* CLals mich Mein Soist Un bleiben. Oesanghuch QUumgebsche Cundestrche mn hehen 4 SS—** EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE EEEEEEEEEREEEEEEEEEE DRRRRRRRRREEE * ö 0 W. nicht lein Kreuz auf Ich nimmt und folget mir nach, der slt mein nicht wert. Matth. I0, 38. PPPPPIIIIIIIEEEEIETETETEEETETTETITITITIFIFIFIF EEEEEEEEEE Rk‚‚ 2** 44‚· 2* ᷣ 2 /...„...¶¶¶¶ ¶ ¶ ˖¶ ¶ ¶˖ ꝗ 7 ꝙꝶͤ ⁊˖᷑̃ᷓ..7. Jos. 24. 15. Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Familien⸗Gedenktage. — — — * * — — — — — — — 2 2 — — — — — — 2 ʃafnn66é‚6 RPRkk**— 2—* 2* ᷑᷑G᷑TGTGTGTGTGTCGRTGTGTCGTGTCTCTGTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCCCCTCTCTNTNTNTNT 222 ðͤ* Haus wollen Jos. 24, 15. Hermn/ 07⁰ 4 2** —— Künstlaischer Schmuckvon I Gengnngel OmucderLChitichschen Hosbuchdruchare halag von NWatz: Univ.- Sidl. Slessen —— f T —— 2——— — e⸗ schwer ⸗tes herz,/ leg Es kommt der an⸗ ge⸗ Y4 ab die Sor⸗gen;/ er ⸗he ⸗be neh⸗ me Mor⸗gen,/ da Gott zu bich, ge⸗beug⸗ tes Haupt! 90 ru ⸗ hen hat er⸗laubt, x——.— ö e᷑,Suerr. hat be⸗foh⸗len/ und selbst die Ru⸗ he ein⸗ ge⸗ 1 EiGAE ö Gott zu ru⸗ hen 1 1 Der Tag oͤes herrn SSSS....— weiht./ Auf, auf! die ihm ge⸗raub⸗ te Zeit in sei⸗nem — ö 4— ——— II Dien ⸗ste ein ⸗ zu ⸗ ho⸗ len. 2. Auf, laß die Welt aus deinem Sinne,/ dein iroͤisch Werk muß stille stehn/ du sollst zu höherem Gewinne/ in deines Gottes Tempel gehn,/ ihm zu bezahlen deine Pflichten/ und zur Ver⸗— mehrung seines Ruhms/ die Werke deines Priestertums/ in tiefster Andacht zu verrichten. 3. Mein Sott! ich bin vor dir erschienen/ und gebe auf dein Winken acht;/ wie kann ich dir gefällig dienen, wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht?/ Wie werde ich in dir erfreuet,/ wenn er nicht stillt der Sünde Schmerz?/ Wie bet ich, wenn er nicht das Herz/ oͤurch seine Gnade mir erneuet? 4. Kann meine Harfe lieblich klingen,/ wenn sie dein Finger nicht berührt?/ Kann ich die finstre Nacht durchoͤringen,/ wenn mich dein Licht nicht aufwärts führt? /Kann ich ein reines Opfer weroͤen,/ wenn deine Flamm nicht in mich fährt/ und mich in deiner Lieb verzehrt/ und hebet von dem Staub der Erden? 5. Mein Jesus hat mein Herz so teuer/ zu seinem Tempel ein⸗ geweiht:/ hier ist dein heroͤ, hier ist dein Feuer,/ die Fülle deiner Herrlichkeit,/ dein heiligtum, dein Stuhl der Gnade;/ dein Licht und Recht, das Himmelsbrot,/ des Geistes Frucht und dein Ge⸗ bot/ erfüllen oͤiese Bundeslade. 6. In deinem Haus will ich mir bauen/ die hütte, bis ich scheid einmal./ Indessen gib mir, dich zu schauen,/ o Lebenslicht, den Gnadenstrahll/ So feir ich recht den Tag oer Sonnen,/ so hab ich meine Ruh in dir;/ ach, habe du dein Werk in mir!/ Vollführe, was du hast begonnen! ů 7. Wenn sich des Lebens Werktag' enden,/ so ruh, von allem Frondienst los,/ mein Geist in Gottes Vaterhänden,/ mein Leib in seiner Mutter Schoß,/ bis beides feiern wird dort oben,/ wo man in sicherm Frieden ruht,/ nichts denket, redet oder tut,/ als dich zu lieben, dich zu loben. Christoph Wegleiter, 4 1706. der Tag Mel. Anser 5 unser König. mich zu 2. NAch, v gest,/ das läßt/ und d 3. Habe schenkt;/ ö Gott geden Wolken oͤri 4. Was Wort?/ Do Pfortl/ Sel 5. O mei tumz/ alles bis es künf Mel. Meinen des Herrn r in sei⸗ nem irdisch Werk eines Gottes no zur Ver⸗ 8/ in tiefster ö ebe auf dein un mich dein euet,/ wenn enn er nicht dein Finger igen,/ wenn reines Opfer und mich in Erden? Tempel ein⸗ Fülle deiner / dein Licht no dein Ge⸗ bis ich scheid enslicht, den / so hab ich / Vollführe, mel. Meinen desum laß ich nicht. 3 gohann Uhlich, 1674. h, von allem /mein Leib et oben,/ wo der tut,/ als leiter, 4 1706. ** Der Tag oͤes Herrn 23 Mel. Anser Herrscher, 2 unser Rönig. Bremen 1080. P +— * S.— ö—— — 1——.—.———8———.— ,. Gro⸗ßer Gott von al⸗ ten Zei⸗ ten,/ des⸗ sen Hand die des⸗sen Treu auf al⸗len Sei⸗ten/ mich von Ju⸗ gend Läer;r,. äö‚‚‚Aad..... Welt re⸗ giert, auf ge⸗ führt: 7/. E N n dr ——— 1 mich zu lau⸗ ter An ⸗bacht auf. 2. Ach, wie lieb ich oͤiese Stunden,/ denn sie sind des Herren dest,/ das mit so viel Trost verbunden,/ da mein Gott mich ruhen läßt/ und durch seinen guten Geist/ mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen,/ der mir Zeit zum Guten schenkt;/ das sind unsre besten Sorgen,/ wenn oͤer Mensch an Gott gedenkt/ und von Herzen betet, singt,/ daß es durch die Wolken oͤringt. 4. Was ist schöner, als Gott loben?/ Was ist süßer als sein Wort?/ Da das herz, zu Gott erhoben,/ offen sieht des Himmels Pfortl/ Selig ist, wer Lag und Nacht/ also nach dem Himmel tracht't. 5. O mein Gott, sprich selber Amen,/ denn wir sind dein Eigen⸗ tum;/ alles preise deinen Namen,/ alles mehre deinen Ruhm,/ bis es künftig wird geschehn,/ daß wir dich im Himmel sehn. Raspar Neumann, 4 1715. heu te weckt des Ta⸗ ges Lauf/ 22 .SS... Licht vom Licht, er⸗leuch te mich/ bei dem neu⸗en Gna⸗den⸗son⸗ne, zei ⸗ge dich/ meinem muntern 1* 3 4 Der Tag oͤes Herrn EI— Ta⸗ges⸗lich ⸗te; An⸗ge⸗sich⸗te; D 5 EEIIeIIe 15555751 woh⸗ ne mir mit Glan ⸗ze bei,/ — 535 n ——.— daß mein Sab⸗bat fröh-lich sei. 2. Brunnquell aller Seligkeit,/ laß mir deine Ströme fließen;/ mache Mund und Herz bereit,/ deiner Gnade zu geniebenj/ streu das Wort mit Segen ein,/ laß es hundertfrüchtig sein! 3. Zünde selbst das Opfer an,/ das auf meinen Lippen lieget;/ sei mir Weisheit, Licht und Bahn,/ daß kein Irrtum mich be⸗ trüget/ und kein fremdes deuer brennt,/ welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit/ heilig, heilig, heilig singen/ und mich in die Ewigkeit/ mit des Geistes Flügeln schwingen;/ gib mir einen Vorschmack ein,/ wie es mag im Himmel sein. 5. Ruh in mir und ich in dir,/ bau ein Paradies im Herzen,/ offenbare dich doch mir,/ senode meiner Andacht Rerzen/ immer neues Feuer zu,/ o ou Liebesflamme dul 6. Dieser Tag sei dir geweiht;/ weg mit allen Eitelkeiten!/ Ich will deiner Herrlichkeit/ einen Tempel zubereiten,/ nichts sonst wollen, nichts sonst tun,/ als in deiner Liebe ruhn. Benjamin Schmolck, 4 1737. Zum Anfang dͤes Gottesdienstes- 4 11. Jahrhundert. S. 3 hei ⸗li⸗ ger Geist, Romm, er⸗füll die Her⸗ zen +71 —— 74 ———— —— dei⸗ner Gläu⸗bi⸗gen und ent⸗zünd in ih⸗ nen das deu⸗ er 4 — ** uns 2. Tu dacht fe Nam we 3. Bit Herrl/1 gem Lich 4. Eht Einem in Ewig ließen;/ nʒ/ streu lieget;/ mich be⸗ in Altar gen/ und ũsen;/ gib n. Herzen,/ ) immer ten!/ Ich hts sonst Ick, + 1757. hehundert. her⸗zen Der Tag oͤes Herrn * 5 2+2 ———.—— , vdr—— dei⸗ner gött⸗li⸗ chen Lie ⸗ be, der oͤu oͤurch Mannig⸗ —— ——— 7—— fal⸗ tig⸗ keit der Zzun⸗gen die Völ- ker der gan⸗zen Welt II— ————— ver ⸗sam-melt hast zur Ei⸗ nig⸗keit des Glau⸗bens. HHhhi 1— SSSI————.——.— —6 2 H Hal ⸗le ⸗ lu ⸗ jal Hal⸗le⸗lu⸗ jal (Veni sancte spiritus) Alte Rirche.- 1522. 5 Görlitz 1648. .—..—. in, 21. hHerr Je ⸗su Christ, dich zu uns wend/ den heil⸗gen Geist du ..—. — 1 143* zu uns send;/ mit Hilf und Gnad er uns re⸗gier/ und I II— X 1 e ,,. 2. uns den Weg zur Wahr⸗heit führ. 2. Tu auf den Mund zum Lobe dein,/ bereit das herz zur An⸗ dacht fein;/ den Glauben mehr, stärk den Verstand,/ daß uns dein Nam werod wohlbekannt; 3. Bis wir singen mit Gottes Heer:/ Heilig, heilig ist Gott der herrl/ und schauen dich von Angesicht/ in ewger Freud und sel⸗ gem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn,/ dem heilgen Geist in Einem Thron;/ der heiligen Dreieinigkeit /sei Lob und Preis in Ewigkeit! Aitenburg 1648. 67 Der Tag des Herrn 6 Joh. Rudolf Ahle, 1664. * DEERREE 4. Lieb⸗ster Je ⸗su, wir sind hier, dich und dein Wort len ⸗ke Sin⸗nen und Be⸗ gier/ auf die sü⸗ben 1— f 1+—— 25 — 2————— ————— U—.— daß die Her⸗zen von der Er⸗den/ an⸗zu⸗ hö⸗ ren; Him⸗mels⸗leh⸗ren, S — ganz zu dir ge⸗zo⸗ gen wer⸗den. 2. Unser Wissen und Verstand/ ist mit Finsternis verhüllet,/ wo nicht oͤeines Geistes Hano/ uns mit hellem Licht erfüllet;/ Gutes denken, tun und dichten/ mußt du selbst in uns verrichten. 5. O oͤu Glanz der Herrlichkeit,/ Licht vom Licht, aus Gott geboren,/ mach uns allesamt bereit,/ öffne Herzen, Mund und Ohren/ unser Bitten, Flehn und Singen/ laß, Herr Jesu, wohl⸗ gelingen. Tobias Clausnitzer, 4 1684. Mel. Ach, was soll 7 ich Sünder machen. Altdorf 1655. LE—HE+ — 1. Herr, es ist ein Tag er⸗schie⸗nen,/der mich in den +. 1— Ce .. Him⸗mel weist/ und an Gott ge⸗den⸗ken heißt/ darum komm ich, .. dir zu die⸗nen;/ rich»te du mich sel⸗ber zu// Herrn ahle, 1664. Der Tag oͤes Herrn 8 —..— ——.———— daß ich dei⸗nen Wil⸗len tu. 2. Stille selbst an diesem Morgen/ den verwirrten Lauf der Welt,/ der uns hier gefangen hält;/ brich die Nacht der eitlen Sorgen,/ daß ich he t, von allem frei,/ dir allein ergeben sei. 3. Kröne mich mit deinen Gaben,/ zieh mich an mit deiner Kraft,/ die den neuen Menschen schafft./ Ach, was dreude werd ich haben,/ wenn das Herz in meiner Brust/ sucht am herren seine Lust. 4. Laß die Predigt wohlgelingen,/ steh auch deinem Worte bei,/ daß es in mir kräftig sei./ Unser Beten, unser Singen,/ und was sonst noch wird getan,/ siehe du mit Gnaden an! Kaspar NVeumann, 4 1715. Mel. Gott des Himmels 8 und der Erden. heinrich Albert, 1642. ———— — E— E 1 E S.S S........— Tut mir auf die schö⸗ ne Pfor⸗te,/ führt in Vach, wie wird an die⸗sem Or ⸗te/ mei⸗ ne DiEEE EEE Got⸗ tes haus mich ein 42 54550 See⸗le fröh⸗lich—— Hier ist Got⸗tes An ⸗ge⸗ sicht;/ II . ni ů e. hier ist lau ⸗ ter Trost und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen,/ komme du nun auch zu mirj/ wo oͤu Wohnung hast genommen,/ oa ist lauter Himmel hier./ Zeuch in meinem Herzen ein,/ laß es deinen Tempel sein! 3. Laß in durcht mich vor dich treten,/ heilge du Leib, Seel und Geist,/ daß mein Singen und mein Beten/ dir ein lieblich Opfer heißt./ Heilge du, herr, Mund und Ohr,/ zeuch das Herz du dir empor! 7 Der Tag des Herrn 4. Mache mich zum guten Lande,/ wenn dein Saatkorn aufmich fällt;/ gib mir Licht in dem Verstande,/ und was mir wird vorge⸗ stellt,/ yräge meinem Herzen ein,/ laß es mir zur Frucht gedeihn! 5. Stärk in mir den schwachen Glauben,/ laß dein teures Klein⸗ od mir/ nimmer aus dem herzen rauben;/ halte stets dein Wort mir für,/ daß es mir zum Leitstern dient/ und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, herr, so will ich hören,/ und dein Wille wero erfülltl/ Nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt;/ speise mich mit Himmelsbrot,/ tröste mich in aller Not! Benjamin Schmolck, + 1737. mel. Rr. o. 9 wit snd hrer 1. Herr, vor oeinem Angesicht/ hat die Andacht uns versam⸗ melt/ ach, verwirf die Bitten nicht,/ die dein volk dir, höchster, stammelt!/ Hör auf unsre schwachen Lieder/ und sieh gnädig auf uns nieder! 2. Laß dein Wort, das hier erschallt,/ viele gute Früchte bringen/ und mit göttlicher Sewalt/ tief in unsre herzen oͤringen./ Laß es unsern Sinn erneuen/ und das Herz mit Trost erfreuen! 3. Dein Gebot mach uns bekannt/ uno hilf selbst es treulich lben,/ dich und den, den du gesanoͤt,/ Jesum Christum, herzlich lieben,/ daß kein Schmerz und keine Freude uns von deiner Liebe scheidel Daniel Schiebeler, 41771. Mel. O Ddurchbrecher aller Bande. 1 0 0 42 Herrnhaag 174⁴0. ———.— 4———. O wie freun wir uns der Stun⸗de,/ da wir dir, Herr Lum aus dei⸗nem heil⸗gen Mun⸗de /Le⸗bens⸗wor ⸗te 1 1 + —838— . Je⸗su, nahn, zu emp⸗fahnl Laß uns heu⸗te nicht ver ⸗ge⸗bens/ Der 7 5598 Ho Wort 2. S sieh, w wie wi Zeit at 3. N Wortʒ fort/ gefaßt, Herrn sufmich vorge⸗ deihn! Klein⸗ s dein nTrost füllt l/ Lebens r Not! + 17³7. er Jesu, nö hier. ersam⸗ öchster, big auf jrüchte ngen./ reuen! reulich erzlich deiner + 1771. 9 17⁴⁰ Der Tag oͤes Herrn 1112 —.2 hö⸗ rer dei⸗ nes Wor⸗tes sein/ schrei⸗ be selbst das +——.—— H ——.— ů—.— ä Wort oͤes Le⸗bens/ tief in uns⸗ re her⸗ zen ein. 2. Sieh, wir sitzen oͤir zu Füßen;/ großer Meister, rede du/ sieh, wir hören deiner süßen/ Reoe heilsbegierig zu. /Lehr uns, wie wir selig werden;/ lehr uns, wie wir unsre Zeit,/ diese kurze Zeit auf Erden,/ nützen für die Ewigkeit. 3. Nun, so lege Licht und Liebe,/ Kraft und Feuer auf dein Wort;/ laß es mit lebenoͤgem Triebe/ in uns wirken fort und fort;/ hilf uns, daß wir treu bewahren,/ was wir in das Herz gefaßt,/ und laß anoͤre auch erfahren,/ daß du Lebensworte hast. Philipp Spitta, 4 1859. Zum Schlusse oͤes Gottesdienstes mel. Nr. 6. 11 Uiebster Jesu, wir sind hier. Unsern Ausgang segne Gott,/ unsern Eingang gleichermaßenz/ segne unser täglich Brot,/ segne unser Tun und Lassen,/ segne uns mit selgem Sterben/ und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schenk, 4+ 1681. ù mel. Nr. 2. 12 Aunher Küntg. 1. Vater, dir sei Preis gesungen,/ daß du uns so wohl gelehrt,/ daß dein Werk an uns gelungen,/ daß wir jetzt dein Wort ge⸗ hört;/ laß die Lehr den Glauben stärken,/ mach uns reich an guten Werken! 2. Jesu, dein Wort ist sehr süße,/ habe Dank für diese Lehrl/ Lenke nur auch unsre Füße,/ daß wir wandeln dir zur Ehrz/ laß uns deinen Trost erquicken,/ bis wir deinen Thron erblicken. 3. Heilger Geist, schreib alle Worte/ nun in unsre Herzen ein,/ daß man stets an allem Orte/ deren eingedenk mag sein,/ daß wir täglich drüchte bringen/ und im himmel Amen singenl! Michael Wiedemann, 1719. 9 13· 1⁴4 Der Tag oͤes Herrn mel. ur. 6. 13 wie sins hier⸗ wir sind hier. I. Höchster Gott, wir oanken dir, daß oͤu uns dein Wort ge⸗ — gebenj/ hilfuns ferner, daß auch wir/ nach demselben heilig leben/ gib dem Glauben solche Stärke,/ daß er tätig sei im Werke! S 2. Ans, o Vater, lehrest du,/ was wir tun und glauben sollen/ schenk uns deine Rraft dazu,/ gib zum Wissen auch das Wollen/ und zum Wollen das Vollbringen,/ so wird alles wohlgelingen. 3. Sib uns, eh wir gehn nach Haus,/ deinen väterlichen Segen,/ breite deine hände aus,/ leite uns auf deinen Wegenz/ laß uns hier im Segen gehen,/ dort gesegnet auferstehenl Joh. Adam Haßlocher, + 1726. Mel. Christus, oer ist mein Leben. Melchior vulpius, 1609. 427—.———— II ů—— D ö— ......—— 1. Ach sei mit oͤei⸗ner Gna⸗de/ bei uns, Herr Je⸗su ———— ů— SIIII Christ,/ daß uns fort⸗an nicht scha⸗de/ des bö⸗sen dein⸗des Lst. 2. Ach sei mit deiner Liebe,/ Gott Vater, um uns her;/ denn wenn uns die nicht bliebe,/ fiel uns die Welt zu schwer. ö 3. Ach heilger Geist, behalte/ Gemeinschaft allezeit/ mit unserm 36650— Geist und walte/ nun und in Ewigkeit! vernhard Garve, + 1841. ů Herrn ter Jesu, ind hier. ort ge⸗ lebenj/ ke! ollen j/ Hollen/ lingen. ꝛrlichen egenʒ/ + 1726. 5, 1609. —— e⸗ su 4 List. bdenn inserm + 1841. ⸗acht hoch die Tür, die Tor macht 4—.—. ö —.———— . — 1 — 50 weitl/ Es kommt der Herr der Herr⸗lich⸗ —. ö —.——.— ö, E keit,/ ein Kö⸗ nig al ⸗ ler Kö ⸗ nig⸗ reich,/ ein 1 EEEEEEEEEEEEEEEE hei⸗land al ⸗ ler Welt zu⸗gleich, /der heil und Le⸗ben — 1—.— 1—.——2——.—— 1— mit sich bringt;/ der⸗hal⸗ben jauchzt, mit Freu⸗den singt:/ Ge⸗ EEEEEE lo ⸗bet sei mein Golt// mein Schöpfer, reich von Rati 1¹ Aoͤvent 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert,/ Sanftmütigkeit ist sein Ge⸗ fährt,/ sein Rönigskron ist Heiligkeit,/ sein Zepter ist Barmherzig⸗ keit j/ all unsre Not zu End er bringt;/ derhalben jauchzt, mit Freu⸗ den singt:/ Gelobet sei mein Gott,/ mein Heiland, groß von Tat! 3. O wohl dem Land, o wohl der Staoͤt,/ so diesen König bei sich hat;/ wohl allen herzen insgemein,/ da dieser König ziehet ein!/ Er ist die rechte hreudensonn,/ bringt mit sich lauter Freud und Wonn.„Gelobet sei mein Gott,/ mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch oͤie Tür, die Tore weit,/ das herz zum Tempel macht bereit;/ die Palmen der Sottseligkeit/ streut hin mit Andacht, Lust und Freud; /so kommt der König auch zu euch,/ ja Heil und Leben mit zugleich./ Gelobet sei mein Gott,/ voll Rat, voll Tat, voll Gnad! 5. Romm, o mein heiland Jesu Christ,/ des Herzens Tür dir offen ist;/ ach, zeuch mit deiner Gnade ein,/ dein Freunoͤlichkeit auch uns erschein./ Dein heilger Geist uns führ und leit/ den Weg zur ewgen Seligkeit!/ dem Namen dein, o Herr,/ sei ewig Preis und Ehr! Georg Weißel, + 1635. Mel. Nun komm(15. JZahrhundert.) der heiden Heiland. 1 6 Erfurt 1524. — ö 5..—. 0.—.—.—————— + 1. Gott sei dank dͤurch al ⸗öle Welt,/ der sein Wort be⸗ d.....--.ee I— L— stän ⸗dig hält/ un! der Sün⸗der Trost und Rat/ P‚ 22 zu uns her ⸗ ge ⸗ sen ⸗det hat. 2. Was der alten VLäter Schar/ höchster Wunsch und Sehnen war,/ und was sie einst prophezeit,/ ist erfüllt in Herrlichkeit. 5. Zions Hilfund Abrams Lohn//Jakobs heil und davids Sohn,/ Wunderbar, Rat, Rraft und held/ hat sich treulich eingestellt. Aoͤvent t sein Ge⸗ rmherzig⸗ mit§reu⸗ von Tatl! König bei nig ziehet Freud und 5 spat! m Tempel t hin mit u euch,/ ja voll Rat, 8 Tür dir unoͤlichkeit ˙ᷣen Weg wig Preis el, T 1035. hrhundert.) Erfurt 1524. Wort be⸗ —. òRat/ ò Sehnen lichkeit. s Sohn,/ gestellt. Roͤvent 17 4. Sei willkommen, o mein heil,/ dir Hoslanna, o mein Teill/ Richte oͤu auch eine Bahn/ dir in meinem Herzen an! 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein,/ es gehöret dir allein;/ mach es/ wie du gerne tust,/ rein von aller Sündenlust! 5. Und wie du voll Sanftmut kamst,/ jedes Armen dich an⸗ nahmst,/ also sei auch jederzeit/ deine Sanstmut mir bereitl 7. Cröste, tröste meinen Sinn,/ weil ich schwach und blöde bin,/ daß im Glauben ich fortan/ treu dir bleibe zugetan; 8. Daß,/ wenn du, o Lebensfürst,/ prächtig wiederkommen wirst,/ ich dir mög entgegengehn/ und vor dir gerecht bestehn! Heinrich helö, 4 1659. Mel. Von Sott 1 7 will ich nicht lassen. Erfurt 1572. H — +—3 15— I + SEEEE + +— 1 4 50 Ernst/ o Menschenkinder,/ das herz in euch bestellt!) Bald wird das Heil der Sünder,// der wunder⸗starke Helo, 1 ............ den Gott aus Gnad all⸗ ein/ der Welt zum Licht und Le⸗ben/ ver⸗ 1 1 II .—. + sprochen hat zu ge⸗ ben,/ bei al ⸗len keh⸗ ren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig/ den Weg dem großen Gast,/ macht seine Steige richtig,/ laßt alles, was er haßt;/ macht eben jeden Pfad,/ die Tale rings erhöhet,/ macht niedrig, was hoch stehet,/ was krumm ist, macht gerad! 3. Ein Herz, das demut liebet,/ bei Gott am höchsten steht;/ ein herz, das hochmut übet,/ mit Angst zugrunde geht;/ ein herz, das richtig ist/ und folget Gottes Leiten,/ das kann sich recht be⸗ reiten,/ zu dem kommt desus Christ. 4. Ach, mache du mich Armen/ in dieser Gnadenzeit/ aus Güte und Erbarmen,/ Herr Jesu, selbst bereit!/ zeuch in mein Herz hinein,/ mach es zu deiner Krippen;/ so werden herz und Lippen/ dir ewig dankbar sein. valentin Thilo, 4 1662. 13 18 Aoͤvent Mel. Aus meines 1 8 Herzens Grunde. Hamburg 1598. 7 — N S....... Auf, auf, ihr Reichs ge⸗ nos ⸗sen,/ der Rö⸗ nig Uemp⸗fa⸗ het un ⸗ver⸗ öros⸗ sen/ den gro⸗ßen ——5 ..... kommt her⸗an Wun⸗Oer⸗mann. Ihr Christen, geht her⸗für, laßt E——— +— E 1 ......— uns vor al⸗ len Din⸗gen/ ihm Ho⸗si ⸗ an ⸗ na sin- 5„ ä.... 5.4.— gen/ mit hei⸗li ⸗ger Be⸗ gier! 2. Auf, ihr betrübten Herzen,/ der König ist nicht fern./ Hin⸗ weg all Angst und Schmerzen,/ doort kommt der Morgenstern./ Der Herr will in der Not/ mit reichem Trost euch speisen,/ er will euch Hilf erweisen,/ ja dämpfen gar den Tod. 3. Frisch auf in Gott, ihr Armen,/ der Rönig sorgt für euch./ Er will durch sein Erbarmen/ euch machen groß und reich./ der alles hat bedacht,/ der wird auch euch ernähren;/ was Menschen nur begehren,/ oͤas steht in seiner Macht. 4. Frisch auf, ihr hochbetrübten,/ der König kommt mit Macht./ An uns, die Herzgeliebten,/ hat er schon läͤngst gedacht./ Nun wird kein Angst, noch Pein,/ noch Zorn hinfür uns schaden,/ die⸗ weil uns Gott aus Gnaden/ läßt seine KRinder sein. S. Auf, auf, mit schnellen Schritten,/ den König eilt zu sehn!/ Er kommt in unsre Mitten/ stark, herrlich, sanft und schön./ Nun tretet all heran,/ den Heiland zu begrüßen,/ der alles Kreuz ver⸗ süßen/ und uns erlösen kann. 6. Der König will bedenken/ die, so er herzlich liebt,/ mit köstlichen Geschenken,/ als der sich selbst uns gibt/ durch seine 14 stolze J stören 2. Ke Himmel Macht/ Leiden 3. Ih ihr ber Himmel trachtet 4. Ih allen E gemut, der euet 5. Er Leiò un kann./ Er ist s⸗ Mel. val 43 1. Aoͤvent mburg 1598. r Kõ⸗ nig igro⸗ßen rn./ hin⸗ jenstern./ // er will ür euch./ eich./ Der Menschen t Macht./ ht./ Nun en// die⸗ u sehnl/ zn./ Nun reuz ver⸗ bt,/ mit ch seine Aoͤvent 19·20 Gnad und Wort./ Ja, König, hoch erhoben,/ wir alle wollen loben/ dich freuͤͤig hier uno dort. 7. Nun, Herr, du gibst uns reichlich,/ wirst selbst doch arm und schwach;/ du liebest unvergleichlich,/ du eilst ben Sündern nach/ orum wolln wir insgemein/ die Stimmen hoch erschwingen,, dir Hosianna singen/ und ewig dankbar sein. Zohann Rist, 4 1667. Mel. Nr. 18. 1 9 Heraen nde. 1. Nun jauchzet all, ihr Frommen,/ in dieser Gnadenzeit,/ weil unser Heil ist kommen,/ der Herr der Herrlichkeit;/ zwar ohne stolze Pracht,/ doch mächtig, zu verheeren/ und gänzlich zu zer⸗ stören/ des Teufels Reich und Macht. 2. Rein Z̃epter, keine Rrone/ sucht er auf dieser Welt;/ im hohen Himmelsthrone/ ist ihm sein Reich bestellt./ Er will hier seine Macht/ und Majestät verhüllen,/ bis er oes Vaters Willen/ im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden,/ nehmt diesen König an,/ wollt ihr beraten werden/ und gehn die rechte Bahn,/ die zu dem Himmel führt;/ sonst, wo ihr ihn verachtet/ und nur nach Hoheit trachtet,/ des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Ihr Armen und Elenden/ in dieser bösen Zeit,/ die ihr an allen Enden/ müßt haben Angst und Leid,/ seid dennoch wohl⸗ gemut,/ laßt eure Lieder klingen,/ dem König Lob zu singen,/ der euer höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen/ in seiner Herrlichkeit/ und euer Leid undò Weinen/ verwandeln ganz in hreud j/ er ists, der helfen kann./ Macht eure Lampen fertig/ und seid stets sein gewäͤrtig!/ Er ist schon auf der Bahn. michael Schirmer, 4 1675. 7 Valet will ich oͤir geben.—= Melchior äimüi 1613. — 1 Wie soll ich dich m.i wie nin ich 90 o al ⸗-ler Welt Verlangen, o mei⸗ner See⸗le Zier? 15 ö 2 O ze⸗su, Je⸗su, set- ze/ mir selbst die Fak⸗kel bei,/ da⸗ ,, II mit, was dich er⸗göt⸗ ze,/ be⸗wußt und kund mir Fei. 2. Dein Zion streut dir Palmen/ und grüne Zweige hin,/ und ich will dir in Psalmen/ ermuntern meinen Sinn./ Mein Herze soll dͤir grünen/ in stetem Lob und Preis/ und oeinem Namen dienen,/ so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen/ zu meinem Trost und Freud,/ als Leib und Seele saßen/ in ihrem größten Leid?/ Als mir das Reich genommen,/ da Fried und Freude lacht,/ bist du, mein Heil, ge⸗ kommen/ und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden,/ du kommst und machst mich los;/ ich stand in Spott und Schanden,/ du kommst und machst mich groß/ und hebst mich hoch zu Ehren/ und schenkst mir großes Gut,/ oas sich nicht läßt verzehren,/ wie iroͤscher Reichtum tut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben/ zu mir vom Himmelszelt/ als dein getreues Lieben,/ damit oͤu alle Welt/ in ihren tausend Plagen/ und großer Jammerslast,/ die kein Nund aus kann sagen,/ so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze,/ du hochbetrübtes Heer,/ bei welchem Gram und Schmerze/ sich häust je mehr und mehr;/ seid unverzagt, ihr habet/ die Hilfe vor der Tür;/ der eure herzen labet/ und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen,/ noch sorgen Tag und Nacht,/ wie ihr ihn wollet ziehen/ mit eures Armes Macht;/ er kommt, er kommt mit Willen,/ ist voller Lieb und Lust,/ all Angst und Not zu stillen,/ die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken/ vor eurer Sündenschuld;/ nein, Jesus will sie decken/ mit seiner Lieb und Huld./ Er kommt, er kommt den Sündern/ zum Trost und wahren heil,/ schafft, daß bei Gottes Kindern/ verbleib ihr Erb und Teil. 10 Aoͤvent 9. Was Der herr er kommt zu wenig 10. Er flucht,/ n Nch komt Licht, zur Mel. Wien —.— — Her⸗3 2. In ð hab ich h als ein S ists, das 3. Alle dein Erfr mir, o zr an dir er 2 Aoͤvent bei,/ da⸗ I. hin,/ und sein herze n Namen reud,/ als das Reich Heil, ge⸗ achst mich no machst nir großes chtum tut. melszelt/ n tausend in sagen,/ heer,/ bei 'mehr;/ ire herzen 10 Nacht// er kommt, Hngst und enschulo/ Er kommt,/ l,/ schafft, Aoͤvent 21 9. Was fragt ihr nach oem Schreien/ der deind und ihrer Tückꝰ/ Der herr wiroͤ sie zerstreuen/ in einem Augenblick./ Er kommt, er kommt, ein König,/ dem alle Macht und List/ der Feinde viel zu wenig/ zum Wioderstande ist. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht// mit Gnad und süßem Lichte/ dem, der ihn liebt und sucht./ Ach komm, ach komm, o Sonne,/ und hol uns allzumal/ zum Licht, zur ewgen Wonne/ in deinen Freudensaall Paul Gerharot, 4 1676. 21 Mel. Wie nach einer Wasserquelle(od. wie Nr. 388). Französischer Psalter, 1551. V. ö ...— EI War⸗um willst oͤu oͤrau⸗Pen ste⸗hen,/ öu Ge⸗ seg⸗ne⸗ Laß dir, bei mir ein⸗zu⸗ ge⸗ hen,/ wohl⸗ge⸗fal⸗len, H——— ö SPISPIPIPIFPIIPIPIPIIIITIIIIII ter des Herrn? du, mein de⸗ su, mei⸗ ne Freuod,/ ou mein Stern/ Hanshi I Pꝓ P... hel⸗fer in der rech⸗ten Zeitl/ Hilf, o hei⸗lano, mei⸗nem — 1 —— 1 0 Her⸗zen/ von den Wun⸗den, die mich schmer⸗zen. 2. In der Welt ist alles nichtigj/ nichts ist, das nicht krastlos wär./ Hab ich Hoheit/ ie ist flüchtig/ hab ich Reichtum, was ists mehr/ als ein Stäublein armer Ero?/ Hab ich Lust, was ist sie wert?ꝰ/ Was ists, das mich heut erfreue,/ das mich morgen nicht gereue? 3. Aller Crost und alle Freude/ ruht in dir, Herr Jesu Christ 77 dein Erfreuen ist die Weide,/ da man erst recht fröhlich ist./ Leuchte mir, o dͤreudenlicht,/ ehe mir mein Herze bricht j/ laß mich, Herr, an oͤir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken! 2 17 2223 Aoͤvent 4. Freu dich, Herz, du bist erhöret,/ jetzo kommt und zeucht er ein j/ sein Gang ist zu dir gekehret,/ heiß ihn nur willkommen sein/ und bereite dich ihm zu,/ gib dich ganz zu seiner Ruh,/ öffne dein Gemüt und Seele,/ klag ihm, was dich oͤrück und quäle! 5. Alles dient zu deinem Frommen,/ auch was bös und schädlich scheint,/ weil oͤich Christus angenommen/ und es treulich mit dir meint./ Bleibest du dem wieder treu,/ ists gewiß und bleibt dabei,/ daß oͤu mit oͤen Engeln oͤroben/ ihn dort ewig weroͤest loben. Paul Gerhardt, 4 1676. Mel. Nr. 7. 22 Sunder Lareen. 1. Kommst du, kommst oͤu, Licht der heiden? /Ja, du kommst und säumest nicht,/ weil du weißt, was uns gebricht./ O du starker Trost im Leiden,/ Jesu, meines Herzens Tür/ steht oͤir offen, komm zu mir! 2. Ja/ du bist bereits zugegen,/ du Weltheiland, Gottes Sohn!/ Meine Sinnen spüren schon/ deinen gnadenvollen Segen/ und die Wunder deiner Kraft,/ welche Frucht und Leben schafft. 3. Aoͤle mich oͤurch deine Liebe,/ Jesu, nimm mein Flehen hinl/ Schaffe, daß mein Geist und Sinn/ sich in deinem Lieben übe;/ denn zu lieben dich, mein Licht,/ steht in meiner Kraft sonst nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte,/ Jesu, öffne mir den Mund,/ daß dich meines Herzens Grund/ innig preise für die Güte,/ die du mir, o Seelengast,/ lebenslang erwiesen hast. 5. Laß dͤurch deines Geistes Gaben,/ Liebe, Glauben und Ge⸗ duld,/ ͤurch Bereuung meiner Schuld/ mich zu dͤir sein hoch er⸗ haben!/ Dann so will ich für und für/ Hosianna singen dir. Ernst Christoph Homburg, 4 1631. Mel. Erschienen ist 23 Nikolaus herman, Tag. öWittenberg 1566. 72 SS 1. Nun kommt das neu⸗e Kir ⸗chenjahr,/ des freut sich =——— 2—— S...— al⸗le Chri⸗sten⸗schar./ Dein Rö⸗nig kommt, oͤrum freu ⸗ e 18 Aoͤvent dich,/ oͤu 2. Wir immerfort solche Gne 3. Gott, stärkt und dankbar fi Mel. Meine laß ich nicht 2. Hosia unser Herz zu unsern 3. Hosiat was du sch bleibt erhö 4. Hosiq du dir ern Zepter dier 5. Hosiat gleich die! Zion schon 2* Aoͤvent o zeucht er nmen sein/ / öffne dein äle! no schädlich lich mit dir eibt dabei// st loben. ardt, + 1676. „was soll ich noͤer machen. du kommst du starker dir offen, tes Sohnl/ degen/ und schafft. lehen hinl/ eben übez/ sonst nicht. nund,/ daß ite,/ die du en und Ge⸗ ein hoch er⸗ en dir. burg, 4 1631. laus herman, tenberg 1560. es freut sich Aoͤvent 2⁴ EIII —1 + —— ä i S.— dich,/ oͤu wer⸗tes Zi⸗ on, e⸗wig⸗lich./ Hal⸗le ⸗lujal 2. Wir hören noch das Gnadenwort,/ das Wort vom Heiland, immerfort, /das uns den Weg zum Leben weist;/ Gott, sei flür solche Gnad gepreist./ Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt,/ die unsern Glauben tärkt und mehrt,/ das bringe§rucht, auf daß wir dir/ lobsingen dankbar für und für./ Halleluja! Zohann Olearius, 4 1684. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 24 gohann Uhlich, 1674. x.. + Ho ⸗si⸗ an⸗nal da⸗ vios Sohn/ kommt in Zi⸗ on ach be⸗ rei-tet ihm den Thron, setzt ihm tau⸗send EEEEEEE ein⸗ge⸗zo⸗ genÿ Eh⸗ren⸗bo⸗gen; SSSSSSIII ö ST ö daß er Ein» zug hal⸗ten kann! 2. Hosianna, sei gegrüßt!/ Komm, wir gehen dir entgegen;/ unser Herz ist schon gerüst,/ will sich dir zu düßen legen./ Zeuch zu unsern Toren ein,/ du sollst uns willkommen sein! 3. Hosianna, Friedefürst,/ Ehrenkönig, Held im Streite!/ Alles, was du schaffen wirst,/ das ist unsre Siegesbeute./ Deine Rechte bleibt erhöht,/ und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna, lieber Gast,/ wir sind deine Reichsgenossen,/ die ou oir erwählet hast;/ ach, so laß uns unveroͤrossen/ deinem Zepter dienstbar sein; herrsche oͤu in uns allein! 5. Hosianna, komme bald,/ die Verheißung zu erfüllen!/ Sollte gleich oͤie Knechtsgestalt/ deine Majestät verhüllen,/ o, so kennet Zion schon/ Gottes und auch Davids Sohn. 9* streu et pal⸗ men, ma⸗chet Bahn,/ 19 252⁰ Aoͤvent 6. Hosianna, steh uns beil/ O Herr, hilf, laß wohlgelingen,/ daß wir ohne Heuchelei /dir das Herz zum Opfer bringen./ Du nimmst keinen Jünger an,/ der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna nah und fern!/ Eile, bei uns einzugehen./ Du Ge⸗ segneter des herrn,/ warum willst du oͤraußen stehen?/ Hosianna, bist du da?/ Ja, du kommst, Hallelujal Benhamin Schmolck, 4 1757. Meinen Jesum Mel. Nr. 24. 25 laß ich nicht. 1. Sieh, dein Rönig kommt zu dir!/ Seele, das sind frohe Worte./ Sprich: Mein Rönig, komm zu mir,/ sieh, ich öffne dir die Pforte,/ zeuch mit deiner Sanftmut ein!l/ Was du findest, das ist dein. 2. Romm, ich bin dein Eigentum/ schon seit deinem Wasserbade;/ komm, dein Evangelium/ werde mir ein Wort der Gnadel/ Du schickst ja dein Wort voran,/ daß mein König kommen kann. 5. Romm und räume alles aus,/ was du hassest, was mich reuet;/ komm und reinige dein Haus,/ das oie Sünde haͤt entweihet./ Mache selbst mit deinem Blut/ alles wieder rein und gut! 4. Komm in deinem Abendömahl,/ das du uns zum heil ge⸗ geben,/ daß wir schon im Eroͤental/ mit dir als im himmel leben./ Komm, herr Jesu, leb in mir,/ und mein Leben sei in dir! 5. Komm und bring den Geist auch mit,/ deinen Geist, der dich verkläret,/ der mich im Gebet vertritt/ und odes Königs Willen lehret,/ daß ich bis auf jenen Tag:/ RKomm, herr Jesul rufen mag. Philipp frieoͤrich Hiller, 4 1769. Mel. Aus meines 26 Herzens Grunde. Hamburg 1598. SSSSI Er-hebt den herrn, ihr From⸗men! /Er hält, was der hei⸗land ist ge⸗ kom⸗ men,/ der Völ⸗ker — 4517 ...... er ver⸗spricht. 115 Trost und icht. Gott, der uns nicht ver⸗ stößt,/ hat 2⁰ Thron/ kon werben, 3. Er kor auf sich die! Macht,// ve sein großes 4. Er ha löste Mens⸗ helfen kann uns Armen 5. Du Fre Dein Name Seelen Ru winden/ g . Dich v beshres Leb. dein,/ und Seelen/ vo Mel. Wie schö der Morgenste Aoͤvent hlgelingen,/ Hringen./ Du kann. hen./ Du Ge⸗ / Hosianna, hmolck, + 1737. Meinen Jesum laß ich nicht. rohe Worte./ die Pforte,/ ist dein. Dasserbadeʒ/ Onadel/ Du len kann. mich reuet;/ entweihet./ ngutl zum heil ge⸗ mmel leben./ in dir! en Geist, der önigs Willen Urufen mag. hiller, + 1769. Hamburg 1598. er hält, was der Völ⸗ker stößt, hat Aoͤvent 27 1 1..— I—.—.—. uns zum heil und Le⸗ben/ selbst sei ⸗ nen Sohn ge⸗ ö D ..IIIIIII ge ⸗ ben;/ durch ihn sind wir er ⸗löst. 2. Erlöst! O welche Liebe/ hat uns der herr erzeigt,/ mit wel⸗ chem Vatertriebe/ sein herz zu uns geneigtl/ Von seiner gimmel Thron/ kommt, Rettung vom Verderben/ uns Sündern zu er⸗ werben,/ sein eingeborner Sohn. 3. Er kommt zu uns auf Erden/ in tiefer Niedrigkeit,/ nimmt auf sich die Beschwerden/ von unsrer Pilgerzeit,/ enthält sich seiner Macht,/ verleugnet himmelsfreuden,/ bis er durch Todesleiden/ sein großes Werk vollbracht. 4. Er hats vollbracht; o bringet/ Gott euren Lobgesangl/ Er⸗ löste Menschen, singet/ dem Mittler ewig dank!/ Wo niemand helfen kann,/ da hilst er aus Erbarmen,/ wird Licht und Trost uns Armen:/ o nehmt ihn gläubig an! 5. Du 8reund der Menschenkinder,/ verwirf uns, Jesu, nichtl/ Dein Name, heil der Sünder,/ ist unsre Zuversicht./ Gib unsren Seelen Ruh;/ hilf jeden Reiz zu Sünden/ uns glücklich über⸗ winden;/ gib Mut und Kraft dazu! . Dich wollen wir erheben/ hier und in Ewigkeit,/ wo uns ein beyhres Leben/ vor deinem Thron erfreut./ Dann sind wir ewig dein,/ und nichts wird uns mehr fehlen,/ dann weroͤen unsre Seelen/ vollkommen selig sein. Samuel diterich, 4 1797. Mel. Wie schön leuchtet der Morgenttern 27 Frankfurt a. M. 1599. — N—— darr.. Der hei- land kommt, lob⸗-sin⸗-get ihm,/ dem er kommt, der ein ⸗ ge⸗ bor⸗ne Sohn,/ und 21 Herrn, dem al ⸗ le Se⸗ra⸗ phim„ das hei⸗lig, steigt von sei nes him⸗mels Thron,„ der Welt das ———— .. Echeuen Preis dir,/ daß wir/ von den ——— 4—.6— Sün⸗den/ Ret⸗tung fin⸗den;/ höch⸗stes We⸗sen,/ durch dich ——— ö— B. u. —2 1 wer⸗den wir ge⸗ ne⸗ sen. 2. Willkommen, Friedefürst und Helö,/ Rat, Vater, Kraft und Heil der Welt,/ willkommen hier auf Erden!/ Du kleidest dich in Fleisch und Blut,/ wirst Mensch und willst der Welt zu gut/ selbst unser Bruder werden./ Ja du,/ Jesu,/ kommst uns Armen/ voll Erbarmen/ nun entgegen,/ wandelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit,/ Heil, Leben, ewge Seligkeit;/ sei hoch dafür gepriesen l/ O Herr, wie viel zu schwach sind wir,/ die Treue zu vergelten dir,/ die du an uns bewiesen!/ Von dir,/ da wir/ im Verderben/ müßten sterben,/ kommt das Leben. /O was kannst oͤu Größres geben! 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz,/ gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz,/ bereit, vor dir zu wandeln/ und dͤir und unsrem Nächsten treu,/ aufrichtig, ohne Heuchelei/ zu oenken und zu handeln./ Zu dir/ flehn wir:/ Hilf uns Schwachen,/ daß wir wachen,/ beten, ringen/ und des Fleisches Lust bezwingen. 5. Laß uns zu unserm ewgen heil/ an dir im wahren Glauben Teil/ oͤurch oeinen Geist erlangen;/ auch wenn wir leiden, auf dich sehn,/ im Guten immer weiter gehn,/ nicht an der Erde hangen,/ bis wir/ zu dir/ mit den Frommen/ ewig kommen,/ dich erheben/ und in deinem Reiche leben. Samuel diterich, 4 1757. 2² nur verse 4. Og streckt jed Der himun Die eines 5. Das drin;/ 1 Aoͤvent hei⸗lig, Welt das —.— —— von den „durch dich 5. , Kraft und eidest dich in zu gut/ selbst Armen/ voll n Segen. Leben, ewge jel zu schwach s bewiesen!l/ kommt das durch Buße, und dir und u denken und en,/ daß wir vingen. ren Glauben rleiden, auf an der Erde g kommen,/ iterich, 4 1797. Aoͤvent 28 28 Mel. die Tugend wird durchs Kreuz geübet. J. A. Freylinghausen, Halle 1704. 9 EEE E * + 1. Was wär ich oh⸗ ne dich ge⸗we⸗ sen?/ Was würd ich Zu durcht und Angsten aus⸗ er⸗le⸗ 950 ständ ich in 1— ö——2:..—.— S.... oh⸗ ne dich nicht sein? 4. oer⸗ton Weit al lein. nichts wüßt ich dechen, das ich lieb⸗te // E 4.5 A —— die Zu⸗kunft wär ein oͤunkler Schlund/und wenn mein herz sich een dere tief be⸗trüb⸗te,) wem tät ich mei⸗ ne Sor⸗ge kund? 2. Einsam, verzehrt von Lieb und Sehnen,/ erschien mir nächt⸗ lich jeder Tagz/ ich folgte nur mit heißen Tränen/ dem wilden Lauf oͤes Lebens nach;/ ich fände Unruh im Getümmel/ und hoffnungslosen Gram zu Haus;/ wer hielte ohne öreund im Him⸗ mel,/ wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kunoͤgegeben,/ und bin ich seiner erst gewiß,/ wie schnell verzehrt ein lichtes Leben/ die bodenlose dinster⸗ nis l/ Durch ihn erhalt ich tausend Gaben,/ durch ihn bin ich ja Gottes Kinö,/ gewiß, ihn unter uns zu haben,/ wo zwei auch nur versammelt sind. 4. O geht hinaus auf allen Wegen/ und holt oͤie Irrenden hereinz/ streckt jedem eure hand entgegen/ und ladet froh sie zu uns einl/ Der himmel ist bei uns auf Erden,/ im Glauben schauen wir ihn an./ Die eines Glaubens mit uns weroͤen,/ auch oenen ist er aufgetan. 5. Das herz, des Lebens reichste Quelle,/ ein böses Wesen wohnte oͤrin;/ und wards in unserm Geiste helle,/ so war nur Unruh 2³ 20 Aoͤvent der Gewinn. Ein eisern Band hielt an der Eroͤe/ oie bebenden Gefangnen fest;/ durcht vor des Todes Richterschwerte/ verschlang der Hoffnung Uberrest. 6. Da kam ein Heilano, ein Befreier,/ ein Menschensohn voll Lieb und Macht/ und hat ein allbelebenö deuer/ in unserm Innern angefacht./ Nun sahn wir erst den himmel offen/ als unser wahres Vaterland;/ wir konnten glauben nun und hoffen/ und fühlten uns mit Gott verwanoͤt. 7. Noch steht in wundersamem Glanze/ der heilige Geliebte hier/ gerührt von seinem Dornenkranze/ und seiner Treue, weinen wir./ Ein jeder Mensch ist uns willkommen,/ der seine Hand mit uns ergreist/ und, in sein Herz mit aufgenommen,/ zur Frucht oͤes Paradieses reist. Frieorich v. hardenberg(Rovalis), 4 1801. Mel. Wachet auf, 2 vuft uns die Stimme. 9 drankfurt a. M. 1599. .— — XI 0 EE * rerd wir sin⸗gen dei⸗ner Eh⸗re,/ erbarm dich un⸗ser herr, wir dan⸗ken voll Ent⸗zlik⸗ken;/ wo ist ein Gott, der 4 ———— — und er⸗hö⸗ re,/ nimm gnä⸗dig un⸗ ser Lob⸗lied an! so be⸗ glük⸗ken,/ so lie⸗ben und so seg⸗nen kann? ů 1— ö— ——8 1 r. irn. Der Sott, oͤen wir er⸗höhn,/ er, des⸗ sen Heil wir sehn,/ ů ,. ist die Lie⸗be;„ schon vor der Zeit,/ in E⸗wig⸗keit/ e. war Sott die Lie„be, wird sie sein. 24 Aoͤvent 2. Um Leben/ u heben, des himn den Tod nicht unse 3. Als lagen/ ur heit Pfad uns über von der um Gotte 4. Prei nieder,/ den Todb segnet un Lobgesänt knieen wi pfang —. Frie ⸗öe Aoͤvent e bebenden verschlang nsohn voll rm Innern ser wahres mo fühlten iebte hier/ inen wir./ mit uns Frucht des lis), 1801. a. M. 1599. —— hun ⸗ser Gott, der i Advent 30⁰ 2. Um zu dir uns zu erheben,/ hauchst oͤu in unsre Brust das Leben/ und schenkest uns der Eroͤe Glück;/ um zu oͤir uns zu er⸗ heben,/ entziehst du unsrer Brust das Leben/ und schenkest uns des himmels Glück./ Du gibst das Leben, Gottl/ Du sendest uns den Tod/ nur zum Segen,/ bist liebevoll;/ nur unser Wohl,/ nicht unser Elend schaffest du. 3. Als wir, von der Sünde Plagen/ gequält, in unserm Elend lagen/ und Nacht des Todes uns umfing,/ fern von deiner Wahr⸗ heit Pfade,/ da war es, Gott, als deine Gnaoͤe/ erbarmend vor uns überging./ Da rief der Liebe Blick/ ins Leben uns zurück;/ von der Sünde,/ von ihrer Nacht/ sind wir erwacht,/ erwacht, um Gottes Licht zu sehn. 4. Preiset ihn, ihr Jubelliederl/ Zur Erde stieg sein Sohn her⸗ nieder,/ waròd Mensch und starb der Sünder Tod. /Christus hat den Tod bezwungen;/ ein neues Lied werd ihm gesungen!/ Uns segnet und begnaͤigt Gott./ Wir sind mit ihm versöhnt;/ ihr Lobgesänge, tönt,/ tönt zum Himmell/ Erschallt schon hier!/ Einst knieen wir/ an seinem Thron und beten an. Joh. Zoachim Eschenburg, 4 1820. 30 Arnold Menoͤelssohn, Darmstaot 1887. 0———.— E 17— ö ů— 130— ⸗ me er. dixx...,. 1. Dein KRö⸗ nig kommt in nie ⸗ödern hül⸗ len/ sanft⸗ n E— mü ⸗ tig auf der Ey⸗ lin Fül⸗ len;/ em⸗ —.——— S 1— —— E ——— — 2———— Z. pfang ihn froh, Je ⸗ ru⸗sa⸗leml/ Trag ihm ent⸗ ge⸗gen + —.——. 2 —— 5 2 Frie⸗dens⸗pal⸗men,/ be⸗streu den Pfad mit grü⸗ nen 2—729— 25 — +— 8—— Hal⸗men;/ so ists dem her ⸗ ren an⸗ ge⸗nehm. 2. O mächtger Herrscher ohne heere,/ gewaltger RKämpfer ohne Speere,/ o friedensflirst von großer Macht!/ Es wollen dir der Erde Herren/ den Weg zu deinem Throne sperren/ doch ou ge⸗ winnst ihn ohne Schlacht. 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden/ doch aller Erden Reiche werden/ dem, das du gründest, untertan./ Bewaffnet mit des Glaubens Worten,/ zieht deine Schar nach den vier Orten/ der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo oͤu kommest hergezogen,/ da ebnen sich des Meeres Wogen,/ es schweigt oer Sturm, von dir beoͤroht./ Du kommst, auf oen empörten Triften/ des Lebens neuen Bund zu stiften,/ und schlägst in dessel Sünd und Tod. 5. O herr von großer Huld und Treue,/ o komme du auch jetzt aufs neue/ zu uns, die wir sind schwer verstört!/ Not ist es, daß du selbst hienieden/ kommst zu erneuern deinen Frieden,/ dagegen sich oͤie Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen,/ die Macht der Finsternis erliegen/ und lösch der Zwietracht Glimmen aus,/ daß wir, die Völker und die Thronen,/ vereint als Brüder wieder wohnen/ in deines großen Vaters Haus. örieoͤrich Rückert, 4 1866. 2 bs8s8 199 WIR ge⸗nehm. mpfer ohne len dir der hoch du ge⸗ aller Erden vaffnet mit ier Orten/ des Meeres du kommst, ju stisten,/ u auch jetzt ist es, daß dagegen Finsternis 5 wir, die wohnen/ kert, 4 1866. 2 W GNN E 2 2 2 II —3. WII.., D C 31.5² Weihnachten Weihr 2. Er 31(vorreformatorisch.)-Köln 15899. erkorn, 2—— I.— Wonne ———— EI EEEEEEEEEEEEEEEEE EI nr Es ist ein Ros entsprungen/ aus ei⸗ner Wur⸗zel zart, machen Vals uns die Al⸗ten fun⸗gen,/ von Jes⸗se kam vie Art, 4. E 1 — daß ih ESEEEEEEEEEEEE 5. so schle und hat ein Blümlein bracht/ mit⸗ten im kal⸗ten Win⸗ und tee 6. D ———— ——— + 1 EEI E Sehn ter/ wohl zu der hal ⸗ ben Nacht. 7—8 2. Das Röslein, das ich meine,/ davon Jesaias sagt,/ hat uns schmäh gebracht alleine„Marie, die reine Magd.„Rus Gottes ewgem immer Rat/ hat sie ein Kind geboren/ wohl zu der halben Nacht. 8. (vorreformatorisch.)—1599. gering, des Ve 32 9. u „ bereit' Ein Kinderlied auf oͤie Weihnachten 10.5 vom Kinoͤlein Jesu/ Leipzig 1559. ö dirnn 22— E 11. —— ö wie — ö ͤ 1.„vom him⸗mel hoch, da komm ich her, ich —— 2.——— und re ——————— 9293 bring euch gu⸗ te neu⸗e Mär;„ der gu⸗ten Mär bring—— .....——06 ich so viel, da⸗ von ich singn und sas gen will. hnachten -Köln 1899. ——— —— zel zart, die Art, 2...— ten Win⸗ / hat uns es ewgem acht. sch.)—1599. n eipzig 1539. er,/ ich mär bring Weihnachten 32 2. Euch ist ein Kinoͤlein heut geborn/ von einer Jungfrau aus⸗ erkorn,/ ein Kindelein so zart und fein,/ das soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott,/ der will euch führn aus aller Not;/ er will eur Heiland selber sein,/ von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit,/ die Gott, der Vater, hat bereit,/ daß ihr in seinem himmelreich/ mit uns sollt leben allzugleich. 5. So merket nun das Zeichen recht:/ die Krippen, Windelein so schlecht,/ da finoͤet ihr das Kind gelegt,/ das alle Welt erhält und trägt.“ 6. Des laßt uns alle fröhlich sein/ und mit den Hirten gehn hinein,/ zu sehn, was Gott uns hat beschert,/ mit seinem lieben Sohn verehrt. 7. Sei uns willkommen, eoͤler Gast,/ den Sünder nicht ver⸗ schmähet hast/ und kommst ins Elend her zu mir:/ wie soll ich immer danken dir? 8. Ach Herr, oͤu Schöpfer aller Ding,/ wie bist du worden so gering,/ daß ou daliegst auf dürrem Lugen. der in dem Schoß des Vaters saßl 9. Und wär die Welt vielmal so weit,/ mit Edelstein und Gold bereit't,/ so wäre sie doch viel zu klein,/ um eine Wiege dir zu sein. 10. Der Sammet und die Seiden dein,/ das müssen heu und Windeln sein,/ worin oͤu, Rönig, groß und reich,/ herprangst, als wärs dein Himmelreich. 11. Das hat also gefallen dir,/ die Wahrheit anzuzeigen mir,/ wie aller Welt Macht, Ehr und Gut/ vor dir nichts gilt, nichts hilst noch tut. 12. Ach, oͤu herzlieber Jesu mein,/ mach dir ein Bette sanft und rein,/ zu ruhn in meines herzens Schrein,/ daß ich nimmer vergesse dein. 13. Davon ich allzeit fröhlich sei,/ zu springen, singen immer frei/ zu Ehren dir, o Gottessohn,/ mit Herzenslust den süßen Ton. 14. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,„ der uns schenkt seinen eingen Sohn;/ des freuet sich der Engel Schar/ und singet uns solch neues Jahr. martin Luther, 4 1546. 29 Weihnachten 33(Vorreformatorisch.) Wittenberg 1524. 1 1. Ge⸗lo⸗bet seist du, Je⸗su Christ,/ daß u Mensch ge⸗ EEEEEE ———— bo⸗ ren bist„ von ei⸗ ner Jungfrau, das ist wahr;/ des EEE I 2— dir,.. freu⸗et sich der En⸗gel Schar. Hal⸗le⸗lu⸗jal 2. Des ewgen Vaters einig Kind/ jetzt man in der Krippen finot;/ in unser armes hleisch und Blut/ verkleidet sich das ewge Gut./ Halleluja! 3. Den aller Weltkreis nie beschloß,/ der liegt in Marien Schoß; /er ist ein Kinolein worden klein, der alle Ding erhält allein./ Halleluja! 4. Das ewge Licht geht da herein,/ gibt der Welt ein'n neuen Scheinj/ es leucht't wohl mitten in der Nacht/ und uns des Lichtes Rinder macht./ Halleluja! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Rrt,/ ein Gast in der Welt hie ward/ und führt uns aus dem Jammertal,/ macht Erben uns in seinem Saal./ Hallelujal 6. Er ist auf Eroͤen kommen arm,/ daß er unser sich erbarm/ und uns im himmel mache reich/ und seinen lieben Engeln gleich./ Halleluja! 7. Das hat er alles uns getan,/ sein groß Lieb zu zeigen anj/ des freu sich alle Christenheit/ und dank ihm des in Ewigkeit./ Hallelujal Maͤetin Luther, 4 1546.(vers 1 vorreformatorisch.) 34 Nikolaus herman, 1554 — 1. Lobt Gott, ihr Christen all⸗zu⸗gleich,/ in sei⸗ nem höchsten Veihnachten rreformatorisch.) Wittenberg 1524. du Mensch ge⸗ ———m—..‚— D + — wahr;/ des lu⸗ jal der Krippen sich das ewge gt in Marien e Ding erhält t ein'n neuen ns des Lichtes st in der Welt cht Erben uns sich erbarm/ ngeln gleich./ u zeigen an/ in Ewigkeit./ reformatorisch.) herman, 1554 nem höchsten Weihnachten 35 4 IEEEEE Thron,/ der heut schleußt auf sein him ⸗mel ⸗ reich/ uno , ri nn w, wi d. mn:, —. re D schenkt uns sei⸗ nen Sohn/ und schenkt uns sei⸗ nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß/ und wiro ein Rinoͤlein klein/ er liegt dort elend, nackt und bloß: in einem Krippelein.: 3. Der Herr begibt sich der Gewalt,/ wird niedrig und gering// nimmt an sich eines Knechts Gestalt,:: der Schöpfer aller ding.: 4. Er wechselt mit uns wunderbar,/ nimmt Fleisch an, wiroͤ uns gleich/ und beut uns Gottes Klarheit dar in seines Vaters Reich. 5. Er wird ein Rnecht und ich ein herr//das mag ein Wechsel seinl/ Wie könnte doch sein freunoͤlicher 5 das liebe Christkinoͤleinl: 6. Heut schleußt er wieder auf die Tür/ zum schönen Paradeis j/ der Cherub steht nicht mehr dafür,:: Gott sei Lob, Ehr und Preis! 27 Nikolaus herman, + 1561. 35 Zohann Crüger, Berlin 1656. ......— 8 ‚II. 1.§röh⸗lich soll mein Her⸗ze springen/ die⸗ ser Zeit,/ EE , ᷑ser da vor Freuod/ al⸗le En⸗ gel sin⸗gen./ hört, hört, wie mit —.̃— 9—. S W— V— 5—— ö vol⸗ len Chö⸗ ren/ al⸗le Luft/ jauchzt und ruft:/ Christus —— HI. ist ge⸗bo⸗ ren! 51 —.. 36 Weihnachten 2. Heute geht aus seiner Kammer/ Gottes helo,/ der die Welt/ reißt aus allem Jammer./ Gott wird Mensch dir, Mensch, zu gute;/ Gottes Rind,/ das verbinoͤt/ sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen,/ der uns gibt,/ was er liebt/ über alle Maßen?/ Gott gibt, unserm Leid zu wehren,/ seinen Sohn/ aus dem Thron/ seiner Macht und Ehren. 4. Nun er liegt in seiner Krippen,/ ruft zu sich/ mich und dich,/ spricht mit süßen Lippen:/ Lasset fahren, lieben Brüder,/ was euch quält,/ was euch fehlt;/ ich bring alles wieder. 5. Ei, so kommet ohn Verweilen,/ stellt euch ein,/ groß und klein,/ laßt uns zu ihm eilen!/ Liebt den, der vor Liebe brennet,/ schaut den Stern,/ der uns gern/ Licht und Labsal gönnet. 6. Die ihr schwebt in großen Leiden,/ sehet, hier/ ist die Tür/ zu den wahren Freuden./ Faßt ihn wohl, er wird euch führen/ an den Ort,/ da hinfort/ euch kein Kreuz wird rühren. 7. Wer sich fühlt beschwert im Herzen,/ wer empfinoͤt/ seine Sünd/ und Gewissensschmerzen,/ sei getrost: hier wirdò gefunden,/ der in Eil/ machet heil/ auch die tiefsten Wunden. 8. Die ihr arm seid und elende,/ kommt herbei,/ füllet frei/ eures Glaubens Händel/ hier sind alle guten Gaben/ und das Gold,/ oͤran ihr sollt/ eure herzen laben. 9. Süßes heill laß dich umfangen,/ laß mich dir,/ meine Zier,/ unverrückt anhangen!/ Du bist meines Lebens Leben,/ nun kann ich/ mich oͤurch dich/ wohl zufrieoen geben. 10. Ich will oͤich mit Fleiß bewahren,/ ich will dir/ leben hier/ und mit dir heimfahren;/ mit dir will ich enölich schweben/ voller Freud/ ohne Zeit/ dort im andern Leben. Paul Gerhardt, 4 1676. 36 Mel. Nr. 32. vom himmel hoch(mit Weglassung des Halleluja) (ooͤer wie Nr. 23). 1. Wir singen oͤir, Immanuel,/ du Lebensfürst und Gnaden⸗ quell// daß du, o langgewünschter Gast,/ dich nunmehr eingestellet hast.(Halleluja.) 32 lich sein 4. Nu deine R Welt un 5. Du dein/ d Lust.(I 6. Du leid;/ di Mensche 7. Ich es recht: will.(H 8. Der wider se Gnaden 9. Dat gut;/ o Trostes l 10. Ui ich soll// zu dir ke 11. S Jammert in Freud 12. Du Eigentun wie dirs 15. Id und dort (Halleluj 3 Weihnachten der die Welt/ ensch, zu gute ʒ/ ite. 8 gibt,/ was er zu wehren,/ Ehren. mich und dͤich,/ üder,/ was euch ein,/ groß und Liebe brennet,/ sal gönnet. ier/ ist die Tür/ euch führen/ an ren. empfinot/ seine wird gefunden,/ n. ei,/ füllet frei/ zaben/ und das ir,/ meine Zier,/ ꝛben,/ nun kann will dir/ leben noͤlich schweben/ 1 Gerhardt, 4 1676. des halleluja) st und Gnaden⸗ mehr eingestellet Weihnachten 30 2. Von Anfang, da die Welt gemacht,/ hat so manch Herz nach dir gewacht; /dich hat gehofft so lange Jahr/ der väter unod Propheten Schar:(Halleluja.) 5. Nch, oͤaß der Herr aus Zion käm/ und unsre Bande von uns nähml/ Ach, daß die Hilfe bräch herein,/ so würde dein Volk fröh⸗ lich sein.“(Halleluja.) 4. Aun, du bist hier, da liegest du,/ hältst in dem Kripplein deine Ruh,/ bist klein und machst doch alles groß,/ bekleiost die Welt und kommst doch bloß.(Halleluja.) 5. Du kehrst in fremde Hausung ein,/ und sind doch alle himmel dein/ du liegst an einer Menschenbrust/ und bist doch aller Engel Lust.(Halleluja.) 6. Du bist der Ursprung aller Freud /und duldest so viel herze⸗ leid;/ du bist der größte Menschenfreund,/ doch sind dir so viel Menschen feind.(Halleluja.) 7. Ich aber, dein geringster Knecht,/ ich sag es frei und mein es recht:/ Ich liebe dich, doch nicht so viel,/ als ich dich gerne lieben will.(Halleluja.) 8. Der Will ist da, die Kraft ist klein/ doch wird dir nicht zu⸗ wider sein/ mein armes Herz, und was es kann,/ wirst oͤu in Gnaden nehmen an.(Halleluja.) 9. Darum hab ich so guten Mut,/ du wirst auch halten mich für gut/ o Jesu Christ, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin.(Halleluja.) 10. And bin ich gleich der Sünde voll,/ hab ich gelebt nicht, wie ich soll, /so kommst du doch deswegen her,/ daß sich oͤer Sünder zu dir kehr.(Halleluja.) 11. So faß ich dich nun ohne Scheu:/ du machst mich alles Jammers freij /du trägst die Schuld, erwürgst den Cod,/ verkehrst in§reud all Angst und Not.(Halleluja.) 12. Du bist mein Haupt, hinwiederum/ bin ich dein Glied und Eigentum/ und will, soviel dein Geist mir gibt,/ stets dienen dir/ wie dirs beliebt.(Halleluja.) 15. Ich will dein Halleluja hier/ mit hreuden singen für und für,/ und dort in deinem Ehrensaal/ solls schallen ohne Zeit und Zahl. (Halleluja.) paul Gerhardt, 4 1676. 3 V Weihnachten Weihn 37 6. Du mel. Nun freut euch, lieben Christen gmein(oder wie Ur. 270). Wittenberg 1524. Wrden⸗, n// IE + +— =EEE—./ eignes L EE E 7. Ein 1 Ich steh an dei⸗ner Rrip⸗pe hier,/ o Je⸗su, du mein sagen:/ ch ste⸗he, bring und schen⸗ke dir,/ was du mir hast ge⸗ So laß v 1*.—— ein/ mit .................... 8. 3¹0 E———.—— du bist e Le ⸗ ben!l ö Aimm hin, es ist mein Geist unò Sinn,// Her och bist ge„ ben hin, Herz, den, der E—)————— —.— 2— +——— + HE+ Mel. tangend Seel und Mut, nimm al⸗les hin/ und laß dirs wohl⸗ge⸗ 7 ——————— 5 — fal ⸗ len! 2. Da ich noch nicht geboren war,/ da bist du mir geboren/ und hast mich dir zu eigen gar// eh ich dich kannt, erkoren// eh ich noch war ans Licht gebracht,/ da hat dein Herze schon bedacht,/ wie du mein wolltest werden. 3. Ich lag in tiefer Todesnacht,/ du wurdest meine Sonne,/ die Sonne, die mir zugebracht/ Licht, Leben,§reud und Wonne./ O Sonne, die das werte Licht/ des Glaubens in mir zugericht,/ wie schön sind deine Strahlen! 4. Ich sehe dich mit dreuden an/ und kann nicht satt mich sehen,/ und weil ich nun nichts weiter kann,/ so preis ich, was geschehen./ O, daß mein Sinn ein Abgrund wär/ und meine Seel ein weites Meer,/ daß ich dich möchte fassen! 5. Wenn oft mein Herz vor Leide weint/ und keinen Trost kann finden,/ da ruft mirs zu: Ich bin dein Freund,/ ein Tilger deiner Sündenz/ was trauerst du, o Bruder meinꝰꝛ/ Du sollst ja guter dinge sein,/ ich zahle deine Schulden. gro⸗Bei Licht in Him⸗me 2. Laß5 schein l/ hinein/ Todes Nô 3. In d keit./ We dieser Zei dein alles 3* Oeihnachten Wittenberg 1524. ——5 je⸗su, du mein u mir hast ge⸗ — Lrmn. Sinn,/ Herz, dirs wohl⸗ge⸗ —‚‚‚.‚‚..2 Weihnachten 38 6. Du fragest nicht nach Lust oͤer Welt,/ noch nach des Leibes dreuden;/ du hast dich bei uns eingestellt,/ an unsrer Statt zu leiden j/ suchst meiner Seele Trost und Freud/ dͤurch dein selbst⸗ eignes Herzeleid;/ das will ich oᷣir nicht wehren. 7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir,/ mein Heiland, nicht ver⸗ sagen:/ daß ich dich möge für und für/ in meinem herzen tragen./ So laß mich deine Wohnung sein,/ komm/ komm und kehre bei mir ein/ mit allen deinen Freuden! 8. Zwar sollt ich denken, wie gering/ ich dich bewirten werdez/ du bist ein Schöpfer aller ding,/ ich bin nur Staub und Erde/ doch bist ou ein so lieber Gast// daß du noch nie verschmäͤhet hast/ den, der dich gerne siehet. paul Serharot, 4 1676. Mel. O daß ich tausend Zungen hätte. 38 Frankfurt a. M. 1758. SSDSDSDSDSSSISSS . Dies ist die Nacht, oa mir er⸗schie nen/ des Das Kind, dem al ⸗le En⸗gel die ⸗nen// bringt ir geboren/ und e. n Hat—II enj/ eh ich noch DSSSDSSSEE edacht,/ wie du ine Sonne,/ die und Wonne./ O zugericht,/ wie satt mich sehen,/ was geschehen./ Seel ein weites einen Trost kann ꝛin Tilger deiner u sollst ja guter gro⸗ßen Got⸗tes dreunoͤ⸗lich⸗keit. Licht in mei⸗ ne Dun⸗kel⸗heit, —.—.— .... IIIIIIII Him⸗mels⸗licht/ weicht hun⸗dert⸗tau⸗send Son⸗nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele,/ versäume nicht den Gnaden⸗ schein!/ Der Glanz in dieser kleinen Höhle/ streckt sich in alle Welt hinein/ er treibet weg oer höllen Macht,/ der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen/ das Licht der klaren Selig⸗ keit./ Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen/ dereinst am Ende die ser Zeit,/ wird dieses Licht mit seinem Schein/ dein himmel und dein alles sein. und die⸗ses Welt⸗ und 3* 35 39 Weihnachten 4. Laß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens⸗ und dein Liebeslicht;/ mit Gott mußt du es treulich meinen,/ sonst hilft dir diese Sonne nichtj/ willst du genießen diesen Schein,/ so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, /bestrahle mich mit deiner Gunstj/ dein Licht sei meine Weihnachtswonne/ und lehre mich die Weihnachtskunst,/ wie ich im Lichte wandeln soll/ und sei des Weihnachtsglanzes voll. K. Frieoͤrich Lachtenhöfer, 4 1685. Mel. Lobe den herren, 3 den mächtigen Rönig. 9 Stralsund 1665. 1 I ——— 3——.——— —0 10 Jauchzet, ihr him⸗mel, froh⸗lo⸗cket, ihr En⸗gel, in Sin⸗get dem Her⸗ren, dem Hei⸗land der Menschen, zu .S.... I ——— Chö⸗ ren! 2 1 eh⸗ren! Se⸗het doch da,/ Gott will so freund⸗lich und —— Ü— E e, nah=/ Iu den Ver⸗lor⸗ nen sich keh ⸗ren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden!/ Gott und der Sünder, die sollen zu dreunoͤen nun werden./ Friede und Freud/ wird uns verkündiget heut:/ freuet euch, hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der höchste geneigetl/ Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeigetl/ Sie wird ein Rind// träget und tilget die Sünd j/ alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im Fleischel wer kann dies Geheimnis verstehenꝛ/ hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen./ Gehet hinein,/ eins mit dem Rinde zu sein,/ die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenkenꝰ/ Du willst dich selber, dein Herze voll Liebe, mir schenken/ sollt nicht mein Sinn/ innigst sich freuen darin/ und sich in demut versenken? 5⁰⁵ Weihr 6. Kö auch wi ich erwe 7. Tr boch, m in mir, 8. M laß mid auch ba Mel. Nr 1. Dit gedacht Erden i 2. Dit da sand Sohn. 3. W. Ehrfurch enolich ö 4. Da der Wel öleisch ꝛ 5. Dei von mir kommt i 6. Het fürst,/ a bet ich a 7. Du und Biut werden 8. Dur erhält./ Vaters heihnachten ns⸗ und dein sonst hilft dir so darfst du ühle mich mit ne/ und lehre n soll/ und sei enhöfer, 4+ 1685. Stralsund 1665. En⸗gel, in euno⸗lich und . eErdenl/ Gott n./ riede und n und Herden! neigetl/ Sehet ird ein Kind,/ zweiget. is verstehen ꝛ/ Sehet hinein,/ wollt gehen. len gedenkenꝰ/ ken j/ sollt nicht mut versenken? Weihnachten 4⁰ 0. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, /dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde,/ du sollst es sein,/ den ich erwähle allein; /ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren;/ komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger verloren!/ Wohne in mir// mache ganz eins mich mit dir,/ in dir zum Leben erkoren! 8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, oͤich will ich erheben,/ laß mich doch einzig nach oeinem Gefallen nun leben!/ Gib mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt,/ völlig mich dir zu ergeben! Berhard Tersteegen, 4 1769. vom himmel hoch, Mel. Nr. 32. 40 da komm ich her. 1. Dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt gedacht;/ ihn preise, was dͤurch Jesum Christ/ im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein geharrt,/ bis daß die Zeit erfüllet waro,/ da sanoͤte Gott von seinem Thron/ das heil oͤer Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will,/ so steht mein Geist vor Ehrfurcht still;/ er betet an, und er ermißt,/ daß Gottes Lieb un⸗ enolich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält,/ erniedrigst du dich, Herr der Welt,/ nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im öleisch zu unserm Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir./„Ich komm, im Buche steht von mir;/ Gott, deinen Willen tu ich gern“./ Gelobt sei, der da kommt im herrn! 6. Herr, oͤer ͤͤu Mensch geboren wirst,/ Immanuel und Friedens⸗ fürst,/ auf oen die Vväter hoffend sahn,/ dich, Hott, mein Heiland, bet ich anl 7. Du, unser Heil und höchstes Gut,/ vereinest dich mit Fleisch und Biut,/ wirst unser Freund und Bruder hier,/ und Gottes Rinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt,/ Ein Mittler ists, der sie erhält./ Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt,/ der in des Vaters Schoße sitzt! 87 41.4² Weihnachten 9. Jauchzt, himmel, die ihr ihn erfuhrt,/ den Tag der heiligsten Geburt;/ und Erde, die ihn heute sieht,/ sing ihm, dem herrn, ein neues Lied. 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht,/ sein werd in aller Welt gedacht;/ ihn preise, was durch Jesum Christ/ im himmel und auf Erden ist. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Kommt her zu mir, Mel. Nr. 155. 41 spricht Gottes Sohn. 1. Brich an, oͤu schönes Morgenlicht!/ Das ist der alte Morgen nicht,/ der täglich wiederkehret;/ es ist ein Leuchten aus der dern,/ es ist ein Schimmer, ist ein Stern,/ von dem ich längst gehöret. 2. Aun wird ein König aller Welt,/ von Ewigkeit zum Heil be⸗ stellt,/ ein zartes Rinò geboren j/ der Teufel hat sein altes Recht/ am ganzen menschlichen Geschlecht/ verspielt und schon verloren. 3. Der himmel ist jetht nimmer weit,/ es naht die selge Gottes⸗ zeit/ der reiheit und der Liebe/ wohlauf du frohe Christenheit,/ daß jeder sich nach langem Streit/ in Friedenswerken übe. 4. Ein ewig festes Liebesband/ hält jedes haus und jedes Land/ und alle Welt umfangen;/ wir alle sind ein heilger Stamm,/ der Löwe spielet mit dem Lamm,/ das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt?/ Hier in der Rrippe liegt ein Kind/ mit lächelnder Gebärde./ Wir preisen dich, du Sternenheld!/ Willkommen, Heiland, aller Welt!/ Willkommen auf der Erdel mar v. Schenkendorf, 4 1817. Lobe den herren, den Mel. Nr. 39. 42 mächtigen König der Ehren. 1. Ehre sei Gott in der höhel Der Herr ist geboren!/ Laßt uns ihm singen, o Christen; auch wir sind erkoren,/ sein uns zu freun/ und durch ihn selig zu sein:/ Christen, wir sind nicht verlorenl 2. Schatten und dunkel bedeckten den Eroͤkreis; es irrten/ Völker umher wie die Herden, verlassen vom Hirten./ Jesus erschien,/ Nächte verschwanden durch ihn,/ die auch den Weisen verwirrten. 3. Menschen, berufen, durch Liebe die Gottheit zu ehren,/folgten der zwietracht und haßten sich vor den Altären./ Jesus erschien,/ und es ward Friede durch ihn; /inget es laut ihm zu Ehren! 3— heihnachten der heiligsten hem herrn, ein d in aller Welt immel und auf t Gellert, + 1769. umt her zu mir, cht Gottes Sohn. er alte Morgen aus der dern,/ längst gehöret. it zum Heil be⸗ in altes Recht/ schon verloren. je selge Gottes⸗ Christenheit,/ rken übe. nö jedes Land/ r Stamm,/ der der Schlangen. in der Rrippe reisen dich, du Willkommen nkendorf, 4 1817. e den herren, den König der Ehren. renl/ Laßt uns i uns zu freun/ icht verloren! s irrten/ Völker sesus erschien,/ isen verwirrten. ehren,/ folgten Jesus erschien,/ m zu Ehren! Weihnachten 43 4. Ehre sei Gott in der höhel Ein ewiges Leben/ hat er durch ihn, oͤen Geliebten, uns allen gegeben./ Bis in das Grab/ stieg er vom himmel herab,/ einst uns zum Himmel zu heben. 5. Selige Russicht! Wie werd ich im Lichte oer höhe,/ Retter, dich preisen, wenn dort ich verherrlicht dich sehel/ Danket schon hier,/ Christen, o dankt ihm mit mir:/ Ehre sei Gott in der höhe!l August Hermann Niemeyer, 4 1827. 45 Mel. herr Gott, dich loben alle wir(oder wie Nr. 32). Französischer Psalter, 1551. 5—8———.—.. 9—0 ö 1. Em⸗por zu Gott, mein Lob⸗ge⸗sangl/ Er, dem das Lied der En⸗gel klang,/ der ho⸗ he Freu⸗den⸗tag ist daz/ ——..—. I E lob⸗sin⸗get ihm: hal⸗le⸗lu⸗jal 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht,/ der uns das Lebenslicht gebracht;/ nun leuchtet uns ein milder Strahl/ wie Morgenrot im dunklen Tal. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild,/ von schlichtem Pilgerkleid um⸗ hüllt/ und führet uns mit sanster hand,/ ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der jetzt bei dem Vater thront,/ hat unter uns, ein Mensch, gewohnt,/ damit auch wir ihm werden gleich/ auf Erden und im Himmelreich. 5. Einst führet er zur himmelsbahn/ uns, seine Brüder, auch hinan/ und wandelt unser Pilgerkleid/ in Sternenglanz und Herr⸗ lichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang!l/ Er, dem der Engel Lied erklang,/ der hohe Freudentag ist da;/ ihr Christen, singt Haͤlleluja! Hriedrich Hoolph Krummacher, 4+ 1845. ⁷ 44· 45 Weihnachten 5— Valet will ich oͤr geben. 44 25——.— — Melchtior Ceschner, 1615. — —— 1. Er⸗füllt sind Stund und Zeiten, /der neu⸗e TCag bricht an das Licht der E⸗wig⸗kei⸗ten/ tritt auf die Sie⸗ges⸗bahn. EE iiE FFPFPFFPFPFPFPFTFTFTFTTTT..T E Zur Mit⸗ter⸗nacht verschwiegen/ hat es sich ein⸗ge⸗stellt;/ die —H— I. e En⸗gel Got⸗ tes flie⸗gen/ und ru⸗fens in die Welt. 2. Hier liegts im Mutterschoße/ und ist noch schwach und klein// nur zu geringem Lose/ scheint es bestimmt zu sein,/ als sollt es sich verlieren/ in tiefer Dunkelheit,/ und doch soll es regieren/ die Welt in Herrlichkeit. 3. Es muß vor diesem Lichte/ der Erde Glanz vergehn,/ vor diesem Angesichte/ die Sonne finster stehn./ Sein still verborgnes Wesen/ hat eine solche Macht,/ daß Kranke drin genesen/ und Lotes neu erwacht. 4. Es freuen sich die Armen,/ die Müden in dem Scheinj/ es ladet voll Erbarmen/ die Schwachen zu sich ein./ Die Stolzen nur erquicken/ sich nicht an seinem Strahl/ nur den verkehrten Blicken/ ist bieses Licht zur Gual. 5. O Licht, laß uns hienieden/ als deine Kinder stehn,/ bis wir dereinst in Frieden/ den höhern Rufgang sehn!/ O Jesu, Stern der Gnade,/ des Vaters Glanz und Zier,/ o leucht auf unsre Pfade// damit sie gehn zu dir. heinrich Puchta, 4 1858. Mel. Nus meines herzens Grunde. 45⁵ ISSTITTTTT + E. DEEEEEEEEEEEEEEE 1 Der heil⸗ ge Christ ist kom ⸗ men,/ der teu ⸗re des freun sich al ⸗ le§rom⸗men/ am höch ⸗sten Hamburg 1593. 40 Jahrer Got⸗ Him ⸗ prei⸗se ben/ 2. Da Sünde angst ist getümm 3. Nu Gott ru alle, reii gehn in 4. Dri Der euck freunöli ten,/ iht Mel. Herr dich zu un 9 5 —8 Jeihnachten e Ceschner, 1615. g bricht an; ie⸗ges⸗bahn. 1——.— ge⸗stellt;/ die ich und klein// als sollt es sich eren/ die Welt vergehn,/ vor ill verborgnes sen/ und Totes n Scheinjʒ/ es ie Stolzen nur hrten Blicken/ stehn,/ bis wir Jesu, Stern funsre Pfade// Puchta, 4+ 1858. Hamburg 1593. 2„„ — der teu ⸗re am höch ⸗sten Jahreswechsel 46 — I 2— ö———— 4 —— 2— — anr Auch was auf Er ⸗ den ist,„ soll I ů 29— 665 n ‚‚PITII—— EE prei⸗sen hoch und lo⸗ ben/ mit al⸗len En ⸗ geln dro⸗ 43—.— I— H 1 ä.............. ben/ den lie ⸗ben heil⸗ gen Christ. 2. Das Licht ist aufgegangen,/ die lange Nacht ist hin;/ die Sünde liegt gefangen,/ erlöst ist Herz und Sinn./ Die Sünden⸗ angst ist weg,/ der Glaube geht zum himmel/ nun aus dem Welt⸗ getümmel/ auf einem sichern Steg. 3. Nun sind nicht mehr die KRinder/ verwaist und vaterlos/ Gott rufet selbst die Sünder/ in seinen Gnadenschoß;/ er will, daß alle, rein/ von ihren alten Schulden,/ vertrauend seinen hulden,/ gehn in den himmel ein. 4. Drum freuet euch und preiset,/ ihr Seelen fern und nahl/ Der euch den Vater weiset,/ der heilge Christ, ist da;/ er ruft so freunoͤlich oᷣrein/ mit süßen Liebesworten:/ Geöffnet sind die Pfor⸗ ten,/ ihr Kinder, kommt herein! Ernst Moritz Rendt, 1860. Jahreswechsel/ (Nuch Lied Nr. 402.) Mel. herr Jesu Christ, 46 dich zu uns wend. Oörlitz 1668. ————. draan:rrne E 1. Das al ⸗te Jahr ver⸗gan⸗gen ist;/ wir dan⸗ken dir, Herr ere rterenint uintnrn nntn de⸗su Christ,/ daß du in Not uns und Ge⸗fahr/ be⸗ 41 Jahreswechsel ............ 68 E II 1 1 hin,// hü⸗tet hast lang Zeit und Jahr. Stärk. 2. Wir bitten dich, den ewgen Sohn/ des Vaters in dem höchsten 7. U Thron:/ du wollst dein arme Christenheit/ bewahren ferner allezeit. und ie 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort,/ der Seelen höchsten ich no Trost und Hort/ vor Irrlehr und Abgötterei/ behüt uns, Herr, und 8. 5 steh uns beil zuhme 4. Hilf, daß wir fliehn die Sündenbahn/ und fromm zu werden min iu fangen anj/ der Sünd im alten nicht gedenk,/ ein gnadenreich neu 9.3 Jahr uns schenk! stets ö 5. Hilf christlich leben stetiglich,/ in dir einst sterben seliglich/ will ie * und danach fröhlich auferstehn/ und mit dir in den Himmel gehn, miel. ö 6. Zu loben und zu preisen dich/ mit allen Engeln ewiglich./ Sott, O Jesu, unsern Glauben mehr/ zu deines Namens Lob und Ehr. 1568 und 1588. 1 König. mel. Nr. 55. 47 er(Ober wi nr. 287) 1. 1. Hilf, herr gesu laß gelingen,/ hilf, das neue Jahr geht an/ 10 laß es neue Kräste bringen,/ daß aufs neu ich wandeln kann./ Neues Glück und neues Leben/ wollest du aus Snaden geben. 2. Meiner hände Werk und Taten,/ meiner Zunge Red und Be 4 Wort/ müssen nur durch oͤich geraten/ und ganz glücklich gehen— fort./ Neue Kraft laß mich erfüllen,/ zu verrichten deinen Willen.— ö 3. Was ich dichte, was ich mache,/ das gescheh in dir allein;/ Kraft wenn ich schlafe, wenn ich wache,/ wollest du, herr, bei mir sein;/ 2. W geh ich aus, wollst ou mich leiten,/ kehr ich heim, steh mir zur wir lel Seiten. 8. D 4. Laß mich beugen meine Kniee/ nur zu deines Namens Ehr/ Kindle ö hilf, daß ich mich stets bemühe,/ dich zu preisen mehr und mehr./ 4. ö Laß mein Bitten, Flehn und Singen/ zu dir in den himmel oͤringen. wenn! 5. Laß dies sein ein Jahr der Gnade,/ laß bereun mich meine 5. N Ssünd;/ hilf, daß sie mir nimmer schade/ und ich bald Verzeihung unserm find,/ Herr, in dir; denn du, mein Leben,/ kannst die Sünd allein 6. vergeben, starken 4² hreswechsel ndem höchsten ferner allezeit. ʒeelen höchsten uns, Herr, und nm zu werden nadenreich neu eben seliglich/ Himmel gehn, jeln ewiglich./ Lob und Ehr. 1568 und 1588. her, unser König. doer wie Nr. 287.) jahr geht anz/ andeln kann./ Inaden geben. unge Red und glücklich gehen deinen Willen. in dir allein/ bei mir seinj/ steh mir zur Namens Ehr/ ahr und mehr./ immel oͤringen. un mich meine alò Verzeihung die Sünd allein Jahreswechsel ö 48 6. Tröste mich mit deiner Liebe,/ nimm, o Gott, mein Flehen hin,/ sieh, wie sehr ich mich betrübe,/ ja voll Angst undò Zagen bin./ Stärke mich in meinen Nöten,/ daß mich Sünd und Tod nicht töten. 7. Herr, oͤu wollest Gnade geben,/ daß dies Jahr mir heilig sei/ und ich christlich könne leben/ sonder Trug und Heuchelei,/ daß ich noch allhier auf Erden/ fromm und selig möge werden. 8. Jesu, richte mein Beginnen//Jesu, bleibe stets bei mir;/ Jesu, zähme mir die Sinnen,/ Jesu, sei nur mein Begier;/ Jesu, sei mir in Gedanken,/ Jesu, lasse nie mich wanken. 9. Jesu, laß mich fröhlich enoͤen/ dieses angefangne Jahr;/ trage stets mich auf den händen,/ halte bei mir in Gefahr./ Freudig will ich dich umfassen,/ wenn ich soll dᷣie Welt verlashen. Johann Rist, 4 1667. Mel. Nun laßt uns 48 Gott, dem herren. Leipzig 1587. SSIISSSI 9 1. Nun laßt uns 59— und tre⸗ ten/ mit Sin⸗gen und mit —.——U———— Be ⸗ten/ zum Herrn, der un⸗serm Le⸗ben/ 55 hier⸗her = I N —— N —*—— N + 1 II 1 Kraft ge ⸗ ge ⸗ ben. 2. Wir gehn dahin und wandern/ von einem Jahr zum andern,/ wir leben und gedeihen/ vom alten bis zum neuen. . Denn wie von treuen Müttern/ in schweren Ungewittern/ die Rinoͤlein hier auf Erden/ mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nicht minder/ läßt Gott ihm seine Kinder// wenn Not und Trübsal blitzen,/ in seinem Schoße sitzen. 5. Nch, Hüter unsres Lebens,/ flrwahr, es ist vergebens/ mit unserm Tun und Machen,/ wo nicht dein Rugen wachen. 6. Gelobt sei deine Treue,/ die alle Morgen neue;/ Lob sei den starken Händen,/ die alles Herzleid wenden! 43 Jahreswechsel 7. Laß ferner dich erbitten,/ o Vater, und bleib mitten/ in unserm Kreuz und Leiden/ ein Brunnen unsrer Freuden. 8. Gib uns und allen denen,/ die sich von Herzen sehnen/ nach dir und deiner Hulde,/ ein Herz, das sich geoͤulde. 9. Sprich deinen miloͤen Segen/ zu allen unsern Wegen,/ laß Großen und auch Kleinen/ die Gnaoensonne scheinen. 10. Sei der Verlassnen Vater,/ der Irrenden Berater,/ der Un⸗ versorgten Gabe,/ der Armen Gut und Habe. 11. Hilf gnädig allen Kranken,/ gib fröhliche Gedanken/ den hochbetrübten Seelen,/ die sich mit Schwermut quälen. 12. And enoͤlich, was das meiste,/ füll uns mit deinem Geiste,/ der uns hier herrlich ziere/ und oort zum Himmel führe. 13. Das alles wollst du geben,/ o unsres Lebens Leben,/ uns und der Christenschare/ zum selgen neuen Jahre! paul Gerhardt, 4 1676. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 49 Französischer Psalter 1551. V — ö ...— A⸗ ber⸗mals ein Jahr ver⸗ flos⸗ sen/ nã⸗ her zu der Wie ein Pfeil wird ab⸗ ge⸗schos⸗sen,/ so ver⸗ ge⸗ het ———.—— IIDIRDI—— Eswig⸗keit! mei⸗ne Zeit, — IIDIDD/—0 der ⸗li⸗ cher Gott!/ Nch, was soll, was soll ich rin o ze⸗- ho⸗ va Ze⸗ba⸗othl/ un⸗ver⸗ än⸗ +I.. —.— RPRPRRRPIRIITFr dei⸗ ner Lang⸗mut Dank zu sin ⸗ gen? 2. Ich erschrecke, mächtig Wesenl!/ Ich versink in Nngst und Not;/ denn mein Beten, Singen, Lesen,/ ach, das ist so träg und tot./ Heilig Heilig Heiliger!/ Großer Seraphinen⸗Herrl/ Wehe mir! ich muß vergehen;/ denn wer kann vor dir bestehen? 4⁴ Jahresy 3. Aber Bürgen b nicht in d willst bew 4. Auf, fürsten dar Jahr./ Fai wo oͤu du 5. Soll so wirst d Trag auf neuem mi 6. An i mich!/ La dich l/ Pri schick,/ da Mel. Herzli tut mich ver Dure durck Angst un groß un Jahr ist wegt ist eswechsel in unserm hnen/ nach egen,/ laß , der Un⸗ anken/ den hre. 1j/ uns und arot, 4 1676. Psalter 1551. e. imnt. und Not;/ g und tot./ Wehe mir! Jahreswechsel 5⁰0 3. Aber du bist auch sanftmütig,/ o getreues Vaterherzl/ In dem Bürgen bist ou gütig,/ der gefühlt des Todes Schmerz./ Steh ich nicht in deiner hand/ eingezeichnet als ein Pfand,/ das du ewig willst bewahren/ vor des bösen Feindes Scharen? 4. Auf, mein Herz, gib dich nun wieder/ ganz dem Friedens⸗ fürsten darl/ Opfre dem des dankes Lieder,// welcher krönet Tag und Jahr./ Fang ein neues Leben an,/ das zum Ziel dich führen kann,/ wo oͤu durch ein selig Sterben/ wirst oͤie Himmelskron ererben. 5. Soll ich benn in dieser hütten/ mich ein Zeitlang plagen noch// so wirst du mich überschütten/ mit Gedulo, das weiß ich doch./ Crag auf deinem Herzen mich,/ Jesu Christe, oir will ich/ heut von neuem mich verschreiben,/ dir auf ewig treu zu bleiben. 6. An dem Abend und dem Morgen,/ Gott, mein Rat, besuche michl/ Laß der Heiden RNahrungssorgen/ nimmer scheiden mich und dich/ Prüf mich jeden Rugenblick,/ gib, daß ich mein Haus be⸗ schick, /daß ich wache, bet und flehe,/ ehe denn ich schnell vergehe. Joachim Neanoͤer, 4 1680. Mel. Herzlich 50 tut mich verlangen. hans Leo Haßler, 1601. x———..— 15—7.—— ö——— —7—— 1 Durch Trau⸗ern und durch pla⸗ gen,/ oͤurch Not, durch —— 2 F——5— durch Kla⸗ gen,/ durch Sor⸗gen .— Angst und Pein, groß und klein bin ich, gott⸗lob, ge⸗oͤrungen./ dies 1.——— ů e— ——— ————— Jahr ist nun da⸗hin:/ dir, Gott, sei Lob ge⸗sun⸗gen!/ Be⸗ —— wegt ist herz und Sinn. 1⁵ 51 Zahreswechsel 4⁰ Jahrer 2. Der oͤu mich hast erbauet,/ in dir besteht mein Heil;/ dir ist 2. 3e mein Glück vertrauet,/ du bist und bleibst mein Teil./ Du hast mich Io oft u wohl erhalten,/ du bist mein Trost und Hort;/ dich laß ich ferner seines walten;/ Herr, führ mich fort und fort. 3. Ge 3. Mein Gott, o meine Liebe,/ was du willst, will auch ich;/ also win gib, daß ich nichts verübe,/ was irgend wider dich;/ dͤir ist mein fürs ner Will ergeben,/ ja, er ist nicht mehr mein,/ dieweil mein ganzes 4. Ur Leben/ dein eigen wünscht zu sein. uns die 4. Nach dir soll ich mich schicken,/ und, herr, ich wills auch tun./ seinen Soll mich die Armut drücken? /Ich will dabei beruhn. /Soll mich 5. Al Verfolgung plagen 2/Ja, Herr, befiehl du mirl/ Soll ich Verachtung wirod all tragen?/ Ach, ich gehorch auch hier. Sonn 1 5. Soll ich verlassen leben? /Herr Sott, dein Wille gilt./ Soll 0. Je ich in RNngsten schweben?/ Mein Heiland, wie du willt./ Soll ich unsres denn Krankheit leiden? /Ich will gehorsam sein./ Soll ich von Jesus, hinnen scheiden?/ Herr, dein Will ist auch mein. 6. Heut ist das Jahr beschlossen;/ Herr, oeine Gnade sei/ heut auf mich neu ergoshen,/ mein Herze wero auch neu./ Laß ich die umd kem alten Sünden,/ so werd ich, Gott, bei dir/ auch neuen Segen V finden,/ dein Wort verspricht es mir.. Wülhelm Sacer, + 1695.— 90 10 ich micht. 42⁵ 51 gohann Uhlich, 1674. .—.———. 8.— ◻ XX Je⸗sus soll die Lo⸗-sung sein,/ oͤa ein neu⸗ es Jahr e⸗su Na-me soll al⸗lein/ de⸗ nen zum Pa⸗ heibt ———.———— D.DiDiiiiEEEEE.—3 Jahr er ⸗schie=nen/ die in sei ⸗nem Bun⸗de stehn/ Tag u nie ⸗re die⸗nen, Hre. S EE und auf sei— nen We⸗ gen gehn. Preis hreswechsel n heil// dir ist Du hast mich laß ich ferner vill auch ich// / dðir ist mein mein ganzes ills auch tun./ jn. /Soll mich ich Verachtung ille gilt./ Soll villt./ Soll ich Soll ich von nade sei/ heut 1./ Laß ich die neuen Segen n Sacer, 4 1699. ann Uhlich, 1674. —— ein neu⸗ es nen zum Pa⸗ — Jahreswechsel 52 2. Jesu Name, Jesu Wort/ soll in der Gemeinde schallen,/ und jo oft wir an den Ort,/ der nach ihm genannt ist, wallen,/ mache seines Namens Ruhm/ unser Herz zum Heiligtum. 3. Sein Versühnen und sein heil/ wollen wir im Glauben ehrenj/ also wird es uns zuteil,/ wird sich täglich bei uns mehren j/ auch fürs neue Jahr uns beut/ Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir/ nun in Jesu Namen gehen;/ geht uns dieser Leitstern für,/ so wird alles wohl bestehen/ und durch seinen Gnadenschein/ alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid/ soll sein Name uns versüßen,/ so wird alle Bitterkeit/ uns ein Segen werden müssen./ Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 0. Jesus, aller Bürger Heil,/ unserm Ort ein Gnadenzeichen,/ unsres Landes bestes Teil,/ dem kein Kleinod zu vergleichen,/ Jesus, unser Schutz und Hort,/ bleib uns Losung fort und fort. Benjamin Schmolck, + 1737. Mel. Es ist das Heil 52 Vorreformatorisch. uns kommen her. Wittenberg 1523. 1 2 I I 8⁴.— 5 DEDI‚ETT.‚—..— 1 Gott ruft der Sonn und schafft den Mond,/ das schafft es, 4 man„=cher wohnt,/ und ——— Jahr da⸗ nach zu tei ⸗lenz/ er heißt oie Zei ⸗ten ei ⸗ len;/ er E— 235—— I oroͤ⸗net Jah⸗ re, n⸗de stehn/ —— Tag und Nacht./ Ruf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht,/ Ruhm, I 1 l —— ö 22——13 — Preis uns dank er⸗ 2 len! 7 53 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 2. Herr/ der da ist und der da warl/ Von dankerfüllten Zungen/ seĩ dir für das verflossne Jahr/ ein heilig Lied gesungen,/ für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rat,/ für Fried und Ruh, für jede Tat,/ die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet sein,/ das du uns neu gegeben,/ verleih uns Kraft ⸗ die Kraft ist dein // in deiner Furcht zu lebenl/ Du schützest uns, und du vermehrst/ der Menschen Glück, wenn sie zuerst/ nach deinem Reiche streben. 4. Hilf deinem Volke väterlich/ in diesem Jahre wieder,/ erbarme der Verlassnen dich/ und der beorängten Glieder/ gib Glück zu jeder guten Tat/ und laß dich, Gott, mit heil und Rat/ auf unsern Fürsten nieder: 5. Daß Weisheit und Gerechtigkeit/ auf seinem Stuhle throne,/ daß Tugend und Zufriedenheit/ in unserm Lande wohne,/ daß Creu und Liebe bei uns sei,/ dies, lieber Vater, dies verleih/ in Christo, deinem Sohnel Christian Fürchtegott Sellert, + 1769. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi/ (Auch Lied Nr. 29 Mel. Unser gerrscher, unser RKönig. 53 +7 ö —. .— ————2————2——— Wer ⸗de licht, oͤu Stadt der hei⸗den,/ und du, Sa⸗lem, schau⸗e, welch ein Glanz mit hreu⸗den/ ü⸗ber dei⸗nem SDSS·Z··.......... wer ⸗de licht; Haupt an⸗bricht! .......... S. die im din⸗stern sind ge⸗ses⸗sen. 38 Bremen 1680. 1 Gott hat de⸗rer nicht ver⸗ ges⸗ sen,/ IXX Darstel 2. Dun Welt,/ d Die nach 5. INch Ja, da he Augen u 4. Got Klein un das zum 5. Abe haben wi aus der 6. Die bahn./ E tan/ und lenket. 7. Gib durch der nach im 8. Dei dein Erse in Freus 9. Jest dein sol wir solle Mel. Nr. 1. Her Wir kom deinen T heutzuta wie hier 4 esu Christi ten Zungen/ / für Leben, jede Tat,/ eu gegeben,/ ht zu lebenl/ lück, wenn sie er,/ erbarme gib Glück zu it/ auf unsern tuhle throne,/ wohne,/ daß es verleih/ in Gellert, 4 1769. ung Bremen 1680. ——— —.——6.— 5 du, Sa⸗lem, ber dei⸗nem ver⸗ ges⸗ sen,/ E Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 5⁴4 2. Dunkelheit, die mußte weichen,/ als dies Licht kam in die Welt,/ dem kein anoͤres zu vergleichen,/ welches alle Ding erhält./ Die nach diesem Glanze sehen,/ dürfen nicht im§instern gehen. 3. Ach, wie waren wir verblendet,/ ehe noch dies Licht brach anl/ Ja, da hatte sich gewendet/ schier vom himmel jedermann/ unsre Augen und Gebärden/ hingen einzig an der Erden. 4. Gottes Rat war uns verborgen// seine Gnade schien uns nicht,/ Klein und Sroße mußten sorgen,/ jedem fehlt'es an dem Licht,/ das zum rechten Himmelsleben/ seinen GSlanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen/ ist der Rufgang aus der Höh,/ haben wir das Licht empfangen,/ welches so viel Angst und Weh/ aus oͤer Welt hinweggetrieben,/ daß nichts Dunkles ist geblieben. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken/ in der rechten Glaubens⸗ bahn. /Ewig, Herr, will ich oͤir danken,/ daß du hast so wohlge⸗ tan/ und uns diesen Schatz geschenket,/ der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Rraft und Stärke,/ daß wir dir zu jeder Zeit/ durch der Liebe Glaubenswerke/ folgen in Gerechtigkeit/ und her⸗ nach im Freudenleben/ heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinen muß erfüllen/ mein Gemüt in aller Not;/ dein Erscheinen müsse stillen/ meine Seel auch gar im Tod;/ Herr, in Freuden und im Weinen/ müsse mir dein Licht erscheinen! 9. Jesu, la mich enoͤlich gehen/ freudig aus der bösen Welt,/ dein so helles Licht zu sehen,/ das mir dort schon ist bestellt,/ wo wir sollen unter Rronen/ in der schönsten Rlarheit wohnen. Johann Rist, + 1667. Mel. Nr. 442. 54 valet will ich oir geben. 1. Herr Jesu, Licht der Heiden,/ der Srommen Schatz und Liebl/ Wir kommen jetzt mit Freuden/ durch deines Geistes Trieb/ in diesen deinen Tempel/ und suchen mit Begier/ nach Simeons Exempel/ dich, Gottes Sohn, allhier. 2. Du wirst von uns gefunden,/ o herr, an jedem Ort,/ dahin du dich verbunden/ durch dein Verheißungswort;/ vergönnst noch heutzutage// daß man dich gleicherweis/ auf Glaubensarmen trage,/ wie hier der fromme Greis. 4 4⁰ 55 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 3. Sei unser Glanz in Wonne,/ ein helles Licht in Pein,/ in Schrecken unsre Sonne,/ im KRreuz ein Gnadenschein,/ in Zagheit Glut und deuer,/ in Not ein Freudenstrahl,/ in Banden ein Be⸗ freier,/ ein Stern in Todesqual! 4. Herr, laß auch uns gelingen,/ daß einst wie Simeon/ ein jeder Christ kann singen/ den schönen Schwanenton:/ Mir werden nun mit Frieden/ die Rugen zugedrückt,/ nachdem ich schon hie⸗ nieden/ den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben,/ mein Zesu, dich geschaut;/ kein deind kann dich mir rauben,/ oͤräut er auch noch so laut./ Ich wohn in deinem Herzen,/ und in dem meinen duz/ uns scheiden keine Schmerzen,/ kein Angst, kein Tod dazu. Zohann Franck, 1677. Mel. Nr. 34. 55 ihr Christen alhugleneh 1. Nuf, Seele, auf und säume nichtl/ Es bricht das Licht her⸗ flir;/ der Wunderstern gibt dir Bericht,/ der helö sei vor der Lür. 2. Geh aus von deinem Vaterland,/ zu suchen solchen Herrn,/ laß deine Rugen sein gewanoͤt/ auf diesen Morgenstern! S. Gib acht auf diesen hellen Schein,/ der aufgegangen ist j/ er flühret dich zum Kind hinein,/ das heißet Jesus Christ. 4. Er ist der held aus Daviõs Stamm,/ der alle deinde schlägtj/ er ist das teure Gotteslamm,/ das unsre Sünden trägt. 5. Drum mache dich behende auf,/ befreit von aller Last,/ und laß nicht ab von deinem Lauf,/ bis du dies Kinolein hast. 6. Halt dich im Glauben an das Wort,/ das fest ist undò gewiß j/ das führet dich zum Lichte fort/ aus aller dinsternis. 7. Drum sinke nur vor seinem Glanz/ in tiefste Demut ein,/ und laß dein Herz erleuchten ganz/ von solchem Freudenschein! 8. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar/ mit Geist und Leib und Seel/ und singe mit der Engel Schar: /Hier ist Immanuel! 9. Hier ist das Ziel,/ hier ist der Ort,/ wo man zum Leben geht/ hier ist des Paradieses Pfort,/ die wieder offensteht. 10. Hier fallen alle Sorgen hin,/ zur Lust wird alle Pein/ es wird erfreuet Herz und Sinn,/ denn Gott ist wieder dein. 11. Der zeigt ͤir einen andern Weg,/ als du vorher gekannt:/ den stillen Ruh⸗ und Friedenssteg/ zum ewgen Vaterland. Michael Müller, 17⁰4. 5⁰ Darst mel. m laß ich 9 1— 5— dringer bringen draufl 4. N Siünde finde/ Mel. N 1. W dargest sei gew hellen. 2. N Sündei auf, wi der Lüj 3* Jesu Christi t in Pein,/ in in,/ in Zagheit anden ein Be⸗ Simeon/ ein :/ Mir werden ich schon hie⸗ geschaut;/ kein 9 so laut./ Ich / uns scheiden un Franck, 4 1677. Lobt Gott, risten allzugleich. das Licht her⸗ ei vor der Tür. olchen Herrn,/ nsternl gangen ist;/ er hrist. jeinde schlägt;/ trägt. iller Last,/ und lein hast. ist unò gewiß j/ nis. emut ein,/ und enscheinl tund Leib und Immanuel! m Leben gehtʒ/ ꝛht. alle Peinj/ es der dein. rher gekannt:/ aterland. el Müller, 1704. Darstellung und Erscheinung Jesu Christ: 56 57 57 nicht. 26 56 Zohann Uhlich, 1674. 9 5— 56—— ů—— Je ⸗su, gro⸗Fer Wun⸗der⸗stern,/ der aus Ja⸗kob Umei⸗ne See⸗le will so gern/ dir an dei⸗nem =—— e. — nimm doch, nimm doch gnã⸗ dig an,/ ist er⸗ schie nen, de ⸗ste die ⸗ nen; ————— EEE— was ich Ar⸗ mer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin,/ wie ichs von dir selber habe/ und damit beschenket bin,/ so ist dirs die liebste Gabe/ laß es auch bewährt und rein/ in dem Trübsalsfeuer sein! 3. Aimm den Weihrauch des Gebets, /laß denselben zu dir dringen;/ Herz und Lippen sollen stets/ ihn als Opfer vor dich bringen;/ wenn ich bete, nimm es auf/ und sprich Ja und Amen draufl 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu// ach, mich schmerzet meine Sünoel/ Aber du bist fromm und treu,/ daß ich Krost und Gnade finde/ und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. Eroͤmann Neumeister, 4 1756. Rommt her zu mir, Mel. Nr. 155. 57 spricht Gottes Sohn. 1. Wohlauf, mein Herz, verlaß die Welt,/ dem, der für dich sich dargestellt,/ nun dich auch darzustellen!/ Er ist das Licht, orum sei gewiß,/ er wird auch deine Finsternis/ durch seinen Glanz er⸗ hellen. 2. Ach, du sollst ihm ein Tempel sein!/ Er selbst macht dich von Stinden rein/ und hat Lust, hier zu wohnen./ Doch, sinstres Herz/ auf, werde licht!/ Denn Jesus wohnt in herzen nicht,/ die noch der Lüste schonen. 4 4 51 57 Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 3. Wer oͤich begehret, Gottes Sohn,/ vom Geist erweckt wie Simeon,/ zu seinem Heil zu haben,/ Gott fürchtet, sich der Welt entwöhnt,/ aus ihr sich nach dem himmel sehnt,/ der opfert rechte Gaben. 4. Wer auf die Treue Gottes baut,/ im Glauben seinen Heiland schaut,/ der kann in hrieden fahren./ Der heiland hält, was er ver⸗ spricht,/ er wird sich ihm in seinem Licht/ dort herelich offenbaren. 5. Herr, mache mich gerecht und rein,/ Herr, laß mich stets voll Glaubens sein,/ mich stets im Geiste leben,/ bis du auch mich, wenn dirs gefällt,/ im Frieden wirst aus dieser Welt/ zu deiner Wonn erheben. Nach Laurenti(+ 1722) von Zoh. Adolf Schlegel, 4 1795. esu Christi erweckt wie sich der Welt opfert rechte inen Heiland was er ver⸗ h offenbaren. nich stets voll ch mich, wenn deiner Wonn chlegel, 4 1795. —— ach⸗tet;/ all Sünd haͤst du ge⸗ tra⸗ gen,/ sonst mũß⸗ten ———— ö—.— ———————— wir ver⸗za⸗gen;/ er⸗barm dich un⸗ ser, o Jesul 2. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Rreuzes ge⸗ schlachtet,/ allzeit erfunden geduldig,/ wiewohl du warest ver⸗ 5⁵ 59 Passion achtet/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagen// erbarm dich unser, o Jesul 3. O Lamm Gottes, unschuldig/ am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet,/ allzeit erfunden geouldig,/ wiewohl du warest ver⸗ achtet ỹ/ all Sünd hast du getragen,/ sonst müßten wir verzagenz/ gib deinen§rieden, o Zesul (Vach dem Agnus dei) Nikolaus Tech, 4 1529. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 59 Französischer Psalter, 1551. *——.—— 5 ö—3—.— ů, 2— ————..——.— . Je⸗su, dei⸗ ne tie⸗fen Wun⸗Oen,/ dei⸗ ne Qual und ge⸗ben mir zu al⸗len Stun⸗den/ Trost in Leibs⸗ und — — bitt⸗rer Tod II 2 See⸗len⸗not/ fällt mir et⸗was Ar⸗ges ein,/ denk ich ........— ö Passior Deines L das Heil 5. Au dein Toi Daß ich deine G1 6. Hal so empfin Och verb vertraut bald an dei⸗ ne Peinj/ die ver⸗lei⸗det mei⸗nem her⸗zen,/ — 3——.— 5 2 mit der Sün⸗de je zu scher ⸗zen. 2. Will sich dann in Lüsten weiden/ mein verderbtes Fleisch und Blut,// so gedenk ich an dein Leiden,/ bald wird alles wieder gut./ Setzet der Versucher mir/ heftig zu, halt ich ihm für/ deine Gnad und Gnadenzeichen:/ bald muß er von dannen weichen. n S. Will die Welt mein Herz verführen/ auf die breite Sündoen⸗ bahn,/ wo so viele sich verlieren,/ alsdann schau ich emsig an/ deiner Marter Zentnerlast,/ die du ausgestanden hast j/ so kann ich in Andacht bleiben,/ alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, flir alles, das mich kränket,/ mir dein Leiden Hilfe schafft j/ wenn mein herz hinein sich senket,/ schöpf ich neue Lebenskrast./ 5⁴ Passion verzagenj/ Kreuzes ge⸗ warest ver⸗ verzagenʒ/ s Coch, 4+ 1529. Psalter, 1551. —.— Gual und Leibs⸗ und — „denk ich ——— Passion 6⁰ Deines Trostes Süßigkeit/ wendet mir das bittre Leid,/ der du mir das Heil erworben,/ da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich all mein Hoffen,/ du bist meine Zuversicht;/ dein Lod hat oͤen Tod getroffen,/ daß er mich kann töten nicht./ Daß ich an oͤir habe teil,/ bringet Trost mir, Schutz und Heil/ deine Gnade wird mir geben/ Ruferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem Herzen,/ du Brunn aller Gütigkeit,/ so empfind ich keine Schmerzen/ auch im letzten Kampfund Streit./ Ich verberge mich in dich,/ kein Feind kann verletzen mich;/ wer vertraut auf deine Wunden,/ der hat selig überwunden. Zohann heermann, + 1647. 60 Johann Crüger, 1640. —4 + III * — 2 574 1. Herz⸗lieb⸗ster Je ⸗su, was hast oͤu ver⸗bro⸗chen,/ ——————— SSS..... daß man ein solch scharf Ar⸗teil hat ge⸗spro⸗chen?/ Was ist die m her⸗zen,/ —— ———— —— es Fleisch und wieder gut./ deine Gnad ichen. eite Sünden⸗ ch emsig an/ j/ so kann ich hilfe schafft // Lebenskrast./ , ꝗ———— E=, 4 SS.— Schuld? In was für Mis⸗se⸗ ta⸗ten/ bist oͤu ge⸗ ra⸗ ten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet,/ ins Angesicht ge⸗ schlagen und verhöhnet,/ du wirst mit Esig und mit Gall getränket,/ ans Kreuz gehenket. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen?/ Ach, meine Stinden haben dich geschlagen;/ ich, o herr Jesu, habe dies ver⸗ schuloet,/ was doͤu erdͤuldet. 4. Wie wunderbarlich ist oᷣoch diese Strafel/ Der gute hirte leidet für die Schafe,/ die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte,/ für seine Knechte. 5. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße,/ die dich gebracht auf diese Marterstraße j/ ich lebte mit der Welt in Lust und dreuden,/ und du mußt leiden. 5⁵ 61 Passion 6. Nch, großer Rönig, groß zu allen Zeiten,/ wie kann ich gnug⸗ sam solche Creu ausbreiten? Kein Menschenherz vermag es aus⸗ —.— zudenken,/ was dir zu schenken. weil ic 7. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen,/ womit doch dein Erbarmen zu vergleichen;/ wie kann ich dir denn deine Liebes⸗ 2· QDer taten/ im Werk erstatten? baß ich v 8. Doch ist noch etwas, was dir angenehme:/ wenn ich des ward er Fleisches Lüste dämpf und zähme,/ daß sie aufs neue nicht mein Kreuz ist herz entzünden/ mit alten Sünden. 5. Der 9. Weil aber es nicht steht in eignen Kräften,/ fest die Begierden Weh 14 an das Rreuz zu hesten,/ so gib mir deinen Geist, der mich regiere,/ Breuzigt zum Guten führe. hohn?/ 10. Dann werd ich dir zu Ehren alles wagen,/ kein Rreuz mehr ben ube. achten, keine Schmach und Plagen,/ nichts von Verfolgung, nichts 4. Der von Todesschmerzen/ nehmen zu herzen. Hunger, 11. Dies alles, obs flir schlecht zwar ist zu schätzen,/ wirst du es nicht Ge doch nicht gar beiseite setzen,/ in Gnaden wirst du dies von mir tum./ De annehmen,/ mich nicht beschämen. 5. Der 12. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne/ auf meinem bester dre gaupte stehn die Ehrenkone, /da will ich dir, wenn alles wird mir verei wohl klingen, Lob und Dank singen. Johann heermann, 1 1647. gam./ Di Mel. Wie nach 61 einer Wasserquelle. 8 e Pfalter, 1551. 4 ....—.— 7. 1. Der am Kreuz ist mei⸗ ne Rle⸗ 1. mei⸗ ne Lieb ist 4 Weg, ihr ar⸗gen Sün⸗ Wus be// Welt und gleisch mit I— D————— riri—.—— Eu⸗re Lieb ist nicht von Gott, /eu ⸗ ve Lieb 23. r Lee E„ ..— E—. ist gar der Tod./ Der am Kreuz ist mei⸗ ne Lie⸗be,/ am Stan 5⁰ Passion in ich gnug⸗ nag es aus⸗ womit doch eine Liebes⸗ enn ich des nicht mein e Begierden ich regiere,/ Kreuz mehr gung, nichts wirst du es ies von mir auf meinem alles wird mann, 1647. Pfalter, 1551. Passion 6² r, n, w.—— 15 —— 2 I 1 weil ich mich im Glau⸗ben ü ⸗ be. 2. Der am Rreuz ist meine Liebel/ Frevler, was befremdets dich,/ daß ich mich im Glauben übe?/ Jesus gab sich selbst für mich./ So ward er mein Friedeschilo,/ aber auch mein Lebensbild./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe!/ Sünde, du besiegst mich nicht./ Weh mir, wenn ich den betrübe,/ der für mich ging ins Gericht!/ Kreuzigt ich nicht Sottes Sohn?/ Spräch ich seinem Blut nicht Hohn?/ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glau⸗ ben übe. 4. Der am Rreuz ist meine Liebel/ KReine Not, wie hart und groß// Hunger, Blöße, Geißelhiebe,/ nichts macht mich von Jesus los j/ nicht Gewalt, nicht Golo, nicht Ruhm,/ Engel nicht, kein Fürsten⸗ tum./ Der am Rreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebel!/ Komm, Toö, komm, mein bester reunol/ Wenn ich wie ein Staub zerstiebe,/ wir mein Jesus mir vereint./ Da, da schau ich Hottes Lamm,/ meiner Seele Bräuti⸗ gam./ Der am Kreuz ist meine Liebe,/ weil ich mich im Glauben übe. Ende des 17. Zahrhunderts. 62(15. Zahrhundert.) Erfurt 1524. — 0—— .DSPSPSSSS SSSI +— 3599——6 e Lieb ist Wenn mich mein Sün⸗den krän⸗ken,/ o mein herr nö fleisch mit so laß mich wohl be⸗den⸗ken,„ wie du ge⸗ —— ᷓͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤ — SDE—————— ö 2— eu⸗=re Lieb de su Lhrist, 0 und al⸗le mei⸗ne Slin⸗den ⸗last/ eLie⸗be,/ stor⸗—5 bist 5 2— 2— NY .. auid 2— am Stamm des heil⸗gen Rreu⸗ges /auf dich ge⸗nom⸗men D0. 57 + Passion 2. O Wunder ohne Maßen,/ wenn mans betrachtet recht!/ Es hat sich martern lassen/ der herr für seinen Rnecht;/ selbst seinen eingen Sohn hat Gott/ für mich verlornen Menschen/ gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden/ der Sünden große Zahlẽ/ Ich bin bei Gott in Gnaden/ die Schulo ist allzumal/ bezahlt durch Christi teures Blut,/ daß ich nicht mehr darf fürchten/ der hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich oͤir von herzen/ jetzt unòd mein Leben lang/ für deine Pein und Schmerzen,/ o Jesu, Lob und Dank,/ für deine Not und Angstgeschrei,/ für dein unschuloig Sterben,/ für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bittres Leioen/ mich reizen für und für,/ mit allem Ernst zu meiden/ die sünoͤliche Begier,/ daß mir nie komme aus oem Sinn,/ wieviel es dich gekostet,/ daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen,/ sollts auch sein Schmach und Spott,/ hilf mir geoͤulöig tragen;/ gib, o mein Herr und Gott,/ daß ich verleugne diese Welt/ und treu dem Beispiel folge,/ das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben,/ was oͤu an mir getan,/ und mei⸗ nen Nächsten lieben,/ gern dienen jedermann/ ohn Eigennutz und Heuchelschein/ und, wie du mir erwiesen,/ aus reiner Lieb allein. 8. Laß enoͤlich deine Wunden/ mich trösten kräftiglich/ in meinen letzten Stunden/ und des versichern mich:/ weil ich auf dein Ver⸗ dienst nur trau,/ öu werdest mich annehmen,/ daß ich dich ewig schau. Justus Gesenius, 1673. Mel. herzlich tut mich verlangen. 63 ö K — 4 E+ 5,, 2 SSSS O Haupt voll Blut und Wun⸗den,//voll Schmerz und vol⸗ler Vo haupt, zum Spott ge⸗bun⸗den/ mit ei ⸗öner dor⸗nen⸗ 21 0 ö—— ä—— SSSRIISIAIRIIII— Raon⸗ o gaupt, sonst schön ge⸗krö⸗ net/ mit 5 4. Erke dir, Quel mich gelal mit reiche 5. Ich! dir will i Haupt wi fassen/ in 6. Es ö wenn ich möcht ich/ mir geber 7. Ich Todes Se halte/ zu mein End 8. Wen wenn ich am allerb Angsten/ Passion htl/ Es hat inen eingen in den Tod. oße Zahlꝰ/ zahlt durch /der hölle lang/ für für deine rdeine Lieb ð für,/ mit nie komme öset bin. Schmach und Gott,/ folge,/ das und mei⸗ jennutz und Lieb allein. in meinen fdein Ver⸗ dich ewig mius, 1673. Haßler, 1601. — und vol⸗ler 2 Dor⸗nen⸗ net/ mit Passion 6³ —.———.— E— ‚‚.. —3——3— ö höch⸗ster Ehr und Zier,/ jeht a⸗ber höchst ver⸗höh⸗net, 7e , L grü⸗pet seist oͤu mir! 2. Du eoͤles Angesichte,/ davor das Reich oer Welt/ erschrickt und wird zunichte,/ wie bist du so entstellt,/ wie bist du so er⸗ bleichetl/ Wer hat dein Rugenlicht,/ dem sonst kein Licht mehr gleichet,/ so schänoͤlich zugericht? 3. Nun, was du, Herr, erduldet,/ ist alles meine Last,/ ich hab es selbst verschulbet,/ was du getragen hast./ Schau her, hier steh ich Armer,/ ber Zorn verdienet hat;/ gib mir, o mein Erbarmer,/ den Anblick deiner Gnad! 4. Erkenne mich, mein Hüter mein hirte, nimm mich anl/ Von dir, Guell aller Güter,/ ist mir viel Guts getan;/ dein Wort hat mich gelabet/ mit süßer Gnadenkost,/ dein Geist 91 mich begabet/ mit reichem Himmelstrost. 5. Ich will hier bei dir stehen,/ verachte mich doch nicht;/ von oir will ich nicht gehen,/ wenn dir dein Herze bricht;/ wenn dein Haupt wird erblashen /i im letzten Todesstoß,/ alsdann will ich dich fassen/ in meinen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen greuden/ und kemut mir herzlich wohl,/ wenn ich in deinem Leiden,/ mein Heil, mich finden soll./ Ach, möcht ich, o mein Leben,/ an deinem Kreuze hier/ mein Leben von mir geben,/ wie wohl geschähe mir! 7. Ich danke dir von herzen,/ o Jesu, liebster dreund// für oeines Tobes Schmerzen,/ da dus so gut gemeint./ Ach, gib, daß ich mich halte/ zu dᷣir und deiner Treu,/ und wenn ich nun erkalte,/ in dir mein Ende sei. 8. Wenn ich einmal soll scheiden,/ so scheiͤe nicht von mir,/ wenn ich den Tod soll leiden,/ so tritt du dann herfür;/ wenn mir am allerbängsten/ wird um das Herze sein,/ so reiß mich aus den Angsten/ kraft deiner Angst und Pein. 59 6⁴ Passion 9. Erscheine mir zum Schilde,/ zum Trost in meinem Tod,/ und laß mich sehn dein Bilbe/ in deiner Kreuzesnot;/ da will ich nach bir blicken,/ da will ich glaubensvoll/ dich fest an mein herz drücken./ Wer so stirbt, der stirbt wohl. paul Gerhardt, 4 1676. Nach einem lateinischen Lied des dreizehnten Jahrhunderts. Mel. O Welt, i 655 dich IWenn 6⁴(Heinrich Isaak, 4 1517.) 1539. —— —— ů abir iEEEEEEEEEE 1. O Welt, sieh hier den Le⸗ben/ am Stamm des Rreu⸗zes E———— e—.— ———5 Heil sinkt in den Tool/ Der gro⸗Pe Fürst der PIPPISSE 550— läßt wil⸗lig sich be⸗schwe⸗ren/ mit Schlägen, ö 2— — 2—— Hohn und gro⸗Bem Spott. 2. Tritt her und schau mit§leiße,/ wie er mit Todesschweiße/ und Blut ist überfüllt;/ aus seinem eolen herzen/ vor unerschöpften Schmerzen/ ein Seufzer nach oͤem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen,/ mein Heil, und dich mit Plagen/ so libel zugericht't?/ Du bist ja nicht ein Sünder,/wie wir und unsre Kinder, /von Ubeltaten weißt du nicht. 4. Och, ich und meine Sünden,/ die sich wie Körnlein finden/ des Sandes an dem Meer,/ die haben dir erreget/ das Elend, das dich schläget,/ und deiner Martern ganzes Heer. 5. Du setzest dich zum Bürgen, ja lässest dich erwürgen/ für mich und meine Schuld;/ mir lässest ou dich krönen/ mit dornen, die dich höhnen,/ und leidest alles mit Geduld. 00 Passion 6. Ich b dir überhe ich billigel 7. Nun, aber will Seele sche 8. Ich v sei auch, und ein S 9. Ich v mit stillem doch sehr 10. Ich r was meine ich fliehn 11. Deit Tränen,/ deinen Sa Mel. An Wa flüssen Babyt ih» rer al ⸗öler — er ⸗ gibt Passion Tod,/ und ich nach drücken./ rot, 4 1676. zehunderts. 517.) 1539. — RKreu⸗zes =l Fürst der Schlägen, schweiße/ erschöpften t Plagen/ und unsre in finden/ Elend, das / füir mich ornen, die Passion 6⁵ 6. Ich bin, mein heil, verbunden/ all Rugenblick unòd Stunden/ dir überhoch und sehr;/ was Leib und Seel vermögen,/ das soll ich billig legen/ allzeit an deinen dienst und Ehr. 7. Nun, ich kann nicht viel geben/ in diesem armen Leben,/ eins aber will ich tun: /es soll dein Tod und Leiden,/ bis Leib und Seele scheiden,/ mir stets in meinem Herzen ruhn. 8. Ich wills vor Rugen setzen,/ mich stets daran ergöten,/ ich sei auch, wo ich seij/ es soll mir sein ein Spiegel/ der Anschuld und ein Siegel/ der Lieb und unverfälschten Treu. 9. Ich will varin erblicken,/ wie ich mein herz soll schmücken/ mit stillem, sanftem Mut,/ und wie ich die soll lieben,/ die mich doch sehr betrüben/ mit Werken, so die Bosheit tut. 10. Ich will mich mit dir schlagen/ ans Rreuz und dem absagen,/ was mieinem Fleisch gefaͤllt;/ was deine Augen hassen,/ das will ich fliehn und lassen,/ gefiel es auch oͤer ganzen Welt. 11. Dein Seufzen und dein Stöhnen/ und die viel tausend Tränen,/ dᷣie für mich weintest du,/ oͤie sollen mich am Ende/ in deinen Schoß und Hände/ begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerharoͤt, 4 1676. Mel. An Wasser⸗ flüssen Babylon. 6⁵5 Straßburg 1525. — ů—— ö SSSISSSI 1 Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld/ der Welt und Ues geht und trä⸗ get in Ge⸗duld/ die Sün⸗den ———.— ih rer Rin⸗der; al ⸗äler Sün⸗der; x es geht oa⸗hin, wird matt und krank,/ =2———— ᷣĩPPSI— er ⸗gibt sich auf die Wür⸗ge⸗bank,/ ver⸗zicht't auf 61 Passion —!:— al ⸗le 8 11. es nimmt—7 sich Sonnc, 9—— 7 , w.. DDDDDD D ( ö und Spott,/ Angst, Wunden, Steiemen, Kreuz und Tod/ und 1. ö spricht: Ich wills gern leil⸗„„den. See⸗le 2. Das Lämmlein ist der große Freund/ und Heiland unsrer—— ö Seelenz/ den, den hat Gott zum Sündenfeind/ und Sühner wollen wählen:/„Geh hin, mein Kind, und nimm dich an/ der Rinder, ich nic die von Anfang an/ verdienet Straf und Rutenz/ die Straf ist schwer, der Zorn ist groß,/ du kannst und sollst sie machen los/ +* durch Sterben und durch Bluten.“—— du bist stark,/ du streckest den in Grab und Sarg,/ vor dem die delsen springen! 4. Mein Lebetage will ich dich/ aus meinem Sinn nicht lassen// dich will ich stets, gleich wie du mich,/ mit Liebesarmen fassen,/ ö du sollst sein meines herzens Licht,/ und wenn mir auch mein Herz zerbricht,/ sollst du mein Herze bleiben;/ ich will mich dir, mein höchster Ruhm,/ hiermit zu deinem Eigentum/ beständiglich ver⸗ 4. schreiben. mit de 5. Ich will von deiner Lieblichkeit/ bei Nacht unò Tage singen,/ Huhn mich selbst auch oͤir zu aller Zeit/ zum Freudenopfer bringen./ Mein Bach des Lebens soll sich dir/ und deinem Namen für und 5. De für/ in Dankbarkeit ergießen,/ und was du mir zu gut getan,/ Lod me das will ich stets, so tief ich kann,/ in mein Gedächtnis schließen. lassense Paul Gerharot, 1 1676. ö 5. Ja, Vater, ja, von Herzensgrund,„leg auf, ich wills gern lieb⸗ ö ö tragen!/ Mein Wollen hängt an deinem Mund,/ mein Wirken ist 2. D ů dein Sagen.“ /O Wunderlieb, o Liebesmacht,/ du kannst, was nie hast get ein Mensch gedacht,/ Gott seinen Sohn aboͤringen/ o Liebe, Liebe, I. 6² Passion .— ach, hohn I Frr. Toð/ und land unsrer ihner wollen der Rinder, hie Straf ist nachen los/ )wills gern in Wirken ist nst, was nie Liebe, Liebe, vor dem die licht lassen;/ men fassen,/ ch mein Herz ich dir, mein nöiglich ver⸗ age singen// er bringen./ men für und gut getan,/ mis schließen. rharot, 4 1676. Passion 6⁰ 6⁰ Christoph Anton, 1051. PP.....I.I.I... T ISSSEEEEEEEEEEEE Je⸗su, mei⸗nes Le⸗bens Le⸗ben,/ Je⸗su, mei⸗nes der du dich für mich ge⸗ ge⸗ ben/ in die tief⸗ste — EEI SID — 251 To⸗des Tod, See⸗len⸗not, .——0 ,.,—— ich nicht möch⸗te ster⸗ben;/ tau⸗seno⸗, tau⸗send⸗mal sei dir,/ in das äu⸗ßer⸗ste Ver⸗der⸗ben,/ nur daß .——.— EN x SISIIIIIIII.. lieb⸗ster Je⸗ su, Dank da⸗für. 2. Du, ach du hast ausgestanden/ Lästerreden, Spott und Hohn,/ hast getragen Strick und Banden,/ du gerechter Gottessohn,/ nur mich Armen zu erretten/ von den schweren Sündenkettenz/ tauseno⸗/ tausenomal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 3. Willig ließest du oich schlagen,/ mich zu lösen von der Pein,/ ließest fälschlich oich anklagen,/ daß ich könnte sicher sein;/ daß ich möchte trostreich prangen,/ hast du sonder Trost gehangen/ tau⸗ senö⸗, tausenomal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 4. Du hast dich in Not versenket,/ wurdest, ach, für meine Schuld/ mit dem Todeskelch getränket,/ littest alles mit Geduld;/ daß ich würde freigegeben,/ gabst du hin dein teures Leben;/ tauseno⸗/ tausenoͤmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 5. Deine Demut hat gebüßet/ meinen Stolz und Abermut,/ dein Tod meinen Tod versüßet;/ es kommt alles mir zu gut;/ dein Ver⸗ lassensein, dein Schreien/ muß zu Ehren mir gedeihen/ tausenoͤ⸗, tausenoͤmal sei dir,/ liebster Jesu, Dank dafür. 0³ 6. Nun, ich danke dir von Herzen,/ Jesu, flr gesamte Not,/ für die Wunden, flir die Schmerzen,/ für den herben, bittern Tod/ für dein Zittern, für dein Zagen,/ deine tausenofachen Plagen,/ für dein Ich und tiese Pein/ will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph homburg, 1 1681. (Oder wie Nr. 248.) 67 Nürnberg 1684. H— ö —— —93— n b.— ———.—*— Ie de— △+ 1. O du Lie ⸗ be mei⸗ ner Lie ⸗be,/ du er⸗ die du dich aus höch⸗stem Trie ⸗be/ in das — — —— 2— —— — — E wünschte Se⸗lig keit, dei ⸗nes Lei⸗dens mir zu jam ⸗ mer⸗vol ⸗le Leid e e ee. ,*— 1—.—4 gu ⸗te/ als ein Op⸗fer ein⸗ge⸗stellt/ und be ⸗ zahlt mit ——— 2. Liebe, die mit heißen Tränen/ an dem Glberg sich betrübtj/ Liebe, die mit heißem Sehnen/ unaufhörlich fest geliebt;/ Liebe, die den eignen Willen/ in des Vaters Willen legt/ und, den Fluch der Welt zu stillen,/ treu die Last des Kreuzes trägt. 3. Liebe, oͤie mit starkem herzen/ Schmach und Lästerung ge⸗ hört;/ Liebe, oͤie in Angst und Schmerzen/ bis zum Tod blieb unversehrt;/ Liebe, die sich liebend zeiget,/ da der Atem geht zu Eno/ Liebe, die sich liebend neiget,/ da sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die für mich gestorben/ und ein immerwährend Gut/ an dem Kreuzesholz erworben,/ ach, wie denk ich an dein Blutl/ Ach, wie oͤank ich deinen Wunden,/ du verwundte Liebe du,/ wenn ich in den lehten Stunden/ sanft an deinem Herzen ruh. 6⁴ wie Jako Es ist vo 5 lurg, 4 1681. nberg 1684. Passion 68 5. Liebe, die sich totgekränket/ und für mein erkaltet Herz/ in ein kaltes Grab gesenket,/ ach, wie dank ich deinem Schmerzl/ Habe Dank, daß du gestorben,/ daß ich ewig leben kann,/ uno der Seelen heil erworben;/ nimm mich ewig liebend an! Elisabeth von Senitz, T 1679. Mel. Wer weiß, wie 68 nahe mir mein Enoͤe. — E*—— 6 SDSSSSSSS. Es ist vollbracht! Er ist ver ⸗schie⸗den,/ mein der Frie⸗de⸗fürst entschläft im Frie⸗den,/ 35 Je⸗sus schließt die Ru⸗ gen zuz in stil Le⸗bens ⸗son⸗ne geht zur Aubl ln 17³8. — To⸗ des⸗ nacht./ O gro⸗ßes Wort: Es ist voll-brachtl 2. Es ist vollbracht Er hats gesprochen,/ öas ewge Wort muß sprachlos sein;/ das Herz der Treue wiro gebrochen,/ den dels des Heils umschließt ein Stein;/ die höchste KRraft ist nun verschmachtẽt./ O wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Ihr, meine Sünden,/ veroammet nun mein Herz nicht mehr./ Vom himmel her hör ich verkünden:/ des Sohnes Blut erlangt Gehör;/ am Kreuz hats Frieoen uns gemacht./ O süßes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht!l O welch Verlangen/ zieht mich zu oͤeinem Grabe hinj/ dich wünschen Engel zu umfangen:/ ruh auch in meinem hHerzen dͤrin,/ wo dir die Liebe Raum gemacht. /O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen/ zur Ruh auf Christi Orabesstein;/ die Engel sind allhier zugegen,/ ich schlummre sanft wie Jakob ein/ die himmelspfort ist aufgemacht./ O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomo Franck, 4 1725. 5 6³ Passion Mel. N i u nsrer Lane tiote uns ur. Sn Eannt 1818. SSDSISISISISISSISIII... I FI IPIIITI I———— Pü‚PPP‚PDD du ge⸗ hest in den Gar⸗ten be ⸗ ten,/ laß mich an dei⸗ne Sei⸗te tre ⸗ ten,, —.— — 1 1 EE— mein treu⸗er Je⸗ su, nimm mich mit; ich wei⸗che von dir kei ⸗ nen Schritt ih win e. ——— ..................... 1.—— 1————.— 2—— dir, mein Leh⸗rer, sehn,/ wie mein Ge⸗bet soll recht geschehn. 2. Du gehst mit Zittern und mit Zagen/ und bist bis in den Lod betrübt;/ ach, dies soll mir ans Herze schlagen,/ daß ich die Sünde so geliebt/ drum willst du, daß mein Herz voll Reu/ mein Anfang zum Gebete sei. 3. Du reißt dich von der Jünger Seiten,/ du suchst die stille Ein⸗ samkeit// so muß auch ich mich wohl bereiten/ und fliehen, was mein Herz zerstreut./ Zieh mich von aller Welt allein,/ daß nur wir zwei beisammen sein. 4. Zur Erde beugst ou deine Glieder,/ fällst nieder auf dein Angesicht// so sinkt die stille demut nieder;/ örum rühm ich Asch und Staub mich nicht;/ ich bieg unòd beuge mich mit dir/ vor meinem Gott in Demut hier. 5. Du betest zu dem lieben Vater/ und rufest:„Abba l“ wie ein Kind j/ dein Vater ist auch mein Berater,/ sein Vaterherz ist treu ge⸗ sinnt./ Ich halte mich getrost an dich/ und rufe:„Nbba, höre mich!⸗ 6. Du greifst voll Zuversicht und Liebe/ dem Vater tief ins treue herz/ und rufst aus stärkstem Herzenstriebe: /„O Vater, Vater!“ himmelwärts./ Ach, Glaub und Liebe sind mir not,/ sonst ist doch all mein Beten tot. 7. Geduldig Lamm, wie hältst du stille/ und im Gebete oͤreimal anl/ Dabei ist auch für mich dein Wille,/ daß ich soll tun, wie du Passi getan. ohne 9. 1 Herrlie angen ernten 10. Vorbil von ih ewig d Mel. Si ich, Ehr gehn// 3. D Passion Schicht 1819. — ht geschehn. is in den Tod ch die Sünde mein Anfang die stille Ein⸗ fliehen, was in,/ daß nur der auf dein ühm ich Asch mit dir/ vor obal“ wie ein ꝛrʒ ist treu ge⸗ „höre michl“ tief ins treue ater, Vater! Jonst ist doch ebete oͤreimal tun, wie oͤu Passion 70 getan./ Gott hilst nicht stets aufs erstemal/ ͤrum fleh und ruf ich ohne Zahl. 8. Dein Wille senkt sich in den Willen/ des allerbesten Vaters ein ʒ/ in ihm muß auch mein Herʒ sich stillen,/ wofern ich will erhöret sein;/ örum bet ich in Selassenheit:„Was mein Gott will, ge⸗ scheh allzeit. 9. Du, Herr, erlangest auf dein ölehen/ Trost, Kraft, Sieg, Leben, Herrlichkeit;/ und so wiroͤs auch mit mir geschehen,/ daß ich zur angenehmen deit/ auf ernstlich Beten freudevoll/ den gleichen Segen ernten soll. 10. Drum, Jesu, hilf mir stets so beten,/ wie inich dein heilig Vorbild lehrt;/ so kann ich frei zum Vater treten/ und werde stets von ihm erhört; /so bet ich mich zum Himmel ein/ und will dir ewig dankbar sein. Zohann Mentzer, + 1754. Mel. Sieh, hier bin 7 0 ich, Ehrenkönig. Darmstaot 1690. 94 25097 SꝗSSPSSSI 1. Ru⸗ he hier, mein Geist, ein we⸗nig/ un d schau an dies I — I— 225— 2 1 —— 3 22 O— Wun⸗der groß,„ wie dein herr und Eh⸗ren ⸗kö⸗ nig/ 4+— —.— I SSIIIII III. hängt am Kreu⸗ze bleich und bloß,/ oͤen sein Lie⸗ben/ —.—.., S.SS.S........I hat ge⸗trie⸗ben/ zu dir aus des Va⸗ters Schoß. 2. Wie dich Jesus liebt von herzen,/ kannst ou hier am Rreuze sehn// schau, wie bittre Todesschmerzen/ ihm oͤurch Leib und Seele gehn,/ luch und Schrecken/ ihn bedecken/ höre doch sein Klaggetön! 3. Dies sind meiner Sünden Früchte,/ die, mein heiland, ängstgen dich// dieser Leiden schwer Gewichte/ zöge sonst zum Abgrund mich/ diese Nöten,/ die dich töten,/ sollt ich fühlen ewiglich. 5* 67 EIII 7¹ Passion J. Doch du hast für mich besieget/ Sünde, Tod und Höllenmacht// Gottes ewgem Recht genüget,/ seinen Willen ganz vollbracht// dᷣurch dein Sterben/ mich zum Erben/ deines Lebens dort gemacht. 5. Ach, ich Sündenkind auf Erden!/ Jesu/ stirbst du mir zu gutꝛ/ Soll dein deind erlöset weröen/ durch dein eigen Herzensblut?/ Ich muß schweigen/ und mich beugen/ für dies unverdiente Gut. 6. Seel und Leben, Leib und Glieder,/ alles gibst du für mich hin;/ sollt ich dir nicht schenken wieder/ alles, was ich hab und bin?/ Ich bin deine/ ganz alleine,/ dir verschreib ich herz und Sinn. 7. Zeuch durch deines Todes Kräfte/ mich in deinen Tod hineinj/ laß mein gleisch und sein Geschäfte,/ Herr, mit dir gekreuzigt sein,/ daß mein Wille/ sanft und stille/ und die Liebe weroͤe rein. 8. Laß in allen Leidenswegen/ deine Leiden stärken mich,/ daß mein Leiden mir zum Segen/ mag gedeihen stetiglich,/ daß mein herze/ auch im Schmerze/ ohne Wanken liebe dich. 9. Wenn mich schrecken meine Sünden,/ wenn mich böse Lust anficht// ich nicht Rraft noch Gnad kann finden,/ wollst du mich ver⸗ lassen nicht!l/ Laß dein Sterben/ mir erwerben/ Trost im Tod und im Gerichtl 10. Jesu, nun will ich ergeben/ meinen Geist in deine Hand// laß mich dir alleine leben, bis ich nach dem Leidensstand bei dir wohne,/ in der Rrone/ dich beschau im Vaterland. Gerhard Tersteegen, 4 1769. Mel. herzliebster Jesu, 1 was hast oͤu verbrochen. + Zohann Crüger 1640. — ö ö 1—.—.5 2—F—.— EE*— — 1. herr, stär⸗ke mich, dein Lei⸗-den zu be⸗den⸗ ken,/ n—5— 05——2— —— 1— mich in das Meer der Lie ⸗be zu ver⸗sen⸗ken,/ die dich be⸗ und En vor dir in dein 7. De es zu, uns Gn 8. S das du Leben/ 9. Di Freuder Werke/ Mel. N 1. Nr findet n 2. Ei kann ich 5. Du sterben 4. Du Dein wi 5. Es dein Lel Passion enmacht,/ ollbracht,/ t gemacht. v zu gut?/ ũensblutꝰ/ iente Gut. u für mich h hab und und Sinn. d hineinʒ/ izigt sein,// rein. mich,/ daß daß mein böse Lust u mich ver⸗ m Toð und ne Hand ʒ/ Istand/ bei gen, + 1769. Crüger 1640. den⸗ ken,/ 2.—.— ie dich be⸗ —— lö⸗senl Passion ö 72 2. Du wolltest, herr, ein Mensch gleich uns auf Eroen/ und bis zum Tod am Rreuz gehorsam weroͤen,/ an unsrer Statt gemartert und zerschlagen,/ die Sünoͤe tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Vollbringen!/ Mein Geist kann nicht in seine Tiefe oͤringen./ Mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde/ den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen;/ Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen:/ dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken/ am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz undò mein Verdienst danieder;/ es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder,/ lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde/ zu Gottes Freunde. 6. O herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube,/ ich liege hier vor dir gebückt im Staube,/ verliere mich mit dankendem Gemüte/ in deine Güte. 7. Das Größt in Gott ist: Gnad und Lieb erweisen./ Uns kommt es zu, sie demutsvoll zu preisen,/ zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget,/ die Gnade steiget. 8. So sei denn ewig auch von mir gepriesen/ für das Erbarmen, das du mir bewiesen./ du hast, mein Heilano, auch für mich dein Leben/ dahingegeben. 9. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben/ und stets mit Freuden deinen Willen üben./ O gib oͤu, Herr, zu diesem heilgen Werke/ mir Kraft und Stärke. christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. mel. Nr. 74. 72 Voo Herzelend. 1. Am KRreuz erblaßt//der Marter Last//der Todesqualen mübde,/ finoͤet mein Erlöser erst/ in dem Grabe Friede. 2. Ein heilger Schmerz/ durchoͤringt mein herz/ und, Herr, was kann ich sagen?/ Nur an meine Brust kann ich/ tiefgebeuget schlagen. 3. Du schützest mich,/ und über dich/ gehn aller Trübsal Wetter 7 sterben wolltest du für mich,/ einziger Erretter! 4. Du hasts getan,/ oͤich bet ich an,/ du König der Erlösten l/ Dein will ich im Tode mich/ glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbrachtl/ riefst du mit Machtj/ du zeigst, daß du dein Leben,/ mein Versöhner, göttlich frei/ habest hingegeben. DDDqDĩ‚ĩDĩ‚ Passion 6. Hochheilge Tatl/ Des höchsten Rat/ will ich in demut preisen/ mein Erlöser wird mir einst/ seine Tiefen weisen. 7. Allmächtig rief/ er, der entschlief,/ den Toten sie erstanden./ Leicht entschwingt der Lebensfürst/ sich des Todes Banden. 8. Das finstre Tal/ will ich einmal/ durchwandeln ohne Grauenj/ denn durch dich, Erlöser, ists/ mir der Weg zum Schauen. 9. Ich preise dich,/ erforsche mich/ und siehe, wie ichs meinej/ ja, dͤu siehst es, wenn ich still/ meinen Dank oͤir weine. 10. Vergeß ich dein,/ so werde mein/ in Ewigkeit vergessen./ Herr, ich will, so lang ich bin,/ deine Lieb ermessen. Christoph Frieoͤrich Neanoͤer, 1802. Begräbnis Jesu/ Mel. Nun laßt uns 73 den Leib begraben. Wittenberg 1544. 5 e/., t. D—.—— = d—— 1. Der du, Herr Je⸗su, Ruh und Rast/ in deinem Grab ge⸗ ———U— hal⸗ten hast,„ gib, daß wir in dir ru- hen all/ und I........... un⸗ser Le⸗ben dir ge⸗fall. 2. Verleih, o herr, uns Stärk und Mut,/ die oͤu erkauft mit deinem Blut,/ und führ uns in des himmels Licht/ zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes Lamm,/ getötet an des Kreuzes Stammʒ/ laß ja uns Sündern deine Pein/ den Eingang in das Leben sein. Georg Werner, + 1043. 74 Mainz 1628 1 Be, w Eì 1. O Trau⸗rig⸗keit,„ o her⸗ze⸗leiol/ Ist 2 437 18. 2 assion reisenj/ anden./ hen. rauenj/ en. meineʒ/ rgessen./ r, + 1802. überg 1544. ——.. Grab ge⸗ all/ und — kauft mit ies Vaters s Kreuzes ng in das ner, 4 1643. Mainz 1628 Passion 7⁵5 S.SSSS das nicht zu be»kla⸗gen?/ Gott des Va⸗ters ein⸗ger Sohn/ I — E wird ins Grab ge⸗tra⸗ gen. 2. O große Not,/ der Herr liegt tot!/ Am Kreuz ist er gestorben,/ hat doadurch das Himmelreich/ uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenkind,/ nur deine Sünd/ hat dieses angerichtet,/ da du oͤurch oͤie Missetat/ warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam,/ das Gotteslamm,/ liegt hie mit Blut be⸗ flossen,/ welches er ganz miloͤiglich/ hat für dich vergossen. 5. O selig ist/ zu aller Frist,/ der dieses recht beͤenket,/ wie der Herr der herrlichkeit/ wird ins Grab versenket. 6. O Jesu, du/ mein Hilf unò Ruh,/ ich bitte dich mit Tränen:/ hilf, daß ich mich bis ins Grab/ nach dir möge sehnenl! Johann Rist, + 1667. O Traurigkeit Mel. Nr. 74. 75 0 Herseleid⸗ 1. So ruhest du,/ o meine Ruh,/ in deiner Grabeshöhle/ und erweckst durch deinen Tod/ meine tote Seele. 2. Man senkt oͤich ein/ nach vieler Pein,/ du meines Lebens Leben!/ Dich hat jetzt ein Felsengrab,/ Fels des Heils, umgeben. 3. Nch, du bist kalt,/ mein hort und haltl/ Das macht dein heißes Lieben,/ das dich in das kalte Grab/ mir zu gut getrieben. 4. Doch Preis sei dir!/ Du konntest hier/ nicht die Verwesung sehen;/ bald ließ dich des Vaters Macht/ aus dem Grab erstehen. 5. OLebensfürst,/ ich weiß, oͤu wirst/ mich wieder auferwecken/ sollte denn mein gläubig Herz/ vor der Gruft erschrecken? 6. Sie wird mir sein/ ein Rämmerlein,/ da ich im drieden liege,/ weil ich nun oͤurch deinen Tod/ Tod und Grab besiege. 7. Nein, nichts verdirbt,/ der Leib nur stirbt;/ doch wird er auf⸗ erstehen/ und in ganz verklärter Zier/ aus dem Grabe gehen. 8. Indes will ich,/ mein Jesu, dich/ in meine Seele senken/ und an deinen bittern Tod/ bis zum Tod gedenken. Salomo dranck, 4 1725. Ammg das nunmt Wurdig nehmen b 246 Weis⸗ heit AudSitrtemnd eund Preis A 7⁰ Ostern Oster 76 13. Jahrhundert. 7 2— 10—.— 5—5 1—.—.——— 2 + ͤ 1. Christ ist er⸗stan ⸗den/ von der Mar⸗ter al=le./ x ——*.— R es solln wir le froh sein,/ Christ will un⸗ ser Crost sein./ —— 3 Sün .......—————. brac ö 22 Hal ⸗le⸗lu⸗jal 2.Wär er nicht er ⸗stan ⸗den,/ die Welt,—. .———— ä S.— die wär ver ⸗gan ⸗gen;/ seit daß er er⸗ standen ist,/— — 2.—565— ö lu ——‚— SSSE.... 2. +7 kinder so lobn wir den Herrn Je⸗sum Christ./ Hal⸗le⸗lu⸗jal finden walt .—..—..— 3. 3 und 3. hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja,„ hal⸗„ lu ⸗ ja,—3 E eri. —6„ —————— das L. Hal ⸗le ⸗ lu⸗jal/ des solln wir al⸗le froh sein,/ die S ö ů—— zwing E—.— H 5.K ist un Christ will un ⸗ser Trost sein./ Hal⸗le⸗lu⸗ jal Blut 13. Jahrhundert. nicht 74 Ostern Ostern 7⁷ yrhundert. 77 Wittenberg 1524. — 2. SDSPSSSE.......... le./ 1 Christ lag in To⸗des ⸗ban ⸗den,/ für uns⸗ re der ist wie⸗der er ⸗stan ⸗den/ und hat uns — ——.—.—.—.———— ost sein./ e E SIS ——— Sünd ge⸗ ge⸗ ben; ů 5belich soi .—.— bracht dae Le⸗ ben) des wir sol⸗ len fröh⸗lich sein,/ Gott EE.— die Welt, HIRIIII—, — lo⸗ ben und ihm dank⸗bar sein/ und sin⸗gen: Hal⸗le⸗ —— x—.. 2—.— 2——— en i lu⸗ ja,/ hal ⸗le⸗ lu ⸗ jal — 2. Den Tod niemand bezwingen konnt/ bei allen Menschen⸗ kindern;/ das machte alles unsre Sünd,/ kein Anschuld war zu lu⸗jal finden./ davon kam der Tod sobald/ unò nahm auch uber uns Ge⸗ — walt;/ sein Reich hielt uns gefangen./ Halleluja! . 3. Jesus Christus, Gottes Sohn,/ an unsrer Statt ist kommen/ und hat oͤie Sünde abgetan,/ damit dem Tod genommen/ all sein ja/ Recht und sein Gewaltj/ da bleibet nichts denn Toosgestalt,/ ———— den Stachl hat er verloren./ Halleluja! 2—— 4. Es war ein wunderlicher Rrieg,/ da Tod und Leben rungen/ * das Leben, das behielt den Sieg,/ es hat den Tod verschlungen./ hsein,// Die Schrift uns die Kunde bringt,/ wie da ein Tod den Tod be⸗ zwingt;/ ein Spott der Tod ist worden./ Halleluja! ., 5. Hier ist das rechte Osterlamm,/ davon wir sollen leben;/ das ist uns an des Kreuzes Stamm/ aus heißer Lieb gegeben./ Des' ·jal Blut zeichnet unsre Tür,/ das hält der Glaub dem Tode für;/ ihrhundert. nicht rührn kann uns der Würger./ Hallelujal 7⁵ 78 Ostern 6. So feiern wir das hohe gest/ mit herzensfreud und Wonne,/ das uns der Herr erscheinen läßt;/ er selber ist die Sonne,/ der durch seiner Gnade Glanz/ erleuchtet unsre herzen ganz /der Sünd Nacht ist vergangen./ Halleluja! Martin Luther, 4 1546. mel. heut triumphieret Gottes Sohn. 7 8 Frankfurt a. O. 1601. (Oder mit Weglassung des Eingeklammerten wie Nr. 95 oder Nr. 407.) HA IIE E. 4——— 2—— 1. Früh⸗mor⸗gens, da die Sonn auf-geht,/ mein — ——. 2 5* 2 gei⸗land Chri⸗stus auf⸗er=steht.(Hal⸗le⸗lu⸗ ami.—————— SSPIPIPIPISPIPIIIIIIIIIIIIII — 1—..— 1—— ja, hal⸗le⸗lu⸗ ja.) Ver⸗ trie⸗-ben ist der .SS. S.......... ö ... re x 18 Sün ⸗den Nacht,/ Licht, heil un! Le ⸗ ben wie⸗der⸗ —2——. EEE SPEEEEEE— bracht./ Hal ⸗le⸗lu⸗ja,(Hal⸗le⸗lu⸗ja.) 2. Nicht mehr als nur oͤrei Tage lang/ hält meinen Heiland Todeszwang.(Halleluja, Halleluja.) Am oͤritten Tag durchs Grab er dringt// mit Ehren seine Siegsfahn schwingt./ Halleluja,(Halle⸗ luja.) 3. Jeht ist der Tag, da mich die Welt/ mit Schmach am Rreuz gefangen hält.(Halleluja, Halleluja.) Drauf folgt der Sabbat in dem Grab,/ allda ich Ruh und dᷣrieden hab./ Halleluja,(Halleluja.) 4. In kurzem wach ich fröhlich auf,/ mein Ostertag ist schon im Lauf.(Halleluja, Halleluja.) Ich wach aufdurch des herren Stimm// veracht den Too mit seinem Grimm./ Halleluja,(Halleluja.) 7⁰ 6. K herzli mich. treibet 10. Welt. erheber Ostern Wonne,/ nne,/ der der Sünd er, T 1546. a. O. 1601. Ir. 407.) ——— — ht// mein — n heiland irchs Grab ja,(Halle⸗ am Kreuz Sabbat in Halleluja.) ist schon im n Stimm,/ eluja.) Ostern 70 5. O Wunder groß, o starker Helo,/ wo ist ein deino, den er nicht fällt?(Halleluja, Halleluja.) Rein Angststein liegt so schwer auf mir,/ er wälzt ihn von des herzens Tür./ Halleluja,(Hallelujc.) 6. Eebt Christus, was bin ich betrübt?/ Ich weiß, daß er mich herzlich liebt.(Halleluja, Halleluja.) Wenn mir gleich alle Welt stürb ab,/ gnug, daß ich Christum bei mir hab./ Halleluja,(Halle⸗ luja.) 7. Er nährt, er schützt, er tröstet mich// sterb ich, so nimmt er mich zu sich.(Halleluja, Halleluja.) Wo er jetzt lebt, da muß ich hin,/ weil seines Leibes Glied ich bin./ Halleluja,(Halleluja.) 8. Durch seiner Auferstehung Kraft/ komm ich zur Engel Brüder⸗ schaft. ¶Halleluja, Halleluja.) Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt// mit Gnad und ewgem heil gekrönt./ Halleluja,(Halleluja.) 9. Mein herz darf nicht entsetzen sich:/ Gott und die Engel lieben mich.(Halleluja, Halleluja.) Die Freude, die mir ist bereit,/ ver⸗ treibet durcht und Traurigkeit./ Halleluja,(Halleluja.) 10. Für biesen Trost, o großer Held,/ Herr Jesu, dankt dir alle Welt.(Halleluja, Halleluja.) Dort wollen wir mit größerm Fleiß/ erheben deinen Ruhm und Preis./ Halleluja,(Halleluja.) Zohann heermann, 4+ 1647. 709 Zohann Schop, 1641. 0— ESV 2*.**— — 2—.—— SꝗSPSPSPSPSSSIIIIIII ö Las⸗ set uns den her⸗ ren prei⸗sen,/ o ihr Kommet, laßt uns Dank er⸗wei⸗sen/ un⸗serm E Chri ⸗sten ü⸗ ber⸗all! 14 Gott mit fro⸗ hem Schalll Jauch-zet: frei von To⸗des⸗ +— 1 —— E D......... —jU....—..— ban⸗den/ ist der geld aus Ju-das Stamm./ der zu 77 —— 79 Ostern SSSSSS.......... — uns vom him⸗mel kam,/ Ze⸗sus hri⸗stus ist er⸗ ——— 1— 7 1———— 3— ————— 42— art stan⸗den!/ Nun ist aus der lan⸗ge Streit;/ freu⸗e ——... ä dich, o Chri⸗sten⸗heitl 2. Christus hat nun überwunden/ des ergrimmten Todes Machtʒ/ der im Tode lag gebunden,/ hat das Leben neu gebracht/ und die dinsternis bezwungen./ die Verwesung schaute nicht,/ der des Codes Retten brichtj/ nun zum himmelsthron gedrungen,/ gibt er uns ein frei Geleit;/ freue dich, o Christenheit! 3. War er gleich am Kreuz gestorben,/ war er gleich ins Grab gelegt:/ dennoch blieb er unverdorben./ Als die Erde ward erregt,/ hat der Lebensfürst erhoben/ sein verklärtes Angesicht// stirbet nun und nimmer nicht./ Ewig werden wir ihn loben/ Harfund Psalter, seid bereit!/ dreue dich, o Christenheit! 4. Grab, wo sind nun deine Schrecken?/ Hölle, wo ist dein Triumph? /Tod, du kannst kein Graun erwecken,/ deine Pfeile sind jetzt stumpf. /Christus ist dein Gift gewesen;/ er, der starke Gottesheld,/ hat dir deinen Trotz gefällt,/ und wir Menschen sind genesen./Nun, vom schweren Zoch befreit// freue dich/ o Christenheit! 5. Sehnsuchtsvoll laßt uns verlangen/ nach dem Herrn und sei⸗ nem heilj/ auch wir werden dann empfangen/ unser teur erworbnes Ceil./ Er geht auf in unsern herzen j/ laßt uns mit ihm auferstehn,/ mit ihm ein zum himmel gehn,/ wo er stillet alle Schmerzen./ Wonne wiro dann alles Leid; /freue dich, o Christenheit! 6. Meinen Leib wird man begraben,/ doch er schläft auf ewig nichtj/ neues Leben wird er haben,/ schön verklärt im Glanz und Licht./ das Verwesliche muß sterben,/ irdisch wird es ausgesät,/ bis es himmlisch einst ersteht,/ um das Reich des herrn zu erben,// ihn zu schauen allezeit./ dreue dich, o Christenheit! Nach Johann Rist, 1 1667. 78 wunder der Fein und Ge 6. N bewahr s Machtʒ/ t/ unõ die der des // gibt er ins Grab derregt,/ tirbet nun d Psalter, o ist dein ine Pfeile der starke ischen sind ristenheit! en und sei⸗ erworbnes iferstehn,/ hmerzen./ eitl t auf ewig Glanz und ausgesät,/ zu erben,/ Rist, 4 1667. Ostern 8⁰ Mel. Nun sreut euch, lieben 80 —(ooͤer wie Ur. 137). öWittenberg 1524. 77 12 2 171 4—3.—.5 ö 2 ... Wach auf, mein Herz, die Aacht ist hin,/ die Sonn ist Er⸗mun⸗tre dei⸗nen Geist und Sinn,/ den hei⸗land — aii. EEE— ä FII—— Uf⸗ ge⸗ 2 — em 2 zmn. Rß, der heu⸗te durch des To⸗des ————. ——— 2—.—— äPDS/SS˖S˖S' EI‚ ‚.— Tor/ ge⸗ bro⸗chen aus dem Grab her⸗vor, der ö ö— I——— * gan⸗ zen Welt zur Won ⸗ne. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf/ und such ein neues Le⸗ ben,/ vollführe oeinen Glaubenslauf/ und laß dein herz sich heben/ gen himmel,/ da dein Jesus ist// und such, was oroben, als ein Christ,/ der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist,/ und tracht' nach dem, was dᷣroben// damit dein Herz zu jeder Frist/ zu Jesu sei erhoben./ Tritt unter dich die böse Welt/ und strebe nach des himmels Zelt,/ wo Jesus ist zu finden. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein,/ dein Jesus wird ihn heben;/ es kann ein Christ bei Kreuz und Pein/ in Freud und Wonne leben./ Wirf dein Anliegen auf den herrn/ und sorge nicht, er ist nicht fern,/ weil er ist auferstanoͤen. 5. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit,/ weil Jesus über⸗ wundenj/ er wird auch überwinoen weit/ in dir, weil er gebunden/ der deinde Macht, daß du aufstehst/ und in ein neues Leben gehst/ und Sott im Glauben dienest. 6. Nch, mein Herr Zesu, der du bist/ vom Tode auferstanden,/ bewahr uns vor des deindes List// rett uns aus Todesbander/damit 7 Osteri 81 Ostern wir alle insgemein/ zum neuen Leben gehen ein,/ das dᷣu uns hast an. 0 erworben. 4*— 5 7. Sei, Herr, gelobt in dieser Zeit/ von allen Gotteskindern/ ich en und ewig in der herrlichkeit/ von allen Uberwindern,/ die über⸗ 90 Lau wunden durch dein Blut!/ Herr Jesu, gib uns Rraft und Mut// daß hand a wir auch überwinden. Laurentius Laurenti, 4 1722. 6. 81 dir erge mel. Valet will ich dir geben. Melchior Teschner, 1613. in dein 2 7 D 122— Stimm .SSISSII ——— mel. Chi Ich geh zu dei⸗ nem Gra⸗be,/ du gro⸗per O⸗ster⸗ weil ich die Hoffnung ha⸗ be,/ daß du mir zei⸗gen 3 E Rin——P IDHII— + SEEEEEEE fürst, wie man kann fröhlich ster⸗ben/ und fröh⸗lich auf ⸗-er⸗— wirst, EEEES.— Kluft! TII FFTT 2. De stehn,/ auch mit des Him⸗mels Er⸗ben/ ins Land des.* Ir trittst s/ . 4. Ae Le⸗bens gehn.—.¼ 2. Du liegest in der Erde/ und hast sie eingeweiht,/ wenn ich weg 0 begraben werde,/ daß sich mein Herz nicht scheut,/ auch in den 6. 90 Staub zu legen,/ was Nsch und Staub vermehrt,/ weil dir doch 8 cha allerwegen/ die Erde zugehört. 7. W 3. Du schläfest in dem Grabe,/ daß ich auch meine Ruh/ an dein Te diesem Orte habej/ du schließt die Augen zu,/ so soll mir gar nicht 8. W grauen,/ wenn mein Gesicht vergeht:/ ich werde den wohl schauen,/ wenn u der mir zur Seite steht. 9. De 4. Dein Grab schließt Stein und Siegel,/ und du wirst dennoch wir stel freij/ auch meines Grabes Riegel/ bricht deine hand entzwei./ Du 6 8⁰ Ostern uns hast kindern/ die über⸗ Rut,/ daß nti, + 1722. chner, 1613. — /wenn ich uch in den il dir doch e Ruh/ an ir gar nicht schauen,/ irst dennoch itzwei./ Du Ostern 8²2 wirst oen Stein schon rücken,/ der auch mein Grab bedeckt;/ da weroͤ ich den erblicken,/ der mich vom Tooͤe weckt. 5. Du fährest in die höhe/ und zeigest mir die Bahn,/ wohin ich enoͤlich gehe,/ da ich dich finden kann./ Dort ist es sicher wohnen,/ wo lauter Glanz um dich;/ da warten lauter Kronen/ in deiner Hand auf mich. 6. O meines Lebens Leben,/ o meines Todes Too,/ ich will mich dir ergeben/ in meiner letzten Not;/ ich will mein Lager machen/ in deine liebe Gruft,/ da werd ich schon erwachen,/ wenn deine Stimme ruft. Benjamin Schmolck, 4 1737. Mel. Christus, der ist mein Leben. 82 Melchior Vulpius, 1609. 4 E + ö —— +Z.— 1. Willkommen, Held im Strei⸗te, /aus oei⸗nes Gra⸗ bes — IIE. I NII RS Kluft!/ Wir tri⸗um⸗phie⸗ren heu⸗te/ um dei⸗ne lee⸗re Gruft. 2. Der deind wird schaugetragen/ und heißt nunmehr ein Spott j/ wir aber können sagen:/ mit uns ist unser Gott. 3. In der Gerechten hütten/ schallt schon das Siegeslied,/ du trittst selbst in die Mitten/ und bringst den Osterfried. 4. Ach, teile doch die Beute/ bei deinen Gliedern aus!/ Wir alle kommen heute/ deswegen in dein Haus. 5. Schwing deine Siegesfahne/ auch über unser herz/ und unsern Weg uns bahne/ vom Grabe himmelwärts! 6. Laß unser aller Sünden/ ins Grab verscharret sein,/ uns einen Schat hier finden,/ der ewig kann erfreun! 7. Wir sind mit dir gestorben,/ so leben wir mit dir./ Was uns dein Tod erworben,/ das stell uns täglich für! 8. Wir wollen hier ganz fröhlich/ mit dir zu Grabe gehn,/ wenn wir dereinst nur selig/ mit dir auch auferstehn! 9. Der Tod kann uns nicht schaden/ sein Stachel ist nun stumpfj/ wir stehn bei Gott in Gnaden/ und rufen schon Triumph! Bensamin Schmolck, 4 1737. 6 8¹ 83 Ostern mel. Jesu, meines Lebens Leben 83 (oder wie Nr. Ioo). 24 2 Christoph Anton, 1651. ..———— DSDDDSSEEDEEESEE— 1 zwei der Jün⸗ger gehn mit Sehnen/ ü⸗ber held nach ih-re Ru⸗gen sind voll Tränen,/ ih re See⸗len ———— —‚.— E — * Iriddo-— 7 Em⸗ma⸗ us; 1 ört ih⸗ 114 0 Fᷣm— voll Verördb// man hört ih ⸗re Rla⸗ge⸗wor⸗ tej/ doch es ist von ih⸗rem Or⸗ te/ un⸗ser Ze⸗sus gar nicht weit/ ——— 2— ......... und ver⸗ treibt die Trau⸗rig⸗keit. 2. Ach, es gehn noch manche herzen/ ihrem stillen Rummer nach,/ sie bejammern voller Schmerzen/ ihre Not und Angemach./ Manches wandert ganz alleine,/ daß es nur zur Gnüge weinej/ doch mein Jesus ist dabei,/ fragt, was man so traurig sei. 3. Oft schon hab ichs auch empfunden/Jesus läßt mich nie allein/ gesus stellt zur rechten Stunden/ sich mit seinem Beistand ein./ Wenn ich mich bei ihm beschwere,/ gleich als ob er ferne wäre,/ o so ist er mehr als nah/ und mit seiner Hilfe da. 4. Treuster Freund von allen Freunden,/ bleibe ferner noch bei mirj/ kommt die Welt, mich anzufeinden,/ ach, so sei du auch all⸗ hierl/ Wenn mich Trübsalswetter schrecken,/ wollst oͤu kräftig mich bedecken j/ komm, in meinem Geist zu ruhn j/ was du willst, das will ich tun. 5. Bin ich traurig und betrübet,/ Herr, so ruf mir in den Sinn,/ daß mich deine Seele liebet,/ und daß ich der Deine bin./ Laß dein Wort mich fester gründen, /laß es auch mein herz entzünden,/ daß es voller Liebe brennt/ und dich immer besser kenntl 8² bitten, mel. Je stößt ir 4. J6 Leben; Er verl 5. J0 keine N selbst n 6² Ostern Ostern 8⁴4 6. Tröst auch anoͤre, die voll Jammer/ einsam durch die luren ton, 1651. gehn/ ooer in der stillen Kammer/ tiefbekümmert zu vir flehn./ —..— Wenn sie von oͤer Welt sich trennen, /daß sie satt sich weinen können,/ —— so sprich ihrer Seele zu:/ Liebes Kind, was trauerst ou? 7. Hilf, wenn es will Abend werden/ und oͤer Lebenstag sich elo nach neigt,/ wenn dem oͤunklen Rug auf Eröen/ nirgenös sich ein Helfer ee⸗len zeigt;/ bleib alsdann in unsrer Mitten,/ wie dich deine Jünger —* bitten,/ bis oᷣu sie getröstet hast;/ bleibe, bleibe, teurer Gast! — Joh. Neunherz, 4 1757. doch es Mel. Jesus, meine Zuversicht. 84 Berlin 16535. 0 27 1 1 ——— anr...:x. ht weit/ e⸗sus lebt, mit ihm auch ich;/ Tod, wo sind nun Er, er lebt und wiro auch mich/ von den To⸗ ten 1 ———— D ——.—— 5 dei⸗ne Schrek⸗ ken? Irt ssen i soin Pint Hucchs auf⸗er ⸗wek ⸗ken. Er ver⸗klärt mich in sein Licht;/ eineyj/ S EEEE sei.—— II 1 e allein j/ dies ist mei⸗ ne Zu⸗ver⸗sicht. and ein./ 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich/ über alle Welt gegebenj/ mit ne wäre,/ ihm werd auch ich zugleich/ ewig herrschen, ewig leben./ Gott er⸗ füllt, was er verspricht;/ dies ist meine Zuversicht. enoch bei 5. Jesus lebt, wer nun verzagt,/ lästert ihn und Gottes Ehreʒ/ auch all⸗ Onade hat er zugesagt,/ daß der Sünder sich bekehre./ Gott ver⸗ äftig mich stoͤßt in Christo nicht;/ dies ist meine Zuversicht. villst, das 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein;/ sein sei auch mein ganzes Leben// reines herzens will ich sein/ und den Listen widerstreben./ en Sinn,/ Er verläßt oen Schwachen nicht;/ dies ist meine Zuversicht. Laß dein 5. Jesus lebt, ich bin gewiß,/ nichts soll mich von Jesu scheiden,/ tzünden,/ keine Macht der dinsternis,/ keine Herrlichkeit, kein Leiden./ Er gibt ntl selbst mir Rraft und Licht/ dies ist meine Zuversicht. 6* 83 85 Ostern 6. Jesus lebt, nun ist der Tod/ mir der Eingang in das Leben./ Welchen Trost in Todesnot/ wird er meiner Seele geben,/ wenn sie gläubig zu ihm spricht:/ Herr, Herr, meine Zuversicht. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. mel. O Zesu christ, mreius Zabend Aicht 8 5 Leipzig 1625. 434.3 .. E.. e.— 1. Er⸗inn⸗re dich, mein Geist, er⸗freut/ des ho⸗ hen + +.— E —́¶H 2=—.— .——. Tags der Herr⸗lich⸗keit;/ halt im Ge-dächt⸗nis Je⸗sum ——— ö 2—2 Christ,/ der von dem Tod er⸗stan⸗den ist! 2. Entbrenn in Lieb und dank für ihn,/ als ob er heute dir er⸗ schien/ und spräche: Friede sei mit dirl/ So freue dich, mein Geist, in mirl 3. Schau über dich und bet ihn an;/ er mißt oͤen Sternen ihre Bahnj/ er lebt und herrscht mit Gott vereint/ und ist dein König und dein Freund. 4. Mein heiland ist für mich erhöͤht;/ was ist der Erde Majestät,/ wenn sie mein Geist mit der vergleicht,/ die ich durch Gottes Sohn erreicht? 5. Vor seinem Thron, in seinem Reich FJunsterblich, heilig, Engeln gleich/ und ewig, ewig selig sein:/ ach, welche Herrlichkeit ist mein! 6. Herr, der du in dem Himmel thronst// ich soll da wohnen, wo du wohnst,/ und du erfüllest mein Vertraun,/ dich in der Herrlich⸗ keit zu schaun. 7. Ich soll, wenn du, o Lebensfürst,/ in Wolken wiederkommen wirst,/ verklärt aus meinem Grabe gehn/ und froh zu deiner Rechten stehn. 8. Mit deiner heilgen Engel Schar/ soll ich dich loben immer⸗ darl/ Mit allen drommen aller Zeit/ soll ich mich freun in Ewigkeit. 8⁴ deiner denn Ostern Leben./ wenn . + 1769. zig 1625. ho⸗ hen — se⸗ sum e dir er⸗ in Geist, nen ihre in Rönig lajestät// es Sohn Engeln ist mein! hnen, wo Herrlich⸗ rkommen r Rechten immer⸗ Ewigkeit. Ostern 86 9. Nie komm es mir aus meinem Sinn,/ was ich, mein Heil, dir schuldig bin!/ Gib Rraft, daß ich in Lieb und Treu/ mich stets zu deinem Bild erneul 10. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar/ dem, der da ist und der da war!/ Sein Name sei gebenedeit/ von nun an bis in Ewigkeit! I1. Sein ist das Reich, sein ist die Kraft;/ er ists, der alles in uns schafft./ Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der von dem Tod erstanden ist! Christian dürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Nr. 79. 86 Heren vreizen. 1. Uberwinder, nimm die Palmen,/ die dein Volk dir heute bringt// das mit frohen Osterpsalmen/ den erkämpften Sieg bo⸗ singt./ Wo ist nun oer Feinde pochen/ und der Würger Moroͤ⸗ geschrei, /oa des Todes Nacht vorbei/ und sein Stachel ist zer⸗ brochen?/ Tod und hölle liegen da:/ Gott sei Dank, Hallelujal 2. Stecke nun dein Siegeszeichen/ aus oͤer dunklen Gruft em⸗ por!/ Was kann deinem Ruhme gleichen?/ Held und Rönig, tritt hervorl/ Laß dir tausend Engel dienen j/ denn nach harter Leidens⸗ zeit/ ist bein Tag der Herrlichkeit,/ höchste Majestät, erschienen/ Erd und Himmel jauchzen da:/ Gott sei Dank, Halleluja! 3. Teile, großer Fürst, die Beute/ deiner armen Herde mit,/ die in froher Sehnsucht heute/ vor den Thron der Gnade trittl/ Deinen Frieden gib uns allen!/ O so jauchzet herz und Mut,/ weil das Los uns wundergut/ und aufs lieblichste gefallen;/ denn der Glzweig grünet da:/ Gott sei Dank, Hallelujal 4. Laß, o Sonne der Gerechten,/ deinen Strahl ins Herze gehnʒ/ gib Erleuchtung oͤeinen Knechten,/ daß sie geistlich auferstehn./ Hält der Schlaf uns noch gefangen,/ o so föroͤre ou den Lauf,/ rufe mächtig: Wachet aufl/ denn die Schatten sind vergangen,/ und der helle Tag ist da:/ Gott sei Dank, Halleluja! 5. Tilg in uns oͤes Todes Grauen,/ wenn die letzte Stunde schlägt,/ weil oͤu denen, die dir trauen,/ schon die Krone beigelegt./ GOib uns in den höchsten Nöten,/ gib uns mitten in der Vein/ deinen Trost und Glauben ein Jo so kann der Tod nicht töten,/ denn die Hoffnung blühet da:/ Gott sei Dank, Hallelujal 85 87 Ostern 6. Zeige, wenn der blöde KRummer/ über Sarg und Grüften weint,/ wie die Schwachheit nach dem Schlummer/ dort in voller Kraft erscheint./ Sind wir sterblich hier geboren,/ o so streift das kühle Grab/ nur, was sterblich heißt, uns ab,/ und der Staub ist unverloren j/ unser Hirte hütet da:/ Gott sei Dank, Hallelujal 7. Rufe die zerfallnen Glieder/ enoͤlich aus der dunklen Nachtj/ wenn der deinen Asche wieder/ in verklärtem Glanz erwacht,/ dann wirst du die Krone geben,/ dann wird unsre volle Brust,/ Herr, mit engelgleicher Lust/ ewig deinen Sieg erheben/ und wir sprechen auch allda:/ Gott sei Dank, Halleluja! Christian Ludwig Taddel, 4 1775. Lasset Mel. Nr. 79. 87 Berran proßhen. 1. Größter Morgen, der die Erde/ nach der tiefsten Nacht belebt,/ der sie nach dem Wort: Es werdel/ nochmals aus dem Nichts er⸗ hebtl/ Nach der Nacht voll düstrer Sorgen,/ da man angst⸗ und kummervoll/ ohne Jesum leben soll// bringt der allerschönsteMorgen/ Jesum aus des Todes Tor,/ Jesum, unser Licht, hervor. 2. Lebt nun auf, ihr stillen Seelen,/ die in Tränen ihr zerfloßt,/ die ihr euch in Rummerhöhlen/ ohne Licht und Kraft verschloßt!/ Lebt nun auf: er ist erstanden!/ Er, an den ihr doch geglaubt,/ ist vom Tode nicht geraubt// nein, er lebt, ist frei von Banden/ und mit Klarheit angetan;/ betet euren König an! 3. Jauchz/ o Erde, Himmel, tönet,/ rühme, neu geschaffne Weltl/ Gott und Menschheit sind versöhnetl/ Seht, wie glänzt der große held// der des Abgrunds und der Höllen/ und der himmel Schlüssel führt/ und, mit Ehr und Schmuck geziert// seine Rirche sicher stellen/ und nach tiefem Gottesplan/ ewig selig machen kann! 4. Großer Hirte deiner Schafe,/ von den Toten ausgeführt,/ dem, nach ganz erlittner Strafe/ unsrer Schuld, der Preis ge⸗ bührt!/ Nimm ihn von den Millionen/ derer, die das Grab noch deckt,/ derer, die dein Ruf schon weckt,/ derer, die im Himmel wohnen,/ auch von uns hier unten an// wie dich jeder preisen kann. 5. Hilf uns aus den desseln gehen// womit uns die Welt bestrickt j/ laß uns geistlich auferstehen/ allem Sündendienst entrücktl/ Schenk uns Kraft zum neuen Wesen,/ daß es täglich Ostern sei,/ dann kommt einst der Tag herbei,/ da du völlig uns erlösen/ und zu dir erheben wirst,// auferstanoner Siegesfürst. Zoh. Rö. Lehmus, 1788s. 86 Mel. Ni Ostern Grüften in voller treift das Staub ist elujal Nacht;/ ht// dann Herr, mit chen auch del, 4 1775. et uns den en preisen. t belebt,// Nichts er⸗ ngst⸗ und eMorgen/ . zerfloßt// rschloßtl/ jeglaubt,/ Banden/ jne Weltl/ der große Schlüssel her stellen/ ö sgeführt,/ Preis ge⸗ Grab noch m Himmel eisen kann. t bestrickt j/ ktl/ Schenk sei,/ dann und zu oͤir mus, 1788. Ostern 88 · 89 Mel. Nr. 79. 88 hercenPreien, 1. Auferstanden, auferstanden/ ist der herr, der uns versöhnt/ seht, wie hat nach Schmach und Banden/ Gott mit Ehren ihn ge⸗ krönt!/ Dort auf seines Vaters Throne,/ über Schmerz und Tod erhöht,/ herrscht er nun in Majestät./ Fallet nieder vor dbem Sohne,/ der uns einst zu sich erhebt!/ Hallelujal Jesus lebt. 2. Singt dem Herrn! Er ist erstanden,/ da er starb auf Gol⸗ gatha;/ rühmt es laut in allen Landen:/ was sein Mund verhieß, geschah. /Wer kann ihm noch widerstreben?/ Mächtig steigt der Held empor,/ im Triumph bricht er hervor./ Seht des Abgrunds Pforten beben,/ da ihr Sieger sich erhebt!/ Hallelujal Jesus lebt. 3. Uns vom Tode zu befreien,/ sank er in des Grabes Nacht;/ uns zum Leben zu erneuen,/ steht er auf odurch Gottes Macht./ Tod, du bist in Sieg verschlungen/ deine Schrecken sind gedämpft,/ deine Herrschaft ist bekämpft,/ und oas Leben ist errungen;/ ob man unsern Leib begräbt,/ Halleluja! Jesus lebt. 4. Aus dem Grab uns zu erheben,/ ging er zu dem Vater hin./ Laßt uns ihm zur Ehre leben,/ dann ist Sterben uns Gewinn./ Haltet unter Lust und Leiden/ im Gedächtnis Jesum Christ,/ der vom Tod erstanden ist;/ unvergänglich sind oͤle dreuden/ des, der nach dem Himmel strebt./ Halleluja! Jesus lebt. 5. Freut euch seiner, Gottes Kinderl/ Er sei euer Lobgesangl/ Bringt dem Todesüberwinder/ ewig Ehre, Preis und dank./ Rühmt es in Versuchungsstunden,/ wenn euch Sünd und Elend oͤroht,/ rühmt es in der Todesnot:/ unser herr hat überwunden!/ Der uns einst zu sich erhebt,/ Hallelujal Jesus lebt. Nach J.§. Danneil(+ 1772) von Christ. Sturm, 4 1786, und Raspar Lavater, 4 1801. Mel. Nun danket all 8 und bringet Ehr. 9 Zohann Crüger, 4+ 1647. ö eniin nminnr, I n;;„ vmine +——— 1. Ich sag es je⸗dem, daß er lebt/ und auf⸗ er⸗ . stan⸗den ist,/ daß er in uns⸗rer Mit⸗ te schwebt/ und 87 —— e⸗ wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt/ es seinen öreunden gleich,/ daß bald an allen Orten tagt/ das neue Himmelreich. 3. Jeht scheint die Welt dem neuen Sinn/ erst wie ein Vater⸗ land // ein neues Leben nimmt man hin/ entzückt aus seiner hand. 4. Hinunter in das tiefe Meer/ versank oes Tooes Graun,/ und jeder kann nun leicht und hehr/ in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat,/ geht in den himmel aus/ und wer nur hört auf seinen Rat,/ kommt auch ins Vaterhaus. 6. Nun weint auch keiner mehr allhie,/ wenn eins die Rugen schließt;/ vom Wiedersehn, spät oder früh,/ wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat/ ein jeder frischer glühn/ denn herrlich wird ihm diese Saat/ in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein,/ wenn alles uns verläßt,/ und so soll dieser Tag uns sein/ ein Weltverjüngungsfest. Novalis(Friedrich von Hardenberg), 4 1801. Mel. Wie schön leuchtet 9⁰ der Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. —— 2—— ů— ö —.—— S— —— — Eer⸗höh⸗ ter Sie⸗ges⸗fürst und held!/ Dir jauch⸗zet 5 du gehst aus dei⸗ nes Gra-bes Tor/ als wie ein —.— — ö ee. — 4287 + 2 N die er⸗lö⸗ste Welt/ am de⸗ste dei⸗ ner Won⸗ne; Bräu⸗ti⸗gam her⸗vor,/ schön wie die Mor⸗ gen⸗ son⸗ne. SS Mäch⸗tig,/ präch⸗tig/ kommst du heu⸗te/ aus dem Strei⸗te, 88 Ostern Ostern 9¹ 2 1 —.— / ö— ——“—— kommst mit Se⸗ gen uns aus dei⸗ ner Gruft ent⸗ge⸗gen. eich,/ daß 2. Wie majestätisch bauest du/ am oͤritten Tage deiner Ruh/ den Leibestempel wieder!/ Trotz aller deinde List und Macht/ hast du in Vater⸗ dein großes Wort vollbracht:/ Ich sterb und lebe wieder./ Gehet// ner hand. sehet:/ alle Riegel,/ Band und Siegel/ sind zerstöret,/ Jesus lebt nun// und und ist verkläret! n. 3. Erlöste, kommt zu diesem Grab/ und blicket glaubensvoll nelatts;/ hinab;/ ist dies die Gruft der Schrecken?/ Seit Jesus hier ge⸗ aterhaus. schlummert hat,/ sind Gräber eine Ruhestatt,/ die Fried und Hoff⸗ nung decken./ Zagt nicht!/ Klagt nicht!/ Diese Glieder/ werden Samerz wieder/ sich erheben/ und das Leben Christi leben. ö 4. Dann wero ich ihn im Lichte sehn,/ gekrönt vor seinem Throne 1 stehn/ mit himmlischem Entzücken./ Dann ist mein Rug von Tränen hnʒ/ denn leer,/ dann schreckt mich Slind und Tod nicht mehr,/ nichts kann 25 mich ihm entrücken./ Ewig,/ selig,/ ohne Mängel,/ wie die Engel/ verlaßt// werd ich leben/ und ihm Preis und Ehre geben. est. 5. Indes zerstöre, starker helö,/ was mich hier noch zurücke hält,/ 100„, ot. daß ich zu dir mich schwinge./ O gib mir deinen Geist, dein Licht,/ x daß ich, wenn Herz und Ruge bricht,/ vom Tod ins Leben oͤringel/ a. m. 1599. Mach mich/ mutig/ in dem Streite/ und bereite/ mich bei Zeiten/ ö zum Triumph der Ewigkeiten! Christ. Gottlieb Göz, 4 1803. Wr mel. Wachet auf, 1 —.— ruft uns die Stimme. 9 Frankfurt a. M. 1599. jauch-zet ö 0—⁷—I wie ein 16———— — + — 1. Hal⸗le⸗lu⸗ ja! jauchzt, ihr Chö⸗re,/ singt Je⸗su Chri⸗sto bonene) Er, der Helo, ist von den Ban⸗den/ des To⸗des sieg⸗reich ·nej Lonne.—3—= r, 4—4— xx Eir r., EE 88 Preis und Eh⸗ rel/ Wie groß und herr⸗lich ist sein Tag! Strei⸗te, auf⸗er⸗standen,/ er, der für uns im Gra⸗be lag. 8 9¹ Ostern ö— 2—..————— ——————————— Sein ist Ge⸗walt und Macht./ Preis ihm, er hats vollbracht,/ l 1 ——t 5n vrr„ 25 Hal⸗le⸗lu⸗jal/ Er hats vollbracht,/ er, der die Macht/ des To⸗ ——.— des und des Gra⸗bes hat. 2. Glorreich hat der Helò gerungen,/ hat mächtig Grab und Tod bezwungen,/ von ihren Schrecken uns befreit./ Wir von Gott ge⸗ wichne Sünder/ sind nun mit ihm versöhnte Rinder/ und Erben seiner Seligkeit./ Balö, bald entschlafen wir,/ entschlafen, Christo, dir,/ ruhn in rieden/ die kurze Nacht,/ bis deine Macht/ das Licht des ewgen Tages ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bodecken,/ oͤu wirst ihn herrlich auferwecken,/ der du des Staubes Schöpfer bist./ Du wirst un⸗ vergänglich Leben/ und Kraft und Herrlichkeit ihm geben,/ dem Staube, der dir teuer ist./ Wir weroͤen ewig dein,/ gerecht und selig sein./ Halleluja!/ Tod und Gericht/ erschreckt uns nicht;/ denn Jesus, unser Mittler, lebt. 4. Ja, er lebt, uns zu erfreuen/ und alles, alles zu zerstreuen,/ was uns den Lebensfrieden raubt./ Groß ist seines Namens Ehre,/ und ewig gültig seine Lehre,/ und ewig selig, wer ihm glaubt./ Wir gehn an seiner hand/ durch dieses Tränenland/ hin zum Himmel,/ und dort erhebt/ er, der da lebt,/ uns hoch zu Ehren ewiglich. 5. Tag des Lebens, Tag der Wonne,/ wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne/ durch unsres Grabes dunkel brichtl/ O, was werden wir empfinden,/ wenn Nacht und dinsternis verschwinoen/ und uns umstrahlt oͤes Himmels Lichtl/ Vollenoͤer, führe du/ uns diesem Tage zu,/ uns, die deinen./ Die Todesbahn/ gingst du voranj/ wir folgen dir in oeine Ruh. Gottlieb Benedikt Funk, 4 1814. 9⁰ in, wenn is weroͤen und uns is diesem voranj/ Ik, 4+ 1814. Himmelfahrt 92·9³ Mel. Nr. 79. 2 Oenren elen 1. Amen! deines Grabes driede/ wird auch unser Grab durch⸗ wehn// wann wir, von der Wallfahrt müde// ruhn, um froher aufzu⸗ stehn./ RAmen l dürst der Ruferstehung// der des Todes Siegel brach// zeuch oͤurch Tod und Grab uns nach/ zu der seligen Erhöhung,/ wo dem Lamm, das uns versöhnt,/ aller himmel Loblied tönt. 2. Preis dem Herrn, wir werden leben;/ weil du auferstanden bist,/ muß das Grab uns wiedergeben;/ Preis und Dank dir, Jesu Christ!/ Du das haupt und wir die Glieder;/ weil du lebst/ so leben wir./ Alle ziehst du nach zu dir,/ grober Erstling deiner Brüder./ preis und Dank, wir leben hier,/ leben ewig dort mit dir. Bernhard Garve, + 1841. Himmelfahrt 93 15. Jahrhundert. — —. — E V. + „„ hrist fuhr gen him⸗ mel;/ *— ꝗS IEE EE da sanoͤt er uns her ⸗ nie ⸗der/ D E ——————— dein n, m, a............... den Trö⸗ster, den hei⸗li⸗ gen Geist,/ zu Trost der ar⸗men — — — ů D‚E— .—— Chri⸗sten⸗heit./ Hal⸗le⸗lu⸗jal/ Hal ⸗ le ⸗ lu ⸗jal/ +— SSSS.S..I.IIIIII hal ⸗le„lu⸗ jal/ hal le ⸗ lu⸗jal/ des solln 9¹ Himmelfahrt 4. S . ö.— finden/ ER E.on, —— uns nid wir al⸗le froh sein,/ Christ will un⸗ser Trost sein./ 5. 5 . De ö nehmen r Ee bekenne ri ö höchstet Hal ⸗-le⸗ lu⸗jal 15. Zahrhundert. Oder mit Wegl ö mel. E Hallelufa Wiedr. 2250 47 9⁴ 15³⁷.— 0000 792 — ö SSIII T 2———— Nuf die⸗sen Tag be⸗den⸗ken wir/ daß Chri⸗stus auf⸗ ge⸗ Iund flehn mit herz⸗li⸗cher Begier,/ Gott wol⸗le nun be⸗ —.— f—— S auf zi fah ⸗ ren, 70* Wah e Ee uns ar⸗me Sün⸗der hier auf Ero,/ die IDEIEE— +.—. +— ů SD.....oni/ wir, von Not und Tod beschwert, /ohn ihn kein Hoffnung ha⸗ 2. S D..,. ö Marht. D— 145 ben.(hal ⸗le ⸗ lu ⸗ ja. Hal⸗le⸗lu⸗ja.) 5. W 2. Gottlob, nun ist der Weg gemacht,/ uns steht der Himmel— Lih offen!/ Christus schleußt auf mit großer Pracht,/ vorhin konnts 356 niemand hoffen./ Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll,/ dabei er 4. Se sich doch rüisten soll,/ dem Herren nachzufolgen.(Halleluja. Halle⸗ Held// luja.) muß./ 3. Wer nun nicht seinen Willen tut,/ dem ists nicht Ernst zum 5. Er Herren/ der aber wird vor Fleisch und Blut/ sein himmelreich ver⸗ ist ihr g sperren./ Am Glauben liegts; so der ist echt,/ wiro auch gewiß das Halleluj Leben recht/ zum Himmel sein gerichtet.(Halleluja. Halleluja.) 9² nelfahrt Himmelfahrt 9⁵ 4. Solch himmelfahrt fäht in uns an,/ wenn wir den Vater finden/ und fliehen stets die breite Bahn,/ tun uns zu Gottes Rin⸗ dern;/ wir sehn hinauf, Gott sieht herab,/ an Treu und Lieb geht uns nichts ab,/ bis wir zusammenkommen.(Halleluja. Halleluja.) st sein./ 5. Dann wird der Tag erst freudenreich,/ wenn Gott uns zu sich n nehmen/ und seinem Sohn wird machen gleich,/ den wir hier treu —— bekennen./ Da wiro sich finden Freud unò Mut/ in Ewigkeit beim höchsten Gut./ Gott woll, daß wirs erleben!(Halleluja. Halleluja.) ihrhundert. Zohannes Zwick, 4 1542. mel. Erschienen ist d 15³7. Cag(oder unt l. 9,5).. 9⁵5 Nikolaus herman, 4 1561. —— 43— 2 ——9 ͤä.. — 2.ä— s auf⸗ge⸗ 1. Auf, Je⸗su Jün-ger, freu ⸗et euchl/ Der Herr fährt nun be⸗ ratexr, ei. 3565. .—.„/ e — auf zu sei ⸗ nem Reich./ Er tri⸗um⸗phiert; lob⸗sin ⸗ get roö,/ die +.— ů rn EEEEEE —— ihml/ Lob⸗sin⸗get ihm mit lau⸗ter Stimm! Hal ⸗ͤle ⸗lu⸗jal gha⸗ 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht;/ zerstört hat er des Todes Macht./ Er hat die Welt mit Gott versöhnt,/ und Gott hat ihn mit — Preis gekrönt./ Halleluja! 3. Weit, über alle himmel weit,/ geht seine Macht und Herrlich⸗ *. keit;/ ihm dienen selbst die Seraphim;/ lobsinget ihm mit lauter r Himmel in konnts Stimm!l/ Halleluja! / dabei er 4. Sein sind die Völker aller Welt;/ er herrscht als sieggewohnter ja. Halle⸗ Helo;/ er herrscht, bis unter seinen duß/ der deinde heer sich beugen muß./ Hallelujal krnst zum 5. Er schützet seine Christenheit,/ erhält sie bis in Ewigkeit;/ er lreich ver⸗ ist ihr haupt; lobsinget ihm!/ Lobsinget ihm mit lauter Stimm!/ gewiß dbas Hallelujal zalleluja.) 9³ Himmelfahrt C6. Ja, Heiland, wir erheben dich,/ und unsre Herzen freuen sich/ der Herrlichkeit und Majestät,/ dazu dich Gott, dein Gott, erhöht./ Hallelujal 7. Bereitet hast du schon den Ort,/ wo wir dich schauen fort und fort./ Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf/ nimmst du uns in den Himmel auf./ Hallelujal 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit/ stärk uns in unsrer Prüfungs⸗ zeit,/ nur dir zu leben, dir zu traun,/ bis wir dereinst dein Antlitz schaun./ Halleluja! 9. Dann werden wir uns ewig dein,/ erhöheter Erlöser, freun./ Dann singen wir von deinem Ruhm/ ein neues Lied im heilig⸗ tum./ Hallelujal Nach Erasmus Alberus(4 1553) von Samuel diterich, 4 1791. Mel. Nun freut euch lieben Christen gmein. 9 Wittenberg 1524. — v. aa, er. —— P———— +— 1 Auf Chri⸗sti him⸗mel⸗fahrt al⸗lein/ ich mei⸗ne Nachfahrt IJund al⸗le zweifel, Angst und Pein/ hiermit stets ü⸗ ber⸗ P—— Barcerer ae— 2— grün ⸗de—— Win; DK. Denn weil das Haupt im Him⸗mel ist,/ wird 1 —+— E 1 — 2 ö———— ö + E —3 sei⸗ne Glie⸗der Je⸗sus Christ/ zur rechten Zeit nach ⸗ho⸗len. 2. Weil er gezogen himmelan/ und große Gab empfangen,/ mein Herz auch nur im himmel kann,/ sonst nirgenos Ruh erlangen./ Denn wo mein Schatz gekommen hin,/ dah in steht auch mein Herz und Sinnz/ nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach,/ herr, laß diese Gnade mich/ von deiner Ruffahrt spüren// daß mit oͤem wahren Glauben ich/ mög meine Nachfahrt zieren/ und dann einmal, wenn dirs gefällt,/ mit Freuden scheiden aus der Welt/ herr, höre dies mein dᷣlehen l Nach Josua Wegelin, + 1640. 94 —3—.— 5. S elfahrtt. Himmelfahrt 97 uen sich/ Mel. Wie schön leuchtet 9⁷7 erhöht„ der Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. E fort und de Fin i.,. wainden 1. Ach, wun⸗der⸗gro⸗ ber Sie ⸗ges⸗ helö,/ oͤu Sün⸗den⸗ üfungs⸗ zur Rech⸗ten Got⸗tes in der Kraft,/ hast herr⸗lich n Antliyß.— freun./ til⸗ger al⸗ ler Welt,/ heut bist oͤu auf⸗ ge⸗sah ⸗ ren heilig⸗ dir den Sieg verschafft/ trotz al⸗ler——————.— j — h/ +4 1701.—— berg 1524. mäch⸗tig,/ präch⸗tig/ tri⸗um⸗ nin du/ und re⸗gierst ů35 77 ——.— ö —— 5.‚DT— Kachsahrt Tod und Le⸗ ben/ ist, Herr Ehrist, dir un⸗ter⸗ges ben. s ü⸗ber⸗ 2. Dir dienen alle Cherubim,/ viel tausend hohe Seraphim/ dich Siegesfürsten lobenj/ du hast den Segen wiederbracht/ und dich mit — Majestät und Macht/ zur Herrlichkeit erhoben./ Singet,/ bringet/ Jubellieder,/ fallet nieder,/ rühmt und ehret/ den, der auf zum t,/ wird Himmel fähret. 3. Du, Herr, bist unser haupt, und wir/ sind deine Glieder; nur rn- von dir/ kommt auf uns heil und Leben;/ Trost, driede, Freude, Licht und Rraft,/ und was dem herzen Labsal schafft,/ wird uns len. durch dich gegeben./ Dringe,/ zwinge,// ewge Güte,/ mein Gemüte,/ en/mein daß es preise,/ dir Lob, Ehr und Dank erweise. 7 langen./ 4. Zeuch, Zesu, uns, zeuch uns nach dir;/ hilf, daß wir forthin nein Herz für und für/ nach deinem Reiche trachten;/ laß unsern Wandel himmlisch sein,/ daß wir der Erde eiteln Schein/ und Uppigkeit t spüren/ verachten;/ Unart,/ Hoffart/ laß uns meiden,/ christlich leiden,/ eren /und wohl ergründen,/ wo die Gnade sei zu finden. uaus der 5. Sei, Jesu, unser Schirm und Hort/ und gründ uns auf dein lin, 4 1640. göttlich Wort,/ darauf wir uns verlassen. /Laß suchen uns, was 9⁵ 98 Himmelfahrt droben istj/ auf Erden wohnet Trug und List/ und Feinde, die dich hassen. Lügen,/ Trügen,/ Angst und Zagen,/ ach/ sie plagen,// ach, sie quälen/ stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron,/ du Siegesfürst, Held, Davids Sohn,/ komm, stille das Verlangen!/ du, du bist allen uns zu gut,/ o Jesu, durch dein teures Blut/ ins Heiligtum gegangen./ Dafür/ soll dir/ von uns allen/ Preis erschallen/ Herr, am Ende/ nimm uns auf in deine hände! ernst hristoph homburg, + 1681. Mel. Aus meines 98 herzens Grunde. Hamburg 1598. G RSSSSEE 44444 12 + SISISISISSSIIIIIE Der Herr fährt auf gen him⸗mel/ mit fro⸗ hem aus die⸗sem Welt ⸗ge⸗ tüm⸗mel/ em⸗por zu SEEEEEEEEEE —— Ju⸗ bel⸗ton* 5———— 2 sei nem Chron. Lob⸗singt, lob ⸗sin ⸗öget Gottl/ Lob⸗ —— ESE—.— DD.— EEEEEEEEEEEE singt, lob⸗singt mit Freu ⸗den/ dem Rö⸗ ni ⸗ge der I 1— 1 1 . S — Hei ⸗ den,/ dem her⸗ren ze ⸗ba ⸗ othl 2. Der Herr wird aufgenommen/ in seines Himmels Pracht;/ um ihn stehn alle Frommen,/ die er hat freigemacht./ Es holen Jesum ein/ die heilgen Cherubinen,/ den lichten Seraphinen/ muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun vom Siege,/ der unser Haupt erhöht,/ wir wissen zur Genüge,/ wie man zum himmel geht;/ der heiland geht voran,/ will uns zurück nicht lassen;/ er zeiget uns die Straßen/ er bricht uns sichre Bahn. 9⁰ 8.2 uns ein Sohn, dich, u 6. H6 Tand k ist unst schmeid wirst d düßen? mel. n 1. 9 Weh,/ Höhꝰ/ daß ich 2. L wenn i so ich n seiner! IS. 51 mit dir Glaube dir gele + —— himmelfahrt— H 4. Wir sollen himmlisch werden,/ der herr macht selbst uns Platz/ wir gehen von der Erden dorthin, wo unser Schatz./ Ihr herzen, macht euch auf!/ Wo desus hingegangen,/ dahin sei oͤas Ver⸗ langen,/ dahin sei euer Lauf. 5. Laßt uns gen Himmel oͤringen/ mit herzlicher Begier j/ laßt uns einmütig singen:/ Dich, Jesus, suchen wir!/ Dich, o du Gottes Sohn,/ oͤich Weg, dich wahres Leben,/ dem alle Macht gegeben,/ dich, unsers haͤuptes Kron! 6. Fahr hin mit deinen Schätzen,/ oͤu trugesvolle Welt;/ dein Tand kann nicht ergötzen!/ Weißt du, was uns gefällt?/ Der Herr ist unser Preis,/ der Herr ist unsre Freude/ uno köstliches Ge⸗ schmeide;/ zu ihm gilt unsre Reis'. 7. Wann soll es doch geschehen?/ Wann kommt die liebe Zeit,/ daß wir ihn werden sehen/ in seiner Herrlichkeit?/ Du Tag, wann wirst dͤu sein,/ daß wir den Heiland grüßen/ und fallen ihm zu Füßen?/ Komm, stelle dich doch ein! G. Wilhelm Sacer, ie9y. mel. Nr. 61. 99 Wahrränenle 1. Herr, auf Erden muß ich leiden/ und bin voller Angst und Weh,/ warum willst oͤu von mir scheioen,/ warum fährst du in die Höh?/ Nimm mich Armen auch mit dir/ oder bleibe oͤoch in mir// daß ich dich und deine Gaben/ täglich möge bei mir haben. 2. Laß dein Herze mir zurücke/ und nimm meines mit hinauf⸗ wenn ich Seufzer zu dir schicke,/ tue mir den himmel auf/ und, so ich nicht beten kann,/ rede oͤu den Vater an;/ denn dͤu sitzt zu seiner Rechten;/ darum hilf uns, deinen Knechten. 3. Zeuch die Sinne von der Erde/ über alles Eitle hin,/ daß ich mit oͤir himmlisch werde,/ ob ich gleich noch sterblich bin,/ und im Glauben meine zeit/ richte nach oͤer Ewigkeit,/ bis wir auch zu dir gelangen,/ wie oͤu bist vorangegangen. 4. Meine Wohnung mache fertig/ oroben in des Vaters Haus,/ da ich werde gegenwärtig/ bei dir gehen ein und aus./ Dahin bringe mich zur Ruh,/ denn der Weg dahin bist du,/ und nimm an dem letzten Ende/ meinen Geist in deine Häude. 7 97 10⁰ Himmelfahrt 5. KRomme, wenn es Zeit ist/ wieder,/ wie dein Wort uns hoffen lehrt,/ und erlöse meine Glieder,/ die das dunkle Grab beschwert/ richtest du dann diese Welt,/ die dein Wort für Lügen hält,/ dann nach liberstandnem Leide/ führ uns ein zu deiner§reude. KRaspar Neumann, 4 1715. Mel. Alle M müsjen Lerden⸗ 3 1 0 0 Jakob hintze, 1678. 2 1 2—2 III...——— deren. +◻* Gro⸗ßer Mitt⸗ler, der zur Rech⸗ten/ sei⸗nes gro⸗pen und die Schar von sei⸗nen Knech⸗ten/ in dem Reich der II —— ————2...; E—.— EEEEEEEEEE— Va⸗ters sitzt„hah⸗ 5555 Ouaeden 4. den auf dem er⸗hab⸗ nen Thro⸗ne/ in der —— ———— E ... I———— kö⸗nig ⸗-li⸗chen Rro⸗ne/ al⸗les Heer der E⸗ wig ⸗keit/ + Ce I .. ntte D—— I mit ver⸗ hüll⸗ tem Ant ⸗litz scheut: 2. Dein Erlösungswerk auf Erden/ und dein Opfer ist vollbracht/ was vollendet sollte werden,/ ist geschehn durch deine Macht./ Da du bist für uns gestorben,/ ist uns Gnad und Heil erworben,/ und dein siegreich Ruferstehn/ läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun bist du ja Hort und hüter/ in des Vaters Heiligtum,/ die erworbnen Segensgüter/ durch dein Evangelium/ allen denen mitzuteilen,/ die zum Thron der Gnade eilenj/ nun wird uns durch deine hand/ heil und Segen zugewandt. 4. Deines Volkes teure Namen/ trãgst du stets auf deiner Brust,/ und die gläubig zu dir kamen,/ sind und bleiben deine Lust./ Du vertrittst, die an dich glauben,/ daß sie nichts dir möge rauben,/ bittest in des Vaters Haus/ ihnen eine Wohnung aus. 98 — Hhimm 5. D nicht// daß de daß er 6. Di vertritt wolle= Seelen 7. G viel Tre elfahrt Is hoffen hwert/ t// dann e. n, + 171⁵. athe, 1678. gro⸗pen Reich der 2—— en,/ und . iligtum,/ len denen uns durch er Brust,/ Lust./ Du rauben,/ Himmelfahrt 10¹ 5. Doch vergißt du auch der Armen,/ die der Welt noch dienen, nicht,/ weil das Herz dir voll Erbarmen/ über ihrem Eleno bricht j/ daß dein Vater ihrer schone,/ daß er nicht nach Werken lohne,/ daß er änoͤre ihren Sinn,/ darauf zielt dein Bitten hin. 6. Die Verdienste oeiner Leiden/ stellest du dem Vater dar/ und vertrittst vor ihm mit hreuden/ deine teur erlöste Schar,/ daß er wolle Kraft und Leben/ deinem Volk auf Eroͤen geben/ und die Seelen zu dir ziehn,/ die noch deine reunoͤschaft fliehn. 7. Großer Mittler, sei gepriesen,/ daß du in dem Heiligtum/ so viel Treu an uns bewiesen z/ dir sei Ehre, dank und Ruhml/ Laß uns dein Verdienst vertreten,/ wenn wir zu dem Vater beten/ sprich für uns in lethter Not,/ wenn oen Mund verschließt der Tod! Joh. Zakob Rambach, 4 1735. olöe Seeie. 10 10¹ 94 E———— — +——1—.—— —..— 6 IEEIEIEEE—— Rö⸗nig, dem kein Rö⸗nig glei⸗chet,/ des⸗sen Ruhm kein dem als Gott das Reich ge⸗büh⸗ret,/ der als Mensch das Zohann Crüger, 149. + ———. .—— Mund er⸗rei⸗chet, 2 2 Fepe teresüh⸗ wet, dem das Recht ge⸗hört zum Thro⸗ne/ e— .— als oes Va⸗ters ein⸗gem Soh⸗ne, 7 den so viel Voll⸗ 12——.———* IP— EI ü kom⸗men⸗ hei ⸗äten/ krö⸗ nen, zie ⸗ren und be⸗ glei⸗ tenl 2. Himmel, Erde, Luft unò Meere/ nebst dem ungezählten heere/ der Geschöpfe in den Feldern,/ in den Seen, in oͤen Wäldern/ sind, Herr über Tod und Leben,/ dir zum Eigentum gegeben./ Tiere, Menschen, Geister scheuen,/ Menschensohn, dein mächtig Dräuen. 7⁴ 99 10² Himmelfahrt 3. In des Gnadenreiches Grenzen/ sieht man dich am schönsten gläͤnzen,/ wo viel tausend treue Seelen/ dich zu ihrem Haupt er⸗ wählen,/ die ourchs Zepter deines Mundes/ nach dem Recht des Gnadenbundes/ sich von dir regieren lassen/ und wie du das Un⸗ recht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren/ kann man stets dich loben hören/ von dem himmlischen Geschlechte,/ von der Menge deiner Knechte,/ die dort ohne durcht und Grauen/ dein verklärtes Antlitz schauen,/ die dich unermüdet preisen/ und dir Ehr und Dienst erweisen. 5. Herr in allen diesen Reichen/ Dir ist niemand zu vergleichen/ an dem Aberfluß der Schätze,/ an der Oroͤnung der Gesetze,/ an Vollkommenheit der Gaben,/ welche deine Bürger habenj/ du be⸗ schützest deine Freunde,/ du bezwingest deine deinde. 6. Herrsche auch in meinem herzen/ über Zorn, Lust, Furcht und Schmerzenj/ laß mich deinen Schutz genießen,/ gläubig dich ins Herze schließen,/ ehren, fürchten, loben, lieben/ und mich im Gehorsam üben;/ hier mitringen, dulden, streiten,/ dort mit⸗ herrschen dir zur Seiten. Zoh. Jakob Rambach, 1755. mel. Nr. 10o. 102 muͤhen stelben. 1. Siegesfürst und Ehrenkönig,/ höchstverklärte Majestätl/ Alle Himmel sind zu wenig,/ du bist oͤrüber hoch erhöht./ Sollt ich nicht zu duß dir fallen/ und mein Herz vor Freude wallen,/ wenn mein Glaubensaug entzückt/ deine Herrlichkeit erblickt. 2. Weit und breit, du himmelssonne,/ deine Klarheit sich er⸗ gießt,/ daß ein Strom von Glanz und Wonne/ dͤurch die himmels⸗ geister fließt;/ prächtig wirst du aufgenommen,/ freudig heißt man dich willkommen:/ schau, dein armes Kind auch hier/ rufet Hosianna dir. 3. Sollt ich deinen Relch nicht trinken,/ da ich deine Klarheit seh?/ Sollt mein Mut noch wollen sinken// da ich deine Macht versteh?/ Meinem Rönig will ich trauen,/ nicht vor Welt noch Teufel grauen,/ nur in Jesu Namen mich/ beugen hier und ewiglich! 4. Geist und Krast nun überfließen;/ drum wirk in uns kräftig⸗ lich,/ bis zum Schemel deiner düße/ alle Feinde legen sich./ Herr, zu deinem Zepter wende/ alles bis zum Weltenende;/ mache dir auf Erden Bahn,/ alle herzen untertan. 1⁰⁰ Himun 5. D meines Romm ewig i drinne Mel. Al Gottes keiner, stößlich 4. N die Erl und ein elfahrt schönsten aupt er⸗ techt des das An⸗ n hören/ nechte,/ chauen,/ eisen. gleichen/ sehe,/ an / du be⸗ t, Furcht iubig dich mich im dort mit⸗ ich, + 1755. e Menschen sen sterben. ajestät!/ ht./ Sollt wallen,/ rblickt. it sich er⸗ Himmels⸗ ig heißt ier/ rufet 2 Klarheit ine Macht joch Teufel wiglichl ns kräftig⸗ ich./ Herr, mache dir Himmelfahrt 105 5. Du kannst alles aller Orten/ nun erfülln und nahe sein;/ meines armen herzens Pforten/ stehen offen, komm hereinl/ Romm, du König aller Ehren,/ du mußt auch bei mir einkehren;/ ewig in mir leb und wohn/ als in deinem Himmelsthron! 6. Dein zum Hhimmel Sicherheben/ bringt mir Gott und Himmel nahz/ lehr mich nur im Geiste leben/ als vor deinen Augen da;/ fremo der Welt, der Zeit, den Sinnen,/ bei dir abgeschieden orinnen,/ in das Himmelreich versetzt,/ da mich Jesus nur ergötzt. Gerhard Tersteegen, 4 1769. mel. Alles ist an Gottes Segen. 1 0— Frankfurt a. M. 1738. Ht. 1. Je⸗sus Christus herrscht als Kö⸗nig,/ al⸗les wird ihm .. un⸗ ter⸗tã⸗nig,/ al⸗les 160——1 Gott zu Fuß./de⸗ de Zun⸗ ge 4. soll be⸗ken⸗ nen,/ Je⸗sus sei der herr zu nen⸗ nen,/ —.—.—. ö— — IX dem man Eh⸗ re ge⸗ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten,/ Mächte, die oͤie Thronwacht halten,/ geben ihm die Herrlichkeit./ Alle Herrschaft dort im Him⸗ mel,/ hier im irdischen Getümmel/ ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr, oͤer Herr ist Einer,/ und demselben gleichet keiner,/ nur der Sohn, der ist ihm gleich;/ dessen Stuhl ist unum⸗ stößlich,/ dessen Leben unauflöslich/ dessen Reich ein ewig Reich. 4. Nur in ihm, o Wundergaben!/ können wir Erlösung haben,/ die Erlösung durch sein Blut./ Hörtsl das Leben ist erschienen,/ und ein ewiges Versühnen/ kommt in Jesus uns zugut. 1⁰¹ 10⁴ Himmelfahrt 5. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen,/ klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen,/ sagt, ihr Armen, ihm die Not./ Er kann alle Wunden heilen,/ Reichtum weiß er auszuteilen,/ Leben schenkt er nach dem Tod. 6. Eil, es ist nicht Zeit zum Schämen!/ Willst du Gnade? du sollst nehmen!/ Willst ou leben? es soll seinl/ Willst du erben? du wirsts sehenl/ Soll der Wunsch aufs höchste gehen,/ willst du Je⸗ sum? er ist dein! 7. Zwar auch Kreuz oͤrückt Christi Glieder/ hier auf kurze Zeit danieder,/ und das Leiden geht zuvor./ Nur Geoͤuldl Es folgen Freuden,/ nichts kann sie von Jesu scheiden,/ und ihr Haupt zieht sie empor. 8. Ihnen steht ein himmel offen,/ welcher über alles Hoffen,/ über alles Wünschen ist./ Die gereinigte Gemeine/ weiß, daß eine Zeit erscheine,/ wo sie ihren Rönig grüßt. 9. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte,/ rühmt, vollendete Ge⸗ rechte,/ und oͤu Schar, die Palmen trägt,/ und ihr Märtrer mit der Krone/ und du Chor vor seinem Throne,/ der die Gottes⸗ harfen schlägt! 10. Ich auch auf der tiefsten Stufen,/ ich will glauben, reden, rufen,/ ob ich schon noch Pilgrim bin:/ Jesus Christus herrscht als RKönig,/ alles sei ihm untertänig,/ ehret, liebet, lobet ihn! Phil.§riedrich hiller, 4 1769. mel. Nr. 9/. 104 Ler Rorperfeun 1. Hallelujal Wie lieblich stehn/ hoch über uns die immels⸗ höhn,/ seit oͤu im himmel sitzest,/ seit du vom ewgen Zion dort/ aussendest dein lebenoig Wort/ und deine Here schützest!/ dröh⸗ lich,/ selig/ schaut der Glaube/ von dem Staube/ auf zum Sohne:/ meine heimat ist am Throne. 2. Die Sterne leuchten ohne Zahl;/ was ist ihr tausenofacher Strahl?/ Was ist der Glanz der Sonne?/ Ein Schatten nur von jenem Licht,/ das dir vom holden Angesicht/ ausgeht mit ewger Wonnel/ Spende,/ sende/ deine hellen/ Lebensquellen/ reichlich nieder,/ großes Haupt, auf deine Glieder! immelfahrt Kranken, ihm „Er kann alle eben schenkt er hu Gnade? dͤu du erben? du willst du Je⸗ auf kurze Zeit iloͤl Es folgen hr Haupt zieht alles Hoffen,/ weiß, daß eine vollendete Ge⸗ r Märtrer mit er die Gottes⸗ lauben, reden, tus herrscht als bet ihnl ch hiller, 4 1769. Vie schön leuchtet der Morgenstern. die Himmels⸗ sen Zion dort/ hützest!/ Fröh⸗ fzum Sohne:/ tausenofacher hatten nur von jeht mit ewger jellen/ reichlich Himmelfahrt 10⁵5 3. Verhüllt oͤen Eroͤkreis düstre Nacht,/ ich weiß, daß dort ein Auge wacht,/ das einst um uns geweinet,/ das einst für uns im Tode brach;/ es ist dein Rug, es bleibet wach,/ bis neu die Sonne scheinet./ O wer/ nunmehr/ nimmer klagte,/ nimmer zagte,/ seit du wachest/ und aus Nächten Tage machest! 4. Wohin wir ziehn durch Land und Meer,/ ein himmel neigt sich oͤrüber her,/ dein himmel voller Gnaden./ Da steigt erhörlich das Gebet,/ da wallt man sicher früh und spät/ vor deindeslist und Schaden./ Keiner/ deiner/ Auserwählten,/ Geistbeseelten/ bleibt verlassen;/ treu will ihn dein Arm umfassen. 5. Wir fliehn zu dir mit allem Schmerz,/ zu dir, wenn sich das arme hHerz/ abhärmt in bittrer Reue./ Du brichst nicht das zer⸗ stoßne Rohr,/ und wenn der Docht sein Ul verlor,/ so tränkst du ihn aufs neue./ Im Licht/ soll nicht/ eine fehlen/ von den Seelen,/ die zum Leben/ dir oͤein Vater übergeben. 6. O selger Rönig Jesu Christ!/ Wie wundervoll und heilig ist,/ was uns in dir geschenket!/ In dir, der Gottes Kinder schirmt,/ bleibt unser Anker, wenn es stürmt,/ auf ewig eingesenket./ Hier, hier/ sind wir/ festgebunden;/ unsre Stunden/ fliehn in Eile;/ dann hinauf zum ewgen heile! Albert Knapp, + 1864. Mel. Lobe den herren den mächtigen König. 1 05 —— I— 1.. H das ge⸗ lit⸗ten, und Lö⸗we, der sieg⸗ reich ge⸗ blu⸗ten⸗des Op⸗fer und Helo, der die höl ⸗le be⸗ — ..—— I— ö——.?—. run⸗gen; chen 191·84. zwun ⸗gen bre⸗chen⸗des Herz,/ das sich aus ir⸗di⸗ schem 1.—— —.———W—. ö EU II—— S.SS.S. ꝑ ꝑS I. I... y — Schmerz/ ü⸗ ber die him⸗mel ge⸗schwun⸗genl Stralsund 1665. 10⁵ 10⁵ Himmelfahrt 2. Du hast in schauriger Tiefe das Höchste vollendet,/ Gott in die Menschheit gehüllt, daß sein Licht uns nicht blenoͤet./ Würdig bist oͤu/ jauchzt dir die Ewigkeit zu,/ Preises und Ruhms, der nicht enoet. 3. Himmlische Liebe, die Namen der Eroͤe nicht nennenl/ dürst deiner Welten, den einst alle zungen bekennenl/ Gingest du nicht/ selbst in der Sünder Gericht,/ Sünder entlassen zu können? 4. Aber des Todes umnachteten, graunvollen Klüften/ schwangst ou die Palme des Sieges in himmlischen Lüften. Wer an dich glaubt,/ trägt nun, von Hoffnung umlaubt,/ ewiges Leben aus Grüften. 5. Menschensohn, Heiland, in dem sich das ewge Erbarmen/ milde zu eigen gegeben den schuloͤigen Armen!/ Dir an der Brust/ darf nun in Leben und Lust/ jeder Erstarrte erwarmen. 6. Wahl voller Wunderl Der einzige Reine von allen/ eint sich mit Seelen, die sündig im Staube hier wallen,/ trägt ihre Schulo,/ hebt in unenoͤlicher huld/ das, was am tiefsten gefallen. 7. Mir auch ist süß überwindend dein Rufen ertönet;/ Herr, auch mein feinoͤliches herz hat dein Lieben versöhnet;/ ja oͤeine hand/ zu dem Verirrten gewanoͤt,/ hat mich mit Gnaoͤe gekrönet. 8. Lobe doen Herrn, meine Seele! Er hat dir vergeben,/ heilt dein Gebrechen, legt in dich ein ewiges Leben;/ Frieden im Streit,/ Wonnen im irdischen Leid/ weiß dir dein Heiland zu geben. 9. Hoffnung und Glaube und Liebe, sie tragen auf Flügeln/ dich in das Land der Verheißung zu ewigen hügeln,/ wo deine Wahl/ dort in der Herrlichkeit Strahl/ Lieb und Erbarmen besiegeln. 10. Jauchze, Natur, in des Frühlings beginnendem Wehen;/ singe, du Welt, oͤie das Werk der Erlösung gesehenl/ Jauchze, du Heer,/ dort am kristallenen Meer:/ Ehre sei Gott in den höhen! Meta heußer⸗Schweizer, + 1876. Mel. Nr 1. Ro⸗ Seelen geschaffe 2. Der Pfand/ Gnaden 3. Du tut,/ du! 4. Züi Liebesbr Gottheit 5. Den des fried bleiben 6. Leh ehren sol wirst gej 7. Ehr Lebensst Lob und nmelfahrt ꝛt,/ Gott in t./ Würdig tuhms, der nenl/ Fürst st du nicht/ önnen? schwangst ver an dich Leben aus Erbarmen/ der Brust/ ꝛn. n/ eint sich re Schuld,/ len. Herr, auch ine hand,/ rönet. eben,/ heilt m Streit,/ geben. ügeln/ dich ine Wahl/ gsiegeln. Wehenz/ jauchze, du hen höhen! izer, 4 1876. — V. mel. nr. 43. 106 r 1. Romm, heilger Geist, o Schöpfer oͤu,/ sprich deinen armen Seelen zu;/ erfüll mit Gnaden, süßer Gast,/ die Brust, die du geschaffen hast. 2. Der oͤu ein Tröster bist genannt,/ des allerhöchsten Gottes Pfand,/ oͤu Liebesquell, du Lebensbronn,/ du Herzenssalbung, Gnadensonn! 3. Du siebenfaches Gnadengut,/ du Hand des Herrn, die Wunder tut// du lösest aller zZungen Band,/ gibst frei das Wort in alle Land. 4. Zünd uns ein Licht an im Verstand,/ entflamm das Herz in Liebesbrand,/ stärk unser schwaches hleisch und Blut/ durch deiner Gottheit starken Mut. 5. Den deind treib von uns fern hinweg/ und bring uns auf des dᷣriedens Steg// daß wir, durch deine hand geführt,/ vom Argen bleiben unberührt. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl,/ und wie den Sohn man ehren soll;/ im Glauben mache uns bekannt,// wie du von beiden wirst gesanoͤt. 7. Ehr sei dem Vater, unserm Herrn,/ und seinem Sohn, dem Lebenssternj/ dem heilgen Geiste gleicherweis/ sei jetzt und ewig Lob und Preis! Veni ereator spiritus) Alte Rirche. 10⁵ Pfingsten 8. dert. 107 dr. J.efrt 1820 + 1. Komm, hei ⸗li⸗ ger Geist, Her⸗re Gott,/ er⸗füll mit —.— SIRPIiDiDiDiie‚ee 2 0— +.—— dei⸗ner Gna⸗den Gut/ der Wäl bi⸗ gen———68 und ——— Sinn// dein brün⸗stig Lieb ent⸗zünd in ihn' n!/ O herr, oͤurch SEEEEN —12 dei⸗nes Lich⸗tes Glast zum Glauben du——— hast/ 9—5 —=2— 1 —— ů9—— + Volk aus al ⸗ler Welt Zun⸗ gen./ Das sei dir, herr, zu DI DPDPDPDPDPPIPRPP—— IITCC᷑C• ... Lob ge⸗ sun ⸗genl/ hal⸗le⸗lu⸗jal hal⸗le⸗lu⸗ jal 2. Du heiliges Licht, eoͤler Hort,/ laß uns leuchten des Lebens Wort/ unod lehr Gott uns recht erkennen,/ von Herzen Vater ihn nennen./ O herr, behüt vor fremder Lehr,/ daß wir nicht Meister suchen mehr,/ denn Jesum mit rechtem Glauben,/ und ihm aus ganzer Macht vertrauen./ Hallelujal Hallelujal 3. Du heilige Glut, süßer Trost,/ nun hilf uns fröhlich und ge⸗ trost/ in deinem Dienst beständig bleibn,/ die Trübsal uns von dir nicht treibn./ Durch deine Rraft uns, Herr, bereit'/ und stärk des Fleisches Blödigkeit,/ daß wir hier ritterlich ringen,/ durch Tod und Leben zu dir oͤringen./ Hallelujal Halleluja! v. 1(Veni sancte spiritus) vorreformatorisch; v. ꝰ u. 3 von Martin Luther, 1546. 10⁰ der Liet im Frie 4. Di Schand wenn d 1. Pfingsten zahrhundert.) Erfurt 1524. er⸗füll mit herr, durch elt hast/ das Herr, zu lu⸗ jal des Lebens en Vater ihn nicht Meister ind ihm aus lich und ge⸗ uns von dir ind stärk des durch Tod Luther, T1546. Pfingsten 108 · 109 torisch. 108 cwittenderg l8re. ..——. x H SFSFI PIPIIPIIPITITITITIIII“I ◻2—— L 2—.— * ä 1. Nun bit⸗ten wir den hei ⸗li⸗ gen Geist/ um den rech⸗ ö —.3—— ö 2 — E EIII — un⸗serm En⸗de,// wenn wir heim⸗fahrn aus die⸗sem E⸗ͤlen⸗de./ Er ⸗barm dich, Herr! 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,/ lehr uns Jesum Christ kennen allein,/ daß wir an ihm bleiben, dem treuen heiland// der uns bracht hat zum rechten Vaterland. /Erbarm dich, Herr! 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst,/ laß uns empfinden der Liebe Brunst,/ daß wir uns von Herzen einander lieben/ und im frieden auf einem Sinn bleiben./ Erbarm dich, Herr! 4. Du höchster Tröster in aller Not,/ hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod;/ daß in uns die Sinne nimmer verzagen,/ wenn der deind wird das Leben verklagen./ Erbarm dich, Herr! v. maus dem 13. Jahrhunbert. Martin Luther, + 1546. 1 09 Meiningen 1693. 7* 1—..— 1. Amtrn⸗ o komm, du Geist des Le⸗bens// wah⸗rer Dei ⸗ne Kraft sei nicht ver⸗ge⸗ bens,/ sie er⸗ 107 mmarde πν+ Pfingsten — I— Gott von E⸗ wig⸗ keit. ů füll uns je„der ⸗zeit, so wird Geist und Licht und Schein/ SIIIPIPIITITT.T.T.T ö ——— II 1 in dem dunk⸗len her⸗zen sein. 2. Gib in unser herz und Sinnen/ Weisheit, Rat, Verstand und Zucht,/ daß wir anders nichts beginnen/ als nur, was dein Wille sucht./ dein Erkenntnis werde groß/ und mach uns von Irr⸗ tum los. 3. Zeig uns, herr, die rechten Stege/ zu der wahren Wohlfahrt an,/ räume alles aus dem Wege,/ was im Lauf uns hindern kann;/ wirke Reu durch deine Gnad,/ wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß dein Zeugnis uns empfinden,/ daß wir Gottes Kinder sind,/ die auf ihn allein sich gründen,/ wenn sich Not und Drang⸗ sal finoͤt;/ denn was Vaterliebe tut,/ ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten/ frei mit aller Freudigkeit;/ seufz auch in uns, wenn wir beten,/ und vertritt uns alle Zeit;/ so wird unsre Bitt erhört/ und oͤie Zuversicht vermehrt. 6. Wiro uns auch nach Troste bange,/ daß das Herz oft rufen muß:/ Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange?/ Ei, so mach du den Beschluß;/ sprich oer Seele tröstlich zu/ und gib Mut, Geduld und Ruh. 7. O oͤu Geist oer Kraft und Stärke,/ du gewisser, neuer Geist,/ föroͤre in uns deine Werke,/ wenn die Welt uns an sich reißt./ Schenk uns Waffen in dem Krieg/ und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben,/ daß kein Feino, kein Tod, noch Spott/ uns denselben möge rauben;/ du bist unser Schutz und Gott./ Sagt das Fleisch gleich immer nein,/ laß dein Wort gewisser sein. 9. Wenn wir enoͤlich sollen sterben, so versichr uns mehr und mehr/ als des himmelreiches Erben/ jener Herrlichkeit und Ehr,/ die Gott gibt durch Jesum Christ,/ und die unaussprechlich ist. Heineich helo, + 1059. 10⁸ Pfingj Mel. Wie der Morg 2. Du Seelen! einigkeit lehren./ geben,/ 3. St rechten keit, daß müssen. schauen 4. Ol dadurch gegnen reichlich Anglück 5. O‚ wort/ in Pfingsten . ino Schein/ t, Verstand , was dein ns von Irr⸗ Wohlfahrt ern kannʒ/ chelt hat. ttes Rinder und Drang⸗ e gut. eudigkeit/ alle Zeit;/ rt. rʒ oft rufen so mach du lut, Geduld uer Geist,/ sich reißt./ den Sieg. deind, kein inser Schutz dein Wort mehr und und Ehr,/ chlich ist. Held, 4 1059. Pfingsten ö 110⁰ Mel. Wie schön leuchtet der Inn 1 1 0 Z. O heil⸗ger Gesst kehr bei uns ein/ und laß uns du him⸗melslicht, laß oͤei⸗nen Schein/ bei uns und §rankfurt a. M. 1599. ..... dei⸗ ne Wohnung sein;/ o komm, oͤu her⸗zens⸗son⸗nel in uns kräf⸗ 366 sein/ zu—n ter Freud und—3 I. ö 2 4—.— SS Son⸗ne,/ Won⸗ne,/ himmlisch Le⸗ben/ willst du ge⸗ben,/ wenn wir EE EE ö IDDDS be⸗ten/ zu dir kom⸗men wir ge⸗ tre⸗ ten. 2. Du Guell, oͤraus alle Wahrheit fließt,/ die sich in fromme Seelen gießt,/ laß deinen Trost uns hören,/ daß wir in Glaubens⸗ einigkeit/ auch anoͤre in der Christenheit/ dein wahres Zeugnis lehren./ höre,/ lehre,/ daß wir können/ herz und Sinnen/ dir er⸗ geben,/ dir zum Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat/ und führ uns selbst den rechten Pfad,/ die wir den Weg nicht wissen./ Gib uns Beständig⸗ keit, daß wir/ getreu dir bleiben für und für,/ auch wenn wir leiden müssen./ Schaue,/ baue,/ was zerrissen und beflissen,/ dich zu schauen/ und auf oͤeinen Trost zu bauen. 4. O laß uns deine Gotteskraft/ empfinden und zur Ritterschaft/ dadurch gestärket werden;/ auf daß wir unter deinem Schußz/ be⸗ gegnen aller Feinoe Trutz/ mit freudigen Gebärden./ Laß dich/ reichlich/ auf uns nieder,/ daß wir wieder/ Trost empfinden,/ alles Unglück überwinden. 5. O starker dᷣels und Lebenshort,/ laß doch oͤein mildes himmels⸗ wort/ in unsern Herzen brennen,/ daß wir uns mögen nimmer⸗ 109 11⁰ 111 Pfingsten mehr/ von deiner weisheitsreichen Lehr/ und reinen Liebe tren⸗ nen./ Fließe,/ gieße/ deine Güte/ ins Gemüte,/ daß wir können/ Christum unsern Heiland nennen. 6. Du milder Himmelstau, senk dich/ in unsre Seelen krästig⸗ lich/ und schenk uns deine Liebe,/ daß unser Sinn verbunden sei/ dem Nächsten stets mit Liebestreu/ und sich darinnen übe./ Rein Neid,/ kein Streit/ oͤich betrübe,/ Fried und Liebe/ müß um⸗ schweben/ und durchoͤringen unser Leben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit/ wir führen unsre Lebenszeit,/ sei unsres Geistes Stärke,/ daß uns forthin sei unbewußt/ die Eitelkeit, des öͤleisches Lust/ und seine toten Werke./ Rühre,/ führe/ unser Sinnen/ und Beginnen/ von der Erden,/ daß wir himmels⸗ erben werden. Michael Schirmer, 1 1675. 1 1 1 Johann Crüger, 16535. 9.— 2—.—.— —E.— V 2 1—191.—.— deuch ein zu dei⸗ nen To⸗ ren,/ sei mei⸗ nes der oͤu, da ich ge⸗ bo⸗ ren,/ mich neu ge⸗ Herzens Hast, o hoch⸗ge⸗lieb⸗ ter Geist/ des Va⸗ ters bo s ren hast, ———,—.....———.——.— und des Soh⸗ nes,/ mit bei⸗den glei⸗chen Thro⸗nes,/ mit — I —— + ——— 2—2— + 1— 22 I 1 bei⸗den gleich ge⸗preist. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden/ und schmecken deine Kraft,/ die Kraft, die uns von Sünden/ Hilf und Errettung schafft;/ ent⸗ sünöge meinen Sinn,/daß ich mit reinem Geiste/ dir Ehr und dienste leiste,/ die ich dir schuloͤig bin. Pfingst 3. Du Beten wi an,/ es helfen ka 4. Du erleuchte manches zum gül 5. Du willst nid Der Fein wieder ti 6. Du, Menschen Gnad/ z was sich 7. Bes⸗ Glück zu Verstand Tugend/ 8. Erfi und die E der dir si Herzen vi 9. Rich wenn wit hie wird erben/ dͤr Mel. Werd Gemüte(oi 14 Ofingsten iebe tren⸗ r können/ en kräfstig⸗ unden sei/ übe./ Rein müß um⸗ benszeit,/ wußt/ die ꝛe// führe/ Himmels⸗ ner, 4 1675. rüger, 1653. mei⸗ nes neu ge⸗ —.— Va⸗ters // mit ne Kraft// afft// ent⸗ nö Dienste Pfingsten 112 3. Du bist ein Geist, der lehret,/ wie man recht beten soll/ dein Beten wird erhöret,/ dein Singen klinget wohl,/ es steiget himmel⸗ an,/ es steiget sonder Ende,/ bis der sich zu uns wenoe,/ der allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden,/ mit Trauern hältst dus nicht,/ erleuchtest uns im Leiden/ mit deines Trostes Licht./ Ich ja, wie manchesmal/ hast dᷣu mit süßen Worten/ mir aufgetan die Pforten/ zum gülonen Freudensaal! S. Du bist ein Geist der Liebe/ ein Freund der Freunoͤlichkeit,/ willst nicht, daß uns betrübe/ Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit./ Der deinoschast deind du bist,/ willst, daß in Liebesflammen/ sich wieder tu zusammen,/ was voller Zwietracht ist. 6. Du, Herr, hast selbst in gänden/ die ganze weite Welt,/ kannst Menschenherzen wenden,/ wie dir es wohlgefällt./ So gib doch deine Onad/ zu 8ried und Liebesbanden,/ verknüpf in allen Landen,/ was sich getrennet hat. 7. Beschirm die Obrigkeiten,/ bau unsers Fürsten Thron,/ gib Glück zu diesen Zeiten,/ schmück, als mit einer Kron,/ die Alten mit Verstand,/ mit Frömmigkeit die Jugend,/ mit Gottesfurcht und Tugend/ das Volk im ganzen Land. 8. Erfülle die Gemüter/ mit reiner Glaubenszier,/ die häuser und die Güter/ mit Segen für und für// vertreib den bösen Geist,// der oͤir sich widersetzet/ und, was dein Herz ergötzet,/ aus unsern Herzen reißt. 9. Richt unser ganzes Leben/ allzeit nach oͤeinem Sinn,/ und wenn wirs sollen geben/ ins Todes hände hin,/ wenns mit uns hie wird aus,/ so hilf uns fröhlich sterben/ und nach dem Tod er⸗ erben/ des ewgen Lebens Haus. paul Gerharot, 4 1676. Mel. Werde munter, mein 1 1 2 Gemüte(oder wie Nr. 440). Johann Schop, 1642. D. D D —. +———. +H— ..S.. O du al⸗ler⸗ süß⸗te Freu⸗de,/ o oͤu al⸗ ler⸗ der du uns in Lieb und Lei⸗de/ un⸗ be⸗su⸗chet 11¹¹ hfingsten .I.. Een 25— Geist des Höch⸗sten, höchster Fürst// der du — 1— A.—— 2— ͤöäSAAATIII........ 1.— hältst und hal⸗ten wirst/ ohn Ruf⸗hö⸗ ren al⸗le din⸗ ge// —. ů 1— — hö⸗ re, hö⸗re, was ich sin⸗gel 2. Du bist ja die beste Gabe,/ dᷣie ein Mensch nur nennen kannj/ wenn ich oͤich erwünsch und habe,/ geb ich alles Wünschen oran./ Ach, ergib dich, komm zu mir/ in mein Herze, das oͤu dir,/ da ich in die Welt geboren,/ selbst zum Tempel auserkoren. 3. Du wirst als ein milder Regen/ ausgegossen von dem Thron,/ bringst uns nichts als lauter Segen/ von oem Vater und dem Sohn./ Laß doch, o oͤu werter Gast,/ Gottes Segen, den du hast/ und verwaltst nach deinem Willen,/ mich an Leib und Seel erfüllen. 4. Du bist weise, voll Verstandes,/ was geheim ist, ist dᷣir kuno,/ zählst den Staub des kleinsten Sandes,/ grünoͤst des tiefsten Meeres Grund;/ nun, du weißt auch zweifelsfrei,/ wie verderbt und blind ich sei,/ drum gib Weisheit und vor allen,/ wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden,/ wo man rein und reoͤlich ist,/ fleuchst hingegen Schand und Sünden,/ hassest Schlangentrug und List./ Mache oͤu, o Gnadenquell,/ meine Seele rein und hell;/ laß mich fliehen, was du fliehest,/ gib mir, was du gerne siehest. 6. Deine huld hat keine Schranken,/ du bist fromm und sanften Muts,/ bleibst im Leben ohne Wanken,/ tust uns Bösen alles Guts./ Ach, verleihe mir doch auch/ deinen eoͤlen Sinn und Brauch,/ daß ich Freund und geinde liebe,/ keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden,/ wenn du mich nur nicht verstößt;/ bleib ich von dir ungeschieden// so bin ich genug getröst't./ Laß mich sein dein Eigentum;/ ich versprech hinwiederum,/ hier und dort all mein Vermögen/ dir zu Ehren anzulegen. 11² Pfings 8. Nu hilf, me des böse sich in d 9. Se Stabj/ Grab/ wo du éi⸗ Mel. Nr 1. Go Sand/ Lanöl/ wie in st 2. Jest Geist, dr Tröster festzustel 3. Hei ein/ und Reinige was mid 4. Sch schön /l Gib mir mich vor 5. So dem, wa da mit V erheben Mel. Nr. 1. Gei und von! stehe du! Herz au 8 Din⸗ ge// ien kannʒ/ oran./ Ach, da ich in m Thron,/ und dem n du hast/ ꝛel erfüllen. dir kund,/ ten Meeres t und blind möge Gott ꝛedlich ist// entrug und hell/ laß siehest. ind sanften lles Guts./ auch,/ daß etrübe. h nur nicht getröst't./ rum,/ hier n. Pfingsten 1131¹1⁴4 8. Nur allein, daß du mich stärkest/ und mir treulich stehest beij/ hilf, mein Helfer, wo du merkest,/ daß mir Hilfe nötig sei. Brich des bösen Fleisches Sinn,/ nimm den alten Willen hin,/ daß er sich in dir erneue/ und mein Gott sich meiner freue. 9. Sei mein Retter, führ mich eben;/ wenn ich sinke, sei mein Stab/ wenn ich sterbe, sei mein Leben/ wenn ich liege, sei mein Grab/ wenn ich wieder aufersteh// o so hilf mir, daß ich geh/ hin, wo oͤu in ewgen Freuden/ wirst die Ruserwählten weiden. Paul Gerharot, 4 1676. mel. Nr. 112. 113 wemn Semnr 1. Gott, gib einen miloen Regen,/ denn mein Herz ist dürr wie Sand;ater, gib vom Himmel Segen,/ tränke oͤu oͤein dürstend Lanol/ Laß des heilgen Geistes Gab/ auf mich Rrmen doch herab/ wie in starken Strömen fließen/ und sich in mein Herz ergießen. 2. Jesu, der du hingegangen/ zu dem Vater, sende mir/ deinen Geist, oen mit Verlangen/ ich erwarte, Herr, von dir./ Laß den Cröster ewiglich/ bei mir sein und lehren mich,/ in der Weisheit festzustehen/ und auf dich im Glauben sehen. 3. Heilger Geist, du Kraft der Frommen,/ kehre bei mir Armen ein/ und sei tausendmal willkommen// laß mich deinen Tempel sein./ Reinige du selbst das Haus/ meines herzens, wirf hinaus/ alles, was mich hier kann scheiden/ von den süßen Himmelsfreuden. 4. Schmücke mich mit deinen Gaben,/ mache neu mich, rein und schön/ laß mich wahre Liebe haben/ und in deiner Gnade stehn./ Gib mir einen starken Mut,/ heilige mein dleisch und Blut// lehre mich vor Gott hintreten/ und im Geist und Wahrheit beten. 5. So will ich mich dir ergeben;/ dir zu Ehren soll mein Sinn/ dem, was himmlisch ist, nachstreben,/ bis ich weroe kommen hin,/ da mit Vater und dem Sohn/ dich im höchsten himmelsthron/ ich erheben kann und preisen/ mit oͤen süßen Engelsweisen. Moritz Rramer, 4 1702. mel. Rr. 112. 114 Wein Seue 1. Geist vom Vater und vom Sohne,/ der du unser Tröster bist/ und von unsres Gottes Throne/ hilfreich auf uns Schwache siehst:/ stehe du mir mächtig bei,/ daß ich Gott ergeben seij/ o so wird mein Herz auf Erden/ schon ein Tempel Gottes weroͤen. 8 113 11⁵ Pfingsten 2. Laß auf jeoem meiner Wege/ deine Weisheit mit mir sein,/ wenn ich bange zweifel hege,/ deine Wahrheit mich erfreun. /Lenke kräftig meinen Sinn/ auf mein wahres Wohlsein hinj/ lehrst du mich, was recht ist, wählen,/ werd ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des herzens Triebe,/ daß ich über alles treu/ meinen Gott und Vater liebe,/ daß mir nichts so wichtig sei,/ als in seiner huld zu stehnj/ seinen Namen zu erhöhn,/ seinen Willen zu voll⸗ bringen,/ müsse mir durch dich gelingen. 4. Stärke mich, so oft zur Sünde/ mein Gemüt versuchet wird// daß sie mich nicht überwinde;/ hab ich irgend mich verirrt,/ o so strafe selbst mein Herz// daß ich unter Reu und Schmerz/ mich vor Gott darüber beuge/ und mein Herz zur Beshrung neige. 5. Reize mich, mit dlehn und Beten,/ wenn mir Hilfe nötig ist,/ zu dem Gnadenstuhl zu treten./ Gib, daß ich auf Jesum Christ/ als auf meinen Mittler schau/ und auf ihn die hoffnung bau,/ Gnad um Gnad auf mein Verlangen/ von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden/ stets mit deinem Troste bei,/ daß ich auch alsdann mit§reuden/ Gottes dührung folgsam sei./ Gib mir ein gelassen Herz// laß mich selbst im Todesschmerz/ bis zum frohen Uberwinden/ dieses Trostes Kraft empfinden. Nach Gottfried Hoffmann, 4+ 1712. 1 1 5 Arnold Mendelssohn, 5.0 wie Nr. 307.) Darmstaoͤt 1905. .I.I........ H Eiiem. das dest mit Mai⸗ en,„ las⸗ set denn der Geist der Gna⸗-den/ hat sich 1D——.— E.——.—— H ꝑ————— Blu⸗men streu⸗ en,/ zün ⸗ det Op ⸗ fer anz ein ⸗ ge⸗ la⸗ den,/ ma⸗ chet ihm die Bahn. E————— Nehmt ihn ein, so wird sein Schein/ euch mit 114 5. E Geist ei Pprich d kräftigl eignen recht er 7. M Licht ʒ/ verlaß Felde l 8. E verwa ein frud Himme 8* in seiner zu voll⸗ et wird,/ irrt,/ o so mich vor /bis zum unn, + 1712. lendelssohn, mstadt 1905. Pfingsten 11⁵ EEEEE Licht und heil er⸗ fül⸗len/ und den Kum ⸗mer stil len. 2. Cröster der Betrübten,/ Siegel der Geliebten,/ Geist voll Rat und Tat,/ starker Gottesfinger,/ driedensüberbringer,/ Licht auf unsrem Pfaò,/ gib uns Kraft/ zur Pilgrimschaft,/ laß uns deine teuren Gaben/ Herz und Seele laben. 3. Laß die ungen brennen,/ wenn wir Jesum nennen,/ führ den Geist empor/ gib uns Kraft zu beten/ und vor Gott zu treten,/ prich du selbst uns vor./ Gib uns Mut// du höchstes Gut,/ tröst uns kräftiglich von oben/ bei der Feinoͤe Toben. 4. Goloͤner himmelsregen,/ schütte deinen Segen/ auf das Kir⸗ chenfeld// lasse Ströme fließen,/ die das Land begießen,/ wo dein Wort hinfällt,/ und verleih,/ daß es gedeih;/ hundertfaͤltig Frucht zu bringen,/ laß ihm stets gelingen. 5. Schlage deine Flammen/ über uns zusammen// heilge Liebes⸗ glut;/ laß dein sanftes Wehen/ über uns ergehen,/ dämpfe Fleisch und Blut;/ laß uns doch/ am Sündenjoch/ mit der Welt nicht ferner ziehen/ und das Böse fliehen. 6. Gib zu allen Dingen/ Wollen und Vollbringen,/ führ uns ein und aus;/ wohn in unsrer Seele,/ unser herz erwähle/ dir zum eignen haus./ Wertes Pfand,/ mach uns bekannt,/ wie wir Jesum recht erkennen/ und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuz uns süße,/ und durch Finsternisse/ sei dᷣu unser Licht;/ trag nach Zions hügeln/ uns mit Glaubensflügeln/ und verlaß uns nicht,/ wenn der Tod// die letzte Rot,/ mit uns will Zu deloͤe liegen,/ daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen/ nimmermehr vergessen,/ daß wir Gott verwanot./ Dem laß uns stets dienen/ und im Guten grünen/ als ein fruchtbar Land,/ bis wir dort,/ du werter Hort,/ bei den grünen Himmelsmaien/ ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck, 4 1737. 8* 115 Pfingsten Mel. Erquicke mich, 1 1 6 J. A. Ee alle 1714. du Heil oͤer Sünder. —— 1 E ll 2—— 6— PᷓPDPDPDPPP O Gott, o Geist, o Licht des Le⸗bens,/ das uns im du scheinst und lockst so lang ver⸗ge⸗bens,/ weil Finster⸗ I DiISEEEE To⸗desschatten scheint, nis dem Lichte feino“ I—„ n v i, i hen,/ dich laß ich gern mein her⸗ze se⸗ hen. 2. Entdecke alles und verzehre,/ was nicht in deinem Lichte rein;/ wenn mirs gleich noch so schmerzlich wäre,/ die Wonne folget nach der Ppein;/ du wirst mich aus dem finstern Alten/ in Jesu Klarheit umgestalten. 3. Ich kann nicht selbst der Sünde steuern,/ das ist dein Werk, du Guell des Lichts!/ Du mußt von Grund aus mich erneuern,/ sonst hilft mein eignes Trachten nichts./ O Geist, sei meines Geistes Leben;/ ich kann mir selbst nichts Gutes geben. 4. Du Ooͤem aus der ewgen Stille,/ durchwehe sanft der Seele Grund;/ füll mich mit aller Gottesfülle/ und da, wo Sünd und Greuel stund// laß Glauben, Lieb und Ehrfurcht grünen,/ in Geist und Wahrheit Gott zu dienen. 5. Mein Wirken, Wollen und Beginnen/ sei kinoͤlich folgsam deinem Trieb;/ bewahr mein Herz mit allen Sinnen/ untadelig in Gottes Lieb./ Dein in mir Beten, Lehren, Rämpfen/ laß mich auf keine Weise dämpfen. 6. O Geist, o Strom, der uns vom Sohne/ eröffnet und kristallen⸗ rein/ aus Gottes und des Lammes Throne/ nun quillt in stille herzen ein,/ ich öffne meinen Mund und sinke/ hin zu der Quelle/ daß ich trinke. 11⁰ O Geist, dem kei⸗ner kann ent⸗ ge⸗ fingsten linghausen, Halle 1714. 3————.— ʒ uns im ꝛil Finster⸗ ichte reinj/ der Seele Sünd und in Geist ch folgsam untadelig laß mich kristallen⸗ llt in stille der Quelle, Pfingsten 11⁷ 7. Ich laß mich dir und bleib indessen,/ von allem abgewanoͤt, dir nah/ ich will die Welt und mich vergeshen/ und innigst glauben: Gott ist dal/ O Gott, o Geist, o Licht des Lebens, man harret deiner nie vergebens. Gerharo Tersteegen, 4 1769. Mel. Nr. 153 Rommt her zu mir, (ooͤer wie Nr. 362). 1 1 7 spricht Gottes Sohn. I. Es saß ein frommes Häuflein dort/ und wollte nach des Herren Wort/ einmütig Pfingsten halten./ Ach, laß auch jetzt im Christen⸗ stand,/ Herr Jesu, deiner Liebe Band /bei frommen Gliedern walten. 2. Schnell fiel hernieder auf das haus/ ein starker Wino, der mit Gebraus/ sich wundersam erhoben./ O Gotteshauch, ach, lasye dich/ bei uns auch spüren kräftiglich/ unòd weh uns an von oben! 5. Er füllete die Wohnung ganz,/ zerteilter zungen Feuerglanz/ ließ sich auf jebem spüren./ Ach, nimm auch unsre Kirchen ein// laß feurig unsre Lehrer sein/ und deine Sprach uns rührenl 4. Sie wuroͤen all des Geistes voll/ und fingen an zu reden wohl//wie er gab auszusprechen./ Erfüll auch uns mit heilger Glut// daß wir oͤes herzens blöden Mut/ mit freier Reoe brechen! 5. Das Volk von allen Zungen kann,/ was Gott zum Heil der Welt getan,/ in seiner Sprache hören./ Ach, heb der Zungen Irr⸗ sal auf;/ laß, Jesu, deinem Wort den Lauf,/ daß dich die völker ehren! 6. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott,/ und wer nicht merkt die Kraft von Gott,/ spricht leioͤer:„Sie sind trunken!“/ den rechten Freudenwein uns gib,/ erquick, o Herr, in deiner Lieb,// was noch in Angst versunkenl! 7. Dein Licht treib in des herzens Haus/ mit hellen Strahlen gänzlich aus/ die alten Finsternisse,/ daß Blinoͤheit, Jrrtum, falscher Wahn,/ und was uns sonst verleiten kann,/ auf ewig weichen müsse. 8. Dein deuer töt in unsrer Brust,/ was sich noch regt von Sünden⸗ lust// erwecke reine Triebe,/ auf oͤaß wir schmecken wahre greud/ anstatt oͤer schnöden Eitelkeit/ in Jesu süßer Liebe. Hieronymus Annont, + 1770. 117 —.— .— 118 · 119 Pfingsten mel. Nr. 339. 118 Atngeen 1. höchster Tröster, komm hernieder;/ Geist des herrn,/ sei nicht fern,/ stärke Christi Glieder./ Er hat nie sein Wort gebrochen,/ Jesus hat/ deinen Rat/ seinem Volk versprochen. 2. Schöpfer unsres neuen Lebens,/ jeder Schritt,/ jeder Tritt/ ist ohn oͤich vergebens./ Mache unser Heil uns wichtig;/ wer ist wohl,/ wie er soll,/ treu zu handeln tüchtig? 3. Herr, wir fallen oͤir zu Fuße;/ eins ist not/ für den Tod:/ Buße, wahre Buße./ Zeig uns selbst den Greul der Sünde,/ daß das herz/ Angst und Schmerz,/ Reu und Scham empfinde. 4. Zeig uns des Erlösers Wunden,/ ruf uns zu:/ Ihr habt Ruh,/ ihr habt Heil gefunden!/ Er hat Gnade euch erworben,/ Jesu Blut/ machet gut,/ was die Welt verdorben. 5. Weck uns auf vom Sündenschlafe,/ rette doch/ heute noch/ die verlornen Schafe. /Reiß die Welt aus dem Verderben,/ laß sie nicht/ im Gericht/ der Verstockung sterben. 6. Geist der Weisheit, gib uns allen/ durch dein Licht/ Anter⸗ richt,/ wie wir Gott gefallen./ Lehr uns freudig vor Gott treten,/ sei uns nah/ und sprich: Jal/ wenn wir gläubig beten. 7. Hilf den Rampf des Glaubens kämpfen,/ gib uns Mut,/ dͤleisch und Blut,/ Sünd und Welt zu dämpfen./ Laß uns Trübsal, Rreuz und Leiden,/ Angst und Not,/ Schmerz und Tod/ nicht von Jesu scheiden. 8. Hilf uns nach dem Besten streben,/ schenk uns Kraft,/ tugeno⸗ haft/ und gerecht zu leben;/ gib, daß wir nie stille stehen,/ treib uns an,/ froh die Bahn/ deines Worts zu gehen. 9. Sei in Schwachheit unsre Stütze,/ steh uns bei,/ mach uns treu/ in der Prüfungshitze./ dühr, wenn Gott uns nach dem Leide/ sterben heißt,/ unsern Geist/ in des himmels F§reude. Ehrenfried Liebich, 4 1780. mel. Ar. 112. 119 smein Semte. 1. Der du uns als Vater liebest,/ treuer Gott, und deinen Geist/ denen, die dich bitten, gibest,/ ja, uns um ihn bitten heißt,/ demuts⸗ voll fleh ich zu dir:/ Vater, send ihn auch zu mir,/ daß er meinen Geist erneue/ und mich dir zum Tempel weihe. 118 fingsten ollt ich mich in grämen? sei nicht brochen,/ der Tritt/ / wer ist en Tod:/ nöe,/ daß finde. abt Ruh,/ jesu Blut/ ute noch/ vben,/ laß Jal, Kreuʒ von Jesu /tugend⸗ en,/ treib mach uns em Leide/ bich, T 1780. de munter, in Gemüte. en Geist/ demuts⸗ er meinen Pfingsten 12⁰ 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen/ Leben, Kraft und§ruchtbar⸗ keit,/ und mein Herz bleibt dir entrissen/ und dem dienst der Welt geweiht,/ wenn er nicht oͤurch seine Kraft/ die Gesinnung in mir schafft,/ daß ich dir mich ganz ergebe/ und zu deiner Ehre lebe. 3. Ewge Guelle wahrer Güter,/ hochgelobter Gottesgeist,/ der du menschliche Gemüter/ heiligst und mit Trost erfreustl/ Nach dir, Herr, verlangt auch mich,/ ich ergebe mich an dich;/ mache mich zu Gottes Preise/ heilig und zum Himmel weise. 4. Fülle mich mit heilgen Trieben,/ daß ich Gott, mein höchstes Gut,/ über alles möge lieben,/ daß ich mit getrostem Mut/ seiner Vaterhuld mich freu/ unòd mit wahrer Kindestreu/ stets vor seinen Augen wandle/ und rechtschaffen denk und hanoͤle. 5. Geist des Friedens und der Liebe,/ bilbe mich nach deinem Sinn,/ daß ich Lieb und Sanftmut übe/ und mirs rechne zum Gewinn,/ wenn ich je ein Friedensband/ knüpfen kann, wenn meine Hand/ zur Erleichtrung der Beschwerden/ kann dem Nächsten nütz⸗ lich werden. 6. Wenn der Anblick meiner Sünden/ mein Gewissen nieder⸗ schlägt,/ wenn sich in mir Zweifel finden,/ die mein Herz mit Zittern hegt,/ wenn mein Rug in Nöten weint/ und Gott nicht zu hören scheint:/ o dann laß es meiner Seelen/ nicht an Trost und Stärkung fehlen. 7. Was sich Gutes in mir findet,/ ist dein Gnadenwerk in mir;/ selbst den Trieb hast odu entzündet,/ daß mich, herr, verlangt nach dir./ O so setze durch dein Wort/ deine Gnadenwirkung fort,/ bis sie durch ein selig Enoe/ herelich sich an mir vollende. Ddavid Bruhn, 4 1782. Mel. Nun komm, der heiden 1 20(15. Zahrhundert.) .—(oder wie Nr. 364). Erfurt 1524. N .—————— LII ISSSSSS— — 1. Geist vom Va⸗ ter und vom Sohn,/ wei⸗he dir mein —.—.—— — 1— I— LI——————— Herz zum Thron!/ Schen⸗ke dich mir im⸗mer⸗dar,/ so wie 119 Pfingsten H=— 35— einst der Jün ⸗ger Schar. 2. Geist der Wahrheit, leite mich!/ Eigne Leitung täuschet sich,/ da sie leicht des Wegs verfehlt/ und den Schein für Wahrheit wählt. 3. Geist des Lichtes, mehr in mir/ meinen Glauben für und für,/ der mich Christo einverleibt/ und oͤurch Liebe Früchte treibt. 4. Geist der Andacht, schenke mir/ Salbung, Inbrunst, Feur von dir;/ laß mein Bitten innig rein/ und vor Gott erhörlich sein. 5. Geist der Liebe, Kraft und Zuchtl/ Wenn mich Welt und Fleisch versucht,/ o dann unterstütze mich,/ daß ich ringe; rette michl 6. Geist der Heiligung, verklär/ Jesum in mir mehr und mehr/ und erquicke innerlich/ durch den Frieden Gottes mich. 7. Geist der Hoffnung, führe du/ mich dem Himmelserbe zu/ laß mein Herz sich deiner freun/ und in Hoffnung selig sein. Zulius Tode, 4 1797. mel. O Christ, ö gleins Liwt. 1 21 Leipzig 1625. — 3— 5 2..,.—— II 1. O Got⸗ tes Geist und Chri⸗sti Geist,/ der uns den erder, i, nendri=n. ñer, ii. Ee 4 er uns die odunk⸗le Er⸗den⸗ nacht/ ——... 665.7 E durch sei⸗ ne Lich⸗ter hel⸗le macht; 2. Du Hauch, der durch das Weltall weht/ als Gottes stille Majestät,/ du aller Lichter reinstes Licht,/ erleucht uns Herz und Angesicht. 3. Komm, leuchte mit dem Gnadenschein/ hell in oie weite Welt hinein/ komm, mach uns in der dinsternis/ des lichten Himmels⸗ wegs gewiß. 1²2⁰ Pfingsten . uschet sich,/ rheit wählt. rund für,/ treibt. unst, Feur örlich sein. Welt und rette michl und mehr/ . serbe zuz/ ig sein. Lode, 1797. Leipzig 1625. r uns den hen⸗ nacht/ Schlußlieo oͤer Festzeiten 12² 4. Ach, hier ist alles Staub und Nacht,/ die Wahn unòd Sünde trübe macht;/ ach, hier ist alles Not und Tod,/ geht uns nicht auf dein Morgenrot; 5. Das Morgenrot der bessern Welt,/ das wie ein Strahl vom Himmel fällt,/ als Gottes Macht und Gottes Lust/ durchblitzt die kranke Menschenbrust. 6. O Gottes Geist und Christi Geist,/ der uns wie Rinder beten heißt,/ der uns wie Kinder glauben heißt,/ o komm, o komm, du heilger Geist! 7. Komm, Gottes Frieden, Gottes Mut!/ Komm, stille Kraft, die nimmer ruht,/ komm, gieße deinen Gnadenschein/ in Seele, Sinn und herz mir ein. 8. Dann wanoͤl ich, wie ein Kind des Lichts,/ im Glanze deines Angesichts/ schon meinen kurzen Erdenlauf/ stets himmelein und himmelauf. Ernst Moritz Rrnoͤt, 4 1860. Schlußlied oer Weihnachts⸗, Oster⸗ und Pfingstzeit 122 I. Sizilianische volksweise; vor 1788 * ..... TT. 1. O du fröh⸗-li⸗ che,/ o du E1 E pottes stille 5Herz und weite Welt Himmels⸗ gna⸗den⸗brin⸗gen⸗de Weihnachtszeit! /Welt ging ver ⸗lo ⸗ren,/ E +———. E.——— EE Christ ist ge ⸗ bo⸗ ren;/ freu ⸗ e, freu⸗e dich, o 4.— E ö + 1—41— N + 1 I 1 Chriesten⸗heit! 12¹ 12⁵ Trinitatisfest 2. O du fröhliche,/ o dͤu selige,/ gnadenbringende Weihnachts⸗ zeitl/ Christ ist erschienen,/ uns zu versühnen;/ freue, freue dich, o Christenheit! 5. O du fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Weihnachts⸗ zeit!/ König der Ehren,/ dich wolln wir hören;/ freue, freue dich, o Christenheit. II. 4. O dͤu fröhliche,/ o oͤu selige,/ gnadenbringende Osterzeit!/ Welt lag in Banden,/ Christ ist erstanden;/ freue, freue dich, o Christenheit! 5. O dͤu fröhliche,/ o du selige,/ gnadenbringende Osterzeit!/ Tod ist bezwungen,/ Leben errungenz/ freue, freue dich, o Christenheit! 6. O du fröhliche, /o oͤu selige,/ gnadenbringende Osterzeit!/ Kraft ist gegeben,/ laßt uns ihm leben;/ freue, freue dich, o Christenheit! III. 7. O du fröhliche,/ o oͤu selige,/ gnadenbringende Pfingstenzeitl/ Christ, unser Meister,/ heiligt die Geister;/ freue, freue dich, o Christenheit! 8. O du fröhliche, /o du selige,/ gnadenbringende Pfingstenzeitl/ Führ, Geist der Gnade,/ uns deine Pfade;/ freue, freue dich, o Christenheit. 9. O du fröhliche,/ o dͤu selige,/ gnaͤenbringende Pfingstenzeitl/ Uns, die Erlösten,/ Geist, willst oͤu trösten;/ freue, freue dich, o Christenheit! Zohannes daniel Falk, + 1826. Trinitatisfest (Vorreformatorisch) 1 2 3 Leipzig 1539. 4 ö ö——— . +—3———.— .— Al⸗lein Gott in der höh sei Ehr/ und Dank für dar⸗um, daß nun und nimmermehr/ uns rüh⸗ ren itatisfest eihnachts⸗ freue dich/ eihnachts⸗ freue dich, sterzeitl/ ꝛaue dich, o zeitl/ Tod ristenheit! ʒeitl/ Kraft ristenheit! stenzeitl/ ue dich, o alk, + 1826. Trinitatisfest IIIIE..E sei ne Sen. e,—— kann ein Scha⸗ Ein Wohl⸗ge⸗falln Gott an uns Z ri,n,s, 3——— hat,/ nun ist 3050 Fried ohn Un⸗ter⸗laß,/ all Fehd hat H.EJ——+ nun ein En ⸗ de. 2. Wir beten an und loben dich,/ wir bringen Ehr und danken,/ daß du, Gott Vater, ewiglich/ regierst ohn alles Wanken;/ ganz ohne Maß ist deine Macht,/ allzeit geschieht, was du bedacht:/ wohl uns des starken Herren. 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn,/ für uns ein mensch geboren,/ der uns vertritt vor Gottes Thron/ und rettet, was verloren;/ Lamm Gottes, heilger herr und Gott,/ nimm an oͤie Bitt von unsrer Not,/ erbarm dich unser aller! 4. O heilger Geist, oͤu höchstes Gut,/ mit deinem Heil uns tröstel/ vor Satans Macht nimm uns in Hut,/ die Jesus Christ erlöste/ durch Marter groß und bittern Tod;/ wend unsern Jammer ab und Not,/ darauf wir uns verlassen. (Nach dem Gioria in excelsis) Nikolaus Tech, 4 1529. Mel. Nun danket alle Gott. 1 24 Zohann Crüger, 1647. E + Ge⸗lo⸗ bet sei der Herr,/ mein Gott, mein Licht, mein mein Schöpfer, der mir Leib/ und See ⸗le hat ge⸗ E Le⸗ben, i li⸗ gee ben, mein Va⸗ter, der mich schützt/ von Mut⸗ter⸗lei⸗be 12³ Trinitatisfest — HEEN ꝓ. an,/ der je ⸗den RAu⸗ gen ⸗blick/ viel Guts an mir ge⸗tan. 2. Gelobet sei oͤer Herr,/ mein Oott, mein heil, mein Leben,/ des Vaters liebster Sohn,/ der sich für mich gegeben,/ der mich er⸗ löset hat/ mit seinem teuren Blut,/ der mir im Glauben schenkt/ sich selbst, das höchste Gut. 3. Gelobet sei der herr,/ mein Gott, mein Trost, mein Leben,/ des Vaters werter Geist// dᷣen mir der Sohn gegeben,/ der mir mein Herz erquickt,/ der mir gibt neue Kraft,/ der mir in aller Not/ Rat, Trost und hilfe schafft. 4. Gelobet sei oͤer herr,/ mein Gott, der ewig lebet,/ den alles rüühmt und lobt,/ was durch ihn lebt und webet/ gelobet sei öer Herr,/ des Name heilig heißt,/ Gott Vater, Gott der Sohn/ und Gott oer werte Geist. 5. Dem wir Halleluja/ mit Freuden lassen klingen/ und mit der Engel Schar/ das Heilig! Heilig! singen,/ den herzlich lobt und preist/ die ganze Christenheit,/ gelobet sei mein Gott/ in alle NN Ewigkeit! Zohann Olearius, 4 1684. mel. Wie schön leuchtet * der Merzenstern. 1 25 Frankfurt a. M. 1599. E—.— +— S.SS............... ◻— 1. Hal⸗le⸗lu⸗ jal Lob, Preis und Ehr/ sei un⸗serm Von E-wig⸗keit zu E⸗wig⸗keit sei in uns — —60——— ———— DRDSDTRSRSSSS N Gott je mehr und mehr/ für al ⸗le sei ne Wer⸗kel al ⸗len ihm be⸗ reit/ Dank, Weis⸗heit, Kraft und Stär⸗kel 7⁵7 N ö 1—.—— ö ö=—— ö—.— ö +.—— I—.... Klin⸗get,/ sin ⸗get:/ Gott ist hei⸗lig,/ hei⸗lig, hei⸗ligl/ 124 Trini Preis 2. 5 gebrach erkauft Heilig/ und da 3. H. durch d Bräutit heil ur ewig 5 4. H mehr/ i schar/ u Klinget sei dem gegeber sucht mi du nicht Leide,/ initatisfest . ge⸗tan. iein Leben,/ der mich er⸗ ben schenkt/ ein Leben,/ er mir mein er Not/ Rat, „den alles lobet sei der Sohn/ und / und mit erzlich lobt ott/ in alle rius, 4 1684. ei un⸗serm ei in uns ver⸗kel 5tär⸗kel — hei⸗ligl/ Trinitatisfest 12 —.— ..in. Preis und Eh ⸗re/ sei dem Herrn der him⸗mels⸗heere. 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht/ sei auch dem Gotteslamm gebracht,/ in dem wir sind erwählet,/ das uns mit seinem Blut erkauft,/ damit besprenget und getauft/ und sich mit uns vermählet./ Heilig// selig/ ist die hreunoschaft/ und Gemeinschaft,/ die wir haben/ und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja! Gott heilger Geist/ sei ewiglich von uns gepreist// durch oᷣen wir neu geboren,/ der uns mit Glauben ausgeziert,/ dem Bräutigam uns zugeführt,/ den Hochzeitstag erkoren./ Heil uns,/ heil uns!/ Da ist Freude,/ da ist Weide,/ oͤa ist Manna/ und ein ewig Hosianna. 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr/ sei unserm Gott je mehr und mehr/ und seinem großen Namenl/ Stimmt an mit aller Himmels⸗ schar/ und singet nun und immerdar/ mit dreuden: Amen, Amenl/ Klinget// singet:/ Gott ist heilig,/ heilig, heiligl/ Preis und Ehre/ sei dem Herrn der Himmelsheere. Darmstadt 1698. wie schön leuchtet Mel. Nr. 125. 1 26 9ar Nieegertern. 1. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ Herr Gott, der doch mein Alles ist,/ mein Trost unòd meine Wonne?/ Bist du nicht Schild,/ wer decket mich?/ Bist du nicht Licht, wo finde ich/ im Finstern eine Sonneꝛ/ Keine/ reine,/ wahre hᷣreude,/ auch im Leide,/ auch für Sünden,/ ist, herr, außer dir zu finden. 2. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ mein Herr Erlöser, Jesus Christ,/ mein Friede und mein Leben?/ heilst du mich nicht, wo find ich Heil?„Bist odu nicht mein, wo ist mein Teil?/ Gibst du nicht, wer wird geben?/ Meine/ eine/ wahre Freude,/ wahre Weide,/ wahre Gabe/ hab ich, wenn ich Jesum habe. 3. Was freut mich noch, wenn dus nicht bist,/ o Geist, der uns gegeben ist/ zum Führer der Erlösten?/ Bist du nicht mein, was sucht mein Sinn?/ Führst du mich nicht, wo komm ich hin?/ hilfst du nicht, wer will trösten?/ Meine/ eine/ wahre Freude,/ Trost im Leide,/ Heil für Schaden/ ist in dir, o Geist der Gnaden. Phil. Frieoͤrich Hiller, 4 1709. v. 3 von Albert Knapp, 4 1861. 12⁵ Trinitatisfest Lag(oder wie Nr. 407). Nikolaus herman, + 1561. Mel. Erschienen ist der herrlich 1 27 CE—.—.— iSii 1. Dank und An⸗be⸗ tung brin ⸗gen wir,/ Herr un⸗ ser — I + 1—— Gott und Va ⸗ ter, dir./ Du bist es, der die gan ⸗ze 18 2 27156 32—.—— E äS.IIII —— Welt/ er⸗schaf⸗fen hat und noch er⸗hält./ Hal ⸗le ⸗lu⸗jal 2. Dank und Anbetung bringen wir,/ Herr unser Gott und Hei⸗ land, dir./ Du littst für uns des Todes Pein,/ uns vom Verderben zu befrein./ Hallelujal 3. Gelobet seist du, Geist des herrn!/ Wir waren einst von Christo fern/ du hast durch deines Wortes Macht/ auch uns zum Licht und Heil gebracht./ Halleluja! J. Chr. Stockhausen, + 1784. nitatisfest rman, + 1561. —8 err un⸗ser =lu⸗jal ott und Hei⸗ n Verderben t von Christo um Licht und ausen, + 1784. V 0 6 S 128 Wittenberg(1529) 1535. Erster Chor: zweiter Chor oder Gemeinde: 4— 254..—.— 1. Herr Gott, dich lo⸗ben wir, Herr Gott, wir dan⸗ken dir! SSE Dich, Va⸗ter in E⸗wig⸗keit, ehrt die Welt weit und breit, ö.—— SPS IIIITIIT.I.I.. T——— x all En⸗gel und himmelsheer, und was die⸗net dei⸗ner Ehr, E auch Cherubim und Seraphim sin⸗gen immer mit hoher Stimm: ..h..— n Hei⸗-lig ist un⸗ser Gott! Hei⸗ lig ist un ⸗ser Gottl 12⁷ Lob⸗ und Danklieder ——j— Hei⸗ lig ist un⸗ser Gott! der her ⸗re Ze⸗ ba⸗oth. Erster Chor: zweiter Chor oder Gemeinde: 2. Dein göttlich Macht und herrlichkeit der hei⸗ li⸗ gen zwölf Bo⸗ten Zahl die teu⸗ren Märt⸗ rer all- zu⸗mal die gan-ze wer⸗te Christenheit dich, Gott Va⸗ ter, den heil⸗gen Geist und Tröster wert im höchsten Thron geht ü⸗ber himmel und Eroͤen weit; und die lie ben Pro⸗-pheten all, lo⸗ ben dich, herr, mit großem Schall rühmt dich auf Er⸗den al⸗le⸗ zeit; dei⸗nen rech⸗ten und ein⸗gen Sohn, mit rech⸗tem Dienst sie lobt und ehrt. —— E 3. Du Rö-nig der Ehren, Je⸗su Christ, Gott va⸗ters ew⸗ger Sohn du bist; HE du nah⸗mest an, der Welt zu gut, du hast dem Tod zerstört sein Macht du sitzst zur Rech⸗ten Got⸗tes gleich ein Rich⸗ ter ou zu⸗künf⸗ tig bist gleich Menschenkindern gleisch u. Blut; und all' Christen zum himmel bracht/ mit al⸗ ler Ehr ins Vaters Reich; al⸗lem, das tot und le⸗bend ist. 4. Nun hilf uns, herr, den dienern dein, äqR die durch dein teur Blut er⸗lö ⸗set sein 2— EI laß uns im him⸗mel ha-ben teil mit den heil⸗gen am ew⸗ gen heil. ö ö ö 5 1 —— Hilf dei⸗nem Volk, here Je⸗su Christ, und segne, was dein Erb⸗teil ist; anklieder — a oth. Bemeinde: Erden weit; pheten all, roßem Schall al-le⸗ zeit; in⸗gen Sohn, lobt und ehrt. Sohn du bist leisch u. Blut; immel bracht haters Reich se⸗bend ist. 2—— v⸗lõ ⸗ set seinʒ w⸗ gen heil. Erb⸗teil ist Lob⸗ und Danklieder 129 Erster Chor: zweiter Chor oder Gemeinoͤe: —— EEE — wart und pfleg sein zu al⸗ler Zeit und heb es hoch in E-wig⸗keit. , 40. 5. Jäglich, herr Gott, wir lo⸗ben dich und dei⸗ nen Na⸗men ste⸗tig⸗ lich. 223—————. Be⸗hüt uns heut, o treu⸗ er Gott, sei uns gnä⸗dig, o her ⸗re Gott, zeig uns dei⸗ ne Barmher⸗zig⸗ keit, vor al⸗ler Sünd und Mis⸗se⸗tat; sei uns gnä⸗oig in al⸗ler Not; wie un⸗sre Hoff⸗nung zu dir steht; 2—— EA 1 EE auf dich hof⸗fen wir, lie⸗ber Herr, in Schanden laß uns nimmermehr! Zusammen: E H DES men. Nach dem Te deum laudamus 129 4 EU 2123—— (Alte Kirche) Martin Luther, 4 1546. Augsburg 1540. E —— I EEE Nun lob, mein Seel, den her⸗ ren,/ was in mir —.— — sein Wohl⸗tat tut er meh⸗ ren,/ ver⸗giß es * 1—— 1— T—.— 1 1 ist, den Na⸗men sein/ nicht, ö her⸗ze mein; hat dir dein Sünd ver ⸗ge⸗ Lob⸗ und Danklieder ben// heilt dei⸗ne Schwachheit grõß,/ er ⸗löst dein ar⸗mes ——— 1—— 1—— PI Leben,/ nimmt dich in sei nen Schoß,/ mit Trost dich enn nnmn ninn. den den dn. ESSiiiiRR“ ü⸗ber⸗schüt⸗tet// ver⸗jingt dem Ro⸗ler gleich// der herr schafft E =. f 1 1 I 1 2— 2 Recht, be⸗ hü⸗ tet,/ die lei⸗den für sein Reich. 2. Er hat uns wissen lashen/ sein heilig Recht und sein Gericht,/ dazu sein Güt ohn Maßen;/ es mangelt an Erbarmung nicht,/ den Zorn läßt er wohl fahren,/ straft nicht nach unsrer Schulo;/ die Gnad tut er nicht sparen,/ den Blöden ist er hold;/ sein Güt ist hoch erhaben/ ob dem, der fürchtet ihn./ So fern der Ost vom Abend,/ ist unsre Sünd dahin. 3. Wie väter sich erbarmen/ ob ihrer jungen Kindelein,/ so tut der herr uns Armen,/ wenn wir ihn kinoͤlich fürchten reinj/ er kennt uns arme Rnechte/ und weiß, wir sind nur Staub,/ ein bald verwelkt Geschlechte,/ wie Gras und fallend Laub;/ der Wind nur drüber wehet,// so ist es nimmer daj/ also der Mensch vergehet// sein Endͤe ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine/ steht fest und bleibt in Ewigkeit;/ sie bleibt bei der Gemeine,/ die, stets in seiner durcht bereit,/ will seinen Bund bewahren./ Er herrscht im himmelreich./ Ihr starken Engelscharen,/ lobt ihn mit uns zugleich/ und dient dem Herrn der Ehren/ und breitet aus sein Wortl/ Mein Seel soll auch ver⸗ mehren/ sein Lob an allem Ort! gohann Gramann, 4 1841. 15⁰ Weide künder 4. E sättigt uns al inklieder Lob⸗ und Danklieoͤer — 1 3 0 v. L Deulter 4125 SSSISS SIIIIITTITTIAIII nar⸗mes— eeee——— —... 1. Nun prei⸗set al⸗le/ Got⸗tes Barm⸗her⸗zig⸗keit // —— — +—.——— rt i EE EEEEEE lob ihn mit Schalle,/ dank ihm, o Chri⸗sten⸗heit!/ Er läßt dich ———————.— I 5 42—⁷—.— 2—.——— 2— Herrschaftt EEEEEEEEEE Reich. n Gericht,/ ng nicht,/ Schuld// / sein Güt er Ost vom ein,/ so tut nreinj/ er b// ein bald Wind nur vergehet,/ Ewigkeit;/ bereit,/ will Ihr starken freuno⸗lich zu sich la⸗den,/ sreu⸗e dich, Is⸗ra⸗ el/ —.————— — C + 2—C— S.SIS. ‚‚‚iii.— sei ⸗ner Gna⸗denl/ Freu⸗e dich, Is ⸗ra⸗ el, sei⸗ ner — I 1 I 1—40 II 1 EEI Bäul.. 1 Gna⸗den! 2. Der Herr regieret/ über die ganze Welt// was sich nur rühret,/ alles zu Fuß ihm fällt;/ viel tausend Engel um ihn schweben, ): Pfalter und Harfe ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden,/ lasset das Trauern sein,/ zur grünen Wweiden/ stellet euch willig ein;/ da läßt er uns sein Wort ver⸗ künden,: machet uns leoͤig von allen Sünden. 7 4. Er gibet Speise/ reichlich und überall,/ nach Vaters Weise/ sättigt er allzumal;/ er schaffet Früh⸗ und späten Regen, /: füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre/ seine Barmherzigkeit,/ sein Lob ver⸗ mehre,/ dank ihm, o Christenheit;/ uns soll hinfort kein Anfall schaden; 1 freue dich, Israel, seiner Gnaden! 2) Matth. Apelles v. Löwenstern, 4 1648. 2* 13¹ Lob⸗ und Danklieder 1 31 Zohann Crüger, 1647. V .IIIIIIIIIIIIIII △ 1 nun dan⸗ket al ⸗le Gott/ mit Her⸗zen, Mund und der gro⸗5ße Ddin⸗ge tut/ an uns und al ⸗len Hän⸗en, der uns von Mut⸗ter⸗leib/ und Rin⸗des⸗bei⸗nen En⸗den, D— an/ un⸗zäh⸗lig viel zu gut/ und noch jetz⸗ und ge⸗ tan. 2. Der ewig reiche Gott/ woll uns bei unserm Leben/ ein immer fröhlich Herz/ und eoͤlen Frieden geben/ und uns in seiner Gnad/ erhalten fort und fort/ und uns aus aller Not/ erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und preis sei Gott,/ dem Vater und dem Sohne/ und dem, der beiden gleich/ im höchsten himmelsthrone,/ dem ewig höchsten Gott;/ als es anfänglich war/ und ist und bleiben wird/ jetzund und immerdar. Martin Rinckart, 4 1049. mel. Nun lob, mein Seel, den gerven. 1 3 2 Augsburg, 1540. 4 — —.— 1— ö ö H+ ———— 1 E ,,—.— Ier lobt dich in der Stil=le,/ du hoch⸗er⸗ des Rüh⸗mens ist die§ül ⸗le/ vor dir, du ö——— hab⸗ner Zi⸗ ons⸗Gott! star⸗ker Ze⸗ba⸗ othl du bist doch, Herr, auf Er⸗ 15² . 2.0 seist// nklieder rüger, 1647. Nund und al ⸗len — bei⸗nen N ge⸗tan. ein immer ner Gnad/ vlösen hier m Sohne/ one,/ dem nö bleiben ckart, 4 1049. gsburg, 1540. — hoch⸗ er⸗ dir, du Lob⸗ unod Danklieoͤer 1³⁵ —.— 1 i E— den/ oer From⸗men Zu⸗ver⸗ sicht/ in Trüb⸗sal und Be⸗ EEE schwer⸗den /läßt du die dei⸗nen nicht./ Drum soll dich 22 — —ꝗ+ 1 2—½½ C— EE I 1 1 1 H—— I 2 DRIEEE stüno⸗lich eh ⸗ren/ mein Mund vor je⸗der ⸗mann/ und — 1—— ů I ———.—— ————.— E dei⸗nen Ruhm vermehren,/ so lang er lal ⸗len kann. 2. Es müsse dein sich freuen,/ wer deine Macht und Gnade kennt/ und deinem dienst sich weihen,/ wer dich in Ehristo Vater nennt./ Hoch seist du stets gepriesen j/ du bists, der Wunder tut,/ und hast auch mir erwiesen/ das, was mir nütz und gut./ Nun, das ist meine greude,/ zu halten fest an dir,/ daß nichts von dir mich scheide// so lang ich walle hier. 5. Herr, oͤu hast deinen Namen/ sehr herrlich in oer Welt ge⸗ macht;/ wenn Schwache zu dͤir kamen,/ hast oͤu gar bald an sie gedacht./ Du hast mir Gnad erzeiget;/ nun, wie vergelt ichs dir?/ Ach bleibe mir geneiget,/ so will ich für und für/ den Kelch des heils erheben/ und preisen allezeit/ dich, herr Gott, hier im Leben/ und dort in Ewigkeit. gohann Rist, + 1667. mel. Nr. 154. 133 ri.n 1. Ich singe dir mit herz und Mund,/ Herr, meines Herzens Lustl/ Ich sing und mach auf Erden kund,/ was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß oͤu der Brunn der Gnad/ und ewge Quelle seist,/ daraus uns allen früh und spat/ viel heil und Gutes fleußt · 15⁵ 15⁵ Lob⸗ und Danklieder 3. Was sind wir doch, was haben wir/ auf dieser ganzen Ero,/ das uns, o Vater, nicht von dir/ allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne himmelszelt/ hoch über uns gosetzt?/ Wer ist es, der uns unser deld/ mit Tau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost?/ Wer schützt uns vor dem Wind?Wer macht es, daß man Gl und Most/ zu seinen Zeiten finoͤt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt?/ Wer hält mit seiner hand/ den güloͤnen, edlen, werten Fried/ in unserm Vaterland? 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir,/ und du mußt alles tun!/ Du hältst die Wacht an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn. 8. Du anährest uns von Jahr zu Jahr,/ bleibst immer fromm und treu/ und stehst uns, wenn wir in Gefahr/ geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünd er mit Geduld/ und schlägst nicht allzu⸗ sehr// ja enolich nimmst du unsre Schuld/ und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit,/ wirst ou gar leicht erweicht/ und gibst uns, was uns hoch erfreut/ und oͤir zur Ehr gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein'// und was sein Kummer seij/ kein Zähr⸗ und Tränlein ist so klein,/ du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus/ mit dem, was ewig steht// und führst uns in des himmels Haus,/ wenn uns die Erd entgeht. 15. Wohlauf, mein Herze, sing und spring/ und habe guten mutl/ dein Gott, der Ursprung aller Ding,/ ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil,/ dein Glanz und Freudenlicht,/ dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil,/ schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn/ und grämst dich Tag und Nacht?/ Nimm deine Sorg und wirf sie hin/ auf den, der dich gemachtl 16. Hat er dich nicht von Jugend auf/ versorget und ernährt/ und manchen schweren Unglückslauf/ zum Segen dir gekehrt? 1⁵⁴ hanklieder 218 Erd// ns gesetztꝰ/ netzt? itht uns vor t/ zu seinen einer hand/ andꝰ? noͤ oͤu mußt zᷣt uns sicher imer fromm herzlich bei. nicht allzu⸗ in das Meer. zu gar leicht dir zur Ehr ein Kummer legst es bei. ewig steht,/ Erd entgeht. habe guten und bleibt Glanz und Heil,/ schafft mst dich Tag den, der dich noö ernährt/ r gekehrt? Lob⸗ und Danklieoͤer 15⁴ 17. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regimentj/ nein, was er tut und läßt geschehn,/ das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun/ und reo ihm nichts darein,/ so wirst du hier in Frieden ruhn/ und ewig fröhlich sein. Paul Gerharot, 4 1676. 1 34 Zohann Crüger 1647. 5 3 31 24.—.—— — 1. Nun dan⸗ ket all und brin⸗-get Ehr,/ ihr —— 12——— ISSSSSSSE Men⸗schen in der Welt,/ oͤem, des⸗ sen Lob der YN —— „gel heer im him⸗ mel stets ver⸗ melot. 2.. euch und singt mit Schall/ Gott, unserm höchsten Gut,/ oͤer seine Wunder überall/ und große dinge tut. 3. Der uns von Mutterleibe an/ frisch und gesund erhält/ und, wo kein Mensch mehr helfen kann,/ sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt,/ doch bleibet gutes Muts,/ die Straf erläßt, die Schuld vergibt/ und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz,/ erfrische Geist unòd Sinn/ und werf allRngst, Furcht, Sorg und Schmerz/ ins Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn/ auf unserm Vaterland;/ er gebe Glück zu unserm Tun/ und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb unò Güt/ um, bei und mit uns gehn,/ was aber ängstet und bemüht,/ gar ferne von uns stehn. 5 8. So lange dieses Leben währt,/ sei er stets unser Heil/ und bleib auch, wenn wir von der Erd/ abscheiden, unser Teil. 9. Er oͤrücke, wenn das Herze bricht,/ uns unsre Rugen zu/ und zeig uns oͤrauf sein Angesicht/ dort in der ewgen Ruh. Paul Gerharot, + 1676. 15⁵ Lob⸗ und Danklieder 5⁵ Stralsund 1665. 7 SAA Ie V „„ o- be den her⸗ren, den stim⸗me, ou See⸗ 05 mit ii. fin nininen 7%— 2 —.——. mäch⸗ti⸗ er Kö⸗nig der Eh⸗ren ein zu den Himmlischen Chö⸗ren. SEE Rom⸗met zu⸗hauf,/ Psal⸗ter und Har⸗fe wacht nn set den IR 11 Lob⸗ge⸗ sang hö=ren! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,/ der wie auf Flügeln des Roͤlers dich sicher geführet,/ der dich erhält,/ wie es dir selber gefällt;/ hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe oͤen Herren, der künstlich und fein dͤich bereitet,/ der dir Gesunoͤheit verliehen, dich freunoͤlich geleitet;/ in wieviel Not/ hat nicht der gnädige Gott/ über dir Flügel gebreitet? 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,/ der aus dem himmel mit Strömen der Liebe geregnet;/ denke daran,/ was der Allmächtige kann,/ der oͤir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen;/ alles, was Odͤem hat, lobe des Heiligen Namen!/ Er ist dein Licht;/ Seele, vergiß es ja nicht:/ lob ihn in Ewigkeit! Amen. Joachim Neander, + 1680. 1 36 Bremen 1680. 4 CE + N N 1 +— ——— 14 2—. +— ———— 2 D 1 Waunsdirsbar rer Rö⸗ nig,/ Herrscher von uns al⸗ len,/ dei ne Va⸗ter⸗gü⸗ te/ hast oͤu las⸗ sen flie⸗ßen,/ 11 anklieoͤer ralsund 1665. Eh⸗ren; Chö⸗ren. —.— as⸗ set den ——— der wie auf ält,/ wie es reitet,/ der ieviel Not/ 2 segnet,/ der nke daran,/ iet. nen;/ alles, ein Licht;/ en. mder, 4 1680. Bremen 1680. ns al⸗len// n flie⸗ßfen,/ Lob⸗ und Danklieder 137 ———— 1 Hrr.——H—— —.— E laß dir un⸗ser Lob ge⸗fal⸗len; ob wir schon dich oft ver⸗lie⸗Pen; doch!l/ Laß die Zun⸗ge sin⸗gen,/ laß die Stimm er⸗klin⸗gen! 2. himmel, lobe prächtig/ deines Schöpfers Werke,/ mehr als aller Menschen Werke./ Großes Licht der Sonne,/ lob ihn mit den Strahlen,/ die das große Rund bemalen./ Lobet gern,/ Mond und Stern,/ seit bereit, zu ehren/ einen solchen Herren! 3. O du meine Seele// singe fröhlich, singe,/ singe deine Glaubens⸗ lieder!/ Was da Odem holet,/ jauchze, preise, klinge;/ wirf dich in den Staub danieder./ Er ist Gott/ zebaoth;/ er nur ist zu loben/ hier und ewig oͤroben. 4. Halleluja bringe,/ wer den Herren kennet,/ wer den Herren Jesum liebet;/ Halleluja singe,/ welcher Christum nennet,/ sich von Herzen ihm ergibet./ O wohl dir!/ Glaube mir,/ enoͤlich wirst du hilf uns noch,/ stärk uns oroben/ ohne Sünd ihn loben. Zoachim Neander, + 1680. Mel. Es ist das Heil(Vorreformatorisch) uns kommen her. 1 37 Wittenberg 1525. 2, ͤͤ .. + Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut,/ dem Va⸗ter Gott, der al ⸗ͤle Wun⸗der tut,/ dem Gott, der 1. 1— N PP— al ler Gü ⸗ te,/ dem Y mein Ge⸗ mü ⸗ te/ mit DA .... füllt,/ dem Gott, der al⸗len Jam⸗mer stillt./ Gebt un⸗serm 137 sei⸗ nem rei⸗ chen Trost er⸗ 15⁷7 Lob⸗ und Danklieder + — E Gott die Eh= re! 2. Es danken dir die himmelsheer,/ o Herrscher aller Thronen,/ und die in Lüsten, Lanò und Meer/ in deinem Schatten wohnen,/ die preisen deine Schöpfermacht,/ die alles hat so wohl beöacht./ Gebt unserm Gott die Ehrel 3. Was unser Gott geschaffen hat,/ das will er auch erhalten,/ darüber will er früh uno spat/ mit seiner Gnade walten./ In seinem ganzen Rönigreich/ ist alles vecht, ist alles gleich./ Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Not:/ Ich Gott, vernimm mein Schreien!/ da half mein Helfer mir vom Tod/ und ließ mir Trost gedeihen./ Drum dank, ach Gott, orum dank ich dir, ach danket, danket Gott mit mir./ Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht/ von seinem Volk ge⸗ schieden;/ er bleibet ihre Zuversicht,/ ihr Segen, Heil und drieden./ Mit Mutterhänden leitet er/ die Seinen stetig hin und her./ Gebt unserm Gott die Ehrel 6. Wenn Trost und Hilfe mangeln muß,/ wie sie die Welt er⸗ zeiget,/ so kommt und hilft der Aberfluß,/ der Schöpfer selbst, und neiget/ die vateraugen denen zu// die sonsten nirgenös finden Ruh./ Gebt unserm Gott die Ehrel 7. Ich will dich all mein Leben lang,/ o Gott, von nun an ehrenj/ man soll, Sott, deinen Lobgesang/ an allen Orten hören. /Mein ganzes Herz ermuntre sich,/ mein Geist und Leib erfreue dich./ Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr,/ die ihr Christi Ramen nennt,// gebt unserm Gott die Ehrel/ Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt// gebt unserm Gott die Ehrel/ Die falschen Göthen macht zum Spott;/ der Herr ist Gottl Der Herr ist Gott!/ Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor seinxingesicht// mit)auchzen dank zu bringenz/ bezahlet die gelobte pflicht,/ und laßt uns fröhlich singen: /Gott hat es alles wohl beoͤacht/ und alles, alles recht gemacht./ Gebt unserm Gott die Ehrel Joh. Jakob Schütz, + 1690. 138 danklieder rCThronen,/ n wohnen,/ hl bedacht./ herhalten,/ In seinem ʒebt unserm nimm mein 5 mir Trost ach danket/ m Volk ge⸗ nö Frieden./ ꝗher./ Gebt ie Welt er⸗ r selbst, und inden Ruh./ nan ehrenjʒ/ ören./ Mein freue dich./ t die Ehrel/ Ehrel/ Die Der herr ist ju bringenz/ igen:/ Gott acht./ Gebt chütz, 4 1690. Lob⸗ und Danklieder 138 Mel. Allein Gott in d 960 F ott in der 138 — IEEEEE 1 Bringt her dem her⸗ren Lob und Ehr/ aus win Ein je ⸗der Got⸗tes Ruhm vermehr'/ und prei ⸗se .SSS 1„ 1 —— 80 91—n. Ach, lo⸗bet, los bet al= Gott,/ der uns be⸗ frei⸗ et aus der Not,/ und dan⸗ket sei⸗- nem Na⸗ menl 2. Lobt Gott und rühmet allezeit/ die großen Wunderwerke,/ die Majestät und Herrlichkeit,/ die Weisheit, Kraft und Stärke,/ die er beweist in aller Welt/ und dadurch alle Ding erhält;/ ödrum danket seinem Namen! 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat,/ Leib, Seele, Geist und Leben/ aus lauter väterlicher Gnad/ uns allen hat gegeben,/ der uns durch seine Engel schützt/ und täglich gibet, was uns nützt/ orum oͤanket seinem Namen! 4. Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn,/ der für uns ist ge⸗ storben/ und uns des ewgen Lebens Kron/ durch seinen Tod er⸗ worben,/ der Tod und Hölle macht zu Spott/ und uns versöhnt mit unserm Gott;/ oͤrum danket seinem Namenl 5. Lobt Gott, der in uns dͤurch den Geist/ den Glauben ange⸗ zündet/ und alles Gute noch verheißt,/ uns stärket, kräftigt, grün⸗ detj/ der uns erleuchtet durch sein Wort,/ regiert und heiligt fort unod fort;/ oͤrum danket seinem Namenl 15⁹ 159 Lob⸗ und Danklieoͤer 6. Lobt Gott, der auch das gute Werk,/ so in uns angefangen,/ vollführen wird und geben Stärk,/ das Kleinod zu erlangen,/ dͤas er hat allen dargestellt/ und seinen Gläubgen vorbehält;/ oͤrum danket seinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr starken Seraphim// ihr Fürsten und ihr Thro⸗ nenl/ Es loben Gott mit heller Stimm//die hier auf Erden wohnenl/ Lobt Gott und preist ihn früh und spatl/ Ja alles, was nur Odem hat,/ das danke seinem Namen!l Cyriakus Günther, 1704. — 1 39 Ansbach 1665. —— 10½ 665 A——.. 305— 2* 2— 2— EE Lo⸗- be den Her⸗ren, o mei ⸗ ne See⸗lel/ weil ich noch Stun-den auf Er ⸗den zäh⸗le,/ — PPII E—— —....——— Ich will ihn lo„ ben bis zum Tod/ will ich lob⸗sin„ gen mei⸗ nem Gott. Der Leib und 1 1 1 1.. II —E 2 +—— 2— Seel ge⸗ ge⸗ ben hat,/ wer⸗oͤe ge⸗ prie⸗sen früh und ů ——— r ner;rrenLirn pat./ Hal ⸗-le ⸗ lu⸗ ja, Hal⸗-le⸗lu⸗ jal 2. dürsten sind Menschen, vom Weib geboren,/ und sinken nieder in den Staub// ihre Anschläge sind auch verloren,/ wenn nun das Orab nimmt seinen Raub./ Weil dann kein Mensch uns helfen kann,/ rufe man Sott um Hilfe an./ Halleluja, Hallelujal 3. Selig, ja selig ist der zu nennen,/ des Hilfe der Gott Jakobs ist// der sich vom Glauben durch nichts läßt trennen/ uno hofft ge⸗ trost auf Jesum Christ./ Wer diesen Herrn zum Beistand hat,/ findet am besten Rat und Tat./ Halleluja, Hallelujal 14⁰ anklieoͤer gefangen// ngen,/ das ält;/ drum ihr Thro⸗ wohnenl/ nur Odem ther, 4 1704. nsbach 1665. ken nieder nnun das en kann,/ tt Jakobs hofft ge⸗ it,/ findet Lob⸗ und Danklieder 14⁰ 4. Dieser hat himmel und Meer und Eroͤen,/ und was oͤarinnen ist, gemacht;/ alles muß treulich erfüllet weroen,/ was er uns ein⸗ mal zugedacht./ Er ists, der Herrscher aller Welt,/ welcher uns ewig Glauben hält./ Halleluja, Halleluja! 5. Zeigen sich solche, die Unrecht leiden,/ er ists, der ihnen Recht verschafft;/ Hungrigen will er zur Speis bescheiden,/ was ihnen dient zur Lebenskraft./ Die hart Gebunoͤnen macht er frei,/ und seiner Gnad ist mancherlei./ Halleluja, Halleluja! 6. Sehende Rugen gibt er den Blinden,/ erhebt, die tiefgebeuget gehn;/ wo er kann einige Fromme finden,/ die läßt er seine Liebe sehn./ Sein Rufsehn ist des Fremden Trutz,/ Witwen und Waisen nimmt er in Schutz./ Halleluja, Halleluja! 7. Aber der Gottesvergessnen Tritte/ kehrt er mit starker Hand zurück,/ daß sie nur machen verkehrte Schritte/ uno fallen selbst in ihren Strick./ Der herr ist König ewiglich;/ Zion, dein Gott sorgt stets für dich./ Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen/ des, der so große Wunder tut!/ Alles, was Odem hat, rufe Amen/ und bringe Lob mit frohem Mut./ Ihr Kinder Gottes, lobt und preist/ Vater und Sohn und heilgen Geist./ Halleluja, Halleluja! Zoh. Daniel herrnschmiot, 4 1723. 1 4 0 ö Frankfurt a. M. 1738. 0 ö SSSSSI O daß ich tau⸗send Zun⸗gen hät⸗ te/ und ei⸗nen Iso stimmt ich da⸗ mit um die Wet⸗te/ vom al⸗ler⸗ ———.——— —.—.— e tau⸗seno⸗fa⸗chen Mund, tief⸗sten Her⸗zens⸗grund . E an/ von dem, was Gott an mir ge⸗ tan. ein Lob⸗lied nach dem an⸗dern 14¹ 14⁰ Lob⸗ und Danklieder 2. O daß oͤoch meine Stimme schallte/ bis dahin, wo oͤie Sonne steht!/ O daß mein Blut mit Jauchzen wallte,/ so lang es noch im Laufe geht!/ Ach, wär ein jeder Puls ein Dank/ uno jeder Ooem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr oͤenn, ihr meine Kräfte? /Auf, auf, braucht allen euren gleiß/ und stehet munter im Geschäste/ zu Gottes, meines Herren, Preis!/ Mein Leib und Seele, schicke dich/ und lobe Gott herzinniglich. 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern,/ bewegt und regt euch doch mit mir!/ Ihr schwanken Gräslein in den deldern/ ihr Blumen, laßt doch eure Zier/ zu Gottes Ruhm belebet sein/ und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben/ und einen Ooem in sich hat,/ soll sich mir zum Gehilfen geben;/ denn mein Vermögen ist zu matt,/ die großen Wunder zu erhöhn,/ die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen?/ Bist oͤu es nicht, o reicher Gott?/ Wer schützet mich auf meinen Wegen?/ Du, du, o Herr, Gott Zebaoth!/ Du trägst mit meiner Sündenschuld/ unsäglich gnädige Geduld! 7. ANuch hab ich es mein Lebetage/ schon so manch liebes Mal gespürt,/ daß du mich unter vieler Plage/ zwar wunderbar, doch wohl geführt;/ denn in der größesten Gefahr/ ward ich dein Trost⸗ licht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden/ in deinem steten Lobe stehn?/ Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden/ nicht triumphierend einhergehn?/ Und fiele auch der himmel ein,/ so will ich doch nicht traurig sein. 9. Och will von deiner Güte singen,/ solange sich oie zunge regt/ ich will dir kreudenopfer bringen,/ solange sich mein Herz bewegt/ ja, wenn der Mund wird kraftlos sein,/ so stimm ich doch mit Seuf⸗ zen ein. 10. Ach nimm das arme Lob auf Erden,/ mein Gott, in allen Gnaden hinz/ im himmel soll es besser werden,/ wenn ich verklärt und selig bin;/ da sing ich oir im höhern Chor/ viel tausend Halle⸗ luja vor! Zohann Mentzer, + 1754. 142 Lob⸗ Mel. 3 Lebene 2.1 dulö// Tausei 5. 1 ist,/ so und di kommi anklieoͤer die Sonne es noch im eder Oöꝛem uf, braucht tes, meines lobe Gott aregt euch he Blumen, noͤ stimmet n sich hat// gen ist zu n um mich t/ o reicher u, o herr, /unsäglich liebes Mal eebar, doch dein Trost⸗ steten Lobe mphierend doch nicht inge regtj/ z bewegtj/ mit Seuf⸗ tt, in allen ich verklärt send Halle⸗ itzer, 1 1754. Lob⸗ und Danklieoͤer 14¹ Mel. Jesu, meines 1 41 Lebens Leben. Christoph Anton, 1651. LV EEe iSDSPSPSPSI‚I..... Wo⸗-mit soll ich dich wohl lo⸗ben,/ mäch⸗ti⸗ger Herr Sen⸗de mir da⸗zu von o⸗ben/ dei⸗ nes Gei⸗stes — 8— 3 ö—— 2 Ze⸗ ba⸗ oth? ů 4 err 10 Kraft, mein Gott/ denn ich kann mit nichts er⸗rei⸗ chen/ dei⸗ ne Eee= ů—N gro⸗ßer Kö⸗ nig, Dank da⸗für! 2. Herr, entzünde mein Gemüte,/ daß ich deine Wundermacht,/ deine Gnade, Treu und Güte/ stets erhebe Tag und Nacht;/ denn von deinen Gnadengüssen/ Leib undò Seele zeugen müshen./ Tau⸗ senö⸗,„ tausenoͤmal sei oͤir,/ großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlassen/ und gehäufet Schuld auf Schulo// so möcht ich vor Scham erblassen/ vor oͤer Langmut und Ge⸗ dulo/ womit du, o Gott, mich Armen/ hast getragen voll Erbarmen./ Tauseno⸗, tausenoͤmal sei dir,/ großer Rönig, Dank dafür! 4. Balò mit Lieben, balö mit Leiden/ kamst oͤu, herr, mein Gott, zu mir,/ nur mein Herze zu bereiten,/ ganz sich zu ergeben dir// daß mein gänzliches Verlangen/ möcht an deinem Willen hangen./ Tausend⸗, tausenomal sei dir,/ großer König, Dank dafür! 5. Wie ein Vater nimmt und gibet,/ wie's den Kindern nützlich ist,/ so hast du mich auch geliebet,/ Herr, mein Gott, zu jeder grist/ und dich meiner angenommen,/ wenns auch gleich aufs höchste kommen. /Tauseno⸗, tausenomal sei dir// großer Rönig, dank dafür. 14³ 14² Lob⸗ und Danklieder 6. Mich hast oͤu auf Roͤlersflügeln/ oft getragen väterlich,/ in den Tälern, auf den hügeln/ wunderbar errettet mich;/ wenn schien alles zu zerrinnen,/ ward doch deiner Hilf ich innen./ Tausenoͤ⸗/ tausenomal sei dir,/ großer König, Dank dafür! 7. dielen Tausenò mir zur Seiten/ und zur Rechten zehnmal mehr//ließest du mich doch begleiten/ durch der Engel starkes heer// daß den Nöten, die mich drangen,/ ich bin dennoch stets entgangen./ Tausend⸗, tausenoͤmal sei dir,/ großer König, dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget/ lauter Gnad und Gütigkeit;/ und ou hast zu mir geneiget,/ Zesu, deine Freunoͤlichkeit;/ und durch dich, o Geist der Gnaden,/ werd ich stets noch eingeladen./Tauseno⸗/ tausenomal sei dir,/ großer König, Dank dafür! 9. LCausenömal sei dir gesungen,/ err, mein Gott, Preis, Lob und Dank,/ daß es mir bisher gelungenj/ ach, laß meinen Lebens⸗ gang/ ferner doch ourch Jesu Leiten/ nur gehn in die Ewigkeiten j/ da will ich, Herr für und für/ ewig, ewig danken dir. Luoͤwig Anoͤreas Gotter, 4 1755. Mel. Nr. 156. 1 42 wunderbarer Rönig. 1. Unumschränkte Liebe,/ gönne blöden Rugen,/ die sonst kaum auf Erden taugen,/ daß sie in die Strahlen/ deiner Langmut blicken,/ die den Eroͤkreis wärmend schmücken,/ und zugleich/ freudenreich/ Bösen und den Deinen/ mit der Sonne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde,/ ja oͤein ganz Gebiete/ ist ein Schau⸗ platz deiner Güte// deiner Langmut Ehre/ wird durch neue Proben/ immer herrlicher erhoben./ O wie weit,/ o wie breit/ über Berg und hügel/ streckt sie ihre dlügell 3. Was wir davon denken,/ was wir sagen können,/ ist ein Schatten nur zu nennen./ Tag und Nacht zu schonen,/ Tag für Tag zu oͤulden/ so viel Millionen Schulden/ und dazu/ ohne Ruh/ lieben für das Hassen:/ Herr, wer kann das fassen? 4. Du vergibest Sünde,/ hörst der Sünder zlehen,/ wenn sie weinend vor dir stehen;/ deine Rechte oͤräuet/ und erbarmt sich wieder,/ legt die Pfeile gerne nieder,/ da man doch,/ wenn du noch/ sie kaum weggeleget,/ dich zum Zorn erreget. 14⁴ inklieoͤer erlich,/ in enn schien Tausenoͤ⸗/ zehnmal kes Heer,// tgangen./ für! keit;/ und und dͤurch Tauseno⸗/ oreis, Lob n Lebens⸗ igkeiten/ ter, T 1755. arer Rönig. onst kaum Langmut zugleich/ scheinen. in Schau⸗ e Proben/ über Berg n// ist ein ag für Tag hne Ruh/ wenn sie barmt sich wenn du Lob⸗ uno Dankliedͤer 14³ 5. Herr, es hat noch keiner,/ der zu dir gegangen,/ statt der Gnade Recht empfangen./ Wer zu deinen Füßen/ sich mit Tränen senket,/ dem wirod Straf und Schuld geschenket./ Unser Schmerz/ rührt dein Herz,/ und oͤu willst der Armen/ gnädig oͤich erbarmen. 6. Rönig, sei gepriesen,/ daß du so verschonest/ und uns nicht nach Werken lohnest;/ deiner hand sei Ehre,/ ͤie so wohl regieret/ unò mit Ruhm das Zepter führet./ Fahre fort,/ Zions Hort,/ Lang⸗ mut auszuüben/ und die Welt zu lieben. Zoh. Jakob Rambach, 4 1735. mel. ur. 157. 143 uht onmehiher. 1. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht,/ die Weisheit oͤeiner Wege,/ die Liebe, die für alle wacht,/ anbetend überlege,/ so weiß ich, von Bewunoͤrung voll,/ nicht, wie ich dich erheben soll,/ mein Gott, mein Herr und Vater. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt,/ die Wunder oͤeiner Werkez/ der Himmel, prächtig ausgeschmückt,/ preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht?/ Wer kleidet sie mit Majestät?/ Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die himmel regnen? /Wer schließt den Schoß der Erde auf,/ mit Vorrat uns zu segnen?/ O Gott der Macht und Herrlichkeitl/ Gott, deine Güte reicht so weit,/ so weit die Wolken reichen. 4. Dich preoͤigt Sonnenschein und Sturm,/ dich preist der Sand am Meere./ Bringt, ruft auch der geringste Wurm,/ bringt meinem Schöpfer Ehrel/ Mich, ruft der Baum in seiner Pracht,/ mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht. Bringt unserm Schöpfer Ehrel 5. Der Mensch, ein Leib, den deine hand/ so wunderbar bereitet,/ der Mensch, ein Geist, den sein Verstand/ dich zu erkennen leitet// der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis,/ ist sich ein täglicher Beweis/ von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist,/ erhebe seinen Ramen!/ Gott, unser Vater, sei gepreist,/ und alle Welt sag Rmen!/ Und alle Welt fürcht' ihren herrn/ und hoff' auf ihn und dien' ihm gernl/ Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 10 14⁵ Lob⸗ und Danklieder Die Tugend wird N. Freylinghausen durchs Kreuz geübet. 1 44 3 431 Halle 17⁰⁴ 0 — + dn,..n, L. Wie groß ist des Allmächtgen Gü⸗tel„ Ist der ein hder mit ver⸗här⸗te⸗tem Ge⸗mü⸗te/ den dank er⸗ I,DD Mensch, den sie nicht rührt? stickt, der ihm ge⸗ bührt? x Nein, sei⸗ne Lie⸗ be zu er⸗ 1 ———.———*—. SRED ———— e—— Hir mein noch nie ver⸗ges⸗sen,/ vergiß, mein herz, auch sei⸗ner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet?/ Der Gott, der meiner nicht bedarf./ Wer hat mit Langmut mich geleitet?/ Er, dessen Rat ich ost verwarf./ Wer stärkt den Frieden im Gewissen?„Wer gibt dem Geiste neue Rraft?/ Wer läßt mich so viel Glück genießen?/ Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben,/ zu welchem du er⸗ schaffen bist,/ wo oͤu, mit Herrlichkeit umgeben,/ Gott ewig sehn wirst, wie er ist./ du hast ein Recht zu diesen Freuoen, /durch Gottes Güte sind sie dein./ Sieh, darum mußte Christus leiden,/ damit du könntest selig sein. 4. Und oͤiesen Gott sollt ich nicht ehren/ und seine Güte nicht verstehnꝰ/ Er sollte rufen, ich nicht hren?/ den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?/ Sein Will ist mir ins herz geschrieben j/ sein Wort bestärkt ihn ewiglich./ Gott soll ich über alles lieben/ und meinen Nächsten gleich als mich. 14⁵ anklieder ylinghausen, Halle 1704. t der ein n Dank er⸗ zu er⸗ rHerr hat ——— — er nicht. er meiner dessen Rat Wer gibt enießen?/ m du er⸗ ewig sehn n,/ oͤurch s leiden// Büte nicht hen er mir henʒ/ sein ben/ und Lob⸗ und Danklieder 14⁵ 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille:/ ich soll vollkommen sein wie er./ Solang ich dies Gebot erfülle,/ stell ich sein Bilonis in mir her./ Lebt seine Lieb in meiner Seele,/ so treibt sie mich zu jeder Pflicht,/ und ob ich schon aus Schwachheit fehle,/ herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe/ mir immerdar vor Rugen seinl/ Sie stärk' in mir die guten Triebe,/ mein ganzes Leben dir zu weihn./ Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen,/ sie leite mich zur Zeit oͤes Glücks,/ und sie besiegꝰ in meinem herzen/ die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 1 45 Phil. Emanuel Bach, 1787. H — DDEE——— ————— D— SIIII...... 1. Gott ist mein Lieol/ Er ist der Gott der Stär⸗kej/ ESS EEEEE groß ist sein Nam,/ und groß sind sei ⸗ ne Wer⸗ke,/ Z——— und al⸗le him⸗mel sein Ge⸗biet. 2. Er will und sprichts,/ so sinò und leben Welten,/ und er ge⸗ beut// so fallen durch sein Schelten/ die himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid/ und seine Wahl das Beste;/ er herrscht als Gott,/ und seines Thrones deste/ ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unenoͤlich reich,/ ein Meer von Seligkeiten,/ ohn Anfang Gott/ und Gott in ewgen Zeiten,/ Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war/ im Himmel, Erd und Meere,/ das kennet Gott,/ und seiner Werke Heere/ sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich,/ schafft, daß ich sicher ruhe;/ er schafft, was ich/ vor oder nachmals tue,/ und er erforschet mich und dich. 7. Er ist oͤir nah,/ du sitzest oder gehest;/ ob du ans Meer,/ ob du gen Himmel flöhest,/ so ist er allenthalben da. 10*² 1⁴4⁷ 14 Lob⸗ und Danklieder 8. Er kennt mein zlehn/ und allen Rat der Seele./ Er weiß, wie oft/ ich Gutes tu und fehle,/ und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar,/ was er mir geben wollte,/ schrieb auf sein Buch,/ wie lang ich leben sollte,/ da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein,/ das Gott nicht angehöre;/ Herr, immerdar/ soll deines Ramens Ehre,/ dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht/ von deinen Wundern fassen?/ Ein jeder Staub,/ den du hast werden lassen,/ verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste halm/ ist deiner Weisheit Spiegel./ Du, Lust und Meer,/ ihr Ruen, Tal und hügel,/ ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 15. Du tränkst das Lanö,/ führst uns auf grüne Weiden,/ unoͤ Nacht und Tag/ und Korn und Wein und Freuden/ empfangen wir aus deiner Hand. 14. Rein Sperling fällt,/ herr, ohne deinen Willen /ä sollt ich mein Herz/ nicht mit dem Troste stillen,/ daß deine hand mein Leben hält? 15. Ist Gott mein Schutz,/ will Gott mein Retter werden,/ so frag ich nichts/ nach himmel und nach Erden/ und biete selbst der Hölle Trutz. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 1 46 Joh. Zoachim Quanz, 1760. 2—————— SS I I. Die him⸗mel rüh⸗men des E⸗wi⸗ gen Eh⸗ re;/ ihr I +.. V..— —— + 1 E.I— j—.—. I Schall pflanzt sei⸗nen Na ⸗men fort j/ ihn rühmt der Erokreis, ihn I 1.————— ——.—— 0.0——— 33—.. prei⸗sen die Mee⸗re// vernimm, o Mensch, ihr gött⸗lich Wort. 148 anklieoͤer Er weiß, beizustehn. ieb auf sein tet war. 're;/ Herr, em Munde Hen?/ Ein digt seines / Du, Luft oblied und iden,/ uno empfangen / sollt ich hand mein herden,/ so e selbst der lert, 4 1769. uanz, 1760. Lob⸗ und Danklieder 14⁷7 2. Wer trägt der himmel unzählbare Sterne?/ Wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? /Sie kommt unoͤ leuchtet und lacht uns von ferne/ und läuft den Weg gleichwie ein Held. 3. Vernimms und siehe die Wunder der Werke,/ so die Natur dir aufgestellt./ Verkündigt Weisheit unòd Oroͤnung und Stärke/ dir nicht den Herrn, den Herrn oͤer Welt? 4. Rannst oͤu der Wesen unzählbare Heere,/ den kleinsten Staub fühllos beschaun?/ Durch wen ist alles? G gib ihm die Ehrel/ „Mir,“ ruft der Herr,„sollst du vertraun!“ 5.„Mein ist oͤie Kraft, mein ist himmel und Eroͤe,/ an meinen Werken kennst ou mich. Ich bins, der ich war und der ich sein werde,/ dein Gott und Vater ewiglich.“ 6.„Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte,/ ein Gott der Oroͤnung und dein Heil./ Ich bins, mich liebe von ganzem Gemüte/ und nimm an meiner Gnade teil!“ Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. O daß ich tausend 1 47 Zungen hätte. Frankfurt a. M. 1738. Geht hin, ihr gläu⸗bi⸗gen Ge⸗dan⸗ken,/ ins wei⸗ te er⸗- hebt euch ü⸗ ber al⸗le Schranken/ der al⸗ ten ISSDSSI‚i. deld der E⸗wig⸗keit; 44. und der neu⸗en Zeit) er⸗wägt, daß Gott die Lie ⸗be ——— 1 EEREEEEEEE ö sei,/ die e⸗wig alt und e⸗wig neu. 2. Der Grund der Welt war nicht geleget,/ der Himmel war noch nicht gemacht,/ so hat Gott schon den Trieb geheget,/ dͤer mir das Beste zugedacht;/ da ich noch nicht geschaffen war,/ da reicht er mir schon Gnade dar. 149 14⁷7 Lob⸗ und Dankliedͤer 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben/ durch seinen eingebornen Sohn/ den wollt er mir zum Mittler geben,/ den macht er mir zum Onadenthronz/ in dessen Blute sollt ich rein,/ geheiliget und selig sein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte/ vor allem Anbeginn der Welt/ und mich zu ihren Kindern zählte,/ für welche sie das Reich bestellt!/ O Vaterhand, o Gnadentrieb,/ der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte/ hinauf zu dieser Quelle steigt,/ von welcher sich ein Strom der Güte/ zu mir durch alie Jeiten neigt,/ daß jeder Tag ein Zeugnis gibt:/ Gott hat mich je und je geliebt! 6. Wer bin ich unter Millionen/ der Kreaturen seiner Macht,/ die in der höh und Tiefe wohnen,/ daß er mich bis hierher gebrachtꝰ/ Ich bin ja nur ein dürres Blatt,/ ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe/ der herzlichen Barmherzigkeit,/ womit, o Schöpfer aller Dinge,/ mich deine Liebe stets erfreut;/ ich bin, o Vater, selbst nicht mein,/ dein bin ich, herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel/ find ich die ungestörte Ruh./ Der feste Grund hat dieses Siegel:/ wer dein ist, herr, den kennest öu. /Laß Erd und Himmel untergehn,/ dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden/ der Seele Mut und Kraft gebricht,/ so salbest du mein Haupt mit dreuden,/ so tröstet mich dein Angesicht;/ da spür ich deines Geistes Kraft,/ die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die derne/ durch alle Schatten dieser Zeit;/ der Glaube schwingt sich durch die Sterne/ und sieht ins Reich der Ewigkeit;/ da zeigt mir deine miloe Hand/ mein Erb⸗ teil und gelobtes Land. 11. Ach könnt ich dich nur besser ehren,/ welch eoͤles Loblied stimmt' ich an!/ Es sollten Erd und himmel hören,/ was du, mein Gott, an mir getan;/ nichts ist so köstlich, nichts so schön,/ als, höchster Vater, dich erhöhn. 12. Doch nur Geoͤulo! Es kommt die Stunde,/ da mein durch dich erlöster Geist/ im höhern Chor mit frohem Munde/ dich, schönste Liebe, schöner preist,/ drum eilt mein Herz aus dieser zeit/ und sehnt sich nach der Ewigkeit. Zoh. Gottfried herrmann, + 1791. 1⁵⁰ hanklieder eingebornen t er mir zum nö selig sein. nbeginn der sie das Reich is Buch des uf zu dieser zu mir durch ott hat mich 41 0— Macht,/ die NEE— gebrachtꝰ/„ in fe⸗ste Stãätte hat. er hilft uns 6 iherzigkeit,/ 0 ts erfreutʒ/ bleibe dein. Burg ist un⸗ ser frei aus al⸗-ler ungestörte t, Herr, den Wort der 1—— 12— 5— 5 dn sin.zinn, —— Gott,/ ein gu ⸗te Wehr und Waf=fen; not,/ die uns jetzt hat be=trof-fen. 6 le Mut und so tröstet die in der SIIIS — 2 der alt bö⸗ se Feind,/ mit Ernst ers jetzt meint;/ atten dieser o sieht ins mein Erb⸗ groß Macht und viel List/ sein grau⸗sam Rüstung I—— N ———— v.—— +— E les Loblied 8 du, mein 149 · 150 Kirche 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,/ wir sind gar bald ver⸗ lorenj/ es streit't für uns der rechte Mann,/ den Gott hat selbst erkoren./ hragst oᷣu, wer der ist:/ er heißt Jesus Christ,/ der Herr Zebaoth,/ und ist kein anoͤrer Gott;/ das deld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär/ und wollt uns gar ver⸗ schlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr,/ es soll uns doch ge⸗ lingen./ Der dürst dieser Welt,/ wie saur er sich stellt,/ tut er uns doch nicht/ das macht, er ist gericht't./ ein Wörtlein kann ihn faͤllen. 4. Das Wort sie sollen lassen stan/ und keinꝰ Dank dazu haben/ er ist bei uns wohl auf dem Plan/ mit seinem Geist unò Gaben./ Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: /laß fahren dahin,/ sie habens kein Gewinn/ das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther, 4 1546. 2 + 1 49 wittenberg 1543. L5s N* 4 + —.——.44 ꝗIDDDDDIDI‚— 1. Er⸗ halt uns, Herr, bei dei⸗nem Wort/ und steur' der —.———5 ö—.— dein⸗de Trug und Mord,/ die Je⸗sum Christum, deinen Sohn,/ —.— II + — I.——— — * ö wol⸗len stür⸗zen von dei⸗nem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ,/ der du herr aller herren bist;/ beschirm dein arme Christenheit,/ daß sie dich lob in Ewigkeit. 5. Gott heilger Geist, du Tröster wert,/ gib dei'm Volk ein'rlei Sinn auf Erd;/ steh bei uns in der letzten Not,/ leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther, 4 1546. 1 5 0 Erfurt 1524. * ö x 2—..———— ..T ö——.— Kaie Gott, vom him⸗mel sieh da⸗rein/ und laß dich wie we⸗ nig sind der Heil⸗gen dein,/ ver⸗las⸗sen Kirche bald ver⸗ t hat selbst ⁰der herr rbehalten. is gar ver⸗ ns doch ge⸗ tut er uns ihn fällen. ũu haben/ ò Gaben./ laß fahren ch bleiben. her, 4 1546. enberg 1543. steur' der en Sohn,/ — ller herren n Ewigkeit. olk ein'rlei ins Leben her, 4 1546. Erfurt 1524. 5 laß bich ⸗ las⸗ sen — öA— 22——.— 100 1 1 inn dein Wort man laßt nicht ha⸗ ben E..— ........... I —.——.— * wahr,/ der Glaub ist auch ver⸗lo⸗schen gar/ bei al⸗len 5. Men⸗schen ⸗kin ⸗dern. 2. Sie lehren eitel falsche List,/ was eigner Witz erfindet;/ ihr Herz nicht eines Sinnes ist/ in Gottes Wort gegründet;/ der wählet dies, oer anoͤre das,/ sie trennen uns ohn alles Maß/ und gleißen schön von außen. 5. Gott woll ausrotten aller Lehr//die falschen Schein uns lehren/ und sich vermessen hoch und sehr:/„Trotz dem, ders uns will wehren!/ Wir haben Recht und Macht allein,/ was wir setzen, gilt allgemein;/ wer ist, oer uns sollt meistern?? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,/ die Armen sind ver⸗ störet/ ihr Seufzen oͤringt zu mir herein,/ ich hab ihr Rlag erhöret // mein heilsam Wort soll auf den Plan,/ getrost uno frisch sie greifen an/ und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, ourchs Feu'r siebenmal/ bewährt, wird lauter funden;/ an Gottes Wort man warten soll/ desgleichen alle Stun⸗ den. /Es will durchs Kreuz bewähret sein;/ da wird sein Kraft erkannt und Schein/ und leucht't stark in die Lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein/ vor diesem arg'n Ge⸗ schlechte,/ und laß uns dir befohlen sein,/ daß sichs in uns nicht flechte./ Der gottlos Hauf sich umher finoͤt,/ wo diese losen Leute sind/ in deinem Volk erhaben. martin Luther, 4 1546. Mel. nr. 149. 15¹ Rerorhrremert 1. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ// weil es nun Abend worden ist;/ dein göttlich Wort, das helle Licht,/ laß ja bei uns auslöschen nicht. 15³3 152 Kirche 2. In dieser schwerbetrübten Zeit/ verleih uns, Herr, Beständig⸗ keit,/ daß wir oͤein Wort und Sakrament/ behalten rein bis an das End. 3. Gib Glück und Heil zu deinem Wort,/ damit es schall an allem Ort;/ gib deiner Kirche Gnad und Hulö, /dried, Einigkeit, Mut und Geduld. J. Den stolzen Geistern wehre doch,/ die mit Gewalt sich heben hoch/ und bringen stets was Neues her,/ zu fälschen deine rechte Lehr. 5. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ,/ nicht unser, sondern dein ja ist;/ darum, so steh oͤu denen bei,/ die sich auf dich ver⸗ lassen frei. 6. Dein Wort ist unsers herzens Trutz/ und deiner Rirche wahrer Schutz;/ dabei erhalt uns, lieber Herr,/ daß wir nichts anoͤres suchen mehr. 7. Hilf leben uns in deinem Wort/ und darauf mutig fahren fort/ von hinnen aus dem Jammertal/ zu dir in deinen himmelssaal. 1611.- v. 3 bis 7 von Nikolaus Selnecker, 4 1592. Mel. Christus, der 1 52 ist mein Leben. dann. 1. Ach bleib mit bei⸗ner Gna⸗de/ bei uns, Herr Je⸗su —.——.——— —.—.—..—.— 1— E E Christ,/ daß uns hinfort nicht scha⸗de/ des bö⸗sen dein⸗des Est. 2. Nch bleib mit oeinem Worte/ bei uns, Erlöser wert,/ auf daß uns hier und dorte/ sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze/ bei uns, du wertes Licht;/ dein Wahrheit uns umschanze,/ damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen/ bei uns, du reicher Herr;/ dein Gnao unoͤ all Vermögen/ in uns reichlich vermehr. 5. Nch bleib mit deinem Schute/ bei uns, du starker Helö,/ daß uns der Feind nicht trutze,/ noch fäll die böse Welt. 6. Nch bleib mit deiner Treue/ bei uns, mein Herr und Gott,/ Beständigkeit verleihe,/ hilf uns aus aller Not! Zosua Stegmann, 4 1632. Melchior Vulpius, 1609. 15⁴ ja die Kirche Kirche 155· 15⁴4 eständig⸗ ir, H Wech Vartes Sh“, 153—— EE +—— 1— Heu I Einigkeit + 1 .— 1. Ver⸗za⸗ge nicht, du Häuf⸗lein klein,/ ob ⸗schon die 1965 5165 n.;.e, H EEEEEE 27 br⸗ dein⸗de wil⸗lens sein,/ oͤich gänz⸗lich zu zer⸗stö⸗ ren// — 1—.—* 7 ů ö e wahrer..—.— andres und su⸗chen dei⸗nen Un⸗ter⸗gang,/ da⸗von dir wird ganz D. ia sahren IIDSESS melssaal.—————.—. —W0 angst und bang;/ es wird nicht lang mehr wäh⸗ren. pius, 1609. 2. Des tröst' dich nur, daß deine Sach/ ist Gottes, dem befiehl diꝛ Rach// und laß es ihn nur walten/ er wird durch einen Gioͤeon// —— den er wohl weiß, dir helfen schon,/ dich und sein Wort erhalten. 5. So wahr Gott Gott ist und sein Wort,/ muß Teufel, Welt r Je ⸗su und höllenpfort/ und was dem tut anhangen,/ enoͤlich werden zu Hohn und Spott./ Gott ist mit uns und wir mit Gott j/ den Sieg — woll'n wir erlangen. michael Rltenburg, 4 1640. Lahoch ee 154 1. Zion, gib dich nur zufrieden,/ Gott ist noch bei dir darin 77 cht r/ dein du bist nicht von ihm geschieden,/ er hat einen Vatersinn./ Wenn er straft, so liebt er auch,/ dies ist sein geliebter Brauch./ Zion lerne dies beoͤenken;/ warum willst du dich so kränken? errj/ dein ö 2. Treiben dich die Meereswellen/ in der wilden, tiefen See;/ jelo,/ baß wollen sie dich gar zerschellen,/ mußt oͤu rufen Ach und Wehz/ schweigt dein Heiland still dazu,/ gleich als schlafend in der Ruh:/ nö Gott,// Zion, laß dich nicht bewegen;/ diese Flut wird bald sich legen. 3. Berg und delsen mögen weichen,/ ob sie noch so feste stehn j/ nn, 1632. ja die ganze Welt desgleichen/ möchte gar auch untergehn /oͤennoch 15⁵ 15⁵ Kirche hat es keine Not/ in dem Leben und im Tod: /Zion, du kannst doch nicht wanken/ aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Tränen/ deine schönsten Perlen seinj/ stellt sich Seufzen nur undò Stöhnen/ dir statt schöner Lieder ein //ist der Spott dein täglich Brot/ und dein Trank die bittre Not: Zion, laß dir doch nicht grauen;/ oͤu kannst oeinem Gott vertrauen. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden,/ mit viel Gual und Herzeleid,/ dennoch wirst du nicht zuschanoͤen,/ denk nur an die Ewigkeit;/ sei getrost und wohlgemut,/ denn der Herr ists, der es tut /dion, Gott wird dich schon stärken,//dieses mußt du eben merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende/ und der Abend schon herbeij/ gib oͤich nur in Gottes hände,/ der macht dich von allem frei./ Für die Trübsal, Spott und Hohn/ gibt er dir die öreudenkron;/ Zion, Gott, dein Schuth, wird wachen/ und die Welt zuschanden machen. 7. Hallelujal Deine Wonne/ bricht anjetzt mit Macht herfür/ denn die schöne Gnadensonne,/ Jesus Christus, naht zu dir,/ gibt dir einen Freudengruß/ und den rechten Friedenskuß;/ Zion, wo ist nun dein Klagen?„Jetzt kannst du von Freuden sagen. 8. Freuet euch, ihr Himmelserben,/ freuet euch mit Zion hierl/ Die vor Jammer wollten sterben,/ sollen leben für und für./ Dort ist nicht mehr Angst und Gual/ in dem schönen Himmelssaal./ Zion, wer will dich nun scheiden/ von dem Lamm und ewgen Freuden? Joachim pauli, + 1708. Mel. Valet will ich oͤir geben. 1 55 Melchior Teschner, 1613. IIII Er⸗ halt uns dei⸗ne Leh⸗re,/ herr, in der letz⸗ten Zeit er⸗halt dein Reich und mehre/ dein ed ⸗le Christen⸗heit ———4 EE er⸗halt stand⸗haf⸗ten Glau⸗ben,/ der Hoff⸗nung hel⸗len 1—— 144 .—. 25 e Strahl // laß uns dein Wort nicht rauben/ in die⸗sem Jam⸗mer⸗tal. 15⁶ Kirch 2. E leuchte erkenn Kirche annst doch len sein j/ er ein j/ist ot:/ Zion, trauen. Qual und ur an die sts, der es nmerken. herbeij/ frei./ dür nñ/ Zion, n machen. herfür/ dir,/ gibt Zion, wo en. ion hierl/ flür./ Dort ielssaal./ ö ewgen uli, 1708. hner, 1613. en Zeit; en⸗heit; — hel⸗len 2.— mer⸗tal. Kirche 15⁶ 2. Erhalt dein Ehr und wehre/ dem, was dir widerspricht;/ er⸗ leuchte und bekehre,/ allwisyend ewges Licht// was dich noch nicht erkennet./ Entdecke doch der Welt,/ der du dein Licht gegönnet,/ was einzig dir gefällt. 3. Erhalt, was oͤu gebauet/ uno durch dein Blut erkaust,/ was du oͤir hast vertrauet/ und mit dem Geist getauft./ Ob grimme deinde stürmen/ zu deiner Kirche Hall// so wollest du sie schirmen/ als Hort und Felsenwall. 4. Erhalt uns, Herr, dein Erbe, /dein wertes Heiligtum,/ zer⸗ brich, zernicht, verderbe,/ was wider deinen Ruhm /laß dein Geseh uns führen,/ gönn uns dein Himmelsbrot;/ laß deinen Schmuck uns zieren,/ heil uns durch deinen Tod. 5. Erhalt und laß uns hören/ dein Wort, das selig macht// den Spiegel oͤeiner Ehren,/ das Licht in finstrer Nacht // laß diesen Born uns tränken/ im dürren Tal der Welt laß diese Stimm uns lenken/ hinauf zum ewgen Zelt. 6. Erhalt in Sturm und Wellen/ der Rirche heilig Schiff/ unoͤ laß es nicht zerschellen/ an Sand und Felsenriff// gib, Herr, daß wir entrinnen/ der wilden Flut der Zeit,/ laß uns den Port ge⸗ winnen/ der seigen Ewigkeit. Nach Josua Stegmann, 1652, v. Andreas Gryphius, 1664. 1 5 6 Bernharo Klein, 1823. 2—3—— 15 ve. S...., I. Lö⸗wen, laßt euch wie ⸗der⸗fin⸗den/ wie im er⸗ sten ů——— ö— ö +2 I— . 45——..— Chri⸗sten⸗tum,/ die nichts konn⸗te ü⸗ber⸗win⸗den/ seht nur —..— — ——.— —— 1— I—.—— I 1 an ihr Mär⸗tyr⸗tum:/ wie in Lieb sie glüh⸗ten,/ wie sie ——— 12 —*—— deu⸗er sprüh⸗ten// daß ch vor der Ster⸗bens⸗lust/ selbst die 15⁷ 15 Kirche ———3—— x .....— Höl⸗le fürch⸗ten mußt'. 2. In Gefahren unerschrocken/ und von schnöden Lsten rein,/ die zum Eitlen konnten locken,/ war damals des Herrn Gemeln./ Ihr Sinn oͤrang zum Himmel; /fern aus dem Getümmel/ war erhoben Herz und Geist,/ suchte nicht, was zeitlich heißt. 5. Ganz großmütig sie verlachten,/ was die Welt für Vorteil hält// nach dem Reiche Gottes trachten,/ darauf war ihr Sinn gestellt./ Im Unglück glückselig/ waren sie und fröhlich,/ fern von Menschensklaverei/ und von ihren Banden frei. 4. O daß ich, wie diese waren, /mich befänd' auch in dem Stanol/ Laß mich doch im Grund erfahren/ deine starke helfershand,/ mein Gott, recht lebendig!/ Gib, daß ich beständig /bis zum Tod durch deine Kraft/ übe gute Ritterschaft. 5. Gib, daß ich mit Geisteswaffen/ kämpf in meines Jesu Stärk/ und ja niemals mög erschlaffen;/ daß mir dieses große Werk/ durch dich mög gelingen/ und ich tapfer ringenj/ daß ich in die Luft nicht streich,/ sonoͤern bald oͤas Ziel erreich. 6. Es dürft' wieder dazu kommen,/ daß der Feinde tolle Wut/ zu der Schlachtbank deine Frommen/ führte und vergöß ihr Blut./ Nach gemeiner Sage/ große Trübsalstage/ werden kommen uns zu Haus/ und noch ein sehr harter Strauß. 7. Ei wohlan, nur fein stanoͤhastig!/ O ihr Brüder, tapfer draufl/ Lasset uns doch recht herzhastig/ folgen jener Zeugen Lauf./ Steht als Jesu Glieder,/ wenn der deind sich wider/ euren Christen⸗ glauben setzt/ und das Schlachtschwert auf uns wetzt. 8. Gebt euch in das Leiden wackerl /Mit dem Blut der Mär⸗ tyrer/ wird getränkt der Kirchenacker// und so treibt er um so mehr/ alle Pflanzen sprossen,/ so damit begoshen j/ o wie trägt er reichlich drucht,/ von der Trübsal heimgesucht! 9. Romm, befrucht, o goloͤner Regen,/ uns, dein Erb, die dürre Ero,/ daß wir dir getreu sein mögen/ und nicht achten deur und Schwert,/ als in Liebe trunken/ und in dir versunken. Mach die Kirch an Glauben reich,/ daß das End dem Anfang gleich! 1719. 1⁵⁸ dich mit gleich den oͤringe ei 6. Brie Weil die Kirche Rirche 15⁷7 —— 157 S isten rein,/ 0—. n Gemein./ 1. Fah⸗re fort, fah⸗re fort,/ Zi⸗ on, fah ⸗re fort im Lichtl/ mmel/ war ᷓ.——.——.—..— ꝛibt. DDI— . teil 100½ Eün Ma⸗che dei⸗nen Leuch⸗ ter hel⸗le,„ laß die er ⸗ste fern von—.— —.— ö.— 5t umann. Lie⸗be nicht, su ⸗che stets die Lerbens⸗quel⸗e./ zis on, Tod durch ů ů 266— —. 2. 5———2 SSISS jesu Stãrk/ 8— L obe Werk/ oͤrin⸗ge oͤurch die en ⸗ge pfortl/ dah⸗re fort, fah⸗re fort! P5 ich in die 2. Leide dich, leie dich,/ Zion, leide ohne Scheu/ Trübsal, Angst mit Spott und Hohnel/ Sei bis in den Tod getreu,/ siehe tolle Wut/ auf die Lebenskrone./ Zion, fühlest dᷣu der Schlange Stich?/ Leide 6 ihr Blut./ dich, leide dich! oömmen uns 3. Folge nicht, folge nicht, dion, folge nicht der Welt// wenn sie dich sucht groß zu machenl/ Achte nichts ihr Gut unoͤ Gelo// der, tapfer nichts ihr dräuen, nichts ihr Lachen./ Zion, wenn sie dir viel ZLust ugen Lauf./ verspricht,/ folge nicht, folge nicht! en Christen⸗ 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist// der dir ruft zu beiden Seiten;/ tue nicht, was er dich heißt,/ laß nur it der Mär⸗ deinen Stern dich leitenl/ Zion, beides, was da gut und schlecht// n so mehrʒ/ prüfe recht, prüfe recht! t er reichlich 5. Dringe ein, oͤringe ein,/ Zion, oͤringe ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben,// sei nicht wie die andern tot// sei öu b, die dürre gleich den grünen Reben./ Zion, in die Krast, statt in den Schein// n deur und dringe ein, oͤringe ein! Mach die 6. Brich herfür, brich herfür,/ Zion, brich herfür in Krastl/ leich! 71½2. Weil die Bruderliebe brennet,/ zeige, was der in dir schafft,/ der 159 15⁸ Kirche als seine Braut dich kennet./ Zion, durch die oͤir gegebne Tür/ weiß brich herfür, brich herfür! 5 7. Halte aus, halte aus,/ Zion halte deine Treu,/ laß nicht lau das und träg dich finden./Ruf, das Kleinod rückt herbeil/ Ruf, ver⸗ daß, lasse, was dahinten!/ Zion, in oem letzten Kampf und Strauß/ wahr halte aus, halte aus! Joh. Eusebius Schmioͤt, 1 1745. 6. mache aller Pänse 1 5 8 herrnhaag 1740. Liebet —— r ve.— —5— bis se Herz und Herz ver⸗eint zu⸗sam⸗men,/ sucht in Got⸗ tes und a lass⸗ set eu⸗ re Lie⸗bes⸗flam⸗men/ lo⸗dern auf den Also! — her⸗zen Ruh j r ei Ien Hei⸗ land zul Er das Haupt, wir sei ne Glie⸗der,/ I— EE er das Licht und wir der Schein,/ er der Mei⸗ster, wir die ö—— 1——— —0— + + Brü⸗der,/ er ist un⸗ser, wir sind sein. 10 10 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder,/ und erneuert euern Bunol/ Schwöret unserm Aberwinder/ Lieb und Treu von herzens⸗ 1— grund!/ Und wenn eurer Liebeskette/ destigkeit und Stärke fehlt,/— o so flehet um die Wette,/ bis sie Jesus wieder stähltl ö beut, 3. Legt es unter euch, ihr Glieder,/ auf so treues Lieben an,/—— daß ein jeder für die Brüder/ auch das Leben lassen kann./ So hat uns der Herr geliebet,/ so vergoß er dort sein Blut;/ denkt gei. doch, wie es ihn betrübet,/ wenn ihr euch selbst Eintrag tut.—7 4. Hallelujal Welche höhen,/ welche Tiefen reicher Gnad,/ daß pören, wir dem ins Auge sehen,/ der uns so geliebet hat/ daß der Vater 16⁰ Kirche jebne Tür/ Ap nicht lau /Nuf, ver⸗ ' Strauß/ miot, + 1745. ernhaag 1740. in Got⸗tes en auf den Kirche aller Geister,/ der der Wunder Abgrund ist,/ daß dᷣu, unsichtbarer Meister,/ uns so fühlbar nahe bist. 5. O du treuster Freuno, vereine/ deine oͤir geweihte Schar,/ daß sie es so herzlich meine,/ wie's dein letzter Wille war,/ und daß, wie du eins mit ihnen,/ also sie auch eines sei'n,/ sich in wahrer Liebe dienen/ und einander gern erfreun. 6. Liebe, hast oͤu es geboten,/ daß man Liebe üben soll,/ o so mache doch die toten,/ trägen Geister lebensvolll/ Zünde an die Liebesflamme,/ daß ein jeder sehen kann:/ wir, als die von einem Stamme,/ stehen auch für einen Mann. 7. Laß uns so vereinigt werden,/ wie du mit dem Vater bist,/ bis schon hier auf dieser Eroͤen/ kein getrenntes Glied mehr ist// und allein von deinem Brennen/ nehme unser Licht den Schein./ Also wird die Welt erkennen,/ daß wir deine Jünger sei'n. Nikolaus Luöôwig Graf von Zinzendorf, 4 1760. 1 59 Frieor. August Ihme, 1866 —ee..e Fin. 1. Wenn Chri⸗stus sei ⸗ne Rir⸗ che schütht,/ so mag die er, der zur Rech⸗ten Got⸗tes sitzt,/ hat 3 8— göl⸗le wül⸗ ten; zu ge⸗ bie ⸗ ten. Er ist mit hil⸗se nah;/ wenn er ge⸗ PPPIIIIIIIT beut, stehts da./ Er schüt⸗zet sei⸗ nen Ruhm/ und hält sein DD.iie..e Hei⸗lig⸗tum;/ mag doch die höl⸗le wü⸗ ten. 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron/ sich wider ihn em⸗ pören,/ denn den Gesalbten, seinen Sohn,/ den wollen sie nicht 11¹ 1⁰¹ 16⁰ Kirche ehren./ Sie schämen sich des Worts/ des heilanos, unsers Horts/ sein Kreuz ist selbst ihr Spott;/ doch ihrer lachet Gott,/ sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn,/ uns kann er sie nicht rauben./ Der Unchrist mag ihr widerstehn,/ wir halten fest am Glauben./ Gelobt sei Jesus Christl/ Wer hier sein Jünger ist,/ sein Wort von Herzen hält,/ dem kann die ganze Wolt/ die Selig⸗ keit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut,/ laßt euch kein Drohn erschreckenl/ Der Gott, der von dem Himmel schaut,/ wird uns gewiß bedecken./ Der Herr Herr Zebaoth/ hält über sein Gebot,/ gibt uns Geduld in Not/ und Kraft und Mut im Tod;/ was will uns denn erschrecken? Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mein Jesu, dem Mel. Nr. 1. 1 60 die Seraphisen. 1. Dein Wort, o herr, bringt uns zusammen,/ daß wir in der Gemeinschaft stehnz/ es läßt an uns die heilgen Flammen/ des Glaubens und der Liebe sehn. Wir werden durch das Wort der Gnaden/ auch zur Gemeinschaft jener Schar,/ die bei dem Herrn ist immerdar,/ gelockt und kräftig eingeladen. 2. Aur Menschen, die von Gott geboren,/ die unter einem haupte stehn// die hat der Herr sich auserkoren// die läßt er Wunder⸗ liebe sehn;/ Gemeinschaft mit dem Vater haben/ und mit dem Sohn im heilgen Geist,/ das ist, was ihre Seelen speist:/ nur das kann sie vollkommen laben. 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen,/ ist Christus und sein teures Blut j/ das einge Ziel, darauf wir sehen,/ ist Christus, unser höchstes Gut;/ sein Wort die Regel, die wir kennen,/ sein Geist das Band, das uns verbinot;/ die Seelen all, die er gewinnt,/ sino, was wir heilge Kirche nennen. 4. Was ist das für ein himmlisch Leben,/ mit Vater, Sohn und heilgem Geist/ in seliger Gemeinschaft schweben,/ genießen das, was Gott verheißt!/ Wie flammen da die selgen Triebe!/ Sott schüttet in sein geistlich haus/ die ganze Gnadenfülle aus:/ hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 10² Rird 3— der ewige Friede die K. 5. Ei drieden 1* Kirche Rirche 16¹ s Horts// 5. Der Vater liebt und trägt die Kinder/ und schenkt den Geist/ sie mögen der Abba schreit;/ des Sohnes Treue schmückt die Sünder/ mit ewiger Gerechtigkeit; der heilge Geist tritt mit dem Gle/ des inn er sie öriedens und der öreude zu;/ die herzen schmecken Gottes Ruh,/ halten fest die Kraft oͤurchöͤringet Leib und Seele. inger ist// 6. Die Rinder, so ein Brot gegessen,/ die stehen auch für einen die Selig⸗ Mann;/ macht sich der deind an eins vermessen,/ sobald greift er sie alle an./ Sie fallen betend Gott zu Füßen/ und siegen in des ꝛin Drohn Herren Kraft;/ sie wollen von der Brüderschaft/ auch das geringste wird uns Glied nicht missen. n Gebot// 7. Sie wallen mit verbunonen herzen/ durchs Tränental ins was will Vaterlano,/ versüßen sich die bittern Schmerzen/ eins reicht dem ert, T 1769. andern seine hand// sie wollen sich mit Freuoen dienen,/ mit Herz und Ruge, Hand und duß/ bis zu dem völligen Genuß/ des großen erannen, Guts:„Ich, ich in ihnen“. Joh. Konrad Ludwig Allendorf, 4 1773. ir in der men,es onel. nr. 1480 161 Wort der 1. Herr, deine Kirche daͤnket dir;/ noch wohnt dein Wort im hem Herrn Lande// von deiner Gnaoͤe haben wir/ noch deinen Geist zum Pfande./ Rommt sie in Gefahr/ durch der Feinde Schar,/ dann, einem o Jesu Christ,/ besiege Macht und List/ und herrsch in jeoͤem Lande. ˖Wunder⸗ 2. Sei, Herr, mit uns! Verlaß uns nie,/ uns, deines Leibes mit dem Olieder// hilf deiner Kirch und schütze sie,/ denn wir sind deine eist:/ nur Brüder./ Sie, die dir vertraut// hast ᷣu selbst erbaut;/ ach, erhalt sie rein,/ und die den Bund entweihn,/ die heilige oͤir wieder. ristus und 3. Eins, Herr, ists, was den Frommen kränkt// daß unter deinen Christus, Christen/ noch mancher deiner nicht gedenkt,/ beherrscht von seinen nen,/ sein Lüsten./ Vieler Glaub ist schwach,/ kalt die Lieb und ach,/ sie be⸗ gewinnt,/ denken nicht,/ es wartet ein Oericht/ auf träge, sichre Christen. 4. And du, o Jesu, bist so treul/ Ach, daß wir frömmer wärenl/ Sohn und Mach alle Herzen rein und neu// laß alle sich berehren./ Gib uns ießen das, Wissenschaft,/ Glaube, Lieb und Kraft,/ gib Entschluß und Mut,/ bel /Gott zu wagen Ehr und Blut/ zum Preise deiner Lehren. aus:/ hier 5. Entferne Zwietracht, Krieg und Moro,/ erhalt uns Ruh und drieden. /Laß uns, gestärket durch dein Wort,/ im Guten nie er⸗ 11² 16³ 16² Rirche mübden./ Mache leicht, was oͤrückt,/ gib uns, was begllickt. Nach der Prüfungszeit/ ruf uns zur Seligkeit,/ zu deines himmels Freuden. 6. Herr, deine Kirche streitet noch:/ hilf deiner Kirche siegenl/ Wie schwer ihr Kampf ist, müsse doch/ kein Kämpfer unterliegen./ Hör ihr kinoͤlich Flehn,/ eil, ihr beizustehn,/ daß sie stanoͤhaft sei,/ stets deiner Wahrheit treu,/ hilf beiner Kirche siegenl Nach Borchward, 4 1776, und Joh. Anoͤreas Cramer, + 1788. (Vorreformatorisch.) Mel. Es ist das heil 1 62 3.6616.5 1523. uns kommen her. SS....— △ Die Fein⸗de dei⸗ nes Rreuzes oͤrohn,/ dein Reich, Herr, a⸗ber, We Got⸗tes Sohn,// kannst ih⸗rem .. zu zer ⸗stö ⸗ ren;/ öu Trot⸗ ze—9 ren./ Dein w.—. lich;/ ver⸗geb⸗ lich wird sich wi⸗der dich/ die Macht der Thron be⸗ste⸗ het e⸗ wig⸗ — Höl⸗le 1=sten. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt,/ kein Werk von Menschen⸗ kindern;/ oͤrum konnt auch keine Macht der Welt,/ Herr, oͤeinen dortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar/ und wird selbst durch der Feinde Schar/ zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Du wollest deine Herrschaft noch/ auf Erden weit verbreiten/ und unter deinem sanften Joch/ zum heil die Völker leiten./ Vom Aufgang bis zum Niedergang/ bring' alle Welt oͤir Preis und Dank/ und glaub' an deinen Namen! 16⁴ Rirche lückt. /Nach 5 Himmels he siegenl/ terliegen./ roͤhaft sei,/ mer, + 1788. ormatorisch.) enberg 1523. E Reich, Herr, st ih ⸗rem Menschen⸗ err, deinen und wird mehren. Herbreiten/ iten./ Vom Preis und RKirche 16³ 4. Auch deine deinde, die oͤich schmähn,/ die frevelnd sich em⸗ pören,/ laß deiner Gnade Wunder sehn,/ daß sie sich noch be⸗ kehren./ Lehr sie mit uns gen himmel schaun/ und unerschüttert im Vertraun/ auf deine Zukunft warten. 5. Uns, deine Gläubgen, wollest dᷣu/ fest in der Wahrheit grün⸗ den,/ daß wir für unsre Seelen Ruh/ in deiner Gnade finden./ Mach unsers Glaubens uns gewiß;/ vor Irrtum und vor Finsternis/ bewahr uns bis ans Ende. 6. Dein Geist führ uns auf ebner Bahn/ und heilge unsern Willen,/ so wird dein Volk dir untertan,/ gern dein Gesetz erfüllen,/ bis du erscheinest zum Gericht/ und dann vor deinem Angesicht/ die Menschenkinder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwaͤrten dich,/ Herr, alle deine Frommen/ und freun oes großen Tages sich,/ da du wirst wiederkommen./ Dann werden wir/ o Menschensohn,/ den uns verheißnen Gnaden⸗ lohn,/ dein Himmelreich, ererben. Balthasar Münter, 4 1795. Mel. Nr. 155. 1 63 valet will ich dir geben. 1. Bis hierher und nicht weiterl/ Noch lebt der starke Held,/ der sich, ein rechter Streiter,/ für seine Kirche stellt./ Ihr deinde möget wüten,/ euch schon des Sieges freun/ uns wird der herr behüten,/ euch auseinanderstreun. 2. Wir stehn auf festem Grunde,/ wir haben Jesum Christ,/ der unserm Glaubensbunde/ ein hels und Eckstein ist./ Wir wandeln in oem Glanze,/ der von dem Herrn ausgeht,/ und er ist unsre Schanze,/ wenn unser Feind aufsteht. 5. Wer will von ihm uns scheiden,/ der blutend uns erwarb,/ als er nach schwerem Leiden/ den Tod am Kreuze starb?/ Wir bleiben an ihm hangen/ in Not und Traurigkeit// gebunden und gefangen,/ mit Christenfreudigkeit. 4. Ungläubge, ihr mögt spotten,/ erfinden bösen Rat/ uno euch zusammenrotten/ zu jeder hreveltat:/ er, Christus, ganz alleine/ beschützt/ die ihm vertraut,/ die heilige Gemeine,/ auf ihn, den hels, gebaut. 5. And wenn auch Berge weichen/ und Higel sinken ein,/ die Kirche ohnegleichen/ wird wohl bewahret sein./ Er wohnet bei ihr oᷣrinnen/ und hütet früh und spät;/ hell glänzen ihre Zinnen,/ darauf sein Zeichen steht. ehrist. August Bähr, + 1846. 16⁵ 16⁴ Kirche Mel. Wachet auf, rust Anapir Stume. 1 6 4 Frankfurt a. M. 1599. 4 4. 6—— öSS.. 1ottts Stat steht fost ge⸗grün⸗det/ auf heil⸗gen Ber⸗gen; Den⸗noch steht sie und wird ste⸗hen,/ man 22010 an—— mit — ————— ee.. . es ver⸗bün⸗det/ sich wi⸗der sie ie gan⸗ze Welt. Stau⸗nen se⸗ hen,/ wer hier die hut und Wa⸗ che hält. +* E— 2 222 1 —. — Der hü⸗ter Is ⸗-ra⸗ els/ ist ih⸗ res hei⸗les Fels./ — 1 — Hal⸗ le⸗lu⸗ jal/ Lob⸗singt und sprecht:/ Wohl dem Geschlecht,/ 1 1 NIX +— 7 IIB 1 2 1 — das in ihr hat das Bür⸗ger⸗recht. 2. Zions Tore liebt vor allen/ der herr mit gnädgem Wohl- gefallen,/ macht ihre Riegel stark und fest,/ segnet, die darinnen wohnen,/ weiß überschwenglich oͤem zu lohnen,/ der ihn nur tun und walten läßt./ Wie groß ist seine Hulö,/ wie trägt er mit Ge⸗ duld/ all die Seinen!/ O Gottes Stadt,/ du reiche Staoͤt,/ die solchen herrn und Rönig hat. 3. Große, heilge Dinge werden/ in dir gepredigt, wie auf Erden/ sonst unter keinem Volk man hört./ Gottes Wort ist deine Wahr⸗ heit,/ du hast den Geist und hast die Klarheit,/ die alle dinsternis zerstört./ Da hört man fort und fort/ das teuerwerte Wort/ ewger Gnade./ Wie lieblich tönt,/ was hier versöhnt/ und dort mit ewgem Leben krönt. 16⁶ Kirche a. M. 1599. — Ber⸗gen; an ihe mit HiHii n, les Fels./ zeschlecht// em Wohl- e darinnen hn nur tun er mit Ge⸗ 5tadt// die nuf Erden/ ine Wahr⸗ Finsternis ort/ ewger mit ewgem Kirchweihe 16⁵ 4. Auch die nichts davon vernommen,/ die fernsten Völker wer⸗ den kommen/ und in die Tore Zions gehn./ Denen, die im Finstern saßen,/ wird auch oer Herr noch preoͤgen lassen,/ was einst für alle Welt geschehn./„Wo ist oer Gottessohn? /Wo ist sein Gnaden⸗ thron?⸗/ wird man fragen./ Dann kommt die Zeit,/ wo weit und breit/ erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen!/ Man wird noch einst zu Zion sagen:/ Wie mehrt sich deiner Bürger Zahll/ Voll Erstaunens wird man schauen,/ wie Gott sein Zion mächtig bauen/ und herrlich weitern wird einmal./ Erhebet herz und Sinn!/ Es ist die Nacht schier hin/ für die heiden;/ es kommt ihr Tag,/ sie werden wach,/ und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Staot, du wirst auf Eroen/ die Mutter aller Völker werden,/ die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie im Reigen,/ wird einst von dir zum Himmel steigen!/ Die Lebens⸗ brunnen sind in dir./ In dir das Wasser quillt,/ das alles Dürsten stillt./ Hallelujal/ Von Sünd und Tood,/ von aller Not/ erlöst nur Einer, Zions Gott. Philipp Spitta, 4 18 9. Kirchweihe mei mel. Rr. 172. 165 taß ich nicht. I. Ach, wie heilig ist der Ortl/ Nch, wie selig ist die Stättel/ Hier, hier ist des Himmels Pfort;/ hier erhöret Gott Gebete;/ hier erschallt sein teures Wort;/ o wie heilig ist der Ort! 2. Heil war in des Zöllners Haus,/ weil er Christum aufgenom⸗ men// und hier rufet Jesus aus://Selig sind, die zu mir kommen!“/ Deren herzen nimmt er ein,/ da; sie seine Tempel sein. 3. O welch heil ist bis hierher/ diesem Hause widerfahrenl/ Wenn der Herr nicht bei uns wär,/ der sich uns will offenbare u// woher hätten wir den Seist,/ der den Weg zum Himmel weist? 4. O wie lieblich, o wie schön/ sind des Herren Gottesdienstel/ Laß uns froh zu ihnen gehn;/ hier erlangt man zum Gewinste/ einen Schatz, der ewig währt,/ den kein Rost noch Raub verzehrt. 5. Bleibe bei uns, liebster Gast;/ speis uns gnädig mit dem Worte,/ das oͤu uns gegeben hast,// Jesu, stets an diesem Ortel/ Laß die Kirche feste stehn,/ bis die Welt wird untergehn! Benjamin Schmolck, + 1737. 16⁷7 166 16⁷7 Kirchweihe · Mission Mel. Nr. 269. 1 66 der Morpeihtern. 1. Gott Vater, aller Dinge Grund,/ gib deinen Vaternamen kund/ an diesem heilgen Orte./ Wie lieblich ist die Stätte hierl/ Die Herzen wallen auf zu dir;/ hier ist des himmels Pforte./ Wohne,/ throne/ hier bei Sündern/ als bei Kindern,/ voller Klarheit,/ heilge uns in deiner Wahrheit! 2. Sohn Gottes, Herr der Herrlichkeit,/ dies Gotteshaus ist dir geweiht,/ o laß dirs wohlgefallenl/ Hier schalle dein lebendig Wort,/ dein Segen walte fort und fort/ in diesen Friedenshallen./ Einheit,/ Reinheit/ gib den herzen;/ Angst unòd Schmerzen/ tilg in Gnaden,/ heil uns ganz vom Sündenschaden. 3. Gott, heilger Geist, du wertes Licht,/ wend her dein göttlich Angesicht,/ daß wir erleuchtet weroen./ Geuß über uns und dieses Haus/ dich mit allmächtgen Flammen aus;/ mach himmlisch uns auf Erden./ Lehrer,/ hörer,/ Kinder, Väter!/ Früher, später/ gehts zum Sterbenz/ hilf uns, Jesu Reich ererben. 4. Dreieinger Gott, Lob, Dank und Preis/ sei dir von allen gleicher⸗ weis/ für dies oein haus gesungen!/ Du hasts geschenkt und auf⸗ erbaut,/ oͤir ists geheiligt und vertraut/ mit herzen, Händen, Zungen./ Ich, hier/ sind wir/ noch in hütten;/ Herr, wir bitten:/ stell uns oͤroben/ in den Tempel, dich zu loben. Albert Knapp, 4 1864. Ausbreitung der Kirche(Missionslieder) Guch Lied Nr. 150 1 67 Straßburg 1525. 0 O + 1 Es woll⸗te Bott uns gnã⸗dig sein/ und sei⸗ nen Se⸗gen sein Ant⸗litz uns mit hel⸗lem Schein/ erleucht zum ew⸗gen —— +—.—... 2 EI 3—22 de ⸗ ben; Le ⸗ben, 108 —— daß wir er⸗ ken⸗nen sei ⸗ne Werk,/ und Mission hön leuchtet lorgenstern. ternamen tte hierl/ Pforte./ n/,/ voller aus ist dir hig Wort// Einheit,// Gnaden,/ in göttlich und dieses nlisch uns äter/ gehts n gleicher⸗ ir bitten:/ pp, T 1864. r) burg 1525. n Se⸗gen mew⸗gen — rk// und Mission 16⁸ ...— was ihm b'liebt auf Er⸗den,/ und Je⸗sus Christus Heil und * hirrerienlree Stärk/ be⸗ kannt den Hei⸗den wer⸗den/ und sie zu — N— äE.EEI 3l Gott be⸗ keh ⸗ ren! 2. So danken dir und loben dich,/ o Gott, die Völker alle,/ und alle Welt, die freue sich/ und sing mit großem Schalle,/ daß du auf Erden Richter bist/ und läßt die Sünd nicht walten;/ dein Wort die hut und Weide ist,/ die alles Volk erhalten,/ in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, GSott, und lobe dich/ das Volk in guten Taten./ Das Landò bringt Frucht und bessert sich,/ dein Wort ist wohl ge⸗ raten./ Uns segne Vater und der Sohn,/ uns segne Gott der heilge Geist,// dem alle Welt die Ehre tu,/ vor ihm sich fürchte allermeist./ Nun sprecht von Herzen: Amen! Martin Luther, 4 1546. Mel. Dir, oͤir, Jehova J. A. Freylinghausen will ich singen. 1 68 Halle 17⁰4. I 2 5 4— 9—— ———.——— ....... IE ⸗„ ach auf, du Geist der die Tag und Näch⸗te — —94—— · er⸗sten Zeu ⸗gen,/ der Wäch⸗ter, nim⸗mer schwei⸗gen,/ und die ge⸗ »Die kleinen Noten gelten für die 3. Strophe. 16⁹ 168 Kirche —— +— I——..— die auf Zi⸗ ons Mau⸗ern stehn, trost bem Feind ent⸗ge⸗gen⸗gehn, la, deren Schall die — 1 1 1 00 +—5 1 — E — 1 E&— — V 1—.— 2 1 1 gan ⸗ze Welt durch⸗oͤringt/ und al ⸗ler Völ ⸗ker — 5— I 1 1 Scha⸗ren zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brenntel/ O möcht es doch in alle Lande gehnl/ Gib zu der Ernte doch die händel/ Gib Knechte, die in treuer Arbeit stehn l/ O Herr der Ernte, siehe doch darein:/ die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten/ uns diese Bitte in den Mund gelegt./ O siehe, wie an allen Orten/ sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt,/ dich herzinbrünstig darum anzuflehn /örum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort doch großen Scharen, die in der Rraft Evangelisten sein j/ laß eilend Hilf uns widersahren/ und brich in Satans Reich und Macht hinein./ O breite, herr, aufweitem Erden⸗ kreis/ dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 5. Ach, daß die Hilf aus Zion kämel/ O daß dein Geist, so wie dein Wort vorspricht,/ dein Volk aus dem Gefängnis nähmel/ O würd es doch nur bald vor Abend licht!l/ Ach, veiß, o Herr, den Himmel bald entzwei/ und komm herab zur Hilß und mach uns freil 6. Nch, laß dein Wort recht schnelle laufenl/ Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein./ Nch, führe bald dadurch mit haufen/ der Helden Füll zu allen Toren ein!l /Ja, wecke doch auch Israel bald auf,/ und also segne deines Wortes Laufl 7. O bessre Zions wüste Stege,/ und was dein Wort im Laufe hindern kann,/ das räume bald aus jedem Wege J8vertilg, o Herr/ den falchen Glaubenswahn,/ und mach uns balö von jedem Miet⸗ ling frei,/ daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 17⁰ Chri⸗ Herr durch sen 2. D. denn E Saater Lebene 3. porl/ hervor licht,/ Mel. Nun (oder wi Mission 169 17⁰ 8. Laß jede hohꝰ und nieore Schule/ die Werkstatt deines guten Geistes sein,/ ja, sitze du nur auf dem Stuhle/ und präge dich der Jugenð selber ein,/ daß treue Lehrer wir und Beter sehn//die krästig vor oͤem Riß der Kirche stehn. Karl heinrich v. Bogatzky, 4 1774. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 1 69 Herrnhaag 1740. 2 2.————— ——.... Va⸗ ter, dei⸗ nes Gei⸗stes We⸗hen/ durch die gan⸗ze läßt uns schon von fer⸗ ne se⸗ hen/ dei⸗nes Rei⸗ches 4 ö E ö 55A5. ,, Chri⸗sten⸗heit. auger 3 Herr⸗lich⸗ keit) denn dein Wort wird aus⸗ ge⸗ spen⸗det/ E — ürereen ri— durch die gan⸗ze wei⸗ te Welt,/ mil⸗ li⸗ o⸗nen⸗weis ver⸗ sen⸗det/ auf das gro⸗e A⸗ cker ⸗=feld. 2. Dieser Samen wird bald blühen/ allenthalben hoch und hehrj/ denn Evangelisten ziehen/ über Inseln, Land und Meer,/ um die Saaten zu begießen;/ Geist der Pfingsten, komm herab;/ laß uns Lebensströme fließen/ bis zum Grabe tief hinab. 3. Sei gegrüßt, du ewger Morgenl/ Steige, Sonne, bald em⸗ por!/ Weicht nun, all ihr bangen Sorgen,/ Tagverkünder, tritt hervorl/ Seht, der Berge Spithen glühen/ schon im ewgen Morgen⸗ licht,/ und die drühlingsblumen blühen:/ Brüder alle, sorget nicht! Zoh. Heinrich Jung-Stilling, 4 1817. Mel. Nun komm, der heiden heiland(15. Zahrhundert) (oder wie Nr. 36%. 1 70 Erfurt 1524. Z75—— ISAI △ 26 raern. nrvn 1. Wal⸗te, wal⸗te nah und fern,/ all⸗ ge⸗wal⸗tig 17¹ 171.17² Kirche Missin ———U Wort des Herrn,/ wo nur sei⸗ ner All⸗ macht Ruf/ Menschen i. ei⸗ ——8 EI—.—1 —— II ö—.—————— für ben Him⸗ mel schuf.— 2. Wort vom Vater, der die Welt/ schuf und in den Nrmen hält/ de⸗ und aus seinem Schoß herab/ seinen Sohn zum heil uns gabl 2. 5 5. Wort von des erlõsers hulo// der der rde schwere Schuld/ Weider durch des heilgen Todes Tat/ ewig weggenommen hatl den He 4. Kraftig Wort von Sottes Geist, der den Weg zum Himmel prt weist/ und durch seine heilge Kraft/ Wollen und Vollbringen schafftl 30 5. Wort oͤes Lebens, stark und rein,/ alle Völker harren dein./ Herdel Walte fort, bis aus der Nacht/ alle Welt zum Tag erwacht. 4.6 6. Auf, zur Ernt in alle Weltl/ Weithin wogt das weiße gelo ʒ/ un 0 be klein ist noch der Schnitter Zahl, /viel der Garben überall. ihn um 7. Herr der Ernte, groß unoͤ gut,/ weck zum Werke Lust unoͤ 5. G Mut// laß die völker allzumal/ schauen deines Lichtes Strahll Senn 5 Jonath.§riedͤrich Bahnmaier, + 1841. Jesus t uns o. Mel. Nr. 79. 171 Brben Rueihen. 1105 9 1I. Romm, o Herr, komm balod, du Treuer!/ Gib, ach, gib dich Wonne allen kund/ und entzünd dein heilges Feuer/ auf dem ganzen verspri⸗ Eroͤenrund. Großes hast ou schon begonnen,/ Großes willst öu ferner tun/ deine Liebe kann nicht ruhn,/ bis die ganze Welt gewonnen// bis ein jedes Herz besiegt, herr, zu deinen düßen liegt. Mel. N Rarl Rugust döring, 4 1844. 1. De dich als din in Miche. n 172 Zohann Uhlich, 1674.— SSSSI...... SSSS 1 Ei⸗ne her⸗de und ein hirtl/ Wie wird dann dir Rorden wenn sein Tag er ⸗schei⸗ nen wirol /öreue dich, du deinem 17² Rirche Menschen —.——.. Mission EE sein, o Er ⸗de, klei⸗ ne her⸗del — rmen hält/ uns gab! re Schulo/ tl m himmel gen schafftl ren dein./ vacht. iße delo/ erall. Lust und s Strahll rier, 4 1841. Jet uns den ren preisen. „gib dich m ganzen willst du inze Welt ißen liegt. ng, 1844. ihlich, 1674. —.— N E ö —— 2 I 1 Je⸗sus hält, was er ver⸗spricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern?Schon ergrünt es auf den Weiden,/ und die Herrlichkeit des Herrn/ nahet dämmernd sich den Heiden;/ blinde Pilger flehn um Licht:Zesus hält, was er verspricht. 3. Romm, o komm, du treuer Hirt,/ daß die Nacht zum Tage werdel/ Ach, wie manches Schäflein irrt/ fern von dir und deiner hHeroel/ Kleine here, zage nicht!/ Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht/ vor des Morgenrotes Helle// und oͤer Sohn der Wüste kniet/ dürstend an der Lebensquelle 70 ihn umleuchtet Morgenlicht; /Zesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan;/ rauscht, veroͤorrete Gebeinel/Macht dem Bundesengel Bahn!/ Großer Tag des Herrn, erscheinel/ Jesus ruft: Es werde Licht!l/ Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit!/ Jesus Christus, du die Sonne,/ und auf Erden weit und breit/ Licht und Wahrheit, Fried und Wonnel/ Mach dich auf; es weroͤe Licht!/ Jesus hält, was er verspricht. Friedr. Adolf Krummacher, 4 1845. Mel. Nr. 155. 1 73 valet will ich dir geben. 1. Der du in Todesnächten/ erkämpft das Heil der Welt/ und dich als den Gerechten/ zum Bürgen dargestellt// der du den Feind bezwungen,/ den Himmel aufgetan,/ dir stimmen unsre Zungen/ ein Halleluja an! 2. Im Himmel und auf Erden/ ist alle Macht nun dein,/ bis alle Völker werden/ zu deinen düßen sein,/ bis die von Süd und Norden,/ bis die von Ost und West/ sind deine Gäste worden/ bei deinem Hochzeitsfest. 17³ 17⁴ Kirche 3. Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus,/ um mit dem Ruf der Gnaden/ zu füllen dir dein Haus./ Es ist kein Preis zu teuer,/ es ist kein Weg zu schwer,/ zu streun dein Lebensfeuer/ ins weite Völkermeer. 4. So ziehen oͤeine Flammen/ wie Sonnen um die Weltj/ Ge⸗ trenntes fließt zusammen,/ das Dunkle wird erhellt,/ und wo dein Name schallet,/ du König Jesu Christ,/ ein selig Häuflein wallet/ dahin, wo grieden ist. 5. O sammle deine Herden/ dir aus der Völker Jahl,/ daß viele selig werden/ und ziehn zum Abenoͤmahll/ Schleuß auf die hohen Pforten!/ Es strömt dein Volk heran. /Wo's noch nicht Tag ge⸗ worden,/ da zünd ein Feuer an! Christian Gottlob Barth, 4+ 1862. Mel. Gott des 1 74 Himmels und der Erden. Heinrich Albert, 1642. 4 *.E— H ——..— Licht, das in die Welt ge⸗kom⸗men// Sonne vol ⸗ler 20 Morgenstern, aus Gott ent⸗glommen, /treib hin⸗weg die 55,— E ů 254—6 ö 3— Glanz und Pracht* al te Racht. Feuch in dei⸗ nen Wun⸗der= schein/ —— + TZ—+— II bald die gan ⸗ ze Welt hin⸗ein. 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget,/ einen recht gepriesnen Lauf,/ daß noch manches Rnie lich beuget,/ sich noch manches herz tut auf, /eh die Zeit erfüllet ist// wo oͤu richtest, Jesu Christ. 3. Heile die zerbrochnen Herzen,/ baue dir Jerusalem/ und ver⸗ binde unsre Schmerzen,/ denn so ist ᷣirs angenehm./ Herr, tu auf des Wortes Tür, /rufe allen:„Kommt zu mir!“ 4. Es sei keine Sprach noch Reoe//da man nicht die Stimme hört,/ und kein Land so fern und öde,/ wo nicht dein Gesetz sie lehrt./ Laß den hellen dreudenschall/ iegreich ausgehn überall! 17⁴ Kirche 8//um mit kein Preis bensfeuer/ Velt;/ Ge⸗ nö wo dͤein ꝛin wallet/ daß viele fdie hohen ht Tag ge⸗ zrth, 1862. Hlbert, 1642. Mission 17⁵ 5. Geh, ou Bräutgam, aus der Kammer,/ laufe deinen Helden⸗ pfad/ strahle Tröstung in den Jammer, /der die Welt umdunkelt hat./ O erleuchte, ewges Wort,/ Ost und West und Sud und Nord. 6. Romm, erquick auch unsre Seelen // mach die Rugen hell und klar,/ daß wir dich zum Lohn erwählen/ vor den Stolzen uns bewahr// ja, laß deinen himmelsschein/ unsres Fußes Leuchte sein! Ewald Rudolf Stier, 4 1802. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stiammt. 1 75 Frankfurt a. M. 1599. 2 215.—7—— — 140—=.S—————.——————.——— 1 unpers ists, an dem wir han⸗gen,/ der für uns in den Uns⸗re Lei⸗ber, uns⸗re her⸗zen/ ge⸗ hö⸗ ren 2. 0 ö 1 2 n*—— H Tod ge⸗ gan⸗ gen/ und uns er⸗kauft mit sei⸗nem Nat. Lin 1 Mann der Schmerzen// in dei⸗ ner Lie ⸗be ruht sichs gut. —..—— ů 3— ö ů — 2—— 22— —— 7——— Weschein Nimm uns zum Ei⸗gen⸗tum, be⸗rei⸗ te dir zum Ruhm/ 1 DRSDSRSDSDSDSISSSSSSIEEE —.— dei ⸗ne Kin⸗derl/ Ver⸗birg uns nicht/ das Gna⸗den⸗ licht/ 1— Rhm ches herz 3—2——— hrist. von dei⸗nem heil⸗gen An⸗ge⸗sicht! und ver⸗ 2. Nicht wir haben dich erwählet,/ du selbst hast unsre Zahl rr/, tu auf gezählet/ nach deinem ewgen Gnabenrat./ Ansre Kraft ist schwach und nichtig,/ und keiner ist zum Werke tüchtig,/ der nicht von dir Stimme die Stärke hat./ Drum brich den eignen Sinn,/ denn Demut ist Gesetz sie Gewinn/ für den himmel./ Wer in sich schwach,/ folgt, Herr, dir überalll nach/ und trägt mit Ehren deine Schmach. 17⁵ 17⁰ Kirche 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig!/ Die Ernt ist groß, der Schnitter wenig,/ oͤrum sende treue Zeugen aus;/ send auch uns hinaus in Gnaden,/ viel frohe Gäste einzuladen/ zum Mahl in deines Vaters Haus. /Wohl dem, den deine Wahl/ beruft zum Abenoͤmahl/ im Reich Gottes./ Da ruht der Streit,/ da währt die Freud /heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen,/ die noch im Todesschatten wohnen,/ von deinem Himmelreiche fernl/ Seit Jahrtausenden ist ihnen/ kein Evangelium erschienen,/ kein gnadenreicher Morgen⸗ stern./ Glanz der Gerechtigkeit,/ geh auf, denn es ist Zeitl/ RKomm, Herr Jesu, /zeuch uns voran/ und mach uns Bahnz/ gib deine Türen aufgetan! 5. Deine Liebe, deine Wunden, /die uns ein ewges heil er⸗ funden,/ dein treues Herz, das für uns fleht,/ wollen wir den Seelen preisen/ und auf dein Kreuz solange weisen,/ bis es durch ihre Herzen geht. /Denn kräftig ist dein Wort;/ es richtet unoͤ durchbohrt/ Geist und Seele;/ dein Joch ist süß,/ dein Geist ge⸗ wiß,/ und offen steht dein Paradies. 6. Heiland, deine größten dinge/ beginnest du still und geringej/ was sind wir Armen, Herr, vor dir?„Aber oͤu wirst für uns streiten/ und uns mit deinen Rugen leiten/ auf deine Kraft ver⸗ trauen wir./ Dein Senfkorn, arm und klein,/ wächst enolich ohne Schein/ doch zum Baume,/ weil du, Herr Christ,/ sein hüter bist// dem es von Gott vertrauet ist. Albert Anapp, 4 1804. valet will i Mel. Nr. 155. 176 01 Leben⸗ 1. Der du zum heil erschienen/ der allerärmsten Welt/ und von den Cherubinen/ zu Sündern dich gesellt,/ den sie mit frechem Stolze/ verhöhnt für seine huld,/ als du am Marterholze/ ver⸗ söhntest ihre Schuld: 2. Damit wir Kinder würden,/ gingst du vom Vater aus,// nahmst auf dich unsre Bürden/ und bautest uns ein Haus./ Von Westen und von Süden,/ von Morgen ohne Zahl/ sind Gäste nun be⸗ schieden/ zu deinem Abenomahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide,/ von allen Flecken rein,/ führst du zu deiner§reude/ die völkerscharen ein,/ und welchen nichts 17⁵ Kirche ꝛ Schnitter Wort Gottes verkündigt,/ kein heil verheißen war,/ die bringen nun entsündigt/ riinni dir Preis und Ehre dar. Wmaßl, hu 4. Drum kann nicht Ruhe werden,/ bis deine Liebe siegt,/ bis reud/ heut, dieser Kreis der Erden/ zu deinen Füßen liegt,/ bis du im neuen Leben/ die ausgesöhnte Welt/ dem, der sie dir gegeben,/ vors An⸗ gesicht gestellt. Eudene 5. Und siehe, tausend dürsten/ mit volkern ohne Licht/ stehn in noeel. der nacht und därsten /nach deinem Iingesicht. Ruch sie hast bu l„ Komm⸗ gegraben/ in deinen Priesterschilo,/ am Brunnquell sie zu laben// + der oͤir vom Herzen quillt. 6. So sprich dein göttlich„Werdel“„Laß deinen Odem wehn,/ daß auf ver finstern Erde/ die Toten auferstehn,/ daß, wo man gib deine 10 Ben—0 Greueln frönet/ und vor den Göthen kniet,/ ein willig Volk ver⸗ n wir den söhnet/ zu deinem Tempel zieht. ö is es durch ichtet und 7. Wir rufen, ou willst hören;/ wir fassen, was du sprichst./ . dein Wort muß sich bewähren,/ womit du Fesseln brichst./ Wie Geist ge⸗ viele sind zerbrochen!/ Wie viele sinos noch nichtl/ O du, ders uns versprochen,/ wero' aller Heiden Licht! Albert Anapp, + 1864. ògeringez/ ie Gnaoͤenmittel⸗ Kraft ver⸗ olich ohne Wort Gottes eer Waserguelte. 1 77 Französischer Psalter, 1551. E— ö— Valet will ich—.— 7—6— di geben. 9 0 2—.— 1,und von(Et lieb⸗ster Jesu, re⸗de// denn dein Rind gibt it frechem Star⸗ke mich/ denn ich bin blö⸗ de// daß ich mei⸗ nes ——— SPPII———..— 8/ nahmst—.IIl—— on Westen acht dar⸗auf. nun bez Le⸗bens Lauf oir zu Eh⸗ ren set⸗ze fort./ Ach, laß —.————.———— in,/führtt E, stets dein hei⸗lig Wort/ in mein her⸗ze sein ver⸗schlos⸗sen// 12 17⁷ 178 Wort Gottes MX —2— dir zu fol⸗gen un⸗ver⸗dros⸗ sen. 2. Ach, wer wollte dich nicht hören,/ dich, du liebster Menschen⸗ freund!/ Sinò doch deine Wort und Lehren/ alle herzlich wohl⸗ gemeint./ Sie vertreiben alles Leid // aller Freuden Süßigkeit/ muß vor deinen Worten weichen,/ nichts ist ihnen zu vergleichen. 3. Deine Worte sind mein Stecken,/ dessen ich mich trösten kann// will der deind zurück mich schrecken/ von der schmalen Lebens⸗ bahnj/ ja, sie flhren ohne Qual/ mich selbst durch des Todes Tal,/ schirmen mich auf allen Wegen,/ machen auch das Kreuz zum Segen. 4. Jesu, dein Wort soll mich laben,/ deine trosterfüllte Lehr/ will ich in mein Herze graben;/ ach, nimm sie doch nimmermehr/ von mir weg in dieser Zeit,/ bis ich in der Ewigkeit/ werde kommen zu den Ehren,/ dich, o Jesu, selbst zu hören. 5. Unterdes vernimm mein zlehen,/ liebster Jesu, höre michl/ Laß bei dir mich feste stehen,/ so will ich dich ewiglich/ preisen mit Herz, Sinn und Mund;/ ich will dir zu jeder Stund/ Ehr und Dank in demut bringen/ und dein hohes Lob besingen. Anna Sophie, Lanoͤgräfin von hessen⸗Darmstaot, 4 1685. Mel. Unser Herrscher 66 RKönig. 1 7 8 Bremen 1680. EV—.—.——— TA 1— D..— Teu⸗ res Wort aus Got⸗tes Mun⸗de,/ das mir lau⸗ ter dich al⸗lein hab ich zum Grun⸗de/ mei⸗ner Se=lig⸗ EE Se⸗ gen trägt,. keit ge⸗ 100 In dir treff ich al⸗les an,/ 1. + E. To N 1 —.— ———.— I I— was zu Gott mich füh⸗ren kann. 178 t Gottes Menschen⸗ zlich wohl⸗ Sübigkeit/ ergleichen. sten kann,/ en Lebens⸗ odes Tal,/ Kreuz zum üllte Lehr/ mermehr/ de kommen öre michl/ preisen mit o/ Ehr und adt, 1685. Wort Gottes 179 18⁰ 2. Will ich einen Vorschmack haben/ von des himmels Seligkeit// so kannst oͤu mich herrlich laben,/ weil bei dir ein Tisch bereit,/ der mir lauter Manna schenkt/ und mit Lebenswasser tränkt. 3. Geist der Gnaden, der im Worte/ mich an Gottes Herze legt// öffne mir des himmels Pforte,/ daß mein Geist hier recht erwägt// was für Schäthe Gottes Hand /dͤurch sein Wort ihm zugesanot. 4. Gib oem Samen einen Acker,/ der die drucht nicht schuldig bleibt // mache mir die Rugen wacker/ und, was hier dein Finger schreibt,/ präge meinem Herzen ein,/ laß den Zweifel ferne sein. 5. Was ich lese, laß mich merken;/ was du sagest, laß mich tun 7 wird dein Wort den Glauben stärken,/ laß es nicht dabei beruhn// sondern gib, daß auch dabei/ ihm das Leben ähnlich sei. 6. Hilf, daß alle meine Wege/ nur nach dieser Richtschnur gehn 7 was ich hier zum Grunde lege,/ müsse wie ein delsen stehn,/ daß mein Geist auch Rat und Tat/ in den größten Nöten hat. 7. Caß dein Wort mir einen Spiegel,/ Jesu, deines Vorbilds sein /orück darauf dein Gnadensiegel// schließ den Schah im Herzen ein,/baß ich fest im Glauben steh,/ bis ich dort zum Schauen geh. Benjamin Schmolck, 4 1757. mel. nr. 169. 179 Daller Bond⸗ aller Bande. I. Herr, dein Wort, die eoͤle Gabe,/ diesen Schah erhalte mir ʒ/ denn ich zieh es aller habe/ und dem größten Reichtum für./ Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten,/ worauf soll der Glaube ruhn?/ Mir ists nicht um tausend Welten,/ aber um dein Wort zu tun. 2. Halleluja, Ja und Amenl/ Herr, du wollest auf mich sehn,/ daß ich mög in deinem Namen/ fest bei deinem Worte stehnl/ Laß mich eifrig sein beflishen,/ dir zu dienen früh und spat,/ und zugleich zu deinen Füßen/ sihen, wie Maria tat. Nikolaus Luowig Graf v. Zinzendorf, + 1760. Mel. Nr. 196. 180 eoiebe Secle⸗ I. Vrediger der süßen Lehre,/ die ich mit Erstaunen höre// großer Arzt der Menschenkinder,/ du Evangelist oder Sünder/ und Prophet des neuen Bundes, /laß die Worte deines Mundes,/ deine Stimme an die Herden /mir zu Geist und Leben werden! 12² 170 181 Wort Gottes 2. Herr, dein Wort ist wie ein Hammer,/ schlägt und zeigt den Seelenjammer j/ es erquickt mich wie der Regen// leuchtet mir auf allen Wegen// stärket meines Geistes Kräfte//gibt mir neue Lebens⸗ säfte,/ ist ein Stab für matte Glieder/ und ein Schwert dem geind zuwider. Z. Diesem Worte will ich trauen/ und darauf beständig schauen/ sonst ist doch kein Licht vorhanden,/ fremde Lehre macht zu schan⸗ denj/ aber dein Gesetz unòd Gnade/ leiten mich auf rechtem Pfade./ herr, mein Glauben und mein Lieben/ hat den Grund: Es steht geschrieben. 4. Lehre mich dein Wort betrachten,/ mit Begierde darauf ach⸗ ten j/ lehre michs im Geist verstehen,/ laß es mir zu herzen gehen/ mache, daß ichs fröhlich glaube/ und kein Zweifel mir es raube,/ daß ichs mit Gehorsam ehre/ und sonst keine Stimme höre. 5. Was die Welt bekennt und lehret,/ was mein Herz erdenkt und ehret,/ was der böse Geist erdichtet,/ wird von Gottes Wort gerichtet./ Weg mit euch, ihr falschen Geister!/ Mir ist gnug an Einem Meister. Wißt, oͤaß euch der Fluch verzehret,/ wenn ihr selbst auch Engel wäret. 6. Selig, selig sind die Seelen,/ die sich sonst kein Licht erwählen,// als allein das Wort des Lebens!/ Diese glauben nicht vergebens,/ weil sie Gottes Rat ergründen/ und sein Herz im Worte finden./ O ein unschähbares Wissenl/ Anoͤre Weisheit kann ich missen. 7. Licht und Rraft unòd Mut und hreude,/ wahrer Trost im tiefsten Leide,/ Schutz vor allerlei Gefahren/ und ein ewiges Bewahren:/ das sind dieses Wortes drüchte./ Alles anore wird zunichtez/ alles anore muß vergehen;/ Gottes Wort bleibt ewig stehen. Ernst Gottlieb Woltersdorf, + 1761. Mel. Nr. 215. 181 Nch Sott und herr. 1. Gott ist mein Hort,/ und auf sein Wort/ soll meine Seele trauenj/ ich wandle hier,/ mein Gott, vor dir/ im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr;/ laß immerdar/ mich seine Kräste schmecken. /Laß keinen Spott,/ o Herr, mein Gott,/ mich von dem Glauben schrecken. 180 t Gottes Wort Gottes zeigt den 3. Wo hätt ich Licht,/ wofern mich nicht/ dein Wort die Wahr⸗ tet mir auf heit lehrte?/ Gott, ohne sie/ verständ ich nie,/ wie ich dich würoͤig aue Lebens⸗ ehrte. dem geind 4. Dein Wort erklärt/ der Seele Wert,/ Ansterblichkeit und Le⸗ ben;/ zur Ewigkeit/ ist diese Zeit/ von dir mir übergeben. g schauen/ 5. Den ewgen Rat,/ die Missetat/ der Sünder zu versühnen,/ ht zu schan⸗ den kennt ich nicht,/ wär oͤies mein Licht/ nicht durch dein Wort tem Pfade./ erschienen. ö: Es steht 6. Nun darf mein Herz/ in Reu und Schmerz/ der Sünden nicht verzagen;/ nein, du verzeihst,/ lehrst meinen Geist/ ein gläubig Abba sagen. Ludehro 7. Mich zu erneun,/ mich dir zu weihn,/ ist meines Heils Ge⸗ „ schäste./ Durch meine Müh/ vermag ichs nie;/ dein Wort gibt mir es raube,/ höre die Kräste. ö 8. Herr, unser Hort,/ laß uns dies wort// denn du hast es ge⸗ zerz erdenkt geben./ Es sei mein Teil,/ es sei mein Heil/ und Rraft zum ewgen dottes Wort Leben! christian gürchtegott Gellert, 4 1769. ist gnug an 5 Mel. Was Gott tut wenn ihr das ist wohlgetan. 1 82 E — Dein Wort, o herr, ist mil⸗ der Tau/ für trost⸗be⸗ laß kei⸗ nem Pflänzchen dei⸗ner Au/ den Him⸗mels⸗ ——— Bewahren:/....... I I TTT en. dürft⸗ge See⸗len; 9 1— odorf, L. 5l. bal⸗sam feh⸗len. Er⸗quickt durch ihn/ laß je⸗des blühn/ und 1+.——.— .—. E=— 35 i, SSSSDeE eine Seele——— huben, nicht in der Zu⸗kunft Ta⸗gen/ dir Frucht und Sa⸗men tra⸗gen. 2. Dein Wort ist, herr, ein klammenschwert,/ ein Blith, der delsen eine Kräfte splittert,/ ein deuer, das im herzen zehrt/ und Mark und Bein ich von dem durchschüttert./ O laß dein Wort/ noch fort und fort/ der Sünde Macht zerscheitern/ und alle Herzen läutern! 181 18³ Wort Gottes 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern/ für unsre Pilgerreisez/ er führt die Loren hin zum Herrn/ und macht die Einfalt weise./ Dein Himmelslicht/ verlösch uns nicht/ und leucht in jede Seele// daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht;/ da ward das Wort der Gnade/ mein Labsal, meine Zuversicht,/ oᷣie Fackel meiner Pfade./ Sie zeigte mir/ den Weg zu dir/ und leuchtet meinen Schritten/ bis zu den ewgen hütten. 5. Auf immer gilt dein Segensbund;/ dein Wort ist Ja und Amenʒ/ nie weich es uns aus herz und Mund,/ zu preisen deinen Namen./ Laß immerfort/ dein helles Wort/ in allen Lebenszeiten/ uns trösten, warnen, leiten. 6. O sende bald von Ort zu Ort/ den Durst nach oͤeinen Lehren,/ den hunger aus, dein Lebenswort/ und deinen Geist zu hören,/ und send ein Heer/ von Meer zu Meer,/ der Herzen Durst zu stillen/ und dir dein Reich zu füllen. Bernhard Sarve, + 1841. Mel. esu Chri dich zun Eis ens 2 183 Görlitz 1648. E————— SSPSDSPSPSISISSISSSSISS. 1. Lun geh uns 20 du se-lig-machend ... Wort des Herrn,/ du Pfand des Heils, das uns im Sohn/ der EO ů EE DIH ———— Va⸗ter gab von sei⸗nem Thron. 2. Bereitet ist für dich die Bahn,/ die herzen sind dir aufgetanj/ wir sehnen uns nach deinem Licht/ und seufzen auf: Versäum uns nichtl 3. Du Wort der Wahrheit, lautrer Quell,/ mach unsre dunklen Augen hell,/ daß wir die Wege Gottes sehn,/ nicht in der Wahr⸗ heit irre gehn. 18² t Gottes ilgerreisej/ falt weise./ ꝛde Seele,/ 8 Wort der ner Pfade./ hritten/ bis ist Ja und isen deinen benszeiten/ en Lehren,// hören// und zu stillen/ arve, + 1841. Görlith 1648. hufgetanj/ Versäum re oͤunklen per Wahr⸗ Die heilige Taufe 184· 185 4. Du Wort der Buße, füll das Herz/ uns an mit tiefem Reue⸗ schmerz// daß unser Flehn und Seufzen sei:/ Gott steh uns armen Sündern beil 5. Du Wort der Gnade, tröstend Wort,/ o bring uns Botschaft fort und fort/ von ihm, der für uns litt und starb/ und uns Ge⸗ rechtigkeit erwarb. 6. Du Wort des Glaubens, gib uns Kraft,/ daß wir, der Eitelkeit entraßft,/ im gnädig dargebotnen Heil/ ergreifen unser ewges Teil. 7. So geh uns auf, oͤu Gottesglanz// durchoͤring uns und ver⸗ klär uns ganz// du Wort, das noch in Rraft besteht,/ wenn Erd und himmel untergeht. gulius Sturm, + 1890. Ddie Sakramente Die heilige Taufe⸗ Mel. Nr. 6. 1 8 4 Liebster Zesu, wir sind hier. 1. Liebster gesu, wir sind hier,/ deinem Worte nachzuleben/ die⸗ ses Rindlein kommt zu dir,/ weil du den Befehl gegeben,/ daß man sie zu dir hinführe;/ denn das Himmelreich ist ihre. 2. Ja,/ es schallet allermeist/ dieses Wort zu unsern Ohren:/ Wer durch Wasser und durch Geist/ nicht zuvor ist neugeboren,/ wird von dir nicht aufgenommen/ und in Gottes Reich nicht kommen. Z. Darum eilen wir zu dir,/ nimm das Pfand von unsern Rrmen,/ tritt mit deinem Glanz herfür/ und erzeige dein Erbarmen,/ daß dein Kind es hier auf Erden/ und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an,/ Haupt, mach es zu deinem Gliede,/ himmelsweg, zeig ihm die Bahn,/ driedefürst, sei du sein Friede,/ Weinstock, hilf/ daß diese Rebe/ auch im Glauben dich um⸗ gebe! 5. Nun, wir legen an dein herz// was von Herzen ist gegangen/ führ die Seufzer himmelwärts/ und erfülle das Verlangen;/ ja, den Namen, den wir geben,/ schreib ins Lebensbuch zum Leben! Benjamin Schmolck, 4 1757. Mel. Nr. 6. 18 5 Liebster Zesu, wir sind hier. 1. Nun gottlob! es ist vollbracht,/ und der Bund mit Gott ge⸗ schlosyenj/ was uns rein und selig macht,/ ist auf dieses Kind ge⸗ flossen j/ Jesus hat es eingesegnet/ und mit himmelstau beregnet. 18³ 186 187 Die heilige Taufe 2. O du oreimal selig Kind,/ vom Dreieinigen geliebet,/ dem der Vater sich verbinot// dem der Sohn das Leben gibet// dem der Geist ist eingeflossen/ und der Himmel aufgeschlossen! 3. Nun so denk an diesen Bund,„weil du einen Odem hegest// daß auf einen festen Grund/ du stets deinen Glauben legest./ Wer sich läßt auf Jesum taufen,/ muß in Jesu Wegen laufen. 4. Werde fromm und wachse groß,/ werde deiner Eltern Freude// und dein jetht erlangtes Los/ tröste dich in allem Leide/ deine Taufe sei die Türe,/ welche dich zum himmel flihrel Benjamin Schmolck, 4 1737. mel. Nr. 140. 186 Wcungen horte⸗ 1. Barmherziger, laß deiner Gnade/ jeht dieses Kind empfohlen sein,/ das wir im heilgen Washerbade/ nach deines Sohns Befehl dir weihn;/ erfülle, was dein Wort verheißt,/ an ihm, Gott Vater, Sohn und Geist. 2. Regiere nun das ganze Leben auch oͤieses Rindes, treuer Gottl/ Dir sei und bleib ich stets ergeben/ sei du mit ihm in Glück und Not// ach, führ es selbst auf vechter Bahn,/ nimm es zuletzt in Ehren an! 5. Laß uns die Wohltat recht ermessen// die uns die Taufe zu⸗ gewanot// und nie, o herr, den Bund vergeshen,/ der uns so fest mit dir verband;/ uns alle stärk zu neuer Treu,/ daß über uns dein Friede seil Mel. Nr. 196. 187 ohebe Sreie 1. O du reicher herr der Armen,/ mit welch herzlichem Erbar⸗ men/ bist du uns zuvorgekommen, /hast dich unser angenommenl/ Wie kamst oͤu mit allem Segen/ uns erbarmungsvoll entgegen/ schon an deines Reiches Pforte/ durch das Wasserbad im Worte. 2. Sind wir selbst doch unaussprechlich/ kraftlos, hilflos und gebrechlich,// ja, als dleisch vom Fleisch geboren,/ sünolich, sterblich und verioren;/ aber reinigend und heilend,/ Geist und Leben uns erteilend// schenkest du uns reiche Gnade/ in der Taufe heilgem Bade. 3. Und wir glauben deinem Worte./ Darum bringen wir zur Pforte/ deines teuren Onadenreiches/ dieses Rind; tu an ihm 194 ge Taufe t// dem der m der Geist m hegest// egest./ Wer ꝛn. n dreude// heine Taufe iolck, 4 1737. ich tausend ingen hätte. empfohlen hns Befehl zott Vater, es, treuer m in Glück es zulett Taufe zu⸗ so fest mit uns dein hmücke di iebe Seels⸗ m Erbar⸗ bmmenl/ ntgegen/ m Worte. Iflos und „sterblich eben uns ęm Bade. wir zur an ihm Konfirmation 188⁸ Gleichesl/ Die Verheißung, die zum Leben/ deinem Volke du ge⸗ geben,/ geht nach deiner huld nicht minder/ über deines Volkes Rinder. 4. Sei auch diesem KRinde gnädig,/ mach es aller Sünde leoͤig;/ schenke ihm die reine Seide/ der Gerechtigkeit zum Kleide;/ salbe es mit deinem Geiste/ und ihm alle Hilfe leiste,/ daß der Segen deiner hände/ auf ihm bleibe bis ans Ende. Philipp Spitta, 4 1859. Konfirmation/ Mel. nr. 140. 188 Edunden Barts 1. Ich bin getauft auf deinen Namen,/ Gott Vater, Sohn und heilger Geist!/ And so ist alles Ja unòd Amen,/ was mir dein teures Wort verheißt;/ ich bin in Christum eingesenkt,/ ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben,/ mein lieber Vater, mich erklärt;/ du hast die Frucht von deinem Sterben,/ mein treuer Heilanoͤ, mir gewährt;/ oͤu willst in aller Not und Pein,/ o guter Geist, mein Tröster sein. 5. Doch hab ich oͤir auch Furcht und Liebe,/ Treu und Gehorsam zugesagt;/ ich hab, o herr, aus reinem Triebe/ dein Eigentum zu sein gewagt;/ hingegen sagt ich bis ins Grab/ der Sünde schnöden Werken ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite/ bleibt dieser Bund wohl feste stehn;/ wenn aber ich ihn überschreite,/ so laß mich nicht ver⸗ loren gehn;/ nimm mich, dein Kind, in Gnaden an,/ wenn ich hab einen Fall getan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue/ Leib, Seel und Herz zum Opfer hinz/ erwecke mich zu neuer Treue/ und nimm Besitz von meinem Sinn./ Es sei in mir kein Tropfen Blut,/ der nicht, Herr, deinen Willen tut. 6. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken,/ Gott Vater, Sohn und heilger Geistl/ Halt mich in deines Bundes Schranken,/ bis mich dein Wille sterben heißt;/ so leb ich dir, so sterb ich dir,/ so lob ich dich dort für und für. Joh. Jakob Rambach, 4 1735. 18⁵ 189 190 Konfirmation (Gesang der Gemeinde vor der Konfirmation.) ber We 1 8 9 Vorreformatorisch. ————— .r, 1. Volk oͤes herrn, bring dein Ge⸗schlech⸗te/ nach dem E*—= EI I—. 1 1 Z.— — LII— 5 J—..—— —2* + 2 II al ⸗ten— 298 Rech⸗ te/ her zum Kö⸗ nig al⸗ler 1 1 ——— SE— 2e, eit, Errii E, Knech⸗te,/ sprich: herr, hie ist dein Ge⸗schöpfl 2. Dämpfe Fleisch und Blut in ihnen,/ laß sie nicht der Sünde die⸗ nenl/ Ziehe sie durch dein Versühnen,/ eh sie sterben, an dein Herz! 3. Rommt, ihr Kinder, die wir haben/ als viel teure Gottesgaben,/ nehmt vom Schat, oͤran wir uns laben,/ den euch zugedachten Teil J. Einen Teil am Liebesbande/ mit dem ewgen Vaterlande,/ aber auch am Kreuzesstande/ und am Weltverleugnungssinn. 5. Wollet ihr euch binden lassen?/esu Kreuz mit dreuden fassen/ und die falsche Ruhe hassen?/ Willst dᷣu, liebes Kindervolk? 6. Ach, die ewig treue Liebe/ schenk euch ihre selgen Triebe,/ daß ein jedes Glauben übe,/ bis ihr seht, was ihr geglaubt! Nikolaus Ludwig Graf v. Finzendorf, + 1760 · Mel. Es ist das Heil 1 0(Vorreformatorisch) uns 90 her. 9 wittenberg 1523. W.. die hier vor dei⸗nem Ant⸗litz stehn,/ sind Je⸗su wenn ver⸗eint wir für sie flehn,/ er⸗bar⸗mend i Chri⸗sti Glie ⸗der. 12. 2 2 auf sie nie ⸗ derl/ Gib ih⸗nen, Va⸗ter, Sohn und 186 ymation rmatorisch. — ch dem al ⸗ler schöpfl ünde die⸗ ein Herz! esgaben,/ ten Teil; erlande,/ gssinn. en fassen/ olk? Triebe,/ laubt! rf, + 176 · vmatorisch) uberg 1523. Konfirmation 19¹ N + FEE— EI + — E— + I——..— Geist,/ das Gu⸗te, das dein Wort verheißt,/ im Le⸗ ben N N Z und im Ster ⸗ben. 2. Sie kennen, Vater, deinen Sohn/ und dessen heilge Lehren./ Ist Freude, Gott, vor deinem Thron,/ wenn Sünder sich bekehren,/ wie groß ist unsre Freude nun,/ da diese das Gelübde tun,/ dir treulich anzuhangen. 3. O laß sie nimmer zum Gericht/ sich dem Altare nahenl/ Laß sie in Glaubenszuversicht/ das Bundesmahl empfahen!/ Dies stärke sie in aller Rot;/ dies reize sie, des Heilands Tod/ zu preisen durch ihr Leben. 4. Lacht ihnen bei dem Christenlauf/ der Reiz der Welt ent⸗ gegen,/ hilf ihrem schwachen Glauben auf,/ wenn dann sich Lüste regenl/ Laß sie hinauf auf Jesum sehn,/ die Welt mit ihrer Lust verschmähn,/ beharren bis ans Ende. 5. Den wichtgen Lohn oͤer Ewigkeit,/ die herrlichkeit dort oben,/ zeig ihnen, die auf alle Zeit/ jetzt Treue dir geloben!/ Der Blick muß ihnen Kraft verleihn!/ Herr, segne sie, denn sie sind dein:/ erhalt sie in der Wahrheit! Theod. Sottlieb v. Hippel, 4+ 1796. (Gesang der Konfirmanden vor der Einsegnung.) Mel. Seelenbräutigam. 1 9¹ Adam Drese, 1690. 4—.— bar⸗mend —— 1. Von oͤes him⸗mels Thron/ sen⸗de, Got⸗tes Sohn,/ —.—.—— ᷣ— F SSD.—— ohn und— dei⸗nen Geist, den Geist der Stär⸗kel/ Gib uns Kraft zum heil⸗gen 187 192 Konfirmation *— d E e ——— SIEEEEE Wer⸗ke,/ oͤir uns ganz zu weihn,/ e⸗wig dein zu sein. 2. Mach uns selbst bereit,/ gib uns Freudigkeit,/ unsern Glauben zu bekennen/ und dich unsern herrn zu nennen,/ dessen teures Blut/ floß auch uns zu gut. 3. Richte erz und Sinn/ nach dem Himmel hin,/ wenn wir unsern Bund erneuern/ und gerührt vor dir beteuern,/ deine Bahn zu gehn,/ Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn,/ Segen zu empfahn,/ wollest du auf unsre Bitten/ uns mit Gnade überschütten!/ Licht und Kraft und Ruh/ ströme dann uns zu. 5. Gib auch, daß dein Geist,/ wie dein Wort verheißt,/ unauf⸗ löslich uns vereine/ mit der gläubigen Gemeine,/ bis wir dort dich sehn/ und dein Lob erhöhn. Samuel Marot, 4 1805. (Gesang der Konfirmanden nach der Einsegnung.) Mel. O Durchbrecher aller Bande. (Oder wie Nr. 67.) 1 92 Herrnhaag 1740. D 2 V — S SS.SSIS. 1 Bei dir, Je⸗su, will ich blei⸗ben,/ stets in dei⸗nem Unichts soll mich von dir ver⸗trei⸗ben,/ dei=ne We⸗ ge — I— 1 —————— Dien ⸗ste stehn 3— 10 will ich gehn. Du bist mei⸗nes Le ⸗bens Le⸗ ben,/ ——.— ——.——.— mei⸗ner See⸗le Trieb und Kraft,/ wie der Wein⸗stock sei⸗nen ö 42. 2— Re⸗ben/ zu⸗strömt Rraft und Le⸗ bens ⸗sast. 186 ö mation sein. Glauben en teures henn wir ine Bahn st oͤu auf raft und unauf⸗ dort dich t, + 1805. 0 aag 17⁴40. Ei⸗nen Ronfirmation 19³3 2. Könnt ichs irgend besser haben/ als bei dir, der allezeit/ so viel tausend Gnadengaben/ für mich Armen hat bereit?/ Rönnt ich je getroster werden,/ als bei dir, herr Jesu Christ,/ dem im himmel und auf Erden/ alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden,/ der, was Jesus tat, mir tut,/ mich erkaust von Tod und Sünden/ mit dem eignen teuren Blutꝰ/ Sollt ich dem nicht angehören,/ der sein Leben für mich gab?/ Sollt ich ihm nicht Treue schwören,/ Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich,/ so in Freude, wie in Leid;/ bei dir bleib ich, dir verschreib ich/ mich für Zeit und Ewigkeit./ deines Winks bin ich gewärtig,/ auch des Rufs aus dieser Wolt,/ denn der ist zum Sterben fertig,/ der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nur auf dieser Erden/ nahe, bis mein Tag sich neigtl/ Wenn es einst will Abend werden/ und die Nacht hernieder⸗ steigt/ wenn mein Rug wird dunkler, trüber// dann erleuchte meinen Geist// daß ich fröhlich zieh hinüber// wie man nach der heimat reist. Philipp Spitta, 4 1859. Mein Glaub ist Mel. Nr. 516. 193 meines Tedend Ruh. 1. Ich bin in dir und du in mirl/ Nichts soll mich, ewge Liebe, dir/ in dieser Welt entreißen l/ Ruf Erden, wo nur Sũünder sino// nennst du mich freunoͤlich schon dein Kind,/ o laß michs ewig heißen/ und treu mit Wandel, Herz und Mund/ bewahren deinen Friedensbund! 2. Ich bin in dir und du in mir z/ oreieinger Gott, du hast zu dir/ mich frühe schon berufen./ Was mir, dem Kinoͤlein, war bereit,/ ergreif ich heut voll Innigkeit/ an des Altares Stufen/ und sag: O Liebe, du bist mein,/ ich will dein Kind auf ewig seinl 3. Ich bin in dir und du in mir;/ noch wohn ich völlig nicht bei dir// weil ich auf Erden walle j/ örum führ mich, Jesu, treuer hirt,/ daß mich, was locket, schreckt und irrt,/ nicht bringe je zu Falle!/ O daß, was ich dir heut versprach,/ mir gehe tief und ewig nach! 4. Ich bin in dir und du in mirj/ komm/ Herr, mir deine Tugenoͤ⸗ zier/ frühzeitig anzulegen,/ daß mir des Lebens Glück und Not,/ ja selbst der letzte Feino, der Tod,/ nur kommen mög mit Segenl/ Mit dir will ich durchs Leben gehn,/ dir leiden, sterben, auferstehn! Albert Knapp, + 1864. 187 194 195 Das heilige Abenoͤmahl (Gesang der Gemeinde nach der Konfirmation.) Mel. Nr. 198. 1 9⁴4 wie nach einer Wasserquelle. 1. Großer König unsrer Erden,„Jesu, dem die ganze Welt/ ewiglich muß dienstbar werden,/ dessen hand das Zepter hält// wir, dein Volk und Eigentum,/ wollen deines Ramens Ruhm/ mit verdientem Lob erheben/ und dir Preis und Ehre geben. 2. Herr, wir danken dir einmütig//daß du dir ein Volk erwählt/ und auch uns Verlorne gütig/ deiner Rirche zugezählt;/ wir sind Christen, wir sind dein,/ laß uns, was wir heißen, sein/ und auf⸗ richtig danach streben,/ wie wir oͤir zu Dienste leben. 3. Dir sei Dank für deine Gaben,/ so du in die Kinder legst// die den Bund bestätigt haben,/ die du in den Armen trägst./ Herr/ laß ihnen ewig nicht,/ was ihr Mund allhier verspricht,/ was sie heut sich vorgenommen,/ aus dem Sinn und Herzen kommen. 4. Gib, daß sie durch deinen Segen,/ dir, o Heilano, treu ge⸗ sinnt// bessre Christen werden mögen,/ als wir leider alle sind./ Durch sie sei dein Reich vermehrt,/ durch sie weroͤest oͤu geehet,/ bis wir all in Zions Höhen/ einst dein Jubelfest begehen. Das heilige Abenoͤmahl⸗ 95 Braunschweig 1528. —— en, e = hri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ 2. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ E H— er⸗barm dich un⸗serl* erebarm dich un ⸗serl 3. Chri⸗ste, du Lamm Got⸗tes,/ ꝛnoͤmahl 9 asserquelle. ize Welt/ ter hält// s Ruhm/ geben. erwählt/ wir sind und auf⸗ er legst// gst./ Herr, was sie ommen. treu ge⸗ ille sind./ geehrt,/ en. Got⸗tes,/ Got⸗tes// er Welt// er Welt,/ — pot⸗tes// das heilige Abenoͤmahl 196 ...—..— der oͤu trägst die Sünd der Welt,// gib uns dei⸗nen§rie⸗den./ Oder: —=˖'•e men. A men. (Agnus dei) Wittenberg 1535. 1 35 Johann Crüger, 1649. —.—. 4. ke Raru o lie ⸗be See⸗le, /laß die dunk⸗le komm ans hel⸗le Licht ge⸗gan⸗ 666655555 ge——— ülich , + Sün⸗den⸗höh⸗le, genn der Herr voll Heil und Gnaden/ an zu pran⸗gen/ ——* will dich jetzt zu Ga⸗ste la⸗ den;/ der den Him⸗mel — ů ö—.— kann ver⸗ Wal⸗ ten,/ will jeht Her⸗berg in dir hal⸗ ten. 2. Dürstend nach dem Himmelssegen,/ eile deinem Herrn ent⸗ gegen,/ der mit süßen Gnadenworten/ klopft an deines Herzens Pforten ʒ/ eile, sie ihm aufzuschließen,/ wirf dͤich hin zu seinen rm/ sprich: o herr, laß oͤich umfassen,/ von dir will ich nimmer lassen! 3. Nch, wie hungert mein Gemüte,/ Menschenfreund, nach deiner Güte;/ ach, wie pfleg ich oft mit Tränen/ mich nach deinem Mahl zu sehnen j/ ach, wie pfleget mich zu dürsten/ nach dem Trank des 191 19⁷7 Das heilige Abenoͤmahl Lebensfürsten,/ daß mit diesem Brot und Weine/ sich mein heiland mir vereine. 4. Jesu, meine Lebenssonne// Jesu, meine Freud und Wonne,/ Jesu, ðu mein ganz Beginnen,/ Lebensquell und Licht der Sinnen// hier fall ich zu deinen düßen!/ Laß mich würdiglich genießen/ diese deine himmelsspeise,/ mir zum Heil und dir zum Preise. 5. Herr, es hat dein treues Lieben/ dich vom Himmel herge⸗ trieben,/ daß du willig hast dein Leben/ in den Tod für uns ge⸗ geben/ und dazu ganz unverdrossen,/ Herr, dein Blut für uns ver⸗ gossen//das uns jetht kann krästig tränken,/deiner Liebe zu gedenken. 6. Jesu, wahres Brot des Lebens,/ hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens/ oder mir wohl gar zum Schaden/ sei zu deinem Tisch geladen/ laß mich durch dͤies Seelenessen/ deine Liebe recht er⸗ messen,/ daß ich auch, wie jetzt auf Erden,/ mög dein Gast im Himmel weroͤenl Zohann Franck, 4 1677. Mel. Es ist gewißlich 1 97 an der Zeit. Wittenberg 1535. 91——99.—— I——.— S.S...—— 1 Herr Je⸗su Christ, du höch⸗stes Gut,/ du Brunnquell Wir kom⸗men, dei⸗nen Leib und Blut,/ wie du uns — 1——..— 1 1 2 —8——— — ů— 2— H1. 98 Lu en, zum Prei⸗se dei⸗ ner Herr⸗lich⸗keit/ und 2 2 7 E—..— 2 uns⸗ rer See⸗len Se⸗lig⸗keit/ zu es⸗ sen und zu trin⸗ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit/ zu diesem hohen Werkel/ Schenk uns dein schönes Ehrenkleid/ durch deines Geistes Stärkej/ hilf, daß wir würoͤge Gäste sein/ und werden dir gepflanzet ein/ zum ewgen Himmelswesen. 19² denomahl ein Heiland ò Wonne,/ r Sinnen,// genießen/ n Preise. mel herge⸗ ür uns ge⸗ ür uns ver⸗ u gedenken. nicht ver⸗ inem Tisch he recht er⸗ in Gast im anck, + 1677. enberg 1535. Das heilige Abenoͤmahl 198 3. Bleib du in uns, daß wir in dir/ auch bis ans Ende bleiben ʒ/ laß Sünd und Not uns für und für/ von dir nicht wieder treiben,/ bis wir durch deines Nachtmahls Kraft/ in deines Himmels Bürger⸗ schaft/ dort ewig selig werden. Chemnitz 1715. ewer Waßerowete 1 9 8 Französischer Pfalter, 1551. 9—.—.———.— — — + E— — III‚‚II ——1 Herr, oͤu hast für al ⸗ le Sün⸗der/ ei⸗nen rei⸗ chen wo das Brot der ar⸗men Rin⸗der/ nach des Va⸗ ters De A ii.— Tisch ge⸗deckt 35 Ae ⸗be schme 41. heu⸗ te nun bin ich dein Gast,/ wie du mir —— be⸗foh⸗ len hast;/ a⸗ber hilf auch, daß mein Her⸗ze/ dei⸗ne + — Wohl⸗tat nicht ver⸗scher ⸗ze. 2. Räume mir aus dem Gemüte/ alles Arge völlig aus,/ daß auch meines Herzens hütte/ werde dein geweihtes Haus./ denn ich hoffe nur auf dich,/ liebster Jesu, liebe mich/ und laß deinen Tisch auf Erden/ mir des himmels Vorschmack werden. 3. Kann der herr dem Knechte schenken/ auch sein eigen Fleisch und Blut:/ ach, so hilf mir recht bedenken,/ was hier deine Liebe tut,/ und verleihe, daß ich nicht/ eß und trinke zum Gericht,/ was du, Jesu, für mein Leben/ zur Erlösung hast gegeben. 4. Wirke heilige Gedanken/ in der Seel, die dir gehört;/ halte meinen Sinn in Schranken,/ wenn mich durcht und zweifel stört./ dühl ich meiner Sünden Not,/ so erfülle mich dies Brot,/ dieser Kelch mit neuem Mute;/ dein Blut floß auch mir zugute. 13³ ——— 19³ 199 Das heilige Abenoͤmahl 5. Sind wir doch aus dir geboren,/ nähr uns auch durch deine Kraft,/ und weil alles da verloren,/ wo nicht Jesus Hilfe schafft:/ ach, so laß oͤein Brot und Wein/ meines Herzens Labsal sein,/ daß die Wirkung dieser Speise/ künftig in der Tat sich weise. 6. Laß mich deine Liebe schmecken/ und die Güter jener Welt;/ oder wenn auch durcht und Schrecken/ mich zuweilen überfällt// so verschaffe mir dein Blut/ einen rechten Freudenmut,/ daß ich meinen Trost im Glauben/ mir durch niemanoͤ lasse rauben. 7. Hilf mir recht ins herze fassen/ deinen herben, bittern Tod ʒ/ lasse mich auch niemand hassen,/ der mit mir genießt dein Brotj/ nimm mich ganz vollkommen ein,/ bis ich werde bei dir sein/ uno die dülle deiner Gaben,/ meinen Gott und alles haben. KRaspar Neumann, 1 1715. Mel. Nr. 116. 199 ou heil der Sündes 1. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden/ in deiner letzten Trauer⸗ nacht/ uns hast die§rüchte deiner Leiden/ in einem Testament vermacht:/ es preisen gläubige Gemüter/ dich, Stifter dieser hohen Güter! 2. So oft wir dieses Mahl genießen,/ wird dein Gedächtnis bei uns neu;/ man kann aus frischen Proben schließen,/ wie brünstig deine Liebe sei./ Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen/ er⸗ neuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zitternden Gewissen/ ein neues Siegel aufge⸗ drückt,/ daß unser Schuloͤbrief sei zerrissen,/ daß unsre Hanoͤschrist sei zerstückt,/ daß wir Vergebung unsrer Sünden/ in deinen blutgen Wunden finden. 4. Und fester, als es je gewesen,/ wiròd nun das Band, das uns vereint;/ von allem Seelenschmerz genesen,/ schaun wir in dir den liebsten reund!/ Wir fühlen uns in solchen Stunden/ mit dir zu einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben,/ und dieser Relch erquickt den Geist;/ es mehrt sich unser innres Leben,/ wenn unser Glaube dich geneußt;/ wir fühlen neue Rraft und Stärke/ in unserm Kampf und Glaubenswerke. 19⁴ enoͤmahl urch deine e schafft:/ al sein// weise. er Welt;/ überfällt,/ 1 daß ich auben. ern Todʒ/ in Brotʒ/ sein/ und n. imn, + 1715. quicke mich, der Sünder. en Trauer⸗ Testament eser hohen lichtnis bei e brünstig erzen/ er⸗ gel aufge⸗ Das heilige Abendmahl 20⁰ 6. Wir treten in genaure Bande/ mit deines Leibes Gliedern einj/ wir müssen all in solchem Stande/ Ein Herz und Eine Seele sein;/ der Geist muß mehr zusammenfließen,/ da wir Ein Hleisch und Blut genießen. 7. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen,/ daß unser dleisch/ jehtt schwachheitsvoll,/ einst herrlich aus dem Staube grünen/ und unverweslich werden soll;/ ja, daß oͤu uns ein ewig Leben/ nach diesem kurzen weroͤest geben. 8. O teures Lamm, so eoͤle Gaben/ hast du in dieses Mahl ge⸗ legtl/ da wir dich selbst zur Speise haben,/ wie wohl ist unser Geist gepflegtl/ Dies Mahl ist unter allen Leiden/ ein wahrer Vor⸗ schmack jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis gesungen!/ Ein solcher hoher Liebesschein/ veroͤient, daß aller Engel Jungen/ zu dessen Ruhm geschäftig sein./ Wird unser Geist zu dir erhoben,/ so wird er dich vollkommen loben. Zgoh. Jakob Rambach, + 1735. Mel. herr, wie oͤu willst, so schicks mit mir.. 200 — Straßburg 1525. + —— hei⸗lig ist die Stät⸗te hier,/ wo ich voll Sie ist des himmels Pfor⸗te mir,/ die ich nun 5—— ei An⸗dacht ste⸗ hel 65 2oz of⸗fen se⸗ he. O Le⸗bens⸗tor, o Tisch des herrnl/ Vom —.. 2. Wie heilig ist dies Lebensbrot,/ dies teure Gnadenzeichen,/ vor dem des Herzens Angst und Not/ und alle Gualen weichen./ O Brot, das meine Seele nährt,/ o Manna, das mir Gott be⸗ schert,/ dich will ich jetzt genießen. 15* 19⁵ 20¹ Das heilige Abenoͤmahl 3. Wie heilig ist doch dieser Trank,/ der mein Verlangen stillet// der mein Gemüt mit Lob und Dank/ und heilger dreud erfülletl/ O Lebenstrank, o heilges Blut,/ das einst gefloshen mir zu gut,/ dich will ich jetzt empfangen! 4. Welch unaussprechlich Glück ist mein,/ welch Heil hab ich ge⸗ funden!/ Mein Jesus kehret bei mir ein;/ mit ihm werd ich ver⸗ bunden./ Wie ist mein Herz so freudenvoll,/ daß ich in Jesu leben soll,/ und er in mir will leben! 5. O wär doch auch mein herz geweiht/ zu einer heilgen Stätte// damit der Herr der Herrlichkeit/ an mir Gefallen hättel/ O wäre doch mein Herz der Ort,/ an welchem Jesus fort und fort/ aus Gnaden Wohnung machte! 6. Mein Jesu, komm und heile mich,/ was sünolich ist, vertreibe,/ damit ich nun und ewiglich/ dein Tempel sei und bleibe./ Von dir sei ganz mein Herz erfüllt;/ Herr, laß dein heilig Ebenbild/ be⸗ ständig in mir leuchten! 7. Nun, oͤu hast himmlisch mich erquickt,/ du hast dich mir ge⸗ geben;/ in dir, oͤer mich so hoch beglückt,/ will ich nun stünoͤlich leben./ Laß mich, mein heilano, allezeit/ von nun an bis in Ewig⸗ keit/ mit oͤir vereinigt bleibenl valentin Ernst Löscher, + 1749. Mel. Nr. 196. 201 Schmücke dich, o liebe Seele. 1. Komm, mein Herz, aus Jesu Leiden/ strömt auch dir ein Quell der dreuden./ Stille hier dein sehnlich dürsten/ aus dem Relch des Lebensfürsten./ Daß ich einen heiland habe/ und in seinem heil mich labe/ und in sein Verdienst mich kleide,/ das ist meines herzens Freude. 2. Darum will ich mit Verlangen/ nun sein Abendmahl emp⸗ fangen;/ hier darf ich mich ihm verbinden,/ und so werd ichs tief empfinden,/ daß ich einen heiland habe,/ der am Rreuz und in dem Grabe,/ wie sein Wort mir sagt und schreibet,/ mein Erlöser war und bleibet. 3. Ach, wie werd ich oft so mͤübel/ Wie entweicht der süße Friedel/ Sünd und Welt kann mich verwunden,/ wenn mir dieses Licht ent⸗ schwunden:/ daß ich einen heiland habe,/ der mit seinem Hirten⸗ stabe/ sanft und mild und voll Vergeben/ mir nichts ist als Heil und Leben. 19⁰ noͤmahl stillet// illetl/ O ut,/ dich b ich ge⸗ ich ver⸗ u leben Stätte// O wäre rt/ aus treibe,/ Von oir il/ be⸗ mir ge⸗ tünoͤlich n Ewig⸗ „+ 170. be Seele. in Guell ꝛelch des em Heil herzens Hemp⸗ ichs tief und in Erlöser riedel/ icht ent⸗ Hirten⸗ us Heil Das heilige Abenoͤmahl 202 4. Sei gesegnet, ewge Liebe,/ daß öᷣu mir aus treuem Triebe,/ da das Mißtraun mich vergiftet,/ solch ein Denkmal selbst gestiftet:/ daß ich einen heiland habe,/ der den Gang zum Rreuz und Grabe/ gern getan, mich zu erretten/ von des ewgen Todes Ketten. 5. Heilges Brot, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begegnet// der mit seinen Todeswunden/ die Erlösung mir erfunden!/ Daß ich einen Heiland habe,/ der erblaßt und tot im Grabe/ auch für meine Schuld gelegen,/ will ich schmecken und erwägen. 6. Heilger Kelch, sei mir gesegnet,/ weil mir der mit dir begeg⸗ net// dessen Blut mich lässet finden/ die vergebung aller Sündenl/ Daß ich einen Heilanö habe,/ der die dürre Seele labe,/ muß nicht dies mein Dürsten stillen/ und mein herz mit Wonne füllen? 7. Er gebietet mir zu essen,/ meines Jammers zu vergessen;/ er gebietet mir zu trinken/ und in Freude zu versinken,/ daß ich einen heiland habe,/ der sich selbst als Opfergabe/ hat für mich dahin⸗ gegeben,/ mir zu Speis und Trank und Leben. 8. Will hinfort mich etwas quälen,/ oder wird mir etwas fehlen// oder wird die Kraft zerrinnen,/ so will ich mich nur besinnen,/ daß ich einen heiland habe,/ der vom Kripplein bis zum Grabe,/ bis zum Thron, wo man ihn ehret,/ mir, dem Sünder, zugehöret! Ernst Gottlieb Woltersdorf, 4 1761. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 202 Straßburg 1525. — ö—....— — Ich kom⸗me, Herr, und su⸗sche dich,/ müh⸗se⸗lig und HGott, mein Er⸗bar⸗mer, würoge mich/ des Wunders dei⸗ .——— n En beu 14 72 ner Ona ⸗ dent Ich lie ⸗ge hier vor dei⸗nem Thron,/ Sohn —.—— + +—— P—P...——— Got⸗tes und des Menschen Sohn,/ mich dei⸗ ner zu ge⸗ tröstenz/ 10⁷ 20³ Das heilige Abenoͤmahl ö— — — r. — ich füh ⸗le mei⸗ ner Sün⸗den Müh;/ ich su⸗che Ruh und ... —— — fin ⸗öde sie/ im Glauben der Er ⸗lö sten. 2. Dich bet ich zuversichtlich an,/ du bist oas Heil der Sünder,/ du hast die anoͤschrist abgetan,/ und wir sind Gottes Kinder./ Ich benk an deines Leidens Macht/ und an dein Wort: Es ist vollbrachtl/ Du hast mein Heil veroienet:/ du hast für mich dich dargestellt;/ Gott war in dir und hat die Welt/ in dir mit sich versühnet. 5. So freue dich, mein herz, in mirl/ Er tilget deine Sünden/ und läßt in seinem Mahle hier/ dich Gnad um Gnade finden./ Du rufst, und er erhört dich schon,/ spricht liebreich:„Sei getrost, mein Sohn,/ die Schuld ist bir vergeben;/ du bist in meinen Tod getaust,/ und oͤu wirst dem, der dich erkauft,/ von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit;/ bewahr es hier im Glauben,// und laß oͤurch keine Sicherheit/ dir deine Krone rauben„Sieh, ich vereine mich mit dir,/ ich bin der Weinstock, bleib an mir,/ so wirst ou Früchte bringen./ Ich helfe dir, ich stärke dich,/ und durch die Liebe gegen mich/ wird dir der Sieg gelingen.“ 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot,/ ich will es treu erfüllen/ und bitte dich ourch deinen Tod/ um Kraft zu meinem Willen./ Laß mich von nun an würdig sein,/ mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn/ und deinen Tod zu preisen;/ laß mich den Ernst der Heiligung/ durch eine wahre Besserung/ mir und der Welt beweisen! Christian Fürchte gott Gellert, 4 1769. mel. Nr. 196. 203 Elebe Secle 1. Jesu, Freund der Menschenkinder, /Heiland der verlornen Sünder,/ der zur Sühnung unsrer Schulden/ Kreuzesschmach hat wollen dulden,/ wer kann fassen das Erbarmen,/ das du trägest mit uns Armenl/ In der Schar erlöster Brüder/ fall ich dankend vor dir nieder. 19⁸ Das heilige Abenoͤmahl 2⁰⁴ 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen,/ herr, aus deiner düll entgegen;/ in dem Elend meiner Sünden/ soll bei dir ich Hilfe findenj/ meine Schuld willst du bedecken,/ mich befrein von durcht und Schrecken,/ willst ein ewig selig Leben/ als des Glaubens§rucht mir geben. 3. Herr, du kommst, dich mit den deinen/ in dem Nachtmahl zu vereinenj/ du, der Weinstock, gibst den Reben/ neue Kraft zum neuen Leben./ Nun, so steh bei mir und stärke/ mich zu jedem guten Werke// hilf, daß ich die Lust der Sünde/ durch dich kräftig liberwinde. 4. Aun, so sei der Bund erneuet,/ unser herz dir ganz geweihetl/ Auf dein Vorbild wolln wir sehen/ und dir nach, mein Heiland, gehen./ Schaff ein neues herz uns Sündern,/ mache uns zu Gottesk nöern,/ die dir leben, leiden, sterben,/ deine Herrlichkeit zu erben. 5. Großes Abenomahl der Frommen,/ Tag des Heils, wann wirst du kommen,/ daß wir mit der Engel Chören,/ Herr, dich schaun und ewig ehrenꝰ/ Halleluja, welche Freuden/ sind die drüchte deiner Leiden!/ Danket, danket, fromme Herzen, ewig ihm flür seine Schmerzen. Kaspar Lavater, + 1801. Wachet auf, Mel. Ar. 175. 204 rust uns Weam 1. Herr, du wollst uns vollbereiten/ zu deines Mahles Selig⸗ keiten,/ sei mitten unter uns, o Gottl/ Laß uns, Leben zu emp⸗ fahen,/ mit glaubensvollem Herzen nahen,/ und sprich uns los von Sünd und Tod./ Wir sino, o Jesu, dein// dein laß uns ewig seinl/ Amen, Amenl/ Anbetung diel/ Einst feiern wir/ das große Abenomahl bei dir. 2. Nehmt und eßt zum ewgen Leben/ das Brot, das euch der herr gegebenj/ die Gnade Zesu sei mit euchl/ Nehmt und trinkt zum ewgen Leben/ den Kelch des Heils, auch euch gegeben,/ ererbt, ererbt des Mittlers Reich!/ Wacht, eure Seele sei/ bis in den Tod getreul/ Amenl Amenl/ der Weg ist schmalj/ klein ist die Zahl,/ die dort eingeht zum Abenoͤmahl. Friedr. Gottlieb Klopstock, 1805. 1d⁷½ 20⁵5 Das heilige Abenoͤmahl Das 205 Hans Leo Haßler, 1601. wren E 1— ⁴—— nd uite e. 5 1 2— 2 1 Wie könnt ich sein ver⸗ges⸗ sen,/ der mein noch nie ver⸗ Aann ich die Lieb er⸗mef⸗ sen,/ da⸗durch mein herz ge⸗ 1 2— ——.—— Z. PSPPPIII I TTTTTT gaß? nas2 ö Ich lag in bit⸗tern Schmerzen,/ er schafft mein 22 1— 1.— — Le⸗ben neu,/ und stets quillt aus dem Her⸗zen/ ihm neu⸗e hal —6 ů—— —. S II 1 Lieb und Treul Lie 2. Wie sollt ich ihn nicht lieben,/ der mir so hold sich zeigt?/ 2. Wie jemals ihn betrüben,/ der so zu mir sich neigt?/ Er, der ans komm Kreuz erhoben,/ getragen meine Schmach,/ ruft er mir nicht von die 9 oben:/ Komm, folge du mir nachl Weise 3. Ich will ihn ewig lieben,/ der mir aus Todesnacht,/ von mei⸗ 3.1 nem Schmerz getrieben,/ Ansterblichkeit gebracht;/ der noch zur mit G letzten Stunde/ mir reicht die treue Hano,/ daß mich kein Feind legt a verwunde/ im Lauf zum Heimatland. Gehei 4. Er gibt zum heilgen Pfande/ mir seinen Leib, sein Blut,/ 4. hebt mich aus Nacht und Schande,/ füllt mich mit Himmelsmut,/ schwu will selber in mir thronen/ mit heilgem Gnadenschein./ Sollt ich dem bei ihm nicht wohnen?/ in ihm nicht selig sein? durchf 5. Bei 8reuden und bei Schmerzen/ durchleuchte mich dein Bilo// 5. wie du, o Herz der herzen,/ geblutet hast so milö/ Mein Lieben verkün und mein Hoffen,/ mein dulden weih ich dir./ Laß mir die heimat süß// offen/ und dein Herz für und für! ehristian Kern, 4 1835. fast vi 2⁰ Das heilige Abenoͤmahl 20⁰ Mel. i dei Loren(oder wir dr. 865. 206 Johann Crüger, 1655. E+ +.——=— SSISSSII Kommt her, ihr seid ge⸗la⸗denj/ der hei⸗land ru⸗ fet der treu⸗e herr oͤer Gnaden,/ an huld und Lie⸗be SISISSPSISISISISISIIIII 228971 der erd und Him⸗ mel lenkt/ /will Gastmahl mit euch 7 eEe HaErt=Kaat, hal⸗ ten/ und wun⸗der⸗bar ge⸗stal⸗ten,„ was er in — 2——3——— 2—3..— — 2 I Lie⸗be schenkt. 2. Kommt her, verzagte Sünder,/ und werst die Angste wegz/ kommt her, versöhnte Kinder,/ hier ist der Lebensstegl/ Empfangt die Himmelslust,/ die heilge Geistesspeise,/ die auf verborgne Weise/ erquicket jede Brust. 3. Rommt her, betrübte Seelen,/ die Not und Jammer oͤrückt,/ mit Gott euch zu vermählen,/ der wunderbar beglückt./ Rommt, legt auf ewig ab/ der Sünde bange Säumnis;/ empfanget das Geheimnis,/ das Gott vom Himmel gab. 4. O Wonne kranker Herzen,/ die mir von oben kam!/ Ver⸗ schwunden sind oͤie Schmerzen,/ getröstet ist der Gram;/ was von dem Himmel fleußt,/ hat lieblich sich ergossen;/ mein Herz ist gar durchflossen/ vom slißen Liebesgeist. 5. Drum jauchze, meine Seele,/ hell aus der Sündennacht;/ verkünde und erzähle/ die tiefe Wundermacht,/ die unermeßlich süß,/ ein Born der Liebe, quillet/ und jeden Jammer stillet,/ der fast verzweifeln ließ. 2⁰¹ 207 208 Das heilige Abenoͤmahl 6. Drum jauchze, meine Seele,/ orum jauchze deinem Herrn/ verkünde und erzähle/ die Gnade nah und fern,/ den Wunder⸗ born im Blut,/ die selge himmelsspeise,/ die auf verborgne Weise/ dir gibt das höchste Gut. Ernst Moritz Rrnot, 4 1860. (Nach der deier des heiligen Abendmahls.) nun laßt Mel. Nr. 369. 207 Gott, I510— Herken 1. OJesu, meine Wonne,/ du meiner Seelen Sonne,/ du Freuno⸗ lichster auf Erden, /laß mich dir dankbar werden! 2. Wie kann ich gnugsam schätzen/ dies himmlische Ergöten/ und diese teuren Gaben,/ die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dirs verdanken,/ o Herr, daß du mich Rranken/ gespeiset und getränket,/ ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen/ für alle deine Schmerzen;/ dir dank ich für dein Leiden,/ den Ursprung meiner§reuden. 5. Dir dank ich für dein Lieben,/ das stanoͤhaft ist geblieben/ dir dank ich für dein Sterben,/ das mich dein Reich läßt erben. 6. Du wollest ja die Sünde,/ die ich noch in mir finde,/ aus meinem Herzen treiben/ und kräftig in mir bleiben! 7. Laß mich sie ernstlich meiden,/ laß mich geduldig leiden/ laß mich mit Andacht beten,/ von deinem Weg nie treten! 8. So kann ich nicht verderben,/ oͤrauf will ich selig sterben/ und freudig auferstehen,/ o esu, dich zu sehen. Johann Rist, 166/. Mel. Zesu, meines Lebens Leben. 208 Christoph Anton, 165ʃ. 4 — FE 2——. 5—.— ö ——8383— — 1 Dan⸗ket, dan⸗ket Gott mit dreu⸗den,/ dan⸗ket ihm mit Macht die gro⸗Fen Se⸗lig⸗kei⸗ ten/ die⸗ses heil⸗gen ............. + Herz und Mund! Mah⸗les kund, 2⁰² — c 1 was der Herr für Gnaden schenket,/ da er mahl errnʒ/ under⸗ Weise/ + 1860. laßt uns Herren. jreuno⸗ göhen/ anken/ nʒ/ dir . iebenj/ t erben. e// aus eidenj/ nl terben/ t, + 10⁰⁷. on, 1651. hm mit eil⸗gen Das heilige Abenoͤmahl 2⁰9 — selbst uns speist und trän⸗ket j/ dan⸗ket ihm vor dem Al⸗ tar// „ DPDDiDEDiER ———— daß er uns so freunoͤlich war. 2. Ja, wir preisen Gottes Güte,/ denn sie währet ewiglich./ O wie freut sich das Gemüte,/ daß der Herr so gnädig sich/ gegen uns auch jetzt erwiesen!/ Immeroͤar sei er gepriesen/ groß ist seine huld und Treu;/ sie war diesesmal auch neu. 3. Heilig, heilig, heilig weröe,/ Gott, dein Nam uns mehr und mehr/ alle himmel samt der Erde/ zeugen laut von deiner Ehr./ Dir, Herr, singen Seraphinen/ oͤreimal heilig, die dir dienen// oroben in dem heiligtum/ schallet deines Ramens Ruhm. 4. Gott, der herr und Vater segne/ uns in seinem lieben Sohn/ und des Vaters Sohn begegne/ uns von seinem Gnadenthronz/ und der Herr, der Geist, bereite/ uns zur Herrlichkeit und leite/ uns zu seinem§rieden! Jal/ Amen! sprecht Hallelujal Nikolaus Kayser, + 1800. mel. Nr. 140. 200 ihungen höee⸗ 1. Nimm hin den dank für deine Liebe,/ erhöhter Mittler, Jesu Christ!/ Gib, daß ich dich nicht mehr betrübe,/ der dᷣu für mich ge⸗ storben bist;/ laß deines Leidens Angst und Pein/ mir immerdar vor Augen sein. 2. Im Streite hilf mir überwinden/ und stärke mich zu jeder Pflicht;/ bewahre mich vor neuen Sünden,/ verlaß mich in Ver⸗ suchung nicht,/ und dein für mich vergossnes Blut/ schenk mir im Todeskampfe Mut. 3. Hilf, daß ich deines Leibes Glieder,/ die heut dein Heil, wie mich, erfreut,/ von Herzen lieb als meine Brüder,/ als Erben einer Herrlichkeit. Wir haben Einen Herrn und Gott,/ uns speist und tränkt Ein Kelch, Ein Brot. 210⁰ Das heilige Abenoͤmahl 4. Wie jetzt, o herr, in deinem Namen/ dein Volk vor dir ver⸗ sammelt war,/ so bring einst wieder uns zusammen,/ daß wir mit deiner Engelschar,/ anbetend als dein Eigentum,/ stets preisen deines Namens Ruhm. Georg Zoachim Zollikofer, 4 1788, und Kaspar Lavater, 4 1801. Mel. die Tugend wird 21 0 7ᷣD— Kreuz geübet. J. A. Freylinghausen, Halle 1704. IEEEE Vollbracht ist nun die heil⸗ge dei⸗er;/ ver⸗kün⸗det O dein Ge⸗dächt⸗nis sei uns teu⸗er/ und un⸗ver⸗ E EEE ward von uns dein Tod. geß ⸗lich dein Ge⸗bot! ———.—— —— in uns er⸗kal⸗ ten„n fin ver⸗ gehn aß wür⸗dig einst am Kro⸗nen⸗zie⸗le,/ Herr, dei⸗ne Herr⸗lich⸗keit uns sehnl J. Christian Wagner, 4 1825. 204 2... 0 2 Laß nie oͤes himmels Vor⸗ge⸗füh⸗le/ 2* 2 —22 — ——— N DR mahl ir ver⸗ vir mit preisen 1+ 1801. n⸗det e 111 2 0 ist am ö ö hnl 211212 Buße Wiedͤergeburt und Heiligung 21 1 Georg Winer, 1618. ne, 1. Schaf⸗fe in mir, Gott, ein n—— ze und 24 5 H— ..t.. 24.—*—E— gib mir ei⸗nen 56465 en, ge⸗wis⸗ sen Geist. Verwirf mich nicht, —— — E+ 2——.— de breare nere.—— ver⸗wirf mich nicht von dei⸗nem An⸗ge⸗sicht, von dei⸗ nem ———— 1 1 —— 2—— E◻+ An⸗ge⸗sicht unòd nimm dei⸗ nen hei⸗li⸗gen Geist nicht von mir. Psalm 51, v. 2, 15. 21 2 wittenberg 1524. SSIE 71. Aus tie⸗fer Not schrei ich zu dir// Herr Gott, er⸗hör mein Dein dig Ohr neig her zu mir/ und mei⸗ner Bitt es JD.— EAUA 7?%? Ru⸗ sen! öff=ne denn so du willst das se ⸗hen an,/ was Sünd und SDSDSSDSSESISESISESESESISSI.... An⸗recht ist ge⸗tan;/ wer kann, Herr, vor dir blei ⸗ben? 2. Bei dir gilt nichts dbenn Gnad und Gunst,/ die Sünde zu vergeben;/ es ist ooch unser Tun umsonst/ auch in oem besten Leben;/ vor dir niemand sich rühmen kann/ des muß dich fürchten jedermann/ und deiner Gnaden leben. 20 noͤe zu besten ürchten Buße 21³ 3. Darum auf Gott will hoffen ich,/ auf mein Verdienst nicht bauen;/ auf ihn allein verlassen mich/ und seiner Güte trauen,/ die mir zusagt sein wertes Wort;/ das ist mein Trost und treuer Hort;/ des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in oͤie Nacht/ und wieder an den Morgen,/ doch soll mein herz an Gottes Macht/ verzweifeln nicht noch sorgen./ So tu das Volk von rechter Rrt,/ das aus dem Geist erzeuget waro,/ und seines Gottes harre. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel,/ bei Gott ist viel mehr Gnaden;/ sein hand zu helfen hat kein Ziel,/ wie groß auch sei der Schaden./ Er ist allein oer gute Hirt,/ der Israel erlösen wird/ aus seinen Sünden allen. Martin Luther, + 1546. 21 3 Wittenberg 1541. —.———.— ..I..IIIIIIITTTTIT + Al⸗lein zu dir, Herr Je ⸗su Christ,/ mein Hoffnung ich weiß, daß du mein Trö⸗ n bist,/ kein Trost mag R. steht auf Er ⸗ den; mir sonst wer⸗ I den Von An⸗be⸗ginn ist nichts er⸗ ö —.— EEEEE korn,/ auf Er⸗den 3310 kein 60 3.½½ mir aus 191—— . E— hel⸗ fen 91 9 ich an,/ du bist der rech⸗ te H — II — N I .— Hel ⸗jers ⸗mann. 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß/ und reuet mich von Herzen j/ derselben mach mich frei und los/ durch deinen Tod und 20⁷ 214 Buße Schmerzen/ und nimm dich mein beim Vater an,/ der du für mich genug getan,/ so werd ich los der Sünden Last j/ mein Glaub er⸗ faßt,/ was oͤu mir, Herr, versprochen hast. 3. Ach, stärk durch dein Barmherzigkeit/ in mir ein recht Ver⸗ trauen// auf daß ich deine dreunoͤlichkeit/ mög inniglich anschauenj/ vor allen dingen lieben dich/ unòd meinen Nächsten gleich als mich./ Send mir dein Hilf am letzten End,/ damit behend/ des Todes Graun sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron,/ dem Vater aller Güte,/ und Jesu Christo, seinem Sohn,/ der uns allzeit behüte,/ und seinem werten heilgen Geist,/ der uns seinꝰ hilfe allzeit leist,/ daß wir ihm wohlgefällig sein/ hier in der Zeit/ und dort hernach in Ewigkeit. v. 1-3 von Konrad Hubert, 1577. Mel. Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. 21 4 wittenberg 1545. 4 ů‚ 15— 6555—.—— S.S... 1. O from⸗mer und ge⸗treu⸗er Gott// ich hab ge⸗bro⸗chen ö——— 2— dein Ge⸗bot/ und sehr ge⸗sün⸗digt wi⸗der dichl/ Das 1 I—.— EiE— ist mir leid und reu⸗ et mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott,/ nicht Lust hast an des Sünders Tod,/ so ist dein herzliches Begehr,/ daß ich mich wie der zu dir kehr. 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm,/ ich armer Sünder zu dir komm/ und bitt durch deines Sohnes Tod:/ Erbarm dich mein in meiner Not! 4. Verschon, o Herr, laß deine huld/ zudecken alle meine Schuld// so werd ich arm verlornes Kind/ ledig und los all meiner Sünd. 5. Ich will, o Herr, nach deinem Wort/ mich bessern, leben fromm hinfort,/ damit ich mög nach dieser Zeit/ gelangen zu der Seligkeit. 1⁰⁴5³. 208 Buße für mich laub er⸗ cht Ver⸗ hauenj/ 8 mich./ s Todes Güte,/ e// und st,/ daß rnach in t, + 1577. berg 1545. ro⸗chen Sünders dͤir kehr. ünder zu ich mein Schulo // er Sünd. en, leben ingen zu 1645³. Buße 2152¹ 21 5 Leipz 1625 + 4 EE 1. Ach Gott und Herr,/ wie groß und schwer/ sinòd meinꝰ be⸗ gang⸗ne Sün⸗den!/ Da ist nie⸗mand,/ der hel⸗ fen kann,/ in 1 1 .. die⸗ser Welt zu fin⸗den. 2. Lief ich gleich weit/ zu dieser Zeit/ bis an der Erden Enden/ und wollt los sein/ des Elends mein,/ würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich,/ verstoß mich nicht// wie ichs wohl hab ver⸗ dienet./ Ach, geh doch nicht,/ Gott, ins Gericht;/ dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls ja so sein,/ daß Straf und Pein/ auf Sünde folgen müs⸗ sen,/ so fahr hie fort/ und schone dort/ und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld,/ vergiß die Schulö,/ schaff ein gehorsam herze// daß ich mein Heil,/ mein bestes Ceil,/ durch Murren nicht verscherze. 0. Hanole mit mir,/ wies dünket dir,/ ich will es gerne leiden // nur wollst oᷣu mich/ nicht ewiglich/ von deiner Gnade scheiden. Jena 1615. Rus tiefer Not Mel. Nr. 212. 21 6 schrei——— 1. OVater der Barmherzigkeit,/ ich falle dir zu dube/ verstoß den nicht, der zu dir schreit/ uno tut noch enoͤlich Bußel/ Was ich began⸗ gen wider dich// verzeih mir alles gnädiglich/ durch deine große Güte. 2. Durch deiner Allmacht Wundertat/ nimm von mir, was mich quãletj/ durch deine Weisheit schaffe Rat/ in allem/ wo mirs fehlet;/ gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk,/ daß ich mit dir all meine Werk/ anfange und vollende. 3. O Jesu Christe, der oͤu hast/ am Kreuze für mich Armen/ getragen aller Sünden Last,/ wollst meiner dich erbarmen!/ O 14 2⁰0⁹ 217 218 Buße Gottes und des Menschen Sohn,/ erbarm dich mein und mein verschon,/ hör auf mein kläglich Rufen! 4. O heilger Geist, du wahres Licht,/ Regierer der Gedanken,/ wenn mich die Sündenlust anficht,/ laß mich von dir nicht wanken:/ verleih, daß nun und nimmermehr/ Begierd nach Reichtum, Lust und Ehr/ in meinem Herzen herrsche. 5. Und wenn mein Stünoͤlein kommen ist,/ so hilf mir treulich kämpfen,/ daß ich des Satans Trutz und List/ durch Christi Sieg mag dämpfen,/ auf daß mir Krankheit, Angst und Not/ und dann der letzte deind, der Tod,/ nur sei die Für zum Leben. Davio Oenicke, 4 1680. mel. Nr. 373. 217 nadt der Sinden 1. Ach, was bin ich, mein Erretter/ und Vertreter/ bei dem un⸗ sichtbaren Licht?/ Ich verzag in meinem Mute/ denn das Gute,/ das ich will, das tu ich nicht. 2. Nch, was bin ich mein Erbarmer?/ Sieh, ich Rrmer/ bin ein schwankes Rohr im Wind/ wie ein Weberschifflein schießet,/ so verfließet/ meines Lebens Lauf geschwind. 3. Ach, was bin ich, mein Erlöser?/ Immer böser/ find ich meiner Seele Stand;/ oͤrum, mein Helfer, nicht verweile,/ Jesu, eile,/ reiche mir die Gnadenhand! 4. Ach, wann wirst oͤu mich erheben/ zu dem Leben?/ Komm, ach komm und hilf mir doch!/ demut kann dich bald bewegen,/ lauter Segen/ wirst oͤu lassen fließen noch. 5. Trotzig ist, o Gott, mein Herze,/ mir zum Schmerze,/ ja, es ist mir leid dazul/ höre mich, hör an das Guälen;/ Arzt der Seelen,/ schaffe meinem Herzen Ruhl 6. Gib, daß mir der Tod nicht schade;/ Herr, gib Gnade,/ laß mich sein dein liebes Kind!/ Ein Demütiger und Kleiner,/ aber Reiner/ enoͤlich Ruh und Gnade finot. Zoachim Neander, 4 1680. mel. u 5 ö Can Hienorr hut. 21 8 Dresden 1667. ö—— CV— +—— + 2— 1. Mein Gott, das Herz ich brin ⸗ge dir/ als Ga⸗ be 21⁰ 14• Buße mein nken// nken:/ m/ Lust treulich ti Sieg d dann + 1680. wird die Sünden. em un⸗ Gute,/ er/ bin ießet,. meiner eile, I Romm, egen,/ Buße 2¹9 — — und Se⸗schenk;/ du for⸗derst die⸗ses ja von mir,/ des x I IN bin ich ein ⸗ge⸗denk. 2.„Gib mir, mein Sohn, dein Herz“, sprichst oͤu,/„das ist mir lieb und wert j/ du findest anders auch nicht Ruh/ im himmel und auf Erd.“ 3. Nun, du, mein Vater, nimm es an,/ mein Herz, veracht es nicht./ Ich gebs, so gut ichs geben kann/ kehr zu mir dein Gesicht! 4. zwar ist es voller Sündenlust/ und voller Eitelkeit,/ des Guten aber unbewußt/ und wahrer Frömmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in Reu,/ fühlt seinen Abelstand/ und träget jett vor allem Scheu,/ daran es Lust erst fand. . Schenk mir, Herr Christ, nach deiner huld/ Gerechtigkeit und heil;/ nimm von mir meine Sündenschuld/ und meiner Strafe Teil. 7. O heilger Geist, nimm doͤu auch mich/ in die Gemeinschaft einj/ ergieß um Zesu willen dich/ tief in mein Herz hinein. 8. Dein göttlich Licht ström in mich aus/ und Glut der reinen Liebj/ tilg hinsternis, Haß, dalschheit aus,/ schenk mir stets deinen Trieb. 9. Hilf, daß ich sei von herzen treu/ im Glauben dir, mein Gott,/ daß mich im Guten nicht mach scheu/ der Welt List, Nacht und Spott. 10. Hilf, oaß ich sei von herzen fest/ in Hoffen und Gedulo// daß, wenn auch alles mich verläßt,/ mich tröste deine Huld. 11. Hilf, daß ich sei von herzen rein/ im Lieben und erweis,/ daß mein Tun nicht sei heuchelschein,/ durch Werke dir zum Preis. 12. Uimm ganz, o Gott, zum Tempel ein/ mein Herz hier in der Zeitj/ ja, laß es deine Wohnung sein/ auch in der Ewigkeit. Raspar Schade, + 1698. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende. 21 9 17⁵8⁸. + 57——— ö— w...—— a n, B.x.ir— 1 Ich ar⸗mer Mensch, ich ar⸗mer Sün⸗der/ steh Ach Gott, ach Sott, ver⸗fahr ge⸗lin ⸗der/ und 14⁷ 21¹¹ —.— 2²⁰ Buße hier vor Got⸗tes An⸗ge⸗sicht! geh nicht mit mir ins Ge⸗richt! ———.— ö—— bar⸗me dich,/ Gott, mein Er⸗bar⸗mer, ü⸗ ber michl 2. Wie ist mir doch so angst und bange,/ wie kränkt mich meine große Sündl/ Hilf, daß ich wieder Gnad erlange,/ ich armes und verlornes Kino!/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien/ und neig zu mir Er⸗bar⸗ me dich, er⸗ dein Vaterherz;/ wollst alle Sünden mir verzeihen/ und lindern meines herzens Schmerz!/ Erbarme dich, erbarme dich, /Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Nicht wie ich hab verschuldet, lohne/ und hanoͤle nicht nach meiner Sünd 5/ o treuer Vater, schone, schone,/ erkenn mich wieder als dein Kinol/ Erbarme dich, erbarme dich,/ Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Sprich nur ein Wort, so wero ich leben;/ sprich, daß ich armer Sünder hör:/„Geh hin, die Sünd ist dir vergeben;/ nur sündige hinfort nicht mehr le/ Erbarme dich, erbarme dich// Gott, mein Erbarmer, über mich! 6. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret,/ erhöret bin ich zweifels⸗ freij/ weil sich der Trost im Herzen mehret// drum will ich enden mein Geschrei./ Ich weiß ja, du erbarmest dich,/ Gott, mein Er⸗ barmer, über mich! Christoph Titius, 1705. mel. Zeuch meinen Geist, — meine Sinnen. 220 nürnberg 1684. 4. ————....——.—— ᷑adoxClerndni m mim. nm. d. veifels⸗ enden ein Er⸗ + 1705. erg 1684. / mein Buße 22¹ r. eerr d di, S I—— Geist sucht sei⸗ nen Ur⸗sprung wie⸗der;/ Herr, dein er⸗freu⸗end en, d v. lvr.i..... E— S——. An ⸗ge⸗ sicht/ auf mei⸗ ne Ar⸗mut gnä⸗dig richt. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben j/ laß mich in Christi Tode sterbenj/ o möchte doch in seiner Pein/ die Eigenheit ertötet sein. 3. Ich flühle wohl, daß ich dich liebe/ und mich in deinen Wegen übej/ jedoch ist von Unlauterkeit/ die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden/ durch deinen Geist ge⸗ heiligt werden;/ der Sinn muß tiefer in dich gehn,/ der Fuß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, /hier gelten nichts der Menschen Taten;/ wer macht sein Herz wohl selber rein?/ Es muß durch dͤich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben:/ du bist noch immer treu geblieben./ Ich weiß gewiß, du stehst mir bei/ und machst mich von mir selber frei. 7. Indesen will ich treulich kämpfen/ und stets die falsche Regung dämpfen,/ bis du dir deine Zeit ersiehst/ und aus der Sünde Netz mich ziehst. 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen:/ Gott hat der hölle Macht geschlagen,/ Gott führt mich aus dem Rampf und Streit/ in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorge meiner Seelen/ ich dir, mein Vater, ganz befehlen./ Ich drücke tief in meinen Sinn,/ daß ich in dir schon selig binl Christian§riedrich Richter, 4 1711. mel. An Wasser⸗ süshen Babpan 221 Straßburg 1525. ——.—.— II IIIIJ—— O Kö⸗=nig, des⸗sen Ma ⸗je ⸗=stät/ weit ü⸗ ber dem Erd und Meer zu dien⸗ste steht,/ vor dem die 2¹⁵ 2²¹ Buße —.— N——— ———— 22—— — I——— al ⸗öles stei⸗get, Ime Welt sich nei⸗get, der him⸗mel ist dein hel⸗les Kleid// —— ä—.—. du bist voll Macht und Herr⸗lich⸗keit// sehr groß und wun⸗der⸗ I ——1 ESEEEEEE SPSSIII....... — ——2— tä⸗tig./ Ich Ar⸗mer, ich ver⸗mag nichts mehr,// als daß ich ruf zu —.— 1—.— e......... dei ⸗ner Ehr:/ Gott, sei mir Sünder gna ⸗ digl 2. Hier steh ich, wie der Zöllner tat, /beschämet und von ferne,/ ich suche deine hilf und Gnad,/ o Herr, von Herzen gerne./ Doch weil ich voller dehler bin/ und, wo ich mich nur wende hin,/ des Ruhmes vor dir ledig,/ so schlag ich nieder mein Gesicht/ vor dir, du reines Himmelslicht:/ Gott, sei mir Sünder gnädigl 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, durchängsten mein Ge⸗ wissenj/ drum schlag ich reuig an die Brust/ und will von Herzen büßen./ Ich bin, o Vater, ja nicht wert,/ daß ich noch wanoͤle auf der Erö j/ doch weil du winkst, so bet ich/ mit ganz zerknirschtem, bangem Geist,/ der gleichwohl dich noch Vater heißt:/ Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. Me in Vater, schaue Jesum an,/ den Heiland aller Sünder,/ der für die Welt genug getan,/ durch den wir Gottes Kinder/ im gläubigen Vertrauen sind:/ der ists, bei dem ich Ruhe find// sein herz ist ja guttätig./ Ich fasse ihn und laß ihn nicht,/ bis dir das herz mitleidig bricht:/ Gott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein herʒ und Sinn/ in diesem ganzen Leben // du bist mein Gott, und was ich bin,/ bleibt ewig dir ergeben./ Ach, heilige mich ganz und gar// laß meinen Glauben immerdar/ sein durch die Liebe tätig./ And geht es nicht so, wie ich soll,/ so ruf ich, wie mein Herz ist voll:/ Gott, sei mir Sünder gnädigl 2¹⁴ Buß 2* 82 22 SSE SSES S. S E 2 8 3 2. 2E„8„ 2 2*—. 87 SYET+SHSSFS NSSE 3 5 rschtem, Bott, sei ünder,/ der/ im ꝛö// sein dir das Lebenj/ ꝛgeben./ merdar/ soll// so gnädigl Buße 222 2²⁵ 6. Mein Leben und mein Sterben ruht/ allein auf deiner Gnadej/ mir geh es böse oder gut,/ gib nur, daß es nicht schade./ RKommt dann das letzte Stünoͤlein an,/ so sei mir auf der Todesbahn,/ mein esu, selbst noch gnädig./ And wenn ich nicht mehr sprechen kann,/ so nimm den letzten Seufzer an:/ Gott, sei mir Sünder gnädigl Valentin Ernst Löscher, 4 1749. 222 1. An dir allein, an dir hab ich gesündigt/ und libel oft an dir getan./ du siehst die Schulo, die mir den dluch verkündigt,/ sieh, Gott, auch meinen Jammer an! 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen,/ und meine Tränen sind vor dir./ Ich Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen?/ Wie lang entfernst dᷣu oͤich von mir? 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Siünden,/ vergilt mir nicht nach meiner Schuld!/ Ich suche dich: laß mich dein Ant⸗ lih finden,/ oͤu Gott der Langmut und Geduld! 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen,⸗ Gott, Vater der Barmherzigkeit!/ Erfreue mich um deines Sohnes willen;/ ou bist ein Gott, der gern erfreut! 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen/ und lehre du dein heilig Recht/ mich täglich tun nach deinem Wohlgefallen/ du bist mein Gott, ich bin dein Knecht! 6. Herr, eile, du, mein Schuth, mir beizustehen,/ und leite mich auf ebner Bahn!/ Er hört mein Schrein, der herr erhört mein glehen/ und nimmt sich meiner Seele an. Christian Fürchte zott Gellert, 4 1769. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 225 Französischer Pfsalter, 1551. 6—.— ů S.S.......... 1 Gott, vor des⸗sen An⸗ge ⸗sich ⸗te/ nur ein rei⸗ner ew⸗ ges Licht, aus des⸗sen Lich⸗te/ nichts als rein⸗ste ö ů——.— Pĩĩ—.——— Wan ⸗del gilt, Klar ⸗heit quilt, laß uns doch zu je⸗der eit dei⸗nen 2¹⁵ 22⁴ ö Buße ————.— ———— Strahl der Hei⸗ lig⸗ keit/ so durch herz und See⸗le oͤrin⸗gen,/ I 1 — DDI—— daß auch wir nach heilgung rin ⸗ gen. 2. Du bist rein im Werk und Wosen,/ und dein unbeflecktes Kleid// das von Ewigkeit gewesen,/ ist die reinste Heiligkeit./ du bist heilig, aber wir,/ großer Schöpfer, stehn vor dir/ wie in einem Kleio voll Flecken,/ die wir dir umsonst verstecken. 5. Was dein Geist und Herze sinnet,/ was dein weiser Wille tut,/ was dein starker Arm beginnet,/ ist stets heilig, rein und gut./ Und so bleibst oͤu ewiglich,/ während wir auf Erden dich/ durch das Böse, das wir üben,/ stets von Jugend auf betrüben. 4. Herr, du willst, daß deine Kinder/ deinem Biloe ähnlich sein./ Es besteht vor dir kein Sünder,/ denn du bist vollkommen rein/ du bist nur der rommen§reund,/ Ubeltätern bist du Feind;/ wer beharrt in seinen Sünden,/ kann vor oir nicht Gnaoͤe finden. 5. Uns von Sünden zu erlösen,/ gibst oᷣu deinen Sohn dahin j/ o so reinige vom Bösen/ durch ihn unsern ganzen Sinn./ Gib uns, wie dein Wort verheißt,/ gib uns deinen guten Geist,/ daß er un⸗ sern Geist regiere/ und zu allem Guten führe. 6. Hilf, o Vater, unsern Seelen,/ glaubensvoll auf dich zu sehn,/ deinen ewgen Weg zu wählen/ und ihn ohne dalsch zu gehn,/ bis wir mit der selgen Schar/ der Erlösten immeroͤar/ Heilig! Heilig! Heiligl singen/ und die reinsten Opfer bringen! Joh. Christian Zimmermann, + 1783. Mel. Sieh, hier bin — 9.— ig. 224 Darmstaoͤt 1690. 940. IEEE + 1. Mei⸗ne See⸗le,/ vol⸗ler Feh⸗le,/ su⸗chet in dem ———.. P————— EEE—..— —————— Dun⸗keln Licht;/ Je⸗su, nei⸗ge/ dich und zei⸗ge/ mir dein 21⁰ Buße 2²⁵ ...— SIIT se⸗hen/ und ver⸗ birg dich län⸗ ger nicht! 2. Ich empfinde,/ meine Sünde/ sei an allem Rummer schuld j/ ich gestehe/ dirs und flehe/ um Vergebung und Geduld./ Du, mein Leben,/ kannst mir geben/ neue Hilfe, neue Huld. 3. Nch, von Herzen/ und mit Schmerzen/ such ich dich, mein Crost und heil./ Wie so lange/ ist es bange/ meiner Seelel Romm in Eil// laß dich nieder,/ komme wieder,/ meines herzens bestes Teil! 4. Richtig wandeln,/ weise handeln,/ wollst du künftig mir ver⸗ leihnj/ gib die Triebe/ reiner Liebe/ voller in mein Herz hinein./ Welch ein Segen/ ist zugegen,/ wenn es heißt: du mein, ich dein! 5. Lehre, leite,/ vollbereite/ mich, wie du mich haben willst;/ gib mir Klarheit,/ Geist und Wahrheit,/ daß ich gleich sei deinem Bild j/ daß man merke/ /meine Starke/ sei in dir und du mein Schild 6. Bis im Lichte/ oͤein Gesichte/ mir sich oroben völlig zeigt,/ wenn die deinen/ nicht mehr weinen/ und die Klagestimme schweigt./ Ddrum so zeige/ mix⸗ die Steige,/ da man auf zum Himmel steigt! magdalene Sibylle Rie ger, + 1786. Mel. Nr. 225. 225 Waserouelle 1. Höchster, denk ich an die Güte,/ die du mir bisher erzeigt,/ o so wiro mein ganz Gemüte/ zu der tiefsten Scham gebeugt,/ daß ich dich gering geschäht,/ häufig dein Gebot verletzt/ und dich, der mich so geliebet,/ mit Vergehungen betrübet. 2. Alle meine Seelenkräfte,/ meine Glieder sind ja dein,/ und sie sollten zum Geschäfte/ deines dienstes fertig sein;/ doch ich hab der Eitelkeit/ unbedachtsam sie geweiht;/ ja, zum schnöden dienst der Sünden/ ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine huld war jeden Morgen/ über mir, o Vater, neu./ Von wie manchen schweren Sorgen/ machtest oͤu das Herz mir freil/ Was mir nützte, gabst du mir j/ aber ach, wie dankt' ich dir?/ O wie hab ich so vermessen/ deines Wohltuns zweck vergessen! 2¹⁷ 2² Buße 4. Bei so hellem Licht der Gnaden/ sollt ich ja die Slnde fliehn/ und um Rettung von dem Schaden/ meiner Seele mich bemühn./ Deine Güte lockte mich/ oft zur Buße, aber ich/ floh vor ihrem sanften Locken,/ suchte mich selbst zu verstocken. 5. Ich erkenne meine Sünden,/ beuge mich, mein Gott, vor dirj/ laß mich bei dir Gnade finden,/ neige, herr, dein Ohr zu mirl/ Ach, vergib, was ich getan! /Nimm mich doch erbarmend anl/ dühre mich vom Sündenpfade/ schnell zurück durch deine Gnadel 6. Dir ergeb ich mich aufs neue;/ gib, daß mein gebeugter Geist/ deiner Vaterhuld sich freue,/ die dein tröstend Wort verheißt./ Was dein Sohn auch mir erwarb,/ als er für die Sünder starb// Fried und Freude im Gewissen,/ ach, das laß auch mich genießen! 7. Stärke selbst in meiner Seele/ den Entschluß, mich dir zu weihn;/ gib, daß mirs an Rraft nicht fehle,/ folgsam deinem Wort zu sein./ Stehe mir stets mächtig bei,/ mache oͤu mich selbst ge⸗ treul/ dich zu lieben, dir zu leben,/ sei mein ernstlichstes Bestrebenl Nach habrictus, 705, von Samuel diterich 4 1797. Mel. Jesu, meines — nis Leben. 22 Christoph Rrton, 1651. 4 e— DDISS 33655 Ich er⸗ he⸗be mein Ge⸗mü⸗ te/ sehnsuchtsvoll, mein ich er⸗ken⸗ne dei⸗ ne Gü⸗te,„ o wie teu⸗ er — N 77— EE— B, r wititren nrr enn., Gott. dir ö zu vir/ ie2 2 12 N. Re mür Gott der Lie⸗be und des Le⸗bens,/ kei⸗ner —n 1————— ——= 154—1 2— harrt auf dich ver⸗ge⸗bens;/ nur Ver⸗äch⸗ter dei⸗ner huld/ N Eur Hern errrr, ............. stür⸗zet ih ⸗re eig⸗ne Schuld. 2¹⁸ Buß 1 1 Buße 2²⁷7 2. Lehre mich, Herr, deine Wege,/ zeige deinen Willen mir/ daß ich richtig wandeln möge,// führe oͤu mich selbst zu dir./ Gott, du siehest mein Vertrauen j/ sicher kann ich auf dich bauen,/ deine Vatertreue ist/ ewig, wie du selber bist. 3. Ach/ gedenke, herr, der Sünden/ meiner Jugenojahre nicht;/ laß mich Gnade vor dir finden,/ geh nicht mit mir ins Gericht./ Alle Sünden, die uns reuen,/ willst du, Vater, ja verzeihen./ O, so höre denn auch mich! /Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sünders Leben/ dir ist seine Seele wert./ Gnädig willst du ihm vergeben,/ wenn er sich zu dir bekehrt./ Mitten auf dem Sündenwege/ machst ou sein Gewissen rege./ wohl dem, der zu seiner Pflicht/ umkehrt, du verwirfst ihn nicht. 5. Allen, die zu dir sich wenden,/ über ihre Schuld betrübt,/ willst du Trost unòd Rettung senden,/ wenn ihr Herz sich dir er⸗ gibt./ Freude schenket deine Güte/ dem geängsteten Gemüte,/ welchem du die Sündenlast/ liebreich abgenommen hast. 6. Dir will ich mich denn ergeben;/ Gott, mein Gott, verlaß mich nichtl/ Laß mich immer heilig leben,/ Herr, vor deinem An⸗ gesichtl/ Keine schnöde Lust der Sünden/ soll mich ferner über⸗ winden./ Ach, bewahr, ich bitte dich,/ meinen Geist und stärke mich Rashar La ater, + 1801. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 227 Wittenberg 1555. 24 ů ——— ‚.—— DPIIE...— Wann kommt der Herr der Herr⸗lich⸗keit/ mit sei⸗nes Wann kommt der Rich⸗ter, dreud und Leid/ und Bös und . E Reiches Freuden? 17181—7— Gut zu scheiden? Er ist nicht fern, er ist uns nah;/ in SSS.... 21¹ 6 + 2²28 Buße 2. In unserm Herzen spricht sein Spruch;/ wer mag vor ihm bestehen?/ Frei aufgeschlagen ist sein Buch/ mit jeglichem Ver⸗ gehen./ Sein Blick wie deuerflamme fährt/ und teilt wie ein zwei⸗ schneidig Schwert,/ was keine Rugen sehen. 5. Was keines§eindes Mund erzählt,/ erzählt uns das Ge⸗ wissen;/ was sich der heuchler lang verhehlt,/ wird er sich sagen müssen,/ wenn Gottes Zeit kommt und ihn schilt,/ wenn Gottes Zeit kommt und vergilt/ und läßt oͤen Frevler büßen. 4. Wem kam nicht diese Gotteszeit/ so oft und oft im Leben?/ Wer muß nicht die Gerechtigkeit/ anflehn, ihm zu vergeben?/ und fühlt in seinem Innern noch/ viel stumme Schuld, ob deren doch/ er einst wird müssen beben! 5. Du Herzensrichter, auf, erfahr/ und prüfe, wie wirs meinen!/ Mach uns die dehler offenbar;/ was nützt es, gut zu scheinen?/ Dem Ausspruch des Gewissens treu/ und feind sein jeder heuchelei,/ dies stellt uns zu den deinen. 6. Denn wen sein eignes Herz beschämt/ mit innerstem Be⸗ schämen,/ die Schulo, oͤie uns im Innern grämt,/ wer könnt uns die entnehmen?/ Herr, gib, daß wir der Sünde Schritt/ und deiner Strafe leisen Tritt,/ eh sie uns naht, vernehmen! 7. Und wenn die letzte Stunde schlägt,/ der niemand kann ent⸗ gehen,/ so gib, herr, daß wir unbewegt/ auf unser Innres sehen,/ daß unser Leben uns oͤann klar/ und rein erschein und offenbar/ auch das geringst Vergehen. 8. Dann sprich in uns, o Richter:„Komm!/ Dein Lohn ist dir beschieden./ Was du getan hast, gut und fromm,/ dem Dürftigsten hienieden,/ das hast du deinem herrn getan,/ dem Menschensohne. Romm hinan!/ Genieße Hhimmelsfrieden!“ Johann Gottfried von herder, 4 1805. mel. Ur. 224. 228 EEhwentsntg⸗ 1. Gott der Gnadenl/ Schwer beladen/ neigt sich unser haupt vor dir/ unsre herzen/ sind voll Schmerzen,/ Staub und Isch ist unsre Zier./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen!/ Aus der Tiefe rufen wir. 2. Wir verzagen,/ denn wir tragen/ aufuns aller Sünden Last,/ aller Gualen/ volle Schalen,/ die du ausgegossen hast./ Hab Er⸗ barmen/ mit uns Armen!/ Angst und Not hat uns erfaßt. 2²⁰ zuße ihm Ver⸗ zwei⸗ Ge⸗ sagen zottes en?/ und doch/ ienl/ jen?/ elei// 1Be⸗ it uns und nent⸗ hen/ V ibar/ ist dir igsten sohne. + 1803. bin ich/ nkönig. pt vor tunsre n wir. Last,/ ab Er⸗ Buße 2²⁰ 3. Wir bekennen,/ herr, wir nennen/ laut vor dir die Missetat/ es ist keiner/ hier ein Reiner,/ jeder erntet böse Saat./ Hab Er⸗ barmen/ mit uns Armen!/ Sieh auf ihn, der für uns bat. 4. Herr, verzeihe;/ Jesu, leihe/ uns dein priesterlich Gebet!/ Gott, verschone,/ wenn vom Sohne/ das Erbarmen zu dir flehtl/ hab Erbarmen/ mit uns Armen,/ wenn der Mittler vor dir stehtl 5. Jesu, rettel/ Brich die Kette/ unsrer dinsternis entzwei,/ daß der Glaube/ tief im Staube/ unser Trost und Zuflucht sei./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen;/ Jesu, mach uns wieder freil 6. Sei uns gnäͤig,/ mach uns ledig,/ führ uns aus dem finstern Tall/ Du kannst lindern/ und vermindern/ alle Not und herzens⸗ qual./ Hab Erbarmen/ mit uns Armen/ Jesu, hilf noch bieses Mal! 7. Du mußt siegen,/ wir erliegen;/ du bist frei, wir sind in haft,/ du alleine/ bist der Reine,/ wir sind schwach, dein ist die KRraft./ hab Erbarmen/ mit uns Armen;/ denk an deine Pilgrimschaft! 8. Wenn du Frieden/ uns beschieden,/ fürchten wir die Strafe nicht;/ dein Versöhnen/ wird uns krönen/ mit Gerechtigkeit und Lichtj/ dein Erbarmen/ hilst uns Armen/ du bist unsre Zuversicht! Heinrich Puchta 4+ 1858. 229 Joh. Georg grech, 1845. 7 4— ,, i. 3.. HOme wie⸗der, keh⸗re wie⸗der,/ der du dich ver⸗ Sin⸗ke reu⸗ ig bit⸗tend nie ⸗der/ vor dem Herrn mit —...... lo ⸗ren Lehn ů dei ⸗ner Last! Wie oͤu bist, so darfst du kommen/ und wirst N ————— D...— F F F ö— ———— gnä⸗dig auf⸗ge⸗nommen./ Sieh, der herr kommt dir ent⸗ge⸗gen// 221 2³⁰ Buße DD......———— —0—— ö 2—.—— und sein hei⸗lig Wort verspricht/ dir Ver⸗ge⸗bung,/ Heil und ........3 ů SS SSSSIIIIIII Se⸗genj/ keh⸗re wie ⸗ der, zau⸗ore nichtl 2. Rehre aus der Welt Zerstreuung/ in die Einsamkeit zurück// wo in geistiger Erneuung/ deiner harrt ein neues Glück;/ wo sich bald die Stürme legen,/ die das Herz so wild bewegen;/ wo des heilgen Geistes Mahnen/ oͤu mit stillem Beben hörst/ und von neuem zu den dahnen/ Jesu Christi heilig schwörst. 3. Kehre wieder, irre Seelel/ Deines Gottes treues Herz/ beut vergebung deinem dehle,/ Balsam für den Sündenschmerz./ Sieh auf den, der voll Erbarmen/ dir mit ausgestreckten Armen/ winket von des Kreuzes Stammej/ kehre wieder, fürchte nicht// daß der Gnäoge dich verdamme,/ dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder, neues Leben/ trink in seiner Liebeshuld j/ bei dem Herrn ist viel vergeben,/ große Langmut und Geduld./ Faß ein Herz zu seinem herzenj/ er hat Trost für alle Schmerzen/ er kann alle Wunden heilen,/ macht von allen Fᷣlecken rein/ darum kehre ohne Weilen/ zu ihm um und bei ihm ein. 5. Rehre wieder, endlich kehre/ in der Liebe heimat ein// in die Flille aus der Leere,/ in das Wesen aus dem Schein;/ aus der Lüge in die Wahrheit,/ aus dem Dunkel in die Klarheit,/ aus dem Tode in das Leben,/ aus der Welt ins Himmelreich!/ Doch was Gott dir heut will geben,/ nimm auch heute; kehre gleich. Philipp Spitta, 1 1859. Am Bußtage Mel. Rr. 268. 230 110 810, o Herr 1. Gott, der du unsre Zuflucht bist,/ Herr, unser Mittler, Jesu Christ,/ Geist Gottes, Geist der Gnaden!/ Unenolicher, verwirf uns nicht! /Wir kommen vor dein Angesicht,/ mit Missetat be⸗ laden./ Nimm von uns unsre Sündenschuld,/ du Gott der Lang⸗ 22²2 deinet Flami Blutv und d wir u Mut! 4. trenn liebt,, Noch Glück nung beglü⸗ 3. fleht,/ die St orückt folger durch lieb hab „,o herr. er, Jesu verwirf etat be⸗ Lang⸗ Buße 2³3⁰ mut und Geduld l/ Erhöre gnädig unser lehn,/ daß wir dein Heil/ Erbarmer, sehn./ Herr, unser Gott,/ verbirg uns nicht/ dein An⸗ gesicht/ und geh mit uns nicht ins Gericht! 2. Ward Rocht und Pflicht von uns entweiht,/ gebrochen unsres Bundes Eid,/ dein Weg von uns verlassen:/ o sieh, wir kehren voller Reu/ zurück zu dir; laß, Herr, aufs neu/ uns deine Gnade fassen!/ Sie leit uns auf den ebnen Pfad,/ den uns dein Wort bezeichnet hat,/ daß Irrtum und Versuchung nie/ uns auf die Bahn des Lasters zieh./ Herr, unser Gott,/ groß von Geduld,/ vor neuer Schuld/ behüt uns deine Vaterhuld! 3. Dein Segen komm auf unser Land; /laß es, beschirmt von deiner hano,/ des Friedens Ruh genießen!/ Wend ab von uns der §lammen Wut/ und die Verwüstung wilder Flut,/ des Krieges Blutvergießen;/ sei unser Retter, wenn uns Not/ oes Mangels und der Seuchen oͤroht./ Du, Vater, wollest mit uns sein,/ daß wir uns deines Schuthes freun./ Herr, unser Gott,/ verleih uns Mut!/ In deiner hut/ sind wir, und was du tust, ist gut. 4. Gib Frieden, wo sonst Zwietracht war;/ vereine, was ge⸗ trennet war;/ schenk uns der Eintracht Segen!/ Uns leite, Gott, dein guter Geist,/ und was dein teures Wort verheißt,/ sei Licht auf unsern Wegenl/ Laß, Hherr, in Lehr und Wandel rein/ die Diener deines Wortes sein/ und bringe zu der Wahrheit Glück/ zu dir die Irrenden zurück!/ Herr, unser Gott,/ breit aus dein Wort/ an jeoͤem Ort,/ gib Geist und Kraft zu deinem Wort! 5. Auch die Regenten lenke du,/ daß weise sie in sichrer Ruh/ der Völker Wohlstand heben./ Dem Fürsten, oer uns schützt und liebt,/ gib, oͤer in ihm so viel uns gibt,/ ein frohes, langes Leben./ Noch lange sei sein Vaterblick/ uns, seinen Kindern, Schutz und Glückl/ O schütt auf ihn und auf sein Haus/ und seine Räte Seg⸗ nung aus!/ Herr, unser Gott,/ in deiner Hand/ ist unser Land,/ beglück es, segne jeden Stand! 6. Vernimm der Leidenoͤen Gebetl/ Wer in der Not um Rettung fleht,/ dem hilf aus seinen Nöten/ gib RKranken Linderung und Ruhʒ/ die Sterbenden erlöse du,/ erhör ihr letztes Betenl/ Sei aller Unter⸗ öͤrückten Heil,/ der Witwen und der Waisen Teil,/ vereitle der Ver⸗ folger Rat/ und lehre sie den rechten Pfad./ Herr, unser Gott,/ durch alles Leid/ der Pilgerzeit/ führ uns zu deiner Herrlichkeit! 2²⁵ 2³31 Glaube und Rechtfertigung 7. Du tust weit mehr, als wir verstehn,/ kannst mehr gewähren, als wir flehn j/ laß uns Erhörung finden!/ O neig auf unser ᷣlehn dein Ohr,/ heb unser herz zu dir empor/ und mach uns rein von Sünden! /Laß uns dir nun geheiligt sein,/ im Leben und im Tode deinl/ Wir sind durch Christi Blut erlöst;/ o du, der Sünder nicht verstößt,/ herr, unser Gott,/ erbarme dich,/ vergib uns, leit uns väterlich! Joh. Joachim Eschenburg, 4 1820. Glaube und Rechtfertigung 2351 wittenberg 1524. 0 —— „ ⸗ un freut euch, lie⸗ben daß wir ge ⸗ trost und 1——— 4 D Christen gmein,/ und laßt uns fröhlich all in ein/ mit Lust und Lie ⸗be — sprin⸗gen, sin ⸗ gen, —— DDD— ———..——.——— sei⸗ ne sü⸗ße Wundertat;/ gar teur hat ers er wor ⸗ ben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag,/ im Tod war ich verloren/ mein Sünd mich quälte Nacht und Tag,/ darin ich war geboren/ ich fiel auch immer tiefer oͤrein,/ es war kein Guts am Leben mein,/ die Sünd hat mich besessen. 3. Mein gute Werk, die galten nicht,/ es war mit ihn' ver⸗ dorben;/ der frei Will haßte Gotts Gericht,/ zum Guten gar er⸗ 2²⁴ was Gott an uns ge⸗wen⸗det hat/ und lehre Ehrei eöle Mel.! im Hit 6 Glaube und Rechtfertigung 232 storben/ die Angst mich zu verzweifeln trieb,/ daß nichts denn Sterben bei mir blieb,/ zur höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit/ mein Elend übermaßen/ er dacht an sein Barmherzigkeit,/ er wollt mir helfen lassen/ er wanot zu mir oͤas Vaterherz,/ es war bei ihm fürwahr kein Scherz,/ ließ es sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:/ Es ist Zeit, zu erbarmen/ fahr hin, meins herzens werte Kron// und sei das Heil dem Armen/ und hilf ihm aus der Sünden Not,/ erwürg für ihn den bittern CTod/ und laß ihn mit dir leben.“ 6. Der Sohn Gott gern gehorsam waro,/ er kam zu mir auf Erden,/ von einer Jungfrau rein und zart/ er sollt mein Bruder werden./ In meiner armen Rnechtsgestalt/ ging er einher, um die Gewalt/ des Teufels zu zerstören. 7. Er sprach zu mir:„Halt dich an mich,/ es soll dir jetzt ge⸗ lingen;/ ich geb mich selber ganz für dich,/ da will ich für dich ringenj/ denn ich bin dein, und oͤu bist mein,/ und wo ich bleib, da sollst du seinj/ uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut// dazu mein Leben rauben⸗ das leid ich alles dir zu gut,/ das halt mit festem Glauben./ Den Tod verschlingt das Leben mein,/ mein Anschuld trägt die Sünde dein,/ da bist du selig woroen. 9. Gen himmel zu dem Vater mein/ fahr ich von diesem Leben/ da will ich sein der Meister dein,/ den Geist will ich dir geben,/ der dich in Crübnis trösten soll/ und lehren mich erkennen wohl/ und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich getan hab und gelehrt, /das sollst du tun und lehren,/ daß Gottes Reich hier werd gemehrt/ zu seinem Lob und Ehrenj/ und hüt dich vor der Menschen Satz,/ davon veroirbt der edle Schath;/ das laß ich dir zur Letze.“ Martin Luther, 4 1546. Mel. Vater un Inchnumetreihz. 232 Leipzig 1559. —— ö—— ö——— ö I I.. I II 1. So wahr ich le⸗ be, spricht dein Gott,/ mir ist nicht 15 2²⁵ 232 Glaube und Rechtfertigung lieb oͤes Sünders Hsnmtie ist oies mein Wunsch und ......... Will,/ daß er von Shnrn Glaul Mel. Wi Wasserg I—4 Bos- heit keh⸗ re sich/ und le⸗be mit mir e⸗wig⸗ 1 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkino,/ verzweifle nicht in deiner Sündl/ Hier findest odu Trost, heil unòd Gnad,/ die Gott dir zu⸗ gesaget hat,/ und zwar durch einen teuren Eid. /O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit; /denk nicht:„Es ist noch gute Zeit,/ ich will erst fröhlich sein auf Ero,/ und wenn ich lebensmüde werö,/ alsoͤann will ich bekehren mich,/ Gott wird wohl noch er⸗ barmen sich.“ 4. Wahr ist es, Gott ist stets bereit/ dem Sünder mit Barm⸗ herzigkeit;/ doch wer auf Gnade sünoͤigt hin,/ fährt fort in seinem bösen Sinn/ und seiner Seele selbst nicht schont,/ dem wird mit Ungnad einst gelohnt. 5. Gnad hat oͤir zugesaget Gott/ oͤurch Jesu Christi Blut und Too// doch sagen hat er nicht gewollt,/ ob oͤu bis morgen leben sollt./ Daß du mußt sterben, ist dir kund: /verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich!/ Eh morgen kommt, kanns ändern sich./ Wer heut ist frisch, gesund und rot// ist morgen krank/ ja gar wohl tot. /So oͤu nun stirbest ohne Buß,/ dein Leib und Seel veroͤerben muß. 7. Hilf, o Herr Zesu, hilf ou mir,/ daß ich noch heut mich wend zu dir/ und Buße tu den Rugenblick,/ eh mich der schnelle Tod entrück,/ auf daß ich heut und jeder Zeit/ zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann heermann, + 1547. 22⁵ wenn 2. wohnt, Glaube unoͤ Rechtfertigung 2³3⁵ Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 233 Französischer Psalter, 1551. +.— . 2——— . Ew⸗ ge Lie⸗be, mein Ge⸗mü⸗ te/ wa⸗„get ei⸗ nen Uin den Ab⸗grund dei⸗ner Gü⸗tel/ Send ihm ei⸗ nen ,,. küh⸗nen Blick Blick zu⸗ rück, ei⸗nen Blick voll Hei⸗ter⸗keit,/ der die —⁵—————.—— x —— I— I ö ——— din⸗ster ⸗nis zerstreut,/ die mein blö⸗des RNu⸗ ge drük⸗ket,/ II— ——.—— wenn es nach oem Lich⸗te blik 15 ket. 2. Ich verehre dich, o Liebe,/ daß du dich erbarmet hast/ und aus einem freien Triebe/ den erwünschten Schluß gefaßt,/ der im öluch versenkten Welt/ oͤurch ein teures Lösegelö,/ durch des eig⸗ nen Sohnes Sterben, /Gnad und§reiheit zu erwerben. 3. O, ein Ratschluß voll Erbarmen,/ voller huld und Freunoͤ⸗ lichkeit,/ der so einer Welt voll Armen/ Gnade, Trost und Hilfe beut! /Liebe, oͤie den Sohn nicht schont,/ der in ihrem Schoße wohnt,/ um oͤie Sünder zu erretten/ aus den schweren Sünden⸗ ketten. 4. Doch oͤu hast, o weise Liebe,/ eine Oroͤnung auch bestimmt,/ daß sich der darinnen übe,/ der am Segen Anteil nimmt;/ wer nur an den Mittler gläubt/ und ihm treu ergeben bleibt,/ der soll nicht verloren gehen,/ sondern Heil und Leben sehen. 5. Liebe, dir sei Lob gesungen/ für den gnadenvollen Schluß,/ den die Schar verklärter Zungen/ rühmen und bewundern muß,/ den der Glaub in demut ehrt,/ die Vernunft erstaunet hört/ und umsonst sich unterwindet,/ wie sie dessen Tief' ergründet. 15⁷ 2²⁷ 23⁴4 Glaube und Rechtfertigung 6. Liebe, laß mich dahin streben,/ meines Heils gewiß zu sein,/ richte selbst mein ganzes Leben/ so nach deinem Willen ein,/ daß des Glaubens§rucht und Rraft,/ den dein Geist in mir geschafft,/ mir zum Zeugnis dienen möge,/ ich sei auf dem Himmelswege. 7. Laß mich meinen Namen schauen/ in dem Buch des Lebens stehnz/ dann so wero ich ohne Grauen/ selbst dem Tod entgegen⸗ gehn./ Reine Kreatur wird mich,/ deinen Liebling, ewiglich/ deiner hand entreißen können,/ noch von deiner Liebe trennen. Joh. Jakob Rambach, 1 1755. 234 1. Mein Heiland nimmt die Sünder an,/ die unter ihrer Last der Sünden/ kein Mensch, kein Engel trösten kann,/ die nirgenoͤ Ruh und Rettung finden,/ für deren Angst und Seelenpein/ die weite Welt ist selbst zu klein,/ weil über sie der Stab gebrochen,/ der himmel ihnen abgesprochen,/ die sehn die Freistatt aufgetan:/ mein heiland nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz/ trieb ihn von seinem Thron auf Erden;/ ihn oͤrang der Sünder Not und Schmerz,/ an ihrer Statt ein Fluch zu weroen;/ er senkte sich in ihre Not/ und litt für sie den bittern Tod;/ nun, da er denn sein eigen Leben/ für sie als Lösegeld gegeben/ und seinem Vater gnug getan,/so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. O solltest du sein herze sehn,/ wie sichs nach armen Sündern sehnet,/ sowohl wenn sie noch irre gehn,/ als wenn ihr Ruge vor ihm tränet!/ Wie streckt es sich nach Zöllnern aus,/ wie eilt er in Zachäi Haus,/ wie sanft stillt er dort Magoalenen/ den Strom der heißen Reuetränen/ und denkt nicht, was sie sonst getan./ Mein heiland nimmt die Sünder an. 4. Wie freunoͤlich blickt er Petrus an,/ so tief der jünger auch gefallen./ Nun, dies hat er nicht nur getan,/ da er auf Erden mußte wallen/ nein, er ist immerdͤar sich gleich,/ an Liebe, Treu und Gnaden reich;/ und wie er unter Schmach und Leiden,/ so ist er auf dem Thron der reuden/ den Sündern liebreich zugetan./ Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. So komme denn, wer Sünder heißt,/ wen seine Sündenschuld betrübet,/ zu dem, der keinen von sich weist/ und der zerschlagne 2²⁸ Glau Herze verlor gung sein// daß afft// wege. ebens jegen⸗ deiner + 17⁵⁵. r Last irgend in/ die chen// tan:/ Thron ihrer nö litt n/ für eißts: indern ge vor t er in Strom etan./ r auch mußte u und ist er etan./ ischuld hlagne Glaube und Rechtfertigung 25⁵ herzen liebet./ Wie, willst ou oͤir im Lichte stehn/ und ohne Not verloren gehn?/ Willst oͤu der Sünde länger dienen,/ da, dich zu retten, er erschienen?/ O neinl verlaß die Sündenbahn!/ Mein heiland nimmt die Sünder an. 6. Romm nur mühselig und gebückt,/ komm nur, so gut du weißt zu kommenz/ wenngleich die Last dich niederoͤrückt// du wirst auch so noch angenommen./ Sieh, wie sein Herz dir offen steht,/ und wie er dir entgegengeht!/ Wie lang hat er mit vielem dᷣlehen/ sich brünstig nach dir umgesehen!/ So komm denn, armer Mensch, heran!/ Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. Sprich nicht:„Ich sündigte zu schwer,/ ich bin zu sehr mit Schuld beladen,/ für mich ist keine Rettung mehr,/ mich nimmt der herr nicht an zu dnaden.“/ Wofern dus jetzt nur reoölich meinst/ und deinen dall mit Ernst beweinst,/ so soll ihm nichts die hände binden,/ und du sollst seine Gnade finden. /Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. /Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Doch sprich auch nicht:„Es ist noch Zeit,/ ich muß erst noch der Welt genießen j/ Gott wird ja eben nicht gleich heut/ die offne Gnadenpforte schließen.“ /Nein, weil er ruft, so höre du/ und tritt zum Gnadenstuhl hinzu;/ wer seiner Seele Heil verträumet,/ der hat die Gnadenzeit versäumet,/ ihm wird hernach nicht aufgetanj/ heut komm, heut nimmt dich Jesus an. 9. Ja, zeuch uns selber recht zu dir,/ holöselger Heiland aller Sünder,/ erfüll mit sehnender Begier/ auch uns und alle Adams⸗ kinder./ zZeig uns bei unserm Seelenschmerz/ dein aufgeschlossnes Liebesherzj/ unò wenn wir unser Elend sehen,/ so laß uns ja nicht stille stehen,/ bis daß ein jeder sagen kann:/ Gottlob, auch mich nimmt Jesus anl! Leop. drz. Frie drich Lehr, 4 1744. mel. Jesus, meine Zuversicht. (Oder wie Kr. 271. 235 Berlin 1685. 2 8 N I— ö— ....— 1 Je⸗sus nimmt die Sün⸗der anl/ Sa⸗get doch dies wel⸗che von der rech⸗ten Bahn/ auf ver⸗kehr⸗ten 2²9 25⁰ Glaube und Rechtfertigung ———ᷣ.—— S II Trostwort al⸗len, weg ver⸗fal⸗len. Hier ist, was sie ret⸗ten kann:/ Je⸗sus ——.— nimmt die Sün⸗der an. 2. Reiner Gnade sind wir wert,/ doch hat er in seinem Worte/ eioͤlich sich dazu erklärt;/ sehet nur, die Gnadenpforte/ ist hier völlig aufgetan: /Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist,/ suchet es ein treuer hirtez/ Jesus, der uns nie vergißt,/ suchet treulich das Verirrte,/ daß es nicht verderben kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. 4. Rommet alle, kommet her,/ kommet, ihr betrübten Sünderz/ Jesus rufet euch, und er/ macht aus Sündern Gottes Kinder;/ glaubt es doch und denkt daran:/ Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier/ und bekenne meine Sündenj/ laß, mein Heiland, mich bei dir/ Gnade und Vergebung finden,/ daß dies Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun so faß ich frohen Mut,/ auf dich werf ich meine Sündenj/ dein am Kreuz vergossnes Blut/ lässet mich Vergebung finden,/ daß ich gläubig sprechen kann: /Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an!/ Er hat mich auch angenommen/ und den Himmel aufgetan,/ daß ich selig zu ihm kommen/ und auf den Trost sterben kann:/ Jesus nimmt die Sünder an. Eroͤmann Neumeister, 1 1756. .— 5 Oungen hätte. 236 Frankfurt a. M. 1738. ——— SEE EEE EE.. + Ich ha-be nun den Grund ge⸗fun ⸗den,/ der wo an⸗ders als in de⸗ su Wun⸗den?/ da Vorte/ ist hier Hirte;/ daß es inderz/ noöerj/ her an. noenʒ/ nöen,/ der an. noͤenj/ noöen// an. mmen/ n/ und . + 175⁵⁰.• M. 1738. Glaube und Rechtfertigung 25⁰ IIIII I mei⸗nen An⸗ker e⸗wig hält: 5 lag er vor der Zeit der Welt, der Orund, der un=be⸗ 15—— enx ——8————— ST weg⸗lich steht,/ wenn Erd und Him⸗mel un⸗ ter⸗geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen,/ das alles Denken übersteigt,/ des/ der mit offnen Liebesarmen/ sich zu uns armen Sündern neigt,/ dem allemal das Herze bricht,/ wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden,/ Gott will, uns soll ge⸗ holfen sein j/ deswegen kam sein Sohn auf Erden/ und nahm her⸗ nach den Himmel ein;/ deswegen klopft er für und für/ so stark an unsres Herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden/ dͤurch Christi Tod ver⸗ schlungen hatl/ Das heißt, die Wunde recht verbindenj/ hier findet kein Verdammen statt// weil Christi Blut beständig schreit:/ Barm⸗ herzigkeit, Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken,/ dem will ich mich ge⸗ trost vertraun,/ und wenn mich meine Sünden kränken,/ nur bald nach Gottes Herzen schaun/ da findet sich zu aller Zeit/ unend⸗ liche Barmherzigkeit. 6. wird alles anoͤre mir entrissen,/ was Seel und Leib er⸗ guicken kannj/ darf ich von keinem Croste wishen/ und scheine völlig ausgetanj/ ist die Errettung noch so weit:/ mir bleibet doch Barm⸗ herzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken,/ darinnen ich gewandelt bin,/viel Unvollkommenheit bemerken,/ so fällt wohl alles Rüh⸗ men hinj/ doch ist auch hier der Trost bereit:/ ich hoffe auf Barm⸗ herzigkeit. 8. Es gehe mir nach dessen Willen,/ bei dem so viel Erbarmen ist;/ er wolle selbst mein Herze stillen,/ damit es dies nur nicht vergißtj/ so stehet es in Lieb und Leid/ in, durch und auf Barm⸗ herzigkeit. 25¹ — öpIIIII 257 Glaube und Rechtfertigung 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben,/ solange mich die Erde trägt/ das will ich denken, tun und treiben,/ solange noch mein Herze schlägt;/ so sing ich einst in Ewigkeit: /o Abgrund der Barmherzigkeit! Joh. Anoͤreas Rothe, 4 1758. mel. Nr. 256. 23⁷ Huagen halte 1. Nus Gnaden soll ich selig weroen!/ Herz, glaubst dus oder glaubst oͤus nicht? Was willst oͤu dich so blöd gebärden? Ists Wahrheit, was die Schrift verspricht,/ so muß auch dieses Wahr⸗ heit sein:/ aus Gnaden ist der himmel dein! 2. Aus Gnaden! hier gilt kein Verdienen,/ die eignen Werke fallen hin./ Der Mittler, der im Fleisch erschienen,/ hat diese Ehre zum Gewinn,/ daß uns sein Tod das Heil gebracht/ und uns aus Gnaden selig macht. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort„aus Gnaden“,so oft dich deine Sünde plagt;/ so schwer du immer bist beladen,/ so oft dich dein Gewissen nagt;/ was die Vernunft nicht fassen kann,/ das beut dir Gott aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden/ und übernahm die Sündenlast;/ was nötigt ihn, dein Freund zu weroen?/ Sprich/ wo du was zu rühmen hast!/ Wars nicht, daß er dein Bestes wollt/ und dir aus Gnaden helfen sollt? 5. Aus Gnaden! dieser Grund wird bleiben, /solange Gott wahrhaftig heißt;/ was alle Knechte Jesu schreiben,/ was Gott in seinem Worte preist,/ worauf all unser Glaube ruht,/ ist Gnade durch des Sohnes Blut. 6. Aus Gnaden! Doch du, sichrer Sünder,/ denk nicht:„Wohl⸗ an, ich greif auch zu.“ /Wahr ists, Gott rufet Rbams Kinder/ aus Gnaden zur verheißnen Ruh;/ doch nimmt er nicht zu Gnaden an,/ der noch auf Gnade sünoͤgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret,/ tret ab von aller Heuchelei;/ nur wenn der Sünder sich bekehret,/ dann lernt er erst, was Gnade sei;/ beim Sünoͤgen scheint die Gnad gering,/ dem Glauben ists ein Wunderoͤingl 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen/ das Herz des Vaters aufgetan,/ wenns unter Angst und heißen Schmerzen/ nichts sieht 232 zung Erde mein der 1758. ausend hätte. oder Ists ahr⸗ Verke Ehre s aus t dich ft dich /das m die prich/ vollt/ Gott ott in znade vohl⸗ /aus iaden aller nt er ing,/ aters sieht Glaube uno Rechtfertigung 2³5⁸ und nichts mehr hoffen kann./ Wo nähm ich oftmals Stärkung her,/ wenn Gnade nicht mein Anker wär? 9. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben;/ ich glaube, darum ist mir wohl;/ ich kenn mein sündliches Veroͤerben,/ doch den auch, der mich heilen soll./ Mein Geist ist froh, oͤie Seele lacht,/ weil mich die Gnade selig macht. Christian Luowig Scheiot, 4 1761. (Oder wie Nr. 236.) 238 Bei J. GO. Schicht, 1819. e,— EIEEE Mir ist Er⸗bar⸗mung wi ⸗der⸗fah⸗ren,/ Erbarmung, das zähl ich zu dem Wun⸗der⸗ba⸗ren,/ mein stol⸗zes .S de⸗ren ich nicht wert; gerz hats nie be⸗gehrt.): Nun weiß ich das und IEEEEEEEEE bin er ⸗freut: Audnn rüh⸗ me die Barm⸗ her 161 R... —...— keit,/ Rud 5 me die Barm⸗ her ⸗zig⸗keit. 2. Ich hatte nichts als Zorn veroͤienet/ und soll bei Gott in Gnaden sein/ er hat mich mit sich selbst versühnet,/ macht durch das Blut oͤes Sohns mich rein.: Warum? ich war ja Gottes Feinol:,: 2½ Erbarmung hats so treu gemeintl:,: 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen,/ das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt;/ ich kann es nur Erbarmung nennen,/ so ist mein ganzes Herz gesagt.:: Ich beuge mich und bin erfreut:/ 2): und rühme die Barmherzigkeit.:,: 4. Dies laß ich kein Geschöyf mir rauben,/ dies soll mein einzig Rühmen sein;/ auf dies Erbarmen will ich glauben,/ auf dieses 2⁵⁵ 259 Glaube und Rechtfertigung bet ich auch allein,:/ z auf dieses duld ich in der Not,/:, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen,/ nimm dein Erbarmen nicht von mir/ und führe durch den Tod mich Armen/ ⸗ durch meines geilands Tod zu dir; da bin ich ewig hocherfreut:/ 2): und rühme die Barmherzigkeit.:,: phil. Friedrich Hiller, 4 1789. mel. wW ö teden Sott läßt walten. 259 Georg Neumark, 1657. ISISI.I......... S.SSSSS.‚‚— Ich weiß von kei⸗nem an⸗dern Grun⸗de,/ als den der I ö ö ich weiß von kei⸗nem an⸗dern Bun⸗de,/ von kei⸗nem —.— 1 —— i Glaub in Chri⸗sto hat; am e dern Weg Und viat, als daß man e⸗lend, arm und — 23———— SII..... bloß/ sich legt in sei⸗ nes Va⸗ters Schoß. 2. Ich bin zu meinem Heiland kommen/ und eil ihm immer besser zu;/ ich bin auch von ihm aufgenommen/ und finde bei ihm wahre Ruhj/ er ist mein Kleinod und mein Teil,/ und außer ihm weiß ich kein Heil. 3. Ich bleib in Christo nun erfunden/ und bin in ihm gerecht und reinj/ bleib ich mit ihm nur stets verbunden,/ so kann ich immer sicher sein;/ Gott sieht auch mich in Christo an,/ wer ist, der mich veroͤmammen kann? 4. Ich fühle noch in mir die Sünde;/ doch schaden kann sie mir nicht mehr,/ weil ich in Christo mich befinde/ wohl aber beuget sie mich sehr./ Ich halte nichts gering und klein,/ sonst oͤringt ein sichres Wesen ein. 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben/ im Glauben und in Christi Fraft j/ der alte Mensch muß täglich sterben,/ der noch nicht tot am Kreuze haft't;/ dies aber macht mich rein und klein/ und lehrt zu Jesu ernstlich schrein. 25⁴ igung fdieses harmen meines 2): und T 1769. rk, 1657. — hen der kei⸗nem immer inde bei 1 außer gerecht kann ich wer ist/ n sie mir rbeuget ringt ein in Christi nicht tot und lehrt Glaube und Rechtfertigung 2⁴⁰ 6. Und da ich so in Christo bleibe,/ stets vor ihm wandelnd auf ihn seh,/ das Wort des Friedens fröhlich treibe/ unòd unablässig zu ihm fleh,/ so bleib ich stets im Grunde stehn,/ oͤa kann mein Wachstum vor sich gehn. 7. Ich bleib im tiefsten demutsgrunde/ und will von Christo nimmer gehn/ ich bleib im allgemeinen Bunde,/ in allgemeiner Liebe stehn/ und häng an Christo ganz allein;/ oͤies soll mein Grund auf ewig sein! 8. O Jesu, laß mich in dir bleiben,/ o Jesu, bleibe oͤu in mir/ laß oͤeinen guten Geist mich treiben,/ daß ich im Glauben folge dirʒ/ laß stets mich fromm und wachsam sein,/ so reißet nichts den Orund mir ein. Karl heinrich v. Bogatzky, 1774. mel. herzlich lieb hab ich dich, o Herr. 240 Straßburg 1577. 2 H I 1—+ — +* E— . i,xe,, 95 Ich kom⸗me, Frie⸗dens⸗ flüirst, zu dir;/ er⸗bar⸗mend der Sün⸗den Last ist mir zu schwer: /o laß mich x 1— nKn EI.——————— *——..—— EEEEET run⸗fest du auch mir, /oͤen Frie⸗den zu emp⸗fan⸗gen. nicht vom Tro⸗ste leer,/ laß mich zur Ruh ge⸗lan⸗gen. Sieh —————.—— S...........—— an mein tief⸗ge⸗beug⸗tes Herz!/ Sieh meiner See⸗le Angst und — E——— Schmerzl/ Wer trö⸗stet mich, als ou al⸗ lein? /Wer ma⸗chet x——.— DSDSDSDiD‚‚‚‚ —e—.—. 3.— ö mich von Siün den rein?/ herr Je⸗su Christ,/mein Trost, mein 2⁵⁵ 2⁴¹ Glaube und Rechtfertigung ————— D— Ei SS...—— Licht,/ mein Trost, mein Licht,/ verwirf mein sehnlich öͤlehen nicht! 2. Du, du bist meine Zuversicht! /Durch dich entflieh ich dem Gericht,/ dem schweren Lohn der Sünden./ Durch dich kann ich dem Fluch entgehn/ und mich mit Gott vereinigt sehn, /durch dich das Leben finoen./ Dein Tod ist der Verlornen Heilz/ sein Segen werd auch mir zuteil/ er sei auch mir Beruhigung/ und meines Lebens heiligung./ Herr Zesu Christ,/ ich hoff auf dich,/ ich hoff auf dich j/ in dieser hoffnung stärke mich! 3. Mein ganzes Leben preise dich!/ Erlöst, mein Mittler, hast du mich,/ dein Eigentum zu werden. Bin ich nur dein, so fehlt mir nichts,/ nichts einst am Tage des Gerichts,/ nichts hier auf dieser Erden./ Ruf dieser Bahn zum Vaterland/ entzeuch mir nie⸗ mals deine hand/ zu deinem dienste stärke mich/ und laß mich siegen einst durch dich./ Herr Jesu Christ,/ erhöre mich;/ einst yreis ich dich/ für deine Gnade ewiglich! Christ. Sturm, + 1786. mel. 241 ehristoph Anton, 1651. —8 ISSSSSE 198 sollst glau⸗ben, o du Ar⸗merj/ und du zwei⸗ felst? [du sollst be⸗ ten zum Er⸗bar⸗merj/ und dͤu kannst, du . zweif⸗le nicht! 1 kannst es nicht. l————— 2—. E=+ . CE —————.— 2—.— dort wirst oͤu den Aus⸗gang schau ⸗en./ Je⸗su Rus⸗-gang 1.— 12——— EIAHN ward erst klar,/ als er auf⸗ er⸗stan⸗den war. 25⁶ Du sollst un ⸗be⸗dingt ver⸗ trau⸗ en,/ Glaube und Rechtfertigung 2⁴² 2. Glaube gibt der Andacht§lügel,/ Glaube hebt zu Gott em⸗ por// Glaube bricht des Grabes Siegel// selbst der Ewigkeiten Tor/ Glaube geht durch ölamm und Fluten// ließ die deugen zesu bluten/ und sie überwinden weit,/ sicher ihrer Seligkeit. 5. Glaube hilft in allem siegen,/ macht die schwerste Tugend leicht/ alles muß zu düßen liegen,/ selbst gewohnte Sünde weicht./ Ob du auch im Kampf erlagest// schon an Glaubenskraft verzagest// kämpfe stärker, kämpfe mehr,/ deine Hilfe ist der Herr. 4. Hast du nicht des Wunderbaren/ Wunderausgang oft gesehnꝛ/ Siehst du nicht den Unsichtbaren/ groß durch Taten bei dir stehn?/ Mußt du denn ihn immer sehenꝛ/ bald des Ewgen Rat verstehen?/ bald oͤich seiner Hilfe freun?/ würde dies dein Bestes sein? 5. Glaube dann noch, wenn zu glauben/ fast kein Hoffnungs⸗ strahl mehr bleibt;/ laß dir nichts sein Machtwort rauben:/ Selig/ selig ist, wer glaubt!/ Ach, die ersten dort am Throne/ glaubten ohne Schaun die Rrone,/ rangen, starben, wankten nie/ und emp⸗ fingen! Sei wie sie! Gottlob Reiber, 4 1809. Mel. Valet will ich oir geben. 242 Melchior Teschner, 1615. SSSSI — Ich weiß, an wen ich glau⸗be,/ ich weiß, was fest be⸗ wenn al⸗les hier im Stau⸗be/ wie Staub und Rauch ver⸗ E 11.—— steht, ich weiß, was e⸗wig blei⸗bet,/ wo al⸗ les wankt und weht; , w, Fin dur nemen r. EH EREEEEE E—— 2—11 fällt,/ wo Wahn die Weisen treibet/ und Trug die Klu⸗gen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert,/ ich weiß, was nie verläßt z/ auf ewgen Grund gemauert/ steht dᷣiese Schutzwehr fest./ Es sind des heilanos Worte,/ die Worte fest und klar;/ an diesem delsenhorte/ halt ich unwandelbar. 2⁴⁵ Nachfolge Christi 3. Nuch kenn ich wohl oͤen Meister,/ der mir die Feste baut:/ es ist der herr der Geister,/ auf den der himmel schaut// vor dem die Seraphinen/ anbetend niederknien,/ um den die heilgen dienenl/ Ich weiß und kenne ihn. 4. Das ist das Licht der höhe,/ das ist mein Jesus Christ,/ der dels, auf dem ich stehe,/ der diamanten ist,/ der nimmermehr kann wanken// mein heiland und mein Hort,/ die Leuchte der Gedanken,/ die leuchtet hier und dort. 5. Er, den man blutbedecket/ am Abend einst begrub;/ er, der von Gott erwecket/ sich aus dem Grab erhub;/ der meine Schuld versöhnet,/ der seinen Geist mir schenkt,/ der mich mit Gnade krönet/ und ewig mein gedenkt. 6. Drum weiß ich, was ich glaube,/ ich weiß, was fest besteht/ und in dem Erdenstaube/ nicht mit als Staub verweht./ Es bleibet mir im Grauen/ des Todes ungeraubt;/ es schmückt auf Himmels⸗ auen/ mit Kronen einst mein Haupt! Ernst Moritz Arndt, 4 1860. v. 5 von H. Knapp, + 1864. Heiligung Nachfolge Christi.(Ruch Lied Ur. 411.) Mel. Wie nach einer 243 Wasserquelle. Französischer P alter, 1551. 5—.— ö ö II 1. Sei ge⸗treu bis an das En⸗de,/ daß nicht Mar⸗ter, Udich von dei⸗nem Je⸗su wen⸗de;/ sei ihm treu bis —.—— —————.— .— Funlhend oot nch, das vei-ben bie ser Feit/ it nicht vert e 9— der Herr⸗lich⸗keit,/ die dein Je⸗sus dir will ge⸗ben/ dort in 2³3³⁸ leichte 2.0 hat oͤ hoff a Huf i Gott, Nachfolge Christi 2⁴⁴ —..—— je⸗nem Freu⸗oen ⸗le⸗ben. 2. Sei getreu in deinem Glauben!/ Laß oͤir oͤehen festen Grund/ ja nicht aus dem Herzen rauben,/ halte treulich deinen Bund,/ den oein Gott ourchs Wasserbad/ fest mit oͤir geschlossen hat./ Ach, oͤu gingest ja verloren,/ wenn oͤu treulos ihm geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe/ gegen Gott, der oͤich geliebt;/ auch die Lieb am Nächsten übe,/ wenn er dich auch oft betrübt./ denke, was dein heiland tat,/ als er für die§einoͤe bat!/ Du mußt, soll dir Gott vergeben,/ auch verzeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Leiden!/ Lasse dich kein Ungemach,/ laß dich nichts von Jesu scheiden,/ murre nicht in Weh und Achl/ Denn oͤu machest deine Schuld/ größer nur durch Ungeduld/ leichter trägt, wer willig träget,/ was sein Gott ihm auferleget. S. Sei getreu in deinem Hoffen!/ Traue fest auf Gottes Wort;/ hat oͤich Kreuz und Not betroffen/ und Gott hilft nicht alsofort:/ hoff auf ihn doch festiglich,/ sein herz bricht ihm gegen dich,/ seine Hilf ist schon vorhanden,/ Hoffnung machet nie zuschanoͤen. 6. Nun wohlan, so bleib im Leiden/ Glaube, Liebe, Hoffnung sestl/ Ich will treu sein bis zum Scheiden,/ weil mein Gott mich nicht verläßt./ Herr, den meine Seele liebt,/ dem sie sich im Kreuz ergibt,/ sieh, ich fasse deine hände:/ Hilf mir treu sein bis zum Ende! Nach Bens. Prätorius, 4 um 1674. Mel. Machs mit mi. Gott, nach einer Get. 244 Zoh. Hermann Schein, 1628. SS 4— I+— A „„ ir nach, spricht Chri⸗stus, ver⸗ leug ⸗ net euch, ver⸗ Run; ser helo,/ mir nach, ihr Chri⸗sten laßt oͤie Welt// folgt mei⸗nem Ruf und 2³9 SSSISSI al-le; Schal⸗le; nehmt eu⸗er Kreuz und An⸗ge⸗mach/ auf —.— n e SI euch, folgt meinem Wan⸗del nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für/ mit heilgem Tugenoͤleben/ wer zu mir kommt und folget mir//darf nicht im dinstern schwebenz/ ich bin der Weg, ich weise wohl,/ wie man wahrhaftig wandeln soll. 5. Mein herz ist voll demütigkeit,/ voll Liebe mein Gemüte,/ mein Mund voll Huld und Freunoͤlichkeit,/ voll Sanftmut und voll Gütej/ mein Geist und Wille, Kraft und Sinn/ ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch das, was schäolich ist,/ zu fliehen und zu meiden,/ und euer herz von arger List/ zu reingen und zu scheiden;/ ich bin der Seelen dels und Hort/ und führ euch zu der himmelspfort! 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran,/ ich steh euch an der Seite// ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn,/ bin alles in dem Streite./ Ein böser Rnecht, der still mag stehn// sieht er voran den deloͤherrn gehn! 6. Wer seine Seel zu finden meint// wird sie ohn mich verlieren/ wer sie hier zu verlieren scheint,/ wird sie in Gott einführen./ Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir,/ ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn/ mit Leib und Seel nachgehen/ und wohlgemut, getrost und gern/ in allen Leiden stehen/ denn wer nicht kämpft, trägt auch die Rron/ des ewgen Lebens nicht davon. Zoh. Scheffler, 4 1677. v. A beiĩ dreylinghausen, 1704. Mel. Lasset uns den 15.% Preiser. 245 Johann Schop, 1641. 67 36— 2———5.— +——.. . ö——. 5 2— Laf set uns mit de⸗ su Aeehen, sei⸗nem in der Welt der Welt ent⸗flie⸗hen,/ auf der ti EI — Nachfolge Christi 2⁴5⁵ 1 1 ——.— EI—— E ö ö E Vor⸗bild fol ⸗-gen nach, Bahn, die er uns brach, im⸗mer⸗fort zum him⸗mel . *—..— E— rei⸗sen,/ ir-disch noch, schon himmlisch sein,/ glau⸗ben ⁴—— EE—— 1 EWaie— 2.— H—— 5.———— —————.——— recht und le⸗ben rein,/ in der Lieb den Glau⸗ ben E wei⸗sen!/ Treu⸗ er Je⸗su, bleib bei mir;„ geh vor⸗ — 1 II 1 De———— 1— 1 I 1 an, ich fol ⸗ge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden,/ seinem Vorbild werden gleichl/ Nach dem Leiden folgen Freuden,/ RArmut hier macht oͤroben reichj/ Cränensaat, die erntet Wonne,/ Hoffnung tröstet mit Geduld;/ denn es scheint durch Gottes huld/ nach dem Regen balö die Sonne./ Jesu, hier leid ich mit dir;/ oͤort teil deine Freud mit mir! 3. Lasset uns mit Jesu sterbenl/ Sein Tod rettet uns vom Tod// rettet von der Seel Verderben,/ von der ewiglichen Not./ Laßt uns töten, weil wir leben,/ unser Fleisch, ihm sterben ab,/ so wird er uns aus dem Grab/ in oͤas himmelsleben heben./ Jesu, sterb ich, sterb ich dir,/ daß ich lebe für und für! 4. Lasset uns mit Jesu leben/ Weil er auferstanden ist,/ muß das Grab uns wiedergeben./ Jesu, unser Haupt du bist,/ wir sind deines Leibes Glieder;/ wo oͤu lebst, da leben wir;/ ach, erkenn uns für und für,/ treuer Freund, als deine Brüderl/ Jesu, dir ich lebe hier,/ dorten ewig auch bei dir! Sigismund v. Birken, 4 1681 16 2⁴¹ 94 Nachfolge Christi 246 Darmstaoͤt 1698. ge⸗su, hilf sie⸗gen, du Für⸗ste des Le⸗bens!/ wie sie ihr oͤro⸗hen⸗oes Heer nicht ver ⸗ge⸗ bens/ ———— ,,. 2 Sieh, wie die Fin⸗ster⸗nis oͤrin⸗get her⸗ein, 15 mäch⸗tig auf⸗flih⸗ret, mir schäd⸗lich zu sein! n ITTTIIIIIII...— SSS..— sin ⸗net auf al⸗ler⸗lei Rän⸗ke,/ daß sie mich sich ⸗=te, zer⸗ 1 E— stö⸗ re und krän⸗ke. 2. Jesu, hilf siegen! Ach, wer muß nicht klagen!/ Herr, mein Gebrechen ist immer vor mirj/ hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen,/ die mein Gewissen mir täglich hält für!/ Ach, laß mich schmecken dein kräftig Versühnen/ und dies zu meiner de⸗ mütigung dienen. 3. Jesu, hilf siegen, wenn in mir die Sünde,„Eigenlieb, Hof⸗ fart unõ Mißgunst sich regt// wenn ich die Last der Begierden emp⸗ finde,/ und sich mein tiefes Veroͤerben darlegt./ Hilf dann, daß jch vor mir selber erröte/ und durch dein Leiden die Sündenlust töte. 4. Jesu, hilf siegen und lege gefangen/ in mir die Lüste des Fleisches und gib,/ daß in mir lebe des Geistes Verlangen,/ auf⸗ wärts sich schwingend durch heiligen Trieb. Laß mich einoͤringen ins göttliche Wesen,/ so wird der Leib und die Seele genesen. 5. Jesu, hilf siegen, damit auch mein Wille/ dir, Herr, sei gänz⸗ lich zu eigen geschenkt,/ und ich mich so in dein Wollen vorhülle,/ daß sich oͤie Seele zur Ruhe hinlenkt./ Laß mich mir sterben und alle dem Meinen,/ daß ich mich zählen darf unter die Deinen. 2⁴² isti Nachfolge Christi 2⁴⁷ 6. Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken!/ Wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn/ und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken,/ laß doch viel heller dann oͤeine Rraft sehn./ Steh mir zur Rechten, o König und Meister,/ lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten;/ Hüter, oͤu schläfst ja und schlummerst nicht ein./ Laß oͤein Gebet mich unenoͤlich ver⸗ treten,/ der oͤu versprochen, Fürsprecher zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken,/ wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 8. Jesu, hilf siegen, wenn alles verschwindͤet,/ und ich mein Nichts und Veroͤerben nur seh;/ wenn kein Vermögen zu beten sich findet,/ wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh,/ ach, Herr, so wollst du im Grunde der Seelen/ dich mit dem innersten Seuf⸗ zen vermählen. 9. Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben;/ mach du uns würoig und stetig bereit,/ daß ich mich nenne des Himmel⸗ reichs Erben/ dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit./ Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben,/ hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben! Zoh. heinrich Schröder, 4 1699. Mel. Eins ist not, 51— dies Eine. 247 Aöam f 16⁵⁷. 1. 5 ger 309 Ausater Stehter; tehieuc uns in dein — du uns die Stätt be⸗rei⸗ten/ und zu dei⸗ nes 5 . Hei⸗ lig ⸗ tum, 14 23465 211 Namens Ruhm/ als dei ne Er=lö ⸗östen sieg — I...I...... T E—— präch⸗tig willst füh⸗ ren;/ laß un⸗ se re Bit⸗ te dein 16² 2⁴⁸ 2⁴⁷ Nachfolge Christi ——— 1 n..—.——— her· ze jetzt rührenj/ wir wollen dem Va⸗ter zum Op⸗fer da⸗ stehn/ und mit dir oͤurch Lei⸗ den zur Herr=lich⸗keit gehn. 2. Er hat uns zu dir gezogen,/ und du wieder zu ihm hinz/ Liebe hat uns überwogen,/ daß an dir hängt Herz und Sinn./ Aun wollen wir gerne mit dir auch absterben/ dem ganzen natür⸗ lichen Seelenverderben;/ in deinen Tod, herr, laß verpflanzet uns sein,/ sonst oͤringen wir nimmer ins Leben hinein. 3. Fürst des Lebens, komm und eile// führ das Todesurteil ausʒ/ brich entzwei des Mörders Pfeile,/ wirf die Sünde ganz hinausl/ Ach, laß sich dein neues, erstandenes Leben/ in unsern erstorbe⸗ nen herzen erhebenj/ erzeig dich verkläret und herrlich noch hier/ und bringe ein neues Geschöpfe herfür. 4. Kehre die zerstreuten Sinnen/ aus der Vielheit in das Ein,/ daß sie wieder Raum gewinnen,/ nur von dir erfüllt zu seinl/ Ach, wirf du die Mächte der dinsternis nieder,/ erneure die Kräfte des Geistes uns wieder// daß er aus der dülle der Gnade sich nährꝰ/ und gegen der Gottheit Verächter sich wehr'. 5. Lebe denn und lieb und labe/ in der neuen Kreatur,/ Lebens⸗ flirst, durch deine Gabe/ die genesene Natur!/ Erwecke dein Para⸗ dies wieder im Grunde/ der Seelen und bringe noch näher die Stunde,/ da du dich in allen den Deinen verklärst/ und ihnen das ewige Leben gewährst. 6. Gönne uns noch Frist auf Erden,/ zeugen deiner Kraft zu sein,/ deinem Bilde gleich zu werden,/ in dem Tod zu nehmen ein/ des Lebens vollkommene§reiheit und Rechte/ als eines voll⸗ enoͤeten Heilands Geschlechtel/ der Unglaub mag denken: wir bitten zuviel j/ du hörst unsre Bitten, tust liber ihr Ziell Gottfried Arnold, 4 1714. 2⁴⁴ Nachfolge Christi 2⁴8 248 Herrnhaag 1740. SS O durch⸗bre⸗cher al⸗ ler Ban⸗ de,/ der du im⸗mer beidem Schaden, Spott und Schande/ lau⸗ter Lust und e bei uns bist, 2 Züriche Him⸗mel ist, ü⸗be fer⸗ner dein Ge rich te/ . wi⸗der un⸗ sern RA⸗dams⸗sinn,/ bis uns dein so treu Ge⸗ DED sich ⸗te/ füh⸗ret aus dem Ker⸗ker hin. 2. Ists doch deines Vaters Wille,/ daß du endest dieses Werk;/ hierzu wohnt in dir die Fülle/ aller Weisheit, Lieb und Stärk,/ daß dͤu nichts von dem verlierest,/ was er dir geschenket hat,/ und es aus der Unruh führest/ zu der selgen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden,/ willst und kannst ja anders nicht;/ denn wir sind in deinen händen,/ dein Herz ist auf uns gericht't;/ ob wir wohl von allen Leuten/ als gefangen sind geacht't,/ weil des Kreuzes Niedrigkeiten/ uns der Welt zum Spott gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten,/ da wir mit der Rreatur/ seufzen, ringen, schreien, beten/ um Erlösung der Natur/ von dem Dienst der Eitelkeiten,/ der uns noch so hart beoͤrückt,/ ob auch schon der Geist in Zeiten/ sich auf etwas Bessres schickt. 5. Ach, erheb die matten Kräfte,/ reiße du das Band entzwei,/ daß wir, durch die Weltgeschäfte/ durchgebrochen, stehen freil/ Weg mit Menschenfurcht und Zagen,/ weich, Vernunstbedenklich⸗ keit;/ fort mit Scheu vor Schmach und Plagen/ weg des Fleisches FJärtlichkeit! 2⁴⁵ 2⁴ Nachfolge Christi 6. Herr, zermalme, herr, zerstöre/ diese Macht der dinsternis;/ denn oͤer preist nicht deine Ehre,/ den sie fort zum Tode riß./ Heb uns aus dem Staub der Sünden,/ wirf die Lust der Welt hinaus/ laß uns wahre Freiheit finden,/ reiheit in des Vaters Haus! 7. Wir verlangen keine Ruhe/ für das Fleisch in dieser Zeit;/ wie oͤus nötig findest, tue/ noch vor unsrer Abschiedszeit;/ aber unser Geist, der bindet/ dich im Glauben, läßt dich nicht,/ bis er die Erlösung findet,/ die dein treuer Mund verspricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, siege;/ König, brauch dein Re⸗ giment,/ führe deines Reiches Kriege,/ mach der Sklaverei ein Endl/ Ach, die Last treibt uns zu rufen,/ alle flehen wir dich an:/ Zeig doch nur die ersten Stufen/ der gebrochnen Freiheitsbahn! 9. Ach, wie teu'r sind wir erworben,/ nicht der Menschen Knecht zu sein l/ drum, so wahr du bist gestorben,/ mußt du uns auch machen rein,/ rein und frei und ganz vollkommen,/ in dein heilig Bild verklärt;/ oder hat Gnab um Gnad genommen,/ wer aus deiner Füll sich nährt. 10. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein,/ was dein Reich nicht kann ererben;/ führ ins Paradies uns ein i/ Doch wohlan, oͤu wirst nicht säumen,/ laß nur uns nicht läsig sein;/ werden wir doch als wie träumen,/ wenn die dreiheit bricht herein! Gottfried Rrnold, 4 1714. Mel. O Jesu Christ, m ins 4 4*(Oder wie Nr. 149.) 2⁴49 Leipzig 1625. 2. EEE — 1. Ein rei⸗nes Herz, Herr, schaff in mir,/ schleuß zu der qñj—.... ä P... Lo Sün⸗de Tor und Tür,/ ver⸗trei⸗be sie und laß nicht . n Ein Lan E e —— E 2⁴⁰ Nachfolge Christi 2⁵⁰ 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Tür;/ ach, komm und wohne du bei mir;/ was unrein ist, das treib hinaus/ aus deinem Tempel, deinem haus. 3. Laß deines guten Geistes Licht/ und dein hellglänzend An⸗ gesicht/ erleuchten mein herz unòd Gemüt,/ o Brunnen unerschöpf⸗ ter Gütl 4. Und mache denn mein Herz zugleich/ an Himmelsgut und Segen reich;/ gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand/ aus deiner miloͤen Gnadenhand: 5. So will ich deines Ramens Ruhm/ ausbreiten als oͤein Eigen⸗ tum/ und dieses achten für Gewinn,/ wenn ich nur dir ergeben bin. Heinrich Heorg Neuß, 4 1716. mel. Straf mich nicht in deinem Zorn. 250 Am 1680. 94 ö +——— .S.SSIIIIIIIIIII.III 1. mMa⸗ che dich/ mein Geist, be⸗reit,/ wa⸗ che, fleh und oͤaß dich nicht die bö⸗ se Zeit/ un⸗ ver- hofft be⸗ EEEEE be⸗ke, 10 be⸗ —— 60 ö ä... From men/ zur Ver⸗suchung kom⸗men. 2. Aber wache erst recht auf/ von dem Sündenschlafe;/ denn es folget sonst darauf/ eine lange Strafe,/ und die Not/ samt dem Tod/ möchte dich in Sünden/ unvermutet finden. 3. Wache auf, sonst kannst oͤu nicht/ Christi Rlarheit sehen;/ wache, sonst wird dir sein Licht/ ewig ferne stehen j/ denn Gott will/ flir die düll/ seiner Gnadengaben/ offne Rugen haben. 4. Wache, daß dich nicht die Welt/ durch Gewalt bezwinge,/ oder, wenn sie sich verstellt,/ wieder an sich bringe;/ wach und sieh,/ daß oͤich nie/ falsche Brüder fällen,/ die dͤir Netze stellen. 2⁴⁷⁵ denn es ist/ Sa⸗tans List/ ü⸗-ber vie ⸗le 25¹ Nachfolge Christi 5. Wach und hab auf dich wohl acht,/ trau nicht deinem Herzen/ leicht kann, wer es nicht bewacht// Gottes Gnad verscherzen,/ denn es ist/ voller List,/ kann sich selber heucheln/ und in Hoffart schmeicheln. 6. Bete aber auch dabei/ mitten in dem Wachen/ denn der herr nur kann dich frei/ von dem allen machen,/ was dich drückt/ und bestrickt,/ daß du schläfrig bleibest/ und sein Werk nicht treibest. 7. Doch getrost, es muß uns schon/ alles glücklich gehen,/ wenn wir ihn oͤurch seinen Sohn/ im Gebet anflehen;/ denn er will/ alle Füll/ seiner Gunst ausschütten,/ wenn wir gläubig bitten. 8. Drum so laßt uns immerdar/ wachen, flehen, beten,/ weil die Angst, RNot und Gefahr/ immer näher treten j/ denn die Zeit/ ist nicht weit,/ da uns Gott wird richten/ und die Welt vernichten. Joh. Burchard§reystein, 4 1718. mel. Wachet auf, — die Stiumwe⸗ 251 Frankfurt a. M. 1599. CEV IE„ — * ů—— S—.—— Rů ⸗stet euch, ihr Christen⸗leu⸗tel/ Die dein⸗oe su⸗chen 1. Wappnet euch mit Got⸗tes Wor⸗te/ und kämpfet frisch an rno. SSE 5ii ni..,. —————.— 55.—— euch zur Beu⸗te,/ ja, Sa⸗tan selbst hat eu'r be⸗gehrt. je⸗dem Or⸗te,„ da⸗mit ihr blei⸗bet un⸗ver ⸗ sehrt! E Ist euch der deind zu schnell,/ hier ist Im ⸗ma⸗ nu⸗E// ö 3 —.— PIIIIIII n. EE—.——.———.— — — ho ⸗si⸗ an⸗ nal/ der Star⸗ke fällt/ durch die⸗sen Helö// I— E und wir be⸗ hal⸗ ten mit das Feld. 2⁴⁸ Nachfolge Christi 25² 2. Reinigt euch von euren Lüsten,/ besieget sie, die ihr seid Christen,/ und stehet in des Herren Kraft./ Stärket euch in Jesu Namen,/ daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen./ Wo ist des Glaubens Ritterschaft?/ Wer hier ermüden will,/ der schaue auf das Ziel:/ da ist reude!/ Wohlan, so seid/ zum Kampf bereit,/ so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wenꝰ gen Jahre,/ eh ihr kommt auf die Toten⸗ bahre;/ kurz/ kurz ist unser Lebenslauf./ Wenn Gott wird die Toten wecken,/ und das Gericht die Welt wird schrecken,/ so stehen wir mit hreuden auf./ Gottlob! wir sind versöhntl/ Daß uns die Welt noch höhnt// währt nicht lange,/ und Gottes Sohn/ hat längstens schon/ uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder/ unòd mach aus ihnen Uberwinder,/ die oͤu erkauft mit deinem Blut;/ schaff in uns ein neues Leben,/ daß wir uns stets zu dir erheben,/ wenn uns entfallen will der Mutl/ Gieß aus auf uns den Geist,/ dadurch die Liebe fleußt/ in die herzen/ so halten wir/ getreu an dir/ im Tod und Leben für und für. wilh. Erasmus Rrends, 1721. Wachet auf, Mel. Nr. 251. 252 uns Re Stiame. 1. Heilger Jesu, Heilgungsquelle,/ mehr als Kristall rein, klar und helle,/ du lautrer Strom der heiligkeit!/ Aller Glanz der Cherubinen,/ die Heiligkeit der Seraphinen/ ist gegen dich nur Dunkelheit./ Ein Vorbild bist du mir;/ ach, bilde mich nach dir,/ du mein Alles l/ Hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich mag heilig sein wie du. 2. Stiller Jesu, wie dein Wille/ dem Willen deines Vaters stille/ und bis zum Tod gehorsam war,/ also mach auch gleichermaßen/ mein Herz und Willen dir gelassen;/ ach, stille meinen Willen garl/ Mach mich dir gleichgesinnt// wie ein gehorsam KRind/ stille, stille;/ hilf, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich fein stille sei wie du. 3. Wacher Zesu, ohne Schlummer,/ in großer Arbeit, Müh und Kummer/ bist du gewesen Tag und Nacht;/ mußtest täglich viel ausstehen,/ des Nachts lagst du vor Sott mit dlehen/ und hast ge⸗ betet und gewacht./ Gib mir auch Wachsamkeit,/ daß ich wie du allzeit/ wach und betel/ Hilf, Zesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich stets wachsam sei wie du. 2⁴49 25⁵5³3 Nachfolge Christi 4. Gütger Zesu, ach, wie gnädig,/ wie liebreich bist du und gut⸗ tätig/ doch gegen dreund und deind gesinnt!/ Deine Sonne scheinet allen,/ dein Regen muß auf alle fallen,/ ob sie oͤir gleich undank⸗ bar sind. /Mein Herr, ach, lehre mich,/ damit auch hierin ich/ dir nachartel/ Hilf/ Jesu, du/ auch mir dazu// daß ich so gütig sei wie du. 5. Sanfter Jesu, ganz unschuldig/ ertrugst du alle Schmach ge⸗ ouldͤig/ und übtest niemals Rache aus. /Wer kann deine Sanfst⸗ mut messen,/ bei der oͤu dennoch nie vergessen/ den Eifer um des Vaters Haus!/ Mein Heiland, ach, verleih/ mir Sanftmut und dabei/ guten Eiferl/ Hilß, Jesu, du/ auch mir dazu,/ daß ich sanft⸗ mütig sei wie du. 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig,/ du suchtest deine Ehre wenig/ und wurdest nieoͤrig und gering;/ wandeltest einher auf Erden/ in Demut und in Knechtsgebärden,/ erhobst dich selbst in keinem Ding./ herr, solche Demut lehr/ mich auch je mehr und mehr/ stetig üben!/ Hilf, Jesu, öu/ auch mir dazu,/ daß ich oemütig sei wie du. 7. Liebster Jesu, liebstes Leben,/ mach mich in allem dir ergeben/ und deinem heilgen Vorbild gleich;/ gib, daß mich dein Geist durch⸗ oͤringe,/ daß ich viel Hlaubensfrüchte bringe/ und tüchtig werd zu deinem Reich./ Nch, zeuch mich ganz zu dir,/ behalt mich für und für,/ treuer Heilanol/ Hilf mir dazu,/ daß ich wie du,/ und wo du bist, einst finde Ruh.(Nach dem Holländischen des Jodokus v. Lodenstein.) Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 253 Französischer Psalter, 1551. ⁰½.,—.—. 7 KKKKc‚‚ Ann dn ⸗ Schaf⸗fet, schaf⸗fet Men⸗ schenekin⸗der, schaf⸗fet eu⸗ re au⸗-et nicht, wie fre⸗ che Sünder,/ nur auf ge⸗ gen⸗ Se⸗lig⸗keitl wärt⸗ge Zeit, 050 DPDDDEEE ö ö son⸗dern schau⸗et ü⸗ ber euch,/ rin⸗ get Nachfolge Christi 2⁵5³ nach oem Hhim⸗mel⸗reich,/ und be⸗mü⸗ het euch auf Er⸗den,/ 1.— ö ̃IꝗW—— wie ihr mö⸗get se⸗ lig wer⸗ 2. Daß nun dieses mög geschehen,/ müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut/ und nach oͤessen Neigung gehen,/ sondern was Gott will und tut,/ das muß ewig und allein/ eures Lebens Richtschnur sein,/ mag es eure schwachen Herzen/ nun erfreuen oder schmerzen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen,/ daß in euch noch Sünde ist// daß ihr Fleisch von leisch zu nennen,/ daß ihr fehlt zu jeder Frist,/ und daß Gottes Gnadenkraft/ nur allein das Gute schafft,/ daß nichts außer seiner Gnade/ in euch ist als Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet!/ Selig, wer im Kampf besteht/ und die Sünden in sich dämpfet!/ Selig, wer die Welt verschmäht!/ Unter Christi Kreuzesschmach/ jaget man dem Frieden nachz/ wer den himmel will ererben,/ muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen,/ sondern träg und läshig sein,/ eure Neigung zu bezwingen,/ so bricht eure Hoffnung ein./ Ohne tapfern Streit und Krieg/ folget nie ein rechter Sieg./ Nur den Siegern wird die Krone/ beigelegt zum Gnadenlohne. 6. Mit dͤer Welt nach Lust zu jagen,/ finoͤet nicht bei Christen statt;/ an dem Fleisch Gefallen tragen,/ macht oͤes Geistes Kräfte mattj/ unter Christi Kreuzesfahn/ geht es wahrlich gar nicht an,/ daß man noch mit frechem Herzen/ wolle sicher tun und scherzen. 7. Furcht muß herrschen vor dem Richter,/ dessen hand das Zepter trägt,/ der die sichern Bösewichter/ zur Verdammnis nieder⸗ schlägt./ Er ists, der, wies ihm beliebt,/ Wollen und Vollbringen gibt;/ o so laßt uns zu ihm gehen,/ ihn um Gnade anzuflehen! 8. Un d zu werden Christi Glieder,/ die sein reiner Geist bewegt,/ kämpft den alten Menschen nieder,/ bis ihm seine Macht gelegt./ Was euch hindert, werfet ab;/ was euch ärgert, senkt ins Grab,/ unod denkt stets an Christi Worte:/ dringet durch die enge Pforte!“ 2¹ 25⁴4 Nachfolge Christi 9. Zittern will ich vor der Sünde/ und dabei auf Jesum sehn,/ bis ich seinen Beistand finde,/ in der Gnaode zu bestehn./ Ach, mein Heiland, geh doch nicht/ mit mir Armen ins Gericht!/ Gib mir deines Geistes Waffen,/ meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe Amen!/ Gott versiegle dies in mir,/ auf daß ich in Jesu Namen/ meinen Kampf zu Ende führ./ Er verleihe Kraft und Stärk/ und regiere selbst das Werk,/ daß ich wache, bete, ringe/ und also zum Himmel doͤringe. Ludwig Anoͤreas Gotter, 4 1735. Mel. Jesus meine Zuvorsicht. 254 Berlin 1653. ——— + 1. Him⸗mel⸗ an geht uns⸗ re Bahn;/ wir sind Gä⸗ ste bis wir dort nach Ka⸗ na⸗ an/ oͤurch die Wü⸗ste I 744L—— EEEEEEE nur auf Er⸗den, kom⸗men wer⸗den. 5e,, —— Hier ist un⸗ser Pilgrimsstand,/ droben un⸗ser Va⸗ter⸗land. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist;/ denn du bist ein himm⸗ lisch Wesen/ und kannst das, was iroͤisch heißt,/ nicht zu deinem Ziel erlesen;/ ein von Gott erleucht'ter Sinn/ kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft Gott mir zu,/ wenn ich ihn im Worte höre./ Das weist mir den Ort der Ruh,/ wo ich einmal hingehöre./ Wenn mich dieses Wort bewahrt,/ halt ich eine himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt/ mir das schöne Los von ferne,/ daß mein Herz schon aufwärts steigt/ über Sonne, Mond und Sterne,/ denn ihr Licht ist viel zu klein/ gegen jenen Glanz und Schein. 252 Kachfolge Christi 25⁵ 5. Himmelan wird mich der Tod/ in die rechte heimat führen,/ da ich über alle Not/ ewig werde triumphieren./ Jesus geht mir selbst voran,/ daß ich freuoͤig folgen kann. 6. himmelan! Ach, himmelanl/ Das soll meine Losung bleiben./ Ich will allen eitlen Wahn/ oͤurch die Himmelslust vertreiben./ himmelan steht nur mein Sinn,/ bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmolck, 4 1757. Wer nur den lieben Mel. Nr. 259. 255 Gott läßt walten. 1. Was hinket ihr betrognen Seelen/ noch immerhin auf jeder Seit?/ Fällts euch zu schwer, das zu erwählen,/ was euch des himmels Ruf anbeut? /O sehts mit offnen Rugen an/ und brecht hindurch auf schmaler Bahn. 2. Bedenkt, es sind nicht Kaiserkronen,/ nicht Reichtum, Ehr und Lust der Welt,/ womit euch Gott will ewig lohnen,/ wenn euer Kampf den Sieg erhält:/ Gott selbst ists und die Ewigkeit,/ voll Lust und Ruh, voll Seligkeit. 3. Es gilt hier nur ein ganzes Leben,/ Gott krönet kein geteiltes herz/ wer Jesus sich nicht recht ergeben,/ der macht sich selber Müh und Schmerz/ und träget zum verdienten Lohn/ hier Unruh, dort die Gual davon. 4. Wer aber mit Gebet und Ringen/ auf ewig allem Abschied gibt/ und Gott, den Herrn von allen Dingen,/ von Herzen und allein nur liebt,/ der wird der Krone wert geschätzt/ und auf des Rönigs Stuhl gesetzt. 5. Zerreißt doch die gelegten Schlingen,/ die euch in diesem schönen Lauf/ verhindern und zum Säumen bringen,/ und rafft euch heut von neuem auf!/ Ruf, auf, verlaßt die falsche Ruhl/ Auf, auf, es geht dem himmel zul 6. Die Allmacht stehet euch zur Seiten;/ die Weisheit hält bei euch die Wach;/ die Gottheit selber will euch leiten,/ folgt nur mit treuen Schritten nach./ Wie manchen hat nicht diese Hand/ schon durchgeführt ins Vaterland! 7. Nur spart es nicht auf anoͤre Zeiten,/ ihr habt schon jetzo viel versäumt j/ ihr mehrt euch selbst die Schwierigkeiten,/ wenn ihr das süße Heut verträumt./ Eilt, eilet, denn die Gnadenzeit/ fliegt pfeilgeschwind zur Ewigkeit. 2⁵5³ 256 25⁷ Nachfolge Christi 8. Eilt, faßt einander bei den Händen!/ Seht, wie ist unser ziel so nah!/ Wie bald wird unser Kampf sich enden/ da steht oͤann unser König da:/ der führt uns ein zur stillen Ruh/ und urteilt uns das Kleinod zu. Leop.§rz. Friedrich Lehr, 4 1744. Mel. Nr. 7. 256 Sullber Wachen 1. Auf, ihr Streiter, durchgedrungen,/ auf und folgt dem Heiland nach,/ der durch Marter, Tod und Schmach/ sich zum Himmel aufgeschwungen!/ Ringt ihm nach in seiner Kraft;/ er ists, der den Sieg verschafft. 2. Rein Erlöster müsse sagen,/ ihm gebreche Kraft und Mut/ zu dem Kampf mit dleisch und Blut./ Rlles soll der jünger wagen,/ weil der herr die Wunden heilt/ und den Schwachen Kraft erteilt. 3. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke;/ sind wir arm: der Herr ist reich;/ wer ist unserm Führer gleich?/ Unser Gott tut Wunderwerke./ Sagt, ob der nicht helfen kann,/ dem die Himmel untertan? 4. Ja, Gott kann und will uns schirmen./ Drum, so dringet mutig ein/ schämt euch, träg und feig zu sein!/ Mag es oͤrohen, mag es stürmen:/ nur durch Müh, Geoͤuld und Streit/ führt der Weg zur Seligkeit. 5. Nun, so wachet, kämpft und ringet,/ bleibet wacker im Gebet,/ bis ihr auf der höhe steht,/ wo der Sieg die Fahne schwingetl/ Ist der Erde Werk getan,/ hebt des himmels Sabbat an. Nach Zoh. Simon Buchka, 4 1752. t. Mel. Nr. 254. 257 zehn(ee wie Re. VI.) 1. Seele, was ermüoͤst du dich/ in den dingen dieser Erden,/ die doch bald verzehren sich/ und zu Staub und Asche werdenꝰ/ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilst dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Sinn,/ laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen,/ richt ihn stets zum himmel hin,/ laß ihn in die Snad einoringen./ Suche Jesum und sein Licht/ alles anore hilft dir nicht. 3. Oft verlangst du Trost und Ruh,/ dein betrübtes Herz zu labenj/ eil der Lebensquelle zu,/ da kannst du sie reichlich haben./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilst dir nicht. 2⁵⁴ risti unser steht und 17⁴⁴. soll ich achen. iland nmel der it/ zu gen,/ rteilt. : der tt tut mmel inget ohen, et der ꝛbet,// getl/ 17⁵². ersicht. u. 271.) den,/ denꝛ/ t auf⸗ Gnad nicht. z zu ben./ Nachfolge Christi 25⁸ 4. Geh in Einfalt stets einher;/ laß oͤir nichts das iel verrückenj/ Gott wird aus dem Liebesmeer/ dich, den Kranken, wohl erquicken./ Suche Zesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilst dir nicht. 5. Du bist ja ein hauch aus Gott/ und aus seinem Geist ge⸗ boren/ bist erlöst durch Christi Tod/ und zu seinem Reich erkoren./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilst dir nicht. 6. Schwinge dich fein oft im Geist/ über alle himmelshöhen/ laß, was dich zur Erde reißt,/ weit von dir entfernet stehen./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilft oͤir nicht. 7. Nahe dich oem lautern Strom,/ der vom Thron des Lammes fließet/ und auf die, so keusch und fromm,/ sich in reichem Maß ergießet./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anore hilft ͤir nicht. 8. Laß dir seine Majestät/ immerdar vor Rugen schweben/ laß mit brünstigem Gebet/ sich dein herz zu ihm erheben./ Suche Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilst dir nicht. 9. Sei im übrigen ganz still,/ du wirst schon zum Ziel gelangenj/ glaube, daß sein Liebeswill/ stillen weroe dein Verlangen./ Drum such Jesum und sein Licht;/ alles anoͤre hilst dir nicht. Jak. Gabriel Wolf, 4 1754. Mel. Valet will —— dir geben. 258 Melchior Teschner, 1615. In un⸗sers Rö⸗nigs Na⸗men/ be⸗tre⸗ten wir die Bahn; so vie⸗-le von ihm stammen,/ o schließt euch freudig anl E Wir 230 zum—— Zend⸗ 22———R— Herz, ein Leib, ein —.— I SS.S.............. Geist./ Wohl oͤem, oͤer al ⸗le Ban⸗de,// voll gel⸗ den⸗ mut zerreißt! 2. Der Weg ist schmal, doch eben/ und führt zur Seligkeit;/ die Straße dort daneben/ ist zwar bequem und breit,/ doch wer sie geht, muß sterben,/ an ihrem Ende dͤroht/ ein ewiges Verderben,/ oluch, Zorn und Gual und Tod. 2⁵⁵ 259 Nachfolge Christi 3. Wir folgen deinem Locken,/ oͤu ewig treuer Freund!/ Wer könnte sich verstocken?/ Du hasts so gut gemeint!/ Wir wandern abgeschieden,/ und eh es geht zur Rast,/ trägt jeder still zufrieden/ sein Kreuz und seine Last. 4. Der große Hirt der herde/ geht seinem Volk voran/ sein All⸗ machtswort:„Es weroͤe!l/ bereitet selbst die Bahnz/ es lähmt er⸗ zürnten Feinden/ herz, Zunge, Fuß und Hand,/ knüpft zwischen frommen Freunden/ der Liebe Bruderband. 5. So wandeln wir entschlossen/ dem himmelsführer nach/ und dulden unveroͤrossen/ und tragen seine Schmach/ und flehn im finstern Tale:/ O Jesu, steh uns bei/ unòd mach im Hochzeitssaale/ bald alles, alles neu! 6. Seht, wie die Rrone schimmert,/ die unser haupt einst schmücktl/ Und wird der Leib zertrümmert,/ der Weltenbau zerstückt,/ er⸗ löschen Sonn und Sterne:/ kein Pilger werde matt!/ Dort glänzt uns schon von ferne/ des großen Königs Staoͤt. 7. hinan, hinan, ihr Frommen,/ es koste Schweiß und Blutl/ hinan, hinan geklommen/ mit wahrem heldenmutl/ Bald hebt uns unser Sehnen/ hoch über Tod und Grab;/ bald trocknet unsre Tränen/ die Hand der Liebe ab. Joh. Ludwig Frickert, 4 1766. Mel. Zeuch ein zu deinen Toren. 2 59 (Oder wie Nr. 365.) Johann Crüger, 1653. 1. Rommt, Brüder, laßt uns ge⸗hen,/ der Rbend kommt her⸗ es ist ge⸗fähr⸗lich ste⸗hen/ in die⸗ser Wü=ste⸗ E— bei; nei. S.S.... I..I. II... wan⸗dern/ von ei⸗ ner RKraft zur an⸗dern,/ es ist das 25⁵⁶ Kommt, stär⸗ket eu⸗ern Mut,/ zur E⸗wig⸗ keit zu x Nachfolge Christi 2⁵ —— DD — En ⸗de gut. 2. Es soll uns nicht gereuen/ der schmale Pilgerpfad;/ wir kennen ja den Treuen,/ der uns gerufen hat./ Kommt, folgt und trauet demj/ ein jeder sein Gesichte/ mit ganzer Wendung richte/ fest nach Jerusalem. 3. Schmückt euer herz aufs beste/ und mehr als Leib und haus/ wir sind hier fremde Gäste/ und ziehen bald hinaus./ Wir gehn ins Ewge einz/ mit Gott muß unser Handel,/ im himmel unser Wandel/ und Herz und alles sein. 4. Kommt, Brüder, laßt uns gehen;/ der Vater gehet mitl/ Er selbst will bei uns stehen/ in jedem sauern Tritt./ Das Rug da⸗ hin gekehrt,/ wo seine Liebe winket/ und dem, der folgt und sinket,/ den wahren Ausgang lehrt. 5. Kommt, Brüder, laßt uns wandern;/ wir gehen Hand in hand;/ eins freuet sich am andern/ in diesem fremden Land./ Kommt, laßt uns kinoͤlich sein,/ uns auf dem Weg nicht streiten/ die Engel selbst begleiten/ als Brüder unsre Reihn. 6. Und sollt' ein Schwacher fallen,/ so greif der Stärkre zuz/ man trag', man helfe allen,/ man pflanze Fried unòd Ruh. /Rommt, schließt euch fester an!/ Ein jeder sei der Kleinste,/ doch wohl auch gern der Reinste/ auf unsrer Pilgerbahn. 7. KRommt, laßt uns munter wandern;/ der Weg nimmt immer ab;/ ein Tag, der folgt dem andern;/ bald fällt das Fleisch ins Grab./ Nur noch ein wenig Mut,/ nur noch ein wenig treuer,/ von allen Dingen freier,/ gewanoͤt zum ewgen Gut! 8. Es wird nicht lang mehr währen;/ harrt noch ein wenig aus l/ Es wird nicht lang mehr währen,/ so kommen wir nach haus/ da wird man ewig ruhn,/ wenn wir mit allen Frommen/ heim zu dem Vater kommen;/ wie wohl, wie wohl wiroͤs tun! 9. Drauf wollen wirs denn wagen,/ es ist wohl wagenswert,/ und grünoͤlich dem absagen,/ was aufhält und beschwert./ Welt, du bist uns zu klein!/ Wir gehn durch Jesu Leiten/ hin in die Ewigkeiten: /es soll nur Jesus sein. Serhard Lersteegen, 4 1769. 17 25⁷ 260 Nachfolge Christi Mel. lich tut mich berianoen. 260 Hans Leo Haßler, 1601. ö 6—.— EE I————.—— 1——— 1. 1 1 950 soll zum Le⸗ben doͤrin⸗gen,/ für wel⸗ ches Gott mich soll nach dem Him⸗mel rin⸗gen,/ das, das ist mein Be⸗ iüßi. I E 1— ————6.——— 2 schuf, ruft In ei⸗ ner Welt von Sün⸗den/ soll ich nur ———— H+ 665 I + ihm mich weihn,/ sie fliehn, sie ü⸗ber⸗win⸗den/ und dann erst I 1 1 — II se⸗lig sein. 2. Und wenn der Pilger Gottes/ der Sünder Lust verschmäht,/ wenn er, trotz ihres Spottes,/ auf seinem Pfade geht:/ was wird ihm nicht zum Lohne,/ wenn er die kurze Zeit/ getreu war! Welche Krone!/ Welch eine Seligkeit! 3. O Herr, auch mich verlaͤnget, /doͤein treues Kind zu sein,/ und meine Seele hanget/ doch nicht an oͤir allein;/ ich weiß, ich werde sterben,/ und liebe doch die Welt;/ o herr, welch ein Ver⸗ derben,/ das mich gefangen hältl 4. Entsagt hab ich dem Bösen,/ und doch wird es vollbracht;/ ach, wer wird mich erlösen/ aus dͤieses Todes Nachtl/ Ich lasse nach zu ringen,/ und doch ists mein Beruf:/ ich soll zum Leben dringen,/ zu welchem Gott mich schuf. 5. Dir seufz' ich anzuhangen,/ Erbarmer, dir allein!/ Du hast es angefangen,/ das gute Werk ist dein!/ Vollende, Gott, vollende// was mir dein Wort verheißt;/ in deine Vaterhände/ befehl ich meinen Geist. Joh. Anoͤreas Cramer, 4 1788. 25⁸ Nachfolge Christi 21 2 Weus Laben 261 christoph Anton, 1651. 44 4— —.— 2 en dx n v., SSS.SSI... 1. Un⸗ser Wan⸗del ist im Him⸗mell/ Köstlich Wort, wie mir, umringt vom Welt⸗ge⸗tlim⸗mel// Mut und sů⸗e — E ö— ——— ISII * ½ 30 Je ⸗der duß⸗tritt, den ich tu ⸗e/ /brin⸗get 75——— —.—— mich dem Land oͤer Ru⸗ he/ nä⸗ her, im⸗mer nä⸗ her zuz/ 1—.———.—— SSSSSEEEEIEEE Wort, wie hoch er⸗freu⸗est oͤul 2. Haltets fest, ihr teuren Brüder// haltets fest, dies werte Wortl/ Kichts schlag eure Hoffnung nieder,/ wallet immer mutig fort!/ Mutig blicket hin zum Ziele;/ viele schon ergriffens, vielel/ Wir, so wahr es Gott verhieß,/ wir ergreifens auch gewiß. 3. Nur, wie fromme Pilger müshen,/ bleibet wacker, seid nie laßl/ Stets des hohen zwecks beflisen,/ wacht und kämpft ohn Unter⸗ labl/ deinde stehn an euren Wegen,/ Stürme toben euch entgegen// Nebel, Klüfste, Felsen oͤrohn;/ faßt nur Mut, groß ist der Lohn. 4. Was kein Ruge je gesehn,/ was kein Ohr gehöret hat,/ was kein herz hier zu erflehen/ je sich unterwunden hat:/ das, das hat Gott dem bereitet,/ der hier tapfer kämpft und streitet/ drum ver⸗ laßt nicht eure Bahn,/ Zesus selbst ging euch voran. 5. Unser Wandel ist im himmel!/ Köstlich Wort, wie strömest du/ mir, umringt vom Weltgetümmel,/ Mut und süße Hoffnung zul/ Auf, mein Geist, ermüde nimmer/ schon seh ich des Zieles Schimmer. /Wenig, wenig Schritte noch,/ und getragen ist mein Joch. Joh. Christoph dröbing, 4 1805. 17 2⁰⁰⁹ 262 26³ Nachfolge Christi Mel. Nr. 484. 262 du Dhänte ort 1. Gott, der ou Herzenskenner bist,/ Herr, dem die Falschheit Greuel ist/ und jede Lüg Verbrechen;/ kein Wort spricht je ein falscher Mund,/ das dir, Allwissender, nicht kund;/ du, Heiliger, wirsts rächen!/ Laß jederzeit mein Ja und Nein,/ wie's Christen ziemt, aufrichtig sein! 2. Und wenn ich schwörend vor dir steh,/ dir in dein heilig Antlitz seh,/ die hanòd zum Himmel hebe,/ wenn ich zum Zeugen feierlich/ anrufe, hocherhabner, dich,/ durch den ich bin und lebe:/ dann sei von Trug und Heuchelei/ mein Herz und meine Zunge frei. 3. Wenn hrevler dich auch da noch schmähn/ und frech mit Lügen vor dir stehn,/ dann laß mein Herz erschreckenl/ Weh dem, der Gott und Gottes Macht/ zum Siegel seiner Bosheit macht,/ sie vor der Welt zu decken!/ Herz, schau den Gott mit Zittern an,/ der Seel und Leib verderben kann. 4. Gott, wenn oͤu nicht mein Gott mehr bist,/ dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist,/ dein himmel nicht mein Erbe;/ wenn mich beim Leiden dieser Zeit/ kein Trost vom Himmel mehr erfreut,/ kein Trost mehr, wenn ich sterbe;/ wenn Gott und Jesus nicht mehr mein:/ dann besser, nie geboren sein! 5. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Gelö,/ kein Fürstentum und keine Welt/ soll mich so weit verführen;/ um alle Leiden dieser zeit/ will ich doch Gott und Seligkeit/ mutwillig nicht verlieren!/ Wie klein mein Glück auch immer sei:/ nur Gott und reines Herz dabei! 6. Gott, lehre mich bei jedem Eid/ aus hurcht vor deiner Heilig⸗ keit/ die Wahrheit treulich sprechen./ Beschwör ich aber Amt und Pflicht// so laß mich auch im kleinsten nicht/ die teure Jusag brechenl/ Auch dir, Gott, schwur ich treu zu sein,/ erhalt mich ewig, ewig dein. Daniel Karl Bickel, 4 1809. 8.5— Lreen, 22196 263 heinrich Albert, 1642. + +——— 4 R S....— hört das Wort voll Ernst und Lie⸗be,/ das zu euch der hörts und prüft des her⸗zens Trie ⸗be/ bei des Wor ⸗= tes 26⁰ Nachfolge Christi 2⁰³ IIII.IIT. T ......————— hei⸗ land spricht‚, 8 hel⸗lem Licht! Was der Mund des Herrn ge⸗beut,/ das ist eu ⸗ re Se ⸗lig ⸗keit. 2. Nicht aus Sinais Gewittern/ donnert hier des herrn Gebot,/ daß die Herzen bang erzittern,/ weil es Zorn und Strafe oͤroht;/ selig preisend tut sein Mund /euch den Sinn des Vaters kund: 3.„Selig sind die geistlich Armen,/ denn das Himmelreich ist ihrl/ Ihnen öffnet voll Erbarmen/ Gott oͤer ewgen Gnaoe Tür;/ da wird ohne Maß gewährt,/ was ihr sehnend Herz begehrt.“ 4.„Selig sinod, die Leid empfinden/ auf des Lebens schmaler Bahn! /Ihre Traurigkeit wird schwinden,/ reicher Trost wiroͤ sie umfahn;/ denn sie wirkt zur Seligkeit,/ Reue, welche nie gereut.“ 5.„Selig sino, die sanften Mutes/ und in Demut milde sinoͤl/ Sie erfreuen sich des GSutes,/ das kein Trotz und Streit gewinnt./ Durch der Sanftmut stille Macht/ wird das Schwerste leicht voll⸗ bracht.“ 6.„Selig sind, die hier mit Schmachten/ dürsten nach Gerechtig⸗ keit,/ die nach Gottes Reiche trachten,/ nicht nach Gütern dieser zeit! /Wo der Born des Lebens quillt,/ wird ihr Seelendͤurst gestillt.ꝰ 7.„Selig sino, die voll Erbarmen/ auf der Brüder Leiden sehn/ und den Schwachen, Kranken, Armen,/ freudig eilen beizustehn!/ Noch vor Gottes Thron erfreut /einst auch sie Barmherzigkeit.“ 8.„Selig sind die reinen herzen,/ die nicht Günd und Welt um⸗ strickt,/ die mit schnöder Lust nicht scherzen,/ weil nur Heilges sie entzückt!„Einst im reinen himmelslicht/ schaun sie Gottes An⸗ gesicht. 9.„Selig sind, die Frieden bringen,/ Sc,uld und Kränkung übersehn,/ deindeshaß mit huld bezwingen,/ für Verfolger segnend 20¹ 2⁰⁴4265 Nachfolge Christi flehn!/ Trifft sie auch der Menschen Spott,/ seine Kinder nennt sie Gott.“ 10.„Selig sinoͤ, oͤse als Gerechte/ duloen Kreuz, Verfolgung, Schmach,/ als des herrn getreue Knechte/ bis zum Tod ihm folgen nach!/ Groß ist dort vor Gottes Thron/ seiner Uberwinder Lohn.“ 11.„Seid ein Salz, ein Licht der Erde,„laßt der Wahrheit Früchte sehn,/ daß durch euch verherrlicht werde/ euer Vater in den höhn./ Ob der Eroͤball untergeht,/ sein Gebot, sein Wort besteht.“ Bernhard Garve, 4 1841. Mel. Valet will 9— geben. 264 Melchior Teschner, 1613. ESEE—— ö Rus ir ⸗di⸗schem Ge⸗tüm⸗mel,/ wo äniiin das Herz er⸗ wer zeigt den Weg zum Himmel,/ da-hin die Hoff⸗nung —... 4005—.— Wee d d. gißt?/ Wer führt durch Tod zum Leben?/ Der Wegheißt Jesus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen,/ gehüllt in tiefe Nacht;/ durch wen wird unsern Seelen/ ein wahres Licht gebracht?/ Von oben kommt die Klarheit,/ die alles uns erhellt,/ denn Christus ist die Wahr⸗ heit,/ er ist das Licht der Welt. 3. Wer gibt uns hier schon Freuden,/ die niemand rauben kann?/ Wer zeiget uns im Leiden/ den himmel aufgetan?/ Wenn vor dem Tod wir beben,/ wer gibt dem Herzen Ruh?/ Heill Christus ist das Leben,/ führt uns dem Vater zu. garl Zulius Aschenfeld, 4 1856. Mel. Nr. 204. ö 265 valet will ich dir geben. 1. Es kennt der Herr die Seinen/ und hat sie stets gekannt,/ die Großen und die Kleinen/ in jedem Volk und Land;/ er läßt sie 2⁰² Nachfolge Christi 260 nicht verderben,/ er führt sie aus und ein;/ im Leben und im Sterben/ sind sie und bleiben sein. 2. Er kennet seine Scharen/ am Glauben, der nicht schaut/ und doch dem Unsichtbaren,/ als säh er ihn, vertraut;/ der aus dem Wort gezeuget/ und oͤurch das Wort sich nährt/ und vor dem Wort sich beuget/ und mit dem Wort sich wehrt. 3. Er kennt sie als die Seinen/ an ihrer hoffnung Mut,/ die fröhlich auf dem Einen,/ daß er der Herr ist, ruht j/ in seiner Wahr⸗ heit Glanze/ sich sonnet frei und kühn,/ die wunderbare Pflanze,/ oͤie immerdaͤr ist grün. 4. Er kennt sie an der Liebe,/ die seiner Liebe rucht,/ und die mit lauterm Triebe/ ihm zu gefallen sucht;/ die andern so be⸗ gegnet,/ wie er das herz bewegtj/ die segnet, wie er segnet,/ und trägt, wie er sie trägt. 5. So kennt der Herr die Seinen,/ wie er sie stets gekannt,/ die Groben und die Kleinen/ in jedem Volk und Land:/ am Werk der Gnadentriebe/ durch seines Geistes Stärk,/ an Glauben, Hoff⸗ nung, Liebe/ als seiner Gnade Werk. 6. So hilf uns, Herr, zum Glauben,/ und halt uns fest dabei // laß nichts die hoffnung rauben,/ die Liebe herzlich seil/ And wird der Tag erscheinen,/ da dich die Welt wird sehn,/ so laß uns als die Deinen/ zu deiner Rechten stehn! Philipp Spitta, + 1859. mel. O durchb aler Pande.—.— 266 Herrnhaag 1740. E—...... — Hrachr bei dem, oͤer eu⸗ret⸗wil⸗len/ auf die Er⸗de der, um eu⸗ren Schmerz zu stil⸗len,/tausend Schmerzen IL—.— 1 —— 424—— ö ö S.* nie ⸗der⸗kam, auf sich nahm! Bleibt bei dem, der ein ⸗zig blei⸗ bet,/ 2⁰³ 267 3653 1667 wenn auch al⸗les un⸗ter⸗geht,/ der, wenn al⸗ les auch zer⸗ —— II 1 1——.— III P I—— stäu⸗ bet,/ sie⸗gend ü⸗berm Stau⸗be steht. 2. Alles schwindet, herzen brechen,/ denen ihr euch hier ergabt,/ und der Mund hört auf zu sprechen,/ oͤer euch oft mit Trost gelabt,/ und der Arm, der euch zum Stabe/ und zum Schilde waro, erstarrt,/ und das Auge schläft im Grabe,/ das euch sorgsam einst bewahrt. 5. Alles stirbt, das Iroͤsche finoet/ in dem Iroͤischen sein Grab/ alle Lust der Welt verschwindet,/ und das Herz stirbt selber ab./ Iroͤsches Wesen muß verwesen,/ iroͤcche lamme muß verglühn,/ iroͤsche Fessel muß sich lösen,/ iroͤsche Blüte muß verblühn. 4. Doch der herr steht überm Staube/ alles Irdischen und spricht:/ Stütze dich auf mich und glaube,/ hoffe, lieb und fürchte nichtl/ Darum bleibt bei dem, der bleibet,/ und der geben kann, was bleibt// der, wenn ihr euch ihm verschreibet,/ euch ins Buch des Lebens schreibt. Philipp Spitta, 4 1859. O Durchb. Mel. Nr. 266. 267 aler Bande. 1. Volk des herrnl du hast hienieden/ einen langen, schweren Streit;/ Kämpfe sind dir hier beschieden,/ Friede in der Ewigkeit./ Lege an die rechte Wehre,/ stehe auf dem ewgen Fels,/ daß dir Sieg und Heil beschere/ er, der Heiland Israels! 2. Träumest oͤu von guten Tagen,/ oder wachst du auf zum Streit?/ Wiegst du dich in alten Sagen,/oder kennst du deine Zeitꝛ/ Hörest du den Ruf der Wächter:/ Glaubet ihr, so bleibt ihr stehnl/ Aber wehe dem Verächter,/ denn sein Trost wird untergehn!“ 3. Volk oͤes herrn!l du hast hienieden/ einen langen, schweren Streit;/ nun so suche keinen Frieden/ in der bösen Zeitlichkeit./ Führe deines Gottes Rriege; Jesu Kreuz ist das Panier,/ unter diesem Zeichen siegel/ Seine Schmach sei deine Zier! Samuel Preiswerk, 4 1871. 2⁴ V H S ssH E —. * HiAt * . TI Liebe 268 Liebe⸗ 268 Straßburg 1577. 4 .— .— „H erzslich lieb hab ich Die gan⸗ze Welt er⸗ V— 12— 1 —— 3 8—— dich, o Herr,/ ich bitt, wollst sein von freut mich nicht,/ nachErd und himmel aee,,, mir nicht fern/ mit dei⸗ner Hilf und Ga⸗ben! frag ich nicht,/ wenn ich nur dich kann ha⸗ben; 1—————.—— , D—— ISE gleich mein Herz zer⸗bricht,/ bist oͤu doch mei⸗ ne Zu-ver⸗ — + 1——.—— 5 e etine n sicht,/ mein Trost und mei⸗nes Her⸗zens Teil, dͤurch des⸗ sen —— ů ö . — Wun⸗odͤen ich Werd heil./ Herr Je⸗su Christ,/ mein Gott und ————— —— —N I. und wenn mir Herr//mein GSott und Herr,/ in Schanden laß mich nim⸗mer⸗mehr! 2. Es ist ja oein Geschenk und Gab/ mein Leib und Seel und was ich hab/ in diesem armen Lebenj/ damit ichs brauch zum Lobe dein,/ zu Nutz und dienst des Nächsten mein,/ wollst deine Gnad mir geben!/ Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr,/ des Satans 20⁵ 20 Liebe Moroͤ und Lügen wehr;/ in allem Kreuz erhalte mich,/ auf daß ichs trag geoͤuloͤiglich!/ Herr Jesu Christ,/ mein herr und Gott,/ mein Herr und Gott,/ tröst mir mein' Seel in Todesnotl 3. Ach, Herr, laß dein lieb Engelein/ am letzten End die Seele mein/ in Abrahams Schoß tragen,/ den Leib in sein'm Schlaf⸗ kämmerlein/ gar sanft ohn einge Gual und Pein/ ruhn bis zum jüngsten Tage/ alsdann vom Tod erwecke mich,/ daß meine Augen sehen dich/ in aller Freud, o Gottessohn,/ mein Heiland und mein Gnadenthron!/ Herr Jesu Christ,/ erhöre mich,/ erhöre mich!/ Ich will dich preisen ewiglich! 1⁵⁷1 209 Frankfurt a. M. 1599. 2———— 1— 5— SSSISIIIII.II.. V—— + Wie schön leuch⸗tet der Mor⸗gen⸗stern,/ voll dnad und du Da⸗viös Sohn aus Ja⸗kobs Stamm,/ du Got⸗ tes⸗ ,, —1 Wahr⸗heit von dem Herrn,/ aus Ju-da auf⸗ ge⸗gan⸗gen! Sohn und Got⸗ tes⸗-Lamm,/ er ⸗füllst mich mit Ver⸗lan⸗gen, E— 1455—. ö EIEEIE— lieb⸗lich,/ freund⸗lich,/ schn und mäch⸗tig,/ groß und präch⸗tig// —.......... e in,t.. reich an Ga⸗ben,/ ü⸗ ber al ⸗les hoch er⸗ ha⸗ ben. 2. O meine perl, ou werte Kron,/ Sohn Gottes und Marien Sohn,/ ein hochgeborner König!l/ Du, meines Herzens schönste Blum,// dein füßes Evangelium/ ist lauter Milch und Honig./ Jesu// Jesu,/ Hosiannal/ Himmlisch Manna,/ das wir essen,/ deiner kann ich nicht vergessen. 3. Geuß sehr tief in mein herz hinein,/ ou helles Licht und himmelsschein,/ die Flamme deiner Liebej/ und stärk mich, daß 260 Liebe 27⁰ ich ewig bleib/ an deinem auserwählten Leib/ ein Glied voll Lebens⸗ triebe./ In dir/ laß mir/ ohn Rufhören/ sich vermehren/ Lieb und Freude,/ daß uns selbst der Too nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein§reudenschein,/ wenn mich die heil⸗ gen Rugen dein/ so mildiglich anblicken./ O Jesu, du mein trautes Gut, /dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut/ mich innerlich erquickenl/ Lröst mich/ freunoͤlich,/ hilf mir Armen/ aus Erbarmen,/ hilf in Gnaden!/ Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Gott Vater, o mein starker held,/ du hast mich ewig vor der Welt/ in oeinem Sohn geliebet;/ dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut,/ auf ihn mein Herz mit Freuden schaut,/ oͤrum mich auch nichts betrübet./ Heil mir,/ Heil mir!/ himmlisch Leben/ wird er geben/ mir dort oben;/ ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Spielt unserm Gott mit Saitenklang/ und laßt den süßesten Oesang/ ganz freudenreich erschallen;/ ich will mit meinem Jesus Christ,/ der mir mein Ein und Alles ist,/ in steter Liebe wallen./ Singet,/ klinget,/ jubilieret,/ triumphieret,/ dankt dem Herren,/ groß ist der König der Ehren. 7. Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ,/ daß oͤu oer Erst und Lethte bist,/ der Anfang und das Ende!/ Du wirst mich einst zu deinem Preis/ aufnehmen in dein Paradeis,/ drauf faß ich deine hände./ Amen,/ Amen,/ Komm, du schöne/ dreudenkrone,/ bleib nicht lange;/ deiner wart ich mit Verlangen. philipp nicolat, 1608. Mel. Es ist gowiß⸗ lich an ver Zeit. 270 Wittenberg 1555. — ——.— EE + ö Such, wer da will,/ ein an⸗der Ziel// die Se⸗lig⸗keit zu Imein herz al⸗lein/ be⸗dacht soll sein,/ auf Christum sich zu ,.— Han den Sein wort ist wahr,/ sein werk ist Har;/ sein 2⁷ 27¹ Liebe IITTTTITTTTT heil⸗ger Mund/ hat Kraft und Grund/ all deind zu ü⸗ber⸗win⸗den. 2. Such, wer da will,/ Nothelfer viel,/ die uns doch nichts er⸗ worbenz/ hier ist der Mann,/ der helfen kann,/ bei dem nie was verdorben./ ns wird das heil/ durch ihn zuteil,/ uns macht ge⸗ recht/ der treue Knecht,/ der für uns ist gestorben. 3. Ach, sucht dͤoch den,/ laßt alles stehn,/ die ihr das Heil be⸗ gehret!/ Er ist oͤer herr/ und keiner mehr,/ der euch das heil ge⸗ währet./ Sucht ihn all Stund/ von herzensgrund// sucht ihn allein/ denn wohl wird sein/ dem, der ihn herzlich ehret. 4. Mein herzenskron,/ mein Freudensonn/ sollst du, Herr Jesu, bleiben;/ laß mich doch nicht/ von deinem Licht /durch Eitelkeit vertreiben; /bleib oͤu mein Preis,/ dein Wort mich speis;/ bleib du mein Ehr,/ dein Wort mich lehr,/ an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht/ dein Angesicht,/ laß mich in Kreuz nicht zagen;/ weich nicht von mir,/ mein höchste Zier,/ hilf mir mein Leiden tragen;/ hilf mir zur Freud/ nach diesem Leid,/ hilf, daß ich mag/ nach dieser Klag/ dir ewig dort Lob sagen. Georg Weißel, 4 1635. 271 Zohann Uhlich, 1674. SS Meinen de⸗sum laß ich nicht; weil er sich für . so er⸗-for-dert mei⸗ne Pflicht,/ un⸗verrückt nur + — PPIIIITTITITITITIITIITTTT mich ge⸗ ge⸗ ben, ihm zu le⸗ benÿ Die — 2.—— 2 I mei⸗ nen Je⸗ sum laß ich nicht. 28 er ist mei ⸗ nes Le⸗bens Licht,/ Liebe 27²2 2. Jesum laß ich ewig nicht,/ weil ich soll auf Erden leben;/ ihm hab ich voll Zuversicht,/ was ich bin und hab, ergeben/ alles ist auf ihn gericht't,/ meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht,/ alle Sinne mir entweichen;/ laß das letzte Tageslicht/ mich auf dieser Welt erreichen;/ wenn der Lebensfaden bricht:/ meinen ZJesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht,/ wenn ich nun dahin ge⸗ langet,/ wo vor seinem Angesicht/ meiner väter Glaube pranget/ mich erfreut sein Angesicht,/ meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach himmel nicht/ meine Seel in mir sich sehnet;/ Jesum wünscht sie und sein Licht,/ der mich hat mit Gott versöͤhnet/ und befreiet vom Gericht;/ meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir,/ geh ihm ewig an der Seiten 77 Christus läßt mich für und für/ zu den Lebensbächen leiten./ Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nichtl Christian Keimann, 4 1662. Mel. Komm, o komm du Geist des Lebens. 272 Meiningen 1695. e⸗ sus, Je⸗sus, nichts als Je⸗sus/ soll mein Uetz⸗ uno mach ich ein Ver- bünd⸗nis,/ daß ich — Wunsch sein und mein Ziel! will, was Je⸗sus will; —— 1 SSISII.II — ru⸗fet nur: herr, wie du willt. 2. Einer ist es, dem ich lebe,/ den ich liebe feüh und spat:/ Jesus ist es, dem ich gebe,/ was er mir gegeben hat;/ ich bin in dein Blut verhüllt,/ führe mich, herr, wie du willt. 3. Scheinet was, es sei mein Glücke,/ und ist doch zuwider dir,/ ach, so nimm es bald zurücke,/ Jesu, gib, was nühet mir/ gib dich mir, mein Jesu, milö;/ nimm mich dir, Herr, wie du willt. 2⁰⁹ denn mein herz, mit ihm er⸗füllt// 27³ Liebe 4. Und vollbringe deinen Willen/ in und an mir, o mein Gottʒ/ deinen Willen laß erfüllen/ mich im Leben, Freud und Not,/ sterben als dein Ebenbilö,/ Herr, wann, wie und wo dͤu willt. 5. Sei auch, Jesu, stets gepriesen,/ der du dich uno viel dazu/ hast geschenkt und mir erwiesen,/ daß ich fröhlich singe nun:/ Mir geschehe, Gott, mein Schild,/ wie du willt, Herr, wie du willt! Ludämilin Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg-⸗Rudoljtadt, 4 1672. 273 Frankfurt a. M. 1738. 4 SSISS...... — Ich will dich lie-ben, mei⸗ ne Stär⸗ke,/ ich ich will dich lie⸗ben mit dem Wer⸗ke/ und will dich lie⸗ben, mei⸗ne uel 2 im⸗mer⸗wäh⸗ren⸗der Be⸗gier; 4h rin dich ierten, — HE+ 1 H 1 ———— 12— + ——— DRRDD— schön⸗stes Licht,/ bis mir das Her⸗ze bricht. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben,/ als meinen allerbesten Freund;/ ich will dich lieben und erheben,/ so lange mir dein Glanz erscheint;/ ich will mit reiner Liebesflamm/ dich lieben, Gottes⸗ lamm. 3. Ach, daß ich dich so spät erkannte,/ du hochgelobte Liebe duz/ daß ich nicht eher mein dich nannte,/ du höchstes Gut und wahre Ruhl/ Es ist mir leid, ich bin betrübt,/ daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet,/ ich suchte dich und fand dich nicht;/ ich hatte mich von oͤir gewendet/ und liebte das ge⸗ schaffne Licht;/ nun aber ists oͤurch dich geschehn,/ daß ich dich hab gesehn. 5. Ich danke dir, ou wahre Sonne,/ daß mir dein Glanz hat Licht gebracht;/ ich danke dir, du himmelswonne,/ daß du mich 27⁰ Liebe 27⁴ froh und frei gemacht; ich danke dir, du güloner Mund,/ daß ou mich machst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen/ und laß mich nicht mehr irre gehn;/ laß meinen Fuß in deinen Wegen/ nicht straucheln oder stille stehn;/ erleucht mir Leib und Seele ganz,/ oͤu starker Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone,/ ich will dich lieben, meinen Gott,/ dich lieben auch bei Schmach und hohne,/ auch in der aller⸗ größten Not;/ ich will dich lieben, schönstes Licht,/ bis mir das Herze bricht. Zohann Scheffler, 4 1677. Mel. Nr. 272. 274 du Geit 965 T s. 1. Liebe, die du mich zum Bilde/ deiner Gottheit hast gemacht/ Liebe, die ou mich so milde/ nach dem Fall zurückgebracht;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, /eh denn ich geschaffen war/ Liebe, die du Mensch geboren/ und mir gleich waroͤst ganz und gar;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten/ und gestorben in der Zeit;/ Liebe, die mir hat erstritten/ ewge Lust und Seligkeit;/ Liebe, oͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, /Licht und Wahrheit, Geist und Wort;/ Liebe, die sich ganz ergeben/ mir zum heil und Seelen⸗ hort;„Liebe, dͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. S. Liebe, die mich hat gebunden/ an ihr Joch mit Leib und Sinn /Liebe, die mich überwunden/ und mein Herz hat ganz dahin; /Liebe, oͤir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet,/ die für meine Seele litt Liebe, die das Lösgeld gibet/ und mich kräftiglich vertritt// Liebe, dir ergeb ich mich,/ oein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird entrücken aus dem Grab der Sterb⸗ lichkeit;/ Liebe, die mich einst wird schmücken/ mit der Kron der herrlichkeit;/ Liebe, dir ergeb ich mich,/ dein zu bleiben ewiglich. (v. 4 Darmstädter Gesangbuch 1698.) Zohann Scheffler, 4 1677. 27¹ 27⁵ Liebe mel. 25 4298 Leben. 275 ehristoph Rnton, 1651. r E2 1——2 2— ESSSSE ge⸗sus schwebt mir in Ge⸗dan⸗ken// Je ⸗sus liegt mir Uvon ihm will ich nimmer wanken,/ weil ich hier im IE +— 1 1. —————— ELS—— — II 2 —0 1.—— IIE stets im Sinn, ů 25 5 5 120 Leeben bin⸗ Er ist mei⸗ner Au⸗gen Wei⸗ de,/ mei⸗ nes ———— 1H¹⁷¹½— WE IIIIEE.——— ger⸗zens höch⸗ ste Freu⸗ de,/ mei⸗ner See⸗le schön⸗ste Zierj/ — Eie— é Je⸗sum lieb ich für und für. 2. Jesus funkelt mir im Herzen,/ wie ein Stern mit goloͤnem Scheinj/ er vertreibt mir Angst unòd Schmerzen,/ er ist mein, und ich bin sein./ Drum ergreif ich ihn mit dreuden,/ wenn ich soll von hinnen scheiden;/ er ist meines Lebens Licht;/ Jesum laß ich von mir nicht. 3. Jesum will ich bei mir haben,/ wenn ich gehe aus und ein;/ seines Geistes Trost und Gaben/ ruhn in meines Herzens Schrein./ Wenn ich mich zur Ruh begebe/ oder mich vom Schlaf erhebe,/ bleibt doch Jesus früh und spat/ meiner Seelen Schutz und Rat. 4. Jesum will ich lassen raten,/ der am besten raten kannj/ er gesegne meine Taten,/ die ich fröhlich fange an// daß in seinem teuren Namen/ alles glücklich sei und Amenj/ so wird alles werden gut,/ wenn nur Zesus Hilfe tut. 5. Jesus, meiner Jugend Leiter/ von des Lebens Anbeginn,/ wird auch sein mein Trostbereiter,/ wenn ich alt und kraftlos binj/ wenn sich krümmen meine Glieder/ und die Lebenssonn geht nieder,/ wenn veroͤunkelt mein Gesicht:/ meinen Zesum laß ich nicht. 27² Liebe 27⁶ 6. Jesus soll in allen Leiden/ mein getreuer Beistand sein;/ nichts, nichts soll mich von ihm scheiden// keine Angst und herzens⸗ pein,/ keine Trübsal, keine Schmerzen/ reißen ihn aus meinem herzen j/ ob mir gleich das herze bricht,/ laß ich dennoch Jesum nicht. 7. Jesu leben, Jesu sterben,/ Jesu einzig eigen sein/ und mit Jesu öorten leben: /dͤies ist mein Gewinn allein. Zesu will ich sein und bleiben,/ nichts, nichts soll mich von ihm treiben j/ laß ich gleich Gut, Blut und Ehr:/ Jesum laß ich nimmermehr. Ende des 17. Jahrhunderts. mel. Nr. 275. 276 Zebenz Zehen. I. Jesu, meiner Seele Leben,/ meines herzens höchste Freud,/ dir will ich mich ganz ergeben/ jetho und in Ewigkeit;/ meinen herrn will ich dich nennen/ und vor aller Welt bekennen,/ daß ich dein bin und du mein;/ ich will keines andern sein. 2. Deine Güt hat mich umfangen,/ eh mich noch oie Welt emp⸗ fing/ du bist mir schon nachgegangen,/ als ich noch nach dir nicht ging,/ und du hast mich aufgenommen,/ oa ich an das Licht ge⸗ kommen/ ich bin dein, und du bist mein/ ich will keines andern sein. 5. Ruf der Rinoͤheit wilden Wegen/ folgte mir stets deine Güt;/ deines Geistes Trieb und Segen/ regte mir oft mein Gemüt,/ wenn ich etwa übertreten,/ daß ich wiederkäm mit Beten;/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 4. Nch, wie hat meine Jugend/ deine Gnadenhand gefaßt,/ wenn die§rönmcigkeit und Tugend„war in meinem Sinn ver⸗ haßt./ Ach, ich wäre längst gestorben/ ohne dich und längst ver⸗ dorbenl/ Ich bin dein, und du bist mein // ich will keines andern sein. S. Ja, in meinem ganzen Leben/ hat mich stets dein Licht ge⸗ flihet;/ du hast, was ich hab, gegeben,/ du hast meinen Lauf re⸗ giert;/ deine Güt, die täglich währet,/ hat mich immerdar er⸗ nähret/ ich bin dein, und du bist mein j/ ich will keines andern sein. 6. Irr' ich, sucht mich deine Liebe,/ fall ich, hilfet sie mir auf/ ist es, daß ich mich betrübe,/ stärkt sie mich in meinem Laufß/ bin ich arm, sie gibt mir Güter/ schlaf ich ein, sie ist mein hüter/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 18 27³ 277 Liebe 7. Dein Geist zeiget mir das Erbe,/ das mir oᷣroben beigelegt;/ ich weiß, wenn ich heute sterbe,/ wo man meine Seel hinträgt; ⸗ zu dir, Zesu, in die dreude,/ daß mich nichts mehr von dir scheidel/ Ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. 8. Drum, ich sterbe oder lebe,/ bleib ich doch dein Eigentum;/ dir allein ich mich ergebe,/ du bist meiner Seelen Ruhm,/ meine Zuversicht und§ᷣreude,/ meines herzens Trost im Leide/ ich bin dein, und du bist mein;/ ich will keines andern sein. Christian Seriver, 4 1693. 277 Aoam Krieger, 1657. D. Eins ist not, ach herr, dies Ei⸗ne/ leh⸗ re mich er⸗ 4. les an⸗ dre, wies auch schei⸗ne,/ ist ja nur ein — ken⸗ nen doch! schwe⸗ res Joch,/ dar⸗ Hn—— na⸗get und pla⸗ get/ und den⸗ noch kein wah⸗ res Ver⸗ un ⸗ter das her⸗ ze sich 1— 1 1—4— —.— 1— gnü⸗gen er ⸗ ja⸗ get./ Er ⸗lang ich dies Ei⸗ ne, das IEEEEEEEE al⸗les er⸗setzt,/ so werd ich mit Ei⸗nem in al⸗ lem er⸗göht. 2. Seele, willst du dieses finden,/ suchs bei keiner Rreatur;/ laß, was irdisch ist, dahinten,/ schwing dich über die Natur./ Wo Gott und die Menschheit in einem vereinet,/ wo alle vollkommene Fülle erscheinet,/ da, da ist das beste, notwendigste Teil,/ mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 27⁴ ebe Liebe 277 3. Darum ist auch mein Verlangen, /liebster Jesu nur nach dirz/ laß mich treulich an dir hangen,/ schenke dich zu eigen mir./ Wie viele dich auch mit der Menge verlassen,/ so will ich in Liebe dich dennoch umfassen;/ denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist,/ das einzig den Weg uns zur Seligkeit weist. 4. Aller Weisheit höchste Fülle/ in dir ja verborgen liegt;/ gib nur, daß sich auch mein Wille/ fein in solche Schranken fligt// worinnen die demut und Einfalt regieret/ und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet./ Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, /so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 5. Nichts kann ich vor Gott ja bringen,/ als nur dich, mein höͤchstes Gut/ Jesu, es muß mir gelingen/ durch dein heilig teures Blut./ Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben,/ da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; da hab ich die Kleider des heiles erlangt,/ worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. o. Nun so gib, daß meine Seele/ auch nach deinem Bild er⸗ wacht// du bist ja, den ich erwähle,/mir zur Heiligung gemacht./ Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, /ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben;/ entreiße mich aller vergänglichen Lust;/ dein Leben sei, Zesu, mir einzig bewußt. 7. Ja, was soll ich mehr verlangen?/ Ruf mich strömt die Gnaden⸗ flut// du bist einmal eingegangen/ in das Heilge durch dein Blutj/ du hast mir die ewge Erlösung erfunden,/ daß ich nun von Tod und Verdammnis entbunden;dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt;/ im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 8. Volles Gnügen, Fried und dreude/ jetzo meine Seel ergöht,/ weil auf eine frische Weide/ mein Hirt Jesu mich gesetzt./ Nichts Sũüßres kann also mein herze erlaben,/ als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben;/ nichts, nichts ist, das also mich innig er⸗ quickt,/ als wenn ich oͤich, Jesu, im Glauben erblickt. 9. Drum auch, Jesu, du alleine/ sollst mein Ein und Alles seinʒ/ prüf, erfahre, wie ichs meine,/ tilge allen Heuchelschein; /sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege,/ und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege/ laß Schmach mich nicht achten, nicht Leiden noch TLod,/ und Jesum gewinnen; dies Eine ist not. Joh. Heinesch Schröder, 4 1699. 18* 27⁵ 27⁸ Liebe 278 Adam drese, 1090. EEEEEE SSISIII 1. See⸗len⸗bräu⸗ti⸗gam,/ Je⸗ su, Got⸗tes Lamm!/ — 1———— IE——— •·.— 111l—, Ha⸗ be Dank für dei⸗ne Lie⸗-be, /die für mich aus rei⸗nem DA N —— T CTrie⸗be/ starb am Kreu⸗zes⸗stamm,/ Je⸗su, Got⸗tes Lamm! 2. Deine Liebesglut/ stärket Mut und Blut;/ wenn du freund⸗ lich mich anblickest/ und mit deinem Geist erquickest,/ macht mich wohlgemut/ deiner Liebe Glut. 3. Wahrer Mensch und Gott,/ Trost in Not und Tod!/ Du bist darum Mensch geboren,/ zu ersetzen, was verloren,/ dͤurch den Kreuzestod,/ wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht/ laß erlöschen nicht!/ Salbe mich mit§reudenöle,/ daß hinfort in meiner Seele/ ja verlösche nicht/ meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir/ bleiben für und für;/ deine Liebe will ich ehren/ und in mir dein Lob vermehren,/ weil ich für und für/ bleiben werd in dir. 6. Held aus Davios Stamm,/ deine Liebesflamm/ mich ernähre und verwehre,/ daß die Welt mich nicht versehre,/ ob sie mir auch gram,/ Held aus Davids Stamm. 7. Deinen Frieden gib/ aus so grober Lieb/ uns, den deinen, die dich kennen/ und nach dir sich Christen nennen/ denen du bist lieb,/ deinen§rieden gibl 8. Wer der Welt abstirbt,/ sich mit Ernst bewirbt,/ dir zu leben und zu trauen,/ der wird bald mit dreude schauen,/ daß niemand verdirbt,/ der der Welt abstirbt. 9. Aun ergreif ich dich,/ du mein ganzes Ich;/ ich will nimmer⸗ mehr dich lassen,/ sondern gläubig dich umfassen,/ weil im Glauben ich/ nun ergreife dich. 27⁰ V — 1*8 Ir Liebe 27⁰ 10. Hier durch Spott und Hohn,/ dort oͤie Ehrenkron;/ hier im Hoffen und Vertrauen,/ dort im Haben und im Schauen;/ denn die Ehrenkron/ folgt auf Spott und Hohn. I1. Jesu, hilf, daß ich/ allhier ritterlich/ alles ͤurch dich über⸗ winde/ und in deinem Sieg empfinde,/ wie so ritterlich/ dͤᷣu ge⸗ kämpft für mich. 12. Du mein Preis und Ruhm,/ werte himmelsblum!/ In mir soll nun nichts erschallen,/ als was oͤir nur kann gefallen,/ werte Himmelsblum,/ du mein Preis und Ruhm! Roam drese, + 1701. Mel. Es ist das Heil uns 27(Vorreformatorisch.) 7* her.(Ooͤer wie Nr. 280.) 9 Wittenberg 1523. 1— ö Halt im Ge⸗dächt⸗nis Je⸗sum Christ,/ den Hei⸗land, Thron des him⸗mels kom⸗men ist,/ dein Bru⸗ der PDiE· e ebwon de ee DS 5..—..—.— gut/ hat an⸗ge⸗ nom⸗ men gleisch und Blut;/ dank ihm für die ⸗se ic ⸗bel 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der für dich hat gelitten/ und dir, da er gestorben ist,/ am Kreuz oͤas Heil erstritten./ Be⸗ sieget hat er Sünd und Tod/ und dich erlöst aus aller Not;/ dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der auch am oͤritten Tage/ siegreich vom Tod erstanden ist,/ befreit von Not und Plage/ be⸗ denke, daß er§ried gemacht,/ das Leben wieder hat gebracht;, dank ihm für diese Liebe! —..— —— 277 28⁰ Liebe 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ der nach den Leidens⸗ zeiten/ gen himmel aufgefahren ist,/ die Stätt dir zu bereiten,/ da oͤu sollst bleiben allezeit/ und sehen seine Herrlichkeit;/ dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ,/ oͤer einst wird wieder⸗ kommen/ und sich, was tot und lebeno ist,/ zu richten vorgenommen./ O sorge, daß du da bestehst/ und mit ihm in sein Reich eingehst// ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich oͤich kann /mit wahrem Glauben fassen/ und nie, was ou an mir getan,//mög aus dem Herzen lassen,// daß dessen ich in aller Not/ mich trösten mag und durch den Tod/ zu dir ins Leben oͤringen. Cyriakus Günther, 4 1704. Mel. Nun freut euch lieben Christen gmein. 28 0 Wittenberg 1524. E—— 25. ö ——.————— S.... 1. 0 Lie⸗bes⸗glut, wie soll ich dich/ mit Lo⸗be In dei⸗ ne Tie⸗fen will ich mich,„ o vol ⸗le .... wür⸗dig zie⸗ren?— See, ver⸗lies ren. Es flam⸗met Got⸗tes Herrlich⸗keit,/ es IE——— II ———.‚..——— brennt die ganze Ewigkeit:/ bleibt noch mein herz er⸗kal⸗ tet? 2. O Liebe, die Gott seinen Sohn/ aus seinem Schoß genommen./ Er ist von dem gestirnten Thron/ zu uns herabgekommen/ sein Mangel, Knechtschaft, Rreuz und Grab/ sind uns ein Bilo, zu malen ab,/ wie stark Gott lieben könne. 3. Hör auf zu grübeln, glaub allein!/ Kannst du dies Meer nicht gründen,/ so wirf dich blinoͤlings nur hinein/ mit allen deinen Sünden/ laß dem das Herze sein gewährt,/ der dir sein Herz hat ausgeleert;/ gib Herz für Herz zum Opfer. 27⁸ 7 UIAI ssesU. SS S„ II. — du! ns⸗ ank er⸗ n./ Liebe 28¹ 4. O liebster Vater, nimm es hin!/ Gib Rrast, um dich zu lieben/ herz und Begierden, Mut und Sinn/ sei dᷣir hiermit verschrieben ʒ/ brenn aus das§euer böser Lust,/ laß ewig nichts in dieser Brust/ als deine Liebe glühen. Friedr. Röolf Lampe, + 1729. Mel. O fröhliche Stunden. 281 Thomas Selle, 1655. 0 E2— ..— FV- + 1. 5 UArsprung des Le⸗bens,/ o e⸗wi⸗ ges Licht,/ da I + + ͤᷓIII. nie ⸗ mand ver⸗ ge⸗ bens/ sucht, was ihm ge⸗ bricht! Le⸗ e, E.—————— ben⸗oͤi⸗ge Guel=le,/ die lau⸗ter und hel⸗le/ sich ............. aus sei ⸗nem hei⸗ li⸗gen Tem⸗pel er⸗ gießt/ und ————— I — Eeii l. in die be⸗ gie⸗ ri⸗gen See⸗len ein⸗fließt. 2. Du sprichst:„Wer begehret/ zu trinken von mir,/ was ewig⸗ lich nähret,/ der komme; allhier/ sind himmlische Gaben,/ die kräftiglich laben;/ er trete im Glauben zur Guelle heranz/ hier ist, was ihn ewig beseligen kann.“ 3. Mein Hirt und mein Hüter,/ ich komme zu dir,/ gewähre die Güter/ des heiles auch mir;/ oͤu kannst dein Versprechen/ mir Armen nicht brechen;/ du siehest, wie elenòd und dürstig ich bin,/ oͤrum gib deine Gaben aus Gnaden nur hin. 4. O Brunnquell, du labest/ Geist, Seele und Mut,/ und wen du begabest,/ hat ewiges Gut;/ wenn man dich genießet,/ wird 279 282 Liebe alles versüßet;/ es jauchzet und singet das fröhliche Herz// es weichet zurücke der bittere Schmerz. 5. Drum gib mir zu trinken,/ wie dein Wort verheißt,/ laß gänzlich versinken/ den sehnenoen Geist/ im Meer deiner Liebe,/ laß heilige Triebe/ mich immerfort treiben zum Himmlischen hinʒ/ es werde mein Herze ganz selig daͤrin. 6. Wenn du auch vom Leiden/ was schenkest mit ein,/ so laß mich mit dreuden/ gehorsam dir sein;/ denn alle die, welche/ mit⸗ trinken vom Kelche,/ den oͤu hast getrunken im Leide allhier,/ die werden oͤort ewig sich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch weroen,/ mein Jesu, erquickt,/ da, wo deine Herden/ kein Leiden mehr oͤrückt,/ wo Freude die Fülle// wo liebliche Stille, wo Wonne und Jauchzen, wo herrlichkeit wohnt,/ wo heiliges Leben wird ewig belohnt. Christ. Jakob Roitsch, 4 1735. Mel. Schmücke dich o liebe Seele. 282 Johann Crüger, 1649. 72 47 122.———— —.— 1——— 1 Hei⸗land, dei⸗ ne Men⸗schen⸗lie ⸗be/ war die Guel ⸗le die dein treu⸗es Herz be⸗ wo⸗gen,/ dich in un ⸗ser .——————— ——.——.— 1— V —.— I dei⸗ner Trie⸗ be, 4 1 heltimueber⸗det⸗ Flenth ge⸗3o⸗Hen dich mit Schwach⸗heit ü⸗ ber⸗ deksket/ ö.————— ö. dich vom Kreuz ins Grab ge⸗strek⸗ket./ O der un⸗ge⸗ ä — 2— mei⸗nen Trie ⸗be/ dei⸗ ner treu⸗ en Menschen⸗lie⸗bel 2. Aber seine deinde weinen,/ jedermann mit Hilf erscheinen,/ sich der Blinden, Lahmen, Armen/ mehr als väterlich erbarmen// 2⁰ Liebe 285 der Betrübten Klagen hören,/ sich in andrer dienst verzehren,/ sterben für die ärgsten Sünder,/ das ist Lieb, o Menschenkinder! 3. O du zuflucht der Elenden,/ wer hat nicht von deinen händen/ Segen, Hilf und Heil genommen,/ der gebeugt zu dir gekommenꝰ/ O wie ist dein erz gebrochen,/ wenn dich Rranke angesprochen?/ O wie pflegtest du zu eilen,/ das Erbetne mitzuteilen. 4. Die Betrübten zu erquicken,/ zu den Kleinen sich zu bücken,/ die Anwissenden zu lehren,/ die Verführten zu bekehren,/ Sünder, die sich selbst verstocken,/ täglich liebreich zu sich locken:/ das war deines Werkes Weise,/ Herr, und deine liebste Speise. 5. Deine Lieb hat oͤich getrieben, Sanftmut und Geould zu üben,/ ohne Schelten, drohen, Klagen/ anoͤrer Schmach und Last zu tragen,/ allen freunoͤlich zu begegnen,/ für die Lästerung zu segnen,/ /für der deinde Schar zu beten/ und die Mörder zu vertreten. 6. O wie hoch stieg dein Erbarmen,/ da du für die ärmsten Armen/ dein unschähbar teures Leben/ in den ärgsten Tod ge⸗ geben/ da oͤu in der Sünder Händen,/ alle Leiden zu vollenden/ und den Segen zu erwerben,/ als ein Fluch hast wollen sterben! 7. Herr, laß deine Liebe decken/ meiner Sünden Meng und Flecken// du hast das Gesetz erfüllet,/ seinen dluch hast du gestillet 7 laß mich wider dessen Stürmen/ deiner Liebe Schilö beschirmen 77 heilge meines herzens Triebe,/ salbe sie mit deiner Liebe. Joh. Jakob Rambach, + 1755. mel. Nr. 509. 285 Seeien(ort ie He. 2940 1. Lebst du in mir, o wahres Leben,/ so sterbe nur, was du nicht bist; /ein Blick von dir kann mehr mir geben,/ als was der Welt das Liebste ist./ O Jesu, oͤu sollst mein verbleiben,/ nichts wird mich von der Liebe treiben,/ die du mir zugesaget hast./ O süße Wonne, die mich tränket,/ wenn sich die Seel in dich ver⸗ senket/ und oͤich, o Seelenfreund, umfaßt. 2. Herz, das in Niebesglut gestorben,/ ach, laß mein Herz in Flammen stehn// entzünd das Herz, das oͤu erworben,/ und laß darinnen untergehn,/ was du nicht bist, o mein Vergnügen j/ laß mich in deiner Liebe siegen,/ ja siege oͤu nur selbst in mir:/ so 28¹ 28⁴ Liebe werd ich fröhlich triumphieren, so wird dein Todessieg mich zieren,/ so leb und leid und sterb ich dir. 3. Zünd auch in mir die Liebesflammen/ zum dienste deiner Olieder an/ bind mich und ihre Not zusammen,„damit ich mich versichern kann,/ ich sei also wie du gesinnet,/ wenn mein Geist die Gestalt gewinnet,/ die deinem Sinn recht ahnlich ist/ so werd ich dreund und deinde lieben,/ so wird ihr Rummer mich betrüben,/ wie oͤu mir vorgegangen bist. 4. Gib mir des Glaubens Licht und Rräfte,/ damit er wahre drüchte zeigt,/ mach mich zur Rebe voller Säfte,/ die sich nach dir, dem Weinstock, neigt/ du bist der Fels, auf den ich baue,/ du bist mein Heiland, dem ich traue,/ du bist des Glaubens fester Grund./ Wwenn sich die Zweifelsstunden finden,/ so laß die Hilfe nicht ver⸗ schwinden/ und mach den kranken Geist gesund. 5. Hilf, daß die Hoffnung nicht erlieget,/ und daß dein Kreuz ihr Anker ist;/ gib, daß sie alle Angst besieget/ durch dich, der du mein Alles bist./ Die Welt mag auf das Eitle bauen,/ ich aber will auf oͤich nur schauen,/ o Jesu, meiner Hoffnung Licht;/ ich will dich stets in Lieb umfasen,/ dich, der du mich nicht wirst verlassen,/ denn deine Liebe wanket nicht. 6. Willst oͤu mich noch im Leben wissen,/ so leb ich, weil es dir beliebt;/ werd ich vom Tode hingerissen,/ so bin ich gleichfalls nicht betrübt;/ dein Leben laß stets in mir leben,/ dein Sterben laß mir Stärke geben,/ wenn meines Lebens Ziel erscheint./ Ich will dir meinen Willen schenken,/ ich will im Tod und Leben denken,/ daß du es gut mit mir gemeint. phil. Balthasar Sinolo, + 1742. Mel. N ö Lag Stendeethat 284 Dresden 1667. 4 CEU— +—.— I—— —— E.—— ISISSI...— 1. Der oͤu noch in der letz⸗ten Nacht,/ eh du für —.— 7—.— x— ——— 1—— .... uns er⸗blaßt,/ den dei⸗nen von der Lie⸗be Macht/ so 282 Liebe 285 + N 24 — + H schön ge⸗ pre⸗digt hast: 2. Erinnre deine kleine Schar,/ die sich so leicht entzweit,/ daß deine letzte Sorge war/ der Glieder Einigkeit. Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 4 1760. Mel. Alles Lolter Segen. 285 Frankf rt a. M. 1738. * T TT SSSIIII E 1. Nun so will ich denn mein Le⸗ben/ völ⸗lig mei⸗nem äTTTT E.* Gott er⸗ge⸗ ben;/ nun wohlan, es ist ge⸗schehn;/ Sünd, ich —.——. ö 0—. 2— will von dir nicht hö⸗ren;/ Welt, ich will mich von dir kehren,/ ,. 255 I— II oh ⸗ ne je zu⸗rück⸗ zu⸗sehn. 2. Hab ich sonst mein Herz geteilet,/ hab ich hie und da ver⸗ weilet: /enoͤlich sei der Schluß gemacht,/ meinen Willen ganz zu geben,// meinem Gott allein zu leben,/ ihm zu oͤienen Tag und Nacht. 3. Herr, ich opfre dir zur Gabe/ all mein Liebstes, das ich habej/ schau, ich halte nichts zurück;/ schau und prüfe Herz und Nieren/ solltest du was Falsches spüren,/ nimm es diesen Rugenblick. 4. Ich scheu keine Müh und Schmerzen;/ gründlich und von ganzem herzen/ will ich jolgen deinem Zug./ Kann ich stetig und in allem/ deinen Rugen nur gefallen,/ ach, so hab ich ewig gnug. 5. Eines will ich nur betrachten/ und nicht wissen, noch orauf achten,/ was sonst oraußen mag geschehn;/ fremd der Welt und 28⁵ 286 Liebe ihren Sorgen/ will ich hier, in oͤir verborgen,/ als ein wahrer Pilger gehn. 6. Dich allein will ich erwählen;/ alle Kräfte meiner Seelen/ nimm nur ganz in deine Macht;/ ja, ich will mich dir verschreiben,/ laß es ewig feste bleiben,/ was ich dir hab zugesagt. Gerharo Tersteegen, 4 1769. Mel. Was Gott tut das 1.. Wohigeten. 286 Severus Gastorius, 1681. 2— 5m — EI— 393 Dich, Je⸗ sum, laß ich e⸗wig nicht;/ dͤir bleibt mein du kennst dies Herz, das reoͤlich spricht:/ nur Ei ⸗nem E I.. I 5 ——— Herz er⸗ ge⸗ ben; will ich le⸗ben. 35irrti e — e Ddu, du al⸗-lein,/ oͤu sollst es sein;/ du sollst mein Trost auf Er⸗den, mein Glück im him⸗mel wer⸗den. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ ich halte dich im Glauben!/ Nichts kann mir meine Zuversicht/ und deine Gnade rauben./ der Glaubensbund/ hat festen Grund;/ die deiner sich nicht schämen,/ die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ aus göttlichem Erbarmen/ gingst du für Sünder ins Gericht/ und büßtest für mich Armen./ Nus Dankbarkeit/ will ich allzeit/ um deines Leidens willen/ die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ du stärkest mich von oben./ Auf dir steht meine Zuversicht,/ wenn meine Feinde toben./ Ich flieh zu dir,/ du eilst zu mir;/ wenn mich die deinde hassen,/ wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ nichts soll von dir mich scheiden. /Es bleibet jedes Gliedes Pflicht,/ mit seinem Haupt zu 28⁴ Liebe 287 leiden./ Doch all mein Leid/ währt kurze Zeit;/ bald ist es über⸗ standen,/ und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht;/ nie soll mein Glaube wankenj/ und wenn des Leibes Hütte bricht,/ sterb ich mit dem Gedanken:/ mein Freund ist mein,/ und ich bin sein;/ er ist mein Schatz und Cröster,/ und ich bin sein Erlöster. Ehrenfried Liebich, + 1780. Mel. ich hab mwoebandent 8 287 Johann Crüger, 1649. SDI.e— r . —— 1 Seid barm⸗her⸗zig, Men⸗schen, hö⸗ret,/ hört das das uns de⸗sus Chri⸗stus lehret:„Seid barm⸗ .— hei⸗lig⸗ste Ge⸗ bot, her⸗ zig, seids wie Gott 1.——————.— en ben,/ was euch not ist, heil und Le⸗ben.“ 2. So viel Menschen, so viel Brüder!/ Ein Gott ists, der uns erschuf./ Wir sind alle Christi Olieder;/ allgemein ist Gottes Ruf./ So den Bösen, wie den Seinen/ läßt der Herr die Sonne scheinen. 3. Gottes Bilò in euch zu sehen,/ seid barmherzig, so wie er;/ eilt, den Armen beizustehen;/ was ihr gebt, empfängt der Herr./ Weiß es Gott und dein Gewissen,/ darfs die linke hand nicht wissen. 4. Was ihr habt, mit Frmern teilen,/ sehn, was jedem frommt und nützt,/ des Verlassnen Wunden heilen,/ schützen den, den niemand schützt,/ ohne Stolz, von Pflicht geoͤrungen,/ heißt: nach Ruhm bei Gott gerungen. 5. Herr, wir geben von dem Deinen,/ Geber, dem der Dank gebührt!/ Laß, wenn unsre Brüder weinen,/ unser herz nie un⸗ gerührt;/ daß, wenn wir zu dir uns nahen,/ wir auch hilf und Trost empfahen! Tyeod. Gottlieb v. Hippel, 4 1790. 285 gebt, so wird auch euch ge⸗ ge⸗ 288 Liebe Mel. Wer nur den lieben 2 88 Gott läßt walten. Georg Neumark, 1657. 70 E S Du Va⸗ter dei⸗ner Men⸗schen⸗kin⸗der,/ der du die und des⸗ sen herz auch ge⸗gen Sün⸗der/ noch gũ⸗tig Lie⸗ be sel ⸗ ber bist, und voll Mit⸗leid ist, laß mich von gan⸗zem Her⸗zen EDT———.— —— 4⁷½1 +E+ II— 1 äöäĩ,M᷑᷑esessss======s==..... dein,/ laß michs mit al ⸗len Kräf⸗ten sein! 2. Gib, daß ich als dein Kind oͤich liebe, da du mich als ein Vater liebst,/ und so gesinnt zu sein mich übe,/ wie du mir selbst die Vorschrist gibstl/ Was dir gefällt, gefall auch mir j/ nichts scheide mich, mein Gott, von dir! 3. Vertilg in mir oͤurch deine Liebe/ den Hang zur Liebe dieser Welt/ und gib, daß ich Verleugnung übe,/ wenn mir was Eitles noch gefällt./ Wie sollte ich oͤie Kreatur/ dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deiner Liebe willen/ gern tun, was mir dein Wort gebeut!/ Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen,/ so sieh auf meine Willigkeit/ und rechne mir nach oeiner huld/ die Schwach⸗ heit, Vater, nicht zur Schulo! 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden/ das tut, was dir o Gott mißfällt;/ oͤrum laß es mich mit Ernst vermeiden,/ gefiel es auch der ganzen Welt./ Die kleinste Sünde selbst zu scheun,/ laß, Vater, mich beflissen sein. 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, was mir dein weiser Rat bestimmt;/ du füͤhrst durch Trübsal den zu Freuden,/ der seine Last gern auf sich nimmt;/ und wer sein Leben weislich nützt,/ wird mächtig von dir unterstützt. 286 —E 279 E / Liebe 7. In deiner Liebe laß mich sterben,/ dann wird selbst Sterben mein Gewinn;/ dann werd ich deinen himmel erben,/ wo ich dir ewig nahe bin./ Da lieb ich in Vollkommenheit/ dich, Vater der Barmherzigkeit. Nach Benjamin Schmolck, 4. 1757, von Samuel diterich, 4 1797. Mel. Nun sich der TLag geendet hat. 289 Dresden 1667. SSDSS DP IPEEI..... PPSSPIPIPIIIIITIIII‚IIIIIII. h0 1. O Christ, wenn Ar⸗ me man⸗ches⸗mal/ vor dei⸗ner ä— Tü ⸗ re stehn,/ merk auf, ob nicht in ih⸗rer Zahl/ der Herr sei un⸗ge ⸗sehn. 2. UAnd wenn ihr matter Ruf so bang erschallt zu dir herein// horch auf, ob seiner Stimme RKlang/ nicht möchte orunter sein. 3. O nicht so fest und eng verschließ/ die Türen und das Herzʒ/ ach, wer den Heiland von sich stieß,/ was träfe den für Schmerzl 4. Drum reiche mild der Liebe Zoll/ dem Dürftigen hinaus/ und öffne gern und mitleioͤsvoll/ dem Flehenden dein haus. 5. Denn ehe du dich wirst versehn,/ wird dein herr Jesus Christ/ hinein zu deiner Türe gehn,/ weil sie so gastlich ist. 6. Und ehe oͤu ihn noch erkannt,/ der arm erschien vor dir,/ erhebt er seine heilge gand/ zum Segen für und für 7. zum Segen über deinen Tisch/ und über all dein Gut/ und liber deine Kinder frisch/ und deinen frohen Mut; 8. Jum Segen über deine Zeit,/ die oͤu hinieden gehst,/ und über deine Ewigkeit,/ wo du dort oben stehst; 9. Dort oben, wo er dann die Tür /dir auf mit Freuden tut// wie ihm und seinen Brüdern hier /du tatst mit frommem Mut. Wilhelm hey, 4 1854. 287 29⁰0 Liebe Mel. mei 290 Christoph Anton, 1651. 4 E N———— —.—— 4.. ESE—— ee e. rn nn——.—..—. 1 Wenn auch wie ein Pfal⸗ter klän⸗ge/ mei⸗ ne Re ⸗ de ja, wenn mei⸗ ne Zun⸗ge sän⸗ ge/ En⸗geln gleich in 2—.—— 1— fromm und schön, him⸗mels⸗höhn: ..——— E ach, so wär ich gleich den Er ⸗zen,/ gleich der Schel⸗le, hätt ich kei ⸗ ne Lieb im her⸗ zen,/ I— 1—— N EE e e, ,;d.„ die er⸗klingt,/ doch kein Le⸗ben hat noch bringt. 2. Wenn ich mit Prophetenklarheit/ schon die Zukunft säh er⸗ füllt;/ wenn mir kund wär alle Wahrheit,/ kein Geheimnis mehr verhüllt;/ wenn ich jenen Glauben hätte,/ der versetzt der Berge Stätte:/ ach, das alles hilst mir nicht,/ wenns an Liebe mir gebricht. 3. Wenn ich alle meine Habe/ teilte den Bedürftgen aus/ und den Greis am Bettelstabe/ gastlich führte in mein Haus;/ wenn ich, Christum zu bekennen,/ meinen Leib selbst ließe brennen:/ ach, das alles hilft mir nicht,/ wenns an Liebe mir gebricht. 4. Liebe, Liebe ist bie Krone,/ die den Baum des Glaubens schmückt,/ dran man, dank dem Gottessohne,/ seiner Liebe Früchte pflückt./ O welch eoͤle Tugenoͤblüte/ ziert das liebende Gemüte:/ Langmut, Freunoͤlichkeit, Geduld,/ Demut, Sanftmut, Güt und Huld! 5. Und wie herrlich ist die Liebel/ Ewig hört sie nimmer auf;/ da sonst nichts ist, das da bliebe,/ das nicht schlösse seinen Lauf./ Sprach und Weissagung vergehen,/ Glaub und Hoffnung wird zum Sehenz/ alles währet seine Zeit,/ Liebe bleibt in Ewigkeit. 288 Gebet 291 6. Herr, mein Gott, du bist die Liebe,/ bist der Liebe Quell alleinl/ Hauche deines Geistes Triebe/ mir auch tief ins herz hinein./ O daß ich doch in der Liebe/ bis zum letzten Atem bliebe/ Jesu, so bleib ich in dir,/ und du ewiglich in mir! Roolf Stöber, + 1892. Gebet 2 WI——.——— —— a⸗ter un⸗ser im him⸗mel⸗ 4—— + + ——.——— reich,/ der oͤu uns al ⸗le hei ⸗ßest gleich/ Brü⸗der sein und dich ru ⸗ fen E ů———— — an/ und willst, daß werd Ge⸗bet ge⸗tan: gib, daß nicht I N N —— 2 H bet al⸗lein der Mund, /hilf, daß es geh von herzensgrund. 2. Geheiligt werd der Name dein;„dein Wort bei uns hilj halten rein,/ daß wir auch leben heiliglich,/ nach deinem Ramen würdiglich// behüt uns, herr, vor falscher Lehr,/ dᷣas arm ver⸗ füührte Volk bekehr. 5. Es komm dein Reich zu dieser Zeit/ und dort hernach in Ewigkeit// der heilge Geist uns wohne bei/ mit seinen Gaben mancherlei;/ des Satans Zorn und groß Gewalt/ zerbrich; vor ihm dein Kirch erhalt. 17 28⁰ 292 Gebet 4. Dein Will gescheh, herr Gott, zugleich/ auf Erden wie im himmelreich;/ gib uns Geduld in Leidenszeit,/ gehorsam sein in Lieb und Leid/ und wehre allem Fleisch und Blut,/ das wider deinen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot/ und was man braucht zur Leibesnot;/ behüt uns vor Unfried und Streit,/ vor Seuchen und vor teurer Zeit,/ daß wir in gutem drieden stehn,/ der Sorg und Geizes müßig gehn. 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr//daß sie uns nicht betrübe mehr//wie wir auch unsern Schuldigern/ ihr Schuld und dehl verge⸗ ben gern/ zu dienen mach uns all bereit/ in rechterieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht,/ wenn uns der böse Geist anficht;/ zur linken und zur rechten hand/ hilf uns tun starken Widerstand,/ im Glauben fest und wohl gerüst/ und ourch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Ubel uns erlös,/ es sind die Zeit und Tage bös/ erlös uns von dem ewgen Tod/ und tröst uns in der letzten Not;/ bescher uns auch ein selig Eno,/ nimm unsre Seel in deine händ. 9. Amen, das ist, es weroe wahrl/ Stärk unsern Glauben immerdar,/ auf daß wir ja nicht zweifeln oͤran,/ es sei die Bitte wohlgetanz/ auf dein Wort, in dem Namen dein:/ so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther, 4 1540. 5 292 wittenberg 1535. V+ ESSESEEE Ich ruf zu dir, Herr Je⸗ su Christ,/ ich bitt, er⸗ Ver⸗leih mir Gnad zu die ⸗ser Frist,/ laß mich doch SSPSPISSPIPIPIIIIIIIIEI hör mein Kla⸗gen!— blei nicht ver ⸗za⸗ gen. Den rech⸗ten Weg, o Herr, al⸗lein,/ den + 1— I — 1 1 2 ö wol⸗lest du mir ge⸗ben,/ oir zu le⸗ ben,/ dem Nächsten 290 Gebet 295 SI— +— — EHN —— nüt zu sein,„ nach dei⸗ nem Reich zu stre ⸗ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott,/ du kannst es mir wohl geben:/ daß ich nicht wieder werd zu Spott/ die hoffnung gib daneben,/ voraus, wenn ich muß hie davon,/ daß ich oͤir mög vertrauen/ und nicht bauen/ auf all mein eignes Tun,/ sonst wird michs ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus herzensgrund/ den Feinden mög ver⸗ geben/ verzeih mir auch zu dieser Stund,/ schaff mir ein neues Leben./ Dein Wort mein Speis laß allweg sein,/ damit mein Seel zu nähren,/ mich zu wehren,/ wenn Unglück geht daher,/ das mich möcht von dir kehren. 4. Laß mich nicht Lust noch durcht von dir/ in dieser Welt abwen⸗ den./ Getreusein bis ans End gib mir,/ du hasts allein in händen,/ und wem dus gibst, der hats umsonstỹ/ es mag niemand ererben,/ noch erwerben/ durch Werke deine Gnad,/ die uns erlöst vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb;/ hilf o herr Christ, dem Schwachen!l/ Von deiner Gnad allein ich leb// ou kannst mich stärker machen./ RKommt nun Anfechtung und Gefahr,/ wollst ou mich nicht verlassen,/ fest mich fasen,/ behüten immerdar./ Ich weiß, ou wirsts nicht lassen. 1529. mel. In bich hab (15. Zahrhundert.) ich gehoffet. Straßburg 1860. 29³ SSDSSISISISSII......... J. Auf dich hab ich ge⸗hof⸗fet, herr,/ hilf, daß ich nicht zu⸗ — EE 1 — ö 8 schan⸗en werd,/ noch e⸗wig-lich zu Spot ⸗te./ Das bitt ich ————.— ‚PRRRSDD.. dich:/ er⸗hal⸗te mich/ dir treu, dir, mei⸗-nem Got=te. 12 291 29⁴ Gebet 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir,/ erhör mein Bitt, tritt du herfür,/ eil, balͤ mich zu erretten./ In Angst und Weh/ ich lieg und steh;/ hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei,/ sei meine Burg, darin ich frei/ und ritterlich mög streiten,/ ob mich bedräng'/ der Feinde Meng/ hier und auf allen Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort,/ mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort//mein Hilf, mein Heil, mein Leben,/ mein starker Gott/ in aller Not:/ wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt oft zugericht't/ viel Lug und Trug und falsch Gedicht,/ viel Netz und heimlich Stricke;/ nimm meiner wahr,/ Herr, in Gefahr;/ behüt vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen SGeist befehl ich dir;/ mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir,/ nimm mich in deine händel/ O wahrer Gott,/ aus aller Not/ hilf mir am letzten Ende! 7. Lob, Ehre, Preis und Herrlichkeit/ sei Vater, Sohn und Geist bereitl/ Lobt Gottes heilgen Namen!/ Die göttlich Krast/ mach uns sieghast/ durch Jesum Christum! Amen. Adam Reißner, 4 um 1575. 29⁴4 Straßburg 1525. a.e ———— 1— wie du willst, so schicks mit mir/ im Le⸗ ben Al⸗lein zu dir steht mein Be⸗gier,/ laß mich, Herr, und im Ster⸗benl Er 41 nicht ver ⸗ber⸗ben. Er⸗halt mich nur in dei⸗ner Huld// sonst 4 ö—— PPꝑPꝑP.ꝑ.I..I..I.I.I.I... E — +17 2 wie du willst; gib mir Ge⸗oͤulö,/ denn dein Will ist der * Gebet 295 296 2. Jucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr,/ und Lieb zu deinem Worte;/ behüt mich, Herr, vor falscher Lehr/ und gib mir hier und dorte,/ was dient zu meiner Seligkeit;/ wend ab all Angerechtig⸗ keit/ in meinem ganzen Leben! 3. Soll ich einmal nach deinem Rat/ von dieser Welt abscheiden// verleih mir, Herr, nur deine Gnad,/ daß es gescheh mit Freuden./ Mein Leib und Seel befehl ich dirj/ o herr, ein selig Eno gib mir/ durch Jesum Christum. Amen. Kaspar Bienemann, 4 1591. Mel. Herzlich tut mich verlangen. 295 Hans Leo Haßler, 1601. E——.— x—— SSI....I I V 1— E I I 1 +— ö 1 Poan mich dein sein und blei⸗ben, /oͤu treu⸗er Gott und on dir laß mich nichts trei⸗ben,/ halt mich beĩ dei⸗ner — — ——6 Herr! Lehr é Herr, laß mich nur nicht wan⸗ken,/ gib mir Be⸗ .— ö —p————————————— stän⸗dig ⸗keit// da⸗ für will ich dir dan⸗ken/ /in al=le 70— — E⸗wig ⸗keitl Nikolaus Selnecker, 4 1592. (Ooͤer wie Nr. 300.) 296 Meiningen 1693. 0— din:. wan, ie,—— nuitit, nmmr — EEE O Gott, oͤu from⸗mer Gott,/ du Brunnquell gu⸗ter Llohn den nichts ist, was ist,/ von dem wir al⸗les SSSS T I TTTREREEEE 275 207 OGebet chem Leib/ ein un⸗ver⸗letz⸗te Seel/ und rein Gewis⸗sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit dleiß// was mir zu tun gebühret,/ wozu mich dein Befehl/ in meinem Stande führet/ gib/ daß ichs tue balö// zu der Zeit, da ich soll,/ unòd wenn ichs tu, so gib// daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich reoͤe stets,/ womit ich kann bestehen,/ laß kein unnützes Wort/ aus meinem Munde gehen;/ und wenn in meinem Amt/ ich reden soll und muß// so gib den Worten Kraft/ und Nach⸗ oͤruck ohn Veroͤruß. 4. Finot sich Gefährlichkeit,/ so laß mich nicht verzagen;/ gib einen heldenmut// das Rreuz hilf selber tragen /gib daß ich meinen Feind/ mit Sanftmut überwind/ und, wenn ich Rat bedarf,/ auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann/ in dried und§reunoͤschaft leben,/ so weit es christlich ist;/ willst du mir etwas geben/ an Reichtum, Gut und Geld,/ so gib auch dies dabei,/ daß von unrechtem Gut/ nichts untermenget sei. 6. Sollt ich auf dieser Welt/ mein Leben höher bringen// durch manchen sauren Tritt/ hindurch ins Alter dringen,/ so gib Geduld vor Slind/ und Schanden mich bewahr,/ auf daß ich tragen mag/ mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End/ auf Christi Tod abscheiden;/ die Seele nimm zu dir/ hinauf zu deinen Freuden;/ dem Leib ein Räumlein gönn/ bei frommer Christen Grab,/ auf daß er seine Ruh/ an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst/ an jenem Tag erwecken,/ so woll auch deine hand/ zu meinem Grab ausstrecken;/ laß hören deine Stimm,/ erwecke mein Gebein/ und führ mich schön verklärt/ in deinen Himmel ein. gohann heermann, 4 1647. Da Ehristu Mel. Nr. 419. 297 Leboren Gal 1. zweierlei bitt ich von dir,/ zweierlei trag ich dir für,/ dir, der alles reichlich gibt,/ was uns dient und dir beliebt;/ gib mein Bitten, das du weißt,/ eh ich sterb und sich mein Geist/ aus des Leibes Banden reißt. 294 8— ETTTT sr IIANEI bet leib. mich „Jzu vohl. kein inem Lach⸗ /gib einen auch ben// tum, Gut/ durch duld mag/ / die ib ein seine o woll deine klärt/ + 1617. hristus e'n war. „ dir, mein us des Gebet 298 2. Gib, daß ferne von mir sei/ Lügen und Abgötterei;/ Armut, so die Maße bricht,/ großen Reichtum gib mir nicht;/ allzuarm und allzureich/ ist nicht gut, stürzt beioͤes gleich/ unsre Seel ins Sündenreich. 3. Laß mich aber, o mein Heil,/ nehmen mein bescheiden Teil/ und beschere mir zur Not/ hier mein täglich Bißlein Brot;/ ein klein wenig, da der Mut/ und ein gut Gewissen ruht,/ ist fürwahr ein großes Gut. 4. Sonst wohl möcht im Aberfluß/ ich empfinden Uberdruß,/ dich verleugnen, oir zum Spott/ fragen: wer ist herr und Gottꝰ/ denn das Herz ist drechheit voll,/ weiß oft nicht, wenn ihm ist wohl,/ wie es sich erheben soll. 5. Wiederum, wenns stehet bloß/ und die Armut wird zu groß,/ wiroͤs leicht untreu, stiehlt und stellt/ nach des Nächsten Gut und Gelo,/ tut Gewalt, braucht Ränk und List,/ ist mit Unrecht aus⸗ gerüst't,/ fragt gar nicht, was christlich ist. 6. Nch, mein Gott, mein Schat, mein Licht,/ dieses beides ziemt mir nicht;/ beides schändet deine Ehr,/ beides stürzt ins Höllen⸗ meer./ Drum so gib mir hüll und Füll/ also, wie dein herze will,/ nicht zu wenig, nicht zu viel. paul Gerharoͤt, 4 1676. 298 Darmstaoͤt 1698. 94—.— VEI. +— 2Z... + 1. Sieh, hier bin ich,/ Eh⸗ ren⸗kö⸗ nig,/ le⸗ ge mich vor **— 20— dei⸗nen Thron/ schwache Trä⸗ nen,/ kino⸗lich Seh⸗nen/ S.— being ich dir, du Men⸗schen⸗sohn./ Laß dich fin=den// ——— lab dich sin ⸗den, bin ich gleich nur Isch und Ton. 295 299 Gebet 2. Sieh doch auf mich,/ Herr, ich bitt dich,/ lenke mich nach deinem Sinn./ Dich alleine/ ich nur meine,/ dein erkaufter Erb ich bin./ Laß dich finden,/ laß dich finden;/ gib dich mir und nimm mich hinl 3. Herr, erhöre,/ ich begehre/ nichts als deine freie Gnad,/ die du gibest,/ wo du liebest,/ und man dich liebt in der Tat./ Laß dich finden,/ laß dich finden;/ der hat alles, wer dich hat. 4. Hör, wie kläglich,/ wie beweglich/ dir die treue Seele singt// wie demütig/ und wehmütig/ deines Rindes Stimme kᷓ ingt./ Laß dich finden,/ laß dich finden;/ denn mein Herze zu dir oͤringt. 5. Dieser Zeiten/ Eitelkeiten,/ Reichtum, Wollust, Ehr und Freud/ sind nur Schmerzen/ meinem Herzen,/ welches sucht die Ewigkeit./ Laß dich finden,/ laß dich finden!/ Großer Gott, ich bin bereit. Joachim Neander, 4 1680. N. greyli— 299 e * ö— 2 + N BDEEEE 33.— Dir, oͤir, Je⸗ ho⸗va, will ich sin ⸗gen;/ denn dir will ich mei⸗ne Lie⸗der brin⸗gen;/ ach —— D SSS wo ist oͤoch ein sol⸗cher Gott wie du? * 40⁴— daß ich es gib mir dei⸗ nes Gei⸗stes Kraft da⸗zu, 5ich +V* V + EEEEEE—— ö—— 57 n.—— —. E 2 I— ◻ so wie es dir durch tu im Na⸗men de⸗su Christ, Err———— ihn ge⸗fäl⸗lig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne,/ damit dein Sohn mich wieder zieh zu dirz/ dein Geist in meinem Herzen wohne/ und meine Sinne und Verstand regier,/ daß ich den Frieden Gottes schmeck und flihl/ und dir darob im Herzen sing und spiel. 290 D Gebet 5. Verleih mir, Höchster, solche Güte,/ so wird gewiß mein Singen recht getan,/ so klingt es schön in meinem Liede,/ und ich bet dich im Geist und Wahrheit an;/ so hebt dein Geist mein herz zu dir empor,/ daß ich oͤir Pfalmen sing im höhern Chor. 4. Dein Geist kann mich bei dir vertreten/ mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind;/ der lehret mich recht gläubig beten,/ gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich oein Rind/ und ein Miterbe Jesu Christi sei,/ daher ich Abba, lieber Vater, schrei. 5. Was mich dein Geist selbst bitten lehret,/ dem neiget sich dein gnäöger Wille zu,/ das wird gewiß von dir erhöret,/ weil ichs im Namen deines Sohnes tu,/ oͤurch welchen ich oein KRind und Erbe bin,/ und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 6. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe;/ oͤrum bin ich voller Trost und§ᷣreudigkeit/ und weiß es, alle gute Gabe,/ oͤie ich von dir verlanget jederzeit,/ die gibst du und tust überschwenglich mehr,/ als ich verstehe, bitte und begehr. 7. Wohl mir! Ich bitt in Jesu Namen,/ oͤer mich zu deiner Rechten selbst vertritt;/ in ihm ist alles Ja unòd Amen,/ was ich von dir im Geist und Glauben bitt./ Wohl mir! Lob dir jetzt unoͤ in Ewigkeit,/ daß du mir schenkest solche Seligkeit! Bartholomäus Crasselius, 4 1724. Mel. O Gott, du frommer Gott. 30 0(Oder wie Nr. 296.) 42.——————. — I Ach Gott, ver⸗laß mich nichtl/ Reich mir oͤie Gna⸗den⸗ HVach füh⸗ re mich, dein Rino,/ daß ich den Lauf voll⸗ ———— ö —— E*— hän⸗de en ⸗de zu mei⸗ ner Se⸗lig⸗keit;/ sei du mein —2 9— 2e — ꝙ— 2 + * 8— Le⸗ bens ⸗licht,/ mein Stab, mein Hort, mein Schutz;/ ach 277⁷ 1+.3 +— 2— 1 Gott, ver⸗laß mich nicht! 2. Nch Gott, verlaß mich nicht!/ Regiere du mein Wallen;/ ach, laß mich nimmermehr/ in Sünd und Schande fallen;/ gib mir den guten Geist,/ gib Glaubenszuversicht,/ sei meine Stärk und Kraft;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Nch Gott, verlaß mich nicht!/ Ich ruf aus herzensgrunde:/ ach Höchster, stärke mich/ in jeder bösen Stunde;/ wenn mich Versuchung plagt/ und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Nch Gott, verlaß mich nicht!/ Ach laß dich doch bewegen,/ ach Vater, kröne doch/ mit reichem Himmelssegen/ die Werke meines Amts,/ die Werke meiner Pflicht,/ zu tun, was dir gefällt;/ ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Nch Gott, verlaß mich nicht!/ Ich bleibe dir ergeben,/ hilf mir, o großer Gott,/ recht glauben, christlich leben/ und selig scheiden ab,/ zu sehn dein Angesicht,/ hilf mir in Not und Tod// ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo granck, + 1725. Mel. Wunderbarer König. 301 Brmen 1680. l* 1——.——— + 5 e, H IXX 1————— 2 ZI Gott ist ge⸗gen⸗wär⸗tigz/ las⸗set uns an⸗be⸗ ten/ Gott ist in oͤer Mit⸗ ten!/ Al⸗les in uns schweige/ ———.— DDE ie , d„Inn Eenn.—— —.— und in Ehr⸗furcht vor ihn tre⸗ ten. und sich in⸗nigst vor ihm beu⸗ge. i. — Wer ihn kennt,/ wer ihn nennt// schlag die Ru⸗gen nie⸗der;/ gebt das herz ihm wie⸗der. 898 Gebet 30 2. Gott ist gegenwärtig,/ dem die Cherubinen/ Tag und Nacht in Demut dienen./ Heilig, heilig, heilig/ singen ihm zur Ehre/ aller Engel hohe Chöre./ Herr, vernimm/ unsre Stimm,/ da auch wir Geringen/ unsre Opfer bringen. ö 3. Wir entsagen willig/ allen Eitelkeiten,/ oͤieser Eroͤen Lust und dreuden/ da liegt unser Wille,/ Seele, Leib und Leben/ dir zum Eigentum ergeben/ du allein/ sollst es sein,/ unser Gott und herre// dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Wesen,/ möcht ich recht dich preisen/ und im Geist dir Dienst erweisenl/ Möcht ich, wie die Engel,/ immer vor dir stehen/ und dich gegenwärtig sehen!l/ Laß mich dir/ für und für/ trachten zu gefallen,/ liebster Gott, in allen. ö 5. Geist, der alles füllet,/ ͤrin wir sind und weben,/ aller dinge Grund und Lebenl/ Meer ohn' Grund und Ende,/ Wunder aller Wunoer,/ ich senk mich in dich hinunter;/ ich in dir,/ du in mir,/ laß mich ganz verschwinden,/ dich nur sehn und finden. 6. Du durchoͤringest alles;/ laß mit deinem Lichte,/ Herr, be⸗ rühren mein Gesichte;/ wie die zarten Blumen/ willig sich ent⸗ falten/ und oer Sonne stille halten,/ laß mich so/ still und froh/ deine Strahlen fassen/ und dich wirken lashen. 7. Mache mich einfältig,/ innig abgeschieden,/ sanst und still in deinem Frieden;/ mach mich reines Herzens,/ daß ich deine Klarheit/ schauen mag in Geist und Wahrheit;/ laß mein Herz/ himmelwärts/ wie ein Roͤler schweben/ uno in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen,/ laß den Geist auf Eroen/ dir ein heiligtum noch werden;/ komm du nahes Wesen,/ dich in mir verkläre,/ daß ich dich stets lieb undò ehre;/ wo ich geh,/ sitz und steh,/ laß mich dein gedenken,/ mich in dich versenken. Gerhard Tersteegen, 4 1769. mMe. Es ist das heil(Vorreformatorisch.) uns konnmen 91 302 Wittenber 1523. 1. Gott, dei ne Gü ate reicht so weit,/ so +. krönst uns mit Barm⸗ her⸗zig⸗keit/ und 2⁹ Gebet IIE — weit die Wol⸗ken ge⸗ hen;/ du eilst uns bei⸗ zu ⸗ste⸗ hen/ gere, mel⸗ne Burg, mein ,...,.,. dels, mein Hort,/ ver⸗nimm mein dlehn, merk auf mein — e Wort;/ denn ich will vor dir be ten. 2. Ich bitte nicht um Aberfluß/ und Schätze dieser Erden;/ laß mir, so viel ich haben muß,/ nach deiner Gnaoͤe werden./ Gib mir nur Weisheit und Verstand,/ dich, Gott, und den, den du gesanot,/ und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm,/ so sehr sie Menschen rühren;/ des guten Namens Eigentum/ laß mich nur nicht ver⸗ lieren;/ mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht,/ der Ruhm vor deinem Angesicht/ und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, mein herr und Gott,/ auch nicht um langes Leben./ Im Glücke Demut, Mut in Not,/ das wollest du mir geben./ In deiner hand steht meine Zeit,/ laß du mich nur Barmherzig⸗ keit/ vor dir im Tode finoͤHn. ehristian Fürchtegott Gellert, 4 1759. Mel. Wenn wir in 303 2 8. Nöte sein. Französischer Pfalter, 1547. . 523—————.— PPIPIPIIIIII... + 1. Be⸗denk ich dei⸗ ne gro⸗e Treu⸗e,/ be⸗denk ich ———— ———————6 —— ö— —p 2 mei⸗ne tie ⸗e Schulo/ /dann fühl ich hei ⸗e Scham und 3⁰0⁰ IIll Allgemeine Fdürbitte 30⁴ SSSSII‚III 9.—— Reu⸗e/ und preis in de⸗mut dei⸗ne huld. 2. Ich bin nur Staub, aus Staub geboren,/ bin iröisch und verweslich noch/ und bin zur Herrlichkeit erkoren,/ bin himmlisch auch und ewig doch. 3. O Vater, deine große Liebe,/ wie kann ein Mensch sie hier verstehn?/ Gib, daß ich mich in Einfalt übe,/ den Weg, den du mich führst, zu gehn. 4. Gib, daß ich dir nicht widerstrebe, wenn dornen meinen Pfad umziehn,/ und daß ich dir im Glauben lebe/ und nicht von dieser Eroe bin. ö 5. Gib, daß der Erde Eitelkeiten,/ mir unbewußt vorübergehn,/ und daß ich mag zu allen Zeiten/ auf Jesu Rreuz und Sterben sehn. 6. Gib, daß ich nimmer möge schwanken,/ wenn mir der Erde Reichtum blinkt/ laß mich von deinem Weg nicht wanken,/ wo mir am Ziel die Palme winkt. Z. Gib, daß ich dulden mag und hoffen,/ und gib mir deinen heilgen Geist,/ und zeige mir den himmel offen,/ wenn mir der Tod das Herz zerreißt. Luise Hensel, 4 1870. Allgemeine dürbitte⸗ mel. Nr. 330. 304 oO weit, ich muß oich lasen. 1. Herr, hörel herr, erhörel/ Breit deines Namens Ehre/ an allen Orten aus!/ Behüte alle Stände/ oͤurch deiner Allmacht hHaͤnde// beschütze Kirche, Land und gaus. 2. Ach, laß dein Wort uns allen/ noch ferner reichlich schallen/ zu unsrer Seelen Nutzl/ Bewahr uns vor den Rotten, /die deiner Wahrheit spotten,/ beut allen deinen Feinden Trutz. 3. Gib du getreue Lehrer/ und unveroͤrosne Hörer,/ die beide Täter sein //auf Pflanzen und Begießen/ laß dein Gedeihen fließen/ und Früchte reichlich ernten ein. 4. Du wollst uns hoch beglücken,/ mit hellen Gnadenblicken/ auf unsern hᷣürsten sehn,/ ihn schützen auf dem Throne,/ auf seinem Haupt die Krone/ in vollem Glanze lassen stehn. 301 30⁵ Allgemeine Fürbitte 5. Laß alle, dͤie regieren,/ ihr Amt getreulich führen,/ schaff jedermann sein Recht// daß Fried und Treu sich müshen/ in unserm Lande küssen;/ segn' uns als dein erwählt Geschlecht. 6. Erhalt in jeder Ehe/ beim Glücke wie beim Wehe,/ recht⸗ schaffne Frömmigkeit!/ In Unschulo und in Tugeno/ geoͤeihe unsre Jugeno,/ zu deines Reiches Dienst bereit. 7. O Vater, wend in Gnaden/ Rrieg, Seuche und den Schaden/ der Elemente ab!/ Bewahr oͤes Landͤes Früchte/ und mache nicht zunichte,/ was deine miloͤe hand uns gab. 8. Gedenke voll Erbarmen/ oͤer Leidenden und Armen;/ Ver⸗ irrte bring herein;/ die Witwen und die Waisen/ wollst öu mit Troste speisen,/ wenn sie zu dir um hilfe schrein. 9. Hilf als ein Arzt den Kranken,/ und die im Glauben wanken,/ laß nicht zugrunde gehn;/ die Alten heb und trage,/ damit sie ihre Plage/ geduldig mögen überstehn. 10. Die Reisenden beschütze,/ bleib der Verfolgten Stütze,/ die Sterbenden geleit/ mit deinen Engelscharen,/ daß sie in drieden fahren/ zu Zions Freud und Herrlichkeit. 11. Nun, Herr, du wirst erfüllen,/ was wir nach deinem Willen/ in Demut jetzt begehrt;/ wir sprechen gläubig Amen/ in unsers Jesu Namen, /so ist gewiß oer Wunsch gewährt! Benjamin Schmolck, 4 1757. Mel. Alles ist an 97• Segen. 305 Frankfurt a. M. 1738. E 1. de⸗su, der oͤu bist al⸗ lei⸗ ne/ Haupt und Rö⸗nig — der Ge⸗ mei⸗ne,/ sig⸗ne mich, oein ar⸗mes Glied/ Wollst mir SE— neu⸗ en Ein⸗fluß ge⸗ben/ dei⸗ nes Geistes, dir zu le⸗benz/ 302 te Allgemeine Fürbitte 30⁰⁵5 —— ÖT stär ⸗ke mich durch dei⸗ne Güt. 90 2. Ach, dein Lebensgeist durchoͤringe,/ Gnade, Kraft und Segen bringe/ deinen Gliedern allzumal,/ wo sie hier zerstreuet wohnen/ unter allen Nationen,/ die du kennest überall. icht 5. O wie lieb ich, Herr die Deinen, die dich suchen, die oich meinen/ o wie köstlich sind sie mirl/ du weißt, wie michs oft erquicket,/ wenn ich Seelen hab erblicket,/ die sich ganz er⸗ t geben dir. H 4. Ich umsasze, die bir dienen,/ ich verein ge mich mit ihnen// und vor deinem Angesicht/ wünsch ich allen tausend Segen /stärke sie sie in oeinen Wegen,/ führ sie selbst zu deiner Pflicht. 5. Die in Rreuz und Leioen leben,/ stärke, daß sie ganz ergeben/ die ihre Seel in deine hand //laß sie dadurch weroen kleiner/ und von den allen Schlacken reiner,/ ganz allein in dich gewandt. 6. Laß die deinen noch auf Erden/ ganz nach deinem Herzen an/ werden;/ mache deine Kinder schön,/ abgeschieden, klein und dIs stille,/ sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 75⁷. 7. Sonderlich gedenke deren,/ die es, Herr, von mir begehren,/ daß ich für sie beten soll./ Auf dein Herz will ich sie legen/ gib 758. du jedem solchen Segen,/ wie es not; du kennst sie wohl. — 8. Ach, besuch zu dieser Stunde/ ihre Herzen, und im Grunde/ — sie erfreu in dir allein;/ zeuch mit deinen Liebeszügen/ ihre Lust und ganz Vergnügen/ wesentlich in dich hinein. ig 9. Ach, oͤu hast uns teur erworben,/ da du bist am Kreuz gestorben// denke, Jesu, wir sind dein!/ Halt uns fest, so lang wir leben/ und in dieser Wüste schweben;/ laß uns nimmer⸗ mehr allein 22— 10. Bis wir einst mit allen drommen/ dort bei ͤir zusammen⸗ ö kommen/ und, von allen dlecken rein,/ dort vor deinem Throne stehen,/ uns in dir, dich in uns sehen,/ ewig eins in dir zu sein. Nj/ Gerhard Tersteegen, 4 1769. 50⁵ 306 Friede und Freuoͤe Ml. Lasset uns den herren preisen. 306 Zohann Schop, 1641. . 7— 1287 . 8 ollt ich mei⸗ nem denn ich seh in 2.—.—063 2—— 2 . Gott nicht sin ⸗gen,/ sollt ich al ⸗älen in⸗ gen,/ wie so I ihm nicht fröh ⸗lich sein? 2 gut ers wite mir mem.— doch nichts als lau⸗ ter ISSIISIIK Lie⸗ben,/ das sein treu⸗ es Her⸗ze regt,/ das ohn — E — 87 —————————— En⸗de hebt und trägt,/ oͤie in sei⸗nem Dienst sich IPPIPIPF']PFPFP;P;P;];';. IDSDRDRDRDRDRRIRIDRIIRRR——————— ü⸗ben./ Al⸗les Ding währt sei⸗ne Zeit,/ Got⸗tes ENEEEE —.—— Lieb in E⸗wig⸗keit. 2. Wie ein Roͤler sein Gefieder/ über seine Jungen streckt,/ also hat auch immer wieder/ mich des höchsten Arm gedeckt,/ alsobald im Mutterleibe,/ da er mir mein Wesen gab/ und das Leben, das ich hab/ und noch diese Stunde treibe./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 5⁰⁴ + * ee ————— 2 öriede und gdreuoͤe 506 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer,/ nein, er gibt ihn für mich hin,/ daß er mich vom ewgen geuer/ durch sein teures Blut ge⸗ winn/ o ödu Brunnen ohn Ergründen,/ wie will doch mein schwacher Geist// ob er sich gleich hoch befleißt, /oͤeines Grundes Tiefe findenꝰ/ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den eolen dührer// gibt er mir in seinem Wort// baß er werde mein Regierer/ durch die Welt zur Himmelspfort,/ daß er mir mein Herz erfülle/ mit dem hellen Glaubenslicht,/ das des Todes Reich zerbricht/ und die Hölle selbst macht stille./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohlergehen/ hat er ja recht wohl bedacht:/ will dem Leibe Not entstehen,/ nimmt ers gleichfalls wohl in acht/ wenn mein Rönnen, mein Vermögen/ nichts vermag, nichts helfen kann,/ kommt mein Gott und hebt mir an,/ sein Vermögen bei⸗ zulegen. /Alles ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre heere/ hat er mir zum dienst bestellt;/ wo ich nur mein Aug hinkehre//sind ich, was mich nährt und hält:/ Tier und Kräuter und Getreide,/ in den Gründen, in der höh,/ in den Büschen, in der See:/ überall ist meine Weide./ Alles ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen/ und ermuntert mein Gemüt,/ daß ich alle liebe Morgen/ schaue neue Lieb und Güt./ äwäre nicht mein Gott gewesen,/ hätte nicht sein Angesicht/ mich geleitet, wär ich nicht/ aus so mancher Angst genesen./ Alles ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. An wie mancher schweren Plage/ hat er mich vorbeigeflihrt,/ daß sie mich mein Lebetage/ niemals noch bisher berührt;/ und der Engel, den er sendet,/ hat das Böse, das der deind/ anzurichten war gemeint,/ in die derne weggewendet./ Alles Ding wäͤhrt seine deit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde/ niemals ganz sein Herz ent⸗ zeucht,/ ob es wohl bisweilen Sünde/ tut und von der Bahn ab⸗ weicht,/ also hält auch mein Verbrechen/ mir mein frommer Gott zu gut,/ will mein dehlen mit der Rut/ und nicht mit dem Schwerte rächen./ Alles ding waͤhrt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 20 3⁰⁵ 30⁷7 Friede und§reude 10. Seine Strafe, seine Schläge,/ ob es mir gleich bitter scheint// sind, wenn ich es recht erwäge/ /dennoch Zeichen, daß mein dreund/ der mich liebet, mein gedenke/ und mich von der schnöden Welt,/ die uns hart gefangen hält,/ durch das Kreuze zu sich lenke./ Alles Dding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. das weiß ich fürwahr und lashe/ mirs nicht aus dem Sinne gehn:/ Christenkreuz hat seine Mabe/ und muß enolich stille stehnj/ wenn der Winter ausgeschneiet,/ tritt der schöne Sommer ein:/ also wird auch nach der Pein,/ wers erwarten kann, erfreuet./ Alles Ding währt seine Zeit,/ Gottes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende/ sich in Gottes Liebe finot,/ ei, so heb ich meine hände/ zu dir, Vater, als dein Rind,/ bitte: wollst mir Gnade geben,/ dich aus aller meiner Macht/ zu um⸗ fangen Tag und Nacht,/ hier in meinem ganzen Leben,/ bis ich dich nach dieser Zeit/ lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerharot, + 1670. 307 uhBerün 105. —.—— B——— N ——— ES ———*. 1. Je⸗ su/ mei⸗ ne 5reu⸗de, mei⸗nes her⸗zens Ach, wie lang, ach lan ⸗ge/ ist dem Her⸗ zen +* EEEEEE Wei⸗de,/ Je⸗su, mei⸗ne Zierl O A‚ ban ⸗ge/ und verlangt nach dir! Hab ich dich,/ wie SS reich bin ichl/ Ru⸗ßer dir soll mir auf Er⸗den/ nichts sonst ——— lie ⸗ber wer⸗den. 30 Friede und Freuoͤe 308 2. Unter deinem Schirmen/ bin ich vor den Stürmen/ aller deinöe freij /laß von Ungewittern/ rings die Welt erzittern,/ mir steht Jesus bei./ Wenn die Welt/ in Trümmer fällt,/ wenn gleich Stind und hölle schrecken: Jesus will mich decken. 3. Crotz des§eindes Lauern,/ trotz des Todes Schauern,/ trotz der döurcht dazul/ Tobe, Welt, geringe/ halt ich dich und singe/ in gar sichrer Ruhl/ Gottes Macht/ hält mich in acht;/ Erd und Abgrund muß sich scheuen,/ ob sie noch so oͤräuen. 4. Weg mit allen Schätzen,/ du bist mein Ergötzen,/ Jesu, meine Lustl/ Weg, ihr eitlen Ehren,/ ich mag euch nicht hören,/ bleibt mir unbewußtl/ Elend, Not,/ Kreuz/ Schmach und Tod/ soll mich, ob ich viel muß leiden,/ nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen,/ das die Welt erlesen,/ mir gefallst du nicht./ Gute Nacht, ihr Sünden,/ bleibet weit dahinten,/ kommt nicht mehr ans Licht./ Gute Nacht// du Stolz und Pracht;/ dir sei ganz, du Sündenleben,/ gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister,/ denn mein F§reudenmeister,/Jesus, tritt herein./ Denen, die Gott lieben,/ muß auch ihr Betrüben/ lauter Freude sein./ duld ich schon/ hier Spott und Hohn,/ den⸗ noch bleibst du auch im Leide,/ Jesu, meine Freude. Johann granck, 4 1677. 3665 — ⁰-¹ ◻ .— EIII —2—— Luui +1 Es glän⸗zet der Chri⸗sten in⸗wen⸗di⸗ ges was ih⸗nen der Rö⸗ nig des him⸗mels ge⸗ EEEEEE 7 S II was niemand ver⸗spü⸗vet,/ was niemand be⸗ rüh⸗ret// hat 20* 30⁷ 30⁸ Friede und§reude —————.— 5, ih ⸗re er⸗leuch⸗ te⸗ ten Sin⸗ne ge⸗ zie⸗ ret/ und —— ———— öII sie zu der gött⸗li ⸗ chen Wür⸗de ge⸗ füh⸗ret. 2. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme,/ geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort;/ es lodert in ihnen die himm⸗ lische dlamme,/ entzündet von oben, genähret von dort;/ die Engel sind Brüder,/ die ihre Loblieder/ mit ihnen holoselig und inniglich singen;/ das muß dann ganz herrlich und prächtig er⸗ klingen. 3. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel;/ sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt;/ sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel,/ sie haben, die Rrmsten, was ihnen gefällt./ Sie stehen in Leiden/ und bleiben in Freuden;/ sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen/ und führen das Leben des Glaubens von innen. 4. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden,/ wenn er sich einst dar in der Herrlichkeit stellt,/ so werden sie mit ihm als Fürsten der Erden/ auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt./ Sie werden regieren,/ mit ihm triumphieren,/ den Himmel als prächtige Lichter auszieren;/ da wird man die Freude gar offen⸗ bar spüren. 5. Frohlocke, du Eroe, und jauchzet, ihr hügel,/ dieweil ihr solch göttlichen Samen geneußt;/ denn das ist des Ewigen göttliches Siegel,/ zum Zeugnis, daß er euch noch Segen verheißt;/ ihr sollt noch mit ihnen/ aufs prächtigste grünen,/ wenn erst ihr ver⸗ borgenes Leben erscheinet,/ wonach sich eu'r Seufzen mit ihnen vereinet. 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen,/ du heimliche Zieroe der inneren Welt!/ Laß deinen verborgenen Weg uns erwählen,/ wenngleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt./ Hier übel genennet/ und wenig erkennet,/ hier heimlich mit Christo im Vater gelebet,/ dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet. Ehr. Friedrich Richter, 4 1711. driede und dreude 3⁰09 G me. 309 e, 4— ö— SSESEEEEEE + wie wohl ist mir, o Freund der See⸗le,/ wenn ich stei ⸗ge aus der Schwermuts⸗höh⸗le/ und ——8—8————..— ich in dei⸗ner Lie⸗be ruh ei le dei⸗ nen Ar⸗men zu; ba muß die nacht des zei .—5 V ——— SS.SI.. IIIIIEI 2* Trauerns schei⸗ den// wenn mit der Fül⸗le sel⸗ger Freu⸗den/ SSSSSSSSS— die Lie⸗be strahlt aus dei⸗ ner Brust./hier ist mein him⸗mel EEREREEEEEEEEEEEEE — schon auf Er⸗den j/ wer soll⸗ te nicht be⸗se⸗ligt wer⸗den,/ der in dir su⸗chet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag meine Feindin heißen/ es sei also; ich trau ihr nicht,/ wenn sie mir gleich will Lieb erweisen/ bei einem freunoͤ⸗ lichen Gesicht./ In dir vergnügt sich meine Seele,/ du bist mein dreund, den ich erwäͤhle,/ du bleibst mein Freund, wenn Freunoͤ⸗ schaft weicht./ der Weit haß kann mich doch nicht faͤllen,/ weil in den stärksten Unglückswellen/ mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich oer Sünde Last eroͤrücken,/ blitzt auf mich oͤes Ge⸗ sehes Weh,/ oͤroht mir die Strafe schon im Rücken,/ so steig ich glänbig in die höh/ und flieh zu deinen heilgen Wunden,/ da hab ich schon den Ort gefunden,/ wo mich kein gluchstrahl treffen kann./ 3⁰⁹ 31⁰ driede und dreude Tritt alles wider mich zusammen,/ du bist mein Heil, wer will verdammen?/ Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise,/ ich folg und lehne mich auf dich;/ du gibst aus Wolken mir die Speise/ und labest aus den helsen mich./ Ich traue deinen Wunderwegen;/ sie enden sich in Lieb und Segen:/ genug, wenn ich dich bei mir hab!/ Ich weiß/ wen du willst herrlich zieren/ unòd über Sonn und Sterne führen,/ den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen,/ mir nicht, weil Seele, herz und Mut/ in dir, der du verlässest keinen,/ in dir, mein liebstes Leben, ruht.Wen macht des Weges End erzittern,/ wenn aus Gefahr und Ungewittern/ er eingeht in die Sicherheit?/ Mein Licht, so will ich auch mit Freuden/ aus dieser finstern Wiloͤnis scheiden/ zu deiner Ruh der Ewigkeit. 6. Wie ist mir dann, o dreund der Seelen,/ so wohl, wenn ich mich lehn auf dichl/ Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen,/ weil du, mein Gott, vergnügest mich./ Laß solche Ruh in dem Ge⸗ miite/ nach deiner unumschränkten Güte/ des himmels süßen Vor⸗ schmack sein./ Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien!/ Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen./ O reicher Trost: mein Freund ist meinl Wolfg. Christoph deßler, 4 1722. 310 Frie⸗de, ach hrie⸗de, ach gött⸗li⸗ cher örie⸗de,/ vom wel⸗ cher der drommen herz, Sinn und Ge⸗mü⸗te/ in 1 2 1. — —— ö — ahrn Ahne 0 Va⸗ter oͤurch Chri⸗stum im hei ⸗li⸗ gen Geist, Chri⸗sto zum e⸗ wi⸗ gen Le⸗ben auf ⸗ schleußtl 2———.—.—..— SI..... E 7 den sol⸗len die gläu ⸗bi⸗ gen See⸗len er⸗lan⸗gen,/ 51⁰ Frieoͤe und dreuoͤe 311 12— ———.— 2 0 2 die al⸗les ver⸗leug⸗ nen und Chri⸗sto an⸗ han⸗gen. 2. Richte deswegen, frieoͤliebenoe Seele,/ dein herze im Glauben zu Jesu hinan!/ Was da ist oͤroben bei Christo, erwähle,/ verleugne dich selbst und den irdischen Wahn;/ nimm auf dich das sanfte Joch Christi hienieden,/ so findest du Ruhe und göttlichen Frieden. 3. Nahm doch der Mittler des Friedens viel Schmerzen,/ die Sünder mit Gott zu versöhnen, auf sich./ Nimm dies, o Seele, recht fleißig zu Herzen/ und siehe, was tut nicht dein Jesus für dichl/ Am Kreuze dort bringt er dir örieden zuwege/ und hilft dir, daß Jammer und Unruh sich lege. 4. Nun dafür bist du ihm ewig verbunden,/ du sollst dafür gänzlich sein Eigentum sein/ er hat die ewge Erlösung erfunden/ und schließt in den Bund seines Friedens dich ein;/ oͤͤrum siehe, oͤaß oͤu dich ihm gänzlich ergibest/ und immer beständig von Herzen ihn liebest. 5. Siehe, von all seinen Friedensgenossen/ erfordert er herzliche Liebe und Treu;/ oͤrum sollst du treulich und tapfer ausstoßen,/ was Jesus dir zeiget, das wider ihn sei./ Welt, Satan und Sünoe, die mußt oͤu bestreiten,/ was Jesu zuwider ist, fliehen und meiden. 6. Liebe und übe, was Jesus oͤich lehret,/ unò was er dir saget, dasselbige tu;/ hasse und lasse, was sein Wort verwehret,/ so findest du 8rieden und ewige Ruh,/ Ja, selig, die also sich Jesu ergeben/ und gläubig und heilig nach seinem Wort leben. 7. Jesu, du Herzog der Friedensheerscharen, o König des öriedens, ach, zeuch uns nach dir,/ daß wir den Friedensbund treulich bewahren,/ im Wege des§riedens dir folgen allhier// ach, laß uns doch deinen Geist kräftig regieren/ und dir nach im§ᷣrieden zum Vater hinführen! Bartholomäus Crasselius, 4 1724. mel. u„ aner Rang er 31 1 Bremen 1680. —.— ö—— 4.— 20 I——————— D 1. Weicht, ihr Ber⸗ge, fallt, ihr hü⸗gel,/ al le del⸗sen, 4 Got⸗ tes Gna⸗de hat das Sie⸗gel,/ sie will un⸗ver⸗ 3¹¹ 312 Friede und Freude „— I + r.—— bre⸗chet ein!l 5 an⸗dert sein. Laß die Welt zu Trümmern gehn,/ Got⸗tes — +— Gna⸗de wird be⸗stehn. 2. Gott hat Gnade mir versprochen,/ Gott hat einen Bund ge⸗ macht// der wird nimmermehr gebrochen,/ bis er alles hat voll⸗ bracht. /Er, die Wahrheit, trüget nicht;/ es geschieht, was er verspricht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen,/ wenngleich alles bricht und fällt,/ sondern ihren Zweck erreichen,/ bis sie mich zufrieden stellt./ Ist die Welt voll Heuchelei, Gott ist fromm und gut uno treu. 4. Will die Welt den Frieden brechen,/ hat sie lauter Krieg im Sinn,/ Gott hält immer sein Versprechen j/ so fäͤllt aller Iweifel hin,/ als wär er nicht immerdar,/ was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen,/ ist sein Herz doch treu ge⸗ sinnt/ und bezeugt in allen Faͤllen,/ daß ich sein geliebtes Kino// dem er beide Hände reicht,/ wenn auch Srund und Boden weicht. 6. Er will öriede mit mir halten,/ wenn die Welt sich auch em⸗ pört// ihre Liebe mag erkalten,/ achtet doch mein Gott mich wert./ Ob die Sonne sich verhüllt,/ bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er/ der herr, ist mein Erbarmer,/ so hat er sich selbst genenntz/ das ist Trost: so werd ich Armer/ nimmermehr von ihm getrennt./ Sein Erbarmen läßt nicht zu,/ daß er mir was Leides tu. 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen/ ankerfest auf ihm beruhnj/ delsen will ich auf ihn bauen,/ was er saget, will er tun./ Ero und Himmel kann vergehn,/ sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck, 1737. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 23 31 2 Johann Uhlich, 1674. 4 I SSSSSEEE....— + ha⸗ be dei⸗ ne Lust am Herrn, /der dir schen⸗ket so wird dir dein Gna⸗den⸗ stern/ tausend hol⸗de I 31² 11111 drieoe und dreude 313 4—9 SDSSEPEEE Lust und Le⸗ben, Strah⸗len ge⸗ben) denn er beut dir treu⸗lich an,/ —.— ...... ö was dein Herz nur wünschen kann. 2. Laß dͤer Welt die eitle Lust,/ oie in Weinen sich verkehret;/ wer das Herz in seiner Brust/ Gott allein zur Lust gewähret,/ dieser trifft in allem an,/ was das Herz nur wünschen kann. 5. Lust an Gott erflillt mit Licht,/ wenn man ihn durchs Wort erkennet;/ Lust am Herrn stärkt den zur Pflicht,/ der in seiner Liebe brennetl/ Lust am Herrn beut alles an,/ was das Herz nur wünschen kann. 4. Wer nur Lust am herren hat,/ hat auch Lust an seinem Willen/ und bemüht sich früh uno pat//solchen Willen zu erfüllen // und so wird er auch empfahn,/ was das Herz nur wünschen kann. 5. Ist die Lust nicht ohne Last,/ trag geduldig die Beschwerden // wenn du wohl gelitten hast,/ wirst dͤu erst recht fröhlich werden/ und trijfst dort im himmel an,/ was dein Herz nur wünschen kann. Bensamin Schmolck, 4 1737. Mel. Seelenbräutigam. 31 3 Aoam drese, 1640. ———— + J—5 .II II — I. Wer ist wohl wie du,„ Je⸗ su, si-ße Ruh?/ . ———— 11— ——————— Für uns al ⸗le aus⸗er⸗ko⸗ ren,/ Le⸗ben de⸗rer, die ver⸗ E . lo ⸗ren,/ und ihr Licht da⸗ zu,/ Je su, si-Pe Ruhl 313 4 E —— 4287 313 Frieoe und§reuoͤe 2. Leben, das den Tod,/ mich aus aller Not/ zu erlösen, hat geschmecket,/ meine Schuld hat zugedecket/ unò mich aus der Not/ hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit!/ Du bist vor der Zeit/ zum Erlöser uns geschenket/ und in unser Fleisch versenket/ in der düll der Zeit,/ Glanz der herrlichkeit! 4. Großer Siegeshelol/ Tod, Sünd, höll und Welt/ hast du mächtig überwunden/ und ein ewges Heil erfunden/ durch das Lösegeld/ deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät,/ König und Prophetl/ Deinen Zopter will ich küssen,/ wie Maria dir zu Füßen/ sitzen früh und spät,/ höchste Majestät! 6. Laß mich oͤeinen Ruhm,/ als dein Eigentum,// durch des Geistes Licht erkennen,/ stets in deiner Liebe brennen,/ als dein Eigen⸗ tum,/ allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schild,/ deiner Demut Bild/ mir anlege, in mich präge,/ daß kein Zorn noch Stolz sich rege;/ vor dir sonst nichts gilt/ als dein eigen Bild. 8. Steure meinen Sinn,/ der zur Welt will hin,/ daß ich nicht mög von dir wanken,/ sondern bleiben in den Schranken;/ sei du mein Gewinn,/ gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf,/ daß ich meinen Lauf/ unverrückt zu dir fortsethe,/ und die Sünd in ihrem Netze/ mich nicht halte aufz/ föroͤre meinen Lauf! 10. Deines Geistes Trieb/ in die Seele gib,/ daß ich wachen mög und beten,/ freudig vor dein Antlitz treten;/ ungefärbte Lieb/ in die Seele gib! 11. Wenn dͤer Wellen Macht/ in der trüben Nacht/ will des herzens Schifflein decken, /wollst oͤu deine and ausstrecken;/ habe auf mich acht,/ Hüter in der Nacht. 12. Einen Heldenmut,/ der oͤa Gut und Blut/ gern um deinet⸗ willen lashe/ und des dleisches Lüste hasse,/ gib mir, höchstes Gut,/ durch dein teures Blut! 15. Solls zum Sterben gehn,/ wollst oͤu bei mir stehn,/ mich durchs Todestal begleiten/ und zur Herrlichkeit bereiten,/ daß ich einst mag sehn/ mich zur Rechten stehn. Joh. Anastasius Freylinghausen, 4 1759. 31⁴ ——— ude Frieoe und§reude 31⁴4 at A. li mi mel. O du hüter Israel. 31 4 519 Hale 1118. löser— 5 2 m—.— eit// 155 E 1. Chri⸗sten sin ein gött ⸗lich volk,, aus dem EEEEEEEEE will Geist des Herrn ge⸗zeu⸗ get,/ ihm ge⸗ beu⸗get/ 5—— —— eistes und von sei⸗ner§lam⸗men⸗macht an⸗ge⸗facht j/ igen⸗— I— 1— N—— — +———— leos EEEEEEE sonst vor oes Bräutgams Au⸗gen schwe⸗ben,„ das ist ih⸗ rer EEEEEEEEEEEEE sei 0 ö 2— See⸗len Le⸗ben,„ und sein Blut ist ih ⸗re Pracht. Et zu 2. Rönigskronen sind zu bleich/ für der Gottverlobten Würde/ aufʒ/ eine hürde/ wird zum himmlischen Palast;/ und die Last,/oͤrunter sich die Heloen plagen,/ wird oͤen Kindern leicht zu tragen,/ die achen des Kreuzes Kraft gefaßt. Lieb/ 3. Ehe Jesus unser wird,/ ehe wir uns selbst vergessen/ und gesessen/ zu den düßen unsers herrn,/ sind wir fern/ von der ewgen des Bundesgnade,/ von dem schmalen Lebenspfade,/ von dem hellen enʒ/ Morgenstern. 4. Pilgrimschaft zur Ewigkeit/ bleibet immerdar beschwerlich,/ ꝛinet⸗ ja gefährlich,/ bis man ringt und oͤringt zu dir,/ einge Tür,/ einge Zut,/ Arsach der Vergebung,/ Glut der göttlichen Belebung,/ Jesu, unser Liebspanier! mich 5. Zeuch uns hin, erhöhter Freund,/ zeuch uns an dein Herz aß ich der Liebel/ Deine Triebe/ führen mich, du Siegeshelo,/ durch die Welt,/ daß ich deine Seele bleibe/ und solange an dich gläube,/ 17³⁹. bis ich lieb im innern Zelt. 3¹⁵ 315 Friede und Freuoe 6. Da ist meine hand und Herzl/ Du hast deine Seel gewaget,/ unverzaget,/ und das alles bloß allein,/ daß ich dein/ und du meine heißen könntest./ Wenn du nicht von Liebe brenntest,/ hätte das nicht können sein. 7. Nun, ihr Kronen, fahret hin,/ fahre hin, erlaubte Freudel/ Meine Weide/ sei des Herren letztes Mahl/ vor der Qual,/ meine Ehre seine Schande,/ meine hreiheit seine Bande,/ meine Zier die Ros im Tal. Nikolaus Luowig Graf von Zinzendorf, + 1760. Johann Crüger, mel. Jesu, meine dreude. 315 Wechn 15560. 5— E All⸗ge⸗ nug⸗sam We ⸗sen, das ich hab er⸗ Udu ver⸗gnügst al⸗lei ⸗=ne/ völ⸗lig, in⸗nig, e, EEEEEE— le⸗sen/ mir zum höch⸗sten Gut,—7— rei⸗ne/ See⸗le, Geist und W Werdichat, Rstillund satt; — 4 +. wer dir kann im Geist an⸗han⸗gen,/ /darf nichts mehr verlangen. 2. Wem du dich gegeben,/ kann in hrieden leben/ er hat, was er will;/ wer im Herzensgrunde/ lebt mit dir im Bunde, /liebet und ist still./ Bist du da/ und innig nah,/ muß das Schönste balo erbleichen/ und das Beste weichen. 5. Höchstes Gut der Güter,/ Ruhe der Gemüter,/ Crost in aller Pein// was Geschöpfe haben,/ kann den Geist nicht laben/ üu vergnügst allein./ Was ich mehr/ als dich begehr,/ kann mein Seligsein nur hindern/ und den Frieden minoͤern. 4. Was genannt kann werden/ oͤroben und auf Erden,/ alles reicht nicht zu;/ einer kann nur geben/ Freude, Ruh und Leben,/ Eins ist not: nur dul/ Hab ich dich/ nur wesentlich,/ so mag Leib und Seel verschmachten/ will ichs doch nicht achten. 316 reude Friede und Freude 316 aget// 5. Romm, du selges Wesen,/ das ich mir erlesen,/ wer mir meine offenbar!/ Meinen hunger stille/ und mein Herz erfülle/ mit dir tte das seiber gar!/ Bleib nur dͤu/ mein Gut und Ruh,/ bis du wirst in jenem Leben/ /dich mir völlig geben. Gerharo Tersteegen, 4 1760. ꝛudel/ irn 316 Just. heinrich Knecht, 1797. 4 [EE- + 1 + 170. H—————. V m 1089..( man Slaud in nere ner earbene nugsnd — ch, gib mir, herr, Be ⸗stän⸗dig⸗keit,/ daß ——. e e— 42.——— nig/ führt mich oei⸗ nem him⸗mel zu,„ o du, an den ich die=sen Trost der Sterb⸗lich⸗keit/ nichts meiner See⸗ le —1——— ů —— DRDSSSEEEE——— satt// glau=be! rau ⸗bel — II— 5.——— II—. 4 Gllick es ist, ein Christ zu sein. Hebet. 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht/ zur selgen Ewigkeit ein bald Recht/ durch deinen Tod erworben/ zum Staube kehrt zurück der Staub,/ der Geist wiro nicht des Todes Raub/ du bist für mich gestorben./ Mir, der ich dein Erlöster bin,/ ist dieses Leibes Tod maller Gewinn. 265 bu 3. Ich bin erlöst und bin ein Christl/ Mein Herz ist ruhig und mein vergibt/ die Schmerzen dieses Lebens./ Ich dulde, was ich dulden soll,/ und bin des hohen Trostes voll:/ ich leioe nicht vergebens./ alles Gott selber mißt mein Teil mir zu,/ hier kurzen Schmerz, dort ben, ege Ruh. Leib 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit,/ mir, der ich jener Herrlich⸗ keit/ mit Ruh entgegenschaue?/ Bald ruft mich Gott, und ewiglich/ 3¹⁷ Tief präg es mei⸗nem her⸗zen ein,/ welch 317 Friede und greuoͤe belohnet und erquickt er mich,/ weil ich ihm hier vertraue./ Balo, bald verschwindet aller Schmerz,/ und Himmelsfreuden schmeckt mein herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch/ nicht mehr oͤer Sünde schmählich Joch/ in meinem Lauf auf Eroͤen;/ mit dreuden üb ich meine Pflicht;/ doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht,/ was ich dereinst soll werden. /Mein Trost ist dies: Gott hat Gedulo/ und straft mich nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst,/ du hast mich, Mittler, aus der Angst,/ in der ich lag, gerissen!/ Dir, oͤir veroͤank ich meine Ruh;/ denn meine Wunden heiltest du/ und stilltest mein Gewissen;/ und fall ich noch in meinem Lauf,/ so richtest du mich wieder auf. 7. Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm,/ daß mich oͤein Evan⸗ gelium/ lehrt glauben, hoffen, lieben./ Was mir schon jeht in dieser Zeit/ den Vorschmack gibt der Seligkeit,/ wie soll ich das nicht üben?/ Gott, präg es meinem Herzen ein,/ welch Glück es sei, ein Christ zu sein! Balthasar Münter, 4 1793. nun bitten wi Mel. Nr. 108. 31 7 den helligen Gel. 1. Ach, mein Herr Jesu, dein Nahesein/ bringt großen Frieden ins herz hinein,/ und dein Gnadenanblick macht uns so selig,/ daß Leib und Seele darüber fröhlich/ und dankbar wird. 2. Wir sehn dein freunoͤliches Angesicht/ voll huld und Gnade wohl leiblich nicht;/ aber unsre Seele kanns schon gewahren,/ du kannst ihr fühlbar dich offenbaren,/ auch ungesehn. 3. O wer nur immer bei Tag uno Nacht/ oͤein zu genießen recht wär bedacht!/ Der hätt ohne End von Glück zu sagen,/ und seine Seele müßt immer fragen:/ wer ist wie ou? 4. Barmherzig, gnädig, geoͤuldig sein,/ uns täglich reichlich die Schuld verzeihn,/ heilen, trösten, stillen, erfreun und segnen/ uno unsrer Seel als Freund begegnen,/ ist deine Lust. 5. Ach, gib an deinem kostbaren heil/ uns alle Tage vollkom⸗ menen Teil,/ und laß unsre Seelen sich immer schicken,/ aus Not und Liebe nach oir zu blicken/ ohn Unterlaß. 31⁸ — See eude drieoͤe und Freude 318 Bald, 6. And wenn wir weinen, so tröst uns balo/ mit deiner heiligen hmeckt TLoosgestalt;/ ja, laß sie uns immer vor Augen schweben/ und dein wahrhaftiges Inunsleben/ zu spüren sein. Sünde 7. Ein herzlich Wesen und Rinolichkeit/ sei unsre Zierde zu aller üb ich Zeit,/ und die Tröstung aus deinen Todeswunden/ erhalt uns as ich örieden zu allen Stunden,/ bei Freud und Leid. und 8. So werden wir in himmel hinein/ in dir vergnügt wie die Kinder sein./ Muß gleich unser Rug sich noch manchmal netzen,/ iittler, wenn sich das Herz nur an dir ergötzen/ und stillen kann. nk ich 9. Du reichst uns deine durchgrabne Hano,/ die soviel Treue an mein uns gewanot,/ daß wir, daran denkend, beschämt dastehen,/ und u mich unser Ruge muß übergehen/ vor Lob und Dank. Christian Gregor, 1 1801. Evan⸗ dieser 31 8 Karl Breidenstein, 1825. i 4 ö ö 12— ö 5 1.½ 1. Wenn ich ihn nur ha ⸗be,/ wenn er mein nur Gesst. ö 5. 275½ I— 1 E rieden elig// ist,/ wenn mein Herz bis hin zum Gra ⸗ be/ sei ⸗ne —.—— r d ona ren, Treu e nie ver⸗gißt;/ weiß ich nichts von Lei⸗de,/ seine———— füh ⸗le nichts als An⸗dacht, Lieb und Freu ⸗de. ich die 2. Wenn ich ihn nur habe,/ laß ich alles gern,/ folg an meinem /und Wanderstabe/ treu gesinnt nur meinem Herrn//lasse still die anoern/ breite, lichte, volle Straßen wandern. Ükom⸗ 5. Wenn ich ihn nur habe,/ schlaf ich fröhlich ein j/ ewig wird is Not zu süßer Labe/ seines Herzens Flut mir sein,/ die mit sanstem zwingen/ alles wird erreichen und durchoͤringen. 3¹⁰ 319 Fdriede und Freuoe 4. Wenn ich ihn nur habe,/ hab ich auch die Welt,/ weil des Himmels schönste Gabe/ meinen Blick nach oben hält /hingesenkt im Schauen,/ kann mir vor dem droͤischen nicht grauen. 5. Wo ich ihn nur habe,/ ist mein Vaterland,/ und es fällt mir jede Gabe/ wie ein Erbteil in die hand./ Längst vermißte Brüder/ find ich nun in seinen Jüngern wieder. driedrich v. Hardenberg(Novalis), 4 1801. Mel. Nr. 315. 31 9 Jesu, meine hreude. 1. Wie getrost und heiter,/ herr, mein Licht und Leiter,/ machst du meinen Geist!/ der du, die öir trauen,/ führst zu grünen Ruen/ und so gern erfreust!/ Niemals wird/ bei dir, o Hirt/ und Be⸗ ruhiger der Seelen,/ mir Erquickung fehlen. 2. Deinem Rat ergeben,/ freu ich mich zu leben j/ was du willst, ist gut./ Nichts vermag ich Schwacher;/ du, mein Seligmacher,/ rüstest mich mit Mut./ Wenn die Welt/ erbebt und fällt,/ wenn Gericht und Hölle schrecken, willst du mich bedecken. 3. IOch kann ohne Grauen/ Gräber vor mir schauen;/ mein Er⸗ löser lebt;/ ich weiß, wem ich glaube,/ weiß, daß aus dem Staube/ mich sein Arm erhebt./ Todestag,/ dein Schrecken mag/ eines örevlers Herz erschüttern;/ was brauch ich zu zittern? 4. Auch in mir ist Sünde;/ doch ich überwinde/ sie, mein Hort, durch dich./ Sink ich oft noch nieder,/ du erhebst mich wieder// du begnadigst mich./ deine Huld/ tilgt meine Schuld;/ nie ent⸗ ziehst du deinem Knechte/ der Erlösten Rechte. 5. Daß ich Gott erkenne/ und ihn Vater nenne/ und mich ewig sein,/ daß ich hier am Grabe/ Trost und Hoffnung habe,/ dank ich dir allein./ Daß oͤein Geist/ mich unterweist/ und mich führt auf deinem Pfade,/ das ist deine Gnade. 6. Der du Blut und Leben/ für mich hingegeben,/ daß in meiner Not/ ich nicht hilflos bliebe,/ groß ist deine Liebe,/ stärker als der Too!/ Herr, und ich,/ ich sollte mich/ deiner huld nicht dankbar freuen,/ dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben, /dͤies sei mein Bestreben,/ meine Lust und Pflichtl/ Was die Welt vergnüget// o mein heil, das g'nüget/ 3²⁰ ude Ides senkt mir der/ 1801. eude. achst uen/ Be⸗ illst, er// venn Er⸗ ube/ ꝛines hort, er,/ ent⸗ ewig k ich tauf ꝛiner der kbar Lust get/ drieoe und§reude 32⁰ meiner Seele nicht./ Hab ich dich// wie gern will ich/ das, wonach die heiden trachten,/ reich in dir, verachten! 8. Macht ein Gut der Erde,/ daß ich glücklich werde durch Zu⸗ friedenheit?/ Sind nicht auch die Ehren,/ die die Welt betören,/ Traum uno Eitelkeit?/ Du erfreust/ des Menschen Geist Herr, du willst, die oͤich verehren,/ ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen§rieden/ schmeck ich schon hienieden,/ und was hoff ich bort?/ Anbegrenzte Zeiten/ voller Seligkeiten/ hoff ich auf dein Wort./ Sie sind mein/ durch dich allein./ Bleib ich dir getreu im Glauben,/ wer kann sie mir rauben? 10. Voll von deiner Güte/ frohlockt mein Gemüte,/ Gott, mein Heiland, dir./ Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden,/ weiche nie von mirl/ Laß mich so,/ beherzt und froh,/ einst durchs Tal des Todes oringen,/ dort dein Lob zu singen. Christoph Friedrich Neander, 4+ 1802. mel. Nr. 282. 320 olebs Sreie⸗ I. Vom Geräusch der Welt geschieden/ schmeck ich des Erlösers örieden/ und die dreude, schon auf Erden,„Gott, mit dir vereint zu werden;/ sehe diese Welt der Sünden/ unter meinen Füßen schwinden/ und das Glück von jenem Leben/ den entzückten Geist umgeben. 2. Was ist aller Reiz von Lüsten/ über sie erhabnen Christen?/ Was der Glanz der eiteln Freudenꝰ/ Was des Lebens kurze Leiden,/ wenn sie deinen Lohn erblicken,/ der sie ewig wird beglücken,/ und des Kranzes Wert empfinden,/ den dort Engel für sie winden? 3. Nun mag Trübsal auf mich stürmen!/ Gottes Trost wird mich beschirmen./ Rurz sind dieses Lebens Pfade;/ewig währt der Lohn der Gnade./ Mit des Dankes stillen Zähren/ will ich Gottes Rat verehren,/ unter keiner Plage sinken/ und den RKelch der Leiden trinken. 4. Du hast selbst der Menschen Plagen,/ Heilano, voll Geould ertragen,/ mit dem schwersten Tod gestritten,/ tausendfaches Leid erlitten/ Laß mich oͤeine Kraft beleben,/ wenn die matten Haͤnde bebenl/ Hilf mir wachen, kämpfen, siegen!/ Friede lohnet nach den Kriegen. Joh. Joachim Eschenburg, + 1890. 2¹ 3¹ 3215²² Friede und dreude laß ich uicht. 2—3— 321 Zohann Uhlich, 1674. 2 EDDEDSDSDSI. S........... 0 S.......I.....I I IIIII Hnb, wen Frie⸗den geb ich euch!“/ Al⸗ so hat der uf, mein Herz/ die Sor⸗gen fleuch!/ Er wird aus der ————— Ruch dich 165 231 Sei ge⸗ trost und un⸗ver⸗zagt,/ ./ naenn ..— EI glau⸗be, was er zu⸗ ge⸗sagt. 2. Herr, du hältst, was du versprichst,/ gibst noch immer deinen Frieden,/ wenn du in die herzen brichst/ mit dem Wahrheitsglanz hienieden./ Kehre eilig bei mir ein,/ laß in dir mich selig sein! 3. Güter, die die Erde gibt,/ sind nur mangelhafte Gabenz/ ewig, Herr, wiro, wer dich liebt,/ in oͤir volle Gnüge haben./ Schütte auf mein ganzes Haus/ deine Snadenfülle aus! 4. Ohne dich vermag ich nichts;/ eignes Ringen ist vergebensz/ du allein, o Guell des Lichts,/ bist der Grund des neuen Lebens./ Rühre mich mit deiner RKraft,/ die den neuen Menschen schafft! 5. Führe oͤu mein Glaubensschiff/ durch die sturmbewegten Wellen// daß es nicht am delsenriff/ harter weifel mög zerschellenl/ Wenn ichs nicht mehr lenken kann,/ so sei du der Steuermann. 6. Rette mich in jenen Port,/ wo die Erdenstürme schweigen/ und vor dir, o Gnadenhort,/ alle Seligen sich neigen!/ Dann in deines Vaters Haus/ werf ich meinen Anker aus. Christ. August Bähr, 4 1846. Mel. Valet will 3.7 geben. 322 Melch or Teschner, 1615. 1* n rr Wun E — O Je⸗su, mei⸗ne Son⸗ne,/ vor der die Nacht ent⸗fleucht, o ze⸗su, mei⸗ne Won⸗ne,/ die al⸗ le Not ver⸗scheucht! —— ........... T Friede und Freude 3²² SSPSSSPCPCICICIPIPIPIIIIIII Im her⸗zen klingt mir täg⸗lich/ der ei ⸗ne hel⸗le l ... ..— ... Ton:/ wie hast du so un⸗säg⸗ lich/ geliebt, o Got⸗tes Sohn! 2. Es faßt mich so ein tiefes,/ ein himmlisches Geflihl;/ es ist mir stets, als rief es:/ Hier ist dein einzig Ziell/ Ja, wenn mir gar nichts bliebe,/ ich gäb mit frohem Sinn/ um Jesu Christi Liebe/ auch noch das Letzte hin. 3. Um diese Perle wäre/ mir alles anoͤre feil,/ selbst Hab und Gut und Ehre/ mein ganzes Erdenteil./ Wie gerne will ich meiden/ das alles froh und still,/ wenns von dem herrn mich scheiden/ uno ihn mir rauben will! 4. Ich kenn auch gar kein Leben,/ von dir, mein Herr, getrennt 7 du bist mein einzig Leben/ und Lebenselement./ Ich kenne gar kein Sterben,/ seitoem ich leb in dir:/ denn was mich konnt ver⸗ derben,/ die Sünde, nahmst du mir. 5. Ich weiß nichts mehr von Leioͤen, /denn alles Kreuz und eeid/kann mich von dir nicht scheiden, /ou Born der Seligkeitj ja, wenn ich oͤich nur habe,/ dann gilt mir alles gleich,/ ich bin am Bettelstabe/ noch wie ein König reich. 0. Ich bin schon hier auf Eroen/ so selig und so leicht,/ und was wird dort erst werden,/ wo alle Schwachheit weichtl/ Das macht ein selig Sterben,/ daß ich als Gnadenlohn/ ein Königreich soll erben/ und eine ewge Kron. 7. O lieber Herr, so präg es/ recht meinen Sinnen ein j/ o lieber herr, so leg es/ mir tief ins herz hinein,/ daß ohne deine Liebe/ ich ganz verloren wär/ und ohne Hoffnung triebe/ auf wüstem Meer umher; 8. Doch daß oͤu mich allmählich/ zum Hafen hast gebracht/ und mich so überselig/ aus Gnaden hast gemacht,/ daß ich vor nichts erschrecke,/ was andern schrecklich ist,/ weil ich es seh und schmecke,/ wie ou mein Heiland bist. Philipp Spitta, 4 1859. 2i* 323 32³3 · 32⁴ Frieoͤe und Freude mel. lich tut mih Eerienpen⸗ 323 hans Leo Haßler, 1601. 70— . E N. Sꝗ S.SPSIPIPIP.IPI. II......... — 1 Ein Wohlstand oh ⸗ne⸗ glei⸗ chen/ ist ei⸗nes Chri⸗sten wie er bei kei⸗nem Rei⸗ chen/ von die⸗ser Welt be⸗ d. den kann auch nie⸗mand rau⸗ben,/ wie 0 —.— wmn. nian:r. drr feind⸗lich er ge⸗sinnt;/ ein Christ ist durch den Glau⸗ben/ des I E reich⸗sten Va⸗ters Kind. 2. Er kann mit Freuden kommen/ vor Gottes Angesicht;/ da wird er angenommen,/ und niemand widerspricht./ Was alles ihn betroffen,/ seis Freude oder Leid:/ ihm steht der zugang offen zum Vater allezeit. 3. Er kann in großen Scharen/ als diener um sich sehn,/ die einst ihm Herren waren/ und nun zu diensten stehn./ Er ist um⸗ ringt von ihnen/ den ganzen Lebenstag;/ denn ihm muß alles dienen,/ was ihm begegnen mag. 4. Und geht einmal auf Erden/ die Kindeszeit zu End,/ er weiß, was ihm muß werden/ nach Christi Testament:/ ein Erbteil in dem reichen,/ geliebten Vaterland./Solch Wohlstand ohnegleichen/ it eines Christen Stand. philipp Spitta, 4 1859. Mel. Nr. 340. 324 wenn Coes Ouads 1. Herz, mein Herz, nicht in der Weite,/ in der Nähe wohnt das Glückl/ Glaube, liebe, hoffe, leide/ und kehr in dich selbst zurückl 3³⁴ Hhs nnn 8 S. 2 au 8. IU s Ul Vertrauen 32⁵ 2. Wüchsen über Nacht dir Flügel,„schneller als der Sonne Strahl,/ trügst doch ber Berg und hügel/ rastlos deiner Sehn⸗ sucht Qual. 3. Denn die Welt kann dir nicht bieten/ das, wonach du heiß verlangst;/ denn die Welt hat keinen Frieden,/ hat nur Streit unod Not und Angst. 4. Ewig wechselnd ist ihr Streben,/ ewig wechselnd ist ihr Zielj/ was ihr heute Rast gegeben,/ morgen ists der Winde Spiel. 5. Drum, mein Herz, nicht in der Weite,/ in der Nähe such das Olück l/ Glaube, liebe, hoffe, leide/ und kehr in dich selbst zurückl Zulius Sturm, 4 1896. Vertrauen 325 Paris 1530. —.———— 6.—.—.— drHire 1. Was mein Gott will, ge⸗scheh' all⸗ zeit, /sein Will ist zu hel⸗fen dem er ist be⸗ reit,/ der an ihn —— + 2 E 8 Er hilft aus Not,/ der from⸗me * CIIX A 438 E CII stets der be stej glau⸗bet fe 4 U.—6—.— EE——.—.—5 ꝗS.SSS““——....——— Gott,/ er zlich⸗ ti⸗get mit Ma⸗hen./ Wer Gott ver⸗traut/ /fest —.———.— EN SISISSISISISISI —— SD‚EE auf ihn baut,/ den will er nicht ver⸗lafs sen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht,/ mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschieht,/ will ich nicht widerstreben./ Sein Wort ist wahr;/ denn all mein Haar/ er selber hat gezählet./ Er schützt und wacht,/ nimmt uns in acht,/ auf daß uns gar nichts fehlet. 3²⁵ 32⁰ Vertrauen 5. Nun muß ich Sünder von der Welt/ hinfahrn nach Gottes Willen/ zu meinem Gott, wenns ihm gefällt,/ ich will ihm halten stille./ Mein arme Seel/ ich Gott befehl/ in meiner letzten Stundenz/ du frommer Gott,/ Sünd, höll und Tod/ hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich,/ du wirst mirs nicht ver⸗ sagen:/ Wenn mich der böse Geist anficht,/ laß mich, Herr, nicht verzagen;/ hilf und auch wehr,/ ach Gott, mein Herr,/ zu ehren deinen Namen./ Wer das begehrt,/ dem wiroͤs gewährt;/ örauf sprech ich fröhlich Amen. 1554. 326 um 1560. 4 —***.———* ir.. ——7— 1. Wa⸗rum betrübst du dich, mein Herz,/ bekümmerst I———— =.. E—.— 1—.—— Z e Ker,.—. — dich und trä ⸗ gest Schmerz/ nur um das zeit⸗ lich PDID Kutt Deretran du dei⸗nem herrn und Gott,/ der al ⸗le II II + Ding er⸗schaf⸗fen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht,/ er weiß gar wohl, was dir gebricht;/ Himmel und Erd ist sein;/ er ist mein Vater und mein Gott,/ der mir beisteht in aller Not. 3. Weil du mein Gott und Vater bist, /oͤein Kind oͤu nimmer⸗ mehr vergißt,/ oͤu väterliches Herz./ Ich bin nur Erd und weiß ohn dich/ auf Erden keinen Trost für mich. 4. Der Reiche trohht auf zeitlich Gut,/ ich trau auf dich mit festem Mut,/ ob ich gleich werd veracht't;/ ich weiß und glaube festiglich// wer dir vertraut, dem mangelts nicht. 3²⁰ auen Vertrauen 327 Bottes 5. Du bist, o Gott, so reich noch heut,/ als du es warst von halten Ewigkeit,/ zu dir steht mein Vertraun;/ mach reich an meiner denz/ Seele mich,/ so g'nügt mir hier und ewiglich. möen. 6. Der eitlen Ehr ich gern entbehr;/ das Ewige mir nur gewähr,/ 1vetz das oͤu erworben hast/ oͤurch oeinen herben, bittern Tod;/ das nicht bitt ich dich, mein Herr und Gott. ehren 7. Denn alles, was auf dieser Welt,/ es sei Golö, Silber oder brauf Gelö,/ Reichtum und zeitlich Gut,/ das währt nur eine kleine zZeit/ und hilft ooch nichts zur Seligkeit. —39 8. Ich danke dir, herr Jesu Christ,/ daß solches kund mir worden iist/ oͤurch dein göttliches Wort;/ verleih mir——᷑ͥ Beständigkeit/ 15%00o. zu meiner Seelen Seligkeit. —.5. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gebracht,/ daß on hast alles wohl⸗ en, gemacht;/ ich bitt demütig dich,/ du wollst von deinem Angesicht/ meist mich ewiglich verstoßen nicht. 1565(Hans Sachs? 4 1570). — ö m — Ungiüc nicht widerstahn. 327 Wittenberg 1535. ——— ch II..— — 1. Ich weiß, daß mein Er ⸗lö⸗ ser lebt;/ was Ohn' mei⸗nen Gott krümmt sie für⸗wahr/ mir le H — —.— 2 —— wi⸗ der⸗ strebt/ die Welt denn mei- nem Glau⸗ben? nicht ein Haar,„ er woll es denn er ⸗lau ⸗ ben. RSEE Führt mich sein Rat/ auf rau⸗hem Pfad/ durch die⸗ se imer⸗.— 4.——— ö— weiß SSSS.SSI.I‚..I.........—.—. Welt:/ wies ihm ge⸗fällt!/ Nur daß ichs mög er⸗ tra⸗gen. lich/ 2. Ich weiß, daß mein Herr Jesus Christ/ viel größer ist/ als alle Macht der Erden./ O liebe Seel, was zagest du?/ Gib dich 3²⁷ 328 Vertrauen zur Ruhl/ Es kann bald besser werden./ Nus aller Not/ hilft dir dein Gott,/ das ist gewiß;/ trau fest auf diesl/ Im Glauben muß mans fassen. 3. Von Herzen, Herr, vertrau ich dir;/ bleib stets bei mir,/ du König aller Ehrenl/ Mein Hoffen steht zu dir allein;/ laß ferne sein,/ was mich von dir möcht kehren,/ daß ich oͤein Wort,/ du treuer Hort,/ bekenne frei/ ohn' alle Scheu/ auch in den größten Nöten. 4. Ich weiß, daß oͤu mein Heiland bist,/ o Jesu Christ,/ oͤrum laß ich mir nicht grauen./ Mein helfer ist des höchsten Sohn/ auf Gottes Thron,/ auf den will ich fest bauen./ Lebt er doch noch/ im Himmel hochl/ Er wird mich wohl,/ wenns werden soll,/ nach meinem Leid ergötzen. Kaspar Bienemann, 4 1591. 328 Erfurt 1572. —— e Von Gott will ich nicht las⸗sen,/ denn er läßt führt mich auf rech⸗ter Stra⸗ßen,/ sonst ging ich ——— +* — 25—.— —— 2—.—. nicht von mir, in der Irr; — , er reicht mir sei ne Hand,/ den A⸗ bend wie den Mor⸗ gen/ will er mich wohl ver⸗sor⸗gen,/ wo + E ——. ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue/ und Wohltat all verkehrt,/ wird bald an mir aufs neue/ die huld des Herrn bewährt;/ er hilft aus aller Not,/ befreit von Sünd und Schanden,/ von Retten und von Banden,/ und wenns auch wär der Tod. 3²⁸ 1484 4 /er tten Vertrauen 3209 3. Auf ihn will ich vertrauen/ in meiner schweren Zeit;/ so kann mir gar nicht grauen,/ er wendet alles Leid./ Ihm sei es heimge⸗ stellt// mein Leib, mein Seel, mein Leben/ sei Gott, dem Herrn, ergeben,/ er machs, wies ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen,/ denn was mir nühlich ist;/ er meints gut mit uns allen,/ schenkt uns den Herren Christ,/ den eingebornen Sohn;/ durch ihn er uns bescheret,/ was Leib und Seele nähret: /llobt ihn im Himmelsthron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde,/ die er uns beide schenkt;/ das ist ein selge Stunoͤe,/ darin man sein gedenkt;/ sonst ist all unsre Zeit/ verloren hier auf Eröen;/ wir sollen selig weröen/ und sein in Ewigkeit. 6. Darum, ob ich schon dulde/ hier Widerwärtigkeit,/ wie ichs auch wohl verschuloe,/ kommt doch die Ewigkeit,/ dᷣie, aller dreuden voll// dieweil ich Christum kenne/ und mich von ihm nicht trenne,/ mein Erbteil weroͤen soll. 7. Das ist des Vaters Wille,/ der uns geschaffen hat;/ sein Sohn gibt uns die Fülle/ der Wahrheit und der Gnad/ auch Gott, der heilge Geist,/ im Glauben uns regieret,/ zum Reich der himmel flihret// orum sei er hoch gepreist! Luowig helmbolod, 4 1598. 329 Nürnberg 1574. . en L.. ——————.—. 1. Auf mei⸗nen lie⸗ben Gott/ trau ich in Angst und * I ö—— — 2mm .———3 * Not;/ er kann mich all⸗zeit ret⸗ ten/ aus Trüb⸗sal, Angst und * EIX N P.I..I.I.......... —„E 5——.... I — I.2 nö ⸗tenj/ mein Un⸗glück kann er wen⸗den j/ steht all's in I 1 sei ⸗nen hän⸗den. 350 Vertrauen 2. Ob mich die Sünd anficht,/ will ich verzagen nicht j/ auf Christum will ich bauen/ und ihm allein vertrauen;/ ihm will ich mich ergeben/ im Tod und auch im Leben. 5. Ob mich der Tod nimmt hin,/ ist Sterben mein Gewinn,/ und Christus ist mein Leben/ dem will ich mich ergeben./ Ich sterb heut oder morgen,/ mein Seel wiro er versorgen. 4. O mein hHerr Jesu Christ,/ der du geoͤuloͤig bist/ für mich am Rreuz gestorben,/ hast mir das Heil erworben,/ uns allen auch beschieden/ den ewgen himmelsfrieden: 5. Erhöre gnädig mich,/ mein Trost, das bitt ich dich;/ hilf mir am letzten Ende,/ nimm mich in deine hände,/ daß selig ich ab⸗ scheide/ zur ewgen Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund/ sprech ich aus herzensgrund./ Du wollest selbst uns leiten,/ Herr Christ, zu allen Zeiten,/ auf daß wir oͤeinen Namen/ ohn' Ende preisen. Amen. nürnberg 1607. Mel. O Welt, i müß dich Ihen. 330 heinrich Isaak, 4+ 1517.-(1530). 0 SS............. + 1. In al⸗len mei⸗ nen Ta⸗ten/ laß ich den Höch⸗sten * +E+ ö— 233—.—,——. +—. ra⸗ ten,/ der al⸗les kann und hat;/ er muß zu al⸗ len ö——— X .—.., Din⸗gen,/ solls an⸗ders wohl⸗ ge⸗lin⸗gen,/ selbst ge⸗ben —.— 36 ö 1 2——. + 1—.— Se⸗ gen, Rat und Tat. 2. Nichts ist es spät und frühe/ um alle meine Mühe,/ mein Sorgen ist umsonst;/ er mags mit meinen Sachen/ nach seinem Willen machen,/ ich stells in seine Vatergunst. 3⁵⁰ Vertrauen 331 3. Es kann mir nichts geschehen,/ als was er ausersehen,/ und was mir selig ist./ Ich nehm es, wie ers gibet/ was ihm von mir beliebet,/ das hab ich willig auch erkiest. 4. Ich traue seiner Gnaden,/ die mich vor allem Schaden,/ vor allem Abel schützt./ Leb ich nach seinen Sähen,/ so wird mich nichts verletzen,/ nichts fehlen, was mir ewig nütt. 5. Er wolle meiner Sünden/ in Gnaden mich entbinden,/ ͤurch⸗ streichen meine Schulo./ Er wird auf mein Verbrechen/ nicht stracks das Arteil sprechen/ und mit mir haben noch Geduld. 6. Leg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder,/ lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden,/ und was mir stößt zuhanden,/ so tröstet mich sein göttlich Wort. 7. Hat er es denn beschlossen,/ so will ich unveroͤrossen/ an mein Verhängnis gehn;/ kein Unfall unter allen/ wird je zu hart mir fallen,/ ich will mit Gott ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeut ʒ/ es sei heut oder morgen,/ daflir laß ich ihn sorgenj/ er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, seine,/ und traue dem alleine,/ der dich geschaffen hat!/ Es gehe, wie es gehe,/ dein Vater in der Höhe,/ der weiß zu allen Sachen Rat. Paul dleming, 1640. 331 Jakob hintze, 1670. 2— 3—.—— ů SSSII—ũ——— Gib dͤich zu⸗frie⸗oen und sei stil⸗le/ in dem in ihm ruht al⸗ler Freu⸗den Fll⸗le,/ ohn' ihn 1 233——.— 2⸗.ᷣ. — D.— IIII 2 Got⸗te dei⸗ nes Wabenss) mühst du oͤich ver⸗ge⸗bens; 14 er ist dein Guell/ und dei⸗ ne 2— L 1 DP.PPPIIIIE—.— Son⸗ ne,/ scheint täg⸗ ich hell/ zu dei⸗ ner Won⸗ne./ 33 331 Vertrauen =SDD ——— 2 Gib oͤich zu⸗frie⸗den. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden,/ ungefärbten treuen Herzens;/ wo er steht, tut dir keinen Schaden/ auch die Pein des größten Schmerzens;/ Kreuz, Angst und Not/ kann er bald wen⸗ den,/ ja, auch den Tod/ hat er in händen./ Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe,/ ist ihm wahrlich nicht ver⸗ borgenz/ er sieht und kennet aus der höhe/ der betrübten Herzen Sorgenz/ er zählt den Lauf/ der heißen Tränen/ und faßt zuhauf/ all unser Sehnen./ Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar kein Ein'ger mehr auf Erden,/ dessen Treue du darfst trauen,/ alsdann will er dein Treuster werden/ und zu deinem Besten schauen./ Er weiß dein Leid/ und heimlich Srämen// auch weiß er Zeit,/ dirs zu benehmen./ Gib dich zufrieden. 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen/ und des Herzens stilles Klagen,/ und was du keinem kannst erzählen,/ magst du Gott gar kühnlich sagen;/ er ist nicht fern,/ steht in oer Mitten,/ hört bald und gern/ der Armen Bitten./ Gib dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen;/ halt an Gott, so wirst du siegen;/ ob alle Fluten dich umringen,/ sollst du doch nicht unter⸗ liegen/ denn wenn du wirst/ zu hoch beschweret,/ hat Gott, dein Fürst,/ dich schon erhöret./ Gib dich zufrieden. 7. Was sorgst oͤu für dein armes Leben,/ wie oͤus halten wollst und nähren?/ Der dir das Leben hat gegeben,/ wird auch Unter⸗ halt bescheren./ Er hat die Hand/ voll aller Gaben,/ davon sich Lanò/ und See muß laben./ Gib dich zufrieden. 8. Sprich nicht:„Ich sehe keine Mittel,/ wo ich such, ist nichts zum Besten;“ /denn das ist Gottes Ehrentitel:/ helfen, wenn die Not am größten./ Wenn ich und du/ ihn nicht mehr spüren,/ tritt er herzu,/ uns wohl zu führen./ Gib dich zufrieden. 9. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange,/ wird sie dennoch eno⸗ lich kommen;/ macht dir das Harren angst und bange,/ glaube mir, es ist dein krommen./ Was langsam schleicht,/ faßt man ge⸗ wisser,/ und was verzeucht,/ ist desto slißer./ Gib dich zufrieden. 3³² — Vertrauen 332 10. Es kann und mag nicht anders weroͤen:/ alle Menschen 4 miissen leiden;/ was lebt und webet auf der Eroͤen,/ kann das Unglück nicht vermeiden./ des Rreuzes Stab/ schlägt unsre Lenden/ bis in das Grab,/ dann wird sichs enoͤen./ Gib dich zufrieden. len uen 11. Es ist ein Ruhetag vorhanden,/ oͤa uns unser Gott wird öes lösen;/ er wird uns reißen aus den Banden/ dieses Leibes und Een⸗ vom Bösen;/ es wird einmal/ der Tod heroͤringen/ und aus der den. Qual/ uns sämtlich bringen./ Gib dich zufrieden. ver⸗ 12. Er wird uns bringen zu den Scharen/ der Erwählten und zen Getreuen,/ die hier mit Frieden heimgefahren,/ sich auch nun in luf/ örieden freuen,/ da sie den Grund,/ der nicht kann brechen,/ den ewgen Mund/ selbst hören sprechen:/ Gib dich zufrieden. Paul Gerheroͤt, 4 1676. du zu 332 Joh. Georg Ebeling, 1666. en,/ 2.—— —.—.————— iues + gar 1. Wa⸗rum sollt 6 mich denn grä⸗menꝰ/ Hab ich dͤoch/ dald ů—..— —......— 160 Christum noch,/ wer will mir den neh⸗men? /Wer will mir den bein——.—.—— ——4—. EEEEEEEEEE 1012 ö him⸗mel rau⸗ben,/ den mir schon/ Got⸗tes Sohn/ bei⸗ ge⸗ ů . chts legt im Glau⸗ben? die 2. Arm und bloß kam ich ins Leben,/ da es mir,/ Herr, von dir/ tritt ward zuerst gegeben./ Arm und bloß werd ich hinziehen,/ wenn ich werd/ von der Erd/ als ein Schatten fliehen. no⸗ 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben/ ist nicht mein;/ Gott ube allein/ ist es, ders gegeben./ Will ers wieder zu sich kehren,/ nehm ers hin,/ ich will ihn/ dennoch fröhlich ehren. 3⁵⁵ 35³ Vertrauen 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen,/ oͤringt herein/ Angst und Pein,/ sollt ich vbrum verzagen?/ der es schickt, der wird es wenden,/ er weiß wohl,/ wie er soll/ all mein Anglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen/ oft ergöht,/ sollt ich jetzt/ nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und übt mit Maßen/ sein Gericht,/ kann mich nicht/ ganz und gar verlassen. 6. Anverzagt und ohne Grauen/ soll ein Christ,/ wo er ist// stets sich lassen schauen;/ wollt ihn auch der Tod aufreiben,/ soll der Mut/ dennoch gut/ und fein stille bleiben. 7. Kann ja doch kein Tod uns töten,/ sondern reißt/ unsern Geist/ aus viel tausend Nöten// schleußt das Tor der bittern Leiden/ und macht Bahn,/ da man kann/ gehn zu Himmelsfreuden. 8. Allöa will in süßen Schätzen/ ich mein Herz/ auf den Schmerz/ ewiglich ergöhen./ Hier ist kein recht Gut zu finden;/ was die Welt/ in sich hält,/ muß wie Rauch verschwinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter?/ eine hand/ voller Sand// Kummer der Gemüter./ Dort, dort sind die eolen Gaben,/ da mein Hirt/ Christus wird/ mich ohn Ende laben. 10. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, /ich bin dein,/ niemand kann uns scheiden./ Ich bin dein,/ weil du dein Leben/ und dein Blut/ mir zu gut/ in den Tod gegeben; 11. Du bist mein, weil ich dich fasse/ und dich nicht,/ o mein Licht,/ aus dem Herzen lasse./ Laß mich, laß mich hingelangen,/ wo du mich/ und ich dich/ ewig werd umfangen. Paul Gerharot, 4 1676. Mel. herzlich tut mich verlaͤngen. 333 Hans Leo Haßler, 1601. 9 , „es⸗sfiehl du dei⸗ ne We⸗ge/ und der al⸗ ler⸗treu⸗sten Pfle⸗ge/ des, 24. 1 was dein Her⸗ ze kränkt, der den himmel lenkt; Vertrauen 335 — — 2 ———— Wol⸗ken, Luft und Win⸗den/ gibt We⸗ge, Lauf und Bahn,/ der EI ————.—. ö E.— 2—.—— E ———. I wird auch We⸗ge fin ⸗den,/ da dein Fuß ge⸗ hen kann. 2. Dem herren mußt du trauen,/ wenn dirs soll wohlergehn// auf sein Werk mußt oͤu schauen,/ wenn dein Werk soll bestehn./ Mit Sorgen und mit Grämen/ und mit selbsteigner Pein/ läßt Gott sich gar nichts nehmen:/ es muß erbeten sein. 5. Dein ewge Treu und Gnade, /o Vater, weiß und sieht,/ was gut sei oder schade/ dem sterblichen Geblüt/ unò was oͤu dann erlesen,/ das treibst oͤu, starker helo,/ und bringst zu Stand und Wesen,/ was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen,/ an Mitteln fehlt dirs nicht,/ oͤein Tun ist lauter Segen,/ dein Gang ist lauter Licht;/ oͤein Werk kann niemand hindern,/ dein Arbeit darf nicht ruhn,/ wenn oͤu, was deinen Kindern/ ersprießlich ist, willst tun. 5. And ob gleich alle Teufel/ hier wollten widerstehn,/ so wird doch ohne Zweifel/ Gott nicht zurückegehn/ was er sich vorge⸗ nommen,/ und was er haben will,/ das muß doch enoͤlich kommen/ zu seinem Zweck und Fiel. 6. Hoff, o du arme Seele,/ hoff und sei unverzagt!/ Gott wird dich aus der höhle,/ da dich der Kummer plagt,//mit großen Gnaden rücken;/ erwarte nur die Zeit,/ so wirst du schon erblicken/ die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib oeinem Schmerze/ und Sorgen gute Nacht;/ laß fahren, was das Herze/ betrübt und traurig macht;/ bist oͤu doch nicht Regente,/ der alles führen soll:⸗Gott sitzt im Regimente/ uno führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten;/ er ist ein weiser Fürst/ und wird sich so verhalten,/ daß oͤu dich wundern wirst,/ wenn er, wie ihm gebühret,/mit wunderbarem Rat/ das Werk hinausgeführet,/ das dich bekümmert hat. 3³⁵ 35⁴ Vertrauen 9. Er wird zwar eine Weile/ mit seinem Crost verziehn/ und tun an seinem Teile,/ als hätt in seinem Sinn/ er deiner sich be⸗ geben,/ und sollst du für und flir/ in Angst und Nöten schweben,/ als fragt er nichts nach dir; 10. Wirds aber sich befinden,/ daß oͤu ihm treu verbleibst,/ so wirst du Hilfe finden,/ da dus am minoͤsten gläubst;/ er wiro dein Herze lösen/ von der so schweren Last,/ die du zu keinem Bösen/ bisher getragen hast. I1. Wohl dͤir, oͤu Rind der Treue,/ du hast und trägst davon/ mit Ruhm und Dankgeschreie/ den Sieg und Ehrenkron!„Gott gibt dir selbst die Palmen/ in deine rechte hand,/ und du singst §reudenpsalmen/ dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o herr, mach Ende/ mit aller unsrer Not;/ stärk unsre düß und Hände/ und laß bis in den Tod/ uns allzeit deiner Pflege/ und Creu empfohlen sein,/ so gehen unsre Wege/ gewiß zum Himmel ein. paul Gerharet, 4 1676. Mel. Nr. 419. 334 da Christus geboren war. 1. Auf den Nebel folgt die Sonn,/ auf das Trauern Freud und Wonn,/ auf die schwere, bittre Pein/ stellt sich Trost und Labsal ein. /Meine Seele, die zuvor/ sank bis zu des Todes Tor,/ steigt nun bis zum Himmelschor. 2. Gott läßt keinen traurig stehn,/ noch mit Schimpf zurücke⸗ gehn,/ der sich ihm zu eigen schenkt/ und ihn in sein herze senkt/ wer auf Gott sein Hoffnung setzt,/ findet enoͤlich und zuletzt,/ was ihm Leib und Seel ergötzt. 3. Rommts nicht heute, wie man will,/ sei man nur ein wenig stillj/ ist doch morgen auch ein Tag,/ oͤa oͤie Wohlfahrt kommen mag./ Gottes Zeit hält ihren Schritt; wenn die kommt, kommt unsre Bitt/ und die Freude reichlich mit. 4. Als ich furchtsam und verzagt/ mich mit schwerem Gram geplagt,/ als ich manche liebe Nacht/ mich mit Wachen krank ge⸗ macht,// als mir aller Mut entfiel,/ tratst, mein Gott, du selbst ins Spiel,/ gabst dem Unfall Maß und Ziel. 5. Nun, so lang ich in der Welt/ haben weroe Haus und zelt// soll mir dieser Wunderschein/ stets vor meinen Rugen sein j/ ich 3⁵⁰ Vertrauen 335⁵ will all mein Leben lang/ meinem Gott mit Lobgesang/ hierfür bringen Preis und Dank. 6. Allen Jammer, allen Schmerz// den des ewgen Vaters herz/ mir schon jetzo zugezäͤhlt/ oder künstig auserwäͤhlt,/ will ich hier in diesem Lauf/ meines Lebens allzuhauf/ frisch und freudig nehmen auf. 7. Ich will gehn in Angst und Not,/ ich will gehn bis in den TLod// ich will gehn ins Grab hinein/ und doch allzeit fröͤhlich sein./ Wem der Stärkste bei will stehn,/ wen der höchste will erhöhn,/ kann nicht ganz zugrunde gehn. paul Gerhardt, 4 1676. 674 Valet will ich oͤir geben. 335 Melchior Teschner, 1615. , — 1 ů Ist Gott für mich, so tre⸗te/ gleich al⸗les wis der so oft ich ruf und be⸗ te,/ weicht al⸗les hin⸗ ter PI..— .— — — SSSS....——— Oott,/ was kann mir tun der dein⸗de/ und Wi⸗der⸗sa⸗cher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste,/ ich rühms auch ohne Scheu// daß Gott, oͤer höchst' und Beste,/ mein Freund und Vater sei,/ und daß in allen dällen/ er mir zur Rechten steh/ und dämpfe Sturm und Wellen/ und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, oͤrauf ich mich gründe,/ ist Christus und sein Blut// das machet, daß ich finde/ das ewge wahre Gut./ An mir und meinem Leben/ ist nichts auf dieser Erd;/ was Christus mir gegeben,/ das ist der Liebe wert. 4. Mein Christus ist mein Ehre,/ mein Glanz und helles Licht y/ wenn der nicht in mir wäre,/ könnt ich bestehen nicht./ In ihm 3³⁷ 35⁶ Vertrauen kann ich mich freuen,/ hab einen heldenmut,/ darf kein Gerichte scheuen,/ wie sonst ein Sünder tut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen,/ regieret meinen Sinn,/ vertreibt mir Sorg und Schmerzen,/ nimmt allen Kummer hin,/ gibt Segen und Gedeihen/ dem, was er in mir schafft,/ hilst mir das Abba schreien/ aus aller meiner Krast. 6. Und wenn an meinem Orte/ sich Furcht und Schwachheit finot,/ so seufzt und spricht er Worte,/ die unaussprechlich sino/ mir zwar und meinem Munde,/ Gott aber wohl bewußt,/ der an des herzens Grunde/ ersiehet seine Lust. 7. Sein Geist spricht meinem Geiste/ manch süßes Trostwort zu// wie Gott dem Hilfe leiste,/ der bei ihm suchet Ruh,/ und wie er hab erbauet/ ein eole neue Stadt// da Rug und Herze schauet// was es geglaubet hat. 8. Da ist mein Teil, mein Erbe/ mir prächtig zugericht't;/ wenn ich gleich fall und sterbe,/ fällt doch mein himmel nicht./ Muß ich auch gleich hier feuchten/ mit Tränen meine Zeit// mein Jesus und sein Leuchten/ durchs ßet alles Leid. 9. Die Welt, die mag zerbrechen,/ du stehst mir ewiglich j/ nicht deur und Schwert der Frechen/ soll trennen mich und dich;/ kein hunger und kein Dürsten,/ kein Armut, keine Pein,/ kein Zorn der großen dürsten/ soll mir ein hind'rung sein. 10. Rein Engel, keine Freuden,/ kein Thron, kein Herrlichkeit,/ kein Lieben und kein Leiden,/ kein Angst, kein Herzeleid,/ was man nur kann erdenken,/ es sei klein oder groß,/ der keines soll mich lenken/ aus deinem Arm und Schoß. I. Mein herze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig sein// ist voller Freud und Singen,/ sieht lauter Sonnenschein;/ die Sonne, die mir lachet,// ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singen machet,/ ist, was im Himmel ist. paul Gerhardt, 4 1676. 336 Johann Crüger, 16535. nte. ö Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott,/ du be⸗ trüb⸗te xů Wa⸗ rum liegst du Gott zum Spott/ in der Schwermuts⸗ 3⁵⁸ rauen Vertrauen 336 zerichte 35 2— * 12 U— 2 Sinn, See ⸗lel 0 hin,/ 87 mertst du nicht des dein⸗des List?/ Er will Ist mir höͤh ⸗leꝛ ö—— E achheit EE E EE EE— deran durch sein Kämp⸗fen/ dei⸗nen Trost, den Je⸗sus Christ/ . E— II 1 stwort E————5 f I no mit dir er ⸗ wor⸗ben, dämpfen. auet,/ 2. Stürme, deind und Welt und Tod, was könnt ihr mir wenn schaden?/ Deckt mich doch in meiner Not/ Gott mit seinen Gnaden,// iuß ich der Gott, der mir seinen Sohn/ selbst geschenkt aus Liebe,/ daß us und der ewge Spott und hohn/ mich dort nicht betrübe. 5. Spreche alle Welt, es sei/ Gott mir nicht gewogenz/ weiß ich / nickt doch, er bleibt getreu,/ hat mich nie betrogen./ Wär er gnädig / kein nicht gesinnt// würd er seine Gaben,/ die mein eigen worden sind// un der wohl behalten haben. 4. Was ist unterm Himmelszelt,/ was im tiefen Meere,/ was ist keit// Gutes in der Welt// das nicht mir gut wäre?/ Wem erglänzt das was Sternenlicht?/ Wozu ist gegeben/ Luft und Wasser? dient es es soll nicht/ mir und meinem Leben? 5. Meine Seele lebt in mir/ dͤurch die heilgen Lehren,/ so die sein// Christen mit Begier/ alle Tage hören./ Gott eröffnet früh und spat/ die meinen Geist und Sinne,/ daß sie seines Geistes Gnad/ freudig mich werden inne. 1 1676. 6. Aun, auf diesen heilgen Grund/ bau ich mein Gemüte,/ sehe/ wie der deind zur Stund/ zwar dawider wüte/ gleichwohl muß , 1655. er lassen stehn,/ was Gott aufgerichtet,/ aber schmählich muß ver⸗ — gehn,/ was er selber dichtet. — 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein;/ wer ist, der uns scheide?/ Dringt auch schweres Rreuz herein/ mit dem bittern Leide:/ laß te es oͤringen, kommt es doch/ von geliebten Händen;/ schnell zer⸗ muts· bricht des Kreuzes Joch,/ wenn es Gott will wenden. 2⁷ 3³⁹ 337 Vertrauen 8. Kinder, die der Vater soll/ ziehn zu allem Guten,/ die ge⸗ deihen selten wohl/ ohne Zucht und Ruten. /Bin ich denn nun Gottes Kind,/ warum will ich fliehen,/ wenn er mich von meiner Sünd/ will zum Guten ziehen? 9. Es ist herzlich gut gemeint/ mit der Christen Plagen/ wer hier zeitlich wohl geweint,/ darf nicht ewig klagen,/ sondern hat vollkommne Lust/ dort in Christi Garten,/ dem sein Leiden ist be⸗ wußt,/ enoͤlich zu erwarten. 10. Gottes Kinder säen zwar/ traurig und mit Tränen,/ aber enoͤlich bringt das Jahr,/ wonach sie sich sehnen;/ denn es kommt die Erntezeit,/ da sie Garben binden,/ da wird all ihr Gram und Leiò/ ewiglich verschwinden. 11. Ei, so faß, o Christenherz,/ alle deine Schmerzenz/ wirf sie fröhlich hinterwärts,/ laß des Trostes Rerzen/ dich entzünden mehr und mehr/ gib dem großen Namen/ deines Gottes Preis und Ehel/ Er wird helfen! Amen. paul Gerharoͤt, 4 1676. Mel. Von Gott will lassen. 1 337 Erfurt 1572. . ö ———— ——————— Ge⸗duld ist euch von ⸗nö⸗ len,/ wenn Sor⸗ ge, ö und, was euch mehr will tö⸗ ten,/ euch schnei⸗det — ISDSIII. — — + Gram und erowähl⸗ in das herz. O aus⸗er⸗wähl⸗ te Scharl/ Soll 243 E——.— 2 euch kein Tod je tö⸗ ten,/ ist euch Ge⸗duld von⸗nö⸗ten j/ das n— — H—l ist ge⸗wiß⸗lich wahr. V⁰ — auen Vertrauen 3³⁸ esge⸗ 2. Gedulo ist Gottes Gabe/ und seines Geistes Gut j/ er schenkt nun sie uns zum Stabe,/ sobald er in uns ruht./ der eole, werte Gast/ ꝛeiner erlöst uns von dem Fagen/ und hilst uns treulich tragen/ die größte Bürd und Last. /wer 3. Oeduld kommt aus dem Glauben/ und hängt an Gottes n hat Wort;/ das läßt sie sich nicht rauben,/ das ist ihr Heil und Hortʒ/ st be⸗ das ist ihr hoher Wall,/ da hält sie sich verborgen, /läßt Gott, den Vater, sorgen/ und fürchtet keinen Fall. 4. Geduld ist wohl zufrieden/ mit Gottes weisem Rat,/ läßt umt sch nicht leicht ermüden/ durch Rufschub seiner Snad, /halt feisch 1un und fröhlich aus,/ läßt sich getrost beschweren/ und denkt: wer 7W²2 wills ihm wehren?„Ist er oͤoch herr im Haus. 5. Geduld dient Gott zu Ehren/ und läßt sich nimmermehr/ von irf ie seiner Liebe kehren;/ und schlüg er noch so sehr, so ist sie doch mehr bedacht,/ die heilge hand zu loben, /spricht: Gott, der hoch er⸗ chrl/ hoben,/ hat alles wohlgemacht. 16760. 6. Geduld macht große Freude,/ bringt aus dem himmelsthron/ ein schönes Halsgeschmeide, /dem Haupt ein eoͤle Kron,/ ist wie 1572. ein schönes Licht,/ davon, wer an ihr hanget,/ mit Gottes Hilf I. erlanget/ ein fröhlich Angesicht. —.— 7. Geduld ist mein Verlangen/ und meines Herzens Lust,/ nach — der ich oft gegangen:/ das ist mir wohl bewußt./ Herr/ voller Gnad ge, und Huld!/ Ach, gib mir und gewähre/ mein Bitten, ich begehre/ det nichts anders als Geduld. 8. Geduld ist meine Bitte,/ die ich sehr ost und viel/ aus dieser — Leibeshütte/ zu dir, Herr, schicken will.Kommt dann der lethte Zug,/ so gib durch deine hände/ auch ein geöuldig Ende,/ so hab ich alles g'nug. paul Gerharoͤt, + 1676. 5oll 338 Frankfurt a. M. 1738. — E xfxfxxxxxx'xx TTRTRTRTR 2. e. das— 1. Al⸗les ist an Got⸗tes Se⸗gen/ und an sei⸗ ner — 1— —.—— S......— Onad ge⸗le ⸗gen,/ li⸗ber al⸗les Geld und Gut./ Wer auf 3⁰¹ Vertrauen 957888———.—— Gott sein Hoffnung set⸗zet,/ der be⸗ hält ganz un ver·let⸗ zet/ 1—— ö murHttt ei ⸗ nen frei⸗ en hel⸗den⸗mut. 2. Der mich hat bisher ernähret/ und so manches Glück bescheret// ist und bleibet ewig mein;/ der mich wunderbar geführet/ und noch leitet und regieret,/ wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen,/ die nur Sorg und Anruh machen/ und ganz unbeständig sino;/ ich begehr, nach oem zu ringen,/ was den§rieden pflegt zu bringen,/ und man jetzt gar selten finoͤt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken;/ was ich wünsche, wird sich schicken,/ so es anders Gott gefällt./ Meine Seele, Leib und Leben/ hab ich seiner Gnad ergeben/ und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen/ mein Verlangen zu er⸗ füllen// es hat alles seine Zeit./ Ich hab ihm nichts vorzuschreibenz/ wie Gott will, so muß es bleiben;/ wann Gott will, ich bin bereit. 6. Soll ich länger allhier leben,/ will ich ihm nicht widerstreben/ ich verlasse mich auf ihn./ Ist doch nichts, das lang bestehet// alles Irdische vergehet/ und jährt wie ein Strom dahin. nürnberg 1676. 339 Georg Neumark, 1657. —.— IE— H— + + + ..2 ETRT— EXI— * Wer nur den lie⸗ben Gott läßt wal⸗ten/ und hof⸗fet Uden wird er wun⸗der⸗bar er⸗hal⸗ ten/ in al⸗ ler — IIRI III — .—.2 = .—..— + auf ihn al ⸗le⸗ zeit, Rot und Trau⸗rigs keit. 5⁴⁸ Wer Gott, dem Rl⸗ler⸗höch⸗sten, auen Vertrauen 340 ——— 2 ö ö .—..—. 4— zet/ traut,/ der hat auf kei⸗nen Sand ge⸗baut. — 2. Was helfen uns die schweren Sorgen?/ Was hilft uns unser — Weh und Ach? /Was hilft es, daß wir alle Morgen/ beseufzen unser Angemach?/ Wir machen unser Rreuz und Leid/ nur größer durch die Traurigkeit. E AII . ꝛret// 3. Man halte nur ein wenig stille/ und sei doch in sich selbst und vergnügt,/ wie unsers Gottes Gnadenwille,/ wie sein Allwissen⸗ heit es fügt./ Gott, der uns ihm hat auserwählt,/ der weiß auch nruh sehr wohl, was uns fehlt. ö n zu 4. Er kennt die rechten reudenstunden,/ er weiß wohl, wann gar es nühlich sei./ Wenn er uns nur hai treu erfunden/ und merket keine Heuchelei,/ so kommt Gott, eh wir uns versehn,/ und lässet Wiro uns viel Guts geschehn. And ‚ 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze,/ daß oͤu von Gott ver⸗ ttellt lashen seist,/ und daß ihm der im Schoße sihe,/ der sich mit stetem Olücke speist; /die holgezeit verändert viel/ und sethet jeglichem sein u er⸗ Ziel. en// 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen/ und ist dem Höchsten ereit. alles gleich,/ den Reichen klein und arm zu machen,/ den Rrmen enʒ/ aber groß und reich;/ Gott ist der rechte Wundermann,/ der balo alles erhöhn, bald stürzen kann. 1676. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,/ verricht das Deine nur getreu/ und trau des Himmels reichem Segen,/ so wird er 1655 werden bei dir neu;/ denn welcher seine Zuversicht/ auf Gott setzt/ den verläßt er nicht. Georg Neumark, 4+ 1681. 2— 340 Breslau 1657. et 47 1 e I 5 SSRIRR — 1. Sollt es gleich bis⸗wei⸗len schei⸗nen,/ als ver⸗lie⸗be ů—.————— n 2 8 xndn, nin nine Gott die Sei⸗nen,/ o so glaub und weiß ich dies:/ Gott hilft 3ů⁴³ 3⁴¹ Vertrauen ö—— —.— end⸗-lich doch ge⸗wiß. 2. Hilfe, die er aufgeschoben,/ hat er orum nicht aufgehobenz/ hilst er nicht zu jeder Frist,/ hilst er doch, wanns nötig ist. 3. Wie oft Väter nicht gleich geben,/ wonach ihre Kinder stre⸗ ben,/ so hält Sott auch Maß uno Ziel;/ er gibt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am aller⸗ größten,/ er ist gegen mich, sein Rind,/ mehr als väterlich gesinnt. 5. Will oer deind mir bange machen,/ ich kann seine Macht ver⸗ lachen/ drückt mich schwer des Kreuzes Joch,/ Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen kränken,/ mag auf mein Verderben denken,/ wer mir ohne Ursach feindl/ Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß oͤie Welt nur immer neidenl/ Will sie mich nicht länger leiden,/ ei, so frag ich nichts danach;/ Gott ist Richter meiner Sach. 8. Will sie mich gleich von sich treiben,/ muß mir doch der Himmel bleiben;/ ist der himmel mein Gewinn,/ geb ich alles anore hin. 9. Herr/ kann ich nur dich umfassen,/ will ich alles anore lassenʒ/ legt man mich dereinst ins Grab,/ gnug, herr, wenn ich dich nur habl Christoph Tietze, 4 1705. Zohann Crüger, Mel. Jesu, meine Freude. 341 Berlin 16•6• E Irre—..——.— . B— IJI 2—. ———.—— Je⸗sus ist mein Le⸗ben/ dem ich mich er⸗ge⸗ ben/ Ver ist mei⸗ ne Son⸗ne//mei⸗ne dreud und Wonne/ EEEE— 75— —— DSDSIEEEE.—. fest bis in den Tod; in der größ⸗ten Not. 396 Leid ich gleich/ in sei⸗ nem Reich/ Vertrauen +..N2.—— 5, Eun, —— so weroͤ ich mit ihm re⸗gie⸗ren/ und dort tri⸗um⸗phie⸗ren. 2. Die mit Jesu leiden,/ werden mit ihm weiden/ in dem Sternen⸗ zelt j/ die mit Jesu sterben,/ werden mit ihm erben,/ wo ihr Reich bestellt./ Ihre Kron/ und Siegeslohn/ sind, wo Gott die Engel loben,/ sicher aufgehoben. 3. Die mit Tränen säen,/ wenn die Winde wehen,/ die der deind erweckt,/ werden dort mit Freuden/ ernten nach dem Leiden,/ wo kein deind mehr schreckt./ Nach der Müh,/ die sie allhie/ dulden, wird sie Gott ergötzen/ mit des Himmels Schätzen. 4. O ihr frommen Seelen, /die ihr euch mit Quälen/ bringet durch die Welt,/ die ihr öfters weinet,/ wenn kein Trost erscheinet,/ wenn euch Kreuz befällt,/ denket doch/ bei diesem Joch/ an die Kron in jenem Leben,/ die euch Gott wird geben. 5. Wenn uns Sünden kränken,/ lasset uns beͤͤenken/ Gottes Gnadenratl/ Jesus hat eroͤuldet,/ was wir hier verschuldet;/ er gibt Gnad um Gnad./ Kämpfen wir/ mit ihm allhier,/ so wird er uns helfen kämpfen/ und die Sünde dämpfen. 6. Seid getreu, ihr Herzen,/ bei des Kreuzes Schmerzen,/ treu bis in den Tod!/ Jesus wird euch trösten,/ wenn er die Erlösten/ führt aus aller Not./ Ruf das Leid/ folgt Fried und§reuo;„Gott wird lassen nach dem Weinen/ euch die Sonne scheinen. 7. Nun, Herr Jesu, stärke/ uns zum guten Werke,/ hilf uns durch die Welt!l/ Komm, du herr der Ehren,/ unser herz zu kehren/ nach oͤem Himmelszelt./ Sei uns Schutz/ und starker Trutz,/ jetzt im Leben, dort im Sterben,/ daß wir alles erben. Freylinghausens Gesangbuch, 1704. Mel. Wie na einer Washerquelle. 342 Französischer Psalter, 1551. 2.—5— 5 6—.H. ö————.—— +— ö Mei⸗ne Sor⸗gen, Angst und Pla⸗ gen/ lau⸗fen mit der al ⸗les Seuf⸗zen, al ⸗les Rla⸗gen// das der Herr al⸗ 3⁴⁵ 342 Vertrauen —— S Zeit zu End; lei ⸗ne kennt, ——.——— ö ——.— i—— 2——5 ö—. Regen wird ein Schein/ von viel tausend Son⸗nen⸗blik⸗ken/ ö ö H — 4 ö — I + 1 2 wird Gott⸗lob nicht e⸗ wig sein //nach dem mei⸗ nen mat⸗ten Geist er quik ⸗ken. 2. Meine Saat, die ich gesäet,/ wiroͤ zur Freude wachsen aus/ wenn die Dornen abgemähet,/ so trägt man die Frucht nach haus./ Wenn ein Wetter ist vorbei,/ wird der himmel wieder frei;/ nach dem Kämpfen, nach dem Streiten/ kommen die Erquickungs⸗ zeiten. 3. Unser Weg geht nach den Sternen,/ der mit Rreuzen ist be⸗ seht// hier muß man sich nicht entfernen,/ ob er gleich mit Blut benetzt. /zu dem Schloß der Ewigkeit/ kommt kein Mensch hin ohne Streit./die in Salems Mauern wohnen/ zeigen ihre Dornen⸗ kronen. 4. Es sind wahrlich alle Frommen,/ die des Himmels Klarheit sehn,/ aus viel Trübsal hergekommen darum siehet man sie stehn/ vor oes Lammes Stuhl und Thron, /prangend in der Ehrenkron/ und mit Palmen ausgezieret,/ weil sie glücklich triumphieret. 5. Gottes Oroͤnung stehet feste/ und bleibt ewig unverrückt:/ seine Freund und Hochzeitsgaste/ werden nach dem Streit beglückt./ Israel behalt den Sieg/ nach geführtem Kampfund Krieg;/ RKanaan wird nicht gefunden,/ wenn man nicht hat überwunden. 6. Darum trage deine Retten,/ meine Seel, und dulde dichl/ Oott wird dich gewiß erretten,/ das Gewitter leget sich;/ nach dem Blitz und Donnerschlag/ folgt ein angenehmer Tag;/ auf den Abend folgt der Morgen/ und die Fdreude nach oͤen Sorgen. dreylinghausens Gesangbuch, 1708, 340 Vertrauen 34³5 Mel. Zu Gott in dem 3 43 Himmel oͤroben. Französischer Pfalter, 1547. — ö Eh 1. Soll ich oͤenn mich täglich kränken,/ ängstlich an das ————— Künst⸗ge den⸗ken? /Soll ich a⸗benoͤs nie mit Ruh mei⸗ ne — 2— E ö +=—.——— R.— ö Au⸗gen schlie⸗hen zu?/ Soll es im⸗mer vor mir ste⸗ hen:/ . er. wie wirös einst noch mir er⸗ge⸗ hen?/ Da die Sor⸗ge mich nur EEE qualt/ und oͤoch ih⸗res Ziels ver⸗fehlt?ꝰ 2. Gott, der mich bisher erhalten// höret nimmer auf zu walten // oder sollt er jetzt allein/ seines Waltens müde sein?/ Wohl, ich will das Sorgen lassen/ und zu ihm Vertrauen fassen;/ wie er mich auch führen will,/ meine Seele bleibe still. 3. Wies auch in der Welt mir gehet,/ er ists, der allein ver⸗ stehet,/ was mir heilsam ist und gut,/ oöͤer was mir Schaden tut./ Laß ich ihn für mich nur wählen, wird kein wahres Gut mir fehlen // aber eigner Will und Rat/ wählt oft einen falschen Pfad. 4. Bleib ich stehn auf niedern Stufen,/ will ich in das Herz mir rufen,/ daß ich, vieler Sorgen frei,/ vor dem Sturz gesichert sei./ Doch, wenn Sott mich wollt erheben, will ich ihm nicht wider⸗ streben/ er wird mir die Rraft verleihn,/ im Beruf getreu zu sein. 5. Will die Armut meiner hütten/ er mit Segen überschütten// so verleih er nur zugleich,/ daß die Seele werde reich./ Doch ist Armut mir beschieden,/ bin ich auch damit zufrieden j/ denn auf diese arme Feit/ folgt.die reiche Ewigkeit. 8⁴⁷ 3⁴⁴ Vertrauen 6. Wird mir Gott Gesunoͤhelt geben,„ will ich eifrig danach streben,/ daß ich föroͤre mehr und mehr/ meines Gottes Ruhm und Ehr. Aber auch in Krankheitstagen/ möge Gottes Geist mir sagen// daß solch herbe Arzenei/ mir zum Heile nötig sei. 7. Soll ich noch viel Jahre zählen, mit des Lebens Not mich gualen,/ kommt doch auch wohl mancher Tag,/ daß mein Herz sich freuen mag./ Aber käm ich bald hinüber,/ wär mir solches desto lieber,/ weil ich käm aus aller Not/ hin zu meinem Herrn und Gott. 8. Alles sei Gott heimgegeben,/ Freud und Trübsal, Tod und Leben// es geschehe, was sein Rat/ über mich beschlossen hat. /Ich will mich nicht länger kränken,/ sondern dies allein bedenken/ oͤaß nach Gottes Gnadenschluß/ Ehristen alles frommen muß. Phil. Jakob Spener, + 1705. 344 Severus Gastorius, 1681. LI I u —— 1 Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗tan,/ es bleibt ge⸗ Uwie er fängt mei⸗ne Sa⸗chen an,/ will ich ihm TTTI recht sein Wil⸗le; hal ⸗ten stil ⸗le. Er ist mein Gott,/ der in der Not/ mich ——.— E— S wohl weiß zu er⸗ hal⸗ ten;/ drum laß ich ihn nur wal⸗ ten. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er kann ja nimmer trũgen,/ er führet mich auf rechter Bahn/ so laß ich mir genügen/ an seiner Huld/ und hab Geduld,/ er wird mein Unglück wenden/ es steht in seinen händen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ er wird mich wohl be⸗ denken // er, als mein Arzt, der helfen kann,/ wird mir nicht Gist einschenken/ flr Arzenei,/ Gott ist getreu/ drum will ich auf ihn bauen/ und seiner Güte trauen. Vertrauen 3⁴⁵ 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan j/ er ist mein Licht und Leben,/ der mir nichts Böses gönnen kann/ ich will mich ihm er⸗ geben/ in Freud und Leio,/ es kommt die Zeit,/ da öffentlich er⸗ scheinet,/ wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan;/ muß ich den RKelch gleich schmecken,/ der bitter ist nach meinem Wahn, /laß ich mich doch nicht schrecken,/ weil doch zuletzt/ ich werd ergötzt/ mit süßem Trost im Herzen;/ da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan/ dabei will ich verbleiben 77 es mag mich auf die rauhe Bahn/ Not, Tod und Elend treiben// so wird Gott mich/ ganz väterlich/ in seinen Armen haltenj/ drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast, + 1708. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 345 Frankfurt a. M. 1738. 4 ISSESSE V 1. Wun⸗der⸗an⸗fang, herrlich's En⸗de,/ wo die wun⸗der⸗ ——5 ö——— wei⸗sen hän⸗de/ Got⸗tes flih⸗ren ein und aus!l/ Wun⸗der⸗ 8.—— — weis⸗lich ist sein Ra⸗ten,/ wunderreich sind sei⸗ne Ta⸗ten// — + ————— 1 und du sprichst: Wo wills hin⸗aus? 2. Denke doch: es muß so gehen,/ was Gott weislich heißt ge⸗ schehen/ ihm und dir zur herrlichkeit;/ ob der Anfang seltsam scheinet,/ ist das Ende gut gemeinetj/ Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist wie in Flüssen/ und in großen Wassergüssen,/ und du spürst nicht seinen duß j/ so auch in dem Meer der Sorgen/ haͤlt Gott seinen Pfad verborgen,/ daß man nach ihm suchen muß. 3⁴ Vertrauen 4. Rein Besinnen mag ersinnen,/ wo man Hilfe kann gewinnen,/ die Vernunft ist hier zu blind // nicht für das Verborgne taugen/ ihre halbgebrochnen Rugen,/ weil sie allzublöde sind. 5. Gott muß man in allen Sachen,/ weil er alles wohl kann machen,/ End und Anfang geben frei./ Er läßt, was er angefangen,/ so zum Ende stets gelangen,/ daß es wunderherrlich sei. 6. Drum laß dir doch nimmer grauen,/ lerne deinem Gott ver⸗ trauen,/ sei getrost und gutes Muts./ Er fürwahr, er wiroͤ es führen,/ daß du wirst am Ende spüren,/ wie er dir tut lauter Guts. 7. Deinem Glauben wirds nicht fehlen j/ du wirst noch der Welt erzählen,/ was die blinde Welt nicht kennt./ Er wiro dir dein Rreuz versüßen,/ daß du wirst bekennen müssen:/ Wunderanfang, herrlich's Enoͤ! heinrich Arnold Stockfleth, + 1708. 346 C. H. Dretzel, NLürnberg 1731. ä — I. Oott le⸗bet noch!l/ See⸗le, was ver⸗zagst du doch?ꝛ/ 1 2 1— E————————— Sott ist gut, der aus Er⸗bar⸗men/ al ⸗le Hilf auf der mit Kraft und star ⸗-ken Ar⸗men/ ma⸗chet al ⸗les —————— .. ,n—. Er⸗den tut,— ů wohl und gut; Gott kann bes⸗ser, als wir den⸗ken,/ al ⸗le —.———— — Not zum be⸗sten len⸗ken. See⸗le, so be⸗den⸗ke dochꝛ/ .. — E— lebt doch un ⸗ser Herr⸗gott noch. 3⁵0 Vertrauen 3⁴⁷7 2. Gott lebet nochl/ Seele, was verzagst du doch?/ Sollt der schlummern oder schlafen,/ der oͤas Aug hat zugericht't?/ Der die Ohren hat erschaffen,/ sollte dieser hören nicht? /Gott ist Gott, der hört und siehet,/ wo den Frommen weh geschiehet./ Seele, so beoͤenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 3. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Der den Erdenkreis verhüllet/ mit den Wolken weit und breit,/ ͤer die ganze Welt erfüllet,/ ist von uns nicht fern und weit./ Wer Gott liebt, dem will er senden/ Hilf und Trost an allen Enden./ Seele, so beoenke doch: /lebt doch unser Herrgott noch. 4. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst oͤu doch?/ Bist oͤu schwer mit Kreuz beladen,/ nimm zu Gott nur deinen Lauf./Gott ist groß und reich von Gnaden,/ hilst oen Schwachen gnädig auf./ Gottes Gnade währet immer,/ seine Treu vergehet nimmer./ Seele, so beoͤenke oͤoch:/ lebt doch unser Herrgott noch. S. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst ou doch?/ Wenn dich deine Sünden kränken,/ dein Verbrechen quält dich sehr: /komm zu Gott, er wird versenken/ deine Sünden in das Meer/ mitten in der Angst oͤer höllen/ kann er dich zufriedenstellen./ Seele, so beoͤenke doch:„lebt doch unser Herrgott noch. 6. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?„Will dich alle Welt verlassen,/ weißt oͤu weder aus noch ein,/ Gott wiro dennoch dich umfashen/ und im Leiden bei dir sein./ Gott ists, der es herzlich meinet,/ wo die Not am größten scheinet./ Seele, so bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. 7. Gott lebet noch!/ Seele, was verzagst du doch?/ Mußt du schon geängstigt wallen/ auf der harten dornenbahn:/ es ist Gottes Wohlgefallen,/ dich zu führen himmelan./ Gott will nach dem Jammerleben/ dried und Freud und Himmel geben./ drum, o Seel, bedenke doch:/ lebt doch unser Herrgott noch. Joh.§rieoͤrich Zihn, 4 1719. TA 347 Leipzig 1727. —..........— .SDSDSPSPSISISSSS.... I. Ich laß oͤich nicht, du gilf in al⸗ len Nö⸗ tenz/ 351 ** 3⁴8⁸ Vertrauen E..— leg Joch auf Joch,/ ich hof⸗e doch,/ auch wenn es scheint, als SS.. woll⸗test du mich tö⸗ ten./ Machs/ wie du willst/ mit mir: /ich ——— 2 S S... wei⸗ che nicht von dir;/ ver⸗stel⸗le dein 16üä /du Hilf in ů— 2— H 3—.....——————— al ⸗len Nö⸗ten,/ sch laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 2. Ich laß dich nicht! Sollt ich den Segen lassen?/ Mein Jesu, nein,/ du bleibest mein,/ dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr kann fassen./ Nach kurzer Nächte Lauf/ geht mir der Segen auf/ von dir, oͤem Segenslicht:/ sollt ich den Segen lassen?/ Ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht! 3. Ich laß dich nicht, mein Gott, mein Herr, mein Leben!/ Mich reißt das Grab/ von dir nicht ab,/ der oͤu dͤich hast für mich in Tod gegeben./ Du starbst aus Liebe mir;/ ich sag in Liebe dir,/ auch wenn das Herz zerbricht:/ Mein Gott, mein Herr, mein Leben,/ ich laß dich nicht,/ ich laß dich nicht. Wolfg. Christoph deßler, 4 1722. mel. mei lab i ich nicht. n 348 Johann Uhlich, 1674. ——— EE Mei⸗ne See⸗le sen ⸗ ket sich/ hin in Sot⸗tes und er⸗war⸗tet ru⸗ hig⸗lich/ sei⸗ ner We⸗ ge I 2— — — I 1 Herz und Han 8. 0 1 Fiel und En ⸗de, liegt fein stil arm und bloß/ 3⁵² I muen Vertrauen 3⁴9 — S—————— als in des lieb⸗sten Va⸗ters Schoß. — 2. Meine Seele murret nicht,/ ist mit allem wohl zufrieden/ — was der eigne Wille spricht,/ ist zum Tode schon beschieden j/ was ich die Ungeduld erregt,/ ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Seele sorget nicht,/ will vielmehr an nichts geoenken,/ — was gleich spitzen dornen sticht/ und den drieden nur kann kränken./ —. Sorgen kommt dem Schöpfer zu:/ meine Seele sucht nur Ruh. in 4. Meine Seele grämt sich nicht// liebt hingegen Gott im Leiden;/ tl Jesu, nehr auf/ lab Rummer, der das Herze bricht,/ trijft und äͤngstet nur die Heiden./ Wer Gott in oͤem Schoße liegt,/ bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht;/ denn sie weiß von keinen Nöten,/ hängt an Gottes Angesicht/ auch alsbann, wenn er will töten./ Wo sich dᷣleisch und Blut beklagt,/ wird der dreudengeist verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott// und die Zunge bleibt gebunden/ also hab ich allen Spott// alle Schmerzen überwunden,/ bin gleich⸗ wie ein stilles Meer/ voll von Gottes Preis und Ehr. Joh. Zoseph Winckler, 4 1722. mel. Ri t, 91 75 Vottes Guabe. 349 herrnhaag 1740. in ů ,........ 0—.—..Ee 1 1725 1. Gott wills machen,/ daß die Sa⸗ chen/ ge⸗hen, wie es —————— * EEEEEEEE — heil⸗sam ist;/ laß die Wel ⸗len/ rings⸗ um schwel⸗len// —— 41s•6s EEEE 9e wenn oͤu nur bei Je⸗su bist! — 2. Wer sich kränket,/ weil er denket,/ zesus liege in dem Schlaf,/ wird mit Rlagen/ nur sich plagen,/ daß der Anglaub leide Straf. —— 5. Du Verächterl/ Gott, dein Wächter,/ schläfet ja noch schlummert nicht// zu oen höhen/ aufzusehen,/ wäre deine Glaubenspflicht. 23 35³ 35⁰ Vertrauen 4. Im Verweilen/ und im Eilen/ bleibt er stets ein Vaterherz/ laß dein Weinen/ bitter scheinen,/ dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste,/ daß das Be ste/ über dich beschlossen sei;/ wenn dein Wille/ nur ist stille,/ wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken/ in Gedanken,/ faß dich in Gelassenheitj/ laß den sorgen,/ der auch morgen/ Herr ist über Leid und Freud. 7. Gottes Hhände/ sind ohn Ende// sein Vermögen hat kein Zielj/ ists beschwerlich,/ scheints gefährlich,/ deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn die Stunden/ sich gefunden,/ bricht die Hilf mit Macht herein,/ und dein Grämen/ zu beschämen, /wirod es unversehens sein. 9. Drum wohl denen,/ die sich sehnen/ nach der stillen Willens⸗ ruh!/ Auf oas Wollen/ fällt dem Sollen/ bald auch oͤas Voll⸗ bringen zu. 10. Nun so trage/ deine Plage/ fein getrost und mit Gedulol/ Wer das Leiden/ will vermeiden,/ häufet seine Sündenschuld. 11. Aber denen,/ die mit Tränen/ küssen ihres Jesu Joch,/ wiroͤ die Krone/ vor dem Throne/ ihres Heilanoͤs werden noch. 12. Amen, Amen!/ In dem Namen/ meines Zesu halt ich still;/ es geschehe/ und ergehe,/ wie unòd wann und was er will. Joh. Daniel herrnschmidt, 4 1725. Johann Crüger, mel. Jesu, meine Freude. 350 Berlin 1056. ö—— SSSSIIITTTTTTITTTTITIIIII 70 0 . See ⸗le, sei zu⸗frie ⸗denl/ Was dir Gott be⸗ Utreib aus dei⸗nem Her⸗zen/ Un⸗ ge⸗duld und schie ⸗den,/ das ist al⸗les gut; Schmer⸗zen,/ fas⸗se fri⸗ schen bl6 Mdietftote, Seit m n.— EEEEEEEEEE täg⸗lich Brot//mußt ou wei⸗nen mehr als la⸗chen:/ Gott wirds 35⁴ Vertrauen 351 1 doch wohl ma⸗chen. 2. Scheint der Himmel trübe,/ und der Menschen Liebe/ stirbt bir ganz oͤahin;/ kommt das Mibgeschicke/ fast all Augenblicke/ und quält deinen Sinn:/ nur Gedulo!/ Des Himmels huld/ sieht auf alle deine Sachen: Gott wiroͤs doch wohl machen. 3. Ungeduld und Grämen/ kann nichts von uns nehmen,/ macht nur größern Schmerz./ Wer sich widersetzet,/ wird nur mehr ver⸗ letzet;/ oͤrum Gedulo, mein Herzl/ Nus dem Sinn/ die Sorgen hinl/ Drücket gleich die Last die Schwachen: Gott wirds doch wohl machen. 4. Auf die Washerwogen/ folgt ein Regenbogen,/ und die Sonne blickt;/ so muß auf das Weinen/ lauter Freude scheinen,/ die das Herz erquickt./ Laß es sein,/ wenn Angst und Pein/ mit dir schlafen, mit dir wachen:/ Gott wirods doch wohl machen. 5. Kronen sollen tragen,/ die des Kreuzes Plagen/ in Geduld besiegt;/fröhlich auszuhalten/ und Gott lassen walten,/ das macht recht vergnügt./ Drum nimm bir,/ o Seele, für,/ stets zu beten und zu wachen:/ Gott wiros doch wohl machen. 6. Also soll es bleiben l/ Ich will mich verschreiben,/ Gott getreu zu sein;/ beides, Tod und Leben,/ bleibe ihm ergeben,/ ich bin sein, er mein/ denn mein Ziel/ ist: wie Gott willl/ drum sag ich in allen Sachen:/ Gott wiros doch wohl machen. Benjamin Schmolck, + 17³. . S 351— 11 ——————. Je grö⸗er Rreuz, je nä⸗ her him ⸗mel;„wer Udenn bei dem eit⸗len Welt⸗ge⸗ tüm ⸗mel/ ver⸗ — P..‚..I..........3 — K ist 5— 658 ne Rreuz, ist oh⸗ne Go oißt man gök. ie, Sluch und Lod. O se⸗ Pe is der 23* 5⁵⁵ 35¹ Vertrauen — SD‚DqDiDDSSSeeE Mann ge⸗schätzt,/ den Gott in Kreuz und Trüb⸗sal seht! 2. Je größer Kreuz, je besre Christen;/ Gott prüst uns mit dem Probestein./ Wie mancher Garten muß gleich Wüsten,/ weil ohne Tränenregen, seinl/ Das Gold wird auf dem deuerhero,/ ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube;/ die Palm erstarket durch oͤie Last;/ die Süßigkeit fließt aus der Traube/ erst, wenn du sie gekeltert hast;/ und wie die Perl in Salzesflut,/ so wächst im Kreuz oer Glaubensmut. 4. Je größer Rreuz, je größre Liebe;/ der Sturm facht nur die Flammen auf;/ scheint auch der Himmel noch so trübe,/ so lacht doch bald oͤie Sonne drauf,/ und gleichwie Ol oͤas deuer nährt,/ wird Liebesglut durch Kreuz vermehrt. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete;/ sie strömen aus dem Herzen fort. /Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte,/ so fragte man nicht nach dem Port./ Wo kämen davids Pfalmen her,/ wenn Kreuz ihm ferngeblieben wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen;/ im Tale steiget man bergan,/ wer oͤurch die Wüsten oft gegangen,/ der sehnet sich nach Kanaan./ Die Seele findet hier nicht Ruh,/ oͤrum eilt sie Zions hütten zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben;/ man freut sich recht auf seinen Tod,/ denn man entgehet dem Veroͤerben;/ es stirbt auf einmal alle Not./ Das Kreuz, das unsre Gräber ziert,/ bezeugt/ man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone,/ die Gott oen Seinen beigelegt,/ und die einmal vor seinem Throne/ der Uberwinder Scheitel trägt./ Ach, dieses teure Kleinod macht,/ daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter! laß mir dein Kreuze/ je länger desto lieber seinj/ daß mich die Ungeduld nicht reize,/ so pflanz ein solches Herz mir ein,/ das Glaube, Liebe, Hoffnung hegt,/ bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Bensamin Schmolck, 4 1757. 35⁵⁰ Vertrauen Mel. Was Gott tut das ist wohlgetan. 352 Severus Gastorius, 1681. 0 E.. + I. Gott lebtl Wie kann ich trau⸗rig sein, /als wär kein ö Er weiß ja wohl von mei⸗ ner Pein,/ die ich hier S Gott zu fin⸗den? er kennt mein herz/ und meinen Schmerz,/ so muß empfinden; nr, ere, — darf ich nicht ver⸗za⸗ gen/ und ihm nur al⸗les kla⸗gen. 2. Gott hört! Wenn niemand hören will:/ wie soll ich lange sorgen,/ mein Seufzen oͤringe nicht zum Ziel/ und bleibe Gott verborgen?„ Schrei ich empor,/ so hört sein Ohr,/ so steigt die Hilfe nieder,/ so schallt das Amen wieder. 5. Gott sieht! Wie klaget denn mein Herz,/ als säh er nicht mein Weinen?„Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz/ ganz offenbar erscheinen;/ kein Tränlein fällt,/ so er nicht zählt/ und sich vor Rugen sethet,/ bis er uns oͤrauf ergötzet. 4. Gott führt! So geh ich ruhig fort/ auf allen meinen Wegenj/ und wenn die Welt bald hier, bald dort/ will ihre Stricke legen,/ so pflegt er mich/ zwar wunderlich,/ doch selig auch zu führen,/ daß mich kein Fall kann rühren. 5. Gott gibt! Und wär ich noch so arm,„doch soll ich nicht verderben;/ was hilft mir denn mein steter arm,/ als müßt ich hungers sterben;/ er hat ja Brot,/ und wenn die Not/ uns nach der Wüste weiset,/ doch weroͤen wir gespeiset. 6. Gott lebt, wohlan, ich merke das;/ Gott hört, ich wills ihm sagen;/ Gott sieht, er setzt den Tränen Maßj/ Gott führt, ich darf nicht klagen;/ Gott gibt und liebt./ Nur unbetrübt!/ Er wird mir enoͤlich geben,/ auch dort mit ihm zu leben. Benjamin Schmolck, 4 1737. 3⁵5⁷ 553 Vertrauen mel. Nr. 352. 353 aa⸗ M wonletan 1. Gott ist mein Gott, er sorgt für mich,/ was soll ich mich denn grämenꝛ/ Will er doch alle Last auf sich/ von meinen Schultern nehmen./ Wenn noch so schwer/ mein Kreuz auch wär,/ es soll mich nicht eroͤrücken; /er will mich stets erquicken. 2. Gott ist mein Schild, er decket mich/ bei allen Ungewittern,/ auch wenn der hölle Pforten sich/ mit aller Macht erbittern:/ ist sein Panier/ nur über mir,/ so kann ihr blinoͤer Schrecken/ mir keine Furcht erwecken. 3. Gott ist mein Licht, er leitet mich/ auf allen meinen Wegen/ und führet mich ganz wunderlich/ bei Sonnenschein und Regenz/ sein Wort geht mir/ als Leitstern für/ und leuchtet meinen Füßen/ bei allen Finsternissen. 4. Gott ist mein Fels, er träget mich;/ laßt alle Berge sinken,/ so steh ich unveränderlich/ und werde nicht ertrinken;/ obgleich die Flut/ mit aller Wut/ an meinen Anker schläget;/ doch werd ich nicht beweget. 5. Gott ist mein Teil, er sättigt mich;/ mir wird kein Gutes fehlen;/ was sollte denn mein Herze sich/ mit vielen Sorgen quälen?/ Wer Gott nur hat,/ ist in oer Tat/ der reichste Mensch auf Erden,/ ihm muß der himmel werden. 6. Gott ist mein Heil, er segnet mich:/ ich soll in Christo lebenj/ mein Heiland hat aus Liebe sich/ für mich in Tod gegeben./ So fiel mein Los/ in Gottes Schoß;/ wer kann bei diesem Glauben/ mir Gott und Himmel rauben? 7. Gott ist mein Hirt, er weidet mich/ auf reinen, grünen Ruen,/ und seiner treuen hut kann ich/ mich ohne Furcht vertrauen./ Zeigt hier und da/ sich auch Gefahr,/ er gehet mir zur Seiten,/ sein RNuge muß mich leiten. 8. Gott ist mein Alles hier und doort,/ im himmel und auf Erden;/ es soll mir auch mein Gott hinfort/ noch immer lieber werden,/ bis ich dorthin/ gelanget bin,/ wo ich, mit Gott ver⸗ bunden,/ das höchste Gut gefunden. Benjamin Schmolck, 4 17³⁷ 35⁸ Vertrauen 35⁴4 mel. Alles ist an 9417 Senen. 35⁴4 Frankfurt a. M. 1758. 4 5 SISIII 1. Herr, mein Licht, mein Heil, mein Le⸗ben,/ wie kann J—— e. ich dich gnug 6—6 he⸗ben?/ 35 für Lie⸗der stimm ich an?/ E ———— — I .........; prei ⸗sen,/ so du, herr, an mir ge⸗ tan? 2. zwar oͤu hattest mich gebeuget,/ aber auch dabei gezeiget,/ wie du seist mit Hilfe nah./ In der Nacht warst oͤu verborgen,/ doch kam baloͤ ein froher Morgen,/ da ich, Herr, oͤein Antlitz sah. 3. Also hast oͤu mich geführet,/ wie ichs tausenomal verspüret/ selbst von meiner Jugend an,/ mit Geduld und Liebesarmen,/ mit viel Gnade und Erbarmen,/ daß ichs nicht verdanken kann. 4. Dich recht lieben, heißt dich loben,/ dich recht loben, führt nach oben,/ wo oͤu ewig wirst verklärt./ O so laß denn alle Sinnen,/ Reden, Schweigen und Beginnen/ nach dem himmel sein gekehrt. 5. Hier will ich dir fest vertrauen/ und auf deine Gnade schauen,/ wenn des Kreuzes Last mich oͤrückt./ Ich will in der Stille hoffen,/ bis mein Glaub dich angetroffen/ und dein Antlitz mich erquickt. 6. Willst oͤu mit der Hilf verziehen,/ eine Zeitlang von mir fliehen? /Herr, ich bin ein sünoͤger Knecht!/ Willst du strafen, willst du schlagen? /Willst oͤu züchtgen, willst ou plagen?/ Herr, du bleibest stets gerecht. 7. Nun, so stärke mir den Glauben;/ laß mir nichts denselben rauben,/ keine Weltlust, keine Pein./ Deine Liebe laß mich schmek⸗ ken,/ deine Gnade mich erwecken,/ immer dankbar dir zu sein. Zak. Gabrel Wolf, + 1754. V/ 355356 Vertrauen Mel. Ar. 552. 355 dasht woh ukan I. Ruf Gott und nicht auf meinen Rat/ will ich mein Glücke bauen/ und dem, der mich erschaffen hat// mit ganzer Seele trauen./ Er, der die Welt/ allmächtig hält,/ wird mich in meinen Tagen/ als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit,/ wieviel mir nüthen würde,/ be⸗ stimmte meine Lebenszeit,/ mein Glück und meine Bürde./ Was zagt mein Herz? /Ist auch ein Schmerz,/ der zu des Glaubens Ehre/ nicht zu besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt,/ und hätte, was ich bitte,/ mir gnädig, eh ichs bat, gewährt,/ wenns seine Weisheit litte./ Er sorgt für mich/ stets väterlich j/ nicht, was ich mir ersehe,/ sein Wille, der geschehe!l 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück/ weit schwerer oft zu tragen,/ als selbst das wioͤrige Geschick,/ bei dessen Last wir klagen?/ die größte Not/ hebt doch der Too,/ und Ehre, Glück und Habe/ ver⸗ läßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht,/ läßt Gott es keinem fehlen// Gesunoͤheit, Ehre, Glück und Pracht/ sind nicht das Glück der Seelen./ Wer Gottes Rat/ vor Augen hat,/ dem wiroͤ ein gut Gewissen/ die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit?„Wie balo ist sie ver⸗ schwunden!/ Was ist das Leiden dieser Zeit?/ Wie balo ists über⸗ wunden!/ Hofft auf den Herrn,/ er hilft uns gern./ Seid fröhlich, ihr Gerechten;/ der Herr hilfst seinen Knechten. Christian dürch egott Gellert, 4 1769. was Gtt tut, Mel. Nr. 352. 356 da st wohig un⸗ I. Der Herr ist meine Zuversicht,/ mein bester Trost im Leben./ Dem fehlt es nie an Heil und Licht,/ der sich dem Herrn ergeben./ Gott ist mein Gott;/ auf sein Gebot/ wiro meine Seele stilleʒ/ mir gnügt des Vaters Wille. 2. Wer wollte dir, herr, nicht vertraun?/ du bist des Schwachen Stärke;/ die Rugen, die auf dich nur schaun,/ sehn oͤeine Wunder⸗ werke./ Herr, groß von Rat/ uno stark von Tat// mit gnabenvollen Händen/ wirst oͤu dein Werk vollenden. 36⁰ Vertrauen 357 3. Noch nie hat sich, wer dich gellebt, verlassen sehen müsen/ du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt,/ doch deinen Trost genießen./ des Frommen herz/ wird frei von Schmerz// oͤer Sünder eitles Dichten/ wiro einst oein Rat vernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott;/ der Toren Trost ver⸗ schwindet,/ wenn der Gerechte in der Not/ Hilf und Erbarmung findet./ Wenn jen er fallt,/ ist er ein Helo;/ er steht, wenn Sünder zittern,/ ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin,/ die dͤir dein Glaube reichet./ Weh denen, die zu Menschen fliehnʒ/ weh dem, der von Gott weichet!/ Dein Heiland starb;/ ja, er erwarb/ auf seinem Todeshügel/ dͤir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her„sich Wetterwolken sammeln;/ Gott hilst, wenn Christen freudenleer/ zu ihm um Gnade stammeln./ Die Zeit der Qual,/ oͤer Tränen Zahl/ zählt er, er wägt die Schmerzen/ und wälzt sie weg vom herzen. 7. Herr, oͤu bist meine Juversicht;/ auf dich hofft meine Seele./ Du weißt, was meinem Glück gebricht,/ wenn ich mich sorgend guäle./ Wer wollte sich/ nicht ganz auf dich,/ Allmächtiger, ver⸗ lassen/ und sich im Rummer fassen? 8. In deine hand befehl ich mich,/ mein Wohlsein und mein Leben./ Mein hoffend Ruge blickt auf bich,/ dir will ich mich er⸗ geben;/ sei oᷣu mein Gott/ und einst im Too/ mein Fels, auf den ich traue,/ bis ich dein Antlitz schaue. Christ. Sturm, 4 1786. lles ist Mel. Nr. 354. 357 Sele: Segen, I. Fortgekämpft und fortgerungen bis zum Lichte durchgeoͤrun⸗ gen/ muß es, bange Seele, sein./ Durch die tiefsten Dunkelheiten/ kann dich Jesus hinbegleiten Mut spricht er den Schwachen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen/ scheinst dᷣu gleich von ihm verlassen,/ glaube nur und zweifle nichtl/ Bete, kämpfe sonoͤer Wanken:/ bald wirst du voll Freude danken,/ bald umgibt dich Kraft und Licht. 5. Bald wird dir sein Antlitz funkeln: /hoffe, harre, glaub im dun⸗ keln!/ Nie gereut ihn seine Wahl./ Er will dich im Glauben üben 3 Gott, die Liebe, kann nur lieben,/ Wonne wird bald deine ual. 3 358 Vertrauen 4. Weg von aller Welt die Blickel/ Schau nicht seitwärts, nicht zurücke,/ nur auf Gott und Ewigkeit;/ nur zu deinem Jesu wende/ Aug und herz unò Sinn und hände,/ bis er himmlisch dich erfreut. 5. Aus des Jammers wilden Wogen/ hat dich oft herausge⸗ zogen/ seiner Allmacht treue Hand./ Nie zu kurz ist seine Rechtej/ wo ist einer seiner Knechte,/ der bei ihm nicht Rettung fand? 6. Schließ dich ein in deine Kammer,/ geh und schütte deinen Jammer/ aus in Gottes Vaterherz;/ kannst oͤu gleich ihn nicht empfinden,/ Worte nicht, nicht Tränen finden,/ klag ihm schweigend deinen Schmerzl 7. Kräftig ist dein tiefes Schweigen:/ Gott wird sich als Vatei zeigen;/ glaube nur, daß er dich hörtl/ Glaub, daß Zesus dich vertreten,/ glaube, daß, was er gebeten,/ Gott, sein Vater, ihm gewährt. 8. Drum, so will ich nicht verzagen,/ mich vor Gottes Antlitz wagen,/ flehen, ringen fort und fort;/ ja, ich werͤe überwinden/ wer ihn sucht, der wird ihn finden,/ wird ihn haben hier und dort. Zoh. Kaspae Lavater, 4 1801. Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 358 Französischer Psalter, 1551. ———— r. ni n nn⸗n=en n. un dr, miie. 22.———... + + ö Wenn der herr einst die Ge⸗fang⸗nen ih⸗ rer Ban⸗ de o dann schwinoen die vergang⸗nen/ Lei⸗den wie ein —1— ——— 1 DJ.—.—— SSJ— Hii, In n inm iin 2—— — le dig macht, Dann wird un⸗ser Herz sich freun,/ un⸗ser Traum der Nacht. 2— 4+—— E!— 4—9— ————— Mund voll dan-kes sein;/ jauch⸗zend wer ⸗den wir — ů— ———— ——— d, dn, er⸗he⸗ ben/ ihn, der Frei⸗ heit uns ge ⸗ ge ⸗ ben. 56² ͤ Vertrauen 559 2. Herr, erhebe deine Rechte,/ gib uns einen Vaterblick;/ aus der Fremde ruf die Knechte/ in die heimat bald zurück!/ Ach, der Pfadò ist steil unò weit!/ Kürze unsre Prüfungszeit;/ führ uns, wenn wir treu gestritten,/ in des§riedens stille hütten. 3. Ernten weroͤen wir mit Freuden,/ was wir weinend aus⸗ gesät;/ jenseits reift die krucht oer Leiden,/ und des Sieges Palme weht./ Anser Gott auf seinem Thron,/ er, er selbst ist unser Lohnj/ die ihm lebten, die ihm starben,/ bringen jauchzend ihre Garben. Sam. Gottlieb Bürde, 4 1851. mel. O Zesu Christ, meins Lebens Licht. 359 Zeipzig 1625. 94 , n dr—— IIIS—,. 1. der him⸗mel hängt voll Wol⸗ken schwer,/ ich seh das 1+.— 2 ö S.SI...E e den der Lr.— blau e zelt kaum mehr;/ doch ü⸗ ber Wol⸗ken 2 2— hell und klar/ nehm ich ein freund⸗lich Ru⸗ge wahrl 2. Es tobt der Sturm mit wilder Macht,/ sie wird so dunkel oft, die Nacht;/ doch wenn auch meine Seele bebt,/ sie weiß, daß dort mein heiland lebt! 3. Sie zöge gar zu gern hinaus/ ins große, weite Vaterhaus,/ doch hält in seiner Kraft sie still,/ bis er, bis er sie lösen will. 4. Die Erd ist mir ein morsches Boot,/ das unter mir zu sinken droht;/ ich steh, nach oben hingewanoͤt,/ mit einem duß auf seinem Rand. 5. Gebeutst du, Herr, mit einem Blick,/ so schleuor ichs hinter mich zurück/ und schwinge mich an deiner Hand/ hinauf, hinauf und jauchze: Land! 6. Ich ginge gern, so gern zu dir!/ Doch wenn du mich noch länger hier„ in Sturm und dunklen Nächten läßt,/ so halt du meine Seele fest, 3⁰³ 360 Vertrauen 7. Daß sie in Sturm und Nächten treu,/ zu deiner Ehre wacker sei,/ bis du mir rufst: Nun ist mirs recht,/ nun kannst du kommen, treuer Knecht! heinrich möwes, 1834. Wi mel. Nr. 358. 360 Wasseranelle 1. O mein Herz, gib dich zufrieden!/ O verzage nicht so balol/ Was dein Gott dir hat beschieden,/ nimmt dir keiner Welt Gewalt./ Keiner hinoert, was er will,/ harre nur, vertraue still/ geh des Wegs, den er dich senoͤet; /er begann, und er vollendet. 2. Hüllt er oͤich in dunkelheiten,/ so lobsing ihm aus der Nacht/ sieh, er wird dir Licht bereiten,/ wo dus nimmermehr gedacht./ I Häuft sich Not und Sorg umher,/ wird die Last dir allzuschwer,/ faßt er plötlich deine hände/ und führt selber dich ans Ende. 3. Wär auch alle Welt dir feinoölich,/ rottete sich wider dich:/ dank ihm! O, der Herr ist freundlich,/ seine Huld währt ewiglich./ Sind auch Trauer, Angst und Leid/ seines Segens dunkles Kleid:/ dank ihm! Er schickt seinen Segen/ auf geheimnisvollen Wegen. 4. Enoͤlich wird dein Morgen grauen;„kennst oͤu nicht sein Morgenrot?/ Darfst du zagend rückwärts schauen,/ wenn dich Glut und Sturm beoͤroht? Denn auch§euerflamm und Wino/ Boten seines Willens sind;/ und kanns nur ein Wunder wenden:/ auch ein Wunder kann er senden! 5. O so laß denn alles Bangen!/ Wirke frisch, halt mutig ausͤ/ Was mit ihm oͤu angefangen,/ führet er mit dir hinaus./Und ob alles widersteht:/ in Vertraun und in Gebet/ bleib am Werke deiner hände,/ so flihrt ers zum schönsten Ende. Viktor v. Strauß, 4 1899. 364 zoten auch usl/ 7 180b N Herke& 1899. ö.⁰9 W W SN IEE 361 Jahreszeiten Lieder für besonoͤere Zeiten, Stänoͤe und Verhältnisse⸗ Jahreszeiten §rühling mel. nr. 135. 361 den wachticenend I. Hör ich euch wieder, ihr Töne oes zrühlings, erklingen,/ jubelnde Stimmen des Preises sich himmelwärts schwingen?/ Tief in der Brust/ regt sich die sehnende Lust,/ mit euch ein Loblied zu singen. 2. Soll mich die Amsel und soll mich die Lerche beschämen?/ Sang ist ihr Leben und freudiges Lob ohne Grämen./ Schweigest nur oͤu,/ Seele, berufen dazu,/ Gnade um Gnade zu nehmen? 3. Ist nicht dein rühling, der himmlische, dir auch erschienen?/ Sahst du die Ruen der hoffnung in ihm nicht ergrünen,/ der bis ins Grab /stieg aus dem himmel herab,/ all deinen Jammer zu sühnen? 4. Rönig des Himmels und§reund einer sündigen Seele,/ jeder Gedanke und jeoͤe Empfindung erzähle,/ was du mir bist;/ aus dir ein Lebensstrom fließt,/ daß ich mich nimmermehr quäle. 5. Laß mich dich loben! Ich weinte dir lange nur Klagen,/ wähnte dich hart, wenn aus Liebe du Wunden geschlagen,/ habe die hand/ ewiger Güte verkannt,/ irre von Sorgen und Zagen. 6. Doch wie der Winter von starrenden schneeigen höhen/ spur⸗ los zerrinnt, wenn sie Lüfte des Frühlings umwehen,/ also ent⸗ fliehn,/ gibst du dem Herzen dich hin,/ all seine starrenden Wehen. 7. Gib mir die Harfe und laß mich die himmlischen Lieder/ fernher vernehmen! Sie hallen im Tränental wieder./ Engel⸗ gesang/ und der Erlöseten dank/ schwebe hinauf und herniederl 8. Schön ist die Schöpfung, die, ewiges Wort, oͤu gegründet// ö wundervoll hast du die Berge und Täler geründet;/ Frühlinges Pracht/ hat, wie oer Tag und die Nacht,/ längst deinen Namen verkündet. .Zauchze, Natur, in des Frühlings beginnendem Wehenl/ Singe, du Welt, die das Werk der Erlösung gesehenl/ Jauchze, du heer/ dort am kristallenen Meer: /Ehre sei Gott in den Höhen! N Meta heußer⸗Schweizer, 1876. 5⁰⁵ 4143343 sT jeiten herren, König. belnde in der ingen. nen?/ eigest men? nen?/ is ins hnen? jeder / aus le. gen, 7 habe agen. spur⸗ dent⸗ ehen. eder/ ngel⸗ iederl det/ inges amen enl/ ʒe, du zhenl 187⁵. Jahreszeiten 362 Sommer)⸗ 362 gohannes Schmiolin, 1769. — ö——— e I. Geh aus, mein Herz, und su⸗ che Freud/ in die⸗ ser ——— I lie⸗ben Som⸗mer⸗zeit/ an dei⸗ nes Got⸗ tes Ga⸗ ben/ schau 2 .— S— an der schö ⸗nen Gär⸗ ten Zier/ und sie⸗he, wie sie ö—— mir und dir/ sich aus ⸗ge⸗ schmük⸗ket ha ⸗ ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub,/ das Eroͤreich decket seinen Staub/ mit einem grünen Kleide;/ die Blümlein auf dem Wiesen⸗ plan,/ die ziehen sich viel schöner an/ als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Lust,/ das Täublein fleugt aus seiner Rluft/ und macht sich in die Wälder;/ die hochbegabte Nachtigall/ ergötzt und füllt mit ihrem Schall/ Berg, Hügel, Tal und Feloer. 4. Die Glucke führt ihr völklein aus,/ der Storch baut und bewohnt sein Haus,/ das Schwälblein speist die Jungen/ der schnelle Hirsch, das leichte Reh/ ist froh uno kommt aus seiner höh/ ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die unveroͤrossne Bienenschar/ fleugt hin unoͤ her, sucht hier und da/ sich eoͤle honigspeise j/ des süßen Weinstocks starker Sast/ bringt täglich neue Stärk und Krast/ in seinem schwachen Reise. 6. Der Weizen wächset mit Gewalt j/ darüber jauchzet jung und alt/ und rühmt die große Güte/ des, der so überflüssig labt/ und mit so manchem Gut begabt/ das menschliche Gemite. 36⁷7 33 Jahreszeiten 7. Ich selber kann und mag nicht ruhn;/ des großen Gottes großes Lun/ erweckt mir alle Sinnen/ ich singe mit, wenn alles singt// und lasse, was dem höchsten klingt,/ aus meinem herzen rinnen. 8. Ach, denk ich, bist du hier so schön,/ und läßt oͤus uns so lieblich gehn/ auf dieser armen Eroͤen:/ was will doch wohl nach dieser Welt/ dort in dem reichen himmelszelt/ und gülonen Schlosse weroͤen! 9. Welch hohe Lust, welch heller Schein/ wird wohl in Christi Garten sein!/ Wie muß es da wohl klingen,/ da so viel tausend Seraphim/ aus einem Mund mit heller Stimm/ ihr Halleluja singen! 10. O wär ich oͤa, o stünd ich schon,/ ach, lieber Gott, vor deinem Thron/ und trüge meine Palmenl/ So wollt ich nach der Engel Weis/ erhöhen deines Namens Preis/ mit tausend schönen Psalmen. ö 11. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch/ hier trage dieses Leibes Zoch,/ auch nicht gar stille schweigen;/ mein Herze soll sich fort und fort/ an diesem und an allem Ort/ zu deinem Lobe neigen. 12. Hilf nur und segne meinen Geist/ mit Segen, der vom Himmel fleußt,/ daß ich dir stetig blühe;/ gib, daß der Sommer deiner Gnao/ in meiner Seele früh und spat/ viel Glaubensfrücht erziehe. 13. Mach in mir deinem Geiste Raum,/ laß mich als einen guten Baum/ am Lebenswasser grünen;/ so will ich dir und deiner Ehr/ allein und keinem andern mehr/ hier und dort ewig dienen. Paul Gergaroͤt, 4 1676. Herbst⸗ Mel. Rr. 369. 363„er bie M. 85 1. Des Jahres schöner Schmuck entweicht,/ die Flur wird kahl, der Walo erbleicht,/ der Vöglein Lieder schweigen./ Ihr Gottes⸗ kinder, schweiget nicht/ und laßt hinauf zum ewgen Licht/ des Herzens Opfer steigen! 2. Gott ließ der Eroͤe§rucht geoͤeihn;/ wir greifen zu, wir holen ein,/ wir sammeln seinen Segen./ Herr Jesu, laß uns gleichen Fleiß/ an deiner Liebe Ruhm und Preis/ mit herzensfreude legen. 3⁰⁸ iten ottes alles rzen 1s so nach lose hristi send eluja vor h der önen ieses ll sich igen. vom nmer rücht einen einer enen. 1676. Herz. 55.) kahl, ttes⸗ des wir ichen egen. gahreszeiten 3⁰⁴ 3. Was Gottes Hand für uns gemacht,/ das ist nun alles ein⸗ gebracht,/ hat dach unòd Raum gefunden./ So sammle dir zur Gnadenzeit,/ o Seele, was dein Herr dir beut,/ für deine Rreuzes⸗ stunden. 4. Denn wie die§elder öde stehn,/ die Nebel kalt darüber wehn/ und Reif entfärbt die Matten: /so endet alle Lust der Welt,/ des Lebens Glanz und Kraft zerfällt;/ schnell wachsen seine Schatten. 5. Es braust der Sturm, der Wald erkracht,/ der Wandrer eilt, um noch vor Nacht/ zu flüchten aus den Wettern./ O Zesu, sei uns Dach und Turm,/ wenn oft des Lebens rauher Sturm/ uns will zu Boden schmettern. 6. Es fällt der höchsten Bäume Laub/ und mischt sich wieder mit dem Staub,/ von dannen es gekommen./ Ach, Mensch, sei noch so hoch und wert:/ du mußt hinunter in die Erd,/ davon du bist genommen! 7. Doch wie der Landmann seine Saat/ ausstreuet, eh der Winter naht,/ um künftig örucht zu sehen:/ so, treuer Vater, deckest du/ auch unsern Leib mit Erde zu,/ daß er soll auferstehen. 8. Indes, wie über Land und Meer/ der Störche Zug, der Schwalben heer/ der Sonn entgegenstreben:/ so laß zu dir die Seele fliehn,/ zu deinem Paradiese ziehn,/ an deiner Sonne leben! Viktor v. Strauß, 4+ 1899. Winter⸗ Mel. Gott sei Dank A. li durch alle Welt. 364. Halle 1400. 1. Gro⸗ßer Schöpfer, herr der Welt,/ des⸗sen Hand die T....,——.— him⸗mel hältl/ Zu der Son⸗ ne sprichst du: Lauf,/ ge ⸗ he — „— 365 Morgen 2. Deine Macht und herrlichkeit/ leuchtet auch zur Winterszeit/ in der wolkenvollen Luft,/ in den Flocken, in dem duft. 3. Alles ruht; auf dein Geheiß/ wird der Wasserstrom zu Eis./ Du gibst, was der Lanomann bat,/ deckst und wärmest seine Saat. 4. Der des Sperlings nicht vergißt,/ sorgt noch mehr für dich, o Christl/ Gott sei dir in hitz und Frost/ dreude, Zuversicht und Trost. 5. Bleibe oͤu, mein herz, nur warm!/ Ist ein Bruder nackt und arm,/ brich ihm liebevoll dein Brot,/ linoͤre freunoͤlich seine Not. 6. Nach des Winters kalter Nacht/ lebet alles, alles lacht;/ Bäume, Wiesen, Wäloͤer blühn,/ und die dürre Welt wird grün. 7. Also blüht nach kurzer Zeit/ aus dem Staub Unsterblichkeit;/ neu und umgeschaffen einst/ sind wir, wenn du, Herr, erscheinst. 8. Eile, Freudentag, heran,/ dem kein Winter folgen kannl/ Sonne, die nie untergeht,/ sei gelobet und erhöht! Kaspar Lavater, 4 1801. Morgen 365 Hamburg 1578. —— +— 2— Wur mei⸗nes her ⸗ zens Grun ⸗de/ sag ich dir in die⸗ser Mor ⸗ gen ⸗ stun⸗de/ und all mein — Lob und Dank 1— Le=ben lang, Herr Gott, auf dei ⸗ nem Thron,/ zu — +—— e n, s. —— 1 1 2 Lob dir, Preis und Eh⸗ ren/ durch Chri⸗stum, un ⸗sern ar ne. Her ⸗ren,/ dein ein⸗ge⸗bor⸗nen Sohn 37⁰ Ffiii gen zeit/ Morgen 366 2. Daß oͤu mich hast aus Gnaden/ in der vergangnen Nacht/ vor Not, Gefahr und Schaden/ behütet und bewacht./ Ich bitt de⸗ mütiglich,/ wollst mir mein Sünd vergeben,/ womit in diesem Leben/ ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten/ mich gnädig diesen Tag/ vor Satans List und Wüten,/ vor Sünden und vor Schmach,/ vor Feur und Wassersnot,/ vor Armut und vor Schanden,/ vor Ketten und vor Banden,/ vor bösem, schnellem Tod. 4. Mein Leib und Seel, mein Leben,/ mein Weib, Gut, Ehr und Kind/ sei dir, herr, übergeben,/ dazu mein Hausgesind/ als dein Geschenk und Gab,/ die Eltern unòd Verwanoͤten,/ Geschwister und Bekannten/ und alles, was ich hab. 5. Gott will ich lassen raten,/ der alle Ding vermag;/ er segne meine Taten/ auch an dem heutgen Tag./ Ihm hab ich heimge⸗ stellt/ Leib, Seele, Gut und Leben,/ und was er sonst gegeben/ er machs, wies ihm gefäͤllt. 6. Darauf so sprech ich Amen/ und zweifle nicht daran,/ Gott nimmt in Jesu Namen/ mein Flehen gnädig an./ Nun streck ich aus die Hand,/ greif an mein Werk mit§reuden,/ das Gott mir will bescheiden/ in meinem Amt und Stand. Georg niege, 4 1888. 366 heinrich Albert, 1642. ⁴ ———— S SDSDE‚I‚‚E‚E‚‚‚ EE......... I— 2—— s — des him⸗mels und der Er⸗den,/ Va⸗ ter, Uder es Tag und Nacht läßt wer⸗den,/ Sonn und ——————.— n. Sohn und heil⸗ger Seist Mond uns weiepen. aule hen.: A 1 1— IE E+ I — E H—— E—...........— Band die Welt/ uno, was oͤrin nen ist, er⸗hält: 24⁷ 57¹ 367 Morgen 2. Gott, ich danke dir von herzen,/ daß ou mich in dieser Nacht/ vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen/ hast behütet und bewacht/ und bei aller meiner Schuld/ mich noch trägst mit Vaterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden„ jetzt mit dieser Nacht vergehn;/ o, Herr Jesu, laß dich finden/ und dein Herz mir offen stehn,/ da alleine hilf und Rat/ ist für meine Missetat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen/ geistlich auferstehen mag/ und für meine Seele sorgen,/ daß, wenn nun dein großer Tag/ uns erscheint und dein Gericht,/ ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o herr, und leite/ meinen Gang nach deinem Wort/ sei und bleibe oͤu auch heute/ mein Beschützer und mein Hort!/ Nirgenoͤs, als von dir allein,/ kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele/ samt den Sinnen und Ver⸗ stand,/ großer Gott, ich dir befehle/ unter deine starke Hanoͤz/ Herr, mein Schilo, mein Ehr und Ruhm,/ nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende,/ der des bösen Feindes Macht,/ List unòd Anschlag von mir wende/ und mich halt' in guter Acht;/ der auch enoͤlich mich zur Ruh/ trage nach dem Himmel zu!l Heinrich Albert, 4 1651. Mel. Herr Jesu Christ, 367 dich zu uns wend. Göelitz 1648. 0 .DSDSDSPSISESISISEITESTSESEEI... —+ 1. Die Nacht nunmehr ver⸗gan⸗gen ist;/ wir oͤanken dir, herr 1 — 4— D— r drnnnn 5 5—.— 2— 12— 2— sund läßt se⸗ hen je⸗den Tag. 2. Wir bitten dich, du Gnaoͤenstrahl, /leucht uns in oͤiesem Eroͤen⸗ talz/ beschirm uns täglich und auch heut,/ bewahr uns ferner allezeit. 37² röen⸗ erner Morgen 368 3. Daneben gib uns§ried und Ruh/ und, was uns nötig ist, dazu;/ durch deine starke Gnadenhand/ beschütze uns und unser Land. 4. All Sünd und Schwachheit uns verzeih,/ ein gut Gewissen stets verleih;/ gib, daß wir deines Namens Ehr/ ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es dir, o herr, gefällt,/ uns abzufordern aus der Welt,/ so gib ein selig Ende hier,/ daß wir dort ewig sind bei dir. 6. O Jesu Christ, erbarme dich,/ hör unsre Bitten gnädiglichj/ durch dein Verdienst, durch deinen Too/ erlöse uns aus aller Not. Vor 1664. 368 Joh. Georg Ebeling, 1666. D V ——— „ie güld⸗ ne Son ⸗ ne,/ voll Gren⸗zen/ mit ih⸗ rem Glän⸗zen/ ein herz⸗er⸗quik⸗ken⸗des, SSSSSSSIE ν hi lieb⸗li⸗ches Licht./ Mein Haupt und Glie⸗der,/ die la⸗ gen dar⸗ —. ISSS nie ⸗der, a= ber nun steh ich,/ bin mun⸗ter und fröh⸗lich,/ D schau e den him⸗mel mit mei⸗nem Ge/ sicht. 57⁰ 368 Morgen 2. Mein Auge schauet,/ was Gott gebauet/ zu seinen Ehren,/ und uns zu lehren,/ wie sein Vermögen sei mächtig und groß,/ und wo oͤie§rommen/ dann sollen hinkommen,/ wenn sie mit Frieden/ von hinnen geschieden/ aus dieser Eroͤen vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen,/dem Schöpfer bringen/ Güter und Gabenz/ was wir nur haben, /alles das sei Gott zum Opfer gesetzt./ Die besten Güter/ sinòd unsre Gemüter;/ vor ihn zu treten/ mit Singen und Beten,/ das ist ein Opfer, oͤran er sich ergötzt. 4. Abend und Morgen/ sind seine Sorgen/ segnen und mehren// Unglück verwehren,/ sind seine Werke und Taten allein./ Wenn wir uns legen,/ so ist er zugegen;/ wenn wir aufstehen,/ so läßt er aufgehen/ über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben/ zu dir hoch oͤroben/ mein ganzes Sinnenj/ laß mein Beginnen/ ohn allen Anstoß und glücklich ergehn./ Laster und Schande,/ der dinsternis Bande,/ dallen und Tücke/ treib ferne zurücke,/ laß mich auf deinen Geboten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden/ ohn alles Neiden/ sehen den Segen,/ den du wirst legen/ in meines Nächsten und Mitbruders Haus./ Geiziges Brennen,/ unchristliches Rennen/ nach Gut mit Sünde/ das tilge geschwinde/ von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen,/ was ists gewesen?/ In einer Stunde/ geht es zugrunde,/ sobald die Llifte des Todes oͤrein wehn./ Alles in allen/ muß brechen und fallen;/ Himmel und Erden,/ die müssen das werden,/ was sie gewesen vor ihrem Bestehn. 8. Alles vergehet,/ Gott aber stehet/ ohn alles Wankenj/ seine Gedanken,/ sein Wort und Willen hat ewigen Grund./ Sein heil und Gnaden,/ die nehmen nicht Schaden,/ heilen im Herzen/ die tödlichen Schmerzen,/ halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone//vergib und schonel/ Laß meine Schulden/ in Gnad und Hulden/ von deinen Rugen sein ferne gewanötl/ Sonsten regiere,/ mich lenke und führe,/ wie dirs gefälletz/ ich habe gestellet/ alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben,/ womit mein Leben/ ich kann ernähren/ so laß mich hören/ allzeit im Herzen dies heilige Wort:/ Gott ist 374 Morgen 369 das Größte,/ das Schönste, das Beste,/ Gott ist das Süßte/ und Allergewißte,/ aus allen Schätzen oͤer edelste Hort. 11. Willst oͤu mich kränken,/ mit Galle tränken,/ und soll von Plagen/ ich auch was tragen,/ wohlan, so mach es, wie dir es be⸗ liebtl/ Was gut und tüchtig,/ was schäͤlich und nichtig/ meinem Ge⸗ beine,/ das weißt du alleine,/ hast niemals einen zu sehr noch betrübt. 12. Kreuz und Elende,/ das nimmt ein Ende;/ nach Meeres⸗ brausen/ und Windessausen/ leuchtet der Sonne erwünschtes Ge⸗ sicht./ Freude die Fülle/ und selige Stille/ darf ich erwarten/ im himmlischen Garten;/ dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gech.eoͤt, 4 1676. Mel. Nun laßt uns Gott, dem Hereen. 369 Zelpzig 1587. EHA ö—— IIE L, Sanser,-. 1. Wach auf, mein Herz, und sin⸗ge/ dem Schöpfer al⸗ler 1— EI—— I— —.———— I 4.—— din⸗ ge,/ dem Ge⸗ ber al⸗ͤler Gü⸗ ter,/ dem treu⸗ en — D ...... 1 1— Men⸗ schen⸗ hü⸗ ter. 2. Heut, als oͤie dunklen Schatten/ mich ganz umfangen hatten,/ beoͤecktest du mich Armen,/ o Vater, mit Erbarmen. 3. Du sprachst:„Mein Kind, nun liege,/ kein Schrecken dich be⸗ siegeʒ/ schlaf wohl, laß dir nicht grauen,/oͤu sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, das ist geschehen,/ ich kann oͤas Licht noch sehen/ von Not blieb ich befreiet,/ dein Schutz hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben:/ hier bring ich meine Gaben/ und opfere dir wieder/ mein herz und meine Lieder; 6. Die wirst dᷣu nicht verschmähen;/ du kannst ins herze sehen/ und weißt wohl, daß zur Gabe/ ich ja nichts Besyres habe. 7. So wollst odu nun vollenden/ dein Werk an mir und senden,/ der mich an diesem Tage/ auf seinen händen trage. 37⁵ 370·37¹ Morgen 8. Sprich Ja zu meinen Taten,/ hilf selbst das Beste raten,/ den Anfang, Mitt und Ende,/ ach, herr, zum Besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte,/ mein Herz sei deine hütte,/ dein Wort sei meine Speise,/ bis ich gen himmel reise. paul Gerhardt, 4 1676. 370 Ohren 2u mir zehre 1. O allerhöchster Menschenhüter,/ du unbegreiflich großes Gut/ ich will dir opfern Herz unòd Mut;/ stimmt an mit mir, gedenkt der Güter,/ all ihr Gemüter! 2. Herr, deiner Kraft ichs nur zuschreibe,/ daß ich noch Odem schöpfen kann;/ ach, nimm dich meiner gnädig an,/ du Vaterherz/ mich nicht vertreibe,/ heut bei mir bleibe! 5. Israels Gott, da ist mein Wille,/ der sich dir willig unter⸗ gibt,/ oͤich über alles gerne liebt;/ das ist mein Wunsch in früher Stille,/ o Gnadenfülle! 4. Dein Angesicht mich heilig leite,/ dein Ruge kräftig auf mich sehj/ ich reise, sihz, geh oder steh,/ mich zu der Ewigkeit begleite/ Herr, mich bereite! 5. Laß Seel und Leib, so du gegeben,/ stets sein in deiner Furcht bereit,/ als Glieder der Gerechtigkeit/ bis in den Tod dir sein ergeben,/ o Seelenleben! 6. Gesegne mich auf meinen Wegen,/ mein Tun und Lassen lenke duz/ in Anruh bleibe meine Ruh,/ bis ich zuletzt mich werde legen/ in Fried undò Segen. Zoachim Neander, + 1680. 371 Joh. Rudolf Ahle, 1662. Mor ⸗gen⸗glanz der E⸗wig⸗keit,/ Licht vom un⸗ er⸗ Ischick uns die⸗se Morgen⸗zeit/ dei⸗ne Strahlen 335—— schöpften Lich ⸗te ů zu Ge⸗sich⸗ H0% und vertreib durch deine Macht/ unsere Nacht, 57⁰ Morgen 372 2. Deiner Güte Morgentau/ fall auf unser matt Gewissen/ laß die dürre Lebensau/ lauter süßen Trost genießen/ und erquick uns, deine Schar,/ immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut/ unsre kalten Werke töte/ und erweck uns herz und Mut/ bei erstanoͤner Morgenröte,/ daß wir, eh wir gar vergehn,/ recht aufstehn. 4. Nch, ou Rufgang aus der höh,/ gib, daß auch am jüngsten Tage/ unser Leib verklärt ersteh/ uno, entfernt von aller Plage,/ sich auf jener Freudenbahn/ freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt,/ du verklärte Gnadensonne,/ führ uns durch das Tränenfeld/ in das Land der süßen Wonne,/ wo die Lust, die uns erhöht,/ nie vergeht. Christian Knorr v. Rosenroth, 4 1689. m 372 hüter, wird die el. Nr. 375. Nacht der Sünden. 1. Seele, du mußt munter werden,/ oͤenn der Erden/ blickt her⸗ vor ein neuer Tag;/ komm, dem Schöpfer dieser Strahlen/ zu bezahlen,/ was dein schwacher Trieb vermag. 2. Deine Pflicht, die kannst oͤu lernen/ von den Sternen,/ deren Golo der Sonne weicht,/ so laß auch vor Gott zerrinnen,/ was den Sinnen/ hier im Finstern schöne deucht. 3. Schau, wie das, was Odem ziehet,/ sich bemühet/ um der Sonne holdes Licht,/ wie sich, was nur Wachstum spüret,/ freudig rühret,/ wenn ihr Glanz die Schatten bricht. 4. So laß dich auch fertig finden,/ anzuzünden/ deinen Weih⸗ rauch, weil die Nacht,/ da dich Gott vor Unglücksstürmen/ wollen schirmen,/ ist so glücklich hingebracht. 5. Bitte, daß er dir Gedeihen/ mag verleihen,/ wenn du auf was Gutes zielst,/ aber daß er dich mag stören/ und bekehren,/ wenn du böse Regung fühlst. 6. Kränkt dich etwas diesen Morgen,/ laß ihn sorgen,/ der es wie oͤie Sonne macht,/ welche freunoͤlich pflegt die höhen/ an⸗ zusehen/ und auch in die Täler lacht. 7. Denk, daß er auf deinen Wegen/ ist zugegen/ und erkennet, was du tust;/ daß er auch verborgne dlecken/ kann entdecken/ und die tiefste Sündenlust. 87/ 37³ Morgen 8. Wir sind an den Lauf der Stunden/ festgebunden,/ der ent⸗ führt, was eitel heißt,/ und der dein Gefäß, o Seele,/ nach der Höhle/ eines Sterbgewölbes reißt. 9. Drum so seufz ich, daß mein Scheiden/ nicht ein Leiden,/ sondern sanftes Schlafen sei,/ und daß ich mit Lust und Wonne/ seh die Sonne,/ wenn des Todes Nacht vorbei. Frieör. Rud. Ludwig v. Canitz, 4 1699. 373 Halle 17⁰⁴. J. A. Freylinghausen. 2 —.————n —8—.——..— e SSSSS 1. Hüter, wird die Nacht der Sünden/ nicht verschwinden?/ —.———.— ö— ö — EE + Hü⸗ter, ist die Nacht schier hin? Wird oͤie Fin⸗ster⸗ nis der . Sinnen/ bald zer ⸗rin⸗-nen,/ da⸗rein ich ver⸗ hül⸗let bin? 2. Möcht ich wie das Rund der Eroen/ lichte weroen!/ Seelen⸗ sonne, gehe aufl/ Ich bin finster, kalt und trübe;/ Jesu, Liebe,/ komm, beeile deinen Laufl 3. Wir sind ja im neuen Bunde,/ da die Stunde/ oͤer Erscheinung kommen ist;/ und ich muß mich stets im Schatten/ so ermatten,/ weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen,/ weil du kommen;/ aber ich bin lauter Nacht;/ darum wollst oͤu mir, dem deinen,/ auch erscheinen,/ der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke/ ohne Stärke/ in der dinster⸗ nis vollziehn?/ Wie kann ich die Liebe üben,/ Demut lieben/ und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Ach, daß länger meine Seele/ sich nicht quäle,/ zünd dein deuer in mir an!/ Laß mich finstres Rind der Erden/ helle werden,/ daß ich Gutes wirken kann. 37⁸ Morgen 37⁴ 7. Das Vernunftlicht kann das Leben/ mir nicht geben j/ Jesus und sein heller Schein,/ Jesus muß das Herz anblicken/ und er⸗ quicken,/ Jesus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Rugen/ kann nicht taugen,/ seine Klarheit kann nicht ein;/ wenn sein helles Licht den Seinen/ soll erscheinen,/ muß das Ruge reine sein. 9. Jesu, gib gesunde Rugen,/ die was taugen,/ rühre meine Augen anl/ Denn das ist die größte Plage,/ wenn am Tage/ man das Licht nicht sehen kann. Chrintlan Friedrich Ricrer, 4 1711. w den lieb Mel. Nr. 359. 374 Gott läbt walten. 1. Mein Gott, nun ist es wieder Morgen, /die Nacht vollendet ihren Lauf;/ nun wachen alle meine Sorgen/ auf einmal wieder mit mir auf./ Die Ruh ist aus, der Schlaf dahin;/ ich sehe wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde,/ wo jeder Tag sein Elend hat,/ wo ich nur immer älter werde/ und niemals rein von Misse⸗ tat./ O Gott, der täglich mich ernährt,/ wär ich doch deiner Gnad auch wert! 5. Du siehst am Morgen mich aufstehen,/ regier mich auch in dieser Welt/ ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehenz/ mach alles so, wie dirs gesällt;/ schließ mich in deine Vorsicht ein,/ dein will ich tot und lebeno sein. 4. Vergib mir, Vater, meine Sünden,/ die ich bei Tag und Nacht beging,/ und laß mich vor dͤir Onade finden,/ erhöre, was ich bet und sing;/ denn wenn ich nur bei dir wohl steh,/ so acht ich gar nicht, wie es geh. 5. Hilf du in allen Sachen raten,/ denn ich bin selber mir nicht klug;/ behüte mich vor Missetaten,/ vor böser Menschen List und Trugj/ laß mich den Tag wohl legen an/ und Gutes schaffen, wo ich kann. 6. Behüte mir mein Leib und Leben,/ mein Weib uno Rind, mein Hab und Gut,/ und laß den him:nel Segen geben,/ wenn meine Hand das Ihre tut;/ hilf daß ich alles wohl verrichtl/ Du wirst es tun, ich zweifle nicht. Raspar Neumann, + 1715. 7⁰ 37⁵5.376 Morgen Mel. Nr. 558(oder wie 388). 375 Waherarel, 1. Gott, du Licht, das ewig bleibet,/ das ohn allen Wechsel ist// ul die dinsternis vertreibet,/ der du bleibest, wie du bist// ich ver⸗ lasse meine Ruh;/ rufe: Werde Licht! mir zu,/ daß ich, der ich Nacht und Erde, durch dein Licht verkläret werde. 2. Wecke, da der Leib geschlafen,/ auch die Seele geistlich auf,/ gib ihr deines Lichtes Waffen,/ richt und leite hren Lauf;/ laß mich sein des Lichtes Kind,/ hilf mir, da ich geistlich blind, /Jesu, daß ich wieder sehe/ und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, undò gewähre,/ was die arme Seele stillt j/ ach, erneure und verkläre/ stets in mir dein Ebenbild!/ Sende mir den Geist der Kraft,/ der ein neues Leben schafft,/ daß ich himm⸗ lich auf der Erde/ und ein Geist mit Christo werde. 4. Segne meiner hände Werke,/ fördre mich in meiner Pflicht/ bleibe meiner Schwachheit Stärke,/ meines Lebens Rraft und Licht// laß mein Lebensziel allein/ deines Namens Ehre sein j/ hilf, daß ich stets wahre Liebe/ gegen meinen Nächsten übe. 5. Führ mich einst zu jenem Lichte/ deiner höchsten Majestät,/ wo vor deinem Angesichte/ die verklärte Seele steht,/ heller als der Sonnenschein,/ schön, unsterblich, engelrein,/ laß sie sein mit dir vereinet,/ wenn mein letzter Tag erscheinet. Salomo Franck, 4 1725. Mel. den die hirten lobten sehre. 376 Vorreformatorisch. 0 9— 87 E 1.§rüh am Mor⸗gen Je ⸗ sus ge⸗ het/ und vor x 2 2 2 + 1—— — al ⸗len Tü⸗ren ste⸗het,/ klo⸗pfet an, wo man ge⸗ — E—— 12— H =————H 1— I fle ⸗het:/ Komm, herr Je ⸗ su, un ⸗ ser Gastl 380 IN Morgen 7 2. Nun, so lasset ihn nicht dorten,/tut ihm auf des Herzens Pforten/ und ruft ihn mit süßen Worten:/ Eile, Jesu, kehre ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben,/ alle deinde von uns treiben// uns ins Buch des Lebens schreiben/ und der gute hirte sein 4. Weiden uns auf grünen Auen,/ daß wir deine dülle schauen/ und auf deinen Reichtum bauen,/ mit oͤir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehenl/ Jesus wird heut mit uns gehen,/ und wir werden fröhlich sehen,/ daß er uns nicht läͤßt allein. Gerharo Stip, 4 1882. Mel. O Gott, du frommer Gott. (Oder wie 996. 377 — ö 005 1 O ze⸗su, sü⸗5es Licht,/ nun ist die Nacht ver⸗ nun hat dein Gnadenglanz/ aufs neu⸗ e mich um⸗ 1—— I 1 —— 1——4 5..——— —— gan⸗ gen; fan⸗gen V+ ö EEEHN ———— 2 EEEEEEEEEE weckt/ und hat sich, herr, nach dir/ ver⸗lan⸗gend aus⸗ge⸗streckt. 2. Was soll ich dir denn nun,/ mein Gott, für Opfer schenken?/ Ich will mich ganz und gar/ in deine Gnade senken/ mit Leib, mit Seel, mit Geist/ heut diesen ganzen Tag/ das soll mein Opfer sein, /weil ich sonst nichts vermag. 3. Mein Jesu, schmücke mich/ mit Weisheit und mit Liebe,/ mit Keuschheit und Geduld/ durch oeines Geistes Triebe;/ auch mit der Demut mich/ vor allem kleide an,/ so bin ich wohl geschmückt/ und köstlich angetan. 4. Gib, daß mir diesen Tag/ stets vor den Rugen schwebe,/ daß dein Allgegenwart/ mich wie die Lust umgebe// auf daß mein ganzes TLun/ durch Herz, durch Sinn und Mund/ dich lobe inniglich,/ mein Gott, zu aller Stund! nun ist, was an mir ist,/ vom Schla⸗fe auf⸗ge⸗ 381 57́8 Morgen 5. Nch segne, was ich tu,/ jWa rede und geoenke;/ durch deines Geistes Kraft/ es also führ und lenke,/ daß alles nur gescheh/ zu deines Namens Ruhm,/ und daß ich unverrückt/ verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, 17⁴4. Mel. Ich dank dir schon durch deinen Sohn. 378 *— ů— — Ib—.———..—3 DDID] Aus dem Böhmischen, 1595. 1. Mein erst üü⸗ und er⸗ heb ihn, ———— mei ⸗ ne See⸗lel/ der herr hört oeisnen Lob⸗ ge⸗sangz/ lob⸗sing ihm, mei ⸗ ne See⸗lel 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht,/ lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht/ unòd Ruhe für die Müden? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt,/ und dein ist unser Leben/ du bist es, der es uns erhält/ und mirs jetzt neu gegeben. 4. Gelobet seist du, Sott der Macht,/ gelobt sei deine Treue,/ daß ich nach einer sanften Nacht/ mich dieses Tags erfreue. 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn,/ mich deine Wege wallen,/ und lehre du mich selber tun/ nach deinem Wohlgefallen. 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr,„auf dich hofft meine Seele;/ sei mir ein Retter in Gefahr,/ ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein Herz voll Zuversicht,/ erfüllt mit Lieb und Ruhe,/ ein weises Herz, das seine Pflicht/ erkenn und willig tue; 8. Daß ich als ein getreuer Rnecht/ nach deinem Reiche strebe// gottselig, zlichtig und gerecht/ durch deine Gnade lebe; 9. Daß ich das Glück der Lebenszeit/ in deiner Furcht genieße/ und meinen Lauf mit Freudigkeit,/ wenn oͤu gebeutst, beschliebe. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. 38²2 jen Morgen · Mittag 379.580 381 W˖ 11 Mel. Nr. 358. 379 Waheranelte un 1. Wenn ich einst von jenem Schlummer welcher Tod heißt, 744 auufersteh/ und, erlöst von allem Rummer,/ jenen schönren Morgen seh:/ o dann wach ich anders auf./ Schon am Ziel ist dann mein Laufj/ Trãume sind des Pilgers Sorgen,/ großer Tag, an oͤeinem 55. Morgen! E 2. Hilf, daß keiner meiner Tage,/ Geber der Unsterblichkeit,/ — einst mich im Gericht verklage,/ daß ich frevelnoͤ ihn entweiht./ — 5 Auch noch heute wacht ich auf;/ Dank sei dir! Zu dir hinauf/ führ n/ mich jeder meiner Tage,/ jeoͤe dreude, jede plage — 5. Daß ich froh gen Himmel sehe,/ wenn mein lethter Tag er⸗ — scheint./ Wenn zum dunklen Tal ich gehe,/ von den Meinigen be⸗ 7˙ weint// linore dann des Todes Pein,/ laß mich stark und freudig sein/ daß ich sie zum himmel weise/ und dich, Herr des Todes, preise. — Friedr. Gottlieb Klopstock, 4 1805. Mittag in Vor Tische⸗ die Mel. Nr. 359. 380 meins Lebeus Zidt. 1. Gesegn uns, Herr, oͤie Gaben dein,/ die Speis laß unsre nser RAahrung sein;/ hilf, daß dadurch erquicket wero/ der dürstge Leib en. auf dieser Erd! 21, 2. Doch dieses zeitlich Brot allein/ kann uns nicht g'nug zum Leben sein; /dein göttlich Wort die Seele speist// hilft uns zum n// Leben allermeist. 3. Drum gib uns beides, herr und Gott,/ hilf enoͤlich auch aus ine aller Not:/ so preisen wir dein? Gütigkeit/ hier und auch dort in hle. Ewigkeit. Mitte des 16. Jahrhunderts. e// icke o mel. Nr. 196. 381 Eheze Seie eν, Speis, o Gott, uns deine Rinder,/ tröste die betrübten Sünder// pprich den Segen zu den Gaben,/ die wir jetzo vor uns haben,/ be/ baß sie uns zu diesem Leben/ Stärke, Kraft und Nahrung geben,/ be. bis wir enoͤlich mit den drommen/ zu dem Himmelsmahle kommen. 769. gohann heermann, 1647. 358³⁸ 382. 385 384. 385 · 386 Mittag · Abenoͤ 3 8 2 Jesu, als du vstlich kamest. Herr, wir kommen zu dem Essen;/ laß uns deiner nicht ver⸗ gesjen,/ denn du bist das himmelsbrot/ speis die Leiber, stärk die Seelen,/ die wir dir jetzt anbefehlen,/ steh uns bei in aller Not/ hilf uns, daß wir nach der Erden/ deine Gäst' im immel werden. Nach CLische 383 Sre Wir danken Gott für seine Gaben,/ die wir von ihm empfangen haben,/ wir bitten unsern lieben Herrn,/ er woll auch ferner sie beschern/ und speisen uns mit seinem Wort,/ daß wir satt werden hier und dort;/ ach, lieber Gott, du wollst uns geben/ nach dieser Welt oͤas ewge Leben. Erasmus Alberus, 1537. Mel. Nr. 419. 384 da Christus geboren war. Unser Vater, der uns liebt,/ der uns, was uns gut ist, gibt// gab auch jetzt uns Speis und Trank;/ lobt ihn, sagt ihm frohen Dank./ Aller Segen kommt vom Herrn;/ dankt ihm und gehorcht ihm gern,/ liebt ihn, freuet euch des Herrn! Mel. Nr. 364. 385 durch alle Welt. Guter Geber, dank sei dir;/ du belebst, oͤrum leben wir/ du gibst Speise uns und Trank,/ dir sei ewig Lob und dank! Kaspar Lavater, 4 1801. Abend Mel. Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. 386 wittenberg 1545. V I—— —— 1227 1—— Di........ 1. hin⸗ un⸗ter ist der Son⸗ne Schein,/ die finst⸗ re ö—.—.——— rdanen— —— SS S.SI.......... vi. 1— Nacht bricht stark her⸗einj/ leucht uns, herr Christ, du wah⸗res 338⁴ 1— I E ——..— ö Licht,/ laß uns im Fin⸗stern strau⸗cheln nicht. 2. Dant sei dir, daß du uns den Tag/ vor Schaoͤen, Angst und mancher Plag/ durch oͤeine Engel hast behüt't/ aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir heut erzürnet dich,/ das, Herr, verzeih uns gnädiglich/ und rechn es unsrer Seel nicht zu;/ laß schlafen uns in Fried und Ruh. 4. Die Engel dein zur Wach bestell,/ daß uns der böse Feind nicht fäll;/ vor Schrecken, Angft und deuersnot/ behüt uns diese Nacht/ o Gott! Nikolaus herman, 4+ 1561. M l. In dich hab ich 15. Jahrhundert. 00 Herr⸗ 387 Edur 1560. D—ĩ—4 1 —— t SꝗSISISPSISIII............J— 1. Mein schönste Zier und Kleinoo bist/ auf Er⸗den du, Herr — E—+ I 3e ⸗su Christ;/ dich will ich laß⸗sen wal ⸗ ten/ und al⸗le⸗ 1 1+— I II 5 IIII Zeit/ in Lieb und Leid/ in mei⸗nem Herz be⸗ hal ⸗ ten. 2. Dein Lieb und Treu für alles geht,/ kein Ding auf Erd so fest besteht:/ das muß ich frei bekennen /drum soll nicht Toö,/ nicht Angst, nicht Not/ von deiner Lieb mich trennen. 5. Dein Wort ist wahr und trüget nicht/ und hält gewiß, was es verspricht,/ im Tod und auch im Leben./ Du bist nun mein,/ und ich bin dein// dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab; ach, schönste Zier,/ Herr Jesu Christ, bleib du bei mir;/ es will nun Abend werden./ Laß doch dein Licht/ auslöschen nicht/ bei uns allhier auf Erden. Leipzig 1597. 25 385 388 Abend 388 Johann Schop, 1642. 2— en den. RPPPPIIIIPIITITITITITITTIII.....—— LI Wer⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗mü⸗ te,/ und ihr Sin⸗ne daß ihr prei⸗set Got⸗tes Gü⸗ te,/ die er hat ge⸗ N II——.—— 1 6.5—— 6 6——, geht her⸗für, tan an mir, rernieereme In,ꝑ5, D.,„..,- .———3—..—— man⸗cher schwe⸗ ren Plag/ durch sein gna⸗ den ⸗rei⸗ ches D 1 1——— 1 1 75755—— I 0 4 Wal⸗ten/ hat be⸗schir⸗met und er⸗ hal⸗ ten. 2. Lob und Dank sei dir gesungen,/ Vater der Barmherzigkeit,/ daß mir ist mein Werk gelungen,/ daß oͤu mich vor allem Leid/ und vor Sünden mancher Art/ so getreulich hast bewahrt,/ auch die deinde weggetrieben,/ daß ich unversehrt geblieben. 3. Herr, ich bin von oͤir gewichen,/ doch ich stell mich wieder ein j/ denn dein Sohn hat ausgeglichen/ meine Schuld durch seine Pein./ Ich verleugne nicht die Schuld;/ aber deine Gnad und huld/ ist viel größer als die Sünde,/ die ich täglich in mir finde. 4. O du Licht der frommen Seelen,/ o du Glanz der Ewigkeit,/ dir will ich mich ganz befehlen/ diese Nacht und allezeit./ Bleibe doch, mein Gott, bei mir,/ weil es nunmehr dunkel hier;/ daß kein Unfall mich betrübe,/ tröste mich mit deiner Liebe. 5. Laß mich diese Nacht empfinden/ eine sanste, süße Ruh j/ alles Abel laß verschwinden,/ decke mich mit Segen zu. /Leib und Seele, Mut und Blut,/ Weib und Kinder, hab und Gut,/ dreunde, deind und Hhausgenossen/ sei'n in deinen Schutz geschlossen. 6. Nch, bewahre mich vor Schrecken,/ schütze mich vor Aberfall/ laß mich Rrankheit nicht aufwecken,/ halte fern des Rrieges Schall/ 386 da er mich den gan⸗zen Tag/ vor so dendü Abend 389 164. wend ab deur und Wassersnot,/ Pestilenz und schnellen Tod;/ laß —— mich nicht in Sünden sterben,/ noch an Leib und Seel veroͤerben. —ę.—j— 7. O oͤu grober Gott, erhöre,/ was dein Rind gebeten hatj/ Jesu, den ich stets verehre,/ bleibe du mein Schutz und Rat /und ne mein Hort, du werter Geist,/ der du dreund und Tröster heißt,/ ge⸗ höre doch mein sehnlich Flehen!/ Amen, ja, es soll geschehen! Johan Rist, 4 1667. .O Welt, i 1 38 d- ö——— G 2—. 2 SSSISSISSIIII ů— ö 1. Nun ru⸗hen al⸗le Wälder,/ Vieh, Menschen, Stäoͤt und 1— ö— I — 2— j)—— I SESEEEEEE —. del⸗der,/ es schläft die gan⸗ze Welt;/ ihr a⸗ ber, mei⸗ne SSISS.SS........ keit,/*— Rein/ Sin=nen,/ auf, auf, ihr sollt be⸗gin⸗nen,/ was eu⸗ rem 7915 H Ra,;in.; ..—— I Schöp⸗fer wohl⸗ge⸗fällt. und 2. Wo bist du, Sonne, blieben?/ Die Nacht hat dich vertrieben// finde. die Nacht, des Tages deind./Fahr hin, ein andre Sonne,/ mein eit,/ Jesus, meine Wonne,/ gar hell in meinem Herzen scheint! Bleibe 3. Der Tag ist nun vergangen;/ die güloͤnen Sternlein prangen/ / daß am blauen Himmelssaal/ also werd ich auch stehen,/ wenn mich wird heißen gehen/ mein Gott aus diesem Jammertal. / alles 4. Der Leib, der eilt zur Ruhe,/ legt ab das Kleid und Schuhe,/ Seele/ das Bild der Sterblichkeit;/ die zieh ich aus, dagegen/ wird deind ehristus mir anlegen/ den Rock der Ehr und Herrlichkeit. 5. Das Haupt, die Füß und Hände/ sind froh, daß nun zum xfallj/ Ende/ die Arbeit kommen seij/ Herz, freu dich, ͤͤu sollst werden/ chall;) vom Elend dieser Erden/ und von der Sündenarbeit frei. — 307 39⁰ Abend 6. Nun geht, ihr matten Glieder,/ geht hin und legt euch nieder,/ der Betten ihr begehrt;/ es kommen Stund und Zeiten,/ da man euch wird bereiten/ zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Rugen stehn veroͤrossen,/ im Nu sind sie geschlossen,/ wo bleibt dann Leib und Seel? /Nimm sie zu deinen Gnaden,/ sei gut für allen Schaden,/ du Rug und Wächter Israel! 8. Breit aus die§lügel beide,/ o Jesu, meine§reude,/ und nimm doͤein Küchlein ein! /Will mich der§eind verschlingen,/ so laß die Englein singen:/ Dies Kind soll unverletzet sein! 9. Nuch euch, ihr meine Lieben,/ soll heute nicht betrüben/ ein Unfall noch Gefahr;/ Gott laß euch ruhig schlafen,/ stell euch die güloͤnen Waffen/ ums Bett und seiner helden Schar. Paul Gerharoͤt, 4 1676. 390 1. der Tag mit seinem Lichte/ fleucht hin und wird zunichte,/ die Nacht kommt angegangen,/ mit Ruhe zu umfangen/ den matten Erdenkreis./ Der Tag, der ist geendet;/ mein Herz zu dir sich wendet,/ der Tag und Nacht geschaffen/ zum Wachen und zum Schlafen,/ will singen deinen Preis. 2. Wohlauf, wohlauf, mein Psalter!/ Erhebe den Erhalter,/ der mir an Leib und Seelen/ viel mehr, als ich kann zählen,/ hat heute Guts getan./ All Rugenblick unòd Stunden/ hat sich gar viel gefunden,/ womit er sein Gemüte/ und unerschöpfte Güte/ mir klar gezeiget an. 3. Gleichwie des Hirten Freude,/ ein Schäflein auf der Weide,/ sich unter seiner Treue/ ohn alle öurcht unò Scheue/ ergöhet in dem geld/ und sich mit Blumen füllet,/ den Durst mit Quellen stillet,/ so hat mich heut geführet,/ mit manchem Gut gezieret/ der Hirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht verlassen,/ ich aber hab ohn? Maßen/ mich nicht gescheut, mit Sünden/ und Unrecht zu entzünden/ das treue Vaterherz./ Ach, Vater, laß nicht brennen/ den Eifer, noch mich trennen/ von deiner hand und Seiten;/ mein Tun und Aberschreiten/ erweckt mir Reu und Schmerz. 5. Erhöre, Herr, mein Beten/ und laß mein Ubertreten/ zur Rechten und zur Linken/ ins Meeres Tiese sinken/ und ewig unter⸗ 38⁸ 12 EIE heno der,/ man sen,/ den,/ und n// so / ein ch die f 1676. chte// den zu dir und lter,/ len,/ ch gar Büte/ eide// het in uellen ieret/ aßen/ / das noch nund / zur unter⸗ Abenoö 391 gehn./ Laß aber, laß hingegen/ sich deine Engel legen/ um mich mit ihren Waffen;/ mit dir will ich entschlafen,/ mit dir auch auferstehn. 6. Darauf so laß ich nieder/ mein Haupt und Rugenlider,/ will ruhen ohne Sorgen,/ bis daß der güloͤne Morgen/ mich wieder munter macht./ Dein Flügel wird mich decken, so wird mich nicht erschrecken/ der deind mit tausend Listen,/ der mich und alle Christen/ verfolget Tag und Nacht. 7. Ich lieg hier oder stehe,/ ich sitz auch oder gehe,/ so bleib ich dir ergeben,/ und du bist auch mein Leben,/ das ist ein wahres Wort./ Was ich beginn und mache,/ ich schlaf ein ooͤer wache,/ wohn ich, als wie im Schlosse,/ in deinem Arm und Schoße,/ bin selig hier und dort. paul Gerhardt, 4 1676. mel. Nr. 388. 391 Lauein Omüle 1. Unsre müden Rugenlider/ schließen sich jetzt schläfrig zu,/ und des Leibes matte Glieder/ grüßen schon die Rbenoͤruhj/ denn die dunkle, finstre Nacht/ hat des hellen Tages Pracht/ nun versenkt im tiefen Meere/ und entflammt der Sterne heere. 2. Ach, bedenk, eh du gehst schlafen,/ du, o meines Leibes Gast// ob du den, der dich erschaffen,/ heute nicht erzürnet hast;/ tu, ach tu beizeiten Buß,/ geh und falle ihm zu Fuß/ und bitt ihn, daß er aus Gnaden/ dich der Strafe woll entladen. 3. Sprich: Herr, dir ist unverhohlen,/ daß ich diesen Tag ver⸗ bracht/ anders, als du mir befohlen;/ ja, ich habe nicht bedacht/ des Berufes schmalen Steg,/ deinen vorgeschriebnen Weg,/ sondern dich, mein Gott, verlassen,/ bin gefolgt der Weltlust Straßen. 4. Nch, Herr, laß mich Gnad erlangen, /gib mir nicht veroͤienten Lohn,/ laß mich deine huld umfangen,/ sieh an deinen lieben Sohn,//der für mich genug getan;/ Vater, nimm den Bürgen anl/ Dieser hat für mich erouldet, was ich Sünder hab verschuldet. 5. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken/ in dir schlaf ich sanft und wohl;/ gib mir heilige Gedanken,/ und bin ich gleich Schlafes voll, /so laß doch den Geist in mir/ zu dir wachen für und für,/ bis die Morgenröt angehet/ und die Sonn am Himmel stehet. 58—½ 392 Abend 6. Vater oͤroben in der höhe,/ dessen Nam uns teuer wert,/ dein Reich komm, dein Will' geschehe,/ unser Brot werd uns bo⸗ schert,/ und vergib uns unsre Schuld,/ schenk uns deine Gnad und Huld/ laß uns nicht Versuchung töten,/ hilf uns, Herr, aus allen Nöten. Johann granck, + 1677. Guher Keber Herre. 392 Französischer pfalter, 1542. 2e=,,. . Her Tag ist hin, mein De-su, bei mir blei⸗bel ————m. O See⸗len⸗ Acht, der Sün⸗den Nacht ver⸗trei⸗ be;/ geh auf — in mir, Glanz der Ge⸗rech⸗tig⸗keit,/ er⸗leuch⸗te mich, o —.—. Herr, denn es ist Zeit! 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen;/ dir sei die Ehr, wenn alles wohlgelungen/ nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh;/ du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfinoͤlich quälet:/ Beständigkeit im Guten mir noch fehlet;/ das weißt du wohl, o herzenskündiger,/ ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib mir, Herr! Es sagt mir mein Gewissen:/ der Sünde Lust hat mich von dir gerissen;/ es ist mir leid, ich stell mich wieder ein;/ hier ist mein Herz, ich dein, herr, und oͤu mein! 5. Mein herr und Gott, mein hüter und mein Hirte,/ zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte;/ bewahre mich durch deine große Macht,/ wenn mir der deind nach meiner Seele tracht't. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen:/ ach laß oͤie Seel im Schlaf auch Gutes schaffen 57o Lebenssonn, er⸗ quicke meinen Sinnj/ dich laß ich nicht, mein dels der Tag ist hin! Joachim Neander, 1680. 9⁰ 1334383 Hend Abend 393· 394 ert// 3935 dresden 1667. s be⸗ V und E——————— 1. Aun sich der Tag ge⸗en⸗det hat/ und kei⸗ ne Sonn mehr scheint,/ schläft al⸗les, was sich ab⸗ge⸗matt't/ und Hel/ 2...—— I — I— II ———4 III— 1 ——— EE I 1 — was zu⸗vor ge⸗weint. auf —.— 2. Nur du, mein Gott, hast keine Rast// du schläfst noch schlum⸗ merst nicht;/ die dinsternis dich nicht umfaßt,/ weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich/ in dieser finstern Nacht// ———— und schirme oͤu mich gnädiglich/ mit oͤeiner Engel Wacht. 4. zwar fühl ich wohl der Sünden Schulö,/ die mich bei dir klagt an;/ doch deines lieben Sohnes Huld/ hat gnug für mich ir sei getan. lleich S. Drauf tu ich meine Augen zu/ und schlafe fröhlich ein j/ mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh,/ wer wollte traurig sein? it im 6. Weicht, nichtige Geoanken, hin,/ hemmt nicht der Andacht er// Lauf/ Ich baue jetzt in meinem Sinn/ Gott einen Tempel auf. 7. Soll diese Nacht die letzte sein/ in diesem Jammertal,/ so ünde führ mich, Herr, zum himmel ein,/ zur auserwählten Zahl. ieder 8. And also leb und sterb ich dir,/ o herr Gott Zebaoth;/ im Tod und Leben hilfst oͤu mir/ aus aller Angst und Not. inem Joh. Friedrich herzog, 4 1699. deine cht't. Mel. Nr. 388. 39⁴ wWeroe munter, mein Gemüte. ach 1. Herr, es ist von meinem Leben/ wiederum ein Tag dahinʒ/ er⸗ lehre mich nun Achtung geben,/ ob ich fromm gewesen binj/ hinl zeige mir auch selber an,/ so ich was nicht recht getan,/ und hilf 168N0. jeht in allen Sachen/ guten deierabend machen. 37¹ 39⁵5 Abeno 2. Freilich wirst du manches finden,/ das dir nicht gefallen hatz/ denn ich bin noch voller Sünden/ in Gedanken, Wort und Tat,/ und zu jeder Tagesstund/ pfleget herz und Hand und Mund so geschwind und ost zu fehlen,/ daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o ou Gott der Gnaden,/ habe noch einmal Geduldl/ Ich bin freilich schwer beladen,/ doch vergib mir alle Schuloͤl/ Deine große Vatertreu/ werde diesen Abend neu/ so will künstig deinen Willen/ ich noch mehr als heut erfüllen. 4. Heilige mir das Gemüte,/ daß der Schlaf nicht sünoͤlich seij/ decke mich mit deiner Güte,/ und dein Engel steh mir bei./ Lösche Licht und deuer aus/ und bewahre selbst das Haus,/ daß ich morgen mit den Meinen/ nicht im Unglück müsse weinen. ö 5. Steure den gottlosen Leuten,/ die im Finstern Böses tunz/ sollte man gleich was bereiten,/ uns zu schaͤen, wenn wir ruhn,/ so zerstöre öu den Rat/ und verhindere die Tat;/ wend auch allen andern Schrecken,/ den die Bosheit kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter,/ wenn es bei uns Abend wird;/ denn du bleibest ewig munter/ und bist wie ein guter hirt// der auch in der finstern Nacht/ über seine herde wacht;/ darum hilf uns, deinen Schafen,/ daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich dann gesund erwachen,/ wenn es rechte Zeit wird sein,/ daß ich ferner meine Sachen/ richte dͤir zu Ehren ein z/ oder hast du, lieber Gott,/ heut bestimmet meinen Tod,/ so befehl ich dir am Ende/ Leib und Seel in deine Hände. Raspar Neumann, 1 1715⁵. Mel. Nr. 7. 395 Ach, was soll ich Sünder machen. 1. Ach, mein Jesu, sieh, ich trete,/ da der Tag nunmehr sich neigt/ und die dinsternis sich zeigt,/ hin zu deinem Thron und bete:/ neige du zu deinem Sinn/ auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde/ wie ein Pfeil zur Ewigkeit/ auch die allerlängste Zeit/ rauscht vorüber wie die Winde,/ fließt dahin als wie ein Fluß/ mit dem schnellsten Wasserguß. 3. Aber, Jesu, sieh, ich Armer/ nehme mich doch nicht in acht,/ daß ich dich bei Tag und Nacht/ herzlich suchte, mein Erbarmerʒ/ o wie mancher Tag geht hin,/ daß ich kalt und träge bin. 39² Abend 396 4. Ach, ich muß mich herzlich schämen// du erhältst und schützest mich/ Tag und Nacht so gnädiglich,/ und ich will mich nicht be⸗ guemen,/ daß ich ohne Heuchelei/ oͤir dafür recht dankbar sei. 5. Nun, ich komme mit Verlangen,/ o mein Herzensfreund, zu dir:/ neige du dein Licht zu mir,/ da der Tag nunmehr ver⸗ gangen/ sei oᷣu selbst mein Sonnenlicht,/ das durch alles Finstre bricht. 6. Laß mich meine Tage zählen,/ die du mir noch gönnen willt// von dir sei mein Herz erfüllt,/ so wird mich nichts können quälen/ denn wo du bist Tag und Licht,/ schaden uns die Nächte nicht. L. Zohann Schlicht, 4 1723. Mel. Jesu, meine Freude. 396 Zohann Crüger, 1056. n— S.......IIII Hir ⸗te dei⸗ ner Scha⸗fe, der von kei ⸗ nem dei⸗ ne Treu und Mil⸗de/ dien⸗te mir zum EEEEEEEEEEE sei die Nacht/ auch auf der Wacht/ Schlafe/ et⸗was wis⸗ sen mag, Schilde/ den vergangnen Tag R 18—.———— ů und laß mich von dei⸗nen Scharen/ um und um be⸗wah⸗ ren. 2. Decke mich von oben/ vor oͤer deinde Toben/ mit der Vater⸗ hulö//ein versöhnt Gewissen/ sei mein Ruhekissen,/ odrum vergib die Schuld!/ Denn dein Sohn/ hat mich davon/ durch die tief⸗ geschlagnen Wunden/ gnädiglich entbunden. 5. Laß auch meine Lieben/ keine Not betrüben;/ sie sind mein und dein./ Schließ uns mit Erbarmen/ in den Vaterarmen/ wohl⸗ geborgen ein./ Du bei mir/ und ich bei dir;/ also sind wir unge⸗ schieden,/ und ich schlaf in Frieden. 4. Romm, verschließ die Rammer/ und laß allen Jammer/ ferne von uns sein./ Sei du Schloß und Riegel,/ unter deine Flügel/ 397· 3598 Abend nimm dein Küchlein ein;/ deck uns zu/ mit Schutz und Ruh,/ so wird uns kein Grauen wecken,/ noch der deind uns schrecken. 5. Wie, wenn ich mein Bette/ heut zum Grabe hätte? /Wie bald rot, bald tot!/ Doch, hast oͤu beschlossen,/ daß mein Ziel verflossen,/ kommt die Todesnot,/ so will ich/ nichts wider dich./ Gerne, weil ich dͤich gefunden,/ sterb ich alle Stunoͤen. 6. Nun wohlanl ich tue/ in vergnügter Ruhe/ meine Rugen zu./ Seele, Leib und Leben/ hab ich dir ergeben,/ treuer hüter dͤul/ Gute Nacht!/ Nimm mich in acht;/ und erleb ich ja den Morgen,/ wirst du weiter sorgen. Bensamin Schmolck, + 173/. Mel. Är. 441. 397 herzlich tut mich verlangen. 1. Herr, es gescheh dein Wille!/ Der Körper eilt zur Ruh,/ es fallen in der Stille/ die müden Rugen zu./ Vergib der Schwach⸗ heit Sünden,/ verschon mit Zorn und Straf;/ laß mich bereitet finden/ zum Tode wie zum Schlaf. 2. Dein heil hab ich gesehen;/ in Frieden fahr ich hin,/ weil ich beim Auferstehen/ in deinem Reiche bin./ Wohl dem, der bis ans Ende/ sich als ein Christ erweist!/ Mein Gott, in deine hände/ befehl ich meinen Geist. Joh.§riedrich v. Cronegk, 4 1758. Mel. Nr. 389. 398 O welt, ich muß dich lassen. 1. Nun sich oer Tag geendet,/ mein Herz zu dir sich wendet/ und oͤanket inniglich;/ dein holoes Angesichte/ zum Segen auf mich richte,/ erleuchte und entzünde mich. 2. Ich schließe mich aufs neue/ in deine Vatertreue/ und Schutz und Herze einz/ die fleischlichen Geschäfte/ und alle finstren Kräste/ vertreibe durch dein Nahesein. 5. Daß du mich stets umgibest,/ daß du mich herzlich liebest/ und rufst zu dir empor,/ daß oͤu allein den§rieden/ mir geben kannst hienieden,/ das stelle früh und spät mir vor. 4. Ein Tag, oͤer sagts dem anoͤern,/ mein Leben sei ein Wan⸗ dern/ zur großen Ewigkeit. /O Ewigkeit, oͤu schöne,/ mein herz an dich gewöhnel/ Mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerharo Lersteegen, 1769. Abend 309 · 400 Mel. Nr. 389. 399 O Welt, ich muß dich lassen. I. Herr, der du mir das Leben/ bis diesen Tag gegeben,/ dich bet ich kindlich an./ Ich bin viel zu geringe/ der Treue, die ich singe,/ und die du heut an mir getan. 2. Mit dankendem Gemüte/ freu ich mich deiner Süte // ich freue mich in dir./ Du gibst mir Kraft und Stärke,/ Gedeihn zu meinem Werke/ und schaͤffst ein reines herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen,/ nach deines Worts Befehlen/ einher im Leben gehn,/ auf deine Güte hoffen,/ im Geist den Himmel offen/ und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube/ und nahe mich im Staube/ zu dir, o Gott, mein Heil./ Ich bin der Schuld entladen,/ ich bin bei dir in Gnaden,/ und in odem Himmel ist mein Teil. 5. Beoeckt mit deinem Segen/ eil ich der Ruh entgegen j/ dein Name sei gepreistl/ Mein Leben und mein Ende/ ist dein in deine Hände/ befehl ich, Vater, meinen Geist. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Nr. 589. 400 O welt, ich muß dich lassen. V— er mond ist aufgegangen,/ die goloͤnen Sternlein prangen/ am himmel hell und Elar./ Der Wald steht schwarz und schwei⸗ get,/ und aus den Wiesen steiget/ der weiße Nebel wunderbar. 2. Wie ist die Welt so stille/ und in der dDämmrunghülle/ so traulich und so hold// als eine stille Kammer,/ wo ihr oͤes Tages —«K.Jaͤmmer/ verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen?/ Er ist nur halb zu sehen/ und ist doch rund und schön./ So sind wohl manche Sachen,/ die wir getrost belachen,/ weil unsre Rugen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Menschenkinder/ sind eitel arme Sünder/ und wissen gar nicht viel/ wir spinnen Luftgespinste/ und suchen viele Rünste/ und kommen weiter von dem Ziel. 5. Gott, laß oͤein Heil uns schauen,/ auf nichts Vergänglichs trauen,/ nicht Eitelkeit uns freun/ laß uns einfältig werden/ und vor dir hier auf Erden/ wie Rinder fromm und fröhlich sein! 37⁵ 401· 40² Nm Schlusse der Woche 6. Wollst endlich sonder Grämen/ aus dieser Welt uns nehmen/ durch einen sanften Tod;/ und wenn du uns genommen,/ laß uns in Himmel kommen,/ du, unser Herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder,/ in Gottes Namen nieder 777 kalt ist der Abenoͤhauch./ Verschon uns, Gott, mit Strafen/ und laß uns ruhig schlafen/ und unsern kranken Nachbar auch. Matthias Claudius, 4 1815. Für Kinder) 4 0¹ Schlesische volks weise. — — E IE— PPPCPFIIIIIIIIIIIIIIIII. *——3 SSDSDSDDDDDDDESESEEE 1. Mü⸗ de bin ich, geh zur Ruh,/ schlie⸗ße bei⸗ — DIII————— ——— CI— E———.....— ...I.IT de Rug⸗lein zu./ Va⸗ter, laß oͤie Ru⸗gen dein/ ü⸗ ber + II ———— Yr I mei⸗nem Bet⸗ te sein. 2. Hab ich Unrecht heut getan,/ sieh es, lieber Gott, nicht anl/ Deine Gnad und Jesu Blut/ macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwanot,/ Gott, laß ruhn in deiner Hand // alle Menschen, groß und klein,/ sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh,/ nasse Augen schließe zu;/ laß den Mond am himmel stehn/ und die stille Welt besehn. Luise Hensel, 4 1870. Am Schlusse der Woche⸗ Mel. Du Lebensbrot, herr esu Christ.(Oder wie Nr. 270.) 402 Peter Sohr, Frankfurt 1668. (Auch zum Jahreswechsel.) —.— 2—* ö Gott Lobl ein Schritt zur Ee wig⸗keit/ ist as ber⸗ zu dir im Fort⸗gang die ⸗ser Zeit/ mein herz sich V — Am Schlusse oͤer Woche 40² — ISDS...... —.—— S mals voll zen detʒ sehn⸗lich wen⸗det, .I IIIIIII EEIEEEEEE.‚ al ⸗le Gna⸗de sich er⸗gießt/ zu mei⸗ner See⸗le Le⸗ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr/ und wird mir fast zu lange,/ bis es erscheine, daß ich gar,/ o Leben, dich umfange,/ damit, was sterblich ist an mir,/ verschlungen werde ganz in dir,/ und ich unsterblich werde. ö 3. Doch sei dir ganz anheimgestellt/ die rechte zeit und Stunde// wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt,/ wenn ich mit Herz und Munde/ dich kommen heiße und darauf/ von nun an richte meinen Lauf,/ daß ich dir komm entgegen. 4. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann/ von deiner Liebe trennen,/ und daß ich frei vor jedermann/ dich meinen Freund darf nennen,/ und daß du dort, o Lebensfürst, dich ganz mit mir vereinen wirst/ und mir oͤein Erbe schenken. 5. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit,/ daß sich die Woch“) geenoet,/ und also auch von dieser Zeit/ ein neuer Schritt voll⸗ endet,/ und freuoig schreit ich weiter fort,/ bis ich gelange an die Pfort/ Jerusalems dort oben. 6. Wenn meine Hände lässig sind„ und meine Kniee beben,/ so biet mir oͤeine hand geschwino,/ mich wieder zu erhebenz/ erfüll mit deiner Kraft mein Herz// damit ich freudig himmelwärts/ ohn Unterlaß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben oͤran/ und sei nur unerschrok⸗ ken// laß dich nicht von der rechten Bahn/ die Lust der Welt ab⸗ locken;/ so dir oer Lauf zu langfam deucht,/ so eile, wie ein Röler fleugt,/ mit lügeln süßer Liebe. 8. O Jesu, meine Seele ist/ zu dir schon aufgeflogen;/ dͤu hast, weil oͤu voll Liebe bist,/ mich ganz zu dir gezogen./ Fahr hin, was heibet Stund und Zeitl/ Ich bin schon in der Ewigkeit,/ weil ich in Jesu lebe. Nugust Hermann Francke, 4 1727. o Quell, daraus mein Le⸗ben fließt/ und / 4054⁰⁴ Am Schlusse der Woche Beruf Mel. Nr. 442. 403 valet will ich oir geben. 1. Die Woche geht zu Enoͤe, nicht aber Gottes Treu;/ denn wo ich mich hinwende,/ da ist sie immer neu./ die Zeit kann wohl verschwinden,/ nur Gottes Güte nicht,/ sie läßt sich täglich finden/ und gibt mir Trost und Licht. 2. Du gnädigster Erhalter/ von allem, was ich bin,/ hör meines Mundes Psalter/ und nimm mein Opfer hin./ Unzählbar sino die Oaben,/ die du geschenket mir,/ und was ich nur kann haben,/ ist alles ja von dir. 3. Die ganze Woche zeuget/ von deiner Gütigkeit,/ die du zu mir geneiget,/ getreu zu jeder Zeit./ Auf meines Lebens Pfade/ rühmt jeder Rugenblick/ die Wunder deiner Gnade/ im Anglück wie im Glück. 4. Allein mein Herze bebet,/ wenn es zurücke denkt, wie übel ich gelebet/ und dich, mein Gott, gekränkt;/ oͤrum ruf ich: Herr, erbarme,/ erbarm dich über mich! Ich fall dir in die Arme: /ach, schone gnäoiglich! 5. Mein Glaube heißt mich hoffen,/ es sei durch Christi Blut/ ein neuer Bund getroffen/ und alles wieder gut;/ orum will ich dir geloben,/ auf ewig treu zu sein;/ dein guter Geist von oben/ wird mir die RKraft derleihn. 6. Ich bin dein KRind aufs neue;/ örum gib, daß diese Nacht/ mich auch dein Schutz erfreue, der alles sicher macht./ Ich werde gleichsam sterben;/ der Schlaf ist wie ein Tod;/ doch kann ich nicht verderben: ou lebst in mir, mein Gott. 7. Soll das in diesem Leben /die letzte Woche sein,/ will ich nicht widerstreben,/ nein, mich im Geiste freun/ auf jenen Feier⸗ abend,/ den Christi Tod gemacht,/ und diese hoffnung habend/ sprech ich nun: Gute Nachtl Benjamin Schmolck, 4 1737/. Beruf Mel. Nr. 589. 404 O Welt, ich muß dich lassen. 1. du sollst in allen Sachen/ mit Gott oen Anfang machen/ aus treuer Schuld und Pflicht./ Wem hast oͤu Dank zu geben,/ als ihm, für heil und Leben?/ Von dir, o Mensch, entspringt es nicht. 598 eruf Beruf 4⁰⁵ 2. Was will dein kaltes Sinnen,/ ou Staub der Zeit, beginnen// eben. legt er nicht Hilfe bei?/ Der Mensch mit seinem Dichten/ weiß denn wenig auszurichten,/ das wahrhaft gut zu heißen sei. wohl 5. Drum sei nicht zu verwegen/ auf des Berufes Stegen/ und den/ biloͤe oͤir nicht ein,/ als könntest oͤu Vertrauen/ auf deine Kräfte bauen/ denn sie sind Gottes und nicht dein. ines 4. Wo Gottes Hand sich reget, den Grund zur Rrbeit leget// . da zieht der Segen einj/ verkehrt er sein Gesichte,/ so wiroö ein X Werk zunichte,/ wie trefflich auch die Meister sein. 1 zu 5. Schlag an die Himmelspforten/ mit starken Glaubensworten,/ 0 da bitte Beistand aus./ Daher wird Segen fließen/ und reichlich m sich ergießen/ auf dich und auf dein ganzes Haus. glück Andreas Lscherning, 1 1659. mel. O Durchb übel aler Pongg.* 405 Herrnhaag 1740. ach 40.— FIFIFIT ‚ 5 nr=d. ein Je su, komm, sei ein⸗ge⸗be⸗ ten./ Meiene hän⸗de ö bir wol⸗lest mir zur Sei⸗te tre⸗ten,/daß mein Tun sei vird R— c/—— ch 2950 2— am Auf dein Wort, zu dei⸗ner Eh=re// li 2 ö——. ö ö lich nd,————.— 30. will mein Netz ich sen⸗ken ein; ei⸗ nen gu ⸗ten Zug be⸗ 2. DSDDSS .... II—————— sche⸗re, /laß es vol⸗ler Se⸗ gen sein. ssen. 2. Ohne dich macht nichts mein Machen,/ nichts kann alle meine en/ Kuᷣunst// ohne dich in allen Sachen/ alle Müh ist ganz umsonst./ n// Ach, du mußt mit Hand anlegen,/ meine Hand ist viel zu schwach./ icht. Nun, so komm mit hilf uno Segen//meine Ohnmacht mächtig mach! 3⁰ 40⁵ Beruf 5. Gerne will ich tun das Meine,/ will es tun auf oein Geheiß:/ tu auch du dabei das deine/ und beglücke meinen Fleiß. /Laß mich und mein haus erfreuen/ einen reichen, guten Zugz/ doch sollt es nicht gleich gebeihen,/ hab ich oͤich, hab ich genug. 4. Zwar, wie sollt es mir nicht glücken,/ da oͤu selbst Mithelfer bist?/ Ach, oͤu kannst und willst erguicken,/ wenn man fromm und gläubig ist./ Ist nur Gott, so ist daneben/ alles andere auch im haus;/ oͤu wirst segnen, du wirst geben,/ der du allen teilest aus. 5. Ich verseh mich deiner Gnaden,/ ob ich keines Segens wertj/ wirst oͤu mir mein Netz beladen,/ sollst du sein mit Dank verehrtj/ gibst ou, will ich wiedergeben;/ ja, ein Teil oͤavon soll dein,/ dein, o Gott, und auch daneben/ meines armen Nächsten sein. Sigismund v. Birken, 4 1681. Mel. Es ist das Heil 406(Vorreformatorisch.) — 1. 1 her. 41. 15²⁵. 6—— 1. In Got⸗ tes Na⸗ men fang ich an,/ was mir zu Gott wird al⸗les wohl⸗ge⸗tan/ und glück⸗lich tun ge⸗büh⸗ retj/ mit aus⸗ ge⸗ füh ⸗ 6 Was 2—.—.—...—— 2. S al⸗lent⸗hal⸗ben recht und gut/ unòd muß uns auch ge⸗ dei=hen. 2. Gott ists, der das Vermögen schafft,/ das Gute zu voll⸗ bringen,/ er gibt uns Segen, Mut und Kraft/ und läßt das Werk gelingen,/ dbaß uns ein reicher Zug entsteht/ und Gottes Gab in Fülle geht,/ daß wir zur Gnüge haben. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn,/ er krönet sie mit Gnaden/ der bösen Welt Haß, Neid und Hohn/ kann ihnen gar nicht schaoen./ Gott decket sie mit seiner hand,/ er segnet ihren Weg und Stand/ und füllet sie mit Freuden. 4⁰⁰ man in Got⸗tes Na⸗men tut,/ ist + Herk b in mit gar ren Beruf 40⁷ 4. Drum komm, Herr Zesu, stärke mich, /hilf mir in meinen Werken/ laß du mit deiner Gnade dich/ bei meiner Rrbeit merken./ Gib dein Gedeihen selbst dazu,/ daß ich in allem, was ich tu,/ erfahre deinen Segen. 5. Regiere mich durch oͤeinen Geist// den Mübiggang zu meiden// daß das, was ou mich schaffen heißt,/ gescheh mit lauter Freuden,/ auf daß ich dir mit aller Treu/ auf dein Gebot gehorsam sei/ und meinem Nächsten diene. 6. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir; /die Werke meiner hände/ befehl ich, liebster heiland, dir;/ hilf daß ich sie vollende/ zu deines Namens Herrlichkeit,/ und gib, daß ich zur Abenozeit/ erwünschten Lohn empfange! Salomo Liscow, 4 1689. Mel. Du, des sich alle himmel freun.(Ooer: wie Nr. 25.) 407 D ◻◻——— E+ 1 —— Irn—— 2.—.—— 1. Das wal ⸗te Gott, der hel⸗sen kannl/ Mit Gott fang N ——————— ö +— ich die Ar⸗beit an./ Mit Gott nur geht es glück⸗lich fort;/ ͤͤrum Just. Heinrich Knecht, 1795. — ιι¹— E N ö +.———— — ist auch dies mein er ⸗stes Wort:/ Ddas wal ⸗te Gott! 2. All mein Beginnen, Tun und Werk/ erfordert Gottes Kraft und Stärk;/ mein Herz sucht Sottes Angesicht/ dͤrum auch mein Mund mit Freuden spricht: /Das walte Gottl 3. So Gott nicht hilst, so kann ich nichts;/ wo Gott nicht gibet, da gebrichts;„Gott gibt und tut mir alles Guts oͤrum sprech ich nun auch gutes Muts:/ Das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier,/ so will ich oankbar sein dafür;/ auf sein Wort werf ich aus mein Netz/ und sag in meiner Arbeit stets:/ Das walte Gottl 2 40¹ 408⁸ Ehe unoͤ 5. Anfang und Mitte samt dem End/ stell ich allein in Gottes Händ//er gebe, was mir nühlich ist;/ örum sprech ich auch zu jeder Frist: Das walte Gottl 6. Legt Gott mir seinen Segen bei/ nach seiner großen Güt und Treu,/ so gnügets mir zu jeder Stund/ oͤrum sprech ich auch aus herzensgrund:/ Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück: unverzagt!/ Ist doch mein Werk mit Gott gewagt;/ er wird mir gnädig stehen beij/ öͤrum dies auch meine Losung sei:/ Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat,/ bis all mein Tun ein Ende hat/ er gibt und nimmt, machts, wie er will; /orum sprech ich auch fein in der Still: /Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not/ und gibt mir auch mein täglich Brot;/ nach seinem alten Vaterbrauch/ tut er mir Guts ʒ oͤrum sprech ich auch:/ Das walte Gottl 10. Ohn ihn ist all mein Tun umsonst,/ nichts hilft Verstano, Witz oder Runst; /mit Gott gehts fort, gerät auch wohl,/ daß ich kann sagen glaubensvoll: /Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit,/ so acht ich keiner Feinde Neiò// laß hassen, wers nicht lassen kann,/ ich stimme doch mit Freuden an:/ Das walte Gott! 12. Tu ich dann was mit Gottes Rat,/ der mir beistehet früh und spat,/ dann alles wohl geraten mußj/ oͤrum sprech ich noch⸗ mals zum Beschluß:/ Das walte Gott! Zoh. Betichlus, 4 1722. Ehe und Hausstand 408 Nicht so traurig, nicht so sehr. 1. Voller Wunder, voller Runst,/ voll von hoher Weisheit Preis,/ voller Huloe, Gnad und Gunst,/ Labsal bei des Lebens Schweiß,/ voller Wunder, sag ich noch,/ ist der keuschen Liebe Joch. 2. Die sich nach dem Angesicht/ niemals je zuvor gekannt, /auch sonst im geringsten nicht/ mit Gedanken zugewandt,/ derer Herzen, derer hand/ knüpft Gott in ein Liebesband 4⁰⁶ unoͤ Zottes ich zu Güt auch Werk dies n ein sprech mein Butsj tand, i5 ich einde h mit früh noch⸗ 1722. aurig, sehr. eis// eiß,// auch ezen, Hausstand 4⁰⁸ 3. Dieser Vater zieht sein Kind,/ jener seins dagegen auf,/ beide treibt ihr sonoͤrer Wino,/ ihre sonore Bahn und Lauf;/ aber wenn die Zeit nun dar,/ wiros ein wohlgeratnes Paar. 4. Hier wächst ein geschickter Sohn,/ dort ein eole Tochter zu/ eines ist des andern Kron, /eines ist des andern Ruh,/ eines ist des andern Licht,/ wissens aber beide nicht. 5. Bis solang es dem beliebt,/ der die Welt im Schoße hält/ und zur rechten Stunde gibt/ jedem, was ihm wohlgefällt:/ da erscheint im Werk und Tat/ der so tief verborgne Rat. 6. Jeber findet, jeder nimmt,/ was der Höchst ihm ausersehnj/ was im Himmel ist bestimmt,/ pflegt auf Erden zu geschehn,/ und was dann nun so geschicht,/ das ist sehr wohl ausgericht't. 7. Ofters denkt man: das und dies/ hätte können besser sein;/ aber wie die Finsternis/ nicht erreicht den Sonnenschein,/ also geht auch Menschensinn/ hinter Gottes Weisheit hin. 8. Laß zusammen, was Gott fligt;/ der weiß, wies am besten sei;/ unser Denken fehlt und trügt// sein Gedank ist mangelfrei/ Gottes Werk hat festen Fuß,/ wenn sonst alles fallen muß. 9. Siehe frommen Rindern zu,/ die im heilgen Stande stehn// wie so wohl Gott ihnen tu,/ wie so schön er lasse gehn/ alle Taten ihrer Händ/ auf ein gutes, selges End. 10. Ihrer Tugend werter Ruhm/ steht in steter voller Blüt// wenn sonst aller Liebe Blum/ als ein Schatten sich verzieht,/ und wenn aufhört alle Treu,/ ist doch ihre Treue neu. I1. Ihre Lieb ist immer frisch/ und verjüngt sich fort und fort;/ Liebe zieret ihren Tisch/ und versüßet alle Wort;/ Liebe gibt dem Herzen Rast/ in der Müh und Sorgenlast. 12. Gehts nicht allzeit, wie es soll,/ ist doch diese Liebe still,/ hält sich in dem Kreuze wohl, /denkt, es sei des Herren Will,/ und versichert sich mit Freud/ einer künftig bessern Zeit. 15. Anterdessen geht und fleußt /Gottes reicher Segensbach,/ peist die Leiber, traͤnkt den Geist,/ stärkt des hauses Grund und Dach,/ und was klein, gering und bloß,/ macht er mächtig, viel und groß. 26* 4⁰³ 4⁰ Ehe und 14. Enoͤlich, wenn nun ganz vollbracht,/ was Gott hier in dieser Welt/ frommen Kindern zugedacht// nimmt er sie ins himmelszelt/ und oͤrückt sie mit großer Lust/ selbst an seinen Mund und Brust. 15. Nun so bleibt ja voller Gunst,/ voll von hoher Weisheit Preis/ voller Wunder, voller Kunst,/ Labsal bei des Lebens Schweiß,/ voller Wunder, sag ich noch,/ bleibt der keuschen Liebe Joch. Paul Gerhardt, 4 1676. mel. Wie schön 36—655 Oer morgenntern. 409 Frankfurt a. M. 1599. +4 + + +— +.—. S———— II...........——.—.— 5 E— 1. Wie schön ists doch, Herr Je=su Christ,/ im Stan⸗de, wie steigt und neigt sich dei ⸗ne Gab/ und al ⸗les — ö= . da dein Se⸗ gen ist,/ im Stan⸗de heil⸗ger E⸗ hel Gut so mild her⸗ ab/ aus dei⸗ner heil⸗gen hö⸗ he, ꝓ—...———— ————— D—— + a an Ei, n n wenn sich/ an dich/ flei⸗pig hal⸗ten/ Jung und Al⸗ ten,/ 4 2 ö AI — —.— 2—— + + 2 +— V + I— —— ö die im Or⸗den/ ei⸗ nes Le⸗ bens ei⸗ nig wor ⸗den. 2. Wenn Mann und Weib sich wohlverstehn/ und Hand in Hand durchs Leben gehn/ im Bunde reiner Treue,/ da blüht das Glück von Jahr zu Jahr// da sieht man, wie der Engel Schar/ im Himmel selbst sich freue./ Kein Sturm,/ kein Wurm/ kann zerschlagen,/ kann zernagen,/ was Gott gibet/ dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. der Mann wird einem Baume gleich,/ an Hsten schön, an zweigen reich,/ das Weib gleicht einem Reben,/ der seine Träub⸗ lein trägt und nährt/ und sich je mehr und mehr vermehrt/ mit drüchten, die da leben./ Wohl dir// o Zier/ Manneswonne// Hauses⸗ sonne,/ Ehrenkrone l/ Gott denkt dein auf seinem Throne. 20⁰⁴ u u E n. Hand Glück mmel gen,/ liebet. n, an räub⸗ t/ mit zuses⸗ Hausstand 4¹⁰ 4. Sei gutes Muts! Nicht Menschenhand/ hat aufgerichtet solchen Stand:/ es ist ein höhrer Vater;/ der hat uns je und je geliebt/ und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt,// der beste Freund und Rater./ Anfang, Ausgang/ aller Sachen,/ die zu machen/ wir gedenken,/ wird er wohl und weislich lenken. 5. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl/ ein Stünoͤlein, da man Leides voll/ die Tränen lässet fließen;/ doch wer sich still und in Gedulod /ergibt, oes Leid wird Gottes Huld/ in großen Freuden schließen./ Zage,/ trage/ nur ein wenig!/ Unser König/ wird behende/ machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl denn, mein Rönig, nah herzu!/ Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh,/ in Nngsten Trost und Freude!/ Des sollst du haben Ruhm und Preis;/ wir wollen singen bester Weis/ und danken alle beide,/ bis wir/ bei dir,/ deinen Willen/ zu erfüllen,/ deinen Namen/ ewig loben werden. Amen! paul Gerhardt, + 1676. mel. nr. 388. 410 mein Gemüte 1. Sorge doch für meine Rinder,/ Vater, nimm dich ihrer an;/ ob sie gleich vor dir sind Sünder,/ sind sie dir doch zugetan,/ und du hast sie in der Tauf/ väterlich genommen auf,/ daß sie, wenn sie sollten sterben,/ wären deines Reiches Erben. 2. Du hast sie bisher ernähret/ und so manchem Unglücksfall/ mehr als väterlich gewehret,/ der sie hier und überall/ hätt in Angst und Not gestürzt,/ ja das Leben abgekürzt;/ aber deine Vatertreue/ bleibt bei ihnen täglich neue. 3. Sollt ich nicht für solche Güte/ immer dir verpflichtet sein/ und mit dankbarem Gemüte/ solchen Glücks⸗ und Segensschein/ rühmen und vor jedermann/ deine Wohltat zeigen an,/ ach, so müßt ich ganz vermessen/ Gottes, meines Heils, vergessen. 4. Sammeln anoͤre große Schätze,/ suchen in der Welt ihr heil,/ daß sie Geld und Gut ergötze,/ so bist du mein einzig Teil./ Bleib auch meiner Kinder Gott,/ lasse sie in keiner Not/ und in keinem Kreuz veroerben,/ bis sie enoͤlich selig sterben. 5. Der du sie bisher erhalten,/ wollest stets ihr Schützer sein,/ wollst in Gnaden ihrer walten,/ bricht Gefahr für sie herein./ Regt in ihrer eignen Brust/ sich mit Macht die böse Lust:/ gib dann, daß sie mutig kämpfen/ und den Reiz der Sünde dämpfen. 40⁵ 41¹ Ehe unoͤ 6. Schütze sie vor bösen Leuten/ und vor der Verführer Schar,/ daß ihr Fuß nicht möge gleiten;/ laß sie ihre Lebensjahr/ in der Gnade bringen zu,/ bis du sie, wie mich, zur Ruh/ wirst ins kühle Grab versenken/ und die Seligkeit uns schenken. 7. Können sie in diesem Leben/ hier und wo es dir gefällt,/ was zu deiner Ehre geben,/ so laß in der ganzen Welt/ ihnen, wo sie immer gehn,/ deine durcht vor Augen stehn,/ daß sie dich im Tun und Lassen/ stets in ihre herzen fassen. 8. Gönne mir die große Freude,/ daß einst an dem jüngsten Tag/ nach so vielem Rreuz und Leide/ ich mit Jauchzen sagen mag:/ Liebster Vater, ich bin hier/ und die Kinder, die oͤu mir/ hast in jener Welt bescheret;/ ewig sei dein Nam geehret! Ludwig heinrich Schlosser, 4 1723. Mel. Seelenbräutigam. 41 1 Adam drese, 1690. — 4* 10 ⸗ e⸗su, geh vor⸗an/ auf der E N N N ö—.——— Le⸗bens⸗bahn,/ und wir wol⸗ len N N J. — E 1— 4——— V0— r n-r..— nicht ver⸗wei⸗ len,/ oͤir ge⸗ treu⸗lich nach⸗-zu⸗-ei⸗ lenj/ ............. ........... führ uns an der Hand/ bis ins Va⸗ ter-land. 2. Solls uns hart ergehn,/ laß uns feste stehn/ und auch in den schwersten Tagen/ niemals über Lasten klagen;/ denn durch Trüb⸗ sal hier/ geht der Weg zu dir. ö 3. Rühret eigner Schmerz/ irgend unser Herz,/ kümmert uns ein fremdes Leiden,/ o so gib Geduld zu beiden;/ richte unsern Sinn/ auf das Ende hin. hausstand 412413 4. Oroͤne unsern Gang,/ Jesu, lebenslang/ führst odu uns durch rauhe Wege,/ gib uns auch oͤie nötge Pflege;/ tu uns nach dem Lauf/ deine Türe auf. nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, + 1760. Christ, i Mel. Nr. 359. 412 ee. 1. Wohl einem Haus, da Jesus Christ/ allein das All in allem isti/ Ja, wenn er nicht darinnen wär,/ so stünd es öò und wüst und leer. 2. Wohl ihm, wenn Mann und Weib und Kino/ im rechten Glauben einig sind,/ zu dienen ihrem Herrn und Gott/ nach seinem Wwillen und Gebot. ö 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt/ ein Vorbild vor die Augen stellt,/ daß ohne Gottesdienst im Geist/ oͤas äußre Werk nichts ist, noch heißt. 4. Wohl, wenn der Herzen fromm Gebet/ beständig in die höhe geht,/ und man nichts treibet fort und fort/ als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand/ mit fleißiger, getreuer hand/ ein jegliches nach seiner Art/ im Glauben seine Pflicht bewahrt. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sino,/ und wenn sie Kind und Kindeskind„versäumen nicht am ewgen Glück,„so bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht,/ oͤie Eltern werden hocherfreut,/ und ihren Kindern sieht mans an,/ wie Gott die Seinen segnen kann. 8. So mach ich denn zu dieser Stund/ samt meinem Hause diesen Bund: Wenn alles Volk vom herren wich,/ so dienen wir ihm ewiglich. Christ. Karl Ludwig v. Ppfeil, + 1784. Wie scön leuchtet Mel. Nr. 409. 4¹ 3 der Mmorgenstern. 1. Ich und mein Haus, wir sind bereit,/ dir, herr, die ganze Lebenszeit/ mit Seel und Leib zu dienen./ Du sollst der Herr im hause sein;/ gib deinen Segen nur darein,/ daß wir dir willig dienen./ Eine/ kleine,/ fromme, reine/ Hausgemeine/ mach aus allen./ Dir nur soll sie wohlgefallen. 40⁷ 414 Ehe und 2. Es wirke durch oein kräftig Wort/ dein guter Geist stets fort und fort/ an unser aller Seelen;/ es leucht uns wie das Sonnen⸗ licht,/ damits am rechten Lichte nicht/ im Hause möge fehlen./ Reiche/ gleiche/ Seelenspeise/ auch zur Reise/ durch dies Leben/ uns, die wir uns dir ergeben. 3. Gieß oͤeinen Frieden auf das haus/ und alle, die drin wohnen/ aus,/ im Glauben uns verbinde;/ laß uns in Liebe allezeit/ zum Dulden, Tragen sein bereit,/ demütig, sanft und linde./ Liebe/ übe/ jede Seele;/ keinem fehle,/ dran man kennet/ den, der sich den deinen nennet. 4. Laß unser haus gegründet sein/ auf deine Gnade ganz allein/ und oͤeine große Güte. /Auch laß uns in der Nächte Graun/ auf deine treue hilfe schaun/ mit kinoͤlichem Gemüte;/ selig,/ fröh⸗ lich,/ selbst mit Schmerzen/ in dem herzen/ dir uns lassen/ und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns iroͤisch Glück ins Haus,/ so schließ den Stolz/ die Weltlist aus,/ des Reichtums böse Gäste;/ denn wenn das Herz an demut leer/ und voll von eitler Weltlust wär,/ so fehlte uns das Beste:/ jene/ schöne,/ tiefe, stille/ Gnadenfülle,/ die mit Schähen/ einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und enoͤlich flehn wir allermeist,/ daß in dem Haus kein anorer Geist/ als nur dein Geist regiere;/ daß er, der alles wohl bestellt/ und gute Zucht und Oroͤnung hält,/ uns alles lieblich ziere./ Sende,/ spende/ ihn uns allen,/ bis wir wallen/ heim und odroben/ oͤich in deinem Hause loben. Philipp Spitta, 4 1859. 41 4 Französischer Psalter, 1547. A I 1— IIII.I.I..... O E 1. O se⸗lig Haus, wo man dich auf⸗ ge⸗ nom⸗men,/ wo un⸗ ter al⸗ len Gä⸗sten, die da kom⸗ men,/ —.—— é ö 8 .....————————— du wah⸗rer See⸗len⸗freund, herr Je ⸗su Christl du der ge⸗fei ⸗ert ⸗ste und lieb⸗ste bist) 4⁰⁸ hausstand 4¹⁴ .——— wo al ⸗ler Her⸗zen dir ent⸗ge⸗ gen⸗schlagen/ und al⸗ ler ——.— x—— ————6— +— ——— ö RSIII.. Au⸗ gen freu⸗dig auf dich sehn;/ wo al ⸗ler Lip⸗pen dein Ge⸗ dnr. —— bot er⸗fra⸗gen/ und al⸗le dei⸗nes Winks ge⸗wär⸗ tig stehn. 2. O selig haus, wo Mann und Weib in einer,/ in deiner Liebe eines Geistes sind,/ als beide eines heils gewürdigt, keiner/ im Glaubensgrunde anders ist gesinnt;/ wo beide unzertrennbar an dir hangen/ in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach,/ und nur bei dir zu bleiben stets verlangen/ an jedem guten, wie am bösen Tagl 3. O selig Haus, wo man die lieben Rleinen/ mit gänden des Gebets ans Herz dir legt,/ du Freund der Kinder, der sie als die Seinen/ mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt;/ wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln/ und horchen deiner süßen Rede zu/ und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln,/ sich deiner freun, ou lieber Heiland, oul 4. O selig haus, wo Rnecht und Mago dich kennen/ und wissend, wessen Augen auf sie sehn,/ bei allem Werk in einem Eifer brennen,/ daß es nach deinem Willen mag geschehn;/ als deine Diener, deine hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei,/ das Ihre schaffen, froh und unverdrossen,/ in kleinen Dingen zeigen große Treul ö ö 5. O selig haus, wo du die Freude teilest,/ wo man bei keiner Freude dein vergißt! /O selig haus, wo du die Wunden heilest/ und aller Arzt und aller Tröster bist;/ bis jeder einst sein Tage⸗ werk vollendet,/ und bis sie enoͤlich alle ziehen aus/ dahin, wo⸗ her der Vater dich gesendet,/ ins große, freie, schöne Vaterhaus. Philipp Spitta, 4 1857. 4⁰⁹ 415 416 Trauung ⸗Obrigkeit 415 mel. Nr. 49. Vor der Trauung“ der morgennn. 1. Von dir, oͤu Gott der Einigkeit,/ ward einst der Ehebund geweiht;/ von dir kommt auch der Segen./ O segn auch jetzt von deinen Höhn,/ die hier vor deinem Antlitz stehn,/ um Hand in Hand zu legen./ Laß sie,/ Vater,/ dir ergeben,/ einig leben,/ treu sich lieben/ und in deinem Wort sich üben. Nach oͤer Trauung 2. Nimm sie in deine Vaterhut, /halt ihren Sinn bei frohem Mut,/ ihr herz dem Himmel offen,/ und lehre sie, sich deiner freun,/ ein herz und eine Seele sein/ im Glauben, Lieben, Hoffenl/ Laß sie,/ Vater,/ dir ergeben,/ glücklich leben,/ freudig sterben/ und vereint den Himmel erben! Georg Ernst Waldau, 4 1817. Obrigkeit Mel. Nr. 365. 41 6 Aus meines herzens Brunde. 1. Jehova, Herr und Rönig/ der Rönige und Herrn,/ dir sind wir untertänig,/ du herrschest nah und fern;/ du Herr im him⸗ melszelt// laß unter deinem Leiten/ bestehn die Obrigkeiten,/ zu herrschen in der Welt. 2. Es zeugen deine Knechte,/ daß keine Obrigkeit/ als nur durch deine Rechte/ und deine Macht gebeut./ Du hast sie hoch geschätzt j/ wer ihr zuwider lebet,/ der trotzt und widerstrebet/ dem, was du hast gesetzt. 3. Du Gott der Oroͤnung, lehre/ mich selbst durch deinen Geist// daß ich die Obern ehre,/ wie uns dein Wort es heißt./ Sie tragen ja dein Bild; /gib, daß ich demut übe/ und sie mit Ehrfurcht liebe,/ so wird dein Wort erfüllt. 4. Verleihe deine Güte/ und senoͤe Recht und Licht;/ gib ihnen ins Gemüte/ viel Weisheit zum Gericht./ Du herrschest selbst im Land;/ das Herz der Obrigkeiten/ kannst du wie Bäche leitenj/ es steht in deiner hand. 5. Gib, daß ourch ihr Regieren/ wir mit Zufriedenheit/ ein ruhig Leben führen/ in wahrer Frömmigkeit./ Laß sie die Pfleger 4¹⁰ —.——...2 „22..... Preoͤigtamt 417 sein/ der gläubigen Gemeinde/ und als getreue reunde/ ihr heilge Sorgfaͤlt weihn. 6. Die uns allhier regieren,/ Herr, die regiere du/ laß deinen Geist sie führen,/ dein Rat sprech ihnen zu./ Herr Gott, dͤu segnest gern;/ o, walte oͤu hienieden,/ gib deinem Volke Frieden/ durch Jesum, unsern Herrn. Nach Phil.§riedrich hiller, 4 1769. Preoͤigtamt Wie schön leuchtet Mel. Nr. 409. 41— Ver⸗Wesgensterh 1. O desu, Herr der Herrlichkeit,/ du Rönig deiner Christen⸗ heit,/ oͤu kurte deiner Heroe,/ du siehst auf die erlöste Welt,/ re⸗ gierst sie, wie es dir gefällt,/ sorgst, daß sie selig weroe./ Von dir/ sind wir/ auch erwählet,/ zugezählet/ den Erlösten,/ oͤie du segnen willst und trösten. 2. Wohl oͤeinem Volk, daß oͤu es liebst,„ nach deinem Sinn ihm hirten gibst,/ die es zum Himmel führen,/ und die voll Eifer, Geist und Kraft,/ voll Glauben, Liebe, Wissenschaft/ das Herz der Sünder rühren./ Treue/ hirten/ laß den Seelen/ niemals fehlen,/ daß die Herden/ mit oen Hirten selig weroͤen. 5. Wir nehmen hier von deiner hand/ den Lehrer, den du uns gesanoͤt j/ Herr, segne sein Geschäftel/ Die Seelen, die sich ihm ver⸗ traun,/ dͤurch Lehr und Leben zu erbaun,/ gib Weisheit ihm und Kräfte./ Lehr ihn,/ hilf ihm/ tun und leiten,/ dulden, streiten// beten, wachen,/ selig sich und uns zu machen. 4. Herr, oͤeinen Geist laß auf ihm ruhn;/ laß ihn sein Amt mit dreuden tun;/ nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt,/ gib uns ein Herz, das folgjam hört,/ ein herz voll treuer Liebe./ Lehrer,/ hörer/ laß in Freunoͤschaft/ und Ge⸗ meinschaft/ feste stehen/ und den Weg zum himmel gehen. 5. Wenn einst dein grober Tag erscheint,/ laß unsern Lehrer, unsern Freund,/ uns dir entgegenführen./ du gibst ihm unter seine hand/ die Seelen als ein teures Pfand//laß keine ihn ver⸗ lieren./ Jesu,/ hilf du,/ beut die Hände,/ daß am Ende/ hirt und herde/ treu vor dir erfunden werde. 4¹¹ 418 Allgemeine 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn!/ Wir heißen dich will⸗ kommen gern/ in Jesu Christi Namen./ O Hirte, nimm uns bei der hand,/ führ uns zum ewgen Vaterland./ Gott mit dir! Amen! Amenl/ Mit dir/ gehn wir/ durch die Leiden/ dieser Zeiten/ zu dem Leben,/ das uns unser Gott will geben. Daniel Karl Bickel, 4 1809. Allgemeine Not 41 8 Französischer Psalter, 1547. 1 .— . Wenn wir in höch⸗ 120 Nö⸗ ten r sen ——— ů——.—.————— nicht, wo aus noch ein,/ und fin⸗den we⸗der Hilf noch Rat,/ ........... ob wir gleich sor⸗gen früh und spat: 2. So ist dies unser Trost allein,/ daß wir zusammen insgemein/ anrufen dich, o treuer Gott,/ um Rettung aus der Angst und Not, 3. Und heben unser Aug und Herz/ zu dir in wahrer Reu und Schmerz/ und bitten um Begnadigung/ und aller Strafen Lin⸗ derung, 4. Die du verheißest gnädiglich/ all denen, die rum bitten dich/ im Namen des herrn Jesu Christ,/ der unser heil und Mittler ist. 5. Drum kommen wir, o herre Gott,/ und klagen dir all unsre Not,/ weil wir jetzt stehn verlassen gar/ in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß,/ sprich uns davon in Gnaden los,/ steh uns in unserm Elend bei,/ mach uns von allen Plagen frei; 7. Auf daß von herzen können wir/ nachmals mit Freuden danken dir,/ gehorsam sein nach deinem Wort,/ dich allzeit preisen hier und dort. paul Ebar, + 1569. 4¹² Not 4¹9 Mel. Da Christ Vorreformatorisch. 9eboren War 22 41 9 Wtn auberg 1940. F ö I— 3Z2—.———.—— EEEEEEEE 1. Treu⸗er Wäch⸗ter Is ⸗ra⸗el,/ des sich freu⸗ et 94 4— + Leib und Seel,/ der oͤu ken⸗nest al⸗les Leid/ dei⸗ner ar⸗men — n hmnin Frt: Emn L.— E ꝗ+ P.IIII.IIIIIIIIIIIIIII 1 1 ½1—— J...— 1 Chri⸗sten⸗heit;/ o du Wäch⸗ter, der oͤu nicht/ schläfst noch + + 44 ..... I schlum⸗merst, zu uns richt/ jetzt dein hilf⸗reich An⸗ ge⸗sichtl 2. Schau, wie große Not und Qual/ trifft dein Volk jetzt über⸗ alll/ Täglich wiro oer Trübsal mehr:/ hilf, ach hilf, schütz deine Ehrl/ Ach, wir Armen, wir vergehn,/ Trost wir nicht vor Rugen sehn,/ wo oͤu nicht bei uns wirst stehn. 3. Kläglich schreien wir zu dir,/ klopfen an die Gnadentür,/ wir, die oͤu mit höchstem Ruhm/ hast erkauft zum Eigentum./ Dein Erbarmen hat kein End,/ deines Vaters Zorn abwend,/ der jetzt wie ein Feuer brennt. 4. Jesu, der du Jesus heißt,/ als ein Jesus Hilfe leistl/ Hilf mit deiner starken hand,/ Menschenhilf hat sich gewanot j/ eine Mauer um uns bau,/ daß dem deinde davor grau,/ er mit Zittern sie anschau. 5. Höchster hort, Immanuel,/ du Beschützer meiner Seel, /Gott mit uns in aller Not,/ Gott um uns und in uns Gott,/ Gott für uns zu aller Zeit l/ Trotz dem, der uns tut ein Leid;/ Gottes Straf ist ihm bereit. 6. Du, des Vaters starker Arm,// komm und unser dich erbarmj/ laß jetzt sehen deine Macht,/ drauf wir hoffen Tag und Nacht j/ aller deinde Rotten trenn,/ daß dich alle Welt erkenn,/ aller herren Herrn dich nenn. 11³ 4²⁰421 Not⸗ Krieg unoͤ 7. Du bist ja der Helb unòd Mann,/ der den Kriegen steuern kann,/ der oᷣa Spieß und Schwert zerbricht,/ der die Bogen macht zunicht,/ der die Wagen gar verbrennt,/ der der Menschen Herzen wenoͤt,/ daß der Krieg gewinnt ein End. 8. O du wahrer friedensfürst,/ der der Schlange Kopf zer⸗ knirscht/ und durch seinen Kreuzestod /Frieden wiederbracht bei Gott,/ gib uns Frieden gnädiglichl/ So wird dein Volk freuen sich/ und dich preisen ewiglich. Zohann heermann, 4. 1647. lich tut mi mel. Nr. 441. 420 d eaupen 1. In tiefen Hngsten schreien/ wir dich, Erbarmer, an, dich, der allein befreien,/ allein erhören kann./ Hast du denn ganz ver⸗ borgen/ dein Vaterangesicht?/ Rommt uns in finstern Sorgen/ nicht mehr ein Strahl von Licht? 2. Die Not von so viel Seiten/ beraubt uns aller Ruhj;/ wir sehn dem Sturm der Zeiten/ mit bangem Herzen zu./ Die Hilfe im Gedränge,/ wonach das Ruge tränt,/ verzieht sich in die Länge/ und ist noch nicht ersehnt. 3. Wir fallen, müd im Herzen,/ nachts auf die Lagerstatt/ unoͤ träumen, was mit Schmerzen/ uns tags gefoltert hat;/ erwachen wir, so beben/ wir vor der neuen Last./ Wie qualvoll ist dies Leben!/ Herr, wir erliegen fast! 4. Willst Du noch länger schweigen/ zu unserm Kummerstano// nicht uns Verlassnen zeigen/ die Allmacht deiner hand?/ Laß enoͤ⸗ lich dich bewegen!/ Errett uns, oir zum Ruhm!/ Rehr doch den Fluch in Segen,/ das Leid in Freuden um! 5. Verdienten wir als Sünder/ die Rut, ach, so vergib;/ hab uns und unsre Rinder/ in Christo dennoch lieb!/ Gib uns, daß wir dich ehren,/ den Sinn, der dir gefällt!/ Komm, komm, uns zu erhören, /Erbarmer aller Welt! Joh. Gottfries Schöner, 4 1818. Krieg und F§rieden/ 421 Nürnberg 1531. —.—— —— ö u ——. Ver leih uns Frie⸗den gnã⸗dig⸗lich,/ herr Gott, zu un⸗sern 4¹⁴ 5565 42² ...— ⁊K——————— dei⸗ten;/ es ist ja doch kein anoͤ⸗rer nicht,/ der für uns E———— ———— 1414— ———— ————— 2— —— könn ⸗te strei ⸗ ten,/ denn du, un⸗ser Gott, al⸗lei⸗ne. Nach dem altkirchlichen Lied von Martin Luther, 4 1545. Mel. Nun lob, mein Seel, ö 422 —— Augsburg 1540. — 33 SS......I —..——»lobl nun ist er⸗schol ⸗len/ das ed ⸗=le daß nun⸗mehr ru⸗hen sol ⸗len/ die Spieß und EEE öried⸗ und§reu⸗den⸗wort, 166.5135 und 15 Mord! I I—— 1 1 Wohl⸗ auf! und nimm nun ......— wie ⸗der/ dein Sai⸗ten⸗spiel her⸗ vrn, o deutsch⸗lanoͤ, SSS.......... und sing Lie ⸗der/ im ho⸗ hen, vol⸗len Chorj /er⸗ — —— 2——— 1 + 1 —— 9————— 1 2* 1 IISE— 1— 1 LI—2—.— he⸗be dein Ge⸗mü⸗te/ zu dei⸗nem Gott und sprich:„Herr, — n Eren E de 3 EEEEEEEEEEEEEEEEE t dei⸗ne Snabn und Gũü⸗te/ bleib 4¹⁵ 4²³ drieden 2. Sei tausendmal willkommen,/ du teure, werte Friedensgabl/ Jetzt sehn wir, was für Frommen/ dein Beiunswohnen in sich hab./ In oͤich hat Gott versenket/ all unser Glück und Heil;/ wer dich betrübt und kränket,/ der drückt sich selbst den Pfeil/ des herz⸗ leids in das Herze/ und löscht aus Unverstand/ die güloͤne§reu⸗ denkerze/ mit seiner eignen Hand. 3. Ach, laß dich doch erwecken!/ Wach auf, wach auf, oͤu harte Welt,/ eh, als das letzte Schrecken/ dich schnell und plötzlich über⸗ fällt./ Wer aber Christum liebet,/ sei unerschrocknen Muts;/ der Friede, den er gibet,/ bedeutet alles Guts./ Er will die Lehre geben:/ das Ende naht herzu,/ da sollt ihr bei Gott leben/ in Fried und ewger Ruh. paul Gerharot, 1048. Mel. Nr. 151. 423 nun danket alle Gott 1. Herr Gott, dich loben wir,/ wir preisen deine Güte,/ wir rühmen deine Macht/ mit herzlichem Gemüte;/ es steiget unser Lied/ bis an des himmels Tür/ und tönt mit großem 2—.— Herr Gott, dich loben wir! 2. Herr Gott, oͤich loben wir/ für deine großen Gnaden,/ daß du das Vaterland/ von Kriegeslast entladen,/ daß du uns blicken läßt/ odes güloͤnen Friedens Zier;/ drum jauchzet alles Volk:/ Herr Gott, dich loben wir! 3. Herr Gott, dich loben wir,/ die wir in langen Zahreuart Waffen schweres Joch/ und frechen Grimm erfahren/ jetzt rühmet unser Mund/ mit herzlicher Begier:/ Gottlob, wir sind in——— Herr Gott, wir danken dir! 4. Herr Gott, dich loben wir,/ daß oͤu uns zwar gestrafet,/ jedoch in deinem Zorn/ nicht gar hast weggeraffet./ Es hat die Vaterhand/ uns deine Gnadentür/ jetzt wieder aufgetan;/ herr Gott, wir danken dir! 5. Herr Gott, wir danken dir/ und bitten, u wollst geben,/ daß wir auch künftig stets/ in guter Ruhe leben./ Krön uns mit deinem Gut,/ erfllle für und flir,/ o Vater, unsern Wunsch// Herr Gott, wir danken dir! Johann granck, 1648. 4¹⁰ eden gabl/ n sich wer Herz⸗ Freu⸗ harte über⸗ / der Lehre ꝛn/ in + 1048. e Gott wir unser hall:/ daß blicken olk:/ / der ühmet Ruhl/ afet,/ at die herr ben// is mit nsch// „ 16⁴⁸8. Mißwachs und Teurung 4²⁴ Mißwachs und Teurung Mel. nr. 246. 42⁴ Ileste bes Lebens. 1. Christen erwarten in allerlei hällen/ Jesum mit seiner all⸗ mächtigen Hand;/ mitten in Stürmen und tobenden Wellen/ sind sie gebauet auf felsiges Land.Wenn sie die Nächte der Trübsal bedecken, kann doch ihr Grauen sie wenig erschrecken. 2. Jauchzen die deinde zur Rechten und Linken,/ örohet und hauet ihr blinkendes Schwert,/ lassen doch Christen die Häupter nicht sinken,/ denen sich Jesus im Herzen verklärt./ Wüten die deinoe mit Schnauben und Toben,/ schaun doch die Christen voll Trostes nach oben. 3. Geben die dᷣeloer den Samen nicht wieder,/ bringen die Gärten und Ruen nichts ein,/ schlagen die Schloßen die Früchte danieder,/ brennen die Berge von hitzigem Schein:/ kann oͤoch ihr Herze den drieden erhalten,/ weil es den Schöpfer in allem läßt walten. 4. Viele verzehren in ängstlichem Sorgen/ Kräfte, Gesunoͤheit und Rürze der Zeit,/ da doch im Rate des Höchsten verborgen,/ wann und wo jedem sein Ende bereit./ Sind es nicht alles un⸗ nötige Schmerzen,/ die ihr euch machet, ihr törichten herzen? 5. zweifel und Schmerzen verderben die Frommen;/ Glauben und Hoffen bringt Ehre bei Gott;/ Seele, verlangst du zur Ruhe zu kommen,/ hoffe gedulöͤig in Jammer und Not!/ Ob auch die gött⸗ liche Hilfe verborgen,/ traue dem höchsten und meide die Sorgenl 6. Gutes und alle erbetenen Gaben/ folgen dir, bis man dich leget ins Grab,/ ja du wirst selber den himmel noch haben/ ei, warum sagst du den Sorgen nicht ab? /Weroͤe doch in dir recht ruhig und stille!/ Das ist des Vaters, des ewigen, Wille. 7. Völlige Wonne, verklärete Freude,/ himmlische Güter, un⸗ denkliches Heil/ werden dir dort auf der ewigen Weide/ unter den Menschen und Engeln zu teil,/ wenn einst in Herrlichkeit Christus wird kommen/ und zu sich sammeln die Heroe der Frommen. 8. Seine allmächtige Stärke beweiset/ in den Ohnmächtigen mächtige Kraft;/ dann wird alleine sein Name gepreiset,/ wenn er oͤen Jagenden Freudigkeit schafft./ Darum, o Jesu, gib, daß ich dir traue, /wenn ich die Hilfe nicht sichtbarlich schaue. Christ. Ludw. Edeling, 4 1742. 27⁷ 4¹⁷ 42⁵ Eente Ernte⸗ Mel. O daß i taufend Zungen hätte. 42⁵5 Frankfurt a. M. 1753. D..— .V—— Faw aa Gott, von dem wir al⸗ les ha⸗ben,/ die du ber 1 dei⸗ ne Ga⸗ben/ recht .iii Welt ist ein sehr gro⸗Bes Haus; wie ein Va⸗ ter drin⸗nen aus. ———— ——— IIITIIITTIIIIIIII al ⸗le reich;/ ach, lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Menschen alle zählen,/ dᷣie heut bei dir zu Tische gehn? /Doch darf die Notourft keinem fehlen,/ odenn oͤu weißt allen vorzustehn/ und schaffest, daß ein jedes Land/ sein Brot emp⸗ fängt aus deiner hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet/ und enoͤlich auch die Frucht genießt./ Der Wind, der durch die Felder wehet,/ die Wolke, so das Land begießt,/ des himmels Tau, der Sonne Strahl/ sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise,/ der Acker selbst wird ihm zu Brot,/ es mehret sich vielfältger Weise,/ was anfangs schien, als wär es tot,/ bis in der Ernte jung und alt/ erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, wer kanns genug bedenken?/ Der Wunder sind hier gar zu viel./ Soviel als ou kann niemand schenken,/ und dein Erbarmen hat kein Ziel;/ denn immer wird uns mehr beschert,/ als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollen es auch nie vergessen,/ was uns dein Segen träget ein/ ein jeder Bissen, den wir essen,/ soll deines Namens Denkmal sein/ und Hherz und Mund soll lebenslang/ für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann, 1715. 1¹18⁸ Dein Se⸗gen macht uns eich? u Tische weißt ot emp⸗ ch auch et,/ die ᷓtrahl/ st wird nfangs rlanget er sind nö dein schert,/ Segen lamens runsre + 17¹⁶. Ernte 42 Unser scher, uuher—— 2230 42⁰ Bremen 1680. + ½5 2 1— Herr im Him⸗-mel, Gott auf Er⸗den, Herr ⸗ scher Laß den Mund voll Lo⸗bes wer⸗den,/ da man die⸗ser gan⸗zen Weltl oir zu Fü⸗ßen fällt, ——8———— ö ö.......... Dank und Op⸗fer dar⸗ zu=le⸗gen. 2. Vater, oͤu hast aus Erbarmen/ uns Unwürdige genährt,/ dᷣu hast Reichen, du hast Rrmen/ milder Gaben viel gewährt./ Sei gelobt und hochgepriesen,/ daß du soviel Guts erwiesen. 5. Du hast Sonnenschein und Regen/ uns zu rechter Zeit ge⸗ schickt,/ und so hat man allerwegen/ Auen voller Korn erblickt 7 Berg und Täler, Tiefen, höhen/ sahen wir im Segen stehen. 4. Ach, wer ist, der solche Güte/ dir genug verdanken kannꝛ/ Kimm ein dankbares Gemüte/ für die große Wohltat an!/ Alle delder sollen schallen:/ du machst satt mit Wohlgefallen. S. Lehr uns auch wohl anzuwenden,/ was uns deine Huld ge⸗ währt;/ nie zur Sünd es zu verschwenden,/ daß es nicht der Fluch verzehrt./ Bleiben wir in alten Sünden,/ kann der Segen leicht verschwinden. 6. Schenk uns auch zufrieodne Herzen,/ Stolz und Geiz laß ferne sein; /laß den Undank nichts verscherzen,/ streu das Sam⸗ korn wieder ein,/ daß wir jetzt und künftig haben,/ auch die dürf⸗ tigen zu laben. 7. Laß dein Wort auch Früchte bringen,/ daß man reichlich ernten kann,/ so wird man hier jährlich singen,/ wie oͤu uns so wohlgetan./ Gib uns nach oͤem Tränensamen/ freudenernt im Himmel. Amen. Benjamin Schmolck, 1737. 27⁷ für den rei⸗chen Ern⸗te⸗se⸗ gen/ 4¹⁰ 4²2⁷7 Ernte mel. Was Gott tut, 838 ist Wollgetan. 427 Severus Gastorius, 1681. SSSSISI. Was Gott tut, das ist wohl⸗ge⸗tanl/ So den⸗ken Wenn man nicht reich⸗ lich ern⸗ten kann,/ liebt er uns DSDSD‚‚.. — Got⸗tes Rin⸗der. doch nicht minder. Er zieht das Herz/ nur himmelwärts,/ wenn , +—— —— F— er uns läßt auf Er⸗den/ ein Ziel der Pla⸗gen wer⸗den. 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Im Nehmen und im Geben/ sind wir bei ihm stets wohl daran/ und können ruhig leben./ Er nimmt und gibt,/ weil er uns liebt/ und seine hände müssen/ wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Er zeigt uns oft den Segen/ und ehe man ihn ernten kann,/ muß sich die Hoffnung legen;/ weil er allein/ der Schatz will sein,/ so nimmt er anoͤre Güter/ zum heile der Gemüter. 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Es geh nach seinem Willen,/ und läßt sichs auch zum Mangel an,/ so weiß er ihn zu stillen./ Obgleich das Feld/ nicht viel enthält,/ man kann bei wenig Gaben/ satt werden und sich laben. 5. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ Das Feld mag traurig stehen/ wir gehn getrost auf seiner Bahn/ und wollen ihn erhöhen./ Sein Wort verschafft/ uns Lebenskraft,/ es nennt uns Gottes Erben;/ wie können wir veroerben? 6. Was Gott tut, das ist wohlgetan!/ So wollen wir stets schließen/ ist gleich bei uns kein Kanaan,/ wo Milch und Honig fließen:/ er, unser Gott,/ weiß, was uns not,/ und wird es gern uns geben;/ kommt, laßt uns ihn erheben! Benjamin Schmolck, T 1737. 4²⁰ U n 1168 Ernte Wetterliedͤer 428 420 9 1551 Wetterlieder mel. wo Gott, der herr, 428 71 5 uns hält. Wittenberg 1555. SSESEEEE en⸗ken 47— er uns O Gott, der du das Fir⸗ma⸗ment/ mit Wol⸗ken 33 45 der du in⸗glei⸗chen kannst be⸗hend/ das Son⸗nen⸗ 1—— — Heßt sch dedren, Lal—— ei 2 so + 4 — Ucht er⸗wek⸗ken, halt oͤoch mit vie⸗lem Re⸗ gen ein,/ und 1———1 E+ — EEE Im0 ün gib uns wie⸗der Sonnenschein,/ daß un⸗ser Land sich freu⸗e. ruhig 2. Die delder trauern weit und breit,/ die Früchte leiden Schaden,/ Hande weil sie von vieler deuchtigkeit/ und Näshe sind beladen;/ dein Segen, herr, den oͤu gezeigt/ uns Armen, sich zur Erde neigt/ und will fast gar verschwinden. oft ben 3. Das machet unsre Missetat/ und ganz verkehrtes Leben,/ so ffnung deinen Zorn entzündet hat,/ daß wir in Nöten schweben./ Wir anöre müssen zeigen unsre Schulö;/ weil wir die Buße nicht gewollt// so muß der Himmel weinen. seinem 4. Doch denke wieder an die Creu,/ die du uns hast versprochen,/ ihn zu und wohne uns in Gnaden bei,/ die wir dich kinoͤlich suchen./ Wie iwenig hält so hart sich diese Zeit/ dein Herz und sanfte Freunoͤlichkeit?/ Du bist ja unser Vater! traurig 5. Gib uns von deinem Himmelssaal/ dein klares Licht und höͤhen./ Sonne// und laß uns wieder überall/ empfinden Freud und Wonne,/ Gottes daß alle Welt erkenne frei,/ daß außer dir kein Segen sei/ im Himmel und auf Erden. Michael Schirmer, 4 1675. ir stets Mel. Nr. 329. 429 Ruf meinen lieben Gott. nli 1. Ein Wetter steiget auf:/ mein Herz, zu Gott hinaufl/ Fall kinoͤlich ihm zu Fube/ durch wahre Reu und Buße,/ damit gleich +ux. deine Sünden/ durch Christi Tod entschwinden. 12¹ 4³⁰ Reise 2. Herr, der oͤu gut und fromm,/ zu dir ich gläubig komm,/ ich bitt um dein Erbarmen,/ sieh Christum in mir Armen,/ um dessentwillen schone,/ mir nicht nach Sünden lohne. 3. Durch Christi teures Blut/ mach mir ein Herz und Mut,/ das sich nicht knechtisch scheue,/ vielmehr auf deine Treue/ in allem kinoͤlich traue/ und auf dein Helfen baue. 4. Ich will mit dem, was mein,/ dir ganz gelassen sein;/ dein Flügel wird uns decken,/ verjagen allen Schrecken/ und lassen uns aus Gnaden/ das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan! Verlaß uns nicht;/ bleib unsre Zuversicht/ uno laß dein Vaterlieben/ auch jett an uns sich üben,/ so wolln wir, weil wir leben,/ dir Preis und Ehre geben. Aemilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg⸗-Rudolstadt, 4 1706. Reise Mel. Nr. 3550. 430 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Ich zieh in ferne Lande,/ zu nühen einem Stande,/ zu dem mich Gott bestellt;/ sein Segen wird mich lassen,/ was gut und recht ist, fassen,/ zu dienen treulich seiner Welt. 2. Gott wird zu diesen Reisen/ gewünschten dortgang weisen,/ wohl helfen hin und her;/ Gesunoͤheit, heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben,/ und was in demut ich begehr. 3. Sein Engel, der getreue,/ macht meine deinde scheue,/ tritt zwischen mich und sie; /durch seinen Schutz, den frommen,/ bin ich soweit gekommen,/ und weiß doch selber fast nicht wie. 4. Leg ich mich späte nieder,/ erwach ich frühe wieder,/ lieg oder zieh ich fort,/ in Schwachheit und in Banden,/ und was mir stößt zu Handen,/ so tröstet mich sein göttlich Wort. 5. Hat er es denn beschlossen,/ so will ich unverdrossen/ an mein Verhängnis gehn;/ kein Unfall unter allen/ wird je zu hart mir fallen:/ ich will mit Gott ihn überstehn. 6. Ihm hab ich mich ergeben,/ zu sterben und zu leben,/ sobald er mir gebeut;/ es sei heut oder morgen,/ dafür laß ich ihn sorgen,/ er weiß allein die rechte Zeit. 7. Gefällt es seiner Güte,/ und sagt mir mein Gemüte/ nicht was Vergeblichs zu:/ so werd ich Gott noch preisen/ mit manchen schönen Weisen/ daheim in meiner stillen Ruh. 122 Reise Krankheit 43¹14⁵² mm// 8. Indes wird er den Meinen/ mit Segen auch erscheinen,/ „/ um ihr Schutz wie meiner sein;/ wird beiderseits gewähren,/ was unser Wunsch und Zähren /ihn bitten mögen insgemein. Mut,// 9. So sei nun, Seele, seine,/ und traue dem alleine,/ oͤer dich allem geschaffen hat!/ Es gehe, wie es gehe,/ dein Vater in der höhe// dein der weiß zu allen Sachen Rat. paul gleming, + 1640. lassen Krankheit t/ und Mel. Nr. 550. 431 O Welt, ich muß dich lassen. ln wir, 1. Ich hab in guten Stunden/ des Lebens Glück empfunden/ und Freuoͤen ohne Zahl;/ so will ich denn gelassen/ mich auch in + 17⁰⁵ü Leiden fassen;/ welch Leben hat nicht seine Gual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder,/ und stets strafst oͤu gelinder// als es der Mensch veroͤient./ Sollt ich, beschwert mit Schulden,/ lassen. kein zeitlich Weh erdulden,/ das doch zu meinem Besten dient? zu dem 3. Dir will ich mich ergeben,/ nicht meine Ruh, mein Leben/ it und mehr lieben als den Herrn;/ dir, Gott, will ich vertrauen/ und ew nicht auf Menschen bauen;/ oͤu hilfst und oͤu errettest gern. 15— 4. Laß ou mich Gnade finden,/ mich alle meine Sünden/ er⸗ kennen und bereun./ Jetzt hat mein Geist noch Kräfte;/ sein Heil „tritt lab mein Geschäfte,/ dein Wort mir Trost und Leben sein. bin 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? /Auch auf des Todes Pfade/ lieg vertrau ich deiner Gnade;/ du, Herr, bist bei mir in der Not. dwas 6. Ich will dem Kummer wehren,/ Gott durch Geduld verehrenj/ ů im Glauben zu ihm flehn./ Ich will den Tod bedenken,/ der herr mi wird alles lenken,/ und was mir gut ist, wird geschehn. ri min Christian gürchtegott Gellert, 4 1769. bald 4 0 loen/ mel ar. 556 43²2 u-W 1. Herr! Ein ganzer Leidenstag/ ist nun überwunden./ Ach, / nicht wieviel der Mensch vermag,/ das hab ich empfunden./ Wie ge⸗ anchen brechlich ist oie Kraft,/ wie verzagt der Glaube!/ Wenn der Herr nicht hilfe schafft, liegen wir im Staube. 42⁵ 4³³⁵ Am Geburtstage 2. Ach, wie könnt ich diese Nacht/ ohne dich bestehen?/ Ohne deine huld und Macht/ müßt ich ganz vergehen./ Trübe fallt der Abend ein,/ stille wirõs auf Erden/ doch in diesem Kämmerlein/ wirds so still nicht weren. 3. Jedes Ruge tut sich zu,/ alles sucht den Schlummer/ doch hier ist noch keine Ruh,/ denn es wacht der Kummer./ O so komm und bleibe hier/ bei dem armen Kranken/ liebster Jesu, schenke mir/ tröstliche Gedanken. 4. Zeuch empor das matte Herz/ aus der finstern höhle;/ salbe diesen Leib voll Schmerz/ mit dem Lebensölel/ Herr, du kannst die dᷣurcht und Pein/ in der Seele stillen./ Laß mich ganz ergeben sein/ in des Vaters Willen! 5. Wenn ich diese ganze Nacht/ wachen muß und weinen:/ Herr, oͤu bists, der bei mir wacht/ oͤu wirst mir erscheinen./ du wirst in der dunkelheit/ freunolich mit mir sprechen,/ sollte gleich vor Traurigkeit/ mir das Wort gebrechen. 6. Wo ich auch gebettet bin,/ lieg ich dir in händen;/ wo mein Auge siehet hin,/ wirds zu dir sich wenden./ Mein Gebet bestärke du,/ laß es nicht ermatten;/ laß mich finden sanfte Ruh/ unter deinem Schatten. heinrich Puchta, + 1858. Am Geburtstage⸗ Mel. Nr. 530. 433 O welt, ich muß dich lassen. 1. Dir dank ich für mein Leben,/ Gott, der oͤu mirs gegeben,/ ich danke dir dafür./ Du hast, von huld bewogen,/ mich aus dem Nichts gezogen,/ durch deine Güte bin ich hier. 2. Du, Herr, hast mich bereitet,/ mich väterlich geleitet/ bis diesen Augenblick./ u gabst mir frohe Tage/ und wanoͤtest auch die Plage/ zu meiner Seele wahrem Glück. 3. Ich bin nicht wert der Treue,/ der ich mich täglich freue,/ der Huld, die mich bewacht./ Damit ich, Staub und Erdͤe,/ auf ewig gllicklich werde,/ hast du schon ewig mein gedacht. 4. Du kanntest schon mein Sehnen/ und zähltest meine Tränen// eh ich bereitet war;/ noch konnt ich dich nicht denken,/ zu dir das Herz nicht lenken,/ da wogst du schon mein Teil mir dar. 12⁴ stage Imm Alter 4³⁴ Ohne 5. Für alle meine Sünden,/ herr, ließest oͤu mich finden/ in illt der Christo Gnad und Huld./ O Höchster, welch Erbarmen!/ du nah⸗ erlein/ mest an mich Armen/ und tilgtest alle meine Schuld. 6. Daß du mich liebreich führest,/ mit deinem Geist regierest,/ doch dies, Vater, dank ich dir./ Daß dᷣu mein Leben fristest,/ mit deiner komm Kraft mich rüstest,/ dies alles, Vater, oͤank ich dir. schenke 7. Was noch in diesem Leben/ mir frommt, wirst oͤu mir geben./ Du gibsts, ich hoff auf dich./ Ja, Vater, ich befehle/ dir kinoͤlich salbe Leib und Seele;/ Herr, segne und behüte mich! kannst Nach Christian§ürchtegott Gellert, 4 1769. W, Im Alter⸗ nen:/ Mel. Är. 402. 434 gesu, meines Lebens Leben. 1.0 Du 1. Höchster Helfer, sei nicht ferne!/ Mein Beschirmer, steh mir gleich bei,/ hilf mir, daß ich tu und lerne,/ was dein heilger Wille sei./ Leite mich nach deiner Güte/ und erleuchte mein Gemüte;/ laß o mein mir deine Vatertreu/ alle Morgen werden neu. estärke 2. alte mich, o mein Erhalter!/ O mein dührer, weiche nichtj/ unter führe mich in meinem Alter;/ wenn mir Lebenskraft gebricht./ + 1858. Gib, daß ich recht christlich lebe/ und stets nach dem himmel strebe;/ hilf mir oͤurch, wenn Gual und Schmerz/ bricht mein halb zerbrochnes Herz. asen. 3. Stoß mich nicht von deiner Seiten,/ wenn sich Angst und ben,/ Ohnmacht häuft,/ wenn die schwachen Tritte gleiten/ und man nach oem Stabe greift;/ fasse du mich bei dem Arme,/ o mein heiland, und umarme/ mich auch in der letzten Not,/ bis erfolgt ein selger Tod. ö hie 16 herrscher über Lod und Leben,/ höchster Eröster, tritt her⸗ ch die beil/ Wenn ich soll den Geist aufgeben,/ so vernimm mein Angst⸗ geschrei;/ wenn mein Auge wird erblinden/ und die Lebensgeister deue// schwinden,/ o so sei du selbst mein Licht,/ daß ich seh dein Angesicht. dem auf 5. Meine Seele soll erheben/ dich, o Herr der herrlichkeit,/ ö dort in jenem reudenleben,/ wenn ich nach vollbrachtem Streit/ inen// dir mein Danklied werde bringen/ und vor deinem Throne singen// ir das daß oͤu mich so wohl bedacht/ und zum Himmel hast gebracht. Jacharias hensel, 4 vor 1736. 4²⁵ 45⁵ Im Alter Mel. Nr. 330. 4535 O Welt, ich muß dich lassen. 1. Gott hat in meinen Tagen/ mich väterlich getragen/ von meiner Jugend auf;/ ich sah auf meinen Wegen/ des Höchsten Huld und Segen;/ er lenkte meines Lebens Lauf. 2. Sein Weg war oft verborgen;/ doch wie der helle Morgen/ aus dunklen Nächten bricht,/ so hab ich stets gespüret:/ der Weg, den Gott mich führet,/ bringt mich durchs finstre Tal zum Licht. 3. War Menschenhilf vergebens,/ so kam der Herr des Lebens/ und half unòd machte Bahn/ wußt ich mir nicht zu raten,/ so tat Gott große Taten/ und nahm sich meiner mächtig an. 4.„Bis zu des Alters Tagen/ will ich dich heben, tragen/ und dein Erretter sein“:/ dies hat mir Gott versprochen,/ der nie sein Wort gebrochen; ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten,/ was er verheißen, halten/ denn er ist fromm und treu./ Bin ich gleich matt unòd müde,/ er gibt mir Trost und Friede/ und steht mit Mut und Kraft mir bei. 6. Noch wenig bange Stunden,/ dann hab ich überwundenj/ ich bin vom Ziel nicht weit./ O welche großen§reuden/ sind nach dem letzten Leiden/ vor Gottes Thron für mich bereit! 7. Ich harre froh und stille,/ bis meines Gottes Wille/ mich nach dem Rampfe krönt./ An meiner Laufbahn Enoͤe/ sink ich in Jesu Hände,/ der mich dem Vater hat versöhnt. Jakob Friedrich Feoͤdersen, 4 1788. 42⁰ tenj/ iöe,/ ir bei. enʒ/ nach nach Jesu 178⁸. 456 Sterbelieoͤer Die lehhten Dinge⸗ Tod 436 Frankfurt a. M. 1569. SSSS —....... 1. Wenn mein Stünd⸗lein vor han ⸗den ist,/ und ich soll fahrn mein Stra⸗pe// ge⸗leit du mich, Herr Je⸗ su .r. Christ,/ mit Hilf mich nicht ver⸗las⸗sel/ Mein Seel an H◻+ 1 E —5—2— ——— mei⸗nem letz⸗ten End/ be⸗fehl ich oͤir in dei⸗ ne gãnd,/ — 2 d e, an Er,,. du wollst sie mir be⸗wah⸗ren. 2. Mein Sünde wird mich kränken sehr/ und mein Gewihen nagen/ /denn ihr ist viel, wie Sand am Meer,/ doch will ich nicht verzagen;/ will oͤenken in der letzten Not,/ Herr Jesu Christ, an deinen Tood,/ der wird mich wohl erhalten. 5. Ich bin ein Glied an deinem Leib,/ des tröst ich mich von herzenl/ Von dir ich ungeschieden bleib/ in Todesnot und Schmer⸗ zen/ wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir;/ ein ewig Leben hast du mir/ mit deinem Tod erworben. 4. Weil dᷣu vom Tod erstanden bist,/ werd ich im Grab nicht blei⸗ ben/ mein höchster Trost dein Auffahrt ist,/ kann Todesfurcht ver⸗ treiben z/ denn wo du bist, da komm ich hin,/ daß ich stets bei dir leb und bin/ oörum fahr ich hin mit Freuoͤen. nikolaus herman, 1 1561. 4²⁸ eder Sterbelieder 4³⁷ Vat 1 Hümueiert. 437 Leipzig 1559. 4 1 I + 5—.———— SPSISSSI.I.......... + 7— I. Herr Chri⸗ste, wah⸗rer Mensch und Gott,/ der du littst E 1 — ———————— Mar⸗ ter, Angst und Spott,/ für mich am Kreuz auch enoͤ⸗lich ——.—.—.— RKMsse starbst/ und mir des Va⸗ ters Huld er⸗warbst:/ ich bitt durchs —— 2—.. A xxie bitt⸗ re Lei⸗ den dein,/ du wollst mir Sün⸗der gnä⸗dig semn. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot/ und ringen werde mit dem Tood,/ wenn mir vergeht all mein Gesicht/ unò meine Ohren hören nicht,/ wenn meine Zunge nicht mehr spricht/ unòd mir vor Angst mein Herz zerbrichtʒ 3. Wenn mein Verstand sich nichts besinnt/ und mir all mensch⸗ lich Hilf zerrinnt: /so komm, Herr Christe, mir behend/ zur Hilf an meinem letzten End/ und führ mich aus dem Jammertal,/ ver⸗ kürz mir auch des Todes Qual! 4. Die bösen Geister von mir treib,/ mit deinem Geist stets bei mir bleib,/ bis sich die Seel vom Leibe trennt;/ dann nimm sie, Herr, in deine Händ!/ der Leib hab in der Erde Ruh,/ bis naht der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Ruferstehn verleih,/ in dem Gericht mein Für⸗ sprech sei/ und meiner Sünd nicht mehr gedenk;/ aus Gnaden mir das Leben schenk,/ wie ou hast zugesaget mir/ in deinem Wort; das trau ich dir: 6.„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich,/ wer mein Wort hält und glaubt an mich,/ der wird nicht kommen ins Gericht,/ den Tod auch ewig schmecken nicht;/ und ob er gleich hie zeitlich stirbt,/ mit nichten er orum gar verdirbt 459 458⁸ Sterbelieoͤer 7. Vielmehr will ich mit starker hand/ ihn reißen aus des Todes Band/ und zu mir nehmen in mein Reich j/ da soll er denn mit mir zugleich/ in dreuden leben ewiglich.“/ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach, Herr, vergib all unsre Schulo;/ hilf, daß wir warten mit Geduld,/ bis unser Stündlein kommt herbei; /auch unser Glaub stets wacker sei,/ aufs Wort zu trauen festiglich,/ bis wir entschlafen seliglich. paul Eber, 4 1569. 438 Vorreformatorisch.) goh. Rhau, Wetter 1589. ⁰*—..—— ö E S.S.SSS.SSI.II.. 1. Ich hab mein Sach Gott heim⸗ge⸗stellt;/ er machs mit S S SSSSI mir, wies ihm ge⸗fällt!/ Lang o⸗der kurz sei mei⸗ ne Zeit,/ E— n— ich bin be⸗reit„ zu al⸗lem, was mein herr ge⸗beut. 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will;/ ich schreib ihm nicht vor Maß und Ziel;/ es sind gezäͤhlt all härlein mein,/ groß oder klein,/ fällt keines ohn den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammertal,/ Angst, Not und Trübsal über⸗ all;/ des Bleibens ist nur kurze Zeit,/ voll Müh unod Leiò,/ und wers bedenkt, ist stets im Streit. 4. Heut sinò wir frisch, gesund und stark,/ schon morgen liegen wir im Sarg/ heut blühn wir wie die Rosen rot,/ bald krank und tot;/ ist allenthalben Müh und Not. 5. Man trägt eins nach dem andern hin/ wohl aus den Rugen, aus dem Sinnl/ Die Welt vergishet unser balö// jung oder alt// auch unsrer Ehren mannigfalt. 6. Das macht die Sünd, ou treuer Gott,/ dadurch kam uns der bittre Tod,/ der reißt dahin all Menschenkind,/ wie er sie finoͤt// fragt nicht, von welchem Stand sie sind. 4⁵⁰ lieoͤer Todes nit mir iglich! warten unser his wir + 1569. torisch.) er 1589. hs mit Zeit// 1 beut. ib ihm groß über⸗ Iuno liegen ik und jugen, alt,/ is der noͤt,/ Sterbelieder 4³9 7. Doch ob mich schon mein Sünd anficht,/ dennoch will ich ver/ zagen nicht;/ ich weiß, daß mein getreuer Gott/ für mich in Too⸗ den eingen Sohn gegeben hat. 8. Dem leb und sterb ich allezeit,/ von ihm der Tooͤ mich nimmer scheiot;/ leb oder sterb ich, bin ich sein j/ er ist allein/ der einge Trost und Helfer mein. 9. Das ist mein Trost zu aller Zeit,/ in aller Not und Traurig⸗ keit;/ ich weiß, daß ich am jüngsten Tag/ ohn alle Klag/ werd auferstehn aus meinem Grab. 10. Den lieben Gott von Angesicht/ werd ich dann schaun, oͤran zweifl ich nicht,/ in ewger Freud und Seligkeit,/ die mir bereit;/ ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit! 11. Amen, mein lieber, jrommer Gott,/ bescher uns einen selgen Too/ hilf, daß wir deinen Engeln gleich/ in deinem Reich/ mit dir dann leben allzugleich. zohann Leon, + 1597. 459 Melchior Vulpius, 1609. 22———,——.— 1. Christus, der ist mein Le⸗ben/ und Sterben mein Ge⸗ —.——— 2.—.——I . IEIEEEEE winn; /dem hab ich mich er⸗ge⸗ben,/ mit Fried fahr ich da⸗ hin. 2. Mit dreud fahr ich von dannen/ zu Christ, dem Bruder mein,/ daß ich mög zu ihm kommen/ und ewig bei ihm sein. 5. Nun hab ich überwunden/ Kreuz, Leiden, Angst und Not,/ durch seine heilgen Wunden/ bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, ich kaum mehr atmen kann,/ und kann kein Wort mehr sprechen,/ nimm, Herr, mein Seufzen an. 5. Wenn Sinne und Gedanken/ zergehn als wie ein Licht,/ das hin und her muß wanken,/ wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanst und stille/ laß mich, Herr, schlafen ein,/ wie es dein Rat und Wille,/ wenn kommt mein Stündelein. 7. Laß mich gleich einem Reben/ anhangen dir allzeit/ und ewig bei dir leben/ in himmelswonn und Freud. Zena 1609. . 43¹ 4⁴⁰ Sterbelieder Mel. Wie nach einer Wasserquelle. 440 Französischer Pfalter, 1551. — E——.——2 —.—.—.i—;.— 4.——— ——.—.————HFIHI————— ——— + 777⁰7 E,. ö dreu dich sehr, o mei⸗ne See⸗le,/ und ver⸗ giß all bweil dich Chri⸗stus nun, dein Her⸗re,/ ruft aus die⸗sem ..DTDDtD 5 errr—— Not und ual Jam⸗mer⸗tal. NAus der Trübsal, Angst und Leid/ sollst du —.—— ö —.—5—— Q . ir—— fah⸗ ren in die Freud, /die kein Ohr hat je ge⸗ hö⸗ ret,/ —.— I —. ö die in E⸗wig⸗keit auch wäh ⸗ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen/ zu dem Herren, meinem Gott,/ weil mich stets viel Kreuz betroffen,/ daß er mir hülf aus der Not./ Wie sich sehnt ein Wandersmann/ nach dem Ende seiner Bahn,/ so hab ich gewünscht, mein Leben/ hin in Gottes Händ zu geben. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen/ unter einer Dornenschar,/ also auch die Christen gehen/ stets in Angsten und Gefahr./ Wie die Meereswellen sind/ und der ungestüme Wino,/ also ist allhier auf Erden/ unser Lauf voll von Beschwerden. 4. Wenn die Morgenröt aufgehet/ und der Schlaf sich von uns wenoͤt,/ Sorg und Rummer uns umstehet// Müh sich finoͤt an allem Eno/ unsre Tränen sind das Brot,/ so wir essen früh und spatʒ/ wenn die Sonn aufhört zu scheinen,/ hört doch nicht auf Rlag und Weinen. 5. Drum, Herr Christ, odu Morgensterne, doͤer du ewiglich auf⸗ gehst,/ sei ou jetzt von mir nicht ferne/ weil dein Blut mich hat erlöst./ Hilf, daß ich mit dried und Freud/ mög hinfahren aus der Zeit;/ ach, sei du mir Licht unòd Straße,/ mich mit Beistand nicht verlasse! 4⁵² lieder r, 1551. Sterbelieder 4⁴¹ 6. Ob mir schon die Rugen brechen,/ ob mir das Gehör ver⸗ schwinoͤt,/ meine Zung nicht mehr kann sprechen,/ mein Verstand sich nichts besinnt,/ bist du doch mein Licht, mein Hort,/ Leben, Weg und Himmelspfort;/ oͤu wirst selig mich regieren/ und die Bahn zum Himmel führen. 7. ẽᷣreu dich sehr, o meine Seele,/und vergiß all Not und Qual,/ weil dich Christus nun, dein Herre,/ rust aus diesem Jammertal./ Seine dreud und Herrlichkeit/ sollst du sehn in Ewigkeit,/ mit den Engeln jubilieren/ und auf ewig triumphieren. Freiberg 1620. 441 Hans Leo Haßler, 1601. 0— ö 75— 14———— IEf ö .— Hin Himin Hirr 1———— 5 EE Herz⸗lich tut mich ver⸗lan⸗gen/ nach ei⸗ nem sel⸗gen „ 322 0 ich 9 bin um⸗ fan⸗gen/ mit Trüb⸗sal und E⸗ 1 2 „— ö— Wub. Ich hab Lust, ab⸗zu=schei⸗den/ von + 1 EI— 22.— 2 1.———————.— —S.——— — die ⸗ser ar⸗gen Welt,/ sehn mich nach ew⸗gen§reu⸗den 7⁰0 1 1 I 1 E 1 ——3 1 — Je su, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset/ von Sünde, Tod und höll;/ es hat dein Blut gekostet// oͤrauf ich mein Hoffnung stell;/ warum sollt mir denn grauen/ vor hölle, Tod und Sünd?„ Weil ich auf dich kann bauen,/ bin ich ein selig Kind. 3. Wenngleich süß ist das Leben,/ der Tod sehr bitter mir,/ will ich mich doch ergeben,/ zu sterben willig dir./ Ich weiß ein besser Leben,/ da meine Seel fährt hin:/ des freu ich mich gar ebenj/ Sterben ist mein Gewinn. 28 45³ 4⁴² Sterbelieder 4. Der Leib zwar in der Erden/ zum Staube wiederkehrt,/ doch auferweckt wird werden/ oͤurch Christum, schön verklärt,/ wird leuchten als die Sonne/ und leben ohne Not/ in ewger ꝭᷣreud und Wonne;/ was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet,/ zu leben länger hier,/ und mir auch immer zeiget/ Ehr, Gut und all ihr Zier:/ doch ich das gar nicht achte,/ es währt nur kurze Zeit;/ nach Himmlischem ich trachte,/ das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide/ von meinen reunden gut// für mich und sie zum Leide;/ doch tröstet meinen Mut,/ daß wir in größern dᷣreuden/ zusammenkommen schon,/ wo nichts uns mehr wird scheiden,/ dort an oes himmels Thron. 7. Muß ich auch hinterlassen/ betrübte Waiselein,/ dern Not mich über Maßen/ jammert im Herzen mein// will ich doch gerne sterben/ und trauen meinem Gott;/ er läßt sie nicht verderben,/ er hilst aus aller Not. 8. Gesegn euch Gott, der Herre,/ ihr Vielgeliebten mein l/Trauert nicht allzusehre/ über den Abschied mein!/ Beständig bleibt im Olauben!/ Wir weroͤn in kurzer Zeit/ einander wiederschauen/ dort in oͤer Ewigkeit. 9. Nun will ich mich ganz wenden/ zu dir, Herr Christ, allein/ gib mir ein selig Ende,/ send mir die Engel dein; führ mich ins ewge Leben,/ das du erworben hast,/ als du dich hingegeben/ für meine Sündenlast. 10. Hilf, oͤaß ich ja nicht wanke/ von dir, Herr Jesu Christ/ den schwachen Glauben stärke/ in mir zu aller FristI/ Hilf ritter⸗ lich mir ringen,/ dein Hand mich halt mit Macht,/ daß ich mög fröhlich singen:/ Gottlob, es ist vollbracht! christoph Anoll, 1680. 442 Melchior Teschner, 1613. — 2 1 Ba⸗let will ich oir ge⸗ben,/ ödu ar⸗ ge, fal⸗ sche—— [Iein sünoͤlich bö⸗ses Le⸗ben/ durchaus mir nicht ge⸗fallt. 4³⁴ ö elieder rt// doch „ 2 wiroͤ veud und er,/ unoͤ ich das schem ich en gut// daß wir ins mehr Not mich sterben/ er hilst Trauert leibt im schauen/ allein/ mich ins ben/ für Christ/ IF ritter⸗ ich mög , + 150. er, 1613. Welt fällt. Sterbelieder 44³ EEEEEEEEE .—— Im him⸗mel ist gut woh⸗nen,/ hin⸗ auf steht mein Be⸗ —.—.——1 1 1— — S.—— + 22 gier,/ da wird Gott herrlich loh⸗nen/ dem, der ihm dient all⸗hier. 2. Rat mir nach deinem Herzen,/ o Jesu, Gottes Sohn!/ Sollt ich ja duloͤen Schmerzen,/ hilf mir, herr Christ, davonj/ verkürz mir alles Leiden,/ stärk meinen blöden Mut,/ laß selig mich ab⸗ scheioen,/ schenk mir dein ewig Gut. 3. In meines Herzens Grunde/ dein Nam und Rreuz allein/ funkelt all Zeit und Stunde;/ oͤrauf kann ich fröhlich sein./ Er⸗ schein mir in dem Bilde/ zum Trost in meiner Not,/ wie du dich, Herr, so miloe/ geblutet hast zu Tod. 4. Herr, meinen Namen schreibe/ ins Buch des Lebens einj/ laß mich an deinem Leibe/ ein Glied mit jenen sein,/ die in dem himmel grünen/ und vor dir leben freij/ so will ich ewig rühmen,/ daß treu dein Herze sei. Valerius Herberger, 4+ 1627. 443 Joh. hermann Schein, 1628. er mit mir, Gott, nach dei ⸗ner Güt,/ hilf Ver⸗sag mir nicht, was ich dich bitt;„ wenn ———. ö— EEEEEIEEEE ——————— 1——— mir in mei⸗ nem Lei⸗den! mei ⸗ ne Seel will schei⸗ den, so nimm sie, Herr, in N + 1 ————————————— dei ne händl/'s ist al les gut, wenn gut das End. 28• 43⁵ 1 2 . 4⁴⁴ Sterbelieder 2. Gern will ich folgen, liebster herr,/ du läßt mich nicht ver⸗ derben/ ach, du bist doch von mir nicht fern,/ob ich gleich hie muß sterben/ und lassen meine lieben Freund,/ die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd,/ die Seel sich zu dir schwinget,/ in deiner hand sie unversehrt/ durch Tod ins Leben dringet./ Hier ist doch nur ein Tränental,/ Angst, Not und Mühe überall. 4. Der Toö, die hölle, Welt unòd Sünd/ mir können nichts mehr schaden;/ an dir, o herr, ich Rettung find,/ ich tröst mich deiner Gnaden// oͤein einger Sohn aus Lieb und huld/ für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was sollt ich denn nun traurig sein,/ weil ich kann wohl bestehen,/ geschmückt mit Christi Unschuld rein/ zu meinem Gotte gehen?/ Gehab dich wohl, du schnöde Welt!/ Bei Gott zu leben mir gefällt. Joh. hermann Schein, 1650. lich tut mel. Nr. 441. IIII 14 1. Ich hab mich Gott ergeben,/ dem liebsten Vater mein/ hier ist kein Immerleben,/ es muß geschieden sein./ der Tod kann mir nicht schaden,/ er ist nur mein Gewinn;/ in Gottes Fried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetht vorüber;/ o Welt, was acht ich deinꝰ/ Der himmel ist mir lieber,/ da muß ich gehen ein/ und mich nicht mehr beladen,/ weil ich wegfertig bin/ in Gottes dried und Gnaden/ fahr ich mit Freud dahin. 3. Nch, selge Freud und Wonne/ hält mir der Herr bereit,/ da Christus ist die Sonne/ der ewgen Seligkeit./ Was kann mir doch nun schaden,/ weil ich bei Christo bin?/ In Gottes Fried und Gna⸗ den/ fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Meinen,/ ihr Liebsten allzumall/ Im mich sollt ihr nicht weinen,/ ich weiß von keiner Qual./ Was Christus euch beschieden,/ laßt nicht aus eurem Sinn;/ in Gottes Gnad und grieden/ fahrt ihr dann auch dahin. Johann Sie gfried, 4 1637. v. 1. v. Johann Leon, 4 1597. 45⁶ elieder licht ver⸗ hie muß herzlich ch zu dir nus Leben no Mühe hts mehr ch deiner h bezahlt nn wohl em Gotte zu leben n, 4+ 165⁰. erzlich tut erlangen. nʒ/ hier kann mir ried und h deinꝛ/ lich nicht Bnaden/ reit,/ da mir doch no Gna⸗ all/ Im . Was n Gottes „ 1 159. Sterbelieder 445⁵ l. O Welt, ich muß Hich lassen. 445 Heinrich Isaak, 4 1517.—(1589.) —.7——— ö—— ..... 1. Die Herr⸗lich⸗keit der Er⸗den/ muß Rauch und A⸗ sche 2— ——— EE wer⸗den,/ kein dels, kein Erz be⸗stehn./ Was uns hier mag er⸗ F.. IIh.. .... göt⸗zen,/ was wir für e⸗ wig schät⸗zen,/ wird als ein 2 7dm½ — 2 leich⸗ter Traum ver⸗ gehn. 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten,/ den wir unsterblich achten,/ ist nur ein falscher Wahn;/ sobald der Geist gewichen/ und dieser Mund erblichen,/ fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft nicht Runst noch Wissen;/ wir werden hingerishen,/ oer morgen, dieser heut./ Was nützt der Güter Menge?/ dem hier oie Welt zu enge,/ dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen,/ was Müh und Fleiß gewinnen/ und saurer Schweiß erwirbt;/ was Menschen hier besitzen,/ kann vor dem Tod nicht schützen;/ dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen,/ die nicht ein heimlich Schmerzen/ mit Herzensangst vergällt?/ Was ists, womit wir prangen?/ Wo wirst du Ehr erlangen,/ die nicht in hohn und Schmach verfällt? 6. Was pocht man auf die Throne,/ da keine Macht noch Rrone/ kann unvergänglich sein?/ Es mag vom Totenreihen/ kein Zepter dich befreien,/ kein Purpur, Golo noch Edelstein. 7. Wir rechnen Jahr auf Jahre,/ indessen wird die Bahre/ uns vor die Tür gebracht;/ oͤörauf müssen wir von hinnen/ und, eh wir uns besinnen,/ der Erde sagen gute Nacht. 4⁵⁷ 446 447 Sterbelieder 8. Wach auf, Herz, und beoͤenke,/ daß dieser Zeit Geschenke/ den Augenblick nur oein;/ was du zuvor genossen,/ ist als ein Strom verflossen;/ was künftig, wessen wird es sein? 9. Trau nicht auf Menschenlehre,/ auf Weltgunst, Macht und Ehre,/ und fleh den Herren an,/ der immer König bleibet,/ den keine Zeit vertreibet,/ der einzig ewig machen kann. 10. Wohl dem, der auf ihn trauet!/ Er hat recht fest gebauet// und ob er hier gleich faͤllt,/ wird er doch dort bestehen/ und nimmer⸗ mehr vergehen,/ weil ihn die Stärke selbst erhält. Anoͤreas Gryphius, 4+ 1664. Mel. Är. 441. 446 herzlich tut mich verlangen. 1. In Christo will ich sterben,/ wenns meinem Sott gefällt// hier ist nichts zu erwerben/ in dieser argen Welt./ Es ist ein elend Leben/ in dieser schnöden Zeit;/ dort wird ein besyres geben/ Gott in der Ewigkeit. 2. Mit Christo will ich scheiden/ von dieser Erdenqual,/ der wird mich selber leiten/ durchs finstre Todestal;/ oͤrum laß ich mir nicht grauen/ vor diesem Rugenblick;„ bald werd ich ewig schauen/ mein einzig wahres Glück. 3. Zu Christo will ich fahren/ in das gelobte Lano,/ der wiro mich wohl bewahren/ in seiner starken hand./ Tro sei dem deind geboten,/ daß er mich reiß heraus;/ dort will ich seiner syotten/ im schönen Friedenshaus. 4. Bei Christo will ich bleiben/ in alle Ewigkeit/ und ohn Auf⸗ hören treiben/ sein Lob mit höchster Freuo j/ mit Jauchzen und mit Singen/ will ich ihm dankbar sein j/ nun laß mirs, Herr/ gelingen/ zu deinem Preis allein. peter Frank, 4 1675. Mel. Nr. 441. 447 herzlich tut mich verlangen. 1. Ich bin ein Gast auf Erden/ und hab hier keinen Stanoͤ 77 der Himmel soll mir werden,/ da ist mein Vaterland./ Hier muß ich Anruh haben,/ hier reisꝰ ich ab und zu,/ dort wird mein Gott mich laben/ in seiner ewgen Ruh. 2. Was ist mein ganzes Wesen/ von meiner Jugenò an,/ als Müh und Not gewesen?„So lang ich denken kann,/ hab ich so manchen Morgen,/ so manche liebe Nacht/ mit Kummer und mit Sorgen/ des Herzens zugebracht. 43⁸ elieder schenke/ als ein icht unoͤ t// den bauet// immer⸗ + 1664. rlangen. efalltʒ/ in eleno n/ Gott l// der laß ich ch ewig er wird n Feind potten/ n Ruf⸗ en und „Herr, + 1675. langen. tano/ er muß in Gott // als ich so no mit Sterbelieder 44⁷7 3. So gings den lieben Alten,/ an deren Fuß und Pfad/ wir uns noch täglich halten,/ wenns fehlt an gutem Rat./ Sie zogen hin und wieder,/ ihr Kreuz war immer groß,/ bis daß der Tod sie nieder/ legt in des Grabes Schoß. 4. Ich habe mich ergeben/ in gleiches Glück und Leid;/ was will ich besser leben/ in dieser Zeitlichkeit?„Es muß ja durch⸗ geoͤrungen,/ es muß gelitten sein;/ wer nicht hat wohl gerungen,/ geht nicht zur Freude ein. 5. So will ich zwar nun treiben/ mein Leben durch die Welt,/ öoch oͤenk ich nicht zu bleiben/ in diesem fremden Zelt;/ ich wandre meine Straße,/ die zu der heimat führt,/ da mich ohn alle Maße/ mein Vater trösten wird. 6. Mein Heimat ist dort oben,/ da aller Engel Schar/ den großen herrscher loben,/ der alles ganz und gar/ in seinen händen träget/ und für und für erhält,/ auch alles hebt und leget,/ nachdems ihm wohlgefällt. 7. Zu dem steht mein Verlangen,/ da wollt ich gerne hin/ die Welt bin ich oͤurchgangen,/ daß ichs fast müde bin;/ je länger ich hier walle;/ je wenger find ich Freud,/ die meinem Geist ge⸗ falle;/ das meist ist Eitelkeit. 8. Die Herberg ist zu böse,/ der Trübsal ist zu viel;/ ach, komm, mein Gott, und löse/ mein herz, wenn dein Herz willl/ Komm, mach ein selig Ende/ mit meiner Wanderschaft,/ und was mich kränkt, das wende/ durch deinen Arm und Kraft. 9. Wo ich bisher gesessen,/ ist nicht mein rechtes Haus;/ wenn mein Ziel ausgemessen,/ so tret ich dann hinaus,/ und was ich hier gebrauchet,/ das leg ich alles ab,/ und wenn ich ausgehauchet, so legt man mich ins Grab. 10. Du aber, meine dreude,/ du meines Lebens Licht,/ du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht/ ins Haus der ewgen Wonne,/ da ich stets freudenvoll/ gleich als die helle Sonne/ nächst andern leuchten soll. 11. Da will ich immer wohnen,/ und nicht nur als ein Gast,// bei denen, die mit Kronen/ du ausgeschmücket hast;/ da will ich herrlich singen/ von deinem großen Tun/ und, frei von schnöden Dingen,/ in meinem Erbteil ruhn. paul Gerharot, 4 1676. 45 4⁴³ Sterbelieder 2 448 Gotha 1726. 0 i „ er weiß, wie na⸗ he ach, wie ge⸗schwin⸗de mir mein 2. el 120 Leht 91 und be⸗ hen⸗de/ kann kom⸗men E Zeit, her kommt der Tod) 4 mei⸗ ne Co ⸗ des nof! . 23—.————.—. Chri⸗sti Riut: Machs nur mit mei⸗ nem En⸗de gutl 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden,/ als es am frühen Morgen war; dieweil ich leb auf dieser Erden,/ leb ich in steter Toösgefahr./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken/ und, wenn ich einmal sterben muß,/ die Seel in Jesu Tod versenken/ und ja nicht sparen meine Buß./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gutl 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen,/ daß ich bereit sei für und für/ und sage frisch in allen dällen:/ Herr, wie du willst/ so schicks mit mir!/ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 5. Ach, Herr, mach süße mir oen Himmel/ und bitter mir die Lust der Welt;/ gib, daß mir in dem Weltgetümmel/ die Ewig⸗ keit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! Mein Gott, ich bitt durch mir die Ewig⸗ Machs Sterbelieder 449 6. Ach, Vater, deck all meine Sünde/ mit dem Veroͤienste Jesu zu,/ darauf ich mich festgläubig gründe,/ dies gibt mir oͤie er⸗ sehnte Ruh./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide,/ nichts, es sei Leben oder Tod;/ ich leg die hand in seine Seite/ und sage: O, mein Herr und Gottl/ Mein Gott, ich bitt oͤurch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen/ schon längst in meiner heilgen Tauf/ du bist mir daher auch gewogen,/ hast mich zum Kind ge⸗ nommen auf./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Leib gegessen,/ ich hab sein Blut getrunken hier;/ nun kannst ou meiner nicht vergessen;/ ich bleib in ihm und er in mir./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! 10. So komm mein End heut oder morgen,/ ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt;/ ich bin und bleib in deinen Sorgen,/ mit Jesu Gnaden schön geschmückt./ Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ Machs nur mit meinem Ende gut! II. Ich leb indes in dir vergnüget/ und sterb ohn alle Rümmernisz/ mir gnüget, wie mein Gott es füget;/ ich glaub und bin es ganz gewiß:/ durch deine Gnad und Christi Blut/ machst dus mit meinem Ende gut! Remilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg⸗Rudolstadt, 4 1705. 449 Konr. heinr. Dretzel, 1751. — 1.— ——..I EII— ———.— 2 Ne⸗bel, Rauch und Wind und Schat⸗ten;/ Men⸗schen kön⸗nen EIESEIEISIEEEIEEIEEEE— 1— L. nicht bestehn;/ sie ver⸗gehn/ wie die Blu⸗men auf den Mat⸗ten./ 44¹ 4⁵⁰ Sterbelieder [— EEEEEEE Unser Le⸗ben fleucht be⸗hen⸗de:/ Mensch, be⸗den⸗ke doch oͤas Enoͤe! 2. Menschen sind zerbrechlich Glas,/ nichtig Gras,/ Blumen, die nicht lange stehen;/ ach, wie bald wird ihre Kraft/ hingerafft,/ wenn oͤie Todeslüfte wehen./ Anser Leben fleucht behende: /Mensch, bedenke doch oas Endel 5. Jugenò, die den Rosen gleicht,/ die verbleicht;/ ihre Schön⸗ heit muß verschwinden;/ es vergeht durch Todesmacht/ alle Pracht,/ die wir an den Menschen finden./ Anser Leben fleucht behende:/ Mensch, bedenke doch das Ende! 4. Menschen sind der Zeiten Spiel/ und ein Ziel,/ oͤrauf die Todespfeile fliegen;/ die wie schlanke Zeoern stehn,/ groß und schön,/ müssen oͤurch den Tod erliegen./ Anser Leben fleucht bꝛ⸗ hende:„Mensch, beoͤenke doch das Endel 5. Ach, der Tod ist mir gewiß,/ oͤrum vergiß/ alles Eitle dieser Erden/ lenke dich zur Ewigkeit/ jederzeit,/ willst du dort unsterb⸗ lich weroen./ Anser Leben fleucht behende:/ Mensch, beoͤenke doch das Ende! 6. Schwinge dein Gemüt und Herz/ himmelwärts,/ wo nicht Tod, nicht Not, nicht Leiden;/ denk an das, was ewig ist,/ lieber Christ,/ soll dich einst der himmel weiden./ Anser Leben fleucht behende:/ Mensch, bedenke doch das Ende! Salomo Franck, + 1725. ein Heersurst bi. 450 Lyon 1562. 2 e rn rin wie 1—.—— +———.— 5——— SISISISISIIII.II.......... I. Mein Le⸗ben ist ein Pilgrimstand;/ ich rei⸗se nach dem ——..—————— — ..... Va⸗ ter⸗lanö,/ nach dem Je⸗ru⸗sa⸗lem dort o⸗ben,/ wo rdn dnnn n i.i‚‚‚‚‚.. ISSEEEE ei ne ew⸗ge Ru⸗he ⸗statt/ Gott sel ⸗her mir ge⸗grün⸗det lieder Sterbelieder 4⁵⁰ DRDPD EEEEEE Ende! hat; /da werd ich oh⸗ne End ihn lo⸗ ben./ Mein Le⸗ben ist , i e., wnhy, EEEEEEEEE ensch⸗ ein Pil⸗grim⸗stano;/ ich rei⸗se nach oem Va⸗ ter⸗land. Schön⸗ 2. Wie Schatten vor der Sonne fliehn// se flieht mein Leben schnell racht,/ dahin// und was vorbei ist, kommt nicht wieder./ Ich eile zu der Ewig⸗ ꝛnöe:/ keitʒ/ herr Jesu, mach mich nur bereit/ und öffne meine Rugenlider// daß ich, was zeitlich ist, veracht/ und nur nach dem, was ewig, tracht. iuf die 3. Der Sonne Glanz mir oft gebricht,/ der Sonne, die ihr 5 und Onadenlicht/ in unverfaͤlschte herzen strahlet./ Wind, Regen stür⸗ cht bo⸗ men auß mich zu,/ mein matter Geist finoͤt nirgends Ruh/ doch alle Müh ist schon bezahlet,/ wenn ich die güloͤne himmelstür/ dieser mir stell im festen Glauben für. isterb⸗ 4. Du treuer Hüter, Jesu Christ,/ oͤer du ein Pilgrim worden e doch bist,/ da oͤu mein dleisch hast angenommen, zeig mir im Worte deine Tritt,/ laß mich bei einem jeden Schritt/ zu deinem heil nicht stets näher kommen./ Mein Leben fleucht ach, eile du,/ und fleuch lieber mit Gnad und Hilf herzu. fleucht S. Durch deinen Geist mich heilig leit,/ gib in Geduld Bestän⸗ + 17²5. digkeit;/ vor Straucheln meinen Fuß beschütze./ Ich falle stünoͤlich, hilf mir auf/ und richte zu oir meinen Lauf;/ sei mir ein Schirm n 156. in Crübsalshitze;/ laß deinen milden Gnadenschein/ in dinsternis ö nie ferne sein. — 6. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, vor durst nach dir — verschmachten will,/ so laß mich dich zum Labsal finden;/ und h dem scchließ ich meine Rugen zu,/ so bring mich zu der Siegesruh,/ wo Streit und alle Müh verschwinden,/ und wo ich kann, von —— Sünden rein,/ dein Freund und Hausgenosse sein. — ö 7. Bin ich oͤenn hier, im fremden Lano,/ der blinden Welt gleich wo unbekannt:/ dort sind die dreunde, die mich kennen;/ dort wero ich mit der himmelsschar/ dir jauchzend dienen immerdar/ und — in der reinsten Liebe brennen./ Mein Heiland, komm, ach, bleib nicht lang!/ Hier in der Fremde wird mir bang. r.́t., Friedr. Roolf Lampe, 4 1729. 44⁵ 45¹1452 Sterbelieder W iß, wi Mel. Nr. 448. 45¹ Emir mein ende. 1. Ich sterbe täglich, unò mein Leben/ eilt immerfort zum Grabe hin./ Wer kann mir einen Bürgen geben,/ ob ich noch morgen lebend bin?/ Die Zeit geht hin, der Tod kommt her:/ ach, wer nur immer fertig wär! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten;/ er kommet oft un⸗ angemeloͤt/ und fordert uns ins Reich der Toten;/ wohl dem, der Haus und herz bestellt!/ Denn ewig Unglück oder Glück/ hängt nur an einem Augenblick. 3. Herr aller herren, Tod und Leben/ hast du allein in deiner Hand./ Wie lange du mir Frist willst geben,/ das ist und bleibt mir unbekannt;/ hilf, daß ich jeden Glockenschlag/ an meinen Ab⸗ schied denken mag. 4. Es kann vor Abend anders werden,/ als es am Morgen mit mir war/ den einen Fuß hab ich auf Erden,/ den andern auf der Totenbahrz;/ ein kleiner Schritt ist nur dahin,/ wo ich der Würmer Speise bin. 5. Ein einzger Schlag kann alles enoen/ und dall und Too bei⸗ sammen sein;/ doch schlage nur mit Vaterhänden/ und schließ in Christi Tod mich ein,/ daß, wenn der Leib zu Boden fällt,/ die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 6. Kann ich die Meinen nicht mehr segnen,/ so segne du sie mehr als ich;/ wenn lauter Tränen um mich regnen,/ o Tröster, so er⸗ barme dich/ und lasse der Verlassnen Schrein/ oͤurch deinen Trost erhörlich sein. 7. Dringt mir der letzte Stoß zum Herzen,/ so schließe mir den Himmel aufz/ verkürze mir des Todes Schmerzen/ und hole mich zu dir hinauf;/ so wird mein Abschied keine Pein,/ zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmolck, + 1757. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten. 452 Georg Neumark, 1657. 72— I3J—. äät;«ĩTWKKKEESSIIIII. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich ster⸗-be,/ und fin ⸗de hier kein sol⸗ ches Er⸗be,/ 4⁴⁴ ieder ie nahe Ende. Grabe ũorgen er nur st un⸗ m/ der hängt deiner bleibt n Ab⸗ en mit uf der ürmer bei⸗ ieß in die mehr so er⸗ Trost ir den mich eilig, 17⁵⁷. 1657. — 7 7 Sterbelieder 45⁵5³ SS.S.....III. ich bin ein Mensch, der bald ver⸗geht, das un ⸗ver ⸗än ⸗der ⸗lich be⸗ steht; tr mur.—2—2.R— E EIEEE mir in Gna⸗den an,/ wie ich recht se⸗lig ster⸗ben kann. 2. Mein SGott, ich weiß nicht, wann ich sterbe,/ kein Rugenblick geht sicher hin j/ wie bald zerbricht doch eine Scherbel/ Wie kann die Blume schnell verblühnl/ Drum mache mich nur stets bereit/ hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe,/ dieweil der Tod viel Wege hält// dem einen wird das Scheiden herbe,/ ein andrer sanft in Schlummer fällt./ Doch, wie du willst, gib nur dabei,/ daß mir mein Ende selig sei. 4. Mein Sott, ich weiß nicht, wo ich sterbe,/ und welche Erde mich einst deckt;/ doch wenn ich nur oͤen Trost erwerbe,/ daß mich dein Ruf zum Leben weckt,/ so nehm ich jede Stelle ein 77 die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wenn ich einst sterbe,/ so nimm du meinen Geist zu dir,/ auf daß ich dort mit Christo erbe;/ hab ich nur den im Glauben hier,/ so gilt mirs gleich und geht mir wohl/ wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmolck, + 1737. Mel. O du Lieb Wner Lebe. 453 orum zei⸗ ge Nürnberg 1684. —— N—.—7 1— ä I SI I IIIIIIIII 1. Roga en kei was wir le ner lebt ihm sel⸗ber,/ kei⸗ner ben, was wir ster⸗ben,/ kommt, o SE ——— — — Ef— E u n —.— 23——11 stirbt ihm sel⸗ber hier; Herr, al⸗lein von dir. — Du mußt hel⸗fen, tra⸗gen, he⸗ben,/ 4⁴⁵ 4⁵⁴ Sterbelieoͤer P— SIIIRRER——— oͤu bist un⸗ser be⸗stes Teil,/ bleibst im To⸗ 56, — 1 — bleibst im Le⸗ ben/ un⸗ ser Trost und un ⸗ ser heil. 2. Glauben, schauen, leben, sterben/ gilt mit dir uns alles gleich;/ wenn wir nur mit Christo erben,/ macht der Tod uns ewig reich./ Dann erst fängt des Christen Leben/ und das rechte Wohl⸗ sein an,/ wenn er sich zu dir erheben/ und dein Antlitz schauen kann. 3. Nun, es scheiden voͤer bleiben/ unsre Lieben ooͤer wir:/ Jesu, dir uns einverleiben,/ das sei unsre Sorge hier!/ Selig, wer ent⸗ schläft in Frieden,/ selig wir, die noch nicht tot./ Sind die Leiber auch geschieden,/ sind die Geister doch in Gott. 4. heil und Wahrheit, Kraft und Stärke/ gibt Jehova mehr und mehr./ Alle seine Weg und Werke/ sind voll Herrlichkeit und Ehr./ Singet ihm, ihr Gotteskinder,/ der uns liebt am Kreuzes⸗ stamm!/ Bringet Ruhm, ihr Aberwinder,/ Gott, dem Vater, uno dem Lamm! phil. Heinrich Weishensee, 4 1767. mel. meint Puversicht 454 Berlin 1655. 0 ES— Mei⸗ne Le⸗bens⸗zeit verstreicht,/ stünoͤlich eil ich und wie we⸗nig ists viel⸗leicht,/ das ich noch zu E zu dem Glasbs,* le»ben ha⸗ bel Denk, o Mensch, an dei⸗nen Tod,/ säu⸗me nicht; denn Eins ist not. 44⁴⁶ ieoͤer — de/ jeil. alles s ewig Wohl⸗ kann. Jesu, er ent⸗ Leiber Sterbelieder 4⁵⁵ 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst,/ wünschen wirst, gelebt zu haben!/ Güter, die dͤu hier erwirbst,/ Würoͤen, die oͤir Menschen gaben,/ nichts wird dich im Tod erfreun;/ diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Jesum liebt,/ nur ein ruhiges Gewissen,/ das vor Gott dir Zeugnis gibt,/ wird oͤir deinen Tod versüßen/ dieses Herz, von Gott erneut,/ gibt im Tode Freudigkeit. 4. Daß du dieses Herz erwirbst,/ fürchte Gott und bet und wache;/ sorge nicht, wie früh du stirbst;/ deine Zeit ist Gottes Sache./ Lern nicht nur den LTod nicht scheun,/ lern auch seiner dich erfreun. 5. Aberwind ihn durch Vertraun,/ sprich: Ich weiß, an wen ich glaube,/ und ich weiß, ich wero ihn schaun,/ denn er weckt mich aus dem Staube;/ er, der rief: Es ist vollbracht!/ nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin,/ siehe dein Gebein ver⸗ senken;/ sprich: Herr, daß ich Erde bin,/ lehre du mich stets be⸗ denken;/ lehre ou mich jeden Tag,/ daß ich weiser werden mag. Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. nr. 149. 45⁵5 LaWeneen Hart I. Wie sicher lebt der Mensch, der Staub!/ Sein Leben ist ein fallend aub,/ und dennoch schmeichelt er sich gern,/ der Tag des Todes sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel,/ der Mann noch seiner Jahre viel,/ der Greis zu vielen noch ein Jahr,/ und keiner nimmt den Irrtum wahr. 3. Sprich nicht: Ich denk in Glück und Not/ im Herzen oft an meinen Toö/ der, den der Tod nicht weiser macht,/ hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit,/ zu tun, was uns der Herr ge⸗ beut//und unsres Lebens kleinster Teil/ ist eine Frist zu unserm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor Gerichtj/ da bringt Gott alles an das Licht/ und macht, was hier verborgen war,/ den Rat des Herzens, offenbar. 4⁴⁷ 45⁵⁶ Sterbelieder 6. Drum, da dein Lod dir täglich oͤräut,/ so sei doch wacker und be⸗ reit,/ prüf deinen Glauben als ein Christ,/ ob er durch Liebe tätig ist. 7. Ein Herz, das Gottes Stimme hört,/ ihr folgt und sich vom Bösen kehrt,/ ein gläubig Herz, von Lieb erfüllt,/ dies ist es, was vor Gott nur gilt. 8. Gib, Herr, daß ich mit jedem Tag/ vor dir mein Herz er⸗ forschen mag,/ ob Liebe, Demut,§ried und Treu/ die§ᷣrucht des Geistes in mir sei 9. Daß ich zu dir um Gnade fleh,/ stets meiner Schwachheit widersteh/ und einstens in des Glaubens Macht/ mit Freuden ruf: Es ist vollbracht! Christian Fürchtegott Gellert, + 1769. zlich tut Mel. Nr. 441. 456 michwerkangen 1. Die auf der Erde wallen,/ die Sterblichen, sind Staub/ sie blühen auf und fallen,/ des Todes sichrer Raub./ Verborgen ist die Stunde,/ da Gottes Stimme ruft;/ doch jede, jede Stunde/ bringt näher uns der Gruft. 2. Getrost gehn Gottes Kinder/ die öde, dunkle Bahn,/ zu der verstockte Sünder/ verzweiflungsvoll sich nahn,/ wo selbst der freche Spõtter/ nicht mehr zu spotten wagt,/ vor dͤir, Gott, seinem Retter,/ erzittert und verzagt. 3. Wenn diese Bahn zu gehen/ dein Will einst mir gebeut;/ wenn nahe vor mir stehen/ Gericht und Ewigkeit;/ wenn meine Kräfte beben/ und schon das herz mir bricht:/ Herr über Tod und Leben,/ o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder,/ hilf mir in dieser Angst,/ der du zum heil der Sünder/ selbst mit dem Tode rangst;/ und wenn des Kampfes Ende/ gewaltiger mich faßt,/ nimm mich in deine Hände,/ den du erlöset hast. 5. Des himmels Wonn und§reuden/ ermißt kein sterblich herzj/ o Trost für kurze Leiden,/ für kurzen Todesschmerzl/ Dem Todes⸗ überwinder/ sei ewig Preis und Dank;/ Preis ihm, der für uns Sünder/ den Kelch des Todes trank! 6. Heil denen, die auf Erden/ sich schon dem Himmel weihn,/ die aufgelöst zu werden,/ mit heilger durcht sich freunl/ Bereit/ es Gott zu geben,/ wenn er, ihr Herr, gebeut,/ gehn sie getrost durchs Leben/ hin zur Ansterblichkeit. Gottl. Benedikt Funck, 1814. 4⁴8⁸ lieder und be⸗ ätig ist. ich vom / was jerz er⸗ icht des achheit en ruf: + 1769. rzlich tut rlangen. ibz/ sie rgen ist tunde/ zu der r freche detter// ꝛͥbeutʒ/ nmeine od und der du enn oͤes jände// Herzj/ Todes⸗ flür uns veihn// Bereit, getrost + 18¹4. Sterbe⸗ und Begräbnislieder 457 458 I. Christus, ö. Waamein Lern. 3 457 Melchior Vulpius, 1609. EE 1——— ö ———.—..—.——— 7 1. Ich weiß, an wen ich glau⸗be,/ und daß mein Hei⸗land —.II. H +. —— lebt,/ der aus dem To⸗des⸗stau⸗be/ den Geist zu sich er⸗hebt. 2. Ich weiß, an wem ich hange,/ wenn alles wankt und weicht// der, wenn dem Herzen bange,/ dᷣie Retterhand mir reicht. 3. Ich weiß, wem ich vertraue,/ uno, wenn mein Auge bricht,/ daß ich ihn ewig schaue,/ ihn selbst von Angesicht. 4. Er trocknet alle Tränen/ so tröstend und so mild,/ und mein unenoͤlich Sehnen/ wird nur durch ihn gestillt. 5. Ich weiß, beim Ruferstehen,/ wenn ich verkläret bin,/ wero ich mit Jesu gehen/ durch Ewigkeiten hin. v. 1·4 von Rugust hermann Niemeyer, 4 1828. V. 5 von Albert Rnapp, 4 1864. Begräbnislieder mel. Nr. 550. 4⁵⁸ zu deinem Gott; I. Einen guten Rampf hab ich/ auf der Welt gekämpfet/ denn Gott hat mir gnadiglich/ all mein Leid gedämpfet;/ daß ich meines Lebens Lauf/ seliglich vollendet/ und die Seele himmelauf/ Christo zugesendet. 2. Forthin ist mir beigelegt/ der Gerechten Krone//die mir wahre dreud erregt/ vor des himmels Throne/ forthin meines Lebens Licht,/ dem ich hier vertrauet: meines Gottes Angesicht/ meine Seele schauet. 5. Diese gar verderbte Welt/ ist, was meinem Leben/ nunmehr gänzlich nicht gefällt;/ orum ich mich ergeben/ meinem Jesu, da ich bin/ jetzt in lauter dreudenj/ denn sein Tod ist mein Gewinn,/ mein Veroͤienst sein Leiden. 20 44⁹ 4⁵9 Begräbnislieder 4. Gute Nacht, ihr meine Freund',/ ihr, o meine Liebenl/ Alle, die ihr um mich weint,/ laßt euch nicht betrüben/ diesen Schritt den ich nun tu/ in die Erde nieder;/ schaut, die Sonne geht zur Ruh,/ kommt doch morgen wieder. heinrich Rlbert, 4 1651 459 Gg. Christian Störl, 1710. H 4653.0 3—— 2.—.————.—— 1. Ru⸗ het wohl, ihr To ⸗ten ⸗bei ⸗ ne,/ in der —— sul= len Ein fsamskeitl/ Ru het, bis das End er⸗ — 3 SD— E schei ⸗ne// da der herr euch zu der Freud/ ru⸗fen wird aus .........———.—— 2Z.——3.— eu ⸗ren Grüf⸗ ten/ zu den frei ⸗en Himmels⸗lüf⸗ten. 2. Nur getrost, ihr werdet leben,/weil das Leben, euer Hort,/ die Verheißung hat gegeben/ durch sein teuer wertes Wort:/ die in seinem Namen sterben,/ sollen nicht im Tod verderben. 3. Und wie sollt im Grabe bleiben,/ der ein Tempel Gottes war// den der Herr ließ einverleiben/ seiner auserwählten Schar/ die er selbst mit seinem Sterben/ hat gemacht zu himmelserben? 4. Nein, die kann der Tod nicht halten, /die des Herren Glieder sind. /Muß der Leib im Grab erkalten,/ da man nichts als Asche finot:/ wenn des Herren Hauch orein bläset,/grünet neu, was hier verweset. 5. Jesus wird, wie er erstanden,/ auch oie Seinen einst mit Macht/ führen aus des Todes Banden,/ flihren aus des Grabes nacht/ zu dem ewgen himmelsfrieden,/ den er seinem Volk be⸗ schieden. ö 35⁰ Begräbnislieder 460461 o. Ruhet wohl, ihr Totenbeine,/ in des Grabes Dunkelheitl/ Ruhet, bis der Herr erscheine/ an dem Ende dieser Zeitl/ da sollt ihr mit neuem Leben/ herrlich ihm entgegenschweben. Frieor. Konrad hiller, 4 1726. Mel. Nr. 454. 460 Zesus, meine Zuversicht. I. Heute mir und morgen dirl/ So hört man die Glocken klingen,/ wenn wir oie Verstorbnen hier/ au/ den Todesacker bringen./ Nus den Gräbern rufts herfür:/ Heute mir und morgen dir! 2. heute rot und morgen tot!/ Unser Leben eilt auf Flügeln// und wir habens täglich not, daß wir uns an andern spiegelnj/ wie bald ruft des herrn Gebot: Heute rot und morgen tot! 3. Mensch, es ist der alte Bund./ und oer Tod zaͤhlt keine Jahre 7 bist du heute noch gesund, denk an deine Totenbahre;/ jedem kommt die letzte Stund:Mensch, das ist der alte Bund. 4. Nch, wer weiß, wie nah mein Tod l/ Ich will sterben, eh ich sterbe/ so wird mir die letzte Not,/ wenn sie kommt, doch nicht so herbe./ Rüste mich dazu, mein Gott!/ Nch, wer weiß, wie nah mein Cod! 5. Selig, wer in Christo stirbt,/ denn ihm wiro der Too zum Leben; wer das Leben hier erwirbt,/ dem nur wird es dort ge⸗ geben./ Wer nicht lebet, der verdirbt;/ selig, wer in Christo stirbt! Benjamin Schmolck, + 1737. Mel. der lieben Sonne Licht und Pracht. 461 9— ů n—. SISESESEE 1. Die Chri⸗sten gehn von Ort zu Ort/ durch mannig⸗ Vunnd kom⸗men in den friedensport/ und ruhn in Hamburg 1730. ESSEEEEEE jalt⸗gen Jam⸗mer DestetrHamemer. Gott nimmt sie nach dem Lauf/ in 2.—v 45¹ 4 Begräbnislieder S seis nen Ar⸗men auf;/ das Wei⸗zen⸗korn wird in sein Beet/ 1j N S— 1 x auf Hoff⸗nung rei⸗ cher§rucht ge⸗sät. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist!/ Gelobt sein eure Schritte,/ du friedevoll befreiter Geist,/ du jetzt verlassne hutte l/ Du, Seele, bist beim Herrn,/ dir glänzt der Morgenstern;/ euch Glieder deckt mit sanfter Ruh/ der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelassenheit/ der großen Offenbarungz/ indessen bleibt das Pilgerkleid/ in heiliger Verwahrung./ Wie ist das Glück so groß:/ in Jesu Arm und Schoß!/ Die Liebe führ uns gleiche Bahn,/ so tief hinab, so hoch hinan! Nikolaus Luoͤwig Graf von Zinzendorf, 4 1760. Mel. Jesu, komm doch 462 selbst zu mir. Basel 1745. 5⁵—— 2—— — D—— 1. AI= ler Gläub⸗gen Sam⸗ mel⸗plah/ ist da, 1.———— S. wo ihr herz und Schah, /wo ihr hei⸗land Je⸗=sus Christ/ r. DDDDDe— und ihr Le⸗ben hier schon ist. 2. Eins geht da, das anoͤre dort/ in die ewge Heimat fort,// ungefragt, ob die und der/ uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Doch der herr kann nichts versehn;/ und wenn es nun doch geschehn,/ hat man nichts dabei zu tun,/ als zu schweigen und zu ruhn. 4. Manches Herz, das nicht mehr da,/ geht uns freilich innig nahz/ doch, o Liebe, wir sind dein,/ und du willst uns alles sein. nach Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1760, u. Christian Sregor, 80l. 95² lieder n Beet/ hritte,/ „Seele, her deckt vungz/ Wie ist be flihr + Voo. sel 1745. ch innig les sein · r/ 1801. Begräbnisliedòer 4³ laßt ö 20 463 wittenberg 1544. ISs 1. Nun brin⸗gen wir den Leib zur Ruh/ und dek⸗ ken 1 ihn mit Er⸗de zu,/ den Leib, der nach des Schöpfers Schluß/ zu ·— 1—.—— —— eeee Staub und Er⸗de wer⸗oen muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch und Staub,/ nicht immer der Verwesung Raub;/ er wiroö, wenn Christus einst erscheint,/ mit seiner Seele neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was oͤu bist,/ lern hier, was unser Leben ist: /nach Sorge, Furcht und mancher Not/ kommt enoͤlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit;/ auf Sterben folgt die Ewigkeit. /Wie wir die Zeit hier angewanoͤt,/ so folgt oer Lohn aus Gottes Hand. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück,/ wie wir selbst, einen Augenblick;/ so währt auch Rreuz und Traurigkeit,/ wie unser Leben, kurze Zeit. 6. O sichrer Mensch, besinne dich!/ Tod, Grab und Richter nahen sich./ In allem, was du denkst und tust,/ bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn,/ soll jeder zu dem Vater flehn: Ich bitt, o Gott, oͤurch Christi Blut,/ machs einst mit meinem Ende gut! 8. Laßt alle Sünden uns bereun,// vor unserm Gott uns kinoͤ⸗ lich scheun./ Wir sind hier immer in Gefahr/ nehm jeder 505 Seele wahr! ö 45⁵³ 464. 465 Begräbnislieder 9. Wenn unser Lauf vollendet ist,/ so sei uns nah, Herr Jesu Christ!/ Mach uns das Sterben zum Gewinn,/ zieh unsre Seelen zu dir hin! 10. Und wenn dͤu einst, du Lebensfürst,/ die Gräber mächtig öffnen wirst,/ dann laß uns fröhlich auferstehn/ und dort dein Antlitz ewig sehn! Ehrenfried Liebich, + 1780. 46⁴4 Altona 1803. 4 E. SSII. — 1. Auf⸗ er⸗stehn, ja, auf⸗ er⸗stehn wirst du,/ mein ̃— ů—— —— Staub, nach kur⸗zer Ruh!l/ Un⸗sterb⸗lichs Le⸗ben/ wird, 2dr,. der dich schuf, dir ge⸗ benl/ Hal⸗le ⸗lu ⸗ jal 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät!/ der herr der Ernte geht/ und sammelt Garben/ uns ein, uns ein, die starben./ Halleluja! 3. Tag des Danks, der Freudentränen Tagl/ du meines Gottes Tagl/ Wenn ich im Grabe/ genug geschlummert habe,/ erweckst du mich! 4. Wie oͤen Träumenden wirds dann uns sein j/ mit Jesu gehn wir ein/ zu seinen Freuden./ Der müden Pilger Leiden/ sind oͤann nicht mehr. 5. Nch, ins Allerheiligste führt mich/ mein Mittler dann, lebt ich/ im heiligtume/ zu seines Ramens Ruhme./ Hallelujal Friedr. Gottlieb Klopstock, 4 1803. Mel. Nr. 454. 465 Jesus, meine Zuversicht. 1. Geht nun hin und grabt mein Grab,/ denn ich bin des Wan⸗ derns müde;/ von der Erde scheid ich ab,/ denn mir ruft des Himmels Friede,/ denn mir ruft die süße Ruh/ von den Engeln droben zu. 954 ieöer r Jesu deelen lächtig t dein + 1780. a 1805. V geht/ elujal Zottes weckst gehn dann „lebt 1803. ersicht. Wan⸗ t des ngeln Begräbnislieder 46 2. Geht nun hin und grabt mein Grab/ meinen Lauf hab ich vollendet// lege nun den Wanderstab/ hin, wo alles Irosche endet;/ lege selbst mich nun hinein/ in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch/ in dem dunkeln Tale machenꝰ/ denn wie mächtig, stolz und hoch/ wir auch stellen unsre Sachen// muß es doch wie Sand zergehn,/ wenn die Winoͤe oͤrüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl,/ laß mich nun in drieden scheidenl/ deine Hoffnung, ach, ist hohl,/ deine öreuden selber Leiden,/ deine Schönheit Unbestand,/ eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht,./ Sonn und Mond und liebe Sterne./ dahret wohl mit eurer Pracht;/ denn ich reis in weite derne,/ reise hin zu jenem Glanz,/ worin ihr verschwindet ganz. 6. die ihr nun in Trauern geht// fahret wohl, ihr lieben dreunde;/ was von oben niederweht,/ tröstet ja des Herrn Gemeinde;/ weint nicht ob dem eitlen Schein,/ droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß ich nun will/ von der Welt den Abschied nehmen,/ daß ich aus dem Irrtum will,/ aus dem Schatten, aus dem Schemen,/ aus dem Eiteln, aus dem Nichts/ hin ins Land des ewgen Lichts. 8. Weinet nicht! Mein süßes heil,/ meinen Heiland, hab ich funden,/ und ich habe auch mein Teil/ in den warmen Herzens⸗ wunden,/ woraus einst sein heilges Blut/ floß der ganzen Welt zugut. 9. Weint nicht, mein Erlöser lebt!/ Zoch vom finstern Erden⸗ staube/ hell empor die Hoffnung schwebt,/ und der Himmelsheld, der Glaube,/ und die ewge Liebe spricht:/ Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moritz Arnot, 4 1860. 46 Ich hab mein S Mel. Nr. 458. 8 Lott heimgesteul. 1. Wohlauf, wohlan, zum letzten Gangl/ Kurz ist der Weg, die Ruh ist lang./ Gott führet ein, Gott führet aus:/ wohlan, hinaus!/ Kein Bleiben ist im Erdenhaus. 2. Du Herberg in der Wanderzeit,/ gehab dich wohl und laß dein Leidl/ Schleuß nur getrost die Pforte zul/ Was trauerst du?/ Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh. 45⁵³ 4⁰ Begräbnislieder 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach,/ ihr Lieben, folgt ihm segnend nach!/ Hab gute Nacht! der Tag war schwül/ im Erogewühl:/ Hab gute Nacht, die Nacht ist kühl. 4. Ein destschmuck ist des Sarges Tuch,/ ein Siegeszug der Leichenzug./ Triumph, der Herr macht gute Bahn:/ sein Rreuz voran,/ das winkt und deutet himmelan. 5. Ihr Glocken, tönt hochfestlich oͤrein/ und läutet hell oͤen Sab⸗ bat ein,/ der nach des Werktags kurzer drist/ durch Jesum Christ/ flir Gottes Volk vorhanden ist. b 6. O selig, wer das Heil erwirbt,/ daß er im Herrn, in Christo, stirbtl/ O selig, wer, vom Laufe matt,/ die Gottesstaoͤt,/ die oroben ist, gefunden hat! 7. Was suchst oͤu, Mensch, bis in den Tod?/ du suchst so viel, und Eins ist notl/ Die Welt beut ihre Güter feil;/ denk an dein Heil,/ und wähl in Gott das beste Teil. 8. Was sorgst oͤu bis zum letzten Tritt?/ Nichts brachtest du, nichts nimmst oͤu mit./ die Welt vergeht mit Lust unò Schmerzj/ schau himmelwärts!/ da, wo dein Schah ist, sei oͤein Herz. 9. Mit Gott bestell oein haus bei Zeit, /eh oͤich oer Tod an Tote reiht;/ sie rufen: Gestern wars an mir,/ heut ists an divl/ Hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom dreudenmahl zum Wanderstab,/ aus Wieg und Bett in Sarg und Grabl/ Wann, wie und wo, ist Gott bewußt./ Schlag an die Brust!/ du mußt von dannen, Mensch, du mußtl I1. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm// kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm,/ da blüht zu schoͤn kein Wangenrot:/ im Finstern oͤroht/ der Tod und überall oͤer Tod. 12. Ach, banges Herz im Leichental,/ wo ist dein Licht, oͤein Lebensstrahl? /Du bist es, Jesu, der mit Macht/ aus Gräber⸗ nacht/ das Leben hat ans Licht gebracht. 15. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr:„Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr!“/ dein Kreuz, dein Grab, dein Ruf⸗ erstehn,/ dein himmelgehn/ läßt uns den Himmel offen sehn. 45⁵⁰ slieder n, folgt vül/ im zug der Kreuz n Sab⸗ Christ/ Thristo, t// die so viel/ in dein lest du, nerzʒ/ z. od an dirl/ ‚Bett vußt./ mußt! h/ kein nstern dein räber⸗ mich Auf⸗ hn. Beim Tode der Eltern 467 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut,/ schon hier die ewgen hütten baut! /Er sieht das Kleinod in der Fern/ und kämpfet gern/ und harrt der Zukunft seines Herrn. 15. Nun, Tor des Friedens, öffne dich!/ Hinein! hier schließt die Wallfahrt sich./ Ihr Schlummernden im Friedensreich,/ gönnt allzugleich/ auch ihm(ihr) ein Räumlein neben euch. 16. Viel Gräber sind an diesem Ort,/ viel Wohnungen im Him⸗ mel dort;/ bereitet ist die Stätte schon/ am Onadenthron,/ be⸗ reitet ihm(ihr) odurch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt;/ er zeugt und spricht: Ich komme bald! /Ja, komm, Herr Jesu, führ uns ein!/ Wir harren dein!/ Amen, dein laß uns ewig sein! Christian Frieoͤr. heinr. Sachse, 4 1860. Beim Tode oͤer Eltern) Mel. Nr. 287. 467 herr, ich habe mißgehandelt. 1. Vater, hier im Eroͤenschoße/ ruhst du lange nun forthin/ bald wird auch mit grünem Moose/ sich dein stilles Grab umziehn/ Stürme werden drüber fliegen,/ Schnee auf deinem Bette liegen. 2. Doch in unsern treuen Herzen/ wird dein Geist, dein Bild, dein Wort/ unter tiefen Liebesschmerzen/ unvergänglich leben fort,/ wie du liebend uns umfangen/ und in drieden hingegangen. 3. O wie heilig ist oies Bette,/ wo der Herr dich hingelegtl/ O wie teuer diese Stätte,/ die nun dein Gebeine hegt,/ das im ewgen Osterwehen/ himmlisch klar soll auferstehen! 4. Schlafe wohl, o Vater, schlafe/ deiner Wallfahrt Leiden aus,/ bis der Hirte seine Schafe/ sammelt in des Vaters Hausl/ Sanft sei dir der lezte Schlummer,/ dein Erwachen ohne Rummer! 5. Jesus Christus, herr der Toten!/ der oͤu nichts von oͤem ver⸗ lierst,/ was dein Vater dir geboten,/ daß dus zur Vollendung führst:/ dieses Vaters Geist und Ende/ legen wir in deine hände! 6. Komm, in unser herz zu geben/ deiner Wahrheit hellen Schein,/ daß, wenn sich oͤie Toten heben,/ unser Vater ohne Pein/ spreche bei des 2.—— Erscheinen:/ Sieh, hier bin ich und die Meinen! Albert Rnapp. + 1866. /7 468 · 469 Beim Tode von Eltern und Ehegatten Mel. Nr. 440. 468 wie nach einer Wasserquelle. I. Eingesargt zum letzten Schlummer,/ blaß, in weißem(schwar⸗ zem) Sterbekleid,/ ohne Schmerzen, ohne Kummer,/ seh ich dich mit stillem Leid,/ vielgetreue Mutter dul/ Jetho trägt man dich zur Ruh/ schlummre süß im kühlen Grunde/ bis zur Ruferstehungs⸗ stunde. 2. Auge, das mit Lieb und Sehnen/ oft die Seinen angeblickt,/ segnend, mit viel tausend Tränen/ haben wir dich zugedeckt./ Nie auf dieser Eroͤe mehr/ blickst du zärtlich auf uns her;/ doch zu Wiedersehens Grüßen/ wirst oͤu heller dich erschließen. 3. Hanoͤ, die treulich uns geleitet,/ die uns nichts als Liebe gab,/ dreud und Trost um uns verbreitet,/ ruhe nun im stillen Grab!/ Unermüdet war dein Fleiß,/ und dein Tagewerk war heiß./ Wenn die Toten auferstehen,/ wird in dir die Palme wehen. 4. Coͤler Mund, zum Reinen, Großen/ und zu Lieb unod mil⸗ dem Wort/ freunoͤlich, lieblich aufgeschlossen,/ nimmer tönest du hinfort // aber was die Lippe sprach,/ tönt in unserm Herzen nach// bis oᷣu, wenn die Gräber springen,/ Gott wirst Halleluja singen. 5. Herz, das ohne halsch geschlagen,/ das in Liebe nie geruht,/ das uns sterbend noch getragen,/ ruhe sanft in Gottes hutl/ Weinend, dankend rufen wir:/ Ewger Segen folge dirl/ Wenn die Grüfte sich bewegen,/ schlage wieder uns entgegenl 6. Dann wird froh oͤie Träne fließen,/ wie sie jetzt in Trauer fließt;/ froh wird dich dein Kind begrüßen,/ das dich heut in Tränen grüßt;/ dann, dann wird der schwere Stein/ weg von deinem Grabe sein. /Christus war im Tod dein Leben;/ ewig darfst du vor ihm schweben. Nibert Anapp, 1864. Beim Tode von Ehegatten) mel. nr. 55l 469 We 1. Betrübtes Herze, sei zufrieden,/ ob dich schon schwerer Kum⸗ mer plagt;/ der Himmel bleibt dir doch beschieden,/ den dir dein Jesus zugesagt;/ kein Kummer, keine Not und Pein/ kann dir, mein hHerz, im Wege sein. 4⁵⁸ jatten rquelle. chwar⸗ ich dich in dich hungs⸗ blickt// t./ Nie och zu Liebe stillen k war wehen. ö mil⸗ iest du nach,/ ingen. ruht,/ Hutl/ Wenn Irauer eut in g von ewig +. 1864. rüfung vTage. Kum⸗ dein ndir, Beim Tooͤe von Ehegatten 47⁰ 2. zwar schwimmest oͤu in heißen Tränen,/ das ist der Witwen täglich Brot;/ du quälest dich mit bangem Sehnen,/ denn dein Geliebter ist ja tot./ Ists möglich, wenn oͤas Herz entzwei,/ daß noch der Mensch lebendig sei? 3. Die Krone fiel von deinem Haupte,/ der Baum starb, so dir Schatten gab;/ die Sonne, die kein Nebel raubte,/ geht unter und sinkt in ihr Grab. /O welch ein Schmerz, welch eine Nacht,/ in welche dich der Tod gebrachtl! 4. Die armen Waisen stehn verlassen,/ wie Schäflein, wenn der Hirte fehlt;/ ihr herze weiß sich nicht zu fassen,/ indem es sieht, was oͤeines quält;/ ihr fragend Wort, ihr Schmerzens⸗ blick/ ruft dir, was du verlorst, zurück. 5. So weine nur, betrübtes herze,/ und klage Gott dein schweres Leiò; /er ist auch in dem größten Schmerze/ mit seiner Hilf und Trost bereit;/ er ists, der, was dich jetzt erfüllt,/ er ists, der deinen Jammer stillt. 6. Drum halte ein mit deinen Tränen,/ versinke nicht in ihrem Meer;/ es bringt kein Klagen und kein Sehnen/ dir, was du wünschest, wieder her;/ doch wirst du, glaub, es wird geschehn,/ einst, den oͤu liebest, wiedersehn. 7. Da wird kein Tod die Herzen scheiden,/ kein KRummer um das Lager stehn;/ da weroͤet ihr in tausend dreuden/ auf Salems schönen höhen gehn/ und, heller als der Sterne Schein,/ Mann, Weib und Kinder, ewig sein. 8. Indessen stille dein Gemüte,/ dein Jesus sorget selbst für dich;/ er hört der frommen Witwen Bitte,/ sein treues Herz er⸗ barmet sich;/ er ist und bleibet allezeit/ auch oͤir mit Hilf und Trost bereit. Gottfr. Balthasar Scharff, 1744. in Stündlei Mel. Nr. 436. 470 nen m. 1. Nch Gott, ich muß in Traurigkeit/ mein Leben nun be⸗ schließen,/ dieweil der Tod von meiner Seit/ so eilends hat ge⸗ rissen/ mein treues Herz, der Tugend Schein j/ des muß ich jeht beraubet sein./ Wer kann mein Elend wenden? 2. Wenn ich an ihre Freunoͤlichkeit/ geoͤenk in meinem Herzen// die sie mir hat zu jeder Zeit,/ in dreud und auch in Schmerzen,/ 459 47¹ Beim Tooͤe von Ehegatten erwiesen ganz beständiglich,/ mein Kreuz und Weinen mehret sich// vor Angst möcht ich vergehen. 3. Bei wem soll ich auf dieser Welt/ rechtschaffne Liebe findenꝛ/ Der meiste Teil nicht Slauben hält,/ die Treu will gar verschwinden./ Ich glaub und red es ohne Scheu:/ die best ist ooch getraute Treuj/ der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwert/ jehund durch meine Seele,/ die abzuscheiden oft begehrt/ aus ihres Leibes Höhle./ Wo du nicht, o Herr Jesu Ehrist,/ in solchem Rreuz mein Tröster bist,/ muß ich vor Leid verzagen. 5. O treugeliebtes selig Herz,/ zu dir will ich mich wenden/ in diesem meinem groben Schmerz // ob sich mein Angst wollt wendenz/ ich will betrachten deinen Stand,/ wie Gott dir alles Kreuz ge⸗ wanoͤt/ in höchste Freud und Wonne. 6. Rein Angst, kein Trübsal, Weh und Not/ kann dich jehuno verletzen;/ im Himmel will der fromme Gott/ mit Liebe dich er⸗ göhen./ Die Seele schaut mit Lust und Freud/ den Herrn in seiner Herrlichkeit/ mit allen Ruserwählten. 7. Du kommst nicht wieder her zu mir/ in dies betrübte Leben,/ ich aber komm hinauf zu dir j/ da weroͤ ich mit dir schweben/ in höchster Freude, Wonn und Lust// die deine Seele täglich kost't// drauf ich mich herzlich freue. 8. O wie mit großer§reudigkeit/ wolln wir einander kennenj/ da wird uns dann zu keiner Zeit/ der bittre Tod mehr trennen./ Ach, welche Freude wird dann sein,/ wenn ich dich, die ich jetht bewein,/ mit dreuden werd umjangen. 9. Dies will ich stets in meinem Leid/ mir zu Gemüte führen,/ erwarten in Geould die Zeit,/ wie Christen will gebühren./ Gott alles Trostes steh bei mir/ und mich durch seinen Geist regier/ zu seines Namens Ehren. Zohann heermann, 1647. bin ich, Mel. Nr. 258. 471 201 0 Chrenfenit I. Geh zum Schlummer/ ohne Kummer,/ teures, gottvertrautes Herzl/ Nun ists stille,/ deine gülle/ schläst hier aus den lehten Schmerz// und die Liebe,/ wenn auch trübe,/ schaut durch Tränen himmelwarts. 1 4K6932 20 Am 22 460 gatten ret sich// indenꝰ/ vinden./ Creuʒ/ hmeine Hůhle./ Cröster den/ in endenʒ/ euz ge⸗ jetzund dich er⸗ n seiner Leben,/ ben/ in kost't// nnenʒ/ nnen./ ich jeht ihren,/ „Gott ier/ zu + 1647. bin ich, enkönig. trautes lethten Tränen Beim Tode von Kindern 47² 2. Geh zur Ruhe,/ tu, o tue/ friedevoll die Rugen zul/ Viel⸗ geliebte, Vielgeübte,/ deines Gatten Wonne dͤul/ All die Deinen,/ die hier weinen,/ gönnen doch dir deine Ruhl 3. Schlafe, schlafe!/ Seine Schafe/ kennt auch hier der treue hirt./ O hier schwindet,/ was da bindet,/ was die Seelen quält und iert!/ Dies Verwesen/ schafft Genesen,/ das dich ewig freuen wird. 4. Jauchzend stehen,/ wiedersehen/ wird dich unsre Liebe dann// deren Zähre/ Gott zur Ehre/ bitter, doch im Glauben rann./ Dann beim Krönen/ wird ertönen,/ was die ewge Liebe kann. 5. Herr, umfasse/ uns und lasse/ leuchten hell dein Angesicht;/ stets behüte/ deine Güte/ dieses Grab mit Freudenlichtl/ Laß dich loben/ hier und oͤroben;/ denn die Liebe stirbet nicht! Albert Knapp, + 1864. Beim Tode von Kinoͤern) Ermuntre di 472 mein lüzacher Sein 1. Du bist zwar mein und bleibest mein;/ wer will mirs anders sagen?/ Doch bist odu nicht nur mein allein;/ der herr von ewgen Tagen,/ der hat das meiste Recht an dir,/ der fordert und erhebt von mir/ dich, o mein Rind, mein Wille, /mein herz unòd Wunsches Fülle. 2. Nch, gält es wünschen, wollt ich dich,/ du Sternlein meiner Seelen,// vor allem Weltgut ewiglich/ mir wünschen und erwählen/ ich wollte sagen: Bleib bei mir j/ du sollst sein meines Hauses Zierj/ an dir will ich mein Lieben/ bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein herz und meint es gut;/ Gott aber meints noch besser;/ groß ist die Lieb in meinem Mut;/ in Gott ist sie noch größer./ Ich bin ein Vater und nichts mehr,/ Gott ist der väter Haupt und Ehr,/ ein Quell, daraus die Jungen/ und Alten sind entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn,/ und der mir ihn ge⸗ geben,/ will, daß er nah an seinem Thron/ im himmel solle leben./ Ich sprech: Nch weh, mein Licht verschwinoͤtl/ Gott spricht: Will⸗ kommen, liebes Kind,/ dich will ich bei mir haben/ und ewig reichlich laben. 461 47³ Beim Tode von Kindern 5. O süßer Rat, o schönes Wort/ und heilger, als wir denkenl/ Bei Gott ist ja kein böser Ort, /kein Unglück und kein Kraͤnken,/ kein Angst, kein Mangel, kein Versehn /bei Gott kann keinem reio geschehn;/ wen Gott versorgt und liebet,/ wiro nimmermehr betrübet. 6. Nch dürft ich doch von ferne stehn/ und nur ein wenig hören,/ wenn dͤeine Sinne sich erhöhn/ und Gottes Namen ehren,/ der heilig, heilig, heilig ist,/ durch den ou auch geheiligt bist/ ich weiß, ich würde müssen/ vor Freuden Tränen gießen. 7. Nun denn, es sei und bleib also!/ Ich will nicht um dich weinen/ du lebst und bist von Herzen froh,/ siehst lauter Sonnen scheinen,/ die Sonnen ewger§reud und Ruh;/ da leb und bleib nur immerzu;/ wills Gott, will ich mit andern/ auch bald hinüber⸗ wandern. panl Gerharot, 4 1676. Vater unser Mel. Nr. 437. 473 im Himmelreich. 1. So geh nun hin, dem Grabe zu,/ du liebes Kind, so holö und feinl/ Geh hin und schlaf in stiller Ruh/ in deinem engen Räm⸗ merlein/ Schlaf, bis der Toten Schar erwacht,/ schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 2. Wohl dir, du schlossest früh den Lauf/ in diesem armen F§remoͤlingsland/ die Seele eilte himmelauf,/ zu ruhen in des Herren Hand./ Schlaf, bis der Toten Schar erwacht,/ schlaf sanst! Viel tausend gute Nacht! 3. Dich hat noch nie die Welt betrübt/ mit ihrer falschen Sünden⸗ lust;/ nun hast du, was dir Wonne gibt,/ du ruhst an deines Jesu Brust/ und schläfst, bis alle Welt erwacht./ Schlaf sanft! Viel tausend gute Nacht! 4. Dich hat des Vaters Herz versorgt// du lebst in seinem him⸗ melshaus;/ hier hat er deinen Leib geborgt/ der Erd, daß sie ihn geb heraus,/ wenn wieder alle Welt erwacht./ Schlaf sanstl viel tausend gute Nacht! 5. Ihr Engel, stehet um die Grust,„bewaͤhret freunoͤlich dies Gebein,/ bis dermaleinst die Stimme ruft:/ Romm her, mein Kind, ach, komm herein!/Nun schlaf, bis alle Welt erwacht./ Schlaf janft! Viel tauseno gute Nacht! 30² indern enkenl/ änken,/ keinem nermehr hören,/ en,/ der ch weiß, um dich Sonnen 10 bleib inüber⸗ „+ 1070. er unser melreich. olò und 1 KRäm⸗ t Viel armen in des fsanst! ünden⸗ es Jesu viel n Him⸗ sie ihn tI viel h dies Rind, Schlaf ö Beim Tooͤe von Kinoͤern 47⁴4 47⁵ 6. Geh hin! Ich folge dieser Bahn,/ die Seligkeit mit oͤir zu sehnj/ da werd ich, neu dir zugetan,/ erfreut vor meinem Heiland stehn./Wohl mir, wenn ich, dir gleich gemacht,/ der Welt darf geben gute Nacht! Simon Bornmeister, 4 1658. Herzlich tut Mel. Nr. 441. 474 mich Wittansen 1. So hab ich obgesieget,/ mein Lauf ist nun vollbracht;/ ich bin gar wohl vergnüget/ und sag euch gute Nacht!/ Ihr aber, meine Lieben,/ klagt nicht so ängstiglich./ Was wollt ihr euch be⸗ trüben?/ Stehts doch sehr gut um mich. 2. Fahrt hin, o Angst und Schmerzen,/ fahrt immer, immer hin!/ Ich freue mich von Herzen,/ daß ich erlöset bin./ Ich leb in tausend Freuden/ in meines Schöpfers Hand;/ mich trifft und rührt kein Leiden,/ so dieser Welt bekannt. 3. Die noch auf Erden wallen/ in irrtumsvoller Zeit,/ vermögen kaum zu lallen/ von froher Ewigkeit./ Viel besser wohlgestorben,/ als in der Welt gelebt;/ die Schwachheit ist veroorben,/ worinnen ich geschwebt. 4. Zum Schmucke bringt mir Kränze,/ damit mein Sarg noch prangt;/ aus jenem himmelslenze/ hat meine Seel erlangt/ die ewig grüne KRrone;/ die werte Siegespracht/ rührt her von Gottes Sohne,/ der hat mich so bedacht. 5. Noch netzet ihr die Wangen, ihr Eltern, über mir;/ euch hat das Leid umfangen,/ das Herze bricht euch schier./ Des Vaters treue Liebe/ sieht sehnlich in mein Grab,/ die Mutter stehet trübe/ und kehrt oie Rugen ab. 6. Ich war euch nur geliehen/ auf eine kurze Zeit;/ Gott will mich zu sich ziehen,/ drum werfet hin das Leid/ und sprecht: Gott hats gegeben,/ Gott hats zu nehmen Macht;/ er nimmts zum ewgen Leben;/ er hat es wohlgemacht! G. wühelm Sacer, 1699. 475 11 Wn, Hert⸗ 1. Zeuch hin, mein Kind Gott selber foroert dich/ aus dieser argen Welt./ Ich leide zwar, dein Tod betrübet mich;/ doch weil es Gott gefällt,/ so unterlaß ich alles Rlagen/ und will mit stillem Geiste sagen:/ Zeuch hin, mein Rind! 46³ 476477⁷7 Too⸗Gericht und Ewigkeit 2. Zeuch hin, mein Kino Der Schöpfer hat dich mir/ nur in der Welt geliehn/ die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir,/ nun wieder fortzuziehn. /Zeuch hin, Gott hat es so versehen /was dieser will, das muß geschehen./ Zeuch hin, mein Kinoͤl 3. Heuch hin, mein Kino! Im Himmel findest du,/ was dir die Welt versagt;/ denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh// kein Schmerz, der Seelen plagt./ Hier müssen wir in Angsten schweben,/ dort kannst ou ewig fröhlich leben. /Zeuch hin, mein Kindl 4. zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach,/ sobalo es Gott gefallt;/ oͤu eilest fort, eh dir das Ungemach/ verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide,/ wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude./ Zeuch hin, mein Kind! 5. Heuch hin, mein Kinol Die Engel warten schon/ auf deinen frommen Geist;/ nun siehest du, wie Gottes lieber Sohn/ dͤir selbst die Krone weist. Nun wohl, die Seele ist entbunden,/ du hast oͤurch Jesum überwunden./ Zeuch hin, mein Kinoͤ! Gottfried hoffmann, 1 171¹2. Mel. Nr. 445. 476 O welt, ich muß dich lassen. I. Wenn kleine immelserben/ in ihrer Unschuld sterben,/ so büßt man sie nicht ein/ sie werden nur dort oben/ vom Vater aufgehoben,/ damit sie unverloren sein. 2. Sie sind ja in der Taufe/ zu ihrem Christenlaufe/ flir Jesum eingeweiht // sie sind bei Gott in Gnaden/ was soll es ihnen schaden,/ wenn er nun über sie gebeut? 3. O wohl auch diesem Kindez/ es stirbt nicht zu geschwinde./ Zeuch hin, du liebes Rinol/ Du gehest ja nur schlafen/ und bleibest bei den Schafen,/ die ewig unsers Jesu sind. Joh. Anoͤreas Rothe, 4 1758. Gericht und Ewigkeit 477 1. An dem Zorntag, an dem hohen,/ stürzt die Welt in heuer⸗ lohen,/ wie Prophetenschwüre drohen. 2. Welch ein Graun wird sein zur Stunde,/ wenn der Richter kommt und Kunde/ nimmt von allem bis zum Grundel 404 inkeit Gericht und Ewigkeit 47⁷ nur in x// nun / was das dir Ruh// ingsten mein dald es vt diese stirbt/ deinen hn/ dir n,// du + 17¹². h lassen. en,/ so Vater Jesum ihnen inde./ leibest 1 17⁵⁸. Feuer⸗ dichter 3. Die Posaun im Wundertone/ oͤröhnt oͤurch Grüfte jeder zone,/ sammelt alle vor dem Throne. 4. Erò und Tod wird schaun mit Beben/ alle Areatur sich heben,/ Antwort vor Gericht zu geben. 5. Und ein Buch wird aufgeschlagen,/ oͤrin steht alles einge⸗ tragen,/ des oͤie Welt ist anzuklagen. 6. Wenn der Richter also sitzet,/ wird, was dunkel war, durch⸗ blitzet,/ vor der Rache nichts beschützet. 7. Ach, wie werd ich Armer stehen?/ wen zum Anwalt mir erflehen,/ wenn Gerechte schier vergehen? 8. König voll erhabner Schrecken! Gnade nur deckt unsre ölecken,/ Gnade, Gnade laß mich decken! 9. Jesu, milder Heilanö, siehe,/ wie ich Ziel war oeiner Mühe,/ daß ich jenem Zorn entfliehe! 10. Hast oͤich matt um mich geschritten,/ hast am Kreuze mich erstritten;/ das sei nicht umsonst gelitten. 11. Richter mit der heilgen Wage,/ tilge wider mich die Klage/ vor dem großen Rachetage. 12. Sieh, ich seufze schuloͤbeladen,/ schamrot über schweren Schaden!/ Hör mein Flehen, Gott in Gnaden! 15. Du, der schulofrei sprach Marien/ und dem Schächer noch verziehen,/ hast auch hoffnung mir verliehen. 14. Mein Gebet gilt nicht so teuer// aber laß mich, o mein Treuer,/ nicht vergehn im ewgen deuer! 15. zu den Schafen mich geleite,/ von den Böcken in die Weite/ stelle mich zur rechten Seite. 16. Wenn Verworfne sich entfärben,/ die du hinsprichst ins Ver⸗ derben,/ rufe mich mit deinen Erben. 17. Lief im Staub ring ich die hände;/ zum zerknirschten Geist dich wenoe;/ Herr, verwalte du mein Endel 18. Tag voll Tränen und voll Grauen,/ Gott die Kreatur wird schauen/ aus dem Grabe sich erheben./ Schenk uns, Herr, das ewge Leben! Frommer Jesu, Heiland du,/ allen schenk die ewge Ruhl/ Amen. Nach oͤem lateinischen Lieo des 15. Jahrh. Dies irae, deutsch von Albert Rnapp, 4 1804. 3⁰ 4⁰⁵ 478⁸ Gericht und Ewigkeit 478(Wiltenbeen 158, Mit⸗ten wir im Le⸗ ben sind/ mit dem Tod um⸗ Wer ist, oͤer uns hil⸗fe tu,/ daß wir Gnad er⸗ I ———H++ E EEE——— Das bist du, Herr, al⸗lei⸗ lan⸗ mar; ..—...... ö 4— ——— 4%½1 ne./ Uns reu⸗et uns⸗re Mis⸗se⸗ tat,/ die dich, herr, er⸗ 1 EE—— zür ⸗net hat./ Hei⸗lie ger Her=re Gott,/ hei ⸗li⸗ ger, SB,v,e, star⸗ker Gott, /hei⸗li⸗ ger, barm⸗ her⸗zi⸗ger hei ⸗ lanod,/ EIIIIITTTI oͤu e⸗wi⸗ ger Gott,/ laß uns nicht ver ⸗sin ⸗ ken/ in des bit⸗tern To⸗des Notl/ Er⸗barm dich un ⸗ferl 2. Mitten in dem Too anficht/ uns der hölle Rachen./ Wer will uns aus solcher Not/ frei und ledig machen?/ Das tust du/ herr, alleine./Es jammert dein Barmherzigkeit/ unsre Sünd und großes Leid./ Heiliger Herre Gott,/ heiliger, starker Gott,/ heiliger, barmherziger Heiland,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht verzagen/ vor der tiefen hölle Glutl/ Erbarm dich unserl 4⁵⁰ vigkeit hundert.) derg 1524. Gericht und Ewigkeit 47⁰ 3. Mitten in der höllen Angst/ unsre Sünd uns treiben./ Wo solln wir öenn fliehen hin,/ da wir mögen bleiben?/ Zu dir, herr Christ, alleinel/ Vergossen ist dein teures Blut,/ das gnug für die Sünde tut./ Heiliger herre Gott,/ heiliger, starker Gott,/ heiliger, barmherziger Heilano,/ du ewiger Gott,/ laß uns nicht entfallen/ von des rechten Glaubens Trost!/ Erbarm dich unser! v. 1 Media vita in morte sumus(Alte Rirche) v. 2 u. 3 von Martin Luther, 4 1546. 479 Frankfurt a. M. 1599. ———3 2———— ö„Wachet auf!“ ruft uns die Stimme/ der Wäch⸗ter sehr hoch Mit⸗ter⸗nacht heißt die⸗se Stun⸗de;/ sie ru⸗fen 20— 1 2 0 err, er. v. a y,—— W ———— I. 2—— öSS auf der Zin⸗ne,/„wach auf, ou Stadt Je⸗ru⸗sa lem1“/ 1599 hel⸗lem Mun⸗de:/ Wo seid ihr klu⸗gen Jung⸗frau⸗en?/ 7 +— +— 2 —.— E— Hn Wohl⸗ auf, der Bräut⸗gam kömmt,/ steht auf, die 5—— ———————— S—.—...— ———2 EE— Ten/ Lam⸗ pen nehmt!/ hal⸗le⸗lu⸗ jal/ Macht euch be⸗ reit/ 2.—... serl zu der Hoch- zeit;/ ihr müs⸗set ihm ent⸗ ge⸗ gen⸗gehn. n./ Wer 2. Zion hört die Wächter singen,/ das herz will ihr vor Freude tust du/ springen,/ sie wachet und steht eilend auf.Ihr Freund kommt re Stnd vom Himmel prächtig,/ von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig,/ Gott// ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.Nun komm, du werte ins nicht Kron,/ Herr Jesu, Gottes Sohnl/ Hosiannal/ Wir folgen all/ l zum dreudensaal/ und halten mit das Abenoͤmahl. 30⁷ 46/ 48⁰ OGericht und Ewigkeit 3. Gloria sei dir gesungen/ mit Menschen⸗ und mit Engel⸗ zungen,/ mit harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore/ an deiner Stadt, wir stehn i im Chore/ der Engel hoch um deinen Thron./ Rein Aug hat je gesehn,// kein Ohr hat je gehört/ solche Freude;/ oͤrum jauchzen wir/ und singen dir/ das Halleluja für und für. Philipp Nieolal, 4 1608. 48 0 Erfurt 1663. SISISISIIIIIIIIIIIII I ö e⸗ ru⸗sa⸗ lem, du hoch⸗ge⸗bau⸗te Staoͤt,/ wollt ö Mein sehn⸗lich herz so groß Ver⸗lan⸗gen hat/ und EEIEEE.— Gott, ich wär in dir! ist nicht mehr bei mir/ weit i⸗ber Berg und D.—.—— ——— 4——— IX Ta ⸗le,/ weit ü⸗ ber bla⸗ ches delo/ schwingt es sich ü⸗ber 15 I — I◻+ 2 ö al ⸗ le/ und eilt aus die⸗ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund,/ wann bist du enolich hier,/ da ich mit Lust und freiem Freudenmund/ die Seele geb von mir/ in Gottes treue hände/ zum auserwählten Pfand,/ daß sie mit heil anlände/ in jenem Vaterland! 3. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, /tu auf der Gnaden Pfort!l/ Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir,/ eh ich bin kommen fort/ aus jenem bösen Leben,/ aus jener Nichtigkeit/ und mir Gott hat gegeben/ das Erb der Ewigkeit! 4. Was für ein Volk, was für ein eoͤle Schar/ kommt dort ge⸗ zogen schon?/ Was in der Welt von Ruserwählten war,/ seh ich, die beste Kron,/ die Jesus mir, der Herre,/ entgegen hat gesanoͤt/ da ich noch war von ferne/ in meinem Tränenland. 4⁵8 vigkeit Engel⸗ fPerlen r Engel Ohr hat jen dir/ 1,+ 1608. urt 1665. t/ wollt unod ich bin igkeit/ ort ge⸗ seh ich/ sanoͤt/ Gericht und Ewigkeit 48¹1 5. Propheten groß und Patriarchen hoch,/ auch Christen ins⸗ gemein, /die weiland dort trugen des Kreuzes Zoch/ und der Tyrannen Pein,/ schau ich in Ehren schweben,/ in Freiheit über⸗ all// mit Rlarheit hell umgeben,/ mit sonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin/ im schönen Para⸗ deis,// von höchster Freud erfüllet wird der Sinn,/ der Mund von Lob und Preis;/ das Halleluja reine/ man singt in Heiligkeit,/ das Hosianna feine/ ohne End in Ewigkeit; 7. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön,/ in Chören ohne Hahl, /daß von dem Schall und lieblichen Getön/ sich regt der öͤreudensaal// mit hunderttausend Zungen,/ mit Stimmen noch viel mehr,/ als von Anfang gesungen/ das selge himmelsheer. Joh. Matthäus Meyfart, 4 1642. 481 Frankfurt a. M. 1758. II—— 1—⁷ 1 1 141 8 1. Schö⸗ner him⸗mels⸗saal,/ Va⸗ter⸗land der Frommen,/ S.S* die aus gro⸗ßer Qual/ die⸗ses Le⸗bens kom⸗men/ und von kei⸗ ner Lust/ in der Welt ge⸗wußtl 2. Sei mir hoch gegrüßt; /dich such ich vor allen,/ weil ich öö und wüst/ in der Welt muß wallen/ und von Kreuz und Pein/ nie befreit kann sein. 5. Deinetwegen bloß/ trag ich dies mein Leiden,/ diesen herzens⸗ stoß/ willig und mit Freuden j/ du versüßest mir/ alles Bittre hier. 4. Trüg mein armes Herz/ nicht nach oͤr Verlangen,/ o, in meinem Schmerz/ wär ich längst vergangen/ du bist, einzig oͤu// nichts sonst meine Ruh. 5. Gott, oͤu kennst vorhin/ alles, was mich kränket,/ und wor⸗ an mein Sinn/ Tag und Nacht gedenket;/ niemand weiß um mich,/ als nur on und ich. 1⁰⁰ 482 OGericht und Ewigkeit 6. O wie wero ich mich/ dort an dir erquicken l/ Du wirst mich, und ich/ werde dich erblicken,/ ewig herrlich, reich/ und den Engeln gleich. 7. Schöner Himmelssaal,/ Vaterland der Frommen,/ Enoͤe meiner Qual,/ heiß mich zu dir kommen!/ Denn ich wünsch allein,/ bald bei dir zu sein. Simon dach, T 1659. 482 Johann Crüger, 1647. + EEEEEEEEEE— 1. O wie se=lig seid ihr doch, ihr From⸗men,/ die I 1 i. ihr—— den Tods zu Gott ge⸗kom⸗men!/ Ihr seio ent⸗ —————1 gan⸗gen/ al⸗ler Not, die uns noch hält ge⸗——— gen. 2. Muß man hier doch wie im Rerker leben,/ da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben;/ was wir hier kennen,/ ist nur Müh und herzeleid zu nennen. 3. Ihr dagegen ruht in eurer Kammer,/ sicher und befreit von allem Jammer;/ kein Kreuz und Leiden/ ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Tränen;/ ihr habt das schon, wonach wir uns sehnen/ euch wird gesungen,/ was in keines Ohr allhier geoͤrungen. 5. Ich wer wollte denn nicht gerne sterben/ und den Himmel für die Welt erwerben?/ Wer wollt hier bleiben,/ sich vom Jam⸗ mer länger lassen treiben? 6. Romm, o Herr, uns aus dem Joch zu spannen,/ lös uns auf und führ uns bald von dannen!/ Bei dir, o Sonne,/ ist der frommen Seelen Freud und Wonne, Simon dach, 4 1655, 47⁰ wigkeit irst mich, n Engeln 1,/ Ende allein// ich, T 1659. üger, 1647. — ien,/ die ·gen. vSorge, Rist nur freit von erlich in as schon,/ ines Ohr Himmel om Jam⸗ lös uns Jist der 9, 1+ 1659. Gericht und Ewigkeit 48³ 8³ Berlin 1653. —— V*—* eꝛ sus, mei⸗ne Zu⸗versicht/ die⸗ses weiß ich, sollt ichnicht/ W und mein Hei⸗land, ist im Eben W/ dar⸗um mich zu⸗frie⸗den ge⸗ben, 10 E was die lan⸗ge To⸗des⸗nacht/ mir auch für Ge⸗dan⸗ken macht? 2. Jesus, er, mein Heiland, lebt,/ ich werd auch das Leben schauen,/ sein, wo mein Erlöser schwebt,/ warum sollte mir denn grauenꝰ/ Lässet auch ein haupt sein Glied,/ welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band/ zu genau mit ihm ver⸗ bundenz;/ meine starke Glaubenshand/ wird in ihn gelegt be⸗ funden,// daß mich auch kein Todesbann/ ewig von ihm trennen kann. 4. Och bin Fᷣleisch und muß daher/ auch einmal zu Asche werden,/ dieses weiß ich; doch wird er/ mich erwecken aus der Erden,/ daß ich in der Herrlichkeit/ um ihn sein mög allezeit. 5. Dann wird meiner Augen Licht/ diesen meinen Heiland kennen,/ und ich selbst, ich zweifle nicht,/ werd in seiner Liebe brennen;/ nur die Schwachheit um und an/ wird von mir sein abgetan. 6. Seid getrost und hocherfreut,/ esus trägt euch, seine Glie⸗ derz/ gebt nicht statt der Traurigkeit!l/ Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder,/ wenn einst die Posaun erklingt,/ die auch durch die Gräber oͤringt. 7. Nur, daß ihr den Geist erhebt/ von den Lüsten dieser Erden/ und euch dem schon jetzt ergebt,/ dem ihr dort vereint sollt wer⸗ den./ Schickt das herze da hinein,/ wo ihr ewig wünscht zu sein. Irostlied der Kurfürstin Luise henriette von Brandenburg. Berlin 1655. 47⁴ 48⁴ Gericht und Ewigkeit 484 Joh. Crüger, 1653. ö E⸗wig⸗keit, du don⸗ner⸗wort,/ o Schwert, das durch E⸗wig⸗keit, Zeit oh⸗ne Zeit,/ ich weiß vor gro⸗ — JùRT ö 4..—...‚‚..———— die See⸗le bohrt,/ o An⸗fang son⸗der En ⸗del her Trau⸗rig⸗keit/ nicht, wo ich mich hin⸗wen⸗de; — +—— E— mein ganz er⸗schrock⸗nes herz er⸗bebt,/ wenn mir dies Wort 12— + +. + 657 2 im Sin⸗ne schwebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt,/ das enoͤlich mit der Zeit nicht fällt,/ nicht enoͤlich muß vergehen. /Nur die unselge Ewig⸗ keit/ ist ohne Maße, Ziel und Zeit,/ bleibt unverändert stehenz/ ja, wie mein Heiland selber spricht:/ Ihr Wurm und geuer stirbet nicht.“ 3. O Ewigkeit, oͤu machst mir bang! /O ewig, ewig ist zu langl/ Hier gilt fürwahr kein Scherzen./ Drum, wenn ich diese lange Nacht/ zusamt der großen Pein betracht,/ erschreck ich recht von Herzen. /Nichts ist zu finden weit und breit/ so schrecklich als die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist oͤu so gerecht,/ wie strafest oͤu den bösen Rnecht/ so hart mit ewgen Schmerzen!/ Ruf kurze Sünden dieser Welt/ hast du so lange Pein bestellt./ Ach nimm es wohl zu Herzen,/ bedenk es ost, o Menschenkind: /kurz ist die Zeit, der Toð geschwind. 5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf,/ ermuntre dich, verlornes Schaf,/ und bessre bald dein Leben! /Wach auf, es ist 47² — — — vigkeit ger, 1655. Gericht und Ewigkeit 485⁵ sehr hohe Zeit,/ es kommt heran die Ewigkeit,/ dir deinen Lohn zu geben. /Vielleicht ist heut der letzte Tag;/ wer weiß doch, wie er sterben mag. 6. O Ewigkeit, du Donnerwort,/ o Schwert, das durch die Seele bohrt,/ o Anfang sonder Enoe!/ O Ewigkeit, Zeit ohne Feit,/ ich weiß vor großer Traurigkeit/ nicht, wo ich mich hin⸗ wende. /Nimm du mich, wenn es dir gefällt,/ Herr Jesu, in dein Freudenzelt! Johann Rist, 4 1667. Mel. Nr. 484. 485 O Ewigkeit, du donnerwort. 1. O Ewigkeit, ou§reudenwort,/ das mich erquicket fort und fort,/ o Anfang sonder Ende!/ O Ewigkeit, Freud ohne Leid,/ ich weiß vor Herzensfröhlichkeit/ nichts mehr vom Weltelende,/ das uns in diesem Leben quält,/ weil ich oͤie Ewigkeit erwählt. 2. Kein Herrlichkeit ist in der Welt,/ die enoͤlich mit der Zeit nicht fällt/ und gänzlich muß vergehenz/ allein oͤie selge Ewig⸗ keit/ bleibt ohne Jahre, Ziel und Zeit,/ bleibt unverändert stehenj/ ja, wie das Wort des herren spricht:/ Sie welket und vergehet nicht. 3. O Ewigkeit, du währest lang!/ Wenn mir auf Erden gleich ist bang,/ weiß ich, daß dies aufhöret;/ örum, wenn ich diese lange Zeit/ erwäge samt der Seligkeit,/ die ewig nichts zerstöret// so acht ich alles Leiden kaum/ als einen ängstlich bösen Traum. 4. Im Himmel lebt der Christen Schar/ bei Gott viel tausend, tausend Jahr/ und werden des nicht müde;/ sie haben mehr als Sonnenlicht,/ sie sehen Gottes Angesicht,/ sie haben goloͤnen Frie⸗ den,/ wo Christus gibt, wie er verheißt,/ das Manna, so die Engel speist. 5. Nch wie verlaͤnget doch nach dir/ mein mattes Herze mit Begier,/ du überselig Leben!/ Ich bringe mich, mein Gott, da⸗ hin,/ wonach jetzt Seele, Mut und Sinn/ mit allen Rrästen stre⸗ ben./ Der schnöden Welt vergeß ich ganz/ und sehn' mich nach oes himmels Glanz. 6. O Ewigkeit, oͤu Freudenwort,/ oͤas mich erquicket fort und fort, /o Anfang sonder Endel /O Ewigkeit, Freud ohne Leid,/ ich weiß von keiner Traurigkeit,/ wenn ich mich zu dir wende./ Herr Jesu, gib mir solchen Sinn,/ bis ich dort ewig bei dir bin. Kaspar Hennisch, 4 1690. 47⁵ 486 OGericht und Ewigkeit Mel. Jesu, meines Lebens Leben(oder wie Nr. 100). 486 Christoph Anton, 1651. Al⸗le Men⸗schen müs⸗sen ster⸗ben,/ al⸗les Fᷣleisch ver⸗ was da le⸗bet, muß ver⸗der⸗ben, soll es an⸗ders 1—.—— S ů ———— ——— E.5—.————— geht wie Heu; Die⸗ser Leib, der muß ver⸗we⸗sen,/ wenn er wer⸗den neu. .—.————.E.. an⸗oͤers soll ge⸗ne⸗sen/ zu der gro⸗ßen Herr⸗lich⸗keit,/ ů————— D— die den From⸗men ist be⸗reit. 2. Drum, so will ich dieses Leben,/ weil es meinem Gott beliebt// auch ganz willig von mir geben,/ bin darüber nicht betrübt;/ denn in meines Jesu Wunden/ hab ich schon Erlösung funden,/ und mein Trost in Todesnot/ ist des Herren Jesu Cod. 3. Christus ist für mich gestorben,/ und sein Tod ist mein Ge⸗ winnz/ er hat mir das Heil erworben,/ orum fahr ich mit 5ᷣreu⸗ den hin,/ hin aus diesem Weltgetümmel/ in den schönen Gottes⸗ himmel,/ oͤa ich weroe allezeit/ schauen Gottes Herrlichkeit. 4. Da wird sein das dreudenleben,/ da viel tausend Seelen schon/ sin mit himmelsglanz umgeben,/ dienen Gott vor seinem Thron/ oͤa oͤie Seraphinen prangen/ und das hohe Lied an⸗ sangen:/ Heilig, heilig, heilig heißt/ Gott, der Vater, Sohn unoͤ Geist; 5. Da die Patriarchen wohnen,/ die Propheten allzumalz/ wo auf ihren Ehrenthronen/ sitzet der Rpostel Zahl;/ wo in soviel tausend Jahren/ alle Frommen hingefahren,/ wo dem herrn, der uns versöhnt,/ ewig Halleluja tönt, 47⁴ Gericht und Ewigkeit 487 6. O Jerusalem, oͤu schöne,/ ach, wie helle glänzest oͤul/ Nch/ wie lieblich Lobgetöne/ hört man da in sanfter Ruhl/ O der großen Freud und WonnelJetzo gehet auf die Sonne,/ jetzo gehet an der Tag,/ der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon erblicket/ alle diese Herrlichkeit;/ jetzo wero ich schön geschmücket/ mit dem weißen Himmelskleid,/ mit der güloͤnen Ehrenkrone,/ stehe da vor Gottes Throne,/ schaue solche Freude an,/ oͤie kein Ende nehmen kann. Leipzig 1652. Mel. Ich hab mein Sach(Vorreformatorisch. Gott heimgestellt. 487 1 W Waler 15855. —.— 5—..——.—.— SSDSISSISSI 1. Wie 96055 da⸗hin 921 Menschen Zeit,/ wie ei⸗ let man ———.— zur E⸗ wig⸗keitl/ Wie we⸗ nig ben⸗ ien an die 44 59—55 EER— von Her⸗zens⸗grund,/ wie schweigt da⸗ von der u. ge Mund! 2. Das Leben ist gleichwie ein Traum,/ ein nichtger, leerer Wasserschaum,/ ein Augenblick, der schnell vergeht/ und nicht be⸗ steht,/ wie ihr dies täglich vor euch seht. 3. Nur du, Jehova, bleibest mir/ das, was du bist; ich traue dir. /Laß Berg und Hügel fallen hin,/ mir ists Gewinn,/ wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der hütte wohn,/ so lehre mich, o Gottes Sohnl/ Gib, daß ich zähle meine Tag/ und munter wach,/ daß/ eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft oͤie Welt in letzter Not?/ Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? /O Mensch, du läufst dem Schatten zul/ Das merke duj/ ou kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Toren Lust!/ Mir ist das höchste Gut be⸗ wußtj/ das such ich nur, das bleibet mir,/ so dort, wie hier j/ herr Zesu, zeuch mein Herz nach dir! 47⁵ 488 Gericht und Ewigkeit 7. Was wiro das sein, wenn ich dich seh/ und bald vor deinem Throne steh ꝛ/ du unterdeshen lehre mich// daß stetig ich/ mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander, 4 1680. I. Herzlich tut —40 verlantgent 488 Hans Leo haßler, 1601. 7 12— 25— j 1 2—2 ꝗ..——— 1. Be⸗den ⸗ke, Mensch, das En⸗de,/ be⸗den⸗ke dei=nen Dder Lod kommt oft be⸗hen⸗de j/ der heute frisch und IID EEEE Tod l kot kann mor ⸗gen und ge⸗schwin⸗der/ hin⸗ — ö —— en e.——— —.—‚.ü‚‚.üñ‚..—..— 12.—3———. weg⸗ ge⸗ stor⸗ben sein /orum bil⸗ de dir, o Sün⸗ der,/ ein —— täg⸗lich Ster⸗ben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende,/ bedenke das Gerichtl/ Es müssen alle Stände/ vor Jesu Angesicht;/ kein Mensch ist ausgenommen,/ dort muß ein jeder nahn/ und wird den Lohn bekommen,/ nach⸗ dem er hier getan. 5. Bedenke, Mensch, das Ende,/ der hölle Angst und Leiò,/ daß dich die Welt nicht blende/ mit ihrer Eitelkeit./ Hier ist ein kurzes dreuen,/ dort aber ewiglich/ ein kläglich, schmerzlich Schreien/ ach, Sünder, hüte dich! 4. Bedenke, Mensch, das Ende,/ bedenke doch die Jeit,/ daß dich ja nichts abwenöe/ von jener Herrlichkeit,/ womit vor Gottes Throne/ die Seele wird gepflegt;/ dort ist dᷣie Lebenskrone/ den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken/ der Zeiten letzte Zeit,/ daß, sich nach dir zu lenken// mein herze sei bereit./ Laß mich den Tod be⸗ 47⁰ igkeit deinem klugem + 1680. er, 1601. nüssen men, J nach⸗ Idaß urzes ien/ Gericht und Ewigkeit 489. 490 trachten/ und deinen Richterthron, /laß mich auch nicht verachten/ der hölle Sündenlohn. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten/ auf meinen letzten Tag/ mit Buße mich bereiten/ und täglich sterben mag./ Im Tod und vor Gerichte/ steh mir, o Jesu, bei,/ daß ich im Himmelslichte/ zu wohnen würdig sei. Salomo Liscow(), 4 1689. Mel. Nr. 116. 489 du geil der Sunder⸗ 1. Ich ruhe nun in Gottes Armen,/ mein Leib schläft sanst und selig ein j/die Liebe läshet mich erwarmen/ bei ewig gnadenreichem Schein./ Dort hatt ich wenig Ruhestunden,/ hier hab ich sie in Gott gefunden. 2. Hier hab ich alles zu genießen,/ worauf mein Glaube sich gefreut;/ der Lebensquell läßt auf mich fließen/ die Ströme seiner Seligkeit./ Mein Freudenmeer ist Gottes dülle;/ bei dem ist meine Seele stille. 3. Mein matter Leib schläst in der Erden,/ er schläst, bis ihn mein döreund erweckt./ Die Asche wirò zur Sonne weroͤen,/ ob sie gleich finstre Nacht jetzt deckt;/ er wird mit Freuden auferstehen,/ mit mir vereint zur Hochzeit gehen. 4. Da wird das Lamm mich ewig weiden/ auf Auen selger Sicherheit// da ist das himmelsbrot der dᷣreuden/ in Ewigkeit flir mich bereit;/ das hab ich schon von Gott empfangen/ mit denen, die vorangegangen. 5. Ihr, die ihr jetzo Tränen speiset,/ denkt an des Himmels dreudenmahl;/ ob ihr noch durch die Wüste reiset,/ Gott bringt euch in den Ehrensaal;/ da weroͤet ihr mit dreuden sehen,/ wie wohl mir dͤurch oͤen Tod geschehen. Vor 1694. Mel. Nr. 442. 49⁰0 valet will ich dir geben. 1. Ermuntert euch, ihr krommenl/ Zeigt eurer Lampen Schein/ der Abend ist gekommen,/ die finstre Nacht bricht ein j/ es hat sich aufgemachet/ der Bräutigam mit Pracht./ Ruf, betet, kämpft und wachet! /Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig/ und füllet sie mit Ol/ und seid des Herrn gewärtig;/ bereitet Leib und Seel./ Die Wächter Zions 177 491 Gericht und Ewigkeit schreien:/ der Bräutigam ist nah./ Begegnet ihm in Reihen/ und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle,/ hebt nun das Haupt empor/ mit Jauchzen und mit Schalle/ zum frohen Engelchor!/ die Tür ist aufgeschlossen,/ die Hochzeit ist bereit;/ auf, auf, ihr Reichs⸗ genossen!/ Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wiro nicht lang verziehen;/ drum schlafet nicht mehr einl/ Man sieht die Bäume blühen,/ der schönste Frühlingsschein/ ver⸗ heißt Erquickungszeiten;/ die Abendröte zeigt/ den schönen Tag von weitem,/ davor das Dunkel weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden,/ ihr, die ihr Zion liebt,/ mit freu⸗ digen Gebärden/ und seid nicht mehr betrübt l/ Es sind die Freuden⸗ stunden/ gekommen, und der Braut/ wiroͤ, weil sie überwunden,/ die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geoͤuld getragen/ und mit gestorben seid,/ sollt nun nach Kreuz und Klagen/ in Freuden sonoer Leid/ mit leben und regieren/ und vor des Lammes Thron/ mit Jauchzen triumphieren/ in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen,/ hier ist das weiße Kleid;/ hier stehn die Weizenhalmen/ in Frieden nach dem Streit/ und nach den Wintertagen;/ hier grünen die Gebein',/ die dort der LTod er⸗ schlagen;/ hier quillt der Freudenwein. 8. Hier ist die Staot der Freuden,/ Jerusalem, der Ort,/ wo die Erlösten weiden;/ hier ist die sichre Pfort,/ hier sind die gülö⸗ nen Gassen;/ hier ist der Freudensaal,/ da wir uns niederlassen/ zum ewgen Hochzeitsmahl. 9. O Jesu, meine Wonne,/ komm bald und mach dich aufl/ Geh auf, ersehnte Sonne,/ und föroͤre deinen Laufl/ O Jesu, mach ein Ende/ und führ uns aus dem Streit;/ wir heben Haupt und Hände/ nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti, 4 1722. Mel. Eune kir. 2880 unser Rönig. (Oder wie Nr. 360 22—* 491 Bremen 1680. 0— . 1 Wer sind die vor Got⸗tes Thro⸗ne,/ was ist das für e⸗der trä⸗get ei ⸗ne Rro⸗ne,/ glän⸗ zet gleich den igkeit Gericht und Ewigkeit 491 7und— 4.— I 4 0 ei ne Schar? 33 ů 10 Ster⸗nen klar; Hal⸗le⸗lu⸗ ja sin⸗gen all,/ lo⸗ben CLS= II ö re., ö einl/.— EAII ver⸗ Gott mit ho⸗ hem Schall. 1 ö 2. Wer sind die, so Palmen tragen/ wie ein Sieger in der t freu⸗ Hano,/ wenn er seinen deind erschlagen,/ hingestrecket in den auden⸗ ö Süg. Streit und welcher Rrieg/ hat erzeuget diesen ieg? 2t 3. Wer sind die in reiner Seide/ göttlicher Gerechtigkeit,/ an⸗ It nun getan mit weißem Kleide,/ das bestäubet keine Zeit/ und veraltet u und nimmermehr?/ Wo sind diese kommen her? seren/ 4. Es sind die, so wohl gekämpfet/ für des großen Gottes Ehr,/ haben Fleisch und Blut gedämpfet,/ folgend nicht dem Sünderheer/ hier die erlanget auf den Krieg/ durch des herren Arm den Sieg. Vnach 5. Es sind die, so ourchgeoͤrungen/ durch viel Trübsal, Angst 90 kr⸗ und Not// im Gobet auch oft gerungen/ mit dem hochgelobten Gott/ nun hat dieser Kampf ein End, /Gott hat all ihr Leid gewenoͤt. I 6. Es sind die, so stets erschienen/ hier als Priester vor dem 5 ilö⸗ Herrn,/ Tag und Nacht bereit zu dienen,/ Leib und Seel geopfert 1 gern;/ nunmehr stehn sie all herum/ vor dem Stuhl im Heiligtum. ö 7. Dahin streck auch ich die hände,/ o Herr Jesu, zu dir aus/ aufl/ mein Gebet zu dir ich wende,/ der ich noch in deinem Haus/ hier mach aauuf Erden steh im Streit:/ treibe, herr, die deinde weit! t uno 8. Hilf mir in dem Kampfe siegen/ wider Sünde, Höll und +1 Welt;/ laß mich nicht daniederliegen,/ wenn ein Sturm mich über⸗ falltʒ/ führe mich aus aller Not// Herr, mein dels, mein treuer Gott! ö 9. Daß mein Teil sei bei den drommen,/ welche, Herr, oͤir ähn⸗ n 1680. llich sind/ und aus großer Trübsal kommenz/ hilf, daß ich auch über⸗ — wind/ alle Trübsal, Not und Tod,/ bis ich komm zu meinem Gott! —.— 10. O, wie groß wiro sein die Wonne,/ wenn ich mit der heilgen Schar/ in dem Strahl der reinen Sonne/ leuchte wie die Sterne für klarl/ Amen, Lob sei dir bereit,/ Dank und Preis in Ewigkeit! den heinr. Theobald Schenck, 4 177. ö 47 492· 493 Gericht und Ewigkeit Mel. Nr. 486. 492 Jesu, meines Lebens Leben. 1. O wie fröhlich, o wie selig/ weroͤen wir im Himmel seinl/ Droben ernten wir unzählig/ unsre Freudengarben ein./ Gehen wir hier hin und weinen,/ dorten wird die Sonne scheinen;/ dort ist Tag und keine Nacht,/ dort, wo man nach Tränen lacht. 2. Ach, wer wollte sich nicht sehnen,/ dort in Zion bald zu stehn/ und aus diesem Tal der Tränen/ an den Freudenort zu gehn,/ wo sich unser Kreuz in Palmen,/ unser Klagelied in Pfalmen,/ unsre Last in Lust verkehrt/ und das Jauchzen ewig währt! 3. O wie werden wir so schöne/ bei der Klarheit Gottes seinl/ Wie wird uns das Lobgetöne/ seiner Engelschar erfreun!/ Wie wird unsre Krone glänzen/ bei so vielen Siegeskränzen!/ Wie wird unser Kleid so rein,/ heller als die Sonne sein! 4. Ach wann wero ich oͤahin kommen,/ daß ich Gottes Antlith schau?/ Werd ich nicht balò aufgenommen/ in den schönen himmels⸗ bau,/ dessen Grund den Perlen gleichet,/ dessen Glanz die Sonne weichet,/ dessen wundervolle Pracht/ alles Gold beschãmet macht? 5. Nun, so stille mein Verlangen,/ o oͤu großer Lebensfürstl/ Laß mich bald dahin gelangen,/ wo du mich recht trösten wirst./ Unterdessen laß auf Erden/ schon mein herz recht himmlisch werden,/ bis mein Los auf jener Welt/ auf das allerhöchste fällt. Benjamin Schmolck, + 1757. 45⁵ Joh. Gottfried Schicht, 1819. 2* A* ——— KDert ei ⸗ ner Prü⸗fung kur⸗zer Ta ⸗ ge/ er⸗ Dort, 1 6 wan⸗delt sich dbie Kla ⸗ ge/ in ů 2.——.— EE. war⸗ tet uns die E⸗wig⸗keitl gött ⸗li ⸗che Zu=⸗frie⸗ den· heit. oer 10 due Tuanen ih⸗ren gzleiß,/ und je ne Welt reicht ihr den Preis. 48⁰ gkeit Leben. seinl/ Behen / dort stehn/ ehn// nen// sein l/ Wie wird Intlitz mels⸗ donne iacht? ürstl/ irst./ den// + 17³⁵⁷. „1819. Gericht und Ewigkeit 49³ 2. Wahr ists, oer Fromme schmeckt auf Erden/ schon manchen selgen Rugenblick;/ doch alle Freuden, die ihm werden,/ sind ihm ein unvollkommnes Glück./ Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh/ nimmt in der Seele ab und zu. 3. Balö stören ihn des Körpers Schmerzen,/ bald das Geräusche deser Welt,/ bald kämpft in seinem eignen Herzen/ ein Feind, der öster siegt, als fällt;/ bald sinkt er durch des Nächsten Schuld/ in Rummer und in Ungedulo. 4. Hier, wo die Tugend oftmals leidet,/ das Laster oftmals glücklich ist,/ wo man den Glücklichen beneidet/ und des Beküm⸗ merten vergißt,/ hier kann der Mensch nie frei von Pein,/ nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Hier such ichs nur, oort werd ichs finden;/ dort werd ich, heilig und verklärt,/ der Tugend ganzen Wert empfinden,/ den unaussprechlich großen Wert;/ den Gott der Liebe werd ich sehn,/ ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird des Vaters heilger Wille/ mein Will und meine Wohlfahrt sein,/ und lieblich Wesen, Heil die gülle,/ am Throne Gottes mich erfreun./ Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn/ mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd ich das im Licht erkennen, /was ich auf Erden dunkel sah,/ das wunderbar und heilig nennen,/ was unerforsch⸗ lich hier geschah;/ da denkt mein Geist mit Preis und Dank/ die Schickung im Zusammenhang. 8. Da wero ich zu dem Throne dringen, /wo Gott, mein heil, sich offenbart,/ ein Heilig, Heilig, Heiligi singen/ dem Lamme, das erwürget ward,/ und Cherubim und Seraphim/ und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd ich in der Engel Scharen/ mich ihnen gleich und heilig sehn,/ das nie gestörte Glück erfahren,/ stets fromm mit orommen umzugehn./ Da wird durch jeden Rugenblick/ ihr Heil mein Heil, ihr Glück mein Glück. 10. Da werd ich dem den Dank bezahlen, /der Gottes Weg mich gehen hieß/ und ihn zu millionen Malen/ noch segnen, daß er ihn mir wies;/ da find ich in des Höchsten Hand/ den dreund, den ich auf Erden fand. 1 48¹ 49⁴ Gericht und Ewigkeit 11. Da rust, o möchte Gott es geben,/ vielleicht auch mir ein Selger zu:/ Heil sei dir; denn du hast mein Leben,/ die Seele mir gerettet, oͤul /O Gott, wie muß dies Glück erfreun,/ der Retter einer Seele sein! 12. Was seid ihr, Leiden dieser Eroͤen,/ doch gegen diese herr⸗ lichkeit,/ die offenbar an uns soll werden/ von Ewigkeit zu Ewig⸗ keitl/ Wie nichts, wie gar nichts gegen sie/ ist ooch ein Rugen⸗ blick voll Müh! Christian Fürchtegott Gellert, 4 1769. Mel. Zu dir erhebt sich mein Gemüte(Oder wie Nr. 309). 49⁴4 4 2.* E.. — Die See⸗le ruht in Je⸗su Ar⸗men,/ der Unun kann sich herz an Herz er⸗war⸗men/ die '᷑— Leipzig 1785. 1 II —————• I Leib schläft sanft im Er⸗den ⸗schoß; die sie nach we⸗ nig Ruh ist un⸗aus⸗sprech⸗lich groß, Gott hat die Trã⸗ nen — + SIIPIFIEEEE——————— Ramp⸗fes ⸗-stũn ⸗den bei ih ⸗rem hol⸗den§reund ge⸗ ab ⸗ge⸗ wi ⸗schet,/ ihr Geist wird oͤurch und durch er⸗ EE — fun ⸗den;/ sie schwimmt im stil⸗ len Frie⸗dens⸗meer. fri ⸗öschet,„ des her ⸗ren Glanz ist um sie her. 2. Sie ist nun aller Not entnommen,/ ihr Schmerz und Seuf⸗ zen ist dahin;/ sie ist zur Freudenkrone kommen, /sie steht als Braut und Rönigin/ im Golde ewger Herrlichkeiten/ dem großen König an der Seiten /sie sieht sein klares Angesicht./ Sein freuden⸗ volles, lieblich Wesen/ macht sie nun oͤurch und durch genesen/ sie ist ein Licht im großen Licht. 48² — 4 Gericht und Ewigkeit 495 3. Sie jauchzt oem Sterblichen entgegen:/ Ja, ja, nun ist mir ewig wohl!/ Ich bin durch meines Mittlers Segen/ des Lebens, Lichts und Freuden volll/ Mein schönes Erbteil ist mir wordenj/ viel tausend aus der Selgen Orten/ bewundern jauchzend meine Pracht./ Man kann in allen Himmelschören/ gleichwie mit don⸗ nerstimmen hören:/ Der Herr hat alles wohlgemacht. 4. Ja, wohlgemacht oͤurchs ganze Leben,/ recht wohl in meiner Todespeinl/ Sein mütterliches Tragen, heben/ bracht mich heraus, hindurch, hinein!/ Heraus aus dieser Erden Lüsten,/ hindurch durch die Versuchungswüsten,/ hinein ins schöne Kanaan./ Da darf ich auf den grünen Ruen/ den Helden, der mich führte, schauen,/ der große Ding an mir getan. 5. Nun kann das Kind den Vater sehen,/ es fühlt den sanften Liebestrieb;/ nun kann es Jesu Wort verstehen:/ er selbst, der Vater hat mich lieb!l/ Ein unergrünoͤlich Meer des Guten,/ ein Abgrund ewger Segensfluten/ entdeckt sich dem verklärten Geist j/ er schauet Gott von Angesichte/ und weiß, was Gottes Erb im Lichte/ und ein Miterbe Christi heißt. 6. Der matte Leib ruht in der Erden,/ er schläft, bis Christus ihn erweckt;/ dann wird der Staub zur Sonne weroͤen,/ den jetzt die finstre Gruft beoeckt;/ dann werden wir mit allen From⸗ men,// wer weiß, wie balö, zusammenkommen/ und bei dem Heren sein allezeit/ dann werden wir ihn ewig sehen./ Wie wohl, wie wohl wird uns geschehen!/ Herr Jesu, komm, mach uns bereit! Joh. Konrad Ludwig Allendorf, 4 1775. mel. Nr. 404. 495 b rrndr 1. Es ist noch eine Ruh vorhanden;/ auf, müdes Herz, und werde Licht!/ du seufzest hier in deinen Banden,/ und oeine Sanne scheinet nicht./ Sieh auf das Lamm, das dich mit§reuden/ dort wird vor seinem Stuhle weiden;/ wirf hin die Last und eil her⸗ zu!/ Bald ist oͤer heiße Kampf geendet,/ baloͤ, balo der aure Lauf vollenoͤet; so gehst du ein zu deiner Ruh! 2. Die Ruhe hat Gott ause koren,/ die Ruhe, die kein Ende nimmt// es hat, da noch kein Mensch geboren,/ die Liebe sie uns schon bestimmt./ Der gute Hirte wollte sterben,/ uns diese Ruhe —.—⁰ 4³³ 49⁰ Gericht und Ewigkeit zu erwerbenj/ er ruft, er locket weit und breit:/ Ihr müden Seelen und ihr Frommen,/ versäumet nicht, heut einzukommen/ zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. So kommet denn, ihr matten Seelen,/ die manche Last und Bürde dͤͤrückt;/ eilt, eilt aus euren KRummerhöhlen, /geht nicht mehr müde und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen,/ dafür läßt euch der Heiland sagen:/ Ich selbst will eure Ruhstatt seinl/ Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben;/ ob Sünde, Welt und hölle toben,/ seid nur getrost und gehet ein! 4. Da wird man Freudengarben bringen,/ denn unsre Tränen⸗ saat ist aus./ O, welch ein Jubel wird erklingen/ und süßer Ton im Vaterhaus!/ Schmerz, Seufzen, Leid wiro ferne weichenz/ es wird kein Tod uns mehr erreichen,/ wir werden den Erlöser sehnj/ die Träne wird vom Rug er wischen,/ sein Lebensstrom wird uns erfrischen./ Wer weiß, was sonst noch soll geschehn! 5. Kein Durst noch hunger wird uns schwächen, /denn die Erquickungszeit ist da;/ die Sonne wird uns nicht mehr stechen/ der Herr ist seinem Volke nah./ Er selbst will über ihnen wohnen/ und ihre Treue wohl belohnen/ mit Licht und Trost, mit Ehr und Preis./ Es werden die Gebeine grünen,/ der große Sabbat ist erschienen,/ da man von keiner Arbeit weiß. 6. Da ruhen wir und sind in Frieden/ und leben ewig sorgen⸗ los./ Ach, fasset dieses Wort, ihr Müden!/ Legt euch dem Heilano in den Schoß!/ Ach, Flügel her! Wir müssen eilen/ und uns nicht länger hier verweilen,/ dort wartet schon die frohe Schar./ Fort, fort, mein Geist, zum Jubilieren;/ auf, gürte dich zum Triumphieren!/ Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! Joh. Sigismund Runth, 4 1779. Mel. Wie schön leuchtet 496 — Morgenstern. Frankfurt a. M. 1599. ISSII —— 27 ů Mein Geist, o Gott, wird ganz entzückt,/ wenn er hin⸗ wo dei⸗ ne mil ⸗de Va⸗ ter⸗hand/ aus neu⸗ en 484 wigkeit Seelen u meiner Last und ꝛht nicht tragen,/ Ruhstatt e, Welt Tränen⸗ Pper Ton henz/ es sehnj/ birò uns enn die techenj/ vohnen/ mit Ehr Sabbat sorgen⸗ Heiland ind uns Schar./ ich zum + 1ng. M. 1599. —— ehin⸗ u⸗ en Gericht und Ewigkeit 490 —————— R E auf gen Him⸗mel blickt, da⸗ hin oͤein Rat uns lei⸗ tet/ Wun⸗dern wird er⸗kannt,/ die oͤu da⸗-selbst ver⸗brei⸗tet. 1 5 e—— ö —.— J E 17 P Pꝑ. I T———. Mäch⸗tig/ fühl ich/ mich er ⸗ho⸗ ben,/ dich zu lo⸗ ben,/ 2—.— H —— at=—— 2 ————— der zum Le⸗ben,/ das dort ist, mich will er ⸗he⸗ ben. 2. Was sind oie Freuden dieser Zeit,/ Herr, gegen jene Herr⸗ lichkeit,/ die dort bei dir zu finden?/ du stellst uns hier auf Eroͤen zwar/ viel Wunder oeiner Güte dar/ zum fröhlichen Empfinden;/ doch hier/ sind wir/ bei den dreuden/ noch mit Leiden/ tets um⸗ geben;/ dort nur ist vollkommnes Leben. 5. Kein Tod ist da mehr und kein Grab;/ dort wischest du die Tränen ab/ von deiner Kinder Wangen./ Da ist kein Leioͤ mehr, kein Geschrei;/ denn oͤu, o Herr, machst alles neu,/ das Alte ist vergangen;/ hinfort/ sind dort/ von gerechten/ Gottesknechten/ keine Plagen/ mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In unsres Gottes Heiligtum/ schallt seines Namens hoher Ruhm/ von lauter frohen Zungen./ Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn/ hier schaut man sie nicht mehr von fern,/ hier wiroͤ sie neu besungen./ Völlig/ gibt sich,/ sie zu tröͤsten,/ den Erlösten/ zu erkennen/ der, den sie schon Vater nennen. 5. Vor seinem Antlitz wandeln sie,/ auf ewig frei von aller Müh,/ und schmecken seine Güte./ Hier stört den Frieden ihrer Brust/ und ihre tausenoͤfache Lust/ kein feinoͤliches Gemüte/ kein Neio,/ kein Streit/ hemmt die Triebe/ reiner Liebe/ unter Seelen,/ die hinfüro nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schar ist dort vereint!l/ Die Frommen, die ich hier beweint,/ die find ich ewig wieder./ Dort sammelt deine Vater⸗ hano, /die oͤeine Liebe hier verband,/ Herr, alle oꝛine Glieder./ Ewig/ werd ich,/ frei von Mängeln,/ selbst mit Engeln/ Freunoͤ⸗ schaft pflegen/ o ein Umgang voller Segen! 48⁵ 497 Gericht und Ewigkeit 7. Wo ist mein hreund, des höchsten Sohn,/ der mich geliebt? Wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen,/ da werd ich dich, herr Jesu Christ,/ so menschenfreunoͤlich als du bist,/ auch mit Entzücken sehen;/ da wiro,/ mein Hirt,/ von oen Freuden/ nichts mich scheiden,/ die ͤdu droben/ deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt,/ die Gott den Frommen vor⸗ behält!/ Kein Mensch kann sie erwerben./ O Jesu, Herr der herr⸗ lichkeit,/ du hast die Stätt auch mir bereit;/ hilf sie mir auch er⸗ erbenl/ Laß mich/ eifrig/ danach streben/ und so leben/ auf der Erde,/ oͤaß ich dort dein Erbe werde. Samuel diterich, 4 179/7(nach Ahasverus Fritsch, 4 1700). Mel. Nr. 270. 497 Es ist gewißlich an der Zelt. 1. Schon ist der Tag von Gott bestimmt,/ da, wer auf Eroͤen wandelt,/ sein Los aus Gottes händen nimmt,/ nachdem er hier gehandelt./ Er kommt, er kommt, des Menschen Sohn;/ er kommt, und Wolken sind sein Thron,/ der Erde Kreis zu richten. 2. Hier an dem Rand der Ewigkeit/ versammeln sich die Scharen,/ die seit dem ersten Tag der Zeit/ der Erde Bürger waren,/ nur dem Allwissenden bekannt,/ unzählbar, wie des Meeres Sanoͤ/ hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt/ der Wahrheit unter⸗ liegen. /Hier, wo das Recht die Wage hält,/ wird keine Sünde siegen./ Hier ist zur Buße nicht mehr Frist,/ hier gilt nicht mehr Betrug und List,/ hier gilt kein falscher Zeuge. 4. Der Richter spricht; der himmel schweigt,/ und alle Völker hören/ erwartungsvoll und tief gebeugt:/ Kommt, erbt das Reich der Ehren!/ So spricht er zu der frommen Scharz/ zu der, die ihm nicht folgsam war:/ Hinweg von mir, Verbrecher! 5. Sie gehn verzweifelno, jammern, flehn:/ Stürzt über uns zusammen,/ ihr Welten, fallt, daß wir vergehn,/ die wir uns solbst verbammen!/ Die Frommen aber stehn im Licht/ des Frie⸗ dens, und ihr Angesicht/ strahlt seliges Entzücken. 6. Frohlockend ziehn sie in das Reich,/ das Gott für sie be⸗ reitet,/ wo er sie, seinen Engeln gleich,/ von Licht zu Lichte leitet./ Das Stlckwerk wird Vollkommenheit;/ kein RKummer, keine Trau⸗ vigkeit/ stört ihre selgen Freuden. 4⁸⁶ gkeit liebt? ro ich auch iden/ oben. vor⸗ Herr⸗ ch er⸗ if der 17⁰00. r deit. Erden r hier mmt, lren// nur ano/ inter⸗ zünde mehr hölker Reich r/ die uns uns HFrie⸗ ie be⸗ eitet./ Trau⸗ Gericht und Ewigkeit 498 · 400 7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht/ oft und mit Ernst be⸗ denken!/ Es stärke mich mit Zuversicht,/ so oft mich Leiden kränkenl/ Es reize mich, gewissenhaft/ und, eingedenk der Rechenschaft,/ nach oeinem Wort zu wandeln. Samuel diterich, 4 1757. Mel. nr. 470. 498 uns Die Stnme. 1. Selig sind des himmels Erben,/ oͤie Toten, die im Herren sterben,/ zur Auferstehung eingeweiht!/ Nach oͤen letzten Augen⸗ blicken/ des Todesschlummers folgt Entzücken,/ folgt Wonne und Unsterblichkeit!/ Im drieden ruhen sie,/ frei von der Erde Müh,/ hosiannal/ Vor Gottes Thron/ zu seinem Sohn/ begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig ewig Ehre/ sei dir, Versöhner Jesu Christ!/ Ihr, oͤer Uberwinder Chöre,/ bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre/ dem Lamme, das geopfert istl/ Er sank wie wir ins Grab,/ wischt unsre Tränen ab,/ alle Tränen!/ Er hats vollbracht!/ Nicht Tag, nicht Nacht/ wird an des Lammes Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr oͤie Sonne/ scheint uns alsdann er ist uns Sonne,/ der Sohn, die Herrlichkeit oͤes herrn. /Heil, nach oͤm wir weinend rangen,/ nun bist du, Heil, uns aufge⸗ gangen,/ nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern!/ Nun weinen wir nicht mehr/ das Alte ist nicht mehr./ Hallelujal/ Er sank hinab,/ wie wir ins Grab;/ er ging zu Gott, wir folgen ihm. Friedr. Gottlieb Klopstock, 4 1803. Mel. Nun preiset alle Matth. Rpelles Gottes Barmherzigkeit. 499 v. Löwenstern, 1644. * 4—.9— H — nrnn— IE 1. Ich hab von fer⸗ne,/ Herr, dei⸗nen Thron er⸗blickt/ — 2* . I und hät⸗te ger⸗ne/ mein herz vor⸗aus⸗ge⸗schickt/ und hät⸗te 467 Gericht und Ewigkeit ..... ————.—— gern mein mü⸗des Le⸗ ben,/ Schöpfer der Gei⸗ster, dͤir hin⸗ ge⸗ D SPS S.I.IIIIIII ge⸗ben,/ Schöp⸗fer oer Gei⸗ster, oͤir hin ⸗ge=ge⸗ benl 2. Das war so prächtig,/ was ich im Geist gesehn,/ du bist all⸗ maͤchtig/ drum ist dein Licht so schönl/ Rönnt ich an diesen hellen Thronen ꝛ, doch schon von heute an ewig wohnen! 7 3. Nur bin ich sündig,/ der Eroͤe noch geneigt;/ das hat mir bündig/ dein heilger Geist gezeigt;/ ich bin noch nicht genug ge⸗ reinigt,:/: noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich,/ daß mich kein Bann erschreckt;/ ich bin schon selig,/ seitbem ich das entdeckt./ Ich will mich noch im Leiden üben 2/: und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 7* 5. Ich bin zufrieden,/ daß ich die Staot gesehn,/ und ohn Er⸗ müden/ will ich ihr näher gehn/ und ihre hellen, goloͤnen Gassen 2) lebenslang nicht aus den Rugen lassen.): Joh. Timotheus hermes, 4 182ʃ. 500 Darmstaoͤt 1888. 0................——— Wir wer⸗den bei dem herrn sein al⸗le⸗ Lief⸗ oͤun ⸗kel ist die ern ⸗ste E⸗wig⸗ —,—*——— ASEAEAEAEASEESESAEE zeit!/ du hei⸗mat⸗laut in frem⸗den Pil⸗ ger⸗ keit,/ doch wie durch Nacht⸗ge⸗wölk des Mon⸗des — x ů ö —.— E+ —06.— Gericht und Ewigkeit(Soo a) V SSE— 2+ leid:/ Wir wer⸗den bei dem Herrn sein al⸗le⸗ zeit! 2. Bei ihm daheim! In seiner Liebe ruht/ die Seele aus von ihrer Irrfahrt Schmerzen./ Der langen Sehnsucht Ziel, das höchste Gut,/ der Herzen Heimat ist in seinem herzenj/ er ging voran, die Stätte steht bereit: /Wir werden bei dem Herrn sein allezeitl 5. Bei ihm versammelt! Seinem Salem geht/ die Wallfahrt zu. Wie oft in guten Stunden,/ wenn seiner Nähe Ooͤem uns umweht,/ hat es sein Volk vor ihm vereint empfunden/ das ist die dülle aller Seligkeit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeitl 4. Hier trennt die Welt; was heut sich liebenoͤ fand,/ sehnt morgen sich nach Blick und Wort vergebens // es orängt sich zwischen Seelen Meer und Lano, /und starrer noch oͤas Machtgebot dͤes Lebens./Der HZimmel sammelt, was die Welt zerstreut:/ Wir weroͤen bei dem Herrn sein allezeit! 5. Und waren wir hier jemals ganz vereint?/ Ich, nur das Reine eint sich mit dem Reinen!/ die Schuld, die täglich noch das herz beweint,/ sie scheidet es von den geliebten Seinen./ Der Fürst des driedens tilgt, was uns entzweit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeit. 6. Wir irren alle, sind erlöst noch nicht/ von alter Sinnverwirrung schweren Banden/ die Sprache, die ein Kind des Hauses spricht// wird von dem andern Rinde nicht verstanden./ das Wort des Vaters löst der Rede Streit:/ Wir werden bei dem Herrn sein allezeitl 7. Du Gotteswort, dem froh der Glaube traut,/ wohl magst du allen Erdenjammer stillen,/ das finstre Tal, vor dem der Seele graut,/mit Morgenrot und heilgem Frieden füllenl/ O Heimat⸗ licht aus dunkler Ewigkeit: /Wir werden bei dem Herrn sein allezeit! Meta heußer⸗Schweizer, + 1876. (S00q) I. Hab acht auf mich in aller Not,/ o großer Gott, Herr aller herren,/ wann Satans Wut, die Höllenrott,/ den Rachen gegen mich aufsperren,/ wann sie mich suchen zu verschlingen/ und in die höchste Not zu bringen,/ so bitt ich dich herzinniglich,/ mein vater, so hab acht auf mich. 48 (Soo a) Hab acht auf mich 2. Hab acht auf mich; wann mich die Sünd/ will von dem höchsten Gut abwenden,/ so halte mich, Herr, als dein Rind/ mit deinen treuen Vaterhänden;/ bleib dᷣu mir stets in dem Gedanken,/ laß mich von deinem Wort nicht wanken;/ wann Sünden in mir regen sich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 3. Hab acht auf mich, wanns gehet wohl,/ wann mir die Glückes⸗ svnn will scheinen,/ die meine Seel macht freudenvoll,/ daß sie nichts wissen mag von Weinen,/ daß ich dem blinden Glück nicht traue,/ vielmehr auf deine Güte schaue,/ weil oft das Glücksrad wendet sich:/ mein Vater, so hab acht auf mich. 4. Hab acht auf mich und steh mir bei,/ wann mir das Unglück braust entgegen,/ daß ich nicht zu verzaget sei/ unò weichen mög von deinen Wegen// die mir zu wandeln sind befohlen;/ und wann mir auch des Rreuzes Rohlen/ mein Herze brennen bitterlich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 5. Hab acht auf mich, wann ich gesund,/ wann ich empfinde keine Schmerzen,/ wann keine Klag in meinem Mund/ noch Trauern ist in meinem herzenj/ damit ich bei gesundem Leibe/ dir dankbar und gehorsam bleibe/ auf daß ich nie vergesse dich// mein Vater, so hab acht auf mich. 6. Hab acht auf mich, auch wann ich krank,/ wann die Gesund⸗ heit will verschwinden,/ daß ich geͤuldig und mit Dank/ annehme oie Arznei der Sünden/ laß mich nicht ungeduldig werden/ und denke, daß ich Staub und Erden;/ auch wann die Schmerzen mehren sich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 7. Hab enoͤlich dann auch acht auf mich,/ wann ich der Welt Valet soll geben,/ daß ich im Glauben halte dich,/ bis ich komm in ein ander Leben,/ da mir das frohe Glaubensende/ erteilen werden deine händez/ daß ich bei oͤir leb ewiglich,/ mein Vater, so hab acht auf mich. 8. Ach, laß mich doch nicht aus der Acht,/ wann uns dein jlngster Tag erscheinet,/ der Tag, da vor Gericht wird bracht/ auch das, so man hier nicht gemeinet;/ laß mich zu deiner Rechten stehn/ und zu des Lammes Hochzeit gehnj/ mein Jesu, dann hab acht auf mich,/ so will ich ewig preisen dich. Ludwig geinrich Schlosser, 4 1728. 49⁰ 50¹ AJoͤvent Anhang geistlicher Lieder für Jugenoͤgottesdienste und für freie Versammlungen oͤer Gemeinde⸗ I. Die destzeiten Aoͤvent (Nuch Lied Nr. 555 und 561.) Mel. Erwacht vom Friedr. Karl Ludwig süßen Schlummer 50 1 Scholinus, 41810. . —— —II— 55 IIIS I —0 1. ie Ta⸗ ge sind so dun⸗kel,/ die Näch⸗ te 2—2 5 ö E— —..——.——3 lang und kalt;/ doch ü⸗ bet Stern⸗ge⸗ fun⸗kel/ noch E.— E 2 * 90 UR 47 Rin. l⸗ ber + Ge⸗walt. 2. Er war einmal erschienen/ in ferner selger Zeit;/ da waren ihm zu dienen/ die Weisen gleich bereit. 3. Der Lenz ist fortgezogen,/ der Sommer ist entflohn:/ doch fließen warme Wogen,/ doch klingt ein Liebeston. 4. Es rinnt aus Jesu Herzen,/ es spricht aus Jesu Mund/ ein Quell der Lust und Schmerzen, wie damals noch zur Stund. 5. Wir wollen nach dir blicken,/ du Licht, das ewig brennt;/ wir wollen uns beschicken/ zum seligen Roͤvent. Mar von Schenkendorf, 1 1817. (Erläuternde Bemerkungen über die Melodien und den Wechselgesang be⸗ finden sich am Schluß des Buches auf S. 616.) vent Aoͤvent 502· 503 502 OVorreformatorisch.) Nnoͤernach, 1608. 3—— Deee‚e.....= ID 1. Es kommt ein Schif ge ⸗la den/ bis 3„——.— IIIITEEEE EN —— an den höch ⸗ sten Borö,„ trägt Got⸗tes WA; — Sohn voll Gna ⸗ den,/ des Va⸗ters e wig Wort. 2. Das Schiff geht still im Triebe, /trägt eine teure Lastj/ das Segel ist die Liebe,/ der heilge Geist der Mast. 3. Der Anker hast't auf Eroͤen,/ da ist das Schiff am Land./ Das Wort soll Fleisch uns werden,/ der Sohn ist uns gesandt. 4. Zu Bethlehem geboren/ im Stall ein Kindelein/ gibt sich für uns verloren;/ gelobet muß es sein. 5. Und wer dies Kind mit Freuden/ umfangen, küssen will// muß vorher mit ihm leiden/ groß Pein und Marter viel 6. Danach mit ihm auch sterben/ und geistlich auferstehn,/ das Leben zu ererben,/ wie an ihm ist geschehn. Nach Zohannes Tauler, 4 1361. Mel. Seht, er kommt mit preis gekrönt. 503 Georg griedrich händel, 1747. ö.— R 1. IToch⸗ ter Zi⸗on, freus ⸗ e dbich,/ 495 50⁴ Weihnachten —————————— — xHiie 2 W0— ö— N E —.— — jauch ⸗ ze laut, Je ⸗ ru ⸗ sa ⸗ leml/ ——— ö———— .... — Sieh, dein Rö ⸗ nig kommt zu dirz/ — — N e 53 ä —— 2 ja, er kommt, der§rie ⸗ de⸗ IIAI 1 22 I III — 2——0 III ů II 1 ů(Wiederholung der beiden ersten Zeilen bis„Schluß“.) fürst. 2. I Hosianna, Davids Sohn,/ sei gesegnet deinem Volk!/ Gründe nun dein ewig Reich,/ Hosianna in der höhl/ Hosianna, Davios Sohn,/ sei gesegnet deinem Volk! 3. A Hosianna, Davioͤs Sohn,/ sei gegrüßet, Rönig milol/ Ewig steht dein§riedensthron,/ du des ewgen Vaters Kind./ Hosianna, Davids Sohn,/ sei gegrüßet, König mild! Vor 1820. Weihnachten Christi inri (Ooͤer wie Nr. 528.) 504 an.. 1840. m⸗f ꝶꝙ=—il WSRSRSRP‚E‚IIIITITTITITIIt.. 3 256.97 1. A⸗le Jah⸗re wie ⸗der,/ kommt das Chri⸗stus⸗kind/ 194 hten Weihnachten 50⁵ b.—. EE „ auf die Er⸗de nie„der,/ wo wir Men⸗schen sind. 2. Rehrt mit seinem Segen/ ein in jebes Haus,/ geht auf allen — Wegen/ mit uns ein und aus. 3. Ist auch mir zur Seite/ still und unerkannt,// daß es treu mich — leite/ an der lieben Hand. wilhelm hey, + 1854. 505(15. Zahrhundert.) Wittenberg 1535. 0 4 . — Kas Tag, der ist so freu⸗ den⸗reich,/ zu daß Chri⸗stus von dem him⸗ mel⸗reich/ auf H ——.+ +———...— .——— lo⸗ben Got⸗tes Na ⸗men, Iu5 Er⸗den zu uns kom ⸗ men. ——..— 1ů— ung—...— Huld und Gnad, /oͤie Gott vom Him⸗mel bei uns tat:/ ein Groß ist die de⸗mut, ilol/———————* ind./———2——....— 1820. Knecht ist er hier wor ⸗ den,/ in all'm, doch ohn Sünd, ———————— ö TAT ö ö 11815————.. — uns gleich,/ daß wir e⸗wig wer⸗den reich/ trug uns⸗re — EEH— —————— ö eind/ Sün⸗den ⸗ bür ⸗de. 506 Weihnachten 2. Ein Kindelein so löbelich/ ist uns geboren heute,/ von einer Jungfrau säuberlich/ zu Trost uns armen Leuten./ Wär uns das Rinoͤlein nicht geborn,/ so wärn wir allzumal verlorn:/ das heil ist unser aller./ O du süßer Jesu Christ,/ der du Mensch ge⸗ boren bist,/ behüt uns vor der hölle. 15. Jahrhundert. 506 Gottlob Siegert, 1822. d. I 1. Du lie ⸗ber, heil⸗ger, from ⸗mer .— P—— flir uns Rin⸗ver kom ⸗men ist,/ da⸗ mit wir sol ⸗ ASIDA—... — 1—.—.—— + x weiß und rein/ und rech⸗te Kin ⸗ der — E Got ⸗tes sein. 2. Du Licht, vom lieben Gott gesanot/ in unser oͤunkles Eroͤen⸗ land,/ du Himmelskind und Himmelsschein,/ damit wir sollen himmlisch sein 3. Du lieber, heilger, frommer Christ,/ weil heute dein Geburts⸗ —— ist,/ oͤrum ist auf Erden weit und breit/ bei allen Kindern frohe eit. 496 + Weihnachten 4. O segne mich, ich bin noch klein,/ o mache mir das Herze rein,/ o bade mir die Seele hell/ in deinem reichen Himmelsquell; 5. Daß ich wie Engel Gottes sei/ in demut und in Liebe treuʒ/ daß ich dein bleibe für und für,/ du heilger Christ, das schenke mirl 507 Ernst Moritz Arnoͤt, 4 1800. 507——8 IEV—— U —.. ü HHAN 1. Her⸗bei, o ihr Gläu⸗bi⸗gen, fröh⸗lich tri⸗ um⸗ Beth⸗le⸗hem — phiereno,/o kom⸗met, d kom⸗met nach Beth⸗le ⸗ heml/ 2, D V — XII * las⸗set uns an⸗be⸗ten, Il o las⸗set uns an⸗be⸗ten, Ao PFPtIFII T. ä A e las⸗set uns an„be ⸗ ten den Kö nigl 3² 508 Weihnachten 2. O KRönig der Ehren, du herrscher der heerscharen,/verschmähst nicht zu ruhn in Marien Schoß,/ du wahrer Gott, von Ewigkeit geboren. 1 O lasset uns anbeten, II o lasset uns anbeten, A o lasset uns anbeten den Rönig! 3. KRommt, singet dem Herren, o singt ihm Engelchörel/ 8roh⸗ locket, frohlocket, ihr Seligen:/ Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! 1 O lasset uns anbeten, I o lasset uns anbeten, A o lasset uns anbeten den Rönig! 4. O dir, der du heute bist Mensch für uns geboren,/ o Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm, /dir fleischgeworoͤnes Wort des ewgen Vaters. O lasset uns anbeten, Io lasset uns anbeten, Ao lasset uns anbeten den Rönig! Nach Adeste fideles deutsch 19. Jahrhundert. 508 J. Abr. Peter Schulz, 1794. 11. 7.— a=Ev + 1. 1 ö Ihr Kin⸗der⸗lein, kom⸗met, o kom⸗met voch zur Krip⸗pe her kom⸗met in Beth⸗le⸗hems I II E 1——n⁰ E 4.— EU 25 Nacht/ der Va⸗ter im Him⸗mel für dreu⸗de uns macht. 2. O seht in der Rrippe im nächtlichen Stall,/ seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl/ in reinlichen Winoeln das himmlische Kind,/ viel schöner und holder, als Engel es sind. 4⁹⁸ ———— 4—.————.— E * Ti Weihnachten 509 5. A Da liegt es, das Kinolein, auf heu und auf Stroh// Maria und Joseph betrachten es frohz/ die reoͤlichen Hirten knien betend davor,/ hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4. H 11 O beugt wie die Hirten anbetend die Rnie/ erhebet die Hänoͤlein und danket wie sie j/ stimmt freudig, ihr Rinoͤer, wer wollt sich nicht freun?/ stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein! 5. A O nimm unsre herzen zum Opfer denn hin,/ wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn./ Nch mache sie heilig und selig wie deins/ und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Christoph von Schmid, 4 1854. Sörlitz 1599. 4 4 ö 1 E— +——— 7 1—— 1. IIn Beth ⸗le⸗ hem ein KRin ⸗de⸗lein/ uns V. — ER——— IEEEEE neu ge ⸗ bo ⸗ ren ist, 7 von da-vids Stamm ein . ö H — I F Jung⸗frau rein,„ Ma⸗ rie sein Mut ⸗ter. 2. II Wie elenoͤ ist dein Krippelein,/o großer König und Herr,// und rühmen doch oͤie Engelein/ dein göttlich Macht und Ehr. 3. A Du machst aus mir ein Kindelein/ dem lieben Vater dein/ und läßt mich auch ein Erbe sein/ an allen Gütern dein. 4.1 So kommst du nun, o Herre mein,// aus großer Gütig⸗ keit/ und willst mein Licht, mein Leben sein,/ mein heil und Seligkeit. 419⁰ 51⁰ Weihnachten 5. II Mein Herz regier, die Seele mein/ laß dir befohlen sein,/ daß ich mit allen Engelein/ ir möge singen fein: 6. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,/ auf Erd dried allezeit,/ den Menschen sei recht dreud und Wonn,/ Amen, in Ewigkeit. 1609. 51 0 Altböhmische Weise. 0 —————— —.—— ——— 1. IKom⸗met, ihr hir⸗ ten, ihr Män⸗ner und 1——————.—————8— ——— 2Z—.——.— *D—. Fraun,/ kom⸗met, das lieb ⸗li ⸗che Kind⸗-lein zu u ———— 2 zum heiland /euch hat er ⸗ko⸗ ren./ dürch⸗tet euch nicht! 2. I Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,/ was uns verheißen der himmlische Schall/ was wir dort finden,/ lasset uns künden// lasset uns preisen/ in frommen Weisen./ Hallelujal 3. A Wahrlich, die Engel verkündigen heut/ Bethlehems hirten⸗ volk gar große Freud: /Nun soll es werden/ Friede auf Eroen,/ den Menschen allen/ ein Wohlgefallen./ Ehre sei Gott! Nach einem altböhmischen Weihnachtslied. 5⁰⁰ A chten Weihnachten 5¹11 sein, mel. den die Hrten 511 lobten sehre. Vorreformatorisch. dried E ů— +—. ̃.——6 19% R SE 160⁰9. + Wehe I. I Kommt und laßt uns Chri⸗ stum eh⸗-ren,/ Herz und .* Sin ⸗ nen zu ihm keh⸗ renl/ Sin⸗get fröh ⸗ lich/ ....... laßt euch hö⸗ren,/ wer⸗tes Volk der Chri ⸗sten⸗heit. — 2. II Sünd und Hölle mag sich grãmen,/ Tod und Teufel mag —.— sich schämen:/ wir, die unser Heil annehmen,/ werfen allen Kum⸗ 2— mer hin. 5. ASehet, was hat Gott gegeben:/ seinen Sohn zum ewgen n Gott Lebenl/ Dieser kann und will uns heben/ aus dem Leid ins him⸗ mels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen,/ Lieb und Gunst hat ihn ——1 gezogen,/ uns, die Satanas betrogen,/ zu besuchen aus der Höh. 5. II Jakobs Stern ist aufgegangen,/ stillt das sehnliche Ver⸗ langen,/ bricht den Kopf der alten Schlangen/ und zerstört der cht! hölle Reich. heißen 6. A O gebenedeite Stunde,/ da wir das von Herzensgrunde/ nöen// glauben und mit unserm Munde/ danken dir, o Jesulein. 7. Schönstes Rinoͤlein in dem Stalle, sei uns freunoͤlich, bring jirten⸗ uns alle/ dahin, oa mit süßem Schalle/ dich der Engel Heer er⸗ roen// höht. paul Gerharot, 4 1676. Nr. 511 kann auch mit Nr. 512 im wechsel gesungen werden: 1: 5½1 v. 3, b. 2, A. 5½2, v. u. I: S11 v. 3, II: v. 4, A: 512 b. 2.-Ii 511 v.5, U:v.e, chtolleb. A: 512 U. 3.-I u. II: 511 U. 7, A: 512 U. 4. 501 512 Weihnachten mel. In dulci jubilo. 51 2 15. Jahrhundert. 0 ——— SSSS E———— — 1 1. I Nun sin ⸗get und 2 froh,„ jaͤuchzt al ⸗le 2—1 2.——*—.———. —.—., S..... und sagt so: Un⸗sers Her⸗zens Wonne/ liegt ..—&— in der Krip⸗pe blos„ und leuch⸗tet wie die D 2——— EIEEEERE — Son⸗ne/ in sei* ner Mut⸗ter Schoß. Du bist ——— 2— und O.„ du bist N und O. 2. A Sohn Sottes in der Höh,/ nach dir ist mir so wehl/ Tröst mir mein Gemüte,/ o Kind voll Mildigkeit;/ durch alle deine Güte,/ dͤu dürst der Herrlichkeit,:,: zeuch mich hin nach dir.:) 3. II Groß ist des Vaters huld,/ der Sohn tilgt unsre Schulo/ wir warn all veroorben/ durch unsre Missetat,/ so hat er uns er⸗ worben/ himmlische Freud und Gnad.:/: Wären wir doch oͤal/ — IDIININIꝗNII Weihnachten 51 4. A Dir schallt Halleluja,/ jetzt hier und einstens da,/ wo die Engel singen/ das Heilig allzumal// und wo die Psalmen klingen/ im hohen himmelssaal.:: Wären wir doch dal 1 Nach In dulei jubilo(15. Zahrhundert) 1599. 51 3 Franz Gruber, 1818. ůö‚SDSEEEE„ heili-ge Nacht Rl les schlaft, IIJ— . 7 73 nur das trau⸗te, hoch⸗hei⸗li⸗ ge Paar. wacht Hol⸗der Ana⸗be im lok⸗ki⸗gen Haar, — — 1 ——3—C— — 55 ö— vii niimn.... schlaf in himm⸗li⸗scher Ruh, schlaf in himm⸗li⸗ scher . 555 —+ Ruh. Stille Nacht, heilige Nachtl/ Hirten erst kund gemacht; /oͤurch der Engel Halleluja/ tönt es laut von fern und nah: /: Christ, der Retter, ist dal /: 503 51⁴ Weihnachten 3. Stille Nacht, heilige Nacht!/ Gottes Sohn, o wie lacht/ Lieb aus deinem göttlichen Mund,/ da uns schlägt oͤie rettende Stund,:,: Christ, in deiner Geburt.:,: Zoseph Mohr, 4 1848. A. 51 4 Köln 1638. 54—. DD 1. Zu Beth⸗le⸗ hem ge⸗bo⸗ ren/ ist uns ein ES— Kin⸗de⸗lein,/ das hab ich aus ⸗er ⸗ko ⸗ ren,/ sein —h—ů.—1—.2 ei gen will ich sein,/ Ei⸗ a, Ei ⸗ a,/ sein — *. * ..—H4— ei ⸗gen will ich sein. oder B.(Hierbei fallen die eingeklammerten Sätze weg.) Frieorich Mergner, 4 1899. — Kin ⸗de lein,„ das hab ich aus⸗er ⸗ ko⸗ —. ren,/ sein ei ⸗gen will ich sein. 2. In seine Lieb versenken/ will ich mich ganz hinab;/ mein Herz will ich ihm schenken„ und alles, was ich hab.(Eia, eia, und alles, was ich hab.) 3. O KRindelein, von Herzen/ will ich dich lieben sehr,/ in Freu⸗ den und in Schmerzen/ je länger und je mehr.(Eia, eia, je länger und je mehr.) 4. Laß mich von dir nicht scheiden,/ knüpf zu, knüpf zu das Band/ der Liebe zwischen beioͤen;/ nimm hin mein Herz zum Pfand.(Eia, eia, nimm hin mein herz zum Pfand.) Rölner Psalter, 1638. Passion Much Lied Nr. 565.) 51 5 Volksweise. . ISSSE—— — E——— ꝗ— E und die gro ⸗ße, hei ⸗li⸗ ge Woch an ⸗fing,// da 8⁰⁵ 21—— Ma⸗ ri ⸗ a viel 555 ze ⸗ leid, 7 220 I frag⸗te den Sohn mit d ei 2 0. 90 2.„Nch Sohn, oͤu liebster Jesus mein,/ was wirst oͤu am heiligen Sonntag sein?“„Nm Sonntag werod ich ein Rönig sein,/ da wiro man mir Kleider und Palmen streun.“ 3. I„Nch Sohn, oͤu liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Montag sein?“„Am Montag bin ich ein Wanders⸗ mann,/ der nirgend ein Obdach finden kann.“ 4. I„Nch Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Dienstag sein?“ U„Am Dienstag bin ich der Welt ein Prophet,/ verkünde, wie himmel und Erde vergeht.“ 5. I„ꝗch Sohn, du liebster Jesus mein,/ wis wirst du am heiligen Mittwoch sein?“ UAm Mittwoch bin ich gar arm und gering,/ verkauft um oͤreißig Silberling.“ 6. I„Nch Sohn, doͤu liebster Jesus mein,/ was wirst du am heiligen Donnerstag sein?“ UAm Donnerstag bin ich im Speise⸗ saal/ das Opferlamm bei oͤem Abenoͤmahl.“ 7. I„Nch Sohn, oͤu liebster Jesus mein,/ was wirst oͤu am heiligen Freitag sein?“„ch Mutter, liebste Mutter mein,/ könnt dir der§Freitag verborgen sein!“ 8. Am Freitag, liebste Mutter mein,/ dann werd ich ans Rreuz genagelt sein./ Drei Nägel, die gehn mir oͤurch händ und Füß;/ verzage nicht, Mutter, das End ist süß.“ 9. I„Ach Sohn, du liebster Jesus mein,/ was wirst ou am heiligen Samstag sein?“ U„Am Samstag bin ich ein Weizen⸗ korn,/ das in der Erde wird neugeborn.“ 506 Passion 516 5¹⁷ 10.„Und am Sonntag freu dich, o Mutter mein,/ oͤann werod ich vom Tod erstanden sein;/ dann trag ich das Kreuz mit der Fahn in der Hand,/ dann siehst du mich wieoer im Glorien⸗ stand.“ westfälisches voikslied. Mel. herr und Altster deiner Kreuzgemeine. 51 6 herrnhut um 1740. + L 1050 b Die wir uns all⸗hier bei⸗sam⸗men fin-den// uns auf dei⸗ ne Mar⸗ter zu ver⸗ bin⸗ den// schla ⸗-gen uns⸗re hän ⸗de ein, Und zum Zei ⸗chen, oͤir auf e⸗wig treu zu sein. dei⸗ nem Her ⸗zen 0* —1 — — daß dies Lob ⸗ ge⸗ n sa ⸗ ge: Remen! an ⸗ ge ⸗ nehm und schö⸗ne, — N — — SE „ SSISI.SI... ——.—.—.—..— und zugleich:/ Frie ⸗de, drie de sei mit euch l Christian Renatus von Zinzendorf, 4 1752. mel. nr. 516. 517 en 1. Eines wünsch ich mir vor allem andern,/ Eine Speise früh und spät;/ selig läßts im Tränental sich wandern,/ wenn dies Eine mit uns geht:/ unverrückt auf Einen Mann zu schauen,/ der 507 518 Passion mit blutgem Schweiß und Todesgrauen/ auf sein Antlitz nieder⸗ sank/ und den RKelch des Vaters trank. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen,/ wie er als ein stilles Lamm/ dort so blutig und so bleich zu sehen,/ hängend an des Kreuzes Stammz/ wie er dürstend rang um meine Seele,/ daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle,/ und dann auch an mich ge⸗ dacht,/ als er rief: Es ist vollbracht! 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen/ meine Schuld undͤ deine Huld!/ Als ich in der Finsternis gesessen,/ trugest oͤu mit mir Geduld;/ hattest längst nach deinem Schaf getrachtet,/ eh es auf des Hirten Ruf geachtet,/ und mit teurem Lösegelod/ mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein; sprich du darauf ein Amenl/ Treuster Jesu, du bist mein./ Drücke deinen süßen Jesusnamen/ brennend in mein herz hinein./ Mit dir alles tun und alles lassen,/ in dir leben und in dir erblassen,/ das sei bis zur letzten Stund/ unser Wandel, unser Bund! Albert Anapp, 1864. Mel. Christus, der uns sello 9995. 51 8 1175 Brüder, 1531. r.. ————.— 1— 1——— Got⸗ tes——— durch dein ———.—— bit ⸗ter Lei„den,/ daß wir dir stets an. ea· in/ N + , nen— — all Un⸗tu⸗gend mei ⸗ den;/ dei⸗ nen Tod und *.. ———— sein Ur⸗ sach /frucht⸗bar⸗ lich be ⸗ den ⸗ken;/ da⸗für, 5os ssion eder⸗ tilles ndes daß h ge⸗ II 2 — — II für/ Ostern 519 — —.— 4 *— wie⸗wohl arm und schwach,/ dir Dank⸗op⸗fer schen ⸗ken. Nus: Christus, der uns selig macht.(Böhmische Brüder) Michael Weiße, 1 1534. Ostern⸗ 51 9 Johann Crüger, 1649. ö Auf, auf, mein Herz, mit Freuden/ nimm wahr, was wie kommt nach gro⸗ßem Lei⸗den/ nun ein so SISISSESISESESESEE— heut s Lcht mein hei⸗land war ge ⸗legt/ gro ⸗bßes Licht! .— — ꝗỹñ—————— 2.nd E da, wo man uns hin trägt,/ wenn von uns :——.—.— ————— SISS. üäii. I un ⸗ser Seist/ zum Him ⸗mel ist ge ⸗ reist. 2. Er war ins Grab gesenket,/ der deind trieb groß Geschrei;/ eh ers vermeint und denket,/ ist Christus wieder frei/ und ruft: viktorial/ schwingt fröhlich hie und da sein Faͤhnlein als ein helo,/ der deld und Mut behält. 5⁰² 5²⁰ Ostern 3. Das ist mir anzuschauen/ ein rechtes Freudenspiel./ Nun soll mir nicht mehr grauen/ vor allem, was mir will/ entnehmen meinen Mut/ zusamt dem eoͤlen Gut,/ das mir durch Jesum Christ/ aus Lieb erworben ist. 4. Die Welt ist mir ein Lachen/ mit ihrem großen Zorn,/ sie zlirnt und kann nichts machen,/ all Arbeit ist verlorn./ Die Trüb⸗ sal trübt mir nicht/ mein herz und Angesicht;/ das Anglück ist mein Glück,/ die Nacht mein Sonnenblick. 5. Ich hang und bleib auch hangen/ an Christo als ein Glied// wo mein Haupt oͤurch ist gangen,/ da nimmt er mich auch mit./ Er reißet durch den Tod,/ durch Welt, oͤurch Sünd, durch Not/ er reißet durch die Höll,/ ich bin stets sein Gosell. 6. Er bringt mich an die Pforten,/ oͤie in den himmel führt,/ daran mit güloͤnen Worten/ oer Reim gelesen wiro:/ Wer dort wird mit verhöhnt,/ wird hier auch mit gekrönt;/ wer dort mit sterben geht,/ wird hier auch mit erhöht. paul Serhardt, 4 1676. 520 15. JZahrhundert. .—.—— n x 1. Er ⸗stan ⸗den ist der heil ⸗ge Christ, /Hal⸗ —......— i le ⸗ lu⸗ ja, Hal ⸗ͤle ⸗lu⸗ ja,/ der al⸗ ler Welt ein ———— . Trö ⸗ster ist./ Hal⸗le ⸗„ lu⸗ ja. 2. Es gingen oͤrei heilige Frau'n,: Halleluja:,: des Morgens frühe hin im Tau'n“). Halleluja. *) im Morgentau. 5¹⁰ jens Ostern 521 5. Sie suchten den Herrn Jesum Christ, Halleluja: der von dem Tod erstanden ist. Halleluja. 4.„Nch Engel, lieber Engel fein, ,: Halleluja:,: wo find ich denn den Herren mein?“ Halleluja. 5. II„Er ist erstanden aus dem Grab ꝛ,: Halleluja:/: heut an dem heilgen Ostertag.“ Halleluja. 6.„deig uns den Herren Jesum Christ,: Halleluja der von dem Tod erstanden ist.“ Halleluja. 7. I„So tret't heran und seht die Statt,: Halleluja 2): da unser Herr gelegen hat.“ Halleluja. 8.„Der Herr ist hin, er ist nicht dal /: Halleluja:,: Wenn ich ihn hätt, so wär ich froh.“ Halleluja. ö 9. II„Seht an das Tuch, darin er lag ,: Halleluja:,: gewickelt bis am oͤritten Tag.“ Halleluja. 10. 1„Wir sehens wohl zu dieser Frist, ,: Halleluja:/: weis uns den Herren Jesum Christ!“ Halleluja. 11. kI„Ihr sollt nach Galiläa gehn,: Halleluja 2): da werdͤet ihr den Heiland sehn.“ Halleluja. 12. 1„Habt Dank, ihr lieben Engel fein,: Halleluja 27: nun wolln wir alle fröhlich sein.“ Halleluja. 15. I1„Geht hin, sagt das Sankt Petrus an 2 Halleluja:: und seinen Jüngern lobesam.“ Halleluja. 14. Nun singet all zu dieser drist: /: Halleluja 3: Erstanden ist der heilge Christ! Halleluja. 15. A Des solln wir alle fröhlich sein,: Halleluja:/ und Christ soll unser Tröster sein. Halleluja. 15. Jahrhundert. 521 Melchior vulpius, 1609. 1 ů— 667 4———— 6— ü 1. Ge⸗lobt sei Gott im höch⸗sten Thron/ samt sei⸗nem 2 —.— 1—.— 4.— — +3 40——— E — ein„ge ⸗ bor ⸗ nen Sohn,/ der für uns hat ge⸗ 5¹¹ nug ge⸗ tan./ Hal ⸗le=lu⸗ja, Hal⸗ le⸗klu⸗ ———— +— ů I Hu ja, 7 Hal ⸗le ⸗lu ⸗ ja. 2. Des Morgens früh am dͤritten Tag,/ da noch der Stein am Orabe lag,/ erstand er frei ohn alle Rlag.:/: Halleluja:: 3. I Der Engel sprach:„Fürchtet euch nicht;/ denn ich weiß wohl, was euch gebricht. Ihr sucht Jesum und finoͤt ihn nicht.“ 2/ Halleluja 4.„Er ist erstanden von dem Tod,/ hat überwunden alle Not,/ versöhnet Sünd und Missetat.“:: Halleluja.: 5. ANun bitten wir dich, Jesu Christ,/weil oͤu vom Tod er⸗ standen bist// verleih, was seliglich uns ist, /: Halleluja 7— 6. Damit von Sünden wir befreit /dem Namen dein gebene⸗ deit/ frei mögen singen allezeit: Halleluja:: (Böhmische Brüder) Michael Weiße, 4 1534. Mel. O heiliger Geist, 0 heiuger Gott.—522 3 ö 3 5 1 Köln 1625. Je ⸗sus lebt ohn al» les Leiöl/ Er ist er⸗ 5¹² Ostern 5²2³ E stan»den von dem Toö,„ wir sind er ⸗löst aus —— — REI 1— SSSI IIIIII al ⸗ler Not./ O herr⸗li⸗ cher Tag, o fröh⸗li⸗ che Zeit! 2. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit,/ da wir von Sünden sind befreit!/ Getilget ist nun unsre Schuld,/ wir sind gerecht aus Gottes Huld./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5. O herrlicher Tag, o fröhliche Zeitl/ der Tod ist überwunden heut;/ es darf uns nicht mehr vor ihm graun,/ wir sind erfüllet mit Vertraun./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 4. O herrlicher Tag, o fröhliche deitl/ Die Liebe Gottes uns erfreut;/ des herren Sieg hat uns erlöst,/ uns neues Leben ein⸗ geflößt./ O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! 5. O herrlicher Tag, o fröhliche deit!/ Erhalt uns, Jesus, diese dreuo,/ zu sagen hier zu aller Stund/ und dort einmal mit selgem Mund:„O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit! Lyriakus Glnther, + 1704. 523 Volksweise 1843. — + — 1. O⸗stern, Oestern, Früh⸗lings⸗ we⸗hen,/ O⸗stern, Oestern, Ruf er ⸗ ste o hen/ aus der tie fen Gra⸗bes⸗nacht// 33 5¹³ f 5²2⁴ Ostern .————. D EEER in 1.2 2 aus der tie⸗fen Gra⸗ bes⸗ nacht! Uher⸗zen sol⸗len 4. 24 SSS feöh 4 li bli ⸗ Hen denn der hei ⸗ land heim ⸗lich glün⸗ hen, ———.— ů .. — ist er ⸗wacht! 2. I Crotz euch, höllische Gewalten!/ Hättet ihn wohl gern be⸗ halten,:, der euch in den Abgrund zwang.:/: Konntet ihr das Leben binden?/ Aus des Todes düstern Gründen/ oͤringt hinan sein ewger Gang. 3. I Der im Grabe lag gebunden,/ hat den Satan überwunden, 23: und der lange Kerker bricht;:/: Frühling spielet auf der Eröen,/ Frühling solls im Herzen werden,/ herrschen soll das ewge Licht. 4. A Alle Gräber sind nun heilig,/ Grabesträume schwinden eilig, 2): seit im Grabe Jesus lag.:: Zahre, Monde, Tage, Stun⸗ den,/ Zeit und Raum, wie schnell verschwunden,/ und es scheint ein ewger Tag. Mmax von Schenkendorf, 4 1817. 524 Vartholomdus Heider, 4 1655. 4———— — i 1. Tri⸗ umph, Tri ⸗ umphl Es kommt mit 5¹⁴4 Osteen 52⁴ ů—— .——..—— + V.—.—— E—— * 8—— Pracht/ oͤer Sie⸗ ges ⸗fürst heut aus der Schlacht./ 2 Fi Er Wer sei⸗ nes Rei ⸗⸗ches An⸗ ter⸗ tan,/ der schau⸗e E———— 2*— I sein Tri⸗ umph⸗fest an. 2. I Vor Freuden Tal und Walo erklingt;/ die Erde frische Blumen bringt// ihr schöner Schmuck zu dieser Frist/ zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger ist. 3. II Die Sonne sich aufs schönste schmückt/ und wieder durch das Blaue blickt,/ die vor im schwarzen Trauerkleid beschaut oͤen blutgen Todesstreit. 4. I Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt,/ sich mutig als ein Löwe zeigt;/ kein harter Fels ihn hält und zwingt/ Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. S. II Herr Jesu, wahrer Siegesfürst, wir glauben, daß du schenken wirst/ oͤen Frieden uns, den ou gebracht/ mit aus dem GOrab und aus der Schlacht. 6. ATriumph, Triumph! Dich ehren wir/ und wollen durch dich kämpfen hier,/ daß wir als Reichsgenossen dort/ dir folgen durch die Siegespfort. Bensamin prätorius, 1674. 35* 5¹⁵ 525 526 himmelfahrt Himmelfahrt 525 Melchior§ranck, 4 1659. 4 ö x ——— 2—. RR 1. Gen him⸗mel auf⸗ge⸗ fah ⸗ ren ist,/ Hal⸗ 2 le ⸗ lu— ja,/ der Eh⸗ ren ⸗kö ⸗nig Je⸗sus ITP... EERNEEFH Christ./ Hal⸗le ⸗ lu ⸗ ja. 2. Er sitzt zu Gottes rechter hand,/ Halleluja,/ herrscht über himmel, Meer und Land./ Halleluja. 3. Nun ist erfüllt, was g'schrieben ist/ Halleluja/ im Psalter von dem Herren Christ./ Halleluja. 4. Drum jauchzen wir mit großem Schall/ Halleluja/ dem herren Christ zum Wohlgefalln:/ Halleluja. 16. Jahrhundert. 44HJ— Mel. Ich Gott und herr. 526 Leipzig 1625. —. E f————3——— — ö u Hn— 1. Zeuch uns nach dir,/ so lau ⸗fen wir/ mit —— ů. ö IEE——— 1& ——* — herz⸗li⸗chem Ver ⸗ lan⸗gen/ hin, da du bist,/ herr 5¹⁰ Pfingsten 5²⁷ — 1—„—1— 3— R 5 Je ⸗su Christ,/ aus die⸗ ser Welt ge ⸗ gan ⸗gen. 2. Zeuch uns nach dir,/ herr Christ, ach führ/ uns deine himmels⸗ stege;/ wir irren leicht/ und sind verscheucht/ vom rechten Lebens⸗ wege. 3. Zeuch uns nach dir,/ so folgen wir/ dir nach in deinen Himmel,/ daß uns nicht mehr/ allhier beschwer/ das böse Welt⸗ getümmel. 4. Zeuch uns nach dͤir/ nur für und für/ und gib, daß wir nachfahren/ dir in dein Reich,/ und mach uns gleich/ den aus⸗ erwählten Scharen. driedrich dunke, 4 1699. Pfingsten 527 ö Köln 1625. 949—.— —— +.— — 1. O hei ⸗-li⸗ger Geist, o hei⸗li⸗ger Gott,/ du + * Trö ⸗ster wert in al ⸗ ler Not,/ ou bist ge⸗ sanoͤt vom Him ⸗mels ⸗thron/ von Gott, dem Va⸗ ter 45 N I——— ERRf + 7 und dem Sohn, /o hei⸗li⸗ger Geist, ö hei⸗lis ger Gott. 5¹⁷ 52 Das christliche Leben 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ gib uns die Lieb zu deinem wort;„ zünd an in uns der Liebe Flamm,/ danach zu lieben allesamt,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ mehr' unsern Glauben immerfort;/ an Christum niemand glauben kann,/ es sei denn ourch dein' Hilf getan,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ du zeigest uns die him⸗ melspfort;/ laß uns hier kämpfen ritterlich/ und zu dir oͤringen seliglich,/ o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott,/ verlaß uns nicht in Not und Tod./ Wir sagen dir Lob, Ehr und dank/ jetzund und unser Leben lang, /o heiliger Geist, o heiliger Gott. Altenburg 1651. II. Das christliche Leben (Siehe auch die Lieder Ur. 501, 516, 517, 520.) 528 Christian Heinrich Rinck, 4 1846 944 ö E ä ö —.2 0 Siniaein, hiü ui Wäne n säu⸗selt Frie-oͤe nie ⸗der,„ und es ruht die Welt. 2. Nur der Bach ergießet/ sich am delsen dort,/ und er braust und fließet/ immer⸗, immerfort. 3. Und kein Abend bringet/ Frieden ihm und Ruh,/ keine Glocke klinget/ ihm ein Rastlied zu. 4. So in deinem Streben/ bist, mein Herz, auch oͤu:/ Gott nur kann dir geben/ wahre Abenoͤruh. heinrich hoffmann von gallersleben, 4 1874. Oder ohne U. 518 Das christliche Leben 529 550 Friedrich Silcher, 4 1860. U ‚ 5 Ente re SL* 1. Aus dem—=mel fer⸗ 19745 die Eng⸗lein sinod,/ , r., en schaut 80 Eul so ger ⸗ ne/ her auf je⸗des Kind. 2. Höret seine Bitte/ treu bei Tag und Nacht,/ nimmts bei jeoͤem Schritte/ väterlich in acht. 3. Gibt mit Vaterhänden/ ihm sein täglich Brot,/ hilst an allen Enden/ ihm aus Angst und Not. 4. Sagts den Kindern allen,/ daß ein Vater ist,/ dem sie wohl⸗ gefallen,/ der sie nie vergißt. wilhelm hey, + 1854. 530 ——0.— 2.— 1. Pe be bei uns, o herr er der Tag sich — U S.— . mein die Nacht anfsteigt, blei⸗ 30 uns, herr! 2. Sei uns gnädig, o Herr Jesul/ Ach, wie quält die Schuld/ ohne deine huld,/ sei uns gnädig, Herr! 3. Tröst im Leid uns, o herr Jesul/ Weil des Kreuzes Last/ uns eroͤrücket fast,/ tröst im Leid uns, Herr! 5¹⁹ 531·5³32 Das christliche Leben 4. Gib uns§rieden, o herr Jesul/ Schon so lang, so lang/ macht die Welt uns bang,/ gib uns frieden, Herr! 5. Nimm uns zu dir, o Herr Jesu,/ für oͤein Abenomahl/ mache voll die Zahl,/ nimm uns zu dir, Herr! 6. So behüt uns, o Herr Jesu,/ guter hirte du,/ schenke selge Ruh,/ o behüt uns, herrl wilhelm Baur, 1897. 531 6 Volksweise. W 1. Das Leben welkt wie Gras/ wie Blumen auf der Flur//so⸗ bald der Wind da⸗rü⸗ ber weht,/ ver⸗schwindet ih ⸗re Spur. 2. Wer gestern frisch und froh,/ heut ruft der Tod ihn ab,/ und was uns lieb und teuer war,/ wir senken es ins Grab. 3. Doch Gottes Gnade bleibt/ dem Frommen ewig stehn./ Wer seinen Bund von Herzen hält,/ wird nimmermehr vergehn. Schottisches Volkslied, v. 2 v. Ludwig Hallwachs, 4 1903. 5 32 Schlesische Volksweise, 1818. ö ———.————— IEEN— * 1—— 1 Der be⸗ste zreund ist in dem Himmel,/ auf denn bei dem fal ⸗schen Welt⸗ ge⸗tümmel/ ist 1————————.——.— I—— 2 3 f Er ⸗„den sind die Freun ⸗de rar; ů Res„lich»keit oft in Ge=fahr. Rf 5²⁰ eben ang/ iahl/ Das christliche Leben 55³ IAEAMEESESESESESESESE ä —— 2 im⸗ mer so ge⸗meint:/ Mein Je sus ist der — EE EFF be» ste Freund. 2. Die Welt ist gleich dbem Rohr im Winde;/ mein Jesus stehet felsenfest./ Wenn ich mich ganz verlashen finde,/ mich seine reunoͤ⸗ schaft doch nicht läßt./ In dreud und Schmerz ers reoͤlich meint:/ Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Er läßt sich selber für mich töten,/ vergießt für mich sein eigen Blut;/ er steht mir bei in allen Nöten/ und sagt für meine Schuloen gut;/ er hat mir niemals was verneint:/ Mein Jesus ist der beste Freund. 4. Behalte, Welt, oͤir deine Freunde,/ sie sind doch gar zu wandelbar./ Und hätt ich hunderttausend deinde,/ so krümmen sie mir nicht ein Haar./ hier immer Freund und nimmer deind:/ Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmolck, 4 1757. lo mendel„ 533 75⁵— Darmstact 1906. C9— H+.— EI öIRRNRNR 1I. Der herr bricht ein um Mit⸗ter⸗nachtz/ jetzt ist noch . x al-les still./ Wohl dem, der nun sich fer⸗tig macht/ und 52¹ — N I RE 5³3⁴ Das christliche Leben E—. ———— ihm be⸗geg⸗nen will! 2. Er hat es uns zuvor gesagt/ und einen Tag gestellt;/ er kommt, wenn niemand nach ihm fragt,/ noch es für möglich hält. 3. Wie liegt die Welt so blind und tot!/ Sie schläft in Sicher⸗ heit/ und meint, des großen Tages Not/ sei noch so fern und weit. 4. Wer waltet als ein frommer KRnecht/ im Hause so getreu,/ daß, wenn der Herr kommt, er gerecht/ und nicht zu strafen sei? 5. Sind eure Lampen rein und voll? Brennt euer Glaubens⸗ licht,/ wenn nun der Rufbruch werden soll,/ daß uns kein Gl gebricht? 6. A Sei immer wach, mein Herz und Sinn,/ und schlummre ja nicht mehrl/ Blick täglich auf sein Rommen hin,/ als ob es heute wär. 7. Der Tag des Urteils nahet sich, der herr kommt zum Ge⸗ richt;/ du, meine Seele, schicke dich,/ steh und verzage nicht! 8. Dein Teil und Heil ist schön und groß,/ auf, auf, du hast es Macht;/ ergreif im Glauben jenes Los,/ das Gott dir zugedacht. 9. A O übergroße Seligkeit/ nach abgelegter Last,/ wobei dich, Seele, nicht gereut,/ daß doͤu gestritten hast! 10. Der Herr bricht ein um Mitternacht;/ jetzt ist noch alles still./ Wohl dͤem, dee nun sich fertig macht/ und ihm begegnen will! gohann Christoph Rube, 4 1746. 534 Frieoͤrich Mergner, 4 1891. 4 ID ö EE—— SISISIIII. .—— 1. der Mai ⸗e, der Mai⸗e/ bringt uns der Blümlein EV Inn. e e viel;/ ich trag ein frei Ge⸗ mü⸗ te,„Gott weiß wohl, 5²² 78888974 FIII — a 3— iE n wem ichs will,/ Gott weiß wohl, wem ichs will: 2. Ich wills Christo, dem herren,/ der unser Heiland ist,/ er trägt das Kreuz für unsre Sünd,: ja wie man von ihm liest.:,: 5. Den Toò hat er bezwungen,/ die Höll gerissen ein,/ die Sünd hat er verschlungen,:3: geholfen aus der Pein. 2— 4. Er will die nicht verlassen,/ die an ihn glauben fein;/ das hat er uns versprochen,:: oͤenn wir sein' Rinder sein. 5. Drum, wer ihm traut zu Ehren,/ den läßt er nimmermehr// demselben unserm Herren,: dem sei Lob, Preis und Ehr.:): Jakob Klieber, um 1530, nach einem Mailied. 535 J. Frieoͤrich Reicharoͤt, 4 1814. 2.— E 1. Der Mensch hat nichts so ei⸗ genn/ wohl steht 32— 22..— 2955—— —.— 2——— 2 2 2.— — 35 ihm nichts an,/ als daß er Treu er⸗ zei ⸗ögen/ und „—.——.—.—— .. 2—— ö E —= dreunoͤschaft hal⸗ten kann,/ wenn er mit sei⸗ nes⸗glei⸗ .S... Usrs chen/ soll tre⸗ ten in ein Band,/ ver⸗spricht sich nicht zu 5²³ L◻◻ 536 Das christliche Leben ——5 0*—— 2 d,— T———.— üü. wei ⸗chen/ mit her⸗zen, mund und Hand. 2. Die Red ist uns gegeben,/ damit wir nicht allein/ für uns nur sollen leben/ und fern von Menschen sein;/ wir sollen uns befragen/ und sehn auf guten Rat,/ das Leid einander klagen,/ das uns betreten hat. 3. Was kann die dreude machen,/ die Einsamkeit verhehlt?/ Das gibt ein doppelt Lachen,/ was Freunden wird erzäͤhlt;/ der kann des Leids sich wehren,/ der es von Herzen sagt z/ der muß sich selbst verzehren,/ der insgeheim sich nagt. 4. Gott stehet mir vor allen,/ die meine Seele liebt;/ dann soll mir auch gefallen,/ der mir sich herzlich gibt./ Mit diesen Bunos⸗ gesellen/ verlach ich Pein und Not,/ geh auf den Grund der Höllen/ und breche durch oͤen Tod. 5. Ich hab, ich habe Herzen/ so treu, wie sich's gebührt,/ die Heuchelei und Scherzen/ nie wissentlich berührt! /Ich bin auch ihnen wieder/ von Grund der Seelen hold;/ ich lieb euch mehr, ihr Brüder,/ als alles Eroͤengold. Simon dach, 1 1659. 536 Arnolò Mendelssohn, Darmstaoͤt 4 ö— , . ie be⸗ste Zeit im E. ür uns en uns agen// ehlt?/ t;/ der r muß nn soll zunoͤs⸗ zöllen/ t,/ die n auch mehr, 1+ 1659. ssohn, ot 1905. 7 le Das christliche Leben 5³3⁷7 —.— 2—————— A —— + vö⸗ge⸗älein,/ him⸗mel und Er⸗den ist der voll,/ I.— +——.— 2 45 0 „„— viel gut Ge⸗sang da lau ⸗ tet wohl,„ viel gut Ge⸗ ö———.— —— SSSSS H sang da lau⸗tet wohl. 2. Voran die liebe Nachtigall/ macht alles fröhlich überall/ mit ihrem lieblichen Gesang, des muß sie haben immer dank; 2·: 3. Viel mehr der liebe Herre Gott,/ der sie also geschaffen hat// zu sein die rechte Sängerin,: der Musika ein Meisterin; 4. Dem singt und springt sie Tag und Nacht,/ seins Lobes sie nichts müde macht/ den ehrt und lobt auch mein Gesang 2 und sagt ihm einen ewgen Dank.: Martin Luther, 4 1546. 5357 Christian Gregor, + 1765. 0 IIE 3E—— 2—— E + PIII 3— Die Gna⸗de un⸗sers herrn Je⸗su Chri ⸗sti — +—==—* ů + 2 4.. 660—‚PIPIPIIIII— ———=.... F E und die Lie ⸗be Got ⸗ tes und die Ge⸗mein⸗ 5²³ 538 Das christliche Leben 15 des e 066„stes sei mit uns al⸗len, 2 5 9331 mit uns al⸗len! A⸗ men. 2. Korinther 13, 13. Beiĩ—5665 1550. ————— 2.— 1. Die Nacht ist kom⸗ 31 5 wir ru⸗ 0 a 2— en n.— —.— Gott walts zu From⸗men/ nach sei'm Wohl⸗ge⸗al⸗len,/ — 1 2—— 2 FENI V 23.— II EEEE—— 4„— HiI E der Ruh zu pfle ⸗ gen. 2. dern von uns treibe,/ Herr, unreine Geister;/ halt die Nacht⸗ wache,/ unser Schutz und Meister;/ schirm Leib und Seele/ unter deinen§lügeln,/ send uns dein Engel. 890 Das christliche Leben 559 3. Laß uns einschlafen/ mit guten Geoanken,/ fröhlich aufwachen/ und von oͤir nicht wanken./ Laß uns mit Züchten/ unser Tun und Dichten/ zu dei'm Preis richten. 4. Pfleg auch der Kranken /durch oeinen Geliebten,/ hilf den Gefangnen,/ tröste die Betrübten./ Pfleg auch der Rinder,/ sei selbst ihr Vormünder,/ deinoes Neid hinoͤer'! 5. Vater, dein Name/ werd von uns gepreiset,/ dein Reich zukomme,/ dein Will werd beweiset;/ frist unser Leben,/ wollst die Schuld vergeben,/ erlös uns! Amen. (Böhmische Brüder.) Peter Herbert, 4 1571. Mel. Wie lieblich sind goh. hermann die Wohnung dein. 559 Schein, + 1630. A. GBei dieser Melodie fallen die eingeklammerten Sähe im Liede weg.) . ESEE 1. Die Sach ist dein, herr Je ⸗su Christ,/ die Sach, an IIII... ——, eri, 7 14* sie nicht un⸗ ter⸗gehnl/ Al⸗lein das Wei⸗zen⸗korn, be⸗ — E— EE —.. en 8 Ht P vor/ es frucht-bar sproßt zum Licht em⸗ por,„ muß 52/ 5³39 Das christliche Leben .. 4 ü ster ben in der Er ⸗de Schoß/ zu⸗ vor vom eig⸗ nen — We⸗ sen los. oder Karlsruhe 1—8 E 1. ist heh Herr Je⸗ su Christ,/ die — und weil es dei ⸗ ne Sa⸗ che ist,/ kann E—. 3 E. Sach, an der wir stehn, Al⸗ lein das Wei⸗- zen⸗ sie nicht un⸗ ter⸗gehn! es frucht⸗bar.— zum 1 4 2 n K.. muß ster⸗ben in der Er⸗de Schoß Licht em⸗por. zu⸗vor vom eig nen We ⸗sen los, im Ster⸗ben los,„/ vom eig⸗-nen We ⸗sen 1 5²⁸ Das christliche Leben 5⁴40 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt,/ oͤurch Leiden himmelan/ und führest jeden, der da glaubt,/ mit dir die gleiche Bahn./ Wohlan, so nimm uns allzugleich/ zum Teil am Leiden und am Reich./ dühr uns durch deines Todes Tor/ samt deiner Sach zum Licht empor!(Zum Licht empor,/ durch Nacht zum Licht emporl) 3. Du starbest selbst als Weizenkorn/ und sankest in das Grab./ Belebe denn, o Lebensborn,/ die Welt, die Gott oͤir gab;/ send Boten aus in jedes Land,/ daß bald oͤein Name wero bekannt,/ dein Name voller Seligkeit;/ auch wir stehn oͤir zum Dienst bereit. (In Kampf und Streit,/ zum Dienst in Kampf und Streit.) Samuel Preiswerk, 4 1871, v. 3 von Felicien Zaremba, + 1874. —— —X 1— — 4 2— —. + ss˙˙ T HiNI ——.IID‚I‚....—. e. n gro ⸗ 5en SGott.„ Heut wetzt er das Mes⸗ ser,/ es ů 5 7 ö 65— ö 1——.— schneidt schon viel eh⸗ ser,/ bald wird er oͤrein⸗schnei⸗den,/ wir E 2 ———+ E E& —3....——.4.———.70 * F müsesens nur lei⸗den./ hüt bich, schöns Blü⸗ me⸗leinl 3⁰ 54¹ Das christliche Leben 2. Was heut noch grün und frisch dasteht,/ wird morgen weg⸗ gemäht:/ die eoͤlen Narzissen,/ die himmlischen Schlüssel,/ die schön Hyazinthen,/ die türkischen Winden:/ Hüt dich, schöns Blümelein! 3. Viel hunderttausend ungezählt/ da unter die Sichel fällt:/ rot Rosen, weiß Lilien,/ euch wird er austilgen;/ und ihr Kaiser⸗ kronen,/ er wird euch nicht schonen:/ Hüt dich, schöns Blümelein! 4. So viel Maßlieb und Rosmarin/ schwellt unter der Sichel hin;/ Vergißmeinnit,/ du mußt auch mit,/ und du Tausenoͤschön,/ man läßt dich nit stehn: /Hüt dich, schöns Blümelein! 5. Er macht so gar kein Unterschied,/ geht alles in einem Schritt;/ der stolz Rittersporn/ und Blumen im Rorn// sie liegen beisammen,/ man weiß kaum den Namen:/ Hüt dich, schöns Blümelein! 6. Trutz, Todl komm her, ich fürcht dich nit,/ trutz, komm und tu einꝰ Schnitt!/ Wenn er mich verletzet,/ so werd ich versetzet/ in himmlischen Garten,/ darauf will ich warten:/ Freu dich, schöns Blümelein! Regensburg 1637. Mel. Ich bete an die Macht oͤer Liebe. 541 D. Bortniansky, 1822. 62 21 EEN 1. Für dich sei ganz mein herz und Le⸗ben,/ mein sü⸗ßer ge⸗ben,/ in dir es nur und se ⸗ lig ruht./ Her⸗ 5⁵⁰ eben weg⸗ schön elein! ällt:/ aiser⸗ elein! Sichel hön// rittʒ/ nen// nund jet/ in schöns 310³⁷. Das christliche Leben 5⁴4¹ FFFF . 5— EIIEEEEE 2 ——— 2. 2—— EIFR Herz und al ⸗ les. 2. Ich liebt und lebte vecht im zwange,/ wie ich mir lebte ohne dich./ Ich wollte dich nicht, ach so lange;/ doch liebtest oͤu und suchtest mich,/ mich böses Kind aus bösem Samen,/ im hohen, holden Jesusnamen. 3. Deins Vaterherzens tiefste Triebe/ in diesem Namen zeigen sich;/ ein Brunn der§reude, Fried und Liebe/ quillt nun so nah, o mildiglich./ Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte!/ Sein Herz alsbald dich lieben müßte. 4. Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesu offen⸗ bart;/ ich geb mich hin dem freien Triebe,/ wooͤurch ich Wurm geliebet ward;/ ich will, anstatt an mich zu denken,/ ins Meer der Liebe mich versenken. 5. Wie bist ou mir so zart gewogen,/ und wie verlangt dͤein herz nach mir!/ Durch Liebe sanft und tief gezogen,/ neigt sich mein Alles auch zu dir. u traute Liebe, gutes Wesen,/ du hast mich und ich dich erlesen. 6. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben,/ ich fühls, ich muß für dich nur sein;/ nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,/ mein latz, der ist in dir allein./ Hier ist die Ruh, hier ist vergnügen,/ orum folg ich deinen selgen Zügen. 7. Ehr sei dem hohen Jesusnamen,„ in dem der Liebe Quell entspringt,/ von dem hier alle Bächlein kamen,/ aus dem der Selgen Schar dort trinktl/ Wie beugen sie sich ohne Ende,/ wie falten sie oie frohen händel 3⁴ 5³¹ —54² Das christliche Leben 8. O Jesu, daß dein Name bliebe/ im Grunde tief gedrücket ein;/ möcht deine süße Jesusliebe/ in herz und Sinn gepräget seinl/ Im Wort, im Werk und allem Wesen/ sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerharo Tersteegen, 4 1769. 542 Wien 1779. FFE 75⁷ 1 ö Gro⸗Her Gott, wir lo ⸗ ben dich;/ Herr, wir vor 10 neigt die Er ⸗ de sich/ und be⸗ ä——— prei ⸗sen dei ⸗ ne Stär⸗ le; wun ⸗dert dei ⸗ ne Wer⸗ke/ SIIII al ⸗ler Zeit,/ so bleibst du in E⸗wig»keit. 2. Alles, was dich preisen kann,/ Cherubim und Seraphinen,/ stimmen dir ein Loblied an;/ alle Engel, die dir dienen,/ rufen dir in selger Ruh:/ Heilig, heilig, heiligl zu. 3. I heilig, herr Gott Zebaoth,/ heilig, herr der Kriegesheere/ starker Helfer in oer Not,/ Himmel, Erde, Luft und Meere/ sind erfüllt von deinem Ruhm;/ alles ist dein Eigentum. 4. I Der Rpostel heilger Chor,/ der Propheten große Menge/ schickt zu deinem Thron empor/ neue Lob⸗ und Dankgesänge,/ der Blutzeugen große Schar/ lobt und preist dich immerdar. 5. A Auf dem ganzen Erdenkreis/ loben Große und auch Kleine/ dich, Hott Vater; oͤir zum Preis/ singt die heilige Gemeine;/ sie verehrt auf deinem Thron/ deinen eingebornen Sohn. 5⁵² wie du warst vor eben Das christliche Leben 5⁴³ ein/ 6. Sie verehrt den heilgen Geist,/ welcher uns mit seinen einl/ ö Lehren/ und mit Troste kräftig speist,/ der, o König aller Ehren,/ nichts der mit dir, herr Jesu Christ,/ und dem Vater ewig ist. f 1769. 7. Steh, Herr, deinen dienern bei,/ welche oͤich mit Demut bitten,/ die dein Blut dort machte frei,/ als oͤu für uns hast n 1779. gelitten./ Nimm uns nach vollbrachtem Lauf/ zu dir in den é Himmel auf. — 8. 1 Sieh dein Volk in Gnaden an;„hilf uns, segne, Herr, 45 dein Erbe/ leit es auf der rechten Bahn,/ daß der Feind es nicht verderbe;/ wart und pfleg es in der Zeit,/ heb es hoch in Ewigkeit. li. 9. A Alle Tage wollen wir/ dich und deinen Namen preisen/ und zu allen Zeiten dir/ Ehre, Lob und dank erweisen./ Gib, daß — wir von Sünden heut /und von Unfall sei'n befreit. —* é 10. Herr, erbarm, erbarme dich!/ Uber uns, herr, sei dein ö Segen!/ Deine Güte zeige sich,/ herr, auf allen unsern Wegen./ ö Auf dich hoffen wir allein,/ laß uns nicht verloren sein! vor Nach dem Tedeum laudamus(Alte Kirche), Wien 1779. 543 César Malan, 1827. 1. 0 mei⸗ne See⸗le,/ har⸗ re des herrnl/ inen,/ rufen E — 2— —— E———— eereʒ/ F sind Al⸗ les ihm be⸗ feh ⸗le,/ hilft er doch so gern./ enge/(„ dann A) 9 inge,/.— 8 // e 8.— ar.——.— leine/ ů · 4 5 ꝛine;/ ö Sei un ⸗ver⸗zagt,/ bald der Mor⸗gen tagt,/ und ein neu⸗er 33³ 5⁴44 Das christliche Leben 1.— E E R Frühling/ folgt dem Wuter nac⸗ In al ⸗len Sturmen,⸗ —.— 4 in al⸗ler not wird er dich beschirmen, /oͤer treue Gott. 2. Harre, meine Seele,/ harre des herrn!/ Alles ihm befehle,/ hilft er doch so gern.(I, dann A) ,; Wenn alles bricht:„Gott verläßt uns nicht;/ größer als der Helfer/ ist die Not ja nicht. Ewige Treue,Retter in Not,/ rett auch unsre Seele,/ oͤu treuer Gott! Hriedrich Räder, 4 1872. ————5— 1. Herr, nun selbst den Wa⸗gen halt,/ bald ab⸗ seit geht 2——. sonst die Fahrt, /das brächt Freud dem Wi⸗der⸗ part,/ der —.———5— . 233 10 ver⸗ 94 so fre ⸗„ vent ⸗ lich. 5³⁴ h. Das christliche Leben 5⁴⁵ * oder: .——— 2— ñ—. S E fre⸗»„ vent ⸗lichl 2. Sott, erhöh deins Namens Ehr;/ wehr und straf der Bösen Grimm,/ weck die Schaf mit deiner Stimm,/ die dich/ lieb haben inniglich! 3. Hilf, daß alle Bitterkeit/ scheid, o herr, und alte Treu/ wiederkehr und werde neu,/ daß wir/ ewig lobsingen dirl Huloͤreich Zwingli, 4 1531. Ob ische volksweise, 545. Haürhunpert⸗ 60 4—— 2 2——— 1* 2— 105 dein Sor⸗gen sein,/ Sor⸗gen schafft —— E.— E Angst—— Pein/ und frommt doch nicht./ Ver⸗trau auf +.—.— nicht,/ Gott Lnmuns uigt. 546 Das christliche Leben 2. Sieh doch die Lilien an,/ wer hat sie angetan/ mit solcher Zier?/ Gott webt zu aller Zeit/ ihnen das deierkleid, 27: webt es auch dir. /: 3. Nimm doch der Vöglein wahr, die aller Sorgen bar,/ so fröhlich sind. Gott nährt sie spät und früh,/ bist du nicht mehr/ denn sie?: nicht Gottes Kind? ,: 4. Gottes Kind, hörst oͤu nicht,/ wie so vernehmlich spricht/ dein Jesus Christ: /Herz, laß oͤein Sorgen sein,/ trachte nach dem allein,: was oͤroben ist.: Zulius Sturm, 4 1890. 5 4 6 Weise eines deutschen Sommerliedes, 1545. —— CE. ID + ——.— 1. Herz⸗lich tut mich er ⸗ freu en/ die lie be l Som ⸗mer⸗ zeit,„ wenn Gott wird schön ver ⸗ neu⸗ 2 — —5 2 & EEE en/ al ⸗les zur 4* wig ⸗keit./ den him ⸗mel —— 2.——— 5 E— SI und die Er ⸗de/ wird Gott neu schaf⸗sen gar,/ all Kre⸗a⸗ 536 eben Das christliche Leben 5⁴7 solcher ö 1.————...— IHN ebt es— 4 A —— II I 6— r,/ so f 7— mehr, tur soll wer ⸗den/ ganz herr⸗lich, schön und klar. 2. Reine Zunge kann erreichen/ die ewge Schönheit großz/ man richt/ kanns mit nichts vergleichen,/ die Wort sind viel zu bloß;/ drum nach müssen wir das sparen/ bis an den jüngsten Tag;/ dann wollen 1 1890. wir erfahren,/ was Gott ist und vermag. 3. Da werden wir mit§reuden/ den Heiland schauen an,/ der utschen bvuᷣurch sein Blut und Leiden/ den Himmel aufgetan,/ die lieben 5„ 1545. Patriarchen,/ Propheten allzumal,/ die Märtrer und Rpostel/ bei ihm in großer Zahl. 4. Er wird uns fröhlich leiten/ ins ewge Paradeis,/ die Hoch⸗ —— zeit zu bereiten/ zu seinem Lob und Preis:/ da wird sein Freud und Wonne,/ in rechter Lieb und Treu,/ aus Gottes Schatz und be Bronne/ und täglich weroͤen neu. 6. Herr Sott, durch deine Güte/ fihr mich auf rechter Bahn!/ —— Heerr Christ, mich wohl behüte,/ sonst möcht ich irre gahn:/ halt mich im Glauben feste/ in dieser bösen Zeit,/ hilf, daß ich mich — stets rüste/ zur ewgen Hochzeitsfreud. gohann Walther, + 1570, nach einem Sommerlie“. Wi ön l tet ö — Miel. Nr. 269. 5847— Morgentenn — 1. Hier stehen wir von nah und fern/ in einem Geist vor einem herrn/ vereint zu dank und Bitte:/ O Jesu, selge Majestät,/ ge⸗ kreuzigt einst und nun erhöht,/ tritt ein in unsre Mittel/ Stimm niel an,/ nimm an/ unsre Lieder,/ die wir wieder/ vor dich bringen,/ deiner Liebe Tun zu singen. — 2. Was ein verborgnes Senfkorn war,/ das breitest öu von — gahr zu Jahr/ nun aus mit mächtgen Zweigen./ Zu Tausenden erwächst dein Bund/ und öffnet herz und Hand und Mund,/ flir Gottes heil zu zeugen/ deinen/ reinen/ Lebenssamen,/ deinen a⸗ Namen/ durch die Weiten/ aller Länder auszubreiten. 33⁷ 548 Das christliche Leben 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir,/ und alle Völker wer⸗ den dir/ einst noch zu Füßen fallen;/ du weckst sie aus der Todes⸗ ruh/ und führst schon Erstlinge herzu/ zu Salems heilgen Hallen/ spendest,/ sendest/ Licht und Segen/ allerwegen/ oͤeinen Freun⸗ den,/ herrschest unter deinen Feinden. 4. Dein sind wir, dein in Ewigkeit;/ örum wollen wir, dᷣu Held im Streit,/ an deinem Auge hängen./ Wohlauf, mit Macht um⸗ gürte dich, /ͤu Arm des Herrn, so weroͤen sich/ oie Völker um dich örängen!/ Alsdann/ wird man/ fröhlich singen,/ Palmen schwingen,/ wenn man schauet,/ wie Jehova Zion bauet. Albert Knapp, + 1864. 5⁴⁸ 18. 0 EEE.e—4.——4 1——— 1 ö Ich trau auf Gottl/ In al⸗ler Not/ auf Gott mein Ich lie ⸗öbe Gottl/ Bis in den Tod/ auf die ⸗se e rrR Ziebneri a esu, oir leb ich // Je⸗su, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und le ⸗ ben⸗ dig. 2. Das heil allein/ kann sicher sein/ in meines Jesu Wunden// in deinem Tod, /o liebster Gott,/ das Leben wird gefunden./ Jesu, dir leb ich;/ Jesu, dͤir sterb ich./ dein bin ich tot und lebendig. 5. Ein sehnend Herz/ in Reu und Schmerz/ soll nimmermehr verzagen!/ Mit rechter Reu,/ von Sünden frei,/ darf ich zu Jesu sagen:/ Jesu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ dein bin ich tot und lebendig. 538 Das christliche Leben 5⁴9 4. Fort, fort, o Welt;/ was dir gefällt,/ das macht mich jehht veröͤrossen;/ in Gott allein/ mein Ruh soll sein,/ ich hab es fest beschlossen:/ Zesu, dir leb ich;/ Jesu, dir sterb ich./ Dein bin ich tot und lebendig. 5. Am letzten End/ in deine händ/ will ich mein Seel aufgeben!/ O Zesu mein,/ ganz bin ich dein,/ schenk mir das ewge Lebenl/ Jesu, dir leb ich; Jesu, dir sterb ich. Dein bin ich tot und lebendig. Duderstädter Gesangbuch, 1724. 549 Bei J. Georg hille, 1739. 49——. —.— ö—.— ö Ich will stre⸗ben„ nach dem Le⸗ ben,/ wo ich Ich will rin⸗gen/ ein⸗ zu ⸗oͤrin⸗ gen,/ bis daß —— II—— DPDDDE EEEEE ö 1.—— —.—.——————— hält man mich, so lauf ich fort;„ bin ich se ⸗lig bin; ichs ge⸗winn. 2 ö ö . . +— matt, so ruft das Wort:/ Fort⸗ge⸗rungen,/ durchge⸗orungen/ u I U bis zum Klei ⸗ nod hin! 2. Als berufen/ zu oͤen Stufen/ vor des Lammes Thron/ will ich eilen,/ das Verweilen/ bringt oft bösen Lohn./ Wer auch läuft und läuft zu schlecht,/ der versäumt sein Kronenrecht. /Was da⸗ hinten,/ das mag schwinden;/ ich will nichts davon. 50 55⁰ Das christliche Leben 5. Jesu, richte/ mein Gesichte/ nur auf jenes Ziel; /lenk die Schritte,/ stärk die Tritte,/ wenn ich Schwachheit fühl./ Lockt die Welt, so sprich mir zu,/ schmäht sie mich, so tröste du;/ deine Gnade/ führ gerade/ mich aus ihrem Spiel. 4. Du mußt ziehen;/ mein Bemühen/ ist zu mangelhaft./ Wo ihrs fehle,/ fühlt die Seele;/ aber du hast Krast,/ weil oein Wort ein Leben bringt,/ und dein Geist das Herz durchdoringt. /Dort wirds tönen/ bei dem Krönen:/ Gott ist's, der es schafst. Philipp Hriedrich Hiller, 4 1769. (dort oben, dort oben.) 550 Volksweise. 44 17— er deen v, v e 1. Im him⸗-mel, im him⸗mel/ ist Freu⸗de 22...— +..‚. 2 — 71 so viel;/ da tan ⸗ zen die Eng⸗lein/ und ha ⸗ben ihr Spiel. 2. Sie singen, sie springen/ und loben ihrn Gott,:,: der him⸗ mel und Erde/ erschaffen hat.: 3. Dort oben, dort oben/ vor der himmlischen Tür, da steht ein arm Seele/ und weinet so sehr.: 4.„Arm Seele, arm Seele,/ was stehest du hier?: Wenn ich dich anschaue,/ so weinest oͤu mir.“:: 5. Wie sollt ich nicht weinen,/ du glitiger Gott: 2,: Ich hab übertreten/ die zehen Gebot!“ 5⁴⁰ Leben Das christliche Leben 5⁵5¹ enk die 6. hHast du übertreten/ die zehen Gebot: ,: fall nieder auf 0. die die Rniee/ und bete zu Gottl: /deine 7. Bet immer, bet immer/ und allzeit mit Fleiß, 27: so wiro dir Gott schenken/ die himmlische Freub.“: t./ Wo n Wort 8. Die himmlische Freud ist/ ein wunderschöne Staoͤt, da „ Dort driede und§reude/ kein Ende mehr hat.:, Volkslied. 179.(Ooer wie Nr. 349.) 551 Joh. Frieoͤrich Reicharoͤt, 1790. — + LE.I.L + + * 1 I. Im⸗mer muß ich wie⸗der le⸗sen/ in dem al⸗ten, heil gen Buch, wie er ist so sanft ge ⸗ we⸗ sen// f — oh ⸗ne List und oh⸗ne Trug. 2. Wie er hieß die Kinoͤlein kommen,/ wie er hold sie angeblickt/ und sie in den Arm genommen/ und sie an das Herz geoͤrückt; 3. Wie er Hilfe und Erbarmen/ allen Kranken gern erwies/ Him⸗ und die Blöden und die Armen/ seine lieben Brüder hieß; 4. Wie er keinem Sünder wehrte,/ der bekümmert zu ihm kam// eda wie er freunoͤlich iyn bekehrte,/ ihm den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanst geleitet,/ die sein Vater ihm verliehn,/ Wenn hat die Arme ausgebreitet,/ alle an sein herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen,/ und ich lese mich nicht satt// h hab wie er ist so treu gewesen,/ wie er uns geliebet hat. Zuise hensel, 4 1876. 8⁴¹ 552 Das christliche Leben 552 O. Gastoldi, 1591. ———— 1 ö In dir ist Feled. in al⸗ lem 23105 o du durch oͤich wir ha⸗ben/ himm⸗li⸗sche Ga⸗ben,/ der du S., Kx— DEEEEEEEEE sü⸗ 4 37 ·su Lhen Pauoen von Schan⸗den,/ wah ⸗rer hei⸗land bist. UZu dei⸗ ner Gü⸗ te/ ret⸗ test von Ban⸗den;/ wer dir ver⸗ trau⸗et,/ hat wohl ge⸗ steht un⸗ser Gmü⸗te,/ an dir wir kle⸗ ben/ im Tod und .. bau⸗et,/ wird e⸗wig blei ben,/ Hal⸗le⸗lu⸗ja. Le⸗ben/ nichts kann uns schei den./ Hal⸗le⸗lu⸗ja. 2. Wenn wir dͤich haben,/ kann uns nicht schaden /Teufel, Sünde, Welt und Tod;/ oͤu hasts in händen,/ kannst alles wen⸗ den,/ wie nur heißen mag die Not./ Drum wir dich ehren,/ dein Lob vermehren/ mit hellem Schalle,/ freuen uns alle/ zu dieser Stunde,/ Halleluja. /Wir jubilieren/ und triumphieren,/ lieben und loben/ dein Macht dort oben/ mit herz und Munde,/ Halleluja. gohann Lindemann, 4 nach 1634. 5³4² Das christliche Leben 553554 — D ——— G.. SE 1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn,/ daß ich 5 —— N— 1— ——.. 42..—* mö⸗ ge sehnl/ Mei⸗ne Seel ist voll ver⸗lan⸗gen,/ ihn auf —— H e⸗ wig zu um⸗fan⸗gen/ und vor sei⸗nem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht,/ Sonne, die durch Wolken brichtl/ O wann werd ich dahin kommen,/ daß ich dort mit allen From⸗ men/ schau dein holoes Angesicht! 3. Nch wie schön, ach wie schön/ ist der Engel Lobgetön!/ Hätt ich§lügel, hätt ich Flügel,/ flög ich über Tal und Hügel/ heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wirds sein, wie wiros sein,/ wenn ich zieh in Salem ein,/ in die Staoͤt der goloͤnen Gassen!/ Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen,/ was das wird für Wonne sein! 5. Paradies, Paradies,/ wie ist deine Frucht so süß!/ Unter deinen Lebensbäumen/ wiroͤs uns sein, als ob wir träumen./ Bring uns, Herr, ins Paradies! Gustav Rnak, 1878. Mel. Entlaubt ist uns der Walde. 554 Volksweise, 15. Jahrhundert. H 4 4— SSSI..IIIIIIIt..... 2 +. Ul 2 3 1. IUptr.ton ar. nichtund, Annten./othuß vi Dir soll es nicht miß⸗lin⸗gen,/ Gott hilft dir 5⁴³ 5⁵⁴ Das christliche Leben . —.— —— 2— — 2.——* riinnimi Ob du gleich hier mußt tra⸗ gen/ viel — 10—.7 EE= Wi⸗ der⸗wär⸗tig ⸗keit,/ doch sollst du nicht ver⸗za⸗ gen,/ dir aus al⸗lem Leid. — n—— ö H+ Zie. in denn er hilft dir aus al„ lem Leid. 2. A Kann und mag auch verlassen/ ein Mutter je ihr ihr Kind/ und also gar verstoßen,/ daß es kein Gnad mehr finot?/ Ind ob sichs möcht begeben,„daß sie so gar abfiel:/ Gott schwört bei seinem Leben,/ daß er dich nicht verlassen will. 3. II Darum laß dich nicht schrecken,/ o du christgläubge Schar./ Gott wird dir Hilf erwecken/ und selbst dein nehmen wahr./ Hat er dich doch gezeichnet,/ gegraben in sein händ./ Dein Nam stets vor ihm leuchtet, /daß er dir seine Hilfe send. 4. A Es tut ihn nicht gereuen,/ was er vorlängst gedeut't,/ sein KRirche zu erneuen/ in dieser gfährlich Zeit./ Er wird herzlich anschauen/ dein Jammer und Elend,/ ich herrlich auferbauen/ ourch sein rein Wort und Sakrament. 5. Gott solln wir billig loben,/ der sich aus großer Gnad/ durch seine milden Gaben/ uns kunoͤgegeben hat./ Er wird uns auch erhalten/ in Lieb und Einigkeit/ und unser freunoͤlich walten/ hie und auch dort in Ewigkeit. (Böhmische Brüber) Zohann Horn, 4 1547• 5⁴⁴ 3² das christliche Leben 55⁵ Engl W 555 3.B. Dytes(Horbueg. . S 3————— Drückt mich auch RKum⸗mer hier,/ oͤro⸗het man mir,/ 14 30 30.—.— soll doch trotz Kreuz und Pein/ oͤies mei⸗ ne Lo sung sein:/ 2 5 x—.— H .— nä⸗ her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗ her zu dirl 9156 Englische Weise. 1. Nä ⸗ her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗ her zu oͤirl U drückt mich auch Rum⸗mer hier,/ odro⸗het man mir, ———— Joll doch troth Kreuz und Pein/ dies mei⸗ne Lo⸗ sung sein:/ 3⁵ 5⁴5 556 Das christliche Leben x I — —— 65— Nä⸗her, mein Gott, zu dir,/ nä⸗her zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort/ Nacht auch herein;/ find ich zum Ruheort/ nur einen Steinj/ ist auch im Traume hier/ mein Sehnen für und für: /Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 5. Geht auch die schmale Bahn/ aufwärts gar steil,/ führt sie doch himmelan/ zu meinem hHeil./ Engel, so licht und schön,/ winken aus selgen höhn./ Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 4. Ist dann die Nacht vorbei,/ leuchtet die Sonn,/ weih ich mich dir aufs neu/ vor deinem Thron,/ baue mein Bethel dir/ und jauchz mit Freuden hier: Näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dir! 5. Ist mir auch ganz verhüllt/ dein Weg allhier,/ wird nur mein Wunsch erfüllt:/ Näher zu dir!/ Schließt dann mein Pilger⸗ lauf,/ schwing ich mich freudig auf/ näher, mein Gott, zu dir,/ näher zu dirl(Nach dem Englischen) Sara§. Adams. Mel. w ir i höchsten Noten Len):— 556 Französischer Pfalter, 1547. 24 .2 Redad deh ae 1. O 90 doch bald dein§Feu⸗ er Bt. du 44455 0— Kät üi un⸗ aus⸗ sprech⸗ lich Lie⸗ 46 und bald die gan⸗ze n Welt er⸗kenn⸗te,/ daß du bist 358 Gott und Herrl 5⁴⁶ ben Das christliche Leben 557 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme/ jetht hier, jetzt dort, in Ost und West,/ dir, dem für uns erwürgten Lamme,/ ein herr⸗ lich Pfingst⸗ und Freudenfest. 3. Und noch entzünden himmelsfunken/ so manches kalte, tote hHerz/ und machen durstge freudetrunken/ und heilen Sünd⸗ und Höllenschmerz. 4. Erwecke, läutre und vereine/ des ganzen Christenvolkes Schar/ und mach in deinem Gnadenscheine/ oͤein heil noch jedem offenbar. 5. Du unerschöpfter Quell des Lebens,/ allmächtig starker Gottes⸗ hauch,/ dein deuermeer ström nicht vergebens;/ ach zünd in un⸗ sern Herzen auch. 6. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen/ und baue deinen Tempel aus;/ laß leuchten deine heilgen Flammen/ durch deines Vaters ganzes Hhaus. 7. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme/ doch bald die ganze, weite Welt/ und zeig dich jedem Völkerstamme/ als heiland, Friedefürst und Held. 8. Dann tönen dir von Millionen/ der Liebe Jubelharmonien,/ und alle, die auf Erden wohnen,/ knien vor oͤen Thron des Lammes hin. Georg driedrich dickert, 1 1815. Mel. O Jesu Christ, mein's 6 Lict.(Oder wie Nr. 140.) 557 FEE 1————— Leipzig 1625. — dich nal 8 en auts 22 sie zu dei ⸗ ner —3—.— ö— E— ·—.. Haan—2. 25 I Hero, daß ih ⸗ re Seel auch se ⸗ lig werd. 35 5⁴⁷ 558 Das christliche Leben 2. Erfllle mit dem Gnadenschein,/ die in drrtum verführet sein// auch die, so heimlich noch ficht an/ in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat/ von dir, das suche du mit Gnad/ und sein verwunoͤt Gewissen heil; /laß sie am Himmel haben teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör,/ die Stummen richtig reden lehr,/ die nicht bekennen wollen frei,/ was ihres Herzens Glau⸗ ben sei. 5. Erleuchte, die da sind verblenot, /bring her, die sich von uns getrennt,/ versammle, die zerstreuet gehn,/ mach feste, die im Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich/ auf Erden und im himmel⸗ reich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für solche Gnade preisen dich. Zohann heermann, 1 1617. 558 Oberhessische Weise. 1. Sag, was hilft al⸗le Welt/ mit ih⸗ rem Gut und ———— 2* 1.——3 4856 I 1——— 4 DDD...i.. e nire nn. S— Geld?„ Al⸗les ver⸗ schwind't ge⸗schwind/ gleich wie der — ö Rauch im Wind. 2. Was hilft oer hohe Thron,/ das Seepter und die Kron?/ Srepter und Regiment/ hat alles bald ein Enoͤ. 3. Was hilft sein hübsch und fein,/ schön wie die Röselein?/ Schönheit vergeht im Grab;/ die Rosen fallen ab. 5⁴⁸ 2— ben ein// scher mit imel eden lau⸗ von die ꝛisen 16¹7. eise. Das christliche Leben 559 4. Was hilft ein goloͤgelb haar?/ Augen kristallenklar?/ Lippen korallenrot?/ Alles vergeht im Tod. 5. Was ist das gülone Stück/ von Golo, Zierd und Geschmück?/ Golo ist nur rote Erd:/ die Ero ist nicht viel wert. 6. Fahr hin, o Welt, fahr hin!/ Bei dir find ich kein Gwinn:/ das Ewge achtst du nit;/ hier hast oͤein Ernt und Schnitt. 7. Fahr hin! leb, wie du willt,/ hast gnug mit mir gespielt./ Die Ewigkeit ist nah: /fromms Leben ich anfah. volkslied, Köln 162*. 559 Nach W. A. Mozart), 1812. 1. Schönster 83 Je ⸗ su,„ Herr⸗scher al ⸗ler I En⸗ 35 SGot⸗tes und ma ⸗ ri⸗ en Sohn,/ —.—— EZ i 1 will 10 ⸗ben,/ dich will ich eh⸗ ren,/ E R mei ⸗ ner See⸗le Freud und Kron. 2. Schön sind die Wälder,/ schön sino die Feloͤer/ in der schönen drühlingszeit: A Jesus ist schöner,/ Jesus ist reiner,/ der unser traurig Herz erfreut. 3. U Schön leucht't die Sonne,/ schön leucht't der Monde/ und die Sternlein allzumal: A Jesus leucht't schöner, Jesus leucht't reiner/ als die Engel im Himmelssaal. 5⁴⁹ 560561 Das christliche Leben 4. HlI Schön sind die Blumen,/ schöner sind die Menschen/ in der frischen Jugenozeit: A Sie müshen sterben//müshen verderben:/ Jesus bleibt in Ewigkeit. münster i. Westf. 1677. mel. Wie könnt ich ruhig schlafen. 560 Friedrich Silcher 1842. 7. 2 1. x So nimm denn mei⸗ne hän⸗de/ und füh⸗re mich A bis an mein se⸗lig En ⸗de/ und e⸗wig⸗lich. Lrarr du wirst gehn und ste⸗hen,/ da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle/ mein schwaches Herz/ und mach es gänzlich stille/ in Freud unò Schmerz;/ laß ruhn zu deinen düßen/ dein armes Rind,/ es will die Rugen schließen/ und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle/ von deiner Macht,/ du führst mich doch zum Ziele/ auch durch die Nacht;/ so nimm denn meine hände/ und führe mich/ bis an mein selig Ende/ und ewiglich. Zulie von hausmann, 4 1901. Nach Nikolaus herman, 4 1501. — ů—— LCLV—*„ n. — 1. Steht auf, ihr lie⸗ben Kin⸗der⸗lein,/ der Mel. Wer hier vor Gott will sein gerecht. 501 55⁰ Das christliche Leben 561 —— 4— ——————— 2—.— E E .——— 555 Mor⸗ gen⸗stern mit hel⸗lem Schein/ läßt frei sich se⸗ hen wie ein held/ und leuch⸗tet in die gan ⸗ze Welt. 2. Willkommen seist oͤu, schöner Stern!/ Du bringst uns Christum, unsern Herrn,/ der unser lieber Heiland ist;/ darum du hoch zu loben bist. 3. I Ihr Kinoͤer sollt bei diesem Stern/ erkennen Christum, unsern Herrn,/ Marien Sohn, den treuen Hort;/ der leuchtet uns mit seinem Wort. 4. A Gotts Wort, du bist der Morgenstern,/ wir können dein gar nicht entbehrn,/ du mußt uns leuchten immerdar,/ sonst sitzen wir im Finstern gar. 5. I1 Willkommen seist du, lieber Tag,/ vor dir die Nacht nicht bleiben mag;/ leucht uns in unsre Herzen fein/ mit deinem hellen Himmelsschein! 6. A O Jesu Christ, wir warten dein:/ dein heilges Wort leucht uns so fein!/ Am End der Welt bleib nicht lang aus/ und führ uns in deins Vaters Hhaus! 7. Du bist die liebe Sonne klar,/ wer an dich glaubt, der ist fürwahr/ ein Kind der ewgen Seligkeit,/ die oeinen Christen ist bereit. 8. Wir danken dir, wir loben dich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für deine groß Barmherzigkeit/ von nun an bis in Ewigkeit. Erasmus Alberus, geb. um 1500 in oͤer Wetterau, Pfarrer in Spreno⸗ lingen i. St., Staden, Babenhausen u. a. O., + 1555 in Neu-Brandenburg. 551 562 Das christliche Leben 562 Karl voigtländer, 1853. 1. Un ⸗ ter Li⸗lien je ⸗ner Freuden/ sollst ou SSSSSESSEEEE t wei⸗den,/ See⸗le, schwin ⸗ ge dich em ⸗ porl/ —.— E. — ö m D ö F EEE I ein Aö⸗ler fleug be⸗ hen⸗de;/ Je ⸗ su — +——n Hän⸗de/ öff ⸗ nen schon das per ⸗ len=tor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen/ zu dem Haufen/ derer, die des Lammes Thron/ nebst dem Chor der Seraphinen/ schon beoͤienen/ mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, /doch die Ruder/ meines Schiff⸗ leins laß mich ein/ in den sichern driedenshafen/ zu den Schafen,/ die der Furcht entrücket sein. 4. Nichts soll mir am Herzen kleben,/ süßes Leben,/ was die Erde in sich hält./ Sollt ich in der Wüste weilen/ und nicht eilen ꝛ/ Nein, ich eil ins himmelszelt. 5. Herr, wie bald kannst du es machen,/ daß mit Lachen/ unser Mund erfüllet seil/ Du kannst durch des Todes Türen/ träumend flihren/ und machst uns auf einmal frei. 5⁵² Das christliche Leben 563 6. Du hast Sünd und Straf getragen;/ Furcht und Zagen/ muß nun ferne von mir gehn./ Tod, dein Stachel wird zu Schanden/ frei von Banden/ weroͤ ich fröhlich auferstehn. 7. Gottes Lamm, dich will ich loben/ hier und oͤroben/ mit der herzlichsten Begier. /du hast dich zum ewgen Leben/ mir gegebenj/ hole mich, o Herr, zu dir! Joh. Luow. Konrad Allendorf, 4 1775. 6 Choralbuch oͤer 5 3 Brüdergemeinde, 1784. 1. Weil ich Je⸗su—.— lein bin,/ freu i mich nur —8 im ⸗mer⸗ hin/ ü⸗ ber mei⸗ nen gu⸗ ten hir⸗ ten,/ 2 sn n. der mich wohl weiß zu be⸗ wir ⸗ten,/ der mich lie⸗bet, der mich kennt/ und bei mei⸗ nem Na⸗ men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab/ geh ich aus und ein und hav/ unaussprechlich süße Weide,/ daß ich keinen Mangel leide;/ und so oft ich durstig bin,/ führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich nun nicht fröhlich sein,/ ich beglücktes Schäfelein?/ Denn nach diesen schönen Tagen/ werd ich enoͤlich heimgetragen/ in des Hirten Arm und Schob. ANmen, ja mein Glück ist großl Luise von Hayn, 4 1782. 55³ 56⁴4 Das christliche Leben 564 Volksweise, 1818. „ eißt du, wieviel Weißt oͤu, wie⸗viel — Sternlein ste ⸗hen/ an dem . Wol⸗ken ge⸗ hen/ weit⸗hin SDSn —II 3——. 2— D blau⸗en Him⸗mels⸗zelt? 1— üs ber al ⸗le Welt? Gott, der Herr, hat sie ge — IIN. R — 7 zäh ⸗let,/ daß ihm auch nicht ei⸗ nes feh ⸗let/ an der gan⸗zen gro⸗ßen Zahl,„ an der gan⸗zen gro⸗ßen Zahl. 2. Weißt du, wieviel Mücklein spielen/ in der heißen Sonnen⸗ glutꝰ/ wieviel hischlein auch sich kühlen/ in der hellen Wassers⸗ flut?/ Gott, der Herr, rief sie mit Namen,/ daß sie all ins Leben kamen, ꝛ/: daß sie nun so fröhlich sind. 7* 5⁵⁴ Das christliche Leben 565 3. Weißt oͤu, wieviel Kinder frühe/ stehn aus ihrem Bettlein auf,/ daß sie ohne Sorg und Mühe/ fröhlich sind im Tageslaufꝰ/ Gott im himmel hat an allen/ seine Lust, sein Wohlgefallen,:: kennt auch dich und hat dich lieb.:/ wilhelm hey, + 1884. Mel. K„Seele, Jesu Leiden. Wol (Ober wie e 161)„ 6565 Frond, Lumag aus-ge⸗stor⸗ben sei./ Für mich um ⸗fing dich X ——— +— 1 D—— Lei⸗den,/ ver⸗gingst für mich in Schmerz;/ ͤdrum geb ich — dir mit Freu ⸗den,/ auf e ⸗ wig die⸗ses hHerz. 2. Oft muß ich bitter weinen,/ daß oͤu gestorben bist/ und mancher von den deinen/ dich lebenslang vergißt./ Von Liebe nur 5⁵⁵ 566 Das christliche Leben durchoͤrungen/ hast du so viel getan,/ und doch bist du verklungen,/ und keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe/ noch immer jedem bei,/ unò wenn dir keiner bliebe,/ so bleibst du oennoch treu./ Die treuste Liebe sieget,/ am Ende fühlt man sie,/ weint bitterlich und schmieget/ sich kinoͤlich an dein Knie. 4. Ich habe dͤich empfunden,/ o lasse nicht von mir /laß̃ innig mich verbunoͤen/ auf ewig sein mit dirl/ Einst schauen meine Brüder/ auch wieder himmelwärts/ und sinken liebend nieder/ und fallen dir ans Herz. Friedrich von Hardenberg(Novalis), 4 1861. 566 Volksweise, um 1813. A GBei dieser Melodie fällt die Wiederholung der Schlußzeile weg.) 723 SE EE Er 1. Wer ist ein Mann?Wer beten kann/ und Gott, dem ——— S F Herrn, ver⸗traut;/ wenn al⸗les bricht,/ er za ⸗get nicht,/ dem 555 From ⸗men nim⸗mer graut. B ooͤer nach Rubert methjeshel, 1869. 4288 1. Wer ist ein Mann?„ Wer be ten kann/ und 55⁶ l —— From⸗men nim⸗mer graut. 2. Wer ist ein Mann? /Wer glauben kann/ inbrünstig, wahr und frei;/ denn diese Wehr/ trügt nimmermehr,:/ die bricht kein Mensch entzwei.: 3. Wer ist ein Mann?/ Wer lieben kann/ von Herzen fromm und warmz/ oͤie heilge Glut/ gibt hohen Mut:,: und stärkt mit Stahl den Arm. 2,: 4. Dies ist der Mann,/ der streiten kann/ für Weib und liebes Kind;/ der kalten Brust/ fehlt Kraft und Lust,) und ihre Tat wird Wind. /: 5. Dies ist der Mann,/ der sterben kann/ für Freiheit, Pflicht und Recht;/ dem frommen Mut/ deucht alles gut, n es geht ihm nimmer schlecht.:,: 6. Dies ist der Mann,/ der sterben kann/ für Gott und Vater⸗ land;/ er läßt nicht ab/ bis an das Grab ,: mit Herz und Mund und Hand./ 7. So, deutscher Mann,/ so, freier Mann,/ mit Gott, oem Herrn, zum Krieg!/ denn Gott allein/ kann Helfer sein, 5½ von Gott kommt Glück und Sieg. y:· Ernst Moritz Arnot, 1815. 557⁷ 567. 568 Das christliche Leben 40 wie Nr. 4395 567 Friedrich Silcher, 4 1860. * N H— 5— I. Wie lieb⸗lich ists hie⸗ nie⸗den,/ wenn Brü⸗der treu⸗ge⸗sinnt/ in Ein⸗tracht und in Frie⸗den/ ver⸗ ——. S traut bei„sam ⸗men sind. 2. Wie Tau vom hermon nieder/ auf Gottes Berge fließt:/ also auch auf oͤie Brüder/ der Segen sich ergießt. 3. Und einstens wiro erneuet/ durch sie die heilge Staoͤt;/ was Knecht ist, wird befreiet/ und rein, was Flecken hat. 4. And alles Volk der Erde/ geht nun zum Lichte ein;/ dann wird nur eine heroͤe/ und nur ein Hirte sein. Friedr. Gottlob Wetzel, 1819. 568 Rarl 855—.—5 E ů.—.—— S. 1. 1 Wie mit grimm⸗gem An⸗ ver⸗ stand/ Wel⸗len Nir⸗ genos Ret⸗tung, nir⸗genoͤs Land/ vor des SE sich be ⸗ wesgen! 115 isu⸗ ů Sturm⸗winds Sclä.en.) 3, er d 5⁵5⁸ Das christliche Leben 569 W—4 1 e. 16— 75575——. d 5—.—.—— Nacht,/ ei ⸗ner ist's, der uns 0—— Christ Ky⸗ ri⸗ e,/ oͤu wan⸗-delst auf 2 See. 2. ¶ Wie vor unserm Angesicht/ Mond und Sterne schwinden!/ wenn des Schiffleins Ruoͤer bricht,/ wo dann Rettung finden? nKeine hilf als bei dem Herrn// er ist unser Morgenstern: Christ Kyrie,/ erschein uns auf der Seel 3. ANach dem Sturmefahren wir/ sicher durch oͤie Wellen,/ lassen, großer Schöpfer, dir/ unser Lob erschallen./ Lobet ihn mit herz und Mund,/ lobet ihn zu jeder Stund!/ Christ Ryrie,/ ja bir gehorcht die See. 4. Einst in meiner letzten Not/ laß mich nicht versinken!/ Soll ich von dem bittern Tod/ Well auf Welle trinken,/ reiche mir dann liebentbrannt,/ Herr, Herr, deine Glaubenshandl/ Christ Kyrie,/ komm zu uns auf die See! Nach einem Schifferliede von Johannes daniel§alk, 4 1826. 569 um 1805. SEE—.— EIESEEE R n. 1. I Wir pflü⸗gen und wir 6 den Sa⸗men auf das Iin ——— 4 Re.——— * + Land,/ doch Wachs⸗tum und Ge ⸗ dei⸗ hen/ steht 550 569 Das christliche Leben —4 in des Him ⸗mels Hand;/ dͤer tut mit lei⸗sem We⸗hen sich — X EIX DIU DII —⁴ SIEZ * mild und heimlich auf/ und träuft, wenn heim wir gehen,/ Wuchs * 4— . — ö ů— 7 ö ů her von Gott, dem Herrn;/ oͤrum dankt ihm, dankt,/ oͤrum E 2—.——.—— — E dankt ihm, dankt/ und hofft auf ihn! 2. Er sendet Tau und Regen/ unõ Sonn⸗ und Mondenschein/ und wickelt seinen Segen/ gar zart und künstlich ein;/ und bringt ihn dann behende/ in unser Feld und Brot /es geht dͤurch unsre Hände, /kommt aber her von Gott. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn;: oͤrum dankt ihm, dankt ,: uno hofft auf ihn! 3. Was nah ist und was ferne,/ von Gott kommt alles her,// der Strohhalm und die Sterne,/ oͤas Sandkorn und das Meer./ Von ihm sind Büsch und Blätter/ und Korn und Obst, von ihm/ (H◻IH Das christliche Leben 57⁰ das schöne drühlingswetter/ und Schnee und Ungestüm. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn; drum dankt ihm, dankt, und hofft auf ihn! 4. I Er läßt die Sonn aufgehen,/ er stellt des Mondes Lauf,/ er läßt die Winde wehen/ und tut die Wolken auf./ Er schenkt uns so viel Freude,/ er macht uns frisch und rot;/ er gibt dem Viehe Weide/ und seinen Menschen Brot. A Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem Herrn;): oͤrum daͤnkt ihm, dankt ,: und hofft auf ihn! Matthias Claudius, 4+ 1815. 570 Niederländische Volksweise, vor 1626. 9 H—.——— E 7 I 1. Wir tre⸗ten zum Be⸗ten vor Gott, den Her⸗ren,/ DDII.I‚‚T‚I‚‚.....— E H M .irin ihn oͤro⸗ben zu lo⸗ben mit Herz und Mund:/ So ———— N —— N 1 n a, rüh ⸗ö met froh sein's lie⸗ben Na⸗ mens Eh⸗ren,/ der 57 133 1 —— 1 S je ho un⸗sern deind warf auf den Grund. 2. I Zu Ehren des Herren wollt, weil ihr lebet,/ ihm danken ohn Wanken dies Wunder groß./ Vor seinem Rug stets rein zu wandeln strebet,/ tut Recht und sagt von Lug und Trug euch los. 3⁰ 5⁰¹ 57¹ Das christliche Leben 3. II Der Böse, Arglose zu Fall zu bringen,/ schleicht grollend und brüllend, dem Löwen gleich,/ und suchet, wen er grausam mag verschlingen,/ wem er versetzen mag den Todesstreich. 4. A Wacht, flehet, bestehet im guten Streite,/ mit Schande in Bande der Sünoͤ nicht falltl/ Dem frommen Volk gibt Gott den Feind zur Beute,/ und wär auch noch so groß sein's Reichs Gewalt! Niederländisches Siegeslied(1620), übertragen von Karl Budde. 571 Irische Weise. + EEEEEE .——— die Hei⸗mat, die 665 .— 27. 2338 W—2 1 deckt sie mit 64465 en⸗ den 4 ti⸗chen zu?/ Ach bie⸗tet die ++ +— i= E— 2.—. 3— 25 kei⸗ ne zi statt uns an,/ wo Sünde nicht herrschen, nicht 2 E an⸗———1 7 Amer⸗ nein, benn hr ist sie .. nicht 16— 1 mat der 8 ist oͤro ⸗ben im Licht. 2. Verlasset die Erde, die heimat zu sehn,/ die heimat der Seele, so herrlich, so schön!/ Jerusalem oroben, von Golde gebaut,/ ist 56² Seele, it// ist Das christliche Leben 537² dieses oͤie heimat der Seele, der Braut?: Ja, ja:: dieses allein/ kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht!/ Tod, Sünoe und Schmerzen, die kennt man dͤort nicht./ Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang/ bewillkommt die Seele mit süßem Gesang! 2): Ruh, Ruh,)/: himmlische Ruh/ im Schoße des Mittlers, ich eile dir zul Franz Ludwig Jörgens, 4 1857. Mel. Wachet auf ruft uns die Stimme. 572 Frankfurt a. M. 1599. 2 — ö—.— ö..— n — ʒieht in Frie⸗den eu⸗ re Pfa⸗del/ Mit euch des gro⸗ßen Wenn euch Je⸗su hän⸗de schirmen,/ gehts un⸗ter Sonnen⸗ E 5 Got⸗tes Gna⸗de/ und sei⸗ ner heil⸗gen En⸗gel Wacht! schein unòd Stürmen/ ge⸗trost und froh bei Tag und Nacht. 1 WeAe Lebt wohl, lebt wohl im e Er sei euch nimmer fern,/ ++ 1—. ö ERAEE — und wenn ihr sucht sein An⸗ge⸗sicht! Gustav Knak, + 1878. Liturgische Gesänge⸗ I. Wechselgesänge der Gemeinde für den Haupt⸗ gottesoͤienst an Sonn⸗ und Feiertagen 1. Zum Beginn (Aach: Im Namen des Vaters usw.) Eh⸗re sei dem Va⸗ter und dem Soh⸗ne und dem —— E + I I heil⸗gen Gei⸗ste, wie es war von An⸗fang, jetzt und im⸗mer⸗ ————— — 17 1 von E⸗ wig ⸗keit zu E⸗wig ⸗keit. A⸗ men. 5 I..— △— Ehr sei dem Va⸗ter und dem Sohn und dem hei⸗ D N E PECCTDDPee ————*—..—— li⸗gen Geist, wie es war von An ⸗ fang, jetzt und im⸗ Liturgische Gesãnge — 2 ů ‚..—— R mer⸗dar und von E⸗wig⸗keit z3j E⸗ ⸗ wig⸗keit. A⸗men. 3. Bitte um Gottes Gnaoͤe .— 4+.—.— 672 N a—— Her⸗ re Gott, er⸗bar⸗me dich. Chri⸗ste, er⸗ bar⸗ —— 2— H me dich. Her⸗ re Gott, er⸗bar⸗me dich. I— 88 Herr, er⸗bar⸗me dich. Chri⸗ste, er⸗bar⸗me dich. * 2 E i Herr, er⸗barm dich s⸗ber uns. mer⸗ 4. Dank für dͤie Erlösung 4(Nach der Gnaoͤenversicherung, schließend mit: Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen.) en. V n H.rt rnen— SSESESI.———— — 7 Eh⸗re sei Gott in der hö⸗hel Und auf ei⸗ IÜ.; mrn SII———— Er⸗den Fried und den Men⸗schen ein Wohl⸗ge ⸗ fal=lenl Oder: Allein Sott in der Höh sei Ehr. im⸗ 565 Liturgische Gesänge [5. Wechselgruß oͤes Geistlichen und oͤer Gemeinde (Geistlicher: der Herr sei mit euchl) And mit dei⸗nem Gei ⸗ stel] 6. Zum Gebet b 24 4. A⸗ men, men. 1I7. Zur Schristlesung ——55 mit: Lob sei dir, o Jesu h) I Eh⸗re sei doͤir, Hherr!] 8. Zur Schristlesung (chließend mit: Lob, Ehr und Preis sei Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.) N Hal⸗le ⸗ͤlu⸗ ja, Hal ⸗le⸗lu⸗ ja. 0 5b SSSE 2.—.—— △ Hal⸗le ⸗lu⸗ja, Hal⸗le⸗lu⸗ja, Hal⸗le- lu ja. 1175 IIR 11111 7 166779*ʃͤ⁰„* änge inde it zu An Sonn⸗ und Feiertagen(575) In oͤer Passionszeit W A⸗ men. 9a(575) Wiltenberg 1825 ———.— 5.—— Wir glau ⸗ ben all an Ei ⸗ nen Gott,/ äIPIPIPIPIPIPIPIIIxITttxxx...... Schöp⸗fer 308„mels und der Er⸗den, der sich durch Je⸗ sum, + *ĩ—3 ͤ. — sei⸗nen Sohn, uns zum Va⸗ter hat ge⸗ ge ⸗ ben./ Er will .,. dhrier tn, — 2 uns all⸗zeit er⸗ mahwen,js zur Se⸗lig⸗keit be⸗wah⸗ren —....— 2——8. durch den heilgen Geist i im Glau⸗ ·benʒ kemn 2210 soll uns ————— wi⸗der⸗fah⸗ren./ Ind ob auch Tod und höl ⸗le R .—.—— 5 oräut,„ wir sind des herrn in E⸗ wig⸗keit! Nach Luther, 4 1546. 56⁷ (574 575⁵) Liturgische Gesänge 9 b(5 74⁴) Langenöls 1742. —— Wir glau⸗ben all an Ei⸗ nen Gott,/ Schöp⸗fer der sich durch Je⸗sum, sei⸗ nen Sohn,/ uns zum 1 2 — 1 — IEIIEE Himmels und der Er⸗den, va⸗ ter hat ge⸗ge⸗ ben./ Er will uns all⸗zeit er⸗ —. ů—.——.—— nãh ⸗ren,/ uns zur Se⸗lig⸗keit be⸗wah⸗ren/ oͤurch den SE heil⸗gen Geist im Glauben;/ kein Leid soll uns wi⸗ der⸗fah⸗ IiEEEEE.— ren./ Und ob auch Tod und Höl⸗le oͤräut,/ wir sind des +—.— Herrn in E⸗wig⸗keitl/ A⸗men, N⸗ men, A= menl Nach Luther, 4 1546. 9 C(575) Arnolò Mendelssohn, 1912. 2 II—— EIEEEE....... —.—.*.—— Wir glau⸗ben all an Ei ⸗ nen Gott,/ Schöpfer himmels der sich durch Je⸗sum, sei⸗nen Sohn,/ uns zum Va⸗ ter inge 17⁴². EENNNN 8 7 4— u 1¹ den * u I An Sonn⸗ und Feiertagen(57⁵) —— E 1 I und der Er⸗den, Er will uns all⸗zeit er ⸗näh ⸗ ren,/ hat ge⸗ge⸗ben.] durch den heil⸗gen Geist im Glau⸗ben;/ EIII EEEEEEEEEE—.—. S.I I uns zur Se ⸗lig⸗keit be⸗wah⸗ ren 05 kein Leid soll uns wi⸗der⸗fah⸗ren. nach die⸗sem E=lend I I H n e ist be⸗reit/ uns ein Le⸗ben in E⸗ wig ⸗keit./ EEEEEEEEEEE E SISSEEEEEE A⸗ men, A„ men, A„ men. Oder: nach dem vom Geistlichen gesprochenen Glaubensbekenntnis singt oie Gemeinde: E + A ⸗„ men. Oder wie 11. 10. Nach oͤem Vaterunser S + A⸗ men. 11. Nach oͤem Segen D + 2 1 1 G +— 1 A⸗ men, A⸗ men, A⸗men. Liturgische Gesänge 94 S = men, A⸗ ⸗ men, A men. 94 ——1 I WSSSEE A⸗men, A⸗men, A= men. — Il. Wechselgesänge zur Abenoͤmahlsfeier 1. Schaffe in mir, Gott. Nr. 211.— Christe, oͤu Lamm Gottes. Nr. 195. 12. Nach den Worten: der herr sei mit euchl — E .— x— Lnd mit dei⸗nem Sei⸗ste.] 3. Nach den Worten: Die herzen in die Höhel E F—.— ö — 8——— Er⸗he⸗ ben wir zum her⸗ren. 4. Nach den Worten: Lasset uns danksagen unserm Gott! +. 2* 2 + —* 2 5*— + Das ist wür⸗oig und recht. 57⁰ Zur Abenoͤmahlsfeier(576 5. Nach der Danksagung: 656 — ESSSEEEEEE — hei⸗lig, hei⸗lig, hei ⸗lig ist Gott, der Herr SSDSSSSSE. ze⸗ba⸗othl Al⸗le Lan ⸗ de sind sei⸗ner Eh ⸗re voll. SPSI.I.I...PI..IIITTIEE....... EEEEESEEEEEEEE ho⸗si⸗ an⸗ na in der hö ⸗ hel Ge⸗lo⸗bet sei, —.—— +— en EE IEEEEEEEEEEEEE der da kommt im Na⸗men des Herrn, ho⸗si⸗ an⸗ na in der HN I II I — hö⸗hel Jesaia 6,5; Matth. 21,9. Die in Hessen gebräuchlichen Gottes⸗ dienstoroͤnungen (Siehe Liturgische Gesänge S. 564 ff.) I. Hauptgottesdͤienst Form A. (Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gebet. Schriftlesung(entweder Epistel oder Evangeltum). 87¹ Gottesdienstoroͤnungen Cied. ö Kanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. Lied. Kirchengebet. Fürbitten. Gebet des Herrn. (Schlußgesang.) Verkündigungen. Segen. Form B. 1. Eingan (Chorgesang.) Ml Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. P. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilchgen Geistee), wie es war von Anfang, jetzt und immer⸗ dar(unö) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder 125,1: Allein Gott in der höh sei Ehr/ oder 5,4j 151,53 156,1; 157,/1 o. e. a. 2. Gebet und Schriftl b.Coh, ebet und Schriftlesung Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. x II. Aites Lestament. Lied des Chores oder der Gemeinde. 2.] Neues Testament. Gemeinde: halleluja, Halleluja(Halleluja). In der Pashionszeit: Amen.) (Chorgesang.) F. Rird Lied der Gemeinde. 4. Preoͤigt P. Kanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. Oder Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 57² + 2 Gottesdienstoroͤnungen 5. Gebet PP. Altarspruch. Chorgesang. Oder: (P. Die herzen in oͤie höhe. Gemeinde: Erheben wir zum herren. P. Lasset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: Das ist würoig und recht.) p. Danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, der herr debaoth alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des herrn. Hosianna in der Höhe.)] Allgemeines Kirchengebet und dürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 6. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,5; 11; 15,57 152,4; 291,9 oder ein anderes, auch: die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Nmen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. dorm C. 1. Eingang (Chorgesang.) 2 Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilthgen Geistee), wie es war von Anfang, jetzt und immer⸗ dar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.(Oder Nr. 5, v. 47 151, v. 5; 156, V. 1; 157, V. I oder ein anderes.) b) p. Ryrie(Bitte um Gottes Gnade). Herr, erbarme dich. 575 Gottesdienstoroͤnungen Gemeinde: herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dͤich über uns. Ooer: herre Gott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herre Gott, erbarme dich.(Oder eine Lieostrophe, 3. B.: 211; 212, J. 3.) 0) P. Gloria.(Verkünoigung der Gnade Gottes.) Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen! Gemeinde: Ehre sei Gott in der höhe und auf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen! Ooer Nr. 125, 1(oder ein anderes). (Chorgesang.) 2. Gebet unoͤ Schriftlesung. P. Gebet. 5 l— OGemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung. Semeinde: Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In oͤer Passions⸗ zeit: Amen.) 3. Glaubensbekenntnis P. Lasset uns vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntnis unseres Glaubens: Gemeinde: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich durch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen Geist im Glauben. Kein Leid soll uns widerfahren. UAnd ob auch Tod und hölle oͤräut,(nach biesem Elend ist bereit Wir sind des Herrn in Ewigkeit. Uns ein Leben in Ewigkeit.) (Amen.) Oder P. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Amen(Amen, Amen). 57⁴ Gottesdienstoroͤnungen 4. Lied 5. Preoͤigt Kanzelgruß. Preöigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder: wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 6. Gebet P. Altarspruch. Chorgesang. Oder: (p. die herzen in die höhe. Geme in de: Erheben wir zum herren. P. Lasset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: Das ist würdig und rocht.) p. Danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, der herr Zebaoth⸗ alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des herrn. Hosianna in der höhe.)] Rilgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet des Herrn. (Chorgesang.) 7. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,57 11; 15,5; 152,47 291,9 oder ein anderes, auch: Die Gnaoe unsers Herrn Jesu Christi unoͤ die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heilgen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. dorm D. 1. Eingang a) (Chorgesang.) Eingangslied der Gemeinde. P. Eingangsgruß. Gemeinde: Amen. 575⁵ Gottesoienstoroͤnungen P. Eingangsspruch. (Chorgesang.) Gemeinde: Ehrle) sei dem Vater und dem Sohnle) und dem heilihgen Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immer⸗ dar(unoͤ) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder Nr. 5 V. 4; 151 v. 3; 156 v. 1½7 Y. 1. e. a. b) P. Sündenbekenntnis. Herr, erbarme dich. Gemeinde: herr, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herr, erbarm dich über uns. —— 0——— Gott, erbarme dich. Christe, erbarme dich. Herre Gott, erbarme 0) P. Gnadenverkündigung. Lobsinget ihm, erhebet seinen Namen! Gemeinde: Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden dried unt den Menschen ein Wohlgefallen.(Oder Nr. 125, VL. 1.) (Chorgesang.) 2. Gebet und Schristlesung. P. Der herr sei mit euch. Gemeinde: Und mit deinem Geiste.) P. Gebet. Gemeinde: Amen(Amen). P. Schriftlesung:(1.) Das Evangelium. IP. Lob sei dir, o desul Bemeinde: Ehre sei dir, Herr. (Liedvers, Gemeinde oder Chor.) 2. Die Epistel.] GSemeinde: Halleluja. Halleluja(Halleluja).(In der Passions⸗ zeit: Amen.) 3. Glaubensbekenntnis P. Lasset uns vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntnis unseres Glaubens. entweder: P. Glaubensbekenntnis. Gemeinde: Nmen(Amen, Amen). 57⁰ jen em ler⸗ . 5 rr, nt 8 ——— Gottesdienstoroͤnungen Gemeinde: Oder: Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, Der sich oͤurch Jesum, seinen Sohn, Uns zum Vater hat gegeben. Er will uns allzeit ernähren, Uns zur Seligkeit bewahren Durch den heilgen Geist im Glauben. RKein Leid soll uns widerfahren. Ooer: Und ob auch Lod und Hölle oräut, gach diesem Elend ist bereit Wir sinod des herrn in Uns ein Leben in Ewigkeit.) (Amen.) 4. Lied 5. Preoͤigt Kanzelgruß. Predigt. Friede Gottes. (Chorgesang.) Gemeindelied. Oder Wechselgesang zwischen Chor(Chören) und Gemeinde. 6. Gebet P. Altarspruch. (Chorgesang.) Allgemeines Kirchengebet und Fürbitten. Gebet oͤes herrn. (Chorgesang.) 7. Schluß Gemeinde: Schlußgesang(2,5; 11; 15,5 152,/4 291/9 oder ein anderes, auch: Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen. Amen.) P. Verkündigungen. P. Segen. Gemeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. Orgelnachspiel. Gottesdienstoroͤnungen II. deier des heiligen Abenoͤmahls lWenn Beichte damit verbunden ist: (Chorgesang.) Lied der Gemeinde. P. Eingangsspruch. (Sebet. Gemeinde: Amen.) P. Ansprache. (Semeinde: Schaffe in mir, Gott, ein reines herze Nr. 2¹1.) P. Beichte und Gnadenverkündigung.] Abenomahlsfeier: Gemeinde: Christe, du Lamm Gottes Nr. 195oder ein anderes Lied. (P. Abenomahlsvermahnung, wenn die Beichte nicht unmittelbar vor⸗ angegangen ist.) Es folgt entweder: P. Die herzen in die höhel Gemeinde: Erheben wir zum herren. P. Lasset uns danksagen unserm Gott. Gemeinde: das ist würoig und recht. P. Danksagung. Gemeinde: heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr zebaoth; alle Lande sind seiner Eyre voll. hosianna in der höhe.(Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der höhe.) Oder: P. Danksagung.(Gemeinde: heilig, heilig, heilig[wie oben]) P.(Gebet.) Gebet des Herrn(vor ober nach den Einsetzungsworten). Einsetzungsworte des heiligen Abendmahls. Austeilung des heiligen Abenomahls (wobei Chor und Gemeinde singen, z. B.: Schmücke dich, o liebe Seele Nr. 196 oder anoͤere Lieoͤer). P. Gebet. Gemeinde: Schlußlied, z. B.: Nr. 158, 75 310. P. Segen. Semeinde: Amen, Amen, Amen. Stilles Gebet. 57 Gottesdienstoroͤnungen III. Der Kinoͤergottesdienst dorm A. (Kinderchor.) K. Lied. Eröffnung. K. Amen. „Eingangsspruch. K. Wechselgesang, z. B.: Nr. 159. Knaben: V. 1. Mäochen: O. 5. Alle: L. 8(ähnlich Ar. 150, 155, 154, 275, 368, 371). P. Gebet. K. Amen(Amen). P. Schriftlesung. K. Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: Amen.) K. Lieb. Unterweisung. K. Lied. P. Gebet. Sebet des Heren. K. Schlußgesang. P. Segen. K. Amen, Nmen, Amen. Form B. Eingang: K. Lied. P. Eröffnung und Eingangsspruch. K. Ehr(e) sei dem Vater und dem Sohnge) und dem heilchgen Geistle), wie es war von Anfang, jetzt und immerdar(und) von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Oder: Nr. 5, L. 4, 6 V. 5. o. e. a. P. Bußspruch. K. Nr. 211 oöer 249, V. 1. P. Gnadenverkündigung. K. Ehre sei Gott in der höhe und auf Erden Fried und den Menschen ein Wohlgefallen. Ooer: Ar. 125,1; 150,1 154,1. 2; 249/5. [Bekenntnis(entweder die 10 Gebote oder die Seligpreisungen oder Glau⸗ bensbekenntnis.)1 P. Gebet. K. Amen(Amen). Hauptlied. P. Schriftlesung. K. Halleluja, Halleluja(Halleluja).(In der Passionszeit: Amen.) Unterweisung und Gesang. Gebet. Gebet des herrn. K. Schluß gesang. P. Segen. Kk. Amen, Amen, Rmen. 37⁰ 579 Morgen⸗ und Gebete zur häurslichen Anoͤacht 1. Luthers Morgensegen Wenn ich mich zu Bette lege, so oͤenke ich an dich; wenn ich erwache, so reoͤe ich von oͤir. Pf. 65, 7. Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geistl Amen. Ich danke oir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß oͤu mich diese Nacht vor allem Schaoͤen und Gefahr behütet hast, und bitte oͤich, oͤu wollest mich oiesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Ubel, auf daß oir all mein Tun und Leben gefalle. Ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Ur. 291: Vater unser im Himmelreich. 2. Luthers Abenoͤsegen Herr, ich gedenke des Nachts an deinen Ramen. Pf. 119, 55. Das walte Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Amen. Ich danke dir, mein lieber himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag so gnädig⸗ lich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünden, wo ich unrecht getan und dich beleidigt habe, und mich diese Nacht auch so gnäͤiglich behüten. Ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Lied Nr. 586: Hinunter ist der Sonne Schein. l. Morgen⸗ und Abenoͤgebete auf die Tage der Woche 3. Morgengebet am Sonntag Eins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des herrn und seinen Tempel zu besuchen. Ps. 27, 4. 58⁰0 Abenoͤgebete Vater des Lichts, der du das natürliche Licht dieser Welt uns scheinen lässest, sende doch auch heute das wahrhaftige Licht, Jesus Christus, in unsere Herzen und lasse ihn darin leuchten und alle Finsternis vertreiben, oͤamit wir dich, ewiger Gott, in deinem lieben Sohne erkennen und liebgewinnen mögen. Siehe, wir sind durch die Sünodͤe in der Finsternis der Eitelkeit dieser Welt gefangen; darum lehre uns selber aus deinem Worte, wie wir dir im Glauben gehorsam werden können. Vater des Lichts und Geber aller guten und vollkommnen Gaben, gönne uns heute dein heiliges Wort und laß es unseres Herzens höchste Freude und Wonne sein. Stärke uns, alles zu meiden, was deinen heiligen Tag entheiligt, und laß uns merken, wo es uns fehlt. Gib auch allen denen, die hier und an anderen Orten heute dein Wort verkündigen, deinen heiligen Geist, daß sie dein und nicht ihr Wort preoͤigen, und daß sie solches tun mit fröhlichem Auftun ihres Mundes zum heile derer, die sie hören.— Ja, komme selbst zu uns und halte deinen deiertag in unsern Seelen. Laß unser Herz deinen Tempel sein. Wohne in uns mit deinem Geist und führe uns bis an das Ende unserer Wallfahrt; bis wir würdig werden, den ewigen Sabbat mit dem Volke Gottes zu feiern; dann wollen wir dich für alle deine Liebe und oeine Wohltaten herzlich lieben, loben und preisen ewiglich, odurch Jesus Christus, unsern herrn. Amen. Lied Nr. 301: Gott ist gegenwärtig. 4. Abenoͤgebet am Sonntag. Das ist ein köstlich ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Ps. 92, 2. 3. Herr, allmächtiger Gott und himmlischer Vater, wir danken dir von Grund unserer Herzen für deine Güte und Wohltat, die du uns an diesem Tage erzeigt hast, insbesondere für dein göttliches Wort, das du uns auch heute hast verkündigen lassen. Wir bitten dich auch, oͤu treuer Gott, du wollest uns bei deinem alleinseligmachenoͤen Wort bis an unser letztes Seufzen erhalten und unsere herzen mit deinem heiligen Geiste erleuchten, daß wir erkennen mögen, was gut und böse ist. Du wollest auch alle Sünden, die wir heute wissentlich oder unwissentlich getan 581 Morgen⸗ und haben, auch die verborgenen Fehler, durch oeine Barmherzig⸗ keit uns vergeben, und in der kommenden Nacht uns Ruhe ver⸗ leihen, daß wir frisch und gesund zu deinem Lobe morgen wieder aufstehen. Amen. Lied Nr. 159: Lobe den Herren, o meine Seele! 5. Morgengebet am Montag Der herr, unser Gott, sei uns freunoͤlich und föroͤere das Werk unserer Hände bei uns; ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern. Pf. 90, 17. O herr! Durch deine Güte fangen wir mit diesem Morgen unsere Wochenarbeit von neuem an. Laß deine ewige Liebe und Treue auch heute uns abermals aufgehen. Wer sind wir, o Gott, daß du uns bis hierher gebracht hast? Ach, geoͤenke nicht un⸗ serer Sünden, gedenke aber heute unser nach oͤeiner großen Barm⸗ herzigkeit. Verlaß uns nicht und ziehe deine Hand nicht von uns ab, Gott, unser heil! Lehre uns tun nach deinem Wohl⸗ gefallen; dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Behüte uns vor allem Ubel, behüte unsere Seele und unseren Leib, un⸗ seren Eingang und Rusgang! Wehre allem Bösen, das uns das Ziel unseres Christenlaufs verrücken könnte. Laß uns auf⸗ sehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens, damit alles, was wir tun, in dir getan sei! Gib zu unserer Ar⸗ beit dem Leibe Kraft und Gesunoͤheit, dem Gemüte Ruhe und Zufriedenheit und erhalte uns den Segen, dͤen dͤu seither uns hast zufließen lassen. Legest ou uns eine Last auf, so hilf sie uns auch tragen. Segne, die dich lieben, beide, Große und Kleine, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Amen. Lied Nr. 365: Aus meines Herzens Grunde. 6. Abenoͤgebet am Montag Ich liege und schlafe ganz in Frieden; denn du allein, Herr, hilfst mir, daß ich sicher wohne. Pf. 4, 9. Ich lobe und preise deinen heiligen Namen, ewiger Gott, für die Wohltaten, oͤie ich heute wieder von dir empfangen habe. Ich preise oͤich auch für das Kreuz, das du mir, als einem Jünger Jesu, täglich auflegst, um meine Seele zu dir zu ziehen. So nimm mich denn jetzt zur Ruhe, lieber Vater! Ich lege mich in 58² — — Abenoͤgebete deine Arme in gläubigem Vertrauen auf deine Gnade. Schließe ou mir mit deiner segnender v terhand die Rugen zu. Behüte meinen Leib und meine Seele und alles, was du mir gegeben hast. Behüte auch alle meine Lieben und laß niemand sie aus deiner Hand reißen. Erbarme dich aller Menschen in der Welt, vornehmlich meiner Mitbrüder und Mitschwestern in Christo Jesu. Amen. Lied Nr. 300: Ach, Gott, verlaß mich nicht! 7. Morgengebet am Dienstag Bei dir ist die lebendige Guelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht. Breite deine Güte aus über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die drommen. Ps. 36, 10. 11. O oͤu allmächtiger Gott und Vater des Lichts, der oͤu aus der hinsternis den Morgen machst und die Sonne dem Tage zum Lichte gibst, dir bringe ich frühe das Dankopfer meines Mundes dar, weil du mich das Sonnenlicht wieder hast erblicken lassen. Ach Herr, laß mit dem Tageslicht mir und den Meinen, meinen Freunden und denen, die mir feind sino, auch deine Gnade neu aufgehen. Gib allenthalben neues Licht, neue Freudigkeit, neues Leben und neue Seligkeit! O herr Jesus Christus, du Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf mit deiner Gnade in meinem Herzen. Erleuchte, erwärme und erfreue es. Bewahre mich vor den Werken der Finsternis, laß mich in deinem Lichte wandeln, oͤir folgen und dereinst gelangen zu deiner himmlischen Klarheit. Amen. Lied Nr. 371: Morgenglanz der Ewigkeit. 8. Abenoͤgebet am Dienstag Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebenoͤiger gerecht. Ps. 145, 2. Herr, oͤu Hüter Israels, der oͤu nicht schläfst noch schlummerst, wache über uns mit deinem Vaterauge auch in dieser Nacht. Deine gand decke alles, was da lebet! Laß uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Gib, daß alle, die heute uneins miteinander geworden sind, die Sonne nicht über ihrem Zorn untergehen lassen. Erquicke mit sanfter Ruhe alle Menschen, die diesen Tag über müde geworden sind. Stärke die, welche aus Not auch in dieser Nacht arbeiten müssen. Hilf 38³ Morgen⸗ und den Reisenden zurecht, die jetzt noch auf der Straße wallen. Schaffe denen ihr Unterkommen, welche heute keine Herberge fanden. Labe, die sich hungrig niederlegen müssen. Wache selbst über oen Kranken, pflege die Kinder und Säuglinge, kürze die Zeit denen, die nicht schlafen können, und stehe mit deinem Trost allen Notleidenden bei, die heute eine elende Nacht haben wer⸗ den.Erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir enoͤlich aus dieser Welt kommen zu deinem ewigen Licht! Amenl Eied Nr. 400: Der Mond ist aufgegangen. 9. Morgengebet am Mittwoch Herr, lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn. Ps. 145, 10. Eieber himmlischer Vater, durch deine Gnade bin ich wieder in die Mitte einer Woche eingetreten und preise dafür deinen heiligen Ramen. deine Güte ist's, daß wir nicht gar aus sino, deine Barmherzigkeit hat noch kein Enoͤe, sonoͤern sie ist alle Morgen über uns neu, und deine Treue ist groß. Dir ergebe ich mich aufs neue, o Vater; mache mit mir, was dir wohlgefällt. Reinige, läutere und bewähre mich, daß ich ein rechtschaffener Christ werde. Für meine leibliche Notoͤurft wirst du wohl sorgen; bewahre mich aber vor Mübiggang und laß mich arbeiten, weil es oͤein Wille ist, und aus herzlicher Liebe gegen meinen Nächsten. Laß deine Barmherzigkeit sich ausbreiten über alle Menschen. Meine Beleidiger siehe mit erbarmendem Ruge an und vergib ihnen, gleichwie ich ihnen von Herzen vergebe. Alle meine An⸗ verwanoͤten lege ich in deine Liebesarme. Kirche und Schule, Obrigkeit und Untertanen befehle ich oͤir, mein Gott, wo aber gottloses Wesen ist, da hilf, daß der Sünde gesteuert weroͤe. Hilf den Armen und Elenden, oͤie zu dir schreien. Herr, mein Gott, erhöre mich um Jesu Christi willen! Amen. Lied Nr. 368: die güloͤne Sonne. 10. Abenoͤgebet am Mittwoch Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem glehen; merke auf mich und erhöre mich. Ps. 55, 2. 3. 584 unoͤ hallen. rberge selbst ze die CTrost wer⸗ n, bis Licht! u bist 3, 10. ieder einen sino, alle gebe fällt. fener gen weil sten. chen. rgib An⸗ zule, aber Hilf ott, iem Abenoͤgebete Barmherziger Gott, lieber himmlischer Vater! dch sage dir Lob und Dank für alles Gute, das du mir bisher erwiesen hast, für allen Segen, mit dem oͤu mich im Leiblichen wie im Geist⸗ lichen gekrönt, für alle Hilfe und allen Beistand, den du mich immer wieder hast erfahren lassen, für die Freuoͤe, die du mir geschenkt, und für oͤe Langmut und Gedulö, womit oͤu meine Fehler getragen hast. Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir getan hast, und bitte dich mit herzlicher Reue um Vergebung alles Bösen, das ich begangen. Herr, gehe nicht ins Gericht mit mir, laß deine Güte und Treue mich auch diese Nacht und ferner behüten. In deine Hand befehle ich meinen Leib und meine Seele, mein Gut und Vermögen, mein Wachen und Schlafen, mein Leben und Sterben. Wenn einst die Nacht auch für mich kommt, da niemand mehr wirken kann, dann reiche mir deine allmächtige Hand und nimm mich auf zu dir in dein himmlisches Reich. Amen. Lied Nr. 507: Jesu, meine Freude. 11. Morgengebet am Donnerstag Herr, höre meine Worte, merke auf meine Reoe, vernimm miein Schreien, mein König und mein Gott, denn ich will vor oir beten! Herr, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir schicken. Pf. 5, 2-4. O allmächtiger, starker und gewaltiger Gott, lieber himm⸗ lischer Vater, wir kommen vor dein heiliges Angesicht an diesem Morgen und preisen dich um alle deine Barmherzigkeit, die öu wiederum in dieser Nacht an uns erwiesen hast. Du hast uns sicher ruhen lassen und uns fröhlich gemacht im Anschauen deines Lichtes. du, unser Gott und Herr, erforschest und kennest uns; du siehest auf unsere geheimsten Gedanken. Ach, Vater, vergib uns doch um deines Namens willen unsere Abertretungen! Dein heiliger Geist regiere uns zu allem Guten. Unseren Leib und unsere Seele und alles, was uns deine Gnadenhand gegeben hat, be⸗ fehlen wir in deine treuen Vaterhände. Sei du unser und aller Menschen, die dich erkennen und fürchten, Licht uno Heil. Gib, daß wir mit aller Treue warten des Berufes, in den du uns ge⸗ setzt hast. Ach, herr, bewahre unsere Zunge und alle unsere 58⁵ Morgen⸗ und Glieder vor dem Bösen. Laß uns diesen Tag in deiner Furcht zubringen, dir zur Ehre uno uns zur Seligkeit. Amen. Lied Nr. 369: Wach auf, mein Herz, und singe. 12. Abenoͤgebet am Donnerstag Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. V. 17, S. Lieber barmherziger Gott und Vvater! Wir kommen vor dein Angesicht, um dir zu danken, daß du uns auch diesen Tag wieder durch oeinen Schutz vor Schaden unoͤ Gefahr gnäoͤiglich behütet hast. Wir sind nicht wert aller der Güte und Treue, die oͤu auch heute wieder an uns getan hast. So ou, Herr, wolltest Sünde zurechnen, wer wird bestehen? Darum bitten wir dich, du wollest uns alle Sünden vergeben, die wir in Gedanken, Worten und Werken begangen haben, und uns auch jetzt in dͤieser Nacht vor aller Gefahr und allem Schaden des Leibes und der Seele gnädiglich be⸗ schirmen. Zu dir steht unsere hoffnung denn du bist unser Gott. Laß uns heute in Frieden entschlafen und morgen fröhlich zu deinem Preise wieder erwachen. Führe uns durch Nacht zum Licht, bis enoͤlich der letzte TLag unseres Lebens kommt und ein Tag anbricht, der kein Ende nimmt; dann führe uns gnãdig in die ewigen hütten. Amen. Lied Nr. 396: Hirte deiner Schafe. 15. Morgengebet am greitag Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner groben Barmherzigkeit. Schaffe in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewishen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Nngesicht unò nimm deinen heilgen Geist nicht von mir. Ps. 51, 3. 12. 15. Gnädiger und liebreicher Gott! Ich hebe in dieser Morgen⸗ stunde mein herz und meine Hände auf zu dem Thron deiner göttlichen Majestät. Mitten in der Finsternis hast oͤu mir Leib und Seele vor Gefahr und Schaden bewahrt. Darum danke ich dir und preise deinen heiligen Ramen; ou hast Großes an mir getan, des bin ich fröhlich. Sei, o liebreicher Gott, auch heute mein Beistand und leite mich nach deinem Rat. Gib mir heute und allezeit ein, was ich reden soll, daß ich nichts Abels rede; lehre mich, was ich tun soll, daß ich nichts Böses tue. Laß deines 586 IIIIRNRRoyisY„ Abenoͤgebete Geistes Zucht an mein Herz klopfen, wenn meine Gedanken sich von dͤir verirren wollen. And da der heutige Tag ein Gedenktag des Leidens und Sterbens meines Herrn und Heilanos ist, so stelle sein Kreuz vor meine Rugen, damit ich schaue, was er für mich gelitten hat, und alle Lust meines herzens zur Sünde erlösche. Gedenke auch im Leiblichen an mich und segne mich; laß mich aber auch alles Iroͤische als ein vergängliches Sut ansehen, daß ich meine Seele nicht daran hänge, sondern nach dem Ewigen trachte. Wenn ich arbeite, so stärke mich; wenn ich bete, so erhöre mich; wenn ich ausgehe, so begleite mich; wenn ich heimkehre, so weiche nicht von mir. Umgib mich und die Meinen mit deinem Schutze, daß wir oͤen Abend fröhlich erleben. Amen. Lied Nr. 351: Gib dich zufrieden und sei stille. 14. Abenoͤgebet am Freitag Herr, auf dich traue ich; laß mich nimmermehr zu Schanden weroͤen; errette mich durch deine Gerechtigkeit. Ps. 31, 2. Wir oͤanken oͤir, Herr, unser Gott, für odie wunderbare Liebe, mit welcher du uns Unwürdige durch deinen geliebten Sohn er⸗ rettet hast. Also hast ou die Welt geliebt, daß oͤu deinen einge⸗ bornen Sohn dahin gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wie sollen wir oͤich loben und dir Dank sagen für diese deine Barmherzigkeit? O mache uns würdig, himmlischer Vater, der großen Ver⸗ heißung deines Sohnes, daß wir in ihm Leben und Seligkeit haben sollen. Vollende, was oͤu begonnen hast, stärke, kräftige, gründe uns durch die helle Erkenntnis unseres Erlösers. Siehe, wir lieben ihn, hilf uns ihn stärker lieben. Siehe, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Amen. Lied Nr. 3587: Mein schönste Zier und Rleinod bist. 15. Morgengebet am Samstag Herr Gott, oͤu bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. P. 90, 2. Du getreuer Gott, auch in dieser Nacht hast du uns wieder ge⸗ holfen und lässest uns heute unter deinem Schutze den Schluß 58⁷7 Morgen- und Abenoͤgebete einer Woche erleben. O Herr, oͤeine Güte reicht, so weit oͤer Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Ach, gib doch, daß wir ohne Unterlaß deiner Treue gedenken, und hilf uns, daß auch all unser Wandel dich preise. hilf uns zu ernst⸗ licher Selbstprüfung, damit wir unsere Gedanken und die Werke dieser Woche überschauen und merken, wo wir gefehlt haben. O Herr, wirke ou selbst in uns eine wahre Buße an Herz und Sinn. Sei uns gnädig uno erfülle an uns deine Verheißung: Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von euch weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. Erhebe dein Angesicht über uns und gib uns deinen Frieden! Amen. Lied Nr. 555: Ist Gott für mich, so trete. 16. Abenoͤgebet am Samstag Herr, lehre mich, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor oir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergeb⸗ liche Unruhe; sie sammeln unoͤ wissen nicht, wer es kriegen wird. Nun, Herr/ wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Ps. 39, 5-8. Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast? du hast in dieser Woche nicht mit mir ge⸗ handelt nach meinen Sünden. Du warst und bist meine Zuver⸗ sicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue. darum danke ich dir von Grund meines Herzens, und wenn du auch mich und die Meinen mit allerlei Leiden heimsuchst, so lobe ich doch deine Güte, die oͤurch Trübsal uns in dein Reich führen will. Ach, vergib mir um Jesu Christi willen meine Sünoͤen, die ich wider dich, meinen Nächsten und mich selbst in dieser Woche begangen habe. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist, neige auch mein Herz dazu, daß ich denen vergebe, die sich wider mich versündigt haben. Laß mich weoͤer in Zorn und Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder veroerben, sondern in Jesus Christus, meinem Heiland, erfunden werden. Herr, oͤu bist unsere Zuflucht für und flir! Sei 33⁸ ——————„—ʃ—3— 2 ebete destgebete it der mit mir, mit den Meinen, mit allen Menschen, schütze und schirme Ach, sie und laß sie immerdar deine Wege gehen. Bereite uns zum 0 hilf ewigen Sabbat, da Freude die dülle und liebliches Wesen zu deiner ernst⸗ Rechten ist. Amen. Verke Lied Nr. 402: Gott Lob! ein Schritt zur Ewigkeit. n. O Sinn. II. destgebete sollen e soll 17. Auf Weihnachten nicht Dies ist der Tag, den der Herr macht, laßt uns freuen und einen fröhlich darinnen sein. Ps. 118, 24. Ewiger und allmächtiger Gott, du hast also die Welt geliebt, daß du deinen eingebornen Sohn sandtest, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Wir danken dir dafür von Grund unserer herzen und loben deine große Barmherzigkeit, daß uns besucht hat der Aufgang aus der u H höhe, dein Sohn Jesus Christus, und unser§leisch und Blut an⸗ vor genommen, damit er durch sein Leben unser Leben heilige. Wir benl bitten dich herzlich, verleih uns die Gnade, daß wir alles für geb⸗ Schaden achten gegen die überschwengliche Erkenntnis Zesu Christi. vird. Gib, daß wir an ihn, unseren Heiland, aufrichtig glauben, uns ihm 5-8. gänzlich ergeben, ihm willig dienen in Heiligkeit und Gerechtig⸗ bis keit und durch ihn deine KRinder und Miterben sein mögen deiner ge⸗ ewigen herrlichkeit. Ehre sei dir in der höhe, Friede auf Erden ver⸗ und den Menschen ein Wohlgefallen! Amen. anke Lied Nr. 37: Ich steh an deiner Krippe hier. an 18. Zum Jahreswechsel Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage. die Deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die Eroͤe ge⸗ oche gründet, und die himmel sind deiner Hände Werk. Sie werden gib vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Ge⸗ daß wano sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie ver⸗ nich wandeln wirst. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre ster nehmen kein Ende. Ps. 102, 25-28. mö, Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger Vater, wir haben Sei jetzt abermals ein Jahr unserer Pilgerschaft auf Erden zu Ende Festgebete gebracht und fangen in deinem Namen ein neues an. Herr und Gott, wir rühmen und preisen deine große Barmherzigkeit und danken dir für alle deine Güte und Creue. Wir bitten oͤich aber auch oͤurch deinen Sohn, unseren Heilano, vergilt uns nicht nach unserer Missetat, sondern vergib uns unsere Sünden und führe uns auf deinen Wegen. Regiere uns, daß wir keine alte An⸗ reinigkeit in das neue Jahr bringen, sondern den alten Menschen aus⸗ und den neuen anziehen, der nach dir geschaffen ist. Fange an, o Vater, uns aufs neue zu segnen. Gib uns rechten Mut, rechten Glauben und rechten Christensinn. Nimm von uns alles Herzeleid, und halte deine Gnadenhand väterlich über uns. Ge⸗ treuer Gott, erhöre unser Gebet und erbarme dich aller Menschen erhalte uns dein reines Wort, heilige alle Lehrer und Preoͤiger 3 erbaue Kirchen und Schulen. Behüte uns vor falscher Lehre. Stärke alle Regenten, fördere jeden guten Rat und jede gute Tat. Segne den Hausstand, regiere Kinder und Gesinde. Bewahre uns vor Krieg und Blutvergießen, vor deuers⸗ und Wassersnot, vor Teuerung und Krankheiten. Kröne das Jahr mit oͤeinem Gut; gib Frieden im Lande, unseren Herzen Frieden, unserem Leibe Gesunoheit. Segne unsere Rahrung und fördere das Werk unserer Hände. Bekehre die Sünder, stärke die§rommen, bringe zurecht die Irrenden, erleuchte unsere deinoe, wehre allen Verfolgern, schüthe Witwen und Waisen, versorge die Armen, tröste die Clenoͤen, errette die Beoͤrängten, pflege die Kranken, sei bei den Sterbenden durch Jesus Christus, unseren Heiland. Amen. Lied Nr. 48: Nun laßt uns gehn und treten. 19. Auf Karfreitag In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 35. Herr Gott, heiliger, barmherziger Vater, der oͤu kein Gefallen hast an unserem Tode, sondern willst, daß wir uns bekehren und leben: in tiefer Demut preisen wir deine Gnade, daß oͤu deines eingebornen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hast. Herr Jesus Christus, oͤu Mittler des neuen Bundes, demütige uns heute durch den Anblick deines Leidens und Sterbens. Wir, wir haben dir Mühe und Rrbeit gemacht 390 32 — 3 2 ᷣACIINEINSERGN-CNN-&&( ebete rund it und ) aber tnach führe Un⸗ nschen Fange Mut, alles Ge⸗ schen oiger; Lehre. eTat. e uns vor Gutʒ Leibe serer irecht gern, rͤen, nöen die allen und ines alle euen dens lacht destgebete mit unseren Sünden, und um unserer Missetat willen bist dᷣu ver⸗ wundet. O laß es uns nie vergessen, wie schwer die Strafe auf dir lag, damit wir drieden hätten für unsere Seelen. Treuer Heiland und Versöhner! du hast das große Werk unserer Erlösung voll⸗ bracht. O laß dein Sterben unser Leben, deine Gerechtigkeit unser heil, deinen Todeskampf unseren Sieg und ewigen Frieden werden. Versetze uns in die Gemeinschaft mit dir, daß unser alter Mensch samt dir gekreuzigt und begraben werde in den Toð, und wir zu einem neuen Leben mit dir auferstehen. Entzünde unsere herzen durch die Liebe, damit du uns geliebt hast bis in den Tod, oͤaß wir dich wiederum lieben mit rechter Inbrunst des Geistes und dir dein Kreuz nachtragen im Glauben und in Geduld. Herr gesu, wie du selbst deinen Geist befohlen hast in die Hände deines himmlischen Vaters, so befehlen auch wir in sestem Vertrauen auf die Kraft deiner Erlösung unsern Geist ganz samt Seele und Leib in deine allmächtige Hand. Du,‚ Herr, bist würoͤig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft unòd Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 65: O Haupt voll Blut und Wunden. 20. Auf Ostern Ich lebe und ihr sollt auch leben! ZJoh. 14, 19. Wir loben und preisen dich, allbarmherziger Gott, und danken dir von herzen, daß du deinen Sohn, Jesus Christus, den großen hirten der Schafe, ausgeführt hast von den Toten und ihm die herrlichkeit gegeben, welche er hatte, eh denn die Welt war. Und dir, du grober Siegesfürst, sei ewig Ehre und Preis gebracht für deine unaussprechliche Liebe und den Segen deiner Ruferstehung. Stärke und mehre nun unseren schwachen Glauben, daß wir ge⸗ wiß werden, du seiest um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt. Wirke in uns durch deine Gnade, daß wir den beständigen Trost empfinden, daß weder Tod noch Hölle uns schrecken können. Erwecke uns zu einem neuen Leben in dir und stärke uns, die Lüste des Fleisches zu besiegen und die Werke des Geistes zu vollbringen. Rehre ein mit deinem Segen in alle Häuser und gib, daß in unserem Lande Ehre wohne, Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und driede sich 55¹1 destgebete küssen. Komme zu Hilfe deiner beoͤrängten Kirche und erwecke auch sie zu neuem Leben und neuer Kraft. Tröste mit deiner Oster⸗ botschaft alle betrübten Herzen und errette alle, oͤie in Not und Gefahr sind. Beschere uns durch die Kraft deiner Auferstehung einen seligen Heimgang zu deinem und unserem Vater und gib, daß wir an jenem Cage fröhlich von den Toten auferstehen und mit dir in himmlischer F§reude und Herrlichteit ewig leben mögen. Amen. Lied Nr. 86: Uberwinder, nimm die Palmen. 21. Auf Himmelfahrt Suchet, was droben ist, da Christus ist. Kol. 5, 1. Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn ZJesus Christus, ich sage dir von Herzen Dank füir deine große Gnade, die ou uns armen Sündern erzeigt hast durch deinen Sohn, unseren Herrn, welcher auferstanden ist von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzet zu einer Rechten und vertritt uns. Ich bitte dich, du wollest auch mich erwecken aus dem Grabe der Sünden und zu dir hinauf⸗ ziehen, daß ich allein Lust, Liebe und Verlaͤngen habe nach den himmlischen Gütern. Laß mein Herz, Gedanken und Sinne bei dir im Himmel sein. Behüte und bewahre mich vor Sünoen und allem Abel, bis ich einst ganz zu dir komme, dich von Angesicht zu Angesicht sehe und ewig bei dir bleibe in deiner Herrlichkeit. men. 3 Lied Rr. 90: Auf Christi Himmelfahrt allein. 22. Auf Pfingsten Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit oͤeiner Hilfe und mit einem freudigen Geist rüste mich aus. Ps. 51, 12-14. O Gott, der du die Herzen deiner Gläubigen so gnädig und reichlich mit deinem heiligen Geist am heiligen Pfingstfest besucht und begabt hast: gieße diesen deinen Geist auch über unsere dürren, verschmachteten Herzen aus. Romm, o heiliger Geist, und ziere uns mit deinen vielfaältigen Gaben, daß wir die großen Taten 392 2—————ʃetL;‚tctcc„—— —„ee— 72 bete vecke ster⸗ und hung gib, und gen. ich uns rrn, mel/ llest auf⸗ den bei und sicht keit. ien, und der us. ind icht en/ ere ten Festgebete Gottes wahrhaftig erkennen uno mit neuen Zungen dich rühmen. RKomme in deiner Fülle in die Kirche, welche durch dich gegründet ist, und laß sie immerdar deine Wohnung sein. Entzünde uns mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe. Zünde an oͤas Licht deiner Wahrheit, daß wir inbrünstig mit rechtem Ernst und Eifer unserem Gotte dienen. Du Geist des Friedens, verbinde unsere herzen mit deinem Bande des Friedens, daß wir in Sanftmut und Demut/ in Friede und Einigkeit beieinander bleiben und leben. Du Geist der Gedulo, gib uns Geduld in Leioͤenszeit und bis ans Enoe Be⸗ ständigkeit. Du Geist des Gebets, erwecke unsere herzen, damit wir sie samt heiligen händen zu Gott erheben und ihn in allen Nöten anrufen. Sei unser Schutz in der Not, unsere Hilfe in Trübsal, unser Trost in aller Widerwärtigkeit. Komm, o du ewiges Licht, sei unser Licht und leite uns auf ebener Bahn zum ewigen Leben, damit wir dich, heiliger Geist, samt dem Vater und dem Sohne dort in deinem Reiche rühmen und preisen immer und ewiglich. Amen. Lied Nr. 110: O heilger Geist, kehr bei uns ein. 25. Am Bußtage Aus der Tiefe rufe ich, err, zu dir. herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. So du willst, Herr, Sünde zurechnen: Herr, wer wird bestehen? denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Ps. 150, 1-4. Herr der Welten, Richter der Seelen, Vater in Christus! Heute bekennen wir dir unsere Sünden, und ein Volk von vielen Tausenden bekennt sie oir mit uns. Wir sind ja allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den wir an dir haben sollten, und wenn unsere Lippen hiervon schwiegen, so würden unsere Taten reden. Bei dir, herr, aber ist GBnade und Erbarmung, darum sinken wir vor dir nieder und bitten dich: Herr, gehe nicht mit uns ins Ge⸗ richt und vergilt uns nicht nach unserer Missetat. Barmherzig und gnädig bist oͤu, geduldig und von großer Güte. O lege das Gefühl davon recht tief in unsere herzen; laß uns nicht erliegen unter der Last unserer Schuld. Um Jesu Christi willen vergib uns unsere Sünden. Verstoße uns nicht von deinem Angesicht; wie 8 59⁵5 Gebete in besonderen Lebenslagen lich ein Vater über seine Kinder erbarmt, also erbarme dich auch liber uns. Erleuchte unsere herzen, daß wir wahre Buße tun, alle wissentlichen, vorsätzlichen Sünden fliehen und meiden, hin⸗ gegen dich und dein heiliges Wort stets vor Augen haben. Er⸗ barme dich deines Christenvolkes und aller Völker, daß sie dein Heil suchen und finden. Sei bei uns in all unserer Not und höre auf unser ölehen in unserer Trübsal. das alles wollest ou tun, o treuer und barmherziger Gott, um deines geliebten Sohnes, Jesus Christus, unseres Herrn und Heilandes, willen. Amen. Lied Nr. 229: RKehre wieder. III. Gebete in besonderen Lebenslagen und Ver⸗ hältnissen 24. Nm Beichttage(Vorbereitung zum heiligen Abenomahh a) Anleitung zur Selbstprüfung Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Ps. 159, 25. 24. Prüfe und frage dich, ob du nicht immer noch so fleischlich und weltlich gesinnt bist, so wenig frei von Leidenschaften, so voll von Regungen der bösen Lust, so unbewacht in Rücksicht auf das, was den Sinnen schmeichelt, so ergeben vielen eitlen Träumereien,-so sehr geneigt zum Außeren, so nachlässig in Rücksicht auf das Innere,-so schwer zu bewegen zur Reue, so träge zur Verleugnung deiner selbst, so begierig zu haben, so karg im Geben,-so unvorsichtig im Reden,-so heftig im Han⸗ deln, so unmäßig in Speise und Trank,-so taub gegen Gottes Wort,- so schnell zur Ruhe, so langsam zur Arbeit, so munter zu unnützem Geschwäth,-so nachlässig im Gebet,-so leicht be⸗ reit, anderen wehe zu tun, so streng im Tadel, so vorschnell zum Veroͤammen, so wenig treu den Freunden, so unversöhnlich gegen die deinde,-so verzagt im Ungllick, so voll frommer Entschlüshe und so arm an guten Werken. Die Selbstyrüfung kann auch nach den 10 Geboten geschehen.) 57⁴ ... 2 DCSScößc‚‚RRN‚cPl‚bxx„‚ Gebete in besonderen Lebenslagen b) Sündenbekenntnis Ich bekenne dir meine Sünde und verhehle dir meine Missetat nicht. Ich sprach: ich will dem Herrn meine Abertretung bekennen; da vergabst oͤu mir die Missetat meiner Sünde. Ps. 32, 5. O allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich armer, elender Sünder bekenne vor deinem Angesicht alle meine Missetat und Sünde, womit ich dich erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewig wohl verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr. Darum bitte ich um deiner unergrünoͤlichen Barm⸗ herzigkeit und des unschuloigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes, Jesu Christi, meines Heilanoͤs, willen, du wollest mir meine Sünden verzeihen und deinen heiligen Geist geben, daß ich oͤurch sein Eingeben mein Leben beshere und von Herzen fromm werde. Ach, Gott, sei mir Sünder gnädig! RAmen. c) Gebet um Vergebung oͤer Sünden Die Angst meines Herzens ist groß, führe mich aus meinen Nöten. Siehe an meinen Jammer und Elend und vergib mir alle meine Sünden. Pf. 25, 17. 18. Mein Gott und Herrl Meine Seele ist betrübt, mein Herz voll Angst und mein Gewissen voll Traurigkeit um meiner Sünden willen. Sie gehen über mein Haupt und sind mir wie eine schwere Last. Du aber bist voll Gnade. Darum komme ich zu dir und flehe: Gedenke nicht meiner Sünden, gedenke aber an deine Barm⸗ herzigkeit, die von oer Welt her gewesen ist. Vergib mir um deines Sohnes willen, der gekommen ist, das Verlorene zu suchen. Aimm mich in Gnaden an und schenke mir deine Barmherzigkeit. Hilf mir meine Sünden herzlich bereuen und deine Verzeihung mit gläubigem Herzen ergreifen. Stärke mich durch deinen heili⸗ gen Geist, daß ich hinfort ein christliches und gottseliges Leben führe und dir allezeit diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, wie es dir wohlgefäͤllig ist. Laß mir den Genuß des heiligen Mahles deines lieben Sohnes gereichen zur Kräftigung meines schwachen Glaubens, zur Besserung meines Lebens und zum Pfand meiner ewigen Seligkeit. Hilf, daß mein Leben eine stete Buße sei, daß ich mich allezeit nach deinem Wort und willen richte, bis ich eno⸗ 38⁷ 595 Gebete in besonderen Lebenslagen lich in dein Reich komme, wo alle Schwachheit aufhört und man dir dient in vollkommener Liebe und§reude von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 220: Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder. 25. Am Abenoͤmahlstag a) Vor dem Abenödmahl Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Rue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Ps. 25, 1-5. herr Jesus Christus, du getreuer hirte meiner Seele, du hast gesagt: Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nimmer⸗ mehr dürsten. Siehe, ich komme zu dir und bitte dich, du selbst wollest mich recht bereiten und zum würdigen Gast deines himm⸗ lischen Mahles machen; laß mich nicht hoffärtig und leichtfertig herzukommen. Gib rechte Reue über meine Sünden in mein Herz und festen Glauben an dein Verdienst zum Trost in meine Seele. Gib mir auch einen demütigen und versöhnlichen Sinn, daß ich meinen deinden vergebe, und tilge in mir die Wurzel aller Bitter⸗ keit und Feinoͤseligkeit. Pflanze in mein Gemüt herzliche Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Bruder und Nächsten, ja alle Menschen, wie mich selber in dir lieb habe. Ach, Herr, ich komme zu dir mit Sünden beladen, nimm die Last von mir; ich komme als Anreiner, reinige mich; als Blinder, erleuchte mich; als Armer, mache meine Seele reich; als Verirrter, suche mich; als Verlorener, mache mich selig. Mein himmlischer Arzt, ich bringe zu dir eine kranke Seele, heile sie; ein herz, das Mangel hat an wahrer Gottseligkeit, Heiligkeit und Gerechtigkeit, erflille es mit deiner Gnade, mit deinem Geiste, deiner Liebe, deiner Demut und Sanftmut, deiner Geduld und deinem F§rieden. Du wahrhaftiges Brot des Lebens, speise mich zum ewigen Leben. Amen. Lied Nr. 202: Ich komme, herr, und suche dich. 59⁵ 22 jen nan zu — —5 Gebete in besonderen Lebenslagen b) Vor dem hintritt zum Tische des herrn O Gott, sei mir armen Sünder gnädig; gib deinen heiligen Geist in mein Herz, daß ich das heilige Sakrament würdiglich empfangen, meinen schwachen Glauben stärken, mein blödes Ge⸗ wissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott, um Jesu Christi willen. Amen. ) Nach dem Abendmahl Och danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Ps. 86, 12. Barmherziger Sott und Vater, ich lobe und preise deinen heiligen Namen und danke dir für deine unaussprechliche Güte, daß du mir armen, unwürdigen Sünder im heiligen Abenoͤmahl deine Gnade geschenkt hast. So hilf mir denn, getreuer Gott, daß mir dieses Mahl geoeihen möge zur Stärkung meines Glaubens und zur Liebe gegen die Brüder, zum Wachstum in der Gottseligkeit, zur Geduld im Leiden und dereinst zu einem freudigen, seligen Sterben. Mache mich brünstig im Geist, fröhlich in Hoffnung, geoͤuldig in Trübsal, laß mich anhalten am Gebet, auf daß ich die guten Vorsätze, welche ich durch deine Snabe ge⸗ faßt habe, durch deine Kraft nun auch ins Werk setzen und alle Anfechtungen der Welt und des dleisches überwinden möge. Erhalte deine Kirche im rechten Glauben und in wahrer Einigkeit des Geistes und hilf uns allesamt zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Lied Ur. 207: O Jesu, meine Wonne. d) Gebet eines Kranken vor dem Abenödmahl Ich will zu Gott rufen, und der herr wird mir helfen. Ps. 55, 17. Mein herr und Heilano, der du das Seufzen der Elenden hörst und ein geängstetes und zerschlagenes herz nicht verachtest, blicke auf mich in meiner Trübsal unòd Anfechtung in Gnaden herab und erquicke meine Seele, die nach deiner Erbarmung dürstet, mit himmlischem Troste. Nahe dich zu mir in deinem heiligen Mahle und stärke mich dadurch. Gib mir Kraft, daß auch Rrankheit und Schmerz mein Vorhaben nicht hindern, mich mit dir zu vereinigen. Ich weiß, daß ich in oeinem Mahle dich selbst empfange zur Ver⸗ söhnung mit Gott, und bin gewiß, daß ich nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben soll. Erhalte mich bei diesem be⸗ Gebete in besonoͤeren Lebenslagen seligenden Glauben und stärke ihn durch deine Kraft. Mein Herr und mein Gott, tröste mich in meinem Leide und sei bei mir in meiner Trübsal, und hast oͤu bestimmt, daß ich abscheiden soll von dieser Erde, so scheioe nicht von mir. Stehe mir bei im letzten Kampfe und laß deinen Tod mein Leben sein. Ist's aber dein gnädiger Ratschluß, daß ich noch länger ein Pilgrim sein soll in dieser Welt, dann reinige mir Herz und Sinn, daß ich nach deinem Wohlgefallen meine Wege gehe. Amen. Lied Är. 294: Herr, wie du willst, so schick's mit mir. e) Gebet eines Kranken nach dem Abendmahl Ich danke oir, Gott, denn du kannst es wohl machen, und will harren auf deinen Namen. Ps. 52, 11. O du gnäoiger und getreuer Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß ou mich durch dieses heilige Mahl erquickt und gestärkt hast. Ich bitte dich um deiner Barmherzigkeit willen, oͤu wollest ourch diese himmlische Speise und durch diesen Trank des Lebens meine Seele heiligen, damit ich meinen Lauf im Glauben vollende, deinem väterlichen Willen mich demütig unterwerfe und auch unter Kreuz und Trübsal deinen Namen preise. Gib, daß ich ewig dein Eigentum bleibe, und daß weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Leben noch Tod mich scheiden möge von deiner Liebe in Christus. Amen. Lied Nr. 295: Laß mich dein sein und bleiben. 20. Gebete in Krankheit 8 Herr, sei mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gesündigt. P. 41, 5. Es hat dir gefallen, mein Schöpfer und Vater, mich mit Krank⸗ heit heimzusuchen. Allmächtiger, der du gesagt haft:„Ich bin der Herr, dein Gott“, zu oir nehme ich meine Zuflucht, auf dich setze ich auch in dieser Prüfung mein Vertrauen. Vor allen dingen bitte ich dich, daß oͤu dich gnädig meiner Seele annehmen, mir um Christi willen meine Sünden vergeben und mir Hoffnung und Glaubensfreudigkeit im Tode schenken wollest. Laß das Gefühl meiner Schwachheit den Glauben an dich stärken und meine Buße 598 hir K⸗ in ich en nir n0 hl be ——— Gebete in besonderen Lebenslagen aufrichtig und ernsthaft machen. Ich habe niemand im Himmel und auf Erden, der mir helfen, mich stärken und beruhigen könnte, als dich, den treuen Helfer in aller Rot. O mein Vater, oͤu hast mir eine Last aufgelegt, hilf sie mir auch tragen; lindere meine Schmerzen, erquicke meine matte Seele mit deinem himmlischen Troste; schenke mir Geduld und Gelassenheit; läutere meinen Glauben in der Hitze der Trübsal. Herr, oͤu Allmächtiger, bei dir ist kein ding unmöglich; wenn du willst, kannst du mich wieder gesund machen. Bin ich noch nicht reif für die Ewigkeit, o so ver⸗ längere noch meine Gnadenzeit, daß ich künftig dir wohlgefällige §rüchte bringen möge. Ja, Herr, ich gelobe es, daß ich mit Leib und Seele mich dir heiligen will, wenn du mich wieder aufkommen lässest. Sollte aber in oͤeinem heiligen Rat mein Ende beschlossen sein, so bitte ich dich flehentlich um die Gnade, selig sterben zu dürfen. Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Herr, dir lebe ich; dir sterbe ich; dein bin ich tot und lebendͤig. Amen. Lied Nr. 295: Auf dich hab ich gehoffet, Herr. b) Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten. Pf. 25, 17. Du frommer und getreuer Gott und Vater unseres herrn Jesus Christus, ich bitte dich von Herzen, oͤu wollest mich in meiner Not nicht verlassen, sondern mit dem Licht deiner wahren Er⸗ kenntnis erleuchten, daß ich darin aus der Finsternis oͤieser Welt und meiner schweren Krankheit zu dir, dem ewigen Lichte, möge wandeln. O Herr, sei du bei mir, wenn ich sterben soll; stehe du mir zur rechten hand, wenn ich meinen Geist aufgeben muß; tröste und stärke mich im festen Vertrauen auf deine große Gnade und Barmherzigkeit. Nch, Herr, laß das letzte Wort deines lieben Sohnes am Stamme des Kreuzes auch mein letztes Wort sein, daß ich mit gläubiger Zuversicht im Herzen sagen darf: Vater, in deine hände befehle ich meinen Geist; oͤenn oͤu hast mich er⸗ löset, du getreuer Hott. Und wenn ich aus Schwachheit solches nicht mehr sprechen kann, so laß ooch mein Herz also in der Stille zu dir rufen nuo seufzen. Amen. Lied Nr. 459: Christus, der ist mein Leben. 599 Gebete in besonoͤeren Lebenslagen c) Morgengebet eines Kranken Ich komme früh und schreie/ auf dein Wort hoffe ich. Ps. 119, 147. Herr, du Vater des Lebens, dessen Güte alle Morgen neu ist, sei gelobt und gepriesen, daß du mich armen Kranken in dieser Nacht so gnädig bewahrt und erhalten hast. Noch kann ich das Licht schauen im Lande der Lebendoigen und deine über mich er⸗ neuerte Güte preisen. Sollte aber dieser Tag mein letzter auf Erden sein, ach so bewahre doch in meinem Herzen das Licht des Glaubens und laß Jesus Christus, das ewige Licht, mit seiner Gnade mir leuchten bis ans Ende, daß ich selig einschlafen möge in seiner selig machenden Erkenntnis. Nun, Herr, dein Wille ge⸗ schehel Nimm dich meiner Seele treulich an, daß sie nicht ver⸗ derbe. Mein Gott und Vater, erbarme dich über mich und gib mir deinen Frieden! Amen. Lied Nr. 371: Morgenglanz der Ewigkeit. d) Abendgebet eines Kranken Der Herr ist mein Licht unò mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Ps. 27, 1. Deinem Namen, mein treuer Gott und Heilano, sage ich von Herzen Dank und Lob, daß oͤu mir diesen Tag hast überwinden helfen, und daß deine Kraft in mir Schwachem mächtig war. Aber siehe, hier liege ich noch unter deiner heimsuchung und seufze zu dir: Nch, herr, mein Gott, wie lange verziehst du mit deiner Hilfel Siehe doch meinen Jammer und mein Elend an, vergib mir alle meine Sünden und errette mich! Dir befehle ich meinen hinfäl⸗ ligen Leib und meine so teuer erkaufte Seele. Stärke mich im Glauben und in der Geduld also, odaß ich vor dir bestehen und das himmlische Erbe durch deine Gnaoe erlangen möge. Dazu hilf mir, mein Heiland und Erlöser, um deines bitteren Leidens und Sterbens willen. Amen. Lied Nr. 397: Herr, es gescheh dein Wille! e) Gebet der Eltern bei Erkrankung eines Kindes Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in der Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet. Ps. 4, 2. 5⁰⁰ du et. Gebete in besonderen Lebenslagen Barmherziger, gnäͤiger Gott und Vater, du siehst, welcher Jammer unser Herz erfüllt. Die Freude an unserem lieben Rinde ist in schwere Sorge und großes Herzeleid verwandelt. Da liegt es vor unseren Rugen, und jeder Zug seines Antlitzes bricht unser Herz. Wir möchten gern helfen und können doch nicht. Darum erbarme oͤu dich, allmächtiger Helfer, denn bei dir ist kein Ding unmöglich. Doch es ist dein Kind, du bist sein Vater, denn du hast ein größeres Anrecht an es als wir. Deshalb, dein Wille geschehe. Wir wollen nicht murren, wenn du es uns nimmst aus unseren Armen in deine treuen Vaterarme. Gedenkst oͤu es zu versetzen als Pflanze in dein Paradies, dann wollen wir uns trösten, daß du es frühe führest zu seinem ewigen Heile. Willst du unser liebes Kind uns aber noch lassen, dann, o herr, wollen wir es von neuem freudig aus deiner Vaterhand nehmen als lebendigen Zeugen deiner Macht und deiner Gnade. Dann aber schenke uns auch Kraft und Weisheit, es für dich und dein himmlisches Reich zu erziehen. Amen. Lied Nr. 355: Befiehl oͤu deine Wege. f) Fürbitte der Angehörigen für einen Kranken Hilf öou uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen! Ps. 79, 9. Vater, wir flehen zu dir für unseren Kranken, der uns so wert und teuer ist. Kann es nach deiner Weisheit geschehen, so laß ihn genesen und erhalte uns ihn, den wir so innig lieben. Doch wir unterwerfen uns mit Demut deinem heiligen Willen, wenn auch mit banger Besorgnis und mit Tränen. Hilf, Helfer, hilf, denn wenn du willst, so kannst du uns wohl helfen. Du hast uns ja gesagt: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Vater, wir rufen dich an: Ist es möglich, so laß uns den bittern Relch der Trennung nicht trinken, gib viel⸗ mehr, daß wir für Rettung und Erhaltung dich preisen und dir danken können. Mildere, o Gott, die Schmerzen unseres lieben Kranken und tröste, beruhige, stärke ihn durch deinen Geist. And soll, o herr über Leben und Tod, nach deinem väterlichen Rat⸗ schluß seine Todesstunde herannahen, ach, so mache sie ihm sanft und selig. Stärke dann mit Rraft aus der höhe den Scheidenden 60⁰¹ Gebete in besonderen Lebenslagen und uns, die Zurückbleibenden. Laß ihn und uns im Geiste hin⸗ überblicken in die ewigen Wohnungen. In solchem Glauben laß uns leben, leiden und sterben. Amen. Lied Nr. 344: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 9) Fürbitte der Angehörigen für einen Sterbenden Wo ist jemand, der da lebet und den Tod nicht sehe? Ps. 89, 49. Heiliger, barmherziger Vater, siehe in Gnaden an unseren Mit⸗ erlösten, der mit dem Tode ringt. Erbarme dich seiner in seiner letzten Angst. Erbarme dich seiner im Gerichte. Wir empfehlen dir seine Seele, die du zum ewigen Leben erschaffen hast; erlöse sie von allem Abel und nimm sie auf in deine hände. Göttlicher Erlöser, Jesus Christus, auch für diesen Sterbenden hast u dein Blut vergossen, auch für ihn die heißen Todeskämpfe gekämpft. Stehe ihm bei in seiner letzten Not. du hast seine un⸗ sterbliche Seele erlöst zum ewigen Leben. Rufe den scheioenden Geist in die Heimat zu dir, auf daß er deine Herrlichkeit schaue. Heiliger Geist, göttlicher Tröster, sei Licht, Trost und Kraft diesem Sterbenden, dessen Ruge jetzt bricht. Stärke ihn in seinem letzten Kampfe; hilf ihm durchoͤringen durch die enge Pforte zum ewigen Leben. Bringe seine Seele zum ewigen Frieden. Amen. Lied Nr. 455: Anser keiner lebt ihm selber. h) Kurze Sprüche, Sterbenden vorzusprechen O Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Du hast mich erlöset und wirst mich auch jetzt erlösen, o Herr, oͤu getreuer Gott. Amen. Ach, Herr, erlöse mich von allem Abel und hilf mir zu deinem himmlischen Reiche. Amen. Herr Jesus, dein bitteres Leiden und Sterben komme mir zu Hilfe in meiner Todesnot und vor deinem Gerichte. Amen. Herr, ich warte auf dein heil! Führe mich nach deinem Worte ins rechte Vaterland. Amen. Herr Zesus, dir leb ich, herr Jesus, dir sterb ich; dein bin ich tot und lebenoͤig. Amen. Ich bin gewiß/ daß weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tieses, noch keine andere 00² 2 hen aft en. ast ler Gebete in besonderen Lebenslagen Kreatur mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem herrn. Amen. Erlöse mich, o mein Gott, von meinen Leiden; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst; Herr, dein Wille geschehel Amen. 27. Gebet nach oͤem Verscheioͤen eines Kranken Nun, Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. . 59, 8. 27 1 allmächtiger Gott und Vater, verleihe unserem Dahin⸗ geschiedenen um deines lieben Sohnes willen die ewige Freude und Ruhe; laß ihm leuchten dein ew ges Licht und gib ihm das ewige Leben! Uns aber, die wir hienieden bleiben und dem Entschlafenen nachschauen, tröste aus der Fülle deiner Barmherzigkeit! Sei unser aller Pfleger, helfer und Beistand und laß uns oeine Güte und Gnade reichlich erfahren, bis auch unser Stünoͤlein kommt und wir selig dahinfahren. O getreuer herr und Heilanod, geleite die Seele unseres Ent⸗ schlafenen, oͤie oͤu selber durch dein Blut erkauft hast, in die Herr⸗ lichkeit Gottes um deiner Liebe willen. Amen. Lied Nr. 485: Jesus, meine Zuversicht. 28. Dankgebet nach erlangter Genesung Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dͤir Gutes getan hat; der oͤir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöst; der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Ps. 105, 1-4. Ich preise dich, herr, denn oͤu hast mich erhöret; da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. Du hast mein Herzeleid in herzens⸗ freude verwandelt. Siehe, um Trost war mir sehr bange, aber du, Herr, hast oͤich meiner Seele angenommen, daß sie nicht ver⸗ dürbe. Stricke des Todes umfingen mich, aber oͤu hast mein Flehen erhört und meine Seele vom Tode errettet. Herr, mein Gott, wie groß sind deine Wunder, die oͤu an mir bewiesen hast! Belobt seist oͤu, herr, täglich, und gerühmt sei dein herrlicher Rame immer und ewiglich. Getreuer Vater, wenoͤe 0⁰⁵ Gebete in besonoeren Lebenslagen nun deine Barmherzigkeit nicht von mir, sondern vollführe das gute Werk, das du in mir angefangen hast, und stärke mich von Tag zu Tag mehr und mehr; leite mich durch deinen guten Geist, daß ich dir mein Leben lang diene in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß deine Güte und Treue allewege mich be⸗ hüten. Verlaß mich nicht, herr, mein Gott; sei nicht fern von mir eile, mir immerdar beizustehen, herr, meine Hilfe, auf daß ich allezeit deinen heiligen Namen lobe und deine Erbarmung und Onade preise. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. Amen. Lied Nr. 157: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. ——— 6⁰⁰ Inhalt⸗ 1 r. I. Der Tag des hern 1 14 Ann miorgend 1 3 Zum Anfang des Gottesdienstes. 4-10 ů Zum Schlusse des Gottesdienstes. d1-14 U. Aöveet 15· 3⁰ II. Weihnachtn 31- 45⁵ V. Jahreswechseell 46-52 u. 402 V. Darstellung und Erscheinung Jesu Christi 55- 5/ Maihanmen 58— 75 Begrabnis Beum 73 757⁵5 Wu. Otern 76· 92 VWII. Himmelfahrt ms 9⁵5-1⁰⁵ M. Pfinssten 100-12¹ Schlußlied der Weihnachts⸗„Oster⸗ und Bingstzeit n 12² X. Arinitatisseeeett 12³⁷ XI. Allgemeine Lob⸗ und Danklieder.. 128-147 XIl. Kirche und Gnaoͤenmittel 148·-2¹⁰ Kirche.... att 10. 148-176 Bircheih 165-166 Ausbr. d. Kirche 167-176 Gnadenmittel 177·-2¹⁰ Wort Sottes 177-183 Satranentt 18⁴4-2¹⁰ Heilige Lau,ie 184-18⁷ Aonirmatinn 188-19⁴4 Das heilige Abendmahl.195-210 Vor und während der deier.„ 195-206 Nach der Feier 207·¹⁰ 0⁰⁵ XIll. Wiedergeburt und Heiligung. Buür 211·2⁵⁰ Glaube und Rechtfertigung.. 231-242 Heiguns 243-560 Nachfolge Christi 2⁴45-267 Lisbes 268-290 Sebhtt 291-3⁰³ Allgemeine Fürbitte 304-5⁰0⁵ Friede und Freue 306-5²2⁴ Bertraunen: 325-560 XVV. Lieder für besondere Zeiten, Stände und Berhältnihe Hahresgeiten 361·564 HrühlinKztg 361 Sommer. 36² Derdit8 36³ Dinte. 3⁴ Morgen 365-579 Aittaaoss ũ. 380·-585 Dor Lche 380-382 Nach TLiche r5 385-385 Ae 386-40¹ Hür Rinder 40¹ Am Schlusse der Woche. 40²2-4⁰⁵ Beruf 40⁴-4⁰⁷ Ehe und Hausstand 408·-4¹1⁵ Gerigteu. 4¹ Werieamtt 4¹⁷7 Austsin uoottt 418·-4²⁰ Kries und örieden 4214 Mißwachs und Teurunnng 4²⁴ CII 42⁵5-427 Wetterliedoeer 428-429 Reiie et 6. 45⁰ Rrankheilt. 45¹1-452 Inhalt Ar. 211·360 361—45⁵ Inhalt 6 Anhant für frei Liturgi Gottes Gebete Verzei Erlo und halt Inhalt Ur. Am Geburtstaggge 4⁵⁵ ä Im Alter 4⁵⁴⁵⁵ XV. Die letzten Dinge. 45⁶--50⁰0 AS /B 456-476 Sterbelieder r 457·4⁵⁷ Begräbnislieber 458-466 Beim Tode der Elteen 467-468 Beim Tode von Ehegatten. 469-471 Beim Tode von Kinoͤern 472-476 Gericht und Ewigkeit 477·-50⁰ Anhang geistlicher Lieder für Jugenoͤgottesdienste und für freie Versammlungen der Gemeinde Nr. 501-572. Liturgische Gesänge S. 564-571. Gottesoͤienstoroͤnungen S. 571-580. Gebete zur häuslichen Andacht S. 580-604. Verzeichnis der Lieder S. 508-616. Erläuternde Bemerkungen zu den Melodien des Anhangs und dem Wechselgesang S. 616. 4⁵⁵ 6⁰⁷ Verzeichnis oͤer Leoer Nr. Abend wiro es wieder„528 Abermals ein Jahr verfl. 49 Ach bleib bei uns, Herr.151 Ach bleib mit deiner Gnade 152 Ach Gott, ich muß in Tr. 470 Ach Gott und Herr, wie. 215 Ach Gott, verlaß mich nicht 300 Ach Gott, vom himmel sieh 150 Ach mein Herr Jesu... 317 Ach mein Jesu, sieh, ich 395 Ach sei mit deiner Gnaͤͤde 14 Ach, was bin ich, mein„217 Ach, was ist doch unsre Zeit 449 Ach, wie heilig ist der Ort 165 Ach wundergr. Siegesheld 97 Allein Gott in der Höh sei 123 Allein zu dir, herr Jesu. 215 Alle Jahre wieder kommt 504 Alle Menschen müsj. sterben 486 Aller Gläubg. Sammelpl. 462 Alles ist an Gottes Segen 338 Allgenugsam Wesen. 315 Als Zesus von s. Mutter. 515 Amen, deines Grabes.. 92 Am Kreuz erblaßt. 72 An dem Zorntag, an.. 477 An dir allein, an dir.. 222 Auf, auf, ihr Reichsgenosz. 18 Auf, auf, mein herz, mit 519 Auf Christi himmelfahrt. 96 Auf den Nebel folgt. S. 354 Auf dich hab ich gehoffet. 295 Auf diesen Tag bedenk. wir 94 60⁸ Nr. Auferstanden, auferstand. 88 Auferstehn, ja auferstehn. 404 Auf Gott und nicht auf. 355 Auf, ihr Streit., durchgeoͤr. 256 Auf, Jesu JZünger, freuet 95 Auf meinen lieben Gott. 329 Auf, Seele, auf, und.. 55 Aus dem Himmel ferne„ 529 Aus Gnaden soll ich.. 25/ Aus irdischem Getümmel. 264 Aus meines Herz. Grunde 365 Aus tiefer Not schrei ich 212 Barmherziger, laß deiner 186 Bedenke, Mensch, dasEnde 488 Bedenk ich deine gr. Treue 305 Befiehl du deine Wege. 355 Bei dir, Zesu, will ich bleib. 192 Beschwertes Herz, leg ab db. 1 Betrübtes Herze, sei zufr. 469 Bis hierher und nicht weit. 16³ Bleibe bei uns, o Herr Jesu 530 Bleibt bei dem, der euretw. 266 Brich an, du schönes Morg. 41 Bringt her dem Herren„ 158 Christe, du Lamm Gottes 195 Christen erwarten in allerl. 424 Christen sind ein göttl. Volk 314 Christ fuhr gen himmel 93 Christ ist erstanden von der 76 Christ lag in Todesbanden 77 Christus, der ist mein Leben 459 Verzeichnis der Lieder Ar. Danket, danket Gott mit. 208 Dank u. Anbetung bringen 127 Das alte Jahr vergangen ist 46 Das Leben welkt wie Gras 551 Das walte Gott, der helfen 407 Dein König kommt in.. 30 Dein Wort, o Herr, bringt 160 Dein Wort, o Herr, ist.. 182 Der am Kreuz ist meine„61 Der beste Freund ist in dem 552 Der du, Herr Jesu, Ruh. 75 Der du in Todesnächten. 175 Der du noch in der letzten 284 Der du uns als Vater.. 119 Der du zum heil erschienen 176 Der heiland kommt. 27 DerheilgeChrististkommen 45 Der Herr bricht ein um„ 555 Der herr fährt auf gen h. 98 Der Herr ist meine Zuvers. 356 Der himmel hängt voll„359 Der Maie, der Maie bringt 554 Der Mensch hat nichts so 555 Der Mond ist aufgegangen 400 Der Tag d. i. so freudenreich 505 Der Tag ist hin, mein Jesu 392 Der Tag mit seinem Lichte 390 Des Jahres schön. Schmuck 365 Dich, Jesum, laß ich ewig 286 Die auf der Eroe wallen„ 456 Die beste Zeit im Jahr ist 556 Die Christen gehn von Ort 461 Die Feinde deines Kreuzes 162 Die Gnade unsers Herrn. 557 Die güloͤne Sonne, v. Freud 368 Die herrlichkeit der Erden 445 Die hier vor deinem Antlith 190 50 Ar. Die Himmel rühmen des 146 Die Nacht ist kommen, orin 558 die Nacht nunmehr verg. 367 Die Sach ist dein, herr Jesu 559 Die Seele ruht in Jesu„ 4904 Dies ist der Tag, den Gott 40 Dies ist die Nacht, da mir 38 Die Tage sind so dunkel„501 Die Woche geht zu Ende„ 40⁵5 Dir dank ich für mein Leben 455 Dir, dir, Jehova will ich„299 Die wir uns allhier beis.. 516 (dort oben, dort oben)„550 Du bist zwar mein und„ 472 Du gehest in den Garten 69 Du lieber, heilger, frommer 506 Durch Trauern und durch 50 Du sollst glauben, o du. 241 Du sollst in allen Sachen 404 Du Vater dein. Menschenk. 288 Ehre sei Gott in der Höhe 42 Eine heroe und ein Hirt 172 Einen guten RKampfhab ich 458 Einer ists an dem wir. 175 Eines wünsch ich mir vor 517 Ein feste Burg ist unser Hott 148 Eingesargt zum letzt. Schl. 468 (Ein RKindelein so löbelich) 505 Ein Lämmlein geht u. trägt 65 Ein reines hers Herr.. 24 Eins ist Not, ach Herr.. 27⁷ Ein Wetter steiget auf.. 42 Ein Wohlsto d ohnegleich. 52* Emp. z. Gott, mein Lobges. 45 Erfülltsino Stund u. Zeiten 44 Erhalt uns deine Lehre„153 6⁰⁷ Nr. Erhalt uns, Here, bei dein. 149 Erhebt d. Herrn, ihr drom. 26 Erhöht. Siegesfürstu. Held 90 Erinnre dich, mein Geist. 85 Ermuntert euch, ihr From. 490 Erstanden i. d. heilge Christ 5²0 Es glänzet der Christen. 308 Es ist ein Ros entsprungen 31 Es ist ein Schnitter, der. 540 Es ist noch eine Ruh...495 Es ist vollbracht! Er ist„68 Es kennt der herr d. Seinen 205 Es kommt ein Schiff gelad. 502 Es saß ein fromm. Häuflein 117 Es wollte Gott uns gnädig 167 Ewge Liebe, mein Gemüte 255 Fahre fort, fahre fort.. 15/ Fortgekämpft und fortger. 557 Freu d. sehr, o meine Seele 440 Friede, ach driede, ach.. 310 Fröhlich sollmein herze spr. 35 Frlih am Morgen Jesus. 376 Frühmorgens, dadie Sonn 78 Für dich sei ganz mein Herz 541 Geduld ist euch von nöten 35⁷ Gehaus, mein herz/ u. suche 362 Beht hin, ihr gläub. Ged. 14⁷/ Geht nun hin und grabt. 465 Geht zum Schlummer 471 Geist v. Vater u. v. Sohne 114 Geistvom Vater u. v. Sohn 120 Gelobet sei der herr... 124 Gelobet seist du, desu Christ 35 Gelobt sei Gott im höchsten 521 Gen himmel aufgefahr. ist 525 5¹⁰ Verzeichnis der Lieoͤer Ne. Gesegnuns, Herr, d. Gaben 380 Gib dich zufried. u. sei stille 331 Gott, d. Güte reicht so weit 302 Gott, derduherzenskenner 262 Gott, der du unsre Zuflucht 250 Gott der Gnaoen, schwer 228 Gott d. himmels u. d. Erden 560 Gott, oͤu Licht, das ewig. 375 Gottes Staot steht festgegr. 164 Gott, gib einen mild. Regen 115 Gott hat in meinen Tagen 455 Gott ist gegenwärtig... 301 Gott ist mein Gott, er sorgt 35³ Gott ist mein Hort... 181 Gott ist mein Lies... 145 Gott lebet noch! Seele. 340 Gott lebt, wie kann ich„352 Gottlob, ein Schritt. 402 Gottlob, nun ist erschollen 422 Gott rustder Sonn u. schafft 52 Gott sei dank durch.. 16 Gott Vater, aller Dinge. 166 Gott, vor dessen Angesichte 223 Gott wills machen, daß. 349 Größter Morgen, der die 87 Großer Gott v. alten zeiten 2 Großer Gott, wir loben dich 542 Großer Rönig unsrer Erden 194 Großer Mittler, d. z. Recht. 100⁰ Großer Schöpfer, Herr 364 Guter Geber, Dank sei dir 585 (Hab acht auf mich). Soo a Habe deine Lust am... 312 Hallelujal jauchzt, ihr.. 91 Hallelujal Lob, Preis u. Ehr 125 Halleluja lwie lieblich stehn 104 SS DS Verzeichnis der Lieder Ar. Halt im Gedächtnis Jesum 279 Harre, meine Seele. 545 heiland, d. Menschenliebe 282 Heilger Jesu, heilgungsqu. 252 (Heilig, heilig).(570 Herbei, o ihr Gläubigen. 507 Herr, auf Erden muß ich 9 herr Christe, wahr. Mensch 45⁷ herr/ deine Rirche danket d. 161 Herr, dein Wort, die eoͤle 179 herr, der du mir das Leben 599 herr, d. hast f. alle Sünder 198 herr, du wollst uns vollber. 204 Herr, ein ganz. Leidenstag 452 herr, es gescheh dein Wille 397 Herr, es ist ein Tag ersch. 7 Herr, es ist von meinem. 394 herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, w. danken dir 128 Herr Gott, dich loben wir 425 Herr, höre, herr erhöre 504 Herr im Himmel, Gott. 420 Herr Jesu Christ, dich zu 5 Herr Jesu Christ, d. höchstes 197 herr Zesu, Licht der heiben 54 herr, mein Licht, mein„3554 herr, nun selbst den Wagen 5⁴44 herr, stärke mich, dein„ 71 herr, vor deinem Angesicht 9 herr, wie du willst, so.. 294 Herr, wir kommen zu.. 382 herr, wir singen deiner. 29 herz/ laß dein Sorgen sein 54⁵ herzlich lieb hab ich dich 268 herzlich tut mich erfreuen 546 Herzlich tut michverlangen 441 herzliebster Jesu, was. 60 3⁰² Ar. Herz, mein Herz, nicht„ 524 Herzog unsrer Seligkeiten 24/ Herz und Herz vereint.. 158 heute mir und morgen dir 460 Hier legt mein Sinn sich. 220 Hier stehen wir von nah u. 5⁴4⁷ Hilf, Herresu, laß gelingen 47 Himmelan geht unsre Bahn 254 Hinunt. i. d. Sonne Schein 386 hirte deiner Schafe, der„396 Höchster, denk i. a. d. Güte 225 Höchster Gott, wir danken 15 Höchsterhelfer, s. nicht ferne 454 höchster Tröster, komm„ 118 hör ich euch wieder... 361 hört das Wort voll Ernst 265 Hosianna! davios Sohn. 24 hüter, wird die Nacht.. 57⁵ Jauchzet, ihr himmel.. 39 Ich armer Mensch, ich.. 219 (Ich bete an die Macht d. L. 541 Ich bin ein Gast auf Erden 44/ Ich bin getauft auf deinen 188 Ich bin in oͤir und du in mir 195 Ich erhebe mein Gemüte. 226 Ich geh zu deinem Grabe 81 Ich habe nun den Grund 250 Ich hab in guten Stunden 451 Ich hab mein Sach Gott 458 Ich hab mich Gott ergeben 444 Ich hab von ferne.. 499 Ich komme, Friedensfürst 240 Ich komme, herr, und suche 20²2 Ich laß dich nicht, du Hilf 34/ Ich ruf zu dir, Herr Jesu 292 Ich ruhe nun in Hottes. 489 6¹¹ Nr. Ich sag es jedem, daß er. 89 Ich singe dir mit Herz.. 135 Ich soll zum Leben oringen 260 Ich steh an deiner Krippe 37 Ich sterbe täglich und mein 45¹ Ich trau auf Gott. In aller 548 Ich und mein Hhaus, wir„ 415 Ich weiß, an wen ich glaube 242 Ich weiß an w. ichglaubeu. 457 Och weiß, daß mein Erlöser 327/ Ich weiß von keinem andern 239 Ich will dich lieben.. 273 Ich will streben... 54 Ich zieh in ferne Lande. 430 Je größer Kreuz, je näher 351 Jehova, Herr und König. 416 Jerusalem, du hochgeb. 480 Jesu, deine tiefen Wunden 59 Jesu, der du bist alleine„305 Jesu, Freund der Menschen 205 Jesu, geh voran.... 411 Jesu, großer Wunderstern 56 Jesu, hilf siegen, oͤu Fürste 246 Jesu, komm, sei eingebeten 405 Jesu, meine Freube... 307 Jesu, meiner Seele Leben 276 Jesu, meines Lebens Leben 66 Jesus Christus herrscht. 105 Jesus, Jesus, nichts a. Jesus 272 Jesus ist mein Leben.. 341 Jesus lebt, mit ihm auch ich 84 Jesus, meine Zuversicht„483 Jesus nimmt die Sünder an 255 Jesus schwebt mir in Ged. 275 Jesus soll die Losung sein 51 Ihr Kinderlein, kommet, o 508 Im Himmel, im Himmel. 550 6¹1² Verzeichnis der Lieder Nr. Immer muß i. wied er lesen 551 In allen meinen Taten. 350 In Bethlehemein Kindelein 509 In Christo will ich sterben 446 In dir ist Freuoͤe in allem 552 In Gottes Namen fang i. an 406 In tiefen Rngsten schreien 420 In unsers Königs Namen 258 Ist Gott für mich, so.. 335 Kehrewieder, kehre wieder 229 Rönig, dem kein König gl. 101 RKommet, ihr Hirten... 510 Romm, heiliger Geist, erf. 4 RKomm, heilig. Geist, herre 10/ Komm, heilig. Geist, o Sch. 100 RKomm, m. Herz, aus Jesu 201 Romm, o herr, komm bald 171 Romm, o komm, oͤu Geist 109 Rommst d., kommst oͤ.„Licht 22 Romme, Brüder, laßt uns 259 Rommt her, ihr seid gelad. 200 Rommt u. laßt u. Christum 51¹1 Lamm, das gelitten, und 105 Lasset uns den Herren pr. 79 Lasset uns mit Jesu ziehen 245 Laß m. dein sein u. bleiben 295 Laßt mich gehng.. 555 Lebst du in mir, o wahres 283 Licht, das in die Welt gek. 174 Licht vom Licht, erleuchte 3 Liebe, die du mich zum. 274 Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte 184 Liebster Jesu, wir sind hier 6 Lobe den Herren, d. mächt. 155 7 S„„ Verzeichnis der Lieder ur. Lobe den Herren, o meine 159 Lob Gott getr. mit Singen 554 Lobt Gott, ihr Christen. 34 Löwen, laßt euch wieder. 156 Mache dich, mein Geist. 250 Machs mit mir, Gott, nach 443 Macht hoch oͤie Tür... 15 Man lobt dich in der Stille 152 Mein erst Gefühl sei Preis 378 Meinebebenszeit verstreicht 454 Meinen drieden geb ich euch 321 Meinen Jesum laß ich nicht 271 Meine Seele senket sich 348 Meine Seele, voller Fehle 224 Meine Sorgen, Angstu. Pl. 342 Mein Geist, o Gott, wird 496 Mein Glaub ist meines Leb. 316 Mein Gott, das Herz.. 218 Mein Gott, ich weiß wohl 452 Mein Gott, nun ist es.. 374 Mein Heiland nimmt die 234 Mein Jesu, der du vor.. 199 Mein Lebeni. ein Pilgrimst. 450 Mein schönste Zier und. 387 Mir ist Erbarmung widerf. 258 Mir nach, spricht Christus 244 Mit Ernst, o Menschenkind. 17 Mitten wir im Leben.. 478 Morgenglanz der Ewigkeit 371 Müde bin ich, geh zur Ruh 401 Nach einer Prüfung kurzer 493 Nach oem Sturme fahren) 568 Näher, mein Gott, zu dir 555 Aimm hin den dank.. 209 Nun bitten wir den h. Geist 108 Nr. Nun bringen wir den Leib 463 Nun danket alle Gott.. 131 Nun dank. all u. bring. Ehr 154 Nun freut euch, lieb. Christ. 231 Aun gehuns auf, du Morg. 183 Nun gottlob, es ist... 185 Nun jauchzet, all ihr From. 19 Nun kommt das neue.. 23 Nun laßt uns gehn u. treten 48 Aun lob, mein Seel, den h. 129 Nun preiset alle Gottes B. 130 Nun ruhen alle Wälder„389 Nun sich ö. Tag geendet hat 395 Nun sich. Tag geendet, m. 398 Nun singet und seid froh.512 Nun so will ich denn.. 285 Oallerhöchster menschenh. 370 O Christ, wenn Arme.. 289 O daß doch bald dein Feuer 556 O daß ich tausend Zungen 140 O du allersüßte Freude„112 O du fröhliche, o oͤu selige 122 O oͤu Liebe meiner Liebe 67 Odurchbrecheraller Bande 248 O du reicher Herr der.. 187 OEwigkeit, ö. Donnerwort 484 OEwigkeit, d. Freudenwort 485 O frommer u. getreuer Gott 214 O Gott, der du das Firmam. 428 O Gott, oͤu frommer Gott 296 O Gottes Geist une Christi 121 O Gott, o Geist, o Licht„116 O Gott, von dem wir alles 425 O haupt v. Blut u. Wunden 63 O heilger Geist, kehr bei. 110 O heiliger Geist o heiliger 52/ 013 ur. O herrlicher Tag.. 522 O hilf, Christe, Hottes S. 518 O Jesu Christi, wahres L. 55/ O Zesu, Herr oͤer Herrlichk. 417⁷ O Zesu, meine Sonne.. 322 O Jesu, meine Wonne.. 207 O Jesu, süßes Licht... 377 O König, dessen Majestät 221 O Lamm Gottes, unschulo. 58 O Liebesglut, wie soll.. 280 O mein herz, gib dich„ 360 O selig Haus, wo man. 414 Ostern, Ostern, Frühlingsw. 523 O Traurigkeit, o herzeleid 7⁴4 O Ursprung oͤes Lebens. 281 O Vater der Barmherzigk. 216 O Welt, siehhierdeindgeben 64 O wie freun wir uns. 10 O wie fröhlich, o wie selig 492 O wie selig seid ihr doch. 482 Prediger der süßen Lehre 180 Rede, liebster Jesu, rede. 177 Rüstet euch, ihr Christenl. 251 Ruhe hier, mein Geist.. 70 Ruhetwohl, ihr Totenbeine 459 Sag, was hilft alle Welt 558 Schaffe in mir, Gott.. 211 Schaff., schaff., Menschenk. 253 Schmücke d., o liebe Seele 196 Schmückt das dest mit.. 115 Schöner Himmelssaal.. 481 Schon ist oer Tag von Gott 407/ Schönster Herr Jesu.. 559 Schwing oͤichaufzudeinem 356 Seele, oͤu mußt munter w. 372 6¹⁴ Verzeichnis der Lieder Nr. Seelenbräutigam, Jesu. 278 Seele, sei zufriedben... 350 Seele, was ermüoͤst oͤu. 25/ Seid barmherz., Menschen 287 Sei getreu bis an das Ende 243 Sei Lob und Ehr dem. 137 Selig sind des himmels. 498 Siegesfürst u. Ehrenkönig 102 Sieh, dein König kommt 25 Sieh, hier bin ich... 298 So geh nunhin, dem Grabe 473 So hab ich obgesieget..474 Soll ich denn mich täglich 345 Sollt es gleich bisweilen. 340 Sollt ich meinem Gott nicht 306 So nimm denn m. Hände 560 Sorge doch für meine Kind. 410 So ruhest du, o meine Ruh 75 So wahr ich lebe, spricht 252 Speis, o Gott, uns, deine 381 Steht auf, ihr l. Kinderlein 561 Stille Nacht, heilige Nacht 513 Such, wer da will, ein. 270 Teures Wort aus Gottes 178 Tochter Zion, freue dich. 503 Tut mir auf die schöne 8 Treuer Wächter Israel„419 Triumph, Triumph... 524 Aberwinder, nimm die. 86 Anser keiner lebt ihm selber 45³ Unsern Rusgangsegn. Gott 11 Unser Vater, oͤer uns liebt 384 UAnser Wandel ist i. Himmel 261 Unsre müden RNugenlider 391 Unter Lilien jener Freuden 562 Anumschränkte Liebe.. 142 —S. IISSS 88888 Verzeichnis oer Lieder Nr. Valet will ich dir geben„442 Vater, deines Geist. Wehen 169 Vater, dirs. Preis gesungen 12 Vater, hier im Erdenschoße 46/7 Vater uns. im Himmelreich 291 Verleih u. Frieden gnädigl. 421 Verzage nicht, oͤu häuflein 153 Volk des herrn, bring dein 189 Volk des Herrn, du hast. 267/ Vollbracht ist nun dieheilge 210 Voller Wunder, voller.. 408 Vom Geräusch oͤer Welt. 320 Vom Himmel hoch, da. 32 Von des Himmels Thron 191 Von dir, o. Gott der Einigk. 415 Von Gott will ich nicht„328 Wach auf, du Geist der. 168 Wach auf, mein Herz, die 80 Wach auf, mein Herz, und 369 Wachet auf, ruft uns die 479 Walte, walte nah und fern 17⁰ Wann kommt der Hherr. 227 Warum betrübst oͤu dich. 320 Warum sollt ich mich denn 332 Warum willst oͤu oͤraußen 21 Was freut mich noch, wenn 120 Was Gott tut, d. ist wohlg. 344 Was Gott tut/ das ist wohl⸗ getan, so denken... 427 Was hinket ihr berrognen 255 Was mein Gott will. 325 Was wär ich ohne dich„ 28 weicht, ihr Berge, fallt„311 Weil ich Jesu Schäflein bin 563 Weißtdu, wieviel Sternlein 564 Wenn alle untreu werden 565 Nr. Wenn auch wie ein Psalter 290 Wenn Christus seine Kirche 159 Wenn der herr einst die 358 Wenn ich einst von jenem 379 Wenn ich ihn nur habe. 318 Wennich, o Schöpfer, deine 143 Wennkleinehimmelserben 476 Wenn mein Stünoͤlein„436 Wenn mich mein Sünden. 62 Wennwirinhöchsten Nöten 418 Werde licht, oͤu Staot der 55 Werde munter, mein Ge⸗ müte 388 Wer ist ein Mann.. 560 Wer ist wohl wie du... 313 Wer nur den lieben Gott 339 Wer sind die vor Gottes.491 Wer weiß, wie nahe mir 448 Wie fleucht oͤahin oͤer.. 487 Wie getrost und heiter.. 319 Wie groß ist oes Allmächt. 144 Wie heilig ist die Stätte 200 Wie könnt ich sein vergessen 205 Wie lieblich ists hienieden 567 Wie mit grimmg. Unverst. 568 Wie schön ists doch, herr 409 Wie schön leucht. der Morg. 259 Wie sicher lebt der Mensch 455 Wie soll ich dich empfangen 20 Wie wohl ist mir, o dreund 309 Willkomm., Held i. Streite 82 Wir danken Gott für seine 383 (Wir glauben all an Einen Sot))(57⁵5-575) Wir pflügen u. wir streuen 569 Wir singen dir, Immanuel 36 Wir treten zum Beten vor 570 61⁵ Nr. Wir werden bei dem Herrn 500 Wo findet oͤie Seele die.571 Wohlauf, mein Herz, verlaß 5/ Wohlauf, wohlan z. letzten 460 Wohleinem Haus, dahesus 412 Womit soll ich oich wohl. 141 Verzeichnis der Lieder nꝛ. geuch ein zu deinen Toren 111 Zeuch hin, mein Kind.. 475 Zeuch uns nach d. so laufen 526 Zieht in hrieden eure Pfade 572 Zion, gib dichnurzufrieden 154 Zu Bethlehem geboren ist 514 Wunderanfang, herrlichs 345 Wunderbarer König.. 136 Zwei der Jünger gehn.. 83 zweierlei bitt ich von dir 297 Erläuterungen zu den Melodien I. Die Zeichen I/ I, A sind Andeutungen für etwaigen Wechsel⸗ gesang. bzw. Ubedeutet, daß die erste bzw. zweite Gruppe(Chor) oder auch der Gesamtchor, A, daß wieder alle singen. Beim Fehlen eines zeichens wird die Strophe von allen(der Gemeinde) gesungen. 2. Die im Anhang beigegebene zweite Stimme ist nicht ver⸗ wenoͤbar, wenn ein Lied im vierstimmigen Satze des Anhangs zum Choralbuch begleitet wird. 3. Bei einigen Volksliedern ist die Zahl der Silben nicht in allen Strophen gleich; bei diesen müssen die mit Bogen versehenen Noten je nach oͤer Silbenzahl einer Zeile bald verbunden, bald getrennt gesungen werden. Ein Anhang zum Choralbuch zur Begleitung auf Orgel, Har⸗ monium oder Klavier ist bei J. Waitz, Darmstaoͤt, erschienen. die Melodien zu Nr. 30, 115, 535 und 556 sind jetzt im Verlag von Leuckart, Leipzig, erschienen. die Melodien zu Nr. 514 B und Nr. 554 sind mit Genehmigung der hinterbliebenen des Kom⸗ ponisten und des R. Deichertschen verlags(O. Böhme) in Leipzig entnommen aus Fr. Mergner,„5o geistliche Lieder für Chor und Einzelstimme“, Nr. 570 mit Genehmigung dͤes Ubersetzers und des Breitkopf& Härtelschen Verlags in Leipzig aus J. Röntgen und K. Budde„XIV Altniederlänoͤische Volkslieder“. 5¹⁰ 85 ———————.“.. ——.—.—.—.. PꝗSPꝓPIPIPIIIIIIIIITI..... 2 L PPꝓ P