und dabei/ guten Eifer!/ Hilf, Jesu, oͤu/ auch mir dazu,/ daß ich sanft⸗ mütig sei wie du. 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig,/ oͤu suchtest deine Ehre wenig/ und wuroͤest nieoͤrig und gering;/ wandeltest einher auf Erden/ in Demut und in Knechtsgebärden,/ erhobst dich selbst in keinem Ding./ herr, solche demut lehr/ mich auch je mehr und mehr/ stetig übenl/ Hilf, Jesu, oͤu/ auch mir dazu,/ daß ich oemütig sei wie du. 7. Liebster Jesu, liebstes Leben,/ mach mich in allem dir ergeben/ und deinem heilgen Vorbild gleich;/ gib, daß mich oͤein Geist oͤurch⸗ oͤringe,/ daß ich viel Glaubensfrüchte bringe/ und tüchtig wero zu deinem Reich./ Ach, zeuch mich ganz zu dir,/ behalt mich für und flir,/ treuer Heilanol/ Hilf mir dazu,/ daß ich wie du,/ und wo oͤu bist, einst finde Ruh.(Nach dem Hollänoͤischen des Jodokus v. Lodenstein.) Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Mel. Wi i Wafferanelle. 35 253 Französischer Psalter, 1551. ö——— +,—————— * 2—5—.——. +* 1. Schaf⸗fet, schaf⸗fet Men⸗schen⸗kin⸗der,/ schaf⸗fet eu⸗ re Bau⸗et nicht, wie fre⸗ che Sünder,/ nur auf ge⸗ gen⸗ — 2— +2 DI — XX * * — *— X — 2 Se⸗lig⸗keit! son⸗dern schau-et ü⸗ ber euch,/ rin⸗get wärt⸗ge Zeit, Nachfolge 2. Daß und Blut/ und tut,/ d mag es eu 3. Ihrl daß ihr Fle und daß nichts auß 4. Seli besteht/ un verschmäh nach;/ wer 5. Wer sein,/ eur Ohne tap den Siege 6. Mit statt;/ an mattj/ un daß man 7. Cur zepter tre schlägt./ gibt;/ o 8. Un kämpft d Was euc und denk je Christi u und gut⸗ mne scheinet ch unoͤank⸗ rin ich/ dir sei wie du. chmach ge⸗ ine Sanft⸗ fer um des ftmut und ĩ ich sanft⸗ venig/ und Erden/ in iem ding./ tig übenl/ hie du. rergeben/ zeist durch⸗ ig wero zu ich für und und wo odu Lodenstein.) lius, 4+ 1724. ‚salter, 1551. rin⸗ get Nachfolge Christi P nach dem Him⸗mel⸗reich// und be⸗mü⸗het euch auf Er⸗den,/ DDDD‚‚— H— e, eeen— ö ö ö wie ihr mö⸗get se⸗lig wer⸗ den. 2. Daß nun dieses mög geschehen,/ müßt ihr nicht nach dleisch und Blut/ und nach dessen Neigung gehen,/ sondern was Gott will und tut,// das muß ewig und allein/ eures Lebens Richtschnur sein,/ mag es eure schwachen Herzen/ nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen,/ daß in euch noch Sünde ist,/ daß ihr Fleisch von Fleisch zu nennen,/ daß ihr fehlt zu jeder drist// und daß Gottes Gnadenkraft/ nur allein das Gute schafft,/ daß nichts außer seiner Gnade/ in euch ist als Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet!/ Selig, wer im Kampf besteht/ und die Sünden in sich dämpfet!l/ Selig, wer die Welt verschmäht!/ Unter Christi Kreuzesschmach/ jaget man dem Frieden nachj/ wer den himmel will ererben// muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen,/ sondern träg und lässig sein,/ eure Neigung zu bezwingen,/ so bricht eure hoffnung ein./ Ohne tapfern Streit und Krieg/ folget nie ein rechter Sieg./ Nur den Siegern wird die Rrone/ beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen,/ findet nicht bei Christen statt;/ an dem dleisch Gefallen tragen,/ macht des Geistes Kräfte mattj/ unter Christi Kreuzesfahn/ geht es wahrlich gar nicht an,/ daß man noch mit frechem herzen/ wolle sicher tun und scherzen. 7. Furcht muß herrschen vor dem Richter,/ dessen hand das zepter trägt// der die sichern Bösewichter/ zur Verdammnis nieder⸗ schlägt./ Er ists, der, wies ihm beliebt,/ Wollen und Vollbringen gibt;/ o so laßt uns zu ihm gehen,/ ihn um Gnade anzuflehen! 8. Und zu werden Christi Glieder,/ die sein reiner Geist bewegt,/ kämpft den alten Menschen nieder,/ bis ihm seine Macht gelegt./ Was euch hindert, werset ab;/ was euch ärgert, senkt ins Grab,/ und denkt stets an Christi Worte:/„Dringet durch die enge Pforte!“ 25¹ 25⁴ Nachfolge Christi 9. Zittern will ich vor der Sünde/ und dabei auf Jesum sehn,/ bis ich seinen Beistand finde,/ in der Gnaoͤe zu bestehn./ Ach, mein Heiland, geh doch nicht/ mit mir Armen ins Gericht!/ Gib mir deines Geistes Waffen,/ meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe Amen!/ Gott versiegle oͤies in mir,/ auf oͤaß ich in Jesu Namen/ meinen Kampf zu Ende führ./ Er verleihe Kraft und Stärk/ und regiere selbst das Werk,/ oͤaß ich wache, bete, ringe/ und also zum himmel oͤringe. Luödwig Andreas Gotter, 4 1755. Mel. 7 m Surrht. 254 Berlin 16535. ö——— ——0————— him⸗mel⸗ an geht uns⸗ re Bahn;/ wir sind Gä=⸗ ste bis wir dort nach Ka⸗ na⸗ an/ oͤurch die Wü⸗ ste 1— V II 1⁵15— EEEE nur auf Er⸗den, kom⸗men wer⸗den. . II Hier ist un⸗ser Pilgrimsstand,/ oͤroben ö ‚ un⸗ser Va⸗ter⸗land. 2. Himmelan schwing oͤich, mein Geist;/ denn du bist ein himm⸗ lisch Wesen/ und kannst das, was irdisch heißt,/ nicht zu oeinem diel erlesen;/ ein von Gott erleucht'ter Sinn/ kehrt in seinen Arsprung hin. 3. Himmelan! ruft Gott mir zu,/ wenn ich ihn im Worte höre./ Das weist mir den Ort der Ruh,/ wo ich einmal hingehöre./ Wenn mich dieses Wort bewahrt,/ halt ich eine himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt/ mir das schöne Los von ferne,/ daß mein Herz schon aufwärts steigt/ über Sonne, Mond und Sterne,/ denn ihr Licht ist viel zu klein/ gegen jenen Glanz und Schein. 25²2 Nachfolge 5. Himmel da ich über selbst voran, 6. Himme Ich will alle Himmelan st Mel. Nr. 25 1. Was h Seit?/ Fällt himmels Ri hindurch au 2. Bedent Lust der We Rampf den Lust und R 3. Es gilt herz;/ wer und Schme die Qual d 4. Wer a gibt/ und„ allein nur! Königs Sti 5. Zerrei schönen Lat euch heut v Ruf, auf, e 6. Die A euch die W treuen Sch durchgefüh 7. Nur viel versäu ihr das sü fliegt pfeilk Christi um sehn,/ hn./ Ach, ihtl/ Gib n. in mir,/ führ./ Er „daß ich ter, + 1735. zerlin 1653. Gã ⸗ ste in himm⸗ u deinem in seinen te höre./ e./ Wenn Los von se, Mond en Glanz Aachfolge Christi 25⁵ 5. himmelan wird mich der Tod/ in die rechte heimat führen,/ da ich über alle Not/ ewig werde triumphieren./ Jesus geht mir selbst voran,/ daß ich freudig folgen kann. 6. Himmelan! Ach, himmelan!/ Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn/ durch die himmelslust vertreiben./ himmelan steht nur mein Sinn, /bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 1 1757. Mel. Nr. 259. 255 Geit taßt walten. 1. Was hinket ihr betrognen Seelen/ noch immerhin auf jeoͤer Seit?/ Fällts euch zu schwer, das zu erwählen,/ was euch des himmels Ruf anbeut?/ O sehts mit offnen Rugen an/ und brecht hindurch auf schmaler Bahn. 2. Bedenkt, es sind nicht Raiserkronen,/ nicht Reichtum, Ehr und Lust der Welt,/ womit euch Gott will ewig lohnen,/ wenn euer Kampf den Sieg erhält: /Gott selbst ists und die Ewigkeit,/ voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. 3. Es gilt hier nur ein ganzes Leben,/ Gott krönet kein geteiltes herzj/ wer Jesus sich nicht recht ergeben,/ der macht sich selber Müh und Schmerz/ und träget zum verdienten Lohn/ hier Unruh, dort die Qual davon. 4. Wer aber mit Gebet und Ringen/ auf ewig allem Abschied gibt/ und Gott, den Herrn von allen Dingen,/ von herzen und allein nur liebt,/ der wird der Krone wert geschätzt/ und auf des Königs Stuhl gesetzt. 5. Zerreißt doch die gelegten Schlingen,/ die euch in diesem schönen Lauf/ verhindern und zum Säumen bringen,/ und rafft euch heut von neuem auf!/ Auf, auf, verlaßt die falsche Ruhl/ Ruf, auf, es geht dem Himmel zu! 6. Die Allmacht stehet euch zur Seiten;/ die Weisheit hält bei euch die Wachj/ die Gottheit selber will euch leiten,/ folgt nur mit treuen Schritten nach./ Wie manchen hat nicht diese hand/ schon durchgeführt ins Vaterland! 7. Nur spart es nicht auf anoͤre Zeiten,/ ihr habt schon jetzo viel versäumt;/ ihr mehrt euch selbst die Schwierigkeiten,/ wenn ihr das süße Heut verträumt./ Eilt, eilet, denn die Gnadenzeit/ fliegt pfeilgeschwind zur Ewigkeit. 253 250 2⁵5⁷ Nachfolge Christi 8. Eilt, faßt einander bei den händen!/ Seht, wie ist unser ziel so nahl/ Wie bald wird unser Kampf sich enden;/ da steht dann unser König da:/ der führt uns ein zur stillen Ruh und urteilt uns das Kleinod zu. Leop.§rz. Friedrich Lehr, 4 1744. Ach, was soll ich Mel. Nr. 7. 256 Sünder machen. 1. Auf, ihr Streiter, durchgedrungen,/ auf und folgt dem Heiland nach,/ der durch Marter, Tod und Schmach/ sich zum Himmel aufgeschwungen!/ Ringt ihm nach in seiner Kraft;/ er ists, der den Sieg verschafft. 2. Rein Erlöster müsse sagen,/ ihm gebreche Rraft und Mut/ zu dem Kampf mit Fleisch und Blut./ Alles soll der jünger wagen,/ weil der herr die Wunden heilt/ und den Schwachen Kraft erteilt. 3. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke;/ sind wir arm: der herr ist reich;/ wer ist unserm§ührer gleich?/ Unser Gott tut Wunderwerke.Sagt, ob der nicht helfen kann,/ dem die Himmel untertan? 4. Ja, Gott kann und will uns schirmen./ Drum, so odringet mutig einj;/ schämt euch, träg und feig zu sein!/ Mag es odrohen, mag es stürmen:/ nur durch Müh, Geduld und Streit/ führt der Weg zur Seligkeit. 5. Nun, so wachet, kämpft und ringet,/ bleibet wacker im Gebet,/ bis ihr auf der höhe steht,/ wo der Sieg die Fahne schwinget!/ Ist der Erde Werk getan, hebt des Himmels Sabbat an. nach zoh. Simon Buchka, + 1752. Mel. Nr. 254. 257 AWecoer wis kr. 2710 1. Seele, was ermüoͤst du dich/ in den Dingen dieser Erden,/ die doch bald verzehren sich/ und zu Staub und Asche werden?/ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilfst dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn,/ laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen,/ richt ihn stets zum himmel hin,/ laß ihn in die Gnad eindringen./ Suche Jesum und sein Licht/ alles andre hilft dir nicht. 3. Oft verlangst du Trost und Ruh,/ dein betrübtes Herz zu labenj/ eil der Lebensquelle zu,/ da kannst du sie reichlich haben./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anore hilft die nicht. 2⁵⁴ Nachfolge 4. Geh in E Gott wird aus Suche Jesum 5. Du bist borenz/ bist e Suche Jesum 6. Schwin laß, was die Suche Jesum 7. Nahe di fließet/ und ergießet./ St 8. Laß dir mit brünstige und sein Lick 9. Sei im glaube, daß such Jesum 1 Mel. Valet wil ich dir geben. — Wir zieh Geist./ Woh 2. Der W Straße dor geht, muß st Fluch, Zorn Christi ist unser da steht Ruh/ und ehr, + 1744. was soll ich der machen. im heiland n Himmel r ists, der Mut/ zu wagen,/ ꝛaft erteilt. arm: der Gott tut ie Himmel so oͤringet es örohen, führt der m Gebet,/ hwinget!/ an. chka, + 1752. e Zuversicht. vie Nr. 271.) er Erden,/ werdenꝰ/ ht. Gott auf⸗ die Gnad ft dir nicht. s Herz zu ich haben./ cht. Aachfolge Christi 4. Geh in Einfalt stets einher j/ laß dir nichts das Ziel verrückenz/ Gott wird aus dem Liebesmeer/ dich, den Kranken, wohl erquicken./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilst oir nicht. 5. Du bist ja ein Hauch aus Gott/ und aus seinem Geist ge⸗ borenj/ bist erlöst durch Christi Tod/ und zu seinem Reich erkoren./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles andre hilft dir nicht. 6. Schwinge dich fein oft im Geist/ über alle himmelshöhen/ laß, was dich zur Erde reißt,/ weit von dir entfernet stehen./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilft dir nicht. 7. Nahe dich dem lautern Strom,/ der vom Thron des Lammes fließet/ und auf die, so keusch und fromm,/ sich in reichem Maß ergießet./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anöre hilfst dir nicht. 8. Laß dir seine Majestät/ immerdar vor Augen schwebenj/ laß mit brünstigem Gebet/ sich dein herz zu ihm erheben./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilft dir nicht. 9. Sei im übrigen ganz still,/ du wirst schon zum Ziel gelangen/ glaube, daß sein Liebeswill/ stillen werde dein Verlangen./ Drum such Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilft dir nicht. Jak. Gabriel Wolf, 4 1754. mel. Valet will ich dir geben. 258 —— 65 IEI SISEEEE —. In un ⸗ sers Rö⸗nigs Na⸗men/ be⸗ tre⸗ten wir die Bahn; so vie-le von ihm stammen,/ o schließt euch freudig anl Melchior Teschner, 1615. Wir ziehn zum Frie⸗dens⸗lan⸗de,/ ein Herz, ein Leib, ein —— I —.—....———.— SSEEEE Geist./ Wohl dem, der al ⸗le Ban⸗de// voll hel⸗den⸗mut zerreißt! 2. Der Weg ist schmal, doch eben/ und führt zur Seligkeit;/ die Straße dort daneben/ ist zwar bequem und breit,/ doch wer sie geht, muß slerben,/ an ihrem Ende oͤroht/ ein ewiges Verderben,/ Fluch, Zorn und Qual und Tod. 2⁵ 259 Nachfolge Christi ‚ 5. Wir folgen deinem Locken,/ du ewig treuer Freunoͤl/ Wer könnte sich verstocken? /Du hasts so gut gemeint!/ Wir wandern abgeschieden,/ und eh es geht zur Rast,/ trägt jeder still zufrieden/ sein Kreuz und seine Last. 4. Der große Hirt der herde/ geht seinem Volk voran/ sein All⸗ machtswort:„Es werdell/ bereitet selbst die Bahnz/ es lähmt er⸗ zürnten§einden/ Herz, Zunge, Fuß und Hanod,/ knüpft zwischen frommen Freunden/ der Liebe Bruderband. 5. So wandeln wir entschlossen/ dem Himmelsführer nach/ und dulden unveroͤrossen/ und tragen seine Schmach/ und flehn im finstern Tale:/ O Jesu, steh uns bei/ und mach im hHochzeitssaale/ bald alles, alles neul 6. Seht, wie die Krone schimmert// die unser haupt einst schmücktl/ And wird der Leib zertrümmert,/ der Weltenbau zerstückt,/ er⸗ löschen Sonn und Sterne:/ kein Pilger weroͤe matt!/ Dort glänzt uns schon von ferne/ des großen Königs Staot. 7. Hinan, hinan, ihr Frommen,/ es koste Schweiß und Blutl/ Hinan, hinan geklommen/ mit wahrem heldenmut!/ Bald hebt uns unser Sehnen/ hoch über Tod und Grab;/ bald trocknet unsre Tränen/ die Hand der Liebe ab. Joh. Luöwig Frickert, 4 1766. Mel. Zeuch ein zu deinen Toren. 259 (Oder wie Nr. 365.) Zohann Crüger, 1653. TU 1. Kommt, Brüder, laßt uns ge⸗hen,/ der Abend kommt her⸗ es ist ge⸗ fähr⸗lich ste⸗ hen/ in die⸗ser Wü⸗ ste⸗ EEEEEEEEEE .. Nachfolge En ⸗ de ge 2. Es soll kennen ja dei trauet dem; fest nach Jer 3. Schmü wir sind hier ins Ewge eit Wandel/ un 4. Kommt selbst will be hin gekehrt,/ den wahren 5. Kommt hand;/ eins Rommt, laßt die Engel se 0. Und sol man trag'/ r schließt euch gern der Re 7. Rommt abj/ ein Ta Grab./ Nur von allen d 8. Es win aus l/ Es wi da wird ma dem Vater 9. Drauf und gründli du bist uns Ewigkeiten: 17 je Christi noͤl/ Wer rwanoͤern zufrieden/ / sein All⸗ lähmt er⸗ st zwischen nach/ und flehn im Zeitssaale/ schmücktl/ tückt,/ er⸗ dort glänzt nö Blutl/ Bald hebt Enet unsre kert, 4 1766. rüger, 1653. ommt her⸗ Wü⸗ ste⸗ Nachfolge Christi 259 — —.— .— HN N I 2 L— En ⸗de gut. 2. Es soll uns nicht gereuen/ der schmale Pilgerpfad;/ wir kennen ja oͤen Treuen,/ der uns gerufen hat./ Kommt, folgt und trauet dem;/ ein jeder sein Gesichte/ mit ganzer Wenoͤung richte/ fest nach Jerusalem. 3. Schmückt euer herz aufs beste/ unò mehr als Leib und haus/ wir sind hier fremoͤe Gäste/ und ziehen bald hinaus. /Wir gehn ins Ewge ein;/ mit Gott muß unser Handͤel,/ im Himmel unser Wandel/ und herz und alles sein. 4. Rommt, Brüder, laßt uns gehen;/ der Vater gehet mit!/ Er selbst will bei uns stehen/ in jedem sauern Tritt./ Das Aug da⸗ hin gekehrt,/ wo seine Liebe winket/ und dem, der folgt und sinket,/ den wahren Ausgang lehrt. 5. Kommt, Brüder, laßt uns wandern;/ wir gehen Hand in hand;/ eins freuet sich am andern/ in diesem fremoͤen Land./ Rommt, laßt uns kinoͤlich sein,/ uns auf dem Weg nicht streiten;/ die Engel selbst begleiten/ als Brüder unsre Reihn. 0. Und sollt' ein Schwacher fallen,/ so greif der Stärkre zu;/ man trag', man helfe allen,/ man pflanze§ried unò Ruh./ Kommt, schließt euch fester an!/ Ein jeder sei der Kleinste,/ doch wohl auch gern der Reinste/ auf unsrer Pilgerbahn. 7. Rommt, laßt uns munter wandern;/ der Weg nimmt immer abz/ ein Tag, der folgt dem andern;/ bald fällt das Fleisch ins Grab./ Nur noch ein wenig Mut,/ nur noch ein wenig treuer,/ von allen Dingen freier,/ gewanot zum ewgen Gut! 8. Es wird nicht lang mehr währen;/ harrt noch ein wenig aus l/ Es wird nicht lang mehr währen,/ so kommen wir nach haus j/ da wird man ewig ruhn,/ wenn wir mit allen Frommen/ heim zu dem Vater kommen;/ wie wohl, wie wohl wiroͤs tun! 9. Drauf wollen wirs denn wagen,/ es ist wohl wagenswert,/ und gründlich dem absagen,/ was aufhält und beschwert./ Welt, du bist uns zu klein!/ Wir gehn durch Jesu Leiten/ hin in die Ewigkeiten: /es soll nur Zesus sein. Gerhard Lersteegen, 4 1769. 17 257 260 Nachfolge Christi Mel. herzlich tut mich verlangen. 260 ö é—3 ö x— ——..—. 5 zs;—— Ich soll zum Le-ben oͤrin⸗-gen,/ ür wel⸗ ches Gott mich UÜnach dem him⸗mel rin⸗ gen,/ das, odas ist mein Be⸗ 665 Hans Leo Haßler, 1601. — ö A I IH1I I * III se⸗lig sein. 2. Und wenn der Pilger Gottes/ der Sünder Lust verschmäht,/ wenn er, trotz ihres Spottes,/ auf seinem Pfade geht:/ was wird ihm nicht zum Lohne,/ wenn er die kurze Zeit/ getreu war! Welche Krone!/ Welch eine Seligkeit! 3. O Hgerr, auch mich verlanget,/ dein treues Kind zu sein,/ und meine Seele hanget/ doch nicht an dir allein;/ ich weiß, ich werde sterben,/ und liebe oͤoch die Welt;/ o herr, welch ein Ver⸗ derben,/ das mich gefangen hält! 4. Entsagt hab ich dem Bösen,/ und doch wird es vollbracht;/ ach, wer wird mich erlösen/ aus dieses Todes Nachtl/ Ich lasse nach zu ringen,/ und doch ists mein Beruf:/ ich soll zum Leben oringen,/ zu welchem Gott mich schuf. 5. Dir seufz' ich anzuhangen,/ Erbarmer, dir allein!/ Du hast es angefangen,/ das gute Werk ist dein!/ Vollende, Gott, vollende,/ was mir dein Wort verheißt;/ in deine Vaterhände/ befehl ich meinen Geist. goh. Anoͤreas Cramer, 4 1788. 25⁵³ Nachfolge& Mel. Jesu, meine Lobens Leben. Wort, wie 2. Haltets Nichts schlag Mutig blicket so wahr es L 3. Nur, wi Stets des he laß!/ deinde Nebel, Klüfte 4. Was ke kein Herz hie Gott dem ber laßt nicht eu 5. Unser 1 du/ mir, um zu!/ Auf, m Schimmer./ Joch. 17² 2..... je Christi Haßler, 1601. dann erst ꝛrschmäht,/ was wird har! Welche ð zu sein,/ ch weiß, ich sch ein Ver⸗ ollbracht;/ /⁰ͤddch lasse zum Leben / Du hast „vollende,/ befehl ich imer, 1 1788. Nachfolge Christi 201 Mel. Jesu, meines gtbens Heben. 261 Christoph Anton, 1651. ..— — EE——.— (Un-⸗ser Wan-del ist im him⸗mel!/ Köstlich Wort, wie mir, umringt vom Welt⸗ge⸗tüm⸗mel// Mut und sü⸗e .— 2—.— E . Bopumd 31 Je-der Fuß⸗tritt, den ich tu ⸗ e,/ brin⸗get —.— —.— 1— +2.— + — mich dem Land der Ru- he/ nä⸗her, im⸗-mer nä⸗her zu;/ — ee in. n—.— é .......... Wort, wie hoch er⸗freu⸗est ͤu! 2. Haltets fest, ihr teuren Brüder/ haltets fest, dies werte Wortl/ nichts schlag eure hoffnung nieder,/ wallet immer mutig fortl/ Mutig blicket hin zum Ziele;/ viele schon ergriffens, viele!/ Wir, so wahr es Gott verhieß,/ wir ergreifens auch gewiß. 3. Nur, wie fromme Pilger müssen,/ bleibet wacker, seid nie laßl/ Stets des hohen zwecks beflissen,/ wacht und kämpft ohn Unter⸗ laßl/ deinde stehn an euren Wegen,/ Stürme toben euch entgegen,/ nebel, Klüfte, Felsen oͤrohn;/ faßt nur Mut, groß ist der Lohn. 4. Was kein Ruge je gesehn,/ was kein Ohr gehöret hat,/ was kein herz hier zu erflehen/ je sich unterwunden hat:/ das, das hat Gott dem bereitet,/ der hier tapfer kämpft und streitet;/ drum ver⸗ laßt nicht eure Bahn, /Zesus selbst ging euch voran. 5. Unser Wandel ist im Himmel!/ Köstlich Wort, wie strömest du/ mir, umringt vom Weltgetümmel,/ Mut und süße Hoffnung zul/ Auf, mein Geist, ermüde nimmerz/ schon seh ich des Zieles Schimmer./ Wenig, wenig Schritte noch,/ und getragen ist mein Joch. Joh. Christoph§röbing, 4 1805. 17⁰ 2³⁹ 262263 Nachfolge Christi mel. Nr. 484. 262 In Denmerört 1. Gott, der oͤu Herzenskenner bist,/ Herr, dem die Falschheit Greuel ist/ und jeoe Lüg Verbrechen;/ kein Wort spricht je ein falscher Mund,/ das oͤir, Allwissender, nicht kund;/ oͤu, heiliger, wirsts rächen!/ Laß jederzeit mein Ja und Nein,/ wie's Christen ziemt, aufrichtig sein! 2. And wenn ich schwörend vor dir steh,/ oͤir in oͤein heilig Antlitz seh,/ die hanòd zum Himmel hebe,/ wenn ich zum Zeugen feierlich/ anrufe, hocherhabner, dich,/ dᷣurch oͤen ich bin und lebe:/ dann sei von Trug und Heuchelei/ mein herz und meine Zunge frei. 3. Wenn grevler dich auch da noch schmähn/ uno frech mit Lügen vor oͤir stehn,/ dann laß mein Herz erschrecken! /Weh dem, der Gott und Gottes Macht/ zum Siegel seiner Bosheit macht,/ sie vor der Welt zu decken!l/ Herz, schau den Gott mit Zittern an,/ der Seel und Leib veroͤerben kann. 4. Gott, wenn oͤu nicht mein Gott mehr bist,/ dein Sohn nicht mehr mein heiland ist,/ dein himmel nicht mein Erbe;/ wenn mich beim Leioͤen dieser Zeit/ kein Trost vom Himmel mehr erfreut,/ kein Trost mehr, wenn ich sterbe;/ wenn Gott und Jesus nicht mehr mein:/ dann besser, nie geboren sein! 5. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Gelo,/ kein Fürstentum und keine Welt/ soll mich so weit verführen;/ um alle Leiden dieser Zeit/ will ich doch Gott und Seligkeit/ mutwillig nicht verlierenl/ Wie klein mein Glück auch immer sei:/ nur Gott und reines Herz dabei! 6. Gott, lehre mich bei jedem Eid/ aus Furcht vor deiner heilig⸗ keit/ die Wahrheit treulich sprechen./ Beschwör ich aber Amt und Pflicht,/ so laß mich auch im kleinsten nicht/ die teure zusag brechenl/ Auch dir, Gott, schwur ich treu zu sein,/ erhalt mich ewig, ewig dein. Daniel Karl Bickel, 4 1809. Mel. Gott oͤes himmels und der Erden. 263 heinrich Albert, 1642. 1 8.— 2.—.————.— — EEE SEE.— Hhört oͤas Wort voll Ernst und Lie⸗ be,/ das zu euch der hÿörts und prüft des Her⸗zens Trie⸗be/ bei des Wor⸗tes Nachfolge hei⸗ land 2. Nicht a daß die Her, selig preisen 3.„Selig ihr!l/ Ihnen da wiroͤ ohr 4.„Selig Bahn!/ Ihr umfahn;/ de 5.„Selig Sie erfreue Durch oͤer S bracht.“ 6.„Selig keit,/ die na Zeitl/ Wo gestillt.“ 7.„Selig und den Sa Noch vor O 8.„Selig strickt,/ die entzückt!/ gesicht.“ 9.„Selig sibersehn,/ e Christi O Ewigkeit, donnerwort. Falschheit richt je ein „ heiliger, s Christen dein heilig im Zeugen und lebe:/ Junge frei. mit Lügen 9dem, der macht,/ sie ittern an,/ Sohn nicht wenn mich rerfreut,/ nicht mehr entum und iden dieser zerlieren!/ eines Herz ner heilig⸗ Amt und gbrechenl/ ewig dein. zickel, T4 1809. Albert, 1642. euch der Wor⸗tes Nachfolge Christi 263 E in mrir, e, dea hei⸗land spricht, hel⸗lem Licht! Was der Mund des herrn gees beut,/ ........— SDSDSDDSDSSSSSE. das ist eu ⸗ re Se ⸗lig ⸗keit. 2. Nicht aus Sinais Gewittern/ donnert hier des herrn Gebot// daß die herzen bang erzittern,/ weil es Zorn und Strafe öroht;/ selig preisend tut sein Mund/ euch den Sinn des Vaters kund: 3.„Selig sind die geistlich Armen,/ denn das Himmelreich ist ihr!/ Ihnen öffnet voll Erbarmen/ Gott der ewgen Gnade Türʒ/ da wird ohne Maß gewährt,/ was ihr sehnend Herz begehrt.“ 4.„Selig sind, die Leid empfinden/ auf des Lebens schmaler Bahn!/ Ihre Traurigkeit wird schwinden,/ reicher Trost wiro sie umfahnj/ denn sie wirkt zur Seligkeit,/ Reue, welche nie gereut.“ 5.„Selig sind, die sanften Mutes/ und in Demut milde sinol/ Sie erfreuen sich des Gutes,/ das kein Trotz und Streit gewinnt./ Durch der Sanftmut stille Macht/ wird das Schwerste leicht voll⸗ bracht.“ 6.„Selig sind, die hier mit Schmachten/ dürsten nach Gerechtig⸗ keit,/ die nach Hottes Reiche trachten,/ nicht nach Hütern dieser zeit!/ Wo der Born des Lebens quillt,/ wird ihr Seelendurst gestillt. 7.„Selig sind, die voll Erbarmen/ auf der Brüder Leiden sehn/ und den Schwachen, Kranken, Armen,/ freudig eilen beizustehn!/ Noch vor Gottes Thron erfreut /einst auch sie Barmherzigkeit.“ 8.„Selig sind die reinen herzen,/ die nicht Sünd und Welt um⸗ strickt,/ die mit schnöder Lust nicht scherzen,/ weil nur Heilges sie entzückt!/ Einst im reinen himmelslicht/ schaun sie Gottes An⸗ gesicht.“ 9.„Selig sind, die Frieden bringen,/ Sc,uld und Kränkung libersehn,/ deindeshaß mit huld bezwingen,/ für Verfolger segnend 201 26425 Nachfolge Christi flehnl/ Trifft sie auch der Menschen Spott, /seine Kinder nennt sie Gott.“ 10.„Selig sind, die als Gerechte/ oulden Kreuz, Verfolgung, Schmach,/ als des herrn getreue Rnechte/ bis zum Tod ihm folgen nach!/ Groß ist dort vor Gottes Thron/ seiner Aberwinder Lohn.“ 11.„Seid ein Salz, ein Licht oͤer Eroͤe, laßt der Wahrheit Früchte sehn,/ daß durch euch verherrlicht weroͤe/ euer Vater in den Höhn./ Ob der Eroͤball untergeht,/ sein Gebot, sein Wort besteht.“ Bernharo Garve, 4 1841. Mel. Valet will ich dir geben. 264 Melchior Teschner, 1613. 1—— ö— ö EEE 1. x Rus ir-di⸗schem Ge⸗tüm⸗mel,/ wo nichts das Herz er⸗ wer zeigt den Weg zum Himmel,/ da-hin die Hoff⸗nung EE quickt, 12 blickt? Wer lei⸗ tet un⸗ser Streben,/ wenn es das Ziel ver — 3— I4 1 H SSSSIIIII..I........... **— s 2.— gißtꝛ/ Wer führt durch Lod zum Leben?/ der Wegheißt Zesus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen,/ gehüllt in tiefe Nacht;/ durch wen wird unsern Seelen/ ein wahres Licht gebracht?/ Von oben kommt die Klarheit,/ die alles uns erhellt,/ denn Christus ist die Wahr⸗ heit,/ er ist das Licht der Welt. 5. Wer gibt uns hier schon dreuden,/ die niemand rauben kann?/ Wer zeiget uns im Leiden/ den himmel aufgetan? /Wenn vor dem Tod wir beben,/ wer gibt dem Herzen Ruh?/ heil! Christus ist das Leben,/ führt uns dem Vater zu. Karl Zulius Aschenfeld, 1856. Mel. Nr. 204. 265 valet will ich oͤir geben. I. Es kennt der Herr die Seinen/ und hat sie stets gekannt,/ die Großen und die Kleinen/ in jedem Volk und Land;/ er läßt sie 22 Nachfolge nicht veroer Sterben/ si 2. Er ken und doch oͤr dem Wort g Wort sich b 3. Er ken fröhlich auf! heit Glanze die immerd 4. Er ken mit lauterm gegnet,/ wi trägt, wie e 5. So ker Großen und Gnadentrie nung, Lie 6. So hil laß nichts di der Tag erse die Deinen Mel. O Durch aller Bande. ge Christi Kinder nennt Verfolgung, oö ihm folgen hinoͤer Lohn.“ der Wahrheit Vater in oͤen Hort besteht.“ Garve, 4 1841. Ceschner, 1613. — das herz er⸗ ie Hoff⸗nung —— as Ziel ver⸗ 1 Jesus Christ. „dͤurch wen oben kommt die Wahr— iben kann?/ Wenn vor Christus ist enfeloͤ, 4 1856. ich dir geben. ekannt,/ die er läßt sie Nachfolge Christi nicht veroerben,/ er führt sie aus und ein;/ im Leben und im Sterben/ sind sie und bleiben sein. 2. Er kennet seine Scharen/ am Glauben, der nicht schaut/ und doch dem Unsichtbaren,/ als säh er ihn, vertraut;/ der aus dem Wort gezeuget/ und durch das Wort sich nährt/ und vor dem Wort sich beuget/ und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen/ an ihrer hoff nung Mut,/ die fröhlich auf dem Einen,/ daß er der Herr ist, ruht;/ in seiner Wahr⸗ heit Glanze/ sich sonnet frei und kühn,/ die wunderbare Pflanze,/ die immerdar ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe,/ die seiner Liebe Frucht,/ und die mit lauterm Triebe/ ihm zu gefallen sucht;/ die andern so be⸗ gegnet,/ wie er das Herz bewegt;/ die segnet, wie er segnet,/ und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der herr die Seinen,/ wie er sie stets gekannt,/ die Großen und die Kleinen/ in jedem Volk und Land:/ am Werk der Gnadentriebe/ durch seines Geistes Stärk,/ an Glauben, Hoff⸗ nung, Liebe/ als seiner Gnaoͤe Werk. 6. So hilf uns, herr, zum Glauben,/ und halt uns fest dabei;/ laß nichts die Hoffnung rauben,/ die Liebe herzlich seil/ Ind wird der Tag erscheinen,/ da dich die Welt wird sehn,/ so laß uns als die Deinen/ zu deiner Rechten stehn! Philipp Spitta, 4 1859. Mel. O D b aller Ponds. 3 266 rah. Söe Fnere un ᷑. Kir.,enin —— d, een n Enuie er n n Herrnhaag 1740. Bleibt bei dem, der eu⸗ ret-wil⸗len/ auf die Er⸗-de 3 bder, um eu⸗ren Schmerz zu stil⸗len, /tausend Schmerzen +. +. 1 + —.——— —————— nie⸗der⸗kam,/ auf sich nahm! Bleibt bei dem, der ein ⸗-zig blei⸗bet,/ 20³ 26⁷7 Nachfolge Christi SDSSSSSSSEE... wenn auch al⸗les un⸗ter⸗geht,/ der, wenn al⸗les auch zer⸗ —— I . stäu⸗bet,/ sie⸗gend ü⸗berm Stau⸗be steht. 2. Alles schwindet, herzen brechen,/ denen ihr euch hier ergabt,/ und der Mund hört auf zu sprechen,/ der euch oft mit Trost gelabt,/ und der Arm, der euch zum Stabe/ und zum Schilde ward, erstarrt// und das Auge schläft im Grabe,/ das euch sorgsam einst bewahrt. 5. Alles stirbt, das Iroͤsche findet/ in dem Iroͤischen sein Grabj/ alle Lust der Welt verschwindet,/ und oas herz stirbt selber ab./ Iroͤsches Wesen muß verwesen,/ iroͤsche klamme muß verglühn,/ iroͤsche dessel muß sich lösen,/ iroͤsche Blüte muß verblühn. 4. Doch oer herr steht überm Staube/ alles Irdischen und spricht:/ Stütze dich auf mich und glaube,/ hoffe, lieb und fürchte nicht!/ Darum bleibt bei dem, der bleibet,/ und der geben kann, was bleibt,/ der, wenn ihr euch ihm verschreibet,/ euch ins Buch des Lebens schreibt. philipp Spitta, 4 1859. mel. Nr. 266. 267 eller Bande⸗ 1. Volk des herrn! Du hast hienieden/ einen langen, schweren Streit;/ Rämpfe sind dir hier beschieden,/ driede in oͤer Ewigkeit./ ZLege an die rechte Wehre,/ stehe auf dem ewgen Fels,/ daß dir Sieg und heil beschere /er, oer Heiland Israels! 2. Träumest du von guten Tagen,/ oder wachst du auf zum Streit?/ Wiegst du dich in alten Sagen// oder kennst oͤu deine Zeitꝰ/ Hörest du den Ruf der Wächter:/Glaubet ihr, so bleibt ihr stehn!/ Aber wehe dem Verächter,/ denn sein Trost wird untergehn!“ 3. Volk des Herrn! oͤu hast hienieden/ einen langen, schweren Streit;/ nun so suche keinen hrieden/ in der bösen Zeitlichkeit./ Führe deines Gottes Kriege;/ Jesu Rreuz ist das Panier,/ unter diesem Zeichen siege!/ Seine Schmach sei deine Zier! Samuel Preiswerk, 1 1871. 20⁴ frag icher gleich me sicht,/ me . Wun⸗den . Herr/ mein 2. Es ist was ich hal dein,/ zu! mir geben lge Christi . hier ergabt,/ rost gelabt,/ ũro, erstarrt,/ inst bewahrt. sein Grabʒ/ selber ab./ verglühn,/ blühn. und spricht:/ uchte nichtl/ was bleibt,/ Oes Lebens Spitta, 4 1859. D Durchbrecher aller Bande. en, schweren r Ewigkeit./ ls,/ daß dir du auf zum deine Zeitꝰ/ t ihr stehnl/ itergehn!“ en, schweren zeitlichkeit./ nier,/ unter 1 zwerk, 4 1871. 268 Straßburg 1577. . 1 n o „ erz⸗lich lieb hab ich Die gan⸗ze Welt er⸗ Ifreut mich nicht,/ nachErd und Himmel x ö—.—.———.— H.— I4—— SSPSSPSPSSSSSSSSE... mir nicht fern/ mit dei⸗ ner Hilf und Ga⸗ben! frag ich nicht,/ wenn ich nur dich kann ha⸗ben; — 19— ů 2—.———.— gleich mein Herz zer⸗bricht,/ bist du doch mei⸗ ne Zu⸗ver⸗ und wenn mir ......— 3, Be. 3 1 sicht,/ mein Trost und mei⸗nes Her⸗zens Teil,/ durch des⸗sen 1———. SZann n,e de,,. —— Wun⸗den ich weroͤ heil./ Herr Je⸗su Christ,/ mein Gott und +....—————.—— ————————— herr// mein Gott und herr,/ in Schanden laß mich nim⸗mer⸗mehr! 2. Es ist ja oein Geschenk unòd Gab/ mein Leib und Seel unoͤ was ich hab/ in diesem armen Leben/ damit ichs brauch zum Lobe dein,/ zu Nutz und Dienst des Nächsten mein,/ wollst deine Gnad mir geben!/ Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr,/ des Satans 269 Liebe Mord und Lügen wehr;/ in allem Kreuz erhalte mich,/ auf daß ichs trag geoͤuldiglich!/ Herr Jesu Christ,/ mein Herr und Gott,/ mein Herr und Gott,/ tröst mir mein' Seel in Todesnot! 5. Ach, Herr, laß dein lieb Engelein/ am letzten End die Seele mein/ in Abrahams Schoß tragen,/ den Leib in sein'm Schlaf⸗ kämmerlein/ gar sanst ohn einge Gual und Pein/ ruhn bis zum jüngsten Tage;/ alsbann vom Tod erwecke mich,/ daß meine Rugen sehen dich/ in aller Freud, o Gottessohn,/ mein Heiland und mein Onadenthron!/ Herr Jesu Christ// erhöre mich,/ erhöre mich!/ Ich will dich preisen ewiglich! Martin Schalling, + 1608. 269 Frankfurt a. M. 1599. ——.— — 2 LXX 1. Wie schön leuch⸗tet der Mor⸗gen⸗stern,/ voll Snad und Du da⸗vios Sohn aus Ja⸗kobs Stamm, /oͤu Got tes⸗ — —2 .— + e. ö— H SZ..——.— I. ————IN —— Wahr⸗heit von dem Herrn,/ aus Ju⸗-da auf⸗ ge⸗gan⸗gen! Sohn und Got⸗ tes⸗-Lamm,/ er ⸗füllst mich mit Ver⸗lan⸗gen, DD 0 —..— .............— lieb⸗lich,/ freunoͤ⸗lich,/ schn und mäch⸗tig,/ groß und präch⸗tig,/ SIIIIII‚I.. II.‚‚......... ———— SISII..IIIII... reich an Ga⸗ben,/ ü⸗-ber al-les hoch er⸗ ha⸗ ben. 2. O meine Perl, oͤu werte Kron, Sohn Gottes und Marien Sohn,/ ein hochgeborner Rönig!/ Du, meines herzens schönste Blum, /dein süßes Evangelium/ ist lauter Milch und honig./ Jesu// Jesu,/ Hosiannal/ Himmlisch Manna,/ das wir essen,/ deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein herz hinein,/ du helles Licht und Himmelsschein,/ oͤie Flamme deiner Liebe;/ und staärk mich, daß II Liebe ich ewig ble triebe./ In Freuoe,/ d 4. Von& gen Augen Gut,/ dein erquickenl/ hilf in Gn⸗ 5. Gott! Welt/ in o vertraut,/ nichts betr geben/ mi 6. Spiel Gesang/ g Christ,/ de Singet,/ k groß ist de 7. Wie Letzte bist, deinem Pr Hhände./ R nicht lange Mel. Es ist g lich an der 7 2 —8 1 —.— Ffin⸗ den grün ⸗der Liebe ch,/ auf daß und Gott,/ snotl 10 die Seele n'm Schlaf⸗ hn bis zum neine Augen ò und mein e michl/ Ich uling, 4 1608. rt a. M. 1599. Gnad unoͤ Got⸗ tes⸗ jan-gen! lan⸗ gen, —.— präch⸗tig,// — , ben. noö Marien ns schönste nig./ Jesu// ͤheiner kann Licht und mich, daß Liebe ich ewig bleib/ an deinem auserwählten Leib/ ein Glied voll Lebens⸗ triebe./ In dir/ laß mir/ ohn Rufhören/ sich vermehren/ Lieb und Freude,/ daß uns selbst der LTod nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein§reudͤenschein,/ wenn mich die heil⸗ gen Augen dein/ so mildiglich anblicken./ O Jesu, du mein trautes Gut,/ dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut/ mich innerlich erquicken l/ Cröst mich/ freunoͤlich,/ hilf mir Armen/ aus Erbarmen,/ hilf in Gnaden!/ Ruf dein Wort komm ich geladen. 5. Gott Vater, o mein starker Held,/ du hast mich ewig vor der Welt/ in deinem Sohn geliebet;/ dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,/ auf ihn mein herz mit dreuden schaut,/ öͤrum mich auch nichts betrübet./ Heil mir,/ Heil mir!/ himmlisch Leben/ wird er geben/ mir dort oben;/ ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit Saitenklang/ und laßt den süßesten Gesang/ ganz freudenreich erschallen;/ ich will mit meinem Jesus Christ,/ der mir mein Ein und Alles ist,/ in steter Liebe wallen./ Singet,/ klinget,/ jubilieret,/ triumphieret,/ dankt dem Herren,/ groß ist der König der Ehren. 7. Wie jreu ich mich, Herr Jesu Christ,/ daß du der Erst und Letzte bist,/ der Anfang und das Ende!/ Du wirst mich einst zu deinem Preis/ aufnehmen in dein Paradeis,/ orauf faß ich deine hände./ Amen,/ Amen,/ Romm, du schöne/ dreudenkrone,/ bleib nicht lange;/ deiner wart ich mit verlangen. philipp Nicolai, + 1008. mel. Es i iß⸗ uich on dee Helt. 270 + + 4 l +*— L————+ 2——.—8 REEEEEE..—. Such, wer da will,/ ein an⸗der Ziel,/ die Se lig⸗ keit zu mein herz al⸗lein/ be⸗dacht soll sein,/ auf Christum sich zu Wittenberg 1555. ö ö— ö. + S— 2 7 ö S......... Irunden. Sein Wort ist wahr,/ sein Werk ist klarz/ sein 187 20⁷ 271 Liebe SDSPSDPI.PIPI.....I.... ......—— heil⸗ger Mund/ hat Rraft und Grund /all heino zu ü⸗ber⸗win⸗den. 2. Such, wer da will,/ Nothelfer viel,/ die uns doch nichts er⸗ worbenz/ hier ist der Mann,/ der helfen kann,/ bei dem nie was verdorben./ Ans wird das heil/ durch ihn zuteil,/ uns macht ge⸗ recht/ der treue Knecht,/ der für uns ist gestorben. 5. Ach, sucht doch den,/ laßt alles stehn,/ die ihr das heil be⸗ gehretl/ Er ist oͤer herr/ uno keiner mehr,/ der euch oas Heil ge⸗ währet./ Sucht ihn all Stund/ von Herzensgrund// sucht ihn allein;/ denn wohl wird sein/ dem, der ihn herzlich ehret. 4. Mein Herzenskron,/ mein dͤreuoͤensonn/ sollst du, Herr Jesu/ bleiben;/ laß mich doch nicht/ von deinem Licht/ durch Eitelkeit vertreiben;/ bleib oͤu mein Preis,/ dein Wort mich speis;/ bleib du mein Ehr,/ dein Wort mich lehr,/ an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht/ dein Angesicht,/ laß mich in Kreuz nicht zagen;/ weich nicht von mir,/ mein höchste Zier,/ hilf mir mein Leiden tragen;/ hilf mir zur dͤreud/ nach diesem Leio,/ hilf, daß ich mag/ nach dieser Klag/ dir ewig oͤort Lob sagen. Georg Weißel, 4 1635. 271 Johann Uhlich, 1674. SSSSS 1. Meinen de⸗sum laß ich nicht;/ weil er sich für so er⸗for ⸗dert mei⸗ ne Pflicht,/ un⸗verrückt nur iE mich ge⸗ge⸗ ben, ihm zu le ⸗ben; — 7 4— I.. N . 5—— mei⸗ nen Je⸗-sum laß ich nicht. er ist mei⸗ nes Le⸗bens Licht,/ Liebe 2. Jesum ihm hab ich ist auf ihn g 3. Laß ve das letzte Te Lebensfaden 4. Ich we langet,/ wo mich erfreut 5. Nichtt sehnet;/ Jes versöhnet/ u 6. Jesum Christus läßt wer mit mir Mel. Komm, o oͤu Geist des“ 1. Wunsch sein will, war 216—— —— ru⸗ fet 2. Einer i ist es, dem Blut verhül 3. Schein ach, so nimt dich mir, m r-win⸗den. ch nichts er⸗ hem nie was is macht ge⸗ das heil be⸗ das Heil ge⸗ ihn allein/ hHerr Jesu, ich Eitelkeit peis;/ bleib zu gläuben. Kreuz nicht If mir mein „/ hilf, oͤaß eißel, 4 1635. Uhlich, 1674. sich für Liebe 2. Jesum laß ich ewig nicht,/ weil ich soll auf Erden leben;/ ihm hab ich voll Zuversicht,/ was ich bin und hab, ergeben;/ alles ist auf ihn gericht't,/ meinen Jesum laß ich nicht. 3. La ß vergehen das Gesicht,/ alle Sinne mir entweichen;/ laß das letzte Tageslicht/ mich auf dieser Welt erreichen;/ wenn der Lebensfaden bricht:/ meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht,/ wenn ich nun dahin ge⸗ langet,/ wo vor seinem Angesicht/ meiner Väter Glaube pranget;/ mich erfreut sein Angesicht,/ meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach himmel nicht/ meine Seel in mir sich sehnet;/ Jesum wünscht sie und sein Licht,/ der mich hat mit Hott versöhnet/ und befreiet vom Gericht;/ meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir,/ geh ihm ewig an der Seiten;/ Christus läßt mich für und für/ zu den Lebensbächen leiten./ Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nichtl Christian Reimann, 4 1662. Mel. Komm, o komm du Geist des Lebens. 272 re Kereie i rereree er SSSEEEEEE e. I— 1.4 Je⸗ sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗sus/ soll mein etz⸗ und mach ich ein Ver⸗büno⸗ nis,/ daß ich .—— 2—8—..2. r enn in Meiningen 1693. Wunsch sein und mein Ziel! denn mein Herz, mit ihm er⸗füllt,/ will, was Je⸗sus 21. her⸗ läut ———. en Brul anta. nann ru⸗fet nur: herr, wie dͤu willt. 2. Einer ist es, dem ich lebe,/ den ich liebe früh und spat:/ Jesus ist es, dem ich gebe,/ was er mir gegeben hat;/ ich bin in dein Blut verhüllt,/ führe mich, Herr, wie du willt. 3. Scheinet was, es sei mein Glücke,/ und ist doch zuwider dir,/ ach, so nimm es bald zurücke,/ Jesu, gib, was nützet mir;/ gib dich mir, mein Jesu, mild;/ nimm mich dir, Herr, wie du willt. 2⁰⁹ — 273 Liebe 4. Und vollbringe deinen Willen/ in und an mir, o mein Gott;/ deinen Willen laß erfüllen/ mich im Leben, Freud und Not,/ sterben als dein Ebenbilo,/ Herr, wann, wie und wo du willt. 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen,/ der du dich uno viel dazu/ hast geschenkt und mir erwiesen,/ daß ich fröhlich singe nun:/ Mir geschehe, Gott, mein Schild,/ wie oͤu willt, Herr, wie du willt! Ludämilia Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-Rudolstaot, 4 1672. 273 Frankfurt a. M. 1738. E ri rn K.w 6, ,,nn, H nis CI—. Ich will dich lie-ben, mei⸗ ne Stär⸗ke,„ ich ich will dich lie-ben mit dem Wer⸗ke/ und — ——— 4—.— n ee, in de win. will doich lie-ben, mei⸗ne Zier; im⸗mer⸗wäh⸗ren⸗der Be⸗gier; n Ha... anrntnr. D‚ +7— schön⸗stes Licht,/ bis mir das Her⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben,/ als meinen allerbesten oͤreund;/ ich will dich lieben und erheben,/ so lange mir oͤein Glanz erscheint;/ ich will mit reiner Liebesflamm/ dich lieben, Gottes⸗ lamm. 5. Ach, daß ich dich so spät erkannte,/ du hochgelobte Liebe duz/ daß ich nicht eher mein dich nannte,/ du höchstes Gut und wahre Ruh!/ Es ist mir leiö, ich bin betrübt,/ daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet,/ ich suchte dich und fand dich nicht;/ ich hatte mich von dir gewendet/ und liebte das ge⸗ schaffne Licht;/ nun aber ists durch dich geschehn,/ daß ich oich hab gesehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne,/ daß mir dein Glanz hat Licht gebracht;/ ich danke dir, du himmelswonne,„daß oͤu mich Liebe froh und fr du mich ma 6. Erhalt irre gehn;/ oder stille st Himmelsglo 7. Ich wil Gott,/ dich! größten Not Herze bricht Mel. Nr. 27 1. Liebe, Liebe, die di dir ergeb id 2. Liebe, Liebe, die d gar;/ Liebe 3. Liebe, Liebe, die m ergeb ich m 4. Liebe, und Wort;/ hort;/ Liebt 5. Liebe, Sinnʒ/ Lie dahin;/ Lie 6. Liebe, die das Lös ergeb ich m 7. Liebe, lichkeit;/ Li Herrlichkeit; ( Liebe iein Gottj/ ot,/ sterben viel dazu/ nun:/ Mir e du willt! tadt, 4 1672. t a. M. 1738. „/ ich / uno . lie⸗ben, allerbesten dein Glanz en, Gottes⸗ Liebe duʒ/ und wahre ät geliebt. h und fand te das ge⸗ aß ich oͤich Glanz hat 5 oͤu mich Liebe froh und frei gemacht;/ ich danke dir, odu güloͤner Mund,/ daß du mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen/ und laß mich nicht mehr irre gehn;/ laß meinen Fuß in deinen Wegen/ nicht straucheln oder stille stehn;/ erleucht mir Leib unò Seele ganz,/ du starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone,/ ich will dich lieben, meinen Gott,/ dich lieben auch bei Schmach und Hohne,/ auch in der aller⸗ größten Not;/ ich will dich lieben, schönstes Licht,/ bis mir das herze bricht. Zohann Scheffler, + 1677. Mel. Nr. 272. 274 ou Keht des Lebens. 1. Liebe, die du mich zum Bilde/ deiner Gottheit hast gemacht/ Liebe, die ou mich so milde/ nach dem Fall zurückgebracht; /Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, oͤie du mich erkoren,/ eh denn ich geschaffen war;/ Liebe, die du Mensch geboren/ und mir gleich waroͤst ganz unoͤ gar;/ Liebe, oͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten/ und gestorben in der Zeit;/ Liebe, oͤie mir hat erstritten/ ewge Lust und Seligkeit;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, oie oͤu Kraft und Leben,/ Licht und Wahrheit, Geist und Wort;/ Liebe, die sich ganz ergeben/ mir zum Heil und Seelen⸗ hort;/ Liebe, oͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, oͤie mich hat gebunoͤen/ an ihr Joch mit Leib unoͤ Sinnj;/ Liebe, die mich überwunden/ und mein Herz hat ganz dahin;/ Liebe, oͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, oͤie mich ewig liebet,/ die für meine Seele litt;/ Liebe, die das Lösgeld gibet/ und mich kräftiglich vertritt;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, oͤie mich wird entrücken/ aus dem Grab doͤer Sterb⸗ lichkeit;/ Liebe, die mich einst wirdò schmücken/ mit der Kron der Herrlichkeit;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. (V. 4 Darmstädter Gesangbuch 1698.) Zohann Scheffler, 4 1677. 275 Liebe Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 52— Christoph Anton, 1651. 2—.—— II 205. Je⸗ sus schwebt mir in Ge⸗dan⸗ken,/ Je⸗sus liegt mir von ihm——8 ich nimmer wanken,/ weil ich hier im —.— e. stets im Sinn, Le⸗ben bin. ——— Er ist mei⸗ ner Au⸗gen Wei⸗ de,/ mei⸗ nes I..——————.—.——...... Her⸗zens höch⸗ ste Freu⸗ de, mei⸗ner See⸗le schön⸗ste Zier;/ 12——...—— ö ge⸗sum lieb ich für und für. 2. Jesus funkelt mir im Herzen,/ wie ein Stern mit goloͤnem Schein;/ er vertreibt mir Angst unòd Schmerzen,/ er ist mein, und ich bin sein./ Drum ergreif ich ihn mit Freuden,/ wenn ich soll von hinnen scheiden;/ er ist meines Lebens Licht;„ esum laß ich von mir nicht. 3. Jesum will ich bei mir haben,/ wenn ich gehe aus und einj/ seines Geistes Trost und Gaben/ ruhn in meines herzens Schrein./ Wenn ich mich zur Ruh begebe/ oder mich vom Schlaf erhebe,/ bleibt doch Jesus früh und spat/ meiner Seelen Schutz und Rat. 4. Jesum will ich lassen raten,/ der am besten raten kann;/ er gesegne meine Taten,/ die ich fröhlich fange an,/ daß in seinem teuren Namen/ alles glücklich sei und Rmen/ so wird alles werden gut,/ wenn nur Jesus hilfe tut. 5. Jesus, meiner Jugend Leiter /von des Lebens Anbeginn,/ wirod auch sein mein Trostbereiter,/ wenn ich alt und kraftlos bin/ wenn sich krümmen meine Glieder/ und die Lebenssonn geht meder,, wenn veroͤunkelt mein Gesicht:/ meinen Zesum laß ich nicht. 27²2 Liebe 6. Jesus si nichts, nichts pein,/ keine herzenj/ ob! 7. Jesu lel Jesu dorten sein und ble ich gleich Gt Mel. Nr. 27 1. Jesu, n dir will ich Herrn will ie dein bin un 2. Deine fing;/ du bi ging,/ und kommen/ ic 3. Auf de deines Geist ich etwa übt und oͤu bist 4. Ach, v wenn die 5 haßt./ Ach, dorbenl/ Jd 5. Ja, in führt;/ öpu giert;/ dein nähretʒ/ ich 6. Irr' ie ist es, daß ich arm, sit ich bin deir 18 Liebe Anton, 1651. — is liegt mir ch hier im /mei⸗ nes nit goloͤnem st mein, und nich soll von laß ich von s und ein;/ is Schrein./ laj erhebe,/ utz und Rat. n kannz/ er ib in seinem alles werden Anbeginn,/ aftlos bin/ geht meder,, ch nicht. ——ᷓeᷣvnex Liebe 276 6. Jesus soll in allen Leiden/ mein getreuer Beistand sein/ nichts, nichts soll mich von ihm scheiden;/ keine Angst und Hherzens⸗ pein,/ keine Trübsal, keine Schmerzen /reißen ihn aus meinem herzenj/ ob mir gleich das herze bricht,/ laß ich dennoch Jesum nicht. 7. Jesu leben, Jesu sterben,/ Jesu einzig eigen sein und mit zesu dorten leben:/ dies ist mein Gewinn allein./ Jesu will ich sein und bleiben,/ nichts, nichts soll mich von ihm treiben;/ laß ich gleich Sut, Blut und Ehr: /Jesum laß ich nimmermehr. Ende des 17. Jahrhunderts. Mel. Nr. 275. 276 gebens Leben 1. Jesu, meiner Seele Leben,/ meines Herzens höchste Freuò,/ dir will ich mich ganz ergeben/ jetzo und in Ewigkeit;/ meinen herrn will ich dich nennen/ und vor aller Welt bekennen,/ daß ich dein bin und du mein;/ ich will keines andern sein. 2. Deine Güt hat mich umfangen,/ eh mich noch die Welt emp⸗ fingj/ du bist mir schon nachgegangen,/ als ich noch nach dir nicht ging,/ und du hast mich aufgenommen,/ da ich an das Licht ge⸗ kommen j/ ich bin dein, und du bist mein // ich will keines andern sein. 3. Auf der Kinoͤheit wiloen Wegen/ folgte mir stets deine Güt/ deines Geistes Trieb und Segen/ regte mir oft mein Gemüt,/ wenn ich etwa übertreten,/ daß ich wiederkäm mit Beten;/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 4. Nch, wie oft hat meine Jugend/ deine Gnadenhand gefaßt// wenn die Frömmigkeit und Tugend/ war in meinem Sinn ver⸗ haßt./ Ach, ich wäre längst gestorben/ ohne dich und längst ver⸗ dorbenl/ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 5. Ja, in meinem ganzen Leben/ hat mich stets dein Licht ge⸗ führtj/ du hast, was ich hab, gegeben,/ du hast meinen Lauf re⸗ giert;/ deine Güt, die täglich währet,/ hat mich immerdar er⸗ nähret/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 0. Irr' ich, sucht mich deine Liebe,/ fall ich, hilfet sie mir aufj/ ist es, daß ich mich betrübe,/ stärkt sie mich in meinem Lauf;/ bin ich arm, sie gibt mir Güter;/ schlaf ich ein, sie ist mein hüter;/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 18 273 277 Liebe 7. Dein Geist zeiget mir das Erbe,/ das mir oͤroben beigelegt;/ ich weiß, wenn ich heute sterbe,/ wo man meine Seel hinträgt j/ zu dir, Jesu, in die Freude,/ daß mich nichts mehr von dir scheiöel/ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 8. Drum, ich sterbe ooer lebe,/ bleib ich doch dein Eigentum j/ dir allein ich mich ergebe,/ du bist meiner Seelen Ruhm,/ meine Zuversicht und§reude,/ meines herzens Trost im Leioe;/ ich bin dein, und dͤu bist mein;/ ich will keines andern sein. Christian Seriver, 4 1695. 277 Adam Krieger, 1657. EEE 1.(Eins ist not, ach Herr, dies Ei⸗ ne/ leh⸗ re mich er⸗ 35.— les an⸗dͤre, wies auch schei⸗ne,/ ist ja nur ein — L minn 0 EEE—— ö—— ken⸗ nen doch!l schwe⸗ res Joch,/ dar⸗ —— IE na⸗get und pla⸗get/ und den- noch kein wah⸗ res Ver⸗ un⸗ter das her⸗ ze sich 1 ů— W —..————— gnü⸗gen er ⸗ ja⸗get./ Er-lang ich oͤies Ei⸗ ne, das rn.—.—— H IIEIEEEE—.... al⸗les er⸗setzt,/ so werd ich mit Ei⸗nem in al⸗lem er⸗götzt. 2. Seele, willst dᷣu dieses finden,/ suchs bei keiner Kreaturj/ laß, was iroͤisch ist, dahinten,/ schwing dich über die Natur./ Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet,/ wo alle vollkommene Fülle erscheinet,/ da, da ist das beste, notwenoͤigste Teil,/ mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. Liebe 3. Darum laß mich trei viele oich au dennoch umf der einzig d 4. Aller V gib nur, daf worinnen die die himmlise und weiß,/ 5. Nichts höchstes Gut Blut./ Die h am Stamm heiles erlan 6. Nun se wachtʒ/ du b Was dienet heiland, m Lust;/ dein 7. Ja, wa flut;/ du bil du hast mir und Veroͤgn mir bringt; 8. Volles weil auf eit Süßres kan dich immer quickt,/ als 9. Drum prüf, erfah ich auf böst ewigem W Tod,/ und 18* Liebe nbeigelegt ʒ/ elhinträgt ʒ/ dir scheidel/ ͤern sein. Eigentum/ uhm,/ meine ꝛioez/ ich bin zeriver, 4 1695. Krieger, 165/. re mich er⸗ ja nur ein n er⸗götzt. reaturʒ/ laß, r. Wo Gott mmene Fülle iein Ein und Liebe 277 3. Darum ist auch mein Verlangen,/ liebster Jesu, nur bei dir/ laß mich treulich an dir hangen,/ schenke dich zu eigen mir./ Wie viele dich auch mit der Menge verlassen,/ so will ich in Liebe dich dennoch umfassen;/ denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist,/ der einzig den Weg uns zur Seligkeit weist. 4. Aller Weisheit höchste dülle/ in dir ja verborgen liegt;/ gib nur, daß sich auch mein Wille/ fein in solche Schranken fügt,/ worinnen die demut und Einfalt regieret/ und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet./ Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, /so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 5. Nichts kann ich vor Gott ja bringen,/ als nur dich, mein höchstes Gut;/ Jesu, es muß mir gelingen/ durch dein heilig teures Blut./ Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben,/ da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben;/ da hab ich die Kleider des geiles erlangt,/ worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 6. Uun so gib, daß meine Seele/ auch nach deinem Bilò er⸗ wachtj/ du bist ja, den ich erwähle,/mir zur Heiligung gemacht./ Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben,/ ist in dir, mein heiland, mir alles gegeben;/ entreiße mich aller vergänglichen Lust;/ oͤein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 7. Ja, was soll ich mehr verlangenꝰ/ Auf mich strömt die Gnaden⸗ flut;/ du bist einmal eingegangen/ in das Heilge durch dein Blutʒ/ du hast mir die ewge Erlösung erfunden,/ daß ich nun von Toð und Verdammnis entbundenz/ dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt;/ im kinoͤlichen Geiste das Abba nun klingt. 8. volles Gnügen, Fried und§reude/ jeho meine Seel ergötzt,/ weil auf eine frische Weide/ mein Hirt Jesu mich gesetzt. /Nichts Süßres kann also mein Herze erlaben,/ als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben;/ nichts, nichts ist, das also mich innig er⸗ quickt,/ als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine/ sollst mein Ein und Alles sein;/ prüf, erfahre, wie ichs meine,/ tilge allen Heuchelschein;/ sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege,/ und leite mich, höchster, auf ewigem Wegez/ laß Schmach mich nicht achten, nicht Leiden noch Tod,/ und Jesum gewinnen; dies Eine ist not. Joh. Heinrich Schröder, 4 1699. 187 275 Liebe 278 Adam Drese, 1690. SEZEE— — ——— e e En Krernne, S + 1. See⸗len⸗bräu⸗ti⸗gam,/ de⸗su, Got⸗tes Lamm!l/ —————— SSIIIIIIT ha⸗be Dank für dei⸗ne Lie⸗be,/ dͤie für mich aus rei⸗nem — ........ eee, Eie Ean. inn La, vEi E Trie⸗be/ starb am Kreu⸗zes⸗stamm,/ Je⸗su, Got⸗tes Lamm! 2. Deine Liebesglut/ stärket Mut und Blut;/ wenn du freunoͤ⸗ lich mich anblickest/ und mit deinem Geist erquickest,/ macht mich wohlgemut/ deiner Liebe Glut. 5. Wahrer Mensch und Gott,/ Trost in Not und Tod!l/ Du bist darum Mensch geboren,/ zu ersetzen, was verloren,/ durch den Kreuzestod,/ wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht/ laß erlöschen nicht!l/ Salbe mich mit Freudenöle,/ daß hinfort in meiner Seele/ ja verlösche nicht/ meines Glaubens Licht. 5. So weroͤ ich in dir/ bleiben für und für;„deine Liebe will ich ehren/ und in mir dein Lob vermehren,/ weil ich für und für/ bleiben wero in dir. 6. Held aus Davios Stamm,/ deine Liebesflamm/ mich ernähre und verwehre,/ oͤaß die Welt mich nicht versehre,/ ob sie mir auch gram,/ held aus Davioͤs Stamm. 7. Deinen Frieden gib/ aus so grober Lieb/ uns, den deinen, die dich kennen/ und nach dir sich Christen nennen/ denen du bist lieb,/ deinen Frieden gib! 8. Wer der Welt abstirbt,/ sich mit Ernst bewirbt,/ dir zu leben und zu trauen,/ der wird bald mit Freude schauen,/ daß niemand verdirbt,/ der der Welt abstirbt. 9. Nun ergreif ich dich,/ du mein ganzes dch;/ ich will nimmer⸗ mehr dich lassen,/ sondern gläubig oͤich umfassen,/ weil im Glauben ich/ nun ergreife dich. 27⁵ Liebe 10. Hier d Hoffen und die Ehrenkre 11. Jesu, winde/ und kämpft für en 12. Du m soll nun nich Himmelsblu Mel. Es ist da kommen her. gut/ hat die ⸗se 2. Halt i und dir, oͤe sieget hat ihm für dit 3. Halt i siegreich vo denke, daß dank ihm Liebe am Drese, 1690. es Lamm!l/ — ius rei⸗nem tes Lamm! ndu freunoͤ⸗ macht mich odl/ Du bist „dͤurch oͤen Salbe mich lösche nicht/ ie Liebe will flir und für/ nich ernähre sie mir auch den Deinen, enen oͤu bist oir zu leben aß niemand bill nimmer⸗ im Glauben Liebe 279 10. hier durch Spott und Hohn,/ dort die Ehrenkronz/ hier im hoffen und Vertrauen,/ dort im Haben und im Schauenz/ denn die Ehrenkron/ folgt auf Spott und Hohn. 11. Jesu, hilf, daß ich/ allhier ritterlich/ alles durch dich über⸗ winde/ und in deinem Sieg empfinde,/ wie so ritterlich/ du ge⸗ kämpft für mich. 12. Du mein Preis und Ruhm,/ werte himmelsblum!/ In mir soll nun nichts erschallen,/ als was dir nur kann gefallen,/ werte gimmelsblum,/ oͤu mein Preis und Ruhm! Roam drese, 4 1701. Mel. Es ist das Heil uns 27(vorreformatorisch.) kommen her.(Ooͤer wie Nr. 280.) 9 Wittenberg 1525. 4 halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗sum Christ,/ den Hei⸗land, 1 FThron des him⸗mels kom⸗men ist,/ dein Bru⸗der DA n—.—*—.— ——...—— I.— Li————*— der auf Er ⸗ den/ vom da zu wer⸗den;/ ver⸗ giß nicht, daß er dir zu — 2 ö— P I IISISISSI‚.. gut/ hat an⸗ge⸗ nom⸗men dleisch und Blut/ dank ihm für 2 die se Lie ⸗ bel 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der für dich hat gelitten/ und dir, da er gestorben ist,/ am Kreuz das Heil erstritten./ Be⸗ sieget hat er Sünd und Tod/ und dich erlöst aus aller Not;/ dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der auch am dritten Tage/ siegreich vom Tod erstanden ist,/ befreit von Not und Plage;/ be⸗ denke, daß er§ried gemacht,/ das Leben wieder hat gebracht;/ dank ihm für diese Liebe! 277 — 280 Liebe 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, /der nach den Leidens⸗ zeiten/ gen himmel aufgefahren ist,/ die Stätt dir zu bereiten,/ da dͤu sollst bleiben allezeit/ und sehen seine herrlichkeit; oͤank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Geoͤächtnis Jesum Christ,/ oͤer einst wird wieder⸗ kommen/ und sich, was tot und lebend ist,/ zu richten vorgenommen./ O sorge, oͤaß oͤu da bestehst/ und mit ihm in sein Reich eingehst,/ ihm ewiglich zu danken. ö 6. Gib, Jesu, gib, daß ich oͤich kann /mit wahrem Glauben fassen/ und nie, was oͤu an mir getan,/ mög aus dem Herzen lassen// daß dessen ich in aller Not/ mich trösten mag und durch den Tod/ zu dͤir ins Leben oͤringen. Cyriakus Günther, 4 1704. Mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein. 28 0 Wittenberg 1524. E—.—— — ö———.—. O Lie⸗bes⸗glut, wie soll ich dich„ mit Lo? be In dei⸗ ne Tie⸗fen will ich mich,/ o vol-le See, ver ⸗lie ⸗ren. Es flam⸗met Got⸗tes Herrlich⸗keit,/ es D ——.—.—. —.——.— 53——— . —65 brennt die ganze Ewigkeit:/ bleibt noch mein herz er⸗kal⸗tet? 2. OLiebe, die Gott seinen Sohn/ aus seinem Schoß genommen./ Er ist von oͤem gestirnten Thron/ zu uns herabgekommen/ sein Mangel, Knechtschaft, Rreuz und Grab/ sind uns ein Bild, zu malen ab,/ wie stark Gott lieben könne. 3. Hör auf zu grübeln, glaub allein! Kannst du dies Meer nicht gründen,/ so wirf dich blinoͤlings nur hinein/ mit allen deinen Sünden;/ laß oem das Herze sein gewährt,/ der dir sein Herz hat ausgeleert;/ gib herz für Herz zum Opfer. Liebe 4. O liebst herz und Be brenn aus L als deine Li Mel. O fröhli 2. Du f lich nähre kräftiglich ist, was i 3. Meit Güter/ d. Armen n oͤrum gib 4. O du begab Liebe den Leidens⸗ zu bereiten,/ ichkeit;/ dank wird wieder⸗ genommen./ ich eingehst// em Glauben erzen lashen,/ ch den Tod/ ünther, 1704. ittenberg 1524. —*— lit Lo be o vol⸗le — ich⸗keit,/ es kal⸗ tet? genommen./ nmen// sein loͤ, zu malen dies Meer allen deinen sein Herz hat Liebe 281 4. O liebster Vater, nimm es hin/ Gib Kraft, um dich zu lieben;/ herz und Begierden, Mut und Sinn/ sei dir hiermit verschrieben;/ brenn aus das Feuer böser Lust, laß ewig nichts in dieser Brust/ als deine Liebe glühen. Friedr. Roolf Lampe, + 1729. mel. O fröhliche Stunden. 281 Thomas Solle, 1655. .. 1. Ursprung doͤes Le⸗bens,„o e-wi⸗ ges Licht,/ da IS...... nie ⸗mand ver⸗ ge⸗ bens/ sucht, was ihm ge⸗ bricht! Le⸗ ......... ben⸗di⸗ge Guel=le,/ die lau⸗ter und hel⸗ le/ sich SSSISSIIIII aus sei ⸗nem hei⸗li⸗-gen Tem⸗-pel er⸗ gießt/ und —— — in die be⸗gie⸗ri⸗gen See⸗len ein⸗fließt. 2. Du sprichst:„Wer begehret/ zu trinken von mir,/ was ewig⸗ lich nähret,/ der komme; allhier/ sind himmlische Gaben,/ die krästiglich laben;/ er trete im Glauben zur Guelle heran/ hier ist, was ihn ewig beseligen kann.“ 3. Mein Hirt und mein Hüter,/ ich komme zu dir,/ gewähre die Güter/ des Heiles auch mir;/ du kannst dein versprechen/ mir Armen nicht brechenj/ du siehest, wie elend und dürftig ich bin,/ oͤrum gib deine Gaben aus Gnaden nur hin. 4. O Brunnquell, du labest/ Geist, Seele und Mut,/ und wen du begabest,/ hat ewiges Gut;/ wenn man dich genießet,/ wird 27 282 Liebe alles versüßet;/ es jauchzet und singet das fröhliche herz// es weichet zurücke oͤer bittere Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken, wie dein Wort verheißt,/ laß gänzlich versinken/ den sehnenden Geist/ im Meer deiner Liebe,/ laß heilige Triebe/ mich immerfort treiben zum Himmlischen hin/ es werde mein Herze ganz selig oarin. 6. Wenn du auch vom Leiden/ was schenkest mit ein,/ so laß mich mit§ᷣreuden/ gehorsam dir sein/ denn alle die, welche/ mit⸗ trinken vom Relche,/ den du hast getrunken im Leioe allhier,/ die werden dort ewig sich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch werden,/ mein Jesu, erquickt,/ da, wo deine Heroͤen/ kein Leiden mehr oͤrückt,/ wo Freude die Fülle// wo liebliche Stille,/ wo Wonne und Jauchzen, wo herrlichkeit wohnt,/ wo heiliges Leben wiro ewig belohnt. Christ. Zakob Koitsch, 4 1735. o liebe Seele. Mel. Schmücke dich 282 gohann Crüger, 1649. 44 hei⸗ lanö, dei⸗ ne Men⸗schen⸗lie ⸗be/ war die Quel⸗ le Iidie dein treu⸗ es herz be⸗ wo⸗gen,/ oͤich in un⸗ ser — 2 Nasch dedoren, oich mit Schwach⸗ heit üis ber⸗vek⸗ket,, 55 ....... . *—..——..— ö—————.— —— —— —.— —————— —.—3——..—— 2. Aber seine deinde weinen,/ jedermann mit hilf erscheinen,/ sich der Blinden, Lahmen, Armen/ mehr als väterlich erbarmen 71 Liebe der Betrübt sterben für 3. O du t Segen, Rilf O wie ist der O wie pfleg 4. Die Be die Anwisse die sich selb deines Wer 5. Deine üben,/ ohnt zu tragen, segnen// für 6. O wie Armen/ de gebenj/ da und den S 7. Herr, dͤlecken;/ d. laß mich wi heilge meir Mel. Nr. 3 1. Lebst nicht bist; Welt das wird mich süße Wonr senket/ uni 2. Herz/ Flammen darinnen 1 mich in dt Liebe he herz,/ es erheißt,/ laß einer Liebe,/ lischen hinj/ ein,/ so laß welche/ mit⸗ allhier,/ die ickt, V. da, wo e die Fülle// Herrlichkeit Koitsch, 4 1735. Crüger, 1649. —6.—. Quel=le un⸗ ser r⸗dek⸗ket// lie⸗bel rscheinen,/ rbarmen,/ Liebe 283 der Betrübten Klagen hören,/ sich in anoͤrer Dienst verzehren,/ sterben für die ärgsten Sünder,/ das ist Lieb, o Menschenkinder! 3. O du Zuflucht der Elenden,/ wer hat nicht von deinen händen/ Segen, hilf und Heil genommen,/ der gebeugt zu dir gekommenꝛ/ O wie ist dein herz gebrochen,/ wenn dich Kranke angesprochen?/ O wie pflegtest ou zu eilen,/ das Erbetne mitzuteilen. 4. Die Betrübten zu erquicken,/ zu den Kleinen sich zu bücken,/ die Unwissenden zu lehren,/ die Verführten zu bekehren,/ Sünder, die sich selbst verstocken,/ täglich liebreich zu sich locken:/ das war deines Werkes Weise,/ Herr, und deine liebste Speise. 5. Deine Lieb hat dich getrieben,/ Sanftmut und Geduld zu lben,/ ohne Schelten, drohen, Klagen/ anoͤrer Schmach und Last zu tragen,/ allen freunoͤlich zu begegnen,/ für die Lästerung zu segnen// für der deinde Schar zu beten/ und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Erbarmen,/ da oͤu für die ärmsten Rrmen/ dein unschätzbar teures Leben/ in den ärgsten Tod ge⸗ geben j/ da du in der Sünder händen,/ alle Leibden zu vollenden/ und den Segen zu erwerben,/ als ein öͤluch hast wollen sterben! 7. Herr, laß oͤeine Liebe decken/ meiner Sünden Meng und Flecken j/ du hast das Gesetz erfüllet,/ seinen dluch hast du gestillet/ laß mich wider dessen Stürmen/ deiner Liebe Schild beschirmenz/ heilge meines herzens Triebe,/ salbe sie mit deiner Liebe. Joh. Jakob Rambach, 1 1735. Wie wohl ist mir, 5 Freund der Mel. Nr. 309. 283 Seelen.(Oder wie Nr. 494.) 1. Lebst du in mir, o wahres Leben,/ so sterbe nur, was oͤu nicht bist;/ ein Blick von dir kann mehr mir geben,/ als was der Welt das Liebste ist./ O Jesu, du sollst mein verbleiben,/ nichts wird mich von der Liebe treiben,/ die du mir zugesaget hast./ O süße Wonne, die mich tränket,/ wenn sich die Seel in dich ver⸗ senket/ und dich, o Seelenfreund, umfaßt. 2. Herz, das in Liebesglut gestorben,/ ach, laß mein Herz in Flammen stehnz/ entzünd das Herz, das du erworben,/ und laß darinnen untergehn,/ was du nicht bist, o mein Vergnügenz/ laß mich in deiner Liebe siegen,/ ja siege oͤu nur selbst in mir:/ so 281 28⁴ Liebe wero ich fröhlich triumphieren,/ so wird dein Todessieg mich zieren,/ so leb und leid und sterb ich dir. 3. Jünd auch in mir die Liebesflammen/ zum Dienste deiner Glieder an;/ bind mich und ihre Not zusammen,/ oͤamit ich mich versschern kann,/ ich sei also wie oͤu gesinnet,/ wenn mein Geist die Gestalt gewinnet,/ die deinem Sinn recht ähnlich ist;/ so werd ich zreund und deinde lieben,/ so wird ihr Rummer mich betrüben,/ wie oͤu mir vorgegangen bist. 4. Gib mir des Glaubens Licht und Kräfte,/ damit er wahre oͤrüchte zeigt,/ mach mich zur Rebe voller Säste,/ die sich nach dir, dem Weinstock, neigt;/ du bist der dels, auf den ich baue,/ du bist mein Heilano, dem ich traue,/ oͤu bist des Glaubens fester Grund./ Wenn sich oͤie Zweifelsstunden finden,/ so laß die Hilfe nicht ver⸗ schwinden/ und mach den kranken Geist gesund. 5. Hilf, daß oͤie Hoffnung nicht erlieget,/ und daß oͤein Kreuz ihr Anker ist;/ gib, daß sie alle Nngst besieget/ durch dich, der du mein Alles bist./ Die Welt mag auf das Eitle bauen,/ ich aber will auf oͤich nur schauen,/ o Jesu, meiner Hoffnung Licht;/ ich will dich stets in Lieb umfassen,/ dich, der oͤu mich nicht wirst verlassen,/ denn deine Liebe wanket nicht. 0. Willst oͤu mich noch im Leben wissen,/ so leb ich, weil es dir beliebt;/ werd ich vom Tode hingerissen,/ so bin ich gleichfalls nicht betrübt;/ dein Leben laß stets in mir leben,/ dein Sterben laß mir Stärke geben,/ wenn meines Lebens Ziel erscheint./ Ich will dir meinen Willen schenken,/ ich will im Tod und Leben denken,/ daß oͤu es gut mit mir gemeint. Pphil. Balthasar Sinold, 4 1742. mel. Nun sich Cag Leenget hat. 284 ——— ö +—..——.——.—— E EEEE——.— 1. Der oͤu noch in der letz⸗ ten Nacht,/ eh oͤu für Dresden 1667. —— —— 1 ——————.... uns er⸗ blaßt,/ den Dei⸗nen von der Lie⸗ be Macht/ so schön ge⸗ 2. Erinnt deine letzte Mel. Alles ist Gottes Sege .— Gott er⸗ 2. Hab weilet:/ ei geben// me 3. Herr, schau, ich! solltest öᷣu 4. Ich ganzem in allem/ 5. Eine achten, /r Liebe dessieg mich ienste deiner imit ich mich umein Geist ist;/ so werd h betrüben,/ it er wahre sich nach dir, aue,/ oͤu bist ster Grund./ fe nicht ver⸗ dein Kreuz dich, oͤer dͤu ich aber will ht;/ ich will st verlassen,/ „weil es dir ichfalls nicht Sterben laß nt./ Ich will sen denken,/ Sinold, 4 1742. Dresden 1667. Liebe 285 1 I ——— 1 ————. 4 2 schön ge⸗ pre⸗digt hast: 2. Erinnre deine kleine Schar,/ die sich so leicht entzweit,/ daß deine letzte Sorge war/ der Glieder Einigkeit. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1760. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 285 Frankfurt a. M. 1738. SIIIII II.....— =..—.—9 + 1. Nun so will ich denn mein Le⸗ben/ völ⸗lig mei⸗nem —6—— 2 SSI...— Gott er⸗ge⸗ ben;/ nun wohlan, es ist ge⸗schehn;/ Sünd, ich —.——.—2 ....— will von dir nicht hö⸗ ren;/ Welt, ich will mich von dir kehren,/ Z.—.————N —6—————— II ........ oh- ne je zu⸗rück⸗ zu⸗sehn. 2. Hab ich sonst mein Herz geteilet, /hab ich hie und da ver⸗ weilet: /enoͤlich sei der Schluß gemacht,/ meinen Willen ganz zu geben// meinem Gott allein zu leben// ihm zu dienen Tag und Nacht z. Herr, ich opfre dir zur Gabe/ all mein Liebstes, das ich habez/ schau, ich halte nichts zurück;/ schau und prüfe herz und Nieren;/ solltest du was Falsches spüren,/ nimm es diesen Augenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen;/ grünoͤlich und von ganzem herzen/ will ich folgen deinem Zug./ Kann ich stetig und in allem/ deinen Rugen nur gefallen,/ ach, so hab ich ewig gnug. 5. Eines will ich nur betrachten/ und nicht wissen, noch oͤrauf achten,/ was sonst odraußen mag geschehn;/ fremd der Welt und 285 286 Liebe ihren Sorgen/ will ich hier, in dir verborgen,/ als ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich erwählen;/ alle Kräste meiner Seelen/ nimm nur ganz in deine Macht j/ ja, ich will mich dir verschreiben,/ laß es ewig feste bleiben,/ was ich dir hab zugesagt. Gerharo Tersteegen, 4 1769ʃ Mel. Was Gott tut, das ist wohlgetan. 286 . —9— 1. Dich, Je⸗sum, laß ich e⸗wig nicht;/ dir bleibt mein du kennst dies Herz, das reoͤlich spricht:/ nur Ei⸗ nem —IIII—— Herz er⸗ ge⸗ ben; 4161— will ich le s ben.] Du, oͤu al⸗lein,/ oͤu sollst es seinj/ du Severus Gastorius, 1681. .,. I— *— sollst mein Trost auf Er⸗den, mein Glück im Him⸗mel wer⸗den. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ ich halte dich im Glaubenl/ Nichts kann mir meine Zuversicht/ und deine Gnade rauben. /der Olaubensbund/ hat festen Grund// die deiner sich nicht schämen,/ die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ aus göttlichem Erbarmen/ gingst du für Sünder ins Gericht/ und büßtest für mich Armen./ Nus Dankbarkeit/ will ich allzeit/ um deines Leidens willen/ die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ du stärkest mich von oben./ Auf dir steht meine Zuversicht,/ wenn meine Feinde toben. /Ich flieh zu dir,/ du eilst zu mir;/ wenn mich die deinde hassen,/ wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; /nichts soll von dir mich scheiden./ Es bleibet jedes Gliedes Pflicht,/ mit seinem Haupt zu Liebe leiden./ Doc standen,/ u 6. Dich, Je und wenn oͤ mein Freun Tröster,/ un Mel. Herr, ich mißgehandelt ———.— hei lig ö her⸗zig, . ben,/ was 2. So vi erschuf./ W So den Bö 3. Gotte eilt, den N Weiß es Ge 4. Was und nützt, niemand se Ruhm bei 5. Herr, gebührt l/ gerührt;/ Trost emp Liebe ein wahrer ner Seelen/ erschreiben,/ eegen, 4 17691 astorius, 1681. SS bleibt mein ur Ei⸗ nem seinʒ/ ou wer⸗den. Glaubenl/ rauben. /Der t schämen,/ Erbarmen/ ich Armen./ willen/ die von oben./ toben./ Ich en,/ wirst on oͤir mich n Haupt zu Liebe 287 leiden./ Doch all mein Leid/ währt kurze Zeit;/ bald ist es liber⸗ standen,/ und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum,/ laß ich ewig nicht/ nie soll mein Glaube wanken/ und wenn des Leibes Hütte bricht,/ sterb ich mit dem Gedanken:/ mein Freund ist mein,/ und ich bin sein;/ er ist mein Schatz und Tröster,/ und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich, 4 1780. herr, ich hab mibgevanbeit. 287 * 25—.— Ann— . 1— EI .. Seid barm⸗ her⸗zig, Men⸗schen, hö⸗ret,/ hört das das uns ze⸗sus Chri⸗stus lehret:/ Seid barm⸗ E Zohann Crüger, 1649. 1. hei⸗lig⸗ste Ge⸗ bot, her⸗ zig, seids wie Gott; gebt, so wird auch euch ge⸗ ge⸗ 12——.——— I 25 EE..— 15 E. Laann Ell— ben,/ was euch not ist, Heil und Le⸗ben.“ 2. So viel Menschen, so viel Brüderl/ Ein Gott ists, der uns erschuf./ Wir sind alle Christi Glieder;/ allgemein ist Gottes Ruf./ So den Bösen, wie den Seinen/ läßt der Herr oͤie Sonne scheinen. 3. Gottes Bild in euch zu sehen,/ seid barmherzig, so wie er;/ eilt, den Armen beizustehen/ was ihr gebt, empfängt der Herr./ Weiß es Gott und dein Gewissen,/ darfs die linke and nicht wissen. 4. Was ihr habt, mit Rrmern teilen,/ sehn, was jedem frommt und nützt,/ des Verlassnen Wunden heilen,/ schützen den, den niemand schützt,/ ohne Stolz, von Pflicht geoͤrungen,/ heißt: nach Ruhm bei Gott gerungen. 5. Herr, wir geben von dem deinen,/ Geber, dem der Dank gebührt!l/ Laß, wenn unsre Brüder weinen,/ unser Herz nie un⸗ gerührt;/ daß, wenn wir zu dir uns nahen,/ wir auch Hilf und Trost empfahen! Theod. Gottlieb v. Hippel, 4 1796. 285 288 Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. Liebe 288 Georg Neumark, 1657. — 5 —— 1 4 — E ö— «i E— 1. Du Va⸗ter dei⸗ner Men⸗schen⸗kin⸗der,/ der du die und des⸗sen herz auch ge⸗gen Sün⸗der/ noch gů⸗ tig S SS.S...... Lies be sel ⸗ der bist, 2 und voll Mit ⸗leid ist,] mich von gan⸗zem Her⸗zen ————— 1 2 E B dein,/ laß michs mit al ⸗len Kräf⸗ ten Rinb 2. Gib, daß ich als dein Kind dich liebe,/ da oͤu mich als ein Vater liebst,/ und so gesinnt zu sein mich übe,/ wie du mir selbst die Vorschrist gibst!/ Was dir gefällt, gefall auch mir;/ nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilg in mir durch deine Liebe/ den Hang zur Liebe dieser Welt/ und gib, daß ich Verleugnung übe,/ wenn mir was Eitles noch gefällt./ Wie sollte ich oie Rreatur/ dir Wie⸗ Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deiner Liebe willen/ gern tun, was mir dein Wort gebeut!/ Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen,/ so sieh auf meine Willigkeit/ und rechne mir nach deiner hulo/ die Schwach⸗ heit, Vater, nicht zur Schulo! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden/ das tut, was dir o Gott mißfällt;/ örum laß es mich mit Ernst vermeiden,/ gefiel es auch oͤer ganzen Welt./ Die kleinste Sünoe selbst zu scheun,/ laß, Vater, mich beflissen sein. 6. Aus Liebe laß mich alles leiden,/ was mir dein weiser Rat bestimmt;/ du führst durch Trübsal den zu Freuden,/ der seine Last gern auf sich nimmt;/ und wer sein Leben weislich nützt,/ wird mächtig von dir unterstützt. Liebe 7. In dein mein Gewin ewig nahe b Barmherzig Mel. Nun sich Tag geendetel 1. O ae, Tü⸗re st Herr sei 2. Und v horch auf, 3. O nich ach, wer oͤr 4. Drum öffne gern 5. Denn hinein zu 6. Und erhebt er si 7. JZum über deine 8. Zum über deine 9. Dort wie ihm u Liebe seumark, 1657. = der oͤu die noch gü⸗tig —— em her⸗zen mich als ein ju mir selbst nichts scheide Liebe dieser r was Eitles n, Schöpfer as mir dein so sieh auf ie Schwach⸗ tut, was dir iden,/ gefiel zu scheun,/ weiser Rat er seine Last nützt,/ wird Liebe 289 7. In deiner Liebe laß mich sterben,/ dann wirod selbst Sterben mein Gewinnj/ dann werod ich deinen himmel erben,/ wo ich dir ewig nahe bin./ Da lieb ich in Vollkommenheit/ dich, Vater der Barmherzigkeit. Nach Benjamin Schmolck, 4 1737, von Samuel diterich, 4 1757. Mel. Nun sich oͤer Tag geendet hat. 289 Dresden 1667. . 1— ö 0—. e me. * 1 1. O Christ, wenn Ar⸗ me man⸗ches⸗mal/ vor dei⸗ ner — ........... ——— ih⸗rer Zahl/ der 2—— ö.— H— herr sei un⸗ ge⸗ sehn. 2. Und wenn ihr matter Ruf so bang/ erschallt zu dir herein,/ horch auf, ob seiner Stimme Klang/ nicht möchte oͤrunter sein. 3. O nicht so fest und eng verschließ/ die Türen und das Herz/ ach, wer den Heiland von sich stieß,/ was träfe den für Schmerz! 4. Drum reiche milo der Liebe Zoll/ dem Dürftigen hinaus/ und öffne gern und mitleiösvoll/ oem Flehenden dein Haus. 5. Denn ehe du dich wirst versehn,/ wird dein Herr Jesus Christ/ hinein zu deiner Türe gehn,/ weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe du ihn noch erkannt,/ der arm erschien vor dir,/ erhebt er seine heilge hand/ zum Segen für und für; 7. Zum Segen über deinen Tisch/ und über all dein Gut/ und über deine Kinder frisch/ und deinen frohen Mut; 8. zum Segen über deine Zeit,/ die oͤu hinieden gehst,/ und über deine Ewigkeit,/ wo du dort oben stehst; 9. Dort oben, wo er dann die Tür/ dir auf mit§ᷣreuden tut,/ wie ihm und seinen Brüdern hier/ du tatst mit frommem Mut. wülhelm hey, 1 1854. Tü⸗re stehn,/ merk auf, ob nicht in 287⁷ 290 Liebe Mel. Jesu, mei 22us 2ra. 290 Christoph Anton, 1651. 4 Ee— 1—— —.—— SDSDSISISISIEE......—— 1. Wenn auch wie ein Pfal⸗ter klän⸗ge/ mei⸗ ne Re⸗ ja, wenn mei⸗ne Zun⸗ge sän⸗ge/ En⸗geln gleich 0 .. fromm und schön, Hhim⸗mels⸗höhn: hätt ich kei ⸗ ne Lieb im her⸗zen,/ Kn é ö ö “õäKE———.— 3 ach, so wär ich gleich den Er 60018006 der Schel⸗le, ..t. 5 devi., die er„klingt,/ doch kein Le⸗ben hat noch bringt. 2. Wenn ich mit Prophetenklarheit/ schon die Zukunft säh er⸗ füllt;/ wenn mir kund wär alle Wahrheit,/ kein Geheimnis mehr verhüllt;/ wenn ich jenen Glauben hätte,/ der versetzt der Berge Stätte:/ ach, das alles hilst mir nicht,/ wenns an Liebe mir gebricht. 3. Wenn ich alle meine Habe/ teilte den Bedürstgen aus/ uno den Greis am Bettelstabe/ gastlich führte in mein haus;/ wenn ich, Christum zu bekennen,/ meinen Leib selbst ließe brennen:/ ach, das alles hilft mir nicht,/ wenns an Liebe mir gebricht. 4. Liebe, Liebe ist die Krone, die den Baum des Glaubens schmückt,/ oͤöran man, dank dem Gottessohne,/ seiner Liebe drüchte pflückt./ O welch eoͤle Tugenoͤblüte/ ziert das liebenoe Gemüte:/ Langmut, Freunoͤlichkeit, Geduld,/ Demut, Sanftmut, Güt und Huld! 5. Und wie herrlich ist die Liebel/ Ewig hört sie nimmer auf;/ da sonst nichts ist, das da bliebe,/ das nicht schlösse seinen Lauf./ Sprach und Weissagung vergehen,/ Glaub und Hoffnung wird zum Sehen;/ alles währet seine Zeit,/ Liebe bleibt in Ewigkeit. 288 Gebet 6. Herr, alleinl/ Hauc O daß ich oͤ so bleib ich! an/ und —6—..— bet al⸗le 2. Geheil halten rein, würdiglich; führte Volk 3. Es kor Ewigkeit;/ mancherlei; ihm dein R 19 Liebe 'h Anton, 1651. ie Re⸗ de ln gleich in — her ⸗ zen,/ ——— der Schel⸗le, — och bringt. ikunft säh er⸗ jeimnis mehr ht der Berge mir gebricht. jen aus/ und aus;/ wenn ze brennen:/ gebricht. es Glaubens Liebe drüchte de Gemüte:/ iut, Güt und immer aufj/ seinen Lauf./ offnung wird in Ewigkeit. Gebet 201 6. Herr, mein Gott, du bist die Liebe,/ bist der Liebe Quell allein l/ hauche deines Geistes Triebe/ mir auch tief ins herz hinein./ O daß ich oͤoch in oͤer Liebe/ bis zum letzten Atem bliebe;/ Jesu, so bleib ich in dir,/ und oͤu ewiglich in mir! Roolf Stöber, 1 1892. Gebet 291 Leipzig 1539. , .. „„ a⸗ter un⸗ser im him⸗mel⸗ ——— reich,/ der du uns al ⸗le „d n ee ne nu a. — hei ⸗ßest gleich/ Brü⸗ der sein und dich ru⸗ fen ——.—— x— 5—————— an/ und willst, daß werd Ge-bet ge⸗tan:/ gib, daß nicht 1— 4.—— + ———...—— ö—.— H SSSSSSSSII... bet al⸗lein der Mund,/ hilf, daß es geh von Herzensgrund. 2. Geheiligt werd der Name dein;/ dein Wort bei uns hilf halten rein,/ daß wir auch leben heiliglich,/ nach deinem Namen würdiglich;/ behüt uns, Herr, vor falscher Lehr,/ das arm ver⸗ führte Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit/ und dort hernach in Ewigkeit;/ der heilge Geist uns wohne bei/ mit seinen Gaben mancherlei;/ des Satans Zorn und groß Gewalt/ zerbrich; vor ihm dein Kirch erhalt. 19 28 292 Gebet 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich/ auf Erden wie im Himmelreich;/ gib uns Geduld in Leidenszeit,/ gehorsam sein in Lieb und Leid/ und wehre allem Fleisch und Blut,/ das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot/ und was man braucht zur Leibesnot;/ behüt uns vor Unfried und Streit,/ vor Seuchen und vor teurer Zeit,/ daß wir in gutem Frieden stehn,/ der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr,/ daß sie uns nicht betrübe mehr,/ wie wir auch unsern Schuloͤigern/ ihr Schuld und dehl verge⸗ ben gernz/ zu dienen mach uns all bereit/ in rechter ieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht,/ wenn uns der böse Geist anficht;/ zur linken und zur rechten Hand/ hilf uns tun starken Widerstand,/ im Glauben fest und wohl gerüst/ und oͤurch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Abel uns erlös,/ es sind die Zeit und Tage bös;/ erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Not;/ bescher uns auch ein selig Eno,/ nimm unsre Seel in oͤeine händ. 9. Amen, das ist, es werde wahr!/ Stärk unsern Glauben immerdar,/ auf daß wir ja nicht zweifeln oͤran,/ es sei die Bitte wohlgetan;/ auf dein Wort, in dem Namen dein:/ so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther, 4 1546. 292 Wittenberg 1535. 2— 5 u r...— + Ich ruf zu dir, Hert Je⸗ su Christ,/ ich bitt, er⸗ Ver⸗leih mir Gnad zu die⸗ser Frist,/ laß mich doch ..— hör mein Kla⸗gen! nicht ver⸗za⸗ gen. BtK᷑‚‚ee—..— 2 wol⸗lest du mir ge⸗ben,/ dir zu le-⸗ ben,/ dem Nächsten Den rech⸗ten Weg, o herr, al⸗lein,/ den 290 2. Ich bi geben:/ da daneben,/ vertrauen/ michs ewig 3. Verle geben;/ ve Leben./ De zu nähren, möcht von 4. Laß n den./ Getr und wem dt erwerben/ 5. Ich li Schwache machen./ nicht verl du wirsts Mel. In dich ich gehoffet. schan⸗den . dich:/ er 19* Gebet Erden wie im orsam sein in t// das wiöer 5man braucht vor Seuchen hn// der Sorg s nicht betrübe no dehl verge⸗ pund Einigkeit. n uns dͤer böse hilf uns tun üst/ und durch TCage bösʒ/ r letzten Not;/ ndeine Händ. sern Glauben es sei die Bitte so sprechen wir Luther, 4 1546. Wittenberg 1535. ——.— ich bitt, er⸗ laß mich doch al⸗lein,/ en em Nächsten Gebet 293 SDSSSSS..... nütz zu sein,„ nach dei- nem Reich zu stre ⸗ ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott,/ du kannst es mir wohl geben:/ daß ich nicht wieder werd zu Spott;/ die Hoffnung gib daneben,/ voraus, wenn ich muß hie davon,/ daß ich dir mög vertrauen/ und nicht bauen/ auf all mein eignes Tun,/ sonst wird michs ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund/ den Feinden mög ver⸗ geben;/ verzeih mir auch zu dieser Stund,/ schaff mir ein neues Leben./ Dein Wort mein Speis laß allweg sein,/ damit mein Seel zu nähren,/ mich zu wehren,/ wenn Unglück geht daher,/ das mich möcht von doͤir kehren. 4. Laß mich nicht Lust noch Furcht von dir/ in dieser Welt abwen⸗ den./ Getreusein bis ans Enod gib mir,/ oͤu hasts allein in händen,/ und wem dus gibst, der hats umsonst;/ es mag niemand ererben,/ noch erwerben/ durch Werke deine Gnad,/ die uns erlöst vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb;/ hilf, o herr Christ, dem Schwachen!l/ Von deiner Gnad allein ich leb,/ du kannst mich stärker machen./ Kommt nun Anfechtung und Gefahr,/ wollst oͤu mich nicht verlassen,/ fest mich fassen,/ behüten immeroͤar./ Ich weiß, du wirsts nicht lassen. 1529. Johann Agricola(5), + 1560. Mel. In dich hab .—— 293 SI“— 1. Auf dich hab 365 ge⸗ 3— fet, herr,/ hilf, daß ich nicht zu⸗ ——.——.—.— 2 j.6— schan⸗den werd,/ noch e⸗wig⸗lich zu Spot⸗te./ 536 bitt 55 (15. Jahrhundert.) Straßburg 1560. — 4 —— N ——— dich:/ er⸗ hal⸗ te mich/ dir treu, dir, mei⸗nem Got=te. 19* 291 29⁴ Gebet 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir,/ erhör mein Bitt, tritt du herfür,/ eil, bald mich zu erretten./ In Angst und Weh/ ich lieg und steh;/ hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei,/ sei meine Burg, darin ich frei/ und ritterlich mög streiten,/ ob mich beoͤräng'/ der deinde Meng/ hier und auf allen Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein§els, mein Hort,/ mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort,/ mein Hilf, mein heil, mein Leben,/ mein starker Gott/ in aller Not:/ wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt oft zugericht't/ viel Lug undò Trug und falsch Geoͤicht,/ viel Netz und heimlich Stricke;/ nimm meiner wahr,/ herr, in Gefahr;/ behüt vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir;/ mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir,/ nimm mich in deine händel/ O wahrer Gott,/ aus aller Not/ hilf mir am letzten Endel 7. Lob, Ehre, Preis und herrlichkeit/ sei Vater, Sohn und Geist bereit!/ Lobt Gottes heilgen Namen!/ Die göttlich Krast/ mach uns sieghaft/ durch Jesum Christum! Amen. Adam Reißner, 4 um 1575. 294 Straßburg 1525. e v in n, nn, nenrrei eu, IIII.. =——— 1—5 wie du willst, so schicks mit mir/ im Le⸗ ben Al- lein zu dir steht mein Be⸗ gier,/ laß mich, Herr, HI—— —+ 0 2— 52 5— 9—655—.—.— + und im Ster⸗ben! nicht ver⸗ berben. Er⸗halt mich nur in dei⸗ner huld,/ sonst ö=——.—— dereett, 1—..——— 1 1—.— wie oͤu willst; gib mir Ge⸗dulo,/ denn dein Will ist der —— 1— — Gebet 2. Jucht, Wortej/ be dorte,/ was keit/ in me 3. Soll ie verleih mir, Mein Leibt! durch Jesur Mel. Herzlich mich verlang stän⸗ dig E⸗ wig (Oder wie Y Gebet ein Bitt, tritt und Weh/ ich meine Burg, bedräng'/ der mein Schild, mein Leben,/ derstreben? rug und falsch ieiner wahr,/ t, mein Gott, wahrer Gott,/ john und Geist Kraft/ mach ner, + um 1575. Straßburg 1525. im Le⸗ ben aß mich, Herr, ꝛr Huld,/ sonst — Hill ist der — Gebet 295 · 290 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr// und Lieb zu deinem Wortej/ behüt mich, Herr, vor falscher Lehr/ und gib mir hier und dorte,/ was dient zu meiner Seligkeit;/ wend ab all Ungerechtig⸗ keit/ in meinem ganzen Leben! 3. Soll ich einmal nach deinem Rat/ von dieser Welt abscheiden,/ verleih mir, Herr, nur deine Gnad,/ daß es gescheh mit Freuden./ mein Leib und Seel befehl ich dir;/ o Herr, ein selig End gib mir/ durch Jesum Christum. Amen. Kaspar Bienemann, 4 1591. Mel. herzlich tut 2 5 mich verlangen. 9 hans Leo Haßler, 1601. ·nr.—3. ö —.—..———.—— ———½.— 1—— V 1965 mich dein sein und blei⸗ben,/ du treu⸗er Gott und Von dir V3 mich nichts trei⸗ben,/ halt mich bei dei ⸗ner ———— 413 ů herr! gehr gerr, laß mich nur nicht wan⸗ken,/ gib mir Be⸗ ö— EE E NENEN un. ——.—————— ———...— stän⸗dig⸗keit;/ da⸗ für will ich dir dan⸗ken,/ in al ⸗le H H—. — H n e.— 2 V. E⸗wig⸗keit! nikolaus Selnecker, 4 1552. (Oder wie Nr. 300.) 290 Meiningen 1695. 7 ö— Wr— SEEE....— ö O Gott, du from⸗mer Gott,/ du Brunnquell gu⸗ter sohn den nichts ist, was ist,/ von dem wir al⸗les 2˙5 .......IEIEI. D— Ga⸗ ben, ge⸗sun⸗den Leib gib mir,/ und daß in sol⸗ mel. nr. 419. 297 297 Gebet PP...IIIIII chem Leib/ ein wewtretehrte Seel/ rein Gewis⸗sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit§leiß,/ was mir zu tun gebühret,/ wozu mich dein Befehl/ in meinem Stande führet;/ gib, daß ichs tue balo,/ zu der Zeit, da ich soll,/ unòd wenn ichs tu, so gib,/ daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich reoͤe stets,/ womit ich kann bestehen,/ laß kein unnützes Wort/ aus meinem Munde gehen;/ und wenn in meinem Amt/ ich reden soll und muß,/ so gib den Worten Kraft/ und Nach⸗ oͤruck ohn Veroͤruß. 4. Finoͤt sich Gefährlichkeit,/ so laß mich nicht verzagen;/ gib einen heloenmut,/ das KRreuz hilf selber tragen;/ gib daß ich meinen Feind/ mit Sanftmut überwind/ und, wenn ich Rat bedarf,/ auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann/ in Fried und Freunoͤschaft leben,/ so weit es christlich ist;/ willst du mir etwas geben/ an Reichtum, Gut und Gelo,/ so gib auch dies dabei,/ daß von unrechtem Gut/ nichts untermenget sei. 6. Sollt ich auf dieser Welt/ mein Leben höher bringen,/ durch manchen sauren Tritt/ hindurch ins Alter oͤringen,/ so gib Geduld; vor Sünd/ und Schanden mich bewahr,/ auf daß ich tragen mag/ mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End/ auf Christi Tod abscheiden;/ die Seele nimm zu dir/ hinauf zu deinen Freuden;/ dem Leib ein Räumlein gönn/ bei frommer Christen Grab,/ auf daß er seine Ruh/ an ihrer Seite hab. 8. Wenn dͤu die Toten wirst/ an jenem Tag erwecken,/ so woll auch deine hand/ zu meinem Grab ausstrecken;/ laß hören deine Stimm,/ erwecke mein Gebein/ und führ mich schön verklärt/ in deinen Himmel ein. gohann heermann, T 1647. Da Christus geboren war. 1. zweierlei bitt ich von dir,/ zweierlei trag ich dir für,/ dir, der alles reichlich gibt,/ was uns dient und dir beliebt;/ gib mein Bitten, das du weißt,/ eh ich sterb und sich mein Geist/ aus des Leibes Banden reißt. Gebet 2. Gib, da so die Maße und allzureie Sündenreich 3. Laß mi und beschere klein wenig, ein großes 4. Sonst dich verleug Denn das 5 wohl,/ wie 5. Wieder wiroͤs leicht Geld,/ tut gerüst't,/ fr 6. Ach, m mir nichtj/ meer./ Drut nicht zu we dei⸗- ner — bring ie ———ꝛ— laß die Gebet e, vis⸗sen bleib. ,/wozu mich tue balo//zu gerate wohl. en,/ laß kein in in meinem t/ und Nach⸗ zagen;/ gib 5 ich meinen hedarf,/ auch chaft leben,/ in Reichtum, echtem Gut/ ngen,/ oͤurch gib Geduld tragen mag/ cheiden;/ die hem Leib ein daß er seine ken,/ so woll hören deine zn verklärt/ mann, + 1647. Da Christus geboren war. ir für,/ dir, t;/ gib mein eist/ aus des Gebet 298 2. Gib, daß ferne von mir sei/ Lügen und Abgötterei/ Armut, so die Maße bricht// großen Reichtum gib mir nicht;/ allzuarm und allzureich/ ist nicht gut, stürzt beides gleich/ unsre Seel ins Sündenreich. 3. Laß mich aber, o mein heil,/ nehmen mein bescheiden Teil/ und beschere mir zur Not/ hier mein täglich Bißlein Brotj/ ein klein wenig, da der Mut/ und ein gut Gewissen ruht,/ ist fürwahr ein großes Gut. 4. Sonst wohl möcht im Aberfluß/ ich empfinden Aberoͤruß,/ dich verleugnen, dir zum Spott/ fragen: wer ist Herr und Gottꝰꝛ/ denn das Herz ist F§rechheit voll,„weiß oft nicht, wenn ihm ist wohl,/ wie es sich erheben soll. 5. Wiederum, wenns stehet bloß/ und die Armut wird zu groß// wirds leicht untreu, stiehlt und stellt/ nach des Nächsten Gut und Geld,/ tut Gewalt, braucht Ränk und List,/ ist mit Unrecht aus⸗ gerüst't,/ fragt gar nicht, was christlich ist. 6. Ach, mein Gott, mein Schatz, mein Licht,/ dieses beides ziemt mir nicht;/ beides schändet deine Ehr,/ beides stürzt ins höllen⸗ meer./ Drum so gib mir Hüll und güll/ also, wie dein Herze will,/ nicht zu wenig, nicht zu viel. paul Gerharoͤt, 4 1676. 298 Darmstaöt 1698. .——— EEEEE, 2.— —— d, Sae. DDSEEEEE bring ich dir, du Men⸗schen⸗sohn./ Laß dich fin den,/ ..II ———— laß dich fin⸗den,/ bin ich gleich nur Asch und Ton. 299 Gebet 2. Sieh doch auf mich,/ Herr, ich bitt dich,// lenke mich nach oͤeinem Sinn./ Dich alleine/ ich nur meine// ein erkaufter Erb ich bin./ Laß dich finden,/ laß dich finden;/ gib dich mir uno nimm mich hin! 5. Herr, erhöre,/ ich begehre/ nichts als deine freie Gnad,/ die du gibest,/ wo du liebest,/ unò man dich liebt in der Tat./ Laß dich finden,/ laß dich finden;/ der hat alles, wer dich hat. 4. Hör, wie kläglich,/ wie beweglich/ dir die treue Seele singt,/ wie oemütig/ und wehmütig/ deines Kindes Stimme k ingt./ Laß dich finden,/ laß dich finden;/ denn mein Herze zu dir oͤringt. õ. Dieser Zeiten/ Eitelkeiten,/ Reichtum, Wollust, Ehr und Freud/ sind nur Schmerzen/ meinem Herzen,/ welches sucht die Ewigkeit./ Laß dich finoen,/ laß dich finden! /Großer Gott, ich bin bereit. Joachim Neanoͤer, 4 1680. 299. Haue lsot. —————— 1. Dir, dir/ Je a ho va, will ich sin genj/ den Dir will ich mei⸗ne Lie⸗der brin⸗gen;/ ach 1———— 7 3*— LI EE wo ist doch ein sol⸗cher Gott wie oͤu? gib mir dei⸗ nes Gei⸗stes Kraft da⸗ zu, ö dns h — E——. IIE tu im na⸗ men Je⸗ su Christ,/ so wie es dir doͤurch — * EI ihn ge⸗ fäl⸗lig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne,/ damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir;/ dein Geist in meinem Herzen wohne/ und meine Sinne und Verstand regier,/ oaß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl/ und dir darob im Herzen sing und spiel. Gebet 3. Verlt Singen re bet dich it zu dir em 4. Dein ganz una gibt Zeug Jesu Chri 5. Was dein gnät ichs im L und Erbe 6. Wol Trost uni dir verla mehr,/ 6 in Ewig Mel. O G du fromm Gebet ich nach deinem rb ich bin./ Laß imm mich hin! ꝛeie Gnad,/ die Cat./ Laß dich hat. e Seele singt// ne k ingt./ Laß u dir oͤringt. Ehr und dᷣreud/ die Ewigkeit./ ich bin bereit. Teanoͤer, 4 1680. Freylinghausen. Halle 17⁰4. RI— 2 3 2— gen;/ denn gen;/ ach daß ich es dir durch — in Sohn mich wohne/ und rieden Gottes nö spiel. Gebet 300 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte,/ so wird gewiß mein Singen recht getan,/ so klingt es schön in meinem Liede,/ und ich bet dich im Geist und Wahrheit anj/ so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor,/ daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten/ mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind;/ der lehret mich recht gläubig beten,/ gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind/ und ein Miterbe Jesu Christi sei,/ daher ich Abba, lieber vVater, schrei. 5. Was mich dein Seist selbst bitten lehret,/ dem neiget sich dein gnäoger Wille zu,/ das wird gewiß von dir erhöret// weil ichs im Namen deines Sohnes tu,/ durch welchen ich dein Rind und Erbe bin,/ und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 6. Wohl mir, daß ich dies zeugnis habe;/ drum bin ich voller Trost und Freudigkeit/ und weiß es, alle gute Gabe,/ die ich von dir verlanget jederzeit,/ die gibst du und tust überschwenglich mehr,/ als ich verstehe, bitte und begehr. 7. Wohl mir! Ich bitt in gesu Namen,/ der mich zu deiner Rechten selbst vertritt j/ in ihm ist alles Ja und Amen,/ was ich von dir im Geist und Glauben bitt./ Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit,/ daß du mir schenkest solche Seligkeitl Mel. O Gott, Bartholomäus Crasselius, + 1724. du frommer Gott. 300 9 é ö—— ů———— —6———— RE— Ach Gott, ver⸗laß mich nichtl/ Reich mir die Gna⸗ den⸗ ach füh⸗re mich, dein Kind, /daß ich den Lauf voll⸗ hän⸗de; 3„ i en de t Se⸗lig⸗keit;/ sei du mein —727 1—— ‚D gesbens ⸗licht,/ mein Stab, mein Hort, mein Schutz;/ ach 297 (Oder wie Nr. 296.) 1. Gebet Gott, ver⸗laß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht!/ Regiere du mein Wallen/ ach, laß mich nimmermehr/ in Sünd und Schande fallen;/ gib mir den guten Geist,/ gib Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und RKraft;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Nch Gott, verlaß mich nicht!/ Ich ruf aus Herzensgrunde:/ ach Höchster, stärke mich/ in jeder bösen Stunde;/ wenn mich Versuchung plagt/ und meine Seel anficht//so weiche nicht von mir/ ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nichtl/ Ach laß dich oͤoch bewegen,/ ach Vater, kröne doch/ mit reichem Himmelssegen/ oͤie Werke meines Amts,/ die Werke meiner Pflicht,/ zu tun, was dir gefällt;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Nch Gott, verlaß mich nicht!/ Ich bleibe dir ergeben,/ hilf mir, o großer Gott,/ recht glauben, christlich leben/ und selig scheioͤen ab,/ zu sehn dein Angesicht,/ hilf mir in Not und Tod;/ ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo Franck, 4 1725. Bremen 1680. — ö — 2 * . * in. ist ge⸗gen⸗wär⸗ tig;/ las⸗set uns an⸗be⸗ten/ Gott ist in der Mit⸗ ten!/ Al⸗les in uns schweige/ E— ER——— SSPIPISISIIII.IIIIIIIIT EaS e und in Ehr⸗furcht vor ihn tre⸗ ten. ů ů und sich in⸗nigst vor ihm beu⸗ge. Wer uhn kennt,⸗ wer ihn — 1 4 4— I 2. Gott ist in demut di aller Engell wir Geringe 3. Wir en Freudenj/ ö Eigentum er dir gebührt 4. Majest dir Dienst e stehen/ und trachten zu 5. Geist, Grund unt Wunder,/ laß mich g 6. Du dt rühren me falten/ uni deine Stre 7. Mach in deinem Klarheit/ himmelwe 8. Herr ein heilig verkläre,, steh,/ laß Mel. Es ist uns komme n Wallen/ fallen;/ gib neine Stärk nsgrunde:/ wenn mich e nicht von bewegen,/ die Werke dir gefällt;/ geben,/ hilf und selig und Tod;/ anck, 4 1725. Bremen 1680. be ten/ s schweige/ — ,/ wer ihn wie⸗ber. Gebet 302 2. Gott ist gegenwärtig,/ dem die Cherubinen/ Tag und Nacht in demut dienen./ Heilig, heilig, heilig/ singen ihm zur Ehre/ aller Engel hohe Chöre./ Herr, vernimm/ unsre Stimm,/ da auch wir Geringen/ unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig/ allen Eitelkeiten,/ dieser Erden Lust und Freudenj/ da liegt unser Wille,/ Seele, Leib und Leben/ dir zum Eigentum ergeben/ du allein/ sollst es sein,/ unser Gott und Herre,/ dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen,/ möcht ich recht dich preisen/ und im Geist dir Dienst erweisen!/ Möcht ich, wie die Engel,/ immer vor dir stehen/ und dich gegenwärtig sehen!/ Laß mich dir/ für und für/ trachten zu gefallen,/ liebster Gott, in allen. 5. Geist, der alles füllet,/ oᷣrin wir sind undò weben,/ aller Dinge Grund und Leben!/ Meer ohn Grund und Ende,/ Wunder aller Wunder,/ ich senk mich in dich hinunter;/ ich in dir,/ du in mir,/ laß mich ganz verschwinden,/ dich nur sehn und finden. 6. Du durchoͤringest alles;/ laß mit deinem Lichte,/ Herr, be⸗ rühren mein Gesichte;/ wie die zarten Blumen/ willig sich ent⸗ falten/ und der Sonne stille halten,/ laß mich so/ still und froh/ deine Strahlen fassen/ und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig,/ innig abgeschieden,/ sanft und still in deinem Frieden;/ mach mich reines Herzens,/ daß ich deine Klarheit/ schauen mag in Geist und Wahrheit;/ laß mein Herʒ/ himmelwärts/ wie ein Rdler schweben/ und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen,/ laß den Geist auf Erden/ dir ein heiligtum noch werden/ komm du nahes Wesen,/ dich in mir verkläre,/ daß ich dich stets lieb und ehre;/ wo ich geh,/ sit und steh,/ laß mich dein gedenken,/ mich in dich versenken. Gerhard Tersteegen, 4 1769. (vorreformatorisch.) uns kommen her. Wittenber 1525. mel. Es ist das Heil 302 29 weit die Wol⸗ken ge ⸗ hen// du— eilst uns bei⸗ zu ste— hen j/ Herr, meie ne Burg, mein ——— — Wort;„denn ich will vor dir be⸗ ten. 2. Ich bitte nicht um Aberfluß/ und Schätze dieser Eroͤen;/ laß mir, so viel ich haben muß,/ nach oͤeiner Gnaoͤe werden./ Oib mir nur Weisheit und Verstand,/ dich, Gott, und den, oͤen du gesanoͤt,/ und mich selbst zu erkennen. 35. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm,/ so sehr sie Menschen rühren;/ des guten Namens Eigentum/ laß mich nur nicht ver⸗ lieren;/ mein wahrer Ruhm sei meine pflicht,/ der Ruhm vor deinem Angesicht/ und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott,// auch nicht um langes Leben./ Im Glücke Demut, Mut in Not,/ das wollest ou mir geben./ In deiner hand steht meine Zeit,/ laß oͤu mich nur Barmherzig— keit/ vor oᷣir im Tode finden. ehristian Fürchtegott Gellert, 4 1769 höchsten Nöten sein. 303 ... 1. Be⸗denk ich dei⸗ne. gro⸗-ße Treu⸗e,/ be⸗denk ich Mel. Wenn wir in F§ranzösischer Pfalter, 1547 e duin d——— —— E——.— mei ⸗ne tie ⸗fe Schulo/ dann fühl ich hei⸗e Scham und 3oo 2. Ich b verweslich auch und 3. O Vô verstehn? mich führf 4. Gib, Pfad umʒ dieser Erd 5. Gib, und daß i⸗ 6. Gib, Reichtum mir am 7 7. Gib, heilgen E Tod das Mel. Nr. 1. Herr allen Ort hände,/ 2. Ach zu unsre Wahrhei 3. Gib Täter seit und Frü⸗ 4. Du unsern d Haupt d Burg, mein k auf mein ser Erden/ oe weroͤen./ ind den, oͤen sie Menschen ur nicht ver⸗ r Ruhm vor t um langes mir geben./ zarmherzig⸗ dellert, 4 1759 Psalter, 1547. — sdenk ich —— cham und 1 IX 0 I ö 4 2 Reu⸗e/ und preis in de⸗mut dei⸗ ne huld. 2. Ich bin nur Staub, aus Staub geboren,/ bin irdisch und verweslich noch/ und bin zur herrlichkeit erkoren,/ bin himmlisch auch und ewig doch. 3. O Vater, deine große Liebe,/ wie kann ein Mensch sie hier verstehn?/ Gib, daß ich mich in Einfalt übe,/ den Weg, den du mich führst, zu gehn. 4. Gib, daß ich dir nicht widerstrebe,/ wenn Dornen meinen pfad umziehn,/ und daß ich dir im Glauben lebe/ und nicht von dieser Erde bin. 5. Gib, daß der Erde Eitelkeiten/ mir unbewußt vorübergehn,/ und daß ich mag zu allen Zeiten/ auf Jesu Rreuz und Sterben sehn. 6. Gib, daß ich nimmer möge schwanken,/ wenn mir der Erde Reichtum blinkt;/ laß mich von deinem Weg nicht wanken,/ wo mir am Ziel die Palme winkt. 7. Gib, daß ich dulden mag und hoffen,/ und gib mir deinen heilgen Geist,/ und zeige mir den himmel offen,/ wenn mir der Tod das Herz zerreißt. Luise Hensel, 4 1870. Allgemeine Fdürbitte Mel. Nr. 350. 304 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Herr, höre! Herr, erhöre!/ Breit deines Namens Ehre/ an allen Orten aus!/ Behüte alle Stände/ durch deiner Allmacht hände,/ beschütze Rirche, Land und Haus. 2. Nch, laß dein Wort uns allen/ noch ferner reichlich schallen/ zu unsrer Seelen Nutz! Bewahr uns vor den Rotten,/ die deiner Wahrheit spotten,/ beut allen deinen deinden Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer/ und unveroͤrossne hörer,/ die beide Tãter sein j/ auf Pflanzen und Begießen/ laß dein Gedeihen fließen/ und Früchte reichlich ernten ein. 4. Du wollst uns hoch beglücken,/ mit hellen Gnadenblicken/ auf unsern dürsten sehn,/ ihn schützen auf dem Throne,/ auf seinem haupt die Rrone/ in vollem Glanze lassen stehn. 305 Allgemeine Fürbitte S. Laß alle, die regieren,/ ihr Amt getreulich führen,/ schaff jedermann sein Recht,/ daß Fried und Treu sich müshen/ in unserm Lanoe küssen;/ segn' uns als dein erwählt Geschlecht. 6. Erhalt in jeoͤer Ehe„ beim Glücke wie beim Wehe„recht⸗ schaffne Frömmigkeit!/ In Anschuld und in Tugend/ geoͤeihe unsre Jugeno,/ zu deines Reiches Dienst bereit. 7. O Vater, wend in Gnaden„Rrieg, Seuche und den Schaden/ der Elemente ab!/ Bewahr dͤes Landes öͤrüchte/ und mache nicht zunichte,/ was deine miloͤe Hand uns gab. 8. Gedenke voll Erbarmen/ der Leidenden und Armenj/ Ver⸗ irrte bring herein;/ die Witwen und die Waisen/ wollst oͤu mit Troste speisen,/ wenn sie zu dir um hilfe schrein. 9. Hilf als ein Arzt den Kranken,/ und die im Glauben wanken,/ laß nicht zugrunde gehn;/ die Alten heb und trage,/ damit sie ihre Plage/ geoͤuldig mögen überstehn. 10. Die Reisenden beschütze,/ bleib der Verfolgten Stütze,/ die Sterbenden geleit/ mit deinen Engelscharen,/ daß sie in Frieden fahren/ zu Zions Freud und Herrlichkeit. I1. Nun, Herr, du wirst erfüllen,/ was wir nach deinem Willen/ in Demut jetzt begehrt;/ wir sprechen gläubig Amen/ in unsers Jesu Namen,/ so ist gewiß der Wunsch gewährt! Bensamin Schmolck, 4 1737. Mel. Alles i— Soties Oegen. 305 Frankfurt a. M. 1738. 1*—————....———— .SS + 1 1. Je⸗ su, oͤer oͤu bist al⸗lei⸗ ne/ haupt und Rö⸗nig S............... der Ge⸗ mei⸗ne,/ seg⸗ne mich, dein ar⸗mes Gliedl/ Wollst mir SSSS neu⸗ en Ein⸗fluß ge⸗ben/ dei⸗ nes Geistes, dir zu le⸗benz/ 2. Ach, bringe/ de unter aller 3. O w meinenʒ/ erquicket, geben dir 4. Ich und vor d sie in dein 5. Die i ihre Seel allen Sch 6. Laß werden; stille,/ s⸗ willst seh 7. Sor daß ich f du jedem 8. Ach sie erfrer und gan. 9. Ach gestorber wir lebe mehr all 10. Be kommen stehen,/ ne Fürbitte ühren,/ schaff en/ in unserm cht. Wehe /recht⸗ gedeihe unsre den Schaden/ o mache nicht irmen;/ Ver⸗ wollst oͤu mit ben wanken,/ je,/ damit sie nStütze,/ die sie in Frieden inem Willen/ en/ in unsers chmolck, 1 1737/. furt a. M. 1738. „/Wollst mir — zu le⸗benz/ Allgemeine Fürbitte 305 EEE = stär ⸗ke mich durch dei⸗ne Güt. 2. Ach, dein Lebensgeist durchoͤringe,/ Gnade, Krast und Segen bringe/ deinen Gliedern allzumal,/ wo sie hier zerstreuet wohnen/ unter allen Nationen,/ die du kennest überall. 3. O wie lieb ich, Herr, die deinen,/ die dich suchen, die dich meinenj/ o wie köstlich sind sie mir!/ Du weißt, wie michs oft erquicket,/ wenn ich Seelen hab erblicket,/ die sich ganz er⸗ geben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen,/ ich verein'ge mich mit ihnen,/ und vor deinem Angesicht/ wünsch ich allen tausend Segenʒ/ stärke sie in deinen Wegen,/ führ sie selbst zu deiner Pflicht. 5. Die in Rreuz und Leiden leben,/ stärke, daß sie ganz ergeben/ ihre Seel in deine hand j/ laß sie dadurch weroͤen kleiner/ und von allen Schlacken reiner,/ ganz allein in dich gewandͤt. 6. Laß die deinen noch auf Erden/ ganz nach deinem Herzen werden;/ mache deine Kinder schön,/ abgeschieden, klein und stille,/ sanft, einfältig, wie dein Wille,/ und wie oͤu sie gern willst sehn. 7. Sonderlich geoͤenke deren,/ die es, herr, von mir begehren,/ daß ich für sie beten soll./ Auf dein Herz will ich sie legen;/ gib du jedem solchen Segen,/ wie es not; du kennst sie wohl. 8. Ach, besuch zu dieser Stunde/ ihre herzen, und im Grunde/ sie erfreu in dir allein;/ zeuch mit deinen Liebeszügen/ ihre Lust und ganz Vergnügen/ wesentlich in dich hinein. 9. Ach, du hast uns teur erworben,/ da oͤu bist am Kreuz gestorben;/ denke, Jesu, wir sind dein!/ Halt uns fest, so lang wir leben/ und in dieser Wüste schweben;/ laß uns nimmer⸗ mehr allein; 10. Bis wir einst mit allen rommen/ dort bei dir zusammen⸗ kommen/ und, von allen dlecken rein,/ dort vor deinem Throne stehen,/ uns in dir, dich in uns sehen, /ewig eins in dir zu sein. Gerhard Terstesgen, 4 1769. 205 SII.NN—— 306 §riede und dreude⸗ 306 Mel. Lasset uns gohann Schop, 1641. — 1 ...— +*—— ollt ich mei⸗ nem denn ich seh in ——6— EEEE 8—.— 4.——— Gott nicht sin-gen,/ sollt ich al ⸗len din⸗ gen,/ wie so I—.— 55 N— — —0 — II I. I— 1 ihm nicht fröh⸗lich sein? Int ers mit mir meiv. Ists doch nichts als lau⸗ ter 2— 1 2241 L— . Lie⸗ben,/ das sein treu⸗ es her⸗ze regt,/ das ohn EA 2 ö ů— EAEEE En⸗de hebt und trägt,/ die in sei⸗nem dienst sich ö—— 1.— 1— 1 Kin —. 1—— P.....— EEEEEEEEEEEEEE ü⸗ben./ Al⸗les Dding währt sei⸗ ne Zeit,/ Got⸗ tes — 1 EAEEEEEEEEE 2 —.—..—. 9— .... Lieb in E⸗ wig⸗keit. 2. Wie ein Roͤler sein Gefieder/ über seine Jungen streckt,/ also hat auch immer wieder/ mich des höchsten Arm gedeckt,/ alsobald im Mutterleibe,/ da er mir mein Wesen gab/ und das Leben, das ich hab/ und noch diese Stunde treibe./ Alles ding währt seins Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 30⁴ 20 Friede und 3. Sein S hin,/ daß er winn // o oͤuk Geist// ob er s Alles Dingœv 4. Seinen daß er weroͤ daß er miren des Todes R dDing währt 5. Meiner will dem Leil wenn mein= kann,/ kome zmegen./ N . Himme wolch nur m Tier und Rt in den Büsch währt seine 7. Wenn Gemüt,/ da Wäre nicht gNeitet, wä wahyel seine 8. An wie baß sie mit der Engel, war gemein Zeit,/ Gotte 9. Wie e Zzeucht,/ ob weicht,/ alsi zu gut,/ wil rächen./ All n Schop, 1641. treckt,/ also t// alsobald Leben, das währt seine Friede und dreuoe 506 3Z. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer,/ nein, er gibt ihn für mich hin,/ daß er mich vom ewgen deuer/ durch sein teures Blut ge⸗ winn/ o ͤu Brunnen ohn Ergründen,/ wie will doch mein schwacher Geist,/ ob er sich gleich hoch befleißt,/ deines Grundes Tiefe finden ꝛ/ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den eoͤlen dührer,/ gibt er mir in seinem Wort,/ daß er werde mein Regierer/ durch oͤie Welt zur Hhimmelspfort,/ daß er mir mein herz erfülle/ mit dem hellen Glaubenslicht,/ das des Todes Reich zerbricht/ und die hölle selbst macht stille./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohlergehen/ hat er ja recht wohl bedacht:/ will dem Leibe Not entstehen,/ nimmt ers gleichfalls wohl in acht;/ wenn mein Rönnen, mein Vermögen/ nichts vermag, nichts helfen kann,/ kommt mein Gott und hebt mir an,/ sein Vermögen bei⸗ zulegen./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere/ hat er mir zum dienst bestellt/ woãch nur mein Aug hinkehre// find ich, was mich nährt und hält:/ Tier und Kräuter und Getreide,/ in den Gründen, in der höh,/ in den Büschen, in der See:/ überall ist meine Weide./ Alles Ding wührt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen/ und ermuntert mein Gemüt,/ daß ich alle liebe Morgen/ schaue neue Lieb und Güt./ wäre nicht mein Gott gewesen,/ hätte nicht sein Angesicht/ mich geitet, wär ich nicht/ aus so mancher Angst genesen./ Alles Ding walheet seine Feit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. In wie mancher schweren Plage/ hat er mich vorbeigeführt,/ baß sie mich mein Lebetage/ niemals noch bisher berührt;/ und der Engel/ den er sendet,/ hat das Böse, das der deind/ anzurichten war gemeint,/ in Hie derne weggewendet./ Alles Ding währt seine Zeit, /Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde/ niemals ganz sein Herz ent⸗ Zeucht,/ ob es wohl bisweilen Sünde/ tut und von der Bahn ab⸗ weicht,/ also hült auch mein Verbrechen/ mir mein frommer Gott zu gut,/ will mein hehlen mit der Rut/ und nicht mit dem Schwerte rächen./ Alles ding währt seine zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. ⁰ 3⁰⁵ 307 Frieoͤe und§reuoͤe 10. Seine Strafe, seine Schläge,/ ob es mir gleich bitter scheint,/ sinö, wenn ich es recht erwäge,/ dennoch Zeichen, daß mein§reund,/ der mich liebet, mein geoͤenke/ und mich von der schnöden Welt,/ die uns hart gefangen hält,/ durch das Kreuze zu sich lenke./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse/ mirs nicht aus dem Sinne gehn: /Christenkreuz hat seine Maße/ unò muß enoͤlich stille stehn/ wenn der Winter ausgeschneiet,/ tritt der schöne Sommer ein:/ also wird auch nach der Pein,/ wers erwarten kann, erfreuet./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende/ sich in Gottes Liebe finoͤt,/ ei, so heb ich meine Hände/ zu oͤir, Vater, als dein Kind,/ bitte: wollst mir Gnaoͤe geben,/ dich aus aller meiner Macht/ zu um⸗ fangen Tag und Nacht,/ hier in meinem ganzen Leben,/ bis ich dich nach dieser Zeit/ lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerharot, 4 1670. 307 Zohann Crüger, Berlin 1558. H 2—— + . n. E. Ei 1. ge⸗ su, mei⸗ ne Freu⸗ 58, ,meäz nes Her⸗ zens Ach, wie lang, ach lan ⸗ge/ ist dem Her⸗-zen — . n B e Wei⸗de,/ Je⸗ su, mei⸗ ne Zier! 4—. ö ban ⸗ge/ und verlaͤngt—— dir! 8 0 dich e ů— + ö—56————.— ů — E 4—6 reich bin ich!/ Au⸗ßer dir soll mir auf Er⸗den/ nichts sonst ——— d, Lr. S —— lie- ber wer⸗den. 30⁰ F§riede und 2. Unter d Feinde frei;/ steht Jesus b Sünd und 5 3. Troh oͤr der Furcht de in gar sichre Abgrund mi 4. Weg mi Lust!/ Weg, mir unbewuß ob ich viel n 5. Gute Y du nicht./ Gi nicht mehr a ganz, du Si 6. Weicht, tritt herein. lauter Freud noch bleibst was nier 20* no dreuoͤe itter scheint,/ ein Freund,/ öden Welt,/ lenke./ Alles dem Sinne stille stehnj/ mmer ein:/ „ erfreuet./ eit. Liebe finoͤt,/ Rind,/ bitte: icht/ zu um⸗ hen,/ bis ich haroͤt, 4 1670. ohann Crüger, Berlin 1550. Her⸗zen dich,/ wie ——03 nichts sonst Frieoe und dreude 308 2. Unter deinem Schirmen/ bin ich vor den Stürmen/ aller Feinde freij/ laß von Ungewittern/ eings die Welt erzittern,/ mir steht Jesus bei./ Wenn die Welt/ in Trümmer fällt,/ wenn gleich Sünd und hölle schrecken:/ Jesus will mich decken. 3. Trotz des Feindͤes Lauern,/ trotz des Todes Schauern,/ trotz der Furcht dazul/ Tobe, Welt, geringe/ halt ich dich und singe/ in gar sichrer Ruhl/ Gottes Macht/ hält mich in acht;/ Erd und Abgrund muß sich scheuen,/ ob sie noch so oͤräuen. 4. Weg mit allen Schätzen,/ du bist mein Ergötzen,/ Jesu, meine Lust!/ Weg, ihr eitlen Ehren,/ ich mag euch nicht hören,/ bleibt mir unbewußt!/ Elend, Not,/ Kreuz, Schmach und Tod/ soll mich, ob ich viel muß leiden,/ nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen,/ das die Welt erlesen,/ mir gefällst du nicht./ Gute Nacht, ihr Sünden,/ bleibet weit dahinten,/ kommt nicht mehr ans Licht./ Gute Nacht,/ du Stolz und Pracht;/ dir sei ganz, du Sündenleben,/ gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister,/ denn mein Freudenmeister„Jesus, tritt herein./ denen, die Gott lieben// muß auch ihr Betrüben/ lauter Freude sein./ Duld ich schon/ hier Spott und Hohn,/ den⸗ noch bleibst du auch im Leide,/ Zesu, meine Freuoe. Zohann§ranck, 4 1677. 308.. ule v8. + DEEE—— ———.—— 0— DE Es glän-zet der Chri⸗sten in ⸗wen⸗di⸗ ges Uwas ih-nen der Rö- nig des Him⸗mels ge⸗ +. Le⸗ben,/ ob⸗gleich sie von au⸗ßen die Son⸗ne verbrannt ge⸗ben,/ ist kei⸗ nem als ih ⸗nen nur sel ⸗ber be⸗kannt; SSSII———— SSISISII was niemand ver⸗spü⸗ ret,/ was niemand be⸗rüh⸗ ret// hat 30⁷ 20* 308§riede und Freude ... ih ⸗re er⸗leuch⸗ te⸗ ten Sin⸗ ne ge⸗ zie⸗ ret/ und ——— 1 8— j ——— —— SEEEEEE sie zu der gött ⸗-li⸗ chen Wür⸗de ge⸗ füh⸗ret. 2. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme,/ geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort;/ es lodert in ihnen die himm⸗ lische Flamme,/ entzündet von oben, genähret von dort;/ die Engel sind Brüder,/ die ihre Loblieder/ mit ihnen holoͤselig und inniglich singen;/ das muß dann ganz herrlich und prächtig er⸗ klingen. 3. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmelj/ sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt;/ sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel,/ sie haben, die Armsten, was ihnen gefällt./ Sie stehen in Leiden/ und bleiben in Freuden;/ sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen/ und führen das Leben des Glaubens von innen. 4. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden,/ wenn er sich einst dar in der Herrlichkeit stellt,/ so weroen sie mit ihm als Fürsten der Erden/ auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt./ Sie werden regieren,/ mit ihm triumphieren,/ den Himmel als prächtige Lichter auszieren;/ da wiro man die F§reude gar offen⸗ bar spüren. 5. Frohlocke, ou Eroͤe, und jauchzet, ihr hügel,/ dieweil ihr solch göttlichen Samen geneußt;/ denn das ist des Ewigen göttliches Siegel,/ zum Zeugnis, daß er euch noch Segen verheißt;/ ihr sollt noch mit ihnen/ aufs prächtigste grünen,/ wenn erst ihr ver⸗ borgenes Leben erscheinet,/ wonach sich eu'r Seufzen mit ihnen vereinet. 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen,/ oͤu heimliche Zieroͤe der inneren Welt!/ Laß deinen verborgenen Weg uns erwählen,/ wenngleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt./ ier übel genennet/ und wenig erkennet,/ hier heimlich mit Christo im Vater gelebet,/ dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. Chr. Friedrich Richter, 4 1711. 3⁰⁸ Friede un (Oder wie Nr. c5h 2. Die V ihr nicht,/ lichen Gesi §reund, de schaft weick den stärkst 3. Will! setzes Weh gläubig in ich schon de no Freuoͤe ret/ unoͤ füh⸗ ret. le,/ geboren ndie himm⸗ dort;/ die olöselig und sie bleiben Frieden bei en gefällt./ inen ertötet aubens von n// wenn er nit ihm als der Welt./ Himmel als gar offen⸗ eil ihr solch göttliches heißt;/ ihr rst ihr ver⸗ mit ihnen iche Zierde rwählen,/ Hier übel o im Vater . hter, 4 1711. Friede und dreude 309 (Oder wie Ur. 494. 309 5e wre, rerwanir, e SSISSSSI....... 1. wie wohl ist mir, o dreund der See⸗le,/ wenn ich stei ⸗ge aus der Schwermuts⸗höh⸗le/ und ae ESE ö S5 Hi.— S ich in dei⸗ner Lie⸗be ruh; ei le dei⸗ nen Ar⸗men zu; x da muß die Racht des ů E———— —.——.— E2— SE SSSS.S......... E.— Trauerns schei⸗den,/ wenn mit der dül⸗ le sel⸗ ger§reu⸗den/ — ——— x ö.—.—— SSISISSI.I........... die Lie⸗be strahlt aus dei⸗ ner Brust./ Hier ist mein gim⸗mel SSSIS schon auf Er⸗den;/ wer soll⸗te nicht be⸗se ligt wer⸗den,/ der ee S SIS D‚I in dir su⸗ chet Ruh und Lust? 2. die Welt mag meine deindin heißen;/ es sei also; ich trau ihr nicht,/ wenn sie mir gleich will Lieb erweisen/ bei einem freuno⸗ lichen Gesicht./ In dir vergnügt sich meine Seele,/ du bist mein Freund, den ich erwähle,/ du bleibst mein Freund, wenn Freunoͤ⸗ schaft weicht./ der Welt Haß kann mich doch nicht fällen,/ weil in den stärksten Unglückswellen/ mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich der Sünde Last erdrücken,/ blitzt auf mich des Ge⸗ setzes Weh,/ oͤroht mir die Strafe schon im Rücken,/ so steig ich gläubig in die höh/ und flieh zu deinen heilgen Wunden,/ da hab ich schon den Ort gefunden,/ wo mich kein dluchstrahl treffen kann./ 510§riede und§reude Tritt alles wioͤer mich zusammen,/ oͤu bist mein Heil, wer will veroͤammen?/ Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise,/ ich folg und lehne mich auf oͤich;/ öu gibst aus Wolken mir die Speise/ und labest aus den delsen mich./ Ich traue deinen Wunderwegen/ sie enden sich in Lieb und Segen:/ genug, wenn ich dich bei mir hab!„Ich weiß, wen dͤu willst herrlich zieren/ und über Sonn und Sterne führen,/ den führest oͤu zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen,/ mir nicht, weil Seele, Herz und Mut/ in dir, der du verlasest keinen,/ in dir, mein liebstes Leben, ruht./ Wen macht des Weges Cno erzittern, wenn aus Gefahr und Ungewittern/ er eingeht in die Sicherheit? /Mein Licht, so will ich auch mit Freuden/ aus dieser finstern Wiloͤnis scheiden/ zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen,/ so wohl, wenn ich mich lehn auf dich!/ Mich kann Welt, Not und Tooͤ nicht quälen,/ weil oͤu, mein Gott, vergnügest mich./ Laß solche Ruh in oͤem Ge⸗ müte/ nach deiner unumschränkten Güte/ des Himmels süßen vor⸗ schmack sein./ Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! /Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen./ O reicher Trost: mein§reund ist mein! Wolfg. Christoph deßler, 4 1722. 310 J. A. Freylinghausen, 5————— ꝗ 15 ö ‚ 1I Halle 17⁰4. —— en,d n.ee 25—2— 1. rie⸗de, ach Frie⸗de, ach gött⸗li⸗ cher Frie⸗de,/ vom wel⸗cher der örommen herz, Sinn und Ge⸗mü⸗te/ in D.D. D‚.E.‚.. Va⸗ter durch Chri⸗stum im hei ⸗-li⸗gen Geist, Chri⸗sto zum e⸗ wi⸗ gen Le⸗ben auf ⸗ schleußt! —— nn 6•———— ———3——.——— 2———— DEE— 366655—.———— den sol⸗-len die gläu ⸗bi⸗ gen See-⸗len er-⸗lan gen,/ 31⁰ Frieoͤe u 2. Kichtt zu Jesu hin dich selbst Joch Chris 3. Nahn Sünoͤer m recht fleißt dich!/ An dir, daß 3 4. Nun i sein Eigen in den Bu ihm gänzl 5. Sieh Liebe und was Jesus die mußt 6. Lieb dasselbige du Friedei und gläul 7. Jesu Friedens, treulich bi laß uns d zum Vati Mel. Unsen unser Röni 7 Q .—3— 151— no Freuoͤe eil, wer will o lehne mich Dlabest aus ie enden sich b!/ Ich weiß, erne führen,/ „weil Seele, mein liebstes wenn aus heit?/ Mein ern Wiloͤnis ohl, wenn ich icht quälen,/ in dem Ge⸗ s süßen Vor⸗ Nichts kann, ind ist mein! Deßler, 4 1722. reylinghausen, Halle 17⁰4. 'ie⸗de,/ vom nü⸗te/ in Frieoe und§reude EE——, —— IIIIIIIII die al⸗les ver⸗leug-nen und Chri-sto an- han⸗gen. 2. Richte deswegen, frieoͤliebende Seele,/ dein herze im Glauben zu Jesu hinan!/ Was da ist droben bei Christo, erwähle,/ verleugne dich selbst und den irdischen Wahn;/ nimm auf dich das sanfte Joch Christi hienieden,/ so findest du Ruhe und göttlichen§rieden. 3. Nahm doch der Mittler des Friedens viel Schmerzen,/ die Sünder mit Gott zu versöhnen, auf sich./ Nimm dies, o Seele, recht fleißig zu herzen/ und siehe, was tut nicht dein Jesus für dich!/ Am Kreuze dort bringt er dir Frieden zuwege/ und hilft dir, daß Jammer und Unruh sich lege. 4. Nun dafür bist du ihm ewig verbunden,/ du sollst dafür gänzlich sein Eigentum sein/ er hat die ewge Erlösung erfunden/ und schließt in den Bund seines§riedens dich ein;/ drum siehe, daß oͤu dich ihm gänzlich ergibest/ und immer beständig von Herzen ihn liebest. 5. Siehe, von all seinen Friedensgenossen/ erfordert er herzliche giebe und Treuj/ oͤrum sollst du treulich und tapfer ausstoßen,/ was Jesus dir zeiget, das wider ihn sei./ Welt, Satan und Sünde, die mußt du bestreiten,/ was Jesu zuwider ist, fliehen und meiden. 6. Liebe und übe, was Zesus dich lehret,/ unòd was er dir saget, dasselbige tu;/ hasse und lasse, was sein Wort verwehret,/ so findest du Frieden und ewige Ruh,/ Ja, selig, die also sich Jesu ergeben/ und gläubig und heilig nach seinem Wort leben. 7. Jesu, du Herzog der Friedensheerscharen,/ o König des Friedens, ach, zeuch uns nach dir,/ daß wir den Friedensbund treulich bewahren,/ im Wege des Friedens dir jolgen allhier/ ach, laß uns doch deinen Geist kräftig regieren /und dir nach im Frieden zum Vater hinführen! Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Bremen 1680. Mel. Unser herrscher, 31 1 unser König. .SII II— X— 1. weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr Hü⸗gel, al ⸗le Fel⸗sen, SGot tes Gna⸗de hat das Sie⸗gel, /sie will un⸗-ver⸗ 3•1 §riede und Freuoͤe d n r EE.. bre⸗chet ein! än⸗dert sein. Laß die Welt zu Trümmern gehn,„Got⸗tes —— Di.N ö ...— Gna⸗de wird be⸗stehn. 2. Gott hat Gnade mir versprochen,„Gott hat einen Buno ge⸗ macht,/ der wird nimmermehr gebrochen,„bis er alles hat voll⸗ bracht. /Er, oͤie Wahrheit, trüget nicht;/ es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen,/ wenngleich alles bricht und fällt,/ sondern ihren Zweck erreichen,/ bis sie mich zufrieden stellt./ Ist die Welt voll Heuchelei, Gott ist fromm und gut und treu. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn,/ Gott hält immer sein Versprechen;/ so fällt aller Iweifel hin,/ als wär er nicht immerdar,/ was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen,/ ist sein Herz doch treu ge⸗ sinnt/ und bezeugt in allen Fällen,/ daß ich sein geliebtes Rino,/ dem er beide Hände reicht,/ wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will hriede mit mir halten,/ wenn die Welt sich auch em⸗ pört;/ ihre Liebe mag erkalten,/ achtet doch mein Gott mich wert./ Ob die Sonne sich verhüllt,/ bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer,/ so hat er sich selbst genenntʒ/ das ist Trost: so werd ich Armer/ nimmermehr von ihm getrennt./ Sein Erbarmen läßt nicht zu,/ daß er mir was Leides tu. 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen/ ankerfest auf ihm beruhnj/ delsen will ich auf ihn bauen,/ was er saget, will er tun./ Erd und Himmel kann vergehn, /sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. Meinen Jesum 31 2 laß ich nicht. Zohann Uhlich, 1674. . l 2 1 Pꝑ ꝑ.I. + ha⸗be dei⸗ ne Lust am Herrn,/ dͤer oͤir schen⸗ket so wird dir dein Gna⸗den ⸗stern/ tausend hol⸗ de Friede u was dein 2. Laß wer das He trifft in al 3. Lust erkennet; Liebe bren wünschen 4. Wer Willen/ ur und so wi 5. Ist ð wenn du und triffst Mel. Seele lo⸗rei lo Freuoe „Got⸗tes — Bund ge⸗ 8 hat voll⸗ ht, was er bricht und den stellt./ und treu. rKrieg im ler Zweifel er war. ch treu ge⸗ tes Rino,/ hen weicht. 9 auch em⸗ lich wert./ noͤ Schild. genenntj/ getrennt./ tu. beruhnj/ /Erd und olck, + 1737, Ihlich, 1674. Friede und§reude 313 .—————— ............ Lust und Le⸗ben,* Strah⸗len gesben⸗ denn er beut dir treu-lich an,/ ISSS— was dein Herz nur wünschen kann. 2. Laß der Welt die eitle Lust,/ die in Weinen sich verkehretʒ/ wer das herz in seiner Brust/ Gott allein zur Lust gewähret,/ dieser trifft in allem an,/ was das herz nur wünschen kann. 3. Lust an Gott erfüllt mit Licht,/ wenn man ihn durchs Wort erkennet;/ Lust am Herrn stärkt den zur Pflicht,/ der in seiner Liebe brennet!/ Lust am Herrn beut alles an,/ was das herz nur wünschen kann. 4. Wer nur Lust am Herren hat,/ hat auch Lust an seinem willen/ und bemüht sich früh und spat,/ solchen Wwillen zu erfüllen/ und so wird er auch empfahn,/ was das herz nur wünschen kann. 5. Ist die Lust nicht ohne Last,/ trag geduldig die Beschwerden/ wenn du wohl gelitten hast,/ wirst du erst recht fröhlich werden/ und triffst dort im himmel an,/ was dein herz nur wünschen kann. Benjamin Schmolck, 4 1757. 77* Seelenbräutigam. 31 3 Adam drese, 1640. 4.— EEEEEEEE——— S.— 1. Wer ist wohl wie du,/ Ze ⸗su, sü⸗ße Ruhꝰ/ —.———.—8 Für uns al⸗le aus⸗er⸗ko⸗ ren,„Le⸗ben de⸗rer, die ver⸗ SSSSI. . lo⸗ren,/ und ihr Licht da ⸗zu,/ Je⸗su, sü⸗-ße Ruh! 5⁵ 315 Friede unod Freuoͤe 2. Leben, das den Tod,/ mich aus aller Not/ zu erlösen, hat geschmecket,/ meine Schuld hat zugedecket/ und mich aus der Not/ hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit!/ Du bist vor der Zeit/ zum Erlöser uns geschenket/ und in unser dleisch versenket/ in der Füll der Zeit,// Glanz der herrlichkeit! 4. Großer Siegeshelo!/ Tod, Sünd, Höll und Welt/ hast du mächtig überwunden/ und ein ewges heil erfunden/ durch das Lösegeld/ deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät,/ König und Prophet!/ Deinen Zepter will ich küssen,/ wie Maria dir zu öüßen/ sitzen früh und spät,/ höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm,/ als dein Eigentum,// durch des Geistes Licht erkennen,/ stets in deiner Liebe brennen,/ als dein Eigen⸗ tum,/ allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schilo,/ deiner Ddemut Bild/ mir anlege, in mich präge,/ daß kein Zorn noch Stolz sich rege;/ vor dir sonst nichts gilt/ als dein eigen Bild. 8. Steure meinen Sinn,/ der zur Welt will hin,/ daß ich nicht mög von dͤir wanken,/ sondern bleiben in den Schranken;/ sei ou mein Gewinn,/ gib mir oeinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf,/ daß ich meinen Lauf/ unverrückt zu dir fortsetze,/ und die Sünd in ihrem Netze/ mich nicht halte auf;/ föroͤre meinen Lauf! ö 10. Deines Geistes Trieb/ in oͤie Seele gib,/ daß ich wachen mög und beten,/ freudig vor oͤein Antlitz treten;/ ungefärbte Lieb/ in die Seele gib! 11. Wenn der Wellen Macht/ in oͤer trüben Nacht/ will dͤes Herzens Schifflein decken,/ wollst oͤu deine hand ausstrecken;/ habe auf mich acht,/ Hüter in der Nacht. 12. Einen Heloenmut,/ der da Gut und Blut/ gern um deinet⸗ willen lasse/ und des Fleisches Lüste hasse,/ gib mir, höchstes Gut,/ durch dein teures Blut! 13. Solls zum Sterben gehn,/ wollst oͤu bei mir stehn,/ mich durchs Todestal begleiten/ und zur Herrlichkeit bereiten,/ daß ich einst mag sehn/ mich zur Rechten stehn. Joh. Anastasius Freylinghausen, 4 1739. 314 Friede u Mel. O du k 2. Kör eine hür sich die! des Krei 3. Ehr gesessen Bundes Morgen 4. Pil ja gefäh Vrsach ð Liebspa 5. Je der Lie Welt,// bis ich 1 Freuoͤe ꝛrlösen, hat us der Not/ zum Erlöser ll der Zeit,/ lt/ hast oͤu dͤurch oas Zepter will ät,/ höchste des Geistes hein Eigen⸗ nir anlege, or dir sonst aß ich nicht anken;/ sei verrückt zu halte aufʒ/ ich wachen ärbte Lieb/ / will oͤes sstrecken;/ um deinet⸗ hstes Gut,/ ehn,/ mich n// daß ich isen, 4 1759. Friede und§reude 314 5. A. Freylinghausen, mel. O oͤu hüter Israel. 31 4 Halle 1714. EEEE 1. Chri⸗sten sind ein gth ⸗lich volk,/ aus dem ———— SSSS Geist des Hherrn ge⸗ zeu⸗ get,/ ihm ge⸗ beu⸗get/ und von sei⸗ ner Flam⸗men⸗macht/ an⸗ ge⸗facht;/ vor des Bräutgams Au⸗gen schwe⸗ben,/ das sein Blut ist ih⸗re Pracht. der Gottverlobten Würde;/ 7/ und die Last,/ ͤrunter diden Kindern leicht zu tragen, die See⸗len Le⸗ben,/ und 2. Königskronen sind zu bleich/ für eine hürde/ wird zum himmlischen Palast sich die helden plagen,/ wir des Kreuzes Kraft gefaßt. 3. Ehe Jesus unser wird,/ ehe wir uns selbst vergessen/ und gesessen/ zu den Füßen unsers herrn,/ sind wir fern/ von der ewgen Bundesgnade,/ von dem schmalen Lebenspfade,/ von dem hellen Morgenstern. 4. Pilgrimschaft zur Ewigkeit/ bleibet immerdar beschwerlich,/ ja gefährlich,/ bis man ringt und dringt zu dir// einge Tür,/ einge Ursach der Vergebung,/ Glut der göttlichen Belebung,/ Jesu, unser Liebspanier! 5. Zeuch uns hin, erhöhter Freund,/ zeuch uns an dein Herz der Liebel/ Deine Triebe/ führen mich, du Siegesheld,/ durch die Welt,/ daß ich deine Seele bleibe/ und solange an dich gläube,/ bis ich lieb im innern Zelt. 31⁵ 315 Friede und Freude 6. Da ist meine hand und herz!/ du hast deine Seel gewaget,/ unverzaget,/ und das alles bloß allein,/ daß ich dein/ uno u meine heißen könntest./Wenn du nicht von Liebe brenntest,/ hätte das nicht können sein. 7. Nun, ihr Kronen, fahret hin,/ fahre hin, erlaubte Freudel/ Meine Weide/ sei des Herren letztes Mahl/ vor der Qual,/ meine Ehre seine Schande,/ meine Freiheit seine Bande,/ meine Zier die Ros im Tal. nikolaus Luöwig Graf von Zinzendorf, 4 1760. Johann Crüger, Mel. Jesu, meine Freude. 31 5 Berlin 1056. — —— E SDDSSSDSE All⸗ ge⸗ nug⸗ sam We ⸗ sen, das ich hab er⸗ du ver⸗gnügst al⸗lei ⸗ne/ völ⸗lig, in⸗nig, — —— EEESEESESESEIEIIIIII SSSSISISIII— HEE— le⸗ sen mir zum höch⸗sten Gut, rei⸗ne/ See⸗le, Geist und Mut. — ö. ö ö 1. 1 III — D-.——— + ......... wer oͤir kann im Geist an⸗han⸗gen,/ darf nichts mehr verlangen. 2. Wem du dich gegeben,/ kann in Frieden lebenj/ er hat, was er will;/ wer im Herzensgrunde/ lebt mit oͤir im Bunde,/ liebet und ist still./ Bist ou da/ und innig nah,/ muß das Schönste bald erbleichen/ und das Beste weichen. 5. Höchstes Sut oͤer Güter,/ Ruhe oͤer Gemüter,/ Trost in aller Pein;/ was Geschöpfe haben,/ kann den Geist nicht laben/ du vergnügst allein./ Was ich mehr/ als dich begehr,/ kann mein Seligsein nur hindern/ und den§rieden mindern. 4. Was genannt kann werden/ oͤroben und auf Eroͤen,/ alles reicht nicht zu;/ einer kann nur geben/ Freude, Ruh und Leben,/ Eins ist not: nur dul/ Hab ich dich/ nur wesentlich,/ so mag Leib und Seel verschmachten;/ will ichs doch nicht achten. 3¹ Wer dich hat,/ ist still und satt/ Friede u 5. RKom offenbar! selber gar jenem Lel keit/ mi o Freuoͤe gewaget,/ 10 du meine /hätte das e Freudel/ lal,/ meine ne Zier die dorf, + 1760. jann Crüger, Berlin 1056. — hab er⸗ in⸗ nig, — —— und sattʒ/ l rlangen. rhat, was de,/ liebet önste bald ost in aller übenj/ du ann mein en,/ alles ò Leben,/ mag Leib Friede und§reude 316 5. Romm, du selges Wesen,/ das ich mir erlesen,/ werd mir offenbar!/ Meinen Hunger stille/ und mein Herz erfülle/ mit dir selber gar!/ Bleib nur du/ mein Gut und Ruh,/ bis du wirst in jenem Leben// dich mir völlig geben. Gerhard Lersteegen, 4 1769. 31 6 Zust. heinrich Knecht, 1797. .....SS..... Mein Glaub ist mei ⸗nes Le⸗bens Ruh/ und Ach, gib mir, Herr, Be⸗ stän⸗-dig⸗ keit,/ daß .. führt mich oei⸗ nem him⸗mel zu,/ o du, an den ich die ⸗sen Trost der Sterb⸗lich⸗keit/ nichts meiner See⸗ le — +.— E— — glau bel x 3 3— Lan bel Tief präg es mei⸗nem Her zen ein,/ welch EEEEEEE E E E , L,— Glück es ist, ein Christ zu sein. 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht/ zur selgen Ewigkeit ein Recht/ durch deinen Tod erworben;/ zum Staube kehrt zurück der Staub,/ der Geist wird nicht des Todes Raub;/ du bist für mich gestorben./ Mir, der ich dein Erlöster bin,/ ist dieses Leibes Tod Gewinn. 3. Ich bin erlöst und bin ein Christ!/ Mein Herz ist ruhig und vergißt/ die Schmerzen dieses Lebens./ Ich dulde, was ich dulden soll,/ und bin des hohen Trostes voll:/ ich leide nicht vergebens./ Gott selber mißt mein Teil mir zu,/ hier kurzen Schmerz, dort ewge Ruh. 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit,/ mir, der ich jener Herrlich⸗ keit/ mit Ruh entgegenschaue?/ Bald ruft mich Gott, und ewiglich/ 31⁷ 1 317⁷ Frieoe und Freude belohnet und erquickt er mich,/ weil ich ihm hier vertraue./ Balod, bald verschwindet aller Schmerz,/ und himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch/ nicht mehr der Sünde schmählich Joch/ in meinem Lauf auf Erden;/ mit Freuden üb ich meine Pflicht;/ doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht,/ was ich dereinst soll werden./ Mein Trost ist dies: Gott hat Geduld/ unoͤ straft mich nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst,/ du hast mich, Mittler, aus der Angst,/ in oͤer ich lag, gerishen!/ Dir, dir veroͤank ich meine Ruh;/ denn meine Wunden heiltest du/ und stilltest mein Gewissen/ und fall ich noch in meinem Lauf, /so richtest oͤu mich wieder auf. 7. Dank sei dir, Vater, dank unòd Ruhm,/ daß mich dein Evan⸗ gelium/ lehrt glauben, hoffen, lieben./ Was mir schon jetzt in dieser deit/ den Vorschmack gibt der Seligkeit,/ wie soll ich das nicht liben?/ Gott, yräg es meinem Herzen ein,/ welch Glück es sei, ein Christ zu sein! Balthasar Münter, + 1793. mel. Nr. 108. 317 Nen beingen Gein⸗ I. Nch, mein Herr Jesu, dein Nahesein/ bringt großen Frieden ins Herz hinein,/ und dein Gnadenanblick macht uns so selig,/ daß Leib und Seele oͤarüber fröhlich/ und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freunoͤliches Angesicht/ voll huld und Gnade wohl leiblich nicht;/ aber unsre Seele kanns schon gewahren,/ du kannst ihr fühlbar dich offenbaren,/ auch ungesehn. 5. O wer nur immer bei Tag und Nacht/ dein zu genießen recht wär bedacht!/ Der hätt ohne End von Glück zu sagen,/ und seine Seele müßt immer fragen:/ wer ist wie ou? 4. Barmherzig, gnädig, geoͤuloͤig sein,/ uns täglich reichlich die Schuld verzeihn,/ heilen, trösten, stillen, erfreun und segnen/ und unsrer Seel als Freund begegnen,/ ist deine Lust. 5. Ach, gib an deinem kostbaren Heil/ uns alle Tage vollkom⸗ menen Ceil,/ und laß unsre Seelen sich immer schicken,/ aus Not und Liebe nach dir zu blicken/ ohn Unterlaß. 318 Friede u 6. Und v Todsgestal wahrhaftie 7. Ein h zeit,/ unt Frieden zi 8. So v Kinder sei wenn sich 9. Duer uns gewa unser Ru 2. We Wander breite, l 3. Wi zu süße zwinge ò Freude iue./ Bald, en schmeckt der Sünde en üb ich / was ich eduld/ und ch, Mittler, heroͤank ich illtest mein est oͤu mich oein Evan⸗ tt in dieser das nicht es sei, ein nter, 1 1793. n bitten wir iligen Geist. en Frieden so selig,/ ird. ind Gnade wahren,/ ießen recht und seine eichlich die gnen/ und e vollkom⸗ aus Not Friede und§reude 318 6. Und wenn wir weinen, so teöst uns bald/ mit deiner heiligen Codsgestalt;/ ja, laß sie uns immer vor Rugen schweben/ und dein wahrhaͤftiges Inunsleben/ zu spüren sein. 7. Ein herzlich Wesen und Kinolichkeit/ sei unsre Zierde zu aller zeit,/ und die Tröstung aus deinen Todeswunden/ erhalt uns Frieden zu allen Stunden,/ bei Freud und Leid. 8. So werden wir in Himmel hinein/ in dir vergnügt wie die Kinder sein./Muß gleich unser Rug sich noch manchmal netzen,/ wenn sich das Herz nur an dir ergötzen/ und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hand,/ die soviel Treue an uns gewandt,/ daß wir, daran denkend, beschämt dastehen, 5uno unser Ruge muß übergehen/ vor Lob und Dank. Christian Gregor, 1 1801. Karl Breidenstein, 1825. 1. Wenn ich ihn nur be,/ wenn er mein nur ist,/ wenn mein Herz bis hin zum Gra⸗ be/ sei⸗ ne ———————.— ——— Treu e nie ver⸗ gißt;/ weiß ich nichts von Lei⸗de,/ süh ⸗le nichts als Rn⸗ dacht, Lieb und Freu ⸗de. 2. Wenn ich ihn nur habe,/ laß ich alles gern,/ folg an meinem Wanderstabe/ treu gesinnt nur meinem herrn// lasse still die andern/ breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wenn ich ihn nur habe,/ schlaf ich fröͤhlich ein j/ ewig wird zu süßer Labe/ seines gerzens dlut mir sein,/ die mit sanftem zwingen/ alles wird erreichen und durchoͤringen. 3¹⁰ 3¹9 Frieoe ünd Freude 4. Wenn ich ihn nur habe,/ hab ich auch die Welt,/ weil des Himmels schönste Gabe/ meinen Blick nach oben hält;/ hingesenkt im Schauen,/ kann mir vor dem Irdischen nicht grauen. S. Wo ich ihn nur habe,/ ist mein Vaterlano,/ und es fällt mir jede Gabe/ wie ein Erbteil in die Hand./ Längst vermißte Brüder/ find ich nun in seinen Jüngern wieder. Lriedrich v. Hardenberg(Vovalis), 4 1801. Mel. Nr. 315. 31 9 Zesu, meine Freude. I. Wie getrost und heiter, Herr, mein Licht und Leiter,/ machst du meinen Geist!/ der du, die dir trauen,/ führst zu grünen Auen/ und so gern erfreust!/ Niemals wird/ bei dir, o hirt/ und Be⸗ ruhiger oͤer Seelen,/ mir Erquickung fehlen. 2. Deinem Rat ergeben,/ freu ich mich zu leben/ was du willst, ist gut./ Nichts vermag ich Schwacher;/ du, mein Seligmacher,/ rüstest mich mit Mut./ Wenn die Welt/ erbebt und fällt,/ wenn Gericht und hHölle schrecken,/ willst du mich beoecken. 3. Ich kann ohne Grauen/ Gräber vor mir schauen;/ mein Er⸗ löser lebt;/ ich weiß, wem ich glaube,/ weiß, daß aus dem Staube/ mich sein Arm erhebt./ TLodestag,/ oͤein Schrecken mag/ eines Frevlers Herz erschüttern/ was brauch ich zu zittern? 4. Auch in mir ist Sünde; doch ich liberwinde/ sie, mein Hort, durch dich./ Sink ich oft noch nieder,/ oᷣu erhebst mich wieder,/ du begnaoigst mich./ Deine Hulo/ tilgt meine Schulo;/ nie ent⸗ ziehst oͤu deinem Knechte/ der Erlösten Rechte. 5. Daß ich Gott erkenne/ und ihn Vater nenne/ und mich ewig sein, /daß ich hier am Grabe/ Trost und Hoffnung habe,/ dank ich dir allein./ Daß dein Geist/ mich unterweist/ und mich führt auf deinem Pfade,/ das ist deine Gnade. 6. Der oͤu Blut und Leben/ für mich hingegeben,/ daß in meiner Not/ ich nicht hilflos bliebe,/ groß ist deine Liebe,/ stärker als der Lool/ Herr, und ich,/ ich sollte mich/ einer huld nicht dankbar freuen,/ dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig oir zu leben,/ dies sei mein Bestreben,/ meine Lust und Pflichtl/ Was die Welt vergnüget,/ o mein heil, dᷣas g'nüget/ 3²⁰ — Friede u meiner Si die Heider 8. Macd friedenhei Traum u du willst, 9. Dein hoff ich di dein Wor im Glau 10. Vr Heiland, weiche ni Tal oͤes Mel. Ar 1. Vo drieden 5. A beschirt der Gr verehrt trinken 4. D ertrag erlittei beben Kriege 21 noͤ Freuoe t// weil oͤes „/hingesenkt Uen. es fällt mir bᷣte Brüder/ valis), 1801. meine Freuoe. ter, machst inen Auen/ t/ und Be⸗ 18 du willst, lamacher“ ällt,/ wenn / mein Er⸗ m Staube/ nag/ eines · mein Hort, h wieder,/ / nie ent⸗ mich ewig „dank ich führt auf ʒ in meiner ker als der t dankbar meine Lust 8g'nüget/ Friede und dreude 52⁰ meiner Seele nicht./ Hab ich dich// wie gern will ich/ das, wonach die heiden trachten,/ reich in dir, verachten! 8. Macht ein Gut der Erde,/ daß ich glücklich werde/ durch Zu⸗ friedenheit?/ Sind nicht auch die Ehren,/ die die Welt betören,/ Traum und Eitelkeit?/ Du erfreust/ des Menschen Geist;/ Herr, du willst, die dich verehren,/ ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden/ schmeck ich schon hienieden,/ und was hoff ich dortꝰ;/ Unbegrenzte zeiten/ voller Seligkeiten/ hoff ich auf dein Wort./ Sie sind mein/ durch dich allein.„Bleib ich dir getreu im Glauben,/ wer kann sie mir rauben? 10. Voll von deiner Güte/ frohlockt mein Gemüte,/ Gott, mein heiland, dir./ Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden,/ weiche nie von mir! Laß mich so,/ beherzt und froh,/ einst durchs Tal des Todes dringen,/ dort dein Lob zu singen. Christoph Friedrich Neander, 4 1802. mel. Nr. 282. 320 1. Vom Geräusch der Welt geschieden/ schmeck ich des Erlösers Frieden/ und die Freude, schon auf Erden,/ Gott, mit dir vereint zu werden;/ sehe diese Welt der Sünden/ unter meinen Füßen schwinden/ und das Glück von jenem Leben/ den entzückten Geist umgeben. 2. Was ist aller Reiz von Lüsten/ über sie erhabnen Christenꝰ/ Was der Glanz der eiteln Freuden?/ Was des Lebens kurze Leiden,/ wenn sie deinen Lohn erblicken,/ der sie ewig wird beglücken,/ und des Kranzes Wert empfinden,/ den dort Engel für sie winden? 5. Nun mag Trübsal auf mich stürmen!/ Gottes Trost wird mich beschirmen./ Rurz sind dieses Lebens Pfade;/ ewig währt der Lohn der Gnade./ Mit des Dankes stillen Zähren/ will ich Gottes Rat verehren,/ unter keiner Plage sinken/ und den Relch der Leiden trinken. 4. Du hast selbst der Menschen Plagen,/ Heiland, voll Geduld ertragen,/ mit dem schwersten Tod gestritten,/ tausenoͤfaches Leid erlitten!/ Laß mich deine Kraft beleben,/ wenn die matten Hände beben!/ Hilf mir wachen, kämpfen, siegen!/ driede lohnet nach den Kriegen. goh. Zoachim Eschenburg, 4 1820. 21 32¹ Schmücke dich, o liebe Seele. 521 322 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 73 d rert, Lte,ee IIIII— *„Mei⸗nen Frie⸗den geb ich euch!“/ Al⸗so hat der Nuf, mein Herz, oͤie Sor⸗gen fleuch!/ Er wird aus der I III . Friede und F§reuoͤe 321 Zohann Uhlich, 1674. Herr ver⸗ hei⸗Pen. Angst dich rei⸗Fen. ——— — glau⸗be, was er zu⸗ ge⸗sagt. 2. Herr, oͤu hältst, was du versprichst,/ gibst noch immer dͤeinen §rieoͤen,/ wenn du in die Herzen brichst/ mit dem Wahrheitsglanz hienieden./ Kehre eilig bei mir ein,/ laß in oͤir mich selig sein! 3. Güter, die die Erde gibt,/ sind nur mangelhafte Gabenz/ ewig, Herr, wiro, wer oͤich liebt,/ in dir volle Gnüge haben./ Schütte auf mein ganzes Haus/ deine Gnadenfülle aus! 4. Ohne dich vermag ich nichts;/ eignes Ringen ist vergebens;/ du allein, o Guell des Lichts,/ bist der Grund des neuen Lebens./ Rühre mich mit deiner Kraft,/ die den neuen Menschen schafft! 5. Führe oͤu mein Glaubensschiff/ durch die sturmbewegten Wellen,/ daß es nicht am delsenrijf/ harter zᷣweifel mög zerschellenl/ Wenn ichs nicht mehr lenken kann,/ so sei oͤu der Steuermann. 6. Rette mich in jenen Port,/ wo die Erdenstürme schweigen/ und vor dir, o Gnaoͤenhort,/ alle Seligen sich neigen!/ Dann in deines Vaters Haus/ werf ich meinen Anker aus. Christ. August Bähr, 4 1846. 322 Melchior Teschner, 1613. .—...— + * v. n Fm vuun dn de—.— IREEE 1. Je ⸗=su, mei⸗ne Son⸗ne,/ vor der die Nacht ent⸗fleucht, o Je⸗ su, mei⸗ne Won⸗ne,/ die al⸗le Not ver⸗scheucht! Sei ge⸗ trost und un⸗ver⸗zagt,/ II Mel. Valet will ich dir geben. gar nicht: auch noc 3. Um Gut und das aller ihn mir 4. Ich du bist kein Ste derben, 5. Ich Leid/ ka ja, wen am Bet 6. Ic wird do ein selit erben/ 7. O herr, s ich gan⸗ umher; 8. Di mich so erschree wie du 21* no Freuoͤe n Uhlich, 1674. o hat der rö aus der ver⸗zagt,/ mer deinen rheitsglanz elig sein! e Gaben// ge haben./ us! ergebens;/ n Lebens./ hen schafft! mbewegten erschellenl/ teuermann. schweigen/ ⁰ôdann in zähr, 4 1846. eschner, 1613. it⸗fleucht,‚ =scheucht! Friede und§reude 32 SS 2. Es faßt mich so ein tiefes,/ ein himmlisches Gefühl;/ es ist mir stets, als rief es:/ Hier ist dein einzig Ziel!/ Ja, wenn mir gar nichts bliebe,/ ich gäb mit frohem Sinn/ um gesu Christi Liebe/ auch noch das Letzte hin. 3. Um diese Perle wäre/ mir alles andre feil,/ selbst hab und Gut und Ehre,/ mein ganzes Erdenteil./ Wie gerne will ich meiden/ das alles froh und still,/ wenns von dem herrn mich scheiden/ und ihn mir rauben will! 4. Ich kenn auch gar kein Leben,/ von dir, mein Herr, getrennt ⸗ du bist mein einzig Leben/ und Lebenselement./ Ich kenne gar kein Sterben,/ seitdem ich leb in dir:/ denn was mich konnt ver⸗ derben,/ die Sünde, nahmst du mir. 5. Ich weiß nichts mehr von Leiden,/ denn alles Kreuz und Veid /kann mich von dir nicht scheiden,/ du Born der Seligkeitj/ ja, wenn ich dich nur habe,/ dann gilt mir alles gleich,/ ich bin am Bettelstabe/ noch wie ein Rönig reich. 6. Ich bin schon hier auf Erden/ so selig und so leicht,/ und was wird dort erst werden,/ wo alle Schwachheit weicht!/ Das macht ein selig Sterben,/ daß ich als Gnadenlohn/ ein Königreich soll erben/ und eine ewge Kron. 7. O lieber Herr, so präg es/ recht meinen Sinnen einj/ o lieber herr, so leg es/ mir tief ins herz hinein,/ daß ohne deine Liebe/ ich ganz verloren wär/ und ohne Hoffnung triebe/ auf wüstem Meer umher S. Doch daß du mich allmählich/ zum hafen hast gebracht/ und mich so überselig/ aus Gnaden hast gemacht,/ daß ich vor nichts erschrecke,/ was andern schrecklich ist,/ weil ich es seh und schmecke,/ wie du mein Heiland bist. philipp Spitta, 1859. 21¹⁷ 32332⁴ Frieoͤe und§reuoͤe Mel. zlich tut mich verlangen 323 Hans Leo Haßler, 1601. 2 2— ö— ——2...— I.—.2*———— V. I— 2 2— LI— ——— 2 1. Ein Wohlstand oh⸗ne⸗ glei⸗ chen/ ist ei⸗ nes Chri⸗sten (wie er bei kei⸗nem Rei⸗chen/ von die⸗ser Welt be⸗ 2 2 — ö—— 129— E Stano, kannt. ö Den kann auch nie⸗mand rau-ben,/ wie — 12—..——.— ö ——..— I..—..— Zrrinereen t.rter feind⸗lich er ge⸗sinnt;/ ein Christ ist durch den Glau⸗ben/ des —— + —.— 5 — —* 2— reich⸗sten Va⸗ters Kind. 2. Er kann mit Freuden kommen/ vor Gottes Angesicht;/ da wird er angenommen,/ und niemand widͤerspricht./ Was alles ihn betroffen,/ seis Freude oder Leid:/ ihm steht der Zugang offen, zum Vater allezeit. 3. Er kann in großen Scharen/ als Diener um sich sehn,/ die einst ihm herren waren/ und nun zu Diensten stehn./ Er ist um⸗ ringt von ihnen/ den ganzen Lebenstag;/ denn ihm muß alles dienen,/ was ihm begegnen mag. 4. Und geht einmal auf Eroͤen/ die Kindeszeit zu End,/ er weiß, was ihm muß werden/ nach Christi Testament:/ ein Erbteil in dem reichen,/ geliebten Vaterland./ Solch Wohlstand ohnegleichen/ ist eines Christen Stand. Philipp Spitta, 4+ 1859. Mel. Nr. 349. 324 wenn Gottes Onaor. 1. Herz, mein Herz, nicht in der Weite,/ in der Nähe wohnt das Glück!/ Glaube, liebe, hoffe, leide/ und kehr in dich selbst zurück! 32⁴ Vertrau 2. Wüe Strahl,/ sucht Que 3. Den verlangst Not und 4. Ewi was ihr 5. Dru Glück l/ mein L nicht w er selbe auf da noͤ Freuoͤe Haßler, 1601. —— Chri⸗sten Welt be⸗ e. gesicht;/ da Oas alles ihn gang offen/ h sehn, die / Er ist um⸗ na muß alles 1ö,/ er weiß, rbteil in dem egleichen/ ist Spitta, + 1859. Ringe recht, Gottes Gnade. je wohnt das selbst zurück! Vertrauen—52⁵ 2. Wüchsen über Nacht dir Flügel,/ schneller als der Sonne Strahl,/ trügst doch über Berg und hügel/ rastlos deiner Sehn⸗ sucht Qual. ö 3. Denn die Welt kann dir nicht bieten/ das, wonach du heiß verlangst;/ denn die Welt hat keinen drieden,/ hat nur Streit und Not und Angst. 4. Ewig wechselnd ist ihr Streben,/ ewig wechselnd ist ihr Ziel j/ was ihr heute Rast gegeben,/ morgen ists der Winde Spiel. 5. Drum, mein Herz, nicht in der Weite,/ in der Nähe such das Glück l/ Glaube, liebe, hoffe, leide/ und kehr in dich selbst zurück! Zulius Sturm, 1 1896. Vertrauen 325 Paris 1550. n, Kier 50. ——— 1. Was mein Gott will, ge⸗scheh' all⸗zeit,/ sein Will ist zu hel⸗fen dem er ist be⸗ reit,/ der an ihn ————— E— , in Hnnni ö ö—.——— —.———...———— e 1. ———— stets der be⸗ glau⸗bet fe⸗ Gott,/ er züch⸗ ti⸗ get mit Ma⸗ßen./ Wer Gott ver⸗traut,/ fest IIII 2—— auf ihn baut,/ den will er nicht ver ⸗laf t ⸗ sen. 2. Gott ist mein Trost, mein zuversicht,/ mein Hoffnung und mein Leben;/ was mein Gott will, daß mir geschieht,/ will ich nicht widerstreben./ Sein Wort ist wahr;/ denn all mein Haar/ er selber hat gezählet./ Er schützt und wacht,/ nimmt uns in acht,/ auf daß uns gar nichts fehlet. 32⁰ Vertrauen Vertrau + 3. Nun muß ich Sünder von der Welt/ hinfahrn nach Gottes 5. Dué b * Wwillen/ zu meinem Gott, wenns ihm gefällt,/ ich will ihm halten Ewigkeit, +* stille./ Mein arme Seel/ ich Gott befehl/ in meiner letzten Stundenj/ Seele mit du frommer Gott,/ Sünd, höll und Tod/ hast du mir überwunden. 6. Der 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich,/ du wirst mirs nicht ver⸗ das du er ö ö sagen:/ Wenn mich der böse Geist anficht,/ laß mich, Herr, nicht bitt ich di IIWx verzagenj/ hilf und auch wehr,/ ach Gott, mein Herr,/ zu ehren 7. Den deinen Namen./ Wer das begehrt,/ dem wiroͤs gewährt;/ orauf Gelo// R sprech ich fröhlich Amen. Herzog Albrecht von Preußen, 1554. 998 953 326 Um 1560. ist durch 1 2— zu meine 7½0—. 9. Lob N ,. gemacht; + 0 mich ewi 1. Wa⸗rum betrübst oͤu dich, mein Herz,/ bekümmerst — mel. mas 1—— 2⁊* ,. 2 R———.—— Unglück ni ö dich und trä gest 63 Wi um 9 zeit⸗lich 25˙ iiSSE Gut?/ Ver⸗trau du dei⸗nem Herrn und Gott,/ der al ⸗le—— — I. dn ee ri, Ee ————————I wi⸗ Ding er⸗-schaf⸗fen hat. nicht 2. Er kann und will dich lassen nicht,/ er weiß gar wohl, was—.— dir gebricht;/ Himmel und Ero ist sein;/ er ist mein Vater und E. mein Gott,/ der mir beisteht in aller Not. uh 3. Weil du mein Gott und Vater bist,/ dein Kind du nimmer——— * mehr vergißt,/ du väterliches herz./ Ich bin nur Erd und weiß E= ohn dich/ auf Eroͤen keinen Trost für mich. 4. Der Reiche teotzt auf zeitlich Gut,/ ich trau auf dich mit festem Mut,/ pb ich gleich wero veracht't;/ ich weiß und glaube festiglich,/ 2. J wer dir vertraut, dem mangelts nicht. ö alle M. 326 Oertrauen nach Gottes ihm halten Stundenʒ/ berwunden. rs nicht ver⸗ Herr, nicht „/ zu ehren ihrt;/ oͤrauf reußen, 1554. Um 1560. wohl, was Vater und 5u nimmer⸗ ðꝛ und weiß hmit festem festiglich,/ Vertrauen 327 5. Du bist, o Gott, so reich noch heut, als du es warst von Ewigkeit,/ zu dir steht mein vertraun;/ mach reich an meiner Seele mich,/ so g'nügt mir hier und ewiglich. 6. Der eitlen Ehr ich gern entbehr;/ das Ewige mir nur gewähr,/ das du erworben hast/ dͤurch deinen herben, bittern Tod;/ das bitt ich dich, mein Herr und Gott. 7. Denn alles, was auf dieser Welt,/ es sei Gold, Silber ober Geld,/ Reichtum und zeitlich Gut,/ das währt nur eine kleine Zeit/ und hilft doch nichts zur Seligkeit. 8. Ich danke dir, Herr Jesu Christ// daß solches kund mir worden ist/ durch dein göttliches Wort;/ verleih mir auch Beständigkeit/ zu meiner Seelen Seligkeit. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gebracht,/ daß du hast alles wohl⸗ gemacht;/ ich bitt demütig dich,/ du wollst von deinem Angesicht/ mich ewiglich verstoßen nicht. 156s5(Hans Sachs 2 4 1570). Mel. Mag ich Unglück nicht widerstahn. 327 ,———— Ln— T— .SSS 3——.— Ich weiß, daß mein Er⸗ lö⸗ser lebt;/ was Ohn' mei⸗ nen Gott krümmt sie für⸗wahr/ mir ....I.... Wittenberg 1555. 1 E — wi⸗der⸗strebt/ die Welt denn mei⸗ nem Glau⸗- ben? nicht ein haar,„ er woll es denn er ⸗ lau ⸗ ben. SSS SIII Welt:/ wies ihm ge⸗fälltl/ Nur daß ichs mög er⸗ tra⸗gen. 2. Ich weiß, daß mein Herr Zesus Christ/ viel größer ist/ als alle Macht der Erden./ O liebe Seel, was zagest du?/ Gib dich 5²⁷ 328 Vertrauen zur Ruhl/ Es kann bald besser werden./ Aus aller Not/ hilft dir dein Gott,/ das ist gewiß;/ trau fest auf dies!/ Im Glauben muß mans fassen. 3. Von herzen, Herr, vertrau ich dir;/ bleib stets bei mir,/ du König aller Ehren!/ Mein Hoffen steht zu dir allein;/ laß ferne sein,/ was mich von dir möcht kehren,/ daß ich dein Wort,/ du treuer Hort,/ bekenne frei/ ohn' alle Scheu/ auch in den größten Nöten. 4. Ich weiß, daß du mein Heiland bist,/ o Jesu Christ,/ orum laß ich mir nicht grauen./ Mein helfer ist des höchsten Sohn/ auf Gottes Thron,/ auf den will ich fest bauen./ Lebt er doch noch/ im himmel hoch!/ Er wird mich wohl,/ wenns werden soll,/ nach meinem Leid ergötzen. Kaspar Bienemann, 1 1591. 328 Erfurt 1572. D— 2.— .SSISSIISI* Von Gott will ich nicht las⸗sen,/ denn er läßt führt mich auf rech⸗ter Stra⸗ßen,/ sonst ging ich 1. ——— H .—.—.. — nicht von mir, in der Irr; er reicht mir sei ⸗ ne Hand,/ den A⸗bend ISIIDD wie den Mor⸗ gen/ will er mich wohl ver⸗sor⸗-gen,/ wo +. 1 — — ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue/ und Wohltat all verkehrt,/ wird bald an mir aufs neue/ die Huld des herrn bewährt;/ er hilst aus aller Not,/ befreit von Sünd und Schanden,/ von Retten und von Banden,/ und wenns auch wär der Too. Ennn 328 Vertrat 5. Auf mir gar stellt;/ n ergeben, 4. Es meints eingebor Seele n⸗ 5. Lol das ist unsre 3 und seir 6. Da auch wo voll// di mein Et 7. De gibt un heilge führet; ertrauen t/ hilft dir uben muß i mir,/ du laß ferne Wort,/ du en größten ist,/ ͤrum Sohn/ auf hnoch/ im soll,/ nach ann, 1+ 1591. Erfurt 1572. er läßt ing ich jen,/ wo — verkehrt,/ währt;/ er von Ketten Vertrauen 3. Auf ihn will ich vertrauen/ in meiner schweren zeit;/ so kann mir gar nicht grauen,/ er wendet alles Leid./ Ihm sei es heimge⸗ stellt;/ mein Leib, mein Seel, mein Leben/ sei Gott, dem Herrn, ergeben,/ er machs, wies ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen,/ denn was mir nützlich ist;/ er meints gut mit uns allen,/ schenkt uns den Herren Christ,/ den eingebornen Sohnj/ durch ihn er uns bescheret,/ was Leib und Seele nähret:/ lobt ihn im Himmelsthron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde,/ die er uns beide schenkt;/ das ist ein selge Stunde,/ darin man sein gedenkt;/ sonst ist all unsre Zeit/ verloren hier auf Erden;/ wir sollen selig werden/ und sein in Ewigkeit. 6. Darum, ob ich schon dulde/ hier Widerwärtigkeit,/ wie ichs auch wohl verschulde// kommt doch die Ewigkeit,/ die, aller dreuden voll// dieweil ich Christum kenne/ und mich von ihm nicht trenne// mein Erbteil werden soll. 7. Das ist des Vaters Wille,/ der uns geschaffen hat;/ sein Sohn gibt uns die Fülle/ der Wahrheit und der Gnad// auch Gott, der heilge Geist,/ im Glauben uns regieret,/ zum Reich der Himmel führet;/ drum sei er hoch gepreist! Ludwig helmbold, T 1598. 329 nürnberg 1574. 1. Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott/ trau ich in Angst und EEEEE Not;/ er kann mich all⸗zeit ret⸗ ten/ aus Trüb⸗sal, Angst und ——jißiiß—— nö⸗ ten;/ mein Un⸗glück kann er wen⸗denj/ es steht in sei⸗nen hän⸗den. 330 330 Vertrauen 2. Ob mich die Sünd anficht,/ will ich verzagen nicht;/ auf Christum will ich bauen/ und ihm allein vertrauen;/ ihm will ich mich ergeben/ im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin,/ ist Sterben mein Gewinn,/ und Christus ist mein Leben;/ dem will ich mich ergeben./ Ich sterb heut oder morgen,/ mein Seel wird er versorgen. 4. O mein herr Jesu Christ,/ der oͤu geduloͤig bist/ für mich am Kreuz gestorben,/ hast mir das Heil erworben,/ uns allen auch beschieden/ den ewgen Himmelsfrieden: 5. Erhöre gnädig mich,/ mein Trost, das bitt ich dich;/ hils mir am letzten Ende,/ nimm mich in deine hände,/ daß selig ich ab⸗ scheide/ zur ewgen Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund/ sprech ich aus Herzensgrund./ Du wollest selbst uns leiten,/ Herr Christ, zu allen Zeiten,/ auf daß wir deinen Namen/ ohn' Ende preisen. Amen. Nürnberg 1607. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 330 heinrich Isaak, 4 1517.—(1559). E E 1. In al⸗len mei⸗ nen Ta⸗ten/ laß ich den Höch⸗-sten ra⸗ ten,/ der al⸗ les kann und hat;/ er muß zu al⸗ len ee nrrrrst W, D ——.— 31— 8*————— —— IE 2 — 5 —.—..—2 1— Se⸗ gen, Rat und Tat. 2. Nichts ist es spät und frühe/ um alle meine Mühe,/ mein Sorgen ist umsonst;/ er mags mit meinen Sachen/ nach seinem Willen machen,/ ich stells in seine Vatergunst. Vertrau 3. Es was mir beliebet, 4. Ich allem Ab verletzen, 5. Err streichen das Urte 6. Leg zieh ich zuhande 7. Hat Verhäne fallen,/ 8. Ihi er mir gi er weiß 9. Se rtrauen icht;/ auf m will ich Gewinn,/ Ich sterb r mich am allen auch „hilf mir und./ Du auf daß nberg 1607. 17.(1559). Höch⸗sten he,/ mein ich seinem Vertrauen 351 3. Es kann mir nichts geschehen,/ als was er ausersehen,/ und was mir selig ist./ Ich nehm es, wie ers gibet;/ was ihm von mir beliebet,/ das hab ich willig auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden,/ die mich vor allem Schaden,/ vor allem Abel schützt./ Leb ich nach seinen Sätzen,/ so wird mich nichts verletzen,/ nichts fehlen, was mir ewig nützt. 5. Er wolle meiner Sünden/ in Gnaden mich entbinden,/ durch⸗ streichen meine Schuld./ Er wird auf mein Verbrechen/ nicht stracks das Urteil sprechen/ und mit mir haben noch Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder,/ lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden,/ und was mir stößt zuhanden,/ so tröstet mich sein göttlich Wort. 7. Hat er es denn beschlossen// so will ich unverdrossen/ an mein verhängnis gehnz/ kein Unfall unter allen/ wird je zu hart mir fallen,/ ich will mit Gott ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeut;/ es sei heut oder morgen,/ dafür laß ich ihn sorgen/ er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine,/ und traue dem alleine,/ der dich geschaffen hat!/ Es gehe, wie es gehe,/ dein Vater in der Höhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. paul§leming, 4 1640. 331 Zakob hintze, 1670. SSS , dr 1.0 Gib dich zu⸗frie⸗ den und sei stil ⸗le/ in dem in ihm ruht al- ler§reu⸗den Fül⸗le,/ ohn' ihn S ** Son⸗ ne,/ scheint täg⸗lich hell/ zu dei⸗ ner Won⸗-ne./ 551 331 Vertrauen —— e Gib oͤich zu⸗frie⸗den. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden,/ ungefärbten treuen Herzens;/ wo er steht, tut dir keinen Schaden/ auch die Pein des größten Schmerzens;/ Kreuz, Angst und Not/ kann er bald wen⸗ den,/ ja, auch den Tod/ hat er in händen./ Gib dͤich zufriedͤen. 3. Wie oͤirs und andern oft ergehe,/ ist ihm wahrlich nicht ver⸗ borgen;/ er sieht und kennet aus der höhe/ der betrübten Herzen Sorgenj/ er zählt den Lauf/ der heißen Tränen/ und faßt zuhauf/ all unser Sehnen./ Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar kein Ein'ger mehr auf Erden,/ dessen Treue oͤu darfst trauen,/ alsdann will er dein Treuster weroen/ und zu deinem Besten schauen./ Er weiß dein Leid/ undò heimlich Grämen,/ auch weiß er Zeit,/ dirs zu benehmen./ Gib dich zufrieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen/ und oͤes Herzens stilles Klagen,/ und was oͤu keinem kannst erzählen,/ magst ou Gott gar kühnlich sagen;/ er ist nicht fern,/ steht in der Mitten,/ hört bald und gern/ oer Armen Bitten./ Gib dich zufrieden. 6. Laß oͤich dein Elend nicht bezwingen;/ halt an Gott, so wirst du siegen;/ ob alle Fluten oͤich umringen,/ sollst du doch nicht unter⸗ liegen;/ denn wenn du wirst/ zu hoch beschweret,/ hat Gott, dein Fürst,/ oͤich schon erhöret./ Gib oͤich zufrieden. 7. Was sorgst oͤu für odein armes Leben,/ wie dus halten wollst und nähren?/ Der dir das Leben hat gegeben,/ wird auch Unter⸗ halt bescheren. /Er hat die Hand/ voll aller Gaben,/ davon sich Land/ und See muß laben./ Gib dich zufrieden. 8. Sprich nicht:„Ich sehe keine Mittel,/ wo ich such, ist nichts zum Besten;“ /denn das ist Gottes Ehrentitel:/ helfen, wenn die Not am größten./ Wenn ich und oͤu/ ihn nicht mehr spüren,/ tritt er herzu,/ uns wohl zu führen./ Gib oͤich zufrieden. 9. Bleibt gleich oie Hilf in etwas lange,/ wiro sie üdennoch enoͤ⸗ lich kommen;/ macht dͤir das Harren angst und bange,/ glaube mir, es ist dein Frommen./ Was langsam schleicht,/ faßt man ge⸗ wisser,/ und was verzeucht,/ ist desto süßer./ Gib dich zufrieden. 332 Vertrau 10. Es müssen le Anglück n bis in da 11. Es lösen;/ e vom Böse Qual/ un 12. Er Getreuer Frieden;f ewgen K allein/ ers hir rtrauen ten treuen Pein des bald wen⸗ zufrieden. nicht ver⸗ ten Herzen t zuhauf/ Treue du und zu Grämen,/ eden. jens stilles Gott gar hört bald tt, so wirst icht unter⸗ Gott, dein lten wollst uch Unter⸗ davon sich ist nichts wenn die iren,/ tritt moch enoͤ⸗ // glaube t man ge⸗ zufrieden. Vertrauen 3³² 10. Es kann und mag nicht anders weroͤen:/ alle menschen müssen leiden;/ was lebt und webet auf der Erden,/ kann das Unglück nicht vermeiden./ des Rreuzes Stab/ schlägt unsre Lenden/ bis in das Grab,/ dann wird sichs enden./ Gib dich zufrieden. 11. Es ist ein Ruhetag vorhanden,/ da uns unser Gott wird lösen;/ er wird uns reißen aus den Banden/ dieses Leibes und vom Bösen;/ es wird einmal/ der Tod heroͤringen/ und aus der Qual/ uns sämtlich bringen./ Gib dich zufrieden. 12. Er wird uns bringen zu den Scharen/ der Erwählten und Getreuen,/ die hier mit drieden heimgefahren,/ sich auch nun in Frieden freuen,/ da sie den Grund,/ der nicht kann brechen,/ den ewgen Mund/ selbst hören sprechen:/ Gib dich zufrieden. Paul Gerharoͤt, 4 1670. 332 goh. Georg Ebeling, 1660. —.—.—..— IIA S —— 1. Wa⸗rum sollt ich mich denn grä⸗menꝰ/ Hab ich doch/ —— Christum noch,/ wer will mir den neh⸗men?/ Wer will mir den 77— him⸗mel rau⸗ben,/ den mir schon/ Got⸗ tes Sohn/ bei⸗ ge⸗ ri——————————————— legt im Glau⸗ben? 2. Arm und bloß kam ich ins Leben,/ da es mir,/ Herr, von dir/ ward zuerst gegeben./ Arm und bloß werd ich hinziehen,/ wenn ich werd/ von der Erd/ als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben/ ist nicht mein;/ Gott allein/ ist es, ders gegeben.⸗ Will ers wieder zu sich kehren,/ nehm ers hin,/ ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 333 335 ö Vertrauen 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen,/ oͤringt herein/ Angst und Pein,/ sollt ich örum verzagen?/ Der es schickt, der wird es wenden,/ er weiß wohl,/ wie er soll/ all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen/ oft ergötzt,/ sollt ich jetzt/ nicht auch etwas tragen?/ Fromm ist Gott und übt mit Maßen/ sein Gericht,/ kann mich nicht/ ganz und gar verlassen. 6. Unverzagt und ohne Grauen/ soll ein Christ,/ wo er ist,/ stets sich lassen schauen;/ wollt ihn auch der Tod aufreiben,/ soll ͤer Mut/ dennoch gut/ und fein stille bleiben. 7. Kann ja oͤoch kein Tod uns töten,/ sondern reißt/ unsern Geist/ aus viel tausend Nöten,/ schleußt das Tor der bittern Leiden/ und macht Bahn,/ da man kann/ gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allda will in süßen Schätzen/ ich mein Herz/ auf den Schmerz/ ewiglich ergötzen./ Hier ist kein recht Gut zu finoen;/ was die Welt/ in sich hält,/ muß wie Rauch verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter?/ eine hano/ voller Sand,/ Rummer der Gemüter./ Dort, dort sind die eoͤlen Gaben,/ da mein hirt/ Christus wird/ mich ohn Enoͤe laben. 10. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden,/ du bist mein,/ ich bin dein,/ niemand kann uns scheiden./ Ich bin dein,/ weil du dein Leben/ und dein Blut/ mir zu gut/ in den Tod gegeben; 11. Du bist mein, weil ich dich fasse/ und dich nicht,/ o mein Licht,/ aus dem Herzen lasse./ Laß mich, laß mich hingelangen,/ wo du mich/ und ich dich/ ewig werd umfangen. Paul Gerharoͤt, 4 1676. mel. herzlich tut mich verlangen. 333 Hhans Leo Haßler, 1601. Lan un 8. — 2 24 2— 5 e⸗ fiehl du dei⸗ ne We⸗ge/ und der al⸗ ler⸗treu⸗sten Pfle⸗ ge/ des, Nü was dein her⸗ ·ze krankt, der den Himmel lenkt Vertrau 2. Den auf sein 1 Mit Sorg Gott sich 3. Dei gut sei od erlesen,/ und West 4. We Tun ist l kann niet was dein 5. Un doch ohn nommen, zu seinen 6. 90 dich aus! rücken/ Sonn oͤt 7. Au laß fahr. doch nich und führ 8. Ih wird sich ihm gebt das dich rtrauen in/ Angst wird es enden. ich jetßt/ Maßen/ . ist,/ stets ösoll der t/ unsern n Leiden/ euden. Schmerʒ/ die Welt/ r Sano,/ da mein mein,/ ich eil ou dein en „/o mein jelangen,/ wot, 4 1676. jaßler, 1601. .— . heĩge/ und le⸗ge/ des, 2 Vertrauen 353 SIITTTITII Wol⸗ken, Luft und Win⸗den gibt We⸗ge, Lauf und Bahn,/ der — 5— E 4+— EEES— ö——— wird auch We⸗ge fin ⸗den,/ da dein Fuß ge⸗ hen kann. 2. Dem herren mußt du trauen,/ wenn dirs soll wohlergehnz/ auf sein Werk mußt du schauen,/ wenn dein Werk soll bestehn./ mit Sorgen und mit Grämen/ und mit selbsteigner Pein/ läßt Gott sich gar nichts nehmen:/ es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade,/ o Vater, weiß und sieht,/ was gut sei oder schade/ dem sterblichen Geblüt;/ und was du dann erlesen,/ das treibst du, starker held,/ und bringst zu Stand und Wesen,/ was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen,/ an Mitteln fehlt dirs nicht,/ dein Tun ist lauter Segen,/ dein Gang ist lauter Licht;/ dein Werk kann niemand hindern,/ dein Arbeit darf nicht ruhn,/ wenn du, was deinen Kindern /ersprießlich ist, willst tun. 5. Und ob gleich alle Teufel/ hier wollten widerstehn,/ so wird doch ohne Zweifel/ Gott nicht zurückegehn;/ was er sich vorge⸗ nommen,/ und was er haben will,/ das muß doch enoͤlich kommen/ zu seinem zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele,/ hoff und sei unverzagt l/ Gott wird dich aus der höhle,/ /da dich der Kummer plagt// mit großen Gnaden rücken;/ erwarte nur die Zeit,/ so wirst du schon erblicken/ die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze/ und Sorgen gute Nacht;/ laß fahren, was das Herze/ betrübt und traurig macht;/ bist du doch nicht Regente,/ der alles führen soll:/ Gott sitzt im Regimente/ und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten;/ er ist ein weiser dürst/ und wird sich so verhalten,/ daß du dich wundern wirst,/ wenn er, wie ihm gebühret,/ mit wunderbarem Rat/ das Werk hinausgeführet,/ das dich bekümmert hat. 35⁵ 35⁴4 Vertrauen Vertra 14 9. Er wird zwar eine Weile/ mit seinem Trost verziehn/ und will all + tun an seinem Teile,/ als hätt in seinem Sinn/ er deiner sich be⸗ bringen 1 geben,/ und sollst du für und für/ in Angst und Nöten schweben,/ 6. xl l als fragt er nichts nach dir; ö mir scho N 10. Wirds aber sich befinden,/ daß du ihm treu verbleibst// ö in diese 9 so wirst du Hilfe finden,/ da dus am minoͤsten gläubst;/ er wird ö nehmen Iv dein Herze lösen/ von der so schweren Last,/ die du zu keinem ů 7. Ich Bösen/ bisher getragen hast. ö Co 0 15 Il 11. Wohl dir, oͤu Kind der Treue,/ du hast und trägst davon/ Wem 8 A mit Ruhm und Dankgeschreie/ den Sieg und Ehrenkron!/ Gott ö kann ni⸗ AIN gibt dir selbst die Palmen/ in deine rechte hand,/ und du singst ö I Freudenpsalmen/ oͤem, der dein Leid gewandt..1 N 12. Mach End, o herr, mach Ende/ mit aller unsrer Not/ stärk N unsre düß und Hände/ und laß bis in den Tod/ uns allzeit deiner E ( Pflege/ und Treu empfohlen sein,/ so gehen unsre Wege/ gewiß— N zum Himmel ein. paul Gerhardt, 4 1676. 4 1. öů( Mel. Nr. 419. 334 Da Christus geboren war. ö 1. Auf den Nebel folgt die Sonn,/ auf das Trauern Freud und 18 Wonn,/ auf die schwere, bittre Pein/ stellt sich Trost und Labsal.— ein./Meine Seele, die zuvor/ sank bis zu des Todes Tor, /steigt mich; nun bis zum Himmelschor. sich. 2. Gott läßt keinen traurig stehn,/ noch mit Schimpf zurücke⸗—5 gehn,/ der sich ihm zu eigen schenkt/ und ihn in sein herze senkt/ 6.55 wer auf Gott sein Hoffnung setzt,/ findet enoͤlich und zuletzt,/ was—.— ihm Leib und Seel ergött. Sott// 3. Kommts nicht heute, wie man will,/ sei man nur ein wenig 2. Ni still;/ ist doch morgen auch ein Tag,/ da die Wohlfahrt kommen daß Oe mag./ Gottes Zeit hält ihren Schritt;/ wenn die kommt, kommt und da unsre Bitt/ und die Freude reichlich mit. Sturm 4. Als ich furchtsam und verzagt/ mich mit schwerem Gram 3. Di geplagt,/ als ich manche liebe Nacht/ mich mit Wachen krank ge⸗ Blutʒ/ RIMWWW macht,/ als mir aller Mut entfiel,/ tratst, mein Gott, du selbst ins und mi W Spiel,/ gabst dem Unfall Maß und Ziel. gegeber 5. Nun, so lang ich in der Welt/ haben werde Haus und Zelt,/ 4. M soll mir dieser Wunderschein/ stets vor meinen Rugen seinj/ ich ö wenn 336 23 ertrauen ziehn/ und ner sich be⸗ schweben,/ herbleibst,/ tʒ/ er wird zu keinem igst davon/ ron!/ Gott 10 du singst Notj/ stärk llzeit deiner ege/ gewiß hardt, 4 1676. geboren war. Freud und und Labsal Tor,/ steigt nyf zurücke⸗ erze senktj/ zuletzt,/ was ir ein wenig hrt kommen nmt, kommt herem Gram en krank ge⸗ du selbst ins s und Zelt,/ en sein;/ ich Vertrauen 335 will all mein Leben lang/ meinem Gott mit Lobgesang/ hierfür bringen Preis und Dank. 6. Allen Jammer, allen Schmerz,/ den des ewgen Vaters herz/ mir schon jetzo zugezäͤhlt/ oder künftig auserwählt,/ will ich hier in diesem Lauf/ meines Lebens allzuhauf/ frisch und freudig nehmen auf. 7. Ich will gehn in Angst und Not,/ ich will gehn bis in den Tod// ich will gehn ins Grab hinein/ und doch allzeit fröhlich sein./ Wem der Stärkste bei will stehn,/ wen der höchste will erhöhn,/ kann nicht ganz zugrunde gehn. paul Gerharöt, 4 1676. mel. Valet will ich oir geben. 335 Melchior Teschner, 1615. 0 —.— 2— ö—— 1I——————— ....... EE 1. It Gott für mich, so tre⸗ te/ gleich al⸗les wi⸗ der so oft ich ruf und be⸗ te,/ weicht al⸗les hin ter 35015,—4—..— ——.——— EE E Gott,/ was kann mir tun der Fein⸗de/ und Wi⸗der⸗sa⸗cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste,/ ich rühms auch ohne Scheu,/ daß Gott, der Höchstꝰ und Beste,/ mein Freund und Vater sei,/ und daß in allen Fällen/ er mir zur Rechten steh/ und dämpfe Sturm und Wellen/ und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, drauf ich mich gründe,/ ist Christus und sein Blut;/ das machet, daß ich finde/ das ewge wahre Gut./ An mir und meinem Leben/ ist nichts auf dieser Erd;/ was Christus mir gegeben,/ das ist der Liebe wert. 4. Mein Christus ist mein Ehre,/ mein Glanz und helles Licht;/ wenn der nicht in mir wäre,/ könnt ich bestehen nicht./ In ihm 22 337 35⁰ Vertrauen kann ich mich freuen,/ hab einen heldenmut,/ darf kein Gerichte scheuen,/ wie sonst ein Sünder tut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen,/ regieret meinen Sinn,/ vertreibt mir Sorg und Schmerzen,/ nimmt allen Rummer hin,/ gibt Segen und Gedeihen/ dem, was er in mir schafft,/ hilft mir das Abba schreien/ aus aller meiner Kraft. 6. Und wenn an meinem Orte„ sich Furcht und Schwachheit findt,/ so seufzt und spricht er Worte,/ die unaussprechlich sind/ mir zwar und meinem Munde,„Gott aber wohl bewußt,/ der an des herzens Grunde/ ersiehet seine Lust. 7. Sein Geist spricht meinem Geiste/ manch süßes Trostwort zu,/ wie Gott dem Hilfe leiste,/ der bei ihm suchet Ruh,/ und wie er hab erbauet/ ein? eoͤle neue Stadt// da Rug und Herze schauet,/ was es geglaubet hat. 8. Da ist mein Teil, mein Erbe/ mir prächtig zugericht't;/ wenn ich gleich fall und sterbe,/ fällt doch mein Himmel nicht./ Muß ich auch gleich hier feuchten/ mit Tränen meine Zeit,/ mein Jesus und sein Leuchten/ durchsüßet alles Leid. 9. Die Welt, die mag zerbrechen,/ du stehst mir ewiglich;/ nicht Feur und Schwert der dᷣrechen/ soll trennen mich und dich/ kein hunger und kein Dürsten,/ kein Armut, keine Pein,/ kein Zorn der großen Fürsten/ soll mir ein Hindͤ'rung sein. 10. Kein Engel, keine Freuden,/ kein Thron, kein Herrlichkeit,/ kein Lieben und kein Leiden,/ kein Angst, kein Herzeleid,/ was man nur kann erdenken,/ es sei klein oder groß// der keines soll mich lenken/ aus deinem Arm und Schoß. 1. Mein herze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig sein,/ ist voller Freud und Singen,/ sieht lauter Sonnenschein;/ die Sonne, die mir lachet,/ ist mein Herr zesus Christ j das, was mich singen machet,/ ist, was im Himmel ist. paul Gerharot, 4 1676. ö 330 gohann Crüger, 1655. ..SISI — ——— (Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott,/ du be⸗ trüb⸗te . Wa; rum liegst du Gott zum Spott/ in der Schwermuts⸗ der Go der ewe 3. doch, ei nicht ge wohl be 4. W Gutes i Sterne nicht /r 5. M Christe meinen werden 6. N wie deir er lasse gehn,/ 7. H Dringt es drin bricht 99* rtrauen n Gerichte en Sinn,/ mer hin,/ hilft mir chwachheit hlich sind/ pt,/ der an Trostwort / und wie je schauet,/ t't;/ wenn t./ Muß ich gesus und lich;/ nicht dich;/ kein in Zorn der errlichkeit,/ eleiò,/ was keines soll aurig sein,/ schein;/ die 8, was mich haroͤt, 1 1676. trüb ⸗te öchwermuts⸗ Vertrauen E REEEH ............— odir er- wor⸗ben, dämpfen. 2. Stürme, Feind und Welt und Tod,/ was könnt ihr mir schaden?ꝰ/ Deckt mich doch in meiner Not/ Gott mit seinen Gnaden,/ der Gott, der mir seinen Sohn/ selbst geschenkt ausꝰ Liebe,/ daß5 der ewge Spott und Hohn/ mich dort nicht betrübe. 3. Spreche alle Welt, es sei/ Gott mir nicht gewogen;/ weiß ich doch, er bleibt getreu,/ hat mich nie betrogen./ Wär er gnäͤig nicht gesinnt,/ würd er seine Gaben,/ die mein eigen worden sind,/ wohl behalten haben. 4. Was ist unterm Himmelszelt,/ was im tiefen Meere,/ was ist Gutes in der Welt,/ das nicht mir gut wäre?/ Wem erglänzt das Sternenlicht?/ Wozu ist gegeben/ Luft und Wasser? Dient es nicht/ mir und meinem Leben? 5. Meine Seele lebt in mir/ durch die heilgen Lehren,/ so die Christen mit Begier/ alle Tage hören./ Gott eröffnet früh und spat/ meinen Geist und Sinne,/ daß sie seines Geistes Gnad/ freudig werden inne. 6. Nun, auf diesen heilgen Grund/ bau ich mein Gemüte,/ sehe, wie der Feind zur Stund/ zwar dawider wüte;/ gleichwohl muß er lassen stehn,/ was Gott aufgerichtet,/ aber schmählich muß ver⸗ gehn,/ was er selber dichtet. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein;/ wer ist, der uns scheide?/ dringt auch schweres Rreuz herein/ mit dem bittern Leide:/ laß es dringen, kommt es doch/ von geliebten händen;/ schnell zer⸗ bricht des Kreuzes Zoch,/ wenn es Gott will wenden. 99* 359 337 Vertrauen 8. Kinder, die der Vater soll/ ziehn zu allem Guten,/ oͤie ge⸗ deihen selten wohl/ ohne Zucht und Ruten./ Bin ich denn nun Gottes Kind,/ warum will ich fliehen,/ wenn er mich von meiner Sünd/ will zum Guten ziehen? 9. Es ist herzlich gut gemeint/ mit der Christen Plagen;/ wer hier zeitlich wohl geweint,/ darf nicht ewig klagen,/ sondern hat vollkommne Lust/ dort in Christi Garten,/ dem sein Leiden ist be⸗ wußt,/ enoͤlich zu erwarten. 10. Gottes Kinder säen zwar/ traurig und mit Tränen,/ aber endlich bringt das Jahr,/ wonach sie sich sehnen;/ denn es kommt die Erntezeit,/ da sie Garben binden,/ da wird all ihr Gram und Leid/ ewiglich verschwinden. 11. Ei, so faß, o Christenherz,/ alle deine Schmerzen/ wirf sie fröhlich hinterwärts,/ laß des Trostes Rerzen/ dich entzünden mehr und mehr/ gib dem großen Namen/ deines Gottes Preis und Ehrl/ Er wird helfen! Amen. paul Gerharot, 4 1676. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 337 Erfurt 1572. 7 4—.— ö—.— +— ASDISSISISISISISIIEESEEEEE 6— SIS.... Ge⸗dulo ist euch von-nö⸗ len,/ wenn Sor⸗ge, und, was euch mehr will tö⸗-ten,/ euch schnei⸗det EEE Gram und Schmerz n äh in das Herz. O aus⸗ er⸗wähl⸗ te Schar!/ Soll ö— . euch kein Tod je tö⸗ ten,/ ist euch Ge⸗duld von⸗nö⸗ten;/ das Vertrat 2. Gel sie uns 3 erlöst un Bürd un 3. Get Wort;/ das ist il den Vate 4. Gei sich nicht und fröh wills ihr 5. Gei seiner Li bedacht, hoben,/ 6. Gei ein schön ein schön erlanget 7. Gei der ich of und Hul nichts au 8. Get Leibeshi zug,/ so ich alles ertrauen ,/ die ge⸗ denn nun bon meiner igen;/ wer ondern hat iden ist be⸗ innen,/ aber mes kommt Gram und nj/ wirf sie ünden mehr 8 und Ehrl/ harot, 4 1676. Erfurt 1572. Sor⸗ge, arl/ Soll —— lö⸗tenj/ das Vertrauen 338 2. Geduld ist Gottes Gabe/ und seines Geistes Gut;/ er schenkt sie uns zum Stabe,/ sobald er in uns ruht./ Der eoͤle, werte Gast/ erlöst uns von dem Zagen/ und hilst uns treulich tragen/ die größte Büro und Last. 3. Geduld kommt aus oem Glauben/ und hängt an Gottes Wort;/ das läßt sie sich nicht rauben,/ das ist ihr heil unò Hort;/ das ist ihr hoher Wall,/ da hält sie sich verborgen, /läßt Gott, den Vater, sorgen/ und fürchtet keinen Fall. 4. Seduld ist wohl zufrieden/ mit Gottes weisem Rat,/ läßt sich nicht leicht ermüden/ durch Rufschub seiner Gnad,/ hält frisch und fröhlich aus,/ läßt sich getrost beschweren/ und denkt: wer wills ihm wehren? /Ist er doch Herr im Haus. 5. Geoͤulo dient Gott zu Ehren/ und läßt sich nimmermehr/ von seiner Liebe kehren;/ und schlüg er noch so sehr,/ so ist sie doch bedacht,/ die heilge hand zu loben,/ spricht: Gott, der hoch er⸗ hoben,/ hat alles wohlgemacht. 6. Geduld macht große Freude,/ bringt aus dem Himmelsthron/ ein schönes Halsgeschmeide,/ dem Haupt ein eoͤle Kron,/ ist wie ein schönes Licht,/ davon, wer an ihr hanget,/ mit Gottes Hilf erlanget/ ein fröhlich Angesicht. 7. Geduld ist mein Verlangen/ und meines Herzens Lust,/ nach der ich oft gegangen:/ das ist mir wohl bewußt./ Herr, voller Gnad und huld!/ Ach, gib mir und gewähre/ mein Bitten, ich begehre/ nichts anders als Geduld. 8. Geduld ist meine Bitte,/ die ich sehr oft und viel/ aus dieser geibeshütte/ zu dir, Herr, schicken will./ Kommt dann der letzte zug,/ so gib durch deine Hände/ auch ein geduldig Ende,/ so hab ich alles g'nug. paul Gerharoͤt, 4 1676. 338 a. M. 1738. +— E= SSSSee.. 5 1. Al⸗ les ist an Got-tes Se⸗ 1—88 an sei⸗ ner +—. E....— Gnad g ge»le⸗ gen, ü⸗ber al⸗ les Geld und Gut./ Wer auf 34¹ Vertrauen SS SSe ei nen frei⸗en hel⸗den⸗mut. 2. Der mich hat bisher ernähret/ und so manches Glück bescheret,/ ist und bleibet ewig mein;/ der mich wunderbar geführet/ und noch leitet und regieret,/ wird hinfort mein helfer sein. 3. viele mühen sich um Sachen,/ die nur Sorg und Unruh machen/ und ganz unbeständig sind;/ ich begehr, nach dem zu ringen,/ was den§rieden pflegt zu bringen,/ unòd man jetzt gar selten finot. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken;/ was ich wünsche, wird sich schicken,/ so es anders Gott gefällt./ Meine Seele, Leib und Leben/ hab ich seiner Gnad ergeben/ und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen/ mein Verlangen zu er⸗ füllen/ es hat alles seine Zeit./ Ich hab ihm nichts vorzuschreiben/ wie Gott will, so muß es bleiben;/ wann Gott will, ich bin bereit. o. Soll ich länger allhier leben,/ will ich ihm nicht widerstreben;/ ich verlasse mich auf ihn.„Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet/ und fährt wie ein Strom dahin. nüenberg 1076. Georg Neumark, 1657. ——— Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ ten/ und hof⸗fet den wird er wun⸗-der⸗ auf ihn al ⸗le⸗ zeit, 5 er höche kiot und Tran⸗rig Teit“ Wer Gott, dem Al⸗ler⸗ höch⸗sten, —34² Vertra —— traut,/ 2. We Weh un unser Ui durch di 3. Me vergnüg heit es f sehr wo 4. Er es nühli keine he uns viel 5. De lassen se Glücke Ziel. 6. Es alles gl aber ger erhöhn, 7. S nur get werden den ver ertrauen bescheret,/ führet/ und in. und Unruh ich dem zu in jetzt gar insche, wird ꝰ, Leib und heimgestellt. ngen zu er⸗ uschreibenz/ h bin bereit. derstrebenj/ stehet,/ alles füenberg 1076. eumark, 1657. und hof⸗fet in al⸗ler er⸗höch⸗sten, Vertrauen 340 .........—— PSPPꝓPPPIIIIII traut,/ der hat auf kei⸗ nen Sand ge⸗baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen?/ Was hilft uns unser Weh und Ich?„Was hilft es, daß wir alle Morgen/ beseufzen unser Ungemach?/ Wir machen unser Rreuz und Leidò/ nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille/ und sei doch in sich selbst vergnügt,/ wie unsers Gottes Gnadenwille,/ wie sein Allwissen⸗ heit es fügt./ Gott, der uns ihm hat auserwählt,/ der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden,/ er weiß wohl, wann es nützlich sei./ Wenn er uns nur hat treu erfunden/ und merket keine heuchelei,/ so kommt Gott, eh wir uns versehn,/ und lässet uns viel Guts geschehn. 5. denk nicht in deiner Drangsalshitze,/ daß oͤu von Gott ver⸗ lassen seist,/ und daß ihm der im Schoße sitze,/ der sich mit stetem Glücke speist j/ die dolgezeit verändert viel/ und setzet jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen/ und ist dem Höchsten alles gleich,/ den Reichen klein und arm zu machen,/ den Armen aber groß und reich;/ Gott ist der rechte Wundermann,/ der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,„verricht das deine nur getreu/ und trau des Himmels reichem Segen,/ so wird er werden bei dir neu;/ denn welcher seine Zuversicht/ auf Gott setzt, den verläßt er nicht. Georg Neumark, 4 1681. — 340 Breslau 1657 —.—.——— ..SSSSSI. ———————— — ö 1. Sollt es gleich bis⸗wei⸗len schei⸗nen,/ als ver⸗lie⸗He EEREEEEE EE—.—— Gott die Sei⸗nen, /o so glaub und weiß ich dies:/ Gott hilft 3⁴³ 34¹ Vertrauen DI end- lich doch ge⸗wiß. 2. Hilfe, die er aufgeschoben,/ hat er orum nicht aufgehobenz/ hilft er nicht zu jeder grist,/ hilft er doch, wanns nötig ist. 3. Wie oft väter nicht gleich geben,/ wonach ihre Kinder stre⸗ ben,/ so hält Gott auch Maß und Ziel;/ er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten,/ wenn die Not am aller⸗ größten,/ er ist gegen mich, sein Kind,/ mehr als väterlich gesinnt. 5. Will der Feind mir bange machen,/ ich kann seine Macht ver⸗ lachenj/ drückt mich schwer des Kreuzes Joch,/ Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken,/ mag auf mein Veroͤerben denken,/ wer mir ohne Ursach feind!/ Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden!/ Will sie mich nicht länger leiden,/ ei, so frag ich nichts danach;/ Gott ist Richter meiner Sach. 8. Will sie mich gleich von sich treiben,/ muß mir doch der himmel bleiben;/ ist der himmel mein Gewinn,/ geb ich alles anoͤre hin. 9. Herr, kann ich nur dich umfassen,/ will ich alles anore lassen/ legt man mich dereinst ins Grab,/ gnug, Herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Tietze, 4 1705. gohann Crüger, Mel. Jesu, meine§reude. 341 Berlin 165⁶. 5———— 121 ———— SSISISIIIIIIIIII Je⸗sus ist mein Le⸗ben/dem ich mich er⸗ge⸗ ben/ er ist mei⸗ ne Son⸗ne/ /mei⸗ne reud und Wonne/ —— ,. fest bis in den Tod; in der größ⸗ten Not. —— Leid ich gleich/ in sei⸗ nem Reich,/ 3⁴⁰4 zelt;/ di bestellt. loben,/ 3. Dit erweckt, kein Fei wird sie 4. O durch di wenn e Rron ir gibt G uns hel 6. S bis in führt at wird la 7. durch d nach oͤt im Leb Mel. W einer jertrauen fgehobenz/ ig ist. dinder stre⸗ und wann tam aller⸗ lich gesinnt. Macht ver⸗ nein Vater, Verdͤerben nel ist mein nicht länger ter meiner der himmel andͤre hin. ore lassenz/ ich dich nur Tietze, 4 1703. hann Crüger, Berlin 1656. er⸗ge⸗ben/ ind Wonne/ nem Reich,/ Vertrauen 342 — ö——.— x—.— V7 ————.———— N — RHISSE— H so werd ich mit ihm re⸗ gie⸗ ren/ und dort tri⸗ um⸗ phie⸗ren. 2. Die mit esu leiden,/ werden mit ihm weiden/ in dem Sternen⸗ zelt;/ die mit Jesu sterben,/ werden mit ihm erben,/ wo ihr Reich bestellt./ Ihre Rron/ und Siegeslohn/ sino, wo Gott die Engel loben,/ sicher aufgehoben. 3. Die mit Tränen säen,/ wenn die Winde wehen,/ die der Feind erweckt,/ werden dort mit Freuden /ernten nach dem Leiden,/ wo kein Feind mehr schreckt./ Nach der Müh,/ die sie allhie/ dulden, wird sie Gott ergöthen/ mit des Himmels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelen,/ die ihr euch mit Quälen/ bringet durch die Welt,/ die ihr östers weinet,/ wenn kein Trost erscheinet,/ wenn euch Kreuz befällt,/ denket doch/ bei diesem Joch/ an die Kron in jenem Leben,/ die euch Gott wird geben. 5. Wenn uns Sünden kränken,/ lasset uns bedenken/ Gottes Gnadenrat!/ Jesus hat erduldet,/ was wir hier verschuloͤet;/ er gibt Snad um Gnad./ Kämpfen wir/ mit ihm allhier,/ so wird er uns helfen kämpfen/ und die Sünde dämpfen. 6. Seid getreu, ihr herzen,/ bei des Kreuzes Schmerzen,/ treu bis in den Todl/ Jesus wird euch trösten,/ wenn er die Erlösten/ führt aus aller Not./ Auf das Leid/ folgt Fried und§reud;/ Gott wird lassen nach dem Weinen/ euch die Sonne scheinen. 7. Nun, Herr Jesu, stärke/ uns zum guten Werke,/ hilf uns durch die Welt!/ Romm, du Herr der Ehren,/ unser herz zu kehren/ nach dem Himmelszelt./ Sei uns Schutz/ und starker Trutz,/ jetzt im Leben, dort im Sterben,/ daß wir alles erben. Freylinghausens Gesangbuch, 1704. 342 Mel. Wie nach Französischer Psalter, 1551. —ᷣ— x ..—— einer Wasserquelle. .... Mei⸗ne Sor⸗gen, Angst und pla⸗gen/ lau⸗fen mit der al⸗les Seuf⸗zen, al ⸗les Kla⸗gen,/ das der Herr al⸗ 1 34⁵5 Vertrauen — ö 2 —— 2— 1 zeit zu End; lei ⸗ ne kennt, — ö ö ö ..————— — ——— —— — — Re⸗ gen wird ein Schein/ von viel tausend Son⸗-nen⸗blik⸗ken/ é é ö —.— 1 — 1 + — mei⸗ nen mat⸗ten Geist er ⸗ quik ⸗ ken. — 2. Meine Saat, die ich gesäet,/ wird zur Freude wachsen aus;/ wenn die Dornen abgemähet,/ so trägt man die Frucht nach haus./ Wenn ein Wetter ist vorbei,/ wird der himmel wieder frei;/ nach dem Kämpfen, nach dem Streiten/ kommen die Erquickungs— zeiten. 3. Unser Weg geht nach den Sternen,/ der mit Kreuzen ist be⸗ setzt;/ hier muß man sich nicht entfernen,/ ob er gleich mit Blut benetzt./ Zu dem Schloß der Ewigkeit/ kommt kein Mensch hin ohne Streit./ ie in Salems Mauern wohnen,/ zeigen ihre Dornen⸗ kronen. 4. Es sind waͤhrlich alle Frommen, die des Himmels Klarheit sehn,/ aus viel Trübsal hergekommenj/ darum siehet man sie stehn/ vor des Lammes Stuhl und Thron,/ prangend in der Ehrenkron/ und mit Palmen ausgezieret,/ weil sie glücklich triumphieret. 5. Gottes Oroͤnung stehet feste/ und bleibt ewig unverrückt:/ seine Freund und Hochzeitsgaäste/ werden nach dem Streit beglückt./ Israel behält den Sieg/ nach geführtem Kampfund Krieg;/ Kanaan wird nicht gefunden,/ wenn man nicht hat überwunden. 6. Darum trage deine Ketten,/ meine Seel, und dulde oͤichl/ Gott wird dich gewiß erretten,/ das Gewitter leget sich;/ nach dem Blitz und Donnerschlag/ folgt ein angenehmer Tag;/ auf den Abend folgt der Morgen/ und die Freude nach den Sorgen. Freylinghausens Gesangbuch, 1704. 346 Vertre Mel. Zu Himmel Künft⸗ 5.* stehet, Laß ie Doch, jertrauen ichsen ausj/ nach Haus./ frei;/ nach rquickungs⸗ ꝛuzen ist be⸗ ch mit Blut Mensch hin hre Dornen⸗ els Klarheit an sie stehn/ Ehrenkron/ üphieret. nverrückt:/ ꝛit beglückt./ g9/ Ranaan en. ulde oͤich l/ / nach dem '/auf den dorgen. ngbuch, 1704. Vertrauen 34³3 mel. Zu Gott in dem* gimmel oroben. 343 Französischer Pfalter, 1547. SDDD .. —— E Künft⸗ge den⸗ken?/ Soll ich asbends nie mit Ruh/ mei⸗ ne n de + SSSSSEE D E e, ren quält/ und doch ih⸗ res Fiels ver⸗fehlt? 2. Gott, der mich bisher erhalten/ höret nimmer auf zu walten;/ oder sollt er jetzt allein/ seines Waltens müde sein?/ Wohl, ich will das Sorgen lassen/ und zu ihm Vertrauen fassen;/ wie er mich auch führen will,/ meine Seele bleibe still. 3. Wies auch in der Welt mir gehet,/ er ists, der allein ver⸗ stehet,/ was mir heilsam ist und gut,/ oder was mir Schaden tut./ Laß ich ihn für mich nur wählen,/ wird kein wahres Gut mir fehlen j/ aber eigner Will und Rat/ wählt oft einen falschen Pfad. 4. Bleib ich stehn auf niedern Stufen,/ will ich in das herz mir rufen,/ daß ich, vieler Sorgen frei,/ vor dem Sturz gesichert sei./ doch, wenn Gott mich wollt erheben,/ will ich ihm nicht wider⸗ strebenz/ er wird mir die Kraft verleihn,/ im Beruf getreu zu sein. 5. Will die Armut meiner hütten/ er mit Segen überschütten,/ so verleih er nur zugleich,/ daß die Seele werde reich./ Doch ist Armut mir beschieden,/ bin ich auch damit zufrieden;/ denn auf diese arme Zeit/ folgt die reiche Ewigkeit. 34⁴⁷7 344 Vertrauen 6. Wird mir Gott Gesunoͤheit geben,/ will ich eifrig danach streben,/ daß ich föroͤre mehr und mehr/ meines Gottes Ruhm und Ehr. /Aber auch in Rrankheitstagen/ möge Gottes Geist mir sagen,/ daß solch herbe Arzenei/ mir zum Heile nötig sei. 7. Soll ich noch viel Jahre zählen, /mit des Lebens Not mich quälen,/ kommt oͤoch auch wohl mancher Tag,/ daß mein herz sich freuen mag./ Aber käm ich bald hinüber,‚,/ wär mir solches desto lieber,/ weil ich käm aus aller Not/ hin zu meinem Herrn und Gott. 8. Alles sei Gott heimgegeben,/ zreud und Trübsal, Tod und Lebenz/ es geschehe, was sein Rat/ über mich beschlossen hat./ Ich will mich nicht länger kränken,/ sondern oͤies allein beoenken,/ daß nach Gottes Gnadenschluß/ Christen alles frommen muß. Phil. Jakob Spener, 1 1705. 344 Severus Gastorius, 1681. .SISIII —— Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗ tan,/ es bleibt ge⸗ wie er fängt mei⸗ ne Sa⸗chen an,/ will ich ihm DEEEEE recht sein Wil⸗le; hal⸗ ten stil⸗-le. Er ist mein Gott,/ der in der Not/ mich —— é——— iiiiii wohl weiß zu er⸗ hal⸗ ten;/ örum laß ich ihn nur wal⸗ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er kann ja nimmer trügen,/ er führet mich auf rechter Bahn;/ so laß ich mir genügen/ an seiner Huld/ und hab Geoͤulo,/ er wiro mein Unglück wendenz/ es steht in seinen händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er wird mich wohl be⸗ denkenz/ er, als mein Arzt, der helfen kann,/ wird mir nicht Gift einschenken/ für Arzenei,/ Gott ist getreu;/ ͤrum will ich auf ihn bauen/ und seiner Güte trauen. 3⁴⁸ Vertra 4. We Leben,/ geben /i scheinet, 5. We schmecke nicht scht im Herz 6. We es mag so wird laß ich! Mel. Alle Gottes S 2. De schehen scheinet 3. G und du hält Ge hertrauen frig danach Ruhm und mir sagen,/ s Not mich in herz sich olches desto nund Gott. „Tod und en hat./ Ich enken// daß luß. ener, 1 1705. storius, 1681. bleibt ge⸗ ich ihm —. Not/ mich .—. wal⸗ten. ler trügen,/ 17 an seiner nñ/ es steht wohl be⸗ ir nicht Gift ich auf ihn Vertrauen 345⁵5 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er ist mein Licht und Leben,/ der mir nichts Böses gönnen kann;/ ich will mich ihm er⸗ geben/ in Freud und Leid,/ es kommt die Zeit,/ da öffentlich er⸗ scheinet,/ wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, oͤas ist wohlgetan;/ muß ich den Relch gleich schmecken,/ der bitter ist nach meinem Wahn,/ laß ich mich doch nicht schrecken,/ weil doch zuletzt/ ich werd ergötzt/ mit süßem Trost im herzen;/ da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ dabei will ich verbleiben;/ es mag mich auf die rauhe Bahn/ Not, Tod und Elend treiben,/ so wird Gott mich/ ganz väterlich/ in seinen Armen halten;/ orum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, 4 1708. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 345 Frankfurt a. M. 1738. HE—— n darer en v Er. PSSPIPIPISIPIPITISCSIPIIIIIII. —— △+ 1. Wun⸗der⸗an⸗fang, herrlich's En⸗de,/ wo die wun⸗der⸗ eer, wei⸗sen Hän de„Got⸗tes füh⸗ren ein und aus!/ Wun⸗der⸗ SSSSI weis⸗lich ist sein Ra⸗ten,/ wunderreich sind sei ⸗ne Ta⸗ten,/ — 2.——— ö ö SS. 2 und du sprichst: Wo wills hin⸗aus? 2. Denke doch: es muß so gehen,/ was Gott weislich heißt ge⸗ schehen/ ihm und dir zur Herrlichkeit;/ ob der Anfang seltsam scheinet,/ ist das Ende gut gemeinet;/ driede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist wie in dlüssen/ und in großen Wassergüssen,/ und du spürst nicht seinen duß;/ so auch in dem Meer der Sorgen/ hält Gott seinen Pfad verborgen,/ daß man nach ihm suchen muß. 346 ö Vertrauen 4. Kein Besinnen mag ersinnen,/ wo man hilfe kann gewinnen, ⸗ die Vernunft ist hier zu blind;/ nicht für das Verborgne taugen/ ihre halbgebrochnen Augen,/ weil sie allzublöde sind. 5. Gott muß man in allen Sachen,/ weil er alles wohl kann machen,/ End und Anfang geben frei./ Er läßt, was er angefangen,/ so zum Ende stets gelangen,/ daß es wunderherrlich sei. . Drum laß dir doch nimmer grauen,/ lerne deinem Gott ver⸗ trauen,/ sei getrost und gutes Muts./ Er fürwahr, er wird es führen,/ daß du wirst am Ende spüren,/ wie er dir tut lauter Guts. 7. Deinem Glauben wiroͤs nicht fehlen;/ du wirst noch der Welt erzählen,/ was die blinde Welt nicht kennt./ Er wird dir dein Kreuz versüßen,/ daß oͤu wirst bekennen müssen:/ Wunderanfang, herrlich's End! geinrich Arnold Stockfleth, + 1708. 346 C. H. Dretzel, Nürnberg 1751. — PP.... 1. Gott le⸗bet noch!/ See⸗le, was ver⸗ zagst du doch ꝛ/ —— DD.— SSDSDSDSPSSSSI I Gott ist gut, der aus Er⸗bar⸗men/ al ⸗le Hilf auf der mit Kraft und star⸗ken Ar⸗men/ ma⸗chet al⸗ les — ————— Er⸗den tut, wohl und gut; — Gott kann bes⸗ser, als wir den⸗ken,/ al ⸗ SIIII..... ———.———..———.—— ——— not zum be⸗sten len⸗ken. /See⸗le, so be⸗ den⸗ ke doch:/ ——————— — F— — ‚. ‚eee lebt doch un⸗ser herr-gott noch. 35⁰ Vertra 2. Got schlummi Ohren h der hört bedenke 3. Got Erdenkre ganze VU liebt, de so beden 4. Go schwer m ist groß Gottes Seele, 5. Go deine S zu Gott, in der 7 bedenke 6. Ge alle We dennoch es herzl bedenke 7. Ge schon ge Wohlge Jamme bedenke hertrauen gewinnen,/ ine taugen/ . wohl kann ngefangen,/ sei. m Gott ver⸗ er wird es lauter Guts. och der Welt irdò dir dein noͤeranfang, ckfleth, 4 1708. türnberg 1751. Hilf het al⸗les Vertrauen 3⁴47 2. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Sollt der schlummern oder schlafen,/ der das Rug hat zugericht't?/ Der die Ohren hat erschaffen,/ sollte dᷣieser hören nicht?/ Gott ist Gott, der hört und siehet,/ wo den Frommen weh geschjehet./ Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 3. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Der den Eroͤenkreis verhüllet/ mit den Wolken weit und breit,/ der die ganze Welt erfüllet,/ ist von uns nicht fern und weit./ Wer Gott liebt, dem will er senden/ hilf und Trost an allen Enden./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 4. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Bist du schwer mit Rreuz beladen,/ nimm zu Gott nur deinen Lauf./ Gott ist groß und reich von Gnaden,/ hilft den Schwachen gnädig auf./ Gottes Gnade währet immer,/ seine Treu vergehet nimmer./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 5. Gott lebet noch!/ Seele, was verzaͤgst du doch?/ Wenn dich deine Sünden kränken, /dein Verbrechen quält dich sehr:/ komm zu Gott, er wird versenken/ deine Sünden in das Meer;/ mitten in der Angst der höllen/ kann er dich zufriedenstellen./ Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herrgott noch. 6. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst oͤu doch?/ Will dich alle Welt verlassen,/ weißt du weder aus noch ein,„Gott wird dennoch dich umfassen/ und im Leiden bei dir sein./ Gott ists, der es herzlich meinet,/ wo die Not am größten scheinet./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 7. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst oͤu doch?/ Mußt du schon geängstigt wallen/ auf der harten Dornenbahn:/ es ist Gottes Wohlgefallen,/ dich zu führen himmelan./ Gott will nach dem Jammerleben/ Fried und dreud und himmel geben./ Drum, o Seel, bedenke doch: /lebt doch unser Herrgott noch. Zoh. Frieoͤrich Zihn, 1 1719. 347 Leipzig 1727. WAAII X + 1— —36 Eade nun 6—. E0 L 1. Ich laß dich nicht, du Hilf in al= len Nö⸗ten/ 5¹ 348 Vertrauen DR— . leg Joch auf Joch,/ ich hof⸗fe doch,/ auch wenn es scheint, als . woll⸗test du mich tö⸗ten./ Machs, wie du willst, mit mir:/ ich ö.— 22 ö— To SSSII.IIII. wei⸗ che nicht von dir;/ ver⸗stel⸗le dein Gesicht:/ du Hilf in +— + DDDiee——— . 2 al ⸗-ͤlen Nö⸗ten,/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 2. Ich laß dich nicht! Sollt ich üen Segen lassen?/ Mein Jesu, nein,/ dͤu bleibest mein,/ dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen./ Nach kurzer Nächte Lauf/ geht mir der Segen auf/ von dir, dem Segenslicht:/ sollt ich den Segen lassen?/ Ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 3. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Leben!/ Mich reißt das Grab/ von dir nicht ab,/ der oͤu dich hast für mich in Tod gegeben./ Du starbst aus Liebe mir;/ ich sag in Liebe dir,/ auch wenn das herz zerbricht:/ Mein Gott, mein herr, mein Leben,/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht. Wolfg. Christoph Deßler, 4 1722 mel. mei 6 laß ich nicht. 49185 348 Zohann Uhlich, 1674. H +. —1 Il—— XV—..————— .;r ar (Mei⸗ne See⸗le sen ⸗ ket sich/ hin in Got⸗tes und er⸗war⸗tet ru⸗ hig⸗lich/ sei⸗ ner We⸗ ge TT Herz und hän ⸗ de Firl und En e, liegt fein stil le, arm und bloß/ Vertr. —.— in 2. M was de die Un 3. M was gle Sorgen 4. M Rumme Wer 6 5. M hängt e Wo sich 6. M also hab wie ein Mel. Rin wenn Ge 2. Wi wird mi 3. Du nicht;/ 25 Vertrauen s scheint, als lit mir:/ ich dich nicht! 2/Mein Jesu, h nichts mehr r Segen auf/ senꝰ/ Ich laß Leben!/ Mich st für mich in in Liebe dir,/ mein Leben,/ Deßler, 4 1722 inn Uhlich, 1674. ner We⸗ ge m und bloß/ Vertrauen 3⁴49 in des lieb⸗ sten Va⸗ters Schoß. 2. Meine Seele murret nicht,/ ist mit allem wohl zufrieden;/ was der eigne Wille spricht,/ ist zum Tode schon beschieden;/ was die Ungeoͤulo erregt,/ ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht,/ will vielmehr an nichts geoͤenken,/ was gleich spitzen Dornen sticht/ und den Frieden nur kann kränken./ Sorgen kommt dem Schöpfer zu:/ meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht,/ liebt hingegen Gott im Leiöenj/ Rummer, der das herze bricht,/ trifft und ängstet nur die heiden./ Wer Gott in dem Schoße liegt,/ bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht;/ denn sie weiß von keinen Nöten,/ hängt an Gottes Angesicht/ auch alsoann, wenn er will töten./ Wo sich fleisch und Blut beklagt,/ wird oͤer Freuoͤengeist verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott,/ und die Zunge bleibt gebundenj/ also hab ich allen Spott,/ alle Schmerzen überwunden,/ bin gleich⸗ wie ein stilles Meer/ voll von Gottes Preis und Ehr. goh. Joseph Winckler, 4 1722. 349 65655 17⁴0. —. 1. Gott wills machen,/ daß oͤie Sa⸗chen/ ge⸗hen, wie es ——. I ö—— heil⸗sam is/ laß oͤie Wel⸗ len/ rings⸗ um schwel⸗— ——.— SSS I wenn oͤu nur bei Je⸗su bist! 2. Wer sich kränket,/ weil er denket,/ Jesus liege in dem Schlaf,/ wird mit Klagen/ nur sich plagen,/ daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächterl/ Gott, dein Wächter,/ schläfet ja noch schlummert nicht;/ zu den höhen/ aufzusehen,/ wäre deine Glaubenspflicht. 25 5³³ Mel. Ringe recht, wenn Gottes Gnaoͤe. 35⁰ Vertrauen 4. Im Vorweilen/ und im Eilen/ bleibt er stets ein Vaterherz j/ laß dein Weinen/ bitter scheinen,/ dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste,/ daß das Beste/ über dich beschlossen seij/ wenn dein Wille/ nur ist stille,/ wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken/ in Geoͤanken,/ faß dich in Gelassenheit/ laß den sorgen,/ der auch morgen/ Herr ist über Leid und dreud. 7. Gottes hände/ sind ohn Ende,/ sein Vermögen hat kein Zielj/ ists beschwerlich,/ scheints gefährlich,/ deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn die Stunden/ sich gefunden,/ bricht die Hilf mit Macht herein,/ und dein Grämen/ zu beschämen,// wird es unversehens sein. 9. Drum wohl denen,/ die sich sehnen/ nach der stillen Willens⸗ ruh!/ Auf das Wollen/ fällt dem Sollen/ bald auch das Voll⸗ bringen zu. 10. Nun so trage/ deine Plage/ fein getrost und mit Geduloͤl/ Wer das Leiden/ will vermeiden,/ häufet seine Sündenschuld. 11. Aber denen,/ die mit Tränen/ küssen ihres Jesu Joch// wird die Krone/ vor dem Throne/ ihres heilands werden noch. 12. Amen, Amen!/ In dem Namen/ meines Jesu halt ich still;/ es geschehe/ und ergehe,/ wie und wann und was er will. Zoh. Daniel herrnschmioͤt, 4 1725. gohann Lrüger, Mel. Zesu, meine dreude. 350 Berlin 1656. ..SS .......— See ⸗le, sei zu⸗ frie ⸗den!/ Was dir Gott be⸗ treib aus dei⸗nem Her⸗zen/ Un⸗ge⸗ duld und SSSSSISII schie den,/ das ist al⸗ les gut; Schmer⸗zen,/ fas⸗se fri⸗schen Mut. 5.— D—— Ist die Not/ dein täg⸗lich Brot,/ mußt du wei⸗nen mehr als la⸗chen:/ Gott wiroͤs 3⁵⁴ Vertrat und quäl auf alle 3. Ung nur größt letzet;/ oi hin!/ Dr wohl ma 4. Auf blickt;/ se Herz erqu mit dir v 5. Kro. besiegt;/ recht vere und zu w 6. Also zu sein/ sein, eren in allen Mel. Nach Tage.(Oe oh= ne gißt ma 23 Oertrauen vaterherz/ ihm auch ein chlossen sei j/ dummer frei. elassenheit/ und§reud. at kein Zielj/ nichts zu viel. ilf mit Macht ersehens sein. illen Willens⸗ ich das Voll⸗ mit Geduloͤl/ noenschuld. su Joch,/ wird en noch. halt ich still;/ er will. ischmidt, 4 17235. gohann Crüger, Berlin 1656. ———— dir Gott be⸗ ge⸗ duld und 2— e Not/ dein Vertrauen — 1 — —————— ——————————— doch wohl ma⸗chen. 2. Scheint der Himmel trübe,/ und der Menschen Liebe/ stirbt dir ganz dahin;/ kommt das Mißgeschicke/ fast all Rugenblicke/ und quält oeinen Sinn:/ nur Geduld!/ Des himmels huld/ sieht auf alle deine Sachen: /Gott wiroͤs doch wohl machen. 5. Angeduld und Grämen/ kann nichts von uns nehmen,/ macht nur größern Schmerz./ Wer sich wioersetzet,/ wirò nur mehr ver⸗ letzet;/ drum Geoulo, mein Herzl/ Aus dem Sinn/ die Sorgen hin!l/ Drücket gleich die Last oͤse Schwachen: Gott wiroͤs doch wohl machen. 4. Auf die Wasserwogen/ folgt ein Regenbogen,/ und die Sonne blickt;/ so muß auf das Weinen/ lauter Freude scheinen,/ die dᷣas herz erquickt./ Laß es sein,/ wenn Angst und pein/ mit dir schlafen, mit oir wachen: Gott wiroͤs doch wohl machen. 5. Kronien sollen tragen,/ die des Kreuzes Plagen/ in Geduld besiegt;/ fröhlich auszuhalten/ und Gott lassen walten// das macht recht vergnügt./ Drum nimm dir,/ o Seele, für,/ stets zu beten und zu wachen: Gott wirds doch wohl machen. 6. Also soll es bleiben!/ Ich will mich verschreiben,/ Gott getreu zu sein;/ beides, Lod und Leben,/ bleibe ihm ergeben,/ ich bin sein, er mein;/ denn mein Ziel/ ist: wie Gott willl/ drum sag ich in allen Sachen:„Gott wirds doch wohl machen. Benjamin Schmolck, 4+ 1737. Joh. Gottfr. Schicht, Leipzig 1819. Mel. Nach einer Prüfung kurzer Jage.(Oder wie Nr. 339.) 351 ES L.· —..— Je grö⸗-ber Kreuz, je nä⸗ her him ⸗mel;/ wer denn bei dem eit ⸗len Welt⸗ge⸗tüm ⸗mel/ ver⸗ — E—.— —————+.—.— ö . oh⸗ ne Kreuz, ist oh ⸗ ne Gott, 1 gißt man Höl ⸗le, Fluch und Tob. i e 23⁷ 3⁵5⁵ 351 Vertrauen .. Mann ge⸗schätzt,/ den Gott in Kreuz und Trüb-sal setzt! 2. Je größer Kreuz, je bessre Christen;/ Gott prüft uns mit dem Probestein./ Wie mancher Garten muß gleich Wüsten,/ weil ohne Tränenregen, sein!/ Das Gold wird auf dem Feuerhero, ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube;„die Palm erstarket durch die Last;/ die Süßigkeit fließt aus der Traube/ erst, wenn du sie gekeltert hast;/ und wie oͤie Perl in Salzesflut,/ so wächst im Kreuz der Glaubensmut. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe;/ der Sturm facht nur die Flammen auf;/ scheint auch der Himmel noch so trübe,/ so lacht doch bald die Sonne oͤrauf,/ und gleichwie Ol das§Feuer nährt,/ wird Liebesglut durch Kreuz vermehrt. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete;/ sie strömen aus dem Herzen fort. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte,/ so fragte man nicht nach dem Port. /Wo kämen Davioͤs Psalmen her,/ wenn Kreuz ihm ferngeblieben wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen;/ im Tale steiget man bergan,/ wer durch oͤie Wüsten oft gegangen,/ der sehnet sich nach Kanaan./ Die Seele findet hier nicht Ruh,/ oͤrum eilt sie Zions Hütten zu. 7. Ze größer Kreuz, je lieber Sterben;/ man freut sich recht auf seinen Tod,/ denn man entgehet dem Verderben; /es stirbt auf einmal alle Not./ Das Kreuz, das unsre Gräber ziert,/ bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone,/ die Gott den Seinen beigelegt,/ und die einmal vor seinem Throne/ der Überwinder Scheitel trägt./ Ach, dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter! laß mir dein Kreuze/ je länger desto lieber sein;/ daß mich die Ungedͤuld nicht reize,/ so pflanz ein solches Herz mir ein,/ das Glaube, Liebe, hoffnung hegt,/ bis oort mein Kreuz die Krone trägt. Benjamin Schmolck, + 1757. 35⁵⁶ Vertre Mel. Wa tas ist w 605 Gott zu muß em darf ie 2. Got sorgen,/ verborge Hilfe nie 3. Got mein We offenbar sich vor 4. Got und wen so pflegt baß mich 5. Go veroͤerbe Hungers der Wüst 6. Got sagen // nicht klag enolich g Vertrauen sal seht! t uns mit dem n,/ weil ohne eo,/ ein Christ halm erstarket be/ erst, wenn ut,/ so wächst facht nur die übe,/ so lacht Feuer nährt,/ men aus dem ind wehte,/ so wios Psalmen e steiget man sehnet sich nach neilt sie Zions ut sich recht auf „es stirbt auf ziert,/ bezeugt, tt den Seinen der Aberwinder daß man das ger desto lieber lanz ein solches bis dort mein Schmolck, 4+ 1757. Vertrauen ö 352 mel. Was Sott tut das ist wohlgetan. 352 SISI..I... T —. Dee —8— 1. Gott lebt! Wie kann ich trau⸗rig sein,/ als wär kein Er weiß ja wohl von mei⸗ ner pein, /die ich hier Severus Gastorius, 1681. —— +. Bi——— DIRREE.. Pockzufinrden? er kennt mein herz/ und meinen Schmerz,/ so muß empfinden; 5/ . S.. ö.. +* darf ich nicht ver⸗za⸗ gen/ und ihm nur al ⸗-les kla⸗gen. 2. Sott hört! Wenn niemand hören will:/ wie soll ich lange sorgen,/ mein Seufzen oͤringe nicht zum Ziel/ und bleibe Gott verborgen?/ Schrei ich empor,/ so hört sein Ohr,/ so steigt die Hilfe nieder,/ so schallt das Amen wieder. 5. Gott sieht! Wie klaget denn mein Herz,/ als säh er nicht mein Weinen?/ Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz/ ganz offenbar erscheinen;/ kein Tränlein fällt,/ so er nicht zählt/ und sich vor Augen setzet,/ bis er uns oͤrauf ergötzet. 4. Gott führt! So geh ich ruhig fort/ auf allen meinen Wegenj/ und wenn die Welt bald hier, balo dort/ will ihre Stricke legen,/ so pflegt er mich/ zwar wunderlich,/ doch selig auch zu führen,/ daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott gibt! Und wär ich noch so arm, doch soll ich nicht veroͤerben;/ was hilft mir denn mein steter harm,/ als müßt ich Hungers sterben;/ er hat ja Brot,/ und wenn die Not/ uns nach der Wüste weiset,/ doch werden wir gespeiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das;/ Gott hört, ich wills ihm sagen;/ Gott sieht, er setzt den Tränen Maß;/ Gott führt, ich dars nicht klagen;/ Gott gibt und liebt./ Nur unbetrübt! /Er wird mir enoͤlich geben,/ auch dort mit ihm zu leben. Bensamin Schmolck, 4 1757. 39⁰ 5⁵⁵ Vertrauen Was Gott tut, Mel. Nr. 352. 353 das It wohigetarn 1. Gott ist mein Gott, er sorgt für mich,/ was soll ich mich denn grämenꝰ/ Will er doch alle Last auf sich/ von meinen Schultern nehmen./ Wenn noch so schwer/ mein Kreuz auch wär,/ es soll mich nicht erdrücken;/ er will mich stets erquicken. 2. Gott ist mein Schild, er decket mich/ bei allen Ungewittern,/ auch wenn der Hölle Pforten sich/ mit aller Macht erbittern:/ ist sein Panier/ nur über mir,/ so kann ihr blinder Schrecken/ mir keine Furcht erwecken. 3. Gott ist mein Licht, er leitet mich/ auf allen meinen Wegen/ und führet mich ganz wunderlich/ bei Sonnenschein und Regen;/ sein Wort geht mir/ als Leitstern für/ und leuchtet meinen Füßen/ bei allen dinsternissen. 4. Gott ist mein dels, er träget michj/ laßt alle Berge sinken,/ so steh ich unveränderlich/ und werde nicht ertrinken/ obgleich die Flut/ mit aller Wut/ an meinen Anker schläget;/ doch werd ich nicht beweget. 5. Gott ist mein Teil, er sättigt mich;/ mir wird kein Gutes fehlen;/ was sollte denn mein herze sich/ mit vielen Sorgen quälenꝰ/ Wer Gott nur hat,/ ist in der Lat/ der reichste Mensch auf Erden,/ ihm muß der himmel werden. 6. Gott ist mein Heil, er segnet mich:/ ich soll in Christo leben/ mein heiland hat aus Liebe sich/ für mich in Lod gegeben./ So fiel mein Los/ in Gottes Schoßj/ wer kann bei diesem Glauben/ mir Gott und himmel rauben? 7. Gott ist mein hirt, er weidet mich/ auf reinen, grünen Ruen,/ und seiner treuen Hut kann ich/ mich ohne Furcht vertrauen./ zeigt hier und da/ sich auch Gefahr,/ er gehet mir zur Seiten,/ sein Ruge muß mich leiten. 8. Gott ist mein Alles hier und dort,/ im himmel und auf Erden;/ es soll mir auch mein Gott hinfort/ noch immer lieber werden,/ bis ich dorthin/ gelanget bin,/ wo ich, mit Gott ver⸗ bunden,/ das höchste Gut gefunden. Benjamin Schmolck, 4 1757. 358 Vertr mel. N Gottes 3. A selbst r mit vie 4. D oben,/ Reden, 5. 0 du blei 7. N rauben ken,/ d Vertrauen Was Gott tut, ist wohlgetan. soll ich mich ien Schultern wär,/ es soll Ingewittern,/ erbittern:/ ist chrecken/ mir inen Wegen/ und Regen;/ einen Füßen/ zerge sinken,/ / obgleich die doch werd ich rö kein Gutes hielen Sorgen reichste Mensch Christo leben;/ gegeben./ So sem Glauben/ grünen Ruen,/ ht vertrauen./ r zur Seiten,/ mmel und auf h immer lieber mit Gott ver⸗ Schmolck, 4 1757. Vertrauen 35⁴4 Mel. Alles ist an —j7·⁵ Segen. 354 Frankfurt a. M. 1738. Ee SSISISTSISISISISISIII 6 mein Licht, mein heil, mein Le⸗ben,/ wie kann ö ů —.————— 2 55— ich dich gnug er⸗ he⸗ ben? /Was für Lie⸗der stimm ich an?, ieee— Was soll ich für Dank er⸗wei⸗sen?/ Wie soll ich das Gu⸗te ————— — Iee prei ⸗sen,/ so du, herre, an mir ge⸗ tan? 2. Zwar du hattest mich gebeuget,/ aber auch dabei gezeiget,/ wie oͤu seist mit hilfe nah./ In der Nacht warst oͤu verborgen,/ doch kam bald ein froher Morgen,/ da ich, Herr, dein Antlitz sah. 3. Also hast du mich geführet,/ wie ichs tausenoͤmal verspüret/ selbst von meiner Jugend an,/ mit Geoͤuld und Liebesarmen,/ mit viel Gnade und Erbarmen,/ daß ichs nicht veroͤanken kann. 4. Dich recht lieben, heißt dich loben,/ dich recht loben, führt nach oben,/ wo oͤu ewig wirst verklärt./ O so laß oenn alle Sinnen,/ Reden, Schweigen und Beginnen/ nach dem Himmel sein gekehrt. 5. Hier will ich dir fest vertrauen/ und auf deine Gnade schauen,/ wenn des Kreuzes Last mich drückt./ Ich will in der Stille hoffen,/ bis mein Glaub dich angetroffen/ und dein Antlitz mich erquickt. 6. Willst oͤu mit der Hilf verziehen,/ eine Zeitlang von mir fliehen?/ Herr, ich bin ein sünoͤger Knecht!/ Willst oͤu strafen, willst du schlagen? /Willst oͤu züchtgen, willst du plagen?/ Herr, du bleibest stets gerecht. 7. Nun, so stärke mir den Glauben;/ laß mir nichts denselben rauben,/ keine Weltlust, keine Pein./ Deine Liebe laß mich schmek⸗ ken,/ deine Gnade mich erwecken,/ immer dankbar dir zu sein. Jak. Gabriel Wolf, 4 1754. 3⁵5 355 350 Vertrauen Mel. Nr. 352. 355 das 55 zpohloeban⸗ 1. Auf Gott und nicht auf meinen Rat/ will ich mein Glücke bauen/ und dem, der mich erschaffen hat,/ mit ganzer Seele trauen./ Er, der die Welt/ allmächtig hält,/ wird mich in meinen Tagen/ als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit,/ wieviel mir nützen würde,/ be⸗ stimmte meine Lebenszeit,/ mein Glück und meine Bürde./ Was zagt mein Herz?/ Ist auch ein Schmerz// der zu des Glaubens Ehre/ nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt,/ und hätte, was ich bitte,/ mir gnädig, eh ichs bat, gewährt,/ wenns seine Weisheit litte./ Er sorgt für mich/ stets väterlich;/ nicht, was ich mir ersehe,/ sein Wille, der geschehe! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück/ weit schwerer oft zu tragen,/ als selbst das widrige Geschick,/ bei dessen Last wir klagen?/ Die größte Not/ hebt doch der Tod,/ und Ehre, Glück und Habe/ ver⸗ läßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht// läßt Gott es keinem fehlen;/ Gesunoͤheit, Ehre, Glück und Pracht/ sind nicht das Glück der Seelen./ Wer Gottes Rat/ vor Augen hat,/ dem wird ein gut Gewissen/ die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit?„Wie bald ist sie ver⸗ schwunden!/ Was ist das Leiden dieser zeit?/ Wie bald ists über⸗ wunden!/ Hofft auf den Herrn,/ er hilft uns gern./ Seiod fröhlich, ihr Gerechten;/ der Herr hilft seinen Knechten. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Nr. 352. 356 dus iwoehlgatan 1. Der herr ist meine Zuversicht,/ mein bester Trost im Leben./ dem fehlt es nie an Heil und Licht,/ der sich dem Herrn ergeben./ Gott ist mein Gott;/ auf sein Gebot/ wird meine Seele stille ʒ/ mir gnügt des Vaters Wille. 2. Wer wollte dir, herr, nicht vertraun?/ Du bist des Schwachen Stãärkej/ die Rugen, die auf dich nur schaun,/ sehn deine Wunoͤer⸗ werke./ here, groß von Rat/ und stark von Lat,/ mit gnadenvollen händen/ wirst du dein Werk vollenden. Vert zittern 3. reichet Gott v Todes! 6. samme Gnade er, er 7. 0 Du we quäle. lassen/ 8. Y Leben. geben; ich trat Mel. N I. 60 gen/ m kann oͤl 2. B. verlasse Wanker Kraft u 3. Ba kelnl/1 Gott, d hertrauen bas Gott tut, ist wohlgetan. nein Glücke ele trauen./ ien Tagen/ vürde,/ be⸗ ürde./ Was 3 Glaubens te, was ich ne Weisheit mir ersehe,/ zu tragen,/ lagen?/ Die Habe/ ver⸗ tt es keinem ht das Glück wird ein gut ist sie ver⸗ lo ists über⸗ eid fröhlich, ellert, + 1709. Was Gott tut, ist wohlgetan. tim Leben./ en ergeben./ deele stille j/ s Schwachen ine Wunder⸗ nadenvollen Vertrauen 357 5. Noch nie hat sich, wer dich geliebt,/ verlasen sehen müssen;/ du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt,/ doch deinen Trost genießen./ Des§rommen herz/ wird frei von Schmerz;/ der Sünder eitles Dichten/ wird einst dein Rat vernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott;/ der Toren Trost ver⸗ schwindet,/ wenn der Gerechte in der Not/ hilf und Erbarmung findet./ Wenn jen er fällt,/ ist er ein held;/ er steht, wenn Sünder zittern,/ ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht oͤie große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet./ Weh denen, die zu Menschen fliehn;/ weh dem, der von Gott weichet!/ Dein Heiland starb;/ ja, er erwarb/ auf seinem Todeshügel/ dir deines Slaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her/ sich Wetterwolken sammeln;/ Gott hilft, wenn Christen freudenleer/ zu ihm um Onade stammeln./ Die Zeit oͤer Qual,/ der Tränen Zahl/ zählt er, er wägt die Schmerzen/ und wälzt sie weg vom Herzen. 7. Herr, dᷣu bist meine Zuversicht;/ auf dich hofft meine Seele./ du weißt, was meinem Glück gebricht,/ wenn ich mich sorgend quäle./ Wer wollte sich/ nicht ganz auf dich,/ Allmächtiger, ver⸗ lassen/ und sich im Rummer fassen? 8. In deine Hand befehl ich mich,/ mein Wohlsein und mein Leben./ Mein hoffend Ruge blickt auf dich,/ dir will ich mich er⸗ geben;/ sei du mein Gott/ und einst im Tod/ mein Fels, auf oen ich traue,/ bis ich oein Antlitz schaue. Christ. Sturm, + 1786. lles i Mel. Nr. 354. 357 Vottes Segen. 1. Hortgekämpft und fortgerungen,/ bis zum Lichte durchgeoͤrun⸗ gen/ muß es, bange Seele, sein./ Durch die tiefsten Dunkelheiten/ kann oͤich Jesus hinbegleiten;/ Mut spricht er den Schwachen ein. 2. Bei der hand will er dich fassen;/ scheinst du gleich von ihm verlassen,/ glaube nur und zweifle nicht!/ Bete, kämpfe sonoͤer Wanken:/ bald wirst du voll Freuoͤe danken,/ baloͤ umgibt dich Kraft und Licht. 3. Baldò wird dir sein Antlitz funkeln 7/hoffe, harre, glaub im Dun⸗ keln!/ Nie gereut ihn seine Wahl./ Er will oͤich im Glauben üben 77 Gott, die Liebe, kann nur lieben,/Wonne wird balo deine Gual. 561 358 Oertrauen 4. Weg von aller Welt die Blickel/ Schau nicht seitwärts, nicht zurücke,/ nur auf Gott und Ewigkeit j/ nur zu deinem Jesu wende/ Aug und herz und Sinn und hände,/ bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wogen/ hat dich oft herausge⸗ zogen/ seiner Allmacht treue hand./ Nie zu kurz ist seine Rechte;/ wo ist einer seiner Knechte,/ der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ dich ein in deine Kammer,/ geh und schütte deinen Jammer/ aus in Gottes Vaterherz/ kannst oͤu gleich ihn nicht empfinden,/ Worte nicht, nicht Tränen finden,/ klag ihm schweigend deinen Schmerz! 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen:/ Gott wird sich als Vater zeigenj/ glaube nur, daß er dich hört!/ Glaub, daß Jesus dich vertreten,/ glaube, daß, was er gebeten,„Gott, sein Vater, ihm gewährt. 8. Drum, so will ich nicht verzagen,/ mich vor Gottes Antlitz wagen,/ flehen, ringen fort und fort/ ja, ich werde überwinden/ wer ihn sucht, der wird ihn finden, /wird ihn haben hier und dort. Zoh. Kaspar Lavater, 4 1801. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 358§ranzösischer Psalter, 1551. D‚Dq‚i‚i. ————..——— 4 IIEI Wenn der herr einst die Ge⸗fang⸗nen/ ih⸗rer Ban⸗-de o dann schwinden die vergang⸗nen/ Lei⸗den wie ein —— .— 2 H— — — é ————533— ——.—2 le⸗dig macht, Traum der Nacht. —. ————— mRund voll dan⸗kes sein;/ jauch⸗zend wer⸗ den wir 1 dann wird un⸗ ser Herz sich freun,/ un ⸗ser ————.... SSSSSSSA. ge ⸗ben. Ver 2. der§ Pfad wenr J. gesät weht die il Mel. meins mein 3. doch 4 öroht Rant 5. mich und 6. länge mein ertrauen ärts, nicht ꝛsu wende/ ich erfreut. herausge⸗ ie Rechtez/ g9 fand? ütte deinen )ihn nicht schweigend h als Vater Zesus dich Vater, ihm ttes Antlitz ꝛrwindenj/ er und dort. zater, 4 1801. Psalter, 1551. Ban⸗- de nwie ein E Vertrauen 359 2. Herr, erhebe oeine Rechte,/ gib uns einen Vaterblick;/ aus der Fremoͤe ruf oͤie Rnechte/ in die heimat bald zurück!/ Ach, der Pfaò ist steil und weit!l/ Kürze unsre Prüfungszeit;/ führ uns, wenn wir treu gestritten,/ in des Friedens stille hütten. 3. Ernten werden wir mit Freuden,/ was wir weinend aus⸗ gesät;/ jenseits reist die drucht der Leiden,/ unòd des Sieges Palme weht./ Unser Gott auf seinem Thron,/ er, er selbst ist unser Lohnj/ die ihm lebten, die ihm starben,/ bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottlieb Bürde, 4 1831. mein 3 2 u 52 ct⸗ 5 5 E 17—— 1 — 2 — EEEEE Leipzig 1625. —— EE. + 1. Der him⸗mel hängt voll Wol⸗ken schwer,‚/ ich seh das e e, e r, drn rn. E blau e Zelt kaum 225 ü⸗ ber Wol⸗ ken —523 12 MNMN ———3 E .—.... AE D ell und klar/ nehm ich ein freuno-lich RNu⸗ge wahr!l 2. Es tobt der Sturm mit wiloͤer Macht,/ sie wiroͤ so oͤunkel oft, die Nacht;/ doch wenn auch meine Seele bebt,/ sie weiß, daß dort mein Heiland lebt! 3. Sie zöge gar zu gern hinaus/ ins große, weite Vaterhaus,/ doch hält in seiner Kraft sie still,/ bis er, bis er sie lösen will. 4. Die Erd ist mir ein morsches Boot,/ das unter mir zu sinken oͤroht;/ ich steh, nach oben hingewanoͤt,/ mit einem duß auf seinem Rand. 5. Gebeutst oͤu, herr, mit einem Blick,/ so schleuoͤr ichs hinter mich zurück/ und schwinge mich an deiner hand/ hinauf, hinauf und jauchze: Land! 6. Ich ginge gern, so gern zu dir! 7 Doch wenn oͤu mich noch länger hier/ in Sturm und dunklen Nächten 198—„so halt oͤu meine Seele fest, 365 Vertrauen 7. Daß sie in Sturm und Nächten treu,/ zu deiner Ehre wacker sei,/ bis du mir rufst: Nun ist mirs recht,/ nun kannst du kommen, treuer Knecht! heinrich Möwes, + IS. mel. Nr. 358. 360 Waßzerguelie 1. O mein herz, gib dich zufrieden!/ O verzage nicht so baloͤl/ Was dein Gott dir hat beschieden,/ nimmt dir keiner Welt Gewalt./ Reiner hindert, was er will,/ harre nur, vertraue still;/ geh des Wegs, den er dich sendet;/ er begann, und er vollendet. 2. Hüllt er dich in Dunkelheiten,/ so lobsing ihm aus der Nacht;/ sieh, er wird dir Licht bereiten,/ wo dus nimmermehr gedacht./ häuft sich Not und Sorg umher,/ wird die Last dir allzuschwer,/ faßt er plötzlich deine hände/ und führt selber oͤich ans Ende. 3. Wär auch alle Welt dir feinoͤlich,/ rottete sich wider dich:/ dank ihm! O, der Herr ist freundͤlich,/ seine huld währt ewiglich./ Sind auch Trauer, Angst und Leid/ seines Segens dunkles Kleid:/ dank ihm! Er schickt seinen Segen/ auf geheimnisvollen Wegen. 4. Enoͤlich wird dein Morgen grauen;/ kennst du nicht sein Morgenrot?/ Darfst du zagend rückwärts schauen,/ wenn dich Blut und Sturm beoͤroht?/ Denn auch Feuerflamm und Wino/ Boten seines Willens sind;/ und kanns nur ein Wunder wenden:/ auch ein Wunder kann er senoͤen! 5. O so laß denn alles Bangen!/ Wirke frisch, halt mutig aus!/ Was mit ihm du angefangen,/ führet er mit dir hinaus./ And ob alles widersteht:/ in Vertraun und in Gebet/ bleib am Werke deiner hände, /so führt ers zum schönsten Ende. viktor v. Strauß, 1 1899. rtrauen jre wacker kommen, hes, 4 18. nach einer asserquelle. so baloͤl/ Gewalt./ / geh des et. er Nacht;/ gedacht./ zuschwer,/ s Endͤe. der dich:/ ewiglich./ les Kleiò:/ en Wegen. nicht sein noich Glut no/ Boten den:/ auch utig ausl/ 5. And ob am Werke auß, 4 1899. 2— +— I +. SE— 2 E/ i// 2„+. 20 : Jahreszeiten Lieoͤer für besonoͤere Zeiten, Stänoͤe und Verhältnisse Jahreszeiten Frühling Mel. Nr. 155. 361 den mächtigen König⸗ 1. Hör ich euch wieder, ihr Töne des hrühlings, erklingen,/ jubelnde Stimmen des Preises sich himmelwärts schwingen?/ Tief in der Brust/ regt sich die sehnende Lust,/ mit euch ein Loblied zu singen. 2. Soll mich die Amsel und soll mich dͤie Lerche beschämen?/ Sang ist ihr Leben und freudiges Lob ohne Grämen./ Schweigest nur du,/ Seele, berufen dazu,/ Gnade um Gnaͤoͤe zu nehmen? 3. Ist nicht dein frühling, der himmlische, oͤir auch erschienen?/ Sahst du die Ruen der hoffnung in ihm nicht ergrünen,/ der bis ins Grab/ stieg aus dem himmel herab,/ all deinen Jammer zu sühnen? 4. König des himmels und Freunod einer sünoͤigen Seele,/ jeder Gedanke und jede Empfindung erzähle,/ was oͤu mir bist;/ aus dir ein Lebensstrom fließt,/ daß ich mich nimmermehr quäle. 5. Laß mich dich loben! Ich weinte dir lange nur Klagen,/ wähnte dich hart, wenn aus Liebe oͤu Wunden geschlagen,/ habe die Hand/ ewiger Güte verkannt,/ irre von Sorgen und Zagen. 6. Doch wie der Winter von starrenden schneeigen höhen/ spur⸗ los zerrinnt, wenn sie Lüfte des Frühlings umwehen,/ also ent⸗ fliehn,/ gibst du dem Herzen dich hin,/ all seine starrenden Wehen. 7. Gib mir die Harfe und laß mich die himmlischen Lieder/ fernher vernehmen! Sie hallen im Tränental wieder./ Engel⸗ gesang/ und der Erlöseten Dank/ schwebe hinauf und hernieder! 8. Schön ist die Schöpfung, die, ewiges Wort, du gegründet;/ wundervoll hast oͤu oͤie Berge und Täler geründet;/ Frühlinges Pracht/ hat, wie der Tag und die Nacht,/ längst dͤeinen Namen verkündet. 9. Jauchze, Natur, in des Frühlings beginnendem Wehenl/ Singe, oͤu Welt, die das Werk der Erlösung gesehen!/ Jauchze, du heer/ dort am kristallenen Meer: /Ehre sei Gott in den Höhen! Meta heußer⸗Schweizer, 4 1876. 366 Nachtig schnelle sgeiten den herren, igen König. jubelnoe ief in der zu singen. hämen?/ chweigest nehmen? hienen?/ er bis ins u sühnen? ele,/ jeder bist;/ aus quäle. Klagen,/ en,/ habe 10 Zagen. jen/ spur⸗ also ent⸗ en Wehen. n Lieder/ ./ Engel⸗ hernieder! gründet/ frühlinges en Namen Wehenl/ auchze, dͤu en höhen! zer, 4 1876. Jahreszeiten Sommer⸗ 362 2 Schmioͤlin, 1769. t e, wire, i irer eie,., — 1. Geh aus, mein Herz, und su⸗ che ä in die⸗ 10 ..—. lie-ben Som-mer-zeit/ an dei⸗ nes Got⸗-tes Ga⸗- benj/ schau I 9.———. an der schö ⸗-nen Gär⸗ ten Zier/ und wie sie ————— 2 ö mir und dir/ sich aus ⸗ge⸗ schmük⸗ ket ha ⸗ ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub,/ das Eroͤreich decket seinen Staub/ mit einem grünen Kleide;/ die Blümlein auf dem Wiesen⸗ plan,/ die ziehen sich viel schöner an/ als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,/ das Täublein fleugt aus seiner Kluft/ und macht sich in oͤie Wäloer;/ oͤie hochbegabte Nachtigall/ ergötzt und füllt mit ihrem Schall/ Berg, hügel, Tal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,/ der Storch baut und bewohnt sein Haus,/ das Schwälblein speist oͤie Jungen;/ der schnelle hirsch, das leichte Reh/ ist froh und kommt aus seiner Höh/ ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die unveroͤrossne Bienenschar/ fleugt hin und her, sucht hier und da/ sich eoͤle honigspeise;/ des süßen Weinstocks starker Saft/ bringt täglich neue Stärk und Kraft/ in seinem schwachen Reise. 6. Der Weizen wächset mit Gewalt;/ darüber jauchzet jung und alt/ und rühmt oͤie große Güte/ des, der so überflüssig labt/ und mit so manchem Gut begabt/ das menschliche Gemüte. 3³3 Jahreszeiten 7. Ich selber kann und mag nicht ruhn;/ des großen Gottes großes Tun/ erweckt mir alle Sinnen;/ ich singe mit, wenn alles singt,/ und lasse, was dem höchsten klingt,/ aus meinem Herzen einnen. 8. Ach, denk ich, bist du hier so schön,/ und läßt oͤus uns so lieblich gehn/ auf dieser armen Eroͤen:/ was will doch wohl nach dieser Welt/ dort in dem reichen himmelszelt/ unò güloͤnen Schlosse werden! 9. Welch hohe Lust, welch heller Schein/ wird wohl in Christi Garten sein!/ Wie muß es da wohl klingen,/ da so viel tausend Seraphim/ aus einem Mund mit heller Stimm/ ihr Halleluja singen! 10. O wär ich da, o stünoͤ ich schon,/ ach, lieber Gott, vor deinem Thron/ und trüge meine Palmen!/ So wollt ich nach der Engel Weis/ erhöhen deines Namens Preis/ mit tausend schönen Psalmen. 11. doch will ich gleichwohl, weil ich noch/ hier trage dieses Leibes Joch,/ auch nicht gar stille schweigen;/ mein Herze soll sich fort und fort/ an diesem und an allem Ort/ zu deinem Lobe neigen. 12. hilf nur und segne meinen Geist/ mit Segen, der vom himmel fleußt,/ daß ich dir stetig blühe;/ gib, daß der Sommer deiner Gnad/ in meiner Seele früh und spat/ viel Glaubensfrücht erziehe. 13. Mach in mir deinem Geiste Raum,/ laß mich als einen guten Baum/ am Lebenswasser grünen;/ so will ich dir und deiner Ehr/ allein und keinem andern mehr/ hier und dort ewig dienen. paul Gerharot, 1 1676. Herbst⸗ mel. Ar. 302. 363„Ober wie Ur. 185) 1. des Jahres schöner Schmuck entweicht,/ die Flur wird kahl, der Waloͤ erbleicht,/ der Vöglein Lieder schweigen./ Ihr Gottes⸗ kinder, schweiget nicht/ und laßt hinauf zum ewgen Licht/ des Herzens Opfer steigen! 2. Gott ließ der Erde§rucht gedeihn;/ wir greifen zu, wir holen ein,/ wir sammeln seinen Segen./ Herr Jesu, laß uns gleichen Fleiß/ an deiner Liebe Ruhm und Preis/ mit herzensfreude legen. 565 Jahres 35. We gebracht GSnaden, stunden. 4. Der und Rei Lebens 5. Es um noch Dach un zu Bode 6. Es mit dem so hoch genomm 7. Doc naht,/ i auch un 8. In Schwall Seele fli Mel. Got durch alle vreszeiten oPen Gottes wenn alles nem herzen dus uns so h wohl nach nen Schlosse hlin Christi viel tausend hr Halleluja r Gott, vor ich nach oͤer send schönen trage dieses jerze soll sich Lobe neigen. n, der vom her Sommer zubensfrücht h als einen r und deiner ewig dͤienen. harot, 4 16706. Is, mein herz. r wie Nr. 153.) r wird kahl, Ihr Gottes⸗ n Licht/ des ifen zu, wir uns gleichen freude legen. Jahreszeiten 30⁴ 3. Was Gottes Hano für uns gemacht,/ das ist nun alles ein⸗ gebracht,/ hat dach und Raum gefunden. So sammle dir zur Gnadenzeit,/ o Seele, was dein Herr dir beut,/ für deine Kreuzes⸗ stunoͤen. 4. Denn wie die Felder öde stehn,/ die Nebel kalt darüber wehn/ und Reif entfärbt die Matten: /so endet alle Lust der Welt,/ des Lebens Glanz und Kraft zerfällt;/ schnell wachsen seine Schatten. 5. Es braust der Sturm, der Wald erkracht,/ der Wandrer eilt, um noch vor Nacht/ zu flüchten aus den Wettern./ O Zesu, sei uns dach und Turm,/ wenn oft des Lebens rauher Sturm/ uns will zu Boden schmettern. 6. Es fällt der höchsten Bäume Laub/ und mischt sich wieder mit dem Staub,/ von dannen es gekommen./ Ach, Mensch, sei noch so hoch und wert:/ oͤu mußt hinunter in die Erd,/ davon du bist genommen! 7. Doch wie der Landmann seine Saat/ ausstreuet, eh der Winter naht,/ um künftig Frucht zu sehen:/ so, treuer Vater, deckest du/ auch unsern Leib mit Erde zu,/ daß er soll auferstehen. 8. Indes, wie über Land und Meer/ der Störche Zug, der Schwalben heer/ der Sonn entgegenstreben:/ so laß zu dir die Seele fliehn,/ zu deinem Paradiese ziehn,/ an deiner Sonne leben! Viktor v. Strauß, 4 1899, Winter⸗ Mel. Gott sei dank J. A. Freylinghausen, durch alle Welt. 364 Halle 17⁰⁴4 E E 1. Gro⸗ßer Schöpfer, Herr der Welt,/—— Hand die — him⸗mel hält!/ Zu der Son- ne sprichst du: Lauf,/ ge be .n eirin—— ————————.— un⸗ter, ge⸗ he auf! 2⁴ 369 365 Morgen 2. Deine Macht und herrlichkeit/ leuchtet auch zur Winterszeit/ in der wolkenvollen Luft,/ in den Flocken, in dem Duft. 3. Alles ruht; auf dein Geheiß/ wird der Wasserstrom zu Eis./ Ddu gibst, was der Lanoͤmann bat,/ deckst und wärmest seine Saat. 4. Der des Sperlings nicht vergißt,/ sorgt noch mehr für dich, o Christ l/ Gott sei dir in hitz und Frost/ Freude, Zuversicht und Trost. 5. Bleibe oͤu, mein herz, nur warm!/ Ist ein Bruder nackt unoͤ arm,/ brich ihm liebevoll dein Brot,/ linoͤre freunoͤlich seine Not. 6. Nach oes Winters kalter Nacht/ lebet alles, alles lacht;/ Bäume, Wiesen, Wälder blühn,/ und die dürre Welt wird grün. 7. Also blüht nach kurzer zeit/ aus dem Staub Unsterblichkeit/ neu und umgeschaffen einst/ sind wir, wenn du, herr, erscheinst. 8. Eile, Freudentag, heran,/ dem kein Winter folgen kannl/ Sonne, die nie untergeht,/ sei gelobet und erhöht! Kaspar Lavater, 4 1801. Morgen 365 ———— ———½ DDDDDEDEE..... Aus mei⸗nes her ⸗ zens Grun ⸗de/ sag ich dir in die⸗ ser Mor ⸗ gen ⸗stun⸗-de/ und all mein ——————j—.—.—— +4 ISISEEEEEEEE Lob und Dank Le⸗ ben lang, ——— ............. T Lob dir, Preis und Eh⸗ ren/ durch Chri⸗ stum, un ⸗sern S.S...... ...—— her ⸗ren,/ dein' ein⸗ge⸗bor⸗nen Sohn Hamburg 1598. V *9 Herr Gott, auf dei ⸗ nem Thron,/ zu + 0 37⁰ Morgei 2. Daß vor Not, mütiglich Leben/ ic 3. Dut List und Wassersn Banden, 4. Mei und Kine dein Gese und Beke 5. Got meine Te tellt/ Lei er machs 6. Dar nimmt it aus die! will besch Morgen Winterszeit/ duft. rom zu Eis./ st seine Saat. iehr für dich, icht und Trost. der nackt undͤ lich seine Not. icht; /Bäume, grün. sterblichkeit;/ rr, erscheinst. gen kann!l/ “Lavater, 4 1801. Hamburg 1598. ag ich dir ind all mein ER Thron,/ zu Morgen 366 2. Daß oͤu mich hast aus Gnaden/ in oͤer vergangnen Nacht/ vor Not, Gefahr und Schaden/ behütet und bewacht./ Ich bitt de⸗ mütiglich,/ wollst mir mein Sünd vergeben,/ womit in diesem Leben/ ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten/ mich gnäͤdig diesen Tag/ vor Satans List unòd Wüten,/ vor Sünden und vor Schmach,/ vor Feur und Wassersnot,/ vor Armut und vor Schanden,/ vor Ketten und vor Banden,/ vor bösem, schnellem Tod. 4. Mein Leib und Seel, mein Leben,/ mein Weib, Gut, Ehr und Kinoͤ/ sei dir, herr, übergeben,/ dazu mein Hausgesind/ als dein Geschenk und Gab,/ die Eltern und Verwanoͤten,/ Geschwister und Bekannten/ und alles, was ich hab. 5. Gott will ich lassen raten,/ der alle Ding vermag;/ er segne meine Taten/ auch an dem heutgen Tag./ Ihm hab ich heimge⸗ tellt/ Leib, Seele, Gut und Leben,/ und was er sonst gegeben;/ er machs, wies ihm gefällt. 6. Darauf so sprech ich Amen/ und zweifle nicht daran,/ Gott nimmt in Jesu Namen/ mein Flehen gnädig an./ Nun streck ich aus die Hano,/ greif an mein Werk mit Freuden,/ das Gott mir will bescheiden/ in meinem Amt und Stand. Georg Niege, 4 1588. 366 heinrich Albert, 1642. er,, eer. (Gott des Him-mels und der Er-den,/ Va- ter, der es Tag und Nacht läßt wer⸗den,/ Sonn und — ———— SIISISPIII T Sohn und heil- ger Geist, 0 Monod uns schei- nen heißt, ee ——.— —.—— drrr rnenr nn- Radn d umm Imur——.——.— ———————————— 2— — hand die Welt/ und, was in nen ist, ershalt: 24 57¹ 367 Morgen 2. Gott, ich danke dir von Herzen,/ daß dᷣu mich in dieser Nacht/ vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen/ hast behütet und bewacht/ und bei aller meiner Schuld/ mich noch trägst mit Vaterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden/ jetzt mit dieser Nacht vergehn;/ o, herr Jesu, laß dich finden/ und dein Herz mir offen stehn,/ da alleine Hilf unò Rat/ ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen/ geistlich auferstehen mag/ und für meine Seele sorgen,/ daß, wenn nun dein großer Tag/ uns erscheint und dein Gericht,/ ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite/ meinen Hang nach deinem Wort;/ sei und bleibe ou auch heute/ mein Beschützer und mein hort!/ Nirgenos, als von oͤir allein,/ kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele/ samt den Sinnen und Ver— stand,/ großer Gott, ich dir befehle/ unter deine starke Hand/ Herr, mein Schilo, mein Ehr und Ruhm,/ nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende,/ der des bösen Feindes Macht,/ List und Anschlag von mir wende/ und mich halt' in guter Acht;/ der auch enoͤlich mich zur Ruh/ trage nach dem Himmel zu! Heinrich Albert, 4 1651. Duch zn uus⸗Wens. 367 Görlitz 1648. ——.—.— 4.——5 SSPSPSSISSISIIII 1. Die Nacht nunmehr ver⸗gan⸗gen ist;/ wir danken dir, herr Ei i n,.,.. äSIIITITITII TI— ge⸗su Christ,/ daß dͤu uns frei von al⸗ ler Plag/ ge⸗ , Beierse—— —“. ö——— sund läßt se⸗ hen je⸗ den Tag. 2. Wir bitten dich, du Gnadenstrahl,/ leucht uns in diesem Erden⸗ tal;/ beschirm uns täglich und auch heut,/ bewahr uns serner allezeit. 372 Morge 3. Da dazu;/ Land. 4. All stets ver mehr un 5. Un Welt,/ 6. O durch oͤ schau Morgen oͤieser Nacht/ und bewacht/ Vaterhuloͤ. t dieser Nacht jerz mir offen etat. erstehen mag/ großer Tag/ 'e nicht. nach deinem ter und mein bewahret sein. men und Ver⸗ tarke hand/ nich auf, dein indes Macht,/ guter Acht;/ mmel zu! h Albert, 4 1651. Görlitz 1648. diesem Eroͤen⸗ hr uns ferner Morgen 368 3. Daneben gib uns Fried und Ruh/ und, was uns nötig ist, dazu;/ durch oͤeine starke Gnadenhand/ beschütze uns und unser Lano. 4. All Sünd und Schwachheit uns verzeih,/ ein gut Gewissen stets verleih;/ gib, daß wir deines RNamens Ehr/ ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es oͤir, o herr, gefällt,/ uns abzufordern aus der Welt,/ so gib ein selig Enoe hier,/ daß wir dort ewig sind bei dir. 6. O Jesu Christ, erbarme dich,/ hör unsre Bitten gnäͤiglich;/ durch dein Veroͤienst, durch oͤeinen Tod/ erlöse uns aus aller Not. Vor 1664. „„ ie güld⸗ne Son ⸗ ne,/ voll ———— ———————.——.— .— dreis und Won ⸗ne,/ bringt! un ⸗sern lieb⸗i⸗ Wes Licht.„Mein Hanͤt und Glie⸗ der, Jdie las gen dar⸗ .— SIII...... nie ⸗der, a- ber nun—— ich, öm mun⸗ter und fröh⸗lich,/ —— —— 368 2. Mein Auge schauet,/ was Gott gebauet/ zu seinen Ehren,, und uns zu lehren,/ wie sein Vermögen sei mächtig und groß,/ und wo die Frommen/ dann sollen hinkommen,/ wenn sie mit Frieden/ von hinnen geschieden/ aus dieser Eroͤen vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen,/ dem Schöpfer bringen/ Güter undò Gabenj/ was wir nur haben,/ alles das sei Gott zum Opfer gesetzt./ Die besten Güter/ sind unsre Gemüter;/ vor ihn zu treten/ mit Singen und Beten,/ das ist ein Opfer, oͤran er sich ergötzt. 4. Abend und Morgen/ sind seine Sorgen;/ segnen und mehren,/ Unglück verwehren,/ sind seine Werke und Taten allein./ Wenn wir uns legen,/ so ist er zugegen;/ wenn wir aufstehen,/ so läßt er aufgehen/ über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben/ zu dir hoch oͤroben/ mein ganzes Sinnen/ laß mein Beginnen/ ohn allen Anstoß und glücklich ergehn./ Laster und Schande,/ der Finsternis Bande,/ Fallen und Tücke/ treib ferne zurücke,/ laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit§reuden/ ohn alles Neiden/ sehen den Segen,/ den oͤu wirst legen/ in meines Nächsten und Mitbruders Haus./ Geiziges Brennen,/ unchristliches Rennen/ nach Gut mit Sünde,/ das tilge geschwinde/ von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen,/ was ists gewesen?/ In einer Stunde/ geht es zugrunde,/ sobald die Lüfte des Todes oͤrein wehn./ Alles in allen/ muß brechen und fallen;/ Himmel und Erden,/ die müssen das werden,/ was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet,/ Gott aber stehet/ ohn alles Wanken;/ seine Gedanken,/ sein Wort und Willen hat ewigen Grund./ Sein heil und Gnaden,/ die nehmen nicht Schaden,/ heilen im Herzen/ die tödlichen Schmerzen,/ halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Rrone// vergib und schonel/ Laß meine Schulden/ in Gnad und hulden/ von deinen Rugen sein ferne gewanoͤtl/ Sonsten regiere,/ mich lenke und führe,/ wie dirs gefället;/ ich habe gestellet/ alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben,/ womit mein Leben/ ich kann ernähren,/ so laß mich hören/ allzeit im Herzen dies heilige Wort:/ Gott ist 37⁴4 Morgen Morge das Gr Allergen 1. Plagen liebtl/L beine// 12. E brausen sicht./§ himmli Mel. Nun Gott, oͤer 2. He bedeckte J. Du siegeʒ /s 4. De von No 5. Di opfere i 6. Di und we 7. S der mie Morgen einen Ehren,/ g und groß,/ wenn sie mit hergänglichem und Gabenj;/ r gesetzt./ Die / mit Singen und mehren,/ allein./ Wenn ehen,/ so läßt in. zes Sinnen/ rgehn./ Laster 0Tücke/ treib hn. den Segen,/ uders Haus./ t mit Sünde,/ irf es hinaus. einer Stunde/ wehn./ Alles n,/ die müssen hanken;/ seine nö./ Sein heil m herzen/ die g gesund. ine Schulden/ ie gewanoͤtl/ gefället;/ ich nun ernähren,/ ort:/ Gott ist Morgen 369 das Größte,/ das Schönste, das Beste,/ Gott ist das Süßte/ und Allergewißte,/ aus allen Schätzen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken,/ mit Galle tränken,/ und soll von plagen/ ich auch was tragen,/ wohlan, so mach es, wie dir es be⸗ liebtl/ Was gut und tüchtig,/ was schädlich und nichtig/ meinem Ge⸗ beine,// das weißt du alleine,/ hast niemals einen zu sehr noch betrübt. 12. Kreuz und Elende,/ das nimmt ein Ende;/ nach Meeres⸗ brausen/ und Windessausen/ leuchtet der Sonne erwünschtes Ge⸗ sicht./ Freude die Fülle/ und selige Stille/ darf ich erwarten/ im himmlischen Garten;/ dahin sind meine Gedanken gericht. paul Gerharot, 4 1676. Mel. Nun laßt uns 4 Gott, 42** Herren. 30⁰9 3——.—. ͤ SS— Wach H mein tütt und 6655 ge/ odem So al⸗ͤler Leipzig 1587. —— din⸗ ge,/ dem Ge ber al ler Gü⸗ ter,/ dem treu⸗ en PSI.......* Men⸗-schen- hü⸗ ter. 2. Heut, als oͤie dunklen Schatten/ mich ganz umfangen hatten,/ bedecktest du mich Armen,/ o Vater, mit Erbarmen. 3. Du sprachst:„Mein KRinod, nun liege,/ kein Schrecken dich be⸗ siegeʒ/ schlaf wohl,/ laß dir nicht grauen,/ du sollst die Sonne schauen.“ 4. Dein Wort, das ist geschehen,/ ich kann das Licht noch sehenj/ von Not blieb ich befreiet,/ dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben:/ hier bring ich meine Gaben/ und opfere dir wieder/ mein herz und meine Lieder; 6. Die wirst du nicht verschmähen;/ du kannst ins Herze sehen/ und weißt wohl, daß zur Gabe/ ich ja nichts Bessres habe. 7. So wollst hbu nun vollenden/ dein Werk an mir und senoen,/ der mich an diesem Tage/ auf seinen händen trage. 37⁵ 4 8 Siiid;dd 370˙371 8. Sprich Ja zu meinen Taten,/ hilf selbst das Beste raten,/ den Anfang, Mitt und Ende,/ ach, herr, zum Besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte,/ mein herz sei deine hütte,/ dein Wort sei meine Speise,/ bis ich gen himmel reise. Paul Gerharot, 4 1070. 370 O herr, dein' Ohren zu mir kehre. 1. O allerhöchster Menschenhüter,/ oͤu unbegreiflich großes Gut,/ ich will dir opfern herz und Mut;„stimmt an mit mir, geoͤenkt der Güter,/ all ihr Gemüter! 2. Herr, oͤeiner Kraft ichs nur zuschreibe,/ daß ich noch Odem schöpfen kann;/ ach, nimm dich meiner gnädig an,/ du Vaterherz, mich nicht vertreibe,/ heut bei mir bleibe! 3. Jsraels Gott, oa ist mein Wille,/ der sich dͤir willig unter— gibt,/ dich über alles gerne liebt;/ das ist mein Wunsch in früher Stille,/ o Gnadenfülle! 4. Dein Angesicht mich heilig leite,/ dein Auge kräftig auf mich seh;/ ich reise, sitz, geh oder steh,/ mich zu der Ewigkeit begleite;/ Herr, mich bereite! 5. Laß Seel und Leib, so du gegeben,/ stets sein in deiner Furcht bereit,/ als Glieder der Gerechtigkeit/ bis in den Tod dir sein ergeben,/ o Seelenleben! 6. Gesegne mich auf meinen Wegen,/ mein Tun und Lassen lenke du;/ in Unruh bleibe meine Ruh,/ bis ich zuletzt mich werde legen/ in Fried und Segen. Joachim Neander, 4 1680. Morgen 37¹ Joh. Rudolf Ahle, 1652. 94 SSPPI ö 1. Mor⸗ gen⸗glanz der E⸗wig⸗keit,/ Licht vom un⸗ er⸗ schick uns die⸗. Morgen⸗zeit/ oͤei⸗ ne Strahlen . n. shöpften ich⸗ te, zu Ge⸗sich⸗te und vertreib oͤurch deine Macht/ uns⸗re Nacht. 70 die dürr deine S 3. Gi erweck eh wir 4. Ac Tage/ sich auf 3. E führ ur wo die Mel. N 1. S vor eit bezahlt 2. D Goloͤ d den Si 3. S Sonne rühret, 4. S Gutes du bö 6. E wie di zusehe 7. 2 was d die tie Morgen ste raten,/ den vende. e hütte,/ dein erharot, 4 1070. O herr, dein' n zu mir kehre. h großes Gut,/ mir, geoͤenkt ch noch Ooͤem du Vaterherz, willig unter⸗ insch in früher äftig auf mich keit begleite/ sein in deiner nden Tod dir in und Lassen tht mich werde Neander, 4 1680. udolf Ahle, 1652. vom un⸗ er⸗ ne Strahlen uns⸗re Nacht. Morgen 372 2. Deiner Güte Morgentau/ fall auf unser matt Gewissen;/ laß die dürre Lebensau/ lauter süßen Trost genießen/ und erquick uns, deine Schar,/ immeroͤar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut/ unsre kalten Werke töte/ und erweck uns herz und Mut/ bei erstanoͤner Morgenröte,/ daß wir, eh wir gar vergehn,/ recht aufstehn. 4. Ach, du Nufgang aus der höh,/ gib, daß auch am jüngsten Tage/ unser Leib verklärt ersteh/ und, entfernt von aller Plage,/ sich auf jener Freudenbahn/ freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt,/ du verklärte Gnadensonne,/ führ uns durch das Tränenfeld/ in das Land der süßen Wonne,/ wo die Lust, die uns erhöht,/ nie vergeht. Christian Knorr v. Rosenroth, 4 1689. hüter, wird die Mel. Nr. 375. 372 Nacht der Sünden. 1. Seele, du mußt munter werden,/ denn der Erden/ blickt her⸗ vor ein neuer Tag;/ komm, dem Schöpfer dieser Strahlen/ zu bezahlen,/ was dein schwacher Trieb vermag. 2. Deine Pflicht, die kannst du lernen/ von den Sternen,/ deren Gold der Sonne weicht,/ so laß auch vor Gott zerrinnen,/ was den Sinnen/ hier im Finstern schöne deucht. 3. Schau, wie das, was Odem ziehet,/ sich bemühet/ um der Sonne holdes Licht,/ wie sich, was nur Wachstum spüret,/ freudig rühret,/ wenn ihr Glanz die Schatten bricht. 4. So laß dich auch fertig finden,/ anzuzünden/ deinen Weih⸗ rauch, weil die Nacht,/ da dich Gott vor Unglücksstürmen/ wollen schirmen,/ ist so glücklich hingebracht. 5. Bitte, daß er dir Gedeihen/ mag verleihen,/ wenn du auf was Gutes zielst,/ aber daß er dich mag stören/ und bekehren,/ wenn ou böse Regung fühlst. 6. Kränkt dich etwas diesen Morgen,/ laß ihn sorgen, /der es wie die Sonne macht,/ welche freunoͤlich pflegt die höhen/ an⸗ zusehen/ und auch in die Täler lacht. 7. Denk, daß er auf deinen Wegen/ ist zugegen /und erkennet, was du tust;/ daß er auch verborgne glecken/ kann entöecken/ und die tiefste Sündenlust. 373 Morgen 8. Wir sind an den Lauf der Stunden/ feftgebunden,/ der ent⸗ führt, was eitel heißt,/ und der dein Gefäß, o Seele,/ nach der Höhle/ eines Sterbgewölbes reißt. 9. Drum so seufz ich, daß mein Scheiden/ nicht ein Leiden,/ sondern sanftes Schlafen sei,/ und daß ich mit Lust und Wonne/ seh oie Sonne,/ wenn des Todes Nacht vorbei. Friedr. Rud. Lnoͤwig v. Canitz, 4 1699. 2 Halle 1704. 373 J. A. Freylinghausen. V——— 35—————— SSPSPSISSII 1. Hüter, wird die Nacht der Stünden/ nicht verschwinden?/ —.—.—.. 2—½— hü⸗ ter, ist die Nacht schier hin?/ Wiro die Fin⸗ster⸗nis der ————— ‚.— i Lnnt Enn dmnut daaur:- p——— . Sinnen/ bald zer⸗rin ⸗-nen,/ da⸗ rein ich ver⸗ hül⸗let bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Eroͤen/ lichte werden!/ Seelen⸗ sonne, gehe aufl/ Ich bin finster, kalt und trübe;/ Jesu, Liebe,/ komm, beeile deinen Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde,/ da oͤie Stunde/ der Erscheinung kommen ist;/ und ich muß mich stets im Schatten/ so ermatten,/ weil ou mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen,/ weil du kommen/ aber ich bin lauter Nacht;/ darum wollst du mir, oͤem deinen,/ auch erscheinen,/ der nach Licht unoͤ Rechte tracht't. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke/ ohne Stärke/ in der Finster⸗ nis vollziehn?/ Wie kann ich die Liebe üben,/ Demut lieben/ und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Ach, daß länger meine Seele/ sich nicht quäle,/ zünd dein Feuer in mir an!/ Laß mich finstres Kind der Eroen/ helle werden,/ daß ich Gutes wirken kann. und sei quicken 8. N Klarhe erschein 9. Augen das Li — Mel. V so, wi mein meine wirst Morgen noöen,/ dᷣer ent⸗ eele,/ nach der t ein Leiden,// st und Wonne, v. Canitz, 4 1699. Halle 17⁰4. Freylinghausen. erschwinden?/ ster⸗ nis der hül⸗let bin? hen!l/ Seelen⸗ Jesu, Liebe// r Erscheinung so ermatten// mmenj/ aber einen,/ auch in oͤer dinster⸗ t lieben/ unoͤ „/ zünd dein elle werden// Mel. Nr. 559. Morgen 37⁴ 7. Das Vernunftlicht kann das Leben/ mir nicht geben;/ Jesus und sein heller Schein,/ Jesus muß das Herz anblicken/ und er⸗ quicken,/ Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die decke vor den Augen/ kann nicht taugen,/ seine Klarheit kann nicht ein;/ wenn sein helles Licht den Seinen/ soll erscheinen,/ muß das Ruge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Rugen,/ die was taugen,/ rühre meine Rugen anl/ Denn das ist die größte Plage,/ wenn am Tage/ man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter, 4 1711. 374.8 tt läßtr Lalten. 0 aßt walten. 1. Mein Gott, nun ist es wieder Morgen,/ die Nacht vollendet ihren Laufz/ nun wachen alle meine Sorgen/ auf einmal wieder mit mir auf./ die Ruh ist aus, der Schlaf dahin/ ich sehe wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde,/ wo jeder Lag sein Elend hat,/ wo ich nur immer älter werde/ und niemals rein von Misse⸗ tat./ O Gott, der täglich mich ernährt,/ wär ich doch deiner Gnad auch wert! 3. Du siehst am Morgen mich aufstehen,/ regier mich auch in dieser Welt;/ ich weiß nicht, wie mirs heut wiro gehenz/ mach alles so, wie dirs gefällt;/ schließ mich in deine Vorsicht ein,/ dein will ich tot und lebend sein. 4. Vergib mir, Vater, meine Sünden,/ die ich bei Tag und acht beging,/ und laß mich vor dir Gnade finden,/ erhöre, was ich bet und singj/ denn wenn ich nur bei dir wohl steh,/ so acht ich gar nicht, wie es geh. 5. Hilf du in allen Sachen raten,/ denn ich bin selber mir nicht klug;/ behüte mich vor Missetaten,/ vor böser Menschen List und Trugʒ/ laß mich den Tag wohl legen an /und Gutes schaffen, wo ich kann. ö 6. Behüte mir mein Leib und Leben,/ mein Weib und Kind, mein Hhab und Gut,/ und laß den himmel Segen geben,/ wenn meine Hand das Ihre tut;/ hilf, daß ich alles wohl verricht!/ Du wirst es tun, ich zweifle nicht. Raspar Neumann, + 1715. 37⁰ 375376 Morgen Wie da Ee mel. Nr. 358(oder wie 388). 37.5 Wassergnelle 1. Gott, du Licht, oas ewig bleibet,/ das ohn allen Wechsel ist,/ das die dᷣinsternis vertreibet,/ der du bleibest, wie du bist,/ ich ver⸗ lasse meine Ruh;/ ruse: Weroe Lichtl mir zu,/ daß ich, der ich Nacht und Erde, durch dein Licht verkläret weroͤe. 2. Wecke, da der Leib geschlafen,/ auch oͤie Seele geistlich auf,/ gib ihr deines Lichtes Waffen,/ richt uno leite ihren Lauf;/ laß mich sein des Lichtes Kino,/ hilf mir, da ich geistlich blind,/ Zesu, daß ich wieoͤer sehe/ und in oͤeinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, und gewähre,/ was die arme Seele stillt;/ ach, erneure und verkläre/ stets in mir dein Ebenbiloͤ!/ Sende mir den Geist der Rraft,/ der ein neues Leben schafft,/ daß ich himm⸗ lich auf der Erde/ und ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner hände Werke,/ föroͤre mich in meiner Pflicht/ bleibe meiner Schwachheit Stärke,, meines Lebens Kraft und Licht;/ laß mein Lebensziel allein/ deines Namens Ehre sein;/ hilf, daß ich stets wahre Liebe/ gegen meinen Nächsten übe. 5. Flihr mich einst zu jenem Lichte/ deiner höchsten Majestät,/ wo vor deinem Angesichte/ die verklärte Seele steht, /heller als der Sonnenschein,/ schön, unsterblich, engelrein,/ laß sie sein mit dir vereinet,/ wenn mein letzter Taͤg erscheinet. Salomo Franck, 4 1725. Mel. den die Hirten lobten sehre. 370 Vorreformatorisch. DNE e n nn EE 1. Früh am Mor⸗gen Je ⸗ sus ge⸗ het/ und vor —.— ———— —— ——E —.——1 al ⸗len Tü⸗ren ste⸗het,/ klo⸗pfet an, wo man ge⸗ an.—— 380 Morge 2. Ni Pforten 3. M. uns ins 4. W und au 5. Ar und wi Mel. O4 (Oderev Morgen Wie nach einer Wasserquelle. en Wechsel ist,/ u bist,/ ich ver⸗ haß ich, der ich e geistlich auf,/ ren Lauf/ laß ch blinö,/ Jesu, ie Seele stillt;/ ol/ Sende mir daß ich himm⸗ he. ieiner Pflicht;/ ens Kraft und hre sein;/ hilf, übe. ten Majestät,/ ht,/ heller als laß sie sein mit o Franck, + 1725. orreformatorisch. und vor wo man ge⸗ . er Gast! Morgen 377 2. Nun, so lasset ihn nicht dorten, /tut ihm auf des Herzens pforten/ und ruft ihn mit süßen Worten:/ Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben,/ alle deinde von uns treiben,/ uns ins Buch oͤes Lebens schreiben/ und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf grünen Ruen,/ daß wir deine dülle schauen/ und auf deinen Reichtum bauen,/ mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehen!/ Jesus wird heut mit uns gehen,/ und wir werden fröhlich sehen,/ daß er uns nicht läßt allein. Oerhard Stip, 4 1882. mel. O Gott, oͤu frommer Bott. (Oder wie 296.) 377 —————— 4.——— e————.———— 6————............ O ze⸗su, sü⸗ 5es Licht,/ nun ist die Nacht ver⸗ Unun hat dein Gnadenglanz/ aufs neu⸗e mich um⸗ — R—— 52 1 ———5 12— 2* 1— ö— E———.—————————.—.—— ** nun ist, was an mir ist,/ vom Schla⸗se auf⸗ ge⸗ fan⸗ gen; ——.. dr eren den d rut SWEEDEE EEEEEEEEEEE weckt/ und hat sich, herr, nach dir/ ver⸗lan⸗gend aus⸗ge⸗streckt. 2. Was soll ich dir denn nun,/ mein Gott, für Opfer schenkenꝛ/ Ich will mich ganz und gar/ in deine Gnade senken/ mit Leib, mit Seel, mit Geist/ heut diesen ganzen Tagj/ das soll mein Opfer sein,/ weil ich sonst nichts vermag. 3. Mein Jesu, schmücke mich/ mit Weisheit und mit Liebe,/ mit RKeuschheit und Geoͤuld/ durch deines Geistes Triebe;/ auch mit der Demut mich/ vor allem kleide an,/ so bin ich wohl geschmückt/ und köstlich angetan. 4. Gib, daß mir diesen Tag/ stets vor den Rugen schwebe,/ daß dein Allgegenwart/ mich wie die Luft umgebe// auf daß mein ganzes Tun/ durch herz, durch Sinn und Mund/ dich lobe inniglich,/ mein Gott, zu aller Stund! 381 378 Morgen 5. Ach segne, was ich tu,/ ja reoͤe und geoͤenke;/ oͤurch deines Geistes Rraft/ es also führ und lenke,/ daß alles nur gescheh/ zu deines Namens Ruhm,/ und daß ich unverrückt/ verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, + 1744. Mel. Ich dank oir schon durch oeinen Sohn. 378 Aus dem 595. V* x ö ö ,n, eur r.—.——.— e Lanen Eaen. 2 1. Mein erst Ge⸗fühl 4 Preis und Dank;/ er⸗heb ihn, — ee.— 2 n..—— — 2—— 2* IX— ö— mei ⸗ ne See⸗lel/ der herr hört dei⸗nen Lob⸗ ge⸗sangj/ ESiEEE e ö— lob⸗sing ihm, mei ⸗ ne See⸗lel 2. Mich selbst zu schühen ohne Macht,/ lag ich unoͤ schlief in §rieden. /Wer schafft die Sicherheit der Nacht/ unò Ruhe für die Müden? 3. Du bist es, Gott und Herr der Welt,/ und dein ist unser Leben;/ oͤu bist es, der es uns erhält/ und mirs jetzt neu gegeben. 4. Gelobet seist du, Gott der Macht,/ gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht/ mich oͤieses Tags erfreue. 5. Laß oͤeinen Segen auf mir ruhn,/ mich oeine Wege wallen,/ und lehre oͤu mich selber tun/ nach deinem Wohlgefallen. 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr,/ auf dich hofft meine Seele;/ sei mir ein Retter in Gefahr,/ ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein Herz voll Zuversicht,/ erfüllt mit Lieb unò Ruhe,/ ein weises herz, das seine Pflicht/ erkenn und willig tue; 8. Daß ich als ein getreuer Knecht/ nach deinem Reiche strebe,/ gottselig, züchtig und gerecht/ durch deine Gnade lebe; 9. Daß ich das Glück der Lebenszeit/ in oͤeiner Furcht genieße/ und meinen Lauf mit Freudigkeit,/ wenn du gebeutst, beschließe. Christian dürchtegott Gellert, 4 1769. 382 Morge Mel. Nr 1. We auferstel seh:/ o l Lauf; /T Morgen 2. Hil einst mii Auch no mich jed 3. Da scheint./ weint,/ sein,/ da Mel. Ar 1. Ge Nahrun auf dies 2. Do⸗ Leben se Leben a 5. Dr aller No Ewigkei Mel. Nr Speis sprich d daß sie 1 bis wir Morgen dͤurch oͤeines ur gescheh/ zu verbleib dein Lange, 4 1744. öhmischen, 1595. und schlief in Ruhe für die dein ist unser neu gegeben. heine Treue,/ erfreue. bDege wallen,/ fallen. )hofft meine henn ich fehle. b und Ruhe,/ ig tue; eiche strebe// ebe; ircht genieße/ st, beschließe. Gellert, 4 1709. MorgenMittag 379.380381 mel. ur. 358. 379 Achassergnelle 1. Wenn ich einst von jenem Schlummer, welcher Tod heißt, aufersteh/ und, erlöst von allem Kummer,/ jenen schönren Morgen seh:/ o dann wach ich anders auf./ Schon am Ziel ist dann mein Lauf;/ Träume sind des Pilgers Sorgen,/ großer Tag, an deinem Morgen! 2. Hilf, daß keiner meiner Tage,/ Geber der Unsterblichkeit,/ einst mich im Gericht verklage,/ daß ich frevelnd ihn entweiht./ Auch noch heute wacht ich auf;/ Dank sei oͤir! Zu dir hinauf/ führ mich jeder meiner Tage,/ jede Freude, jede Plage; 3. Daß ich froh gen himmel sehe,/ wenn mein letzter Tag er⸗ scheint./ Wenn zum oͤunklen Tal ich gehe,/ von den Meinigen be⸗ weint,/ linoͤre dann des Toodes Pein,/ laß mich stark und freudͤig sein,/ daß ich sie zum Himmel weise/ und dich, herr des Todes, preise. Frieoͤr. Gottlieb Klopstock, 4 1805 Mittag⸗ Vor Tische⸗ 0 Christ, Mel. Nr. 359. 380 meins Leorös Licht. 1. Gesegn uns, Herr, oͤie Gaben dein,/ die Speis laß unsre Nahrung sein;/ hilf, daß daoͤurch erquicket weroͤ/ der dürftge Leib auf dieser Ero! 2. Doch dieses zeitlich Brot allein/ kann uns nicht g'nug zum Leben sein;/ dein göttlich Wort die Seele speist,/ hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gib uns beides, Herr und Gott,/ hilf enoͤlich auch aus aller Not:/ so preisen wir dein' Gütigkeit/ hier und auch dort in Ewigkeit. mitte des 16. Jahrhunderts. Schmücke dich Mel. Nr. 196. 381 o lebe Seeie. Speis, o Gott, uns deine Kinder,/ tröste die betrübten Sünder,/ sprich den Segen zu den Gaben,/ die wir jetzo vor uns haben,/ daß sie uns zu diesem Leben/ Stärke, Rraft unò Nahrung geben,/ bis wir enoͤlich mit den drommen/ zu dem Himmelsmahle kommen. gohann heermann, 1 1647. 385 382.585.384.385 386 Mittag Abend 382 erstlih ramest. herr, wir kommen zu dem Essen;/ laß uns deiner nicht ver⸗ gessen,/ denn oͤu bist das himmelsbrot;/ speis die Leiber, stärk die Seelen,/ die wir dir jetzt anbefehlen,/ steh uns bei in aller Not/ hilf uns, daß wir nach der Eroen/ deine Gäst' im Himmel werden. Nach Tische⸗ nun lobt und dant 383 Gott allhufammen Wir oͤanken Gott für seine Gaben,/ die wir von ihm empfangen haben,/ wir bitten unsern lieben Herrn,/ er woll auch ferner sie beschern/ und speisen uns mit seinem Wort,/ daß wir satt weroͤen hier und oͤort;/ ach, lieber Gott, du wollst uns geben/ nach dieser Welt das ewge Leben. 1537. Mel. Nr. 419. 384 da Christus geboren war. Unser Vater, der uns liebt,/ der uns, was uns gut ist, gibt,/ gab auch jetzt uns Speis und Trank;/ lobt ihn, sagt ihm frohen dank./ Aller Segen kommt vom herrn;/ dankt ihm und gehorcht ihm gern, /liebt ihn, freuet euch des Herrn! Gott sei dank Mel. Nr. 304. 385 durch alle Welt Guter Geber, Dank sei dir;/ du belebst, oͤrum leben wir;/ du gibst Speise uns und Trank,„dir sei ewig Lob und Dank! RKaspar Lavater, 1 1801. Abend Mel. Erhalt uns, heer, bei deinem Wort. 386 wittenberg 1543. 4— —.— .— nn— hin⸗ un⸗ ter 1 der Son⸗ne 5 i finst⸗re SDDDEE Nacht bricht stark her⸗ein;/ leucht uns, herr Christ, du wah⸗res 384 manche väterlic 3. W gnädigl in Frier 4. Di nicht fo Nacht, Mel. In gehoffet 2. 5 nicht ttag: Abenoͤ gesu, als on erstlich kamest. iner nicht ver⸗ eiber, stärk die in aller Notj/ immel werden. in lobt und dankt ott allzusammen. hm empfangen nuch ferner sie vir satt weröͤen en/ nach dͤieser 15³7. us geboren war. gut ist, gibt,/ igt ihm frohen nund gehorcht Gott sei dank durch alle Welt. eben wir;/ du ò Dank!l Lavater, 1 1801. Wittenberg 1543. .— ——. die finst⸗re 35 „du wah⸗res —— Licht,/ laß uns im Fin⸗stern strau⸗ 915 nicht. 2. Dank sei oͤir, oaß odu uns den Tag/ vor Schaoͤen, Angst und mancher Plag/ oͤurch deine Engel hast behüt't/ aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir heut erzürnet dich,/ das, Hherr, verzeih uns gnädiglich/ und rechn es unsrer Seel nicht zu;/ laß schlafen uns in Fried und Ruh. 4. Die Engel dein zur Wach bestell,/ daß uns der böse F§eind nicht fäll;/ vor Schrecken, Angfst und heuersnot/ behüt uns diese Nacht, o Gott! nikolaus herman, 4 156l. Mel. In oͤich hab ich 387(15. Zahrhundert.) gehoffet, Herr. Straßburg 1560. 45—* Ee SSPSPSS I —— 5 1. Mein 6ütir zier und Rleinod bist/ auf Er⸗den du, Herr E SSSISSSISSIII ge⸗ su Christ;/ dich will ich las⸗sen wal⸗ ten/ und al⸗le⸗ ——4 —— T.— * 8—— EE 195 in Lieb und Leid/ in mei⸗ nem herz be⸗ hal ⸗ten. 2. Dein Lieb und Treu für alles geht,/ kein Ding auf Erd so sest besteht: das muß ich frei bekennen;/ orum soll nicht Tod,/ nicht Angst, nicht Not/ von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht/ und hält gewiß, was es verspricht,/ im Tod und auch im Leben./ Du bist nun mein,/ und ich bin dein;/ oͤir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab; ach, schönste Zier,/ Herr Jesu Christ, bleib du bei mir;/ es will nun Abend weroen./ Laß doch dein Licht/ auslöschen nicht/ bei uns allhier auf Erden. veizig 1557. 2⁵ 385 Abend 388 Johann Schop, 16⁴2. 15. 2.—. 2— E ————— ———— Wer⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗mũü⸗te,/ und ihr Sin⸗ne daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗te,/ die er hat ge⸗ — IIDA—.—. E 14 —.I‚.—— DDED S.. EEEE..... 1—0——— geht her⸗für, tan an mir, da er mich den gan⸗ zen Tag/ vor so —— r————— SSDII........=.=— ———— man⸗cher schwe⸗ ren Plag/ oͤurch sein gna⸗ den rei⸗ ches +.— ́— +— 1 1 ö————— ——. Wal⸗ ten/ hat be⸗schir⸗met und er⸗ halten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen,/ Vater der Barmherzigkeit,/ daß mir ist mein Werk gelungen,/ daß du mich vor allem Leid/ und vor Sünden mancher Art/ so getreulich hast bewahrt,/ auch die deinde weggetrieben,/ daß ich unversehrt geblieben. 3. Herr, ich bin von dir gewichen,/ doch ich stell mich wieder ein;/ denn dein Sohn hat ausgeglichen/ meine Schuld durch seine Pein./ Ich verleugne nicht die Schuld;„aber deine Gnad und Huld/ ist viel größer als die Sünde,/ die ich täglich in mir finde. 4. O du Licht der frommen Seelen,/ o oͤu Glanz der Ewigkeit,/ dir will ich mich ganz befehlen/ diese Nacht und allezeit./ Bleibe doch, mein Gott, bei mir,/ weil es nunmehr dunkel hier;/ daß kein Unfall mich betrübe,/ tröste mich mit deiner Liebe. 5. Laß mich diese Nacht empfinden/ eine sanste, süße Ruh j/ alles UAbel laß verschwinden// decke mich mit Segen zu. /Leib und Seele/ Mut und Blut,/ Weib und Rinder, hab und Gut,/ Freunde, eind und Hausgenossen/ sei'n in deinen Schutz geschlossen. 6. Ach, bewahre mich vor Schrecken,/ schütze mich vor Aberfall;/ laß mich Rrankheit nicht aufwecken,/ halte fern des Rrieges Schall/ 38⁵ das B Christu 5. D Ende/ vom E 25 Abend inn Schop, 16⁴². ihr Sin⸗ne er hat ge⸗ —.— 2 aig/ vor so — rei⸗ ches . mherzigkeit,/ r allem Leid/ ewahrt,/ auch eben. Umich wieder ild durch seine ine Gnad und äin mir finde. her Ewigkeit,/ lezeit./ Bleibe el hier;/ daß iebe. 3e Ruh/ alles ꝛib und Seele, reunde, Feind n. vor Aberfall;/ ieges Schallj/ Abend 389 wend ab deur und Wassersnot,/ Pestilenz und schnellen Tod;/ laß mich nicht in Sünden sterben,/ noch an Leib und Seel veroͤerben. 7. O du großer Gott, erhöre,/ was dein Kind gebeten hat;/ Jesu, den ich stets verehre,/ bleibe du mein Schutz und Rat;/ und mein Hort, oͤu werter Geist,/ der du Freund und Tröster heißt,/ höre doch mein sehnlich Flehen!/ Amen, ja, es soll geschehenl Johann Rist, + 1667. Mel. O Welt, ich muß dich lassen. 389 Heinrich Isaak, 4 1517.-(1559.) IE. 1. Nun ru⸗hen al⸗ le Wälder,/ Vieh, Menschen, Städt und —.— 6 5—— del⸗der,/ es schläft die gan⸗ze Welt;/ ihr a⸗ber, mei⸗ne — ů + errirrrereirnirre .& — 2 Sin⸗nen,/ auf, auf, ihr sollt be⸗gin⸗ nen,/ was eu⸗ rem I * — EEH Schöp⸗fer wohl⸗ge⸗fällt. 2. Wo bist oͤu, Sonne, blieben?/ Die Nacht hat dich vertrieben,/ die Nacht, des Tages deind./ dahr hin, ein anoͤre Sonne,/ mein Jesus, meine Wonne,/ gar hell in meinem herzen scheintl 3. Der Tag ist nun vergangenz/ die gülonen Sternlein prangen/ am blauen himmelssaal/ also werd ich auch stehen,/ wenn mich wird heißen gehen/ mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib, der eilt zur Ruhe,/ legt ab das Kleid und Schuhe,/ das Bild der Sterblichkeit;/ oͤie zieh ich aus, dagegen/ wird Christus mir anlegen/ den Rock der Ehr und herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände/ sind froh, daß nun zum Ende/ die Arbeit kommen sei;/ Herz, freu dich, du sollst werden/ vom Elend dieser Erden/ und von der Sündenarbeit frei. —.—— 387 —— πννιν⁰ι¹ì 390 Abend 6. Nun geht, ihr matten Glieder,/ geht hin und legt euch nieder// der Betten ihr begehrt;/ es kommen Stund und Zeiten,/ da man euch wird bereiten/ zur Ruh ein Bettlein in der Eroͤ. 7. Mein Augen stehn veroͤrossen,/ im Nu sind sie geschlossen,/ wo bleibt odann Leib und Seel? /Nimm sie zu deinen Gnaden,/ sei gut für allen Schaden,/ du Rug und Wächter Israel! 8. Breit aus die Flügel beide,/ o Jesu, meine Freude,/ und nimm dein KRüchlein ein!/ Will mich der Feind verschlingen,/ so laß die Englein singen:/ Dies Kind soll unverletzet sein! 9. Auch euch, ihr meine Lieben,/ soll heute nicht betrüben/ ein Unfall noch Gefahr;/ Gott laß euch ruhig schlafen,/ stell euch die güloͤnen Waffen/ ums Bett und seiner Heloͤen Schar. Paul Gerharoͤt, 4 1676. 39⁰0 1. Der Tag mit seinem Lichte/ fleucht hin und wird zunichte,/ die Nacht kommt angegangen,/ mit Ruhe zu umfangen/ den matten Erdenkreis./ Der Tag, der ist geendet;/ mein herz zu dir sich wendet,/ der Tag und Nacht geschaffen/ zum Wachen und zum Schlafen,/ will singen deinen Preis. 2. Wohlauf, wohlauf, mein Pfalter!/ Erhebe oͤen Erhalter,/ der mir an Leib und Seelen/ viel mehr, als ich kann zählen,/ hat heute Guts getan./ All Augenblick unò Stunden/ hat sich gar viel gefunden,/ womit er sein Gemüte/ und unerschöpfte Güte/ mir klar gezeiget an. 3. Gleichwie des Hirten Freude,/ ein Schäflein auf der Weide,/ sich unter seiner Treue/ ohn alle Furcht und Scheue/ ergötzet in dem gelo/ und sich mit Blumen füllet,/ den Durst mit Quellen stillet,/ so hat mich heut geführet,/ mit manchem Gut gezieret/ der Hirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht verlassen,/ ich aber hab ohnꝰ Maßen/ mich nicht gescheut, mit Sünden/ und Unrecht zu entzünoͤen/ das teeue Vaterherz./ Ach, Vater, laß nicht brennen/ den Eifer, noch mich trennen/ von deiner hand und Seiten;/ mein Tun und Aberschreiten/ erweckt mir Reu und Schmerz. 5. Erhöre, Herr, mein Beten/ und laß mein Abertreten/ zur Rechten und zur Linken/ ins Meeres Tiefe sinken/ und ewig unter⸗ 388 Aben gehn./ mit iht auferstt 6. D ruhen munter nicht ei TChristet 7. Jc öir erg Wort./ wohn i bin seli Mel. N 1. U und de denn o nun ve Sohn,/ Dieser 5. La und wo voll,/ so bis die Abend euch nieder,/ ten,/ da man ö. geschlossen,/ en Gnaden,/ sraell 5reude,/ und schlingen,/ so sein! etrüben/ ein stell euch die . rharoͤt, 4 1676. r zunichte,/ fangen/ den herz zu dir Wachen und nErhalter,/ nu zählen,/ /hat sich gar öpfte Güte/ der Weide,/ Rergötzet in mit Quellen ut gezieret/ hnꝰ Maßen/ zünden/ das Eifer, noch in Tun und rtreten/ zur ewig unter⸗ Abend 391 gehn./ Laß aber, laß hingegen/ sich deine Engel legen/ um mich mit ihren Waffen;/ mit dir will ich entschlafen,/ mit dir auch auferstehn. 6. Darauf so laß ich nieder/ mein haupt und Rugenlider,/ will ruhen ohne Sorgen,/ bis daß der güloͤne Morgen/ mich wieder munter macht./ Dein Flügel wird mich decken,/ so wird mich nicht erschrecken/ der Feind mit tausend Listen,/ der mich und alle Thristen/ verfolget Tag und Nacht. 7. Ich lieg hier oder stehe,/ ich sitz auch oder gehe,/ so bleib ich dir ergeben,/ und du bist auch mein Leben,/ das ist ein wahres Wort./ Was ich beginn und mache,/ ich schlaf ein oder wache,/ wohn ich, als wie im Schlosse,/ in deinem Arm und Schoße,/ bin selig hier und dort. paul Gerharot, 4 1676. Werde munter, Mel. Nr. 388. 3 1 mein Gemüte. 1. Unsre müden Augenlider/ schließen sich jetzt schläfrig zu,/ und des Leibes matte Glieder/ grüßen schon die Abenoͤruh;/ denn die dunkle, finstre Nacht/ hat des hellen Tages Pracht/ nun versenkt im tiefen Meere/ und entflammt der Sterne heere. 2. Ach, beoͤenk, eh dͤu gehst schlafen,/ du, o meines Leibes Gast,/ ob du den, der dich erschaffen,/ heute nicht erzürnet hast;/ tu, ach tu beizeiten Buß,/ geh und falle ihm zu Fuß/ und bitt ihn, daß er aus Gnaden/ dich der Strafe woll entlaoͤen. 3. Sprich: Herr, dir ist unverhohlen,/ daß ich diesen Tag ver⸗ bracht/ anders, als du mir befohlen;/ ja, ich habe nicht bedacht/ des Berufes schmalen Steg,/ deinen vorgeschriebnen Weg,/ sondern dich, mein Gott, verlassen,/ bin gefolgt der Weltlust Straßen. 4. Ach, herr, laß mich Gnad erlangen,/ gib mir nicht veroͤienten Lohn,/ laß mich deine huld umfangen,/ sieh an deinen lieben Sohn,/ der für mich genug getan;/ Vater, nimm den Bürgen anl/ Dieser hat für mich erduldet,/ was ich Sünder hab verschuloͤet. 5. Laß mich, herr, von oͤir nicht wanken;/ in dir schlaf ich sanft und wohl;/ gib mir heilige Gedanken,/ und bin ich gleich Schlafes voll,/ so laß doch den Geist in mir/ zu oir wachen für und für,/ bis die Morgenröt angehet/ und die Sonn am Himmel stehet. 389 Abend 6. Vater oͤroben in der höhe,/ dessen Nam uns teuer wert,/ dein Reich komm, dein Will' geschehe,/ unser Brot werd uns be⸗ schert,/ und vergib uns unsre Schuld,/ schenk uns deine Gnad und huld;/ laß uns nicht Versuchung töten,/ hilf uns, Herr, aus allen Nöten. Johann Franck, 4 1677. Mel. O höchster Gott, 0 unser Heber Herre. 392 Französischer Pfalter, 1542. ——————— +4 SSII FTFTF T TTFI—— .7— 2.— ö 1. Fer Tag ist hin, mein Je⸗su, bei mir blei⸗bel/ ů 4 + J.2 425— +— I. U EEeeeE 2——— 2 O See⸗len⸗licht, der Sün⸗den Nacht ver⸗trei⸗be;/ geh auf +————— iin nrn, i.. in mir, Glanz der Ge⸗rech⸗tig⸗keit,/ er⸗leuch⸗te mich, 0 I.... ——— herr, denn es ist Zeit! 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen;/ dir sei die Ehr, wenn alles wohlgelungen/ nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh;/ du bist gerecht, es gehe, wie es geh. ʒ. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet:/ Bestänoͤigkeit im Guten mir noch fehlet;/ das weißt du wohl, o Herzenskündiger,/ ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. vergib mir, herr! Es sagt mir mein Gewissen:/ der Sünde Lust hat mich von dir gerissenz/ es ist mir leid, ich stell mich wieder einj/ hier ist mein Herz, ich dein, herr, und du mein! 5. Mein herr und Gott, mein hüter und mein hirte,/ zu meinem Trost dein sieghast Schwert umgürte;/ bewahre mich durch deine große Macht,/ wenn mir der§eind nach meiner Seele tracht't. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen:/ ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen;/ o Lebenssonn, er⸗ quicke meinen Sinnj/ dich laß ich nicht, mein dels/ der Tag ist hinl! Joachim Neander, 4 1680. 3⁰ 2. N merst n das Lie Mel. Y 1. 6 lehre zeige r jetzt in Abend teuer wert,/ verd uns be⸗ ne Gnad und ꝛrr, aus allen Franck, 4 1677. pPsalter, 1542. blei⸗bel/ geh auf I— te mich, o igenj/ dir sei ob ichs gleich tändigkeit im nskündiger,/ /der Sünde Umich wieder inl zu meinem ch durch deine zeele tracht't. hlafen:/ ach denssonn, er⸗ r Tag ist hinl eander, 4 1680. Abend 393 394 —. Ddresden 1667 I.. 1 EE T 1. Nun sich 55—8 ge⸗en⸗det hat/ und kei⸗ ne ——— —— Sonn mehr scheint,/ schläft al-les, was sich 99. ge⸗matt't/ und E.. ö ö 14 E was zu⸗vor ge⸗weint. 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast,/ du schläfst noch schlum⸗ merst nicht;/ die dinsternis dich nicht umfaßt,/ weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, herr, doch auch an mich/ in dieser finstern Nacht,/ und schirme du mich gnädiglich/ mit deiner Engel Wacht. 4. Zwar flühl ich wohl der Sünden Schuld,/ die mich bei dir klagt an;/ doch deines lieben Sohnes huld/ hat gnug für mich getan. 5. Drauf tu ich meine Augen zu/ und schlafe fröhlich ein;/ mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh,/ wer wollte traurig sein? 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin,/ hemmt nicht der Anoͤacht Lauf! /Ich baue jetzt in meinem Sinn/ Gott einen Tempel auf. 7. Soll diese Nacht die letzte sein/ in diesem Jammertal,/ so führ mich, herr, zum Himmel ein,/ zur auserwählten Zahl. 8. Unoͤ also leb unodͤ sterb ich oͤir,/ o herr Gott Zebaoth;/ im Tod und Leben hilfst du mir/ aus aller Angst und Not. Joh. Frieoͤrich herzog, 4 1699. Mel. Nr. 388. 394 werde munter, mein Gemüte. 1. herr, es ist von meinem Leben/ wiederum ein Tag dahin;/ lehre mich nun Achtung geben,/ ob ich fromm gewesen bin/ zeige mir auch selber an,/ so ich was nicht recht getan,/ und hilf jetzt in allen Sachen/ guten Feierabend machen. 30¹ 395 Abend 2. Freilich wirst du manches finden,/ das dir nicht gefallen hat;/ denn ich bin noch voller Sünden/ in Gedanken, Wort und Tat,/ und zu jeder Tagesstund/ pfleget herz und hand und Munoͤ/ so geschwind und oft zu fehlen,/ daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden,/ habe noch einmal Geoͤuloͤl/ Ich bin freilich schwer beladen,/ doch vergib mir alle Schulol/ Deine große Vatertreu/ weroͤe diesen Abend neu;/ so will künftig deinen Willen/ ich noch mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte,/ daß der Schlaf nicht sünoͤlich sei/ decke mich mit deiner Güte,/ und dein Engel steh mir bei. /Lösche Licht und deuer aus/ und bewahre selbst das haus,/ daß ich morgen mit den Meinen/ nicht im Unglück müsse weinen. 5. Steure den gottlosen Leuten,/ die im Finstern Böses tun;, sollte man gleich was bereiten,/ uns zu schaden, wenn wir ruhn,/ so zerstöre oͤu den Rat/ und verhindere die Tat;/ wend auch allen andern Schrecken,/ den die Bosheit kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter,/ wenn es bei uns Abend wird/ denn oͤu bleibest ewig munter/ und bist wie ein guter hirt,/ der auch in oͤer finstern Nacht/ über seine heroͤe wacht;/ darum hilf uns, deinen Schafen,/ daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich dann gesund erwachen,/ wenn es rechte Zeit wird sein,/ daß ich ferner meine Sachen/ richte dir zu Ehren ein;/ ooͤer hast du, lieber Gott,/ heut bestimmet meinen Tod,„so befehl ich oir am Ende/ Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann, 1 1715. Mel. Nr. 7. 395 Ach, was soll ich Sünder machen. 1. Ach, mein Jesu, sieh, ich trete,/ da der Tag nunmehr sich neigt/ und dͤie dinsternis sich zeigt,/ hin zu deinem Thron uno bete:/ neige oͤu zu deinem Sinn/ auch mein Hherz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde/ wie ein Pfeil zur Ewigkeit;/ auch die allerlängste Zeit/ rauscht vorüber wie die Winoͤe,/ fließt dahin als wie ein Fluß/ mit dem schnellsten Wasserguß. 3. Aber, Jesu, sieh, ich Armer/ nehme mich doch nicht in acht,/ daß ich oͤich bei Tag und Nacht/ herzlich suchte, mein Erbarmer;/ o wie mancher Tag geht hin,/ daß ich kalt und träge bin. 3⁰² Abend 4. Ach mich/ Te quemen, 5. Nut zu dir:/ gangen; bricht. 6. Lal von dir denn w Mel. Zesu Abend gefallen hat;/ ort und Tat,/ inö Munoͤ/ so kann zählen. nal Geoͤuloͤl/ lle Schuloͤl/ so will künftig sünoͤlich sei;/ ir bei./ Lösche aß ich morgen Böses tun/ in wir ruhn,/ end auch allen ei uns Abend in guter Hirt,/ acht;/ darum fen. chte Zeit wird ren ein;/ oder so befehl ich ꝛumann, 1715. Sünder machen. nunmehr sich on und bete:/ innen hin. ur Ewigkeit;/ Winde,/ fließt rguß. nicht in acht,/ n Erbarmer;/ üge bin. Abend 396 4. Ach, ich muß mich herzlich schämen;/ du erhältst und schützest mich/ Tag und Nacht so gnädiglich,/ und ich will mich nicht be⸗ quemen,/ daß ich ohne heuchelei/ dir dafür recht dankbar sei. 5. Nun, ich komme mit Verlangen,/ o mein Herzensfreund, zu dir:/ neige du dein Licht zu mir,/ da der Tag nunmehr ver⸗ gangenj/ sei du selbst mein Sonnenlicht,/ das durch alles dinstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen,/ die du mir noch gönnen willt/ von dir sei mein Herz erfüllt,/ so wird mich nichts können quälen;/ denn wo oͤu bist Tag und Licht,/ schaden uns die Nächte nicht. L. Zohann Schlicht, 4 1725. mel. Zesu, meine Freude. 396 Zohann Crüger, 1056. 5 + 2——.—— 5—— 4——5 —.— 1 hir-te dei⸗ ner Scha⸗fe,/ der von kei ⸗ nem dei ne Treu und Mil⸗ de/ dien-te mir zum I— — 1—n— ———.— Schlafe/ et⸗was wis⸗ sen mag,sei di Schilde/ den vergangnen Tag; sei die Nacht/ auch auf der Wacht/ — —.——.— ö —..—.—— + 2.—— EiEEEEEEEE — und laß mich von dei⸗nen Scharen/ um und um be⸗wah⸗ren. 2. decke mich von oben/ vor der deinde Toben/ mit der Vater⸗ huld;/ ein versöhnt Gewissen/ sei mein Ruhekissen,/ oͤrum vergib die Schulol/ denn dein Sohn/ hat mich davon/ durch die tief⸗ geschlagnen Wunden/ gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben/ keine Not betrübenj/ sie sind mein und dein./ Schließ uns mit Erbarmen/ in den Vaterarmen/ wohl⸗ geborgen ein./ Du bei mir/ und ich bei dir;/ also sinòd wir unge⸗ schieden,/ und ich schlaf in Frieden. 4. Romm, verschließ die Kammer/ und laß allen Jammer/ ferne von uns sein./ Sei du Schloß und Riegel,/ unter deine Flügel/ E.— I CA.—• SSS 1 IX! 39³ — 397 · 398 Abend nimm dein Rüchlein ein;/ deck uns zu/ mit Schutz und Ruh,/ so wird uns kein Grauen wecken,/ noch der deind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette/ heut zum Grabe hätte?/ Wie bald rot, bald tot!/ Doch, hast du beschlossen,/ daß mein Ziel verflossen,/ kommt die Todesnot,/ so will ich/ nichts wider dich./ Gerne, weil ich dich gefunden, /sterb ich alle Stunden. 6. Nun wohlan l ich tue/ in vergnügter Ruhe/ meine ugen zu./ Seele, Leib und Leben/ hab ich dir ergeben,/ treuer hüter oͤul/ Gute Nachtl/ Nimm mich in acht;/ und erleb ich ja den Morgen,/ wirst oͤu weiter sorgen. Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. Nr. 441. 397 herzlich tut mich verlangen. 1. Herr, es gescheh dein Wille!/ der Rörper eilt zur Ruh,/ es fallen in der Stille/ die müden Rugen zu./ Vergib oͤer Schwach⸗ heit Sünden,/ verschon mit Zorn und Straf;/ laß mich bereitet unden/ zum Tode wie zum Schlaf. 2. Dein Heil hab ich gesehen;/ in Frieden fahr ich hin,/ weil ich beim Ruferstehen/ in deinem Reiche bin./ Wohl dem, der bis ans Ende/ sich als ein Christ erweistl/ Mein Gott, in deine hände/ befehl ich meinen Geist. Joh.§riedrich v. Cronegk, 4 1758. Mel. Nr. 389. 398 O welt, ich muß dich lassen. 1. Nun sich der Tag geendet,/ mein Herz zu dir sich wendet/ und danket inniglich; /dein holdes Angesichte/ zum Segen auf mich richte,/ erleuchte und entzünde mich. 2. Och schließe mich aufs neue/ in deine Vatertreue/ unoͤ Schutz und Herze ein/ die fleischlichen Geschäfte/ und alle finstren Kräste/ vertreibe durch dein Nahesein. 3. Daß du mich stets umgibest,/ daß du mich herzlich liebest/ und rufst zu oͤir empor,/ daß du allein den Frieden/ mir geben kannst hienieden,/ das stelle früh und spät mir vor. 4. Ein Tag, der sagts dem andern,/ mein Leben sei ein Wan⸗ öern/ zur großen Ewigkeit./ O Ewigkeit, oͤu schöne,/ mein herz an dich gewöhne!/ Mein heim ist nicht in dieser Zeit. Gerharo Tersteegen, + 1709. 304 Abend Mel. Nr. 1. Her bet ich ki singe,/ u 2. Mit mich in d Werke/ 3. Got einher in himmel 4. Ich zu dir, bei dir i 5. Bei Name se hände/ Mel. NAr wissen Künste 5. G trauen, vor dir Abend hutz und Ruh,/ o uns schrecken. be hätte?/ Wie daß mein Ziel hts wider dich./ inden. eine Nugen zu./ uer hüter oͤul/ den Morgen,/ Schmolck, 4 1737. it mich verlangen. eilt zur Ruh,/ b oͤer Schwach⸗ 5 mich bereitet ich hin,/ weil Hdem, der bis ndeine hände/ Cronegk, 4 1758. h muß dich lassen. r sich wendet/ um Segen auf ue/ und Schutz finstren Kraste/ erzlich liebest/ en/ mir geben e. sei ein Wan⸗ e,/ mein herz zeit. esteegen, + 1709. Abend 399 40⁰ Mel. Nr. 389. 399 O welt, ich muß dich lassen. 1. Hherr, der du mir das Leben/ bis diesen Tag gegeben,/ dich bet ich kindlich an./ Ich bin viel zu geringe/ der Treue, die ich singe,/ und die oͤu heut an mir getan. 2. Mit dankendem Gemũüte/ freu ich mich deiner Güte;/ ich freue mich in dir./ du gibst mir Rraft und Stärke, /Gedeihn zu meinem werke/ und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen,/ nach deines Worts Befehlen/ einher im Leben gehn,/ auf deine Güte hoffen,/ im Geist den himmel offen/ und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube/ und nahe mich im Staube/ zu dir, o Gott, mein heil./ Ich bin der Schuld entladen,/ ich bin bei dir in Snaden,/ und in dem Himmel ist mein Teil. 5. Bedeckt mit deinem Segen/ eil ich der Ruh entgegen/ dein name sei gepreist!/ Mein Leben und mein Ende/ ist dein; in deine hände/ befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 400 O Welt, ich muß dich lassen. er Mond ist aufgegangen,/ die goloͤnen Sternlein prangen/ am himmel hell und Vklar./ der Wald steht schwarz und schwei⸗ get,/ und aus den Wiesen steiget/ der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille/ und in der N dämmrunghülle/ so traulich und so hold// P. als eine stille Rammer,/ wo ihr des Tages IJammer/ verschlafen und vergessen sollt. z. Seht ihr den Mond dort stehen?/ Er ist nur halb zu sehen/ und ist doch rund und schön./ So sind wohl manche Sachen,/ die wir getrost belachen,/ weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Menschenkinder/ sind eitel arme Sünder/ und wissen gar nicht viel;/ wir spinnen Luftgespinste/ und suchen viele Klinste/ und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen,/ auf nichts Vergänglichs trauen,/ nicht Eitelkeit uns freun/ laß uns einfältig werden/ und vor dir hier auf Erden/ wie Kinder fromm und fröhlich sein! 30⁵ IIV 1 NI 1 401 402 Am Schlusse oͤer Woche 6. Wollst enoͤlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen/ odurch einen sanften Toò;/ und wenn oͤu uns genommen,/ laß uns in Himmel kommen,/ oͤu, unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder,/ in Gottes Namen nieder/ kalt ist der Abenoͤhauch./ Verschon uns, Gott, mit Strafen/ unoͤ laß uns ruhig schlafen/ und unsern kranken Nachbar auch. Matthias Claudius, 4 1815. Für Rinder⸗ 40¹ Schlesische Volksweise. 2—— 2——— ———2—..——— ——— I. Mü⸗de bin ich, geh zur Ruh,/ schlie ⸗ße bei⸗ I.—8 D E de Rug⸗lein zu./ Va⸗ter, laß die Augen dein/ ü⸗ ber —— —— H ,— EE I 1 mei⸗nem Bet⸗te sein. 2. Hab ich Unrecht heut getan,/ sieh es, lieber Gott, nicht anl/ Deine Gnad und Jesu Blut/ macht ja allen Schaden gut. 5. Alle, die mir sind verwanot,/ Gott, laß ruhn in deiner handʒ/ alle Menschen, groß und klein,/ sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh,/ nasse Rugen schließe zu;/ laß den Mond am Himmel stehn/ und die stille Welt besehn. Luise Hensel, 4 1870. Am Schlusse oͤer Woche⸗ Mel. du Lebensbrot, herr Zesu ö Christ.(Ooͤer wie Ur. 2705 402 Peter Sohr, Frankfurt 1668. (Auch zum Jahreswechsel.) ——————..—..2 SPSꝗISI.I..II.. 8 Gott Lob! ein Schritt zur E⸗ wig⸗keit/ ist a⸗ ber⸗ zu dir im dort⸗gang die ⸗ser Zeit/ mein Herz sich mals voll sehn ⸗lich al⸗le 2. Ich lange,/ b damit, w und ich u 3. Doch wiewohl dich komt daß ich d 4. Ich trennen, darf nenr vereinen 5. Drut geendet, endet,/ u Pfort/ Jc 6. Wer biet mir mit deine Unterlaß 7. Geh ken;/ laß locken/ fleugt,/ 8. O3 weil du v heißet S se der Woche t uns nehmen/ nommen,/ laß ser Gott! amen nieder/ Strafen/ und har auch. Llaudius, 4 1815. sische Volksweise. ———.—— in/ ü ber tt, nicht anl/ n gut. einer hand;/ sein. ieße zu;/ laß ꝛsehn. hHensel, 4 1870. Frankfurt 1668. ist a⸗ ber⸗ iein herz sich Am Schlusse der Woche 402 SS......... SS S.I. IIIIIII mals voll⸗ en⸗det; sehn⸗lich wen⸗det, SSITTT al⸗le Gna⸗de sich er⸗gießt/ zu mei⸗ ner See⸗le Le⸗ ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr/ und wird mir fast zu lange,/ bis es erscheine, daß ich gar,/ o Leben, dich umfange,/ damit, was sterblich ist an mir,/ verschlungen werde ganz in dir,/ und ich unsterblich weroͤe. 3. Doch sei dir ganz anheimgestellt/ die rechte zeit und Stunde,/ wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt,/ wenn ich mit herz unòd Munde/ dich kommen heiße und darauf/ von nun an richte meinen Lauf,/ daß ich dir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann/ von deiner Liebe trennen,/ und daß ich frei vor jedermann/ dich meinen Freund darf nennen,/ und daß du dort, o Lebensfürst,/ dich ganz mit mir vereinen wirst/ und mir dein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit,/ daß sich die Woch“) geendet,/ und also auch von dieser Zeit/ ein neuer Schritt voll⸗ endet,/ und freudig schreit ich weiter fort,/ bis ich gelange an die Pfort/ Jerusalems dort oben. 6. Wenn meine hände lässig sind/ und meine Kniee beben,/ so biet mir deine hand geschwind,/ mich wieder zu erhebenz/ erfüll mit oͤeiner Rraft mein Herz,/ damit ich freudig himmelwärts/ ohn Anterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben oͤran/ und sei nur unerschrok⸗ kenj/ laß dich nicht von der rechten Bahn/ die Lust der Welt ab⸗ locken;/ so dͤir der Lauf zu langsam deucht,/ so eile, wie ein Aoler fleugt,/ mit Flügeln süßer Liebe. 8. O Jesu, meine Seele ist/ zu dir schon aufgeflogen;/ du hast, weil oͤu voll Liebe bist,/ mich ganz zu dir gezogen./ Fahr hin, was heißet Stund und Zeit!/ Ich bin schon in der Ewigkeit,/ weil ich in Jesu lebe. August hermann Francke, 4 1727. das Jahr. o Quell, daraus mein Le⸗ben fließt/ und 397⁷7 40³3·4⁰⁴ Am Schlusse oͤer Woche Beruf Mel. Nr. 442. 403 valet will ich oͤir geben. 1. Die Woche geht zu Ende,/ nicht aber Gottes Treu;/ denn wo ich mich hinwende,/ da ist sie immer neu./ Die Zeit kann wohl verschwinoen,/ nur Gottes Güte nicht,/ sie läßt sich täglich finden/ und gibt mir Trost und Licht. 2. Du gnädigster Erhalter/ von allem, was ich bin,/ hör meines Mundes Psalter/ und nimm mein Opfer hin./ Anzäͤhlbar sind die Gaben,/ die du geschenket mir,/ und was ich nur kann haben,/ ist alles ja von dir. 3. Die ganze Woche zeuget/ von deiner Gütigkeit,/ oͤie du zu mir geneiget,/ getreu zu jeder Zeit./ Auf meines Lebens Pfade/ rühmt jeder Rugenblick/ die Wunder deiner Gnade/ im Unglück wie im Glück. 4. Allein mein Herze bebet,/ wenn es zurücke denkt, wie übel ich gelebet/ und dich, mein Gott, gekränkt;/ ͤrum ruf ich: Herr/ erbarme,/ erbarm dich über mich l/ Ich fall dir in die Arme:/ ach, schone gnadiglich! 5. Mein Glaube heißt mich hoffen,/ es sei durch Christi Blut/ ein neuer Bund getroffen/ und alles wieder gut;/ örum will ich dir geloben,/ auf ewig treu zu seinj/ dein guter Geist von oben/ wird mir die Kraft verleihn. 6. Ich bin dein Kind aufs neue;/ ödrum gib, daß diese Nacht/ mich auch dein Schutz erfreue,/ der alles sicher macht./ Ich werde gleichsam sterben;/ der Schlaf ist wie ein Tod;/ doch kann ich nicht verderben:/ oͤu lebst in mir, mein Gott. 7. Soll oͤas in diesem Leben/ die lethte Woche sein,/ will ich nicht widerstreben,/ nein, mich im Geiste freun/ auf jenen deier⸗ abeno,/ den Christi Tod gemacht,/ und diese Hoffnung habend/ sprech ich nun: Gute Nacht! Benjamin Schmolck, T+ 1757. Beruf Mel. Nr. 389. 404 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Du sollst in allen Sachen/ mit Hott den Anfang machen/ aus treuer Schuld und Pflicht./ Wem hast ou Dank zu geben,/ als ihm, für Heil unò Leben?/ Von dir, o Mensch, entspringt es nicht. 398 Beruf 2. Was legt er ni wenig au⸗ sich ergie Mel. O du aller Band Nun, so k oche Beruf vill ich oͤir geben. s Treuʒ/ denn Zeit kann wohl täglich finden/ in,/ hör meines zählbar sind die kann haben,/ eit,/ die du zu Lebens Pfade/ 'e/ im Unglück henkt, wie übel ruf ich: Herr, ie Arme:/ ach, hristi Blut/ ein im will ich dir zon oben/ wird 6 diese Nacht/ cht./ Ich werde h kann ich nicht sein,/ will ich uf jenen Feier⸗ nung habend/ Schmolck, 4 1737. h muß dich lassen. fang machen/ nk zu geben,/ springt es nicht. Beruf 4⁰⁵ 2. Was will dein kaltes Sinnen,/ oͤu Staub der Zeit, beginnen,/ legt er nicht Hilfe bei?/ Der Mensch mit seinem Dichten/ weiß wenig auszurichten,/ das wahrhaft gut zu heißen sei. 3. Drum sei nicht zu verwegen/ auf des Berufes Stegen/ und biloͤe oͤir nicht ein,/ als könntest du Vertrauen/ auf deine Kräfte bauen/ denn sie sind Gottes und nicht dein. 4. Wo Gottes Hand sich reget,/ den Grund zur Arbeit leget,/ da zieht der Segen ein;/ verkehrt er sein Gesichte,/ so wird ein Werk zunichte,/ wie trefflich auch die Meister sein. 5. Schlag an die himmelspforten/ mit starken Glaubensworten,/ da bitte Beistand aus./ Daher wird Segen fließen/ und reichlich sich ergießen/ auf dich und auf dein ganzes Haus. Anodͤreas Tscherning, 4 1659. Mel. O durchbrecher aller Bande. herrnhaag 1740. H + + 4 + ++— ö 2 ö—.—— — j ö— ö ö— Je⸗su, komm, sei ein⸗ ge⸗be⸗ ten./ Mei⸗ne hän⸗de wol⸗lest mir zur Sei⸗te tre⸗ ten,/ daß mein Tun sei n n ni irn. leg ich an ů— ö wohl⸗ge⸗tan. Auf dein Wort, zu dei⸗ ner Eh ⸗re,/ EE.——.— ö +..—. — will mein Netz ich sen⸗ken ein; ei⸗ nen gu⸗ ten Zug be⸗ ——.— —— . sche⸗re,/ laß es vol⸗ler Se⸗ gen sein. 2. Ohne dich macht nichts mein Machen,/ nichts kann alle meine Runst;/ ohne dich in allen Sachen/ alle Müh ist ganz umsonst./ Ach, du mußt mit hand anlegen,/ meine hand ist viel zu schwach./ Nun, so komm mit hilf und Segen,/ meine Ohnmacht mächtig mach! 399 D 40 Beruf 3. Gerne will ich tun das Meine,/ will es tun auf oein Geheiß:/ tu auch du dabei das deine/ und beglücke meinen Fleiß./ Laß mich und mein haus erfreuen/ einen reichen, guten Zug; /doch sollt es nicht gleich gedeihen,/ hab ich dich, hab ich genug. 4. Zwar, wie sollt es mir nicht glücken,/ da du selbst Mithelfer bist?/ Ach, du kannst und willst erquicken,/ wenn man fromm und gläubig ist./ Ist nur Gott, so ist daneben/ alles andere auch im Haus;/ du wirst segnen, du wirst geben,/ der du allen teilest aus. 5. Ich verseh mich deiner Gnaden,/ ob ich keines Segens wert;/ wirst oͤu mir mein Netz beladen,/ sollst du sein mit Dank verehrt/ gibst du, will ich wiedergeben;/ ja, ein Teil davon soll dein,/ dein, o Gott, und auch daneben/ meines armen NMächsten sein. Sigismund ev Birken, 4 1681. v torisch. 5 6 her. 406 Witenderg 823 III 4. + + + %. v Fer 350 SSDISSDIIDS.—.—U In Sottes Na⸗ men fang ich an,/ was mir zu 224 Gott wird al⸗les wohl⸗ge⸗tan/ und glück⸗lich SSSEEEEEEEEEEEE Mel. Es ist das Heil tun ge⸗ büh⸗ ret;/ mit aus-ge- e Kt./Was man in Got⸗tes Na⸗men tut,/ ist ——... al⸗lent⸗hal⸗ben recht und gut/ unòd muß uns auch ge⸗ dei hen. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft,/ das Gute zu voll⸗ bringen,/ er gibt uns Segen, Mut und Kraft/ und läßt das Werk gelingen,/ daß uns ein reicher Zug entsteht/ und Hottes Gab in Fülle geht,/ daß wir zur Snüge haben. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn,/ er krönet sie mit Gnaden;/ der bösen Welt haß, Neid und Hhohn/ kann ihnen gar nicht schaden./ Gott decket sie mit seiner hand,/ er segnet ihren Weg und Stand/ und füllet sie mit Freuden. 100 Beruf 4. Dri Werken; Gib dein erfahre t 5. Reg daß das, auf daßi meinem 6. Nu Hände /l zu deine erwünsch Mel. Du, freun.(O 3. So da gebri ich nun 4. Wi dafür;/ Arbeit st 20 Beruf dein Geheiß:/ eiß. /Laß mich 197/ doch sollt ug. elbst Mithelfer man fromm s andere auch llen teilest aus. Segens wert;/ hank verehrt;/ on soll dein,/ ächsten sein. Birken, 4 1681. rreformatorisch.) Wittenberg 1523. 5. — 2——.8 was mir zu und glück⸗ 6. ge⸗ dei hen. Gute zu voll⸗ läßt das Werk Gottes Gab in krönet sie mit ann ihnen gar rsegnet ihren 4 Beruf 40⁷ 4. Drum komm, hett Jesu, stärke mich,/ hilf mir in meinen Werkenj/ laß du mit deiner Gnade dich/ bei meiner Arbeit merken./ Gib dein Gedeihen selbst dazu,/ daß ich in allem, was ich tu,/ erfahre deinen Segen. 5. Regiere mich durch deinen Geist,/ den Müßiggang zu meiden,/ daß das, was du mich schaffen heißt,/ gescheh mit lauter Freuden,/ auf daß ich oͤir mit aller Treu/ auf dein Gebot gehorsam sei/ und meinem Mächsten diene. 6. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir;/ die Werke meiner hände/ befehl ich, liebster heiland, dir;/ hilf, daß ich sie vollende/ zu deines Namens herrlichkeit,/ und gib, daß ich zur Abenoͤzeit/ erwünschten Lohn empfange! Salomo Liscow, 4 1689. Mel. Du, des sich alle himmel 407 freun.(Oder: wie Nr. 25.) Just. Heinrich Knecht, 1793. . H.. I+.. I——————— + 1. Das wal⸗te Got, der hel⸗ fen kann!/ Mit Gott land DD ich die Ar⸗beit an./ Mit Gott nur geht es glück⸗lich fort;/ oͤrum ist auch dies mein er ⸗stes Wort:/ das wal⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk/ erfordert Gottes Kraft und Stärk;/ mein herz sucht Gottes Angesicht;/ örum auch mein Mund mit Freuden spricht:/ Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts;/ wo Gott nicht gibet, da gebrichts;/ Gott gibt und tut mir alles Guts;/ orum sprech ich nun auch gutes Muts:/ Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, /so will ich dankbar sein dafür;/ auf sein Wort werf ich aus mein Netz/ und sag in meiner Arbeit stets:/ Das walte Gott! 20 40¹ 408 Ehe und 5. Anfang und Mitte samt dem End„stell ich allein in Gottes händ;/ er gebe, was mir nützlich ist;/ örum sprech ich auch zu jeder Frist: /Das walte Gottl 6. Legt Gott mir seinen Segen bei/ nach seiner großen Güt und Treu,/ so gnügets mir zu jeder Stund;/ oͤrum sprech ich auch aus herzensgrund:/ Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück: unverzagtl/ Ist doch mein Werk mit Gott gewagt;/ er wird mir gnädig stehen bei;/ oͤrum dies auch meine Losung sei:/ Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat,/ bis all mein Tun ein Ende hat;/ er gibt und nimmt, machts, wie er will;/ oͤrum sprech ich auch fein in oͤer Still:/ Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not/ und gibt mir auch mein täglich Brot;/ nach seinem alten Vaterbrauch/ tut er mir Guts; oͤrum sprech ich auch:/ Das walte Gottl 10. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst,/ nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst;/ mit Gott gehts fort, gerät auch wohl,/ daß ich kann sagen glaubensvoll:/ Das walte Gott! ö 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit,/ so acht ich keiner deinde Neid;/ laß hassen, wers nicht lassen kann,/ ich stimme doch mit §reuden an:/ Das walte Gott! 12. Tu ich dann was mit Gottes Rat,/ der mir beistehet früh und spat,/ dann alles wohl geraten muß;/ ͤrum sprech ich noch⸗ mals zum Beschluß:/ Das walte Gott! Joh. Betichius, 4 1722. Ehe und Hausstand Nicht so traurig, 408 nicht so sehr. 1. Voller Wunder, voller Runst,/ voll von hoher Weisheit Preis,/ voller huloe, Gnad und Gunst,/ Labsal bei des Lebens Schweiß,/ voller Wunder, sag ich noch,/ ist der keuschen Liebe Joch. 2. Die sich nach dem Angesicht/ niemals je zuvor gekannt,/ auch sonst im geringsten nicht/ mit Gedanken zugewanoͤt,/ derer herzen, derer Hand/ knüpft Gott in ein Liebesband. 40² Haussta 3. Diest treibt ihr die Zeit n 4. Hier eines ist des ander 5. Bis und zur erscheint 6. Jede was im 5 was dam 7. Oste aber wie auch Mei 8. Laß sei j/ unst Gottes U 9. Sie wie so w ihrer ha 10. Il wenn sor wenn au 11. Ih Liebe zie herzen? 12. G hält sich und vers 15. U speist die Dach,/ u und gro 20* Ehe und in in Gottes ich auch zu großen Güt hrech ich auch mein Werk /oͤrum dies sein Tun ein oͤrum sprech rauch mein rumir Guts lft Verstand, ohl,/ daß ich keiner Feinde me doch mit eistehet früh rech ich noch⸗ tichius, 4 1722. licht so traurig, nicht so sehr. sheit Preis,/ is Schweiß,/ Joch. ekannt,/ auch derer herzen, Hausstand 40⁰0⁸ 3. Dieser Vater zieht sein Kind,/ jener seins dagegen auf,/ beide treibt ihr sonorer Wind,/ ihre sondre Bahn und Laufz/ aber wenn die Zeit nun dar,/ wirds ein wohlgeratnes Paar. 4. Hier wächst ein geschickter Sohn,/ dort ein eoͤle Tochter zuj/ eines ist des andern Kron,/ eines ist des andern Ruh,/ eines ist des andern Licht,/ wissens aber beide nicht. 5. Bis solang es dem beliebt,/ der die Welt im Schoße hält/ und zur rechten Stunde gibt/ jedem, was ihm wohlgefällt:/ da erscheint im Werk und Tat/ der so tief verborgne Rat. 6. Jeder findet, jeder nimmt,/ was der höchst ihm ausersehn/ was im himmel ist bestimmt,/ pflegt auf Erden zu geschehn,/ und was dann nun so geschicht,/ das ist sehr wohl ausgericht't. 7. Ofters denkt man: das und dies/ hätte können besser seinj/ aber wie die dinsternis/ nicht erreicht den Sonnenschein,/ also geht auch Menschensinn/ hinter Gottes Weisheit hin. 8. Laß zusammen, was Gott fügt;/ der weiß, wies am besten sei j/ unser denken fehlt und trügt,/ sein Gedank ist mangelfrei/ Gottes Werk hat festen duß,/ wenn sonst alles fallen muß. 9. Siehe frommen Kindern zu,/ die im heilgen Stande stehn,/ wie so wohl Gott ihnen tu,/ wie so schön er lasse gehn/ alle Taten ihrer händ/ auf ein gutes, selges End. 10. Ihrer Tugend werter Ruhm/ steht in steter voller Blũt;/ wenn sonst aller Liebe Blum/ als ein Schatten sich verzieht,/ und wenn aufhört alle Treu,/ ist doch ihre Treue neu. 11. Ihre Lieb ist immer frisch/ und verjüngt sich fort und fort/ Liebe zieret ihren Tisch/ und versübet alle Wortj/ Liebe gibt dem herzen Rast/ in der Müh und Sorgenlast. 12. Gehts nicht allzeit, wie es soll,/ ist doch diese Liebe still,/ hält sich in dem RKreuze wohl,/ denkt, es sei des herren Will,/ und versichert sich mit ẽreud/ einer künftig bessern Zeit. 13. Unterdessen geht und fleußt/ Gottes reicher Segensbach,/ speist die Leiber, tränkt den Geist,/ stärkt des hauses Grund und Dach,/ und was klein, gering und bloß,/ macht er mächtig, viel und groß. 20 4⁰³ 40⁰ Ehe und 14. Enoͤlich, wenn nun ganz vollbracht,/ was Gott hier in dieser Welt/ frommen Kinoern zugedacht,/ nimmt er sie ins himmelszelt/ und oͤrückt sie mit großer Lust/ selbst an seinen Mund und Brust. 15. Nun so bleibt ja voller Gunst,/ voll von hoher Weisheit Preis,/ voller Wunder, voller Kunst,/ Labsal bei des Lebens Schweiß,/ voller Wunder, sag ich noch,/ bleibt der keuschen Liebe Joch. Paul Gerharot, 4 1676. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern. 409 Frankfurt a. M. 1599. 1—— —2.——— 2 + IES drrr. Kernrrmrr. Wie schön ists doch, herr Je⸗su Christ,/ im Stan⸗de, wWie steigt und neigt sich dei⸗ ne Gab/ und al⸗les — D 2—2—— N .— e da dein Se⸗ gen ist,/ im Stan⸗oͤe heil⸗ ger E⸗ hel Gut so mild her⸗ ab/ aus dei⸗ ner heil⸗gen hö⸗ he, äIIIIIFIFTPTPTttttTttr.r.r.rTrRLG᷑QHòC˙·ss SꝓSP.PI.I.I.II.————— wenn sich/ an dich/ flei⸗Pig hal⸗ ten/ Jung und Al⸗ ten,/ +—— ů ö ö 2 805.... ö E — ö—— die im Or⸗den/ ei- nes Le⸗bens ei⸗ nig wor⸗den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohlverstehn/ und hand in hand durchs Leben gehn/ im Bunde reiner Treue,/ da blüht das Glück von Jahr zu Jahr,/ da sieht man, wie der Engel Schar/ im Himmel selbst sich freue./ Kein Sturm,/ kein Wurm/ kann zerschlagen,/ kann zernagen,/ was Gott gibet/ dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich,/ an Asten schön, an zweigen reich,/ das Weib gleicht einem Reben,/ der seine Träub⸗ lein trägt und nährt/ und sich je mehr und mehr vermehrt/ mit Früchten, die da leben./ Wohl dir,/ o dier,/ Manneswonne,// Hauses⸗ sonne,/ Ehrenkrone!/ Gott denkt dein auf seinem Throne. 4⁰⁴ Hausst 4. Si solchen geliebt/ und Rat wir geot 5. Iw da man und in Freuden wird bel 6. Wi Nöten B Ruhm 1 alle beii Aamen Mel. N 1. Si ob sie gl du hast sie sollte 2. Du mehr a Angst Vatertr 3. S. und mi rühmen müßt ie 4. S. daß sie auch m Kreuz r 5. Di wollst it in ihrei daß sie Ehe und tt hier in dieser Himmelszelt/ ind und Brust. eisheit Preis,/ ns Schweiß,/ iebe Joch. zerharot, 4 1676. kfurt a. M. 1599. 7.— ——.— im Stan⸗de, und al⸗les —.—— — E hel hö⸗he, und Al⸗ ten,/ wor⸗den. hand in hand liht das Glück r/ im himmel zerschlagen,/ ihm sich liebet. sten schön, an seine Träub⸗ vermehrt/ mit onne// hauses⸗ Throne. hausstand 41⁰ 4. Sei gutes Muts! Nicht Menschenhand/ hat aufgerichtet solchen Stand: /es ist ein höhrer Vater;/ der hat uns je und je geliebt/ und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt,/ der beste Freund und Rater./ Anfang, Ausgang/ aller Sachen,/ die zu machen/ wir geoͤenken,/ wird er wohl und weislich lenken. 5. zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl/ ein Stünoͤlein, da man Leides voll/ die Tränen lässet fließenz/ doch wer sich still und in Geduld /ergibt, des Leid wird Gottes Huld/ in großen Freuden schließen./ Zage,/ trage/ nur ein wenigl/ Anser Roͤnig/ wird behende/ machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl denn, mein König, nah herzul/ Gib Rat in Rreuz, in nöten Ruh,/ in Angsten Trost und§reudel/ Des sollst du haben Ruhm uno Preis;/ wir wollen singen bester Weis/ und danken alle beide,/ bis wir/ bei dir,/ deinen Willen/ zu erfüllen,/ deinen Namen/ ewig loben werden. Amen! paul Gerharot, 4 1676. mel. Nr. 388. 410 hWein Semtie 1. Sorge doch für meine Rinder,/ Vater, nimm dich ihrer an;/ ob sie gleich vor dir sind Sünder,/ sind sie dir doch zugetan,/ und du hast sie in der Tauf/ väterlich genommen auf,/ daß sie, wenn sie sollten sterben,/ wären deines Reiches Erben. 2. Du hast sie bisher ernähret/ und so manchem Unglücksfall/ mehr als väterlich gewehret,/ der sie hier und überall/ hätt in Rngst und Not gestürzt,/ ja das Leben abgekürzt;/ aber deine Vatertreue/ bleibt bei ihnen täglich neue. 3. Sollt ich nicht für solche Güte/ immer dir verpflichtet sein/ und mit dankbarem Gemüte/ solchen Glücks⸗ und Segensschein/ rühmen und vor jedermann/ deine Wohltat zeigen an,/ ach, so müßt ich ganz vermessen/ Gottes, meines Heils, vergessen. 4. Sammeln andre große Schätze,/ suchen in der Welt ihr Heil,/ daß sie Geld und Gut ergöthe,/ so bist du mein einzig Teil./ Bleib auch meiner Kinder Gott,/ lasse sie in keiner Not/ und in keinem Kreuz verderben,/ bis sie enoͤlich selig sterben. 5. Der du sie bisher erhalten,/ wollest stets ihr Schützer sein// wollst in Gnaden ihrer walten,/ bricht Gefahr für sie herein./ Regt in ihrer eignen Brust/ sich mit Macht die böse Lust:/ gib dann, daß sie mutig kämpfen/ und den Reiz der Sünde dämpfen. 405 41¹ Ehe und 6. Schütze sie vor bösen Leuten/ und vor der Verführer Schar,/ daß ihr Fuß nicht möge gleiten;/ laß sie ihre Lebensjahr/ in der Gnade bringen zu,/ bis oͤu sie, wie mich, zur Ruh/ wirst ins kühle Grab versenken/ und die Seligkeit uns schenken. 7. Können sie in diesem Leben/ hier und wo es dir gefällt,/ was zu deiner Ehre geben,/ so laß in der ganzen Welt/ ihnen, wo sie immer gehn,/ deine Furcht vor Augen stehn,/ daß sie dich im Tun und Lassen/ stets in ihre herzen fassen. 8. Gönne mir die große Freude,/ daß einst an dem jüngsten Tag/ nach so vielem Rreuz und Leide/ ich mit Jauchzen sagen magꝛ/ Liebster Vater, ich bin hier/ und die Kinder, die ou mir/ hast in jener Welt bescheret;/ ewig sei dein Nam geehret! Luöwig heinrich Schlosser, 4 1725. Mel. Seelenbräutigam. 41 1 Adam drese, 1690. R 8i . D, „„ e⸗ su, geh vor⸗an/ auf der 2 6——— SDPDPDPDPIII 5—7 N +. Le⸗ bens⸗bahn,/ und wir wol⸗ len führ uns an der hand/ bis ins Va⸗ ter⸗land. 2. Solls uns hart ergehn,/ laß uns feste stehn/ und auch in den schwerften Tagen/ niemals über Lasten klagen;/ denn durch Trüb⸗ sal hier/ geht oͤer Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz/ irgend unser Herz,/ kümmert uns ein fremdes Leiden,/ o so gib Geduld zu beiden;/ richte unsern Sinn/ auf das Ende hin. öDRDRXYX—.————————— Hauss 4. Or rauhe Lauf/ d und ler Ehe und ihrer Schar,/ sjahr/ in der virst ins kühle gefällt,/ was ihnen, wo sie e dich im Tun dem jüngsten sagen magꝛ/ mir/ hast in chlosser, 4 1725. am drese, 1690. — n/ auf der ir wol⸗ len B.. a ei⸗ lenʒ/ —.—. land. d auch in den ndurch Trüb⸗ kümmert uns richte unsern Hausstand 412413 4. Oroͤne unsern Gang,/ Jesu, lebenslang/ führst du uns durch rauhe Wege,/ gib uns auch die nötge Pflege;/ tu uns nach dem Lauf/ deine Türe auf. nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, T 1760. mel. Nr. 359. 412 D. Lebeüs icn 1. Wohl einem Haus, da Jesus Christ/ allein das All in allem istl/ Ja, wenn er nicht darinnen wär,/ so stünd es öò und wüst und leer. 2. Wohl ihm, wenn Mann und Weib und Kind/ im rechten Glauben einig sind,/ zu dienen ihrem Herrn und Gott/ nach seinem willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt/ ein Vorbild vor die Augen stellt,/ daß ohne Gottesdienst im Geist/ das äußre Werk nichts ist, noch heißt. 4. Wohl, wenn der herzen fromm Gebet /beständig in die höhe geht,/ und man nichts treibet fort und fort/ als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand/ mit fleißiger, getreuer hand/ ein jegliches nach seiner Art/ im Glauben seine Pflicht bewahrt. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind,/ und wenn sie Rind und Kindeskind /versäumen nicht am ewgen Glück,„/so bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht,/ die Eltern werden hocherfreut,/ und ihren Kindern sieht mans an,/ wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund/ samt meinem Hause diesen Bund:/ Wenn alles Volk vom herren wich,/ so dienen wir ihm ewiglich. Christ. Karl Ludwig v. Pfeil, T 1784. mel. Ar. 409. 413 der Mrkensterg. 1. Ich und mein Haus, wir sind bereit,/ dir, herr, oͤie ganze Lebenszeit/ mit Seel und Leib zu dienen./ du sollst oer herr im hause sein;/ gib deinen Segen nur darein,/ daß wir dir willig dienen./ Eine/ kleine,/ fromme, reine/ hausgemeine/ mach aus allen./ Dir nur soll sie wohlgefallen. 40/ 4¹1⁴ Ehe und 2. Es wirke durch dein kräftig Wort/ dein guter Geist stets fort und fort/ an unser aller Seelen;/ es leucht uns wie das Sonnen⸗ licht,/ damits am rechten Lichte nicht/ im Hause möge fehlen./ Reiche/ gleiche/ Seelenspeise/ auch zur Reise/ durch dies Leben/ uns, oͤie wir uns oͤir ergeben. 5. Gieß deinen 8ᷣrieden auf das haus/ und alle, die oͤrin wohnen, aus,/ im Glauben uns verbinde;/ laß uns in Liebe allezeit/ zum Dulden, Tragen sein bereit,/ demütig, sanft und linde./ Liebe/ übe/ jede Seele;/ keinem fehle,/ dvran man kennet/ den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser haus gegründet sein/ auf deine Gnade ganz allein/ und deine große Züte.Auch laß uns in der Nächte Graun/ auf deine treue Hilfe schaun/ mit kinoͤlichem Gemüte;/ selig,/ fröh⸗ lich,/ selbst mit Schmerzen/ in dem Herzen/ oͤir uns lassen/ und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst oͤu uns iroͤisch Glück ins Haus,/ so schließ den Stolz, die Weltlust aus,/ des Reichtums böse Gäste;/ denn wenn das Herz an demut leer/ und voll von eitler Weltlust wär,/ so fehlte uns das Beste:/ jene/ schöne,/ tiefe, stille/ Gnadenfülle,/ die mit Schäten/ einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und enoͤlich flehn wir allermeist,/ daß in dem haus kein anorer Geist/ als nur dein Geist regiere;/ daß er, der alles wohl bestellt/ und gute Zucht und Oroͤnung hält,/ uns alles lieblich ziere./ Sende,/ spende/ ihn uns allen,/ bis wir wallen/ heim und oroben /dich in deinem Hause loben. philipp Spitta, 4 1859. 41 4§Französischer Psalter, 1547. 4 ö 4.——.— x——— er, d. O se⸗lig Haus, wo man dich auf⸗ ge⸗ nom⸗men,/ wo un⸗ter al⸗ len Gä ⸗sten, die da kom⸗ men,/ —2 +. x—— ö 8 ene, en, du wah⸗- rer See⸗len⸗freund, herr Je= su Christ! ou der ge⸗ fei ⸗ert„ste und lieb ⸗ste bist; Hausste wo al Au⸗ge — bot er⸗ 2. Of eines Ge Glauben dir han nur bei bösen T. 3. O Gebets Seinen deinen zu/ und freun, d 4. O Ehe und eist stets fort das Sonnen⸗ öge fehlen./ dies Leben/ Hrin wohnen, ulezeit/ zum nöe./ Liebe/ den, der sich ganz allein/ Graun/ auf selig,/ fröh⸗ lassen/ und den Stolz, nwenn dͤas ir,/ so fehlte lle,/ die mit n Haus kein r alles wohl ules lieblich n/ heim und pitta, 4 1859. Ppsalter, 1547. —— nom⸗men,/ om⸗ men,/ —„ ù Christ! te bist; 2I. Hii II wo al ⸗ler her⸗zen dir ent⸗ge⸗ gen⸗schlagen/ und al⸗ler — ö ö‚—.— drrr rien. 2.— E RNu⸗gen freu⸗dig auf dich sehn;/ wo al ⸗ler Lip⸗pen dein Ge⸗ + 1 ——.— —— x —— bot er⸗fra⸗gen/ und al⸗le dei⸗nes Winks ge⸗wär⸗ tig stehn. 2. O selig haus, wo Mann und Weib in einer,/ in deiner Liebe eines Geistes sind,/ als beide eines heils gewürdigt, keiner/ im Glaubensgrunde anders ist gesinnt;/ wo beide unzertrennbar an dir hangen/ in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach,/ und nur bei dir zu bleiben stets verlangen/ an jedem guten, wie am bösen Tagl 3. O selig haus, wo man die lieben Kleinen/ mit händen des Gebets ans Herz dir legt,/ du Freund der Kinder, der sie als die Seinen/ mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt;/ wo sie zu deinen düßen gern sich sammeln/ und horchen deiner süßen Rede zu/ und lernen früh dein Lob mit dreuden stammeln,/ sich deiner freun, du lieber Heiland, du! 4. O selig haus, wo Rnecht und Magd dich kennen/ und wissend, wessen Rugen auf sie sehn,/ bei allem Werk in einem Eifer brennen,/ daß es nach deinem Willen mag geschehn; /als deine Diener, deine hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei,/ das Ihre schaffen, froh und unverdrossen,/ in kleinen dingen zeigen große Treul 5. O selig haus, wo du die§reude teilest,/ wo man bei keiner Freude dein vergißt!l/ O selig haus, wo du die Wunden heilest/ und aller Arzt und aller Tröster bist;/ bis jeder einst sein Tage⸗ werk vollendet,/ und bis sie enoͤlich alle ziehen aus/ dahin, wo⸗ her der Vater dich gesendet,/ ins große, freie, schöne Vaterhaus. philipp Spitta, + 1859. 4⁰⁹ .—.— SD‚‚.— ——— — — 415416 TrauungObrigkeit 415 mel. NUr. 409. Vor dͤer Trauung der miorgenstern⸗ 1. Von dir, oͤu Gott der Einigkeit,/ waro einst oer Ehebund geweiht;/ von oͤir kommt auch der Segen./ O segn auch jetzt von deinen höhn,/ die hier vor deinem Antlitz stehn,/ um hand in Hand zu legen./ Laß sie,/ Vater,/ dir ergeben,/ einig leben,/ treu sich lieben/ und in deinem Wort sich üben. Nach oͤer Trauung 2. Nimm sie in deine Vaterhut,/ halt ihren Sinn bei frohem Mut,/ ihr herz dem Himmel offen,/ und lehre sie, sich deiner freun,/ ein herz und eine Seele sein/ im Glauben, Lieben, Hoffenl/ Laß sie,/ Vater,/ dir ergeden,/ glücklich leben,/ freudig sterben/ und vereint den Himmel erben! Georg Ernst Waldau, 4 1817. Obrigkeit Mel. Nr. 365. 41 6 Aus meines herzens Grunde. 1. Jehova, herr und Rönig/ der Könige und Herrn,/ dir sind wir untertänig,/ oͤu herrschest nah und fern;/ ödu herr im him⸗ melszelt,/ laß unter deinem Leiten/ bestehn die Obrigkeiten,/ zu herrschen in der Welt. 2. Es zeugen deine Knechte,/ daß keine Obrigkeit/ als nur oͤurch deine Rechte/ und deine Macht gebeut./ Du hast sie hoch geschätzt;/ wer ihr zuwider lebet,/ der trotzt und widerstrebet/ dem, was du hast gesetzt. 3. Du Gott der Oroͤnung, lehre/ mich selbst durch deinen Geist,/ daß ich die Obern ehre,/ wie uns dein Wort es heißt./ Sie tragen ja dein Bil;/ gib, daß ich Demut übe/ unoͤ sie mit Ehrfurcht liebe,/ so wird dein Wort erfüllt. 4. Verleihe deine Güte/ und sende Recht und Licht;/ gib ihnen ins Gemüte/ viel Weisheit zum Gericht./ Du herrschest selbst im Land/ das Herz der Obrigkeiten/ kannst du wie Bäche leiten;/ es steht in deiner Hand. 5. GSib, daß durch ihr Regieren/ wir mit Zufriedenheit/ ein ruhig Leben führen/ in wahrer Frömmigkeit./ Laß sie die Ppfleger Preoͤig sein/ der Sorgfal 6. Dit Geist sie gern j/ Jesum, segnen 2. W ihm Hir Geist un Sünder lieren. herde »Obrigkeit ie schön leuchtet r Morgenstern. der Ehebund auch jetzt von um hand in ig leben,/ treu in bei frohem e, sich deiner eben, Hoffenl/ udig sterben/ Waloau, 4 1817. erzens Grunde. rrn,/ dir sind err im him⸗ rigkeiten,/ zu als nur durch och geschäht j/ dem, was du deinen Geist,/ Sie tragen nit Ehrfurcht t;/ gib ihnen chest selbst im zäche leiten/ sedenheit/ ein ie die Pfleger Preoͤigtamt 417 sein/ der gläubigen Gemeinde/ und als getreue ẽreunde/ ihr heilge Sorgfalt weihn. 6. Die uns allhier regieren,/ Herr, die regiere du/ laß deinen Geist sie führen,/ dein Rat sprech ihnen zu./ herr Gott, du segnest gernj/ o, walte du hienieden,/ gib deinem Volke Frieden/ dͤurch Jesum, unsern Herrn. nach phil. Friedͤrich Hiller, 1769. Predigtamt Mel. Nr. 409. 41 7 der Hrgenfterd⸗ 1. O Jesu, Herr der Herrlichkeit,/ du König deiner Christen⸗ heit// du Hirte deiner herde// du siehst auf die erlöste Welt,/ re⸗ gierst sie, wie es dir gefällt,/ sorgst, daß sie selig werde./ Von dir/ sind wir/ auch erwählet,/ zugezäͤhlet/ den Erlösten,/ die du segnen willst und trösten. 2. Wohl deinem Volk, daß oͤu es liebst,/ nach deinem Sinn ihm Hirten gibst,/ die es zum himmel führen,/ und die voll Eifer, Geist und Kraft,/ voll Glauben, Liebe, Wissenschaft/ das herz der Sünder rühren./ Treue/ Hirten/ laß den Seelen/ niemals fehlen,/ daß die herden/ mit den hirten selig werden. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand/ den Lehrer, den du uns gesandt;/ Herr/ segne sein Geschäftel/ Die Seelen, die sich ihm ver⸗ traun,/ durch Lehr und Leben zu erbaun,/ gib Weisheit ihm und KRräfte./ Lehr ihn,/ hilf ihm/ tun und leiten,/ dulden, streiten,/ beten, wachen,/ selig sich unòd uns zu machen. 4. herr, deinen Geist laß auf ihm ruhnj/ laß ihn sein Amt mit Freuden tun;/ nichts sei, das ihn beteübe!/ Wenn er uns deine Wahrheit lehrt,/ gib uns ein Herz, das folgsam hört,/ ein Herz voll treuer Liebe./ Lehrer,/ hörer/ laß in Freunoͤschaft/ und Ge⸗ meinschaft/ feste stehen/ und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund,/ uns dir entgegenführen./ Du gibst ihm unter seine hand/ die Seelen als ein teures Pfand;/ laß keine ihn ver⸗ lieren./ Jesu,/ hilf du,/ beut die hände,/ daß am Ende/ Hirt und herde/ treu vor dir erfunden werde. 411 418 Allgemeine 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn!/ Wir heißen dich will⸗ kommen gern/ in Jesu Christi Ramen./ O hirte, nimm uns bei der hand,/ führ uns zum ewgen Vaterland./ Gott mit dir! Amen!l Amen!/ Mit dir/ gehn wir/ durch die Leiden/ dieser Zeiten/ zu dem Leben,/ das uns unser Gott will geben. Daniel Karl Bickel, 4 1809. Allgemeine Not 41 8 Französischer Pfalter, 1547. S..— 1. Wenn wir in höch⸗ sten Nö ⸗ ten sein/ und wis⸗ sen II.II.IIIT — 2— 2 H——— nicht, wo aus noch ein,/ und fin⸗den we⸗der Hilf noch Rat// EEEESESEEEE— —— II 1 ob wir gleich sor⸗gen früh und spat: 2. So ist dies unser Trost allein,/ daß wir zusammen insgemein/ anrufen dich, o treuer Gott,/ um Rettung aus der Angst und Not, 5. Und heben unser Aug und herz/ zu dir in wahrer Reu und Schmerz/ und bitten um Begnadigung/ und aller Strafen Lin⸗ derung, 4. Die du verheißest gnädiglich/ all denen, die orum bitten dich/ im Namen des herrn Jesu Christ,/ der unser Heil und Mittler ist. 5. Drum kommen wir, o herre Gott,/ und klagen dir all unsre Not,/ weil wir jetzt stehn verlassen gar/ in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünoen groß,/ sprich uns davon in Gnaden los,/ steh uns in unserm Elend bei,/ mach uns von allen Plagen frei; 7. Auf daß von herzen können wir/ nachmals mit§reuden oͤanken dir,/ gehorsam sein nach deinem Wort,/ dich allzeit preisen hier und dort. paul Eber, + 1569. 412 Hllgemeine ben dich will⸗ imm uns bei it dir! Amen! r Zeiten/ zu Bickel, 4 1809. Psalter, 1547. insgemein/ gst und Not, rer Reu und 5trafen Lin⸗ bitten dich/ oMittler ist. dir all unsre Trübsal und us davon in ns von allen uöen danken preisen hier Eber, + 1569. ö ö Not 4¹9 (vorreformatorisch.) Mel. Da Christus Nürnberg 1544. geboren war. 2..23——— — ,/ des sich freu⸗ et DDi i 6 ++ HI—. I—.—... — I I * u I *2 2 * 3. E u * 9 u I Leib und Seel,/ der du ken⸗nest al⸗les =——.———— ...... RRR. 1 1 1—1. I..— Chri⸗sten⸗heit;/ o oͤu Wäch⸗ter, der du nicht/ schläfst noch 2 ö —.— AH .mn mn n...— SIEEI ö schlum⸗merst, zu uns richt/ jetzt dein hilf⸗reich An⸗ ge⸗sicht! 2. Schau, wie große Not und Qual/ trifft dein Volk jetzt über⸗ alll/ Täglich wird der Trübsal mehr:/ hilf, ach hilf, schütz deine Ehrl/ Ach, wir Armen, wir vergehn,/ Trost wir nicht vor Rugen sehn,/ wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Kläglich schreien wir zu dir,/ klopfen an die Gnadentür,/ wir, die oͤu mit höchstem Ruhm/ hast erkauft zum Eigentum./ Dein Erbarmen hat kein End,/ deines Vaters Zorn abwend,/ der jetzt wie ein Feuer brennt. 4. Jesu, der du Jesus heißt,/ als ein Jesus Hilfe leistl/ Hilf mit deiner starken hand,/ Menschenhilf hat sich gewanoͤt;/ eine Mauer um uns bau,/ daß dem Feinde davor grau,/ er mit Zittern sie anschau. 5. Höchster hort, Immanuel,/ du Beschützer meiner Seel,/ Gott mit uns in aller Not,/ Gott um uns und in uns Gott,/ Gott für uns zu aller Zeitl/ Trotz dem, der uns tut ein Leid j/ Gottes Straf ist ihm bereit. 6. Du, des Vaters starker Arm,/ komm und unser dich erbarmj/ laß jetzt sehen deine Macht,/ drauf wir hoffen Tag und Nacht/ aller Feinde Rotten trenn,/ daß dich alle Welt erkenn,/ aller herren herrn dich nenn. I—. 4 ö * 2— 413 42⁰0 421 Not · Krieg und 7. Du bist ja der held und Mann,/ der den Kriegen steuern kann,/ der oa Spieß und Schwert zerbricht,/ der die Bogen macht zunicht,/ der die Wagen gar verbrennt,/ der der Menschen herzen wenoͤt,/ daß oͤer Krieg gewinnt ein End. 8. O du wahrer Friedensfürst,/ der der Schlange Ropf zer⸗ knirscht/ und durch seinen Kreuzestod/ Frieden wiederbracht bei Gott,/ gib uns Frieden gnädiglich/ So wird dein Volk freuen sich/ und dich preisen ewiglich. Zohann heermann, T 1647. zlich tut mi mel. Nr. 441. 420 wirlanden 1. In tiefen Angsten schreien/ wir dich, Erbarmer, an,/ dich, der allein befreien,/ allein erhören kann./ Hast du denn ganz ver⸗ borgen/ oͤein Vaterangesicht?/ RKommt uns in finstern Sorgen/ nicht mehr ein Strahl von Licht? 2. Die Not von so viel Seiten/ beraubt uns aller Ruh;/ wir sehn dem Sturm der Zeiten/ mit bangem Herzen zu./ Die hilfe im Georänge,/ wonach das Auge tränt,/ verzieht sich in die Länge/ und ist noch nicht ersehnt. 3. Wir fohlen, müd im Herzen,/ nachts auf die Lagerstatt/ und träumen, was mit Schmerzen/ uns tags gefoltert hat;/ erwachen wir, so beben/ wir vor der neuen Last./ Wie qualvoll ist dies Leben!/ Herr, wir erliegen fast! 4. Willst Du noch länger schweigen/ zu unserm Rummerstand,/ nicht uns Verlassnen zeigen/ die Allmacht deiner hand?/ Laß enoͤ⸗ lich dich bewegen!/ Errett uns, dir zum Ruhm!/ Rehr doch den Fluch in Segen,/ das Leid in Freuden um! 5. Verdienten wir als Sünder/ die Rut, ach, so vergib;/ hab uns und unsre Kinder/ in Christo dennoch lieb/ Gib uns, daß wir dich ehren,/ den Sinn, der dir gefälltl/ Romm, komm, uns zu erhören,/ Erbarmer aller Welt! Zoh. Sottfrieo Schöner, 4 1818. Krieg und Frieden/ 421 Nürnberg 1531. 94.— ö ö ³————— ..—.— Ver=leih uns§rie⸗den Inä⸗dig⸗lich,/ err Gott, zu un⸗sern Mel. Nun den Herren .E Rrieg und egen steuern Zogen macht schen herzen e Ropf zer⸗ erbracht bei Volk freuen mann, + 1647. rzlich tut mich verlangen. „ an,/ dͤich, in ganz ver⸗ en Sorgen/ Ruh;/ wir ./ Die Hilfe ndie Länge/ erstatt/ und / erwachen voll ist öies nmerstand// 7 Laß enoͤ⸗ hr doch den ergib;/ hab ib uns, daß komm, uns höner, 4 1818. ürnberg 1531. zu un⸗ sern Frieden—42² —.—..— x—— ö PIPII 2— 2—— 2— ö zei⸗ten;/ es ist ja doch kein and⸗ rer nicht,/ der für uns E +.— ——.——.— —————— ——— S — könn⸗ te strei ten,/ denn oͤu, un⸗ ser Gott, al⸗ lei⸗ne. Nach dem altkirchlichen Lied von Martin Luther, + 1546. mel. Nun lob, mein Seel den herren. 422 Augsburg 1540. EEEENEEE ů—— ——— Gott⸗lobl nun ist er⸗schol ⸗ölen/ das ed ⸗le 2 daß nun⸗mehr ru⸗hen sol ⸗len/ die Spieß und I N —I—I— 2. .—.— 2— ......... Fried⸗ und§reu⸗den⸗wort,* Schwer ⸗ter und ihr Wohl⸗ aufl und nimm nun 2—— —— — —— *—* 1—3— EIAI wie ⸗der/ dein Sai⸗ten⸗spiel her⸗ vor/ o deutsch⸗land, EEEEEEEEEEEE ,.— 2 E + und sing Lie ⸗der/ im ho⸗ hen, vol⸗len Chor;/ er⸗ S............ I— EEEEEEEEEEEE he⸗be dein Ge⸗mü⸗te/ zu dei⸗nem Gott und sprich: /, herr, S.S. dei⸗ne Gnad und Gü⸗te/ bleibt den⸗noch e ⸗ wig⸗ licht 1* 4¹⁵ 42³3 Frieoͤen 2. Sei tausenomal willkommen,/ du teure, werte Friedensgabl/ Jetzt sehn wir, was für Frommen/ dein Beiunswohnen in sich hab./ In oͤich hat Gott versenket/ all unser Glück unoͤ Heil;/ wer dich betrübt und kränket,/ der drückt sich selbst den Pfeil/ des Herz⸗ leios in das Herze/ und löscht aus Unverstand/ die güloͤne Freu⸗ denkerze/ mit seiner eignen Hand. 5. Ach, laß dich doch erwecken!/ Wach auf, wach auf, oͤu harte Welt,/ eh, als das letzte Schrecken/ dich schnell und plötzlich über⸗ fällt./ Wer aber Christum liebet,/ sei unerschrocknen Muts;/ der öriede, den er gibet, bedeutet alles Guts./ Er will die Lehre geben:/ das Ende naht herzu,/ da sollt ihr bei Gott leben/ in Fried und ewger Ruh. paul Gerhardt, 4 1048. Mel. Nr. 151. 423 Nun danket alle Gott. 1. Herr Gott, dich loben wir,/ wir preisen deine Güte,/ wir rühmen deine Macht/ mit herzlichem Gemüte;/ es steiget unser Lieò/ bis an des himmels Tür/ und tönt mit großem Schall:/ Herr Gott, dich loben wir! 2. Herr Gott, dich loben wir/ für deine großen Gnaoen,/ daß du das Vaterland/ von Kriegeslast entladen,/ daß oͤu uns blicken läßt/ des güloͤnen Friedens Zier;/ oͤrum jauchzet alles Volk:/ Herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, oich loben wir,/ die wir in langen Jahren/ der Waffen schweres Joch/ und frechen Grimm erfahren/ jeht rühmet unser Mund/ mit herzlicher Begier:/ Gottlob, wir sind in Ruhl/ Herr Gott, wir daͤnken dir! 4. Herr Gott, dich loben wir,/ daß oͤu uns zwar gestrafet,/ jedoch in deinem Zorn/ nicht gar hast weggeraffet./ Es hat die Vaterhand/ uns deine Gnadentür/ jetzt wieder aufgetan;/ herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir/ und bitten, du wollst geben,/ daß wir auch künftig stets/ in guter Ruhe leben. /Krön uns mit deinem Gut,/ erfülle für und für,/ o Vater, unsern Wunsch;/ Herr Gott, wir danken dir! Johann granck, 1648. 416 Mißwe Mel. Nr 1. Ch mächtig sie gebat bedecken 2. Jat hauet ih nicht sir §eindeen Trostes 3. Ge und Aut brennen Frieden 4. Vit und Kü wann u nötige E 5. Zu und ho zu komi liche Hil 6. Oe leget in warum ruhig u 7. Vi denklich Mensch wird ko 8. S mächtir er den dir trat 27 Frieden jriedensgabl/ ohnen in sich noͤ heil;/ wer eil/ des herz⸗ güloͤne Freu⸗ auf, oͤu harte plötzlich über⸗ Muts;/ oͤer vill oͤie Lehre ott leben/ in erharoͤt, 4 1048. anket alle Gott. e Güte,/ wir steiget unser zem Schall:/ znaden,/ daß u uns blicken alles Volk:/ Jahren/ der jetzt rühmet inò in Ruhl/ ir gestrafet,/ Es hat die getan;/ herr ollst geben,/ rön uns mit n Wunschʒ/ in§ranck, 1648. Mißwachs und Teurung 42⁴4 Mißwachs und Teurung gesu, hilf siegen, d mel. Nr. 246. 424 Turte des Lebens. Fürste des Lebens. 1. Christen erwarten in allerlei Fällen/ Zesum mit seiner all⸗ mächtigen Hand;/ mitten in Stürmen und tobenden Wellen/ sind sie gebauet auf felsiges Land. Wenn sie die Nächte der Trübsal beoͤecken, kann doch ihr Grauen sie wenig erschrecken. 2. Jauchzen die deinde zur Rechten und Linken,/ oͤrohet und hauet ihr blinkendes Schwert,/ lassen doch Christen die Häupter nicht sinken,/ denen sich Jesus im Herzen verklärt./ Wüten die geinde mit Schnauben und Toben,/ schaun doch die Christen voll Trostes nach oben. 3. Geben die delder den Samen nicht wieder,/ bringen die aͤrten und Ruen nichts ein,/ schlagen die Schloßen die drüchte danieder,/ brennen die Berge von hitzigem Schein:/ kann doch ihr Herze den Frieden erhalten,/ weil es den Schöpfer in allem läßt walten. 4. viele verzehren in ängstlichem Sorgen/ Kräfte, Gesunoͤheit und Kürze der Zeit,/ da doch im Rate des Höchsten verborgen,/ wann und wo jedem sein Ende bereit.Sind es nicht alles un⸗ nötige Schmerzen,/ die ihr euch machet, ihr törichten herzen? 5. zweifel und Schmerzen verderben die Frommen;/ Glauben und Hoffen bringt Ehre bei Gott;/ Seele, verlaͤngst du zur Ruhe zu kommen,/ hoffe geduldig in Jammer und Notl /Ob auch die gött⸗ liche hilfe verborgen,/ traue dem höchsten und meioe die Sorgen! 6. Gutes und alle erbetenen Gaben/ folgen dir, bis man dich leget ins Grab,/ ja du wirst selber den himmel noch haben;/ ei, warum sagst du den Sorgen nicht ab?/ Werde doch in dir recht ruhig und stille!/ Das ist des Vaters, des ewigen, Wille. 7. völlige Wonne, verklärete Freude,/ himmlische Hüter, un⸗ denkliches Heil/ werden dir dort auf der ewigen Weide/ unter den Menschen und Engeln zu teil,/ wenn einst in Herrlichkeit Christus wird kommen/ und zu sich sammeln die Herde der Frommen. 8. Seine allmächtige Stärke beweiset/ in den Ohnmächtigen mächtige Kraft;/ dann wird alleine sein Name gepreiset,/ wenn er den Zagenden Freudigkeit schafft./ Darum, o ZJesu, gib, daß ich dir traue,/ wenn ich die Hilfe nicht sichtbarlich schaue. Christ. Ludw. Edeling, 14 1742. 27 4¹⁷ Ernte Ernte Mel. O daß ich Zungen hätte. 425 Frankfurt a. M. 1738. O Gott, von dem wir al- les ha-ben,/ die 5 dou a⸗ ber tei⸗ lest dei⸗ ne Ga⸗ ben/ recht —.— ö Welt ist ein sehr gro⸗ßes Zni wie ein Va⸗ter oͤrin-nen aus. —— 2—:—— —.—.—.—.——— al⸗le reich;/ ach, lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann oͤie Menschen alle zählen,/ die heut bei dir zu Tische gehn?„Doch darf oͤie Notoͤurft keinem fehlen, denn du weißt allen vorzustehn/ und schaffest, daß ein jedes Land/ sein Brot emp⸗ fängt aus deiner Hanoͤ. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet/ und enoͤlich auch die Frucht genießt./ der Wind, der durch die Felder wehet,/ die Wolke, so das Land begießt,/ des himmels Tau, der Sonne Strahl/ sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise,/ der Acker selbst wird ihm zu Brot,/ es mehret sich vielfältger Weise,/ was anfangs schien, als wär es tot,/ bis in der Ernte jung und alt/ erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, wer kanns genug bedenken?/ Der Wunder sind hier gar zu viel./ Soviel als du kann niemand schenken,/ und dein Erbarmen hat kein Ziel;/ denn immer wird uns mehr beschert,/ als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen es auch nie vergessen,/ was uns dein Segen träget ein;/ ein jeder Bissen, den wir essen,/ soll deines Namens Denkmal sein;/ und herz und Mund soll lebenslang/ für unsre Nahrung sagen Dank. Raspar NVeumann, + 1715. Dein Se⸗gen macht uns 118 .... Ernte Mel. Unst unser Kör Dank u 2. Vat hast Reie gelobt un 3. Du schickt,/ i Berg un 4. Ach Nimm ei §elder so 5. Leh währt;/ verzehrt. verschwin 6. Sch ferne sein korn wier tigen zu 7. Laß5 ernten ka wohlgeta Himmel. 27* Ernte furt a. M. 1738. —— a⸗ben,/ die a⸗ben/ recht dir gleich? ei dᷣir zu Tische nn dͤu weißt ein Brot emp⸗ enoͤlich auch r wehet,/ die ʒonne Strahl/ ker selbst wird was anfangs alt/ erlanget Wunoer sino en,/ und dein ehr beschert,/ dein Segen eines Namens ing/ für unsre eumann, 4 1715. Ernte 42⁰ Mel. Unser herrscher, 42 unser König. Bremen 1680. .—..——.——————.— NH——.——..‚ DRDDiiiS‚‚‚“..—— . 1. gerr im him⸗mel, Gott auf Er⸗den,/ Herr⸗ scher Eaß den Mund voll Lo-bes wer⸗den,/ da man — +Te. EFP——0————I——ß———————— —.—./ ——— die⸗ser gan⸗zen Welt! dir zu Fü⸗pen fällt, ——— für den rei⸗chen Ern⸗te⸗se⸗ gen/ 2. Vater, du hast aus Erbarmen/ uns Unwürdige genährt,/ oͤu hast Reichen, oͤu hast Armen/ miloer Gaben viel gewährt./ Sei gelobt und hochgepriesen, /daß oͤu soviel Guts erwiesen. 5. Du hast Sonnenschein und Regen/ uns zu rechter Zeit ge⸗ schickt,/ und so hat man allerwegen/ Auen voller KRorn erblickt;/ Berg und Täler, Tiefen, höhen/ sahen wir im Segen stehen. 4. Ach, wer ist, der solche Güte/ dir genug verdanken kann?/ Uimm ein dankbares Gemüte/ für die große Wohltat an!l/ Alle deloer sollen schallen: du machst satt mit Wohlgefallen. 5. Lehr uns auch wohl anzuwenden,/ was uns deine hulod ge⸗ währt;/ nie zur Sünd es zu verschwenden,/ daß es nicht der Fluch verzehrt./ Bleiben wir in alten Sünden,/ kann der Segen leicht verschwinden. 6. Schenk uns auch zufrieodne Herzen,/ Stolz und Geiz laß ferne sein;/ laß den Undank nichts verscherzen,/ streu das Sam⸗ korn wieder ein,/ daß wir jetzt und künftig haben,/ auch die Dürf⸗ tigen zu laben. 7. Laß dein Wort auch Früchte bringen, daß man reichlich ernten kann,/ so wird man hier jährlich singen,/ wie oͤu uns so wohlgetan./ Gib uns nach dem Tränensamen/ Freudenernt im Himmel. Amen. Benjamin Schmolck, 4 1737. 27 419 9 ö 427 Eente Wetter AWüilh Mel. Was Gott tut, 0 das ist wohlgetan. 427 Soverus Gastorius, 1681. 9 9————— mel. Wo . —— 2.—m Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗tan!/ So den⸗ken Wenn man nicht reich⸗lich ern⸗ten kann,/ liebt er uns PPIIIFIIIIIIIITIITTITIT T Bot⸗tes Rin ⸗der. Er zieht oas herz/ nur himmelwärts,/ wenn I doch nicht minder. 3 heißt ....‚i— Bir——— er uns läßt auf Er⸗den/ ein Ziel der Pla-gen wer⸗den. Sr., 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Im Nehmen und im gib un Geben/ sind wir bei ihm stets wohl daran/ und können ruhig 2. Die leben./ Er nimmt und gibt,/ weil er uns liebt/ und seine hände weil sie müssen/ wir stets in Demut küssen. Segen, IN 2 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan! /Er zeigt uns oft oͤen und wil il Segen/ und ehe man ihn ernten kann,/ muß sich die Hoffnung 3. Da RNIUNMWN legen;/ weil er allein/ der Schatz will sein,/ so nimmt er anoͤre deinen? h Güter/ zum heile der Gemüter. müssen 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Es geh nach seinem so 44.5 Willen,/ unoͤ läßt sichs auch zum Mangel an,/ so weiß er ihn zu 0 stillen./ Obgleich das Feld/ nicht viel enthält,/ man kann bei wenig hält so Gaben/ satt werden und sich laben. n 25. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Das Feld mag traurig 5. Gi ö stehen;/ wir gehn getrost auf seiner Bahn/ und wollen ihn erhöhen./ Sonne Sein Woͤrt verschafft/ uns Lebenskraft,/ es nennt uns Sottes daß allc ( Erben;/ wie können wir verderben? gimmel 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ So wollen wir stets schließen;/ ist gleich bei uns kein Kanaan,/ wo Milch und Honig Mel. N. fließen:/ er, unser Gott,/ weiß, was uns not,/ und wird es gern 1. Ei uns geben;/ kommt, laßt uns ihn erheben! ö kinoͤlich Benjamin Schmolck, 4 1757. deine S 4²⁰ Ernte Gastorius, 1681. „So den⸗ken liebt er uns n wer⸗den. hmen und im können ruhig 1seine Hände jt uns oft oͤen die Hoffnung immt er anoͤre henach seinem weiß er ihn zu kann bei wenig mag traurig n ihn erhöhen./ nt uns Gottes ollen wir stets lilch und Honig 10 wirodͤ es gern Schmolck, 1757. Wetterlieoͤer 428 4²9 Wetterlieoͤer Mel. Wo Gott, oͤ nicht bei ns Hält. 428 Wittenberg 1555. HSSSSE...— O Gott, oͤer oͤu oͤas Fir⸗ma⸗ment/ mit Wol⸗ken der oͤu in⸗glei⸗chen kannst be⸗hend/ das Son⸗nen⸗ . Lere.. heißt sich dek-ken, licht er⸗wek⸗ken, sen.—. gib uns wie⸗der Sonnenschein,/ daß un⸗ser Land sich freu⸗e. 2. Die 8elöer trauern weit und breit,/ die rüchte leiden Schaden,/ weil sie von vieler Feuchtigkeit/ und Nässe sind beladen;/ dein Segen, herr, den dͤu gezeigt/ uns Armen, sich zur Erde neigt/ und will fast gar verschwinoͤen. 3. Das machet unsre Missetat/ und ganz verkehrtes Leben,/ so deinen Zorn entzündet hat,/ daß wir in Nöten schweben./ Wir müssen zeigen unsre Schuld;/ weil wir die Buße nicht gewollt,/ so muß der Himmel weinen. 4. Doch oͤenke wieder an die Treu,/ die du uns hast versprochen,/ und wohne uns in Gnaden bei,/ die wir dich kinoͤlich suchen./ Wie hält so hart sich oͤiese Zeit/ dein herz und sanfte Freunoͤlichkeit?ꝰ/ Du bist ja unser Vater! 5. GHib uns von deinem Himmelssaal/ dein klares Licht und Sonne// und laß uns wieder überall/ empfinden Freuò unò Wonne,/ daß alle Welt erkenne frei,/ daß außer dir kein Segen sei/ im himmel und auf Eroͤen. michael Schirmer, + 1075. Mel. Nr. 329. 429 Ruf meinen lieben Gott. 1. Ein Wetter steiget auf:/ mein Herz, zu Gott hinaufl/ Fall⸗ kinoͤlich ihm zu Fuße/ durch wahre Reu und Buße,/ damit gleich deine Sünden/ durch Christi Tod entschwinden. 1. —......... halt oͤoch mit vie⸗lem Re⸗ gen ein,/ und 45⁰ Reise 2. Herr, oer du gut und fromm,/ zu dir ich gläubig komm,/ ich bitt um dein Erbarmen,/ sieh Christum in mir Armen,/ um dessentwillen schone,/ mir nicht nach Sünden lohne. 5. Durch Christi teures Blut/ mach mir ein Herz und Mut,/ das sich nicht knechtisch scheue,/ vielmehr auf deine Treue/ in allem kinoͤlich traue/ und auf dein Helfen baue. 4. Ich will mit oem, was mein,/ oͤir ganz gelassen sein;/ dein Flügel wird uns decken,/ verjagen allen Schrecken/ und lassen uns aus Gnaden/ das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan! Verlaß uns nicht;/ bleib unsre Zuversicht/ und laß dein Vaterlieben/ auch jetzt an uns sich üben,/ so wolln wir, weil wir leben,/ dir Preis und Ehre geben. Aemilie Zuliane, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstaot, 4 1706. Reise Mel. Nr. 330. 430 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Ich zieh in ferne Lande,/ zu nützen einem Stande,/ zu dem mich Gott bestellt;/ sein Segen wird mich lassen,/ was gut und recht ist, fassen,/ zu dienen treulich seiner Welt. 2. Gott wird zu diesen Reisen/ gewünschten Fortgang weisen,/ wohl helfen hin und her;/ Gesunoͤheit, heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben,/ und was in Demut ich begehr. 3. Sein Engel, der getreue,/ macht meine deinde scheue,/ tritt zwischen mich und sie;/ durch seinen Schutz, den frommen,/ bin ich soweit gekommen,/ und weiß doch selber fast nicht wie. 4. Leg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder, /lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden,/ und was mir stößt zu Handen,/ so tröstet mich sein göttlich Wort. õ. Hat er es denn beschlossen,/ so will ich unverorossen/ an mein Verhängnis gehn;/ kein Unfall unter allen/ wird je zu hart mir fallen:/ ich will mit Gott ihn überstehn. 6. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeut;/ es sei heut oder morgen,/ dafür laß ich ihn sorgen,/ er weiß allein die rechte Zeit. 7. Gefällt es seiner Güte,/ und sagt mir mein Gemüte/ nicht was Vergeblichs zu:/ so weroͤ ich Gott noch preisen/ mit manchen schönen Weisen/ daheim in meiner stillen Ruh. 12² Krankh 8. Ind ihr Schu unser W 9. So geschaffer der weiß Mel. Nr. 1. Ich und Frer Leiden f. 2. Ja, als es d kein zeit 3. Dir mehr lie nicht au 4. La kennen laß meit 5. W. was schr vertrau 6. Ich im Glau wird all Mel. Ni 1. He wieviel brechlich nicht Hi Reise übig komm,/ Armen,/ um z und Mut,/ eue/ in allem n sein;/ dein / und lassen versicht/ und so wolln wir, olstaot, 4 1706. muß dich lassen. nöe,/ zu dem was gut und ang weisen,/ Leben,/ Zeit, egehr. scheue,/ tritt ommen,/ bin ht wie. wieder,/ lieg n// und was Vort. Jen/ an mein zu hart mir eben,/ sobald ihn sorgen,/ emüte/ nicht mit manchen Krankheit 4314³2 8. Indes wird er den Meinen/ mit Segen auch erscheinen,/ ihr Schutz wie meiner sein;/ wird beiderseits gewähren,/ was unser Wunsch und Zähren/ ihn bitten mögen insgemein. 9. So sei nun, Seele, seine,/ und traue dem alleine,/ der dich geschaffen hat!/ Es gehe, wie es gehe,/ dein Vater in der höhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. paul§leming, 4 1640. Krankheit Mel. Nr. 330. 431 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Ich hab in guten Stunden/ des Lebens Glück empfunden/ und Freuoͤen ohne Zahl;/ so will ich denn gelassen/ mich auch in Leiden fassen;/ welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder,/ und stets strafst du gelinder,/ als es der Mensch verdient./ Sollt ich, beschwert mit Schulden,/ kein zeitlich Weh erdulden,/ das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben,/ nicht meine Ruh, mein Leben/ mehr lieben als den Herrn;/ dir, Gott, will ich vertrauen/ und nicht auf Menschen bauen;/ du hilfst und oͤu errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden,/ mich alle meine Sünden/ er⸗ kennen und bereun./ Jetzt hat mein Geist noch Kräfte;/ sein Heil laß mein Geschäfte,/ dein Wort mir Trost und Leben sein. 5. Wenn ich in Christo sterbe,/ bin ich des Himmels Erbe;/ was schreckt mich Grab und Tod?/ Auch auf des Lodes Pfadðe/ vertrau ich deiner Gnade;/ du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Rummer wehren,/ Gott durch Geduld verehren/ im Glauben zu ihm flehn./ Ich will den Tod bedenken,/ der herr wird alles lenken,/ und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. mel. Nr. 356. 432 1. herrl Ein ganzer Leidenstag/ ist nun überwunden./ Ach, wieviel der Mensch vermag,/ das hab ich empfunden./ Wie ge⸗ brechlich ist die Kraft,/ wie verzagt der Glaube!/ Wenn der Herr nicht Hilfe schafft,/ liegen wir im Staube. Schwing dich auf u deinem Gott. 42³ 4³3³ Am Geburtstage 2. Ach, wie könnt ich diese Nacht/ ohne dich bestehen?/ Ohne deine hulò und Macht/ müßt ich ganz vergehen./ Trübe fällt der Abend ein,/ stille wiros auf Erden;/ oͤoch in oͤiesem Kämmerlein/ wiroͤs so still nicht weroͤen. 3. Jedes Ruge tut sich zu,/ alles sucht den Schlummer;/ doch hier ist noch keine Ruh,/ denn es wacht der Kummer./ O so komm und bleibe hier/ bei dem armen Kranken;/ liebster Jesu, schenke mir/ tröstliche Geoanken. 4. Zeuch empor das matte Herz/ aus der finstern Höhle;/ salbe diesen Leib voll Schmerz/ mit dem Lebensöle!/ Herr, oͤu kannst die Furcht und Pein/ in oͤer Seele stillen./ Laß mich ganz ergeben sein/ in des Vaters Willen! 5. Wenn ich oͤiese ganze Nacht/ wachen muß und weinen:/ Herr, oͤu bists, oer bei mir wacht/ du wirst mir erscheinen./ Du wirst in der Dunkelheit/ freunoͤlich mit mir sprechen,/ sollte gleich vor Traurigkeit/ mir das Wort gebrechen. 6. Wo ich auch gebettet bin,/ lieg ich oͤir in hänoen;/ wo mein Nuge siehet hin,/ wiros zu dir sich wenden./ Mein Gebet bestärke du,/ laß es nicht ermatten;/ laß mich finden sanfte Ruh/ unter deinem Schatten. heinrich Puchta, 4 1858. Am Geburtstage Mel. Nr. 330. 433 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Dir dank ich für mein Leben,/ Gott, der ou mirs gegeben,/ ich danke oͤir dafür./ Du hast, von huld bewogen,/ mich aus dem Nichts gezogen,/ durch deine Güte bin ich hier. 2. Du, Herr, hast mich bereitet,/ mich väterlich geleitet/ bis oͤiesen Nugenblick./ Du gabst mir frohe Tage/ und wanoͤtest auch die Plage/ zu meiner Seele wahrem Glück. 5. Ich bin nicht wert der Treue,/ der ich mich täglich freue,/ der Huloͤ, oͤie mich bewacht./ Damit ich, Staub unoͤ Eroͤe,/ auf ewig glücklich werde, hast oͤu schon ewig mein gedͤacht. 4. Du kanntest schon mein Sehnen/ uno zähltest meine Tränen,/ eh ich bereitet war;/ noch konnt ich dich nicht denken,/ zu dir oͤas Herz nicht lenken,/ da wogst du schon mein Teil mir dar. Im 7 5. Christe mest a eburtstage ehen?/ Ohne rübe fällt der Räm merlein/ immerz/ doch „O so komm Jesu, schenke Höhle;/ salbe rr, oͤu kannst ganz ergeben no weinen:/ scheinen./ Du äsollte gleich ꝛn;/ wo mein Bebet bestärke eRuh/ unter Puchta, 4 1858. nuß oͤich lassen. rs gegeben,/ mich aus dem tet/ bis diesen test auch die iglich freue,/ òĩEroͤe,/ auf acht. ꝛine Tränen,/ zu oͤir öas rdar. Im Alter 4³⁴4 5. Für alle meine Sünden,/ Herr, ließest u mich finden/ in Christo Gnad und Huld./ O Höchster, welch Erbarmen!/ Du nah⸗ mest an mich Armen/ und tilgtest alle meine Schuld. 6. Daß du mich liebreich führest,/ mit deinem Geist regierest,/ dies, Vater, dank ich dir./ Daß du mein Leben fristest,/ mit deiner Kraft mich rüstest,/ dies alles, Vater, dank ich dir. 7. Was noch in diesem Leben/ mir frommt, wirst oͤu mir geben./ Du gibsts, ich hoff auf dich./ Ja, Vater, ich befehle/ dir kinoͤlich Leib und Seele;/ Herr, segne und behüte mich! Nach Christian Fürchtegott Gellert, 4 1709. Im Alter mel. Ur. 452. 43⁴4 1. höchster Helfer, sei nicht ferne!/ Mein Beschirmer, steh mir bei,/ hilf mir, daß ich tu und lerne,/ was dein heilger Wille sei./ Leite mich nach deiner Güte/ und erleuchte mein Gemüte/ laß mir deine Vatertreu/ alle Morgen werden neu. 2. Halte mich, o mein Erhalter!/ O mein dührer, weiche nicht;/ führe mich in meinem Alterz/ wenn mir Lebenskraft gebricht./ Gib, daß ich recht christlich lebe/ und stets nach dem Himmel strebe;/ hilf mir oͤurch, wenn Qual und Schmerz/ bricht mein halb zerbrochnes Herz. 3. Stoß mich nicht von deiner Seiten,/ wenn sich Angst und Ohnmacht häuft,/ wenn die schwachen Tritte gleiten/ und man nach dem Stabe greift;/ fasse du mich bei dem Arme,/ o mein heiland, und umarme/ mich auch in der letzten Not,/ bis erfolgt ein selger Tod. 4. Herrscher über Tod und Leben,/ höchster Tröster, tritt her⸗ beil/ Wenn ich soll den Geist aufgeben,/ so vernimm mein Angst⸗ geschrei;/ wenn mein Auge wird erblinden/ und die Lebensgeister schwinden,/ o so sei du selbst mein Licht,/ daß ich seh dein Angesicht. 5. Meine Seele soll erheben/ dich, o herr der herrlichkeit,/ dort in jenem Freudenleben,/ wenn ich nach vollbrachtem Streit/ dir mein danklied werde bringen/ und vor deinem Throne singen,/ daß oͤu mich so wohl bedacht/ und zum Himmel hast gebracht. Hacharias Hensel, 4 vor 1756. gesu, meines Lebens Leben. 42⁵ 45⁵ Mel. Nr. 330. 435 O welt, ich muß dich lassen. 1. Gott hat in meinen Tagen/ mich väterlich getragen/ von meiner Jugend auf;/ ich sah auf meinen Wegen/ des Höchsten huldò und Segen;/ er lenkte meines Lebens Lauf. 2. Sein Weg war oft verborgen;/ doch wie der helle Morgen/ aus oͤunklen Nächten bricht,/ so hab ich stets gespüret:/ der Weg, den Gott mich führet,/ bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 3. War Menschenhilf vergebens,/ so kam der Herr des Lebens/ und half und machte Bahnj/ wußt ich mir nicht zu raten,/ so tat Gott große Taten/ und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen/ will ich dich heben, tragen/ und dein Erretter sein“:/ dies hat mir Gott versprochen,/ der nie sein Wort gebrochen; ich weroͤe sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten,/ was er verheißen, halten/ denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich matt und müde,/ er gibt mir Trost und driede/ und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stunden,/ dann hab ich überwunden;/ ich bin vom Ziel nicht weit./ O welche großen Freuden/ sind nach dem letzten Leiden/ vor Gottes Thron für mich bereit! 7. Ich harre froh und stille,/ bis meines Gottes Wille/ mich nach dem Rampfe krönt./ An meiner Laufbahn Ende/ sink ich in Jesu hände,/ der mich dem Vater hat versöhnt. Jakob§riedrich heodersen, 4 1788. Im Alter — 2 + N IIIzn. Ms S. V Ue ISISSS IN „ AHnn. Y *2 Im Alter 5 dich lassen. agen/ von s Höchsten Morgen/ bder Weg, zum Licht. s Lebens/ agen/ und ͤer nie sein II halten/ müde,/ aft mir bei. wunden/ sind nach t mich nach ch in Jesu sen, + 1788. S U D——— +I 456 Sterbelieder Die letzten Dinge Too 436 Frankfurt a. M. 1569. —— SSPSISSSIITITIIIIIIII.. 1. Wenn mein Stünoͤ⸗lein vor⸗ han⸗-den ist,/ und — 2— ra n.——— EE.— ich soll fahrn mein Stra⸗Pe,/ ge⸗leit du mich, Herr Je⸗su 2— é —— —— E— EISSSESESSSIEE— — 12—H Christ,/ mit hilf mich nicht ver⸗las⸗sel/ Mein Seel an — 1 —— 2 6j0 mei⸗nem letz⸗ten End/ be⸗fehl ich dir in dei⸗ ne Händ,/ ö 53 5 2„ 3— n n.. e— ——— EE —.— —— du wollst sie mir be⸗wah⸗ren. 2. Mein Sünde wird mich kränken sehr/ und mein Gewissen nagen;/ denn ihr ist viel, wie Sand am Meer,/ doch will ich nicht verzagen;/ will oenken in der letzten Not,/ Herr Jesu Christ, an deinen Tod,/ der wiro mich wohl erhalten. 5. Ich bin ein Glied an deinem Leib,/ des tröst ich mich von Herzenl/ Von dir ich ungeschieden bleib/ in Todesnot und Schmer⸗ zen;/ wenn ich gleich sterb, so sterb ich oͤir;/ ein ewig Leben hast du mir/ mit deinem Tod erworben. 4. Weil oͤu vom Tod erstanden bist,/ werd ich im Grab nicht blei⸗ ben;/ mein höchster Trost dein Auffahrt ist,/ kann Todesfurcht ver⸗ treiben;/ denn wo du bist, da komm ich hin,/ daß ich stets bei dir leb und bin;/ ͤrum fahr ich hin mit Freuoͤen. nikolaus herman, 4 1561. 108 Ster Mel. V Himme dem hörer Angs 3. lich H an m kür 4. mir Herr, der j S. sprec mir Wor 6. glau auch mit belieoͤer rt a. M. 1569. 30 uno — err Je⸗ su — Seel an n Gewissen ill ich nicht Christ, an àamich von o Schmer⸗ Leben hast nicht blei⸗ furcht ver⸗ ĩ bei dir leb man, 1561. Sterbelieder 437 45⁷ reipoid 1889. 5.————.— .— àe 1. Hherr Chri⸗ste, wah⸗rer Mensch uns Gott,/ der du littst ————— 60—— Z.. Mar⸗ter, Angst und Spott,/ für mich am Kreuz auch 4993=lich e——— ö Di starbst/ unòd mir des Va-ters huld er⸗-warbst:/ ich bitt dͤurchs x— —.—— ... ——v bitt re Lei-den dein,/ du wollst mir Sün⸗der gnä⸗dig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot/ und ringen werdͤe mit dem Tod,/ wenn mir vergeht all mein Gesicht/ und meine Ohren hören nicht,/ wenn meine Zunge nicht mehr spricht/ unò mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstand sich nichts besinnt/ und mir all mensch⸗ lich Hilf zerrinnt:/ so komm, Herr Christe, mir behend/ zur Hilf an meinem letzten End/ und führ mich aus dem Jammertal,/ ver⸗ kürz mir auch des Todes Gual! 4. Die bösen Geister von mir treib,/ mit deinem Geist stets bei mir bleib,/ bis sich die Seel vom Leibe trennt;/ dann nimm sie, herr, in deine hänoͤ!/ Der Leib hab in der Erde Ruh,/ bis naht der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Ruferstehn verleih,/ in dem Gericht mein Für⸗ sprech sei/ und meiner Sünd nicht mehr gedenk;/ aus Gnaden mir das Leben schenk,/ wie du hast zugesaget mir/ in deinem Wort; dͤas trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich,/ wer mein Wort hält und glaubt an mich,/ der wird nicht kommen ins Gericht,/ den Tod auch ewig schmecken nicht;/ und ob er gleich hie zeitlich stirbt,/ mit nichten er oͤrum gar verdirbt; 4²2⁰ 438 Sterbelieodͤer 7. Vielmehr will ich mit starker hanoͤ/ ihn reißen aus des Todͤes Band/ und zu mir nehmen in mein Reich;/ da soll er denn mit mir zugleich/ in Freuden leben ewiglich.“/ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach, Herr, vergib all unsre Schulo;/ hilf, daß wir warten mit Gedulo,/ bis unser Stünoͤlein kommt herbei;/ auch unser Glaub stets wacker sei,/ aufs Wort zu trauen festiglich,/ bis wir entschlafen seliglich. paul Eber, + 1569. 438(orreformatorisch.) Joh. Rhau, Wetter 1589. ———— 4 2⁵70⁵9—.. 72 1 2 + E d— 1. Ich hab mein 360 Gott——— ge⸗stellt;/ er 33 85 mit . 2— 2———— 955 wies ihm ge⸗ fällt l/ Lang o⸗ 605 kurz sei mei⸗ne 466⁰0 ——— 12 E HN e. ich bin be⸗ reit„ zu al⸗lem, was mein herr ge⸗beut. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will; ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel;/ es sind gezäͤhlt all härlein mein,/ groß oder klein,/ fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammertal,/ Angst, Not und Trübsal über⸗ all;/ des Bleibens ist nur kurze Zeit,/ voll Müh und Leiod,/ und wers bedenkt, ist stets im Streit. 4. Heut sind wir frisch, gesund und stark,/ schon morgen liegen wir im Sarg;/ heut blühn wir wie die Rosen rot,/ bald krank und tot;/ ist allenthalben Müh und Not. 5. Man trägt eins nach dem andern hin;/ wohl aus den Rugen, aus dem Sinn!/ Die Welt vergisset unser bald,/ jung oder alt,/ auch unsrer Ehren mannigfalt. 6. Das macht die Sünd, du treuer Gott,/ dadurch kam uns der bittre Tod,/ der reißt dahin all Menschenkino,/ wie er sie findt,/ fragt nicht, von welchem Stand sie sind. 43⁰ Ster 7. zagen den ei 8. 1 scheidt Trost 9. 1 keit;/ auferf 10. erbelieoͤer s des Todes enn mit mir gnädͤiglich! wir warten auch unser ch,/ bis wir Eber, 4 1569. formatorisch.) Wetter 1589. 1. ine Lir —. e⸗ ⸗beut. schreib ihm iein,/ groß übsal über⸗ Leiò,/ und rgen liegen krank und den Augen, oder alt,/ im uns der sie finot,/ Sterbelieoͤer 459 7. Doch ob mich schon mein Sünd anficht,/ dennoch will ich ver/ zagen nicht;/ ich weiß, daß mein getreuer Gott/ für mich in Tod⸗ den eingen Sohn gegeben hat. 8. Dem leb und sterb ich allezeit,/ von ihm der Tod mich nimmer scheiot;/ leb oder sterb ich, bin ich sein;/ er ist allein/ der einge Trost und Helfer mein. 9. Das ist mein Trost zu aller Zeit,/ in aller Not und Traurig⸗ keit;/ ich weiß, daß ich am jüngsten Tag/ ohn alle Klag/ werd auferstehn aus meinem Grab. 10. Den lieben Gott von Angesicht/ werd ich dann schaun, oͤran zweiflich nicht,/ in ewger Freud und Seligkeit,/ die mir bereit;/ ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! 11. Amen, mein lieber, frommer Gott,/ bescher uns einen selgen Tod;/ hilf, daß wir deinen Engeln gleich/ in oeinem Reich/ mit dir dann leben allzugleich. Zohann Leon, 1597. ——— Melchior Vulpius, 1609. 1. 8 Hi mein ni Sterben mein Ge⸗ RRIRIRIR. —— winnz/ dem hab ich mich er⸗ge⸗ben,/ mit dried fahr ich da⸗ hin. 2. Mit§reud fahr ich von dannen/ zu Christ, dem Bruder mein,/ daß ich mög zu ihm kommen/ und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden/ Kreuz, Leiden, Angst und Not,/ durch seine heilgen Wunden/ bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen,/ ich kaum mehr atmen kann,/ und kann kein Wort mehr sprechen,/ nimm, Herr, mein Seufzen an. 5. Wenn Sinne und Geoͤanken/ zergehn als wie ein Licht,/ das hin und her muß wanken,/ wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanfst und stille/ laß mich, Herr, schlafen ein,/ wie es oͤein Rat und Wille,/ wenn kommt mein Stündelein. 7. Laß mich gleich einem Reben/ anhangen dir allzeit/ und ewig bei oͤir leben/ in himmelswonn und Freud. Jena 1609. 45¹ 44⁰ Sterbelieoͤer Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 440 Französischer Psalter, 1551, E 542 2—— SSSS Freu oͤich sehr, o mei⸗ne See⸗le,/ und ver⸗ giß all weil oͤich Chri⸗stus nun, dein Her⸗re,/ ruft aus die⸗sem S, Kee.—— , Not und Qual, Jam⸗mer⸗tal. Aus der Trübsal, Angst und Leio/ sollst oͤu ..—.—.— x + ö e fah⸗ ren in die Freud, /die kein Ohr hat je ge⸗ hö⸗ret,/ d enr ö . ö die in E⸗wig-keit auch wäh-ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen/ zu dem Herren, meinem Gott,/ weil mich stets viel Kreuz betroffen,/ daß er mir hülf aus der Not./ Wie sich sehnt ein Wandersmann/ nach dem Enodͤe seiner Bahn,/ so hab ich gewünscht, mein Leben/ hin in Gottes händ zu geben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen/ unter einer Dornenschar,/ also auch die Christen gehen/ stets in Rngsten und Gefahr. /Wie die Meereswellen sind/ und der ungestüme Wind,/ also ist allhier auf Erden/ unser Lauf voll von Beschwerden. 4. Wenn die Morgenröt aufgehet/ und der Schlaf sich von uns wenoͤt,/ Sorg und Kummer uns umstehet,/ Müh sich finoͤt an allem Eno;/ unsre Tränen sind das Brot,/ so wir essen früh und spat;/ wenn die Sonn aufhört zu scheinen, /hört doch nicht auf Klag und Weinen. 5. Drum, herr Christ, oͤu Morgensterne,/ der du ewiglich auf⸗ gehst,/ sei ou jetzt von mir nicht ferne/ weil dein Blut mich hat erlöst./ Hilf, daß ich mit Fried und Freud/ mög hinfahren aus der Zeit;/ ach, sei du mir Licht und Straße,/ mich mit Beistand nicht verlasse! 43²2 Sterb 6. Ol schwind sich nich Weg u Bahn z 7. r weil die Seine z Engeln terbelieoͤer pfalter, 1551. —2—.—..—— 32— ——— ——.—— 2 ..— er⸗ giß all us die⸗ sem d/ sollst u —.— ge⸗ hö⸗ ret,/ einem Gott,/ ius der Not./ einer Bahn,/ ind zu geben. ornenschar,/ Befahr./ Wie Uso ist allhier sich von uns finot an allem h und spat;/ icht auf Klag ewiglich auf⸗ zlut mich hat ihren aus der Zeistand nicht Sterbelieoͤer 44¹ 6. Ob mir schon die Rugen brechen,/ ob mir oͤas Gehör ver⸗ schwinoͤt,/ meine Zung nicht mehr kann sprechen,/ mein Verstand sich nichts besinnt,/ bist du doch mein Licht, mein Hort,/ Leben, Weg und himmelspfort;/ du wirst selig mich regieren/ und die Bahn zum Himmel führen. 7. Freu dich sehr, o meine Seele,/ und vergiß all Not und Qual,/ weil oͤich Christus nun, dein Herre,/ ruft aus diesem Jammertal./ Seine Freud und herrlichkeit/ sollst du sehn in Ewigkeit,/ mit den Engeln jubilieren/ und auf ewig triumphieren. Freiberg 1620. hans Leo haßler, 1601. . ee ů S SP...I.. — 2— 1. Herz⸗lich tut mich ver⸗lan⸗gen/ nach ei⸗ nem sel⸗ gen bin um⸗fan⸗ gen/ mit Trüb⸗sal und E⸗ 756 —.————— ,. Tus⸗ lend. ö Ich hab Lust, ab⸗ zu- schei⸗ den/ von ———— . + — die⸗-ser ar⸗ gen Welt,/ sehn mich nach ew⸗gen Freu⸗den;/ o 1 x ö ———— Ze⸗ su, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset/ von Sünde, Tod und höll;/ es hat dein Blut gekostet;/ ͤrauf ich mein Hoffnung stell;/ warum sollt mir denn grauen/ vor hölle, Tod und Sünd?„Weil ich auf dich kann bauen,/ bin ich ein selig Kind. 3. Wenngleich süß ist das Leben,/ der Tod sehr bitter mir,/ will ich mich doch ergeben,/ zu sterben willig dir./ Ich weiß ein besser Leben,/ da meine Seel fährt hin:/ des freu ich mich gar eben;/ Sterben ist mein Gewinn. 28 453 442 Sterbelieoͤer 4. Der Leib zwar in oͤer Erden/ zum Staube wiederkehrt,/ doch auferweckt wird weroͤen/ oͤurch Christum, schön verklärt,/ wird leuchten als die Sonne/ und leben ohne Not/ in ewger Freud und Wonne;/ was schaoͤet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet,/ zu leben länger hier,/ und mir auch immer zeiget/ Ehr, Gut und all ihr Zier:/ doch ich das gar nicht achte,/ es währt nur kurze Zeit;/ nach Himmlischem ich trachte,/ das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide/ von meinen Freunden gut,/ für mich und sie zum Leide;/ ooch tröstet meinen Mut,/ daß wir in größern Freuden/ zusammenkommen schon,/ wo nichts uns mehr wird scheiden,/ dort an des himmels Thron. 7. Muß ich auch hinterlassen/ betrübte Waiselein,/ dern Not mich über Maßen/ jammert im Herzen mein,/ will ich doch gerne sterben/ und trauen meinem Gott;/ er läßt sie nicht veroerben,/ er hilst aus aller Not. 8. Gesegn euch Gott, der Herre,/ ihr Vielgeliebten meinl/Trauert nicht allzusehre/ über den Abschied mein!/ Beständig bleibt im Glauben!/ Wir weroͤn in kurzer Zeit/ einander wiederschauen/ dort in der Ewigkeit. 9. Nun will ich mich ganz wenden/ zu dir, Herr Christ, allein;/ gib mir ein selig Ende,/ send mir die Engel dein; führ mich ins ewge Leben,/ das oͤu erworben hast,/ als oͤu oich hingegeben/ für meine Sündenlast. 10. Hilf, daß ich ja nicht wanke/ von Dir, Herr Jesu Christ;/ den schwachen Glauben stärke/ in mir zu aller Frist!/ Hilf ritter⸗ lich mir ringen,/ dein hand mich halt mit Macht,/ daß ich mög K44 ö‚ fröhlich singen:/ Gottlob, es ist vollbracht! ehrthtoph Gnotl, f.1650 442 Melchior Teschner, 1615. ESEEEEE x Vaslet will ich dir ge⸗ben,/ du ar⸗ ge, fal⸗ sche Welt; dein sünoͤlich bö⸗ses Le⸗ben/ durchaus mir nicht ge⸗fällt. 435⁴ ich ja oͤ mir allt scheiden 3. N funkelt schein n Herr, si 4. H6 laß mie Himme daß tre Sterbeliedͤer derkehrt,/ oͤoch erklärt,/ wird vger Freud und ger hier,/ und doch ich das immlischem ich Freunden gut,/ Mut,/ daß wir ichts uns mehr ern Not mich gerne sterben/ ben,/ er hilft meinl/Trauert inöig bleibt im wiederschauen/ Christ, allein;/ führ mich ins ingegeben/ für Jesu Christ;/ t!/ Hilf ritter⸗ daß ich mög zph Rnoll, 4 1650. or Teschner, 1615. EE al⸗sche Welt; icht ge⸗fällt. Sterbelieoͤer 44³ .. p Miim——..—..———— EE Im 555835 ist gut woh⸗nen,/ hin⸗ auf steht mein Be⸗ ů N . gier,/ da wird Gott herrlich loh⸗nen/ dem, oͤer ihm Wantai hier. 2. Rat mir nach deinem Herzen,/ o Jesu, Gottes Sohnl/ Sollt ich ja duloen Schmerzen,/ hilf mir, Herr Christ, davon;/ verkürz mir alles Leiden,/ stärk meinen blöden Mut,/ laß selig mich ab⸗ scheiden,/ schenk mir dein ewig Gut. 3. In meines herzens Grunde/ dein Nam und Kreuz allein/ funkelt all zeit und Stunde;/ oͤrauf kann ich fröhlich sein./ Er⸗ schein mir in dem Biloe/ zum Trost in meiner Not,/ wie du dich, Herr, so miloͤe/ geblutet hast zu Tod. 4. Herr, meinen Namen schreibe/ ins Buch oͤes Lebens ein;/ laß mich an deinem Leibe/ ein Glied mit jenen sein,/ die in dem himmel grünen/ und vor dir leben frei;/ so will ich ewig rühmen,/ daß treu oͤein Herze sei. Valerius Herberger, 4 1627. 443 Zoh. hermann Schein, 1628. . e, E.arn nie Z———.— 1. Machs mit mir, Gott, nach dei-ner Güt,/ hilf Ver⸗ sag mir nicht, was ich oich bitt;/ wenn — 1— ö —.— 1.— mir in mei⸗ nem Lei⸗ den! ‚ o nimm sie, herr, in mei⸗ ne Seel will schei-den, 25 ö 15,—— 1.————— dei ⸗ ne hänoͤ!l /'s ist al- les gut, wenn gut das End. 28* 444 Sterbelieoͤer 2. Gern will ich folgen, liebster Herr,/ du läßt mich nicht ver⸗ derben;/ ach, oͤu bist doch von mir nicht fern,/ ob ich gleich hie muß sterben/ und lassen meine lieben Freund,/ die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd,/ die Seel sich zu dir schwinget,/ in deiner hand sie unversehrt/ durch Tod ins Leben dringet./ Hier ist doch nur ein Tränental,/ Angst, Not und Mühe überall. 4. Der Tod, oͤie hölle, Welt und Sünd/ mir können nichts mehr schaden;/ an dir, o herr, ich Rettung find,/ ich tröst mich deiner Gnaden;/ dein einger Sohn aus Lieb und Huld/ für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was sollt ich denn nun traurig sein,/ weil ich kann wohl bestehen,/ geschmückt mit Christi Unschulo rein/ zu meinem Gotte gehen?/ Gehab dich wohl, oͤu schnöde Welt!/ Bei Gott zu leben mir gefällt. Joh. hermann Schein, 4 1630. Mel. Nr. 441. 444 mich veriangen 1. Ich hab mich Gott ergeben,/ dem liebsten Vater mein;/ hier ist kein Immerleben,/ es muß geschieden sein./ Der Tod kann mir nicht schaden,/ er ist nur mein Gewinn;/ in Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud daͤhin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber;/ o Welt, was acht ich deinꝰ/ Der Himmel ist mir lieber,/ da muß ich gehen ein/ und mich nicht mehr beladen,/ weil ich wegfertig bin/ in Gottes Fried undò Gnaden/ fahr ich mit Freud daͤhin. 3. Ach, selge Freud und Wonne/ hält mir der Herr bereit,/ da Christus ist die Sonne/ der ewgen Seligkeit./ Was kann mir doch nun schaden,/ weil ich bei Christo bin? /In Gottes Wies und Gna⸗ den/ fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen,/ ihr Liebsten allzumall/ Am mich sollt ihr nicht weinen,/ ich weiß von keiner Qual./ Was Christus euch beschieden,/ laßt nicht aus eurem Sinn;/ in Gottes Gnao und Frieden/ fahrt ihr oͤann auch dahin. Zohann Siegfried, 4 1657. v. 1. v. Johann Leon, 4 1597. Sterbel mel. O we ich muß die achten,/ und dies 3. Es der mor hier die 4. Die und saut vor dem 5. Ist mit Herz wirst du 6. We kann un dich beft 7. Wi vor die wir uns Sterbelieoͤer mich nicht ver⸗ gleich hie muß it mir herzlich zeel sich zu dir Tod ins Leben got und Mühe en nichts mehr st mich deiner ir mich bezahlt ich kann wohl meinem Gotte Gott zu leben Schein, 4 1630. Herzlich tut mich verlangen. er mein;/ hier Tod kann mir ttes Fried und acht ich dein ꝛ/ und mich nicht d'und Gnaden/ err bereit,/ da kann mir doch ried und Gna⸗ llzumal!/ Um Qual./ Was in;/ in Gottes in Leon, 4 1597. Sterbelieder mel. O welt, ich mtth ich lassen. 445 heinrich Isaak, 4 1517.—(1559.) —— ö 5⸗—— ö— ESSE . 2... 2—.—.————. 1. die herr⸗lich⸗keit der Er⸗den muß Rauch und A⸗x sche —— Ke. den e n,. SSDDSSSEEEEEEEE wer⸗den,/ kein dels, kein Erz be⸗stehn./ Was uns hier mag er⸗ ö + Ia——— —2—— 2.— — 1— 233—..— E E 1— IUE göt⸗zen,/ was wir für e⸗ wig schät⸗zen,/ wird als ein e m ö leich⸗ter Traum ver⸗gehn. 2. der Ruhm, nach dem wir trachten,/ den wir unsterblich achten,/ ist nur ein falscher Wahn/ sobald der Geist gewichen/ und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft nicht Kunst noch Wissen;/ wir werdͤen hingerissen,/ der morgen, dieser heut./ Was nützt der Güter Menge?/ dem hier die Welt zu enge,/ dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen,/ was Müh und Fleiß gewinnen/ und saurer Schweiß erwirbt;/ was Menschen hier besitzen,/ kann vor dem Tod nicht schützen;/ dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen,/ die nicht ein heimlich Schmerzen/ mit Herzensangst vergällt?/ Was ists, womit wir prangen?/ Wo wirst du Ehr erlangen,/ die nicht in hohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man auf die Throne,/ da keine Macht noch Krone/ kann unvergänglich sein?/ Es mag vom Totenreihen/ kein Zepter dich befreien,/ kein Purpur, Sold noch Edelstein. 7. Wir rechnen Jahr auf Jahre,/ indessen wird die Bahre/ uns vor die Tür gebracht;/ oͤrauf müssen wir von hinnen/ und, eh wir uns besinnen,/ der Erde sagen gute Nacht, 4+— II 1 N 2 + N— — II 457 440447 8. Wach auf, Herz, und bedenke,/ daß dieser Zeit Geschenke/ den Augenblick nur dein;/ was du zuvor genossen,/ ist als ein Strom verflossen;/ was künftig, wessen wird es sein? 9. Crau nicht auf Menschenlehre,/ auf Weltgunst, Macht und Ehre,/ und fleh oͤen Herren an,/ der immer König bleibet,/ den keine Zeit vertreibet,/ der einzig ewig machen kann. 10. Wohl dem, der auf ihn trauet!/ Er hat recht fest gebauet,/ und ob er hier gleich fällt,/ wird er doch dort bestehen/ uno nimmer⸗ mehr vergehen,/ weil ihn die Stärke selbst erhält. Anoͤreas Gryphius, 4 1664. Mel. Nr. 441. 446 herzlich tut mich verlangen. 1. In Christo will ich sterben, wenns meinem Gott gefällt/ hier ist nichts zu erwerben/ in dieser argen Welt./ Es ist ein elend Leben/ in dieser schnöden Zeit;/ dort wiro ein bessres geben/ Gott in der Ewigkeit. 2. Mit Christo will ich scheiden/ von dieser Erdenqual,/ der wird mich selber leiten/ durchs finstre Todestal;/ oͤrum laß ich mir nicht grauen/ vor diesem Rugenblick; /balo werd ich ewig schauen/ mein einzig wahres Glück. 3. zu Christo will ich fahren/ in das gelobte Land,/ der wird mich wohl bewahren/ in seiner starken hand./ Trotz sei dem Feind geboten,/ daß er mich reiß heraus;/ dort will ich seiner spotten/ im schönen Friedenshaus. 4. Bei Christo will ich bleiben/ in alle Ewigkeit/ und ohn Auf⸗ hören treiben/ sein Lob mit höchster Freud;/ mit Jauchzen unoͤ mit Singen/ will ich ihm dankbar sein;/ nun laß mirs, herr, gelingen/ zu deinem Preis allein. peter§rank, 4 1675. Mel. Nr. 441. 447 herzlich tut mich verlangen. I. Ich bin ein Gast auf Erden/ und hab hier keinen Stand/ der Himmel soll mir weroͤen,/ da ist mein Vaterland./ Hier muß ich AInruh haben,/ hier reis' ich ab und zu,/ dort wird mein Gott mich laben/ in seiner ewgen Ruh. 2. Was ist mein ganzes Wesen/ von meiner Jugend an,/ als Müh und Not gewesen?„So lang ich denken kann,/ hab ich so manchen Morgen,/ so manche liebe Nacht/ mit Rummer und mit Sorgen/ des Herzens zugebracht. Sterbelieder Sterbe 3. So uns nock hin und sie niede 4. Ich will ich geoͤrung geht nie 5. SG doch den meine S mein v 6. Mi Herrsche und für ihm wo 7. 3i Welt bi ich hier falle;/ 8. Di mein G mach ei kränkt, hier gel so legt 10. mich, ewgen nächst 11.. bei der herrlid Dinger terbelieoͤer t Geschenke/ , ist als ein n2 „Macht und bleibet,/ den est gebauet,/ und nimmer⸗ phius, 4 1664. lich verlangen. ott gefällt;/ ist ein elend geben/ Gott nqual,/ der oͤrum laß ich erd ich ewig ö// oͤer wird ei dem deind iner spotten/ noͤ ohn Auf⸗ auchzen und mirs, herr, srank, 4 1675. ich verlangen. en Stand/ . Hier muß d mein Gott no an,/ als hab ich so mer und mit Sterbelieder 447 3. So gings den lieben Alten,/ an deren Fuß und Pfad/ wir uns noch täglich halten,/ wenns fehlt an gutem Rat./ Sie zogen hin und wieder,/ ihr Kreuz war immer groß,/ bis daß der Tod sie nieder/ legt in des Grabes Schoß. 4. Ich habe mich ergeben/ in gleiches Glück und Leid;/ was will ich besser leben/ in dieser Zeitlichkeit?/ Es muß ja durch⸗ gedrungen,/ es muß gelitten sein;/ wer nicht hat wohl gerungen,/ geht nicht zur Freude ein. 5. So will ich zwar nun treiben/ mein Leben dͤurch die Welt,/ doch denk ich nicht zu bleiben/ in diesem fremden zZelt;/ ich wanoͤre meine Straße,/ die zu der heimat führt,/ da mich ohn alle Maße/ mein Vater trösten wird. 6. Mein heimat ist dort oben,/ da aller Engel Schar/ den großen gerrscher loben,/ der alles ganz und gar/ in seinen händen träget/ und für und für erhält,/ auch alles hebt und leget,/ nachdems ihm wohlgefällt. 7. zu dem steht mein Verlangen,/ da wollt ich gerne hin;/ die Welt bin ich durchgangen,/ daß ichs fast müde bin;/ je länger ich hier walle;/ je wenger find ich Freud,/ die meinem Geist ge⸗ falle;/ das meist ist Eitelkeit. 8. Die Herberg ist zu böse,/ der Trübsal ist zu viel;/ ach, komm, mein Gott, und löse/ mein herz, wenn dein Herz will!/ Komm, mach ein selig Ende/ mit meiner Wanderschaft,/ und was mich kränkt, das wende/ dͤurch deinen Arm und Kraft. 9. Wo ich bisher gesessen,/ ist nicht mein rechtes haus;/ wenn mein Ziel ausgemessen,/ so tret ich dann hinaus,/ und was ich hier gebrauchet,/ das leg ich alles ab,/ und wenn ich ausgehauchet, so legt man mich ins Grab. 10. Du aber, meine§reude,/ du meines Lebens Licht,/ du zeuchst mich, wenn ich scheide,/ hin vor dein Angesicht/ ins Haus der ewgen Wonne,/ da ich stets freudenvoll/ gleich als die helle Sonne/ nächst andern leuchten soll. 11. da will ich immer wohnen,/ und nicht nur als ein Gast,/ bei denen, die mit Kronen/ du ausgeschmücket hast;/ da will ich herrlich singen/ von deinem großen Tun/ und, frei von schnöden dingen,/ in meinem Erbteil ruhn. paul Gerhardt, 4 1676. 459 448 Gotha 1726. * er weiß, wie na⸗ he ach, wie ge⸗schwin⸗de . ——— — mir mein En⸗oe!l/ Hin geht die und be⸗ hen⸗de/ kann kom⸗men ——. 1 . ——— Zeit, her kommt der Tod; mei⸗ ne To⸗des⸗not! Mein Gott, ich bitt durch 0 Chri⸗sti Blut:„ Machs nur mit mei⸗ nem En⸗de gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anoͤers weroͤen,/ als es am frühen Morgen war;„dieweil ich leb auf dieser Erden,/ leb ich in steter Tooͤsgefahr. /Mein Gott, ich bitt oͤurch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein Enoͤ bedenken/ unoͤ, wenn ich einmal sterben muß,/ die Seel in Jesu Toò versenken/ und ja nicht sparen meine Buß./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen,/ daß ich bereit sei für und für/ und sage frisch in allen Fallen:/ Herr, wie du willst, so schicks mit mir!/ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: /Machs nur mit meinem Ende gut! 5. Ach, Herr, mach süße mir den himmel/ und bitter mir die Lust der Welt;/ gib, daß mir in dem Weltgetümmel/ oͤie Ewig⸗ keit sei vorgestellt./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:Machs nur mit meinem Ende gut! 44⁰ Sterbelieoͤer erbelieoͤer Gotha 1726. jie na⸗ he e⸗schwin⸗de am frühen ich in steter Machs nur „wenn ich ꝛn/ und ja visti Blut:/ h bereit sei ie oͤu willst, ut:/ Machs ter mir oͤie die Ewig⸗ it:/ Machs Sterbelieder 4⁴ 6. Ach, Vater, deck all meine Sünde/ mit dem Verdienste Jesu zu,/ darauf ich mich festgläubig gründe,/ dies gibt mir die er⸗ sehnte Ruh./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Enoͤe gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide,/ nichts, es sei Leben oder Tod;/ ich leg oͤie hand in seine Seite/ und sage: O, mein herr und Gott!/ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Enoͤe gut! 8. Ich habe Jesum angezogen/ schon längst in meiner heilgen Tauf;/ oͤu bist mir daher auch gewogen,/ hast mich zum Kino ge⸗ nommen auf./ Mein Gott, ich bitt oͤurch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Leib gegessen,/ ich hab sein Blut getrunken hier;/ nun kannst oͤu meiner nicht vergessen;/ ich bleib in ihm und er in mir./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Enoͤe gut! 10. So komm mein Enoͤ heut oder morgen,/ ich weiß, daß mirs mit zesu glückt;/ ich bin und bleib in deinen Sorgen,/ mit Jesu Gnaden schön geschmückt./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 11. Ich leb indes in oͤir vergnüget/ und sterb ohn alle Kümmernisz/ mir gnüget, wie mein Gott es füget;/ ich glaub und bin es ganz gewiß:/ durch deine Gnad und Christi Blut/ machst dus mit meinem Ende gut! Remilie uliane, Sräfin von Schwarzburg⸗Rudolstaöt, 4 1700. 449 Konr. Heinr. Dretzel, 1751. Lnte. x 2.— . 1. Ach, was ist doch un⸗sre Zeit?/ Flüch- tig⸗ keit,/ —— 1—— ........ Ne⸗bel, Rauch und Wind und Schat⸗ten;/ Men⸗schen kön⸗nen —————— ,, —— nicht bestehn;/ sie ver⸗gehn/ wie die Blu⸗men auf den Mat⸗ten./ 44¹ Sterbelieoͤer —.—————.——.— 52 EEEEEE Unser Le⸗ben fleucht be⸗hen⸗de:/ Mensch, be⸗ ⸗den⸗ke doch das Ende! 2. Menschen sind zerbrechlich Glas,/ nichtig Gras,„Blumen, die nicht lange stehen;/ ach, wie bald wird ihre Rraft/ hingerafft,/ wenn oͤie Todeslüfte wehen./ Unser Leben fleucht behende:⸗Mensch, bedenke doch das Ende! 3. Jugenò, die oͤen Rosen gleicht,/ die verbleicht;/ ihre Schön⸗ heit muß verschwinden/ es vergeht durch Todesmacht/ alle Pracht,/ die wir an den Menschen finden./ Unser Leben fleucht behendͤe:/ Mensch, bedenke doch das Enoͤe! 4. Menschen sind der FZeiten Spiel/ und ein Ziel,/ oͤrauf die Todespfeile fliegen;/ die wie schlanke Zedern stehn,/ groß unoͤ schön,/ müssen durch den Tod erliegen./ Unser Leben fleucht bo⸗ hende:/ Mensch, beoͤenke ooch das Ende! 5. Ach, der Tod ist mir gewiß,/ ͤörum vergiß/ alles Eitle dieser Erden;/ lenke dich zur Ewigkeit/ jederzeit,/ willst du dort unsterb⸗ lich werden./ Anser Leben fleucht behende:„Mensch, beoͤenke doch das Ende! 6. Schwinge oͤein Gemüt und Herz/ himmelwärts,/ wo nicht Tod, nicht Not, nicht Leiden;/ denk an das, was ewig ist,/ lieber Christ,/ soll dᷣich einst der himmel weiden./ Unser Leben fleucht behende:/ Mensch, beoͤenke doch das Ende! Salomo Franck, 4 1725. Mel. O Gott, der du ein heerfürst bist. 450 Lyon 1562. EE 45⁰ 1. Mein Le⸗ben ist ein——/ ich rei⸗se nach dem ̃— ö n, er,. va⸗ter⸗— 3 dem 2—3 ru⸗ sa⸗lem 6665 o⸗ ben, wo E.— TTTIII ei ne ew⸗ ge Ru⸗ he⸗ statt /Gott sel⸗ ber mir ge⸗grün⸗det 44⁴² rbelieder das Endel lumen, die ingerafft,/ :/ Mensch, hre Schön⸗ le Pracht,/ behende:/ rauf die groß und fleucht be⸗ Eitle dieser rt unsterb⸗ denke doch wo nicht ist,/ lieber ben fleucht anck, 4 1725. Lyon 1562. —— nach dem grün⸗det Sterbelieder hat;/ da werd ich oh⸗ne End ihn lo⸗ ben./ Mein Le⸗ben ist Se n d e, nn in ninnn. SP.... I... I.... I ein Pil⸗grim⸗stand j/ ich rei⸗se nach dem Va⸗ter⸗-land. 2. Wie Schatten vor der Sonne fliehn,/ so flieht mein Leben schnell dahin// und was vorbei ist, kommt nicht wieder. /Ich eile zu der Ewig⸗ keitj/ herr Jesu, mach mich nur bereit/ und öffne meine Rugenlider,/ daß ich, was zeitlich ist, veracht/ und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. der Sonne Glanz mir oft gebricht,/ der Sonne, die ihr Gnadenlicht/ in unverfälschte herzen strahlet./ Wind, Regen stür⸗ men auf mich zu,/ mein matter Geist finoͤt nirgenos Ruh;/ doch alle Müh ist schon bezahlet,/ wenn ich die güloͤne Himmelstür/ mir stell im festen Glauben für. 4. Du treuer hüter, Jesu Christ,/ der du ein Pilgrim wordͤen bist,/ da oͤu mein dleisch hast angenommen,/ zeig mir im Worte deine Tritt,/ laß mich bei einem jeden Schritt/ zu deinem Heil stets näher kommen./ Mein Leben fleucht; ach, eile du,/ und fleuch mit Gnad und Hilf herzu. 5. Durch deinen Geist mich heilig leit,/ gib in Geduld Bestän⸗ digkeit;/ vor Straucheln meinen duß beschütze./ Ich falle stünoͤlich, hilf mir auf/ und richte zu dir meinen Lauf;/ sei mir ein Schirm in Trübsalshitze;/ laß deinen milden Gnadenschein/ in dinsternis nie ferne sein. 6. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll,/ vor durst nach dir verschmachten will,/ so laß mich dich zum Labsal finden;/ und schließ ich meine Rugen zu,/ so bring mich zu der Siegesruh,/ wo Streit und alle Müh verschwinden,/ und wo ich kann, von Sünden rein,/ dein Freund und Hausgenosse sein. 7. Bin ich denn hier, im fremden Land,/ der blinden Welt gleich unbekannt:/ dort sind die Freunde, die mich kennen;/ dort werd ich mit der himmelsschar/ dir jauchzend dienen immerdar⸗/ und in der reinsten Liebe brennen./ Mein Heiland, komm, ach, bleib nicht lang!/ Hier in der Fremde wird mir bang. Frieor. RAͤͤolf Lampe, 4 1729. 135 451452 Mel. Nr. 448. 451 Wehtemein Eur 1. Ich sterbe täglich, unò mein Leben/ eilt immerfort zum Grabe hin./ Wer kann mir einen Bargen geben,/ ob ich noch morgen lebend bin?/ Die Zeit geht hin, der Tod kommt her:/ ach, wer nur immer fertig wär! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten;/ er kommet oft un⸗ angemeloͤt/ und fordert uns ins Reich oer Toten;/ wohl dem, der Haus und Herz bestellt!/ denn ewig Unglück oder Glück hängt nur an einem Augenblick. 3. Herr aller herren, Tod und Leben/ hast oͤu allein in deiner Hand./ Wie lange du mir Frist willst geben,/ das ist und bleibt mir unbekannt;/ hilf, daß ich jeden Glockenschlag/ an meinen Ab⸗ schied denken mag. 4. Es kann vor Abend anders werden,/ als es am Morgen mit mir war;/ den einen duß hab ich auf Erden,/ den andern auf der Totenbahr;/ ein kleiner Schritt ist nur dahin,/ wo ich der Würmer Speise bin. 5. Ein einzger Schlag kann alles enden /und Fall und Tod bei⸗ sammen sein;/ doch schlage nur mit Vaterhänden/ und schließ in Christi Tod mich ein,/ daß, wenn der Leib zu Boden fällt,/ die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 6. Kann ich die Meinen nicht mehr segnen,/ so segne du sie mehr als ich;/ wenn lauter Tränen um mich regnen,/ o Tröster, so er⸗ barme dich/ und lasse der Verlassnen Schrein/ durch deinen Trost erhörlich sein. 7. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen,/ so schließe mir den Himmel auf;/ verkürze mir des Todes Schmerzen/ und hole mich zu dir hinauf;/ so wird mein Abschied keine Pein,/ zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. Wer nur den lieben 452 Gott läßt walten. Georg Neumark, 1657. I............... em Hnn rr ◻ 20 Mein Gott, ich weiß wohl, diaß ich ster⸗ be,/ und fin-de hier kein sol- ches Er⸗be,, Sterbelieoͤer Mel. obelieder iß, wie nahe mein Ende. jum Grabe ch morgen h/ wer nur let oft un⸗ dem, der ick/ hängt in deiner und bleibt einen Ab⸗ orgen mit rn auf der r Würmer Tod bei⸗ schließ in fällt,/ die i sie mehr ter, so er⸗ nen Trost e mir den hole mich var eilig, ck, 4 1737. nark, 1657. Sterbelieoͤer 4⁵5³⁵⸗ 1.— 1—— ö———————— ů—ᷓ—..— ich bin ein Mensch, der bald ver⸗geht, 1— das in ⸗ Vedte dn ⸗ der ⸗ich Lerrteht;, ————— n an mun EiEEEEEEE mir in Gna⸗den an,/ wie ich recht se⸗lig ster⸗ben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe,/ kein Augenblick geht sicher hin;/ wie bald zerbricht doch eine Scherbe!/ Wie kann die Blume schnell verblühn!/ Drum mache mich nur stets bereit/ hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe,/ dieweil der Todð viel Wege hält;/ dem einen wird das Scheiden herbe,/ ein anoͤrer sanft in Schlummer fällt./ Doch, wie dͤu willst, gib nur dabei,/ daß mir mein Ende selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe,/ und welche Erde mich einst deckt;/ doch wenn ich nur den Trost erwerbe,/ daß mich dein Ruf zum Leben weckt,/ so nehm ich jede Stelle ein;/ die Erd ist allenthalben dein. 5. Aun, liebster Gott, wenn ich einst sterbe,/ so nimm du meinen Geist zu dir,/ auf daß ich dort mit Christo erbe;/ hab ich nur den im Glauben hier,/ so gilt mirs gleich und geht mir wohl/ wann wo und wie ich sterben soll. Bensamin Schmolck, 4+ 1757. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 453 Nürnberg 1684. ...I........ III IEIII —..————0.— 2 S..............— (Un-ser kei- ner lebt ihm sel- ber,/ kei⸗ ner 1. was wir le ⸗ ben, was wir ster⸗ben,/ kommt, o SDS..II...IIF F I I T. —⁵nH———....— IIE 15.—.—..—— 1.——.——... I. LI ö stirbt ihm sel⸗ber hier; 3 Herr, al⸗Lein von dir. du mußt hel⸗fen, tra⸗gen, he⸗ben,/ 4⁴⁵ 4⁵⁴4 Sterbeliedͤer —————— IEEEEEE du bist un⸗ser be⸗stes Teil,/ bleibst im To⸗de, — 1 III ĩ—4 N ————— 2 Kren F bleibst im Le⸗ ben/ un⸗ ser Trost und un⸗ ser heil. 2. Glauben, schauen, leben, sterben„gilt mit dir uns alles gleich;/ wenn wir nur mit Christo erben,/ macht der Tod uns ewig reich./ Dann erst fängt des Christen Leben/ und das rechte Wohl⸗ sein an,/ wenn er sich zu dir erheben/ uno dein Antlitz schaͤuen kann. 3. Nun, es scheiden ooer bleiben/ unsre Lieben oder wir:/ Jesu, dir uns einverleiben,/ das sei unsre Sorge hier!/ Selig, wer ent⸗ schläft in Frieden,/ selig wir, die noch nicht tot./ Sind die Leiber auch geschieden,/ sino die Geister doch in Gott. 4. Heil und Wahrheit, Kraft und Stärke/ gibt Jehova mehr und mehr./ Alle seine Weg und Werke sind voll Herrlichkeit und Ehr./ Singet ihm, ihr Gotteskinder,/ der uns liebt am Kreuzes⸗ stamm!/ Bringet Ruhm, ihr Uberwinder,/ Gott dem Vater, und dem Lamm! Phil. heinrich Weissensee, 4 1707. Mel. Jesus meine Zuversicht. 454 Berlin 1655. 2 ESEEEEEE Mei⸗ne Le⸗bens⸗zeit verstreicht,/ stünoͤlich eil ich und wie we⸗nig ists viel⸗leicht,/ das ich noch zu —— 12— 3— ———— +H—— zu dem Gra⸗-be, 2— le⸗ben ha⸗ bel Denk, o Mensch, an dei⸗ nen Tod, SDSISISISISPSPIPIPISIII.II.......... ———————— E—————— säu⸗me nicht; denn Eins ist not. 44⁰ Ster 2. haber gaber dein. 5. das v dieses 4. wach Sach erfrer 2. glaul aus d seine 6. senke denk. Mel. 1. fallei Tode 2. Jahr den S. meir Erns 4. beut Heil. —0— das Herz ebelieder er Heil. uns alles d uns ewig chte Wohl⸗ auen kann. vir:/ Jesu, g3, wer ent⸗ die Leiber hova mehr ichkeit und Kreuzes⸗ Oater, unoͤ see, + 1707. Berlin 1655. Sterbelieoͤer 45² 2. Lebe, wie oͤu, wenn du stirbst,/ wünschen wirst, gelebt zu haben!/ Güter, die oͤu hier erwirbst,/ Würden, die dir Menschen gaben/ nichts wird dich im Tod erfreun;/ diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Zesum liebt,/ nur ein ruhiges Gewissen,/ das vor Gott dir Zeugnis gibt,/ wird dir deinen Tod versüßen;/ dieses herz, von Gott erneut,/ gibt im Tode Freudigkeit. 4. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Hott und bet und wache;/ sorge nicht, wie früh du stirbst;/ deine Zeit ist Gottes Sache./ Lern nicht nur den Tod nicht scheun,/ lern auch seiner dich erfreun. 5. Uberwind ihn durch Vertraun,/ sprich: Ich weiß, an wen ich glaube,/ und ich weiß, ich werd ihn schaun,/ denn er weckt mich aus dem Staubej/ er, der rief: Es ist vollbrachtl/ nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin,/ siehe oein Gebein ver⸗ senken;/ sprich: Herr, daß ich Eroe bin,/ lehre du mich stets be⸗ denken;/ lehre oͤu mich jeden Tag,/ daß ich weiser werden mag. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Ur. 149. 455 bel deinem Wort. 1. Wie sicher lebt der Mensch, der Staub!/ Sein Leben ist ein fallend Laub,/ und dennoch schmeichelt er sich gern,/ der Tag des Todes sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel,/ der Mann noch seiner Jahre viel,/ der Greis zu vielen noch ein Jahr,/ und keiner nimmt den Jrrtum wahr. 3. Sprich nicht: Ich denk in Slück und Not/ im Herzen oft an meinen Tod;/ der, den der Tod nicht weiser macht,/ hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit,/ zu tun, was uns der Herr ge⸗ beut,/ und unsres Lebens kleinster Teil/ ist eine Frist zu unserm heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor Gericht;/ da bringt Gott alles an das Licht/ und macht, was hier verborgen war,/ den Rat des Herzens, offenbar. 4⁴⁷7 4⁵5 Sterbelieoͤer 6. Drum, da dein Tod dir täglich oͤräut,/ so sei doch wacker und be⸗ reit,/ prüf deinen Glauben als ein Christ,/ ob er durch Liebe tätig ist. 7. Ein Herz, das Gottes Stimme hört,/ ihr folgt und sich vom Bösen kehrt,/ ein gläubig herz, von Lieb erfüllt,/ dies ist es, was vor Sott nur gilt. 8. Gib, Herr, daß ich mit jedem Tag/ vor dir mein Herz er⸗ forschen mag,/ ob Liebe, demut,§ried und Treu/ die Frucht des Geistes in mir sei; 9. Daß ich zu dir um Gnade fleh,/ stets meiner Schwachheit widersteh/ und einstens in des Glaubens Macht/ mit Freuden ruf: Es ist vollbracht! Christian Fürchtegott Gellert, 4 1709. Herzlich tut Mel. Nr. 441. 456 mich verlaͤngen. 1. Die auf der Erde wallen, die Sterblichen, sind Staub;/ sie blühen auf und fallen,/ des Todes sichrer Raub./ Verborgen ist die Stunde,/ da Gottes Stimme ruft;/ doch jede, jede Stunde/ bringt näher uns der Gruft. 2. Getrost gehn Gottes Kinder die öde, dunkle Bahn,/ zu der verstockte Sünder/ verzweiflungsvoll sich nahn,/ wo selbst der freche Spötter/ nicht mehr zu spotten wagt,/ vor dir, Gott, seinem Retter,/ erzittert und verzagt. 5. Wenn diese Bahn zu gehen/ dein Will einst mir gebeut;/ wenn nahe vor mir stehen/ Gericht und Ewigkeit;/ wenn meine Kräfte beben/ und schon das herz mir bricht:/ herr über Tod und Zeben,/ o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder,/ hilf mir in dieser Angst,/ der ou zum heil der Sünder/ selbst mit dem Tode rangst;/ und wenn des Rampfes Ende/ gewaltiger mich faßt,/ nimm mich in deine hände,/ den du erlöset hast. S. Des himmels Wonn und Freuden/ ermißt kein sterblich herz/ o Trost für kurze Leiden,/ für kurzen Todesschmerz!/ dem Todes⸗ überwinder/ sei ewig Preis und Dank;/ Preis ihm, der für uns Sünder/ den Relch des Todes trank! 6. Heil denen, die auf Erden/ sich schon dem Himmel weihn,/ die aufgelöst zu werden,/ mit heilger durcht sich freun!„Bereit, es Gott zu geben, wenn er, ihr Herr, gebeut,/ gehn sie getrost durchs Leben„hin zur Unsterblichkeit. Gonn Benedikt Funck, 4 814 4⁴8 Sterb Mel. Chi ist mein 4. Ei Anenoͤlt 5. Je ich mit V. 1-4 ve Mel. N 1. Ei Gott he Lebens zugeser gänzlie ich bin mein 1 20⁰ teebelieoͤer hacker und be⸗ Liebe tätig ist. und sich vom es ist es, was lein herz er⸗ ie Frucht des Schwachheit Freuden ruf: ellert, 4 1769. herzlich tut lich verlangen. Staub;/ sie herborgen ist ꝛoe Stunde/ ihn,/ zu der bst der freche nem Retter,/ sir gebeut;/ wenn meine ber Tod und gst,/ oͤer du no wenn des ꝛine hände,/ eblich herz/ Dem Todes⸗ der für uns nel weihn,/ n!/ Bereit, n sie getrost sunck, 4 814 -.-Y‚ Sterbe⸗ und Begräbnislieder 457 458 Mel. Christus, der ist 56 Leben. 457 3. 1. Ich weiß, an wen ich glau⸗be,/ und daß mein Hei⸗land 66 Vulpius, 1609. S... E————————— lebt,/ der aus dem To⸗des⸗stau⸗be/ den Geist zu sich er⸗ hebt. 2. Ich weiß, an wem ich hange,/ wenn alles wankt und weicht,/ der, wenn dem Herzen bange,/ die Retterhand mir reicht. 3. Ich weiß, wem ich vertraue,/ und, wenn mein Auge bricht,/ daß ich ihn ewig schaue,/ ihn selbst von Angesicht. 4. Er trocknet alle Tränen/ so tröstend und so milö,/ und mein unenoͤlich Sehnen/ wird nur durch ihn gestillt. 5. Ich weiß, beim Auferstehen,/ wenn ich verkläret bin,/ werd ich mit Jesu gehen/ oͤurch Ewigkeiten hin. v. 1-4von Rugust hermann Niemeyer, 4 1823. V. 5 von Albert Rnapp, T 1804. Begräbnislieder Schwing dich auf Mel. Nr. 356. 458 zu deinem Gott. 1. Einen guten Kampf hab ich/ auf der Welt gekämpfet;/ denn Gott hat mir gnädiglich/ all mein Leid gedämpfet;/ daß ich meines Lebens Lauf/ seliglich vollenoͤet/ und die Seele himmelauf/ Christo zugesendet. 2. Forthin ist mir beigelegt/ der Gerechten Krone// die mir wahre Freud erregt/ vor des himmels Throne;/ forthin meines Lebens Licht,/ dem ich hier vertrauet:/ meines Gottes Angesicht/ meine Seele schauet. 3. Diese gar veroͤerbte Welt/ ist, was meinem Leben/ nunmehr gänzlich nicht gefällt;/ dvrum ich mich ergeben/ meinem Jesu, da ich bin/ jetzt in lauter Freuden;/ denn sein Tod ist mein Gewinn,/ mein Veroͤienst sein Leioͤen. 2⁰ 459 4. Gute Nacht, ihr meine Freund',/ ihr, o meine Lieben!/ Alle, die ihr um mich weint,/ laßt euch nicht betrüben/ diesen Schritt, den ich nun tu/ in die Erde nieder;/ schaut, die Sonne geht zur Ruh,/ kommt doch morgen wieder. heinrich Albert, 4 1651. Begräbnislieder 459 Og. Christian Störl, 1710. 2. r,. Hi=. 1. Ru⸗ het wohl, ihr To⸗-ten ⸗bei ⸗ne,/ in der — drin, E—— d d Hi. —„len Ein⸗sam⸗keit!/ Ru⸗het, bis 3 End er⸗ schei=ne,/ da der Herr euch zu der Freud/ ru⸗fen wird aus . SSSSS.I.I. eu ⸗ ren Srüf 190/ den frei ⸗ en Himmels⸗lüf⸗ten. 2. Nur getrost, ihr werdet leben,/ weil das Leben, euer Hort,/ die Verheißung hat gegeben/ durch sein teuer wertes Wort:/ die in seinem Namen sterben,/ sollen nicht im Tod verderben. 5. Und wie sollt im Grabe bleiben,/ der ein Tempel Gottes war// den der herr ließ einverleiben/ seiner auserwählten Schar,/ die er selbst mit seinem Sterben/ hat gemacht zu himmelserben? 4. Nein, die kann der Tod nicht halten, /oͤie des herren Glieder sind./ Muß der Leib im Grab erkalten,/ da man nichts als Asche finoͤt:/ wenn des herren Hauch oͤrein bläset,/ grünet neu, was hier verweset. 5. Jesus wiro, wie er erstanden,/ auch oͤie Seinen einst mit Macht/ führen aus des Todes Banoͤen,/ führen aus des Grabes Nacht/ zu dem ewgen Himmelsfrieden,/ den er seinem Volk be⸗ schieden. 45⁰ Begrä 6. Ri Ruhet, ihr mit Mel. N 1. He wenn v den Gr 2. H= und wi wie bal herbe. äbnislieoͤer iebenl/ Alle, iesen Schritt, nne geht zur Albert, 4 1651. an Störl, 1710. e,/ in der —— End er⸗ —— en wiro aus 2.—— els⸗lüf⸗ ten. euer hort,/ s Wort:/ die erben. mpel Gottes lten Schar,/ mmelserben? erren Glieder hts als Asche eu, was hier ien einst mit des Grabes iem Volk be⸗ Begräbnislieoͤer 460 461 6. Ruhet wohl, ihr Totenbeine,/ in des Grabes dunkelheit!l/ Ruhet, bis der Herr erscheine/ an dem Ende dieser Zeit!/ Da sollt ihr mit neuem Leben/ herrlich ihm entgegenschweben. Frieoͤr. Konrad hiller, 4 1726. Mel. Nr. 454. 460 Jesus, meine Zuversicht. 1. Heute mir und morgen dirl/ So hört man die Glocken klingen,/ wenn wir die Verstorbnen hier/ auf den Todesacker bringen./ Aus den Gräbern rufts herfür:/ heute mir und morgen dir! 2. heute rot und morgen tot!/ Anser Leben eilt auf Flügeln,/ und wir habens täglich not,/ daß wir uns an andern spiegeln;/ wie bald ruft oes herrn Gebot: Heute rot und morgen tot! Z. Mensch, es ist der alte Bund,/ und der Tod zählt keine Jahre/ bist oͤu heute noch gesund,/ denk an deine Totenbahre;/ jeoem kommt die letzte Stund: Mensch, das ist der alte Bund. 4. Ach, wer weiß, wie nah mein Toodl/ Ich will sterben, eh ich sterbe/ so wird mir die letzte Not,/ wenn sie kommt, doch nicht so herbe./ Rüste mich odazu, mein Gott!/ Ach, wer weiß, wie nah mein Tod! 5. Selig, wer in Christo stirbt,/ denn ihm wird der Tod zum Leben;/ wer das Leben hier erwirbt,/ dem nur wird es dort ge⸗ geben./ Wer nicht lebet, der veroͤirbt;/ selig, wer in Christo stirbt! Benjamin Schmolck, + 1737. Mel. der lieben Sonne Licht und Pracht. 461 4 ———;...— en l. E. nei. n. urrr —— Die Chri⸗sten gehn von Ort zu Ort/ oͤurch mannig⸗ Uund kom⸗men in den Friedensport/ und ruhn in Hamburg 1730. FA e, falt⸗gen Jam⸗mer ih ⸗rer Kam⸗mer. Gott nimmt sie nach dem Lauf/ in 20* 46 Begräbnislieder ISSSSE. sei⸗ nen Ar⸗men auf;/ das ämi ⸗zen⸗korn wird in sein Beet/ en=e, ee, kit,( auf Hoff⸗nung rei⸗ cher Frucht ge⸗sät. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist!/ Gelobt sein eure Schritte,/ du friedevoll befreiter Geist,/ du jetzt verlassne hütte!/ Du, Seele, bist beim Herrn,/ dir glänzt der Morgenstern;/ euch Glieder deckt mit sanfter Ruh/ der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit/ der großen Offenbarung/ indessen bleibt das Pilgerkleid/ in heiliger Verwahrung./ Wie ist das Glück so groß:/ in Jesu Arm und Schoß!/ Die Liebe führ uns gleiche Bahn,/ so tief hinab, so hoch hinan! Nikolaus Luöwig Graf von Zinzendorf, + 1700. selhi• 9— 462 Basel 1745. —— ö——— I.....— 1. Al⸗ler Gläub⸗— 36 mel⸗ platz/ ist da, —— —.—. S wo ihr herz und Schatz,/ wo ihr hei⸗-land Ze⸗sus Christ/ mren Lin ene, E ö —— x und ihr Le⸗ben hier schon ist. 2. Eins geht da, das anoͤre dort/ in die ewge Heimat fort,/ ungefragt, ob die und der/ uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Doch der Herr kann nichts versehn;/ und wenn es nun doch geschehn,/ hat man nichts dabei zu tun,/ als zu schweigen und zu ruhn. 4. Manches herz, das nicht mehr da,/ geht uns freilich innig nahz/ doch, o Liebe, wir sind dein,/ und oͤu willst uns alles sein. Nach Nikolaus Luöwig Graf v. Zinzendorf, 4 1760, u. Christian Gregor, 4 1801. II 45⁰0 Begrä Mel. Nur 2. Er Verwest seiner e 3. Hi Leben i noch zu 4. S. Ewigket aus Go nahen sterben 7. Hi flehn:/ meinem 8. La lich sche Seele u ibnislieoͤer in sein Beet/ ũre Schritte,/ /Du, Seele, Glieder oͤeckt fenbarungj/ ung./ Wie ist ie Liebe führ noͤorf, + 17⁰0. Basel 1745. sus Christ/ eimat fort,/ zlich wär. es nun doch hweigen und freilich innig ns alles sein. Bregor, 4 1801. Begräbnislieoͤer 463 Mel. laßt 0. geib Kiraben 8 463 Wittenberg 1544. e 1. Nun brin⸗gen wir den Leib zur Ruh/ und dek-ken IIIIITITITTA ihn mit Er⸗de zu,/ den Leib, der nach des Schöpfers Schluß/ zu + 1 —0.———— E——.—.— Staub und Er⸗de wer⸗den muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub,/ nicht immer der Verwesung Raub;/ er wiroö, wenn Christus einst erscheint,/ mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was dͤu bist,/ lern hier, was unser Leben ist:/ nach Sorge, Furcht und mancher Not/ kommt enoͤlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit;/ auf Sterben folgt die Ewigkeit. Wie wir die Zeit hier angewanoͤt,/ so folgt der Lohn aus Gottes Hanoͤ. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück,/ wie wir selbst, einen Augenblick;/ so währt auch Kreuz und Traurigkeit,/ wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich! /Tod, Grab und Richter nahen sich./ In allem, was oͤu denkst und tust,/ bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei oͤen Gräbern stehn,/ soll jeoͤer zu dem Vater flehn: Ich bitt, o Gott, durch Christi Blut,/ machs einst mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun// vor unserm Gott uns kinoͤ⸗ lich scheun./ Wir sind hier immer in Gefahr;/ nehm jeoͤer seine Seele wahr! 464. 465 9. Wenn unser Lauf vollenoͤet ist,/ so sei uns nah, Herr Jesu Christ!/ Mach uns oͤas Sterben zum Gewinn,/ zieh unsre Seelen zu dir hin! 10. Uno wenn oͤu einst, oͤu Lebensfürst,/ die Gräber mächtig öffnen wirst,/ dann laß uns fröhlich auferstehn/ und dͤort dein Antlitz ewig sehn! Ehrenfried Liebich, 4 1780. 464 Altona 1803. + 1. Auf⸗ er⸗stehn, ja, auf⸗ er⸗stehn wirst du,/ mein Begräbnislieder ö ö—.——— I Staub, nach kur⸗zer Ruhl/ An-sterb-lichs Le- ben/ wird, APPIPIPI‚IFIFIIPIPITI.I.. der dͤich schuf, oir ge⸗ benl/ hal⸗le ⸗ lu⸗- jal 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesätl/ Der Herr der Ernte geht/ und sammelt Garben/ uns ein, uns ein, die starben./ Halleluja! 3. Tag dͤes Danks, oͤer Freudentränen Tagl/ oͤu meines Gottes Tag!l/ Wenn ich im Grabe/ genug geschlummert habe,/ erweckst du mich! 4. Wie oͤen Träumenden wiroͤs dann uns sein;/ mit Jesu gehn wir ein/ zu seinen Freuden./ Der müden Pilger Leiden/ sin dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich/ mein Mittler dann, lebt ich/ im Heiligtume/ zu seines Namens Ruhme./ Hallelujal Friedr. Gottlieb Klopstock, 4 1803. Mel. Nr. 454. 465 gesus, meine Zuversicht. 1. Geht nun hin und grabt mein Grab,/ denn ich bin des Wan⸗ derns müde; /von der Erde scheid ich ab,/ denn mir ruft des himmels Friede,/ denn mir ruft die süße Ruh/ von den Engeln droben zu. 145⁴ Begrä 2. Ge vollende lege selb 3. We Denn wi muß es 4. Da Deine 1 deine S 5. Da Fahret! reise hin 6. Die was vor nicht ob 7. nehmen dem Se des ewe bnislieder / Herr Jesu unsre Seelen iber mächtig id dort dein liebich, 4 1780. Altona 1803. st du,/ mein —— —.— ben/ wiroͤ, 4— 3 u ⸗ jal vErnte geht/ ./ Halleluja! seines Gottes ibe,/ erweckst nit Jesu gehn n/ sind dͤann er dann, lebt lelujal opstock, 4 1803. eine Zuversicht. in des Wan⸗ mir ruft des den Engeln Begräbnislieder 466 2. Geht nun hin und grabt mein Grab;/ meinen Lauf hab ich vollendet// lege nun den Wanderstab/ hin, wo alles Irosche endet/ lege selbst mich nun hinein/ in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch/ in dem dunkeln Tale machenꝰ/ denn wie mächtig, stolz und hoch/ wir auch stellen unsre Sachen,/ muß es doch wie Sand zergehn,/ wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl,/ laß mich nun in örieden scheidenl/ deine Hoffnung, ach, ist hohl,/ deine Freuden selber Leiden,/ deine Schönheit Unbestand,/ eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht,/ Sonn und Mond und liebe Sterne./ Fahret wohl mit eurer Pracht;/ denn ich reis in weite F§erne,/ reise hin zu jenem Glanz,/ worin ihr verschwindet ganz. o. Die ihr nun in Trauern geht,/ fahret wohl, ihr lieben reunde;/ was von oben niederweht,/ tröstet ja des herrn Gemeinde;/ weint nicht ob dem eitlen Schein,/ ͤroben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß ich nun will/ von der Welt den Abschied nehmen,/ daß ich aus dem Irrtum will,/ aus dem Schatten, aus dem Schemen,/ aus dem Eiteln, aus dem Nichts/ hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes heil,/ meinen Heiland, hab ich funden,/ und ich habe auch mein Teil/ in den warmen Herzens⸗ wunden,/ woraus einst sein heilges Blut/ floß der ganzen Welt zugut. 9. Weint nicht, mein Erlöser lebtl/ Hoch vom finstern Eroͤen⸗ staube/ hell empor die Hoffnung schwebt,/ und der himmelshelo, der Glaube,/ und die ewge Liebe spricht:/ Kind des Vaters, zittre nichtl Ernst Moritz Arnot, 4 1860. 46 hab mein Sac Mel. Nr. 458. a Golt heimgestellt 1. Wohlauf, wohlan, zum letzten Gang!/ Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang./ Gott führet ein, Gott führet aus:/ wohlan, hinaus!/ Kein Bleiben ist im Erdenhaus. 2. Du herberg in oͤer Wanderzeit,/ gehab dich wohl und laß dein Leid/ Schleuß nur getrost die Pforte zul/ Was trauerst du?/ Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 46 Begräbnislieder 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach,/ ihr Lieben, folgt ihm segneno nach!/ Hab gute Nacht! Der Tag war schwül/ im Eroͤgewühl:/ Hab gute Nacht, die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch,/ ein Siegeszug der Leichenzug. /Triumph, der Herr macht gute Bahn:/ sein Rreuz voran,/ das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich oͤrein/ und läutet hell den Sab⸗ bat ein,/ der nach des Werktags kurzer Frist/ durch Jesum Christ/ für Gottes Volk vorhanden ist. 5b 6. O selig, wer das heil erwirbt,/ daß er im Herrn, in Christo, stirbtl/ O selig, wer, vom Laufe matt,/ oͤie Gottesstaoͤt,/ die oͤroben ist, gefunden hat! 7. Was suchst oͤu, Mensch, bis in den Tod?/ Du suchst so viel, und Eins ist not!l/ Die Welt beut ihre Güter feil;/ denk an dein Heil,/ und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst oͤu bis zum letzten Tritt?/ Nichts brachtest oͤu, nichts nimmst du mit./ Die Welt vergeht mit Lust und Schmerzj/ schau himmelwärts!/ Da, wo dein Schaßtz ist, sei oͤein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus bei Zeit,/ eh oͤich der Tod an Tote reiht;/ sie rufen: Gestern wars an mir,/ heut ists an dirl/ hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom§reudenmahl zum Wanderstab,/ aus Wieg und Bett in Sarg und Grab!/ Wann, wie und wo, ist Gott bewußt./ Schlag an die Brust!/ Du mußt von dannen, Mensch, oͤu mußt! 11. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm,/ kein haupt zu hoch, kein herz zu warm,/ da blüht zu schön kein Wangenrot:/ im Finstern droht/ der Tod und überall der Tod. ö 12. Ach, banges Herz im Leichental,/ wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl?/ Du bist es, Jesu, der mit Macht/ aus Gräber⸗ nacht/ das Leben hat ans Licht gebracht. 15. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: /„Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr!“/ Dein Kreuz, dein Grab, dein Auf⸗ erstehn,/ dein himmelgehn/ läßt uns den Himmel offen sehn. 45⁵⁶ mel de reitet 17. Och ko harrer bnislieder ieben, folgt schwül/ im ꝛgeszug der sein Rreuz ell den Sab⸗ sum Christ/ „in Christo, sstaot,/ die uchst so viel, enk an dein vrachtest dͤu, Schmerzʒ/ n Herz. der Tod an sts an dirl/ eg und Bett tt bewußt./ h, oͤu mußt! zu hoch, kein im Finstern Licht, dein us Gräber⸗ Her an mich b, dein Auf⸗ ffen sehn. Beim Tooͤe oͤer Eltern 467 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut,/ schon hier die ewgen hütten baut!/ Er sieht das Kleinod in der Fern/ und kämpfet gern/ und harrt der Zukunft seines Herrn. C 15. Nun, Tor des Friedens, öffne dich! /Hinein! hier schließt die Wallfahrt sich./ Ihr Schlummernden im Friedensreich,/ gönnt allzugleich/ auch ihm(ihr) ein Räumlein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Ort,/ viel Wohnungen im Him⸗ mel dortj/ bereitet ist die Stätte schon/ am Gnaoͤenthron,/ be⸗ reitet ihm(ihr) oͤurch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt;/ er zeugt und spricht: Ich komme baloͤ!l Ja, komm, herr Jesu, führ uns ein!/ Wir harren deinl/ Amen, dein laß uns ewig sein! Christian Frieoͤr. Heinr. Sachse, 4 1860. Beim Toͤde oͤer Eltern) Mel. Nr. 287. 467 herr, ich habe mißgehandelt. 1. Vater, hier im Erdenschoße/ ruhst du lange nun forthin;/ bald wird auch mit grünem Moose/ sich dein stilles Grab umziehn;/ Stürme werden drüber fliegen,/ Schnee auf deinem Bette liegen. 2. Doch in unsern treuen Herzen/ wird dein Geist, dein Bild, dein Wort/ unter tiefen Liebesschmerzen/ unvergänglich leben fort,/ wie du liebenò uns umfangen/ und in drieden hingegangen. 3. O wie heilig ist oͤies Bette,/ wo der Herr dich hingelegtl/ O wie teuer diese Stätte,/ die nun dein Gebeine hegt,/ das im ewgen Osterwehen/ himmlisch klar soll auferstehen! 4. Schlafe wohl, o Vater, schlafe/ deiner Wallfahrt Leioͤen aus,/ bis der Hirte seine Schafe/ sammelt in des Vaters Haus!l/ Sanft sei dir oͤer lezte Schlummer,/ dein Erwachen ohne Kummer! 5. Jesus Christus, herr der Toten!/ der du nichts von dem ver⸗ lierst,/ was dein Vater oͤir geboten,/ daß oͤus zur Vollenoͤung führst:/ dieses Vaters Geist und Ende/ legen wir in deine Hände! 6. Komm, in unser herz zu geben/ deiner Wahrheit hellen Schein,/ daß, wenn sich die Toten heben,/ unser Vater ohne pein/ spreche bei des Herrn Erscheinen:/ Sieh, hier bin ich und die Meinen! Albert Rnapp, 4 1851. 457 ö ö .——.—.—— —— 468 469 Beim Toͤoͤe von Eltern und Ehegatten Bein Mel. Nr. 440. 468 Wie nach einer Wasserquelle. 2. 1. Eingesargt zum letzten Schlummer,/ blaß, in weißem(schwar⸗ täglich zem) Sterbekleid, /ohne Schmerzen, ohne Rummer,/ seh ich dich Gelieb mit stillem Leid,/ vielgetreue Mutter dul /Jetzo trägt man dich noch o zur Ruh/ schlummre süß im kühlen Grunde/ bis zur Ruferstehungs⸗ 2 5. 1 stunde. Schat 2. Auge, das mit Lieb unò Sehnen/ oft die Seinen angeblickt// Huer segneno, mit viel tausenò Tränen/ haben wir dich zugedeckt./ Nie 4.17 auf dieser Eroͤe mehr/ blickst du zärtlich auf uns herz/ doch zu der 5 Wiedersehens Grüßen/ wirst oͤu heller dich erschließen. sieht 3. Hand, die treulich uns geleitet,/ die uns nichts als Liebe blick/ gab,/ dreud und Trost um uns verbreitet,/ ruhe nun im stillen 5. E Grab!/ Unermüdet war dein Fleiß,/ und dein Tagewerk war Leid j heiß./ Wenn die Toten auferstehen,/ wird in dir die Palme wehen. Trost 4. Eoͤler Mund, zum Reinen, Großen/ und zu Lieb und mil⸗ Jamm dem Wort/ freunoͤlich, lieblich aufgeschlossen,/ nimmer tönest du 6. 1 hinfort;/ aber was die Lippe sprach,/ tönt in unserm herzen nach,/ Meer bis oͤu, wenn die Gräber springen,/ Gott wirst Halleluja singen. wünse 5. Herz, as ohne dalsch geschlagen,/ das in Liebe nie geruht,/ einst, das uns sterbend noch getragen,/ ruhe sanft in Gottes hutl/ 7. Weineno, dankend rufen wir:/ Ewger Segen folge dirl/ Wenn das + die Grüfte sich bewegen,/ schlage wieder uns entgegen! schöne 6. Dann wird froh die Träne fließen, /wie sie jetzt in Trauer 2 80 fließt;/ froh wird dich dein KRind begrüßen,/ das dich heut in i— Tränen grüßt;/ dann, dann wird der schwere Stein/ weg von ů5 deinem Grabe sein./ Christus war im Tod dein Leben;/ ewig 2——* darfst du vor ihm schweben. Albert Rnapp, 4 1864. 5 Beim Tooͤe von Ehegatten) Mel. ů ü ö 1. mel. nr. 55l. 469 Leeh rdenrg⸗ schlie 1. Betrübtes Herze, sei zufrieden,/ ob dich schon schwerer Kum⸗ rissen mer plagt;/ der Himmel bleibt oͤir doch beschieden,/ den dir dein derau Jesus zugesagt;/ kein Rummer, keine Not und Pein/ kann dir, ö 2. mein Herz, im Wege sein. die si 4⁵⁸ Ehegatten Wasserquelle. em(schwar⸗ seh ich dͤich t man dich erstehungs⸗ angeblickt,/ edeckt./ Nie vʒ/ doch zu n. als Liebe im stillen jsewerk war lme wehen. b und mil⸗ r tönest du rzen nach,/ luja singen. sie geruht,/ ttes Hutl/ irl/ Wenn nl in Trauer ich heut in weg von hen;/ ewig app, + 1864. ner Prüfung kurzer Tage. herer Rum⸗ ꝛn dir dein kann dir, Beim Tode von Ehegatten 47⁰ 2. zwar schwimmest du in heißen Tränen,/ das ist der Witwen täglich Brot;/ du quälest dich mit bangem Sehnen,/ denn dein Geliebter ist ja tot./ Ists möglich, wenn das Herz entzwei,/ daß noch oͤer Mensch lebendig sei? 3. Die Krone fiel von deinem Haupte,/ der Baum starb, so dir Schatten gab;/ die Sonne, die kein Nebel raubte,/ geht unter und sinkt in ihr Grab./ O welch ein Schmerz, welch eine Nacht,/ in welche dich der Tod gebracht! 4. die armen Waisen stehn verlassen,/ wie Schäflein, wenn der Hirte fehlt;/ ihr Herze weiß sich nicht zu fassen,/ indem es sieht, was deines quält;/ ihr fragend Wort, ihr Schmerzens⸗ blick/ ruft oͤr, was du verlorst, zurück. 5. So weine nur, betrübtes herze,/ und klage Gott dein schweres Leiòj/ er ist auch in dem größten Schmerze/ mit seiner Hilf und Trost bereit;/ er ists, der, was dich jetht erfüllt,/ er ists, der deinen Jammer stillt. 6. Drum halte ein mit deinen Tränen,/ versinke nicht in ihrem Meerj/ es bringt kein Klagen und kein Sehnen/ oͤir, was du wünschest, wieder her;/ doch wirst du, glaub, es wird geschehn,/ einst, oen oͤu liebest, wiedersehn. 7. Da wird kein Tod die herzen scheiden,/ kein Kummer um das Lager stehn;/ da werdet ihr in tausend Freuden/ auf Salems schönen höhen gehn/ und, heller als der Sterne Schein,/ Mann, Weib und Kinder, ewig sein. 8. Indessen stille dein Gemüte,/ dein Jesus sorget selbst für dich;/ er hört der frommen Witwen Bitte,/ sein treues Herz er⸗ barmet sich;/ er ist und bleibet allezeit/ auch oͤir mit Hilf und Trost bereit. Gottfr. Balthasar Scharff, + 1744. Wpeunenn Sinir mel. nr. 456. 470⁰ Lun wechanden ih. 1. Nch Gott, ich muß in Traurigkeit/ mein Leben nun bo⸗ schließen,/ dieweil der Tod von meiner Seit/ so eilenoͤs hat ge⸗ rissen/ mein treues herz, der Tugend Schein;/ des muß ich jetzt deraubet sein. Wer kann mein Elend wenoͤen? 2. Wenn ich an ihre Freunoͤlichkeit/ geoͤenk in meinem Herzen,/ de sie mir hat zu jeder Zeit,/ in Freudò und auch in Schmerzen,/ 47¹ Beim Tode von Ehegatten erwiesen ganz beständiglich,/ mein Rreuz und Weinen mehretsich,/ vor Angst möcht ich vergehen. 5. Bei wem soll ich auf dieser Welt/ rechtschaffne Liebe finden?/ Der meiste LTeil nicht Glauben hält// die Treu will gar verschwinden./ Ich glaub und red es ohne Scheu:/ die best ist doch getraute Treuj/ der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwert/ jetzund oͤurch meine Seele,/ dᷣie abzuscheiden oft begehrt/ aus ihres Leibes höhle./ Wo du nicht, o Herr Jesu Christ,/ in solchem Kreuz mein Tröster bist,/ muß ich vor Leid verzagen. 5. O treugeliebtes selig Herz,/ zu oͤir will ich mich wenden/ in diesem meinem großen Schmerz„ob sich mein Angst wollt wenden/ ich will betrachten deinen Stand,/ wie Gott dir alles Kreuz ge⸗ wanoͤt/ in höchste Freud und Wonne. 6. Kein Angst, kein Trübsal, Weh und Not/ kann dich jetzund verletzen;/ im Himmel will der fromme Gott/ mit Liebe dich er⸗ götzen./ Die Seele schaut mit Lust und Fᷣreud/ den herrn in seiner Herrlichkeit/ mit allen Ruserwählten. 7. Du kommst nicht wieder her zu mir/ in dies betrübte Leben,/ ich aber komm hinauf zu dirj/ da werd ich mit dir schweben/ in höchster Freude, Wonn unoͤ Lust,/ die deine Seele täglich kost't,/ drauf ich mich herzlich freue. 8. O wie mit großer§reudigkeit/ wolln wir einander kennen;/ da wird uns dann zu keiner Zeit/ der bittre Tod mehr trennen./ Ach, welche Freude wird dann sein,/ wenn ich oͤich, die ich jetzt bewein,/ mit Freuden weroͤ umfangen. 9. Dies will ich stets in meinem Leid/ mir zu Gemüte führen,/ erwarten in Gedulod die Zeit,/ wie Christen will gebühren., Gott alles Trostes steh bei mir/ und mich dᷣurch seinen Geist regier/ zu seines Namens Ehren. Zohann heermann, 4 1047. 5 1br 5n. Mel. Nr. 298. 471 2 Ehrenkönig. I. Geh zum Schlummer/ ohne RKummer,/ teures, gottvertrautes herzl/ Nun ists stille,/ deine hülle/ schläft hier aus den letzten Schmerz,/ und die Liebe,/ wenn⸗auch trübe,/ schaut durch Tränen himmelwärts. 46⁰ Hirt./ reichli Ehegatten Beim Tode von Kinoͤern 472 2. Geh zur Ruhe,/ tu, o tue/ friedevoll die Rugen zul/ Viel⸗ geliebte,/ Vielgeübte,/ deines Gatten Wonne dul/ All die Deinen,/ die hier weinen,/ gönnen doch dir oͤeine Ruh! mehret sich,/ ebe findenꝰ/ rschwinden./ 3. Schlafe, schlafel/ Seine Schafe/ kennt auch hier der treue raute Treu/ hirt./ O hier schwindet,/ was da bindet,/ was die Seelen quält und irrtl/ Dies Verwesen/ schafft Genesen,/ das dich ewig freuen wird. durch meine 4. Jauchzenod stehen,/ wiedersehen/ wird dich unsre Liebe dann,/ bes Höhle./ deren Zähre/ Gott zur Ehre/ bitter, doch im Glauben rann. /Dann mein Tröster beim Krönen/ wiroͤ ertönen,/ was die ewge Liebe kann. 5. Herr, umfasse/ uns und lasse/ leuchten hell dein Angesicht/ wenden/ in stets behüte/ deine Güte/ dieses Grab mit§reudenlicht!/ Laß dich llt wendenʒ/ loben/ hier und oͤroben;/ denn die Liebe stirbet nicht! s Kreuz ge⸗ Albert Knapp, 4 864. dich jezund Beim Tooͤe von Kinoͤern jebe di E tre dich, 1580 25 25 472 mein schwacher Seht⸗ rrn in seiner.;— 1. Du bist zwar mein und bleibest mein;/ wer will mirs anders ibte Leben, sagen?/ Doch bist oͤu nicht nur mein allein;/ der herr von ewgen Tagen,/ der hat das meiste Recht an dir,/ der fordert und erhebt chweben/ in +.. ö ö von mir/ dich, o mein Kino, mein Wille,/ mein herz und Wunsches lich kost't,, Fülle. er kennen/ 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich,/ du Sternlein meiner r trennen./ Seelen,/ vor allem Weltgut ewiglich/ mir wünschen und erwählen/ die ich jetzt ich wollte sagen: Bleib bei mir;/ du sollst sein meines hauses Zierj/ an dir will ich mein Lieben/ bis in mein Sterben üben. ite führen,/ 3. So sagt mein Herz und meint es gut;/ Gott aber meints hren./ Gott noch besser;/ groß ist die Lieb in meinem Mut;/ in Gott ist sie t regier/ zu noch größer./ Ich bin ein Vater und nichts mehr,/ Gott ist der ann, 4 1047. väter Haupt und Ehr,/ ein Quell, daraus die Jungen/ und Alten sind entsprungen. Ehrenkönig. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn,/ und der mir ihn ge⸗ tbertrautes geben,/ will, daß er nah an seinem Thron/ im himmel solle leben./ den letzten Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindtl/ Gott spricht: Will⸗ uch Cränen kommen, liebes Rind,/ oͤich will ich bei mir haben/ und ewig reichlich laben. 47³ Beim Tooͤe von Kinoͤern 5. O süßer Rat, o schönes Wort/ und heilger, als wir denkenl/ Bei Gott ist ja kein böser Ort,/ kein Unglück und kein Kränken,/ kein Angst, kein Mangel, kein Versehn;/ bei Gott kann keinem Leiò geschehn;/ wen Gott versorgt und liebet,/ wird nimmermehr betrübet. 6. Ach dürft ich doch von ferne stehn/ und nur ein wenig hören,/ wenn deine Sinne sich erhöhn/ und Gottes Namen ehren,/ der heilig, heilig, heilig ist,/ durch den du auch geheiligt bist;/ ich weiß, ich würde müssen/ vor Freuden Tränen gießen. 7. Nun denn, es sei und bleib alsol/ Ich will nicht um dich weinenz/ du lebst und bist von herzen froh,/ siehst lauter Sonnen scheinen,/ die Sonnen ewger Freud und Ruh;/ da leb und bleib nur immerzu;/ wills Gott, will ich mit andern/ auch bald hinüber⸗ wandern. paul Gerharot, 4 1676. Vater unser Mel. Nr. 437. 473 im himmelreich. 1. So geh nun hin, dem Grabe zu,/ oͤu liebes Rind, so hold und fein!/ Geh hin und schlaf in stiller Ruh/ in deinem engen Käm⸗ merlein!/ Schlaf, bis der Toten Schar erwacht,/ schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 2. Wohl oͤir, du schlossest früh den Lauf/ in diesem armen Fremoͤlingsland;/ die Seele eilte himmelauf,/ zu ruhen in des Herren Hand./ Schlaf, bis der Toten Schar erwacht,/ schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 3. Dich hat noch nie die Welt betrübt/ mit ihrer falschen Sünden⸗ lust;/ nun hast oͤu, was dir Wonne gibt,/ oͤu ruhst an deines Jesu Brust/ und schläfst, bis alle Welt erwacht./ Schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 4. Dich hat des Vaters Herz versorgt,/ du lebst in seinem him⸗ melshaus;/ hier hat er oeinen Leib geborgt/ der Ero, daß sie ihn geb heraus,/ wenn wieder alle Welt erwacht./ Schlaf sanftl Viel tausend gute Nacht! 5. Ihr Engel, stehet um die Gruft,/ bewahret freunoͤlich dies Gebein,/ bis dermaleinst die Stimme ruft:/ RKomm her, mein Kind, ach, komm herein! /Nun schlaf, bis alle Welt erwacht./ Schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 46² Kinoͤern ir denkenl/ n Kränken,/ ann keinem immermehr nig hören,/ ehren,/ der j/ ich weiß, cht um oͤich ter Sonnen b und bleib uo hinüber⸗ haröt, + 1676. Vater unser himmelreich. so hold und ngen Räm⸗ fsanstl Viel sem armen ühen in des schlaf sanft! en Sünodͤen⸗ deines Jesu sanft! Viel einem Him⸗ daß sie ihn fsanft! Viel unoͤlich dies mein Kind, icht./ Schlaf Beim Tode von Kinoͤern 474.47⁵5 6. Geh hinl Ich folge dieser Bahn,/ die Seligkeit mit dir zu sehnj/ da werd ich, neu dir zugetan,/ erfreut vor meinem heiland stehn./ Wohl mir, wenn ich, dir gleich gemacht,/ der Welt darf geben gute Nacht! Simon Bornmeister, + 1668. Mel. Nr. 441. 474 mbch veriangen 1. So hab ich obgesieget,/ mein Lauf ist nun vollbracht;/ ich bin gar wohl vergnüget/ und sag euch gute Nacht!l/ Ihr aber, meine Lieben,/ klagt nicht so ängstiglich./ Was wollt ihr euch be⸗ trüben?/ Stehts doch sehr gut um mich. 2. Fahrt hin, o Angst und Schmerzen,/ fahrt immer, immer hin!/ Ich freue mich von Herzen,/ daß ich erlöset bin./ Ich leb in tausend§Freuden/ in meines Schöpfers Hand;/ mich trifft und rührt kein Leiden,/ so dieser Welt bekannt. 3. Die noch auf Erden wallen/ in irrtumsvoller Zeit,/ vermögen kaum zu lallen/ von froher Ewigkeit./ Viel besser wohlgestorben,/ als in der Welt gelebt;/ die Schwachheit ist verdorben,/ worinnen ich geschwebt. 4. Zum Schmucke bringt mir Kränze,/ damit mein Sarg noch prangt;/ aus jenem Himmelslenze/ hat meine Seel erlangt/ die ewig grüne Krone;/ die werte Siegespracht/ rührt her von Gottes Sohne,/ der hat mich so bedacht. 5. Noch netzet ihr die Wangen,/ ihr Eltern, über mir;/ euch hat oͤas Leid umfangen,/ das Herze bricht euch schier./ Des Vaters treue Liebe/ sieht sehnlich in mein Grab,/ die Mutter stehet trübe/ und kehrt oͤie Rugen ab. 6. Ich war euch nur geliehen/ auf eine kurze Zeit;/ Gott will mich zu sich ziehen,/ dvbrum werfet hin das Leid/ und sprecht: Gott hats gegeben,/ Gott hats zu nehmen Macht;/ er nimmts zum ewgen Leben;/ er hat es wohlgemacht!. wühelm Sacer, 4 1699. 475 Es ist genug, so nimm, herr. 1. Zeuch hin, mein Kind! Gott selber fordert dich/ aus dieser argen Welt./ Ich leide zwar, dein Tod betrübet mich;/ doch weil es Gott gefällt,/ so unterlaß ich alles Klagen/ und will mit stillem Geiste sagen:/ Zeuch hin, mein Kind! 476 477 ToöGericht unod Ewigkeit 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat oͤich mir/ nur in der Welt geliehn;/ die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir,/ nun wieder fortzuziehn./ Zeuch hin, Gott hat es so versehen;/ was dieser will, das muß geschehen./ Zeuch hin, mein Kinoͤl 3. Zeuch hin, mein Kind! Im himmel findest du,/ was dir die Welt versagt;/ denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh,/ kein Schmerz, der Seelen plagt./ Hier müssen wir in Angsten schweben,/ dort kannst ou ewig fröhlich leben./ Zeuch hin, mein KRind! 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach,/ sobald es Gott gefällt;/ oͤu eilest fort, eh dir das Ungemach/ verbittert diese Welt. /Wer lange lebt, steht lang im Leide,/ wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude./ Zeuch hin, mein Kino! 5. Zeuch hin, mein Kindl Die Engel warten schon/ auf deinen frommen Geist;/ nun siehest du, wie Gottes lieber Sohn/ dir selbst die Krone weist. /Nun wohl, die Seele ist entbunden,/ du hast durch Jesum überwunden./ Zeuch hin, mein Kindͤ! Gottfried hoffmann, 1 1712. Mel. Nr. 445. 476 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Wenn kleine himmelserben/ in ihrer Unschuld sterben,/ so büßt man sie nicht ein;/ sie werden nur dort oben/ vom Vater aufgehoben,/ damit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe/ zu ihrem Christenlaufe/ für Jesum eingeweihtz/ sie sin bei Gott in Gnaden;/ was soll es ihnen schaden,/ wenn er nun über sie gebeut? 3. O wohl auch diesem Kinde;/ es stirbt nicht zu geschwindꝛ./ Zeuch hin, du liebes Kinoͤl/ Du gehest ja nur schlafen/ und bleibest bei oden Schafen,/ die ewig unsers Jesu sinoͤ. Joh. Anoͤreas Rothe, 4 1758. OGericht und Ewigkeit 477 1. An dem Zorntag, an dem hohen,/ stürzt die Welt in deuer— lohen,/ wie Prophetenschwüre oͤrohen. 2. Welch ein Graun wiroͤ sein zur Stunde,/ wenn der Richter kommt und Runde/ nimmt von allem bis zum Grunde! 461 Gerich 3. Oi Zone,/ 4. Eri Antwor 5. Ur tragen, 6. W blitzet,/ 7. NA erfleher 8. K Flecken, 9. Je daß ich 10. f erstritte 11. vor der derben 17. dich w 18. Ewigkeit mir/ nur in er dir,/ nun sehen;/ was indl u,/ was dir st und Ruh,/ in Angsten hin, mein „sobald es ebittert diese frühe stirbt, auf deinen Sohn/ dir bunden,/ du noͤl mann, 4+ 1712. nuß oͤich lassen. sterben,/ so vom Vater e/ für Jesum Hlaes ihnen geschwindꝛ./ und bleibest Rothe, 4 1758. elt in Feuer⸗ oer Richter noͤel Gericht und Ewigkeit 47⁷7 3. die Posaun im Wundertone/ dröhnt oͤurch Grüfte jeder Zone,/ sammelt alle vor dem Throne. 4. Erd und Tod wird schaun mit Beben/ alle Kreatur sich heben,/ Antwort vor Gericht zu geben. 5. Und ein Buch wird aufgeschlagen,/ drin steht alles einge⸗ tragen,/ des die Welt ist anzuklagen. 6. Wenn der Richter also sitzet,/ wird, was dunkel war, durch⸗ blitzet,/ vor der Rache nichts beschützet. 7. Ach, wie werd ich Armer stehen?/ wen zum Anwalt mir erflehen,/ wenn Gerechte schier vergehen? 8. König voll erhabner Schrecken!„Gnade nur deckt unsre Flecken,/ Gnade, Gnade laß mich decken! 9. Jesu, milder Heiland, siehe,/ wie ich Ziel war deiner Mühe,/ daß ich jenem Zorn entfliehe! 10. Hast dich matt um mich geschritten, /hast am Kreuze mich erstritten;/ das sei nicht umsonst gelitten. 11. Richter mit der heilgen Wage,/ tilge wider mich die Rlage/ vor dem großen Rachetage. 12. Sieh, ich seufze schulobeladen,/ schamrot über schweren Schaden!/ Hör mein§lehen, Gott in Gnaden! 15. Du, der schuloͤfrei sprach Marien/ und dem Schächer noch verziehen,/ hast auch Hoffnung mir verliehen. 14. Mein Gebet gilt nicht so teuer,/ aber laß mich, o mein Treuer,/ nicht vergehn im ewgen deuer! 15. zu den Schafen mich geleite,/ von den Böcken in die Weite/ stelle mich zur rechten Seite. 16. Wenn Verworfne sich entfärben,/ die du hinsprichst ins Ver⸗ derben,/ rufe mich mit deinen Erben. 17. Tief im Staub ring ich die hände;/ zum zerknirschten Geist dich wende;/ Herr, verwalte du mein Ende! 18. Tag voll Tränen und voll Grauen,/ Gott die Kreatur wird schauen/ aus dem Grabe sich erheben./ Schenk uns, herr, das ewge Leben! Frommer Zesu, Heiland du,/ allen schenk die ewge Ruhl/ Amen. Nach dem Lateinischen Dies icae) des Thomas von Celano(+ um 1255) von Albert Rnapp, 4 1864, Oericht und Ewigkeit 47 8(15. Jahrhundert.) Wittenberg 1524. 7 Mit⸗ten wir im Le⸗ ben sind„ mit dem Tod um⸗ Wer ist, der uns hil⸗fe tu,/ daß wir Gnaoͤ er⸗ 1 2 — 3—— 0—— gen. E lan⸗ gen? Das bist du, herr, al ⸗lei⸗ ————— ne./ Ins reu⸗et uns⸗ re Mis⸗se⸗ tat,/ die dich, Herr, er⸗ 1—— Kn. ö—— ö—— ö , dn, w zür ⸗ net hat./ hei⸗li⸗ ger her⸗re Gott,/ hei⸗li⸗ ger, iE —.F—— 98—8 93—5 zi⸗ ger hei ⸗ land,/ e 2.. e⸗ wi⸗ ger Gott,/ laß uns uns uuht ver ⸗ sin ⸗ken/ —.— Z. ——————— E e rn. in des bit⸗tern To⸗des Not!„ Er⸗barm dich un⸗serl 2. Mitten in dem Tod anficht/ uns der Hölle Rachen./ Wer will uns aus solcher Not/ frei und ledig machen?/ Das tust du, Herr, alleine./ Es jammert dein Barmherzigkeit/ unsre Sünd und großes Leid./ Heiliger Herre Gott,/ heiliger, starker Gott,/ heiliger, barmherziger Heiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht verzagen/ vor der tiefen hölle Glut!/ Erbarm dich unser! 4⁵⁰ solln w. Christ, Sünde barmhe von de— Ewigkeit 5. Jahrhundert.) vittenberg 1524. m Tod um⸗ ir Gnad er⸗ — ———— — e, al ⸗lei⸗ — . ch, Herr, er⸗ —. hei⸗li⸗ ger, hei ⸗land,/ Rachen./ Wer Das tust dͤu, unsre Sünd tarker Gott,/ laß uns nicht unserl Gericht und Ewigkeit 479 3. Mitten in der höllen Angst/ unsre Sünd uns treiben./ Wo solln wir denn fliehen hin,/ da wir mögen bleiben?/ Zu dir, Hherr Christ, alleine!/ Vergossen ist dein teures Blut,/ das gnug für die Sünde tut./ Heiliger herre Gott,/ heiliger, starker Gott,/ heiliger, barmherziger Heiland,/ du ewiger Gott// laß uns nicht entfallen/ von des rechten Glaubens Trost!/ Erbarm dich unser! v. 1 vorreformatorisch. V. 2 u. 3 von Martin Luther, 4 1546. 479 Frankfurt a. M. 1599. 0 0 ö 12—— IEE— 2ODEE SE 1„Wachet aufl“ ruft uns die Stimme/ der Wäch⸗ter sehr hoch Mit⸗ter⸗nacht heißt die⸗se Stun⸗de;/ sie ru⸗fen uns mit 1 2 II III I II —. auf der Zin⸗ne,/ wach auf, oͤu Stadt Ze⸗ru⸗salem! 2. hel⸗lem Mun⸗de: /Wo seid ihr klu⸗gen Jung⸗frau⸗enꝰꝛ/ — —— j—4 ——...— E— . ö ö 2. ö 4⁵—— Wohl- auf, der Bräut⸗gam kömmt,/ steht auf, die ö SSS.S...... IEER Lam⸗pen nehmt!/ hal⸗le⸗lu⸗ jal/ Macht euch be⸗ reit/ —e, en dae, ö I Fn é ö 12223.— ue He A 1.. 1.—.—— II zu der Hoch-⸗zeit;/ ihr müs⸗set ihm ent⸗ ge⸗ gen⸗gehn. 2. Zion hört die Wächter singen,/ das Herz will ihr vor Freude springen,/ sie wachet und steht eilend auf./ Ihr dreund kommt vom himmel prächtig,/ von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig,/ ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Rron,/ Herr Jesu, Gottes Sohn!/ Hosiannal/ Wir folgen all/ zum Freudensaal/ und halten mit das Abenoͤmahl. 30* 467 48⁰ Gericht und Ewigkeit 3. Gloria sei dir gesungen/ mit Menschen⸗ und mit Engel⸗ zungen,/ mit harfen und mit Zimbeln schön./ Von zwölf Perlen sind die Tore/ an deiner Staot, wir stehn im Chore/ der Engel hoch um deinen Thron./ Kein Aug hat je gesehn,/ kein Ohr hat je gehört/ solche Freude;/ örum jauchzen wir/ und singen dir/ das Halleluja für und für. Philipp Nicolai, 4+ 1608. 48 0 Erfurt 16635. 24 ö 7 2 Je⸗ ru-sa-lem, oͤu hoch⸗-ge⸗ bau⸗te Staoͤt,/wollt mein sehn⸗lich herz so groß Ver⸗lan⸗gen hat/ unoͤ E. Gott, ich wär in dir! ist nicht 6455 bei mir, weit ü⸗ ber Berg und . E ber bla⸗ches Felo/ schwingt es sich ü⸗ ber Ta⸗le,/ weit ü ES i al ⸗ le/ und eilt aus die⸗ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund,/ wann bist du enoͤlich hier,/ da ich mit Lust und freiem Freudenmunoͤ/ die Seele geb von mir/ in Gottes treue hände/ zum auserwählten Pfano,/ daß sie mit Heil anlände/ in jenem Vaterland! 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir,/ tu auf oer Gnaoen Pfort! /Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir,/ eh ich bin kommen fort/ aus jenem bösen Leben,/ aus jener Nichtigkeit/ und mir Gott hat gegeben/ das Erb der Ewigkeit! 4. Was für ein Volk, was für ein eoͤle Schar/ kommt dort ge⸗ zogen schon?/ Was in der Welt von Ruserwählten war,/ seh ich, die beste Kron,/ die Jesus mir, der Herre,/ entgegen hat gesanoͤt,/ da ich noch war von ferne/ in meinem Tränenland. 4⁵⁸ Tyrant stoß/ 4. 0 meine Ewigkeit dzemit Engel⸗ zwölf Perlen re/ der Engel kein Ohr hat singen dir/ Nicolai, 4 1608. Erfurt 16635. Staoͤt, /wollt n hat/ unoͤ wann bist du noö/ die Seele ten Pfano,// der Gnaden //eh ich bin Nichtigkeit/ mmt dͤort ge⸗ war,/ seh ich, hat gesanoͤt,/ Gericht und Ewigkeit 481 5. Propheten groß und Patriarchen hoch,/ auch Christen ins⸗ gemein,/ die weiland dort trugen des Kreuzes Joch/ und der Tyrannen pein,/ schau ich in Ehren schweben,/ in dreiheit über⸗ all,/ mit Klarheit hell umgeben,/ mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin/ im schönen Para⸗ deis,/ von höchster dreud erfüllet wird der Sinn,/ der Mund von Lob und Preis;/ das Halleluja reine/ man singt in heiligkeit,/ das hosianna feine/ ohne End in Ewigkeit; 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön,/ in Chören ohne Zahl,/ daß von dem Schall und lieblichen Getön/ sich regt der Freudensaal,/ mit hunderttausend Zungen,/ mit Stimmen noch viel mehr,/ als von Anfang gesungen/ das selge himmelsheer. goh. Matthäus Meyfart, 1642. 2 481 Frankfurt a. M. 1758. ——— 4——.——— SSISISSISIII 1. Schö⸗ner him⸗mels⸗saal,/ Va⸗ter⸗land der Frommen,/ ... die aus gro⸗Per Qual/ die⸗ses Le⸗bens kom⸗men/ und von I H II 2„I 2. Sei mir hoch gegrüßt;/ dich such ich vor allen,/ weil ich öb und wüst/ in der Welt muß wallen/ und von Kreuz und Pein/ nie befreit kann sein. ʒ. Deinetwegen bloß/ trag ich dies mein Leiden,/ diesen herzens⸗ stoß/ willig unò mit Freuden;/ du versüßest mir/ alles Bittre hier. 4. Trüg mein armes herz/ nicht nach dir Verlangen,/ o, in meinem Schmerz/ wär ich längst vergangen;/ dͤu bist, einzig du,/ nichts sonst meine Ruh. 5. Gott, oͤu kennst vorhin/ alles, was mich kränket,/ und wor⸗ an mein Sinn/ Tag und Nacht geoͤenket;/ niemand weiß um mich,/ als nur du und ich. 469 Gericht unod Ewigkeit 6. O wie wero ich mich/ dort an oͤir erquicken l/ Du wirst mich, und ich/ werde dich erblicken,/ ewig herrlich, reich/ undò den Engeln gleich. 7. Schöner Himmelssaal,/ Vaterland der Frommen,/ Ende meiner Qual,/ heiß mich zu dir kommen!/ Denn ich wünsch allein,/ bald bei dir zu sein. Simon dach, 4 1659. 482 Johann Crüger, 1647. nrirrwire neirrrrdnr . 1. O wie se⸗ lig seid ihr doch, ihr From⸗men,/ die +.— . rr.— ihr durch den Tob zu Gott ge⸗ kom⸗men!l/ Ihr seid ent⸗ — f. 0—— 2 gan⸗gen/ al⸗ ler ot die uns noch hält ge⸗ zum gen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben,/ da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben;/ was wir hier kennen,/ ist nur Müh und herzeleid zu nennen. 3. Ihr dagegen ruht in eurer Kammer,/ sicher und befreit von allem Jammer;/ kein Rreuz und Leiden/ ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen;/ ihr habt das schon, wonach wir uns sehnenz/ euch wird gesungen,/ was in keines Ohr allhier geoͤrungen. 5. Nch wer wollte denn nicht gerne sterben/ und den Himmel für die Welt erwerben?/ Wer wollt hier bleiben,/ sich vom Jam⸗ mer länger lassen treiben? 6. Komm, o Herr, uns aus dem Joch zu spannen,/ lös uns auf und führ uns bald von dannen!/ Bei dir, o Sonne,/ ist öer frommen Seelen Freud und Wonne. Simon dach, 4 1659. 47⁰ was 2. Je schauen grauen sich ziel 3. Je bunden funden, 4. J dieses daß ich 5. kennen brenne abgeta 6. S derʒ/ euch w Gräbe 7. V und er den./ Tyi Ewigkeit wirst mich, den Engeln men,/ Ende insch allein,/ ꝛI Dach, 4 1659. Crüger, 1647. ——— i⸗men,/ die hr seid ent⸗ an ⸗gen. nur Sorge, ien,/ ist nur befreit von hinderlich in t das schon, nkeines Ohr den Himmel h vom Jam⸗ ꝛn,/ lös uns nne,/ ist der n dach, 4 1659. Gericht und Ewigkeit 483 483 Berlin 1653. re nn. — 1243 L X. 5 +. S e: sus, mei⸗ne Zu⸗versicht/ die⸗ ses weiß ich, sollt ichnicht/ EE und mein hei⸗land, ist im Le⸗ben: dar⸗um mich zu⸗frie⸗den ge⸗ben, EEEESEEEEEEE EE was die lan⸗ge To⸗des⸗nacht/ mir auch für Ge⸗dan⸗ken macht? 2. Jesus, er, mein Heiland, lebt,/ ich werd auch das Leben schauen,/ sein, wo mein Erlöser schwebt,/ warum sollte mir denn grauen?/ Lässet auch ein Haupt sein Glied,/ welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band/ zu genau mit ihm ver⸗ bundenz/ meine starke Glaubenshand/ wird in ihn gelegt be⸗ funden// daß mich auch kein Todesbann/ ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin dleisch unòd muß daher/ auch einmal zu Asche werden,/ dieses weiß ich; doch wird er/ mich erwecken aus der Erden,/ daß ich in der Herrlichkeit/ um ihn sein mög allezeit. 5. Dann wird meiner Rugen Licht/ diesen meinen Heiland kennen,/ und ich selbst, ich zweifle nicht,/ werd in seiner Liebe brennenz/ nur die Schwachheit um und an/ wird von mir sein abgetan. 6. Seid getrost und hocherfreut,/ Jesus trägt euch, seine Glie⸗ derz/ gebt nicht statt der Traurigkeit!/ Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder,/ wenn einst die Posaun erklingt,/ die auch durch die Gräber oͤringt. 7. Nur, daß ihr den Geist erhebt/ von den Lüsten dieser Erden/ und euch dem schon jetzt ergebt,/ dem ihr dort vereint sollt wer⸗ den. /Schickt das Herze da hinein,/ wo ihr ewig wünscht zu sein. Trostlied der Kurfürstin Luise henriette von Braͤndenburg. Berlin 1655. 47¹ Gericht uno Ewigkeit 484 Joh. Crüger, 1653. +. 1 +. 2————— SSSSIIIIIIII.... V— 2— 2 O E⸗ wig⸗keit, du don⸗ner⸗wort,/ o Schwert, das oͤurch O E⸗wig⸗keit, Zeit oh⸗ne Zeit,/ ich weiß vor gro— . II IIIIIIIIIIII. — V— die See⸗le bohrt, /6 An⸗fang son-der En⸗ e! 2 ber Trau⸗rig⸗keit/ nicht, wo ich mich hin-wen⸗de; .x.. mein ganz er⸗schrock⸗nes herz er⸗bebt,/ wenn mir dies Wort R; ——— im Sin⸗ne schwebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt,/ das enoͤlich mit der Zeit nicht fällt,/ nicht enoͤlich muß vergehen. /Nur die unselge Ewig⸗ keit/ ist ohne Maße, Ziel und Zeit,/ bleibt unverändert stehen;/ ja, wie mein Heiland selber spricht:/„Ihr Wurm und geuer stirbet nicht.“ 3. O Ewigkeit, oͤu machst mir bang! /O ewig, ewig ist zu lang!/ Hier gilt fürwahr kein Scherzen./ Drum, wenn ich diese lange Nacht/ zusamt der großen Pein betracht,/ erschreck ich recht von Herzen. /Nichts ist zu finden weit und breit/ so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist oͤu so gerecht,/ wie strafest du oden bösen Rnecht/ so hart mit ewgen Schmerzen!/ Ruf kurze Sünden dieser Welt/ hast oͤu so lange Pein bestellt./ Ich nimm es wohl zu hHerzen,/ bedenk es oft, o Menschenkind: /kurz ist die Zeit, der Tod geschwinoͤ. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf,/ ermuntre dich, verlornes Schaf,/ und bessre bald dein Lebenl ⸗Wach auf, es ist 47² Gerie sehr he zu geb er ster ò Ewigkeit h. Crüger, 1653. ——— hert, das ourch eiß vor gro⸗ —2.— En⸗ oel wen⸗ej Wer, Bn ir dies Wort mit der Zeit inselge Ewig⸗ dert stehen/ d Feuer stirbet ewig ist zu henn ich diese hreck ich recht so schrecklich du den bösen Zünden dieser mes wohl zu die Zeit, der rmuntre dich, ach auf, es ist Gericht unod Ewigkeit 485 sehr hohe Zeit,/ es kommt heran die Ewigkeit,/ oͤir deinen Lohn zu geben. /Vielleicht ist heut der letzte Lag;/ wer weiß doch, wie er sterben mag. 6. O Ewigkeit, du Ddonnerwort, /o Schwert, das durch die Seele bohrt,/ o Anfang sonder Ende!/ O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit,/ ich weiß vor großer Traurigkeit/ nicht, wo ich mich hin⸗ wende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt,/ herr Jesu, in dein Freudenzelt! gohann Rist, 4+ 1667. Mel. Nr. 484. 485 O Ewigkeit, du donnerwort. 1. O Ewigkeit, du Freudenwort,/ das mich erquicket fort und fort,/ o Anfang sonder Enoͤe!/ O Ewigkeit, Freud ohne Leio,/ ich weiß vor Herzensfröhlichkeit/ nichts mehr vom Weltelende,/ das uns in diesem Leben quält, /weil ich die Ewigkeit erwählt. 2. Kein Herrlichkeit ist in der Welt,/ die enoͤlich mit der Zeit nicht fällt/ und gänzlich muß vergehenz/ allein oͤie selge Ewig⸗ reit/ bleibt ohne Jahre, Ziel und Zeit,/ bleibt unverändert stehen;/ ja, wie das Wort des Herren spricht:/ Sie welket und vergehet nicht. 3. O Ewigkeit, du währest lang!/ Wenn mir auf Erden gleich ist bang,/ weiß ich, daß dies aufhöret;/ örum, wenn ich diese lange Zeit/ erwäge samt der Seligkeit,/ die ewig nichts zerstöret,/ so acht ich alles Leiden kaum/ als einen ängstlich bösen Traum. 4. Im Himmel lebt der Christen Schar/ bei Gott viel tausend, tausend Jahr/ und werden des nicht müde;/ sie haben mehr als Sonnenlicht,/ sie sehen Gottes Angesicht,/ sie haben goloͤnen frie⸗ den,/ wo Christus gibt, wie er verheißt,/ das Manna, so die Engel speist. 5. Ich wie verlanget doch nach dir/ mein mattes Herze mit Begier,/ du überselig Leben!/ Nch bringe mich, mein Gott, da⸗ hin,/ wonach jetzt Seele, Mut und Sinn/ mit allen Kräften stre⸗ ben./ Der schnöden Welt vergeß ich ganz/ und sehn' mich nach des Himmels Glanz. 35 6. O Ewigkeit, oͤu Freudenwort,/ das mich erquicket fort und fort,/ o Anfang sonder Endel /O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit,/ wenn ich mich zu dir wende./ Herr zesu, gib mir solchen Sinn,/ bis ich dort ewig bei dir bin. Kaspar heunisch, 1 1680. 4⁷ 48⁰ Gericht und Ewigkeit Mel. Jesu, meines Lebens Leben(oder wie Nr. 100). 486 4 22 I— —— I.——5— — i Al⸗le Men⸗schen müs⸗sen ster⸗ben,/ al⸗les hleisch ver⸗ was oͤa le⸗bet, muß ver⸗der⸗ben, soll es an⸗ders Christoph Anton, 1651. , * I. 1 — Z—— — Die⸗ ser Leib, der muß ver⸗we⸗sen,/ wenn er geht wie heu; wer⸗den neu. ö PiE an⸗oers soll ge⸗ ne⸗sen/ zu der gro⸗ben Herr⸗lich⸗keit,/ — ö ö n en e. —— die den From⸗men ist be⸗reit. 2. Drum, so will ich dieses Leben,/ weil es meinem Gott beliebt// auch ganz willig von mir geben,/ bin darüber nicht betrübt;/ denn in meines Jesu Wunden/ hab ich schon Erlösung funoen,/ und mein Trost in Todesnot/ ist oͤes herren Jesu Tod. 3. Christus ist für mich gestorben,/ und sein Tod ist mein Ge⸗ winn/ er hat mir das Heil erworben,/ oͤrum fahr ich mit Freu⸗ den hin,/ hin aus diesem Weltgetümmel/ in den schönen Gottes⸗ himmel,/ da ich weroͤe allezeit /schauen Gottes herrlichkeit. 4. Da wird sein das§reudenleben,/ da viel tausend Seelen schon/ sind mit himmelsglanz umgeben,/ dienen Gott vor seinem Thron;/ oͤa oͤie Seraphinen prangen/ und das hohe Lied an⸗ fangen:/ Heilig, heilig, heilig heißt/ Gott, der Vater, Sohn und Geist 5. Da die Patriarchen wohnen,/ die Propheten allzumal;/ wo auf ihren Ehrenthronen/ sitzet oͤer Rpostel Zahl;/ wo in soviel tausend Jahren/ alle Frommen hingefahren,/ wo dem Herrn, der uns versöhnt,/ ewig Halleluja tönt. 47⁴ Gerick 6. O wie lie großen gehet a 7. werd ie der gü solche Mel. Ick Gott he Ewigkeit 'h Anton, 1651. 8 Fleisch ver⸗ es an⸗ ders „ /wenn er rr⸗lich⸗keit,/ ott beliebt,/ t betrübt;/ ng funden,/ ö. ist mein Ge⸗ ch mit Freu⸗ inen Gottes⸗ lichkeit. send Seelen tvor seinem he Lied an⸗ „Sohn unoͤ zumal;/ wo wo in soviel n Herrn, der Gericht und Ewigkeit 487 6. O Jerusalem, du schöne,/ ach, wie helle glänzest oͤul/ Ach, wie lieblich Lobgetöne/ hört man da in sanfter Ruhl/ O der großen Freud und Wonne!l/ Zetzo gehet auf die Sonne,/ jetzo gehet an der Tag,/ der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon erblicket/ alle diese Herrlichkeit;/ jetzo werd ich schön geschmücket/ mit dem weißen Himmelskleid,/ mit der güloͤnen Ehrenkrone,/ stehe da vor Gottes Throne,/ schaue solche Freude an,/ die kein Ende nehmen kann. Leipzig 1652. Mel. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. 487 V (Vorreformatorisch.) goh. Rhau, Wetter 1589. 2— 7H A——.— 1. wie fleucht da⸗hin der Menschen Zeit,/ wie ei⸗ let man D—————.— SS SSS IISSI 4 zur E⸗wig⸗keitl/ Wie we⸗ nig den⸗ken an die Stund E..— ++— ö DEEN P......... von her⸗zens⸗grund,/ wie schweigt da⸗von der trä⸗ge Mund! 2. Das Leben ist gleichwie ein Traum,/ ein nichtger, leerer Wasserschaum,/ ein Rugenblick, der schnell vergeht/ und nicht be⸗ steht,/ wie ihr dies täglich vor euch seht. 3. Nur du, Jehova, bleibest mir/ das, was du bist; ich traue dir./Laß Berg und Hügel fallen hin,/ mir ists Gewinn,/ wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der Hütte wohn,/ so lehre mich, o Gottes Sohn!/ Gib, daß ich zähle meine Tag/ und munter wach,/ daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Not?/ Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? /O Mensch, du läufst dem Schatten zul/ Das merke du;/ du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Toren Lust!/ Mir ist das höchste Gut be⸗ wußt;/ das such ich nur, das bleibet mir,/ so dort, wie hierj/ herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 17⁵ 488 Gericht uno Ewigkeit 7. Was wiro oͤas sein, wenn ich oͤich seh/ und balo vor oͤeinem Throne steh?/ Du unteroͤessen lehre mich,/ daß stetig ich/ mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander, 1680. Mel. herzlich tut mich verlangen. 488 Hans Leo Haßler, 1601. 3— ecn 5 .—.— aee ude want.. 77— 2 L— 1. Be⸗den⸗ke, Mensch, das En⸗de,/ be⸗den⸗ke dei ⸗nen D er Tod kommt oft be⸗ hen⸗de;/ der heu⸗te frisch und —.— ö— +2Z. 5Fn Ln L, Rint ———— 7———— I.— Toodl rot, ü ů ö— é ö 4 weg⸗ ge⸗stor⸗ben sein;/ ͤdbrum bil ⸗de dir, o Sün⸗der, /ein — kann mor ⸗ gen und ge⸗ schwin⸗der/ hin⸗ j ö— ö + SS täg⸗ lich Ster⸗ den ein. 2. Bedenke, Mensch, das Enoͤe,/ beoͤenke das Gerichtl/ Es müssen alle Stände/ vor Jesu Angesicht;/ kein Mensch ist ausgenommen,/ dort muß ein jeder nahn/ und wird den Lohn bekommen,/ nach⸗ dem er hier getan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende,/ der hölle Angst und Leid,/ daß dich ͤoͤie Welt nicht blenoe/ mit ihrer Eitelkeit./ Hier ist ein kurzes Freuen,/ dort aber ewiglich/ ein kläglich, schmerzlich Schreien;/ ach, Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende,/ beoͤenke doch die Zeit,/ daß oich ja nichts abwende/ von jener Herrlichkeit,/ womit vor Gottes Throne/ die Seele wird gepflegt;/ dort ist die Lebenskrone/ den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich beoͤenken/ der Zeiten letzte Zeit,/ daß, sich nach dir zu lenken,/ mein Herze sei bereit./ Laß mich den Tod be⸗ 47⁶ Geris trachte ò Ewigkeit dvor oͤeinem h/ mit klugem leander, 4 1680. 2o Haßler, 1601. e dei-nen ⸗der/ hin⸗ ——— = —2— tl/ Es müssen genommen,/ nmen,/ nach⸗ nö Leiö,/ daß ist ein kurzes 9 Schreienz/ ie Zeit,/ daß lit vor Gottes nskrone/ oͤen ꝛit,/ daß, sich den Tod be⸗ Gericht und Ewigkeit 489. 490 trachten/ und deinen Richterthron,/ laß mich auch nicht verachten/ der hölle Sündenlohn. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten/ auf meinen letzten Tag/ mit Buße mich bereiten/ und täglich sterben mag./ Im Tod und vor Gerichte/ steh mir, o Jesu, bei,/ daß ich im Himmelslichte/ zu wohnen würoͤig sei. Salomo Liscow(2), + 1689. Mel. Nr. 116. 489 du Heil der Sünden 1. Ich ruhe nun in Gottes Armen,/ mein Leib schläft sanft unoͤ selig ein;/ die Liebe lässet mich erwarmen/ bei ewig gnaoͤenreichem Schein./ Dort hatt ich wenig Ruhestunoͤen,/ hier hab ich sie in Gott gefunden. 2. Hier hab ich alles zu genießen,/ worauf mein Glaube sich gefreut;/ der Lebensquell läßt auf mich fließen/ die Ströme seiner Seligkeit./ Mein Freudenmeer ist Gottes Fülle;/ bei oem ist meine Seele stille. 3. Mein matter Leib schläft in der Erden,/ er schläft, bis ihn mein Freund erweckt./ Die Asche wird zur Sonne werdͤen,/ ob sie gleich finstre Nacht jetzt deckt;/ er wirò mit Freuden auferstehen,/ mit mir vereint zur Hochzeit gehen. 4. Da wird das Lamm mich ewig weiden/ auf Auen selger Sicherheit;/ da ist das Himmelsbrot der Freuden/ in Ewigkeit für mich bereit;/ das hab ich schon von Gott empfangen/ mit denen, die vorangegangen. 5. Ihr, dͤie ihr jetzo Tränen speiset,/ denkt an oes himmels Freudenmahl;/ ob ihr noch oͤurch die Wüste reiset,/ Gott bringt euch in oͤen Ehrensaal;/ da werdet ihr mit Freuden sehen,/ wie wohl mir oͤurch den Tod geschehen. vor 1694. Mel. Nr. 442. 490 valet will ich oͤir geben. 1. Ermuntert euch, ihr Frommenl/ Zeigt eurer Lampen Scheinj/ der Abend ist gekommen,/ die finstre Nacht bricht ein;/ es hat sich aufgemachet/ der Bräutigam mit Pracht./ Ruf, betet, kmpft und wachet!/ Balod ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig/ und füllet sie mit l/ und seid des Herrn gewärtig;/ bereitet Leib und Seel./ Die Wächter Zions 477 Gericht und Ewigkeit schreien:/ Der Bräutigam ist nah./ Begegnet ihm in Reihen/ und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle,/ hebt nun das Haupt empor/ mit Jauchzen und mit Schalle/ zum frohen Engelchor!/ Die Tür ist aufgeschlossen,/ die Hochzeit ist bereit;/ auf, auf, ihr Reichs⸗ genossen!/ Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen;/ oͤrum schlafet nicht mehr einl/ Man sieht die Bäume blühen,/ der schönste Frühlingsschein/ ver⸗ heißt Erquickungszeiten;/ die Abenoröte zeigt/ den schönen Tag von weitem,/ davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden,/ ihr, die ihr Zion liebt,/ mit freu⸗ digen Gebärden/ und seiò nicht mehr betrübt l/ Es sind die Freuden⸗ stunden/ gekommen, und der Braut/ wird, weil sie überwunden,/ die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Gedulo getragen/ und mit gestorben seid,/ sollt nun nach Kreuz und Klagen/ in Freuden sonder Leid/ mit leben und regieren/ und vor des Lammes Thron/ mit Jauchzen triumphieren/ in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen,/ hier ist das weiße Kleid;/ hier stehn die Weizenhalmen/ in Frieden nach dem Streit/ und nach den Wintertagen;/ hier grünen die Gebein',/ die dort der Tod er⸗ schlagen;/ hier quillt der Freudenwein. 8. Hier ist die Staͤdt der Freuden,/ Jerusalem, der Ort,/ wo die Erlösten weiden;/ hier ist die sichre Pfort,/ hier sind die gülo⸗ nen Gassenz/ hier ist der Freudensaal,/ da wir uns niederlassen/ zum ewgen Hochzeitsmahl. 9. O Jesu, meine Wonne,/ komm bald und mach dich auf!/ Geh auf, ersehnte Sonne,/ und föroͤre deinen Laufl/ O Jesu, mach ein Ende/ und führ uns aus dem Streit;/ wir heben Haupt und hände/ nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti, 4 1722. Mel. Unser Iu. 555 unser König. 4 1 (Oder wie Nr. 360.) 9 Bremen 1680. 1 Q I 2—.———— 14 XE E————.— E..0— DISS—— ö Wer sind die vor Got⸗tes Thro⸗ne,/ was ist das für 18 Je⸗der trä⸗get ei ⸗ ne Kro⸗ne,/ glän⸗ zet gleich den 47⁸ haben. die erl 3. E und Ne nun he lich sin wind/ 10. Schar klarl/ Ewigkeit Reihen/ und upt empor/ el/ Die Tür ihr Reichs⸗ t mehr einl/ sschein/ ver⸗ schönen Tag t// mit freu⸗ die Freuden⸗ erwunden,/ ö,/ sollt nun it leben und umphieren/ Kleid;/ hier it/ und nach der Tod er⸗ er Ort,/ wo nö die güloͤ⸗ niederlassen/ dich aufl/ D Jesu, mach nHaupt und urenti, 4 1722. Bremen 1680. —885 2— t das für t gleich den Gericht und Ewigkeit 491 ei ⸗ ne Schar? Ster⸗nen klar; —.————.— ...... Gott mit ho⸗ hem Schall. 2. Wer sind dͤie, so Palmen tragen/ wie ein Sieger in der hand,/ wenn er seinen Feind erschlagen,/ hingestrecket in den Sano?/ Welcher Streit und welcher Krieg/ hat erzeuget diesen Siegꝰ 3. Wer sinoͤ die in reiner Seide/ göttlicher Gerechtigkeit,/ an⸗ getan mit weißem Kleide,/ das bestäubet keine Zeit/ und veraltet nimmermehr?/ Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gekämpfet/ für des großen Gottes Ehr,/ haben dleisch und Blut gedämpfet,/ folgend nicht dem Sünderheer;/ die erlanget auf den Krieg/ durch des herren Arm den Sieg. 5. Es sind die, so durchgeoͤrungen/ durch viel Trübsal, Angst und Not,/ im Gebet auch oft gerungen/ mit dem hochgelobten Gott;/ nun hat dieser Kampf ein Eno, Gott hat all ihr Leid gewenoͤt. 6. Es sind die, so stets erschienen/ hier als Priester vor dem herrn,/ Tag und Nacht bereit zu dienen,/ Leib und Seel geopfert gern;/ nunmehr stehn sie all herum/ vor dem Stuhl im Heiligtum. 7. Dahin streck auch ich die hände,/ o Herr Jesu, zu dir aus;/ mein Gebet zu dir ich wende,/ der ich noch in deinem Haus/ hier auf Erden steh im Streit:/ treibe, herr, die Feinde weit! 8. Hilf mir in dem Kampfe siegen/ wider Sünde, höll und Welt;/ laß mich nicht daniederliegen,/ wenn ein Sturm mich über⸗ fällt;/ führe mich aus aller Not,/ Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 9. Daß mein Teil sei bei den Frommen,/ welche, Herr, dir ähn⸗ lich sinò/ unòd aus großer Trübsal kommen;/ hilf, daß ich auch über⸗ wind/ alle Trübsal, Not und Tod,/ bis ich komm zu meinem Gott! 10. O, wie groß wird sein die Wonne,/ wenn ich mit der heilgen Schar/ in dem Strahl der reinen Sonne /leuchte wie die Sterne klar!/ Amen, Lob sei dir bereit,/ Dank und Preis in Ewigkeit! Heinr. Theobald Schenck, 4 1727. 47⁷⁰ hal⸗ le⸗ lu⸗ ja sin⸗ gen all,/ lo⸗ ben 492495 Gericht und Ewigkeit Mel. Nr. 486. 492 gesu, meines Lebens Leben. 1. O wie fröhlich, o wie selig/ werden wir im Himmel seinl/ droben ernten wir unzählig/ unsre Freudengarben ein./ Gehen wir hier hin und weinen,/ dorten wird die Sonne scheinen/ dort ist Tag und keine Nacht,/ dort, wo man nach Tränen lacht. 2. Ach, wer wollte sich nicht sehnen,/ dort in Zion bald zu stehn/ und aus diesem Tal der Tränen/ an den Freudenort zu gehn,/ wo sich unser Kreuz in Palmen,/ unser Klagelied in Psalmen,/ unsre Last in Lust verkehrt/ und das Jauchzen ewig währt! 3. O wie weroͤen wir so schöne/ bei der Klarheit Gottes sein!/ wie wird uns das Lobgetöne/ seiner Engelschar erfreun!/ Wie wird unsre Rrone glänzen/ bei so vielen Siegeskränzen!/ Wie wird unser Kleid so rein,/ heller als die Sonne sein! 4. Ach wann werd ich dahin kommen,/ daß ich Gottes Antlitz schau?/ Werd ich nicht bald aufgenommen/ in den schönen himmels⸗ bau,/ dessen Grund den Perlen gleichet,/ dessen Glanz die Sonne weichet,/ dessen wundervolle Pracht/ alles Gold beschämet macht? 5. Nun, so stille mein Verlangen,/ o du großer Lebensfürst!/ Laß mich bald dahin gelangen,/ wo du mich rocht trösten wirst./ Unterdessen laß auf Erden/ schon mein herz recht himmlisch werden,/ bis mein Los auf jener Welt/ auf das allerhöchste fällt. Benjamin Schmolck, 4 1757. 495 Zoh. Gottfried Schicht, 1819. 0 ö —— 1 ö ö—= JD ö n.,it i nr — Nach ei⸗ ner Prü⸗fung kur⸗zer Ta ge/ er⸗ Dort, 65 ver⸗wan⸗delt sich die Kla ge/ in ö— u n 1. war⸗tet uns die E⸗wig⸗keitl gier übt die Tu⸗gend gött⸗li ⸗che Zu⸗ frie-den- heit. — I — H— ee n En— ih ⸗ren Fleiß,/ und je ne Welt reicht ihr den Preis. 48⁰ Gericht 2. Wa selgen A ein unvo nimmt ii 3. Bal dieser W öfter sier in RKumt 4. Hie glücklich merten r von eigt 5. Hie heilig u unaussp ihn liebt 6. Da Wohlfal Gottes! fühlen, 7. Da dunkel lich hier Schickur 8. Da sich offe das ern Himmel 9. Da heilig 1 Frommi mein 9 10. 1 mich ge daß er Freund, 31 d Ewigkeit 8 Lebens Leben. jimmel seinl/ nein./ Gehen cheinenz/ dort ien lacht. bald zu stehn/ ort zu gehn,/ in Psalmen,/ ig währt!l Gottes seinl/ erfreun!/ Wie ;en!/ Wie wiroͤ Gottes Antlitz onen himmels⸗ anz die Sonne chämet macht? Lebensfürstl/ trösten wirst./ nlisch werden,/ fällt. Schmolck, 4 1737. ied Schicht, 1819. Gericht und Ewigkeit 493 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden/ schon manchen selgen Rugenblick;/ doch alle dreuden, die ihm werden,/ sind ihm ein unvollkommnes Glück./ Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh/ nimmt in oͤer Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Rörpers Schmerzen,/ bald das Geräusche dieser Welt,/ bald kämpft in seinem eignen Herzen/ ein deind, der öfter siegt, als fällt;/ bald sinkt er durch des Nächsten Schuld/ in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend oftmals leidet,/ das Laster oftmals glücklich ist,/ wo man den Glücklichen beneidet/ und des Beküm⸗ merten vergißt,/ hier kann der Mensch nie frei von Pein,/ nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden;/ dort weroͤ ich, heilig und verklärt,/ der Tugend ganzen Wert empfinden,/ den unaussprechlich großen Wert;/ den Gott der Liebe werd ich sehn,/ ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird oͤes Vaters heilger Wille/ mein Will und meine Wohlfahrt sein,/ und lieblich Wesen, Heil die dülle,/ am Throne Gottes mich erfreun./ Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn/ mich fühlen, oaß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erkennen,/ was ich auf Erden dunkel sah,/ das wunderbar und heilig nennen,/ was unerforsch⸗ lich hier geschah;/ da denkt mein Geist mit Preis und Dank/ die Schickung im Zusammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne oͤringen,/ wo Gott, mein heil, sich offenbart,/ ein Heilig, Heilig, heiligl singen/ dem Lamme, das erwürget ward,/ und Cherubim und Seraphim/ und alle Hhimmel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen/ mich ihnen gleich und heilig sehn,/ das nie gestörte Glück erfahren,/ stets fromm mit Frommen umzugehn./ Da wird durch jeden Rugenblick/ ihr Heil mein heil, ihr Glück mein Glück. 10. Da werd ich dem den dank bezahlen,/ der Gottes Weg mich gehen hieß/ und ihn zu millionen Malen/ noch segnen, daß er ihn mir wies;/ da find ich in des höchsten Hand/ den F§reunoͤ, den ich auf Erden fand. 31 481 11. Da ruft, o möchte Gott es geben, /vielleicht auch mir ein Selger zu:/ Heil sei dir; denn du hast mein Leben, /die Seele mir gerettet, dul /O Gott, wie muß dies Glück erfreun,/ der Retter einer Seele sein! 12. Was seid ihr, Leiden dieser Erden,/ ooch gegen diese Herr⸗ lichkeit,/ die offenbar an uns soll weroen/ von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit!/ Wie nichts, wie gar nichts gegen sie/ ist doch ein Rugen⸗ blick voll Müh! Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Zu dir erhebt sich mein Gemüte(Oder wie Nr. 309). 49⁴ 5 Leipzig 1785. 5 9——.— AS .SPS...I...III T Die See⸗le ruht in Je⸗su Rr⸗men,/ der Unun kann sich Herz an Herz er⸗war⸗men;/ die ů— ———.——* SSS SSSSSSISIIIIII I I... Leib schläft sanft im Er⸗den ⸗schoß; die sie nach we⸗ nig Ruh ist un⸗aus⸗sprech⸗lich groß, Gott hat die Trä⸗ nen —‚..‚..———— S.————— 32—— Kamp⸗fes ⸗stun ⸗den/ bei ih⸗rem hol⸗den Freund ge⸗ ab ⸗ ge⸗ wi ⸗schet,„ ihr Geist wird durch und durch er⸗ 1— II ——. 12⁵ 1 ⁴½—* Iii l.—. —.— fun ⸗den;/ sie schwimmt im stil- len Frie⸗dens⸗meer. fri ⸗Wschet,„ des her⸗ren Glanz ist um sie her. 2. Sie ist nun aller Not entnommen,/ ihr Schmerz und Seuf⸗ zen ist oͤahin;/ sie ist zur Freudenkrone kommen, sie steht als Braut und Königin/ im Golde ewger herrlichkeiten/ dem großen KRönig an der Seiten/ sie sieht sein klares Angesicht./ Sein freuden⸗ volles, lieblich Wesen/ macht sie nun oͤurch und durch genesen/ sie ist ein Licht im großen Licht. 382 Gericht unoͤ Ewigkeit Ewigkeit uch mir ein „/die Seele rfreun,/ der ndͤiese herr⸗ eit zu Ewig⸗ ein Augen⸗ ellert, 4 1769. Leipzig 1785. nen,/ der menj/ die hwe⸗ nig und Seuf⸗ ie steht als hem großen in freuden⸗ genesenj/ Gericht und Ewigkeit 495 3. Sie jauchzt dem Sterblichen entgegen: Ja, ja, nun ist mir ewig wohl!/ Ich bin oͤurch meines Mittlers Segen/ des Lebens, Lichts und§Freuden voll!/ Mein schönes Erbteil ist mir worden/ viel tausend aus der Selgen Orten/ bewundern jauchzend meine Pracht./ Man kann in allen himmelschören/ gleichwie mit Don⸗ nerstimmen hören:/ Der Herr hat alles wohlgemacht. 4. Ja, wohlgemacht oͤurchs ganze Leben,/ recht wohl in meiner Todespein!/ Sein mütterliches Tragen, heben/ bracht mich heraus, hindurch, hinein!/ Heraus aus dieser Erden Lüsten,/ hindurch oͤurch die Versuchungswüsten,/ hinein ins schöne Ranaan./ Da darf ich auf den grünen Auen/ den Heloͤen, der mich führte, schauen,/ der große Ding an mir getan. 5. Nun kann das KRind den Vater sehen,/ es fühlt den sanften Liebestrieb;/ nun kann es Jesu Wort verstehen: /er selbst, der Vater hat mich lieb! /Ein unergrünoͤlich Meer des Guten,/ ein Abgrund ewger Segensfluten/ entöeckt sich dem verklärten Geist;/ er schauet Gott von Angesichte/ und weiß, was Gottes Erb im Lichte/ und ein Miterbe Christi heißt. 6. Der matte Leib ruht in der Erden,/ er schläft, bis Christus ihn erweckt;/ dann wird der Staub zur Sonne werden,/ den jetzt die finstre Gruft bedeckt;/ dann werden wir mit allen From⸗ men,/ wer weiß, wie balö, zusammenkommen/ und bei dem Herrn sein allezeit;/ dann werden wir ihn ewig sehen./ Wie wohl, wie wohl wird uns geschehen!/ Herr Jesu, komm, mach uns bereit! Joh. Konrad Ludwig Allendorf, 4 1775. Zu dir erhebt sich mein Gemüte. Mel. Nr. 494. 495(Ooͤer wie Nr. 309. 1. Es ist noch eine Ruh vorhanden;/ auf, müdes Herz, und werde Licht!/ du seufzest hier in deinen Banden,/ und oͤeine Sonne scheinet nicht./ Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden/ dort wird vor seinem Stuhle weiden;/ wirf hin die Last und eil her⸗ zu!/ Balo ist der heiße Kampf geendet,/ bald, bald der saure Lauf vollendet;/ so gehst du ein zu deiner Ruhl 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren,/ die Ruhe, die kein Ende nimmt;/ es hat, da noch kein Mensch geboren,/ die Liebe sie uns schon bestimmt./ Der gute hirte wollte sterben,/ uns diese Ruhe ———— 183 49⁰ Gericht und Ewigkeit zu erwerben;/ er ruft, er locket weit und breit:/ Ihr müden Seelen und ihr Frommen,/ versäumet nicht, heut einzukommen/ zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen,/ die manche Last und Bürde oͤrückt;/ eilt, eilt Naus euren Kummerhöhlen,/ geht nicht mehr müde und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen,/ dafür läßt euch oer Heiland sagen:/ Ich selbst will eure Ruhstatt seinl/ Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben;/ ob Sünde, Welt und hölle toben,/ seid nur getrost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen,/ denn unsre Tränen⸗ saat ist aus./ O, welch ein Jubel wird erklingen/ und süßer Ton im Vaterhaus!/ Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichenz/ es wird kein Tod uns mehr erreichen,/ wir werden den Erlöser sehnj/ die Träne wird vom Aug er wischen,/ sein Lebensstrom wird uns erfrischen./ Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 5. Kein Durst noch hunger wird uns schwächen,/ denn die Erquickungszeit ist da;/ die Sonne wird uns nicht mehr stechen;/ der Herr ist seinem Volke nah./ Er selbst will über ihnen wohnen/ und ihre Treue wohl belohnen/ mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis. /Es werden die Gebeine grünen,/ der große Sabbat ist erschienen,/ da man von keiner Arbeit weiß. 6. Da ruhen wir und sind in Frieden/ und leben ewig sorgen⸗ los./ Ach, fasset dieses Wort, ihr Müdenl/ Legt euch dem Heiland in den Schoß!/ Nch, Flügel her! Wir müssen eilen/ und uns nicht länger hier verweilen,/ dort wartet schon die frohe Schar./ Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren;/ auf, gürte dich zum Triumphieren!/ Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Joh. Sigismund Kunth, 4 1779. mel. Wie schön leuchtet 496 der Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. ., Len,. * Mein Geist, o Gott, wird ganz entzückt,/ wenn er hin⸗ 1. wo dei⸗ ne mil⸗de Va⸗ ter⸗ hand/ aus neu⸗ en Ewigkeit iden Seelen / zu meiner che Last und J. geht nicht getragen,/ ire Ruhstatt ünde, Welt isre Tränen⸗ ò' süßer Ton weichenz/ es rlöser sehnj/ m wiro uns „denn die ehr stechen;/ sen wohnen/ st, mit Ehr oße Sabbat wig sorgen⸗ dem heilanoͤ n/ und uns ohe Schar./ te dich zum Kunth, 4 1779. irt a. M. 1599. un er hin⸗ neu⸗en Gericht und Ewigkeit 406 5.ere 2 2 — auf gen Hhim⸗mel blickt, da⸗ hin dein Rat uns lei⸗ tet; Wun⸗dern wird er⸗kannt,/ die du da⸗-selbst ver⸗brei⸗tet. + 6660 65 ö— ö +2 PI——— Mäch⸗ tig/ hn ich/ mich er⸗- ho⸗ 205 bdich 3u lo⸗ ber⸗ —.. 2 D ——— ö 2 der zum Le⸗ben,/ das dort ist, mich will er⸗ he⸗ ben. 2. Was sind oͤie Freuden dieser Zeit,/ herr, gegen jene herr⸗ lichkeit,/ die dort bei dir zu finden?/ Du stellst uns hier auf Erden zwar/ viel Wunder deiner Güte dar/ zum fröhlichen Empfindenz/ doch hier/ sind wir/ bei den Freuden/ noch mit Leioen/ stets um⸗ geben;/ dort nur ist vollkommnes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab; /dort wischest du die Tränen ab/ von oͤeiner Kinder Wangen./ Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei;/ denn du, o Herr, machst alles neu,/ das Alte ist vergangenz/ hinfort/ sind dort/ von gerechten/ Gottesknechten/ keine Plagen/ mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In unsres Goites Heiligtum/ schallt seines Namens hoher Ruhm/ von lauter frohen Zungen. Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn;/ hier schaut man sie nicht mehr von fern,/ hier wird sie neu besungen./ Völlig/ gibt sich,/ sie zu trösten,/ den Erlösten/ zu erkennen/ der, den sie schon Vater nennen. 5. Vor seinem Antlitz wandeln sie, /auf ewig frei von aller Müh,/ und schmecken seine Güte. /Hier stört den Frieden ihrer Brust/ und ihre tausenofache Lust/ kein seinoͤliches Hemüte;/ kein Neio,/ kein Streit/ hemmt die Triebe/ reiner Liebe/ unter Seelen,/ die hinfüro nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schor ist dort vereint!/ die Frommen, die ich hier beweint,/ die find ich ewig wieder./ Dort sammelt deine Vater⸗ hand,/ oͤie deine Liebe hier verbano, /Herr, alle oeine Glieder./ Ewig/ weroͤ ich,/ frei von Mängeln,/ selbst mit Engeln/ Freund⸗ schaft pflegen;/ o ein Umgang voller Segen! 185 497 Gericht und Ewigkeit 7. Wo ist mein Freund, oͤes höchsten Sohn,/ der mich geliebt? Wo glänzt sein Thron?/ In jenen himmelshöhen,/ da werd ich dich, herr Jesu Christ,/ so menschenfreunoͤlich als ou bist,/ auch mit Entzücken sehen;/ da wiro,/ mein Hirt,/ von den§reuden/ nichts mich scheiden,/ die du oͤroben/ deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt,/ die Hott den örommen vor⸗ behält!/ Kein Mensch kann sie erwerben./ O Jesu, Herr der Herr⸗ lichkeit,/ du hast die Stätt auch mir bereit;/ hilf sie mir auch er⸗ erbenl/ Laß mich/ eifrig/ danach streben/ und so leben/ auf der Erde,/ oaß ich dort dein Erbe werdͤe. Samuel diterich, 4 1797(nach Rhasverus Fritsch, 4 1701). Mel. Är. 270. 497 Es ist gewißlich an der Zeit. 1. Schon ist der Tag von Gott bestimmt,/ da, wer auf Erden wandelt,/ sein Los aus Gottes händen nimmt,/ nachdem er hier gehandelt./ Er kommt, er kommt, des Menschen Sohn;/ er kommt, und Wolken sino sein Thron,/ der Eroͤe Kreis zu richten. 2. hier an dem Rand der Ewigkeit/ versammeln sich oͤie Scharen,/ die seit dem ersten Tag der Zeit/ der Erde Bürger waren,/ nur dem Allwissenoͤen bekannt,/ unzählbar, wie des Meeres Sand/ hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt/ der Wahrheit unter⸗ liegen. /Hier, wo das Recht die Wage hält,/ wird keine Sünde siegen./ hier ist zur Buße nicht mehr Frist,/ hier gilt nicht mehr Betrug und List,/ hier gilt kein falscher Zeuge. 4. Der Richter spricht; der Himmel schweigt,/ und alle Völker hören/ erwartungsvoll und tief gebeugt:/ Kommt, erbt das Reich der Ehren!/ So spricht er zu der frommen Schar;/ zu der, die ihm nicht folgsam war:/ hinweg von mir, Verbrecher! 5. Sie gehn verzweifelnoͤ, jammern, flehn:/ Stürzt über uns zusammen,/ ihr Welten, fallt, daß wir vergehn,/ die wir uns selbst verbammen!/ Die Frommen aber stehn im Licht/ des drie⸗ dens, und ihr Angesicht/ strahlt seliges Entzücken. 6. Frohlockend ziehn sie in das Reich,/ das Gott für sie be⸗ reitet,/ wo er sie, seinen Engeln gleich,/ von Licht zu Lichte leitet./ Das Stlickwerk wird Vollkommenheit;/ kein Kummer, keine Trau⸗ rigkeit/ stört ihre selgen§reuden. 48 3— denkei Es ve nach 1 Mel.! 10 sterben blicker Anster Ewigkeit mich geliebt? da werd ich hu bist,/ auch en Freuden/ aufgehoben. rommen vor⸗ err der herr⸗ mir auch er⸗ ben/ auf der Fritsch, 4 1700). lich an oͤer Zeit. er auf Eroͤen choͤem er hier / er kommt, richten. die Scharen,/ waren,/ nur ꝛeres Sanoͤ/ ihrheit unter⸗ keine Sünde lt nicht mehr o alle Völker erbt das Reich %zu der, die cher! irzt über uns die wir uns icht/ des Frie⸗ tt für sie be⸗ Lichte leitet./ r/ keine Trau⸗ Gericht und Ewigkeit 498 · 499 7. Mein hHeiland, laß mich dein Gericht/ oft und mit Ernst be⸗ denkenl/ Es stärke mich mit Zuversicht,/ so oft mich Leiden kränkenl/ Es reize mich, gewissenhaft/ und, eingedenk der Rechenschast,/ nach oͤeinem Wort zu wandeln. Samuel diterich, 4 1797. Mel. Nr. 479. 498 unne Süne. 1. Selig sind des himmels Erben,/ die Toten, oͤie im Herren sterben,/ zur Auferstehung eingeweiht!/ Nach den letzten Rugen⸗ blicken/ des Todesschlummers folgt Entzücken,/ folgt Wonne und Unsterblichkeit!/ Im Frieden ruhen sie,/ frei von der Erde Müh,/ Hosiannal/ Vor Gottes Thron/ zu seinem Sohn/ begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, /Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre/ sei dir, Versöhner Jesu Christ! /Ihr, oͤer Uberwinder Chöre,/ bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre/ dem Lamme, das geopfert ist!l/ Er sank wie wir ins Grab,/ wischt unsre Tränen ab,/ alle Tränen!/ Er hats vollbracht!/ Nicht Tag, nicht Nacht/ wird an oͤes Lammes Throne sein. 3. Nicht oͤer Mono, nicht mehr dͤie Sonne/ scheint uns alsdann; er ist uns Sonne,/ der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn./ heil, nach oͤem wir weinend rangen,/ nun bist oͤu, Heil, uns aufge⸗ gangen,/ nicht mehr im dunkeln, nicht von fern!/ Nun weinen wir nicht mehr;/ das Alte ist nicht mehr./ Hallelujal/ Er sank hinab,/ wie wir ins Grab;„er ging zu Gott, wir folgen ihm. Frieoͤr, Gottlieb Klopstock, 4 1803. Matth. Apelles Mel. Nun preiset alle 4 Bottes Barmherzigkeit. 99 v. Löwenstern, 1644. +......... I TITT S... 1. Ich hab von ser⸗ ne,/ Herr, dei⸗nen Thron er⸗blickt/ E .. 7 205 2 und hät⸗te ger⸗ne/ mein Herz vor⸗aus⸗ge⸗schickt/ und hät⸗ te 487 500 Oericht und Ewigkeit nt Lriernilrenoen;mauerr gern mein mü⸗des Le⸗ben,/ Schöpfer der 6865665 dir hin⸗ ge⸗ + 5. ge⸗ ben,/ Schöp⸗fer der Gei⸗ster, oir hin⸗ge⸗ge⸗ ben! 2. Das war so prächtig,/ was ich im Geist gesehn,/ Du bist all⸗ mächtig;/ oͤrum ist dein Licht so schön!/ Könnt ich an diesen hellen Thronen:,: doch schon von heute an ewig wohnen!:: 3. Nur bin ich sündͤig,/ der Eroͤe noch geneigt;/ das hat mir bündig/ dein heilger Geist gezeigt;/ ich bin noch nicht genug ge⸗ reinigt, 5: noch nicht ganz innig mit oͤir vereinigt.: 4. Doch bin ich fröhlich,/ daß mich kein Bann erschreckt;/ ich bin schon selig,/ seitdem ich oͤas entoͤeckt./ Ich will mich noch im Leiden üben und dich zeitlebens inbrünstig lieben.: 5. Ich bin zufrieden,/ daß ich die Staoͤt gesehn,/ und ohn Er⸗ müden/ will ich ihr näher gehn/ und ihre hellen, goloͤnen Gassen 2/: lebenslang nicht aus den Augen lassen.: Joh. Timotheus Hermes, 1 1821. 5 0 0 Darmstaot 1888. 7 ö 1—— ———— +——— E— 1. Wir wer⸗den bei dem herrn sein al⸗le⸗ Tief⸗ dun⸗ kel ist die ern ⸗ ste E⸗wig⸗ ů ..—. zeit!l/ du hei⸗mat⸗laut in frem⸗den Pil- ger⸗ keit,/ doch wie oͤurch Nacht- ge-wölk des Mon⸗-des —..— x ö öů —————————‚.‚—— — 2——— r—— ta⸗ len! 2 bei 15.5. ö Strah⸗len glänzt der Ver⸗hei⸗Pung Licht oͤurch TLo⸗des 188 ind Ewigkeit er, dir hin⸗ ge⸗ e⸗ge⸗ben!l n,/ Du bist all⸗ an diesen hellen n4 / das hat mir nicht genug ge⸗ 1.— erschreckt;/ ich llmich noch im ben.): „und ohn Er⸗ goloͤnen Gassen s Hermes, 1 1821. Darmstaot 1888. —— ein al⸗le⸗ ste E⸗ wig⸗ Mon⸗des urch To⸗des⸗ Gericht und Ewigkeit(500 a) 2—— 240 N —.——— 4⁵7 I.— N IIS leid: /Wir wer⸗den bei dem Herrn sein al⸗ le--zeit! 2. Bei ihm daheim! In seiner Liebe ruht/ die Seele aus von ihrer drrfahrt Schmerzen./ Der langen Sehnsucht Ziel, das höchste Gut,/ der herzen Heimat ist in seinem herzen;/ er ging voran, die Stätte steht bereit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 3. Bei ihm versammelt! Seinem Salem geht/ die Wallfahrt zu. Wie oft in guten Stunden,/ wenn seiner Nähe Odem uns umweht,/ hat es sein Volk vor ihm vereint empfundenj/ das ist die Fülle aller Seligkeit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 4. Hier trennt die Welt; was heut sich liebend fand,/ sehnt morgen sich nach Blick unòd Wort vergebens/ es drängt sich zwischen Seelen Meer und Land,/ und starrer noch das Machtgebot des Lebens. der Himmel sammelt, was die Welt zerstreut:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! 5. Und waren wir hier jemals ganz vereint?/ Ach, nur das Reine eint sich mit dem Reinen!/ Die Schuld, die täglich noch das herz beweint,/ sie scheidet es von den geliebten Seinen./ Der dürst des Friedens tilgt, was uns entzweit:/ Wir werden bei dem herrn sein allezeit. 6. Wir irren alle, sind erlöst noch nicht/ von alter Sinnverwirrung schweren Banden;/ die Sprache, die ein Rind des Hauses spricht,/ wird von dem andern Kinde nicht verstanden./ Das Wort des Vaters löst der Rede Streit:/ Wir werden bei dem Herrn sein aaezeitl 7. du Gotteswort, dem froh der Glaube traut,/ wohl magst du allen Erdenjammer stillen,/ das finstre Tal, vor dem der Seele graut,/ mit Morgenrot und heilgem drieden füllen!/ O Heimat⸗ licht aus dunkler Ewigkeit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! Meta heußer⸗Schweizer, 4 1876. (500q) 1. Hab acht auf mich in aller Not,/ o großer Gott, Herr aller herren,/ wann Satans Wut, die höllenrott,/ den Rachen gegen mich aufsperren,/ wann sie mich suchen zu verschlingen/ und in die höchste Not zu bringen,/ so bitt ich dich herzinniglich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 489 (Soo a) Hab acht auf mich 2. Hab acht auf mich; wann mich die Sünoͤ will von dem höchsten Gut abwenden,/ so halte mich, Herr, als oein Kind/ mit einen treuen Vaterhänoen j/ bleib oͤu mir stets in dem Gedanken// laß mich von deinem Wort nicht wanken/ wann Sünden in mir nregen sich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 5. Hab acht auf mich, wanns gehet wohl,/ wann mir die Glückes⸗ sonn will scheinen,/ die meine Seel macht freudenvoll,/ oͤaß sie nichts wissen mag von Weinen,/ doͤaß ich oͤem blinden Glück nicht traue,/ vielmehr auf deine Güte schaue,/ weil oft das Glücksrad wenoͤet sich:/ mein Vater, so hab acht auf mich. ö 4. Hab acht auf mich und steh mir bei,/ wann mir oͤas Unglück braust entgegen, /daß ich nicht zu verzaget sei⸗ und weichen mög von deinen Wegen/ die mir zu wandeln sind befohlen/ und wann mir auch des Kreuzes Rohlen/ mein herze brennen bitterlich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 5. Hab acht auf mich, wann ich gesund,/ wann ich empfinde keine Schmerzen,„ wann keine Klag in meinem Mund/ noch Trauern ist in meinem herzen;/ damit ich bei gesundem Leibe/ dir oͤankbar und gehorsam bleibe;/ auf daß ich nie vergeshe dich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 6. Hab acht auf mich, auch wann ich krank,/ wann die Gesund⸗ heit will verschwinden,/ daß ich geduloͤig und mit Dank/ annehme die Arznei der Sünden j/ laß mich nicht ungeduloͤig weroen/ und denke, oͤaß ich Staub und Erden;/ auch wann die Schmerzen mehren sich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 7. Hab enoͤlich dann auch acht auf mich,/ wann ich der Welt Valet soll geben,/ daß ich im Glauben halte dich,/ bis ich komm in ein ander Leben,/ da mir das frohe Glaubensende/ erteilen werden deine hände;/ daß ich bei dir leb ewiglich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 8. Nch, laß mich doch nicht aus der Acht,/ wann uns dein jüngster Tag erscheinet,/ der Tag, da vor Gericht wiroͤ bracht/ auch das, so man hier nicht gemeinet; /laß mich zu deiner Rechten stehn/ und zu des Lammes Hochzeit gehn;/ mein Jesu, dann hab acht auf mich,/ so will ich ewig preisen dich. Lndwig heinrich Schlosser, 4 1723. 49⁰ b acht auf mich will von dem dein Rind/ mit ͤem Gedanken// Sünden in mir nir oͤie Glückes⸗ nvoll,/ oͤaß sie ũden Glück nicht das Glücksraoͤ nir oas Unglück weichen mög enj/ und wann ien bitterlich,/ nich empfindͤe Mund/ noch sundem Leibe/ vergesse dich,/ in oͤie Gesund⸗ ank/ annehme g werden/ und ie Schmerzen ich der Welt bis ich komm zende/ erteilen mein Vater, ann uns dein o bracht/ auch einer Rechten esu, dann hab chlosser, 4 1723. N H-ρ E * — 2 4 ‚ V 77— 27f6f747 7— 42 75— — +... 2.— 2 I — 2 — 42—— 501 Aoͤvent Anhang geistlicher Lieoͤer für Jugenoͤgottesdienste und für freie VDersammlungen der Gemeinoͤe I. Die Festzeiten Aoͤvent (Nuch Lied Nr. 533 und 561.) Mel. Erwacht vom Friedr. Karl Ludwi süßen Schlummer. 501 Scholinus, 4 1810 2—.——.—————— n F 5 dnl iniee. dieer di dnn—— SS..I.... T. 2—9.—8 1 ö— ö I. Die Ta⸗ge sind so oͤun⸗kel,/ die Näch⸗te , wu in. ne d a;en amn Eur——.— ————.. 3— + 6 lang und kalt;„ doch üisbet Stern⸗ge⸗fun⸗ kel„ noch — n—.— S ö ————n—— — e ber uns Ge⸗ walt. 2. Ee war einmal erschienen/ in ferner, selger Zeit;/ da waren ihm zu dͤienen/ oͤie Weisen gleich bereit. 5. Der Lenz ist fortgezogen,/ der Sommer ist entflohn: /doch fließen warme Wogen,/ doch klingt ein Liebeston. 4. Es rinnt aus Jesu Herzen,/ es spricht aus Jesu Mund/ ein Quell der Lust und Schmerzen,„ wie damals noch zur Stunoͤ. 5. Wir woilen nach dir blicken,/ oͤu Licht, das ewig brennt;/ wir wollen uns beschicken/ zum seligen Roͤvent. Maxt von Schenkendorf; 4 1817. (Erläuternode Bemerkungen über die Melodien und den Weachselgesang bo⸗ finden sich am Schluß des Buches auf S. 616) 499 Aoͤvent Sohn v 2. Das Segel ist 3. Der das Wo 4. Zu uns verl 5. Uni muß vor 6. Dar Leben zu Mel. Seht mit Preis —2 Aoͤvent der⸗ zemeinde rieor. KRarl Ludwig Scholinus, 4 1816. ie Rach te — 5 un⸗ kel/ Roch Zeit;/ da waren entflohn:/ doch n. esu Mund/ ein och zur Stund. ewig brennt;/ enkendorfß 4 1817. Vechselgesang bo⸗ 5 Roͤvent 502⁰³ vorreformatorisch.) 502 Rerds, 1898 4 2— x——— D —— R*————— —..—. 1. Es kommt ein Schiff ge⸗ la ⸗den/ bis —— 1——.— 8⁰— . S 2——. . TT . an den höch⸗ sten Bord,/ trägt Got⸗tes ö ö ö —.————— —Iss——— ö.,, e. —HrDerrr — Sohn voll Gna ⸗ den,/ des Va-ters e ⸗ wig Wort. 2. Das Schiff geht still im Triebe,/ trägt eine teure Last;/ das Segel ist die Liebe,/ der heilge Geist der Mast. 3. Der Anker haft't auf Erden,/ da ist das Schiff am Land./ das Wort soll Fleisch uns werden,/ der Sohn ist uns gesanoͤt. 4. Zu Bethlehem geboren/ im Stall ein Kindelein/ gibt sich für uns verloren;/ gelobet muß es sein. 5. Und wer dies Kind mit Freuden/ umfangen, küssen will,/ muß vorher mit ihm leiden/ groß Pein und Marter viel; 6. Danach mit ihm auch sterben/ und geistlich auferstehn,/ das Leben zu ererben,/ wie an ihm ist geschehn. Nach Zohannes Tauler, 4 1551. Mel. Seht, er kommt mit Preis gekrönt. 503 Georg griedͤrich händel, 1747. —— I. Toch⸗ ter Zi⸗ on, freu ⸗ 9 edich,/ 49³ Weihnachten 2 ů Schluß. ͤAIIIIIIII...... EZ SWSSSSSSSS — —— jauch ze laut, Je ⸗ ru sa ⸗ lem!l/ ä rnen, d. EE .. E— V. HTre Sieh, dein Kö ⸗ nig kommt zu dir;/ —....‚— R Eu +¹ — R˖ ja, 660 kommt, der§rie ⸗ de⸗ ——.— H 0 —.— EE—F— 3 3 II— (Wiederholung der beiden ersten Zeilen bis„Schluß“.) ürst. 2. II Hosianna, Davioͤs Sohn,/ sei gesegnet deinem Volkl/ Grünoͤe nun dein ewig Reich,/ Hosianna in der höh!/ Hosianna, Davios Sohn,/ sei gesegnet oeinem Volk! 5. A Hosianna, Davioͤs Sohn,/ sei gegrüßet, König miloͤl/ Ewig steht dein Friedensthron,/ oͤu oes ewgen Vaters Kind./ Hosianna, Davids Sohn,/ sei gegrüßet, König mild! Frieoͤrich heinrich Ranke, 4 1876. Weihnachten (Oder wie Nr. 528.) 504 ahr gince, T 184ö. —.— e, er ern Lerd: wünde a—ñ— 6 x 1. Al⸗le Jah⸗re wie ⸗der,/ kommt das Chri⸗stus⸗kino/ 3. Ist ai —4 —.— Sün⸗den Weihnachten len bis„Schluß“.) deinem Volkl/ zöhl/ Hosianna, König milod!/ Vaters Kind./ ilöl ich Ranke, 4 1876. Christian Heinrich Rinck, 4 1846. Chri⸗stus⸗kind/ Weihnachten x —.—.— ö .6—.———— 2—— E +————— 25F———— 2 7—— 505⁰ auf die Er⸗de nie ⸗ der, wo wir Men⸗ schen sind. 2. Kehrt mit seinem Segen/ ein in jeoͤes Haus,/ geht auf allen Wegen/ mit uns ein und aus. 3. Ist auch mir zur Seite/ still und unerkannt,/ daß es treu mich leite/ an der lieben Hand. wilhelm hey, 4 1854. (15. Jahrhundert.) Wittenberg 1555. 505 ————.——— 1— SSSSS Der Tag, der ist so freu- den-reich,/ zu daß 5388— von dem Him ⸗ömel⸗reich/ auf n— ——.. lo⸗ben Got⸗tes Na ⸗ men, Groß Er⸗oen zu uns kom ⸗ men. ist die de⸗mut, ..... 5— S IP‚— KRnecht ist er hier Wor den,/ in all'm, doch ohn Sünd, iii..— — S.— uns än wir e⸗ wig wer⸗den reich;/ trug uns⸗ re ——— Sün⸗den⸗ bür ⸗de. 50 Weihnachten 2. Ein Kindelein so löbelich /ist uns geboren heute,/ von einer Jungfreau säuberlich/ zu Trost uns armen Leuten./ Wär uns das Kinoͤlein nicht geborn,/ so wärn wir allzumal verlorn:/ das Heil ist unser aller./ O oͤu süßer Jesu Christ,/ der du Mensch ge⸗ boren bist,/ behüt uns vor der hölle. 15. Zahrhundert. 506 Oottlob Siegert, 1822. .—.—— HE EEIEI E————— * 1. Du lie⸗ ber, heil⸗ger, from ⸗ mer Christ,/ der x für uns Kin⸗der kom ⸗men ist,/ da- mit wir sol ⸗len S ͤäI.....T 13———— —— weiß und rein/ und rech⸗ te Kin ⸗ der 2.— I — , —— Got ⸗tes sein. 2. Du Licht, vom lieben Gott gesanoͤt/ in unser dunkles Erden⸗ land,/ du himmelskind und Himmelsschein,/ damit wir sollen himmlisch sein 3. Du lieber, heilger, frommer Christ,/ weil heute dein Geburts⸗ tag ist,/ drum ist auf Erden weit und breit/ bei allen Kindern frohe Zeit. eihnachten heute,/ von en./ Wär uns verlorn:/ das u Mensch ge⸗ 5. Jahrhundert. Siegert, 1822. inkles Eroͤen⸗ it wir sollen dein Geburts⸗ Rindern frohe Weihnachten 507 4. O segne mich, ich bin noch klein,/ o mache mir das Herze rein,/ o bade mir die Seele hell/ in deinem reichen himmelsquell; 5. Daß ich wie Engel Gottes sei/ in Demut und in Liebe treuz/ daß ich dein bleibe für und für,/ du heilger Christ, das schenke mir! Ernst Moritz Arnot, 4 1850. 50⁷ John Reading, 1769. 7 I—..— 4—. SEIEE S 1. her⸗bei, o ihr Gläu⸗bi⸗ gen, fröh⸗lich tri⸗ um⸗ Beth⸗le⸗ hem —.—— heml/ DA —— Se⸗het das Kinoͤlein, uns zum heil ge ⸗ bo ⸗ renl 10 e- en es,. Her, — eI‚ 23—.—5 —..— E 0—— 2— y 7* las⸗set uns an⸗be⸗ten, IIo las⸗set uns an⸗ be⸗ten, Ao —— R 8.— las⸗set uns an be ⸗ ten den Kö„ nigl 508 Weihnachten 2. O Rönig der Ehren, oͤu Herrscher der heerscharen, verschmähst nicht zu ruhn in Marien Schoß,/ du wahrer Gott, von Ewigkeit geboren. O lasset uns anbeten, iHo lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten den Rönig! 5. Kommt, singet dem Herren, o singt ihm Engelchörel!/ droh⸗ locket, frohlocket, ihr Seligen:/ Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! 1 O lasset uns anbeten, I o lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten den König! 4. O dir, oer du heute bist Mensch für uns geboren,/ o Zesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,/ oͤir fleischgeworoͤnes Wort des ewgen Vaters. 1 O lasset uns anbeten, Io lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten oen Königl Nach Adeste fideles von Friedrich heinrich Ranke, 4 1876. 508 J. Abr. Peter Schulz, 1794. — 2 E 8——*— 3 Ihr Kin-der⸗-lein, kom⸗met, o kom⸗ met 190 zur Krip⸗pe her kom⸗met in Beth⸗le⸗hems I—.—— II ö ö r deet. B. Ln. r., E 7 35. 2 und 1 was in die⸗ser hoch⸗ hei⸗ li⸗gen all, Stall 2127.— Aacht/ der Va⸗ter im him⸗mel für Frd⸗de uns macht. 2. II O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,/ seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl/ in reinlichen Windeln das himmlische Kind,/ viel schöner und holder, als Engel es sind. 478 Weihr 3. A Maria betend 4. 1 die Hä wer wi mit eir 5. A sie gert wie de Weihnaͤchten een,/ verschmähst tt, von Ewigkeit s anbeten, Ao gelchörel/ Froh⸗ Hhimmel und auf übeten, Ao lasset ꝛboren,/ o Jesu, oͤnes Wort des et uns anbeten, rich Ranke, 4 1876. heter Schulz, 1794. rom⸗ met doch Beth⸗le⸗ hems 2d. ——— . ·hei⸗ li⸗gen „seht hier bei en Windeln das igel es sind. Weihnachten 509 3. A da liegt es, das Kinoͤlein, auf Heu und auf Stroh,/ Maria und Joseph betrachten es froh;/ die reoͤlichen Hirten knien betend davor,/ hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4. Un O beugt wie die Hirten anbetend die Kniez/ erhebet die Hänoͤlein und danket wie sie;/ stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun?/ stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein! 5. A O nimm unsre herzen zum Opfer denn hin,/ wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn./ Ach mache sie heilig und selig wie deins/ und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Christoph von Schmio, 1 1854. Görlitz 1599. 509 24 x ů EEE 2.——— de⸗lein/ uns 1. HIn Beth⸗- le⸗ hem ein Kin⸗ V——5 4 x neu ge⸗ bo ⸗ ren ..— ö— E——8—— —— 5— 2— E ——— 2 Jung⸗frau rein,/ Ma⸗ rie sein Mut ⸗ ter ist. 2. 1 Wie elend ist dein KRrippelein,/ o großer Rönig und Herr,/ und rühmen doch die Engelein/ oͤein göttlich Macht und Ehr. 3. A Du machst aus mir ein Kindelein/ dem lieben Vater dein/ und läßt mich auch ein Erbe sein/ an allen Gütern dein. 4. So kommst oͤu nun, o Herre mein,/ aus großer Gütig⸗ keit/ und willst mein Licht, mein Leben sein,/ mein heil und Seligkeit. —.—— 47 510 Weihnachten 5. II Mein Herz regier, die Seele mein/ laß dir befohlen sein,/ daß ich mit allen Engelein/ dir möge singen fein: 6. A Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, auf Erd Fried allezeit,/ den Menschen sei recht ẽreud und Wonn,/ Amen, in Ewigkeit. 1699. 51 V Altböhmische Weise. ö——— ö—.— +— 5 ö 1. HRom⸗met, ihr hir⸗ten, ihr män ner und ——.—— 2...— —.—.——0————.—.— I ö Fraun,/ kom⸗met, das lieb ⸗li ⸗che Kind ⸗lein zu .D........—.— —2—2...—.— J—.——— 2....— EEREEEEEEE schaun./ Chri⸗stus, der Herr, ist/ heu⸗ te bes bo⸗ren, den Gott ETNTR — 2.— EEE I— zum Heiland/ euch hat er ⸗ko⸗ ren./ Fürch⸗ tet euch nicht! 2. II Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,/ was uns verheißen der himmlische Schall;/ was wir dort finden,/ lasset uns künden,/ lasset uns preisen/ in frommen Weisen./ Halleluja! 3. A Wahrlich, die Engel verkündigen heut/ Bethlehems hirten⸗ volk gar große Freud:„Nun soll es weroͤen/ Friede auf Erden,/ den Menschen allen/ ein Wohlgefallen./ Ehre sei Gott! Uach einem altböhmischen Weihnachtslieo. 5⁰⁰ Weihr Mel. Der lobten se 1 mer hin 3. A Lebenl. mels Fr 4. 14 gezogen 5. II langen, Hölle R 6. A glauben 7. Ge uns alle höht. Nr. 5 u: D. 2, N: 512 U. eihnachten efohlen sein,/ uf Erd Fried /Amen, in 16⁰9. öhmische Weise. ns verheißen ins künden,/ hems hirten⸗ auf Erden,/ Bott! Heihnachtslieo. Weihnachten 511 mel. den die hirt lobten Rehre. 51 ‚ Vorreformatorisch. 24 ... v. 2.— nen, dern nen. V E 1. I Rommt unoͤ laßt uns Chri⸗ stum 350 und ö— i Sin ⸗ nen zu ihm keh⸗ ren! Sin⸗get fröh⸗ lich, . ö Lr. laßt euch hö⸗ren,/ wer⸗tes Volk der Chri⸗ I 2. Sünd und hölle mag sich grämen,/ Tod und Teufel mag sich schämen:/ wir, die unser heil annehmen,/ werfen allen Rum⸗ mer hin. 3. A Sehet, was hat Gott gegeben:/ seinen Sohn zum ewgen Leben!/ dieser kann und will uns heben/ aus dem Leid ins Him⸗ mels Freuo. 4. Seine Seel ist uns gewogen,/ Lieb und Gunst hat ihn gezogen,/ uns, die Satanas betrogen,/ zu besuchen aus der Höh. 5. II Jakobs Stern ist aufgegangen,/ stillt das sehnliche Ver⸗ langen,/ bricht den Kopf der alten Schlangen/ und zerstört der hölle Reich. 6. A O gebenedeite Stunde,/ da wir oͤas von herzensgrunde/ glauben und mit unserm Munde/ dͤanken dir, o Jesulein. 7. Schönstes Kinoͤlein in dem Stalle,/ sei uns freunoͤlich, bring uns alle/ oͤahin, oͤa mit süßem Schalle/ dich der Engel Heer er⸗ höht. Paul Serharoͤt, 4 1676. Nr. 511 kann auch mit Nr. 512 im Wechsel gesungen weroͤen: J: 51 v. 7, u: v. 2, A: 512, v. 1.I: 511 v. 3, U: v. 4, A: 512 v. 2.-I: 51 v. 5, UI: v.6, A: 512 v. 3.-Uu. U: 511 v. 7, A: 512 VL. 4. 501 512 Weihnachten Mel. In dulei jubilo. 51 2 15. Jahrhundert. 94 1.—— ,,. dn———— WEEE —— F7-Il— +— 1. INun sin ⸗get und seid froh, jauchzt al⸗le ——F P aee. ae , d H n e., d hmer,, 2 I —— und sagt so: Un ⸗sers Her⸗zens Wonne liegt *———— —.————— 2191— r, in Sme, Ei—.—. —..— —.— in der Krip⸗pe blo5 und leuch⸗tet wie die 6 — ö— WI— d f. enm o. Meen:Wumt, Ein rm. ———— 7— 2———. 6 2——— Son⸗ ne/ in sei ner Mut⸗ ter Schoß./ Du bist Hü⸗ + darn, I r der, Ki Rsir., tzoi w—0— —* und O.„ du bit A uno O. 2 2. Sohn Gottes in der höh,/ nach dir ist. mir so wehl/ Tröst mir mein Gemüte,/ o Kind voll Mildigkeit;/ durch alle deine Güte,/ oͤu Fürst der Herrlichkeit,,: zeuch mich hin nach dir.: 3. II Groß ist des Vaters Huld,/ der Sohn tilgt unsre Schulo,/ wir warn all veroͤorben/ oͤurch unsre Missetat,/ so hat er uns er⸗ worben/ himmlische Freud und Gnad.) Wären wir doch dal: Weihne 4. A D Engel sin im hohe Heihnachten 3. Jahrhundeͤrt. —— — 7 onne/ liegt —— —.—.. — 5 wie die *— .— . Du bist Zra r. —.— O. ir so wehl/ rch alle deine nach dir.:, sre Schulo,/ at er uns er⸗ r doch dal:/ Weihnachten 515 4. A Dir schallt Halleluja,/ jetzt hier und einstens da,/ wo die Engel singen/ das heilig allzumal,/ und wo die Psalmen klingen/ im hohen Himmelssaal.:,: Wären wir doch oal Nach In dulei jubilo(15. Jahrhundert) 1599. 51 3 Franz Gruber, 1815. , NIII ö——— ů +1 7. NW 4 +.————— FT 6 3V3 UI gacht NVF 2..— ö FIf—————.— Ws 30 VHEED — 42 6—— 2———— — 1H—— 7 52— 5— ssoei⸗li⸗ge Nacht!/ Rl⸗les schlast nur das trau⸗te, hoch-hei⸗li- ge Paar. aun harn et hHol-der Kna⸗be im lok⸗ki⸗gen Haar, ..... j„ schlaf in himm⸗li⸗scher Ruh,/ schlaf in himm-li⸗scher ....—— Ruh. 2. Stille Nacht, heilige Nacht!/ hirten erst kund gemacht; /durch der Engel Halleluja/ tönt es laut von fern und nah:): Christ, der Retter, ist dal:,: 505 31⁴ Weihnachten 3. Stille Nacht, heilige Nacht!„ Gottes Sohn, o wie lacht/ Lieb aus deinem göttlichen Muno,/ da uns schlägt die rettende Stund, /: Christ, in deiner Geburt.: 7* Zoseph Mohr, 4 1848. A. 51 4 Röln 1638. 4—— E 2 zu Beth⸗le⸗ hem ge⸗ 95 ren/ 1 uns ein ö— ö—.5 II ITT H Kin⸗de⸗lein,„ das hab ich aus ⸗er⸗ko⸗ ren,/ sein — ö—.—————— ——.— CS—I— + F— ei gen will ich sein,„ Eei ⸗ a, Ei ⸗ a,, sein ++ 7287 IIII ei ⸗ gen will ich sein. oder B.(Hierbei fallen die eingeklammerten Sähe weg.) Fricoͤrich Mergner, + 1891. und d eihnachten o wie lacht/ oͤie rettende mohr, 4 1848. Röln 1638. ——. * a,/ sein gner, 5 1891. uns ein Passion 515 ...— ———— — Rin ⸗de ⸗⸗lein, das hab ich aus⸗ er ⸗ ko⸗ 12 — L., —— 9 8 2 .— ö 1— ——2 ren,/ sein ei ⸗ gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken/ will ich mich ganz hinab;/ mein herz will ich ihm schenken/ und alles, was ich hab.(Eia, eia, und alles, was ich hab.) 3. O Kindelein, von herzen/ will ich dich lieben sehr,/ in Freu⸗ den und in Schmerzen/ je länger und je mehr.(Eia, eia, je länger und je mehr.) 4. Laß mich von dir nicht scheiden,/ knüpf zu, knüpf zu das Band/ der Liebe zwischen beioͤen;/ nimm hin mein Herz zum pfand.(Eia, eia, nimm hin mein Herz zum Pfand.) Kölner Psalter, 1638. Passion (Auch Lied Nr. 565.) 51 5 volksweise. neennen e w——— SSSI 1. Als 3e ⸗sus von sei ⸗ ner Mut⸗ter ging,/ und die gro ⸗be, hei ⸗li⸗ ge Woch an⸗fing,/ da 5o5 531⁵5 Passion ——— ——.. — ——— x —= T e 1— hat⸗te Ma⸗ri⸗ a viel her- ze ⸗ leiö,/ sie —.——. — 1—.——— EEES — 5 frag te den Sohn mit Trau ⸗ rig ⸗keit: 2. I„Nch Sohn, oͤu liebster Jesus mein,/ was wirst oͤu am heiligen Sonntag sein?ꝰ Am Sonntag werd ich ein König sein,/ da wiro man mir Kleider und Palmen streun.“ 5.„Nch Sohn, oͤu liebster Jesus mein,/ was wirst oͤu am heiligen Montag sein?ꝰ Hm Montag bin ich ein Wanders⸗ mann,/ oͤer nirgeno ein Oboͤach finoͤen kann.“ 4.„Nch Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst oͤu am heiligen Dienstag sein?“ HNm Dienstag bin ich oͤer Welt ein Prophet,/ verkünde, wie himmel und Erde vergeht. 5. I„Nch Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst oͤu am heiligen Mittwoch sein?“ HNm Mittwoch bin ich gar arm und gering,/ verkauft um oͤreißig Silberling.“ 6. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Donnerstag sein?“ uAm Donnerstag bin ich im Speise⸗ saal/ das Opferlamm bei dem Abenoͤmahl.“ 7. I„Nch Sohn, oͤu liebster Jesus mein,/ was wirst oͤu am heiligen Freitag sein?“ u„Ach Mutter, liebste Mutter mein,/ könnt dir der Freitag verborgen seinl⸗ 8. Nm ͤreitag, liebste Mutter mein,/ dann werd ich ans Rreuz genagelt sein./ Drei Nägel, die gehn mir durch Händ und Füß;/ verzage nicht, Mutter, das Eno ist süß.“ 9. I„ch Sohn, oͤu liebster Jesus mein,/ was wirst oͤu am heiligen Samstag sein?“ Am Samstag bin ich ein Weizen⸗ korn,/ das in der Eroͤe wird neugeborn. 530⁰0⁰ Passio 10. werd ie der Fah stand.“ Mel. Her deiner R Passion —— — wirst oͤu am ch ein Rönig 1 4 wirst ou am in Wanoͤers⸗ wirst oͤu am der Welt ein t.“ wirst oͤu am gar arm und wirst oͤu am h im Speise⸗ virst du am tter mein,/ ch ans Kreuz und Füß;/ virst ou am ein Weizen⸗ Passion 510517 10. A„Und am Sonntag freu dich, o Mutter mein,/ dann werd ich vom Tod erstanden sein;/ dann trag ich das Rreuz mit der dahn in der Hand,/ dann siehst du mich wieder im Glorien⸗ stand.“ westfälisches volkslied. mel. herre und Altster deiner Kreuzgemeine. 516 —.— 2—501 eE (die wir uns all⸗hier bei⸗sam⸗ men fin ⸗den,/ —— —— — EEEEE * E—.— uns auf dei⸗ ne Mar⸗ter zu ver⸗ bin ⸗den,/ ————— ——— —— ö herrnhut um 1740. ——06——— P schla gen uns⸗ re hän⸗de ein, Und zum Zei⸗chen, dir auf e-wig treu zu sein. dei ⸗-nem her⸗ zen ———.—— ...— 25 SDSSSSeeeIE. ———— daß dies Lob⸗ ge⸗ tö⸗ ne an ⸗ ge ⸗ nehm und schö⸗ ne, und zugleich:/ Frie ⸗de, drie ⸗ de sei mit euch! Christian Renatus von Iinzendorf, 1 1752. mel. Ar. 516. 517 en eehe 1. Eines wünsch ich mir vor allem andern,/ Eine Speise früh und spät;/ selig läßts im Tränental sich wandern,/ wenn dies Eine mit uns geht:/ unverrückt auf Einen Mann zu schauen,/ der 5oꝰ 518 Passion mit blutgem Schweiß und Todesgrauen/ auf sein Antlitz nieder⸗ sank/ und den Kelch des Vaters trank. um meine Seele,/ daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle,/ un dann auch an mich ge⸗ dacht,/ als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen/ meine Schuld und deine Huld!/ Als ich in der Finsternis gesessen,/ trugest oͤu mit mir Gedulo;/ hattest längst nach deinem Schaf getrachtet,„ eh es auf des hirten Ruf geachtet,/ und mit teurem Lösegeld /mich erkauft von oͤieser Welt. 4. Ich bin dein; sprich oͤu oͤarauf ein Amen!/ Treuster Jesu, du bist mein./ Drücke deinen süben Jesusnamen/ brennenoͤ in mein Herz hinein./ Mit dir alles tun und alles lassen,/ in dir leben und in dir erblassen,/ das sei bis zur letzten Stund/ unser Wanoͤel, unser Bund! Albert Knapp, 4 1864. IuSn macht. 51 8 Böhmische Brüder, 1531. ——.————— — hüf, ehri⸗ste, Got- tes Sohn,/ durch bein ——— —...—........— 3—— bit=ter —2— Lei ⸗den,/ oͤaß wir oͤir stets un⸗ ter⸗tan,/ all Un⸗tu⸗gend mei⸗ den;/ dei⸗ nen Tod und un 2. Er eh ers vi Viktoria helö,/ Passion Antlitz nieder⸗ als ein stilles ängenod an des e Seele,/ daß ch an mich ge⸗ Schuld unoͤ rugest oͤu mit trachtet,/ eh ösegelo/ mich reuster Jesu, brennenoͤ in sen,/ in dir tund/ unser RKnapp, 4 1864. Brüder, 1531. Ostern ö + +——— 1—.————.. *— +*— —— ö — ö ö é— 2 wie⸗wohl urm und schwach,/ oͤir Dank⸗op⸗fer schen ⸗ken. Aus: Christus, der uns selig macht.(Böhmische Brüder) Michael Weiße, 1 1554. Ostern 51 9 Johann 16 —— = Nuf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm 9800 was —— . 10 I 1. wie kommt nach gro⸗Pem Lei⸗den/ nun ein so S. DꝑD‚ꝑDqD‚i‚ieie ee.. ‚..e —..— 23.- F, 22 5 ö ⁷ ö heut ge⸗ schicht: 72 leat gro„ bes Licht! Mein hei⸗land war ge⸗ legt/ r er e, e —— IIIDE— da, wo man uns hin⸗ trägt,/ wenn von uns 35 ven Lane, ö—————.— 2 .. 1 2* e, r. — 1 un ⸗ ser Geist/ zum him⸗ mel ist ge⸗reist. 2. Er war ins Grab gesenket,/ der Feind trieb groß Geschreij/ eh ers vermeint und denket,/ ist Christus wieder frei/ und ruft: Viktorial/ schwingt fröhlich hie und dan/ sein Fähnlein als ein helö,/ der Felo und Mut behält. 509 520 Ostern 5. Das ist mir anzuschauen/ ein rechtes Freudenspiel./ Nun soll mir nicht mehr grauen/ vor allem, was mir will/ entnehmen meinen Mut/ zusamt dem eoͤlen Gut,/ oͤas mir durch Jesum Christ/ aus Lieb erworben ist. 4. Die Welt ist mir ein Lachen/ mit ihrem großen Zorn,/ sie zürnt und kann nichts machen,/ all Arbeit ist verlorn./ Die Trüb⸗ sal trübt mir nicht/ mein herz und Angesicht;/ das Unglück ist mein Glück,/ die Nacht mein Sonnenblick. 5. Ich hang und bleib auch hangen/ an Christo als ein Glied;/ wo mein Haupt durch ist gangen,/ da nimmt er mich auch mit./ Er reißet oͤurch den Tod,/ oͤurch Welt, oͤurch Sünd, durch Not;/ er reißet durch die Höll,/ ich bin stets sein Gesell. 6. Er bringt mich an die Pforten,/ oͤie in den himmel führt,/ daran mit güloͤnen Worten/ oͤer Reim gelesen wiro:„Wer dort wird mit verhöhnt,/ wird hier auch mit gekrönt; /wer dort mit sterben geht,/ wird hier auch mit erhöht. paul Gerharoͤt, 4 1670. 520 15. Jahrhundert. 4—— — .———— ———— ꝛ— V— x—— 1. Er⸗stan ⸗-den ist der heil S— —..— 66. La m — 23.———..—— 8 25 ö ö le⸗ lu⸗ ja, hal ⸗-le⸗lu-ja,/ der al- ler Welt ein —— S v f. Hi. um mar rirr.& +0 +—.—.—— Trö ⸗ster ist./ Hal⸗ ll⸗„ lu⸗ ja. 2. Es gingen oͤrei heilige Frau'n,:3 Halleluja:,: des Morgens frühe hin im Tau'n“). Halleluja. m Morgentau. 51⁰ Ostern 3. Si dem To 4.„ denn de 5. dem hei . II von den 7. u* unser 95 S. I„ ich ihn 9. I bis am 10. uns den 11. U ihr den 12. wolln w 15. u und seir 14. ist der k 15. A soll unst Ostern piel./ Nun soll / entnehmen rdurch Jesum en Zorn,/ sie n./ Die Trüb⸗ das Unglück ist ls ein Glied;/ ich auch mit./ „durch Not;/ immel führt,/ o:/ Wer dort „wer dort mit erhardt, 4 1676. 15. Jahrhundert. des Morgens Ostern 521 3. Sie suchten den Herrn Jesum Christ,:: Halleluja:,: oͤer von dem Tod erstanden ist. Halleluja. 4.„Nch Engel, lieber Engel fein,: Halleluja ½ wo sind ich denn den Herren mein?“ Halleluja. 5. II„Er ist erstanden aus dem Grab: dem heilgen Ostertag.“ Halleluja. 6.„Zeig uns den Herren Jesum Christ,:, von oͤem Tod erstanden ist.“ Halleluja. 7. II„So tret't heran und seht die Statt, Halleluja:,: da unser Herr gelegen hat.“ Hallelujo. 8.„Der hHerr ist hin, er ist nicht dal:, ich ihn hätt, so wär ich froh. Halleluja. 9. I1„Seht an das Tuch, darin er lag 1 Halleluja:,: gewickelt bis am oͤritten Tag.“ Halleluja. 10. 1„Wir sehens wohl zu dieser Frist,„: Halleluja:,: weis uns den herren Jesum Christ!“ Halleluja. 11. 1„Ihr sollt nach Galiläa gehn,:: Halleluja ,: da werdet ihr den Heiland sehn.“ Halleluja. 12. 1„Habt Dank, ihr lieben Engel fein, Halleluja:,: nun wolln wir alle fröhlich sein.“ Halleluja. 13. 1„Geht hin, sagt das Sankt Petrus an ,: Halleluja:, und seinen Jüngern lobesam.“ Halleluja. 14. Nun singet all zu dieser Frist:: Halleluja:,: Erstanden ist der heilge Christ! Halleluja. 15. ADes solln wir alle fröhlich sein,: Halleluja:/: und Christ soll unser Tröster sein. Halleluja. 15. Jahrhundert. Halleluja:,: heut an Halleluja:,: der :Halleluja:,: Wenn 521 Melchior Vulpius, 160). E 1. Ge⸗lobt sei Gott im hoch ⸗sten Thron/ samt sei⸗nem * E— Z w— ein ge⸗ bor„nen Sohn,/ der für uns hat ge⸗ 511 Ostern — SIEET EFEEDDEDDEDEEAEAEEEEEEEE——. FP ö—— —....— 15 nug ge⸗ tan./ hal⸗ le⸗lu⸗ja, hal⸗ le⸗ lu⸗ — ja, 7 Hal ⸗le ⸗lu⸗ja. 2. Des Morgens früh am oͤritten Tag, /da noch der Stein am Grabe lag,/ erstand er frei ohn alle Klag. 2): Halleluja:, 5. I Der Engel sprach:„Fürchtet euch nicht; /denn ich weiß wohl, was euch gebricht./ Ihr sucht Jesum und finoͤt ihn nicht.“ Halleluja: 4.„Er ist erstanden von dem Tod,/ hat überwunden alle Not,/ versoöhnet Sünd und Missetat.“:): Halleluja 7* 5. A Nun bitten wir dͤich, Jesu Christ,/ weil du vom Tod er— standen bist;/ verleih, was seliglich uns ist,: Halleluja:,: 6. Damit von Sünoͤen wir befreit/ dem Namen dein gebene⸗ deit/ frei mögen singen allezeit Halleluja:, (Böhmische Brüder) Michael Weibe, 4 1534. Mel. O heiliger Geist, o heiliger Gott. RKöln 1623. 1. O herr⸗li⸗ cher Tag, o fröh⸗li⸗ che Zeit,/ da —* —. d-e. —.—— 7 3 —6—— RIZ4Z3———————.8—7r7r zn Hur....EEI ä El 0 9 77 EFT . Je ⸗ sus lebt ohn al les Leid!/ Er ist er⸗ 51² 2. 0 sind befr Gottes K 3. Oh heut;/ e mit Vert 4. O l erfreut;, geflößt./ 5. Ol Freud// Mund:/ O⸗stern, 3³3 er Stein am luja 7 in ich weiß ihn nicht.“ n alle Not,/ om Tod er⸗ uja ein gebene⸗ beiße, 1 1534. RKöln 1623. —* j Zeit,/ da stan den von dem Tod,/ wir sind er ⸗löst aus ö ö ö ů.— EZ.—..— . R—— 88—— —— 6 0 Iy* al ⸗ler Not./ O herr⸗li⸗ cher Tag, o fröh⸗li⸗ che Zeit! 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit,/ da wir von Sünden sind befreitl/ Getilget ist nun unsre Schuld,/ wir sind gerecht aus Gottes Huld. /O herrlicher Tag, o fröhliche Zeitl 3. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Der Tod ist überwunden heut;/ es darf uns nicht mehr vor ihm graun,/ wir sind erfüllet mit Vertraun./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 4. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeitl/ Die Liebe Gottes uns erfreutj/ des herren Sieg hat uns erlöst,/ uns neues Leben ein⸗ geflößt./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit!/ Erhalt uns, Jesus, diese Freud,/ zu sagen hier zu aller Stund/ und dort einmal mit selgem Mund:„O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Cyriakus Günther, 1 1704. 523 Volksweise 1843. IE 1. O⸗stern, O⸗stern, Früh⸗lings⸗we⸗hen,/ O⸗stern, EV. I uxf f —.——— ——.—.—.——— H 1—— ä 435 O⸗stern, Ruf ⸗er⸗ste⸗hen/ aus der tie⸗fen Gra⸗ bes⸗=nacht,/ 3³3 51³3 524 Ostern Bwn D.—.—.—. R aus der tie fen Gra⸗ bes⸗nachtl 2aneo Ru —.—.— Ef fröh ⸗älich blü ⸗ hen, heim ⸗lich glü⸗ hen, XN X denn der hei ⸗ land 0 ist er ⸗wacht!l 2. Trotz euch, höllische Gewalten!/ Hättet ihn wohl gern be⸗ halten, ,: der euch in den Abgrund zwang.:,: Konntet ihr das Leben binden?/ Aus des Todes düstern Gründen/ oͤringt hinan sein ewger Gang. 3. II Der im Grabe lag gebunden,/ hat den Satan überwunden, 2): und der lange Rerker bricht;:§Frühling spielet auf der Erden,/ Frühling solls im herzen werden,/ herrschen soll das ewge Licht. 4. A Alle Gräber sind nun heilig,/ Grabesträume schwinden eilig,: seit im Grabe Jesus lag.:,: Jahre, Monde, Tage, Stun⸗ den,/ t und Raum, wie schnell verschwunden,/ und es scheint ein ewger Tag. Maz von Schenkendorf, 4 1817. 524 Bartholomäus Heider, 4 1635. . + 144 + 1. Tri⸗umph, Tri ⸗ umph!l Es kommt mit Ostern sein 2. Oe Blumen b ihr Schöp 3. II Di das Blaut blutgen T 4. I Da ein Löwe Siegel, R 5. II H½ schenken v Grab und 6. A Tri kämpfen l die Siege 33* ien sol⸗ len zen sol⸗len hei ⸗land wohl gern be⸗ 'nntet ihr das oͤringt hinan liberwunden, uf der Erden,/ as ewge Licht. me schwinden Tage, Stun⸗ und es scheint kendorf, 4 1817. Heider, 1 1635. — H kommt mit Ostern Pracht/ der Sie⸗ ges⸗fürst heut aus der Schlacht./ Wer sei⸗ nes Rei ⸗ ches Un⸗ ter⸗ tan,/ der schau⸗e R sein Tri⸗ umph⸗fest an. 2. Vor Freuden Tal und Wald erklingt;/ die Erde frische Blumen bringt;/ ihr schöner Schmuck zu dieser Frist/ zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. 3. II Die Sonne sich aufs schönste schmückt/ und wieder durch das Blaue blickt,/ die vor im schwarzen Trauerkleid/ beschaut den blutgen Todesstreit. 4. I Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt,/ sich mutig als ein Löwe zeigt;/ kein harter§els ihn hält und zwingt;/ Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. 5. II Herr Jesu, wahrer Siegesfürst,/ wir glauben, daß du schenken wirst/ den Frieden uns, den oͤu gebracht/ mit aus dem Grab und aus der Schlacht. 6. Triumph, Triumph! dich ehren wir/ und wollen durch dich kämpfen hier,/ daß wir als Reichsgenossen dort/ dir folgen durch die Siegespfort. Bensamin Prätorius, + 1674. 33* 51⁵ „ 525'52 Himmelfahrt Pfine N himmelfahrt— N 525 5 1 1659.* 24 III.; ‚—— 3e E—— stege 2 760 W.. 1. 3 him⸗mel i ge ⸗ fah ⸗ ren ist,/ hal⸗ 3. 7 ö ů.—.— Himm 5 e— 2515. n getüm —.—— 4.—, 4. 4 ö L 3 nachfa se e u a,/ 0 Eh⸗ ren ⸗kö⸗ nig de⸗ sus erwäh ö‚— ö x H ö E a nn. ö b— I— * + Christ./ Hal⸗le ⸗ lu ⸗ ja. 2. Er sitzt zu Gottes rechter hand,/ Halleluja,/ herrscht über Himmel, Meer und Land./ Halleluja. 3. Nun ist erfüllt, was g'schrieben ist/ Halleluja/ im Psalter von dem herren Christ./ Halleluja.— 4. Drum jauchzen wir mit großem Schall/ Halleluja/ dem. Herren Christ zum Wohlgefalln:/ Halleluja. 16. Jahrhundert.— Mel. Ach Gott und herr. 526 Leipzig 1625. Trö — —.——.— ö ö——— l ö ö 2·.—.—— .——— 1066. I 1. Zeuch uns nach dir,/ so lau ⸗fen wir/ mit sand ö* 2 2 hzimmelfahrt or Franck, 4 16359. herrscht über ja/ im Psalter jalleluja/ dem 16. Jahrhundert. Leipzig 1625. swir/ mit du bist,/ Herr Winn 527 3— Je⸗ su Lan⸗ aus 10 ser Welt ge⸗ gan ⸗gen. 2. Zeuch uns nach dir,/ Herr Christ, ach führ/ uns deine himmels⸗ stege;/ wir irren leicht/ und sind verscheucht/ vom rechten Lebens⸗ wege. 3. Zeuch uns nach dir,/ so folgen wir/ oͤir nach in deinen himmel,/ daß uns nicht mehr/ allhier beschwer/ das böse Welt⸗ getümmel. 4. Zeuch uns nach dir/ nur für und für/ und gib, daß wir nachfahren/ dir in dein Reich,/ und mach uns gleich/ den aus⸗ erwählten Scharen. Friedrich§unke, 4 1699. Pfingsten 327 aon 16. 1. O hei⸗li⸗ ger Geist, o hei⸗ li⸗ ger Gott,/ du ö ler Not,/ du bist ge⸗ Trö⸗ 4—3 9665 in al E— ie.. e,.,—. sanoͤt vom Him⸗ mels 1 Gott, dem Va⸗ ter n ö ö — * e und dem Sohn,/ o HehellederGih, o hei⸗li⸗ger Gott. 5¹⁷ 528 Das christliche Leben 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ gib uns die Lieb zu deinem Wort;/ zünd an in uns der Liebe Flamm,/ danach zu lieben allesamt,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ mehr' unsern Glauben immerfort;/ an Christum niemand glauben kann,/ es sei denn durch dein' Hilf getan,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ du zeigeft uns die him⸗ melspfort;/ laß uns hier kämpfen ritterlich/ und zu dir oͤringen seliglich,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ verlaß uns nicht in Not und Tod./ Wir sagen dir Lob, Ehr und dank/ jetzund und unser Leben lang,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott. Altenburg 1651. II. Das christliche Leben (Siehe auch die Lieder Nr. 501, 516, 517, 52.) — 1. Aebend wird 2 wie⸗der:/ ü⸗ber Wald unod Feld/ é— iEE EEEEE ai säu⸗ selt Frie de nie ⸗der,/ und es ruht dͤie Welt. 2. Nur der Bach ergießet/ sich am Felsen dort,/ und er braust und fließet/ immer⸗, immerfort. 3. Und kein Abend bringet/ frieden ihm und Ruh,/ keine Glocke klinget/ ihm ein Rastlied zu. 4. So in deinem Streben/ bist, mein Herz, auch du:/ Gott nur kann oͤir geben/ wahre Abenoͤruh. heinrich hoffmann von Fallersleben, 4 1874. ) Oder ohne dU. 5318 Das stliche Leben Lieb zu oeinem anach zu lieben unsern Glauben in,/ es sei denn jer Gott! st uns die him⸗ zu dir oͤringen ns nicht in Not hund und unser Altenburg 1651. .) irich Rinck, 4 1846. * Halò unò Feld/ Iů— . + —T D yt die Welt. und er braust h// keine Glocke öbu:/ Gott nur lersleben, 4 1874. Das christliche Leben 529. 530 — ANus dem 05 fer⸗ne,/ wo die Eng⸗lein sino// ——— E N =. S 6 schaut doch Gott ger ⸗ ne/ her auf je⸗des Kind. 2. höret seine Bitte/ treu bei Tag und Nacht,/ nimmts bei jedem Schritte/ väterlich in acht. 3. Gibt mit Vaterhänden/ ihm sein täglich Brot,/ hilst an allen Enden/ ihm aus Angst und Not. 4. Sagts den Kindern allen,/ daß ein Vater ist,/ dem sie wohl⸗ gefallen,/ der sie nie vergißt. wilhelm hey, + 1854. 530 e — — 6————2.— Bii neigt/ und die Nacht allsteigt, /blei⸗ be bei uns, Herr! 2. Sei uns gnädig, o herr Jesul/ Nch, wie quält die Schuld/ ohne deine huld,/ sei uns gnädig, Herr! 3. Tröst im Leid uns, o Herr Jesul/ Weil des Rreuzes Last/ uns eroͤrücket fast,/ tröst im Leid uns, Herr! 531·532 Das christliche Leben 4. Gib uns§rieden, o herr Jesul/ Schon so lang, so lang/ macht die Welt uns bang,/ gib uns Frieden, herr! 5. Nimm uns zu dir, o herr Jesu,/ für dein Abenoͤmahl/ mache voll die Zahl,/ nimm uns zu dir, Herrl 6. So behüt uns, o herr Jesu,/ guter Hirte du,/ schenke selge Ruh,/ o behüt uns, herr! wilhelm Baur, 4 1897. 531 Schottische Volksweise. S. .....— . 1. Das Leben welkt wie Gras/ wie Biumen auf der Flur// so⸗ — 0———— *23„— 8 2 n 1 f bald der Wind oa⸗rü⸗ ber weht,/ ver⸗schwindet ih=öre Spur. 2. Wer gestern frisch und froh,/ heut ruft der Tod ihn ab,/ und was uns lieb und teuer war,/ wir senken es ins Grab. 3. Doch Gottes Gnade bleibt/ dem Frommen ewig stehn./ Wer seinen Bund von herzen hält,/ wird nimmermehr vergehn. Schottisches Volkslied, v. 2 v. Ludwig Hallwachs, + 1903. 532 Schlesische volksweise, 1818. SE......... —.—— — 5 2. num. 22 8 — NDA Der be⸗ste Freund ist in dem Himmel,/ auf denn bei oem fal„schen Welt⸗ ge⸗ tümmel/ ist 1 5—. · Er ⸗den sind 30 ẽͤreun ⸗de rar; ö Ri 1. i Red ⸗lich⸗ keit oft in Ge⸗fahr. 520 wande sie mir Mein: stliche Leben ang, so lang/ 4 Abenomahl/ schenke selge lm Baur, + 1897. tische Volksweise. fder Flur,// so⸗ 4 5 h re Spur. Tod ihn ab,/ ns Grab. g stehn./ Wer vergehn. Ülwachs, 4 1903. olksweise, 1818. Himmel,/ auf tümmel/ ist — 170 m hab ichs Das christliche Leben 53³3 ———— ö—.— 2 2 2—.— ESE ᷑n—5ẽ—,a=—.—. +— ö 20 Ea, im⸗mer so ge⸗meint:/ Mein Je ⸗ sus + — 2 be⸗ste Freund. 2. Die Welt ist gleich dbem Rohr im Winde;/ mein Jesus stehet felsenfest./ Wenn ich mich ganz verlassen finde,/ mich seine Freund⸗ schaft doch nicht läßt./ In Freud und Schmerz ers reoͤlich meint:/ Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Er läßt sich selber für mich töten,/ vergießt für mich sein eigen Blut;/ er steht mir bei in allen Nöten/ und sagt für meine Schulden gut;/ er hat mir niemals was verneint:/ Mein Jesus ist der beste Freund. 4. Behalte, Welt, dir deine Freunde, /sie sind doch gar zu wandelbar./ Und hätt ich hunderttausend§einde,/ so krümmen sie mir nicht ein Haar./ Hier immer Freund und nimmer Feind:/ Mein Jesus ist oer beste Freund. Bensamin Schmolck, + 1757. Arnold Mendelssohn, Darmstadt 1906. EERRN 1. Der herr bricht ein um Mit⸗ter⸗nacht;/ jetht ist noch V RAN —:. —14———* D‚. . 555. al ⸗üles still./ Wohl dem, der nun sich fer⸗ tig macht/ und 52¹ Das christliche Leben .—— 2 ihm be⸗ geg⸗nen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt/ und einen Tag gestellt;/ er kommt, wenn niemano nach ihm fragt,/ noch es für möglich hält. 3. I Wie liegt die Welt so blind und tot!/ Sie schläft in Sicher⸗ heit/ und meint, des großen Tages Not/ sei noch so fern und weit. 4. IH Wer waltet als ein frommer Knecht/ im Hause so getreu,/ daß, wenn der Herr kommt, er gerecht/ und nicht zu strafen sei? 5. Sind eure Lampen rein und voll? /Brennt euer Glaubens⸗ licht,/ wenn nun der Aufbruch werden soll,/ daß uns kein Gl gebricht? 6. A Sei immer wach, mein Herz und Sinn,/ und schlummre ja nicht mehrl/ Blick täglich auf sein Rommen hin,/ als ob es heute wär. 7. Der Tag dͤes Urteils nahet sich,/ der herr kommt zum Ge⸗ richt;/ du, meine Seele, schicke dich,/ steh und verzage nicht! 8. I Dein Teil und Heil ist schön und groß,/ auf, auf, du hast es Macht;/ ergreif im Glauben jenes Los,/ das Gott dir zugedacht. 9. O übergroße Seligkeit/ nach abgelegter Last,/ wobei dich, Seele, nicht gereut,/ daß oͤu gestritten hastl 10. Der herr bricht ein um Mitternacht;/ jetzt ist noch alles still./ Wohl dem, der nun sich fertig macht/ und ihm begegnen willl Johann Christoph Rube, 1 1746. 534 Frieoͤrich Mergner, 1 1891. 1. Der Mai ⸗e, der Mai⸗e/ bringt uns der Blümlein 4— é————— Be,v.. 35. viel;/ ich trag ein frei Ge⸗ mü⸗ te,/ Gott weiß wohl, 5²² istliche Leben .—— TLag gestellt;/ er für möglich hält. schläft in Sicher⸗ so fern und weit. jause so getreu,/ t zu strafen sei? euer Glaubens⸗ aß uns kein Vl noö schlummre ja ob es heute wär. ommt zum Ge⸗ erzage nichtl auf, du hast es t dͤir zugedacht. ast,/ wobei dich, noch alles still./ egegnen willl toph Rube, 4 1746. Mergner, 1 1891. t weiß wohl, Das christliche Leben wem ichs will,/ Gott weiß wohl, wem ichs will: 2. Ich wills Christo, dem Herren,/ oͤer unser Heiland ist,/ er trägt das Rreuz für unsre Sünd,:,: ja wie man von ihm liest.:/ 3. Den Tod hat er bezwungen,/ die höll gerissen ein,/ die Sünd hat er verschlungen, 5: geholfen aus der Pein.:,: 4. Er will die nicht verlassen,/ die an ihn glauben fein;/ das hat er uns versprochen,„: denn wir sein' Kinder sein.:/ 5. Drum, wer ihm traut zu Ehren,/ den läßt er nimmermehrz/ demselben unserm Herren,:,: dem sei Lob, Preis und Ehr.:, Jakob Klieber, um 1530, nach einem Mailied. 535 J. Frieoͤrich Reicharoͤt, 4 1814. I—— N ö — E + I. EI1 1. Der Mensch hat nichts so ei⸗ n u wohl steht DSS ... Siät ihm nichts an,/ als daß er Treu er ⸗ zei ⸗gen/ und , 0 23 ö §reunoͤschaft hal⸗ ten kann,/ wenn er mit sei⸗nes⸗glei⸗ chen/ soll tre⸗ ten in ein Band,/ ver⸗spricht sich nicht zu 82³ Das christliche Leben das .—— —.——— — 2— — wei ⸗chen/ mit Her⸗ zen, Mund und Hand. vö⸗ 2. Die Red ist uns gegeben,/ damit wir nicht allein/ für uns. nur sollen leben/ und fern von Menschen sein j/ wir sollen uns befragen/ und sehn auf guten Rat,/ das Leid einander klagen,/ 0 das uns betreten hat. 3. Was kann die§reude machen,„ die Einsamkeit verhehlt?/ Das gibt ein doppelt Lachen,/ was Freunden wiroͤ erzählt;/ der 1 kann des Leios sich wehren,/ der es von Herzen sagt;/ der muß—..— sich selbst verzehren,/ der insgeheim sich nagt. 0 4. Gott stehet mir vor allen,/ oͤie meine Seele liebt;/ dann soll 29 mir auch gefallen,/ der mir sich herzlich gibt./ Mit diesen Bunoͤs⸗ gesellen/ verlach ich Pein und Not,/ geh auf den Grund der Höllen/ sang und breche durch oͤen Tod. 2. 5. Ich hab, ich habe Herzen/ so treu, wie sich's gebührt,/ die 20 Heuchelei und Scherzen/ nie wissentlich berührtl/ Ich bin auch 5. ihnen wieder/ von Grund der Seelen hold;/ ich lieb euch mehr, zu sei ihr Brüder,/ als alles Eroͤengold. Simon dach, 4+ 1659. 4. nichte 536 sagt ZLob der Musika Arnold Mendelssohn, Darmstaot 1950. —90 NM. — Jahr ist mein, /da singen al ⸗le und istliche Leben Das christliche Leben *— E IE= 55 hand. vö⸗ge⸗lein,/ him⸗mel und Er⸗den ist allein/ für uns RD wir sollen uns— l, w, nutien nander klagen,/ rr ikeit verhehlt?/ ro erzäͤhlt j/ der viel gut Ge⸗sang da lau ⸗ tet wohl,/ viel gut Ge sagt;/ der muß —+ 22⁵ XIIX + + + + 2.— S+ iebt;/ dann soll x it diesen Bunoͤs⸗ 10 5 lausket und der höllen/ sang da lau⸗tet woh 2. Voran die liebe Aachtnal⸗ macht alles fröhlic liberall/ mit ihrem lieblichen Gesang, 2,: des muß sie haben immer Dank/: s gebührt,/ die / Ich bin auch 3. Viel mehr der liebe Herre Gott,/ der sie also geschaffen hat,/ lieb euch mehr, zu sein die rechte Sängerin,:: der Musika ein Meisterin; imon Dach, 4 1659. 4. Dem singt und springt sie Tag und Aacht, /seins Lobes sie nichts müde macht;/ den ehrt und lobt auch mein Gesang /: und sagt ihm einen ewgen Dank.: Martin Luther, 4 1546. non uuptnt 88 armstaoͤt 1950. ö 537 11. 2 Gregor, 4 1765. . 9—— da. 5 E— ste Zeit im 50 0 Gaseh⸗ un⸗ 100 Ken 5 Chri⸗ sti EET E ingen al ⸗le und die Lie ⸗be Got ⸗ tes und die Ge⸗mein⸗ 52⁵ IKA ö— 1* 2— — 2—— 1 — E Das christliche Leben * E r, 4. * 1 mit uns al⸗ len! A?⸗= men. 2. Korinther 15, 15. 538 Bei Nigidius, 1550. 8 R⸗ 1. Die Nacht ist 6. wir ru⸗ n sol⸗ 40 . Gott walts Seet, sei'm Wohl⸗ge⸗fal⸗len,/ x ESISEEI —.——— daß wir uns le⸗ gen/ in sei'm Gleit und Se⸗ gen,/ — — 1 der 905 zu pfle ⸗ gen. 2. dern von uns treibe,/ Herr, unreine Geister/ halt die Nacht⸗ wache,/ unser Schutz und Meister;/ schirm Leib und Seele/ unter deinen§lügeln,/ send uns dein Engel. 52⁰ — + —2.4* d ni ö„ Sefan Mel. W die Wol A.( stliche Leben —+ uns al⸗len, *— Korinther 15, 15. ei Nigidius, 1550. hen sol ⸗len/ ge⸗fal⸗len,/ Se ⸗ gen,/ . halt die Nacht⸗ Seele/ unter Das christliche Leben 559 3. Laß uns einschlafen/ mit guten Gedanken,/ fröhlich aufwachen/ und von dir nicht wanken./ Laß uns mit Züchten/ unser Tun und Dichten/ zu dei'm Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken/ durch deinen Geliebten,/ hilf den Gefangnen,/ tröste die Betrübten./ Pfleg auch der Kinder,/ sei selbst ihr Vormünder,/ Feindes Neid hinder'! 5. Vater, dein Name/ werd von uns gepreiset,/ dein Reich zukomme,/ dein Will werd beweiset;/ frist unser Leben,/ wollst die Schulo vergeben,/ erlös uns! Amen. (Böhmische Brüder.) Peter Herbert, 4 1571. Mel. Wie lieblich sind Joh. hermann 2 Wohnung dein. 539 Schein, 4 1050. (Bei dieser GEiii 456 die böätt th ii Sätze im 1992.— 0 9—.—.—.—— 1. die Sach ist dein, herr Je⸗ su Christ,/ die Sach, an ä der wir stehn,/ und weil es dei⸗ ne Sa⸗ che a —— —— sie nicht un⸗ ter⸗gehnl/ Al⸗lein das Wei⸗zen⸗korn, be⸗ DEE 2— 60 vor/ es frucht⸗bar ain zum Licht em⸗por,/ muß 527 539 Das christliche Leben He. 22— *— ER ster⸗ben in der Er ⸗de Schoß/ zu⸗vor vom eig⸗ nen — .— U We⸗sen los B. oder Karlsruhe 1822. 44——— — 2— In 2—5 ö— 771 ö Die Sach ist dein, herr Je⸗ su Christ,/ die Hund weil es dei ne Sa⸗che ist,/ kann EEEEEEE Sach, an der wir dehnt Al⸗lein das Wei⸗ zen⸗ sie nicht un⸗ ter⸗gehn! es frucht⸗bar sproßt zum korn, be⸗vor Eaw ster⸗ben in der Er⸗de 795„ Licht em⸗por, zu ⸗vor vom eig nen We ⸗sen los, H im Ster⸗ben los,/ vom eig⸗nen We ⸗sen los. Das Wohl Reich. 531 Beleb Boter dein! istliche Leben 244— 9—. r vom eig⸗ nen Karlsruhe 1822. * . u Christ,/ die he ist,/ kann as Wei⸗ zen⸗ har sproßt zum r de Schoß e⸗ sen los, +1 en los. Laπι⁷²⁰n⁰]] EEEE Das christliche Leben 5⁴⁰0 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt,/ durch Leioen himmelan/ und führest jeoen, der da glaubt,/ mit dir die gleiche Bahn./ Wohlan, so nimm uns allzugleich/ zum Teil am Leiden und am Reich./ dFühr uns durch deines Todes Tor/ samt deiner Sach zum Licht empor!(Zum Licht empor,/ durch Nacht zum Licht empor l) 3. Du starbest selbst als Weizenkorn/ und sankest in das Grab./ Belebe denn, o Lebensborn,/ die Welt, die Gott dir gab;/ send Boten aus in jedes Land,/ daß bald dein Name werd bekannt,/ dein Name voller Seligkeit;/ auch wir stehn dir zum Dienst bereit. UOn RKampf und Streit,/ zum dienst in Kampf und Streit.) Samuel Preiswerk, 4 1871, v. 3 von delicien Zaremba, 1 1874. 540 Geistliche volksweife, 1657 DD‚.D‚ wrrer..... 1 D— E 2173—. V.—.—...— 1——.— E 6 +— 1. Es ist ein Schnitter, der Gwalt vom — ö U ————.—.—.—— I. 7.— + n 2 K gro ⸗ ßen SGott.„ heut wetzt er das Mes⸗ ser,/ es ———3 V— L 2———— I—.—. * ⁵ — schneiöt schon viel bes⸗ ser,/ bald wird er oͤrein⸗schnei⸗den,/ wir 5(0.6% 995 1.— miis⸗sens nur lei⸗den./ hüt dich, schöns Blü⸗me ⸗leinl 3⁴ 54¹ Das christliche Leben 2. Was heut noch grün und frisch dasteht,/ wird morgen weg⸗ gemäht:/ die eolen Narzissen,/ die himmlischen Schlüssel,//die schön Hyazinthen,/ die türkischen Winden:/ Hüt dich, schöns Blümelein! 3. Viel hunderttausend ungezaͤhlt/ da unter die Sichel fällt:/ rot Rosen, weiß Lilien,/ euch wiro er austilgen /und ihr Raiser⸗ kronen,/ er wird euch nicht schonen:/ hüt dich, schöns Blümelein! 4. So viel Maßlieb und Rosmarin/ schwellt unter der Sichel hin; /Vergißmeinnit,/ du mußt auch mit,/ und du Tausenoͤschön,/ man läßt dich nit stehn:/ hüt dich, schöns Blümelein! 5. Er macht so gar kein Unterschied// geht alles in einem Schrittʒ/ der stolz Rittersporn/ und Blumen im Korn//sie liegen beisammen,/ man weiß kaum den Namen:/ hüt dich, schöns Blümelein! 6. Trutz, Tod! komm her, ich fürcht dich nit,/ trutz, komm und tu ein Schnitt!l/ Wenn er mich verletzet,/ so werd ich versethet/ in himmlischen Garten,/ darauf will ich warten:/ Freu dich, schöns Blümeleinl Regensburg 1637. Mel. Ich bete an 541 die Macht der Liebe. D. Bortniansky, 1822. .—=——— ä 1. Für dich sei ganz mein Herz und Le⸗ben,/ mein sü⸗ßer — Gott, und all mein Gut;/ für oͤich hast du mirs nur ge⸗ ge⸗ben,/ in dir es nur und se ⸗lig ruht./ her⸗ istliche Leben ro morgen weg⸗ hlüssel,/die schön öns Blümelein! ie Sichel fällt:/ und ihr Raiser⸗ öns Blũmelein! inter der Sichel Causenoͤschön,/ eleinl einem Schrittj/ sen beisammen,/ lümelein! rutz, komm und ich versetzet/ in reu dͤich, schöns Regensburg 1637. zortniansky, 1822. mein sü⸗ß̃er — rs nur ge⸗ 2 8 ruht./ her⸗ Das christliche Leben 541 .˙ II herz und al ⸗les. 2. Ich liebt und lebte recht im Zwange,/ wie ich mir lebte ohne dich./ Ich wollte dͤich nicht, ach so lange;/ doch liebtest du und suchtest mich,/ mich böses Kind aus bösem Samen,/ im hohen, holoͤen Jesusnamen. 3. Deins Vaterherzens tiefste Triebe/ in diesem Namen zeigen sich;/ ein Brunn der§Freude, Fried und Liebe/ quillt nun so nah, so miloͤiglich./ Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßtel/ Sein Herz alsbald dich lieben müßte. 4. Ich bete an oͤie Macht der Liebe,/ die sich in Jesu offen⸗ bart;/ ich geb mich hin dem freien Triebe,/ wodurch ich Wurm geliebet ward;/ ich will, anstatt an mich zu denken,/ ins Meer der Liebe mich versenken. 5. Wie bist oͤu mir so zart gewogen,/ und wie verlangt dein herz nach mir!/ Durch Liebe sanft und tief gezogen,/ neigt sich mein Alles auch zu dir./ Du traute Liebe, gutes Wesen,/ du hast mich und ich dich erlesen. 6. Ich fühls, oͤu bists, oͤich muß ich haben,/ ich fühls, ich muß flür dich nur sein;/ nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,/ mein Platz, der ist in dir allein./ Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen,/ oͤrum folg ich deinen selgen Zügen. 7. Ehr sei dem hohen Jesusnamen,/ in dem der Liebe Quell entspringt,/ von dem hier alle Bächlein kamen,/ aus dem der Selgen Schar dort trinkt!/ Wie beugen sie sich ohne Ende,/ wie falten sie die frohen Hände! * 34* 53⁴42 Das christliche Leben 8. O Jesu, daß dein Name bliebe/ im Grunde tief georücket ein/ möcht oeine süße Jesusliebe/ in herz und Sinn gepräget sein l/ Im Wort, im Werk und allem Wesen/ sei Jesus und sonst nichts zu lesenl Gerhard Tersteegen, 4 1769. 542 Wien 1779. ——— P Gro⸗ßer Gott, wir lo ⸗ ben dich;/ Herr, wir vor dir neigt die Er ⸗ de sich 7 und be⸗ . SSSEEE IE — prei ⸗sen dei ⸗ ne Stär⸗ke; „ wie oͤu warst vor wun ⸗dert dei ne Wer⸗ke; 2.—2 Z— 3— E ö.——.— ö —I..————— — 2 ‚— Ea³ 2 ne.— al ⸗ler Zeit,/ so bleibst du in E⸗ wig ⸗keit. 2. Alles, was dich preisen kann,/ Cherubim und Seraphinen,/ stimmen dir ein Loblied an;/ alle Engel, die oͤir dienen,/ rufen dir in selger Ruh:/ Heilig, heilig/ heiligl zu. 5. I Heilig, Herr Gott Zebaoth,/ heilig, herr der Kriegesheerez/ starker Helfer in der Not, Himmel, Erde, Luft und Meere/ sind erfüllt von deinem Ruhm;/ alles ist dein Eigentum. 4. II Der Rpostel heilger Chor,/ der Propheten große Menge/ schickt zu deinem Thron empor/ neue Lob⸗ und Dankgesänge,/ der Blutzeugen große Schar/ lobt und preist oͤich immerdar. 5. A Nuf dem ganzen Erdenkreis/ loben Große und auch Kleine/ dich, Gott Vater; dir zum Preis/ singt die heilige Gemeine;/ sie verehrt auf deinem Thron/ deinen eingebornen Sohn. 5³² gelit Himt 8. dein verd istliche Leben ef geörücket ein // gepräget seinl/ und sonst nichts Tersteegen, 4 1769. Wien 1779. hj/ herr, wir h/ und be⸗ wig⸗keit. ò Seraphinen,/ dienen,/ rufen Rriegesheerez/ noö Meere/ sind um. große Menge/ Dankgesänge,/ Kimmerdar. nö auch Kleine/ ige Gemeine;/ n Sohn. Das christliche Leben 5⁴45 6. Sie verehrt den heilgen Geist,/ welcher uns mit seinen Lehren/ und mit Troste kräftig speist,/ der, o Rönig aller Ehren,/ der mit dir, Herr Jesu Christ,/ unòd dem Vater ewig ist. 7. Steh, Herr, deinen Dienern bei,/ welche dich mit Demut bitten,/ die dein Blut dort machte frei,/ als du für uns hast gelitten./ Nimm uns nach vollbrachtem Lauf/ zu dir in den Himmel auf. 8. Sieh dein volk in Gnaden an;/ hilf uns, segne, Herr, dein Erbez/ leit es auf der rechten Bahn,/ daß der deind es nicht verderbej/ wart und pfleg es in der Zeit,/ heb es hoch in Ewigkeit. 9. AAlle Tage wollen wir/ dich und deinen Namen preisen/ und zu allen Zeiten dir/ Ehre, Lob und Dank erweisen./ Gib, daß wir von Sünden heut/ und von Unfall sei'n befreit. 10. herr, erbarm, erbarme dich!/ Aber uns, hHerr, sei dein Segenl/ deine Güte zeige sich,/ herr, auf allen unsern Wegen./ Ruf dich hoffen wir allein,/ laß uns nicht verloren sein! Uach dem Tedeum laudamus(Alte Rirche), Wien 1779. 543 César Malan, 1827. 44— 24 r.—— 1. har⸗re, mei⸗ ne See⸗le,/ har⸗re des Herrnl/ ö— — 2*—— e Al⸗les ihm be⸗ feh⸗le,/ hilft er doch so gern./ ( dann A0 0 H— E + 2. 2 Sei un⸗ver⸗zagt,/ balòd der Mor⸗gen tagt,/ und ein neu⸗er 53³ 4 1 + 2 1 5⁴⁴ ö Das christliche Leben —....———.—2 40 I 2.....— ö 3——E— i 6 al⸗ler Not/ wird er dich beschirmen,/ der treue Gott. 2. Harre, meine Seele,/ harre des herrnl/ Alles ihm befehle,/ hilft er doch so gern.(I, dann) 2/: Wenn alles bricht:„Gott verläßt uns nicht;/ größer als der helfer/ ist die Not ja nicht.: Ewige Treue,/ Retter in Not,/ rett auch unsre Seele,/ oͤu treuer Bott! Frieoͤrich Räder, 4 1872. 544 Zürich 15²7. ————— + H2 IIS 18——..— 5 1... — S.— + 0 — 1. Herr, nun selbst den Wa⸗gen halt,/ bald ab⸗seit geht — sonst die dahrt,/ das brächt Freud dem Wi⸗ der⸗part,/ der 33⁴ nich Das christliche Leben 32 oder: 2 en Stürmen,/ ö — 2— fre⸗ ⸗vent ⸗lichl 215. 2. Gott, erhöh deins Namens Ehr;/ wehr und straf der Bösen Grimm,/ weck die Schaf mit deiner Stimm,/ die dich/ lieb haben stliche Leben auuann inniglich! treue Gott. 3. Hilf, daß alle Bitterkeit/ scheid, o herr, und alte Treu/ ihm befehle// wiederkehr und weroͤe neu,/ daß wir/ ewig lobsingen dirl bricht:„Gott Huloͤreich Zwingli, 4 1531. lot ja nicht.:/: ö 2/ Ob volksweise, le, /du treuer 1—6„ 545 283610. Hahrhundert⸗ y Räder, 4 1872. 2 IIITITTRTRTRT ———.— 9 2.— A Zürich 1599. + 129 2 E — EIIE 0 seit geht 3 8 7 5 Angst und pein/ und frommt doch nicht./ Ver⸗trau auf 6.——.. n Len ,. part,/ der 16⁵ ö sein Hi vin Gott, den Herrn, sein Hilf i st dir nicht fern,/ Gott schlummert 82 —— ö —— 0.— E— ent ⸗ lich. nicht,/ Gott schlummert nicht. vr m 546 Das christliche Leben 2. Sieh doch die Lilien an,/ wer hat sie angetan/ mit solcher Zier?/ Bott webt zu aller Zeit/ ihnen das deierkleid,: webt es auch dir.: . hnum doch oͤer vöglein wahr,/ die aller Sorgen bar,/ so fröhlich sind./ Gott nährt sie spät 200 früh,/ bist ou nicht mehr, denn sie? ,: nicht Gottes Kind?:, 4. Gottes Kino, hörst du nich/ wie so vernehmlich spricht/ dein Jesus hror herz,/ 751 dein Sorgen sein,/ trachte nach dem allein, ½ was oͤroben ist.: Zulius Sturm, 4 1896. Weise eines deutschen 1545. 546 1. Herz⸗ 90 tut mich er 2 an 2 en/ die lie ⸗be 2—— ö Som ⸗ mer ⸗ zeit,„ wenn Gott wiroͤ schön ver ⸗neu⸗ Ee—— en/ al ⸗ les zur 5„wig ⸗ keit./ den him⸗mel und die Er ⸗de/ wird Gott neu schaf⸗fen 30 all Kre⸗ a⸗ 556 istliche Leben tan mit solcher leio, ,: webt es Sorgen bar,/ so tu nicht mehr, ehmlich spricht/ / trachte nach us Sturm, 4 1896. ise eines deutschen mmerliedes, 1545. J die lie 4 be ver ⸗ neu⸗ ll Kre⸗ a⸗ Das christliche Leben tur soll wer ⸗den/ ganz herr⸗lich, schön und klar. 2. Reine zunge kann erreichen/ die ewge Schönheit groß;/ man kanns mit nichts vergleichen,/ die Wort sind viel zu bloß;/ drum müssen wir das sparen/ bis an den jüngsten Tag;/ dann wollen wir erfahren,/ was Gott ist und vermag. 3. da werden wir mit Freuden/ den Heiland schauen an,/ der durch sein Blut und Leiden/ den Himmel aufgetan,/ die lieben patriarchen,/ Propheten allzumal,/ die Märtrer und Apostel/ bei ihm in großer Zahl. 4. Er wird uns fröhlich leiten/ ins ewge Paradeis,/ die hoch⸗ zeit zu bereiten/ zu seinem Lob und Preis: /da wird sein Freud und Wonne,/ in rechter Lieb und Treu,/ aus Gottes Schatz und Bronne/ und täglich werden neu. 5. Herr Gott, durch deine Güte/ führ mich auf rechter Bahnl/ herr Christ, mich wohl behüte,/ sonst möcht ich irre gahn:/ halt mich im Glauben feste/ in dieser bösen Zeit,/ hilf/ daß ich mich stets rüste/ zur ewgen Hochzeitsfreud. gohann Walther, + 1570, nach einem Sommerlie). Wie schön leuchtet der Morgenstern. mel. Nr. 269. 547 1. hier stehen wir von nah und fern/ in einem Geist vor einem herrn/ vereint zu dank und Bitte:/ O Jesu, selge Majestät,/ ge⸗ kreuzigt einst und nun erhöht,/ tritt ein in unsre Mittel/ Stimm an,/ nimm an/ unsre Lieder,/ die wir wieder/ vor dich bringen,/ deiner Liebe Tun zu singen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war,/ das breitest du von Jahr zu Jahr/ nun aus mit mächtgen zweigen./ zu Tausenden erwächst dein Bund/ und öffnet Herz und hand und Mund,/ für Gottes heil zu zeugenj/ deinen/ reinen/ Lebenssamen,/ deinen Namen/ durch die Weiten/ aller Länder auszubreiten. 5/ 548 Das christliche Leben 3. Dein ist die Welt, dein sino auch wir,/ und alle völker wer⸗ den dͤir/ einst noch zu Füßen fallen;/ ou weckst sie aus der Todes⸗ ruh/ und führst schon Erstlinge herzu/ zu Salems heilgen Hallenj/ spendest,/ sendest/ Licht uno Segen/ allerwegen/ deinen Freun⸗ den,/ herrschest unter deinen deinden. 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit;/ oͤrum wollen wir, du Held im Streit,/ an deinem Ruge hängen./ Wohlauf, mit Macht um⸗ gürte oͤich,/ du Arm des Herrn, so werden sich/ oͤie völker um dich orängen!/ Alsdann/ wird man/ fröhlich singen,/ Palmen schwingen,/ wenn man schauet,/ wie Jehova Zion bauet. Albert Knapp, + 1864. 548. 1. Ich trau auf Gottl/ In al⸗ler Not/ auf Gott mein Ich lie ⸗be Gottl/ Bis in den Tod/ auf die ⸗=se /0.— N S 14 E— E/ Hoff⸗nung bau⸗e. Lieb ver ⸗ trau e. e⸗su, dir leb ich;/ Je⸗su, dir 7 2 ISISSSSSSS A sterb ich./ Dein bin ich tot und le ⸗ ben- dig. 2. Das Heil allein/ kann sicher sein/ in meines Jesu Wundenj/ in deinem Tod,/ o liebster Gott,/ oᷣas Leben wird gefunden./ Jesu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ dein bin ich tot und lebendig. 3. Ein sehnend Herz/ in Reu und Schmerz/ soll nimmermehr verzagen!/ Mit rechter Reu,/ von Sünden frei,/ darf ich zu Jesu sagen:/ Jesu, oͤir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig. 8³³⁸ Jesu, lebend ristliche Leben Nalle völker wer⸗ ie aus der Todes⸗ heilgen hallenj/ n/ deinen Freun⸗ llen wir, oͤu Held % mit Macht um⸗ die völker um singen,/ Palmen on bauet. bert Rnapp, + 1864. 17²2⁴. 2 665 auf Gott mein o/auf die ⸗se .8 ** a j] Je ⸗- su, dir ben ⸗dig. Jesu Wunden/ gefunden./ Jesu, t und lebendig. nimmermehr darf ich zu Jesu dein bin ich tot das christliche Leben 5⁴ 4. Fort, fort, o Welt;/ was dir gefällt,/ das macht mich jetzt verdrossenj/ in Gott allein/ mein Ruh soll sein,/ ich hab es fest beschlossen:/ Jesu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebenoͤig. 5. Nm letzten End/ in deine händ/ will ich mein Seel aufgeben!/ O zesu mein,/ ganz bin ich dein,/ schenk mir das ewge Leben!/ Jefu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig. duderstädter Gesangbuch, 1724. 549 — — E Ich will stre⸗ben/ nach dem Le⸗ben,/ wo ich Bei J. Georg hille, 1759. 2 lü 1. Ich will rin⸗gen/ ein ⸗zu⸗ drin⸗ gen,/ bis daß —.——— ö ö—— Sr ——.— 2124½5 Lannn mn mn Luan. ———— se ⸗lig bin; a ö‚ ichs ge⸗winn. hält man mich, so lauf ich fort;/ bin bis zum Klei⸗nod hin! 2. Als berufen/ zu den Stufen/ vor des Lammes Thron/ will ich eilen,/ das Verweilen/ bringt oft bösen Lohn./ Wer auch läuft und läuft zu schlecht,/ der versäumt sein Kronenrecht./ Was da⸗ hinten,/ das mag schwinden;/ ich will nichts davon. 539 550 Das christliche Leben 3. Jesu, richte/ mein Gesichte/ nur auf jenes Ziel;/ lenk die Schritte,/ stärk die Tritte,/ wenn ich Schwachheit fühl./ Lockt die Welt, so sprich mir zu,/ schmäht sie mich, so tröste du;/ deine Gnade/ führ geraͤde/ mich aus ihrem Spiel. 4. Du mußt ziehen;/ mein Bemühen/ ist zu mangelhaft./ Wo ihrs fehle,/ fühlt die Seele;/ aber oͤu hast Kraft,/ weil dein Wort ein Leben bringt,/ und dein Geist das Herz durchoͤringt./ Dort wiros tönen/ bei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft. Philipp Frieoͤrich Hiller, 4 1769. (ort oben, dort oben.) 550 Volksweise. DE—————— 7 4590 2— EE 4———— ö—— 1. Im him⸗-mel, im him⸗ mel/ ist Freu⸗ de —— 35—— so viel; da tan ⸗ zen die Eng ⸗ lein/ und — — + + ha ⸗ ben ihr Spiel. 2. Sie singen, sie springen/ und loben ihrn Gott,:,: der Him⸗ mel und Erde/ erschaffen hat.:/ 3. Dort oben, dort oben/ vor der himmlischen Tür,:: da steht ein arm Seele/ und weinet so sehr.:/ 4.„Arm Seele, arm Seele,/ was stehest oͤu hier?:,: Wenn ich oich anschaue,/ so weinest oͤu mir.“:: ö 5.„Wie sollt ich nicht weinen,/ du gütiger Gott::,: Ich hab übertreten/ die zehen Gebot!“:, 53⁴⁰ istliche Leben Ziel;/ lenk die t fühl./ Lockt die röste u;/ deine nangelhaft./ Wo /weil dein Wort irchoͤringt./ Dort es schafft. oͤrich Hiller, 4 1769. Volksweise. u lein/ und — dott,:/: der Him⸗ ischen Tür,: da hier?:,: Wenn bott: 2): Ich hab Das christliche Leben 55¹ 6. Hast oͤu übertreten/ die zehen Gebot: /: fall nieder auf die Kniee/ und bete zu Gottl:/: 7. Bet immer, bet immer/ und allzeit mit Fleiß,: so wird dir Gott schenken/ die himmlische Freud.“ /: 8. Die himmlische dreud ist/ ein wunderschöne Staoͤt,): da Friede und§reude/ kein Ende mehr hat./ volkslied. (Ooͤer wie Nr. 349.) 551 Zoh. Hviedͤrich Reicharot, 179⁰. .: e 1. Im⸗mer muß ich wie⸗der le⸗ sen/ in dem al⸗ten, ů * d heil ⸗gen Buch,/ wie er ist so sanft ge ⸗ we⸗sen,/ I— 4.— H— — 2..— N I oh⸗-ne List und oh⸗ ne Trug. 2. Wie er hieß die Kinoͤlein kommen,/ wie er hold sie angeblickt/ und sie in den Arm genommen/ und sie an das Herz gedrückt; 3. Wie er hilfe und Erbarmen/ allen Kranken gern erwies/ und die Blöden und die Armen/ seine lieben Brüder hieß; 4. Wie er keinem Sünder wehrte,/ der bekümmert zu ihm kam,/ wie er freunolich ihn bekehrte,/ ihm den Tod vom herzen nahm. 5. Hat die herde sanft geleitet, die sein Vater ihm verliehn,/ hat die Arme ausgebreitet,/ alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen,/ und ich lese mich nicht satt// wie er ist so treu gewesen,/ wie er uns geliebet hat. Luise hensel, 4 1876. 8⁴¹ 55²2 Das christliche Leben 2 552 O. Gastolol, 1591. —— x In dir ist Freu⸗de/ in al⸗lem Lei⸗de,/ o du ourch dich wir ha⸗ ben/ himm⸗li⸗sche Ga⸗ben,/ der du ö x A 1—ũ— I 1 ——— 5 sü ⸗ ber de⸗su Christ; Hil⸗fest von Schan⸗den,/ wah ⸗rer hei⸗land bist. zu dei ner Gü⸗ te/ ret⸗test von Ban⸗den;/ wer dir ver⸗ trau⸗et,/ hat wohl ge⸗ steht un⸗ser Gmüte,„ an dir wir kle⸗ ben/ im Tod und bau⸗et,/ wird e⸗wig blei⸗ ben,/ Hal⸗le ⸗lu⸗ja. Le ⸗ben/ nichts kann uns schei den./ Hal⸗lelu⸗ ja. 2. Wenn wir dich haben,/ kann uns nicht schaden/ Teufel, Sünde, Welt und Todò;/ du hasts in Händen,/ kannst alles wen⸗ den,/ wie nur heißen mag die Not./ Drum wir dich ehren,/ dein Lob vermehren/ mit hellem Schalle,/ freuen uns alle/ zu dieser Stunde,/ Halleluja./ Wir jubilieren/ und triumphieren,/ lieben und loben/ dein Macht dort oben/ mit herz und Munde,/ Halleluja. Johann Lindemann, 4 nach 1634. 5⁴² —.—.ꝛ— ö Das e istliche Leben O. Gastolof, 1591. gei⸗de,/ o du Ba⸗ben,/ der du n Schan⸗den,/ er Gü⸗ te/ x— hat wohl ge⸗ ) im Too unoͤ 3— — lu⸗ja. lu⸗ja. chaden/ Teufel, innst alles wen⸗ roͤich ehren,/ uns alle/ zu triumphieren,/ und Munde,/ ann, F nach 1634. ——— 2—... Das christliche Leben 553· 5⁵5⁴4 Karl Voigtländer, 1855. 2 4 5 260 E 8——.—— N Ii 1. Laßt mich gehn, laßt inich gehn,/ daß ich Je⸗sum —— „i mö⸗ ge sehnl/ Mei⸗ne Seel ist voll Ver⸗lan⸗gen,/ ihn auf ö é . e⸗ wig zu um⸗fan⸗gen/ und vor sei⸗nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht,/ Sonne, die oͤurch Wolken brichtl/ O wann werd ich dahin kommen,/ daß ich dort mit allen From⸗ men/ schau dein holdes Jingesicht! 3. Nch wie schön, ach wie schön/ ist der Engel Lobgetön!/ Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel,/ flög ich über Tal und hügel/ heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wiroͤs sein, wie wiros sein,/ wenn ich zieh in Salem ein,/ in die Staoͤt der goloͤnen Gassen!/ herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen,/ was das wird für Wonne seinl 5. Paradies, Paradies,/ wie ist deine Frucht so süß!/ Unter deinen Lebensbäumen/ wiroͤs uns sein, als ob wir träumen./ Bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Knak, + 1876. 4.5—. — Mel. Entlaubt ist uns der Walde. 554 Volksweise, 15. Jahrhundert. 4 d 255 1— + 1. Lob Gott ge⸗ trost mit Sin⸗gen,/ froh⸗lock, dᷣu Dir soll es nicht miß⸗lin⸗gen,/ Gott hilft dir 5⁴³ 5⁵⁴ Das christliche Leben —— N—..—. iin christ⸗lich Schar! 744 15 imemer„ r. Ob oͤu gleich hier mußt tra⸗ gen/ viel Wi⸗ der⸗wär⸗tig⸗ keit,/ doch sollst du nicht ver ⸗za⸗ gen,/ dir aus al⸗lem Leid. — x e ien Hi, denn er hilft dir aus als„ lem Leid. 2. A Rann und mag auch verlassen/ ein Mutter je ihr ihr Rind/ und also gar verstoßen,/ daß es kein Gnad mehr finot?/ Und ob sichs möcht begeben, /daß sie so gar abfiel:/ Gott schwört bei seinem Leben,/ daß er dich nicht verlassen will. 3. II Darum laß dich nicht schrecken,/ o oͤu christgläubge Schar./ Gott wird dir Hilf erwecken/ und selbst dein nehmen wahr./ Hat er dich doch gezeichnet,/ gegraben in sein händ./ Dein Nam stets vor ihm leuchtet,/ daß er dir seine Hilfe send. 4. A Es tut ihn nicht gereuen,/ was er vorlängst gedeut't,/ sein Kirche zu erneuen/ in dieser gfährlich Zeit./ Er wird herzlich anschauen/ dein Jammer und Eleno,/ oͤich herrlich auferbauen/ durch sein rein Wort und Sakrament. 5. Gott solln wir billig loben,/ der sich aus großer Gnad/ durch seine milben Gaben/ uns kunoͤgegeben hat./ Er wird uns auch erhalten/ in Lieb und Einigkeit/ und unser freunoͤlich walten/ hie und auch dort in Ewigkeit. (Böhmische Brüder) Johann Horn, 4 1547˙ istliche Leben das christliche Leben 555 Englische Weise von —.—— 3. B. Dykes(Horbury). n Eon——— 135— FE ra⸗ gen/ viel d. ———.— ver⸗za⸗ gen,/ lem Leid.— 208 ö 2—8——— 24 E*— 8— 2 lem Leid.— U ö—.— — DĩIJITITTDDD——— je ihr ihr Kind/....... I— finötꝰ?/ And ob— +. Gott schwört bei——— nä⸗her, mein Gott, zu dir,/ nä ⸗ her zu dir! läuhge Scher.“ B oder Englische Weise. men wahr./ Hat 0. Dein Nam stets e—— 2—— r — EE.——..—— 1 I ängst gedeut't,/ Er wird herzlich lich auferbauen/ J. * 2 nä⸗her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗ her zu dir! V drückt mich auch Kum⸗mer hier,/ oro⸗het man mir, x—— x.——— ber Gnad/ oͤurch—————.——. wird uns auch E EEE...... unoͤlich walten/——— ö soll doch trotz Kreuz und Pein/ dies mei⸗ ne Lo⸗ sung sein:/ 35 5⁴⁵ hann Horn, + 1547˙ 55⁰ Das christliche Leben I.— . 2 2—— 70 — n Nä⸗her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗ her zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort/ Nacht auch herein;/ find ich zum Ruheort/ nur einen Stein;/ ist auch im Traume hier/ mein Sehnen flir und für:/ Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 3. Geht auch die schmale Bahn/ auswärts gar steil,/ führt sie doch himmelan/ zu meinem heil./ Engel, so licht und schön,/ winken aus selgen höhn./ Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 4. Ist dann die Nacht vorbei,/ leuchtet die Sonn,/ weih ich mich oir aufs neu/ vor deinem Thron,/ baue mein Bethel dir/ und jauchz mit§reuden hier: /Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 5. Ist mir auch ganz verhüllt/ dein Weg allhier,/ wird nur mein Wunsch erfüllt:/ Näher zu dir!/ Schließt dann mein Pilger⸗ lauf,/ schwing ich mich freuoͤig auf/ näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir!(Uach dem Englischen) Sara§. Aödams. mel. w höchsten Roöten sein);“ 45 556 Französischer Pfalter, 1547. 4 40 v. „ 1. O daß doch bald dein Feu⸗ er brenn⸗te,/ du N Rig 12 Welt er⸗kenn⸗te,/ daß du bist Rö⸗nig, Gott und Herr! 5⁴⁰ stliche Leben 42——— — ir! in;/ find ich zum er/ mein Sehnen r zu dir! r steil,/ führt sie cht und schön,/ ir,/ näher zu dir! n,/ weih ich mich dir/ und jauchz näher zu dir! hier,/ wird nur ann mein Pilger⸗ n Gott, zu dir,/ n) Sara F§. Adams. sischer Psalter, 1547. Der alò die gan⸗ ze zott und herr! Das christliche Leben 557 2. zwar brennt es schon in heller Flamme/ jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West,/ oir, dem für uns erwürgten Lamme,/ ein herr⸗ lich Pfingst⸗ und Freudenfest. 3. And noch entzünden Himmelsfunken/ so manches kalte, tote herz/ und machen Durstge freudetrunken/ und heilen Sünoö⸗ und höllenschmerz. 4. Erwecke, läutre und vereine/ des ganzen Christenvolkes Schar/ und mach in deinem Gnadenscheine/ dein heil noch jedem offenbar. 5. Du unerschöpfter Quell des Lebens,/ allmächtig starker Gottes⸗ hauch,/ dein Feuermeer ström nicht vergebens;/ ach zünd in un⸗ sern herzen auch. 6. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen/ und baue deinen Tempel aus;/ laß leuchten deine heilgen Flammen/ durch deines Vaters ganzes Haus. 7. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme/ doch bald die ganze, weite Welt/ und zeig dich jedem Völkerstamme/ als heiland, Friedefürst und Held. 8. Dann tönen oͤir von Millionen/ der Liebe Jubelharmonien,/ und alle, die auf Erden wohnen,/ knien vor den Thron des Lammes hin. 1818. Mel. O Jesu Christ, mein's 557 H..—(Oder wie Nr. 149.) Leipzig 1625. + ů—— E 2— H ö — 2. i. 1. O de⸗su Chri⸗ste, wah ⸗ res 300/ erch —— ö—.—— PE. fFRETTP die oͤich ken ⸗nen nicht,/ und brin⸗ge sie zu dei ⸗ ner — SEE tK«‚cX 0 herd,, daß ih re Seel auch se ⸗ lig werd. 35 5⁴47 ——— 558 Das christliche Leben Das 2. Erfülle mit dem Gnadenschein,/ oͤie in Irrtum verführet sein, 4. U auch die, so heimlich noch ficht an/ in ihrem Sinn ein falscher koralle Wahn. 3.AV 3. Und was sich sonst verlaufen hat/ von dir, das suche du mit Goldoi Gnad/ und sein verwunoͤt Gewissen heil;/ laß sie am Himmel 6. F haben teil. das Er 4. Den Tauben öffne das Gehör,/ die Stummen richtig reden 7. lehr,/ die nicht bekennen wollen frei,/ was ihres herzens Glau⸗ Die Er ben sei. 5. Erleuchte, oͤie da sind verblenoͤt,/ bring her, die sich von uns getrennt,/ versammle, die zerstreuet gehn,/ mach feste, die im zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich/ auf Erden und im Himmel⸗— reich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für solche Gnaoͤe preisen dich. Zohann heermann, 4 1647. 558 Oberhessische Weise. EFPIPIPIPTPPTttttts—— + ·— 35 1. Sag, was hilft al⸗ le Welt/ mit ih⸗ rem Gut und —— x 3 Gelod?/ Al⸗-les ver⸗ schwinod't ge⸗schwino/ gleich wie der 5 2 2— — — S- Rauch im Wind. 2. Was hilft der hohe Thron,/ das Srepter und die Kron?/ Stepter und Regiment/ hat alles bald ein End. ö 3. Was hilft sein hübsch und fein,/ schön wie die Röselein?/ Schönheit vergeht im Grab;/ die Rosen fallen ab. 5⁴⁸ istliche Leben verführet sein,/ ßinn ein falscher das suche oͤu mit sie am Hhimmel en richtig reden 5Herzens Glau⸗ her, oͤie sich von mach feste, die und im Himmel⸗ e Gnaoͤe preisen heermann, 4 1647. Oberhessische Weise. . 3 Hrd m Gut und .— /gleich wie der und oͤie Kron?/ die Röselein?/ ab. Das christliche Leben 559 4. Was hilft ein goloͤgelb Haar?/ Augen kristallenklar?/ Lippen korallenrot?/ Alles vergeht im Tod. 5. Was ist das güloͤne Stück/ von Gold, Zierd undò Geschmück?ꝰ/ Gold ist nur rote Erd:/ die Erd ist nicht viel wert. 6. Fahr hin, o Welt, fahr hin!/ Bei dir find ich kein Gwinn:/ das Ewge achtst du nit;/ hier hast dein Ernt und Schnitt. 7. Fahr hin! leb, wie du willt,/ hast gnug mit mir gespielt./ Die Ewigkeit ist nah:/ fromms Leben ich anfah. Volkslied, Köln 1625. 550(ach W. A. Mozart), 1842. 74—— ——— 5O ————————5 2 EEE 0 1. Schönster herr Je ⸗ su,/ Herr⸗scher al⸗-ler ——.— 1——— ö*—— En ⸗ den,„ Got⸗tes und Mma⸗ ri⸗ en Sohn,/ ———— ———.—— E 4 EE 3— dich will ich lie ⸗ ben,/ oͤich will ich eh⸗ ren,/ ——— DI SSNI ESa— ö— II —————— 3631 Iu 3.—. mei⸗ ner See⸗ le Freud und Kron. 2. Schön sind die Wälder,/ schön sind die Feloͤer/ in der schönen Frühlingszeit: A Jesus ist schöner,/ Jesus ist reiner,/ der unser traurig Herz erfreut. 3. II Schön leucht't die Sonne,/ schön leucht't der Monde/ und die Sternlein allzumal: A Jesus leucht't schöner, /Jesus leucht't reiner/ als die Engel im Himmelssaal. 0 560 561 Das christliche Leben 4. H Schön sind die Blumen,/ schöner sind oͤie Menschen/ in der frischen Jugenozeit: A Sie müssen sterben,/müssen vererben:/ Jesus bleibt in Ewigkeit. münster i. Westf. 1677. Mel. Wie könnt ich ruhig 1——67 360 nimm Lm mei⸗ 1——— n flih⸗ re mich Ubis an mein se⸗ 15 En⸗ 21. e⸗wig⸗ 52 Ich mag al⸗lein nicht ge ⸗ hen,/ nicht ei⸗nen Schritt;/ wo Frieoͤrich Silcher, 1842. du wirst gehn und ste⸗ hen,/ da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle/ mein schwaches Herz/ und mach es gäͤnzlich stille/ in reud unò Schmerzj/ laß ruhn zu deinen Füßen/ dein armes KRind,/ es will die Nugen schließen/ und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle/ von deiner Macht,/ du führst mich doch zum Ziele/ auch durch die Nacht;/ so nimm denn meine hände/ und führe mich/ bis an mein selig Ende/ und ewiglich. Julie von haußmann, 4 1901. Mel. Wer hier vor 55 will sein gerecht. 561 ——— 1. Steht auf, —— Nikolaus herman, 4+ 1561. ihr lie⸗ben Kin⸗der⸗lein,/ der unsern mit se 4. gar ni wir i 5. bleibe Him stliche Leben ie Menschen/ in Jen verderben:/ nster i. Westf. 1677. iedrich Silcher, 1842. . flih⸗ re mich e⸗wig⸗lich./ en Schritt;/ wo mich mit. erz/ und mach es zu deinen Füßen/ ꝛ glauben blind. ꝛiner Macht,/ du / so nimm denn de/ und ewiglich. haußmann, 4 1901. is Herman, 4 1561. lein,/ der Das christliche Leben 561 Mor⸗gen⸗stern mit hel⸗ lem Schein/ läßt frei sich se⸗ hen —2— IDD‚‚... 2. 7 S — 4*—.— 6— wie ein held/ und leuch⸗tet in die gan ⸗ze Welt. 2. A Willkommen seist oͤu, schöner Stern!/ du bringst uns Christum, unsern herrn,/ der unser lieber Heilano ist;/ darum du hoch zu loben bist. 3. I1 Ihr Kinder sollt bei oͤiesem Stern/ erkennen Christum, unsern Herrn,/ Marien Sohn, den treuen Hort;/ oͤer leuchtet uns mit seinem Wort. 4. A Gotts Wort, oͤu bist der Morgenstern,/ wir können dͤein gar nicht entbehrn,/ du mußt uns leuchten immerdar,/ sonst sitzen wir im Finstern gar. 5. IU Willkommen seist du, lieber Tag,/ vor oͤir die Nacht nicht bleiben mag;/ leucht uns in unsre Herzen fein/ mit deinem hellen Himmelsscheinl 6. AO Jesu Christ, wir warten dein:/ dein heilges Wort leucht uns so feinl/ Am End der Welt bleib nicht lang aus/ und führ uns in deins Vaters Haus! 7. Du bist die liebe Sonne klar,/ wer an dich glaubt, der ist fürwahr/ ein Kind der ewgen Seligkeit,/ die deinen Christen ist bereit. 8. Wir danken dir, wir loben dich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für deine groß Barmherzigkeit/ von nun an bis in Ewigkeit. Erasmus Alberus, geb. um 1500 in der Wetterau, Pfarrer in Spreno⸗ lingen i, St., Staden, Babenhausen u. a. O., 1 1553 in Veu-Brandenburg. 55⁰ Das christliche Leben 562 Karl Voigtländer, 18ss. 6— * 8 — 2 +. — 46165. ———.... . wei⸗den,/ See⸗le, schwin⸗ dich porl/ 1 Hnn——.—— 0 ein Ao⸗ ler Feng hen⸗dej/ Je- ju Hän⸗de/ öff ⸗ nen schon das Per ⸗ len⸗tor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen/ zu oem Haufen/ derer, die des Lammes Thron/ nebst dem Chor der Seraphinen/ schon bedienen/ mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder,/ doch die Ruder/ meines Schiff⸗ leins ʒ laß mich ein/ in den sichern Friedenshafen,/ zu den Schafen,/ die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben,/ süßes Leben,/ was die Erde in sich hält./ Sollt ich in der Wüste weilen/ und nicht eilenꝰ/ Nein, ich eil ins himmelszelt. z. 5. Herr, wie bald kannst du es machen,/ daß mit Lachen/ unser Den Mund erfüllet sei!/ Du kannst durch des Todes Türen/ träumend in d führen/ und machst uns auf einmal frei. 5⁵² stliche Leben oigtländer, 1853. len ⸗tor. Haufen/ derer, raphinen/ schon meines Schiff⸗ u oen Schafen,/ eben,/ was die mo nicht eilen ꝛ/ it Lachen/ unser üren/ träumend Das christliche Leben 563 6. Du hast Sünd und Straf getragen;/ Furcht und Zagen/ muß nun ferne von mir gehn./ Tod, dein Stachel wird zu Schanden;/ frei von Banden/ weroͤ ich fröhlich auferstehn. 7. Gottes Lamm, dich will ich loben/ hier und oͤroben/ mit der herzlichsten Begier./ du hast dich zum ewgen Leben/ mir gegebenz/ hole mich, o Herr, zu dir! Joh. Ludw. Konrad Allendorf, 4 1775. 563 IE 1. Weil ich Je⸗su—— En 90. freu 60 mich nur E im⸗-mer⸗ hin/ ü⸗ ber Choralbuch der 6 178⁴4. mei ⸗ nen gu⸗ ten hHir⸗ ten,/ 0 ö der mich wohl weiß zu be⸗ wir⸗ ten,/ der mich lie⸗bet, der mich kennt/ und bei mei- nem Na⸗ men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab/ geh ich aus und ein und hab/ unaussprechlich süße Weide,/ daß ich keinen Mangel leide;/ und so oft ich durstig bin,/ führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein,/ ich beglücktes Schäfelein?/ denn nach diesen schönen Tagen/ werd ich enoͤlich heimgetragen/ in des hirten Arm und Schoß./ Amen, ja mein Glück ist groß! Luise von hayn, 4 1782. 55³ Das christliche Leben 564 Volksweise, 1818. *— 655— ꝗ 50 ½ „ ⸗ eißt du, wie ⸗viel Weißt oͤu, wie⸗viel ISternlein ste ⸗ hen/ an dem Wol-ken ge⸗ hen/ weit⸗hin PI—.—— 5— „ blau ⸗en Him⸗mels-zelt? Gott, ü⸗ ber al ⸗le Welt? der herr, hat sie ge⸗ 15 4 O D— aer E, Harrd, Sin rrmrl.. m in, mimn n R 2... .SSSS.I I zäh ⸗let,/ daß ihm auch nicht ei⸗ nes feh⸗ let/ an der .— gan⸗zen gro⸗ben Zahl,/ an der gan⸗ zen gro⸗ßen Zahl. 2. Weißt oͤu, wieviel Mücklein spielen/ in der heißen Sonnen⸗ glut?/ wieviel Fischlein auch sich kühlen/ in der hellen Wassers⸗ flut?/ Gott, der Herr, rief sie mit Namen,/ daß sie all ins Leben kamen, ,: daß sie nun so fröhlich sind. 55⁴4 liche Leben holksweise, 1818. pu, wie ⸗viel du, wie⸗viel hen/ an dem hen/ weit⸗hin hat sie ge⸗ * 23 I let/ an der gro⸗ßen Zahl. ꝛißen Sonnen⸗ ellen Wassers⸗ all ins Leben Das christliche Leben 565 3. Weißt oͤu, wieviel Rinder frühe/ stehn aus ihrem Bettlein auf,/ daß sie ohne Sorg und Mühe/ fröhlich sind im Tageslaufꝰ/ Gott im himmel hat an allen/ seine Lust, sein Wohlgefallen,:,: kennt auch dich und hat dich lieb.:, wilhelm hey, + 1854. Joh. Wolfgang Franck, +um 1090. Mel. Komm, Seele, Jesu Leiden. (Oder wie Nr. 441. 565 ————— i 1. Wenn al⸗ le un⸗treu wer⸗den,/ so bleib ich 2 De. ö——=DID.——— . dir doch treu,/ daß Dank⸗bar⸗keit auf Er ⸗den/ nicht — r* e—.—————— Z.——— aus ⸗ ge⸗stor⸗ben sei./ Für mich um⸗fing dich E + 2— ö 1——— .ririrere Lei⸗den,/ ver⸗gingst für mich in Schmerz;/ oͤrum geb ich — EET —— 15 oir mit Freu⸗den,/ auf e ⸗ wig die⸗ses Herz. 2. Oft muß ich bitter weinen,/ daß du gestorben bist/ und mancher von oͤen Deinen/ dich lebenslang vergißt./ Von Liebe nur 55⁵ From⸗-men nim⸗mer graut. 566 Das christliche Leben durchoͤrungen/ hast du so viel getan,/ und doch bist du verklungen,/ und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe/ noch immer jedem bei,/ unòd wenn dir keiner bliebe,/ so bleibst du dennoch treu./ Die treuste Liebe 7* sieget,/ am Ende fühlt man sie,/ weint bitterlich und schmieget/ Gott sich kindlich an dein Knie. 4. Och habe dich empfunden,/ o lasse nicht von mir;/ laß innig mich verbunden/ auf ewig sein mit dirl/ Einst schauen meine 6 Brübder/ auch wieder himmelwärts/ und sinken liebend nieder/—5 und fallen oͤir ans herz. Friedrich von hardenberg(Novalis), 1801.— 566 Volksweise, um 1813. A(Bei oͤieser Melodie fällt oͤie Wiederholung oͤer Schlußzeile weg.) 1. Wer ist ein Mann?/ Wer beten kann/ und Gott, dem ö ö— —————— Herrn, ver⸗traut;/ wenn al⸗les bricht,/ er za⸗get nicht,/ dem ooer nach Ribert methfespel, + 1889. Wer ist ein Mann? Wer be⸗ ten kann/ und stliche Leben ou verklungen,/ bei,/ und wenn ie treuste Liebe und schmieget/ mir;/ laß innig schauen meine iebend nieder/ (Novalis), 4 1801. ksweise, um 1813. ßzeile weg.) und Gott, dem —5 get nicht,/ dem IIII Nethfessel, 4 1869. kann/ unodͤ Das christliche Leben 566 ——— ern Gott, dem hHerrn, ver⸗traut;/ wenn 330 4 6s 1000 er EE..—— EE—— EEE za ⸗ get nicht,/ dem From⸗men nim⸗- mer graut,/ dem — EE , nn. — S From⸗men nim⸗mer graut. 2. Wer ist ein Mann?/ Wer glauben kann/ inbrünstig, wahr und frei;/ denn diese Wehr/ trügt nimmermehr,:: die bricht kein Mensch entzwei. ,: 3. Wer ist ein Mann?/ Wer lieben kann/ von herzen fromm und warmz/ die heilge Glut/ gibt hohen Mut: und stärkt mit Stahl den Arm. ,: 4. Dies ist der Mann,/ der streiten kann/ für Weib und liebes Rind;/ der kalten Brust/ fehlt Kraft und Lust, ,: und ihre Tat wird Wind. 5. Dies ist der Mann,/ der sterben kann/ für Freiheit, Pflicht und Recht;/ dem frommen Mut/ deucht alles gut,: es geht ihm nimmer schlecht.:: 6. Dies ist der Mann,/ der sterben kann/ für Gott und Vater⸗ land ʒ/ er läßt nicht ab/ bis an das Grab /: mit Herz unòd Mund und Hand. ,: 7. So, deutscher Mann,/ so, freier Mann,/ mit Gott, dein Heren, zum Krieg!/ Denn Gott allein/ kann Helfer sein, von Gott kommt Glück und Sieg. ,: Ernst Moritz Arnot, 1815. 55⁷ 567568 (Oder wie Nr. 459.) 995 Das christliche Leben Friedrich Silcher, 4 1860. —— 1. Wie lieb⸗lich ists hie⸗nie⸗ Wern Prü⸗ der 1— treu⸗ge⸗ sinnt/ in Ein⸗tracht und in Frie⸗den/ ver⸗ 1 D. .... traut bei ⸗ sam ⸗ men sind. 2. Wie Tau vom Hermon nieder/ auf Gottes Berge fließt:/ also auch auf die Brüder/ der Segen sich ergießt. 3. Und einstens wird erneuet/ durch sie die heilge Staoͤt /was Knecht ist, wird befreiet/ und rein, was Flecken hat. 4. Und alles Volk der Erde/ geht nun zum Lichte ein;/ dann wird nur eine herde/ und nur ein hirte sein. Frieor. Gottlob Wetzel, 4 1819. 568 Karl Löwe, 1827. V 1—.— —4 1—.——— *— Fäü— 333 Wie mit grimm⸗gem Un⸗ ver⸗stand/ Wel⸗len Vir⸗genos Ret⸗— nir⸗— Land/ vor des E r WWEI. sich + 2 Wehent Sturm⸗winds Schlä⸗gen. 5⁵5⁸ II Ei- ner ist's, der in der liche Leben Silcher, 4 1860. enn Brü⸗der e⸗ den/ ver⸗ 1 rge fließt:/ also ge Staot// was at. chte ein;/ dann lob Wetzel, 4 1819. Karl Löwe, 1827. — ——— nö/ Wel⸗len nö/ vor des ö Das christliche Leben 59 ———.—— 2 ven, K Kage Eatte i Nacht,/ ei⸗ ner ist's, der uns be⸗wacht:/ Christ Ky⸗ ri⸗ o — H E EE — + e,/ du wan ⸗-delst auf der See. 2. Wie vor unserm Angesicht/ Mond und Sterne schwinden l/ Wenn dͤes Schiffleins Ruder bricht,/ wo dann Rettung finden? Reine Hilf als bei dem Herrn,/ er ist unser Morgenstern: /Christ Ryrie,/ erschein uns auf oer Seel 3. ANach dem Sturmefahren wir/ sicher oͤurch die Wellen,/ lassen, großer Schöpfer, dir/ unser Lob erschallen./ Lobet ihn mit herz und Mund,/ lobet ihn zu jeder Stunoͤl/ Christ Kyrie,/ ja dir gehorcht die See. 4. Einst in meiner letzten Not/ laß mich nicht versinken!/ Soll ich von dem bittern Tod/ Well auf Welle trinken,/ reiche mir dann liebentbrannt,/ Herr, herr, deine Glaubenshand!/ Christ Ryrie,/ komm zu uns auf die Seel Nach einem Schifferllede von Johannes Daniel Falk, 4 1820. 569 Um 1802. +* 2— — — 2— 1. I Wir pflü⸗gen und wir den Sa⸗men auf das 2—— ——— * ELand,„ doch Wachs⸗tum und Ge ⸗ dei⸗ hen/ steht 559 ...—— IIIX 569 Das christliche Leben in 955 305 mels Hanod;/ der tut mit lei⸗sem We⸗ ben/ 10—— ö .——————————— so vi iꝑꝑP milò und heimlich auf/ und träuft, wenn heim wir gehen,/ Wuchs 3675 —————* + und Ge⸗dei⸗hen oͤrauf. A Al⸗le gu⸗ te Ga⸗be kommt V ů ö ö — 6 155.—.————.—— , — ö 7— her von Gott, dem herrn;/ orum dankt ihm, dankt,/ drum— ih ö 1 E= +——..—— —— Y. 6—. dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn! 2. Er sendet Tau undò Regen/ und Sonn⸗ und Mondenschein/ ri und wickelt seinen Segen/ gar zart und künstlich ein;/ und bringt ihn odann behende/ in unser Feld und Brot;/ es geht durch unsre 3. Hände, kommt aber her von Gott. 4 Alle gute Gabe kommt her— von Sott, dem Herrn;:,: oͤrum dankt ihm, dankt): und hofft 7 auf ihn! ů e 3. Was nah ist und was ferne,/ von Gott kommt alles her,/ der Strohhalm und dͤie Sterne,/ das Sanoͤkorn und das Meer./ 2. Von ihm sind Büsch und Blätter/ und Korn und Obst, von ihm/ wan 5⁰ istliche Leben ꝛm We⸗ hen/ sich + 2—— ä rgehen,/ Wuchs ———— S.—6—8 ———— Ga⸗ be kommt oMondenschein/ ein;/ und bringt geht durch unsre Gabe kommt her kt 5: und hofft mmn alles her,/ und das Meer./ Obst, von ihm/ Das christliche Leben 57⁰ das schöne Frühlingswetter/ und Schnee und Angestüm. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, odem herrn; drum oͤankt ihm, dankt /: und hofft auf ihn! 4. 1 Er läßt die Sonn aufgehen,/ er stellt des Mondes Lauf,/ er läßt die Winde wehen/ und tut die Wolken auf./ Er schenkt uns so viel Freude,/ er macht uns frisch und rot;/ er gibt dem Viehe Weide/ und seinen Menschen Brot. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn; ,: oͤrum dankt ihm, daͤnkt:„: und hofft auf ihn! matthias Claudius, 1 1815. 5 7 0 Niederländische Volksweise, vor 1620. EESSEE 22—.—0———8— DE Z.. RT 1. Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, den ger⸗ ren/ D ———— — —.—— E 3 2 835— —/ ihn oͤro⸗ben zu lo-ben mit Hherz und Mund:/ So N ———— ö— S.SDSDSDS..‚............ 730 7 +*. rüh ⸗ met froh sein's lie-ben Na⸗mens Eh⸗ren,/ der —— 1 öäIIIIIIITI.. D je„ ho un⸗sern Feind warf auf den Grundo. 2. I Zu Ehren oͤes Herren wollt, weil ihr lebet,/ ihm oͤanken ohn Wanken dͤies Wunoͤer groß./ Vor seinem Aug stets rein zu wandeln strebet,/ tut Recht und sagt von Lug und Trug euch los. 3⁵ 501 571¹ Das christliche Leben 3. II Der Böse, Arglose zu§all zu bringen,/ schleicht grollend und brüllenoͤ, dem Löwen gleich,/ und suchet, wen er grausam mag verschlingen,/ wem er versetzen mag den Todesstreich. 4. A Wacht, flehet, bestehet im guten Streite,/ mit Schande in Bande der Sünd nicht fallt!/ Dem frommen Volk gibt Gott den Feind zur Beute,/ und wär auch noch so groß sein's Reichs Gewalt! Niederländisches Siegeslied(1620), übertragen von Karl Budde. a Irische Weise. — 1. Wo fin⸗ 4 die See⸗le die Hei⸗mat, un Ruh?/ Wer — —— — E Welt än mii Frei⸗ statt uns ah, vo Stindenicht herrsthen,uuch ——.—. en kann?/ Nein,. ist sie , Hert Har fur nicht /die hei⸗mat der See⸗le ist oͤro ⸗ben im Licht. 2. Verlasset die Eroe, die heimat zu sehn,/ die heimat der Seele, so herrlich, so schön!/ Jerusalem oͤroben, von Golde gebaut,/ ist 5⁰² 2): Ru stliche Leben leicht grollend en er grausam odesstreich. mit Schande in k gibt Gott den Reichs Gewalt! n von Karl Buode. Irische Weise. .——...—23 die Ruh?/ Wer 3. — bie⸗ tet die Hindi nicht wim Licht. imat der Seele, de gebaut,/ ist Das christliche Leben 572 dieses die heimat der Seele, der Braut?:,: Ja, ja:: dieses allein/ kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht!/ Toöͤ, Sünde und Schmerzen, dͤie kennt man dort nicht./ Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang/ bewillkommt oͤie Seele mit süßem Gesang! /: Ruh, Ruh, 5: himmlische Ruh/ im Schoße des Mittlers, ich eile dᷣir zu! Franz Ludwig Jörgens, 4 183/. en uns oir Stirame. 572 E—‚..——r.——— +. 1— ...............— zieht in Frie⸗den eu⸗ re Pfa⸗ del/ Mit euch des gro⸗ßen Wenn euch Je⸗su hän⸗de schirmen,/ gehts un⸗ ter Sonnen⸗ —.—1——— L 2 ———..—— Got⸗tes Gna⸗de/ und sei⸗ ner heil⸗gen En⸗ gel Wachtl schein und Stürmen/ ge⸗trost und froh bei Tag und Nacht. Frankfurt a. M. 1599. L 1. 2.. 12. ö— ᷣ F RRRR ů ————— Lebt wohl, lebt wohl im Herrn!/ Er sei euch nimmer fern,/ — SSSIDSDi —53— 2— 1.— I. L— spät und frü⸗ hel/ Ver⸗geßt uns nicht/ in sei⸗ nem Licht,/ . * w —— e und wenn ihr sucht sein An⸗ ge⸗sichtl Gustav Knak, 1 1878. Liturgische Gesänge l. Wechselgesänge der Gemeinde für oͤen Haupt⸗ gottesoͤienst an Sonn⸗ und Feiertagen 1. Zum Beginn (Nach: Im Namen des Vaters usw.) 2. Zum Eingangsspruch .—.— 3655 rerrer.—.—. 2 4 Eh⸗re sei dem Va⸗-ter und dem Soh-ne unoͤ dem l 1. 2——. 1 2 — 1— XX é.— ö.— I 1 heil⸗gen Gei⸗ste, wie es war von An⸗fang, jetzt und im⸗mer⸗ —.—— I 2 E ö—— E— Nn 7— „. dar und von E-wig-keit zu E-wig ⸗keit. A⸗ men. 44 b——— IX E Ehr se dem Va⸗ter und dem Sohn und dem hei⸗ —— e——— l ö ö* . li-gen Geist, wie es war von An-fang, jetzt und im⸗ 56⁴4 fagen ne und dem etzt und im⸗ Liturgische Gesänge sen Haupt⸗ SSSISIIEEEIEIIII.. mer⸗dar und von E-wig⸗keit zu E⸗ ⸗ wig⸗keit. A⸗men. 3. Bitte um Gottes Gnaoͤe 0 SSS—.H— Her⸗ re Gott, er⸗bar⸗me dich. Chri⸗ste, E⸗bas⸗ me dich. Her⸗re Gott, er⸗ bar⸗ me dich. Herr, er⸗ bar⸗me dͤich. Chri⸗ste, er⸗ 430=me dich. — ö ö— ————————4—— Herr, er⸗barm dich li⸗ber uns. 4. Dank für dͤie Erlösung (Nach der Gnadenversicherung, schließend mit: Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen.) 2 1 I.... T— SFCS!.übbhR 72—7 Eh⸗re sei Gott in der hö⸗-hel Und auf —.—— ree n nii Er⸗den Fried und den Men⸗schen ein Wohl-ge ⸗fal-len! Oder: Allein Gott in der höh sei Ehr. Liturgische Gesänge [5. Wechselgruß des Geistlichen und oͤer Gemeinde (Geistlicher: Der herr sei mit euch l) 94 + —— —in I.. Und mit dei⸗nem Gei ⸗ stel] 6. Zum Gebet 7* A⸗men 4 H 1 II EEEEE—— A V— 1— V.I A⸗men, A men. l7. Zur Schriftlesung (chließend mit: Lob sei dir, o Jesul) Eh⸗re sei dir, Herr!] 8. Zur Schristlesung (chließend mit: Lob, Ehr und Preis sei Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.) — E N 8——..D N I— I.— 227 22— I . j—.— 2=.—„I hal⸗le⸗lu⸗ ja, hal⸗le ⸗lu⸗ ja. —.———— SIIIII sche Gesänge er Gemeinde on Ewigkeit zu An Sonn⸗ und Feiertagen e In der Passionszeit 28—— N⸗men 4.—(575⁵) Wendese.1 ....... Wir glau ⸗ ben all an Ei ⸗ nen Gott,/ ESSEEEEE 6—— Schöp⸗fer him⸗mels nd— er⸗ den, der sich durch Je⸗sum, 7 33..........—.——— sei⸗nen Sohn, uns zum Va⸗ter hat ge⸗ ge ⸗ ben./ Er will S........ uns all⸗zeit er⸗näh⸗ren,/ uns zur Se⸗lig⸗keit be⸗ wah⸗ ren/ durch den heilgen Geist im Glau⸗ benz⸗„tem eio soll uns wi⸗ Und ob auch Tod und Höl ⸗le oräut,„ wir sind des bernn in E · 1. ·keitl uach Luther, 4 1546. 86⁷ (574 Langenöls 1742. — V— ů SSPSSS. Wir glau⸗ben all an Ei⸗ nen Gott,/ Schöp⸗fer der sich odͤurch Je⸗sum, sei⸗ nen Sohn,/ uns zum .0. . 2 Himmels und der Er⸗den, va⸗ ter hat ge⸗ge⸗ ———————————— —— ——.—— RSSEEEEDNE näh⸗ ren,/ uns zur Se⸗lig⸗keit be⸗wah⸗ren/ dͤurch den ——————— DDD e‚.... 101..—— heil⸗gen Geist im Glauben;/ kein Leid soll uns wi⸗ der⸗fah⸗ ö———.— E————— ren./ Und ob auch Tod und höl⸗le oräut,/ wir sind des ET ö———.— ISSSSS 1—— —— Herrn in E⸗wig⸗keitl/ A⸗ men, A⸗men, A⸗ men! Nach Luther, 4 1546. 9 C(575) Arnold Mendelssohn, 1912. ———+43————. iiEEEEEE Wir glau⸗ben all an Ei⸗nen Gott,/ Schöpfer himmels er sich durch Je⸗sum, sei⸗nen Sohn,/ uns zum Va⸗ ter Liturgische Gesänge ische Gesänge Langenöls 1742. ——.— —— — 2 ott, Schöp⸗fer ohn,/ uns zum s all⸗zeit er⸗ en/ oͤurch den 8 wi⸗ der⸗fah wir sind des u, A⸗ men! ch Luther, 4 1546. endelssohn, 1912. —.. jöpfer himmels s zum Va⸗ ter An Sonn⸗ und deiertagen(575) ———ß— II— 4 ——— E——+—4— E und der Er⸗den, Er will uns all⸗zeit er⸗ näh ⸗ren,/ hat ge⸗ge⸗ben. durch den heil⸗gen Geist im Glau⸗benj/ — U 12—— D————1—— SDSDSDSSSE... uns zur Se ⸗ lig⸗keit be⸗wah⸗ ren— kein Leid foll uns wi⸗ der⸗fah⸗ ren. nach die⸗sem Etend ist be⸗reit/ uns ein Le⸗ben in E⸗ wig⸗ keit./ DEEEEEEEE EEEEEE— men, A men, A en Oder: nach dem vom Geistlichen gesprochenen Glaubensbekenntnis singt die Gemeinde: Ai„ men. Oder wie 11. 10. Nach oem Vaterunser 24 ——— —2.— A⸗ men.] 11. Nach oͤem Segen V=— R I 2 I. EDIEE 6. NA· A⸗ men, A⸗ men Liturgische Gesänge ———..—.———— . SISSISII.I. A⸗= men, A.„ men, A.„ men. +— +———— 170 SRSSSSEEEEEEE + 57— A⸗men, A⸗men, A= men—.— de. Il. Wechselgesänge zur Abenoͤmahlsfeier— 1. Schaffe in mir, Gott. Ar. 211.Christe, öu Lamm Gottes. 5 Nr. 195.— I2. Nach den Worten: der herr sei mit euch! Ider ů— ..P......... 0 IIIII...— Vnd mit dei⸗nem Gei⸗ste.] 3. Nach den Worten: Die herzen in die höhel D 2—— ö ö x ö ö DDSSEEDDe H Er⸗ he⸗ ben wir zum her⸗ren. 4. Nach den Worten: Lasset uns danksagen unserm Gott!l 5 5 ren maren Ei E—.....— P. Das ist wür⸗odͤig und recht. 8 gische Gesänge .... , men. ahlsfeier hu Lamm Gottes. nit euchl ste.] ie höhel ren. unserm Sott!l zur Abenoͤmahlsfeier 676) 5. Nach der Danksagung: (570 hei⸗lig, hei⸗lig, bei 2 lig ist Gott, der Herr SSSIIIIIII ze⸗ba⸗ oth! Al⸗le gan ⸗ de sind sei⸗ner Eh ⸗re 6 — + · 3215„an⸗ na in der 99„ 55 580 bet— der da tynmt im an emen en des gerrn, 90— sis an⸗- na in der Hö⸗ BHöshel gesaia 6,57 Matth. 21,9. die in Hessen gebräuchlichen Gottes⸗ dienstoroͤnungen (Siehe Liturgische Gesänge S. 564 ff.) I. Hauptgottesdienst- §orm A. (Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. p. Eingangsgruß. Gebet. Schristlesung(entweder Epistel oder Evangelium). Cied. Kanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. Lied. Kirchengebet. Fürbitten. Gebet des Herrn. (Schlußgesang.) Verkündigungen. Segen. Form B. 1. Eingan (Chorgesang.) E gang Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. P. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilchgen Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immer⸗ dar(uno) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder 125,1: Allein Gott in der Höh sei Ehr; oder 5,4; 13¹,33 136,1) 137/1 o. e. a. 2. Gebet und Schristlesung P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. I1. Aites LTestament. Lied des Chores oder der Gemeinde. 2.] Neues Testament. Gemeinde: Halleluja, Halleluja(Halleluja). EUn der Passionszeit: Amen.) (Chorgesang.)*. Lieo Lied der Gemeinde. 4. Preoͤigt P. Kanzelgruß. Preoͤigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. Ooer Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 57² Gottesdienstoroͤnungen (Cho Eing P. Ei Gen Eing (Cho Gen P. R ꝛnstoroͤnungen ö5hnle) und dem eht und immer⸗ . der 5,4/ 131,5) :sang zwischen Gottesoͤienstoroͤnungen 5. Gebet P. Altarspruch. Chorgesang. Oder: (P. Die herzen in die höhe. Gemeinde: Erheben wir zum herren. p. Jasset uns danksagen unserm Gott. Geme inde: Das ist würdig und roecht.) p. Danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, der herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. hosianna in der höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des herrn. Hosianna in der Höhe.)] Allgemeines Kirchengebet und gürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 6. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,57 117 15,57 152,47 291/9 oder ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn ZJesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. §orm C. 1. Eingang (Chorgesang.) 07 Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilihgen Geistee), wie es war von Anfang, jetzt und immer⸗ dar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.(Oder Nr. 5, v. 4; 151, v. 5; 156, V. 1; 157, V. Ioder ein anderes.) b) p. Ryrie(Bitte um Gottes Gnade). Herr, erbarme dich. Gottesodͤienstoroͤnungen Oemeinde: herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich über uns. Oder: Herre Gott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herre Gott, erbarme dich.(Oder eine Lieostrophe, z. B.: 211) 212, 1. 3.) 0 P. Gloria.(Verkündigung der Gnade Gottes.) Lobsinget ihm, erhebet seinen Namenl Gemeinde: Ehre sei Gott in der höhe und auf Erden§ried und den Menschen ein Wohlgefallen! Oder Nr. 123, 1(oder ein anderes). (Chorgesang.) 2. Gebet und Schriftlesung. P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. Gemeinde: halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passions⸗ zeit: Amen.) 3. Glaubensbekenntnis P. Lasset uns vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntnis unseres Glaubens: Gemeinde: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Eroͤen, Der sich oͤurch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen Geist im Glauben. Rein Leid soll uns widerfahren. Und ob auch Tod und hölle oͤräut,(nach biesem Eleno ist bereit Wir sind des Herrn in Ewigkeit. uns ein Leben in Ewigkeit.) (Amen.) Oder P. Glaubensbekenntnis. Oemeinde: Nmen(Amen, Amen). Gott nstoroͤnungen lrme dich. Herr, zerre Gott, erbarme 1. 3.) Lobsinget ihm, Erden Fried und 125, 1(oder ein In der Passions⸗ und Bekenntnis em Elend ist bereit eben in Ewigkeit.) Gottesdienstoroͤnungen 4. Lied 5. Preoͤigt Ranzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder: Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 6. Gebet P. Altarspruch. Chorgesang. Oder: (P. Die Herzen in die Höhe. Gemeinde: Erheben wir zum Herren. p. Casset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: das ist würdig und recht.) p. danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, der herr zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. hosianna in der Höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des herrn. Hosianna in der Höhe.) Allgemeines Kirchengebet und§ürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 7. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,57 117 15,5 152,4; 291,9 ooer ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) p. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. §orm D. 1. Eingang a) (Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. p. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. Gottesdienstoroͤnungen P. Eingangsspruch. (Chorgesang.) OSemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilchgen Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immer⸗ dar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder Nr. 5 v. 4, 151 v. 3) 136 v. 13j 157 D. 1 0. e. a. b) P. Sündenbekenntnis. Herr, erbarme dich. Gemeinde: herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm oͤich über uns. Oder: Herre Gott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herre Gott, erbarme dich. ö — P. Onaoͤenverkünoͤigung. Zobsinget ihm, erhebet seinen Namen! Oemeinde: Ehre sei Gott in der Höhe und auf Eroͤen Fried und den Menschen ein Wohlgefallen.(Oder Nr. 125, V. 1.) (Chorgesang.) 2. Gebet unod Schriftlesung. (P. Der herr sei mit euch. Gemeinde: Und mit deinem Geiste.) P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung:(1.) Das Evangelium. P. Lob sei dir, o Jesu! Gemeinde: Ehre sei dir, Herr. (Liedvers, Gemeinde oder Chor.) 2. Die Epistel.] Gemeinde: halleluja. Halleluja(Halleluja).(In der Passions⸗ zeit: Amen.) 3. Glaubensbekenntnis P. Lasset uns vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntnis unseres Glaubens. entweder: P. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen(Amen, Amen). Got Gen ienstoroͤnungen Sohnle) und dem jetzt und immer⸗ men. Oder Nr. 5 . arme oͤich. Herr, herre Gott, erbarme 1 Eroen Fried unoͤ 125, L. 1.) . n der Passions⸗ ö und Bekenntnis Gottesdienstoroͤnungen Gemeinde: Oder: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und oer Eroͤen, Der sich odͤurch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen GSeist im Glauben. Kein Leid soll uns widerfahren.(Oorr⸗ Und ob auch Lod und Hölle dräut, Nach diesem Elend ist bereit Wir sino des herrn in Ewigkeit. uns ein Leben in Ewigkeit.) (Amen.) 4. Lied 5. Preoͤigt Ranzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 6. Gebet P. Altarspruch. (Chorgesang.) Allgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 7. Schluß OGemeinde: Schlußgesang(2,5; 11; 15,5; 152,4; 291,9 oder ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. II. deier des heiligen Abenoͤmahls⸗ (lwenn Beichte damit verbunden ist: (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. P. Eingangsspruch. (Gebet. Gemeinde: Amen.) P. Ansprache. (Semeinde: Schaffe in mir, Gott, ein reines herze Nr. 211.) P. Beichte und Snaoͤenverkündigung.] Abenoͤmahlsfeier: Gemeinde: Christe, oͤu Lamm Gottes Nr. 195oder ein anderes Lied. (P. Abenoͤmahlsvermahnung, wenn die Beichte nicht unmittelbar vor⸗ angegangen ist.) Es folgt entweder: P. Die Herzen in die höhel Gemeinde: Erheben wir zum Herren. P. Lasset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: das ist würdig und recht. P. Danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. hosianna in der höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.) Oder: P. Danksagung.(Gemeinde: heilig, heilig, heilig wie oben]) P.(Gebet.) Gebet des Herrn(vor ooer nach den Einsetzungsworten). Einsetzungsworte des heiligen Abenoͤmahls. Austeilung des heiligen Abenoͤmahls (wobei Chor und Gemeinde singen, z. B.: Schmücke dich, o liebe Seele Nr. 190 oder andere Lieoͤer). P. Gebet. Geme inde: Schlußlied, z. B.: Nr. 158, 73 516. P. Segen. Semeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. 5378 Gottesdienstoroͤnungen —— 7* —— l8““ — 29*9 S“ F — 2 8—2— * 22228 [Bet P. Hat P. An Gel K. 7* 7 istoroͤnungen nahls- r. 211. vein anderes Lied. unmittelbar vor⸗ vir zum hHerren. inde: das ist ig ist Gott, der ll. Hosianna in men des Herrn. ilig lwie oben]) isetzungsworten). ahls. ke dich, o liebe Gottesdienstoroͤnungen III. Der Kinoͤergottesoͤienst dorm A. (Kinderchor.) K. Lied. P. Eröffnung. K. Amen. P. Eingangsspruch. K. Wechselgesang, z. B.: Nr. 139. Knaben: V. 1. Mäochen: V. 3. Alle: V. 8(ähnlich Är. 130, 135, 134, 275, 368, 371). P. Gebet. K. Amen(Amen). P. Schriftlesung. K. Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: Amen.) K. Lied. Unterweisung. K. Lied. P. Gebet. Gebet des Herrn. K. Schlußgesang. P. Segen. K. Amen, Amen, Amen. Form B. Eingang: K. Lied. P. Eröffnung und Eingangsspruch. K. Ehrte) sei dem Vater und dem Sohnee) und dem heillhgen Geist(e), wie es war von Anfang, jetzt unòd immerdar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder: Nr. 5, V. 4; 6 V. J. o. e. a. P. Bußspruch. K. Nr. 211 oder 240, V. 1. P. Gnadenverkündigung. K. Ehre sei Gott in der höhe und auf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen. Ooer: Är. 125,1; 130,1; 154,1. 2; 249,/5. [Bekenntnis(entweder die 10 Gebote oder die Seligpreisungen oder Glau⸗ bensbekenntnis.) P. Gebet. K. Amen(Amen). P. Sirtl P. Schriftlesung. K. Halleluja, Halleluja gallelujh.(On der Passionszeit: Amen.) Anterweisung und Gesang. Bebet. Gebet des 5. Se⸗ K. Ee P. Segen. K. Amen, Amen, Amen. 57⁷⁰⁵ 57⁰ Morgen⸗ unodͤ Gebete zur häuslichen Anoͤacht 1. Luthers Morgensegen Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so reoͤe ich von dir. Ps. 65, 7. Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Amen. Ich danke oͤir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß oͤu mich dͤiese Nacht vor allem Schaoen und Gefahr behütet hast, und bitte dich, ou wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem ÜUbel, auf daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Ur. 291: Vater unser im Himmelreich. 2. Luthers Abenoͤsegen Herr, ich gedenke des Nachts an deinen Namen. Ps. 119, 55. Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Heist! Amen. Ich danke oͤir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, oͤeinen lieben Sohn, daß oͤu mich diesen Tag so gnäoͤig⸗ lich behütet hast, und bitte oͤich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan und doich beleidigt habe, und mich diese Nacht auch so gnädiglich behüten. Ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß oͤer böse Feind keine Macht an mir finoͤe. Amen. Lied Nr. 586: Hinunter ist der Sonne Schein. l. Morgen⸗ und Abenoͤgebete auf die Tage der Woche⸗ 3. Morgengebet am Sonntag Eins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im hause des Herrn bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Sottesdienste des herrn und seinen Tempel zu besuchen. Ps. 27, 4. 580 Norgen⸗ und dich; wenn ich ist! Amen. „durch Jesum Nacht vor allem du wollest mich Übel, auf daß mich, meinen heiliger Engel ir finoe. Amen. eich. n. Ps. 119, 55. ist! Amen. „durch Jesum Tag so gnädig⸗ vergeben alle beleidigt habe, n. Ich befehle Hände. Dein keine Macht an jchein. die Tage 9 aß ich im hause uen die schönen hen. Ps. 27, 4. Abenoͤgebete Vater des Lichts, der ou das natürliche Licht dieser Welt uns scheinen lässest, senoe doch auch heute das wahrhaftige Licht, Jesus Christus, in unsere herzen und lasse ihn darin leuchten und alle Finsternis vertreiben, damit wir dich, ewiger Gott, in deinem lieben Sohne erkennen und liebgewinnen mögen. Siehe, wir sind durch die Sünde in der Finsternis der Eitelkeit dieser Welt gefangen; oarum lehre uns selber aus deinem Worte, wie wir oir im Glauben gehorsam werden können. Vater des Lichts und Geber aller guten und vollkommnen Gaben, gönne uns heute dein heiliges Wort und laß es unseres herzens höchste Freude und Wonne sein. Stärke uns, alles zu meiden, was deinen heiligen Tag entheiligt, und laß uns merken, wo es uns fehlt. Gib auch allen denen, die hier und an anderen Orten heute dein Wort verkündigen, deinen heiligen Geist, daß sie dein und nicht ihr Wort predigen, und daß sie solches tun mit fröhlichem Auftun ihres Mundes zum heile derer, die sie hören.— Ja, komme selbst zu uns und halte deinen deiertag in unsern Seelen. Laß unser herz deinen Tempel sein. Wohne in uns mit deinem Geist und führe uns bis an das Ende unserer Wallfahrt; bis wir würoͤig werden, den ewigen Sabbat mit dem Volke Gottes zu feiern; dann wollen wir dich für alle deine Liebe und deine Wohltaten herzlich lieben, loben und preisen ewiglich, oͤurch Jesus Christus, unsern herrn. Amen. Lied Ar. 501: Gott ist gegenwärtig. 4. Abenoͤgebet am Sonntag. Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du höchster, des Morgens deine Gnaoͤe und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Ps. 92, 2. 3. herr, allmächtiger Hott und himmlischer Vater, wir oͤanken dir von Grund unserer Herzen für deine Güte und Wohltat, die oͤu uns an diesem Tage erzeigt hast, insbesondere für dein göttliches Wort, das oͤu uns auch heute hast verkündigen lassen. Wir bitten dich auch, oͤu treuer Gott, oͤu wollest uns bei deinem alleinseligmachenden Wort bis an unser letztes Seufzen erhalten und unsere herzen mit deinem heiligen Geiste erleuchten, daß wir erkennen mögen, was gut und böse ist. Du wollest auch alle Sünden, die wir heute wissentlich ooͤer unwissentlich getan 581 ———————8— —U— Morgen⸗ und haben, auch die verborgenen dehler, durch deine Barmherzig⸗ keit uns vergeben, und in der kommenden Nacht uns Ruhe ver⸗ leihen, daß wir frisch und gesund zu deinem Lobe morgen wieder aufstehen. Amen. Lied Nr. 139: Lobe den Herren, o meine Seele! 5. Morgengebet am Montag Der herr, unser Gott, sei uns freunoͤlich und fordere das Werk unserer hände bei uns; ja, das Werk unserer hände wolle er fördern. Ps. 90, 17. O gerr! durch deine Güte fangen wir mit diesem Morgen unsere Wochenarbeit von neuem an. Laß deine ewige Liebe und Treue auch heute uns abermals aufgehen. Wer sind wir, o Gott, daß oͤu uns bis hierher gebracht hast? Ach, geoenke nicht un⸗ serer Sünden, gedenke aber heute unser nach deiner großen Barm⸗ herzigkeit. Verlaß uns nicht und ziehe deine Hand nicht von uns ab, Gott, unser heil! Lehre uns tun nach deinem Wohl⸗ gefallen; dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Behüte uns vor allem Abel, behüte unsere Seele und unseren Leib, un⸗ seren Eingang und Rusgang! Wehre allem Bösen, das uns das Ziel unseres Christenlaufs verrücken könnte. Laß uns auf⸗ sehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens, damit alles, was wir tun, in dir getan sei! Gib zu unserer Ar⸗ beit dem Leibe Kraft und Gesunoͤheit, dem Gemüte Ruhe und Zufriedenheit und erhalte uns den Segen, den du seither uns hast zufließen lassen. Legest du uns eine Last auf, so hilf sie uns auch tragen. Segne, die oͤich lieben, beioͤe, Große und Kleine, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. Lied Nr. 365: Aus meines Herzens Grunde. 6. Abenoͤgebet am Montag Ich liege und schlafe ganz in Frieden; denn du allein, Herr, hilfst mir, daß ich sicher wohne. Ps. 4, 9. Ich lobe und preise deinen heiligen Namen, ewiger Gott, flir die Wohltaten, die ich heute wieder von dir empfangen habe. Ich preise dich auch für das Kreuz, das du mir, als einem Jünger Jesu, täglich auflegst, um meine Seele zu dir zu ziehen. So nimm mich denn jetzt zur Ruhe, lieber Vater! Ich lege mich in Norgen⸗ und se Barmherzig⸗ uns Ruhe ver⸗ morgen wieder Seelel 9 orͤͤere das Werk hände wolle er diesem Morgen ewige Liebe und ind wir, o Gott, denke nicht un⸗ er großen Barm⸗ Hand nicht von deinem Wohl⸗ Bahn. Behüte iseren Leib, un⸗ Zösen, das uns Laß uns auf⸗ seres Glaubens, zu unserer Ar⸗ nüte Ruhe und dou seither uns if, so hilf sie uns oße und Kleine, imen. unde. du allein, Herr, „ewiger Gott, mpfangen habe. ls einem Jünger zu ziehen. So Ich lege mich in Abenoͤgebete deine Arme in gläubigem Vertrauen auf deine Snade. Schließe du mir mit deiner segnender Vaterhand die Rugen zu. Behüte meinen Leib und meine Seele und alles, was du mir gegeben hast. Behüte auch alle meine Lieben und laß niemand sie aus deiner hand reißen. Erbarme dich aller Menschen in der Welt, vornehmlich meiner Mitbrüder und Mitschwestern in Christo Jesu. Amen. Lied Nr. 500: Nch, Gott, verlaß mich nicht! 7. Morgengebet am Dienstag Bei dir ist die lebendige Guelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Breite deine Güte aus über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die Frommen. Ps. 36, 10. 11. O du allmächtiger Hott und Vater des Lichts, der du aus der Finsternis den Morgen machst und die Sonne dem Tage zum Lichte gibst, oͤir bringe ich frühe das Dankopfer meines Mundes dar, weil oͤu mich das Sonnenlicht wieder hast erblicken lassen. Ach herr, laß mit dem Tageslicht mir und den Meinen, meinen Freunden und denen, die mir feind sind, auch deine Gnade neu aufgehen. Gib allenthalben neues Licht, neue Freudigkeit, neues Leben und neue Seligkeit! O herr Jesus Christus, du Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf mit deiner Gnade in meinem Herzen. Erleuchte, erwärme und erfreue es. Bewahre mich vor den Werken der Finsternis, laß mich in deinem Lichte wandeln, dir folgen und dereinst gelangen zu deiner himmlischen Klarheit. Amen. Lied Nr. 371: Morgenglanz der Ewigkeit. 8. Abenoͤgebet am Dienstag Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebenoͤiger gerecht. IV. 145, 2. Herr, oͤu Hüter Israels, der du nicht schläfst noch schlummerst, wache über uns mit deinem Vaterauge auch in dieser Nacht. Deine hand decke alles, was da lebet! Laß uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Gib, daß alle, die heute uneins miteinander geworden sind, die Sonne nicht über ihrem Zorn untergehen lassen. Erquicke mit sanfter Ruhe alle Menschen, die diesen Tag über müde geworden sind. Stärke die, welche aus Not auch in dieser Nacht arbeiten müssen. Hilf 585 Morgen⸗ und den Reisenden zurecht, dͤie jetzt noch auf der Straße wallen. Schaffe denen ihr Unterkommen, welche heute keine Herberge fanden. Labe, die sich hungrig niederlegen müssen. Wache selbst über den Kranken, pflege oͤie Rinder und Säuglinge, kürze die deit oͤenen, die nicht schlafen können, und stehe mit deinem Trost allen Notleidenden bei, oͤie heute eine elende Nacht haben wer⸗ den.-Erhalte einem jeoͤen das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir enoͤlich aus dieser Welt kommen zu deinem ewigen Licht! men! Lied Nr. 400: Der Mond ist aufgegangen. 9. Morgengebet am Mittwoch Herr, lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn oͤu bist mein Gott; dͤein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Ps. 145, 10. Lieber himmlischer Vater, durch deine Snade bin ich wieder in die Mitte einer Woche eingetreten und preise dafür doeinen heiligen Namen. Deine Güte ist's, daß wir nicht gar aus sind, deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondͤern sie ist alle Morgen über uns neu, und deine Treue ist groß. Dir ergebe ich mich aufs neue, o Vater; mache mit mir, was oͤir wohlgefällt. Reinige, läutere und bewähre mich, daß ich ein rechtschaffener Christ weroͤe. Für meine leibliche Notourft wirst oͤu wohl sorgen; bewahre mich aber vor Müßiggang und laß mich arbeiten, weil es dein Wille ist, und aus herzlicher Liebe gegen meinen Nächsten. Laß deine Barmherzigkeit sich ausbreiten über alle Menschen. Meine Beleidiger siehe mit erbarmendem Auge an unoͤ vergib ihnen, gleichwie ich ihnen von Herzen vergebe. Alle meine An⸗ verwanoͤten lege ich in deine Liebesarme. Kirche und Schule, Obrigkeit und Untertanen befehle ich dir, mein Gott, wo aber gottloses Wesen ist, oͤa hilf, daß der Sünde gesteuert werde. Hilf den Armen und Elenoͤen, die zu dir schreien. Herr, mein Gott, erhöre mich um Jesu Christi willen! Amen. Lied Nr. 368: Die güloͤne Sonne. 10. Abenoͤgebet am Mittwoch Gott, höre mein Gebet uno verbirg dich nicht vor meinem oͤlehen; merke auf mich und erhöre mich. Pj. 55, 2. 5. 384 Norgen⸗ und Straße wallen. keine Herberge n. Wache selbst inge, kürze die lit deinem Trost ht haben wer⸗ no Frieden, bis ewigen Licht! gen. n, denn du bist hn. Ps. 145, 10. bin ich wieder e dafür deinen tgar aus sind, ern sie ist alle 6. Dir ergebe hir wohlgefällt. rechtschaffener wohl sorgen; arbeiten, weil inen Nächsten. alle Menschen. in und vergib ille meine An⸗ und Schule, Bott, wo aber rt weroͤe. Hilf er, mein Gott, tvor meinem 2. 3. Abenoͤgebete Barmherziger Gott, lieber himmlischer Vater! Ich sage dir Lob und Dank für alles Gute, das du mir bisher erwiesen hast, für allen Segen, mit oem du mich im Leiblichen wie im Geist⸗ lichen gekrönt, für alle Hilfe und allen Beistand, den oͤu mich immer wieder hast erfahren lassen, für die Freude, die u mir geschenkt, und für die Langmut und Gedulöd, womit du meine dehler getragen hast. Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die oͤu an mir getan hast, uno bitte dich mit herzlicher Reue um Vergebung alles Bösen, das ich begangen. Herr, gehe nicht ins Gericht mit mir, laß deine Güte und Treue mich auch diese Nacht und ferner behüten. In oͤeine hand befehle ich meinen Leib und meine Seele, mein Gut und Vermögen, mein Wachen und Schlafen, mein Leben und Sterben. Wenn einst odͤie Nacht auch für mich kommt, oa niemand mehr wirken kann, dann reiche mir deine allmächtige hand und nimm mich auf zu dir in dein himmlisches Reich. Amen. Lied Är. 307: Jesu, meine Freude. 11. Morgengebet am Donnerstag Herr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott, denn ich will vor dir beten! Herr, frühe wollest duü meine Stimme hören, frühe will ich mich zu oͤir schicken. Pf. 5, 2-4. O allmächtiger, starker und gewaltiger Gott, lieber himm⸗ lischer Vater, wir kommen vor dein heiliges Angesicht an diesem Morgen unoͤ preisen dich um alle deine Barmherzigkeit, die ou wiederum in dieser Nacht an uns erwiesen hast. du hast uns sicher ruhen lassen und uns fröhlich gemacht im Anschauen deines Lichtes. Du, unser Gott und Herr, erforschest und kennest uns; du siehest auf unsere geheimsten Gedanken. Ach, Vater, vergib uns doch um deines Namens willen unsere Ubertretungen! dein heiliger Geist regiere uns zu allem Guten. Unseren Leib und unsere Seele und alles, was uns deine Gnadenhand gegeben hat, bo⸗ fehlen wir in deine treuen Vaterhände. Sei doͤu unser und aller Menschen, die dich erkennen und fürchten, Licht und Heil. GSib, daß wir mit aller Treue warten des Berufes, in den du uns ge⸗ setzt hast. Ach, Herr, bewahre unsere Zunge und alle unsere 585 Morgen⸗ unoͤ Glieder vor dem Bösen. Laß uns diesen Tag in deiner Furcht zubringen, dir zur Ehre und uns zur Seligkeit. Amen. Lied Nr. 369: Wach auf, mein Herz, und singe. 12. Abenoͤgebet am Donnerstag Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Ps. 17, 8. Lieber barmherziger Gott und Vater! Wir kommen vor dein Angesicht, um dir zu danken, daß du uns auch diesen Tag wieder durch oeinen Schutz vor Schaden und Gefahr gnädiglich behütet hast. Wir sino nicht wert aller der Güte und Treue, die oͤu auch heute wieder an uns getan hast. So du, Hherr, wolltest Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Ddarum bitten wir dich, oͤu wollest uns alle Sünden vergeben, die wir in Gedanken, Worten und Werken begangen haben, und uns auch jetzt in dieser Nacht vor aller Gefahr und allem Schaden des Leibes uno der Seele gnadiglich be⸗ schirmen. Zu dir steht unsere hoffnung denn du bist unser Gott. Laß uns heute in Frieden entschlafen und morgen fröhlich zu deinem Preise wieder erwachen. Führe uns durch Nacht zum Licht, bis enoͤlich der letzte Tag unseres Lebens kommt und ein Tag anbricht, der kein Ende nimmt/ dann flühre uns gnaͤdig in die ewigen hütten. Amen. Lied Nr. 596: Hirte deiner Schafe. 13. Morgengebet am greitag Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Schaffe in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heilgen Geist nicht von mir. ps. 51, Z. 12. 15. Onädiger und liebreicher Gott! Ich hebe in dieser Morgen⸗ stunde mein herz und meine Hände auf zu dem Thron deiner göttlichen Majestät. Mitten in der Finsternis hast du mir Leib und Seele vor Gefahr und Schaden bewahrt. Darum danke ich dir und preise deinen heiligen Ramen; du hast Großes an mir getan, des bin ich fröhlich. Sei, o liebreicher Gott, auch heute mein Beistand und leite mich nach deinem Rat. Gib mir heute und allezeit ein, was ich reden soll, daß ich nichts Ubels rede; lehre mich, was ich tun soll, daß ich nichts Böses tue. Laß deines 586 Abi Geis von des sein gelit Ged auch mei Wei wen nich daß Morgen⸗ und in deiner Furcht Amen. o singe. tag beschirme mich ommen vor dein iesen Tag wieder ädiglich behütet eue, die oͤu auch wolltest Sünde edich, du wollest n, Worten und Nacht vor aller le gnãdiglich be⸗ unser Gott. Laß hlich zu deinem Licht, bis enoͤlich nbricht, der kein Hütten. Amen. — meine Sünden mir ein reines rwirf mich nicht ist nicht von mir. dieser Morgen⸗ Thron deiner st ͤu mir Leib arum danke ich Broßes an mir ott, auch heute Gib mir heute ts Ubels rede; ue. Laß deines Abenoͤgebete Geistes Zucht an mein Herz klopfen, wenn meine Gedanken sich von dir verirren wollen. Und da der heutige Tag ein Gedenktag des Leidens und Sterbens meines Herrn und Heilanos ist, so stelle sein Kreuz vor meine Augen, damit ich schaue, was er für mich gelitten hat, und alle Lust meines Herzens zur Sünde erlösche. Gedenke auch im Leiblichen an mich und segne mich; laß mich aber auch alles Irdische als ein vergängliches Gut ansehen, daß ich meine Seele nicht daran hänge, sondern nach dem Ewigen trachte. Wenn ich arbeite, so stärke mich; wenn ich bete, so erhöre mich wenn ich ausgehe, so begleite mich; wenn ich heimkehre, so weiche nicht von mir. Umgib mich und die Meinen mit deinem Schutze, daß wir den Abend fröhlich erleben. Amen. Lied Nr. 331: Gib dich zufrieden und sei stille. 14. Abenoͤgebet am Freitag herr, auf dich traue ich; laß mich nimmermehr zu Schanden werden j errette mich durch deine Gerechtigkeit. Ps. 31, 2. Wir danken dir, Herr, unser Gott, für die wunderbare Liebe, mit welcher du uns Unwürdige durch deinen geliebten Sohn er⸗ rettet hast. Also hast du die Welt geliebt, daß du deinen einge⸗ bornen Sohn dahin gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wie sollen wir dich loben und dir Dank sagen für diese deine Barmherzigkeit? O mache uns würdig, himmlischer Vater, der großen Ver⸗ heißung deines Sohnes, daß wir in ihm Leben und Seligkeit haben sollen. Vollende, was du begonnen hast, stärke, kräftige, gründe uns durch die helle Erkenntnis unseres Erlösers. Siehe, wir lieben ihn, hilf uns ihn stärker lieben. Siehe, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen. Lied Nr. 387: Mein schönste Zier und Kleinod bist. 15. Morgengebet am Samstag herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ps. 90, 2. Du getreuer Gott, auch in dieser Nacht hast du uns wieder ge⸗ holfen und lässest uns heute unter deinem Schutze den Schluß 587 Morgen- und Abenoͤgebete einer Woche erleben. O Herr, oͤeine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Ach, gib doch, daß wir ohne Unterlaß deiner Treue gedenken, und hilf uns, daß auch all unser Wandel dich preise. Hilf uns zu ernst⸗ licher Selbstprüfung, damit wir unsere Gedanken und oͤie Werke dieser Woche überschauen und merken, wo wir gefehlt haben. O Herr, wirke dͤu selbst in uns eine wahre Buße an herz und Sinn. Sei uns gnädig und erfülle an uns deine Verheißung: Es sollen wohl Berge weichen und hügel hinfallen, aber meine Gnaoe soll nicht von euch weichen uno der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. Erhebe dein Angesicht über uns und gib uns deinen §rieden! Amen. Lied Nr. 355: Ist Gott für mich, so trete. 16. Abenoͤgebet am Samstag Herr, lehre mich, daß es ein Enoͤe mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer Hano breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergeb⸗ liche Anruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wiro. Aun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Ps. 39, 5-8. Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, daß oͤu mich bis hierher gebracht hast? du hast in dieser Woche nicht mit mir ge⸗ handelt nach meinen Sünden. du warst und bist meine Zuver⸗ sicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue. Darum danke ich oir von Grund meines Herzens, und wenn oͤu auch mich und die Meinen mit allerlei Leiden heimsuchst, so lobe ich doch deine Güte, die oͤurch Trübsal uns in dein Reich führen will. Ach, vergib mir um Jesu Christi willen meine Sünden, die ich wider ͤich, meinen Nächsten und mich selbst in dieser Woche begangen habe. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist, neige auch mein Herz dazu, daß ich denen vergebe, die sich wider mich versündigt haben. Laß mich weder in Zorn und Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder veroͤerben, sonoern in Jesus Christus, meinem heilano, erfunden werden. herr, du bist unsere Zuflucht für und für! Sei 58⁸ Fest mit sie u ewig Rech Abenoͤgebete cht, so weit der ken gehen. Ach, enken, und hilf uns zu ernst⸗ n und die Werke efehlt haben. O herz und Sinn. ißung: Es sollen neine Gnade soll iedens soll nicht gib uns deinen rete. 19 haben muß und ehe, meine Tage t wie nichts vor so sicher leben! ich viel vergeb⸗ es kriegen wiroͤ. ich. Ps. 39, 5-8. aß oͤu mich bis icht mit mir ge⸗ t meine Zuver⸗ Darum oͤanke auch mich und e ich doch deine will. e Sünden, die ndieser Woche Herz und gib Herz dazu, oͤaß üben. Laß mich in einem Laster ꝛeinem heiland, r und für! Sei Festgebete mit mir, mit den Meinen, mit allen Menschen, schütze und schirme sie und laß sie immeroͤar deine Wege gehen. Bereite uns zum ewigen Sabbat, da§reude die dülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten ist. Amen. Lied Ur. 402: Gott Lob! ein Schritt zur Ewigkeit. II. Festgebete 17. Auf Weihnachten Dies ist der Tag, den der Herr macht, laßt uns freuen und feöhlich darinnen sein. Ps. 118, 24. Ewiger und allmächtiger Gott, du hast also die Welt geliebt, daß du deinen eingebornen Sohn sanoͤtest, damit alle, oᷣie an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wir oͤanken dir dafür von Grund unserer Herzen und loben deine große Barmherzigkeit, daß uns besucht hat der Rufgang aus der höhe, dein Sohn Jesus Christus, und unser dleisch und Blut an⸗ genommen, damit er durch sein Leben unser Leben heilige. Wir bitten dich herzlich, verleih uns die Snade, daß wir alles für Schaden achten gegen die überschwengliche Erkenntnis Jesu Christi. Gib, daß wir an ihn, unseren Heilano, aufrichtig glauben, uns ihm gänzlich ergeben, ihm willig dienen in Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit und oͤurch ihn deine Kinder und Miterben sein mögen deiner ewigen Herrlichkeit. Ehre sei dir in der höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Amen. Lied Nr. 37: Ich steh an deiner Krippe hier. 18. Zum Jahreswechsel Mein Gott, nimm mich nicht weg in der hälfte meiner Tage. Deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die Erde ge⸗ gründet, und die himmel sind deiner hände Werk. Sie werden vergehen, aber oͤu bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Ge⸗ wand) sie weroͤen verwandelt wie ein Kleid, wenn doͤu sie ver⸗ wandeln wirst. du aber bleibest, wie oͤu bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Ps. 102, 25-28. Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger Vater, wir haben jetzt abermals ein Jahr unserer Pilgerschaft auf Erden zu Ende 589 §estgebete gebracht und fangen in deinem Namen ein neues an. Herr und Gott, wir rühmen und preisen deine große Barmherzigkeit und danken dir für alle deine Güte und Treue. Wir bitten dich aber auch oͤurch deinen Sohn, unseren Heiland, vergilt uns nicht nach unserer Missetat, sondern vergib uns unsere Sünden und führe uns auf deinen Wegen. Regiere uns, daß wir keine alte Un⸗ reinigkeit in das neue Jahr bringen, sondern den alten Menschen aus⸗ und den neuen anziehen, der nach dir geschaffen ist. Fange an, o Vater, uns aͤufs neue zu segnen. Gib uns rechten Mut, rechten Glauben und rechten Christensinn. Nimm von uns alles herzeleid, und halte deine Gnadenhand väterlich über uns. Ge⸗ treuer Gott, erhöre unser Gebet und erbarme dich aller Menschen; erhalte uns dein reines Wort, heilige alle Lehrer und Preoͤiger; erbaue Kirchen und Schulen. Behüte uns vor falscher Lehre. Stärke alle Regenten, fördere jeden guten Rat und jede gute Tat. Segne den Hausstand, regiere Rinder undò Gesinde. Bewahre uns vor Krieg und Blutvergießen, vor deuers⸗ und Wassersnot, vor Teuerung und Krankheiten. Kröne das Jahr mit deinem Gut; gib Frieden im Lande, unseren Herzen Frieden, unserem Leibe Gesunoͤheit. Segne unsere Nahrung und fördere das Werk unserer Hände. Bekehre die Sünder, stärke die öFrommen, bringe zurecht die Irrenden, erleuchte unsere Feinde, wehre allen Verfolgern, schütze Witwen und Waisen, versorge die Armen, tröste die Clenden, errette die Beorängten, pflege die Kranken, sei bei den Sterbenden durch Jesus Christus, unseren Heiland. Amen. Lied Nr. 48: Nun laßt uns gehn und treten. 19. Auf Karfreitag In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 35. Herr Gott, heiliger, barmherziger Vater, der du kein Gefallen hast an unserem Tode, sondern willst, daß wir uns bekehren und leben: in tiefer demut preisen wir deine Snade, daß du deines eingebornen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hast. Herr Jesus Christus, oͤu Mittler des neuen Bundes, demütige uns heute durch den Anblick deines Leidens und Sterbens. Wir, wir haben oͤir Mühe und Arbeit gemacht §estgebete s an. Herr und mherzigkeit und bitten dich aber ͤlt uns nicht nach nöͤen und führe keine alte Un⸗ malten Menschen haffen ist. Fange nus rechten Mut, m von uns alles über uns. Ge⸗ aller Menschen; r und Prediger; rfalscher Lehre. nö jede gute Tat. e. Bewahre uns Wassersnot, vor sit deinem Gut; „unserem Leibe sas Werk unserer n, bringe zurecht llen Verfolgern, ;öste die Clenden, den Sterbenden treten. t: Ich habe die du kein Gefallen ins bekehren und daß oͤu deines hu für uns alle ittler des neuen deines Leidens Arbeit gemacht destgebete mit unseren Sünden, und um unserer Missetat willen bist ou ver⸗ wundet. O laß es uns nie vergessen, wie schwer die Strafe auf dir lag, damit wir Frieden hätten für unsere Seelen. Treuer heiland und Versöhner! Du hast das große Werk unserer Erlösung voll⸗ bracht. O laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser heil, deinen Todeskampf unseren Sieg und ewigen Frieden werden. Versetze uns in die Gemeinschaft mit dir, daß unser alter Mensch samt dir gekreuzigt und begraben werde in den Tod, und wir zu einem neuen Leben mit dir auferstehen. Entzünde unsere herzen dͤurch die Liebe, damit du uns geliebt hast bis in den Tod, daß wir dich wiederum lieben mit rechter Inbrunst des Geistes und dͤir dein Kreuz nachtragen im Glauben und in Geduld. Herr Jesu, wie oͤu selbst deinen Geist befohlen hast in die hände deines himmlischen Vaters, so befehlen auch wir in festem Vertrauen auf die Kraft deiner Erlösung unsern Geist ganz samt Seele und Leib in deine allmächtige Hand. Du, herr, bist würoͤig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. men. Lied Nr. 65: O haupt voll Blut und Wunden. 20. Auf Ostern Och lebe und ihr sollt auch leben! Joh. 14, 19. Wir loben und preisen dͤich, allbarmherziger Gott, und oͤanken dir von herzen, daß du deinen Sohn, Jesus Christus, den großen Hirten der Schafe, ausgeführt hast von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, welche er hatte, eh denn die Welt war. Und dir, oͤu großer Siegesfürst, sei ewig Ehre und Preis gebracht für deine unaussprechliche Liebe und den Segen deiner Ruferstehung. Stärke und mehre nun unseren schwachen Glauben, daß wir ge⸗ wiß werden, oͤu seiest um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt. Wirke in uns durch deine Gnade, daß wir den beständigen Trost empfinden, daß weoer Tod noch Hölle uns schrecken können. Erwecke uns zu einem neuen Leben in dir und stärke uns, die Lüste des Fleisches zu besiegen und die Werke des Geistes zu vollbringen. Kehre ein mit deinem Segen in alle häuser und gib, daß in unserem Lande Ehre wohne, Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich 591 Festgebete küssen. Komme zu hilfe deiner beoͤrängten Kirche und erwecke auch sie zu neuem Leben und neuer Kraft. Tröste mit deiner Oster⸗ botschaft alle betrübten Herzen und errette alle, die in Not und Gefahr sinoͤ. Beschere uns durch die Kraft deiner Auferstehung einen seligen heimgang zu deinem und unserem Vater uno gib, daß wir an jenem Tage fröhlich von den Toten auferstehen und mit oͤir in himmlischer Freude und Herrlichteit ewig leben mögen. men. Lied Är. 86: Uberwinder, nimm die Palmen. 21. Auf Himmelfahrt Suchet, was oͤroben ist, da Christus ist. Rol. 3, 1. Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, ich sage dir von herzen Dank für deine große Gnade, die du uns armen Sündern erzeigt hast durch deinen Sohn, unseren Herrn, welcher auferstanden ist von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzet zu deiner Rechten und vertritt uns. Ich bitte dich, ou wollest auch mich erwecken aus dem Grabe der Sünden und zu oͤir hinauf⸗ ziehen, daß ich allein Lust, Liebe und Verlangen habe nach den himmlischen Gütern. Laß mein Herz, Gedanken und Sinne bei dir im himmel sein. Behüte und bewahre mich vor Sünden und allem Ubel, bis ich einst ganz zu dir komme, dͤich von Angesicht zu Angesicht sehe und ewig bei dir bleibe in deiner Herrlichkeit. men. Lied Nr. 96: Auf Christi Himmelfahrt allein. 22. Auf Pfingsten Schaffe in mir, Gott, ein reines herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner Hilfe und mit einem freudigen Geist rüste mich aus. Pps. 51, 12-14. O Gott, der oͤu oͤie herzen deiner Gläubigen so gnädig und reichlich mit deinem heiligen Geist am heiligen Pfingstfest besucht und begabt hast: gieße diesen deinen Geist auch über unsere dürren, verschmachteten herzen aus. Komm, o heiliger Geist, und ziere uns mit deinen vielfältigen Gaben, daß wir die großen Taten Festg Gotte Romn ist, un mit o Wahr Gotte deine in gri der E ständ wir s Nöter Trüb ewige ewige und und Festgebete oche und erwecke nit deiner Oster⸗ die in Not und er Auferstehung Vater unoͤ gib, auferstehen und hig leben mögen. almen. . 5/1. sus Christus, ich ade, oͤie oͤu uns „ unseren herrn, ren gen Himmel, te dᷣich, du wollest nö zu dͤir hinauf⸗ nhabe nach den nund Sinne bei vor Sünoen und ch von Angesicht iner Herrlichkeit. allein. mir einen neuen, m Angesicht und oöͤste mich wieder t rüste mich aus. n so gnädig und pfingstfest besucht jer unsere dürren, Geist, und ziere ie großen Taten Festgebete Gottes wahrhaftig erkennen und mit neuen Zungen dich rühmen. Komme in deiner dülle in die Kirche, welche durch dich gegründet ist, und laß sie immerdar deine Wohnung sein. Entzünde uns mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe. Zünde an das Licht deiner Wahrheit, daß wir inbrünstig mit rechtem Ernst und Eifer unserem Gotte dienen. du Geist des Friedens, verbinde unsere Herzen mit deinem Bande des Friedens, daß wir in Sanftmut und Demut, in Friede und Einigkeit beieinander bleiben und leben. Du Geist der Geduld, gib uns Geduld in Leidenszeit und bis ans Ende Be⸗ ständigkeit. Du Geist des Gebets, erwecke unsere Herzen, damit wir sie samt heiligen händen zu Gott erheben und ihn in allen Nöten anrufen. Sei unser Schutz in der Not, unsere Hilfe in Trübsal, unser Trost in aller widerwärtigkeit. Komm, o du ewiges Licht, sei unser Licht und leite uns auf ebener Bahn zum ewigen Leben, damit wir dich, heiliger Geist, samt dem Vater und dem Sohne dort in deinem Reiche rühmen und preisen immer und ewiglich. Amen. Lied Ur. 110: O heilger Geist, kehr bei uns ein. 23. Am Bußtage Nus der Tiefe rufe ich, herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. So du willst, herr, Sünde zurechnen: Herr, wer wird bestehen? enn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Ps. 150, 1-4. gerr der Welten, Richter der Seelen, Vater in Christus! Heute bekennen wir dir unsere Sünden, und ein Volk von vielen Tausenden bekennt sie dir mit uns. Wir sind ja allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir an dir haben sollten, und wenn unsere Lippes hiervon schwiegen, so würden unsere Taten reden. Bei dir, herr, aber ist dnade und Erbarmung, darum sinken wir vor dir nieder und bitten dich: herr, gehe nicht mit uns ins Ge⸗ richt und vergilt uns nicht nach unserer Missetat. Barmherzig und gnädig bist du, geduldig und von großer Güte. O lege das Gefühl davon recht tief in unsere herzen; laß uns nicht erliegen unter der Last unserer Schuld. Um Jesu Christi willen vergib uns unsere Sünden. Verstoße uns nicht von deinem Angesicht; wie 38 595 Gebete in besonoͤeren Lebenslagen sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, also erbarme oͤich auch liber uns. Erleuchte unsere herzen, daß wir wahre Buße tun, alle wissentlichen, vorsätzlichen Sünden fliehen unoͤ meiden, hin⸗ gegen dich und dein heiliges Wort stets vor Augen haben. Er⸗ barme dich deines Christenvolkes und aller völker, oͤaß sie dein heil suchen und finden. Sei bei uns in all unserer Not und höre auf unser Flehen in unserer Trübsal. Das alles wollest du tun, o treuer und barmherziger Gott, um deines geliebten Sohnes, Jesus Christus, unseres Herrn und Heilandes, willen. Amen. Lied Nr. 229: Rehre wieder. III. Gebete in besonderen Lebenslagen und Ver⸗ hältnissen 24. Am Beichttage(Vorbereitung zum heiligen Abendmahl) a) Anleitung zur Selbstprüfung Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Ps. 139, 25. 24. Prüfe und frage dich, ob du nicht immer noch so fleischlich und weltlich gesinnt bist, Jo wenig frei von Leidenschaften,- so voll von Regungen der bösen Lust, so unbewacht in Rücksicht auf das, was ben Sinnen schmeichelt,—so ergeben vielen eitlen Träumereien,-so sehr geneigt zum Rußeren, so nachlässig in Rücksicht auf das Innere,-so schwer zu bewegen zur Reue,- so träge zur Verleugnung deiner selbst, so begierig zu haben, so karg im Geben,- so unvorsichtig im Reden,- so hestig im han⸗ deln,-so unmäßig in Speise und Trank,-so taub gegen Gottes Wort,-so schnell zur Ruhe, so langsam zur Arbeit, so munter zu unnützem Geschwäh,-so nachlässig im Gebet, so leicht be⸗ reit, anderen wehe zu tun, so streng im Tadel, so vorschnell zum Veroͤammen, so wenig treu den§reunden, so unversöhnlich gegen die deinde,—so verzagt im Unglück,-so voll frommer Entschlüsse und so arm an guten Werken. (Die Selbstprüfung kann auch nach den 10 Geboten geschehen.) Lebenslagen barme dich auch ahre Buße tun, nö meiden, hin⸗ gen haben. Er⸗ er, daß sie dein rer Not und höre wollest oͤu tun, liebten Sohnes, illen. Amen. en und Ver⸗ jen Abendmahl) ng prüfe mich und ösem Wege bin, 24. och so fleischlich enschaften, so cht in Rücksicht en vielen eitlen so nachlässig in 1i zur Reue,- so g zu haben, so heftig im Han⸗ ib gegen Gottes eit, so munter so leicht be⸗ vorschnell zum ꝛrsöhnlich gegen mer Entschlüsse oten geschehen.) Gebete in besonoeren Lebenslagen b) Sündenbekenntnis Ich bekenne dir meine Sünde und verhehle dir meine Missetat nicht. Ich sprach: ich will dem Herrn meine Abertretung bekennen da vergabst höbu mir die Missetat meiner Sünde. Ps. 52, 5. O allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender Sünder bekenne vor deinem Angesicht alle meine Missetat und Sünde, womit ich dich erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewig wohl verdient habe. Sie sindò mir aber alle herzlich leid undò reuen mich sehr. darum bitte ich um deiner unergrünoͤlichen Barm⸗ herzigkeit und des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes, Jesu Christi, meines Heilanos, willen, du wollest mir meine Sünden verzeihen und deinen heiligen Geist geben, daß ich oͤurch sein Eingeben mein Leben bessere und von herzen fromm werde. Ach, Gott, sei mir Sünder gnädig! Amen. e) Gebet um vergebung der Sünden die Angst meines herzens ist groß, führe mich aus meinen nöten. Siehe an meinen Jammer und Elend und vergib mir alle meine Sünden. Ps. 25, 17. 18. Mein Gott und herrl Meine Seele ist betrübt, mein Herz voll Angst unò mein Gewissen voll Traurigkeit um meiner Sünden willen. Sie gehen liber mein haupt und sind mir wie eine schwere Last. Du aber bist voll Gnade. Darum komme ich zu dir und flehe: Gedenke nicht meiner Sünden, gedenke aber an deine Barm⸗ herzigkeit, die von der Welt her gewesen ist. Vergib mir um deines Sohnes willen, der gekommen ist, das Verlorene zu suchen. Uimm mich in Gnaden an und schenke mir deine Barmherzigkeit. hilf mir meine Sünden herzlich bereuen und deine Verzeihung mit gläubigem Herzen ergreifen. Stärke mich durch deinen heili⸗ gen Geist, daß ich hinfort ein christliches und gottseliges Leben führe und dir allezeit diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, wie es dir wohlgefällig ist. Laß mir den Genuß des heiligen Mahles deines lieben Sohnes gereichen zur Kräftigung meines schwachen Glaubens, zur Besserung meines Lebens und zum Pfandò meiner ewigen Seligkeit. Hilf, daß mein Leben eine stete Buße sei, daß ich mich allezeit nach deinem Wort und Willen richte, bis ich eno⸗ 385* 59⁵ Gebete in besonoͤeren Lebenslagen lich in dein Reich komme, wo alle Schwachheit aufhört und man dir dient in vollkommener Liebe und Freuoe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 220: Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder. 25. Am Abenoͤmahlstag a) Vor dem Abendmahl Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Pf. 25, 1-5. Herr Jesus Christus, du getreuer Hirte meiner Seele, du hast gesagt: Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nimmer⸗ mehr dürsten. Siehe, ich komme zu dir und bitte dich, du selbst wollest mich recht bereiten und zum würoͤigen Gast deines himm⸗ lischen Mahles machen; laß mich nicht hoffärtig unoͤ leichtfertig herzukommen. Gib rechte Reue über meine Sünden in mein Herz und festen Glauben an dein Verdienst zum Trost in meine Seele. Gib mir auch einen demütigen und versöhnlichen Sinn, daß ich meinen Feinden vergebe, und tilge in mir die Wurzel aller Bitter⸗ keit und Feinoseligkeit. Pflanze in mein Gemüt herzliche Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Bruder und Nächsten, ja alle Menschen, wie mich selber in dir lieb habe. Ach, Herr, ich komme zu dir mit Sünden beladen, nimm die Last von mir; ich komme als Unreiner, reinige mich; als Blinder, erleuchte mich; als Armer, mache meine Seele reich; als Verirrter, suche mich; als Verlorener, mache mich selig. Mein himmlischer Arzt, ich bringe zu ͤͤir eine kranke Seele, heile sie; ein herz, das Mangel hat an wahrer Gottseligkeit, Heiligkeit und Gerechtigkeit, erfülle es mit deiner Gnade, mit deinem Geiste, deiner Liebe, deiner Ddemut und Sanftmut, deiner Gedͤuld und deinem Frieden. Du wahrhaftiges Brot des Lebens, speise mich zum ewigen Leben. Amen. Lied Nr. 202: Ich komme, herr, und suche dich. 596 Lebenslagen ifhört und man on Ewigkeit zu dir nieder. jeln. Er weidet frischen Wasser. ter Straße um Seele, du hast ir kommt, den wird nimmer⸗ dich, du selbst tdeines himm⸗ inò leichtfertig n in mein Herz n meine Seele. Sinn, daß ich zel aller Bitter⸗ herzliche Liebe Nächsten, ja den, nimm die hy als Blinder, ʒ als Verirrter, in himmlischer ein Herz, das „Gerechtigkeit, deiner Liebe, einem Frieden. ewigen Leben. he dich. Gebete in besonoͤeren Lebenslagen b) Vor dem hintritt zum Tische des herrn O Gott, sei mir armen Sünder gnädig; gib oͤeinen heiligen Geist in mein Herz, daß ich das heilige Sakrament würdiglich empfangen, meinen schwachen Glauben stärken, mein blödes Ge⸗ wissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott, um Jesu Christi willen. Amen. c) Nach dem Abendmahl Ich danke dir, herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Ps. 86, 12. Barmherziger Gott und Vater, ich lobe und preise deinen heiligen Namen und daͤnke dir für deine unaussprechliche Güte, daß du mir armen, unwürdͤigen Sünder im heiligen Abenoͤmahl deine Gnade geschenkt hast. So hilf mir denn, getreuer Gott, daß mir dieses Mahl gedeihen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die Brüder, zum Wachstum in der Gottseligkeit, zur Geduld im Leiden und dereinst zu einem freudigen, seligen Sterben. Mache mich brünstig im Geist, fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, laß mich anhalten am Gebet, auf daß ich die guten Vorsätze, welche ich durch deine Gnade ge⸗ faßt habe, ourch deine Kraft nun auch ins Werk setzen und alle Anfechtungen der Welt und des hleisches überwinden möge. Erhalte deine Kirche im rechten Glauben und in wahrer Einigkeit des Geistes und hilf uns allesamt zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Lied Är. 207: O Jesu, meine Wonne. d) Gebet eines Kranken vor dem Abenömahl Ich will zu Gott rufen, und der herr wird mir helfen. Ps. 55/ 17. Mein Herr und heiland, der du das Seufzen der Elenden hörst und ein geängstetes und zerschlagenes herz nicht verachtest, blicke auf mich in meiner Trübsal und Ansechtung in Gnaden herab und erquicke meine Seele, die nach deiner Erbarmung dürstet, mit himmlischem Troste. Nahe dich zu mir in deinem heiligen Mahle und stärke mich daͤͤurch. Gib mir Krast, daß auch Krankheit und Schmerz mein Vorhaben nicht hindern, mich mit dir zu vereinigen. Ich weiß, daß ich in deinem Mahle dich selbst empfange zur Ver⸗ söhnung mit Gott, und bin gewiß, daß ich nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben soll. Erhalte mich bei diesem be⸗ 5⁷ Gebete in besonoͤeren Lebenslagen seligenden Glauben und stärke ihn durch deine Kraft. Mein Herr und mein Gott, tröste mich in meinem Leide und sei bei mir in meiner Trübsal, und hast du bestimmt, daß ich abscheiden soll von dieser Erde, so scheide nicht von mir. Stehe mir bei im letzten Kampfe und laß deinen Tod mein Leben sein. Ist's aber dein gnädiger Ratschluß, daß ich noch länger ein Pilgrim sein soll in dieser Welt, dann reinige mir herz und Sinn, daß ich nach deinem Wohlgefallen meine Wege gehe. Amen. Lied Nr. 294: Herr, wie du willst, so schick's mit mir. e) Gebet eines Kranken nach dem Abenomahl Ich danke dir, Gott, denn du kannst es wohl machen, und will harren auf deinen Namen. Ps. 52, 11. O oͤu gnädiger und getreuer Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du mich doͤurch dieses heilige Mahl erquickt und gestärkt hast. Ich bitte dich um deiner Barmherzigkeit willen, du wollest oͤurch diese himmlische Speise und oͤurch diesen Trank des Lebens meine Seele heiligen, damit ich meinen Lauf im Glauben vollende, deinem väterlichen Willen mich demütig unterwerfe und auch unter Kreuz und Trübsal deinen Namen preise. Gib, daß ich ewig dein Eigentum bleibe, und daß weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Leben noch Tod mich scheiden möge von deiner Liebe in Christus. Amen. Lied Nr. 295: Laß mich oͤein sein und bleiben. 26. Gebete in Krankheit a) herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gesündigt. Ps. 41, 5. Es hat dͤir gefallen, mein Schöpfer und Vater, mich mit Krank⸗ heit heimzusuchen. Allmächtiger, der du gesagt hast:„Ich bin der Herr, dein Gott“, zu dir nehme ich meine Zuflucht, auf dich setze ich auch in dieser Prüfung mein Vertrauen. Vor allen dingen bitte ich oich, daß ou dich gnädig meiner Seele annehmen, mir um Christi willen meine Sünden vergeben und mir Hoffnung und Glaubensfreudigkeit im Tode schenken wollest. Laß das Gefühl meiner Schwachheit den Glauben an dich stärken und meine Buße 50 Gel aufr und als mir Schi Trof Glat ist k. gesu läng Früe und lässe sein, dürf dir nöt Chr Not kem und war mir trös und Sol daß in löse nick zu ebenslagen ift. Mein herr sei bei mir in cheiöen soll von bei im letzten Ist's aber dein im sein soll in ch nach deinem mit mir. nomahl achen, und will ich sage dir Lob Rerquickt und keit willen, du esen Trank des uf im Glauben interwerfe und ise. Gib, daß degenwärtiges den möge von ꝛiben. ich habe an dir ich mit Krank⸗ jast:„Ich bin lucht, auf dich r allen Dingen mehmen, mir Hoffnung und 6 das Gefühl d meine Buße Gebete in besonoͤeren Lebenslagen aufrichtig und ernsthaft machen. Ich habe niemand im Himmel und auf Erden, der mir helfen, mich stärken und beruhigen könnte, als dich, den treuen Helfer in aller Rot. O mein Vater, du hast mir eine Last aufgelegt, hilf sie mir auch tragen; lindere meine Schmerzen, erquicke meine matte Seele mit deinem himmlischen Troste; schenke mir Geduld und Gelassenheit; läutere meinen Glauben in der Hitze der Trübsal. Herr, du Allmächtiger, bei dir ist kein ding unmöglich; wenn du willst, kannst on mich wieder gesund machen. Bin ich noch nicht reif für die Ewigkeit, o so ver⸗ längere noch meine Snadenzeit, daß ich künftig dir wohlgefällige Früchte bringen möge. Ja, Herr, ich gelobe es, daß ich mit Leib und Seele mich dir heiligen will, wenn du mich wieder aufkommen lässest. Sollte aber in deinem heiligen Rat mein Ende beschlossen sein, so bitte ich dich flehentlich um die Gnade, selig sterben zu dürfen. Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Herr, dir lebe ich; dir sterbe ich; dein bin ich tot und lebendig. Amen. Lied Nr. 293: Auf dich hab ich gehoffet, Herr. b) die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten. Ps. 25, 17. Du frommer und getreuer Gott und Vater unseres herrn Jesus Christus, ich bitte dich von Herzen, du wollest mich in meiner Not nicht verlassen, sondern mit dem Licht deiner waͤhren Er— kenntnis erleuchten, daß ich darin aus der Finsternis dieser Welt und meiner schweren Krankheit zu dir, dem ewigen Lichte, möge wandeln. O herr, sei du bei mir, wenn ich sterben soll; stehe du mir zur rechten hand, wenn ich meinen Geist aufgeben muß; tröste und stärke mich im festen Vertrauen auf deine große Gnade und Barmherzigkeit. Ach, Herr, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stamme des Kreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit gläubiger Zuversicht im Herzen sagen darf: Vater, in deine hände befehle ich meinen Geist; denn du hast mich er⸗ löset, du getreuer Hott. Und wenn ich aus Schwachheit solches nicht mehr sprechen kann, so laß doch mein Herz also in der Stille zu dir rufen nud seufzen. Amen. Lied Nr. 439: Christus, der ist mein Leben. c) Morgengebet eines Kranken Ich komme früh und schreie aufdein Wort hoffe ich. Ps. 119, 147. Herr, du Vater des Lebens, dessen Güte alle Morgen neu ist, sei gelobt und gepriesen, daß oͤu mich armen Kranken in dieser Nacht so gnädig bewahrt und erhalten hast. Noch kann ich das Licht schauen im Lande der Lebendigen uno deine über mich er⸗ neuerte Güte preisen. Sollte aber dieser Tag mein letzter auf Erden sein, ach so bewahre doch in meinem Herzen das Licht des Glaubens und laß Jesus Christus, das ewige Licht, mit seiner Gnaoͤe mir leuchten bis ans Ende, daß ich selig einschlafen möge in seiner selig machenden Erkenntnis. Nun, herr, oͤein Wille ge⸗ schehe! Nimm dich meiner Seele treulich an, oͤaß sie nicht ver⸗ derbe. Mein Gott und Vater, erbarme dich über mich und gib mir deinen Frieden! Amen. Lied Nr. 571: Morgenglanz der Ewigkeit. d) Abenögebet eines Kranken Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Ps. 27, 1. Deinem Namen, mein treuer Gott unoͤ Heilano, sage ich von Herzen Daͤnk und Lob, daß oͤu mir diesen Tag hast überwinden helfen, und daß oeine Rraft in mir Schwachem mächtig war. Aber siehe, hier liege ich noch unter deiner Heimsuchung und seufze zu bir: Ach, Herr, mein Gott, wie lange verziehst u mit deiner Hilfe! Siehe doch meinen Jammer und mein Elend an, vergib mir alle meine Sünden und errette mich! Dir befehle ich meinen hinfäl⸗ ligen Leib und meine so teuer erkaufte Seele. Stärke mich im Glauben und in der Gedulo also, daß ich vor dir bestehen unoͤ das himmlische Erbe oͤurch deine Gnade erlangen möge. Dazu hilf mir, mein Heiland und Erlöser, um dͤeines bitteren Leidens und Sterbens willen. Amen. Lied Nr. 397: Herr, es gescheh dein Wille! e) Gebet der Eltern bei Erkrankung eines Kindes Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in der Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet. Pf. 4, 2. 6⁰⁰ Gebete in besonoͤeren Lebenslagen Jan ist i es her erb unn ein Wi Ari als du Kir frei dei Kr. erz Eebenslagen ken eich. Ps. 119, 147. e Morgen neu ist, dranken in dieser loch kann ich das ine über mich er⸗ mein letzter auf zen das Licht des Licht, mit seiner einschlafen möge r, dein Wille ge⸗ aß sie nicht ver⸗ er mich und gib igkeit. en em sollte ich mich mö, sage ich von hast überwinden ichtig war. Aber i0 und seufze zu mit oͤeiner Hilfe! vergib mir alle meinen hinfäl⸗ Stärke mich im ir bestehen und en möge. Dazu bitteren Leidens HJillel nes Kindes chtigkeit, ͤͤer oͤu öre mein Gebet. Gebete in besonderen Lebenslagen Barmherziger, gnädiger Sott und Vater, oͤu siehst, welcher Jammer unser Herz erfüllt. die Freude an unserem lieben Kinde ist in schwere Sorge und großes Herzeleid verwandelt. Da liegt es vor unseren Rugen, und jeder Zug seines Antlitzes bricht unser herz. Wir möchten gern helfen und können doch nicht. Darum erbarme du dich, allmächtiger Helfer, denn bei dir ist kein Ding unmöglich. Doch es ist dein Rind/ du bist sein Vater, denn du hast ein größeres Anrecht an es als wir. Deshalb, dein Wille geschehe. wir wollen nicht murren, wenn du es uns nimmst aus unseren Armen in deine treuen Vaterarme. Gedenkst oͤu es zu versetzen als Pflanze in dein Paradies, dann wollen wir uns trösten, daß du es frühe führest zu seinem ewigen Heile. Willst du unser liebes Kind uns aber noch lassen, dann, o Herr, wollen wir es von neuem freudig aus deiner Vaterhand nehmen als lebendigen Zeugen deiner Macht und deiner Gnade. Dann aber schenke uns auch Kraft und Weisheit, es für dich und dein himmlisches Reich zu erziehen. Amen. Lied Nr. 3355: Befiehl oͤu deine Wege. f) Fürbitte der Angehörigen für einen Kranken hilf du uns, Sott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Ps. 79, 9. Vater, wir flehen zu ir für unseren Kranken, der uns so wert und teuer ist. Kann es dach deiner Weisheit geschehen, so laß ihn genesen und erhalte uns ihn, den wir so innig lieben. Doch wir unterwerfen uns mit demut deinem heiligen Willen, wenn auch mit banger Besorgnis und mit Tränen. Hilf, Helfer, hilf, denn wenn du willst, so kannst du uns wohl helfen. Du hast uns ja gesagt: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Vater, wir rufen dich an: Ist es möglich, so laß uns den bittern Relch der Trennung nicht trinken, gib viel⸗ mehr, daß wir für Rettung und Erhaltung dich preisen und dir danken können. Mildere, o Gott, die Schmerzen unseres lieben Kranken und tröste, beruhige, stärke ihn oͤurch deinen Geist. Und soll, o Herr über Leben und Tod, nach deinem väterlichen Rat⸗ schluß seine Todesstunde herannahen, ach, so mache sie ihm sanft und selig. Stärke dann mit Kraft aus der höhe den Scheidenden 601 Gebete in besonderen Lebenslagen und uns, die Zurückbleibenden. Laß ihn und uns im Geiste hin⸗ überblicken in die ewigen Wohnungen. In 19 Glauben laß uns leben, leiden und sterben. Amen. Lied Nr. 344: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 9) Fürbitte oͤer Angehörigen für einen Sterbenden Wo ist jemano, oer da lebet und oen Tod nicht sehe? Ps. 89, 49. heiliger, barmherziger Vater, siehe in Gnaden an unseren Mit⸗ erlösten, der mit dem Tode ringt. Erbarme dich seiner in seiner letzten Angst. Erbarme dich seiner im Gerichte. Wir empfehlen dir seine Seele, die du zum ewigen Leben erschaffen hast; erlöse sie von allem Abel und nimm sie auf in deine Hände. Göttlicher Erlöser, Jesus Christus, auch für oͤiesen Sterbenden hast du dein Blut vergossen, auch für ihn die heißen Todeskämpfe gekämpft. Stehe ihm bei in seiner letzten Not. Du hast seine un⸗ sterbliche Seele erlöst zum ewigen Leben. Rufe den scheidenden Geist in die Heimat zu dͤir, auf oͤaß er deine Herrlichkeit schaue. Heiliger Geist, göttlicher Tröster, sei Licht, Trost und Kraft diesem Sterbenden, deshen Auge jetzt bricht. Stärke ihn in seinem letzten Kampfe hilf ihm durchoͤringen durch die enge Pforte zum ewigen Leben. Bringe seine Seele zum ewigen Frieden. Amen. Lied Nr. 455: Unser keiner lebt ihm selber. h) Kurze Sprüche, Sterbenden vorzusprechen O Vater, ich befehle meinen OGeist in deine händel du hast mich erlöset und wirst mich auch jetzt erlösen, o herr, ou getreuer Gott. Amen. Ach, Herr, erlöse mich von allem Ubel und hilf mir zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Herr Jesus, dein bitteres Leiden und Sterben komme mir zu Hilfe in meiner Todesnot und vor deinem Gerichte. Amen. Herr, ich warte auf dein heil! Führe mich nach oeinem Worte ins rechte Vaterland. Amen. Herr Jesus, dir leb ich, Herr Jesus, dir sterb ich; dein bin ich tot und lebenoig. Amen. Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere ooe 1Eebenslagen ns im Geiste hin⸗ ** Glauben laß ohlgetan. Sterbenden sehe? Ps. 89, 49. nan unseren Mit⸗ seiner in seiner Wir empfehlen ffen hast/ erlöse änoͤe. esen Sterbenden sen Todeskämpfe du hast seine un⸗ den scheidenden rlichkeit schaue. rrost und Kraft ke ihn in seinem nge Pforte zum rieden. Amen. ber. sprechen indel du hast ꝛrr, du getreuer mir zu deinem komme mir zu e. Amen. deinem Worte ) dein bin ich degenwartiges keine andere Gebete in besonoeren Lebenslagen Rreatur mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus zesus ist, unserem Herrn. Amen. Erlöse mich, o mein Gott, von meinen Leiden; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst; Herr, dein Wille geschehe! Amen. 27. Gebet nach dem Verscheioͤen eines Kranken Aun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. 39, 8. 2 Beer allmächtiger Gott und Vater, verleihe unserem Dahin⸗ geschiedenen um deines lieben Sohnes willen die ewige Freude und Ruhe; laß ihm leuchten dein ewiges Licht und gib ihm das ewige Lebenl! Uns aber, die wir hienieden bleiben und dem Entschlafenen nachschauen, tröste aus der Fülle deiner Barmherzigkeit! Sei unser aller Pfleger, Helfer und Beistand und laß uns deine Güte und Gnade reichlich erfahren, bis auch unser Stündlein kommt und wir selig dahinfahren. O getreuer Herr und geiland, geleite die Seele unseres Ent⸗ schlafenen, die du selber durch dein Blut erkauft hast, in die herr⸗ lichkeit Gottes um deiner Liebe willen. Amen. Lied Nr. 485: Jesus, meine Zuversicht. 28. Dankgebet nach erlangter Genesung gobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat; der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöst j der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Ps. 105, 1-4. Ich preise dich, Herr, denn du hast mich erhöret; da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. Du hast mein herzeleid in herzens⸗ freude verwandelt. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht ver⸗ dlirbe. Stricke des Todes umfingen mich, aber du hast mein Fᷣlehen erhört und meine Seele vom Tode errettet. err, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die du an mir bewiesen hast! Gelobt seist du, herr, täglich, und gerühmt sei dein herrlicher Rame immer und ewiglich. Getreuer Vater, wende 6⁰³ nun deine Barmherzigkeit nicht von mir, sonoͤern vollführe das gute Werk, das oͤu in mir angefangen hast, und stärke mich von Tag zu Tag mehr und mehr; leite mich durch deinen guten Geist, daß ich oͤir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die oͤir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich be⸗ hüten. Verlaß mich nicht, herr, mein Gott; sei nicht fern von mir; eile, mir immeroͤar beizustehen, Herr, meine hilfe, auf oaß ich allezeit deinen heiligen Namen lobe und deine Erbarmung und Gnade preise. herr, mein Gott, ich will oͤir danken in Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 157: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. Gebete in besonderen Lebenslagen Lebenslagen en vollführe das stärke mich von inen guten Geist, no Gerechtigkeit/ lewege mich be⸗ t fern von mir; lfe, auf daß ich Erbarmung und ken in Ewigkeit. sten Gut. Inhalt Ie. l. Der Tag des herrnn 1 1⁴4 Am morgen w 1 3 Zum Anfang des Gottesdienstes 4·1⁰ zum Schlusse des Gottesdienstes.. 11-14 u. Möoveeen 15· 50 M. Weihnachttten 31 45 W. Jahreswechsetee 46-52 u. 402 V. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 53- 5/ WI. Vasion 58— 75 Begräbnis Jesuwæ—— 7775 VM. Osterernrrr 76- 92 Vin himmelfahhiirt 9³5-1⁰⁵ EN Hüngsteinn 1061²¹ Schlußlied der Weihnachts⸗„Oster⸗ und Pingstzeiitt 12² X. CTrinitatissetititit 12³1²⁷ XI. Allgemeine Lob⸗ und Danklieder. 128-147 XIUl. Kirche und Gnadenmittel 148·-2¹⁰ Rirche 148-176 Kirchweihe 165-166 Ausbr. d. Kirche ommoneiebeh. 167-176 Gnadenmittel 177·-210 Wort Ootts 177-183 Salramente 18⁴4-2¹⁰ heilige Taufse 184-¹18⁷7 Ronfirmatiooßn 188-194 Das heilige Abendmahl 19⁵5·-2¹⁰ vor und während der§eier„195-206 Nach oͤer Feier 207·-2¹⁰ XIll. Wiedergeburt und Heiligung.. Buorrre 211·-2⁵5⁰ Glaube und Rechtfertigung 2312⁴42 Heilidung 245·-360 Nachjolge Christ::e 245-26/7 Ziehb 28·290 Gebeeelttt 291-30⁰0³3 Allgemeine Fürbitte 30⁴4·-3⁰⁵ Friede und Freuee 306-3²⁴ Vertrauuunn 325-560 XVV. Lieoͤer für besondere Zeiten, Stänoͤe und Berhälnnmhhe Jahreszeiten 361·-564 Creühing g— 361 Sommeer 362 Herbtitttt 363 Dinterr r. 34 morgen 6 365·-379 mittaag 380-385 Bor Cisch r 380-382 Nach Lychhꝭ0 383·-385 Aodenddsdsdsd 386-401 Lür Kindeerr 40¹ Am Schlusse der Woche 40²2-40³ Beruußßß 40⁴4·-4⁰⁷ Ehe und Hausstas 408-415 Obriotennt 4¹ HBredidtamm 4¹⁷ Allgemeine oottt 418-4²2⁰ Rrieg und Frieden 421425 Mißwachs und Teurunung 4²⁴ Erntee 42⁵5-427 Wetterüedneeeer 428-429 Reyyrtt 45⁰ Rrantheie für Inh XV Anl CLiti Got Gel Ver Inhalt Nr. 211·560 11·25⁰ 31242 45-360 43·-267 8·29⁰0 9¹13⁰3 04·3⁰⁵ 06·-²2⁴ 25-360 ztände Inhalt Am GeburtstaghgͤRe 45³ Im Riter 45⁴4⁵⁵ XV. Die letzten Dinne 456-50⁰ Toooö 456-476 Sterbeliederr 437-4⁵⁷ Begräbnisliedber 458·-46 Beim Tode der Elteen 467·-468 Beim Tode von Ehegatten. 469-471 Beim Tode von Rindern. 472-476 Gericht und Ewigkeiirt 477·-5⁰⁰ Anhang geistlicher Lieder für Jugenoͤgottesdienste und für freie Versammlungen der Gemeinde Nr. 501-572. Liturgische Gesänge S. 564-571. Gottesdienstoroͤnungen S. 571-580. Gebete zur häuslichen Andacht S. 580-604. Verzeichnis oͤer Lieder S. 608-616. Erläuternde Bemerkungen zu den Melodien des Anhangs und dem Wechselgesang S. 616. Oerzeichnis oͤer Lieoͤer Nr. Abend wird es wieder. 528 Abermals ein Jahr verfl.. 49 Ach bleib bei uns, Herr. 151 Ach bleib mit deiner Gnade 152 Ach Gott, ich muß in Tr. 470 Ach Gott und Herr, wie. 215 Ach Gott, verlaß mich nicht 300 Ach Gott, vom himmel sieh 150 Ach mein Herr Zesu... 317 Ach mein Jesu, sieh, ich 395 Ach sei mit deiner Gnaoe 14 Ach, was bin ich, mein.217 Ach, was ist doch unsre Zeit 449 Ach, wie heilig ist der Ort 165 Ach wundergr. Siegesheld 97 Allein Gott in der Höh sei 125 Allein zu oͤir, herr Jesu. 213 Alle Jahre wieder kommt 504 Alle Menschen müss. sterben 486 Aller Gläubg. Sammelpl. 462 Alles ist an Gottes Segen 338 Allgenugsam Wesen.. 315 Als Zesus von s. Mutter. 515 Amen, deines Grabes.. 92 Am Kreuz erblaßt. 72 An dem Zorntag, an. 477 An dͤir allein, an oͤr.. 222 Auf, auf, ihr Reichsgenoss. 18 Auf, auf, mein Herz, mit 519 Auf Christi himmelfahrt. 96 Auf den Nebel folgt d. S. 354 Auf oͤich hab ich gehoffet. 295 Auf diesen Lag beoͤenk. wir 94 50⁸ Ur. Auferstanden, auferstand. 88 Auferstehn, ja auferstehn. 464 Auf Gott und nicht auf„ 355 Auf, ihr Streit., durchgeoͤr. 256 Auf, Jesu Jünger, freuet 95 Auf meinen lieben Gott. 329 Auf, Seele, auf, und.. 55 Aus dem himmel ferne. 529 Aus Gnaoen soll ich.. 237 Aus iroͤischem Getümmel. 204 Aus meines Herz. Grunde 365 Aus tiefer Not schrei ich„212 Barmherziger, laß deiner 186 Bedenke, Mensch, dasEnoͤe 488 Bedenk ich deine gr. Treue 303 Befiehl ou deine Wege. 353 Bei dir, Jesu, will ich bleib. 192 Beschwertes herz, leg ab d. 1 Betrübtes Herze, sei zufre. 469 Bis hierher und nicht weit. 165 Bleibe bei uns, o herr Jesu 550 Bleibt bei dem, der euretw. 266 Brich an, oͤu schönes Morg. 41 Bringt her dem Herren„ 158 Christe, du Lamm Gottes 195 Christen erwarten in allerl. 424 Christen sind ein göttl. Volk 314 Christ fuhr gen himmel. 93 Christ ist erstanden von der 76 Christ lag in Todesbanden 77 Christus, der ist mein Leben 439 Verz Dank Dank Das a Das Das v Dein Dein Dein Der o Der b Der L Der Der l Der Der d Der 1 Der h Der! Der l Der L Der! Der l Der Der! Dder d Der Der t Des Dich, Die Die l Die O Die Die Die g Die l Die b Nr. auferstand. 88 nuferstehn. 464 nicht auf„ 355 „durchgeoͤr. 256 ger, freuet 95 ben Gott. 329 , und. iel ferne„ 529 oAsch. 25/ Betümmel. 264 rz. Grunde 365 schrei ich„212 laß deiner 186 h, dasEnde 488 e gr. Treue 303 ie Wege. 353 ill ich bleib. 192 z/ leg ab d. 1 e, sei zufr. 469 nicht weit. 163 o Herr Jesu 5530 her euretw. 206 znes Morg. 41 Herren„ 1358 nm Gottes 195 en in allerl. 424 göttl. Volk 314 Hhimmel. 93 en von der 76 desbanden 77 mein Leben 459 ö Verzeichnis oͤer Lieoͤer Nr. Danket, danket Gott mit. 208 Dank u. Anbetung bringen 127 Das alte Jahr vergangen ist 46 Das Leben welkt wie Gras 551 Das walte Gott, der helfen 407⁷ Dein König kommt in.. 50 Dein Wort, o herr, bringt 160 Dein Wort, o herr, ist.. 182 Der am Kreuz ist meine 61 Der beste Freund ist in dem 552 Der du, Herr Jesu, Ruh. 75 Der oͤu in Todesnächten. 175 Der dͤu noch in dͤer letzten 284 Der du uns als Vater.. 119 Der du zum heil erschienen 176 Der heiland kommt... 27 Der heilgeChrist ist kommen 45 Der herr bricht ein um. 555 Der Herr fährt auf gen h. 98 Der herr ist meine Zuvers. 356 Der Himmel hängt voll„ 559 Der Maie, der Maie bringt 554 Der Mensch hat nichts so 535 Der Mond ist aufgegangen 400 Der Tag o.i. so jreudenreich 505 Der Tag ist hin, mein Jesu 392 Der Tag mit seinem Lichte 390 Des Jahres schön. Schmuck 365 Dich, Jesum, laß ich ewig 286 Die auf der Erde wallen. 450 Die beste Zeit im Zahr ist 556 Die Christen gehn von Ort 461 Die deinde deines Kreuzes 162 Die Gnade unsers herrn. 53/ Die güloͤne Sonne, v. Freud 368 Die Herrlichkeit der Eroen 445 Die hier vor deinem Antlitz 190 3 Re. Die himmel rühmen des. 140 Die Nacht ist kommen, oͤrin 558 Die Nacht nunmehr verg. 367 Die Sach ist oͤein, herr Zesu 559 Die Seele ruht in Jesu„ 494 Dies ist der Tag, den Gott 40 Dies ist die Nacht, da mir 38 Die Tage sind so dunkel. 501 Die Woche geht zu Enoͤe. 405 Dir dank ich für mein Leben 455 Dir, dir, Jehova will ich. 299 Die wir uns allhier beis. 516 (Dort oben, dort oben)„550 Du bist zwar mein und. Du gehest in den Garten. 69 Du lieber, heilger, frommer 50 Durch Trauern und durch 50 Du sollst glauben, o du. Du sollst in allen Sachen 404 Du Vater dein. Menschenk. 288 Ehre sei Gott in der höhe 42 Eine Herde und ein Hirt 172 Einen guten Rampfhab ich 458 Einer ists, an dem wir„175 Eines wünsch ich mir vor 517 Ein feste Burg ist unser Hott 148 Eingesargt zum letzt. Schl. 468 (Ein Kindelein so löbelich) 505 Ein Lämmlein geht u. trägt 65 Ein reines Herz, herr.. 249 Eins ist Not, ach herr.. 277 Ein Wetter steiget auf.. 49 Ein Wohlstand ohnegleich. 325 Emp. z. Gott, mein Lobges. 45 Erfüllt sind Stund u. Jeiten 44 Erhalt uns deine Lehre„155 60⁰⁹ Erhalt uns, Herr, bei dein. Erhebt d. Herrn, ihr From. Erhöht. Siegesfürst u. Held Erinnre dich, mein Geist. Ermuntert euch, ihr From. Erstanden i. d. heilge Christ Es glänzet der Christen Es ist ein Ros entsprungen Es ist ein Schnitter, der. Es ist noch eine Ruh Es ist vollbracht! Er ist. Es kennt der herr o. Seinen Es kommt ein Schiff gelad. Es saß ein fromm. Häuflein Es wolle Gott uns gnädig Ewge Liebe, mein Gemüte Fahre fort, fahre fort. Fortgekämpft und fortger. Freu d. sehr, o meine Seele Friede, ach Friede, ach.. Fröhlich soll mein herze spr. Früh am Morgen Jesus. Frühmorgens, da die Sonn Für dich sei ganz mein Herz Geoͤuld ist euch von nöten Geh aus, meinherz/u. suche Geht hin, ihr gläub. Geo. Geht nun hin uno grabt. Geht zum Schlummer Geist v. Vater u. v. Sohne Geist vom Vater u. v. Sohn Gelobet sei der herr. Gelobet seist du, Zesu Christ Gelobt sei Gott im höchsten Gen Himmel aufgefahr. ist 6¹⁰ Nr. 149 2⁰ 9⁰ 85 490 520 308 16⁷ 54¹ 337 362 147⁷7 4⁵ 471 114 12⁰ 12⁴ 35 521 525 Gesegn uns, herr,. Gaben Gib dich zufried. u. sei stille Gott, ö. Güte reicht so weit Gott, der ouherzenskenner Gott, der du unsre Zuflucht Gott der Gnaden, schwer Gott d. Himmels u. d. Erden Gott, ou Licht, das ewig. Gottes Staot steht festgegr. Gott, gib einen mild. Regen Gott hat in meinen Tagen Gott ist gegenwärtig Gott ist mein Gott, er sorgt Gott ist mein hort. Gott ist mein Liedd. Gott lebet noch! Seele. Gott lebt, wie kann ich Oottlob, ein Schritt Gottlob, nun ist erschollen Gott ruft der Sonn u. schafft Gott sei Dank oͤurch Gott Vater, aller Dinge. Gott, vor dessen Angesichte Gott wills machen, daß. Größter Morgen, der die Großer Gott v. alten zeiten GroßerSott, wir loben dich Großerönig unsrer Eroͤen Großer Mittler, o. z. Recht. Großer Schöpfer, herr Guter Geber, Dank sei dir (Hab acht auf mich) Habe deine Lust am. Halleluja! jauchzt, ihr.. Verzeichnis oͤer Lieoͤer 542 19⁴ 10⁰ 364 385 50oo a 312 9¹ Halleluja! Lob, Preis u. Ehr 125 Halleluja! wie lieblich stehn 10⁴ doͤer Lieoͤer Nr. „. Gaben 380 u. sei stille 331 cht so weit 302 enskenner 262 ee Zuflucht 250 en, schwer 228 u. ö. Eroͤen 366 das ewig. 375 tfestgegr. 164 iloͤ.Regen 113 len Tagen 435 ärtig.. 301 tt, er sorgt 353 ort 181 Eo.. 145 Seele. 346 ann ich. 352 hritt.. 402 erschollen 422 in u. schafft 52 urch 16 r Dinge. 166 Angesichte 223 sen, daß. 349 „‚ der die 87 ltenzeiten 2 loben oͤich 542 srer Eroͤen 194 ö. 3. Recht. 10⁰0 r, Herr. 364 ank sei dir 385 nich). 5oo a am., 312 zt, ihr reis u. Ehr 125 blich stehn 104 Verzeichnis oͤer Lieder Nr. Halt im Gedächtnis Jesum 279 Harre, meine Seele...543 Heiland, ö. Menschenliebe 282 Heilger Jesu, heilgungsqu. 252 (Heilig, heilig)...(576) Herbei, o ihr Gläubigen. 50/ Herr, auf Erden muß ich. 99 Herr Christe, wahr. Mensch 43/ Herr, oͤeine Kirche danket oͤ. 161 Herr, oͤein Wort, die eoͤle 179 Herr, der oͤu mir oͤas Leben 3909 Herr, ͤ. hast f. alle Sünoͤer 198 Herr, oͤu wollst uns vollber. 204 Herr, ein ganz. Leioenstag 452 Herr, es gescheh dein Wille 397 Herr, es ist ein Tag ersch. 7 Herr, es ist von meinem. 394 Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, w. danken dir 128 Herr Gott, dich loben wir 425 Herr, höre, herr, erhöre. 304 Herr im Himmel, Gott. 426 Herr Jesu Christ, oͤch zu 5 Herr Jesu Christ, ͤ. höchstes 19⁷ Herr Jesu, Licht der heiben 54 Herr, mein Licht, mein„ 354 hHerr, nun selbst den Wagen 5⁴44 Herr, stärke mich, dein„ 71 Herr, vor deinem Angesicht 9 Herr, wie oͤu willst, so.. 294 Herr, wir kommen zu.. 382 Herr, wir singen deiner. 29 Herz, laß dein Sorgen sein 545 Herzlich lieb hab ich oͤich 258 Herzlich tut mich erfreuen 546 Herzlich tut mich verlangen 44¹ Herzliebster Jesu, was. 60 309* Herz, mein herz, nicht Herzog unsrer Seligkeiten Herz und herz vereint. heute mir und morgen dir hier legt mein Sinn sich. Hier stehen wir von nah u. Hilf, herrgesu, laß gelingen Himmelan geht unsre Bahn Hinunt. i. ö. Sonne Schein Hirte deiner Schafe, der. Höchster, denk i. a.. Güte Höchster Gott, wir oanken Höchsterhelfer s. nicht ferne Höchster Tröster, komm. Hör ich euch wieder.. Hört das Wort voll Ernst Hosianna!l Davios Sohn. Hüter, wird die Nacht. Jauchzet, ihr himmel. Ich armer Mensch, ich (Ich bete an die Macht o.L.) Ich bin ein Gast auf Eroen Och bin getauft auf oeinen Ich bin in dir und du in mir Ich erhebe mein Gemüte. Ich geh zu deinem Grabe Och habe nun den Grund Ich hab in guten Stunden Ich hab mein Sach Gott Ich hab mich Gott ergeben Ich hab von ferne... Ich komme, Friedensfürst Ich komme, herr, und suche Ich laß dich nicht, du Hilf Ich ruf zu dir, Herr Jesu Ich ruhe nun in Gottes. 25⁶ 45¹ 45⁸ —444 45⁷ 2⁴⁰ 20 3⁴⁷7 292 48 1¹ Yr. Ich sag es jedem, daß er. 89 Ich singe oͤir mit herz.. 153 Ich soll zum Leben oͤringen 200 Ich steh an deiner Krippe 37 Ich sterbe täglich und mein 451 Och trau auf Gott. In aller 548 Ich und mein Haus, wir. 415 Ich weiß, an wen ich glaube 242 Ich weiß, an w. ich glaube u. 457 Ich weiß, daß mein Erlöser 327 Ich weiß von keinem andern 259 Ich will oͤich lieben... 273 Ich will streben..549 Ich zieh in ferne Lande„ 450 Je größer Kreuz, je näher 351 Jehova, Herr und König. 416 Jerusalem, oͤu hochgeb.„ 480 Jesu, deine tiefen Wunden 59 Jesu, der oͤu bist alleine„305 Jesu, Freunod der Menschen 205 Jesu, geh voran.. 411 Jesu, großer Wunderstern 56 Jesu, hilf siegen, du Fürste 246 Jesu, komm, sei eingebeten 405 Jesu, meine Freube... 307 Jesu, meiner Seele Leben 276 Jesu, meines Lebens Leben 66 Jesus Christus herrscht. 105 Jesus, Jesus, nichts a. Jesus 272 Jesus ist mein Leben.. 341 Jesus lebt, mit ihm auch ich 84 Jesus, meine Zuversicht„483 Jesus nimmt oͤie Sünder an 255 Jesus schwebt mir in Geö. 275 Jesus soll die Losung sein 51 Ihr Kinderlein, kommet, o 508 Im Himmel, im Himmel. 550 6¹² Immer muß i. wieder lesen In allen meinen Taten Verzeichnis der Lieder Nr. 551 350 In Bethlehem einRindelein 509 In Christo will ich sterben In dir ist Freude in allem In Gottes Namen fangi. an In tiefen Angsten schreien In unsers Rönigs Namen Ist Gott für mich, so. Kehre wieder,/ kehre wieder König, dem kein König gl. Kommet, ihr hirten.. Komm, heiliger Geist, erf. Komm, heilig. Geist, herre Kom m/ heilig. Geist, o. Sch. Romm, m. Herz, aus Jesu Romm, o herr, komm balod Romm, o komm, du Geist Rommst d. kommst d. Licht Rommt, Brüder, laßt uns KRommt her, ihr seid gelad. Rommt u. laßt u. Christum Lamm, das gelitten, und Lasset uns den Herren pr. Lasset uns mit Jesu ziehen Laß m. dein sein u. bleiben Laßt mich gehn Lebst du in mir, o wahres Licht, das in die Welt gek. Licht vom Licht, erleuchte Liebe, die du mich zum. Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte Liebster Jesu, wir sind hier Lobe den Herren, d. mächt. 446 552 40 4²⁰ 258 355 220 10¹ 510 4 10⁷7 10⁰ 20¹ 17¹ 109 22 259 20 511 10⁵ 7⁰ 2⁴⁵ 295 3555 28³ 17⁴4 Verzei Lobe de Lob Got Lobt Ge Löwen, Mache Machs n Macht b Man lol Mein er Meine“ Meinen. Meinen Meine Meine e MeineS Mein G Mein Gl Mein G Mein 8 Mein G Mein 5 Mein Jc Meinbel Mein sch Mir ist E Mir nad Mit Ern Mitten Morgen Mübde bi Nach ein (Nach de Näher, Nimm h Nun bitt s der Lieder Nr. ieder lesen 551 n Taten. 350 nKindelein 509 ich sterben 446 de in allem 552 n fang i. an 406 en schreien 420 igs Namen 258 ich, so. 555 ꝛhre wieder 229 König gl. 101 irten. 510 Geist, erf. 4 deist, herre 10⁷ ꝛeist, o. Sch. 106 3, aus Jesu 201 komm balod 171 n, du Geist 109 mst d.Licht 22 r,‚F laßt uns 259 seiò gelad. 206 u. Christum 511 litten, und 105 Herren pr. 79 jesu ziehen 245 u. bleiben 295 1— 585 o wahres 285 e Welt gek. 174 „erleuchte 3 nich zum.274 ir sind hier, te.. 184 ir sind hier 6 „d. mächt. 155 Verzeichnis der Lieder Yr. Lobe den Herren, o meine 159 Lob Gott getr. mit Singen 554 Lobt Gott, ihr Christen. 34 Löwen, laßt euch wieder. 156 Mache dich, mein Geist. 250 Machs mit mir, Gott, nach 445 Macht hoch die Tür... 15 Man lobt dich in oͤer Stille 152 Mein erst Gefühl sei Preis 378 Meinebebenszeit verstreicht 454 Meinengrieden geb ich euch 321 Meinen Jesum laß ich nicht 271 Meine Seele senket sich„ 348 Meine Seele, voller Fehle 224 Meine Sorgen, Angst u.Pl. 342 Mein Geist, o Gott, wird 496 Mein Glaub ist meines Leb. 316 Mein Gott, das Herz.. 218 Mein Gott, ich weiß wohl 452 Mein Gott, nun ist es.. 374 Mein Heiland nimmt die 234 Mein Jesu, der ou vor.. 199 MeinLeben i. ein Pilgrimst. 450 Mein schönste Zier und. 387 Mir ist Erbarmung widerf. 258 Mir nach, spricht Christus 244 Mit Ernst, o Menschenkind. 17 Mitten wir im Leben.. 478 Morgenglanz der Ewigkeit 371 Mübe bin ich, geh zur Ruh 401 Nach einer Prüfung kurzer 405 (Nach oem Sturme fahren) 568 Näher, mein Gott, zu oͤir 555 Nimm hin oͤen Dank.. 209 Nun bitten wir den h. Geist 108 Nr. Nun bringen wir den Leib 463 Nun dͤanket alle Gott.. 131 Nun dank. all u. bring. Ehr 134 Nun freut euch, lieb. Christ. 251 Nun geh uns auf, du Morg. 185 Nun gottlob, es ist.. 185 Nun jauchzet, all ihr From. 19 Nun kommt oͤas neue.. 235 Nun laßt uns gehn u.treten 48 Nun lob, mein Seel, den h. 129 Nun preiset alle Gottes B. 130 Nun ruhen alle Wälder. 389 Nun sich d. Tag geendet hat 395 Nun sich ö. Tag geenoͤet, m. 398 Nun singet und seid froh. 512 Nun so will ich denn.„. 285 Oallerhöchster Menschenh. 370 O Christ, wenn Arme.. 289 O daß doch balo dein deuer 556 O daß ich tausend Zungen 140 O du allersüßte Freude„ 112 O dͤu fröhliche, o oͤu selige 122 O oͤu Liebe meiner Liebe 67 Odurchbrecher aller bande 248 O oͤu reicher Herr der.. 187 OEwigkeit, oͤ. Donnerwort 484 OEwigkeit, oͤ. Freudenwort 485 O fromm. u. getreuer Gott 214 OGott, oͤer oͤu oas Firmam. 428 O Gott, oͤu frommer Gott 290 O Gottes Geist und Christi 121 O Gott, o Geist, o Licht. 116 O Gott, von dem wir alles 425 O Haupt v. Blut u. Wunden 65 O heilger Geist, kehr bei. 110 O heiliger Geist, o heiliger 52/7 Nr. O herrlicher Tag.... 522 O hilf, Christe, Gottes S. 518 O Jesu Christe, wahres L. 55/ O Jesu, herr der Herrlichk. 417⁷ O Jesu, meine Sonne.. 322 O Jesu, meine Wonne.. 20/ O Jesu, süßes Licht... 377 O Rönig, oͤessen Majestät 221 OLamm Gottes, unschuloöͤ. 58 O Liebesglut, wie soll.. 280 O mein herz, gib dich„ 360 O selig haus, wo man. 414 Ostern, Ostern, Frühlingsw. 523 O Traurigkeit, o herzeleid 74 O Ursprung des Lebens. 281 O Vater oͤer Barmherzigk. 216 O Welt,/ sieh hier deindseben 64 O wie freun wir uns. 10 O wie fröhlich, o wie selig 492 O wie selig seid ihr doch. 482 Prediger der süßen Lehre 180 Rede, liebster Jesu, reoe. 17⁷ Rüstet euch, ihr Christenl. 251 Ruhe hier, mein Geist.. 70 Ruhet wohl,/ ihr Totenbeine 459 Sag, was hilft alle Welt 558 Schaffe in mir, Gott.. 211 Schaff., schaff,, Menschenk. 255 Schmücke d., o liebe Seele 190 Schmückt das Fest mit.. 115 Schöner Himmelssaal.. 481 Schon ist der Tag von Gott 4907 Schönster Herr Jesu.. 559 Schwing dich auf zu deinem 356 Seele, oͤu mußt munter w. 372 6¹⁴ Verzeichnis oͤer Lieoͤer Nr. Seelenbräutigam, Jesu. 278 Seele, sei zufrieden... 350 Seele, was ermüoͤst du. 25/7 Seid barmherz., Menschen 287 Sei getreu bis an das Ende 243 Sei Lob und Ehr dem. 157 Selig sind des himmels„498 Siegesfürst u. Ehrenkönig 102 Sieh, dein Rönig kommt 25 Sieh, hier bin ich... 298 So geh nun hin, dem Grabe 47³ So hab ich obgesieget.. 474 Soll ich denn mich täglich 343 Sollt es gleich bisweilen. 340 Sollt ich meinem Gott nicht 300 So nimm: oͤenn m. Hände 560 Sorge doch für meine Rind. 410 So ruhest du, o meine Ruh 75 So wahr ich lebe, spricht 332 Speis, o Gott, uns, deine 381 Steht auf, ihr l. Kinderlein 501 Stille Nacht, heilige Nacht 515 Such, wer da will, ein„270 Teures Wort aus Gottes 178 Tochter Zion, freue dich. 505 Tut mir auf dͤie schöne 8 Treuer Wächter Israel. 419 Triumph, Triumph...524 Uberwinder, nimm die„ 86 Unser keiner lebt ihm selber 455 Unsern Rusgang segn. Gott 11 Unser Vater, oͤer uns liebt 384 Unser Wandel ist i. Himmel 201 Unsre müden Rugenlider 391 Unter Lilien jener Freuden 562 Unumschränkte Liebe.. 142 oer Lieoͤer Nr. m, Jesu. 278 den.. 350 üost ou. 257 Menschen 287 oas Ende 243 yr dem. 137 immels. 498 hrenkönig 102 ig kommt 25 ch... 298 hem Grabe 473 esieget.. 474 ich täglich 345 isweilen. 340 Gott nicht 306 m. Hände 560 seine Kind. 410 neine Ruh 75 de, spricht 232 ins, deine 381 dinoͤerlein 561 lige Nacht 513 ill, ein„270 is Gottes 178 eue dich. 505 schöne 8 Israel. 419 oh... 24 nm die„ 80 ihm selber 455 segn. Gott 11 uns liebt 384 i. Himmel 201 ugenlider 391 r Freuden 562 Liebe.142 Verzeichnis der Lieoͤer Nr. Valet will ich oir geben„442 Vater, deines Geist. Wehen 169 Vater, dir s. Preis gesungen 12 Vater, hier im Eroͤenschoße 467 Vater uns. im Himmelreich 291 Verleih u. Frieden gnädigl. 421 Verzage nicht, oͤu Häuflein 153 Volk des Herrn, bring dein 189 Volk des Herrn, du hast. 267 Vollbracht ist nun oͤie heilge 210 Voller Wunder, voller.. 408 Vom Geräusch oͤer Welt. 320 Vom Himmel hoch, da. 32 Von des Himmels Thron 191 Von dir, d. Gott der Einigk. 415 Von Gott will ich nicht„ 328 Wach auf, du Geist der. 168 Wach auf, mein Herz, die 80 Wach auf, mein Herz, und 369 Wachet auf, ruft uns die 479 Walte, walte nah und fern 170 Wann kommt oͤer herr. 227 Warum betrübst oͤu dich. 32 Warum sollt ich mich denn 352 Warum willst oͤu oͤraußen 21 Was freut mich noch, wenn 12 Was Gott tut, d. ist wohlg. 344 Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, so denken... 427 Was hinket ihr betrognen 255 Was mein Gott will.. 325 Was wär ich ohne dich. 28 Weicht, ihr Berge, fallt„311 Weil ich Jesu Schäflein bin 563 Weißt du, wieviel Sternlein 564 Wenn alle untreu werden 565 Nr. Wenn auch wie ein Psalter 290 Wenn Christus seine Kirche 159 Wenn der herr einst die. 358 Wenn ich einst von jenem 379 Wenn ich ihn nur habe. 318 Wenn ich, o Schöpfer, deine 145 Wenn kleinehimmelserben 476 Wenn mein Stünolein„456 Wenn mich mein Sünden 62 Wenn wir in höchsten nöten 418 Werde licht, oͤu Staͤoͤt oͤer 53 Weroͤe munter, mein Ge⸗ müte 388 Wer ist ein Mann?... 566 Wer ist wohl wie du.. 315 Wer nur den lieben Gott 339 Wer sino oͤie vor Gottes. 491 Wer weiß, wie nahe mir 448 Wie fleucht dahin der.. 487 Wie getrost und heiter.. 319 Wie groß ist des Allmächt. 144 Wie heilig ist die Stätte. 200 Wie könnt ich sein vergessen 205 ö Wie lieblich ists hienieden 567 Wie mit grimmg. Unverst. 568 Wie schön ists oͤoch, herr 4⁰9 Wie schön leucht. der Morg. 209 Wie sicher lebt der Mensch 455 Wie soll ich oͤich empfangen 20 Wie wohl ist mir, o Freunoͤ 309 Willkomm., Heloͤ i. Streite 82 Wir oͤanken Gott für seine 383 (Wir glauben all an Einen Gott)..(573-575) Wir pflügen u. wir streuen 559 Wir singen oͤir, Immanuel 35 Wir treten zum Beten vor 57⁰ 515 Nr. Wir werden bei oͤem herrn so0 Wo findet oͤie Seele die. 571 Wohlauf, mein Herz, verlaß 57 Wohlauf, wohlan z. letten 466 Wohl einem Haus, da Jesus 412 Womit soll ich dich wohl„ 141 Oerzeichnis oͤer Lieoͤer Nr. Zeuch ein zu deinen Toren 111 Zeuch hin, mein Kind.. 475 Zeuch uns nach o. so laufen 526 Zieht in Frieden eure Pfade 572 Zion, gib oͤich nur zufrieden 154 Zu Bethlehem geboren ist 514 Wunderanfang, herrlichs 345 Zwei der Zünger gehn.. 83 Wunderbarer König.. 156 zweierlei bitt ich von dir 297 Erläuterungen zu den Melooͤien I. Die Zeichen I, U, A sinò Andeutungen für etwaigen Wechsel⸗ gesang. Ibzw. libedeutet, daß die erste bzw. zweite Gruppe(Chor) oder auch der Gesamtchor, A, daß wieder alle singen. Beim dehlen eines zeichens wird die Strophe von allen(oer Gemeinde) gesungen 2. Die im Anhang beigegebene zweite Stimme ist nicht ver— wenöbar, wenn ein Lied im vierstimmigen Satze des Anhang zum Choralbuch begleitet wird. 3. Bei einigen Volksliedern ist die Zahl der Silben nichti allen Strophen gleich; bei diesen müssen die mit Bogen versehener. Noten je nach der Silbenzahl einer Zeile bald verbunden, balt getrennt gesungen werden. Ein Anhang zum Choralbuch zur Begleitung auf Orgel, Har⸗ monium oder Klavier ist bei J. Wait, Darmstaoͤt, erschienen. Die Melodien zu Nr. 30, 115, 555 und 536 sind jetzt im Verlag von Leuckart, Leipzig, erschienen. Die Melodien zu Nr. 5141 und Nr. 554 sind mit Genehmigung der Hinterbliebenen des Ron ponisten und des R. Deichertschen Verlags(G. Böhme) in Leipzie entnommen aus Fr. Mergner,„5O geistliche Lieder für Chor und Einzelstimme“, Nr. 570 mit Genehmigung des Ubersetzers und des Breitkopf& Härtelschen Verlags in Leipzig aus J. Röntgen und K. Budde„XIV Altniederländische Volkslieder“. 3der Lieoͤer Nr. nen Toren 111 Kind.. 475 so laufen 526 eure Pfade 57 rzufrieden 154 geboren ist 51 r gehn. 85 ch von dir 297 en igen Wechsel⸗ Sruppe(Chor) n. Beim Fehlen inde) gesungen ne ist nicht ver⸗ des Anhang Filben nicht i gen veesehener. erbunden, bali uf Orgel, Har⸗ oͤt, erschienen. jetzt im Verlag n zu Nr. 514 benen des Ron me) in Leipzig für Chor und rsetzers und des öntgen und 2 — —— 2— ꝗSSSSRSRSSPIIPPTI—— 75 PPP PDPDPDSDSDSPSRSPSPSPSPSSPIPIPIPIIIITITTTTTTITITIII‚......—.——— * 2—.— *— — 2 2 * 25 2. 8 5 5 5** 2 5 2 * 4 —.—. 7 7 ¶——— 2— ö — 1—— ö ö