2 + = EE 2 . * NN WNNO 350 „Die Herausgabe dieses Gelangbuches wurde ermöglicht durch eine Materiallpende der EVANGELICAL AND REFORMED CHURCH IN AMERIKA an das Hilfswerk der Evaͤngelischen Kirchen in Deutschland.“ G. M. Z. F. O. Visa No. 4074/Rp de la Direction de I'Education Publique Autorisation No. 3342 de la Direction de I'Information Lizenzträger: Direktor Pfarrer Hans Beck Preub. Haupt-Bibelgesellschaft und v. Cansteinschen Bibelanstalt, Metzingen/ Württ. Fortgeführt: Brunnquell-Verlag, Metzingen/ Württ. 1948 Un.-Siel. Gjesseg Lerne loblingen dem Gekreuzigten! 5 2. — — Das ilt ein költlich Ding, dem Herrn danken und loblingen deinem Namen, du Höchlter! Des Mor— gens deine Cnade, des Nachts deine Wahrheit derkündigen. Denn du, Herr, lällelt mich fröhlich lingen von deinen Werken, und ich rühme die Ce⸗ lchäkte deiner Hände. plalm 92 Singet dem Hertn ein neues Lied! Singet dem Herrn, alle Welt! Denn Cott hat unler Herz und Mut fröhlich gemacht durch leinen lieben Sohn, welchen er kür uns gegeben hat zur Erlölung von Sünden, Tod und Teufel. Wer lolches mit Ernli gläubet, der kanns nicht lallen, er muß fröhlich und mit Lult davon lingen und lagen, daß es andere auch hören und herzukommen. Nartin Luther — S——..——..———.+.2.... re her Lallet das VWort Chrilti unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit, lehret und vermaͤhnet euch lelblt mit Plalmen und Lobgelängen und geiltlichen liebli⸗ chen Liedern und linget dem Herrn in euren Herzen. Kol. 3,16 0— IEEESEEEIEEEEEEEEEE 2 12.———— Sin———— ————— 5 E ————2— I—.— RREIEEEEEEEEEEEEEEEEEEE 88————————— +— 8 get dem Herrn ein neuses Lied! J. S. Bach IRDRT———— V. Dln — ———9 N — 222 m 8 N 8 ½%4 39 x INI +. FNREAM —— PP Ene lingende Gemeinde ilt die chriltliche Kirche von ihren Anftngen an gewelen, eine solche ilt sie wieder an ihren Neuan⸗ füngen als evangelische geworden, und sie hat sogleich in der ersten Zeit der Reformativn ihren Liederbesitz gehabt in Allen gemein⸗ samen Sammlungen der neugeschaffenen epangelischen Gemeinde⸗ lieder. Samenkörner sind diese ersten Liederbüchlein, deren eines, das erlte mit AVeisen verlehene, Luther selbit in die Ründe und Rerzen dergesamten evangelischen Gemeinschaft legte: bit derhal⸗ ben, ein iglicher frumer Christ woll solchs yhm lallen gefallen und wo yhm Gott mehr odder desgleichen verleyhet, helfen fördern“. in Rall und Iliederhall der gesamten evangelischen Gemeinde, in müchtigem Ansteigen in den grohen Zeiten der Frömmigkeit, noch in unsern Tagen Neues treibend, ilt daraus das evangelilche Kirchenlied zu einem Baume emporgewachsen, der Über die ganze Nlelt, wo evangelische Christen wohnen, auch da und dort auf kuatholischem Grunde, seine Nurzeln eingelenkt und seine Zweige ausgebreitet hat: in vielen Tausenden von Liedern und vielen Hunderten von leisen singt und klingt es aus Geüst und grünem Laube. Ruch wenn nicht Ueniges in der Folgezeit ganz oder zeitweilig ausgeschieden wurde, ist das Ganze immer so überreich, die Liederlammlungen selblt schon so zahlreich und verwirrend mannigfaltig, daß der christlichen Gemeinde eine Uberschau, ge⸗ schweige ein Singen aller völlig unmöglich geworden ilt, ja dah überaus Viele das Ileiste garnicht oder Manches, durch den Zeit⸗ geschmack veründert oder geradezu verunstaltet, nicht in seiner ursprünglichen Kraft und Schönheit gekannt und damit auch Bestes, was in den verschiedenen Zeiten der evangelischen Ge⸗ meinde geschenkt war, sich nicht haben zu eigen machen können. 2 ———.....CI5‚ E —— rt auf weige vielen rünem 2 oder erreich, oirrend au, ge⸗ ja dah n Zeit⸗ n seiner ut auch gen Ge⸗ körmen. Darum hat vor mehr als hundert Jahren, so wie es Viele emp⸗ funden und in der Folge mit Sifer gefordert haben, ein frommer treuer Sckart unseres Volkes und unserer Kirche seine Stimme erhoben in dem Verlangen, es mögen aus allen Liedern die besten in sorgföltiger Prüfung auserlelen und in einem Allen gemein⸗ samen Gelangbuche vereinigt werden, das einem jeden Christen das für das ganze Leben Notwendige lo vollstündig darreiche wie die Bibel. Verschiedentlich lind dann solche Zusammen⸗ fügungen vonKernliedern“im Umkreile der evangelischen Kirche gedruckt worden. in den allgemeineren evaͤngelisch-kirchlichen Gebrauch ilt aber erst die Sammlung übergegangen, die in Deutschlands schwerlter Zeit entltanden ist, im Neltkriege, als, umdrüängt von Not und Feinden, das deutsche Mutterland und seine über die gesamte Erde Zerltreuten Söhne sich der innersten Gemeinschaft bewußjt wurden und die Svangelischen daheim und drauhen sich miteinander zu Trolt und Kraft im gemeinsamen Liederbesitze verbanden: das ist das Gelangbuch für die Rus⸗ landsdeutschen, 1916 vom deutschen Kirchenbunde herausge⸗ geben. Diese aue der Leidgemeinschaft neu erwachlene Lied⸗ gemeinschaft ist immer weiter reichend zu einer neuen Grundlage evangelischer Sinheit geworden: die 342 Lieder dieles deut⸗ schen evangelischen Gesangbuches bilden schon jetzt in den meisten der neugeschakfenen Gelangbücher der deutschen evan⸗ gelischen Kirchen den ersten Teil, der in seinem Inhalte, in leiner Anordnung an erster Stelle und in seinem Titel allen evangelischen Gemeinden vor Rugen führt, daß das Erste in der evangelischen Christenheit das ihr Gemeinsame ilt und daß das Gemeinsame stärker und gröher ilt als das Verschiedene und Besondere. 3 mrxxxsidĩ aιlstnuiæ/·qup —.——— O— VS.— Johann Neermann paul Gerhardt Das Kirchenjahr Advent ö Sigene Ueise Balle 170⁴ ———— Illlacht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der —— ́PIPtI..... TTT .2.8— Nerr der Rerr ⸗lich⸗keit, ein Kö⸗-nig al ⸗ ler *——————— 2 H1—— 36531565. + Kkö o ⸗ nig ⸗reich, ein Rei-land al ler UVelt HEEE ů—— —— +— *— +* * Zzugleich, der Reil und Le⸗ben mit lich bringt, der⸗ 2 . 1.9 SNSS 8 Adoent 50 ——— ——— hal⸗benjauchzt, mit Freu-den singt: Ge-lo- bet lei mein i——3.— — UUFIU Gott, mein Schöp⸗fer reich von Rat! 2 Er ist gerecht, ein Relfer wert, Sanftmütigheit ilt sein Gefährt, sein Königskron ilt FBeiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all t unlre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein HReiland, groß von Tat! 3 O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Nlohl allen Rerzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit lich lauter Freud und Nlonn. Gelobet sei mein Sott, mein Tröfter früh und spat! 4 lacht hoch die Tür, die Tor macht weit, eur Rerꝛ Zum Tempel zubereit't; die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lult und Freud. So kommt der König auch zu euch, ja Reil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, doll Gnad! —0⁴ er ů 5 Komm, o mein Reiland Jesu Christ, meins Rerzens Tür dit r offen ist; ach zeuch mit deiner Snade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit den Ueg zur ewogen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Shr! Ps. 24, 7-1⁰ Georg Kleissel, 1590-1635 — Celobt lei, der da 3kommt in dem Namen des er⸗ Herrn! Holianna in der Höhe! Matth. 21,9 5 2 Das kirchenjahr Uleile: Ach was soll ich Sünder machen Altdorf 1653 1 Kkommst du, kommst du, Licht der Bei- den! Ja, du nrerre, SSSSISIIIIII.IIIII.. kommst und säu⸗mest nicht, weil du weiht, was uns ge⸗bricht; ..—.——— o du star⸗ker Trost im Lei-den, Je⸗-su, mei⸗nes E— Ner⸗zens Tür steht dir of ⸗fen, komm zu mir. 2 Ja, du bift bereits zugegen, du Nleltheiland, Jungkraunlohn; meine Sinne spüren schon deinen gnadendoollen Segen, deines Geiltes Uunderkraft, welche Frucht und Leben schafft. 3 Zdle mich durch deine Liebe, Jesu, nimm mein Flehen hin, schaffe, dah mein Geist und Sinn lich in deinem Lieben übe; sonst zu lieben dich, mein Licht, lteht in meinen Krüften nicht. 4 Jesu, rege mein Gemüte, Jesu öffne mir den Iulund, daß dich meines Rerzens Grund innig preile für die Süte, die du mir, o Seelengalt, lebenslang erwiesen halt. 5 Lahß durch deines Seiltes Gaben, Liebe, Glauben und Ge⸗ duld, durch Bereuung meiner Schuld mich zu dir sein hoch erhaben; dann so will ich für und für Rosianna singen dir. Luk. 2, 27ff. Ernst Christoph Romburg, 1605-1681 Ad 16⁸¹⁷ doent 3 3 Nleile: Rus meines Berzens Grunde Ramburg 1598 — — .DESSII.... Nun jauchzet, all ihr Prom-men, zu die⸗ser 1 weil un⸗ser Heil ift kom ⸗men, der Herr der —— Eennich wit, zwar oh⸗ne stol ⸗ze Pracht, doch müch⸗tig, zu ver⸗ hee⸗ren und günzelich zu Zzer⸗ RIRDRDEE lts s ren des Teu⸗kels Reich und Ilacht. 2 kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieler Uelt: im hohen Rimmelsthrone ilt ihm sein Reich bestellt. Er will hier leine Macht din nn verhüllen, bis er des Vaters Villen im Leiden hat dollbracht. 3 ihr Nächtigen auf rden, nehmt dielen König an, wollt ihr be⸗ raten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Rimmel führt; lonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Röchlten Zorn euch rührt. 4ihr Armen und Slenden zu dieser bösen Zeit, die ihran allen En⸗ den müßt haben Angit und Leid: seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der ilt eur höchstes Gut. 5 Er wird nun bald erscheinen in seiner Rerrlichkeit, der all eur Klag und Aleinen verwandeln wird in Freud. Er ists, der helfen kann; halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewürtig, er ilt schon auf der Bahn. EI. 2 lichgel Schirmer, 1606-1673 7 . Das kirchenjahr Uleise: Aus meines Rerzens Grunde Hamburg 1598 P.I.......... ö 325— 2 1 Auf, auk, ihr Reichs ⸗ ge⸗nol ⸗ len, eur Kö-nig Em⸗pfa-het un ⸗ ver⸗drol ⸗ sen den gro⸗hen — 1————— 4.—— ———1—. —an!. n Rohn Ihr Christen, geht her⸗für, laßt — E.———.— I———— uns vor al⸗ len Din-gen ihm Hos-li⸗ an ⸗ na ....I..— 9657.5 n sin gen mit hei ⸗li⸗ ger Bes gier. 2 Kuf, ihr betrübten Berzen, der König ist gar nah; hinweg all Anglt und Schmerzen, der Relfer ist schon da. Seht, wie so man⸗ cher Ort hochtröftlich ist zu nennen, da wir ihn finden können: in Nachtmahl, Tauf und Nort. 3 Ruf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ilt nicht fern. Seid fröh⸗ lich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern. Der Rerr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Rilf er⸗ weisen, ja dümpfen gar den Tod. 4 Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König lorgt für euch; er will durch lein Erbarmen euch machen groß und reich. Der selbst des Tiers gedacht, der wird auch euch ernühren; was Menschen nur begehren, dae steht in seiner NMacht. 8 5 K 6 el U Ul 70 8 di 8 ◻ aeg all man⸗ꝓ önnen: d fröh⸗ eer Will ailf er⸗ er will lbit des gen nur Adoent 5 5 Frisch auf, ihr Rochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Rerz geliebten, hat er schon lünglt gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden lüßt seine Kinder sein. 6 8o lauft mit schnellen Schritten, den König zu besehn, dieweil er hommt geritten stark, herrlich, lanft und schön. Nun tretet all heran, den Beiland zu begrüßen, der alles Kreuz versühen und uns erlösen kann. 7 Der Kkönig will bedenken die, lo er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Clort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freu⸗ dig hier und dort. 8 Nun, Rerr, du gibst uns reichlich, wirlt selbst doch arm und schwach. Du liebelt undergleichlich, du gehlt den Sündern nach. Drum wolln wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, dir Hosianna singen und ewig dankbar sein. Matth. 21,1-9 Johann Rist, 1607166⁷ 55 nach det QUeile: Valet will ich dir geben Joh. Crüger, 1653 DSiiiii 1 108 loll ich dich emp-fan-gen und wie de⸗ 0 al-ler Uelt Ver-lan-gen, o mei- net b I 3— II Z.. I 6³. 3310—— gegn ich dir, 2 See lei Ziet!. 9elu, Zde su, lets DDDD——— S ze mir selblt die Fak⸗kel bei, da-mit, was dich er⸗ Tüb ů——.— göt ⸗ ze, mit kund und wile» send sei. Das Kirchenjahr 2 Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Plalmen ermuntern meinen Sinn. Nein Rerze soll dir grümen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weih. 3&las halt du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele sahen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich ge⸗ nommen, da Pried und Freude lacht, da bilt du, mein Reil, kom⸗ men und halt mich froh gemacht. 4 sch lag in schweren Banden, du kommit und machlt mich los; ich tand in Spott und Schanden, du kommit und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir grohes Gut, das lich nicht lüßßt verzehren, wie irdilch Reichtum tut. 5 Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Bimmelszelt als das geliebte Lieben, womit du alle Aelt in ihren tausend Plagen und grohen Jammerlalt, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen halst. 6 Das schreib dir in dein Rerze, du hochbetrübtes Neer, bei denen Gram und Schmerꝛe sich hüuft je mehr und mehr: seid unverzagt! Ihr habet die Bilke vor der Tür; der eure Berzen labet und tröltet, steht allhier. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Sr kommt, er komint mit Clilien, ist voller Lieb und Lust, all Anglt und Not zu stillen, die ihm an euch bewußht. 8 Ruch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Zündenschuld; nein, jefus will sie decken mit feiner Lieb und BRuld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Reil, schafft, dah bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9 Qlas fragt ihr nach dem Schreien der Peind und ihrer Tück! Der Rerr wird fie zerktreuen in einem Kugenblick. Er kommt, er Romumt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Uliderstande seind. 10 Er kommt zum Nleltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen licht und NMonne in deinen Freudenlaal! Matth. 21,1ff. paul Gerhardt, 1607-1676 10 E P Adoent Uleise: Von Sott will ich nicht lassen 1 Geistlich Erfurt 1572 * 7.—— ů———.—..—— EISS 1 Illit Srnst, o Uenschen⸗kin⸗der, das Rerz in euch be⸗ Bald wird das Reil der Sün⸗der, der wun⸗der⸗star ⸗ke 65 ö 4—.— kuls. den Gott aus Gnad al⸗lein der NAelt zum Licht und — 1* + öx Leben versprochen hat zu ge-ben, bei al⸗len keh⸗ren ein. 2 Bereitet doch fein tüchtig den Aeg dem grohen Salt; macht seine Steige richtig, laht alles, was er haht; macht alle Bahnen recht, die Täler all erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was krumm ilt, gleich und schlecht. 3 Ein Berz, das Demut liebet, bei Sott am höchsten steht; ein Rerz, das Rochmut übet, mit Anglt zugrunde geht; ein Berz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht be⸗ reiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4 ch mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Berr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Rerz hin⸗ ein vom Stall und von der Krippen, so werden Berz und Lippen dir allzeit dankbar sein. Jes. 40, 3f.; Matth. 3 Valentin Thilo, 1607-1662 R Das Kirchenjahr 7 Uleile: Nun komm, der Beiden Beiland 23 15²⁴ — U S 1 Sott sei Dank durch al— le C(Clelt, der sein ö ——.——— Nort be⸗stän- dig hält und der Sün-der 6³———.— Teolt und Rat zu uns her-⸗ ge ⸗ len ⸗ det hat. 2 Clas der alten Väter Schar höchster Hunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ilt erfüllt in Rerrlichkeit. 3 Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Reil, der Jungfrau Sohn, 2 der wohl zweigeltammte Beld hat sich treulich eingestellt. Hi 4 Sei willkommen, o mein Beil! Rosianna, o mein Teil! Richte 5 du auch eine Bahn dir in meinem Rerzen an! 3 5 Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie 1 du gerne tult, rein don allem Sündenwust! 6 Und wie deine Ankunft war, voller Sanftmut ohn Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit! di 7 Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermiht. 8 Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich aller Angsten frei dir im Glauben um und an selig bleibe zugetan; dah, wenn du, o Lebenefürlt, prächtig wiederkommen wirlt, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Luk. 1,68-70 Reinrich Reld, 1620-1659 SI 12 Adoent 8 Uleise: Meinen Jesum lah ich nicht II Joh. Uhlich, 1674 + +—. 4. ISDRDRDRDRR —DIRTIII— 04.—.— DDe.— 1 x Ro⸗si⸗- an- nal Da- vids Sohn kommt in Zi- on Auf, be⸗ rei⸗ tet ihm den Thron, setzt ihm tau⸗send 4——— 1 +— 2.—————— ein ⸗ ge ⸗ zo⸗ gen. Eh⸗ren ⸗bo- gen, streu-et Pal-men, ma-chet SSPIPIII.I....—— — var, Bahn, dah er Ein ⸗ zug hal ⸗ten kann. ohn 2 Hosianna! Sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen. Unser Herz ist schon gerüft't, will sich dir zu Fühen legen. Zeuch Zzu unsern Toren ein, du solllt uns willkommen sein. 8 3 Rosiannal Friedefürst, Ehrenkönig, Reld im Streite, alles, was du schaffen wirst, das ist unlre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt Wie erhöht, und dein Reich allein besteht. 4 Rosianna! Lieber Gast, wir sind deine Reichsgenoslen, die du also dir erwählet halt. Ach, so laß uns unverdrosfen deinem Zepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein. und 5 Hosianna! Steh uns bei, o Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Rerz zum Opfer bringen. Du nimmst frei keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 6 Hosianna nah und fern! Eile, bei uns einzugehen. Du Geseg⸗ wirlt, neter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Rosianna, bilt du da! Ja, du kommit, Rallelujah! 16⁵⁰⁹ latth. 21,9 Benjamin Schmolck, 1672—1737 13 Das kirchenjahr 9 Eigene Neise Christian Gregor, 1784 4 4 ., ——— 1Dein kö- nig kommt in nie⸗ dern Hül⸗len, ihn W T————— trügt der last⸗barn Es⸗ lin Fül⸗len, emp-fang ihn *. — + 9* —.————2——.— —,———.——.— froh, Je ⸗ ru- sa-lem! Trag ihm ent ⸗ge⸗ gen —— Frie⸗dens⸗pal- men, be-streu den Pfad mit grü⸗nen SIPIIIITTITITITTTTTT *—— Hal-men! 80 ilts dem Her⸗ren an⸗- ge-nehm. 2 O mächtger Berrscher ohne Beere, gewaltger Kümpfer ohne Speere, o friedensfürlt von groher Macht! Ss wollen dit der Erde Rerren den Kleg zu deinem Throne sperren, doch du ge— winnst ihn ohne Schlacht. 3 Dein keich ist nicht von dieler Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, das du gründelt, untertan. Bewaffnet mit des Glau— bene Norten zieht deine Schar nach den vier Orten der Uelt hinaus und macht dir Bahn. 4 Und wo du kommest hergezogen, da ebnen lich des Meeres Nogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht; du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 14 Sie Uleihnachten 10 5 O Herr von groher Fuld und Treue, o komme du auch sett aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. Not ist es, dah du lelbst hienieden kommst, zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die QUelt empört. 6 O laß dein Licht auf Srden siegen, die Macht der Finlternis er⸗ liegen und lösch der Zwietracht Slimmen aus, dah wir, die Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in deines grohen Vaters Raus. Joh. 12, 12 ff. Friedrich Rückert, 1788-1866 Weihnachten Eigene Kleise Vorref. Nlittenberg 1524 SSEEEEE 1 Ge-lo⸗bet leilt du, Je-su Christ, dah du xlensch ge⸗ .SSI.. * bosten bift von ei- ner Jungfrau, das ilt wahr, des ———————— —— freu⸗et sich der En-gel Schar. Kky-ti ⸗e=leis. 2 Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippe findt; in unser armes Fleilch und Blut verkleidet lich das ewge Gut. Kytieleis. 3 Den aller Uelt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ilt ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhült allein. Kyrieleis. 4 Das ewge Licht geht da herein, gibt der Gelt einen neuen Schein; es leucht't Wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis. 15 i.ĩ—...—f ———————————————— Das kirchenjahr 5 Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Galt in der Aelt hie ward und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erben in sein'm Saal. Kyrieleis. 6 Er ilt auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in ö dem Rimmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis. 7 Das hat er alles uns getan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freusich alle Christenheit und dank ihm des in Swigkeit. Kyrieleis. ö Luh. 2,14 Strophe 1 vorref.(1370), NMlartin Luther, 1483-1546 11 Eigene Kleile Bei Val. Schumann, 1530 — 1„Vom Bim- mel hoch da komm 10 65 ich bring—— gu⸗ te neu⸗e Mlür, der gu⸗ ten Mür bring ů ö ö ich lo viel, da⸗-von ich lingn und sa- gen will. 2 Eiuch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Uonne sein. 3 Es ilt der Rerr Chrilt, unser Gott, der will euch führn aus aller Not; er will eur Reiland selber lein, von allen Sünden machen rein. 4 Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit't, dah ihr mit uns im Bimmelreich lollt leben nun und ewiglich. 5 80 merket nun das Zeichen recht: die Krippen,&lindelein so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Uelt erhült und trügt.“ 6 Des laht uns alle fröhlich sein und mit den Rirten gehn hinein, Zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 16 SFSE...‚..‚‚. korn, e sein. aller rein. ereit't, lich. lein lo lt und ginein, erehrt. Uleihnachten 12 7gei mir willkommen, edler Galt! Den Zunder nicht verlchmöhet halt Wn Rommit ins Elend her zu mir; wie soll ich immer dan⸗ ken dir 8 Ach Rerr, du 4Ma di aller Ding, wie bist du worden lo gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel ah. 9 Und wür die Nlelt vielmal so weit, von Edelstein und Gold be⸗ reit't, Io wũr sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges iegelein. 10 Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob ieu und Alinde⸗ lein, darauf du König groß und reich herpranglt, als würs dein Himmelreich. i Das hat allo gefallen dir, die lahrheit anzuzeigen mir, wie aller Alelt Hacht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 12 Ach mein herzliebes Jesulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines Rerzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 13 Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt leinen eingen Sohn, des freuet lich der Engel Schar und singet uns lolch neues Jahr. Luk. 2„Ein Kinderlied auf die Nleihnacht Christi“, Luther, 1535 12 Ruch nach der Kleile: Vom BHimmel hoch da komm ich her Aleife: Aus fremden Landen komm ich her Vorreform. weltlich SSSS.......... 1Vom Fimmel kam der En⸗ gel Schar, erschien den —— — E——— 1 2—— .— Rir ten of ⸗ kfen⸗bar; lie lag ten ihn'n: Sin — 7.— S........ ——— Kind⸗lein zurt, das liegt dort in der Krip-pen hart, 2 zu Bethlehem in Dadids Stadt, wie Nicha das verkündet hat; 2s ilt der Rerre Jesus Christ, der euer aller Reiland ist. 17 13 Das Kkirchenjahr 3 Des lollt ihr billig fröhlich lein, daß Gott mit euch ist worden ein; er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das eoge Gut. 4 Alas kann euch tun die Sünd und Tod? ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und die Röll, Gotts Sohn ilt worden eur Gesell. 5 Er will und kann euch lallen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zuver⸗ licht. Es mögen viel euch fechten an, dem sei Trotz, der's nicht lalsen kann! 6 Zuletzt müht ihr doch haben recht, ihrseid nun worden Sotts Ge⸗ schlecht. Des danket Gott in Swigkeit, geduldig, fröhlich allezeit. Mlichg 5,1 Martin Luther, 1483-1546 Sigene Ueile Nikolaus Rerman, 1554 —— — — 1 Lobt Gott, iht Chri⸗ sten all ⸗zu- gleich, in sei-nem , L.t, 2655 leiuhron der heut aufschleußt sein im-mel⸗- reich und —.——— v., schenkt uns sei⸗nen Sohn und schenkt uns sei- nen Sohn. 2 Er kommt aus seines Vaters Schoh und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß: in einem Krippelein.:: 3 Er äuhert sich all seiner Swalt, wird niedrig und gering und nimmt an sich eins Knechts Gestalt,‚:, der Schöpfer aller Ding.: 4 Er wird ein Knecht und ich ein Rerr; das mag ein lechsel sein! Ulie könnt es doch sein freundlicher, das Rerzejesulein!: 5 Reut schleußht er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür,: Gott sei Lob, Ehr und Preis!:- Luk. 2 Nikolaus Rerman, um 1480-1561 18 ö UNleihnachten 14 14 Andreas Rammerschmidt, Freiberg 1646 — Sigene Ueile 5 ö 8 ů ů 2—4.— —— R— 1freu⸗ et 63655 ihr Chriften al le, freu-e sich, wer —.— 4.— Eh— . er e n wirr. im⸗mer kann; Gott hat viel an uns ge⸗tan. Freu-et 6⁰—55——— euch mit Schal⸗le, dah er uns so hoch geacht, 4—— dn — ö 8=SD—— — 11———.— —3 sich mit uns befreundt gemacht. Freude, Freude ü⸗ber Freude: Chriltus weh⸗-ret al⸗lem Lei-de. Qonne, Monne PIPIIIIIII ü⸗ber Nlonne: Chri-stus ilt die Gna-den-lon- ne. 2 Siehe, liehe, meine Seele, wie dein Reiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der Krippen Böhle harte lieget dir zugut, dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude: Chriltus wehret allem Leide. Aonne, AUonne über Nlonne: Christus ilt die GSnadensonne. 3 Jesu, wie soll ich dir danken! lch bekenne, daßh von dir meine Seligkeit herrühr: lo laß mich von dir nicht wanken; nimm mich dir zu eigen hin! So empfindet Berz und Sinn Freude, Freude über Freude: Chriltus wehret allem Leide. Uonne, Uonne über Uonne: Christus ilt die Snadenlonne. 19 15 4 Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner noch in Gnaden an; schenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder; gib der ganzen Christenschar Frieden und ein selges Jahr! Preude, Freude uber Freude: Christus wehret allem Leide. Aonne, Alonne über Nlonne: Christus ilt die GSnadensonne. Das kirchenjahr Phil.4 Chriftian Keimann, 1607-1662 9—3 2 Uleile 2——— Crüger, 1653 . L ini 1 Pröh⸗ lich 965 mein Ber⸗ze 388 gen die⸗ser 865 —— 1 da vor Freud al s le En⸗gel sin s gen. 232——— n — ů Nört, hört, wie mit vol⸗ len Chö⸗-ren al ⸗le Luft ,,... — lau-te ruft: Chri-stus isft ge⸗ bo⸗ ren! 2 Heute geht aus seiner Kammer Gottes Reld, der die Nlelt reiht aus allem Jammer. Gatt wird Nensch dir, Mensch, zugute, Gottes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute. 3 Sollt uns Gott nun können hassen, der uns gibt, was er liebt über alle MNahen! Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4 Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret! Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben! 5 Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit sühen Lippen: Lalset fahen, o liebe Brüder, was euch quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 2⁰ Uleihnachten 16 6 Ei, so kommt und laht uns laufen, stellt euch ein, groh und klein, eilt mit grohen Raufen! Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet. 7 Die ihr schwebt in grohen Leiden, sehet, hier ist die Tür zu den Wahren freuden; faht ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 8 Cler sich fühlt beschwert im Rerzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost: hier wird gefunden, der in. Eil machet heil die vergift'ten Uunden. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Rände! Bier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Rerz mit laben. 10 Sühes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, un⸗ derrückt anhangen! Du bilt meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. Ulch will dich mit Fleiß bewahren, ich will dir leben hier, dir Will ich abfahren; mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Luk. 2,10-14 Paul Gechardt, 1607-1676 10 Sigene Ueise Vorteform. Breslau 1555 Kommt und laßt uns Chri- stum eh-ten, Berz und 2 0—*.— 2———— SꝗSSPIPISISIITIIII‚IITITII Sin ⸗ nen zu ihm keh-ren, sin-get fröhlich, laht euch ⁊2.—————53 ᷓ. — hö⸗-ren, wer⸗tes Volk der Chri⸗ sten-heit! 2 Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schümen: wir, die unser Reil annehmen, werfen allen Kummer hin. 2¹ * 17 Das kirchenjahr 3 Sehet, was hat Gott gegeben: Seinen Sohn Zzum ewogen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid in Rimmels Freud. 4 Seine Seel ilt uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Röh. 5 Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Röllen Reich. 6 O gebenedeite Stunde, da wir das von Rerzensgrunde glauben und mit unserm Uunde danken dir, o Jelulein! l 7 Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns 7 alle dahin da mit sühem Schalle dich der Engel Reer erhöht. f 4. Mlose 24, 17 paul Gerhardt, 16071676 * 17 Ueise: Vom Bimmel hoch Bei Val. Schumann, 1539 4 n SSIITT———— Clir sin- gen dir, lm ⸗ ma⸗ nu⸗ el, du — + +—— Le⸗bens⸗fürst und Gna⸗den⸗quell, du Rimmeloblum und ö — e, 2,— V Mor-gen⸗-stern, du Jungfraunsohn, Rerr al-ler Herrn. *. 2 Ulir singen dir in deinem Reer aus aller Kraft Lob, Preis und Dalt daß du, o lang gewünschter Galt, dich nunmehr eingeltellet halt. 3 Von Infang, da die Uelt gemacht, hat lo manch Rerz nach dir gewacht, dich hat gehofft so lange Jahr der Vüter und Pro⸗ pheten Schar: 22 ihr 1d. en, Uleihnachten 17 4„Ach, dah der Rerr aus Zion küm und unsre Bande von uns keinte Ach, dah die Rilfe brüch herein, so würde Jakob fröhlich ein!“ 5 Nun bilt du hier, da liegest du, hültlt in dem Kripplein deine Ruh, bilt klein und machtt doch alles groß, bekleidit die Velt und kommst doch bloh. 6 Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Rerzeleid, bift aller Reiden Trolt und Licht, luchlt lelber Troft und findst ihn nicht. 7 Du bist der süße Menschenfreund, doch sind dir viele Uenschen feind, Rerodes Reer hült dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Beil. 8 lch aber, dein geringster Knecht, ich lag es frei und mein es 9911.5 ich liebe dich, doch nicht lo viel, als ich dich gerne lieben will. 9 Der Uill ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Rerz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. 10 Und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht wie ich soll, ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 11 8o faß ich dich nun ohne Scheu, du machst mich alles Jammers frei. Du trügst den Zorn, du würgit den Tod, verkehrst in Freud all Anglt und Not. 12 Du bist mein Raupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Ei⸗ gentum und will, lo viel dein Geist mir gibt, stets dienen dit, wie dirs beliebt. 13 lch will dein Rallelujah hier mit Freuden lingen für und für, und dort in deinem Shrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Jel. 7,14 paul Serhardt, 1607-1676 Das kirchenjahr 18 Uleile: O daß ich taulend Zungen hätte Fronkfurt a. NI. 1738 2 E—.——— — + ——.S....... 1 Dies ilt die Nacht, da mir er-schie-nen des gro⸗hen das Kind, dem al-le En⸗gel die⸗nen, bringt Licht in — EꝘ+— .—— IIEEE u r Herdele, ddor h r EEEEE Nim⸗mels-licht weicht hun-dert⸗tau-send Son-nen nicht. 2 Lah dich erleuchten, meine Seele, derläume nicht den Snaden⸗ schein! Der GSlanz in dieser kleinen Röhle streckt sich in alle Uelt hinein; er treibet weg der Böllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. Z In dielem Lichte kannlt du sehen das Licht der klaren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Rimmel und dein Alles sein. 4 Laß nur indeslen helle scheinen dein Slaubens- und dein Liebes⸗ licht! Mit GSott mußt dutes treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willft du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5 Drum Jesu, schöne Ueihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunlt; dein Licht sei meine Gleihnachtswonne und lehre mich die Nleihnachtskunlt, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Uleihnachtsglanzes voll. 2. Kor. 4,6 Kalpat Friedrich Nachtenhöfer, 1624-1685 2⁴ ahr aden⸗ Uelt d des gkeit; i gar el und iebes⸗ r diese nicht deiner emich sei des 4—1685 Aleihnachten 19 19 Uleise: Vom Rimmel hoch Bei Val. Schumann, 1539 — 1dies sst der Tag, den Sott ge⸗-macht, lein n wer e. werd in al- ler Ulelt gedacht; ihn prei⸗ se, was durch I *— +—. + Je⸗sum Chrilt im Rim⸗-mel und auf Er- den ilt. 2 Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Reil der QUelt, dich, seinen Sohn. 3 Ulnn ich dies Nunder fassen will, fo steht mein Geist vor Ehr⸗ 10 still; er betet an und er ermiht, daß Sottes Lieb unend⸗ ich ist. 4 Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Rerr der UVlelt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Reil. 5 Dein König, Zion, kommt zu dir.„Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen QUillen tu ich gern.“ Gelobt sei, der da kommt im Rerrn! 6 Herr, der du Ulensch geboren wirft, Immanuel und friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an. 7 Du, unser Reil und höchltes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Sottes Kinder werden wir. 8 Durch ESines Sünde fiel die AUelt, ein Mittler iste, der sie erhält. Uas zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schohe sit? * 2⁵ Das Kkirchenjahr Jauchzt, Bimmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiliglten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Rerrn, ein neues Lied! 10 Dies ist der Tag, den Sott gemacht, sein werd in aller Nlelt Eaden u ihn preise, was durch Jesum Christ im Bimmel und auf rden ilt. Pl. 118, 24 Christian Furchtegott Gellert, w1715-1769 8⁰ Auch n. d. Kleile: Aus meines Herzens Grunde lag ich dir Lob Sigene Uleise Max 05 19¹⁴ V E tr,. Der heil-ge Christ iist Rom-men, der teu ⸗ re 4 — I 32.———.— Got⸗tes ⸗sohn; des freun sich al⸗ le From⸗men am 2 2— höch⸗ten Rim-melsthron; auch was auf Er⸗ den ilst, soll ——.— H 4 ——.— 2—————— prei-sen hoch und lo-ben mit al-len Ens geln 2 + 12 8—— dro ⸗ ⸗ ben den e de, heil⸗gen Chrilt. 2 Das Licht ilt aufgegangen, die lange Nacht ist hin; die Sünde üst gefangen, erlöset ist der Sinn; die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzüchen baun weite Himmelsbrücken aus jedem schmallten Steg. 26— so 8— 8 2 UAI mũ Uleihnachten 2 3 Verwailet sind die Kinder nicht mehr und vaterlos, Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoh; er will, dah alle rein Run r Schulden, vertrauend seinen Rulden, gehn in den immel ein. 4 Drum freuet euch und preiset, ihr Kindlein fern und nah! Der euch den Vater weiset, der heilge Chrilt ilt da. Er ruft so freund⸗ lich drein mit sühen Liebesworten:„Geöffnet sind die Pforten, ihr Kinder kommt herein!“ Joh. 1,4-1 Ernlt Uoritz Arndt, 1769860 21 Uleise: Kommt her zu mir, spricht Sottes Sohn Vorref. 1530 .— Brich an, du schö-nes Mor-gen-licht! Das ist der 6—.—— al⸗te Mor⸗gen nicht, der täg⸗lich wie« der⸗ kehret; es ilt ein lLeuchten aus der Fern, es ist ein Schimmer, —— ilt ein Stern, von dem ich lünglt ge⸗-hö⸗ret. 2Nun wird ein König aller Klelt von Ewigheit zum Beil bestellt, ein zartes Kind geboren; der Teufel hat lein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt und lchon verloren. 3 Der Bimmel ilt jetzt nimmer weit, es naht die selge Gotteszeit der Freiheit und der Liebe. QNohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder lich nach langem Streit in Friedenswerken übe! ————————— 22 Das kirchenjahr 4 Ein ewig festes Liebesband hält I Naus und jedes Land und alle Nlelt umfangen; wir alle lind ein heilger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5 Kler ist noch, welcher sorgt und linnt! Bier in der Krippe liegi ein Kind mit lüchelnder Gebürde. Klir grühen dich, du Sternen⸗ held, willͤkommen, Beiland aller Uelt, willkommen auf der Erde! Jes. 58,8 Max von Schenkendorf, 1783-1817 Jahreswechlel Uleise: Vom Bimmel hoch Bei Val. Schumann, 1539 —.—— SS—— 1 Das al- te Jahr ver⸗gan-gen ilt. Clir 1...——— r n din, Luntn 1 dan⸗ken dir, Rerr Je-su Chrift, dah du uns in so —— 1 P —4 viel Ge⸗fahr be⸗ hü⸗tet halt auch die-ses jahr. 2Klir bitten dich, den erogen Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, du wolllt dein arme Christenheit bewahren ferner allezeit. 3 entzieh uns nicht dein heillam Nort, das ist der Seelen Trost und Rort; vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, Rerr, und steh uns beil 4 Bilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn und fromm zu werden fangen an; der alten Sünden nicht gedenk, ein gnadenreich Neu⸗ jahr uns schenk! 28 Jahre 5 Ril am ji 6 zu Jesu, Ebr. Ueis SS ich ar 3 La hilf, Nerr, gebe 4 Hr weil Stürl töten jahr and der gen. liegt nen⸗ rde! 18¹⁷ Jahreswechsel 23 5 Rilf christlich leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am jüngsten Tage aufzustehn, mit dir in Bimmel einzugehn, 6 zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich; a Jesu, unsern Slauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr! Sbr. 10,22-25 Str. 1 und 2: 1568; Str. 3-6 Erfurt 1588 Ueile: Unser Rerrscher, unser König Bremen 1680 9———— IXX—— 1 *——.——.———— HBilf Rerr Je ⸗ lu, laß ge-lin-gen, hilf, das lah es neu ⸗e Krüf-te brin⸗gen, dah aufs 1** 7 I— EEE—..—.———— 2——————— neu ⸗e Jahr geht an; 5 0 neu ich wan⸗deln Neu⸗ es Glück und neu⸗ es * 22—4.———— öů —*—..——— C— qu Le⸗-ben wol⸗-lest du aus Gna- den ge⸗ ben. 2 Ilas ich denke, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Rerr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, so steh Zur Seiten! 3 Lah dies sein ein Jahr der Gnade, mich bereuen meine Sünd; hilf, dah sie mir nimmer schade, und ich bald Verzeihung find, an bei dir; denn du, mein Leben, kannst die Sünd allein ver⸗ geben.„ 4 Trölste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich lo sehr betrübe und voll Angst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 29 Das Kirchenjahr 5 Rerr, du wollest Snade geben, dah dies Jahr mir heilig sei und ich christlich könne leben sonder Trug und Reuchelei, dah ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 6 Jesus richte mein Beginnen, Jesus bleibe stets bei mir, Jesus züume mir die Sinnen, Jesus sei nur mein Begier, Jesus sei mir in Gedanken, Jesus lalse nie mich wanken! 7 Jelu, laß mich fröhlich enden dieles angekangne Jahr. Trage stets mich auf den Ründen, halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfalsen, wenn ich loll die Uelt verlassen. Luk. 2,21 Johann Rist, 16071667 Uleise: Nun laht uns Gott dem Herren Leipzig 1587 HAH——. —— 2 I I — L I ö 5 + ——„ Le ben bis hier ⸗her Kraft gens ge⸗ ben. 2 Klir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern; wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen, 3 durch lo viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und grohe Schrecken, die alle Uelt bedecken. 4 Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewaͤhret werden, 5 also und auch nicht minder lüht Sott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schohe litzen. 30 enjahr ilig sei ri, da Jesus sei mir Trage ig will 21667 9 1⁵5⁸ — — mit ben. andern, Zagen, I tern die er, wenn Jahreswechsel 24 6Ach Rüter unsres Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und lllachen, wo nicht dein Augen wachen. 7 Selobt sei deine Treue, die alle Hulorgen neue, Lob lei den starken Hünden, die alles Rerzleid wenden! 8 Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9 Sib mir und allen denen, die lich von Rerzen sehnen nach dir und deiner HRulde, ein Rerz, das lich gedulde. 10 Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergiehen die Freudenströme fliehen Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Negen, laß Gro⸗ hen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12 Sei der Verlallnen Vater, der lrrenden Berater, der Unver⸗ sorgten Gabe, der Armen Gut und Nabe. 13 Hilf gnüdig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hoch⸗ betrübten Seelen, die sich mit SWchwermut quülen. 14 Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Rimmel führe. 15 Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Chrilten Schare zum lelgen neuen Jahre! Ps. 121 Paul Gerhardt, 1607-1676 31 25 Das kirchenjahr 28 Uleise: Meinen Jesum laß ich nicht Il Joh. Uhlich, 1674 VI 4 + 4*——..— HA——— ö 1 13 ⸗sus loll die Lo ⸗ sung sein, da ein =su Nass me soll al ⸗lein de⸗ nen —*— I + 4+—.— RRIIAIIee......˖..I.... 6 +—— neu⸗ es Jahr er⸗-schie⸗nen; zum pa⸗ nie ⸗re die⸗nen, die in sei ⸗ nem Bun ⸗ de stehn und auf sei⸗ nen Ue⸗gen gehn. 2 Jesu Name, Jesu Klort soll bei uns in Zion schallen; und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Rerz Zum Reiligtum! 3 Unsre Clege wollen wir nun in Jelu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 4 Alle Sorgen, alies Leid loll der Name uns verlühen; so wird alle Bitterkeit uns zur Freude werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 5 Jesus, aller Völker Heil, unserm Land ein Gnadenzeichen, unlres Ortes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jelus, unser Schutz und Rort, sei die Losung fort und fort. Luk. 2,21; Phil. 2 Benjamin Schmolck, 1672-1737 Jelus Chriltus geltern und heute und derlelbe auch in Swicgkeit. Ebr. 13,8 32 Jahreswechlel 2 2⁰ R. Leo BRaßler, 16013 Uleise: Rerzlich tut mich verlangen geiltlich Görlitz 1613 — I —.— ..— Das Jahr geht still zu En- de, nun sei auch nn Got⸗tes treu e Fün= de leg ich nun — 24— still, mein Rerz! freud und Schmerz und was dies Jahr um⸗ —————* 375 ‚——— schlo ⸗sen, was Sott der Rerr nur weiß, die Trü⸗nen, 4 — II 2— E——— 18 2—— ů—. ——...... die ge⸗flol-sen, die UNun-den bren-nend heih. 2 Carum es soviel Leiden, o kurzes Glück nur gibt? Marum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen, und mancher Mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— du armes Rerz, warum!? 3 Dah nicht vergessen werde, was man so gern dergiht: dah diese arme Erde nicht unsre Reimat ilt. Es hat der Rerr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zione goldnen Rallen ein Reimatrecht erkauft. hier gehen wir und streuen die Trünensaat ins Feld, dort wer⸗ den wir uns freuen im selgen Rimmelszelt; wir sehnen uns Hie⸗ nieden dorthin ins Vaterhaus und willens: die geschieden, die ruhen dort schon aus. 33 5 O das ilt lichres Gehen durch diese Erdenzeit; nur immer vor⸗ würts sehen mit lelger Freudigkeit; wird uns durch Grabeshügel der klare Blick derbaut: Rerr, gib der Seele Flügel, dah sie hin⸗ überschaut. 6 Hilf du une durch die Zeiten und mache felt das Berz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts! Und ist es uns hienieden so öde, so allein, o laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein! Ps. 121; Ebr. 13, 14 Eleonore Fürstin Reuß, 1835-1903 Epiphanias Sigene Neise Frankfurt a. II. 1590 ⁰. I—— I*— tEtt Hrrrrrerr rrrt. 2 2 2 EE— 22 + I— Ulie schön leuch=tet * 1 n DE———— Gnad und UMahr-heit von dem Rerrn, die sü- he Kkö⸗- nig und mein Bräu-ti-gam, hast mir mein I————— —— Ulur⸗-zel Jes⸗ fel Nerz be⸗ ses⸗ sen: —— 1 7 + D ..—— ———— hoch und sehr prüch»tig er⸗ ha ⸗ben. 27 Das kirchenjahr SHS3HSS„ + Epiphanias 27 2 Ei, meine Perl, du werte Kron, wahr Sottes und Narien Sohn, ein hochgeborner König! lein Rerz heiht dich ein Bimmelsblum; dein sühes Soangelium ist lauter Hlilch und Ronig. Jesu, Jesu, Dereelfen Fimmlilch lulanna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3 Geuh sehr tief in mein Rerz hinein, du leuchtend Kleinod, edler Stein, die Flamme deiner Liebe, dah ich, o Herr, ein Gliedmah bleib an deinem auserwählten Leib in frischem Lebenstriebe. In dir lah mir ohn Rufhören sich vermehren Lieb und Freude, daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4 Von Sott kommt mir ein Freudenlicht, wenn du mit deinem Angesicht mich freundlich tult anblicken. O Rerr Jesu, mein trautes Gut, dein Qort, dein Seilt, dein Leib und Blut mich innerlich er⸗ quicken. Nimm mich freundlich in die Arme, Rerr, erbarme dich in Gnaden; auf dein Klort komm ich geladen. 5 fierr Gott Vater, mein starker Beld, du halt mich ewig vor der Ulelt in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selblt vertraut, er ist mein Freund, ich seine Braut, drum mich auch nichts betrübet. Sia, eia, himmlisch Leben wird er geben mir dort oben: ewig soll mein Rerz ihn loben. 6 Zu unserm Gott mit Saitenklang laßt nun den lühelten Gesang ganz freudenreich erschallen dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräutgam mein, zu Ehren und Gefallen. Singet, springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, groß ilt der König der Ehren. 7 Clie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das& und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch Zzu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis; des klopf ich in die Rände. Amen, Amen! Komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange; deiner wart ich mit Verlangen. 2. Petri 1,19 Philipp Nicolai, 1556108 28 ö Das kirchenjahr 28 Ueise: Valet will ich dir geben Leipzig 1615 + E I 1 O bö⸗nig al-ler Sh⸗ren, Berr Je=su, Da-vids dein Reich loll e⸗wig wüh⸗ren, im Rim-mel ilt dein — — II— Than, hit, daß alrhiet auf Erden den lienschenweit und —— 2 ———— — H breit dein Reich bekannt mög werden zur See⸗len Se⸗lig⸗keit. 2 von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland; die Enie ie vor dir beugen, weil du ihn'n bilt bekannt. Der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich NMort. Drum man dich billig preiset, dah du bilt unser Hort. 3 Du bilt ein groher König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtelt du gar wenig vergünglich Gut und Geld, pranglt nicht auf stotzem Roffe, träglt keine güldne Kron, thronst nicht in ho⸗ hem schlolle; hier halt du Spott und Rohn. 4 Doch bift du schön gezieret, dein Glanz erltreckt sich weit, dein Güte triumphieret und dein Gerechtigkeit. Du wolllt die From⸗ men schützen durch dein NMacht und Gewalt, daß lie im Frieden litzen; die Bösen stürzen bald. 5 Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf, dein Güte schenk mir Armen und legne meinen Lauf. Den fein⸗ den wollit du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, dah lie mich nicht verlehren; rett mich aus aller Not. 36 Epiphanias 22 6 Du wolllt in mir entzünden dein NUort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden sein meinem Rerzen fern. Rilf, dah ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Matth. 2,1ff. Martin Behm, 1557-1622 Uleise; O Jesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig 1625 EAR .—. r *— 10 Je-su Chri⸗ste, wah-res Licht, er⸗leuch⸗te, 4.4— + SSPSTSDSI... die dich ken⸗nen nicht, und brin⸗ge sie zu dei⸗ner 4.4 455.en.—— ——— 2*—.— 2— Herd, dah ih ⸗re ZSeel auch se ⸗lig werd. 2 Erfülle mit dem Gnadenschein, die in lertum verführet sein, auch die, so heimlich noch ficht an in hrem Sinn ein fallcher Aahn. 3 Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit be. und ihr verwundt Gewissen heil, lah sie am Rimmel haben teil. 4 Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Rerzens Glaube sei. 5 Erleuchte, die da sind verblendt, bring her, die sich von uns ge⸗ Hhn. versammle, die zerltreuet gehn, mach feste, die im ZWeffel tehn. 6 80 werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Bimmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Joh. 8, 12 Joh. Heermann, 1585-1647 37 30 Das kirchenjahr 80 Uleile: Unser Rerrscher, unser König Bremen 1680 — 1ů— — dler de licht, du Stadt der Bei⸗ den, und du, schau⸗e, welch ein Glanz mit Freu-den ü- ber 1 — + Sa ⸗ lem, wer ⸗de licht; 30 dei=nem Haupt an⸗bricht. Luott häat de eer micht der⸗ ——— N — gel ⸗sen, die im fin⸗stern sind ges seh- sen. 2 Dunkelheit, die mußte weichen, als dies Licht kam in die Nelt, dem kein andres zu vergleichen, welches alle Ding erhellt. Die nach diesem Glanze sehen, dürfen nicht im Finltern gehen. 3 Sottes Rat war uns verborgen, seine Gnade schien uns nicht; Klein und Grohe muhten sorgen, jedem fehlt es an dem Licht, das zum rechten Bimmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. 4 Aber wie hervorgegangen ist der Rufgang aus der Röh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Kleh aus der Uelt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles überblieben. 5 Jesu, reines Licht der Seele, du vertreibst die Finlternis, die in dieser Sündenhöhle unsern Tritt macht ungewih. Jesu, deine Lieb und Segen leuchten uns auf unsern Uegen. 6 Dieses Licht läht uns nicht wanken in der rechten Glaubens⸗ bahn. Swig, Berr, will ich dir danken, dah du hast so wohl ge⸗ haret. uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns enket. 7 Dein Erscheinung müsi' erfüllen mein Gemüt in aller Not. Dein Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod. Rerr, in Freuden und im Neinen müsse mir dein Licht erscheinen. 38 Spiphanias 31 8 Jelu, lah mich endlich gehen freudig aus der bölen Nlelt, dein lo helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist beltellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. Jes. 60 Johann Rilt, 16071⁶67 81 Auch nach der Kleile: Valet will ich dir geben Uleile: lch freu mich in dem Berren B. Relder, 1648 b PPPIPIIIII..... ———. 1 Herr Je⸗ su, Licht der Reiden, der Frommen Schatz und wir kom⸗men jett mit Freuden durch dei⸗nes Gei⸗stes ——————.— I.,.;!?:—— Lieb, Trieb in die-sen dei-nen Tem-pel und *——— äwᷓ su-⸗chen mit Be-gier nach Si ⸗me⸗ ons Ex⸗ 1 2— Ie *———————— em⸗-pel dich gro⸗ hen Gott all= hier. 2 Du wirlt von uns gefunden, o Rerr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheihungswort; vergönnst noch heut⸗ zutage, dah man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage, wie hier der fromme Greis. 3 Sei unser Glanz in Nlonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unlre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Glut und Feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Krankheit ein Befreier, ein. Stern in Todesqual. 4 Rerr, lah auch uns gelingen, dah letzt wie Simeon ein jeder Chrilt kann singen den schönen Schwanenton: Nlir werden nun mit frie⸗ den die Augen zugedrücht, nachdem ich schon hienieden den Rei⸗ land hab erblickt. 39 32 Das kirchenjahr 5 Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut, kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch drüut. ich wohn in dei⸗ nem Herzen, und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerzen, kein Anglt, kein Tod dazu. 6 Rier blichlt du zwar die Deinen oft streng und strafend an, dah ich vor Anglit und Ueinen dich nicht erkennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angelicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. Luk. 2, 25ff. Johann Franck, 1618-1677 UNleise: Meinen Jesum lah ich nicht II Joh. Uhlich, 1674, ö—.— .—. 1 Ime su, gro ⸗her UMun-der⸗stern, der aus = ne See⸗ le will lo gern dir an V 1I— I——— 2—.——— Ja-kob ilt er⸗-schie-nen, dei⸗nem fe⸗ ste die⸗nen. Nimm doch, nimm doch gnũ dig an, was ich Ar= mer schen⸗ken kann. 2Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin; lo ist dirs die lieblte Gabe; lah es auch bewührt und rein in dem Kreuzesofen sein. 3 Nimm den Nleihrauch des Gebets, laß ihn gnäüdig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets, ihn 2u opfern, vor dir liegen. QAenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. 4Nimm die Nyrchen bittrer Reu; ach mich schmerzet meine Sünde! Eber du bist fromm und treu, daß ich Trolt und Gnade finde und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. NMatth. 2,1ff. Erdmann Neumeilter, 16711756 4⁰ Spiphanias 33 33 Nleise: Siner it König, immanuel sieget Köthen 1733 4 H————* SSISSIS III II IIII.. 1 2I.8 ilt kommen, Grund e⸗ wi⸗ ger Freude; Gottheit und hilenschheit ver⸗ ei⸗ nen lich bei⸗ de; + I.——— EEEAEEE..— Schöp⸗fer, wie kommit du uns Illenschen lo nahl AAbñ—— E * I—— Nim⸗mel und Er⸗ N, er⸗züh⸗lets den Rei⸗ den: 1 12— P +* 1— + +— + 12— + Je sus ilt kommen, Grund e⸗ wi⸗ ger Freu⸗denl 2 Jesus ist kommen, nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reihen entzwei. Unser dnchhenchre ilt nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Shren aus Sünde und Schande; Jelus ist kommen, nun springen die Bande! 3 Jesus ilt kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus, sprenget des Feindes befestigte Schlösser, führt die Gefangenen siegend heraus. Fühllt du den Stärkeren, Satan, du Böler? Jesus ilt, kommen, der starke Erlöser! 4 Jesus ist kommen, der König der Ehren; Rimmel und Erde rühmt seine Gewalt! Dieler Beherrscher kann Rerzen bekehren; öffnet ihm Tore und Türen fein bald. Denkt doch, er will euch die Krone gewähren. Jelus ist kommen, der König der Ehren! 5Jesus ist kommen, ein 3.. der Sünden, Sünden der ganzen Alelt trügt dieses Lamm. Sündern die ewge Erlösung zu finden, stirbt es aus Liebe am biutigen Stamm. Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden! 4 34 Das Kirchenjahr 6 Jesus ist kommen, sagts aller Nlelt Enden, eilet, ach ellet zum Snadenpanier! Schwöret die Treue mit Rerzen und Händen, sprechet: wir leben und sterben bei dir. Rerzensfreund, gürte mit ahrheit die Lenden. Jesus ilt kommen, lagts aller Alelt enden! 7 Jesus ist kommen, die Quelle der Snaden, komme, wen dürltet, und trinke, wer will. Rolet für euren verderblichen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll. Rier kann das Herze sich laben und baden. Jesus ilt kommen, die Quelle der Gnaden! 8 Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben. Rochgelobt sei der erbarmende Gott, der uns den Urlprung des Segens gegeben; dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod. Selig, die ihm lich beltündig ergeben. Jelus ilt ommen, die Ursach Zum Leben! Offb. 1,8 Ludwig Konrad Allendorf, 1693-1773 Pallion Sigene Ileise Bei Joh. Spangenberg, 154⁵ . nb. W.. E.—.— 2— 2 22— 0————] 1 O Lamm Sot⸗tes, un⸗schul⸗dig am Stamm des Kreu⸗ all⸗zeit fun⸗den ge⸗ dul⸗ dig, wie-wohl du wa⸗ 2— V +— I— I — D Zes ge⸗schlach⸗tet, relt ver⸗ ach tet, all Sünd halt du ge⸗ 4— * — +— 2——.—— ꝗ.SPII...... Iĩ— I ta gen, sonst müh⸗ten wir ver⸗zu⸗ gen. Er⸗ + + e. * barm dich un s ler, o Je„ su, o Je⸗lul Palsion 35 2 Olamm Sottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes gelchlachtet, allzeit funden geduldig, wiewohl du warelt verachtet; all Sünd 2— 6 Wme sonst mühten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu, o Jesu 3 Olamm Sottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes gelchlachtet, allzeit funden geduldig, wiewohl du waͤrelt verachtet; all Sünd halt du getragen, sonst mühten wir verzagen. Gib uns dein'n. Frieden, o Jesu, o Jesul Joh. 1,2 Niederdeutsch, Rostock 1531 UVeile: Christus, der uns leligmacht Vorref. Bei Nlich. leihe, 1531 1 FE EEIIE D— ——— + —— 0 E1 1— O hilf, Chri⸗te, Sot⸗tes Sohn, durch dein bit⸗ ter — 12——— E— 1—*. Lei s den, dah wir dir stets un⸗ter⸗tan all Un⸗ .— —— —— — u-gend mei ⸗ den, dei⸗nen Tod und sein. Ur⸗sach 22— E 2——— frucht⸗bar⸗lich be⸗ den ken, da⸗ für, wiewohl — 1 VIIIN I 1 1 4 ꝗꝗII...I. — + +*. 3 27 arm und schwach, dir Dank op⸗fer schen ⸗ ken. I. Petri 2,24 Mlichael Kleihe, 4+ 1534 4³ 36.37 Das kirchenjahr Eigene Neise Braunschweig 1528 — .— 2 2— 1 Chri⸗Ite, du Lamm Got- tes, der du trüglt die 2 ChriIte, du Lamm Got- tes, der du trüglt die n, v En, in——— ——‚ 1— Sünd der Ulelt, er⸗barm dich un⸗ser! 42 Sund der lelt, er⸗barm dich un-jet!: hr — — * — * du Lamm Gottes, der du trüglt die Sünd der Nelt, 5 n fn E ..—..——*— SEE— —— * gib uns deinen Frieden! XA= men, A men. Joh. 1,2 Vorref.(Kgnus dei) Nittenberger K. O. 1533 Nleise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig 1625 EREEEE — Alir dan⸗ken dir, Rerr Je-lu Christ, dah du für E.II I * 2— —— ++ SS——* uns ge⸗stor⸗ben bist und halt uns durch dein teures ö SU öSUD EA Passion 4.4 2— IDD—E— EH *——— Blut ge-macht vor Gott ge-recht und gut; Lund bitten dich, wahr'r ensch und Gott, durch deine heilgen Qunden rot: erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not! 3 Behüt uns auch vor Sünd und Schand und reich uns dein all⸗ mächtge Band, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trölten dei⸗ ner schweren Pein 4 und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns wirst verlalsen nicht, londern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. 1. Joh. 1,7 Chriltoph Fischer, 1515 1600 38 Eigene Nleise Joh. Crüger, 164⁰ 1 + 3—— 4— + ED. I 2 DDRDEEE 1 Rerz⸗lieb⸗ster Je fül, was halt du ver⸗bro⸗chen, e,e. 1 I 2— I + + 2 + I— dah man ein lolch schark Ur=teil hat ge⸗ 1 — ——— + 2.——.— + ——— spro⸗chen? Nlas ilt die Schuld, in was für bñ———4—.—. Mif= se— taten bisft du ge⸗ta= tend 2 Du wirlt gegeihelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht ge⸗ schlagen und verhöhnet. Du wirlt mit Elsig und mit Gall ge⸗ trünket, ans Kreuz gehenket. 4⁵ 38 Das Kkirchenjahr 3 Nlas ist doch wohl die Ursach lolcher Plagen? Ach, meine Sün⸗ den haben dich geschlagen! ich, mein Herr Jesu, habe dies ver⸗ schuldet, was du erduldet. 4 Alie wunderbarlich ist doch diese Strafe!] Der gute Birte leidet für die Schafe, die Schuldbezahlt derferre, der Gerechte, fürseine knechte. 5 Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider Gott mihhandelt, der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, der Rerr gefangen. 6 O grohe Lieb, o Lieb ohn alle Mahe, die dich gebracht auf diele Marterstraße! lch lebte mit der Nlelt in Lult und Freuden, und du muht leiden. 7ch groher König, groß Zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Freu ausbreiten? Keins Ulenschen Rerz vermag es guszu⸗ denken, was dir zu schenken. 8 lch kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu vergleichen. Nie kann ich dir denn deine Liebes⸗ taten im Nerk erstatten! Dach ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lülte dämpf und zühme, dahß sie aufs neu mein Rerze nicht ent⸗ zünden mit alten Sünden. 10 Nleils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz Zu heften, so gib mir deinen Geilt, der mich regiere, zum Guten führe. 11 Rlsdann, so werd ich deine Ruld betrachten, aus Lieb Zu dir die Alelt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, Rerr, deinen Nillen stets zu erfüllen. 12 lch werde dir Zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 13 Dies alles, obs für schlecht 2war ilt zu schötzen, wirkt du es doch nicht gar beiseite setzen, in Snaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschümen. 14 Kenn dort, Berr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Matth. 26 u. 27 Johann Reermann, 1585-1647 4⁶ Passi Passion 39 Uleise: Der am Kreuz ist meine Liebe Frankfurt a. M. 1738 ——— PIIII æxT TTT— + 1 +— 1 1 Je-su, dei⸗ne tie-fen Klunden, dei⸗ne Qual und Vae⸗ben mir zu al⸗len Stunden Trolt in Leibs- und ů—4 4—— 12— — + ů—. . TTTTTT... T bitt⸗rer Tod Ue See⸗len-not; füllt mir II 9 et⸗was Ar- ges ein, denk ich — *—.— —— bald an dei ⸗-ne Pein, die ver⸗-lei- det mei⸗-nem 4* * — — *——.— 1 Ner⸗zen, mit der Sün⸗-de je zu scher⸗zen. 2Uill sich denn in Nlollust weiden mein verderbtes Fleisch und Elut, so gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig Zzu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. 3 Uliill die Uelt mein Rerze führen auf die breite Sündenbahn, da nichts ilt als Jubilieren, alsdann schau ich emlig an deiner Marter Zentnerlast, die du ausgestanden halt: lo kann ich in An⸗ dacht bleiben, alle böle Lult vertreiben. 4 Ja für alles, was mich krünket, geben deine Alunden Kraft; wenn mein Rerz hinein sich senket, krieg ich neuen Lebenesaft. Deines Trostes Sühigkeit wendt in mir das bittre Leid, der du mir das Reil erworben, da du für mich bilt gestorben. 47 40 Das kirchenjahr 5 Ruf dich setz ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht; dein Tod hat den Tod zerhauen, daß er mich kann töten nicht. Dah an dir ich habe teil, bringet mir Trost, Schutz und Reil; deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6 Bab ich dich in meinem Berzen, du Brunn aller Gütigkeit, s0 empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. lch verberge mich in dich; kein Feind kann verletzen mich. Nler lich birgt in deine Iunden, der hat glücklich überwunden. 1. Kor. 1, 18 Johann Reermann, 1585-1647 40 Nleise: Nun lasset uns den Leib begrabn Nlittenberg 15⁴4 2—3 0 e di 1 Der du, Berr Je-su, Ruh und Ralt in 3 + 22— dei⸗ nem Grab ge-hal⸗-ten hast, gib, daß wir in dir 4 5 + 1 , en n nn ru⸗hen all und un⸗ser Le-ben dir ge⸗fall. 2 Verleih, o Rerr, uns Stürk und INut, die du erkauft mit deinem Blut, und führ uns in des Rimmels Licht zu deines Vaters An⸗ gesicht. 3 Viir danken dir, o Gottes Lamm, getötet an des Kreuzes Stamm. Laß ja uns Sündern deine Pein den Eingang in das Leben sein. Joh. 19,40ff. Nach Bonaventura 1221174 Georg Uerner, 1589-1643 48 Passion 4¹1 Uleise: Rilf Gott, dah mirs gelinge Vorref. Leipzig 1545 ——————— A——..— TSAS 52 v En nr. ERE. 2——3 UVenn mei⸗ ne Sünd mich krünken, o mein Rerr Je⸗su so lah mich wohl be-denken, wie du ge⸗stor⸗ben IDRDRDRDDRS.— 3 und al ⸗le mei⸗ ne lil⸗ se⸗ tat am — 1—.— ꝓIIIIIIITITII..‚.‚...... — V Stamm des heil⸗gen Kreuzes auf dich ge- nom⸗men hast. 2 0O UNunder ohne Haßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Rerr für seinen Knecht, es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Ulenschen gegeden in den Tod. 3&las kann mir denn nun schaden der Sünden grohe Zahl? lch bin bei Gott in Snaden, die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Rölle Qual und Glut. 4 Drum sag ich dir von Berzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Ten, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5 Rerr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, dah ich erlölet bin. 6 Nein Kreuꝝ und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein BRerr und Gott, daß ich verleugne diese Nlelt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 4² 4² Das kirchenjahr 7 Laß mich an andern üben, was du an mit getan, und meinen Nüchlten lieben, gern dienen jedermann ohn Sigennutz und Heuchelschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8 Laß endlich deine Aunden mich trösten krüftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich, weil ich auf dein Ver⸗ ar. nur trau, du werdelt mich annehmen, daß ich dich ewig au. Röm. 8, 32ff. Justus Gesenius, 1601-1673 Eigene Neise 42 Nlolfgang Neßnitzer, 1661 2 E 1 je⸗su, mei⸗nes Le⸗bens Le-ben, Je⸗ su, mei⸗ nes der du dich für mich ge⸗ge-⸗ben in die tief⸗ste — ö + — E——— — EE 2—— Sodannet in das üu⸗her⸗te Ver- der⸗ben, 4 AI——— —..——— nur daß ich nicht möch⸗te ster⸗ben. Tausend⸗, tau⸗send⸗ 4 N *—————4 mal sei dir, lieb-ster Je= su, Dank da-für. 2 Du, ach du halt ausgeltanden Lästerreden, Snott und Bohn, Speichel, Schläge, Strich und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen Zu erretten von des Teufels Sündenketten. Tau⸗ send⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3 Du halt lalsen Nunden schlagen, dich erbürmlich richten Zu, um zu theilen meine Plagen, um zu sethen mich in Ruh; ach du halt zu meinem Segen lassen dich mit luch belegen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5⁰ Passion 43 4 lan hat dich lehr hart verhöhnet, dich mit grohem Schimpf be⸗ legt, gar mit Dornen dich gekrönet. Alas hat dich dazu bewegt! Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Shrenkron auflfetzen. Tausend⸗, taulendmal lei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5 Du halt wollen sein geschlagen, zu befreien mich von Pein, fülschlich lalfen dich anklagen, daß ich möchte sicher sein; dah ich möchte trostreich Ilerdnr halt du sonder Trolt gehangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, liebster Jelu, Dank dafür. 6 Du halt dich mit Schmach bedecket, hast gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu bühen meine Schuld; daß ich würde losgezählet, halt du wollen sein gequälet. Tau⸗ send⸗, taulendmal sei dir, lieblter Jesu, Dank dafür. 7 Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Ubermut, dein Tod meinen Tod versüßet; es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Taulend⸗, tausendmal sei dir, lieblter Jesu, Dank dafür. 8 Nun, ich danke dir von Berzen, Rerr, für die gesamte Not: für die NUlunden, für die S8chmerzen, für den herben, bittern Tod; für dein Zittern, für dein Zagen, für dein tausendfaches Plagen, für dein Angst und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Jel. 53 Ernlt Chriltoph Romburg, 1605-1681 Sigene Aleise Ilürzburg 1628. Bei Joh. Schop, 1641 EDDE IPIPIIPII.TI.... 2.— N 2 2— 10 Trau⸗rig⸗keit! O Rer ⸗ze⸗leidl Ist 4.— +* N ,,. He, e e, * SSSS— das nicht zu be⸗kla⸗gen! Sott des Va⸗ ters Ab i— *D—— ei nig Kkind wird ins Grab ge ⸗ tra⸗ gen. 51 24 Das Kirchenjahr 2 O grohe Not! Gotts Sohn liegt tot. Am Kreuz ist er gestorben; hat dadurch das Bimmelreich uns aus Lieb erworben. 3 O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die HMilletat warest ganz vernichtet. 4 Osüher Ulund, o Glaubensgrund, wie bilt du doch zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 5 O selig ist zu aller Frist, der dieses recht bedenket, wie der Berr der Berrlichkeit wird ins Grab gesenket. 6 O Jesu, du mein Rilf und Ruh, ich bitte dich mit Trünen: Rilf, dah ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen. Joh. 19,38 ff. Joh. Rilt, 16071667 4⁴4 Ileise: An Ualserflüssen Babylon Strahburg 1525 — 3 P ů ‚ —.— —.— 22 Ein Lämmlein geht und trügt die Schuld der Alelt und es geht und trö⸗get in Se-duld die Sün-den 2 — + LIE2 42E — + D 99 —— —.— U EXI 01 ler Sunte deh. es geht da⸗ hin, wird ———.———5————.— .. DSSSEE— matt und krank, er⸗gibt lich auf die Aur⸗ ge-banh, ent⸗ —j —5 CS—. 1330 I—.— 2 sa ⸗get al=-len freu-den, es nimmt auf sich Schmach, —.——— ö— Hohn und Spott, Angst, Aunden, Striemen, Kreuꝛ und 52 + 2 — E E + 2 *+ 1 8 —. —i 4 N —— + + + + + 2— + I + + + + +*—— Fod und ipricht: Ich wills gern lei 36 den. 2 Das Lümmlein ist der große Freund und Reiland meiner Seelen, den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen: „Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich aus⸗ getan Zzur Straf und Zornesruten; die Straf ilt schwer, der Zorn üst großh, du kannst und lollst lie machen los durch Sterben und durch Bluten.“ 3„Ja, Vater, ja von Rerzensgrund, leg auf, ich will dirs tragen; mein Tlollen hüngt an deinem Hlund, mein Tlitken ilt dein Sagen.“ O Nunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist tark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. ꝗ Nein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lalsen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen falsen; du sollst sein meines Rerzens Licht, und wenn mein Berz in Stücke bricht, solllt du mein Rerze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Sigentum bestündiglich verschreiben. 5 lch will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage lingen, mich selbst auch dir nach Ullöglichkeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namnen für und für in Dankbarkeit ergiehen; und was du mir zugut getan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedüchtnis schliehen. 6 Erweitre dich, mein Rerzeneschrein, du solllt ein Schatzhaus werden der Schütze, die viel gröher sein als Fimmel, Nleer und Erden. leg mit den Schützen dieser Ulelt und allem, was der Ulelt gefüllt, ich hab ein Bessres funden. Nein groher Schat, Herr Jesu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus deines Leibes lunden. 7 Das soll und will ich mir zu nutz zu allen Zeiten machen; im Streite soll es sein mein Schutz, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel, und wenn mir nichts mehrschmecken will/ soll mich dies Nanna speisen; im Durst solls sein mein lasser⸗ eren in Einlamkeit mein Sprachgelell zu Raus und auch auk eilen. 53 45⁵ Das kirchenjahr 8 Vas schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ilt mein Leben. Ulenn mich der Sonnen Ritze trifft, lo kann mirs Schatten geben; letzt mir der Klehmut Schmerzen zu, so find ich bei dir meine Ruh, wie auf dem Bett ein Kranker; und wenn des Kreuzes Un⸗ Audet. mein Schifflein treibet um und um, lo bilt du dann mein nher. 9 Klenn endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will mich darein kleiden; es loll lein meines Rauptes Kron, in welcher ich will vor den TIhron des höchsten Vaters gehen und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an deiner Seite stehen. Jes. 53 Paul Gerhardt, 1607-1676 45 Ileile: Rerzlich tut mich verlangen — 2 I— I 2 2——.— +. +—E—— — L PEE + 1 OhHaupt voll Blut und Aun-den, voll Schmerz und R. Leo Haßler, 16013 geiltlich Görlitz 1613 — 5 2— +* 1 1—— S— vol ⸗ler Bohn, Dor ⸗- nen kron, o Baupt, sonst schön ge⸗ 4— — +—.—— + E +— — zie ⸗ ret mit höch⸗ter Ehr und Zier, jetztt a⸗ ber — + 2— I D—— 1 2—— L— 2. .— höchst schimp⸗fie ret: ge⸗ grü⸗ het leilt du mir! 5⁴4 — EI H2E — Passion 45 2 Du edles Angelichte, davor lonst schricht und scheut das grohe Aleltgewichte, Wie bist du so bespeit, wie bilt du lo erble chetl Aler hat dein Augenlicht, dem lonst Reln Licht nicht gleichet, so schündlich zugericht't! 3 Die Farbe deiner Nangen, der roten Ii 4* Pracht ist hin und ganz vergangen; des blalsen Todes llach hat alles hingenom⸗ men und alles hingerafft, und daher bilt du hommen von deines Leibes Kraft. 4 Nun, was du, Rerr, erduldet, ist alles meine Last; ich hab es lelblt verschuldet, was du getragen halt. Schau her, hler steh ich Armer, der Zorn verdienet hat, gih mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad. 5Erkenne mich, mein Rüter, mein Rirte, nimm mich an. Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan; dein Iulund hat mich gelabet mit Milch und suher Kolt, dein Geift hat mich begabet mit mancher BRimmelsluft. olch will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Rerze bricht; wenn dein Haupt wird erblallen im letzten Todesltoh, alsdann will ich dich falsen in meinen Arm und Schoh. 7 Es dient zu meinen Preuden und tut mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden foll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mit geben, wie wohl geschühe mir! 8lch danke dir von Rerzen, Jesu, liebster Freund, für deine Todesschmerzen, da dus lo gut gemeint. Ach gib, dah ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. lenn ich einmal loll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod loll leiden, lo tritt du dann herfür; wenn mir am allerbüngsten wird um das Rerze sein, so reih mich aus den Anglten kraft deiner Anglt und Pein. 10 Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und lah mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Rerz drücken. Aler lo stirbt, der Itirbt wohl. INlc. 15,17-19 Paul Gerhardt, 1607-1676 55 4 Das kirchenjahr Vorreform. R. IIaak Uleise: O Velt, ich muß dich lassen geiltl. Sisleben 1598 ————— SSS— —— 1 10 Udelt, sieh hier dein Le⸗ben am Stamm des Kreu⸗zes — 5—.—.——..— ½, Bate, L,——————— schwe⸗ben, dein Beil sinkt in den Tod. Der x— 2 gro- he Fürlt der Eh⸗ren lüht wil-lig lich be⸗ — 4 + 1—— 2.— + 2 2*—— 2—— — 2—— I I 2—.— schwe⸗ren mit Schlü-gen, Rohn und gro-hem Spott. 2 Tritt her und schau mit Fleihe: sein Leib ist ganz mit dichweiße des Blutes überfülit; aus seinem edlen Rerzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3 Nler hat dich lo geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht t! Du bift ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Ubeltaten weiht du nicht. 4 Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schlüget, und das betrübte Ularterheer. 5lch bins, ich sollte bühen, an Ründen und an Füßen gebunden in der Böll; die Geiheln und die Banden und was du ausgestan⸗ den, das hat verdienet meine Seel. 6 Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirlt ein Fluch, dagegen verehrst du. mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 56 Passion 46 7 Du setzelt dich zum Bürgen, ja lässest dich gar würgen für mich und meine Schuld, mir lässest du dich krönen mit Bornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8 lch bin, mein Heil, verbunden all Rugenblick und Stunden dir überhoch und sehr; was Leib und Seel dermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Shr. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir tets in meinem Rerzen ruhn. 10 lch wills vor Rugen setzen, mich stets daran ergöhen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfülschten Treu. 11 Cie heftig unlre Sünden den frommen Sott entzünden, wie Rach und Sifer gehn, wie grausam seine Ruten, wie Zzornig seine fluten, will ich aus diesem Leiden lehn. 12 lch will daraus studieren, wie ich mein Rerz loll zieren mit stillem, sanftem Ullut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Nlerken, so die Bosheit tut. 13&lenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zühmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nüch⸗ sten seine Schulden verzeihen gern und williglich. 14lch will ans Kreuz mich schlagen mit dir und dem ablagen, was meinem fleisch gelüst't; was deine Rugen hassen, das will ich fliehn und lalsen, so viel mir immer möglich ilt. 15 Dein Seufgen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoh und Hünde begleiten zu der erogen Ruh. Joh. 19, 16-18 Paul Gerhardt, 16071676 Er ilt um unlerer Milletat willen vervundet und um unlerer Sünde willen zerlchlagen. Jel. 53,5 57 47 Das Kirchenjahr 47 Uleise: Der am Kreuz ist meine Liebe Frankfurt a. M. 1738 5—— 1 Sei mir tau⸗send-mal ge⸗ grü-het, der mich je und Je⸗su, der du selblt ge-bü-het das, wo⸗mit ich dich deztrübt.I Ach, wie It mir doch lo wahl, wenn ich uen I 18— 1 + ==—— — ů — &— knien und lie-gen soll an dem Kreu-ze, da du 4 722— + öDIWDSI‚DDSDISISISISIIISII....... 83—— +— + stir-best und um mei ne See⸗le wir⸗best. 2 Reile mich, o Reil der Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quülen, und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht und ich selber mir gemacht. znn 0 Arzt, dein Blut mich netzen, wird lich all mein Jammer etjen. 3 Schreibe deine blutgen Nlunden mir, Rerr, in das Rerz hinein, dah sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein liebstes Gut, da mein ganzes HRerze ruht. Lah mich hier zu deinen Ffühen deiner Lieb und Gunst geniehen! 4 Diese Füße will ich halten, auf das best ich immer kann. Schaue meiner Ründe Falten und mich selber freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum und gib meiner Bitte Raum! Sprich: Laß all dein Trauern schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden. Röm. 5, 1—6 Paul Gerhardt, 1607-1676 58 Palsion 48 48 Uleise: Nun lasset uns den Leib begrabn Ilittenberg 15⁴44 2 20 deri, f— ———.— 1 Herr Je ⸗ su Chrilt, dein teu⸗res Blut ilt — 4— ——.——— — P......— mei⸗ ner See le höch⸗stes Gut, das stürkt, das labt, das — 4 —————— SS— macht al-lein mein Rerz von al⸗- len Sün-den rein. 2 Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott bestehn und Zzu der Bimmelofreud eingehn. 3 O Jesu Chrilte, Gottes Sohn, mein Trolt, mein Reil, mein Gnadenthron: dein teures Blut, dein Lebenslaft gibt mir stets neue Lebenskraft. 4 Rerr Jesu, in der letzten Not, wenn mich schrecht Teufel, Röll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein: dein Blut macht mich von Sünden rein. Ebr. 4, 15-16 Johann Olearius, 161184 59 V B er Lie Krorhamr 7 leise: Christue, der une selig mecht Vortef̃. Bei uich. Ueite, 1831 —*„— + 4 54%½,———— —3— 2 + 1Je⸗lu, dei⸗ ne Poal⸗-si⸗ on will ich jetzt be⸗ .. ie E.————— 2 — den ⸗ ken; wol⸗lest mit vom Bimmelsthron Geist und +— 2—— * SIIII... 2.—j—r..— 1—— —* 8 22— n⸗dacht schen ⸗ ken. In dem Eil⸗de jetzt er⸗chein 2 —9.— r e „zen, wie du, un ⸗ ser — 2* +— fieil zu sein, lit ⸗ test al ⸗ le Schmer ⸗zen. 2 Hlleine Seele sehen mach deine Engst und Bande, deine Schlöäge, deine Schmach, deine Kreuzeeschande, deine Geißel, Dornenkron, d Nãgelmunden, deinen Tod, o Gottes Sohn, der mich peer⸗ und dir derdunden. 3 Dach laß mich ja nicht allein deine arter sehen, lañ̃ mich auch die Ursach fein und die Frucht derstehen. ch die Urĩach war auch ich, ich und meine 8 de. Diele hat gemattert dich, dañ ich Gnade finde. 4 Jelu, lehr bedenken mich diee mit Bußf und Reue, hilf, daß ich mit Sunde dich martte nicht aufe neue. Sollt ich daꝝu haben Lult und nicht gollen meiden, mas du lelbet bußen mußt mit so gro⸗ zem Leiden: 6⁰ Passion 50 5Uenn mich meine Sünde will schrecken mit der Rölle, Jesu, mein Gewilsen still, dich ins Hllittel stelle. Dich und deine Passion laß mich gläubig falsen; liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen! Sib auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen,— bessern Dank ich dorten geb— Jesu, dir gefallen. Jel. 53 Sigismund von Birken, 1626-1681 Auch nach UVleise II So Nürnberg 1684 Güh——— ů 1 O du lie be mei ⸗ ner lie ⸗be, die du dich aus höch ⸗stem Trie s be —.— V H I I——— Z arer we ——— du er-wünsch⸗te Se-lig⸗keit,— in das jam⸗-mer⸗vol le Leid dei ⸗nes 1 4 4 + 2—— 4— 1 Lei-dens mir zu gu-te als ein Op fer —.—— . e, a e— LU +— *— 2317———— ein ⸗ge⸗ stellt und beszahlt mit dei⸗ nem 1 4 N UR—— I 1 —.——— Blu-te al⸗le Mil⸗ses tat der Nelt; 2 Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem Olberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich felt geliebt, Liebe, die mit allem Clillen Gottes Zorn und Eifer trügt; den lonst nie⸗ mand konnte stillen, hat dein Sterben hingelegt; 61 51 Das kirchenjaht 3 Liebe, die mit tarkem Rerzen alle Schmach und Rohn gehört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen noch der strenge Tod ver⸗ sehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, als lich KEraft und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt; 4 Liebe, die mit ihren Armen mich Zzuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen mich zuletzt in höchlter Ruld ihrem Vater überlassen, die selbit terbend für mich bat, mir die Strafe Zzu er⸗ lalsen, weil mich ihr Verdienst vertrat; 5 Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz erworben, ach wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Hunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft an deinem Rerzen ruh! 6 Liebe, die sich tot gekrünket und für mein erkaltet Rerz in ein kaltes Grab gesenket, ach, wie dank ich deinem Schmerz! Rabe Dank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seele Beil erworben: nimm mich ewig liebend an! Joh. 15, 13 Elisabeth v. Senitz, 1629-1677 SI Aleise: O Traurigkeit, o Rerzeleid Klürzb. 1628. Bei J. Schop, 1641 E— 1——.* — EE——— — E 1 80 ru- hest du, o mei⸗ ne Ruh, in 77 b—— ————.— 6 dei⸗ ner Gra⸗bes⸗höh⸗le und er-wechkst durch 14— N 4 4 F d +—— 4 ů +——— N dei„ nen Tod mei⸗ ne to ⸗ te See ⸗le. 2 Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jetzt ein Fellengrab, Fels des Heils, umgeben. 3 O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken. Sollte denn mein glüubig BRerz vor der Gruft erschrecken! 6² Paliion 52 4 Sie wird mir sein ein Kümmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. ö 5 Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird er auferstehen und in ganz verklürter Zier aus dem Grabe gehen. 6 Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Matth. 27,60 Salomo franck, 1659-1725 Uleise: Es lind doch selig alle die Strahburg 1525 3 2——— 12*— 2 ̃——— I I— 23— + — 100 grü-he dich am Kreuzesstamm, du hoch⸗ ge⸗ 1fier hüngst du zwar in lau-ter Not und bilt ge⸗ 22 +— EE— + ETI lob⸗-tes Gotteslamm, mit an-dachtovollem Rer⸗Zen. hor⸗-sam bis zum Tod, vergehlft in tau-lend Schmerzen,! 2 ů 2—.—.—.—.—. 2— 5 2 v.— doch sieht mein Glaube wohl an dir, daß Sottes Ma-je⸗ — ..—— 1 2—— +— stüt und Zier in die lem Lei⸗be woh= ne, und 4 4—— + 33—— 1 + 5—— ei n dah du hier lo wür-dig seist, daß man dich hert und 2— = DEE , Kö- nig heiht, ale auf dem Gh⸗ ren thro⸗ne. 63 53 Das Kirchenjahr 2sch folge dir durch Tod und Leid, Berzog meiner Seligkeit, nichts soll mich von dir trennen. Du gehst den engen Ueg vor⸗ an; dein Kreuzestod macht offne Bahn den Seelen, die dich kennen. Ach Jesu, deine höchste Treu macht, daß mir nichts unmöglich sei, da du für mich geltorben; ich scheue nicht den bittern Tod und bin gewiß in aller Not: Nler glaubt, ist unverdorben. Ebr. 2,10 Valentin Ernst Lölcher, 1673174 Uleise: Rerzliebster Jesu, was halt du verbrochen J. Crüger, 16⁴4⁰0 1— Fenrrnrnnernire ei un. DI ——— 45 1 Rerr, stär ⸗ke mich, dein Lei-den zu be-den-ken, SDSIIIIIITTTIIIII...... 31.— L n mich in das Neer der Lie-be zu der-sen⸗ken, die dich be⸗ + E 225———— — 8— ——— —1 wog, von al-ler Schuld des Bö-sen uns zu er-lö-sen. 2Vereint mit Sott, ein Mensch gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen: 3 welch wundervoll hochheiliges Gelchäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Krüfte, mein Rerz erbebt, ich seh und ich empfinde den fluch der Sünde. 4 Gott ilt gerecht, ein Rächer alles Bösen, Gott ist die Lieb und läht die Klelt erlösen. Dies kann mein Geilt mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5 Es schlägt den Stolz und mein Verdienst danieder, es beugt mich tief, und es erhebt mich wieder, entsündigt mich, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes freunde. 6⁴ Palsid 60 dir g deine 7 8e eine die U 8 Kreu den 1. Ko Eb Palsion 54 6 O Herr, mein Reil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüte in deine Süte. 7 Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Argernis und eine Torheit werden: so seis doch mir, trotz alles frechen Spottes, die Nleisheit Gottes! 8 Clenn endlich, Berr, mich meine Sünden kränken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken; dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einlt leide, mir Fried und Freude. 1. Kor. 1, 18-25 Christian Fürchtegott Gellert, 1715-176 84 Ileise: Rerr und Altster deiner Kreuzgemeine Rerrnhut, um 17⁴⁰0 4 ö — L—— e, n, Die wir uns all-hier bei-sam-men fin-den, schlagen uns auf dei- ne ar-ter zu ver-bin-den und auf un⸗sre Rände ein, e⸗ wig treu Zusem⸗ und zum Zeichen, daß dies Lob⸗ge⸗ —— ———* W.— + I— 2 ů——— ö— tö-ne dei⸗nem Ber⸗zen an- ge- nehm und schö-ne, ——— + SDDI— —* sa-ge R=men und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! Sbr. 10, 22ff. Chr. Renatus Graf von Zinzendorf, 1727-1752 6⁵ 25 Das kirchenjahr SS Ileise: Rerr und Altster deiner Kreuzgemeine Rerrnhut, um 17⁴⁰0 2 4 ——— 4———.——— 1 Ei⸗nes wunsch ich mit vor al⸗lem an⸗dern, ei⸗ ne se-lig lühts im Trä-nen⸗tal lich wandern, wenn dies —.—.— SIEE—.—— Spei⸗se früh und lpüt; Ei⸗ ne mit uns geht: E2à———.— — I. +. +— schau⸗en, der mit blutgem Schweiß und To-des⸗grau⸗en 2—.— + I.r— auf sein Antlih niederfank und den Kelch des Vaters trank. 2 Swig soll er mir vor Rugen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hüngend an des Kreuzes Stamm, wie er dürftend rang um meine Seele, daß sie ihm Zzu leinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: Es ilt vollbracht! 3 Ja, mein Jesu, laß mich nie vergessen meine Schuld und deine Huld. Als ich in der Finlternis gesessen, trugest du mit mir Ge⸗ duld,; hattelt längit nach deinem Schaf getrachtet, eh es auf des Hirten Ruf geachtet, und mit teurem Löfegeld mich erkauft von dieler QNelt. 4 ch bin dein!—Iprich du darauf ein Amen! Treuster Jesu, du un⸗ver⸗rückt aut ei⸗ nen lann zu bift mein! Drücke deinen lüßen Jelusnamen brennend in mein Berz hinein. Tlit dir alles tun und alles lassen, in dir leben und 0 30 erblassen: das sei bis zur letzten Stund unser Aandel, unser und. Gal. 2, 20 Albett Knapp, 1798-1864 Oltet Oltern Oltern §o Sigene Neise Vorreform.(13. Jahrh.). Nlittenberg 1535 6⁴ 24..—0 E 1Christ ilt er⸗ltan den von der Marter al ⸗le; des — I—— — solln wir al ⸗le froh lein; Christ will un⸗ser Troft sein. ky 6 SDSDDITTTTTITTIT——— m zu 2— + + As er — stan ⸗ den, so wür die Klelt ver⸗gan ⸗ gen; seit dah deine 16 es V von—— „ du er⸗tan-den ilt, lo lobn wir den Va= ter mein — 7 . — 1864 Je-su Christ. x ri ⸗ 97 Das kirchenjahr S — — lu ⸗ jah, Ral⸗le ⸗ lu 3 jah, Bal⸗le⸗ —— 2 1 luns jah! Des solln wir al⸗ le froh sein, Christ will —————— 4———.— 1 —— un ⸗ser Trost sein. ky ris e sleis. 1. Petri 1,3- 13.Jahrhundert Sigene Nleise Ulittenberg 1524 4 22.... 4—. — 2 I——.——— ,;—.... 1 Christ lag in Tos des ⸗ban« den, für der ilst wie⸗der er ⸗stan s den und 722——— II — un⸗-Ire Sünd ge s ge⸗ ben;— hat uns bracht das Le s ben; des wir sol=len V E— fröh⸗lich sein, GSott 1ö ben und dank⸗bar sein und I 1 ů——— Y + ** lin⸗gen Hal⸗le-lu se jah. HBal⸗le ⸗ lu jah. Oltern 57 2 Den Tod niemand zwingen konnt bei allen NMlenschenkindern; das macht alles unlre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Da⸗ don kam der Tod so bald und nahm über uns Gewalt, hielt uns in sein'm Reich gfangen. Rallelujah. 3 Jesus Christus, Sottes Sohn, an unser Statt ilt kommen und hat die Sünde abgetan, damit dem Tod genommen all sein Recht und lein Gewalt, da bleibt nichts denn Todsgestalt, den Stach'l hat er verloren. Ballelujah. 4 Es war ein wunderlich Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott der Tod ilt worden. Ballelujah. 5 80 feiern wir das hohe Felt mit Rerzenefreud und Aonne, das uns der Nerr scheinen lüßt. Er ilt lelber die Sanne, der durch seiner Gnaden Glanz erleucht't unlre Rerzen ganz. Der Sünd Nacht ilt vergangen. Ballelujah. 6 Klir eslen und leben wohl, zum lühen Brot geladen; der alt Sauerteig nicht soll sein bei dem QUort der Gnaden. Chriltus selbst die Kost will sein und speilen die Seel allein: der Glaub will keins andern leben. Ballelujah. 1. Kor. 15, 54ff. Martin Luther, 1483-1546 Ich will lie erlölen aus der Hölle und vom Tode erretten. Tod, ich will dir ein Cikt lein; Hölle, ich will dir eine Peltilenz lein. Hol. 13 14 Cott lei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unlern Herrn Jelum Chriltum. 1. Kor. 15,57 69 58 Das kirchenjaht Sigene Nleise Mlelchior Vulpius, 1609 4 E SII..TT 1 Ge⸗lobt sei Gott im höch⸗sten Thron samt sei⸗nem IA R—H— , eed——.—.— —.—— ein⸗ ges bor s nen Sohn, der kür uns hat ge⸗ —— 5 2.——.——— 4*——.*— r 1 * * nug ges tan. Ral ⸗-le ⸗lu⸗jah, d man.— ——2 HBal ⸗le s lu jah, Hal⸗le-lu⸗ jah. 2 Des Mlorgens früh am dritten Tag, da noch der Stein am Grabe lag, erstand er frei ohn alle Klag. 2: Ballelujah.:: 3 Der Engel lprach: Fürchtet euch nicht; denn ich weih wohl, .—3 gebricht. Ihr sucht Jesum und find't ihn nicht. ½ Ralle⸗ ujah.:: 4 Er ist erftanden von dem Tod, hat überwunden alle Not; kommt, seht, wo er gelegen hat.: Rallelujah.:: 5Nun bitten wir dich, Jesu Christ, weil du vom Tod erstanden bist, verleihe, was uns selig ist.: Rallelujah.:: 5 Damit von Sünden wir befreit, dem Namen dein gebenedeit frei mögen singen allezeit. 3: Ballelujah.:;: Nlc. 16 Illichgel Aleihe, 4+ 1534 70 Olt Ostern 59 Eigene Ueile Nikolaus Rerman, 1560 e—— E4—— ö»H———— * Er⸗schie⸗nen ilt der herr ⸗ lich Tag, dran —— 5 da sich nie mand gnug freu ⸗ en mag: Christ, un-ser 5 8 ö 22—— ö E— 5——. 2 Herr, heut tri um ⸗phiert, all sein Feind ———„ u Huuieslu + er ge⸗ fan⸗gen führt. Hal-le lu⸗- jah. 2 Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Röll, all Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod er⸗ standen ilt. Ballelujah. 3 Sein'n Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und ward ihm Rerr, zerltöret ist nun all slein Uacht. Christ hat das Leben wiederbracht, BRallelujah. 4 Die Sonn, die Erd, all Kreatur, alls, was betrübet war zuvor, das freut sich heut an dielem Tag, da der Clelt fürlt danieder lag. Ballelujah. 5 Drum wir auch billig fröhlich sein, lingen das Rallelujah fein und loben dich, Rerr Jesu Christ, zu Trolt du uns erstanden bilt. Ballelujah. Ps. 110 Nikolaus Berman, um 1480-1561 7¹ 60. 61 ö Das kirchenjahr 6⁰ Ulise: Erschienen ilt der herrlich Tag Nikolaus Rerman, 1560 —— EET—— — 1 Clir dan⸗ken dir, Bhert Je ⸗ su Chrilt, daß —— +*—— 2 du vom sod er ⸗stan ⸗ den bilt und halt dem + ů 5 ů 3555 —— 9 in 5— od zer=stört sein Hlacht und uns das —— 4— —— x ö Les ben wie⸗ der-bracht. Hal le lu⸗ jah. 2 Qir bitten dich durch deine Anad: nimm von uns unsre Misfe⸗ tat und hilf uns durch die Güte dein, daß wir dein treue Diener sein. Ballelujah. 3 Sott Vater in dem höchsten Thron samt leinem eingebornen Sohn, dem heilgen Seilt in gleicher Kleis in Swigkeit sei Lob und Preis. Rallelujah. 2. Tim. 1, 10 Thomas Rartmann, 1548-1609 61 Veile: Erschienen ilt der herrlich Tag Nikolaus Herman, 1560 AISISII ö VI— + I I— ö früh⸗mor⸗gens, da die Sonn auf⸗ geht, mein Oltt N 0 E3sO EH SES&& 8 Ostern +——— + =———— 7 21 4. Hei⸗ land Chri-stus auf er-steht; ver⸗ trie-ben — + +— 7 + + + + I ———— it der s— den hacht, Lcht, Reil und + 2.—— + + r Le⸗ben wie⸗der⸗bracht. Ral=le lu sjah. 2 Clenn ich des Nachts oft lieg in Not, verschlossen, gleich als wür ich tot, läht du mir früh die Snadenlonn aufgehn, nach Trauern freud und Uonn. Ballelujah. 3 Nicht mehr denn nur drei Tage lang bleibt mein Reiland in Todes Zwang, am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Rallelujah. 4 Jetzt ilt der Tag, da mich die Alelt mit Schmach am Kreuz ge⸗ fangen hült, drauf folgt der Sabbat in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Rallelujah. 5 in kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ilt schon im Lauf, ich wach auf durch des Rerren Stimm, veracht den Tod mit leinem Grimm. Rallelujah. 6 m Kreuz läht Chriltus öffentlich vor allem Volke töten sich; da er durch Todes Kerker bricht, läht er's die Uenschen sehen nicht. Rallelujah. 7 ZSein Reich ilt nicht von dieser QUelt, kein groß Wlliher ihm hier gefüllt; was schlecht und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein. Rallelujah. 8 Bier ilt noch nicht ganz kund gemacht, was er aus seinem Grab gebracht, der grohe Schatz, die reiche Beut, drauf sich ein Chrilt so herzlich freut. Rallelujah. Der jünglte Tag wirds zeigen an, was er für Taten hat getan, wie er der Schlangen Kopf zerknickt, die Röll zerstört, den Tod erdrücht. Rallelujah. 73 Das kirchenjahr 10 Da werd ich Christi Rerrlichkeit anschauen ewig voller Freud, ich werde sehn, wie alle Feind zur Röllen Pein gestürzet seind. Nallelujah. 11 O Clunder groß, o ltarker Reld! lo ilt ein Feind, den er nicht fällt! Kein Angststein liegt o schwer auf mir, er wülzt ihn von des Rerzens Tür. Ballelujah. 12&lie tief Kreuz, Trüblal oder Pein, mein Beiland greift all⸗ müchtig drein, führt mich heraus mit seiner Rand. AUer mich will halten, wird zu Schand. Ballelujah. 13 Lebt Christus, was bin ich betrübt? lch weih, daß er mich herzlich liebt. Alenn mir gleich alle Uelt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. Rallelujah. 14 Er nährt, er schützt, er tröstet mich; lterb ich, lo nimmt er mich zu sich. lo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied seins Leibes bin. Rallelujah. 15 Mein Rerz darf nicht entletzen sich, Sott und die Engel lieben mich; die Freude, die mir ilt bereit't, vertreibet Furcht und Trau⸗ rigkeit. Ballelujah. 16 für diesen Troft, o groher Reld, Herr Jesu, dankt dir alle Nelt. Dort wollen wir mit gröherm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Ballelujah. IMc. 16 Joh. Reermann, 1585-1647 62 Uleile: Nun freut euch, lieben Christen gmein Ilittenberg 1524 2 ————— 1 O sod, wo ilt dein Sta⸗chel nun? NWo Ulas kann uns jetzt der Teu-fel tun, wie *————— 3 ö —— üst dein Sieg,o Röl ⸗ le! graulam er lich ftel= let! Sott lei ge⸗ „AAe2a 6² n arn en — Güttiü der une den Sieg so herr⸗ ich hat nach E die⸗sem Krieg durch Je„Ium Christ ge⸗- ge ⸗ ben. 2 Uie sträubte sich die alte Schlang, da Christus mit ihr kmpfte! llit List und HUacht sie auf ihn drang, und dennoch er sie dümpfte. Ob sie ihn in die Fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht: der Kopf ilt ihr zertreten. 3 Lebendig Christus kommt herfür, den Feind nimmt er gefangen, zerbricht der HRölle Schloß und Tür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den stacken Reld kann halten auf; alls liegt da überwunden. 4 Des Berren Rechte, die behält den Sieg und ilt erhöhet; des Berren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegenltehet. Tod, Teufel, Bölle, Alelt und Sünd durch Christi Sieg gedämpfet sind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 5 Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. Ileil nun das Baupt erstanden ilt, tehn wir auch auf, die Slieder. So jemand Chrifti Uorten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt, er lebt, ob er gleich stirbet. 6 Kler täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ilt dort vom andern Tode frei, derselb ihn nicht angehet. Genom— men ift dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Uesen. 7 Das ist die reiche Olterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Reil, Gerechtigkeit im Rimmel und auf Erden. Bier lind witr still und waͤrten fort, bis unser Leib wird ühnlich dart Christi verklürtem Leibe. 8 O Tod, wo ift dein Stachel nun! Clo ist dein Sieg, o Rölle! Ilas kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle! Gott sei gedankt, der uns den Sieg lo herrlich hat nach diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! 1. Kor. 15,55 ffl.(G. Kleissel, 1590-1635) J. Gesenius, 1601-1673 75 63 Das kirchenjahr 6³ Eigene Aleise Joh. Crüger, 164 D— 0 1 Auf, auf, mein Rerz, mit Freu-den nimm wahr, was Ulie kommt nach gro⸗hem Lei⸗ den nun ein lo 2 * I.* D +— — H◻Ꝙ I — 1 9189 Heolicht Nein Fei⸗ lnd war geslegt 4 4—** — V *—.— V —— * 7* da, wo man uns hin⸗trägt, wenn von uns — 4 8—8—W88— V— ——..——..——.—.— 0 un ⸗ser Geilt gen Bim s mel ilt gesreilt. 2 Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ilt Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Reld, der Feld und Iut behält. 3 Das ilt mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut Wan dem edlen Gut, so mir durch Jelum Christ aus Lieb erworben ist. 4 Die Qelt ist mir ein Lachen mit ihrem grohen Zorn, sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trüblal trübt mir nicht mein Berz und Angesicht, das Unglück ilt mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. 1441 jahr 16⁴ Oltern 6⁴4 3Ilch hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied; wo mein Raupt durch ilt gangen, da nimmt es mich auch mit. Er reihet durch den Tod, durch Nlelt, durch Sünd, durch Not, er reihet durch die Röll, ich bin stets lein Gesell. 6 Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an Not und Ungemach. Es tobe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Heiland ilt mein Schild, der alles Toben stillt. 7 Er bringt mich an die Pforten, die in den Rimmel führt, daran mit güldnen Klorten der Reim gelelen wird: Aler dort wird mit doerhöhnt, wird hier auch mit gekrönt; wer dort mit lterben geht, Wird hier auch mit erhöht. 1. Petri 1,3- Paul Gerhardt, 1607-1676 6⁴ Uleile: Nun freut euch, lieben Christen gmein Nlittenberg 1524 AH 105— . 1 1. auf, mein Ferz, die Nacht ist hin, die Er⸗mun⸗ tre dei nen Geilt und Sinn, den Sonn ilt auf⸗ge⸗ gan ⸗ gen. *** fiei⸗land zu emp⸗-fan ⸗ gen, der heu s te EEEE— e Er en I + +—2— + + durch des os des Tür ges bro⸗-chen aus dem EEEE .——⁰ Grab her⸗für, der gan-zen Klelt zur NWon« ne. 77 6⁴4 Das kirchenjahr 2 Steh aus dem Grab der Sünden auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Berz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und luch, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3 Vergih nun, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein HRerz Zu jeder Frilt zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Uelt und strebe nach des Rimmels Zelt, wo Jesus ilt zu finden. 4Quült dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Chrilt bei Kreuzespein in Freud und Nlonne leben. Ilirf dein Anliegen auf den Rerrn und lorge nicht; er ilt nicht fern, weil er ist auferstanden. 5 Geh mit IUilaria Magdalen und Salome zum Grabe, die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungsgabe, so wirst du sehn, dah Jesus Chrilst vom Tod heut auferstanden ist und nicht im Grab Zzu finden. 6 Es hat der Löw aus Judas Stamm heut liegreich überwunden; und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Beil erfunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde schaugetragen. 7 Drum auf, mein Berz, fang an den Streit, weil Jesus überwun⸗ den; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Keinde llacht, daß du aufftehlt und in ein neues Leben gehlst und Sott im Glauben dienelt. 8 Scheu weder Teufel, Alelt und Tod, noch gar der Bölle Rachen! Denn Jesus lebt, es hat kein Not, er ilt noch bei den Schwachen und den Geringen in der ANlelt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirlt du überwinden. ch mein Rerr Jesu, der du bift von Toten auferstanden, rett uns aus Satans Nlacht und Lilt und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns halt erworben. 10 Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern und ewig in der Berrlichkeit von allen Uberwindern, die überwunden durch Wäinen. Herr Jesu, gib uns Kraft und Illut, daß wir auch über⸗ winden. NIc. 16 Laurentiue Laurenti, 1660-1722 Ostern 5 Auch nach der Nleile: Dieweil wir sind versammelt(Anhang) Uleise: Valet will ich dir geben Leipzig 1615 SSISSe + + +—— I + + in,.——— 1 lch geh zu dei⸗nem Gra⸗be, du gro⸗er O⸗ster⸗ weil ich die Roffnung ha⸗be, daß du mir zei⸗ gen 222 I—— Wüut wie man kann fröhlich Iterben und fröhlich auf⸗er⸗ .—— HS * —...———.——— SISISIIESS———— *—— stehn, auch mit des immels Er⸗ben ins Land des Lebens gehn. 2 Du liegest in der Erde und halt sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß lich mein Rerz nicht scheut, auch in den Staub Zzu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. 3 Du schlöfelt in dem Grabe, dah ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drüchst die Augen Zzu. So soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4 Dein Grab war wohl verliegelt, doch brichtt du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, lo bin ich dennoch frei. Du wirlt den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblichen, der mich vom Tode wechkt. 5 Du fährest in die Böhe und zeigelt mir die Zahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ilt es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Nand auf mich. 79 66 Das kirchenjahr 6 O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! lch will mich dir ergeben in meiner letzten Not. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft; da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. Matth. 28 Benjamin Schmolck, 1672-1737 6 Auch n. d.&leise: Christus der ilt mein Leben Eigene Ueise K. Kocher, 1838 —* 2 Le. 1 KNill⸗-kom-men, Reld im Strei ⸗ te, aus ———*— , n d, e. dei ⸗-nes Gra⸗bes Kluft! Ilir tri- um⸗phie-ren .— —* * ——. heu⸗te um dei⸗ ne lee⸗ re Struft. 2 Der Feind wird schaugetragen und heiht nunmehr ein Spott; wir aber können lagen: Illit uns ilt unser Gott. Zn der Serechten Bütten schallt lchon das Siegeslied. Du trittlt in unsre Iulitten und bringst den Olsterfried. 4 Ach teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus! Nlir alle kommen heute deswegen in dein Baus. 5 Schwing deine Siegesfahne auch über unser Rerz, den Lebens⸗ weg uns bahne vom Grabe himmelwärts. 6 Lah unser aller Sünden ins Grab verscharret sein, uns einen Schatz hier finden, der ewig kann erfreun. 7 A&lir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 80 EnS8EHOO E88 Oltern 67 8 Clir wollen hier ganz fröhlich mit dir Zu Grabe gehn, wenn wir nur dorten selig mit dir auch auferstehn. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; Wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! Ps. 118, 14ff. Benjamin Schmolck, 1672-1737 Uleile: Jesus, meine Zuverlicht Berlin 1653 —.— 2 + 7 2 *——— je ⸗sus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind Er, er lebt und wird auch mich von den To⸗ — nun dei ⸗ ne Schrek⸗ken! 1 ten auf ⸗er ⸗ wek⸗ ken. er versklürt mich *.— ——— in lein Licht: dies ist mei ⸗ ne Zu-ver=sicht. 2 Jesus lebt! ihm ilt das Reich über alle&lelt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, Was er verspricht: dies ilt meine Zuverlicht. 3 Jesus lebt! ANler nun verzagt, lältert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder lich bekehre. Gott ver⸗ stöht in Christo nicht: dies ist meine Zuversicht. 4 Jesus lebt! Sein Beil ist mein; sein sei auch mein ganzes Leben! Reines Rerzens will ich sein und den Lülten widerstreben. Er verlüht die Schwachen nicht: dies ist meine Zuversicht. 5 Jesus lebtl ich bin gewiß, nichts loll mich von Jesu scheiden, Reine Macht der Finsternis, keine Rerrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft Zu dieser Pflicht: dies ilt meine Zuversicht. 81 Das kirchenjahr 6 Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Singang in das Leben. Ulelchen Trolt in Todesnot wird er meiner Seele geben, wenn sie glüubig Zzu ihm spricht: Rerr, Rerr, meine Zuverlicht! Joh. 14, 192⁰0 Christian Fürchtegott Gellert, 1715-176 Himmelkahrt 68 Sigene Kleise Vorreformatorisch 15. Jahrh. Nittenberg 1545 2— +— Christ fuhr gen Fim mel. las landt er uns her⸗ +—.— 1 —— nie ⸗ der? Den Trö⸗ster, den hei ⸗li-gen Geilt, Zzu +W—‚...— Trost der ar-men Chri⸗sten⸗heit. Ral ⸗ le älu⸗ jah. —— + +———.— n ů EB ——— falsle lu ⸗ jah, Hal⸗ le s lu s jah, ———..— +— B v. Fen.Ed Fanrif S„. + 1W1 1— — Fal⸗1 lu⸗ jah. Des lolln wir al ⸗le froh slein, * 1 I I— + +— + 1 ————— —. Christ will un-ser Trost sein. hal ⸗ le⸗ lu-jah. Ap.⸗Gesch. 1,1 15. Jahrhundert 82 — 8 —„I„H63 9 njahr eben. wenn 176 c⸗ fummelfahrt 60 Eigene Uleise Straßburg 1537 —— ö en s— — —+ — +— + 2 Ruf die⸗sen Tag be-den⸗ken wir, daß Christ gen Vund dan⸗Ren Gott aus höch⸗fter Bgier mit bitt, er T e, e, Wall He 9 rent uns ar⸗me Sün⸗der 222— 1 127 hier auf Srd, die wir von we-gen. man-cher — —— IIIIIE 2*—— b— Gführd ohn ihn kein Roff-nung ha s⸗ ben. Ral⸗ —— Di..——— ——— le uah, fial= le ⸗ lu ⸗ jah. 2 Drum sei Gott Lob, der Neg ilt gmacht, uns steht der Bimmel okfen. Chriltus schlieht auf mit groher Pracht, vorhin war alls verschloffen. Uers glaubt, des Rerz ilt freudenvoll, dabei er sich doch rülten soll, dem Berren nachzufolgen. Ballelujah, Ballelujah. 3 Kler nicht folgt und sein'n QUillen tut, dem ilts nicht ernst zum Berren; denn Gott wird auch vor Fleisch und Blut sein Rimmel⸗ reich verlperren. Am Glauben liegts. Klird der sein echt, wird auch gewiß das Leben recht zu Gott im Bimml gerichtet. Ralle⸗ lujah, Ballelujah. 83 70 Das kirchenjahr 4 Solch Bimmelfahrt füngt in uns an, bis wir den Vater finden und fliehen stets die weltlich Bahn, tun uns zu Sottes Kindern; die sehn hinauf, er sieht herab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis lie zusammenkommen. Ballelujah, HBallelujah. 5 Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn uns Sott zu ihm nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, als wir denn jetzt bekennen. Da wird sich finden Freud und Mut zu ewger Zeit beim höchsten Gut, Gott woll, dah wirs erleben. Ballelujah, Hallelujah. Ap.⸗Gesch. 1,9 Joh. Zwick, 1496-1542 70 Auch nach der Nleise: Es ilt gewißhlich Kleile: Es ilt das Heil uns kommen her Vorref. Klittenberg 1524 2— 1 Auf Chri-fti Bim-mel-fahrt al ⸗- lein ich und al⸗ len Zwei⸗fel, Anglit und bein hier⸗ —— + ——————— EEEE mei ⸗- ne Nach⸗fahrt grün ⸗ de mit stets ü⸗ ber win 8.. denn 4—— . n. ———— weil das Raupt im Bim-mel ist, wird sei ne Glie- der inn innen.——8—4—— I————— —.. Je⸗sus Christ zur rech-ten Zeit nach ho ⸗ len. njahr Vater iottes Lieb lujah, ihm Rjetzt Zeit ujah, 1⁵⁴ er fümmelfahrt 71 2 Kleil er gezogen himmelan und grohe Gab empfangen, mein Berz auch nur im Rimmel kann, sonst nirgends, Ruh erlangen; denn wo mein Schatz gekommen hin, da ilt hinfort mein Rerz und Sinn, nach ihm mich stets verlanget. 3&ch Rerr, laß diese Snade mich von deiner Ruffahrt lpüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wann dirs gefällt, mit Freuden scheiden aus der Uelt. Rerr, höre doch mein Flehen! Kol. 3,1-4 Jos. Alegelin, 1604-1640, S. Sonnemann, 1630-1670 71 Ileile:&lie schön leuchtet der UMorgenltern Frankfurt a. N. 159 — 2 +* — +888— qiiDii————— 1 Ach wun⸗der⸗-gro-her Sie-ges-held, du Sünden⸗ zur Rech-ten dei- nes Va⸗ters Kraft, der Fein-de +— EHEEEEEEEEE——..— 4.—.— 14 + 1— — trüger al-ler Klelt, heut haft du dich ge⸗set⸗-zet Schat gebracht zur HRaft, bis auf den Tod ver⸗let-Zet; 1 —————.— ———— ren„ D I= E müch⸗tig, prüchtig tri- um-phie⸗rest, ju-bi-lierest; b.— 25 85.— , Tod und Le-ben, dir ist al-les un⸗ter-ge⸗ben. 2 Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich Siegesfürsten loben; weil du den Segen wiederbracht mit Illajestät und groher Pracht, zur Glorie bist erhoben. Singet, klinget, rühmt und ehret den, lo fähret auf gen Rimmel mit Posaunen und Ge⸗ tümmel. 0 85 72 Das kirchenjahr 3 Du bist das Raupt, hingegen wir lind Slieder, ja es hommt von dir auf uns Licht, Troft und Leben; Beil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Erquickung, Labsal, Berzenssaft wird uns von dir gegeben. Bringe, 2winge mein Gemüte, mein Geblüte, dah es preife, dir als Siegsherrn Ehr erweise. 4Zieh, Jesu, uns, zieh uns nach dir, hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Tun. und Uandel sein, wo Zucht und Demut tritt herein, all Uppigkeit verachten. Un⸗ art, Roffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5 Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Plat, darauf wir uns verlalsen. Laßh suchen uns, was droben ist, auf Erden wohnet Trug und List, es ilt auf allen traßen Lügen, Trügen, Anglt und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Chriltenseelen. 5 Rerr Jesu, omm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Reld, Da⸗ vids Sohn, komm, stille das Verlangen! Du, du bilt allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins BReiligtum gegangen. Komm doch, hilf noch, dann lo lollen, dann so wollen wir ohn Ende fröhlich klopfen in die Bünde. Luk. 24, 50ff. Ernlt Christoph Romburg, 1605-87 Nleile: Ich Gott und Rerr Freiberg 1655 h 5—..— n — 1Zeuch uns nach dir so kom-men wir mit FI ů— ů— 42 5 +—65— r + +• 2 herz li⸗ chem Ver-lan-gen hin, da du bist, Rerr —. ö— ö E Je su Christ, aus die ⸗ser Alelt ge⸗gan⸗gen. 86 H Huimmelfahrt 23 2 Zeuch uns nach dir, Rerr Chrilt, ach führ uns deine Rimmels⸗ stegej wir irrn sonst leicht und lind verscheucht vom rechten Lebens⸗ wege. 3 Zeuch uns nach dir, Io folgen wir dir nach in deinen Bimmel, dah uns nicht mehr allhier beschwer das böse Nleltgetümmel. 4 Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nach⸗ fahren dir in dein keich, und mach uns gleich den auserwählten Scharen. Hoheslied 1, Friedrich Funke, 1642-1697 Christoph nton, 16513 Aleile: Klle Menschen müssen sterben geiltlich Aleimar 16⁸⁰¹ 2 e dn=. — —— 4 1 Gro-her Illitt⸗ler, der Zur Rechten sei⸗nes gro⸗hen und die Schar von sei⸗ nen Knechten in dem Reich der 4 —— AII— —— 2 ——.— — + in der no= nig⸗li chen Kro-ne al⸗-les Reer der PS... Eewigkeit mit verhüll= tem Ant⸗lit scheut: 2 Dein Seschüft auf dieser Erden und dein Opfer ilt vollbracht; was vollendet sollte werden, ist geschehn dur deine Hacht; da du bift für uns gestorben, ilt uns Gnad und Reil erworben, und dein siegreich Ruferstehn lůht uns in die Freiheit gehn. 87 74 Das kirchenjahr 3 Nun ist dieses dein Geschäfte in dem obern Reiligtum, die er⸗ worbnen Segenskräfte durch dein Soangelium allen denen mit— Zuteilen, die zum Thron der Snaden eilen, nun wird uns durch deine Band Beil und Segen zugewandt. 4 Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust, und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Lust; du vertrittst, die an dich glüuben, daß sie dir vereinigt bleiben, bittelt in des Vaters Raus ihnen eine Aohnung aus. 5 Doch vergißt du auch der Armen, die der Klelt noch dienen, nicht, weil dein Rerz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; dah dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Alerken lohne, daß er ündre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten hin. 6 Groher IUlittler, sei gepriesen, daß du in dem Reiligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienlt vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Uund verschlient der Tod. 1. Tim. 2, 5ff. Johann Jakob Rambach, 1693-1735 7⁴4 Chriltoph Anton, 1651; 6ʃ Uleise: Alle Menschen müssen sterben! geistlich Heimar 1660 Drt ——, s ö—— leb 1 Sie-ges-fürlt und Sh-ren-kö-nig, höchst-ver⸗klär⸗te* al ⸗le Bim-mel sind zu we- nig, du bist drü-ber n. EEEE— de DDDDDee— Hoch ke Höht; J bolt ich nicht zu Fuß dir kal ien —. und mein Berz vor Freu⸗de wal⸗len, wenn mein Glaubens⸗ 88 Nimmelfahrt *— SEEEE— aug be⸗tracht't dei⸗ ne Glo⸗ri e, dei ne Macht? 2 SZeh ich dich gen Rimmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria: sollt ich nicht zu Fuh dir fallen und mein Rerz vor Freude wallen, da der fummel jubiliert, weil mein König triumphiert! 3 Vleit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich ergeußt und mit neuem Glanz und Nlonne alle Himmelsgeister speist; prüchtig wirlt du aufgenommen, freudig heiht man dich will⸗ kommen, schau, ich armes Kindlein hier ruf auch Rosianna dir. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? Sollt mein NUlut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? NMeinem König will ich trauen, nicht vor Alelt noch Teufel grauen, nur in Jesu Namen mich beugen hier und ewiglich. 5 Geilt und Kraft nun überfliehen, drum wirk in mir kräftiglich, bis zum Schemel deiner Fühen alle Feinde legen sich. Rus Zion dein Zepter lende weit und breit bis zum Uleltende; mache dir auf Erden Bahn, alle Rerzen untertan! 6 Du kannst alles allerorten nun erfülln und nahe sein; meines armen Rerzens Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem Bimmelsthron! 7 Deine Ruffahrt bringt mir eben Gott und Rimmel innig nah. Lehr mich nur im Geiste leben als vor deinen Augen da, fremd der Clelt, der Zeit und Sinnen, bei dir abgeschieden drinnen, in den Himmel schon versetzt, da mich Jesus nur ergößt. Eph. 1, 20 ff. Gechard Tersteegen, w16971769 ũV Pkingiten 78 Das kirchenjahr Vorreformatorisch. Erfurt 1524 + I 2— * — 3 3— I I deis ner Gna-den Gut dei- ner Glüub⸗gen Rerz, — 16 ö +———9—31 lut und Sinn, dein brün⸗stig Lieb ent⸗zünd in —* 4 —.— D— 1 ben versammelt hast das Volk aus al + „ler Klelt Zun⸗ 2— 99.5555565 .— H gen. Das sei dir, Rerr, zu Lob de sun mẽ — SSSTT————— S— gen! Ral ⸗le s lu ⸗ jah, 9⁰ Hal s le luss jah. ——— — 14 njahr Pfingsten 76 2 Du heiliges lLicht, edler Rort, laß uns leuchten des Lebens Nlort und lehr uns Sott recht erkennen, von Rerzen Vater ihn nennen. O Rerr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr denn Jesum mit rechtem Slauben und ihm aue ganzer Nlacht vertrauen. Rallelujah, Rallelujah. 3 Du heilige Brunst, süher Trost, nun hilf uns fröhlich und getrolt in dein'm Dienst beständig bleiben, die Trüblal uns nicht ab⸗ treiben. O Rerr, durch dein Kraft uns bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Ballelujah, Rallelujah. Ap.⸗Gesch. 2, Iff. Str. 1 borref., 2 u. 3 v. M. Luther 1483-1546 70 Eigene Uleise Vorreformatorisch. Nlittenderg 1524 Hn EEin Mi ö——— 2 IIEEE— 2* E—— EEEE EU LI + I— 65.— I 3 I + I— 1 Nun bit⸗ten wir den hei t— li⸗ gen Seilt uns be⸗hü⸗te an un⸗-lerm En⸗-de, wenn wir —— 1 + 1 33 heimfahrn aus die⸗sem S-len-de. Ky⸗-ri⸗e⸗leis. 2 Du wertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Chrilt kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Reiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis. 9¹ 77⁷ Das kirchenjahr 3 Du lüße Lieb, schenk uns deine Sunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von HRerzen einander lieben und im Frieden auf einem Sinn bleiben. Kyrieleis. 4 Du höchster Tröfter in aller Not, hilf, daßh wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht gar verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis. Phil. 2,2 Strophe 1 vorref., 2-4 von Ullartin Luther, w1483-154 70 Uleile: NUie schön leuchtet der Morgenstern Frankfurt a. M. 1599 * —— 1 O heil-ger Seist, kehr bei uns ein und laß uns Du BHimmelsolicht, laß dei-nen Schein bei uns und *—.— ——4———H ——— H V— SI I 1 —— + ——1 dei⸗ne Nohnung sein, o omm, du Her⸗zens-lon⸗ne! in uns krüf⸗tig sein zu ste⸗ter Freud und Nonne. ISSEE..— SꝗSSSSSISIPITITITITTTI Son⸗ne, Klonne, himmlisch Le-ben willst du ge-⸗ben, 2 4*— 7. 11—— EZ— + 1285——1 +—..— 2 Du Quell, draus alle AUeisheit flieht, die sich in fromme Seelen gieht, laß deinen Trolt uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch Hönnen alle Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Röre, lehre, daß wir können Rerz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. 2² pfingsten ö 7⁷7 3 Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns lelbst auf rechtem Pfad, die wir den leg nicht wislen. Gib uns Bestündig⸗ keit, dah wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir auch leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und beflilsen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4 Laß uns dein edle Ballamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch geltürket werden, auf daß wir unter deinem Schutz be⸗ gegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Gebürden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trolt empfinden, alles Unglüch überwinden. 5 O starker fels und Lebenshort, laß uns dein himmellühes Nort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmer⸗ mehr von deiner weisheitsreichen Lehr und treuen Uiebe trennen. kliehe, giehe deine Güte ins Gemüte, dah wir können Chriltum unsern Reiland nennen. 6 Du süher Rimmelstau, laß dich in unsre Rerzen krüftiglich und schenk uns deine Liebe, daß unser dinn verbunden lei dem Nüchsten tets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude Wirlt du geben. 7 Gib, daß in reiner Reiligkeit wir führen unlre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbewuht die Eitel⸗ keit, des Fleisches Lust und seine toten Nlerke. Kühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Rimmelserben werden. Joh. 16, 13 llichgel Schirmer, 1606-1673 Die frucht des Geiltes ilt Liebe, Freude, Friede, Oeduld, Freundlichkeit, Cütigkeit, Claube, Sankt⸗ mut, Keulchheit. Cal. 5,22 EE 78 Uleise: Alerde munter, mein Gemüte Johann Schop, 1642 —— I + 5 EE! + M. — + +— — EEE E — E—...—. schönstes Licht, 3 läb⸗selt Bicht, Geist des Röchlten, höchster Fürlt, der du ———.—. e Hi, biann an m— — ————— 17 +. hältst und hal ⸗ten wirft ohn Ruf⸗hö⸗ren al=le N .— E I ů 3. ————ͤ— ö—— Din⸗ ge, hö⸗ re, hö⸗re, was ich lin⸗ge. 2 Du bilt ja die belte Gabe, die ein Uensch nur nennen kann. ö Klenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Nlünschen dran. Ach ergib dich, homm zu mir in mein Rerze, das du dir, da ich in die Klelt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 3 Du wirst aus des immels Throne wie ein Regen ausgeschütt't, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit; lah doch, o du werter Galt, Gottes Segen, den du haft und ver⸗ teillt nach deinem Nlllen, mich an Leid und Seele füllen. 4 Du bilt weise, voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund, zählst den Staub des kleinen Sandes, gründst des tiefen Meeres Grund; nun, du weiht auch zweifelofrei, wie verderbt und blind 92 ul⸗ drum gib Nleisheit und vor allem, wie ich möge Gott gefallen. 94 Das kirchenjahr enjahr P. 164² Pfinglten 70 5 Du bilt, wie ein Schöflein pfleget, frommen Berzens, lanften Muts, bleibst im Lieben unbeweget, tult uns Bösen alles Guts, ach verleih und gib mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, dah ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. 6 Mein Rort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, ei so bin ich gnug ge⸗ tröft't. Laß mich lein dein Sigentum, ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Shren anzulegen. 7 Nur allein, daß du mich tärkelt und mir treulich tehelt bei; hilf, mein Relfer, wo du merkelt, daß mir Rilfe nötig sei. Brich des bösen Fleilches Sinn, nimm den alten lillen hin, mach ihn allerdinge neue, daß mein Gott lich meiner freue. 8 Sei mein ketter, halt mich eben; wenn ich linke, sei mein Stab; Wenn ich sterbe, lei mein Leben; wenn ich liege, lei mein Grab! Ulenn ich wieder aufersteh, ei so hilf mir, daß ich geh hin, da du in eogen Freuden wirst dein'n Auserwählten weiden. Köm. 8, 26 Paul Gerhardt, 1607-1676 Eigene QUeise 9 Berlin 1653 —— 1 2— 1 1.8055 ein zu dei— nen To ⸗ ren, sei der du, da ich ge ⸗ boe s ren, mich 2— +I— S—— ——————.——— mei ⸗ nes ner ⸗-zens Galt, 7 5 neu ge ⸗bo ⸗ren halt, IIEEE Geift des Va⸗ ters und des Soh-nes, mit bei⸗ den ——— DDDEEE. 1——.— H ö— glei⸗ ches Thro⸗nes, mit bei-den gleich ge⸗preilt. 95⁵ 70 Das kirchenjahr 2 Zeuch ein, laß mich empfinden und schmechen deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Bilf und Errettung schafft. Entlündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienlte leiste, die ich dir schuldig bin. 3 Du bist ein Geilt, der lehret, wie man recht beten soll, dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an; es läht nicht ab und ringet, bis der die Rilfe bringet, der allen helfen kann. 4 Du bist ein Geilt der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches INal halt du mit süßen Nlorten mir aufgetan die Pforten zum güldnen Freudensaal. 5 Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, dah uns betrübe Zorn, Zank, Raß, Neid und Streit. Der Feindschaft bift du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich Wieder tun zusammen, die voller Zwietracht seind. 6 Du, Rerr, halt selbst in Bünden die ganze weite Nlelt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad Zzu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Lan⸗ den, was sich getrennet hat. 7 Erhebe dich und steure dem Rerzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Nlohlfahrt deiner Rerd. Laß blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn. 8 Beschirm die Obrigkeiten mit Snad von deinem Thron, steh treulich uns Zur Seiten, schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und TJugend das Volk im ganzen Land. 9 Erfülle die Semüter mit reiner Glaubenszier, die Rüuler und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den bölen Geilt, der dir sich widersetzet und, was dein Rerz ergötzet, aus unsern Her⸗ zen reiht. 10 Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satane Reich und Klerke uns täglich anerbeut; hilf Kümpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der dunden kein Christ ergebe sich. ö 9 80 11 Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins Todes Rachen hin, wenns hier mit uns wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewogen Lebens Raus. Pl. 51,9ff. Paul Gerhardt, 1607-1676 54.66 Jelulein suß Köln 1623 4 ö ni + + 1— 1O hei⸗-li ⸗ger Seilt, s hei⸗H⸗ ger Gott, du —— —.. SDiDDSESDEEEE 3 e e Trö⸗ster wert in al ler Not, du bilt ge⸗sandt vons Pfingsten 4 — Bim-mels Thron von Gott dem Vars ter und dem E 20 —— +— D— — Sohn. O hei⸗li⸗ger Seilt, öo hei-li- ger Gott! 2 O heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Ulort; zünd an in uns der Liebe Flamm, danach zu lieben alle⸗ samt. O heiliger Geilt, o heiliger Gott! 3 O heiliger Seist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immer⸗ fort; an Chriltum niemand glauben kann, es sei denn durch deirt Bilf getan. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 4 0 heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein gött⸗ lich Hort; lehr uns den Vater kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 23 81 Das kirchenjahr 5 O heiliger Geift, o heiliger Gott, du zeigest uns die immels⸗ nin lah uns hier kümpfen ritterlich und Zu dir dringen selig⸗ ich. O heiliger Geilt, o heiliger Gott! 6 O heiliger Seilt, o heiliger Gott, verlah uns nicht in Not und Tod. Clir fagen dir L.ob, Ehr und Dank jetzund und unser Leben lang. O heiliger Geilt, o heiliger Gott! 81 Altenburg 1651 Eigene Neise leiningen 1693 5—.— + + + 1 + 1 1 Komm, o komm, du Geist des Le-bens, wah⸗rer dei sne Kraft sei nicht ver⸗ge⸗bens, lie er⸗ 065 6561 * 1 Gott don S⸗ wig⸗heit, 3—— füll uns e⸗ De r2e,) Io wird Seilt und irn ir EEEEEEH —————————————.—— licht und Schein in dem dun⸗keln Her-⸗zen sein. 2 Gib in unser Rerz und Sinnen Kleisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, als nur, was dein Uille sucht; dein Erkenntnis werde groh und mach uns vom lrrtum los. 3 Laß uns stets dein Zeugnis fühlen, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich Not und Drangsal find't; denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 4 Peiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit; seufꝛ auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird Unlre Bitt erhört und die Zuverlicht vermehrt. 5 Alird uns auch nach Trolte bange, daß das Herz oft rufen mußh: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange! O so mache den Beschluß: sprich der Seele tröstlich zu und gib lut, Geduld und Ruh. 7 enjahr mels⸗ selig⸗ ot und r Leben 9 1651 en 1693 82 6 O du Seist der Kraft und Stärke, du gewilser, neuer Seilt, fördre in uns deine Uerke, wenn des Satans lacht lich weilt; schenk uns Uaffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 7 Rerr, bewahr auch unsern Slauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns desselben mag berauben, du bilt unser Schutz und Gott; sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Clort gewisser lein. 8 CLlenn wir endlich sollen sterben, so versichre uns je mehr als des Rimmelreiches Erben jener Rerrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkielt und nicht auszulprechen ist. Röm. 8,14 ff. Neinrich Reld, 1620-1659 Pfingsten Eigene Nleile Arnold NMendelssohn, 1905 4 4 —————.— 1 1— + + Schmückt das fest mit Iulai-en, lal set denn der Seilt der Sna-den hat lich — 7— 1 I — f;— Blu„ men streu⸗en, zün ⸗ det Op s fer ein ⸗ de⸗ las den, ma= chet ihm die .—— PPPP P PFIITT— X—— + D. an; 5 0 War B80n 5 Nehmt ihn ein, so wird sein 4 +* stil-len. 7 83 Das kirchenjahr 2 Trölter der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: gib uns Kraft und Lebenesaft, laß uns deine teuren Gaben zur Genüge laben. 3 Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen, führ den Geilt empor, gib uns Kraft, zu beten und vor Gott zu treten, sprich du lelbst uns vor. Gib uns UUut, du höchltes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4 Güldner Bimmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kkirchen⸗ feld; lalse Ströme fliehen, die das Land begiehen, wo dein Nort hinfüllt, und verleih, daß es gedeih; hundertfültig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. 5 Schlage Deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebes⸗ glut, lah dein sanftes Uehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen. 6 Gib zu allen Dingen Klollen und Vollbringen, führ uns ein und aus, wohn in unsrer Seele, unser Rerz erwähle dir zum eignen Raus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erͤkennen und Sott Vater nennen. all 7 Nlach das Kreuze süße, und durch Finsternisse sei du unser Licht; 580 trag nach Zions Bügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu felde 4 liegen, datz wir fröhlich siegen. 1 8 Laß uns hier indelsen nimmermehr vergessen, daß wir Sott nei verwaͤndt, dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Bort, bei den grünen 7. Bimmelsmaien ewig uns erfreuen. n. de 6 fIl ih fe 2 Ps. 118,27 Benj. Schmolck, 16721737 85 Nleise: O Durchbrecher aller Bande Halle 170⁴ 2 4 —— 1153 Hüm ————— Geist des Glaubene, Geist der Stür-Re, des Se⸗ Schöp⸗fer al ⸗ler Sot- tes s wer⸗ke, Trü⸗-ger 10⁰ 0 Pfingsten 4 — + + — . 2———— 1—— hor sams und der Zucht, II al Ked Fimwetstucht Geilt, der einlt der heil⸗gen ———— 2—— 0 ————— Män⸗ner, Kön-ge und Pro⸗phetenschar, der A-po⸗stel 4 ——————— +.— + + 1 + + 1 + 1 — und Be- ken⸗ner Trieb und Kraft und Zeug⸗nis War, 2rülte du mit deinen Gaben auch uns schwache Kinder aus, Kraft und Glaubensmut zu haben, Sifer für des Rerren Raus; eine Velt mit ihren Schätzen, Menschengunst und gute Zeit, Leib und leben dran zu letzen in dem grohen, heilgen Streit. 3 Gib uns Abrahams gewisse, feste Glaubenszuversicht, die durch alle Rindernilse, alle Zweifel siegend bricht, die nicht bloh dem Gnadenbunde trauet froh und unbewegt, auch das Liebste jede Stunde Gott zu fühen niederlegt. 4 Gib une HMlosee brünstges Beten um Erbarmung und Seduld, wenn durch freches Ulbertreten unser Volk hüuft Schuld auf Schuld. Laß uns nicht mit kaltem Rerzen unter den Verdorbnen ltehn, nein, mit Nloses heilgen Schmerzen für sie leufzen, weinen, flehn. 5 Gib uns Davids Nut, zu streiten mit den Feinden llraels, sein Vertraun in Leidenszeiten auf den Rerren, seinen Fels; Feindes⸗ lieb und Freundestreue, seinen königlichen Seilt und ein Rerz, das voller Reue Gottes Gnade sucht und preilt. 6 Gib Elias heilge Strenge, wenn den Göhen dieler Zeit die ver⸗ führte blinde MHlenge Tempel und Altüre weiht; daß wir nie vor ihnen beugen Raupt und Knie, auch nicht zum Schein, sondern fest als deine Zeugen daltehn, wenn auch ganz allein. 7 Gib uns der Rpostel hohen, ungebeugten Zeugenmut, aller Alelt troß Spott und Drohen zu verkünden Christi Blut. Laß die Ulahrheit uns bekennen, die uns froh und freĩ gemacht; gib, dah wirs nicht lassen können, habe du die Ubermacht. 10¹ 84 8 Schenk gleich Stephanus uns frieden mitten in der Anglt der Ulelt, wenn das Los, das uns belchieden, in den schwersten Kampf uns stellt. In dem rafenden Getümmelschenk uns Glaubensheiter⸗ heit, öfln im Sterben uns den Bimmel, Zeig uns Jesu Berrlichkeit 9 Geist des Glaubens, Seilt der Stärke, des Gehorlams und der Zucht, Schöpfer aller Sotteswerke, Träger aller Bimmelsfrucht, Geilt, du Geilt der heilgen Münner, Kön'ge und Prophetenschar. der Apoltel und Bekenner, auch bei uns Gerd offendar. Ebr. 2 Philipp Spitta. 1801-1859 8⁴4 Nleile: Lob Sott getroln 15.Jahrhundert, geiltl. Nürnberg 1544 4 4 Das kirchenjaht ————.— *—.— 4 1 O homm, du Geilt der Nahtheit, und keh⸗re bei une der⸗breite Licht und Klar⸗heit. der⸗ban⸗-ne Ttug und Ile*— 2—— +— I— 90 Giez aus dein hei⸗lig feu ⸗ er, rühr — + I 11 —62 + I Herꝛ und Lip-pen an. daß jegs li-cher ge— 2—— Æ—— 1.——.—.— *2*————————— treu⸗et den Rerrn be-hen»„ ⸗ 2 a nen hann. 2·0 du, den unser gröhter Regent uns zugesagt, komm zu uns, Werter Trölter, und mach uns unverzagt. Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen QMaften der erlten Chriltenheit. 10² Trinitatis 35 3 Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jenht als je; darum mußt du uns rüsten mit Alaffen aus der Röh. Du muht uns Kraft verleihen, Geduld und GSlaubenstreu, und mußt uns ganz be⸗ freien von aller Uenschenscheu. 4 Es gilt ein frei Geltändnis in dieler unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Uiderstreit, trotz aller Feinde Toben, trotz allem Reidentum zu preilen und zu loben das Svangelium. 5 Fern in der Reiden Lande erschallt dein kräftig Qort, sie werfen Satans Bande und ihre Götzen fort; von allen Seiten kommen sie in das Reich herein; ach, soll es uns genommen, für uns ver⸗ schlossen sein! 6 O wahrlich, wir verdienen solch trenges Strafgericht; uns ilt das Licht erschienen, allein, mir glauben nicht. ch, lasset uns gebeugter um Sottes Gnade flehn, daß er bei uns den Leuchter des Nortes lasse stehn. 7 Du heilger Geist, bereite ein Pfingitfest nah und fern; mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn. O öffne du die Rerzen der Klelt und uns den Nund, daß wir in Freud und Schmerzen das Reil ihr machen kund. Joh. 16, 13 Philipp Spitta, 18011859 Trinitatis Sigene Neile Vorref. Nlittenberg 1524 + ⸗ea⸗a⸗⸗ ᷣId.sI8I — 1 KWir glau ben aoll an * x* 1 ee Krene—.—.—. *—— —— ei„ neñ Gott, Schöp⸗fer Rimmels und der 10³ Das kirchenjaht — Er⸗ den, der sich Zzum Va⸗ ter ge⸗ben hat, 27 — —. dah wir E = .nᷣͤ è sei⸗ ne Kin⸗ der — oer⸗ den. Er will en. 2 enenemnn. an u,—— 2 12 uns all⸗zeit er ⸗ nüh⸗ren, Leib und Seel auch wohl be⸗ ++———— — wah⸗ten, al⸗lem Un⸗fall will er wehes ren; —1 + +* + I + +—— —— — * kein Leid soll uns wi⸗ der-fah⸗ren; er 2..— — 0 und —.....—.. wacht, hüt und * + +—.— I wacht, es steht alss les in 10⁰⁴ sei-ner Macht. —N Trinitatis 86 2 Clir glauben auch an Jelum Christ, leinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von HNacht und Ehren; von silaria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Iulensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben; für uns, die wir warn ver⸗ loren, am Kreuz gestorben und vom Tod, und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. 3 Vir glauben an den heilgen Geilt, Gott mit Vater und dem gohne, der allen Blöden Tröster heiht und mit Gaben zieretschöne, die ganze Christenheit auf Erden hölt in einem Sinn gar eben; hier all Sünd vergeben werden, das Fleisch loll auch wieder leben; nach diesem Elend ist bereit't, it bereitt uns ein Leben in Ewigkeit. Matth. 28,10 HNartin Luther, 1483-154 8⁰ Eigene Ueise Vorref. Leipzig 1539 +— 1————IIII——— — 1123 I + AlUs lein Gott in der Röh lei Ehr und 1 dans rum, daß nun und nim⸗ mer⸗ mehr uns 72. .I.....—2.———.—3——— Dank für lei s«= ne Gno s 52.1 ein rüh ⸗-ren kann kein Scha ⸗= de, EE—— ————————— Uohl⸗ ge⸗ falln Gott an uns hat, nun ilt groß 4 + Fried ohn Un⸗ter⸗laß, all Fehd hat nun ein En ⸗ de. 87 Das kirchenjahr 2 Vlir loben, preiln, anbeten dich; für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierlt ohn alles Aanken. Ganz un⸗ gemess'n ilt deine Macht, fort gichieht, was dein NVill hat bedacht. Nlohl uns des feinen Rerren! 3 O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Ver⸗ söhner der'r, die warn verlorn, du Stiller unsers Raders; Lamm Gottes, heilger Rerr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller! 4 O heilger Seilt, du höchstes Gut, du all'cheilsamlter Trölter, vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jelus Chrilt erlöset durch große Iuartr und bittern Tod, abwend all unsern Jammr und Not; darauf wir uns verlallen. Luk. 2, 14 Nikolaus Deciue, + 1529(1541 87 Gleile: Nun danker alle Gott Johann Crüget, 1647 DSDSEIIIEII......... eee e r rite Eurrresr,Le 1 Ge⸗lo⸗bet lel der nert, mein Gott, mein Licht, mein meinschöpfet, der mit hat mein Leib und Seel ge— —— + —EE— 2—— SSSEEEEEEE Dden mein Va⸗ ter, der mich Ichützt von Iutter⸗lei⸗ be — I— +— 6555,5*— ———— E an det al⸗- le Ru-gen-blich oiel Guts an mitr ge-tan. 2 Gelobet lei der Bert, mein Gott, mein Beil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der lich für mich gegeben, der mich erlölet hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt das aller⸗ höchlte Gut 10⁰ Il —En 8re 88 3 Gelobet sei der Rerr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Eun⸗ Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein pacht. Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trinitatis Trolt und Rilfe schafft. Ver⸗ 4 Gelobet sei der Rerr, mein Gott, der ewig lebet, den alles lobet, amm was in allen Lüften schwebet; gelobet lei der Rerr, des Name Not, heilig heihjt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott, der heilge Geilt. 5 Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen und mit öltet, der Engel Schar das Heilig, Reilig lingen, den herzlich lobt und durch preilt die ganzeChristenheit, gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit. und Sir. 50, 24ff. Johann Olearius, 1611684 Eigene Ileise 88 Darmlitadt 1699 2 ———— + + + +— 4 + +——4— ,, Le.,, ,=Kar a E, H E UNiir glau-ben all an ei⸗- nen Gott, Va ter, —— 2 +— —— + 4 + + +— + + Sohn und heil-gen Geist, an den Rer-ren Ze-ba-oth. 2 2——.— ö——————. , ö den»die Schar der En⸗gel preist, der durch sei=ne ——— be V ö DEDe ee + grohe Kraft al ⸗les wir ⸗ket, tut und schafft. 2 Klir glauben auch an Jelum Chrift, Gottes und Marien Sohn, ö der vom Bimmel kommen ilt und uns führt ins RHimmels Thron, n. der uns durch sein Blut und Tod hat erlölt aus aller Not. des 3 CIlir glauben an den heilgen Seist, der von beiden gehet aus, olet der uns Trost und Beistand leist't wider alle Furcht und Graus. lere Heilige Dreifaltigkeit, sei gepreist zu aller Zeit. Matth. 28,19 Tobias Claueniher, 1618-1684 10⁷ Michael Praetorius Eigene Xleil oh. Rermann Schein Die Kirche und die Anadenmittel Kirche und Million 89 e Scturt 1524 2.— 4— EAR —.— . * P= — — Ach Gott, dom Rim-mel sieh dar⸗ein und laß dich Glie we-nig lind der Reil-gen dein, der ⸗lal-sen 1 E 2 — ö J — Dein CNlort man läßt nicht barns men. ArU« men. des er lind die — 5——— ha⸗ ben wahr, der Glaub ült auch ver lo Ichen 2——— RS—————— 2*—— + I I + gar bei alles len Iulen-(chen s kin» dern. 10⁸ Kirche und NMission 809 2 Sie lehren eitel falsche Lilt, was eigner Nitz erkindet; ihr Rerz nicht eines Sinnes ist in Gottes Uort gegründet; der wählet dies, der andre das, sie trennen uns alle Ula und gleißen schön don außen. 3 Sott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbarspricht: Trot! wer wills uns wehren! Clir haben Recht und Iuacht allein, was wir setjen, das gilt ge⸗ mein; wer ist, der uns lollt meiltern! 4 Darum spricht Gott: lch muß auf sein, die Armen sind verstöret: ihr Seufzen dringt Zzu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. Mein heillam Nort soll auf den Plan, getroft und frisch lie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5 Das Silber, durchs Feur liebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes QMort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es Will durchs Kreuz bewühret sein, da wird lein Kraft erkannt und Schein und leucht't tark in die Lande. 6 Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen Gschlechte und laß uns dir befohlen sein, dah siche in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Ps. 12 Martin Luther, 1483-1546 Dein Wort ilt meines Fußes Leuchte und ein Licht aut meinem Wege. Pl. 119,105 Meine Augen lehnen lich nach deinem Heil und nach dem Nort deiner Cerechtigkeit. Pl. 119,123 10 ö 90 Die Kirche und die Snadenmittel Eigene Nleise Ulittenberg 1529 ———— 343*— 1—.— 2—2— Et hilkt uns krel aus al s ler Not, die 1 105 senss ste Burg isft un s ler Sott, ein 2—2 + ...————— —— ——. —9———— gua te Nlehr und Aaf sen. Der uns jetht hat be⸗ trof ⸗ len. + E +— —4. I ———.— —— 5 alt bo se feind, mit Ernlt ers seßt — 683— I + I 1 I—— A——— I I I + * +— + I——— meint; gtoß Macht und vie! Lilt lein grau-sam Rü-tung —* 3——— I + + + I— — t 4 — 8—. ült, aul Erd ilt nicht seins-gleis—=chen. 2 Hlit unlrer Macht ilt nichte getan, wir sind gar bald verloren; 2D Itreit't für uns der rechte Mann, den Sott hat selblt erkoren. Fraglt du, wer der ilt! Er heißt Jesus Chrilt, der BRerr Zebaoth, undeilt kein andrer Gott, das Feld muß er behalten. 3 Und wenn die Nelt voll Teufel wär und wollt uns gar der⸗ schlingen, so fürchten wir uns nicht lo sehr, es soll uns doch ge⸗ Ungen. Der Fürst dieler lelt, wie laur er lich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er it geticht't: ein Qörtlein Kann ihn fällen. 1¹⁰ Kirche und Million 9¹ 4 Das Nort sie lollen lallen stahn und kein'n Dank dazu haben; er ilt bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geilt und Gaben. Nehmen lie den Leib, Sut, Ehr, kind und Kleib: laß fahren dahin, sie habens kein'n Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Ps. 46 Martin Luther, 1483-1546 Eigene Aleise 4 2—— Ulittenberg 1543 — 2——5— 1 Er- halt uns, Rerr, bei: dei- nem Nort und 2— 13— 7 ——. DDD —— steu⸗re dei-ner Fein-de Mord, die Je-sum Christum, 12 I————— — 2 + D dei ⸗ nen Sohn, wol-len stür-zen von dei-nem Thron. V. .ͤws, 2 Beweis dein Uuacht, Rerr Jesu Christ, der du Rerr aller Rerren bilt, beschiem dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Swigheit. 3 Sott heilger Seist, du Tröster wert, gib dein'm Volk ein'rlei Sinn auf Erd; steh bei uns in der letzten Not, g'leit uns ins Leben aus dem Tod. K. 2 Martin Luther, 1483-154 Der Name des Herrn ilt ein feltes Schloß; der Cerech⸗ te läukt dahin und wird belchirmet. Sprüche 18,10 11¹ 9² Die Kirche und die Gnadenmittel 9² Eigene Neise Strahburg 1525 — E2 1 2 I —‚.——————— 721 H *«..— 1 Es wol⸗le Sott uns gnü-dig sein und sein Ant⸗liz uns mit hel-lem Schein er⸗ 1———— 2———— PEEER UT;:)n —— sei ⸗nen Ses gen ge ben; ͤ 2 leucht zvum ew⸗ gen de ben,. 1 I R * — —— ———— +— ken nen sel ⸗ ne Klerk und was ihm lieb auf 4 1. + D 25. dn— Er⸗ den, und Je⸗sus Christus' Reil und Stärk bekannt den 1 ——— —.— ——— 0 ———.— —22. I Reiden wer-den und lie zu Gott be-keh ⸗ ren 2 So danken, Sott, und loben dich die Reiden überalle, und alle Ulelt, die freue sich und sing mit grohem Schalle, dat du auf Erden Richter bist und lüht die Sünd nicht walten; dein lort die Rut und Neide ilt, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3 Es danhe, Gott, und lobe dich das Volk in guten Taten; das Land dnin Frucht und bessert lich, dein Klort ist wohlgeraten. Uns segne Vater und der Sohn, uns legne Gott der heilge Geilt, dem alle Klelt die Ehre tu, vor ihm lich fürchte allermeist. Nun sprecht von Rerzen: Amen! Ps. 67 Martin Luther, 1483-1546 11² 5 2 —„eeSE E S8 8 Kirche und Ilission 973 9³ Uleise: lo Gott der Rerr nicht bei uns hält Nlittenberg 1535 — 2 V* ————————— — 1 10 Sott nicht mit uns die ⸗se Zeit, lo wür Sott nicht mit uns die le Zeit, Wir 2 +¹ * —— ——— 1 solt U1I⸗ ra ⸗ el sa⸗ gen, müh⸗ten gar ver⸗za⸗ 93 3 die — WD 1 35—— + E— ares mes Räuf⸗lein lind, ver⸗acht't oon o diel +T * A HF— 4.— . 5 w it, re ——— — Nlen⸗schen⸗kind, die an uns set-⸗-zen al⸗-le. 2 Auf uns so zornig ist ihr Sinn; wo Gott hätt das zugeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben; wir würn, als die ein flut ersüuft und über die groß Klalser lüuft und mit Gewalt verschwemmet. 3 Gott Lob und Dank, der nicht zugab, dah ihr Schlund uns möcht fangen. Klie ein Vogel des Stricks kommt ab, ilt unsre Seel entgangen. Strick ilt entzwei, und wir sind frei: 815 Rerren Name steht uns bei, des Gotts Rimmels und eden. Ps. 124 Martin Luther, 1483-154 113 04. 75 Die Kirche und die Snadenmittel Sigene Nleile Zürich 1529 —.— rrr nn dererr 2——— 1 1.— +1— Rerr, nun selbit den Kla-gen halt, bald ab-seit geht 2— IWII‚..‚I‚..... 222—— + 1. sonlt die Fahrt, das brücht Freud dem Nli- der⸗part, der 2 * V—— I E + 1 —— 4 1 52. L —— ———II———— dich der sacht so fre vent⸗lich. 2 Sott, erhöh deins Namens Ehr, wehr und straf der Bölen Grimm, weck die Schaf mit deiner Stimm, die dich lieb haben inniglich. 3Rilf, dah alle Bitterkeit scheid, o Rerr, und alte Treu wieder⸗ kehr und werde neu, dah wir ewig loblingen dir. Hi. 7 Huldreich Zwingli, w1484-1531 Ciene 5 Ulittenberg 1535 65• VN iie —+ iüii i — Qlo Gott der Hert nicht dei uns hült, wenn d er nicht un=⸗srer Sach zu⸗- fällt im - e drdn s. L. un ⸗re fein-de to-ben, Bim- mel hoch dort os ben, ⁰ο er II 11¹⁴4 . 0 Kirche und Illilsion 2— WDW—— raus els Schutz nicht ilt und lel ber bricht der . exx Fein ⸗-de Lilt, lo ilts mit uns ver-lo=ren. 2 Ulae Menschenkraft und Nltz anfäht, soll billig uns nicht schrecken; er litzet an der höchsten Stätt, der wird ihrn Rat auf⸗ decken. AUlenn sies aufs klügste greifen an, so geht doch Gott ein andre Bahn; es steht in leinen Hünden. 3 Ach Herr Gott, wie reich tröstest du, die gänzlich sind verlassen. Der Gnaden Tür steht nimmer zu, Vernunft kann das nicht fallen, sie Ipricht:„Es ist nun alls verlorn“ da doch das Kreuz hat neu⸗ geborn. die deine Rilf erwaͤrten. 4 Die Ffeind sind all in deiner Rand, dazu all ihr Sedanken; ihr Anschlag Ut dir wohlbekannt, hilf nur, daß wir nicht wanken; Vernunft wider den Glauben ficht, aufs Künftge will sie trauen nicht, da du wirst lelber trölten. 5 Den Himmel halt du und die Erd, Berr, unser Gott, gegründet; gib, dah dein Licht uns helle werd, latz unler Rerz entz ündet in rechter Lieb des Glaubens dein bis an das End beständig sein. Dle Uelt lah immer murren. PI. 124 justus Jonas, 1493-1555 9 Die Kirche und die Gnadenmittel Eigene Aeise 9⁰ Leipzig 1597 4— 2— IDIII——— 1ch bleib bei une, Rerr Je= su Chtift Weil —.— +———— es nun A⸗ bend wor-den ilt; dein gött⸗lich UNlort, das 1+ — I 12 + hel⸗ le licht, lah ja bei uns aus ⸗löschen nicht. Zin dieser schwern, betrübten Zeit verleih uns, Rerr, Beltündigkeit, dah wir dein QNort und Sakrament behalten rein bis an das End. 3 Berr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, wir sind gar licher, trüg und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Ilort, schaff, daß es schall an allem Ort. 4 Erhalt uns nur bei deinem lort und wehr des Teufels Trug und IUord. Gib deiner Kirche Gnad und Ruld, Fried, Sinigkeit, Mut und Geduld. 5 Ach Gott, es geht gar übel Zzu, auf dieser Erd ilt keine Ruh, viel Sekten und groh Schwürmerei auf einen Baufen kommt herbei. 6 Den stolzen Geiltern wehre doch, die sich mit G'walt erheben Lenn und bringen stets was Neues her, Zzu fälschen deine rechte ehr. 7 Die Sach und Ehr, Berr Jesu Christ, nicht unler, sondern dein ja ilt; darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlalsen frei. 8 Dein Nort ilt unfres Rerzens Trutz und deiner Kirche wahrer mehr. dabei erhalt uns, lieber Rerr, dah wir nichts andres luchen mehr. 9 Gib, daß wir lebn in deinem Nort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jammertal zu dir in deinen Fimmelssaal. Luk. 24, 29 Nikolaus Selnecker, 1530-1592 16 ittel 157 eil EE cht. Reit, End. und chall rug keit, duh, rbei. ben chte dein frei. )rer hen ren nal. 9² Kirche und Iilislion 9⁷7 König Sustao Adolfs Feldlied Aleise: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn Vorref. 1530 Sigene Cleile im Anhang 1 E— .‚— SDSDSSI— 2———— Ver-za⸗ge nicht, du —— ³—— Räuf⸗ lein klein, ob⸗ — schon die kein⸗de Wil-lens sein, dich günzelich — + 1 144.6— I ——— E — I X + zu der⸗stö-en, und lu⸗-chen dei-nen — 2— 2 Un ⸗-ter-gang, da-oor dir mird cecht angst und 5. din Hsrs Bsssthü S +.— —— bang; es wird nicht lans ⸗ ge wäh⸗ten. 2Trölte dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten. Se wird durch einen Gideon, den er Gohl Weiß, dir helken lchon, dich und sein Nort erhalten. 3 80 wahr Sott Gott ist und sein Klort, muß Klelt, Teufel und Höllenpfoct und was dem tut anhangen, endlich werden zu schand und Spott; Gott ilt mit uns und wir mit Gott, den Sieg wolln Wir erlangen. Richter 7 Hlichael Altenburg, 15841640 17 98.99 Die Kirche und die Gnadenmittel 9 Uleise: Rerzliebster Jesu Joh. Crüger 16⁴⁰ 72 I—— * U +* + 1— + II & + Im 14 +. +——— 12— ...— L I— I + + 1 17 +* Rerr, un⸗ser Gott, laß nicht zu schan⸗den wer⸗den SEE.— die, 10 in ih⸗ren Nöten und Beschwerden bei Tag und + en nirminine, Keni ex, ᷑H SDSD/DSDiSi i..... Nacht guf dei⸗ne Gü⸗te hok-fen und zu dir ru-fen. ache Zzu schanden alle, die dich haslen, die sich allein auf ihre Macht verlalsen. Ach kehre dich mit Snaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen. 3 Und schaft uns Beistand wider unsre Feinde; wenn du ein Clort sprichst, werden sie bald Freunde; sie müssen Aehr und Naffen niederlegen, kein Glied mehr regen. 4Hlir haben niemand, dem wir uns vertrauen, vergebens ists, auf Menschenhilfe bauen; mit dir wir wollen Taten tun und kümpfen, die Feinde dümpfen. 5 Du bist der Reld, der sie kann umertreten und das bedrüngte Kkleine BRäuflein retten. Nlir traun auf dich, wir schrein in Jelu Namen: Hilf, Relfer! Amen. PI. 25, Iff. Jjohann Beermann, 1585-1647 Nleise: Da Christus geboren war Vorref. Nürnberg 15⁴4 .—— 4 + 4 4 +.* + 12 I +. 1 t —— 4—— 2.—— 1 Treuer Nläch⸗ter Ifs rasel, des lich ittel 16⁴⁰ en Kirche und Nlission 9⁰ 2 — 2— 4—— ö— freuss et melsne Seel, der du weiht um 7 +* — *— aln⸗ les Leid dei- ner armen Chri⸗ten-heit, . 12— — E J I 2 I 2 70. L E —— e— E 2——— 1— I ⁊— + 45r— * LO zu une richt dein hils-rei- ches Anes ge=sicht. 2 Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk sett überall; täglich wird der Trüblal mehr; hilf, ach hilf, lchütz deine Lehr. CUlir verderben, oir vergehn; nichts wir lonst vor Rugen lehn, ⁰o du unicht wirlt bei uns stehn. 3 Hoherprielter, Jelu Chrilt, der du eingegangen bilt in denheilgen Ort zu Gatt durch dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit (8. Blut, ausgelöscht der Rölle Glut, wiederbracht das höchlste ut, 4 sitzelt nun in Vatets Reich, ihm an Macht und Ehren gleich. unler einger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Berzen trägt, wie lich lelbit zu lieben pflegt, dem er keine itt abschlägt: 5 hläglich lchreien oir Zzu dir, klopfen an die Gnadentür, Wit, die du mit höchltem Ruhm dir erkauft zum Sigentum; deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt, als ginge mit der Uelt zu End. 6 Jelu, der du Jelus heiht, als ein Jelus Rilfe leist! Bili mit deinet stachen Rand, Menschenhilf hat lich gewandt. Sine HNuauer um une bau, dah dem Feinde davor grau, er mit Zittern sie anschau. 119 10⁰ Die Kirche und die Gnadenmittel 7 Treuer Rort, lImmanuel, du Beschützer meiner Seel, Sott mit uns in aller Not, neben uns und in uns Sott, Gott für uns in aller Zeit. Trotz dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ilt ihm bereit. 8 Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm, lah setht sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Uelt erkenn, aller Berren Rerren nenn. Andre traun auf ihre Kraft, aut ihr Glück und kitterschaft; deine Chrilten traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht Zzu schand, bleib ihr Relfer und Beistand, sind lie dir doch all bekannt. 10 Du bist ja der Reld und Mann, der den Kriegen teuern kann, der da Spteg und s8chwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die agen gar verbrennt und der Uulenschen Rerzen wendt. daß der Krieg gewinnt ein End. 11 Jesu, Gahrer Friedefürst, der der Schlange hat zerknirlcht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den Fried bei Gott, gib uns Frieden gnüdiglich! So wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Pl. 121,4 johann heermann, 1585-164⁷7 10⁰ Uleise: Christus der ilt.mein Leben Melchior Vulpius, 1609 — f f + +* f— 2 *—— 2 2 Ich bleib mit dei ⸗ ner Gna⸗-de bei — ů 236. uns, Rerr Je ⸗ su Christ, daßh uns hin-fort nicht — ů ö 1 I I + scha ⸗de des bö ⸗ len fein⸗ des Uist. SH H — 22—— PRENN 1860 1341 ht Kirche und Mission 10¹ 2 Ich bleib mit deinem Korte bei uns, Erlöser wert, daß uns beid hier und dorte sei Güt und Heil beschert. 3 Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Ulahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4 ch bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Rerr; dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr. 5 Ich bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Reld, daß uns der Feind nicht trutze noch füll die böle Aelt. 6 Ich bleib mit deiner Treue bei uns, mein Rerr und Gott; Be⸗ ständigkeit verleihe, huf uns aus aller Not! Luk. 24,29 jolua Stegmann, 1588-1632 Uleile: HRerzliebster Jesu Joh. Crüger. 1040 4 ———* 4—+— + + 4/ r minr.. ‚ * 2.———— 1 Chri-te, du Bei⸗-stand dei- ner Kreuzge⸗ Ꝙb—. ͤ 220 SSSSSSE— —————— mei ⸗- ne, ei⸗ le, mit Hilt und ket- tung — +— ————— 15 —— +— uns er=schei⸗ ne. Steu re den kein⸗den. 4— N—— N LIE + 4 + 1— 7.— 2 I + V* + + + +2 I— r e in nn miinen rm in n Ueen— — I ih re Blut-ge-rich-te ma-che Zzu⸗ nsch= te. 2 Streite doch selber für uns arme Kinder, ehre dem Teufel, seine Racht vechinder; alles, was kümpfet gegen deine Glieder, stürze danieder. 121 1 10² 3 Frieden bei Kirch und Schulen uns beschere, Frieden zugleich der Obrigkeit gewühre. Frieden dem Rerzen, Frieden dem Ge⸗ wilsen gib zu geniehen. 4 Also wird zeitlich deine Güt erhoben, allo wird ewig und ohn Cidd. loben dich, o du Nlächter deiner armen Berde, Bimmel und rde. PI. 38,23 Matthäus Rpelles von Löwenstern, w1594-1648 Aleise: Zion klagt mit Anglit J. B. Schein, 1623. Bei J. Crüger, 164⁰ 2 FVEEE ——— Die Kirche und die Gnadenmittel — Zi-on, gib dich nur zu-frie-den, Sott ilt 1 du bist nicht von ihm ge⸗schie⸗den, er hat ..PP.............— noch bei dir da ⸗ rin, 10 einen Vosteen Ulenn er straft, so liebt er auch; — — +. — aeteas—..—. dies ilt sein be⸗lieb⸗ ter Brauch: Zi⸗ on, ler⸗ne 2 —— n &—— 323——‚————.— dies be⸗ den⸗ken; Wa⸗rum willlt du dich lo hrün⸗Ren! 2 Treiben dich die Meereswellen in der wilden, tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, muht du rufen ach und weh, schweigt dein Neiland still dazu, gleichwie in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Flut wird sich bald legen. 3 Berge, Felsen möchten weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Alelt desgleichen möchte gar auch untergehn; dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod: Zion, du kannst doch nicht wanken aus den wohlgefaßten Schranken. 122 Kirche und Iission 103 4sulussen schon allhier die Tränen deine schönlten Perlen sein. muß das Seufzen und das Stöhnen schon das beste Lied dir sein, muß dein Purpur sein das blut und der Nangel Rab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. 5 Droht man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid; el du wirlt doch nicht zu schanden, denk nur an die Swigkeit. Sel nur fröhlich, wohlgemut, daß der Rerr dir lolches nint ri Gott wird dich schon stärken, auf den Rerren muht du merken. 6 Freue dich, es kommt das Ende und der Abend schon herbel; gib dich nur in Gottes Rände, der dich nun will machen frei. Für die Trüblal, Spott und Rohn 10 er dir die Freudenkron: Zion, du wirst wieder lachen, drum so laß die Klelt nur machen. 7 O ihr eEngel, Rimmelserben, kreuet euch mit Zion hier, denn die jett hat wollen sterben, soll nun leben für und für und lich reuen ohne Zahl in dem schönen Rimmelssaal: Zion, wer Wili dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen Freuden! Pl. 40 Joachim Pauli, 1636-708 Eigene Ueile 10³ Ralle 1704 2 ö + . ———— fahste fort, fah-ce fott, Zi-on, fah ce kort im ◻———— 2 Licht, ma-che det⸗nen Leuch-ter hel-le, laß die er=Ite ——. +—* + +— + + 0 1 Lie be nicht, su⸗-che stets die Le-bens-quel⸗le; Zi-on, 7 ——— + ů ů 42 233. r,— W. dein⸗ge durch die en-ge Pfoct, fah-ce fort, fahre fort! 123 10⁴ 2 Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Anglt mit Spott und Rohne; sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone; Zion, fühlest du der Schlange Stich, leide dich, leide dich! 3 folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der NUelt, die dich luchet groß Zzu machen; achte nichts ihr Gut und Geld, nichts ihr Locken, nichts ihr Lachen; Zion, wenn sie dir viel Lult verspricht, folge nicht, folge nicht! 4 Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geilt, der dir ruft zu beiden Seiten, tue nicht, was er dich heiht, lah nur deinen Stern dich leiten; Zion, beide, das, was krumm und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 5 Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott; stürke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft für Reuchelschein dringe ein, dringe ein! 6 Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bruderliebe brennet, zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfür! 7 Halte aus, halte aus, Zion, halte dein Treu, laß doch 1 nicht lau dich finden. Ruf, das Kleinod rückt herbei; auf, verlafse, was dahinten; Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus. halte aus! Offb. 2,4. 10. Joh. Susebius Schmidt, 1670-1745 Die Kirche und die Gnadenmittel 10⁴4 Uleise: Dir, dir, Jehova, will ich singen Balle 1704 1 1. en d nin v. — J 2 ‚ 23— 7—1— 1 15e. auf, du Geist der er⸗sten Zeu-gen, die die JTag und Nüch⸗te nim-mer schwei⸗gen, und 12⁴ Kirche und Iilission 10⁴4 1 4 V + I daar 125 auf der Maur als treu e Nläch-ter—— 6 die gees ntrosft dem feind ent-ge- gen-gehn, icht,——————— ja de-ren Schall die gan-ze Ulelt durch⸗ —— ruft. prüfe—.——.— dringt und al-ler Völ-ker Scha⸗ren zu dir bringt. lich 2 O daß doch bald dein Feuer brennte, o möcht es doch in alle ei Lande gehn. Ach Berr, gib doch in deine Ernte viel Knechte, die n. in treuer Arbeit ltehn. O Rerr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ilt groß, die Zahl der Knechte klein. 3 Dein Sohn hat ja mit klaren Clorten uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Rerz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum anzuflehn. Drum hör, o Rerr, und sprich: Es soll geschehn. Licht 4 80o gib dein Qort mit Kunns Scharen, die in der Kraft Soange⸗ .— 7 lilten sein; laß eilend Bilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit[llacht hinein. O breite, Bert, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 7⁴⁵ 5 Ach daß die Bilf aus Zion küme! O daß dein Geist, so wie dein Clort verspricht, dein Volk aus dem Gefüngnis nühme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reih, o Rerr, den Rimmel bald entzwei und komm herab Zzur Bilf und mach uns frei! 6 Ich laß dein Nort recht schnelle laufen; es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein. ch führe bald dadurch mit Raufen 70 der Beiden Füll zu allen Toren ein. Ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Nlortes Lauf! — 7 O belsre Zions wülte Stege und, was dein Nlort im Laufe hin⸗ dern kann, das rüum, ach rüum aus jedem Clege; vertilg, o Rerr, den falschen Glaubenswahn und mach uns bald von jedem Iliet⸗ ling frei, daß Kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 12⁵ 10⁵ 8 Laß jede hoh und niedre Schule die Tlerkstatt deines guten Geistes sein, ja litze du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treuer Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze kirche flehn und schrein. Nerr, zürne nicht, daß ich so bitte, da ich vor dir nur Staub und Asche bin. Du als der Brunnquell aller Güte gibst selber mir etwas von deinem Sinn, daß mich der lilenschen Slend jammern kann; drum bitt ich, Rerr; o nimm mein Bitten an! 10 Du wirst dein herrlich Klerk vollenden, der du der Menschen Heil und kichter bilt; du wirst der RUenschheit Jammer wenden, so dunkel jetzt dein Kleg, o Reilger, ist. Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn; du tust doch über Bitten und Verstehn. Die Kirche und die Gnadenmittel Illatth. 9, 37ff., Karl Beinrich von Bogatzky, 1690-1774 Luk. 12,49 Strophe 10 von Xlbert Knapp, 17981864 Aleile: Mlein Jesu, dem die Seraphinen Nalle 170⁴ . 1—1——— 2—2*— d=i, ni, an. A,,bene, — Dein Taott, o Rerr, bringt une zu-sam-men, dah es läht an uns die sel- gen Flam-men des ..F.... —— E +——— V I wir in der Ge ⸗= mein⸗schaft Itehn Glau-bens und der Lie-be sehn. ir Wereen 4 6—2———— 1—— durch das Ilott der Gna-den auch zur Ge-mein-schaft 4 *—— * E — —— — ner Schar, die bei dem Hertn be⸗ stün⸗- dig V II. Kirche und Nlilsion war, ge⸗ lockt und hkrüf- tig ein⸗ 9e=la⸗ den. 2 Nur IMenschen, die von Gott geboren, die unter einem Raupte stehn, die hat der Rerr sich quserkoren, die lüht er Aunderliebe sehn. Gemeinschaft mit dem Vater haben und mit dem Sohn im heilgen Geist: das ist, was ihre Seele speist, nur das kann sie voll⸗ kommen laben. 3 Der Slaubensgrund, auf dem wir stehen, ilt Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir fehen, ist Chriltus, unser höchstes Gut; sein Nlort die Regel, die wir kennen, nicht dieser oder jener Ort; das ilts, was wir mit einem Klort die heilige Gemeinde nennen. 4 Der Vater liebt und herzt die Kinder und schenkt den Seist, der Abba schreit; des Sohnes Treue schmücht die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; der heilge Geilt tritt mit dem Ole des Frie⸗ dens und der Freude zu, das Berze schmecket Gottes Ruh, die Kraft durchdringet Leib und Seele. 5 Die Eines Rerren Leib gegessen, die stehen auch für einen Mann; macht sich der Feind an eins vermessen, lobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Fühen und siegen in des Rerren mülten sie wollen von der Brüderschaft der Reilgen nicht das Kleinste missen. 6 Sie wallen mit vereinten Rerzen durche Trünental ins Vater⸗ land, versühen lich die bittren Schmerzen, eins reicht dem andern seine Rand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit Rerz und Auge, Rand und Fuß bis zu dem völligen Genuß des grohen Guts: lch, ich in ihnen! Jer. 23,29 Ludwig Konrad Allendorf, 1693-1773 No zwei oder drei verlammelt lind in meinem Na⸗ men, da bin ich mitten unter ihnen. Matth. 18,20 127 Die Kkirche und die Snadenmittel Köthen 1733 ů2—.—*——— ⁰———....... 1 1 Laü ilt Kö⸗nig, vIm-ma-nu- el sie⸗get: Zi-on hin- ge-gen, sei in- nig ver⸗gnü-get; ED— — bet, ihr fein-de, und ge-bet die flucht. be dein her-ze mit himm-li-scher Frucht; ̃—— — es wi⸗ges Le-ben, un⸗end-li- chen Frie⸗den, 12— 2 — * RN HAU ——— Freu⸗de die Fül⸗le hat er uns be-schle-den. 2 Stärket die Bände, ermuntert die Berzen, trauet mit Freuden dem ewigen Gott; Jesus, die Liebe, verlühet die jchmerzen, reihet aus Anglten, aus Jammer und Not; ewig muh unsere Seele ge⸗ nesen in dem holdseligsten, lieblichen Nlesen. 3 Balte, o Seele, im Leiden fein stille, schlage die Rute des Vaters nicht aus; bitte und schöpfe aus göttlicher Fülle Krüfte, zu siegen im Kampfe und Strauß; Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen: Jesus, der treue, bleibt ewig dir stehen. 4 Zion, wie lange haft du nun geweinet? Ruf und erhebe deln sinkendes Raupt! Siehe, die Sonne der Freuden erscheinet tausend⸗ mal heller, als du es geglaubt. Jesus, der lebet; die Liebe regieret, die zu den Quellen des Lebens dich führet. 128 ittel Kirche und HNlission 107⁷ 5 Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus, der bittet: Kommt alle zu mir! Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle fliehen die Ströme des Lebens allhier. Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket; hier ilt Erlösung für alles, was drücket. 6 Streitet nur unverzagt, seht auf die Krone, die euch der König des Rimmels anbeut; selber Jehova wird Siegern zum Lohne: wahrlich, dies Kleinod verlohnt sich den Streit; treitet nur un⸗ verzagt, seht auf die Krone, selber Jehova wird Siegern zum Lohne. 7 Droben am Stuhle des Lamms wird man sehen eine gewaltige, siegende Schar leine unendliche Roheit erhöhen; alles, WBas Odem hat, ruft: Er ilts gar! Sehet, wie Kronen und Throne hinfallen; höret, wie donnernde Stimmen erlchallen: 8 Reichtum, Kraft, Kleisheit, Preis, Stärke, Lob, Ehre Gott und dem Lamm und dem heiligen Geist! Alenn ich da stünde, o wenn ich da würe! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln, zerreißt! Amen, die Liebe wird waͤhrlich erhören. Alles, was in mir ist, lobe den Rerren! Offb. 5, 12 Ludwig Konrad Allendorf, 1693-1773 Uleile: Alles ilt an Gottes Segen II Frankfurt a. Nl. 1738 2 —.— 8— 1e lu, 96— bist al=lei=ne Haupt und — ů——— Kö⸗ nig der Gemei-ne, seg=ne mich, dein ar-mes Glied; —— .P..— wolllt mir neu⸗en Sin-fluß ge-ben dei-nes Sei⸗stes, 2 4——— =.....—————————— —— ö—— dir zu le⸗ben; stür⸗ke mich durch dei-ne Güt. 12 108 Die Kkirche und die Gnadenmittel 2 Ich, dein Lebensgeift durchdringe, Snade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier Zzerstreuet wohnen Unter allen Nationen, die du kennest überall. 3 O wie lieb ich, Rerr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen, o wie köstlich lind sie mir! Duweiht, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4ch umfasse, die dir dienen; ich vereinge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen; stürke sie in deinen Klegen, leite sie in deinem Licht. 5 Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben ihre Seel in deine Rand; laß lie dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, lauterlich in dich gewandt. 6 Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Rerzenwerden; mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, lanft, einfältig, wie dein Nille, und wie du lie gern willlt lehn. 7 Sonderlich gedenke deren, die es, Rerr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein Rerz will ich sie legen, gib du jedem solchen Segen, wie es not; du kennst sie wohl. 8 Ach, du halt uns teur erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir lind dein! Ralt uns fest, so lang wir leben und in diefer lüste schweben; lah uns nimmermehr allein. 9 Bis wir einst mit allen Frommen dort hei dir zusammenkommen und, von allen Flecken rein, da vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir Zu lein. Sph. 1, 22 ff. Gerhard Terlteegen, w1697-1769 108 Uleise: O du Liebe meiner Liebe Il Brüdergemeine, um 17⁴⁰ 2—— 1 Herz und Rerz ver⸗eint zu⸗fam-men sucht in Got⸗tes Laf⸗fet eu⸗re Lie⸗bes⸗flammen lo⸗ dern auf den 13⁰ Kirche und Nlislion — U.— 7 EE einen, Rui 2 land 28.0 Er das Haupt, wir sei- ne Glie⸗der, und—. ke sie er das licht und wir der Schein, er der Mei⸗ster, +— + +— geben SDS.‚‚—— 5 wir die Brü⸗ der, er üilt un⸗ler, wir lind sein. erden, 2 Kommt, ach kommt, ihr Snadenkinder, und erneuert euern sankt, Bund, schwöret unserm Uberwinder Lieb und Treu aus Rerzens⸗ grund; und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stürke fehlt, o so flehet um die Uette, bis sie Jesus wieder stühlt. 3 Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet, so vergoh er dort sein Blut; denkt doch, wie rben; es ihn betrübet, wenn ihr euch selbit Eintrag tut. und 4 Rallelujah, welche Röhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Rerze sehen, der uns so geliebet hat; daß der Vater aller nmen Geister, der der Nunder Abgrund ist, dah du, unsichtharer llleilter, „ uns uns so fühlbar nahe bist. 5 Ich du holder Freund, vereine deine dir geweihte Schar, dahß 1769 sie es so herzlich meine, wies dein lethter Uille war. Ja verbinde in der Nlahrheit, der du selbst die Qahreheit bist, alles, was von deiner Klarheit in der Tat erleuchtet ilt. 6 Liebe, halt du es geboten, dah man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trügen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebes⸗ flamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von einem 17⁴⁰ Stamme, stehen auch für einen Mann. ö 7 Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis ů0— schon hier auf dieler Erden kein getrenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein: allo tes wird die Uelt erkennen, dah wir deine Jünger lein. den Joh. 17,20-23. 13, 34ff. N. L. Graf von Zinzendorf, 1700-1760 13¹ Die Kirche und die Snadenmittel Ileile: Srrett mich, o mein lieber Rerre Lyon 1547 E22—.—.——.. 10 dagh doch bald dein Feu-er brenn-te, du —— 5 2 + 3———— un-aussprechlich Lie-ben-der, und bald die gan-2 ◻2. 555 BIIIII T SSEEEEEEEE * +** Klelt er-kenn-te, daß du bilt Kö-nig, Gott und Berr. 2 2Zwar brannt es schon in heller Flamme jeßzt hier, jetzt dort, in Olt und Klelt dir, dem für uns erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst- und Freudenfest, 3 und noch entzünden Bimmelsfunken so manches kalte, tote Rerz und machen Durstge freudetrunken und heilen Sünd und Röllen⸗ schmerz. 4 Verzehre Stolz und Eigenliebe und sondre ab, was unrein ist, und mehre jener Flamme Triebe, die nur auf dich gerichtet ilt. 5 Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar und mach in deinem Gnadenscheine dein Beil noch jedem offenbar. 6 Du unerschöpfter Quell des Lebens, allmüchtig starker Gottes⸗ hauch, dein Feuermeer ström nicht vergebens, ach zünd in unsern Berzen auch. 7 Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue deinen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters ganzes Baus. 8 Beleb,erleucht, erwärm, entflamme doch bald die ganze weite Klelt undzeig dichjedemVölkerstamme alsReiland, Friedefürst undReld. 9Dann tönen dir von Millionen der Liebe Jubelharmonien, und alle, die auf Erden wohnen, knien vor den Thron des Lammes hin. Luk. 12,47 Georg Ffriedrich Fickert, 1758-1815 132 ittel 15⁴⁷ ort, in errlich eRerz zöllen⸗ en ist, tet ist. Schar nhar. ottes⸗ insern einen heines Nlelt Neld. und à hin. 181⁵ Kirche und Ililsion 110 110 Ileile: Jesus, meine Zuversicht Berlin 1653 IIAE SS 1 Si ⸗ ne her ⸗ de und ein hirt!&lie wird wenn sein Tag er-schei- nen wird? freu⸗e 1 —3— 3.——— ů ů 3 23 2 dann dir sein, o Er ⸗ de,. dich, du klei ne her⸗ de. mach dich auf und ———EII—3 d Der⸗de licht. Je⸗ sus hält, was er ver⸗-spricht. 2 Rüter, ilt der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den leiden, und die Rerrlichkeit des Rerrn nahet dämmernd sich den Reiden, blinde Pilger flehn um licht. Jesus hält, was er verspricht. 3 3 o komm, getreuer Firt, daß die Nacht zum Tage werde. ch wie manches Schüflein irrt fern von dir und deiner Rerde. Kleine Rerde, zage nicht. Jesus hült, was er verlpricht. 4 Sieh, das Reer der Nebel flieht vor des Horgenrotes Relle, und der Sohn der Nlüste kniet dürstend an der Lebensquelle, ihn um⸗ leuchtet Morgenlicht. Jesus hält, was er verspricht. 5 Grüber harren aufgetan: rauscht, verdorrete Sebeine, macht dem Bundesengel Bahn; groher Tag des Rerrn, erscheine. Jesus ruft: Es werde Llicht! Jesus hült, was er verspricht. 6 O des Tags der fierrlichkeit! Jesus Chriltus, du die Sonne und auf Erden weit und breit Licht und Aahrheit, Fried und Nonne! llach dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Joh. 10, 16. Jes. 21,11 friedrich Adolf Krummacher, 1767-1845 133 111.112 Die Kirche und die Snadenmittel 111 Auch n. d. Kleise: Nun komm, der Reiden Reiland Wr Triumphiere, 55 Stadt Rulle 1704 . Mlal⸗- te, wal⸗te nah und fern, all=ge⸗ 2— +—— SSSISI—— wal⸗ tig Cott des Rerrn, wo nur sei⸗ ner 3—3—3—8—————— ů—— ——.— Allmacht Ruf len⸗ schen für den im= mel schüf. 2 Tlort vom Vater, der die AUlelt schuf und in Armen hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat; 3 Qort von des Erlösers Buld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Todes Tat ewig weggenommen hat; 4 krüftig Klort von Gottes Geilt, der den Kleg zum Bimmel weilt und durch seine heilge Kraft Alollen und Vollbringen schafft; 5 Nort des Lebens, stark und rein, alle Völker harren dein: walte fort, bis aus der Nacht alle Aelt zum Tag erwacht. 6 Ruf Zzur Ernt in alle Alelt! Aeithin wogt das reife Feld; klein ilt noch der Schnitter Zahl, diel der Sarben überall. 7 Rerr der Ernte, groß und gut, weck zum Ilerke Lust und Mut, laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl. Matth. 9, 37ff. Jonathan Friedrich Bahnmaier, 1774-1841 Uleise: Valet will ich dir geben Leipzig 1615 öDSDSDSDSDSDSDSE.... —I——— 1 Bet du zum Heil er-schie-nen der al-ler-ärm⸗sten und von den Che⸗ru- bi-nen zu Sün⸗dern dich ge⸗ Kirche und Iilisfion 6 RR Alelt fellt. den sie mit fre⸗chem Stol⸗ze verhöhnt für sei⸗ne 4 * 2—..— —.— 5, f, ve, Kr. I Buld, als du am dürren Rol-ze ver⸗öhntest ih⸗re Schuld: 2 Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Raus; von Nesten und don Süden, von ulorgen ohne Zahl sind Gtlte nun beschieden Zzu deinem Abendmahl. 3 Im schönen Rochzeitskleide von allen Flecken rein führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und welchen nichts ver⸗ kündigt, kein Reil verheihen war, die bringen nun entlündigt dir Preis und Ehre dar. 4 Drum kann nicht Friede werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Fühen liegt, bis du im neuen Leben die ausgesöhnte Alelt dem, der sie dir gegeben, vors Angelicht gestellt. 5 Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht stehn in der Nacht und dürsten nach deinem Angesicht; auch sie halt du ge⸗ graben in deinen Priesterschild, am Brunnquell sie zu laben, der dir vom Rerzen quillt. 6 So sprich dein göttlich Alerde, laß deinen Odem wehn, daß auf der finltern Erde die Toten auferstehn; daß, wo man Göhen fröhnet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk verlöhnet zu deinem Tempel zieht. 7&lir rufen, du willst hören, wir fassen, was du sprichst; dein UMlort muß lich bewähren, womit du Felseln brichlt. Nlie viele lind zerbrochen! lie viele sinds noch nicht! O du, ders uns ver⸗ sprochen, werd aller Reiden Licht! Ez. 37 Albert Knapp, 17981864 135 113 Die Kirche und die Gnadenmittel 15 Uleise: Qachet auf, ruft uns die Stimme Franhfurt a. M. 15900 v, 2 —..— 5 2 15 —5 S— „ Si⸗ner ilts, an dem wir han-gen, der un⸗fre Lei-ber, un⸗fre Rer ⸗-zen ge⸗ — +. für uns in den Tod ge ⸗ gan⸗gen und uns er⸗ hö⸗ren dir, o lllann der Schmerzen, in dei⸗ ner F. ů 8— ——— hauft mit lei 15 auft mit sei ⸗ nem Blut; e Lie-be ruht sichs gut. Nimm uns zum Si⸗gen⸗ 2*— XV* + ——— IA tum, be⸗rei⸗ te dir zum Ruhm deis ne Kin⸗der. Ver⸗ ö‚ f5 ĩ————..* ———— 2—5— 6 8 I. birg uns nicht das Gnadenlicht von deinem heilgen An⸗ge⸗sicht. 2Nicht wir haben dich erwühlet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewogen Gnadenrat; unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Klerke tüchtig, der nicht von dir die Stürke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ift Gewinn für den Rimmel; wer in sich schwach, folgt, Rerr, dir nach und trügt mit Shren deine Schmach. 136 Kirche und Ialission 113 3 O Rerr Jesu, Ehrenkönig, die Ernt ist groh, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Sülte einzuladen zum ulahl in deines Vaters Raus. Nlohl dem, den deine Nahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da wührt die Freud heut, geltern und in Swigkeit. ö 4 Schau auf deine UMillionen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Fimmelreiche fern. Seit Jahrtausenden ilt ihnen kein Svangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern. Glanz der Gerechtigkeit, geh auf, denn es ilt Zeit! Komm, dn Jesu, zieh uns voran und mach uns Bahn, gib deine Türen aufgetan. 5 Deine Liebe, deine Nunden, die uns ein eoges Reil erfunden, dein treues Rerz, das für uns fleht, wollen wir den Seelen preisen und auf dein Kreuz so lange weisen, bis es durch ihre Rerzen geht. Denn kräftig ist dein Uort, es richtet und durchbohrt Geist und Para dein Joch ist süß, dein Geilt gewiß, und offen steht dein aradies. 6 Reiland, deine gröhten Dinge beginnest du still und geringe. Ulas sind wir Armen, Rerr, vor dir! Aber du wirlt für uns streiten und uns mit deinen Rugen leiten, auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn, arm und klein, wüchst endlich ohne Schein doch zum Baume, weil du, Rerr Christ, sein Rüter bist, dem es von Gott vertrauet ist. Matth. 9, 37ff. Albert Knapp, 17981864 11⁴4 UVeise: Machet auf, ruft uns die Stimme Frankfurt a. NI. 1590 —3—— * U Zieht in Frie⸗-den eu ⸗ re Pfa- de. Mit Ulenn euch Jes su Rän-de schir-men, gehte Warn des gro⸗hen Got⸗tes Ena-de und sei⸗ ner un⸗-ter Son-nenschein und Stürmen ge⸗ trost und ——.—. ——.—.— 2 il⸗ 190 dei Iag nn Nacht Lebt wohl, lebt wohl im 4 * 2—„—— I 2—— — E —.—— —..—.5 —2.— Herrn. Er sei euch nim-mer fern spüt und frü⸗he. Ver⸗ gehtuns nicht in leinem Licht, und wenn ihr sucht sein An⸗ge⸗ aicht Tob. 5,23 Gustad Knak, 1806-1878 Die Cnade unlers Herrn Jelu Chrilti lei mit euch allen. Phil. 4,22 138 Die Kirche und die Gnadenmittel ö ittel gonntag und Gottesdienst 115 Sonntag und Cottesdienlt 1I5 Uleile: Es ist das Heil uns kommen her Vorref. Klittenberg 1524 4 N— ldew NMen-schen sind zu dem, o Sott, was dein Cle⸗ sen, Klil-le und Ge-bot ilt 4. F. 1 I I + —— 8—..— geist⸗lich ift, un ⸗ tüch ⸗ tig; diel zu hoch und wich ⸗ tig, 8 2—— WVWD SSIIPIIPIPIITITITITITTITITtTT.T..I.T.T....T **——.—— wis⸗sens und ver-ste-hens nicht, wo uns dein gött⸗lich ,e 1 +—— ——— Nort und Licht den Aeg zu dir nicht wei ⸗ let. 2 Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, dah durch dielelben würd bekannt dein Hill und deine Rechte. Zum letzten ilt dein einger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns Zzu lehren. 3 Für lolches Reil sei, Rerr, gepreist; laß uns dabei verbleiben und gib uns deinen heilgen Geist, dah wir dem Klorte gläuben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 4 Rilf, daß der losen Spötter Rauf uns nicht vom Nlort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, dah deine Lehre in uns haft und reichlich bei uns wohne. 13 116 Die Kirche und die Gnadenmittel Sonnte 5 Offn uns die Ohren und das Rerz, daß wir das Nort recht falsen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der cht nicht lalsen; dat wir nicht Rörer nur allein des Clortes, sondern Täter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6 Em Kleg der Same wird lofort vom Teufel hingenommen; in 2Tu Fels und Steinen kann das Nort die Aurzel nicht bekommen; fein, d der Same, so in Dornen fällt, von Sorg und QWlollult dieser Aelt werd verdirbet und ersticket. 3 bie 7 Ach hilf, Rerr, daß wir werden gleich dem guten, fruchtbarn und se Lande und sein an guten Uerken reich in unserm Amt und Stande, 4 eh/ viel Früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Ruld Fhrot in feinem, gutem Rerzen. 8 Lah uns, so lang wir leben hier, den Kleg der Sünder meiden; Jel. o gib, dah wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden; rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Neltsorg überall und böle Lülte dümpfen.. Dein Nort, o Rerr, laß allweg sein die Leuchte unsern Fühen; Vleil erhalt es bei uns klar und rein, hilf, daß wir draus geniehen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tos beständig darauf trauen. 10 Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Nort sich weit ausbreiten! Rilf, Jesu, datz uns deine Lehr erleuchten mög und leiten! Oheilger Geilt, dein göttlich Aort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Roffnung! Matth. 13,3 ff. Ps. 19, 105 David Denicke, 1603-1680 W1 Eigene Neise Görlitz 1648 .—— r Fo—8 .—Iĩ‚I‚‚IIII—— 2 1hierr Je-su Christ, dich zu uns wend, deinn heil-gen— —.—— 4 2½h e ů— ů 3 SI‚———e Geilt du zu uns send,; mit Bilf und Gnad er 6⁰ 14⁰ IIII Sonntag und Gottesdienst 4* E— 2.—..—— 2 uns re⸗ gier und uns den Ueg zur Aahrheit führ. 2 Tu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Rerz Zzur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verltand, dah uns dein Nam werd wohlbekannt; 3 bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ilt Gott der Rerr! und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4 Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Swigkeit. Jes. 6 Zltenburg 1648 117 Uleise: erschienen ilt der herrlich ag Nikolaus Rerman, 1560 2+— . müüi. —— 12 ů + — 1 Gott Lob, der Sonn⸗tag kommt her-bei, die Glo⸗che ————— 1— ö=— 2— 12 V — wird nun wie- der neu. Beut hat mein Gott das licht ge⸗ + 2—————— 17——— ——1——— Q9 —— * macht, mein Reil hat mir das Le⸗ben bracht. Ral⸗le ⸗ lu⸗jah. 2 Das ilt der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstanden ilt und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trolt, Leben, Reil und Seligkeit. Ballelujah. 3 Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott verlöhnet lind, dah nun ein Christ heiht Gottes Kind. Rallelujah. 14¹ 16. 117 4 Hllein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Bimmels⸗ ehrenpfort; lah mich hier leben heiliglich und dir lobsingen ewig⸗ lich. Ballelujah. Die Kirche und die Snadenmittel 1. Nlose 1,3 Johann Olearius, 1611684 Qeise: Rerr Jesu Christ, dich zꝛu uns wend Görlitz 1648 —— ů—.—— *——— 1Herr, öff-ne mir die Ber⸗zens tür, zieh ———. e,n, d,, ni. mein Rerꝛ durch dein Nort zu dir, lah mich dein Nlort be⸗ — ————.—— wah⸗ren rein, lah mich dein Kind und Er⸗be sein. 2 Dein Nlort bewegt des Rerzens Grund, dein Nlort macht Leib und Seel gesund, dein Klort ists, das mein Rerz erfreut, dein Hort gibt Trolt und Seligkeit. 3 Shr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Swigkeit. PI. 11, 50 Johann Olearius, 16111684 Sigene Nleise Johann Rudolf Khle, 1664 . —— .—.R8— 16⁴48 Sonntag und Sottesdienst 120 4.. 2— + I + + 2— 22—— Rümmelee— dah die Rer⸗zen von der 2——— 2—.—— .—— Er-den ganz zu dir ge-zů-gen wer- den. 2 Unser Nissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Rand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten mußt du selbit in uns verrichten. 3 O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Rerzen, Hund und Ohren; unser Bitten, Flehn und Singen lah, Berr Jesu, wohl gelingen. 1. Sam. 3,7f. Tobias Clausnitzer, 1618-1684 12⁰0 Ileise: Liebster Jesu, wir sind hier ů Johann Rudolf Khle, 1664 — A———— Uigane un aer seg=ne, Sott, un⸗sern Sin⸗ seg ne un ⸗ser täg- lich brot, seg ne un⸗ +— ——— 2 d gang glei⸗cher ma-hen, ser Tun und Las⸗-sen. — 4 4 — e Lare, d A=.— D——..— EE Ster ben und mach uns zu Bim-mels- er-ben. Ps. 121,8 Rartmann Schenck, 1634-1681 143 —.— * Seg⸗-ne uns mit sel⸗gem 12¹ Die Kirche und die GSnadenmittel 121 Uleise: Gott des Bimmels und der Erden Heinrich Albert, 1642 2 . 22 ——.— . —8— ö S ů— 1 Sro⸗her Gott von al⸗ten Zei⸗ten, del⸗sen Rand die 2 des⸗sen Treu auf al⸗len Sei-ten mich von Ju⸗ gend SIIIEEEEEEEEE lt re⸗giert, rn, Delht; heu⸗te wecht des Ta= ges 2 ö —* +* I + —++ I——— *——.... Lauf mich zu lau ⸗ ter An⸗ dacht auf. 2 Ich wie lieb ich diese Stunden, denn sie lind des Rerren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Sott mich ruhen lüßt und durch seinen guten Geist mir den Keg zum Leben weilt. 3 Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zZum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der ensch an Gott gedenkt und von Rerzen bet't und lingt, daß es durch die Llolken dringt. 4 Klas ist schöner als Gott dienen?&as ist süher als lein Nlort, da mir sammeln wie die Bienen und den Ronig tragen fort; Selig ilt, wer Tag und Nacht allos nach dem Bimmel tracht't. 5 O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir lind dein Eigen⸗ tum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Rimmel sehn. PI. 119, 103 Kaspar Neumann, 1648-1715 1⁴⁴ ö Sonntag und Sottesdienst 122 122 Uleise: Unser Rerrscher, unser König Bremen 1680 6⁴²———.— een e.———— 1—.— x 1 100 mir auf die schö⸗ne Pforte, führt in ach wie wird an die⸗sem Or⸗te mei ⸗-ne end SSIS IFE EE— 11—— FIIIIIIIII. Got- tes Raus mich ein; ö See ⸗le ftöh=lich feinl Rier ilt Got ⸗tes + + An ⸗ ge⸗sicht, hier ilt lau⸗ ter Trost und Licht. 2lch bin, Rerr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir; wo du Gohnung haft genommen, da ift lauter RBimmel hier. Zieh doch in mein Berz hinein, laß es deinen Tempel lein. 3 Laß in Furcht mich vor dich treten, heilige du Leib und Geist, st, dah mein Singen und mein Beten ein gefüllig Opfer hoiht. Reilige iht du Uund und Ohr, zieh das BRerze ganz empor. 4Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn auf mich fällt, gib mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgeltellt, 1 prüge meinem Berzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. ü 5 Stürk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod . mir nimmer aus dem Rerzen rauben, halte mir dein Qort stets für, t, dah es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Rerzen grünt. ig 6 Rede, Rerr, so will ich hören, und dein Nille werd erfüllt; nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; peise mich mit Bimmelsbrot, tröste mich in aller Not. 7 Offne mir die grünen Ruen, dah dein Lamm sich weiden kann; lalse mir dein anna tauen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammertal, Rerr, zu deinem Shrensaal. 5 Matth. 13,3ff. Benjamin Schmolck, 167217³7 14⁵ 123 Die Kirche und die Snadenmittel 185 Vleise: QUunderbarer König Bremen 1680 2 + ů SSISSSIEE ES 2—— 101 ist ge⸗gen⸗wär-tig. Laf-set uns an⸗ Sott ist in der lllit-ten. Al-les in uns I.—— F—— 1 + 4—1. 4 *—.—.„ 135 2—— be⸗ten und in Ehrfurcht vor ihn Lnn r Uler ihn schweige und sich in⸗nigst vor ihm beu⸗ge. 2 + 4 2. 2— + +—— . kennt, wer ihn nennt, schlag die Ru ⸗ gen 2 S—— 5—— I 22——— 1 nie⸗ der; hommt, er ⸗ gebt euch wie-der. 2 Gott ilt gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht ge⸗ bücket dienen. Beilig, heilig, heilig! singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Berr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 3 Klir entsagen willig allen Sitelkeiten, aller Erdenluft und Freuden, da liegt unser Xlille, Seele, Leib und Leben dir zum Sigentum ergeben. Du allein sollst es sein, unser Gott und Rerre, dir gebührt die Ehre. 4 Hajeltütisch Klesen, möcht ich recht dich preisen und im Geilt dir Dienst erweisen! Nlöcht ich wie die Engel immer vor dir tehen und dich gegenwürtig sehen Lah mich dir für und für trachten Zzu gefallen, liebster Gott, in allem. 5 Luft, die alles füllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben, Nleer ohn Grund und Ende, lunder aller Kunder: ich senk mnich in dich hinunter. ch in dir, du in mir, lah mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden. 24⁰ Sonn 6 Di mein der d falseir Sonntag und Sottesdienft 12⁴4 6 Du durchdringere alles; laß dein schönstes Lichte, Rerr, berühren mein Gesichte. AUlie die zarten Blumen willig lich entfalten und der Sonne stille halten: laß mich so still und froh deine Strahlen fallen und dich wirken lassen. 7 ache mich einfültig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden; mach mich reines Rerzens, daß ich deine Klarheit schauen mag in Geilt und AMlahrheit; laß mein Rerz überwürts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. 8 Berr, komm in mir wohnen, laß mein Rerz auf Erden dir ein Heiligtum noch werden; komm, du nahes CIlesen, dich in mir verkläre, daß ich dich ltets lieb und ehre. Ilo ich geh, sitz und steh, lah mich dich erblichen und vor dir mich bücken. Jes. 6 Gerhard Tersteegen, 1697-1769 124 Auch nach der Nleise: O du Liebe meiner Liebe Aleife: O Durchbrecher aller Bande Ralle 1704 2 2—— 355 Nert, dein Klort, die ed-—le GSa⸗be, die⸗ sen 1 en ich zieh es al-ler ha⸗- be und dem 2 I* + + ———— Schatz er-hal te sin. größ= ten Reichtum flir. Alenn dein Clort nicht mehr soll n di dentrtr wererrrr 2—— gel⸗ten, wo⸗rauf soll der Glaube ruhn Mit ilts nicht um en n ISD—.— ————— tau⸗send NUel⸗ten, a- ber um dein Tlort zu tun. 14⁷7 125 Die Kirche und die Gnadenmittel 2 Halielujah, Ja und Amen! Herr, du wollest auf mich sehn, dah ich mög in deinem Namen fest bei deinem Norte stehn. Lah mich eifrig lein beflislen, dir zZu dienen früh und spat, und zugleich zu deinen Fühen sitzen, wie Maria tat. Christian Gregor, 1723-1801, Ps. 117,. 72 und Nik. L. Graf d. Zinzendorf, w1700⁷qο Uleise: Unser HRerrscher, unser König Bremen 1680 . 5 + 1 + + XV— N + + + . 1 x Ral„le ⸗lu- jah, schö⸗ner Ulor-gen, schö- ner, =te fühl ich kei⸗ ne Sor-gen, denn das rar. e de, ne, eene, e,e ——— — * * als man den-en mag! 12 ift ein lie⸗-ber 959.3 — DDI —.— —— —— 1 Lieb⸗-lich-keit recht das in=ner-ste er-freut. 2 Süher Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunklen Höhlen, Zeit, in der der Segen klieht, Stunde voller Ewigkeit, du dertreibit mir alles Leid. 3 Fch, wie schmeck ich Gottes Güte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Ru. Da hat wohl die Uorgenltund edlen Schatz und Gold im Mund. 4 ꝑuht nur, meine Ueltgeschäfte, heute hab ich sonst zu tun, denn ich brauche alle Kräͤfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. Beut schicht keine Arbeit sich als nur Gottes Uerk für mich. 5 lch will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schäützen ein, wenn mein Jesus meinen Geilt mit dem Nort des Lebens speist. 148 * 12 6 Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren und, mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier bet't und Jingt, lolches in dein Rerze dringt. 7 Gib, daß ich den Tag beschliehe, wie er angefangen ilt; segne, pflanze und begieße, der du Rerr des Sabbats bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbat halten mag. Pl. 23 Jonathan Krause, 1701-1762 12⁰ Tleile: Schmücke dich, o liebe Seele E b 1 —.—.— Zei-ge dich uns oh- ne Bül⸗-le, ström auf 1 dah an die-⸗sem Got-tes-ta⸗- ge un sser Sonntag und Sottesdienst Johann Crüger, 164 IIIXI I ́LE E—2———+.— ———. 4 + 1U— 1 —— ů I....e — SS— uns der Gna-de Fül⸗le, Herz der Klelt ent=sa 28,3 dah durch dich, der UIII TTTTTT— 0——— 2 starb, vom Bö⸗-sen uns Ge ⸗ fall-ne au er⸗ 4* 2 AIR— 4 ů— Neb———— *———— — lö-sen, deine glau⸗ben-de Ge ⸗ mei ⸗ ne — ů——.— ——— — mit dem Va⸗ ter sich ver ⸗ ei ⸗ ne. 14⁹ 127 Die Kirche und die Gnadenmittel 20O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Lalten würden unsre Seelen, unser Uille sanft wie diese Sabbatstille! Daß von fern aus deinen Röhen wir des Lichtes Rufgang sähen, das die Selgen dann verkläret, wenn der Sabbat ewig wühret! 3 Ulas ich strahlen seh am Throne, ist es nicht der Sieger Krone! Ulas von dort herab ich höre, sinds nicht Uberwinderchöre? Feiernd tragen sie die Palmen, ihr Triumph erschallt in Pflalmen. Berr, du felber wolllt mich weihen diesem Sabbat deiner Treuen. 4 Decke meiner Blöhe Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Ullahls ich froh es wage, dort Zzu wandeln, wo voll Gnaden deine Schar du eingeladen, wo nicht mehr die Streiter ringen, wo sie Siegeslieder singen. Offb. 7,13 ff. Friedrich Gottlieb Klopstock, w17241803 127 Ueise: Alle Menschen müssen sterben II Jakob Bintze, 1678 —— — W— IHI——— ᷓ 1 x Das ist ei⸗- ne sel⸗ ge Stun-de, Je⸗su, da man und das herz von Ber-zensgrun-de tief in dei-ne 0— IIT —.— ů2. + E meoren Uahrlich, nichts als Je-sum ken- nen, —4 ** + + Je⸗ sum su⸗chen, fin-den, nen-nen, das er-fül-let ————.— 1H E un⸗sre Zeit mit der höch-lten 8e-lig-keit. 12 2 Jelu, deine Gnadenquelle flieht so gern ins Rerz hinein, deine Sonne scheinet helle, denn du willst genossen sein; und bei aller Segensfülle ist dein Uunsch und ernster Klille, daß man, weil dein Brünnlein voll, unaufhörlich schöpfen soll. Sonntag und Gattesdienst 3 Nun so laß auch diese Stunde dein Gedüchtnis in uns sein; in dem Nerzen, in dem lunde leb und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen, wie NMaria still geleslen, da lie deinen Mund gehört, also mach uns eingekehrt. Pl. 65, 10 Ernst Sottlieb Uoltersdork, 1725-1761 128 Uleile: Ringe recht, wenn Gottes Gnade Brüdergemeine, um 1749 —————— — e 8 25—— 1 Zi⸗- ons Stil=-le soll sich brei-ten um mein 7 11 *.————— ———— +.—— Sor-gen, mei ⸗ne bein; denn die Stim⸗men Hi + 1155——— ů .DSꝗDPSSDDID Got-tes läu⸗ten Frie- den, ern-gen Frie- den ein. 2 Ebnen soll sich jede Klelle, denn mein König will lich nahn; nur an einer stillen Stelle legt Gott leinen Anker an. 3 Clas gewesen, werde stille; stille, was dereinst wird lein. All mein NMunsch und all mein lille gehn in Gottes Qlllen ein. Pl. 65, 2 Rudolf Kögel, w1829896 Durch Stillelein und Hoffen werdet ihr tark lein. Jel. 30,15 1⁵¹ Taute und Konkirmation 129 leile: Nas mein Gott will, das gicheh Paris is 3ʒ geistl. rfurt 1572 2— E + +* S— 1 Sei Gott ge⸗treu, halt sei- nen Bund, o Nensch in Leg die⸗sen Stein zum er⸗sten Grund, bleib ihm al⸗ — ů— 1—9— I— 12 SSI 8 dei⸗ nem Le ⸗ ben kein er s de Pen. Denk an den Kauf in dei⸗ 9————A 2 RSIDIRIRIRTRRERIRIRIRTRRREE —.—— ner Tauf, da er sich dir ver⸗schrieben bei leinem Eid, in *——— 1222— 72. .——— ——— + E-wig⸗-keit als Va-ter dich zu lie=⸗ ben. 2 Sei Gott getreu von Jugend auf, laß dich kein Lult noch Leiden in deinem ganzen Lebenslauf von seiner Liebe scheiden. Sein alte Treu wird täglich neu, auf sein Klort kannst du bauen. Nas er verspricht, das bricht er nicht, drauf sollst du kühnlich trauen. 3 Sei Sott getreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet. Alenn Iüs er dich hült mit seiner Rand, wer ist, der dich verletzet? AUer seine Gnad zur Breustwehr hat, kein Teufel kann ihm schaden; wo diese Ulehr steht um dich her, da ist dir wohl geraten. 4 Sei Sott getreu, sein liebes Klort standhaftig zu bekennen; steh felt darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen. Xlas diele lelt in Armen hült, muh alles noch vergehen; sein liebes CNlort bleibt immerfort ohn alles Uanken stehen. 15² Die Kirche und die Snadenmittel nittel Taufe und Konfirmation 130 5 Sei Gott getreu, der immer lich läßt treu und gnüdig finden. Streit unter ihm nur ritterlich, laß über dich den Sünden ja wider Pflicht den Zügel nicht. QUür je ein Fall geschehen, so sei bereit, durch Buß bei Zeit nur wieder aufzustehen. 6 Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden. Er wird und kann in aller Not dir treuen Beistand senden. Und küm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich Zzu, so glaube du, du bleibest undezwungen. 7 Clirst du Gott allo bleiben treu, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnadenlohn im Bimmel dir aufsetzen. Da wirst du dich dann ewiglich in seiner Treu ergötzen. Offb. 2, 10 Michael Franck, 1609667 130 Uleise: Liebster Jesu, wir lind hier Johann Rudolf Khle, 1664 2 4.————— 4 2— E.— + 1 Lieb⸗-ter Je-su, wir sind hier, dei-nem Nor— die⸗ses Kind-lein kommt zu dir, weil du den 4— 2 I.—— 2—535— ͤ—— Aases te nach⸗zu ⸗ le-ben: Befehl ge⸗ 99 beu. 5 daß man sie zu dir hin⸗ + 1 1 2 — +——— 0 2 * füh⸗re, denn das Bim-mel-reich ilt ih s re. 2 Ja, es schallet allermeist dieses Uort in unsern Ohren: wer durch Alasser und durch Geist nicht zuvor ist neugeboren, wird don dir nicht aufgenommen und in Sottes Reich nicht kommen. 153 131 Die Kirche und die Snadenmittel 3 Darum eilen wir zu dir: nimm das Pfand von unsern Armen; tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, dah es dein Kind hier auf Erden und im Rimmel möge werden. 4 Rirte, nimm dein Schäflein an, Raupt, mach es zu deinem Gliede Rimmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürlt, sei du lein Friede, Kleinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe. 5 Nun wir legen an dein Rerz, was von Rerzen sst gegangen; führ die Seufzer himmelwürts und erfülle das Verlangen; ja den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. IAlc. 10, 14 Benjamin Schmolck, 1672—1737 11 Uesse: O daß sch tausend Zungen hätte Frankfurt a. Il. 1738 1 10 bin ge⸗ tauft auf dei⸗ nen Na- men, Sott ich bin ge⸗zühlt zu dei- nem Sa- men, Zzum —„ Va⸗ ter, Sohn und heil⸗ger Seist; Volk, das dir ge-hei⸗ligt Heht⸗1 ich bin in — +— + ————— Chri⸗tum ein ⸗-ge⸗senkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2 Du halt zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklürt. Du halt die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Reiland, mir gewährt. Du willlt in aller Not und Pein, o guter Geilt, mein Tröster sein. 3 Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugelagt; ich hab, o Herr, aus reinem Triebe dein Sigentum zu 4010 den u. hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden erken ab. 15⁴4 1 +4 + Taufe und Konfirmation 132 4 llein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl kelte ltehn; wenn aber ich ihn überschreite, o laß mich nicht ver⸗ loren gehn; nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan. 5 lch gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Rerz zum Opfer hin; erweche mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Hert, ngen; deinen Uillen tut. a den 6 Laß dielen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geilt; halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich 17³7 dein Wulle kterben heiht. 8o led ich dir, so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Matth. 28,19 Johann Jakob Rambach, 1693-1735 132 Eigene Nleise F. H. Christoph Illeyer, 17⁴¹ — —„ 7 I V I—“. *.— llein Schöpfer, steh mir bei, sei mei⸗nes Le⸗bens ö dein Au- ge lei⸗-te mich, bis mir mein Au-ge 4 3——I„H—— ICSSEIIISIEII.......... —— Rirh Bier leg ich Rerz und Glie-der vor dir zum bricht. —* 5 I +— E — — I mi enkt.—.—.—.—— Op-fer nie-der und wid⸗ me mei⸗ ne Krüf⸗ te für mich ceuer—.——— E— dich und dein Se-schäf-te. Du willlt, daß ich der rsam 5 n2zu jden—1—— 1 Dei⸗ ne sei; mein Schöp-fer, steh mir bei! 155⁵ 133 Die Kirche und die Snadenmittel 2 Mein Heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle hlecken tilgt und lauter Nlunder tut. Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbarmen, daß ich von Zorn und Sünde hier wahre Freiheit finde. lch bin voll Sünden ohne dich; mein Rei⸗ land, wasche mich! 3 lllein Tröster, gib mir Kraft, wenn lich Versuchung zeigt; re⸗ giere meinen Geist, wenn er zur Uelt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, ihn meinen Rerren nennen, sein Snadenwort derstehen, auf seinen Uegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft; mein Tröster, gib mir Kraft! 4 Gott Vater, Sohn und Geilt, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbit dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwühle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verklüre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen. Tlohl mir, wenn du der Meine heiht, Gott Vater, Sohn und Geilt. Pl. 36, 10 Johann Jakob Rambach, 1693-1735 Abendmahl 155 Sigene Nleile Vorreformatorisch. Nlittenberg 1524 ö N +. ——— ——) + 90 2*—..— 27—** Gott sei ge⸗ lo⸗bet und ge⸗be- ne-dei⸗et, mit sei- nem Flei⸗sche und mit sei⸗ nem Blu⸗ te; 15⁶ — RIait S/ dein heiht, 17³⁵ Abendmahl der uns sel⸗ber hat ge⸗spei das gib uns, Rerr Gott, Z2u I 7⁰ V lei⸗lon. Rerr, durch dei-nen hei⸗li⸗ gen Leich⸗nam, . VI. 2 —— + — 1 — 220* AEEE 3————— —.—— * 75 der von dei⸗ ner Mut» ter Ma⸗ ri- a kham, * * + A————— 3— E ö und das hei s lisge blut hilf uns, Rerr, aus 4* * —— +— V 3½% d. Ee. Linini 2 ——.—— 426 al ler Not. Kk; e't. lei ⸗son. 2 Der heilge Leichnam ilt für uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht gröhre Güte konnte er uns schenken, dabei mir sein lolln gedenken. Kyrieleison. Rerr, dein Lieb so groh dich zwungen hat, daß dein Blut an uns groh Nunder tat und bezahlt unsre Schuld, daß uns Sott ilt worden hold. Kyrieleilon. 3 Sott geb uns allen seiner Snade Segen, daß wir gehn auf seinen Ulegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, dah uns die Speis nicht gereue. Kyrieleison. Rerr, dein heilger Geilt uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte Mah, daß dein arm Christenheit leb in Fried und Sinigkeit. Kyrieleilon. 1. Kor. 11, 17-34 Nlartin Luther, 1483-1546 157 Die Kkirche und die Gnadenmittel 14 13⁴ Aleise: Nun laßt uns Gott dem Rerren Leipzig 1587 2——— EF + EEEE *.—— 10 je⸗ su, mei⸗- ne Nlon-ne, du 4. 4 E. N + +—— + +* + 1— 2 V. 10 + I I I I—— mei⸗ner See le Son⸗ne, du freund-lich⸗ster auf er, e *— + + +1 45 + Ers den, laß mich dir dank-bar wer⸗den. 2 Tlie kann ich gnuglam schätzen dies himmelsüß Ergöhen und diele teuren Gaben, die uns geltärket haben! 3 Klie soll ich dir es danken, o HRerr, daß du mich Kranken ge⸗ speilet und getränket, ja selblt dich mir geschenket? 4 Ich lobe dich von Rerzen für alle deine Schmerzen, für deine Schlüg und AUunden, die du für mich empfunden. 5 Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heih vergohne Tränen. 6 Dir dank ich für dein Lieben, das ltandhaft ist geblieben; di dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich lüht erben. 7 Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergrohe Güte; das teure pPfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8 herr, laß mich nicht vergelsen, daß du mir zugemessen die kräft⸗ ge Bimmelospeile, wofür mein Rerz dich preise. 9 Du wollest ja die Sünde, die ich noch jetzt empfinde, aus mei⸗ nem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10 Nun bin ich losgezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebftes Leben; was kaͤnnst du Klertres geben! 15⁸ den. jen und ken ge⸗ ir deine reuden; en ditr . is teure e kräft⸗ s mei⸗ mit dir, Abendmahl 135 11 Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, la mich mit Andacht beten und von der Ulelt abtreten. 12 Nun kann ich nicht verderben; drauf will ich selig sterben und fröhlich auferstehen, o Jelu, dich zu sehen. 1. Kor. 11 Johann Rilt, 16071667 135 Sigene Neise Johann Crüger, 164 1 4 DD +—— n dich, o lie⸗be See⸗le, lahß die komm ans hel⸗le Licht ge⸗gan⸗gen, fan- ge I ——5 3— 12 ——— EI I — ——.—.. dunk⸗le Sün-den⸗ höh⸗le, hert ⸗lich an zu Prnasn denn der Herr voll .*— 5 FPIPIII I I.*— Reil und Gna-den will dich jeht zu Ga=ste HANDDSDSSSSITSI— ——— la⸗den; der den Bim⸗mel kann ver⸗ WA. ten, — ....—.— will jeht kier⸗ berg in dir hal ⸗ ten. 1⁵² 136 Die Kirche und die Snadenmittel 2 Sile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Rerzens Pforten; eile, sie ihm aufzuschliehen, wirf dich hin zu seinen Fühen; lprich: mein Beil, laß dich umfallen, von dir kann ich nimmer lassen. 3 Ich, wie hungert mein Gemüte, IUllenschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Trünen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürlten, dah in diesem Brot und Nleine Chriltus sich mit mir vereine! 4 heilge Lust und tiefes Bangen nimmt mein Berze jetzt gefangen. Das Geheimnis dieser Speile und die unerforschte Aleilse machet, daß ich früh vermerke, Rerr, die Größe deiner Stärke. Ut auch wohl ein IUensch Zzu finden, der dein Ellmacht sollt ergründen! 5 Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Clonne, Jesu, dim mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich 2u deinen Fühen; lah mich würdiglich geniehen dieser deiner Fimmelsspeile, mir zum Beil und dir zum Preise. 6 Rerr, es hat dein treues ULieben dich vom Bimmel hergetrieben, daß du willig halt dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz underdrossen, Rerr, dein Blut fur uns vergossen, das uns jeßht kann krüftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 7 Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht ver⸗ gebens oder mir vielleicht zum Schaden sei Zzu deinem Tisch ge⸗ laden. Laß mich durch dies Seelenelsen deine Liebe recht ermessen, dah ich auch, wie jetzt auf Erden, mog dein Gast im Himmel werden. Offb. 3,20 johann Franck, 1618-167⁷7 2 166 Tleise: Aus tiefer Not schrei ich Zzu dir Il Strahburg 1525 2—.— ů. 4— I— 3 e 5 eer. 1 Berr Je⸗ su Christ, du höch⸗Ites Gut, durunnquell Wir kommen, dei-nen Leib und Blut, wie du uns 16⁰ messen, gerden. 8—1677 Abendmahl I — al s ler Gna⸗- den, hasft 9ge s la ⸗ den, zu dei- ner Llie-be — I —— 1 15911 —— hierr-lich keit und un-ter See-len Se-lig-keit —— j AHA trin- ken. 2 O Jelu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Tlerke; schenk uns dein schönes Shrentleid durch deines Geiltes Stärke. Bilf, daß wir würdge Sälte sein und werden dir gepklanzet ein zum ewgen Bimmelswesen. 3 bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft eingehn zur Bimmels⸗ bürgerschaft und ewig lelig werden. PI. 38,3 Erfurt 1701 137 Die Kirche und die Gnadenmittel Nleise: An Nlasserflüssen Babylon Strahburg 1525 ASSE— — Ba, sä e +—.— — + ich kom⸗me, Herr, und lu⸗ che dich, müh⸗se⸗lig Gott, mein Er ⸗bar⸗mer, würdge mich des Aunders und be la ⸗den. dei ⸗ner Gna⸗ den. h lie e ge Rer .D.I...... deinem Thron, Sohn Got⸗tes und des en.Ichen Sohn, mich — . 1 EEE ———..—— dei⸗ ner 2u ge⸗ tro⸗sten. ich füh ⸗le mei⸗ ner 6——.———. Sün- den Iuüh, ich su⸗che Ruh und fin ⸗de —————— —— 1283 I +— +—** + sie imn Glauben der Er⸗-löÿ Iten. 2 Dich bet ich zuverlichtlich an, du bist das Beil der Sünder; du haft die Randschrift abgetan, und wir sind Gottes Kinder. lch denk an deines Leidens NMacht und an dein Clort: Es ilt voll⸗ bracht! Du halt mein Heil verdienet, du hast für mich dich dar⸗ gestellt, Sott war in dir und hat die Ulelt in dir mit lich versühnet. 3 80o freue dich, mein Rerz, in mir, er tilget deine günden und läht an seinem Tilche hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufft, und er erhört dich schon, spricht liebreich:„Sei getrolt, mein Sohn, die Schuld ilt dir vergeben; du bilt in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Rerzen leben. 16² mittel Abendmahl 138 4 Dein ist das Glück der Seligkeit, bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich 15²⁵ dereine mich mit dir, ich bin der Ueinstock, bleib an mir, lo —. wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich Itärke dich, und durch — die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen.“ lig 5 Ja, Herr, mein Glück ilt dein Gebot; ich will es treu erküllen ders und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Xlillen. Lah mich von nun an würdig sein, mein ganzes Berz dir, Rerr, 2. zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der fieiligung durch eine wahre Besserung mir und der Alelt beweisen. vor Matth. 11, 28 ff. Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769 5 138 ,mich Uleile: Schmücke dich, o liebe Seele Johann Crüger, 164⁷ E 5— 4 —F— I 2 8— ⁵ + 1 +—— + er Komm, mein Herz, in Je- su Lei⸗den strömt auch 1 Stil⸗le hier dein sehn⸗lich Btür⸗ften an dem 4 AE de 08 2—— W dir ein Quell der Freu⸗den. Mahl des le⸗bens⸗für⸗sten. Daß ich ei= nen 1 4 sten. SIIID——X— 31. 10 fiei⸗land ha⸗be, mich in sei⸗ nem fielle t voll⸗ b 15 Hh dar⸗ 12— H— 35 2— ö sühnet. ů en und la be und in sein Verdienst mich klei ⸗ de, ur rufst, Ab Sohn,— 2—.——— ft, und—— . das ut mei⸗ nes fier ⸗zens Freu s de. 16³3 138 Die Kirche und die Gnadenmittel 2 Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich nach ihm Sehnsucht trage, er ilt auf der immelereise täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Reiland habe, bleibt mein alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wilsen, als lein Leiden zu geniehen. 3 Rber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen. Rier schenkt er sich ganz Zu eigen; nimmer will ichs nun ver⸗ schweigen, daß ich einen Reiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Klort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4 Ich wie werd ich oft jo müde, wie entweicht der lühe friede! ZSünd und Ulelt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht entschwunden, dah ich einen Reiland habe, der mit seinem Hürten⸗ Innnn und mild und voll Vergeben mir nichts ilt als Reil und Leben. 5 O ich Xrmer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner, was wollt ich vom Troste wilsen, würe dies mir weggerissen, daß ich einen Reiland habe, deslen Blut mich Sünder labe. Besser mur es, nie geboren, als dies teure Qort verloren. 6 Sei gesegnet, eroge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mihtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selblt gestiftet; dah ich einen Reiland habe, der den Gang Zzum Kreuz und Grabe, ja den schritt in Todes Rachen gern getan, mich los zu machen. 7 Reilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der in dir begegnet, der mit leinen Todeswunden die Erlösung mir erfunden. Daß ich einen Reiland habe, der erblaht und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmechen und erwägen. 8 Reilger Kelch, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, delsen Blut mich lälset finden die Vergebung aller Sünden. Dah ich einen Reiland habe, der die matte Seele labe, muh dies nicht mein Dürlten stillen und mein Berz mit Klonne füllen! 9 Er gebietet mir zu essen, meines Jammers zu vergessen, er ge⸗ bietet mir Zu trinken und in Freude zu versinken, daß ich einen Reiland habe, der sich selbit zur Opfergabe, ja zur Nahrung und zum Leben mir aus freier Buld gegeben. 16⁴ Abendmahl 139 10 Gott, was brauch ich mehr zu wilsen, ja, was will ich mehr geniehen! Kler kann nun mein Reil ermessen!? Uerd ich das nur nie vergessen, daß ich einen Reiland habe! lch bin frei von od und Grabe; wenn mich Sünd und Rölle schrecken, lo wird mich mein Beiland decken. 11 Uiill hinfort mich etwas guülen, oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, dah sch einen Beiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, 70 et. Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, Zu⸗ gehöret. Luk. 1,46 Ernst Gottlieb Kloltersdorf, w1725-1761 139 Uleile: Aus meines Rerzens Grunde Hamburg 1598 i IIIRRTTT— Kommt her. iht leid ge⸗lanu« den, der Rei⸗land 1 der sü⸗he HBerr der Gna⸗- den, an Ruld und —— 15 +— 6——.—— 1 4— ru⸗fet euch, 0 Lie⸗be reich, der Erd und Rim-mel lenkt, will SRSIIIIIT—.— Galtmahl mit euch hal- ten und wun- der-bar ge⸗ * —. be schenkt. stal s ten, was er in lie 16⁵ 139 Die Kirche und die Gnadenmittel Kommt her, verzagte Sünder, und werkt die Angste weg, kommt her, verlöhnte Kinder, hier it der Lebensweg. Empfangt die Fümmelolult, die heilge Gottesspeise, die auf verborgne Uleile erquicket jede Brust. 3 Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer drückt, mit Gott euch zu vermühlen, der wunderbar beglückt. Kommt, legt auf ewig ab der unde bange Süumnis; empfanget das Ge⸗ heimnis, das Gott vom Bimmel gab. 40 Klonne kranker Rerzen, die mir von oben kam! Verwunden sind die Schmerzen, getröftet ilt der Gram. las von dem Füm⸗ mel fleußt, hat lieblich lich ergollen; mein Rerz ist gar durchflossen von sühem Liebesgeist. 5 Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sündennacht. Ver⸗ künde und erzähle die tiefe Hundermacht, die unermehlich süh, ein Born der Liebe, quillet und jeden Jammer stillet, der fast ver⸗ zweifeln lieh. 6 Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Nerrn, ver⸗ künde und erzühle die Gnade nah und fern, den Klunderborn im Blut, die selge Rimmelsspeile, die auf verborgne Uleile dir gibt das höchste Gut. Matth. u, 28 Ernst Iuloritß Arndt, 1769-1860 Kommet her zu mir alle, die ihr mühlelig und be⸗ laden leid; ich will euch erquicken. Matth. 11,28 „ ver⸗ orborn ile dir —1860 d be⸗ 1,„28 nin Rist Johann Crager Das chriltliche Leben Buhje 140 ö Nleile 1 Ilittenberg 1524 emrir n„.mreriie: rr. SSI———— 1 Aus tie ⸗fer Not schrei ich zu dir, Rerr Sott, er⸗ Dein gnü-dig Oh⸗ren kehr zu mir und mei⸗ner 7 1— 1 EIII hör mein Ru⸗ ben Bitt sie ö6f» fen; denn so du willst das * IPIPIIIII;... TRTRT —— se ⸗ hen an, was sünd und Un ⸗recht — L + 8— 43———— ilt ge s tan, wer kann, fierr, vor dir blei ⸗ ben! 16⁷ EE 14¹ Das christliche Leben 2 Bei dir gilt nichts denn Snad und Gunst, die Sünde zu ver⸗ geben, es ift doch unser Tun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, des muß dich fürchten jeder⸗ mann und deiner Gnade leben. 3 Darum auf Sott will hoffen ich, auf meim Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Rerz loll lassen sich und leiner Güte trauen die mit zusagt sein wertes Uort; das ilt mein Trost und treuer Bort, des will ich allzeit harren. 4 Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen doch loll mein Berz an Gottes acht verzweifeln nicht noc sorgen. So tu lsrael rechter Art, der aus dem Seilt erzeuge ward, und seines Sotts erharre. 5 Ob bei uns ilt der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Snade sein Rand Zzu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ilt allein der gute Hirt, der llrael erlösen wird aus seiner Sümden allen. PI. 130 Martin Luther, 1483-1546 Sigene Ueile Ilittenberg 154 E WFEE Heb— ů 2.n —— 2.2 +2 L— 1 115 weid zu dir, Berr Je su Chrilt, mein Ich weih, daß du mein Trön- ster bilt, kein ——— e i,, ——— Hoffnung steht auf Er— den. 8 Trost mag mir sonst wer ⸗ 996 Von An⸗be⸗ 1 4 4 . 1—231—— + + evinðiin. —— — ginn ilt nichts er⸗Korn, auf Er- den ilt kein Uensch ge⸗ 16⁸ 14¹ , —— +—— born, der mir aus Nö⸗ten hel⸗ fen kann; ich ruf dich N .— EEEEEEEEEEE= —— 5 I— an, zu dem ich mein Ver⸗ trauss en han. 2 Uein Sünd sind schwer und übergroß und reuen mich von Rerzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich deinem Vater an, dah du hast gnug für mich getan, so werd ich los der Sündenlalt. Rerr, halt mir felt, wes du dich mir versprochen halt. 3 Sib mir nach deinr Barmherzigkeit den wahren Chrilten⸗ glauben, auf daß ich deine Sühigkeit mög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben dich und meinen Nüchsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilf mir send, damit behend des Teufels Lilt sich von mir wend. 4 Ehr sei Sott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Süte, und Jelu Chrilt, sein'm liebsten Sohn, der uns allzeit dehüte, und Gott, dem werten heilgen Geilt, der uns allzeit sein Bilfe leist, dah wir ihm sein zum Dienlt bereit hier in der Zeit und kolgends in der Swigheit. Ap.⸗Gesch. 4, 12 Str. 1-3 Konrad BRubert, 1507-1577 14² Das christliche Leben Aleile: Aus tiefer Not schrei ich zu dir Il Strahburg 1525 4—— ———.—..— Rerr Jes suChrist, du höch⸗stes Gut, durunnquell x sieh doch, wie ich in mei⸗nem Illut mit Schmerzen . I 1— PPF ꝗꝗSII—— bm 10 29 den) und in mir hab der — 4 —.— Wrin — —. Pfei„le viel, die im Ges wil⸗ fen oh= ne Ziel — SIHIII————— 2———— mich ar⸗ men Sün⸗ der drülk s keen. 2 Erbarm dich mein in solcher Laft, nimm sie aus meinem Rerzen, dieweil du sie gebühet halt am Bolz mit Todesschmerzen, auf dah ich nicht vor grohem leh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 3 Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag be⸗ gangen, so füllt mir auf das Berz ein Stein und bin mit Furcht umfangen; ja, ich weih weder aus noch ein und mühte stracks verloren sein, wenn ich dein QNort nicht hätte. 4Allein dein heilsam Nort, das macht mit seinem lüßen Klingen, dah mir das Rerze wieder lacht und neu beginnt zu singen, die⸗ weil es alle Gnad verheiht denen, die mit zerknirschtem Geist Zu dir, o Jesu, ommen. 5 80 komm ich denn zu dir allhie in meiner Angst geschritten und tu dich mit gebeugtem Knie von ganzem Rerzen bitten: Verzeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen. 17⁰ Leben 9 1525 — nquell nerzen erzen, n, auf hund ag be⸗ Furcht tracks ingen, n, die⸗ eist zu hritten ditten: er dich Buhe 143 6 O Rerr, vergib, vergib mir doch um deines Namene willen; du wolllt abtun das schwere Joch, der Sünden Jammer stillen, daß lich mein Rerz zufrieden geb und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorlam. 7. Stürk mich mit deinem Freudengeilt, Reil mich durch deine UMunden, trölt mich durch deinen Tod zumeist in meinen letzten Stunden, und nimm mich einlt, wenn dirs gefüllt, im rechten Glauben von der Nlelt zu deinen Ruserwählten. Ps. 38,3 Bartholomüus Ringwald, 1530-159 Eigene Neise 4 1 4 22.——— +7 E 2—4* 7 VD.— 566, e e * +• Ich Sott und Rerr, wie groh und schwer sind 1. 1625. Freiberg 1655 I———— + V mein be⸗ gang ne Sün⸗ den! Da ilt niemand, der *— 2 1 —— .SSIIIIIIII.IIII hel⸗- fen kann, in die ⸗ser Klelt zu iins den. 2 Lief ich gleich weit zu dieler Zeit bis an der Erde Enden und wollt los lein des Kreuzes mein, würd ich es doch nicht wenden. 3 Zu dir slieh ich; verltoßh mich nicht, wie ichs wohl hab ver⸗ dienet. ch Sott, zürn nicht, geh nicht ins Gricht, dein Sohn hat mich verlühnet. 4 Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen mülsen, so fahr hier fort, nur schone dort und laß mich hier wohl bühen. 5 Gib, Herr, Geduld, vergiß der Schuld, schaff ein gehorlam Rerze, dah ich nur nicht, wies wohl geschicht, mein Reil murrend verscherze. 6 Handle mit mir, wies dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; nur wolllt du mich nicht ewiglich, mein Gott, dort von dir scheiden. PI. 38,5 Joh. Major? Jena 1613 17¹ Das christliche Leben 144 Uleise: Vater unser im Rimmelreich Leipzig 1539 D . tdadth. —.—— Nimm von uns, Rerr, du treu-er Sott, die Eb ů 32 I—— schwe⸗ re Straf und gro he Not, die wir mit —, Sün s den oh- ne Zahl ver⸗- die net ha- ben —— *DD— all ⸗-zu- mal. Be- hüt vor Krieg und teu- rer —— 5 ů ů ———.—— 5 Zeit, vor Seu-chen, Feur und gro-tem Leid. 2 Erbarm dich deiner bölen Knecht, wir flehn um Gnad und nicht um Recht; denn lo du, Rerr, den rechten Lohn uns geben wolllt nach unlerm Tun, so müht die ganze AUelt vergehn und könnt kein Mensch vor dir bestehn. 3 Ach, Herr Sott, durch die Treue dein mit Trost und Rettung uns erschein; beweis an uns dein große Gnad und strat uns nicht auf frischer Tat. Alohn uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4 Gedenk an deins Sohns bittern Tod, sieh an lein heilig Uun⸗ den rot, die lind ja kür die ganze AUelt die Zahlung und das Lölegeld. Des trölten wir uns aillezeit und hoffen auf Barm⸗ herzigkeit. 17² Leben guhe 14⁵ 5 Leit uns mit deiner rechten Rand und segne unser Stadt und Land. Gib uns allzeit dein heilig QMort, behüt vors Teufels List 9 1530 Dem. verleih ein selig Stündelein, auf dah wir ewig bei dir sein. , Dan. 9,10 ff. Martin Moller, 15471⁶06 145 —— Ileise: Vater unser im Rimmelreich Leipzig 1530 Vanit Eh..——8— SISISIIIII.ITI.II.T...... — 1 180 wahr ich le⸗ be, lpricht dein Gott, mir ben—0 SSISIIIIIII.I..I..T.......—— ilt nicht lieb des Sün-ders Tod; viel-mehr ilt 390 e en: e e ern n. 2—.————— das mein Nunsch und Nill, dah er von Sün- den eid. h,E— ö* d und——— Und hal⸗-te s(till, von lei ⸗ ner Bos- heit keh⸗ re b—.—— ů ttung—9—99.——————— nicht*——— n und sich und le ⸗be mit mir e⸗ wig ⸗=lich. Nun⸗ 2 Dies Flort bedenk, o Ulenschenkind, verzweifle nicht in deiner d das Zünd,; hier tindelt du Trolt, Reil und Gnad, die Gott dit zuge⸗ Zarm⸗ saget hat, und zwar mit einem teuern Eid. O selig, dem die dünd ilt leid! 173 146 Das cheistliche Leben 3 Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erlt fröhlich lein aut Erd; wann ich des Lebens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, Sott wird wohl mein erbarmen sich. 4 UQahr ists: Gott ilt wohl stets bereit dem Sünder mit Barm⸗ herzigkeit; doch wer auf Snade lündigt hin, fährt kort in leinem bösen Sinn und seiner Seele lelbit nicht schont, dem wird mit Un⸗ gnad abgelohnt. 5 Gnad hat dir zugesaget Gott von wegen Christi Blut und Tod; zulagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben follt; daß du mußt sterben, üt dir kund, verborgen ilt des Todes Stund. 6 Reut leblt du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, kanns tndern sich; wer heut ilt frisch, gelund und rot, ilt morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muß. 7 Hilf, o Rerr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm Zu dir und Buße tu den Rugenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Reimfahrt sei bereit. Ez. 33,1 johann Beermann, 1585 164/7 Uleise: Ruf meinen lieben Gott Nürnberg 1574 2 1½* 2 ..———.————— 1Clo soll ich flie hen hin, weil ich be⸗ 2 —————, M„N.— ——— schwe⸗ret bin mit viel und gro-hen Sün-den? Ilo 4 * e., ᷑. rrrr 1———1— soll ich Ret⸗tung sin⸗ den? Clenn al le Ilelt her⸗ 17⁴4 — E kü⸗ me, mein Angst sie nicht weg=-näh- me. — 2 O Jesu voller Snad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner grohen Güte: laß du aufmein Gewilsen ein Gnadentröpflein fließen. ö 3 lch, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr'r in mir stecken und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Aunden, da ich stets Reil gefunden. 4 Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zugut, wasch ab al meine Sünde, mit Trost mein Rerz verbinde und ihrer nicht ge⸗ denke, ins eer sie tief versenke. 5lst meine Bosheit groß, so werd ich ihr'r doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse: wer sich Zzu dir nur fin⸗ det, all Angst ihm bald verschwindet. 6 Illir mangelt zwar sehr viel, doch was ich haben will, ist alles mir zugute erlangt mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Böll und Sünde. 7 Darum allein auf dich, Rerr Christ, verlaß ich mich; jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muh ich ererben, denn du halt mirs erworben, da du für mich geltorben. 8 Führ auch mein Berz und Sinn durch deinen Geilt dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmah ewig bleibe. Ps. 139,7 Johann Reermann, 1585-1647 So lpricht Jelus Chriltus: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausltohen. Joh. 6,37 175⁵5 147 Das christliche Leben 147 Auch nach der Neise: Jesus, meine Zuversicht Uleile: Mleinen Jesum laßh ich nicht Il Joh. Uhlich, 1674 +—— — + 1 Je-sus nimmt die Sum⸗- der an. Sa⸗get doch dies wel⸗che von der reches ten Bahn auf ver⸗kehr⸗ ten — ——— SS— SSSSIIIIEI— *—W85———..— Trost-wort al len, deg ver⸗fal a Nier ilt, was lie ret⸗ ten en. 77• 4* 32.— 5 —— ö 8 hann: Je s sus nimmt die Sün ⸗der an. 2 Keiner nade lind wir wert; doch er hat in seinem Nlorte eid⸗ lich sich dazu erklaͤrt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3 Ulenn ein Schaf verloren ilt, uchet es ein treuer Rirte; Jesus, der uns nle vergiht, luchet treulich das Verlerte, dahz es nicht ver⸗ derben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4 Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glau⸗ bets doch und denket dran: Jelus nimmt die Sünder an. 5 lch Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Reiland, mich bei dir Gnade zur Vergebung finden, dah dies Nlort mich trösten kann: Jelus nimmt die Sünder an. 6 sch bin ganz getrolten Mute; ob die Sünden blutrot würen, mülsen sie Rraft deines Bluts dennoch lich in Schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jelus nimmt die Sünder an. 17⁶ Eige eben Glaube und Rechtfertigung 148 7 INMein Gewissen Ragtr mich nicht, wer will mich bei Gott ver⸗ klagen! Der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abge⸗ tragen, daß mich nichts verdammen kann: Jelus nimmt die Zün⸗ der an. 8 Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen und den Bimmel aufgetan, daß ich lelig zu ihm kommen und guf den Trolt terben kann: Jesus nimmt die Sünder an. Luk. 15,1—7 Erdmann Neumeilter, 1671-1756 Glaube und Rechttertigung 148 Sigene UNeile Ulittenberg 1524 ITE Sr,ͤͤ *—————————— 1 1 Daß freut euch, lie ⸗ben Chri⸗ten gmein, und daßh wir ge⸗trolt und all in ein mit a.— laßt uns fröh⸗lich prin⸗ 971 Luft und Lie-be sin s gen, was Sott an SDIIIII 3— +— ** uns ge⸗ wen-det hat und leins ne lü⸗ he — — 5665. * Nun⸗der⸗tat; gar teur hat ers er ⸗ wor» ben. 17⁷ 148 Das chriltliche Leben 2 Dem Teufel ich gekangen lag, im Tod war ich verloren, mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren. lch fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hat mich besessen. 3 Mein guten Nlerk, die galten nicht, es war mit ihn'n verdorben, der frei Uill haßhte Sotts Sericht, er war zum Gutn erstorben; die Angst mich Zzu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Rölle mußt ich linken. 4 Da jammert Gott in ewigkeit mein lend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er lieh's sein Bestes kolten, 5Er sprach zu seinem lieben Sohn:„Die Zeit ist hier zu'rbarmen, fahr hin, meins Rerzens werte Kron, und sei das Reil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben.“ 6 Der Sohn dem Vater ghorsam ward, er kam Zzu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und Zzart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen GSstalt, den Teufel wollt er fangen. 7 Er sprach zu mir:„Balt dich an mich, es loll dir jetzt gelingen; ich geb mich lelber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da lollft du lein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8 Vergiehen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben, das leid ich alles dir zugut, das halt mit feftem Slauben. Den ITod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9 Gen Bimmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geilt will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der AWahrheit leiten. 10 Vas ich getan hab und gelehrt, das lolllt du tun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren; und hüt dich vor der ulenschen Satz, davon verdirbt der edle Schat; das lah ich dir zur Letze.“ Phil. 4,4 Iilartin Luther, 1483-154 178 Glaube und Rechtfertigung 149 Eigene Aeise 0 Vorref. NUlittenberg 1524 2— — 1 1d üt das Heil uns kom-men her von die Klerk, die hel⸗fen nim⸗mer⸗mehr, sie Gnad und lau⸗ ter Gůü mö⸗ gen nicht be ⸗ hü s ten. 4 IEI Glaub sieht Je-sum Chri⸗stum an, der hat gnug für uns 2 —— ———— —— I 2—— all ge⸗ tan, er, ilt der Iulitt⸗ler wor ⸗ den. 2 Ulas Gott im Gsetz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und grohe Not vor Gott sich mannigfalten: vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gletz erfordert aller⸗ meilt; es war mit uns verloren. 3 Es war ein falscher Mahn dabei: Gott häͤtt lein Gsetz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Nillen leben; so ilt es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Rrt, in unserm Fleisch verborgen. 4 Nicht möglich war, dieselbig Ert aus eignen Krüften lalsen, wiewohl es oft verluchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen; denn Gleihners Klerk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 17² 149 Das christliche Leben 5 Noch mußt das Gletz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben; drum schicht Gott seinen Sohn herein, der lelber Uensch ist wor⸗ den; das ganz Geletz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn ge⸗ stillt, der uͤber uns ging alle. 6 Und wenn es nurn erfüllet ilt durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Chrilt des Glaubens recht Gestalten. Nicht mehr, denn: Lieber Rerre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du halt für mich bezahlet. 7 Daran ich keinen Zweifel trag, dein Nort kann nicht betrügen. Nun fagst du, daß kein NMensch verzag, das wirst du nimmer lügen: Kler glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Birnml erkauft, daß er nicht werd verloren. 8 Es ilt gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fallet; der Glaub gidt aus von sich den Schein, so er die AUerk nicht lallet: mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nüchsten wird die Lieb Guts tun, bilt du aus Sott geboren. 9 Es wird die Sünd durchs Gletz erkannt und schlägt das Gwilsen nieder; das Svangelium kommt zuhand und stürkt den Sünder wieder und lpricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gletz ist weder Ralt noch Ruh mit allen seinen Uerken. 10 Die Nlerk, die kommen gwihlich her aus einem rechten Glau⸗ ben; denn das nicht rechter Glaube wär, wollst ihn der Cleck berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Nlerk, die sind des Nächlten Knecht, dran wir den Glauben merken. 11 Die Boffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Qort Zzu⸗ sage: wann das geschehen foll zur Freud, setzt Gott kein gwisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ilt, und braucht an uns kein arge Lilt; des solln wir ihm vertrauen. 12Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Klort laß dir gewisser sein; und ob dein fleisch sprüch lauter Nein, lo laß doch dir nicht grauen. 13 Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist. Der woll mit Gnad er⸗ füllen, was er in uns anfangen hat zu Shren seiner Iajestät, dah heilig werd sein Name, 180 Glaube und Rechtfertigung 15⁰0 14 sein Reich zukomm, sein Aill auf Erd gscheh wie im Fimmels⸗ throne, das tüglich Brot noch heut uns werd, woll unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern tun, lah uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Ubel. Amen. Röm. 3, 19-31 Paul Speratus, 1484-1551 Sigene Ileise im Anhang Uleise: Valet will ich dir geben Leipzig 1615 ———— fft Sott für mich, so trete gleich al-les wi⸗ der Q so oft ich ruf und be⸗te, Weicht al⸗les hin⸗ter ———— de d Hn 4—— + + ·—I— ich. Hab ich das Raupt zum Freunde und bin geliebt bei .—————— —— S...... — Gott, was kann mir tun der Fein⸗de und Nli⸗der⸗sa⸗cher Rott! 2Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Sott, der Röchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh und dümpfe Sturm und Clellen und was mir bringet Neh. 3 Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das eoge, wahre Gut. An mir und meinem teben ist nichts auf dieser Erd; was Chriltus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4lllein Jesus ist mein Shre, mein Glanz und schönes Licht. Uenn der nicht in mir wäre, könnt ich bestehen nicht. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen, Wie sonst ein Sünder tut. 181 ';mZ scrngm———— 150 Das christliche Leben Glat 5 Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmt mir meinen Mut; die Böll und ihre Flammen löscht meines Reilands Blut. Kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich Ileil mit Flügeln decket mein Reiland, der mich liebt. ö 6 Sein Geilt wohnt mir im Rerzen, regiert mir meinen Sinn, ver⸗ 0 treibet Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 7 Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schrecken findt, so seufzt und spricht er Norte, die unaussprechlich lind mir Zwar und meinem llunde, Gott aber wohl bewußht, der an des Rerzens 2 Grunde erliehet seine Lust. 8 Sein Seist spricht meinem Geilte manch sühes Trostwort zu, wie Gott dem Rilfe leilte, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Rug—8 Nerze schauet, was es 6⁵ geglaubet hat. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Bimmel nicht. lluß ich auch gleich hier feuchten mit Trünen meine Zeit, mein Jesus und sein 28 Leuchten durchsüßet alles Leid. sind 10 Die Nelt, die mag zerbrechen, du ktehlt mir ewigsich; kein Womn Brennen, Bauen, Stechen loll trennen mich und dich; kein Runger und kein Dürlten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn des grohen 3 Fürlten soll mir ein Bindrung sein. nin 11 kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Rerrlichkeit, Rerꝛ kein Lieben und kein Leiden, kein Anglt und Führlichkeit, was 40 man nur kann erdenken, es lei klein oder groh, der keines soll hat! mich lenken aus deinem Arm und Schoß. Dun 12 Mein Rerze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, Barn ilt voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, 5 D die mir lachet, ist mein Rerr Jesus Christ; das, was mich singen vertt machet, ilt, was im Bimmel ist. Gott Röm. 8,31-30 paul Gerhardt, 1607¹676 Barn 182 Glaube und Rechtfertigung I581 Kleise: O dah ich tausend Zungen hätte Frankfurt a. NM. 1738 —.—.— 1 lch ha⸗ be nun den Grund ge⸗fun-den, der mei⸗nen 9o an⸗-ders als in Je-su Vun-den? Da lag er An ker e-wig hält; 2 4— dor der Zeit der Ulelt, der Grund, der un ⸗be⸗ OEEEEEEEEEEEE weg⸗lich steht, wenn Erd und Rim⸗mel I un-ter-geht. 2 Eo ilt das ewige Srbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Rerze bricht, wir kommen oder kom⸗ men nicht. 3&lir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen lein; deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den HBimmel ein, deswegen klopft er für und für so ftack an unsers nerzens Tür. 40Rbgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Iunden recht verbinden, da findet kein Ver⸗ dammen statt, weil Chrilti Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun, und wenn mich meine Sünden krünken, nur bald nach Sottes HRerzen schaun, da findet lich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. 183 152 Das chriltliche Leben 6 Klird alles andre weggerislen, was Seel und Leib erquicken kann; darf ich von keinem Troste wissen und scheine völlig aus⸗ getan, ist die Errettung noch lo weit, mir bleibet die Barmherzigkeit. 7 Beginnt das Irdische zu drücken, ja häuft lich Kummer und Verdruß, daß ich mich noch in vielen Stücken mit eitlen Dingen mühen muß, werd ich dadurch oft lehr Zzerstreut, so hoff ich auf Barmherzigkeit. 8 auß ich an meinen belten KNlerken, darinnen ich gewaͤndelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, so füllt wohl alles Rüh⸗ men hin; doch ilt auch dieler Trolt bereit: ich hoffe auf Barm⸗ herzigkeit. 9 Es gehe nur nach dessen Nillen, bei dem so viel Erbarmen ist; er wolle selbst mein Rerze stillen, damit es das nur nicht vergißt, so' stehet es in Lieb und Leid in, durch und guf Barmherzigkeit. 10 Bei diesem Srunde will ich bleiben, solange mich die Erde trügt; das will ich denken, tun und treiben, solange sich ein Glied bewegt; lo ling ich einstens hocherkreut: O Abgrund der Barm⸗ herzigkeit! 1. Kor. 3,11 Johann Andreas Rothe, 1688-1758 152 Uleise: Munderbarer König Bremen 1680 ·= 6 — E 2 E L V. —— 1 Un- um-schrünk⸗te Lie-be, gön⸗-ne blö- den dah sie in die Strah-len dei- ner Lang-mut EEPER 2 4 * I ., D—— Au⸗gen, die lonst kaum auf Er-den tau⸗gen, bli⸗cken, die den Erd⸗kreis würmend schmücken 2 4 2* 8 2 — D 4* 121 L — Böes len und den gleich freu ⸗den s reich Glat Glaube und Rechtkertigung 2 +— 22—— 4 I II. I + Dei ⸗ nen mit der 8on ⸗ ne schei⸗ nen. 2 Clalser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ilt ein Schauplatz deiner Güte. Deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit über Berg und Rügel streckt sie ihre Flügel. 3 Nlas wir davon denken, was wir sagen können, ilt ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden und dazu ohne Ruh lieben für das Nassen, Rerr, wer kann das fallen? 4 Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn lie weinend vor dir stehen. Deine Rechte drüuet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne meder, obwohl doch immer noch neue Schuld sich reget, wenn dein Zorn sich leget. 5 Rerr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Snade Recht empfangen. Uer zu deinen Fühen lich mit Tränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unler Schmerz rührt dein Herz, und du willlst der Armen gnädig dich erbarmen. 6 könig, sei gepriesen, daß du lo verschonest und uns nicht nach Ulerken lohnest. Deiner Rand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Zepter führet. Fahre fort, Zions Rort, Langmut auszuüben und die CNlelt zu lieben. 1. Joh. 4, 10 johann Jakob Rambach, 1693-1735 Er läßt leine Sonne aukgehn über die Bölen und die Cuten und läht regnen über Cerechte und Ungerechte. Matth. 5,45⁵ 185 153 Das chriltliche Leben 183 Uleise: O dah ich tausend Zungen hütte Frankfurt a. M. 1738 2 1 1 Ilt Er 8 bar⸗mantg wi⸗der⸗fah⸗-ren, Er⸗ das zühl ich zu dem Nlun-der ⸗ba⸗ ren, mein DD=ie==— — ö— 2—— bar⸗mung, de ⸗ren ich nicht wert, stol zes Berz hats nie be'⸗ gehri. Nun weiß ich — ů EUEE 2 + +—— * 4 das und bin er⸗freut und rüh⸗me die Barmherzigkeit. Alch hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden lein; Gott hat mich mit lich lelbst verühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Io kam dies her, warum geschichts! Erbarmung ilts und weiter nichts. 3 Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Ilensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, so ilt mein ganzes Herz gelagt. lch beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzighkeit. 4 Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies loll mein einzig Rühmen sein; aut dies Erbarmen will ich glauben, auf dieles bet ich auch allein, auf dieles duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5 Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir; da bin ich ewig hoch ertreut und rühme die Barmherzigkeit. 1. Tim. 1, 10 Philipp Friedrich Riller w1699-176 186 Glat Leben Glaube und Rechtfertigung 15⁴4 184 Uleise: Nun lasset uns den Leib begrabn Ulittenberg 15⁴4⁴ 4——. +— EI ——— Chri⸗sti Blut und Ge⸗ rech ⸗-tig-keit, das ——— SRRT———— — ilt mein Schmuck und Eh⸗ren⸗kleid, da⸗mit will ich vor ..— 2—— ZB. Gott be⸗stehn, wenn ich zum Bim-mel werd ein⸗-gehn. 2 Und würd ich durch des Rerrn Verdienst auch noch lo treu in seinem Dienst, gewönn den Sieg dem Bösen ab und sündigte nicht bis ins Grab, 3 so will ich, wenn ich zu ihm komm, nicht denken mehr an gut und fromm, sondern: Da kommt ein Sünder her, der gern fürs Lösgeld selig wür. 4 Solang ich noch hienieden bin, so ist und bleibet das mein Sinn: lch will die Snad in Jesu Blut bezeugen mit getro— stem ut. 5 Gelobet seilt du, Jesu Chrilt, daß du ein Mensch geboren bist und halt für mich und alle Nelt bezaͤhlt ein ewig Lösegeld. 6 Du Ehrenkönig Jelu Chrilt, des Vaters einger Sohn du bilt: erbarme dich der ganzen Nlelt und segne, was sich zu dir hült! 1. Joh. 1, Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, 1700-176 187 155 Das christliche Leben ISð Uleile: O dah ich tausend Zungen hütte Frankfurt a. M. 1738 20 ü Geht hin, ihr glüu⸗bi⸗gen Ge⸗dan⸗-ken, ins er⸗ hebt euch ü⸗ ber al⸗le Schran⸗ken der 22316 +— ——. ů ů SSSSIS.... wei⸗ te feld der 6 ⸗wig⸗keit, al⸗ten und der neu⸗en Zeit; — * 4 *— er⸗wügt, daß — EEEE Gott die lie ⸗be lei, die e⸗ wig alt und e⸗wig neu. 2 Der Grund der Nlelt waͤr nicht geleget, der Bimmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. 3 Zein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; dem wollt er mir zum Illittler geben, den macht er mir zum Rn in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig lein. 4.0 Qunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Velt und mich zu ihren Kindern zühlte, für welche lie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5 lie wohl ist mir, wenn mein Gemüte hinauf Zu dieser Quelle steigt, von welcher lich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag lein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt. 6 Nier bin ich unter Inlillionen der Kreaturen seiner NMacht, die in der Röh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hierher gebracht! ich bin ja nur ein durres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 188⁸ Glaube und Rechtfertigung 15⁵ 7 Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selblit nicht mein, dein bin ich, Rerr, und bleibe dein. 8 Im lichern Schatten deiner Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: Uer dein ist, Rerr, den kennest du. Laß Erd und Bimmel untergehn, dies Klort der Klahrheit bleibet stehn. Alenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele MNut und Kraft gebricht, lo lalbelt du mein Raupt mit Freuden, so tröltet mich dein Angesicht; dalpürich deines Geistes Kraft, die in der dchwach⸗ heit alles schafft. 10 Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten dieser Zeit; der Glaube schwingt lich durch die Sterne und ieht ins Reich der Ewigkeit; da zeigt mir deine milde Rand mein Erbteil und gelobtes Land. 11 ch könnt ich dich nur beller ehren, welch edles Loblied stimmt ich an; es lollten Erd und Rimmel hören, was du, mein Gott, an mir getan; nichts ilt so költlich, nichts lo schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 12 Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöfter Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist: drum eilt mein Rerz aus dieser Zeit und sehnt lich nach der Ewigkeit. 1. Joh. 4, 16 Johann Sottfried Rerrmann, 1707-171 Das christliche Leben 156 Uleise: O daß ich tausend Zungen hätte Frankturt a. HNM. 1738 1(aun Gna-den soll ich se lig wer-den! Rerz, 72..2 Qlas willlt du dich so blöd ge-bär- den: Ists + ö glaubst dus, o- der glaublt dus nicht? ahr-heit, was die Schrift ver⸗spricht, lo muh auch —.———.— 2—— 4— m 4 . R=E die⸗ses Mahrheit sein: Rus Gna-den ilt der Himmel dein. 2 Aus Gnaden! Bier gilt kein Verdienen, die eignen Aerke fallen hin. Er, der aus Lieb im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Sewinn, daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gna⸗ den selig macht. 3 Aus Gnaden! filerk dies Klort: Rus Gnaden! so oft dich deine günde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Klas die Vernunft nicht fallen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. 4 Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlalt. Klas nötigt ihn, dein Freund zu werden? Sags, wenn du was zu rühmen hasft. Alars nicht, dah er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 5 Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahr⸗ haftig heiht. las alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Mort anpreist, worauf all unler Glaube ruht, ist Snade durch des Lammes Blut. 6 Aus Snaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: Klohlan, ich greif auch zu! Klahr ifts, Sott rufet Adams Kinder aus Snaden zur verheihnen Ruh, doch den geht seine Gnad nicht an, der noch auf Enade lundgen kann. 1⁰ Leben Glaube und Rechtfertigung 157 7 Rus Gnaden! Nler dies Nort gehöret, tret ab von aller Reu⸗ chelei. Denn wenn der Sünder lich bekehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad gering, dem Glauben ilts ein Uunderding. 8 Aus Gnaden bleibt dem blöden Rerzen das Rerz des Vaters aufgetan, wenns unter den Verzweiflungsschmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. No nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wür? 7 Aus Gnaden! Rierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch ilt mir wohl; ich kenn mein fündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll. Mein Geilt ilt froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht. Eph. 2, 8f. Chriltian Ludwig Scheidt, w1709-1761 Uleise: Jesus, meine Zuverlicht Berlin 1653 + , E 1— 5 ilt mei⸗ nes Je⸗ su fiand, und er wird hat zu viel an mich ge⸗wandt, umn mich wie⸗ ü II 0 mich e s Mi fal s sen, der los⸗ 20 lalUs sen. luein Er bar-mer — E. ö 2—.— I m—.— + läht mich nicht; das üt mei⸗ ne Zu⸗ver⸗licht. 2 Sieht mein Kleinmut auch Gefahr, fürcht ich auch zu unter⸗ liegen, Christus beut den Arm mir dar, Chriltus hilkt der Ohn⸗ —9 Daß mich Gottes Reld verkicht, das ilt meine uderlicht. 19² 158 Das chriltliche Leben 3 Ulenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon ver⸗ treten; wenn er mich zu lichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 4 Klürd es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Rusgang wühte und mit ungewilsem Tritt ohne Licht verzagen mühte, Christus ilt mein Stab und Licht; das ilt meine Zuversicht. 5 Mag die AUelt im Hißgeschick beben oder ängstlich klagen, ohne Balt ist all ihr GSlück; wahrlich, sie hat Srund zu zagen. Daß mein nker nie zerbricht, das ilt meine Zuversicht. 6 Uill mein herr durch strenge Zucht mich nach seinem Bild ge⸗ stalten, o so will ich ohne Flucht seiner Rand nur stille halten. Dann erschreckt mich kein Gericht; das ilt meine Zuversicht. 7 Seiner Band entreißt mich nichts; lollt ich ihn mit Kleinmut schmühen? Hein Erbarmer lelbst versprichts; lollt ich ihm sein Clort derdrehen! Nein, er läüht mich ewig nicht; das ilt meine Zuverlicht. Her. 17. 7 Karl Bernhard Garve, 1763184¹ 188 Ruch nach der Neise: Dieweil wir sind verlammelt(Anhang) Sigene Nleile Max Trümpelmann, 1911 2 E. I— — 2 — ů——.—.— 45 + +—— 8 Ilch weiß, Wo⸗-ran ich glau-be, ich weih, was 4 5 — 4.— — +———— V——— felt be⸗steht, wenn al-les hier im Stau-be wie .— D————— 455 ———————— 1———— Sand und Staub ver ⸗weht; ich weih, was e-wig hang) „ 19 . Das Glaube und Rechtfertigung ———— ö blel⸗bet, wenn al⸗les wankt und fällt, wo Clahn die 2 ö— SSPSPSPIPIIIIII TTTTT —— D² Alei sen trei⸗ bet und Trug die Klu-gen prellt. —* 2 lch weih was ewig dauert, ich weiß, was nimmer lüht; auf ewgen Grund gemauert steht diese Schutzwehr fest. Es sind des Heilands Norte, die NMorte felt und klar; an diesem Fellenhorte halt ich unwandelbar. 3 Auch kenn ich wohl den eister, der mir die Felte baut; er heiht der Fürst der Geilter, auf den der Rimmel schaut, vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Engel dienen; ich weih und kenne ihn. 4 Das ilt das Licht der Röhe, das ist der Jesus Christ, der Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ilt, der nimmermehr kann wan⸗ ken, der Reiland und der Rort, die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 5 Drum weih ich, was ich glaube; ich weih, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht; ich weih, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt und selbst auf Erdenauen des Rimmels Blumen treibt. 2. Tim. 1, 12 Ernst Hlloritz Arndt, 17691860 Einen andern Crund kann niemand legen außer⸗ dem, der gelegt ilt, welcher ilt Jelus Chriltus. 1. Kor. 3,11 Das chriltliche Leben Heiligung. I. 159 ü Eigene Neise Leipzig 1539 5 , Ker rirntner:rirnnn— 5 R“— m 1 va ⸗ter un-ler im Him- mel⸗reich, der 6 ůWWERSSSSSEE 10 *———— 7 ö 3 7 du uns al ⸗le hei-hest gleich Brü- der sein al 0 —— FPa— SSSSS..... — IRRR 8 und dich ru⸗fen an und willlt das Be-ten 8 DREE dn e n 2 · von uns han, gib, daß nicht bet al-lein der 0 * W. Baer— e E eenre,— ö— L n Mund, hilf, dah es geh von her-zens-grund. 2 Geheiligt werd der Name dein, dein Nort bei uns hilf halten rein, dah wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdig⸗ lich. Behüt uns, Rerr, vor fallcher Lehr, das arm, verführet Volk bekehr. 3 Es komm dein Reich Zu dieser Zeit und dort hernach in Ewig⸗ keit. Der heilge Geilt uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; 40 507 Zorn und groh Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 19⁴4 fieiligung 15 4 Dein Uill gescheh, Rerr Gatt, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem fleisch und Blut, das wider deinen Nillen tut. 5 Gib uns heut unler täglich Brot und was man darf Zzur Leibes⸗ not; behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden Itehn, der dorg und Geizes mühig gehn. 6 All unsre Schuld vergib uns, Rerr, daß lie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern. Zu dienen mach unis all bereit in rechter Leb und Sinigkeit. 7 führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geilt anficht; zur linken und Zzur rechten Rand hilf uns tun starken Uliderstand, im Glauben fest und wohlgerüst't und durch des heilgen Geistes Trost. 8 Von allem Ubel uns erlös; es lind die Zeit und TJage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letjten Not. Bescher uns auch ein seligs End, nimm unsre Seel in deine Ründ. men, das ilt: es werde wahr! Stäck unsern Glauben immer⸗ dar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiermit gebeten han auf dein Clort in dem Namen dein: lo lprechen wir das Amen fein. Matth. 6, 9-13 Martin Luther, 1483-1546 160 Das christliche Leben Sigene UNeise Clittenberg 1535 vnt rinne,, AIEIEDEDERDERIIRIRRTTIII— 1 3 ruf zu dir, Rerr Je ⸗su Chrilt, ich ders leih mir Gnad zu die sser Frilt, lah + — bitt, er⸗ hör mein Kla-gen;— 2 mich doch nicht ver-Zza⸗ gen. Den rech⸗ten Glau-ben, rriπινì 12 — 2—— * —8 züü ai — Rerr, ich mein, den wol-lest du mir ge⸗- ben, — 2 2 S.........—— 5— dir zu le ⸗ ben, dem Nüch⸗-sten nütz zu 2————— I—— + N 2————.———— sein, dein Klort zu hal⸗ten e ben. 2 lch bitt noch mehr, o Rerre Gott, du kannst es mir wohl geben, dah ich nicht wieder werd zu Spott; die Boffnung gib daneben, voraus wenn ich muß hier davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf all mein eigen Tun, sonst wird michs ewig reuen. 3 Verleih, daß ich aus Rerzensgrund den Feinden mög vergeben verzeih mir auch Zzu dieler Stund, schaff mir ein neues Leben; dein Nlort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück schlügt herein, das mich bald möcht verkehren. 19⁵ — 4 — 14441 Heiligung 16¹ 4 Lah mich kein Lust noch Furcht von dir in dieler Nelt ab⸗ wenden; beständig sein ans End gib mir, du hasts allein in Hünden, und wem du gibst, der hats umlonst, es mag niemand erwerben noch ererben durch KNlerke deine Gunst, die uns errett't vom Sterben. 5lch lieg im Streit und widerltreb, hilk, o Rerr Chrilt, dem Schwachen; an deiner Enad allein ich kleb, du kannlt mich stür⸗ ker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstohe, du hannst machen, daß mirs nicht bringt Gefähr. ich weih, du wirsts nicht lassen. Ps. 119, 145 f.; Ps. 39,9 Johann Rgrikola(), um 1494-1566 16 Uleile: Valet will ich dir geben Leipzig 1615 2———— 9 E— Lah mich dein sein und blei⸗ben, du treu⸗ er Gott und von dir lah mich nichts treiben, halt mich bei dei ner 4—— 4 2———.— + + ——— RR— *8 E 5588 Iche. fierr, lah mich nur nicht wanken, gib mir Beltändig⸗ * ——— 2 2 1 + + + 0 ů keit; da⸗für will ich dir dan⸗ken in al⸗le E⸗wig⸗heit. Ps. 65, 10 Nikolaus Selnecker, 1530-192 127 162 Das christliche Leben Eigene Nleise Strahburg 1577 AE————* D 1 1 WDe dan lieb hab ich dich, o Rerr; ich Die gan-ze Uelt er⸗ freut mich nicht, nach —.— 2 — bitt, wollst sein von mir nicht fern mit del⸗ ner Güt und Bimml und Er⸗ den frag ich nicht, wenn ich dich nur kann — Ah 918. f. n —2*————— 33 I— 9— rth Und wenn mir gleich mein Rerz Zerbricht, so bilft du doch mein Zu⸗ver⸗licht, mein Teil und mei⸗ nes .I——5 ³ 2 + +* Rer⸗zens Trost, der mich durch sein Blut hat er⸗-löst. Rerr 4* 1— SIi‚‚I‚.‚eeEe‚e‚ee.e.e.....ee ——— Jens su Chrilt, mein Gott und Rerr, mein Gott und 4 555 —— + + +— +* 255 + Nerr, in Schan⸗den lah mich nim-mer- mehr! 163 2 Es ilt ja, Rerr, dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nüchsten mein, wolllt mir dein Gnade geben. Behüt mich, Rerr, vor falscher Lehr, des Sa⸗ tans NMord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf dah ichs trag geduldiglich. Rerr Jesu Christ, mein Rerr und Gott. mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot! 3 ch ierr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoh tragen, den Leib in sein Schlafküämmer⸗ lein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis am jüngiten Jage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Rugen sehen dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Reiland und mein Gnadenthron. Rerr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! lch will dich preisen ewiglich. PI. 18, 2. 73, 25 Martin Schalling, 1522-1608 163 Uleise: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt J. R. Schein, 1628 2 ů Heiligung +— +* + IEEe +* XI — DEEEEEEEE—— 4 1 Ilir nach, spricht Chri⸗stus, un ⸗ser Reld, mir Ver-leug-net euch, ver⸗laht die Nlelt, folgt 2 —— . REE — + I— +— nach, ihr Chri⸗sten al=lel mei⸗nem Ruf und Schal⸗le; nehmt eu=öer Kreuꝛ und 2.—— —— —++ — 5.— Un⸗ ge⸗mach auf euch, folgt mei⸗nem Nlan ⸗del näch. Alch bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugendleben. Aler zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. ich bin der leg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 12⁷ 164 Das christliche Leben 3 Mein Berz ift voll Demütigkeit, voll Liebe mein Gemüte; mein Mund, der flieht zu jeder Zeit von Sanftmut und von Güte; mein Geilt und Nille, Kraft und Sinn ilt Gott ergehen, schaut auf ihn. Ach zeig euch das, was schädlich ilt, zu fliehen und zu meiden und euer Rerz von arger Lilt zu reingen und zu scheiden. lch 615 der Seelen Fels und Rort und führ euch zu der Rimmels⸗ pfort. 5 Füllts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Sin böser Knecht, der still mag stehn, sieht er voran den Feldherrn gehn. 6 Kler seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. QUer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7 So laßt uns denn dem lieben Rerrn mit unserm Kreuz nach⸗ gehen und wohlgemut, trds und gern bei ihm im Leiden stehen, wer nicht gekümpft, trägt auch die Kron des eogen Le⸗ bens nicht davon. Matth. 10, 38 Joh. Scheffler, 1624-1677; Str. 4 Zulatz Uleise: Lasset uns den Berren preilen Johann Schop, 1641 —* + EEr EEEE 822* + 1—— E ——— Lab⸗set uns mit Je-su zie-hen, lei-nem 1 in der Alelt der Nlelt ent-flie-hen, auf der 4 3 1— *— UAR — —— Vor-bild fol- gen nach, Bahn, die er uns brach, I —4 44 im⸗- mer⸗fort zum Rimmei 200 Heiligung 16⁴4 I— WSS ——.— rei⸗len, ir⸗disch noch, schon himmlisch sein, 5¹⁰ 1.—..— —H—.—— 4 +.— I + 24.. glau⸗ben recht und le⸗ben rein, in der Lieb den SDIDIRDE Treu ⸗er Je⸗ su, bleib bei 4* E + V * +4 Glau⸗ben wei⸗sen. — I + + + *— — — mir; ge ⸗ he vor, ich fol ⸗ge dir. 2 Lasset uns mit Jelu leiden, leinem Vorbild werden gleich. Nach dem Leiden folgen Freuden, Armut hier macht dorten reich. Trünensaat die erntet Lachen, Roffnung trölstet die Geduld; es kann leichtlich Gottes Rulð aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir. 3 Lalset uns mit Jesu sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seeloerderben, von der ewiglichen Not. Laht uns töten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Rimmelslehen heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, dah ich lebe für und für. 4 Lasset uns mit Jesu leben; weil er auferstanden ist, muß 936 Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Raupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder, o du leblt, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter Freund, für deine Brüder. Jesu, dir ich iebe hier, dorten ewig auch bei dir. Joh. 11, 16 Sigismund von Birken, 1626-1681 2⁰⁰ 165 Das christliche Leben Sigene Neise Darmltadt 1698 — .— 2. 1 Sieh, hier bin ich, Eh⸗ren ⸗ kö=nig, ů ö—— le⸗ge mich vor dei⸗nen Thron; schwache Trü⸗nen, Ꝙυ— kind=lich Seh⸗nen bring ich dir, du Menlchen⸗ —— sohn. Laß dich kin den, lah dich fin⸗den 1—.—. — von mir, der ich Isch und Tonl 2 Sieh doch auf mich, Rerr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Zinn; dich alleine nur ich meine, dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden gib dich mir und nimm mich hin! 3 lch begehre nichts, o Rerre, als nur deine freie Gnad, die du gibest, den du liebelt und der dich liebt in der Tat. Lah dich finden, laß dich finden, der hat alles, der dich hat! 4 Dieler Zeiten Sitelkeiten, Reichtum, Klollust, Shr und Freud, lind nur Schmerzen meinem Rerzen, welches lucht die Ewigkeit. Lah dich finden, lah dich finden, groher Gott ich bin bereit! Dan. 9, 18 Joachim Neander, 1650-180 20² Reiligung 166 166 Aleise: Rerr Jesu Christ, dich zZu uns wend Görlin 16⁴⁸ 22 .............— 1 Eein rei ⸗- nes Rerz, HRerr, schaff in mir, schlies ————.—— 5 e. n,— zu der Sün⸗den Tor und Tür; ver⸗trei⸗be lle und , lah nicht zu, dahß lie in mei⸗nem her⸗zen ruh. 2 Dir öffn ich, Jesu meine Tür, ach komm und mohne du bee mir, treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel, deinem Naus. 3 Laß deines guten Seistes Licht und dein hellglünzend An⸗ gesicht erleuchten mein Rerz und Gemüt, o Brunnen unerschöpk⸗ ter Güt. 4 Und mache dann mein Rerz zugleich an Rimmelsgut und gegen reich, gib eisheit, Stürke, Rat, Verstand aus deiner mil⸗ den Gnadenhand. 5 80 will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Sigen⸗ tum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Ps. 51, 12—14 fieinrich Georg Neuß, 1654—1716 Selig lind, die reines Herzens lind; denn lie werden Gott lchauen. Matth. 5.8 20³3 167 Das christliche Leben 167 Aleise: Rerr Christ, der einig Gottssohn Vorref. Erfurt 1524 —.— DI.— SISISISIIIII IIIII.— 1 Nerr Je ⸗su, Gna⸗den⸗son⸗ne, wahr⸗haf⸗ tes Le⸗bens⸗ lah Le⸗ben, Licht und Klonne mein blö⸗ des Ans ge⸗ 2— — N* 2 SZ. —E P—.— I——— I +— 2 ESIESE˖EDEEEEEEEEEEEE sicht nach dei⸗ ner Gnad er⸗freu⸗en und mei⸗nen 4 +— 1 +— — V——————.— ——— 8.— Geilt er⸗neu⸗ en; mein Gott, ver⸗sag mirs nicht. 2 Vergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn derschwinden und hilf mir gnädiglich, lah deine Friedens⸗ gaben mein armes Rerze laben. Ach Nerr, erhöre mich! 3 Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamsslinn und laß mich dich erwühlen, auf daß ich mich forthin zu deinem Bienlt ergebe und dir Zzu ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4 Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verstündnis durch dein geheiligt Klort, damit ich an dich glüube und in der AMahrheit dleibe zu Trutz der Nöllenpfort. 5 Itlit deiner Kraft mich rüste, zu kreuzgen mein Begier und alle bösen Lülte, auf daß ich für und für der Sündenwelt ablterbe und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in dir. Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Ulohlgefallen be⸗ stündig möge waͤllen auf rechter Lebenobahn. 7Nun, Berr, perleih mir Stürke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; hin⸗ gegen meine Sinnen, mein Lassen undBeginnen ilt böse und nicht gut. 2⁰⁴4 Leben — HReiligung 168 8 Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; gib, daß ich deinen Ulillen gedenke zu erfüllen, und fteh mir krüftig bei. Röm. 12, 1 Ludwig Andreas Sotter, 1661-1735 168 Uleile: Nlie nach einer Ualserquelle Genf 1551 +1———— EEEEEEEE n 8 8W..——+—.— Ian et dichn eee schaf⸗fet eu⸗ re bau- et nicht wie fre⸗ che Sün⸗der nur auf ge⸗ gen⸗ x R I— . Se⸗lig⸗keit; würt⸗ge Zeit, 2 ·——— nach dem Bim⸗mel⸗reich und be⸗mü⸗het euch auf son⸗dern schau⸗et U⸗ ber euch, rin⸗get — N ——— 15 ů ——— Er-den, wie ihr mö⸗get le ⸗ lig werss⸗ den. 2 Dah nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und desselben Neigung gehen; sondern was Gott willi und tut, das muß ewig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag fleisch und Blut in allem übel oder wohl gefallen. 3 Ihr habt Ursach zu bekennen, dah in euch noch Sünde steckt, dah ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, dah euch lauter Elend decht, und daß Sottes Snadenkraft nur allein das Gute schafft, ja dah auher seiner Snade in euch nichts denn Seelenschade. 2⁰⁵ 169 Das christliche Leben 4 Selig, wer im Glauben kümpfet; lelig, wer im Kampf besteht und die Sünden in sich dümpfet; lelig, wer die Klelt verschmüht. Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Rimmel will ererben, muh Zzuvor mit Christo sterben. 5 HQerdet ihr nicht treulich ringen, sondern trüg und lülsig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Roffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 5llit der AUelt sich lustig machen, hat bei Chrilten keine Statt; fleischlich reden, tun und lachen schwücht den Geist und macht ihn matt. Ach bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, dah man noch mit frechem Rerzen sicher wolle tun und scherzen. 7 Furcht muß man vor Gott stets tragen, denn er kann mit Leib und Seel uns zur Rölle niederschlagen; er ilts, der des Geistes Ol und, nachdem es ihm beliebt, ANollen und Vollbringen gibt. O so laht uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8 Und dann schlagt die Sündenglieder, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod danieder, bis ihm seine Hacht gelegt; was euch ürgert, hauet ab, was euch hindert, senkt ins Grab und denkt oftmals an die Klorte: Dringet durch die enge Pforte! Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich leinen Beistand finde, in der Snade zu bestehn. ch mein Beiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht, gib mir deines Geiltes Uaffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10 Kmen, es geschehe, Amen! Gott verliegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen so den Glaubenskampf ausführ. Er, er gebe Kraft und Sttirk und regiere selbst das NUerk, dah ich wache, bete, ringe und also zum Rimmel dringe. Phil. 2,12 ff. Ludwig Andreas Sotter, 16611735 169 Eigene Neise Halle 1704 2 + 2——— E———.——— 1. Durch⸗bre⸗cher al⸗-ler Ban-de, der du bei dem Schaden, Spott und Schan-de lau ⸗-ter 2⁰ Geil lösur fieiligung 16 2— 5 ——— W—3 11——————— —— Lut und Bwil ut ü⸗ be ser⸗ner dein Ge⸗ 4* +. SSDSSPSPSISISISII..e— rich⸗te wi⸗ der unsern Adamosinn, bis dein treu⸗es .——— —— 2— I + An⸗ ge⸗ sich⸗te uns führt aus dem Ker⸗ker hin. Uts doch deines Vaters Nille, daßz du endest dieses Nlerk; hierzu wohnt in dir die Fülle aller Neisheit, Lieb und Stärk daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es aus dem Treiben führelt zu der sühen Ruhestatt. 3 Ich so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Ründen, dein Rerz ist auf uns ge⸗ richt't, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns verachtt und schnöd gemacht. 4 Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrücht, ob auch schon der Geilt zu Zeiten sich auf etwas Belsers schickt. 5 Ich erheb die matten Krüfte, sich einmal zu reihen los und durch alle Nleltgeschäfte durchzubrechen frei und bloh. Aeg mit enschenfurcht und Zagen, weich, Vernunftbedenklichkeit, fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zürtlichkeit! 6 Retr, Zermalme, brich, vernichte alle Uacht der Finsternis, unter⸗ wirk sie dem Gerichte, mach des Sieges uns gewih. Reb uns aus dem Stäub der Sünden, wirf die Schlangenbrut hinaus, laß uns wahre Freiheit finden droben in des Vaters Raus. 7 Vir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in EZwigkeit; wie dus nötig findlt, 1o tue noch vor unsrer Abschiedezeit; aber unser Geilt, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Er⸗ lölung findet, welcher Zeit und lilah gebricht. 207 170 Das christliche Leben 8 Rerrscher, herrsche, Sieger, liege, König, brauch dein Regiment; führe deines Reiches Kriege, mach der Sklaverei ein End. Rus dem Kerker führ die Seelen durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so quälen; denn du meinsts mit uns ja gut. 9 Raben wir uns selbit gefangen in der Lust und Sigenheit, ach so lah uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an: zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! 10 Ich wie teur sind wir erworben, nicht der Ulenschen Knecht zu sein; drum, so waͤhr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkammen, nach dem besten Bild gebildt: der hat Gnad um Enad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 11 Liebe, zeuch uns in dein Sterben; laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht süumen, lahz uns nur nicht lässig lein; werden wir doch als wie trüumen. wenn die Freiheit bricht herein. Micha 2,13 Gottfried Arnold, 1666-1714 Eigene QVeise Ralle 170⁴4 I . +* 1 5 3— + +—*= 15 dir, Je⸗-ho-va, will ich sin- gen, denn Dir will ich mei⸗ ne Lie-der brin-gen; ach — 1 — — wo ilt doch ein lol-cher Sott wie du? gib mir dei- nes Gei⸗-stes Kraft da-Zzu, 1 —— — dah ich es tu im Na-⸗ men Je⸗ lu 2⁰⁸ Neiligung IEEEEE SSIIE—— Chrilt, so wie es dir durch ihn ge⸗fäl-lig ilt. 2 Zieh mich, o Vater, zZu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh Zzu dir; dein Geilt in meinem Rerzen wohne und meine Sinne und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen ling und spiel. 3 Verleih mir, Böchlter, solche Güte, lo wird gewih mein Singen recht getan; so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich in Seilt und Klahrheit an; lo hebt dein Geist mein Rerz Zu dir empor, dah ich dir Pfalmen sing im höhern Chor. 4 Denn der hann mich bel dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich lind; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Hliterbe Jesu Chrilti sei, daher ich: Abba, lieber Vater! schrei. 5 Ulenn dies aus meinem Rerzen schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heiher Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Nillen hab getan. 6 Nlas mich dein Geilt selbst bitten lehret, das ist nach deinem Ulillen eingericht't und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7 Clohl mir, dah ich dies Zeugnis habe; drum bin ich voller Trolt und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du und tust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8 Nlohl mir, ich bitt in Jesu Namen, der mich Zzu deiner Rechten selbst vertritt; in ihm ilt alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Aohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit, dah du mir schenkest solche Seligkeit. Joh. 16, 23 Bartholomäus Crasselius, 1667 1724 20 17¹ Eigene Ileise 2 ö 171 Das christliche Leben Adam Krieger, 1657; geistlich Ralle 17⁰4 ———— 1 ESins ilt not! Ach Berr, dies Si ⸗ ne leh⸗ re al⸗les an⸗dre, wies auch schei ⸗ ne, ilt ja 3 2 I—..— SSS V 1 H L mich er⸗ken⸗- nen doch; nur ein schwe⸗ res Joch, dahs run ⸗ter das .——— I— 2— nirnnn wen eenen, en wen, anen, ne, d. Her ⸗ze sich na⸗ get und pla⸗ get und 4— — int, Kut., den⸗noch kein wah⸗res Ver⸗gnü⸗gen er⸗ ja⸗ get. Er⸗ + 27——— VF , e et er I....—..... 0 lang ich dies Ei⸗ ne, das al⸗les er⸗letzt, so — 2——— FFF 4— werd ich mit Si⸗ nem in al⸗ lem er⸗göht. 2 Seele, willlt du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur; lah, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur; wo Sott und die Menschheit in Sinem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ilt das beste, notwendige Teil, mein Sin und mein Alles, mein seligstes Reil. 3 Klie dies Sine zu geniehen sich Maria dort beflih, da sie sich Zzu Jesu Fühen voller Andacht niederließ: ihr Rerze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr Reiland, sie wollte belehren; ihr Alles war günzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Sinem geschenkt: 2¹⁰ Beiligung 17¹ Also ist auch mein Verlangen, liebiter Jesu, nur nach dir; lah mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum gröhesten Raufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Nort, o Jesu, ist Leben und Geilt; was ilt wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5 Aller AMeisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Ilille fein in lolche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Kleisheit, die himmlisch ilt, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weih, so hab ich der Ueisheit vollkommenen Preis. 6 Nichts kann ich vor Gott ja bringen als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bilt am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Reils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Swigkeit prangt. 7 Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwühle, mir zur Reiligung gemacht. Klas dienet zum göttlichen Aandel und Leben, ilt in dir, mein Bei⸗ land, mir alles gegeben; entreihe mich aller vergünglichen Lult, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8 Ja was soll ich mehr verlangen! Mich umströmt die Snaden⸗ flut: du bilt einmal eingegangen in das Beilge durch dein Blut: da halt du die eoge Erlölung erkunden, dah ich nun der hölli⸗ schen Rerrschaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Nleide mein Rirt Jesus mich gesetzt. Nichts Sühres kann allo mein Rerze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ilt, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 10 Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Reuchellchein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Röchster, auf ewigem Uege; gib, dah ich nur alles hier achte für Spott und Jelum gewinne: dies Sine ist not. Luh. 10, 42; 1. Kor. 1, 320 Joh. Reinrich Schröder, 16671699 2¹¹ Das chriltliche Leben 17² Aleile: Siner ist König, Immanuel sieget Köthen 1733 2——. Je ilf sie⸗ gen, du Für⸗ste des Le⸗bens; wie si ihr höl ⸗li⸗-sches heer nicht ver⸗ge⸗bens ————— 2 sieh, wie die Fin⸗ter⸗ nis Düd⸗ 8t her⸗ ew. müch⸗tig auf⸗füh⸗ ret, mir schüd⸗lich zu sein. ——— * bhu Sa⸗ton, der sin⸗net auf al⸗ler⸗hand Rün-he, RBĩìↄp?œłàF 14. + wie er mich sich⸗te, ver⸗stö⸗ re und krün⸗k 2 Jesu, hilf liegenl Ach wer muß nicht klagen: Rerr, mein Ge⸗ brechen ist immer vor mir! Bilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein krüftig Versühnen und dies zu meiner Demütigung dienen! 3 Jesu hilf siegen! Nenn in mir die Sünde, Sigenlieb, Roffart und Mihgunst lich regt, wenn ich die Last der Begierden empfinde und sich mein tiefes Verderben darlegt, hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten und durch dein Leiden mein lündlich fleisch töten. 21² fieiligung 17²2 4 Jesu, hilf siegen und lege gefangen in mir die Lülte des Plei⸗ sches und gib, daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts lich schwingend durch heiligen Trieb. Laß mich eindringen ins göttliche lesen, so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 5 Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; wenn lich die Krüfte der Lügen aufblähn und mit dem Scheine der Nahrheit lich schminhen, lah doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Illeister, lehre mich kümpfen und prüfen die Geister. 6 Jelu, hilf siegen im Nachen und Beten, Büter, du schläfst ja und schlummerlt nicht ein; laß dein Gebet mich unendlich ver⸗ treten, der du versprochen, mein Fürsprech Zzu sein. Ilenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wolllt du mich, Jesu, er⸗ muntern und wecken. 7 Jesu, hilf siegen! Aenn alles verschwindet und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich vor Angit und vor Zagen vergeh, ach Rerr, lo wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innerlten Seufzen ver⸗ mũühlen. 8 Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlang, lo will ich ewig dir Lob und Dank lingen, Jesu, mein Reiland, mit frohem Gelang. Nlie wird dein Name da werden gepriesen, mo du, o Reld, dich o müchtig erwiesen! Jesu, hilf siegen, wenns nun kommt zum Sterben; mach du mich würdig und stetig bereit, dah ich mich nenne des Rimmel⸗ reichs Erben, dort in der Swigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jelu, dir bleib ich ergeben; hilf du mir siegen, mein fieil, Trost und Leben. 10 Jesu, hilf siegen, wenn ich einst soll scheiden von dieser jammer⸗ und leidvollen NUelt; wenn du mich rufelt, gib, daß ich mit Freu⸗ den zu dir mög fahren ins himmlische Zelt. Lah auch Zzuletzt mich im Kampf nicht erliegen; reiche die Rand mir, o Jesu, hilf siegen. Eph. 6, 12 Johann Reinrich Schröder, 1667-1699 2¹³ 173 Das chriltliche Leben Sigene Aleise Brüdergemeine, um 17⁴0 —— E e. 1 Rin⸗-ge recht, wenn Got⸗tes Gna⸗ de dich nun ů— zie-het und be⸗ kehrt, dah dein Seilt lich ö — ů 22—5 —————— recht ent-la- de von der Last, die ihn beschwert. 2 Ringe, denn die Pfort ilt enge, und der Lebensweg ilt schmal; hier bleibt alles im Gedrünge, was nicht zielt zum Rimmelssaal. 3 Kümpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4 Einge, dah dein Sifer glühe und die erste Liebe dich von der ganzen Nlelt abziehe; halbe Liebe hült nicht Stich. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; lah dich keine ZLeit gereuen, würs auch Tag und Nacht getan. 6 Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Reils mit Zittern wahr; hier in dieser Leibeshöhle schweblt du täglich in Gefahr. 7 Ralt ja deine Krone feste, halte männlich, was du halt, recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Galt. 8 Clahre Treu führt mit der Sünde bis ins Grab bestündig Krieg, richtet sich nach keinem Ainde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 9 Klahre Treu liebt Christi Alege, stets beherzt auf ihrer Rut, weih von keiner Klolluftpflege, hält sich selber nichts zugut. 10 HNahre Treu kommt dem Setümmel dieser Clelt niemals zu nah; ilt ihr S8chatz doch in dem Rimmel, drum ist auch ihr Rerz allda. 11.Dies bedenket wohl, ihr Streiter, streitet recht und fürchtet euch; geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Rimmelreich. Luk. 13, 24, Phil. 2, 12 Johann Joseph Klinckler, 1670 –1722 2¹⁴ Reili UIeil 2 1 Heiligung 174 17⁴ Aleise: Straf mich nicht Vor 1681; geistlich Dresden 1694 8.— n, vn. ———————— NMlache dich, mein Geist, be⸗reit, wa⸗che, fleh und daß dich nicht die dö⸗fe Zeit un⸗ver⸗hofft be⸗ 4 , ,d N Ln — Sss=s33s= Lestezl denn es ilt Sa⸗ tans List ü⸗ ber die le fröm⸗ men zur Ver⸗su⸗chung kom⸗men. 2 Fber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not lamt dem Tod möchte dich in Sünden undermutet finden. 3 Nlache auf, lonst kann dich nicht unser Rerr erleuchten; wache, lonsten wird dein Licht dir noch kerne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner GSnadengaben offne Rugen haben. 4 Ulache, daß dich Satans List nicht im Schlaf umstricke, weil er sonst behende ilt, daß er dich berücke; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn lie licher lchlafen. 5 Uache, dah dich nicht die lelt durch Gewalt bezwinge oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, damit nie viel von falschen Brüdern unter deinen Gliedern. 6 Klache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Rerze, damit es nicht freventlich Gottes Snad verscherze; denn es ilt voller List und kann sich bald heucheln und in Roffart chmeicheln. 7 Bete aber auch dabei mitten in dem Nachen; denn der Rerre muß dich frei von dem allen machen, was dich drückt und be⸗ trickt, daß du schlüfrig bleibelt und sein AUerk nicht treibest. 2¹⁵ 175 Das christliche Leben 8 Ja er will gebeten sein, wenn er was loll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Ulelt, Fleisch und Sünden krüftig überwinden. Doch wohl t es muh uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch feinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst belchütten, wenn wir glüubig bitten. 10 Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer nüher treten; denn die Zeit ilt nicht weit, da uns Gott wird richten und die Uelt vernichten. Mlatth. 26, 41 Johann Burchard Freystein, w16711718 ö 17⁸ leile: Jesus, meine Zuverlicht Berlin 16555 ——.—.— —— + —— I— — mel ⸗ an geht un ⸗sre Bahn, wir sind bis wir dort nach ka⸗ na s an durch die 1— 2 1 2 —— 1 *— Gü⸗ste nur auf Er⸗ den, 5 Alü⸗fte kom⸗-men wer⸗ den. fier ist un=ser 4 S........... •—— + I— ———.——— Pil⸗grim⸗stand, dro⸗ben un ⸗ser Va⸗ter-land. 2 Füimmelan schwing dich, mein Geist, denn du bist ein himmlisch UVlesen und kannst das, was irdisch heiht, nicht au deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleucht' ter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3 Bimmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Nlorte höre. Das weist mir den Ort der Ruh, mo ich einmal hingehöre. AUenn mich dieses Nort bewaͤhrt, halt ich eine Rimmelfahrt. .SPI.I.I... Heiligung 176 4 Himmelan! Hlein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, dah mein Rerz schon aufwürts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ilt viel zZu klein gegen jenen Glanz und Schein. 5 Himmelan wird mich der Tod in die rechte Reimat führen, da ich über alle Not eroig werde triumphieren. Jesus geht mir lelbit voran, daß ich freudig folgen kann. 6 Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen falschen Uahn durch die Himmelsluft vertreiben. Rim⸗ melan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Rimmel bin. Pl. 39,13 Benjamin Schmolck, 1672-1737 Eigene Uleise Halle 1704 4* DrN ... 4 Ss glän-zet der Chri-sten in wen⸗-di⸗ ges 1 QNlas ih- nen der Kö- nig des BRim-mels ge⸗ +* * — Les ben, ob⸗gleich sie von au-hen die Son⸗ ne ver⸗ ge⸗-ben, ist kei- nem als ih⸗nen nur sel⸗ ber be⸗ 1 — 1— Ah— 12 es.dr,, HAIIDD 2 1 — *———— + +—— +* V*————8 EEE 16..5 5—— 2—87 rüh⸗ret, hat ih- re er-leuch⸗te-ten Sin-ne ge⸗zie⸗ret und 2 H—— E.—.—— SSIIIIIIII sie zu der gött-li⸗chen Aür-de ge⸗ füh⸗ ret. 27⁷ 177 Das christliche Leben 2 Sie scheinen von nuhen oft arm und geringe, ein Schauspiel der Engel, verlacht von der KNlelt; doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge, der Zierat, die Krone, die Jesu gefüllt, das Uun⸗ der der Zeiten, die hier sich bereiten, dem König, der unter den Lilien weidet, zu dienen, mit heiligem Schmucke behleidet. 3 Sonst lind sie wohl Adams natürliche Kinder und tragen das Bildnis des Irdischen auch; sie leiden am Fleische wie andere Sünder, sie essen und trinken nach nötigem Brauch; in leiblichen Sachen, in Schlafen und Nachen fieht man sie vor andern nichts Sonderlichs machen, nur dah sie die Torheit der Nleltlust verlachen. ö 4 Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein müchtiges Nlort; es lodert in ihnen die himm⸗ lische Floamme, entzündet von oben, genühret von dort. Die Engel sind Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen holdselig und wonnig⸗ lich singen; das muh dann ganz herrlich, ganz prüchtig erklingen, 5 Sie wandeln auf Erden und leben im Rimmel, sie bleiben ohn⸗ müchtig und schützen die Klelt; sie schmecken den Frieden bei allem Setiüimmel, sind arm, doch lie haben, was ihnen geküllt. Sie stehen in Leiden und bleiben in Freuden, lie scheinen ertötet den luheren Sinnen und führen das Leben des Slaubens von innen. 6 Vlenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er einst lich dar in der Rerrlichkeit stellt, so werden lie mit ihm als Fürsten der Erden auch herrlich erscheinen zZum Nlunder der Ulelt; sie werden regieren, mit ihm triumphieren, den Bimmel als prüchtige Lichter auszieren; da wird man die Freude gar offenbar spüren. 7 OJesu, verborgenes Leben der Seelen, du heimliche Zierde der inneren Nelt, lah deinen verborgenen AUleg uns erwühlen, wenn gleich uns die Schmach deines Kreuzes entstellt. Bler übel ge⸗ nennet und wenig erkennet, hier heimlich mit Christo im Vater gelebet, dort öffentlich mit ihm im BRimmel geschwebet. Col. 3, 3f. Christian Friedrich Richter, 1676 –171 Eigene Nleise 77 Halle 17⁰ 1 .. ED— — 1 E6s ho⸗stet viel, ein Christ zu sein u * — —. nden * — 8 ach dem 2¹ 2an unsre F daß nie sucht, le 3 Dock lichkeit hier ste aber m 4 llar im gro so herr liche P 5 Da mit Lu und es im Ge 6 CII ihm in Ulie li Kraft: e Leben auspiel sie voll UVun⸗ ter den t. en das andere blichen nichte dem I; + LXIL ————* EJ— L ——— Sinn des rei-nen Sei⸗stes le⸗ben; denn der Na⸗ 2— ů —— ii tur geht es gar sauss er ein, lich im-mer⸗dar in b—.—* +— SI.—.——.—— ———— Chri⸗(ti Tod zu ge⸗ben; und ilt hier gleich ein I— 1 — — 4 ES— 2— II.III.II.III.II..—83— — Kampf wohl aus ⸗ gens richt't, das machts noch nicht. 2Man muß hier stets auf Schlangen gehn, die leicht ihr Gift in unsre Fersen bringen; da kostete Wuh, auf seiner Rut Zzu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele dringen. Alenn mans ver⸗ sucht, so spuͤrt man mit der Zeit die Uichtigkeit. 3 Doch ilt es wohl der Mühe wert, dah man mit Ernst die Berr⸗ lichkeit erwäget, die ewiglich ein solcher Ulensch erführt, der sich hier stets aufs Rimmlische geleget. Es hat wohl Ilüh; die Gnade aber macht, daß mans nicht acht't. 4Man soll ein Kind des Röchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so hell, so stark und rein, so hertlich sein, verklürt im Angelichte; dieweil uns da die wesent⸗ liche Pracht o schöne macht. 5 Da wird das Kind den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn und es mit Gott zu einem Geilt verbinden. Uer weih, was da im Geilte wird geschehn! Uer mags verstehn! 6 Nlas Sott genießt, genieht es auch; was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben, der Rimmel steht bereit ihm zum Gebrauch. Ilie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Nürde sein als Gott allein. 21¹² 178 Das christliche Leben 1 KAuf, auf, mein Geist, ermüͤde nicht, dich durch die Macht der Finsternis Zzu reihen; was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht! Bedenke, was für Kraft uns Gott verheihen. Ilie gut wird liche doch nach der Arbeit ruhn, wie wohl wirds tun! Luk. 13, 24 Christian Friedrich Richter, 1076 ½ Uleise: Es koftet viel, ein Christ zu sein 4 .I 1—— 4 ———— *—W—.— E — 2 .E 30—.—— ˖˖ ssgg⸗.gs⸗⸗Xss Sinn des rei⸗nen Gei⸗stes le⸗ben; zwar der Na⸗ + H— +———.——— + I +—.—.— .... — tur geht es gar lau- er ein, sich im-mer-dar in ——— 4 — V 6 I — 10 2 —1—— Chri⸗-sti Tod zu ge⸗benj doch führt die Ena de E 1 2— 8— n—— selbst zu al-ler Zeit den schwe⸗ren Streit. 2 Du darflt ja nur ein Kindlein lein, du darflt ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Seilt, schau doch, wie gut ers mein, das kleinlte Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht lo sehr: es ilt nicht schwer. 3 Dein Vater fordert nur das Rerz, dah er es selbit mit reiner Gnade fülle; der fromme Sott macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Klille; drum übergib ihn willig in den Tod, so hats nicht not. 2²⁰ fieiligung 17⁰ lacht de 4 Clirf nur getrost den Kummer hin, der nur dein Rerz vergeblich gebricht. schwücht und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, zird lich wenn Furcht und Neh dein schwaches Fierze naget; lprich; Vater, schau mein Slend gnüdig an! So ists getan.— 576π 5 faß nur dein Rerze in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Bilfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so siehe nur, daß du dein Berze stärkelt; o wirds gewih mit seiner Rilf erfreut zu seiner Zeit. alle 17040 6 Laß nur dein Rerz im Glauben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finlternis bedecken. Dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir tun; vor keinem Sturm und Nind darflt du erschrecken. Ja, liehlt du endlich ferner keine Spur, so glaube nur. ach dem 7 80 wird dein Licht aus Nacht entstehn, und wirst dein Beil mit gröhrer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirlt du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. . O Zeele, sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist. der Na⸗ 8 KRuf, auf, mein Geist, was säüumest du, dich deinem Sott ganz kindlich zu ergeben? Seh ein, mein Rerz, genieh die sühe Ruh, in Frieden lolllt du vor dem Vater schweben. Die Sorg und Laft wirf nur getrolt und kühn allein auf ihn. ar in 1. Joh. 5, 1-3 Chriltian Friedrich Richter, 1676 –1711 — Sigene leile 70 Nürnberg 1684 — +— 2———..— 2 ö—.. ä1 Rier legt mein Sinn lich vor dir nie-der, mein reit. 65 ö e leichte 4.20—+— + + in, dos ö HW Geilt lucht sei- nen Ursprung wie-der; lah dein er⸗ reie N IT Ehner STSSE gib ihn freu⸗end An⸗ge⸗sicht zu mel ⸗ ner Armut sein ge-richt't. 221 17⁰ Das chriltliche Leben 2 Schau her, ich fühle mein Verderben, laß mich in deinem Tode sterben; o könnte doch in deiner Pein die Sigenheit ere tötet seinl 3 Du wollest, Jesu, meinen Nlillen mit der Gelalsenheit er⸗ Kalllen Di der Natur Gewalt entzwei und mache meinen illen frei. 4lch fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Ulegen übe, nur ist von der Unlauterkeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 5lch muß noch mehr auf dieler Erden durch deinen Geist ge⸗ heiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuh muß unbeweglich stehn. o lch weih mir zwar nicht selbit zu raten, hier gelten nichts der enschen Taten; wer macht sein Rerz wohl selber rein! SEE muh durch dich gewirket sein. 7 Doch kenn ich wohl dein treues Lieben, du bilt noch immer treu geblieben; ich weih gewih, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. 8 Indelsen will ich treulich kümpfen und stete die falsche Regung dümpfen, bis du dir deine Zeit erliehst und mich aus lolchen Netzen ziehst. ln Roffnung kann ich fröhlich sagen: Sott hat der Hölle Macht geschlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in leine Ruh und Sicherheit. 10 Drum will die Sorgen meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz Lane bin ach drücke kief in meinen Sinn, datz ich in dir schon elig bin. 11 Klenn ich mit Ernst hieran gedenke und mich in deinen Ab⸗ grund senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein Rerꝛ wird von dir erquickt. 12 80 wüchst der Sifer mir im Streite, so schmeck ich lchon die sühhe Beute und fühle, daß es Klahrheit ilt, dah du, mein Gott, die Liebe bist. Phil. 3, 12 ff. Christian Friedrich Richter, 16757¹ 222 e Leben deinem heit er⸗ heit er⸗ meinen deinen ch nicht ꝛist ge⸗ ih muß hts der 0 muh immer st mich Bölle Streit „ganz schon N Ab⸗ 2 wird on die Gott, 57¹1 Neiligung 18⁰ Auch nach der Neise: Ach was bin ich, mein Erretter(Anhang) Eigene Uleile alle 1704 D—— —— 1Hü⸗ter, wird die Nacht der Sün-den nicht verschwinden! 4 I— I I 1 Hli⸗ter, il die Nachtschtet hin! NVird die Finlternis der Sinnen .SIPIPIIIIIITIIIIII bald zer- rin-nen, dar-ein ich ver s wik⸗kelt bin? 2löcht ich wie das Rund der Erden lichte werden; Seelensonne, gehe aufllch bin finster, kalt und trübe; komm, o Liebe, komm beschleunige den Lauf! 3 Klir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist; und ich muh mich ltets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4 KNlir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen; aber ich bin lauter Nacht. Darum wolllt du mir, dem Deinen, auch er⸗ scheinen, der nach Licht und Rechte tracht't. 5 Das Vernunktlicht kann das Leben mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Rerz anblicken und erquicken, Jelus muß die Sonne lein. 6 Nur die Decke vor den Rugen kaͤnn nicht taugen, seine Klar⸗ heit kann nicht ein. Uenn sein helles Licht den Seinen loll er⸗ scheinen, muß das Auge reine lein. 7 Jelu, gib gesunde Rugen, die was taugen, rühre meine Rugen an; denn das ilt die gröhte Ploge, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Jel. 21, 1 Chriltian friedrich Richter, w1676-1711 223 18¹ Das christliche Leben 181 Uleise: Nachet auf, ruft uns die Stimme Fronkfurt a. M. 1590 E +* — +* + ........ — IIT + ———— 2 LLEE.,—— rn,r Rü⸗stet euch, ihr Chri⸗sten leu ⸗-te; die Nlappnet euch mit Got⸗tes Klor ⸗-te und n wune ä 0 Fein⸗de su⸗chen euch zur Beu⸗te, ja Sa⸗ tan kümp⸗fet frisch an je⸗dem Or ⸗te, da ⸗mit ihr ————— 25 —— 2 —5 I + — + L. + + +— I— V 2 + + .———— selbit hat eur be⸗ gehrt. blei⸗bet un s ver»fehtt. ut euch der Feind zu 24* + + 2* + + 4— NZ.......V. 2 + + ö—— 2 schnell, hier iit Imsma⸗ nuel! Bo⸗sis ans nal Der dee Kix, re, + I + +* U — —— — + 1——— + I ö— Star⸗ke fällt durch diesen Reld, und wir be⸗hal⸗ten mit das Feld. 2 Reinigt euch von euren Lülten, besieget lie, die ihr seid Christen und stehet in des Rerren Kraft. Stürket euch in Jesu Namen, dah ihr nicht strauchelt wie die Lahmen; wo ist des Glaubens Ritter⸗ schaft? Kler hier ermüden will, der schaue auf das Ziel, da ist Freude. QWohlan, so seid zum Kampf bereit, so krönet euch die Swigkeit. 22⁴ kieilit 3 Sti fieiligung 182 3 Streitet recht die wen'gen Jahre, eh ihr kommt auf die Toten⸗ bahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Alenn Gott wird die Toten wechen und Christus wird die Nelt erschrecken, so stehen mir mit Freuden auf. Gottlob, wir sind versöhnt! Dah uns die Ulelt noch höhnt, wührt nicht lange; und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4 Jesu, stürke deine Kinder und mach aus denen Uberwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, dah Wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der ut. Gieh aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußht in die Rer⸗ zen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. Sph. 6, 10—17 Ililhelm Erasmus Rrends, 1677-1721 Aleile: O Jesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig 1625 e m nem n winnrm—.— 1* N N EERNN .—* 2⁵———..— — + S ᷑᷑. + N . s nurs d; mmzs, Er H. aen„ E *3 V 4n An⸗ ge⸗licht mein Rerz und deel mit dei⸗ nem 4—.— — e, aA,.,n, 5 1.——— Schein durch⸗leuch ⸗tet und er⸗fül-let lein. 2 Ertõt in mir die schnöde Lult, feg aus den alten Sündenmust; ach rült mich aus mit Kraft und Ilut, Zzu streiten wider Fleisch und Blut. 3Schaff in mir, Rerr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist t und nichts lonst, als was du willst, will; ach Herr, mit ihm mein Rerz erfüll. 4 Kuf dich lah meine Sinne gehn, lah lie nach dem, was droben stehn, bis ich dich schau, o ewges Licht, von Angesicht zu Angesicht. PI. 51, 12-14 Johann Ffriedrich Ruopp, 16727⁰08 227 183 Das christliche Leben 183 Uleise: O Gott, der du ein Beerfürst bist Lyon 1562 — +—.—— EEE I E + E ———3 1lein Le-ben ist ein Pilgrimstand; ich rei⸗se N 1 ++ DD. 1 42 56 25 4U IEE.—— —.—.—— N + .I— SSPSPIPIPIPIITIITITIIII dro⸗ben Gott selbit als ei=ne fe=ste Stadt auf 4 * +— Bun⸗ des ⸗ blut ge-grün=det hat; da werd ich 4—— 2..N— +— —— ů mei=nen Sott stets lo⸗ben. Nlein Le-ben slt ein 1 4* V—*——— + — pil⸗grim· stand, ich rei⸗le nach dem Va⸗ter⸗land. 2 So schnell ich Land und Sand verlah, so schnell lüuft auch mein Stundenglas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder; ich eile zu der Swigkeit. Berr Jesu, mach mich nur bereit, eröffne meine Augenlider, dah ich, was zeitlich ilt, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 3 kein Reisen ist ohn Ungemach, der Lebensweg hat auch lein Ach. Nan waͤndelt nicht auf weichen Rosen; der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich abdrüngen von dem Ziel; ich muß mich oft an Dornen stohen, ich muß durch dürre Llüften gehn und kann lelbit keinen Aueweg sehn. 22 Heili. 4 De licht mich schon und 5 Isr dum lahn Illeir 6 Di eil, mir I nie f 7 Bi Ranr der reinl hier Pl. 3 Ilei Beiligung 184 4 Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die mit Snaden⸗ licht in unverflschte Rerzen strahlet; Uind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist findt nirgend Ruh; doch alle Muh ist schon bezahlet, wenn ich die güldne Rimmelstür mir stell in Slaub und Boffnung für. 5 lsraels Rüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen, zeig mir im QNorte deine Tritt, lah mich beieinemjeden schritt zu deinem Reil ltets näher kommen. Aein Leben flieht; ach eile du mit deiner SEnad und Bilf herzu. 6 Durch deinen Geilt mich heilig leit, gib in Geduld Beständig- keit, vor Straucheln meinen Fuß beschühe. lch falle stündlich, hilf mir auf, zieh mich dir nach in meinem Lauf, sei mir ein Schirm in Trübsalshitze. Laß deinen sühen Gnadenschein in Finsternis nie feene sein. 7 Bin ich in diesem fremden Land der blinden Tlelt schon unbe⸗ kuannt, dort sind die Freunde, die mich kennen, dort werd ich mit der Bimmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinlten Liebe brennen. Nein Beiland, komm, o bleib nicht lang; hier in der Qlüste wird mir bang PI. 39, Ps. 84 Friedrich Adolf Lampe, 1683-172 184 Tleise: Meinen Jesum laß ich nicht II Joh. Uhlich, 1674 6 v n=nini in nin,. See⸗ le, was er ⸗ müdst du dich in den 1 die doch bald ver ⸗zeh- ren sich und zu 4*— ———.— ——— Hb.——— Din-gen die-ser Denl Su-che Je sum Staub und-sche wer-den! 5 — und sein Licht, al ⸗-les an- dre hilft dir nicht. 227 185 Das chriltliche Leben 2 Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihnsich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Bimmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jesum und sein Licht, alles a dre hilkt dir nicht. 3 Du verlanglt okt füße Ruh, dein betrübtes Rerz Zu laben; eil zum Lebensquell hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4 Fliehe die unselge Pein, die das finstre Reich gebieret; laß nur den dein Labsal fein, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jelum Und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5 Geh in Einfalt stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohlerguichen. Suche Jelum und sein Licht, alles andre hilkt dir nicht. 6 Du bilt ja ein Rauch aus Gott und aus seinem Geilt geboren. Darum liege nicht im Tod; bist du nicht zum Reich erkoren! Suche Jelum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 7Schwinge dich fein oft im Geist über alle RBimmelshöhen, laß, was dich zur Erde reiht, weit von dir entlernet ltehen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 8 Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fliehet und auf die, so keusch und fromm, sich in reichem Maß er⸗ giehet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 9Laß dir Gottes hilajestüt immerdar vor Rugen schweben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Rerz Zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 10 Sei im übrigen ganz still, du wirlt schon zum Ziel getangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum such Jesum und lein Licht, alles andre hilft dir nicht. Col. 3,1 Jakob Gaͤbriel Klolf, 1684 1754 185 Neise: Aie wohl ist mir, a Freund der Seelen 1 Halle 170⁰⁴ — —.— SISISIII— ———— 1 O Va⸗ter⸗-herz, o Licht, o Le-ben, o dir bin ich ein⸗mal U⸗ ber ⸗ ge⸗ben, dir, 228 —— en; lah eJesum angen; Drum 4—175⁵⁴4 le 1704 Heiligung 5— treu⸗er Hirt Im-ma⸗ nu⸗el, Y ich ni dir ge⸗hö⸗ ret mei⸗ ne Sei, ie d mich düht 4 2 44 4* 40 STTTST IVI I H— + I— ——— e. mehr lel-ber füh⸗ren, der Va⸗ter soll das kind re⸗ —— ———— SSSSSSSSS ——— gie⸗ren: sa geh nun mit mir aus und ein und —— 2 5— den lei⸗te nuüch nach al⸗len Trit⸗ten. lch geh, ach hör, 2—— — 4..— **——— 1.— + x—— o Herr, mein Bit-ten, für mich nicht ei-nenschritt al⸗lein. 2&las kann dein schwaches Kind vollbringen? lch weiß mir gar in keinem Rat; drum sei in groh und kleinen Dingen mir immer selber Rat und Tat. Du willlt dich meiner gar nicht schümen, ich mag dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles lein; so solllt du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen, dann stellt sich lauter Segen ein. 3 Du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Nort muh ewig feste stehn; du sprichst, dein Ruge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn; ja deine Güt und dein Erbarmen soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Alink nur sehe, Io spür ich tüglich neue Treu. 22 186 Das christliche Leben 4 O daß ich auch im kleinsten merke auf deine Uleisheit, Güt und Treu, damit ich mich im Glauben stürke, dich lieb und lob und ruhig sei und deine Ileisheit lalse walten, stets Ordnung, Maß und Ziel Zzu halten; denn lauf ich vor, so laufich an. Drum mach im Besten mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumahen; was du nur tuft, ilt wohlgetan. 5 Ach mach einmal mich treu und stille, daß ich dir immer folgen kannz nur dein, nur dein vollkommner Clille sei mir hier Schranke, Lauf und Bahn. Laß mich nichts mehr für mich verlangen, ja lagj mir nichts am Rerzen hangen als deines grohen Namens Ruhm; der sei allein mein Ziel auf Erden; ach laß mirs nie verrücket werden; denn ich bin ja dein Sigentum. 6 Laß mich in dir den Vater preilen, wie er die Liebe selber ist; laß deinen Seist mir klürlich weilen, wie du von ihm geschenkt mir bilt. Ach offenbare deine Liebe und wirke doch die heihen Triebe der wahren Gegenlieb in mir; durchdringe dadurch Rerz und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen allein zu deinem Lobe führ. PI. 23 Karl Reinrich von Bogatzky, 16901774 Aleise: Schmücke dich, o liebe Seele johann Crüger, 164 SSEIEEEI DDESSSEEEEE— 1 kö⸗nig, dem kein Kö⸗nig glei-chet, des⸗ sen dem als Gott das Reich ge-büh-ret, der als I 4 — UII Ruhm kein ilund er-rei-chet, NMensch das Zep-ter füh⸗ret, dem das kecht ge⸗ 230 —— Leben it, Güt nd lob dnung, Drum ahen; folgen ranke, „ ja lah Ruhm; errücket lber ist; eschenkt eheihen ch Rerz deinem 0177⁴4 fielligung 186 70 51—— 2 65 ñ— hoct zum Thro⸗ne als des Va⸗tere ein⸗ gem AꝘb———.—— LE 2 I + XII— 1 2 —————— Sohes ne, den so olel Voll⸗hom⸗men he ten + ——— krö ⸗ nen, zie ren und be⸗ glei⸗ ten. 2 fümmel, lalser, Luft und Erde nebst der ungezählten Rerde der Geschöpfe in den Feldern, in den Seen, in den Wüldern sind, Rerr über Lod und Leben, dir zum Sigentum gegeben. Tiere, lllenschen, Geilter scheuen, Menschenlohn, dein mächtig Dräuen. 3 In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am schönsten glünzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Raupt er⸗ wühlen, die durchs Zepter deines Mundes nach dem Recht des Gnadenbundes lich von dir regieren lallen und wie du das Un⸗ recht halsen. 4ln dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preilen und dir Ehr und Dienst erweilen. 5 O du könig in drei Reichen, dir ift niemand 2u vergleichen an dem Uberfluß der Schätze, an der Ordnung der Geletze, an Vor⸗ trefflichkeit der Gaben, welche deine Bürger haben; du beschützelt deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. 6 Herrsche auch in meinem Rerzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen, lah mich deinen Schutz geniehen, glüubig dich ins Herze schliehen, ehren, fürchten, lobesi, lieben und msch im Ge⸗ horsam üben, hier mit ringen, dulden, itreiten, dort mit herrschen dir zur Seiten. Joh. 18, 37 Johann Jakob Rambach, 1693-1735 231 D 187 Das chriltliche Leben Cleise: Jesu, meine Freude Johann Crüger, 1653 * 12 1—. + u 5 8—— .—— All ⸗ge- nug⸗-sam Ue-sen, das ich hab er⸗ du ver⸗gnügst al ⸗lei ne völ-lig, in-nig, S 32 55— ů— le⸗sen mir zum höch-sten Sut, rel⸗ ne See⸗=le, Geilt und Pahnt. Aler dich — — * TTT. IAI DDIAA— hat, ist still und satt; wer dir kann im ——— b—— ——.—— E 2 I ———5— 1 + Geist an ⸗ han⸗gen, darf nichts mehr ver-lan⸗gen. 2 Clem du dich gegeben, kann in frieden leben, er hat, was er mill; wer im Rerzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ilt still. Bist du da und innig nah, muß das Schönste bald er⸗ bleichen und das Beste weichen. 3 Röchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein, mas Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben: du vergnügst allein. Uas ich mehr als dich begehr, mein Vergnügen in dir hindert, meinen Frieden mindert. 4 Klas genannt mag werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu; einer kann mir geben Freude, Ruh und Leben; eins ist not, nur du! Bab ich dich nur wesentlich, so mag Leib und Seel verschmachten, will ichs doch nicht achten. 5 Komm, du selig Aesen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar; meinen Runger stille, meine Seele fülle mit dir selber gar. Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich mür völlig geben. PI. 73, 25f. Gerhard Tersteegen, 16971769 232 Heiligung 188 188 Eigene Neise Dimitri Bortniansky, 1822 2—— +.— y.pruss em Eirui e, — + I— Uich be⸗te an die Macht der Lie⸗be, die sich in , wirinn einen, v.n Je slu of«⸗ fen⸗bart; ich geb mich hin dem — — EE EEE 4w—— ————— frei ⸗en Trie-be, wodurch ich Aurm ge⸗lie ⸗ bet —————————— *.——.—— +—— I — 1 + ward; ich will, an⸗statt un mich zu den⸗ken, I I — — t— + 7 ins luleer der Lie-be mich ver⸗ sen ken. 2 Nlie bilt du mir so zart gewogen und wie verlangt dein Rerz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen, neigt lich mein Alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Aelen, du hast mich und ich dich erlelen. Z Ich fühle, du bilts, dich muh ich haben, ich fühls, ich muß für dich nur sein; nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, mein Ruh⸗ latz ilt in dir allein. Rier ist die Ruh, hier ist Vergnügen; drum olg ich deinen selgen Zügen. 4 Ehr sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell ent⸗ pringt, von dem hier alle Büchlein kamen, aus dem der Selgen Schar dort trinkt. lie beugen lie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen Ründe! 2³3 189 Das christliche Leben 5O Jesu, daß dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein; möcht deine lühe Jesusliebe in Rerz und Sinn gepräget sein. Im Qort, im lerk und allem Alelen sei Jelus und sonst nichts zulesen. 1. Joh. 4, 19 Gerhard Terkteegen, 1697-1767 189 Aleise: Von Gott will ich nicht laflen II J. Crüger, 1640, Berlin 1786 EEEEEEEEEE 1 e ge⸗hen, der Abend kommt her⸗ es ist ge-fähr⸗lich ste-hen in die⸗ser Klü⸗ste⸗ — ———.———.—— 5—— 52—— D— SSEE EEEEEEIIEIFEI— —— 221 Kommt, stür⸗ket eu⸗ren Mut, zur E⸗wig⸗keit zu 4.——— —— . —.3 wandern von einer Kraft zur andern; es ilt das Ende gut. 2 Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommnt, folgt und trauet 15 x 100 jeder lein Gelichte mit ganzer ANendung richte fest nach erusalem. 3 Sehte der Natur entgegen, so gehts gerad und fein, die Fleilch und Sinnen pflegen, noch chlechte Pilger lein. Verlaht die Kreatur und was euch sonst will binden, laht gar euch lelbst dahinten, es geht durchs Streben nur. 4 Illan muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel sammeln, halten, handein macht unsern Gang nur schwer. Aler will, der trag lich tot; wir reisen abgeschieden mit wenigem zufrieden; wir braͤuchens nur zur Not. 23⁴4 —:äSS — en —— ec S e28/ C. EerI„E„2— Heiligung 189 5Schmückt euer Rerz aufs belte, lonft weder Leib noch Raus; wir lind hier fremde Gälte und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach, ein Pilger muh lich schicken, sich dulden und lich büchen den kurzen Pilgertag. 6 Ist gleich der Ueg lehr enge, lo einlam, krumm und schlecht, der Dornen in der Uenge und manches Kreuze trügt: es ist doch nur ein leg; laß sein, wir gehen weiter, wir folgen unserm Leiter und brechen durchs Geheg. 7 Kommt, kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei· jedem sauren Tritt, er will uns machen Mut, mit lüßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 8 Kommt, Kinder, laßt uns wandern, wir gehen Rand in Rand; eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, laht uns kindlich sein, uns auf dem Aeg nicht streiten; die Engel selbst begleiten als Brüder unsre Reihn. 2 Sollt wo ein Schwacher fallen, lo greik der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an, ein jeder lei der kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn. 10 Kommt, laßt uns munter wandern, der Uleg kürzt immer ab; ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Iut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gut. 11 Es wird nicht lang mehr währen, halt't noch ein wenig aus; es wird nicht lang mehr wühren, so hommen wir nach Raus: da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen Frommen daheim zum Vater kommen; wie wohl, wie wohl wirds tun! 12 Drauf wollen wirs denn wagen, es ilt wohl wagenswert, und gründlich dem ablagen, was aufhält und beschwert. UVelt, du bilt uns zu klein, wir gehn durch Jesu Leiten hin in die Swig⸗ keiten: es loll nur Jesus sein. Job. 9,4 Gerhard Tersteegen, w1697-1769 235 190 Das chriftliche Leben 190⁰ Uleile: Alles ist an Gottes Segen II Frankfurt a. M. 1738 E 4 RSS.II— —2——— +— +— 1 Je⸗ sus Chri⸗stus herrscht als Kö-nig, al⸗ les 2— 4 2——.————— wird ihm un⸗ter⸗tä⸗nig, al⸗les legt ihm Gott zu Fuß; 40— SSSS..— al⸗ler Zun-ge soll be⸗ken⸗nen, Je⸗sus sei der 4 4 + +— S.....—— Herr zu nen⸗ nen, dem man Eh⸗re ge⸗ben muß. 2 Fürstentümer und Gewalten, Mächte, die die Thronwacht hal⸗ ten, geben ihm die Rerrlichkeit; alle Rerrschaft dort im Rimmel, hier im irdischen Getümmel ilt zu seinem Dienst bereit. 3 Sott ist Rerr, der ferr ist Siner, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich; dessen Stuhl ist unumstöhlich, delsen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4 Gleicher HUacht und gleicher Ehren litzt er unter lichten Chören über allen Cherubim; in der Uelt und Rimmel Enden hat er alles, in den Ründen, denn der Vater gab es ihm. 5 Nur in ihm, o Aundergaben, können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Börts: das Leben ilt erschienen, und ein ewiges Versühnen kommt in Jesu uns zugut. 6 Jesus Christus ist der Eine, der gegründet die Gemeine, die ihn ehrt als teures Baupt. Er hat sie mit Blut erkaufet, mit dem Geilte lie getaufet, und sie lebet, weil sie glaubt. 236 — „nEEEro/&rS& 8 Heiligung 19 7 Gebt, ihr Sünder, ihm die Rerzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, lagt, ihr Armen, ihm die Not. Uunden müssen Uun⸗ den heilen, Reilsöl weiß er auszuteilen, Reichtum schenkt er nach dem Tod. 8 Sil, es ist nicht Zeit zum Schümenl Alilllt du gnadeꝛ Du sollst neh⸗ men. Qlillst du leben! Das soll sein. lilllt du erben? Du wirst sehen. Soll der Uunsch aufs höchlte gehen, willst du Jesum! Er ilt dein. Allen losgekauften Seelen solls an keinem Gute fehlen; denn sie glauben Sott zum Ruhm. Ilerte Nlorte, teure Lehren! Möcht doch alle Uelt dich hören, süßes Svangelium! 10 Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder hier auf kurze Zeit darnieder, und das Leiden geht zuvor; nur Geduld, es folgen Freuden, nichts kann lie von Jesu scheiden, und ihr Naupt zieht sie empor. 11 Jauchz ihm, Mlenge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerech⸗ te, und duschar, die Palmen trügt, und du Siegevolk in der Krone, und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlügt! 12 lch auch auf der tiefften Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jelus Chriftus herrscht als König, alles sei ihm untertünig; ehret, liebet, lobet ihn! Phil. 2,I Philipp Friedrich Riller, 16921769 191 Uleile: Ringe recht, wenn Gottes Gnade Brüdergemeine, um 1740 958—55.9565 —— +—— 1Reil-ge Sin⸗-falt, Sna-den-wun⸗der, tief ⸗ste — Ileis⸗heit, größ te Kraft, schön=Ite Zier= de, —.—.— ö j +— + + 1— E + **— Wr—..4—.—.—..—— Lie⸗ bes⸗zun-der, Klerk, das Gott al-lei⸗ ne schafft! 237 192 ö Das christliche Leben 2 Alle Freiheit geht in Zanden, aller Reichtum ist nur Nind, alle Schönheit wird Zuschanden, wenn wir ohne Einfalt sind. 3 Klenn wir in der Sinfalt tehen, ist es in der Seele licht; aber wenn wir doppelt sehen, so vergeht uns das Gesicht. 4 Sinfalt denkt nur auf das Eine, in dem alles andre steht; Ein⸗ falt hüngt sich ganz alleine an den ewigen Magnet. 5Cler nur hat, was Jesus gibet, wer nur lebt aus seiner Füll, wer nur will, was ihm beliebet, wer nur kann, was Jesus will; wer ihn so mit Inbrunst liebet, daß er seiner selblt vergiht; wer lich nur um ihn betrübet und in ihm nur fröhlich ist; 7 wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ilt auf den Fels erbauet und ein selges Gnadenkind. 2. Kor. 1, 12 Augult Gottlieb Spangenberg, 1704-1792 Uleile: Straf mich nicht Vor 1681; geiltlich Dreeden 1694 4. 4 V. 5*— + ²——— 1 Bet-ge ⸗ mein-de, heil-ge dich mit dem heil- gen Je su Seilt er- gie he sich dir in Rerz und — +— ö ů—.— .— ů— EE=E 5 2 27 EE 2 12 See lah den Iund al ⸗öle Stund von Ge⸗ 2 4 +.——— bet und TE hen hei⸗lig u⸗ber⸗ ge⸗hen. 2 Das Sebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott ausgeschüttet, und da ist Jelus Christ Priester und Versühner aller seiner Diener. 238 OWNN V 10 fieiligung 193 3 Kann ein einiges Sebet einer gläubgen Seelen, wenns Zum Herzen Gottes geht, seines Zwecks nicht fehlen: was wirds tun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zufammen beten! ö 4Qlenn die Heilgen dort und hier, Srohe mit den Kleinen, Engel, Nllenschen mit Begier alle sich vereinen, und es geht ein Gebet dus von ihnen allen: wie muß das erschallen! 5 O der unerkannten Iuacht von der Beilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht so in Freud als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freunde, so zum End der Feinde. 6 O so betet alle drauf, betet immer wieder; heilge Ründe hebet auf, heilget eure Glieder; heiliget das Gebet, das zu Gott sich schwinget; betet, dah es dringet. Betet, daß die letzte Zeit vollends übergehe, daß man Christi Rerrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der Engel dehnen nach dem Tag, dem schönen. Mlatth. 18,19 Christoph Karl Ludwig von Pfeil, w1711784 193 Uleise: Alles ist an Gottes Segen II Frankfurt a. M. 1738 ———— 21———— fort⸗ ge⸗kümpft und fort-ge⸗ run⸗gen, bis zum 4— ———— 2——— EETR— Lich⸗te durchgedrungen muß es, ban⸗ge dee⸗le, lein! 2 — 20—. 5—————.—.——.— Durch die tief-sten Dun-kel- hei- ten kann dich Je⸗sus 2. +—— E.. — + hin⸗be⸗ glei⸗ten, Mut spricht er den Schwachen ein. 237 194 Das christliche Leben 2 Bei der Raͤnd will er dich faslen. Scheinst du gleich von ihm ver⸗ lallen, glaube nur und zweifle nicht. Bete, kümpfe ohne Nanken; Licht Wirst du voll Freude danken, bald umgibt dich Kraft und icht. ö 3 Bald wird dir sein Antlitz funkeln, hoffe, harre, glaub im Dun⸗ keln, nie gereut ihn seine Klahl, Er will dich im Glauben üben; Gott, die Liebe, kann nur lieben, Honne wird bald deine Qual. 4 Vleg von aller Nelt die Blicke, schau nicht seitwürte, nicht zu⸗ rücke, nur auf GSott und Swigkeit. Nur zu deinem Jesu wende Aug und Herz und Sinn und Bünde, bis er himmlisch dich erfreut. 5 Aus des Jammers wilden AMogen hat dich oft herausgezogen seiner Allmacht treue Rand. Nie zu kurz ilt seine Rechte; wo ilt einer seiner Knechte, der bei ihm nicht Rettung fand? 6 Schliehß dich ein in deine Kammer, geh und schütte deinen Jammer aus in Gottes Vaterherz. Kannst du gleich ihn nicht empfinden, Qorte nicht, nicht Trünen finden, klage schweigend deinen Schmerz. 7 Kkrüftig ilt dein tietes schweigen, Gott wird sich als Vater zeigen, glaube nur, dah er dich hört; glaub, dahß Jesus dich vertreten, glaube, dah, was er gebeten, Gott, sein Vater, ihm gewührt. 8 Drum so will ich nicht verzugen, mich vor Gottes Antlitz wagen; komm ich um, lo homm ich um! Doch ich werd ihn überwinden; wer ihn sucht, der wird ihn finden, das ilt seiner Gnade Ruhm. 2. Kor. 12, 9 Johann Kalpar Lavater, 17411801 Eigene Aleise 19⁴ Elsen 1822 4 Nimn ⸗mel ⸗ an, nur him= mel„ an soll der 11das die From⸗men wün-schen, kann dort erst 4 : aenenn, win wen: nen ninen Luindan aur—— E WꝗW3.—3 W3.9.— 1 D— Ulan- del gehn. ganz ge⸗ schehn, auf Er⸗ den nicht. — Nei Heiligung 194 +——— Freu-de wech⸗selt hier mit Leid; richt hin⸗auf zur — —.— 2——— d s ie w, ——* Rerr⸗lich ⸗-keit dein An⸗ ge⸗sicht, dein An⸗ ge⸗licht. 2 Himmelan schwing deinen Geist jeden Morgen auf. Kurz, ach kurz ist, wie du weiht, unler Pilgerlauf. Fleh täglich neu: Gatt, der mich zum Rimmel schuf, prüg ins Rerz mir den Beruf,: mach mich getreu.:: 3 Bimmelan hat er dein Ziel lelbit hinaufgestellt. Sorg nicht mut⸗ los, nicht zubiel um den Tand der Velt; flieh dielen Sinn. Nur was du dem Bimmel lebst, dir von Schätzen dort erltreblt,:: das ist Gewinn.:: 4 Bimmelan erheb dich gleich, wenn dich Kummer drückt, weil dein Vater, treu und reich, tündlich auf dich blickt. Ulas quült dich so! Droben in dem Land des Lichts weih man von den Sor⸗ gen nichts;: sei himmlisch froh.: 5 Bimmelan wallt neben dir alles Volk des Rerrn, trügt im Rim⸗ melsvorschmack hier seine Lasten gern. O schlieh dich an! Kümpfe drauf, wie sichs gebührt; denke, auch durch Leiden führt: die Himmelsbahn.:: 6 Himmelan ging Jesus Chrilt mitten durch die Schmach. Folg, weil du sein Jünger bist, seinem Vorbild nach. Er litt und ichwieg; halt dich fest an Gott wie er; statt zu klagen, bete mehr; er⸗ kümpf den Sieg.: 7 Himmelan führt seine Rand durch die Klüste dich, Zziehet dich im Prüfungestand näher hin zu sich im Bimmelssinn. Von der Uleltlust freier stets und mit ihm vertrauter gehts: Zum Bimmel hin.. 8 Himmelan führt dich Zuletzt lelbst die Todesnacht. Seis, dah sie dir lterbend jetzt kurze Schrechen macht, harr aus, harr aus! Auf die Nacht wirds ewig hell, nach dem Tod erblichst du schnell 23½: des Vaters Raus.: 2⁴⁰⁷ 195 Das christliche Leben Hallelujah! BRimmelan steig dein Dank schon hier. Sinst wirst du mit Scharen nahn, und Sott naͤht Zzu dir in Swigkeit. Aller Jammer ilt vorbei, alles preilt verklürt und neu:: in Swigkeit.:: 10 Hallelujah lingst auch du, wenn du Jesum liehst, unter Jubel ein Zur Ruh in den Rimmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zumshrone stieg, hilft auch dir zZu deinem Sieg.:: Gelobt sei er!:: Phil. 3,13 f.; 2. Kor. 5,1f. Johann Gottfried Schöner, 1749-1818 Liebe zu Jelu 195 Qleile: die schön leuchtet der Morgenstern Frankfurt a. M. 1590 — 5— SSSIEI......... 0 Je su, Je 23 0 9—— tes Sohn, mein 1 du weiht es, dah ich re ⸗ de wahr, vor DU e, ee. ì— Bru⸗ der und mein Gno⸗den⸗thron, mein Schatz, mein dir ist al ⸗les son⸗ nen-klar und hla⸗ rer 4 .I I— u wr tir — + ————— Freud und AMon⸗ ne, 47——6—. als die Bon⸗ mr. Nerz⸗lich lieb ich mit/ Ge 1 I— 1 1 III + 5 + —. 2— 4— fal⸗len dich vor al⸗ len; nichts buf Er⸗ den 1 .I— DUDDUEUEDUDDIIEEIIII— *——— kann und mag mir lie ⸗ ber wer⸗ den. 19⁵ 2 Dies ist mein Schmerz, dies krünket mich, dah ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. lch werd von Tag zu Tag entzündt; je mehr ich lieb, je mehr ich find, dah ich dich lieben lollte. Von dir laß mir deine Süte ins Gemüte lieblich fliehen, so wird sich die Lieb ergiehen. 3 Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich, soviel ich soll und will, dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Ulelt, Pracht, Nlollult, Ehre, Freud und Geld, wenn ich es recht besinne, kann mich ohn dich gnuglam laben; ich muß haben reine Liebe, die trölt, wenn ich mich betrübe. 4 Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffft leinem Rerzen Fried und Ruh, erfreuelt lein Gewillen; es geh ihm, wie es woll, auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, loll er doch dein geniehen. Swig lelig nach dem Leide grohe freude wird er fin⸗ den; alles Trauern muß verlchwinden. 5 Kein Ohr hat dies jemals gehört, kein Uensch gesehen noch gelehrt, es kanns niemand beschreiben, was denen dort für Berr⸗ lichkeit bei dir und von dir ilt bereit, die in der Liebe bleiben. Gründlich lüßt lich nicht erreichen noch vergleichen den Velt⸗ schützen das, was uns dort wird ergötzen. 6 Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge lein, daß ich dich herzlich liebe, dah ich in dem, was dir gefüllt und mir dein klares Nlort vermeldt, aus Liebe mich stete übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden Zzu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7 Da werd ich deine Süßigkeit, die jetzt gerühmt ilt weit und breit, in reiner Liebe schmeckhen und sehn dein liebreich Angelicht mit unverwandtem Rugenlicht ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erguichet und geschmücket vor dem Throne mit der schönen Rimmelskrone. 1. Kor. 2,9 Johann Beermann, 1585-1647 Liebe zu Jesu Herr, du weißt alle Dinge, du weiht, daß ich dich lieb habe. Joh. 21,17 243 19 Das christliche Leben 196 Auch n. d. leise: Es ilt das Reil uns kommen her Uleise: Mlein Rerzenejesu, meine Lust P. Sohr, 1668 E 8 666667 56—.. 1 ZSuch, wer da will, ein an⸗ der Ziel, die mein Berz al⸗ lein be-dacht soll sein, auf 4. K —— 144 4 , L r 3 ö Se ⸗ lig s keit zu fin ⸗ den; Christum lich zu grün⸗ den; lein Qort ist — lvnt x v=ee,,ne, Kiininiien wi. , wahr, sein Klerk lind klar, sein heil ⸗ger Mund hat 4. 4 4——— ,. Kraft und Grund, all Feind zu ü⸗ ber⸗ win ⸗ den. 2 Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts erwor⸗ ben; hier ilt der MHann, der helfen kann, bei dem nie was ver⸗ dorben. Uns wird das Reil durch ihn zu teil, uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ilt geltorben. 3 Ach sucht doch den, laht alles stehn; die ihr das Reil begehret; er ilt der Rerr, und keiner mehr, der euch das Beil gewühret. Zucht ihn all Stund von Berzensgrund, lucht ihn allein; denn wohl wird lein dem, der ihn herzlich ehret. 4 Meins Rerzens Kron, mein Freudensonn sollst du, Rerr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit ver⸗ treiben; bleib du mein Preis, dein lort mich speis; bleib du mein Ehr, dein Nlort mich lehr, an dich ltets fest zu glüuben. 24⁴4 Liebe Zzu Jesu 107 5Uend von mir nicht dein Angelicht, laß mich im Kreuz nicht zuagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir, mein Lei⸗ den tragen. Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag zu dieser Klag dir ewig dort Lob lagen. Ap.⸗Gesch. 4, 12 Georg UIeissel, 1590-1635 Sigene Neise l — E 1— ů —* X Ilei⸗nen Je⸗ sum laß ich nicht; weil er sich 4— F— 45.15%— +— — 2*.———— für mich ge⸗ 94 ben, so er⸗for⸗dert mei⸗ne Pflicht, + + +—— L HHᷓ un⸗ver⸗rückt für ihn zu le⸗ben. Er ilt mei⸗ nes .. 11.— nar⸗ IDSDIDII‚II‚e.....— acht Le⸗bens Licht; mei⸗nen Je⸗lum lah ich nicht. 2Jelum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben; ihm Hret;: hab ich voll Zunerlicht, was ich bin und hab, ergeben. Alles ist hret. auf ihn gericht't; meinen Jesum lah ich nicht. enn 3 Laß vergehen das Gesicht, Bören, Schmecken, Fühlen weichen; laß das lette Tageslicht mich auf dieser Alelt erreichen; wenn jelu, der Lebensfaden bricht, meinen Jesum lah ich nicht. ver⸗ 4lch werd ihn auch lalsen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, nein wo vor seinem Angesicht meiner Vüter Glaube pranget. Nich er⸗ freut sein Angesicht; meinen Jesum lah ich nicht. 245 198 Das christliche Leben 5Nicht nach Nelt, nach Bimmel nicht meine Seele wünscht und sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott verlöhnet, mich befreiet vom Gericht; meinen Jesum lah ich nicht. 6 Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus wird mich für und für zu der Lebensquelle leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum lah ich nicht. 1. NMlose 32, 26 Christian Keimann, 1607-1662 Eigene Neise Johann Crüger, 1653 CEEEE.................... ..... F————— 1 4 86 su, mei ⸗ ne Freu⸗de, mei⸗nes Her⸗zens ach wie lang, wie lan⸗ge ilt dem Ber⸗zen 1 ö SSPDPCPIPIPIPPPTITTITII I— —————— —— 1 X———— — Alei ⸗de, Je ⸗su, mei ⸗ ne Zier, 43 ban ⸗ge und ver⸗langt nach dir! Got= tes 1— 1 ——— —.— V ů 15 Lamm, mein Brüäuu⸗ ti ⸗ gam, au⸗-her dir loll =—— + x WW—‚— + + 2—4 + *——* mir auf Er- den nichts lonft Lie⸗bers wer⸗den. 2 Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Lah von Ungewittern ringe die Klelt erzittern, mir steht Jesus bei. Obs mit Illacht gleich blitzt und kracht, obgleich dünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 246 OIN UN VIHA ünd 19 3 Trot dem alten Drachen! Trotz des Todes Rachen! Trotz der Furcht dazul Tobe, AUelt, und springe; ich steh hier und finge in gar lichrer Ruh. Gottes Macht hͤͤlt mich in acht, Erd und Abgrund muh lich scheuen, ob lie noch lo dräuen. 4 Cleg mit allen Schützen; du bilt mein Ergötzen, Jesu, meine Lult. leg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! Slend, Not, Kreuz, Schmach und Tod loll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jelu scheiden. 5 Gute Nacht, o Klelen, das die Ilelt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Lalterleben, gute Nacht gegeben. 6 Uleicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeilter, Jelus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muh auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Rohn, dennoch bleiblt Liebe Zzu Jesu du auch im Leide, Jelu, meine Freude. Pl. 91 Johann Franck, 1618-1677 109 Uleise:O daß ich tausend Zungen hütte Frankfurt a. M. 1738 1 Ach sagt mir nichts von Gold und Schüt⸗zen, von ö es kann mich ja kein Ding er ⸗göt-zen, was — 66665 — +—— DSS— pracht und Schönheit die ⸗ler Alelt; mir die KNlelt vor Ru⸗gen stellt. Ein se⸗ der ——— DE —————— lie⸗ be, was er will: ich lie ⸗be Jesum, der mein Ziel. ⁴⁷7 200 ö Das christliche Leben 2 Er ilt alleine meine Freude, mein Gold, mein Schatz, mein schönltes Bild, an dem ich meine RAugen weide und finde, was mein Rerze stillt. Sin jeder liebe, was er will: ich liebe Jelum, der mein Ziel. 3 Die Ilelt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles das verwüsten, was Menlchen⸗ hände Zzugericht't. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jefum, der mein Ziel. 4 Sein Schloß kann keine Ilacht zerltören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in wigkeit. Sin jeder liebe, was er will: ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5 Sein Reichtum ilt nicht zu ergründen, lein allerschönstes An⸗ gesicht und was von Schmuck an ihm Zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Sin jeder liebe, was er will: ich liebe Jelum, der mein Ziel. 6 Er kann mich über alles heben und seiner Klarheit machen gleich; er kann mir loviel Schütze geben, dah ich werd unerschöpf⸗ lich reich. Ein jeder liebe, was er will: ich liebe Jelum, der mein Ziel. 7 Und ob ichs zwar noch muß enthehren, lolang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch wohl gewähren im Reiche seiner Hertlichkeit. Drum tu ich billig, was ich will, und liebe Jesum, der mein Ziel. Spr. 8,18 Johann Scheffler, 1624-1677 Sigene Neise Frankfurt a. M. 1738 + N— .———5— BUEEEEE— a * lch mill dich lie⸗ben, mei ⸗ ne Stär⸗ke, ich will dich lie⸗ben mit dem Xler⸗-ke —— Li Liebe zu Jelu 200 1 I—* ——— + 2———— ——— ich will dich lie-ben, mel⸗ne Zier; II und im⸗ mer⸗wüh⸗ren⸗der Be⸗ gier. ich wil dich +— +— FEEe —— I + lie⸗ben, schönktes licht, bis mir das ker⸗ze bricht. uYI 2 lch will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund: ich will dich lieben und erheben, lolange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gottes Lamm, als meinen Brüutigam. 3 Ich dah ich dich lo spüt erkennet, du hochgelobte Schönheit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und wahre Ruh; es ilt mir leid, ich bin betrübt, dah ich lo spüt geliebt. Alch lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht, ich hatte mich von dir gewendet und liebte das ge⸗ schaffne Licht. Nun aber ilts durch dich gelchehn, dah ich dich hab erlehn. 5 lch danke dir, du wahre Sanne, dah mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Rimmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du güldner Mund, daß du mich machlt gesund. 6 Erhalte mich auf deinen Stegen und lah mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Llegen nicht straucheln oder stille stehn; erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker Himmels⸗ glanz. Ich will dich lieben, meine Krone, ich will dich lieben, meinen Gott; ich will dich lieben londer Lohne auch in der allergröhten Not; ich will dich lieben, schönltes Licht, bis mir das Rerze bricht. 1. Joh. 4, 19 Johann Scheffler, 1624-1677 24 20¹ Das christliche Leben 20¹ Uleile: Komm, o komm, du Geilt des Lebens leiningen 1693 S—.— Lie-be, die du mich zum Bil⸗-de dei⸗ ner Lie ⸗-be, die du mich so mil-de nach dem 6 ö Sott⸗heit halt ge-macht I 1 10. Fall halt Wiesdracht lie s be, dir er⸗ D—— ———————— geb ich mich, dein zu blei-ben e⸗wigslich. 2 liebe, die du mich erkoren, eh ich noch geschaffen war, Liebe, die du llensch geboren und mir gleich wardlt ganz und gar: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ꝛwiglich. 3 Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten ewge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein Zzu bleiben ewiglich. 4 Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Nlahrheit, Geist und Alort, Liebe, die sich ganz ergeben mir zum Beil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5 Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwünden und mein Rerz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6 Liebe, die mich ewig liebet und für meine Seele bitt't, Liebe, die das Lösgeld gibet und mich krüftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7 Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Rerrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 1. Joh. 4, 16 Johann Scheffler, 1624-1677; Str. 4 Ralle 1704 2⁵⁰ — 8 60 II 22„„„I„ HD 7⁰ N MMX&V Liebe zu Jelu 202 Sigene Ileise Adam Drese, um 1690 4————— *— SIEAE EE EE EEE.. 2— 1See⸗len⸗bräu⸗ti gam, Je⸗ su, Got⸗tes Lamm, 4——5 1 +— 20 +——.̊—— ha⸗be Dank für dei⸗ne Lie⸗be, die mich zieht aus reinem 4—8.————— )5 e f. nen r f. Snn, Snemtwi; x, frrnit SISISISSESIIIIIIEI— H Triebe zu des Kreu⸗zes Stamm, Je⸗-su, Got-tes Lamm. 2 Klahrer Uensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bilt da⸗ rum Uensch geboren, Zzu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer NUensch und Gott. 3 Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht; lalbe mich mit Freudenöle, dah hinfort in meiner Seele ja verlölche nicht meires Glaubens Licht. 4 80 werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in ihr dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 5 Reld aus Dabids Stamm, deine Liebesflamm mich ernühre und verwehre, daß die Klelt mich nicht verlehre, ob lie mir gleich gram, Reld aus Davids Stamm. 6 Groher Friedefürlt, wie du hast gedürst't nach der Ulenschen Reil und Leben und dich in den Tod gegeben, da du riefft: Ilich dürst't! Groher Friedefürlt. 7 Deinen frieden gib aus so groher Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Chrilten nennen; denen du bilt lieb, deinen Frieden gib. 2⁵¹ 203 Das chriftliche Leben 8 Nun ergeeif ich dich, du mein ganzes lch, ich will nimmermehr dich lalsen, londern gläubig dich umfallen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. ꝰ Hler durch gpott und Rohn, dort die Ehrenkron; hier im Roften und im Glauben, dort im Raben und im Schauen; denn die hren⸗ kron folgt auf Spott und Hohn. 10 Jesu, hili, dah ich allhier ritterlich alles durch dich überwinde und in deinem 8ieg empfinde, wie lo ritterlich du gekümpft für mich. 1 Du mein Preis und Ruhm, werte Rimmelsblum, in mir soll nun nichte erlchallen, ale was dir nur kann gefallen, werte Rim⸗ melshlum du mein Preis und Ruhm. Joh. 2, 20 Adam Drese, 1020-1701 Sigene Neise 1 2056 Balle 170⁴ 2—5 * 2—— — d n dar, x, Di,n nmen i. t Ei. 1 110 wohl llt mir, o freund der See⸗len, wenn lch ltei⸗ ge aus der Schwer⸗muts⸗höh⸗len und — + — *—.— ——.— 4 653 + +—— ich in dei⸗ ner Lie⸗be ruh. 83 ei ⸗le dei⸗nen Ar⸗men Zu. Da muhß die Nacht —— 4— ů A —— des Trau⸗erns schei⸗den, wenn mit lo an⸗ ge⸗ neh⸗men 88 2 2 +— —2 E E—.— 12— 3——.—— 253—.— +—* — I Freu⸗den die Lie⸗be strahlt aus dei⸗ ner Brult; hier 2 2——— X———.— ilt mein Rim⸗mel schon auk Er⸗ den. Nler woll⸗ te nicht 252 ....˖ ᷓPDPSDSDSSDS‚‚xxxxxxxxxx..„‚.‚„s--&- +x-„—n R=- ·-3 Liebe Zzu Jelu 4.—— +4— ver⸗gnü⸗get wer⸗den, der in dir lu⸗ chet Ruh und Lust? 2 Die Ilelt mag meine Feindin heihen. Es sei allo, ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweilen bei einem freund⸗ lichen Gesicht. In dir vergnügt lich meine Seele; du bilt mein Freund, den ich erwühle, du bleiblt mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Klelt Raßh kann mich doch nicht fällen, weil in den stärklten Unglückswellen mir deine Treu den Anker reicht. 3 Ulill mich des Moses Eifer drücken, blitzt auf mich des Gelethes Uleh, droht Straf und Rölle meinem Rücken, so steig ich glüubig in die Böh und flieh zu deinen heilgen Alunden; da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstraͤhl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bilt mein Reil, wer will ver⸗ dammen: Die Liebe nimmt lich meiner an. 4 Führst du durch Nlüsten meine Reile, ich folg und lehne mich auf dich. Du gibit mir aus den Nlolken Speise und labest aus dem fellen mich. lch traue deinen Nunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen, genug, wenn ich dich bei mir hab. lch weiß, wen du mit Ehr willst zieren und über Sonn und Sterne führen, den führelt du zuvor hinab. 5 Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Ner und Nlut in dir, der du verlälsest keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Ulen macht des Nleges End erzittern, wenn aus Gefahr und Ungewittern er eingeht in die Sicherheit? NMein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Aildnis scheiden zu deiner Ruh der Swigkeit. 6 Ulie ilt mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich. Mich kann Nlelt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügelt mich. Lah lolche Ruh in dem Gemüte nach deiner unumschrünkten Güte des Rimmels sühen Vorschmack sein. leg, Ulelt, mit allen Schmeicheleien, nichts kann als Jelus mich erfreuen. O reicher Trolt: mein Freund ilt mein! PI. 73, 26 Nolfgang Christoph Deßler, 1660 1722 204 Das chriltliche Leben 20⁴ Uleile: Seelenbräutigam Adam Drese, um 1690 4—.— ö . I + DI— 1 Kler ift wohl wie du, Je⸗ su, lü⸗ he Ruh? 4 Un⸗ter vie⸗len aus⸗-er⸗ko⸗ren, Le-ben de⸗ rer, die ver⸗ 2 4—— ——— +———— V——— 2.0 5—— 1. lo⸗ren, und ihr Licht da-zu, Je⸗ su, 10 he Ruh. 2 Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat ge⸗ schmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott. 3 Glanz der Rerrlichkeit, du bilt vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch verlenket in der Füll der Zeit, Glanz der Rerrlichkeit. 4 Groher Siegesheld, Tod, Sünd, Röll und Clelt halt du mäch⸗ tig überwunden und ein eoges Heil erfunden durch das Lösegeld deines Bluts, o Held. 5 Röchste Majeftät, König und Prophet, deinen Zepter will ich zeltat. ich will litzen dir Zu Fühen, wie Ullaria Vtät, höchlte NMa⸗ jeltüt. 6 Laß mich deinen Ruhm als dein Sigentum durch des Seiltes Licht erkennen, ltets in deiner Liebe brennen als dein Eigentum, allerschönster Ruhm. 7 Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich prüge, daß kein Zorn noch Stolz lich rege; vor dir lonst nichts gilt als dein eigen Bild. 8 Steure meinem Sinn, der zur Ilelt will hin, dah ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken,; lei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 2⁵⁴ IE — 74—0 —Er en Uiebe Zzu Jesu 205 Nlecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf underrücht Zzu dir kortletze und mich nicht in leinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10 Deines Seiltes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefürbte Lieb in die Seele gib. 1 Uenn der Klellen Macht in der trüben Nacht will des Rer⸗ zens Schifflein decken, wollft du deine Rand ausstrecken; habe auf mich acht, Rüter, in der Nacht. 12 Sinen heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lalse und des Fleisches Lülte halle, gib mir, höchltes Gut, durch dein teures Blut. 13 Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todestal begleiten und zur Berrlichkeit bereiten, daß ich einlt mag sehn mich Zzu Rechten stehn. Uatth. 1,29 Johann Rnaltasius Freylinghausen, 1670—1739 Uleise: Seelenbrüutigam Adam Drese, um 1690 4——.— .. E—— E— 1H11— IL 2 +& + SSISSISIIIIIFIIII8— 1Je⸗ su, geh vor ⸗ an auf der Le⸗bens⸗bahn V— 6— 2 V E V und wir wol⸗len nicht verweilen, dir ge-treu-lich nachzu⸗ 2—————— IIT————. 42—*—— n re—.— ei⸗len; führ uns an der Rand bis ins Va⸗ ter⸗land. 2 Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen niemals Uber Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der QUeg zu dir. 255 Das chriltliche Leben 3 Rühret eigner Schmerz irgend unser Rerz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o lo gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. 4 Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Nege, gib uns auch die nötge Pflege; tu uns nach dem Lauf deine Türe auf. Joh. 10,27 Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700-1760 Eigene Neise 20⁰ 2 — 2— 1 Karl Knödel, 1853 1— H — Ach mein Rerr Je 2 su, dein Na⸗ he ⸗lein bringt gro⸗hen 5 I— 1—— —— FPrie⸗-den ins BHerz hin ⸗ ein, und dein Gna-den⸗ *———1*** * I EE— 111— S.SSII...— + an⸗blickh macht uns so se⸗lig, dah Leib und — D ** + 4 — 4 —. — See⸗ le dar ⸗ü⸗ber fröhrlich Und dankbar wird. 2 Klir sehn dein freundliches Angesicht voll Ruld und Gnade wohl leiblich nicht, aber unsre Seele kanns schon gewahren: du kannst dich fühlbar gnug offenbaren, auch ungesehn. 3 O wer nur immer bei Tag und Nacht dein Zzu geniehen recht wür bedacht; der hütt ohne Ende von Glück Zzu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Kler ist wie du! 4 Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns tüglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, ftillen, trösten, erfreun und segnen und unfrer Seele als Freund begegnen ist deine Lust. 5 Ach gib an deinem kostbaren Beil uns alle Tage vollkommen Teil und laß unsre Seele sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlah. 256 EE SSSEEN — 1—471— 493401— Liebe zu Jelu 207 6 Und wenn wir weinen, lo trölt uns bald mit deiner blutigen Todogestalt; ja, die lah uns immer vor Augen schmeben und dein wahrhaftiges In⸗uns⸗leben zu sehen sein. 7 Ein herzlich NUelen und Kindlichkeit sei unsre Zierde Zzu aller Zeit, und die Blutbelprengung aus deinen Klunden erhalt uns kolche zu allen Stunden bei Freud und Leid. 8 80 werden wir bis in Rimmel hinein mit dir vergnügt wie die Kindlein sein. Nuß man gleich die Alangen noch manchmal nehen: wenn lich das Rerz nur an dir stets lehen und stillen hann. Du reichit uns deine durchgrabne Rand, die lo viel Treue an uns gewaͤndt, daß wir beim Brandenhen beschümt dastehen und unser Ruge muß ubergehen vor Lob und Dank. Joh. 20, 24 ff.; Ebr. 12, 24 Christian Gregor, 1723-1801 20⁷ Uleile: Die Tugend wird durchs Kreuz geübet Ralle 1704 HNh 2 ö‚ + I 1 Nlas wür ich oh⸗ ne dich ge ⸗ we⸗len, Zzu Ffurcht und Ang ⸗ten aus ⸗ er s le ⸗sen, 4* ——— — + was würd ich oh ⸗ne dich, fierr, sein: stünd ich in wei⸗ ter Klelt alskmn Nichte ——— +— ——— 4 E. + wüht ich li⸗cher, was ich lieb ⸗te, die Zuhunft wůür — ** 2— I L + III— ** ein dunk⸗ler Schlund; und wenn mein Herz lich tief be⸗ — ů———— I— EEHI trüb⸗te, wem tät ich mei⸗ne Sor⸗gen kund! 257 * 5 1— 208 Das christliche Leben 2. Du kamst, ein Reiland, ein Befreier, ein Menschenlohn voll Lieb und Macht, und hast ein allbelebend Feuer in unsern Rerzen an⸗ gefacht. Nun sehn wir erst den Rimmel offen als unser altes Vater⸗ land, wir können glauben, lieben, hoffen und fühlen uns mit Gott verwandt. 3 O geht hinaus auf allen Aegen und holt die lrrenden herein, streckt jedem eure Rand entgegen und ladet froh lie zu uns ein. Der Bimmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die eines Slaubens mit uns werden, auch denen ilt er auf⸗ getan. Iuatth. 22,1ff. Friedrich von Rardenberg(Novalis), 1772 101 208 Uleise: O du Liebe meiner Liebe II Brüdergemeine, um 17⁴⁰ —— 6 ö 1 Bei dir, Je=su, will ich blei⸗ben, stets in dei⸗nem nichts soll mich von dir ver- trei-ben, will auf dei⸗nen 2 1.. — ——— 2— 2518.——6 Du bist mei⸗nes Le⸗bens Le-ben, 2 1. + +— mei- ner See-le Trieb und Kraft, wie der Nleinltock 2 10 10 35 +———— SDSPSPSPSPSISIS.II...II... sei nen Re⸗ ben zuströmt Kkraft und Le⸗bens⸗saft. 2 Könnt ichs irgend besser haben als bei dir, der allezeit soviel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden als bei dir, Rerr Jesu Chrilt, dem im Bimmel und auf Erden alle Macht gegeben ilt? 258 ———25—— ‚ns-rre- Vertrauen auf Gott 200 3 Nlo ist solch ein Rerr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut: mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut! Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4 Ja, Rerr Jesu, bei dir bleib ich so in Freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Uinks bin ich gewürtig, auch des Rufs aus dieser Nlelt; denn der ist zum Sterben fertig, der lich lebend Zzu dir hält. 5 Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, wenn es nunwillKbend werden und die Nachtherniedersteigt. Lege segnend dann die Bünde mir aufs müde, schwache Raupt und sprich: Kind, hier gehts zu Ende; aber dort lebt, wer hier glaubt. 6 Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod als dem kühlen, scharfen Nehen vor dem Bimmelsmorgenrot. Ulird mein Ruge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geilt, dah ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Reimat reist. Joh. 15,5 Philipp Spitta, 18011859 Vertrauen aut Gott 20⁰ Auch n. d. NUleise im Anhang Sigene Nleise, Nürnberg 1581 ————— E — Uln dich hab ich—— ge- hof⸗fet, ——— + +— + 42—35—— EEE———— E ů— e⸗wig⸗lich zu Spot-te. Das bitt ich dich, er⸗ —* I — 1— —E— 535— — hal⸗ te mich in dir, dem treu⸗en Got te. 2⁰0 Das christliche Leben Dein gnüdig Ohr neig her Zzu mir, erhör mein Bitt, tu dich her⸗ für, eil, bald mich zu erretten. In Angit und Ueh ich lieg und teh; hilf mir in meinen Nöten. 3 Mein Gott und Schirmer, Iteh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög ltreiten, ob mich gar sehr der Feinde Neer anficht auf beiden Seiten. 4 Du bilt mein Stürk, mein Fels, mein Rort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein lort, mein Bilf, mein Reil, mein Leben, mein tarker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben! 5 Mir hat die UNelt trüglich gericht't mit Lügen und falschem Gedicht viel Netz und heimlich Stricke; Rerr, nimm mein wahr in dieser Gfahr, b'hüt mich vor falscher Tücke. 6 Rerr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir; nimm mich in deine Ründe. O wahrer Sott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende. 7 Lob, Preis und Ehr und Rerrlichkeit sei Vater, Sohn und Geist bereit't, Lob seinem heilgen Namen. Die göttlich Kraft mach uns lieghaft durch Jesum Christum. Amen. Pl. 32 Adam Reußner, 1496-1575 21⁰ Sigene Neile Paris 1530; geistlich Erfurt 1572 — + CIII IINN EE ant n. Le eil fi 5 7 Nlas mein Gott will, das gscheh all⸗zeit, sein lill der zu hel⸗fen dem ift er be⸗reit, der an ihn * 22—.— DDD—.. ———— iit der b.tte; glau Vet se 198. 1 Er hilft aue Not, der from⸗ 260⁰ AII —— nN Sererr — Vertrauen auf Sott 2——.— N —— 1——— I— me Gott, und züchti⸗get mit Naßen. Aer gott vertraut, felt .—— + IIE — X — — dnn— unn Leun mae ..... ——————————————1 auf ihn baut, den will er nicht ver⸗lal sen. 2 Sott ilt mein Trost, mein Zuversicht, mein Roffnung und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht wider⸗ streben. Sein lort ist wahr, denn all mein Raar er lelber hat ge⸗ zühlet; er hüt't und wacht, stets für uns tracht't, auf dah uns gar nichts fehlet. 3 Drum will ich gern von dieser Uelt hinfahrn nach Gottes Klil⸗ len zu meinem Sott; wanns ihm geffllt, will ich thm halten stille. ulein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. Du frommer Sott, Sünd, Röll und Tod halt du mir überwunden. 4 Noch eins, Rerr will ich bitten dich, du wirlt mirs nicht ver⸗ sagen: wenn mich der böse Geilt anficht, lah mich, Herr, nicht verzagen. Bilf, steur und wehr, ach Gott, mein Rerr, zu Ehren deinem Namen. Nler das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Amen. Matth. 26,42 Nürnberg, um 1554, Albrecht von Preuhjen() Eigene Neise 21* LYon 1547 T—.—. . 2— 0 Ulenn wir in * ten sein und höch⸗sten Nõ 4 ——*— 23. SPIPSPSIPIIT d e n nin d — wil⸗ sen nicht, wo aus und ein, und fin⸗den we⸗ der 2 n dan dnm Snne 2 —— — + X D— 421 —2 — 1 +— — D Hilf noch Rat, o b wir gleich lor⸗gen früh und spat, 26⁴ Das chriltliche Leben 2 so ült dies unser Trost allein, daß wir zufammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not; 3 und heben unser Rug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4 die du verheihest gnüdiglich allen, die darum bitten dich im Namen deins Sohns Jelu Christ, der unser Reil und Fürsprech ilt. 5 Drum kommen wir. o Berre Gott, und klagen dir all unsre Not, weil wir jetzt stehn verlalssen gar in groher Trübsal und Gefahr. 6 Sieh nicht an unsre Sünde groh, sprich uns davon aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7 auf dah von Herzen Rönnen wir nochmals mit Freuden danhen rni Dnrt. sein nach deinem Nort, dich allzeit preisen hier und dort. PI. 81,8; Pl. 46,2 paul Eber, 1511-1567 21² Uleise: Aas meinGokt will, das gicheh Paris1s30, geistl. rfurt 1572 2 + ——..—— rer, e, Bur. 1—— .... + I 1tr Gott vertraut, hat wohlẽge⸗ baut im Rim⸗mel wer sich ver⸗läüht auf Je⸗sum Christ, dem muh der e er *.—— und auf Er ⸗ den; 122 Rüm mel Wer den. 3 Da⸗ rum auf dich all Roff⸗ —— + ...————— — J—— nung ich ganz fe⸗stiglich will set⸗ zen, Rerr Je⸗su Christ, mein 112——————— SPIPPIPI.I.I.I.....I. —— + +— + Trost du bist in To-des-not und S8chmer ⸗ zen. 2⁵² Leben emein Notʒ und rung, ich im ch ist. unsre efahr. naden n frei, anhen hier 1567 Vertrauen auf Gott 213 Und wenns gleich wür dem Teufel sehr und aller Nlelt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlügt danieder; und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwaͤhr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. 3 Dein tröst ich mich ganz licherlich, denn du kannst mirs wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, für dies und jenes Leben. Gib wahre Reu, mein Rerz erneu, errette Leib und Seele! Ach höre, Rerr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen! Pl. 25,3 Str. 1 von Joachim UUlagdeburg, 1525-1587; Str. 2 U. 3: 1597 218 Uleise II Johann Crüger, 1640; Berlin 1786 — S—.— ————— DEEE A. ——— E 2 1 hnemih wur ich nicht lal⸗sen, denn er lüßt nicht von führt mich auf rech⸗ter Stra⸗hen, sonit ging ich in der .i u 05— E mir, Er reicht mir sei=ne Rand; den Abend und den Irr. — 2—. 25 PT—— 1.0—0— Morgen tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land. 2 Klenn sich der Uenschen Hulde und Kohltat all verkehrt, lo findt sich Gott gar balde, sein Macht und Snad bewährt. Er hilft aus aller Not, errett't von Sünd und Schanden, von ketten und von Banden, und wenns auch wür der Tod. 3 Ruf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Rerrn ergeben, er schaffs, wies ihm gefüllt. 263 24 Das chriltliche Leben 4 Es kann ihm nichts gekallen, denn was mir nützlich ilt. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Rerren Christ, sein'n eingebornen gZohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ornühret. Lobt ihn ins Bimmels Thron! 5 Lobt ihn mit Berz und Iulunde, ihn, der uns beides schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt; denn lonst ver⸗ dirbt all Zeit, die wir zubringn auf Erden. Nir sollen selig wer⸗ den und bleibn in Swigkeit. 6 Ruch wenn die Nelt vergehet mit ihrem Stolz und Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geachtt. Nlir werden nach dem Lod tief in die Erd begraben; wenn wir ge⸗ schlafen haben, will uns erwecken Sott. 7 Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoh, der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, gunz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Rerren; daran muhß uns nicht irren des Teufels liltge Art. 8 Darum, ob ich schon dulde hier Kliderwürtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, hommt doch die Ewighkeit, ilt aller Freuden voll, 10ll. alles Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren Das ift des Vaters lille, der uns geschaffen hat. Sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad. Auch Gott der heilge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Rimmel kühret. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! F s. 73,23 Ludwig Heimbold, 1532-1598 leise: Rus tiefer Not schreĩ ich Zu dir I Straßburg 1525 — IT— ..— ö —.— 1 Rerr, wie du willst, solchichs mit mir im Le⸗ ben al⸗lein zu dir steht mein Be⸗gier, lah mich, Nerr, 26⁴ — 8?r— Vertrauen auf Gott * IE —683.— und im Ster⸗ben; nicht ver D38858. 6 Er⸗halt mich nur in 3*— 4 —— +2 I + — + +— — dei ⸗ner Huld, sonst wie du willlt; gib mir Seduld, 1 + denn dein Nlill ilt der 2 Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Rerr, und Lieb zu deinem UNlorte; behüt mich, Rerr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte, was dient zu meiner Seligkeit; wend ab all Ungerechtig⸗ keit in meinem ganzen Leben. 3 Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser KNelt abscheiden, verleih mir, Rerr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; o Rerr, ein selig End gib mir durch Jesum Christum. Amen. Natth. 26,39 Kaspar Bienemann, 1540-151 Das christliche Leben 216 Uleise: Vater unser im Rimmelreich Leipzig 1539 5, n w 0——— — —— .........‚... 35 20 1ch Sott, wie man⸗ches Ber ⸗-ze- leid be⸗ HAh ů 41 +— + ö 4 —— 1— W—.— 4. +* geg⸗ net mir zu die=ser Zeit; der lchma⸗le 2 + — n Kin +— ——— —— 25 Uleg ilt trüb⸗-sal-voll, den ich zum Bim⸗ mel Z, i=i wan- deln soll. Nie schwer-lich läül ⸗set Fleilch und — 2 ö 55 Blut sich zwin-gen zu dem ew⸗- gen Sut! 2 No soll ich mich denn wenden hin! Zu dir, Rerr Jesu, steht mein Sinn,; bei dir mein Rerz Trost, Rilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ilt, der hat getraut auf Jesum Chrilt. 3 Jesu, mein Rerr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein! Es hann kein Trauern sein so schwer, dein süher Nam erfreut viel Rann kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Trost, der linderts ein. 4 Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht't, so weiht du, Rerr, dah ichs nicht acht. Klenn ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir tun Sünd, Tod und Röll! I. 1 266 eben Vertrauen auf Gott 216 5 Kein bessre Treu auf Erden ist denn nur bei dir, Rerr Jesu Chrilt. ich weiß, daß du mich nicht verlüht; dein Klahrheit bleibt mir ewig fest. Du bist mein rechter, treuer Birt, der ewig mich behüten Wird. 6 Ilenn ich mein Roffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trolt in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Rerz recht guter Ding Dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vorschmack sei. 7 Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tra⸗ gen nach. Uein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum Belten allezeit; hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich den Lauf vollenden kann. 8 Rilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schanden mich behüt; echalt mein Rerz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jelu, mein Trost, hör mein Begier: O mein Reiland, wür ich bei dir! Iulatth. 7,14 Martin Hloller, 15471606 Aleile: Qenn wir in höchsten Nöten sein Lyon 1547 — ————. 2 — — 1 Bilf, Rel⸗fer, hilf in Anglst und Not, er⸗ 2 ———— n 5)L+— ——— L—— barm dich mein, du treu⸗er Gott! ich bin ja doch dein .—— j —— 12——.— AIE ———5— 4+———— —— lie⸗bes Kind trotz Teu-fel, Uelt und al-ler Sünd. 26⁷7 27 Das christliche Leben 2lch trau auf dich, o Gott, mein Herr; wenn ich dich hab, was will ich mehr! lch hab ja dich, HRerr Jesu Christ, du mein Gott und Srlöler bilt. 3 Des freu ich mich von Rerzen fein, bin gutes NMuts und harre dein, verlaß mich göünzlich auf dein Nlort. Rilf, Relfer, hilf, du treuer Rort! Ps. 54, 3f. Martin Moller, 1547-1606 217 Eigene Ueile Nürnberg 1574 2. 2——* SSISISII.— 1Fuf mei⸗ nen lie ⸗ben Gott trau ich in 2— 2 IE—— S.— — Anglt und Not; der kann mich all-zeit ret-ten aus —.——— — +7 + 4—— E— E E E 4——— +— Trüb⸗sal, Angit und Nö⸗ten; mein Un⸗glück kann er N 2—22 I V+ 2 ——— — ¹ wen ⸗ den, steht all's in lei ⸗nen RHän⸗ den. 2 Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm will ich mich er⸗ geben im Tod und auch im Leben. 3 Ob mich der Tod nimmt hin, ilt Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben, dem hab ich mich ergeben, ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. 268 —— Vertrauen auf Sott 218 4 O mein Rerr Jesu Christ, der du geduldig bilt füe mich am Kreuz gestorben, hast mir das Reil erworben, uns allen auch be⸗ schieden den eogen Rimmelsfrieden. 5 Amen zu aller Stund sprech ich aus Rerzensgrund; du wollest selblt uns leiten, Rerr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen. PI. 18,8 Klittenberg und Nürnberg 1607, niederdeutsch vor 1605 218 Auch nach der Nleile: Rerzlich tut mich verlangen Eigene Qeise Bei Bartholomüus Gelius, 1603 1——— . 1 Be⸗fiehl du dei⸗ ne KGle⸗ ge und was dein Ber⸗ze der al⸗ler⸗treu⸗sten Pfle-ge des, der den Rim⸗mel 4— * EH E x Hräüntt Der Klol-ken, Luft und Nin⸗ den gibt lenkt. K,. va,=e au 1 2 L Ile ⸗ge, Lauf und Bahn, der wird auch Nle ⸗ge ———.— ———— 2 *——— +— fin ⸗ den, da dein fuh ge⸗ hen kann. 2 Dem herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; auf sein Klerk muht du schauen, wenn dein Clerk soll bestehn. Hllit Sorgen und mit Grümen und mit selbsteigner Pein lüßht Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. 26 218 3 Dein ewge Treu und Snade, o Vater, weih und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treiblt du, starker Reld, und bringit zu Stand und Alesen, was deinem Rat gefüllt. ö 4 le g hast du allerwegen, an IAlitteln fehlt dirs nicht; dein sun ilt lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Alerk kann nie⸗ mand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern erspriehlich ilt, willst tun. Das christliche Leben 5 Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, lo wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6 Roff, o du arme deele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Röhle, da dich der Kummer plagt, mit grohen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirlt du schon erblicken die donn der schönlten Freud. 7 KRuf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Berze betrübt und traurig macht; bilt du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott liht im Regimente und führet alles wohl. 8 Ihn, ihn laß tun und walten, er it ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, dah du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Nlerk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9 Er wird 2war eine Nleile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem Teile, als hütt in leinem Sinn er deiner sich begeben und lollft du für und für in Anglt und Nöten schweben, als frag er nichts nach dit. 10 Nlirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten glüubst; er wird dein Rerze lösen von der so schweren Last, die du Zu keinem Bölen bisher getragen halt. 11 Klohl dir, du Kind der Treue! Du halt und trüglt davor. mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron; Gatt gibt dir selbit die Palmen in deine rechte Rund, und du singst Freuden⸗ plalmen dem, der dein Leid gewandt. 27⁰ Vertrauen auf Gott 219 12 Mach End, o Rerr, mach Ende mit aller unlrer Not; Itärk unsre Füh und Ründe und laß bis in den Tod uns allzeit deiner pflege und Treu empfohlen lein, Io gehen unsre Uege gewiß zum fümmel ein. PI. 37,5 paul Gechardt, 1607-1676 Sigene Ueile Jahob Hintze, 1070 DEIIIT — 1 + — II * Gib dich zu⸗frie-den und sei Itil le in dem 1 in ihm ruht al⸗ler Freu⸗den Fül⸗le. ohn ihn 1 — —— D— Got ⸗te dei⸗ nes Lesbens; ů mühlst du dich ver⸗ Derdens⸗ er üt dein 2— 22—— E—— + I E I + ** Quell und dei ne Son= ne, scheint täg=lich 21— 1—4 + PP T — hell zu dei- ner Nlon⸗ne. Gib dich zu⸗frie⸗den! 2Er ilt voll Lichtes, Trofts und Gnaden, ungefürbten, treuen Rerzene; wo er steht, tut dir keinen Schaden, auch die Pein des gröhten Schmerzens; Kreuz, Angst und Not kann er bald wen⸗ den, ja auch den Tod hat er in Ründen. Gib dich zufrieden! 3 Klie dirs und andern oft ergehe, ilt ihm wahrlich nicht ver⸗ borgen; er sieht und kennet aus der Röhe der betrübten Rerzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heihen Trünen und faht zu Rauf all ünser Sehnen. Gib dich Zufrieden! 27¹ 219 Das christliche Leben 4&lenn gar kein Einger mehr auf Erden, deslen Treue du darflt trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Belten schauen. Er weih dein Leid und heimlich Grümen, auch Weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Sib dich zufrieden! 5 Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Rerzens stilles Kla⸗ gen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen, er ilt nicht fern, teht in der Witten, hört buld und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden! 6 Lah dich dein Slend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen, ob alle Fluten einhergingen, dennoch mußt du aben liegen; denn wenn du wirlt zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Sib dich zufrieden! 7 Nlas sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nühren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unter⸗ halt bescheren, Er hat ein Rand voll aller Gaben, da 8See und Land sich muß von laben. Sib dich zufrieden! 8 Der allen Vöglein in den Nläldern ihr bescheidnes körnlein weilet, der Schaf und Rinder in den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird vielmehr dich Singen füllen und dein Begehr und Notdurkt stillen. Gib dich zufrieden! Sprich nicht: lch sehe keine Ilittel, wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ilt Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am gröhten. Nenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich Zzufrieden! 10 Bleibt gleich die Rilf in etwas lange, wird sie dennoch end⸗ lich kommen; macht dir das BRarren angst und bange, glaube mir, es ilt dein Frommen. Nlas langsam schleicht, faht man ge⸗ wilfer, und wos verzeucht, ilt desto süher. Gib dich zufrieden! 1 Nimm nicht zu Berzen, was die Rotten deiner Feinde von dir dichten; laß sie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. IIt GSott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein feind, der Mensch, groß machen? Gib dich Zutrieden! 12 gRat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn ers sehen könnt und wollte. No ist ein Glück so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? o ist ein Raus, das könnte sagen: Ich weiß durch⸗ aus von keinen Plagen! Gib dich Zzufrieden! 27² IXIXI Vertrauen auf Gott 220 13 Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden; des Kreuzes Stab schlügt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sichs enden. Gib dich zufrieden! 14 Es ilt ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird löͤsen; er wird uns reihen aus den Banden dieles Leibs und allem Bölen. Es wird einmal der Tod heclpringen und aus der Qual uns lämtlich bringen. Gib dich zufrieden! 15 Er wird uns Rairpan zu den Scharen der Erwühlten und Getreuen; die hier mit Frieden abgefahren, lich auch nun im Frie⸗ den freuen. da lie den Grund, der nicht kann brechen, den ewogen Mund lelbst hören prechen: Gib dich zufrieden! Pl. 116,7 Paul Gerhardt, 1607-1676 Uleise:&las mein Gott will, das gscheh Paris1s 30/ geistl. Erfurts72 2—5 E + 2 0— 2 *—— E I .*.——*—— 2 + + + 1 lch hab in Sot ⸗ tes fierz und Sinn mein was bö⸗se scheint, iit mir Ge-winn, der — 1+ 7———— S......— Berz und Sinn er ge De6. 6 ich Tod selbit ift mein Le ⸗ ben. 0——— ————— bin ein Sohn des, der den Thron des 0 ö—“ DIDI ——]—— 5 1 Fim⸗mels auf⸗ge⸗zo-gen; ob er gleich lchlügt und —. + + 4 +— E—5—.— 12.— .——— + Kteuꝛ auf⸗legt, bleibt doch sein Rerz ge Wo ⸗ gen. 273 220 Das christliche Leben 2 Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lie⸗ ben. Klenn er mich auch gleich wirft ins NMeer, so will er mich nur üben und mein Semüt in seiner GSüt gewöhnen, fest zu stehen. Nalt ich dann stand, weiß leine hand mich wieder zu erhöhen. 3 Zudem ilt VUeisheit und Verltand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ült ihm bekannt, zu tun und auch zu lallen. Er weiß, wann Freud, er weih, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er tut, ilt alles gut, obs noch so traurig schiene. 4 Du denkest zwar, wenn du nicht halt, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer grohen Lalt dein Glück und Reil be⸗ schweret; halt spüt und früh viel Sorg und NUüh, an deinen Uunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh Zzu deinem Frommen. 5 Fürwahr, det' dich geschaffen hat und sich zur Ehr erbauet, der hat schon lüngst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen. Laß ihm doch zu, daß er nur tu nach leinem NMohlgefallen. 6 Nlies Gott gefällt, so muß es sein, zuletzt wirds dich erfreuen; was du jetzt nennelt Kreuz und Pein, wird dir zum Trost ge⸗ deihen. Klart in Geduld, die Snad und Buld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf verschwinden. 7 Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getrolt in deine Bünde. Nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weiht, daß meinem Geist dadurch sein Beil entstehe und deine Ehr je mehr und mehr lich in ihr selbit erhöhe. 8 Klillft du mir geben Sonnenschein, lo nehm ichs an mit Freu⸗ den; solls aber Kreuz und Unglück sein, will iche geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Tür noch ferner offen stehen: wie du mich führlt und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 9 Soll ich denn auch des Todes Kleg uno fimtre Strahe reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Rugen weisen. Du bist mein Birt der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Röm. 8,28 Paul Gerhardt, 1607-1676 27⁴4 2 el · d 3 U b il 4 U 8 8 ¶ I Vertrauen auf Gott 221 Ueile II; auch nach leise I Halle 170⁴ —* ————...———————— + —— E l. 1 Schwing dich auf zu dei⸗nem Gott, du be⸗trüb⸗ te Ala⸗ rum liegit du, Gott zum Spott, in der Schwermuts⸗ ————— e,, ....... 22 560- lei] Hlerbit du nicht des ga tans Lit! höh ⸗le! . I ISiiIEE— EDE Er will durch sein Kümpfen dei=-nen Trost, den — *—D———— I 1 22— I + +I + Je sus Christ dir er ⸗wor-ben, dümp ⸗=fen. 2 Schüttle deinen Kopf und sprich: Flieh, du alte Schlange! Qas erneult du deinen Stich, machst mir angft und bange! lt dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 3 Rab ich was nicht recht getan, ilt mirs leid von Herzen; da⸗ hingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen, das ilt der bezahlte Lohn meiner Illilsetaten; bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. 4 Chrifti Unschuld ilt mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein 4 darin frei ich wohne als in einem felten Schloh, das kein Feind kann föllen, brücht er gleich davor Ge⸗ schoß und Gewalt der Röllen. 5 Stürme, Teufel und du, Tod, was könnt ihr mir schaden! Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden, der Gott, der mit seinen Sohn selbit verehrt aus Liebe, dah der eroge Spott und Rohn mich nicht dort betrübe. 27⁵ 222 Das christliche Leben Ich bin Goktes, Gott ilt mein; wer ilt, der uns scheide! Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide: laß es dringen, kommt es doch von geliebten Hünden, und geschwind Zerbricht lein Joch, wenn es Gott will wenden. 7 kinder, die der Vater loll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten; bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen! 8 Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen: wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat voll⸗ kommne Luft dort in Gottes Garten, der wohl um lein Leid ge⸗ Wußt, endlich zu erwarten. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Trünen, aber endlich bringt das Jahr, wonach lie lich sehnen. Denn es kommt die Ernte⸗ Zzeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und L.eid lauter Freud und Lachen. 10 Ei so faß, o Chriltenherz, alle deine SIchmerzen, wirf sie fröh⸗ lich hinterwürts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden meht und mehr. Gib dem grohen Namen deines Gottes Preis und Shr. Er wird helfen. Amen. 2 Eν E 8 — L mir den Bim⸗mel rau Pf. 42, 6 Paul Gerhardt, 1607-167 Eigene Neise Joh. Georg Ebeling, 1666 8 .———.—— a. . 1UNa⸗rum lollt ich mich denn grü-men! Rab ich doch 4— e ——— deeen en, ar Boss li, e, —————— 1 Chri⸗stum noch, wer will mir den neh-menꝛ Kler will n 2*———— ö b I. +— 1 nn Lae. bden, den mir schon Vertrauen auf Gott — — ——— 2— — Got⸗tes Sohn bei ⸗ge⸗legt im Glau-ben! 2Nackend lag ich aut dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3 Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ilt nicht mein; Gott allein ült es, ders gegeben. Klill ers wieder Zzu lich kehren, nehm ers hin; ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4 Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Anglt und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5 Gott hat mich bei guten Tagen oft ergößt; lollt ich jetzt nicht duch etwas tragen? Fromm ilt Gott und schürft mit Mahen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlalsen. 6 Satan, Uelt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier tun, als meiner lpotten. Laß sie spotten, laß sie lachen: Gott. mein Heil, wird in Eil lie zuschanden machen. 7 Unverzagt und ohne Grauen loll ein Chrilt, wo er ilt, stets lich lallen schauen. Uollt ihn auch der Tod aufreiben, loll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 8 Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reiht unsern Geilt aus viel taufend Nöten, schlieht das Tor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Bimmelsfreuden. Allda will in süßen Schützen ich mein Rerz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Rier ist kein recht Gut zu finden; mas die Ilelt in sich hült, muß im Nu verschwinden. 10 Vas sind dieses Lebens Güter? Eine Rand voller Sand, Kum⸗ mer der Gemüter. Dort, dort lind die edlen Gaben, da mein Hirt Chriltus wird mich ohn Ende laben. 11 Rerr, mein Birt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zugut in den Tod gegeben; 277 2²3 Das christliche Leben 12 du bist mein, weil ich dich false und dich nicht, o mein Licht, aus dem Rerzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich ewig werd umfangen. Röm. 8, 31-39 Paul Gerhardt, 1607-1676 225 Uleise: O Nelt, ich muh dich lassen 227 2———— +—— Iin al⸗len mei⸗nen Ta⸗ten laß ich den Röchlten +r n..D ,, n d ra Harte Llesn ra⸗- ten, der al-les kann und hat; er 13— Vorreform. R. Ilaak; muß zu al-len Din⸗gen, solls an-ders wohl ge⸗ 14— — 1— —— E.— I— 1 E lin⸗gen, mir sel-ber ge⸗ben Rat und Tat. D 2 Nichts ilt es spüt und frühe um alle meine Hühe, mein Sorgen Ut umsonst. Er mags mit meinen Sachen nach seinem Nlillen machen, ich ltells in seine Vatergunlt. 3 Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen und was mit lelig ilt. lch nehm es, wie ers gibet; was ihm von mir be⸗ liebet, dasselbe hab auch ich erkiest. A lch traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Ubel schützt. Leb ich nach seinen Sützen, so wird mich nichts ver⸗ letzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. 278 geistl. Sisleben 1598. 2 2 83833„5„5786..nen IIII Vertrauen auf Gott 2²23 5 Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich enthinden, durch⸗ streichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht tracks das Urteil prechen und haben noch mit mir Geduld. 6 Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden und was mir stößt zuhanden, so tröftet mich allzeit sein QMort. 7 Rat er es denn belchlossen, so will ich unverdrolsen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird je Zzu hart mir fallen, mit Gott will ich ihn überstehn. 8 Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, so bald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür latz ich ihn lorgen; er weiß allein die rechte Zeit. 9 80 sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich ge⸗ schaffen hat. Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der HRöhe, der weih zu allen Sachen Rat. Auf der Reise 10 sch zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, an den er mich beltellt. Sein Segen wird mich lalsen, was gut und recht ist. falsen, zu dienen treulich leiner Velt. 11 gin ich in wilder Nlülte, so bin ich doch, err Christe, bei dir und du bei mir. Der Relfer in Gefahren, der khann mich doch be⸗ wahren, wie dorten, ebenso auch hier. 12 Er wird zu diesen Reisen gewünschten Fortgang weisen, wohl helfen hin und her; Gesundheit, Heil und Leben, Zeit, Aind und Nletter geben und alles, was ich noch begehr. 13 Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie. Durch seinen Zug, den frommen, sind wir so weit nun kommen und wissen selber falt nicht wie. 14 Gefällt es seiner Güte, und sagt mir mein Gemüte nicht was Vergeblichs zu, so werd ich Gott noch preifen mit manchenschönen UNleifen daheim in meiner stillen Ruh. 15 Indes wird er den Heinen mit Segen auch erscheinen, ihr Schutz wie meiner sein; wird beiderseits gewühren, mas unser Nunsch und Zühren ihn bitten können überein. 8pr. 16, Paul Fleming, 1609-1640 27 Das christliche Leben 224 UQeise Georg Neumark, 1657 1 —- 2 1 Uler nur den lie-ben den wird er wun-der⸗ * —— Gott läht wal⸗ ten bar er ⸗ hal⸗ten Ah* wn, e und hof⸗ set auf ihn al ⸗ le s zeit, in al⸗ler Not und Trau⸗rig⸗ keit. 1. * *—* 53 ö 4..— —.——.— Nler Gott, dem Al⸗ler ⸗ höch⸗sten, traut, ——— 53—3 DRRSSSSS + ö—— der hat auf kei nen Sand ge⸗ baut. 2 Alas helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser ANleh und Ach! las hilft es, daß wir alle Horgen beseufzen unser Un⸗ gemach? lir machen unser Kreuz und Leid nur gröher durch die Traurigkeit. 3 Ilan halte nur ein wenig stille und sei doch in lich lelbst ver⸗ gnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt; Gott, der uns lich hat auserwählt, der weih auch sehr mohl, was uns fehlt. 4 Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nüßlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns versehn, und lülset uns diel Guts geschehn. 280 4—4— qC S/XN Vertrauen auf Gott 225 5 Denk nicht in deiner Dranglalshitze. daß du von Gott verlassen feilt, und daß ihm der im Schohe liße, der sich mit ltetem Glücke speift. Die Folgezeit veründert viel und setzet jeglichem lein Ziel. 6 Es sind ja Gott sehr leichte Sachen und ilt dem Röchsten alles gleich, den Reichen klein und arm Zzu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ilt der rechte Hundermann, oer bald er⸗ höhn, bald stürzen kann. 7 Sing, vet und geh auf Gottes Negen, verricht das Deine nur getreu und trau des Fimmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott letzt, den verlüßt er nicht. Hlatth. é, 25; 7, 24 Georg Neumack, 1621-1681 Sigene Neise 285 Sotha 1715 — 1 Sollt es gleich bis wei⸗len schei⸗nen, als wenn —.———— .SDPSIIIIII Gott ver⸗ lieh die Sei⸗ nen, 0 lo glaub und ⁵— 50— * SSS 2 weih ich dies: Gott hilft end ⸗lich doch ge⸗wih. 2 Bilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. 3 Gleichwie Väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder streben, so hült Gott auch Mah und Ziel; er gibt, wem und wann er will. 4 Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Eind, mehr als vüterlich gesinnt. 5 Laß die Klelt gur immer neiden; Oill lie mich nicht länger leiden, ei lo krag ich nichts dunach, Gott ilt Richter meiner Sach. 281 22 Das chriltliche Leben 6 Ulilll sie mich gleich von lich treiben, muß mir doch der Rimmel bleiben; wenn ich nur den Rimmel krieg, hab ich alles zur Genüg. 7 Ach Herr, wenn ich dich nur habe, frag ich nicht nach andrer Gabe. Legt man mich gleich in das Grab, gnug, Rerr, wenn ich dich nur hab! Pl. 3.9 ö Chriltoph Titius, 1641-1703 2²⁰ Uleise: Alles ist an Gottes Segenl; auch nach Neise II Erfurt 1803 ————.—.——3 ANlun⸗-der an⸗fang, herrlich En-de, wo die wunder⸗ —.—— —. ——— wei⸗sen Rün⸗de Sot⸗tee füh⸗ren ein und aus. ·— 4*— —— UNun⸗der⸗weis⸗lich ilt lein Ro⸗ ten. wun-der-herr⸗lich SSSEEE— lei⸗ne Ta⁊ ten, und dulfprichst: wo wills hin⸗ aus! 2 Denke doch, es muß so gehen, was Sott weislich heißt ge⸗ schehen ihm und dir zur Rerrlichkeit. Ob der Anfang seltsam Srerit ilt das End doch gut gemeinet; Friede folget nach dem treit. 3 Sottes leg ist in den Flüssen und in großhen Nassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß. So auch in dem Meer der Sorgen hült Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4 Gott muh man in allen Sachen, weil er alleswohl kann machen, Snd und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lalsen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. Vertrauen auf Gott 227 5 Drum so lah dir nimmer grauen, lerne deinem Sott nertrauen. sei getroft und gutes ulute. Er fürwahr, er wird es führen, dah dus wirft am Ende spüren, wie er dir tut lauter Guts. 6 Du witkt feinen Ruhm erzählen und nicht vor der Clelt ver⸗ hehlen, was die blinde lelt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz 1a En: daß du wirlt bekennen müssen: Nunderanfang, herr⸗ ich En Röm. 11, 33 ff. Heinrich Arnold Stockfleth, 1643-1708 Sigene Ueise Severus Saltorius, 1681 .———. ———.— 1 11 Gott tut, das ilt wohl⸗ ge⸗ tan, es wie er küngt mei⸗ ne sa⸗ chen an, mill — SS.— bleibt ge ⸗recht sein NUil=-le; ich ihm hal⸗ten ltil ⸗le. Er ilt mein —— +— Gott, der in der Not mich wohl weih zu er⸗ EEE —— hal⸗-ten; drum lah ich ihn nur wal⸗ ten. 2 Vlas Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich nicht betrügen, er führet mich auf rechter Bahn, so lah ich mir genügen an seiner Ruld und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Ründen. 283 Das christliche Leben 3&las Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich wohl bedenken; er als ein Arzt und Alundermann wird mir nicht Sift einschenken für Arzenei; Sott ilt getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4&las Gott tut, das ist wohlgetan, er ilt mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid. Es Rommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5 CKlas Gott tut, das ist wohlgetan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Nahn, lahß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit lühem Trost im Berzen; da weichen alle Schmerzen. 6&las Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz vüterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. 5. NMose 32,4 Samuel Rodigalt, 1649 1708 228 Uleise II Franhfurt a. M. 1738 6 8—— 1 Klles ist an Got=tes ge⸗gen und an sei? ner e E— —— d er nn ů Gnad ge⸗le-gen ü⸗ber al⸗ les Geld und Gut. *. S ö Iler auf Gott sein Foffnung set⸗Zet, der be⸗hült ganz 4—.— —— — —3—3 +— +— I N un⸗ver⸗let-zet ei ⸗ nen frei⸗ en Rel⸗den⸗mut. e Leben denken; chenken ien und Leben, eben in net, Wie gleich ch doch mTrost Neiben. reiben, drum 1708 Vertrauen auf Gott 220 2 Der mich hat bisher ernähret und mir manches Glück bescheret, ilt und bleibet ewig mein, der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein Belfer lein. 3 Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbestündig lind; ich begehr nach dem zu ringen, was Genůgen pflegt Zzu bringen und man jetzt gar selten findt. 4 Roffnung kann das Rerz erquicken; was ich wünlche, wird sich lchicken, so es anders Gott gefüllt. Nleine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Enad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5 Er weih schon nach seinem Klillen mein Verlangen zu erküllen, es hat alies seine Zeit. lch hab ihm nichts vorzuschreiben; wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, bin ich bereit. 6 Soll ich hier noch länger leben, will ich ihm nicht widerltreben, ich verlalse mich auf ihn. st doch nichts, das lang bestehet, alles lrdische vergehet und führt wie ein Strom dahin. Spr. 10,22 2²⁰ Aleise: O Gott, du frommer Sott III 2 Nürnberg 1676 Bannover 1648 ——— HIIEE D E 1 X.—— ————— — I— Ich Gott, ver⸗-älah mich nicht! Gib mir die 1 1 60 füh⸗re mich, dein Kind, dah ich den 2 ů— ö ED Gna⸗ den ⸗hün⸗ de; 42— 2 116 Lauf voll ⸗en ⸗de 2 ..— 2*—— ů S—*— 4 ů keit. Sei du mein Le-bens⸗licht, mein Stab, mein —.— 5 3— 1 E— Rott, mein Schuth; ach Gott, ver⸗lah mich nicht! 230 Oas chriltliche Leben 2ch Sott, verlah mich nicht! Regiere du mein Nallen; ach laß mich nimmermehr in dünd und Schande fallen. Gib mir den guten Geift, gib Glaubenszuverlicht, lei meine Stürk und Kraft; ach Gott, verlah mich nicht! 3 Ach Gott, verlaß mich nicht! lch ruf aus Rerzensgrunde; Ich Röchster, stüärke mich in jeder bölen Stunde. Uenn mich Verluchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht don mir; ach Gott, derlaß mich nicht! 4 ch Gott, verlaß mich nicht! Ach laß dich doch bewegen, ach Vater, kröne doch mit reichem Rimmelssegen die lerke meines Amts, die Nerke meiner Pflicht, zu tun, was die gefällt; ach Gott, verlah mich nicht! ö 5 Ich Gott, verlaß mich nicht! lch bleibe dir ergeben. Rilf mir, o groher Gott, recht glauben, chriltlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht; hilk mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht! Pl. 71,9 Salomo Franck, 1659-1725 2 250 91 . Sigene Neile Stuttgart 17⁴⁴ 2— 5 3 S8o führst du doch recht in lie könn⸗test du es bi 22 1e .... · se ⸗ lig, Herr, di ö e ⸗ lig, err, die bö s le mit uns ö.— I‚;;;ß;léM⁊Zi˙ Dei- nen, ja se⸗ lig und doch mei⸗ stene wun⸗ der⸗ mei⸗ nen, da dei⸗ ne Treu nicht kann ver⸗ leug=nen 286 e Leben ach laß nguten ift; ach de; Ach uchung h Gott, en, ach meines h Gott, Vertrauen auf Gott 230 — 4 E 7 iich! Die Nle ⸗ge sind oft krumm und doch ge⸗ + H L.— 2—— 5—— —— rad, dar-auf du lüßt die Kin= der 20 dir gehn; da — pflegt es wun-der-slelt-sam aue zu sehn, doch 2 E. — 2 2 35 2—— I— 3—— 4 28 tri um⸗phiert zu ⸗letzt dein ho⸗ her Rat. 2 Dein Seilt hüngt nie an menschlichen Gesetzen, so die Vernunft und gute NMeinung stellt. Des Zweifels Knoten kann dein Schwert verletzen und lölen auf, nach dem es dir gefüllt. Du reihest wohl die stärklten Band entzwei; was lich entgegenletzt, muß linken hin; ein Nort bricht oft den allerhürtlten Sinn; dann geht dein Fuh auch durch Umwege frei. 3 Clas unsre Klugheit will zusammenkügen, teilt dein Verstand in Olt und Uelten aus; was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Rand frei an der Sterne Raus. Die Nelt zer⸗ reiht, und du verknüpfft in Kraft; sie bricht, du bault; sie baut, du reihest ein. Ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein; dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. 4 UQill die Vernunft was fromm und selig preisen, so hast dus schon aus deinem Buch getan; wem aber niemand will dies Zeug⸗ nis weisen, den führlt du in der Still lelbst himmelan. Den Tisch der Pharistier lüht du stehn und speisest mit den Sündern, sprichlt sie frei. Uler weih, was öfters deine Eblicht sei? Aler kann der tiefften Nleisheit Abgrund sehn!? 287 831 Das christliche Leben 5 Alas alles ilt, gilt nichts in deinen Rugen; was nichts ist, halt du, groher Rerr, recht lieb. Der Klorte Pracht und Ruhm mag dir nicht taugen; du gibst die Kraft durch deines Geiltes Trieb. Die beften Nerke bringen dir kein Lob; sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei; wer Augen hat, sieht lie, doch nie lo frei; die Sachen find zu klar, der Sinn zu grob. 6 Du kennit, o Vater, wohl das schwache Uelen, die Ohnmachi und der Sinnen Unverstand; man kann une falt an unsrer Stirn ablesen, wie es um schwache Kinder lei bewandt. Drum greifst du zu und hültst und trügelt sie, brauchlt Vaterrecht und zeigelt Muttertreu: wo niemand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbit dein Schüflein je und je. 7 Klso gehlt du nicht die gemeinen Nlege; dein Fuh wird selten öffentlich gelehn, damit du sehlt, was lich im Rerzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willlt gehn. Das Cliderspiel legst du vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne halt; wer meint, er habe deinen Rat getaht, der wird am End ein andres oft gewahr. 8 8o zieh mich denn hinein in deinen Klillen und trag und heg und führ dein armes Kind. Dein innres Zeugnis loll den Zweifel ktillen; dein Geilt die Furcht und Lülte überwind. Du bist mein alles, denn dein Sohn ilt mein, dein Geist regt lich ganz krüftig⸗ lich in mir. ich brenne nur nach dir in Liebsbegier. Nlie oft er⸗ quickt mich deiner Klarheit Schein! Drum muß die Kreatur mir immer dienen, kein Engel schümt nun der Gemeinschaft sich; die Geilter, die vor dir vollendet grü⸗ nen, sind meine Brüder und erwarten mich. Klie oft erquicket meinen Geilt ein Rerz, das dich und mich und alle Christen liebt! Uts möglich, dah mich etwas noch betrübt? Komm, Freudenquell, weich ewig, aller Schmerz! Jes. 55, 8ff. Gottfried Arnold, 1666-171⁴4 Uleise: Jeslu, meine Freude 281 Johann Crüger, 1653 —— SI........ II. 5 1 Mei ⸗ ne Seel ilt jtil⸗fe zu Gott, des⸗sen mein Berz ilt ver⸗gnü⸗get mit dem, wies Gott t. hast mag Trieb. t, der ei; die machi Stirn greifst eigelt hegst selten nn du u vor int, er Wahr. d heg Weifel mein üftig⸗ ft er⸗ hümt tgrü⸗ Uicket liebt! quell, 17¹⁴ Leben Vertrauen auf Sott IEURTITITIII——.— Ulil- le mir zu hel⸗fen lÜteht; füns get, nimmts an, wie es 2010. Geht es nur zum Him-mel zu, und bleibt Je⸗-sus — ——.— 331— er un⸗ ge⸗schie⸗den, so bin ich zu⸗ frie-den. 2 llleine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten und mag keinen leiden, der ihr redet ein. Von der Uelt Ehr, Lust und Geld, wonach soviel sind beflilsen, mag sie gar nichts willen. 3 Nein, ach nein, nur einer, sagt lie, und sonlt keiner wird von mir geliebt; Jesus, der getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er loll es sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4 Gotfes Güt erwüge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirlt du bald schauen, wie die Ruh so groh, die da fleuht aus stillem Geilt. Aler lich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5 Mleine Seele senket alles, was sie kränket, tief in Jelu Brult. Sie wird stack durch Roffen; was sie je betroffen, trüget sie mit Lult; kallet sich ganz mümiglich durch Geduld und Glauben felte; am End kommt das Beste. 6 Amen, es geschiehet; wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End; alsdann sich wendt das zuerlt so bittre Leiden und gehn an die Freuden. PI. 62, 2 Johann Kaspar Schade, 1666-1698 289 232 Das christliche Leben 282 Nleile: Meinen Jesum laß ich nicht Il Joh. Uhlich, 167⁴4 4 4——————.... —— 9³— e,———..— 1 inlei⸗ ne See le len ⸗ket sich hin in r und er-war-tet . ö— ..———— .— ——— Got⸗tes Berz und Bän-de 1.— dle-ge Ziel und Or de, liegt fein stil=le, u⸗ hig⸗-lich lei⸗ ner —— I. nackt und bloß in des lieb⸗-sten Va⸗ters Schoh. 2 Aeine Seele murret nicht, ist mit allem wohl Zzufrieden; was der eigne Uille spricht, ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld erregt, ilt in Christi Grab gelegt. 3 Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich lpithen Dornen iticht und den Frieden nur Rann krünken. Sorgen kommt dem Schöpfer zu, meine Seele sucht nur Ruh. 4 Aeine Seele grümt lich nicht, liebt hingegen Gott im Leiden; Kummer, der das Rerze bricht, trifft und üngitet nur die Reiden; wer Gott in dem Schohe liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5 eine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen Nöten, hüngt an Gottes Angesicht auch alsdann, wenn er will töten. No sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freudenlicht verjagt. 6 MNeine Seel ift still Zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden. Allo hab ich allen Spott, alle Illarter überwunden, bin gleichwie ein stilles Heer, voll von Gottes Preis und Ehr. 1. Petri 5,7 Johann Joseph Minckler, 1670-1722 20⁰ 4 N 8 0 — I Vertrauen auf Gott 233 25⁸ Vleile: Ner nur den lieben Gott läßtwalten! G. Neumark, 1657 1 F. +* 2— +— — 1 Je grö⸗ her Kreuz, je nä⸗ her Fim⸗mel; Bei Sün⸗den⸗lust und Uelt-ge⸗ tüm⸗mel 1 — I* HR + + +—— V— wer oh ⸗ ne Kreuz, ilt oh ne Gott. ver ⸗giht man Höl=le, fluch und Tod. ů— 2 + I 1 + Osielig ilt der aensch ge=schäht, 2— 1 2——————.— ö ö ů I. I E — 1 den Gott in kreuz und Trüb-sal letzt. 2 Je größer Kreuz, je bessre Christen, Gott rüft uns an dem Probeftein. Nlie mancher Garten wird zur Alüsten, füllt nie ein FTrünenregen drein. Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Not bewährt. 3 Je gröher Kreuz, je stürker Glaube; die Palme wüchset bei der Laft; die Sühigkeit flieht aus der Traube, wenn du sie wohl ge⸗ keltert haft. im Kreuze wüchset uns der Illut wie Perlen in ge⸗ salzner flut. 4 Je gröher Kreuz, je gröher Liebe; der Aind bläst nur die Flam⸗ men auf, und scheinet gleich der Rimmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreüz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das Ol im Feuer tut. 5 Je gröher Kreuz, je mehr Gebete; geriebne Kräuter riechenwohl. Kenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol.&io kümen Davids Plalmen her, wenn er nicht auch versuchet wür! 27¹ 234 Das christliche Leben 6 Je gröher Kkreuz, je mehrVerlangen; im Tale steiget man bergan; wer durch die Klülte oft gegangen, der sehnet lich nach Kanaan. Das Täublein findet hier nicht Ruh, lo kliegt es nach der Arche Zu. 7 Je gröher Kreuz, je lieber Sterben; man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Verderben; es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt, man habe triumphiert. 8 Je gröher Kreuz, je schöner Krone, die Gottes Gnad uns bei⸗ gelegt, und die einmal vor seinem Throne der Uberwinder Scheitel Rihnt ht dieses teure Kleinod macht, dah man das größte Kreuz nicht acht't. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und je lieber sein. Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Rerz mir ein, das Glauben, Lieb und Roffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trügt. Jak. 1,12 Benjamin Schmolck, 1672-1737 284 Uleise: Ringe recht, wenn Gottes Gnade Brüdergemeine, um 17⁴⁰ ——— SDPIPIII... T *SSSSII—— 1Gott wills ma- chen, daß die 44.— Sa⸗chen ge-hen, — wie es ———— heil⸗sam ist. Lah die Ulel-len — 2——53 ——— —— EDDIAI sich ber⸗stel⸗len; wenn du nur bei Je⸗ 292 su bilt. 2882 3E E E t 234 2 Kler sich krünket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3 Du Verüchter, Gott, dein Nlächter, schlöfet ja noch schlummert nicht. Zu den Röhen aufzusehen, wäre deine Glaubenopflicht. AIm Verweilen und im Silen bleibt er stets ein Vaterherz. Laß dein Aleinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5 Glaub nur felte, daß das Beste Über dich beschlolsen sei. Alenn dein Ville nur ilt tille, wirst du von dem Kummer frei. 6 UNilllt du wanken in Gedanken, faß dich in Gelassenheit. Lah den lorgen, der auch morgrn Rerr ilt über Freud und Leid. 7 Sottes Bünde sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Ults beschwerlich, scheints geführlich, deinem Gott ilt nichts zu viel. 8 Seine Klunder lind der Zunder, da der Slaube funken füngt. Alle Taten sind geraten jedesmal, wie ers verhängt. Nlann die Stunden sich gefunden, bricht die Bilf mit Macht herein, und dein Grümen zu beschümen, wird es unversehens sein. 10 Nun so trage deine Plage fein getrolt und mit Geduld. Nler das Leiden will vermeiden, häufet seine Sündenschuld. 11 Die da weichen und das Zeichen ihres Brüutigams verschmähn, mülsen laufen zu den Raufen, die Zur linken Seite stehn. 12 KEber denen, die mit Trünen külsen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Reilands werden noch. 13 Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es gelchehe und ergehe, wie und wann und was er will. Matth. 8,23-27 Johann Daniel Rerrnschmidt, 1675-1723 Vertrauen auf Sott lch hebe meine Rugen aut zu den Bergen, von welchen mir Hilte Rommt. Siehe, der Hüter Ilraels lchläkt noch lchlummert nicht. Pl. 121, 1.4 293 Das christliche Leben 285 Auch n. d. Nleise: Es ist das Reil uns hommen her Ileife: Mein Rerzensjesu, meine Lust P. Sohr, 1668 * * 2 VE + 4 H+ 4 ——— ie Gott mich führt, lo will ich gehn ohn ge⸗schieht, wWas er mir aus ⸗er⸗-sehn, wird + ů — 5 * ii al ⸗les Ei⸗ gen ⸗ wüh⸗len; mirs an kei⸗nem feh ⸗len. ie er mich 4. 4 E. NAI +— 4 1 1 —4— + 7 5 1 + + führt, lo geh ich mit und fol ⸗ ge wil- lig 4 4 2 —— + + Schritt für Schritt in kind-li-chem Ver⸗ trau⸗ en. 2 Klie Sott mich führt, lo bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Sigenwill will öfters widerstreiten. Alie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Swigkeit ltets seinen Schluß zu ehren. 3 Klie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Rän⸗ den; wie er es lchicht und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, lei ihm hiermit gunz heimgelstellt: er mache, wie es ihm gefüllt, zum Leben oder Sterben. 4 Klie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich, lein Rat wird doch er⸗ füllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht ge⸗ bracht; ich bin ja nicht mein eigen. 27⁴ I 236 5 Clie Gott mich führt, so bleib ich treu im Slauben, Roffen, Leiden. Steht er mit leiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden! lch fasse in Geduld mich fest: was Gott mir widerfahren läht, muß mir zum Besten dienen. 6 Clie Gott mich führt, lo will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Sein Antlitz lülset Gott nicht fehn, zuletzt wird ers auf⸗ decken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat. Dies sei mein Glaubensanker. Röm. 8, 28 Lambert Sedicke, 1683-1736 28⁰ Vertrauen auf Sott Ileile: Uie nach einer Ualserquelle Genf 1551 EDiiRDRDSDESEI Iee.— *————— *—— Nalsnies Sor⸗gen, Angst und Pla⸗en lau ⸗fen al ⸗les Seufzen, al-les Kla-gen, das der — A— A—— ** +—— mit der Zeit zu End; Nert al-lei- ne kennt, wird gottlob nicht e⸗wig sein. — ——— +—„— Nach dem Re-gen wird ein Schein von viel tau⸗send 212——.—————— E——.— — Son⸗nen-blik⸗ken mei-nen mat⸗ten Geist er-gquik-ken. 2eine Saat, die ich gelöet, wird zur Freude wachsen aus; wenn die Dornen abgemähet, so trügt man die Frucht nach Haus. Ulenn ein Nletter ilt vorbei, wird der Bimmel wieder frei, nach dem Kümpfen, nach dem Streiten kommen die Squickungszeiten. 27⁵ —.— 237 Das chriltliche Leben 3&lenn man Rosen will abbrechen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen stechen; es geht alles, wie Sott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im 259.—„ erreicht; will man hier das Kleinod finden, so muß man erst überwinden. 4 Unser AUeg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist besetzt; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut benetzt. Zu dem schloß der Swigkeit kommt kein Iensch hin sonder Streit. Die in Salems UHlauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. 5 Es sind wahrlich alle Frommen, die des Rimmels Klarheit sehn, aus viel Trüblal hergekommen; darum siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron und mit Palmen ausgezieret, weil lie glücklich triumphieret. 6 Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt; leine Freund und Rochzeitsgüfte werden nach dem Streit beglückt, Urael erhült den Sieg nach geführtem Kampfund Krieg; Kanaan wird nicht gefunden, wo man nicht hat überwunden. 7 Darum trage deine Ketten, meine Seel, und dulde dich; Gott wird dich gewih erretten; das Gewitter leget lich, nach dem Bliß und Donnerschlag folgt ein angenehmer Tag; auf den Abend folgt der IUlorgen, und die Freude nach den Sorgen. Tob. 3,27f. Freylinghaulens Gesangbuch, Ralle 1705 Ileise: Christus, der ist mein Leben Nelchior Vulpius, 1609 4 4 —..— D— 1— V V 2 1 Mie Gna⸗-de sei mit al ⸗ len, die ————.—.——4 ,e i niieHinereinn ———— Gna⸗ de un-sers Rerrn, des Berrn, dem wir hier SSVEE — — AHESESEEHEEE ne — ö— S— ö— *—— 46 V* I wal-len und sehn sein kom- men gern. Leben 1 Still, t will. reicht; inden. Vertrauen auf Gott 238 2 Ruf dem so schmalen Pfade gelingt uns ja kein Tritt, es gehe seine Gnade denn bis zum Ende mit. 3 Zuf Gnade darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns je will grauen, so bleibts: der Rerr ilt treu. 4 Die Gnade, die den Xlten ihr Neh half überltehn, wird uns ja auch erhalten, die wir in unserm flehn. 5 KIird stets der Jammer gröher, lo glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst, so komme doch! 6 Damit wir nicht erliegen, muß nade mit uns sein; denn sie flöht zu dem Siegen Geduld und Glauben ein. 7 80 scheint uns nichts ein Schade, was man um Jesum miht; der BRerr hat eine Gnade, die über alles ist. 8 Bald ilt es überwunden nun durch des Lammes Blut, das in den schwersten Stunden die gröhten Taten tut. 9 Rerr, laß es dir gefallen, noch immer rufen wir: Die Enade sei mit allen, die Gnade sei mit mir! Offb. 22, 20f. Philipp Friedrich Biller, 1699 1769 Eigene Neise 25 8 Elberfeld 1805 F..EE— SS.SSS S IIIIIIIIII— *2 2 + —— 1 Gott ilt ge⸗treul Sein Rerz, seir. Va⸗ ter⸗ Gott ift ge⸗treu bei Nohl⸗sein und bei ee.. ——.— herz ilt vol⸗ler Red=lich-keit. Cleicht, chmerz, in gut und bö-ser Zeit. Ber⸗ ge/ weicht /Fallt hin, ihr Rũ:gel flein Siaubensgrund ů + + + 1. —— +—+=—.— hat die ses Sie⸗gel: Gott ilt ge- treu. 2927 238 Das chriftliche Leben 2 Gott ilt getreu! Er tut, was er verheiht, er hält, was er ver⸗ spricht; wenn mir sein Nlort den Ueg zum Leben weilt, so gleit Und irr ich nicht. Gott ilt kein Nlensch, er kann nicht lügen, sein Nlort der Uaͤhrheit kann nicht trügen. Sott ilt getreu. 3 Sott ist getreu! Er handelt vüterlich, und was er tut, ilt gut; sein Liebesschlag erweckt und beslert mich, die Rute meint es gut. Das Kreuz wird mir zur Bimmelsleiter, der Kampf macht mich zum guten Streiter. Gott ilt getreu. 4 Gott ilt getreu! Er gibt der bösen Uelt lein eingebornes Kind. Der Beiliglte bezahlt das Lösegeld für die, die Sünder lind. Gott macht den liebsten Sohn zum Bürgen, er lüht ihn martern und erwürgen. SGott ist getreu. 5 Sott ist getreul! Hlein Vater, des ich bin, sorgt für mein Seelen⸗ wohl. Sein Uill und Uunsch, sein Zweck und sein Bemühn ist, daß ich leben soll. Er reinigt mich von allen Sünden, er lüßt mich Kuh in Christo finden. Sott ilt getreu. 6 Sott ilt getreu! Sein göttlich treuer Blick gibt lorglam auf mich acht; er lieht mit Lust, wenn mich ein zeitlich Glück erfreut und dankbar macht. las mir zu schwer ilt, hilft er tragen. Uein Gott, was soll ich weiter sagen? Gott ilt getreu. 7 Gott ilt getreul Hlein Rerz, was fehlt dir noch, dich stets im Berrn zu freun! Sei Gott getreu, sei unverzagt, mag doch die Ulelt voll Falschheit sein. Der falschen Brüder Neid und Tüche gereicht am Ende mir zum Glücke. Sott ist getreu. 8 Sott ist getreu! Vergih, o Seel, es nicht, wie zürtlich treu Gott ilt. Gott treu zu sein, sei deine frohe Pflicht, solang du denklt und bilt. Balt fest an Gott, sei treu im Glauben. Laß dir den starken Trost nicht rauben: Gott ist getreu. Jel. 54, 10; 1. Kor. 10, 13 Ehrenfried Liebich, w1713 780 Leben r ver⸗ Rgleit , sein t gut; gut. mich Kind. Gott Nund eelen⸗ )n ilt, tmich fmich t und Gott, ts im ch die Tücke Gott senklt den 178⁰ Vertrauen guf Sott 2309 239 Ileise: Alas Gott tut, das ist wohlgetan Severus Galtorius, 1681 —— 2— — 1 Auf Gott und nicht auf mei⸗nen Rat will ich mein Und dem, der mich er-schaf⸗fen hat, mit gan ⸗Zzer — I 4—— I I 5r le 19— 20. Er, der die Lelt allmächtig häͤlt, wird — — Tüii 2 +—— n——— SIIII.——— mich in mei⸗ nen Ta⸗ gen als Gott und Va⸗ter tra⸗gen. 2 Er sah von aller Ewigkeit, wieviel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenezeit, mein Glück und meine Bürde. Alas zagt mein Rerz!? Ut auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre! 3 Gott kennet, was mein Rerz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Nleisheit litte. Er sorgt für mich ftets väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Ulille der geschehe. 4Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen als selblt das widrige Geschick, bei dessen Lalt wir klagen! Die gröhte Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Rabe verläht mich doch im Grabe. 5 In dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Sott es keinem fehlen; Gefundheit, Ehre, Glück und Pracht lind nicht das Glück der Seelen. ler Gottes Rat vor Rugen hat, dem wird ein gut Gewillen die Trüblal auch verlühen. 6 Klas ist des Lebens Rerrlichkeit? Aie bald ist lie verschwunden! as ilt das Leiden dieler Zeit? ie bald ists überwunden! Rofft auf den Rerrn, er hilt uns gern; leid fröhlich, ihr Gerechten, der Berr hilft leinen Knechten. Spr. 3,5f. Christian Fürchtegott Sellert, 1715 176 229 Das chriltliche Leben 240 Ileise: O Nelt, ich muß dich lalsen geiltl. Sisleben 1598 Vorreform. R. aak; —————.— 0 ö + i E— 5.—.— *E—— Ilch hab in gu- ten Stun-den des le-bens N 25ee Glück ernp⸗fun-den und Freu-den oh-ne Zahl; lo 2222..— I L 1.—9m. SISEEIIII UPEEE ————— —— will ich denn ge-lal-len mich auch in Lei-den 7.—— ‚ Dñ‚ex —33—23 10——F7.——.— v. fal⸗sen; welch Le⸗ben hat nicht sei ne Qual! 2 Ja, Rerr, ich bin ein Sünder, und stets strafft du gelinder, als es der lensch verdient. Uill ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Neh erdulden, das doch zu meinem Belten dient! 3 Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Rerrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf enschen bauen; du hilkst und du errettelt gern. 4 Lah du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geilt noch Krüfte; sein Beil lah mein Geschäfte, dein Nlort mit Trost und Leben sein. 5 Klenn ich in Chrilto sterbe, bin ich des Rimmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Ruch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Rerr, bilt bei mir in der Not. 6lch will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. lch will den Tod bedenken; der Rerr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Ps. 71, 9. 18 Christian fürchtegott Gellert, 1715 76 30⁰ Vertrauen auf Sott 24¹ Uleile: Es ist gewihlich an der Zeit 4—.—8 — 1 + + I. TT*——— 3—..— 1 lch steh in mei⸗ nes Ber⸗ren Rand und will drin nicht Er⸗den⸗not, nicht Er-den⸗tand loll mich dar⸗ Tlittenberg 1535 +— Ir,.,......... Und wenn zer- fällt die —— +* I 4 n a n — ste-hen blei-ben; aus vbers trei- ben. 2 E.2 —— 5 + 120 ů———— — ELEE T gan-ze AMelt, wer lich an ihn und wen er — I S.PIPIPIIII.II.... T E 42—55— *— Ie. hält, wird wohl-be= hal ten blei⸗ben. 2Er ist ein Fels, ein sichrer Rort, und Aunder sollen schauen, die lich auf sein wahrhaftig Nort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein HRerz es froh und unverzagt und läßt lich gar nicht grauen. 3 Und was er mit mir machen will, ilt alles mir gelegen, ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen; denn was er tut, ilt immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ilt sicher allerwegen. 4 Ja, wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weih, die Clege, die er geht, sind lauter Aunderwege. Ilas böle scheint, ist gut gemeint; er ist doch nimmermehr mein Feind und gibt nur Liebesschläge. 5 Und meines Glaubens Unterpfand ilt, was er selbit verheihen, dah nichte mich seiner starken Rand soll je und je entreihen. Aas er verlpricht, das bricht er nicht, er bleibet meine Zuversicht; ich will ihn ewig preisen. Hiob 12, 10 Philipp Spitta, 18011859 30¹ s Eigene Ileise 1 Das chriltliche Leben Lob und Dank 24 Tlittenberg 1529(1535) II. Chor(oder Gemeinde) oder Einzelne) 2—— .....— —————— Rerr Gott, dich lo⸗ben wir, Nerr Gott, wir dan⸗ken dir, — 8 0— e dich, Va⸗ter in E-wigheit, ehrt die Uelt weit und breit; + + 2—.— all engelund Bimmelshieer, und was die⸗-net dei⸗ner Ehr, —— 1 4 auch Cherubim und Seraphim + singen immer mit hoherstimm: Rei⸗lig ist un=er Gott! Rei⸗lig ilt un=ser Gott! und II. Chor ——— SSEEEE EE 1335 + — 2 Hei⸗lig ilt un⸗ser Gott, der Rer re Ze-ba- oth! II en Lob und Dank 242 — + II. Chor II. Chor Dein gött- lich Uacht und Rerr-lich-keit der hei-li⸗ gen zwölf Bo- ten Zahl die teu⸗ren Märt-rer all- zu-mal die gan ⸗ze wer=te Chri-sten-heit dich, Sott Va⸗- ter im höch-ten Thron, den heil-gen Geilt und Trö-ster wert ... geht ü⸗ ber HRimml und Er⸗-den weit; und die lie-ben Pro-phe=ten all, lo⸗-ben dich, BRerr, mit gro- hem Schall; rühmt dich auf Er ⸗-den al ⸗ le⸗ zeit; dei⸗-nen rech-ten und ein-gen Sohn, mit rech⸗tem Dienst lie lobt und ehrt. 3 — SDJ—.—.— —— Du Kö-nig der Eh-ren, Je-lu Christ, ——— + t —— Gott Va⸗-ters ew-ger Sohn du bilt; 303 Das christliche Leben der Jung-frau Leib nicht halt verschmüht, du halft dem Tod zer-tört sein Macht du sitzst zur Rech⸗ten Got- tes gleich ein Rich ⸗ter du zu-künf⸗tig bilt zu er⸗lö⸗len das mensch⸗lich Ge⸗schlecht; und all Chri-sten zum Bim⸗-mel bracht; mit al ⸗ler Ehr ins Va⸗ters Reich; alns les, das tot und le⸗bend ilt. Nun hilf une, Rerr, den Die-nern dein, II. Chor E + die mit deinm teurn Blut er ⸗löés set sein; + — I. Chor —— lah uns im Him⸗mel ha⸗ ben teil . De Lo II Lob und Dank 242 6 —6—— ů I. Chor II. Chor Nilf dei-nem Volk, Rerr Je-su Christ, und seg- ne, was dein Erb⸗teil ist, wart und pfleg ihr'r zu al- ler»Zeit .—— 4.— und heb sie hoch in E⸗ wig⸗keit. Täg-lich, Kerr Gott, wir lo ben dich — ů und ehrn dein'n Na- men ste-tig-⸗ ach + — I SE Be ⸗ hüt uns heut, o treu⸗- er Gott, 4 1.— .— n nnrinn.. —— vor al-ler Sünd und Mlil=se⸗tat; — sei uns gnä⸗-dig, o Her„ke Gott, zeig uns dei ne Barm-her-zig-keit, II. Chor 25—— sei uns gnä-dig in al ⸗ ler Not; wie unl⸗ce Hoff-nung zu dirlteht; DSIEEEEEEEE *—— auf dich hof-fen wir, lie ⸗ber gRerr, SSIIEIEIIII. +IIee..— in Schan-den lah uns aim- mer⸗-mehtr. und II. Chor +᷑. L I VL I—— *— 2 2 n A 8 men. Ies. 6,3 Deutsch von Ullartin Luther, 14831546 Heilig, heilig, heilig ilt der Herr Zebaoth. Alle Lande lind leiner Ehre voll. Jel. 6,3 306 Lob und Dank 243 Sigene QUeise 2 1——.——.—— *. [Nun lob, mein Seel, den her ⸗ ren, was Sein Glohl⸗tat tut er meh« ren, ver⸗ Rugsburg 15⁴⁰ 36 —.—— ö * E —.—— UAE III . ii in mir ilt, den Na-men lein. gih es nicht, o Her⸗-ze Wen hiat dir dein dünd ver⸗ 4 2 — +—-— 2 —.—.—————— ge ⸗ ben und heilt dein S8chwachheit groh; er⸗ 2 ö +— 6— S)—— III...... —3— ——— rett't dein ar-mes le-ben, nimmt dich in lei⸗nen —— 32—2— SSSS— EI—4— ——+ 4—— Schoh, mit rei⸗chem Trost be-schüt- tet, ver⸗ 2 172 ——— ä jüngt dem Ad⸗ler gleich; der Rerr schafft Recht, be⸗ —— 4 + 2 H E ö 0— *—— ——— hü⸗tet, die leidn in lei ⸗ nem Keich. 30⁷ 244 Das christliche Leben 2 Er hat uns wissen lassen sein herrlich Recht und sein Gericht, dazu sein Süt ohn Mahen, es mangelt an Erbarmung nicht; sein Zorn lüßt er wohl fahren, straft nicht nach unlrer Schuld, die Gnad tut er nicht paren, den Blöden ilt er hold; sein Güt ilt hoch erhaben ob den'n, die fürchten ihn; lo fern der Oft vdom Abend, ilt unlre Sünd dahin. 3 Klie Väter sich erbarmen ob ihrer jungen Kindelein, so tut der Berr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte und weih, wir sind nur Staub, ein bald ver⸗ welkt Geschlechte, ein Blum und fallend Laub; der Clind nut drüber wehet, so ist es nimmer da: also der Illensch vergehet, sein End, das ist ihm nah. 4 Die Gottesgnad alleine steht felt und bleibt in Swigkeit bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner Furcht bereit, die leinen Bund behalten. Er herrscht im HBimmelreich. Ihr starken Engel, waltet seins Lobs und dient zugleich dem grohen Berrn zu Ehren und treibt sein heilges Klort. Mein Seel soll auch vermehren lein Lob an allem Ort. Ps. 103 Johann Gramann, 1487-1541 Sigene Kleise 2⁴⁴ Leipzig 1587 ,—— 2*—..——— DꝗIꝗDSIPDPIPIPIII — I 1 1Nun laht uns Sott dem her⸗-ren Dank ö———— E I— + + I I— *————— e, sa⸗ gen und ihn ehs ren für al⸗ le sei ⸗ne 2 965 V—4— + SꝗSꝗ‚DSꝗPDP‚PSꝑSP‚Ii I... Ga⸗ ben, die wir emp-fan-gen ha-ben. 2 Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben dieselben zu bewahren tut er nie etwas sparen. 3 Nahrung gibt er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wie⸗ wohl tödliche Aunden sind kommen von der Sünden. 308 e Leben 245 4 Ein Arzt ilt uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus, Lob und Dank uncht für uns gestorben, der hat das Reil erworben. uld, die 5 Sein Tlort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Un⸗ ilt hoch fall; der heilge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. Abend, 6 Durch ihn ilt uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben; im Himmel solln wir haben, o Gott, wie grohe Gaben! tut der 7 Uir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte uns Grohe mit rkennt den Kleinen, du kannsts nicht böse meinen. ld ver⸗ 8 Erhalt uns in der Klahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preilen nd nut deinen Namen durch Jelum Chriftum. Amen. het, sein Jer. 33,1 Ludwig Relmbold, 1532-1598 keit bei Ennet 245 Engel,„ 5 1 Shren Eigene Kleise Joh. Crüger, 1647 ren lein 77⁰ 7·¹⁵⁴¹— 1 108 dan⸗ket al ⸗le der gro- he Din-ge ig 1587——ᷣ.ͥ—— SSSS... — Hartin Rinckart Gott mit Rer ⸗ zen, Dank tiit an uns und ——.—— 2— IRRRRPTI‚.— —— — Ulund und Bän-den, 4ters i⸗ne al len En= Den, der uns von Mut⸗ter⸗ ö 5* R 1— ö* r——.— en. leib und kin- des- bei- nen an un⸗ ielelben e wa, en, wie⸗——— i—.— 228920 zäh-lig viel zu- gut und noch jetz⸗und ge⸗ tan. ö 30 246 Das christliche Leben 2 Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad er⸗ halten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3 Lob, Ehr und Preis lei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höchlten Rimmelsthrone, dem drei⸗ einigen Gott, als der ursprünglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Sir. 50, 24-26 Martin Rinckart, 1586-164 246 Sigene Veise Matthäue Rpelles von Löwenltern, 1644 ———— * * — Æb 2 ur— 2— 1 8 8 Nun prei-set al le Sot⸗-tes Barmher⸗Zigskeit! .——— SDS—.— ö— ö— — Lob ihn mit Schal ⸗le, wer=te=ste Chri⸗ften⸗heit! 2— . 1— 191 *————————.— —.—.— Er lüäht dich freundelich zu sich la ⸗den; i I I freu e dich, II⸗ ra ⸗el, lei⸗ ner Sna-den, 1 e,, Liter it,. ————————————————— ö—— freu e dich, UU⸗ ra ⸗el, sei-ner Gna⸗ den. 2 Der herr regieret über die ganze Ilelt; was sich nur rühret, alles zu Fuh ihm füllt; viel taulend Engel um ihn lchweben, 23 Plalter und Barte ihm Ehre geben.: 3 Hohlauf, ihr Beiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Nlei⸗ den stellet euch willig ein, da lüßt er uns sein Klort verkünden, 3½ machet uns ledig von allen Sünden.: 310⁰ den. rühret, weben, nVei⸗ unden, Lob und Dank 2⁴⁷ 4 Er gibet Speile reichlich und überall, nach Vaters Nleise lättigt er allrzumal; er schaffet früh und spaten Regen, 7 füllet uns alle mit seinem Segen.:, 5 Drum preis und chre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, Werteste Chriltenheit! Unelollhinkort kein Unfall schaden::, freue dich, Urael, seiner Gnaden!:, Ps. 145, 15 Mlatthäus Apelles don Löwenstern, 1594-1648 0 Aleile: Nun lob, mein Seel 247 Wnn 15⁴⁰ + 2—8 — 18595 lobt dich in der Stil ⸗ le, du hoch⸗ er⸗ des Rühmens ilt die Fül- le vor dir, o ———.— GSSiSSSE ———— hab⸗ner Zi= onsGott; ö ba-oth. Du bilt doch, Berr, auf ESi— —— —8..—— .e Er ⸗ den der from-men Zu-ver-icht, in —— ů— + Truh Tal und Be⸗ schwerden läht an die Dei⸗ 235 SPSPSPIPITITTTTTRRT nicht. Drum foll dich stünd lich eh= ren mein .. q—. 2— n fi en enn Mund vor je-der-mann und dei- nen Ruhm ver⸗ FE— ů —————— 1 meh-ren, lo lang er lales len kann. 248 Das christliche Leben 2 Es müssen, Rerr, sich freuen von ganzer Seel und jauchzen hell, die unaufhörlich schreien: Gelobt lei der Gott lsrael! Sein Name sei gepriesen, der grohe Alunder tut, und der auch mir erwiesen das, was mir nütz und gut. Nun, dies ist meine Freude, zu hangen felt an dir, dah nichts von dir mich scheide, lolang ich lebe hier. 3 Rerr, du halt deinen Namen so herrlich in der Alelt gemacht; denn als die Schwachen kamen, halt du gar bald an sie gedacht. Du halt mir Enad erzeiget; nun, wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Reils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dort in Swigkeit. Ps. 65,2ff.; 116,13 Johann Rilt, 16071¹667 2⁴48 Sigene INleise Joh. Georg Ebeling, 1666 Eb +2— 17* W . Du, mei⸗ ne See ⸗ le, lin ⸗ ge, wohl⸗ 1 dem, wel⸗chem al ⸗le Din ⸗ge zu b SSee..— auf und sin⸗ ge schön 2 Dienit und Elil len stehn. uch will den ker=ren — 2— E* dro⸗ben hier prei-sen auf der Erd; ich will ihn * 1 N SEEEEEE E M—— herz-lich lo ben, lo⸗lang ich le⸗ ben werd. 2 Klohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und BReil! UNler dem sich anvertrauet, der hat das belte Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; lein Rerz und ganzes Ulesen bleibt ewig unbetrübt. 31² — 441 4— Leben n hell, Name wiesen jangen he hier. Lob und Dank 249 3 Bier lind die starken Krüfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Gelchäfte, die seine Band gemacht: der Rimmel und die Erde mit ihrem ganzen Beer, der fisch unzühlge Rerde im grohen wilden UUleer. 4 Rier lind die treuen Sinnen, die niemand unrecht tun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hült sein Qort mit Freuden, und was er spricht, geschicht, und wer Gewalt muh leiden, den schützt er im Sericht. 5 Er weih viel tausend QUeisen, zu retten aus dem Tod, ernährt und gibet Speilen zur Zeit der Rungersnot, macht schöne, rote Uangen oft bei geringem luahl, und die da lind gefangen, die reiht er aus der Qual. 6 Er ilt das Licht der Blinden, erleuchtet ihe Gelicht, und die lich schwach befinden, die stellt er aufgericht't. Er liebet alle Frommen; Und die ihm günstig seind, die kinden, wenn sie kommen, an ihm den besten Ffreund. 7 Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm; der Rerr allein ist König, ich eine welke Blum. Jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Nelt. Pl. 75. 116 pPaul Gerhardt, 1607-1676 2⁴0 Ileile: Nun danket all und bririget Ehr Johann Crüger, 1647 — + + ů +— + wr,. ——— sin-ge Ilch dir mit Berz und Nund, Rerr, ö—— LirennL. mei- nes Ber-zens Luft; ich ling und mach auf 7½* —— I + I ———————.— Er-den kund, was mir von dir be ⸗Wuht. 313 249 Das christliche Leben 2 lch weih, dah du der Brunn der Snad und ewge Quelle bilt, daraus uns allen früh und spat viel Reil und Gutes kließt. 3 Llas sind wir doch? las haben wir auf dieler ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4 Cler hat das schöne Rimmelszelt hoch über uns geletzt? ler ilt es, der uns unser Feld mit Tau und Kegen netzt! 5 Cler würmet uns in Kült und Frost! ler schützt uns vor dem lind? Alermachtes, daß man Ol und Molt zu seinen Zeiten findt! 6 Cler gibt uns Leben und Geblüt?&ler hält mit seiner Rand den güldnen, werten, edlen Fried in unlerm Vaterland? 7 Ach Rerr, mein Sott, das kommt von dir, du, du muht alles tun; du hältst die UMacht an unsrer Tür und lüßt uns sicher ruhn. 8 Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schläglt nicht allzusehr, ja endlich nimmit du unsre Schuld und wirklt lie in das luleer. 10 Klenn unser Rerze leutzt und schreit, wirst 90.— leicht er⸗ weicht und gibst uns, Gas uns hoch erfreut und dir zur Ehr gereicht. 11 Du zähllt, wie oft ein Chrüte wein und was lein Kummer sei; kein Zühr⸗ und Tränlein ist so klein du hebst und legst es bei. 12 Du fülllt des Lebens Uangel aus mit dem, was ewig steht, und führlt uns in des himmels Baus, Genn uns die Erd entgeht. 13 Klohlauf, mein Rerze, sing und spring und habe guten Haut! Dem Sott, der Ursprung aller Ding, ist selblt und bleibt dein Gut. 14 Er ilt dein Schat, dein Srb und Teil, dein lanz und Freuden⸗ licht, dein Schirm und Schild, dein Rilf und Reil, schafft Rat und läht dich nicht. 15 Klas kröänkit du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf lie hin auf den, der dich gemacht. 16 Rat er dich nicht don Jugend auf oersorget und ernährt! Clie manches schweren Unglücks Lauf hat er zurückgekehrt! 17 Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er tut und läht geschehn, das nimmt ein gutes End. 31¹⁴4 2 E —— —25 sSS. ꝗ 2.I Leben le bilt, t. n Erd, Cler e dem findt? Rand t alles ruhn. mund bei. zulehr, leer. cht er⸗ ereicht. immer es bei. steht, mgeht. Aut! nGut. ꝛuden⸗ ꝗt und HTag er dich nährt! rt! nein, Lob und Dank 250 18 ei nun, Ia laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein; lo wirlt du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Pl. 65, 10 Paul Gerhardt, 1607-1676 Eigene UNeise 280 Johann Crüger, 1647 B, eni i. —— + I— . 1Nun dan-ket all und brin-get Ehr, ihr ů——.—. * 22——— I + L— — —4 enschen in der TNlelt, dem, del⸗=sen Lob der 2 — — —— 2+ — En⸗ gel Reer im Fim mel stets ver⸗meldt. 2Ermuntert euch und lingt mit Schall Gott, unserm höchlten Gut, der seine UNunder überall und grohe Dinge tut; 3 der uns von HNutterleibe an frisch und gesund erhült und, wo zein HNensch mehr helfen kann, sich selbst zum Neller stellt; 4 der, ob wir ihn gleich hochbetrübt, doch bleibet gutes Nluts, die Straf erlüht, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts. 5 Er gebe uns ein fröhlich Rerz, erfrische Geilt und Sinn und Werf all Angft, Furcht, Sorg und Schmerz ins Uleeres Tiefe hin. 6 Er lasse leinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land; er gebe Glück Zzu unlerm Tun und Heil zu allem Stand. 7 Er lalse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber üngstet und bemüht, gar ferne von uns tehn. 8 Solange dieses Leben wührt, sei er stets unser Reil, und wenn wir scheiden von der Erd, verbleib er unser Teil. 9 Er drüche, wenn das Herze bricht, uns unsre Rugen zu und zeig uns drauf sein Angelicht dort in der erogen Ruh. Sir. 50, 24-26 Paul Gerhardt, 1607-1676 31⁵ 251 Das chriltliche Leben 251 Uleise: Lasset uns den Rerren preisen Johann Schop, 1641 4 ——— Di *— 11——— *+ 1 15 0 ich meinem Gott nicht singen! Sollt ich Denn ich seh in al-len Dingen, wie so I— —— IIE————— I— — 444 4 ihm nicht dankbar sein! gut ers mit mir Dreune Ut doch nichts als lau⸗ ter D———— *— E S + 35—— T Lie⸗ ben, das lein treu⸗es Ber-ze regt, — S— ́——— + 1 — 4.— NAE das ohn En⸗- de hebt und trägt, die in lei-⸗ nem + + + +— 1 1 Dienst sich ü⸗- ben. Al⸗ les Ding wührt lei=ne * 2 + DDSSEEEEEEEEEEEEEEIEEI —.—.—.—.— Zeit.(Gottes lied in S⸗ wig⸗ keit. 2 Klie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, allo hat auch hin und wieder mich des Röchsten Arm bedeckt, alsobald im ulutterleibe, da er mir mein Alesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt leine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 316 Leben 9„ 164¹ Lob und Dank ö 25¹ 3 Sein Sohn ilt ihm nicht Zzu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewogen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geilt, ob er lich gleich hoch befleiht, deine Tief ergründen können! Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4 Seinen Seist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Tlort, daß er werde mein Regierer durch die Aelt zur Bimmelspfort; daß er mir mein Rerz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes lllacht zerbricht und die Rölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5 Illeiner Seele QNohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entstehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. UVlenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an, sein Vermögen bei⸗ zulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Sottes Lieb in Swigkeit. 6 Himmel, Erd und ihre Reere hat er mir zum Dienst bestellt; e ich nur mein Rug hinkehre, find ich, was mich nührt und hält: Tier und Krüuter und Getreide; in den Sründen, in der Röh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Aleide. Xlles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Swigkeit. 7 Ulenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Ge⸗ müt, daß ich alle liebe uorgen schaue neue Lieb und Süt. Iläre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, Wür ich nicht aus so mancher Anglt genelen. Alles Ding wührt seine Zeit, Sottes Lieb in Swigheit. ö 8 Clie ein Vater seinem Kinde sein Rerz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus den Bahnen weicht, allo hült auch mein Verbrechen mir mein frommer Sott zugut, will mein Fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding wührt seine Zeit, Gottes Lieb in Swigkeit. Seine Strafen, seine Schläge, ob lie mir gleich bitter seind, den⸗ noch, wenn ichs recht erwüge, sind es Zeichen, dah mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich vor der schnöden NUelt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding wührt seine Zeit, Sottes Lieb in Swigkeit. 317 252 Das christliche Leben 10 Das weiß ich fürwahr und lalse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Mahe und muß endlich stille stehn. Ulenn der Ilinter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding wührt seine Zeit, Gottes Lieb in Swigkeit. 1 Kleil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei so heb ich meine Bünde Zzu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht Zzu um⸗ fangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Swigkeit. Sir. 50, 24-26 Paul Gerhardt, 1607-1676 28 Uleile: Es ist das eil une kommen her Vorref. Klittenberg 1524 4— 6—.— 1 s hier ⸗her hat mich Gott ge⸗ bracht durch bis hier⸗ her hat er Tag und Nacht be⸗ — SSS....i‚—— sei s ne dro⸗ he Gi 16.1 wahrt Herz und Ge ⸗ mü⸗ te, 6.— —— hier-her hat er mich ge⸗-leit't, bis hier-her hat er 4 ——— —.— —— 2. mich er⸗freut, bis hier-her mir ge⸗ hol ⸗ fen. 318 Lob und Dank 23 2 Rab Lob und Ehre, Preis und Dank für die bisher' ge Treue, die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen tüglich neue; in mein Gedüchtnis schreib ich an: der Rerr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen. 3 Rilf fernerweit, mein treuster Rort, hilf mir Zu allen Stunden, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Munden, da⸗ mit ich lag bis in den Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, er hilft, wie er geholfen. 1. Sam. 7, 12 K. J. Grüfin v. Schwarzburg⸗Rudolstadt, 16371706 288 Nleise: Es ist das Reil uns kommen her Vorref. Klittenberg 1524 — 2 2—— V V ö——5 Lob und Ehr dem höch⸗sten Gut, dem 1 dem Sott, der al ⸗-le Mun⸗-der tut, dem 2 N + . EE + — Va⸗ ter al ⸗ ler Gü⸗ te, Gott, der mein Ge— mü ⸗ te mit 4—5 2 2——— + + — seisnem rei⸗chen Trost er-füllt, dem Gott, der al ⸗len 2—— N—4 —— E E— ö—— Jam-mer stillt. Gebt un⸗serm Gott die 76— re! 2 Es danken dir die Rimmelsheer, o Rerrscher aller Thronen, und und die auf Erden, Luft und Eeer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles allo wohlbedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 312 253 Das christliche Leben 3 Nlas unser Sott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit leiner GSnade walten. In seinem ganzen Königreich ilt alles recht und alles gleich. Gebt unserm Sott die Ehre! A4lch rief zum Nerrn in meiner Not: Ich Sott, vernimm mein Schreien! Da half mein Relfer mir vom Tod und lieh mir Trolt gedeihen. Drum dank, ach Sott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir. Gebt unserm Gott die Ehre! 5 Der gerr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuverlicht, ihr Segen, Reil und Frieden. Mlit Mutterhünden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Sott die Ehre! 6 UUenn Trost und Bilf ermangeln muß, die alle Tlelt erzeiget, Io kommt, so hilft der Uberfluß, der Schöpfer selbst und neiget. die Vateraugen denen Zzu, die lonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Sott die Ehre! lch will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgelang an allen Orten hören. Iulein ganzes Berz ermuntre sich, mein Geilt und Leib erfreue dich. Sebt unserm Gott die Ehre! 8 Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Sott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Die fallchen Götzen macht zu Spott; der Berr ist Gott, der Berr ilt Sott! Gebt unlerm Sott die Ehre! 9 80 kommet vor sein Angelicht mit jauchzenvollem Springen; bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich lingen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Mole 32,36 Johann Jakob Schütz, 1640-1690 — 84 EEr EHO& Nr — Leben halten, seinem unserm mein r Trolt hanket, jieden; 1. Iulit unserm Zeiget, neiget, . Gebt ehren; Illein e dich. Ehre! Ehre! er Bert ingen; : Gott SGebt —160 Lob und Dank 25⁴4 Eigene Aleise Stralsund 1665 ——.—— 1 151 be den Her⸗ren, den müch⸗ti-gen Kö-nig der mei⸗ne ge⸗lie be-te See=le, das ilt mein Be⸗ 2—.— + 1 7 I * ——— 0 —.— — 12 geh-ren; ——.———— — +*— SEEEEEEEE r. Sh n⸗ 4 hom⸗met zu Kauf, plal ⸗ter und E+ — — D * Har⸗fe, wacht auf, lal-let den Lob-ge⸗sang höten! 2 Lobe den Rerren, der alles so herrlich cegieret, der dich auf Adelers fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gettöllt; halt du nicht dieses oerspüret! 3 Lobe den Rerren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gelundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in oie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! 4 Lobe den Berren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem hummel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, Gas der Allmächtige kann, der dir mit Liede begegnet. 5 Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen. Xlles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen. Er ilt dein licht! Seele, vergitz es ja nicht; lobende, schliege mit Amen. PI. 103 Joachim Neander, 1650-180 32¹ 255 Das chriltliche Leben Sigene Neise Bremen 1680 ++ V——1— 2— i— I 1. I I m——— I 1 —— 2 + 1———— 1 1Dar ue vae Kö⸗- nig, Berr-scher von uns Dei ⸗ ne Vva⸗ter ⸗ gü⸗-te hast du lal⸗sen al⸗len, laß dir un⸗-ser Lob ge ⸗ fal⸗ 328 1 flie⸗hen, ob wir schon dich oft ver-=hen 2 .——.———— . 12 nirn irn — + Rilf uns noch, stärk uns doch, laßh die Zun- ge — — 2 9 + 1 — sin- gen, lah die Stim me klin-gen. 2 Bimmel, lobe prächtig deines Schöpfers Klerke mehr als aller llenschen Stärke. Grohes Licht der Sonne, schiehe deine Strahlen, die das grohe Rund bemalen. Lobet gern, Wond und Stern, seid bereit, zu ehren einen solchen Rerren. 3 O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Slaubens⸗ lieder; was den Odem holet, jauchze, preile, klinge; wirf dich in den Staub danieder. Et ilt Gott Zebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig droben. 4 Rallelujah bringe, wer den Rerren kennet, wer den Rerren Jelum liebet; Ballelujah singe, welcher Christum nennet, sich von Berzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mit: endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. PI. 148 Joachim Neander, 1650-1680 32² — 4—— ISs EenSsSEDOS EHE en. aller ahlen, seid benos⸗ ich in loben erren hvon rlt du 1680 Lob und Dank 25 286 Eigene Ileise Frankfurt a. M. 1738 5656 —.—.—.— 1 O dah ich tau⸗ send Zun-gen hüt- te Ulo stimmt ich da-mit um die Clet- te — 7 5.— d d,, und ei- nen tau-send-fa-chen Hund, vam al=ler ⸗tief⸗Iten Rer⸗zens⸗grund ein Lob⸗lied — 555 * ———+— nach dem andern an von dem, was Gott an mir ge⸗tan. 2 O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht; o daß mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Laufe geht; ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! ö 3 QUas schweigt ihr denn, ihr meine Krüfte? Ruf, auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter um Geschüfte zu Sottes, mei⸗ nes Rerren, Preis; mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! uhr grünen Blätter in den Qäldern, bewegt und regt euch doch mit mir; ihr schwanken Grüser in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet lein und stimmet lieblich mit mir ein! 5 Ich alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Sehilfen geben; denn mein Vermögen ilt Zzu 2n die grohen Aunder zu erhöhn, die allenthalben um mich tehn. 6 Kler überströmet mich mit Segen? Bilt du es nicht, o reicher Gott! Ner schützet mich auf meinen Alegen? Du, du, o fierr Gott Grditld. Du trüglt mit meiner Sündenschuld unlüglich gnödige eduld. 323 257 Das christliche Leben /lch hab es ja mein Lebetage schon so manch liedes HMal gespürt, dah du mich unter vieler Plage 2war wunderbar, doch wohl ge⸗ führt; denn in der gröhelten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 8 Clie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn! Klie sollt ich auch im tiefften Leiden nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Bimmel ein, lo will ich doch nicht traurig sein. ch will von deiner Güte singen, solange sich die Zunge regt; ich wmill dir Freudenopfer bringen, lolange sich mein Rerz bewegt; ja wenn der H•lund wird kraftlos sein,so stimm ich noch mit Seufzen ein. 10 ch nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Bimmel soll es belser werden, wenn ich bei dei⸗ nen Engeln bin. Da ling ich dir im höhern Chor viel tausend Hallelujah vor. Ps. 148 Johann Aentzer, w1658-1734 257 Auch n. d. Tleise: Alle Henschen müssen sterben Il Sigene IIeile F. Lubrich, 19005 7.—.— 25 ——1— 2 IIDE— I————— —*— 1 No- mit soll ich dich wohl lo⸗-ben, müch⸗ti⸗ Sen-de mir da- zu von o- ben dei ⸗ nes , ö ger Berr Ze- ba-oth! 2 0 Gei⸗stes Kraft, mein Gtt. Denn ich kann mit nichts er⸗ ——— IPI.... .— + 22 —— . I 1 re——— tau-end-mal sei dir, gro⸗her Kö-nig, Dank da-für! 32⁴ Lob und Dank 257 2 Rerr, entzünde mein Semüte, daß ich deine Nlundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüslen Leib und Seele zeugen müssen. Tau⸗ send⸗, tausendmal lei dir, groher König, Dank dafür! 3 Denk ich, wie ich dich verlalsen, wie ich hüufte Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen ob der Langmut und Seduld, womit du, o Gott, mich Armen halt getragen mit Erbarmen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, groher König, Dank dafür! 4 ch ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch soviel Aunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hier zu ergründen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, groher König, Dank dafür. 5 O wie halt du meine Seele stets gelucht zu dir zu ziehn, dah ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Nunden fliehn, die mich ausgelühnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend⸗, tausendmal lei dir, großer König, Dank dafür! 6 Ja, Rerr, lauter Gnad und Nlahrheit sind vor deinem Angelicht; du, du trittst hervor in Klarheit, in Gerechtigkeit, Sericht, dah man soll aus deinen Ulerken deine Güt und Allmacht merken. Tausend⸗, tausendmal lei dir, groher König, Dank dafür! 7 Bald mit Lieben, bald mit Leiden Kamst du, BRerr, mein Sott, zu mir, nur mein Rerze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, dah mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Qlillen hangen. Tausend⸗tausendmal sei dir, groher König, Dank dafür! 8 Klie ein Vater nimmt und gibet, nach dem's Kindern nützlich ilt, lo halt du mich auch geliebet, Rerr, mein Gott, Zzu jeder Frist und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! ich halt du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Tälern, auf den Bügeln wunderbar errettet mich; wenn schien alles zu zerrinnen, ward doch deiner Rilf ich innen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, groher König, Dank dafür! 10 Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließelt du mich doch begleiten durch der Engel ltarkes Reer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend⸗, tausendmal sei dir, groher König, Dank dafür! 325 258 Das chriltliche Leben 11 vater, du halt mir erzeiget lauter Snad und Gütigkeit, und du hast zu mit geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch dich, o Geilt der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Taulend⸗, tausendmal lei dir, großer König, Dank dafür! 12 Tausendmal sei dir gesungen Berr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jelu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. 5. Mose 32,1 Ludwig Andreas Sotter, 1661-1735 258 Sigene Neise Ansbach 1665 2 —— + 23— 35— 5— 10 2 de den Her-ren, o mei„ne See⸗ 2 4 Uleil ich noch Stunden auf Er ⸗ den züh⸗ —— 1—2* A. ADD..— ö ö 2n 1 en bie in Tod. lel lch mill Ihn 10 2 b ⸗gen mei⸗-nem Sott. le, will ich lob⸗sin 2 ee Larrner m,=den dun enr, ————— Der Leib und Seel ge ⸗ ge⸗ ben hat, 2.—4* öů .. I + I— =+*—,, **———....—.... wer ⸗de ge⸗prie-sen früh und spat. Bal⸗ 4.4—— . 11 9 E R—— ——— + — 1„jah, Bal s le lu jah. SISISIIII‚‚xfKCELCTC„„„jorMDyD-= Lob und Dank 25⁸ 2 fursten lind Uenschen, vom Aeib geboren, und kehren um Zzu ihrem Staub; ihre Anschlüge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt leinen Raub. Kleil denn kein Mensch uns hellen kann, rufe man Gott um Hüilke an. Rallelujah, Rallelujah. 3 Zelig, ja selig ilt der zu nennen, des Rilfe der Gott Jakobs ilt, welcher vom Glauben lich nicht läßt trennen und hofft getrolt auf Jesum Chrilt. Nler diesen Rerrn zZum Beistand hat, findet am belten Rat und Tat. Rallelujah, Hallelujah. 4 Dieser hat Rimmel und Ueer und Erden, und was darinnen ilt, gemacht. Rlles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Rerrscher aller elt, welcher uns ewig Glauben hält. Rallelujah, Rallelujah. 5 Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ilts, der ihnen Recht verschafft; Rungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebundnen macht er frei, und seine nad ilt mancherlei. Rallelujah, Rallelujah. 6 Sehende Rugen gibt er den Blinden, erhebt, die tief gebeuget gehn; wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Ruflicht ilt des Fremden Trutz, Klitwen und Nlailen hält er Schutz. Rallelujah, Fallelujah. 7 Kber der Gottesdergelsenen Tritte kehrt er mit starker Riand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Rerr ilt König ewiglich; Zion, dein Gott lorgt tets für dich. Rallelujah, Rallelujah. 8 Rühmet, ihr Uuenlchen, den hohen Namen des, der so grohe Nunder tut! Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem ut! Ihr Kinder Gottes, lobt und preilt Vater und Sohn und heilgen Geilt! Rallelujah, Rallelujah. PI. 146 Johann Dantel fierrnichmidt, 1675-1723 259 Das christliche Leben 29 Eigene Ileise Siegfried Christoph Stöher, 1765 2 — e— 1 Gott ift mein Lied; er üt der Sott der 4 .—— — — —— Stür„ke, Berr ilt sein Nam, und groß sind sei=ne —* +. 2 1 IESIEII.. ———————— PIPIPIPIPITITITITTPIJJ— —— t I UNler ke und al ⸗le Him⸗mel sein Ge⸗biet. 2 Er will und sprichts, so sind und leben Xlelten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Rimmel wieder in ihr Nichts. 3 Licht ilt sein Kleid, und seine Xlahl das Belte. Er herrscht als Gott, und seines Thrones felte ilt Kahrheit und Gerechtighkeit. 4 Unendlich reich, ein Ueer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in erogen Zeiten! Herr aller AUelt, wer ist dir gleich! 5&las ilt und war im Fimmel, Erd und Neere, das kennet Gott, und seiner AUlerke Reere sind ewig vor ihm offenbar. 6 Er ilt um mich, schafft, daß ich licher ruhe; er schafft, was ich nor⸗oder nachmals tue, und er erforschet mich und dich. 7 Er ist dir nah, du sitzest oder gehest, ob du ans Neer, ob du gen Bimmel flöhest, so ilt er allenthalben da. 8 Er hennt mein Flehn und allen Rat der Seele; er weih, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt, mir gnüdig beizustehn. 7 Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben lollte, da ich noch unbereitet war. 10 Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Rerr, immer⸗ dar loll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 328 IIII DNRI in n. Lob und Dank 260 11 Uler kann die Pracht von deinen Uundern falsen? Ein jeder Parht den du halt werden lalsen, verkündigt leines Schöpfers acht. 12 Der kleinste Ln ilt deiner Nleisheit Spiegel. Du Luft und Flalm ihr Auen, Tal und Bügel, ihr leid sein Loblied und sein alm. 13 Du trünkst das Land, führft uns auf grüne Lleiden, und Nacht und Tag und Korn und AUein und Freuden empfangen wir aus deiner Rand. 14 Kein Sperling fällt, Rerr, ohne deinen Nillen; lollt ich mein Berz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Rand mein Leben hült! 15 llt Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Rimmel und nach Erden und biete selbst der Rölle Trutz. PI. 104; 139 Christian fürchtegott Gellert, w1715 1767 2⁵⁰ Auch n. d. Nleise: Es ist das Reil uns hommen her Uleise; Mein Berzensjesu, meine Lust P. Sohr, 1668 4 *— V ö 8 4——— lenn Ich, Schöp⸗fer, dei ne Ilacht, die die lie ⸗be, die für al ⸗ le wacht, an⸗ 24 ..— DEHEA Uleisheit dei⸗ ner NMe⸗ ge,—— be⸗tend ü⸗ ber⸗le⸗ 384 1e weiß ich, von Be⸗ E ———— 2————— W.— 3—1 — ——— soll, mein Gott, mein Rerr und Vass ter. 320 261 Das chriltliche Leben 2 llein Ruge lieht, wohin es blickt, die Nunder deiner Nerke: der Himmel, prüchtig ausgeschmückt, preilt dich, du Gott der Stürke. ler Hat die Sonn an ihm erhöht? Kler kleidet lie mit Nlajestüt? AUer ruft dem Reer der Sterne? 3 Kler mißt dem Ninde leinen Lauf? Nler heißt die Rimmel regnen! Kler schlieyht den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns Zzu segnen! O Sott der Macht und Rerrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die&Nolken reichen. 4 Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Iuleere. Bringt, ruft auch der geringlte Nurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! llich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt unlerm Schöpker Ehre! 5 Der Iensch, ein Leib, den deine Rand so wunderbar bereitet, der Ullensch, ein Seilt, den sein Verltand dich zu erkennen leitet: der lulensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist lich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Gröhe. 6 Scheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe leinen Namen; Gott unser Vater sei gepreist, und alle Klelt sag Amen, und alle Nlelt furcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern. Xler wollte Gott nicht dienen! PI. 19,2 Chriltian fürchtegott GSellert, 1715-1769 2⁰1 Ueise: Die Tugend wird durchs Kreuz gelibet Halle 1704 —————— A.———..—— 23 — I—— —ᷣ⸗05 er groh üst des Allmächtgen Güstel Ist der mit ver⸗här⸗te⸗tem Se⸗ müs te den S.— ————————— der ein Ullensch, den lie nicht rührt, Danz er⸗ticht, der iht ges büheti! Nein, sel=ne lie- 330 ö I 22...2„‚iNE EHSD HE0 eben Lob und Danh 251 emit— ö be zu er ⸗ messs sen, sei es wig mei⸗ mel 2.*— + r een Güte. ne gröh⸗te Pflicht. Der hierr hat mein noch nie ver⸗ 1555 IIITITT — + + inem—.—————— ruft gel⸗len; ver⸗ gih, mein fierz. auch lel⸗ ner nicht. eitet, 2 Iler hat mich wunderbar bereitet! Der Gott, der meiner nicht eitet: bedarf. ler hat mit Langmut mich geleitet! Er, delsen Rat ich licher oft derwarf. Ver stärkt den Frieden im Gewilsen! Uer gibt dem Geilte neue Kraft? Aer läßt mich soviel Glück geniehen! Ilts nicht Gott sein Arm, der alles schafft? Ilelt 3 Schau, o mein Seilt, in jenes Leben, zuwelchem du erlchaffenbist. Nler mo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ilt. Du halt ein Recht zu diesen freuden, durch Gottes Gůte sind sie dein. Sieh, darum mußte Chriltus leiden, damit du könntest selig lein. 17⁰⁷ 4 Und diesen Gott lollt ich nicht ehren und leine Güte nicht ver⸗ tehn? Er lollte rufen, ich nicht hören, den Neg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Alill ist mir ins Rerz geschrieben, lein Nort be⸗ stäürkt ihn ewiglich: Gott loll ich über alles lieben und meinen Nüchlten gleich als mich. —— 5 Dies ilt mein Dank, dies ist lein Ilille: ich soll volllkommen sein wie er. Solang ich dies Gebot erkülle, stell ich lein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt lsie mich zu Doch Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht Ist och in mir die Sünde nicht. den ö 6 O Sott, laß deine Güt und Llebe mir immerdar vor Rugen sein! Sie stück in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie trölte mich Zur Zeit der S8chmerzen, lie leite mich zur Zeit des Glücks, und lie belieg in meinem fierzen die Furcht ö des letzten Rugenblichs. ie⸗ PI. 31 Pi. 36, 6-8; Pl. 139, 14 Chr. Fürchtegott Gellert, 1715-1769 33¹ FH1HI D Tageszeiten Morgen 202 Auch nach der ANeile: O Jesu Chrilt Eigene Aleise III. Vulpius, 1609 4 4 —————— — 1 Die hel-le Sonn leucht't jetzt her-für, fröh⸗lich vom 2— .8—————— Schlaf auf⸗ste hen wir; Sott Lob, der uns in die⸗ — — +—— —.— 1 Das christliche Leben —*+2— + 2 4 —.— ——— SS V + —— 4 — V. + „ser Nacht be-hü⸗-tet vor des Teu-fels lllacht. 2 Rerr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt, laß deine lieben Engelein unlre Rüter und Kläch⸗ ter sein, 3 dah unser Herz im G/horsam leb, dein' m Nlort und Nlill'n nicht widerstreb; dah wir dich stets vor Augen han in allem, was wir heben an. 4 lah unser Klerk geraten wohl, was ein jeder ausrichten soll, dah unsre Arbeit, Iulüh und Fleiß gereich zu deinm Lob, Ehr und Preis. 1. Kor. 10, 31 Nikolaus Rerman, um 1480-1561 332 *— 4— Prrrt6eRN 8595—2953IRRSEeRSSen--„ Tageszeiten 263 Sigene Veise Fiamhurg 1598 S 1 UIn arter Her ⸗zens Grun ⸗ de lag ich dir — in die⸗ser Mores gen-stun s de, da⸗zu mein — 1——— ———„S— SPPIIIIII ——— — L + Ir V„ Laedent hu, o Gott, in dei⸗ nem Thron, dir .———. + Zzu Lob, Preis und Eh⸗ ren durch Chri⸗stum, un ⸗ sern ——.— ů— Her ⸗ ren, dein'n ein ge⸗bores nen Sohn, 2 dah du mich halt aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. lch bitt demütig⸗ lich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 3 Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vors Teufels Lilt und UMüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Ulassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Tod. 4 Mein Leib und meine Seele, mein Neib, Gut, Ehr und Kind in dein Ründ ich befehle, dazu mein Rausgesind als dein Ge⸗ schenk und Gab; mein Eltern und Verwaͤndten, Gefreundte und Bekannten und alles, was ich hab. 5 Dein Engel lahß auch bleiben und weichen nicht von mir, den gatan zu vertreiben, auf dah der bös Feind hier in diesem Jammer⸗ tal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und mich nicht hring Zu Fall. 333 — 264 Das chriltliche Leben 6 Gott will ich lalsen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Taten, mein Vornehmen und Sach ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er sonst gegeben; er machs, wies ihm gefüllt. 7 Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen in Gnaden sehen an; und streck nun aus mein Band, greif an das Alerk mit freuden, dazu mich Gott bescheiden in mein m Beruf und Stand. Ps. 5 Georg Niege, 1525 1588 2⁰4 Uleise: Rerr Jesu Christ, dich ꝛu uns wend Görlih 1648 — 4— SSPSPIPIPIPIPPIIIIII I ——. 1 Dae walt Gott Va= ter und Gott Sohn, Gott 12——25— heil⸗ger Geist im Rimmelsthron. INan dankt dir, eh die + + + 1— ——————— Sonn aufgeht; wenne Licht anbricht, man vor dir steht. 2 Drum beug ich dielen Morgen früh in rechter Andacht melne Knie und ruf zu dit mit heller Stimm: Dein Ohren neig, mein Red vernimm. 3 sch rühm von Herzen deine Sut, weil du mich gnädig halt behüt't, dah ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Frieden Zzugebracht. 4 UAlein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Jag in But, laß deine lieben Engelein mein&lächter und Ge⸗ führten sein. 5Dein Geist mir Leib und Seel regier und mich mit schönen Ga⸗ ben zier; er führ mich heut auf rechter Zahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 334 — ERHER r 26⁵ 6 Gib Gnad, dahß ich mein Alerk und Pflicht mit Freuden diesen Tag verricht zu deinem Lob und deinem Nutz und meinem Nüch⸗ ten tue Guts. 7 Bewahr mein Rerz vor Sünd und Schand, daß ich, vom Ubel abgewandt, mein Seel mit Sünden nicht beschwer und mein Ge⸗ wilsen nicht versehr. 8 Behut mich heut und alle Zeit vor Schaden, Schand und Rerze⸗ leid; tritt zwischen mich und meine Feind, die lichtbar und un⸗ lichtbar seind. 9 lllein Aus- und Singang heut bewaͤhr, daß mir nichts Ubels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Nilf ilt not. Tageszeiten PI. 143,1 u. 10 llartin Behm, 1557-1622 Uleile: Rerr Jesu Christ, dich zu uns wend Görlitz 1648 2— +————— — PI— —2—— +— +* 1— ———jn——.— 10 hei⸗ li⸗ge ODrei fal ⸗tig-keit, o ———4— +— —.—————— hoch⸗ge⸗lob ⸗ te Ei- nig⸗keit, o Va⸗ ter, Sohn und 3— ———— IIII.TT 0— —— 2 heil⸗ger Geist, heut die-sen Tag mir Bei⸗stand leist. 2lllein Seel, Leib, Ehr und Sut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr und mich der Satan nicht verletz noch mich in Schand und Schaden setz. 3 Des Vaters Buld mich heut anblick, des Sohnes Tleisheit mich üuntem des heilgen Geiltes Glanz und Schein erleucht meins finltern Rerzens Schrein. 335 266 Das christliche Leben 4 Hlein Schöpfer, steh mir kräftig bei, o mein Erlöler, hilk mir frei, o Tröfter wert, weich nicht don mir, mein Rerz mit werten Gaben ꝛier. 5 Herr, segne und behüte mich, erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Dan⸗ heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt. 4. Mlose 6,24-26 lartin Behm, 1557-1622 Sigene Nleise 4 266 EE 1 Sott des Rimmels und der Sr⸗den, Va⸗ter, Sohn und der es Jag und Nacht läht werden, Sonn und Mond uns 2 . E Heinrich Albert, 1642 * + + IJ.— +— I + 2— öE‚SI Ichie Den Heiht del⸗sen star ze Rand die 2 ö ——— + SS— 2* Ulelt und was drin s nen ilt er⸗häült: 2 Gott, ich danke dir von Berzen, dah du mich in dieler Nacht vor Gesahr, Angst, Not und Schmerzen halt behütet und bewacht, dah des bösen Feindes Lilt mein nicht müchtig worden ilt. 3 Laß die Nacht auch meiner Sunden jetzt mit dieser Nacht ver⸗ gehn; o Berr Jesu, laß mich finden deine UNunden offen stehn, da alleine Bilf und Rat ilt für meine Miisletat. 4 Bilf, dah ich mit dielem Norgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele lorgen, dat, wenn nun dein groher Tag uns er⸗ scheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5 Führe mich, o Rert, und leite meinen Gang nach deinem Clort; lei und bleibe du auch heute mein Beschüher und mein Rort. Nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 336 N Tageszeiten 267 6 Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, groher Gott, ich dir befehle unter deine tarke Rand. Rerr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Sigentum. 7 Deinen Engel zu mir sende, der des bölen Feindes Ullacht, Lilt und Anschlüg von mir wende und mich halt in guter cht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Rimmel Zu. 1. Joh. 4, 17 Neinrich Albert, 1604-1651 2⁰⁷ Eigene Ileise Johann Georg Ebeling, Berlin 1666 —44— + + I—.— SI 7 1— 0 1 Die güldne Son ⸗ ne voll freud und Nlon«ne +— —2 L d A —.——— + s bringt un⸗fern Grenzen mit ih-rem Glünzen ein herzer⸗ * quik⸗ken⸗ des, lieb ⸗li⸗ches Licht. Nein Raupt und Glieder die ** 4— 1 V+ T a⸗ ber nun steh ich, bin munter und * —0 +. la⸗gen dar⸗ nie⸗der, IEEEEEEE—— fröh⸗lich, schau⸗e den Rim⸗mel mit mei⸗nem Ge⸗sicht. 337 267 Das chriltliche Leben 2lllein Ruge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei müchtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Srden vergänglichem Schoh. 3 Laslet uns singen, dem Schöpker bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles sei Gotte z2um Opfer gesetzt! Die besten Güter sind unsre Gemüter; dankbare Lieder sind Aeihrauch und Alidder, an welchen er sich am meisten ergößt. 4 Abend und lorgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Alerke und Taten allein. Nlenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufftehen, so lüht er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5ch hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen; lah mein beginnen ohn allen Anltoß und glücklich ergehn. Lalter und Schaͤnde, des Satanas Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; lah mich auf deinen Geboten bestehn. 6 Lah mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirfst legen in meines Bruders und Nächsten Raus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Berzen und Wirf es hinaus. 7 lllenschliches Ilesen, was ists gewesen? in einer Stunde geht es zugrunde, sobald das Lüftlein des Todes drein blält. Alles in allen muß brechen und fallen, Rimmel und Erden die müssen das werden, was lie vor ihrer Erschaffung gewest. 8 Klles vergehet, Gott aber stehet ohn alles Nanken; seine Ge⸗ danken, sein lort und Nille hat ewigen Grund. Sein Reil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Rerzen die töd⸗ lichen SIchmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9 Gott, meine Krone, vergib und schone, laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Rugen sein abgewandt. Sonsten regiere mich, lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und BRand. 10 Clillst du mit geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so lah mich hören allzeit im BRerzen dies heilige KNlort: Gott ist das Gröhte, das Schönste und Beste, Gott ift das Sühte und Allergewihte, aus allen Schätzen der edelste Rort. 338 —..— 28 11 KNlilllt du mich kränken, mit Salle tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen, wohlan, so mach es, wie dir es be⸗ liebt. Aas gut und tüchtig, was schüdlich und nichtig meinem Deteadt. das weiht du alleine, halt niemals keinen Zzu sehr noch etrübt. 12 Kreuz und Slende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Klindes Sausen leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille hab ich zu'rwarten im himm⸗ lischen Garten, dahin lsind meine Gedanken gericht't. Ps. 10⁴4 pPaul Gerhardt, 1607-1676 Tageszeiten Eigene Neise Johann Crüger, 1653 5——“ 1 lo⸗bet den Rer⸗ren al⸗-le, die ihn eh⸗ ren, HEE laht uns mit freu⸗- den sei⸗ nem Na⸗ men 4 0 383—.9 1 2 1— nr Ein inn. 2.— III 1— sin ⸗gen und preis und Dan zu sele nem 8— öäSISIIIIITII...... 3. Ales tar brin s gen. Losbet den Rersren! 2 Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht so vüter⸗ lich Rerenl und aus dem schlaf uns fröhlich auferwecket: Lobet den Nerren 3 Daß unsre Sinnen wir noch brauchen können und Ründ und Fühe, Zung und Lippen regen, das haben wir zu danken seinem gegen: Lobet den Rerren! 337 26 Das christliche Leben 4 Dah feuerflammen uns nicht allxufammen mit unsern Räufern unversehns gefressen, das machts, dah wir in seinem Schoh ge⸗ selsen: Lobet den Rerren! 5 Dah Dieb und Räuber unler Gut und Leiber nicht angetast't und graufamlich verletzet, dawider hat sein engel sich gefetzet: Lobet den Rerren! 6 O txeuer Büter, Brunnen aller Güter, ach lah doch ferner Uber unser Leben bei Tag und Nacht dein Rut und Güte schweben: Lobet den Rerren! 7 Gib, dah wir heute, Berr, durch dein Geleite auk unsern legen unverhindert gehen und überall in deiner Snade stehen: Lobet den Berren! 8 Treib unsern QUillen, dein lort Zu erküllen ʒlehr uns verrichten heilige Geschäfte, und wo wir schwach sind, da gib du uns Krüfte: Lobet den Rerren! Richt unsre Herzen, daß wir ja nicht lcherzen mit deinen Strafen, sondern fromm zu werden vor deiner Zukunft uns bemühn auf Erden: Lobet den Rerren! 10 Herr, du wirlt kommen und all deine Frommen, die lich be⸗ kehren, gnädig dahin bringen, da alle Engel ewig, ewig singen: Lobet den Rertren! Ps. 150 Paul Gerhardt, 1607-1676 8⁰⁰ Uleise; Nun laßt uns Gott dem Rerren Leipzig 1587 AHA——————— 122— EEEEE—— ———— N Alach auf, mein Rerz, und sin 9e dem H ů 12—.— ů SEEE..— *—.—— Schöp⸗ fer al ⸗ler Din= ge, dem Ge⸗ber al=öler 2 + SDSSSSSS—— ———— Gü⸗ ter, dem from-men Men- schen s hü ⸗ ter. 270 2 Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret; Gott aber hats gewehret. 3 Du sprachst: NUlein Kind, nun liege trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollft die Sonne schauen. 4 Dein Klort das ilt geschehen: ich kann das Licht noch sehen. von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 5 Du willit ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben: mein Uleihräauch und mein Nidder sind mein Gebet und Lieder. 6 Die wirst du nicht verschmühen, du kannst ins Rerze sehen; denn du weiht, dah zur Gabe ich ja nichts Belsres habe. 7 80 wollst du nun oollenden dein KNlerk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Bünden trage. 8 Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbit das Beste raten; den Anfang, Nlitt und Ende, ach Rerr, zum besten wende. lllit Segen mich beschütte, mein Rerz sei deine Rütte, dein Nlort sei meine Speile, bis ich gen Rimmel reise. Tageszeiten PI. 57, 8f. Paul Gerhardt, 1607-1676 Sigene Uleise Johann Rudolf Ahle, 1662, Ralle 1704 — 2—.— Mor ⸗ gen-glanz der ⸗ wig ⸗keit, 1 schick uns die ⸗ se Nlor s genes zeit 3.——— —et, Ka ———— ö — Licht vom un ⸗er⸗schöpf⸗ ten Ihte und ver⸗ dei ne Strah⸗-len zu Ge⸗ lich —— ů ů ,, treib durch dei ⸗ ne Macht un ⸗ sre Nacht. 34¹ III 27¹ Das christliche Leben 2 Deiner Güte IMorgentau fall auf unser matt Gewilsen, laß die durre Lebensau lauter sühen Trost geniehen und erquick uns, deine Schar, immerdar. 3 Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Nlerke töte, und er⸗ weck uns Herz und Illut bei erstandner NMorgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufftehn. 4&ch du Aufgang aus der Böh, gib, dah auch am jünglten Tage unser Leib verklürt ersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 5 Leucht uns selbst in jene NUelt, du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Tränenfeld in das Land der lühen Nonne, da die Lult, die uns erhöht, nie vergeht. PI. 126 Chriltian Knorr von Rolenroth, 1636-1689 Aleile: O Gott, du frommer Gott I NMeiningem 1693 —— — I* ů PPP 1 O je⸗su, lü⸗-hes Licht, nun ilt die Nacht ver⸗ nun hat dein Gnadenglanz aufs neu⸗e mich um⸗ 2———5 —* 8— IIEE— angen, 3—9— imn nun ist, was an mir ist, vom Schlafe auf⸗ge ——— SDSSSEESEEEEEEEEEEEE 2.— 2——— wecht und hat nun in Be⸗ gier zu dir lich ausgestreckt. 2 Clas soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken! ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geilt heut diesen ganzen Tag; das foll mein Opfer sein, weil ich lonst nichts vermag. 34² Tageszeiten 87¹ 3 Drum siehe da, mein Gott, da halt du meine heele/ lie sei dein Sigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft. Da wiß du meinen Seist; darinnen wolllt du dich verklüren aller⸗ meist. A Da sei denn auch mein Leib Zum Tempel dit ergeben, zur Nloh⸗ nung und zum Haus. Ach, allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dit vereinigt lich. 5 Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget, laß meiner Seele sein dein Bildnis eingeprüget im güldnen Glaubensschmuck, in der Serechtigkeit, lo allen Seelen ist das rechte Shrenkleid. 6 Illein Jesu, schmücke mich mit Kleisheit und mit Liebe, mit Keulchheit, mit Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit det Demut mich vor allem kleide an, lo bin ich wohl geschmückt und költlich angetan. 7lah mir dich diesen Tag stets vor den Rugen schweben, laß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes Iun durch Herz, durch Sinn und Nund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 8 ch legne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es allo führ und lenke, dah alles nur gescheh Zzu deines Namens Ruhm, und dah ich unverrückt verbleib dein Eigentum. J. Kor. C, 19 logchim Lange, 1670-1744 Die Nacht ilt vergangen, der Tag aber herbel⸗ gekommenʒ lo laht uns ablegen die NVerke der Fin⸗ lternis und anlegen die Nakten des Lichts. Ziehet an den Herrn Jelum Chriltum. Röm. 13,12.14. 343 272 Das christliche Leben 27² Uleise: Schwing dich auf zu deinem Gott Joh. Crüger, 1653 .I—— 5 — 1 1505 dein lerk mit Je ⸗su an, Je⸗sus hats in Je⸗sum ruf zum Bei⸗stand an, Je⸗-sus wirds wohl 4 V—5—4 — A——— Ie 1111 ö ————3.—— —— 2 aaden P Steh mit Je⸗su mor⸗gens auf, +. 1*— + 11—„e— 1— geh mit Je-iu schla fen, führ mit Je Iu 27W—7.—— 4. *———.——— dei⸗ nen Lauf, lal⸗se Je⸗sum schaf⸗ fen. 2 Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, dah er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans Lilt und Hlacht dich lucht zu bestreiten. 3 Nlenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshünde und glaub licher, daß allein er dein Unglück wende. +AUlenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, ei, so hat es keine Not, wirlt den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Beil hier in dielem Leben; endlich wird dir Gott dein Teil auch im Rimmel geben. Nun, Rerr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben; es nach deinem Alillen mach auch im Tod und Leben. All mein lerk greif ich jetzt an, Rerr, in deinem Namen, laß es doch lein wohlgetan! ch sprech darauf Amen. Col. 3, 17 Ualdenburg in Schlesien, um 1734 3⁴⁴4 0 S....... Tageszeiten 273 27³ Aus Böhmen 15⁵5; Uleise: lch dank dir schon durch deinen Sohn M. Praetorius, 1610 1 7 +* e, a Etr rn H. Htr, rLi —— 22.——.— lllein erst Ge-fühl sei Preis und Dank; er⸗ 4 A— E— ö *— DII.— heb ihn, mei⸗ ne See⸗lel Der Rerr hört dei-⸗ nen ———— ,, r,..—2— 2—. Lob⸗ ge⸗sang, lob-sing ihm, meis⸗ ne See⸗le 2lllich selbit zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief in Frie⸗ den. UVer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die uüden! 3 Nler wacht, wenn ich von mir nichts weih, mein Leben zu be⸗ wahren! Nler stürkt mein Blut in seinem Fleih und schützt mich vor Gefahren!? 4 Du bist es, Rerr und Gott der Nelt, und dein ist unler Leben, du bilt es, der es uns erhült und mirs jetzt neu gegeben. 5 Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, dah ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 6 Lah deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Aege wallen, und lehre du mich lelber tun nach deinem Clohlgefallen. 7Nimm meines Lebens gnüdig wahr; auf dich hofft meine Seele; sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 8 Sib mir ein Rerz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Rerz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; daß ich, als ein getreuer Knecht, nach deinem Reiche strebe; gottlelig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; IO daß ich, dem Nüchsten beizultehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Nlohlergehn und ihrer Tugend freue; 11 daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht geniehe und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschliehe. PI. 143, 10 Chriltian Fürchtegott Gellert, w1715–1769 34⁵ 274. 275 Das christliche Leben Mittag Aleise: Berr Jelu Christ, dich ꝛu uns wend Görlitz 1648 S 8—— +— + 1&ir dan-⸗ hen Gott für lei⸗ ne Gabn, die wir von ihm emp⸗fan⸗gen habn, und bit⸗ ten un⸗ sern HE E——— .— SI—— lie-ben Herrn, er woll uns hin⸗fort mehr be⸗schern 2 und speisen uns mit seinem Klort, daß wir satt werden hier und dort. Ach lieber Rerr, du wollst uns gebn nach dieser Zeit das ewge Lebn. PI. 145, 15 f. Srasmus Alber, um 1500-1553 278 Aleile: Schmücke dich, o liebe Seele Johann Crüger, 1649 4 — + SPPPPI IIII I T ——.— +———— Speis uns, Va⸗ ter, dei⸗ ne Kin⸗ der; trö⸗ ste sprich den 8e gen zu den Ga⸗ben, die wir AꝘh die be⸗ trübten Sun· der— jet 20 vor uns Rinr daß lie uns zu 34 — —— 2 1.— 13 77 + V— L— Tag Luh. he Leben Tageszeiten 276 — 5— EEEE EEEEEE die⸗ sem 1 ben Stär 8 be, Kraft und Nah⸗rung u 14SSS.— — AHE ge⸗ ben, bis wir end-lich mit den From men n, die H= —.—— 1 + „ 3 Slern zu der füm⸗mels-mahl⸗zeit kom⸗men. Luk. 11,3 Johann Heermann, 1584-1647 schern Abend en hier ser Zeit 2 70 0—1553 Eigene Nleise im Anhang Uleise: O Jelu Chrilt, meins Lebene Licht Leipzig 1625 SPPII II. II. I I T SSI—— er, 16⁴ 1 Hin⸗-un ster ift der Son⸗-ne Schein, die fin⸗stre *. 3 H ), B., Ei, fr,. ste 2 1n wir Nacht bricht stark her ⸗ein; leucht uns, fierr Chrilt, du —— 2 0* + De. IIII.. ——— 8 zu wah⸗res Licht, laß uns im Fin⸗stern tap⸗pen nicht. 34⁷ 277 Das christliche Leben 2 Klir danken, daß du uns den Tag vor Schaden, Gfahr und mancher Plag durch deine Engel hast behüt aus Gnad und vüter⸗ licher Süt. 3 Clomit wir habn erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädiglich Und rechn es unsrer Seel nicht Zu; laß schlafen uns mit Fried und Ruh. 4 Durch dein Engel die Nlach bestell, daß uns der böse Feind 11252 15 vor Schrecken, Angit und Feuersnot behüte uns, o ieber Gott. Joh. 8,12 Nikolaus BRerman, um 1480-1561 277 Tleise: Lobet den Rerren alle, die ihn ehren Joh. Crüger, 1653 — 4 — 2— — + + +— ——. — EEDN Die Nacht ilt hommen, drin wir ru-hen sol-len; . —H— — + * 1 Gott walts zu from-men nach seinm Nohl-ge⸗ Hs—* ** I— I I—— I. +— I +— I — + I— fal-ͤlen, dah wir uns le⸗ gen, in seinm — — SISIRIRITITITIT.. Gleit und 8e gen der Ruh zu pfle-gen. 2 2 Treib, Rerr, von uns fern die unreinen Geister; halt die Nacht⸗ Wach gern, sei selbst unler Schutzherr; schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, send uns dein Engel. 3 lah uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich aufwachen und von dir nicht wanken, laß uns in Züchten unser Tun und Dichten zu deinm Preis richten. 348 jen. Jacht⸗ „Seel, achen und Tageszeiten 278 4 Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten, hilf den Ge⸗ fangnen, tröste die Betrübten, pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder, des Feinds Neid hinder. 5 Vater, dein Name werd von uns gepreilet, dein Reich zukomme, dein QUill werd beweiset; frist unser Leben, wolllt die Sünd ver⸗ geben, erlös uns. Amen. Matth. 6,913 Petrus Rerbert, 4+ 1571 278 Auch nach der Nleise im Anhang Uleile: ln dich hab ich gehoffet, Berr Nürnberg 1581 .——— ein schön-ste iir H— und Kklei- nod .———— +— +*— bilt auf Er-den du, Berr Jens su Chrilt; dich —. 2+—— + I 4* + +* SEIE.— Bur n I———— ——— will sch lal-sen wal-ten und al-leszeit in ——— ö— 2 1 — —.— Lieb und Leid in mei⸗nem Ber-zen hal s8« ten. 2 Dein Lieb und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, das muß ich frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Anglt, nicht Not von deiner Lieb mich trennen. 3 Dein Nort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 34 4 Der Tag nimmt ab. Tch schönste Zier, Rerr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; lah doch dein Licht aus⸗ löschen nicht bei uns allhier auf Erden. Luk. 24,29 Leipzig 1507 Eigene Neise Johann Schop, 1642 * 1 Uler⸗de mun⸗ter, mein Ge⸗-mü⸗ te, und ihr Sin⸗ne, daß ihr prei-let Got-tes Güste, die er hat ge⸗ 2—— V—* VXXK + Z... H ...——. IE ———— + +* 201 Muhn⸗ tan an mir, da er mich den ganzen Tag vor lo ———— + + **— man⸗cher schweren Plag hat be⸗ hü⸗tet und in ——. V— I + +— S—————— Gna⸗den ab⸗ge⸗wen-det al⸗len Scha⸗den. 2 Lob und Dank sei dir gelungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ilt mein Alerk gelungen, dah du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Ert so getreulich halt bewaͤhrt, auch die Feind hinweggetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3 Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein Anglt und Todes⸗ pein. lch verleugne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Ruld ilt viel gröher als die Sünde, die ich stets in mir bekinde. 35⁰0 Das chriltliche Leben so in Tageszeiten 28⁰0 4 O du licht der frommen Seelen, o du Glanz der Swigkeit, dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mit, weil es nunmehr dunkelt schier; da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. 5 Lahß mich diese Nacht empfinden eine sanft und sühe Ruh, alles Ubel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, llut und Blut, Ueib und Kinder, Rab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenolsen sei'n in deinen Schutz geschlossen. 6 Ach bewahre mich vor Schrecken, schütze mich vor Uberfall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krieges Schall; wende Feur- und Nlalsersnot, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben noch an Leib und Seel verderben. 7 O du großer Sott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jelu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schutz und Rat; und mein Rort, du werter Geilt, der du Freund und Trölter heiht, höre doch mein lehnlich Flehen. Amen, ja, das loll gelchehen. Ps. 71/½1f. Johann Rist, 16071667 280 Vorreform. R. Haak; Ileise: O Nllt, ich muß dich lalsen geiltl. Sisleben 1598 1 2 4 4* ö Gö ————..— 1 Nm ru⸗—— al le Nlül-der, Vieh, UMenschen, ⁵³—.— Städt und fel⸗ der, es schlüft die gan⸗ ze Helt; ihr — a⸗-ber, mei⸗ ne Sin-nen, auf, auk, ihr sollt be⸗ ——— e u r. — gin⸗nen, 225 eu⸗-rem Schöp-fer wohl⸗ge« fällt. 35¹ 281 ö Das christliche Leben 2 Uo bilt du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, mein Jelus, meine Nlonne, gar hell in meinem Rerzen scheint. 3 Der Tag ilt nun vergangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Rimmelssaal; also werd ich auch stehen, wann mich wird heihen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. 4 Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Chriltus mir anlegen den Rock der Ehr und HRerrlichkeit. 5 Das Haupt, die Füh und Ründe sind froh, daß nun Zzum Ende die Arbeit kommen sei. Berz, freu dich, du sollst werden vom Slend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6 Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7 Nein Augen stehn verdrossen, im Nu sind sie geschlollen. lo bleibt dann Leib und Seel? Nimm lie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, du Rug und Clächter Irael. S Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Kuchlein ein! Cill Satan mich verschlingen, so lah die Engel singen: Dies Kind loll unverlethet sein. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben kein Unfall noch Gefahr. Gott lah euch selig schlafen, stell euch die guldnen&affen ums Bett und seiner Engel Schar. Jel. 61, 10 Paul Gerhardt, 1607-167 Sigene Ileise Ramburg 1730 2— —— *—..————— Der lie⸗ben Son ne(icht und Pracht hat die Klelt hat lich zur kuh ge⸗ macht, tu, Tag Leben trieben, e, mein gen am ch wird he, das hristus mEnde en vom nieder, da man en. Clo sei gut d nimm ie Engel zen kein euch die 57167⁶ irg 1730 ——— —— — cht hat cht, tu, Tageszeiten 28¹ ......... —*.—. nun den Tag voll⸗ füh⸗ ret; Seel, was dir ge ⸗ büh⸗ret: 4 F* E Z.— ———— tür und bring ein Lied her⸗für; lah dei⸗ ne Rugen, ——— 2 4— 4 I + 1 + 2— l + — Rerz und Sinn auf Je⸗sum sein ge ⸗ rich⸗ tet hin. Auhr hellen Sterne leuchtet wohl und gebet eure Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes voll: doch noch zu tausend NMalen scheint heller in mein Berz die eroge Rimmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schatz, mein Schutz, mein Sigentum. 3 Verschmähe nicht dies arme Lied, das ich dir, Jesu, singe; in meinem Rerzen ilt kein Fried, bis ich es zu dir bringe. lch bringe, was ich kann, ach nimm es gnüdig an. Es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seelen Freund. 4 Nit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen; du wirlt, mein Schutzherr, auf mich lehn zum Belten meiner Seelen. ich fürchte keine Not, auch selber nicht den Jod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 5 80 oft die Nacht mein Ader schlügt, loll dich mein Geist um⸗ fangen; so vielmal lich mein Rerz bewegt, loll dies sein mein Verlangen, daß ich mit lautem Schall möcht rufen überall: Ach jesu, Jelu, du bist mein, und ich bin auch und bleibe dein. 6 Nun, matter Leib, gib dich zur Ruh und schlafe sanft und stille; ihr müden Rugen, schließt euch zu, denn das ilt Sottes Qlille; schließt aber dies mit ein: Berr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Jelu, Jesu, gute Nacht. Luk. 24,20 Christian Scriver, 1629 1673 35³3 282 Das chriltliche Leben 282 Sigene Ueise Dresden 1667 x d,.— * Nun sich der Tag ge⸗en⸗- det hat und 4—— 4 RADSESESEEEE. ————* kei⸗ne Sonn mehrscheint, schläft al--les, was sich r Hr,en de —— V—.* ————..— ab ⸗ge-matt't und was zu-dor ge-weint. 2Nur du, mein Sott, halt keine Ralt, du schlüflt nochschlummerst nicht; die Finlternis ilt dir verhaßt, weil du bilt selblt das Licht. 3 Gedenke, Rerr, doch auch an mich in dieler finstern Nacht und schenke du mir gnädiglich den Schutz von deiner Klacht. 4 Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; ach, aber deines Sohnes Ruld hat gnug für mich getan. 5 Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muh vors Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in lolcher Zuversicht. 6 Kleicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf; ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. Drauf tu ich meine Rugen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollt doch traurig sein! 8 Soll diele Nacht die letzte sein in dielem Jammertal, lo führ mich in den Bimmel ein zur auserwühlten Zahl. 9Und also leb und sterb ich dir, o Rerr Gott Zebaoth, im Tod und Leben hilflt du mir aus aller Angit und Not. Pf. 121,4 Johann Friedrich Rerzog, 16471699; Str. 8 Zusatz 35⁴ iericht; uf; ich mein ein! so führ m Tod Zusath Tageszeiten 283 Uleise: O höchster Gott, o unser lieber Rerre Genf 1542 4 61 2 x 4 — Der Tag ilt hin, mein Je- su bei mir 7⁴ b—65 2. 42 DD blei-be; o See⸗len-licht, der Sün⸗den Nacht ver⸗ — 1 4 4 + — 4——.— trei-be; geh auf in mir, Glanz der Ge- rech⸗tig⸗ 1 IL ¹ + SSPPII..III . keit, er-leuch⸗te mich, ach Rerr, denn es ist Zeit. 2 Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, gesungen, dir sei die Ehr, daß alles wohlgelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh; du bilt gerecht, es gehe, wie es geh. 3 Nur eines ilt, das mich empfindlich qutlet: Bestündigkeit im Guten mir noch fehlet. Das weiht du wohl, o Rerzenskündiger, ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4 Vergib es, Rerr, was mir sagt mein Gewilsen; Klelt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. Es ilt mir leid, ich stell mich wieder ein, da ilt die Band: du mein, und ich bin dein. 5[fraels Schutz, mein Rüter und mein Birte, zu meinem Trost dein lieghaft Schwert umgürte, bewahre mich durch deine große llacht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht't. 6 Du schlummerlt nicht, wenn matte Glieder schlafen; ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen, o Lebenssonn, erquiche meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels. Der Tag ist hin. Luh. 24, 2 Joachim Neander, 1650 1680 355⁵ 284. 285 Das christliche Leben Tag Uleise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht Leipzig 1625 SII I SS...II 1 Uo willst du hin, weil Abend ilt, o liebster 2 4.4 un + R—* + — 1 + + 2— Pil⸗grim, Je=su Chrilt!? Komm, laß mich so glück⸗ 2 l6 2..* + E Rett D EEEEEEE— de se s lig lein und kehr in mei⸗nem Rer⸗zen ein. 3 F 2 Laß dich erbitten, liebster Freund, dieweil es ist lo gut gemeint; 90 du weiht, dah du zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bilt. dan 3 Es hat der Tag lich sehr geneigt, die Nacht lich schon von ferne 4 michi. drum wollelt du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen ged nicht. mei 4 Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Bimmel licher finden 5 U kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt noch E irre macht. die 5 Vornehmlich aus der letzten Not hilf mir durch einen sanften lebe Tod. Rerr Jesu, bleib, ich halt dich felt; ich weih, dah du mich 6 U nicht verläßt. schl Luk. 24,29 Plönisches Gelangbuch 1674 qui nUur 285 71 keit Aleise: O daß ich taufend Zungen hütte Fraͤnhfurt a. II. 1732 Zei —.——— nim E EEESEEEE 2 1 80 ist die Nlo⸗che nun ge⸗schlos⸗sen, doch, treu⸗ er Gn wie sich dein Se⸗genequeller⸗gos⸗ sen, so bin ich Seg 356 Leben in ferne erlassen finden rt noch lanften u mich ch 167⁴ Tageszeiten 285 ..———— D—— 23.2—3———— 33——*E 6 SI——— +—— Gott, dein Rer⸗ze nicht; ö noch der Zu⸗ver⸗licht, daß er lich wei⸗ ter⸗ 6 I 2 +— ——————— hin er-gieht und un⸗er-schöpf⸗lich auf mich flieht. 2lch preise dich mit Rand und Nunde, ich lobe dich, lo hoch ich kann, ich rühme dich von Rerzensgrunde für alles, was du mir getan, und weih, dah dir durch Jeum Chrilt mein Dank ein lüher Ulihrauch ilt. 3 Rat mich bei meinen Nlochentagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so gabst du auch die Kraft zum Tragen; Zzudem ilt es voll Reil und Frucht in deiner Liebe, Rerr, zu mir, und darum dank ich auch dafür. 4 Nur etwas bitt ich über alles, ach du versagst mir solches nicht: gedenke keines Sündenfalles, weil mich mein Jesus aufgericht't, mein Jesus, der die Hlilsetat auf ewig schon gebühet hat. 5 Dein Schwur ilt ja noch nie gebrochen, du brichlt ihn nicht in Emigkeit, da du dem Sünder halt versprochen, daß er, wenn ihm 190 nlt leid, nicht lterben, sondern gnadenvoll als ein Gerechter eben soll. 6 Mein Glaube hült an diesem Segen und will also den Nochen⸗ schluß vergnügt und froh 1utn Chehto da der Trost mich er⸗ quicken muß, dah ich ja loll in Chrilto dein und schon in Roff⸗ nung selig sein. 7 Doch da mein Leben zugenommen, so bin ich auch der Swig⸗ keit um eine Kloche nüäher kommen und warte nun der letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich Zzu dir in'n RHimmel nimmt. 8 Und wenn ich morgen früh aufs neue den Sonntag wieder⸗ sehen kann, lo blickt die Sonne deiner Treue mich auch mit neuen Gnaden an; ach ja, da teilt dein Klort und Haus den allerbesten Segen aus. CIEI 357 286 Das chriltliche Leben 9 8o will ich das im voraus preisen, was du mir künftge Aloche giblt; du wirlt es in der Tat erweisen, dah du mich je und immer liebst und leitelt mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Eride hat. Ps. 103 Erdmann Neumeister, 16711756 28⁰ Vorreform. B. Haak; Cleile: O Nelt, ich muß dich lalsen geistl. Eisleben 1598 GSEEEEEEEEE 1 Der Sab⸗bat ilt ver⸗gan⸗gen; ich ha⸗ be mein Ver⸗ —*—— + +* + 1 +* + .———.————— lan⸗gen nach Berzenswunsch er-füllt. Gott —— J— r SSSISSESEEE— 2— + I hat mich un⸗ter-wei⸗slet, mit Le-bensbrot ge⸗ 7+2.— + 1 18—* + I + 121. I ι—— I——— 1 — 2———— III — spei⸗set und mei-ner See-len Durst ge-Itillt. 2 Gott ruht durchs ANlort im Rerzen; drum leg ich ohne Schmer⸗ zen auch meinen Leib zur Ruh; denn allen Sündenschaden deckt Jesus nun in Gnaden mit seinem Purpurmantel Zu. 3 O du dreieinig Nlelen, mein Geilt ut schon genesen, weil ich dein Tempel bin; ich habe Licht vom Lichte, dein leuchtend An⸗ gelichte treibt alle Finsternisle hin. 4 Du wirst schon bei mir wachen und eine Sonne machen auch mitten in der Nacht, bis bei den Cherubinen ein Sonntag ist er⸗ schienen, der alle Nacht zuschanden macht. 358 Tageszeiten 287 5lch schlafe ganz vergnüget; denn wo mein Rerze lieget, da ist der Engel Beer. Ulich stört kein Kleltgetümmel; es trüumt mit nur vom Bimmel. Ach wer doch nur bald droben wür! Ps. 4, Benjamin Schmolck, 1672-1737 Ileile: Jelu, meine Freude Johann Crüger, 1653 HU 2227———— 1 Hir ⸗-te dei⸗ ner Scha⸗Ee, der von kei⸗nem i⸗ ne Mun⸗-der ⸗ gü⸗te war meinSchild und —— I 10 de,. Wd. B, Eaieittii,; L,, —— 3, Schla fe et-was wis⸗sen mag, Hüt ⸗ te den ver-gang⸗nen 1O0; lei die 1 4 .II J——— 6 + 5 V— 2 Nacht auch aut der Nlacht und lag mich von 1* — 1— 1 EUEIEEER — E——— + D I —.—— +—— E * +*— * dei⸗nen Scha-ren um und um be⸗wahrren. 2 Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein dersöhnt Gewilsen sei mein Ruhekissen; drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tiefgeschlagnen Aun⸗ den gnädiglich entbunden. 3 Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir, allo sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. 35 Das christliche Leben 4 Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloh und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein. Decke zu mit Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken noch der Feind uns schrecken. 5 Klie, wenn ich mein Bette heut zum Grabe hütte? lie bald rot, bald tot! Doch halt du beschlossen, daß mein Ziel verflolsen, kommt die Todesnot, so will ich nicht wider dich; hab ich Jesum nur gefunden, sterb ich alle Stunden. 6 Nun wohlan, ich tue in vergnügter Ruhe und und Rugen Zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Büter du! Gute Nacht, nimm mich in acht; und erleb ich ja den Hlorgen, wirst du weiter lorgen. PI. 121,3 f. Benjamin Schmolck, 1672-1737 Vorreform. R. Haak; Uleise: O lelt, ich muh dich lalsen geiltl. Eisleben 1598 4 2———— DIIEE — E-L ———188.—— Nun sich der Tag ge⸗ en⸗ det, mein Rerz sich zu dir 4—ĩ— wen⸗ det und dan⸗ket in⸗nig ⸗ lich; dein SPIPIPIPIPITITITITTIII—.— — hol⸗des An-ge⸗ sichste zum Se⸗gen auf mich — B und ent-zün-de mich. rageoꝛeiten 289 2lch schliehe mich aufs neue in deine Vatertreue und Schutz und Berze ein; die fleischlichen Geschüfte und alle finstern Krüfte ver⸗ treibe durch dein Naͤhesein. 3 Dah du mich stets umgibest, daß du mich herzlich liebelt und rufft zu dir hinein; dah du vergnüglt alleine so wesentlich, lo reine, lah früh und spüt mir wichtig sein. 4 Ein Tag der sagt dem andern, mein Leben sei ein Nandern zur großen Swigkeit. O Swigkeit, lo schöne, mein Rerz an dich gewöhne, mein hieim ilt nicht in dieler Zeit. Ebr. 13, 14 Gerhard Tersteegen, 1697-1769 280 Vorreform. R. laak; Aleise: O Ulelt, ich muß dich laslen geiltl. Sisleben 1598 2— 7— 3..— + + + L 1 EIEIS SIII... S—— Herr, der du mir das Le⸗ben bis die⸗sen Tag ge⸗ ——* ,en=n=n 2—..—5 ge ⸗ ben, dich bet ich kind⸗lich an; ich — — bin viel zu ge⸗ rin⸗ ge der Treu⸗e, die ich — ů — 2 J + —————— 2— —— I— —* sin⸗ ge und die du heut an mir gea tan. 36¹ 290 Das christliche Leben 2 Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Süte, ich freue mich in dir; du gibst mir Kraft und Stürke, Gedeihn Zzu meinem Ulerke und schafflt ein reines Nerz in mir. 3 Sott, welche Ruh der Seelen, nach deines lorts Befehlen ein⸗ her im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geilt den Rimmel offen und dort den Preis des Glaubens sehn! Alch weih, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube Zu dir, o Gott, mein Beil. lch bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Rimmel ist mein Teil. 5 Bedeckt mit deinem Segen, eil ich der Ruh entgegen, dein Name sei gepreist. Iein Leben und mein Ende ilt dein; in deine Nünde befehl ich, Vater, meinen Geist. 1.HMlose 32, 10 Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769 Haus und Berut VNleise III 9 Nannover 1648 ———* ++— SSSSe DSSDSDSISIIIDee SDIII + +— L 1 O Sott, du from⸗mer Sott, du Brunn⸗quell ohn den nichts ilt, was ilt, von dem wir — 1 ,3e, s,vui Ha,——— 2 — —— ge s sun⸗ den Leib gib gu- ter Ga⸗ben, al s les ha⸗ ben: ———— I —+ + + +—4 1 N *.——— mir, und dah in sol⸗chem Leib ein un ⸗ver⸗ 36² BI„˖-„=S- èL¶NN¶NN& Leben freuꝛ einem n ein⸗ immel Haus und Beruf 200 .—.—.—— ů— leh s te Seel und rein Ge⸗ wils sen bleib. 2 Gib, daß ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gib, daß ichs tue bald. Zu der Zeit, da ich loll, und wenn ichs tu, lo gib, daß es gerate wohl. 3 Hilf, daß ich rede steto, womit ich kann bestehen, laß kein un⸗ nützlich Klort aus meinem NMunde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den ANorten Kraft und Nach⸗ druck ohn Verdruh. 4 findt lich Gefährlichkeit, lo laß mich nicht verzagen, gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind und, wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. 5 Lah mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, so⸗ weit es christlich ilt. Nlilllt du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, lo gib auch dies dabei, dah von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6 Soll ich auf dieser elt mein Leben höher bringen, durch man⸗ chen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld, vor günd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Raar. 7 Lah mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er leine Ruh an ihrer Seite hab. 8 Klenn du die Toten wirlt an jenem Tag erwecken, lo tu auch deine Rand Zzu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum aus⸗ erwühlten Bauf. Ap⸗ Gesch. 24, 16 Johann Beermann, 1585-1647 363 291 Das christliche Leben 2091 Uleile: In dich— ich gehoffet, Rerr— 15⁸¹ D e v. Ilch Wheih, wemn Ciott,—— dah all niein — 5——..— ů—— + Tun und Clerk in dei- nem Clil ⸗ len ruhn, von 2*———5—.—— ——————.— 0——— +——— + . dir kommt Glück und Se-gen; was du re⸗gierst, das —*—— D————— *——...;.— geht und steht auf rechten, gu⸗ten Gle ⸗ ⸗ gen. 2 Es steht in keines Menschen Rlacht, daß lein Rat wird ins Clerk gebracht und seines Gangs lich freue; des Röchlten Rat, der machts allein, daß Menschenrat gedeihe. 3 Verleihe mir das edle Licht, das lich von deinem Angesicht in fromme deelen strecket und da der rechten ANleisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 4 Gib mir Verstand aus deiner Böh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Ilillen; lei du mein Freund und treuer Rat, was recht ilt, Zzu erfüllen. 5 Prüf alles wohl und, was mir gut, das gib mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das belte Teil lei deine Lieb und Ehre. 6 Ilas dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn und Zier, gefallen und belieben; was dir zuwider, lah mich nicht im Ulerk und Tat verüben. 36⁴4 Naus und Beruf 29¹ 7 lts Klerk von dir, so hilf zu Glück! ilts Menschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen. Ilas du nicht wirktt, pflegt von ihm selbit in kurzem Zzu zerrinnen. 8 Tritt du zu mir und mache leicht, was mir lonst falt unmöglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen halt durch Kleisheit deiner Rände. Dllt ja der Anfang etwas schwer und muß ich auch ins tiefe Ulleer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur, ohn Unterlaß Zzu seufgzen und zu beten. 10 Aler fleißig betet und dir traut, wird alles, davor sonlt ihm graut, mit tapferm Iulut bezwingen; lein Sorgenstein wird in der Sil in tausend Stücke lpringen. 11 Der&leg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und Recken aus⸗ gefüllt, doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Rerr, durch deinen Geilt, wo Freud und Clonne stehet. 12 Du bilt mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und kind, halt du zu aller Gnüge. So hilf nur, dasj ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. ö 13 Dein soll sein aller Ruhm und Shr; ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Ulelt, solang ich leb, erzählen. Jer. 10, 23 Paul Gerhardt, 1607-1676 Das christliche Leben 292 Qleise: Ulie leuchtet der Morgenstern Frankkurt a. N. 1590 2* EE ů* 4 10 — 2— E —— 2— 55—— (60 schön ilts doch, Rerr Je=Iu Christ, im Klie steigt und neigt sich dei- ne Gab und TD— — Stan⸗ ⸗de, da dein se⸗gen ist, im Stan⸗ de al ⸗les Gut so mild her⸗ ab aus dei ⸗ner EEEEIEEII....... —— +———— hell-gen Fö-e.] wenn lich an dich lei-hig n—— —EE + +— 2..—— hal ⸗-ten Jung und Il⸗-ten, die im Or-den ů S..—— —— +——* v ei s nes Le⸗ bens ei⸗ nig wor⸗ den. 2 Klenn Mann und Uleib sich wohl verltehn und unverrückt zusammengehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Bauf im Bimmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Klurm kann zerschlagen, kann zer⸗ nagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3 Der Uulann wird einem Baume gleich, an Asten schön, an Zwei⸗ gen reich; das Nleib gleicht einem Reben, der seine Träublein trügt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben. Klohl dir, o Zier, Ulannes Sonne, Rauses Nlonne, Shrenkrone! Sott denkt dein bei leinem Throne. 366 ———————...— hen 9 n n ückt k in elbst zer⸗ wei⸗ olein ten, nne, Haus und Beruf 293 4 Dich, dich hat er ihm auserkorn, dah aus dir ward heraus⸗ geborn das Volk, das sein Reich bauet; sein Klunderwerk geht immer fort, und seines Mundes starkes Klort macht, daß dein Auge schauet schöne Söhne, Töchter züchtig, die fein tüchtig nühn und spinnen und mit Kunst die Zeit gewinnen. 5 Seid gutes Iuuts! Iir lind es nicht, die diesen Orden auf⸗ gericht't, es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der belte Freund und Rater; Anfang, Rusgang aller Sachen, die zu machen wir ge⸗ denken, wird er wohl und weislich lenken. 6 Zwar bleibts nicht aus, es ommt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Tränen lälset schiehen; jedennoch wer sich in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes Ruld in grohen Freuden schliehen. Schweige, deuge dich ein wenig; unser König wird be⸗ hende machen, dah die Angst sich wende. Qaohl her, mein könig, nah herzu! Gib Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, in Anglten Troft und Freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis, wir wollen singen besterweis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Clillen zu erfüllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen. Ps. 128 Paul Gerhardt, 1607-1676 2098 Uleile: In Gottes Namen fahren wir Vorref. Klittenberg 1524 — e,ue— 2 E *8. Das wal⸗te Gott, der hel fen hann! Iit Gott fang ich die Arbeit an, mit Gott nur geht es glücklich fort, drum 1— + + 12 V. C— — +——— ilt dies auch mein er⸗ stes Klatt: Das wal⸗ te Gott! 36⁷ 223 Das christliche Leben 2 Kll mein Beginnen, Tun und Tlerk erkordert von Gott Kraft und Stück; mein Berz sucht Gottes Angelicht, drum auch mein und mit Freuden spricht: Das walte Gott! 3 80 Gott nicht hilkt, lo kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und tut mir alies Guts, drum sprech ich auch nun gutes Iluts: Das walte Gott! 4&lill Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Klort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! 5 Anfang und Illitte samt dem End stell ich allein in Gottes Ründ/ er gebe, was mir nühlich ist, drum sprech ich auch Zu jeder Frilt: Das walte Gott! 6 Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner grohen Güt und Treu, o gnüget mir Zzu jeder 8tund; drum sprech ich auch von Herzensgrund: Das walte Gott! 7Trifft mich ein Unglück, unverzagt! lt doch mein Qerk mit Gott gewagt, er wird mir gnädig stehen bei; drum dies guch meine Lolung sei: Das walte Gott! 3 Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts, wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9 Gott steht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein tüglich Brot, nach feinem alten Vaterbrauch tut er mir Guts: drum sprech ich auch: Das walte Gott! 10 Ohn ihn ist all mein Tun umsonst; nichts hilft Verstand, Alih oder Kunst; mit Gott gehts fort, gertüt auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11 Teilt Sott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid, laß hallen, wers nicht lassen kann; ich timme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 12 Tu ich mein NUerk mit Gottes Rat, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! Ps. 127 Johann Betichiue, 1650-172 368 N Ul —ESEFESNU+ H 2 eben Kraft mein gibet, ch ich dafur; Arbeit Zottes jeder it und ch don rk mit Sauch nEnde ch auch täglich ulprech d/ Nlih h kann Feinde och mit üh und chmals 017²² fiaus und Beruf 204 204 Aleile: O Jesu Chrilt, meins Lebens Licht Leipzig 1625 de,— 3— E. ... ID ———. Je 1 Clohl ei⸗nem Raus, da Je-sus Chrilt al⸗lein das 4——— — I..———2 e PI All in al-lem ilt. Ja, wenn er nicht da⸗ 1. 4.— — + 12—— 30 1 +— rin⸗nen wür, wie e⸗lend würs, wie arm und leer! Nohl, wenn sich IHlann und leib und Kind in einem Glaubens⸗ sinn verbindt, zu dienen ihrem Hierrn und Gott nach seinem Qillen und Gebot! 3 Klohl, wenn ein lolches Raus der Qlelt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienlt im Geist das üuhre Nlerk nichts ist und heiht! 4&lohl, wenn das Rüuchwerk im Gebet beständig in die Röhe geht und man nichts treibet fort und fort als Gottes Nerk, als Gottes Nort! 5 Klohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, geschickter Rand ein jegliches nach seiner Att, was ihm vertraut ist, treu bewahrt! ö 6 Klohl, wenn die Eltern glüubig sind, und wenn sie Kind und EKindeskind versüumen nicht am ewogen Glüch; dann bleibet ihrer keins zurück. 7 Vohl solchem Raus, denn es gedeiht: die Eltern werden hoch⸗ erfreut, und ihren Kindern lieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 36 295 Das christliche Leben 8 So mach ich denn Zu dieser Stund samt meinem Rause dielen Bund: wenn alles Volk vom Rerrn abwich, doch dienen wir ihmewiglich. Ps. 128 Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 17121784 208 Ueile:&ie schön leuchtet der Uorgenstern Frankfurt a. M. 1599 HAA.——5 2— EILLU— 22—.—5.— pIIIIIIITTTTRTRT 1 und mein Raus, wir lind be⸗ reit, dir, Du solllt der Berr im Rau⸗se sein, gib *—————— Herr, die gan⸗ze Le ⸗bens⸗zeit mit dei ⸗ nen Se ⸗ gen nur da⸗ rein, dah +.— 4 SISISRRRPII——— XI—— +. + II—2.——. — ES.—— Seel und Leib zu die-nen. wir dir wil ⸗lig Desden. Ei-ne hlei⸗ne, 2— 5 1 4— 1 +4 1 III I +———— I fromme, rei- ne Haus ⸗-ge⸗ mei ⸗ ne mach aus =..— ESE I——.— * +——— al-len; dir nur sloll lie wohl- ge-fal⸗len. 2 Es wirke durch dein krüftig Klort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen; es leucht uns wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht im Rause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. 3 Gieß deinen Frieden auf das Raus und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde; laß uns in Liebe allezeit ꝛum Dul⸗ den, Tragen sein bereit voll Demut, sanft und linde. Liebe übe jede Seele: keinem fehle, dran man kennet den, der lich denDeinen nennet. 59 Raus und Beruf 29 4 Laß unser Raus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine grohe Güte. Auch laß uns in der Nüchte Graun auf deine treue Hilfe schaun mit kindlichem Gemüte, selig, fröhlich, selblit mit Schmerzen in den Rerzen, dir uns lalsen und dann in Geduld uns falsen. 5 Gibst du uns irdisch Glück ins Baus, so schliex den Stolz, die Nleltluft aus, des Reichtums böse Gälte. Denn wenn das Hierz an Demut leer und voll von eitler NUeltluft wür, so fehlte uns das Belte: jene schöne, tiefe, stille;Gnadenfulle, die mit Schützen einer AUelt nicht Zu erletzen. 6 Und endlich flehn wir allermeilt, daß in dem Raus kein andrer Geist als nur dein Geilt regiere. Der ilts, der alles wohl bestellt, der gute Zucht und Ordnung hůlt, der alles lieblich ziere. Sende, Ravhe 10 uris allen, bis wir wallen heim und oben dich in deinem ause loben. Josua 24,15 Philipp Spitta, 1801-1857 20⁰ Auch nach der leise: Valet will ich dir geben Ileife: lch freu mich in dem Rerren —38.— ö‚— ö‚— + PPP 1 ün macht ihr, daß ihr wei⸗net und bre⸗chet mir mein Im Rerrn sind wir ver⸗ ei⸗ net und bleibens al-ler⸗ B. Relder, 1648 1 2 2 ö ö.... 2 Rerz! Würts. Das Band, das uns ver ⸗bin⸗det, löst 1 —. ö 22 ů we⸗ der Zeit nach Ort; was in dem Rerrn sich —.— ů 1 1.—* fin» det, das wührt in ihm auch fort. 297 Das christliche Leben 2 Nlan reicht sich wohl die Ründe, als sollte geschieden sein, und bleibt doch ohne Ende im innigsten Verein. Man lieht lich an, als sähe man sich zum letztenmal, und bleibt in gleicher Nühe dem Rerrn doch überall. 3 Ian spricht: ich hier, du dorten, du ziehest, und ich bleib; und ilt doch allerorten ein Slied an einem Leib. Man spricht vom Scheidewege und grüßt sich einmal noch und geht auf einem Ulege in gleicher Richtung doch. 4 Clas sollen wir nun weinen und gar so traurig sehn? Nir kennen ja den Sinen, mit dem wir alle gehn. In einer Rut und Pflege, geführt von einer Rand, auf einem sichern Alege ins eine Vaterland. 5 So sei denn diese Stunde nicht schwerem Trennungoleid, nein, einem neuen Bunde mit unserm Rerrn geweiht. Nlenn wir uns ihn erkoren zu unserm höchsten Gut, lind wir uns nicht verloren, wie weh auch Scheiden tut. Ap.⸗Gelch. 21,13 Philipp Spitta, 18011859 Naturleben 80⁷7 Uleile: O dah ich tausend Zungen hütte Frankfurt a. M. 1738 1 1er dem wir al⸗les ha⸗ ben, die 2. du a⸗ber tei⸗lest dei- ne Ga⸗ben recht —— N—— SSSEEIIEEEEI— Alelt ist wie ein gro⸗hes W. wie ein Va⸗ter drin⸗nen aus. ———.— .—— E + — macht uns al⸗le reich; ach, lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? 37² Dein Se⸗ gen De Br Ihꝛ es nein, runs loren, 185 Naturleben 297 2 Nler kann die Menschen alle zühlen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurkt keinem fehlen, denn du weiht allem vorzuftehn und schaffest, daß ein jedes Land lein Brot be⸗ kommt aus deiner Rand. 3 Du machlt, daß man auf Roffnung säet und endlich auch die Frucht genieht. Der Uind, der durch die Felder wehet, die Klolke, so das Land begieht, des Rimmels Tau, der Sonne Strahl lind deine Diener allzumal. 4 Und allo wüchst des lenschen Speise, der Acker selbst wird ihm zu Brot; es mehret lich vielfältgerweise, was anfangs schien, als wür es tot, bis in der Ernte sung und alt erlanget seinen Unterhalt. 5 Nun, Rerr, was soll man erst bedenken? Der Nunder hier ist 90 Zul viel. 8o viel als du kann niemand schenken, und dein ebarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr belchert, als wir zusammen alle wert. 6 UNir wollens auch keinmal vergelsen, was uns dein Segen träget ein. Sin jeder Bilsen, den wir elsen, loll deines Namens Denkmal sein, und Rerz und Iuund foll lebenslang für unlre Nahrung sagen Dank. PI. 104, 27ff. Kuspar Neumann, 1648-1715⁵ Der Samen reicht dem Säemann, der wird auch das Brot reichen Zzur Speile. 2. Kor. ꝰ, 10 Ihr ellet nun oder trinket oder was ihr tut, lo tut es alles zu Cottes Ehre. 1. Kor. 10, 31 373 298. 290 Das chriltliche Leben Land und Volk 208 — + 1 —.— EAR + I I I— Sigene Nleise Nürnberg 1531 Ver⸗-leih uns frie⸗-den gnü⸗ dig ⸗lich, Rerr SPSPIIIIITTA Gott, zu un⸗ sern Zei⸗ten! Es ilt doch 3ι ben 2— 2 n r— ů ö 6 —— 3 + —— an-drer nicht, der für uns könn⸗te ltrei ⸗ ten, Abi— 4——— —— *.———— denn du un ⸗ ser Gott al s lei ne. 2. Mlose 14,14 Ulartin Luther, 1483-1546 Ileise: Nun lob, mein Seel, den Rerren Augsburg 15⁴⁰0 — 0— *— 2— 2 E ——— 1 1525 Lob, nun ist er ⸗schol ⸗ len das daßh nun⸗ mehr ru⸗ hen sol s⸗ len die SI I... —*—————— 2 SSSSSSE‚ESEEEEEEEE. ed⸗ le Fried- und Freuden⸗wort, Spieh und Schwerter und ihrMord. Aohlauf und mimmnun 37⁴4 NNNN Land und Volk 200 ——.—— , d, Lre i frs. erree ere, , ne— wie ⸗ der dein Sai⸗ ten⸗spiel her ⸗vor, 0 ene— Deutschland, und ling Lie-der im ho-hen, vol⸗len —— 7.—— S ———— Chor. Ers he⸗ be dein Ge⸗ müs te zu — 44 + +— +— — + I.— +— —— dei⸗ nem Gott und sprich: Rerr, dei ⸗-ne Gnad und 4.—4 *—— 7 ———4—....———— Gües⸗ te bleibt den⸗ noch e wig⸗lich- 2 Klir haben nichts verdienet als schwere Straf und grohen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sündendorn. Clir sind fürwahr geschlagen mit harter, scharker Rut, und dennoch muß man fragen: Kler ilt, der Buße tut! lir sind und bleiben böle, Gott ilt und bleibet treu, hilft, dah lich bei uns löse der Krieg und sein Geschrei. 3 Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Bei- uns-wohnen in lich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Beil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selblt den Pfeil des Rerz⸗ leids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freuden⸗ kerze mit seiner eignen Rand. 37⁵ Das chriftliche Leben 4 Das drückt uns niemand belser in unsre Seel und Berz hinein als ihr Zerltörten Schlölser und Städte voller Schutt und Stein, ihr vormals schönen felder, mit frischer Saat beltreut, jetzt aber lauter Nlälder und dürre, wülte Reid, ihr Grüber voller Leichen und blutgem Reldenschweih der Helden, derengleichen auf Erden man nicht weih. 5 Rier trübe deine Sinnen, o Nensch, und lah den Trünenbach aus beiden Zugen rinnen, geh in dein Rerz und denke nach! Nlas Gott bisher gelendet, das halt du nicht geacht't, nun hat er sich gewendet und vüterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen zu deinem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutestun. 6 Ich laß dich doch erwecken, wach auf, wach auf, du harte Ulelt, eh als das harte Schrecken dich schnell und plöhlich über⸗ füllt. Nler aber Chriltum liebet, sei unerschrocknen Illuts; der Friede, den er gibet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: Das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in eogem Fried und Ruh. Ps. 46, 9f. paul Gerhardt, 1607-1676 2 300 Nleise: Nun danket alle Gott Johann Crüger, 1647 I EEEEEE 22 45—.. 1 Rerr Gott, dich lo⸗ben wir; re⸗-gier, Rerr, un- sre lah dei⸗nes Gei⸗tes Glut in un=sern Her-zen — I 15½ 1 1 ö 4 1 2 + Stimmen, 565 glimmen. Komm, komm, o ed⸗le Flamm, ach komm zZu uns all⸗ 376 all⸗ Land und Volk *—— I + 2—.—.—.— —————— hier, lo lingen wir mit Lusft: Rerr Gott, dich lo⸗ben wir! — —*++ 2 Herr Gott, dich loben wir; wir preisen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit herzlichem Gemüte. Es steiget unser Lied bis an die Rimmelstür und tönt mit grohem Schall: Rerr Gott, dich loben wir! 3 Hierr Gott, dich loben wir für deine grohen Snaden, daß du das Vaterland von Kriegeslast entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Rerr Gott, dich loben wir! 4 Rerr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Naffen schweres Joch und frechen Grimm erkahren. Jetzt rühmet unler UNund mit herzlicher Begier: Gott Lob, wir lind in Ruh, HRerr Gott, wir danken dir! 5 Herr Gott, dich loben wir, daß du die Pfeil und Aagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert zerbrochen und zerschlagen. Der Strick ilt nun entzwei, darum lo singen wir mit Rerz und Zung und Uund: Berr Gott, wir danken dir! 6 Rerr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar hast weggeraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan: Rerr Gott, wir dan⸗ ken dir! 7 Rerr Sott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch künftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfülle nach Begier, oVater, unsern Aunsch. Rerr Gott, wir danken dir! 8 Herr Sott, wir danken dir mit Orgeln und Trompeten, mit Harfen, Zimbelschall, Posaunen, Geigen, Flöten; und was nur Odem hat, lobsinge nach Gebühr: Herr Sott, dich loben wir, Nerr Gott, wir danken dir! PI. 150 Johann Franck, 1618-1677 377 30¹ Das christliche Leben 801 Vorreform. R. Iaak; UVeise: O Vlelt, ich muß dich lallen geistl. Eisleben 1598 42—.—* E 2 — 2 1 E— .—— I ———.9— +— 1 Herr, hö⸗ re, Rerr, er ⸗hö⸗re, breit dei-nes 4 — 4 ö +* 2.—.—..— an al⸗len Or- ten aus; be⸗ Na⸗mens Eh⸗ re —— durch dei- ner All⸗macht hü⸗ te als le Stün⸗de 2—*— 1 EH— + I + 1 LII 2—.— 2— HBün⸗de, schütz Kkir⸗ che, O⸗brig-keit und Haus. 2Ich lah dein Nort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unfrer Seelen Nutz; bewaͤhr vor allen Rotten, die deiner lahr⸗ heit spotten, biet allen deinen Feinden Trutz. 3 Gib du getreue Lehrer und unverdrohne Börer, die beide Tüter sein; auf Pflanzen und Begiehen laß dein Gedeihen fliehen und ernte reiche Früchte ein. 4 Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jeder⸗ mann sein Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unlerm Lande külsen, und segne beide, Rerrn und Knecht. 5 Nlend ab in allen Gnaden so Feur⸗ und lalserschaden, treib Sturm und Ragel ab; bewahr des Landes Früchte und mache nicht zunichte, was deine milde Rand uns gab. 6 Gib uns den lieben Frieden, mach alle Feind ermüden, verleih gesunde Luft; laß keine teuren Zeiten auf unsre Grenzen schreiten, da man nach Brot vergebens ruft. 378 — 8. nzu ahr⸗ süter und eder⸗ ande treib zache rleih ꝛeiten, Land und Volk 302 7 Die Rungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst ver⸗ irret sein. Die Klitwen und die Naisen wolllt du mit Trolte speilen, wenn sie zu dir um Rilfe schrein. 8 Sei allen Kindern Vater, den Müttern sei Berater, den Kleinen gib Gedeihn. Zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, dah lich die Eltern ihrer freun. 9 Komm als ein Arzt der Kranken und, die im Glauben wan⸗ ken, lah nicht zugrunde gehn. Die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 10 Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, die Ster⸗ benden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie in Frieden fahren zu Zions Ruh und Rerrlichkeit. 11 Nun, Rerr, du wirst erfüllen, was wir nach deinem NVillen in Demut jetzt begehrt. lir In Hen nun das Amen in unsres Jesu Namen, so ist all unser Flehn gewührt. Ei. 5, 2f. Benjamin Schmolck, 1672-1737 Nleise: Aus tiefer Not schrei ich Zu dir II Strahburg 1523 2 4— + E— + 44 2 2 50 + I +— 45 Rerr, der du vor⸗mals halt dein Land mit Gna⸗den 1 und des ge⸗fang⸗nen Vol⸗kes Band ge⸗löst und 4 ——— +— 2 — 2 —4— an- ge blik-ket s L8 ee Aunneel⸗ der du die Sünd und .— ö *—— *——— UMil=⸗se⸗ tat, die es zü⸗vor be⸗gan⸗gen hat, 4 SSS SI.. IAIIEIUIUEI —2— +— halt vüs ter⸗ lich ver Ni hen: 379 303 Das christliche Leben 2 Klillst du, o Vater, uns denn nicht nun einmal wieder laben! Und sollen wit an deinem Licht nicht wieder Freude haben? Ach geuß aus deines Rimmels Baus, Herr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre Bäuser. 3 Ich daß ich hören sollt das Nort erschallen bald auf Erden, daß Friede sollt an allem Ort, wo Christen wohnen, werden! Ach daß uns doch Gott sagte zu des Krieges Schluh, der Naffen Ruh und alles Unglücks Ende! 4 Ich dah doch diele böle Zeit bald wiche guten Tagen, damit wir in dem grohen Leid nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Bülfe nah, und leine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 5 Klenn wir nur fromm lind, wird sich Gott schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Not nach Qunsch und allo enden, daß seine Ehr in unserm Land und allenthalben werd er⸗ kannt, ja stetig bei uns wohne. 6 Die Süt und Treue werden schön einander grühen müssen; Gerechtigkeit wird einhergehn, und Friede wird lie küssen; die Treue wird mit Lult und Freud auf Erden blühn; Gerechtigkeit wird von dem Rimmel schauen. 7 Der Berr wird uns viel Gutes tun, das Land wird Früchte geben, und die in seinem Schohe ruhn, die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre leines Namens. Ps. 85 Paul Gerhardt, 1607-167% 80³ Tleise: Valet will ich dir geben Leipzig 1615 22——— 5 läht dich wie⸗der se⸗ hen, des Vol⸗kes al ⸗ ter 1 Beil al⸗len, die ver⸗te⸗hen dein Zei⸗ chen und dein 8⁰ 3 10 Land und Volk —.— — —— — Oni Cort. Du waͤndellt in den Lüf⸗-ten im Säuleln vor uns her, du rollst in Fel⸗sen⸗klüf⸗ten die Donner stark und schwer. CIEI 2 O herr, wir linken nieder vor deiner Rerrlichkeit; noch einmal sende wieder uns deine Gnadenzeit! O hör auf unser Flehen und übe du Geduld, wenn wir dir eingeltehen die Armut und die Schuld. 3 Uir haben all verschwendet dein Erbteil und dein Gut, zum Siteln uns gewendet vom ehrbar frommen Mut. Nas du so schön bereitet, was du so wohl bedacht, hat alles uns verleitet zum Trotz auf eigne Nlacht. 4Ach alles soll vergelslen, vergeben alles sein! Nach rechtem llaß gemessen, wer hiehe fromm und rein? Und eben weil kein Reiner in unsern Reihen steht, so lei fortan auch keiner gelältert und geschmüht. 5 Im Leben und im Nandel, im Frieden und im Streit, im Rause und im Bandel, Zzu jeder Frilt und Zeit soll alles ehrlich halten auf Zucht und Fleih und Treu, dann wird das Glück der Alten auch wieder bei uns neu. 6 Rerr Gott, der allen Sündern in naden gern vergibt und an gefallnen Kindern im Strafen Nlohltat übt: wir alle sinken nieder und beten dankend an, lind eines Reiches Glieder und kümpfen Mann für NMlann. Dan. ꝰ IUlax von Schenkendorf, 1783-1817 381 ö N Joh. Natthüus Nleyfart Tod, Gericht und ewiges Leben ö 304 ö Eigene Ueile Uittenderg 15²⁴ — — EE ——— e Hiit Friedund Freud ich fahr da-hin in Sotts lil⸗ 4 ——. 3——.—.— rr. le; ge⸗trolt ilt mir mein Berz und Sirm, lanft und 1— 1— 1 ——— +— ,x 5 —— stibds le, wie Sott mir ver-hei s hen 2—.— I V+ + s + ——=— 3 hat, der Tod ilt mein Schlaf e den. 382 Tod, Gericht und ewiges Leben 305 2 Das macht Christus, wahr'r Gottes Sohn, der treu Reiland, den du mich, Herr, halt sehen lan und gmacht bekannt, dah er sei das Leben mein und Reil in Not und Sterben. 3 Den halt du allen vorgestellt mit groß Snaden; zu seinem Reich die ganze QNelt heihen laden durch dein teuer heillam Nlort, an allem Ort erschollen. 4 Er ilt das hell und selig Licht für die Reiden, zu'rleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ilt deins Volks lfrael der Preis, Ehr, Freud und Klonne. Luh. 2,29—32 Martin Luther, 1483-154 Sigene Kleise Vorref. Nittenberg 1524 2— ů 2 —————————— V— 10 wir im Le⸗ben sind mit dem Tod um⸗ 1 Ulensuchnwir, der Ril-fe tu, dah wir Gnad er⸗ +. + IE:——— ——— — fan Ts gen lan ⸗„ gen! Das bilt du, Rerr, al⸗ — + 1— 1—— SIIIIIIIIII.I....—.— ———.— lei ⸗ ne. Uns reu⸗et un=sre Ullil ⸗se⸗ tat, * 4* ———— 1 , r H v, die dich, Rerr, er s zür s net hat. Bei ⸗ li⸗ ger 383 —.—.—————— ——— Tod, Gericht und ewiges Leben * * 1 + + * — 22 ü Her re Sott, hei ⸗li⸗ ger, star-ker Gott, — ..—— hei⸗ li⸗ ger, barm ⸗her⸗zi⸗- ger Hei ⸗ land, du — —. I + N—— + I— ——— e⸗ wi⸗ ger Gott, laß uns nicht ver„sin ⸗ ken — 2— 1 1——+.—— in des bit⸗tern To-des Not. K/ ⸗-ri-e⸗ lei⸗ son. 2 Mitten in dem Tod anficht uns der Bölle Rachen. Nler will uns aus solcher Not frei und ledig machen! Das tust du, Nerr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unlre Sünd und grohes Leid. Beiliger Rerre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barm⸗ herziger Reiland, du ewiger Gott, lah uns nicht verzagen vor der tiefen Rölle Glut. Kyrieleison. 3 Maitten in der Kölle Angit unsre Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, HRerr Chrilt, alleine. Vergollen ilt dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. Beiliger Berre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barm⸗ herziger Reiland, du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Troft. Kyrieleilon. 1. Kor.15,55-57 Str. 1: 15. Ih.; Str. ⁊u.3 o. NA. Luther, 1483-1546 30⁰ Nlittenberg 15⁴44 —— + Eigene Neise 4 — 1. 4 — 2— 10 NN 1Nun lalsset uns den Leib be⸗grabn und To Tod, Gericht und ewiges Leben ö 30 4—* da⸗ ran kei⸗ nen Zwei⸗fel habn, er werd am jüng⸗ten ... ů ů , Hrem e. s Ee, 2— Tag auf⸗stehn und un ver⸗wes⸗lich her⸗vor⸗gehn. 2 Derselb ist Erd und von der Erd, dah er zur Erde wieder werd; und von der Erd wird er aufftehn, wenn Gotts Polaune wird angehn. 3 Sein Seel lebt ewiglich in Gott, der sie allhier aus lauter Gnad von aller Sünd und llissetat durch seinen Sohn erlölet hat. 4 Sein Jammer, Trüblal und Slend ist kommen zu einm selgen End. Er hat getragen Chrilti Joch, er ilt gestorbn und lebet noch. 5 Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schlüft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn wird verklürn und ewge Freude ihm gewührn ö 6 Ellhier ilt er in Angst gewesn, dort aber wird er ganz genesn, da wird in ewger freud und Nlonn er leuchten wie die helle Sonn. 7 Nun lassen wir ihn fein schlafen und gehn all heim unsre Stra⸗ hen, schicken uns auch mit allem Fleih, denn der Tod kommt uns gleicherweis. ö 8 Des helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöft vons Teufels Gwalt und ewger Pein. ihm sei Lob, Preis und Ehr allein. Nlichael Kleihe, 4+ 1534 1. Kor. 15,4244 Strophe 8 v. U. Luther, 1483-154 385 30⁷7 ILod, Gericht und ewiges Leben 307 Sigene Neise Vorreform. H. aak; geistl. Sisleben 1598 ——— 1 — 10 Nelt, ich muß dich lal⸗ sen, ich fahr da-hin mein Stra-hen ins ew⸗ge Va⸗ ter⸗ .— —— land. HMein'n Geilt will ich auf-ge-ben, da-zu mein'n 22..— 1 — Leib und Le⸗ben set-zen in Got-tes gnüd-ge HRand. W — I3 2 Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ift mein Gewinn; kein Bleiben ilt auf Erden; das woge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3 Kuf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Chrilt, der für mich ist gestorben, des Vaters Ruld erworben, mein Nlittler er auch wordemist. 4 Dle Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden umfonft durch Christi Blut. Kein Nerk kommt mir zu Frommen, so will ich zu ihm kommen allein durch christlich Slauben gut. 5 Nlir sind unnütze Knechte, mein Tun ilt viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach mein m Verdienst und QNahl. 386 aand. terben uh mir thauen Vaters maden mmen, en gut. „denn r mirs Tod, Sericht und ewiges Leben 308 6 Drauf will ich fröhlich terben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit't; hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod tut mich vertreiben, die Seele sich vom Leibe scheidt. 7 Damit fahr ich von hinnen. O Tlelt, tu dich besinnen, denn du mußt auch hernach; tu dich zu Gott bekehren und von ihm GEnad begehren; im Glauben sei du auch nicht schwach. 8 Die Zeit ist schon vorhanden: hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Nachen; sonst all irdische Sachen lolllt du gutwillig geben dran. Das schenk ich dir am Ende: Ade, zu Sott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. Büt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein'n Abschied zu Herzen. Meins Bleibens ilt jetzt hier nicht mehr. Ebr. 13, 14 Nürnberg 1555 Eigene Ueise 808 Frankfurt a. M. 1569 ——.— Lunre.r.,. L .— QUlenn mein Stünd-lein vor- han-den ilt und 2.— 1 2—.— E 2— E 1430 + ID + +— I ꝗ=2— +— 8—— + + + + soll hinfahrn mein Stra-he, so g'leit du mich, Rerr ——III——— *I— —— +* Je⸗su Chrilt, mit Bilf mich nicht ver-lal ⸗ se. Mlein —.—2———— —*————————— Seel an mei⸗ nem leh⸗ ten End be ⸗fehl ich dir in —.—*.— + e., 1 dei⸗ ne Hand, du wollst sie mir 22 —— 8 be⸗wah⸗ren. 387 307 Tod, Gericht und ewiges Leben 2Mein Sünd mich werden krünken sehr, mein Gwissen wird mich nagen; denn ihr'r sind viel wie Sand am lleer, doch will ich nicht verzagen; gedenken will ich an dein'n Tod, Rerr Jesu, und dein Ulunden rot; die werden mich erhalten. Z Ich bin ein Glied an deinem Leib, des trölt ich mich von Rer⸗ zen; von dir ich ungelchieden bleib in Todesnot und Schmerzen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein eoges Leben halt du mir mit deinem Tod erworben. 4 Uleil du vom Tod erstanden bilt, werd ich im Grab nicht blei⸗ ben; mein höchster Trolt dein Ruffahrt ist, Todefurcht kann lie vertreiben; denn wo du bilt, da komm ich hin, dah ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. Ps. 31,6 Nikolaus Hierman, um 1480-1561 Aleise: Vater unser im Rimmelreich Leipzig 1539 ——— S——————————— —.— +*—— 1 Herr Je⸗ su Chrilt wahr'r ensch und Edtt, der ISSSSSEEEEEE— 1— 4 du littst Ular ⸗ ter, Angit und Spott, für mich am —. E 135 Kreuz auch end=lich tarbst und mir deins Va⸗ ters —— * p—‚—....———8—T—T I————— Nuld er⸗waͤrbst: ich bitt durchs bitt re Lei⸗ den Toĩ 153 Tod, Gericht und ewiges Leben 30 1 4 — H ü dein, du wollt mir Sün s der gnä-dig lein. 2 Clenn ich nun komm in Sterbensnot und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gelicht und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr lpricht und mir vor Anglt mein Rerz Zerbricht; 3 wenn mein Verstand lich nicht belinnt und mir all menschlich Rilf zerrinnt: lo komm, Berr Chrilte, mir behend zu Nilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammertal, verkürz mir auch des Todes Qual. 4 Die bösen Seister von mir treib, mit deinem Seist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt, so nimm sie, Rerr, in deine Ründ; der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis lich der jüngst Tag naht herzu. 5 Ein fröhlich Rufstehn mir verleih, am jüngsten G'richt mein Fürsprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus Snaden mir das Leben schenk, wie du hast zugelaget mir in deinem Nort, das trau ich dir: 6„Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Nort hült und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Sericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er gleich hier Zzeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt; 7 sondern ich will mit tarker Rand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; da loll er dann mit mir zugleich in Freuden leben ewiglich.“ Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8 ch Berr, vergib all unsre Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei; auch unser Glaub stets wacker lei, deinm Klort Zzu trauen festiglich, bis wir ent⸗ schlafen seliglich. Luk. 18, 13 Paul Sber, 15111569 387 310 Tod, Gericht und ewiges Leben 310 Eigene Neise Vorref. NUetter(Bessen) 1589 ———— 451213——— RAHSSISSASIAIEAEIEEIEIIIEIFIFAIAIFIAI *.———.——— +——.—— Ich hab mein Sach Gott heim-ge-stellt, er 2..— 1* — 7 +* — 7— 1 2 + 2 I 1 1 D———————— — hier noch lün ⸗ger lebn, ohn Clii⸗ der⸗ 2—— +* 4—. 4** 4* EMIR IE I + 1 + 14— —.—*.— strebn sein'm Klil len tu ich mich er- gebn. 2ldein Zeit und Stund ist, wann Gatt will; ich schreib ihm nicht vor Maß noch Ziel. Es sind gezählt die Haare mein, beid, groß und klein; fällt keines ohn den Uillen lein. 3 So ilt allhier ein Jammertal, Angst, Not und Trübsal uberall; des Bleibens ilt ein kleine Zeit voll lüh und Leid, und wers bedenkt, ilt stets im Streit. 4 Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, kein Kunst noch Gunst noch stolzer Ilut, fürn Tod kein Kraut gewachsen ilt; mein from⸗ mer Chrilt, alles, was lebet, sterblich ist. 5 Reut sind wir frisch, gesund und stark und liegen morgen tot im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben Nüh und Not. 6 IAan trägt eins nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn; die Nelt vergisset unser bald, jung oder alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 7 ch Herr, lehr uns bedenken wohl, dah wir sind sterblich all⸗ zumal; auch wir allhier kein Bleiben sehn, wir müssen gehn, ge⸗ lehrt und reich, jung, alt und schön. 39⁰ rod, Gericht und ewiges Leben 31 8 Das macht die Sünd, du treuer Gott, daher kam uns der bittre Tod; der nimmt hinweg all Menschenkind, wie er lie findt, fragt nicht, wes Stands und Ehr lie sind. lch hab hier wenig aut ih i mein tüglich Brot ist h und Klag. Alann mein GSott will, Jo will ich hin in Frieden Zziehn; Tod schadt mir nicht, ist mein Gewinn. 10 Mein'n lieben Gott von Angesicht werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht, in ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit't; ihm sei Lob, Preis in wigkeit, 1. Sam. 15, 26 Johann Leon, + 1597 Sigene Neise 8 Frankfurt a. NI. 1599 PIPICECPCRCRCRDED.— 25—— DDDDe.. 1 1 Ca-chet auf, ruft uns die Stim⸗ me der Mlit⸗ter-nacht heißt die sle Stun ⸗-de, lie —. + — . l** Ilüchter sehr hoch auf der Zin ne, woch auf, du ru ⸗-fen uns mit hel⸗lem Ulun⸗-de: wo seid ihr à,irin. 1I +— 4 — Stadt Je⸗-ru⸗ sa⸗ ent) dohl⸗ auf, der räutgam klu⸗gen Jungfrau-en! 4 * — 4— + 14* 1 + 1 + +— 4———— + + + I + — kömmt, steht auf, die Lampen nehmt! Ral⸗le-lu⸗jah! Hlach SSSEEEE —D.... NH euch be⸗reit zu der Hoch⸗zeit: ihr mül⸗set ihm entgegengehn. 391 312 Tod, Gericht und ewiges Leben 2 Zion hört die Nlüchter lingen, das Herz tut ihr vor Freuden springen, lie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Fimmel prüchtig, von Gnaden stark, von Nahrheit müchtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Rerr Jesu, Gottes Sohnl Rosianna! NVir folgen all zum Freuden⸗ saal und halten mit das Abendmahl. 3 Gloria sei dir gelungen mit Nenschen⸗ und mit Engelzungen, mit Rarfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen lind die Tore an deiner Stadt, wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Rug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr ge⸗ hört lolche Freude. Des jauchzen wir und lingen dir das Ralle⸗ lujah für und für. Matth. 25, 1-13 Philipp Nicolai, 1556 1608 312 Sigene Nleise Leipzig 1615 — 2——1——— 1 let will ich dir ge-ben, du ar⸗ ge, fal⸗sche 1deinsünd⸗lich bö⸗fes Le⸗ben durchaus mür nicht ge⸗ 4— —————+— 2 mullt. im HBimmel ilt gut wohnen, hinauf steht mein Be⸗ * 3.. ——.——.—.— + gier; da wird Gott herr⸗lich lohnen dem, der ihm dient allhier. 2 Rat mir nach deinem Rerzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Rerr Chrilt, davon. Verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden UNut; lah mich lelig abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 39²2 — Tod, Gericht und ewiges Leben 313 3 in meines Rerzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde Zu Trost in meiner Not, wie du, Rerr Christ, Io milde dich halt geblut't zu Tod. 4 Verbirg mein Seel aus Gnaden in deiner offnen Seit, rück lie aus allem Schaden zu deiner Rerrlichkeit. Der ilt wohl hier ge⸗ wesen, wer kommt ins Rimmels Schloß; der ist ewig genesen, wer bleibt in deinem Schoh. 5 Schreib meinen Nam'n aufs beste ins Buch des Lebens ein und bind mein Seel fein feste ins schöne Bündelein der'r, die im Rimmel grünen und vor dir leben frei, so will ich ewig rühmen, dah dein Herz treue sei. Phil. 1,23 Valerius Rerberger, 1562 1627 Eigene Aleise R. L. Rafiler 1601; geistl. Sörlitz 1613 —.* rti.rn,... 1 Rerz ⸗lich tut mich ver⸗ lan⸗ gen nach Weil ich hier bin um ⸗ fan- gen mit 1 I 2 r, eer E————— ei⸗ nem sel-gen End, FTrübsal und S lend; ich hab Lult ab⸗zu⸗ — 1——0 schei⸗den von die⸗ser ar-gen Ulelt, lehn mich nach 5 — 3— 2 D— E— —— 2 ew⸗ gen freu-den; —— o jes su, komm nur bald! 39³ — 313 Tod, Gericht und ewiges Leben 2 Du halt mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, Böll; es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Roffnung stell. Uarum sollt mir denn grauen vor Bölle, Tod und Sünd? Uleil ich auf dich tu bauen, bin ich ein selig Kind. 3 Klenn gleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. lch weiß ein besser Leben, da meine Seel führt hin; des freu ich mich gar eben, Sterben ist mein Gewinn. 4 Der Leib zwar in der Erden zum Staube wiederkehrt, doch auferweckt loll werden durch Christum schön verklürt, wird leuch⸗ ten als die Sonne und leben ohne Not in Rimmels Freud und Nonne: was schadt mir denn der Tod? 5 Ob mich die Nelt auch reizet, lůnger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier, doch ich das gar nicht achte; es wührt ein kleine Zeit; das Rimmlisch ich betrachte, das bleibt in wigkeit. 6 Gesegn euch Gott der Rerre, ihr Vielgeliebten mein. Trauert nicht allzusehre über den Abschied mein. Bestündig bleibt im Glauben; wir werdn in kurzer Zeit einander wiederschauen dort in der Swigkeit. 7 Nun will ich mich ganz wenden Zu dir, Rerr Christ, allein: gib mir ein selig Ende, send mir die Engelein, führ mich ins ewoge Leben, das du erworben halt, da du dich hingegeben für meine Sündenlast. 8 Rilf, daß ich gar nicht wanke von dir, Rerr Jesu Christ, den schwachen Glauben stürke in mir zu aller Frist. Rilf ritterlich mir ringen, dein Rand mich halt in acht, daß ich mög fröhlich lingen: Gott Lob, es ilt vollbracht! Phil. 1, 23 Christoph Knoll, 1563 1650 39⁴ II — E SOSu/-MHNEA o 0 will hesser erben doch euch⸗ und dmir ↄꝛgar achte, auert t im dort llein: eroge neine den h mir igen: 16⁵⁰ Tod, Gericht und ewiges Leben 314 31⁴ Sigene Nleise Melchior Vulpius, 160⁰² . 2— 4 7.———————— — ö——— L 1 Chri ⸗stus der ift mein Le⸗ ben, Ster⸗ —————— ö 2—— I— — +*.— ben ilt mein Ge ⸗winn; dem tu ich mich er⸗ — VE—ꝙ—— S.IE.....— Fried fahr ich da ⸗ hin. ge ⸗ ben, mit 2 Nit Freud fahr ich von dannen zu Chrilt, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. 3 lch hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; durch seine heilgen Uunden bin ich versöhnt mit Gott. 4 Nlenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus und kann kein Nort mehr sprechen: Rerr, nimm mein Seuf⸗ zen auf! 5 Tlenn mein Rerz und Gedanken zergehn als wie ein licht, das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6 alsdann fein lanft und stille laß mich, Herr, schlafen ein nach deinem Rat und Qillen, wann kommt mein Stün⸗ delein. 7 En dir laß gleich den Reben mich bleiben allezeit und ewig bei dir leben in Bimmelswonn und freud. Phil. 1, 21 Jena 1609 375 —————— 315 Tod, Gericht und ewiges Leben 815 Uleile: Herzlich tut mich H. L. Raßler 1601; geistl. Görlitz 1613 * 2— 2.EE— + N— — 1...— 1 2 + I— — I4b hab mich Gott er ⸗ ge ⸗- ben, dem hier ilt tein m ⸗ mer le ⸗ ben, es DDDSDSD S IIII ———1 dn lieb⸗sten Va⸗ ter mein; muhß ge⸗schie⸗den sein. Der Tod kann mir nicht n vi nien niritt,— 2—*——— + scha⸗den, er ilt nur mein Ge ⸗ winn. in Got⸗- tes — III I I + ——i———ã.—* 2+— 1 + 222 I I V. 2 455 23— Fried und Gna-den fahr ich mit freud da- hin. 2 lllein&leg geht jetzt vorüber; o NUelt, was acht ich dein? Der Himmel ilt mir lieber, da muß ich trachten ein, mich nicht zu sehr beladen, weil ich wegfertig bin. In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 3AIch, selge Freud und Clonne hat mir der Berr bereit't, da Chriltus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. las kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gna⸗ den fahr ich mit Freud dahin. 4 Sesegn euch Gott, ihr NMeinen, ihr Liebsten allzumal; um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmt ja fleißig in acht, in Gottes Fried und Freude fahrt mir bald alle nach. Str. 1 von Johann Léon, + 1597 Luk. 2, 29 Str. 2-4 von Johann Siegfried, 1564-1637 89⁰ HRNI ——— —— 8S929 06 8 Tod, Gericht und ewiges Leben 316 316 Ileise: Nie nach einer Nlalserguelle Genf 1551 —————— ...‚.——— — 1 Weit dich sehr, 9 mei- ne 8ee⸗le, und ver⸗ weil dich nun Chri-stus, der Rer-re, ruft aus 2 I I 1 ih all Not und Qual, 5 Dizem Jalnmrer Atal. us Trubial und gro⸗hem Leid 4 4 4* 1 1— + 4—.—— L solllt du fah-ren in die Freud, die kein Ohr je⸗ 4 ———— E—— IDDIIT— — mals ge- hö⸗-ret, die in E-wig-keit auch wüh⸗ret. 2 Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem HRerren, meinem Sott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, dah er mir hülf aus der Not. Ilie sich sehnt ein Aandersmann nach dem Ende seiner Bahn, so hab ich gewünschet eben, dah sich enden mög mein Leben. 3 Denn gleich wie die Rolen stehen unter spitzen Dornen gar, allo auch die Christen gehen durch viel Angst, Not und Gefahr. Nlie die Meereswellen sind und der ungestüme Klind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4 Klelt und Teufel, Sünd und Rölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Iilut. Nlir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, findt lich Jammer gnug auf Erden. 327 317 Tod, Gericht und ewiges Leben 5 Nlenn die Morgenröt aufgehet und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer uns umfühet, Nüh findt lich an allem End. Unsre Trünen lind das Brot, das wir elsen früh und spat; wenn die Sonn nicht mehr tut scheinen, ilt nichts denn nur Klag und Ueinen. 6 Drum, Rerr Christ, du RMorgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst; hilf, dah ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; ach sei du mein Licht und Strahe, mich mit Beistand nicht verlasse. 7 Ob mir schon die Rugen brechen, das Gehör auch ganz ver⸗ schwindt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Verstand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht, mein Rort, Leben, Aeg und Bimmelspfort; du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Bimmel führen. 8 Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, der Rerre, ruft aus diesem Jammertal. Seine Freud und Rerrlichkeit solllt du sehn in Swigkeit, mit den Engeln jubilieren, ewig, ewig triumphieren. 1. Kor. 2, Freiberg 1620 Eigene Neise Erfurt 1663 4———— .— ——. 151„ru⸗sa⸗lem, du hoch-ge-bau⸗te Stadt, wollt 1 Mleinsehnlich Rerz o großh Ver-lan-gen hat und 1 4—* 1—— 4 — 2.—— — Gott, ich wür in dir! ilt nicht mehr bei mir; weit u⸗ ber Berg und 398 To Tod, Gericht und ewiges Leben Ta⸗le, weit ü-ber blaches Feld schwingtes sich üs ber — In——— —— ———— + + 22—2——— 8*3535———————*——— L al le und eilt aus die⸗ser Ulelt. 2 O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirlt du kommen schier, da ich mit Lult, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Sottes treue Bünde zum auserwählten Pfand, daß sie mit Reil anlünde in jenem Vaterland. 3 O Ehrenburg, nun sei gegrüßet mir, tu auf der Snaden pfort! ANlie grohe Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit und mir Gott hat gegeben das Erb der Swigkeit. 4 Hlas für ein Volk, was für ein edle Schar ommt dort gezogen schon? Uas in der AUlelt von Ruserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Rerre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Träünenland. 5 Propheten groh und Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klar⸗ heit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 6 Clenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund voll Lob und Preis. Das Hallelujah reine man lingt in Beiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Swigkeit, 7 mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, in Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem sühen Ton sich regt der Freu⸗ densaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das grohe Fimmelsheer. Offb. 21 Johann Matthäus sileyfart, 1590 14 39 318 Tod, Gericht und ewiges Leben 318 Uleile: O Gott, der du ein Beerfürst bilt Lyon 1562 3*——— —— SE IUlch bin ja, Rerr, in dei⸗ner Macht, du hast mich 2————.————2— SEEEEE *. an das licht gebracht, du un ⸗ter-hältlt mir auch das —4—. — HAE——.— —3 DDIDR 6 —.——— 4 —— E— 8—— wann ich die⸗sem Jam-mer- tal auch wie⸗der +— + ee, vaner iun n inier EE gu te Nacht muß ge⸗ ben; wo, wie und wann ich + A— + II +— 1— 2 I E ster-ben soll, das weiht du, Va⸗-ter, mehr als wohl. 2 Clen hab ich nun als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Troft und Rat weiß beizulpringen? Cler nimmt lich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann und ich muß mit dem Tode ringen, wenn aller Sinne Kraft gebricht? Tust du es, Gott mein Reiland, nicht! 3 Rerr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeug es selblt mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Nas schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorngericht? Komm, rette deines beidens Ehre! Klas gibelt du mich fremder Rand und hast so viel an mich gewandt! 4⁰⁰ C/HH — 4— — Tod, Gericht und ewiges Leben 319 4 Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Reil, du lällest mich, dein wahres Teil, zu felt in deinem Schohe sitzen. Rier lach ich aller llacht und Not, es mag Gesetz, Röll oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines andern sein. Ps. 59, 17-18 Simon Dach, 1605 81659 319 Johann 6 Berlin 1547 G 10 wie se-lig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr 6 5 Uleise 261—1—.—— ii‚ gan⸗gen al-ler Not, die uns noch hält ge-fan=-gen. 2 Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hier kennen, ist nur Müh und Berzeleid zu nennen. 3 uhr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und befreit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ilt euch hinderlich in euren Freuden. 4 Chriltus wischet ab euch alle Tränen: habt das schon, wonach wir uns erst sehnen; euch wird gesungen, was durch keines Ohr allhier gedrungen. 5 Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und den Bimmel für die Ilelt ererben! Aler wollt hier bleiben, sich den Jammer lünger lalsen treiben! 4⁰¹ 320 Tod, Gericht und ewiges Leben 6 Komm, o Christe, komm uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen. Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und NMonne. Offb. 14, 13 Simon Dach, 1605 5 Uleise: Vater unser im Bimmelreich Leipzig 1539 ————— da a, Len., v snirrrbimti —3————— +— 9— +*—— 2 Inn Chri-sti Nun-den schlaf ich ein, die — NAb ů ů 2723 1————— ma⸗chen mich von Sün-den rein; Chri-sti Blut —.— ö 8 und Ge- rech-tig-keit das ilt mein Schmuck und 4 — ů ů 9———————.— Eh⸗ ren⸗kleid. Da- mit will ich vor Sott be— 1 4 N 2—— + 1II SSDSSS—, stehn, wenn ich zum Rim⸗mel werd ein-gehn. 2 lllit Fried und Freud ich fahr dahin, ein Gotteskind ich allzeit bin. Bab Dank, o Tod, du förderst mich; ins ewge Leben waͤndre ich, mit Christi Blut gereinigt fein. Rerr Jelu, stück den Glauben mein! 1. Joh. 1j,7 Leipzig 1638 4⁰² Tod, Gericht und ewiges Leben 321 men 321 Eigene Neise 2 Johann Schop, 1642 EEE— ———.——— *8—. EEE „wig-keit, du Don⸗ ner-wort, o ⸗wig-keit, Zeit ohes ne Zeit, ich Schwert, das durch die See ⸗le bohrt, 0 weih vor gro⸗-her Trau⸗rig-keit nicht, .— H— + 44* I11— +—* l EE— 1—..— An- fang son-der En⸗- de! wo ich mich bnneWr⸗d..3 Wein gamzerschroch⸗ 4——— ————— ind öSSSIASISE ——5 * C nes Herz er-bebt, daß mir die Zung am Gaumen klebt. 2 kein Unglück ist in aller Uelt, das endlich mit der Zeit nicht be⸗ füllt und ganz wird aufgehoben. Die Swigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, läht nimmer ab Zzu toben; 4 ja, wie mein Heiland selber spricht, aus ihr ilt kein Erlösung nicht. 3 O Swigkeit, du machst mir bang, o, ewig, ewig ilt zu lang; hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der grohen Pein betracht, erschreck ich recht von Rerzen; nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit. Zeit dre 4 Ach Gott, wie bift du so gerecht, wie strafft du einen bösen ben Knecht so hart im Pfuhl der Schmerzen; auf kurze Sünden dieser Ulelt halt du lo lange Pein bestellt. AIch nimm dies wohl Zzu 638 Rerzen, betracht es oft, o Illenschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. 403³3 322 Tod, Gericht und ewiges Leben 5 Alach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf, ermuntre dich, ver⸗ lornes Schaf, und bessre bald dein Leben! Clach auf, es ilt doch hohe Zeit, es kommt heran die Swigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ilt heut der letzte Tag; wer weih, wie man noch sterben mag! 6 O Swignkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang londer Ende! O Swigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weih vor groher Traurigkeii nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefjllt, Rerr Jesu, in dein Freudenzelt! Sph. 5, 14 Johann Rilt, 1607-1667 382 Ileile: ermuntre dich, mein schwacher J.Schop, Lüneburg 1641 2 ö ——.—————— — V 42— ů 2 5⁷˙ 2—————.— ů ů 1 195 bist zwar mein und blei-best mein, wer Doch bist du nicht nur mein al-lein; der * I N S SSPPIII..— ill mir an⸗d 0 55 3 Wi ir an-ders la ⸗ gen!? Hert von ew-gen Tanus gen der hat das 1 + 5 I— 7 I + + N +* 1 I— mei⸗ste Recht an dir, der for- dert und er hebt don mir dich, o mein Sohn, mein —7 E. ————— 2 2—— 1——3—— il⸗ le mein Berz und Ilun-sches Fül⸗ se. ö ö Tod, Gericht und ewiges Leben 32² 2 Ich gält es wünschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Ueltgut williglich mir wünschen und erwühlen. lch wollte sagen: Bleib bei mir! Du sollst sein meines Raufes Zier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3 So lagt mein Rerz und meint es gut, Gott aber meints noch belser. Groh ilt die Lieb in meinem Iuͤt, in Gott ist lie noch gröher. lch bin ein Vater und nichts mehr, Gott ilt der Väter Raupt und Shr, ein Quell, da Alt und Jungen in aller Nelt ent⸗ sprungen. 4lch sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn gegeben, will, dah er nah an leinem Thron im Rimmel solle leben. lch prech: Ach weh, mein Licht verschwindt! Gottpricht: Nillkomm, 115——80 Kind, dich will ich bei mir haben und ewig reichlich aben 5 O lüher Rat, o schönes Nlort und heilger, als wir denken; bei Sott ilt ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Krünken, kein Anglt, kein Mangel, kein Versehn, bei Gott kann keinem Leid in ehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr be⸗ trübet. 6 Ilie manches junge, fromme Blut wird jämmerlich verführet durch bös Sxempel, daß es tut, was Chrilten nicht gebühret. Da hats denn Gottes Zorn zum Lohn, auf Erden nichts als Spott und Hohn; der Vater muß mit Grümen lich seines Kindes schümen. 7 Ein solches darf ja ich nun nicht an meinem Sohn erwarten; der steht vor Gottes Angesicht und geht in Christi Garten, hat Freude, die ihn recht erkreut, und ruht von allem Rerzeleid; er sieht und hört die Scharen, die uns allhier bewaͤhren. 8 Ich, sollt ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den du auch geheiligt bilt: ich weih, würde müssen vor Freude Trünen giehen. Nun, es sei ja und bleib also, will dich nicht mehr beweinen; du lebst und bist von Rerzen froh, liehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruh: hier leb und bleib nun immer⸗ zu; ich will, wills Gott, mit andern auch bald hinüber wandern. Luk. 7,11ff. Paul Gerhardt, 1607-1676 4⁰⁵ 323 Tod, Gericht und ewiges Leben 385 Ileise: Rerzlich tut mich R. L. HBahler 1601; geiltl..— 16¹³ —..5 5 —E + 2 + I ů + 13— ————.— 3 lch bin ein Salt auf Er ⸗ den und der Bim⸗ mel soll mir wer⸗den, da 1 II 2 +* 2 EE .—— hab hier kei⸗ nen Stand, ilt mein Va⸗ter ⸗ land. Rier reil' ich bis zum — ů H 22— —— 1—— Gra-be, dort in der ew⸗gen Ruh ilt Sot-tes .. —*— +— 2— —— NE—3— Gna⸗ den-gau- be, die schleuht all Ar-beit zu. 2 Clas ift mein ganzes Klelen von meiner Jugend an als Müh und Not gewesen? Solang ich denken kann, hab ich lo manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Nerzens zugebracht. 3 lllich hat auf meinen Klegen manch harter Sturm erschreckt; Blitz, Donner, Klind und Regen hat mir manch Anglst erweckt; Verfolgung, Baß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müslen leiden und tragen mit Geduld. 4 8o gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt am guten Rat: sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groh, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoh. 40 eben Zum tes Tod, Gericht und ewiges Leben 5Ilch habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was woill ich beller leben als solche frommen Leut? Es muß ja durchge⸗ drungen, es muh gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geir nicht zur Freud hinein. 6 8o will ich Zwar nun treiben mein Leben durch die Nlelt, doch denk ich nicht zu bleiben in dielem fremden Zelt. ich wandre meine Strahen, die zu der Reimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. 7 Illein Reimat ilt dort oben, da aller Engel Schar den grohen Rerrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Ründen träget und für und für erhült, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefüllt. 8 Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Nelt bin ich durchgangen, daß ichs faft müde bin. Je lünger ich hier walle, je wenger find ich Freud, die meinem Geilt gefalle; das meilt ilt Rerzeleid. Die Herberg ilt zu böle, der Trübsal ilt zu viel. Ich komm, mein Gott, und löse mein Rerz, wenn dein Rerz will; komm, mach ein seligs Ende an meiner Nanderschaft, und was mich krünkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 10&lo ich bisher gesessen, it nicht mein rechtes Raus. Nenn mein Ziel ausgemelsen, so tret ich dann hinaus; und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, lo scharrt man mich ins Grab. 11 Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht ins Raus der eogen Uonne, da ich ltets freudenvoll gleich als die helle Sonne neblt andern leuchten soll. 12 Da will ich immer wohnen und nicht nur als ein Gast bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket halt; da will ich herr⸗ lich lingen don deinem grohen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. Cbr. 11,13-16; 13,14; Ps. 119, 19 Paul Gerhardt, 16071676 407 32⁴ Tod, Gericht und ewiges Leben 82⁴ Eigene Neile Nlichael Franck, Coburg 1652 4— ..* —— 2— 1—.— + Ach wie flüch⸗tig, ach wie nich⸗tig ilt der Menschen i—— Leben!&lie ein Nebel bald ent⸗ste-het und auch wieder 5 1 6⁰⁰ 5 2 bald ver⸗ge- het, so ist un-ser Le-ben, se⸗het! 2Ich wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Tage! Alie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen hült nicht innen, so führt unsre Zeit von hinnen. 3 Ich wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Freude! Nlie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 4 Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ilt der Uenschen Schöne! Ilie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 5 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Uuenschen Schütze! Sse kann Glut und flut entstehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6 Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Prangen! Der im Purpur hoch vermessen ilt als wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. ch wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen. Kler Gott fürcht't, wird ewig stehen. Pred. 1 lichgel Franck, 1600 1667 40⁸ — 341 12400— 44 ———d- INNNNN„-—=N Tod, Gericht und ewiges Leben 32⁵ Vorreform. R. IIaak; Uleise: O Velt, ich muß dich lassen geiltl. Eisleben 1598 SSS ESSEEESEEE Die Rerrlichkeit der Er-den muß Rauch und A⸗ sche +2„—*——— I—— wer-den, kein Fels, kein Srz kann stehn. Dies, was uns kann er-göt-zen, was wir für e⸗wig ——* 13— e ier Ei 2—..——..— 7— . schüöt⸗zen, wird als ein leich- ter Traum ver-gehn. 2 Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ilt nur ein fallcher Uahn; sobald der Geist gewichen und dieser llund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3 Es hilft kein weises Nlissen, wir werden hingerissen ohn einen Unterscheid. Ilas nützt der Schlölser enge? Dem hier die Uelt zusenge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4 Dies alles wird zerrinnen, toas Müh und Fleiß gewinnen und saurer Schweißh erwirbt. Uas Menschen hier besiten, kann für den Tod nichts nützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 5 lft eine Lult, ein Scherzen, das nicht ein heimlich Schmerzen mit Rerzensangst vergällt? QUas ists, womit wir prangen! Clo wirlt du Ehr erlangen, die nicht in Rohn und Schmach verfällt! 6 Klie eine Rose blühet, wenn man die Sonne liehet begrühen diese NUlelt, die, eh der Tag sich neiget, eh lich der Abend Zeiget, verwelkt und unversehens füllt: 40 326 Tod, Gericht und ewiges Leben 7s0 wachlen wir auf Erden und hoffen groh zu werden, von Schmerz und Sorgen frei; doch eh wir zugenommen und recht zur Blüte kommen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. 8 Klir rechnen Jahr auf Jahre; indessen wird die Bahre uns vor die Tür gebracht. Drauf mülsen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erde lagen gute Nacht. Ruf, Rerz, wach und bedenke, daß dieler Zeit Gelchenke den Augenblick nur dein. las du zuvor genossen, ist als ein Strom verklossen; was künftig, wessen wird es lein! 10 Vertache Klelt und Ehre, Furcht, Roffen, Gunst und Lehre und geh den Berren an, der immer König bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig selig machen kann. 11&lohl dem, der auf ihn trauet! Er hat recht fest gebauet; und ob er hier gleich füllt, wird er doch dort bestehen und nimmer⸗ mehr vergehen, weil ihn die Stürke selbit erhült. Pred. 1-3 Andreas Gryphius, 1616 1664 320 Uleise II Jakob Rintze, 1678 ...— 190=le Menschen mül⸗sen ster⸗ben, al⸗les fleisch ver⸗ was da lesbet, muß ver⸗der⸗ben, soll es an⸗- ders 47 ++——*— Wrten dert⸗ die ser Leib der muß ver⸗we sösen, 4 4 2 +— + 1——————**— wenn er an⸗ders soll ge ⸗ ne⸗sen zu der gro-hen 4¹⁰ +7⁰ Tod, Gericht und ewiges Leben 326 2.—————— V Herr-lich-keit, die den From-men ilt besreit. 2 Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Sott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jesu Aunden hab ich nun Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Rerren Jesu Tod. 3 Jelus ist für mich gestorben, und sein Tod ilt mein Gewinn. Er hat mir das Reil erworben; drum fahr ich mit Freuden hin, hin aus diesem Neltgetümmel in des grohen Gottes Rimmel, da ich werde allezeit schauen die Dreifaltigkeit. 4 Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Bimmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron; da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: Reilig, heilig, heilig heiht Sott der Vater, Sohn und Seilt! 5 Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen litzet der zwölf Boten Zahl, wo in loviel tau⸗ send Jahren alle Frommen hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Hallelujah hörn. 6 O Jerulalem, du schöne, ach wie helle glänzest dul Ich wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! O der grohen Freud und NMonne! Jetzo gehet auf die Sonne, jetzo gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7 Fch ich habe schon erblicket alle diese Rerrlichkeit; jetzo werd ich schön geschmücket mit dem weihen Rimmelskleid und der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue lolche Freude an, die kein Ende nehmen kann. Leipzig 1652 Jes. 40,65 J. Petri 1,24 Johann Georg Albinus(), 1624-167 41¹ Tod, Gericht und ewiges Leben 827⁷ Berlin 1653 . I—.— *.—— 186 5sus, mei⸗ ne Zu⸗ ver- sicht und mein Rei⸗ Sigene Neile die⸗ ses weih ich; sollt ich nicht da- rum mich SSEEEEE 2 ů—— *—— 1 31 ——*— land, ist im le⸗ ben; zu ⸗frie-den ge ben, was die lan ⸗ ge — 2 — —— * —.— — + 12 Tolns des⸗nacht mir auch für Ge-dan-ken macht! 2 Jesus, er mein Reiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt, warum sollte mir denn grauen? Liilset auch ein Raupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht! Z lch bin durch der Roffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. Alch bin fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, dah ich in der Rerrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5 Dieser meiner Rugen Licht wird ihn, meinen Reiland, kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan. 6 Clas hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herr⸗ lich gehen; irdisch werd ich ausgesüt, himmlisch werd ich auf⸗ erstehen; hier geh ich natürlich ein, dort, da werd ich geistlich sein. 4¹² Tod, Gericht und ewiges Leben 328 7 ZSeid getrolt und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder; gebt nicht ltatt der Traurigkeit; lterbt ihr, Christus ruft euch Oieder, wenn die letzt Polgun erklingt, die auch durch die Grüber dringt. 8 Lacht der finftern Erdenkluft, lacht des Todes und der Röllen, denn ihr sollt euch durch die Luft eurem Reiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unker eurem Fuh. Nur daß ihr den Geilt erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt lollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu lein. Hiob 19,25 Berlin 1653 Aleise: O Swigkeit, du Donnerwort Johann Schop, 164² +.——— *— 35—— 2— — L O S⸗wig ⸗-keit, du Ffreu-den-wort, das 1 6 E6⸗wig-Keit, Freud oh—ne Leid, ich üüt . + ꝗ— —. + mich er⸗guik⸗ket fort und fort, 6 An⸗fang son⸗der weih vor Her⸗zens· fröh⸗lich⸗keit gar nichts mehr vom E⸗ 2———— S—— En⸗ del sen En de weil mie der⸗lzt de S wig *— 8 ——.—.— 5 heit, was uns bes trü⸗ bet in der Zeit. 4¹³ 329 Tod, Gericht und ewiges Leben 2lm Himmel lebt der Chrilten Schar bei Gott viel taulend, tau⸗ send Jahr und werden des nicht müde; sie stimmen mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, sie haben güldnen Frie⸗ den, da Chriltus gibt, wie er verheißt, das anna, das die Engel speilt. 3 Ach wie verlanget doch nach dir mein mattes Rerze mit Be⸗ gier, du überselig heben! Nann werd ich doch einmal dahin ge⸗ langen, wo mein schwacher Sinn stets pfleget nach zu streben! 60 will der Uelt vergessen ganz, mich lehnen nach des Bimmels anz. 4 O Swigkeit, du Freudenwort, da mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weih von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. Herr Jesu, gib mir lolchen Sinn beharrlich, bis ich komm dahin. 1. Petti 1,4 Kalpar Beunisch, 1620 1690 Eigene Cleise Johann Rudolf Khle, 1662 188 2 1 —.——— ————— SSISISSSSESSEIE— —— lös as Band, das all- ge-mach schon RRPIPIPIII..I.I.. T.T LA...... Geilt zu zZi ⸗ ons Gei⸗-tern hin; reiht, be ⸗ frei—e die⸗ sen Sinn, ———— Ee ilt ge ⸗ nug! 80 nimm Herr, mei⸗nen 1 auf d lich nach lei⸗-nem Got ⸗te leh⸗net, der täg⸗lichklagt, —— 1 E— ö der nücht-lich trö⸗ net. Es ilt ge⸗ nug. INN WN HnNN Tod, Gericht und ewiges Leben 330 2 Es ilt genug des Kreuzes, das mir faft den Rücken wund ge⸗ macht. Qie schwer, o Gott, wie hart ilt diele Laltich schwemme manche Nacht mein hartes Lager ganz mit Tränen; wie lang, wie lang muß ich mich sehnen! Es ist genug. 3 Es ilt genug, wenn nur mein Jesus will, er kennet ja mein Herz, ich harre sein und halt indessen still, bis er mir allen Schmerz, der in der siechen Brust mir naget, zurücke legt und zu mir saget: Es ilt genug. 4 Es ilt genug! Herr, wenn es dir geföllt, so spanne mich doch aus! llein Jesus kommt; nun gute Nacht, o Klelt, ich fahr ins Himmels Raus; ich fahre sicher hin in Frieden, mein groher Jam⸗ mer bleibt danieden. Es ist genug. I. Könige 19,4 Franz Joachim Burmeilter, 1633 1672 Eigene Neise Bei F. V. Buttstedt, 1744, Elberfeld 1805 3——— 2— S— Iler weiß, wie na-he mir mein En⸗ de! Bin 1 h wie ge-schwinde und be- hen-de kann * * ů 2 4 geht die Zeit, her kommt der Tod. kom⸗-men mei ⸗ ne To⸗ des⸗-not! liein Gott, mein Gott, ich bitt durch Chri⸗ sti 1* *— dee Eere,e, dr, Blut: lachs nur mit meis nem Enes de gutl 4¹⁵ la 330 Tod, Gericht und ewiges Leben 2 6s kuann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieler Erden, leb ich in steter Todsgefahr.:: Mein Gott,: ich bitt durch Christi Blut: Ilachs nur mit meinem Ende gut! 3 Rerr, lehr mich stets mein End bedenken und, wenn ich einstens sterben muh, die Seel in Jesu lunden senken und ja nicht paren meine Buth. 2: Uulein Gott,:: ich bitt durch Christi Blut: Ilachs nur mit meinem Ende gut! 4 Lah mich beizeit mein Raus bestellen, daß ich bereit sei für und für und lage frisch in allen Füllen: Berr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott,:: ich bitt durch Christi Blut: Mlachs nur mit meinem Ende gut! 5 Mach immer süher mir den Rimmel und immer bittrer diese Ulelt; gib, dah mir in dem Nleltgetümmel die Swigkeit sei vor⸗ gestellt.:: Mein Gott,:: ich bitt durch Christi Blut: Mlachs nur mit meinem Ende gut! 6 Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Jesu Zu, darein ich mich felt glüubig winde; das gibt mir recht erwünschte Ruh.:: Niein Gott, ꝛ½ ich bitt durch Christi Blut: IMUlachs nur mit meinem Ende gut! 7Nichts ilt, das mich von Jesu scheide, nichts, es lei Leben oder Tod. ich leg die Rand in seine Seite und sage: Hlein Rerr und mein Gott!:: Mlein Gott,:: ich bitt durch Christi Blut: lachs nur mit meinem Ende gut! 8 lch habe Jesum angezogen schon längit in meiner heilgen Tauf, du bilt mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf.:: Mein Gott,:: ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! Ylch habe Jelu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier, nun kannit du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir.:: Mein Gott,:; ich bitt durch Chrilti Blut: NMlachs nur mit meinem Ende gut! 10 80 komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu gluckt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt.: Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Nachs nur mit meinem Ende gut! 41⁵ — Tod, Gericht und ewiges Leben 331 Iich leb indes in dir vergnüget und sterb ohn alle Kümmmnernis, Illir gnüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin es ganz gewih::½ Mein Gott,:: aus Gnad durch Christi Blut machit dus mit meinem Ende gut. PI. 70,12 Amilie Juliane v. Schwarzburg⸗Rudolltadt, 1637-1706 831 Uleise: lch hab mein Sach Vorref. Nletter(Hessen) 1589 ————— 2= 4.—.—— EE + + +——2— AI—— +—.——.—.— 8———— + I— I— 2.— 1 Klie fleugt da-hin des llen⸗schen Zeit, wie 2————— 1F + + 2.* + V ei ⸗ let man zur S⸗ wig⸗keit! Clie wen'⸗ ge 2—— 2—3—3 den ⸗ken an die stund von Rer⸗ zens⸗ — +— —.——— ——— grund, wie schweigt hier-von der träns ge luund! .— 2 Das Leben ilt gleich wie ein Traum, ein nichtger, leerer Nlasser⸗ schaum; es gleicht dem Gras, das heute steht und schnell vergeht, lobald der Uind darüber weht. 3 Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bilt; ich traue dir. Lah Berg und Rügel fallen hin, mir ilt Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4 Solang ich in der Rütte wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn; gib, dah ich zühle meine Tag und munter wach, dah, eh ich sterb, ich terben mag. 4¹⁷ 332 Tod, Gericht und ewiges Leben 5 Nlas hilft die NUelt in letzter Not! Lult, ehr und Reichtum in dem Tod! O Mensch, du läufft dem Schatten zu, bedenk es nu, du kommst lonst nicht zur wahren Ruh. 6 Nleg Sitelkeit, der Narren Lult! Mir ilt das höchste Gut be⸗ wußt, das such ich nur, das bleibet mir. O mein Begier. Herr Jesu, zieh mein Berz nach dit! 7 Nlas wird das sein, wenn ich dich leh und bald vor deinem Throne steh! Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit hlugem Nerzen suche dich. Ps. 39,6f. Joachim Neander, 1650 1680 Nleile: Gott des Bimmels und der Erden Reinrich Albert, 1642 4 2 f —— — 1— 4 + N — 1. sind die vor Sot-tes Thro-ne!? Alas ilt Jens der trä⸗get ei ⸗ ne Kro- ne, glän-Zzet 2— E.2 1 1 I + SIAN E— Bal-le s lu- jah das für ei ⸗ ne Schar! gleich den Ster⸗nen klar; ISISSIIIINEUU— EIHAH SISISIIEIEIIIIEEIIEEI sin ⸗gen all, lo⸗ben Sott mit ho- hem Schall. 2 Aler sind die in reiner Seide, welche ilt Gerechtigkeit, angetan mit weihem Kleide, das bestäubet keine Zeit, das veraltet nimmer⸗ mehr? lo sind diese kommen her! 3 Es sind die, so wohl gerungen für des grohen Sottes Ehr, haben Fleisch und Blut bezwungen, nicht gesolgt des Satans Heerʒ die erlanget auf den Krieg durch des Lammes hlut den dieg. 4¹⁸ —. Tod, Gericht und ewiges Leben 332 4 Es lind die, so viel erlitten Trüblal, Schmerzen, Anglt und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott; nun hat dieler Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 5 Es sind Zeugen eines Stammes, der uns Ruld und Reil ge⸗ bracht, haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht, sind gelchmückt mit Reiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 6 Es lind die, so tets erlchienen hier als Priester vor dem Rerrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfett gern; nun stehn sie zu Gottes Ruhm vor dem Stuhl im Reiligtum. 7 Ach, Berr Jesu, meine Ründe ich zu dir nun strecke aus, im Gebet mich zu dir wende, der ich noch in deinem Raus hier auf Erden stehlim Streit; treib, o Rerr, die Feinde weit. 8 Rilf mir Fleisch und Blut besiegen, Teufel, Sünde, Röll und Ulelt; laß mich nicht danieder liegen, wenn ein Sturm mich über⸗ füllt; führe mich aus aller Not, Rerr, mein Fels, mein treuer Sott! lah mein Teil sein bei den Frommen, welche, Rerr, dir ühnlich sind und aus groher Trüblal kommen. Bilf, daß ich auch über⸗ wind alle Trübsal, Not und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 10 O wie groh wird sein die Nonne, wenn wir werden allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geilt! Amen, Lob sei dir bereit't, Dank und Preis in Swigkeit! Offb. 7,9-17 Beinrich Theobald Schenck, 1656-1727 333 Tod, Gericht und ewiges Leben 335 Uleise: Es ilt genug Johann Rudolf Khle, 1662 2—.—— ö 1 10 hin, mein Kind! Denn Gott elblt for⸗dert lch lei⸗de zwar, dein Tod be⸗trü-bet — dich aus die ⸗ ser ar⸗gen Uelt. 10 mich; doch weil es Sott ge ⸗ fällt, —.———— ,..—— un⸗ter⸗laßh ich al⸗les Kla⸗gen und will mit stil⸗ 2—— + +* 13—8 1.— —————.„. lem Sei ⸗-ste sa gen: Zeuch hin, mein kind!l 2 Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Clelt geliehn. Die Zeit ilt weg, darum befiehlt er dir, jetht wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so versehen; was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein Kind! ö ö 3 Zeuch hin, mein Kind! Im HRimmel findelt du, was dir die Nlelt verlagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, kein Schmerz mehr dort uns plagt. Rier müssen wir in Angsten schweben, dort kannst du ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Kind! 4 Zeuch hin, mein Kind! Nlir folgen alle nach, sobald es Gott gefüllt. Du eilest fort, eh dir das Ungemach verbittert diese Nelt. Uler lange lebt, teckt lang im Leide; wer frühe stirbt, ommt bald zur Freude. Zeuch hin, mein Kind! 5 Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du liehelt auch, wie Jesus, Gottes Sohn, dir schon die Krone weist. Nun wohl, die Seele ilt entbunden, du halt in Jesu überwunden. Zeuch hin, mein Kind! Ps. 3,9 Gottfried Rokfmann, 1658-171 4²⁰ Leben Tod, Gericht und ewiges Leben 334 le, 1062 Tleise: Valet will ich dir geben Leipꝛig 1615 .— +———* + r⸗dert— üsbet Er⸗mun⸗tert euch, ihr Frommen, zeigt eu⸗ rer Lam⸗pen Der X-bend ilt ge-Kommen, die fin⸗stre Nacht bricht EEI öEEEEEEEEEEE PP III O in! Renn. Es hat lich auf⸗ge⸗ ma⸗ chet der Brüu⸗ti⸗gam mit .—— 55 ..— i t nit stil⸗ 0 — Pracht; auf, be⸗tet, ümpft und wachet, bald ilt es Illit⸗ternacht! — 2 lacht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol und seid des Kindl Neils gemürtig, bereitet Leib und Seel; die Qüchter Zions schreien: . der Brüutigam ist nah, begegnet ihm im Reigen und singt Ralle⸗ ir in der lujahl Lerwil 3 Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Raupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Tür ist aufgeschlossen, die Rochzeit ist bereit. Ruf, auf, ihr Reichsgenossen! hie Clelt Der Bräutgam ist nicht weit. en dot 4 Er wird nicht lang verziehen; drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Büume blühen, der schöne frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten; die Abendröte zeigt den schönen Tag von 12 Chte weitem, davor das Dunkel weicht. Bmm 5 Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebürden und seid nicht mehr betrübt: es sind die Freuden⸗ stunden gekommen, und der Braut wird, weil lie überwunden, deinen die Krone nun vertraut. han un 6 Die ihr Geduld getragen und mitgestorben leid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mitleben und regieren ö und vor des Laͤmmes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer 817¹ Siegeskron. 4²¹ 335 Tod, Gericht und ewiges Leben 7 Rier find die Siegespalmen, hier ist das weihe Kleid; hier stehn die Nleizenhalmen im Frieden nach dem Streit und nach den Clintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen, hier schenkt man Freudenwein. 8 Bier ült die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden, hier ilt die sichre Pfort, hier sind die güldnen Galsen, hier ist das Rochzeitsmahl, hier loll sich niederlalsen die Braut im Ffreudensaal. 9 O Jesu, meine Nonne, komm bald und mach—2— auf; geh auf, erwünschte Sonne, und fördre deinen Lauf. O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Raupt und Hünde nach der Erlösungszeit. Matth. 25,1-13 Lautentius Laurenti, 1660-1722 Vorteform. F. Haak: Ileise: O Nlelt. ich muß dich lalsen geiltl. Sisleben 1598 — SI........—.—4 EEE— DEEE— *— + —.—. 1 Nlenn klei⸗- ne Bim⸗mels⸗er-ben in ih⸗ rer — 4 4 — I +* I— 1 25 3 LE 1 Unschuld ster⸗ben, so büht man sie nicht ein; lie 155 5 S—— 14.. + wer⸗ den nur dort o⸗ben vom Va⸗ter auf- ge⸗ + — I E I f — 4+2 + 2 ho⸗ben, da⸗ mit sie un⸗ver ⸗lo-ren sein. OFe en 1598 Tod, Gericht und ewiges Leben 336 2 Sie sind ja in der Jaufe zu ihrem Christenlaufe für Jelum ein⸗ geweiht und noch bei Gott in Gnaden; was lollt es ihnen scha⸗ den, dah Jelus sie zu sich entbeut? 3 O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu sind. Matth. 18,14 Johann Andreas Rothe, 1688 1758 85⁰ Uleile: Der lieben Sonne Licht und Pracht Hamburg 1730 2— ——.———— 1.— 1 Die Chri⸗sten gehn von Ort zu Ort durch und kom-men in den frie- dens⸗port und — 3m Em Er ————. man⸗nig⸗falt-gen Jam-mer ruhn in ih- rer Kam-mer. Gott nimmt sie nach dem 2—— —— I. —— Lauf in sei-ne Ar-me auf; das Nlei⸗zen⸗korn wird 4— 4 +.—.—— + SSSEEEEEEEEEEEEEE * in sein Beet auf Roffnung schö-ner Frucht ge⸗lät. + 2 Klie seid ihr doch so wohl gereist! Gelobt sei'n eure Schritte, du friedevoll befreiter Geilt, du jetzt verlalsne Rütte! Du Seele bilt beim Rerrn, dir glünzt der Ilorgenstern, euch Glieder deckt mit lanfter Ruh der Liebe stiller Schatten Zu. 42³ 337 Tod, Gericht und ewiges Leben 3 Nliir freun uns in Selassenheit der grohen Offenbarung, in⸗ dessen bleibt das Pilgerkleid in heiliger Verwahrung. Ulie ilt das Glück so groß in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch hinan! Jel. 57. 2 Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf, 1700 1760 357 Ileile: lie wohl ist mir, o Freund der Seelen II Leipzig 1785 4 9— ——— H— 7.———.— LE +—— ꝗ *.———— .— 1 Es ilt noch ei- ne Ruh vor-han« denz auf, Du seuf⸗zest hier in dei ⸗ nen Bannsa den, und 2 ö D.———— H— SSSSSEE mů⸗ des Rerz, und wer⸗ de 19650 sieh auf das Lamm, dei⸗ne Son⸗ne schei⸗net nicht;] Bald Ut der schwe⸗ F 25.—7—..——— EEF——— das dich mit Freũ⸗ den dort wird vor seinem Stuhle re Kampf ge⸗ en det, bald, bald der sau⸗re Lauf voll⸗ 2.——— +—.— 1—. —— +— — we— den; wirf hin die Lalt und ell her⸗Zu. en» det: so gehlst du ein zu dei⸗ ner Ruh. 2 Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Ulensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; es ruft, es locket weit und breit:„Ihr müden Seelen und ihr frommen, verlüumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit!“ 4²⁴ 3 d U se e . U E e st il n d 6 7 8 0 7 ö Tod, Gericht und ewiges Leben 338 3 8o kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Lalt und Bürde drückt; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, geht nicht mehr traurig und gebückt. Ihr habt des Tages Lalt getragen, dafür läht euch der Reiland lagen:„ich lelbst will eure Ruhstatt sein!“ Ihr seid sein Volk, gezeugt von oben; ob Sünde, Ulelt und Teufel toben, seid nur getrost und gehet ein. 4Vas mag wohl einen Kranken laben und einen müden Nlanders⸗ mann! Nlenn jener nur ein Bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann, wenn dieser lich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergöhen, wie sind sie beide so vergnügt! Doch dies sind kurze Ruhe⸗ stunden; es ist doch eine Ruh erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5 Da wird man Freudengarben bringen, denn unsre Tränensaat ilt aus. O welch ein Jubel wird erklingen und süher Ton im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Lod und dergleichen wird mülsen fliehn und von uns weichen. Alir werden auch das Lamm dort sehn; es wird beim Brünnlein uns erfrischen, die Trünen von den Rugen wischen; wer weih, was lonst noch soll geschehn! 6 Da ruhen wir und sind im Frieden und leben ewig sorgenlos. Ach falset dieses Klort, ihr üden, legt euch dem Reiland in den Schoh. Ach, Flügel her! Nlir müssen eilen und uns nicht länger hier verweilen, dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geilt, zum Jubilieren, begürte dich zum Triumphieren! Ruf, auf, es kommt das Ruhejahr! Ebr. 4,9 johann Sigismund Kunth, 1700 77 Auch n. d. Cleile imnhang 3 Eigene QNeise 3 8 Altona 1803 . 2———— 5 4——— EEEE —S———— + 1 + DE ——— 1Auf- er⸗stehn, ja auf- er⸗stehn wirst du, mein PI‚I‚I....——— I— ——— S— Staub, nach kur⸗zer Ruh. Un⸗sterb⸗lich Le- ben wird, SSSSS..... E ** — der dich schuf, dir ge⸗hen. Ral s le s lu⸗ jah. 339 Tod, Gericht und ewiges Leben 2 Ilieder aufzublühn werd ich gelät. Der Rerr der Ernte geht und sammelt Garben, uns ein, uns ein, die tarben. Rallelujah. 3 Tag des Danke, der Freudentränen Tag, du meines Gottes Tag! Klenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. 4 Ilie den Trüumenden wirds dann uns sein. Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5 Ach, ins Allerheiligste führt mich mein Nlittler dann, lebt ich im Beiligtume Zzu seines Namens Ruhme. Hallelujah. PI. 126 Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724 18⁰3³ Nleise: Nun preiset alle Gottes NM. A. v. Löwenstern, 1644 2——————.— H+ ich hab don fer⸗ ne, Rerr, dei⸗ nen Thron ersblicht 2 + .————— und hüt-te ger⸗ ne mein Berz vor- aus⸗ge-schicht — ——.=2— II— E I— und hüt ⸗ te gern mein mü-des le=-ben, 20 ů 19.— 1—1.—— ————— Schöp⸗fer der Gei⸗ter, dir hin ⸗ge⸗ ge⸗ben, + Schöpes fer der Gei⸗ster, dir hin ⸗ ge⸗ ge⸗ben. 4²6 — — I eenes 5 „n t— Tod, Gericht und ewiges Leben 340 2 Das war lo prüchtig, was ich im Geist gesehn. Du bilt all⸗ müchtig, drum ist dein Licht lo schön. Könnt ich an dielen hellen Thronen:3½ doch schon von heute an ewig wohnen!: 3 Nur ich bin sündig, der rde noch geneigt das hat mir bündig dein heilger Geilt gezeigt. lch bin noch nicht genug gereinigt, 2: noch nicht ganz innig mit dir vereinigt.:: 4 Doch bin ich fröhlich, daß mich kein Bann erschreckt,; ich bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. lch will mich noch im Leiden üben:n und dich Zzeitlebens inbrünstig lieben.:: 5lch bin zufrieden, dah ich die Stadt gesehn, und ohn Ermüden will ich ihr nüher gehn und ihre hellen, goldnen Galsen:v lebens⸗ lang nicht aus den Rugen lassen.:: Offb. 21,1ff. johann Timotheus Rermes, 1738-1821 84⁰ UNeise: Alles ilt an Gottes Segen II Frankfurt a. M. 1738 2 2— 3 66657 1 ——— E— I— + End=lich bricht der hel ⸗ he Tie⸗gel, und der — 4 4 — DDRR Glaub empfüngtfein Siegel als im feur be⸗wühr⸗tes Gold, 2.́— .ĩ‚J—— S..I.I.I.III.II...ITII da der Rerr durch tie fe Lei-den uns hier zu den rn——— 4.——. ho-hen Freu⸗den je ⸗ ner Klelt be⸗ rei⸗ ten wollt. 4²⁷7 34⁴⁰ Tod, Gericht und ewiges Leben 2 Unter Leiden prügt der Meister in die Ferzen, in die Geister lein allgeltend Bildnis ein. Tlie er dieses Leibes Jöpfer, will er auch des künftgen Schöpfer auf dem QVeg der Leiden lein. 3 Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder, macht lie Christo untertan, 106 er die gebrochnen Krüfte zu dem Reiligungsgeschüfte lanft und still erneuern kann. 4 Leiden lammelt unsre Sinne, dah die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieler Aelt, it wie eine; Engelwache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält. 5 Leiden stimmt des Rerzens Saiten für den Plalm der Ewig⸗ keiten, lehrt mit Sehnsucht dorthin lehn, wo die lelgen Palmen⸗ stehn. mit dem Chor der Rarfenschläger preisend vor dem Throne ehn. 6 Leiden fördert unsre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte Zzu dem Schlaf in kühler Sruft; es gleicht einem frohen Boten jenes Frühlings, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. 7 Leiden macht das Kort verständlich, Leiden macht in allem gründlich; Leiden, wer ilt deiner wert? Rier heiht man dich eine Bürde, droben bilt du eine Nlürde, die nicht jedem widerführt. 8 Brüder, solche Leidenegnade wird in mannigfachem Grade Jesu Jängern khundgemacht, wenn sie mancher Schmerz durch⸗ wühlet, wenn lie mänchen Tod gefühlet, Nüchte seufzend durch⸗ gewacht. Ilenn auch die gesunden Krüfte zu des guten Rerrn Geschüfte wurden willig onst geweiht, o so ists für sie kein S8chade, dah sie ihres Führers Gnade läutert in der Prüfungezeit. 10lm Sefühl der tiefften Schmerzen dringt das Rerz zu Jesu Nerzen immer liebender hinan; und um eins nur fleht es sehnlich: Mache deinem Tod mich ühnlich, daß ich mit dir leben kann! 11 Eendlich mit der Seufzer Fülle bricht der Geilt durch jede HBülle, und der Vorhang reißt entzwei. AUler ermisset dann hie⸗ nieden, welch ein HUeer von Gottesfrieden droben ihm bereitet sei! 12 Jesu, laß Zzu jenen Röhen heller stets hinauf uns lehen, bis die letzte Stunde schlügt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trügt. 2. Kor. 4, 17f. Karl Friedrich Rarttmann, 1743-1815 4²⁸ NIIAR I eben eister ill er ieder, dem ne in ersten wig⸗ lmen⸗ hrone tte Zu jenes allem heine cfährt⸗ Arade durch⸗ durch⸗ schüfte dah lie u Jelu nlich: nnl h jede in hie⸗ tet lei? n, bis heim —181⁵ Tod, Gericht und ewiges Leben 34¹ 84¹ Ileise: Jelus, meine Zuverlicht Berlin 1653 1 19 0 nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin von der Er-de scheid ich ab, denn mir ruft DEEEE 2 iDSDSD Di... ——— 5* des Nlan⸗derns mü⸗ de; des Rim⸗ mels Frie⸗ de, ů—* , E denn mir ruft die sü ⸗ he Ruh von den En⸗ geln dro-ben zu. 2 Geht nun hin und grabt mein Grab, meinen Lauf hab ich voll⸗ endet, lege nun den Alanderltab hin, wo alles lrdsche endet, lege selblt mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3 Nlas soll ich hienieden noch in dem dunklen Tale machen! Denn wie müchtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Klinde drüber wehn. 4 Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden scheiden. Deine Roffnung, ach! ist hohl, deine Freuden lelber Leiden, deine Schönheit Unbestand, alles Uahn und Trug und Tand. 5 Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reil' in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr erbleichet ganz. 6 Die ihr nun in Trauer geht, fahret wohl, ihr lieben Freunde! Nlas von oben niederweht, tröstet froh des Rerrn Gemeinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig sein. 4²⁷ 34² Tod, Gericht und ewiges Leben 7 Uleinet nicht, daß nun ich will von der Nlelt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrlal will, aus dem Schatten, aus dem Schemen, aus dem Sitlen, aus dem Nichts hin ins Land des ewgen Lichts. 8 ANleinet nicht! Mein lußes Reil, meinen Reiland hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Fierzenswunden, woraus einst sein frommes Blut floß der ganzen Uelt zugut. 9 Aleint nicht! Nein Erlöler lebt! Roch vom finstern Erdenstaube hell empor die Roffnung schwebt und der Rimmelsheld, der Glaube; und die ewoge Liebe lpricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Phil. 1, 23 Ernlt Huloritz Arndt, 1769-1860 84² Uleile: lch hab mein Sach Vorref. Nletter(Fessen) 1587 — — 1———3 4 2 I 2— + 2—+ SIIPE— .e.—.·..——— H 1 Nlohl⸗auf, wohl⸗ an zum letz⸗ten Gang! Kurz ist der ————.—.—.——.——— Nleg, die Ruh ist lang. Gott führet ein, Gott führet ausʒ wohl⸗ —— 4 4 1 4 N ——.— 4 4 W auf, hin⸗aus! Kein Blei-ben ilt im Er⸗den⸗haus. 2 Du Ferberg in der Nlanderzeit, gehab dich wohl und laß dein Leid. Schließ nur getrost die Pforte zu. Nas trauerst du? Dein Galt geht hin zur ewogen Ruh. 43⁰ Ne Tod, Gericht und ewiges Leben 342 3 Tragt ihn fein lanft ins Schlafgemach; ihr Lieben, folgt ihm segnend nach! Rab gute Nacht! Der Tag war schwül im Erd⸗ gewühl; hab gute Nacht! Die Nacht ilt kühl. 4 Ein Ffeltschmuck ilt der Sürge Tuch, ein Siegeszug der Leichen⸗ zug. Triumph! Der Rerr macht gute Bahn. Sein Kreuz voran, das winkt und deutet himmelan. 5 Ihr Glocken tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbat ein, der nach des Klerktags kurzer Frist durch Jelum Christ für Gottes Volk vorhanden ilt. 6 O selig, wer das Reil erwirbt und in dem Herrn, dem Ullittler, stirbt! O selig, wer vom Laufe matt die Gottesstadt, die droben ilt, gefunden hat! 7 Nlas suchst du, Nensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und Eins ilt not! Die Nelt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil und wähl in Sott das beste Teil. ö 8 Clas sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmit du mit. Die Klelt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwürte! Da, wo dein Schatz, da sei dein Rerz. 9Mit Sott bestell dein Raus beizeit, eh dich der Tod an Tote reiht. Sie rufen: Gestern wars an mir, heut ilts an dir! Nier ilt kein Stand, kein Clohnen hier. 10 Vom Freudenmahl Zum Reisestab, aus Nieg und Bett in Sarg und Grab. KNann, wie und wo, ist Gott bewußt: schlag an die Brult! Du mußt von dannen, Illensch, du mußt! 11 Da ilt kein Sitz Zu reich, zZu arm, kein Raupt zu hoch, kein Herz Z2u warm; da blüht zu schön kein Alangenrot: im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 12 Rch banges Herz im Leichental, wo ist dein Licht, dein Lebens⸗ strahl Du bilts, Rerr, der mit Gottesmacht aus Grübernacht das Leben hat ans Licht gebracht. 4³¹ 342 Tod, Gericht und ewiges Leben 13 Dein Trostwort klingt lo hoch und hehr: AUer an mich glaubt, stirbt nimmermehr! Dein Kreuz, dein Grab, dein Ruferstehn, dein Bimmelgehn lüht uns den Rimmel offen lehn. 14 Klohl dem, der, Rere, mit dir vertraut schon hier sich ewge Hütten baut! Er lieht das Kleinod in der Fern und kümpfet gern und harrt der Zukunft leines Herrn. 15 Nun, Tor des Friedens, öffne dich! Rinein! Rier schließjt die Nlallfahrt sich. Ihr Schlafenden im Friedensreich, gönnt allzu⸗ gleich dem Staub ein Rüumlein neben euch! 16 Viel Grüber hier im Ruheport, viel Klohnungen im FRimmel dort. Bereitet ilt die Stätte schon am Gnadenthron, bereitet uns durch Gottes Sohn. 17 Sein ist das Reich mit Allgewaͤlt; er zeugt und spricht: lch komme bald. Ja, komm, Rerr Jesu, führ uns ein! lir harren dein. Amen! Dein laß uns ewig sein! Sbr. 13,14 Chriltian Friedrich fieinrich Sachse, 1785 1860 Amen: Lob und Ehre und NVeisheit und Dank und Preis und Kratt und Stärke lei unlerm Cott von Swigkeit zu Swigkeit! Amen. Offenbarung Johannes Kapitel 7 Vera 1² 43²2 eben auht, tehn, wge gern t die llxu⸗ nmel uns : lch arren 180⁰ Zott * Luther-Katechismus Cebete und Angaben über die Dichter und Komponisten der Kirchenlieder * Anhang von Singweilen Ant Singweilen, die im Rustaulch gelungen werden können 1. Ach wus bin ich, mein Erretter(zu Lied Nr. 180) Genf 1542 5 E 4 Ti 2 4 83—3———2 +.—3—.— W—2 4.— 661—2—.— —————— 1 + 4 4* 2—— +—— + ö—— + GEESEEEEEE 22.—————— ———— H D‚——— H n n H ——1——3l 2. Auferstehn, ja auferftehn(zu Lied Nr. 338) Karl Heinrich Graun, 1758 V ii + Neinrich Schüt, 1628 +— —— —..—— *.——— 7⁰ ö 3. Dieweil wir sind versammelt(zu Lied Nr. 158) 2 722 len Anhang von Singweilen — 1 ö 4. Rinunter ilt der Sonne Schein(Zu Lied Nr. 276) Ulelchior Vulpiue, 1602 „ 2 II ö IIIT— 758. 7— — 5. In dich hab ich gehoffet(zZu den Liedern Nr. 209Q und 291 Strahburg 1560 — ö V E ämmm——— 6. Ift Gott für mich(zu Lied Nr. 150) Augoburg 1609 HII H II + IH 723 4— — Lyon 1542 * —. +I.— P — Leipzig 1636 2 1 — + — 1 — 20 Anhang von Singweisen —— 16 v. 966565 1..— —— ————— 5 — — i Eüide ů ů 2 + +5 —0 — am E — — 7. O selig Baus, wo man dich aufgenommen(zu Lied Nr. 553) —3—.—...— q —.— — 24 e . d —12.— 1 453— 8. Verzage nicht, du Bäuflein klein(zu Lied Nr. 97) —— 22 E— — 1 —— &NE. XI + — 5 1 4 = + AA •K.. ——— 3 enr — 1 +. ———— 1 V + PAI— 1 XI...E — ——2 +— + 4 1 2+2— 724 IU M II.I Philipp HHelanchthon Justus Jonas Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers Das erlte Hauptltück Die zehn Gebote Das erlte Gebot lch bin der Herr, dein Cott. Du lolllt nicht andere Cötter haben neben mir. Ilas ist das! Uir follen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen. Das zweite Gebot Du lolllt den Namen des Herrn, deines Cottes, nicht unnütjlich führen, denn der Herr wird den nicht ungeltrakt lallen, der leinen Namen mißbraucht. 72⁵ Der hleine Katechismus Nas ilt das: Nlir follen Gott fürchten und lieben, daß wir bei leinem Namen nicht fluchen, chwören, zaubern, lůgen oder trügen, sondern den⸗ selden in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken. Das dritte Gebot Du lolllt den Feiertag heiligen. Ilas ist das! Vir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Alort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen. Das vierte Gebot Du lollit deinen Vater und deine Mutter ehren, aut dah dirs wohlgehe und du lange lebelt aut Erden. Nas ist das! Nir lollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, londern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, lie lieb und wert haben. Das fünkte Cebot Du lolllt nicht töten. Ias ilt das! Nlir lollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nüchsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und fördern in allen Leibesnöten. Das lechlte Cebot Du lolllt nicht ehebrechen. Nlas ist das! Nlir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig 11 5 Norten und Alerken und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren. 726 +3 4. 3 GW —— 2— mus amen den⸗ d sein höcen „aut den. und alten, ichlten helfen lichtig lieben Das erste Rauptstück Das liebente Gebot Du lolllt nicht tehlen. Ulas ilt das! Alir sollen Gott fürchten und lieben, dah wir unlers Nüchsten Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Alare oder Randel an uns bringen, kondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten. Das achte Gebot Du lolllt nicht kallch Zeugnis reden wider deinen Nächlten. Qas ilt das! Clir lollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nüchsten nicht füllchlich belügen, verraten, afterreden oder bölen Leumund machen, londern sollen ihn entschuldigen, Sutes von ihm reden und alles zum Besten kehren. Das neunte Gebot Du lolllt nicht begehren deines Nächlten Haus. Ias ilt das! Ilir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nüchsten nicht mit Lilt nach seinem Erbe oder Rause stehen und mit einem Schein des Rechts an uns bringen, londern ihm dasselbe Zzu be⸗ halten förderlich und dienstlich sein. Das zehnte Cebot Du lolllt nicht begehren deines Nächlten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was lein ilt. las ist das? Tlir follen Gott fürchten und lieben, daß wir unlerm Nächsten nicht sein Kleib, Gelinde oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen, sondern dieselben anhalten, dah lie bleiben und tun, was sie schuldig sind. 727 Der kleine Katechismus INlas sagt nun Gott Zzu diesen Geboten allen! Er sagt also: lch, der Rerr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der über die, lo mich halsen, die Sünde der Väter heimsucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied; aber denen, lo mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl in tausend Glied. Nlas ilt das! Gott dräuet zu strafen alle, die diese Sebote übertreten. Darum lollen wir uns fürchten vor leinem Zorn und nicht wider lolche Gebote tun. Er verheißht aber Gnade und alles Gute allen, die solche Gebote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und ver⸗ trauen und gerne tun nach seinen Geboten. Das zweite Hauptltück Der Glaube Der erlte Rrtikel Von der Schöptung lch glaube an Cott den Vater, den Allmächtigen, Schöpker Himmels und der Erde. Ulas ilt das! lch glaube, daß mich Sott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Rugen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Raus und Bof, Qeib und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit aller Notdurft und Nahrung dieses Leibes und Lebens reichlich und täglich versorget, wider alle Fährlichkeit beschirmet und vor allem Ubel behütet und bewah⸗ ret; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohne all mein Verdienft und QWürdigkeit. Des alles ich ihm zu danken und zu loben und dafür zu dienen und gehorsam zu lein schuldig bin. Das ilt gewihlich wahr! 728 ie, lo n bis neine arum solche ,„ die Der⸗ gen, uren, nunft rund Icker, dieses alle wah⸗ und Des und Das zweite Rauptltück Der zweite Artikel Von der Erlölung Ich glaube an Jelum Chriltum, Cottes eingebornen Sohn, unlern Herrn, der empkangen ilt vom hei— ligen Ceilt, geboren von der Jungkrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuzigt, geltorben und begraben, niedergetahren zur Hlölle, am dritten Tage wieder aukerltanden von den Toten, autge⸗ tahren gen Himmel, lißend zur Rechten Cottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zutrichten die Lebendigen und die Toten. Alas ist das? Ich glaube, dah Jesus Christus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Swigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Nensch, von der Jungfrau Maria chenenn sei mein Rerr, der mich verlornen und verdammten slenschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen günden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Sold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; auf daß ich sein eigen lei und in leinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit; gleichwie er ilt aufer⸗ [tanden von den Toten, lebet und regieret in Swigkeit. Das ilt gewihlich wahr! Der dritte Artikel Von der Heiligung lch glaube an den heiligen Ceilt, eine heilige chrilt⸗ liche Kirche, die Gemeine der Heiligen, Vergebung der Sünden, Rukerltehung des Fleilches und ein ewiges Leben. Amen. 72 Der kleine Katechiemus Nlas ist das! lch glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Heren, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der heilige Geist hut mich durch das Svangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben ge⸗ heiliget und erhalten; gleichwie er die ganze Chriltenheit auf Erden berufet, sammelt, erleuchtet, heiliget und bei Jesu Chrilto erhült im rechten einigen Glauben; in welcher Chriltenheit er mir und allen Glüubigen tüglich alle Sünden reichlich vergibt und am jüngiten Tage mich und alle Loten auferwecken wird und mir samt allen Släubigen in Christo ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewihlich waͤhr! Das dritte Hauptltück Das Vaterunler Vater unler, der du bilt im Himmel. Qas ist das! Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen, er lei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf dah wir getrolt und mit aller Zuversicht ihn bitten lollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater. Die erlte Bitte Ceheiliget werde dein Name. Alas ilt das! Gottes Name ist zwar an ihm selbst heilig, aber wir bitten in diesem Gebet, dah er auch bei uns heilig werde. Ulie geschieht das! lo das Nort Gottes lauter und rein gelehrt wird, und wir auch heilig, als die Kinder Gottes, danach leben; das hilf uns, lieber Vater im BRimmel! Uer aber anders lehret und lebt, denn das UNort Gottes lehret, der entheiligt unter uns den Namen Gottes; davor behüte uns, himmlischer Vater! 730 — 8 —— +—„ nus an men ium 9e⸗ auf risto mir und und ben inser trolt nder n in auch ieber das ttesʒ Das dritte Rauptstück Die zweite Bitte Dein Reich komme. Alas ist das! Sottes Reich hommt wohl ohne unler Gebet von ihm selbst; aber Wir bitten in dielem Gebet, daß es auch zu uns komme. QUie geschieht das? Ilenn der himmlische Vater uns seinen heiligen Geilt gibt, daß wir seinem heiligen Qort durch seine Anade glauben und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. Die dritte Bitte Dein Wille gelchehe, wie im Himmel, allo auch aut Erden. Ulas ilt das! Gottes guter, gnädiger Nlille geschieht wohl ohne unler Gebet; aber wit bitten in dielem Gebet, daß er auch bei uns geschehe. Alie geschieht das! Nlenn Sott allen bölen Rat und Uillen briche und hindert, so uns den Namen Sottes nicht heiligen und sein Reich nicht kommen lassen wollen, als da üt des Teufels, der AUelt und unseres Fleisches Clille, londern stärket und behült uns fest in leinem Nort und Glauben bis an unler Ende;— das ilt lein gnüdiger, guter Qille. Die vierte Bitte Unler täglich Brot gib uns heute. Ilas ilt das! Gott gibt täglich Brot auch wohl ohne unsere Bitte allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er's uns erkennen lalse und wir mit Danklagung empfangen unser täglich Brot. 731 Der hleine Katechismus Nlas heiht denn täglich Brot! Alles, was Zur Leibes Nahrung und Notdurft gehört, als Elsen, Trinken, Kleider, Schuh, Raus, Rof, Acher, Vieh, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und getreue Oberherren, gut Regiment, gut QUetter, Friede, Gesund⸗ heit, Zucht, Shre, gute Freunde, getreue Nachbarn und des⸗ gleichen. Die künkte Bitte Und vergib uns unlere Schuld, wie wir vergeben Uunleren Schuldigern Nas ilt das! Clir bitten in dielem Gebet, daß der Vater im Bimmel nicht an⸗ lehen wolle unsere Sünden und um derlelben willen lolche Bitten nicht verlagen: denn wir sind der keines wert, das wir bitten, haben's auch nicht verdient; londern er wolle es uns alles aus Enaden geben, denn wir täglich viel lündigen und wahl eitel Strafe verdienen. 8o wollen wir wiederum auch herzlich ver⸗ geben und gerne wohltun denen, die lich an uns versündigen. Die lechlte Bitte Und führe uns nicht in Verluchung. Qlas ilt das! Gott verlucht zwar niemand; aber wir bitten in diesem Gebet, daß uns Sott wolle behüten und erhalten, auf dah uns der Teufel, die Ilelt und unser Fleisch nicht betrüge und verführe in llißglauben, Verzweitlung und andere grohe Schande und Laster; und ob wir damit angefochten würden, dah wir doch endlich ge⸗ winnen und den Sieg behalten. Die liebente Bitte Sondern erlöle uns von dem Ubel. ———5. nus slen, Jut, und ind⸗ des⸗ en ebet, der re in Uter; ge⸗ Das vierte Rauptstück Uas ist das! Alir bitten in dielem Gebet als in der Summa, daß uns der Vater im HRimmel von allerlei Ubel Leibes und der Seele, Gutes und Ehre erlöse und zuletzt, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere und mit Gnaden von diesem Jammertal Zu sich nehme in den Bimmel. Denn dein ilt das Reich und die Krakt und die Herrlichkeit in Swigkeit. Amen. Uas heißt Amen! Daß tich soll gewiß sein, solche Bitten sind dem Vater im Fimmel angenehm und erhöret. Denn er selbut hat uns geboten, allo zu beten, und verheihen, daß er uns wolle erhören. Amen, Amen, das heiht: Ja, ja, es loll allo geschehen! Das vierte Hauptltück Das Sahrament der heiligen Tauke Zum erlten Uas ist die Taufe? Die Taufe ilt nicht allein schlecht Klasser; sondern sie ist das alser in Gottes Gebot gefaht und mit Gottes Alort verbunden. Tlelches ist denn lolches Nort Sottes? Da unser Berr Christus spricht Matthäi am letzten: Gehet hin in alle Uelt, lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. 733 Der kleine Katechismus Zum andern Nas gibt oder nützet die Taufe! Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlölt dom Tod und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Klorte und Verheihung Gottes lauten. lelches lind denn lolche Klorte und Verheißung Sottes! Da unser Rerr Jesus spricht Marci am letzten: NUer da glaubet und getauft wird, der wird lelig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt Derden. Zurn dritten Klie kann Ualler lolch grohe Dinge tun? Tlaller tut's freilich nicht, ondern das Nort Gottes, so mit und bei dem Klasser ift, und der GSlaube, der solchem Clort Sottes im Nalser traut. Denn ohne Gottes Nort ilt das Ualser schlecht CNasfer und keine Taufe; aber mit dein Nlorte Gottes ists eine Taufe, das ilt ein gnadenreich Nlalser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geilt; mie Sankt Paulus sagt Zu Tito im 3. Kapitel: Gott macht uns lelig durch das Ba der Kliedergeburt und Srneuerung des heiligen Geistes, den er ausgegollen hat über uns reichlich durch Jelum Christum, unsern Reiland, auf dah wir durch deslelben Gnade gerecht und Erben seien des Rani⸗ Lebens nach der Roffnung. Das ist gewihlich wahr. ö Zum vierten UNlas bedeutet denn solch Nlallertaufen! Ee bedeutet, daß der alte Rdam in uns durch tägliche Reue und Buße soll erlüuft werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lülten; und wiederum täglich herauskommen und auferltehen ein neuer Ullensch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe. 734 — / rrrss e„ E4+ mus eufel lorte 31 elig numt und ottes hlecht eine Bad t Zu Bad igen hlich wir des lich und oölen tehen Gott Das fünfte Rauptstück Qo stehet das geschrieben! Sankt Paulus zu den Römern am sechsten spricht: Mir lind lamt Chrilto durch die Tauke begraben in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist von den Toten auferwecket dürch die Rerrlichkeit des Vaters, allo lollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. Dos künkte Hauptltück Das Sakrament des Xltars oder das heilige Abendmahl Zum erlten INas ist das Sakrament des Altars! Es ilt der wahre Leib und Blut unsers Rerrn Jesu Christi, unter dem Brot und Ulein uns Chrilten zu elsen und zu trinken von Chrilto lelbst eingesetzt. o stehet das geschrieben! 8o schreiben die heiligen Eoangelisten Matthüus, HuUarkus, Lukas und St. Paulus: Unler err Jesus Chriltus, in der Nacht, dat er oer— raten ward, nahm er das Brot, dankte und brachs und gabs leinen Jüngern und lprach: Nehmet hin und ellet; das ilt mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Sedächtnis! Deslelbigengleichen nahm er auch den Kkelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und lprach: Nehmet hin und trinketsalle daraus; dieler elch ilt das Neue Festament in meinem blut, das für euch vergollen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, lo oft ihrs trinket, zu meinem Ge⸗ düchtnis! 735 Der kleine Katechismus Zum andern Nlas nützet denn lolch Elsen und Trinken: Das zeigen uns diele Qorte: fFür euch gegeben und vergollen zur Vergebung der Sünden; nümlich, daß uns im Sakrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche UGorte gegeben wird. Denn wo Vergebung der Sünden ilt, da ist auch Leben und Seligkeit. Zum dritten Tlie kann leiblich Eslen und Trinken lolch grohe Dinge tun! Ellen und Trinken tuts freilich nicht, londern die Nlorte, so da stehen: Für euch gegeben und vergollen zur Vergebung der Sünden; welche Klorte lind neben dem leiblichen Ellen und Trinken als das Rauptstück im Sakrament. Und wer denselben QWorten glaubt, der hat, was sie sagen und wie sie lauten, nümlich: Ver⸗ gebung der Sünden. Zum vierten Iler empfüngt denn solch Sakrament würdiglich! Falten und leiblich lich bereiten ist wohl eine feine äuhetliche Zucht; aber der ilt recht würdig und wohl geschickt, wer den Glauben hat an diese Nlorte: für euch gegeben und vergollen zur Vergebung der Sünden. Uler aber diesen Uorten nicht glaubt oder zweifelt, der ilt un⸗ würdig und ungeschickt; denn das CWort„für euch“ fordert eitel glüubige Rerzen. 736 mus Hung eben 00 und tun! so da Hung nals orten Ver⸗ cliche den ung t un⸗ rdert Ulrich Zwingli Johann Caloin Gebete Morgen- und Abendgebete Luthers Morgenlegen Das walte Sott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen. lch danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet halt, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Ubel, dah dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Bände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dah der böle Feind keine UUacht an mir finde. Amen. Luthers Abendlegen Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Seilt! Amen. lch danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jelum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet halt, und bitte dich, du wollelt mir vergeben alle meine Sünden, wo ich Unrecht getan habe, und mich diele Nacht gnüdiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und meine Seele und alles in deine Bünde. Dein heiliger Engel lei mii mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. 737 Gebete Sonntag Am Morgen Unsere Rilfe steht im Namen des Rerrn, der immel und Erde gemacht hat. Pl. 124, 8. Reiliger Gott, barmherziger Vater in Christo! Nlir danken dir, dah du uns das Licht des Sonntags halt aufgehen lassen. Uir bitten dich, mache uns freudig gewih, dah auch die Sonne deiner Gnade über uns leuchtet und deine Barmherzigkeit über uns kem Ende hat. Verliegle uns das heute aufs neue in deinem Glort und gib, daß wir mit gesammeltem und stillem Rerzen es hören. Vereine uns im Seilt mit allen, die heute dein Entlitz suchen, insbesondere mit allen unseren Lieben, und laß uns froh Werden in der Zuversicht, daß wir uns mit ihnen eins fühlen dürfen in deiner Semeinschaft und geborgen in deinem Schuß. Ulenn unsere Erbeit feiert, so tue du deine Arbeit an unseren NHerzen. Klehre allem unheiligen Uelen in unserer Mitte. Laß uns wachsen in der Erkenntnis des Reils und immer treuer Werden in der Nachfolge Jesu Christi. Ulir bitten auch für deine christliche Kirche und alle ihre Glieder. Srhalte uns dein Uort und Sakrament. Schirme das Vaterland. antodr unsere Gemeinde. Lah deine Rugen offen stehen über unkerem Bause Nacht und Tag. Segne unlere Kinder, dah sie heranwachsen zu deiner Shre. Bewahre unsere Felder und ihre Frucht, unsere Arbeit und ihren Lohn. Sei ein Relfer aller Schwachen, ein Arzt der Kranken und der Sterbenden Beistand irn finstern Tal. Und wenn unser Ende kommt, hilf uns im Frieden heimfahren zur ewigen Sabbatruhe der Kinder Gottes durch Jesum Chriltum, unseren Rerrn. Amen. Am Abend Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Luk. 24, 29. Nlir danken dir, Rerr Sott, himmlischer Vater, durch Jesum Chriltum, daß deine Süte an diesem Tage uns getragen und an Leib und Seele reichlich erguickht hat. Du halt dein Klort uns verkündigen lassen und uns den Nleg des Reis und des Friedens gewiesen. Kehre in der Stille des Abends aufs neue bei uns ein 738 Sebete el und en dir, n. Qlir deiner er uns deinem treuer ilieder. erland. uüber hah sie d ihre aller ꝛiltand ins im Gottes er Tag Jesum und an rt uns iedens ins ein Mxlorgen- und Abendgebete mit deinem Segen. Vergib uns alle Verlüumnis und Ubertretung, wie auch wir einander don Rerzen vergeben. Sei in der dunklen Nacht über uns ein BRüter, der nicht schlüft noch schlummert. Laß uns ruhen im Frieden unleres Berrn Jesu Christi. Bewahre uns vor allem Unglück, Schrecken und Gefahr. Schliehe mit uns in deinen Schutz alle, die unserem Rerzen nah und teuer sind, hier und in der Ferne. Vereine ihre Bitten mit den unseren vor deinem Throne. Bleibe bei uns, BRerr unser Gott, ob wir schlummern oder wachen, damit wir bei dir und in dir bleiben und mit dir erwachen, um dich aufs neue zu preisen. Amen. Montag Am Morgen Laß mich frühe hören deine Snade; denn ich hoffe auf dich. Tue mir kund den Neg, darauf ich gehen loll; denn mich verlanget nach dir. Ps. 143, 8. Allmüchtiger Gott, barmherziger Vater! Unter deinem Beistand beginnen Wir eine neue Kloche der Arbeit. Berr, der du die Alelt in deinen Ründen trüglt, du willlt durch Jesum Christum auch unser armes Leben in deine Band nehmen. 8o behlte denn auch heute unseren Busgang und Singang, unser Tun und Lalsen. Gib uns Kraft zu unserem Klerke, Freudigkeit zu unserer Pflicht, Fortgang und Segen in unlerem Beruf. Tue uns kund den Cleg, den wir waͤndeln lollen, gib uns allenthalben die rechte Ileisheit und den rechten Entschluh. Laß überall deine Engel uns schützend umgeben und auch in der bölen Stunde uns auf den Ränden tragen, daß unser Fuß lich nicht an einen Stein stohe. Behüte unler Rerz vor aller Sünde und erhalte uns bei dem Sinigen, daßh wir deinen Namen fürchten. Vor dir ge⸗ denken wir derer, die uns teuer sind, und bringen alle ihre Sorgen und Enliegen vor dein Angesicht. Srinnere uns auch heute daran, mit stillem Rerzen dein Angesicht zu suchen, daß wir wachsen im Glauben, in der Gottseligkeit und in der Liebe durch Jelum Chriltum. Amen. Am Abend Der Engel des Rerrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen aus. Ps. 34, 8. 739 Gebete Barmherziger Sott, lieber Vater in Christo! Klir danken dir, daß du uns durch deine göttliche Gnade diesen Tag hast voll⸗ enden lalsen. Du leglt eine Lalt auf, aber du hilflt auch. Du leitest ins dunkle Tal, aber auch wieder heraus. Du schaffelt, daß auch die Not zur rechten Zeit ein Ende gewinnt und wir es können ertragen. GSelobt sei dein heiliger Name tüglich! Und nun die Nacht gekommen ilt, in der wir ruhen dürfen, so bitten wir dich, strecke deine starke Rand über uns, daß auch alles Dunkel um uns licht werden muß. Klende ab alle Not, Unfall und Sefahr. Sprich auch über die Sünden dieses Tages das QNlort deiner Enade: Ich tilge deine Sünden wie einen Nebel und deine Missetat wie eine Nolke. Xlle unsere Lieben hier und in der Ferne befehlen wir in deine väterliche Rand, leite sie mit uns auf den KUegen deines Friedens. Rilf uns, schlummernd und wachend, bleiben in dem Gelübde: Rerr Jesu, dir leb ich; Rerr An dir sterb ich; Rerr Jelu, dein bin ich, tot und lebendig! men. Dienstag Am Morgen Ein neu Sebot gebe ich euch, dah ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe. Joh. 13, 34. Klir danken dir, Rerr, für alle deine Gnade, die du an uns tuft. Alir lind nicht wert der Barmherzigkeit und Treue, die mit diesem Tage wieder über uns aufgeht. Klir geloben uns auts neue deinem heiligen Dienst. Rilf uns, daß wir nicht uns selbst leben, sondern dir. Tilge Neid und Streit unter uns, brich die Trügheit und Selbstsucht. Bilf uns einander mit Shrerbietung zuvor⸗ kommen und das Böse mit Gutem überwinden. Und'weil wir lolches nicht vermögen aus eigener Kraft, so stelle uns vor Rugen die Liebe unseres Rerrn Jesu Christi. Lehre uns aufschauen auf ihn, den Anfünger und Vollender unseres Glaubens. Lehre uns nach seinem Vorbilde sanftmütig sein und von Rerzen demütig und stärke uns, dienend ihm nachzufolgen. Segne uns und er⸗ halte uns mit allen unseren Lieben auch heute in deinem Schutze. Erleuchte über uns dein Antlitz in Gnade und Geduld, wenn wir fehlen. Bebe dein Angesicht auf uns und bewahre uns bei Aun Unruhe der Ilelt in deinem Frieden durch Jesum Chriltum. men. 74⁰ IUlo Gebete nen dit, t voll⸗ ich. Du elt, dah wir es Und o bitten ch alles Unfall qes das bel und und in mit uns nd und h; Nerr bendig! inander ns tust. diesem s neue t leben, rügheit zudor⸗ deil wir Augen len auf hre uns demuütig und er⸗ Schute. „wenn uns bei jristum. llorgen⸗ und Abendgebete Am Abend Ich liege und schlofe ganz mit Frieden; denn allein du, Nerr, hilfft mir, daß ich sicher wohne. Pl. 4, 9. Herr, unser Gott und unser Vater! lir danken dir für den ver⸗ gangenen Tag, seine Last und seine Sorge, leine Freude und seine Erquickung und dafür, daß du uns und die Unleren gnüdig be⸗ hütet hast. Mlit allem, was wir lind und haben, befehlen wir uns deinem päüterlichen Schutze für diese Nacht. Gib uns einen getroften Slauben, daß du unser Vater bilt in Christo Jelu und mir deine Kinder, und daß deine Treue über uns kein Ende hat. ri kein Unrecht unvergeben bleiben, das wir heute getan haben. Rilf, daß wir demütig es dir bekennen und deine Vergebung empfangen, wie wir uns auch untereinander vergeben wollen. Dir befehlen wir alles, was uns am Berzen liegt, auch alle die teuren Menschen, die wir lieb haben, Grohe und Kleine, Kranke und Sesunde, unser Volk und Vaterland, Kirche und Schule. Er⸗ wecke uns, wenn die Stunde schlügt, fröhlich zu neuem Tagewerk und bringe une, wenn wir zum letjten INale einschlafen, zu den si⸗ cheren Mohnungen deines Friedens durch Jesum Christum. Amen. Mittwoch Am Morgen Das ist ein költliches Ding, dem fierrn danken und loblingen deinem Namen, du Röchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Alahrheit verkünden. Pl. 90, 2 u. 3. Nlir danken dir, Berr, unser Gott, dah deine Süte heute über uns neu ift, und bitten um deinen Schutz für dielen Tag. Gib, dah wir unler Tagewerk mit Freuden angreifen und nicht mit Seufzen, und daß uns wohlgelinge, was uns befohlen ilt. Vor allem aber lehre uns trachten nach deinem Reich und seiner Ge⸗ rechtigkeit. Iitten in der Unruhe des äuheren Lebens mache Unfer Rerz still zu dir. Mitten in der Versuchung der Qelt richte unser Ruge auf dich und heihe uns zu dir in unseren Rerzen seufzen. Klenn die Lalt uns zu schwer werden will, so mache die Liebe gröher und die Treue fester und gib uns neue Kraft aus der Röhe. Laß uns erfahren, daß dem, der nach deinem Reiche trachtet, alles zufüllt. Nache uns frei von Sorgen, treu im Großen wie im Geringen, kröhlich im Rufblick zu dir. Amen. 74¹ Gebete Am Abend Der Name des Berrn ilt ein festes Schloh. Der Serechte läuft dahin und wird beschirmt. Spr. 18, 10. Gelobet seilt du, Gott, Vater unseres Rerrn Jesu Christi, und durch ihn unser Vater, daß du uns diesen Tag halt gnüdig voll⸗ enden lallen. Laß auch in dieser Nacht deine Kraft um uns sein gleich einem schützenden Klall. Du bist der allmüchtige Gott, der die Raare auf unserem Raupte Zzählt, der Treue hült ewiglich, der zu den Schwachen sich neigt und der Geringen sich annimmt. Behüte uns mit allen, die Zzu dir flehen, und schirme uns vor allem Unfall, Gefahr und Not. Du bist unser Vater in Christo und hast deines einigen Sohnes nicht verschont um unsertwillen. Soschenke uns auch an diesem Abend die Gewißheit deines Reils, den Frieden der Vergebung, das lebendige Sefühl deiner Nähe. Umgib uns und alle unsere Lieben nah und fern mit deiner all⸗ waltenden Liebe. No ein Kranker Zzu dir fleht, da sei sein Arzt; wo ein Sinsamer zu dir weint, da sei lein Trolt. No einer mit dem Tode ringt, da reiche ihm deine Snadenhand. Mache uns wachend und schlafend dessen gewiß: Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Amen. Donnerstag Am Morgen Alles, was ihr tut mit Uorten oder mit Uerken, das tut alles in dem Namen des Rerrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn. Kol. 3, 17. Treuer Gott und Vater in Christo Jefu! In Jesu Namen treten wir das neue Tagewerk an. Rabe Dank, dah du dich unser gnüdig angenommen, uns behütet und fröhlich wieder vom Schlummer aufgeweckt hast. Sei auch diesen Tag uns Rort und Ralt. Laß uns im Namen unseres Beilandes an unsere Arbeit gehen und sie treu und gewissenhaft ausrichten in seinem Geist. Gib uns immer neue Geduld unter unserer Lalt, immer neue Freudigkeit, wenn wir vergeblich uns mühen. Mache uns dank⸗ bar für alles, auch für das Kreuz, das du uns auflegst; hilf es uns tragen in seinem Sinn und zu seiner Shre. Und weil du verheihen halt, was wir bitten in Jesu Namen, das wollest du 74²2 Mor erhö Lieb Gno Rerr vor Will fahr Uns hütt Glet dein der dem den diel die Unl hör jebete rechte „und voll⸗ is sein Gott, iglich, immt. allem d halt henke „ den Nühe. er all⸗ Arzt; er mit je uns tecken sas tut tt und treten unser vom et und Arbeit Geilt. neue dank⸗ hilf es heil du lest du Morgen- und Abendgebete erhören, lo bitten wir einer für den andern: halte uns in deiner Liebe, mache uns dankbar für alles. Gedenke unler allezeit in Gnaden, auch aller derer, die unserer Seele teuer sind. Amen. Am Abend Ilie teuer ilt deine Güte, Gott, daß Ulenschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben. Ps. 36, 8. Rerr, wir kommen zu dir in dieser Abendstunde und sammeln bor deinem Angesicht unsere zerstreuten Rerzen. Blicke um Jesu willen in Snaden auf uns herab. Du halt uns aufs neue er⸗ fahren lalsen, wie teuer deine Süte ist. Du ahalt unser und der Unseren Leben bewahrt und uns vor Schrecken und Unfall be hütet. Vergib uns, wenn wir das vergahen und durch unsere Gleichgültigzeit dich und deinen heiligen Seist betrübten. Laß deine Geduld über uns kein Ende haben. Clache über uns als der treue Menschenhüter, der nicht schläft noch schlummert. Gib dem müden Leibe sein Recht und schenke der bedrückten Seele den Frieden Jelu Christi. Uir gedenken aller, die mit uns an dielem Abend betend vor dir stehen. Pflege die Kranken, trölte die Betrübten, vollende die Sterbenden. Nimm dich aller der Unkeren an. Schebe das Licht deines Antlites über uns und er⸗ höre uns um Jesu Christi willen. Amen. Freitag Am Morgen Die Süte des Rerrn ilt, daß wir nicht gar aus lind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle llorgen neu, und deine Treue ilt groß. Klagel. 3, 22. it dir, Berr, unser Sott, wollen wir unseren Tag antreten. Deine GSüte war über uns in der verflollenen Nacht, und deine FTreue ilt auch an dielem lilorgen neu. Deine Freundlichkeit ge⸗ leite uns, deine Geduld trage uns, deine Ileisheit regiere uns, deine Treue halte uns auch heute felt. Gib uns Kraft zu guten Klerken. Segne unser Haus mit den Erfahrungen deiner Bilfe. Gib uns ein starkes Vertrauen in den Zeiten der Not und ein demütiges Danken, wenn du uns segnest ohne unser Verdienst. Hülf, dah wir aufschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, und mit Geduld laufen in dem Kampf, der uns vetordnet ilt. Insbelondere wehre aller Selbltlucht und allem 74³ Gebete Argernis, das den Frieden unseres Rauses stört. Mache uns herzlich in der Liebe, einig im Slauben, treu im Sebet, willig, einander zu helfen und zu stützen. Rerr, du bleibst treu, auch wenn wir untreu werden. Stehe uns bei wider alle Verluchung, damit wir gewisse Tritte tun und den Sieg behalten. Amen. Am Abend Der dich behütet, schlöft nicht; siehe, der Rüter Uraels schlüft noch schlummert nicht. Pl. 121, 3. 4. Nert, du hast heute unseren Fuß bewahret vor dem Gleiten und unsere Alege gnädig behütet. Klir danken dir dafür und be⸗ kennen in Demut: Uir sind nicht wert aller Barmherzigkeit und Treue, die du täglich an uns tult. Sieh uns denn in Gnaden an, wenn wir deine AMlege nicht verstanden; wenn wir die Last un⸗ willig trugen, die du uns auflegtest; wenn wir dich und deine heilige Zucht vergahen. Schenke uns für das alles deine Ver⸗ gebung in Christo Jesu, unserem Reiland, daß wir versöhnt unter⸗ einander und mit dir einschlafen. O du Rüter sraels, der du nicht schläflt noch schlummerlt, wache über uns und allen unseren Lieben. Uecke uns fröhlich und dankbar wieder auf. No schlaf⸗ lole Augen dich suchen, da neige dich tröltend und helfend zu ihnen und gib den kuhelosen deinen Frieden ins Rerz. Behüte uns und allen den Rusgang und den Eingang, Tun und Ruhn, Leben und Sterben, von nun an bis in Swigkeit. Amen. Sonnabend Am Morgen lch bin das Licht der lelt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finlternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Joh. 8, 12. Lieber himmlischer Vater! In deinem Namen beginnen wir dielen Tag. Uir danken dir für deinen Schutz in der verflossenen Nacht und preisen dich, dah auch an diesem Ulorgen der Zugang zu dir uns offen steht und wir unsere Bitten und Anliegen vor dein Antlitz bringen dürfen. Beilige uns mit dem neuen Tage aufs neue zu deinen Kindern. Stelle uns Jesum Christum vor Rugen als das Licht der Ulelt, damit er unsere Rerzen und unsere AUege hell und licht mache. Gib, daß wir heute in seinen Fuhtapfen waͤndeln. Segne unser Tagewerk und unsere Arbeit, dah wir sie 7⁴⁴ Morgen- und Abendgebete treu und freudig ausrichten. Ileihe unseren Verkehr unter⸗ einander und halte fern allen Streit, Sehälsigkeit, Mihtrauen und Liebloligkeit. Bilf uns auch an diesem Tage in aller Stille immer wieder vor dich hintreten, damit wir aus deiner Fülle neues Licht und neue Kraft schöpfen. In solche Bitte schliehen wir alle ein, die Genossen unseres Baules sind und die wir liebhaben. Lah über diese ganze dunkle Klelt dein ewiges Licht leuchten und erleuchte in Christo Jesu und seiner Erkenntnis alle, die noch fern sind im Dunkel der Lodesschatten. So segne und behüte uns diesen Tag durch Jesum Christum. Amen. Am Abend Jesus Christus geltern und heute und derselbe auch in Swigkeit. Bebr. 13, 8. Klir schliehen, du treuer Gott, diese Kloche. Eber dein Berz schließt lich nicht üdber uns zu. Offne es uns auch an dielem Abend, wenn wir in Jesu Namen zu dir beten. Berr, wir danken dir, daßh wir diese Cloche Eunah und froh haben verleben und wieder einen Schritt zur Swigkeit haben zurücklegen dürfen. Ilir bitten dich, gib uns ernte und stille Rerzen, uns selbst und die vergangene Kloche in das Licht deines Angesichts Zu stellen. Du siehest alle unsere Mängel und unsere Verstiumnis. O vergib uns alle unsere Schuld, daß sie nicht mit in die neue Noche hin⸗ übergehe. Dir, Berr Jesu, geloben wir uns aufs neue. Illit dir wollen wir es halten und in deinen Fußtapfen wandeln. Ver⸗ kläre du uns in dein Bild, daß wir von dir lernen, uns lelblt ver⸗ leugnen, unser Kreuz auf uns nehmen und in Geduld es tragen. Nimm uns, himmlischer Vater, diele Nacht in deine treue Hut. Dein Auge ruhe in Freundlichkeit und Gnade auf allen, die dich von Berzen suchen. Führe auch alle lrrenden wieder Zurück. Zeige den verlorenen Söhnen den KNleg zum Vaterhause. Schenke uns morgen einen Sonntag nach deinem Rerzen, dah wir Kinder der Zeit Gnade um Gnade schöpfen aus der fülle des Rerrn, der geltern und heute und in Swigkeit derselbe ist. Amen. Cebete zum Cottesdienlt Vor dem Gottesdienlt Lieber himmlischer Vater, dein Nlort ist meines Fuhes Leuchte und ein Licht auf meinem Nege. Rilf durch deinen heiligen Geist, 7⁴⁵ Gebete daß ich dein Nlort zu Rerzen nehme, damit es Ralt und Trost und Kraft meines Lebens werde. Amen. Nach dem Oottesdienlt Lieber himmlischer Vater, du hast verheihen, dah dein Nort nicht leer zurückkommen soll. So laß es mich behalten in einem feinen Herzen, damit es gute Frucht bringe in einem Mandel nach deinem Nlohlgefallen. Amen. Tilchgebete Vor dem Ellen 1. Xller Rugen warten auf dich, Rerr, und du gibst ihnen ihre Speise zu leiner Zeit; du tust deine Rand auf und süttigelt alles, Was lebet, mit Alohlgefallen. Amen. 2. Berr Sott, himmlischer Vater, legne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Chriltum, unseren Rerrn. Amen. Nach dem Ellen 1. Danket dem Rerrn, denn er ilt freundlich, und seine Süte wühret ewiglich. Amen. 2. Klir danken dir, Rerr Gott Vater, durch Jesum Christum, unseren Rerrn, für alle deine Nohltat, der du lebelt und regierest in Swigkeit. Amen. 3. Berr, habe Dank für Speise und Trank: Du wollest, fromm zu leben, uns deine Snade geben. Amen. Beichte und Abendmahl Die allgemeine Kirchenbeichte Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! ch armer, elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Iilissetat, die ich begangen mit Gedanken, Klorten und Nlerken, womit ich dich jemals erzürnet und deine Strafe Zeitlich und ewiglich ver⸗ dienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich lehr, und ich bitte dich um deiner grundlolen Barmherzigkeit und 7⁴4⁶ ihre Ules, deine zurch Güte tum, ierelt NMIl Zeichte und Abendmahl um des unschuldigen, bitteren Leidene und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollelt mit armen sündhaften lenschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden Amen. und zu meiner Besserung deines Geiltes Kraft verleihen. PI. 103, 8-13: Barmherzig und gnädig bilt du, Rerr, geduldig und von groher Güte. Du wirst nicht immer hadern noch ewiglich Zorn halten. Du handellt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergiltst uns nicht nach unserer Ulissetat. Denn so hoch der Himmel Uber der Erde ilt, läßt du deine Gnade wolten über die, so dich fürchten. 8o fern der Morgen ist vom Ebend, läßt du unlere Ubertretungen von uns sein. Klie lich ein Vater über Kinder erbarmet, lo erbarmst du dich, Rerr, üÜber die, so dich fürchten. Vor dem Abendmahl Herr Jelus Chriltus, du getreuer Rirt und Bilchof meiner Seele: ich komme zu dir und bitte dich, du wollest mich durch wahren Glauben bereiten und zum würdigen Galt machen deines himm⸗ lischen Mahles. Du wollest mich heute weiden auf deiner grünen Aue und führen zum frischen Nlaller des Lebens. Du wollest meine Seele erquicken und mich führen auf rechter Strahe um deines Namens willen. Du wollelt mich würdig machen zu deinem Tisch und mir voll einschenken den Becher deiner Liebe und Snade. Sib mir wahre herzliche Reue über meine Sünde und lege mir an das rechte hochzeitliche Kleid des Glaubens an deine Gnade. Sib mir ein demütiges, verlöhnliches Rerz, dah ich meinen Feinden von Berzensgrund vergebe. Tilge aus meinem Berzen die Nurzel aller Bitteckeit und Feindseligkeit, alles HMurrens und aller Verzagtheit. Du hast geladen alle, die da mühlelig und beladen sind; so komme ich Zu dir mit aller Last meines Lebens, mit der Krankheit meiner Seele, mit dem Un⸗ frieden meines Rerzens. Gehe ein zu mir und schenke mir Kraft zum Tragen, ulut zum Kümpfen, Freudigkeit zum Uberwinden. Bleibe du in mir und laß mich ewig in dir bleiben, dah ich deiner Verheihung in freudigem Glauben gewih werde: Uer mein Pleilch illet und mein Blut trinket, der bleibet in mir und ich in ihm, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Amen. Joh. Arndt 747 Gebete Nach dem Abendmahl Rerr Jelu Chrilt, ich danke dir, daß du mich durch die heilsame Gabe deines Leibes und Blutes von neuem meines Reils und deiner Gnade gewih gemacht halt. lch bitte dich, du wollelt mir helfen durch deinen Heiligen Geilt, daß ich den gümden immer mehr absterbe, das Fleilch und seine Geschüfte töte und dir an⸗ hange in starkem Glauben und demütigem Gehorsam. Lah mich dein Eigen sein und dir getreulich dienen in dieser Zeit, bis ich dich schauen darf in deiner Rerrlichkeit. Amen. Ps. 11¹. Bitte und Dank bei belonderem RAnlaß Nach der Ceburt eines Kindes Lieber Rerr Gott, himmlilcher Vater, wir danken dir, dah du unler Baus gesegnet und uns ein Kindlein geschenkt halt. Du halt gnüdig gewacht über der Uutter, haft sie getröstet und geltückt in ihren schweren Stunden. Dir befehlen wir nun unser Kind in deine Vaterhände. Du bist ja der rechte Vater über alles, was Kinder heißt im Bimmel und auf Erden. Du wollest ihm Leben und Odem bewahren und dein Angesicht über ihm leuchten lalsen, es aufnehmen in deine heilige Semeinde, es zu deinem Kinde und Erben machen, es treulich führen und leiten durch dieses Leben und dereinst eingehen lalfen zur Rerrlichkeit der Kinder Sottes in deinem seligen Bimmelreich. Amen. Matth. 18, 1—11. Vor der Tauke eines Kindes O BHerr Jesu Christe, unser Beiland, du halt gesagt: Lalset die Kindlein Zu mir kommen; denn lolcher ilt das Reich Sottes. Auf dies dein Klort bringen wir dies Kind durch unser Gebet Zu dir und bitten: nimm es an und laß es deiner erlösenden Gnade durch die heilige Taufe teilhaftig werden. Lah es dein sein und bleiben Zu seiner Seelen Seligkeit. Amen. IUHark. 10, 13—16. Nottaute Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes! men. 748 stesl Bei belonderem Anlaß Leben wir, so leben wir dem Rerrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn; darum wir leben oder sterben, so sind wir des Rerrn. Der Heiland spricht: Lallet die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ilt das Reich Gottes. Darum laßt uns getrost vor sein Angelicht treten und dies liebe Kind, das nicht uns, sondern dem Rerrn angehört, ihm darbringen, damit es in den Gnadenbund Sottes aufgenommen und für sein Reich geheiligt werde. Der Taukende begieht mit der Rand in einer den Taufpaten sichtbaren Ueise dreimal das Raupt des Kindes mit QNasser, indem er spricht:) Ich taufe dich, N. N., im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Seiltes. (lit rlt unnd auts den Der Rerr, dem du lebend und sterbend angehörst und aus dessen Rand dich niemand reihen kann, voll⸗ ende dich, wann und wie es ihm gefüllt zum ewigen Leben. Vater unser. Kontirmation Elterngebet Getreuer Gott und Vater! En dem heiligen Tage der Kon⸗ firmation treten wir vor dein Angelicht und bitten dich, du wollest auf unser Kind gnädig herniederschauen. Es ilt ja dein Kind. Du halt es schon in der heiligen Taufe an dein Rerz ge⸗ nommen und bis zu dieler Stunde vüterlich geleitet. Laß dir, o Gott, den Dank unserer Rerzen wohlgefallen. Snüdig und barm⸗ herzig bilst du, geduldig und von groher Güte und Treue. Lieber Vater, laß auch heute deine Snadensonne über unserem Kinde leuchten. Stürke es durch deinen heiligen Geist, danh es an dem ernlten und wichtigen Tage leine Gedanken und Klünsche nicht aufs Sitle und Vergüngliche richte. Zu dir und unserem HReiland möchte es sich bekennen; dein Kind, dein getreues Kind möchte es sein und bleiben. Getreuer Gott und Vater, an deinem Segen ilt alles gelegen. So sei du mit ihm, lege ihm deine Rand auf, sei lein Trost, sein Licht, seine Kraft. Segne unser Kind heute und allezeit nach deiner grohen Barmherzigkeit. Amen. OCebet des Konkirmanden ö O du gnädiger und barmherziger Gott und Vater, dir sei Ldob und Preis gefagt, dah du mir bisher geholfen und mich dielen herrlichen Tag des Segens halt erleben lassen! Rabe Dank, du 74 Gebete treuer Gott, daß du mich in der heiligen Taufe Zzu deinem Kinde gemacht und bis zum heutigen Tage in deiner Gnade erhalten halt! Mlache mir diesen Tag zu einem Segenstag für Zeit und Swigkeit. Gib mir ein festes Rerz, das dir die Treue hült in den Stürmen und Anfechtungen des Lebens. Laß deinen Segen auf mir ruhen. Mache mich Zzu deinem Kind und Erben, dah ich in deinen Aegen wandeln und am Ende meiner Tage getrost und freudig sprechen möge: Vater, in deine Hünde befehle ich meinen Geilt! Amen. Beim Begqinn des Eheltandes Nlo der Rerr nicht das Raus bauet, so arbeiten umsonlt, die daran bauen. Aber was du, Berr, segnelt, das ift gelegnet ewiglich. Sott, sei uns gnädig und segne uns! Es segne uns Gott, unser Gott! Er lalse uns sein Antlitz leuchten! Nerr Gott, himmlischer Vater, der du uns deinen gnüdigen Nillen über unseren Rausftand und Sheltand kund getan halt, lah deinen Frieden auf unserem BRause ruhn und in unseren Berzen regieren und halte uns zusammen durch die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Sib uns dein Nort reichlich und mache unsere Rerzen willig, es anzunehmen. Hache dies Raus zu deiner Alohnung. Segne unseren zeitlichen Beruf und laß uns auch des himmlischen treulich warten. Gib uns unler täglich Brot allezeit und süttige auch unsere Seelen mit dem rechten Lebensbrote. Ziehe deine Snadenhand nicht von uns ab, wenn wir sündigen, sondern hilf uns wieder zurecht nach deinem Er⸗ barmen. Nlilllt du uns mit Kreuz heimsuchen, so sei du unser Trölster in Not und Anfechtung. Gib, daß wir bei allen Züch⸗ tigungen, die du uns senden wirst, unter deine gewaltige Band uns demütigen, und erhöhe uns wieder zu seiner Zeit. in deine Bünde befehlen wir une. Unsere Zeit lteht in deinen Bünden. Führe une, wie du willlt, nur dahß wir des himmlischen Ziels nicht verfehlen. Und wenn du uns einst durch den Tod trennen wirst, so lah uns doch eins sein und bleiben in dir, dem lebendigen Gott. Amen. An einem Shegedenktag Berr, unser Gott, du bist Sonne und Schild, du halt Srohes an uns getan, des sind wir fröhlich. QUir sagen dir Lob und Dank 75⁰ Bei besonderem Anlahß für alle Nohltat und Treue, die du uns in guten und bösen Tagen, in Freude wie im Leid erzeiget halt. Reute wislen wir es: Was wir lind, und was wir haben, es ilt alles von dir. In deine Rand stellen wir auch unler ferneres Leben. Deine Gnade lei unser Halt und Trost. Dir befehlen wir unsere Kinder(und Kindes⸗ kinder), unsere Freunde und Lieben. Bewahre uns alle in deiner Liebe, erquicke uns mit deinem Frieden, leite uns nach deinem Rat, und wenn einlt unser Stündlein gekommen ist, dann nimm uns endlich mit Ehren an. Amen. Am Ceburtstage eines Kindes Barmherziger Gott! Du halt unser Kind im verflolsenen Jahre gnädig behütet. Dafür sagen wir dir Lob und Dank. Alir be⸗ fehlenses auch für das neue Lebensjahr in deinen allmüchtigen Schuh. Dein heiliger Engel geleite es auf allen seinen Clegen. Behüte seine Seele vor Sünde und allem Ubel. Gib ihm deinen Geist ins Rerz, dah es in dem neuen Jahr, das du ihm schenklt, immer gehorlamer, waͤhrhaftiger, reiner und treuer werde und zunehme an Alter und NUeisheit und Gnade bei Gott und den Illenschen. Amen. Pl. 15, 118. Am Geburtstag Erwachsener Lieder Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine grohe Güite, bis hlerher hat er Tag und Nacht bewahrt Rerz und Gemüte; bis hierher hat er mich geleit't, bis hierher hat er mich erfreut, bis hierher mir geholfen. Nr. 252,1 lobe den Rerren, o meine Seele! lch will ihn loben bis in FTod. Cleil ich noch Stunden auf Erden zühle, will ich loblingen meinem Gott. Der Leib und Seel gegeben hat, werde gepriesen früh und spat. Ballelujah, Rallelujah! Nr. 258,1 Befiehl du deine Alege und was dein Berze krünkt der aller⸗ treuften Pflege des, der den Zimmel lenkt. Der Qolken, Luft und Alinden gibt Klege, Lauf und Bahn, der wird auch UQege finden, da dein Fuh gehen kann. Nr. 218,1 75⁵¹ für die Früchte des Feldes Am Tage der Hagelkeier Rerr, allmüchtiger Gott, du König Rimmels und der Erden, der du durch deine überschwengliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei Früchten zierelt und erfüllest, dah Menschen und Vieh davon ihre Nahrung haben: Nlir bitten dich um deiner Barm⸗ herzigkeit willen, du wollelt unser Land segnen, daß es seine Früchte und Vermögen gebe; sintemal wir von uns selber nicht ein Körnlein aus der Erde hervorbringen oder demselben helfen können, wo du nicht das Gedeihen gibst. Darum verleihe den Früchten des Feldes eine gnädige Ilitterung, daß sie wachsen und wohlgeraten, behüte sie vor Ragel und Ungewitter, vor Verheerung, vor allem Ungeziefer und Schaden. Gib uns frucht⸗ bare Zeiten, suche das Land heim und wälsere es und mache es reich. Siehe, wir bekennen unsere Sünde mit reuigem Rerzen und schreien zu dir, unserem Gott, du wollest gnüdig sein deinem Volke, unler Leben erhalten und uns mit aller Notdurft versor⸗ gen, auf dah wir in allen Dingen deine göttliche Kraft und milde Haͤnd mit Danksagung erkennen und dich preisen. Amen. Beim Ankang der Ernte Allmächtiger Gott und Vater unseres Rerrn Jesu Christi, der du fröhlich machst, was da lebet und webet, bauest selbst das Land und segnest lein Gewüchs: Klir danken dir, daß du auch dieses Jahr unser Land heimgesucht halt und das Getreide halt wohl⸗ geraten lalsen. Klir wollen nun deinen Segen einlammeln und bitten dich herzlich, du wollelt uns dazu gute und gedeihliche Ulitterung verleihen und deine liebe Sonne scheinen lallen, damit unsere Früchte vor allem Schaden behütet, von uns in gutem Frieden eingesammelt, mit Danklagung aus deiner milden Rand angenommen und zur Notdurft unseres Leibes in guter Gesund⸗ heit genossen werden. Du weitt, lieber Vater, daß wir des täg⸗ lichen Brotes und deines Segens hoch bedürfen. Darum, so gönne uns auch für dieses Jahr deinen reichen Segen; und wie du an⸗ gefangen hast, so segne uns noch ferner, tu deine milde Rand auf und sättige uns mit deinem Gut. Amen. 752 SS EESHSccE V 8 E— 2.—————./ bete Bei besonderem Anlah Reilelegen Ps. 121: lch hebe meine Rugen auf zu den Bergen, von welchen mir Bilfe kommt. leine Bilfe 3kommt von dem Rerrn, der Rimmel und Erde ge⸗ macht hat. Er wird deinen Fußh nicht gleiten lallen, und der dich behütet, schläft nicht. 959 Siehe, der Rüter lraels schlüft noch schlummert nicht. Der Rerr behütet dich, der Rerr ilt dein Schatteri über deiner rechten Rand, dah dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Uond des Nachts. Der Berr behüte dich vor allem Ubel, er behüte deine Seele! Der Rerr behüte deinen Rusgang und Eingang von nun an bis in Swigkeit! in allen meinen Taten laß ich den Röchsten raten, der alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, solls andere wohl gelingen, mir selber geben Rat und Tat. Nr. 223 in lchweren Tagen Swiger, barmherziger Gott und Vater! Zu dir nehmen wir unsere Zuflucht in unserer Not. Röre auf unser Flehn und ver⸗ wirf uns nicht von deinem Angesicht. Clir hoffen auf dich; denn bei dir ist viel Gnade und Vergebung. Lindere du die Leiden, mit denen du uns heimgesucht halt. Trölte, stärke, errette, hilf uns nach deiner Barmherzigkeit. Klir willen, daß denen, die dich lieben, alle Dinge zum gelten dienen. Aber du kennst unser schwaͤches, trotiges und verzagtes Rerz. Gib uns Geduld zum Leiden, Kraft zum Tragen, Mut zum Kümpfen. Laß uns nicht verzweifeln und verzagen. O hilk une, daß wir nicht verderben! Entziehe uns nicht des Glaubens Trost. Dir befehlen wir alle unsere Klege. Du wirlt uns nicht ewig in Unruhe lalsen, du wirst uns nicht verlalsen noch versüumen. Ruf dich harren wir, Rerr, mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen! Amen. Klagel. 3, 20–40. 753 Gebete In Volksnöten ln Kriegsgefahr Beiliger und barmherziger Gott, erzeige uns deine Gnade und hilf uns! Schwere Uetter steigen auf über unserem Volke, un⸗ lerer Kirche, unserer SGemeinde. ch, dahß wir unter dem Toben der Völker deine Stimme hörten und deinen Seist uns strafen ließen! Mit Langmut halt du uns geschont und Geduld mit uns gehabt. Aber wir sind über deine Süte allzu sicher geworden, haben dein Nort vergessen, viel widereinander gemurrt, aber wenig füreinander gebetet, haben auf unsere Nleisheit, unser Vermögen und Uerk vertraut, statt allein auf dich unsere Roff⸗ nung zu setzen. In tiefer Demut Rommen wir Zu dir, Berr, unser Gott. Laß uns eins werden in der Erkenntnis unserer Sünde, dah wir auch eins werden im Vertrauen auf deine Erbarmung. Sei eine feurige Mauer um unser Vaterland her und erzeige dich herrlich darinnen. Klächlt die Not, lo mache die Liebe brennen⸗ der, den Kranken Pflege Zzu bringen, den Armen und Bungernden Obdach und Speise, den Verlallenen und Sinsamen Trost und Teilnahme. Knüpfe durch die Trüblal neue Liebesbande, führe uns durch Kümpfe und Nöte zu neuen Siegen deines Reiches und schenke unlerem Vaterlande einen Frieden, der deines Namens Ehre ilt. Amen. Ps. 46. Bei Mihwachs und Teuerung Nerr Gott, himmlischer Vater! Du siehst den Jammer der Armen und Bungernden. Nlende die Züchtigung, die wir wohl verdient haben. Nlir hätten ja längst verschmachten und verderben müssen, wenn du mit uns hättest handeln wollen nach unseren Nlerken. Du aber bilt gnädig und barmherzig. ch, Rerr, gib uns doch Zzu erkennen, daß du es bilt, der uns heimsucht, damit wir unsere Nerzen zu dir kehren und dich anrufen lernen und dir allein vertrauen. Bewahre une, dah wir nicht verlucht werden über Vermögen, sondern hilf uns zu rechter Zeit aus unserer Not. Du gibst den Raben ihre Speise, wenn ihre Jungen zu dir schreien, und ernährlt die Vögel unter dem Rimmel. Du halt auch noch lilittel und Klege, uns unser täglich Brot darzu⸗ 7⁴ ete Krankentrost reichen mitten in dieser Teuerung. 8o laß uns, du treuer Gott, deine Enade und Barmherzigkeit schauen und sende uns Rilfe und Erlösung in dieser schweren Zeit um deiner Liebe willen. Amen. Pf. 91. In Seuchennot Ach, Herr Gott, barmherzig und gnüdig, von groher Güte und ITreue! Ilir demütigen uns unter deine gewaltige Rand, die so schwer auf uns liegt. Rerr, sei uns gnüdig nach deiner Güte und tilge unsere dünde nach deiner grohen Barmherzigkeit. Klende deine Plage von uns, daß wir nicht verschmachten. Reile die Kran⸗ ken und Schwachen. Sei bei ihnen in der Not, reihe sie heraus und zeige ihnen dein Reil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ihnen alle ihre Sünde. Lehre uns alle bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden, an deinem Nort fest⸗ halten und, wenn du es beschloslen hast, in Frieden hinfahren. Amen. Ps. 23. Krankentrolt Oebete Nerr Jesu Christe, du halt deinen Boten Zzu mir geschickt, nümlich diele meine Krankheit, und mich zur Buhe ermahnen lassen. Sieh, mein Rerr, ich erkenne deinen gnädigen Klillen, bin gehorsam und kehre mich zu dir. Mein Sott, ich sende dir wieder einen Boten, nämlich mein armes Gebet und Seufzen. O Rerr, nimm mein flehen an und laß mein Seufzen vor dich kommen. Gefüllt es dir, mein Erlöser, ist es mir gut und selig, daß ich leben loll: Nun, so richte mich auf und hilf, daß es ein neues, gesundes, christliches Leben sei bis an mein Ende. Gefüllt dirs nicht, dah ich lebe, sondern daßh dies mein Ende sein soll, nun, lo komm, Herr Jesu, und nimm meine Seele in deine Bünde. Amen. O BHerr, himmlischer Vater, du bist ein getreuer Gott und lüssest niemand versucht werden über lein Vermögen. lch bitte dich in meinen grohen Nöten und Schmerzen, laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden. Stürke mich, daß ich es mit Geduld trage und an deiner Barmherzigkeit nimmermehr verzage. O Christue, des lebendigen Gottes Sohn, der du des Kreuzes Pein für mich gelitten halt, zu dir rufe ich aus Rerzensgrund: Erbarme dich 75⁵ Gebete über mich und vergib mir alle meine Ubertretung. Erhalte mich im wahren Slauben bis an mein Ende. O Sott, heiliger Seilt, du wahrer Trölter in aller Not, ltürke mich in der Geduld, er⸗ wecke in mir das Sebet und weiche nicht von mir in meiner letzten Not. Amen. Pl. 13. Sprüche aus Cottes Wort kür Kranke ange Seufzer): Deine Barmherzigkeit hült sich hart gegen mich Jes. 63, 15). Ach Rerr, wie so lange?(Ps., 4). Ich elender Mensch, Wer wird mich erlölen von dem Leibe dieses Todes?(Röm. 7, 24). (Demütigung vor Gott): Ach, Rerr, unsere Milsetaten haben es ja verdient(Jer. 10 o du willlt, Rerr, Sünde zurechnen, Rerr, wer wird bestehen?(Ps. 130, 3). (Trolt des Glaubens): Das Blut Jesu Chrifti, des Sohnes Gottes, macht une rein von aller Sünde(1. Joh. 1,7). Alle Züchtigung, wenn sie da ist, dünket lie uns nicht Freude, londern Traurigkeit zu sein; aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Serechtigkeit denen, die dadurch geübet sind(Rebr. 12, 11). Selig ilt der Ulann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er be⸗ währet ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott derheihen hat denen, die ihn lieben(Jak. 1, 12). (Die väterliche Stimme Sottes): Kann auch ein Ileib ihres Kind⸗ leins vergelsen, dah lie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes! Und ob lie desselbigen vergühe, so will ich doch deiner nicht vergessen. Siehe, in die Rände habe ich dich gezeichnet Wei. 49,15. 16). lch will dich nicht verlaslen noch derläumen (Heb. 13, 5). Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Süte(Jer. 31, 3). (Die Gnadenstimme Jelu Christi): Aen da dürstet, der komme zu mir und trinke. Nler zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen(Joh. 7,37; 6,37). Laß dir an meiner Snade ge⸗ nügen, denn meine Kraft ilt in den SIchwachen mächtig(2. Kor. 12,9). Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben(Offenb. 2, 10). Auch können folgende längere Abschnitte von dem Kranken ge⸗ lesen oder ihm vorgelesen werden: 1. Petri 5,, Ps. 130; Pl. 25; PI. 42; PI. 63, 2-9 Ps. 1; Klagel. 3,2242; Röm. 8, 18-27; Röm. 8, 28-37; l. Petri 1, 3-9, Pl. 126; Offenb. 7, 9—17. 756 Sterbenstrolt Sterbenstrolt Sprüche, den Sterbenden zuzulprechen Ob ich schon waͤnderte im kinstern Tal, fürchte ich kein Unglück, 641.2 0 bilt bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich 23, 4). Chriltus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn(Phil. 1, 21). Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bilt mein(Jel. 43,1). Der ierr wird dich erlösen von allem Ubel und dir aushelfen zu leinem himmlischen Reiche, welchem sei Ehre von Swigkeit zu Swigkeit! Amen(2. Tim. 4, 18). Nerr, ich warte auf dein Reil!(1. Mos. 49,18). in der Uelt habt ihr Anglt, aber seid getrolt, ich habe die Nelt üÜberwunden(Joh. 16, 33). Verlaß mich nicht, Rerr, mein Gott, sei nicht ferne von mir, eile mir beizustehen, Rerr, meine Rilfe(Ps. 38,22, 23). Allo hat Gott die Uelt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, fondern das ewige Leben haben(Joh. 3,16). Ulir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn Rerrn, der dom Tode errettet(Pl. 68, 21). Kurze Cebete, dem Sterbenden vorzulprechen in deine Rände bekehle ich meinen Seilt, du halt mich erlölet, Rerr, du treuer Gott(Ps. 31,6). Rerr Jesu, nimm meinen Geilt auf(Ap.⸗Gesch. 7,58). Clie der Rirsch schreit nach frischem Classer, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Euleine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott; wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue!(Ps. 42). Rerr Jelu, dir leb ich, Rerr Jesu, dir lterb ich, Rerr Jesu, dein bin ich, tot und lebendig! Amen. 757 Gebete Nerr, mein Birt, Brunn aller Freuden, du bilt mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. lch bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zugut in den Tod gegeben. Du bilt mein, weil ich dich false und dich nicht, o mein Licht, aus dem Berzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich ewig werd umfangen. Nr. 222, 11 u. 12. Ulenn ich einmal loll scheiden, so scheide nicht von mir. Uenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am aller⸗ büngsten wird um das Berze sein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und Pein. Erscheine mir zum Schilde, zum Trolt in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich felt an mein Rerz drücken. Uler so stirbt, der stirbt wohl. Nr. 45, 9 u. 10. Mach End, o Rerr, mach Ende mit aller unsrer Not, stürk unsre füh und Ründe und lah bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Klege gewiß zum HBimmel ein. Nr. 218, 12. 80 nimm denn meine Ründe und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich. lch mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt, wo du wirlt gehn und stehen, da nimm mich mit. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Rerz und mach es end⸗ lich stille in Freud und Schmerz. Laß ruhn zu deinen Fühen dein armes Kind, es will die Augen schließen und glauben blind. Ulenn ich auch gar nichts fühle von deiner Macht, du bringlt mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht. 8o nimm denn meine ZBünde und führe mich bis an mein selig Ende und 2357 — r. 520. Ach Berr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen, den Leib in lein'm Schlafkümmerlein gar sanft ohn einꝰge Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage; alsdann vom Tod erwecke mich, dah meine Rugen sehen dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Reiland und mein Gnaden⸗ thron. Berr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich! Nr. 162, 3. 758 .— Sterbenstrost lch bin dein, sprich du darauf dein Amen, treulter Jelu, du bilt mein, drücke deinen sühen Jesusnamen brennend in mein Rerz hinein. Mit dir alles tun und alles lalsen, in dir leben und in dir erblallen: das sei bis zur letzten Stund unser Klandel, unler Bund! Nr. 55, 4. Nachdem der Kranke verlchieden ilt Herr, unler Gott! Du halt nun den Geliebten unserer Seele von uns genommen. Darüber lind wir betrübt in unleren Berzen. Aber wir danken dir auch für allen Segen und alle Freude, die du unserem lieben Entschlafenen und durch ihn uns geschenkt halt. Qlir vertrauen auf deine Gnade und getrölten uns dessen, dah du ihn in dein seliges Rimmelteich aufgenommen halt. Laß uns weiter wandeln unseren Ueg im treuen Gedenken an ihn, der bisher unser Ueggenolle war, und in tetem Bewußtsein deiner Gegenwart, der du uns führelt auf rechter Bahn. Und wenn einst auch unser Stündlein hommen wird, so laß uns abscheiden von dieler armen Erde in Fried und Freude und eingehen Zu deinem Reich der Rerrlichkeit und wiederfinden vor deinem Angelicht, die einlt mit uns lebten auk Erden und nun dich schauen dürfen in selgem Glanz und ewigem Licht. Amen. Am Begrͤbnistage Lieder jerulalem, du hochgebaute Stadt, wollt Sott, ich wör in dir! Mein sehnlich Rerz so großh Verlangen hat und ist nicht mehr bei mir; weit über Berg und Tale, weit über blaches Feld schwingt es lich über alle und eilt aus dieler Nelt. Nr. 317, 1. O Swigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, 6 Anfang londer Ende! O Swigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weih vor groher Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz erschrocknes Herz erbebt, dah mir die Zung am Gaumen klebt. Nr. 321, 1. Ich bin ein Salt auf Erden und hab hier keinen Stand, der Rimmel foll mir werden, da ist mein Vaterland. Bier reil“ ich bis zum Grabe, dort in der ewogen Ruh ilt Gottes Gnadengabe, die schleußt all Arbeit Zu. Nr. 323, 1. 75 Johannes Bugenhagen Georg Rhawm Zur Gelchichte des evangelilchen Kirchenliedes Überblick über die Celchichte des Kirchenliedes und des Gelanobuches Im Gottesdienst der christlichen Semeinde ilt von Anfang an gesungen worden. Nicht bloß Plalmen, londern auch neue, aus der Gemeinde heraus gewachsene Gesänge(Kol. 3, 16). lir haben noch Spuren davon im Neuen Vestament(Luk. 2, 141. Lim. 2, 16 ff. Offb. 2,12 u. a.). In der abendlündischen Kirche des 4. Jahrhunderts blüht die Dichtung lateinischer geiftlicher Lieder reich auf; be⸗ sonders viele solcher Rymnen“ werden dem Bischof Ambrosius von Mailand(geb. 340) Zugeschrieben, nur einzelne mit Recht. Der sogenannte Ambrosianische Lobgesang(Rerr Gott, dich loben wit) stammt nicht von ihm. Luther hat ihn verdeutscht(242); der katholische Priefter Ignaꝝ Franz macht um 1770 ein geistliches Volkslied daraus(530). Lateinische Lieder werden durchs ganze Mittelalter gedichtet; fie sind zum Teil in deutscher Ubersetzung und Bearbeitung(durch Luther u. g.) ins evangelische Gesang⸗ buch gekommen. Am mächtigsten ilt das„Ilitten wir im Leben sind“(305). Der Abt Bernhard von Clairvaux(&+ 1153), Kreuzzugsprediger, Prediger der Jelusliebe, hat Anregung zu 760 Uberblick über die Geschichte Jesusliedern gegeben. Das von ihm selbit stammende Jelu dulcis memoria“ ist von NMartin Moller verarbeitet worden(215); der von Paul Gerhardt verarbeitete Gruß an die 7 Gliedmahen des Sekreuzigten(45, 47) stammt nicht von B. selbfst. Das volks⸗ tümliche deutsche geistliche Lied(die sog.„Leisen“) blieb ein Fremdkörper im lateinischen mittelalterlichen Gottesdienlt; doch setzten lich neben Klallfahrtsliedern(551) deutsche Kleihnachts⸗, Olter⸗, Pfingstgesänge in Nebengottesdienften allmählich durch (56, 68, 75, 76, 352, 353, 355, 380. Der Ilystiker Johannes Tau⸗ ler, Prediger in Strahburg(1300-1361), hat auch deutsch ge⸗ sungen(343), ebenso der Iulönch Reinrich von Laufenberg (1370-1458) sein schönes Lied vom Rimmeisheimweh(575). Luther hat dem deutschen geiltlichen Lied als evangelischem Kirchenlied Reimatrecht im Gottesdienst verschafft, indem er das Singen der Gemeinde zu einem wesentlichen Stück des Gottes⸗ dienstes machte. Er veranlaßte die Rerausgabe der ersten evan⸗ gelischen Gesangbücher(1524) und dichtete selbst eine Reihe von Liedern. Im ganzen hat Luther 42 geistliche Lieder gedichtet, von denen 36 Kirchenlieder geworden sind. Er schafft teils neue Dich⸗ tungen, teils Bearbeitungen von Pfalmen oder anderen Bibel⸗ worten, teils solche von mittelalterlichen lateinischen oder deut⸗ schen Gesüngen. Das wird für die geistliche Dichtung der Re⸗ formationszeit wegweisend. Von Luther geführt, tritt eine ganze Reihe von silitsingern in allen Teilen Deutschlands auf den Plan, im Lied das Soangelium zu verkünden. Lieder wie„Es ist das Beil uns kommen her“(149) von Paul Speratus haben in mehr als einer Stadt den Siegeslauf des Soangeliums gefördert. Luther hat eine Reihe von Gelangbuchausgaben selber besorgt und dabei darauf geachtet, daßh keine unevangelischen Lieder aufgenommen wurden; die letzte dieser Rusgaben erschien bei Valentin Babst in Leipzig 1545 und enthielt 1oi Kirchenlieder. In⸗ haltlich waren die Lieder der Reformationszeit außher Psalmliedern meilt Lieder von der Kirche, Gottvertrauenslieder, Sterbelieder. Das blieb durchs ganze Jahrhundert so. Erlt um die Jahr⸗ hundertwende wird durch Martin WMoller und Philipp Nicolai der Ton der Jesusliebe angeschlagen, der bald sehr reichlich erklingen lollte. Huldreich Zwingli, der Züricher Reformator, war zwar selbst Verfasser von geiltlichen Liedern, wollte aber die Lieder nicht in der Kirche gelungen haben, wäührend Johann Zwick in Konltanz selbit Lieder sang und ein Gesangbuch 761 Gvangelilches Kirchenlied herausgab. in Genf beschränkte man lich auf(französische) Pfalmenlieder, die in einer einheitlichen Ubersetzung herausge⸗ geben und aueschliehlich gebraucht wurden. Diele hat Ambrolius Lobwalser in Königsberg ins Deutsche übersetjt und 1573 heraus⸗ gegeben. Der Lobwassersche Plalter ilt in vielen deutschen refor⸗ mierten Gemeinden bis ins 18. Jahrhundert hinein das einzig gebrauchte Gelangbuch gewelen. in der Zeit des Dreihigjührigen Krieges tritt uns mit Johannes Reermann derbedeutendlte Kirchenliederdichter zwischen Luther und paul Serhardt entgegen. Die Dichtung wird jetzt aus⸗ gelprochen perlönlich, wenn auch die Beziehung zur kirche Reineswegs fehlt, die Sprache kunltvoller. Es ilt die Zeit der Sprachreinigung und Sprachpflege durch Uulactin Opit und die verschiedenen Dichterorden(Fruchtbringende Geselllchaft“„Elb⸗ schwanorden“ u. a.), deren Mitglieder auher weltlichen meilt auch geiltliche Uieder dichten. Die geiltlichen haben durchgüngig weni⸗ ger Gekünsteltes, Ungelundes als die weltlichen, obgleich es daran, namentlich im püteren Verlauf der Entwichlung, auch bei den geiltlichen nicht fehlt. Neben den Königsberger Dichtern(Simon Dach u. c.) und den Schleliern war am berühmtelten Johannes Rilt in Kledel bei Ramburg. Der Generalsuperintendent J. Gele⸗ nius in Bannoder gibt 1647 zusammen mit dem Konsistorialrat Davdid Denicke ein Gelangbuch heraus, in dem die alten Lieder dem veränderten Sprachgeschmach entlprechend„oerbessert“ sind. Rufs ganze gesehen, bringt aber die Zeit von 1616-1676 eine Fülle don Liedern, die dem deutschen evangelilchen Volk be⸗ londers ans herz gewachlen sind, mit ihrem innigen Sott⸗ vertrauen, treuen Bekennen, stiller Anbetung, mit ihrem gläu⸗ bigen Rusblick in die Swigkeit. In alledem steht an erster Stelle der Mann, der seinen Plaß in der Kirchengeschichte gerade als Dichter von Kirchenliedern errungen hat, PAul Gerhardt. Von seinen 129 geiltlichen Liedern stehen nicht weniger als 39 in unserm Gelangbuch. Er hat keiner Dichterschule angehört, hat auch keine eigne Schule gegründet; aber der Einfluh leiner Lieder hat sich weithin ausgereirkt. im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts drüngt lich in den Lle⸗ dern, neben mancherlei Künsteleien der Form, eine innige, aber zum Teil lütlich schwürmerische Jesusliebe tark in den Vorder⸗ grund. Besonders einflußreich wird hier Johannes Scheffler (trotzdem er katholisch geworden ilt), auch der Nürnberger Dichter⸗ 762 Uberblick über die Geschichte kreis. Clir stehen im Ubergang Zzur rein perlönlich⸗-subjektiven Dichtung des Pietismus. Mit dem Pietismus bricht um die Klende des 17. bis 18. Jahr⸗ hunderts ein neuer, schier überreicher Liederltrom auf. In Balle sammelt A. H. Franckes Schwiegerfohn Joh. Anastalius Frey⸗ lin ghausen 17⁰⁴4 und 1714 neben den alten die neuen Lieder, die damit in die Gesangbücher kamen. Dasselbe tut in Berlin 1708 und 1713 Johann Porst, deslen Gelangbuch in Brandenburg und Pommern weiteste Verbreitung fand Die neuen Lieder bekommen meistens auch ganz neue Helodien nach dem Geschmack der Zeit. Für das Lied des Pietismus ilt kennzeichnend, daß neben den Sottvertraueneliedern, die auch jetzt nicht fehlen, die Jesus⸗ lieder in den Vordergrund treten, von der Liebe zu Jesus und don der Nachfolge Jesu, wie von der Reiligung des Christen⸗ lebens. Nicht wenige der pietistischen Dichter waren der Kirche gegenüber wegen ihrer Nleltförmigkeit sehr kritisch gestimmt.— Der bedeutendste dichterische Vertreter des reformierten Pietis⸗ mus ist Gerhard Tersteegen. Sinen belondern Kreis frommen Ulesens ion Widalans! Dichtung bildete die Brüdergemeine mit dem Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf als Begründer und Führer. Der Liederschwall der Brüdergemeine, zumal in den erlten erregten Zeiten war ungeheuer; eine Sichtung trat ein durch Chriltian Gregor mit seinem Brüdergesangbuch von 1778. Gleichzeitig mit dem Entstehen der pietistischen Lieder werden auch von Nichtpietilten zahlreiche Lieder geschaffen, die zum Teil wegen ihrer Glütte in Form und Inhalt sehr beliebt werden. Der fruchtbarlte Dichter dieser Art ist der Schlesier Benjamin Schmolck, der rund 1000 Lieder gedichtet hat. Unter den deutschen Klalsikern hat sich nur Klopstock um das Kirchenlied gehümmert und selbst Kirchenlieder gedichtet. Er suchte auch die alten Lieder durch Umarbeitung und Beseitigung von sprachlichen und sachlichen Anstöhen der Gemeinde der Gegenwart wieder näherzubringen. Das hat die sogenannte Auf⸗ klürung nachher in zum Teil ungeheuerlicher Qeise fortgesetzt und das alte Erbgut an Liedern bis zur Unkenntlichkeit verstüm⸗ melt. Daneben traten nach Form und Inhalt vielfach recht mähige Neudichtungen. Der bedeutendste Kirchenlieddichter der from⸗ men Rufklärung war Christian Fürchtegott Gellert. 763³3 Svangelisches Kirchenlied im aus gehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhundert hatte jede „Rerrschaft“ den Ehrgeiz, ihr eignes Gesangbuch herauszugeben, auch wenn ihr Sebiet noch lo klein wat. Daraus ergab lich die Gelangbuchzersplitterung im evangelischen Deutschland, die dann wieder der Bearbeitung der Lieder nach dem Geschmack der Zeit Tür und Tor öffnete. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bringen die Befreiungskriege ein Aufwachen auch der geiltlichen Dichtung; Lieder von Ernlt Morit KArndt und Max von Schenkendorf sind eigentliche Kirchenlieder geworden. Dazu kommt die Belinnung auf das alte Erbgut, das in den Gelangbüchern der Kufklärung ver⸗ gelsen oder verwüssert worden war. an will, dah in den Ge⸗ fangbüchern wieder die alten Lieder in möglichit underänderter Form zu Ehren kommen. Die in den verschiedenen Gebieten durchgeführte Gesangbuchreform hat diesen Grundsatz mehr oder weniger treng zur Geltung gebracht und ilt dabei auch zu einer gewiflen gegenseitigen Annüherung der verschiedenen Gelang⸗ bücher in bezug auf die gemeinsam zu übernehmenden kern⸗ lieder gekommen. Doch blieb im übrigen die NMannigfaltigkeit des Liedbeltandes der Gesangbücher noch lehr groh. in Philipp Spitta und Albert Knapp treten auch wieder Dich⸗ ter auf, die Kirchenlieder in gröherer Zahl dichten Im allge⸗ meinen ist das was das 19. Jahrhündert-bis zur Gegenwart— an religiöser Dichtung hervorgebracht hat, zum Kirchenlied der evangelischen Gemeinde wenig geeignet: es ilt meiltene ganz aus der Stimmung des einzelnen herauskliehende und zum ein⸗ zelnen redende Befinnungedichtung Immerhin ilt manches auch für dit Gemeinde und ihr Gesangbuch Brauchbares geschaffen worden. Das sogenannte„geiltliche Volzelied“ im engeren Sinn („Barre, meine Seele“,„lo findet die Seele“ u. mit seinen weichen einschmeichelnden Uelodien hat lich viele Anhünger er⸗ obert. 80 wenig es sich an Kraft mit dem eigentlichen Kitchen⸗ lied vergleichen kann, so wenig soll man sich rein ablehnend da⸗ gegen verhalten.—Kennzeichnend für die ausgelprochen kirch⸗ liche Lieddichtung des 19. Jahrhunderts ist das Milsionslied. Die Gesangbuchreform dee 19. Jahrhunderteé war in weitem Umfang zum Erbe des 16. und 17. Jahrhunderts bis zum Pietis- mus einschließlich zurückgekehrt.[llit der Qende des 17. und 20. gahrhunderts setzt eine neue Gelangbuchbewegung ein, der 7⁰⁴ Uberblick über die Geschichte es neben der Auswahl der belten Liedergaben aus allen Jahr⸗ hunderten der evaͤngelischen Kirchengeschichte namentlich darauf ankam, dem Gesangbuch als einem Buch gottesdienstlichen Ge⸗ brauchs wieder eine würdige künstlerische Ausstattung, wie lie die Gelangbücher der Keformation gehabt haben, Zu geben. An der Spihe steht das Gesangbuch für Ellaß-Lothringen von 1899. in bezug auf den Inhalt der Gelangbücher wurde das Bedürfnis nach deutsch-evangelischem Gemeinbelit immer stärker emp⸗ funden. Illitten im Krieg wurde das Gesangbuch für deutsch⸗ evangelische Auslandegemeinden herausgegeden(1015), mit 342 kirchenliedern und einem Anhang geiltlicher Volkslieder. Nach dem Krieg wurde dann eine ganze Reihe neuer Gelangbuch⸗ ausgaben geschaffen, in zunehmendem Illahe in der Neife, daß man in einem ersten allgemeinen Teil die 342 Lieder des Rus⸗ landsgesangbuchs, in Text und Ileise genau in der gleichen Form, aufnahm und einen zweiten belonderen Teil anfügte, in dem das Sondergut des einzelnen kirchengebiets in Berück⸗ sichtigung leiner besonderen Geschichte dargeboten wurde. Nlie die Dinge geschichtlich geworden lind, kommen wir nur so Zu einem wirklichen deutsch-evangelischen Gemeingut für die wich⸗ tigsten und am meisten gesungenen Lieder, ohne daß das in den einzelnen Gebieten Eingewurzelte rücklichtslos beseitigt wird. 80 haben zum Liedbestand unseres Gesangbuchs alle Jahr⸗ hunderte evaͤngelischer Kirchengelchichte bis hin Zzu den mittel⸗ alterlichen Quellen beigetragen, lo daß es als rechtes Bekenntnis⸗ buch unsrer Kirche durch den Lauf ihres geschichtlichen Kerdens erscheint. 8o vielltimmig das Bekenntnis ist, das hier ertönt: es ült doch alles auf den einen Grundton gestimmt: Allein Gott in der Röh sei Ehr! Von den 5095 Liedern unseres Gelangbuchs stammen 195 von 14 Dichtern(von P. Gerhardt i7. Jahch.] 39, Luther i6. Jahrh.! 23, Schmolck 18. Jahrh.] 20, Ph. Spitta 19. Jahrh.] 19, Gellert 118. Jahrh.JI15, J. Beermann l17. Jahrh.] 13, Tersteegen His. Jahrh. 12, Knapp[19. Jahrh.] 10, Rist i7. Jahrh.] 7, Rindt 19. Jahrh. 7, Zinzendorf i8. Jahrh.] 7, Rambach[i8. Jahrh.] 7, Kichter 118. Jahrh.]6, Schenkendorf 19. Jahrh. E). s liefern je's Lieder, je 4, 1je 3, 54 je 2; 148 sind nur mit je einem Lied vertreten. Von 50 Liedern sind die Verfasser unbekannt. 765⁵ Die Dichter der Lieder Der Ursprungszeit nach enthält das Gesangbuch Lieder: aus dorreformatorischer Zeit ĩ0, aus dem 16. Jahrhundert 99, aus dem 17. Jahrhundert Gi pietismus ausschliehlich) 162, aus dem 18. Jahrhundert(Pietismus und Rufklärung) 177, aus dem 19. Jahrhundert 135, aus dem 20. Jahrhundert 20. Die berschie⸗ gende Zahl— 6os statt 505 Lieder—erklärt sich daraus, dah ver⸗ schiedene Lieder infolge spüterer Ergünzung doppelt gezählt sind). Die Dichter der Lieder l. Rus vorretormatorilcher Zeit (Siehe„Uberblich) Il. Das Jahrhundert der Rekormation a) Luther und leine Zeitgenossen Martin Luther, geb. 10. Nov. 1483 in Sisleben, gelt. daselbst 18. Febr. 1546, Profesfor der Theologie in NUittenberg, der deutsche Kirchenreformator, der seinemVolke neben der deutschen ibel auch das deutsche Gelangbuch schenkte. Die ersten ev. Gelangbücher, darunter das mehrktimmige Chorgelangbuch von Joh. QUlalther mit I.9. Vorrede, erschienen 1524. Von L.8. 42 geiltlichen Dich⸗ tungen wurden 36 zu kirchenliedern. Sie sind ebenso Zeugnisse der gläubigen Semeinde wie leines gewaltigen persönlichen Glaubens uͤnd ihrer Entltehung nach teils Erweiterungen alter Einzelstrophen(z. T. sog. Leifen) wie Nr. 10, 75, 76, 133, 305, teils Übertragungen altkirchlicher Gelnge wie Nr. 242 u. 298, teils biblische Umdichtungen wie Nr. 89, 92, 73, 140, 304, teils freie Dichtungen wie Nr. 1, 12, 57, 85, 90, 71, 148, 159, 430, 444, 455.— Nr. 85, 133, 159, 430, 444 sind Katechismuslieder. Philipp Melanchthon, geb. 1497 in Bretten(Pfalz), Itudierte in Heidelberg und Tübingen, wo er 1514 HHagister der Philosophie wurde, 1518 Lehrer für Griechisch an der Univerlität Klittenberg. Durch Luther für die Theologie gewonnen, wurde der grohe Lehrer, der Praeceptor Germanige, in dem sich die Sinheit von Svange⸗ lium und Rumanismus verkörperte, sein bedeutendster Ullitarbeiter an der Reformation. Er stellte sein püdagogisches Genie auch in den Dienst der Katechismusarbeit und trat auch für die Notwen⸗ digkeit des Kirchengelanges im Sinne der Fortentwicklung ein. Er starb 1560. 766 &MRN23 2.——F V& Hùë—2W2³DST:A 9096& YVT-A=- EE DeiS — 22 AÆEH⏑&r ie⸗ er⸗ ——444. Das Jahrhundert der Reformation Johann Bugenhagen, geb. 1485 in Nollin i. P., 1504 Rektor in Treptow, 1522 Dozent in Ulittenberg, dort auch Stadtpfarrer und Theologieprofessor. Als der bedeutendste Organisator des norddeutschen Landeskirchentums wirkte er in Braunschweig, BHamburg, Lübeck, Pommern(Doctor Pomeranus), Schleswig, Hildesheim, Nolfenbüttel, dazwischen auch in Dänemark. Seine Kirchenordnungen stellen am reinsten den lutherischen Typ dar. in der Braunschweigischen 152⁸ erschien erltmals die Ueise „Christe, du Lamm Gottes“, deren Kern das Kyrie in Luthers Deutscher lilesse(1526) aufzeigt. Von hohem NIerte ist leine Rus⸗ legung der Plalmen. Er starb 1556. Justus Jonas, geb. 1493 in Nordhausen, gest. 1555 in Sisfeld (Ilerra), Professor des Kirchenrechts in Erfurk, Profefsor der Theo⸗ logie in Uittenberg, Reformator von Ralle, nach dem Schmal⸗ kaldischen Krieg Pfarrer und Superintendent im Koburgischen. J.[tand leinem Ffreund Luther im Sterben bei und hielt ihm die Leichenrede, war Illitarbeiter an der Bibelüberletzung und dichtete im Lutherton das Lied von der streitenden Kirche Nr.9s. Georg Khaw, geb. 1488 in Sisfeld(Franken), gelt. 1848 in Nlit⸗ tenberg. Als Thomaskantor zu Leipzig führte er anläßlich der Disputation zwischen Luther und Sck 1519 eine eigene geistliche Feltmusik auf. 1524 Lehrer und 1525 Notendrucker für protestan⸗ tische Kompositionen in Ilittenberg, ein Uuleister schmuckvollen Buchdrucks, Verfasser auch eines der erlten evangelischen Erbau⸗ ungsbücher. Von besonderer Bedeutung ist die 1644 von R, her⸗ ausgegebene, mehrstimmige, geiltliche Sammlung„Neue deutsche Gesänge für gemeine Schulen“. Johann Malther, geb. 1496 in Kahla in Thür. Kapellmeister und Kantor zu Torgau, Luthers Freund und Nlitarbeiter am Gesang⸗ buch, starb 1570 in Torgau. IU. dichtete und sang Nr. 567, 576. Paul Sber, geb. 151 in kitzingen(Franken), Professor, später Stadtpfarrer und Generalsuperintendent in Uittenberg, wo er 1569 starb. In seinen tröltlichen Liedern Nr. 21 u. 309 klingt leines Lehrers und Freundes Uuelanchthon milder Ton. Paul Speratus, geb. 1484 in Schwaben, als Priester begeisterter Vorkämpfer der Reformation in Osterreich und Mähren. In Olmütz als Ketzer zum Feuertode verurteilt, wurde er doch aus dem Kerker, wo er sein Glaubenslied Nr. 149 dichtete, ent⸗ 767 Die Dichter der Lieder latlen. Danach Luthere IUlitarbeiter(am Gelangbuch)/ auf dessen Empfehlung Rofprediger des Rerzogs Elbrecht in Königsberg, mit Gramann Reformator von Preuhen, von 1529 bis zu seinem in Marienwerder 1551 erfolgten Tode Bischof von Pomesanien. Johann Gramann Poliander)/ geb. 148/ in Neultadt(Franken), bei der Leipziger Disputation Ecks Schreiber, nach seinem Uber⸗ tritt 2ur Reformation auf Luthers Empfehlung Pfarrer in Königs⸗ berg, wo er als Freund des Herzogs Albrecht 1541 starb. Nr. 243. Albrecht, Markgraf von Brandenburg-Enebach, Herzog von preuhen, geb. 1490 in Ansbach, führte mit Speratus und Gra⸗ mann die Reformation in seinem Lande ein und starb 1568. Ob er Nr. 210 gedichtet hat, ilt zweifelhaft. johann Kgricola, geb. um 1494 in Eisleben, Rofprediger und Generalsuperintendent in Berlin, ltarb 1566. Nr. 160 ilt wahr⸗ scheinlich don ihm gedichtet. Srasmus Alber, geb. um 1500, Schüler und Freund Luthers, Beformator in Bessen, starb nach einem leidvollen Leben als Superintendent in Neubrandenburg 1553. Von ihm stammt Nr. 539 Und vielleicht auch Nr. 274, 537. Nikolaus Decius(Lech), geb. in Bof(Bayern), als Klolterpropft von Steterburg evangelisch geworden, Wirkte als Lehrer in Braun⸗ schweig und starb 152 als Prediger in Stettin. Nr. 86(Sloria deo in excelsis). Ludwig Reilmann, südd. Anhünger Luthers. Nr. 408(teilweile). Nikolaus Rerman, geb. um 1480 in Altdorf bei Nürnberg, wirkte als Kantor und Lehrer in inniger Freundschaft mit seinem Pfarrer Joh. Mathesius in joachimsthal in Böhmen, wo er 15⁶1 Itarb. Seine zahlreichen Lieder atmen einen kindlich⸗frommen Geist. Nr. 13, 50, 262, 276, 308. Joachim Hagdeburg, geb. um 1525 in Gardelegen(Altmark), wegen seines ftandhaften lutherischen Bekenntnisses vielerorts seines Pfarramts entletzt, wirkte er als Prediger in Olterreich und Rheinland; gest. 1587 in Ellen. Nr. 212 Str. 1. Georg Niege, geb. 1525 in Xllendorf(Ilerro), Kriegshaupt⸗ mann, spöter Stiftsamtmann in Minden und Lage, starb 1588 in Rinteln. Nr. 263. Ruldreich(Ulrich) Zwingli, geb. 1. Januar 1484 in Clildhaus (Schweiz), Pfarrer in Glarus, Einsiedeln und Zürich, Reformator 768 SH S. EES8SUH/EES S HE H VE à=:2— ropft aun⸗ loria Heile). berg, ꝛinem 1561 ninen nark)/ erorts hund haupt⸗ 588 in dhaus mator Das Jahrhundert der Reformation der Schweiz, dichtete Nr. 74 als„ein geiltlich Lied um Rülf und Beistand Sottes in Kriegsgefahr“ 1529 und Nr. 405. Z. fiel als keldprediger bei Kappel 1531. Johannes Zwick, geb. 1496 in Konstanz, Pfarrer daselbst, Vor⸗ kümpfer der Reformation im Süden, Schöpfer des erlten Schweizer ref. Gesangbuches, starb 1542 bei der Pflege von Pestkranken in Bischofszell(Thurgau). Nr. 69. ö Konrad Rubert, geb. 1507 in Bergzabern(pfalz), Pfarrer in Straßburg, gab das Straßburger Gesangbuch von 1572 heraus, starb 1577 in Strahburg. Nr. 141. Johann Englilch, geb. in Buchsweiler(Slsaß), Pfarrer am Straß⸗ burger silünster, Anhünger des Reformators Bucer, daher aus dem Amt verdrüngt, starb hochbetagt 1577. Nr. 460 in Spittas Fassung. Adam Reihner(Reusner), geb. 1496 in Mindelheim(bayr. Schwaben), Inhänger Schwenckfelds und Geheimschreiber Frundsbergs, starb 1575 in feinem Beimatort. Nr. 209. Ulichgel Aleihe aus Neihe(Schlesien), folgte, wegen enangelilcher Gelinnung aus dem kloster vertrieben, den Böhmischen Brüdern, erschien mit Rorn 1524 bei Luther, wirkte als Pfarrer der Brüder⸗ gemeine und starb 1534 in Landskron. KI. gab 1531 das erste deutsche Gesangbuch der Böhmischen Brüder mit 155 Liedern heraus. Nr. 35, 58, 306. zean Calpin, geb. 1509 in Noyon(Frankreich), studierte nach Aufgabe einer geistlichen Pfründe Jura, dann Theologie. frühe von der deutschen Reformation beeinklußt, zumal von Luther, und im weiten Umfange kirchlicher Arbeit, auch für den Pfalmengelang, nachhaltig bestimmt durch die drei Jahre seines Rufenthaltes in Strahburg 1538-1541, wurde er einer der stäürklten Bekenner und mutigsten Streiter für das Eoangelium in Frankreich und wirkte von 1541 bis zu seinem Tode 1564 als Reformator der französi⸗ schen Schweiz in Genf. Dort erschienen die französischen Pfalmen⸗ lieder, die von Lobwasser ins Deutsche übersetzt wurden. Petrus BRerbert, starb 1571 als Konfenior der Böhmisch⸗Mäh⸗ rischen Brüderunität in Sibenschütz. Nr. 277. Georg Vetter, geb. 1536 in Zabreh limd 155 Konsenior der Böhmisch-Mährischen Brüderunität, ltarb 1599 in Selowitz (Ulühren). Nr. 383. Unbekannter Rerkunft: Nr. 34, 36, 160, 210, 307, 354, 401, 408, 461. ö 7⁰ Die Dichter der Lieder b) Die nachrekormatorische Zeit Nikolaus Selnecker, geb. 1530 in Hersbruck bei Nürnberg, Schüler und freund Melanchthons, Vertreter des Zusammen⸗ schluffes aller Lutheraner und Mitverfaller der Konkordienformel. Aliederholt durch Lehrltreitigkeiten vom Amt verdrängt, be⸗ kleidete er doch hohe Stellen als BRofprediger in Dresden, Pro⸗ fellor in Jena und Leipzig, Seneralsup. in Nolfenbüttel, Super⸗ intendent in Leipzig und Rildesheim. Schon als knabe Organilt, war S. ein eifriger Förderer des Kirchengesanges und des Thomanerchors in Leipzig, wo er 1592 starb. Nr. 75, 161. Martin Schalling, geb. 1532 in Strahburg i. S., Anhünger Melanchthons. KNlegen seiner vermittelnden Kichtung wiederholt des Amtes verlustig, wirkte er als Pfarrer in Regensburg, Rofpr. und Seneralsup. in t zuletzt als Prediger in Nürnberg, wo er erblindete und 1608 ftarb. Nr. 162. Kaspar Bienemann, geb. 1540 in Nürnberg, strenger Lutheraner und darum mehrfach aus dem geistlichen Amt vertrieben, Dol⸗ metscher auf Reisen, Prinzenerzieher in Nleimar, Professor in Jena, r Generalluperintendent in Altenburg, wo er 1591 starb. r. 214. gartholomäus Rin gwald, geb. 1530 in Franhfurt a. O. Pfarrer in Langenfeld(Gark), eifriger Lutheraner, guter Deutscher und tapferer Zeuge, gest. 1599. Nr. 142(aus der schrift„Chriltliche Alarnung des treuen Sckart“) u. Nr. 577. Uudwig Relmbold, geb. 1532 in Mühlhaulen i. Thür., Gym⸗ nalial⸗Konrektor, Universitätsprofessor in Erfurt, zuletzt Super⸗ intendent in seiner Vaterltadt, gekrönter Dichter(der deutsche Alsaph), starb 1598. Nr. 213(Wührend der pelt fur flüchtende Freunde gedichtet) u. Nr. 244. Chriltoph Fischer, geb. um 1515 in Joachimsthal Eerera⸗ Pfatrer und Superintendent in Thüringen, dann Seneral⸗ superintendent in Celle, wo er 1600 starb. Nr. 37. Thomas Rartmann, geb. 1548 in Lühen, gelt. 1609 als Pfarrer in Sisleben. Nr.&0. Johannes LEon, geb. in Ohrdruf(Gotha), Pfarrer in Königlee (Schwarzburg), dann in Groß⸗-IAühlhausen, zuletzt in Nlölfis dei Ohrdruf, wo er 1597[tarb. Nr. 310 u. 315 Str.1(ogl. Siegfried). 77⁰ der Das Jahchundert der Reformation johann Siegfried, geb. 1564 in Borna i. S., gest. 1637 als 428 Superintendent in Schleiz. Nr. 315(ogl. Leon). 215 Ilartin MHoller, geb. 1547 in Kropstädt b. Klittenberg, Pfarrer 54—0 in Löwenberg, Kesselsdorf und Sprottau, Oberpfarrer in Görlitz, 5——— wo er erblindet 1606 starb. Fleihiger Schriftlteller und theologus 910 pacificus et practicus. Nr. 144, 215, 216. per⸗ Illartin Behm, geb. 1557 in Lauban i. Schles., nach harter Jugend nilt, Jahre Pfarrer daselbst. Fruchtbarer Erbauungoscheiftlteller und des Liederdichter, gelt. 1622. Nr. 28, 264, 265. Cornelius Becker, geb. 1561 in Leipzig, wo er als Theologie⸗ nger profellor und Pfarrer 1604 starb. In Anlehnung an die reform. holt Lobwalsserschen Psalmen dichtete er biblische Pfalmen in Luthers ofpr. Art in deutsche Lieder nach kirchlichen Melodien um. Nr. 445, 407. Herg, Philipp Nicolai, geb. 1556 in Hlengeringhausen(Nlaldeck), Pfarret in Herdecke Ruhr) und Köln, Rofprediger in Klildungen, aner Pfarrer in Unng i. Alestf. und zuletzt Bauptpaltor in Ramburg, Dol⸗ wo er 1608 starb. Gegner der Calvinilten. in seinem„Freuden⸗ jena, spiegel des ewigen Lebens“(in Frankfurt a. IIl. 1599 während tarb. der Pestzeit erschienen) ilt enthalten das einzigartige Liederpaat Nr. 27 u. 311. arrer Johann Lindemann, geb. 1549 in Gotha, stammte aus der und Familie der Mutter I. Luthers, 0 Jahr lang Kantor in seiner tliche Vaterstadt, starb dort 1634(). Zu einer weltlichen Melodie ge⸗ dichtet Nr. 368. ym⸗ Kaspar Stolshagen, geb. 1550 in Bernau b. Berlin, Pfarrer in uper⸗ Stendal, dann Superintendent in Iglau, gelt. 1595. Nr. 384. utlche Johannes Major(Grohe), geb. 1564 in Reinstüdt b. Orlamünde, tende gelt. 1654 als Profelsor der Theologie in Jena. Dort loll er während einer Rochwassergefahr Nr. 143 gedichtet haben. men)/ Daniel Sudermann, geb. 1550o in Lüttich, Erzieher und Jugend⸗ neral⸗ lehrer, Anhänger Schwenckfelds und der alten Mystiker, starb in Strahburg 1631. Nr. 343(nach Joh. Tauler). farrer J. Basilius Sattler, geb. 1549 in Neustadt a. d. Linde(Qürttem⸗ berg), gelt. 1624 als Rofprediger und Generalsuperintendent in niglee Ulolfenbüttel. Nr. 462. Völfis Unbekannter Rerkunft: Nr. 22, 143, 212 Str. 2 u. 3, 217, 278, 314, frled). 316, 355, 375, 396, 496, 532, 551. 77¹ ——————— Die Dichter der Lieder Ill. Das Jahrhundert des großen Krieges a) Kirchliche Sünger der schweren Zeit Johann Bermann Schein, geb. 1586 in Grünhain(Sachsen), gest. 1630 als Thomaskantor in Leipzig, einer der bedeutendsten deutschen Muliker vor Bach. Nr. 578. Christoph Knoll, geb. 1563 in Bunzlau(Schles.), Lehrer und später Pfarrer in Sprottau und zuleßt in Klittgendorf(Schles.), gelt. 1050. Das in einer Pestzeit gedichtete Lied Nr. 313 schildert den chriltlichen Todeskampf. Valerius Rerberger, geb. 1562 in Fraustadt(Polen), Pfarrer da⸗ selblt. Bedeutender Prediger(Rerzpoltille u. a.). Rarte Jugend, römischer Druck, Pest, Feuer⸗ und Kriegsnot machten sein Leben zu einer Leidenszeit, was in Nr. 312 zum Ausdruck kommt. Die Anfangsbuchltaben der Strophen bilden leinen Vornamen. Gelt. 1627. Iulichael Altenburg, geb. 1584 in Alach bei Erfurt, Pfarrer um und in Erfurt, Feldprediger im Reere Gustav Adolfs. Nach der Lofung von Breitenfeld(Sott mit uns) dichtete er wahrscheinlich Nr. 97 als des Schwedenkönigs felölied vor der schlacht bei Lützen 1632; gest. 1640. Johann Reermann, geb. 1585 in Raudten bei Clohlau(Schlel.) aufgewachsen in Breslau, Brieg und fraustadt bei Rerberger, Student in Strabburg, Pfarrer in Köben bei Glogau. Sin von schwerem Leid(Krankheit, Kriegonot, Familienkummer) heim⸗ gesuchter NUlann, der seinen Ruhestand in Lissa(Polen) verbrachte Und viel Troltschriften verfaßte. Zwischen Luther und Gerhardt der bedeutendste Liederlünger, schon als jüngling zum Dichter Eumt dr⸗ gest. 1647. Aus seinen Zahlreichen Liedern spricht der rnit der Zeit und seines Lebens: Nr. 29, 38, 39, 61, 78, 99, 145, 146, 195, 275, 290, 409, 531. Martin Rinckart, geb. 1586 in Silenburg(Kursachsen), Kantor und Pfurrer in Sisleben, wührend des ganzen 30 jührigen Krieges Pfarrer in leiner Vaterftadt. Sin treuer Relfer und Versorger, Führer und Retter seiner Gemeinde. Als einzig überlebender Pfarrer begrub er im Peltjahr 1637 an 4000 Leichen; gelt. 1649. Von feinen zahlreichen Liedern ilt nur das Danklied(urspr. ein Tilchlied nach Sirach 50) Semeingut geworden. Nr. 245, 407. 77² D K J. +* 9 10 N l —HSEHHNN ———————— Das Jahrhundert des grohen Krieges Josua Stegmann, geb. 1588 in Sülzfeld(Uleiningen), Theologie⸗ professor und Superintendent in Rinteln(Cleser). Durch den Kriegs zeitweise vom Amt vertrieben und durch Benediktinermönche, welche die Universität in Belitz nahmen, schwer gekrünkt, ltarb 8. 1632. Nr. 100. johann Hatthäus Meyfart, geb. 1590 in Jena, Gymnalial⸗ direktor in Coburg, Theologieprofeslor und Prediger in Stfurt, mo er 1642 starb. Ulegen seiner Sittenreform für Univerlitäten und kirche viel angefeindet, wies er in leinen Schriften auf die letzten Dinge(Sericht und himmlisches Jerusalem) hin. Nr. 317. Jolua UMegelin, geb. 1604 in ARugosburg, Pfarrer dalelbst, nach wiederholter Vertreibung durch den Krieg Senior in Preßburg, wo er 1640[tarb. Nr. 70(in der Umdichtung von E. Sonne⸗ mann), 556. Ernst Sonnemann, 11 1630 in Lüneburg, Konrektor in Celle, Pfarrer in Einbeck, gelt. 1670. Nr. 70(nach Jos. Aegelin). Jultus Gelenius, geb. 1601 in Ssbeck(Rannover), Pfarrer in Braunschweig, Domprediger in Rildesheim, Generalsuperintendent in Rannover, gelt. 1673. Er gab mit David Denicke ein Reform⸗ gelangbuch mit veründerten Texten heraus. Nr. 41, 62(nach Georg QVeissel). David Denicke, geb. 1603 in Zittau, Jurilt im Rannöverschen Konsiltorium, Mitherausgeber eines Reformgesangbuchs(ogl. J. Gesenius), gest. 1680. Nr. 115, 463. Friedrich Graf Spee von Langenfeld, geb. 1591 in Kailers⸗ werth, Jesuit, lebte in Paderborn, Köln, Bildesheim, Trier; gest. 1635 an einer beim Lazarettdienst zugezogenen Krankheit. Nr. 376 steht in der erst nach seinem Tode erschienenen Samm⸗ lung„Trutznachtigall“. b) Dichterschulen während des krieges Simon Dach, geb. 1605 in Nemel, Professor der Dichtkunst und Beredfamkeit, Raupt des Dichterbundes in Königsberg(mit Reinrich Albert, Val. Thilo u. a.), gest. 1559. Nr. 318 eeem Gönner des Dichterbundes schon zu Lebzeiten gewidmet) u. 319. Georg Kleillel, geb. 1590 in Domnau(Ostpr.),Pfarrer in Königs- berg, gest. 1635. Nr. 1,(652), 196(Zu seinem Amtsantritt und Zur Ileihe einer Kirche gedichtet). 773 Die Dichter der Lieder Georg Klerner, geb. 1589 in Preuhisch⸗Bolland(Ostpr.), Pfarrer in Königoberg, gest. 1643. Nr. 40 nach dem Lateinischen des Franziskaners Bonaventura(13. Jahrh.). Reinrich Albert, geb. 1604 in Lobenstein in Thür., Neffe des berühmten Komponilten Reinrich Schüß, Organist in Königs⸗ N der IMuliker des Dichterbundes um Simon Dach, gest. 1651. r. 266. Valentin Thilo, 1607 in Königsberg, Professor der Beredlamkeit und Haitglied des Dichterbundes, gest. 1662. Nr. 6. datthäus Apelles von Löwenltern, geb. 1524 in Neultadt (Schlel.), Sohn eines Sattlers Löwe, Lehrer, Husikdirektor in Bernstadt, Kailerl. Rat, als solcher geadelt, Rerzogl. Staatsrat in Breslau, gelt. 1648. Nr. 101, 246. ö Christian Keimann, geb. 1007 in Pankrah bei Pilsen, Sohn eines Pfarrers, der, aus Böhmen vertrieben, nach Zittau flüchtete. Dort Rektor des Gymnaliums, starb 1662. Nr. 14 als Nleihnachtsspiel für seine Schule in Friedenshoffnung, Nr. 127 auf den Nahlspruch des fterbenden Kurfürsten Joh. Georg v. Sachsen(Ieinen Jesum lah ich nicht) gedichtet. Andreas Gryphius(Sreiff), geb. 1616 in Glogau, nach langen Auslandereilen Syndikus daselbst, berühmter Dichter aus der Schlelischen Dichterschule(Hartin Opitz, Joh. RHeermann u. a.), starb 1664. Nr. 325. Beinrich Held, geb. 1620 in Suhrau(Schlel.), Rechtsanwalt in Fraustadt(polen), gelt. in Altdamm bei Stettin 1659. Nr. 7, 81. Johann Rift, geb. 1607 in Ottensen, Pfarrer in Aledel(Nolltein), neben IA. Opitz der berühmtelte Dichter seiner Zeit, zum Dichter gekrönt und zum Kaiserl. Pfalzgrafen erhoben, Iilitgl. der Frucht⸗ dringenden Gelellschaft“, Gründer des„Elbschwanordens“, aber auch leidgeprüft, ltarb 1667. Nr. 4, 23, 30, 43(I. Str. aus einem hath. Lied), 134, 247, 277, 321, 356, Ernst Chriltoph Romburg, geb. 1605 in Mihla bei Eisenach, Rechtsanwalt in Naumburg, urspr. weltl. Dichter, durch viele Leiden der geiftl. Dichtung Zugewaͤndt, Hitgl., der„Fruchtbrin⸗ genden Gelellschaft“ und des„Elbschwanordens“, gest. 1681. Nr. 2, 42, 71. ichael Franck, geb. 1609 in Schleufingen, erst Bäücker, dann Lehrer in Coburg, gekrönter Dichter im„Elbschwanorden“, starb 1667. Nr. 129, 324. 77⁴4 *99„˖5 R S Das Jahrhundert des grohen Krieges paul Fleming, geb. 160% in Rartenstein(Erzgebirge), als Stu⸗ dent der MMedizin zum Dichter gekrönt, begleitete eine Gelandt⸗ schaft des Rerzogs von Rolstein nach Rußland und Persien, nachdem er sein Reilelied Nr. 223 gedichtet hatte. Infolge der Peiseanstrengungen und anderer Enttüuschungen starb er als Rrzt in Ramburg 1640. Georg Neumark, geb. 1621 in Langensalza, Jurist, Schüler des Dichters Simon Dach in Königsberg, Rofpoet und Bibliothekar in Kleimar, starb 1681. Nr. 224 dichtete und sang er als Student in Kiel, wo er, auf der Reile ausgeplündert, eine Rauslehrer⸗ stelle fand. johann Georg Albinus(Nleihe), geb. 1624 in Unternelsa bei Uleihenfels, Rektor und Pfurrer in Naumburg, wo er 167 starb. Als Dichter Iilitglied der„Fruchtbringenden Gelelllchaft“. Nr. 326(), 579. Franz Joachim Burmeilter, geb. 1633 in Lüneburg, Freund und 9977. Pilts, gekrönter Dichter, Pfarrer in seiner Vaterltadt, starb 1672. Nr. 329. c) paul Gerhardt und leine Geistesverwandten paul Gerhardt, geb. 1607 in Grüfenhainichen(Kursachsen), lange Student und Rauslehrer, 1651 Propst in llittenwalde bei Berlin, 1657 Pfarrer in Berlin, schied 1667 dus Gewilsensbedenken gegen ein kirchliches Verbot des Grohen Kurfürlten aus dem Amt, wirkte zuletht als Pfarrer zu Lübben(Spree), starb 1676. Durch leine zahlreichen, schönen und von vortrefflichen Meistern vertonten Lieder nach Luther der bedeutendste Liederdichter der ed. Kirche. Nr. 5, 15, 16, 17, 24, 44, 45, 46, 47, 63, 78, 77, 150, 218, 219, 220, 221, 222, 248, 249, 250, 251, 267, 268, 269, 280, 201, 292, 299, 302, 322, 323, 345, 357, 385, 386, 498, 499, 557. Michael Schirmer, geb. 1606 in Leipzig, Konrektor am Grauen Klolter Zu Berlin, Freund P. Gerhardts, starb 1673. Nr. 3, 77. johann Olearius, geb. 1 in Halle, Superintendent in Quer⸗ furt, 1643 Rofprediger und spüter Generalsuperintendent in Ralle, starb 1684 in Nleihenfels. Nr. 48, 87, 117, 118, 500. johann Franck, geb. 1618 in Suben(Lausitz), Jurist, Bürger⸗ meilter seiner Vaterktadt, Schüler Simon Dachs, neben P. Gerhurdt der bedeutendlte Kirchenliederdichter seiner Zeit; gest. 1677. Nr. 31, 135, 198, 300. 77⁵ Die Dichter der Lieder Tobias Clausnitzer, geb. 1616 in Thum(Srzgebirge), schwe⸗ dilcher Feldprediger, dann Kirchenrat in Nleiden(Oberpfalz), gelt. 1684. Nr. 88, 117. Kalpar friedrich Nachtenhöfer, geb. 1624 in Balle, 1651 Pre⸗ Nst und Profeflor in Leipzig, 1665 Pfarrer in Coburg, gest. 1685. L. 18. Rartmann Schenck, geb. 1634 in Ruhla(Thür. Qald), Pfarrer in Bibra(Thür.), dann in Völkershaulen und Ostheim(Khön), gelt. 1681. Nr. 120. Joachim Pauli, geb. 1636 in Klilsnack(Brandenburg), Pfarrer in Oltrau bei Bitterfeld, Freund P. Gerhardts, gelt. 1708. Nr. 102, 580. Sigismund von Birken, geb. 1626 in Ilildstein Böhmen), we⸗ gen des Glaubens mit seinen Eltern vertrieben, Schriftsteller in Nürnberg, Vorsteher des dortigen„Blumenordens“, als Dichter vom Kaifer geadelt, gest. 1581. Nr. 49, 164. Kalpar Reunisch, geb. 1620 in Schweinfurt, starb als Pfarret dalelbit 1690. Nr. 328. Christoph Titius(Tietze), geb. 1641 in Klilkau bei Breslau, starb 1703 als Pfarrer in Rersbruck bei Nürnberg. Nr. 225, 464. Reinrich Arnold Stockfleth, geb. 1643 in Khlfeld(Leine), Generalluperintendent in HMünchberg bei Bayreuth, Rerausgeber eines Beformgesangbuches mit veründerten Texten, stard Jos. Nr. 226. Berjamin Praetorius(Schulze), geb. 1636 in Obergreihlau bei Ne. starb als Pfarrer in Grohlilla bei Delitzsch 1674. r. 387. Friedrich Funcke, geb. 1642 in Nossen(Stzgebirge), gelt. als Pfarrer in Rönstedt bei Lüneburg 1699. Nr. 72. johann Friedrich Rerzog, geb. 1647 in Dresden, Rechteanwalt dalelbst, gelt. 1699. Nr. 282 in leiner Studienzeit nach einem weltlichen Liede zur Laute entstanden. Samuel Rodigast, geb. 1649 in Gröben(Thür.), Rektor des Grauen klofters in Berlin, mit Spener befreundet, starb os. Nr. 227 widmete er 1675 in Jena seinem erkrankten Freunde Kantor Severus Gastorius, der dann die lllelodie geschaffen haben foll(ogl. Tondichterverzeichnis). 776 —.——⁵—— HHEHE EED Das Jahtrhundert des großen Krieges David Nerreter, geb. 1649 in Nürnberg, zuerst unter schwle⸗ rigen Verhältnissen in heimatlichen Pfarrämtern, gest. 1726 als Generalsuperintendent in Stargard. Nr. 501. Cyriakus Günther, geb. 1650 in Goldbach(Sotha), gest. 1704 als Gymnasiallehrer in Gotha. Nr. 388, 453. Unbekannter Rerkunft: Nr. 80, 116, 320, 327, 344, 352, 358, 376, 541, 568, 581. d) Dse Nachhriegszeit und die Vorläufer des Pietismus Johonn Scheffler, geb. 1624 in Breslau, Leibarzt des Herzoge o. Oels, durch mystische Studien der luth. Kirche entfremdet, seit 1053 katholilch(unter dem Namen Angelus Silesius), Pranzis⸗ ganermönch, Priester, Rofmarschall des Flirftbischofs v. Breslau, Segner der Protestanten, starb 1677. In seinen Liedern vielfach pantheiltische Mystin und überschwengliche Jesusliebe. Nr. 163, 199, 200, 201. Chriltian Knort von Rolenroth, geb. 1636 in Alt⸗Raudten Schlel.), Beamter des katholischen ystikers Pfalzgrafen zu ulzbach, beschäftigte sich viel mit Geheimwissenschaft(Alchimie), gest. 1089. Nr. 270. Slülabeth von Senitz, geb. 1629 in Rankau(Schlesien), Rofdame in Brieg und Oels, dann in stiller Zurückgezogenheit, dichtete in johann Schefflers Art, gest. 1679. Nr. 50. Amilie Juliane Grtfin von Schwarzburg-Rudolltadt geb. Gräfin v. Barby, geb. 1537 als flüchtlingskind auf der Beidecks⸗ burg bel Kudolstadt, früh verwaift, Pflegeschwester und dann Gemahlin des regierenden Grafen Alb. Ant. v. Sch. Nr. 252, 330. Chriltian Scriver, geb. 1629 in Rendsburg(Schleswig), Pfarrer in Stendal und silagdeburg, Rofprediger in Quedlinbürg, Ver⸗ fasser vieler Erbauungeschriften, gest. 1593. Nr. 281, 446. ö QMolfgang Christoph Dehler, geb. 1660 in Nürnberg, krünklich, anfangs Juwelier, dann Theologe, Konrektor in seiner Vaterstadt, gelt. 1722. Nr. 203, 503. johann Sottfried Olearius, geb. 1635 in Ralle a. S., gest. 171 als Superintendent und Konsiltorialrat in Arnstadt. Nr. 346. Salomon Lishow, geb. 1640 in Niemitzsch(Laulitz), starb als Diakonus in Klurzen 1689. Nr. 533. 777 Die Dichter der Lleder justus Sieber, geb. 1628 in Sinbeck, gest. 1695 als Pfarrer Zu Schandau(Sachsen). Nr. 452. johann Christian Aenschwanger, geb. 1625 in Nürnberg, gest. 1690 als Senior und Erchidiakonus an St. Lorenz daselbst. Nr. 374. Rhasverus Fritsch, geb. 1629 in Mücheln bei Ulerseburg, gelt. 170¹1 als Konsiltorial⸗Prüsident in Rudolstadt, stand in geistlicher und dichterilcher Beziehung Zzu den Grüfinnen Ludümilie Slilabeth und Amilie Juliane v. Schwarzburg-Rudolstadt, gest. 1701. In⸗ brünstige Jesusliebe auch in seinen Liedern. Nr. 378, 481. Johann Adam Raslocher, geb. 1645 in Speier, gest. 1726 ale Konsiftorialrat und Rofprediger in KNleilburg(Lahn). Nr. 431. Unbekannter Berkunft: Nr. 136, 228, 284, 472, 485. IV. Die Zeit des Pietismus a) Der ültere Pietismus Jodokus van Lodenstein, geb. 1620 in Delft(Rolland), Pastor in Utrecht, gelt. 1677. Erneuerer des Lebens in der reformierten Kirche wie nach ihm Spener in der deutschen luth. Kirche. Nr. 472. Johann Jakob Schüß, geb. 1640 in Frankfurt a. II., daselbit Rechtsanwalt und Reichsrat, nin in seiner Vaterstadt 1690. Mit Spener Begründer der pietistischen Erbauungsstunden. Nr. 253. Joachim Neander, geb. 1650 in Bremen, dalelbit durch einen reformierten Pietilten erweckt, als Kandidat Erzieher in refor⸗ mierten Frankfurter Familien, dann in Speners Gefolge, Rektor in Dülseldorf, gest. als junger Pfarrer in Bremen 1680, gehörte Zzu den bedeutendsten reformiert-pietiltischen Liederdichtern. Nr. 165, 254, 255, 283, 331. Johann Burchard Freyltein, geb. 1671 in Nleihenfels, Bof⸗ un Jultizrat in Dresden, wo er Spener nahe stand; gest. 1718, Nr. 174. Johann kaspar Schade, geb. 1666 in Kühndorf(Meiningen), Freund K. B. Franckes, als Diakonus an der Nikolaikirche in Berlin Speners Amtsgenolse, verzehrte sich in frommem Eifer, gelt. 1698. Nr. 231. Adam Drese, geb. 1620 in Thüringen, Rofkapellmeilter in lei⸗ mar, Jena und Arnstadt, als ojühriger unter Speners Sinfluß, bereitete lich durch seine pietistilchen Erbauungsstunden viel Geg⸗ ner, gelt. 1701 in Arnltadt. Nr. 202(ogl. Tondichter-Verzeichnis). 778 Hr 389 KLA— K„„—0- r Die Zeit des Pietismus Reinrich Georg Neuß, geb. 1654 in Elbingerode(Rarz), als pietiltischer Pfarrer von Nolfenbüttel verdrüngt, dann in Llernige⸗ rode ein eifriger Förderer des Kirchengesanges, Schöpfer des AI. Gelangbuchs, als Superintendent der Grafschaft Stolberg⸗ UNlernigerode gest. 1716. Nr. 166. Heinrich Theobald Schenck, geb. 1656 in Reidelbach(Oberhelsen), Pfarrer in Giehen, gest. 1727. Nr. 332. Laurentius Laurenti(Lorenz), geb. 1660 in Rusum(Schleswig), Kantor am Dom zu Bremen, gest. 1722. Nr. 64, 334. Gottfried Arnold, geb. 1666 in Annaberg(Erzgebirge), eifriger Pietilt und Nystiker, zeitweilig der Kirche fernstehend, gest. ale Pfarrer und Superintendent rcilnder in Perleberg(Mark Brandenburg) 1714, als preußische Uerber wührend des Gottes⸗ dienltes in seine Kirche eindrangen. Nr. 169, 230, 471. b) Ralle Rugult Bermann Francke, geb. 12. NHärz 1663 in Lübeck, er⸗ lebte in Lüneburg seine Bekehrung, hielt als Privatdozent in Leipzig erbauliche Bibelltunden, wurde hier und in Erfurt von seinen Gegnern verdrängt, 1692 Pfarrer in Glaucha und Nalle, 1694 Profeffor an der neuen Universitüt Balle, Rauptführer des Pietismus, Schöpfer der Fr. Stiftungen(Alaisenhaus und Lehr⸗ anltalten), die eine Rochburg des Pietismus wurden, gest. 1727. Nr. 36, 504. Joachim Lange, geb. 1570 in Gardelegen(Altmark), Rektor, dann Prediger in Berlin, 1709 Professor der Theologie in Ralle, N. streitbare Klortführer des Franckeschen Pietismus, gest. 1744. k. 271. Johann Christoph Schwedler, geb. 1072 in Krobsdorf(Schlel.), gelt. 1730 als Pfarrer in Niederwiesa(O. Laulitz). Nr. 483. Johann Friedrich Ruo p p, geb. 1672 in Strahburg, gelt. 1708 als Adjunkt der theologischen Fakultät in Ralle. Nr. 182. Chriltian Friedrich Richter, geb. 1676 in Sorau(Lausitz), Arzt am Claisenhaus in Ralle, der tieffte und gedankenreichste Dichter des Franckeschen Pietismus, gelt. 171. Nr. 176, 177, 178, 172, 180, 507. 222 Die Dichter der Lieder Johann Daniel Rerenlchmidt, geb. 1675 in Bopfingen(Nürt⸗ temberg), zuerst im Kirchendienst seines Reimatlandes, zuletzt Professor der Theologie und Uitdirektor des Naisenhauses in Halle, gest. 1723. Nr. 234, 258. Johann Analtasius Freylinghaulen, geb. 1670 in Ganders⸗ heim(Braunschweig), A. B. Franckes Belfer, Schwiegersohn und Nachfolger in BRalle, gab 1704 u. 1714 ein grohes Gelangbuch heraus, durch das die pietistischen Lieder auch in die Semeinden eindraͤngen, gest. 1739. Nr. 204. Johann Jakob Rambach, geb. 1693 in Ralle, zuerst Tischler⸗ lehrling, dann Theologe und Schüler A. B. Franckes, Tane dessen Nachfolger ale Professor, Schwiegerlohn von Joach. Lange, 1731 Professor und Superintendent in Siehen, Rerausgeber eines Ge⸗ sangbuches mit viel neuen Liedern, gest. 1735. Nr. 73, 131, 132, 152, 186, 454, 486. Graf Christian Ernst von Stolberg, geb. 1691 in Gedern. Als regierender Graf(1714-1771) verhalf er dem Pietismus zu einer Nacht in seinem Lande. Das&lernigeröder Gesangbuch von 1735 trügt sein persönliches Gepräge. Als Dichter trat er nicht hervor. Haratl Andreas Gotter, geb. 1661 in Gotha, wo er 1735 als Nofrat starb. Anhünger des Ralleschen Pietismus. Nr. 167, 168, 257. Johann Beinrich Schröder, geb. 1667 in Springe(Bannover), Schüler K. R. Franckes, Pfarrer in 1.1099. N. ⸗ 172. der Kirche kritisch gegenüberstehend, gelt. 1699. Nr. 171, 172. Bartholomäus Crasselius(Cralselt), geb. 1667 in Nlernsdorf (Sachsen), Schüler K. B. Franckes, Pfarrer in Nidda(Aetterau) und in Dülseldorf, gest. 1724. Nr. 170. Johann Eusebius Schmi dt, geb. 1670 in Rohenfelden(Thür.), Schü⸗ ler A. R. Franckes, Pfarrer in Siebleben(Gotha), gest. 1745. Nr. 103. johann Joseph Ainckler, geb. 1670 in Lucka(Altenburg), kur⸗ brandenburgischer Feldprediger, Domprediger in HMagdeburg, eiferte als Pietist gegen Theater u. 6. und förderte die Unions⸗ ablschten des Könige, gelt. 1722. Nr. 173, 232. Christian Koitich, geb. 1671 in Hleißen, Schüler R. B. Franckes, Insp. am Pädagogium in Halle, Rektor des Gymnaliums in Elbing, gest. 1735. Nr. 482. llichgel Müller, geb. 1673 in Blankenburg(HBarz), Schüler A. H. Franckes, gest. 170⁰⁴ als Kandidat der sheol. u. Rauslehrer. Nr. 373. 78⁰0 Die Zeit des Pietismus Qilhelm Srasmue Krends, geb. 1677 in Langenstein(Halber⸗ stadt) gest. 1721 als Pfarrer in Balberstadt. Nr. 181. Lambert Gedicke, geb. 1683 in Gardelegen(Altmark), Schüler A. H. Franckes, Soldatenpfarrer 565 Alilh. I., gelt. 1736 ais Feld⸗ propst in Berlin. Nr. 235. Jakob Gabriel Klolf, geb. 1684 in Greifswald, Profeslor der Rechte in Ralle, gest. 1754. Nr. 184. Justus Bennig Böhmer, geb. 1674 in Hannoder, gelt. 1749 in Halle als Professor der Rechte und Kanzler des Ulagdeburg. Nr. 390. Unbekannter Herkunft: Nr. 236, 272. c) Nichtpietistische kirchliche Sünger Heinrich Elmenhorlt, geb. 1632 in Parchim(Hecklenburg), Pastor in Ramburg, Pietiftengegner, Verfasser geiltlicher Lieder (ogl. Clilh. Osterwald und den Tondichter J. A. Franck), starb 1704. Nr. 351, 367. Erdmann Neumeilter, geb. 1671 in Ulchtritz(Ileihenfels), Pfarrer in Bibra(Thür.) und in Sorau, zuletzt ur.. 0 in Hamburg, Gegner der Pietiften, Kantatendichter für J. S. Bach, gest. 1756. Nr. 32, 147, 285. Johann Betichius, geb. 1650 in stecby(nhai/ gest. 1722 als Pfarrer in Zerbst. Nr. 293. Valentin Srnlt Lölcher, geb. 1673 in Sondershausen, Superin⸗ tendent in Jüterbog und Delitsch, Professor in Mittenberg, Super⸗ intendent und Oberkonsistorialrat in Dresden, der gelehrte und fromme Bekümpfer des Pietismus, gest. 1749. Nr. 52, 402. Salomo franck, geb. 1659 in Kleimar, wo er als G. Neumarks Nachfolger Bibliothekar und Bofdichter war und 1725 starb. Nr. 51, 229, 377, 502. Kaspar Neumann, geb. 16⁴⁸• in Breslau, Pfarrer und Gymnalial⸗ lehrer dalelbst, Gegner des Pietismus, Berausgeber eines schle⸗ sischen kirchengesangbuches, gelt. 1715 in Breslau. Nr. 121, 297, 540. Johannes Neunherz, geb. 1652 in Nlaltersdorf(Schlesien), Pfar⸗ rer in Schlesien, gest. 1737 als Oberpfarrer in Birschberg. Nr. 389. Gottfried Roffmann, geb. 1658 in Plagwitz bei Löwenberg (Schlesien), floh mit seinen Eitern vor den Jeluiten nach Lauban, dort Rektor und Lehrer B. Schmolcks, dann Gymnasialdirektor in Zittau, gest. 1712. Nr. 333(auf den Tod seines Töchterchens). 781 Die Dichter der Lieder Benjamin Schmolck, geb. 1672 in Brauchitschdorf(Schlesien), Oberpfarrer in Schweidniß, wo er unter den Jesuiten zu leiden hatte, zuletzt gelähmt und erblindet, gest. 1737. Dichter von über 1000 Liedern und Rerausgeber erbaulicher Schriften. Nr. 8, 25, 65, 66, 82, 122, 130, 175, 233, 286, 287, 301, 432, 433, 465, 468, 484, 505, 506, 552. Jonathan Krause, geb. 1701 in Birschberg(Schlesien), Pfarrer und Superintendent in Liegnitz, gest. 1762. Nr. 125. Johann Sottfried Krause, geb. 1685 in Sreußen(Thüringen), gest. 1746 als Pfarrer in Dahme. Nr. 508. Heinrich Kornelius Hecker, geb. 1699 in HRamburg, gest. 1743 als Pfarrer in Meuselwitz(Altenburg). Nr. 347. johann Gottfried Rerrmann, geb. 1707 in Altjeßnitz bei Bitter⸗ feld, Superintendent in plauen, Oberhofprediger in Dresden, wo er 1791 starb. Nr. 155. Shrenfried Liebich, geb. 1713 in Probsthain(Schlesien), Pfarrer in Lomnit(Schlesien), Rerausgeber der Rirschberger Bibel“, Gegner der Modernilierung alter Kirchenlieder, gelt. 1780. Nr. 238, 404. —.——75,——23——55„„.N 5 +-—. 3 V. Das Zeitalter der Rukklärung a) Die jüngeren Pietisten, Reformierte, Clürttemberger u. a. Ludwig Konrad Allendorf, geb. 1693 in Josbach(Oberhessen), Schüler R. B. Franckes, Rofptediger i in Cöthen, Rerausgeber der allzu zürtlichen„Cöthnischen Lieder“, spöter Pfarrer und Konsi⸗ storialrat in&lernigerode, gelt. 1773 als Pfarrer in Ralle. Nr. 33, 105, 106, 582. Johann Sigismund Kunth, 16 1700 in Liegniß, Pfarrer in Pölzig(Altenburg), dann in Löwen(Schlesien), gest. 1779 als Superintendent in Baruth(Brandenburg), Allenöorks Iitarbeiter an den„Cöthnischen Liedern“. Nr. 337. Karl Reinrich von Bogatky, geb. 1690 in Jantkawe(Schlesien), Zzuerst Jurist, dann durch&. R. Franckes Einfluß Theologe, wegen Krünklichkeit ohne Pfarramt, geiltlicher Berater an pietiltischen Fürltenhöfen und fruchtbarer Srbauungoschriftsteller, gelt. 1774 im Claisenhaus zu Ralle. Sr. 104, 185. 782 —— Das Zeitalter der Rufklärung johann Jokob Spreng, geb. 1699 in Basel, Professor und Pfarrer dalelblt, gelt. 1768. Nr. 447. Christian Ludwig Scheidt, geb. 1709 in Naldenburg(Clürttem⸗ berg), gelt. 1761 als Bibliothekar und Rofrat in Bannover. Nr. 156. Ernlt Sottlieb Kloltersdorf, geb. 1725 in friedrichsfelde (Berlin), Pfarter in Bunzlau, wo er in Franckes Sinne ein Aaisen⸗ haus erbaute und leitete, pietiltischer Erweckungsprediger und Srbauungoschriftlteller, gelt. 1761. Nr. 127, 138, 456. Friedrich Adolf Lampe, geb. 1683 in Detmold, Professor der Theologie in Utrecht, Pfarrer in Bremen, gest. 1729. Nr. 183. Gerhard Tersteegen, geb. 1697 in Mörs(Khld.), Kaufmann, dann Bandwirker, um abgeschieden leben und dichten zu können. Der bedeutendste Hystiker der deutschen reform. Kirche und neben Neander ihr größter Liederdichter, als Prediger, Seelsorger und Schriftlteller ein geistlicher Führer für viele; gelt. 1769 in Iulül⸗ heim(Ruhr). Nr. 74, 107, 123, 187, 188, 189, 288, 359, 403, 410, 487, 527. Philipp friedrich Riller, geb. 160 in Mühlhausen(Llürttem⸗ berg), pietiltischer Pfarrer in heimatlichen Semeinden, nach Ver⸗ lust leiner Stimme literarisch tätig, Verfasser des„geistlichen Liederkültleins“, gest. 1769 in Steinheim. Nr. 153, 190, 237, 348. Christoph Karl Ludwig Reichsfreiherr von Pfeil, Klürttemberg. Pietilt, geb. 1712 in Grünstadt(Pfalz), in seiner Jugend mit Graf Zinzendorf befreundet; Jurift, Staatsmann, zuletzt in Friedrichs des Grohen Dienst, gest. 1784. Nr. 192, 294, 370. Karl friedrich Harttmann, geb. 1743 in Adelberg(Nlürttem⸗ berg), als Profeslor in Stuttgart Schillers Lehrer, lpäter Dekan in Lauffen, gest. 1815 in Tübingen. Nr. 340. Johann Kaspar Lavater, geb. 1741 in Zürich, Theologe und Schriftsteller, der„Sewilsensrat des halben Suropa“, zeitweise bon starkem Sinfluß auf Goethe, gest. 1801 infolge einer Kriegs⸗ W bei Zürichs Verteidigung gegen die franzosen. r. 193. johann Sottfried Schöner, geb. 1749 in Rügheim(Franken), Pfarrer in Nürnberg, Börperiich lange leidend, dadurch vertieft, Sründer der Nürnberger Bibelgesellschaft, gelt. 1818. Nr. 194. 783 Die Dichter der Lieder llatthias Claudius, geb. 1740 als Pfarrerssohn in Reinfeld (übeck), Bankrevisor in Klandsbeck, geist- und gemütvoller Schriftlteller, Berausgeber des„Klandsbecker Boten“, gest. 1918 in Bamburg. Nr. 542, 559. ů b) Die um Zinzendort Johann Mentzer, geb. 1658 in Jahmen(Laufitz), Pfarrer in Kemnitz(Oberlausitz), mit dem Grafen Zinzendorf wegen seines in Trübsal geläuterten Christentums befreundet, gelt. 1734. Nr. 256, 470. ö 25 Johann Andreas Rothe, geb. 1688 in Lilsa(Görlitz), in Berthels⸗ dorf Zinzendorfs Patronatspfarrer, gest. 1758 als Pfarrer in Thommendorf(Schlesien). Nr. 151 widniete er Graf Zinzendorf zum Geburtstag; nach Str. 1 dieses Liedes ilt ein Anker in seinen Grabstein eingemeihelt. Nr. 335. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, geb. 1700 in Dres⸗ den, Schüler des Püdagogiums unter B. R. Francke in Ralle, Rof⸗ und Justizrat in Dresden, nahm vertriebene Mährische Brüder in lein Besittum Berthelsdorf(Oberlausitz) auf und gründete mit der Siedlung„Herrnhut“ die Brüdergemeine; zeitweilig aus dem lutherischen Sachsen verbannt, im In- und Rusland ttitig, Bischof der Ulührischen Brüderkirche, gelt. 170 in Rerrnhut. Innige Liebe zu Jesu(Sottes Lamm) und brüderlicher Gemeinschaftofinn be⸗ zeichnen seine Lieder. Nr. 108, 124, 154, 205, 336, 411, 473. Christian Renatus Graf von Zinzendorf, geb. 1727 in Rerrn⸗ hut als Sohn des Gründers der Brüdergemeine, gest. 1752 in London. Nr. 54. August Sottlieb Spangenberg, geb. 1704 in Clettenberg Imden Zinzendorfs Gehilfe an der Brüdergemeine in England und Amerika, dann Bischof der Brüderkirche, gest. 172 in Berthels⸗ dorf. Nr. 191. 20N9 Christian Gregor, geb. 1723 in Diersdorf(Schlesien), als Or⸗ ganist, dann als Geistlicher, zuletzt als Bischof an der Rerrnhuter Brüdergemeine tätig, gest. 1801 in Berthelsdorf. Rerausgeber eines Sesangbuchs der Brüdergemeine(1778) und Bearbeiter der Zinzen⸗ dorfschen Lieder für den Gemeindegebrauch Nr. 124, 206. Luise von Bayn, geb. 1724 in ldstein(Nalsau), Hitglied der Brüdergemeine, gest. 1782 als Pflegerin in Rerrnhut. Nr. 488. 78⁴ Das Zeitalter der Bufklärung c) Fromme Rufklärung Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715 in Rainschen(Freiberg i. 8.), Professor der Dichtkunst, der Beredsamkeit und der Moral in Leipzig, gest. 1769. Fabel⸗, Oden- und Liederdichter, trotz seiner Gelehrsamkeit volkstümlich erbaulich und fromm. Nr. 19, 53, 67, 137, 239, 240, 259, 260, 261, 273, 287, 474, 509, 558, 585. Friedrich Gottlieb Klopltock, geb. 1724 in Quedlinburg, Zög⸗ ling in Schulpforta, lebte lange in Kopenhagen und ltarb als Hof- und Legationsrat 1803 in Ramburg. Der berühmte Oden⸗ dichter(Ilelsias) und begeisterte Vaterlandssänger, mit dem die Blütezeit deutscher Dichtung begann, suchte in leinen glaubens⸗ starken„Seiltlichen Liedern“ als Bearbeiter und Verfalser auch dem gottesdienstlichen Gesange zu höherem Schwunge zu ver⸗ helfen. Nr. 126, 338, 457, 583, 584. Johann Andreas Cramer, geb. 1723 in Jöhstadt(Srzgebirge), Gellerts und Klopstocks Freund, zuerst Pfarrer in Kröllwitz bei Dürrenberg, Rofprediger in Kopenhagen, wegen seines Freimuts abgesetzt, Profelfor und Universitätskanzler in kiel, gefeierter Prediger und Rerausgeber eines Gesangbuchs, gest. 1788. Nr. 455. Sottfried Benedikt Funk, geb. 1734 in Rartenstein(Srzgebirge), Rektor des Domgymnasiums und Konsistorialrat in agdeburg, wo er 1814 starb. Ein Dichter aus Klopstocks Kreise. Nr. 391. johann Timotheus Rermes, geb. 1738 in Pehnick(Pommern), schrieb als Pfarrer in Pleß(Schlel.) den berühmten Tugendroman „Sophiens keise von Rlemel nach Sachsen“, worin Nr. 339 als Lied einer kranken Bettlerin enthalten ist. Später Pfarrer, Super⸗ intendent und Professor in Breslau, wo er 1821 starb. Samuel Sottlieb Bürde, geb. 1753 in Breslau, Bofrat daselbst, gelt. 1831 auf einer Reise nach Berlin. Nr. 560. Karl Friedrich Clilhelm Rerrols, geb. 1754 in Berlin aus einer Bugenottenfamilie, ref. Prediger und Rofprediger in Berlin, Super⸗ intendent in Züllichau, gest. 1821. Nr. 528. Ianaz Franz, geb. 1719 in Prohau(Schlesien), Kath. Priester in Breslau, gest. 1790. Rerausgeber eines aufklärerischen Gesang⸗ buchs, Dichter des volkstümlichen Lobgesanges Nr. 530. Johann Sottfried Rerder, geb. 1744 in lohrungen(Oltpr.). Lehrer und Prediger in Kiga, Rofprediger in Bückeburg, Zuletzt 785 Die Dichter der Lieder Seneralluperintendent zu QUeimar, wo er 1803 starb. Zwar ein Kind der Rufklürung, wurde er doch deren Uberwinder. Der be⸗ rühmte Volksliedforscher war auch ein gründlicher Kenner der geistlichen Lyri und gab 1725 ein kirchliches Gelangbuch für Aleimar heraus, in welchem er für unveründerte Falsung der Dichtungen eintrat. VI. Von der Schwelle des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart a) Romantiker und andere Dichter des innerenLebens Ernst Moritz Rendt, geb. 1769 in Schoritz(Rügen), Geschichte⸗ rofelfor in Greifswald, dann in Bonn, 1848 Mitglied des Frank⸗ urter Parlaments, gest. 1860. Der Vorkämpfer der deutschen Freiheit war auch ein chriltgläubiger Sänger, der durch seine Schrift „Vom Klort und vom kirchenlied“(1815) mit zur Gesangbuchs⸗ erneuerung beitrug. Nr. 20, 139, 158, 341, 362, 405, 543, 56, 570. johann Georg Gehner, geb. 1765 in Dübendorf bei Zürich, gest. 1843 als Oberpfarrer am Grohmünster in Zürich. Nr. 529. johannes Daniel Falk, geb. 1768 in Danzig als Sohn eines armen Perückenmachers, Legationerat in Kleimar, Schriftsteller und Stifter der„Gesellschaft der Freunde in der Not“ in der Napoleonischen Zeit, Gründer des„Lutherhofes“ für verwahr⸗ lolte Kinder, gest. 1826. Nr. 361, 510. Friedrich von RHardenberg(Novalis), geb. 1772 auf Ober⸗ wiederstedt(IAansfeld) aus einer zur Brüdergemeine sich halten⸗ den Familie, starb an einem Lungenleiden als Bergalsessor in Kleihenfels 1801, der geistliche Dichter unter den Komantikern. Nr. 207, 392, 489, 490. Max von Schenkendorf, geb. 1783 in Tilsit, der chriltlich fromme und vaterlündische Dichter, UMitkümpfer der Freiheits⸗ kriege(trotz lahmer rechter Band), starb als Regierungsrat in Koblenz 1817. Nr. 21, 303, 393, 398, 436, 587, Christoph von Schmid, geb. 1768 in Dinkelsbühl, gest. 1854 als Domherr in Rugsburg. Nr. 360. Klaus Rarms, geb. 1778 in Fahrstedt im Dithmarschen, gelt. 1855 als Rauptpastor und Propst in Kiel. Nr. 5ii. 786 . + —— Von der Schwelle des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart Friedrich Sottlob Kletzel, geb. 1779 in Bautzen, Mediziner, Zeitungoschreiber, gest. 1810 in Bamberg. Nr. 413. damuel David Roller, geb. 1779 in Reynitz(Sachsen), Lehrer Th. Körners und C. v. Kügelgens, Pfarrer in Döbernitz bei Delitzsch und in Lausa b. Dresden, Verf.eines Gesangbuches, gest. 1850. Nr. 589. Qiilhelm Rey, geb. 1789 in Leina(Gotha), gest. 1854 als Super⸗ intendent in lchtershaulen. Bekannt als Fabel⸗ und Kindetlieder⸗ dichter. Nr. 512. Franz Ludwig Jörgens, geb. 1702 in Sütersloh, starb als Prediger in Amerika um 1837. Nr. 588. Joseph IlIohr, geb. 1792 in Salzburg, kath. Bilfspriester in Obern⸗ dork(Salzburg), gest. 1848 als Vikür in Klagrein(Salzkammer⸗ gut). Das Lied Nr. 363 dichtete er zur Chriltoesper 1818. Agnes Franz, geb. 1794 in Ililitsch(Schlesien), Vorsteherin einer Armenschule in Breslau, gest. 1343. Nr. 544. Luise Bensel, geb.4798 als Pfarrerstochter in Uinum bei Fehrbellin, dem kath. Romantiker Clemens Brentano geiltesverwandt, trat 1818 2zur römischen Kirche über, Erzieherin, gest. in einem Kloster ꝛu Paderborn 1876, dichtete Nr. 492 und als Siebzehnjührige Nr. 546. Meta Reußer-Schweizer, geb. 1797 als Pfarrerstochter in Birzel(Zürich), Arztgattin und ilutter der Jugendlchriftltellerin Johanna Spyri, tarb 1876 in ihrer Vaterstadt. Ihre„Lieder einer Verborgenen“ hat Alb. Knapp veröffentlicht. Nr. 401. Ludwig Uhland, geb. 1787 in Tübingen, Zzeitweise Professor der Literatur daselblt, gelt. 1862 in seiner Vaterltadt. Nr. 562. Friedrich Rückert, geb. 1788 in Schweinfurt a. N., Professor für orientalische Sprachen in Erlangen und Berlin, gest. 1866 auf leinem Kuhesitz Neules bei Coburg. Freiheitssänger. Nr. 9. Friedrich Reinrich Kanke, geb. 1798 in Kliehe a. d. Unstrut, Bruder des grohen Geschichtsschreibers Leopold v. R., Prediger, püter Professor in Erlangen, gelt. 1876 als Oberkonsistorialrat in München. Nr. 350, 364. Philipp Spitta, geb. 1801 in Rannover als Kind einer Rugenotten⸗ familie, Pfarrer im Rannöverschen, gest. 1859 als Superintendent in Burgdorf(Rannover). Seine Liederkammlung„Plalter und Rarfe“ ilt meilt in der Jugend gedichtet. Nr. 83, 84, 208, 241, 295, 296, 394, 422, 423, 466, 476, 493, 494, 514, 547, 553, 554, 563, 590. 787 Die Dichter der Lieder Beinrich Christian Rudolf Puchta, geb. 1808 in Kadolzburg (Franken), gest. 1258 als Prediger in RBugsburg. Nr. 534, 564. Viktor von Strauß und Torney, geb. 1809 in Bückeburg, Archivar, Bundesbevollmächtigter von Schaumburg-Lippe in Frankfurt a. HA., Schriftsteller und Sprachforscher, gest. 1899 in Dresden. Nr. 565. Friedrich Räder, geb. 1315 in Elberfeld, gelt. als Randlungos⸗ gehilfe daselbst w1872. Nr. 517. Karl Gerok, geb. 1815 in Vaihingen(Enz), zuletzt Oberpfarrer und Prälat in Stuttgart, Verfafser vielfach aufgelegter Gedicht⸗ lammlungen, gest. 1890. Nr. 440. Gottfried Kinkel, geb. 1815 in Oberkaslel bei Bonn, daselbst Professor der Theologie, dann der Geschichte, 1848 politischer Gefangener in Spandau, flüchtete nach der Schweiz, starb als Professor der Kunstgeschichte 1882 in Zürich. Nr. 549. Smanuel Geibel, geb.is1s als Pfarrerssohn in Lübeck, nach vielen Reisen Professor der Literatur in München, nahm leinen Kuhesitz in leiner Vaterstadt, wo er 1884 starb. Nr. 395, 571. Ernst Albert Zeller, geb. 1804 in Reilbronn, Direktor der staatl. lerenanstalt Klinnental bei Klinnenden(Clürttbg.), ein christ⸗ licher Arzt und Seellorger seiner Kranken. Seine„Lieder des Leide“ dichtete er nach dem Tode seiner Gattin, der Mutter von 8 Kindern, gest. 1877. Nr. 371, 516. Julius Sturm, geb. 1816 in Köstrit(Reuß), Pfarrer in Söschitß bei Schleiz, Kirchenrat in Költritz, gelt. 1896 in Leipzig. Nr. 441, 467, 518, 566. Friedrich Oser, geb. 1820 in Basel, Pfarrer innerhalb seiner Rei⸗ mat, gelt. als Pfarrer von Benken 1891, Rerausgeber der oft komponierten„Kreuz- und Trostlieder“. Nr. 426, 592. Klilhelm Olterwald, geb. 1820 in Bretsch(Altmark), Gym⸗ nasialtehrer in Merleburg, gelt. 1887 als GSymnasialdirektor in Mühlhausen in Thüringen. it dem Domorganilsten Engel in Merfeburg gab er die geiltl. Lieder von J. Kl. Franck herauo, die er mit neuen Texten versah. Nr. 351, 367. Conrad Ferdinand Lacht. 1 geb. 1825 in Zürich, der Meister hiltorischer Dichtung, gelt. 1398 in Kilchberg bei Zürich. Nr. 381. Julie Rausmann, geb. 1826 in Mitau(Kurland), Erzieherin in 788 Baltenland und Rußland, zuletzt an einer Armenschule zu Petero⸗ ö ‚ Von der Schwelle des 19. Jahrhunderte bis zur Gegenwart burg, zeitlebens leidend, gelt. 1001. Nr. 520—5 G. Knahs „Hlldiblumen, Lieder einer Skillen im Lande“, Berlin 1862). Eleonore Fürstin Reuß, geb. Grüfin zu Stolberg-Nlernigerode, eb. 1835 in Gedern(Vogeleberg), lebte auf Schloß Jänkendorf Lausitj) und starb als&litwe 1903 auf Schloß llsenburg(Rarz). Nr. 26 dichtete sie auf einsamer Schlittenfahrt 1857 in frilcher Trauer um ihre am Nleihnachtsabend begrabene Freundin Marie d. Nathusius. Nr. 593. Marie Schmalenbach, geb. Ruhold, geb. 1835 als Pfarrers⸗ tochter in Roltrup m(er Gattin des Superintendent Theodor Sch. in IMennighüffen(Rerford). Als Klitwe gelt. 1924. Nr. 594. Ernst von Ilillich, geb. 1860 in Breslau, Schleiermachers Stief⸗ enkel, gest. daselbit im 13. Lebensjahre. Nr. 513(Kaiser Friedrichs Lieblingslied). b)[illions- und Kkirchenmänner N. friedrich Fickert, schlesischer Pfarrer, geb. 1758, gelt. 1815. Ir. 107. Johann Daniel Karl Bickel, geb. 1737 in Alt⸗leilnau(Nassau), gest. 1809 als Konsistorialrat in Usingen. Nr. 434. Karl Bernhard Garve, geb. 1763 in Jeinsen(Rannover), Prediger der Brüdergemeine an verschiedenen Orten, gest. 1841 in Reren⸗ hut. Nr. 157, 397, 412, 435. Friedrich Adolf Krummacher, geb. 1767 in Tecklenburg(Nlelt⸗ falen), Professor der Theologie in Duisburg, Pfarrer in Kettwig (Khld.), Oberpfarrer in Bernburg(Anhalt), Pfarrer in Bremen, wo er 1845 starb. Lieder- und Parabeldichter. Nr. 110, 561, 586. johannes Spangelista Goßner, geb. 1773 in Rausen b. Nlald⸗ stetten(Bayern), urlprünglich kath. Priester, dann ev. Religions⸗ lehrer und Prediger in Petersburg, Zzuletzt an der Bethlehemskirche in Berlin, gelt. 1858. Nr. 442. jonathan friedrich Bahnmaier, geb. 1774 in Oberstenfeld (QWürttbg.), Pfarrer in seinem Reimatlande, Professor in Tübingen, Dekan in Kirchheim u. T., Förderer der Iulission, der Bibels und Gesangbuchssache, gest. 1841 in Owen. Nr. 111. Christian Gottlob Barth, geb. 1709 in Stuttgart, Pfarrer in Iulöttlingen bei Calw, gab sein Amt auf, um fur den von ihm 78 Die Dichter der Lieder gegründeten Calwer Verlag und für die Reidenmilsion zu wirken, J. geft. 1862 in Calw. Nr. 417, 418, 419, 420. se Johann Christoph Blumhardt, geb. 1805 in Stuttgart, Pfarrer 3 in Höttlingen bei Calw, erlebte seine Bekehrung und erfüllte eine d Ililkion an seine Umgebung, gelt. 1880 in Bad Boll bei Göp⸗ ö pingen(Clürttbg.). Nr. 424. Albert Knapp, geb. 1798 in Tübingen, Pfarrer in Stuttgart, d Herausgeber der„Christoterpe“ und eines„Eo. Liederschahes“ 18 mit 3572 Kirchenliedern unter vielen Textveründerungen, gest. 1864. Nr. 55, 112, 113, 399, 400, 414, 415, 438, 449, 545. 6 Christian Gottlob Kern, geb. 1792 in Schönstetten(Klürttbg.),(F Profeslor in Schönthal, Pfarrer in Dürrmenz-Mühlacker, gest. 6 1835. Freund von Albert Knapp. Nr. 459. Pf Samuel Preiswerk, geb. 1799 in Rümlingen b. Basel, hier Pfarrer 9⁰ und Professor, gest. 1871. Nr. 41°(Str. 3 von Graf Zaremba) u. 475. 6 Graf Felician von Zaremba, geb. 1794 in Zaroyin bei Kowmno, 9² 56 Jahre lang Iilissionar und Iilissionsprediger der Baseler llission, 2 gest. 1874. Nr. 416 Str. 3. T. Johann Ulilhelm Rautenberg, geb. 1791 in Moorfleth bei Hamburg, Pfarrer in amburg, Gründer der Sonntageschule, an der Joh. Binr. Klichern sein Rettungewerk an den Kindern be⸗ gann, Vater der Inneren und Pionier der Norddeutschen Mission, gest. 1865. Nr. 349. Gustab Knak, geb. 1806 in Berlin, dalelbst Gohners Nachfolger an der Bethlehemskitche, gest. 1878 auf einer Reise nach Dünnow (Pommern), Pietist und eifriger Mlilsionsfreund. Nr. 114, 591. Swald Rudolf Stier, geb. 1800 in fraustadt(Posen), theol. Lehrer am Baleler Missionsseminar, Pfarrer in Frankleben bei Nlerseburg. Geit 1262 Llichlinghausen(Barmen) und Schkeu⸗ ditz bei Ralle, gest. 1862 als Superintendent in Sisleben. Geilt⸗ voller Schriftausleger und Förderer des Gesangbuche. Nr. 421. Christian friedrich Beinrich Sachse, geb. 1785 in Sisenberg (Thüringen), Bofprediger und Konsistorialrat in Altenburg, gest. 1800. Nr. 342, 437. Zamuel Marot, geb. 1770 in HMagdeburg, gelt. 1865 als Ober⸗ konsistorialrat in Berlin. Nr. 448. 790 Von det Schwelle des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart Johann Ffriedrich Möller, geb. 1789 in Srfurt, dort in ver⸗ schiedenen geistlichen Stellen, 1843 Seneralluperintendent in Magdeburg, wo er 1861 starb. Nr. 380, von ihm 1816 für seine durch Kriegsnot verarmte Erfurter Gemeinde veröffentlicht, wo⸗ durch reiche Spenden eingingen, und Nr. 458. Karl Rudolf Ragenbach, geb. 1801 in Balel, faft so Jahre lang dort Professor für Kirchengeschichte und als eine„Friedensgestalt der streitenden Kirche“ von Einfluß auf das kirchliche Leben der reformierten Schweiz, gest. 1874. Nr. 515. Morit Görcke, geb. 1803 in Stettin, Gustav Knaks Schwager, Bilfeprediger und Konrektor in Pyritz, tarb 1883 in Zarden (Pommern). Nr. 425. Sottlieb Christoph Kdolf von Rarleh, geb. 1806 in Nürnberg, Pfarrer und Profefsor in Leipzig, Oberhofprediger in Dresden, gest. 1879 als Oberkonsistorial⸗Prälident in München. Nr. 548. Gerhard Sti 6 geb. 1809 in Norden(Ostfriesland), spüter Privat⸗ gelehrter in Potsdam, gest. 1882. Durch die BRerausgabe seines zunverfülschten Liedersegens“ wirkte er für die urlprüngliche Textgestaltung unserer Kirchenlieder. Nr. 535. Friedrich Ahlfeld, geb. 1810 in Mehringen lat s0. Pfarrer in Balle(St. Laurentius) und Leipzig, gest. dalelbst 1884 als Geh. Kirchenrat. Nr. 439. August Bermann Nalter, geb. 1817 in 80 hrbt Theologe, doch infolge Taubheit ohne Pfarramt, gest. 1880 in Leipzig. Nr. 477. Kornelius Friedrich Adolf Krummacher, geb. 1824 in Ruhrort, Sohn von friedrich Klilhelm K., Enkel von Friedrich Adolf K., war Rofprediger in Ralberstadt, dann Oberpfarrer in Barby, gest. 1884. Nr. 519. Rudolf Kögel, geb. 1829 in Birnbaum(Posen), Oberhofprediger in Berlin, nach langem Leiden gest. 1896. Ein bedeutender Pre⸗ diger und Kirchenpolitiker. Nr. 128 dichtete er in seiner Jugend nach dem Tode seiner Mutter und anderen Erfahrungen. Unbekannter Rerkunft: Nr. 365, 366, 427, 451, 524, 525, 595. c) Aus neuelter Zeit Paul Kaiser, geb. 1852 in Züllichau(Brandenburg), Pfarrer in Neulalz, Sagan, Stockholm und Leipzig, wo er 1917starb. Nr. 536. 77¹ Die Dichter der Leder Smil Prinz von Schönalch⸗Carolath, geb. 1852 in Breslau, anfangs Offizier, lebte nach Auslandereisen als Schriftsteller und Dichter auf seinem Gute Raselhorst in Rolltein, gest. 1008. Nr. 469. Friedrich Spitta, geb. 1882 in Nlittingen(Lüneburger Beide) als Sohn des Dichters Philipp Sp., bis 1918 Professor der Theo⸗ logie in Straßburg, dann in Söttingen, wo er 1924[tarb. lit⸗ herausgeber der„Monatschrift für Sottesdienst und kirchliche Kunst“ und des Gesangbuches für Elsaß-Lothringen von 1899. Nr. 428, 460. Brund NMleih, geb. 152 in Breslau, Pfarrer in Elgersburg und Bremen, gest. 1915. Nr. 478. Peardit Hermann Franke, geb. 1853 in Sundern bei Stitersloh, Professor der Theologie in Balle und Kiel, Dichter der„Deutschen Plsalmen“, gelt. 1891 in[u1uontreux. Nr. 479. Karl Ernst Knodt, geb. 1856 in Eppelsheim(Kheinhessen), Pfarrer in Gernsheim a. Rh., dann 22 Jahre der„Haldpfarrer“ oon Ober⸗ hlingen 56. W. 58 starb im Ruhestand 1917 Zzu Bensheim (Bergltrahe). Nr. 522. Hermann Aeingart, geb. 1866 in Gotha, Pfarrer in Osnabrück und in Borgfeld bei Bremen, gest. w1021. Nr. 537. Konrad Schmidt, geb. 1863, Pfarrer in Gleiwitz. Nr. 572. Ililhelm Mühlpforth, geb. 1874 in Frankfurt a. d. O. Pfarrer in Olmütz, dann in Hürzzuschlag, Feldprediger im Ueltkrieg, an dessen Folgen er 1918 in Sraz starb. Seine„Kriegschoröle“ fanden weite Verbreitung. Nr. 406, 443. Ililliam GMolfensberger, geb. 1889 in Zürich, Pfarrer in Fuldera(Graubünden) u. Rheineck a. Bodensee, gest. 1918. Nr. 574. Gustaod Schüler, geb. 1868 in Königl.⸗Reet(Oderbruch), lebt als Schriftsteller in Freienwalde. Nr. 372, 480, 523, 538, 550. llartin Jentzsch, geb. 1879 in Seyda(Prov. Sachsen), Pfarrer in Delitzsch, Berlin, Z. Zt. an der Reglerkirche zu Erfurt. Nr. 573. Nedwig don Redern, geb. 1866, lebt in Potsdam. Ihr Lied Nr. 526 findet sich zuerst in ihrer GSedichtsammlung„Geborgen“ (Nlandsbeck 1915). Durch Oberpfarrer Doebler in Riga 1915 in den kirchengesang eingeführt, wurde das Lied durch die Sängerin Marion v. Klot(Maria von Korff) zum baltischen MWlärtyrerlied 792 Alphabetisches Verzeichnis der Dichter Slilabeth van Randenborgh, geb. Riemeier, geb. 1893 in Blele- seld, Sekretürin am Burckhardthaus in Berlin⸗Bahlem, jetzt Pfarr⸗ frau in lserlohn. Nr. 429(Verbandelied der ev. Jugendvereine). Alphabetilches Verzeichnis der Dichter Die Ziffern bezeichnen die Seiten der Lebensbeschreibungen Agricola 768, Ahlfeld 791, Alber 768, Albert 774, Albinus 775, Albrecht, Berzog von Preuhen 768, Allendorf 782, Altenburg 772, Ambrolius 760, Krends 784, Arndt 786, Arnold 779, Arn⸗ schwanger 778. Bahnmaier 789, Barth 789, Becker 771, Behm 771, Bernhard von Clatroaux 760, Betichius 781, Bickel 789, Bienemann 770, von Bicken 776, Blumhardt 790, v. Bogatzky 782, Böhmer 781, Bürde 785, Bugenhagen 767, Burmeilter 775. ni 709, Claudius 784, Clausnitzer 776, Cramer 785, Crasle⸗ lus 780. Dach 773, Decius 768, Denicke 773, Deßler 777, Drese 778. Eber 767, Elmenhorlt 781, Englilch 769. Falk 786, Fickert 789, Pischer 770, Pleming 775, Joh. Franck 775, llich. Franck 774, Sal. Franck 781, A. R. Francke 770, Franke 792, A. Franz 787, Ig. Franz 785, Freylinghausen 780, Freystein 778, Fritsch 778, Funcke 776, Funk 785. Garve 789, Gedicke 781, Geibel 788, Gellert 785, Gerhardt 775, Gerok 768, Sesenius 773, Sehner 786, Sörche 791, Gohner 789, Gotter 780, Gramann 76s, Gregor 784, Gryphius 774, Günther 777. Bagenbach 791, o. Bardenberg 786, o. Rarleß 791, Rarms 786, Hartmann 770, Barttmann 783, Raslocher 778, Rausmann 788, seine 784, Hecker 782, Reermann 772, Reilmann 768, Reld 774, Helmbold 770, Bensel 787, Rerberger 772, Rerbert 769, Rerder 785, N. Herman 768, Bermes 785, Herrmann 782, Herrnichmidt 780, Berrosé 785, Berzog 776, Reunssch 776, Reußer-Schweizer 787, Hey 787, Hiller 783, Roffmann 781, Romburg 774, Rubert 769. Jentzsch 792, Jonas 767, Jörgens 787. Kailer 791, Keimann 77⁴, Kern 790, Kinkel 788, Klopstock 785, Knak 790, Knapp 790, Knodt 792, Knoll 772, Knorr v. Rosenroth 777, 793 Die Dichter der Lieder Kögel 701, Koitsch 780, J. G. Krause 782, Jon. Krause 782, Fr. A. Krummacher 791, K. Fr. A. Krummacher 789, Kunth 782. Lampe 783, Lange 779, Laufenberg 761, Laurenti 779, Lavater 783, Leon 770, Liebich 782, Lindemann 771, Liskowm 777, v. Lodenstein 778, Löscher 781, v. Löwenstern 774, Luther 766. Nlagdeburg 768, Hajor 771, larot 790, Nlelanchthon 766, Menther 784, Meyer 788, Mleyfart 773, Mlohr 787, Moller 771, Mlöller 791, Aühlpforth 752, Müller 780. Nachtenhöfer 776, Neander 778, Nerreter 777, Neumann 781, Neu⸗ mark 775, Neumeister 781, Neunherz 781, Neuh 779, Nicolai 771, Niege 768, Nopalis 786. Joh. G. Olearius 777, Joh. Olearius 775, Oser 788, Osterwald 788. Pauli 776, v. Pfeil 783, Praetorius 776, Preiswerk 790, Albrecht, Berzog von Preußen 768, Puchta 788. Räüder 788, Rambach 780, b. Randenborgh 793, Ranke 787, Rautenberg 790, v. Redern 792, Reihner 769, Fürltin Reuß 789, Rhaw 767, Richter 779, Rinckart 772, Ringwald 770, Rist 774, Rodigast 776, Roller 787, Rothe 784, Rückert 787, Ruopp 779. Sachse 790, Sattler 771, Schade 778, Schalling 770, Scheffler 777, Scheidt 783, Schein 772, Rartm. Schenck 776, R. Th. Schenck 770, b. Schenkendorf 786, Schirmer 775, Schmalenbach 789, Chr. v. Schmid 786, Konr. Schmidt 702, J. Sul. Schmidt 780, Schmolck 782, v. Schönaich⸗Carolath 702, Schöner 783, Schröder 780, Schüler 792, Schütz 778, A. J. v. Schwarzburg-Rudolstadt 777, Schwedler 779, Scrider 777, Selnecker 770, v. Senitz 777, Sieber 778, Siegfried 771, Sonnemann 773, Spangenberg 784, Spee 773, Spe⸗ ratus 767, Fr. Spitta 792, Ph. Spitta 787, Spreng 783, Stegmann 773, Stier 790, Stip 791, Stockfleth 776, Graf Stolberg 780, Stols⸗ hagen 771, 0. Strauh und Torney 788, Sturm 788, Sudermann 771. Tauler 761, Tersteegen 783, Thilo 774, Titius 776. Uhland 787. Vetter 769. Clalter 791, Alalther 767, Klegelin 773, Kleingart 792, Nleiß 792, Kleihe 769, Kleissel 773, Klerner 774, Nletzel 787, Ulillich 789, Tlinckler 780, Klolf 781, Klolfensberger 792, Kloltersdorf 783. b. Zaremba 700, Zeller 788, Chr. R. v. Zinzendorf 784, N. L. v. Zinzendorf 784, Zwick 769, Zwingli 768. 77⁴4 ES7? E U —— V W W. V W V. Joh. Analtasiue Freylinghausen Chr. Ernst Graf zu Stolberg Die Schöpker der Singweilen in geschichtlicher Folge Die den Lebensbeschreibungen Emam Ver⸗ Nummern beziehen sich auf die eingeklammerten Zahlen im Verzeichnis der Singweisen l. Aus vorreformatorilcher Zeit Reinrich ILIaak, geb. um 1450 in Flandern, gest. 1517 in Florenz, Organist dalelbst, spüter Rofkapellmeister bei Kaiser Hlaximilian, mit dem er 1497 nach Nlien überliedelte. Rus dieser Zeit(das Jahr steht nicht fest) stammt vielleicht das Innsbruck⸗Abschiede⸗ lied, dessen wertvolle, von Zach und Ulozart bewunderte Singweise im 16. Jahrhundert in den ev. Kirchengelang überging. Nr. 212. Unbekannter Rerkunft: Nr. 19, 27, 28, 30, 32, 33, 44, 67, 69, 85, 93, 99, 111, 18, 132, 142, 145, 147, 157, 173, 176, 181, 188, 267. II. Aus dem Rekormationsjahrhundert (1523 bis etwa 1500 Martin Luther(Dichterkomponilt), vgl. Liederdichter Nr. 59. Johann NMalther(Dichterkomp.), ogl. Liederdichter. Nr. 107, 239. Nikolaus Rerman(Dichterkomponist), vgl. Liederdichter. Die Aleise seines leihnachtsliedes übernahm er von seinem weltlichen Abendreigen„Kommt her, ihr lieben Schwesterlein“. Nr. 66, 159. Leonhard Schröter, geb. um 15⁴40 in Torgau, gest. 1595 als Schul⸗ kantor in Magdeburg, ein Ileister des a cappella-Stils. Nr. 82. 79⁵ Die Schöpfer der Singweilen Unbekannter BRerkunft Nr.: 3, 7, 8, 13, 15, 17, 21, 22, 25, 26, 29, 34, 44, 57, 61, 55, 73, 78, 100, 101, 106, 120, 126, 128, 148, 160. 171, 172, 176, 179, 182, 183, 184, 198, 203, 207, 234, 235, 236, 237, 242, 245, 252, 253, 260 IIl. Das Zeitalter der Steigerung künltlerilcher Ausdrucksmittel und Formen(Barock) a) Frühbarock(etwa 1590 bis etwa 1640) Glopanni Giacomo Gastoldi, geb. um 1556 in Caravaggio, Kapellmeilter in Mantua, dann am Dom zu Mailand, wo er 1622[tarb. Die Kleise Nr. 131 gehörte ursprünglich einem welt⸗ lichen Liebesliede(Ballettliede) an. Bartholomäus Gesius(Söhß), Lamd um 1555 in lüncheberg (Nlark), zuerst Theologe, spüter Kantor Zzu Frankfurt a. O, wo er 1613 starb. Nr. 23. lelchior Vulpius, geb. um 1560 in Nlalungen i. Thür., wat bon 1602 bis zu seinem Tode 1615 Stadtkantor in Nleimar. Nr. 31, 48, 86, 156. Hais Leo Baßlet(HRasler), geb. w1564 in Nürnberg, gest. 1612 auf der Reile. Der erste deutsche Meifter, der in Italien(bei Gabrieli in Venedig) leine Rusbildung erfuhr. Organilt des Grafen Fugger in Augsburg, später in Prag, wo er dom Kailer eadelt wurde, und in Nürnberg. Sdle Sinfachheit bezeichnet eine genialen Tonlätze. Die Ueile Nr. 108 eignete zuerst einem Liebesliede(Mein G'müt ist mir verwirret). MichgelPraetoriusSchulze), geb.1s7i in Creuzburg a. d. Nlerra. III. P. C. deutete er als Hea Patria Coelum. P. studierte in Franh⸗ furt a. d. O., wirkte als Kapellmeister„von Bause aus“ an den Röfen zu Nolfenbtittel, Dresden, zeitweile auch in Balle a. 8., gelt. 1621 in Nolfenbüttel. Nr. 70, 116. johann Bermann Schein, geb. 1586 in Grünhain I. S., Schüler der Dresdener Rofkapelle, Alumnus in Schulpforta, studierte Jura in Leipzig, wirkte als Musiklehrer in Nleihenkels, als Kapell⸗ meister am Nleimarer Rofe und behleidete seit 1615 hbas Thomas⸗ kantorat in Leipzig, wo er 1630 ftarb. Siner der würdigsten Amtsvorgünger von J. S. Bach, Rerausgeber eines mehrstimmigen Gesangbuche(Kantional). Nr. 161, 278. 79 Das Zeitalter des Barock Adrianus Valerius, Rateherr zu Deere in Rolland, gest. 1625, Herausgeber einer Sammlung von 72 einstimmigen Liedern mit Lautenbegleitung unter dem Fitel„Niederlandsch Gedenckclanck“ zur Erinnerung an die Niederl. Befreiungskriege. Nr. 270. lieinrich Schütz, geb. 1585 in Költrit(Reuß), gelt. 1672 in Dres⸗ den, Kapellknabe am Rofe des Landgrafen von Belsen, der ihn in Kassel erziehen, in Marburg Jurd studieren und bei Joh. Gabrieli in Venedig musikalisch ausbilden lieh. Rofkapellmeilter in Dresden, von woo er zeitweile durch den Krieg nach dem Rus⸗ land vertrieben murde. Sch. gilt als der Großmeifter der deutschen Ulusik vor Bach, der den musikalilschen Stilwandel von Italien in Deutschland einführte. Sin Bibelausleger in Tönen. Nr. 41. Helnrich Albert(Dichterkomponist), ogl. Liederdichter. Nr. 89. Bartholomüus Relder, 1607 Lehrer in Friemar b. Gotha, dann Pfarrer in Remstädt i. Thür., wo er 1635 starb. Nr. 72, 17. llichael Franck(Dichterkomponilt), ogl. Liederdichter. Nr. 6. Unbekannter Rerkunft: Nr. 1, 20, 75, 143, 204, 205, 210, 233, 240, 201. b) Hochbarock(etwa 1640 bis gegen 1700) Uatthäus Apelles don Löwenltern(Dichterkomponilt), ogl. Liederdichter. Nr. 185. Johann Crüger, geb. 1598 in Grohbreesen b. Guben, gest. 1662 zu Berlin, Schul⸗ und HBauslehrer dalelbst, studierte Theologle in Qlittenberg, dann ulusik bei dem Gabrielischüler Bomberger in Regensburg, war 40 Jahre lang Organist an der Nikolaikirche zu Berlin, Paul Gerhardts Amtsgenosse und Freund. Siner unlerer besten Choralkomponilten. Seine vielfach aufgelegte Praxis pietatis melica ist eins der bedeutendsten ev. Gesangbücher. Nr. 14, 83, 109, 136, 155, 177, 178, 213, 215, 218, 238, 253, 278. Thomas Selle, geb. 1599 zu Zörbig b. Bitterfeld, Kantor am Johanneum und Musikdirektor der fünf Rauptkirchen in Ram⸗ burg, wo er 1662 ftarb. Nr. 211. Andreas Rammerlchmidt, geb. 1612 in Brüx(Böhmen), Organist in Klesenstein, Freiberg und Zittau, wo er 1675 starb. Ein Vertreter des um 1600 in ltalien aufgekommenen konzer⸗ tierenden Stils. Nr. 81. 77⁷7 Die Schöpfer der Singweilen Johann Schop, seit 1621 Direktor der Ratsmulik in Ramburg, spüter dort auch Organilt, berühmter Geiger; Mitarbeiter des Dichters Joh. Rilt, einer unlerer bedeutendsten Choralschöpfer, gest. 1665. Nr. 62, 149, 196, 210, 254. Johann Rudolf Ahle, geb. 1625 in Mühlhausen i. Thür., wo er 1673 ftarb. Kantor in Erfurt, dann Organist an St. Blalien und Bürgermeilter in seiner Vaterstadt, einer der Amtsvorgünger von J. S. Bach dalelbst. Nr. 72, 152, 174. Johann Georg Sbeling, geb. 1637 in Lüneburg, gest. 1676 in Stettin, Schul⸗ und Kirchenmusikdirektor an St. Nikoldi zu Berlin, Professor am Gymnasium zu Stettin. Rerausgeber von„Paul Gerhardts geistlichen Andachten“(120 vierstimmigen Liedern mit Instrumentalbegleitung). Nr. 47, 55, 243. Uolfgang Klehnitzer, geb. um 1617, gelt. 1685 als Rerzoglicher Noforganist in Celle. Nr. 137. Johann Rofenmüller, geb. etwa 1620 in Olsnitz(Vogtland), Student in Leipzig, dalelbit Kollaborator und stellvertretender Kontor an der Thomasschule, gest. nach einem bewegten Leben 1684 als HRofkapellmeister in Nlolfenbüttel. Nr. 248. Georg Neumark(Dichterkomponilt), ogl. Liederdichter. Nr. 256. Jakob BRinhe, geb. 1622 in der NUark, gelt. 170²2, wirkte in Berlin als musicus instrumentalis und tüchtiger Theoretiker und bearbeitete nach Joh. Crügers Tode die Praxis pietatis melica. Nr. 10, 87. Chriltoph Anton, gest. 1658 als Organilt und rlrni von Andreas BRammerschmidt in Freiberg(Sachlen). Die Kleise Nr.ꝰ erschien zuerst zu einem weltlichen Liede von Joh. Rist, mit dem Sterbelied 1681 im Kleimarer Gesangbuch. Peter Sohr(Sohren), geb. 1630 in Elbing, gelt. eta 1692 als Organilt und Kantor daselbst. Nr. 167. Adam Drele(Dichterkomponilt), ogl. Liederdichter. Nr. 220. Ahasverus Fritsch(Dichterkomp.), ogl. Liederdichter. Nr. 200. Nu 16s Uhlich, geb. um 1630 in Leipzig(), Organilt in Torgau. r. 165. Adam Krieger, geb. 1634 in Driesen(Neumark), Schüler von Sa⸗ muel Scheidt in Ralle a. S. und von Reinrich Schütz in Dresden, wo er 1666 starb. Dichter und Komponist. Der zweite Teil der&Neise Nr. 60 ilt ursprünglich ein Rallisches Studentenlied(Liebeslied). Nr. o. 77⁸ Das Zeitalter des Baroch Sederus Gastorsus, um 1675 Kantor in Jena, Schul⸗ und Stu⸗ dienfreund von Samuel Rodigalt(ogl. Liederdichter). Die-UNeise Nr. 244 zuerst 1681 im Cleimarer Gesangbuch. Johann Balthasar Reimann, geb. 1702 in Breslau, Sünger und Choralist dalelbst, Organist in Firlchberg i. Schlel., wo er 1747 starb. Berausgeber und Komponilt zahlreicher Chortle. Nr. 274. Johann Tolfgang Franck, geb. um 1641, Kapellmeilter in Ansbach, Bamburg und London, wo er starb. Seine leisen ge⸗ hören zu dem wertvollsten geistlichen Liedergut. Nr. 97, 144, 154. Unbekannter Herkunft: Nr. 2, 5, 7, 103, 110, 130, 134, 143, 151, 153, 154, 164, 166, 187, 192, 199, 201, 202, 231, 257, 258, 276, 277. c) Spötbarock und seine Ruslüufer (etwa 1700 bis nach J. S. Bach) johann Sebastian Boch, geb. 1685 in Sisenach, wirkte als Or⸗ ganilt in Arnstadt, Muhlhausen und Cleimar, als Rofkapellmeister in Köthen und die letzten 27 Jahre als Thomaskantor in Leipzig, Wo er 1750 starb. Der Grohmeister der ed. Kirchenmusik und einer der gröhten Iueilter aller Zeiten,„der fünfte Svangelist“. Nr. 121, 146. Seorg Friedrich Bändel, Ralles größter Sohn, geb. dalelbst168s, Schüler von Zachau, Rechtsstudent und gleichzeitig Domorganist in Ralle, ging als Muliker nach Ramburg, studierte in Italien und wirkte die lüngste Zeit seines Lebens in London, wo er 1759 starb. UVeise Nr. 220 zuerst in Ründelschen Oratorien. Ruch seine hohe Kunst wurzelte im evangelischen Choral. Alilliam Croft, geb. 1077(1678) in Nether-Catington in Eng⸗ land, Organist an St. Annen in Nestminster, Mitglied der k. Ka⸗ pelle, starb 1727 in London. Die Nleise Nr. 249 wird auch Bändel zugeschrieben. F. H. Christoph Hleyer, geb. 1705 in Rannover, als Organist an der dortigen Schloßkirche gest. 1767. Nr. 170. Siegfried Christoph Stötzer, geb. 1703 in Anhalt, gelt. 1773 als Kantor in Bremen. Nr. 91. Karl Philipp Smanuel Bach, geb. 1714 als zweiter Sohn Joh. Seb. Bachs in Aleimar, anfangs Jurist, spüter Rofcembalist Fried⸗ richs d. Gr. in Berlin, dann Kirchenmulikdirektor in Ramburg, wo er 1788 starb. Vertreter des galanten Stils. Nr. 49. 799 Die Schöpfer der Singweilen Unbekannter Rerkunft: Nr. 1, 12, 37, 42, 52, 53, 56, 63, 68, 76, 88, 113, 119, 123, 129, 163, 169, 180, 190, 193, 195, 214, 219, 222, 223, 230, 264. IV. Die Zeit des lchlichten Volksgelanges (Ende des 18. bis Ende des 19. Jahrhunderts) Johann Frledrich Franke, geb. 1717 in Krautheim b. Nleimat, tudierte Theologie, stand seit 1739 im Dienste der Brüdergemeine, tarb 1780 in Balel. Nr. 135. Christian Gregor,(Dichterkomponist), vogl. Liederdichter. Johann halichael Raydn, Bruder von. H., geb. 1737 in Rohrau, Kapellmeister am Stephansdom in Nien, dann in Groh⸗ wardein und in Salzburg, wo er als Domorganist 1806 starb. Nr. si schuf er 1777 2u dem Liede„Hier liegt vor deiner Ilajestät“. elr. Iu verband seine Dichtung selbst mit der Raydnschen elle. Nr. 51. johann Abraham Peter Schulz, geb. 1747 in Lüneburg, gest. 1800 in Schwedt, wirkte als Mufiklehrer und Kapellmeister an dielen Orten des ln⸗ und Ruslandes, besonders in Berlin, wo er dem Rofe nahestand. Sch. war bahnbrechend als Schöpfer des Liedes„im Volkston“. Nr. 43, 125. Dimitri Bortniansky, geb. 1752 in Gloukow(Ukraine), stu⸗ dierte in MUloskau und in Italien, war Direktor der Kais. Vokal⸗ kapelle in Petersburg, wo er 1825 starb. Nr. 114(aus einer Illelse N1 1820) wurde 1825 mit Tersteegens Dichtung verbunden. r. 114. jJohann Friedrich Reichardt, geb. 1752 in Königsberg i. Pr., 210 1814 als Salinendirektor in Siebichenltein bei Ralle a. S., RWete⸗ Goethes, im klavierlied ein Vorgünger Franz Schuberts. k. 127. Uolfgang Amadeus Mozart, geb. 1756 in Salzburg, gelt. 1791 in Ilien. Von leiner univerlellen Bedeutung abgelehen, ist Il. auch Ulleister des einfachen, naiven Liedes, in welchemsich Gemüts⸗ innigkeit und Anmut mit Illelodiefreudigkeit verbindet. Nr. 217. Friedrich Burchard Beneken, geb. 1760 in Nlennigsen bei Ran⸗ nover, gest. 1818 als Pastor in&lulfinghausen in Rannover. Ver⸗ treter des empfindlamen Stils. Nr. 262. 80⁰ zweisen 68, 76, 9, 222, 8 rts) leimar, emeine, . 737 in Großh⸗ starb. jeltät“. bulchen „gelt. ter an „Wo er fer des e)/ stu⸗ Vohal⸗ rMelle unden. . Pe., e a. S., uberts. It. 1791 ilt M. emüto⸗ Ir. 217. di Ban⸗ r. Ver⸗ Die Zeit des schlichten Volksgesanges Rans Georg Nägeli, geb. 1773 in Kletzikon(Schweiz), be⸗ deutender Päunnheiriteile(nach Pestalozzischen Grundlätzen), Chorleiter, Musikschriftsteller und UHulikalienhündler, tarb 1836 in Zürich. Nr. 158. Rugustin Rarder, geb. 1775 in Schönerltedt(Sachlen), anfangs Theologe, dann Muliker und volkstümlicher Liederkomponilt, geft. 1813 in Leipzig. Nr. 84. Luise Reichardt, Tochter des 1814 in Giebichenstein bei Ralle a. S. verstorbenen Liederkomponilten Joh. Friedr. R., geb. 1779 in Berlin, gest. 1826 in Ramburg. Nr. 38 Karl Friedrich Schulz, 1784-1650, Seminarmulsihlehrer in Zülli⸗ chau. Nr. 35. johann Christian Friedrich Schneider, geb. 1786 in Altwalters⸗ dorf bei Zittau, studierte in Leipzig, dort aweilneister der Pauliner⸗ und an der Thomaskirche sowie Lehrerun lmeilter; wirkte dann als Rofkapellmeister und geluchter Lehrer und Oratorienkomponilt in Dessau. Nr. 94, 163. Konrad Kocher, geb. 1786 in Ditzingen bei Leonberg, gest. 1872 in Stuttgart, wo er Organist und HNulikdirektor an der Stifts⸗ kirche war. Nr. 266. Renry Robley Bishop, geb. 1786 in London, gest. dalelbst 1855, Professor der Muusik in Oxford. Nr. 272. Franz Gruber, geb. 1787 in Rochburg(Innviertel), Organilt und Chorleiter in Arnsdorf, dann in Berndorf, zuletzt in Rallein (Salzkammergut), wo er 1863 starb. Nr. 227 komponierte er unmittelbar nach der Entstehung der Dichtung am Hl. Abend 1818 für die Chriltvesper in Oberndorf. Nr. 227. Csar Malan, geb. 1787 in Genf, wo er als Pfarrer 1864starb. Nr.96. Friedrich Silcher, geb. 1789 in Schnaith(Remstal), Lehrer in Schorndorf, Musiklehrer in Stuttgart, Univerlitätsmulikdirektor und Chorleiter in Tübingen, wo er 1860 starb. Seine Zzahlreichen Lieder sind im deutschen Volksgemüt verwurzelt. Nr. 18, 224. Felix M1uendelssohn-Bartholdy, geb. 1809 in Ramburg, gest. 1847 in Leipzig, wo er als Leiter der Gewandhauskonzerte und als Begründer des Konservatoriums wirkte. Für die geistliche Musik durch die Cliedererweckung Bachscher Klerke(Matth.⸗ Passion 1829), Oratorien, Pfalmen, Notetten, lowie geistliche Lieder von unvergänglicher Bedeutung. Nr. 74. 80¹ Die Schöpfer der Singweilen Gottlob Siegert, geb. 1789 in Ernsdorf bei Reichenboch(Schle⸗ lien), Kantor und Dirigent in Breslau, wo er 186s starb. Nr. 54. jJohann Georg Frech, geb. 1700 in Kaltenthal bei Stuttgart, Seminarmusiklehrer, Mufikdirektor und Organift in Shlingen (Nlürttemberg), wo er 1864 starb. Nr. 139. Reinrich Karl Breidenltein, geb. 1796 in Steinau(Hellen), bechtsstudent(bei Thibaut) in Beidelberg, Uniderlitätsmusik⸗ direktor und Professor in Bonn, wo er 1876 starb. Nr. 251. john Bachus Dykes, geb. 1823 in Kkington, gelt. 1876 in St. Bernards on Sea, Prediger und Kirchenmuliker an der bilchofl. Methodistenkirche in England. Nr. 247 zuerlt in einer ymnen- sammlung von&l. F. Nulonk(London 1875). Ein Kirchenchor in Riga lang am Neujahrstage 1016 in der Jakobikirche die Dichtung don Redwig v. Redern zu dieler Kleise in dierltimmigem Sage. Dem Chore gehörte die 1s jührige Warion Klot(Maria o. Korif) an. Sie sang dann das Lied im Gefüngnis zu kiga allabendlich und trat mit leinen erlten Norten den letzten Gang an zur Er⸗ schiehung durch die Bolschewiken, 22.[U1Iar 1019. Karl Knödel, geb. 1826, Pfarrer in Assumstadt(Hürttemberg), gelt. 1867. Nr. 4. Karl Voigtlünder, geb.1827 in Sr. Ballerstedt(Altmark), blinder Organilt an der Bethlehemskirche dalelbst(mit P. Knak), starb 1858 in Berlin. Seine zahlreichen Melodien lsind weich. Nr. 232. Joh. Gottfried Karl Löwe, geb. als Lehrerssohn 1796 in Löbejun bei Ralle a. S., gelt. 1869 in Kiel, tudierte Mulik und Theologie in Ralle, wirkte als Kantor, Gesanglehrer und Iulusikdirektor in Stettin. Meilter des Oratoriums und des Liedes. Nr. 259. Karl Kuhlo, geb. 1818, gelt. 1909. Diakonislenhauspastor in Berlin. Nr. 24, 115. KarlStein, geb. 1824 in Niemegh b. Belzig, Schüler des Instituts für Kirchenmusik in Berlin, Organift u. Gymnaliallehrer, Kgl. Illusik- direktor und Profeslor in Klittenberg, wo er 1902 starb. Nr. 208. Karl Riedel, geb. 1827 in Kronenberg b. Elberfeld, gest. 1888 in Leipꝛig, wo er lange Zeit eine führende Stellung einnahm. Nr. 140. Leopold Schultze, geb. 1827 in Crossen(Oder), studierte in Ralle und Berlin, war Pfarrer im Brandenburgischen, in Barmen⸗ Uupperfeld, später Konliltorialrat in Posen, dann Pfarrer und 80² 2229. 9—6—„„ K un Chotal und geistliches Volkolied Konfistorialrat in Elbeu b. MNagdeburg, Zulett Generalluperinten⸗ dent u. Domprediger in hllagdeburg. Er starb 1893. Nr. 150. Karoline Nichern, geb. 1830, gest. 1906, Lochter des Sründers des Rauhen Raules und Gesanglehrerin in Ramburg. Nr. 50. Albert Martin Robert Radecke, geb. 1830 in Dittmannsdorf, pianift, Organift und Kapellmeilter, Direktor des Sternschen Konservatoriume und des Inftitue für Kirchenmulik in Berlin, starb 1911 in Klernigerode. Nr. 250. Johannes Brahme, geb. 1833 in Ramburg, wirkte an vielen Orten, belonders in seiner Vaterstadt und in Klien, wo er 1897 starb. Großmeifter des Liedes u. der Liedbearbeitung. Nr. 133. Albert Ernst Anton Becker, geb. 1834 in Quedlinburg, gest. 1890 als Dirigent des Domchors und Professor in Berlin. Neu⸗ deutscher Komantiker. Nr. 64. dinna Koch, geb. Schapper, geb. 1845 in Klaldböckelheim, gelt. 1905 als Superintendentenwitwe in Stolpi. P. schuf 1887 im Pfaer⸗ hause zu Gr.⸗Möringen, Kr. Stendal, die Uleise Nr. 226. pPaul Zauleck, geb. 1849 in. Berlin, gelt. 1917 in Bremen, waa er lange als Pfarrer an der Friedenskirche und als Führer der Sache des Kindergottesdienltes wirkte. Nr. 80. Unbekannter Rerkunft: Nr. 11, 16, 45, 70, 95, 78, 112, 191, 197, 206, 200, 258, 265, 279. V. Choral und geiltliches Volkslied der neueiten Zeit bis aut die Cegenwart Arnold Mendelskohn, Sohn eines Vetters von felix IIl., geb. 1855 in Ratibor, anfangs Jurist, dann Hlulikltudent in Berlin, Organilt und Univerlitätemusikdirektor in Bonn, Hulusikdirektor in Bielefeld, Lehrer am Konseroatorium zu Köln, Reslischer Landes⸗ kirchenmufikdirektor und Profellor in Darmstadt, gest. 1933. Komponilt und Bearbeiter im klallischen Stil. Nr. 216. Frit Lubrich, geb. 1862 in Bürsdorf Posen), Kantor in Peilau und in Neille, Seminarlehrer in Kyritz, dann in Sagan, kirchen⸗ mulikdirektor, Dozent für Kirchenmusik. MAulikschriftlteller, Kom⸗ ponist und Herausgeber von Chor⸗ und Orgelmusik. Nr. 275. Guftar Schaper, geb. 1845 in Rohenwaroleben bei lulagdeburg, Gesanglehrer, Organift und Kgl. Hulikdirektor in llagdeburg, wo er 1906 starb. Nr. 187. 803 Die Schöpker der Zingwellen Gustav Pezold, geb. 1850, Stadtpfarrer und Dekan in Kirch⸗ heim⸗Teck(Württemberg), wo er im Ruhestand lebt. Nr. 274. Karl Seiffert, geb. 1856, Seminarlehrer in Bremen. Nr. 186. Ilax Trümpelmann, geb. 1870 in Friedrichswerth, studlerte Theologie in Balle u. Hlusik in Leipzig, wickte als Pfarrer in Eigen⸗ rieden(Thür.) u. in Neuhaldensleben, wo er 1926 starb. Komponilt von Liedern, Motetten u. einem Oratorium. Nr. 40, 122. Bernhard Dreier, geb. 1879 in Bremen, seit 1905 Organist an der Illatthäuskirche in Frankfurt a. Nl., wohnt in Buchschlag bei Frankfurt. Nr. 39. Friedrich Martin, geb. 1888 in Kliesbaden, seit 1916 Stadt⸗ 2— u. Lehrer an der Staatl. Musikschule AUeimar, gest. 1032. r. 102. Julius Karl Balthafar, geb. 1868 in Zaschwitz(Mansfeld), studierte in Balle Theologie und später Musikwissenschaft, Pfarrer in Krüssau, Rohenziatz(Land Jerichow), seit 1009 in Ammendorf; Universitätsdozent in Halle. Nr. 124, 225, 241, 280. Alphabetilches Verzeichnis der Singweilenlchöpfer Die Ziffern bezeichnen die Seiten der Lebensbeschreibungen Ahle 798, Albert 797, Anton 798./ J. S. Bach 799, K. Ph. E. Bach 799, Balthasar 804, Becker 803, Beneken 800, Bishop 801, Bortni⸗ ansky 800, Brahms 803, Breidenitein 802./ Croft 799, Crüger 797.)/ Dreier 804, Drese 798, Dykes 802./ Ebeling 798. J.&U. Franck 799, N. Franck 797, Franke 800, Frech 802, Fritsch 7908./ Gastoldi 796, Galtorius 799, Gesius 796, Gregor 800, Gruber 801. Hammerschmidt 797, Bündel 799, Barder 801, Bahler 796, Raydn 800, Belder 797, Berman 705, Rintze 798. aak 705. Knödel 802, Koch 803, Kocher 801, Krieger 798, Kuhlo 802./ Löwe 802, b. Löwenstern 707, Lubrich 803, Luther 795. Halan 801, Martin 804, A. NMlendelssohn 803, F. Hlendelssohn 801, eyer 799, Mozart 800. Nügeli 801, Neumark 798./ Pezold 8o, Praetorius 796./ Radecke 803, J. Fr. Reichardt 800, Luile Reichardt 801, Reimann 799, Riedel 802, Rosenmüller 798. Schaper 804, Schein 796, Schneider 801, Schop 798, Schröter 795, J. A. P. Schulz 800, K. Fr. Schulz 801, Schultze 802, Schütz 797, Seiffert 804, Selle 797, Siegert 802, Silcher 801, Sohr 798, Stein 802, Stötzer 799./ Trümpelmann 804./ Uhlich 798. 7 Valerius 797, Voigtländer 802, Vulpius 796.) NWalther 795, Kleßnitzer 798, Klichern 803./ Zauleck 803. 80⁰⁴ Johann Gottfried Rerder Matthias Claudius Verzeichnis der Singweilen und der Lieder Die mit einem* verlehenen Liedernummern bezeichnen die Originaltexte Die in() eingeschlollenen Kurlivzahlen entlprechen denen im ge⸗ schichtlichen Verzeichnille der Schöpker der Singweilen Die Liedernummern 343 ff. lind nur in Rusgaben mit prov.⸗= lächlischem Anhang enthalten Ach bleib bei uns, Herr( Ach Gott und Herr 72,43( Ach Gott vom Himmel*89(½ Ach, mein Herr Jesu 20.( Ach was loll ich Sünder 2.(%) Ach wie klüchtig*324..(0) Allein Cott in der Höh*86( Allein zu dir, Herr Jelu⁴ Alle Menschen müllen sterben eile I 73, 74, 440 0) Weile II 127,*326, 420, 4½00(◻0) Alles ilt an Gottes Segen Weile 1 226(CI Weile II 107, 190, 193,*228, 340(◻I⁊) An Wallerklüllen Babulon 44, 137 Auf, auf, mein Herz 3(I4) Auf dielen Tag. I5 Aukerstehn, ja auferstehn wirlt du 338(Id) Ruf meinen lieben Gott 146, I Aus dem Himmel*512(J8) Aus fremden Landen 12.(I9) Rus meines Herzens Grunde 5, 4, 139, 265(2⁰½ Aus tiefer Not schrei ich zu dir Weile 1*140, 462( Weile II 136, 142, 21⁴, 302, 389,49(2² Befiehl du deine Vege*218(23) Brich herein 5 24) Chrilt, der du bilt 53ꝰ(2 Chrilte, du Lamm*3.(20 Chrilt fuhr gen Himmel'ss(27) Chrilt ilt erltanden 56.(2 Ohrilt ad s7 20) Chrilt, unler Herr 444(30 Chriltus der ilt mein Leben 100, 237,*314, 451, 518(3¹ Chriltus, der uns lelig macht 25, 49 73(3² Da Chriltus geboren 99.(33) DaHeius 37(3⁴ Danket dem Herrn!*528(3) Dein König kommt.(3%0) Der am Kreuz 39, 47, 378(3%½ Der beste Freund 484(3 Der du ob allen 57(3 Der heil'ge Chrilt ilt 2o ⁰ Der Herr ilt König 428.(◻ Der lieben Sonne 28,336(4 Der Mond ilt aufgegangen 242, 01.(43) Der Tag, der ist 358. 44½ Des Christen Schmuck“5 14(4 Die belte Zeit im Jahr ilt mein 9(I&/ statt 40) Die güldne Sonne 267 ½7 806 Verzeichnis der Singweilen Die helle Sonnleucht't“22( Die Himmel rühmen*558( Die Nacht vergeht*349(%0 Die Sach ilt dein 41s.(5 Die Tugend wird durchs Kreuz geübt 207, 261, 395, 397(52) Dir, dir, Jehova 104,*⁰(53 Du lieber, heilger, krommer Chrilt 352(54 Du, meine Seele, linge Haa(50 Einer ilt König 33,5106,172(0 Ein feste Burg Vo.(5% Ein Cürtner geht*xs87.(5 Ein neues Lied 570..(59) Eins ilt not 171,471. 00%0 Erhalt uns, Herr 91, 380(6 Ermuntre dich 322,*356(62) Erquicke mich, du Heil 40s(63) Erquicke mich 52. 640) Srrett mich 1ͤsͤs ù Erschienen ilt der herrlich Tag 5, 60, 61, 117, 384, 396(C0 Erltanden ilt der 382..(6% Ss glänzet 110.(%6d& Es ilt das Heil 70, 115,4149, 252 253,439, 50, 525, 533.(G6 Es ilt ein Ros 355. /%0 Es ilt ein Schnitter 581.71 Es ilt genug*329, 333, 456, 524... +² Es ilt gemihlich an der Zeit 2441, 452, 453, ½..(3) Es kennt der Herr 422(74 Es kommt ein Schifk*343(75 Es koltet viel, ein Chrilt zu lein d) Es lirid doch lelig alle 52.(7% Es wolle Gott uns ο(7 Verzeichnis der Singweilen Fahre fort, fahre fort 1⁰03(7½ Freuet euch der 5s(0) Freuet euch, ihr 1.(S Freut euch, ihr lieben 354(Sꝰ/ Fröhlich loll mein Herze lprin⸗ Hen u;(oa/ Geh aus, mein Herz*557(Gd Gelobet leilt du, Jelu ½(/ Gelobt lei Gott.(S6) Oib dich zufrieden 219.(S7/ Oott, den ich als Liebe*507(68) Gott des Himmels und der Er⸗ den 121,*266, 332, 515(GH/ Gott ilt getreu 23.0. Gott ilt mein Lied 23 H Oott lei gedankt durch 387˙/009 Gott lei gelobt 1. ͥ 0%) Groher Gott, mein*51.(94 Groher Gott, wir loben dich 424, 50, 595(O5 Harre, meine Seele 5ι⁷7.(9) Heilge Nacht, ich 3ó7(½7 Herbei, o ihr Glüubgen 0%(007 Herr Chrilt, der einig w167( Herr Gott, dich loben 405(00 Herr Gott, dich loben wir (Litanei)*242. I0 Herr, in dieler Zeit 571(0 Herr Jelu Chrilt*116, 118, 166, 264, 265, 274, 441 103 Herr, nun lelbst ο(0% Herr und Altlter 54, 55(I05 Herzlich lieb hab ich 162(0%½ Herzlich tut mich 576.(107 Herzlich tut mich verlangen 26, 45,*313, 315, 323, 45, 572, 57, 80(I0 Herzliebster Jelu*38, 53, 98, i, 381, 45(1099 Hier legt mein Sinn 179(10 Hilf Gott, dah mirs 4,4910CIII) Himmelan ιιD II2) Hüter, wird 180.(II3) lch betean die Macht 188(II4) We (II lIch dank dir schon 273 CII Ich kreu mich 31, 296, 538(CIIV) lch hab mein Sach Cott*310, 331, 342, 45.(IIo lch lah dich nicht 5o3.(IIHO) Ich rut zu dir, Herr 0(I20 lch steh an deiner 357.(I2) lch weih, woran ich glaube (I22 Ich will dich lieben 20(I2) Ich wollt, dah ich daheime wür 7j9(12⁴ Ihr Kinderlein 360.. I20) lm Frieden dein 460..(I20) Immer muh ich 492(I2//) iIn dich hab ich gehofket, Herr 420, 278, 291,374. I2 In die Ferne möcht 398(12 In dieler Nacht lei du*54% In dir ilt Freude*38..(13 in Gottes Namen fahren wir 293, 430, 551.. I3) In stiller Nacht 376.(I33) Jerulalem, du*317.(I34½ Jelu, ege Sonne 442(J35½ Jelu, meine Freude 187, 198, 231,(I36) Jelu, meines Lebens Leben*2, .(1³⁷ Jelus, meine Zuverlicht 67, 110 157,175,4327, 341,585(I30) Kehre wieder, kehre x⁴4σ(139 Kommet, ihr Hirten36s(140 Komm, heiliger Geilt⁴4 αι Komm, heilger Geist 75(14 Komm, o komm, du Geilt des *g1, 201, 421, 433.I4) Komm, Seele, Jesu 490.(144 Kommt her zu mir, lpricht Got⸗ tes Sohn 21,7, 469„(I4/ Kommt, Seelen 42. öI40 Kommt und laht 16, 535(I4ι Kurie eleilon 4.(I4o) Lallet uns den Herrn preilen 104, 251(I⁴9 Laht mich gehn 5ι.(I50) Liebster Immanuel*431(I5 Liebster Jelu, wir lind*119, 120, 130, 370, 431, 447, 450(152 Lobe den Herren, den mächti⸗ gen König*254,359.(I5) Lobe den Herren, o meine Seele 238(1⁵⁴ Lobet den Herren alle, die ihn ehren*268, 277 5%) Lobet den Herrn, ihr 426 15% Lob Gott getrost mit Singen 84, 413, 537, 549, 562.(.ꝝI6%) Lobt froh den Herrn*52ꝰ(5 Lobt Gott, ihr Chrilten*13, 3. id Lobtott, ihrkrommenChrilten 8(I6H0 Machs mit mir, Gott, nach dei⸗ ner Güt 163, 474, 578(I6 Macht hoch die Tür 1.(46) 808 Verzeichnis der Singweilen Mag auch die Liebe 586(163) Meinen Jelum lah ich nicht Weile 1*107, 348.. I04) Weile II 8, 25, 32, 147, 184, 232, 372, 432, 506„(JI6) Weile III346, 5608. I6H) Mein Herzens-Jelu 196, 235, Mein Jelu, dem w1b5. 6 Mein Jelu, der du 454(769 Mein Schöpfer, lteh*132(70 Mit Freuden zart 383(7 Mit Fried und Freud*304 ⁷σ Mitten wir im Leben*305 7 Morgenglanz der 270(74 Müde bin ich, geh Zur Ruh 2340(Irid) Nun bitten wir 7(I7%) Nun daͤnket alle Gott 87,245, Ii Nundanketallundbringet247, *250,302,473,476,47%(I/& Nun kreut euch, lieben 62, 64, *148, 347, 385, 3866 uGu I79 Nun Hosianna, Davids Sohn 359,%%„(LoH Nun komm 7,417. IS Nun lallet uns den Leib 40, 48, 154,*306, 377, 584(Iô/ Nun laßt uns Gott dem Herren 24, 134, 244, 2, 498(Id Nun lob, mein Seel, den Herren *243,247,299,556, 560(I&) Nun preilet alle Gottes 246, 339, 12(IS) Nun schlaf 5 öISO) Nun lich der Tag geendet hat 2282, 43(I&/ Nun singet und leid*352(J/ Verzeichnis der Singweilen O auferltandner 390„IS O dahich taulend Zungenhätte 18, 131, 15 1, 153, 155, 156, 100, *256, 285, 277 190 O du fröhliche, o du lelige (190◻ O du Liebe meiner Liebe Weile 1*50, 494.(I92) Weile II 108, 208, 443, 475, 48, 5044(I93) O du mein Trolt*351.(94 O Durchbrecher 83, 124, 167, 394, 406, 534, 564. I95) O Swigkeit*321, 328.(9%½ O freudenreicher 366„(9½% O Gott, der duein Heerfürltbilt 11„,%(199 O Gott, du frommer Sott Weile. Ioo) Weile I1371, 500..%0%0 Weile 1II229, 290 0% O Heiland 344 20½) O höchlter Gott 283.%03) O Jelu Chrilt 29, 37, 182, 276, 284, 204, 53 1, 532.(.04 O Jelulein lüh 80, 338.5) O Jelu, meine Sonne*49s(200 O Lamm Sottes 34.%0%7 O lelig Haus*553, 590(20 Oltern, Oltern 393(0% O Traurigkeit*43, 51.(21%0 O Urlprung 482%◻◻ O Welt, ich muh 46, 223, 240, 280, 286, 288, 289, 301, 307, 325, 335, 425, 5489. 212) O wie lelig leid ihr ³(21) Ringerecht, wenn Cottes Gnade 128, 173, 101, 234, 436, 477, 480, 536, 550, 554.(214 Schmücke dich, o liebe Seele 126 135, 138, 186, 275, 486(2) Schmückt das Felt 82.(216) Schönlter Herr Jelu 48s(⁷ Schwingdichaukzudeinem Cott Wene! 2722(2& Weile II*22I.(219 Seelenbrüutigam 202,204, 204, 44 ²²⁰ο Sieh, hier bin ich 165,440(2 8o führlt du doch 230.(22 Sollt es gleich 225.. 2) So nimm denn*520, 544(224 Sonne glänzt 429. 22%) Stern, auf den ι 20) Stille Nacht, heilige 363(22/ Strafmich nicht in deinem Zorn 174, 192, 488(220) Tochter Zion, freue 350(229) Triumphiere, Gottes 11¹ι 23%0 Unler Herrscher, unler König 23, 30, 122, 125, 468. 23 Unter Lilien 582.. 232) Valet will ich dir geben 28, 65, 112, 150, 161, 303, 312, 334, 400, 419, 323(233) Vater unler 144, 145, 159, 215, 309, 320, 437, 547(23% Verleih uns Frieden 298(23%½ Vom Himmelhoch, da kommich her 11, 17, 19, 22.(230) Von Gott will ich nicht lallen Weile 16, 445, 499(% Weile II 189, 213 3 Wach auf, wach auf*567(239) Wachet auk, ruft 113, 114, 181, 311, 391, 423, 427, 44, 457, 472, 527, 58383.(240) 80 Wagen auf Wagen 566(2ι Warum betrüblt du 46(24 Warum lollt ich 222,404(4 Waus Gott tut, das iltwohlgetan *227, 239, 435, 501. 44 Was mein Gott will, das glcheh 129, 210, 212, 220.(24% Weil ich Jelu 488.(246) Weih ich den Weg 526(24% Welt ade, ich bin 579(24,) Wenn Chriltus 41s.(%% Wenn der Herr 513.(250) Wenn ich ihn nur 489(25 Wenn mein Stündlein vorhan⸗ den ist 3oo 2⁰⁷ Wenn wir in höchlten Nöten lein 211, 215, 62⁵³ Werde munter, mein Gemüte 78, 4270, 345, 540254) Wer ilt ein Mann! 569(2% Wer nur den lieben Cott läht Weile 1 224, 233, 379, 464, 465, 467, 502, 505(256) Weile n5592 5 Wer weih, wie nahe 330(25 Wie mit grimmgem*510(25 Wie nach einer Wallerquelle 168, 236, 316, 54588(%0 Wie schön leuchtet der 27, 71 77, 195, 292, 295, 399, 407, 410, 414, 415, 434, 438(26) Verzeichnis der Singweilen Wie lie lo lanft cuhn 589(262 s loll ich dich empfangen 20⁰6 ie wohl ilt mir, o Freund der Weile 1 185, 203.(%04 Weile II33“7 20ο Willkommen, Held im Streite 790„% 206) Wir glauben all an einen Gott, Schöhter 85 267 Wir glauben all an einen Gott, Voter 3d(26oͤ) Wir pflügen 55 269) Wir treten zum Beten 2 Wir wolln uns gerne wagen 27 Wo kindet die Seele 588(27 Wo Gott der Herr nicht bei uns Hhält 93, 9 02d) Wollt ihr willen 483„(274 Womit loll ich dich wohl loben 2 2rd Wunderbarer König 123, 152, 2. 2r0) Zeuchein 77 2V) Zion klagt 102, 400(27 Zu Bethlehem“358.% Zu dir heb ich die Hände 522(2⁰⁰ ( SPSPI‚‚‚‚‚‚DS„‚GISI„IESEEEDDEOI EI SHNANENErSeeEEEerEHV Verzeichnis der Lieder (Nr. 343 ff. lind nur in Rusgaben mit prov.⸗lächl. Anh. enthalten) Zbend ist es, Herr.... 545 Ach bleib bei uns, Herr Jelu 96 Ich bleib mit deiner Gnade 10⁰ Ach Gott und Herr.. 143 Ach Gott, verlaß mich nicht 229 Ich Cott, vom Himmellieh 89 Ach Gott, wie manches. 215 Ach Herr, nimm hin... 46 Ach, lieber Gott, behüte„ 531 Ach, mein Herr Jelu... 206 Ach, lagt mir nichts... 199 Ach wie flüchtig 32⁴4 Ach, wundergroher Sieges⸗ Heids 7¹ Allein Gott in der Höh lei 86 Allein zu dir, Herr Jelu. 141 Ille Menschen müllen.. 326 Alles ilt an Gottes Segen 228 Allgenuglam Welen... 187 Am Ende ists doch gar nicht 476 Amen! Lob, Preis und.. 437 Auf, auf, ihr Reichsgenollen 4 Auf, auf, mein Herz.. 63 Auf, bleibet trriuu 57⁰ Ruf Chrilti Himmelfkahrt 70 Aukt dich leh ich, mit dir geh 477 Auf dielen Tag bedenken 6 Ruferstehn, ja auferstehn 338 Zuf Gott und nicht... 239 Auf, laht uns Zion bauen 425 Aut meinen lieben Gott. 217 Fuf, Seele, guf und läüume 373 Zus dem Himmel ferne. 52 Aus des Himmels hellen 536 Zus Gnaden loll ich lelig 156 Zus meines Herzens.. 263 Aus tiefer Not schrei ich zu di 14⁰ Befiehl du deine Wege.. 218 Begrabt den Leib 584 Bei dir, Jelu, will ich bleiben 208 Bete nur, betrübtes Herz 508 Betgemeinde, heilge dich 192 Bis hierher hat mich Gott 252 Bleibt bei dem, der.... 494 Brich an, du schönes... 21 Brich herein, lüher Schein 594 Christ, der du bilt der helle 539 Chrilte, du Beiltand deiner 101 Chrilte, du Lamm Gottes 36 Chrilt fuhr gen Himmel 68 Chrilti Blut und Gerechtig⸗ Reit 15⁴ Chrilt ilt erstanden.... 56 Chrilt lag in Todesbanden 57 Chrilt, unler Herr, zum. 444 Chriltus, der ilt mein Leben 314 Da Jelus in den Garten. 375 Danket dem Herrn!... 528 Das alte Jahr vergangen ilt 22 Das ilt eine lelge Stunde 127 Das Jahr geht till zZu Ende 26 Dah lich doch die Liebe.. 480 Das lollt ihr, Jelu Jünger 455 Das malte Gott, der helfen 293 Das walt Cott Vater.. 264 Dein König kommt in. Dein Wort, o Herr, bringt 105 Dein Wort, o Herr, ilt.. 435 Dennoch bleib ich ltets.. 506 Der am Kreuz ilt meine. 378 Der belte Freund ilt... 484 Der du, Herr Jelu, Ruh. 40 Der du in Todesnüchten„419 Der du ob allen Zeiten bilt 574 81¹ Der du ltark die Sterne.„ 372 Der du zum Heil erschienen 112 Der Frühling ilt erschienen 560 Der heilge Chrilt ilt... 20 Der Herr, der aller Enden 478 Der lieben Sonne Licht.. 281 Der Mond ilt aufgegangen 542 Der Sabbat ilt dergangen 286 Der Tag ilt hin, mein Jelu 283 Des Chrilten Schmuck.. 514 Des Jahresschönerschmuck 565 Des Morgens, wennich früh 532 Die belte Zeit im Jahr ilt 555 Die Chrilten gehn von Ort 336 Die Gnade lei mit allen. 237 Die güldne Sonne.... 267 Die helle Sonn leucht't jetzt 262 Die Herrlichkeit der Erden 325 Die Himmel rühmen... 558 Die Lerche ltiegn. 395 Die Nacht ilt kommen.. 277 Die Nacht vergeht.... 349 Die Sach ilt dein, Herr Jelu 416 Dies istder ag 19 Dies ilt die Nacht..... 18 Dies lind die heilgen zehn 430 Die wir uns allhier.... 54 Bir, dir, Jehhovdoa 17⁰ Dreieiniger, groher Gott. 439 Du bilt zwar mein.... 322 Du halflt bis dielen Tag. 371 Du halts vollbracht... 380 Du läht dich wieder lehen 303 Du lieber, heilger, frommer 362 Du, meine Seele, linge.. 248 Sin Christ hann 50¹ Sine Herde und ein Hirt. 1⁰0 Siner ilt König, Immanuel 106 Siner ilts, an dem....113 81²2 Verzeichnis der Lieder Sines wünsch ich mir.. 55 Ein felte Burgilt unler Gott 90 Ein Cürtner geht.. 587 Ein Kindelein lo löbelich. 353 Ein Lämmlein geht.. 44 Ein neuer Tag, ein neues 552 Ein reines Herz, Herr,schaff 166 Eins ilt not! Ach Herr.. 171 Endlich brichht 34⁴⁰ Ergrünt, ihr Siegespalmen 400 Erhalt uns, Herr. 9¹ Ermuntert euh. 33⁴4 Ermuntre dich 356 Erneure mich, o eroges Licht 182 Srcuiche mich 521 Erschienen ilt der herrlich 59 Erstanden ilt 382 Es glänzet der Chrilten„ 176 Es ilt das Heil uns kommen 149 Es ilt die Nacht gekommen 548 Es ilt ein Ros entlprungen 355 Es ilt ein Schnitter.... 581 SOilt genng 329 Es ilt gewihlich an der Zeit 577 Es ilt nicht lchwer.... 178 Es ilt noch eine uh... 337 Es ilt noch Raum. 4⁵56 Es ilt lo ltill geworden.. 54 Es ilt vollbracht. 370 Eskenntder HerrdiesSeinen 422 Es komamt ein Schitk... 343 Es koltet viel, ein Chrilt„177 Es wolle Gott uns gnüdig 92 Tahre fortttt 10³3 fang dein Werk mit Jelu 272 Fortgekümpft und fortge⸗ ringen 193 Freu dich lehr, omeine Seele 316 Freuet euch der schönen„ 563 — H HHH HHHHHHSHHHSS.88888888888 DDD Verzeichnis der Lieder Freuet euch, ihr Chrilten. 14 Freut euch, ihr lieben... 354 Fröhlich loll mein Herze. 15 Früh am Morgen Jelus. 535 Frühmorgens, da die Sonn 61 Geduld ilt euch vonnöten 499 Gegangen iit 543 Geh aus, mein Herz... 557 Gehe hin in Gottes Namen 554 Geht hin, ihr gläubigen. 155 Geht nun hin und grabt„ 341 Geilt des Glaubens, Geilt 83 Gelobet lei der Herr... 87 Oelobet leilt du, Jelu Chrilt 10 Gelobt lei Gotrr.... 58 Gib dich zufrieden.... 219 Gib mir, dah ich lehend. 478 Gib uns, eh wir gehn nach 431 Gott, deine Cüte reicht.. 500 Oott, den ich als Liebe.. 507 Gott des Himmels.... 266 Gott, erleuchte meine Seele 534 Gottes Stadt lteht felt.. 423 Gort itenrk Oott ilt gegenwärtig... 123 Oott ilt getreunu·l. 238 Oott ilt mein Lied.... 259 Oott Lob, der Sonntag. 117 Oott Lob, ein neues Kirchen⸗ jahr Cott Lob, ein Schritt... 369 Oott Lob, nun ilt erlchollen 299 Gott lei Dannk 7 Oott lei gelobet und gebe⸗ nedeiertt 133 Gott und Vater, nimm.. 447 Oott Vater, aller Dinge„ 438 Gott wills machen.... 234 Oroher Gott, mein Vater. 511 Groher Gott von alten.. 121 Groher Gott, wir fallen.„ 527 Groher Gott, wir loben dich 530 Groher Mittler.. 7³3 Hallelujah, jauchzt... 391 Hallelujah, Lob, Preis.. 407 Hallelujah,schöner Morgen 125 Hallelujah, wie lieblich„ 399 Halt im Cedüchtnis... 453 Harre, meine Seele.... 517 Heiland, deine Menschen⸗ Aesbs 486 Heilge Einfalt 19¹ Heilge Nacht, ich grühe dich 367 Eeilglter Heluu 47² Herbei, o ihr Gläubigen. 364 Herr, dein VWort 12⁴ Herr, der dumir das Leben 289 Herr, der du vormals.. 302 Herr, die Erde ilt gelegnet 564 Herr, du wolllt uns... 457 Herr, es ilt von meinem. 54⁰0 Herr Gott, dich loben wir, Herr Got 2⁴² Herr Gott, dich loben wir, kegier 30⁰ Herr Gott, uns ilt lo bange 573 Herr, höre, Herr, erhöre. 301 Herr, in dieler Zeit Gewog 571 Herr JeluChrilt, dein teures 48 HerrJeluChrilt, dich zu uns 116 Herr JeluChrilt, duhöchltes 142 Herr JeluChrilt, du.. wir 136 Herr Jelu Chrilt, wahr'r Mensch und Cott... 309 Herr, Jelu, Gnadenlonne 167 Herr Jelu, Licht der Heiden 31 Herr, nun lelblt denWagen 94 Herr, offnemir 118⁸ Herr, stärke mich Herr, unler Gott, lah nicht 98 Herr, wie du willlt.... 214 Herzlich lieb hab ich dich 16² Herzlich tut mich erfreuen 576 Herzlich tut mich verlangen 313 Herzliebster Jelulu 38 Herzog unlrer Seligkeiten 471 Herz und Herz vereint„ 108 Heut triumphieret Gottes 384 Hier legt mein Sinn lich„177 Hier stehen wir von nah. 44 Hilf, Helfer, hilf in Anglt 216 Hilf, Herr Cott, hilk... 495 Hilk, HerrJelu, laß gelingen 23 Himmelan geht unlre Bahn 175 Himmelan, nur himmelan 194 Hindurch, hindurch... 516 Hinunter ilt der Sonne.. 276 Hirte deiner Schafe.... 287 Höchlter Trölter, komm. 404 Holianna! Davids Sohn 8 Hüter, ilt die Nacht... 420 Hüter, wird die Nacht.. 180 lch armer Mensch.. 46⁴4 lch bete an die Macht.. 188 lch bin durch die Welt.. 593 lch bin ein Galt auf Erden 323 ichbin getaut 13¹ Ich bin sa, Flerr 318 lch geh zu deinem Grabe. 65 lch grühe dich am Kreuzes⸗ amm 52 lch habe nun den Grund. 1517 lch hab in Gottes Herz. 220 lch hab in guten Stunden 240 lIch hab mein Sach.... 310 lch hab mich Cott ergeben 315 lch hab von ferne 339 814 Verzeichnis der Lieder lch heb mein Rugen lehnlich 497 lch komme, Herr, und luche 137 lch komm jetzt als ein armer 45²2 lch komm, o höchlter Gott 462 Ich lah dich nicht. 503 Ich ruf zu dir, Herr Jelu. 160 lch lag es jedem, dah er lebt 392 lch linge dir mit Herz.. 249 lIchltehandeiner Krippehier 357 lch steh in meines Herren 241 lch und mein Haus.... 295 lch weih, mein Cott... 291 Ich weih, woran ich glaube 158 Ich will dich lieben.... 200 lch wollt, dah ich daheime 575 Ihr aufgehobnen Segens⸗ Handee 397 Ihr Kinderlein, kommet. 360 Im Frieden dein, o Herre 460 ͤImmer muh ich wieder lelen 492 In allen meinen Taten.. 223 In ChriltiWunden schlatfich 320 In dich hab ich gehofket.. 200 Indie Fernemöchtich ziehen 398 in dieler Nacht lei du... 541 In dir ilt Freude 368 In Gottes Namen fahren 551 In Gottes Namen fang ich 533 In ltiller Nacht.. 376 llt Cott für mich, lo trete. 150 Jauchzet, ihr Himmel.. 359 Je gröher Kreuz, je näher 233 Jerulalem, du hochgebaute 317 Jelu, deine Pallion.... 49 Jelu, deine tieten Vunden 39 Jelu, der du bilt alleine„ 107 Jelu, geh voran 20⁵ Jelu, groher Wunderltern 32 Jelu, hilf liegen, du fürlte 172 ece.ce. ˖ · nn Feeel.n. Verzeichnis der Lieder Jelu, meine Freude.... 198 Jelu, meiner Seele Leben. 446 Jelu, meines Lebens Leben 42 Jelus Chriltus herrscht.. 190 Jelus ilt der Siegesheld. 424 Jelus ilt kommen 33 Jelsus lebt, mit ihm auch ich 67 Jelus, meine Zuverlicht„ 327 Jelus nimmit die Sünder an 147 Jelus loll die Lolung lein 25 Jetjt, da die Zeit lich nühert 381 Kehr ein mit deiner Lindig⸗ Heit 45⁵8⁸ Kehre wiedeer 466 Komm, du wertes Lölegeld 346 Kommet, ihr Hirten... 365 Komm, heiliger Geilt, erfüll 401 Komm, heiliger Geilt, Herre 75 Komm, mein Herz.... 138 Komm, o komm, du Geilt 81 Kommlt du, kommst du. 2 Kommt her, des Königs. 428 Kommt her, ihr leid geladen 139 Kommt, Kinder 180 Kommt, Seelen, dieler Tag 402 Kommt und laht uns... 16 König, dem kein König. 186 König Jelu, streite, lilege„427 Kurie eleilon Lallet die Kindleinkommen 445⁵5 Lallet uns mit Jelu ziehen 164 Laß fahren deine Sorgen 518 Lah mich dein lein.... 161 Lah mich gehn Licht, das in die Welt.. 421 Licht vom Licht, erleuchte 432 Liebe, die du mich.... 201 Liebster Heiland, nahe dich 487 Liebster lmmanuel.... 481 Liebster Jelu, wir lind hier, deinenm 13⁰ Liebster Jelu, wir lind hier, Dich. 119 Lobe den Herren, den.. 254 Lobe den Herren, o meine 258 Lobet den Herren alle.. 268 Lobt froh den Herrn... 529 Lobt Gott, ihr Chrilten. 13 Lobt Gott, ihr frommen. 408 Mache dich, mein Geilt.. 174 Machs mit mir, Gott... 578 Macht hoch die Türnrfr..1 Macht weit die Pforten„ 415 Mag auch die Liebe weinen 586 Mag über uns dein Eifer. 467 Man lobt dich in der Stille 247 MeineLebenszeitverstreichtsss Meinen Jelum laß ich nicht 197 Mein erlt Gefühl lei Preis 273 Meine Seele lenket lich.. 232 Meine Seel ilt stille.... 231 Meine Sorgen, Anglt.. 236 Mein Gott, ich klopf... 505 Mein Gott, wie bilt du lo 502 Mein Jelu, der du.... 454 Mein Leben ilt ein.... 183 Mein schönlte Zier.... 278 Mein Schöpfer, steh mir bei 132 Merk, Seele, dir dies... 473 Mir ilt Erbarmung.... 153 Mir nach, lpricht Chriltus 163 Mit Ernlt, o Menschen⸗ Kinder 6 Mit Freuden zart.... 383 Mit Fried und Freud.. 304 Mitten wir im Leben lind 305 Morgenglanz der Ewigkeit 270 Müde bin ich, geh zur Ruh 546 81⁵ Nimm von uns, Herr.. 144 Nun aufwärts froh... 479 Nun hitten wir 76 Nun danket alle Gott. 245 Nun danket all und bringet 250 Nun freut euch hier... 386 Nun freut euch, lieben.. 148 Nun geh uns auk. 44¹ Nun gibt mein Jelus gute 377 Nun jauchzet, allll.3 Nun lallet Gottuns preilen 556 Nun lallet uns den Leib. 306 Nun laht uns gehn.... 24 Nun laht uns Gott dem. 244 Nun, liebe Seel, nun ilt es 374 Nun lob, mein Seel... 243 Nun, mein Vater, dieler.„ 450 Nunpreiset alle 246 Nun ruhen alle Wälder. 280 Nun schlaf in kühler Erde 592 Nun schreib ins Buch... 451 Nun lich der Lag geendet 282 Nun lich der Tag geendet, mein Hler 288 Nun linget und leid froh. 352 Nuntrittausgoldnem Tore 537 O Atem erster Frühe... 538 OauferstandnersSiegesfürstsꝰo O dah doch bald dein Feuer 109 O dah ich taulend Zungen 256 O du allerlüh'lte Freude. 78 O du fröhliche, o du lelige 361 O du Liebe meiner Liebe. 50 Odu mein Trosttt 35¹ Oburchbrecher aller Bande 169 O Watt du Donner⸗ Wor,t 328 816 O freudenreicher Tag.. 366 O Gott, du frommer Gott 290 O Cottes Ceilt und Chrilti 405 O Gott, o Geilt, o Licht„403 O Gott, von dem wir alles 297 O Haupt voll Blut und„ 45 O Neiland, reih 34⁴4 Oheilger Geilllrt 77 O heilige Dreifaltigkeit„ 265 O heiliger Geilt, o heiliger 80 O Nerr, der du dein Leben 572 O herrlicher Tag,o fröhliche 388 O hilk, Chrilte, Gottes.. 35 O Jelu Chrilte, wahres. 29 O Jelu Chrilt, mein Leben 491 O Jelu, Herr der Herrlich⸗ Reiit 4³⁴ O Jelu, Jelu, Gottes Sohn 195 O Jelu, meine Sonne... 493 O Jelu, meine Wonne.. 134 O Jelu, lühes Licht.... 271 O komm, du Geilt.. 84 O kůnig aller CEhren, Herr 34 O Lamm Gottss Olelig Hauss 5255 Oltern, Oltern, Frühlings⸗ Wehen 393 O Tod, wo ilt dein Stachel 62 OTraurigkeit! OHerzeleid 43 O Urlprung des Lebens. 482 O Vater der Barmherzig- M„eitt 463 O Vaterherz, o Licht... 185 O Welt, ich muh dich lallen 307 Owelt, sieh hier 46 O wie lelig leid ihr doch. 310 Rausche, flute, Strom... 406 Kinge recht 17³3 Räültet euch 181 Verzeichnis der Lieder —— 1 5 5695555885588& Verzeichnis der Lieder Schaffet, schafferr 168 Schmücke dich, o liebe Seele 135 Schmückt das Felt.. 82 Schönlter Herr Jelu... 485 Schwing dich auk... 22¹ Seelenbräutigam..... 2⁰² Seele, was ermüdlt du dich 184 Segne, Herr, die ltille.. 443 Segne und behüte.... 442 Segnet uns zu guterletzt. 370 Sei fröhlich alles weit.. 385 Sei Gott getrewu 12 Sei Lob und Ehr dem.. 253 Sei mir taulendmal... 47 Sei still zu G)otrtt 5²2⁴ Selig lind des Himmels. 583 Siegeskürstund Shrenkönig 74 Sieh, dein König kommt. 348 Siehe, ich mach alles neu. 595 Sieh, hier bin ich 16⁵ Sieh uns fertig So führlt du doch recht lelig 230 So hab ich nun vollendet 580 So ilt die Woche nun... 285 So jemand lpricht: lch liebe 474 Sollt es gleich bisweilen„225 Sollt ich meinem Cott.. 251 SonimmdennmeineHändes20 Bonne glänet 4²⁰ So ruhest du, o meine Ruh 51 So wahr ich lee 14⁵ Speis uns, Vateer 27⁵ Stark ilt meines Jelu Hand 157 Stern, auf den ich schaue„ 510 Stille halten deinem Walten 515 Stille Nacht, heilige Nacht 363 Such, wer da will.. 196 meures Wort 433 Tochter Zion, freue dich. 350 Treuer Wächter Ulrael.. 99 Triumph! Triumph!... 387 NMut mir aul 12² Und wollte alles Wwanken 523 UnlernRusganglegne Cott 120 Unter Lilien jener Freuden 582 Unumschränkte Liebe.. 152 Valet will ich dir geben„ 312 Vater unler im Himmelreich 159 Verleih uns Frieden... 298 Verzage nicht, du Häuflein 97 Volk des Herrn 47⁵ Volk des Herrn, erhebe dich 417 Vollendet hat der Tag.. 547 Vom Himmel hoch....11 Vom Himmel kam der.. 12 Von des Himmels Thron 448 Von Gott will ich nichtN.. 213 Vor dir, Todesüberwinder 44 Wach auf, du Geilt.... 104 Wach auf, mein Herz, die 64 Wach auf, mein Herz, und 269 Wach auf, wach auf... 567 Wachet auf, ruft uns die. 31 Wagen auf Wagen.... 566 Walte, walte nah und fern Wandle leuchtender... 394 Wonn grünt 4¹⁰ wär GOott nicht mit uns„ 93 Warum betrübst du dich 476 Warum lollt ich mich... 222 Warum willlt du drauhen 345 Was Gott tut, das.... 227 Was macht ihr, dah... 296 Was mein Gott will... 210 Was von auhen... 50⁴4 Was wür ich ohne dich.. 207 Weicht, ihr Berge, fallt.. 468 Weil ich Jelu Schüflein bin 488 81⁷ Weih ich den Weg auch.. 526 Weit durch die Lande„. 4ʃ2 Welt, ade, ich bin... 57 Wenn alle untreu werden 490 Wenn der Herr ein Kreuze 5138 Wenn ich ihn nur habe.. 489 Wenn ich, o Schöpfer. 26⁰ Wenn hleirerdinneiserben 335 Wenn meine Sünd.• 41 Wenn mein Stündlein.. 308 Wenn wir in höchlten.. 211 Wer das Kleinod will.. 470 Werde licht, du Stadt.. 30 Werde munter 27⁰⁹ Wer Gott vertraut.... 212 Wer ilt ein Mann. 569 Wer ilt wohl wie du.. 204 Wer nur den lieben Gott. 224 Wer lind die vor Gottes. 332 Wer weih, wie nahe mir„ 330 Wie kleugt dahin 331 Wie Gott mich führt... 235 Wie groht 26¹ Wie könnt ich ruhig 5⁴⁴4 Wie könnt ich lein.. Wie lieblich ilt's hienieden 4¹³ Wie mit grimmgem... 510 wie ruhelt du lo stille q. 561 Wie schön ilt's doch.... 292 Wie schön leuchtet. 27 Wie lie lo lanft ruhn... Wie loll ich dich emplkangen 5 Wie wird uns lein... 570 Wie wohl ilt mir, o Freund 20³ Willkommen, Held... 66 Wir danken dir, Herr Jelu Chrilt, dah du für uns 37 Wir danken dir, Herr Jelu Chrilt, dah du gen„. 396 Wir danken dir, Herr Jelu 81⁸ Verzeichnis der Lieder Chrilt, dah du vom Tod 60 Wir danken Gott 274 Wir glauben all an einen Oott, Schöpfer 85 Wir glauben all an einen Gott, Vater 88 wir liegen hie 465 Wir Menschen lind.... 115 Wir pflügen 550 Wir lingen dir, Immanuel 17 Wir ltehn im letzten Kampf 525 Wir treten zum Beten.. 568 Wir woll'n uns gerne„. 4ʃ1 Wo findet die Seele. 588 Wo Gott der Herr 95⁵ Wohlauf, mein Herz 50⁰ Wohlauf, wohlan.... 342 Wohl blühet jedem Jahre 862 Wohl einem Haus.. 274 Wollelt meine Seele ltillen 550 Wollt ihr willen 483 Womit lollich 257 Wo loll ich kliehen hin.. 146 Wo willlt du hin 284 Wunderankang, herrlich„226 Wunderbarer König... 255 Zeige dich uns ohne Hülle 126 Zeuch an die Macht Zeuch ein zu deinen Toren 72 Leuch hin, mein Kind Zeuch uns nach dirn... 72 Zieht fröhlich hinaus. 418 Zieht in Frieden eure Pfade 1¹4 Zion, gib dich nur zufrieden 10² Zion klagt mit Anglt.. 409 Zions Stille loll lich breiten 128 Zu Bethlehem geboren.. 358 Zu dir heb ich die Hünde 3522 Zween der Jünger.... 389 ——— Druck und Schmuck erkolgte unter der Leitung von D. Johannes Ficker, von dem auch die Angabe der Motive ltammt. Die Bildnisköpfe lind gezeichnet und in Holz geschnitten von Fritz Kredel in Offenbach. Zeichnung und Holzschnitt der Zierltücke, die Vorlatz⸗ papiere und Sinbandentwürfe der Originalausgaben lind von Jolua Leander Gampp in Bergedorf bei Hamburg. Die Titellchriften und das Kreuzblatt wurden gezeichnet von D. Rudolf Koch in Offenbach. Die erlte Drucklegung wurde beraten von Herbert Polt an der Kunltgewerbeschule Giebichenltein in Halle. + Nach dem Verlult aller Druckvorlagen unter den Kriegs⸗ kolgen im Jahre 1946 in Halle Saale wurde der Satz neu beschafft und zum Druck befördert unter dem Lizenzträger, Direktor Pfarrer Hans Beck in Metzingen/ Württ., Gedruchkt in der Peter Jellen-Schrift der Schriftgieherei Gebr. Klinglpor(Ofkenbach/ Main) bei Enhlin-Druck in Reutlingen. Durch Beschluß des Provinzialkirchenrats der Kirchenprovinz Sachsen vom 22. Januar 1031wird das unter dem Titel„Gesangbuch für die Provinz Sachsen und Anhalt“ im Verlag der Buchhandlung des Naisenhauses G. m. b. R. Zu Halle/ Saale erscheinende Gelong⸗ buch in Rusführung des Beschlusses der Provinzialsynode vom 27. September 1929 als Gesangbuch für die Kirchenprovinz Sachsen in den Kirchengemeinden eingeführt. Durch Beschluß des Epangelischen Landeskirchenrats für Anhalt vom 3. Februar 19034 wird das unter dem Titel„Gesangbuch für die Provinz Sachsen und Anhalt“ im Verlag der Buchhandlung des Naisenhaules G. m. b. R. Zu Ralle/ Saale erscheinende Gesang⸗ buch mit Genehmigung des Landeskirchentags für die Soange⸗ lische Landeskirche Anhalts eingeführt. Die Namen der Urheber dieses lerkes sind zur Sintragung in die Eintragsrolle zu Leipzig nach dem Urheberrechtsgesetz vom 19. 6, 190H(K. G. Bl. 8. 227) angemeldet. * 6 V*