DDRRRSEEEE J V 8 diese schmuckausgabe mit Melodienvordruck ist heraus⸗ gegeben von dem söniglichen Landes-Konsistorium mit Schrift und[gedruckt, gebun⸗ Buchschmuck von[den und verlegt sarl ohrmann v. Edler& frische in hannover, Weihnachten 1910 Unw,-Siol. 18883 —— A. Sonntãgs- und festtagslieder. l. Sonntägslieder(Ir. 1— 21) II. Adventslieder(r. 22 35) III. Weihnachtslieder(Ur. 36-57) IV. lleujahrslieder(Ur. 58 65) V. Ppiphäniaslieder(Ur. 66-72) Vl. Passionslieder(Ur. 73—103) VII. Osterlieder(Ir. 104-126) VIII. Himmelfahrtslieder(r. 127— 135). 123 IX. Pfingstlieder(Ur. 136 147) X. Trinitatislieder(Ur. 148— 153) XI. Lieder für die kleineren feste 1. Darstellung Jesu(Nr. 154— 156) 140 2. Uerkündigung maria(Nr. 157) 11 3. ßest Johannes des Täufers (Nr. 158- 150) 15² 4. Mariä heimsuchung(Nr. 160—161) 155 5. Michaelisfest(Ur. 162— 164) 15⁷ B. Lieder von der sirche und den 6nädenmitteln. XII. Cieder von der christlichen seirche (Ar. 165 184) XIII. Cieder vom Worte Gottes (Nr. 185 108) XIV. Tauf- und fonfirmationslieder (Ir. 100- 208) 1 XV. Abendmahlslieder(r. 200- 225). 207 C. Lieder vom christlichen eben. XVI. Buß- und Beichtlieder(Hr. 226 261 02²2 Seite XVII. Lieder vom 6lauben und von der Rechtfertigung(Ur. 262— 291) 27 XVIII. Jesustieder(Nr. 292333). 313 XIX. Iieder vom christlichen Leven und Wandel(Ur. 234 3700)· 3061 XX. Lieder vom Gebete(Ilr.377—383) 411 XXI. freuz- und Trostlieder (Nr. 384-43b0ö—ò0—u⏑un'nmn 410 In strankheit(Nr. 42 436) 470 XXII. Cob- und Danklieder (Nr. 7 46055. 48³ D. Cieder für besondere Stände, Zeiten und Uerhältnisse. XXIII. morgen⸗, Tisch⸗ und Abendlieder a. Morgenlieder(Ur. 466 42). 523 b. Tischlieder(Ur. 403- 405) 634 c. Abendlieder(r. 406 17) 1 XXIV. Berufs- und Standeslieder (ir. 5185. 57³ XXV. Lieder für besondere Zeiten und Uerhältnisse(Ur. 542 569) 595 E. Cieder von den letzten Dingen. XXVI. Sterbe⸗ und Begräbnislieder Ar. o oi,)) 6²³ XXVII. Hieder von der Auferstehung (Nr. 614 617ꝰ). 67⁵ XXVIIll. Lieder vom Gerichte (Ur. 618 6²%¾⁰⁰ 6709 XXIX. Lieder vom ewigen Leben Mr. 622—650s 68⁵ Anhang..... Uerjeichnis der Dichteeeer. 719 e e f. Ach bleib bei uns, herr.. 170 Ach bleib mit deiner onade 18 Ach erkennet, liebste Seelen 456 Ach 6ott, gib du uns deine 345 Ach Gott, ich muß dirs.. 234 Ach Gott, ich muß in 60⁷ Nr. Ach Gott und herr..... 238 Ach Gott, verlaß mich nicht 36⁴ Ach Gott, vom himmel sieh 166 Ach Gott, wie manches.. 388 Ach herre, du gerechter.559 Ach Jesu, dessen Treu...297 Nch lieber õott, behüte..531 Ach mein herr Jesu, dein. 320 Nch sagt mir nichts von. 303 Ach treuer 6ott.. 40¹ Ach wär ich schon dort.. 635 Ach was sind wir ohne.254 Ach wie flüchtig, ach wie 593 Nch wie laufen doch die.. 63 Ach wundergroßer Sieges⸗ Heih 133 Allein õott in der höh sei 140 Allein zu dir, herr Jesu. 232 Alle enschen müssen.. 507 Alles ist an õottes Segen. 350 Alle Welt, was lebt unl. 4 Also heilig ist der Tag...104 Am Grabe stehn wir stille 6o6 An dir allein, an dir hab ich gesündigtt.... 2⁵0 An Gott will ich gedenken 416 ir⸗ nuf, auf, ihr Reichsgenossen 24 Auf, auf, mein ganz 4⁰⁰ Auf, auf, mein herz, mit. 116 Auf Christi himmelfahrt. 132 Auf dich hab ich gehoffet. 336 Auf diesen Tag bedenken. 128 Auferstanden, auferstan⸗ Gien.... 1²⁵ Auferstehn, ja auferstehn 617 Auf 6ott nur will ich.. 536 Auf õott und nicht auf.. 423 Auf meinen lieben Gott.. 380 Aus einem tief vor dir.. 260 NAus 6naden soll ich selig. 284 Aus Lĩieb läßt õott der.. 162 Aus meines herzens..... 469 Aus tiefer Uot laßt uns. 231 Aus tiefer not schrei ich Aicdir... 2²28 b. Befiehl dem herren deine 41⁵ Befiehl du deine Wege... 399 Bei dir, Jesu, will ich... 208 Bescher uns, herr, das..555 Betgemeinde, heilge dich. 383 Bewahre mich, o freund der Seele Bis hieher hat mich 6ott 452 Bist du gleich ferne von.. 567 Bringt her dem herren Lob Anitehhi 45⁵⁷ Brunn alles Heils, dich.. 14 b. m. Christe, du Beistand deiner 174 Christe, du bist der helle.. 407 Christe, du LCamm Gottes 73 christ fuhr gen himmel. 127 Christ ist erstanden...... 10⁵ Christ lag in Todesbanden 108 christ unser herr zum... 109 christus der ist mein Teben 583 D. Da Christus geboren war. 42 Da Jesus an des freuzes.. 81 Dank, Jesu, dir! Nch sind 224 Dank sagen wir alie.... 16 Dank sei Gott in der höhe 472 Das alte Jahr vergangen. 59 Das Jahr geht still zu Ende 6⸗ Das ist eine selge Stunde. 106 Das Cand wollst du... 556 Das walte Gott, der helfen Kann 483 Das walt Gott Dater und. 470 Dein Erbe, herr, das du.. 367 Deines Gottes freue dich. 426 Dein Jesus rufet dich zur. 258 Dein König kommt in.. 35 Dein Wort, herr, ist die. 101 Dein Wort, o herr, ist.... 108 Den fönig schütze deine.. 521 Der Abend Kommt, die.. 513 Der am sereuz ist meine. 93 Der Bräutgam wird bald Rüsen 6²³ Der du bist drei in Einig⸗ Beilltt 490 Der du, herr Jesu, Ruh... 101 Nr. Der du zum heil erschienen 17% Der 6laube macht allein„271 Der heilge Christ ist...... 57 Der herr ist meine Zuver⸗ licht: 42⁵⁷n Der herr ist mein getreuer 428 Der hölle Pforten sind... 115 Der lieben Sonne Licht... 504 Der mond ist aufgegangen 51⁵ Der Tag der ist so 40 Der Tag ist hin; mein õeist 10 Der Tag ist hin, mein Jesu 50⁵ Des Morgens, wenn ich.. 468 Dich bitt ich, liebster Jesu. 155 Dich Jesum laß ich ewig.. 328 Die Ernt ist nun zu Endle 565 Die 6nade sei mit allen.. 15 Die güläne Sonne 47⁷ Die helle Sonn leucht jetzt 46⁷ Die herrlichkeit der Erden 592 Die himmel rühmen des. 461 Die lacht ist hin, wach auf 487 Die Hacht ist kommen, drin 40%0 Die Nacht ist nunn. 478 Die schönensonntagsstun⸗ Hen 21 Dies ist der Tag, den oott. 56 Dies ist die Uacht, da mir. 52 Die Sonn hat sich mit.. 503 Dies sind die heilgen zehn Geb‚o 18³ Dir, dir, vehova, will ich. 381 Du bist ein Mensch, das. 400 Du bists, dem Ruhm.. 462 Du bist jwar mein 61⁰ Du Brunnquell aller Lieve 99 Du friedefürst, herr Jesu. 542 VI Ur. Du großer Schmerzenmann 84 Du herr der Seraphinen 163 Du Lebensbrot, herr Jesu Khriht 214 Durch Adams fall ist ganz 230 Du weinest vor Jerusalem 391 Du wesentliches ort.... 33 E. thre sei dir, Christe.... 74 Eine herde und Ein hirt. 182 Einer ists, an dem wir.. 180 Eines wünsch ich mir.. 100 Ein feste Burg ist unser Gott 168 Ein stind geborn zu 36 Ein Lämmlein geht und. 85 Ein reines herz, herr, schaff in mir 35 Eins ist not, ach herr.. 312 Ein Wetter steiget auf.. 557 Ei wie so sanft entschliefest o3 Erhalt uns, herr, bei. 169 Erhör, o Gott, das heiße. 207 Ermuntert euch, erquickte 486 Ermuntert euch, ihr from⸗ mein 6²⁰ Ermuntre dlich, mein... 46 Erneure mich, o ewigs licht 36⁰0 Erschienen ist der herrlich 1o9 Erstanden ist der heilig.. 106 Es ĩist dasheil uns kommen 264 Es ist gewißlich an der Zeit 20 Es ist nicht schwer, ein.. 357 Es ist noch eine Ruh 6³³ Es kostet viel, ein Christ zu 356 Es mäg dies haus, dlas.. 615 Es Wolle Gott uns gnädig 165 2* ‚.. Ur. Euoge Liebe, mein õemüte 281 Euge Wahrheit, deren... 422 F. fahre fort, fahre fort, Zion, sahre sorrt... fang dein Werk mit Jesu. 489 freu dich sehr, o meine.. 587 freuet euch der schönen..553 freuet euch, ihr Christen alle, freue sich.. 43 freuet euch, ihr ootteskin; der....... 69 freut euch, ihr Christen alle, Gott schenkʒñʒt 14⁰ freut euch sehr, ihr Berg⸗ teut aule 541 5 fröhlich soll mein herze.. 48 früh am morgen Jesus. 492 früh morgens, da diesonn 112 für dlich sei ganz U. 4 ff... 327 6. 6eh aus, mein herz. 548 beh hin nach Gottes illen 375⁵ beht hin, ihr gläubigen. 285 beht nun hin und grabt. 60⁵ Geist vom Uater und vom 146 Gelobet sei der herr, der.. 158 belobet sei der herr, mein 448 Gelobet sei Israels 6ott.. 159 belobet seist du, Jesu christ 37 6en himmel aufgefahren 129 besegn uns, herr, die... 493 Gesetz und Cvangelium.. 105 bib dich zufrieden und sei 402 oib mir ein frommes herz 369 VIIU AEEEE Nr. 6nälligster Erbarmer..538 Gott, deine õüte reicht.. 373 Gott, den ich als Ciebe..433 6ott, der du Berg und.. 537 Gott der Vater, wohn uns 148 Gott des himmels und der 473 Gott, des Zepter, Stuhl und 252 Gott, du Licht, das ewig.. 488 Gottes Städlt ist fest...... 183 Gott ist gegenwärtig... 3 Gott ist mein hort.. 197 Gott ist mein Liecl...... 463³ bott ist und bleibt getreu. 412 Gottlob, der Sonntag.. 7 6ottlob, die herbstzeit..551 Gottlob, die kalte Winter⸗ eit. 55² Gottlob, die Stund ist.... 08 Gottlob, ein Schritt zur... 62 Gottlob, ich bin im... 27⁴4 Gottlob, nun ist erschollen 545 6ottlob, nun kommt die. 540 6ott Lob und Dank, die.. 436 Gott sei Dank durch alle.. 30 Gott sei gelobet und..... 221 Gott und Uater, nimm.. 205 6ott Vater, denk an Christi 245 6ott Vater, höre unsre bitt 201 Großer 6ott von alten.. 8 sroßer mittler, der zur.. 321 hallelusa jauchzt, ihrchöre 124 hallelusa! Cob, Preis und · ‚ 655 ur. halleluja, schöner orgen 12 halt im Gedächtnis Jesum christ 315 harre meine Seele..... 431 heiland, deine menschen⸗ lieve... 322 heilge infalltt. 306 helft mir Gotts Güte.. 58 herr, dein Wort, die edle. 103 herr, der du mir das Leben 514 herr, die Erde ist gesegnet 564 herr, du wollst uns..... 2²⁰ herr, es ist von meinem.. 509 herr 6ott, dich loben wir, herr Hott... e. 43⁷ herr 6ott, dich loben wir, regier. 546 herr õott, nun schleuß den 586 herr 6ott, nun sei geprie⸗ en 558 herr, höre, herr, erhöre.. 518 herr, ich bekenn von... 267 herr, ichbin deintigentum 637 herr, ich habe mißgehan⸗ alult en 24⁰ herr Jesuchrist, deinteures 91 herr Jesu christ, dich vüu.. 3 herr Jesu christ, du höch⸗ stes 6ut, du Brunnquell aller õnaden, wir Kom⸗ Men 217 herr Jesu christ, du höch- stes Gut, usw., sieh doch 236 herr Jesu christe, mein ge⸗ treuer hirie 21¹ herr Jesu christe, mein Hrophet.. EE Nr. herr Jesu Christ, mein.. 318 herr Jesu christ, meins Le⸗ bens Licht herr Jesu christ, wahr mensch und Gott 576 herr Jesu, deine Angst und 92 herr Jesu, dir sei Preis..213 herr Jesu, nadensonne.352 herr Jesu, Licht der heiden 156 herr Jesu, zieh uns für und 130 herr, nun lässest du deinen 154 herr, nun laß in friede.. 594 herr, öffne mir dlie 189 herr, unser õott, laß nicht 543 herr von unendlichem Er⸗ barmen herr, was sind wir, daß.. 164 herr, wie du willst, so.. 338 herr Zebaoth, dein heiligs 100 herzlich lieb hab ich dich 33⁷7 herzlichtutmich verlangen 582 herzliebster Jesu, was hast du verbrochen.——09 herz und herz vereint... 36⁵ heutistdes herren Ruhetag 2 heut ist uns der Tag 15⁷ heut triumphieret ottes. 111 hier bin ich, herr, du rufest 368 hier legt mein Sinn sich. 358 hilf, helfer, hilf in Angst. 581 hilf, sherr Jesu, laß gelingen 60 hilf mir, mein Gott, hilf.339 hilf uns, herr, in allen.. 344 himmelan geht unsre.. 631 himmelan, nur himmelan 638 hinunter ist der Sonne.. 408 hirte deiner Schafe 511 Dhp— ***2** *** * 2** 2** Nr. höchster Tröster, omm.. 147 höͤrt ãuf mit Trauren und 578 hört heut der Weisen große Frage 72 Hosianna! Javids Sohn, Kommt iui 32 hüter, wird die acht.... 485 J. Ich armer mensch doch gar 570 Ich bete an die Macht.. 327 Ich bin ein õast auf Erden 595 Ich bin getauft auf deinen 204 Ich bin getrost und freue. 273 Ich bin gewiß in meinem 276 Ich bin ja, herr, in deiner 591 Ich ergebe mich dem Willen 409 Ich erhebe mein 6emüte. 261 Ich freue mich der frohen 616 Ich glaub an Einen 6ott. 268 Ich habe nun den örund. 270 Ich hab in õottes herz und sinn mein herz Ich hab in guten Stunden 435 Ich hãab mein Sach ott.. 580 Ich hab mich õott ergeben 588 Ich hãab von ferne 63⁰ Ich komme, herr, und suche 219 Ich ruf zu dir, herr Jesu.. 334 Ich sag es jedem, daß Er.. 126 Ich singe dir mit herz.... 446 Ich steh an deiner rippe 47 Ich steh in meines herren 430 Ich sterbe täglich, und mein Eehen eilt.. 601 Ich trau auf meinen Gott 434 Ich und mein haus, wir„ 526 2—2*2** 2* Ich weiß, an wen ich glãube 27⁷ Ich weiß, an wen mein. 288 Ich weiß ein lieblich.... 6²² Ich weiß, es kann mir.. 410 Ich weiß, mein Goft, daß. 347 Ich weiß, woran ichglaube 291 Ich will dich lieben, meine 304 Ich will mich mit dir.. 310 Ich will, o Vater, allezeit. 5 Ich will von meiner.... 2⁴4⁷ Ich wollt, daß ich daheime ir N. 57⁰ Ihr christen auserkoren. 45 Ihr Eltern, hört, was.... 529 In allen meinen Taten... 393 In Angsten ruf ich, herre. 420 In Thristi Dunden schlaf. 577 In dir ist freudee 293 In Gottes Namen fahren. 506 In Gottes namen fang ich 481 Ist Gott für mich, so trete. 270 Jot. Jauchzet, ihr himmel.. 55 Je größer sreuz, je näher. 418 Jerusalem, du hochgebaute Saäull.. 6²⁴ Jesaia dem Propheten.. 210 Jesu, deine Passion 89 Jesu, deine tiefen Dunden 80 Jesu, der du meine Seele 242 Jesu, geh voran 32⁰ Jesu, großer Wunderstern 70 Jesu, meine freudle..... 30⁰ Jesu, meiner Seele Leben. 306 Jesu, meines Lebens Leben 90 Jesus Christus herrscht... 326 nr. Jesus Christus, unser hei⸗ land, der den Tod..... 1o⁊ Jesus Christus, unser hei⸗ land, der von uns... 209 Jesus, Jesus, nichts als.. 307 Jesus lebt, mit ihm auch ich 125 Jesus, meine Zuversicht. 614 Jesus nimmt die Sünder. 278 Jesus soll die Losung sein. 64 Jesu, Trost der armen.... 97 st. seinen hat 6ott verlassen 390 stomm, Gottes õeist, omm 145 scomm, heiliger õeist, erfüll w136 stomm, heiliger õeist, herre 138 stomm, o Gott Schöpfer.. 137 ssomm, o komm, du Geist 143 sommst du, Rommst du.. 29 sommt her zu mir, spricht 33⁵ stommt, seinder, laßt uns. 372 scommt, laßt euch den.. 341 sommt und laßt uns... 50 stönig, dem kein Rönig.. 323 scönig Jesu, streite, siege.. 184 seyrie(Citanei-ĩ·· 2²0 +. Caß dlich G0tt.. 406 Caß dlich, herr Jesu Christ. 523 Lasset die xindlein... 20⁰0⁰ Lasset mich voll freude... 203 Lasset uns den herren prei⸗ sen, o ihr Christen..... 113 CLãsset uns den herren prei⸗ sen und vermehren...455 Lasset uns mit Jesu ziehen 343 EEEEEEEEEEEEEEEEEE Ur. Laß mich dein sein und.. 17 Laßt mich gehen 333 Laßt uns doch Christo.... 82 Liebe, die du mich zum... 305 Liebe, die nicht 317 Liebster Jesu, der du mich 361 Liebster Jesu, sei 31 Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Ciebster Jesu, wir sind hier, dlich j 24Rk · ¶¶ Litanei 2²0 Lobe den herren, den.... 450 Lobe den herren, o meine 458 Cobe, mein herz, deinen.. 628 Lobet den herren alle, die 476 Cobet den herrn, ihr 67 Lobt Gott, ihr Christen alle 41 s. Mache dich, mein 6eist.. 351 Machs mit mir, õott, nach 589 Macht hoch dlie Tür, die Tor 23 Mag ich denn nicht von.. 394 man lobt dich in der Stille 444 meine Lebenszeit 6⁰⁴4 meinen Jesum laß ich nicht 30²2 mein erst õefühl sei Preis und Dank meine Seele erhebet den. 160 meine Seele, laß dich..216 Meine Seel, ermuntre dich 96 meine Seele senket sich.. 414 Meine Seel ist stille meines Lebens bestefreude 308 Mein Gott, die Sonne geht 10 j...— 2 j2RZklã. 2*** XI Ur. Mein heiland nimmt dlie. 282 Mein heiland sizet aroben 131 Mein herz, ach rege mir. 324 mein herz, gib dich 421 mein herz und Seel den..161 Mein Jesu, der du vor iem Scheiclen 218 Mein Jesus kommt, mein 600 mein Jesus lebt, was soll.0 Mein Jesu, süße Seelenlust 3 2 6ein Lauf, Gottlob, ist bald 50 Mein lieber ott, gedenke 355 mein schönste Zier und.. 298 Mein Schöpfer, steh mir bei 206 Mir ist Erbarmung 29⁰ Mir nach, spricht Christus 340 Mit Ernst, o menschenkin; diet n. Mit freude will ich heben 540 Mit fried und freud ich.. 572 mit meinem Gott geh ich. 507 Mitten wir im Leben sind 571 Morgenglanz der wigkeit 482 Mülle bin ich, geh zur Ruh 534 I uichts Betrübters ist 55⁵ llicht so traurig, nicht so. 306 Nie bist du, höchster.. 289 imm von uns, herr. 235 nimm von uns, herre õott 227 Nun bitten wir den 139 Nun bricht die finstrellacht 20 nun danket alle Gott.. 442 nun danket alle 6ott.... 443 nun danket all und... 445 nun freut euch, liebe... 262 2** Nr. nun hilf uns, o herr Jesu. 532 nun sauchzet all, ihr... 2⁵ nun jauchzt dem herren.1 nun kommt las neue.. 22 nun laßt uns den Leib.. 573 nun laft uns gehn und.. 61 nun lißt uns ott dem.. 440 nunlieg ich armes... 6⁰ nui lob, mein Seel, den 458 nim preiset allle 50¹ nun ruhen alle Wälder.. 502 lun schlaf, mein liebes. 528 nun sich der Tag geendet hät. 506 nun sich der Tag geendet, mein herrz 51² nun singet und seid froh. 44 nun tret ich wieder..... 48⁰ 0. 0O bergwerksschöpfer.... 539 O dlaß ich tausend Zungen 454 O du Liebe meiner iebe. 94 O du Schöpfer aller Dinge 248 O kwigkeit, du Donner⸗ wort.....—— Wwort: 627 O frommer und getreuer. 243 O gläubig herz, gebenedei 439 0 Gott, der du das 56⁰ 0O Gott, du frommer Gott. 340 0O Gott, du höchster..... 18⁰ 0O Gottes Sohn, herr Jesu. 269 0O Gott, von dem wir alles 562 0O Gott, wir ehren deine.. 153 O hãupt voll Blut und... 88 Nr. O heilger Geist, kehr bei.. 141 O heilige Dreieinigkeit... 520 O heilige Dreifaltigkeit. 471 Ohilf, Christe, dottes Sohn 76 O Jesu christe, wahres licht 17² 0O Jesu christ, mein schön⸗ sies Licht 301 0O Jesu christ, meins Lebens 584 O Jesu, du mein Bräutigam 212 0O Jesu, Jesu, õottes Sohn. 296 O Jesu, meines Lebens Licht 400m o Jesu, meine Wonne...223 0O Jesu, süßes Licht... 48⁴4 0O Jesu süß, wer dein.... 294 o stönig aller Chren..... 60 0O fönig, dessen Majestät. 255 OCammĩottes, unschuldig 75 O Lebensbrünnlein tief.. 295 O Liebe, die den himmel. 54 0O meine Seel, du solist den 441 O selig haus, wo man dich 527 0O Tod, wo ist dein Stachel 114 0O Traurigkeit, o herzeleid 102 0O treuer heiland, Jesu... 342 0O Uater, allmächtiger 6ott 226 0O Dater, deine Sonne... 554 0Obaterderbarmherzigkeit 244 O Uaterherz, olicht, oeben 370 0O Uater, unser 6ott, es ist. 378 O Welt, ich muß dich lassen 574 O Lelt, sieh hier dein Leben 86 O wie fröhlich, o wie selig 30 0O wie selig seid ihr doch.. 62⸗ 0O wir armen Sünder... 77 P. preis, Ehr und Lob sei dir 522 2 K. m. Relle, liebster Jesus, rede. 187 Reich des herrn.. 181 Ringe recht, wenn 6ottes. 363 Rüstet euch, ihnrr 36² 8. Schaffet, schaffe 353 Schaff in mir, õott, ein..253 Schmücke dich, o liebe Seele 215⁵ Schmückt das fest mit.. 144 Schönster herr Jesu...... 31⁰ Schwing dich auf, mein.. 455 Schwing dich auf zu. 398 Seele, geh auf oolgatha.. 98 Seele, mach dich heilig auf 95 Seelenbräutigam.. 31¹ Seele, was ermüdlst du dich 316 Sei getreu bis an das Ende 346 Sei õott getreu, halt seinen 348 Sei ob, Chr, reis und.. 150 Sei ob und Ehr dem....44 Sei mir tausendmal. 87 Sei stille, müdgequältes.. 427 Sei willkommen, Davids. 33 Sende, Vater, deinen õeist 382 Siegesfürste, Chrenkönig. 135 Sieh, hier bin ich.. 251 Sieh, wie lieblich und wie 354 So führst du doch recht..413 So hab ich nun den fels.. 283 So hãb ich obgesieget.... 611 So hoff ich denn mit festem I1Initi 287 .. 374 So ist die Woche nun....517 X Ur. Sollt es gleich bisweilen. 405 Sollt ich meinem bott nicht singen 44⁷ So nimm denn meine hän⸗ de und führe mich... 376 Sorge doch für meine... 530 So ruhest du, o meine Ruh 103 So tret ich demnach an.. 470 So wahr ich lebe, spricht. 239 Speis uns, Uater, deine.. 405 Stãrk ist meines Jesu hand 332 Steht auf, ihr Iieben 46⁰ Straf mich nicht in deinem Sorn 25⁰ Such wer da will ein... 299 Tag des 3ornnss 618 Teures ort aus 6ottes.. 102 Treuer Gott, ich muß dir. 241 Treuer hirte deiner herde 177 Treuer Jesu, wache du.. 508 Treuer ächter Israel..544 Tut mir auf die schöne... 11 l. lnsern Nusgang segnesott 19 Unter Lilien jener freuden ² Unumschränkte Liebe...280 U. Valet will ich dir geben.. 585 Vater, laß mich õnade fin⸗ den, tröste meinen.... 249 Uater unser imm. 377 Verleih uns frieden..... 519 Uersuchet euch doch selbst. 272 U Verzage nicht, du hauflein 17 1 Vollendet hat der Tag die 516 vom himmel hoch da... 38 vom himmel kam der... 39 von Gott will ich nicht.. 386 Vor deinen chron tret ich. 474 Vor 6'richt, herr Zesu, steh 23⁷ . Wach auf, du õeist der... 178 Wach auf, mein Herz, die.119 Wach auf, mein herz, und 475 Wachet auf, ruft uns die.621 Wacht auf, ihr christen alle 10 bär Gott nicht mit uns.. 16⁷ Wärn meiner Sünd auch. 265 Warum betrübst du dich. 385 Warum sollt ich mich denn 397 Warum willst du draußen 27 Was alle Weisheit in der. 151 Was Gott tut, dãs ist wohl⸗ getan, es bleibt. 40⁷ Was sott tut, das ist wohl⸗ getan, so denken 56⁵ UWas ists, daß ich mich 424 Was mein Gott will..... 384 Was mich auf dieser Welt 408 Was willst du dich. 392 Ueicht, ihr Berge, fallt, ihr Hgebd... 27⁵ Weil ich jesu schäfiein bin 533 Weine nicht, õott lebet.. 417 Weit ade, ich bin dein.. 596 Wenn alle untreu werden 331 Wenn dein herzliebster. 266 Wenn dich Unglück hat.. 380 Wenn ich ihn nur habe. 330 ö Nr. Uenn ich, oSchöpfer, deine 464 Wenn kleine himmelser⸗ Wenn meine Sünd mich. 85 Uenn mein Stündlein.. 37⁵ Wenn wir in höchsten..233 Lenn wir in Wassersnöten Heim 568 Werde licht, du Stadt... 68 Werde munter, mein.... 501 Uer 6ott vertraut, hat.. 387 Wer ist wohl wie du.. 314 Wer nur den lieben oott. 405 UWer sind die vor Gottes.. 62 Wer weiß, wie nahe mir.599 Wie fleugt dahin der.... 598 Wie Gott mich führt, so. 420 Wie groß ist dees. 46⁵ Wie lieblich ist der Maien 547 Wie lieblich sind doch.... 117 lie mein getreuer Vater. 404 Wie mit grimmgem... 569 Wie schön ists doch, herr 524 Wie schön leucht uns der. 292 Wie selig ist der Ort.. 9 Wiesollich dichempfangen 28 Wie wird mir dann.. 6³⁴ Wie wohl hast du gelabet, o liebster Jesu 222 Wie wohl ist mir, ofreund 309 Willkommen, held im...121 Wir danken dir, herr Jesu Christ, daß du für uns. 78 Wir danken dir, herr Jesu Christ, daß du unser... 500 Wir danken dir, herr Jesu Christ, daj du vom Tod 110 Das Ur. Wir danken sott für seine 404 Wir glauben all an Einen Go 2⁰³ Wir liegen hier zu deinen 256 Wir menschen sind zu dem 188 Wir singen dir, Immanuel 40 Wohl auf, mein herz, zu. 370 Wohl einem haus, da. 25 Wo ist ein solcher oott.. 286 Womit soll ich dich wohl. 453 Wort des höchsten Mundes 104 Wo soll ich fliehen hin.. 240 Wo wilist du hin, weils.. 118 Dunderanfang, herrlichs 410 Ur. Wunderbarer onadenthron 51 underbarer gönig.... 451 3 Zeuch, Chrenkönig, bei.. 34 Zeuch ein zu deinen Toren 142 Zeuch hin, mein Kind.... 612 Zeuch uns nach dir...... 13⁴4 Zion, gib dich nur...... 17⁵ Zion klagt mit Angst und Schmerzen 17³ Zu deinen füßen liege ich 225 Zu dir, herr Jesu, komme 257 Zween der Jünger gehn..122 Psalm 92, 2. Das ist ein köstlich dDing dem herrn danken und lobsingen dleinem namen, du höchster. Epheser 5, 18- 20. Werdet voll Geistes und redet unter einander von Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem herrn in eurem herjen; und saget dank allezeit für Alles ott und dem bater, in dem namen unsers heErrn Jesu Thristi XV N 2——. 2 70; 6 n * EE V —.— sdu. 2 ert, 6 sei S 104 SSS... I 2 EE AE PFPFPFPFIFIFIFIFIFIFTFITFrt W IOIE EIEINE IEEIIII 4 — 2—— — V 0 HD VW„ I Psalm 1oo. kigene melodie. 1508. 1 E—....——— E— 1.———— — ar un jauchjt dem her⸗ren, al-ie Weit, kommt + + I 1 DI + 1 II— E X*.ñ— I 1— 1 + her, ju sei⸗nem dienst euch stellt; Hommt mit froh ⸗lok⸗Ken, + 1— + I I 1 1— 1 + + I ER 7— 1 I I——— +—— + — +I..— LII E 1 sãu-met nicht, kommt vor sein hei-lig An⸗ ge · sicht! 2. Erkennt,— Hott ist unser 3. Er hat uns ferner wohl be⸗ err, der uns erschaffen ihm jur dacht und uns zu seinem Volk + und nicht wir selbst, durch gemacht, ju Schafen, die er ist Sottes önad ein jeder inensch bereit zu slhren stets auf gute sein Leben hat. Weid. Sonntãg EEEEEEE 4. Die ihr nun wollet bei ihm sein, kommt, geht zu seinen To⸗ ren ein mit Loben durch der Psal⸗ men selang, zu seinem Vorhof mit Gesang. 5. Dankt unserm Gott, lobsin⸗ get ihm, rühmt seinen Ham mit lauter Stimm, lobsingt und dan· ket allesamt! Gott loben das ist 6. Er ist voll Güt und Freund⸗ lichkeit, voll Lieb und Treu ju jeder Zeit; sein önade währet dort und hier, und seine Wahr⸗ heit für und für. 7. Gott Vater in dem höchsten chron und Jesus christ, sein ein · ger Sohn, samt Gott dem wer⸗ ten heülgen Geist sei nun und unser Amt. immerdar gepreist. David Denicke() g. 1603 4 1680(nach Corn. Becker). mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. nikolaus hermann 1560. —21.———— 2 3 2 ———E V NMNNII Heut ist des her⸗ren Ru⸗he⸗tag, ver-ges-set — 1 +——— + 41 + + +— 1.——— 1 Sor⸗ge, Müh und Plag, treibt eu⸗re Wo⸗chen ar⸗beit nicht, EIEEEE I——— 4.—.———‚..— S.S........ nommt vor des höch-sten An⸗ge-sicht! hal le-lujã 2. fommt her und fallt auf eure nie vor Gottes Majestät allhie! Es ist sein heiligtum und haus, wer Sünde liebt, gehört hinaus. Halleluja! 3. Ganz unerträglich ist sein 6rimm, doch hort er gern der Armen sStimm; deswegen lobt iyn allejamt, das ist er Christen rechtes Amt. häalleluja! 4. Rühmt uniers Gottes Meister⸗ tat, da er aus nichts erschaffen hat dlen himmel und glie ganze eit und was dieselbe in sich hält. Hälleluja! 5. Denkt auch, daß heut ge⸗ schehen ist die Ruferstehung Jesu Christ, dadurch die wahre freu⸗ dligkeit in aller Not uns ist be⸗ reit. Halleluja! 6. Drum wollen wir begehn mit fleiß den Tag nach rechter Christen Weis, wir wollen auf⸗ tun unsern mund und sagen EEEEEE dlies von herzensgrund: hal⸗ lelusa, 7. 0 Gott, der du den Erden⸗ kreis erschaffen hast zu deinem Preis, uns auch bewahrt so manches Jahr in vieler crübsal und Gefahr, Halleluja, 8. Hilf, daß wir alle deine erk voll Weisheit, 6üte, Macht und Stärk erkennen und je mehr und mehr ausbreiten dei⸗ nes Hamens Chr. halleluja! 9. O liebster heiland Jesu Christ, der du vom Tod erstanden bist, richt unsre herzen auf zu dir, daß sich der Sündenschlaf ver⸗ lier. Halleluja! 10. Gib deiner Nuferstehung scraft, da dieser Trost ja beĩ uns Eigene melodie. haft, und wir uns drauf ver⸗ lassen fest, wenn uns nun alle Welt verläßt. Halleluja! 11. 0 heilger Geist, laß uns dein Wort so hören heut und immerfort, daß sich in uns durch deine ehr Glaub, Lieb und hoffnung reichlich mehr. Halleluja! I2. Erleuchte uns, du wahres Licht, entzieh uns deine önade nicht, all unser Tun auch so regier, daß wir õott preisen für und für. Halleluja! 13. Gott Vater, Sohn und Geist, verleih, daß dieser Tag dir heilig sei, wir auch die Sabbathsrußh und freud erlangen drauf in Ewigkeit. Halleluja! U. 1—12 hannov. 6sb. 1646. U. 13•» 1657. 1648. + 1 err Je-su christ, dich zu uns wend, den + + 1—— I + — 7— — 1 — heil- gen Geist du zu uns send, mit hülf undl Gnad, herr, — E I + V SSSSDRD——..— —— 4———eee uns re-gier unc uns den eg zur Wahrheit führ! 2. Tu auf den mund zum Lo- mehr, stärk den Uerstand, daß be dlein, bereit das herz zur uns dein nam werd wohl be⸗ undacht fein, den 6lauben kannt; +.1 SS 3. Bis wir singen mit Gottes 4. Chr sei dem Vater und dlem heer: heilig, heilig ist oott der Sohn, dlem heilgen seist in herr! und schauen dich von Einem cThron, der heiligen Drei⸗ Angesicht in eiwpger Ffreud und einigkeit sei Lob und Preis in selgem licht. Eigene melodle. Ruch nach melodie Nr. 473 ju Psalm 1o0o. Ewigkeit! Altenvurg 1648. J. crüger 1653. ngen. 1 a E.—— + 1 AE V— 1 + + 1 I—— — ie Uelt, was lebt und we⸗ was nuür Stimm und Zung er he⸗ * D +* + 4— H◻᷑ 1— 2 I I X.I + 83.— I + + I + 1 bet, was in felcl und häu⸗sern ist, je-der frist! bet, sauch⸗3je Gott zu Die ⸗net ihm, wer I + + — + + 1 + + + 1 + + + die⸗nen Rann, kommt mit Lust ju 2. Sprecht: der herr ist unser Meister, er hat uns aus nichts gemacht, er hat unsre Leib und beister an clie lichte Welt ge⸗ bracht; wir sind seiner Allmacht kuhm, seine Schaf und Eigen⸗ tum. 3. Gehet ein zu seinen Pforten, eht durch seines Vorhofs Gang, obet ihn mit schönen Worten, saget ihm Lob, Preis und Dank! mel.: Vie schön leucht uns der orgenstern. ihm her⸗an! denn der herr ist sederzeit voller 6nad und freundlichkeit. 4. Gott des himmels und der erde, Uater, Sohn und heilger Geist, daß dein Ruhm bei uns groß werde, Beistand selbst und hülf uns leist! 6ib uns Kräfte und pegier, dich zu preisen flir und für! b. 1-3 J0h. frandi g. 1018 + 167⁷. V. 4 hannov. 6sb. 1659. Phil. nicolai() 1509. Ursprüngliche form im Anhang. .— ——..— 4 *. + V will, o ba- ter, mich hast be⸗hül⸗tet wun⸗der⸗bar, wie al le-zeit er⸗ S CITIII eben dei ne — + —.—.—1 6ül-tig-Reit, daß du von so viel Jah⸗ren J chs mein lebtag im ⸗ mer⸗dar, auch die⸗se Woch er⸗fah⸗ ren. V V *——— f 1— ——...— + 1 2 + + I + I 4 14——ð Sin⸗get, brin get ott dem her ren nah und fer⸗ ren TI + I H 1 Dank und h⸗ re, 2. Du führst durch deinen öna⸗ denschein aus aller Trübsal, not und Pein den, der ju dir nur schreiet. Durch Christum gibst du deinen Geist, der uns den Weg zur Buße weist und inner⸗ lich erfreuet. Caß mich, bitt ich, deine öüte im oemüte fort emp⸗ finden, ohn Anfechtung mei⸗ ner Sünden. 3. herr, siehe du doch ja nicht an das, Wäas ich wider dich ge⸗ tan in nächstverwichnen Tagen. llimm jur Versöhnung christi bBlut, der uns gelitten hãt zu gut und völlig abgetragen, was sich täglich noch für Sünden in uns finden; drum wir Schwachen ju dem 6nadenthron uns machen. 4. ein'n Leib, mein Seel und all das mein, laß dir, o herr, befohlen sein, ich will mich dir ergeben. Wend ab not, Angst und herzeleid, du Vater der Barmherzigkeit, in meinem je der ⸗mann sein Lob ver · meh ⸗ re! ganjen Leben, daß ich fröhlich deinen Willen mög erfüllen, stets dich lieben, auch die eb am llächsten üben. 5. Gib, daß mir deiner Ruhe rag mein innre Ruh befördern mäͤg durch deines Wortes Stär⸗ ke; daß mir dasselb ins herje dring und hundertfältig früchte bring, des olaubens rechte Wer⸗ ke. Von dir laß mir Brünnlein fließen, sich ergießen, daß ich bleibe stets ein ölied an deinem Leibe. 6. Uerleihe, daß in dieser Welt mein hoffnung sei auf dich ge⸗ stellt und ich dir ganz vertraue, daß ich die wahre Ruh und freud erlange dort ohn ei⸗ nig Leid, wenn ich ott immer schaue. durch dich werd ich große Gaben ewig haben bei dir oben; deinen Namen will ich loben. hannov. 6sb. 1657. Sonntag FENEEAUE Joh. Rud. Ahle 1664. kigene melodie. — X 4 4— 4 2 2* + + 4— + *————— e Lieb⸗ster 3e ⸗su. wir sind hier, dich jen-ke sin- ne und be⸗ gier auf 1 I 4 E. II — ᷓ. .—— ——+—— —..— 2——— und dein Wort an⸗-zu⸗hö-ren, die fü-ßen him⸗miels⸗leh · 25. daß die her ien —— —— 11⁴ I 1 + + I — — 1 + * — 1—— von der Er den ganz ju dir ge ⸗ zo⸗gen wer⸗ len. 2. Unser Wissen und Verstand 3. 0 du Glanz der herrlichkeit, ist mit finsternis verhüllet, Licht vom Licht, aus Hott ge⸗ wo nicht deines Geistes hand boren, mach uns allesamt be⸗ uns mit hellem Licht erfüllet; reit, öffne herzen, Mund und Gutes denken, tun und dichten ohren! Unser itten, flehn und mußt du selbst in uns ver⸗ Singen laß, herr Jesu, wohl richten. gelingen! Tobias Clausnitzer g. 118 4 1684. ö—mei.: Erschienen ist der herrlich Tag. nikolaus hermann 1560. 7—. 1——— 2— ö— SSSSS———— —. I + 1 1 I I L. 2— DMMMD„ID o ott Lob, der Sonn-tag hommt her-vei, die I—. E— I ————.— LI Wo⸗che wird nun wie⸗der neu; heut hat mein sott das Licht — I — 2 · EIHN — 11 + EEEEEEEEE 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstan⸗ den ist und schenkt inir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, heil und Seligkeit. halleluja! 3. Das ist der rechte Sonnen⸗ tag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit öott ver⸗ Mel.: Gott des himmels und der Erden. Eine neuere Umbildung im Anhang. söhnet sind, daß nun ein christ heißt Gottes ind. Halleluja: 4. Mein Gott, laß mir dein Le⸗ benswort, führ mich zur him⸗ melsehrenpfort, laß mich hier leben heiliglich und dir lob⸗ singen ewiglich! Halleluja! Joh. Olearius g. 1611 4 1684. heinrich Albert 1642. .—— 2F .——— Oro⸗ßer gott von al- ten zei- ten, des⸗sen Treu auf al-len Sei-ten 0— I— —————— des-sen hand die Uelt re⸗giert, A mich von Ju-gend auf ge⸗führt, F heu te wecht des + ö + — I + l— * Td-ges Lauf 2. Ach wie lieb ich diese Stun⸗ dlen, denn sie sind des herren fest, das mit so viel Trost ver; bunden, da mein õott mich ru⸗ hen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum eben Weist. 3. hãbe Dank für diesen mor⸗ en, der mir Zeit zum Guten chenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der mensch an Gott gedenkt und von herzen bet und singt, daß es durch die Wolken dringt. mich zu lau ⸗ter An- dacht auf. 4. Was ist schöner als Gott die⸗ nen, was ist süßer als sein Wort, dd Wir sammeln wie die Bie⸗ nen und den honig tragen fort! Selig ist, wer Tag und Uacht also naäch dem himmel traͤcht. 5. O mein Gott, sprich selber amen, denn wir sind dein Ei⸗ gentum. Alles preise deinen llamen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird ge⸗ schehn, daß wir dich im him⸗ mel sehn. Rasp. Neumann g. 1648 T 1715. BSEEEEEE uel.: Wer nur den lieven 6ott läßt walten. Mel. 2. 1690. V — *— + I 1 + — + +%— — +— N. * ie se⸗lig wui ist der ort zu nen⸗nen, wo Licht und Recht ganzhel⸗ ie bren⸗nen, + WIE 1 I + N 4 2 + + II + + I + 1 h— + E 1 wo Got-tes Wort im Schwan⸗ge geht, und Zi- on nie-mals wülste steht, da man im Schmuck der hei⸗lig⸗ keit dem her · ren op· fert al le ⸗zeit! 2. Res aber, wo die Lebens⸗ worte so rar und teuer worden sind, daß man an solchem wü⸗ sten orte von 6ott nur dunkle Spuren findt! Wie billig wird der ort beweint, wo õottes ort entfernet scheint. 3. Wir dürfen keinen Zweifel tragen, als wär allhier nicht bottes häus; wo wir nach Got⸗ tes Worte fragen, da macht er eine Kirche draus: sie sei nun zahlreich oder klein, so muß sie ihm doch heilig sein. 4. So treten wir im Geist zu⸗ sammen, so singen wir des her⸗ ren Lied, so bringen wir die opferflammen, auf welche Gott in önaden sieht; so lesen wir und hören an, iwas õottes Wort uns lehren kann. 5. Nch herr, gib selber das Gelleihen, laß doch kein Wort vorübergehn, laß uns die See⸗ lenspeis erfreuen, laß unser herz erquicket steyn, gib unsrer Einfalt deutlich ein das, was uns kann erbaulich sein! 6. Erhalt uns bei dem Glau⸗ bensgrunde, den du den Eck⸗ stein hast genennt, daß man llich nicht nür mit dem unde, auch mit dem herzen selbst be⸗ kennt. Wenn uns die Weit Ver⸗ folgung dräut, so gib, o herr, Beständigkeit! 7. Jã bãu du selbst in unsrer Seele dir ein lebendig Gottes- häus, so wird in dieser Jam⸗ merhöhle ein angenehmer Sab⸗ bäth draus, bis wir in jenen Tempel gehn und vor des Lam- mes Stuhle stehn. Bensamin Schmolck g. 1672 + 1737. EEEEEEEEEE mel. herr Jesu christ, dich zu uns wend. 1648. +— + ein õott, die Son ne geht her⸗für, sei + 7 — du die Son-ne selbst in mir, du Son- ne der 6e⸗ IZ I + + I +— + + ISI— — 1 11 1 I rech ⸗tig ⸗Reit, ver treib der Sün den dun-kel-heit! 2. mein erstes Opfer ist dein Ruhm, mein herz ist selbst dein Eigentum; ach kehre gnädig bei mir ein, du mußt dir selbst tlen Tempel weihn. 3. Gib, dlaß ich meinen fuß be⸗ Waähr, eh ich mit deiner stirchen⸗ schar zum hause Gottes wallen jieh daß ich auch heilig vor dir teh. 4. Bereite herze, mund und hand und gib mir Ieisheit und Uerstand, daß ich dein Wort mit Andacht hör, zu deines großen namens chr. nel.: Weicht, ihr Berge, fallt, iyr hügel. Joach. neander() 1680. 5. Schreib alles fest in meinen Sinn, daß ich nicht nur ein hörer bin; verleihe deine sraft 1. dlaß ich zugleich ein Täter ei 6. Hilf, daß ich diesen ganzen Tag mit Leib und Seele feiern mäg; bewahr mich vor der ar⸗ gen Uelt, die deinen Sabbath sündlich hält. 7. So geh ich denn mit freude hin, wo ich bei dir zu hause bin. Mein herz ist willig und bereit, o heilige Dreieinigzeit! Bensamin Schmolck g. 1672 4 1737. V +T E— 1— 2 V + I +* 1 + + 6—5 ut mir auf die schö ne Ach wie wird an die ⸗sem Pfor=te, or-te ——1 t—— N + —— — I. — + 1 + +. II— + flih ret mich in mei ne See⸗le AIon ein! sroy. Ich sein) bier ist I 7 I I + + 1 1— + I—— + 1 + An- ge-sicht, hier ist 1 2. Ich bin, herr, zu dir ge⸗ kommien, komme du nun auch zu mir! IDo du Wohnung hast genommen, da ist lauter him⸗ mel hier. Zeuch in meinem herzen ein, laß es deinen Tem- pel sein! 3. Laß in furcht mich vor llich treten, heilige du ⁊eib und Geist, daß mein Singen und mein beten ein gefällig opfer heißt. heilige du mmund und ohr, zeuch das herze ganz empor! 4. ache mich zum guten Lan. de, wenn dein Samkorn auf mich fällt; gib mir Licht in dem Verstande, und was mir Wird vorgestellt, präge du im herzen ein, laß es mir zur frucht gecleihn! —— mel.: weicht, ihr Berge, fallt, lyr hügel. au- ter Trost und licht. 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures slein⸗ od mür nimmer aus dem her⸗ zen rauben, halte mir dein Wort stets für, daß es mir zum Leit⸗ stern dient und zum Trost im herzen grünt. b. Rede, herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt; nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quilit; speise mich mit himmel- brot, tröste mich in aller Uot! 7. Offne mir die grünen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann; lasse mir dein manna tauen, zeige mir die rechte Bahn hier in diesem Jammertal, herr, zu deinem Chrensaal! Benjamin Schmolck g. 167²2 + 177. Joach. eander() 1680. ö......... * + + 1 1— ·.—— I 1*— . is Vha-ie-lu-ja, scho- ner mor- gen, heu-te fühl ich kei ⸗ ne Sor- gen, . H II S.III..—— schö⸗ ner als man den⸗Ren mag, der durch sei ne denn das ist ein lie ber dag, + I —.————— cled-lich eit recht das In ⸗—ner— ste er freut. — 4 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntäg, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunkeln höhlen, Zeit, in der der Segen fließt! Stunde voller Seligłkeit, du ver: treibst mir alles Leid. 3. NUch wie schmeck ich Gottes Gbte recht als einen Morgentau, die mich führt aus meiner hütte zu des Vaters grüner Nu; da hät wohl die orgenstund eld⸗ len Schätz und Gold im mund. 4. Ruht nur, meine Ueltge⸗ schäfte, heute hab ich sonst zu tun, denn ich brauche alle fräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. heut schickt keine Arbeit sich als nur Gotteswerk für mich. 5. ULie soll ich mich heute schmücken, daß ich oott gefallen mag? Jesus wird die Kleider schicken, die ich ihm zu Ehren trag. Sein Blut und berech⸗ tigkeit ist das schönste Sonn⸗ tãgskleid. mel.: Unumschränkte Lieve. 6. Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein, denn da sammle ich die fülle von len höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 7. herr, ermuntre meine Sin⸗ nen und bereite selbst die Brust, laß mich Lehr und Trost gewin⸗ nen, gib zu deinem manna Lust, daß mir deines Wortes häll recht tief in mein herze fall. 8. Segne deiner snechte Leh⸗ ren, öffne selber ihren mund; mach mit allen, die dich hören, heute deinen onadenbund, daß wenn man hier bet und singt, solches in dein herze dringt. 9. Gib, daß ich den Täg be⸗ schließe, wie er angefangen ist: segne, pflanze und begieße, der du herr des Sabbaths bist, bis ich einst auf jenen Tag ewig Sãbbath halten mag. Jon. frause g. 1701 + 1762. F. H. Meyer 1741. Auch nach Melodie Ur. 41 zu singen. I + I EE + 1 ιο Oott ist oott ist in der las· set dl- les ge⸗gen ⸗ wär⸗tig, mit- ten, uns an ⸗ be⸗ten in uns schwei⸗ge undl sich und in Ehr⸗furcht vor ihn tre⸗ten! in-nigst vor ihm beu⸗ge! V. 4 I + + — I I + ..—½.. — Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlagt die Au⸗ gen 13 EEEEEE + +7 I + I +— nie- der, 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und nacht ebücket dienen; heilig, heilig, a singen ihm zur ehre aller ngel hohe Chöre. herr, ver⸗ nimm unsre Stimm, da auch wir seringen unsre opfer bringen. 3. Wir entsagen willig allen Citelkeiten, aller Erdenlust und freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben dir zum Eigentum ergeben. u allein sollst es sein, unser oott und herre, dir gebührt die eChre. 4. Majestãtisch Lesen, möcht ich recht dlich preisen und im õeist dir Dienst erweisen! möcht ich wie die ęngel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Caß mich dit für und für trachten zu gefallen, liebster öott, in allen! 5. Du durchdringest alles, laß dein schönstes Lichte, herr, be⸗ kommt, er ⸗gebt euch wie ⸗-der! rühren mein 6esichte! Wie die zarten Blumen willig sich ent⸗ falten und der Sonne stille hal⸗ ten, laß mich so, still und froh, deine Strahlen fassen und dich wirken lassen! 6. Mache inich einfältig, innig, abgeschieden, sanfte und im stil⸗ len frieden; mach mich reines herzens, daß ich deine glarheit schauen mag im Geist und Wahr⸗ heit; laß mein heri überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben! 7. herr, komm in mir wohnen, laß mein'n Geist auf Erden dir ein heiligtum noch werden! stomm, du nahes Wesen, 1 in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dlich erblicken und vor dir mich bücken! Gerh. Tersteegen g. 16007 4 1769. mel.: herr Jesu christ, dich vqu uns wend. 1648. ier. runn al-les heils, dich eh ren wir und + I 1 N + +— +— — oͤff nen un⸗sern muͤnd vor dir; aus dlei ⸗ner Gott ⸗heit 2— + + 1 +—— + hel ⸗Ug⸗tum dein ho ⸗her se⸗ gen auf uns komm! SSE 2. Der herr, der Schöpfer, bei uns bleib, er segne uns nach Seel und Leib, und uns behüte seine macht vor allem Ubel Tag und nacht! 3. Der herr, der heiland, unser Licht, uns leuchten laß sein An⸗ gesicht, daß wir ihn schaun und glauben frei, daß er uns ewig gnädig sei. Offenb. 4. Der herr, der Tröster, ob uns schweb, sein Antlitz über uns erheb, daß uns sein bild werd eingedrücht, und geb uns frieden unverrückt. 5. Jehova! Vater, Sohn und Geist, o Segensbrunn, der ewig fleußt, durchfleuß herz, Sinñ und Wandel wohl, mäch uns deins Lobs und Segens voll! berh. Tersteegen g. 1697 4 1769. 22, 21. Mel.: christus der ist mein Leben. 1609. Ursprüngliche form im Anhang. I — + EH i +7 + + +— 4 +* 1 +7 + + 1*. I— 1 + + 1— 6na-de un-sers herrn, des ßherrn, dem wir hier 1 + * 1 I + ——.— ——— I 7 1 + + 1 + —————— wal-len und sehn sein 2. Nuf dem so schmalen Pfade gelingt uns gar kein Tritt, es gehe seine õnade denn bis jum Ende mit. 3. Nuf õnade darf man trauen, man traut ihr ohne Reu; und wenn uns ja will grauen, so bleibts: Der herr ist treu. 4. Wird stets der Jammer grö⸗ ßer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst; so komme doch! 5. Damit wir nicht erliegen, muß õnade mit uns sein; denn 15 slom men gern. sie flößt zu Uden Siegen Gedluld und 6õlauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, was man um Jesum mißt, der herr hat eine önadle, die siber alles ist. 7. Bald ist es überwunden nun durch des Cammes blut, das in den schwersten Stunden die größten Taten tut. 8. herr, laß es dir gefallen! lloch immer rufen wir: Die õnäde sei mit allen, die önade sei mit mir! Phll. friear. hiller g. 100%0 14 1769. Sonntag EIANAEHH kigene melodie. Altkirchlich.— Deutsch 1545. L5„e DNNU ank sa-gen wir al · le ott un· serm her ren I I 4—3— D XJñ—.‚‚‚R‚‚‚‚‚‚———— hristo, der uns mit sei- nem Wort hat er⸗leuch⸗tet und uns er ⸗lö-set hat mit sei⸗nem Blu ⸗ te von des Teufels 6e- waͤlt. Den sol-len wir al le mit sei⸗nen En⸗geln lo⸗ben mit Schal⸗le, sin⸗gen: Preis sei Gott in der hö⸗he! Aitkirchlich.— Deutsch 1523. Mel.: herzlich tut mich verlangen. 16⁰01. 1 + +— + T I + + 1 +— 1 +—2— N + + + +——.— DMNNDIN Hah mich dein sein und blei ⸗ben, du von dlir laß mich nichts trei-ben, halt treu-er 6ott und herr, Y mich vei dei ner Lehre 4 herr, laß mich nur nicht — —— Ne wan⸗-ken, gib mir be⸗ständig— keit, da⸗- —— TIIII EEA — “ IEA— nre r, ———————— für will ich dir dan⸗-RKen in al⸗ie E- wig-keit. nikol. Selnecker g. 1530 4 1502. Mel.: christus der ist mein Leben. 16⁰9. —— Ursprüngliche form im Anhang. nch vieib mit dei⸗- ner 6nade vei 4+ + 3 24— + 1* + 1 + 1 + 1 1 1 + —— 1— L + I +. 1 uns, herr Je⸗ su Christ, daß uns hin-fort nicht —....— 4 65885—.— 1.——— —— 1——— I scha de des bö ⸗ sen fein-des List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns beid hier und dorte sei Güt und heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem 6lanze bei uns, du wertes Licht, dein Wahrheit uns umschanze, da⸗ mit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher herr, dein 6nad und alls Uermögen in uns reichlich vermehr! 5. Nch bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker held, da uns der feind nicht trutze, no fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein herr und ott, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Hot! Josua Stegmann g. 1588 1 1652. mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. Kud. Ahle 1664. K.—— 7 +.—.— ů L ͤ—.— Un⸗sern Aus-gang seg ne sott, un⸗ seg ne un⸗-ser täg-lich Brot, seg⸗ 17 sern Ein-gang glel⸗ cher⸗ma⸗ ne un⸗ ser dkun und Las⸗ seg ne uns mit 4 en, + I + I II +— + + + E + 1— I sel⸗gem Ster⸗ben und mach uns zu him⸗mels⸗er ⸗ven! hartmann Schenck g. 1634 + 1681. Am Sonntag Abend. mel.: nun sich der Tag geendet hat. Um 1660. + + 1— 20 14 + + 2... SIR un vricht die fin-stre nacht her⸗ein, des . + + + + + —. +— Ta- ges Glanz ist tot; je⸗ doch, mein herz, schlaf +—— 1 ́ +7 I noch nicht ein, geh, 2. O Gott, du großer herr der Welt, den niemand sehen kann, llu siehst ja mich in deinem Zelt, hör auch mein Seufzen an! 3. Der Tag, den ich nunmehr vollbracht, der war besonders dein; drum hat er auch bis in dlie Nacht mir sollen heilig sein. 4. Uielleicht ist dieses nicht ge⸗ schehn, denn ich bin fleisch und Blut und pfleg es öfters zu ver⸗ sehn, wenn gleich der Wille gut. re⸗ de erst mit Gott! 5. Nun such ich deinen önaden· thron, sieh meine Schuld nicht an und denke, daß dein lieber Sohn für mich genug getan. 6. Schreib alles, was man heut gelehrt, in unsre herzen ein und lasse die, so es gehört, dir auch gehorsam sein. 7. Erhalte ferner noch dein Wort und tu uns immer wohl, dlamit man stets an diesem Ort Gott diene, wie man soll. SSSSSSssse 8. Nndessen such ich meine Kuh; o Vater, steh mir bei und gib mir deinen Engel zu, daß er mein Wächter sei. 9. Gib äallen eine gute lacht, die heute recht gelebt, und beßre den, der unbedacht hat wider dich gestrebt. —mel.: o Welt, ich muß dich lassen. 10. Wofern dir auch mein Tun gefällt, so hilf mir mo ürn duf, llaß ich noch ferner in der Weit vollbringe meinen Lauf. 11. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den himmel ein, da wird in deiner herrlichkeit mein Sabbath ewig sein. Raspar neumann g. 1648 4+ 175. heinr. Isaack() ca. 1400. Ursprüngliche form im Anhang. 2SPPx I ie schö⸗nen Sonn-tags-stun⸗den sind ᷓ.—.— nun da- hin-ge⸗ schwun den, uns grüßt die A-bend⸗ + 1 + + 3.—.— I..— ruh; nun will ich all mein dich-ten zu dir nach o⸗ben — I + + + + N I + 1 I + rich ten, An ⸗ fang und 2. Herr, dir sei Preis und hre für alle Cieb und Lehre, die ich empfangen heut; du bist allein zu loben für jedes Licht von oben, das diesen Tag hat ein⸗ geweiht. 3. Der 6lanz von deinem chro⸗ ne, das Dort von deinem Sohne, der hauch von deinem õeist, was unser Sinn gespüret, was unser herz gerühret— für alles, alles sei gepreist. En-de blei⸗ best du. 4. ICaß diesen Strahl des Lebens, llies Licht doch nicht vergebens für uns entjündet sein! noch in den dunklen Stunden, wenn alles sonst verschuunden, leucht es in unser herz hinein! 5. Was dieses Licht verdunkelt, obs noch so gleißt und funkelt, das bleib uns ewig fern. Sei du allein die Sonne des Lebens und die Wonne des herzens und des Auges Stern! 19 6. Wenn sich die ugen senken, f. dlein Angedenken nicht völlig schlafen ein! Laß in den finsternissen dein ort und mein õewissen die beiden treuen Wächter sein! 7. Ein Strahl von deinem Lichte erleuchte mein õesichte auch in ler finstern Nacht! Im tiefsten Sonntag EEEIEEEANEENU Schoß der Stille entschlummert jedler Wille, du aber bists, der ewig wächt. 8. herr, schenke mir indessen ein seliges Vergessen von allem eitlen Wahn! mag auch kein Aug mich schauen, sieh von des himmels Auen nur du, mein Gott und herr, mich an! chr. heinr. Puchta g. 1808 4 1858. SSSSe EDE — E V E——— 2 241 + 1 IEEI— HV —2 1— 2.. 2 1W*G I 1—.——— —*—H—1 — llun kommt das neu-e fir⸗chen ⸗-jahr, des TF 2 I E EE—*— freut sich al le Chri⸗sten⸗schar. Dein ö⸗nig kommt, drum e(r,d d: fe era tus vix — En freu-e dich, du wer⸗tes Zi- on, 2. Uir hören noch das õnaden⸗; wort vom Anfang wieder immerfort, das uns den Weg zum Lleben weist; Gott sei für seine önad gepreist. Halleluja! 3. Gott, was uns deine Wahr⸗ het lehrt, die unsern õlauben ets vermehrt, laß in uns blei⸗ Eigene melodie. e-wig-lich! hal le-lu⸗ja! ben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. Hallelusa! 4. Chr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen 6eist in kinem chron; der heiligen Drei⸗ einigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Halleluja! Joh. Olearius g. 1011 1 1684. 2 FLo Ilacht hoch die Tür, die Tor macht weit, es 2 ——— kommt der herr der herr⸗lich⸗Keit, ein Kö⸗nig al⸗ler fõ⸗nig⸗ 21 I—— —— X I 1 I—4 reich, ein hei⸗Land al ler Weit ju-gleich, der heil ung —— * I 1— I—.—— I 2—3 singt: õe·lo·bet sei mein bott, mein schöp fer reich von Rat! 2. Er ĩst gerecht, ein helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein efährt, sein Königskron ist heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Hot zum End er bringt, lerhalben jauchzt, mit freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein heiland groß von Tat! 3. 0 wohl dem Land, o wohl dler Stadt, so diesen önig bei sich hät! ohl allen herzen ins. gemein, da dieser önig iehet ein! Er ist die rechte freuden⸗ sonn, bringt mit sich lauter freud und Wonn. Gelobet sei mein 6ott, mein cröster früh und spat! 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, eur herz zum Tempel zubereit! Die Zweiglein der õott⸗ seligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und freud, so kommt der fõ⸗ nig auch zu euch, sa heil und Le⸗ ben mit jugleich. Gelobet sei mein bGott, voll Kat, voll Tat, voll õnad 5. omm, o mein heiland Jesu Christ, meins herzens Tür dir of⸗ fen ist; ach zeuch mit deiner õna⸗ de ein, dein freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger 6eist uns führ und leit den Weg zur ew⸗ gen Seligkeit. Dem Hamen dein, 0 herr, sei ewwig Preis und chr! Georg Weissel g. 100 4+ 1635. Mel.: Nus meines herjens 6runde. 1508. I Zweite melodie im Anhang. DMDMDMDDN Auf, auf, ihr Reichs ⸗ ge⸗ nos⸗sen, eur K⸗nig emp⸗fa⸗ het un ⸗ver⸗dros- sen den gro⸗hen + 1 I—˙4— I + I +—— — I—.— 4 kommt her an, Zyr chri⸗sten, geht herfür, laßt Dun⸗- der-mann! ————————— DED +— + +7 + 2111 I P 1 —+ öVV— 2Z.——— +7 + 1 I I—— — + + + 1SZ88——— + +— P + E= + 1 +— 1—... 1 1I. uns vor al-len din gen ihm ho-si⸗ — 5 an- nã sin gen mit hei 2. Auf, ihr betrübten herzen, der Rönig ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der hel⸗ fer ist schon da; seht, wie so man⸗ cher ort hochtröstlich ist ju nen⸗ nen, da wir ihn finden können im lachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der söönĩg ist nicht fern; seĩid fröh · lich, ihr Uerzagten, dort ommt der Morgenstern; der herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch hülf erwei⸗ sen, ja dampfen gar den Tod. 4. Hun hört, ihr frechen Sün⸗ der: Der sönig merket drauf, wenn ihr verlornen kinder im vollen Lasterlauf auf Arges seid bedacht, ja es tut ohne Sorgen; gar nichts ist ihm verborgen, er gibt auf alles acht. 5. Seid fromm, ihr Untertanen, der König ist gerecht. Laßt uns die Leg ihm bahnen und mächen alles schlicht. fürwahr, er meint es gut, drum lasset uns die Pplagen, die er uns schickt, er⸗ tragen mit unerschrocknem illut. 6. Frisch auf in õott, ihr Armen, ler õnig sorgt für euch, er will durch sein Erbarmen euch ma⸗ chen groß und reich; der an ein Tier gedacht, der wird auch euch 2³ ⸗ü ⸗ ger e ⸗ gier. ernähren; was nenschen nur be⸗ gehren, das steht in seiner Macht. 7. frisch auf, ihr hochbetrübten, dler Rönig RKommt mit macht; an uns, sein herjgeliebten, hat er schon ⁷3 gedlacht. Nun wird kein Angst noch ein noch zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus 6naden läßt seine sinder sein. 8. So lauft mit schnellen Schrit⸗ ten, den Rönig zu besehn, die⸗ weil er Komnit geritten stark, herrlich, sanft und schön; nun tretet all heran, den heiland ju begrüßen, der alles sreuz ver⸗ süßen und uns erlösen kann. 9. Der Rönig will bedenken die, welch er herzlich liebt, mit köst⸗ lichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine onad und Wort. Ja, fönig, hoch er⸗ hoben, wir alle wollen loben dlich freudig hier und dort. 10. Hun, herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst ddoch arm und schiwach; du liebest unver⸗ gleichlich, du jagst den Sündern nach; drum wolin wir all in ein die Stimmen hoch erschwingen, ein hosianna singen und ewig dankbar sein. Johann Rist g. 160⁷ 166². zweite melodie im Anhang. mel.: Rus meines herzens örunde. ———8 1——— 2———— 3 I 1 ——— * .—— LNaN II un jauch-jet all, ihr from⸗men, in die ⸗=ser weil un-ser heil ist Rom ⸗men, der herr der +— 1— I + I 1 I— ꝗHHDHDi‚‚Dü‚J‚DI I I + 8——— I I +—. ——•— E I——„ 6na-den zeit, Verrch Hen,) jwar oh— ne stol-ze bracht, doch 5..—— e.———— 65920 2 1 I N +8 + I 3 995 12— 5— mäch ⸗-tig, zu ver- hee- ren und gänz-lich — ‚ + 1— + 1 I I— I BI I 1 7—— + 1— + 1. I 1.—— E— E + + 2 IESE 1111 + I 1 I 1— IS ju jer ⸗stö- ren des deu⸗fels 2. Er kommt zu uns geritten auf einem Eselein und stelit sich in die itten für uns zum Opfer ein. er bringt kein zeitlich öut, er will alleim erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen tut. 3. Kein Zepter, keine srone sucht er auf dieser Welt, im ohen himmelsthrone ist ihm ein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät ver⸗ hüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 4. Ihr mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, dlie zu dem himmel führt; sonst, wo ihr ihn kReich und macht. verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des höchsten Zorn euch rührt 5. Ihr Armen und Clenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohl⸗ gemut, laßt eure Lieder klingen und tut dem önig singen, der ist eur höchstes Gut. o. Er wirdl nun bald erscheinen in seiner herrlichkeit und all eur flag und Leinen verwan⸗ dein ganz in ßreud. Er ist, der helfen känn; halt eure Lam⸗ pen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. Mich. Schirmer g. 1606 1 1075. 1.— =+ nei.: von sott will ich nicht lassen. 157⁷2. 4 V— + I + R 5N Lit ernst, da ⸗ mit d 2⁰————— o nen⸗-schen kin-der, das as heil der sün⸗der, der — eitt, herz in euch be⸗st gro- ße Wun⸗der-heldd, llen Gott aus Gnad al⸗ —..——— I+—.—.— ——.—*——.— ——— 0 5 6t lein der elt zum licht und Ce⸗ben 9e⸗ ———— ——...... —.— EDD— EDIEEE sen⸗det und ge ⸗ ge⸗ben, bei 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gäast, macht seine Steige richtig, läßt alles, was er hagt; mächt alle Bahnen recht, die Tal laßt sein Nhet mächt niedrig, was hoch stehet, wäas krumm ist, gleich und schlecht! 3. Ein heri, das Demut übet, bei 6ott am höchsten steht; ein herz, das hochmut liebet, mit euch auch keh re ein. Angst ju grunde geht; ein herz, dds richtig ist und folget Gottes Leiten, das Rann sich recht berei⸗ ten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Nch mache du mich Armen ju dlieser heilgen Zeit aus 6üte und Erbarmen, herr Jesu, selbst be⸗ reit! Zeuch in mein herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden herz und Lippen dir alljeit dankbar sein. nach Ual. Chilo d. Jüng. g. 1607 166². — NMel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. + + I— + 52 + L 1 I 1 I 1 DMhpohN l ar- um willst du drau-ßen ste⸗hen,) caß dir, bei mir ) J. MRos. 24, 31. ein ⸗ zu⸗ ge⸗ hen, 27 du 6e⸗seg ⸗ ne⸗ter des herrn? wohl ge⸗fal-ien, du mein Stern! du mein Jer su, 5.—1— 355——.— H ISIEE— 4665 36— 1 4—.— 2— mei⸗ne freud, hel⸗fer in der rech-ten Zeit, hilf, o hei⸗land, I. +—.— I I I I + I I + 1 + I + +—1 meinem her-zen von den Wun-den, die mir schmerzen! 2. Meine lbunden sind der Jam⸗· mer, welchen oftmals Tag und naächt des 515— starker ham⸗ mer mir mit seinem Schrecken maächt. o der schweren Donner⸗ stimm, die mir õottes 3orn und 6rimm also tief ins herze schlä⸗ get, daß sich all mein Blut be⸗ weget! 3. Dau kommt des Teufels Lü⸗ gen, der mir alle önad absagt, als müßt ich nun ewig liegen in der hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, so jermartert und zerfrißt mich mein eigenes bewissen mit vergiften Schlan⸗(6 genbissen. 4. Will ich denn mein Elend lindern und erleichtern meine Pein bei der Welt und ihren sin⸗ 5. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht Kraftlos war; hab ich hoheit, die ist flüchtig; hab ich Keichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd! hab ich Cust, was ist sie wert? waäs ists, das mich heut er⸗ freuet, das mich morgen nicht gereuet? 6. Aller Trost und alle freude ruht in dir, herr Jesu Christ; dlein Erfreuen ist die Weide, da man sich recht fröhlich ißt. Leuchte mir, o freudenlicht, ehe mir inein herze bricht, laß mich, err, an dlir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken! 7. freu dich, herz, du bist er⸗ —25—. jetzo zeucht er bei dir ein; ein 6ang ist zu dir gekehret, eiß ihn ur willkommen sein dern, fall ich vollendstief hinein: heiß dlã ist Trost, der mich betrübt, freude, die mein Unglück liebt, helfer, die mir herzleid machen, gute freunde, die mein lachen. unũ bereite dich ihm zu, gib dlich ganz zu seiner Küh, öffne dein õemüt und Seele, Klag ihm, was dlich drück und quäle. E 8. Was du Böses häst began⸗ gen, das ist alles abgeschafft: Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünde macht und feraft. Thristi Sieg behält das feld, und was Böses in der Uelt sich will wider dich erregen, wird ju lauter Glück und Segen. — nel.: Valet will ich dir geben. 9. Alles dient zu deinem from- men, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus ange⸗ nommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wiedler treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Melch. Teschner 1615. I 28 + 1 I + +1 nil 2——.—— Ie 0 soll ich lich emp fan- gen und al-ler Weit Ver- lan ⸗ gen, o ——— 7 . e E— EIEI.— Wa wie begegn ich dir, 0 3 mei⸗ner See le Zier?/ e⸗su, Je-su, set · je mir + + selbst die fak ⸗Kel bei, + —— I + 1 + 1 + + —— * —— get je, mir 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Pfalmen ermuntern meinen Sinn. mein herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem namen dienen, so gut es kann und Weiß. — —— kund und wise⸗ send sei. 3. Was hast du unterlassen ju meinem Trost und freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da fried und freu⸗ dle lacht, da bist du, mein heil, kommen und hast mich froh gemächt. 4. Ich lag in schweren Banden, und Lust, all Angst und Hot zu du kommist und machst mich los; stillen, die ihm an euch bewußt. ich stand in Spott und Schan⸗ 8. Auch dürft ihr nicht er⸗ den, du kominst und machst schrecken vor eurer Sünden⸗ mich groß und hebst mich hoch schuld, nein, Jesus will sie decken zu Chren und schenkst mir gro⸗ ßes Gut, das sich nicht läßt ver⸗ zehren, wie irdisch Keichtum tut. 5. llichts, nichts hat dich ge⸗ trieben zu mir vom himmelszelt als das geliebte Cieben, damit du alle Welt in ihren tausend plagen und großen Jammerlast, dlie Rein MMund kann aussagen, so fest umfangen haͤst. 6. Das schreib dlir in dein herze, du hochbetrübtes heer, bei de⸗ nen 6ram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverjagt, ihr habet die hülfe vor der Tür, der eure herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Jhr dürft euch nichtbemühen s noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet jiehen mit eures Armes macht; er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Cieb kigene melodie. mit seiner Lieb und huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren heil, schafft, daß bei Gottes indern verbleib ihr Erb und Leil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der feind und ihrer Tück? Der herr wird sie zer⸗ streuen in Einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein Rö⸗ nig, dem wahrlich alle feind auf Erden viel ju wenig zum Widerstande seind. 10. Er kommt jzum Ubeltge⸗ richte, vum fluch dem, der ihm flucht, mit nad und süßem Lichte dem, der ihn lievt und ucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen freudensaal! paul Gerhardt g. 1607 4 1676. 16⁵⁵. — 29— W+WC I I 1 + + N. *— — —— — AüUbdudubaur U Kommst du, Kommst du, Licht der hei-den? I 10 + 1 I EV 11. * AI 2— + — I — +/ 8* W uns ge-bricht; o du star⸗-ker Trost im Lei-den, 28 4..—.. SE E S T FEn ———+.— +— — I I 1l —.———— Je-su, mei⸗nes her⸗zens Tür steht dir of-fen, komm zu mir! 2. Jã du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Jungfraun⸗ sohn; meine Sinne spüren schon deinen gnadenvollen Segen, deine Wunderseelenkraft, deine frucht und herzenssaft. 3. Adle mich durch deine Ciebe, Jesu, nimm mein flehen hin, schaffe, daj mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe; sonst zu lieben dich, mein licht, steht in meinen Kräften nicht. kigene melodie. Züeite selodie im Anhang. 4. Jesu, rege mein Gemüte, Jesu, öffne mir den mund, daß dich meines herzens õrund innig preise für die üte, die du mir, o Seelengast, lebens⸗ zeit erwiesen hast. 5. Laß durch deines õeistes õa⸗ ben, liebe, 6lauben und 6e⸗ duld, durch Bereuung meiner Schuld, mich zu dir sein hocher⸗ haben. dann so will ich für und für hosianna singen dir. Ernst Christ. Bomburg g. 1605 + 1681. Vorreformatorisch. 30 ott sei Dank durch al; le Uelt, 7 der sein Wort be⸗ stän-dig hält und der sün ⸗öder — —.. I— I + ——— I + I + I— + + 1 — Trost und Raͤt zu uns her⸗ge 2. Das der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie gepropheeit, ist erfüllt nach herrlichkeit. 3. Zions hülf und Abrams Cohn, Jakobs heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte held hat sich treulich eingestellt. sen-det hat! 4. Sei willkommen, o mein heil! Dir hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem herjen an! 5. Zeuch, du Chrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne tust, rein von aller Sünden Wust! 6. Und gleich wie dein Ankunft war voller Sanftmut, ohn se⸗ fahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmut mir bereit! 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue list sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt der Schlange fopf ent⸗ zwei, daß ich äller Angste frei dlir im Glauben um und an selig bleibe zugetan, 9. Daß, wenn du, du Lebens⸗ fürst, prächtig wieder hommen wirst, ich dir mg entgegen gehn und vor dir gerecht bestehn. Henr. held g. 1620 4 1640. —mnel.: alle menschen müssen stervben. mel. 2. 1681. — I ů—— EEAE + 2 2Z I + 1— I NLieb-ster Je⸗- su, sei will⸗Kom ⸗men llã du Raum wirst auf⸗ ge⸗ nom⸗ men, I + —— + + +— .—.—— hier in die-ser bö-sen UUelt, da man dich ver-ächt- lich hält. Ich, ich will dich —4 I— I I +— I —— + 1 7 1ñ—„ + 1— — + 2—+— —.———— —— nicht ver⸗scher⸗jen, woh⸗ne nur in * mei⸗nem her⸗jen! — —2= 4—.—...—3— L I— —— Du bist mein, und ich bin dein, 2. Zwar du kommest gar nicht prächtig, aber ich bin schon ver⸗ gnügt; du bist dennoch reich und mächtig, hast mir alles zugefügt, was mich Sünder, was mich Schwachen kann gerecht und selig machen. du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein. ich will kei ⸗ nes an⸗dern sein. 3. Dein so armes Rummerleben soll mein steter Reichtum sein; bin ich dir nur ganz ergeben und vertrau ich dir allein, so wirst du mir schon gewähren, was mein herz nur kann be⸗ gehren. Du bist mein, und ich sem dein, ich will keines andern ein. ——— 4. Will dich alle Welt gleich meiden, dennoch find ich mich zu dir; dich und mich soll nie was scheiden, sondern ich will für und für in dir leben, an llich gläuben, tot und lebend dein verbleiben. du bist mein, und ich bin dein, ich will keines andern sein. 5. Deine Schmach und deine Schande, so dir diese Welt an⸗ tut, dienet mir zum höchsten pfande und versichert meinen mut, daß du mir in jenem — mel.: meinen Jesum laß ich Leben wirst die höchste Chre geben. du bist mein, und ich sein dlein, ich will keines andern ein. 6. Nun, mein herze steht dir offen, zeuch, mein heiland, bei mir ein, laß mich nicht vergev⸗ lich hoffen, laß mich stets dein eigen sein! Tilge du all mein Verbrechen, so kann ich stets fröhlich sprechen: du bist mein, und ich bin dein, ich will Keines andern sein. friedr. fabrictus g. 1642 1Toz. nicht. Mel. 1. Joh. Ulich 1674. 32—— + + + + —— + I — 1— Dödgdddod ho⸗ si- an ach be⸗ rei na! Da-vids Sohn tet ihm den chron, kommtin Zi- on ein⸗ge⸗- 3o setzt ihm tau⸗send Ch⸗ren ⸗ bo gen; gen streu et bal men, mã chet Bahn, 2. hosianna, sei gegrüßt! stomm, wir t sche dlir entgegen; unser herz ist schon gerüst, will sich dir zu füßen legen. Zeu zu unsern coren ein, du sollst uns willkommen sein. 3. hosianna, friedensfürst, h⸗ renkönig, held im Streite! Al⸗ les, was du schaffen wirst, das daß er Ein zug hal-ten kann. ist unsre Siegesveute. deine Rechte bleibt erhöht, und dein 1416 allein besteht. 4. hosianna, lieber ast! Wir sind deine Reichsgenossen, die du dir erwählet häst; ach so laß uns unverdrossen deinem Zepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein! 31 5. hosianna! Steh uns bei! ist unser Bethphage: hosianna 0 herr, hilf, laß wohl gelingen, in der höh! daß wir ohne heuchelei dir das7. hoslanna nah und fern! her jum opfer bringen. Du eile bei uns einzugehen, du nimmst keinen zünger an, der Gesegneter des herrn, warum dir nicht gehorchen kann. 6. Hosianna! Laß uns hier an den ölberg dich begleiten, bis wir einstens für und für dir ein Psalmenlied bereiten; dort kEigene melodie. willst du draußen stehen?)) hosianna! Bist du da? Ja du kommst, halleluja! ) 1. Mos. 24, 31. Benjamin Schmolck g. 1672 4+ 1737. f. H. Meyer 1741. T 2.1.—I + 12— ei will⸗Kom⸗-men, Da⸗vids Sohn, der in sei⸗nes sich er he-bet auf den Thron ü⸗ber Jakobs — II + — I I I—4 —2 1 1 4 ba-ters Na- men haus und Sa men,; wel-chem Gott ein Reich be-stimmt, V 1 7 + + + I— 355 ů + ů dem die Rei-che die ⸗ser — Er-llen al-le müs⸗- sen I— + 1 I + .——.— N + +* + +— + —— öů llienst⸗bar wer- den, das kein En- de 2. Sei Heoser teures Reich, das ein solcher herr besitzet, llem kein herr auf Erden gleich, der das Recht mit Nachdruck schützet. Schwinge dich in stetem flor groß durch frieden, reich an freuden unter Juden, unter hheiden mit vermehrtem 6lanz empor! se-mals nimmt. 3. Deines önigs Masestät müsse jedes Volk verehren, und so weit die Sonne geht, müsse sich sein RKuhm vermeh⸗ ren. Selbst der Kleinen inder Mund mache zum Verdruß der feinde und zur freude seiner freunde seinen großen Namen kund. 2 Lei 4. Schreibe mich, herr, auch mit an unter deinen Unter⸗ tanen; ich will dir, so gut ich kann, in mein herz die Wege bahnen; ich geselle mich im Geist zu denselben großen Reihen, die dlas hosianna schreien, wo man dich willkommen d heißt. 5. Jauchit, ihr sräfte, freuet euch, seid ermuntert, meine Sin· nen! Jesus und sein önaden⸗ reich wird bei euch nun Raum gewinnen. Kommt und schwört . huldgungseid, Kommt und 995 den Sohn der LCiebe! Ach niemand außen bliebe, hier, ach hier ist Seligkeit Joh. Jak. Rambach g. 1693 1735. — mel.: Covt sott, ihr Christen alle gleich. nik. hermann 1554. 3⁴ EI rSSIJ—ĩ I Z esuch, Ch-ren⸗-kö-nig, bei mir ein, komm, * 655— 1 I bomm, ver⸗-wei-le nicht! Komm, laß mich ganz dein —— I 7—.8 19— 1 2 33 7— 1 + I + 5 + ei-gen sein, komm, o mein 6na⸗ den-licht! 2. omm, Jesu, meiner Seele Ja komm, herr Jesu, komm, Teil, ach komm, ich liebe dich. mein heil, mach ewig selig mich 17³5 O. — kigene meiodie. E. hille 1884. — x 1—„ , r. —..—— 0 +— D ein göo nig kommt in nie-dern I— + WEAI I FE.— La hül⸗len, ihn trägt der läst-barn Es-lin fül⸗len, emp⸗ 33 ISSSTTTN — 124—m— —— 1 I.. + 1 fang ihn froh, Je ⸗ ru⸗-sa-lem! Trag ihm ent⸗ I— I— 15 1.— 2—— T—*.——. ge⸗ gen frie ⸗ dens ⸗ pal- men, be⸗-streu den + +— I + 11 CBP 4—.—..——.— Pfad mit grü⸗nen hal⸗men! So 2. 0 mächtger herrscher ohne heere, gewaltger ämpfer ohne Speere, o friedensfürst von gro⸗ ßer macht! Es wollen dir der T Erde herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du ge⸗ winnst ihn ohne Schlächt. 3. Dein keich ist nicht von die⸗ ser Erden, doch aller Erde Rei⸗ che werden dem, das du grün⸗ dest, untertan. Bewaffnet mit dles laubens Worten zieht deine Schar nach den vier orten der Welt hinaus und macht dir Bahn. 4. Und wo du kommest herge⸗ ogen, da ebnen sich des eeres ogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. du kommst, ists dem her⸗ren angenehm. auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund ju stiften, 800. schlägst in ßessel Sünd und 0 5. 0 herr von großer huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind schwer verstört. not ist es, daß du selbst hienieden Kommst zu erneuen deinen frieden, da⸗ gegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die macht der finster⸗ nis erliegen und lösch der Zwie⸗ tracht 6limmen aus, daß wir, die völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder woh⸗ nen in deines großen Vaters haus. friedrich Rückert g. 1788 1860. — — II 7 27 & 5 NRTE ————— . kigene melodie. Vorreformatorisch.— Lossius 1553. —= — + Tq—ñ——— I— 1. E in kind ge⸗born ju beth-le ⸗ hem, des 2. hier liegt es in dem ktrip⸗pe⸗ lein, ohn ——.— I +——3 E E.—r.— + HEE SSPS freu- et sich Je⸗ ru ⸗sa⸗lem. hal ⸗le⸗lu⸗sa, hal le- lu-ja! En ·de ist die herrschaft sein. hal ⸗le⸗lu-Ja, hal le ⸗ lu-ja! — 3— 2—— +—4 + I + H 3. für sol- che gna⸗den-reiche Seit sei bott ge⸗lobt in 1— +—.— +———..— + P.D‚——.ꝗ—.————.—....* E- wig-Keit. hal-le-lu⸗-ja, hal le- lu-ja! ..—— *+⁷—————4— E 1 — +— — Di 2... 1:. 4. Lob, Chr der heil⸗gen Drei ⸗fal⸗tig keit von nun an 35 bis in C-wig⸗keit. hal-le-lu⸗ja, hal Aus dem 14. Jahrh. nach dem Lateinischen Puer natus in Bethlehem. kigene melodie. Vorreformatorisch.— Joh. Walther 1524. +—9 oe⸗ilo-vbet seist du, Je⸗su christ, I——— + e. daß du snensch ge⸗ bo-ren bist von ei⸗ ner Jung-frau, I. —— I 1 I + I + 1 1 J * dlas ist wahr, des freu-et sich der En⸗gel Schar. hal⸗le⸗lu⸗ja! 2. Des ewgen baters einig 5. Der Sohn des Vaters, Gott von kind jetzt man in der frippe Art, ein ast in der Welt hie findt; in unser armes fleisch und ward und führt uns aus dem Blut verkleidet sich das ewwge Jammertal, er macht uns Erb'n 6ut. Halleluja! in seinem Saal. hälleluja! 3. Den aller Weit reis nie be⸗ 6. Er ist auf Erden kommen schloß, der liegt in marien arm, daß er unser sich erbarm Schoß; er ist ein Kindlein wor⸗und in dem himmel mache reich den klein, der alle Ding erhält und seinen lieben engeln gleich. allein. halleluja! halleluja! 4. Das eioge Licht geht da her⸗ 7. Das hat er alles uns getan, ein, gibt der Welt ein neuen sein groß Lieb zu zeigen an. Schein; es leucht wohl mitten in Des freu sich alle Christenheit der acht und uns zu Lichtes und dank ihm des in Cwig⸗ kindern macht. halleluja! keit! halleluja! Dr. artin Tuther g. 1483 + 140. kigene melodie. Dr. Maͤrtin Tuther() 139. * 1 I + I 1 I I—— Uom him-mel hoch da komm ich her, ich — + I + I + + ISe 2 E r bring euch gu⸗ te neu- e mär; der +* 2—— i nann 12 I +—.9b—1 + ich so viel, da von ich singn und 2. Cuch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau aus⸗ erkorn, ein eindelein so jart und fein; das soll eur freud und Wonne sein. 3. Cs ist der herr Christ unser Gott, der will euch führn aus aller ot, er will eur heiland selber sein, von allen Sünden mächen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, dlie õott dér Vater hät bereit, 7011 ihr mit uns im himmelreich sollt leben nun und ewiglich. 5. So merket nun das Zeichen recht, die srippe, Windelein so schlecht, da findet ihr das ind Rach dlãs alle Welt erhält und rägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, init seinem lieben Sohn verehrt. 7. erk auf, mein herz, und sieh dort hin: was liegt doch in dem frippelein? Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Zesulein. 8. Willkommen sei, du edler 6ast! den sSünder nicht ver⸗ schmähet hast und Rommst ins Clend Uher zu mir; wie soll ich immer danken dir? sa ⸗- gen will. 9. Nch herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so ge⸗ ring, daß du da liegstauf durrem Grãs, dabon ein RindundEselaß. 10. Und wär die Weit viel⸗ mal so weit, von Edelstein und Gold bereit, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seide dein das ist grob heu und Win⸗ delein, darauf du fönig, groß und reich, herprangst, als wärs dein himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzüzeigen mir: Wie aller Weit macht, Chr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut. 13. Nch mein herzliebes Jesu⸗ lein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhn in meines herzens Schrein, daß ich nim⸗ mer vergesse dein. 14. Davon ich alljeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei dlas rechte Liegenliedlein schön, mit herzenslust den süßen don. 15. Cob, chr sei õott im höch· sten Thron, der uns schenkt sei⸗ nen eingen Sohn! Des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr. Dr. Martin uther g. 1483 + 1540. 37 MNel.: Vom himmel hoch da komm ich her. Dr. M. Cuther()) 1539. Auch nach melodie Ur. ju singen. ——* I L + 12—— LV Uom him ⸗ mel kam der En · gel Schar, er⸗ schien den hir ⸗ten of-fen⸗bar; sie sag=ten ihn'n: Ein II Kindlein zart das liegt dort 2. Zu Bethlehem, in davids Stallt, Wie Micha“) das verkün⸗ llet hat; es ist der herre Jesus Christ, der euer aller Haune 2 3. Des sollt ihr biliig Hrohlich sein, daß õott mit euch ist wor⸗ len ein. Er ist geborn eur fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewge 6ut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod? ihr habt mit euch den wahren Hott. Laßt zürnen deufel kigene melodie. in der frip-pe hart, und die höll, ootts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zu⸗ versicht. Es mögen euch viel fech · ten an, dem seĩ crotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geauldig, fröhlich allezeit! v. 1 14. Jahrhungert. U. 2-6 martin Tuther g. 1483 + 140. Altkirchlich.— 14. Jahrhundert. Str. 1 INDO er Tag der ist so Sx. Z freu⸗-denreich denn 6ot⸗-tes Sohn vom him⸗melreich —. * — —— ͤ—— — I1— E I E L- HH L al ⸗ler sere a ⸗- tu- re, dl-ver die na ture·/ von ei ner ung frau ist gevorn; ma⸗ * 2. ri-à, du bist aus-er-korn, daß du mut-ter —— 1 L K— + E π1 . wä= rest. Las ge⸗-schah so wun⸗- der-⸗gleich? Str. 1 2— E.— I IE — +—— % Str. 2 Got tes Sohn vom him⸗mel⸗ reich, der ist Mensch ge- bo-ren. 2. Ein stindelein so löbelich ist/ wärn wir allzumal verlorn, das uns rau sa heute von einerheil ist unser aller. Ei, du süßer Jungfrau säuberlich, zu Trost Jesu christ, daß du mensch ge⸗ uns armen Leuten. Wär uns voren bist, behüt uns vor der das findlein nicht geborn, so hölle. nach dem LCateinischen Dies est laetitiae. U. 1 14. Jahrh. U. 2 1525. —— igene melodie. nik. hermann 1574. * 2 I 1 2..——- W1 — NG obt Gott, ihr Chri⸗sten al le gleich, in * + + + + 1——.́—ß—. 1 1 + sei nem höch⸗-sten Thron, der heut schleußt auf sein 2———.— 5 2I + 1 I him⸗mel-reich und schenkt uns sei»nen Sohn. 2. eEr kommt aus seines Va⸗] 3. Er äußert sich all seiner ters Schoß und wird ein ind- 6'walt, wird niedrig und ge. lein klein, er liegt gort elendg, ring und nimmt an sich einz nackt und bloß in einem Krip⸗fenechts Gestalt, der Schöpfer al⸗ pelein. ler Ding. 309 4. Er liegt an seiner utter an und gibt uns in seins Vaters Brust, ihr milch die ist sein Speis, Reich die klare õottheit dran. an dem die Engel sehn ihr Lust, 7. Er wird ein necht und ich denn er ist Davids Reis, ein herr, das mag ein Wechsel 5. Das seinem Stamm entsprie⸗ sein! Wie könnt er doch sein ßen sollt in dieser letzten Zeit‚ freundlicher, das herzejesulein. durch welchen ott aufrichten 8. heut schleußt er wieder auf wollt sein Reich, die Christen⸗die Tür zum schönen baradeis, heit. dler Cherub steht nicht mehr 6. Er wechselt mit uns wunder⸗ dafür. Gott sei Lob, Ehr und lich, fleisch und Blut nimmt er Preis! niklas hermann 1561. —+ Cigene melodie. Vorreformatorisch. + 2.1— I I + 477— I I L 1 4— I 4w +S I +— — +7— I—— + 7 + I 2 I D..+ E LEI + I I E — T+I.— 1——— 1 J.————1 En⸗gel Schar, san⸗gen all mit hau⸗fen schön: chr sei — +7 +— I—* 14 E— 1.—:!.— + sott im höch⸗sten Thron! Got-tes Sohn ist mensch ge⸗born, I 91— + + 11— I 1 — FEI....——= I—4—1—— DPIEEE + hat ver⸗söhnt des Va⸗-ters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid. 2. Die hirten erschraken ganz söhnt des Vaters Zorn; freu sich, vor des Engels hellem 6ianz, dem sein Sünd ist leid. hörten fröhüch neue mär, daß 4. Sie fanden das Eindlein zart christus geboren wär. Gottes liegen in der fKrippe hart bei Sohn ist ensch geborn, hat ver⸗ dem Vieh im finstern Stall, das söhnt des Vaters Zorn; freu sich, die Stern erschaffen all. Gottes llei sein Sünd ist leid. Sohn ist mensch geborn, hat ver⸗ 3. Sie suchten das sindelein,] söhnt des Vaters zorn; freu sich, eingehüllt in Windelein, wie dem sein Sünd ist leid. ller Engel hatt vermeldt, welches 5. Aus der mutter Brust so rein trägt die ganze Welt. Gottes nähret sich das Kindelein, das Sohn ist mensch geborn, hat ver⸗ durch seine göttlich Kraft allem Vieh sein futter schafft. Gottes Sohn ist mensch geborn, hat ver⸗ söhnt des Vaters Zorn; freu sich, deim sein Sünd ist leid. 6. Solche groß Barmherfigkeit laßt uns preisen allezeit in —KEigene melodie. Gottsfurcht und 6lauben rein, mit Geduld gehorsam sein. Gottes Sohn ist ensch geborn, at versöhnt des Vaters Zorn; reu sich, dem sein Sünd ist leid. 1560. U. d. Catein. In natali Domini. Andr. hammerschmidt 1646. I— I—nᷣ 1 1 + 1 IE DSi Freu⸗et euch, ihr Chri⸗sten al⸗le, freu⸗e sich, wer I I 4 — + +—— + + I + *2— 1— + + * im⸗mer kann, Gott hat viel an *— uns ge⸗tan! freu⸗- et euch mit — I—• — ů———28.9 +—H * gro⸗em Schal-le, daß er uns so XV hoch ge⸗acht, sich mit uns be⸗ ——* I 1— * + +—— 40 + I + + 1 I +. 1 1—4 1 * freundt ge⸗ macht. freu⸗de, freu de ü-ber freu⸗de: I—.— —51 1.—.—— Chri⸗-stus weh-ret al-lem(eide. Don- ne, Won⸗-ne + *— 366,5555855855 — 1 I 1 +* I 1—— ü⸗-ber Won⸗-ne: chri⸗stus 2. Siehe, siehe, meine Seele, wie dein heiland Kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der frippe höhle harte lieget dir zu gut, dich zu lösen durch sein Blut. freude, freude über freude: christus wehret allem Leide. Wonne, onne 41 ist die 6na- den⸗-sonne. üÜber Wonne: christus ist die 6nadensonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr. So laß mich von dir nicht wanken, nimm mich dir zu eigen hin, so emp⸗ findet herz und Sinn freude, Weihnachtf freude über freude: Christus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über onne: Christus ist die 6nadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner ölie⸗ der ferner auch in 6naden an, schenke, was man bitten kann, Eigene melodie. zu erquicken deine Brüder, gib ller ganzen christenschar frie⸗ dle und ein selges Jahr! freu⸗- de, freude über ßreude: Chri⸗ stus wehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: christus ist die 6önadensonne. Christ. Keymann g. 1607 4 1662. Vorreformatorisch. Str. 4 D= I +— + ůz; 11—2 7....—ů—᷑ F— SDI DEEEEE sa-get so: Uln-sers her- Str. zens lbon-ne liegt in der +— I‚‚ +— 21 1—.—— ser,P, En 1 +— + 1 I strip-pe bloß und leucht doch als die son- ne in I + WEEAI + + +— 1 + + 1 sei⸗ner mut⸗-ter Schoß. Du bist 2. Sohn õottes in der höh, nach dir ist mir so weh, tröst mir mein 6emüte, o feindlein zart und rein, durch alle deine 6üte, 0o liebstes Jesulein, zeuch mich hin nach dir: 3. Groß ist des Vaters huld, der Sohn tilgt unsre Schuld. Wir waärn all verdorben durch Sünd AN und oO, du bist N und 0. und(itelkeit, so hat er uns erworben die ewge himmels⸗ freud; eia, wärn wir da:;: 4. Wo ist der freudenort? nir⸗ gend sonst als dort, da die ngel singen mit den heilgen all, und dlie Psalmen klingen im hohen himmelssaal. Cia, wärn wir dã 25 hannov. sp. 1646. nach dem(ateinischen In dulci jubilo. ö — S H½ · heil Mel.: Ualet will ich dir geben. Melch. Teschner 1615. 1 V V.½ 4 II.— + 1 1 + + IIyr chri-sten aus er- ko ren, freut der hei-land ist ge bo-ren! Recht +— I 4 R.——— euch von her ⸗jen sehr: A gu-te neu e mär!“ Des freu en sich dort o-ben der + 1 I— + I—.— — +——— + +— heil gen En-gel Schar und 6ott den ba- ter — · —— 2—— 2— lo-ben setzt und fort im- mer dar. 2. So singen sie mit Schalle: Ihr christen insgemein, freut euch von herjen alle ob diesem sein⸗ delein! Euch, euch ist es gegeben und hat das heil bereit, daß ihr bei Gott sollt leben in steter Seligkeit. 3. sein nensch sich ja betrübe, denn dieses Findelein euch brin⸗ get süße Liebe; was wollt ihr traurig sein? Den himmel wills dem schenken, der an ihn gläu⸗ bet fest; daran sollt ihr geden⸗ ken, euch freuen auf das best. 4. Nun seid ihr wohl gerochen an eurer feinde Schar, denn 43 Christus hat jerbrochen, was euch juwider war. Tod, Teufel, Sünd und hölle sind ganz und gar geschwächt, bei Gott hat seine Stelle das menschliche 6e⸗ schlecht. 5. Drum wir auch nun dich lo⸗ ben, Jesu, jweistammger held, daß du herab von oben bist kommen in die Welt. Komm auch in unsre herzen und bleibe für und für, daß weder 6lüch noch Schmerzen uns trennen ab von dir. b. 1-4 6. Werner g. 1589 + 1645. b. 5 hannov. ösb. 1657⁷ Joh. Schop 1641. 4 EN. I 14444— +— 2—.— 7— Er⸗mun⸗tre dich, mein schwa⸗cher 6eist, und ein klei⸗nes sind, das ba-ter heißt,“) mit —ẽᷣ ——————— tra-ge groß Uer⸗lan⸗ Rn. freu⸗le zu emp⸗-fan⸗-gen. Dies ist die Nacht, dar in es — 1 +— —— + E + —— E— kam und mensch-lich We ⸗ sen an sich nahm, da⸗ — I I — durch die Welt mit Treu en als sei⸗ ne Braut zu freien. 2. Willkommen, süßer Bräuti⸗ gam, du fönig aller Chren, will⸗ kommen, Jesu, õottes Lamm, ich will dein Lob vermehren, ich will dir all mein Lebenlang von herzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist ensch geboren. 3. O großer 6Gott, wie konnt es sein, dein himmelreich zu lassen, zu kommen in die Welt hinein, dã nichts denn Neid und hassen? Wie konntest du die großemacht, dein Königreich, die freuden⸗ pracht, ja dlein erwünschtes Le⸗ ben für deine feind hingeben? 4. Ist doch, herr Jesu, deine Braut ganz arm und voller Schanden, dennoch hast du sie ½Jes., o. dir vertraut am sreuz in Todes- banden; ist sie doch ganz und gar befleckt, mit dem Uerderben an⸗ gesteckt, und du willst ihret⸗ wegen den Zepter von dir legen! 5. Du fürst und herrscher die⸗ ser Welt, du friedenswieder⸗ bringer, du kluger Rat und tapfrer held, du starker höllen⸗ zwWinger, wie war es möglich, daß du dich erniedrigtest so jämmerlich, als wärest du im orden der Bettler mensch ge⸗ worden? 6. O freudenzeit, o Wunder⸗ nacht, dergleichen nie gefunden, du hast den heiland hergebracht, der alles überwunden, du häast gebracht den starken mann, Vü SITYVIXX S E= der feur und Wolken wingen doch geben? Ach nimm von mir kann, vor dem die himinel Ceib, Seel und Geist, nimm alles, zittern und alle Berg erschüttern. was mensch ist und heißt: ich 7. O liebes sind, o süßer Rnab, will mich ganz verschreiben, dit holdselig von 6eberden, mein ewig treu zu bleiben. Bruder, den ich lieber hab als 9. Cob, Preis und Dank, herr alle Schätz auf Erden, komm, Jesu Christ, sei dir von mir ge⸗ Schönster, in mein herz hinein, sungen, daß du mein Bruder komni eilend, laß die Krippe worden bist und hast die Welt sein, omm, kommi, ich will bei bezwungen; hilf, daß ich deine Zeiten dein Lager dir bereiten. Gütigkeit stets preis in dieser 8. Sãg an, mein herzensbräuti- Gnadenzeit und mög hernach gam, mein hoffnung, freud und ddort oben in Cwigkeit dich leben, mein edler Zweig aus loben. Jakobs Stamm, waãs soll ich dir gohann Rist g. Ioo⁷ + 166⁷. Eigene melodie. Joh. Seb. Bach() 1736. — Auch nach melodie Ur. 620 zu singen. * 47.8 20— D Ich steh an dei⸗ner srip⸗pe hier, ö Je⸗su, ich komme, bring und schen⸗ke dir, was du mir Laht 9e 9 bent⸗ nimm hin, es ist mein õeist und Sinn, herz, Seel und mut, nimm al ⸗les hin und laß dirs wohl-ge⸗fal⸗len! 2. Du hast mit deiner Lieb er⸗ hast mich dir zu eigen gar, eh ich füllt mein Adern und seblüte; dich kannt, erkoren. eh ich dlein schöner 6lanz, dein süßes dlurch deine hand gemacht, da Bild liegt mir ganz im emüte. hast du schon bei dlir bedacht, Und wie maͤg es auch anders wie du mein wolltest werden. sein, wie könnit ich dich, o herze 4. Ich lag in tiefster Todesnacht, mein, aus meinemherzen lassen? du warest meine Sonne, die 3. Da ich noch nicht geboren Sonne, die mir zugebracht Licht, war, dã bist du mir geborxen und Leben, freud und Wonne. 45 Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Ffreude an und kann mich nicht satt sehen, und weil ich nun nichts weiter kann, so tu ich, was geschehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 6. Wo nehm ich Weisheit und Verstand, mit Tobezu erhöhen die Auglein, die so unverwandtnach mir gerichtet stehen? Der volle mond ist schön und Klar, schön ist der güldnen Sterne Schaͤr, dies' Auglein sind viel schöner. 7. O daß doch ein so lieber Stern soll in der srippe liegen! für ellle Rinder großer herrn ge⸗ hören güldne liegen. Nch heu und Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, Purpur wärenrecht, dies indlein drauf ju legen. 8. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das heu, ich will mir Blu⸗ men holen, daß meines heilands Cager sei auf fränzen und Vio⸗ len; mit Rosen, Uelken, Ros⸗ marin aus schönen 6ärten will ich ihn von oben her bestreuen. kigene melodie. 9. Zur Seite will ich hie und dar viel weiße Lilien stecken, dlie sollen seiner Auglein Paar im Schlafe sanst vbedecken. Doch liebt vielmehr das dürre 6ras dies findelein als alles das, was ich hier nenn und denke. 10. Du fragest nicht nach Lust der Welt noch nach des Leibes freuden; du hast dich bei uns eingestellt an unsrer Statt zu leiden, suchst meiner Seele herr⸗ lichkeit durch dein selbsteignes herzeleid, das will ich dir nicht wehren. 11. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein heiland, nicht ver⸗ sagen: daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. Sso laß mich doch dein fripplein sein, homm, komm und lege bei mir ein dich und all deine freuden! 12. Zwar sollt ich denken, wie gering ich dich vewirten werde; dlu bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde. Doch bist du ein so frommer 6ast, daß du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne siehet. Paul Gerhardt g. 1007 4 17e. Joh. Crüger 1653. —Auch nach melodie Ur. 97 oder 307 zu singen. 2.— +7 1 1 2 1 +7 + + I— WV— Nöd Pröh⸗-lich soll mein her⸗je sprin gen —— + I I + I + 1 I die-ser Zeit, da vor freud * al-le En⸗- gel sin gen. hört, hört, wie mit vol- len cho- ren V V — + 1. 1— I I— al-le Luft lau⸗- te rust: 2. heute geht aus seiner am⸗ mer Hottes held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird mensch, dir, mensch, zu gute, Gottes ind das verbindt sich mit unserm blute. 3. Sollt uns Gott nun können hässen, der uns gibt, was er liebt über alle aßen? Gott ibt, unserm Leid zu wehren, einen Sohn aus dem chron seiner macht und Chren. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und jugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns bottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? 5. hätte vor⸗der enschen or⸗ den unser heil einen õreul, war er nicht ensch worden; hätt er Cust zu unserm Schaden, ei so würd unsre Bürd er nicht auf sich laden. 6. Er nimmt auf sich, was auf Erden wir getan, gibt sich an, unser Lamm ju werden, unser LCamm, das für uns stirbet und bei õott für den Tod õnad und fried erwirbet. 7. Nun, er liegt in seiner srip· pen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset Chri-stus ist ge⸗ boren. fahrn, o lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt, ich bring dlles wieder. 8. Ei so ommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, 6roß und slein, eilt mit großen haufen. Ciebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet. 9. Die ihr schwebt in großem Leide, sehet, hier ist die Tür ju der wahren Ffreude. faßt ihn wohl, er wird euch führen an den ort, da hinfort euch kein sereuzʒ wird rühren. 10. Uer sich fühlt beschwert im herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei ge⸗ trost: hie wird gefunden, der in Eil mächet heil die vergiften Wunden. II. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens hände: hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer herz mit laben. 12. Süßes heil, laß dich um⸗ fangen, laß mich dir, meine Zer, unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens eben; nun kann ich mich durch dich wohl ju⸗ frieden geben. 4⁷ 3. eine Schuld kann mich nicht drücken, denn du hast meine Last all auf deinem Rücken. fein fleck ist an mir zu finden, ich vin gar rein und klar dller meiner Sünden. 14. Ich bin rein um deinet⸗ willen, du gibst gnug Chrund Schmuck, mich darein zu hüllen. Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. Ich will dich ins herze schließen, o mein kuhm, edle Blum, laß llich recht genießen! 15. Ich will dich mit fleiß be⸗ wahren, ich will dir leben hier, dir will ich abfahren. mit dir Will ich endlich schweben voller freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Hik. ermann 1560. 40 —— I + I E 1—10 E * ll ir sin⸗gen dir, Im- ma⸗-nu⸗- el, du ke-bens- E 7 1 1 I I— I— 2—— fürst und ona⸗den⸗quell, du him⸗-mels ⸗blum und Mor⸗gen⸗ — — I— +—.—— 4.—— 4 SE —— stern, du jung ⸗frau ⸗sohn, herr 2. Wir singen dir in deinem heer aus aller Kraft Lob, preis und ehr, daß du, o lang ge⸗ wünschter Gast, dich nuninehr eingestellet hast. halleluja! 3. Uon Anfang, da die Weit gemacht, hat so manch herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Pro⸗ pheten Schar: halleluja! al · ler herrn. hal ⸗le ⸗Iu⸗-ja! 5. Hun, du bist hier, da liegest du, hältst in dem sripplein deine Ruh; bist Klein und machst doch alles groß, bekleidst die Welt umd Romumst dloch bloß. hälle⸗ uja! 6. Du kehrst in fremder hau⸗ sung ein, und sind doch alle him⸗ mel dein; trinkst milch aus dleiner mutter Brust und bist 4. Ach daß der herr aus Zion doch selbst der engel Lust. halle⸗ Uja! käm und unsre Bande von uns luja! nähm! uch daß die hülfe bräch erein, so würde Jakob fröhlich ein.“) halleluja! 9 es. 14, 7. 7. Du bist der süße menschen⸗; freund, doch sind dir so viel enschen feind; heroclis heer hãlt dlich für õreul, und bist doch nichts als lauter heil. Halleluja! 8. Ich aber, dein geringster smnecht, ich sag es frei und mein es recht: Ich liebe dlich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja! 9. Der Will ist da, die sfraft ist klein, doch wird dir nicht zu⸗ willer sein mein armes herz, und wäs es kann, wirst du in 6nallen nehmen an. halleluja! 10. Darum so hab ich guten Mut, du wirst auch halten mich für gut. 0 Jesulein, dein from⸗ mer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. Hälleluja! 11. Bin ich gleich sünd⸗ und lästervoll, hab ich gelebt nicht kigene melodie. wie ich soll, ei ommst du doch deswegen her, daß sich der Sün⸗ der zu dir Kehr. Halleluja! 12. So faß ich dich nun ohne Scheu, du maächst mich alles Jammers frei, du trägst den Zorn, du würgst den Tod, ver⸗ kehrst in freull all Angst und not. halleluja! 13. Du bist mein haupt, hin⸗ Wiederum bin ich dein õlied und Eigentum und will, so viel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja! 14. Ich will dein halleluja hier mit freude singen für und für, und dort in deinem Chrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. hälleluja! paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Uorreformatorisch.— 14. Jahrhundert. — r.—* J—.—— 1.—— 30— ommt und laßt uns Chri⸗stum eh ⸗ren, +X* 1 1— 1 28— 2— I 1 +— 1 +—2— 1 1 — — herz und sin-nen ju ihm kehrren, ** sin⸗get fröh ⸗lich, — +— — ̈—.— 1— 1 ISII —4.— laßt euch hö⸗ren, wer ⸗tes 2. Sünd und hölle mag sich grã⸗ volk der chri-sten⸗heit! 3. Sehet, was hat õott gegeben! men, Tod und Teufel mag sich Seinen Sohn zum ewgen Leben. schämen, wir, die unser heil Dieser kann und will uns heben annehmen, werfen allen Rum⸗ mer hin. alls dem Leid ins himmels freud. 40 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und õunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der höh. 5. Jakobs Stern ist aufge⸗ gangen, stilit das sehnliche Ver⸗ langen, bricht den Kopf uler alten Vech. und zerstört der hölle eich. 6. Unser ferker, da wir saßen und mit Sorgen ohne maßen uns das herʒe selbst abfraßen, ist entzwei, und wir sind frei. 7. O du hochgesegn'te Stunde, da wir das von herzensgrunde glãuben und mit unserm mun⸗ dde danken dir, o Jesulein! 8. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel heer erhöht. paul õerharat g. 10⁷ + 1676. .* Mel.: Da christus geboren war. Vorreformatorisch. 22* . I I WI I 1 YE. 2 +——⁴ 1 N— L 1 III Tn ꝝ+ILI 1 1 + I FP IE + SIEEEE EEXI—— +—— 1 — +— ‚„H un⸗der⸗ba⸗rer ona⸗den⸗-thron, õot⸗tes und ma⸗ I—— 1n E— +—4 —— 1— E—— ꝗ43 — 35* ri-en Sohn, õott und mensch, ein klei⸗nes seind, das man in der frip⸗pe findt! 6ro⸗her hheld von E-wig ⸗keit, des⸗sen +7— I I I I 1 I— +— 7 4 Nun macht und herrlich ⸗keit rühmtdie ganzze chri⸗sten⸗heit! 2. Du bist arm und machst zu⸗ gleich uns an Leib und Seele reich, du wirst klein, du großer Gott, und mächst höll und Tod . Spott. Aller Welt wird offen⸗ ar, ja duch deiner feinde Schar, daß du, Gott, bist wunderbar. 3. Laß mir deine õüt und Treu täglich werden immer neu, Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, wenn mich Hot und Tod anficht. Laß mich deine herrlichkeit, dei⸗ ne ILundergütigkeit schauen in der iwigkeit! Joh. Olearius g. 16011 1 1684. —8 7670U Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 1738. I ies ist die acht, da mir er ⸗schie⸗nen das find, dem al- le En-gel die- nen, EE—— 2— des gro-ßen Got⸗tes un Eet heil.) und die·ses Welt und bringt Licht in mei⸗ne dun-Rkel- heit, I N —— ————— — + I I I 1—* him⸗mels-licht weicht hun⸗derttau-send Son⸗nen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den 6na⸗ denschein! Der 6lanz in dieser kleinen höhle streckt sich in alle Weit hinein, er treibet weg der hölle macht, der Sünde und des freuzes lacht. 3. In diesem lichte kannst du sehen das Licht der Klaren Selig. keit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses licht mit seinem Schein dein himmel und dein alles sein. 4. LCaß nur indessen helle schei⸗ nen dein 6laubens⸗ und dein Liebeslicht; mit õott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir dliese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weih⸗ nachtssonne, bestrahle mich mit deiner 6unst! Dein licht seĩ mei⸗ ne lbeihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des eihnachtsglanzes voll. fãsp. friedr. Nachtenhöfer g. 1024 1 1685. mel.: o Gott, du frommer 6ott. Mel. I. 16⁴8. 53 +.... HMH———..— + u we⸗sent⸗li⸗ches ort, von An ⸗fang her ge⸗ du õott, von õott ge⸗jeugt, von E⸗ wig⸗keit er⸗ +— +7— ——. + +7 + 4 iesen“) zum geu aer gan zen Weit, o mein herr Zersu le ⸗sen 51 christ, will-Kom-men, der du 2. somm, o selbständigs[Dort, und sprich in meiner Seelen, daß mirs in Cwigkeit an Trost nicht solle fehlen; im 6lauben wohn in mir und weiche nimmer nicht, laß mich auch nicht von dir abweichen, schönstes Licht! 3. Du wesentliches Wort warst bei Gott, eh geleget der rund dler großen Welt, da sich dein mich; ja du warst selber Gott, damit du machtst im fleisch Sünd, höll und Tod zu Spott. 4. Was hät, o Jesu, dich von anfang doch bewogen? Was hat vom himmelsthron dich in lie Welt gezogen? nch deine große Lieb und meine große nlot hat deine 6lut entflammt, dlie stärker als der Tod. 5. Du bist das Wort, wodurch lie ganze elt formieret, denn alle Dinge sind durch dich ans licht geführet. Ach so bin ich, — KCigene melodie. heri beiweget zur Liebe gegen mir zum heil ge⸗bo⸗ ren bist. mein heil, auch dein Geschöpf und Gab, der alles, was ich bin, von dir empfangen hab. 6. Gib, daß ich dir zum Dienst mein ganzes herz ergebe, auch dlir allein zum Preis auf dieser Erde lebe; ja, Jesu, laß mein herz ganz neu geschaffen sein und dir bis in den Tod gewid⸗ met sein allein! 7. Nch laß nichts in mir sein, was du hnicht häst geschaffen, reut alles Unkraut aus und brich des feindes Waffen! Was bös, ist nicht von dir, das hat der feind getan, du aber führ mein herz und fuß auf ebner Bahn! 8. Das Leben ist in dir und alles Licht des Lebens; laß an mir deinen 6lanz, mein ott, nicht sein vergebens! Weil du llas Licht der Welt, so sei mein Lebenslicht, o Jesu, bis mir dort dein Sonnenlicht anbricht. Laurent. Laurenti g. 1660 1 1722. 17⁰04. I I—ẽ I — Lie⸗be, die dlen himmel haͤt zer⸗ris⸗sen, die was flr ein crieb hat dich be⸗ wegen müssen, der 2 II I sich zu mir ins C-lend nie-der-ließ, à dlich ju mir ins Jammer-tal ver-wies? 4 — E r —— Die Lie-be hät es selbst 2.D nem llas liebe Schm untel hört Datet het h 3. U wan ist se bott selbst ge⸗ tan, sie schaut als ut ter mich in meinem Jammer an. 2. Die Liebe ist so n f in dei⸗ nem herzen, daß du für mich das größte Wunder tust; die Liebe mächt dir meinetwegen Schmerzen, daß mir zu gut du unter dornen ruhst. O uner⸗ hörter Liebesgrad, der selbst des baters Wort ins fleisch gesen⸗ ket hat! 3. Die Liebe ist mein Anver⸗ wandter worden, mein Bruder ist selbst die Barmherzigkeit, der Gottheit Ouell lebt nun in mei⸗ nem orden, die Cwigkeit ver⸗ mählt sich mit der Zeit, das Le⸗ ben selbst ist Mensch geborn, dler lanz der herrlichkeit, das Licht, das wir verlorn. 4. In ihm wird nun die sllensch⸗ heit ausgesöhnet, die Reinig⸗ keit der Seele wiedlerbracht; sie wird als Braut der õottheit nun gekrönet, da sie der himmel selbst so angelacht. Die nensch⸗ heit wird nun ganz erneut und als ein reiner Thron der Gott⸗ heit eingeweiht. 5. Die Weisheit spielt nun wie⸗ der auf der Erden,“) dadurch das paradies im menschen grünt; nun können wir aus dott geboren werden, weil die Gebuft des herren dazu dient; lie wohl geborne Seele spürt, daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt. ) Sprüche 8, 30.31. 6. Kein Elend kann nun un⸗ serm herzen schaden, Immanuel ist bei uns in der Lot. Ich gehe nur zu ihm, dem Ouell der 6na⸗ den, so dient mir selbst das Clend und der Tod; der Jam⸗ mer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schädllich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, dieweil sie selbst durch ihn verdammet ist. Was schaden nun der Seele ihre flammen, weil Christi Blut und Wasser in sie fließt? Im⸗ manuel löscht ihren crieb, er läßt die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. 8. Ich habe nun ein ewig Le⸗ ben funden, viel Reichtum, ehr undibohllust schenkt er mir; ich bin mit ihm, er ist mit mir ver⸗ bunden, den ich in mir mit Ciebeswirkung spür. Ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom aus sei⸗ ner Lieb erfüllt. 9. Auf, auf, mein Geist, ver⸗ giß die Trauerlieder, erfreue llich in dieser iebesmacht! Des himmels Kraft und 6lanz be⸗ strahlt dich wieder, und der Ver. lust ist völlig wiederbracht. 0 ewig, ewig wohl ist mir, daß ich in Christo nun ein Wohlge⸗ fallen spür. chr. fr. Richter g. 16076 4 1711. 53 mel.: Lobe den herren, den mächtigen Rönig der hren. Joach. Neander() 1660(). I E—.——— — E L + 1 auch ⸗ zet, ihr him⸗-mel, froh ⸗lok⸗ket, ihr Sin-get dem her-ren, dem hei⸗land der eng ⸗-li-schen Chö⸗-re! men. schen jur Ch' re! se het doch da, Gott will so freund-lich und nah zu den Ver⸗lor-nen sich keh⸗ren. 2. Jauchzet, ihr himmel, froh⸗ locket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder die sollen zu freunden nun werden; frie⸗ le und freud wird uns verkün⸗ dliget heut; freuet euch, hirten und herden! 3. Sehet dies Dunder, wie tief sich der höchste hier beuget; ehet die Liebe, die endlich als Liebe sich jeiget! Gott wirdl ein seind, trãget und hebet die Sünd. Alles anbetet und schweiget. 4. Gott ist im fleische: wer kann dlies Geheimnis verstehen? hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen; gehet hinein, macht euch dem Kinde gemein, die ihr zum Vater wollt gehen. 5. Hast du denn, höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein herze der Ciebe mir schenken; sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut ersenken? 6. König der Chren, aus Liebe geworden jum kinde, dem ich duch wieder mein herze in Liebe verbinde, du sollst es sein, den ich erwähle allein: ewig ent⸗ sag ich der Sünde. 7. Süßer Immanuel, werd auch geboren inwendig, komm doch, mein heiland, ünd laß mich nicht länger elendig! Wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir und mich belebe be⸗ ständig! 8. Menschenfreund, Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben, laß mich doch einzig nach dei⸗ nem 6efallen nun leben: gib mir auch bald, Jesu, die xinder⸗ gestalt, an dir alleine ju Kleben. Gerh. Terstegen g. 16007 4 17⁰4 Mel.: Uom himmel hoch da komm ich her. Dr. M. Cuther() 1539. 2 50 I 1— LI + 1 .— 13— 7 les ist der Tag, den 6ott ge-macht, sein +— 1 + 14— + I 1 werd in al-ler Welt ge⸗-dacht, ihn prei-se, was durch * 1 2— Il +. I 1 Je-sum Thrist im 2. Die Völker haben dein ge⸗ häarrt, bis daß ddie Zeit erfüllet waärd; da sandte Gott von sei⸗ nem Thron das heil der Uelt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Iunder fassen will, so steht mein õeist vor Ehr⸗ furcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Cieb unend⸗ lich ist. 4. Damit der Sünder 6nad er⸗ hält, erniedrigst du dich, herr der elt, nimmst selbst an uns⸗ rer menschheit teil, erscheinst im fleisch und wirst uns heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir; v»ich komm, im Buche steht von mir: Gott, deinen Wil⸗ len tu ich gern.« Gelobt sei, der dã Rommit im herrn! 6. herr, der du mensch ge⸗ boren wirst, Immanuel und friedlefürst, auf den die Väter 55 him⸗-mel und auf Er⸗ den ist. hoffend sahn, dich, oott Messias, bet ich an. 7. Du unser heil und höchstes Gut, vereinest dich mit fleisch und Blut, wirst unser freund und Bruder hier, und Gottes sinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, Ein mittler ists, der sie erhält. Was zagt der mensch, Wenn der ihn schützt, der in des Uaters Schoße sitzt? 9. Jauchjt, himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heilig⸗ sten Geburt, und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem herrn, ein neues Lied! 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht, ihn preise, was durch Jesum christ im himmel und auf rden ist. chr. f. õeliert g. 1715 4 1769. Weihnacht mel.: Nus meines herzens 6runde. 1598. Zweite melodie im Anhang. I—2————— 1 IS NMNNNNWMM— heil ⸗geChrist ist kom⸗men, der sü- ße 5 freun sich al le from-men am höchsten 6ot-tes- sohn, him⸗mels⸗thron; auch was aulf Er den ist, muß — I I—.—— I P 1 en I 1 I— I 1— 1 I— prei sen hoch und lo ben mit al- len —=.— + I—— En⸗geln dro-ben den 2. Das Licht ist aufgegangen, dlie lange nacht ist hin, dlie Sünde ist gefangen, erlöset ist der Sinn, die Sündenangst ist weg, und Liebe und Entzücken baun weite himmelsbrücken aus jedlem schmalsten Steg. 3. Uerwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos, Gott rufet selbst die Sünder in seinen 6näadenschoß; er will, daß alle, lie⸗-ben heil⸗ gen ckhrist. rein von ihren alten Schuldlen, vertrauend seinen hulden, gehn in den himmel ein. 4. Drum freuet euch und prei⸗ set, ihr indlein fern und nah! Der euch den Vater weiset, der eilge Christ ist da; er ruft so eundlich drein mit süßen Lie⸗ besworten: Geöffnet sind die Pforten, ihr inder, kKommt herein! ernst moritz Arndt g. 1769 1860. 7 ö + ST I —— E. —.— 67½/ E ES/ . Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 157²2. 58.—— E II — elft mir Gotts 6u- te prei-sen, ihr mit 6'sang und an dern Wei⸗sen ihm 1 E III— — — 1 LCII — — chri sten ins ge⸗ neim.) vor: nehm ich zu der Zeit, da all-jeit dank⸗bar sein, ie Sonn sich zu uns sich las Jahr ge⸗ en-det, +* I I + I— — + 1 + + + 1 II —..— Iα——— DI — 5 wen det, das neu Jahr ist nicht weit. 2. Erstlich laßt uns betrachten dles herren reiche nacl und so gering nicht achten sein unzah⸗ uig Wohltat; stets führen zu 6e⸗ miit, wie er dies Jahr gegeben all Notdurft diesem Leben und uns vor Leid behüt; 3. Lehramt, Schul, firch erhal⸗ ten in gutem fried und Kuh; nahrung den zung und Alten bescheret auch dazu und mit gar milder hand sein oüter ausge⸗ spendet, verwüstung abgewen⸗ det von diesem ort und Land. 4. Er hat unser verschonet aus väterlicher önad; wenn er sonst hätt gelohnet all unsre misse⸗ tat mit gleicher Straf und Pein, wir wären längst gestorben, in mancher not verdorben, die wir voll Sünden sein. 5. nach Vaters Art und Treuen er uns so gnädig ist; wenn wir dlie Sünd bereuen und glaubn an Jesum christ herzlich ohn heuchelei, tut er all Sind ver⸗ geben, lindert die Straf da⸗ neben, steht uns in nöten bei. 5⁷ XXNXNN I 6. All solch dein düt wir prei⸗bitten ferner dich: Gib fried in sen, Uater im himmelsthron, diesem Jahre, vor allem Leid be⸗ die du uns tust beweisen durch wahre und nähr uns mildiglich! Christum, deinen Sohn, und paul ẽver g. 15114 1569. MNel.: Vom himmel hoch da komm ich her. + Dr. IIl. Cuther() 139. V EI— 1 I + 1 I— ds al-te Jahr ver- gan- gen ist, wir — I I I I +— I I 4 1 1 1—4— dan-ken dir, herr Je-su christ, daß du in not uns + I——— I N —— 1 35 + ů E + und 6e⸗fahr be⸗wah⸗ret hast viel Zeit und ZJahr. Sohn des Vaters in dem höchsten ron, du wollst dein ärme Christenheit bewahren ferner dllezeit. 3. Daneben gib uns fried und kuh und waäas uns nötig ist dazu, durch deine starke önä⸗ lenhand beschütze uns und un⸗ ser Land! 4. All Sünd und Schwachheit uns verzeih, ein gut Gewissen Eigene melodie. 2. Wir bitten dich, den ewgen stets verleih, gib, daß wir deines lamens CEhr ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es dir, o herr, gefällt, uns abzufordern aus der elt, so gib ein selig ende hier, dlaß wir dlort ewig sein bei dir. 6. O Jesu Christ, erbarme dich, hör unsre Bitte gnädiglich, durch dein Verdienst, durch deinen Tod erlöse uns aus aller Uot! v. 1-2 1508. U. 3-6 hannov. 6sp. 1646. Joh. Schop 1642. LIX — 2.—— 2 E.E.. E —* sc—. Nuch nach melodie Ur. 240 zu singen. 60 2—— I— + Ti E I 4 +——————2—...— +— IS. ilf, herr Je-su, laß ge-lin⸗gen, hilf, das I +— 1 — 4 1 ——.—————4 + + daß aufs neu ich wan⸗ deln kann; neu-es Glück und 1 2 EE I 1 + 2— + E 1= neu-es le⸗ben wol-lest du aus 6na- den ge⸗ben? 2. einer hande erk und Ta⸗ ten, meiner zZunge Red und Wort müssen nur durch dich geraten und ganz glücklich gehen fort; neue kraft laß mich erfüllen, zu verrichten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, herr, vei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; Komm ich heim, steh mir zur Seiten! 4. Laß mich beugen meine senĩee nur zu deines Hnamens ehr; hilf, daß ich mich stets vemühe, di zu preisen mehr und mehr; la mnein bitten und mein flehen doch im himmel vor dir stehen! 5. Laß mich, herr, in deinem namen fröhlich nehmen Speis und Trank; 6üter, die von dir herkamen, fordern ja von mir len Dank. Deine Weisheit kann mich stärken ju der Lieb und guten Werken. 6. Mein 6ebet das müß auf⸗ steigen, herr, vor deinen öna⸗ denthron; dann wirst du zu mir dlich neigen wie ju deinem lie⸗ ben Sohn. herr, ich weiß, es wird vor allen dies mein opfer dir gefallen. 7. Caß dies sein ein Jahr der Gnade, laß mich büßen meine Sünd, hilf, da sie mir nimmer schade und ich bald Verzeihung find, herr, in dir; denn du, mein Leben, kannst die Sünd allein vergeben. 8. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe, sa voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 9. herr, du wollest 6önadle ge⸗ ben, daß dies Jahr mir heilig sei, und ich christlich könne leben sonder Trug und heuchelei, daß ich noch allhie auf Erden fromm und selig möge werden. 10. Laß mich armen Sünder zehen deinen Weg der fröm⸗ migkeit, laß mich Stolz und hoffart fliehen, eifrig beten jederzeit; laß mich Schand und Unzucht meiden, laß mich willig Unglück leiden! 11. Jesus richte mein begin⸗ nen, Jesus bleibe stets bei mir, Jesus zähme mir die Sinnen, Jesus sei nur mein Begier, Jesus sei mir in Gedanken, Jesus lasse nie mich wanken. 509 IXXXXX VXVV 12. Jesu, laß mich fröhlich freudig will ich dich um⸗ enden dlieses angefangne Jahr, fassen, wenn ich soll die Welt trage stets mich auf den hän⸗verlassen. den, halte bei mir in Gefahr! Johann Rist g. 16007 T 1667. *— mel.: Nun laßt uns Gott dem herren. nikol. Selnecker 1587. —.—.—..— E I.— W GPEONIo ILun laäßt uns gehn und tre⸗ten mit ————— —* Sin- gen und mit be⸗ ten zum herrn, der un⸗ serm —ð—— 2 1 I + + 1 ED— lLe ben bis hie ⸗ her srafst ge ⸗ ge⸗-ben. 2. Wir gehn dahin und wan⸗starken händen, die alles herz⸗ dern von einem Jahr zum an⸗ leid wenden. dern, wir leben und gedeihen 8. Caß ferner dich erbitten, o vom alten bis zum neuen, Vater, und bleib mitten in un⸗ 3. Durch so viel Angst und Pla-serm sereuz und Leiden ein Brun⸗ gen, durch Zittern und durch nen unsrer freuden! Zagen, durch Krieg und große 9. ib mir und allen denen, Schrecken, die alle Welt bedecken. die sich von herzen sehnen nach 4. Denn wie von treuen müt⸗ dir und deiner hulde, ein herz, tern in schweren Ungewittern das sich gedulde. llie sindlein hier auf Erden mit 10. Schleuß zu dlie Jammer⸗ fleiß bewahret werden, pforten und laß an allen orten, 5. Also auch, und nichts minder wo srieg undl blutvergießen, läßt Gott ihm seine seindler,‚ die Ffreudenströme fließen! wenn not und Trübsal blitzen,. 11. Sprich deinen milden Segen in seinem Schoße sitzen. zu allen unsern Wegen, laß 6. Nch hüter unsers Lebens, roßen und auch feleinen die fürwahr, es ist vergebens mit 6näadlensonne scheinen! unserm cun und ssachen, wo 12. Sei der Uerlaßnen Vaͤter, nicht dein Augen wachen. dler Irrenden Berater, der Un⸗ 7. Gelobt sei deine treue, die versorgten öabe, der Armen õut alle Morgen neue; Lob sei den und Hhabe! SEEEEEE 13. hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche oedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das mei⸗ ste, füll uns mit deinem beiste, mel.: Du Levensbrot, herr der uns hier herrlich ere und dort zum himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christenschare zum selgen neuen Jahre! paul Gerhardt g. 100⁷ 4 1676. Jesu christ. 16⁰8. Nuch nach elodie Ur. 620 zu singen. ů———1— 1 6— —— Oott⸗ lob, ein zu dir im Schritt zur E-wig⸗keit ist fort ⸗gang die ⸗ser Zeit mein I —35 7—— —— V V.4 +—H—.— — LI 1——U a„ver-mals voll ⸗en aet; o ouell, dar⸗aus mein Le·ben herz sich sehn ⸗lich wen⸗det, 1 1 H+ fleußt und al⸗ͤle õna⸗de sich er⸗geußt in mei⸗ne Seel jum te⸗ben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzu lange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, wäs sterblich ist in mir, ver⸗ schlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. 3. Doch sei dir ganz anheim⸗ gestellt die rechte Zeit und Stun⸗ de, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, daß ich mit herz und nunde dich kommen heiße und darauf von nun an richte mei⸗ nen Lauf, daß ich dir Komm entgegen. 4. Ich vin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jedermann dlich darf den Bräut⸗ gam nennen, und du, o teurer kebensfürst, dich dort mit mir vermählen wirst und mir dein krbe schenken. 5. Drum preis ich dlich aus Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an dlie Pfort Jerusalems dort oben. 6. Uenn auch die hände lässig sind und meine niee wanken, so biet mir deine hand ge⸗ schwind in meines Glaubens 01 IIIXX Schranken, damit durch deine strãaft mein Herz sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unter⸗ laß aufsteige. 7. Geh, Seele, frisch im Glauben uran und sei nur unerschrocken, laß dich nicht von der rechten Bahn die gust der Welt ablocken! Sso dir der LCauf ju langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit flügeln süßer Liebe! 8. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen, du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. ßahr hin, Waäs heißet Stundl und Zeit, ich bin schon in der Cwigkeit, weil ich in Jesu lebe. Aug. Hherm. francke g. 1063 + 1727. nel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. +— + + — 6 TS— I 3* 1 1— ch wie lau ⸗ fen doch die Jah- re, und oich blei ⸗be von der Bah ⸗-re —— 1—— wie verschwin-det doch dle Zeit, noch bis die sen Tag be⸗freit. Ich weiß wohl, o 4.—. I—— IIT Le⸗-bens⸗licht, daß ein Tag zum andern spricht: Al⸗les, was von A· dams Er-ben, õroß und E 2. Doch du hast durch deine 6üte wie ein Wächter mich be⸗ wacht, daß der Tod die Leibes⸗ hütte noch nicht in das Grab gebracht. nch iwie soll ich das verstehn, da doch andre schla⸗ fen gehn, und gar viele schon begraben, die noch nicht mein Alter haben? 3. herr, ich bin ja zu geringe dieser großen ütigkeit. Wenn lei⸗ ne müls⸗sen ster ⸗ben. ich mein Verzeichnis bringe der bisher genoßnen Zeit, so ent⸗ fällt mir aller mut, weil die Rechnung gar nicht gut. Wie viel Jahre sind verdorben, da ich nicht der elt gestorben! 4. Doch ich will auf ittel den⸗ ken und auf Buße sein bedacht; Jesus kann die Schuld versen⸗ ken, die ich bis hleher gemacht. Lieber Vater, steh mir bei, daß nur keine heucheleiĩ sich in mei⸗ nem herzen finde, wenn ich des mich unterwinde. 5. Iilist du mich noch ferner lassen hier in dieser bösen Weit, ach so hilf mir alles hassen, was demi Geiste nicht gefällt. Stärke mich von deiner höh, so wird auch das größte Weh, das mir oft ju schwer geschienen, mir ju meinem besten dienen. 6. Steh mir allezeit zur Rech⸗ ten, denn du bist ja Sonn und Schild; hilf uns, deinen armen mel.: meinen Jesum laß ich nicht. Mel. 1. senechten, wie und wo und waͤnn du willt. Wenn die Tage böse sein, ach so ruf ins herz inein: Lernt euch in die Zeiten chicken, so wird alles heilsam glücken. 7. Endlich, wenn der Cauf zu Ende, so befehl ich meinen Geist dir in deine treuen hände, der du Gott und Vater heißt. Ach ich freu mich schon darauf, daß ich nach vollbrachtem Lauf dort der freude soll genießen, wo Wir keine Zeit mehr wissen. Christoph Pfelffer g. 1080 4 1758. Joh. Ulich 1674. — I—— 04 e-sus soll Je⸗-su na⸗ dla ein die Co-sung sein, de»nen me soll al⸗lein I 1. I I + 1 neu-es Jahr er-schie nen; zum pa⸗- nie re dlie- nen, J die in sel⸗nem —— Bun- de stehn und auf sei-nem UUe-ge gehn. 2. Jesu name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen, und so oft wir an den Ort, der nach ihm genennt ist, wallen, mache seines namens Ruhm unser herz zum heiligtum! 3. Unsre Wege wollen wir nur in Jesu namen gehen. seht uns dlieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen, und durch seinen õnadenschein alles voller Segen sein. 4. Alle Sorgen, alles Ceid soll der Name uns versüßen, so wird alle Bitterkeit uns ein Segen werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen summer stillt. Bensamin Schmolck g. 1672 + 1737. 6³ eujahr X XX V Mel.: Herzlich tut mich verlangen. 1601. I* + + + + +2————— 1+. 2... + LL + I —.—.——.....——.....— LI I — 7 Das Zahr geht stin zu En de, nun sei auch n ot-tes treu⸗e hän-de leg ich nun X. V* 1 + IEEI! I — EE E— 2 —2 1 1 II I I — + stil mein her..„ ung was dies Jahr um-schlos⸗sen, freud und Schmerz V I ——— —— I +— + + + 1+. + I —*+— was 6ott der herr nur weiß, die Trä-nen, I I I L I H ..—=- +——— + + 1 N . + DEE——— 12 + 19.—.—— N *— +———— + LEeII die ge⸗flos-sen, die 2. Warum es so viel Leiden, so kurzes Glück nur gibt? war⸗ h um denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen und mancher mund nun stumm, der erst noch hold gesprochen— du armes herz, warum? 3. Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß dliese arme Erde nicht unsre heimat ist. Es hãt dler herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in Zions goldnen hallen ein heimatrecht erkauft. 4. hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins feld, dort werden wir uns freuen im sel⸗ Wun ⸗-den bren-nend heiß. genhimmelszelt; wir sehnen uns ienieden dorthin ins vater⸗ haus und wissens: Die geschie⸗ llen, die ruhen dort schon aus. 5. O dlas ist sichres Gehen durch lliese Erdenzeit: nur imimer vor⸗ wärts sehen mit selger Freudig⸗ keit; wird uns durch Grabes⸗ hügel der klare Blick verbaut, herr, gib der Seele flügel, daß sie hinüberschaut. 6. Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts! Und ist es uns hienieden so öde, so allein, o laß in deinem friedlen uns hier schon selig sein! Eleonore fürstin Reuß geb. Eräfin zu Stolberg g. 1835 1 1903. S= —— E — Fnss S , —— nel.: Valet will ich dir geben. Melchior Teschner 1615. + I 60 2— dein Reich soll e ISEIN O ö nig al-ler Ch-ren, herr L I— Je-su, »Wig wäh⸗ren, im him⸗mel Da- vids Sohn, ist dein chron; hilf, daß all-hier auf Er⸗ den den ———. —— V* +. + + N + II + +. + EI + N 2 II ——————————— — 2 mög 2. Uon deinem Reich auch zeu⸗ gen die Leut aus Morgenland, die snie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt; der neu Stern auf dich weiset, da⸗ zu daas göttlich Wort. Drum man dich billig preiset, daß du bist unser hort. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtest du gar wenig ver⸗ gänglich ut und 6eld, prangst nicht auf teurem Rosse, trägst keine güldne Kron, sitzst nicht im steinern Schlosse, hier häst du Spott und hohn. 6⁵ Wer ⸗den zUr See ⸗len e Se ⸗lig-keit. 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güt allzeit regieret und dein õerechtigkeit. Du wollst die frommen schützen durch dein Macht und 6ewalt, daß sie im frieden sitzen, die Bösen stürzen baldl. 5. Du wollst dich mein erbar⸗ men, in dein Reich nimm mich aluf, dlein õüte schenk mir Armen und segne meinen Cauf! den feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren: rett mich aus aller Not! Cpiphanias ELTLEE b. Du wollst in mir entzünden daß ich dich erkenne und mit dein Wort, den schönen Stern, der christenheit dich meinen daß falsche Lehr und Sünden König nenne jetzt und in wig⸗ sein meinem herzen fern. hilf, Keit. martin Beym g. 1557 1 1622. mel.: nun freut euch, lieve christen g'mein. 15²4. 0 O I E+ V 1 2. 4— o vet den herrn, ihr hei-den au, lobt preist ihn, ihr Völ-ker all-zu⸗mal, dankt I I — ——— 7 Gott von her⸗zens ⸗grun-de, wäh⸗ Un mnene In Tun en daß er euch auch er· wäh · let r I 1JZ.I— I + ᷑Æ — hat und mit· ge⸗tei⸗ let sei ne õnad in chri ·sto, sei · nem Soh⸗-ne. 2. Denn seine groß Barmherzig⸗und währet bis in Ewigkeit, keit tut über uns stets walten, schenkt uns aus onad die Selig⸗ sein Wahrheit, nad und Gütig⸗ keit, drum singet halleluja! keit erscheinet Jung und Riten 10⁰0 Eigene melodie. Zweite melodgie im Anhang. Auch nach melodie Ur. 246 zu singen. 1738. 068 + 1 + 1 + du Städt der hei⸗ den, + 1 +— + und au sa lem, wer-de lcht! ü-ber dei ⸗nem haupt an-bricht! ott hat derrer CEEEEE 2. Ach wie waren wir verblen⸗ det, ehe noch dies Licht brach an! Jã dã hatte sich gewendet schier vom himmel jedermann; unsre Augen und 6eberden klebten einzig an der Erden. 3. Gottes Rãt war uns verbor⸗ gen, seine önade schien uns nicht; Klein und öroße mußten sorgen, sedlem fehlt es an dem Licht, das zum rechten himmelsleben sei⸗ nen 6lanz uns sollte geben. 4. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles überblieben. 5. Jesu, reines Licht der Seele, du vertreibst die finsternis, die in dieser Sündenhöhle unsern Tritt macht ungewiß; Jesu, deine ieb und Segen leuchten uns auf unsern egen. 6. nun, du wollest hie ver⸗ bleiben, liebster Jesu, Tag und nacht, alles finstre zu vertrei⸗ ben, das uns so viel Schrecken mächt; laß uns nicht im Dun⸗ keln wallen noch ins Sünden⸗ meer verfallen! ö 7. Schenk uns, herr, das Licht der 6naden, das ein Licht des Lebens ist, ohne welches leicht in Schäden fallen kann ein frommer christ; laß uns dieses Licht erfreuen, wenn wir aus der Tiefe schreien. 8. Gib, herr Jesu, straft und Stärke, daß wir dir zu jeder Zeit durch geliebte 6laubens⸗ werke folgen in Gerechtigkeit und hernach im freudenleben heller als die Sterne schweben. 9. Dein Erscheinung müß erfül⸗ len mein õemüt in aller Not, dein Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar ini Tod; herr, in freuden und im einen müsse mir dein Licht erscheinen. 10. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dlort schon ist bestellt, wo wir sollen unter Kronen in der schönsten slarheit wohnen. Johann Rist g. 1007 4 1667. 2 69 D— 4 V Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. —— 5.—.— Treu-et euch, ihr Got-tes- Kin⸗der, prei⸗set freu-et euch, ihr ar-men Sün⸗der, laßt der I + + T+ I + + SD‚.D‚‚e‚ I..........=& „ mit mir 6ot⸗tes Macht, Weitden Stolz und Pracht! freut euch, daß euch Gott 6² SDiphanias LEEEE — I I— I I — LI E— re⸗giert und zu sei⸗ ner feir⸗che führt, daß wir ar ⸗men +— I I E. N — H hei⸗den kön- nen uns nun 2. Seine herrschaft sich erstrecket über alles, was da lebt, seine händ schützt und bedlecket, was sich reget, lebt und schwebt; wenn er spricht, so geht sein Wort schnell wie Blitz und Donner fort; das durchdringet õeist und Leben, das kann Trost und Le⸗ ben geben. 3. Nun, ihr Sünder hier auf Erden, wollt ihrs endlich haben gut, wollt ihr sottes Kinder werden, ei so ändert euren Mut, 6ot-tes in⸗-der nennen. preiset sottes Güt und macht, so wird er euch geben Kraft, daß ihr auch zu ihim könnt ommen undeuch freuen mit den from⸗ men. 4. Aller heiden Trost ist Kom⸗ men, Jesus, unser freudenlicht, dler Beschirmer aller frommen, unser Schutz und Zuversicht; preiset seine öüt und Treu, die uns noch wird immer neu, so wird er euch allen geben, hier und dort mit ihm zu leben. Joh. Olearius g. 1611 + 1684. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³. I* 7⁰0— 1 I 1 UWDun⸗-der⸗-stern, der aus gnä⸗- dlig an, was ich Ar⸗ mer EEe Jersu, gro⸗ Her Uu meine See le will so gern dir an .———— H+ 1— I + + V +——⁰ I 1 + ů Ja-kob ist er schie-nen, V u ö 4 deinem fe⸗ste die⸗nen; nimm doch, nimm doch ö 1 I + + 4— 1— 1— H schen ken kann. — 2. Hii bens h hãbe il so sst a 65 duld lem f 3. Min bebets, nügen. stets ih EEE 2. Uimm das Gold des Glau⸗ bens hin, wie ichs von dir selber abe und damit beschenket bin; 0 ist dirs die liebste Gabe. Caß es auch bewährt und rein in dem streuzesofen sein. 3. imm den UWeihrauch des Gebets, laß ihn gnällig dir ge⸗ nügen; herz und Lippen solsen stets ihn zu opfern vor dir lie⸗ Nel.: Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. gen. Wenn ich bete, nimm es duf und sprich Ja und Amen drauf! 4. Uimm die myrrhen bittrer Reu! uch mich schmerzet meine Sünde, aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und 6nade finde und nun fröhlich sprechen kann: Zesus nimmt mein opfer an. Erdmann Ueumeister g. 1671 + 1756. Dr. II. Tuther() 1543. I—— err Je⸗-su( hri- ste, mein Pro⸗phet, der I + + 4 +— — — I of⸗fen ⸗bar und 2. Cehr mich in allem, weil ich blind; mach mich gehorsam wie ein Kind, andächtig und stets eingekehrt, so werd ich wahrlich gottgelehrt. 3. Gib, daß ich auch vor jeder; mann von dleiner Wahrheit zeu⸗ gen kann und allen zeig mit Wort und Tat den schmalen, sel· gen himmelspfad. 4. Mein hoherpriester, der für mich am sereuzesstamm geopfert sich, mach mein 6ewissen still undfrei, mein ewiger erlöser sei! sei ⸗nen lieb ⸗sten Wil⸗-len klar! 5. Gesalbter heiland, segne mich mit oeist und önade Kräftiglich, schließ mich in deine fürbitt ein, bis ich werd ganz vollendet sein. 6. Ich opfre auch, als Priester, dir mich selbst und alles für und für; schenk mir viel Andacht zum 6ebet, die stets im õeist zu lir aufgeht. 7. nein himmelskönig, mich regier, mein Alles unterwerf ich dlir; rett mich von Sünde, Welt und feind, die mir sonst gar zu mächtig seind. 69 8. So kehr du in mein herĩ hin· ein und all es dir zum Throne sein, vor allem ubel und Gefahr mich als dein cigentum bewahr! 9. Hhilf mir im Röniglichen Geist, mich selbst beherrschen aller⸗ meift, Begierden, Willen, Lust mel.: Wer nur den lieven sott läßt walten. mel. 3. und Sünd, und daß mich nichts Geschaffnes bind. 10. Du hoch erhabne Masestät, mein sönig, Priester und Pro- phet, sei dũ mein Ruhm, mein Schaätz und freud von nun an bis in Ewigkeit! Gerh. Terstegen g. 160907 t 1769. 178⁵. I 1 1— 72 Ihort heut der Wei-sen gro⸗ ße fra⸗ge: Wo sind die Wei-sen heut ju da⸗ ge, ——....— — *— neu⸗- ge⸗bor⸗ne 0o ist das Kind) die fra-gen, wo man Je⸗sum findt? =——— 1.—— — A Da. E 1 mir dies al-lein die 2. Bis ich ihn ganz in meiner nähe, bis ich ihn selbst von r n im 6õlauben hier, dort wirklich sehe, bis ich ihn finde, ruh ich nicht. Von heut an soll mir dies allein die allergrößte Sorge sein. 3. Behalte, Weit, die tollen freu⸗ den, womit dein Volk sein herz berauscht; es haben heut dlie weisen heiden das Jesuskind al-ler-höch ⸗ste Weis⸗-heit sein. drum eingetauscht, und Jesum finden soll allein auch meine höchste freude sein. 4. Erbebt vor ihm, ihr mase⸗ stäten, die ihm nicht herzlich untertan, und kommt, dlies sindlein anzubeten, nicht in he⸗ rodis Sinn, heran! Vor ihm ich beugen wird allein die ehre seiner heilgen sein. chr. fl. C. v. Pfeil g. 1712 1784. SISSISI hri-ste, du LCamm Got-tes, der du trägst die Str Str. Iu. 2 E+ I I +———.— NN Str.3 Sün⸗de der lbelt, er⸗barm dich un⸗ser! 2- men. 2. Christe, du Lamm Sottes, 3. Christe, du LCamm Gottes, dler du trägst die Sünde der der du trägst die Sünde der Ielt, Welt, erbarm dich unser! gib uns deinen frieden! Amen. 1526. Uach dem Lateinischen Agnus Dei. — Mel.: 0 wir armen Sünder. 15. Jahrhundert. 2. X 2. I 1 I E 2 1 II. + + 1— V —.— 1——. I 1— E + 1 ů an dem Stamm des ftreu-jes für uns bit-tern dTod, I I +—53 e 1——— + I 1 EE* 4 herr⸗schest mit dem ba-ter in der E-wig-keit; + I + I I + E I hilf uns ar- men sün-dern zu der se⸗-lig-keit! — .IRSS EDIEEDCC‚C.e EECC 4* U— su:rie e ⸗lei⸗son, chri⸗ste e lel ⸗son, y⸗rise e⸗lei:son: N. d. I4. Jahrh. N. d. Cat. Laus tibi Christe libers. b. J. Spangenberg. 1568. 71 Paffson EE Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. 1542. 75 E 1— TETLTANTON 0 Lamm 6ot-tes, un⸗schul⸗dig am Stamm all Zeit er-fun⸗den ge⸗dul-dlig, wie · wohl E XI E! I 1———1— —3— ach- 33 n WW⸗ dest beß ů—19— 125 all Sünd häst du ge⸗ trã⸗ gen, 18—— sonst müß⸗ten wir ver ⸗za⸗ gen. Erbarm dich un⸗ser, o Je-su! 2. 0 Lamm ottes, unschuldigl 3. 0 Lamm ottes, unschuldig am sStamm des sreuzes gé⸗ am Stamm des Kreuzes ge⸗ schlachtet, all Zeit erfunden ge⸗ schlachtet, all Zeit erfunden ge⸗ duldig, wiewohl du wurdestduldig, wiewohl du wurdest verachtet, all Sünd hast du ge⸗ verachtet, all Ssünd hast du ge⸗ tragen, sonst müßten wir ver⸗Utraͤgen, sonst müßten wir ver⸗ zagen. erbarm dich unser, o zagen. 6ib uns dein'n frieden, Jesu! 0 Jesu! nicolaus decius 4 1520. mel.: christus, der uns selig mächt. Altkirchlich. 1531. 76 ———j 1 I— N O hilf, Chri-ste, Got-tes Sohn, durch dein bit⸗ ter — I + I— + A*—— H H— I 1 I I + 1— + ——.— 1—.— 5655— 0 CLei⸗den, daß wir dir stets un⸗ter tan all Un⸗tu⸗gend mei⸗den, — EE + E— I I— LD +— dei⸗nen Tol und sein Ur⸗sach frucht⸗bar⸗lich be⸗den ⸗Ken, 1— + I S= EI + 1 I I—— +— 4 ———.— 1 1 —— dãfr, wie wohl arm und schwach, dir Dank-op⸗fer schen⸗ken. mnichael Weiß 4 1534. 72 kigene melodie. 15. Jahrhundert. Str 2.4.6. Stuo 2 2.— + 1 1 E 7⁴³6 ——— àV22 2 2.— * wir ar⸗men un. der, uns⸗re mis·. at, dar-in wir emp⸗fan⸗gen Str. Z. 2..8. I und ge⸗bo-ren sind, 4 + 1 hat ge⸗bracht uns al ⸗le 5 in suich gro-ße Frr. 2. not, I + I— 14 — I= I— 1 W...‚e — E ——.—.—..—.—— Kuri⸗e e⸗lei⸗son, chri·ste 2. Aus dem Tod wir konnten durch unser eigen erk nimmer werdn gerettet, die Sünde war zu stark; daß wir würdn erlöset, so konnts nicht anders sein, denn Gottssohn mußtleiden descodes bittre Pein. gyrie eleison, Christe eleison, sturie eleison! 3. So nicht wär gekommen Christus in die Welt und an sich genommen unsre arm 6estalt und für unsre Sünde gestorben Williglich, so hätten wir müssen werden verdammet ewiglich. styrie eleison, Christe eleison, Urie eleison! 4. Solche große 6nade und vä⸗ terliche öunst hat uns Gott erzei⸗ get lauterlich umsonst in Christo, seinem Sohne, der sich geben hat E* lei-son, 50 Wie e e⸗ el⸗ son! in den Tod des sreuzes zu unsrer Seligkeit. syrie eleison, Christe eleison, seyrie eleison! 5. Des solln wir uns trösten gegen Sünd und Tod und ja nicht verzagen vor der hölle Glut; denn wir sind gerettet aus aller Inrrn hurt durch Chri⸗ stum unsern herren, gelobt in Ewigkeit. gyrie eleison, Christe eleison, yrie eleison! o. Darum wolln wir loben und danken allezeit dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geist, bitten, daß sie wollen behüt'n uns vor Gefahr, und daß wir stets bleiben bei sei⸗ nem heilgen Wort. gyrie elei⸗ son, Christe eleison, syrie elei⸗ son! hermann bon g. 1504 + 1548. SSDSS kigene melodie. Auch nach elodie Ur. 573 zu singen. Uik. hermann 1560. + 1 +* —— 2—. + * I + S— + + — — Wir dan-ken dir, herr e⸗ su christ, daß I(— — 1. HR—2 — 1—— + N · du für uns ge-stor-ben bist und hast uns durch dein teu ⸗res 2. Und bitten dich, wahr ensch und Gott, durch deine heilgen unden rot: Erlõs uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Uot! 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand und reich uns dein allmächtge hand, daß wir im kigene Melodie. Zweite melodie im Anhang. siut ge⸗ macht vor Sott ge -recht und gut. sereuʒ geduldig sein, uns trösten deiner schweren pein; 4. Und schöpfen draus die Zu- vexsicht, daß du uns werdst ver⸗ läassen nicht, sondern ganz treu⸗ lich bei uns stehn, daß wir durchs fereuz ins Leben gehn. christoph fischer g. 1544 1507. Joh. Crüger 1640. DII UdUbdlls 1 7 + Herz-lieb-ster Je-su, was hast du ver⸗bro⸗chen, — I—1.— I D— I I dlaß man ein solch scharf Ur⸗teil hat ge⸗spro⸗chen? Was ist die — ——— I I EI 4——— I 1 E —. Schuld? In 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht ge⸗ schlagen und verhöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans sreuz gehenket. Was für mis-se⸗ tãd-ten bist du ge⸗ ra⸗ ten? 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Nch meine Sün⸗ den haben dich geschlagen; ich, ach herr Jesu, ich hab dies ver⸗ schuldet, was du erduldet. llt fl f ei 5. Det Hole 7.0 ——.e 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute hirte lei⸗ det für die Schafé, die Schuld bezahlt der herre, der serechte, für seine snechte. 5. Der fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, der Böse lebt, der wider õott mißhandelt; dler mensch verwirkt den Tod und ist entgangen, du wirst ge⸗ fangen. 6. Ich war von fuß auf voller Schand und Sünden, bis zu der Scheitel war nichts outs ju fin⸗ den; dafür hätt ich dort in der hölle müssen ewiglich büßen. 7. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und freuden, und du mußt leiden. 8. Nch großer stönig, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnug⸗ sam solche Treu ausbreiten? seins menschen herz vermag es auszudenken, was dir zũ schenken. 9. Ich kanns mit meinen Sin⸗ nen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmung zu vergleichen; wie kann ich dir denn deine Liebestaten im Werk erstatten? 10. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: iwenn des fleischesLüste dämpfundzähme, dlaß sie aufs neu mein herze nicht entzünden mit alten Sünden. 11. Weils aber nicht besteht in eignen gräften, fest die Begier⸗ den an das streuʒ ju heften, so gib mir deinen 6eist, der mich re⸗ giere, zum 6uten führe. 12. Alsdann so werd ich deine huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten, bemühen werd ich mich, herr, dleinen Willen stets zu erfüllen. 13. Ich werde dir zu chren alles wagen, kein sreuz nicht achten, keine Schmach und Pla⸗ gen, nichts von berfolgung, nichts von Todlesschmerzen neh⸗ men zu herzen. 14. Dies alles, ob es zwar flür schlecht zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseite setzen; in 6naden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht be⸗ schämen. 15. Wenn, o herr Jesu, dort vor deinem chrone wird stehn auf meinem haupt die Chren⸗ krone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank singen. Joh. heermann g. 1585 + 1647. ——— Nnael.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. 5 + + arr———.—— 80 9— II—= DDeʒ‚.—= — + H◻1ñꝗ.ꝑ.:..ͥ ¼— 1— e⸗su, dei-ne tie-fen Wun⸗-den, dei-ne Oual ge⸗ben mir zu al-len Stun⸗den Trost in Leibs- 7⁵ und bitt⸗rer Tod und See⸗len⸗-not.) fällt mir et ⸗ was Ar- ges ein, dlei ne pein: denk ich bald an dlie ver⸗-lei- det 5 +——f I I 1.— N— H I + + 11—7— I —.—————.——.————— mei⸗nem her⸗-zen, mit der 2. Will sich denn in Wollust wei⸗ den mein verderbtes fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Lei⸗ llen: bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine 6nad und 6nadenzeichen: bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein herze führen auf die breite Wollust⸗ bahn, da nichts ist als Jubilie⸗ ren, alsdann schau ich emsig an lleiner maͤrter Zentnerlast, die du ausgestanden hast: so kann ich in Andacht bleiben, alle böse lust vertreiben. 4. Jã für alles, das mich Krän⸗ ket, geben deine Lunden fraft; wenn mein herz hinein sich sen⸗ ket, Krieg ich neuen Lebenssaft. Deines Ttostes Süßigkeit wendt Eigene melodie. Sün⸗-de nicht zu scher⸗zen. in mir das bittre Ceid, der du mir das heil erworben, da du für mich bist gestorben. 5. Nuf dich vht ich mein Ver⸗ trauen, du bist meine Zuver⸗ sicht; dein Todʒ hat den Tod zer⸗ hauen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe Teil, bringet mir Trost, Schutz und heil; deine 6nadle wird mir geben Ruferstehung, Licht und Leben. 6. hãab ich dich in meinem her⸗ zen, du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Fampf und Streit. Ich verberge mich in dich, welch feind kann verletzen mich? Wer sich legt in deine Wunden, der hat glücklich überwunden. Joh. heermann g. 1585 + 1647. NAus dem 15. Jahrhundert. —.— 1 Da ze-sus an + 7I. I— * dles freu ⸗-zes Stamm der + I.—— +— — I 1 1 gan- jen Ubelt sünd auf sich nahm, sprach I——.—— +—— , n ̃=nii n, axe ———— er in sei⸗ nen Schmer-zen noch sie⸗ben Uort, die — 5 ä —————————— * las⸗ set uns er⸗ wä⸗ge 2. Zum ersten: vater, strafe nicht an ihnen, was mir jetzt geschicht, weil sie es nicht ver⸗ stehen. Uergib uns, Gott, wenn wir auch noch aus Irrtum Sünd begehen. 3. Zum andern er des Schächers dlacht: fürwahr, du wirst noch vor der nacht in meinem Reich heut leben. herr, nimm uns auch bald zu dir, die wir im Elend schweben. 4. Zum dritten: Deinen Sohn sieh, Weib; Johannes, ihr zu Dienste bleib und sie als Mutter liebe! Uersorg, herr, die wir lassen hier, daß niemand sie be⸗ trübe. 5. Zum vierten sagte er: Mich dürst. O Jesu, großer Lebens⸗ fürst, du hast Durst und Ver⸗ langen nach unsrer Seligkeit, drum hilf, daß wir sie auch empfangen. 6. Jum fünften: 0 mein Gott, mein Gott, wie läßt du mich so in der not! hier wirst du, d nwohl im her⸗-zen. herr, verlassen, daß uns Gott wiedler dort aufnähm; den crost laß uns wohl fassen! 7. Zum sechsten: hiemit ists vollbracht und alles nunmehr gut gemacht. Gib, daß wir auch durchdringen, und was du, herr, uns auferlegst, hilf selig⸗ lich vollbringen! 8. Zum letzten: Ich nun meine Seel, o Gott mein Vater, dir be⸗ fehl zu deinen treuen händken. dies Wort sei unser letzter unsch, wenn wir das Leben enden. 9. Der oft an diese lorte denkt, wenn seine missetat ihn Kränkt, der wird es wohl genießen, weil er durch Gottes 6nad erlangt ein ruhiges õewissen. 10. Uerleih uns dies, herr Jesu Christ, der du für uns gestorben bist, gib, daß wir deine Lun⸗ den, dein Ceiden, Marter, greuz und Tod betrachten alle Stun⸗ en. hann. 6sb. 1646 nach Joh. Böschenstain g. 1472 + 140. 77 Passion Eigene melodie. 1725. 8—— .— + + 1 I II., E,EH I I — — Caßt uns doch Chri-sto dank-bar sein, daß auch läßt uns sein der Sün ⸗de feind, weil ** 1 I 2—ẽ EII I +* I I + + er für uns in gro-ße pein sich wil⸗lig hat len e en ⸗ Wir mit õott ver ⸗süh⸗net seind, nach sei⸗nem il⸗len le⸗ben; * I + 4—— 1 1.— I 1—— lie Lieb er ⸗-zei⸗ gen je⸗der⸗-mann, wie chri-stus —— E. 4722——. I E I—— I I III + 1 + hät an uns ge⸗-tan mit sei⸗ nem bit⸗-tern Lei⸗den. ——.—.— —*——— —————— * o men-schen Kind, be-tracht das recht, wie Got⸗-tes I +— + 7 + H —————— H ö‚—————.n I 1 EEVN . S zorn die Sün ⸗de schlägt, be⸗müh dich, sie zu mei⸗den. hann. osv. 10⁴²σ nach Seb. heyden g. 1494 1 1501. Eigene melodie. 15. ahrhundert. 4—.— 83 e —. +— — lenn mei ne sünd mich krän-ken, o so laͤß mich wohl be⸗ den-ken, wie I— 1 ERT——.—..—jñ.— mein herr Je-su ckhrist, 18 den- au ge stor ben it) und al. ie mei me chul.den. last am SDSSSSSSSSeEeEE I+— 4.— E* E I + + 1 + + I E + T Stamm des heil⸗-gen sreu-zes auf dlich ge⸗nom⸗men hast. 2. 0 Wunder ohne maßen, wenn mans betrachtet recht: es at sich martern lassen der herr ir seinen snecht; es hat sich selbst der wahre õott für mich verlornen menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in 6naden, die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Oual und Glut. 4. Drum saͤg ich dir von herzen setzt und mein Lebenlang für deine Ppein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem rnst zu meiden die sünd- kigene melodie. liche Begier; daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein sereuz und meine pla⸗ gen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir gedluldig tragen; gib, o mein herr und Gott, daß ich verleugne diese belt und folge dem Cxempel, das du mir vorgestellt. 7. Caß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen nächsten lieben, gern dienen sedermann ohn Eigen⸗ nutz und heuchlerschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Caß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in mei⸗ ner letzten Stunden und des ver⸗ sichern mich: Weil ich auf dein Uerdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dlich ewig schau. Justus Gesenius g. 1601 4 1673. Auch nach melodie Ur. 340 zu singen. 16⁰3. 8 +— 2.—— + PE—— I 1 I + + 22 +* +— —— 111 Du gro-ßer Schmer⸗-zen—mann, vom , ů— a + ba-ter so ge⸗schla- gen, herr je-su, dir sei 70 Dank für al le dei⸗ ne pla- gen, für dei ⸗ ne I X I I————H —— + + I I Seelen-angst, für dei ⸗ne band und not, für + I— + E——— — I + I + —. dei ne 6ei⸗he⸗lung, für 2. ANch das hat unsre Sund und issetat verschuldet, was du an unfrer Statt, was du für uns er. duidet. NAch unsre Sünde bringt dich an dlas sreuz hinan, o unbeflecktes ILamm, was hast du sonst getan? 3. Dein Kampf ist unser Sieg, dein Tod ist unser Leben; in deinen Banden ist die freiheit uns gegeben; dein sreuz ist un· ser crost, die Ibunden unser heil, dein Blut das Cösegeld, der ar- men Sünder deil. 4. 0 hilf, daß wir uns auch zum Kampf und Leiden wagen und unter unsrer Last des reu⸗ zes nicht verzagen; hilf tragen mit õeduld durch deine Dornen⸗ Eigene melodie. dei ⸗nen bit⸗tern cdod. kron, wenns kommen soll mit uns zum Blute, Schmach und hohn. 5. Dein Angst komm uns zu gut, wenn wir in Angsten lie⸗ gen; durch deinen Todeskampf saß uns im Tode siegen; durch deine Bande, herr, bind uns, wie dlirs gefällt; hilf, daß wir kreuzigen durch dein Kreuz fleisch und—Welt. 6. Laäß deine Wunden sein die heilung unsrer Sünden, laß uns auf deéinen Tod den Trost im Tode gründen, o Jesu, laß an uns durch dein reuz, Angst und pein dein Leiden, sereuzʒ und Angst ja nicht verloren sein! Adam chevesius g. 150% T 1652. Ursprüngliche form im Anhang. 15²⁵. I + 2—— + 85 I I I 1 2. + DWMDMDHMDNN Ein cämm⸗lein geyt und trägt die Schuld der es geht und bü⸗ ßet in 6e-duld die ISISISISISISISSISSI + 7 II I + + + D + III Welt und ih⸗rer sin⸗der; Sln ⸗den al ⸗ler Sün⸗uler; es geht da⸗ hin, wird matt + 11 I — I—— — EH + — + I und krank, er⸗ gibt sich auf die Wür-⸗ge-bank, be⸗ —E 2 III II —45 —— — +— 1 E —— gibt sich al⸗ler freu den, es nim- met an Schmach, — + 1 + + I— I +— — 2— +—— ..—— hohn und Spott, Angst/ Uun- den, Strie men, +. I I + N I 7 + —— + I I + + + 5, —— Rreuz und Tod und spricht: Ich wills gern lei⸗den. 2. Das Tämmlein ist der große freund und heiland meiner See⸗ len, den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wol⸗ len wählen. 6eh hin, mein seind, und nimm dich an der seinder, die ich ausgetan zur Sträf und Zornesrüten; dlie Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten. 3. Ja, Dater, sa von herzens⸗ grund, leg auf, ich will ddies tragen; mein Wollen hängt an deinem snund, mein Wirken ist dein Sagen. Wunderlieb, o Ciebesmächt, du kannst, was nie kein mnensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen; oliebe, 81 Liebe, du bist stark, du streckest den ins Grab und Sarg, vor dem die felsen springen; 4. Du marterst ihn am sereuzes⸗ stäamm mit nägeln und mit Spießen, du schlachtest ihn als Wie ein Lamm, machst herz und Adern fließen, das herze mit der Seußzer fraft, die Adern mit dem edlen Saft des purpurroten Blutes. O süßes Lamm, was soll ich dir erweisen dafür, daß du mir erweisest so viel 6utes? 5. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dlich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen; du sollst sein meines herzens Licht, und wenn mein heri in Stücke bricht, sollst du mein herze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiemit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. 6. Ich will von deiner Lieblich⸗ keit bei Haͤcht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum freutlenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dlir und deinem lamen für und für in Dankbarkeit ergießen, und was du mir zu gut getan, dãs Will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedlächtnis schließen. 7. Erweitre dich, mein herzens⸗ schrein, du sollst ein Schatzhaus werden der Schätze, die viel größer sein als himmel, meer und Erden. Weg Ehr und Stand ler eitlen Welt, weg Keichtum, Gold und alles Geld, ich hab ein Bessers funden; mein Alets, Schatz, herr Jesu christ, ist dieses, waäs geflossen ist aus deines Ceibes Wunden. 8. Das soll und will ich mir zu Nutz zu allen Zeiten machen, im Streite soll es sein mein sch Schutz, in Traurigkeit mein La⸗ schen, in fröhlichkeit mein Sai⸗ tenspiel, und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dlies Manna speisen; im Durst solls sein mein Wasserquell, in Einsamkeit mein Sprächgesell zu haus und auch auf Reisen. 9. Was schadet mir des Todes Gift? dein Blut das ist mein Le⸗ ben. Wenn mich der Sonne hitze trifft, so kanns mir Schat⸗ ten geben; setzt mir der Piah bei dler Wehmut zu, so find ich be dir meine Ruh, wie auf dem Bett ein Kranker; und wenn des sreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist du dann mein Anker. 10. Wenn endlich ich soll treten ein in deines Keiches freuden, so soll dies Blut mein Purpur sein, ich will mich darin klei⸗ den; es soll sein meines haup⸗ tes Rron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen und dir, dem er mich anbertraut, als eine wohlge⸗ mückte Braut an deiner Seite stehen. paul serhardt g. 1607 1676. mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. Heinr. Isaak O) ca. 1400. + I 1— H DSSSR— ——— + +L V 7 Uelt, sieh hier dein Le⸗ben am SDũö. —..——— 6655.—0——. 2 des sreu-zes schwe -ben, dein heil sinkt in den V * +— + 1 —41 1— H+ —— EII 1 Tod! der gro ße fürst der Ch-ren läßt wil⸗-lig sich be⸗ + 1 I 12— + 1 I + N . + I 1 + 2—— —* II— — schwe⸗ren mit Schlä⸗gen, 6 2. Tritt her und schau mit flei⸗ e: Sein Leib ist ganz mit Schwei⸗ e dles Blutes überfüllt, aus einem edlen herzen vor uner⸗ schöpften Schmerzen ein Seufzer nach dlem andern guillt. 3. Der hat dich so geschlagen, mein heil, und dich mit Plagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Übeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, dlie sich wie Rörnlein finden des Sandes an dem meer, die haben dir erreget das Clend, das dlich schläget, und das betrübte Mar⸗ terheer. 5. Ich hins, ich sollte büßen an händen und an füßen ge⸗ bunden in der höll; die Gei⸗ ßeln und die Banden und was du ausgestanden, das hat ver⸗ dienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Casten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, ja lässest dlich gär würgen für mich und meine Schuld; mir 8³ ohn und gro-ßem Spott. lässest du dich krönen mit Dor⸗ nen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Du springst ins Todes Ra⸗ chen, mich frei und los zu ma⸗ chen von solchem Ungeheur; du stirbst, daß ich nicht sterbe noch ewiglich verderbe; o unerhör⸗ tes Liebesfeur! 9. Ich bin, mein heil, verbun⸗ den all Rugenblick und Stun⸗ den dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen dienst und chr. 10. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins äber will ich tun: Cs soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem herzen ruhn. II. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergetzen, ich sei auch wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschulc und ein Siegel der Lieb und un⸗ verfälschten Treu. 12. Wie heftig unsre Sünden den frommen Gott entzünden, Wie Rach und Eifer gehn, wie grãusam seine Ruten, wie zornig seine fluten, will ich aus diesem Leiden sehn. Passion 13. Ich will daraus studieren, 15. Ich will mich mit dir schla⸗ wie ich mein herz soll jieren mit gen ans Kreuz und dem absa⸗ stillem, sanftem mut und wie gen, was meinem fleisch gelüst. ich die soll lieben, die mich doch as deine Augen hassen, das sehr betrüben mit Lerken, so will ich fliehn und lassen, so die Bosheit tut. vzel mir immer möglich ist. 14. Wenn böse zZungen stechen, 16. Dein Seußzen unddein Stöh⸗ mir olimpf und nanien brechen, nen und die viel tausend crä⸗ so will ich zähmen mich; das nen, dlie dir geflossen zu, die Unrecht will ich dulden, dem sollen mich am Ende in deinen Uächsten seine Schulden verzei- Schoß und hände begleiten zu hen gern und williglich. der ewgen Ruh. paul 6erhardt g. 1607 4 1676. Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. —.— + I——ÿ 387 EE——————— P....... MMMNMNMN S ei mir tau⸗send mal—81½ ller mich ge-su, der du selbst ge⸗bü⸗het das, wo⸗ — I + I + + I I + + EEI! + +—— ———22———. 38‚I. SI.IH————— + I + 1————— I I 1 je und je ge⸗liebt, 1. mit ich aich be⸗trübt. Uch wie ist mir doch so wohl, I I—— —— LI— 1 + wenn ich knien und lie gen soll an dem streu-ze, I— I +—— N 1 I + I 11.— +— 4—4 111 7 dda du stir-best und um mei⸗ ne See⸗le Wir-best. 2. Ich umfange, herz und küsse kann doch, schönster fürst, den der gekränkten unden Zahl so hoch nach uns gedürst, dei⸗ und dlie purpurroten flüsse, dei⸗ nen Durst und Liebsverlangen ne füß und mägelmal. 0 wer völlig fassen und umfangen? 8⁴ 3. heile mich, o heil der Seelen, wo ich Krank undl traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen, und den ganzen Schadlen hin, den mir Adams fall ge⸗ bracht und ich selber mir ge⸗ maäacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all mein Janimer setzen. 4. Schreibe deine blutgen Wun⸗ den mir, herr, in das herz hin⸗ ein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen sein. Du bist doch mein liebstes Gut, da mein ganzes herze ruht, laß mich hie zu deinen füßen deiner Lieb und 6unst genießen! 5. Diese füße will ich halten auf llãs best ich immer kann. Schaue meiner hände falten und mich selber freundaͤlich an von dem hohen sreuzesbaum und gib meiner Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauren schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. —— mel.: herzlich tut mich verlangen. 16⁰01. I 88 haupt, voll Blut und Wun-den, voli o haupt, zum Spott ge⸗ bun- den mit 1 AIEII 1 1 D————.—.—.. I I 1 1.. +— Schmerz und vol ⸗-ler hohn, ei ner Ddor-nen ⸗Kron, ů o häupt, sonst schön ge⸗ I + + + 1 1 —— 1 + + + 1 I + +— D———— zie-ret mit höch ster Chr und Zier, setzt 1 1* I I— 2—— I 1—— I + + R 1—.— +— I... 4— E + I I 1 I N 1 1—3.3..— + 1 IX. * ——— a-ber hoch schimp⸗-fie-ret, ge⸗ grü⸗ßet seist du mir! 2. Du edles Angesichte, davor licht, dem sonst kein Licht nicht sonst schrickt und scheut das gleichet, so schändlich zugericht? roße ibeltgewichte, wie bist du 3. Die farbe deiner Wangen, der 0o bespeit! wie bist du so er⸗ roten Lippen Ppracht ist hin und bleichet! Wer hat dein Rugen⸗ ganz vergangen; des blassen 8⁵ Passion Todes lacht hat alles hinge⸗ nommen, hat alles hingerafft, und daher bist du ommen von deines Leibes graft. 4. Nun, was du, herr, erduldet, ist alles meine Last, ich 0 es selbst verschuldlet, was du ge⸗ tragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hãt; gib mir, o mein Erbarmer, len Anblick deiner 6nad! 5. Erkenne mich, mein hüter, mein hirte, nimm mich an! Uon dlir, Ouell aller üter, ist mir viel Guts getan; dein Mund hat mich gelabet mit ilch und sü⸗ her sost, dein 6eist hat mich 19—— mit mancher himmels⸗ Ust. 6. Ich will hie bei dir stehen, verächte mich doch nicht! Uon dir will ich nicht gehen, wenn Uir llein herze bricht; wenn dein Herz wird erblassen im letzten Lollesstoß, alsdann will ich dich 500 in meinen Arm und Schoß. ö 7. Es dlient zu meinen freuden und tut mir herzlich wohl, Mel.: christus, der uns selig macht. wenn ich in deinem(eiden, mein heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem sreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl ge⸗ schähe mir! 8. Ich dlanke dir von herzen, 0 Jesu, liebster freund, für dei⸗ nes Todes Schmerzen, da dus so gut gemeint. Nch gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun er⸗ kalte, in dir mein Endle sei. 9. Wenn ich einmal soll schei⸗ den, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür! Wenn mir am allerbängsten wird um das herze sein, so reiß mich aus den Peinn kraft deiner Angst und ein! 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner sreuzesnot! Dã will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich sest an mein herz drücken: wer so stirbt, der stirbt wohl. pPaul 6erhardt g. 1607 4 1676. Altkirchlich. 1531. 89 * E Je-su, dei-ne bas-si-on will ich jetzt I —. —— 1— 23— 1 I 1 I 1 + — I be⸗den ken; wol ⸗lest 7 mir vom him⸗mels⸗-thron 86 F I set = +— — 66 ron — V — + + +—— + 1 . DIJIJ— —— 2.—.—— — — Geist und An⸗ dacht schen-ken! — In dem bil⸗=de — — 4..— 1 jetzt er- schein, Je ⸗su, mei⸗»nem her⸗ jen, wie ——.—— D.j— *——3—— + 44— ꝗ ———— 3—— du, un⸗-ser heil zu sein, 2. Meine Seele sehen mach dei⸗ ne Angst und Bande, deine Speichel, Schläg und Schmaäch, deine sreuzesschande, deine Gei⸗ ßel, Dornenkron, Speer⸗ und nägelwunden, deinen Tod, o Goftessohn, der mich dir ver⸗ bunden. 3. Laß mich aber nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die frucht verstehen. Ach die Ur⸗ sach iwar auch ich, ich und meine Sünde, diese hat gemartert dich, daß ich 6nade fünde. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies in Buß und keue, hilf, daß ich mit Sünde nicht martre dich aufs Elgene melodie. lit test al le Schmer-zen. neue. Sollt ich dazu haben Lust und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt mit so großem Leidlen? 5. Wenn mir meine Sünde will mächen heiß dlie hölle, Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle, dich und deine Pas⸗ sion läß mich gläubig fassen! Liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gib auch, Jesu, daß ich gern dir das freuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Gelluld in plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dlies Callen,(vessern Dank ich dorten geb,) Jesu, dir gefallen! Sigism. v. Birken g. 1626 + 1681. 16⁰61. 4½% 1 I H EE EEI 143 90 5— e· su, mei⸗nes Le⸗bens Le ⸗-ben, Je:su, mei:nes dler du dich für mich ge⸗ ge⸗ben in dlie tief⸗ ste 87⁷ To-des Tod, See⸗-lennot, in dlas äu-Her-ste Uer der-ben, nur daß J— — — 5 — — N ———— mal sei dir, lieb⸗ ster Je- su, dank da-für! 2. Du, ach du hast ausgestan⸗ dlen Lästerreden, Spott und hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Got⸗ tessohn, nur mich Armen zu er⸗ retten von dles Teufels Sünden⸗ ketten. Tausendtausendmal sei lir, liebster Jesu, Dank dafür! 3. Du hast lassen Wunden schla⸗ gen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine plagen, um zu setzen mich in Kuh. Ach du hãst zuů meinem segen lassen dich mit fluch belegen. Tausend⸗ tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 4. Man hat dich sehr hart ver⸗ höhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dlich ge⸗ krönet; was hät dlich dazu be⸗ wegt? daß du möchtest mich er⸗ getzen, mir die Chrenkron auf⸗ setzen. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 5. Du hast wollen sein geschla⸗ fl zu Befreiung meiner pein, Alschlich lassen dich anklagen, llaß ich könnte sicher sein; daß ich möchte trostreich prangen, häst du sonder Trost gehangen. Tausendtausendmal sei dir, neb- ster Jesu, Dank dlafür! 6. Du hast dlich in Uot gestecket, hast gelitten mit eduld, gar len herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld; daß ich würde losgezählet, häst du wollen sein gequälet. Täusenck⸗ tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 7. Deine demut hat gebüßet meinen Stolz und bermut, dein Tod meinen Tod versüßet, es kommt alles mir zu gut; dein Verspotten, dein Uerspeien muß zu Chren mir gedeihen. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! 8. Uun, ich danke dir von her⸗ zen, Jesu, für gesamte Not, für die Dunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod: für dein Zittern, für dein Zagen, für dein tausendfaches Plagen, flir dein Nch und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Ernst Christ. Bomburg g. 1605 + 1681. —— mel.: Herr Jesu christ, meins Lebens licht. 16²⁵. 97—— ++.— + I— I I HE 1 + I 1 1 V—— SIFIFIFIFIFIFIFIFIFFAFEI—— I 1 + 1— + see-le höch-stes öut, das stärkt, das läbt, das — macht al-lein mein herz von al-len sün-den rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, Lebenssaft gibt mir stets neue mein Chrenkleid, dein UnschuldLebenskraft. und Gerechtigkeit macht, daß 4. herr Jesu, in der letzten Hot, ich kann vor Gott bestehn und wenn mich schreckt Teufel, 60¹ zu der himmelsfreud eingehn. und Tod, so laß ja dlies mein 3. 0 Jesu Christe, ottes Sohn, Labsal sein: dein Blut macht mein Trost, mein heil, mein öna⸗ mich von Sündlen rein. denthron, dein teures Blut, dein Joh. Olearius g. 1611 4 1684. — – mei.: Rus tiefer not schrei ich zu dir. arei. I.—— 92... + err Je⸗-su, dei⸗ ne Angst und pein Und laß mir vor Au⸗ gen all- jeit sein, die YI— ia— llein be⸗trüb⸗tes Cei⸗den ů 1. Sün-de zu ver-mei⸗ den.) Laß mich an dei⸗ne gro⸗e Not und .— dei⸗nen her⸗ben bittern Tod, die-weil ich le ve, den⸗ken! 89 i 8 B—' ————————— SS RNREENRNE 2. Caß deiner Seele höllenqual, dein Angst und blutig Schwitzen und übrig Elend alljumal, dar⸗ in du mußtest sitzen, mir öfter⸗ malen fallen ein und eine starke Warnung sein vor Sünd und Missetaten! 3. Die lunden alle, die du hast, hãb ich dlir helfen schlagen, auch meine große Sündlenlast dir aufgelegt zu tragen. Ach liebster heiland, schone mein, laß diese Schuld vergessen sein, laß õnadle vor kecht gehen! 4. Du hast verlassen deinen Thron, bist in das Elend gangen, ertrugest Schläge, Spott und hohn, mußtest am sereuze han⸗ mel.: Werde munter, mein 6emüte. gen, auf daß du für uns schaff⸗ test Rat und unsre schwere misse⸗ tãt bei Gott versöhnen möchtest. 5. Drum will ich jetzt zur Dank⸗ bärkeit von herzen dir lobsin⸗ gen, und wenn du zu der Selig⸗ keit mich wirst hinkünftig brin⸗ gen, so will ich daselbst noch viel mehr, zusamt dem ganzen himmelsheer, dich ewig dafür loben. 6. herr Jesu, deine Angst und Ppein und dein vetrübtes Leiden laß meine letzte Zuflucht sein, wenn ich von hier soll scheidlen. Ach len daß ich durch deinen Tod fein sanft beschließe meine not und selig sterbe. Amen. nach Tob. Clausnitzer g. 16018 4 1684. Joh. Schop 1642. + + E I — I I * +2....— * er am sreuz ist meine Lie ⸗be, mei⸗ne Ueg ihr ar⸗ gen See⸗len⸗die-be, sSatan, I +— + —U — 1 — 4— 1 E + lieb ist Je⸗-sus christ. à Ielt ung flei ⸗sches List) ku-re Lieb ist nicht von Gott, —4 I + 1—E 1 I— E 112 1 I I II eu⸗re lieb ist gar der kod. der am Kreuz ist +— L 1 + + D doCitTtc eFrdi, 1—— 1 2 mei- ne lie⸗be, weil ich mich im Glau⸗-ben ü⸗be. —727. 2 2. Der am sereuz ist meine Liebe. frevler, was befremdet dlich, daß ich mich im Glauben übe? Jesus gab sich selbst für mich. 5so ward er inein friedeschild, aber auch mein Cebensbild. Der am streuz ist meine Ciebe, weil ich mich im 6lauben übe. 3. Der am sereuz ist meine Liebe. Sünde, du verlierst den Sturm. weh mir, wenn ich den be⸗ trübe, der statt meiner ward ein Wurm! freuzigt' ich nicht Gottes Sohn? trät ich nicht sein Blut mit hohn? Der am sereuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am sereuz ist meine liebe. Schweig, õewissen, õott vergibt. Däaran preist Gott seine Liebe, daß sein Sohn stirbt, der mich liebt. Wer verdammt nun? Gott Eigene melodie. ist hier, Gott verzeiht durch Chri⸗ stum mir. der am kreu ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am sereuz ist meine Liebe. seine not, schwer, hart und groß, hunger, blöße, henkers⸗ iebe, nichts macht mich von Je⸗ u los, nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Kuhin, Engel nicht, kein fürstentum. der am freuz ist meine Liebe, weil ich mich im 6lauben übe. b. Der am fereuz ist meine Liebe. stomm, Tod, Romm, mein bester freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint; da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seele Bräuti⸗ gam. Der am sereuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glau⸗ ben übe. Ahasverus fritsch(7) g. 1629 1701. 9⁴⁰ —— 23 I 1 du Lie-be mei⸗ ner Lie⸗be, du er⸗ der du dich aus höch⸗stem Trie ⸗be in das 4 I 1———4— I 1 EE + E I + + 1—.4 I— wünschte SerlgReit, gei⸗nes Lei⸗dens mir zu gu⸗te jam-mer⸗vol le Leid + 1 I— +— +——— als ein Schlacht-schaf ein ⸗-ge⸗stellt und be⸗-zahlt mit 9¹ 2. Liebe, die mit Schweiß und Tränen an dem ölberg sich be⸗ trübt, iebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest ge⸗ liebt, Liebe, die mit allem Wilien Gottes Zorn und eifer trägt, den sonst niemand konnte stil⸗ en dlen hat dein Tod hinge⸗ egt. 3. Liebe, die mit starkem her⸗ zen alle Schmach und hohn ge⸗ hört, Liebe, die nicht Angst und Schmerzen noch der strenge Tod versehrt, Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Kraft und Ntem endt, Liebe, die sich liebend nei⸗ get, als sich Leib und Seele trennt; 4. Liebe, die mit so viel Lun⸗ den gegen mich als seine Braut unauflöslich sich verbunden Fnel.: christus, der uns selig macht. llei nem blu⸗te al⸗le Mis⸗ se⸗tat der Uelt; und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine Schmerzen, mei⸗ nes LCebens Jammerpein in dem blutverwundten herzen sanft in llir gestillet sein! 5. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend õut an dem sreuzesholz erworben, ach wie dank ich deinem Blut, ach wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in den Leidensstunden sanft in deiner Seite ruh! 6. Liebe, die sich tot gekränket und für mein erkaltet herz in ein kaltes Grab gesenket, ach wie dank ich deinem Schmerz! habe Dank, daß du gestorben, dlaß ich ewig leben Kann, und der Seele heũ eriworben: nimm mich ewig liebend an! Flisabeth v. Senitz g. 16020 1 1679. Altkirchlich. 1531. 95— 2—— ASEEE WSEE I I + 1 * 4* 15 ö 2 glei⸗ten gen Je⸗ ru-sa-lem hin⸗auf, tritt ihm an die Sei⸗-ten! —— I— I 21D1 — 1 2—. ——.I 1 +—— In der An⸗dacht folg ihm nach zu dem bit-tern Lei-den, NH//— is DIö 7 I— 2— + 1— II 1——— —— bis du aus dem Un⸗- ge-mach zu ihm wirst ver ⸗schei⸗den. 2. Seele, siehe, Gottes LCamm gehet zu dem Leiden, deiner Secle Bräutigam als zu hHoch⸗ zeitfreulen. Geht, ihr Töchter von Zion, Jesum zu empfangen, sehet ihn in seiner ron unter Dornen prangen! 3. Du ziehst als ein König ein, wirst auch so empfangen, aber Bande wärten dein, dich damit zu fangen. für die Chre hohn und Spott wird man dir, herr, geben, bis du durch des sreuzes kod schließen wirst dein Leben. 4. Das sereuz ist der Königs⸗ thron, drauf man dich wird setzen, dein haupt mit der Dor⸗ nenkron bis in Tod verletzen. Jesu, dein Reich auf der Welt ist in lauter Leiden; so ist es von dlir bestellt bis zum letzten Scheiden. 5. Du wirst, herr der herrlich⸗ keit, ja wohl müssen sterben, daß des himmels Ewigkeit ich dadlurch mög erben. Aber ach, Wie herrlich glänzt deine sron von ferne, die dein siegreich haupt bekränzt, schöner als die Sterne! 6. Liebster Jesu, nun Glück zu! Es muß dir gelingen; nach der Stillen⸗-freitags⸗-Ruh wirst du freude bringen. Tritt nur auf die Todesbahn, die gestreuten palmen bilden dir den Sieg vor⸗ an ãus den osterpsalmen. 7. Iaß mich diese Leidenszeit fruchtbaͤrlich bedenken voller Andacht, Reu und Leid, mich darüber kränken! Auch dein Leiden tröste mich bei so vielem Jammer, bis nach allem LCeiden ich geh zur Ruhekammer. Abraham felesel g. 1636 1 1702. mel.: Uebster Jesu, wir sind hier. 4 Kud. Ahle 1664. — 96. I +— 1 Nei ne Seel, er munt ⸗- re llich, wie er für dich gi vetich, 1— 1 21 rN 1 — I 2——— ⸗ dei-nes Je- su Lieb be⸗den-kRe; darauf dei- ne An-dacht len-ke! 9³ uch er-wäg die +*— I I SPID‚I‚IE‚IEIEEIEIEIIII... 0 1.——— e gro-ße Treuge und dich dlei- nes Je-su freu-e! 2. Sich, der wahre ottes Sohn 6. Du, mein Jesu, du, mein heil, ist für dich ans holz gehänget, dir will ich mich ganz verschrei⸗ sein haupt trägt die Vornen⸗ben, daß ich dir als meinem deil kron, sein Leib ist mit Blut ver⸗einzig will getreu verbleiben, menget, er läßt sich für dich verwunden; wo ist größre Lieb gefunden? 3. Du, du solltest große Pein ewig leiden in der hölle und von Gott verstoßen sein wegen vieler Sündenfälle; aber Jesus trägt die Sünden, läßt dich wie⸗ der 6nade finden. 4. Durch sein Leiden ist gestillt ueines ottes 3orn und Rache, er hat das Gesetz erfüllt, gut gemacht die böse Sache, Sünde, Teufel, Tod bezwungen und den himmel dir errungen. 5. Ich kann nimmer, nimmer⸗ mehr das Geringste nur ver⸗ elten, er verbindt mich allzu⸗ ehr; meine Trägheit muß ich schelten, daß ich ihn so schlecht geliebet und noch gar mit Sünd betrübet. Eigene melodie. dir zu leben, dir zu leiden, dir zu sterben, dir ju meiden. 7. Du, mein Jesu, sollst es sein, den ich mir zum Zweck gesetzet, wie du mein, so will ich dein bleiben stets und unverletzet; was du liebest, will ich lieben, was dich kränkt, soll mich be⸗ trüben. 8. DDas du willst, das sei mein ill, dein Wort meines herzens Spiegel; wenn du schlägest, halt ich still. Dein Geist bleibt mein Pfand und Siegel, daß ich soll dlen himmel erben; darauf kann ich In sterben. 0 9. Nun, so bleibt es fest dabei: Jesus soll es sein und bleiben, dem ich lebe, des ich sei, nichts soll mich von Jesu treiben. du wirst, Jesu, mich nicht lassen, ewig will ich dich umfassen. Joh. Fasp. Schade g. 1666 4 1608. ANlch nach melodie ur. 307 zu singen. 17⁰⁴. W.Ne⸗ su, crost der ar- men See-len, du läßt dich I + 224—— I 7+795.— + I wil⸗lig⸗lich mei⸗net⸗we⸗gen quä⸗len. Ach wie kann ich nun 94 NVe n — V — I I 2— 1 — 1 I I 1+— 1 SZSJ——— EEE + — —— Fi. ver a· gen? denn du hãst al ͤle Last mei ⸗ner Schuld ge⸗tra⸗gen. 2. Dein Blut rann mit reichen flüssen, dessen Kraft uns ver⸗fl schafft, daß wir Trost genießen. kaß mich dliese flut erquichen, meinen seist, der dich preist, zu dit 11n zu rücken. 3. Dieser Strom führt in den himmel; dort, ach dort ist der ört, wo kein Weltgetümmel. Dähin steht nun mein Verlan⸗ gen; Ehr und Gut soll den Mut nimmer wieller fangen. 4. Dein Blut soll mich stets ver⸗ gnügen, ich will nun in dir ruhn und ganz sicher liegen. Ich will zu den Wunden eilen, denn hier kann jedermann seine srankheit heilen. 5. Kränk bin ich an Sünden⸗ wunden; krank und schwach schrei ich nach dir, bis ich dich funden. Ich will zu dir, Jesu, iehen, doch du mußt aus dem Wust mich selbst zu dir gehen, 6. WDie du an dein Kreuze tatest, als du dort, liebster Hort, für die feinde vatest. ob mich spät die sünden reuen, hoff ich doch mich wird noch deine onad erfreuen. 7. Ich will mich mit Tränen netzen und mein herz soll im Schmerz sich zum sreuze setzen. hier wulich dich ganz umfassen, Gottes Lamm, Präutigam, du wirst mich nicht lassen. 8. Laß mich nicht am letzten Ende! Da hilf mir, wenn zu dir ich mich gläubig wende; da laß mich dein Blut erquicken! 50 kann ich seliglich mich zum Sterben schicken. py. Balth. Sinold g. 165⁷7 + 1742. mel.: Zesus, meine Zuversicht. —— 98 Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³. I + —1—— I 1 W NI ee-le, geh auf Gol-ga-tha, setz(lich und be⸗- den ⸗ ke, was dich da für ein ER —E.— — ——— un-ter Je⸗ su sereu- ze Trieb zur Bu- ße rei- ze. wiulst du. un-emp⸗- S.S. I.............. + 11 I 222 +— EII— I—— find-lich sein, o soj bist du mehr als Stein. 9⁵ 2. Schaue doch das Jammer⸗ bild zwischen Erd und himmel hangen, wie das Blut mit Strö⸗ men quillt, daß ihm alle graft vergangen. Ach der übergroßen lot: es ist gar mein Jesus tot! 3. O lamm sottes ohne Schuld, alles das hatt ich verschuldet, und du häst aus großer hulld Pein und cod für mich erduldet; dlaß ich nicht verloren bin, gibst du dich ans sereuze hin. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine Liebe; schaue von des sreuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe; dein im Blüte wallend herz setzet mich in tausend Schmerz. 5. Nun, was schenk ich dir da⸗ für? Ich will dir mein herze geben, dieses soll beständig hier unter deinem sereuze leben. Wie du mein, so will ich dein le⸗ bend, leidend, sterbend sein. 6. Laß dein herz mir offen stehn, öffne deiner Wunden Tü⸗ re; da hinein will ich stets gehn, wenn ich Kreuzundnot verspüre, wie ein hirsch nach Wasser dürst, bis du mich erquicken wirst. 7. freuzige mein fleisch und Blut, lehre mich, die Weit ver⸗ schmähen, laß mich dich, du höͤchstes Gut, immer vor den Augen sehen, führ in allem sreuze mich wunderlich, nur seliglich! 8. Endlich laß mich meine lot alich geduldig überwinden, nir⸗ gend sonst wird mich der Tod, als in deinen Wunden finden; wer darin sein bette macht, spricht juletzt: Es ist vollbracht. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1737. —— Mel.: 0 Uelt, ich muß dich lassen. Urrsprüngliche form iin Anhang. heinr. Jaak() ca. 1400. 99 24 E 1—.—. — Brunn⸗quell al ⸗ ler Lie ve gabst * —* —.——. I.— ö SPSDSPSPSPPIIIIIIIII— * llich aus Lie ⸗-bes trie be für uns in tie ⸗fe Le⸗ben für uns zum op ⸗ fer I 1 H 9ge-ben, uns 3u 90 * 1 7 N 1 I I ——— er—ret-ten von dem dold. 2. Du liebtest die õemeine und mächtest sie ganz reine von Sün⸗ den durch dein Blut; du hei⸗ ligtest die Seelen, die dich zum Schätz erwählen, durch dliese teure Lebensflut. 3. Nch laß dein heilig Leiden allch unsre Seelen kleiden mit Schmuck der heiligkeit, laß dei⸗ nen 6eist und õaben auch unsre herzen laben in wahrer Glau⸗ bensfreudligkeit! 4. Die alte Lust der Sünden hilf uns nun überwinden als dein erlöste Schar! Da deine 6nad erschienen, so stell uns, dir zu lienen, voll neuer sraft und Cebens dar! peter Busch g. 1682 + 1744. 1 kigene melodie. 1735. 100*— +— ů E—— 2———— 1. NMMDNDNti⸗ nes wünsch ich mir vor al ⸗lem se⸗lig läßts im Trä- nental sich I— 1 I— 5432222775— 20 EEH —.—.———— 1 an-dern, ne Sei se srüh und spat, wan⸗- dern, wenn dies Ein ne mit uns geht: —1 I IEII ů iSiDSDSDEiiEiEiEEEESIEIE Un⸗-ver⸗rückt auf Ei ⸗ nen ller mit blut⸗gem Schweiß und Mann zu schau⸗-en, à ToPdes grau⸗en/ auf sein Ant-litz nie⸗der⸗sank 2. Cwig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des sereujes Stamm; wie er dür⸗ stend rang um meine Seele, daß 15 ihm ju seinem Lohn nicht ehle, und dann auch an mich ⁷ und den gelch des Ua⸗ters trank. gedlacht, als er rief: Es ist voll⸗ brächt. 3. Jã, mein Jesu, la mich nicht vergessen meine Schuld und dei⸗ ne huüuld. Als ich in der fin⸗ sternis gesessen, trugest du mit mir Geduld, hattest längst nach deinem Schaf getrachtet, eh es Paäsfion= auf des hirten Ruf geachtet, und Jesusnamen brennend in mein mit teurem Lösegeld inich er⸗ Herz hinein! mit dir alles tun kauft von dieser Welt. und alles lassen, in dir leben und 4. Ich bin dein, sprich du dar- in dir erblassen, das sei bis zur auf ein Amen! Treuster Jesu, du letzten Stund unser Wandel, un⸗ bist mein. Drücke deinen süßen ser Bund. niv. ænapp g. 1708 1 1804. Begräbnis Jesu. mel.: nun laßt uns den Leib begraben. Georg Rhau 1544. K.—.—— Hrad n— Der du, herr Je- su, Ruh und Rast in —..— ̃— 2— 2— H+ ——— ———— I I 1.—— I— lei⸗-nem 6rab ge⸗hal-ten hast, gib, daß wir in dir —.— 11 ů———931 ———— ru-hen all, und un-ser Le-ben dir ge⸗fall. 2. Uerleih, o herr, uns Stärk 3. Wir danken dir, o Gottes⸗ und mut, die du erkauft mit lamm, getötet an dles Freuzes deinem Biut, und führ uns in Stamm. Laß ja uns Sündern des himmels Licht zu deines Ua⸗ deine bein den Eingang in das ters Angesicht! Leben sein! 6eorg Werner g. 1589 4 1643. Nach d. Cat. Qui jacuisti mortuus. eigene meiodie. 1628. 5 I x + DDSDSSE E 1— 570—— E +—— HGTGNTGNTONH O crau- rig⸗ keit, o her-ze- leid, 22— I LI I IL + 1 1 1— III ist das nicht zu be⸗ kla- gen? Gott des ba⸗ters 98 grund SSSDSSSSS ͤ— 4 EA ————————————— ei„nigs sind wird ins 6rab ge⸗= tra- gen. 2. O große not, des Todes Tod ist selbst am kreuz gestorben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. 0 menschenkind, nur deine Sünd hät dieses angerichtet, da du durch die missetat warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gottes- lamm, liegt hie mit blut be⸗ flossen, welches es ganz mildig⸗ lich hat für dich vergossen. 5. O süßer mund, o Glaubens⸗ grund, wie bist du doch zer⸗ schlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6.O lieblichs Bild, schön, zartund mild, du Schmerzsohn der Jung⸗ frauen! Niemand kann dein hei⸗ ßes Blut sonder Reu anschauen. 7. Hochselig ist zu jeder frist, der dieses echt bedlenket, wie der herr der herrlichkeit wird ins Grab versenket. 8. 0 Jesu, du mein hülf und Ruh, ich bitte dich mit Tränen: hilf, daß ich mich bis ins 6rab möge nach dir sehnen. b. 1 Würzburg 1628. U. 2-8 Johann Rist g. 10⁰0⁷ 1667. mel.: 0 Traurigkeit. 80 ru hest du, o mei- ne Ruh, LI.———— I 1 in dei⸗ ner Gra⸗ bes⸗- höh⸗-le, und er⸗wek⸗kest 43.—— I + + 1 durch den Tod mei ne toie See-le! 2. man senkt dich ein nach vie⸗ 3. Nch bist du Kalt, mein rost ler pein, du meines Levens Le- und halt! Das macht dlie heiße ben ldich hat jetzt ein feisengrab, Liebe, die dich in das kalte õrab fels des heils, umgeben. durch ihr feuer triebe. 90 passion 4. O Lebensfürst, ich weiß, du wirst mich wiedler auferwecken; sollte denn mein gläubig herz vor der õoruft erschrecken? 5. Sie wird mir sein ein käm⸗ merlein, da ich auf Kosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und 6õrab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt, doch wird er auf⸗ erstehen undl in ganz verklärter Zier aus dem õrabe gehen. 7. Indes will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod gedenken. Salomo franck g. 1659 1727. Eigene melodie. 15. ahrhundert. I——5— —¹* Z..——— 1 — T Alu-so hei-lig ist der Tag, daß ihn nie⸗mand I U — 2.— +— + I + XE 5 E .n + — mit Co⸗ben er⸗fül⸗len mag; denn der ei⸗ ni⸗ge Got⸗tes⸗sohn, 4—— S!s!““— der die höl-le ü⸗-ber-wand und den lei⸗ di⸗ gen + + +. 1 EI +——— + 42——11 +— I E 4244 2.—— I + + Teu-fel dar-in- nen band, da⸗ mit er-löst der 1 + I— 1 N + 1 + I Aus dem. Jahrhundert. nach dem Latein. des Venantius fortunatus im o. Jahrhundert: Salve, festa diex. 101 ostern EEEEEEE kigene melodie. Strophe 1. 12. Jahrhundert. DE LI 1 NNMN Cyrist ist er„ stan den von der I 1 +— 1 12.— + II1 + + IE +— ——.— +. *—— mar ⸗ter al-le; des solln wir al le froh sein, — 2.— I 1 I— N + I— +—— II —————— 3——— hrist will un ser dTrost sein. häl ⸗ le⸗-lu-jal Strophe 2. I E +— ů— + +— 4 DRD.— Uär er nicht er ⸗stan den, so wär die Weilt F.2—.— + 4.—..—: . E—— — ⁊*᷑í—lÄ ver ⸗ gan-gen; seit daß er er ⸗-stan⸗ den ist, so lob'n wir den Va⸗ ter Je-su christ. hal ⸗le-lu-ja! Strophe 3. —.—. E + V f EAH —DIIIT——.— S 3n Larl — al-le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. hal ⸗le⸗lu⸗ja! Aus dem 33. Jahrhundert. 10² l lert. E in, ieee W EEEEEEE kigene melodie. 14. Jahrhundert(). 1 I + I 10⁰ 4 E.E LI I + 4.— 1-stan- den ist der hei-lig christ, ̃— I I 1+————E*— häl- le ⸗ lu-ja, hal-le⸗ lu⸗ja, der al⸗ ler Uelt —+4 I— 1 ein Trö⸗ ster ist, hal ⸗le 2. Und wär er nicht erstanden hehr, halleluja, halleluja, die elt alsdann vergangen wär, halleluja, halleluja! 3. Doch seit daß er erstanden ist, Halleluja, halleluja, so lo⸗ ben wir den herren Christ, hal⸗ leluja, HBalleluja! 4. 0 Jesu, liever herre Sott, Halleluja, halleluja, behüt uns „lu-ja, hal-le⸗-lu-ja! vor der Sünden not, halleluja, halleluja! 5. Gib, daß wir von dem Tod erstehn, halleluja, halleluja, mit dir ins neue Leben gehn, hal⸗ leluja, halleluja! 6. Zu dlieser österlichen Zeit, hallelusa, halleluja, sei õott der herr gebenedleit. Halleluja, hal⸗ leluja! Aus dem 14. Zahrhundert. ach dem Lat. Surrexit Christus hodie. Eigene melodie. Jos. Elug 1535. — + 1 1⁰⁷ 7 e⸗sus chri-stus un- ser hei-land, 1— E 3 1 + + 1 der den Tod ü- ber⸗waänd, ist auf-er-stan-den, — +.— 1 1— — S——n die Sünd hat ) Bindung Str. 3. er ge⸗fan-gen. +— hãl-le lu-ja! 103 EEEEEE 2. Der ohn Sünden war ge⸗ 3. Tod, Sünd, Leben und 6e⸗ born, trug für uns ottes 3orn; nad, alls in händen er hat; at uns versöhnet, daß uns öott er kann erretten alle, die zu ein huld gönnet. Halleluja! ihm treten. Halleluja! Dr. Martin Juther g. 1485 1540. eigene meiodie. Joh. Walther 1524. 1⁰———— hrist lag in To⸗des⸗-ban ⸗den, für uns= re der ist wie⸗dler er ⸗standen und hat uns Wrachtaas Lecben; des wir sol · len fröh · lich sein, dott lo⸗ben — V —b.——— + X . und dank⸗bar sein und sin⸗gen hal⸗le ⸗lu⸗ja. hal ⸗le⸗lu⸗ja! 2. Den Tod niemand zwingen den codverschlungen. Dieschrist konnt bei allen menschenkin⸗ hat verkündet das, wie ein Tod dern; das macht' alles unsre den andern fraß, ein Spott aus Slind, kein Unschuld war zu dem Tod ist worden. Halleluja! finden. davon kam der Tod 5. hie ist das recht osterlamm, so bald und nahm über uns davon wir sollen leben, das sich bõewalt, hielt uns in sein' m Reich an des sereuzes Stamm in heißer gefangen. Halleluja! Lieb gegeben; des Blut zeichiiet 3. Jesus christus, Gottes Sohn, unsre Tür, das hält der Glaub an unser Statt ist kommen und dem Tod für, der Würger kann hat die Sünd äabgetan; damit uns nicht rühren. Hallewija! demod genommen allsein zecht 6. So feiern wir das hoh ßest und sein ewalt; da bleibt nichts mit herzensfreud und Wonne, denn Tods Gestalt, den Stachel das uns der herr scheinen läßt. hat er verloren. halleluja! Er selber ist die Sonne, der durch 4. Es War ein wunderlich rieg, seiner önade Glanz erleucht't (a Tod und Leben rungen; das unsre herzen ganz; der Sünden leben behielt den Sieg, es hat Nacht ist pvergangen. halleluja! ) Bindung Str. I. 1⁰⁴ EEEEEEEEE 7. Wir essen und leben wohl will die Speise sein und speisen zum süßen brot geladen, der dlie Seel allein; der Glaub will alt Sauerteig nicht soll sein bei Keins andern leben. halleluja! dlem Wort der naden. Christus kigene melodie. Dr maͤrtin Luther g. 1483 + 1546. Uik. hermann 1360. I I e 2—— 2—— 109⁰⁰ r- schie- nen ist der herr⸗lich Tag, dran sich E 1 + 12.—. 1— I nie mand gnug freu⸗ en mag; Christ, un ⸗ ser herr, heut 2. Die alte Schlang, die Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Todd erstaͤnden ist. hallelusa! 3. Sein käub der Tod mußt geben her, das Leben siegt und wardl ihm herr, zerstört ist nun all seine macht, Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja! mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 4. Die Sonn, die Erd, all serea⸗ tur, alls, was betrübet war zu⸗ vor, das freut sich heut an dliie⸗ sem Tag, da der Welt fürst dar· nieder lag. halleluja! 5. Drum wir auch billig fröh⸗ lich sein, singen das halleluja fein und loben dich, herr Jesu Christ; zu Trost du uns erstan⸗ den bist. halleluja! Uiklas herman 161. nik. hermann 1560. + 1—— E — IIO 4+ 4 ir dan⸗ken dir, herr Je ⸗su Christ, daß du vom 2—E 1+— + 1—— ———— 1 ...... —— Tod er· standen bist und haͤst dem cod zer⸗-stört sein macht 10⁵ EEEEEEEE LX 2ꝰ. 1 I I I— + ++ + N +—E 1 ⁊—* + H+ +* + N I— + 1+—— I IS 1 1 * SZ.... —— und uns das e-ben wie⸗der-bracht. häl ⸗le⸗ lu⸗ja! 2. Wir bitten dich durch deine 3. Gott Vater in dem höchsten 6nad, nimm von uns unsre Thron samt seinem eingebornen Missetat und hülf uns durch die Sohn, lem heilgen Keist in glei⸗ Glite dein, daß wir dein treuencher Leis in Ewigkeit sei Cob Diener sein. Halleluja! und Preis. Halleluja! Thomas hartmann g. 1548 4 1609. Ligene melodie. 1601.— Auch nach melodie Ur. 100 ju singen, wenn man die eingeklammerten halleluja fortläßt. 42———.— +—— n F. ———————.— 2— + · vom Toll ist er⸗stan⸗Aen schon Hal⸗le⸗Iu⸗ja, hal⸗le · lu jã/) I 1¹ EII— 2—— I— SSSPSPSPIPIPISIPIIIIII— 2225 +— 12— LI— IIEE—.—— mit gro⸗ser pracht und herr-lich⸗RKeit; des dank'n wir — E I + I—— + I E+ II E 1— E— —— E——————— 3—D ZDE 1222— 1 I —27 —— ihm in E-wig⸗Keit. hal-le-lu-Ja.(hal-le-lu-jahj 2. dem Teufel hat er all sein Freuden in dein herrlichkeit. Macht zerstort und ihn zu Boden Hallelusa.(Hallelusa) bracht halleluja, halleiuja,) wie 4. Hie ist doch nichts als Angst pflegt zu tun ein Wwaltig held, und mot, von indheit an bis in der seinen feind gewaltig fällt. den Tod(Halleluja, hallelusa,) Hallelusa.(Halleluja) dort aber in des himmels Thron 3. O auferstandner Jesu Christ, folgt auf den KRampf die Chren⸗ der du der Sünder heiland bist Kron. Hallelusa.(Hallelusal) (Hälleluja, halleluja, flihr uns 5. nun kann uns kein feind durch dein Barmherjigkeit mit schaden mehr; ob er gleich murrt, 10⁰ EEEEEEEEEEEETT ists ohn õefahr Halleluja, halle· luja,) darnieder liegt der arge feind, wir aber Gottes sinder seind. Halleluja.(Halleluja)) 6. Des danken wir ihm allzu⸗ gleich und sehnen uns ins him⸗ melreich(Halleluja, Halleluja). Es ist am End, Gott helf uns Mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. alln, so singen wir mit großem Schalln: Hälleluja.(Halleluja3) 7. Gott Uater in dem höchsten Thron, samt seinem eingebornen Sohn,(Halleluja, halleluja,) dem heilgen Geist in gleicher eis in Ewigkeit sei Lob und Preis! Halleluja.(halleluja3) fRãsp. Stolshagen() g. 1550 + 1504. nik. hermann 1560. —1 2 ö I 1 14.4—— 28—. 45— LI E— Früh mor⸗gens, da die Sonn auf⸗geht, mein T= LE+ 1 I I —— V—.—— 7jꝛ—8. 18I 1— 1 + L II LI—— LI 557 hei⸗land Chri ⸗stus auf=er⸗steht. Uer⸗trieben ist der Sün⸗den I*———— E EHN 5———. S— H P...P‚.‚‚........I...... ———— nacht, Cicht, heil und Le⸗ben wie⸗der⸗bracht. hal ⸗le⸗lu⸗ja! 2. Wenn ich des nachts oft lieg in not verschlossen gleich als Wär ich tot, läßt du mir früh die önadensonn aufgehn, nach Trauren freud und Wonn. Halleluja! 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein heiland bleibt im Todeszwang; am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Chren seine Siegsfahn schwingt. hal⸗ leluja! 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am sereuz ge⸗ fangen hält, drauf folgt der Sabbath in dem 6rab, darin ich Ruh und frieden hab. Halleluja! 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf; ich wach auf durch des herren Stimm, veracht den Tod mit seinem 6örimm. halleluja! 6. Der herr den Tod ju Boden schlägt, da er selbst tot, und sich nichts regt; geht aus dem 6rab in eigner seraft, Tod, Teufel, höll an ihm nichts schafft. halle⸗ luja! 7. 0 Dunder groß, o starker held, wo ist ein feind, den er nicht fällt? sein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von dlees herzens Tür. halle⸗ lLuja! 10² 8. ein sereuz und keine not sich findt, die Christi Sieg nicht überwindt. Er führt heraus mit seiner hand, wer mich will hal⸗ ten, wird zu Schand. Halleluja! 9. Cebt hristus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; wenn mir gleich alle Welt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. hal⸗ leluja! 1— 10. Er nährt, er schützt, er trö- stet mich. Sterb ich, so nimmt er mich zu sich; wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Elied seins Leibes bin. Halleluja! 11. Durch seiner Auferstehung scraft komm ich zur Engelbrü⸗ derschaft; durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, die feindschaft ist ganz abgelehnt. Halleluja! 12. Mein herz darf nicht ent⸗ setzen sich, dott und die Engel lieben mich; die freude, die mir ist bereit, vertreibet furcht und Traurigkeit. Halleluja! 13. für diesen Trost, o großer Held, herr Jesu, dankt dir alle elt. Dort wollen wir mit größerm fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja! Joh. heermann g. 185 4 1647. — el.: Solit ich meinem Sott nicht singen. Ursprüngl. form und zweite melodie im Anhang. Joh. Schop 1642. — —.——. —— 1³ Las-set uns den her⸗ ren prei'sen, o iyr scom⸗met, daß wir Dank er ⸗ wei ⸗sen un⸗serm Chri⸗sten U⸗ ber-all! Gott mit sü-⸗em Schall! Es ist frei von To⸗-des⸗-ban⸗den I V + + + + X. Sim-son, der vom him-mel kam, und der Löw aus + + I 1— —H—— +—— 2— 21—— Ju- da Stamm; chri- stus Je-sus ist er⸗-stan⸗den, + I +— nun ist hin der lan⸗ge Streit. 10⁸ freu-e dich, o Chri⸗sten⸗heit! 2. Ch dende Der in hättlie Satans Iristu lllgeti Jexstör leit. f 3. Wi Wabest Aublei Rur de du wi Leben schwar 2. Christus selbst hat überwun⸗ dendesergrimmtencodesmacht. der in Tüchern lag gebunden, hãt die schlang jetzt umgebracht; Satans Reich ist ganz verheeret, Christushatesnachderkuhausge⸗ tilget und dazu Belial sein Schloß zerstöret, daß wir haben frei 6e⸗ leit. ßreue dich, o Christenheit! 3. Warest du, o held, gestorben? waärest du ins 6rab gelegt? Ei du bleibest unverdorben; da si nur der fels erregt, held, da bist du wiedler kommen, hast das Leben und die macht aus der schwarzen öruft gebracht und des Todles Raub genommen, schenkst uns nun dlie Seligkeit. freue dich, o Thristenheit! 4. Tod, wo sind nun deine Waffen? hölle, wo ist dein cri⸗ umph? Satan konnte gar nichts schaffen, seine Pfeile wurden stumpf. christus ist sein Gift gewesen, ja der hölle Seuch und Pest; Welt und Sünde liegen fest, und wir menschen sind genesen nur durch seinen tapfern Streit. freue dich, o christenheit! 5. Er ist dus der Angst gerissen und mit Chren angetan; wer ist, der sein Leben wissen und die Cäng ausredlen kann?“) Christus ist der ckstein worden. *) Jes. 53,8. 6ott, das ist von dir geschehn, wie wir jetzt vor Nugen sehn; Wir sind aus der Sünder Orden hingerissen durch den Streit. freũe dich, o christenheit; 6. Gib, herr Jesu, deine 6nade, daß Wir stets mit Reue sehn, wie so groß sei unser Schade, daß wir dir gleich auferstehn. Brich hervor in unsern herzen, Überwinde Sünde, Tod, Teufel, Welt und höllennot, dämpf in uns Pein, Angst und Schmer⸗ zen samt der Seele Traurigkeit! freue dlich, o hristenheit! 7. Mmeinen Leib wird man ver⸗ graben, aber gleichwohl ewig nicht; bald werd ich das Ceben haben, wenn das letzte Weltge⸗ richt alle öräber wird aufdecken, und der Engel feldgeschrei zei⸗ gen, was vorhanden sei; dann wird mich mein 6ott aufwecken und beschließen all mein Leid. freue dlich, o Christenheit! 8. Dann so werden meine 6lie⸗ der, die jetzt Staub und Asche sein, unverweslich leben wieder und erlangen solchen Schein, dessen gleichen hier auf Erden nimmer⸗ mehr zu finden ist. Ja, mein Leib, herr Jesu christ, soll dem deinen ähnlichwerden, vollerprachtund herrlichkeit. freue dich, o chri⸗ stenheit! Zoyann zist g. 1607 4 1667. el.: Nun freut euch, lieve Christen g'mein. 1524. 1 + V + 1 + — — = Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist Was kann uns jetzt der Teu-fel tun, wie grau⸗ 10⁰ dein Sieg, o sam er sich stel ⸗le?/ sei.le) Gott sei ge⸗Aankt, der uns den sieg so —+— herr lich hat nach die · sem srieg durch Ze ⸗ sum Christ ge⸗ ge⸗ben! 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, da Christus mit ihr kämpfte! mit List und macht sie auf ihn drang, jedennoch er sie dämpfte. ob sie ihn in die fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht, der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig Christus Kommt herfür, die ßeind nimmt er gefangen, zerbricht der hölle Schloß und Tür, trägt weg den kaub mit Pprangen. ichts ist, das in dem Siegeslauf dlen star⸗ ken held kann halten auf, alls liegt da überwunden. 4. Des herren Rechte die be⸗ hält den Sieg und ist erhöhet, les herren Rechte mächtig fällt, waäs ihr entgegen stehet. Toc, Teufel, höll und alle feind durch Thristi Sieg gedämpfet seind, ihr Zorn ist Kraftlos worden. 5. Cs wär getötet Jesus Christ, und siey, er lebet wieder! Deil nun das haupt erstanden ist, stehnwir auch auf, die õlieder. So jemand Christi Dorten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre keu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern code frei; der⸗ selb ihn nicht angehet. Genom⸗ men ist dem Tod die Macht, Un⸗ schuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Lesen. 7. Das ist dlie reiche Osterbeut, der wir teilhastig werden:fried, freude, heil, oerechtigkeit im himmel und auf Erden. hier sind wir stül und warten fort, bis unser Leib wird ahnlich dort Christi verklärtem Leibe. S. O Toll, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gellankt, der unsden Sieg so herrlich hat in diesem serieg durch Jesum Christ gegeben! häannov. 6sb. 1657. ach Ge. Weissel g. 1590 + 1657. Mel.: nun freut euch, liebe Christen g'mein. 15²24. E +. 1 + VEE I 1 I I 4— er höl⸗le pfor⸗ten sind zer⸗stört, der Tod ist dles Sãtans Reich ist ganz ver⸗heert, ob sei dir, 11⁰ ben! el. So säubt, nicht ürbet. vahie et, ist dler⸗ Rnom⸗ , Ull, hracht kbellt, Friech, It im hier haott Stachel 6ölke; Leufel slellel Rsieg hlitg 7 16⁵⁵ 65²⁰½ —— — Lollist ir. sei di EEEEEEEEEEEEEEEEE ——— + H N + + + 1 EEI S ——. — + 21.— 1 1 7* nun ver schlun⸗gen, per sün⸗de macht ist ab-ge⸗tan, durch Gott, ge sun⸗ gen.) an—EEI ++ 1 chri· stum ist die him⸗mels· bahn uns wie⸗der auf⸗ge ⸗schlossen. 2. Was uns des alten Adams Schuld im paradies verloren, das und noch mehr hat Christi huld uns wiederum erkoren. Der starke held aus Davids Stamm hat seines Vaters Zornes· flamm gelöscht mit seinem Blute. 3. heut ist er aus dem Grab herfür mit großer Macht gebro⸗ chen und stecket auf des heils panier, gleichwie er hat verspro⸗ en. Er bringt nach wohlge⸗ führtem Streit Uns wieder fried und freudigkeit, ja alle him⸗ melsschätze. 4. Drum lasset uns in fröhlich⸗ keit herz und emüt erheben, weil uns ist diese 6nadenzeit vom himmel wiedlergeben. Wir Eigene melodie. haben christi Reich und macht; er ist hiniweg, der Tag und lacht vor Gott uns hat verklaget. 5. Der alle Welt verführt in lot, liegt in dem Staub der Erden, dler vormals staͤrke Seelentod hat müssen kraftlos werden; dles Lammes blut hat ihn be⸗ kriegt, sein wahres Zeugnis ob⸗ gesiegt und uns jum heil er⸗ halten. 6. Uir werden auch nach die⸗ ser Zeit wie Christus auferstehen und mit ihm in die herrlichkeit und himmelsfreud eingehen; denn iwo das haupt geblieben ist, da müssen auch zu aller frist die andern 6lieder wohnen. Mich. Schirmer g. 1606 1 1673. Joh. Crüger 1648. X.—H — . 7 2——..— 1 I ———FP 116 Iuf, auf, mein herz, mit freu⸗den nimm Wie Kkommt nach gro⸗ßem Lei-den nun V I N 1 I — + —— 2 +*— +— I—E wahr, was heut 5 Lichtt) mein hei⸗land war ge⸗legt ein so gro-ßes licht! 11¹¹ da, wo man uns hin- trägt, wenn von uns fs un-ser Geist gen 2. Er war ins õrab gesenket, der feind trieb groß Geschrei. E ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Uictoria! schwingt fröhlich hier und da sein fähnlein als ein held, der feld und ut behält. 3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes freudenspiel; nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen mut zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum christ duls Cieb erworben ist. 4. Ich hang und bleib auch han⸗ gen an christo als ein 6lied; wo mein haupt durch ist gan⸗ gen, da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch him- mel ist ge-reist. Welt, durch Sünd, durch not, er reißet durch die höll, ich bin stets sein Gesell. 5. Er dringt zum Saal der Ch⸗ ren, ich folg ihm immer nach und brauch mich nicht zu kehren an einzig Iingemach; es tobe, was dad kann, mein haupt nimmt sich mein an, mein heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 6. Er bringt mich an die Pfor⸗ ten, die in den himmel führt, daran mit gülanen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier allch mit gekrönt; wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. paul Gerhardt g. 1607 T 1676. Inel.: Du friedefürst, herr Jesu christ. 1601. * + 2 +. 4 11⁷ ie lieb-lich sind ddoch dei ne füß, wie Wie trö-stet mich dein Wort so süß, o I + I II— + +— —— + + II— 1 + rᷣr 2———— freund-lich mei ⸗-nes ist dein Mund! Glau-bens 6rund, du gu-ter Bot, du IEEEEEEEETEEET + + I 1 III —— f 2.— 1 To-des Tod, 2. nun ist des Höchsten Wort erfüllt, sei froh mein ganzer Sinn; nun ist des herren Zorn gestillt, nun ist das Zagen hin. mein Jesus hat an meiner Statt llie Sündenschuld gebüßet. 3. Der friede õottes herrscht in mir, der über die vernunft; mir öffnet sich des himmels Tür, weg, weg, du höllenzunft! Du schreckst mich nicht, mein hei⸗ land spricht, mit mir soll sein g der friede. 4. Wenn mich die Welt erbärm⸗ lich plagt und setzt mir heftig zu, von einem ort zum andern jagt, so schafft mir Jesus Ruh. die Welt schreckt nicht, mein heiland spricht, mit mir soll sein der friede. 5. Wenn mich die not und Trübsal drückt, wenn mich mein freund verstößt, werd ich doch kräftiglich erquickt, mir bleibt du frie-dens-wie ⸗der-brin-ger! dles herren Trost. Die llot schrecht nicht, mein heiland spricht, mit mir soll sein der friede. b. Wenn mich mein fleisch un⸗ ruhig macht und reizt zur Sün. denbahn, wird doch sein Wille nicht vollbracht, rüf ich nur Jesum an. das fleisch schreckt nicht, mein heiland spricht, mit mir soll sein der friede. 7. Wenn auf mich dringt der rimme cod und rufet: Du bist mein, so will auch in der Tocles⸗ not mein heiland bei mir sein. Der Tod schreckt nicht, mein hei⸗ land spricht, mit mir soll sein dler friede. 8. Dank sei dir, o du friede⸗ fürst, für das erworbne Gut, das du mir wohl erhalten wirst; in dir mein herze ruht; und wenn es bricht, erschreck ich nicht, ich fahre hin im frieden. Gottfr. Wilh. Sacer g. 1655 + 1699. mel.: Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. Dr. M. Tuther) 16. — * 2— — I—— 1... E. — 2 E — —t I——1.——— — Wo wilist du hin, weis A-bend ist, o — 1 I + 1 1 1—* 1— ——*—— 1 + 1 lieb ⸗ster pil⸗ grim Je⸗ su christ? omm, laß mich so glück⸗ 13 *— 1 + I P III se lig sein, und kehr in 2. Laß dich erbitten, liebster freund, dieweil es ist so gut ge⸗ meint; du weißt, daß du qu aller —0 ein herzenslieber õast mir ist ist. 3. Es hat der Tag sich sehr ge⸗ neigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, 0 diahen Licht, mich Armen ja verlassen nicht. verläßt. —— + mei⸗-nem her-⸗-jen ein! 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sünden⸗ nacht mich nicht verführt noch irre macht. 5. Bevorab aus der letzten not hilf mir durch einen sanften Tod! herr Jesu, bleib, ich halt dlich fest, ich weiß, daß du miich nicht 167⁷⁴ 0). — mei.: nun freut euch, lieve christen g'mein. 15²⁴. 119 7 1II— n.— ́——— — 0 ö ů SR ach auf, mein herz, die nacht ist hin, die er-munt- re dei- nen 6eist und Sinn, den LV—. 1 1 Sonn ist auf⸗ge⸗gan⸗gen, hei⸗land ju einp⸗-fan⸗gen, ller heute durch des To⸗des Tür ge⸗ 2. Steh aus dem õrab der Sün· dle auf und such ein neues Leben, vollführe deinen laubenslauf und laß dein herz sich heben gen himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein den. der geistlich auferstan⸗ en. 3. Uergiß das, was dahinten ist, und tracht nach dem, was 11⁴ — —.———F—— N *——— XX brochen aus dem 6rab her-für der ganzen Welt zur Wonne. droben, damit dein herz zu jeder frist ju Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach dem himmelszelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Ouält dich ein schwerer Sor⸗ genstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in freud und Won⸗ ne leben. Wirf dein Anliegen IEEEEEEEEEET auf den herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Geh mit maria magdalen undl Salome zum õrabe, die früh llahin aus iebe gehn mit ihrer Salbungsgabe, so wirst du sehn, daß Jesus Christ vom Tod heut auferstanden ist und nicht im 6rab zu finden. 0. Es hat der Löw aus Juda Stamm heut siegreich überwun⸗ den, und das erwürgte Gottes⸗ lamm haͤt uns zum heil gefun⸗ den das Ceben und erechtig⸗ keit, weil er nach überwund⸗ nem Streit die feinde schauge⸗ tragen.)) Coůi. 2, 15. 7. Drum auf, mein herz, fang an den Streit, weil Jesus über⸗ wunden; er wird auch über⸗ winden weit in dir, weil er ge⸗ bunden der feinde macht, daß du aufstehst und in ein neues Leben gehst und 6ott im Glau⸗ ben dlienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch kod, noch gar der hölle Rachen, dein Jesus lebt, es hat kein not, er ist noch bei den Schwachen und den 6eringsten in der Welt als ein gekrönter Siegesheld drum wirst du über⸗ winden. 9. Nch mein herr Jesu, der du bist von Toten auferstanden, rett uns aus Satans Mächt und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das dlu uns hast erworben. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen 6otteskindern, und ewig in der herrlichkeit von allen Uberwindern, die über⸗ wunden durch dein Blut: Herr Jesu, gib uns sraft und Mut, daß wir auch überwinden. Laurent. Caurenti g. 1660 4 17²2. * mel.: Wer nur den lieven Gott läßt walten. Mel. 2. 1690. + x 4— Y — H 12 0 R..— 14 —— 2 ein Je-sus lebt, was soll ich ster · ben? hier 5o muß ich ja das Le-ben er-ben, weil — 2. ———. 1..— 1 — 2 EII—— .— 1 n steht mein haupt und tri⸗ um⸗phiert. Ustein crauer⸗ not und Tod die Maͤcht verliert.) ——— V 1 I ————.— 4—.— + 1 1— 1— 1 bild er ·schreckt mich mehr, mein Je⸗sus lebt, das brãb ist leer. 11⁵ 2. Mein Jesus siegt, drum liegt zu füßen, was mir das Leben rauben kann. Der coc wird völlig weichen müssen, mir wird ller Satan untertan. Der hölle Abgrund selber bebt, denn über⸗ all schallt: Jesus lebt. 3. Mein Jesus lebt, das õrab ist offen, so geh ich freudlig in die Gruft. hier kann ich auch im Tolle hoffen, daß mich sein Wort Mel.: christus der ist mein Leben. Ursprüngliche form im Anhang. ins Leben ruft. Wie süß erschallt dlie Stimme hier: Ich leb, unl ihr lebt auch in mir. ö 4. Mein Jesus bleibt also mein Ceben, er lebt in meinem herzen hier; und soll ich ihm das Leben geben, kommt mir mein cod nicht schrecklich für, weil er mich in den himmel hebt, so wahr—— als Jesus ist und lebt. 1 Bemjamin Schmolch g. j6re v-. 0⸗ ö— —.— — 1609. Wor inkom⸗men, held im Strei⸗te, aus dei⸗nes Gra-bes seluft! Wir trisum: phieren heu⸗ te um dei⸗ne lee⸗re örufst. 2. Der ßeind wird schaugetra⸗ gen“) und heißt nunmehr ein Spott, wir aber können sagen: Mit uns ist unser oott. coi. 25. 3. In der s6erechten hütten schallt schon das Siegeslied; du trittst selbst in die itten und bringst den osterfried. 4. Ach teile doch die Beute bei deinen 6lieddlern aus, wir alle kommen heute deswegen in lein haus. 5. Laß unser aller Sünden ins brab verscharret sein und einen gar + V E1 SSRS— 2. DSDDIIIJIJIJI jen ö slel ihre Schätz hier finden, der ewig 25 kann erfreun. mei 6. Wir sind mit dir gestorben, mar so leben wir mit dir; was uns 23 (lein Tod erworben, das stell uns sre täglich für! slat 7. Wir wollen hier ganz fröh⸗ chen lich mit dir zu Gräbe gehn, fan wenn wir nur dorten selig mit ber dlir auch auferstehn. 15 8. Der Tod kann uns nicht scha; im den, sein Pfeil ist nunmehr ins stumpf, wir stehn bei Gott in 40 6naden und rufen schon dri⸗ umph! sens. Schmoldt g. 1672 + 1737. challt und mein erzen eben Todd mich wahr 157. DDEEEE HA n Dehn- memes kebens Leven. 1bol. 1—.—— SS.I.——— ————.—1— — S 122—— .— I * ween der Jün⸗ ger gehn mit Seh⸗nen ih re Ru-gen sind voll Trä⸗nen, ü⸗ber feld nach em⸗ ma ⸗ us;: ih⸗re See-le voll Ver⸗druß,) mäan hört ih re kla⸗ge⸗ Wor-te; doch es ist von ih⸗rem or ⸗te un⸗ser Je⸗sus . I — —..— H H + gar nicht weit und ver-treibt die Trau-rig ⸗keit. 2. Ach es gehn noch manche her· zen ihrem stillen Rummier naͤch, sie bejammern ihre Schmerzen, ihre not und Ungemach; man⸗ ches wandert gar alleine, daß es nur zur 6nüge weine; doch mein Jesus ist dabei, fragt, wãs mãn so traurig sei. 3. Wenn zwei Seelen sich be⸗ sprechen, so ist er der ritte mann; er bemierket die õebre⸗ chen, reclet, was uns trösten kann. denn er kann uns nicht versäumen, wie wir glaubens⸗ los oft träumen, er hat alles im Gesicht, seine creu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegangen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen; o der unglückselgen Zeit, die man der⸗ gestalt verloren! Doch er hãt inich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht und dãs Schäflein wieder bracht. 5. hãt sich eine not gefunden, so ließ er mich nicht allein; Zesus stellt jur rechten Stunden sich mit seinem beistand ein. Wenn ich mich bei ihm beschwere, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner hülfe da. 6. Treuster freund von allen freunden, bleibe ferner noch bei mir! sommt dlie Welt, mich an· jufeinden, ach so sei du auch all⸗ hier! Will der Teufel mich betrü⸗ gen, laß in deinem Schutz mich liegen! Komm, in meinem beist 11⁷ 440 94 I I HAII. A + I 14 14 W V 0 V ½1˙ * +* 1 zu ruhn: was du willst, das will IWäldern gehn, ihrem stummer ich tun. Inächzusinnen, daß sie satt sich 7. Bin ich traurig und betrü⸗ weinen können, so sprich ihrer bet, so gib nur in ineinen Sinn‚ Seele zu: Liebes Kind, was daß mich deine Seele liebet, und trauerst du? daß ich der deine bin. Caß dein 9. Kannst du bei der Welt nicht Wort mich feste gründen, laß es weilen, ach so nimm mich auch auch mein herz entzünden, daß mit dlir, laß mich deine freuden es voller Liebe brennt und dich teilen, sei und bleibe stets bei immer besser kennt. mir! Bleibe doch in unsrer mit⸗ 8. Tröst alich andre fromme See⸗ten, wie dich deine sinder bitten. len, wenn sie tief in Kummer Dank sei dlir, o lieber Gast, daß stehn; wenn sie in verborgnen du mich getröstet hast. höhlen, Kammern, feld und johann neunherz g. 1653 + 1737. mel.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³. ——.— 12½ *— Je-sus lebt, mit ihm auch ich; Tod, wo Er, er lebt und wird auch mich von den ——— 1 LX H—— 2—————+.— I +——— +7 sind nun dei⸗ ne Schren ⸗Ken? 4 to- ten auf—er wek⸗ ken, er ver ⸗klärt mich — H +— I I + I7 H in sein licht: dies ist mei⸗ ne Zu-ver-»iäsicht. 2. Jesus lebt; ihm ist das Reich 6nade hat er zugesagt, daß der über alle eit gegeben, mit Sünder sich bekehre. Gott ver⸗ ihm werd ich auch zügleich ewig stößt in Christo nicht: dies ist fuut, was ewig leben. 6ott er⸗ meine Eaepfzsen lt, was er verspricht: dies ist 4. Jesus lebt; sein heil ist mein, meine Zuversicht. sein sei auch mein ganzes Leben; 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, reines herjens will ich sein unc lästert ihn und Gottes chre; den Lüsten widerstreben. Er IEEEEEEEE verläßt den Schwachen nicht: 6. Jesus lebt; nun ist dler Tod dies ist meine Zuversicht. mir ein Eingang in das Leben. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß, Uelchen Trost in Todesnot wird nichts soll mich von Jesu schei⸗ es meiner seele geven, wenn sie den, Reine macht der finsternis, gläubig zu ihm spricht: herr, keine herrlichkeit, kein Leiden. Herr, meine Zuversicht! Seine Treue wanket nicht: dies chr. f. Gellert g. 1715 + 1700 ist meine Zuversicht. 93 5 —y— mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai() 1509. 124.—— I SS....——— — + AV——.—— 1—— 1— ———— 2 al ⸗le⸗lu⸗ja, jauchzt, ihr Chõ ⸗re, singt Je⸗su Er, der held, zer riß die Ban⸗den des To⸗des 1 I 1—4 1—— —EE— . .— 1I.. 4.—— *— Chri-sto Cob und ch⸗re! Wie groß, wie hei⸗lig ist sein Tag!) und ist auf⸗er ⸗-stan⸗den, er, der für uns im ora⸗be lag. + I + + E4 1 — L I I 2 2 — 4——— sein ist 6e⸗ walt und macht, Preis ihm, er = D— ——— 5 12.5 —— V hats voll⸗bracht! hal-le⸗-lu-ja! Er hats voll-bracht, er, —— 24—3— — ö—— der die macht des co des und des Gra-bes haͤt. 2. Glorreich hat der heid ge⸗ bald entschlafen wir, entschla⸗ rungen, hat mächtig Satans fen, Christe, dir, ruhn im frieden Reich beéwungen, von Todes- die Kurze lacht, bis deine Macht ketten uns befreit. Wir von õott den Tag der Ewigkeiten ruft. gefallne Sünder sing nun mit 3. Unsern Staub mag Staub ihm versöhnt, sind Kinder und bedecken, du wirst ihn herrlich Erben seiner Seeligneit. Bald, auferwecken, der du des Staubes 11⁰ Schöpfer bist. Du wirst unver⸗ gänglich Leben und graft und herrlichkeit ihm geben, dem Staube, der dir teuer ist. Wir Werdlen ewig dein, gerecht und selig sein, halleluja! Tod und Gericht erschreckt uns nicht, denn Jesus, unser mittler, lebt. 4. Tãg des Iebens, Tag der IDon⸗ ne, wie wird uns sein, wenn Mel.: Sollt ich meinem Gott nicht singen. Gottes Sonne durch unsers õra⸗ bes dunkel bricht! 0 was werden wir empfinden, wenn nacht und finsternis verschwin⸗ dlen, unck uns umstrahlt des himmels licht! Vollender, führe du uns dliesem Tage zu, uns, die Deinen! diecodesbahn gingst du voran, wir folgen dir in deine Ruh. sottfr. Bened. funk g. 173411814. Joh. Schop 1642. 125 Ursprüngliche form und zweite melodie im Anhang. L Auf⸗ er · stan·den, 4.— + I 1.— auf-er-stan⸗-den ist der O wie hat nach Sschmerz und Ban⸗den õott mit 2 I E I HN I 45———.——— 1 herr, der uns ver⸗söhnt. Eh-ren ihn ge⸗Krönt! *—* Dort zu sei nes Va⸗ters Rech ⸗=ten —— 1 —— —— I + I 1 — l — U-ber schmach und ckod er-höht herrscht er nun in ——— — — Ma⸗je⸗-stät. freut euch sei- ner, ihr 6e rech-ten, und ihr, I.—5— *— I E + 1 *— III sei- ne fein de, bebt! hal le⸗-lu-ja, je-sus lebt! 2. Singt dem herrn, er ist er⸗verhieß, geschah. Wer, wer kann standen, er, der starb auf ool⸗ ihm svitlerstreben? mächtig gatha. Kühmt es, rühmts in dringt der held empor, im Tri⸗ allen Landen: Was sein Wort umph bricht er hervor; und des Laßt EEEEEEEETEEEEEEEE nbgrunds Pforten beben, da ihr Sieger sich erhebt. halleluja, Jesus lebt! 3. Uns vom cTodle zu befreien, sank er in des 6rabes nacht; uns zum Leben einzuweihen, stand er auf durch Gottes Macht. Tod, durch ihn bist du bezwun⸗ gen, deine Schrecken sind zer⸗ streut, von der furcht sind wir befreit, uns ist Leben neu er⸗ rungen; jauchzt ihr, die man einst begräbt, jauchzt dem höch⸗ sten, Jesus lebt! 4. Aus dem Grab uns zu er⸗ heben, ging er zu dem vater hin. Laßt uns ihm zur thre leben, dann ist Sterben uns 6ewinn. mel.: nun danket all und vringet chr. haltet unter Fust und LCeiden im Gedlächtnis Jesum christ, der vom kod erstanden ist. Unver⸗ gänglich sind die freuden des, ler nach dem himmel strebt. Singet, preiset, Jesus lebt! 5. Freut euch seiner, õottes sein. der, er sei euer Lobgesang! bringt dem Todesüberwinder ewig Ehre, Lob und Dank! kühits in der Versuchung stun⸗ den, wenn euch Sünd und Clend droht, rühmts in eurer Todesnot: Unser herr hat über⸗ wunden! und wenn er euch zu ich hebt, dlann rühmts ewig: qesus lebt! nach dem osnabrücker Gesangbuch Joh. Samuel Diterich(7) g. 1721 177. Joh. Crüger 1653. 1 +—— 1 I— — + — 12 1 ch sag es je⸗dem, daß Er lebt und I I + I W I —— 1 I 1 TZi 4.— 1228——.————— 1— IS. 1— I E.—1 auf er ⸗stan- den ist, da) er in uns rer I I— I— + 12—.3— + + 2—5— —— mit-te schwebt und e ⸗ wig bei uns ist. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt land, ein neues Leben nimmt es seinen Freunden gleich, daß man hin entzückt aus seiner bald an allen orten tagt das hand. neue himmelreich. 4. hinunter in dlas tiefe 3. Jetzt scheint lie Welt dem Meer versank des Todes Graun, neuen Sinn erst wie ein Vater⸗ und jeder kann nun leicht 121 Ostern EEEEEEEEEEEEEE und hehr in seine Zukunft schaun. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den himmel adus, und wer nur hört auf seinen Rat, kommt auch ins Vaterhaus. 6. nun weine keiner mehr all⸗ ie, wenn eins die Augen chließt; vom Wiedersehn, spät oder früh, wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten Tat ein jedler frischer glühn, denn herrlich wird ihm dliese Saat in schönern fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns ver⸗ läßt, und so soll dieser Tag uns sein ein Weltverjüngungsfest. Friedr. v. Hardenberg g. 1772 4 1801. — Eigene melodie. 12.Jahrhundert. 12⁴ prist fuhr gen him- mel. Was sanat er ——* ———— I + I Z—1 I* I + + l—— —————.——— +.———— 4 —— uns her-nie der? Den Trö⸗ster, den hei li⸗-gen Heist, ju — I I— I I N—— +— I—“— 1 II ů—ꝰ mꝛ 4.* EIE— 1——— LI —— I 111 II 1 ———————— Trost der ar-men chri⸗ sten⸗heit. hal-le-lu- ja! hal- *—— I + 42. 1—— IEI— 1— I + I———— E—— FE + — le lu-ja, hal-le ⸗ölu-ja, hal-le · lu⸗ja! Des sol⸗len wir — 4——‚ 1 I + I I I N 2+ + 1 1 1 H— 1 + H I I— I I ———— al⸗le froh sein, Christ will un⸗ser Trost sein. hal ⸗le⸗Iu⸗ja! Nus dem 15. Jahrhundert. kigene melodie. nuch nach melodie Ur. 262 zu singen, ohne hallelusa. 1537⁷. EIT —— 128 2 T— I —4 Emnu.—— 20. DW D DDND Auf die-sen Tag ve den⸗ken wir, daß und dan⸗-Ken ott aus höch-ster b'gier, mit — — M— ——— 05 + IEEE—— 0 ————.Al.——— .— 1—ññ.4—— christ gen himm'l ge⸗fah ⸗ren, 117 Bitt, er woll be⸗ wah⸗ren uns ar me Sün=der 12³ 1 1 hie auf Erd, die wir von we gen man⸗cher 6'fährd ohn .— 7 1. +X — I 1 I Æ ==...— I— — H I I N ——— ihn kein Hoff-nung ha⸗ben. Hal-le-lu-ja, Hal-le-lu-sa! 2. Drum sei õott Lob, der IDeg ist 4. Solch himmelfahrt fäht in g'macht, uns steht der himmelof⸗ fen, Christus schließt auf mit gro⸗ ßer Pracht, vorhin war alls ver⸗ schlossen. Wers glaubt, des herz ist freudenvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem herren nachiu folgen. Halleluja, halleluja! 3. Wer nicht folgt und sein Willen tut, dem ists nicht Ernst zum herren; denn der wird auch vor fleisch und Blut sein him⸗ melreich versperren. Am 6lau⸗ ben liegts, wird der sein recht, wird auch gewiß das Leben recht zu Gott im himmel g'richtet. halleluja, halleluja! Eigene melodie. uns an, wenn wir den Vater fin den und fliehen stets die weltlich Bahn, tun uns zu oottes Rindern: dlie sehn hinauf, der Vater h'rab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie zusammen kom⸗ men. halleluja, halleluja! 5. Dann wird der Tag erst freu⸗ lenreich, wenn uns õott zu ihm nehmen und seinem Sohn wird mächen gleich, wie wir denn jetzt bekennen. Da wird sich fin⸗ den freud und mut zu ewger Zeit beim höchsten Güt. Gott Woll, daß wirs erleben! halle⸗ Iluja, Halleluja! Johann Zwick g. um 1406 1 1542. Melchior franck 1628. EI E — I 1 IIE * 9 2 7 2 3en him⸗mei auf ·ge · fah ren 2 11 S i —. iee,. 2. Er sitzt ju õottes rechter hand, halleluja, herrscht über himm'l und alle Land. halleluja! ) Bindung für L. 6. *%) Pause für U. 2-6. le⸗-lu-ja, der sö-nig der Eh⸗ren, Je⸗sus Christ. hal ⸗le⸗Iu⸗ja! 3. nun ist erfüllt, was gschrie⸗ ben ist, halleluja, in Pfalmen von dem herren christ. Halleluja: SSSSSSS. S SE 4. Nun sitzt beim herren Davids herren hrist vum Wohlgefalln. herr, hallelußa, wie zu ihm hallelusa! g'sprochen hat der herr. hal⸗ lelusa! 5. Drum jauchzen wir mit gro⸗ Cwigkeit! b. Der heilgen dreieinigkeit, halleluja, seĩ Lob und Preis in halleluja! ßem Schäalln, halleluja, dem eoo. nach d. cat. Coelos ascendit hodie. mel.: Ermuntre dich, mein schwacher Geist. Joh. Schop 1641. 130— x 1.—— — S + 1 + + +— ESQSDSSE———— 5*.—— err Je-su, neh uns für und für, daß r nur o⸗ben iwvoh nen stets bei dir, in 1 I + I I— 1— 1 1 EEAI——— 4—•—.—D‚IWIIII — 1 21 + 12.— q‚‚i‚—— wir mit den oe mütern laß un⸗ sern Sitz und Wan⸗del —* — T&E ——.—— E eer — 4 sein, wo friell und Wahr⸗heit gehn herein; laß uns in 23. 1 I ———— 35. —F— +.— ⁵1— I 1— 1 I I 2 1 1 ——— +—.— 1—... . —.— — — lei⸗ nem We⸗sen, das 2. Hilf, daß wir suchen unsern Schãtz nicht hier in diesem Leben, hingegen dort, wo du den Platz Wirst dottes Kindern geben; ach laß uns streben fest und wohl näch dem, was künftig werden soll, so können wir ergründen, wo dein Gezelt zu finden. 3. Zieh uns dir nach, so lau⸗ fen wir, gib uns des Glaubens flügel: hilf, daß wir fliehen weit von hier auf Zions freu⸗ denhügel. mein Gott, wann himm-lisch ist, ge⸗ ne⸗sen. fahr ich doch dahin, wo ich ohn Ende fröhlich bin? ann werd ich vor dlir stehen, dein Angesicht zu sehen? 4. Wann soll ich hin ins Pa⸗ radies zu dir, herr Jesu, Rom⸗ men? wann kost ich Engelfreu⸗ de süß? wann werd ich aufge⸗ nommenꝰ? mein heiland, Komm und nimm mich an, auf daß ich fröhlich jauchzen kann und klop. sen in die hände: Gelobt sei Gott ohn Ende! Johann kist g. 16007 + 1667. 12⁷ n MNel.: un lob, mein Seel, den herren. 1³¹ er, ER IE.——1.—— n I ein hei⸗land sit⸗-zet dro⸗ven zu Gott des worselbst ihn herrlich lo ⸗ben der En⸗gel *— 4— + E 1 N + + 1 I— Ua-ters rech-ter hand, A chor; in sol⸗chem Standi ist un· ser fleisch zu fin⸗den; o 1 —— welch ein Ruhm und Chr! kEs müs-se nun ver⸗ 12379.——j——— + SH H—— 1 schwin⸗den, was uns be⸗-trübt so sehr; denn un ⸗»ser haupt re⸗gie ret in gro ßer herr-lich Meit, wo⸗ 7 1 + I I 1.— 1%LXT 1—. RSDSSDSSSSiiREESeeee eeeeeEEeeEeeeeN —— hin er uns auch füh ret nach uns⸗rer Wall-fahrts ⸗zeit. 2. Cob sei dir, herr, gesungen,‚ Tür und uns zu Reichsgenossen daß du dich aus selbsteigner verordnet für und für. Ach laß acht gen himmel hast ge⸗ es uns gelingen, den lieben Een⸗ schwungen und uden Wanauf geln gleich ein Loblied dir zu davon gebracht, daß du hast auf- singen in deines Vaters Reich! geschlossen des himmels güldne Johann Rist g. 16007 4 1667. Mel.: nun freut euch, lieve christen g'mein. 152⁴4. 13² D — 7 uf Chri⸗-sti him-mel⸗-fahrt al älein ich und al-len Zwei⸗- fel, Angst und Pein hier⸗ 126 6 +—%½ e. ———.— 0— mei-ne nach⸗-fahrt grün ⸗de mit stets U ber Lunn denn weil das haupt .———. 1 I 1 L I 1 + 1— im him„mel ist, wird sei⸗ ne Glie-dler *— 12 + 1 I + 1 ——— ge-sus christ zur rech ten Zeit nach-ho-len. 2. Weil er gezogen himmelan und große Gab empfangen, mein herj auch nur im him⸗ mel kann, sonst nirgends, Ruh erlangen; denn wo mein Schatz 3. Nch herr, laß diese onade mich von deiner Auffahrt spü⸗ ren, daß mit dem. wahren 6lau⸗ ben ich mag meine lachfahrt zieren und dann einmal, wenns gekommen hin, da ist auch stets dir gefällt, mit freuden scheiden mein herz und Sinn, nach ihm aus der Welt. herr, höre doch mich sehr verlanget. mein flehen! nach Josua Wegelin g. 1604 1 1640. mel.: Vie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. icolai() 1509. 13 2.— I I EF FEE H — 2¹¹.— Ich wun- der-gro-ßer Sie⸗-ges · raßt dlu jur Rech ten öon des Va-ters fraft, der PqP.. ö —4.... Slün-den-trä-ger al- ler Uelt, heut hast du dich ge⸗ fein de Schar ge⸗bracht zur haft, bis auf den Tod ver⸗ V V zP I 120 1 + 1 I + +—— I—4— +— set 121j0 mäch tig, prãch ⸗tig tri · um- pyie rest, ju⸗vi⸗ 12²⁷ 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich saunen und õetümmel. 3. Du bist das hãupt, hingegen Wir sind Glieder, ja es kommt von dir auf uns Licht, Trost und von dir gegeben; bringe, zwin⸗ ge mein 6emüte, mein 6eblüte, daß es preise, dir als Siegs⸗ herrn Ehr erweise. nach dir, hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Rei⸗ che trachten. Laß unser Tun und Wandel sein, wo Zucht und De⸗ lie⸗rest; Tocd und Le⸗ben, dir ist al⸗les un⸗ter⸗ge⸗ben. großen Siegsmann loben, weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Macht zur Glorie bist erhoben. Singet, klin⸗ get, rühmt und ehret den, so fähret auf gen himmel mit vo⸗ ö Ceben; heil, fried und freude, Stärk und fraft, Erquickung, Cabsal, herzenssaft wird uns 4. Zeuch, Jesus, uns, zeuch uns mel.: Ich õott und herr. mut tritt herein, all Uppigkeit verachten. Unart, hoffart laß uns meidlen, christlich leiden, wohl ergründlen, wo die 6nade sei zu finden. 5. Sei, Jesus, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen; laß suchen uns, was droben ist; allf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lü⸗ gen, Trügen, Angst und plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du 6na⸗ denthron, du Siegesfürst, held, Davids Sohn, komm, stille das Uerlangen! Du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Plut ins heiligtum ge⸗ gangen. Komm schier, hilf mür! Dann so sollen, dann so wollen wir ohn ende fröhlich klopfen in die hände. Ernst hrist. homburg g. 1605 4 1681. 16²⁵. V I + 4——— 13⁴ HVIUNIUNU 3 euch uns nach dir, so kom- men wir 1 1* + +* + V⁴⁴ L 7 1 I* 1 ——————— + 1 1 mit herz⸗-l⸗chem VUer⸗lan- gen hin, da 128 du bist, herr Je⸗su christ, aus die-ser Welt ge⸗gan⸗gen. 2. Zeuch uns nach dir, herr Christ, und führ uns deine him⸗ meisstege! Wir irrn sonst leicht, sind abgeneigt vom rechten Le⸗ benswege. 3. Zeuch uns nach dir, so fol⸗ gen wir dir nach in deinen him⸗ mel, daß uns nicht mehr allhier Mel.: Alle menschen müssen sterben. Mel. 1. beschwer das böse Weltgetüm⸗ mel. 4. Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nach⸗ fahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwähl⸗ ten Scharen! Friedr. Funcke g. 1642 + 169. J. Hintze 1678. —....— .———— n 40 GIDED/ ie-ges⸗-für ste, Ch⸗ren⸗-kö ⸗nig, höchst⸗ dl-le him-mel sind zu we-nig, du + LN I + —,.—.— PIPRDSDIRTI — +———4 +—....— + ver⸗-klär-te ma⸗-je-stät, bist drü⸗ber hoch er⸗höht;/ sollt ich nicht zu fuß dir 1——41 I 4—. ———— — I — 1*——— fal-len, und mein herz vor freu de wal⸗len, wenn mein —— 1 2— . + 12.—. I H— .—. + + Glau-bens-aug be⸗tracht dei · 2. Seh ich dich gen himmel fahren, seh ich dich jur Rechten dã, seh ich, wie der Engel Scha⸗ ren alle rufen Gloria, sollt ich nicht zu fuß dir fallen, und mein herz vor freude wallen, ———— ne Glo-rie, dei- ne macht? da der himmel jubiliert, weil mein gönig triumphiert? 3. Weit und breit, du himmels⸗ sonne, deine glarheit sich er⸗ geußt und mit neuem 6lanz und onne alle himmelsgeister 12⁰ dummelfahrt speist; prachtig wirst du einge⸗ nonimen, freudig heißt man llich willkommen; schau, ich ar⸗ mes kindlein hier schrei auch hosianna dir. 4. Sollt ich deinen selch nicht trinken, da ich deine õlorie seh? Sollt mein mut noch wollen sin⸗ ken, da ich deine acht versteh? mMeinem sönig will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grau⸗ en, nur in Jesu namen mich beugen hier und ewiglich. 5. Geist und straft nun über⸗ fließen; drum wirk in mir kraf⸗ tiglich, bis zum Schemel deiner füßen alle feinde legen Dei Aus Zion den Zepter sende, weit und breit bis jur Welt Ende, mäche dir auf Erden Bahn, alle herzen untertan! 6. Du kannst alles aller Orten nun erfülln und nahe sein; mei⸗ nes arinen herzens Pforten stell ich offen, komm herein. Romm, du fönig aller EChren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn als in deinem himmelsthron! Gerh. Terstegen g. 16097 14 1769. SSISISIII 77½/ — — 2 Eigene melodie. Altkirchlich. — 1 +—. + 1— N*—— I—+++ +—— K omm, hei⸗-li⸗-ger 6eist, er ⸗füll die ———— — her⸗zen dei- ner Gläu-bi-gen und ent⸗-zünd in SSSS— ̃ ih-nen das feu⸗er dei⸗ ner gött D chen Lie-be, der du durch mannig · fal tig⸗Keit der Zun-gen die ,:— —— + 4.— völ-Rer der gan-zen Welt ver⸗sam⸗melt hast in ei⸗nig= +——— SSSISISeee——— keit des 6lau-bens. hal-le-lu-jã, hal-le-lu-ja! 631 Nitkirchlich. Eigene melodie. Altkirchlich.— Joh. Walther 1524. V + T— 1 I +— Lomm, o sott Schöp-fer, heil⸗ger 6eist, be⸗ *X die. such das herz der men⸗-schen dein, mit öna⸗ de sie füll, + V I I— H —— H+ wie du weißt, daß dein 6e schöpf soll 5. Des feindes List treib von 2. Denn du der cröster bist ge⸗ nannt, des Allerhöchsten õabe teur, ein geistlich Salb an uns gewandt, des Lebens Brunnen, Lieb und feur. 3. Zünd uns ein Licht an im VUer⸗ stand, gib uns ins herz der Lie⸗ be Brunst, des fleisches Schwach⸗ heit, dir bekannt, stärk allzeit durch dein sKraft und Gunst! —. Du bist mit öabe mannig⸗ falt der finger Gottes rechter hand, des Daters Zusag mit 6ewaält durch Zungen geht in alle Cand. — igene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. vor dir sein. uns fern, den frieden gib durch deine 6nad, daß, wie du führst, Wir folgen gern und meiden, waäs dler Seele schadt. b. Den Vater uns wohl kennen lehr und Jesum Christum, sei⸗ nen Sohn, daß wir auch geben gleiche Chr dir, beider Geist, in Einem Thron. 7. Gott unser Vater, sei allzeit aus herzensgrund von uns ge⸗ preist, Cob sei, herr Jesu, dir be⸗ reit mit õott dem werten heilgen beist! martin ruther g. 1483 1546. Vorreformatorisch. I 1 I E 28 omm, hei-li-ger eist, her⸗re sott, er⸗ füll + + I 1 V 1 I I—. — 1 E mit dei ⸗ner 6na-de Gut dei-ner 6läub-gen herz, mut I—+ 1— A— 13— IE I +— ——— und Sinn, dein brün⸗stig Lieb ent⸗zünd in ihn'n! 0 herr, — E 1— durch dei- nes Lich- tes Glanz 4...— 1 + 1 zu dlem 6lau⸗ben ver⸗sam melt —— E I — — I + * — 2— hast das Uolk aus al⸗-ler Welt 3un ⸗ gen; dlas sei dir, — HEE 12— + N ++ +X E 1 I + —E herr, ju kob ge sun-gen. hal-le-Iu-Ja, hal-le. Iu- ja! 2. Du heiliges Licht, edler hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns, Gott recht erkennen, von herzen Vater ihn nennen! o herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht mei⸗ ster suchen mehr denn Jesum Christ mit rechtem 6lauben und ihm aus ganjer macht vertrau⸗ en. halleluja, halleluja! ) Bindung Str. 2. 5) Teilung Str. 2. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und ge⸗ trost in dein'm Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben! o herr, durch dein Kraft uns bereit und stärk des fleisches Blödigkeit, daß wir hie ritterlich ringen, durch Tocl und Leben zu zr dringen. Halleluja, Halleluja! 5.15. v. 2-3 martin cuther g. 1483 + 1546. kigene melodie. Ursprüngl. form im Anhang. mitte des B. Jahrh. 39 I + 1 TSSS..—.— + + V INIIl un vit-ten wir den hei⸗- li- gen Geist + + +— ——————— ů—220 22—— um den rech ten„Glau- ben ale- ler-meist, daß —— + +*·— +— V— — +— + 1 +— J I er uns be⸗ hü⸗te an un-serm eEn de, wenn wir I— N +—— + N —————————————— 2— heim⸗-fahrn aus die⸗sem E=-len-de. KU-ri e-leis! ) Bindung Str. 4. 133 II—— — R— fingsten 5. + +—II* 5. 2. Du wertes Licht, gib uns von herzen einander lieben ung deinen schein, ljehr uns Jesum im friede auf Einem sinn blei⸗ Christ kennen allein, daß wir ben. Kyrieleis! an ihm bleiben, dem treuen hei⸗ 4. Du höchster Tröster in aller land, der uns bracht hat zum llot, hilf, daß wir nicht fürchten rechten Vaterland. Kyrieleis? Schand noch Tod, daß in uns 3. Du süße Lieb, schenk uns dlie Sinne nicht verzagen, wenn deine öunst, laß uns einpfinden der feind wird das Leben ver⸗ der Ciebe Brunst, daß wir uns klagen. syrieleis! . 1 12.Jahrh. U.2=4 martin Luther g. 1483 1 1540. ö —— Nael.: Nus meines herzens örunde. Zweite melodie im Anhang. 1508. 140— It?.t!!.H..tbtt. III—— LTHHFreut euch, ihr chri⸗sten al ⸗le, Sott lobt ihn mit gro-hem Schal le, er I 1 2 I XI I + 1 I schenkt uns sei- nen Sohn; schickt vom him⸗mels⸗thron 3 5 ED= 1———— 4 1 LIEA +—— EE E I SPSSS SS.IIIIIII Geist, d4er uns durchs Wort recht leh-ret, des Glau⸗-bens — I I II—— + +— I I licht ver meh ret und uns auf chri-stum weist. 2. Es lässet offenbaren õott, un⸗auf ebner Bahn, hilf, daß wir ser höchster hort, uns, die wir dein Wort hören und tun nach unweis waren, sein himmlisch deinen Lehren. Das ist recht 6nadenwort. Wie groß ist sei⸗(wohl getan. ne 6üt! nun können wir ihn 4. Von oben her uns sende den kennen und unsern vater nen⸗Geist, den edlen 6ast, der stärket nen, der uns allzeit behüt. uns behende, wenn uns drückt 3. Uerleih, daß wir dich lieben,‚ Kreuzeslast; tröst uns in Todes⸗ o Gott von großer huld, durch pein, mach auf die himmels⸗ Sünd dich nicht betrüben, ver⸗türe, uns mit einander führe zu uns sei⸗ nen wer⸗ten seorg Werner g. 1589 4 1 gib uns unsre Schuld, führ uns deinem freudenschein!. 13⁴ Mel.: Uie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai() 1500. LXI. — III 141 +7 +7 0O heil-ger eist, kehr bei uns ein und Du him-melslicht, laß dei⸗- nen Schein bei I—43 + + 7— + I— II + 1— + + +7 laß uns dlei- ne Woh⸗-nung sein, o komm, du her⸗-zens- uns und in uns kräf tig sein zu ste ⸗-ter freud und —— ILI— + 1 — — + E I 1 E I + + +— —— son-ne! on-ne! sonne, Wonne, himm⸗lisch Le⸗ben willst du ge⸗ben, — 1 I + 1 N I I + E — 1— 1 I 1 I I I. T wenn wir be⸗ten; zu dir kom- men wir ge⸗tre⸗ten. 2. Du OQuell, draus alle Weis⸗ eit fließt, die sich in fromme eelen gießt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in 6laubens⸗ einigkeit auch können aller hristenheit dein wahres Zeug⸗ nis lehren. höre, lehre, daß wir können herz und Sinnen dir ergeben, dir zu Lob und uns zum Leben. 3. Steh uns stets bei mit dei⸗ nem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. oib uns Be⸗ ständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir uns leiden müssen. Schaue, baue was zerrissen und geflissen, rof zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsam⸗ kraft empfinden und zur Ritter⸗ schaft dadurch gestärket wer⸗ dlen, auf daß iwir unter deinem Schutz begegnen aller feinde Trutz mit freudigen 6eberden. Laß dlich reichlich auf uns niéder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück über⸗ winden. 5. O starker fels und Lebens⸗ hort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern herzen brennen, daß wir uns mögen nimmer⸗ mehr von deiner weisheitrei⸗ chen Lehr und reinen Liebe tren⸗ nen. fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können hristum unsern heiland nen⸗ nen. 137 D.— —..— —— — 1. 1 I X.I I 1 6. Du süßer himmelstau, la dlich in unsre herzen kräftigli und schenn uns deine Liebe, da unser Sinn verbunden sei dem f nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe; kein neid, kein Streit dich betrübe, friedl und Liebe müssen schwe⸗ ben, fried und freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns orthin sei unbewußt die Citel⸗ keit, des fleisches Fust und seine toten erke. Rühre, führe un⸗ ser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir himmels⸗ erben werden. Mich. Schirmer g. 1606 1 1675. Joh. Crüger 1653. 1 +—4 2 14½ Nhn Zeuch ein dler zäu, zaa ich zu dei⸗ nen To ren, sei ge⸗ bo-ren, mich I XII—— —.—— ED. 1— — DII——— mei-nes her-zens Gäst, neu ge⸗bo-ren haäst, o hoch-ge⸗-Ueb-ter Geist des —— Soh- nes, mit bei den Uaã-ters und des I—— H —.———.—*—...— 14⁊—.— + PIPEE 2—.——— ꝗ ——— 1— I glei-ches chro⸗ nes, mit 2. Zeuch ein, laß mich empfin⸗ den und schmecken deine Kraft, dlie fraft, die uns von Sünden hülf undl Errettung schafft. Ent⸗· sündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Chr und Dienste leiste, die ich dir schul⸗ dig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der 3 Tod durchdrang mein Leben, du 13⁰⁶ bei den gleich ge⸗-preist! hãst ihn umgebracht und in der Tauf erstickt als wie in einer flute mit dessen Tod und blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilge öle, da⸗ durch gesalbet ist mein Leib und meine seele dem herren Jesu christ zJum wahren kigentum, zum Priester und bropheten, um önig, den in nöten Gott schützt vom heiligtum. 5. Du bist ein 6eist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget—.— es steigt zvum him⸗ mel an, es steigt und läßt nicht dbe, bis der geholfen habe, der allen helfen kann. b. Du bist ein Geist der freuden, von Trauren hältst du nichts, erleuchtest uns in Leiden mit deines Trostes Licht. Nch ja, wie mänches mal hast du mit süßen Worten mir aufgetan die Pfor⸗ ten zum güldnen freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein ßreund der freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Z3orn, Jank, haß, neid und Streit. Der feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebes⸗ flammen sich wieder tun zusam⸗ men, die voller Zwietracht seind. 8. Du, herr, hast selbst in hän⸗ len die ganze weite lelt, kannst menschenherzen wenden, wie dir Eigene melodie. es Wohlgefällt; so gib doch dei⸗ ne 6nad jum fried und Liebes- banden, verknüpf in allen Lan⸗ den, was ich getrennet hat. 9. Erfülle die õemüter mit rei⸗ ner 6laubenszier, die häuser und die 6üter mit Segen für und für! VUertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein herz ergetzet, aus unserm herzen reißt. 10. Gib freudigkeit und Stär⸗ ke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut. hilf Kämpfen ritterlich, damit wir überwin⸗ den, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ ergebe sich. I1. Richt unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben ins To⸗ dles Rachen hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns fröh⸗ lich sterben und nach dem Tod ererben des euygen Lebens haus! Paul 6erhardt g. 1607 4 1676. Auch nach melodie Ur. 473 zu singen. 1693. — + 2—— + 14 omm, o komm, du Eeist des Dei—ne straft sei *— — Ce-bens, nicht ver ge-bens, — —— EI — 1 wah-rer Gott von C-wig-keit! so sie er⸗füll uns je⸗der-zeit, wird 6eist und n I I7 + N + 4—— + II + 1 I 1.— ů—— 1 Licht und Schein in dem dun-keln her⸗- zen sein. 15⁷7 2. Gib in unser herz und Sin⸗ nen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir andres nichts beginnen, als nur was dein Wüle sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los! 3. Zeige, herr, die Wohlfahrts⸗ stege! Das, was wider dich ge⸗ tan, rãume ferner aus dem lDege, schlecht und recht sei um und an; wirke Keu an Sünde Statt, wenn ller fuß gestrauchelt hat. 4. ICaß uns stets dein Zeugnis fühlen, daß wir Gottes sinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich not und Dräangsal findt. denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller freudigkeit, seußz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit, so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht vermehrt. 7⁵⁰⁵ Mel.: Jesu, meine freude. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wielange?ei, so mach uns den Be⸗ schluß, sprich der Seele tröstlich ju und gib mut, õeduld und Ruh! 7. O du seist der fraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine erke, wenn dles Satans macht sich weist; schenk uns affen in dem serieg und erhalt in uns den Sieg! 8. herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sägt dlas fleisch gleich immer nein, laß dein Wort ge⸗ wisser sein! 9. Uenn wir endlich sollen ster⸗ ben, so versichre uns je mehr, als des himmelreiches Erben, jener herrlichkeit und Chr, die uns unser ott erkiest und nicht auszusprechen ist. Heinrich held g. 1020 14 169. Joh. crüger 1656. I ã—ä I—— 1 +7 7 V* + 1[TTA + ö denn der seist der 6öna-den haät sich 3—3 fest mit mai⸗- en,“) las set — + + 12—.— E + 2 * CI 2 — LI I + Blu-men streu en, in⸗det op-fer an! ein ge⸗ laä⸗- den; ma⸗ chet ihm die Bahn, nehmt ihn + 1 1 + I + + I + I I + ein, Ps. 118, 27. 138 so wird sein schein euch mit licht und I II N + heil er-fül⸗-len und den sum⸗-mer stil-len. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der õeliebten, õeist voll Rat und Tat, starker Gottesfinger, frie⸗ densüberbringer, licht auf un⸗ serm Pfad, gib uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben zur Genüge laben! 3. Iaß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen; führ den Geist empor, gib uns fraft u beten und vor Gott zu treten, prich du selbst uns vor, gib uns Mut, du höchstes öut, tröst uns kłäftiglich von oben beĩ der fein⸗ lle Toben! 4. Güldner himmelsregen, schüt⸗ te dleinen Segen auf das Kirchen⸗ feld, lasse Ströme fließen, die das LCand begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gecleih, hundertfältig früchte bringe, es ihm stets gelinge. 5. Schlage deine flammen über uns zusammen, wahre Liebes⸗ glut, laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe fleisch und Blut, laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen! 6. Gib ju allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus, wohn in unsrer Seele, und des herzens höhle sei dein eigen haus! Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das streuze süße, und durch finsternisse sei du unser Licht, trag nach Zions hügeln uns mit Glaubensflügeln und ver⸗ laß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 8. Laß uns hier indessen nim⸗ mermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen und im õuten grü⸗ nen als ein fruchtbar Cand, bis wir dort, du werter hort, bei den grünen himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737. Mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai 0 1599. I +— 1 4⁵ E + 1 1 1 omm, 6ot-tes Geist, omm, höch⸗ster Gast, omm, of-fen ⸗ ba ⸗ re dich ãuch mit, 13⁰⁹ I=.. I + + —1.—1 I—* 1—.— +.— 5„ * 4 6ott heil⸗ger Geist, daß ich herr, den der him-mel nicht um-faßt, noch dlie ⸗ser freis in dir Ein 6eist mit chri⸗ „de! j 8 r. d= d beist und Sin⸗ nen, mein Be⸗ + I 4 + N + E + N gin⸗ nen und mein Le⸗ben, dei⸗ner Lie⸗be nach⸗zu ⸗stre⸗ben. 2. somm, teures ut, komm, höchster Schatz, omm in mein herz und mache Platz, dich gläu⸗ big einzunehmen. Ich glaube fest, mein heil und Licht, du teurer Tröster wirst dich nicht der armen hütte schämen. kile, eile herz und Seele mit dem Ne deiner önaden, mache gut den Sündenschaden! 3. Entzünd in mir die Ciebes⸗ glut und mache brünstig Geist und mut, du flamme reiner Liebe! Laß mich mit dir versie⸗ gelt sein, damit in not und Lodespein ich steten 6lauben übe. Kühre, führe mein Ge⸗ müite, Gottes Güte zu erken⸗ nen, christum meinen herrn zu nennen. 4. Crquicke mich, du sanfter Wind, du Brunn, wo Lebens⸗ waässer rinnt, du süße freuden⸗ quelle, die allen Durst der Seele stillt und aus der õottheit Tiefe 1⁴⁰ quillt ganʒ rein und ewig helle. fließe, gieße deine 6aben, mich zu laben, wenn ich sitze in der angst und Seelenhitze. 5. Sei meiner ohnmacht sraft und macht, mein helles Licht in dunkler Hacht, mein Leg, wenn ich verführet, mein Lehrer in Unwissenheit, mein starker Bei⸗ stand in dem Streit, bis mich dlie srone zieret. Schütze, stütze, herr, mich Schwachen, stark zu machen meinen 6lauben, laß mir nichts die ferone rauben! 6. hilf mir in meiner letzten not, versüße mir den bittern Tod! lbenn herz und Rugen brechen, so sei du meines Lebens Licht, laß, wenn die Zunge nichts mehr spricht, dein Seufßßen für mich sprechen. Caß mich endlich selig scheiden zu den freuden aller frommen] Nch wann werd ich dahin kommen! Joh. Ernst Wenigk g. 1701 1 1745. MW I eist vom Va⸗-ter und vom Soh-ne, der du und von un⸗-sers 6ot-tes Throne hülfreich +—— + X + +* + + 1— e d, ste⸗he du mir mäch⸗tig bei, auf uns Schwa-che siehst, 4 I— +— I I 1 E— ö daß ich Gott er ⸗ ge⸗ ben sei, daß mein gan⸗zes — II I = 11 + + + + IZI 1 herz auf Er-den mög ein Tem-pel Got- tes wer⸗den. 2. Caß auf jeddem meiner Wege deine eisheit mit mir sein und, daß ich nicht irren möge, deine Wahrheit mich erfreun! Suchen laß mich in der Welt nichts, als waäs dir wohlgefällt: lehrst du mich, was recht ist wählen, werd ich nie mein heil verfehlen. 3. Hilf, daß ich, von dir ge⸗ trieben, meinem õott und Vater treu, ihn mög über alles lieben, und mir nichts so wichtig sei, als mich seiner huld zu freun und drum Sünden stets zu scheun, seinen Namen zu erhöhen, seine Wege gern zu gehen. 4. Stärke mich, wenn zu der sSünde mein 6emüt versuchet wird, daß sie mich nicht über⸗ winde. hab ich irgend mich ver⸗ irrt, o so stärke selbst mein herz, daß ich unter Reu und Schmerz mich vor 6ott demütig beuge, meinen Sinn jur Beßrung neige. 5. fehlt mir Kraft zu guten Werken, treibe vum õebet mich an, das zur Tugend Schwaͤche stärken, Träge neu beseelen kann. Caß mich aber mein Ver⸗ traͤun nie auf meine Tugend baun, nie der Taten Cohn ver⸗ langen, was Gott gibt, als 6nad empfangen. 6. Steh in allen meinen Leiden mir mit deinem Troste bei, daß ich auch alsdann mit freuden deiner führung folgsam sei. Still im Sterben Angst und Schmerz, daß noch dã mein bre⸗ chend heri deines Trostes graft eimpfinde, männlich kämpf und überwinde. hann. ösv. nach 6. hoffmann und S. Diterich. 14¹ ö 9 + 1—.. beist des herrn, sei nicht fern, sal be ze⸗· su —————— + + 7— 2* 4 v——— — ö— ö 6lie der Eer, der nie sein Wort ge⸗bro⸗chen, —..— EA IB. — —— 2. Schöpfer unsers neuen Le⸗ bens, jeder Schritt, jeder critt ist ohn dich vergebens. Ach das Seelenwerk ist wichtig: wer ist wohl, wie er soll, treu zu han⸗ deln tüchtig? 3. herr, wir fallen dir zu fuße. Eins ist not für den Tod: Buße, wahre Buße. Zeig uns selbst den Greul der Sünde, daß das Herz Angst und Schmerz, Reu und Scham empfinde. 4. Zeig unsdesérlöserslbunden, heil gefundlen; eure Sünd ist schon gerochen, Jesu Blut machet gut, was dlie Welt verbrochen. 5. Weck uns auf vom Sünden⸗ schlafe, rette doch heute noch dlie verlornenschafe, reißdielbeltaus dem Verderben, laß sie nicht im bericht der Uerstockung sterben! 6. Geist der Weisheit, gib uns ruf uns zu:Ihr habtRuh, ihr habt haft allen durch dein Licht Unterricht, 14² **— ge-sus hät dei⸗ nen Rat sei- nem volk ver⸗spro⸗ chen. wie wir Gott gefallen. 1. uns, recht vor 6ott zu treten, sei uns nah und sprich Ja, wenn wir gläubig beten. 7. hilf den Kampf des 6lau⸗ bens kämpfen, gib uns mut, fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden! 8. hilfuns nach demesten)stre· ben, schenk uns sraft, tugend⸗ aft und gerecht zu leben. Gib, daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. cor. 12, 5l. 9. Sei bei Schwachheit unsre Stütze, steh uns bei, mach uns treu in der prüfungshitze! führ, wenn bott uns nãch dem Leide sterben heißt, unsern õeist freu⸗ dlig in die freude! Ehrenfr. ievich g. 1713 T 1780. — kigene meiodie. Altkirchlich. 148—+ + + I* TL 1 1 I I + 3ott der va- ter, wohn uns vei und mach uns al⸗ler Sün-den frei und + +— I 1 + 1! T I— laß uns nicht ver⸗ der ⸗ben, Vvor dem Teu-fel uns be⸗ hiüif uns se⸗lig ster ben! 7 dir uns las- sen ganz und — 13——.— * 1 LII I — wahr, halt uns bei fe⸗stem lau-ven und auf dich laß uns gar, mit al-len rechten Chri⸗sten ent⸗fliehn des Teu⸗fels — — + I + + + I + + D1—— — I bau-en, aus her-zens ⸗grund ver⸗trau en, n· men -sten, mit Waf-fen otts uns fri⸗-sten! 1* T— I N 2 193—1. 1 1—4 N + +——— 1 H⸗men, das sei wahr, so sin gen wir hal- le⸗lu⸗-ja! 2. Jesus Christus, wohn uns 3. heiliger 6eist, wohn uns bei und laß uns nicht verder- bei und laß uns nicht verder⸗ ben, usw. ben, usw. nach einem vorreformator. Clede a. d. 15. Jahrh. martin Cuther g. 1483 + 15 4 — I L LD I A ⸗iein sott in der höh sel dar um daß nun und nim⸗mer· 16 1 2 Dank für sei ne 6na ⸗de, rüh ⸗ren kann kein Scha⸗ de. ein Iohl-ge⸗falin Gott ist groß I I I 1 I +T—— +..— —+—.—.— 2. Uir loben, preisn, anbeten llich für deine Chr, wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. õanz ungemessn ist deine macht, fort g'schieht, was dein Will hat be⸗ däacht: wohl uns des feinen herren! 3. 0 Jesu Christ, Sohn einge⸗ born deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, ö Un ⸗terlaß, all fehd haät nun ein En-de. du Stiller unsers haders, Camm Gottes, heilger herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer llot, erbarm dich unser aller! 4. 0 heülger 6eist, du größtes Gut, du all'rheilsamster Tröster, vors Teufels 6'walt fortan be⸗ hüt, die Jesus Christ erlöset durch große mart'r und bittern Tod, abwend all unsern Jamm'r und not! Dazu wir uns verlassen. N. Decius 4 1529.(Oloria in excelsis.) MNel.: herr Jesu christ, dich ju uns wend. 16⁴8⁸. I———— Sei rov, ehr, preis und herr⸗lich ⸗Kkeit dem E- wig-keit, der al ⸗le ding er⸗ + N + EII + sie er · 1⁴⁴ hält durch sei ne 6nad. 2. Chr sei auch seinem lieben Sohn, der alles öute uns getan, der an dem freuze für uns starb und so den himmel uns erwarb. 3. Chr sei auch Gott dem heil⸗ gen Geist, der uns durch sein 6nad allermeist die Wahrheit machen woll bekannt und uns eröffnen den Uerstanu. 4. 0 heilige Dreifaltigkeit, o währe einige Gottheit, erhör uns aus Barmherzigkeit und führ uns ju der Seligkeit! 1566. Mel.: christ unser herr jum Jordan kam. Auch nach melodie Hr. 165 ju singen. Joh. Walther 1524. + + EH + 4 151 Nas al-le Uleisheit in der Uelt bei üi das läßt ott aus dem him- mels zelt in —3———.— V—*— 5 uns hier kaum kann lal-len,.55 II al-le ibeit er ⸗schal⸗ len, daß er al leime kornig —— RI + I + 2— + 1 I. sei, hoch U⸗ ber al le 6öt- ter, groß, mäch tig, ——— ————— i,——— freund-lich, fromm und treu, der from ⸗men — C———— —————— —+— —.— — + . Schutz unl Ret⸗ ter, Ein 2. Gott Uater, Sohn und heil⸗ ger Geist heißt sein hochhellger name; so kennt, so nennt, so rühmt und preist ihn der ge⸗ rechte Same, 6ott Abrahams, 6ott Isaaks, Gott Jakobs, den er liebet, herr Zebaoth, der UNacht Ue-sen, drei Per ⸗so-nen. und Tag uns alle 6aben gibet und Wünder tut alleine. 3. Der Vater hat von Ewigkeit den Sohn, sein Bild, full Aler der Sohn hat in der füll der Zeit im fleische gel gezeiget; der beist geht ohne Zeit herfür vom 14⁵ Vater und vom Sohne, mit bei⸗ den gleicher Chr und Zier, gleich ewig, gleicher rone und un⸗ geteilter Stärke. 4. Sieh hier, mein herz, das ist dein 6üt, dein Schatz, dem kei⸗ ner gleichet; das ist dein freund, der alles tut, was dir zum heil ereichet, der dich gebaut nach einem Bild, für deine Schuld gebüßet, der dich mit wahrem blauben füllt und all dein reuz durchsüßet mit seinen heilgen Worten. 5. Erhebe dlich, steig zu ihm ju und lern ihn recht erkennen! Denn solch Erkenntnis bringt dir Ruh und macht die Seele bren⸗ nen in reiner liebe, die uns nährt zum ewgen freudenleben, da, waäs äallhier Kein Ohr gehört,“) Gott wird zu schauen geben den Augen seiner sinder. 1 cor. 2, o. dlet, õott von sich stößt und sei⸗ ne Chr auf sreaturen wendet! Dem wird gewiß des himmels Tür einmal verschlossen bleiben; denn wer 6ott von sich treibt allhier, den wird er dort auch treiben von seinem heilgen Throne. 7. Ci nun, so gib, du großer held, ott himmels und der Er⸗ den, daß alle menschen in der lDelt zu dir bekehret werden. Lxleuchte, was verblendet geht, bring wieder, was verirret, reiß dlls, was uns im Uege steht und freventlich verwirret die Schwaäͤchen in dem 6lauben. 8. Auf daß wir also allzugleich zur himmelspforte dringen und llermaleins in deinem Reich ohn alles Ende singen, daß du alleine scönig seist, hoch über alle öötter, Sott Vater, Sohn und heilger Geist, der rommen Schutz und 6. Weh aber dem verstockten Retter, in Wesen, drei Personen. heer, das sich hie selbst verblen⸗; paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Mel.: Wie schön leucht uns der orgenstern. 4 4 Ursprüngliche form im Anhang. Pyil. nicolai(0) 1509. ——— H 1² S.— — Hal- le- lu- ja! Tob, Ppreis und Chr sei Uon C-wig⸗keit zu E;wig-keit sei + TEAI T 1 7 1 1— Len I + + TE un · serm õott je mehr und mehr für al-le sei ⸗ ne in uns al⸗len ihm be⸗reit Dank, Weis⸗heit, Kraft und 14⁰ S ½%½%½ —. Stär⸗ke! —* Uer⸗He! klin⸗get, Iin⸗ get: hei⸗lig, hei-lig, hoch ung V + + + I N ι 1 + I E + I — 2— —* 1 — E I — herr-lich, hei⸗lig ist Gott, un ·ser õott, der herr Ze ⸗ba⸗oth! 2. halleluja! Preis, Chr und Macht sei auch dem otteslamm gebracht, in dem wir sind er⸗ wählet; der uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und getauft und sich mit uns vermählet. heilig, selig ist die freundschaft und Gemeinschaft, die wir häben und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja! Gott heilger 6eist sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren, der uns mit 6lauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, mel.: Es wolle õott uns gnädig sein. den hochzeittag erkoren. heil uns, heil uns, dla ist freude, da ist eide, da ist manna und ein ewig hosianna. 4. hãlleluja Cob, preis und hr sei unserm sott je mehr und meyr und seinem großen na⸗ men! Stimmit an mit aller him· melsschar und singet nun und immerdar mit freüden: Amen, amen! flinget, singet: heilig, heilig, hoch und herrlich, heilig ist oott, unser Gott, der herr Zebaoth! 1608. Dr. artin Tuther 1524. ́—— E—.— +——. T* 11 Gott, wir eh ren dei-ne macht und nach wel⸗ cher du uns wert geaͤcht, dich — un-ser ju er⸗var-men. — + + + 1— — +— au voll 6nad, wir tot, du bist das le⸗vben 14⁷ •.—*. I + + +— + + —— 1—2——— I + + +——— DDE— I + — — 1———1* ——— I + + + + 1 +. 2* E 1 ei-gen ge⸗ ben, o 2. Wir beten dich als VUater an, du liebest uns als sinder; so hãst du dich ja Rund getan, zum Trost der armen Sünder. dein Zorn weicht deiner Lieb und huld, dein väterlich 6emüte ist voll Erbarmen, voll Geduld, voll langmut, creu und õüte, o lieb· reich Vaterherze! 3. O Jesu, teurer õottessohn, du Licht vom wahren Lichte, vor dir, dem rechten önadenthron, wird Sund und Tod zunichte; du bist der õrund der Seligkeit, worauf wir Armen hoffen, dein 6na⸗ denbrunn steht allezeit für uns⸗ re Seelen offen, du Rusfluß alles Segens! Ab-grund al- ler Lie- be:? 4. 0 Geist der 6nade, wahrer Gott, komm, steure dem Uerder⸗ ben, laß uns durch Christi greu⸗ jestod der Welt und uns ab· sterben, ja schlag das ganze Höl⸗ lenreich in unsrer Seeldanieder, damit wir Jesu Christo gleich und seines Leibes lieder durch deine önade bleiben. 5. So ehren wir in einem chron dich, unsern Gott und Uater, sanit christo deinem lieben Sohn, als unserm heilserstatter, und Gott dem werten heilgen 6eist von gleicher macht und Wesen. hilf, der du dreimal heilig heißt, daß wir in dir genesen und dich dort ewig loben. Cudw. Andr. Gotter g. 1061 + 1735. D %/ Pss 3 EEEEIE NDEEEEE 1. Darstellung Jesu. Lobgesang Simeons.(Nune dimittis.) Eo. Cuc. 2, 29—- 32. 7 Eigene melodie. Psalmton 8. 1 5 4 2 ů TE I +———— 1 +—— — 1. herr, nun läs⸗-sest du dei⸗- nen 2. denn mei⸗ ne Au-gen ha⸗ ben 3. Ein(icht, zu er-leuch⸗ten die 4. ch- re sei dem ba ⸗-ter und 5. Uie es war im An⸗-fang, jetzt —— I —————— EI + + 1 I + 1. die ner im frie den faäh⸗ ren, wie—— 2. dlei-nen hei⸗land ge ⸗ sehn, den du be⸗ 3.———— hei⸗den und jum preis 4. dem———— Sohn und dem— 5. und———— immerdar, und von E- I.—— —— +—— 1.——— du ge⸗saget hast; 2. rei-tet häst vor al-len völ-kern, 3. dei- nes—— bolks 3s-raã- el. 4.——— heili-gen 6ei ⸗sie, 5. wig⸗Keit—— ju(E⸗- wig⸗- keit. A- men. 14⁴⁰ iemmere Feste mel.: Vom himmel hoch da komm ich her. Dr. M. Luther) 1559. 15— ö N.. x +—— ND ich vitt ich, liev⸗ster Je⸗su mein, komm „ +L 1 1 + 1 2** 1 zu mir in mein herz her⸗ein, daß ich an dir hab L I E——— — +——— I Lust und freu wie si⸗ me⸗ on im dem-pel heut. 2. Denn du mein heil und Le⸗all Straf und Pein und laß mich ben bist, so mir von Gott gege⸗ganz dein eigen sein! ben ist; mach rein mein herz, 4. Dein Antlitz sei auf mich ge⸗ rein meinen mut, auf deinem richt, im Tod und Leben laß mich Weg mich halt in hut! nicht, so will ich gern aus dieser 3. Zeig mir die Bahn mit dei-IDUelt zu dir heimgehn, wenn nem licht, daß ich ja fehl des dirs gefällt. himmels nicht; wend ab von mir Johann mylius 1500. mel.: Valet will ich dir geben. Nelchior Teschner 1615. 1 5 6 + + + + + 1 2 +— + + 1 + LI 1— ——— WMWMDN herr ze su, Licht der hei⸗den, der wir kom-men jetzt mit freu⸗den durch +— E.3æ I + — 2* LI II I—„— 4—.— from-men Schatz und Lieb,.— del. nes oei- sies irieb m aie⸗sen ael—nen —————.—jꝛ.— + — 1S— kem-pel und su- chen mit be⸗ gier, nach si- me⸗ ons 150 ö ĩ— H ——— 2——— 2— 4 Ex em- pel, dich gro- ßen Gott dll- hier. 2. Du wirst von uns gefunden, o herr, an jedem ort, dahin du dlich verbunden durch dein Ver⸗ heißungswort; vergönnst noch heut zu Tage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensar⸗ men trage, wie hier der alte Greis. 3. Sei unser olanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, im kreuz ein 6nadenschein, in Zagheit 6lut und flamme, in lot ein freudenstrahl, in rankheit Arit und Amme, ein Stern in Todes- qual! 4. herr, laß auch uns gelingen, daß letzt wie Simeon ein seder hrist Kann singen den schönen Schwanenton: mir werden nun mit frieden mein Augen juge⸗ drückt, nachdem ich schon hie⸗ nieden den heiland hab erblickt. 5. Zã, ja ich hab im 6lauben, mein Jesu, dich geschaut; kein feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem herzen, und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerjen, kein Angst, kein Tod dazu. b. hier blickst du zwar zuweilen so streng und hart mich an, daß oft vor Angst und heulen ich dich nicht kennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares licht. Johann franck g. 1618 4+ 1677. 2. Uerkündigung Mariä. — NMel.: Werde licht, du Stadt der heiden. Zweite melodie im Anhang. 1758. 1⁴—— 7 Heut ist uns der dkag er ⸗-schienen, wie auch Ja-Rob und samt ih⸗nen * wor⸗auf A- dam schon so al-ler vä⸗ ter ost. dran sich N· bra⸗ Schar gehofft, 15¹1 TI + I I + + I — +— ——— 5 — ham er⸗quik-Ret, als er ihn im 6eist er⸗blik⸗ket. 2. 0 dles Tages voller Wonne und dem sonst kein Tag nicht gleicht, seit von Anbeginn die Sonne haͤt um dieses Rund ge⸗ leucht, o dler vielgewünschten Stunden, die sich nunmehr ein⸗ gefunden! 3. O du Anfang unsrer freuden, sei gegrüßt, gewünschtes Licht, als mit dem uns armen heidlen setzt ein neuer Trost anbricht, und vor welchem wir indessen stets in lauter acht gesessen. 4. Nunmehr trieft ein heiles⸗ regen oben durch den himmel ab, auch die Wolken schütten Segen und 6erechtigkeit herab: Gott der herr Kommit selbst auf krden und beginnt ein mensch zu werden. 5. Gott wird ensch und trägt die Sünde, Allmacht kehrt bei Schwachheit ein, selbst der Schöp⸗ fer wird zum kinde, sein se⸗ schöpf soll mutter sein. herr⸗ lichkeit ommt zu uns Armen, aus der Rache wird Erbarmen. . O Geheimnis, dessen gleichen man auf Erden nie gesehn! Dieses ist ein underzeichen, das von sott heut ist geschehn, wel⸗ ches kein vernünftig Sinnen kann begreifen noch gewinnen. 7. Uater, und doch sind da⸗ neben,) unser Bruder, fleisch und Blut, ach was können wir dir geben für dies allzu große 6ut? hilf, daß wir mit herz und Sinnen geistlich dich emp⸗ fangen können. Zes.9, 6. Johann franck g. 1618 + 1677. 3. fest Johannes dles Täufers. Cobgesang des Zacharias.(Das Benedictus.) Eo. Cuc. 1, 68— 79. —— kigene melodie. neunter Psalm- oder Pülgerton 1529. —m + —— 2— 158 MDMMDMDD ND 1. 6e⸗io-bet sei der herr, der 2. Und hat uns auf-ge-rich-tet +— 1——— + ————+ LI +— 1 4+.2.—8—.—8 I I— +—— I— 1. Gott 78-rã- els, denn er 2. ein horn des heils 15² hat be ⸗sucht in dem hau⸗- se sei⸗ IX XX VXVE IX ——*— set sein voll, n 1. und er-16- ein volk, 2. nes— die-ners da- vid; A men. 3. Vie er vor Zeiten geredet hat durch den und seiner heiligen propheten, 4. Daß er uns errettete von unsern feinden und von der hand aller, die uns haässen, 5. Und die Barmherzigkeit er⸗ zeigte unsern VUätern und gedächte an seinen heili⸗ gen Bund o. Und an den eid, den er ge⸗ schworen hat unserm Uater Abraham, uns zu geben, 7. Daß wir, erlöset aus der hand unserer feinde, ihm dieneten ohne furcht unser ebenlang Peil, heiligkeit und õerechtig⸗ dlie ihm gefällig ist. 9. Und du stindlein wirst ein Prophet des höchsten heißen, Mel.: ü himmel hoch da komm ich her. du wirst vor dem herrn her⸗ gehen, daß du seinen Weg be⸗ reitest 10. Und Erkenntnis des heils gebest seinem Volk, die da ist in vergevung ihrer Sünde, 11. Durch dlie herzliche Barm⸗ herzigkeit unsers Gottes, durch welche uns besuchet haãt dler Aufgang aus der Höhe, 12. Nuf daß er erscheine denen, dlie da sitzen in finsternis und Schätten des Todes, und richte unsere füße auf den Weg des friedens. 3. Tob und Preis sei õott, dem Vater und dem Sohn und dem heiligen eiste, 14. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu wigkeit. amen. Dr. Inl. Tuther(0) 1539. 1⁵⁹ 1• He⸗lo-bet sei 75ra- els sott, der — +7 +— + + +— + 2Z...“᷑ T herr, der sein volk in der not und, da es gänz⸗lich 133 war ver-flucht, mit gro ßen 6öna- den hat be⸗sucht. 2. Er hat uns seinen Sohn ge⸗lang ein jeder ohne furcht und sandt, der allen Sorn ganz ab⸗ Zwang, gewandt und uns erlöset kräf⸗9. Gerecht und heilig in der tiglich; des kann Israel freuen Welt näch solcher Art, die ihm sich. gefällt, nicht, wie es enschen 3. Da mit uns schon war alles Witz erdenkt, damit man sich aus, in seines Ddieners Davidsvergebens kränkt. haus haͤt er ein horn der Selig⸗[ 10. Du Kindlein, du wirst ein keit gesetzt ju Trost der Christen- Prophet des höchsten heißen, der heit, da geht vor seinem herren fein 4. Wie uns vor Zeiten machte voran und maͤcht ihm richtig kund der heiligen Prophetenseine Bahn. mund; dadurch er uns hat an⸗11. Du wirst verkündigen das gemeldt, er woll uns retten alsheil, an dem der mensch soll ein held. haben teil, dem seine Sünd und 5. Der feinde Trutz, des hassers Missetat der fromme Gott ver⸗ hand, ob sie vor Zorn gleich sind geben haͤt, entbrannt, woll er jerbrechen 12. Aus herzlicher Barmherzig⸗ als der mann, der Tod undkeit, Kraft deren uns in unserm Teufel zwingen kann. Leid der Aufgang aus der höh b. hierzu hat ihn sein herz be⸗ besucht. Das ist der Ciebe Gab wegt, das sich mit önad undund frucht, Güte trägt; er hat an seinen 13. Auf daß, die er im finstern Bund gedacht, vorlängst mit findt, und die ins Todes Schatten Abraham gemacht, sind, des Lichtes inder können 7. Uie auch an dieses, was ersein durch seinen hellen Glanz hat geschworen ihm an Eides und Schein, Stäatt, ju geben denen, die da 14. Daß ihre füße richtig stehn sind von ihm gezeugt, auch in-und auf dem Weg des friedens dles-sind, gehn, ja endlich allesamt zu⸗ 8. Auf daß, wenn wir erlöset gleich mit freudlen gehn ins sein vom Teufel, Todʒ undl höllen⸗ himmelreich. pein, ihm dienete sein Leben Joh. heermann g. 1585 + 164r. sucht. t und nller eihm Hschen sich st ein M,/ der M fein richtig Ndas soll dund t vel herfig· nserm er hah e bab instern hatten onnen Glallj stehn ellens t A⸗ 4 RURNUNUEE 2. Beweis dein macht, herr Zesu christ, der du herr aller herren bist, beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott bdein Geist, du Tröster wert, gib dein'm Volk ein'rlei Sinn ãuf Erd, steh bei uns in der letzten not, g'leit uns ins Leben aus dem Tod! martin Tuther g. 1483 1 1546. — mel.: Erhalt uns, herr, vei deinem Wort. Dr. M. Tuther 1543. 4 17⁰— IIIIII — E SHDDü ch vleib vei uns, herr Je⸗su christ, weil —. 1 + 1 3 I L— T 1 + 4 + EE——— es nun A-⸗bend wor⸗den ist; dein gött-lich Wort, das + I I 1 N + 1—4 1 + 1ʒ — ——.. hel-le licht, laß sa bei 2. In dlieser schwern betrübten Zeit verieih uns, herr, Bestän. dligkeit, daß wir dein Wort und h Sahrament behalten rein bis an das End. 3. herr Jesu, hilf, dein sirch erhalt, wir sind sonst sicher, faul und kalt; gib õlück und heil zu deinem Wort, gib, daß es schall an manchem ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und mord, gib deiner Kirche Gnäd und hüld, fried, Einig⸗ keit, Mut und Geduld! 5. Nch Gott, es geht gar übel zu, auf dieser rd ist keine Ruh, viel Sekten und groß Schwärmerei aufeinen haufen kommt herbei. uns aus- lö-schen nicht! 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit õ' walt erheben och und bringen stets was Ueu⸗ 18 her, zu fälschen deine rechte ehr. 7. Die Sach und 2—— herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist:darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsers herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schütz, dabei erhalt uns, lieber herr, daß wir nichts Andres suchen mehr. 9. Gib, daß wir lebn in dei⸗ nem Wort und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem qammertal zu dir in deinen him⸗; melssaal. v. 1-2 nürnverg 1611. v. 3=0 nik. Selnecker g. 1530 1702. 16⁷ —— ael.: fommt her ju mir, spricht õottes Sohn. Ursprüngliche form im Anhang. schon die fein de wil⸗-lens sein, aich gänz-lich zu ver⸗ +L T +— I FZIIIIʃI.— stö⸗ren, und su⸗chen dei⸗ nen Un-ter⸗gang, da ⸗von dir +— + * +V wird recht angst und bang; es wird nicht lan-ge wäh⸗ren. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rãch und laß es ihn nur walten! Er wird durch seinen Gideon“), den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort er⸗ hälten. Kichter 6, 13. 3. So wäahr Gott sott ist und sein Wort, muß UWelt, Teufel mel.: erhalt uns, herr, vei deinem Wort. * und höllenpfort und was dem tut anhangen endlich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns und wir mit õott: den Sieg wolln wir erlangen. Dies Lied ließ 6ustav Adolf am morgen der Schlacht bei Lützen, am 16. Novem⸗ ber 1632, veim feldgottesdienst singen.) Michael Altenburg g. 1584 + 1640. Dr. in. Cuther 1543. I 7 V— — I + + I 2— 172. n E HS SS * Je-su chri-ste, wah-res Licht, er⸗ + E— I + — I— +— + D E *— leuch-te, die dich ken⸗nen nicht, und brin⸗ge sie zu 16⁸ RKURUENU 1 + ́— X+.. 1 I———————— + dei-ner herd, daß ih re seel auch se⸗lig werd. 1 I I N + + + + A 2. Erfülle mit dem 6naden⸗ schein, die in Irrtum verführet s sein; auch die, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein fal⸗ scher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit 6nad und ihr verwundt 6e⸗ wissen heil, läß sie am himmel haben teil! 4 4. Den Tauben öffne das se⸗ hör, dlie Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres herzens õlaube ei 5. Crleuchte, die da sind ver⸗ blendt, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel stehn. b. So werden sie mit uns zu⸗ gleich auf Erden und im him⸗ melreich, hier jeitlich und dort ewiglich für solche 6nade prei⸗ sen dlich. Joh. heermann g. 1585 + 1647. Jesaias 49. igene melodie. X. Joh. Crüger 1640. —— + 1 173 i-on klagt mit Angst und Schmerzjen, die er trägt in sei ⸗»nem her⸗ijen, I + — 3i-on, die er Got-tes wer-te Ställt, ihm er-wäh⸗-let haͤt. — —3— ——2 1 4————— II + + 1— Ach, spricht sie, wie 7 + ——4————— 423 N +* SDIE——.— —— hat mein ott mich ver⸗las-sen in der not und läßt I 2—— INA I FEIHI.—3—3—— E+ E. +— LI 1 —.— 5 mich so har⸗te pres⸗sen! mei⸗ner hat er ganz ver ⸗ ges ⸗sen. 169 Hristl. Kirche IUIREIIEL 2. Der Gott, der mir hat ver⸗ sprochen seinen beistand jeder⸗ zeit, der läßt sich vergebens su⸗ chen jetzt in meiner Traurigkeit. o du meine Zier; mein herz hast du mir besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5. LCaß dich nicht den Satan Ach will er denn für und für blenden, der sonst nichts als so gar grausam zürnen mir? schrecken kann; siehe, hier in Kann und will er sich der Ar⸗meinen händen hab ich dlich ge⸗ men jetzt nicht wie vorhin er⸗schrieben an. Wie mag es denn barmen? anders sein? Ich müß ja ge⸗ 3. Zion, o du Vielgeliebte,‚ denken dein, dleine auren muß sprach zu ihr des herren und, ich bauen und dich fort und fort zwar bist du jetzt die Betrübte, anschauen. Seel und Geist ist dir verwundt, 6. Du bist stets mir vor den loch stell alles Trauren ein! o Augen, du liegst mir auf meinem maäg eine mutter sein, die ihr Schoß, wie die Kindlein, die alls ihrer Sorge lassen? dã die Ciebe Kann verschwinden, 4. Jd wenn du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn, so bleib ich doch, der ich bin. meine Treue bleibet dir, Zion, Elgene melodie. eigen ind kann hassen und noch saugen; meine creu zu dir ist groß. dich und mich Rann keine Zeit, keine uot, 6efahr und Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden; bleib getreu in allem Leiden! Joh. heermann g. 185 + 1647. +O 185 17⁴4 Auch nach melodie Ur. 70 ju singen. matth. N. v. Cöwenstern 1644. NMMMMNM%D Thri- ste, au bei-stand dei-ner freuz⸗ I E +— 2— 2.— DI qqĩü—ĩ‚RAe—— ——⁴¹⁷ LI + 12—- ʃ« RAA— ge⸗ mei⸗ne, ei⸗le, mit hülf und Ret- tung uns er⸗ — I— I ——— schei⸗ ne! Steu re den fein-den, V 2— Y— +— I 1 l—.— + ge dich te ma⸗che zu nich-te, ma-che zu nich-te! 17⁰ RRNUOERUERE 2. Streite doch selber für uns arme sinder, wehre dem Teufel, seine Macht verhinder, alles, waäas kämpfet wider deine 6lie⸗ dler, stürze darnieder! 3. friede bei irch und Schulen uns beschere, friede zugleich der obrigkeit gewähre, friede dem Mel.: Zion klagt mit Angst und Schmerjen. herzen, friede dem Gewissen gib zu genießen! 4. Also wird zeitlich deine 6üt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du ächter dleiner armen herde, hummel und Erde. Matth. Rpelles v. LCöwenstern g. 1504 + 1648. Joh. crũger 1640. 4——— + + 1 + I +—— i-on, gib dich nur ju⸗frie den, Gott ist du bist nicht von ihm ge⸗schie⸗den, er hat + 4 1 EII — 4 ——— TISI. +—. —— — II — +— — 2 — 1 4 noch bei dir dar-in, ei ⸗-nen Va⸗ter⸗-sinn. Wenn er straft, so liebt er —— 1 2 I I t,kg E. I—.— auch, dies ist sein be⸗liev⸗ter Brauch; 3i-on, ler-ne dies be⸗ I 1 I I II — 1 1— * den-ken, war= um willst du dich so krän ⸗ken? 2. Treiben dich die eereswel⸗ len in der wilden tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, schweigt dein heiland still dazu gleich als in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese flut wird sich bald legen. 3. Berge, felsen möchten wei⸗ chen, ob sie noch so feste stehn, sa die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn: den⸗ noch hät es keine Uot in dem Leben und im cod; Zion, du kannst doch nicht wanken aus den wohlgefaßten Schranken. 4. Müssen schon allhie die Trä⸗ nen deine schönsten perlen sein, muß das Seufzen und das Stöh⸗ nen schon das beste Led dir sein, muß dein Purpur sein das Blut, und der mangel hab und H —— —.— —...— —.— W N A. M W V NI AUN . ö lirche IXIAILLIL but: Zion laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem Gott vertrauen. 5. Draut man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und herzeleid, ei du wirst doch nicht zu schanden, denk nur an die Ewigkeit! Sei nurfröhlich, wohl⸗ gemut, denn der herr ists, der es tUt. Zion, Gott wird di schon stärken, dieses mußt du eben merken. lachen, drum so laß die Welt nur machen! T. halleluja! deine Wonne, lie⸗ bes Zion, wird nun groß, denn dlie schöne nadensonne nimmt dlich recht in ihren Schoß, gibt dlir einen freudengruß und den rechten Liebeskuß. Zion, wo ist nun dein flagen? Jetzt kannst ch du von freude sagen. 8. O ihr engel, himmelserben, freuet euch mit Zion hier! Denn 6. freue dich, nun ist das Ende die jetzt hat wollen sterben, soll und der Abend schon herbei; nun leben für und für und sich gib dich nur in Gottes hände, freuen ohne Zahl in dem schö⸗ der dich nun will machen frei. nen himmelssaal. Zion, wer für die Trübsal, Spott und will dich nun scheiden von dem hohn gibt er dir die freuden⸗(Lamm und ewgen freuden? kron. Zion, du wirst wieder Joach. Pauli g. 1035 1708. Offenb. Joh. 2 und. Eigene melodie. 17⁰⁴4. IRF——— —. fort im Licht! ma⸗che dei-nen Leuch⸗ter hel⸗le, laß die er ⸗ste +— I I 7 +—*— durch die enge pfort, fah-re fort, fah re fort! 2. Leide dich, leide dich, zZion,‚ mit Spott und hohne, sei bis leide ohne scheu crübsal, Angst in den Tod getreu, siehe auf die 17² Lebenskrone! Zion, flhlest du der Schlangen Stich, leide dich, leide dich! 3. folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, die dich mchte groß ju maächen; achte nichts ihr ut und Geld, halt am peten und am Wachen! Zion, wenn sie dir viel Cust verspricht, folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Keist, der dir ruft ju beiden Seiten; tue nicht, waäs er dich heißt, laß nur dei⸗ h nen Stern dlich leiten! Zion, beides das, was krumm und schlicht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in õott, stärke dich mel.: freu dich sehr, o meine Seele. mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben! Zion, in die Rrafst, für heuchelschein, dringe ein, dringe ein! 6. Prich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in seraft, weil die Bruderliebe brennet, jeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfür! 7. Halte aus, hälte aus, Zion, alte deine Treu, laß dlich sa nicht laulich finden! Auf, das seleinod rückt herbei, auf, ver⸗ lasse, was dahinten! Zion, in dem letzten ampf und Strauß halte aus, halte aus! Joh. Eusebius Schmiat g. 1670 1+ 1145. 155⁷1. —— — 1 22 + III E. * + + S I + 1 V reu er hir sieh doch, wie die Asch und Er⸗de, gro⸗her — te dei ⸗-ner her de, dei⸗ner + 4 + + I + + I — 7 6oit, nit olinnn und Wug.) tobt ung wül tet wi.der aic I +— + ——— 1— + 1— +7 und ver-mißt sich fre⸗ vent-lich, dei ne kir che =V.— N + MN 1 V + + + + + 1 — 1—j— + ju jer-stö-ren und dein erb-teil zu ver⸗heeren. 173 kirche EIINELLLL 2. Du, herr, bist ja unser Rönig, wir sind dein mit Leib und Seel, Menschenhülf ist hier zu wenig, wo nicht du, Immanuel, zu der Deinen Rettung wachst und dich selbst zu felde machst, für dein währes Wort zju kämpfen und dler feinde Rat zu dämpfen. 3. Es trifft deines Hamens Chre, dleiner Wahrheit heiligtum, Jesu, deine 6laubenslehre, dei⸗ nes Leidens straft und Ruhm und den Dienst, den dir allein wir zu leisten schuldig sein; dazu kannst du ja nichtschiweigen, dei⸗ ne Maͤchthand wirst du zeigen. 4. Stärke nur den schwachen 6lauben, den bei so betrübter Zeit fleisch und Satan uns zu rauben und mit furcht und Blö⸗ Wmuhl. uns zu schrecken sind be⸗ müht. Ddeine Weisheit kennt und sieht deiner Kinder schwach Uvermögen und wird nicht zu viel auflegen. mel.: Dir, dir, Jeyova, will ich singen. 5. hilf den Deinen und bekehre der Uerfolger blindes heer, der Uerfolgung steur und wehre, (laß siẽ uns nicht werd zu schwer. nimm dich der Bedrängten an, leit auch die auf rechter Bahn, dlie noch üm durch Satans Lugen sich selbst um ihr heil betrügen. 6. Laß uns recht und relllich handein und in Taubeneinfalt dir ganz gelassen heilig wan⸗ deln, doch dabei uns klüglich hier dacher in die böse Zeit und vor alscher heiligkeit, auch der feinde List und Wüten uns mit Schlangenklugheit hüten. 7. LCaß mit Beten und mit Wa⸗ chen stets uns stehn auf unsrer hut und nur dich, herr, lassen mächen, so wird alles werden gut. Jesus streitet für uns hier und vertritt uns dort bei dir, bis wir auf der neuen erden mit ihm triumphieren werden. henr. Kath. v. Gersdorf g. 1648 + 1726. 1690. I II + I j/fH—j4——82 * 1 + + FP I + + 17⁸ ach auf, du Geist der er⸗sten Zeu ⸗gen, die Tagꝰ und näch ⸗te nim⸗mer schwei⸗gen I +— 0—. 0 +4 — + + —— die auf der maur als treu e Wäch⸗-ter stehn, ja und die ge⸗-trost dem feind ent-ge⸗ gen gehn, — * I—— I + + — 4—— +—— 1 I de⸗ren Schall die gan-je 17⁴ lbelt durch⸗ dringt 5 EANAHI und al- ler böl-ker 2. O daß dein feur doch bald entbrennte, o möcht es doch in alle Lande gehn! ch herr, gib doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. 0 herr der Ernt, ach siehe doch darein, die Ernt ist groß, da wenig senechte sein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner ginder eri und sinn bewegt, dich hier⸗ um herzinbrünstig anjuflehn; drum hör, o herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. Wie Kannst du uns denn dies versagen, was uns dein Sohn selbstdeutlich bitten heißt? Wie denkst du dieses abzuschla⸗ gen, wozu du uns selbst treibst durch deinen Geist? denn daß wir hierum brünstig zu dlir flehn, das ist allein durch dei⸗ nen 6eist geschehn. 5. So gib dein Wort mit gro⸗ ßen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend hülf uns widerfahren und brich sch in Satans Reich mit macht hin⸗ ein! O breite, herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Hamens Preis! 6. Ach daß die Hhülf aus Zion kãme! o daß dein Geist so, wie dein Wort verspricht, dein Uolk aus dem 6efängnis nähme! 0 würd es doch nur bald vor Scha ⸗ren ju dir bringt. Abends licht! Ach reiß, o herr, den himmel bald entzwei?) und komin herab zur hülf und mach uns frei! Jes. E4, I. 7. Nch laß dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein ort ohn dessen Glänz und Schein! Ach führe vald dadlurch mit hau; fen der heiden füll in allen To⸗ ren ein! Ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 8. 0 bessre ons wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege! Vertilg, o herr, den falschen Elaubens⸗ wähn und mach uns bald von jedem mietling frei, daß kirch und Schul ein Garten Gottes sei. 9. Caß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines gu⸗ ten Geistes sein, ja sitze du nur auf dem Stuhle und präge dlich der Jugend selber ein, daß treuer Leyrer viel und Beter sein, die für die ganje firche flehn und rein. 10. du hast uns hirten ja ver⸗ sprochen, die du nach deinem herjen geven willt; nun wird dein Wort niemals gebrochen, ein jedes Wort wird Punkt für punkt erfüllt; drum halt ich dlieses Klare Wort dir vor, ach denke dran und neig uns herz und ohr! 17⁵ RUEUEEUEA I1. herr, zürne nicht, daß ich Sinn, daß mich der menschen so bitte, da ich vor dir nur Staub EClend jammern kann; drum und Asche bin. Du, als derbitt ich, herr, o nimm mein Brunnquell aller öüte, gibst Bitten an! selber mir etwas von deinem D nel.: valet will ich dir geben. sarl heinr. v. Bogatzky g. 16090 1+ 1774. Melchior Teschner 1615. LI 1 1 14 ahrrnr HirfF nune HVDH Der T II du zum heil er⸗schie- nen der und von den che⸗-ru⸗ bi- nen ju al-ler- ärm-sten Ueit den sie mit frechem Sün⸗dern dich ge-sellt, — DDIII— — Stol-je ver-höhnt für sei ne huld, als du am —————— H ———— 1 I 1— dür ren hol ze ver⸗söhn-test ih wre Schuld: 2. Damit wir stinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst duf dlich unsre Bürden und bau⸗ test uns ein haus; von Westen und von Süden, von morgen ohne Zahl sind 6äste nun be⸗ schiedlen zu deinem Abendmahl. 3. Im schonen hochzeitkleide, von allen flecken rein, führst diu zu deiner freude die Völker⸗ scharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein heil verheißen Wär, die bringen nun entsün⸗ digt dir Preis und Chre dar. 4. Drum kann nicht Ruhe wer⸗ den, bis deine LCiebe siegt, bis 17⁰ dieser Kreis der Erden zu dei⸗ nen füßen liegt, vis du im neuen Leben die ausgesöhnte Delt dem, dler sie dir gegeben, vors Ange⸗ sicht gestellt. 5. Und siehe, tausend fürsten mit bölkern ohne Licht stehn in dler Hacht und dürsten nach dei⸗ nem Angesicht; auch sie haͤst du gegraben in deinen Priester⸗ schild,“) am Brunnquell sie ju laben, der dir vom herzen quillt. ) 2 mos. 28, 29. 6. So sprich dein göttlich Wer⸗ de, laß deinen Odem wehn, daß ELEND auf der finstern Erde die Toten Kniet, ein willig Volk versöhnet auferstehn; daß, wo man 6öt⸗ zu deinem Tempel zieht. zen frönet und vor den Teufeln Albert fnapp g. 1708 + 1864. mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai() 1509. — 2——— + +2—.—— + — ner ists, an dem wir han⸗gen, der Uns⸗re lei-ber, uns⸗re her-zen ge⸗ * I I 2 14 + — +— 4—— +1 1 5 für uns in den Tod ge⸗ hö-ren dir, o Mann der Schmer⸗zen, gan⸗ gen und uns er⸗kauft mit in dei-ner Lie⸗be —.——— ö....III.IIIII..I... —— 1—— HIII—— sei- nem blut. ruht sichs gut. nimm uns zum éi⸗ gen⸗tum, be⸗reite V —— 1 1 — 1— — — I +— 1—— * dir zum Ruhm dei⸗ ne sin der, ver⸗-birg uns nicht das SPSPIIIIIIT..I. IITITII ö— +* .—. SIIIIIIIFIIIIIIII.... —— 6na-den-licht von dei⸗ nem heil⸗gen An-ge⸗sicht! 2. Nicht wir haben dich er⸗ wählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewgen öonadenrat. Unsre fraft ist schwach und nichtig, und Keiner ist jum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist õewinn für den him⸗ mel; wer in sich schwach, folgt, herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. O herr Jesu, hrenkönig, die Ernt ist groß, der Schnitter we⸗ nig, drum sende treue Zeugen aus! Sende sie hinaus in 6na⸗ den, viel frohe Gäste einzuladen zum mahl in deines Vaters haus. Wohl dem, den deine Wahl be⸗ ruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die freud heut, gestern und in Fwigkeit. Albert napp g. 1708 + 1864. 17⁷ mel.: fahre fort. 18¹ E NMMMNNMN R eich des herrn, keich des herrn, 3—1— + + I— 31— + I +— brich her⸗vor in vol⸗-lem tag, + dei ner Strah ⸗len V 1 +— DSDSDSDSS macht er⸗ hel⸗ le, was in co⸗des⸗schat- ten lag. ——— 1—— I I 1 +— Wolk und Zwei-fels ne⸗bel fäl⸗le, sen de Licht und I— +— I I II Wär-me nah und fern, keich 2. Siege bald, siege bald, Komm, das kalte Reich der acht aller Enden zu zerstören! Sieh, es sammelt seine macht, doch wer kann den sieg dir wehren? denn die Sonne der Serechtig⸗ keit flhrt den Streit, führt den Streit. 3. Gottes Held, õottes held, mit der 6nade Siegsgewalt schlage feind an feind darnieder, bring in deine herrschaft bald alles Abgefallne wieder! Dann um⸗ armen freud ich. friede sich ewiglich, ei Uber, 4. Uberall, berall laß bis an der elten Rand, laß durch jeden 17⁸ des herrn, Reich des herrn! seeis der Erden deinen HNamen hell erkannt, deine sraft ver⸗ herrlicht werden, bis du als der bölker friedefürst herrschen wirst, herrschen wirst. 5. menschenhuld, menschen⸗ huld klopft in deiner milden Brust, unter Menschenkindern wohnen das ist deines herzens Cust. uimin, o nimm die Ma⸗ tionen, nimm zum Wohnsitz alle Länder ein, sie sind dein, sie sind dein. 6. Aber ihr, aber ihr, die der fönig ausgesandt, geht voran in alle Zonen, bahnt die Weg und macht belannt unter allen EE nationen, wie die önade, wo der herr regiert, triumphiert, triumphiert. 7. Welch ein herr, welch ein herr! ihin zu dienen, welch ein Stand! Wenn wir seines Dien⸗ stes pflegen, lohnt er unsrer schwacheñ hand armes Lerk mit reichem Segen. Wallen wir, so wallt sein friede mit Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. 8. ommt herbei, kommt her⸗ bei, frohe Zeiten, säumet nicht, daß der herr sich offenbare als der völker Kecht und licht. sommt, daß alle Welt erfahre, wie die menschenherd ihr großer hirt weiden wird, weiden wird. farl Bernh. Garve g. 1763 4 1841. mel.: Jesus, meine Zuversicht. 16⁵⁵. Ursprüngliche form im Anhang. I— I — 1 7 1 + 18² i ne her⸗de und Ein hirt! Wie wird wenn sein cag er ⸗schei⸗nen wird! freu e dann dir sein, o kEr ⸗de, dich, du kiei' ⸗ ne—½ mach dich auf und — SSFFFF —. ů 4— 21 —. 1 I— 1—— I I wer⸗de licht: 2. hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Uei⸗ den, und die herrlichkeit des herrn nahet dämmernd sich den heiden, blinde Ppuger flehn um lLicht: Jesus hält, was er ver⸗ spricht. 3. Komm, o komm, getreuer hirt, daß die Nacht zum Wa Werde. Ach wie manches Schäf⸗ lein irrt fern von dir und deiner herdel gleine herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. Je-sus hält, was er ver-spricht. 4. Sieh, das heer der nevel flieht vor des Morgenrotes helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle, ihn umleuchtet orgenlicht: Je⸗ sus hält, was er verspricht. 5. Gräber stehen aufgetan; räuscht, verdorrete sebeine, macht dem Bundesengel Bahn, großer Tag des herrn, erscheine! jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 17⁰ eMNEENE 6. O dles Tags dler herrlichkeit! Wonne! mach dich auf! es werde Jesus uputlen ddu die Sonne, Licht! Jesus hält, was er ver⸗ und auf erden weit und breit spricht. Licht und Wahrheit, fried und Frdr. Ad. rummacher g. 1767 4 1845. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai 1500. ——— + 2Z—..— +— + +——H + 4—n +— — ot-tes Stadt ist fest ge⸗grün ⸗det auf den⸗noch steht sie und wird ste⸗ hen, man heil⸗ gen ber⸗gen, es ver⸗-bün⸗det sich wi⸗der sie die wird an ihr mit Stau- nen se⸗hen, wer hier die hut und IL.HN= + —. + I 4+— 7 II —.— 2...— H gan-ze Uelt; Y Wa-che hält. * —— der hü⸗ter 75 ra- els ist ih ⸗res V* —3 I + +— 1427. — 5 .— H hei-les fels. hal-le-lu-ja! Cob-fingt und sprecht: Wohl * 4—— 2————— 1 —— I—— —— dem 6e-schlecht, das in ihr haät dlas Bür⸗ ger⸗rechts 2. Zions Tore liebt vor allen der herr mit gnädgem Iel start fallen, macht ihre Riegel stark und fest, segnet, die darinnen wohnen, weiß überschwenglich dem zu lohnen, der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine huld, wie trägt er mit Geduld all die Seinen! 0 Gottes Stadlt, du reiche Stadt, die sol⸗ chen herrn und König haͤt! 3. Große, heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden sonst unter kKeinem Volk man hört. Gottes ort ist deine ahr⸗ heit, du hast den 6eist und hast die Klarheit, die alle finsternis zerstört. Da hört man fort und KUNUEENEE sort das teuer werte Wort ewger onade. Wie Eung ar tönt, was hier versöhnt und dort mit ew⸗ gem Leben krönt! 4. Auch die nichts davon ver⸗ nommen, die fernsten völker werden kommen und in die Tore Zions gehn. Denen, die im fin⸗ stern saßen, wird auch der herr noch predgen lassen, was einst für alle Welt geschehn. Wo ist der õottessohn, wo ist sein öna⸗ denthron? wird man fragen. dann kommt die Zeit, wo weit und breit erscheint der herr in herrlichkeit. 5. Darum stellet ein dielagen, man wird noch einst zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche Fform im Anhang. wird man schauen, wie Hott sein Zion mächtig bauen und herr⸗ lich weitern wird einmal. Er⸗ hebet herz und Sinn! Es ist die acht schier hin für die heiden; es kommt ihr Taͤg, sie werden wach, und Israel folgt ihnen nach. 6. Gottes Stäclt, du wirst auf Erden die mutter aller Völker werden, die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie am Reigen, wird einst von dir zum himmel steigen! die Lebens: brunnen sind in dir. In dir das Wasser quült, das alles Dürsten stillt. halleluja! Von Sünd und Tod, von aller Not erlöst nur kiner, Zions Gott! F. J. Phil. Spitta g. 1801 + 1850. phil. nicolai() 1599. 184 1 + + 1 I—.— — IIIIE —— Il—— 1—— 1— I HOEHUEA 6 nig Je-su, strei te, sie ge, daß blick auf dei ne frie-dens-vo- ten, laß — + + —1— al-les bald dir un-ter-lie-g e, was lebt und webt in we⸗hen dei⸗nen Le⸗bens o· dem durchs gan- ze wei ⸗te +—— 2—— 4——. + 1 +— ᷣẽ—ͤ'8——— —— nie ser Welt. 71 co ·ten · feidl er · yö re ...... —— un-ser flehn und laß es 181 Christl. Kirche XX.IIIELIIEL I V +.—.—— Lv. — N bäld ge⸗schehn! A⸗men, A⸗ men! so rüh⸗-men wir und ——— + 5.———— 2 sauch⸗zen dir ein hal-le-lu-ja für und für! 1852. 2 POIT NEE Eigene melodie. 13. Jahrhundert. 1 8 5* 1 4— N 4 1 D* — +. + 1 + + +— D ies sind die heil⸗gen zehn 6e⸗bot, die I 1 + + +— ———4 I— + +I 1 1 1 uns gab un-ser her re sott durch mo-sen, sei=nen Die-ner treu, hoch auf dem Berg si⸗-na ⸗i. sey ri- e⸗leis! 2. Ich bin allein dein Gott der herr, kein õötter sollst du haben mehr; du sollst mir ganz ver⸗ ch trauen dich, von herzensgrund lieben mich. Kyrieleis! 3. Du sollst nicht führen zu Un⸗ ehrn den Hamen Gottes, deines herrn; du sollst nicht preisen recht noch gut, ohn was Gott selbst redt ünd tut. Kurieleis! 4. Du sollst heilgen den siebten Tag, daß du und dein haus ruhen mag; du sollst von deinm cun lassen ab, daß Sott sein Werk in dir hab. kyrieleis! 5. Du sollst ehrn und gehor⸗ sam sein dem vater und der Mutter dein und wo dein hand ihn'n dienen kann, so wirst du längs eben habn. gyrieleis! 6. Du sollst nicht töten jornig⸗ lich, nicht hassen noch selbst rä. en dich, Geduld haben und sanften mut und auch dem feind tun das Gut. scyrieleis! 7. Dein Ch sollst du bewahren rein, daß auch dein Herz kein andre mein', und halten keusch das Ceben dein mit Zucht und Mäßigkeit fein. syrieleis! 8. Hu sollst nicht stehlen õeld noch õut, nicht wuchern jemands Schiweiß und glut; du sollst auf⸗ tun dein milde hand den Armen in deinem Land. furieleis! 9. Du sollst kein falscher Zeuge sein, nicht lgen Im den näch⸗ sten dein; sein Unschuld sollst auch retten du und seine Schand decken zu. syrieleis! 183 Wort bottes NN 10. Du sollst deins nächsten lernen wohl, wie man vor Gott— N Weib und haus begehren nicht, leben soll. Kyrieleis! noch etwas draus; du sollst ihm 12. Das helf uns der herr Jesus wünschen alles õut, wie dir dein Christ, der unser Mittler wor⸗ Ich s⸗ „ herz selber tut. Kyrieleis! den ist; es ist mit unfrem Tun V. 11. Die 6'bot all uns gegeben verlorn, verdienen doch eitel 4.—— sind, daß du dein Sünd, onen⸗ Zorn. kurieleis! * schenkind, erkennen sollst und martin cuther g. 1483 + 1546. sein v I ö Mel.: herr Jesu christ, dich zu uns wend. 1648. urmn ö( 180 PPꝑPꝑPꝑIꝑIIIIII. ö RRIEEE—— 4.— müüln D 0 Hott, du hoöch ⸗ster ona ⸗den⸗hort, ver⸗ auch ul PSꝑꝑSDSꝗSDSESESESESEEEE..... V——. De leih, daß uns dein gött-lich ort von oh⸗-ren so zu I ...‚.. V 22m benshe I her⸗-jen dring, daß es sein Kraft und Schein voll⸗bring.. ö 2. Der einge Elaub ist diese 3. Uerschaff bei uns auch, lieber Stihe V Kraft, der fest an Jesu Christo herr, daß wir durch deinen õeist haft; die Werk dler Lieb sind je mehr in dein'r Erkenntnis dieser Schein, dadurch wir Chri⸗ nehmen zu und endlich bei dir II sti Jünger sein. finden Ruh. 61 Ronrad huver g. oꝛ 4 157⁷. 18 MIAII N mel.: freu dich seyr, o meine Seele. 155⁵1. U WMW- 4 187 4.—„* SgRe⸗ de, liev-ster Ze-sus, re de, denn— Stär-ke mich, denn ich bin blö⸗de, daß gess. — 7 ꝗ—2——— EH E Viel 4 V 1 ö dein Kind gibt acht dar-auf. VUi ich mei-nes le:vens auf Air zu eh⸗ren set⸗je fort. 18⁴ 2 SO — + 1——.— 1 * Ich so laß dein hei-lig Lort in mein her ⸗ze .. E.— N +*—— ————3———— —..——— sein ver⸗schlos⸗-sen, dir zu 2. Nch wer wollte dich nicht ören, dich, duliebster Menschen⸗ eund? Sind doch deine Wort und Lehren alle herzlich wohl ge⸗ meint. Sie vertreiben alles Leid; auch les honigs Süßigkeit muß vor deinen Worten weichen, ih⸗ nen ist nichts zu vergleichen. 3. Deine Worte sind mein Stecken, dessen ich mich trösten kann, wenn der Teufel mich will schrecken auf der schmalen Le⸗ bensbahn; diese führen ohne Qual mich hin durch des Todes Tal, diese sind mein Schirm und Stütze wider alle Kreuzesblitze. fol- gen un⸗ver ⸗dros⸗-sen. 4. Jesu, dein Wort soll mich laben, deine trostgefüllte Lehr will ich in mein herz vergraben. Ach nimm sie ja nimmermehr hier von mir in dieser Zeit, bis ich in der Cwigkeit werde Kom⸗ men zu den Chren, dich, o Jesu, selbst zu hören. 5. Unterdes vernimm mein flehen, liebster Jesu, höre mich: laß mich fest bei dir bestehen! Ich, ich will dich ewiglich prei⸗ sen mit herz, Sinn und mund, ich will dir zu jeder Stund Chr und Dank in demut bringen und dein hohes Lob besingen. Anna Sophia, Candgräfin zu hessen⸗Darmstadt g. 1658 + 1683. mel.: Es ist das heil uns kommen her. Vorreformatorisch. 4.= 1 + + geist lich ist, un ⸗tüch-tig; 1 0 viel zu hoch und wich fig:) wir wis⸗ sens und ver⸗ ———— r dir. ESSSI———.——— — + ste hens nicht, wo uns dein gött lich Wort 18⁵ 2* + ů und licht den 2. Drum sind vor Zeiten aus⸗ gesandt Propheten, deine senech⸗ te, daß durch dieselben würd be⸗ kannt dein heilger Will und Rechte; zum letzten ist dein ein⸗ ger Sohn, o Uater, von des him⸗ mels Thron selbst kommen uns zu lehren. 3. für solches heil sei, herr, gepreist! Caß uns dabei verblei⸗ ben und gib uns deinen heilgen Heist, R8 wir dem Worte gläu⸗ ben, dasselb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Chrfurcht, Lieb und freud als Gottes, nicht der menschen. 4. Hilf, daß der losen Spötter hauf uns nicht vom Wort ab⸗ wende; denn ihr 6espött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. bib du selbst udeinem Worte feraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 5. öffn uns die ohren und das erz, daß wir das Wort recht assen, in LCieb und Leid, in freud und Schmerz es aus der ncht nicht lassen; daß wir nicht hörer nur allein des Wortes, sondern Täter sein, frucht hundertfältig bringen. 6. Am Weg der Same wird so⸗ fort vom ceufel hingenommen; in fels und Steinen kann das Ueg jzu 186 dir nicht wei ⸗set. Wort die Wurzel nicht bekom⸗ men; der Sam, so in die Dor⸗ nen fällt, von Sorg und Wol⸗ lust dlieser Welt verdirbet und ersticket. 7. Nch hilf, herr, daß wir wer · den gleich dem guten fruchtbarn Lande und sein an guten Wer⸗ ken reich in unserm Amt und Stande, viel früchte bringen in Geduld, bewahren deinelehrund hhuld im feinen, guten herzen. S. Caß uns, so lang wir leben hier, den Weg der Sünder mei⸗ llen, gib, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden. kott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Lüste dämpfen! 9. Dein Wort, o herr, laß all⸗ weg sein die Leuchte unsern fü⸗ ßen, erhalt es bei uns klar und rein, hilf, daß wir draus ge⸗ nießen sraft, Rat und Trost in aller Hot, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner EChr dein Wort sich weit aus⸗ breiten, hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten, o heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, õeduld und hoffnung! David Denicke g. 16003 4 1680. SSSII mel.: herr Jesu christ, dich zu uns wend. 1648. err, öff⸗ne mir die her⸗zens ⸗tür, zeuch —— mein herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort be⸗ V— 4 I H ——— 21 —.— wah ren rein, laß mich dein king und er⸗be sein! 2. Dein Wort bewegt des her⸗ 3. Chr sei dem Vater und dem zens 6rund, dein ILort macht Sohn, dem heilgen Geist in Ei⸗· Leib und Seel gesund, dein ort nem Thron! Der heiligen Drei⸗ ists, das mein herz erfreut, dein einigkeit sei Lob und Preis in Wort gibt crost und Seligkeit. Cwigkeit! Joh. Olearius g. 1611 4 1684. mel.: hilf mir, mein Sott, hilf, daß nach dir. Ursprüngliche form im Anhang. 1527. 2 1⁰0—— VN herr ze⸗ba⸗oth, dein hei-ligs Wort, das daß wir dar- nach an al-lem ort solin I——————— du uns hast ge⸗ ge⸗ben, V 4 rich⸗ten Lehr und ke⸗ven, ist wor den kund aus dei⸗ nem 1—— V +—— 4— 4..—.— T n mund und in der Schrift be-schrie⸗ben rein, schlecht und —3 IISS —12— I H I + I 1— recht durch dei ⸗ne senecht, vom heil⸗gen 6eist ge⸗trie ben. 187 SN 2. Dies Wort, das jetzt in Schrif⸗ ten steht, ist fest und unbeweg⸗ lich; war himmel und die Erd vergeht, otts ort bleibt aber ewig; kein höll Kein Plag noch jüngster Tag vermag es zu ver⸗ nichten; drum denen soll sein ewig wohl, die sich darnach recht richten. 3. Es ist vollkommen hell und klar, ein Richtschnur reiner Leh⸗ re; es zeigt uns auch ganz offen⸗ bar Gott, seinen Dienst und Ehre und wie man soll hier leben wohl, Lieb, hoffnung, Glauben üben; drum fort und fort wir dlieses Wort von herzen sollen lieben. 4. Im sereuz gibts Luft, in Trau⸗ rigkeit zeigt es die freuden⸗ qllelle; den Sünder, dem die Sünd ist leid, entführet es der hölle; gibt Trost an hand, macht allch bekannt, wie man soll wil⸗ lig sterben, und wie zugleich das himmelreich durch Christum zu ererben. 5. Sieh, solchen Nutz, so große sraft, die nimmer ist zu schätzen, des herrn Wort in uns wirkt und schafft; darum wir sollen setzen zurück Gold, Geld und was dlie Welt sonst herrlich pflegt zu achten, und jederzeit in Lieb und Leid nach dieser Perle trachten. 6. Nun, herr, erhalt dein heiligs ort, laß uns sein Kraft emp ⸗ finden, den feinden steur an allem ort, zeuch uns zurück von Sünden! So wollen wir dir für und für von ganzem herzen dan · ken. herr, unser hort, laß uns dein Wort fest halten und nicht waäͤnken! 1698. Mel.: hilf mir, mein sott, hilf, daß nach dir. Ursprüngliche Form im Anhang. *——— 191 I 2———— m—— ḡän,ss + — ein Wort, herr, ist die rech te Lehr, ein eln Schild zu uns-rer 6e-gen⸗-wehr, ein A 1 Licht, das uns er⸗leuch⸗tet, rau, der uns be⸗ feuch tet,/ ein Stärkungstrank, wenn wir uns V * —.——..——..— BWa— krank an Seel und 6eist be⸗fin den, ein fe⸗ stes 188 NN — E 1 * I Bäand, das uns-re hand mit 2. So führe denn auf rechtem Pfad durch dies dein Licht mich Blinden, laß mich durch deinen Schutz und Rat den Satan über⸗ winden! Die Süßigkeit laß alle⸗ zeit von deinem Wort mich schmecken, und deine 6unst in mir die Brunst der õegenlieb erwecken! 3. Uerleih auch deinen guten Geist, der alles das versiegle, worin dein Wort mich unter⸗ weist, daß ich mich urinbespiegle, dei-ner kann ver⸗bin⸗den. und immerdar dies, was ich war und was ich bin, erkenne, auch niemals mehr von deiner Lehr in Sünd und Irrtum renne. 4. Gib meinem Glauben Stärk und fraft, die alles kann voll⸗ bringen, damit durch dessen Ei⸗ genschaft ich ritterlich kann rin⸗ gen und fereuz und lot, ja gar len Tod viel lieber woll erleiden, als daß ich hier vom Wort und dir mich ließ aus fleinmut schei⸗ den. 17¹4. mel.: Gott des himmels und der érden. Umbildung im Anhang. . heinr. Albert 1642. * I L n +— I 2— Hꝗ a, + I— E+ eu res Wort aus 6ot-tes munde, dlich al-lein hab ich zum 6run de — ——— ——— ddas mir lau- ter se-gen trägt, X mei⸗ ner se⸗lig⸗-Reit ge⸗legt; in dir treff ich — + + I e rr., ———. al ⸗les an, was ju sott mich füh⸗ ren kaäͤnn. 2. Will ich einen vorschmack 3. Du, mein pParadies auf Er⸗ häben, welcher nach dein im- den, schließ mich stets im lau⸗ mel schmeckt, so kannst du mich ben ein, laß mich täglich Klüger herrlich laben, weil bei dir ein werden, daß dein heller na⸗ Tisch gedeckt, der mir lauter denschein mir bis in die Seele Manna schenkt, mich mit Levens- dringt und udie frucht des Le⸗ wässer tränkt. bens bringt. 189 NNNEEN 4. Geist der õnade, der im Wor· te mich an Gottes herze legt, öffne mir des himmels Pforte, llaß mein Geist hier recht erwägt, wäs für Schätze Gottes hand durch sein Wort ihm zugesandt. 5. Casse mich in diesen Schran⸗ ken sonder eitle Sorgen sein, schließe mich mit den oedanken in ein stilles Wesen ein, daß die Welt mich gar nicht stört, wenn mein herz dich reden hört. 6. Gib dem Samkorn einen Acker, der die frucht nicht schul⸗ dlig bleibt; mache mir die Augen wäcker, und was hier dein fin⸗ ger schreibt, präge meinem her⸗ sen ein, laß den Zweifel ferne ein! Nel.—6 du Liebe meiner Liebe. 7. Was ich lese, laß mich mer⸗ ken; was du sagest, laß mich tun! Iird dein Wort den lauben stärken, laß es nicht dabei be⸗ ruhn, sondern gib, daß auch da⸗ bei ihm dlas Leben ähnlich sei. 8. Hilf, mes alle meine LUege nur nach dieser Kichtschnur gehn. Was ich hier zum 6runde lege, müsse wie ein felsen stehn, daß mein oeist auch Rat und Tat in den größten Uöten hat. 9. Laß dein Wort mir einen Spiegel in der folge Jesu sein, drücke drauf ein 6nadensiegel, schließ den Schatz im herzen ein, dlaß ich fest im Glauben steh, bis ich dort jum Schauen geh. Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737. cã. 1740. 2— LI + 193 denn ich H err, dein Wort, die ed ⸗ le 6a-be, zieh es al-ler ha⸗-be 2 + + N —5 1 + 3 IH + .—— 2 I +2 die⸗ sen Schatz er hal te mir, und dem größ⸗ten Reichtum füir. Uenn dein I E—— 1 — 5 +—— Wort nicht mehr soll 1 gel ten, wor⸗auf soll der E. 1 TD— * 41 1— I— 1. + Glau- be ruhn? mir ists nicht um 19⁰ tau- send IER — d, de, nimn n—— Uel⸗ten, a ber um dein Uort ju tun. 2. halleluja, Ja und Amen! herr, du wollest auf mich sehn, daß ich mög in deinem Hamen fest bei deinem Worte stehn; laß mich eifrig sein beflissen, dir ju mnel.: Jesu, meine freude. dienen früh und spat und zu⸗ gleich zu deinen füßen sitzen, wie märia tat. U. I. N. C. v. Zinzendorf g. 1700 4 1760. U. 2. chstn. regor g. 1723 + 1801. Joh. rüger 1656. 19⁴4——— + I— I——.— ———— WEE ort des höch-sten mun⸗des, En⸗gel bald, da wir ge ⸗ fal-len, lie⸗ßest + 1— D— V½ I— 1 N + +— +— .— 14 + II I mei⸗nes Bun-des, Je ⸗ su, un⸗ser Ruhm 110 du er schal-len E-van-ge⸗Ii⸗ um, eine Kraft, die — ĩ— 4 4 2——— ————— 6lau- ben schafft, ei ne bot-schaft, die — N d,. A — 12 1——— 11 um e⸗ ben uns von dir 3e 3e beu. 2. Was sein Wohlgefallen vor der Zeit uns allen fest bestimmet hat, was der opfer Schatten längst verkündet hatten, das vollführt sein Rat. Was die Schrift verspricht, das trifft alles ein in Jesu Namen und ist Ja und Amen. 3. Alles ist vollendet, Jesu önade wendet allen Zorn und Schuld. Jesus ist gestorben, Jesus hät erworben alle 6nad und huld. Auch ist dies fürwahr gewiß: Jesus lebt in preis und chre; ach erwünschte Lehre! 4. Uns in Sünden Toten ma⸗ chen Jesu Boten dieses Leben kund. Lieblich sind die füße, und die Lehren süße, teuer ist der Bund. Aller Welt ist nun 191 DRRRNR vermeldt durch der guten Bot⸗ schaft Lehre, daß man sich be⸗ kehre. 5. fommt, zerknirschte herzen, die in bittern Schmerzen das bGesetz zerschlug, kommt zu dessen 6naden, der für euch beladen alle Schmerzen trug. Jesu Blut stärkt euren Mut, Gott ist hier, ler euch geliebet und die Schuld vergibet. 6. Dieser õrund bestehet; wenn dlie Delt vergehet, fällt er doch nicht ein. Darauf will ich bau⸗ en; so soll mein Uertrauen evan⸗ gelisch sein; auch will ich nun würdiglich dieser graft, die mir gegeben, evangelisch leben. 7. Jesu, deine Stärke schaffet dliese erke, steye du mir bei! llichts kann mich nun scheiden, hilf denn, daß mein Leidlen evan⸗ gelisch sei. Laß auch mich einmal duf dich, als ein kind mit dir zu erben, evangelisch sterben! heinr. cornelius hecker g. 1090 4 1743. —— el.: Es ist das heil uns kommen her. Auch nach melodie Ur. 20 zu singen. 2 Vorreformatorisch. 12 dlie wir — ů ů ee ⸗setz und C⸗van⸗ ge li⸗ um sind in un⸗-serm chri⸗-sten-tum be⸗ bel⸗de 6ot⸗tes 6a ben, ů stän⸗lig nö⸗tig ha benz doch bleibt ein gro⸗ßer I I E + ——— hun.. Un ⸗ ter-schiedl, den nur ein sol-ches —— 6——— H Nu- ge sieht, das 60t tes Geist er-leuch-tet. 2. Was Gott in dem Gesetz ge⸗ beut, ist uns ins herz geschrieben: Wir sollen nämlich jederzeit õott und den nächsten lieben. Daß aber Gott die Welt geliebt und seinen Sohn für Sünder gibt, das muß er selbst entdecken. 102 3. In dem 6esetz wird unsre Pflicht uns ernstlich vorgetra⸗ gen das Cvangelium kann nicht als nur von onade sagen; jens zeigt dir, was du tun sollst, an, dlies lehrt, was Gott an dir ge⸗ tan; jens fordert, dieses schenket. SN 4. Was das Gesetz dir guts ver⸗ del. 8 wird dir nicht jugewen⸗ et, es sei denn, daß du deine Pflicht vollkommen hast vollen⸗ det: was Christi nade guts ver; 1. wird dem, der umnonn ich erweist, frei und umsonst gegeben. 5. Wo das sesetz den Sünder findt, da schlägt es ihn danie⸗ der; das Cvangelium verbindt und heilt die Dunden wieder; jens predigt Sünde, 3orn und fluch, dies öffnet dir das Lebens⸗ —6—7 in des Erlösers Wunden. 6. Jens decket dir dein Elend auf, dies saget von Erbarmen; jens schläget unbarmherjig drauf, dies hebt und trägt die Armen; jens jeigt und drohet dir den Tod, dies hilfet dir aus Tod und not und vringi dir beist und Leben. 7. Was das Gesetz zu sagen hat, gehört für rohe herzen, für heuchler, die schon reich und satt, die mit der Sunde scherzen; des 6nadenwortes Balsamöl senkt sich in eine kranke Seel, die elend und beladen. 8. Wenn das sesetz den Zweck erreicht, so hört es auf zu fluchen; sein Zwang, sein Blitz, sein Drohen weicht, wenn man will 6näde suchen; es treibt jum sreuz des Mittlers hin, wenn ich an diesen gläubig bin, so hät dler Trost kein Ende. 9. Mein 6ott, laß diesen Unter⸗ schied mich in der Tat erfahren, nãch Stindenangst laß Trost und fried sich in der Seele paaren! Treib mich durch des 6esetzes fluch, daß ich die nade glaubig such in des Erlösers Armen. 10. Gib aus dem Cvangelio mir Kräfte, dich zu lieden und als dlein Rind mich frei und froh in dem 6esetz zu üben. 6ib öna⸗ de, daß ich meine Pflicht mit heiligkeit und Zuversicht in Lieb und 6lauben leiste. Joh. Jak. Rambach g. 1603 + 1735. nel.: Jesu, meines Lebens Leben. 1661. * 2—.— I—4 6 —H——— SAIOHOE ãds ist ei- ne sel⸗ ge Stun⸗de, und das herz von her⸗-zens⸗grun de N— V — ꝙ— + I + — Je-su, da man dein ge⸗denkt i ͤ tief in dei-ne Wun⸗den senkt. Wahr ⸗lich, nichts als 103 SDDENERNEEEEEERER 15 1—1 1 4** 1 Je-sum ken- nen, Je⸗ sum su⸗ chen, fin⸗den, nen⸗nen, + LI + T—— I N IAE.———— das er⸗flil ⸗let uns⸗re Zeit mit der höch-sten Se⸗lig ⸗keit. 2. Jesus, deine önadenquelle] 3. Nun, so laß auch diese sStunde fließt so gern ins herz hinein,‚ dein 6edächtnis in uns sein, in leine Sonne scheinet helle, denn dem herzen, in dem munde leb du willst genossen sein; und bei und herrsche du allein! Laß uns aller Segensfülle ist dein Wunschdeiner nie vergessen! Wie maria und ernster Wille, daß man, dper dã sie deinen smund weil dein Brünnlein voll, un⸗ ehrt! also mach uns einge⸗ aufhörlich schöpfen soll. 1298 6. Woltersdorf g. 1725 T 1761. Enel.: Nch öott und herr. 10²⁵. 19⁷—.....— — + SHGott ist mein hort, und auf sein Wort soll I—.— V 3————. + +1 1 + I 1 *+ +7 mei- ne see⸗le trau- en. Ich wand⸗ le hier, mein VD T 7 I +7 +— ů—d—41—I bott, vor dir im Glau⸗- ben, nicht im Schau- en. 2. Dein Wort ist wahr; laß stun lehrte? 6ott, ohne sie ver⸗ immerdar uß kel seine Kräfte stünd ich nie, wie ich dich wür⸗ schmecken, laß keinen Spott, odig ehrte. herr mein 6ott, mich von dem 4. Dein Wort erklärt der Seele blauben schrecken! Wert, Unsterblichkeit und Ceben. 3. Wo hätt ich Licht, wofern Zur Ewigkeit ist diese Zeit von mich nicht dein Wort die Wahr⸗dir mir übergeben. 19⁴4 5. D tdt( den licht schien 0. MI und! berza lehrst Abba S 5. Dein ewger Rat, die misse⸗ tat der Sünder zu versühnen, len kennt ich nicht, wär mir dies Licht nicht durch dein Wort er⸗ schienen. 6. Nun darf mein herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen. nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläubig Abba sagen. 7. ulich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines heils 6e⸗ schäfte. Durch meine müh ver⸗ mag ichs nie, dein Wort gibt mir die feräfte. 8. herr, unser hort, laß uns dies Wort, denn du hasts uns egeben. Es sei mein kTeil, es ei mir heil und straft zum ewgen Leben! Chr. f. Gellert g. 1715 + 1769. —— uel.: Was sott tut, das ist wohlgetan. U 1681. 1 108 2—1.—..—— T ein Wort, o herr, ist mil- der Tau für Caß kei- nem pflänjchen dei- ner Nu den +—ꝓE= XINI* — trost be⸗dürft ge See-len. him⸗mels⸗bal ⸗sam feh⸗len; er⸗quickt durch ihn laß .. 4— je— des blühn und in der Zu- kunft V 1...— + 11 ᷓ„ Td gen dir frucht und sa⸗ men tra⸗ gen! 2. Dein Wort ist, herr, ein flammenschwert, ein feil, der felsen spaltet, ein feuer, das im herjen zehrt und mark und Bein durchschaltet. O laß dein ort noch fort und fort der sünde maͤcht zerscheitern und alle herzen läutern! 3. Dein Lort ist uns der Wun⸗ derstern für unsre pilgerreise, es führt auch Toren hin zum herrn und macht die Einfalt weise. Dein himmelslicht ver⸗ lösch uns nicht und leucht in sehl Seele, daß keine dich ver⸗ fehle. 10⁵7 Wort öottes NN 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht; da ward das Wort der õnade mein Cabsal, meine Zuversicht, die fackel meiner Pfa⸗ dle. Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schrit⸗ ten bis zu den ewgen hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn zu dir, dem sichern Horte. Wo wendet ich mich anders hin? herr, du hast Lebensworte. dpist hör ich dein: Komm, du bist mein! Das rief mir nicht ver⸗ ebens ein Wort des ewgen Le⸗ ens. 6. Auf immer gilt dein Segens⸗ bund, dein Wort ist Ja und Amen. nie weich es uns aus Geist und nund und nie von unserm Samen, laß immerfort dein hel⸗ les Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, leiten! 7. 0 sende bald von ort zu ort den Durst nach deinen Leh; ren, den hunger aus, dein Le⸗ benswort und deinen Geist ju hören; und send ein heer von meer ju meer, der herzen Durst u stillen und dir dein Reich ju fullten. farl Bernh. Garve g. 1763 + 1841. NN 19⁰ Bei dler Taufe. — igsene melodie. Ruch nach melodie Ur. 165 zu singen. Joh. Walther 1524. LI I Niat Christ un⸗ser herr jum Jor⸗-dan kam von sanct Jo-hanns die Tau-fe nahm, —3——.—.— +Z.. 1 + L + H — ⁷ I + I 1 I + nach sei nes va⸗ ters UWil-len, sein Wern und nmt zu er ⸗fül ⸗ien.) da wolit er stif:ten ——— I 4—— + +——4 E. uns ein Bad, ju wa⸗- schen uns von Sün-den, er⸗ I——— + + I 1 I + + + sau-fen auch den bit ⸗tern Tod durch sein selbs Blut und —— 2————==— 2 + — +s// + + I UWDun- den; es galt ein neu-es Ce⸗-ben. 2. so hört und merket alle Wasser sei, doch nicht allein wohl, was Gott heißt selbst die schlecht Wasser, sein heiligs Wort Taufe, und was ein christe glau-¶ ist auch dabei mit reichem Geist ben soll, zu meiden fetzerhau⸗(ohn naßen: der ist allhie der fen. oott spricht und will, daß Täufer. 1097⁷ 3. Solchs hat er uns bewiesen soll dadurch selig werden; ein klar mit Bildern und mit Wor⸗ neugeborner mensch er heißt, ten. des Vaters Stimm mander nicht mehr könne sterben, offenbar daselbst am Jordan das himmelreich soll' erben. hörte; er sprach: Das ist mein 6. Wer nicht gläubt dieser gro⸗ lieber Sohn, an dem ich hab oe⸗ ßen 6nad, der bleibt in seinen fallen; den will ich euch befoh⸗Sünden und ist verdammt jum len habn, daß ihr ihn höret alle ewwgen Tod tief in der hölle und folget seinem Lehren. Grunde. nichts hilst sein eigne 4. Nuch Gottes Sohn hie selber heiligkeit, all sein Tun ist ver⸗ steht in seiner zarten enschheit,‚ loren, die Erbsünd machts zur der heilge Geist hernieclerfährt,‚ Uichtigkeit, darin er ist geboren; in Taubenbild verkleidet, daßer kann ihm selbst nicht helfen. wir nicht sollen zweifeln dran: 7. Das Rug allein das Wasser Wenn wir getaufet werden, all sieht, wie enschen Wasser gie⸗ drei Person getaufet habn undßen; der Glaub im Geist die so bei uns auf Erden zu wohnen Kraft versteht des Blutes Jesu sich vegeben. Christi; und ist für ihn ein rote 5. Sein' Jünger heißt der herre flut, von Christus Blut gefärbet, Christ: Geht hin, all Welt zu leh⸗Udie allen Schaden heilen tut, ren, daß sie verlorn in Sünden von Adam her geerbet, auch von ist, sich soll zur buße kehren; uns selbst begangen. wer gläubet und sich taufen läßt, martin futher g. 1483 + 1546. IInel.: Von Gott will ich nicht lässen. 1572. 200— S. —— 2..2 1— 1 Las-set die stind-lein kom- men ju sie sind mein freud und on⸗-ne, ich M— mir, spricht 6ot ⸗tes Sohn, bin ihr Schild und ahn, auch für die kin der I.— E— 205 * 1 4——— lein, daß sie nicht wärn ver⸗ lo⸗ren, bin ich ein 198 —888 I I +X — n Erl + + 1 1 11— EI —— Kind ge⸗ bo⸗- ren, drum 2. Der herr gar freundlich küsset und herit die Kinderlein, be⸗ jeugt mit Worten süße, der him⸗ mei ihr soll sein, dieweil sein teures Blut, das aàus den heilgen Wunden am sereuzesstamm ge⸗ ronnen, auch ihnen kommt zu sch gut. 3. Drum nach christi VDerlangen bringet die sinder her, damit sie 6nad erlangen, niemand es ih⸗ nen wehr! führet sie Christo zu, mei.: nuf dich hab ich geyoffet, herr. — sie mein ei⸗ gen sein. er will sich ihr erbarmen; legt sie in seine Arme, darin sie fin⸗ den Ruh. 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, ihr Seele ott gefällt; denn sie sind Gottes Erben, lassen die nöde Welt. Sie sind frei aller 6fahr, brauchen hie nicht zu leiden und loben Gott mit freuden dort bei der Engel Schar. cornelius Becker g. 561 + 1004. 5. Jahrhundert. 20¹ + + Sott ba-ter, höre uns⸗re bitt: ceil + H I— 1 E I + + + I — +7— + + 1 I + ——3—————.—. 6öna- de, es sei dein kind, nimm weg die *——. — I. 1— + I* I I— ——*———— — — Sünd, daß ihm die- selb nicht scha-dle. 2. herr Christe, nimm es gnã⸗ zeit seinim eben undimsterben. dig auf durch dieses Bad der heil⸗ 3. Und du, o allerwertster Seist, gen Tauf zu deinem 6lied und samt Vater und dem sohn Erben, damit es dein mög all⸗ gepreist, wollst gleichfalls zu uns 19⁰ kommen, damit jetzund in dei-für diese große Güte! Gib, daß nen Bund es werde aufgenom- dafür wir dienen dir, vor Sün⸗ men. 4. 0O heilige Dreieinigkeit, dir sei Cob, chr und Dank bereit mel.: Lievster Jesu, wir sind hlier. A dein uns behüte! Joh. Bornschürer g. 1625 + 1677. Rud. Ahle 1664. 20² „=— IXII + 2— + E + Ciev⸗ster Ze-su, wir sind hier, dei⸗ Die⸗ses Kind⸗-lein kommt zu dlir, weil — + +— I 1 EEE E 1 2.— II + + + + Mis nem Wor-te nach⸗ ju-le-ben. ge ⸗ge-ben, du pden be⸗-feh daß man sie ju + 1 E. — 4 4 I ———— J—— 4 E — chri⸗sto füh re, denn das him⸗ mel-reich ist ih=re. 2. Ja es schallet allermeist die⸗ ses Wort in unsern Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neu geboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kom⸗ men. 3. Darum eilen wir zu dir; nimm dies Pfand von unsern Armen, tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbar⸗ men, daß es dein ind hier auf Erden und im himmel möge werden. 4. Wasch es, Jesu, durch dein Blutvon den angeerbten flecken, laß es bald nach dlieser flut deinen Purpurmantel decken, schenk ihm deiner Unschuld Sei⸗ dle, daß es sich in dich verkleide. 5. Mache Licht aus finsternis, setz es aus dem Zorn in 6nade, heil den tiefen Schlangenbiß dlurch die seraft im Lunderbade, laß hier einen Jordan rinnen, so vergeht der Russatz drinnen. 6. hirte, nimm dein Schäflein an, haupt, mach es zu deinem bliede, himmelsweg, zeig ihm die Bahn, friedefürst, schen ihm den friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im õlauben dich umgebe. 7. lun, wir legen an dein herz, was von herzen ist gegangen; führ die Seußzer himmelwärts und erfülle dasberlangen, ja den namen, den wir gebẽn, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck g. 1672 +T 1737. 2 V.. ä meines lebens Leven. 16⁰1. 205 2—*— as-set mich voll freu⸗de spre⸗chen: der bei mensch-li-chen 6e⸗ bre⸗chen 1—4 H —— 2—— 1— + Ich bin ein ge⸗tauf-ter cshrist, den-noch ein kind 6ot-tes ist. was sind al le + * 1— 1— + 4 Schätje nüt ⸗je, da ich ei⸗ nen Schatz be⸗sit · je, der mir al · les +*—— A heil ge-bracht und mich e- wig se-lig macht. 2. seine Sünde macht mir ban⸗ ge, ich bin ein getaufter Christ; llenn ich weiß gewiß: So lange dieser Trost im herjen ist, ann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter christ, und damit kann ich dich schlagen, ob Iu du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe Kommen, ist dir alle macht genommen, und von deiner Tyrannei machet Gottes Bund mich frei. 4. freudig sag ich, wenn ich ster⸗ be: Ich bin ein getaufter Christ; denn das bringet mich zumErbe, dlas im himmel droben ist. Cieg ich gleich im Todesstaube, so ver⸗ sichert mich der õlaube, daß mir auch der Taufe straft Ceib und Ceben wieder schafft. 5. Nun so soll ein solcher Segen 57 eich Trost des Cebens sein. ch mich zu Grabe legen, ol ich duch auf solchen ein. mir herz und Nugen brechen, soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist. Erdmann neumeister g. 16071 + 1756. 201 —— mel.: Wer nur den lieben 6ott läßt walten. mel. 3. 1785. FINch vin ge-tauft auf dei- nen na-men, ich bin ge⸗zähit ju dei⸗nem Sa⸗men, 1— I I NM I 1 II—.— Gott Ua⸗-ter, Sohn und heil-ger Geist, V; in j jum Volk, das dir ge⸗ hei⸗ligt heißt, ich bin in chri· stum 1** 2— 2=2—— I 1I ein ⸗ge⸗senkt, ich bin mit sei nem seist be⸗schenkt. 2. Du hast zu deinem seind und 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs erben, mein lieber Vater, mich neue Leib, Seel und heri zum erklärt, du hast die frucht von Opfer hin, erwecke mich zu neuer deinem Sterben, mein treuer Treue und nimm besitz von mei⸗ heiland, mir gewährt, du willst nem Sinn. es sei in mir kein in aller not ünd pein, o guter Tropfen Blut, der nicht, herr, Geist, mein Tröster sein. deinen Willen tut. 3. Doch hab ich dir auch furcht 6. Weich, weich, du fürst der und Liebe, Treu und õehorsam finsternisse, ich bleibe mit dlir zugesagt; ich habe mich aus rei⸗(Uunvermengt. hier ist zwar ein nein criebe dein Eigentum zu befleckt oewissen, jedoch mit Jesu sein gewagt; hingegen sagt ich Blut besprengt. Weich, eitle elt, bis ins 6rab des Satans schnö⸗ du Sünde, weich! Gott hört es, den Werken ab. ich entsage euch. 4. Mein treuer 6ott, auf dei-7. Caß diesen Vorsatz nimmer ner Seite bleibt dieser Bund wanken, Gott Vater, Sohn und wohl feste stehn; wenn aber ich heilger Geist! halt mich in dei⸗ ihn überschreite, so laß mich nicht nes Bundes Schranken, bis mich verloren gehn; nimmi mich, dein dein Wille sterben heißt. So leb Kind, zu onaden an, wenn ich ich dir, so sterb ich dir, so lob hab einen fall getan. ich dich dort für und für. Joh. Jak. Kambach g. 1693 + 1735. 20²2 —8888083 Mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. Rud. Ahle 1664. 205,, 42—.— + 2 ———8 V ott und Ua⸗ ter, nimm jetz und die⸗ nimm es auf in dei- nen bund undd — I—EE—— 202 0 + 11—— * ind von un ⸗-sern Ar- men, jeig ihm dein Er⸗ bar⸗men, 50 es al le + + — 4 EEHNAI 2— Ce-bens⸗-ta-ge dei⸗ner kind⸗schaft Zei- chen tra⸗ ge. 2. Wasche es mit deinem Blut,‚ 3. Und du, werter heilger seist, treuer Jesu, von den Sünden, schenk ihm deine 6nadenkräste, laß in seiner Taufe flut den ge⸗ treibe, wie dein Zund verheißt, erbten fluch verschwinden und selbst in ihm dlas heilsgeschäste, sein Leben auf der Erden deinem daß es stets an Jesu Leibe ein Vorbild ähnlich werden. lebendig 6liedmaß bleibe. Joh. Jak. Spreng g. 1600 + 1768. Bei der ftonfirmation. kigene melodie. f. h. ever 1741. 200⁰.— N +4 ein Schöp⸗fer, steh mir bei, sei Dein au ge lei te nüch, bi⸗ — R . mei- nes Ce-bens idt; 2 mir mein Nu⸗- ge—85 hier leg ich herz und 6lie-der vor dir zum op⸗-fer nie⸗ der und wid ⸗= m 203 IIE + 1 E. I + 1 I——1(1 V * I I mei⸗ne fräf-te für dlich und dein 6e⸗schäf ⸗te. Du 1* I * I I + II 1 + 1 2. Mein heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle flecken tilgt und lauter Wunder tut. Schließ die ver⸗ irrte Seele in deine Wunden⸗ höhle, daß sie von Zorn und Siinde hier wahre freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich, mein heiland, wasche mich! 3. Mein Tröster, gib mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt, re⸗ giere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, ihn meinen her⸗ ren nennen, sein önadenwort willst, daß ich der Dei- ne sei, mein Schöp⸗fer, steh mir bel! verstehen, auf seinen Wegen ge⸗ en. Du bist, der alles Güte Ipanrt mein Tröster, gib mir rã 4. Gott Uater, Sohn und seist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein 6emüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen! ohl mir, wenn du der mei⸗ ne t 6ott Uater, Sohn und Geist! Joh. Jak. Rambach g. 16903 + 1735. fonfirmationslied, wie es die 6emeinde singt. — mel.: fomm, heiliger õeist, herre õott. Ursprüngliche form im Anhang. Vorreformatorisch. ———— V + N 17 E 20⁰⁴ sind chri ⸗sti torisch. IOOOOO I + 1—4 Glie⸗-der. 6ib ih- nen, ba⸗-ter, sohn und 6eist, den 2— V E 4 — 27. se-gen, den dein Wort ver-heißt, er ⸗fül⸗le sie mit — dei-nen 6a- ben, laäß sie mit dir 6e⸗mein schaft ——* I I + +——ẽ N 12.—— ,n —— .— ha⸗ben, er⸗bar⸗ me dich, er⸗bar⸗ me dich! Wie es die tonfirmanden singen. Erhör, o Gott, das heiße flehn Segen, den dein Wort verheißt, von uns, die wir hier vor dir erfüll uns du mit deinen 6aben, stehn! Erbarmend blick auf uns laß uns mit dir semeinschaft ernieder, denn dein sind wir, haben, erbarme dich, erbarme ind Christi 6lieder. 6ib uns, dich! Gott Vater, Sohn und Geist, den Elieser sũster g. 1732 + 1700. 2.150 Mel.: O du Liebe meiner Lebe. cd. 1740. 208 2 + + I I D —— +——.4.4.14 +— 5* +7*Y NII Zei dir, Je-su, will ich blei-ven, nichts soll mich von dir ver- trei⸗- ben, I H — 4* IR I + 8 stets in dei⸗-nem Dien ⸗-ste stehn, will auf dei-nen üe- gen gehn. du vist mei⸗ nes 2⁰⁵ — S— Taufe u. Konfirm. SO˖ , vrre, r ö 2—.———— Ce⸗bens LCe⸗ven, mei⸗ner See⸗le Trieb und fraft, wie der I— I— + LI + e, UWein⸗stock sei⸗ nen Re⸗ben zuströmt fraft und Le-bens-saft. 2. sönnt ichs irgend besser hã⸗ ben als bei dir, der allezeit so viel tausend 6nadengaben für mich Armen hat bereit? önnt ich je getroster werden als bei dlir, herr Jesu christ, dem im himmel und auf krden alle macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein herr zu fin⸗ dlen, der, was Jesus tat, mir tut, mich erkauft von Tod und Sün⸗ den mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht an⸗ gehören, der sein Leben für mich gab, sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und brab? 4. Ja, herr Jesu, bei dir bleib ich so in freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich flüür Zeit und Fwigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist jum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tãg sich neigt, weinn es nun will Abend werden, und die naͤcht herniedersteigt. Lege segnend dann die hande mir aufs müde, schwache haupt, sprechend: Sohn, hier gehts zu Ende, aber dort lebt, wer hier glaubt. 6. Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod ais dem kühlen, scharfen Wehen vor dem himmelsmor⸗ genrot. Wird mein Auge dunk⸗ ser, trüber, dann erleuchte mei⸗ nen Geist, daß ich fröhlich ieh hinüber, wie inan nach der hei⸗ mat reist. f. J. Phil. Spitta g. 1801 T 1859. MWNATRKNLR E. Eigene melodie. ürsprüngliche form im Anhang. 15²4. 209 + +— 1 + 1 1 I— + ,j,— HELLNCELaHe⸗sus Chri- stus, un-ser hei⸗-land, ———— + ͤͤͤͤ +— der von uns den Got-tes-zorn wandt, durch das bittre + —— I.— 1 I + 1 I Cei-den sein half 2. Daß wir nimmer des ver⸗ gessen, läßt er seinen Leib uns essen mit dem Brot und uns zu gut auch trinken mit dem Wein sein Blut. 3. Wer sich will zu dem Tisch maäachen, der hab wohl Acht auf sein Sachen; wer unwürdig hin⸗ zugeht, für das Leben den Tod empfäht. 4. Du sollst 6ott den Vater prei⸗ sen, daß er dich so wohl wollt speisen und für deine Missetat in den Tod sein Sohn geben hat. 5. Du sollst glauben und nicht waänken, daß es Speise sei den sranken, deren herz von Sün⸗ den schwer und vor Angst ist betrübet sehr. b. Solch groß 6nad und Barm⸗ herzigkeit sucht ein herz in gro⸗ er uns aus der höl⸗ le pein. ßer Arbeit;ꝰ) ĩst dir wohl, so bleib davon, daß du nicht kriegest bösen Lohn. d. i. in Seelennot. 7. Er spricht selber: sommt, ihr Armen, laßt mich über euch er⸗ barmen; kein Arit ist dem Star⸗ ken not, sein unst wird an ihm gar ein Spott. 8. Hättst du dixr was Konnterwer⸗ ben, was braucht ich für dich zu sterbenꝰ dieser tisch auch dir nicht gilt, so du selber dir helfen willt. 9. Glaubst du das von Herjens. grunde und bekennst es mit dem munde, so bist du recht wohl geschickt, und die Speise dein Seel erquickt. 10. Diefrucht soll auch nicht aus⸗ bleiben: deinen nächsten sollst du lieben, daß er dein genießen kann, wie dlein õott an dir hat getan. nach Johann huß. Martin uther g. 1483 T 1540. 207 ——...—— Abendmahl—SSs Jes. 6. kigene melodie. Dr. Martin Tuther 1526. + 1— + I—.— TS— I— + — N Je⸗saia dem pro-phe-ten das ge⸗schah, — 4—.1 ,lin. e,——.——— —.——— IIEEII— —— ho-hen Thron, in hel-lem 6lanz. Sei-nes klei⸗ I—11 1 1 1 I 1 — E I + +— * 2 des Saäum den chor fül-let ganz.(s stan-den 3 35 Y DPDII— zween se⸗raph bei ihm dar- an, sechs flü⸗ gel —— 3 + I 1 94 + + 1 ꝗH + + 1 + sah er ei ⸗nen je aden habn. mit jween ver⸗ — K—. — P + 1 bar⸗gen sie ihr Ant ⸗litz klar, mit zween be⸗deck ⸗ten sie die V i E f 4—— — 1—.—.— — fü⸗he gar und mit den an⸗dern jween sie flo⸗gen frei. 2⁰⁸ A schs — E 2 — — — IU 3 +— — —— +— I +— + 12 1—— 1 I 1 6en an⸗ der rie fen sie mit gro-ßem Schrei: Dreimal H.—— N *„—3——4 + — hei-lig ist öott, der her⸗re Ze⸗ba⸗oth, Sein ehr die — I— 1 1 — + 1 1 E — — 74 — gan⸗je Ubelt er- fül-let haät. von dem Schrei ö———.—— —————— 3———.—— zit-tert Schwell unc Bal-ken gar, das haus — In f H — +* + EEI *—— auch ganz voll — ne ⸗ bel war. martin ruther g. 1483 1 14⁰. Rauchs und mel.: Gott sei gelobet und gebenedeiet. 15. Jahrhundert. IIPIFI IIFIFITIHITI———— 2—⁰. Dh err e⸗su chri⸗-ste, mein ge⸗treu er Bei dir al⸗ lei- ne find ich heil und + 1* + + 1 V 4——— hir⸗te, komm, mit na ⸗den mich be⸗wirte! Gu⸗ri ·e· mir fehlt, kannst du mir ge⸗ben. Ce-ben, was + 1 lei- son! dein arm Schäf⸗lein wol-lest du wei⸗ 2⁰⁰ V V + den auf J5⸗ra-els Bergen mit freu den und zum fri⸗schen — —— +— 2 +* + I I + H2— . — Was· ser führn, da das seben her tut rührn. y⸗ rize⸗lei ⸗son! 2. All andre Speis und Trank ist ganz vergebens, du bist selbst dlas Brot deés Cebens, Rein hun⸗ ger plaget den, der von dir isset, alles Jammers er vergisset. Ku⸗ rieleison! Du bist die lebendige Ouelle, zu dir ich mein herz⸗ krüglein stelle; laß mit Trost es fließen voll, so iwird meiner Seele wohl. syrieleison! 3. Laß mich recht trauren über meine Sünde, doch den olauben auch anzünde, den wahren Glau⸗ ben, mit dem ich dlich fasse, mich auf dein Verdienst verlasse. sy⸗ rieleison! Gõib mir ein recht buß⸗ fertig herze, daß ich mit dler Sünde nicht scherze noch durch meine Sicherheit mich bring um dlie Seligkeit. syrieleison! 4. Heftig beschweret find ich mein 6ewissen; ach laß reichen Trost drein fließen aus deinen Wunden, welche du empfangen, da du bist am streuzʒ gehangen. fi syrieleison! Wenn mein herz dlãmit wird gerühret, wirds von Stund an stilui und gezieret durch dein Blut mit 6läauben schön, kann in dir vor Gott bestehn. schrieleison! 5. Der b'darf des Arztes, den dlie rankheit plaget, mit Begier 21⁰ er nach ihm fraget. 0 süßer Jesu, schau, wie tiefe Wunden werden auch in mir gefunden! schrieleison! Du bist ja der Arzt, deén ich rufe, auf den mit Ver⸗ langen ich hoffe. hilf, o wahrer mensch und Gott! hilfst du nicht, so bin ich tot. cyrieleison! b. Du rufest alle, herr, zu dir in 6naden, die mühselig und be⸗ ladlen; all ihre Missetat willst du verzeihen, ihrer Bürden sie befreien. syrieleison! Ach komm selbst, leg an deine hände und die schwere Last von mir wende, mache mich von Sünden frei, dir zu dienen Kraft verleih! syri⸗ eleison! 7. Mein Geist und herze wollst du zu dir neigen, nimm mich dlir, gib mich dir eigen! Du bist der Weinstock, ich bin dei⸗ ne Rebe, nimm mich in dich, daß ich lebe. Kyrieleison! Ach in mir ind ich eitel Sünden, in dir müssen sie bald verschwinden; in mir find ich höllenpein, in dir muß ich selig sein. gyrieleison! 8. Homm, meine freude, Romm, du schönste srone, Jesu, komm und in mir wohne! In mir will ich dich mit Gebet oft grüßen, jd mit Lieb und õlauben küssen. HECETTCT D. alle Weil er bringe mit, was alle Welt erfreut: deiner Liebe süße Lieblichkeit, deine Sanst⸗ muüt und Geduld, die frucht dei⸗ ner õnad und huld. urieleison! 9. Dies sind die Blümlein, die mich können heilen und mir Le⸗ benssaft erteilen, daß ich aus kigene melodie. mir nun all Untugend reiße, dir zu dienen mich bah i e. Ru⸗ rieleison! In dir hab ich alles, was ich Hist deiner 6nade Brünnlein ist stets voll. Laß mich ewig sein in dir und bleib ewig auch in mir! fyrieleison! Joh. heermann g. 1585 + 1647. Joh. Eccard 1507. D....—.———..— .·‚...i‚‚..‚..‚— + 21²2————3— Je-su, du mein Brau⸗ ti- gam, der du aus + +— +— EP ETP + 1 de e d tont: Rr. — I ů—44—41 2— + *+* liev am kreu zes stamm für mich den Tod ge⸗ lit ten — + 1 P + +7 + J + + II + + I 1 + ISII hast, ge⸗ nom⸗ men 2. Ich komm ju deinem Abend- mahl, verderbt durch manchen Sündenfall; ich vin Krank, un⸗ rein, nackt und bloß, blind und arm: 110 10 nicht verstoß! 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, du bist der herr, dem nichts gebricht; du bistder brunn dler heiligkeit, du bist das rechte hjochzeitskleid. 4. rum, o herr Jesu, bitt ich dlich, in meiner Schwachheit hei⸗ le mich, was unrein ist, das mache rein durch deinen hellen 6nädenschein! 5. Erleuchte mein verfinstert herz, jnd an dlie schöne ölau⸗ venskerz, mein Armut in Reich⸗ tum verkehr und meinem flei⸗ sche steur und wehr, weg der Ssün- den(ast, 6. Daß ich das wahre himmels⸗ brot, dich, Jesu, währer mensch und Gott, mit solcher chrerbie⸗ tung nehm, wie mir es heilsam, dir genehm. 7. Lösch alle Laster aus in mitr, mein herz mit Cieb und 6lau⸗ ben zier, und was sonst ist von Tugend mehr, das pflanʒ in mir zu deiner chr! 8. 6ib, was mir nütz an Seel und Leib, was schädlich ist, fern von mir treib, komm in mein herz, laß mich mit dir vereinigt bleiben für und für! 9. Hilf, daß durch dieses ah. les Kraft dãs Bõs in mir werd abgeschafft, erlassen alle Sün⸗ deñschuld, erlangt des Vaters Cieb und huld. 21¹ Abendmahl HLELTE 10. Vertreibe alle meine feind, Tag in Ruh und friede christ· die sichtbar undunsichtbar seind, lich bringen zu, den guten Vorsatz, den ich führ,‚ 12. Bis du mich, o du Lebens⸗ durch deinen öeist mach fest in fürst, zu dir in himmel neh⸗ mir! Imen wirst, daß ich bei dlir 11. mein Leven, sitten, sinn dort ewiglich an deiner Tafel und Pflicht nach deinem heilgen freue mich. Willen richt, ach laß mich meine Joh. hheermann g. 1585 T+ 1647. mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai() 1599. 2 2 —— IEN herr de⸗ su, air sei breis und Dann Im brot und Wein dein Leib und blut — 5 I 2. + HEZ.— I I 4 für die ⸗se See⸗len⸗speis und crank, da-mit du uns be⸗ kommt uns währ⸗haf⸗tig wohl u gut und uns⸗re her en I—— 1— I ⁊= E + EHE+ + 41 1 ga-bet!— ia-vet. daß wir nun dir in dem al⸗-len wohl ge I— I— I + T N +—— I—— +— + + ———————— S fal⸗-len, hei⸗lig le⸗ben, sol⸗ches wol⸗lest du uns ge⸗ben! 2. Du kehrest, o Immanuel, ja daß wir trachten, alles Irdsche selber ein in unsre Seel, dir zu verachten. ibohnung da zu machen; drum 3. Ach herr, laß uns doch neh⸗ uns ein solches herz verleih, das men nicht dein wertes nacht⸗ von der Weitlieb ledig sei und mahl zum bericht! Ein jeder allen eitlen Sachen. Bleibe, trei⸗·¶ recht bedlenne, daß er mit diesem be unser Sinnen und Beginnen, Lebensbrot im Glauben stülle 2¹² seine not; der fels des heils uns tränke,“) züchtig, tüchtig dlich dort oben stets zu loben, bis wir werden zu dir kommen von der Erden. cor. 10, 4. 4. 0 daß wir solche Seligkeit erwarten möchten allezeit in hoffnung und Uertrauen, und folgends aus dem Jammertal gelangen in den himmelssaal, dda wir Kott werden schauen tröstlich, köstlich, uns als 6äste Eigene melodie. Ruch nach melodie ur. 236 zu singen. auf das beste bei ihm laben und ganz volle 6nüge haben. 5. Das gib du uns von dei⸗ nem chron, o Jesu christe, Gottes Sohn, gibs durch dein bitter Ceiden! Dasselbe, weil wir leben ier, laß uns betrachten flir und r, all Böses darum meiden! Amen, Amen, hilf uns kämpfen, hilf uns dampfen alle Sünden, hilf uns fröhlich überwinden! V. 1j,,4 211.2 Derschow g. 1501 +T 1630, . 2 u. hannov. 6fb. 1657. peter Sohren 1668. + 1—— ————— 214 u Le-bens-brot, herr Je su christ, der nach dem him-mel hung-rig ist I 1 SE XI P I 114— EI + II 1 kann dich ein Sün-der ha ⸗ben, ů und sich mit dir will la-ben, so vitt ich I + 1 + 1 ůh 21 ——.— ——————.— dlich de»mü-tig- lich, du wol-älest so be⸗ — PPIPIFIFIFIF FF F ——————— 1 rei ten mich, daß ich recht wür⸗ dig wer-de. 2. Auf grüner Nue wollest du mich diesen Tag, herr, leiten, den frischen Wassern flihren zu, den Tisch für mich bereiten. Ich bin zwäar sündlich, matt und krank, doch läaß mich deinen 6nadentrank aus deinem be⸗ cher schmecken! 3. Du angenehmes himmels- brot, du wollest mir verzeihen, daß ich in meiner Seelennot zu dlir muß klãglich schreien. Dein 2¹³ Glaubensrock vedecke mich, auf dlaß ich möge würdiglich an deiner Tafel sitzen. 4. Tilg allen haß und bitter⸗ keit, o herr, aus meinem herzen, laß mich die Sünd in dieser ZJeit bereuen ja mit Schmerzen! Des neuen bundes osterlamm, du meiner Seele Bräutigam, laß mich dich recht genießen! 5. Zwar bin ich deiner 6unst nicht wert, als der ich jetzt er⸗ scheine mit Sünden allzuviel be⸗ schwert, die schmerjlich ich be⸗ weine. In solcher Trübsal tröstet mich, herr Jesu, daß du gnädig⸗ lich dler Sünder dich erbarmest. 6. Ich bin ein mensch, Krank von dler Sünd, laß deine hand mich heilen! Erleuchte mich, Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. + dlenn ich bin blind, du Rannst mir 6nãd erteilen. Ich bin ver⸗ dammt, erbarme dich! Ich bin verloren, rette mich und hilf aus lauter 6nade! 7. Mein Brãutigam, Romm her zu mir und wohn in meiner Seele, daß sie dich liebe für und für und sich mit dir vermähle. Ach laß doch deine Süßigkeit flür meine Seele sein bereit, und stille ihren Jammer! 8. Du Lebensbrot, herr Jesu schenl komm, selbst dich mir zu schenken! 0 blut, das du ver⸗ gossen vist, komm eiligst, mich zu tränken! Ich bleib in dir, du bleibst in mir, drum wirst du, meiner Seele Zier, mich einst auch auferwecken. johann Rist g. 1007& 1667. Joh. Crüger 1649. 1 +— * — I * — + 1 21⁵0 chmük · Ke dich, o lie⸗ be See⸗le, Romm ans hel'⸗le Licht ge⸗ gan⸗gen, + I + — 4 P.I.... 4 laß die dunk-le sün⸗ den⸗-höh-le, zu pran-gen! fan ⸗ ge herr⸗-lich an Ddenn der I + I —— 1. 2——.j—— 1.— + 1— 2— + herr voll heil und 6na⸗- den will dich jetzt iu + + +* + +7 I 4 —————— la- den; der den him⸗ mel kann ver⸗ 21⁴4 it für SSSSSEEE I II 1 H I —E + + 1 — 1 I + 1 1 * wal-ten, will setzt her 2. Eile, wie Uerlobte pflegen, leinem Bräutigam entgegen, der da mit dem õnadenhammer klopft an deine herzenskammer. offn ihm bald die õeistespforten, red ihn an mit schönen Worten: somm, mein heil, laß dich um⸗ fassen, von dir ann ich nim⸗ mer lassen. 3. Zwaͤr in stäufung teurer Waren pflegt man sonst kein Geld zu sparen; aber du willst für die Gaben deiner huld kein Geld nicht haben,) weil in allen Bergwerksgründen kein solch Kleinod ist zu finden, das den Trank in diesen Schalen und dies manna kann bezaͤhlen. Jes. 35,. 4. Nch wie hungert mein 6e⸗ müte, nenschenfreund, nach dei⸗· ner Güte; ach wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach deiner sost zu seynen; ach wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank dles Lebensfürsten, wünsche, daß er als der meine mich durch sich mit Gott vereine. 5. Beilles, Zittern und Ergetzen, will mich in Bewegung setzen; das õeheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise maͤchet, daß ich früh vermerke, herr, die Größe dleiner Stärke. Ist auch wöhl ein mensch zu fin⸗ dlen, der dein Allmacht sollt er⸗ g gründlen? berg in dir halten. 6. Nein, Vernunft die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen, daß dies Brot nie wird verzehret, ob es gleich viel Tausend nähret, und daß mit dlem Saft der Reben uns wird Christi Blut gegeben. O der gro⸗ ßen heimlichkeiten, die nur oot⸗ tes Geist kann deuten! 7. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine freuck und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sin⸗ nen, hier fall ich zu deinen füßen, laß mich würdiglich ge⸗ nießen dieser deiner himmels⸗ speise mir zum heil und dir zum Preise! 8. herr, es hat dein treues NMe⸗ ben dich vom himmel herge⸗ trieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns ge⸗ geben und dazu ganz unver⸗ drossen, herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 9. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens odler mir vielleicht qum Schaden sei zu deinem tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen deine Aebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mag dein õast im himmel wer⸗ en. Johann franck g. 1018 4 1677. 25 —Ibe el.: Jesu, meines Lebens Leben. 1661. — 2— 216 Uei- ne See⸗-le, laß dich fin⸗den auf der dich mit Chri⸗sto zu ver⸗bin⸗den; tu ihm —— + 4 TIII + EEI I + wah⸗ren 6lau⸗-bens⸗bahn, auf, er klop⸗fet an. den die him⸗mel nicht um- V — I I Hh + I E 20. 4—— I I I I I I + I 1 1— 1 fas⸗ sen, will in dir sich nie der las⸗ sen, Je-sus I II II I 1 + I— + H——— + H will im brot und Wein we⸗ sent-lich zu⸗ge⸗ gen sein. 2. O geheimnisvolle Weise, die kein menschenwitz ermißt! hier gibt sich ein Lamm jur Speise, das der erzhirt selber ist; hier will zu der 6äste Leben sich der Wirt zur Speise geben, und jum opfer stellt sich hier selbst der hohepriester für. 3. O wie hungert nach den See⸗ len selbst das wahre Lebensbrot! Selig, die dies Brot erwahlen für ddles Geistes hungersnot! Seht, an dieser heilgen Stelle lechzet selbst die Levensquelle nach der armen Sünder heil. Jesus ist ihr bestes Teil. 4. Sieh, o Mensch, den Schatz der 6nade, den dir Jesus aufge⸗ tan; rühre nicht die Bundes⸗ lade mit verwegnen handen an! 216 Soll nicht Gottes 6rimm erwa⸗ chen und dich gar zu nichte ma⸗ chen, armer Sünder, so tritt du zitternd und mit furcht herzu! 5. Jesu, mache meine sinnen und mein ganzes herze rein, laß jetzt deine Wunden rinnen, senke tief mein herz hinein! Romm, du stönig aller Chren, eile, bei mir einzukehren unter meines herzens Dach, obs gleich niedrig, arm und schwach. 6. Jesu, la mich nade finden und vertreib mir alles Weh, laß die purpurroten Sunden weißer sein als oll und Schnee! Romm, mein herz voll lauben, hoffen, Lieb und Sehnsucht steht dir of⸗ fen, laß dein herz, das eiwig rein, und mein herz Ein herze sein! Salomo franck g. 1659 1 1725. nel.: és ist gewißlich an der Zeit. Jos. Klug 1535. 24 217 EE 4. I— + I + 1 err Je-su christ, du höch-stes Gut, du wir kommen, dei⸗ nen Leib und Blut, wie Brunn-quell al-ler 9——1. ju dei-ner Lie-be herr ⸗lich du uns häst ge-la- den, E —. I—1—1 — keit und unsrer See⸗len Se⸗lig ⸗keit zu es⸗sen und zu trin⸗ken. 2. 0 Jesu, mach uns selbst be⸗ 3. Bleib du in uns, daß wir in reit zu diesem scone Werke, dir auch bis ans Ende bleiben; schenk uns dein schönes Chren⸗laß Slind und Uot uns für und kleid durch deines öeistes Stär- für nicht wieder von dir treiben, ke! Hilf, daß wir würdge 6äste bis wir durch deines nachtmahls sein und werden dir gepflanjet Krast in deines himmels Bürger⸗ ein zum ewgen himmeiswesen. schaft dort ewig selig werden. 175. kigene melodie. f.. Meyer 1741. IIEEE ö ein Je⸗su, der au vor dem Schei⸗ uns haͤst die früch te dei ⸗ner Lei⸗ den in dei⸗-ner letz- ten Trau-er-nacht* den in ei-nem de· sta · ment ver macht es prei·sen glau 2¹⁷ 2⁵ 4 bi⸗ge 6e · mü ter 2. So oft wir dieses Mahl ge⸗ nießen, wird dein Gedlächtnis bei uns neu; man kann aus brüuntt proben schließen, wie brünstig deine iebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmer⸗ zen verneuern sich in unserm herzen. 3. Cs wird dem zagenden 6e⸗ wissen ein neues Siegel aufge⸗ drückt, daß unser Schuldbrief sei zerrissen, daß unsre handschrift sei zerstückt, laß wir Vergebung unsrer Sünden in deinen blut⸗ gen unden finden. 4. Das Band wird fester zuge⸗ zogen, das dich und uns zu⸗ sammenfügt; die freundschaft, dlie wir sonst gepflogen, fühlt, wie sie neue Stützen Kriegt; wir werden mehr in solchen Stun⸗ den mit dir zu Einem Geist ver⸗ bunden. 5. Dies Brot kann wahre lah⸗ rung geben, dies Blut erquicket unserñ beist; es mehrt sich unser innres Leben, wennunser õlaube dlich geneußt; wir fühlen neue graft und Stärke in unserm sampf und 6laubenswerke. dlich, Stif⸗ter dlie-ser ho⸗hen Gü⸗ter. 6. Wir treten in genaure Bande mit deines Leibes Gliedern ein, mit denen wir in solchem Stande Ein herz und Eine Seele sein; dler Geist muß mehr zusammen⸗ fließen, da wir Ein fleisch und Blut genießen. 7. Dein fleisch muß uns zum pfande dienen, daß unser fleisch, ddas schwachheitvoll, einst herr⸗ lich aus dem Staube grünen und unverweslich werden soll, ja daß du uns ein ewig Leben nach diesem Kurzen werdest geben. 8. O teures Lamm, so edlle Ga⸗ ben hast du in dieses Mahl ge⸗ legt. da wir dlich selbst zur Speise haben, wie wohl ist un⸗ ser Geist verpflegt! Dies mahl ist unter allen Leiden ein wahrer Vorschmack jener freuden. 9. Dir sei Lob, 27 und Preis gesungen! ein solcher hoher Liebesschein verdient, daß aller engel Zungen zu dessen Ruhm geschäftig sein. Wird unser õeist ju dlir erhoben, so wird er dich vollkommner loben. Joh. Jak. Rambach g. 1693 7 1755. mel.: Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. Ursprüngliche form im Anhang. 15²25. + I— 0 XX. + 219 Sott, mein ch kom · me, herr, und su-che dich, Er ⸗ bar- mer, würd⸗ ge mich miihse- lig undg ve⸗la- den. ddles Wun⸗ders dei-ner ona⸗den! Ich lie ge hier vor — + I + W— E +— + — 1— + + dlei⸗nem Thron, Sohn Got-tes und des nen⸗schen Sohn, mich 0 +* I 7 110 7 u* un·den müh, ich —— X I— HN * + 4.— H— G.—.——— .—. 1— v — su-che Ruh und fin ⸗de sie 2. Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das heil der Sünder, du häst die handschrift abgetan, und wir sind õottes inder. Ich denk an deines Leidens acht und an dein Wort: Cs ist voll⸗ bracht! Du hast mein heil ver⸗ dienet, du hast für mich dich dlargestellt, õott war in dir und at dlie Welt in dir mit sich ver⸗ ühnet. 3. So freue dich, mein herz, in mir! Er tilget deine Sünden und läßt an seiner Tafel hier dlich õnãd um önade finden. Du rufst, und er erhört dlich schon, spricht liebreich: Sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir ver⸗ geben, du bist in meinen Tod getauft und du wirst dem, der 1che erkauft, von ganzem herzen eben. im Glau-ben der Er⸗lö-sten. 4. Dein ist das õlück der Selig⸗ keit, bewahr es hier im lauben und laß durch keine Sicherheit dir deine frone rauben! Sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die iebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Jã, herr, mein õlück ist dein bebot, ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um fraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes herz dir, hert, zu weihn und deinen Tod ju preisen. Caß mich den Ernst der heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt be⸗ weisen! Chr. f. Gellert g. 1716 + 17⁰9. 2¹⁰ Abendmahl HIITLTLT mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. 220 — E herr, au wollst uns vor- be rei ten laß nus, Le⸗ ben zu emp-fa- hen, Phil. Nicolai() 1500. I P.. —— NI * — * I 1— + H—— + I5 0—83..— .——.—. zu dei⸗nes mah⸗les Se- lig kei ⸗ten, sei mit ⸗ten un · ter mit glau · bens · vol· lem her⸗ jen na ⸗hen und sprich uns los von 7 + I I IL.—— + + + + 2 E uns, o ott! ů Slind und Lod! Wir sind, o Je⸗su, dein; dein laß uns — +—7—4 e-wig sein! A⸗ men, A- men! un- be⸗ tung dir! + + +7 N +— H — + * DE— 1—— Einst fei ern wir das gro⸗ ße A- bend-mahl bei di. nach fr. Gottl. Klopstock g. 1724 + 1803. nach dem Abendmahle. Eigene melodie. 5. Jahrhundert. 22 3—— 1 E I —— 4 +*—.— FaUν Gott sei ge⸗10Bbet und ge be ne⸗ mit sei⸗ nem flei⸗- sche und mit sei ⸗ nem M- EII I I*— + XI + III — N +— + N — DSDSDSS —— dei-et, der uns sel ber hat ge⸗ spei⸗— Blu-te; das gib uns, herr ott, su gu⸗te! Gu ri⸗ e⸗ —— +— XV + + + 1 + + + + 1 + LI— lel-son! herr, durch dei- nen hei-U= gen leich⸗ — ——.* ———½ + + 4 4 .— IIEE + 1 nam, der von dei ⸗ner mutter ma ⸗ri- ãà kam, und das hei⸗ — + +— 1 +7 I— W U⸗ge blut hülf uns, herr, aus al ⸗ler not! y-ri-e-lei-son! 2. Den heilgen Leib hat er für uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leven. nicht größre öli⸗ te konnte er uns schenken, da⸗ vei wir sein solln gedenken. styrieleison! herr, dein Lieb so groß dlich g'iwungen hat, daß dein Blut an uns groß Iunder tat und bejahlt' unsre Schuld, ft daß uns 6ott ist worden hold. scurieleison! 3. Gott geb uns allen seiner 6nade Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrieleison! herr, dein heilig õeist uns nim⸗ mer laß, der uns geb zu halten rechte aß, daß dein arm chri· tenheit leb in fried und Einig⸗ keit. curieleison! Martin Tuther g. 1483 T 1546. — mei.: nun lov, mein Seel, den herren. 1540⁰. — I +I— E +— 22² DDDO Jie wohl hast du ge⸗ la-bet, o sa mich so reich be ppool ga-bet, daß 22¹1 + LE + 1 —2—ñ3— 4— 4 lieb-ster Je⸗su, dei- nen Gast, ich jetzt füh-le freu und Rast. — 0 wun- der⸗sa⸗ me 1 +*E] I I LI—— e + I 1 + + I +— 4—— + Spei-se, o sü⸗er Le⸗bens⸗trank, o Lieb⸗mahl, das ich PEINN I— 1 prei—se mit ei nem Lob-ge- sang, in-dem es —— I 1 I N + 1 E=ꝗ=WD + D= Eß + 4 HEM— I I — + I— ——— hat er⸗ quik-Ret mein Le⸗ ben, herz und mut; mein + —.— * 4— I 4— 1 H+ ——.3 + 4.—. EEH 2— 4 — seist der hat 2. Du hast mich jetzt auensaal o herr, in deinen 6nädensaal, daselbst hab ich berühret dein elllen Gister allzumal; da hast du mir gegeben umsonst und mildiglich das werte Brot zum Ceben, das sehr erquicket mich; du hast mir zugelassen, daß ich den Seelenwein im Glauben möchte fassen und dir vermäh⸗ let sein. 3. Bei dir hab ich gegessen die Speise der Unsterblichkeit; du hast mir vollgemessen den edlen Kelch, der mich erfreut. Nch oott, du hast erzeiget mir Armen sol⸗ che 6unst, daß billig jetzt sich er ⸗-blik ⸗-Ket das 22²2 al-ler-höch⸗-ste 6ut. neiget mein herz vor(ieves⸗ brunst. Du hast mich lassen schmecken das köstlich himmels⸗ brot; hinfort kann mich nicht aog 13 Welt, Teufel, Sünd und 0 4. So lang ich leb auf Erden, o liebster Jesu, preis ich dich, daß du mich lässest werden gesättigt von dir und durch dich. Du hast mich selbst getränket mit deinem teuren Blut und dich zu mir ge⸗ lenket, o Kich ja nicht 5 Gut! nun werd ich ja nicht sterben, weil mich gespeiset hat der nim⸗ mer kann verderben, mein crost, Schutz, hülf und Rat. 5. Wie kann ichs aber fassen, herr Jesu, daß du mit begier dich hast so tief bzumit vom himinielssaal herab zu mir? Du delnen l aller Dinge +0⁷u½ deinen Knecht; ach hilf, daß ich dir vringe ein herz, das fromm und recht, das gläubig dir ver⸗ traue, damit nach dieser Zeit ich sa dein Antlitz schaue dort in der Fwigkeit. 6. Du bists, der ewig bleibet, ich aber bin dem Schatten gleich, den bald ein Wind vertreibet; herr, ich bin arm, und du bist reich. du bist sehr groß von 6üte, Rein Unrecht gist bei dir; ich, sündhaft von Gemüte, kann sehlen für und für. Doch Kom⸗ mest du hernieder und nimmst dlich meiner an; was geb ich dlir lloch wieder, das dir gefallen kann? el.: Nun laßt uns Gott dem herren. 7. Ein herz durch Reu zerschla⸗ gen, ein herz, das ganz zerknir⸗ schet ist, das, weiß ich, wird be⸗ hägen, mein heiland, dir ju jeder frist. Du wirst es nicht verachten; demnach ich emsig bin, nach deiner Gunst zu trach⸗ ten; ninim doch in õnaden hin dlas opfer meiner Zungen, denn billig wird jetzund dein teurer kuhm besungen, herr Gott, durch meinen und. 8. Uohl mir, ich vin versehen mit himmelspeis und Lebens⸗ trank nun will ich rüstig stehen, zu singen dir ob, Ehr und Dank. fahr hin, du Weltgetümmel, du bist ein eitler Tand, ich seufje nach dem himmel, dem rechten Vaterland. fahr hin, dort werd ich leben ohn Unglück und Ver⸗ druß; mein Gott, du wirst mir geben der Wohllust Uberfluß. Johann Rist g. 100⁷ + 1667. nikol. Selnecker 1587. —— 4— 4— E◻ —— U I 2—.—.— I 223 nn d en— ge-su mei-ne Won⸗ne, du mei⸗ner I +2—z I I„ + + + I + 1 1 I +— *———— See-le Sson- ne, du freund- lich-äster auf 2. 2— Pee r E,., 8—33 4— 12 +* 1222———2——9 + E + +1— + 2Z...— Er⸗den, laß mich dir dlank dar wer ⸗ den! 2²23 — 2. Wie kann ich gnugsam schät⸗ zen dies himmelsüß ergetzen und diese teuren 6aben, die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dir es danken, o herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst llich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, der du so viel empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, len Ursprung meiner freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heiß vergoßnen Tränen. 6. Dir dank ich für dein Cieben, dãs W aft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jetzt schmecket mein emüte dein übergroße õüte; dies teure Pfand der 6naden tilgt allen meinen Schaden. 8. herr, laß michs nicht ver⸗ gessen, daß du mir zugemessen dlie krästge himmelspeise, wofür mein herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich annoch empfinde, aus mei⸗ nem fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich los gezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben. Was kannst du Werters geben? II. Caß, Schönster, meine Seele lloch stets in dieser höhle des Leibes mit Uerlangen an deiner Liebe hangen! 12. CTaß mich die Sünde meicdlen, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten! 53. Nun kann ich nicht verder⸗ ben; dlrauf will ich selig sterben und freudig auferstehen, o Jesu, dich zu sehen. Johann Rist g. 16007 ꝶ 160r. Mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai() 1509. + I—— 22⁴4 ank, Je⸗su, dir! Nch + EI + * sind wirs wert, erst bis zum Toc ann freuz uns liebst, + 4 + EI I 1*— 12 1— S.——— * + T 2+ daß so viel nun solch ein eil uns wi⸗der⸗-fährt, du un⸗ser so ge⸗ and der Lieb uns gibst, ach dich so ganz uns 22⁴ V t ver⸗ muse wofür e, die mei⸗ raftig etvon iit dit, hannst Seele le dles leiner erller· ferben Assu, + sbol. 06H. — Uelt, kehs, schen hest: heil uns! heil uns! Wir emp=fin⸗den, rein von 1—— ——— 2 4 H 24—.— E E * Sün⸗-den, õot-tes frie-den. Mehr noch ist uns dort be⸗schieden. Vor der Abendmahlsfeier eines Kranken. mel.: Vater unser im himmelreich. Val. Schumann 1539. 5 V 1—— 1 + 5———— + I 3— —2 J——.— Zau dei- nen fü-ßen lie⸗ ge ich, mein * * I ——.— 7— 1 —————————— —— ge-su, blik-Re doch auf mich! du bist der Arit und Wun⸗ —— 1+— 1 + 14—n— +.—— I + 1 1 + 2 1 1——— der-mann, der al⸗-le⸗-zeit er ⸗ret ⸗ten kann; drum, bin ich 1— +I + I 12— I + E —— — Wuine— ——. 14*— +.—.— ä H FIIIIFU—— —.——————— ———— gleich von hül⸗se bloß, so ist doch mein Ver ⸗trau ⸗ en groß. 2. Mein crost und meines her⸗ Uerbrechen gut, und dann gib, jens keil, mach erstlich meine nach vergebner Schuld, vei Seele hell, besprenge sie mit meiner schwachheit auch be⸗ deinem Biut und mache mein duld! 225 Abendmahl 3. Berühre mich mit deiner hand, die so viel Böses abge⸗ waäandt. Dein Leib mich speise, da ich krank, dein Blut sei mei⸗ ner Seele Trank! Ich will, wie Lajarus, allein, auch wenn ich krank, der Deine sein. 4. Uenns meiner Seele selig ist, so heile mich, herr Jesu christ; soll sterben Ruhm i sein, wohl mir, auf Jesum schlaf ich ein. Maäch du es, Jesu, durch dein Blut mit mir an Leib und Seele gut! christ. heinr. Zeivich g. 1677 1+ 174s. — 2 * ö — IDEEEE* — igene melodie. Altkirchlich. 22⁰ ba-ter, all⸗-mäch⸗ti⸗ger Gott, zu 10———————— .— 1——— —————— dlir schrei=en wir in der not: Durch dei-ne gro-he Barm⸗ I 1* 1 I + I + + + 1 II her-ig keit er„ barm dich über uns! — —— 1— Er—.—4 chri-ste, wollst uns er ⸗hö⸗ ren, für uns bist du ge⸗ —— 4 —„* + 4 + TiH bo ren von ma-ri-a. Er-barm dich ü-ber uns! 1 I I—.— +— 2*—.—. + +..——— 4* ver⸗gib uns all uns= re Sün⸗de, huf uns in der letz⸗ten —— I 1 2..J + N + + 1 + I— 2 —— Stunde, für uns bist du ge· stor · ben. er · varm dich s⸗ ber uns! 2²⁰ Bupem geichte E — + + I + + I I +—ãu——— 0 heil⸗ger 6eist, wollst uns ge⸗ ben, dich all⸗ * 0 Wil⸗len zu le⸗ben. er⸗barm dich U⸗ ber uns! Altkirchlich.— Deutsch durch J. Spangenverg g. 1484 + 150. Eigene melodie. I.(Einzelne Stimmen.)(chor.) 227—. I +— e,— .— 1 Ilimm von uns, her re Hott, all uns-re Sünd und miß⸗ se⸗ tat, auf daß wir mit — I + 1„ +.—— + — SD rech tem 6lau-ben und rei ⸗-nem her⸗jen in — —— 4 I I II — I + I I H .— dei-»nem dienst er fun=den wer— den. II.(Gem.) 1 1.— I I E— Er⸗bäarm dlich, er barm dich, er⸗barm dich dlei⸗nes *—* L EErrre— — 4.— e, +. + +* 1 2— ——— Volks, öo Chrin- ste, das du er ⸗lö⸗- set häst HH all⸗ 0 — — AI l —.— —2 l — — 2** 2 * 5 à —— . · — eeen eichte — *.——— I II + N I ———— 4 —— 1 I EH — II E 1—* I mit dei—nem teu-—ren, heil—gen blu=te. III. I——.— —————.—— er hör uns, er hör uns, er⸗ hö re uns re V 2* 1 1 1I ———— 11. 1 1 J + —— 2. zbitt, Gott ba ⸗- ter, Schöp⸗ fer al- ler Din ge, hilf uns und sei uns gnä= dig! IV. —— — 1 1 I 1 I E— er hör uns, er⸗ hör uns, er ⸗ hö⸗re uns re — I—— 1 — 1— 1 + *..———— —.—— —————— . Süt, o hri ste, al ler Ubelt hei-land, ————— I ——————————— I H ————— vi für uns und seĩ uns gnä⸗ dig! V. I +—— + +— I I 12— er hör uns, er ⸗ hör uns, er⸗hö⸗re unsere — I 1 + + + + I + — + + 1 — Bitt, Gott heil ger Geist, dlu ein ⸗ger 231 Buße u. Beichte —— 2—— Trö-ster, er leucht uns und sei uns gnä⸗dig! VI.(chor.) *— 1 1 1 1 I 1 1 1 +I— 5o wahr ich le⸗be, spricht 6ott der her-re, + I 7 1— + +4 14—4 1—— I V+ —— —— ich will nicht den Tod des sSün- ders, son-dern — I— + I——— I— I I 1— daß er sich be⸗ keh re und le⸗ be. A= men. Altkirchlich. Psalm 130. kigene melodie. mel. 1. 15²2⁴4. 228 I— + +—5— 1. 4—.— H 17 82 h Aus tie-fer not schrei ich zu dir, herr dein gnä⸗dig oh⸗ren kehr ju mir und ——— I + * 2——8— +— — ——— I +— 6ott, er⸗hör mein gu-fen, mei⸗ner Bitt sie 6ff- ne! denn so du willst das 1— 1 1 17 ESEEFEIEIEIEIEIIFIFIFTIIEIEIEIFIAIIIII.. — 1 1.— +———— se hen an, was sünd und Un recht ist ge⸗ 232 mel. hirchlich. SDEDDDNNRNRNR + 1— —— +————.—— H— +I— 1—— täan, wer kann, herr, vor dir blei ben? oller: mel. 2. Ursprüngliche form im Anhang. 15²⁵. —* 4 + 1 I 1 +7 + 1—— EEEEE E—— 1—œnο-0— 1—— us tie—fer not schrei ich zu dir, herr dein gnä⸗ dig Oh- ren kehr zu mir und — — + + 1 I I— sott, er⸗hör mein zu⸗sen, denn so du mei-ner bitt sie öff⸗ ne! 3 — VX 1—— 1 + I 1 ————. se hen an, was sSünd und Un ⸗ recht ist ge⸗ — 2—— + e *+* + 1 2— n.— — I I— 1 tan, wer kaͤnn, herr, vor dir blei ben? 2. Bei dir gilt nichts denn önad und 6unst, die Sünde zu verge⸗ ben; es ist doch unser Tun um⸗ sonst auch in dem besten Leben. vor dir niemand sich rühmen kann, des muß dich fürchten jedermann und deiner onade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, aufmein verdienst nichtbau⸗ en; auf ihn mein herz soll lassen ni und seiner õüte trauen, die mir mme sein wertes Wort. ãs ist niein Trost und treuer hort, des will ich alljeit harren. 4. Und ob es währt bis in die nacht und wieder an den mor⸗ gen, doch soll mein herz an oot⸗ tes macht berzweifeln nicht, noch sorgen. So tu Jsrael rechter Art, der aus dem Geist erzeuget wärd, und seines Gottes harre! 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei õott ist viel mehr õnade; sein hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Scha⸗ de. er ist allein der gute hirt, der Israel erlösen wird aus sei⸗ nen sSünden allen. martin Tuther g. 1483 + 146. 233 Buße u. Beichte EN eigene melogie. Die Litanei. Ritkirchlich. UWechselgesang jwischen dem chor(oder seistlichen) und der emeinde. ——.— I. II. 2²⁰0 EN I * ö HIENINN Ku- ri-e.) E ie i-sonꝛ.) E-le-i⸗- son! Chri-ste, er ⸗ hö⸗- re uns! — I— LII +9).— 1 II + + I—¹ + 14— herr Kott Va⸗ter im him⸗mel, er⸗barm dich ü⸗ ber uns! herr Gott Sohn, der elt hei⸗land, er⸗barm dich ü⸗ ber uns! herr ott hei⸗li-ger b6eist, er⸗barm dich ü⸗ ber uns! Sei uns gnä⸗dig, ver-schon uns, lie⸗ber her-re Gott! Sei uns gnä⸗dlig, hilf uns, lie- ber her⸗re Gott! x Vor al-len sün=uen, vor al-lem Irr-sal, ö vor al- lem U-bei be-hüt uns, lie⸗ber herre Gott! *)) herr.*½) Erbarme dich. V 23⁴ hirchlich nde. SSDSSSSE I. II. e FEIHAH E Vor des Teu-fels Trug— undlist, vor bö⸗-sem schnel-len Tod, vor pe ⸗ sti ⸗lenz und teu⸗rer Zeit be⸗hüt uns, lie⸗ver her⸗re ott! 2 + —.— ———.+ Vor strieg und Blut- ver-gießen, vor Auf-ruhr und— Zwietracht, vor ha⸗- gel und Un⸗ge⸗witter, vor feu⸗er⸗ und Wassers⸗not, vor dem e⸗ wi ⸗ gen Tod vbe-hüt uns, lie⸗ver her⸗ re Gott! I. + 1 + + + + r.,..x—ͤ—èxxx, Durch dei- ne hei- ⸗ ge b6epurt, durch dei-nen ko⸗des⸗Rampf und— blu-ti-genschweiß, durch——————„ daein freuz und Tod, durch dein hei ⸗U⸗ges Nuf ⸗ er · stehn und him ⸗mel ⸗fahrt huf uns, ne⸗ber her re oott: zn amm jüng.ten e.rich hlf uns, lie · ber her ⸗ re õott! Wir ar · men Sün ⸗der bit · ten: 25³ Buße u. Beichte N I N +.— I + + LHI + I + + E du wol-lest uns er⸗hö-ren, lie ber her re sott! I. — Und dei- ne hei li⸗- ge christ li-che al le ihre Die⸗- ner, Wäch⸗ ter und heil ⸗ sa⸗ men Wort und hei ⸗ li- gen(e⸗ N II 8* 4— EA ———— stir · che re gie ⸗- ren und flih- ren, hir ten im ben—.—— er bal: ten, II. 1 11—— DSPIP Al- len Rot- ten und Ar ⸗ ger⸗ al-le Ir-ri- ge und Uer⸗ er⸗ hör uns, lie⸗ber her re dott! den Sa⸗tan un⸗ ter uns⸗re IN I + + + ERR I—— + I nis sen weh⸗ren, führ ⸗te wie ⸗der⸗vrin⸗gen, f 3ße tre⸗ten, er⸗-hör uns, lie⸗ber her⸗re Gott! I. + + 7—h I EH 2 Treu-e Ar ⸗-bei⸗ ter in dei- ne CErn te sen⸗den, dlei⸗nen õeist und sraft zum L)orrr te ge⸗ben, al-len be⸗trüb⸗-ten und Blö⸗den hel⸗ fen und sie frö⸗sten, 23⁰ h·sten, eNen teichte = A: Hne. .. L— Al- len sö⸗ ni ⸗ gen und fürsten un· serm sai⸗ser und önig steten und ihn mit al⸗len sei⸗nen 6e⸗ un= se⸗ re o⸗bern, er · hör uns, lie· ber her· re ott! unsern Rat, Schule und II. E I EEEE 2——.—— 4 1—— E 2 N — friede und ECin ⸗tracht ge⸗ben, Sieg wider deine feinde gön⸗nen, wal⸗ti·gen leiten— undschützen, bemeinde segnen und be⸗hü⸗ten, er ⸗hör uns, lie · ver her:re õott! I. —.— Al-len, so in not und 6e fahr sind, al len Schiwan ge⸗ ren und Säu ⸗ gen- den al- ler Kin der und fran-ken pfle gen al le un-schul- dig 6e ⸗ fan- ge⸗- nen al-le Uit wen und Wai- sen ver-tei⸗ + N dum + 81 ———— 2 Fa Db E 85 —.———— 1 mit hül- se———— er schei- nen, fröh-U-che frucht und 6e⸗ dei hen ge⸗ ben, los und le dig las sen, di- gen unl— +.—— ver⸗ sor⸗gen, II. I. +— + NW— T+ 4 EI —— + H 1 +—. I er · hör uns, lie ber her⸗ re õott! Al ·ler menschen dich er⸗barmen, 237 lln· sern feinden, Verfolgern und Cã ·ste:rern ver⸗ge ⸗ben er⸗hör uns, lie · ber her re õott! die früch⸗te auf dem Lan⸗ue ge⸗ IL +— QM +7 J. WHM--.— E E + I M chi — 2———3— und sie— be⸗keh⸗ren, ven und— be⸗wah⸗ren,) er⸗- hör uns, lie⸗ver her⸗re sott! V I ö 0 —— 2————— er ⸗barm dich U⸗ ber uns? o du sot-tes-lamm, das der Welt— i ö Junsere deiche, Dämme und Schleusen in deine gnädige obhut nehmen (Cür semeinden, welche am Waßfer wohnem) 2 und dieses Bergwern gnädiglich erhalten und segnen(Für die õemeinden ö 0— auf dem harh. ö 238 ehmen II. SS................. —— LI sün de trägt, ver⸗-leih uns ste-ten friech! I. II. I. II. EI I + IIIl. II I N 1—H 1 1 2 + 1 H.* chri-ste, er ⸗hö-re uns! 6y-ri-e, E„le-i-son! I. II. I. u. MI. + II I— 1 + — ISIEA N + 2—— C—.. U V christe, E-le-i⸗son! sey⸗ri-e, E·le„i- son R men. Altkirchlich.— Deutsch durch martin Luther g. 1483 + 1540. —— gigene melodie. Jos. selug 1555. 2.——— urch A⸗dams fall ist ganz ver⸗derbt das-selb 6ift ist auf uns ge⸗erbt, Fr/ mensch-lich na⸗tur und Ue⸗ sen, 440—17 daß wir nicht konn=ten g'ne · jen ohn õot ⸗tes crost, 0 x——*—..— 2 26—5H— 4—.— 1 I 1 9———* der uns er-löst hat von dem gro⸗Ben Scha⸗den, dar- ein ——— — 1 dlie Schlang C- vãa bezwang, Gotts Zorn auf sich zu la⸗den. 2. Weil denn die Schlang va] dadurch sie in uns allen bracht hat bracht, daß sie ist abgefallen hat den Tod, so war ja not, daß von Gottes Wort, das sie veracht, uns auch 6ott sollt geben sein 23⁰ SEE lieben Sohn, der 6naden Thron, dem herren; denn wer sich will in dem wir möchten leben. ein andres Ziel ohn diesen Trö⸗ 3. Uie uns nun hat ein fremde ster stecken, den mag gar bald Schuld in Adam all verhöhnet, des Teufels 6'walt mit seiner also hat uns ein fremde huld in List erschrecken. Christo all versöhnet; und wie 7. Wer hofft auf õott und dem wir all durch Adams fall sind vertraut, wird nimmermehr zu ewigs Tods gestorben, also hat schanden; denn wer auf diesen Gott durch Christi Tod verneut, felsen baut, ob ihm gleich geht wäs war verdorben. zuhanden viel Unfalls hie, hab 4. 5o er uns denn sein Sohn ich doch nie den menschen sehen geschenkt, da wir sein feind noch fallen, der sich verläßt auf Got⸗ waren, der für uns ist ans Kreuz tes Trost; er hilft sein'n 6läub⸗ gehenkt, getöt, gen himm'l ge⸗gen allen. fahren, dadurch wir sein von 8. Ich bitt, o herr, aus herzens⸗ Tod und pein erlöst, so wir ver⸗ grund, du wollst nicht von mir trauen auf diesen hort, des Ua- nehmen dein heilges Wort aus ters Wort: wem wollt vor Ster⸗(meinem mund, so wird mich ben grauen? nicht beschämen mein Sünd und 5. Er ist der Weg, das Licht, die Schuld; denn in dein huld setz Pfort, die ahrheit und das Le-ich all mein Vertrauen; wer sich ben, des Vaters Rat und ewigs nun fest darauf verläßt, dler Wort, den er uns hat gegeben wird den Tod nicht schauen. zu einem Schutz, daß wir mit 9. Mein'n füßen ist dein heil⸗ Trutz an ihn fest sollen glauben; ges Wort ein Leuchte nah und darum uns bald kein macht ferne, ein Licht, das mir den noch 6'walt aus seiner hand—Deg weist fort; so dieser Mor⸗ Wird rauben. gensterne in uns aufgeht, so bald 6. Der mensch ist gottlos und bersteht der mensch die hohen verflucht, sein Heil ist auch noch Gaben, die Gottes Geist denen ferne, der Trost bei einem en⸗ verheißt, die Hoffnung darauf schen sucht und nicht bei ott haben. Cazarus Spengler g. 1470 T 1534. mel.: Aus tlefer Not schrei ich zu dir. Mel. 1. 15²24. 2 W *— + 3Hus tie-fer not laßt uns ju Gott von bit ⸗ten, daß er durch sei- ne 6nad uns 2⁴⁰ H will NTrö⸗ bald seiner Hiens mir arauf 1 1554. 65²⁴. von us —I—E 1 H 42.— + + gan-zem her⸗-zen schrei en, woll bom U- bel frei ⸗en * und al-ie sünd und 1320— + —— —————— E—.— 1— 2— E 1 + LI 2 is-se- täat, die un-ser fleisch be⸗ gan ⸗gen ,,— 7 E —— 1— 1—— 1.— hat, uns va⸗- ter-lich ver ⸗ jei-hen; 2. Und sprechen: Vater, sieh doch an uns Armen und Elen⸗ den, sehr übel haben wir getan mit herzen, Mund und händen; verleih uns, daß wir Buße tun und die in christo, deinem Sohn, zur Seligkeit vollenden. 3. Zwar unsre Schuld ist groß und schwer, von uns nicht aus⸗ zurechen, doch deiner önade ist viel mehr, die kein mensch kann aussprechen; die suchen und be⸗ gehren wir, hoffend, du wirst es, herr, an dir nicht lassen uns gebrechen. 4. Du willst nicht, daß der Sün⸗ der sterb und in Verdammnis fahre, sondern daß er mehr õnad erwerb und sich darin bewahre: so hilf uns nun, o herre Gott, damit uns nicht der ewge Tod in Sünden widerfahre. 5. Uergib, vergib und hab Ge⸗ duld mĩt uns Armen und Schwa⸗ chen, laß deinen Sohn all unsre Schuld durch sein Uerdienst gut mäachen! nimm unsrer Seele eben wahr, daß ihr kein Scha⸗ den widerfahr, wollst gnädig sie bewachen! b. Wenn du nun vor 6erichte gehn und mit uns wolltest rech ten, wie würden wir vor dir be⸗ stehn, und wer würd uns ver⸗ fechten? O herr, sieh uns varm⸗ herzig an und hilf uns wiedler auf die Bahn zur Pforte der Gerechten! 7. UDir opfern uns dir arm und bloß, durch Reue tief ge⸗ schlagen; o nimm uns auf in deinen Schoß und laß uns nicht verzäͤgen! O hilf, daß wir ge⸗ trost und frei, ohn arge List und heuchelei dein Joch zum eEnde tragen. 8. Sprich uns durch deine Bo⸗ ten ju, gib Zeugnis dem 6e⸗ wissen, stell unser herz durch sie zu Ruh, tu uns durch sie zu wissen, wie Christus vor dein'm Angesicht all unsre Sachen hab geschlicht; des Trosts laß uns ge⸗ nießen! 2⁴¹ buße u. Beichte N 9. Erhalt in unsers herzens amen vollenden mit bestän⸗ 6rund dein Wort, den edlen cliigkeit und so der fron der Samen, und hilf, daß wir den herrlichkeit versichert werden. neuen Bund in deines Sohnes Amen. michael Weiß + 1534. Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. 15⁴1 0J. 232 3— —————1 L I— + DGNTANTTDNH A viein zu dir, herr Je- su christ, mein Ich weiß, daß du mein Trö⸗ster bist, kein 1 Een. I 7—97 Irost mag mir sonst wer-den. von An be ginn ist born, der mir aus nö⸗ ten hel⸗fen kann: Ich ruf dich an, zu dem ich mein ver⸗ trau- en hab. 2. Mein Sünd sind schwer und deinem Vater an, daß du hast übergroß und reuen mich von gnug für mich getan, so werd herzen; derselben mach mich ich los der Sünden Last; herr, quitt und los durch deinen Todhaält mir fest, wes du dich mir und Schmerjen und zeig mich versprochen hast. 2⁴² bestan on der vertlen. 7 6N. 5⁴4¹H. — t, Mein „kein SSDDDDNDNRDR 3. Gib mir nach dein'r Barm⸗ herzigkeit den wahren christen⸗ lauben, auf daß ich deine Sü⸗ higkeit mög inniglich anschau⸗ en, vor allen Dingen lieben dich und meinen nächsten gleich als mich. Am letzten End dein hülf mir send, damit behend des ceu⸗ fels List sich von mir wend. 4. Chr sei õott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Glüte, und Jesu christ, sein'm liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und 6ott dem werten heilgen Geist, der uns sein hülfe alljeit leist, damit wir ihm gefällig sein hier in der Zeit und vollends in der Cwigkeit. fonr. huber g. 1507 4 177. 2 chronika 20. Eigene melodie. mel. 1. französ. Psalmmelodle 1547. — XV H— 1 28 u enn wir in höch-sten nö-ten sein und .———— *—— + E——— — ͤ hülf noch Rat, ob wir gleich sor- gen früh und spat, 2. So ist dies unser Trost allein, dlaß wir zusammen insgemein antrufen dich, o treuer õott, um Rettung aus der Angst und not, 3. Und heben unser Aug und herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz und flehen um Begna⸗ digung und aͤller Strafen Lin⸗ derung, 618 4. Die du verheißest gnädiglich all denen, die drum bitten di im namen deins Sohns Jesu Christ, der unser heil und für⸗ sprech ist. 5. Drum kommen wir, o herre Gott, und klagen dir all unsre not, weil wir jetzt stehn ver⸗ lassen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünde groß, sprich uns davon aus ona⸗ dle los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen plagen frei, 0 7. Auf daß von herzen können ch wir nachmals mit freude dan⸗ ken dir, gehorsam sein nach dei⸗ nem Wort, dich allzeit preisen hie und dort. paul E ver g. 5111 15⁰9. 2⁴³ + 1 0 49 S=———— ꝛv—... 2.— L— I 1— HIIN Ach sott, ich muß dirs kla-gen, daß miein herz will mir ver⸗-zja⸗ gen, mein I— + + + 1 + + h L II + I + 1 ich so e⸗lend bin: Sünd liegt mir im sinn; ich kann ihr nicht ver⸗ I— I 1—*+ ges⸗sen, sie ist zu groß und schwer, sie hat mich Dü‚‚ 0 IN x—— 3* T ganz be⸗ses-sen, sie kränkt und quält mich sehr. 2. In sSünd bin ich empfan⸗ gen, in Sünden auch geborn, biel Sünd hab ich begangen, dar⸗ um bin ich verlorn; ich kann nicht freudig werden, den him⸗ mel anzusehn, und schäme mich, auf Erdlen vor dir, mein Gott, zu stehn. 3. nun sollt ich ja vertrauen dein'm Sohne Jesu christ, auf sein Verdienst fest bauen, weil er mein fürsprach ist; doch schreckt mich mein õewissen, das weifelt immerdar und spricht, llich werd verdrießen, daß ich die Sünd nicht spar. 4. Ich wollt auch herzlich gerne bessern das eben mein, mit berk, Wort und 6eberden b fromm und gehorsam sein; ich kanns so nicht vollbringen, wie zu dir 2⁴⁴ ichs oft hab bedacht, ich laß mich dävon dringen durch Satans List und macht. 5. Was soll ich denn nun ma⸗ chen? Wie kann ich doch bestehn? Ich fall der 1 in Rächen, wenn ich dir will entgehn. herr, omm ich wieder und such Barmherzigkeit, ich falle vor dir nieder, mein Sünde ist mir leid. ů 6. Du hast dein Sohn gegeben für aller enschen Sünd, daß jedlermann sollt leben, der an ihn glauben könnt. Will gleich meein herz nicht trauen, so glaub ich dennoch fest; hilf du meinem Unglauben, dein hülfe ist die est st. 7. Ich bin nicht wert der 6üte, die du an mir getan, daß für SSe mich mit sein'm Blute bezahlt dein lieber Sohn; bedarf es doch 5 notwendig und glaub dem Wor⸗ te dein, das mir zusagt bestän⸗ dig: Wer glaubt, wird selig sein. 8. So währ, als ich selbst lebe, sprichst du, mein herr und 6ott, ungern ich übergebe den Sünder in den Tod; ich will, daß er umkehre und ewig leb bei mir. Darum komm ich, mein herre, ich Romm wieder zu dir. 9. Mit deinem heilgen Geiste den schwachen Elauben mehr, mir hülf und Beistand leiste zu deines namens Chr! Leit mich auf deinem Stege, vor aller Sünd und Schand, vors Teufels Strick und Wege bewahr mich deine and! 10. Segne mein Leib und Leben, auch mein Beruf und erk, was du mir hast gegeben, vehüt durch deine Stärt! Erhör, o herr, mein Schreien und mein furchtsames Wort, daß ich mich dein kann freuen, verachten Satans Mord. 11. Zuletzt laß mich abscheiden mit einem selgen End und nimm aus diesem Leiden mein Seel in deine händ! Dafür will ich dich preisen mit steter Dankbarkeit; du wirst mir õnad erweisen und helfn in Cwigkeit. hann. 6sb. 1646. U. ein. ält. iede 1582. el.: Uater unser im himmelreich. Val. Schumann 1539. V—— + —— H —— + +— —.—. 235—— — Illimmvon uns, herr, du treu-er Gott, die V. * + I— E + 1—01.—— schwe⸗re Straf und gro ße not, die wir mit Sün⸗en oh=ne —— 4———— I + Zahl ver die-net ha⸗ben all⸗-zu-mal. Be-hüt vor ferieg —— +—— +7 — .‚‚‚.‚.—..—.—. 51 G— 1 12— und teu-rer Zeit, vor Seu-chen, feur und gro⸗ßem Leid! 2. Erbarm dich deiner bösen wolltst nach unserm Tun, so snecht, wir bitten nad und müßt die ganze Welt vergehn, nicht das Recht; denn so du, herr, und könnt kein mensch vor dir den rechten Lohn uns geben bestehn. 2⁴⁵ Zuhe u. Beichte EEN 3. Ach herr õott, durch die Treue dein mit Trost und Rettung uns erschein! beweis an uns dein große onad und straf uns nicht auf frischer Tat, wohn uns mit deiner oüte bei, dein ZJorn und 6rimm fern von uns sei! 4. Gedlenk an deins Sohns bit⸗ tern Tod, sieh an sein heilgen unden rot! Die sind ja für dlie ganze Lelt die 3Zahlung und Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. dlas Cösegeld; des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit. 5. Leit uns mit deiner rechten hand und segne unsre Stadt und Land; gib uns allzeit dein hei⸗ ligs Wort, behüt vors Teufels CList und ord verleih ein selig Stündelein, auf daß wir ewig bei dir sein. Martin moller g. 1547 + 1606. 1587. + 1—.—. VD— 1 . wrt nns d x, — De err Je⸗su christ, du höch ⸗sztes ut, du sieh doch, wie ich in mei nem mut mit +— 1 I —4—4 I —4 Brunn⸗-quell al ler 6nã- den, Schmer⸗jen bin be⸗ la⸗- den und in mir hab der +—. 1—— I T.— + e, Pfei-le viel, die im be⸗ wis⸗ sen oh⸗ ne 4 +—— 7.— + HEI 4 DiiJ— ziel mich ar men sün der drüku⸗ ken. 2. Erbarm dich mein in solcher begangen, so fällt mir auf das Last, nimm sie aus meinem her⸗herz ein Stein, und bin mit zen, dieweil du sie gebüßet hast furcht umfangen; ja ich weiß am holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem eh in meinen Sünden unter⸗ geh und ewiglich verzage. 3. fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag' 24⁰ weder aus noch ein und müßte stracks verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Aber dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Singen, daß mir das herze wieder lacht SSDDDENRNR und neu beginnt zu springen; dlieweil es äalle önad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist ju dir, o Jesu, kommen. 5. Und weil ich denn in mei⸗ nem Sinn, wie ich zuvor gekla⸗ get, auch ein betrübter Sünder bin, den sein ewissen naget, und gerne möcht im Blute dein von Sünden abgewaͤschen sein, wie David) und Maänasse,“) 2 Sam. 12, 13. 2 chron. 33,. 6. So komm ich auch zu dir allhie in meiner llot geschritten und tu dich mit gebeugtem fnie von ganzem h⸗ bitten: Ver⸗ zeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf krden hab begangen. 7. O herr, vergib, vergib mirs doch um deines Namens willen und tu in mir das schwere Joch der Übertretung stillen, daß sich mein herz zufriẽden geb und dit hinfort zu Chren leb mit kind⸗ lichem Gehorsam. 8. Stärk mnich mit deinem freu⸗ lengeist, heil mich mit deinen Wunden, tröst mich mit deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, im rechten 6läauben von der Welt zu dei⸗ nen Auserwählten! Barthol. Ringwaldt g. 130 1 1599. ——el.: herjlich liev hab ich dich, o herr. Ursprüngliche form im Anhang. 15⁷⁷ 0 NM MDDNN Vor s'richt, mein groß X + +. I + 1 + + 1 + + I—— + herr Je-su, steh ich hie, ju und vie-le mis-se⸗ tat mich 7 + 2 1 +——.— + 1* + 1 + 7 + 1 + + dir beug ich meins her hier und dort ver ⸗ dam zens snie, kann mir selbst met hat. doch will ich +— 1 — L. + II + 1 + + +— + gar nicht ra ⸗ ten. nicht ver⸗ja⸗gen. herr Je-su christ, dein Blut allein T LR 1722.——. 2—. + 1 ——— macht mich von al-len Sün⸗-den rein, weil ich in 2⁴⁷ chte EEEEEERN 1 1** 7.— + + 2——— + + + I + —J— —* wah⸗rer Reu und Buß an — dlich gläub und dir fall — V* +— 2ZI— * L E + LII + I + 2*— E zu fuß. herr Je-su christ, des dank ich dir, des I V TI I L 1 + + I. + I—1—55 H + 4 dank ich dir, ich will mich bes⸗ sern, hilf du mir! hann. 6sb. 1646. nach einem älteren Liede 1608. — Eigene melodie. 16²⁵. +—4 I 2— — — 7 23 Ach sott und herr, wie groß und schwer + I 144. N u +L I V. —E + +—O 2+ r sind mein be⸗gang⸗ nen sün⸗den! Da ist nie⸗mand, der I T + I *— LI II— T hel ⸗fen kann, in 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Welt ihr Ende und wollt los sein des Clends mein, würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab ver⸗ dienet. Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins 6'richt, dein Sohn hat mich versühnet. 4. Solls jã so sein, daß Straf und pein auf Sünde folgen müssen, dlie · ser 2⁴⁸ 2+* lbelt ju fin⸗den. so fahr hie fort, nur schone dort und laß mich hier wohl büßen! 5. Gib, herr, õeduld, vergiß dlie Schuld, gib ein gehorsam herze, laß mich ja nicht, wies oft geschicht, mein heil murrend verscherzen! 6. handle mit mir, wies dün⸗ ket dir, durch dein onad will ichs leiden; wollst mich nur nicht dort ewiglich von deiner Liebe scheiden! SDDDDDDDD 7. Gleichwie sich fein ein Vöge⸗ lein in hohle Bäum verstecket, wenns trüb hergeht, die Luft unstät menschen und VUieh er⸗ schrecket, 8. Also, herr christ, mein Zu⸗ flucht ist die höhle deiner Wun⸗ den; wenn Sünd und Tod mich bracht in Not, hab ich mich drein gefunden. mel.: Vater unser im himmelreich. 9. Darin ich bleib; ob Seel und Leib hie von einander scheiden, so werd ich dort vei dir, mein hort, sein in ewigen freuden. 10. Chre sei nun Gott Vater, Sohn und heilgem 6eist zusam⸗ men! 1 zeifle nicht, weil christus spricht: er glaubt, wird selig. Amen. V. 1—6 Rutilius() g. 1550 4 1618. U. 7— 10 Joh. õroß(0 g. 164 + 1674. Val. Schumann 1539. ** V— R— + V 1* 1 —— H zz ——*— o wäͤhr ich le⸗be, spricht dein õott, mir * * D I— — ———— I— I2 1 1 * ist nicht ieb des Sün⸗ders Tod, viel-mehr ist dies mein —3——— + + I—⁴. +2—— Wunsch und Wül, daß er von Sün-den hal-te still, von 4—4 + N I—4+4— 1 1——— I — + + I + sei⸗ner Bos⸗heit keh re sich und le⸗be mit mir e⸗ wig⸗lich. 2. Dies Wort bedenk, o men⸗ schenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd! hier findest du Trost, heil und 6nad, die Gott dlir zugesaget hat, und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: Zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will erst fröhlich sein auf Erd; wenn ich des Le⸗ bens müde werd, alsdann will ich bekehren mich, 6ott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmher⸗ igkeit, doch wer auf 6nade fündigt hin, fahrt fort in seinem 2⁴⁰ bösen Sinn und seiner Seele seibst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget õott von wegen christi Blut und Tod, zusagen hat er nicht gewollt, ob dlu bis morgen leben sollt. Da du mußt sterben, ist dir Kund, verborgen ist des Todes Stund. 6. heut lebst du, heut bekehre dlich! Eh morgen Rommt, kanns mel.: Ruf meinen Ueven sott. I.2 andern sich; wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. So du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort vbrennen muß. 7. hilf, o herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute omm zu dir und Buße tu den nugenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und sederzeit zu meiner heimfahrt sei bereit. Joh. heermann g. 1585 4 1647. 157⁴4. =— I + DüphhWo soll ich flie⸗hen hin, weill ich be⸗ * E +* 1 P 2 T7 I + I +* schwe⸗ret bin mit + + 1 + + + — viel und gro⸗ Ben sün⸗den? Wo 1 + + + — 1 I +7 + +I— +— + 2*— kann ich Ret- tung fin den? Wenn al le Uelt her 1*—* I I I + N ka- me, mein 2. O Jesu voller 6nad, auf dein Gebot und Rat kommt mein be⸗f trübt Gemüte ju deiner großen Glite, laß du auf mein Gewissen ein önadentröpflein fließen! 3. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr in mitr stecken und mich so hestig schrecken, in deine tiefen Angst sie nicht weg⸗ näh⸗ me. 2⁵⁰ *— unden, da ich stets heil ge⸗ unden. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu gut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein herz verbinde und ihrer nicht—1 denke, ins meer sie tief versenke! 5. Du bist der, der mich tröst, weil du mich selbst erlöst; was SDDDDDNNDNR ich gesündigt habe, hast du ver⸗ scharrt im õrabe; dã hast du es verschlossen, da wirds auch blei⸗ ben müssen. 6. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr doch los, wenn ich dein Blut auffasse und mich dar⸗ auf verlasse. Wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. 7. Mir mangelt zwar sehr viel; doch was ich häben will, ist alles mir zu güte erlangt mit deinem bluͤte, damit ich über⸗ winde Tod, Teufel, höll und Sünde. 8. Und wenn des Satans heer mir ganz entgegen wär, darf ich doch nicht verzagen; mit dlit kann ich sie schlagen. Dein Blut mel.: Werde munter, mein 6emüte. dlarf ich nur jeigen, so muß ihr Trutz bald schweigen. 9. Dein Blut, der edle Safst, hat solche Stärk und sraft, daß auch ein Tröpflein kleine die ganze belt känn reine, ja gar aus Teufels Rachen frei, los und selig mächen. 10. Darum allein auf dich, herr Christ, verlaß ich mich. Jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben, denn du hast mirs eriwworben, da du für mich gestorben. II. führ auch mein herz und Sinn durch deinen seist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dlich Kann scheiden, und ͤ ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Joh. heermann g. 1585 + 1647. Joh. Schop 1642. I 1— 24¹ — + +I + 1 + FISTNTNIOUNH Treu-er ott, ich muß dir kla- gen ob dir wohl sind mei- ne bla- gen —=.———½—— mei · nes her jens Jam-mer⸗-stand, bes⸗ ser als mir selbst be⸗Kannt;) gr-oße Schwachheit —.— 4 — 7 — E I ————— + + .——.* + LI + + 1 * ich bei mir in An-fech-tung oft-mals spür, wenn der I I—— +— I + + D Sã-tan al-len õlau-ben will aus mei⸗nem her⸗jen rau⸗ben. 251 . — 2. Du, Gott, dem nichts ist ver⸗ borgen, weißt, daß ich nichts von mir hab, nichts von allen meinen Sorgen; alles ist, herr, deine 6ab. Was ich Gutes find an mir, das hab ich allein von dir; auch den lauben mir und allen gibst du, wie dirs mag gefallen. 3. 0 mein Gott, vor den ich trete jetzt in meiner großen Uot, höre, wie ich sehnlich bete, laß mich werden nicht zu Spott, mäch zunicht des Teufels Werk, meinen schwachen Glauben stärk, daß ich nimmermehr ver⸗ zage, Christum stets im herzen trage. 4. Jesu, du Brunn aller õöna⸗g den, der du niemand von dir stößt, der mit Schwachheit ist be⸗ laden, sondern deine Jünger tröst, sollt ihr ölaͤube auch so klein wie ein kleines Senfkorn sein, wolltst du sie doch würdig schätzen, große berge zu ver⸗ hilf mir meine feinde dampfen! setzen: 5. Iaß mich 6nade vor dir fin⸗ den, der ich bin voll Traurig⸗ keit; hilf du mir selbst über⸗ winden, so oft ich muß in den Streit; meinen 6lauben täglich mehr, deines Geistes Schwert verehr, damit ich den feind kann . alle Pfeile von mir agen. 6. heilger Geist ins himmels Throne, gleicher sott von Ewig⸗ keit mit dem Vater und dem Sohne, der Betrübten Trost und freud, der du in mir angezündt, so viel ich an 6lauben find, über 27²2 mir mit 6nade walte, ferner deine 6ab erhalte! 7. Deine hülfe ju mir sende, o du edler herzensgast, und das gute Lerk vollende, das du an⸗ gefangen a, Blas das kleine fünklein auf, bis ich nach voll⸗ brachtem Lauf allen Auserwähl⸗ ten gleiche und des 6laubens Ziel erreiche. 8. Gott, groß über alle Götter, heilige Dreieinigkeit, außer dir ist kein Erretter, tritt mir selbst zur rechten Seit, wenn der feind dlie Pfeil abdrückt, meine Schwaͤchheit mir aufrückt, mir will allen Trost verschlingen und mich in Verjweiflung brin⸗ en. 9. Zeuch du mich aus seinen Stricken, die er mir geleget hat, laß ihm fehlen seine Tücken, drauf er sinnet früh und spat. Gib fraft, daß ich allen Strauß ritterlich mög stehen aus, und so oft ich noch muß kämpfen, 10. Reiche deinem schwachen Kinde, das auf matten füßen steht, deine 6nadenhand ge⸗ schiwinde, bis die Angst vorüber geht. bie die zugend gängle mich, daß der feind nicht rühme Fall er hätt ein solch herz ge⸗ fället, das auf dich sein Hoff⸗ nung stellet. I1. Du bist meine hülf, mein Leben, mein fels, meine Zuver⸗ sicht, dem ich Leib und Seel er⸗ geben; Gott, mein Gott, ver⸗ zeuch doch nicht! Eile, mir zu stehen bei, brich des feindes Pfeil seinen get hat, SSDDDNDNRDN entzwei, laß ihn selbst zurücke prallen und mit Schimpf zur hölle fallen! 12. Ich will alle meine Tage rühmen deine starke hand, has du meine Plag und slage hast Elgene melodie. so herjlich kepwlimken licht nur in der Sterblichkeit soll dein Ruhm sein ausgebreit, ich wills auch hernach erweisen und dort ewiglich dich preisen. Joh. heermann g. 1585 4 1647. Ruch nach melodie ur. o ju singen. 16⁴2. —— + 1——— 2⁴² — e⸗ su, der du mei ne See- le haäst aus des Teu- fels fin⸗-stern höh⸗le und + . —— durch dei nen bit ⸗-tern Tod der schwe⸗ren Sün⸗den⸗-not N + I IEIII I + I I + + krãf⸗ tig lich her · aus⸗ ge⸗ e—+ D —— + ris⸗sen und mich sol-ches * las-sen wis⸗sen durch dein I— I 2* I N an ge⸗neh⸗mes Wort, 2. herr, ich muß es ja beken⸗ nen, daß nichts 6utes wohnt in mir; das zwar, was wir Wollen nennen, halt ich meiner Seele für; aber fleisch und Blut zu zwingen und das Gute zu vollbringen folget gar nicht, wie es söll; was ich nicht will, tu ich wohl. 3. Aber, herr, ich kann nicht wissen, wie viel meiner fehler sein; mein Gemüt ist ganz jer⸗ sei doch jetzt, o Gott, mein hort! rissen durch der Sunden Schmerz und pein, und mein herz ist matt von Sorgen; ach vergib mir, was verborgen, rechne nicht die missetat, die dich, herr, erzürnet hat. 4. Jesu, du hast weggenommen meine Schulden durch dein Blut; laß es, o Erlöser, kommen mei⸗ ner Seligkeit zu gut, und die⸗ weil du so jerschlagen hast die Sünd am fereuz getragen, ei so 25³3 Sihe SeEEEEEE sprich mich endlich frei, daß ich ganz dein eigen sei. 5. Wenn ich vor sericht soll treten, da man nicht entfliehen kann, ach so wollest du mich retten und dich meiner nehmen an. Du allein, herr, kannst es wehren, daß ich nicht den fluch dlarf hören: Ihr zu meiner lin⸗ ken hand seid von mir noch nie erkannt. 6. Du ergründest meine Schmer⸗ zen, du, herr, Kennest meine bein. Es ist nichts in meinem herzen als dein herber Tod allein. Dies mein herz, mit Leid vermenget, durch dein teures Blut bespren⸗ get, so am freuz vergossen ist, geb ich dir, herr Jesu Christ. 7. Nun ich weiß, du wirst mir stillen mein ewissen, das mich plagt; es wird deine Treu er⸗ füllen, was du selber hast ge⸗ sagt: daß auf dieser weiten Er⸗ dlen keiner je verloren werden, sondern ewig leben soll, wenn er nur ist glaubensvoll. 8. herr, ich glaube, hilf mir Schwachen, laß mich sa verder⸗ ben nicht! Du, du kannst mich stärker machen, wenn mich Sünd und Tod anficht. Deiner Güte will ich trauen, bis ich fröh⸗ lich werde schauen dich, herr Jesu, nach dem Streit in der sü⸗ ßen Cwigkeit. Johann kist g. 1007 1 1667. mel.: Wenn wir in höchsten öten sein. mel. . französ. Psalmmelodie 1547. I ʒꝛ;— D—....— 245⁰—— SO from-mer und ge⸗ treu-—er Sott, ich —4 — I !——..2.2— 1 1 +* T hab ge⸗bro-chen dein 6e⸗ bot und sehr ge⸗ sün⸗digt + + + 1 + I—E N — I wi⸗ der dlich: das 2. Du aber, o mein gnädger E + T ist mir leid und reu⸗-et mich. 3. Auf dies Wort, lieber Vater Gott, hast nicht Gefalln an mei⸗ fromm, ich armer Sünder ju dir nem Tod, und ist dein herzliches komm, hilf mir durch Christi Begehrn, daß ich soll Buß tun, bittern Tod und heilige fünf mich bekehrn. 25⁴ Wunden rot! SSDDDDDD S 4. Jã, herr, ich bitt durch Je⸗ sum Christ, der mir zu gut mensch worden ist: Caß deine 6nad und õütigkeit mehr gelten denn Gerechtigkeit! 5. Uerschon, o herr, laß deine huld zudecken alle meine Schuld, mel.: Nch õott, vom himmel sieh darein. so werd ich arm verlornes Kind ledig und los all meiner Sünd. 6. Ich will, o herr, nach dei⸗ nem Wort mich bessern, leben fromm hinfort, damit ich mög nach dieser Zeit gelangen zu der Seligkeit. 1643. nach Johann Ceon. Dr. in. Cuther 1524. E IEI * II Ii‚ I LI 4 Ua- ter ver-stoß den nicht, der der Barmher⸗-zig ⸗Keit, ich zu dlir schreit und + ISI * I + I I— + + 4 fal-le dir zu tut noch end-lich Bu I 550 Was ich be=⸗ gan- gen — 2— + 1 wi⸗ der dich, ver⸗-zeih mir al ⸗ les gnã- dig-lich durch dei ne gro- ße 61 te! 2. Durch deiner Allmacht un⸗ dertat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat, worin es mir sonst fehlet; uu Willen, mittel, gräft und Stark, daß ich mit dir all meine Werk anfange und voll⸗ ende. 3. O Jesu hriste, der du hast am freuze für mich Armen ge⸗ tragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen! O wah⸗ rer õott, o Davids Sohn, erbarm dlich mein und mein verschon, sieh an mein kläglich Rufen! 4. Taß deiner unden teures Blut, dein Todespein und Ster⸗ ben mir kommen kräftiglich zu gut, daß ich nicht müß verder⸗ ben. Bitt du den Vater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach õe⸗ bühr, wie ich es hab verschuldet. 2⁷⁵ Buße u. Beichte EEEN 5. O heilger eist, du wahres 6. Und wenn mein Stündlein Licht, Kegierer der 6edanken, kommen ist, so hilf mir treulich wenn mich die Sündenlust an⸗(Rämpfen, daß ich des Satans ficht, laß mich von dir nicht Trotz und List durch Christi Sieg wänken! Verleih, daß nun doch mög dämpfen, auf daß mir nimmermehr Begierd nach ol⸗ Krankheit, Angst und Not und lust, Geld und Ehr in meinem dann der letzte feind, der Tod, herzen herrsche nur sei die Tür zum Leben. David Denicke g. 1603 + 1680. MNel.: Vater unser im himmelreich. Ual. Schumann 1539. 245W —— HNTOTNLON G ott va- ter, denk an chri⸗ sti rod, sieh I I— 11. de 1057——— —— Wrnt nn an deins Soh- nes Wun-den rot, die sind ja für die —.— I E..— + +* +V gan-je Weit die Zah-lung und das(6- se⸗geld; des I——.—— + 14 II EDD. +7 E + + 2 H ** trõ ⸗sten wir uns al⸗le⸗zeit und hof⸗fen auf Barm⸗her⸗zig⸗keit. 2. Den König leit mit deiner 3. Amen, dlies alles werde hand, beschütz und segne unser wahr, erhör und hilf uns im⸗ Land, gib überall dein heilig merdar, o Vater in dem höchsten Wort, wend ab pest, Teurung, Thron, durch Christum deinen Krieg und Mord, all denen, die eingen Sohn, daß du, dein Sohn in llöten sein, mit Rettung, hülf und beider 6eist in allem von und Trost erschein! uns werd gepreist. V. 12 martin moller g. 1547 4 1606. U. 3 hannoversches ösb. 1657. 2⁵⁰ SSe — igene melodie. Joh. crüger 1649. 2 0 4— L— + + +— + 1 1 1 — 12 2 1 + I — herr, ich ha⸗ be miß ge-han ⸗delt, ich bin nicht den Weg ge⸗- wan⸗delt, +—— 1— 4— ja mich drückt der Sün⸗den Last,) ge⸗-jei-get hast, den du mir und jetzt wollt ich — gern aus Schrek-Ren mich vor dlei⸗ nem Zorn ver⸗stek ⸗Ken. 2. Doch wie könnt ich dir ent⸗ fliehen? du wirst allenthalben sein; wollt ich über See gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein, hätt ich flügel gleich den Winden, gleichwohl würdest du mich finden. 3. Drum, ich muß es nur be⸗ kennen, herr, ich habe mißge⸗ tan, darf mich nicht dein Kind mehr nennen. Ach nimm mich zu 6näden an, laß die enge meiner Sünden deinen Zorn nicht ganz entzünden! 4. Könnt ein mensch den Sand gleich zählen an dem großen, weiten eer, dennoch würd es ihm wohl fehlen, daß er meiner Mel.: és ist gewißlich an der Zeit. Sünden heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszu⸗ sprechen. 5. WDein', ach wein' jetzt um die Wette, meiner beiden Au⸗ gen Bach! o daß ich gnug Zäh⸗ ren hätte zu betrauern meine Schmach! ô daß aus dem Trä⸗ nenbronnen käm ein starker Strom geronnen! 6. Dir will ich die Last auf⸗ binden, wirf sie in die tiefste See, wasche mich von meinen Sünden, mache mich so weiß als Schnee, laß den guten seist mich treiben, einzig stets bei dir zu bleiben. Johann franck g. 1618 4 1677. Jos. Klug 1535. I—4 I 1—— 247 Nich will von mei- ner mis⸗ se⸗tat jum du wol-lest selbst mir hülf und Kat hie⸗ 25⁷ eEENENEEEN I + + + — I 1— —— I I T JIJIJHI +F/²⁷ her ren mich be⸗ keh ⸗ren; und dei⸗ nes gu⸗ten zu, o Hott, be⸗sche⸗ren * 1 ————— + ——— 1—— 6ei stes fraft, der neu e her ⸗ jen — +— 1———.— —ëů— 1— II in uns schafft, aus 6na⸗ de mir 2. Ein mensch kann von na⸗ tur doch nicht sein Elend selbst empfinden; er ist ohn deines Geistes Licht blind, taub, ja tot in Sünden, verkehrt ist Will, Verstand und Tun. Des großen Jamimers wollst du nun, o Ua⸗ ter, mich entbinden! 3. flopf durch Erkenntnis bei mir an und flihr mir wohl zu Sin⸗ nen, was Böses ich vor dir getan; du kannst mein herz gewinnen, daß ich aus ummer und be⸗ schiwer laß über meine Wangen her viel heiße Tränen rinnen. 4. Wie hast du doch auf mich gewandt den Reichtum deiner önaden! mein Leben dank ich lleiner hand, du hast mich über⸗ laden mit Chr, õesundheit, Ruh und Brot, du machst, daß mir noch keine Not bis hieher kön⸗ nen schaden. 5. hãst auch in Christo mich er⸗ wählt tief aus der hölle flu⸗ ten, da niemals mir es hat ge⸗ fehlt an Hiache einem Guten; und daß ich a llein eigen sei, hast 2⁵³⁸ ge⸗ wäh⸗ren! du mich auch aus großer Treu gestäupt mit Vaterruten. b. hãb ich denn nun auch gegen dlich Gehorsams mich beflissen? nein, eines andern zeihet mich mein herz und mein 6ewissen: darin ist leider nichts gesund, an allen orten ist es wund, vom Sündenwurm gebissen. 7. Die Torheit meiner jungen Jahr und alle schnöden Sachen verklagen mich zu offenbar; was soll ich Armer machen? Sie stel⸗ len, herr, mir vors Gesicht dein unerträglich Zorngericht und deiner hölle Rachen. 8. Bisher 225— ich in Sicherheit anz unbesorgt geschlafen, ge⸗ agt: Es hät noch lange Zeit, bott pflegt nicht bald zu strafen, er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat 6eduld der herr mit seinen Schafen. 9. Dies alles jetzt zugleich er⸗ waächt, mein herz will mir zer⸗ springen; ich sehe deines Don⸗ ners macht, dein feuer auf mich dringen; du regest wider mich 8 zuglei Reich, schlink 0. fl Hx eir Le; ein u sir ist meine u tra 1. fr, di ren! + Txeu „ SDDDDDDDDDNDNRDR zugleich des Todes und der Hölle keich, die wollen mich ver⸗ schlingen. 10. herr Jesu, nimm mich zu dlir ein, ich flieh in deine Wun⸗ llen; laß mich da eingeschlossen sein und bleiben alle Stunden; dlir ist ja, o du õotteslamm, all meine Schuld am sereuzesstamm zu tragen aufgebunden. 11. Dies stelle deinem Vater für, daß er sein herze lenke und gnãllig sich kehr her zu mir, nicht meiner Sünden denke, auf daß er meine Sündenlast, die du auf dlich genommen haͤst, ins tiefe meer versenke. 12. hierauf will ich zu jeder Zeit mit ernst und Sorgfalt mei⸗ den der bösen Lüste Eitelkeit und lieber alles leiden, denn dlaß ich Sünd aus Vorsatz tu; ach herr, gib du stets raft dazu, bis ich einst werd abscheiden. U. 1— 10 1653. U. 11 12 hannov. 6sb. 1657. Mel.: Werde munter, mein 6emüte. Joh. Schop 1642. I 28— + E du Schöp-fer al-ler din-ge, hö⸗re, das ich jet= 30 vor dich brin ⸗ge, weil mein I—n I I + 4 n hö-re mein 6e⸗bet, I herz in Ang ⸗sten steht. Mei-ne Sün⸗den äng ⸗sten mich, —4 I 1— —— V.— 1 — + I 17⁴ 1 4 + — dlar-um komm ich auch vor dich und be⸗ ken- ne + + + II + + + + 1— + + 41 I 1 1 2—— 41 + — — 1 ——— I + meine sün⸗den, ach herr, 2. Weil du heißest alle kom⸗ men, die beladen sind, zu dir, bin ich auch nicht ausgenommen noch gewiesen von der Tür dei⸗ ner 6nade, sondern du willst und wirst mich noch dazu von laß mich 6na-de fin-den! den Sünden, die mich drücken, ganz entbinden und erquicken. 3. Dein Wort bleibet ungebro⸗ chen, das du einmal häst ge⸗ redt; nun hast du, o Gott, ge⸗ sprochen: Such mein Antlitz im 2⁵⁰⁹ 146 MN N. I. 3 N .—ꝛ.— e E 6ebet! Darum komm ich auch vor dlich, such dein Antlitz; ach laß mich bei dir Trost und ona⸗ de finden, sprich mich los von meinen Sünden! 4. Sieh die handschrift, die ich gebe dir in deine händ, o Gott! Drin sprichst du: So wahr ich lebe, ich will nicht des Sünders Tod, sondern daß er sich bekehr von den sünden und begehr ewiglich mit mir zu leben, so will ich die Sünd vergeben. 5. Nun wohlan, du wirst nicht lügen, ich halt mich an deine Wort, will darauf in demut biegen meine senie an diesem ort und bekennen meine Sünd; ich bin das verlorne fsind, das vom Teufel oft verblendet deine õü⸗ ter hät verschwendet. 6. Weiter will ich nichts mehr sagen und allein an meine Brust mit dem armen Zöllner schla⸗ gen: Gott, es ist dir wohlbewußt, llaß ich hab Aalg anmre llir; aber sei doch gnädig mir! Imel.: Werde munter, mein emüte. dir in deine Arme, ach herr, meiner dich erbarme! 7. Ich verleugne nicht die Sün⸗ llen, ich verleugne nicht dlie Schuld; aber laß mich 6nade finden, trage, herr, mit mir õe⸗ duld! Alles, was ich schuldig bin, zahlt mein Jesus, nimm nur hin llie Bezahlung meines Bürgen, ller sich ließ für mich erwürgen. 8. Hun, o Vater aller 6önaden, siehe dessen Leiden an! Dieser hat ersetzt den Schaden und für mich genug getan; durch ihn bin ich ganz erlöst, dessen ich mich gänz⸗ lich tröst, weil in seinen tiefen lbunden ich nun fried und Ruh gefunden. 9. Ich will auch hierauf genie⸗ ßen, Jesu, deinen Leib und Blut meiner Seele und õewissen zur Frquickung und zu gut. Gib, daß würdig ich genieß dich, o herr, und schmeck, wie süß und wie freundlich du bist denen, die sich nach dir herjlich sehnen. Ich fall Christoph Tietze g. 1641 + oz. Joh. Schop 1642. 240 e 2 ter, laß mich 6na ⸗de fin den, Ur ich we⸗ gen mei⸗- ner sün⸗ den 7 1* 1 IEII I — trö⸗ste mei- nen blö⸗- den Sinn, so be ⸗ trübt und trau ⸗rig bin. Sie he, mein Gott, SS wie ich hier jetzt vor dei ⸗ner ona⸗den⸗tür mit dem Zoͤllner I + 12———t I I II — + I 21 scham-rot ste he und dich um Ver⸗ge⸗bung fle⸗he. 2. Du bist heilig, ich hingegen bin voll Ungerechtigkeit, muß mich bloß aufs Bitten legen und auf dleine õütigkeit setzen meine Zuversicht; denn so du, herr, dein sericht ließest ohne önad ergehen, würd es übel um mich stehen. 3. Aber, herr, nach deiner Lehre willst du keines Sünders Tod, sondern daß er sich vekehre und frei werde seiner Not. Dieser Trost erquicket mich, als der ich auch ängstiglich Reu und Leid bei mir empfinde über meine schwere Sünde. 4. Denke, daß dein Sohn auf Erden drum vergossen hat sein Blut, auf daß könne selig wer⸗ den, wer im 6lauben Buße tut. Ach sein reuz und Dornenkron bring ich hier vor deinen chron, seinen Toc und Blutvergießen laß mich Armen auch genießen. 5. Zwar ich sollte längst sein kommen, da es noch war rechte Zeit, doch ist dadurch nichts be⸗ nommen deiner großen Gütig⸗ keit. Keine Buße ist ju spät, wenn sie nur von herzen geht, darum wird dir auch mein fle⸗ hen 615 noch zu herzen gehen. 6. Großer Gott, voll Lieb und Treue, laß durch Jesu Wunden dloch meine späte Buß undl Reue vor dir etwas gelten noch! Denke dloch nicht weiter dran, was ich habe mißgetan, laß mein arges sSündenleben mir aus 6näde sein vergeben! 7. Uirst du nun mir armen Sünder, o mein Gott, barmher⸗ zig sein und in die Zahl deiner seinder wiederum mich nehmen ein, so will ich von herzen dich dlafür preisen ewiglich. Drum in Jesu christi Namen wollst du mich erhören! Amen. christ. Sensch v. Breitenau g. 1638 + 1732. — Psalm 6. kigene melodie. 16⁵⁵. 2 50 22.———— 33—— 1 + E — I +— . 1 + +—3— 24 DTNTNLOD S traf mich nicht in Ach laß dei-nem Jorn, mich nicht sein ver⸗lorn, 20⁰1 44 Vn 19 I H I E I AN N V N . 4 NMAE. I. RH NII ö ö +— ———— —PPPPEP‚PPE——— .—.——... Buße u. Beichte —— 811 gro-ßer 6ott, ver⸗ scho-ne! nach Uer⸗dienst nicht loh-ne! hat die sünd dich ent-zünut, +— 22.— AE! — I— H laß um Chri⸗-sti wil ⸗len 2. herr, wer denkt im Tode llein? Wer dankt in der höllen? Rette mich aus jener pein der verdammten Seelen, daß ich dir für und für dort an jenem Tage, höchster Gott, Lob sage. 3. Zeig mir deine Vaterhuld, stäark mit Trost mich Schwachen! Ach herr, hab mit mir 6eduld, Wollst gesund mich machen, heil llie Seel mit dem öl deiner gro⸗ ßen 6naden, wend ab allen Schaden! 4. Nch sieh mein õebeine an, Wie sie all erstarren; meine See⸗ le gär nicht kann deiner hülfe härren; ich verschmacht, Tag und Hacht muß mein Lager flie⸗ ßen von den kränengüssen. Eigene melodie. dei ⸗-nen Zorn sich stil⸗len! 5. Nch ich bin so müd und matt von den schweren plagen, mein herz ist der Seufzer satt, die na hülfe fragen. Wie so lang machst du bang meiner armen Seele in der Schwermutshöhle! 6. Leicht, ihr ßeinde, weicht von mir, õott erhört mein Beten; nunmehr darf ich mit Begier vor sein Antlitz treten. Teufel, weich, Hölle, fleuch! Was mich vor ge⸗ kränket, hat mir õott geschenket. 7. Dater, dir sei eiwig Preis hier und auch dort oben, wie auch Christo gleicherweis, der allzeit zu loben, heilger Geist, sei ge⸗ preist, hoch gerühmt, geehret, daß du mich erhöret. Joh. Ge. Rlbinus() g. 1624 1670. I 1 +— I 251 E WONNMININA Sieh, hier bin ich, eh⸗ren⸗Kö-nig, le-ge I— I + I I I 1 +— mich vor dei⸗ nen Thron, schwa⸗che Trä⸗nen, kind⸗lich 2⁰² SDDDDDNDNRN — Seh-nen bring ich dir, du men⸗schen⸗sohn. LCaß dlich fin ⸗den, 1 II ——... — I— q—. 1..— 4.— XII —— laß dich finden von mir, 2. Sieh doch auf mich, herr, ich bitt dlich, lenke mich nach dei⸗ nem Sinn! Dich alleine ich nur meine, dein erkaufter Erb ich bin. Caß dich finden, laß dich finden, gib dich mir und nimm mich hin! 3. Ich begehre nichts, o herre, als nur deine freie 6nad, die du gibest, den du lievest und der der ich Asch und Ton. dlich liebt in der Tat. LCaß dich finden, laß dich finden, der hat alles, wer dich hat. 4. Dieser Zeiten Eitelkeiten, keichtum, Wollust, Chr und freud sind nur Schmerzen mei⸗ nem herzen, welches sucht die Ewigkeit. Caß dich finden, laß dich finden, großer õott, ich bin bereit. Joachim neander g. 1650 1+ 1680. MNel.: freu dich sehr, o meine Seele. 155⁵¹. .—— 25 r Er, F Hott, des Zep-ter, der du dei-nem —— Stuhl und sero⸗ ne her ⸗zens⸗ soh-ne — + INII herr⸗schet ü⸗ ber al-le Ubelt, ů ei-ne hoch-zeit hast beꝛstellt, dir sei Dank ohn — E * LI 1 1—44. Endund Zahl, daß zu die⸗sem Lie-bes⸗mahl von der brei⸗ten 2 II EE 4 E 2.— SDSISSSII———— —— Sün- den ⸗-stra-ßen du mich auch hast la⸗den läas ⸗-sen. 2⁰³ SSSESSSEEE 2. herr, wer bin ich? Und hin⸗ gegen wer bist du? Was deine praächt? Ich dem Wurm gleich an den Wegen, du der Rönig großer macht; ich Staub, erde, schwach, voll Hot, du der herr Gott Zebaoth; ich ein Scherz und Spiel der Zeiten, du der herr der Ewigkeiten. 3. Ich grundbös und ganz ver⸗ dorben, du die höchste heiligkeit; ich verfinstert und erstorben, du des Lebens Licht und freud; ich ein armes Sündenkind, lahm und sprachlos, taub und blind, du das Desen aller Wesen, ganz vollkommen, auserlesen. 4. Und doch lässest du mich laden zu dem großen hochzeit⸗ mahl. 0 der übergroßen 6na⸗ len: ich soll in des himmels Saal mit dem lieben Gottes⸗ lamm, meiner Seele Bräutigam, bei der Engel Chor und Reihen mich in Cwigkeit erfreuen! 5.[ben nun dürstet, soll sich laben mit dem Ouell, der ewig fleußt, wen nun hungert, der soll haben, Brots genug für sei⸗ nen 6eist. O ein angenehmer ort, da sich ottes herz und Wort seiner Braut und hochzeitgästen gibt als Speis und Trank zum besten! 6. O dlu großer herr und König, der du rufst: Rommt, kommt herbei! ich bin zu gering und wenig aller deiner Cieb und Treu; ach ich kann dir nimmer⸗ mehr danken gnugundalsosehr, wie ich schuldig bin und sollte, wie ich auch wohl gerne wollte. 7. Zeuch du mich, dein Mahl zu schmecken, aus der finstern Erdenkluft, laß mein Ohr die Stimme wecken, die so hell und liebreich ruft: Komm, o mensch, komm eilend, Komm zu dem Lebensquell und Strom! Romm zum Brot, davon zu zehren und dlen Geist damit zu nähren. 8. öffne, herr, mir dloch die ohren zu dem Ruf, der also klingt, der zu deinen freuden⸗ toren, o Jerusalem, mich bringt; laß den, den du teur erkauft und auf dich selbst hast getauft, ja nicht in der Toren Reihen sich der eitlen Weltlust freuen! 9. Caß das eitle Weltgetümmel, dliese Dämpfe, die bald fliehn, von des Lamimes mahl im him⸗ mel, das stets bleibt, mich nicht abziehn! Kleide, Jesu, in der Zeit mich init deinem hochzeitskleid, daß ich dleine hochzeitsehren möge feiern ohn Rufhören. heinr. Georg Neuß g. 1054 + 1716. Psalm 51, 12—14. mel.: Es ist gewißlich a A n der Zeit. Jos. slug 1535. I— I 2 S Scaff in mir, oott, ein rei⸗nes herß, es füh-let von der sünde Schmerz, 2⁰⁴ SSD I—— 5 mein herz ist ganz ver- die ihm ist an de er bet) der bet; ung die es 7 V 2—.—5—— H ———.————— noch tut oh- ne scheu. AIch ma⸗ che, daß es + + +I— I + I wie ⸗dler sei, wie du es ersi er ⸗ schaf⸗ sen. 2. Gib mir auch einen neuen Geist, der wie du sei gesinnet, ller stets dir anhang äallermeist und was du willst, beginnet. Gib, daß er hasse fleisch und Blut, und Gläuben übe in de⸗ mut, Zucht, Sanftmut, hoffnung, Liebe. 3. Uerwirf von deinem Ange⸗ sicht, ob ich es gleich verdienet, mich, allerliebster Vater, nicht, weil Jesus dich versühnet; läß nimmer, nimmer, nimmermehr mich dein sind also fallen sehr, daß du es von dir würfest. 4. Den heilgen õeist nimm nicht von mir, den bösen Geist ver⸗ treibe, damit er mich nicht neh; meedlir, und ich stets dein ver⸗ mel.: herr, ich habe mißgehandelt. bleibe; beherrschet mein herz, Ssinn und mut der heilge 6eist, so ist es gut im Leben und im Sterben. 5. Mit deiner hülfe tröste mich, hilf und vergib die Sünden; wenn meine Seele suchet dich, so laß dich von ihr finden und dein Verdienst, herr Jesu Christ, darinnen crost und hülfe ist trotz Sünde, Tod und Teufel. 6. Dein freudger 6eist erhalt mich doch mit seinem freuden⸗ öle, damit nicht das Verzweif⸗ lungsjoch verderbe meine Seele. Sei meine freude du allein, ach laß mich deine freude sein und führe mich zur freude! Cudämilia CElisabeth, 6räfin zu Schwarzb.⸗Kudolstadt g. 1640 1 1672. Joh. Crüger 1649. I— + I——— I + 2— .5 + — + + L. + I E. 4 10 Ich waäs sind wir oh- ne Je- sus? ach was sind wir? vol⸗ler E-lend. 2⁰⁵ S dürf⸗-tig, jäm⸗ mer⸗lich und Ach herr Je-su, dich er- + I I 1 I 1 — I 1 DEEL L l— + 1 2 not be⸗ we⸗ gen, die wir 2. Wir sind nichts ohn dlich, herr Jesu, hier ist lauter finster⸗ nis; daʒu quälet uns gar heftig jener giftge Schlangenbiß: dieses Gift steigt zu dem herzen und verursacht stete Schmerzen. 3. Nch ohn dich, getreuer Jesu, schreckt der Teufel und die höll, lie Derdammnis macht mich zit⸗ tern, da ich steh auf dieser Stell; mein 6ewissen ist erwachet, und dler Abgrund flammt und kra⸗ chet. 4. Ohne dich, herzliebster Jesu, kommt man nicht durch diese Welt; sie hat fast auf allen We⸗ gen unsern füßen Uetz gestellt, sie kann trotzen, sie kann heu⸗ cheln und hält uns mit ihrem Schmeicheln. 5. Nch wie kraftlos, herzens⸗ jesu, richten sich die Kranken auf unsre macht ist lauter Ohn⸗; mächt in dem müden Lebens-⸗ lauf. denn man sieht uns, da) wir wallen, öfters straucheln, oftmals fallen. 6. Darum stärk uns, liebster Je⸗ su, sei in finsternis das Licht, oöff⸗ ne unsre herzensaugen, zeig dein —— dir vor ANu- gen le⸗gen. freundlich Angesicht! Strahl, o Sonn, mit lebensblicken, so wird sich das herz erquicken. 7. Tritt den Satan, starker Jesu, unter unsern schwachen fuß, komm zu deiner Braut gegan⸗ gen, biet ihr deinen friedens⸗ gruß, daß sie himmelsfreud verspüre und kein Leid sie mehr berühre. 8. faß uns an, o süßer Jesu, führ uns durch die Pilgerstraß, daß wir auf den rechten Wegen gehen fort ohn Unterlaß; laß uns meiden alle Stricke und nicht wieder 1547 zurücke! 9. Laß den Geist der sraft, herr Jesu, geben unserm Geiste fraft, dlaß wir brünstig dir nachwan⸗ deln nach der Liebe Figenschaft; ach herr, mach uns selber tüchtig, so ist unser Leben richtig. 10. Dann wird Lob und Dank, herr Jesu, schallen aus des her⸗ ens Grund; dann wird alles subilieren, und dir singen herz und snund; dann wird auf der ganzen Erden Jesus hoch gelobet werden. Peter Lackmann() g. 1659 + 171. 206 SEDDRNDNDD Mel.: Ein ämmlein geht und trägt die Schuld. Ursprüngliche Fform im̃ Anhang. 15²2⁵. 25⁵ sö ⸗nig, des ⸗-sen ma⸗je-stät weit dem Erd undineer zu Dien⸗-ste steht, vor I 1—— EI 1 +— I 4 Uü⸗ ber al-les steiget, aem die Weit sich siei get.) der him-mei ist dein hel: ies 1 + THV 1 n.. sleid, du bist voll macht und herr-lich- keit, sehr ——...—— .,,n. groß und wun⸗der⸗ tä⸗ tig; ich ar ⸗ mer Wurm 1 +— T + 4 + I.— + 1 + +ꝝ P II— ver- mag nichts mehr, als daß ich ruf zju + 1 + I 4 N 1 1 1 1 + + + 1 4 +.— üun dei—ner chr: Gott, sei 2. hier steh ich, wie der Zöͤllner tät, beschämet und von ferne, ich suche deine hülf und 6nad, o herr, von herzen gerne; doch weil ich voller fehler vbin und, Wo ich mich nur wende hin, des Ruhnies vor dir ledig, so schlag ich nieder mein 6esicht vor dir, mir Sün-der gnã⸗- dig! du reines himmelslicht. Gott, sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, durchängsten mein be⸗ wissen; drum schlag ich reuig an dlie Brust und will von herzen büßen. Ich bin, o Vvater, ja nicht wert, daß ich noch wandle 2⁰⁷ EEHEEEEENEEN aufder ęrd: doch weil du winkst, so bet ich mit ganz zerknirschtem, bangem eift, der gleichwohl dlich noch Abba heißt: Gott, sei mir Sünder gnädig! 4. ein Vater, schaue Jesum an, den 6önadenthron der Sün⸗ der, der für die Welt genug getan, durch den wir Gottes kinder im gläubigen Vertrauen sind, der ists, bei dem ich Ruhe find, sein herz ist ja guttätig. Ich fässe ihn und laß ihn nicht, bis Gottes herz mitleidig bricht. 6ott, sei mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein herz und Sinn in diesem ganzen Leben! du bist mein 6ott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen 6lauben immerdar sein durch die Liebe tätig! Und will es nicht fort, wie es soll, so ruf ich, wie mein herz ist voll: ott, sei mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Ster⸗ ben ruht allein auf deiner 6na⸗ de; mir geh es gleich bös oder gut, gib nur, daß es nicht schade. Kommt dann das letzte Stünd⸗ lein an, so seĩ mir auf der Todes- bahn, mein Jesu, selbst beirätig! Und wenn ich nicht mehr spre⸗ chen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott, sei mir Sün⸗ der gnädig! Ualent. Ernst Löscher g. 1673 T 1740. —— mel.: Wer nur den lieven Kott läßt walten. el. I. Ursprüngliche form im Anhang. Georg Neumark 1640 00) I E+ I—— 25* und füh⸗len +* DWM5h˙ UDir ue⸗ gen hier ju dei⸗nen fü⸗ ßen, lei der im 6e⸗-wis-sen, I———H E 2 1 ——— *4 ů +2 E 1 ————.— — ach herr von gro⸗er oüt und Treu, wie sehr dein Zorn ent⸗bren⸗net sei. Das maß der E V +— 1 — I.— +— IEII 1 L + 4 Sün-den ist er⸗füllt, ach weh uns, wenn du stra⸗fen willt. 2. Du bist gerecht, wir lauter ten Wegen gehn. sein Wunder, Sünder, wie wollen wir vor dir wenn uns bestehn? Wir sind die unge⸗ ratnen sinder, die auf verkehr⸗ 2⁰⁸ est und Schwert und hunger längst schon aufge⸗ zehrt. SSDDDDDDNDNRNR 3. Doch, Vater, denk an deinen namen, gedenk an deinen lieben Sohn! dein Wort heißt immer Jã und Amen, dein Eidschwur jeuget selbst davon. Du willst ller Sünder Tod ja nicht. Nch geh nicht mit uns ins Gericht! 4. Wir liegen vor dir in dem Staube, und unser herz ist ganz zerknirscht; nur tröstet uns al⸗ lein der olaube, daß du di doch erbarmen wirst. Ach hast du noch ein Vaterherz, so siehe doch auf unsern Schmerz! 5. Der mittler steht ja in der mitten, wir schaun ju seinen Wunden auf; er hat für unsre Schuld gelitten und leistet dir dlie Zahlung drauf. Uerbirgst diu deinen õnadenschein, so muß sein Blut verloren sein. 6. Das teure Blut von deinem Sohne schreit für uns um Barm⸗ herzigkeit. Schau doch von dei⸗ nem 6nadenthrone und denke h noch der alten Zeit, da du auch 6näde haäst erzeigt, dein herj dem Sünder zugeneigt. mel.: herjlich lieb hav sch dich, o herr. Ursprüngliche form im Anhang. 7. Nch laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von deiner hut verlassen stehn. Nch sammle uns in dei⸗ nen Schoß und mach uns aller plagen los! 8. Steck ein das Schwert, das uns will fressen, den Würger laß vorübergehn, gib deinen fin⸗ dern Brot zu essen, laß keine solche Zeit entstehn, daß man dein Wort uns teuer macht, und unser herz dabei verschmacht. 9. Gib fried im Cand und im Gewissen, gesunde Luft, wohl⸗ feile Zeit, laß LCieb und Treu sich stetig küssen und fördre die 6e⸗ rechtigkeit, krön unser feld mit deinem 6ut, nimm firch und haus in deine hut! 10. So wollen wir dir Opfer bringen, dein eigen sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen immel dringen, und dein er⸗ lostes Israel stimmt in den Jubel Zions ein: der herr soll mein Gott ewig sein! Benjsamin Schmolck g. 1672 1 1757. 157⁷7. 25⁷ VZu dir, herr Ze--su, kom-me ich, nach⸗ mich drük⸗ ket mei⸗ner Sün ⸗den Cãst, sie + N 1 + + I +— + + + + + + + dem du gar so freund-lich mich zu ist h Ruh noch Rast; würd sie mir nicht be⸗ läßt mir kei ⸗ ne dir häst hei · hen 2⁰⁹ V 7 V ö kom-men. ö o müßt dar⸗ un · ter ich ver⸗gehn, ich nom-men, I— T— —— ——ß———————— könn-te nicht vor Gott be-stehn, vor dem die him⸗mel I + + I 1 2 +— I— + + + selbst nicht rein, ich müßt ein kind des To-des sein. 12.— ae 8— + I I + herr Je⸗ su hrist, mein Trost und Licht, mein Trost + +. 1 + N + 1 7 7 I + und Licht, er quik-ke 2. Das Sündenjoch ist mir zu schwer, es drückt mein herze all⸗ zusehr, du, herr, wollst es zerbre⸗ chen! Gedlenke, daß du diese Last ö llarum für mich getragen hast, llamit nicht möchterächenderba⸗ ter, was ich hab verschuldt, viel⸗ mehr, daß seine 6nad und huld mir Armen wieder würd zuteil. maäach mich durch deine Wun⸗ llen heil, herr Jesu Christ, und für mich bitt, und für mich bitt, wenn Satan wider mich auftritt. 3. Zu dir steht meine Zuversicht, ich weiß von keinem helfer nicht ohn dlich, o Arjt der Sünder. All andre helfer Rnd zu schlecht, du bist allein vor Gott gerecht, dles Todes Uberwinder, die frei⸗ statt und der sichre ort, das feste F mich und laß mich nicht! Schloß, der Schild und hort, der Mittler und der 6nadenthron, des VUaters Iut und liebster Sohn. herr Jesu christ, das glau⸗ be ich, das glaube ich, 40 stärk in solchem õlauben mi 4. hinfort will ich nun 25. auf mich zu nehmen sein bereit dein Joch, die sanfte Bürde; dar⸗ unter find ich fried und Ruh, ich wachs und nehm im Guten zu. Und ob ich drunter würde aus Schwachheit, die dir ist bekannt, ermüden, wird doch deine hand mir immer wieder helfen auf, um zu vollenden mei⸗ nen Lauf. herr Jesuchrist, durch dlich allein, durchdich allein kann ich hier und dort selig sein. J. Anast. freylinghausen g. 1070 4 1739. 2⁰ SDEDDDDNENRN mel.: Wer nur den lieven sott läßt walten. mel. 1. Ursprüngliche form im Anhang. seorg neumark 1640(). 258. PIFFPIII.... * * d ein ze-sus ru-set dich zur Bu-ße, omm, fal-le ihm doch bald ju fu⸗ ße V I NAIII E + — — komm, bring dein ar- mes herz her⸗bei! und jeig' ihm dei⸗ner See- ie keu, die das be LI setz in uns er⸗regt, wenn man Leid ü⸗ber Sün-de trägt. 1—— E 2. Dein Jesus ruft dich auch vum 3. 8o säubre, Jesu, meine Sin· 6lauben durchs süße Cvange⸗ nen und schaff in mir das herze lium und will aus 6nade dir rein, laß mich von neuem nur erlauven, zu werden ganz sein veginnen, was dir, mein Jesu, Eigentum, daß du nün durch lieb Kann sein, und hilf, daß ich sein wertes Wort sollst selig wer⸗ nach deinem sinn recht gläubig den hier und dort. und auch heilig bin. 17³4. — Eigene melodie. Joh. chr. xühnau 1786. 2 5 09 I 5 I 4 1 +— In dir al-lein, an dir hab ich ge⸗ + —— — I I———— I 1 I sün-digt und ü⸗ bel oft vor dir ge=⸗tan; du siehst die Schuld, die mir den fluch ver- kün⸗ 2¹ Buße u. Beichte PE —— — I +—.—— I I—— H digt, sieh, ott, 2. Dir ist mein flehn, mein Seußzen nicht verborgen, und meine cräͤnen sind vor dir. Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen? Wie lang entfernst du dich von mir? 3. herr, handle nicht mit mir nach meinen sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld! Ich suche dich; laß mich dlein Antlitz finden, du õott der Lang; mut und 6eduld! 4. früh wollst du mich mit dei⸗ ner õnãde füllen, õott, Vater der Barmherzigkeit! Erfreue mich auch mei⸗ nen Jam-mer an! um deines namens willen, du bist ein Gott, der gern erfreut. 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen und lehre mich dein heilig Recht, mich täglich tun nach deinem Wohlgefallen; du bist mein õott, ich bin dein senecht. 6. herr, eile du, mein Schutz, mir beizustehen und leite mich auf ebner Bahn! Er hört mein Schrein, der herr erhört mein flehen und nimmt sich meiner Seele an. Chr. f. Gellert g. 171⁵ + 17⁰9. mel: herzlievster Jesu, was hast du verbrochen. Zweite melodie im Anhang. Joh. Crüger 1640. 1 1 + I EI T + I 260*. 7—2 + I I v 2— DMMDDDMD•MDeD Aus ei-nem tief vor dir ge-veug⸗ten EITI I — 4—0 das 1 +— 1 1 1 1 + in mei- nen sün ⸗ den- her⸗-zen ruf ich zu dir D—.———=— 7 —m— 2—..2.— 1 I + 4 1—71 2 1222 4————.. 4 7— schmer 3jen: 0 ma⸗ che mich, 6ott, mei⸗ nes I I II 2 — 2..2 ——*— + 2— —— I I— stum · mers le⸗ dig und sei mir gnä⸗dig! — — — —. V Alen 0 „Alls * SSSS 2. Beschämt erkenn und flihl ich meine Sünden, laß, Vater, mich Erbarmung vor dir finden! Willst du auf Schuld und Uber⸗ tretung sehen, wer wird be⸗ stehen? 3. Bei dir allein, herr, steht es, zu vergeben, du willst nicht, dlaß wir sterben, sondern leben; uns soll die 6röße deiner Liebe lehren, dich treu zu ehren. 4. Uerzeihe mir in Christo mei⸗ ne fehle! Ddein harrt im Glau⸗ ben meine müde Seele; laß Trost und Ruh um des Uersöhners willen mein hHerz erfüllen! 5. Uom Abend an bis zu dem frühen morgen hoff ich auf dich, o stille meine Sorgen! Du schen⸗ kest jã Beladenen und müden gern deinen frieden. 6. Jã hoffe nur, mein herz, auf Gottes 6nade, sie ist viel größer als dein Seelenschade, und end⸗ lich wird sie dich von allem Bösen gewiß erlösen. nach frar. K. v. Moser g. 1723 1+ 1708 von Joh. Sam. Diterich. Mel.: Jesu, meines Levens Leben. 1661. —— I 1 4—4.— I—+ + 2601 + — ch er he-be mein 6e⸗-mü⸗te sehn⸗ denn ich ken- ne dlei-ne 6ü⸗-te, o I 1 I E— II + EI I suchts⸗voll, mein 6ott, zu dir, Gott der lie- be und wie teu ⸗ er ist sie mir! I— I + + + 1—. * +* ———3 ———— — des Le-bens, kei- ner härrt auf dich ver⸗ ge⸗-bens, 2 + + 20 1 H —.——.— 2— nur Ver⸗- äch ⸗ter dei-ner huld stür⸗-zet ih re eig ne Schuld. 2. Lehre mich, herr, deine We⸗ siehest mein Uertrauen; sicher ge, zeige deinen illen mir, daß Kann ich auf dich bauen, deine ich nicht mehr irren möge; füh⸗ Uatertreue ist ewig, wie du sel⸗ re du mich selbst zu dir! Gott, duber bist. 2 Dee EEEEE 3. Nch getlenke an die Sünden meiner Jugenchahre nicht, laß mich Armen 6nade finden, Gott, vor deinem Angesicht! Alle sünden, die uns reuen, willst du, Uater, ja verzeihen. 0 so höre denn auch mich, meine Seele hofft auf dlich. 4. Gott, du willst des Sünders Leben, seine Seele ist dir wert. 6nätlig willst du ihm vergeben, Wenn er sich zu dir bekehrt. Mit⸗ ten auf ddem Sündenwege machst du sein Gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht um⸗ kehrt, den verwirfst du nicht. 5. Du erquickest die Clenden, deren herz sich dir ergibt, die sich flehend zu dir wenden über ihre Schuld betrübt. freude schenket leine öüte dem geängsteten 6e⸗ miite, welchem du die Sünden⸗ last liebreich abgenommen hast. 6. Dir will ich mich denn er⸗ geben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, herr, vor deinem Angesicht! seine schnöde Lust der Sünden müsse mich meht überwinden! Ach bewahr, ich bitte dich, meinen Geist und starke mich! Nach J. stasp. Lavater g. 741 + 1801 von Joh. Sam. Diterich. SSS 27⁴ Eigene mlelodie. 2⁰² ö — un freut euch, lie be Chri⸗sten g'mein, daß wir ge⸗trost und all in ein —.————— — 32— 2 E—— und laßt uns fröh⸗lich sprin ⸗gen, mit Lust und Lie-be sin gen, was Sott an I EI — +I L. I——— uns ge⸗ wen ⸗det hat und sei ne fü⸗ ße —————. H 1 + I 1 0 I 2— —.—.—. I —— Uun ⸗der- tat; gar teur hat ers er⸗ wor⸗-ben. 2. Dem ceufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein Sünd mich quälte uacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hatt' mich be⸗ sessen. 3. ein guten Werk die galten nicht, es war mit ihn'n ver⸗ lorben; der frei WDill haßte öotts bericht, er war zum Gut'n er⸗ storben; die Angst mich zu ver⸗ zWeifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur hölle mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Cwig⸗ keit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen. Er waändt ju mir das Vaterherz; es War bei ihm fürwahr kein Scherz, sein Bestes ließ ers kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hie, ju erbar⸗ men; fahr hin, meins herzens 2⁵ X ö olauben u. Rechff. ö werte kron, und sei das heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben! 6. Der Sohn dem Vater g'hor⸗ sam ward; er kam zu mir auf i Erdlen von einer Jungfrau rein und zart, er sollt mein Bruder IN werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner arm öestalt; den Teufei wollt I er fangen. I 7. Er sprach zu mir: halt dich VI an mich, es soll dir jetzt gelin⸗ x⁴4 gen; ich geb mich selber ganz für A llich, daã will ich für dich ringen; I denn ich bin dein, und du bist „ mein, und wo ich bleib, da sollst ö du sein, uns soll der feind nicht scheiden. 8. Uergießen wird er mir mein blut, dazu mein Ceben rauben: Eigene melodie. dlas leid ich alles dir zu gut; ddas hält mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein; da bist du selig worden. 9. 6en himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Le⸗ ben; dã will ich sein der Meister dein; den seist will ich dir geben, der dich in Trübnis trö⸗ sten soll und lehren, mich er⸗ kennen wohl, und in der Wahr⸗ heit leiten. 10. Was ich getan hab und ge⸗ lehrt, das sollst du tun und leh⸗ ren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Chren. Und hüt dich vor der Menschen Satz, davon verdirvt der edie Schatz! Das laß ich dir zur Letze.) jum Ayschied. Martin Luther g. 1483 + 140. Ursprüngliche form im Anhang. 141⁷. + I—-—. 2⁰ MWSIVD MD/D UU ir glau-ben all an ki⸗ nen Gott, I * I— —— —— VD — + Ti I + *1 I. geven hat, daß wir sei ne sin der wer⸗den. N- X glt; auben. leben igt dle selig Dater mle⸗ neister ch dlt i tlo· ich el· Wahr⸗ nl ge⸗ uul leh⸗ swerll seinen or ueł rairbt ich dit wschien. + 6. 17 1—1 + I 1 21 er will uns all⸗-Wzjeit er ⸗ näh⸗ ren, Leib und + I — + 1 1 7..—4H— )½ —— + I—2 4.— — seel auch wohl be⸗ ——— wah ⸗ren; al-lem Un-fall 1 I 2 1 + + I + 1 +— +—— I + I +— — + + 1+2—— 1 + 2—— I— II will er weh ⸗ ren, kein Leid soll uns wi⸗ der⸗ —.—.——.— 775 ——— 6, i—— fah ren. Er sor get für uns, hüt und wacht, es Schluß H H +*— 1 I +— I— ————5..— + 1 II 1— 10——— steht al les in sei ⸗ ner Macht. A: men. 2. Vir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher 6ott von Mächt und Ehren, von maria der Jung⸗ frauen ist ein en heil Mensch geboren durch den heilgen õeist im Glauben; für uns, dlie wir wärn verloren, am fereuz ger storben und vom cod wieder auferstanden durch Gott. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, oott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit õaben zieret schö⸗ ne, die ganz Christenheit auf Erden hält in Einem Sinn gar eben; hie all Sünd vergeben werden; däs fleisch soll auch wiedler leben; nach diesem Clend ist bereit uns ein Leben in wig⸗ keit. Amen. martin cuther g. 1485 1 154⁰. Römer 3, 23- 28. kigene melodie. 24 Vorreformatorisch. ; I I—— 2 5 ist das heil uns kom⸗men her von diie Wern die hel ⸗fen nim ⸗mer⸗mehr, sie 2⁷ 6lauben u. Rechtf. DEI E kön- nen nicht be⸗ hü⸗ ten; ader 6laub sieht Je- sum N„ E * 6nad und lau⸗ ter 6 te, 1 1 Chri- stum an, der hat gnug für uns I I dll ge⸗ taͤn, er ist 2. Das Gott im 6'setz geboten hat, daã man es nicht konnt hal⸗ ten, erhub sich 3orn und große V not vor Gott so mannigfalte; vom fleisch wollt nicht heraus ö —— x ö der Geist, vom 6'setz erfordert 0 allermeist; es war mit uns ver⸗ RMA. loren. 3. Es war ein falscher Wahn dlabei: Gott hätt sein 6'setz drum geben, als ob wir könnten selber frei nach seinem Willen leben. 50 ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündig Art in unserm fleisch verborgen. 4. licht möglich war, dieselbig V Art aus eignen fräften lassen; wiewohl es oft versuchet ward, doch mehrt sich Sünd ohn ma⸗ ßen; denn 6leißners erk Gott hoch verdammt, und jedem kleisch der Sünde Schand all⸗ zeit war angeboren. 5. Doch mußt das 6'setz erfüllet sein, sonst wärn wir all ver⸗ dorben. Drum schickt Gott sei⸗ nen Sohn herein, der selber mensch ist worden; das ganz besetz hat er erfüllt, damit seins dler mitt-ler 27⁸ I 1 1 wWor-den. Uaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt hal⸗ ten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Ge⸗ stalte. UNicht mehr denn: Lieber herre mein, dein Tod wird mir las Ceben sein, du hast für mich bezahlet. 7. Ddran ichkeinen Zweifeltrag, dein Wort Kann nicht betrügen. nun sagst du, daß kein mensch verzag(das wirst du nimmer lügen): Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der himm'l erkauft, daß er nicht Werd verloren. 8. Er ĩst gerecht vor Gott allein, dler diesen 6lauben fasset; der Glaub gibt aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht lasset; mit ott der Glaub ist wohl daran, dem lächsten wird dlie LCieb uts tun, bist du aus Gott geboren. 9. Cs Wird die Sünd durchs 6setz erkannt undschlägt das 6wissen nieder; das Evangelium kommt HH S zu hand und stärkt den Sünder wiedler. Es spricht: Nur kreu zum sereuz herzu, im 6'setz ist wedler Rast noch Ruh mit allen seinen Wertzen. 10. Dbie Werk die kommen g'wißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaubewär, wolltstihn der Werk berauben. doch macht allein der Glaub gerecht; die Werk die sind des Hächsten snecht, dabei wirn Glauben merken. 11. Die hoffnung wart't der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage; wann das geschehen soll zu freud, setzt Gott kein g'wisse Tage. Er weiß wohl, wanns am besten ist, und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht er⸗ Mel.: Auf dich hab ich gehoffet, herr. schrecken, denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht ent⸗ llecken. Sein Wort laß dir ge⸗ wisser sein, und ob dein fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht grauen. 13. Sei[ob und chr mit hohem Preis um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geist! der woll mit 6nad er⸗ füllen, was er in uns ang'fan⸗ gen hat, zu Chren seiner Ma⸗ jestät, daß heilig werd sein name. 14. Sein keich zukomm, sein Wili auf Erd g'scheh wie im him⸗ melsthrone, das täglich Brot ja heut uns werd; wollst unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern tun, laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom libel! Amen. Paul Speratus g. 1484 + 1551. 15. Jahrhundert. I 265 + I + +* + I 1 I — ** ** — — ärn mei-ner sünd auch noch so viel, I 2 J— ——5 1 + 1 T den ⸗-noch ich nicht ver⸗ — zd- gen will, christ will —H + T+ ——— .— II... ich las⸗sen wal⸗ ten; der al le sünd weg nimmt 20 * 6lauben u. Rechtf. — I 222— — ö I ant ler uo und trägt, der wird 2. Sein tröstlich Wort hab ich N gehört, damit hat er mein herz i gerührt; wer glaubet seinem ö Sohne, der wirll verloren wer⸗ den nicht, empfängt der freu⸗ den srone. 3. Es traure, wer da trauren will, mein herz aufspringt vor freude viel, kein Leid Kann mich nicht rühren; kein Unfall mich abwenden soll von Christo, mei⸗ nem herren. 4. O Jesu christ, mein herr und Gott, dir trauen hilst allein aus not, hilf meinem schwachen Nus dem I mich mel.: Nch Gott, vom himmel sieh darein. adauch er ⸗ hal ⸗ten Glauben, so kann mich auch der bittre Tod aus deiner hand nicht rauben. 1 5. frisch und fröhlich, mein lie· be Seel, dir ist beschert das ew⸗ ge heil, deinꝰ feind sind all ge⸗ dämpfet! Den Streit der nicht verlieren kann, der in dem õlau⸗ ben kämpfet. 6. Dank sei dir, Gott, in Ewigkeit, o Vater der Barmher⸗ igkeit, samt Christo, meinem herren! dein lob ich allzeit preisen will, stets deinen Lamen ehren. niederdeutschen des 6. Wepse, um 1580. 28⁰ Nuch nach melodie Ur. 2o zu singen. Dr. martin Luther 1524. WAA ⁷.—. 1—9 266—— 2——— N Wenn gein herz-lieb-ster Sohn, o sott, AaN und hätt, da ich in Sün-den tot, *—.. 120 ½. e 1 SSDSSSPISISIPSIPISISSPIPIPISIIIIIIII.................... —* 1— 1— M.·.— L— nicht wär auf er⸗ den kom- men 1 0. mein fleisch nicht an- ge⸗ nom men, so müßt ich +— I + I ä · ————.—— ——— 2——.— ar mes Wür⸗ me-lein zur höl- le wan ⸗dern 1—— I 2— ISSSSSE eeEE ————.— 2—.— *0 in die bein um mei ner sün de wil-len. 2.9e Rast, gen,! denlas tlagen llch, ssch, a 3. Or Unde trauer nes Pl bauer hat, unc 4. 2 Mich Freut tiglit scheil allch als ler E 2. Jetzt aber hab ich Ruh und Räst, dlarf nimmermehr verza⸗ gen, weil er die schwere Sün⸗ lenlast für mich hat selbst ge⸗ tragen. Er hat mit dir versöhnet mich, da er am sereuz ließ töten sich, auf daß ich selig würde. 3. Drum ist getrost mein herz und mut mit kindlichem UVer⸗ trauen; auf dies sein rosenfarb⸗ nes Blut will ich mein hoffnung bauen, dãs er für mich vergossen hat, gewaschen ab die Missetat und mir das heil erworben. 4. In seinem blut erquick ich mich und komm zu dir mit freudlen; ich suche 6nad demü⸗ tiglich, von dir soll mich nichts scheilen. Was mir erworben Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. hãt dein Sohn durch seinen Tod und marterkron, kann mir kein Teufel rauben. 5. lichts hilft mir die Gerech⸗ tigkeit, die vom õesetz herrühret, wer sich in eignem Werk er⸗ freut, wird jämmerlich verfüh⸗ ret. Des herren Jesu erk allein dlas machts, daß ich kann selig sein, der ichs mit ölauben fasse. 6. Gott Vater, der du alle Schuld auf deinen Sohn geleget, herr Jesu, dessen Cieb und huld all meine sünde träget, o heilger Geist, des Gnad und fraft al⸗ lein das Gute in mir schafft, laß mich ans End beharren! U. 1-5 Joh. heermann g. 1585 + 1647, U. 6 hannov. 6sb. 1652. 2⁰⁷ +* 2 err, ich be⸗Kenn von her⸗-zens⸗grund, daß nie⸗mand sonst mein hei⸗land ist + 23 E—4 +—— EV — LII + 1 auch mit dlem mund, nichts soll mich da⸗von wen ⸗den, als Je- sus christ, dler wah⸗re Gott ohn En ⸗de, I + +— 1 * V* 5*..— —.—. ——— 2.— 2—* der mir zu gut mein fleisch und Blut ge⸗ nom⸗men —— D +. TE an, drum er nicht kann mich ar ⸗men Sün ⸗der has ⸗sen. 281 2. Geborn ist er ein kleines ind für meine Sünd, in Windeln eingehüllet; die Jugend mit mühseligneit, Armut und Leid ist worden ganz erfüllet; er hat gewacht, sich matt gemacht; er ward gestäupt, sein heilig haupt mit Dornen scharf gekrönet. 3. Er ward ans freuzesholz ge⸗ enkt, mit Gall getränkt und iel in Todesbanden; doch wie⸗ derum am dritten Tag nach sei⸗ ner plag ist er vom Tod erstan⸗ den, mit herrlichkeit zur him⸗ melsfreud gegangen ein, frei aller pein, gesetzt zu deiner Rechten. 4. So schaue deinen Sohn doch an, was er getan, laß Gnad in ihm mich finden! Du hast mich Armen nicht veracht, ganz frei gemacht von meinen schweren Sünden. durchs Sohnes Tod hast du aus Hot den snecht er⸗ löst; wer sich des tröst, den kannst du nicht verdammen. 5. Der treue hirt jezt kommt vor dich und träget mich, sein Schaf, auf seinem Rücken, das Schaf, das ganz verirret war, ging mit 6efahr, es war in Sa⸗ tans Stricken; das hat er bracht aus eigner macht, wie du be⸗ gehrt, zu deiner herd, zur her⸗ dle der Gerechten. 111 Eigene melodie. 6. Mich, den die lDelt ganz listig⸗ lich von dir zu sich mit ihrer Lust gezogen, bringt jetzt dein Sohn in deinen Schoß von Sün⸗ den los, aus Lieb hierzu bewo⸗ gen. Ich, der sich weit durch Eitelkeit von deiner onad ent⸗ fernet hat, ich bin jetzt wieder kommen. 7. Was Satanas mit bösem Sinn geraubet hin und von dir weggetrieben, das bringt dein Sohn zu deiner herd aufs neu bekehrt, zu denen, die dich lie⸗ ben. Er stellet dir jetzt wieder für dein seind, das sich mutwillig⸗ lich von dir verlaufen hatte. 8. Also hab ich nun 6nad, o Gott, durch Christi Tod, den er für mich erduldet. Und ob ich wohl bei mir befind, daß meine Siund all höllenpein verschuldet, so häb ich doch die hoffnung noch durch deinen Sohn, den 6nädenthron: ich werd nicht sein verloren. 9. Die Tür zum schönen para⸗ dies hat er gewiß durch sein Blut aufgeschlossen, das aus den Dunden mildiglich am kreuze sich mit Strömen haͤt ergossen. Ich glaube fest, daß du nicht läßt, o frommer Gott, in Angst und not, der dies mit ölauben fasset. Joy. heermann g. 1585 + 16. 15²⁵. 1 I I— 28N Ich glaub an der auch mich selbst aus 28² 2. bEi- nen Gott al-lein, lãu-ter nad E listig⸗ t ihrer st dein 1Sün⸗ bewo⸗ dllrch lll ent⸗ wieller bösem EA 4 der al-le Din—ge groß und klein, den him-mel zu sei- nem dienst er⸗schaf⸗fen hat, mir Leib und I—. + +— 1 4— I ———— 1 *. nebst der Er den aus nichts hat las⸗sen 4% durch Seel ge- ge-ben, Sinn und ver-nunfst da⸗ ne⸗ben. + 1 I 1— sei⸗ ne UWeis-heit, macht und 6üt all sein 6e=schöp= fe + EI +—— ——. I — .————.— * — — er be-hüt. Er ist mein Va⸗ter und mein 6ot, der mir 1 +7 —22 I I II 1 + j— + I— 5%„, nn.— I zu hül-fe kommt in not, mich schüt⸗-jet und er⸗näh⸗ ret. 2. Ich glaube auch an Jesum Christ, der 6ott vom Vater ewig ist und dann ein mensch gebo⸗ ren, daß ich nicht würd ver⸗ loren; der mir des Vaters huld erwarb, am Stamm des sreuzes für mich starb, fuhr zu der hoͤlle nieder, stund auf vom code wieller. Und zu vollenden seinen Lauf, fuhr er zum himmelsthron hin⸗ auf; von da er kommen wird einmal, daß er die menschen richte all, die Lebenden und Toten. 3. Ich glaub auch an den heil⸗ gen Geist, der gleich ist wahrer õott und heißt ein Lehrer unsrer Sinnen, der ewig ohn Beginnen vom Vater und vom Sohn aus⸗ geht, der den Betrübten hier bei⸗ steht, daß sie Vergebung finden von allen ihren Sünden. Ich glaube, daß erhalten werd ein ällgemeine feirch auf Erd, bei der stets bleib des Geistes Gãab. Ich glaub, daß dieses fleisch vom õrab werd auferstehn zum Leben. Zustus 6esenius g. 16001 + 1673, oder David Denicke g. 16003 4 1680. 28³ 6lauben u. Rechtf. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. A. Jos. Klug 1535. * + I + + ——— 0 ot-tes Ssohn, herr Je⸗su christ, nicht je⸗ der⸗man⸗ nes ding so ist, ö .. ——— H EE 2—.—2 —— I— ——. daß man recht kön- ne gläu⸗ ben, Vh. noch stand⸗hast zju ver-biei-ben. Drum hilf du + I—.—4 —————— 20— ————.—* mir von o- ben her, des wah⸗ren Glau ⸗bens ——————...— 2———.——1 mich ge⸗währ und daß ich drin be⸗ har ⸗re 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich, Jesu christe, dich den Sohn dles höchsten nenne, daß ich auch ehr den heilgen Seist, zugleich gelobet und gepreist in dem dreieingen Wesen. 3. Caß mich vom großen 6na⸗; denheil die wahr Erkenntnis finden, wie der nur an dir habe teil, dem du vergibst die Sün⸗ den. hilf, daß ichs such, wie mirs gebührt; du bist der Weg, der mich recht führt, die Wahr⸗ heit und das Leben. 4. Gib, 995 ich traue deinem Wort, es wohl ins nwaie dlaß sich mein olaube immerfort auf dein Uerdienst verlasse, daß zur 2⁴ Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Sünden bin beschwert, dein sereuztod jugerechnet. 5. Den 6lauben, herr, laß trö⸗ sten sich des Bluts, so du ver⸗ gossen, auf daß in deinen Wun⸗ llen ich bleib allzeit eingeschlossen und durch den 6lauben auch dlie Welt und was dieselb am höchsten hält, allzeit für Scha⸗ len achte. 6. Wär auch mein 6laube noch so klein, und da man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine 6nad mich stärke, die das zerstoßne Rohr nicht bricht, das glimmend Docht auch vollends nicht aus⸗ löschet in den Schwachen. E 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig sei, den 6lauben zu behalten, ein gut õewissen auch dabei, und daß ich so mög walten, daß ich sei lauter jederzeit, ohn Anstoß, mit Gerechtigkeit erfüllt und ihren früchten. 8. herr, durch den 6lauben wohn in mir, V. ihn sich immer stärken, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Uerken, daß er sei tätig durch die Cieb, mit freude und 6e⸗ duld sich üb, dem lächsten fort zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die scrast, daß vollends bei dem En⸗ dle ich übe gute Ritterschaft, zu dlir allein mich wende in meiner letzten Stund und Uot, des Glau⸗ bens End durch deinen Tod, die Seligkeit, erlange. 10. herr Jesu, der du ange⸗ zundt das fünklein in mit Schwachen: was sich vom Glau⸗ ben in mir findt, das wollst du stärker machen. Was du gefan⸗ gen an, vollführ bis an das End, daß dort bei dir auf õlauben folg das Schauen. David Denicke g. 1603 + 1680. Römer 8. — met.: valet will ich dir geben. melchior Teschner 1615. + I + 27⁰ so oft — + 1 + Ist 6ott für mich, so tre ⸗te gleich ich ruf und be-te, weicht —H — 1 + 7 — 4.— al-les wi⸗ der mich; al ⸗les hin ⸗ter sich. bä ich das haubt zum IE + +1 I I.—— 2*———————— freun de und bin ge- liebt vei 6ott, was DI— 2 H ————— kann mir tun der fein de und Wi⸗der ⸗sa ·cher Rott? 285 ů 2. nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der höchst und Beste, mir gänjlich günstig sei, und daß in allen fällen er mir zur Rech⸗ ten steh und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. 3. Der õrund, da ich mich grün⸗ dle, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge, wahre out. An mir und meinem Leben ist nichts auf die⸗ ser Erd; was Christus mir ge⸗L geben, das ist der Ciebe wert. 4. nein Jesus ist mein ehre, mein 6Glanz und schönes licht. Uenn der nicht in mir wäre, so dürst und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem Sternensitz, ich müßte stracks vergehen, wie Wachs in feuershitz. 5. Der, der hat ausgelöschet, was mit sich führt den Tod; der ists, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist rot. In ihm kann ich mich freuen, hab einen heldenmut, darf kein Gerichte I wie sonst ein Sünder u b. lichts, nichts kann mich ver⸗ lammen, nichts nimmet mir mein herz; die höll und ihre flammen, die sind mir nur ein Scherz; kein Urteil mich er⸗ schrecket, kein Unheil mich be⸗ trübt, weil mich mit flügeln decket mein heiland, der mich liebt. 7. Sein õeist wohnt mir im herzen, regiert mir meinen Sinn, 286 vertreibet Sorg und nr. nimmt allen Rummer hin; gib Segen und Kedleihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner scraft. 8. Und wenn an meinem orte sich furcht und Schrecken findt, so seufit und spricht er Worte, tlie unaussprechlich sind mir zwar und meinem munde, Gott aber wohl bewußt, der an des uft. 6runde ersiehet seine ust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu: Wie Gott dem hülfe leiste, dler bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stãdlt, da Nug und herze schauet, wäs es gegläubet häaͤt. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch inein himmel nicht. mußé1 auch gleich hier feuchten mi Tränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Ceid. 11. Wer sich mit dem verbin⸗ det, den Satan fleucht und haßt, der wird verfolgt und keiaen ein hohe schwere Last zu leiden und zu tragen, gerät in hohn und Spott, das Kreuz und alle plagen die sind sein täglichs Brot. 12. Das ist mir nicht verbor⸗ gen, doch bin ich unverzagt; Gott will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt. Es Roste Leib und Leben und alles, was ich E hab, an dlir will ich fest Kleben und nimmer lassen ab. 13. Die Welt die mag jerbre⸗ chen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein hunger und kein dürsten, Kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen fürsten soll mir ein hindrung sein. 14. fein engel, keine freuden, kein Thron, kein herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, el.: Es ist das heil uns kommen her. kein Angst und fährlichkeit, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 15. Mein herze geht in Sprün⸗ gen und kann nicht traurig sein, ist voller freucl und Sin⸗ gen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein herr Jesus Christ, das, was mich singen mächet, ist, was im himmel ist. paul Gerhardt g. 1007 4 1676. Vorreformatorisch. I + I 27¹⁰N 3 er Glau-be macht al ⸗lein ge-⸗recht kein Werk er⸗wirbt das him-mel-recht, weil alls an ————— —.— +* 1——— EXII Cieb der Glau-be tot; drum willst du mei⸗ den 15—.— + — 21 ew ⸗ ge not, so glaub, tu buß, üb Lie-be! 2. Die Liebe sei des nächsten Schmerzen und seinen Tod du knecht, die tu aus gutem her⸗ seist gerecht, und flieh, zu sein un Dabei nun glaube recht und der Sünde senecht. Gott woll uns chlecht, daß bloß durch Christi all bekehren! Thristoph Runge g. 16010 1 1681. 28⁷ 6lauben u. Rechtf. 2 Tor. 13, 5. mel.: 0 Gott, du frommer 6ott. Mel. 1. 1648. 27²— 2 ——4 I I I SSDEE Uer⸗su⸗ Ghet euch doch selbst, ob ihr im ob Thri-stus in euch ist, ob ihr ihm SSS TII.IIII 6lau-ben ste⸗ het, Vi— ů auch nach ge. het) in de- muut und 6e⸗Saula, in I— I Sanft mut, freund ⸗- lich keit, in Lieb dem ..x, e er ——————— 1 2II läch sten stets zu die ⸗ nen seick 2. Der slaube ist ein Licht im herzen tief verborgen, bricht als ein õlanz hervor, scheint als der helle orgen, erweiset seine Kraft, macht Christo gleich ge⸗ sinnt, erneuert herz und Mut, macht uns zu Gottes Gind. 3. Er schöpft aus Christo heil, Gerechtigkeit und Leben und tut in Luehen es dem lächsten wie⸗ der geben; dieweil er überreich in Christo worden ist, preist er die 6nade hoch, bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was õott im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwer⸗ mut wird verjaget; sieh, wie der 288 be-reit. Glaube bringt die hoffnung an den Tag, hält Sturm und Wet⸗ ter aus, besteht im Ungemach. 5. Aus hHoffnung wächst die Cieb, weil man aus Gottes hän⸗ den nimmt alle Dinge an, nicht zürnet, tut nicht schänden; denn alles uns ju uutz und Besten ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf freunde und auf feind. 6. Wir waren sottes feind, er gibt uns in dem Sohne sein eingebornes find zu einem öna⸗ denthrone, setzt iebe gegen haß. er gläubig dies erkennt, wird bald in Cieb entzündt, die allen haß verbrennt. E 7. Wie uns nun Gott getan, tun wir dem nächsten eben; droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Leben; flucht er, so segnen wir; in Schande, Spott undhohn ist unser bester Trost dles hinimels chrenkron. 8. Setzt uns Gott auf die Prob, ein schweres Kreuz zu tragen: der laube bringt eduld, er⸗ leichtert alle Plagen; statt Mur⸗ ren, Ungeberd wird das Gebet erweckt, weil aller Angst und not von Gott ein Ziel gesteckt. 9. Man lernet nur dãdurch sein Elend recht verstehen wie auch dles höchsten öüt, hält an mit Bitten, flehen, verzaget an sich selbst, erkennet sich für nichts, sucht bloß in Christo sraft, im Ursprung alles Lichts, 10. hält sich an sein Verdienst, erlanget Geist und Stärke, in solcher Zuversicht zu üben gute Werke; steht ab vom kigensinn, flieht die Uermessenheit, hält sich in Gottesfurcht in lück und schwerer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet, denn Christi eben ists, wonach der Glaube strebet; erst machet er gerecht, dann heilig, wirket Lust ju allem guten Werk; sieh, ob du auch so tust. 12. CO herr, so mehre dloch in mir den wahren 6lauben, so kann mich keine macht der gu⸗ ten Werk berauben; wo licht ist, geht dler Schein freiwillig davon ãus. Du bist mein õott und herr, bewahr mich als dein haus! Erfurt 1687. mel.: Was mein Sott will, das g'scheh allzeit. Ursprüngliche form im Anhang. cã. 530. 273 45. ———— 1 ——.— + 1 4.— Ich bin ge⸗trost und freu e mich, weil ich lieg und schla⸗ fe si-cher⸗lich in ich hab Je⸗ sum fun ⸗den; 1 3 11— sei⸗nem Schoß und Wun⸗den. Dies ist der ort, all wo — + + + 1 +—— —....— mich nicht Sünd, Tod und höl⸗-le schrek ⸗ ket, weil mir in 289 6lauben u. Rechtf. V — I 1—1 I 1 +I—.H—— I E Chri⸗-sto nichts ge⸗bricht, und sei- ne macht mich dek⸗ket. 2. Er spricht zu mir: Ich binSicherheit und stillet mein 6e⸗ ganz dein, und du bist mein wissen; so krieg ich fried und hinwieder, ich mache dich frei freudigkeit zumchild undsanf⸗ aller Pein, drum singe friedlens⸗ten seissen. lieder! Ich fülle dich mit mei⸗ 4. hab Dank, o Jesu, Gottes⸗ ner freud und kröne dich mit sohn, der du den frieden brin⸗ Wonne, dich schmückt mein schö⸗gest, der du den höchsten All⸗ nes Ulnschuldskleid viel schöner machtsthron verlässest und be⸗ als die Sonne. zwWingest, was uns den teuren 3. Was will mich nun von frieden stört. Caß mich zum Christi huld und seiner Liebe Tempel werden, wo nichts als scheiden? Uerklagt mich meine fried und freud einkehrt, sei Sundenschuld, so faß ich Christi selbst mein fried auf Erden! Leiden; dies stellet mich in 17¹4. Mel.: Valet will ich dir geben. Melchior Teschner 1615. I + I 1 + 27⁴4— I 1— I LI + 1 —— SHGottlob, ich bin im Glau-ben, wer Uenn höll und Sa- tan schnau-ben, so — + 1 1 + 1 LI IX 1 II——— will mir Eein⸗trag tun? Y qi kann ich si cher ruhn.) mnich schrek⸗ Ret kein b6e⸗ — ů a— —— 12.— ů tüm-mel, kein fall, der sonst ver⸗„letzt; mein —— — 2—— Wandel ist im him-mel, mein 6lau-be fest ge⸗ seht. 20⁰ — 2. fragt jemand nach dem õrunde, dem bin ich allezeit mit herzen und mit munde zur Re⸗ chenschaft bereit. der 6rund, auf den ich baue, ist Christus ganj allein, und weil ich dem bertraue, so muß ich selig sein. 3. Auf mein Uerdienst und Werke vertrau und bau ich nicht, im herren hab ich Stärke und feste Zuversicht. Was mir den Tod verschuldet und mich in not gebracht, dafür hat er geduldet und mich gerecht ge⸗ macht. 4. Dies bleibet meine freude, wenn ich in Angsten bin; ja risse mich noch 19 10 ein schneller Tod dahin, so laß ich mir nicht grauen, dieweil mein Glaube spricht: Geh, eile, oott zu schau⸗ en, dein hoffen trüget nicht. 5. Drum will ich nimmer wan⸗ ken, mein heiland, halte mich! krhalte die 6edanken, wenn furcht und Schrecken sich zu Eigene melodie. Auch nach melodie Ur. 473 zu singen. meinem fall verbinden, wenn dlie Uerfolgung blitzt, Gefahr und not sich finden, und sich die höll erhitzt. b. Wennich sodann amschwäch⸗ sten, wiewohl nicht trostlos bin, so sei du mir am nächsten und stärke meinen Sinn, daß ich dabei gelassen und voller Mutes sei, mich als ein Christ zu fassen; hilf, herr, und steh mir bei! 7. Ich will dich feste halten, wenn Trübsalshitze sticht; und Wenn ich werd erkalten, so laß ich dich dloch nicht. Dein Geist spricht meinem 6eiste Trost und Erquickung ein, herr, stärke mich und leiste mir sraft, dir treu zu sein! 8. Nun, herr, du gibst den Wil⸗ len, verleihe mir zugleich auch sräfte zum Erfüllen, so bin ich ewig reich. Drum reiche mir die hände, so bleib ich unverletzt und bis zum Lebensende im Glauben festgesetzt. Martin 6ünther g. 1690 17 Joach. Neander 0 1680. 1 + + + H I I 275— .—— 0 eicht, ihr 60t-tes Ber-ge, fallt, ihr hü⸗gel, 6na- de haäat däs Sie-gel, —* + I I 4—.—4— — EX 22— + +— I —— I + brechet, sie will al le fel⸗sen, ein: un- verän-dert sein. LCaß die Welt zu —.— 291 *— EIT I N 1— + H: — * Trüm mern gehn, 6ot-tes 2. Gott hät mir ein Wort ver⸗ sprochen, Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat voll⸗ bracht. Er, die Wahrheit, trü⸗ get nicht, was er saget, das geschicht. 3. Seine 6nade soll nicht wei⸗ chen, wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufrieden stellt. Gott ist fromm und gut und treu, ob die elt voll heu⸗ chelei. 4. Will die Welt den frieden brechen, hat sie lauter serieg im Sinn, õott hält immer sein Ver⸗ sprechen; so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immer⸗ dar, was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich ver⸗ stellen, ist sein herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen fällen, daß ich sein geliebtes 6na- de wird be⸗stehn. seind, dem er beide hände reicht, wenn auch 6rund und Boden Weicht. 6. Cr Will friede mit mir halten, wenn die Welt gleich Lärmen macht; ihre Liebe mag erkal⸗ ten, ich bin bei ihm wert ge⸗ acht, und wenn höll und Ab⸗ grund brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der herr, ist mein Erbar⸗ mer, so hat er sich selbst genennt: dlas ist Trost, so werd ich Armer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen lãßt nicht zu, daß er mir was Leides tu. 8. Nun es bleibt mein ganz Uertrauen auf ihn ankerfest ge⸗ richt; auf ihn will ich felsen bauen, denn ich weiß, daß es ge⸗ schicht. Erd und himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1737. Tmel.: wer nur den lieben sott läßt walten. miel. 2. 1690. 0*.— .. 1 4* I 2241— + S1——————.* I + 1— ——.—.—.—.——. +— 1 +— HIOTTODDIch vin ge⸗ wiß in mei⸗nem Glau⸗ben, Der kann mir die⸗- ses Klein⸗od rau⸗-ben, run 52.— R.— + + + + I I— — E—/ der mich in chri⸗stum ein ⸗ver ⸗leibt. das mir sein Blut und 29² cod verschreibtꝛ/ vein DDDDxxP teu res Wort be ⸗ kräf ⸗ tigt dies, drum — +—— 1— I + III sagt mein Glaub: Ich bin ge ⸗ wiß. 2. Ich bin gewiß in meiner Liebe, die nur an meinem Jesu klebt, daß, wenn ich mich im Lieben übe, mein Jesus in dem herzenst lebt. Sein Lieben ist mein Para⸗ dies, er liebet mich, ich bin gewiß. 3. Ich bin gewiß in meinem Ceben, daß Jesu onade bei mir ist; die hilft mir allen ssummer eben. Wenn sich mein herz an eines schließt, so acht ich keiner hindernis, öott sorgt für mich, ich bin gewiß. 4. Ich bin gewiß in meinem Ceidlen; kein Engel und kein fürstentum maͤg inich von mei⸗ nem Jesu scheiden, er ist mein heil, mein Teil, mein Ruhm. So schadet mir kein Schlangen⸗ viß, Geduld sagt doch: Ich bin gewiß. mel.: nun lob, mein Seel, den herren. 154⁴0⁰0. —. 5. Ich bin gewiß in meinem hoffen; was gegenwärtig ist, vergeht, mein künftig Erbteil teht mir offen, dahin sich auch mein 6eist erhöht. die hoff⸗ nung macht die Wermut süß, weil sie stets singt: Ich bin ge⸗ wiß. 6. Ich bin gewiß in meinem Sterben, daß mich der Tod nicht töten kann. nach ihm macht mich mein õott zum erben von dem beglückten anaan. Ein ander Teben folgt auf dies: mein Jesus lebt, ich bin gewiß. 7. Ich bin gewiß, so soll es heißen, bis aus dem Glauben Schauen wird; es soll mich nichts von Jesu reißen, ich bin sein Schaf, er ist mein hirt. In kuigkeit folgt hier kein Riß, die Losung bleibt: Ich bin gewiß. Bensamin Schmolck g. 1672 4 1757. 1 E + I 27⁷ Ich weiß, an wen ich gläu-vbe: mein bei des⸗sen Wort ich blei be, und — E +— 293 Glãuben u. Rechtf. 1 H— + 4—.—. I— I.— 2 1 I II 1.—4 +— — . das be- kennet Je-sus ist des Glau-bens Grund; Herz und mund. ver⸗ nunst darf I 1 ——1 + — sa gen, ö hier nichts +* wer fleisch und Blut will fra ⸗ gen, der 133 1 L 1 1I ‚ 2— HEF + I ö EEE E + ö EE 1.—1 fällt in Selbst-be⸗trug. Ich folg in Glau- bens⸗ — ** 1— 1 .. 2— P —.—.— 1 — +* II lehren der heil- gen Schrift al⸗lein; was die- se — I S H— EXTL I Z.— 1 mich läßt hö⸗ ren, muß 2. herr, stärke mir den ölau⸗ ben, denn Satan trachtet nacht und Tag, wie er dies seleinod rauben und um mein heil mich bringen mag. Wenn deine hand mich führet, so werd ich sicher gehn; wenn mich dein Geist re⸗ gieret, wirds selig um mich stehn. Ach segne mein Vertrauen und bleib mit mir vereint, so laß ich mir nicht grauen und fürchte keinen feind. 2094 — 2.. 4—n— LI LI EE —— un-be-⸗trüg⸗-lich sein. 3. Laß mich im õlauben leben! Soll auch Uerfolgung, Angst und Pein mich auf der Welt um⸗ geben, so laß mich treu im Glau⸗ ben sein! Im 6lauben laß mich sterben, wenn sich mein Lauf beschließt, und inich das Ceben erben, das mir verheißen ist. limm mich in deine hände bei Leb⸗ und Sterbenszeit, so ist des Glaubens Ende der Seele Seligkeit. Erdmann neumeister g. 1671 + 1756. lad,u Madh E mel.: meinen Jesum laß ich nicht. mel. 2. 1699. 8 4*.—— 7 W + I— I—— ö„ + 33I H I I.—...—— ————.— e-sus nimmt die Sün⸗der an. Sa⸗ get wel-che von der rech⸗-ten Bahn auf ver⸗ ———— run.— + —————— dloch dies Trost-wort al-len, ͤ kehr⸗ten eg ver⸗ fal⸗ien. hier ist, was sie **. + I I M ——2— 1 +— + 1 — 4.— 1.— ret-ten kann: Je ⸗ sus nimmt die sün⸗ der an. 2. steiner õnade sind wir wert; lloch häͤt er in seinem Worte eicllich sich dazu erklärt Sehet nur, die 6nadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Uenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer hirte; Jesus, ler uns nie vergißt, suchet treu⸗ lich das Uerirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. fommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Sottes seinder. Glaubt es doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein heiland, mich bei dir 6näade zur Vergebung finden, dlaß dies ort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Ich bin ganz getrostes Muts; ob die Sünden blutrot wären, müßten sie kraft deines Bluts dennoch sich in schneeweiß keh⸗ ren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sün⸗ der an. 7. Mein 6ewissen schreckt mich nicht; will mich das õesetz ver⸗ klagen, der mich frei und ledig spricht, hat die Schulden abge⸗ tragen, daß mich nichts ver⸗ dammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen und den himmel aufgetan, daß ich selig ju ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt dlie Sünder an. Erdmann neumeister g. 16071 + 17⁵6. 209⁵ blauben u. Rechtf. Mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 173³8. 2⁰0 4 SEEIch ha⸗ ve o an⸗ders, als in nun den 6rund ge⸗fun- e⸗ su Wun⸗ den, der mei⸗ nen An⸗-Rer e⸗ wig Weit.) der 6rund, der den? Da lag er vor der Zeit der Welt, un-be-weg ⸗-lich steht, wenn Erd und an⸗mei un-ter⸗geht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, ller sich zu dem Sünder neigt, lleim allemal das herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, oott will, uns soll ge⸗ holfen sein; deswegen kam der sohn auf Erden und nahm hernach den himmel ein, des⸗ wegen Klopft er für und für so stark an unsers herzens Tür. 4. O Abgrund, welcher alle Sün⸗ len durch Christi Tod verschlun⸗ gen haät! Das heißt die Wun⸗ lle recht verbinden, da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut beständlig schreit: beie iit Barmherzig⸗ eit! 206 5. Darein will ich mich gläu⸗ big senken, dem will ich mich getrost vertraun und, wenn mich meine Sünden kränken, nur bald nach Gottes herzen schaun; da findet sich zu aller ben unendliche Barmherzig⸗ eit. b. Wird alles andre wegge⸗ rissen, was Seel und Leib er⸗ quicken kann, soli ich von kei⸗ nem Troste wissen und scheine völlig ausgetan, ist die Erret⸗ tung noch so weit: mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Beginnt das Irdische zu drücken, ja häuft sich ERummer und Uerdruß, daß ich mich noch in vielen Stücken mit eit⸗ len Dingen mühen muß, werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so hoff ich doch Barmherzigkeit. 8. Ml Uerken lelt bi. heit be alles Ri lleser ĩ Barmh 9. 80 en, be ist. Er stillen, 28 W I½5⁵. E 8. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewan⸗ delt bin, viel Unvollkommen⸗ heit bemerken, so fällt wohl ãlles Rühmen hin, doch ist auch dlieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe nur nach dessen Wil⸗ len, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein herze stillen, damit es das nur nicht kigene elodie. + vergißt; so stehet es in Cieb und Leid in, durch und auf Barm⸗ herzigkeit. 10. Bei diesem õrunde will ich bleiben, so lange mich die Erde trägt; das will ich denken, tun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich ein⸗ stens höchst erfreut: O Abgrund dler Barmherzigkeit! Joh. Andr. Rothe g. 1688 + 1758. F. H. Meyer 1741. I— — ———4— daß sie n⸗ um- schränk⸗te lie⸗-be, gön⸗ ne + in die Strah⸗-len dei⸗ ner *—*— 2 I I —.—— +I VX ¹ blö⸗den Au- gen, die sonst aum auf Erden tau ⸗ gen, Langmutblik⸗RKen, die den Erd⸗Kreis wärmendschmük⸗Ren * II I I— I.n 4 + +— += S 1—— ———— und ju⸗ gleich freu- den reich bö⸗sen und uden —— 1 N + 1 I— 2————— Ddei nen mit der Son- ne schei nen. 2. Wasser, Cuft und Erde, ja ben immer herrlicher erhoben. dein ganz öebiete ist ein Schau⸗ o wie weit, o wie breit über platz dleiner 6üte. deiner Lang- Berg und hügel streckt sie ihre mut chre wird durch neue Pro⸗- flügel! 29⁷7 Glauben u. Rechtf. 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schat⸗ ten nür zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel ullionen Schul⸗ len und dlazu ohne Ruh lieben für das hassen, herr, wer kann das fassen! 4. Du vergibest Sünde, hörst ler Sünder flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. deine Rechte dräuet und erbarmt sich Wieller, legt die Pfeile gerne nie⸗ der,“) welche doch immer noch neue Schuld erreget, wenn sie kaum geleget. 9es. 7, 14. mel.: erde munter, mein õemüte. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der 6na⸗ lle Recht empfangen; wer zu dei⸗ nenfüßen sich mit Tränen senket, dem wird Straf und Schuld ge⸗ schenket. Unser Schmerz rührt dein Hherz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. önig, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner hand sei Chre, die so wohl re⸗ gieret und mit Ruhm den Zep⸗ ter führet. ßahre fort, Zions hort, Langmut auszuüben und die Welt ju lieben. Joh. Jak. Rambach geb. 1693 + 1735. Joh. Schop 1642. 1 I +—.— 281 + 1 D HNCw⸗ge gie-ve, mein 6e-mül-te wa- get in den Abgrund dei- ner 6ü⸗ te; send ihm V 1 I 2 *— + I I 2=3 + IIEI + — + +——AS—— ei ⸗ nen küh⸗nen blick ei- nen blick zu- rück, ei-nen blick voll hei-ter-Reit, ——1 I +I——n4ʃ3 1 I 1 I—.— der die fin ⸗ster nis zer⸗streut, die mein blö⸗ des I— 2 + + 1 1 I II Au- ge drük-Ret, wenn es nach dem Lich-te blik-ket. 298 2. Jch du slic einem Wünsch im flu ein te eignen und fi 3. O e men, lichkei Armen beut. schont, wohnt ketten denke 4. D0 eine o lah fi am Se Rur ar ihm tt licht heil u 5. Di ller ei lassest 2. Ich verehre dich, o Liebe, daß du dich beweget hast und aus einem reinen Triebe den er⸗ wünschten Schluß gefaßt, der im fluch versenkten Welt durch ein teures Tösegeld und des eignen Sohnes Sterben 6nad und freiheit zu erwerben. 3. O ein Katschluß voll Erbar⸗ men, voller huld und freund⸗ lichkeit, der so einer Welt voll Armen 6nade, Trost und hülfe beut. Liebe, die den Sohn nicht schont, der in ihrem Schoße wohnt, um die Sünder zu er⸗ retten aus den schweren Sün⸗ denketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, eine Ordnung auch bestimmt, daß sich der darinnen übe, der am Segen Anteil nimmt. Wer nur an den mittler glaubt und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht verloren gehen, sondern heil und Leben sehen. 5. Diesen 6lauben anzuzünden, der ein Werk des himmels heißt, lässest du dich willig finden, dei⸗ nen teuren, guten 6eist denen, die gebeuget stehn, die ihr Un⸗ vermögen sehn und zum chron der õnade eilen, gern und willig mitzuteilen. 6. Uo du nun vorher ge⸗ sehen, daß ein ensch auf dieser Erd deinem 6eist nicht widler⸗ stehen noch sein Werk ver⸗ hindern werd, sondern ohne heuchelschein werd im õlauben feste sein, diesen hast du aus⸗ erwählet und den Deinen zu⸗ gezählet. 7. Du häst niemand zum Ver⸗ derben ohne õrund in Bann ge⸗ tan; dlie in ihren Sünden sterben, die sind selber Schuld daran. er nicht gläͤubt an deinen Sohn, der hat fluch und Tod zum lohn, sein mutwillig Wider⸗ streben schließt ihn aus vom heil und Leben. 8. Liebe, dir seĩi Lob gesungen für den höchst gerechten Schluß, den die Schar verklärter Zungen rühmen und bewundern muß, den der õlaub in Demut ehrt, die Uernunft erstaunet hört und umsonst sich unterwindet, wie sie dessen Tief ergründet. 9. Liebe, laß mich dahin stre⸗ ben, meiner Wahl gewiß zu sein; richte selbst mein ganzes Leben so nach deinem Willen ein, daß dles Glaubens frucht und fraft, den dein 6eist in mir geschafft, mir zum Zeugnis dienen möge, daß ich auf dem himmelswege. 10. Laß mich meinen namen schauen in dem Buch dles Le⸗ bens stehn, dann so werd ich ohne õrauen selbst dem Tod ent⸗ gegen gehn. seine sereatur wird mich, den du liebest, ewiglich deiner hand entreißen können noch von deiner Liebe trennen. Joh. Jak. Rambach g. 16093 + 1735. 2⁰009 — D/= lauben u. Rechtf. kigene melodie. 17⁴44. * 282——— ————— Mein hei⸗land nimmt die Sün ⸗ler kein mensch, kHein En ⸗ gel trö ⸗sten 1 I I 1 EE—* PꝓPII.I———— an, dlie un ter ih ⸗rer(ast der Sün⸗den De⸗ kann, die nir⸗gends RKuh und Ret⸗tung fin⸗den. I + + 1 IEI SIIIIIIIIITIIIIITI SDPSPDP‚PDSPIPIIII‚III.......... x LI— +— + 5 nen die wei⸗ te Welt zu klein, die sich und Gott ein und sie der häl ⸗le zu⸗ge⸗spro⸗chen, wird die=se frei⸗statt ——— N +—.—— I — auf ⸗ge⸗ tan: mein hei⸗land nimmt die sün-der an. 2. Sein mehr als mütterliches schmeckte den verdienten Tod; herz trieb ihn von seinem Thron nun, da er denn sein eigen Le⸗ duf Erden, ihn drang der Sün⸗ ben zur teuren Zahlung hin⸗ der Weh und Schmerz, an ihrer gegeben und seinem Vater gnug Statt ein fluch ju werden. Er getan, so heißts: Er nimmit die senkte sich in ihre not und Sünder an. 30⁰0 E 3. nun ist sein aufgetaner Schoß ein sichres Schloß gejagter Seelen; er spricht sie von dem Urteil los und tilget bald ihr ängstlich Ouälen. Es wird ihr ganzes Sündenheer ins uner⸗ gründlich tiefe eer durch sei⸗ nen Tod und blut versenket und ihnen sottes Geist geschen⸗ ket, der freudig Abba rufen kann. mein heiland nimmt dlie Sünder an. 4. So bringt er sie dem Vater hin in seinen starken Liebes⸗ armen; das neiget denn den Vatersinn zu läuter ewigem Er⸗ barmen. Er nimmt sie an an sindes Stäatt; ja alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben, und selbst die Tür zum ewgen Leben wird ihnen fröhlich aufgetan. ein heiland nimmt die Sünder an. 5. O solltest du sein herze sehn, wie sichs nach armen Sündern sehnet, sowohl wenn sie noch irre gehn als wenn ihr Nuge vor ihm tränet! Uie streckt er sich nach Zöllnern aus, wie eilt er in Zächäi haus, wie sanft d stillt er der magdalenen den milden fluß erpreßter Tränen und dlenkt nicht, was sie sonst getan! mein heiland nimmt die Sünder an. 6. Wie freundlich blickt er pe- trum an, ob er gleich noch so tief gefallen! Nun, dies hat er nicht nur getan, da er auf Erden mußte wallen, nein, er ist im⸗ mer einerlei, gerecht und fromm und ewig treu; und wie er Uunter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der freu⸗ den den Sündern liebreich zu⸗ getan. Mein heiland nimmt dlie Sünder an. 7. So komme denn, wer Sün⸗ der heißt, und wen sein Sün⸗ dlengreul betrübet, zu dem, der keinen von sich weist, der sich gebeugt zu ihm begibet. Wie? willst du dir im Lichte stehn und ohne not verloren gehn? willst du der Sünde länger die⸗ nen, da dich zu retten er er⸗ schienen? o nein, verlaß die Sündenbahn! mein heiland nimmt dlie Sünder an. 8. omm nur mühselig und gebückt, komm nur so gut du weißt zu kommen. Wenn gleich dlie Last dich niederdrückt, du Wirst auch kriechend angenom⸗ men. Sieh, wie sein herz dir offen steht und wie er dir ent⸗ gegen geht! Wie lang hat er mit vielem flehen sich brünstig nach dir umgesehen! So Komm denn, armer urm, heran! Mein heiland nimmt die Sün⸗ er an. 9. Sprich nicht: Ich habs zu grob gemacht, ich hab dlie õüter seiner önadezulang und schänd⸗ lich durchgebracht, er hat mich oft umsonst geladlen. Wofern dus nur jetzt redlich meinst und deinen fall mit Ernst beweinst, so soll ihm nichts dlie hände binden, du sollst auch jetzt noch nade finden, er hilft, wenn sonst nichts helfen kann. mein heiland nimmt die Sünder an. 301 blauben u. Rechtf. 10. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, ich muß erst diese lust genießen, Gott wird ja eben nicht gleich heut dlie off⸗ ö nen 6nädenpforten schließen. nein, weil er ruft, so höre du * und greif mit beiden händen zu! Wer seiner Seele heut ver⸗ träumet, der hat die önadenzeit versäumet, ihm wird hernach nicht aufgetan. heut komm, heut nimmt dich Jesus an. mel.: Wie wohl ist mir, II. Ja jeuch uns selber recht zu dir, holdselig süßer Freund ller Sünder, erfüll mit sehnen⸗ dler Begier auch uns und alle Adamskinder, zeig uns bei un⸗ serm Seelenschmerz dein aufge⸗ schloßnes liebesherz! Und wenn wir unser Clend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein jeder sagen kann: Gott Cob, auch mich nimmt Jesus an! Ceop. franz fried. Lehr g. 1700 1 1744. o freund der Seele. ö Zweite melodie im Anhang. 178⁵. 283 2.——— 9833 1 4—0 — ONSo hab ich nun dlen fels er-reichet, Ein fels, der kei—- nen Stürmen wei⸗chet, 4— I N I — e t— — EDIEEE II — S—* worauf mein mat-ter Glau -be ruht. und wärs die 30²2 0 ein fels, an dem die wil de flut,„ mein herz, ver⸗ — *0 2351—.———— V gan ⸗ je macht der höl-len, ent kräf-tet muß zu⸗ 41 ban- ne furcht und Grau⸗en, hier mußt du dir nun ———— ö— 22 5.— E+ * rük-ke prel-len, schließt mich in sei- ne Schutzwehr ein. hüt⸗ten bau en, hier muß dein e⸗ wig Lohn⸗haus sein.) 2. Mid ner Siil sleer h trauxig dles her. lohte Mit eiwi und ein E 2. Mich warf die enge mei⸗ ner Sünden als ein erbostes meer herum, ich ward ein traurig Spiel den Winden und des Uerderbens Cigentum, mir drohte mein befleckt Gewissen mit ewig bangen finsternissen und einem vollen maß der lot, ich schwwamm auf diesen wilden Wellen verzagend an dem Rand der höllen und rang mit Leben und dem Tod. 3. Doch mitten in den Todes- nöten erblickte Jesus meinen Schmerz, ihm drang mein trä⸗ nenvolles Beten in sein erbar⸗ mend mutterherz. Er zeigte mir die offnen Wunden, die er als Mittler hat empfunden; er rief: Erlöster, eil herzu, omm, komm, llies sind die felsenritzen, die dich vor fluch und hölle schützen, eil, Seele, eil, hier findst du Ruh. 4. Nun laß die Tiefen immer brausen, seid, Wind und meer, nur ungestüm, laß selbst des Todles fluten rauschen, ver⸗ dopple, Satan, deinen örimm! Ihr werdet mich nicht viel er⸗ schrecken, mein fels weiß mich schon zu bedecken auch in der allerschlimmsten Zeit. Laß alle Berge untergehen, mir bleibt mein felsen ewig stehen und wird die Tür zur Seligkeit. Leop. franz fried. Cehr g. 1700 14 1744. Epheser 2, 8.9. mel.: Wer nur den lieben 6ott läßt walten. mel. 3. 1785. 284 2 E— 1 1 1 + 2 3Aus 6na- den soll ich se-lig wer⸗ Was willst du dich so blöll ge-⸗ber⸗ * I II + 1 1— — + I + + + 12. + 1 ——— ——.. —— den. herz, glaubst dus, den? Ists o-der glaubst dus nicht? Wahr- heit, was die Schrift ver-spricht, 6 1— I 4—E II + 1 1 r I 4— ä—————————————— muß auch die ses Wahr⸗- heit sein: Aus — Eq— N ——. E 6na- de ist der him mel dein. tf. Ed 2. Nus 6naden! merk dies Wort: Aus 6näden, so oft dich deine Sünde plagt, so oft du immer bist beladen, so oft dich dein Gewissen nagt; was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnade an. 3. Aus Gnaden! Dieser orund wird bleiben, so länge Gott währhäftig heißt. Was alle senechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, wor⸗ auf all unser Glaube ruht, ist: 6nade durch des Sohnes blut. 4. Nus 6nadlen! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller heu⸗ chelei! dann, wenn der Sün⸗ der sich bekehret, so lernt er mel.: 0O daß ich tausend Zungen hätte. erst, was 6nadle sei; beim Sünd⸗ gen scheint die õnad gering, dem 6lauben ists ein Wunderding. 5. Aus 6naden bleibt dem blö⸗ dlen herzen das herz des Vaters aufgetan, wenns unter größter Angst und Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn 6nade nicht mein Anker wär? 6. Nus Gnaden! Hierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch mir ist wohl. Ich kenn mein sündliches Uerderben, doch auch dlen, der mich heilen soll. Mein Geist ist froh, die Seele läacht, weil mich die önade selig macht. Christ. Cudw. Scheidt g. 1700 4 1761. 17⁵8⁸. + I— + —.— eht hin, ihr gläu⸗ bi⸗gen 6e-dan⸗ken, er⸗-hebt euch U-ber al-le Schran⸗ken I 1— + I EI E + EI!— + ...—————4 + ins wei- te feld der C-wig-keit, neu- en Jeit, der al-ten und der er⸗wägt, daß Gott —— 2 N 4.—..——— I—2—.— die Lie be sei, die e⸗ wig alt und e⸗ wig neu. 2. Der 6rund der Welt war der mir das beste jugedacht; nicht geleget, der himmel war da ich noch nicht geschaffen war, noch nicht gemacht, da hat da reicht' er mir schon Gnade 6ott schon den Trieb geheget, dar. 3⁰⁴ 3. Seil leben dl Sohn, sllitler mit zun blute f Und sei 4. 0• wählte Welt u lern s Heich b bnallen les leb 5. Wie mein 6 Ouelle ein Stre Alle Zei E 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingevbornen Sohn; den wollt er mir zum mittler geben, den macht' er mir zum önadenthron, in dessen Blute sollt ich rein, geheiliget und selig sein. 4. 0 Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren sein⸗ dern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch dles Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein 6emüte empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der õüte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hät mich je und je geliebt. 6. Wer bin ich unter mlillionen der streaturen seiner acht, die in der höh und Tiefe wohnen, dlaß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Uater, selbst nicht mein, dein bin ich, herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste örund hat die⸗ ses Siegel: Wer dein ist, herr, den kennest du. Laß Erd und himmel untergehn, dies Wort dler Wahrheit bleibet stehn. 9. Uenn in dem ampfe schwe⸗ rer Leiden der Seele mut und sraft gebricht, so salbest du mein haupt mit freuden, so tröstet mich dein Angesicht; da spür ich deines Geistes frast, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Du lässest auch vom Gut der Erden mir, was du willst nach deinem Sinn, jedoch weit mehr zu teile werden, äls ich im kleinsten würdig bin. mein herz zerfließt, wenn es bedenkt, wie treulich mich dein Nuge lenkt. I1. Die hoffnung schauet in die ferne durch alle Schatten dieser Zeit, der 6laube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der wigkeit; dã zeigt mir deine milde hand mein Erbteil und gelobtes Cand. 12. O sollt ich dich nicht ewig lieben, der du mich unaufhör⸗ lich liebst? Sollt ich mit Un⸗ dlank dich betrüben, da du mir fried und freude gibst? Verließ ich dich, o Menschenfreund, so wãr ich selbst mein ärgster feind. 13. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Lob⸗ lied stimmt ich an! Es sollten Erd und himmel hören, was du, mein Gott, an mir getan; nichts ist so köstlich, nichts so schön als, höchster Vater, dich erhöhn. 14. Doch nur Geduld! Cs kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im 305 X 10.1 chor mit frohem munde dieser Zeit und sehnt sich nach ich, schönste kiebe, schöner der Cwigkeit. preist; drum eilt mein herz aus Joh. Gottfr. herrmann g. Loĩ 4 1791. nel.: Wie schön leucht uns der orgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai() 1500. H——1 +— 286 I + + 7 eUo ist ein bκt sol cher Gott wie du? Du Ein Ab⸗grund der Barm ⸗-her⸗zig ⸗ keit ver⸗ I 1 I 1 ——— schaffst den mü⸗den sü⸗- ße Kuh, Ruh, die nicht zu er⸗ schlingt ein meer voll her⸗-ze-leid; du herr, ver⸗gibst die grün den. ge⸗su, au, au läßt dich wür-gen, als den Sün ⸗-den. I D I N + IE + II 1—1 Bür⸗gen, al ⸗ler Sün-den mich auf e⸗wig zu ent ⸗bin⸗den. 2. herr, unsere 6erechtigkeit, wie hoch wird dessen 6õeist er⸗ freut, der dich im lauben ken⸗ net! Du bist sein Schmuck, die Gottespracht, die ihn vollkom⸗ men herrlich macht, die ihm das heri entbrennet. Laß mich ewig, himmels⸗-Sonne, Seelen⸗ wonne, dich genießen und in deinem Lob zerfließen. 3. holdselig süßer friedefürst, wie hat dich nach dem heil ge⸗ 30⁰ dürst der abgewichnen Kinder! Du stellest dich als mittler dar, verbindest, was getrennet war, Gott und verdammte Sünder. freude! beide werden eines un⸗ gemeines Werk der 6üte! Jesu, dlu bist unser friede. 4. 0 süßes Lamm, dein treuer Sinn nimmt Schuld und Strafe von mir hin, sie liegt auf dei⸗ nem Rücken. Du bluͤtest an des sereuzes Pfahl, da muß dlich unerhö Seele lr önaden die Wu flleden . Mitl sst mein Doll sl⸗ loch ist önad, slissetat chenz d 010 im aolich! b. die ment, kin 660 28 E unerhörte Oual— Ceib und Seele drücken diese süße flut der 6naden heilt den Schaden, durch die Wunden hab ich heil und frieden funden. 5. Mitleidender Immanuel, es ist mein Leben, Ceib und Seel voll mängel und 6ebrechen; doch ist dein herz auch voller 6nad, willst weder Sünd noch Missetat am armen Staube rä⸗ chen; deine reine mutterliebe steht im Triebe, hier im Leben täglich reichlich zu vergeben. 6. Die 6nade führt das Regi⸗ ment, sie macht der Sklaverei ein End, besiegt õesetz und Sün⸗ den; drum, willst du frei und fröhlich sein, laß Jesum und die 6näde ein, so Kannst du über⸗ winden; all dein Selbstpein, sclimmernisse, finsternisse, Sün⸗ denwerke weichen vor der ona⸗ dle Stärke. 7. Gib, Jesu, Blut und Wasser her und nimm dadurch je mehr und mehr die Schlacken recht herunter! du haͤst mich dir, Immanuel, gar teur erkau mit Leib und Seel, zum Preise deiner Wunder. seleiner, reiner muß ich werden noch auf Erden, bis ich droben dich kann ohne Sünden loben. J. Tudw. fonr. Allendorf g. 1603 + 1773. mel.: Kommt her zu mir, spricht oottes Sohn. Ursprüngliche form im Anhang. 1530. 287 V o hoff ich denn mit fe⸗stem Mut auf 1 1 E + +— 12. 1 * — 6ot-tes 6nad und chri- sti Blut, ich hoff ein e⸗ wig u—F.— 14 + 1.— FM‚‚‚=—— E CLe-ben. 6ott ist ein va-ter, der ver-zeiht, hat +„d LID 4— 1 . 1—4 1 mir das Recht zur Se⸗-lig-keit in sei⸗nem Sohn ge⸗ge⸗ ben. 30⁊ blauben u. Rechtf. 2. herr, welch ein unaussprech⸗ lich heil, an dir, an deiner önade teil, teil an dem himmel haben! Im herzen durch den 6lauben rein dich lieben und versichert sein von deines Geistes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt göttliche Zu⸗ friedenheit, wenn wir es treu bewahren. Es spricht uns Trost im(lend zu, versüßet uns des Lebens Ruh und starkt uns in Gefahren. 4. Crhalte mir, o herr mein hort, den lauben an dein gött⸗ lich Wort, um deines Namens willen, laß ihn mein Licht auf krden sein, ihn täglich mehr mein herz erneun und mich mit mel.: Es ist das heil uns kommen her. Trost erfüllen! chr. f. Gellert g. 1715 4 17⁰9. Vorreformatorisch. I 1 I— 288 W DMDD DDMN 0 weiß, an wen mein 6laub sich hält, ls bür-ger ei ⸗ ner bes⸗sern Welt —.—.—..— I — EIAN rirren doerdpre 2— + + I nein feind soll mir leb ich hier nur ihn rau- ben. im euat⸗ Den⸗ dort schau ich, + 1 II r —. —— —..— was ich Uber ist, der mir mein hier ge⸗glaubt. .— Erb⸗-teil raubt? 6s ges. Ich Krieges! Tod geschmeckt, durch deinen Schild werd ich bedleckt; was kann mir denn nun schaden? ruht 2. mein Leben ist ein kurzer Streit, lang ist der Tag des Sie⸗ kämpfe für die Ewig⸗ Erwünschter Lohn des Der du für mich den 30 in Je⸗ su hän⸗den. 3. O herr, du bist mein ganzer kuhm, mein Trost in diesem Leben, in jener Welt mein igen⸗ tum, du hast dich mir gegeben. Von fern lacht mir mein selein⸗ od ju, drum eile ich ihm freu⸗ dlig ju, du reichst mir meine strone. 4. Herr Blick vo dulfllich, Allf Libi Uelt mi hht un m him 5. Jeht, schwert, schienen waährt, nen. d. nichtm Iöfungs ichs flo b. Im mein 6 heiter; mein de E 4. herr, lenke meines Geistes Blick von dieser Welt etümmel auf dich, auf meiner Seele ölück, auf Ewigkeit und himmel. Die Welt mit ihrer herrlichkeit ver⸗ geht und währt nur kurze Zeit; im himmel sei mein Wandel! 5. Jetzt, da mich dieser Leib be⸗ schwert, ist mir noch nicht er⸗ schienen, was jene beßre Welt ge⸗ währt, wo wir Gott heilig die⸗ nen. dann, wenn mein Auge nicht mehr weint, und mein Er⸗ lösungstäag erscheint, dann werd ichs froh empfinden. 6. Im dunkeln seh ich hier mein heil, dort ist mein Antlitz heiter; hier ist lie Sünde noch mein ceil, dort fühl ich sie nicht weiter. hier ist mein Wert mir noch verhüllt, dort wird er sicht⸗ bär, wenn dein Bild mich, Gott, vollkommen schmücket. 7. Zu diesem 6lück bin ich er⸗ kauft, o herr, durch deine Lei⸗ den; auf deinen Tod bin ich getauft; wer will mich von dir scheiden? du zeichnest mich in deine hand; herr, du bist mir, ich dir bekannt. ein sind des himmels freuden. 8. Wie groß ist meine herrlich⸗ keit! Emipfinde sie, o Seele, vom Tand der Erde unentweiht er⸗ hebe Gott, o Seele! Der Erde glänzendnichts vergeht, nur des berechten Kuühm besteht durch alle Ewigkeiten. 1765. Nach christ. Chr. Sturm g. 1740 4 1786. mel.: machs mit mir, õott, nach deiner 6üt. Joh. h. Schein 1628. + I FIIlie vist du, höch⸗ster, von uns fern, Lo ich nur bin, herr dl-ler herrn, + III.— —— I + +.— + 1 * du wirkst an al⸗-len bin ich En-den.) in dei⸗ nen hän⸗-den./ Durch dich nur —E——ᷣ i78—. 2— leb und at-me ich, denn dei-ne Rech-te schüt⸗jet mich. 30⁰⁰ 2. Was ich gedenke, õott, weißt du, du prüfest meine Seele, du siehst es, wenn ich Gutes tu, du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug ent⸗ fliehn und nichts mich deiner hand entziehn. 3. Du merkst es, wenn des her⸗ N zens Rat verkehrte Wege wäh⸗ let; und bleibt auch eine böse Tat vor aller Welt verhehlet, so weißt du sie und strafest mich zu meiner beßrung vä⸗ ö terlich. 4. Wenn ich in stiller Einsam⸗ keit mein herz an dich ergebe und über dleine huld erfreut 0 lobsingend dich erhebe, so hörst I du es und stehst mir bei, daß N ich dir immer treuer sei. 5. Du hörest meinen Seußzern zu, daß hülfe mir erscheine; voll Mitleid, Vater, zählest du llie Tränen, die ich weine; du siehst und wägest meinen Schmerz und stärkst mit deinem Trost mein herz. 6. O drück, Allgegenwärtiger, llies tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o herr, mein herz zur Zuflucht wähle, daß ich dein heilig Nuge scheu und fromm zu leben eifrig sei. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln und stärke mich dann auch mit scraft, vor dir getrost zu wan⸗ deln. Daß du, o Gott, stets um mich seist, das tröst und beßre meinen 6eist. nach christ. Chr. Sturm von David Bruhn g. 1727 T+ 1782. mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten. mel. 3. 1785⁵. 1* 1 I— 20 ö 2 3 ir ist Er⸗bar- mung wi⸗ der⸗fah- 0 das zähl ich zu dem lDun⸗-der-ba⸗ II— 1 H ö BDBDED‚D‚D‚I‚E‚E‚I‚EEE‚I‚IEEIEEEEEE ö*— 22————— ren, Er⸗bar⸗-mung, de⸗ren ich nicht wert; Y nun ren, mein stol-zes herz hats nicht be⸗ gehrt. . + 4 I— ——— +——— Weiß ich dlãs und bin er-freut und ——— A ————.———— I H die Fern eine; st du eine; inen em iger, daß, herr, ahle, cheu sei. haft Illeln mit Wan⸗ 5um hehle Idẽ. E 2. Ich hätte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in 6naden sein, Gott hat mich mit ihm selbst versühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. IDo Kam dies her? warum ge⸗ schichts? Erbarmung ists und weiter nichts. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein ensch mich fragt; ich kann es nur eErbarmung nennen, so ist mein ganzes herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Mel.: Valet will ich dir geben. 4. Dies läaß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein ein⸗ zig Kühmen sein; auf dies Er⸗ barmen will ich glauben, auf dlieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dlieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an bErbarmen, nimm dein Erbar⸗ men nicht von mir und führe durch den Tod mich Armen durch meines heilands Tod zu dir! Da bin ich ewig recht erfreut und rühme die Barmherzigkeit. Phil. friedr. hiller g. 100 + 1760. melchior Teschner 1615. E 1— — 4. 1 1 291π —— ch weiß, wor⸗an ich glau⸗-be, ich wann al⸗-les hier im Stau- be wie I +1 I—. weiß, was fest be⸗steht, ů if Sand und Staub ver-weht; 4ich weiß, was en wig —— 12 blei- bet, wo al⸗- les wankt und fällt, wo 4—— 1 ———— —— ahn die Wei-sen trei⸗bet und Trug die Klu⸗gen prellt. 311 .———— blauben u. Rechtf. 2. Ich weiß, was ewig dauret, ich weiß, was nimmer läßt, mit Diamanten mauret mirs Sott im herzen fest, ja recht mit Edel⸗ steinen von allerbester Art hat Gott der herr den Seinen des herzens Burg verwahrt. 3. Ich kenne wohl die Steine, llie stolze herzenswehr, sie fun⸗ keln ja mit Scheine wie Sterne schön und hehr; die Steine sind die Worte, die Worte hell und rein, wodurch die schwächsten orte gar feste können sein. dlie Seraphinen anbetend nie- derknien, um den die Engel dlienen: Ich weiß und kenne ihn. 5. Das ist das Licht der Höhe, das ist der Jesus Christ, der fels, auf dem ich stehe, der dia⸗ maäͤnten ist, der nimmermehr kann wanken, der heiland und der Hort, die Leuchte der 6e⸗ danken, die leuchten hier und dort. 6. So weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als 4. Auch kenn ich wohl den ei⸗ Staub verweht; ich weiß, was ster, der mir die feste baut, er heißt der fürst der õeister, auf den der himmiel schaut, vor deni in dem 6rauen des Todes ewig bleibt und selbst auf Eruenauen schon himmelsblumen treibt. Ernst moritz Arndt g. 1769 4 1860. LLILLLLLLLLLLIIIIIIIIL Psalm 45. — Suaené qelodie⸗ Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai(7) 1590. 292 E E+ 2—— —— 1—⁰ I — ie schön leucht uns der Mor⸗gen⸗stern Ddu sohn da- vids aus Ja-Kobs Stamm, —— 1 Z. + + 4 voll önad und ahr⸗heit von dem herrn, die sü ⸗ße Wur„jel mein gRö ⸗ nig und mein Bräu⸗ti · gam, hast mir mein herz be⸗ —— IIDREA—— +—1 I IE—. + + + + 4———. + 12 Lieb-lich, freundlich, schön und herr⸗ lich, groß und u + 1 + + 1— —————————— ehr⸗lich, reich von 6a⸗ben, hoch und sehr präch⸗tig er⸗ha⸗ben. 2. 0 meines herjens wertemit freude rühm ich deine Chr, sron, wahr 6ottes und marien deins heilgen Wortes süße Lehr Sohn, ein hochgeborner önig! ist über nilch und honig. herzlich 313 will ich dich drum preisen und erweisen, daß man merke in mir deines Geistes Stärke. 3. Geuß sehr tief in mein herz hinein, o du mein herr und Gott allein, die flamme deiner Liebe, daß ich in dir nun immer bleib, und mich kein Zufall von dir treib, nichts Kränke noch betrübe. In dir laß mir ohn Aufhören sich vermehren Lieb und freude, daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4. Uon 6ott kommt mir ein freudenlicht, wenn du mit dei⸗ nem angesicht mich gnädig tust anblicken; o Jesu, du mein trau⸗ tes Gut, dein ort, dein Geist, dlein Leib und Blut mich inner⸗ lich erquicken. Tröst mich freund⸗ lich, hilf mir Armen mit Er⸗ bärmen, hilf in onaden, auf dein Wort komm ich geladen. 5. Gott Vater, o mein starker held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; Eigene melodie. dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Schatz, ich seine Braut, kein Ilnglück mich betrübet. Ei ja, ei sa, himm⸗ lisch Leben wird er geben mir dlort oben, ewig soll mein herz ihn loben. 6. Singt unserm Gotte oft und viel und laßt andächtig Saiten⸗ spiel ganz freudenreich erschal⸗ len, dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräutgam mein, zu Chren und Gefallen. Singet, springet, jubilieret, tri⸗ umphieret, dankt dem herren, groß ist der König der ehren. 7. ie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das A und 0, der Anfang und das Ende. Er wird mich auch zu seinem preis aufnehmen in das Paradeis, des klopf ich in die hände. Amen, Amen, komm, du schöne freudlenkrone, bleib nicht lange, deiner wart ich mit Uerlangen. hannov. 6sb. 164. nach pyil. nicolai g. 1556 4+ 1608. 1501. I 1 1—— 203 n dlir ist freu-dlee in al-lem Lei- de, Durch dich wir ha⸗ben himm⸗li-sche Ga⸗ben, o du fü- ßer Je⸗sus bht nh unen von Schan⸗uen, du der wah- re hei⸗land bist; 31⁴ + I E I 1 Zu dei⸗- ner Gü⸗ te E.: = — ——— + 2 2— 12—— ret test von banden; wer dir ver⸗ trau-et, hat wohl steht un ⸗ser 6e mü⸗te, an dir wir kle-ben im cdol — E——v V I I X.— 1 1 + —— ge ⸗ bau-zet, wird e⸗wig blei⸗ben, hal⸗le-lu-jan und(e-ben, nichts kann uns schei-den. hal-le-lu-Ja!, 2. Wenn wir dich haben, Kann vermehren mit hellem Schalle, Uns nicht schaden keufel, Welt, freuen uns alle zu dieser Stunde, Siind oder Tod; du hasts in Halleluja! Wir jubilieren und händen, kannst alles wenden, triumphieren, lieben und loben Wie nur heißen mag die Uot. dein macht dort oben mit herj Drum wir dich ehren, dein Lob und munde. halleluja! 1558. mel.: herr Jesu christ, meins Lebens Licht. 16²⁵. 294 2.—— I EH——— — S Jqe-su süß, wer dein ge⸗denkt, Ü- ber al-les ist, wo du, herr Je-su, sel⸗-ber bist. 2. Jesu, der herzen freud und sie machet satt, doch ohn Ver⸗ Wonn, des Lebens Brunn, du druß, der hunger wächst im waͤhre Sonn, dir gleichet nichts UÜberfluß. auf dieser Erd, in dir ist, was 4. o Jesu, meine Süßigkeit, du man je begehrt. Trost der Seel, die zu dir schreit, 3. Dein Lieb, o süßer Jesu christ, die heißen Tränen suchen dich, des herzens beste Labung ist; das herz zu dir schreit inniglich. 35 5. Ja wo ich bin auf Erden von dir singt; Jesus erfreut die hier, so wollt ich, Jesus wär bei ganze Welt, die er bei Gott zu mir; freud über freud, wenn ich fried gestellt. ihn fänd, selig, wenn ich ihn 9. Jesus in fried regieren tut, halten könnt! der übertrifft all zeitlich Gut; 6. In dir mein herz hat seine der fried bewahr mein herz Cust, herr, mein Begierd ist dir und sinn, so lang ich hier auf bewußt, auf dich ist all mein Erden bin. Ruhm gestelit, Jesu, du heiland I0o. Und wenn ich ende meinen aller Welt. Cãuf, so hich mich zu dir hinauf, 7. Du Brunnquell der Barm- Jesu, daß ich da fried und freud herzigkeit, dein 6lanz erstreckt bei dir genieß in Fwigkeit. sich weit und breit; der Traurig. 11. Jesu, erhöre meine bitt, keit Gewölk vertreib, das Licht Jesu, verschmäh mein Seufzen der õlorie bei uns bleib! nicht, Jesu, mein hoffnung steht 8. Dein Lob im himmel hoch zu dir, o Jesu, Jesu, hülf du erklingt, kein Chor ist, der nicht mir! hannov. 6sb. 1646. nach dem lateinischen humnus: Jesu duleis memoria. Psalm 65, 10. kigene melodie. 16⁰3. E.A 9 — DNANAN O0(e- vens-brünn-lein tief und groß, der du dich uns häaäst of⸗fen⸗baͤrt — 1.— 1 1 +. + 1 4 ent ⸗sprun⸗gen aus des Ua-ters Schoß, ein wah rer in uns-re mensch⸗heit, rein und zärt, dein lieb herz I 1 6ott ohn en-de, ju uns wen-de! denn wie ein hirsch nach » + 1 — 1;́q; 4 2——..————— fri ⸗-scher Quell, so schreit ju dir mein emoria. 100ʒ. ar- me Seel 2. 0 Lebensbrünnlein, durch dein Wort hast du dich uns an allem ort ergossne mit reichen 6aben, voll Wahrheit und gött⸗ licher 6nad, die uns erscheinen früh und spat, das matte herz zu läben. O frischer Ouell, o Brünnelein, erquick und laß die Seele mein in dir das Leben haben! 3. Wie ein Blümlein im dürren Cand, durch Sommerhitz sehr ausgebrannt, vom Tau sich tut erquicken, also wenn mein herz in der Not verschmacht, hält sichs an seinem sott und läßt sich nicht ersticken; ja wie ein grüner Palmenbaum unter der Last ihm mächet Raum, lässet sichs nicht erdrücken. 4. 0 lebensbrünnlein, Jesu Christ, dein 6üte unerschöpflich ist, niemand kann sie ermessen; darum mir auch nichts mangeln wird, wenn mich versorgt der treue hirt, der mir mein herz besessen. mit seinem vangelio mächt er mein herz im Leib so froh, daß ich sein nicht vergesse. 5. O Lebensbrünnlein tief und weit, du stillest Durst in Cwig⸗ keit und läßt niemand verder⸗ ben. 6ib mir, der ich aus deiner füll mit rechtem ölauben schöp⸗ fen will, Trost wicler Tod und Sterben, daß ich blüh wie ein dus die- ser lwelit E len ⸗ de. Köselein zu Saron“) und durch dich allein das ewoge Leben erbe. ) Jesaia 35, 2. Hohelied 2, 1. 2. 6. Mein herz ist brünstig mir und heiß nach dem himmlischen paradeis, des ich hoff zu ge⸗ nießen. denn ich weiß, wenn ich dahin Komm, da wird ein ewger freudenstrom ohn maßen sich ergießen. freu dich, mein Seel, und wenn gleich õott dich kommen läßt in Angst und not, so laß dichs nicht verdrießen. 7. All unser Leid auf dieser Erd ist nicht im allerg'ringsten wert, wenn wir das recht bedenken, der übergroßen herrlichkeit und wunderschönen himmelsfreud, dlie Christus uns wird schenken. Da, da wird er uns allzugleich in seines lieben Vaters Reich mit ewger Wonne tränken. 8. Gott selbst wird sein mein Speis und Trank, mein Ruhm, mein Lied, mein Lobgesang, mein Tust und Wohlgefallen, mein Reichtum, Zierd und werte seron, mein slarheit, Licht und helle Sonn, in ewger freud zu wallen; ja daß ichs sag mit einem Wort, was mir õott wird bescheren dort: Er wird sein alls in allen. 9. hüpf auf, mein herz, spring, tanz und sing, in deinem Gott sei guter Ding, der himmel steht dir offen. Caß dich Schwermut 31⁷ nicht neymen ein, denn auch sei getrost und gläube fest, daß dlie liebsten kinder sein allzeit du noch hast dlas allerbest in das freuz hat troffen. Drüm jener Welt zu hoffen. Joh. Mühlinann g. 1575 T 1615. mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai(7) 1509. E— 206 — lu, du weißt es, daß ich ge-su, Got- tes Sohn, mein re-de wahr, vor —2— I I 1 I ——— — + 2——1 1 ́—— 1—I. 2 Bru⸗der und mein õnã⸗den⸗-thron, mein Schatz, mein freud und llir ist al ⸗les son-nen ⸗klar und kld- rer als die — Dam 230 herz⸗lich liev ich mit 6e-fal-len dich vor V 2— 1——2 — — + I I 12 N . al ⸗len, nichts auf Er ⸗den kann und mag mir lie⸗ber wer⸗den. 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werdl von Tag zu Tag entzündt, se mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dlich lieben sollte. Von dir laß mir deine 6üte ins 6emüte lieb⸗ lich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. 3. Durch deine sraft treff ich das Ziel, daß ich, so viel ich soll und will, dich allzeit lieben möge. llichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, 318 Chre, freud und Gelcl, wenn ich es recht besinne, kann mich ohn dich gnugsam laben; ich muß haben reine Lieve; die tröst, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem herzen fried und Kuh, erfreuest sein Gewissen. Es geh ihm, wie es woll auf Erd, wenn ihn gleich ganz das fereuz verzehrt, soll er doch dlein genießen. In Glück ewig nach dem Leide große freude wird er finden, älles Trauren muß verschwinden. 5. ein ohr hat jemals dies gehört, kein mensch gesehen noch gelehrt, es kanns niemand beschreiben, was denen dort für herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Ciebe bleiben. sründlich läßt sich nicht errei⸗ chen noch vergleichen den Welt⸗ schätzen dies, was uns dort wird ergetzen. 6. Drum laͤß ich billig dies allein, o Jesu, meine Sorge sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt und mir dein klares Wort vermeldt, dus Liebe mich schei übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 7. Da Werd ich deine Süßig⸗ keit, die jetzt gerühmt ist weit und breit, in reiner Liebe schmecken und sehn dein lieb⸗ reich Angesicht mit unverwand⸗- tem Zugenlicht ohn alle furcht und Schrecken. Reichlich werd ich sein erquicket und geschmücket vor dein'm Throne mit der schö⸗ nen Lebenskrone. Joh. heermann g. 1585 + 10⁴⁷. mel.: 0 Gott, du frommer Gott. mel. 2. 1693. + E + I 207 en — 1 + + E — . ch gesu, dles ⸗-sen Treu im him⸗ durch kei-nes en⸗schen mund kann gnug —E— I + + + I + I —h3.———.—.— XEHN—— mel und auf er=den ge. prie-sen wer-den,) ich dan-„e dir, daß au, ein wah⸗ rer mensch ge⸗ born, hast von mir — —* ab- ge⸗ wandt, daß LEAI— ich nicht bin ver⸗lorn. 2. Vornehmlich wird in mir so lieblich ist, als den mir all herzensangst gestillet, wenn gibt dein flam, mich der süße ein süßer nam mit sei⸗ Jesusnam, du fürst aus Davids nem Trost erfüllet. gein Trost Stamm! 310 3. 0 Jesu, höchster Schatz, du kannst nur freude bringen, es kann nichts lieblicher als Jesu name klingen. Ich kann nicht traurig sein, weil Jesus heißt so viel als heiland oder held, der selig machen will. ö 4. Wenn Satan sich bei mir ö mit Anfechtung will regen, so ist mir Jesu Nam jum Trost, Schutz, fried und Segen, zur Weisheit ö und Arznei in aller Angst und ö not, daß ich nicht fürchten darf den Teufel und den Tod. 5. Daß ich ein Zornkind bin, ö das macht die schnöde Sünde, dein Zesusnam macht mich zu II einem 6nadenkinde, er nimmt ö von mir hinweg die Schuld und Missetat, bringt mir dlie Selig⸗ keit und deines Vaters 6nad. . b. Ei nun so heilge mich, der ich ö bin ganz beflecket, der heilge Je⸗ susnam, der alle Sünde decket; er ö kehre ab den fluch, den Segen zu l mir wend, sei meine Stärk, da⸗ durch sich alle Schwaͤchheit end. 7. Er sei mein licht, das mich in finsternis erleuchte; er sei des himmels Tau, der mich in hitz anfeuchte; er sei mein Schirm und Schild, mein Schatten, Eigene melodie. Auch nach melodie Ur. 336 ju singen. Schloß und hut, mein Reichtum, chr und Ruhm, er sei mein höch⸗ stes Gut. 8. Er sei mein himmelsweg, die Wahrheit und das Ceben und wolle mir zuletzt aus 6na⸗ den dieses geben, daß ich als⸗ dann in ihm̃ dies LCeven schließe wohl, wenn meine Sterbenszeit und Stunde Rommen soll. 9. Inmittelst helf er mir, so lang ich hier noch wandle, daß ich in meinem tun treu und allfrichtig handle; er steh mir alljeit beĩ mit seines õeistes Gab, wenn ich in meinem Amt was zu verrichten hab. 10. Jesu, in deinem Nam bin ich heut aufgestanden, in ihm vollbring ich heut, was mir kommt ünter handen. In dei⸗ nem namen ist der Anfang schon gemacht, das mittel und der Schluß wird auch durch ihn vollbracht. 11. Dir leb ich und in dir, in dir will ich auch sterben; herr, sterben will ich dir; in dir will ich ererben das ewge himmel⸗ reich, das du erworben mir; von dlir verklärt will ich dir dienen für und für. hannov. 6sb. 1648, nach Joh. heermann g. 1585 + 1647. f. W. Arnold 1860. —8 32⁰0 . NNNNin ein schön ste zier ung Siein o — 01—.—— ö= bist auf Er den du, herr Je- su christ, dich r +„. 1 1 ————— will ich las⸗sen wal-ten und al⸗le⸗ zeit in I 2 I I + 1 N e——— ——— Lieb und Leid in mei⸗nem her⸗-zen hal ⸗ten. 2. Dein Lieb und creu vor allem auch im eben. du bist nun geht, kein Ding auf Erd so fest mein, und ich bin dein, dir hab besteht, solchs muß man frei ich mich ergeben. bekennen; drum soll nicht Tod, 4. der Tag nimmt ab, ach schön⸗ nicht Angst, nicht lot von deiner ste Zier, herr Jesu Christ, bleib Lieb mich trennen. du bei mir, es will nun Abend 3. Dein Wort ist wahr und werden; laß doch dein Licht aus⸗ trüget nicht und hält gewiß, löschen nicht bei uns allhie auf was es verspricht, im Tod und Erden! 16³0. kigene melodie. Auch nach selodie Ur. 620 zu singen. 161³. 299.—.——— — a + LII + 4 u uch wer da will ein an⸗-der Ziel, die mein herz al-lein be⸗dacht soll sein, auf Se-lig-keit zu fin-den, chri-stum sich zu grün⸗den; sein Wort ist wahr, sein —— I I 1 I +7 Wern sind klar, sein heil ger mund hat scrast 321 und 6rund, all feind 2. Such wer da will Nothelfer viel, die uns doch nichts er⸗ worben, hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das heil durch ihn zuteil, uns macht ge⸗ recht der treue senecht, der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das heil begehret! Er ist der herr, und keiner mehr. der euch das heil gewähret. Sucht ihn all Stund von her⸗ zensgrund, sucht ihn allein, dlenn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. bigene melodie. 3u ü⸗ ber⸗- win-den. 4. meins herzens fron, mein freudensonn sollst du, herr Jesu, bleiben, laß mich doch nicht von deinem Licht durch Citelkeit ver⸗ treiben, bleib du mein breis, dein Wort mich speis, bleib du mein Chr, dein Wort mich lehr. an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mit nicht dein Angesicht, laß mich in sereuz nicht zagen! eich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen! hilf mir zur freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser slag dort eiwig dir LCob sagen. Georg Weissel g. 1590 f 1635 Joh. Crüger 1656. + 14.4.— 300 ———— NMNNNMN Je-su. mei ne freu—de. mei-nes ach wie lang, ach lan- ge ist dem —* + I.— ↄ RT +———— I— herzens Uei-de, Je- su, mei- ne Zzier, Got-tes her zen ban- ge und verlangt nach dir! + 1— I— + I 1 + I + 1 + I—— —— 1 + + + 1 E 1+— ————— 2—2 2—— Lamm, mein bräu- ti gam, au-ßer dir soll 32² — 44 mir auf er- den nichts sonst 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller feinde frei. LCaß die Erde zittern, laß dlie Welt erschüttern, mir steht Jesus bei. Ob es itzt gleich kracht und blitzt, obgleich Sünd und hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, crotz der furcht dazu! Tobe, Welt, und springe, ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh. Gottes macht hält mich in acht, Erd und Ab⸗ grund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen, du bist mein Ergetzen, Jesu, meine Cust. Weg, ihr eitien Chren, ich mãg euch nicht hören, bleibt mir Mel.: Ich ruf zu dir, herr Jesu christ. CLie-bers wer⸗-den. unbewußt! Clend, not, sreuz, Schmach und Tod soll mich, muß ich gleich viel leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! Gute lacht, o Stol und Pracht, dir sei ganz, 0o lasterleben, gute nacht ge⸗ geben. 6. Ueicht, ihr Trauergeister, denn mein freudenmeister, Je⸗ sus, tritt herein. denen, die Gott lieben, muß auch ihr Be⸗ trüben lauter freude sein. Duld ich schon hie Spott und hohn, dennoch bleibst du auch im Lei⸗ de, Jesu, meine freude. Johann franck g. 1018 4+ 1677. Jos. selug 1535. X * 1 + I I I + 30— Je-su christ, mein schön ⸗»stes Licht, so hoch mich liebst, daß ich es nicht EII der du in dei- ner SeelIen aus· spre·chen kann noch jäh⸗ien, gib, daß mein heri dich — + 2.—. + I + I—— +—EHE + + I + 1 wie⸗der um mit lie⸗ven und Ver⸗lan-gen mög um-fan⸗ 323 .— gen und als dein Ei⸗gen · tum nur ein-zig an dir han⸗gen. 2. Gib, daß sonst nichts in mei⸗ ner Seel als deine Liebe wohne; gib, daß ich deine Lieb erwähl als meinen Schatz und serone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will tren⸗ nen und nicht gönnen, daß all mein mut und Sinn in deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön ist, Jesu, deine Liebe! Wenn diese steyt, kann nichts entstehn, das meinen 6eist be⸗ trübe. drum laß nichts And⸗ res denken mich, nichts sehen, fühlen, hören, lieben, ehren adls deine Lieb und dich, der du sie kannst vermehren. 4. ein heiland, du bist mir zu Lieb in Hot und cod gegangen und hast am greuz als wie ein Dieb und mörder da gehangen, verhöhnt, verspeit und sehr ver⸗ wundt. ach laß mich deine lbunden alle Stunden mit Lieb ft im herzensgrund auch schmer⸗ zen und verwunden! Eigene melodie. mel. I. 5. Du hast mich je und je ge⸗ liebt und auch nach dir gezo⸗ gen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon ge⸗ wogen. ch laß doch ferner, elller hort, mich diese iebe lei⸗ ten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. . Laß meinen Stand, darin ich steh, herr, deine Liebe zie⸗ ren und, wo ich etwa irre geh, alsbald zurechte führen; laß sie mir allzeit guten Kat und gute Werke lehren, steu⸗ ren, wehren der Sünd und nach der Tat bald wieder mich bekehren! 7. Laß sie sein meine freud im Leid, in Schwachheit mein bermögen; und wenn ich nach vollbrächter Zeit mich soll zur kuhe legen, alsdann laß deine Liebestreu, herr Jesu, bei mir tehen, Luft zuwehen, daß ich getrost und frei mög in dein Reich eingehen. paul Gerhardt g. 1607 4 1076. Joh. Ulich 1674. 30² 2 + + I 1— —1 E + 39.— eeeee————————— 7 ei⸗nen Je-sum laß ich nicht; weil er so er⸗for⸗dert mei-ne Pflicht, Klet⸗ ten⸗ 32⁴4 sich für mich ge ⸗ ge ben, 4* wes an ihm ju kle- ven. er ist mei nes ———— 7—H 2 + I I 1 I— 5 I„— H Ce-bens Licht, mei ⸗ nen Je⸗-sum laͤß ich nicht. mel. 2. oder: 1609. 22. 1 1— 79„ 1 + 1 12— 1 + + 1. H —.—— 2— einen je⸗ sum laß ich nicht; weil er so er-for- dert mei⸗ ne Pflicht, klet⸗ten⸗ — I—22 01 I + H◻ , n Kfe;, —.— 12:. sich für mich ge⸗ge⸗ben,* weis an ihm ju le- Dm Er ist mei⸗ nes EH 2— E=EI= H — 0 1Zꝛ—ꝛ— 1—.— IN— 2——2 + 4— 1 + 1 — Ce-bens Llicht, mei- nen Je⸗ sum läͤß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht,. 4. Ich werd ihn auch lassen weil ich soll auf Erden leben; nicht, wenn ich nun dahin ge⸗ ihm hab ich voll Zuversicht, was langet, wo vor seinem Ange⸗ ich bin und hab, ergeben. Alles sicht meiner Vväter Elaube pran⸗ ist auf ihn gericht, nieinen Jesum get. Mich erfreut sein Angesicht, laß ich nicht. meinen Jesum läß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, 5. Uicht nach Welt, nach him⸗ hören, Schmecken, fühlen wei⸗ mel nicht meine Seel sich nsct sie chen, laß das letzte Tages- und sehnet, jesum wünscht sie licht mich auf dieser elt er⸗ und sein Licht, der mich hat mit reichen: wenn des Lebens faden Gott versöhnet, mich befreiet bricht, meinen Jesum laß ich vom sericht; meinen Jesum laß nicht. ich nicht. 3²⁵ 6. Jesum laß ich nicht von mir, zu dem Lebensbächlein leiten. geh ihm ewig an dler Seiten; Selig, wer mit mir so spricht: Thristus läßt mich für und für einen Jesum laß ich nicht. christian Feymann g. 1600⁷7 4 1662. —— mei.: o daß ich tausend Zungen hätte. 1758. I——7 3 L. 1 1— 7 D ch sagt mir nichts von Gold und Schät⸗zen, es kann mich ja kein ding er ⸗get⸗zen, ——— + I I I I 2 1 EH— ——— * * von Pracht und Schön⸗heit die ⸗ser biel⸗ Eein je ⸗ der das mir die Welt bor Au-gen stellt. L— +. Z—4⁷ *2— lie-be, was er will, ich lie⸗be Je⸗sum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine freudle, mein 6old, mein Schatz, mein schönstes Bild, in dem ich meine Augen weide und finde, was mein herze stillt. Ein jeder liebe, wäs er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. Die Welt vergeht mit ihren Cüsten, des fleisches Schönheit dauert nicht, die Zeit kann alles dlas verwüsten, was menschen⸗ händke zugericht. Ein jeder liebe was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Sein Schloß kann keine Macht zerstören, sein Reich ver⸗ geht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen 32⁰ Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 5. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen, sein allerschönstes Angesicht und was von Schmuck um ihn zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder lie⸗ be, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 6. Er kann mich über alls er⸗ heben und seiner flarheit ma⸗ chen gleich, er kann mir so viel ershop geben, daß ich werd un⸗ erschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will, ich liebe Jesum, der mein Ziel. 7. Und ob ichs zwar noch muß seiner herrlichkeit. Drum tu entbehren, so läng ich wandreich billig, was ich will, und in der Zeit, so wird er mirs liebe Jesum, der mein Ziel. doch wohl gewähren im Reiche Johann Scheffler g. 1624 1 1677. Eigene melodie.— Auch nach melodie Ur. 403 ju singen, 1458. 73⁸ män die eingeklammerten Worte mitsingt. 5—.— E 42922— + 304* ch will dich lie⸗ben, mei⸗ ne Stär ⸗ke, ich will dich lie- ven mit dem Wer⸗ke 1 + I—M— I 1 ———— SD— + I L II———— ich will dich lie ben, mei- ne Zier, und im-mer⸗wäh ⸗ren- der Be⸗gier, ich will dich + P N —.— + + + + + I — — — j— .3 +— —— I * — lie⸗ben, schön⸗stes Licht, bis mir(der Tod) das her-ze bricht. 2. Ich will dich lieven, o mein Leben, als meinen allerbesten freund, ich will dich lieven und erheben, so lange Ewil dein 6länz bescheint, ich will dich lieben, õotteslamm, als meinen (Seelen⸗) Bräutigam. 3. Ach daß ich dich so spät er⸗ kennet, du hochgelobte Schön⸗ heit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes ut und wahre Ruh! Es ist mir leid und bin betrübt, daß ich so spät laich hab) geliebt. 4. Ich lief verirrt und war ver⸗ blendet, ich suchte dich und fand dlich nicht; ich hätte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht; nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich lendlich) häb ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dit, du himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du güldner mund, daß du mich(wieder) machst gesund. o. Erhäalte mich auf deinen Ste⸗ gen und laß mich nicht mehr irre gehn, laß meinen fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn, erleucht mir Leib und Seele ganz, du lewig) starker himmelsglanz! 3²⁷ 7. Gib meinen Nugen süße Trã⸗ nen, gib meinem herzen heilge Brunst, laß meine Seele sich ge⸗ wöhnen zu üben in der Liebe sunst, laß meinen seist, Sinn und Uerstand stets sein zu dir lallein) gewandt! 8. Ich will dich lieben, meine serone, ich will dich lieben, mei⸗ nen Gott, ich will dich lieben ohne Lohne auch in der aller⸗ größten lot, ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir der Tod) dãs herze bricht. gohann Scheffler g. 1624 + 1677. Mmel.: Gott des himmels und der Erden. neuere Umbüldung im Anhang. H. Albert 1642. 305* +—8—.— 1— 5 5——— — 2——— ie be, die du mich jum Bil-de Lie-be, die du mich so mil⸗ de + 1 I I I I— I 1 + I I I I—— +— SE—— dei ner Gott-heit hast ge⸗macht, 1.— ͤ nach dem fall hast wie ⸗der⸗bracht, Lie be, dir er — + E* N ————...—— geb ich mich, dein zu blei-ben e⸗wig-lich. 2. Liebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war, Liebe, dlie du ensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar, Lie⸗ be, dir ergeb ich mich, dein ju bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit, Liebe, llie mir hat erstritten ewge Lust und Seligkeit, ieve, dir ergeb *. mich, dein zu bleiben ewig⸗ ch. 4. Ciebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, oeist 32⁸ und Wort, Liebe, die sich bloß ergeben mir zum heil und See⸗ lenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden und mein herze hat dahin, Lie⸗ be, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, llie für meine Seele bitt, Ciebe, dlie das Cõsgeld gibet und mich kräftiglich vertritt, iebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird er⸗ Wecken aus dem õrab der Sterb; lichkeit, Ciebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der herrlichkeit, iebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler g. 1024 + 1677. Ti mel.: Jesu, meines Levens Leven. 1661. 300 2—.— 2——— — 3—* IISIIII7 e⸗-su, mei- ner See le le⸗ ben, dir will ich mich ganz er ge⸗ ben I 1 I I E I + mei- nes her⸗zens höch-ste freucl, Y set- 3o0o und in E· wig ich dich nen- nen und vor al-ler Welt be⸗Ren⸗ nen. Ich bin Ef X I + 1 N ——— 1 H *— 12.——— II.. dein, und du bist mein, ich 2. Deine õöüt hat mich umfan⸗ gen, als mich erst die Welt emp⸗ fing; dir bin ich schon ange⸗ haͤngen, als an mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich aufgenommen, wenn mein herz nur zu dir kommen. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 3. Auf der findheit wilden Uegen folgte mir stets deine Güt; deines Geistes Trieb und Regen regte mir oft das emüt, wWill kei⸗- nes an⸗dern sein. so ich etwa ausgetreten, daß ich wieder käm mit Beten. Ich bin dein, und du bist mein, ich will Keines andern sein. 4. Jã in meinem ganzen Leben hat mich stets dein Licht ge⸗ führt; du hast, was ich häb, gegeben, du hast meinen Lauf regiert; deine 6üt, die täglich währet, hat mich immerdar er⸗ nähret. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines an⸗ dern sein. 32⁰ 5. Irr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich, hilfet sie mir auf. Ist es, daß ich mich betrübe, tröst sie mich in meinem Lauf. Bin ich arm, gibt sie mir Güter; haßt ö man mich, ist sie mein hüter. Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 6. Dein Geist zeiget mir das erbe, das im himmei veigelegt: ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt: zu dir, Jesu, in die freude; crotz, + daß mich was von dir scheide! V Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 7. Drum ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein ECigentum, an llich ich mich ganz ergebe, du bist meiner Seeie Ruhm, meine Zu⸗ versicht und freude, meine Sü⸗ ßigkeit im Leide. Ich vin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 8. höre, Jesu, noch ein flehen, schläg mir diese Bitt nicht ab: Wenn mein Augen nicht mehr sehen, wenn ich keine srast mehr hab, mit dem und was vorzu⸗ tragen, laß mich doch zuletzt no sagen: Ich bin dein, und du bist mein, ich will keines andern sein. 1684. nach christ. Scriver g. 1029 4 1693. mel.: Gott des himmels und der Erden. N 2 4 22—2 I — 4*DI.— neuere Umvildung im Anhang. 5. Aldert 1642. — +—— 4.. + 1— AI — Je-sus, DRRRDDC Je-sus, nichts als N Jetz⸗ und mach ich Je- sus ein Ver-bünd-nis, 2124—— I 23 — +— 1—1 I 24 1 — Iii + daß ich will, was soll mein Wunsch sein und mein Ziel. Je- sus WiI, denn mein herz mit 1 ————.— E— — 1 ihm er⸗füllt ru⸗set nun: herr, wie du willt! 2. einer ist es, dem ich lebe, dein Plut verhüllt, führe mich. ö den ich liebe früh und spat; ů 0 Jesus ist es, dem ich gebe, was er mir gegeben hat. Ich bin in 6lücke, und ist doch zuwider dir, 330 herr, wie du willt! 3. Scheinet was, es sei mein I de st me NIIIEEEAAN 300 so nimm es bald zurücke, Jesu, gib, was nützet mir. 6ib dlich mir, herr Jesu mild, nimm mich dir! herr, wie du willt! 4. Und vollbringe deinen Wil⸗ len in, durch und an mir, mein Gott, deinen Willen laß erfüllen mich im Leben, freud und not, sterben als dein Ebenbild, herr, wann, wo und wie du ͤwillt. 5. Sel auch, Jesu, stets geprie⸗ sen, 00 du dich und viel dazu mir geschenket und erwiesen, daß ich fröhlich singe nu: Mir geschehe, Gott, mein Schild, wie du willt! herr, wie du willt! Cudämilia Clisaveth, 6räfin zu Schwarzburg-Rudolstadt, g. 1640 + 1672. Mel.: Gott des himmels und der Erden. neuere Umbildung um anhang. h. Albert 1642. ——3* I—9 308 ei- nes Ce-bens mei-ner See⸗le —* be⸗ste freu de Trost und Wei⸗ de 1 I I +— XI I I ————4 +— 41 + 1 ist der him-mel, Got⸗-tes Thron;. ist mein Je⸗sus, ot-tes Sohn. Was mein her„ze — 17— 5 .,, ,. recht er ⸗freut, ist in se⸗ ner herr ⸗-lich-keit. 2. Andre mögen sich erquicken an den Gütern dieser Welt, ich will nach dem himmel blicken und zu Jesu sein gesellt; denn der rde 6ut vergeht, Jesus und sein Reich besteht. 3. Reicher kann ich nirgends werden, als ich schon in Jesu bin; alle Schätze dieser Erden sind ein schnöder Angstgewinn. Jesus ist das rechte 6ut, das der Seele sanste tut. 4. Glänzet gleich das Weltge⸗ pränge, ist es lieblich anzusehn, währt es doch nicht in die änge, und ist bald damit geschehn; plötzlich pfleget aus zu sein die⸗ ses Lebens ölanz und Schein. 5. Aber dort des himmels 6ã⸗ ben, die mein Jesus inne haͤt, können herz und Seele läben, maächen ewig reich und satt: es vergeht zu keiner Zeit jenes Lebens herrlichkeit. 331 Zesus EEEE EEEE W b. Rost und motten, Raub und feuer schaclen auch der freude nicht, die mein Jesus, mein Ge⸗ treuer, und sein himmel mir verspricht. Dort ist alles abge⸗ tan, was die Seele kränken kann. 7. Einen Tag bei Jesu sitzen ist viel besser, als die Welt tau⸗ send Jahr in freuden nützen; aber ewig sein gestellt zu des herren rechter hand bleibt ein auserwählter Stand. Eigene melodie. Zweite melodie im Anhang. 8. Trinken, essen, tanzen, sprin⸗ gen labet meine Seele nicht, aber nach dem himmel ringen und auf Jesum sein gericht, ist der Seele schönste ier, geht auch aller freude für. 9. Ach so gönne mir die freude, Jesu, die dein himmel hegt; sei du selber meine Weide, die mich hier und dort verpflegt, und in dlir recht froh zu sein, nimm mich in den himmel ein! Salomo Liscow g. 1640 4 1689. 178⁵. 300 — I —2——— I —* Fꝗ᷑ — I 1 Eine MWMMD Mo—9 wohl ist mir, o stei-ge aus dler Schwer⸗muts⸗-höh⸗ freund der See⸗ —.—.—233 RE 0 SSEEEEEEEEEEEEE— le, wenn ich in dei⸗ner ie-ve ruh. Da muß die le und ei ⸗le dei-nen Ar-men zu. hier ist mein —* 1— — I I 1.EI 1 .ED—4 +— I—4 1— +—.— 1— AN — Vé . nacht des Trau⸗-rens schei—den, wenn mit so an⸗ ge- M him-mel schon auf Er ⸗öden: wer woll-te nicht ver⸗ V 490 I I— E E F— 1 N +2 Aei— + + E *— .——— anttenet freu⸗den die Lie-be strahlt aus dei⸗-ner Brust. gnü-get wer ⸗den, der in dir 332 su⸗chet Ruh und rustr) 2. Die Welt mag meine fein⸗ din heißen, es seĩ also; ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will Lieb erweisen bei einem freundlichen 6esicht. In dlir ver⸗ gnügt sich meine Seele, du bist mein freund, den ich erwähle, du bleibst mein freund, wenn freundschaft weicht. Der Welt haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglücks⸗ wellen mir deine Treu den An⸗ ker reicht. 3. Uill mich der Sünde Last erdrücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, duͤroht Straf und hölle meinem Rücken, so steig ich gläubig in die höh und flieh zu deinensheilgen unden; da hab ich schon den ort gefunden, wo mich kein fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, du bist mein heil. Wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. führst du mich in die sreuzes⸗ wüsten, ich folg ünd lehne mich auf dich. Du nährest aus den Wolkenbrüsten und labest aus dem felsen mich.“) Ich traue dei⸗ ) 1 cor. 10, 2-4. kigene melodie. nen Dunderwegen, sie enden sich in Lieb und Segen; genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß: Wen du mit hr willst zieren und über sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, herz und mut in dir, der du verlässest keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen kann des Weges End erschrecken, wenn er aus mördervollen hecken gelan⸗ et in die Sicherheit? mein Licht, 0 Will ich auch mit freuden aus dlieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der wigkeit. 6. Wie ist mir dann, o freund der Seelen, so Whi, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Kuh in dem 6emüte nach deiner unum⸗ schränkten üte des himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! llichts Kann, als Jesus, mich er⸗ freuen. o reicher Trost: Mein freund ist mein! Wolfg. Christ. Deßler g. 1660 T+ 1722. 18⁴½. I + 1 310 . W—— W6W I 1 chön⸗ster herr Je ⸗ su, herr⸗ scher al ⸗ler 4— 1— + I— 1 49— + 1——‚ 1 + 21 I EO 1 + + +— 1 H—2— — +.———— En- den, Got⸗-tes und ma ⸗- ri- en Sohn, 333 dich will ich lie ben, dich Will ich — Str. 4 D.E.T.——— A ——————. eh⸗ ren, du mei- ner Ssee le freud und fron! 2. Schön sind die Wälder, noch schöner, Jesus leucht reiner schöner die felder in der schö⸗als all die engel im himmels⸗ nen frühlingszeit; Jesus ist schö⸗saal. ner, Jesus I reiner, der unser 4. Alle die Schönheit himmels traurig herz erfreut. und der Erde ist nur gegen ihn 3. Schön leucht die Sonne, noch wie Schein, keiner auf Erden schöner der Monde und dielieber kann werden als der Sterne allzumal; Jesus leucht schönste Jesus mein. 167⁷. Eigene melodie. 1698. + V 311.7 1 I—1 I 23 SSee ien⸗-bräu-ti- gam, Je-su, Gottes 6. — 2— EIZ......e + I—— ————8—— 1—— I I +D 1 LCamm, ha⸗ be dank für dlei ne Lie-be, 8 I— + ———— + + HN lie mich zieht aus rei nem Trie be 7 4——4 +— N 1 + I— 2 von der sün⸗- de Schlamm, Je-su, Got-tes Lamm! 2. Deine Liebesglut stärket iuut 3. Wahrer mensch und Gott, und Blut; wenn du freundlich Trost in Hot und Tod, du bist dar⸗ mich anblickest und an deine um mensch geboren, zu ersetzen, Brust mich drückest, macht mich was verloren, durch dein Blut so wohlgemut deine Liebesglut. rot, wahrer mensch und Gott. 33³⁴ 4. ssle verlose Freudle ner See Hes öl 5. 80 für un ich ehr 4. Meines Glaubens licht laß verlöschen nicht, salbe mich mit freudenöle, daß hinfort in mei⸗ ner Seele ja verlösche nicht mei⸗ nes Glaubens licht. 5. So Werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in ihr dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Deinen frieden gib aus so großer lieb uns, den Deinen, die dich Kennen und nach dlir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen frieden gib! 7. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nim⸗ mermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil Co. Cuc. 10. 4 im Glauben ich nun ergreife dlich. 8. hier durch Spott und hohn, dort die Chrenkron; hier im hoffen und im Glauben, dort im häben und im Schauen; denn die Chrenkron folgt auf Spott und hohn. 9. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich über⸗ winde und in deinem Sieg emp⸗ finde, wie so ritterlich du ge⸗ kämpft für mich. 10. Du mein Ppreis und Ruhm, werte himmelsblum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte himmelsblum, du mein Preis und Ruhm! Adam Drese g. 1620 + 1701. 2. ICor. 1. 30. igene melodie. 17⁰⁴4. 312 44 + 3 V I*.—— 1 LI ins ist not. ach herr, dies kéi- ne Al-les and-re, wies auch scheil- ne, ————.—.—— ——— Y— +— —————— SEEIE + — da leh re mich er ken⸗ nen doch! ist sa nur ein schwe⸗ res Joch, aar B + I—4 1 1 + + 1 + + +7 SPSIFITIPITITITITITITRT un ter das her⸗-je sich na- get und pla⸗- get und 335 lang ich dies 1 I I* N ——.. 1 + 1 EI + I + I N +=——— I 2==... 1 + + CI 12——— 1—.* 1 werd ich mit ki-nem in al- lem er⸗getzt. 2. Seele, willst du dieses fin⸗ den, suchs bei keiner sereatur, laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur! WWo Gott und die menschheit in ei⸗ nem vereinet, wo alle voll⸗ kommene fülle erscheinet, da, da ist das beste, notwendige Teil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes heil. 3. Wie maria war beflissen auf des Einigen õenieß, da sie sich zu Jesu füßen voller An⸗ acht niederließ: ihr herze ent⸗ brannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr heiland, sie wollte belehren, ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Uerlan⸗ gen, liebster Jesu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir! ob viel auch umkehrten zum größe⸗ sten haufen, so will ich dir den⸗ noch in Liebe nachlaufen, denn dein Wort, o Jesu, ist Leven und 33⁰ Geist. Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste fül⸗ le in dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Uille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Nch wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen breis. 0. llichts kann ich vor Gott ja bringen als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein rosenfarbes Blut. Die höchste Gerechtig⸗ keit ist mit erworben, da du bist am sStamme des Kreuzes gestorben; die sleider des heils ich da häbe erlangt, worin⸗ nen mein 6laube in Cwigkeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir jur heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wan⸗ dlel und Leben, ist in dir, mein heiland, mir alles gegeben; ent⸗ reiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig Ibas 00 8. Jd was soll ich mehr ver⸗ langen? mich beströmt die 6na⸗ denflut. Du bist einmal einge⸗ gangen in das heilge durch dein Blut; da hast du die euge Er- lösung erfunden, daß ich nun dler höllischen herrschaft entbun⸗ den; dein Eingang die völlige freiheit mir bringt, im kindli⸗ chen Geiste das Abba nun klingt. 9. Uolles 6önügen, fried und freude jetzo meine Seel ergetzt, weil auf eine frische Weide mein hirt Jesus mich gesetzt. lichts Süßes kann also mein herze er⸗ laben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 1o. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen heuchelschein! Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichen Stege, und leite mich, höchster, aus ewigem Wege, gib, daß ich nichts achte, nicht Leben noch Tod, und Jesum gewinne: dies kine ist not. Joh. Hheinr. Schröder g. 1667 4 1699. mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. + Phil. Nicolat(%) 1500. I— H◻+ ein Je⸗-su, I—. I 2* 4 sü-he See⸗len⸗lust, mir die-weil dein Blick so lieb-lich ist, daß — + E. I I— — 1.————— ist nichts au ßer dir be⸗wußt, wenn du mein heri er⸗ man auch sei⸗-ner selbst ver⸗gißt, wenn du den 6eist ent⸗ V + — + N I—1 + SIELA V I 1 I I—2— qllik-Kest, A Ak-Kest, laß ich in dich aus dem crie- be rei⸗ ner ———„ —4 4 —— EEI Lie-be von der Er ⸗de ÜU-ber mich ge⸗-zo-gen wer⸗de. 3⁷ 2. Was hatt ich doch für Trost und licht, als ich dein holdes Angesicht, mein Zesu, noch nicht kannte? Wie blind und töricht ging ich hin, da mein verkehrter fleischessinn von Weltbegierden brannte, bis mir von dir licht und Leben ward gegeben, dich zu kennen, herzlich gegen dich zu brennen. 3. Die arme Welt hat zwar len Schein, als wär ihr schlechtes fröhlichsein ein herrliches Uer⸗ gnügen. Allein wie eilend gehts vorbei, da sieht man, daß es Blendwerk sei, wodurch wir uns betrügen. drum muß Jesus mit den Schätzen mich ergetzen, die bestehen, wenn die Weltlust muß vergehen. 4. Wer Jesum fest im ölauben hält, der hat die straft der andern Welt hier allbereit ju schmecken. Pflegt Zesus gleich zu mancher Zeit bei großer herzenstraurig⸗ keit sein Antlitz zu verdecken, ist doch sein Joch sanft und feiner, als Wenn einer auf dem Bette dlieser Welt zu schlafen hätte. 5. So weiß ich auch aus dleinem Wort, daß du dich, liebster See⸗ lenhort, nicht ewiglich ver⸗ steckest;“) du tust vor mir die Augen zu, auf daß du desto größre Kuh hernach in mir er⸗ weckest, wenn ich treulich als ein Rebe an dir klebe auch im Leide, nicht nur in der süßen freude. *) Jesaia 54, 7. 8. Joh. 14, 18. 10 und 16, 16- 22. 6. Derhalben soll mich keine not, mein Jesu, wär es auch 338 der Tod, von deinem Dienst ab⸗ schrecken. Ich weiß, daß mich dein herze liebt, darum so geh ich unbetrübt mit dir durch dorn und hecken. Plage, schlage, ich bin stille, ists dein Wille, mich zu kränken, du wirst meiner lloch gedlenken. 7. Und sollt ich auch, mein Hort, in mir dein süßes manna nicht allhier in dieser Zeit empfinden, so will ich doch zufrieden sein und werde deinen 6näaden⸗ schein in jenem Leben finden, dlã man stets Kann, sich zu laben, Jesum haben, stets erblicken und ihn in die Arme drücken. 8. Allein, du holder Menschen⸗ sohn, ich kenne deine Liebe schon, wenn uns die Dornen stechen; dein herz, das mich in Trauren setzt und sich verschließt, muß doch zuletzt vor lauter Liebe brechen; drum füllt und quillt in mein herze nach dem Schmer⸗ ze deine Süße, die ich noch all⸗ hier genieße. 9. Du salbest mich mit freu⸗ dlenöl, so daß sich öfters Leib und Seel recht inniglich erfreuen. Ich weiß wohl, daß du mich be⸗ trübst, ich weiß auch, was du denen gibst, die sich davor Uey. scheuen. Ddrum gib den Trieb, unabwendig und beständig treu zu bleiben und recht fest an dich zu gläuben. 10. Der Glaub ist eine starke hand und hält dich als ein festes Band, ach stärke meinen 6lau⸗ ben! Im 6lauben kann dich niemand mir, im õlauben kann mich niemand dir, o starker Je- su, rauben, weil ich fröhlich elt unddrachen kann verlachen und mel.: Seelenbräutigam. dlie Sünden durch den 6lauben überwinden. Joh. christ. Tange g. 1669 4 1756. 1698. a I EE ̃— 314 er ist wohl wie du, Je⸗ su, sü⸗e Ruh? + —.— H — I — 2 Ere +— + + + +—.— 2 1 2— * Un-ter vie len aus er-ko- ren, Le- ben de-rer, V. I1 I L N + 1— + + I +—— + I 4.— die ver-lo-ren, und ihr Licht da⸗-zu, Je-su, sü⸗he Ruh! 2. Ceben, das den Tod, mich aus aller not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zu⸗ edlecket und mich aus der llot at geführt zu Gott. 3. Glanz der herrlichkeit, du bist vor der Zeit jum Erlöser uns geschenket und in unser fleisch versenket in der füll der Zeit, lanz der herrlichkeit! 4. Kunaibent⸗ alle ranldes gro höll und lLelt, alle Eraft des gro⸗ en Drachen hast du wolln zu chanden maͤchen durch das Löse⸗ geld deines Bluts, o held! 5. Höchste Majestät, Ronig und Pprophet, deinen Zepter will ich klissen, ich will sitzen dir zu füßen, wie mariä tät, höchste Mäsestät! 6. Laß mich deinen Ruhm als dein eęigentum durch des Geistes Cicht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigen⸗ tum, allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanstmut Schild, dei⸗ ner Demut bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn no Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt als dein eigen Bild. 8. Steure meinem sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern blei⸗ ben in den Schranken; sei du mein 6ewinn, gib mir deinen Sinn! 9. Wecke mich recht auf daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in sei⸗ nem letze Satan halte auf; förd⸗ re meinen Lauf! 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib! 330 11. Wenn der Wellen macht in Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, der trüben nacht will des her⸗ durch dein teures Blut! zens Schifflein decken, wollst du 13. Solls zum Sterben gehn, leine hand ausstrecken; habe wollst du bei mir stehn, mich auf mich acht, hüter, in der lacht! durchs Todestal begleiten und 12. Einen heldenmut, der da zur herrlichkeit geleiten, daß ich Gut und Blut gern um deinet- einst mag sehn mich zur Rechten willen lasse und des fleisches stehn. Joh. Anast. freylinghausen g. 1670 4 1739. 2 Timoth. 2, 8. Mel.: Es ist das heil uns Kommen her. Vorreformatorisch. +— *— 44 I + I I I— 1 + SI— + + *+* X 1—.—*2 NWMMMDMMhN hait im 6e⸗dächt-nis Ze-sum christ, vom cThron des him-mels kom⸗men ist, I HA EI—.—1 + + HV— BII 4— 7 ð——ů7 o Mensch, der auf die ECr⸗- den) Uein Bru- der da ju wer- den; ver-giß nicht, ———. — 4.—.— — daß er dir zu gut haät an⸗ ge⸗ nom⸗- men 5 Iĩ—— H —..—* 5. fleisch und blut, dank ihm für die—se lie-be! 2. halt im Gedlächtnis Anten 3. halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, Christ, der auch am dritten Tage sa gar am ftreuf gestorben ist siegreich vom dod erstanden ist, unũ dadurch hat bestritten Welt, be reit von Hot und Plage. Be⸗ Sünde, Teufel, Höll und Tod und denke, daß er friel gemacht, sein dlich exlöst aus aller Not, dank Unschuld Leben wieder bracht, ihm für diese(iebe! dank ihm für diese Liebe! 34⁰ * but, 4. halt im 6edächtnis Jesum Thrist, der nach den Leidens⸗ zeiten gen himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, k dã du sollst bleiben allezeit und sehen seine herrlichkeit, dank ihm für diese Liebe! 5. halt im Gedächtnis Jesum hrist, der einst wird wiedler⸗ kommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenom⸗ el.: Meinen Jesum laß ich nicht. mel. 2. 4 men. 0o denke, daß du da be⸗ stehst und mit ihm in sein Rei eingehst, ihm ewiglich zu dan⸗ en. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kaänn mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir getan, mög aus dem herzen lassen, daß dessen ich in aller not mich trösten mög und durch len Tod ju dir ins Leben dringen. Cyriacus 6ünther g. 1650 + 1704. 1699. L— 2— I E+ — 210 S See ie, was er⸗ miidst du aich in den die doch bald ver zeh- ren sich und zu — 1 I I + H — Din gen die⸗- ser Erden, lau- ter nichts dir wer den? Zu che ze und sein(licht, al ⸗-les 2. Sammie den jerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott auf⸗ schwingen, richt ihn stets zum himmel hin, laß ihn in die õnad eindringen! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes herz zu laben: eil zur Lebensquell hinzu, da kännst du sie reichlich haben. hilft dir nicht. Suche Jesum und sein(icht, alles andre hilft dir nicht. 4. fliehe die unselge Pein, so dlas finstre Reich gebieret, laß nur den dein Cabsal sein, der jur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Nch es ist ja schlecht genug, daß du sonst viel Zeit verdor⸗ ben mit nichtswürdigem 6esuch, 341 dabei dufastbisterstorben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. V 6. Geh einfältig stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken, ö Gott wird aus dem Liebesmeer 0 dlich, den stranken, wohl er⸗ * quicken. Suche Jesum und sein licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Weißt du nicht, daß diese Ueit ein ganz ander Wesen he⸗ * get, als den höchsten wohl⸗ x gefällt und dein Ursprung dir ö vorleget? Suche Jesum und sein * licht, alles andre hilft dir nicht. 8. Du bist ja ein hauch aus WI Gott und aus seinem Geist ge⸗ boren, darum liege nicht im A Todl, bist du nicht zum Keich V erkoren? Suche Jesum und sein I Licht, alles andre hilft dir nicht. 0 9. Schwinge dich fein ost im Geist über alle himmelshöhen, el.: Werde munter, mein emüte. laß, was dlich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen! Suche Jesum und sein Licht, al⸗ les andre hilft dir nicht. 10. nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lam⸗- mes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich in rei⸗ chem maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 11. Caß dir seine nm im- merdar vor Augen schweben, laß mit brünstigem 6ebet sich dein herz zu ihm erheben! Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilst dir nicht. 12. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon jum Ziel gelangen, glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Aneri Drum such Jesum und sein Licht alles andre hilft dir nicht. Jak. Gabr. Wolf g. 1684 + 17⁵4. Joh. Schop 1642. 1 +— 1 1 1 1 + ( 3¹⁷ Se WTie- be, die nicht aus-zu-spre-chen! Sei⸗- ne hand will nicht jer bre⸗chen — + 1 ¶ + + II + Je- sus soß was schwach, em ⸗por. + 4 sei„ne huld ver⸗ schmä⸗ het nicht 34² das jer-stoß- ne 6lau-bens-rohr, + +— 2— — + I D mel⸗ nes 6lau- bens schwa ⸗-ches lacht,e siegen in —— 1 I + 4— —..———I—I—.......——.. Licht, das nur ei⸗ nem döcht⸗lein glei-chet, das kaum glimmt und fãst er-blei-chet. 2. Ob ich gleich mit Petro sinke,ꝰ) 4. Jesu, starke straft der Schwa⸗ gibt mir Zesus doch die handlchen, stärke mich, denn ich bin und die süßen Liebeswinke, er schwach. Du, du kannst mich erkennt den schwachen Stand. stärker machen, höre doch mein Uie ein Vaterherz gesinnt gegen seußzend Ach! hebe du das schwa⸗ sein noch kleines Kind, so trägt che Rohr meines laubens elbsi Hott auch mit Erbarmen schwa⸗empor, daß es bei dem Sturm che Kinder auf den Armen. der Sünde um dein sreuz sich „matth. 14, 30. feste winde. 3. Beut mein hirte nicht den 5. feuchte mit dem nadenöle Rlicken seinem schwachen Schäf⸗ meines Glaubens Döchtlein an in lein an? Kranke Seelen zu er⸗ der Lampe meiner Seele auf der guicken, tritt er auf die Todes-dunkeln Todlesbahn! Stehe mir, bahn. Selbst die höchste sraft ver⸗o Allmacht, bei, daß ich stark schmacht, da sie rufst: Es ist voll⸗ bracht, daß ich Schwacher möge siegen in den letzten ocleszügen. in Schwachheit sei, daß ich dich, bis ich erkälte, fest mit schwa⸗ chen händen halte. Salomo franck g. 1650 4 17²5. Psalm 73, 23- 28. Mel.: Herzlich liev hav ich dich, o herr. Ursprüngliche form im Anhang. 37⁷. 31* E +—— I 1 1 I I Ah err Je⸗-su christ, mein höch-stes Gut, ich blei⸗be den⸗ noch stets an dir; I— E. + I + + + I EI I n— EE— 4— mein See⸗len schatz, mein her ⸗zens mut und al=ler so ist auch nichts, das dich von mir und uns=re 34³ LI Sin-ne freu⸗de, kie- be schei⸗de.) du machst mir dei- nen Weg be +— + ————— + + 1 nannt, hältst mich vei mei-ner rech⸗ten hand, re⸗gierst ** I + I I —— + E. 2————— I 1 + 1 und führst den Le-vens-lauf und hil⸗fest mei ⸗ner — —. ͤ I 1 1 1* Schwach⸗heit auf. herr Je- su christ, du bist mein licht, I N I + D SSSIIIIIIIIIIII IIIIIII.II....... 1+2—— + I EIIH EZ. du bist mein Licht; ich fol-ge dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Erden. denn wär der himmel Rat, der andres nichts beschlossen ohne dich, so könnte keine rust hat, als was mir Segen bringet. für mich in tausend himmeln behts gleich zu Zeiten wunder⸗ werden. Wärst du nicht schon lich, so weiß ich dennoch, daß auf Erden mein, möcht ich auch durch dich ler Nusgang wohl nicht auf Erden sein, denn auch gelinget. nach hartem Tritt auf die ganze weite Welt hat nichts, rauher Bahn nimmst du michdas mir wie du gefällt. herr dort mit Chren an, wo mich Jesu Christ, wo du nicht bist, vor deinem Thron erfreut die wo du nicht bist, ist nichts, das Krone der serechtigkeit. herr mir erfreulich ist. Jesu christ, ach mit Begier, ach 4. Und sollte mir durch sreuj mit begier wünsch ich zu sein,‚ und lot, durch marter, durch mein Gott, bei dir. Gewalt und Tod auch Seel und 3. mein Alles ist auf dich ge⸗¶ Leib verschmachten, dies alles richt; hab ich nur dich, so frag wird, wenns auch noch mehr, sa ich nicht nach himmel und nach gar wie eine hölle wär, mein 3⁴⁴ U S Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibest doch mein heil und meines herzens Trost und Teil; so wird und muß dur dich allein auch Leib und Seele selig sein. herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß dei · ne sraft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getrost zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine freu⸗ — eigene melodie. dle. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein fels, der nicht zerbricht, in freud und auch im ch Leide. Dein Tun soll alles und allein in meinem herz und mun⸗ de sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ich möchte solches bald geschehn! herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf, komm, komm, mein Schatz, und nimm mich auf! kErdmann neumeister g. 1671 7 1756. 185⁰0. Auch nach mnelodie Ur. 456 zu singen. 2 22 + + I 3¹⁰ ——. 1 I ch will mich mit dir ver-lo-ben, wirst von mir aus Lieb er⸗ho⸗-ven, ——— sü-ser Je- su, du al-lein und ich bin nun gänz⸗lich dein. Zwar die Welt wird mich 1 I I I IE 1 1 I + 1 + + 1 1 1 *** stets has-sen, denn sie haß⸗-set dich zu⸗gleich; känn ich T +— + 1* 1 + + EAH 1 + d-ber dich um-fas-sen, so 2. Alles soll mir CEkel machen, was jur Eitelkeit gehört, und in allen meinen Sachen werde desus nur geehrt. Sollt ich Jesum denn nicht lieben, der mich vor der Welt erwählt? Sollt ich Jesum bin ich ver⸗gnügt und reich. noch betrüben, der mich ihm schon zugezählt? 3. nein, die ganze Welt soll wissen, daß ihr Tun mir nicht gefällt: alles andre will ich missen, weil er mich in Armen 345 ält. Seine Lieb hat mich ge⸗ angen, und ich will die frei⸗ heit nicht, denn mein sehnliches berlangen ist allein auf ihn gericht. 4. O wie lang hãb ich verzogen, wie lang häab ich dich veracht! o wie oft ward ich betrogen und von dir hinweggebracht! Aber nun soll uns nichts scheiden, nicht das eben, nicht der Tod, nicht das sereuz, nicht Schmach und Leiden, weder Unglück, Schmerz noch not. 5. Stärke du mir meinen il⸗ len wider meiner feinde List, mel.: Seelenbräutigam. denn du mußt in mir erfüllen, was dem fleisch unmöglich ist; laß mich nicht mehr von dlir wänken, ach wo soll ich auch sonst hin? weil ich nicht nur in Gedlanken, sondern wirklich bei dir bin. 6. So sei tausendmal gegrüßet, Jesu, meine süße Lust!“ Sei auch tausendmal geküsset, sei du mir allein bewußt, sei mein Wunsch und mein Verlangen, sei mein Bräutigam und hort, sei du meiner Seele Prangen, sei mein Alles hier und dort! Ph. Balth. Sinold g. 1657 4 1742. 1698. I—— I 1 e⸗su, geh vor an auf der Le⸗bens⸗ EE I—E N —.— IU——I— IE E!——— nãch zu⸗ ei ⸗len; führ uns an der hand bis ins Va⸗ter⸗land! 2. Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen, denn durch Trüb⸗ sal hier geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz ir⸗ gend unser herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gib 34⁰ Gedluld zu beiden, richte unsern Sinn auf das Ende hin! 4. Orune unsern 6ang, Lieb⸗ ster, lebenslang! führst du uns durch rauhe Lege, gib uns auch die nötge Pflege! Tu uns nach dem Tauf deine Türe auf! Uik. Cudw. v. Zinzendorf g. 1700 1+ 1760. E . mel.: Alle menschen müssen sterben. mel. 2. + 21 1 I 1 + 2— ro-er mitt ⸗ler, und die Schar von der zur Rech ⸗ten sei ⸗nen senech ⸗ten sei⸗ nes gro ßen ba-ters sitzt in dem Reich der ona-de schuhzt,) aen auf dem er⸗ + + —H1·ꝑ.——— + — 2—4 + + 14———*— 2— hab⸗nen Thro-ne, *— in der kö-nig-li- chen ro⸗ne, al⸗-les — IE! 9 4— =I + I— + X +— 2..... 2— 1 heer der E-wig⸗keit mit ver⸗ hüll tem Ant-litz scheut, 2. Dein Geschäft auf dieser Er⸗ den und dein opfer ist voll⸗ brächt, was vollendet sollenwer⸗ den, das ist gänzlich ausgemacht. Da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein öeschäfte in dem obern heiligtum, die er⸗ worbnen Segenskräfte durch dein Cvangelium allen denen mitzuteilen, die jum Thron der h 6ndde eilen, nun wird uns durch deine hand heil und Se⸗ gen jugewandt. 4. Deines Volkes werte Namen trägest du auf deiner Brust,“ und an den gerechten Samen denkest du mit vieler Cust. Du 2 mos. 30, 14. 4⁷ vertrittst, die an dich gläuben, daß sie dir vereinigt bleiben, und bittst in des VUaters haus ihnen eine 55„. aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch die⸗ nen, nicht, weil dein herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Wer⸗ ken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach da zielt dein Bitten in 6. Zwar in deines fleisches Ta⸗ gen, da die Sünden aller Welr dlir auf deinen Schultern lagen, häst du dich vor Sott gestellt, bald mit Seußzen, vald mit IWei⸗ nen für die Sünder zu erschei⸗ nen; o mit welcher Niedrigkeit batest du zur selben Zeit! DPFPFPF ‚IPPP PIP P P P P P P AÄNcͥW I 7. Aber nun wird deine Bitte wolle sraft und Leben deinem 2. Ab von der Allmacht unterstützt, da Volk auf Erden geben und dlie jedern in der vollkommnen hütte Ydlie Seelen zu dlir ziehn, die noch sichder + verklärte menschheit sitzt. un deine freundschaft fliehn. mehra kannst du des Satans Klagen 9. Großer Mittler, sei gepriesen, Hetriid majestätisch nieder schlagen, daß du in dem heiligtum so anurer und nun macht dein redlendviel Treu an uns bewiesen, dir für die Blut unsre böse Sache gut. sei hre, Dank und Ruhm! Laß lieb,o )debr.9, 11. uns dein Verdienst vertreten, 3. 0 0 8. Die Uerdienste deiner Leiden wenn wir zu dem vater beten, Uer hä stellest du dem Vater dar und sprich für uns in letzter not, lien S vertrittst nunmehr mit freuden wenn den und verschließt der nomm dleine teur erlöste Schar, daß er Tod. Fomm. Joh. Jak. Rambach g. 1603 1735. Rebroc Hespro mel.: Schmüchke dich, o Uieve Seele. lilen Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1640. 4. Die 322 FFFF . lie uin rn. NMNMMMDMDMDN hei⸗land, dei-ne men⸗schen⸗lie⸗ve s die dein treu- es herz be⸗ wo- gen, 300 Wa — 5. 0U war die ouel-le dei-ner Trie⸗be, aic Ium ochwachhen 1˙1. dich in un: ser fleisch ge jo⸗gen, ben in I E P I 4—— lla du *———— — U⸗ ber⸗dek- ket, dich vom freuz ins 6Grab ge⸗ * E+ 1— AW 2 —ñ—‚................—— *——** I— 8 M stren Ret. o der un ge⸗ mei nen krie-be SSIE......I..II.II..II...... — Pdr 4 shen—ne. den. 2— inem l dlie noch jesen, m so „ lllr laß elen, eten, ö Hot, tder 4155. er H. 2. Über seine feinde weinen, sedermann mit hülf erscheinen, sich der blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten selagen hören, sich in andrer Dienst verzehren, sterben für die ärgsten Sünder, das ist Lieb, o menschenkinder! 3. O du Zuflucht der lenden, wer hat nicht von deinen hän⸗ len Segen, hülf und heil ge⸗ nommen, der gebeugt ju dir ge⸗ kommen? o wie ist dein herz gebrochen, wenn dich sranke an⸗ gesprochen! O wie pflegtest du zu kilen, das Gebetne mitzuteilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den sleinen sich zu bücken, die Unwissenden zu lehren, die Uerführten zu bekehren, Sünder, dlie sich selbst verstocken, täglich liebreich zu sich locken, war mit Schwächung deiner gräfte dein gewöhnliches Geschäfte. 5. O wie hoch stieg dein Erbar⸗ men, da du für die ärmsten Ar- men dein unschätzbar teures Le⸗ ben in den ärgsten Tod gegeben, la du in der Sünder orden aller Schmerzen Ziel geworden und, den Segen zu erwerben, dls ein fluch hãst wollen sterben! 6. Deine lieb hat dich getrieben, Sanstmut und Geduld zu üben, ohne Schelten, Drohen, Schlagen andrer Sschmach und Last zu fra⸗ gen, allen freundlich zu begeg⸗ nen, für die Lästerung ju segnen, für der feinde Schar zu beten und udie mörder zu vertreten. 7. Demut war bei Spott und hohne deiner Liebe Schmuck und srone; diese machte dich zum snechte einem sündlichen beschlechte, diese war gleich wie dlie Tauben ohne falsch, voll Treu und 6lauben, mit Gerechtigkeit gepadret, durch Vorsichtigkeit bewahret. 8. omm, laß deine Liebe decken meiner sünden meng und flecken! Du haͤst das Gesetz er⸗ flillet und desselben fluch ge⸗ stillet; laß mich wider dessen Stlrmen deiner Liebe Schild be⸗ schirmen! heilge meines herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebe! Joh. Jak. Rambach g. 1693 + 1735. mel.: Schmücke dich, o lieve Seele. Ursprüngliche form im Anhang. 2 Joh. Crüger 1649. * + I + + I + +..— . ——— * ——5 dem als — 6ö- nig, dem kein 6ö- nig glei-chet, ott das Reich ge-büh-ret, I + +—.— V * — 1 I 2— N I — des⸗ sen Ruhm kein mund er⸗rei-chet, dem das Recht der als mensch das zep-ter füh-ret, 3⁴⁰ von der menge deiner snechte, schen dir zur Seiten! Joh. Jak. Rambach g. 1693 1 1755. —+ mel.: machs mit mir, Gott, nach deiner öüt. Joh. h. Schein 1628. — + E —.— 2 1 V1 4 ge⸗hört zum chro⸗ ne als des ba- ters ein⸗gem * + SSSS * 7—— 1 2 soh- ne, den so viel voll-Kom-men- hei ⸗ten— +*— I 1 2.— V— —— lei= ö krõ nen, fie—ren und be⸗ glei-ten:—2— 2. himmel, Wasser, Luft und Eer⸗ die dort ohne furcht und Grauen Laß ich W de nebst der ungezählten herde dein verklärtes Antlitz schauen, bessers ö ö der õeschöpfe in den feidern, in die dich unermüdet preisen und Trost u den Seen, in den Wäldern sind, dir hr und Dienst erweisen. homm I herr über Tod und Leben, dir 5. herrscher du in areien Rei⸗ mir be N zum kigentum gegeben; kiere, chen, dir ist niemand zu ver⸗ mich j menschen, õeister scheuen, gen⸗gleichen an dem Uberfluß der 3. du schensohn, dein mächtig dräuen. Schätze, an der ordnung der Se⸗ bin de N 3. In des nadenreiches oren- setze, an Vortrefflichkeit(ler Ga⸗ bunde ö jen sieht man dich am schönsten ben, welche deine Bürger haben; lleing ö glänzen, wo viel tausend treue du beschützest deine freunde, du den. 0 Seelen 1— zu ihrem haupt er⸗ bezwingest deine feinde. mich V wählen, die durchs Zepter dei. 6. herrsche auch in meinem meine * nes mnundes nach dein Recht herjen über Zorn, furcht, Lust 4. Her des önadenbundes sich von dlir und Schmerzen, laß mich deinen mir di- V regieren lassen und wie du das Schutz genießen, laß mich dlich ich hal Unrecht hassen. im õlaũben küssen, ehren, fürch⸗ den 6 4. In dem Reiche deiner ehren ten, loben, lieben und mich im Sauil kann man stets dich loben hören õehorsam üben, hier mit ringen, lir, da 0 von demhimmlischenseschlechte, dulden, streiten, dort mit herr⸗ mir. ein herz, ach rede mir nicht drein, ich muß bei mei⸗ nem Je⸗ su sein. 35⁰ ich muß von hin- nen ei as soll ich hier ver⸗ we Ulen,) wo ei: tel- neit, wo + —.—— 4 + .— + ——— 13 — I—E —— — kei-ne Ruh? mein seist eilt nach dem him-mel zu. 2. ein herzensfreund, dich laß ich nicht, ich kann nichts Bessers haben, in dir ist freude, Trost und Licht, du kannst voll⸗ kommen laben. Uichts ist, das mir Uergnügen gibt, als wenn mich Jesus herzlich liebt. 3. Du, du bist mein, und ich bin dein, wir sind in eins ver⸗ bunden; dies gute Teil hab ich allein durch deine heilgen Wun⸗ den. du bist mein fels, der mich nicht läßt, auf dir ruht meine Seele fest. 4. herr Jesu, ohne dich muß mir die Welt jur hölle werden; ich habe, hang ich nur an dir, den himmel schon auf Erden. Es quillt mein Lebenstrank von dir, das ebensmanna gibst du mir. mel.: Uer nur den lieven Gott läßt walten. mel. 3. 5. O selge Stunde, da man dich kann recht ins herze schließen! Wie läßt du da so süßiglich heil, 6nad und friede fließen!? Sso oft das herze nach dir blickt, wird es mit himmelslust er⸗ quliickt. 6. Das schwerste streuz wird leicht und klein, denn du selbst hilfst es tragen; du richtest es zum besten ein, kannst nicht von herzen plagen. Dein Ruten⸗ streich ist voller huld, du for⸗ derst von uns nur Geduld. 7. führst du mich nun gleich wunderlich, mein freund, durch Ceid und freude, weiß ich den⸗ noch, daß alles mich von deiner Lieb nicht scheide. Es führet mich dein Wunderpfad zu dir, in meines Vaters Stadt. J. Tudw. Konr. Allendorf g. 1603 4 1773³. 178⁵. ich dan⸗ K 35¹ 32—— err von un-end⸗- li- chem Er⸗ bar⸗ e dir mit an⸗-dern Ar- men, du un er⸗ gründ-lich Lie bes meer, men, mit ei⸗ nem gan ⸗ jen sün ⸗der-heer — 4. — A.—— 2—-.——* dei ne huld in ge su Christ, dlie 2—— QN vor der Welt ge⸗ we ⸗ sen ist. 2. für dein so allgemein er⸗ lösen, für dlie Bezahlung aller Schuld, für deinen Ruf an alle Bösen und für das Wort von deiner huld, ja für die grast in deinem Wort dankt dir mein herze hier und dort. 3. für dleinen heilgen seist der Liebe, der lauben wirkt in unserm Geist, weil doch des lau. vens kraft und Trieve ein Werk der Allmacht Gottes heißt; für die Befestigung darin dankt dir mein neugeschaffner Sinn. 4. für dein so tröstliches Uer⸗ sprechen, daß deine 6nade ewig sei; wenn berge bersten, hügel brechen, steht doch dein Bund und deine Treu; wenn Lril und himmel weicht und fällt, so levt doch õott, der Glauben hält. 5. für deine teuren Sakra⸗ mente als Siegel deiner wah⸗ ren Schrift, wo Gott, damit ich glauben könnte, ein Denkmal seiner Wunder stift: für diese 6näallen in der Zeit dankt dit mein herz in Cwigkeit. 6. Jã mund und herze soll dit danken, doch bittet auch mein herz und mund: Laß weder mund noch herze wanken und gründe mich auf diesen rund! Erhalte nur durch deine Treu mich bis ans Ende auch dabei! 7. Laß mich in Liebe heilig le⸗ ben, ünsträflich, dir zum lobe, sein; versichere mein herz dar⸗ neben, es reiße keine Lust noch bein mich von der Liebe Gottes hin, weil ich in Jesu bsal, bin. 8. Tod, Leben, Trübsal, orhe und Leiden, was Welt und hölle in uch schließt, nichts soll mich von der Liebe scheiden, die da in Christo Jesu ist. Ja Amen, Vater aller Treu, zähl mich den Auserwählten bei! pyn. friedr. huler g. 1609 4 1769. Eph. 1, 21.22. — kigene melodie. Auchlam melodie Ur. 350 ju üngen. 185⁵. + + 1 +. 1 + + 1 1 1 1— E*— 4I.t al-les wird ihm un-ter-tä-nig, al-les legt ihm N1 E— I 1—.9 I I HN + + 2—3 1 4 herr zu nen- nen, dem man ch=re ge⸗ben muß. 2. fürstentümer und sewal⸗ 5. Gleicher Macht und gleicher ten, Mächte, die die Thronwacht Chren sitzt er unter lichten Chö⸗ halten, geben ihm die herrlich-ren über allen Cherubim. In keit. Alle herrschaft dort im der LUelt und himmel Enden hat himmel, hier im irdischen 6e-er alles in den händen; denn tümmel ist zu seinem Dienst bereit. 3. Engel und erhabne chronen, dlie beim ewgen Lichte wohnen, nichts ist gegen Jesum groß. Alle namen hier auf Erden, wie sie auch vergöttert werden, sie sind Teil aus seinem Los. 4. Gott ist herr; der herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn der ist ihm gleich. Dessen stuhl ist un⸗ umstößlich, dessen eben unauf. Peich. dlessen Reich ein ewig eich. der Vater gab es ihm. 6. Gebt, ihr Sünder, ihm die herzen, klagt, Ra stranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wun⸗ den heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Ceben schenkt er nach dem Tod. 7. Zwar auch streuz drückt Chri⸗ sti Glieder hier auf Kurze Zeit dlarnieder, und das eiden geht zuvor. nur seduld, es folgen freuden, nichts kann sie von Jesu scheiden, und ihr haupt zieht sie empor. 353 Jesus SS 8. Jauchi ihm, menge heilger 9. Ich auch auf der tiefsten 50 kKnechte, rühmt, vollendete de-Stufen, ich will glauben, reden, rechte, und du Schar, die Pal⸗rufen, ob ich schon noch Pilgrim Rl men trägt, und du blutvolkbin. Jesus christus herrscht als Selger in der Krone, und du chor vor Konig, alles sei ihm untertänig! Hu seinem Throne, der die õottes-Chret, liebet, lobet ihn! 111 härfen schlägt! Phil. friedr. hilier g. 1090 4 1769. kigene melodie. 327 e Demetrius Bortnlansky 1825. HarHTFT YcH ve-te an aie macht der cie:-ve, 0 ich geb mich hin dem frei men drie⸗be, .—1———— ... ö 25 dlie sich in ze⸗ su of⸗fen-bart; slir wo-durch ich Durm ge— le⸗vet ward; lur ——— + 3— —— 1 +.—— 1— I EI +——— ich will, an-statt an mich ju den=ken, soll 2.— 4.— 14—m33.—— + N— + 2 + TIVEIN—— ins meer der lie be mich ver—sen- Ren. er 2. Wie bist du mir so zart ge⸗Ruhplatz ist in dir allein. hier wogen, und wie verlangt dein herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen neigt sich mein Alles auch ju dir, du traute Liebe, gutes esen, du hast mich ist clie Ruh, hier ist VDergnügen, drum folg ich deinen seigen Zliigen. 4. für dich sei ganz mein herz und Leben, mein süßer sott, und ich dlich erlesen. und all mein öut; für dich ha icht 3. Ich flühls: du bists, dich muß du mirs nur gegeben, in dir Miem ich haben; ich fühls: ich muß es nur und selig ruht. hersteller 3.0 WM flür dich nur sein. nicht im 6e. meines schweren falles, für dich dus schöpf, nicht in den daben, mein sei ewig herz und alles! NIR 35⁴ 5. Chr sei dem hohen Jesus- namen, in dem der Liebe Ouell entspringt, von dem hier alle Bächlein kamen, aus dem der Selgen Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende, wie falten sie die frohen hände! 6. O Jesu, daß dein Hame bliebe im srunde tief gedrücket ein! Möcht deine süße Jesusliebe in herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Lerk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen! Gerh. Tersteegen g. 1697 4 1769. el.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1681. 4 124 I LEII 4—t 8 —24 + 328 — ich Je-sum laß ich Du kennst dies Herz, e-wig nicht, dãs red-lich spricht: 1 + * N 1— + —Z...2 E H E + dir bleibt mein herz erge⸗ Du, du al-lein, du nur(i- nem will ich le-ben.) * I 7 1 ——— + *+ 1—.*———— sollst es sein, du sollst mein Trost auf * +— — I I e e. —— + I—— 5—⁴ 5— 11—— Er-den, mein 6lück im him—mel wer-den. 2. Dich Jesum laß ich ewig nicht, ich halte dich im 6lau⸗ ben. nichts kann mir meine Zuversicht und deine õnade rau⸗; ben. der Glaubensbund sch festen Grund: die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 3. Dich Jesum laß ich ewig nicht; aus göttlichem rbarmen gingst du für Sünder ins õericht und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich erfreut um dleines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich Jesum laß ich ewig nicht, du stärkest mich von oben. Zu dlir steht meine Zuversicht, wenn meine feinde toben. Ich flieh zu dir, du eilst ju mir: wenn mich dlie feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 35⁵ 5. Dich Jesum laß ich ewig 6. Dich Jesum laß ich ewig nicht, das streuz soll uns nicht nicht, nie soll mein Glaube scheiden. Es bleibet jedes Glie⸗wanken. Und wenn des Leibes lles Pflicht, mit seinem haupt hütte bricht, sterb ich mit dem zu leiden. Doch all mein geid edanken: mein kreundl ist währt kurze Zeit, bald ist esf mein, undl ich bin sein; er ist liberstanden, und Kuh ist dannmein Schutz, mein dröster, und vorhanden. ich bin sein Erlöster. ehrenfrieg kievich g. 1713 4 1780. kigene melodie. E. Hille 1884. +* 3 29——1 FarLNUULOHUν A q mein herr Je-su, dein na- he- sein +— +L— I..— 2. 1 + 1 1*.* 12—⁰1.˖84»H + II IDEI 2— +.— L 1 1 1 I + — N. + .. bringt gro ßen frie- den ins herz hin ein, und dein — + I 1 1.—4 I—.— FEH —— 6na⸗-den-an-blick macht uns so se-lig, daß keib und E +—EH +7 I ꝙ+9. , eA /⸗ SIPIPIIII + + 4— 1 + 12 ů DRIIIiR See le dlar U- ber fröh-lich unc dank⸗-bar wird. 2. Wir sehn dein freundliches 4. Barmherzig, gnädig, geaul⸗ Angesicht voll huld und önadle dig sein, uns täglich reichlich wohl leiblich nicht, aber unsre dlie Schuld verzeihn, heilen, stilln Seele kanns schon gewahren, und trösten, erfreun und segnen du kannst dich fühspar gnug und unsrer Seele als freund offenbaren, auch ungesehn. begegnen, ist deine Lust. 3. 0 wer nur immer bei Tag 5. Ich gib an deinem Kostba⸗ und nacht dein zu genießen recht ren heil uns alle Tage voll⸗ wär bedacht! der hätt ohne kommnen keil und laß unsre ende von 6lück zu sagen, und Seele sich immer schicken, aus Leib und Seele müßt immer lot und kiebe nach dirju biicken fragen: Uer ist wie du? ohn Unterlaß. 356 6. Und wenn wir weinen, so 8. So werden wir bis in himm'l tröst uns bald mit deiner blu⸗ hinein mit dir vergnügt wie die tigen Todsgestalt, ja die laß uns Kindlein sein; muß man gleich im̃mer vor Augen schweben und die Wangen noch manchmal dein wahrhaftiges Inunsleben netzen: wenn sich das herz nur an zu sehen sein! dir stets letzen und stillen kann. 7. Ein herzlichs Wesen und tind⸗9. Du reichst uns deine durch⸗ lichkeit sei unsre Zierde zu aller grabne hand, die soviel Treue Zeit, und die Blutbesprengung an uns gewandt, daß wir beim aus deinen Wunden erhalt uns Drandenken beschämt dastehen, solche zu allen Stunden bei freud und unser Auge muß übergehen und Leid! vor Lob und Dank. christian éregor g. 1723 + 1801. f kigene melodie. f. Breidenstein 1825. 330 1.— V +— — 7—— enn ich ihn nur ha-be, wenn er —— V. + 1— + E EE 1—— I E + 1 II + I + *— miein nur ist, wenn mein herz bis hin zum 6Gra⸗be 24 1 E— 1—4 4 =—— 1—22—— 2—— +7 I 4—— * sei⸗- ne Treu e nie ver-gißt, weiß ich nichts von ,, a. F niri din dnm — Cei-de, füh⸗le nichts als An- dacht, Lieb und freu⸗de. 2. Uenn ich ihn nur habe, 3. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an mei⸗ schlaf ich fröhlich ein; ewig wird neim ibanderstabe treugesinnt ju süßer Labe seines herzens nur meinem herrn, lasse stin Flut mir sein, die mit sanftem die andern breite, lichte, volle Zwingen alles wird erweichen Straßen wandern. und durchdringen. 35⁷ 4. Wenn ich ihn nur habe, hab ich auch die Welt, und des himmels reiche 6abe meinen blick nach oben hält; hingesenkt im Schauen, kann mir vor dem Irdlischen nicht grauen. 5. Do ich ihn nur habe, ist mein Vaterland, und es fälit mir jede abe wie ein erbteil in ddie hand; längst vermißte Brüder find ich nün in seinen Jüngern wieder. friedr. v. hardenberg g. 1772 1801. Mel.: herilich tut mich verlangen. 1601. 1 + 4 33 YE— I 185 2.— SE I enn al — le un⸗-treu wer- den, so dlaß Dank⸗bar-keit auf Er⸗den nicht 3 I I 1 +——= bleib ich dir doch treu, dus- ge-stor-ben sei. für mich um-fing dlich ———* I 1 + I I V— ————————— Ceiden, ver gingst für mich in Schmerz; drum ——— Hin— H. + 1 + 1 + E +.. + 4 1— I geb ich dir mit freu den auf 2. Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben bist, und mäncher von den deinen di lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdurungen haͤst du so viel getan, der Welt das heil errungen, doch keiner denkt daran. 3. Du stehst voll treuer Liebe noch immer jedem bei, und wenn dir keiner bliebe, so bleibst 35⁸ e⸗wig die-ses herz. du dennoch treu; die treuste Lie⸗ be sieget, am Ende fühlt man chsie, weint bitterlich undl schmie⸗ get sich kindlich an dein snie. 4. Ich habe dich empfunden; o lãsse nicht von mir! Laß innig mich verbunden auf ewig sein mit dir! einst schauen meine Brüder auch wieder himmel⸗ wärts und sinken liebend nieder und fallen dir ans herz. friedr. v. hardenberg g. 1772 4 1801. ———— el.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form im Anhang. 16⁵³. I + II 332— 2— Z.— + tark ist mei-nes hat ju viel an Je-su hand, mich ge-waändt, und er wird mich e wig um mich wie der los zu-las⸗ + SFII I I IIIIIIIIIIIIIII— ———— EII läßt mich nicht, das ist mei⸗ ne Zu- ver-sicht. 2. Sieht mein seleinmut oft befahr, fürcht ich auch ju unter⸗ liegen: Christus beut dlen Arm mir dar, Christus hilst der Ohn⸗ mächt siegen. Daß mich Gottes held verficht, das ist meine Zu⸗ versicht. 3. Uenn der kläger mich ver⸗ klagt, Christus hät mich schon vertreten; wenn er mich zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Bürge für mich spricht, das ist meine Zuversicht. 4. Würd es acht vor meinem Schritt, daß ich keinen Nusgang wüßte und mit ungewissem Tritt ohne lLicht verzagen müßte: Christus ist mein Stab und Licht, das ist meine Zuversicht. 5. ag die Welt im mißge⸗ schick leben ocler ängstlich kla⸗ gen, ohne halt ist all ihr ollick, wahrlich sie hat orund zu jagen. Daß mein Anker nie jerbricht, (las ist meine Zuversicht. 6. WDill mein herr durch sanfte Zucht mich nach seinem Bild gestalten, o so will ich ohne flucht seiner hand nur stiller halten. Ddann erschreckt mich kein Gericht, das ist meine Zu⸗ versicht. 7. Seiner hand entreißt mich nichts, sollt ich ihn mit selein⸗ mut schmähen? mein Erbarmer selbst versprichts, sollt ich ihm sein Wort verdrehen? lein, er läßt mich ewig nicht, das ist meine Zuversicht. Räarl Bernh. Garve g. 1763 1841. 35 Elgene melodie. E. hulle 1884. + V + I— 35³ EVVNN Laßt mich gehn, laßt mich gehn, + I 1 +—E — +— +—+ I + + I + daß ich Je⸗ sum mö⸗ge sehn! mei⸗ ne Seel * 1 + — I + 4 1 + + 1 ist voll Ver- lan- gen, ihn auf e⸗ wig ju —— I I + + + 1— I I N + I—E N — * um-fan- gen und vor seinem chron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes licht, Sonn, die durch die Wolken bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen frommen schau dein holdles An⸗ gesicht! 3. Ach wie schön, ach wie schön ist der engel Lobgetön! hätt ich flügel, hätt ich flügel, flög ich über Tal und hügel heute noch nach Zions höhn. 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen! herr mein bott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne sein. 5. Paradies, Paradlies, wie ist dleine frucht so süß! Unter dei⸗ nen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, herr, ins Paradies! Gust. frar. Cudw. fsnak g. 1806 4 1878. Ein Lied zu bitten um 6lauben, hoffnung, Liebe und ein seliges Ende. s— Eigene meiodie. Jos. Klug 1535. Er I—————— 2=..— I 12==.— N)c ruf ju dir, herr Je-su christ, ich ver⸗leih mur önad zu die⸗ser frist, laß H—4 H— ———. bitt, er ⸗ hör mein la⸗ gen, mich doch nicht ver za⸗ gen! den rech⸗-ten olau⸗ben, — herr, ich mein, den wol-lest du mir 4 * — I + —. 1Z.— + .....—— —— ge⸗ben, air ju le⸗ben, dem näch sten nütz —+ 1— I I N ——— D H ju sein, dein Wort ju hal⸗ten e⸗ben. 2. Ich bitt noch mehr, o herre vertrauen und nicht bauen auf bott, du kannst es mir wohl all mein eigen Tun; sonst wirds geben, daß ich nicht wieder werd mich ewig reuen. ju Spott: die hoffnung gib 3. Uerleih, daß ich aus her⸗ llaneben, voraus wenn ich muß zensgrund den feinden mög hie davon, daß ich dir mög vergeben: verjeih mir auch ju 3⁰¹ ILEEELEEE dlieser Stund, schaff mir ein erwerben noch ererben durch neues Leben! dein Wort mein Werke deine önad, die uns er⸗ Speis laß allweg sein, damitrett vom Sterben. mein Seel zu nähren, mich zu5. Ich lieg im Streit und wider⸗ wehren, wenn Unglück schlägt streb, hilf, o herr Christ, dem herein, das mich bald möcht Schwachen! un deiner 6nad verkehren. allein ich kleb, du Kannst mich 4. Laß mich kein LCust noch stärker machen. Gommit nun furcht von dir in dieser Weit Anfechtung her, so wehr, daß sie abwenden, beständig sein ansmich nicht umstoße. Du kannst End gib mir, du hasts allein in machen, daß mirs nicht bringt händen; und wem dus gibst, der õefahr; ich weiß, du wirsts hats umsonst, es mag niemandnicht lassen. zohann Rgricola() g. 1402 + 1566. Co. Matth. 11, 28. Elgene melodie. 3 3 3 ürsprüngliche form im Anhang.——65 12 + I +—— HNLaHLO s ommt her ju mir, spricht ot⸗tes Sohn, + E=D 13—45——— +—U LI all dlie ihr seid be⸗schwwe⸗ret nun, mit Sün⸗den hart be⸗ 1 V I I——— E.— FEZ— — E la-den, ihr Jun-gen, Al⸗ ten, frau und mann, ich will euch ge⸗ben, was ich hab, will hei⸗len eu⸗ren Scha⸗ den. 2. Mein Joch ist süß, mein meiner hülf wird er ersagn das Bürd gering; wer mirs nach⸗ ewge himmelreiche. trägt, in dem Beding wird er 3. Was ich getan und g'litten der höll entweichen; ich will hie in meinem Leben spat und ihm treulich helfen tragn, mit früh, das sollt ihr auch erfüllen. 3⁰² NN UIEEIEEL Was ihr gedenkt, ja redt und tut, das wird euch alles recht und gut, wenns g'schieht nach Gottes Willen. 4. Gern wollt die Welt auch selig sein, wenn nur nicht war llie schwere pein, die alle christen leiden; nun aber kanns nicht anders sein, darum ergib dich nur darein, willst ewge Pein du meiden. 5. All streatur bejeuget das; was lebt in Wasser, Tuft und Gras, sein Leiden kanns nicht meiden. Wer denn in Gottes nam nicht will, der muß ju⸗ letzt des Teufels ziel mit schwe⸗ rein 6'wissen leiden. 1 b. heut a der ensch schön, jung und schlank, sieh, morgen ist er schwach und krank, bald muß er auch gar sterben; gleich wie die Blumen auf dem feld, also wird auch die schöne Welt in einem nu verderben. 7. Die Welt erzittert ob dem Tod; liegt einer in der letzten not, dann will er fromm werden; der schaffet dies, der andre das, seinꝰr armen Seel er ganz vergaß, dieweil er lebt' duf Erden. 8. Und wenn er nicht mehr leben kann, hebt eine große Klag er an, will sich nun Gott ergeben; ich fürcht fürwahr, dié göttlich 6nad, die er alljeit verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schiweben. 9. Dem Reichen hilst doch nicht sein Gut, dem Jungen nicht sein stolzer mut, er muß aus diesem aien; wenn einer hätt die ganze Welt, Silber und Gold und alles Geld, doch muß er an den Reihen. 10. Dem 6lehrten hilft doch nicht sein gunst, die weltlich Pracht ist gar umsonst, wir müssen alle sterben. Wer sich in Christo nicht bereit, weil er lebt in der 6nadenzeit, ewig muß der verderben. II. höret und merkt, ihr lie⸗ ben find, die jetzo õott ergeben sind: Laßt euch die üh nicht reuen, halt't stets am heilgen Gotteswort, das ist eur Trost und höchster hort, Gott wird euch schon erfreuen. 12. nicht Ubel ihr um Übel gebt! Schaut, daß ihr hie un⸗ schuldig lebt, laßt euch die Welt nur äffen, gebt Gott die Rach und alle Chr, den engen Steig geht immer her! Gott wird die Welt schon strafen. 13. Wenn es ging naͤch des fleisches Mut in 6unst, õesund⸗ heit, großem Gut, würdt ihr gar balderkalten; darum schickt Gott dlie Trübsal her, damit eur fleisch gezüchtigt wär, zu ewger freud erhalten. 14. Ist bitter euch das sreu und schwer, gedenkt, wie 10 die Hhölle wär, darein die Welt tut rennen, mit LCeib und Seel muß leidend sein ohn Unter⸗ laß die ewge pein und kann loch nicht verbrennen. 15. Jhr aber sollt nach dieser Zeit mit Christo haben ewge freud; dahin sollt ihr gedenken. 3⁰³ —————— Teben u. Wandeise EEL sein ann lebt, der aussprechen kann die Wonne und den ewgen Lohn, den euch der herr wird schenken. 108 16. Und was der ewig gütge Gott in seinem Wort versprochen hät, geschworn bei seinem na⸗ men, das hält und gibt er g'wiß fürwahr. Der helf uns zu ller Engel Schar durch Jesum Christum! Amen. 1530. Psalm 31, 1-6. Eigene melodie. . Jahrhundert. 330 8 +—— 1 + +—— + DMNMNMR uf dich hab ich ge⸗ hof⸗fet, herr, hiif, +7 I I— 2 +— +1 + + I laß ich nicht zu Schän den werd noch e⸗ wig ⸗lich T— + L D—————. 4 zu Spot⸗ te. das bitt ich dlich: Er⸗ hal ⸗-te * I L N I + + I 1 + N —.—....— H +— z—— mich in dei ⸗ ner kreu, herr 6ot-te! 2. Dein gnädig ohr neig her zu mir, erhör mein bitt, tu llich herfür, eil bald, mich zu erretten! In Aangst und Weh ich lieg und steh, hilf mir aus meinen nöten! 3. mein 6ott und Schirmer, steh mir bei, sei meine Burg, llarin ich frei und ritterlich mög streiten wider mein' feind, der gar viel seind an mir auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein fels, mein hort, mein Schild, mein grast, sagt mir dein Wort, mein hülf, mein heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not; wer kann mir widerstreben? 5. nir hat die Welt trüglich gericht mit Lügen und durch falsch Gedlicht viel netz und heimlich Stricke; herr, nimm mein wahr in der Gefahr, hüt 3⁰⁴ mich vor falscher Tücke! EENEERNeben u. Wandel 6. herr, meinen 6eist befehl 7. Lob, Preis und Chr und ich dir, mein oott, mein ott, Herrlichkeit sei Gott Vater und Weich nicht von mir, nimm mich Sohn bereit, dem heilgen Geist in deine hände! o wahrer 6ott, mit namen! Die göttlich sraft aus aller Hot hilf mir am letzten mach uns sieghaft durch Jesum Endle! Christum! Amen. Adam Beusner g. 1406 + 1578. Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. 1577. 3 3 7— I—.——— V— 3h erz lich lieb hab ich dich, o herr; Ddie gan⸗-ze lbelt er-freut mich nicht, ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit dei⸗ ner nach Erd und him-mel frag ich nicht, wenn ich dich AI 2 4 12— 6llt und 6na⸗- den. nur kann ha⸗ ben. Und wenn mir gleich mein —.—.—.———— ———— I— * + herz zer⸗bricht, bist du doch mei- ne Zu ⸗ver⸗sicht, mein — I I*— +*— — E +— Teil und mei⸗ nes her⸗zens Trost, der mich durch sein Blut ———.———1 1 I + I 1 hat er ⸗-löst. herr Je⸗su christ, mein oott und herr, mein 365 LEENEER Gott und herr, in Schan-den laß mich nim⸗mer⸗mehr. 2. Es ist ja, herr, dein 6'schenk 3. Nch herr, laß deine Enge⸗ und Gab mein Leib und Seel lein an meinem Endödie Seele und wäs ich hab in diesem ar- mein in Abrahams Schoß tra⸗ men Leben; damit ichs brauch gen, den Leib in sein'ni Schlaf⸗ zum Lobe dein, zu utz und Rämmerlein gar sanft ohn einge Dienst des nächsten mein, wollst Oual und Pein ruhn bis jum mir dein önade geben. Behüt jüngsten Tage. Alsdann vom mich, herr, vor falscher Lehr, des Tod erwecke mich, daß meine Satäns mord und cigen wehr,. Augen sehen dich in aller freud, in allem freuz erhalte mich, auf o õottessohn, mein heiland und daß ichs trag geduldiglich. herr mein önadlenthron! herr Jesu Jesu christ, iein herr und oott, Christ, erhöre mich, erhöre mich, mein herr und oott, tröst mir ich will dich preisen ewiglich. mein Seel in Todesnot! martin Schalling g. 1532 4+ 1608. — el.: Aus tiefer Uot schrei ich zu dir. Mel. 2. Ursprüngliche form im Anhang. 15²25. . 228— I—E.— I V *.——— err, wie du willst, so schicks mit mir al-lein zu dir steht mein Be⸗gier, I +—— IIAHN= +— im le- vben und im Ster⸗ben, laß mich, herr, nicht ver ⸗der⸗ den? er⸗halt mich nur + + 1— I +—— ——*————— —— A — in dei- ner huld, sonst wie du willst; gib — 7——* mir b6e⸗ duld, denn dein Will ist der be⸗=ste. 3⁰⁰ EEEEEER 2. Zucht, hr und Treu verleih 3. Soll ich einmal nach deinem mir, herr, und Lieb zu deinem Kat von dlieser Welt abscheiden, Worte, behüt mich, herr, vor verleih mir, herr, nur deine falscher LCehr und gib mir hier 6nad, daß es gescheh mit freu⸗ und dorte, was dient zu mei⸗ den. mein Leib und Seel befehl ner Seligkeit, wend ab all Un⸗ich dir, o herr, ein seligs End gerechtigkeit in meinem ganzen gib mir durch Jesum Christum! Leben! Amen saspar Bienemann g. 1540 1501. Eigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. T kuch nach mieioaie Rr. 384 ju singen.—.—— 39————.... DD— 2 2 huf mir, mein cott, hilf, daß nach dir uͤnd ich dich su-che mit be= gier, —.———1 —.. —...—— 1— 1— + + 1— 2— I + 1— E.2˙ 1... 6 von her⸗zen mich ver⸗-lan⸗ ge ver ⸗leih, daß ich mit wenn mir wird angst und ban ⸗ge. 23—— + + 1— + + E 12 + 2—— —— 2 freu de dich in mei⸗ner Angst bald fin de; gib mir den 1— + EH TPA I — —— E—x + 1.— + 1 1— 2 1 Sinn, daß ich fort hin meid alle Schand und Sün-de. 2. Hilf, daß ich stets mit Reu 3. Die Lust des fleisches dampf und Schmerj mich deiner 6nadin mir, daß sie nicht berwinde; ergebe, habtäglichein jerknirsch⸗(rechtschaffne Lieb und Lust ju tes heri, in wahrer Buße lebe, dir in meinem Sinn anzünde, vor dir erschein, herzlich bewein daß ich in not bis in den Tod dich all meine mnlissetaten, die hande und dein ort betzenne, und fein laß mülde sein, dem dürf⸗ mich kein crutz noch Eigennutz tigen zu raten. von deiner Wahrheit trenne. 3⁰⁷ EEEEE — 4. Behüte mich vor Zorn und 6rimm, mein herz mit Sanft⸗ mut ziere, auch alle hoffart von mir nimm und mich zur Demut führe! Was sich noch findt von alter Sünd durch deinen Geist ausfege, gib, daß allzeit Trost, fried und freud sich in mir Armen rege. 5. Den 6lauben stärk, die Lieb erhalt, die hoffnung mäche feste, dlaß ich von air nicht wanke väld, Beständigkeit ists Beste; den mund bewahr, daß nicht Gefahr durch ihn mir werd er⸗ wecket; gib Brot dem Leib, doch llaß er bleib von Wollust un⸗ beflecket. kigene melodie. mel. 1. b6. Gib, daß ich treu und fleißig sei in dlem, was mir gevühret, dlaß ich auch nicht durch heu⸗ chelei und(hrgeiz werd ver⸗ führet. Leichtfertigneit, haß, zank und neid laß in mir nicht verbleiben, verstockten Sinn und Diebsgewinn wollst du fern von mir treiben. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rat, von falscher einung trete, dlem Arnien helfe mit der Tat, für freund und feind stets bete, dien sedermann, so viel ich kann, dlas Böse haß und meidle nach deinem Wort an allem ort, bis ich von dannen scheide. Joh. heermann g. 1585 + 1647. 16⁴8. 34⁰ + I ————— WGDMDD/N O bott, du from-mer Gott, du Brunn⸗ ohn den nichts ist, was ist, von dem .... 9 EEE—— uell gu-ter 6ã-ben ů Wir—5 les ha ben, ge- sun den Leib gib —.— 1 + + DIDIDIe——— N I + 1— 2 1...— ———————ᷣ— mir, und daß in — sol chem leib ein un⸗ ver-letz te Seel und 3 rein 6e⸗- wis⸗sen bleib. 6 Mel. 2. IN leib. Mel. 2. odler: 1693. I I— I +——— + +— — 1— I 1 + Sott, du from- mer 6ott, du brunn⸗ ohn den nichts ist, was ist, von dem 92. +—.—..—x—H. + I—— —— 1 D— II———— quell gu- ter Ga-ben, wir al ⸗les ha⸗ ben, ge sun den Leib gib —.— — IIIIIJJ4—.. 1— I I 1.— 1 EEI mir, und daß in sol⸗ chem Leib ein un⸗ E.— EH 2—..—,—s ver ⸗letz te seel und rein 6e⸗ wise⸗ sen bleib. 2. Gib, daß ich tu mit fleiß, was mir zu tun gebühret, wozu mich dein befehl in meinem Stände führet. Gib, daß ichs tue bald, zu der Zeit, da ich soll; und wenn ichs tu, so gib, daß es gerate wohl. 3. hilf, daß ich rede stets, wo⸗ mit ich kann bestehen; laß kein unnützlich Wort aus meinem munde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten sraft und Unachdruck, ohn Verdruß! 4. findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gib einen heldlenmut, das reuz hilf selber tragen! Gib, daß ich meinen feind mit Sanftmut überwind, und wenn ich Rat bedlarf, auch guten Kat erfind. 5. Laß mich mit jedermann in fried und freundschaft leben, so Weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dlabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gib Ge⸗ duld, vor Sünd und Schanden mich bewahr, daß ich mit Chren trag all meine grauen haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden, die Seele nimm zu dir hinauf zu 30⁰ . Wwandelsæ ELEEE deinen freuden, dem Leib ein käumlein gönn bei frommer christen orab, auf daß er seine ö kuh an ihrer Seite hab. W 8. Wenn du die Toten wirst ö an jenem cag erwecken, so tu auch deine hand zu meinem Grab ausstrecken, laß hören dei⸗ ne Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schöon verklärt zum auserwählten hauf! Joh. heermann g. 1585 4 1647. cv. Matth.. mel: freu dich seyr, o meine Seele. 1551. 2 1 I AI I—9 1 + + — + 1 1 3* + 41 + 22 + + M. 1. I—— —— ommt, laßt wel ⸗che euch den her⸗ren leh ⸗ren, dlie sind, die ge⸗ hö⸗ ren I I I — 1 ů EN 2.— ——— +——— kommt und ler- net all-zu-mal, ů V ju der rech⸗ten chri⸗ sten Zahi, die be⸗ en nen mit dem mund, glau-ben fest I— 1 . N 1 +7 +— E1 14 TE + I — + 7 I I I 1 3722— ———— 1— — mü- hen sich da ⸗ ne⸗ben, guts 2. Selig sind, die Demut haben und sind alljeit arm im Geist, rühmen sich gar keiner aben, daß Gott werd allein gepreist, danken dem auch für und flür, ö denn das himmelreich ist ihr. 6ott wird noch zu Chren setzen, V die sich selbst gering hier schätzen. 3. Selig sind, die Ceide tragen, da sich göttlich Trauren findt, dlie beseufzen und beklagen ihr 37⁰ zu tun, so lang sie le⸗ben. und andrer Leute Sünd, die deshalben traurig gehn, ost vor Gott mit Tränen stehn. Diese sollen noch auf Erden und dann dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen her⸗ zen, daã man Sanftmut spüren kann, welche hohn und Trutz verschmerzen, weichen gerne jedermann, die nicht suchen eig⸗ ne Rach und befehlen Gott die + Sach. I esihen 5. Slli ben nat lah an licht ö dle da Ind à cchlecht lecht h werden b. Seli men sid sindm aul ehülf moöglit Wieller Harmh CLBEELEEERE Sach. Diese will der herr so bentten. daß sie noch das Cand esitzen. 5. Selig sind, die sehnlich stre⸗ ben nach serechtigkeit und Treu, daß an ihrem Tun und Leben nicht Gewalt noch Unrecht sei, die da lieben gleich und recht, sind aufrichtig, fromm undk schlecht, Geiz, Betrug und Un⸗ recht hassen. Die wird õott satt werden lassen. 6. Selig sind, die aus Erbar⸗ men sich annehmen fremdaer llot, sind mitleidig mit den Armen, bitten treulich für sie õott; dlie behülflich sind mit Rat, auch wo möglich mit der Tat, werden Wieller hülf empfangen und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die funden wer⸗ den reines herzens jederzeit, die in Werk, Wort und õeberden lie⸗ ben Zucht und heiligkeit. Diese, welchen nicht gefällt die unreine Cust der Welt, sondern sie mit Ernst vermeiden, werden schau⸗ en Gott mit freuden. 8. Selig sind, die friede machen und drauf sehn ohn Unterlaß, daß man mög in allen Sachen fliehen hader, Streit und haß; die da stisten fried und Kuh, raten allerseits dazu, sich auch friedlens selbst befleißen, wer⸗ den Gottes sinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dul⸗ den Schmach, Uerfolgung, Angst und Pein, da sie es doch nicht verschulden und gerecht befun⸗ (len sein. ob des Kreuzes gleich ist viel, setzet ott doch aß und Ziel, und hernach wird ers be⸗ lohnen ewig mit den chren⸗ kronen. 10. Herr, regier zu allen Zeiten meinen Wandel hier auf Erd, daß ich solcher Seligkeiten auch aus Gnäden fähig werd. Gib, daß ich mich acht gering, meine scläg oft vor dich bring, Sanft⸗ mut auch an feinden übe, die berechtigkeit stets liebe; II. Daß ich Armen helf und dlene, immer hab ein reines Herz, die in Infried stehn, ver⸗ sühne, dir anhang in Ffreud und Schmerz. VUater, hilf von deinem Thron, daß ich glaub an deinen Sohn und ich 0 deines Geistes Stärke mich befleiße rechter Werke. hannov. 6sb. 1648. nach Joh. heermann g. 1585 T 16%7. Mel: Es ist gewißlich an der Zeit. Jos. selug 1555. L—. 4 I— + + 342 treu ⸗- er hei⸗-land, Je- su christ, der jd auch für mich ge⸗stor⸗ ben bist, laß 371 Ceben u. Wandelse ALLERE ö/ðꝗ II I + I II SPSSPSZSZ‚..... TISSISS... du auch mir ge⸗ bo ⸗ren,„ doch nicht sein ver lo-ren n mit das groß er 6— ——— 0— —— 16 sungs- werk, viel-»mehr gib 6na-de, ——2— 1 ———————H sraft und Stärk, 2. Gib Gnade, daß ich dich hin⸗ fort als meinen heiland liebe, dir lebe und in deinem Wort mich treu und fleißig übe. Und wie du, herr, gestorben bist, so hilf mir auch, ju jeder frist den Sünden abzusterben. 3. Du standest von den Toten aulf, brachst durch des õrabes Türen; drum laß mich einen neuen Lauf voll 6eist und Tu⸗ in ⸗brün-stig dir gend führen, laß mich von mel.: Sollt ich meinem Gott nicht singen. Ursprüngliche form und zweite melodie im Anhang. V I I zu dan-ken! Sünden auferstehn, in deinen heilgen Wegen gehn und dir zu Chren leben! 4. Caß hier in deinem Reiche mich dir treu, beständig dienen, in guten Werken fruchtbarlich stets wachsen, blühn und grü⸗ nen, bis du nach meinem bil⸗ grimslauf mich nimmst in dei⸗ nen himmel auf, wo du zur RKechten sitzest. 1633. Joh. Schop 1642. * 343 1 E + I 4— FEN Las- set uns mit in der Weit der Welt ent⸗ flie⸗hen Je-su zie⸗hen, + I a—.0 E — 2222 I t 1 I + S V — + LI 3—— auf der Bahn, die sei⸗ nem Vor-bild fol ⸗gen nach, er uns brach, 37² im⸗mer⸗fort zum HEEIEEE —— I I I + I 2— + + + + + ———————— him-mel rei-sen, ir⸗ disch noch schon himm-lisch I +—4 I I* I 4 +— + + + + + 14———.— 4+ I — 1— 1 8 le⸗ ben fein, in der I + + ..— + 14 + N Cieb den 6Glau-ben wei- sen. Treuer je⸗su, —.— I— + I P LII I 1 I 23— LII bleib bei mir, ge⸗ he vor, ich fol ⸗ ge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, seinem Vorbild werden gleich; nach dem Leide folgen freuden, Armut hier macht dorten reich, Tränensaat die erntet Lachen, hoffnung tröstet mit eduld; es kann leichtlich Gottes huld aus dem kegen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil dleine freud mit mir!— 3. Lasset uns mit Jesu sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil wir leben, unser fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das himmelsleben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Casset uns mit Jesu leben; weil er auferstanden ist, muß das 6rab uns wiedergeben. Jesu, unser haupt du bist, wir sind dei⸗ nes Leibes 6lieder, wo du lebst, da leben wir; ach erkenn uns für und für, trauter freund, für deine Brüder Dir, o Jesu, leb ich hier und dort ewig auch bei dir. Sigism. v. Birken g. 1626 1 1681. Psalm 118. mel.: Werde munter, mein emüte. Joh. Schop 1642. I NI 34⁴ I r— huf uns, herr, in al-len Din ⸗gen, wohl an⸗ fan- gen und voll⸗ brin⸗gen, 3⁷³ LEEEELEE daß wir un ⸗-ser Amt und Werk gib uns Weis-heit, Kraft und Stärk oy ne dei ne .—.— hülf und Gunst ist all un ⸗ ser Werk um⸗ — 3 I Y 2 + 2 I ¹ sonst: hilf uns, herr, in al⸗ len din ⸗ gen . und laß al-les 2. hilf uns, herr, an allen Or⸗ ten, wo wir dein bedürftig sein, brich der hölle Macht und bfor⸗ ten und gib deinem häufelein, deiner armen Christenheit, Lie⸗ be, fried und Einigkeit! hilf uns, herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen! 3. hilf uns, herr, in allen Nö⸗ ten, aller Trübsal und Gefahr, laß uns keine Drangsal töten, nimm doch unser also wahr, daß streuz, Flend und Verdruß uns zum besten dienen muß. hilf uns, herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen! woh! ge⸗ Un ⸗ gen! 4. Hilf uns, herr, aus allem Leide in der letzten Todesnot, laß uns fahren hin mit freude und durch deinen bittern Tod kommen in das Paradeis, uns zur freude, dir zum Preis! hilf uns, herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen! 5. Hilf uns, herr, in letzten Zü⸗ gen, hilf nach unsrer Zuversicht laß uns ritterlich obsiegen und zu Schanden werden nicht! 0 herr Jesu, deine hand leist uns hülfe und Beistand, daß wir nach vollbrachtem Ringen Lob und Dank dir ewig singen. nach martin Rinckart g. 1586 1 1640. mel.: sommt her zu mir, spricht ottes Sohn. Ursprüngliche form im Anhang. 1530. 345 Ach sott, gib du uns dei-ne 6nad, daß 37⁴4 f/// — — — —. , S s S EU E — UH — + UIEAEE I IL T 1 F+ + + 1— 1— wir all Sünd und sis⸗se⸗tat buß ⸗fer⸗tig⸗lich er ⸗ken⸗ * I I +=2 En E ————— 7 2+• nen und glau-ben fest an Je⸗-sum christ, der uns ju V. I—— 7 + 4 I 1 I 1 —— ————* helfn ein mei⸗ ster ist, wie er sich selbst tut nen⸗nen. 2. Hilf, daß wir auch nach dei⸗regier, auf ebner Bahn jum nem Wort gottselig leben im⸗ hünmel führ durch Jesum chri⸗ merfort zu Chren deinem Ha⸗ stum. Amen. men; daß uns dein guter Geist Samuel Zeyner() g. 1504 1655. mnel.: freu dich sehr, o meine Seele. 551. 3 40— A T I + + 1 + +— ENE ei ge⸗treu bis an das en ⸗de, dich von dei⸗- nem Je⸗ su wen ⸗-de, + I I I + LIL I + 4 I + 1 2— + EEI 2+* da- mit kei- ne OQual und not sei ihm treu bis in den lodꝛ) Nch das Lei den + 1 V I L I— + LI die ·ser Zeit ist nicht wert der herr ⸗lich · Keit, die dein Je · sus 37⁵ EE NN 2. Sei getreu in deinem 6lau⸗ 4 jã nicht aus dem herzen rauben, halte treulich deinen Bund, den ö dein herz durchs Wasserbad fest ö mit Gott geschlossen hat. Ewig ist der ensch verloren, der ihm treulos hat geschworen. 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen 6ott, der dich geliebt; + auch dlie Lieb am nächsten übe, wenn er dich gleich oft betrübt. Denke, wie dein heiland tat, als er für die feinde bat; du mußt, + soll dir 6ott vergeben, auch ver⸗ * zeihn und liebreich leben. 4. Sei getreu in deinem Leiden ö und laß dich kein Ungemach, keine lot von Jesu scheiden, murre nicht in Weh und Ach! denn du machest deine Schuld 4 rößer durch die Ungeduld; ö elig ist, wer willig träget, was 0 sein õott ihm auferleget. 5. Hat dich reuz und Uot be⸗ troffen, und Gott hilft nicht also⸗ 50 bleibe treu in deinem Hof⸗ en, traue fest auf ottes ort! +* Hoff auf Jesum festiglich, sein ben, laß dir dessen festen örund 6. Mel.: Auf dich hab ich gehoffet, herr. herz bricht ihm gegen dlich, seine hülf ist schon vorhanden; Hoff⸗ nung machet nie zu Schanden. 6. Sei getreu in allen Sachen, in dem Anfang, mnittel, Schluß, fürchte õott und laß ihn machen, hüte dich vor Joabs Kuß,“) such in allem õottes Ruhm, führ ein waähres christentum, sei zwar klug in deinem 6lauben und loch ohne falsch wie Tauben! 2 Sam. 20, 9. 7. Sei getreu in Todesstunden, halt dich glaubensvoll an Gott, flieh getrost in Christi Wunden, sei getreu bis in den Tod! Wer mit Jesu gläubig ringt, ihn wie Jdkob hält und zwingt, dem will er in jenem Ceben seine freudenkrone geben. 8. Nun wohläan, ich bleib im Ceiden, õolauben, Lieb und Hoff⸗ nung fest, ich bin treu bis an llas Scheiden; Jesus, der mich nicht verläßt, ist, den meine Seele liebt, dem sie sich im reuz ergibt; ihm befehl ich meine Sãchen, denn ich weiß, er wirds wohl machen. Leipzig 1650. 15. Jahrhundert. I— 347 D + 14——ẽ—— — ch weiß, mein Gott, daß all mein + 1 + + I 7 14 IEI 2————* + + I —— 2.— 1 1 1 + 14 + 1— — 4 4 Tun und UWerk in dei- nem UWil-len ruhn, von 376 voll LEEELEEE ö +7—*— dir kommt 6lück und se⸗ gen; was du re⸗gierst, das — H ————— 2— 0 I I— geht und steht auf rech- 2. Es steht in keines menschen Macht, daß sein Rat werd ins Uerk gebracht und seines öangs sich freue; des höchsten Kat der mächts allein, daß menschenrat gelleihe. 8.— 3. Oft denkt der mensch in sei⸗ nem mut, dies oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch flir schälllich an, Was lloch Gott selbst erwählet. 4. So fãngt auch mancher weise C mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringts doch nicht zum Stande; er baut ein Schloß und festes haus, doch nur alif lauterm Sande. 5. WDie mancher ist in seinem Sinn fast Uber Berg und Spitzen hin, und eh er sichs versiehet, so liegt er da, und hat sein fuß vergeblich sich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du sron und Zepter trägst in dei⸗ nem chron und aus den Wolken blitzest, vernimm mein Dort und höre mich vom Stuhle, da du sitzest. 7. Uerleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und dd der rechten Weisheit sraft durch deine fraft erwecket. ten, gu—ten lbe⸗ gen. 8. Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und 1 auf meinem eignen Willen; sei du mein Freundund treuer Rat, was recht ist, zu er⸗ füllen. 9. Prüf alles wohl, und was mir gut, das gib mir ein; was fleisch und Blut erwählet, das verwehre! Der höchste Zweck, chr heste Teil sei deine Cieb und re 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn und Zier, gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und Tat verüben! 1I. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück, ists enschentun, so treib zurück und ändre meine Sinnen! Was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in kurzem zu zerrinnen. I2. Sollt aber dein und unser feind an dem, was dein herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß seinen Zorn du leichtlich könnest brechen. . Tritt zu mir zu und mache leicht, was mir sonst fast un⸗ möglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst 37⁷ EE E angefangen hast durch Weisheit deiner hände. 14. Ist ja der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe eer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur ohn Unterlaß zu seußzen und zu be⸗ en. 15. Wer fleißig betet und dir — ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, herr, durch deinen er Wo freud und Wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein seind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du ju aller õnüge. Sso hilf nür, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich traut, wird älles, da ihn sonstsieg vor graut, mit tapfrem Mut be⸗ zwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 16. der eg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und hecken mel.: Was mein sott will, das g'schey allzeit. Ursprüngliche form im Anhang. iege. 18. Dein soll sein aller Ruhm und Chr, ich will dein Tun je mehr und mehr aus hocherfreu⸗ ter Seelen vor deinem Volk und aller Weit, so lang ich leb, er⸗ zählen. paul Gerhardt g. 1607 4 10⁷6. cã. 1550. 348————— DII— Sei sott ge-treu, halt sei-nen bund, leg die-sen Stein jum er⸗-sten 6rund, I AEI IE +— 4 I I— — 1 I o mensch, in dei-nem Le-ben, denn an den sauf in bleib ihm al-lein er⸗ ge⸗ven!/ +— * + 1 I — 1 2— IE 4— HE I —. clei-ner Tauf, da er sich dir ver⸗schrie ⸗ben bei EXII seinem Eid, in E- wig⸗keit als Va ⸗ter dich zu lie⸗ben. 37⁸ mir n. vlgt LEEUELEL 2. Sei Gott getreu, laß keinen Wind des freuzes dich abkehren! Ist er dein Vater, du sein Kind, was willst du mehr begehren? Dies höchste Gut macht rechten Mut; kann seine huld dir wer⸗ dlen, nichts Bessers ist, mein lie⸗ ber Christ, im himmel noch auf Erden. 3. Sei õott getreu von Jugend duf, laß dlich nicht Lust noch Lei⸗ den in deinem ganzen Lebens⸗ lauf von seiner Liebe scheiden! Sein alte Treu wird täglich neu, sein Wort steht nicht auf Schrau⸗ ben: was er verspricht, das bricht er nicht; das sollst du kühnlich glauben. 4. Sei Gott getreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet; wenn er dich hält mit seiner hand, wer ist, der dich verletzet? Wer seine onad zur Brustwehr hãt, kein Teufel Kann ihm scha⸗ len; steht diese ehr umm einen her, dem bleibet wohl geraten. 5. Sei Gott getreu, sein liebes Wort standhäftig zu bekennen, steh fest darauf an allem ort, Mel.: machs mit mir, õott, nach deiner 6üt. laß dlich davon nicht trennen! Was diese Welt in Armen hält, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt eiõig sort ohn alles Wanken stehen. 6. Sei Gott getreu, als welcher sich läßt treü und gnädig fin⸗ len; streit unter ihm̃ nur ritter⸗ lich, laß über dich den Sünden ja wider Pflicht den zügel nicht! Wär je der fall geschehen, so sei bereit, durch Buß beizeit nur wieder aufzustehen. 7. Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dlich nichts abwen⸗ den! Er wird und kann in aller llot dir treuen Beistand senden. Und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller macht gedrun⸗ gen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 8. Wirst du õott also bleiben treu, wird er sich dir erweisen, dlaß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine stron jum 6nadenlohn im him⸗ mel dir aufsetzen; da wirst du llich fort ewiglich in seiner Treu ergetzen. michael frand g. 1609 + 1667. Joh. H. Schein 16²⁸ 2 22+ I 3 9 4 +72—— 14— 5 *** E— ir nach, spricht Chri⸗ stus, un ⸗ser held, VUer⸗leug-net euch, ver-laßt die IDelt, PII——— — 1 1..— * II + + I mir nach, ihr Chri⸗-sten al-le! folgt mei⸗ nem Ruf und Schal ⸗e! nehnit eu ⸗er sereuß und 37⁰ LELEE Un-ge-mach auf euch, folgt 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für mit heilgem Tugendd. leben; wer zu mir Kommt und folget mir, soll nicht im finstern schiweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaf⸗ tig wandeln soll. 3. Mein herz ist voll Demütig⸗ keit, voll Liebe meine Seele; mein mund der fließt zu seder Zeit von süßem Sanftmutsöle; mein Geist, oemüte, sraft und Sinn ist õott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig euch, das was schäd⸗ lich ist ju fliehen und zu meiden und euer herz von arger List zu reingen und zu scheiden. Ich bin der Seele fels und hort und führ euch zu der himmels⸗ pfort. Eigene melodie. mei- nem Wan-del 5. fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser senecht, der still mag stehn, wenn er den feldherrn an sieht gehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlie⸗ ren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in ott einfüh. ren. Uer nicht sein reuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. 7. So lãßt uns denn dem lieben herrn mit unserm freuz nach. gehen und wohlgemut, getrost und gern in allem Leiden stehen. Uer nicht gekämpft, trägt auch dlie sron dẽs ewgen Lebens nicht dlavon. Johann Scheffler g. 1624 1 1677. 175³8⁸. — I— -les ist an Got-tes Se-gen und an 7 I 1 — + I I . .... + + 3————————— — sei⸗ner 6nad ge⸗le- gen, — Ü-ber al-les Geldl und Gut. ———— 5. ——— Wer auf ott sein hoff⸗nung set-zet, der be⸗ hält ganz 38⁰0 2 — nach! ich geh Sklite, ch dlie leitk. Kmag dherrn sinden berlie⸗ Rleren einfilh. nimmit n nicht lieben Rnach getrost stehen. g auch lls nicht 41 10l⁴. 15• —.—. — anl ãn Out. t gan LEEEEEE + I + + 2— + 17 I un-ver-let-zet ei nen frei- en helden- mut. 2. Der mich hat bisher ernahret und so manches 6lück bescheret, ist und bleibet eivig mein. Der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein helfer sein. 3. Uiel bemühen sich um Sa⸗ chen, die nur Sorg und Unruh maͤchen und ganz unbeständig sind; ich vegehr nach dem zu ringen, was Uergnügung pflegt zu bringen und man jetzt gar selten findt. 4. hoffnung kann das herz er⸗ quicken; was ich wünsche, wird gefällt. Meine Seele, Ceib und Leben hab ich seiner önad erge⸗ ben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem illen mein Verlangen zu er⸗ füllen, es hat alles seine Zeit. Ich häb ihm nichts vorzuschrei⸗ ben, wie Gott will, so muß es bleiben, wann sott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widlerstreben, ich verlasse mich auf ihn; ist dloch nichts, das lang bestehet, dlles Irdische vergehet und fährt sich schicken, so es anders oott wie ein Strom dahin. 1670. Matth. 26, 41. Mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn. 16⁵⁵. 35⏑— ———.—....— — d- che dich, mein Geist, be»reit, daß dlich nicht die bö ⸗-se Zeit ——4 +—ᷣ—. 2˙½—.— I—7 —.T — wä⸗ che, fleh und be ⸗te, un 3r voßt be⸗ 1ur te⸗ denn es ist Sa-tans List 2—— LE— IIII + U- ber vie ⸗le from-men zur VUer⸗su-chung kom⸗-men. 381 HIEEAELEE ö 2. Aber wache erst recht auf WI von dem Sündenschlafe, denn es folget sonst darauf eine lange * Strafe, und die not samt dem Tod möchte dich in Sünden un⸗ W vermutet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser herr erleuchten; wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner 1 6nadengaben offne Augen ha⸗ ben. 4. Wache, daß dich Satans List W nicht im Schlaf mag finden, weils ihm sonst ein Leichtes ist, llich zu überwinden; und bott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die ö eilt durch 6ewalt bezwinge WM oder, wenn sie sich verstelit, wie. ö dler an sich bringe; wach und sieh, damit nie viel von falschen Brüdern unter deinen 6liedern. WMN o. Wache dlazu auch für dich, für V ö dein fleisch und herze, damit es nicht freventlich ottes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen, denn der herre muß dich frei von dem allen machen, was dich drückt und be⸗ strickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Jã er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, feind, Welt, fleisch und Ssünden kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn Wir ihn dürch seinen Sohn im bebet anflehen, denn er will uns mit füll seiner Gunst be. schütten, wenn wir glaubend bitten. 10. Drum so läaßt uns immer⸗ dar wachen, flehen, beten, weil dlie Angst, Not und õefahr im⸗ mer näher treten. Denn dlie Zeit ist nicht weit, da uns õott wird richten und die Welt vernichten. Joh. Burch. Freystein g. 1671 1 1718. kigene melodie. 1524. ——— —*—.—— — IIEIIE—— — err Je-su, öna- den- son- ne, wahr⸗ laß Le-ben, Licht unl Won⸗ne mein ö— — EJ—I E—.— I 1..5 Uid des An⸗- ge⸗-sicht 382 Le⸗vens ⸗licht, nach gei⸗ner onad er · reu · en V„ LEEEEEE und mei⸗nen õeist er neu⸗en, mein Gott, ver ⸗sag mirs nicht! 2. Uergib mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und ilf mir gnädiglich, laß deine riedensgaben mein armesherze laben, ach herr, erhöre mich! 3. Uertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn und laß mich dich erwählen, auf daß i mich forthin zu deinem dienst ergebe und dir zu Chren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Uerständnis, herr, durch dein heilig Wort, damit ich an dich vleine“ und in der Wahr⸗ Pfor. leibe zu Trutz der höllen⸗ for 3 Mit deiner sraft mich rüste zu kreuzgen mein begier und alle bösen Lüste, auf daß ich für und für der Sündenwelt ab⸗ sterbe und nach dem fleisch ver⸗ lerbe, hingegen leb in dir. o. Ach zünde deine liebe in mei⸗ ner Seele an, daß ich aus innrem Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Walien Aui7t be⸗ ständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, herr, verleih mir staͤr⸗ ke, verleih mir Kraft und Mut, denn das sind 6nadenwerke, die dein 6eist schafft und tut; Laiten ilt meine sinnen, mein assen und beginnen ist böse und nicht gut. 8. Darum, du sott der õnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu! 6ib, daß ich deinen Willen gedenke zu erfüllen, und steh mit kräftig bei! Cudw. Andr. Gotter g. 1001 + 1735. Phil. 2, 12. Mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 1551. +—— 8, ö chaf⸗fet, schaf ⸗fet, men⸗schen⸗kin ⸗der, bau-et nicht, wie fre⸗ che Sün ⸗der, 1 + I +— I + I 2— ———1f schaf fet eu⸗re se⸗lig⸗ nur auf ge⸗ gen⸗-wärt⸗ge —1 son-dern schau ⸗et 383 IEEEEEE 11 145 * b 1 E! I 1 + —— I· ber euch, rin⸗get nach dem him⸗mel⸗ reich und be⸗ —11— N V I —.——ʃ I N ———— —— mü⸗het euch auf Er⸗ den, wie ihr mö⸗get se⸗lig wer⸗den. 2. Daß nun dieses mög gesche⸗ hen, müßt ihr nicht nach fleisch und Blut und nach dessen Nei⸗ gung gehen, sondern was Sott will und tut, das muß ewig und allein eures Lebens Kichtschnur sein, es mag fleisch und Blut in allen übel odler wohl gefallen. 3. Ihr habtllrsach zu bekennen, daß in euch noch Sünde c 0 daß ihr fleisch bom fleisch zu nennen, daß euch lauter Clend dleckt, und daß Gottes nädlen⸗ kraft nur allein das Gute schafft, ja dlaß außer seiner 6önade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben 6. Mit der Welt sich lustig ma⸗ en hat bei christen keine Statt, eischlich reden, tun und lachen schwächt den Geist und mächt ihn matt. Nch bei Christi freuzes⸗ fähn geht es wahrlich niemals an, dãß man noch mit frechem herzen sicher wolle tun und scherzen. 7. furcht muß man vor Gott stets tragen, denn er kann mit Leib und Seel uns zur hölle niederschlagen, er ists, der des Geistes öl und nach dem es ihm beliebt Wollen und Voll⸗ bringen gibt. 0 so laßt uns zu ihm gehen, ihn um 6nade aͤn⸗ kämpfet, selig, wer im Fampfzufleh besteht und die Sünde in sich dämpfet, selig, wer die Welt ver⸗ schmäht. Unter christi freuzes⸗ schmach jaget man dem friedlen näch, wer den himmel will er⸗ erben, muß zuvor mit Christo sterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig fein, eure neigung zu bezwin⸗ gen, so bricht eüre hoffnung ein. ohne tapfern Streit und srieg foliget niemals rechter Sieg, währen siegern wird die frone nur zum beigelegten Lohne. 38⁴4 Uflehen. 8. Und dann schlagt die Sün⸗ denglieder, welche Adlam in euch regt, in den sreuzestod danie⸗ der, bis ihm seine Macht gelegt. hauet händ und füße ab, was euch ärgert, senkt ins Grab“) und dennt oftmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte! *) Matth. 5, 30. 9. Zittern will ich vor der Sün⸗ de und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der 6nade zu bestehn. Nch mein heiland, geh doch nicht mit mir Armeñ ins Gericht, gib mir 1 UIEEIELL deines Geistes Daffen, meine Seligkeit zu schaffen! 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, daß ich so in Jesu Namen meinen Glaubenskampf vollführ. Er, er gebe eraft und Stark und re⸗ giere selbst das Werk, daß ich Wache, bete, ringe und also zum himmel dringe. Ludw. Andr. Gotter g. 1661 + 1735. — eeigene Melodie. Um 1740. 354— 4— ——— SDSSE ieh, wie lieb⸗lich und wie fein — V— I L— —————— ists, wenn brü⸗der fried-lich sein, wenn ihr Tun ein⸗ —— 1 träch tig ist, oh⸗ ne falsch heit, Trug und Llist. 2. Diesen ja verheißt der herr reichen Segen nach Begehr und das Ceben in der Zeit und auch dort in Cwigkeit. 3. Aber ach, wie ist die Lieb so verloschen, daß kein Trieb mehr auf Erden wird gespürt, der des andern herze rührt. 4. Jedlermann lebt für sich hin in der Welt nach seinem Sinn, denkt an keinen andern nicht; wo bleibt da die Liebespflicht? 5. 0 herr Jesu, Gottes Sohn, chäue doch von deinem Thron, chaue die Zerstreuung an, die ein mensch nicht bessern kann. 6. Sammle, großer menschen⸗ hirt, alles, wãs sich hat verirrt, laß in deinem önadenschein alles ganz vereinigt sein! 7. Gieß den Balsam deiner fraft, der dem herzen Leben schafft, tief in unser herz hinein, strahl in uns den freudenschein! 8. Bind zusammen herz und herz, laß uns trennen keinen Schmerz, knüpfe selbst durch dleine hand das geweihte Bru⸗ derband! 9. So wie Vater, Sohn und 6eist drei und doch nur eines heißt, wird vereinigt ganz und gar deine ganze Liebesschar. 10. Was für freude, was flür Lust wird ihr da nicht sein be⸗ wußt! Was sie wünschet und 38⁵ ceben u. Wandeise EE begehrt, wird von Gott ihr selbst gewä Hes 11. Alles, was bisher verwundt, wird mit Lob aus Einem mund preisen sottes Liebesmacht, wenn er alls in eins gebracht. 12. straft, Cob, Ehr und herr⸗ lichkeit sei dem höchsten allezeit, dler, wie er ist drei in ein, uns in ihm läßt eines sein. v. 1=2 mich. Müller g. 1673 + 1704. U. 3 122. christ. Hehring g. 107117 1736. mel.: Wenn wir in höchsten Höten 2 Mel. I1. ranjös. Pfalmmelodie 1547. DMDMDMDMD DN E in rei⸗nes herz, herr, schaff in mir, * I— I TPSE + 1 + H—— Ee—h—. I — SDS2..—I .—— 1—E— + 1 I 4 schließ zu der Sun⸗de Tor und Tür, ver⸗-trei-be sie und I I I 1 T N 32— SIS I.. F— ——— 1— 8 laß nicht zu, daß sie in mei⸗nem her⸗zen ruh. 2. Dir öffn ich, Zesu, meine Tür, ach komm und wohne du bei mir, treib all Unreinigkeit hin· aus aus deinem cempel und Wohnhaus! 3. Laß deines guten õeistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein herz und Ge⸗ — o Brunnen unerschöpfter 4. Und mache dann mein heri zugleich an himmelsgut und Se⸗ gen reich, gib eisheit, Stärke, Rat, Uerstand aus deiner milden 6nadenhand! 5. 8o will ich deines Namens kuhm ausbreiten als dein Ei⸗ gentum und dieses achten für öewinn, wenn ich nur dir er⸗ geben bin. heinr. Georg UNeuß g. 1654 171⁶. kigene melodie. 17⁰4. 3 0 RRE 4.—.——. 5 v 1.——— 1—2— WGWTONOTUUIOU ES no⸗siet 386 viel, ein Christ vu sein und Heik⸗ llezeit, uns in +0. 1150 1e. LEEIEEE — + I—— + I + nach dem sinn des rei- nen Gei-stes le⸗-ben, denn n der na⸗-tur geht es gar sau er ein, sich im mer⸗ dar in I 1 + 4+———— 1 2 + I 1 +———4 1 hri-sti Tod zu ge⸗ben; und ist hier gleich Ein + +— H 8——— staͤmpf wohl aus- ge- richt, das machts noch nicht. 2. an muß hier stets auf Schlangen gehn, die ihren 6ift in unsre fersen bringen; da kostets üh, auf seiner hut zu stehn, daß nicht der õist kann in dlie Seele dringen. Wenn mans versucht, so spürt man mit der Zeit dlie ichtigkeit. 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die ewig⸗ lich ein solcher mensch erfährt, der sich hier stets aufs himm⸗ lische geleget. Es hat wohl üh, die 6nade aber macht, daß mans nicht acht. 4. Man soll ein sinddes höch⸗ sten sein, ein reiner lanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der leib so o stark, so hell und rein, so herrlich sein, so Nevucht im Ge⸗ sichte, dieweil ihn da die wesent⸗ liche Pracht so schön gemacht. 5. Da wird das find den Vater sehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durch⸗ gehn und es mit vott zu Einem beist verbinden. Wer weiß, was dlã im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn? b. Dã gibt sich ihm die eisheit ganz, die es hier stets als Mutter hat gespüret,) sie Krönet es mit ihrem Perlenkranz und wird als Braut der Seele zugeführet. Die heimlichkeit wird da ganz offen⸗ bar, die in ihr war.“ Spr. 8, 1. 31.) 1 Cor. 2, 9. 10. 7. Was Gott genießt, genießt es auch, was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben; der himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, Wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! nichtshöher wird an graft und Würde sein als Gott allein. 38⁷7 EREIUE 8. Auf, auf, mein Geist, ermüde Bedlenke was für straft uns Gott nicht, dich dur die Macht der verheißen. Wie gut wird sichs finsternis zu reißen. Was sorgest doch nach der Arbeit ruhn,ꝰ) wie du, daß dirs an straft gebricht? wohl wirds tun!„offenv. 14, 13. christ. friedr. Richter g. 1076 + 1711. I— — I I— I I I——— — 14 ö 1. 7—.. — PPI...——2 nach dem sinn des rei⸗ nen 6ei-stes le⸗ ben; zwar PIPSPIPISPISISSSSIPIPIPIPI‚IIII...... — EF.—— 1—..—— er ein, sich im mer⸗dar in —— 2— + chri-sti Toll zu ge-ben, doch führt die 6na⸗ de I* + + +7 I DSPIPIꝑ.ꝑIPIPIIIFIPIFIFIITIIII.I.... 4.— selbst zu al ⸗ler Zeit den schwwe—ren Streit. 2. Du darfst ja nur ein cindlein sein, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. o blöder õeist, schau doch, wie gut ers mein“, das kleinste seind kann ja die mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr, es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das herz, daß er es selbst mit reiner Gnade fülle; der fromme oott mächt dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille. drum übergib ihn Hot. in den Tod, so hats nicht ot. 4. Wirf nur getrost den um⸗ mer hin, der nur dein herz ver⸗ geblich schwächt und plaͤget; er⸗ wecke nur zum Glauben deinen 388 nn, w schwache Dater, st an] so 5. faß u Wenn d hlllfe m. uncd feh sieh, daß stärkest; Amdlich. schehn. 0. Laß hen ruh And fin hater w sur tun, Windd LEE Sinn, wenn furcht und Weh dein schwäches herze naget; sprich: vater, an! so ists getan. 5. faß nur dein herze in Geduld, wenn du nicht gleich des Uaters hülfe merkest. Dersiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so sieh, daß du dich durch die snade stärkest; so ist dein fehl und kindliches Uersehn als nicht ge⸗ schehn. o. Laß nur dein Hherz im 6lau⸗ ben ruhn, wenn dich wird Uacht und finsternis bedecken; dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir tun; vor keinem Sturm und ind däarfst du erschrecken, ja, —i— au mein tlend gnädig siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur! 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, und wirst dein heil mit größrer slarheit schauen; was dlu geglaubt, wirst du dann vor dlir sehn; drum darfst du nur dem frommen vaͤter trauen. 0 Seele, 10. och, wie ein wahrer Christ so selig ist. 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? 6eh ein, mein herz, genieß die süße Ruh, in friede sollst du vor dem Uäater schweben. die Sorg und Cast wirf nur getrost und kühn allein auf ihn. Christ. friedr. Kichter g. 1676 T 1711. Eigene melodie. 2*— 111 * 14 I — mein sSinn sich vor dlir hier iegt *—— I 2 1— + I— I 1 +—— I —— d.————— nie- der, mein Geist sucht sei- nen Ur-sprung + + I I + + 2 1 I ** wie ⸗ der; laß dein er- freu end An⸗- ge⸗ sicht —— + —* I I 1 1 1 Ar mut 1— 18 sein 389 I SE —. W 2. Schau her, ich flihle mein Uer⸗ lerben, laß mich in deinem Tode sterben; o könnte doch in deiner Ppein die Eigenheit ertötet sein! 3. Du wollest, Jesu, meinen Wil⸗ len mit der õelassenheit erfüllen, brich der natur Gewalt entzwei und mache meinen Willen frei! 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe, nur ist von der Unlauterkeit lie LCiebe iioch nicht ganz befreit. 5. Ich muß noch mehr auf die⸗ ser Erden durch deinen õeist ge⸗ heiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, der fuß muß unbeweglich stehn. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu raten, hier gelten nichts der menschen Taten; wer macht sein herz wohl selber rein? Es muß V durch dich gewirket sein. 7. Doch kenn ich wohl dein treu⸗ es Lieben, du bist noch immer W treu geblieben; ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. MNel.: Wer nur den lieben ott läßt walten. mel. 3. 8. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche kegung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und mich aus solchen Uetzen ziehst. 9. In hoffnungkann ichfröhlich sagen: Gott hat der hölle Macht geschlagen, õott führt mich aus lem sãmpf und Streit in seine kuh und Sicherheit. 10. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; ach drücke tief in mei⸗ nen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 11. Uenn ich mit Ernst hieran gedenke und mich in deinen Ab⸗ grund senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein herz wird von dir erquickt. 12. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, llie Liebe bist. Christ. Friedr. Richter g. 1676 4 1711. 178⁵f. 4— I— I I— + 1— —— 686 ein lie ber Gott, ge⸗ den—ke mei⸗ 390 denn au ßer dir ist nir-gend kei⸗ * 1 I—.— 1 +— + + + 14 + 14—1— K6 1 ———.—— ner im be⸗ sten jetzt und al ⸗le-jeit, Dein +* ner, der mich mit kät und Trost er⸗freut. bete, unc Ohren at ls siies Hut und 4. Gelle salle, u Jorne hi Renmhn Ind bio bangun Karhe . Gelle! Hiler u lein, g Inil Hei E 44+ treullich falsche du dit lich dus röhlich sllacht ich alls seine meiner L. gan in mei⸗ schon hieran nen Ab· von dit Wibil mir im hon die daß é5 in bott, 1 NIl dõ. mei⸗ l Kei⸗ Hein EEEE 11— —— 2. —— l + Uort macht mich voll zu-ver-sicht und sagt mir: Du ver 2. Gedlenke meiner, wenn ich höre dein süßes Evangelium, und mache mir diehimmelslehre zu Saft und scraft im Christen⸗ tum, daß so dein Same wohl ge⸗ ling und hundertfältig früchte bring. 3. Gellenke meiner, wenn ich bete, und merke stets in 6naden drauf! LDeil ich in Christo vor llich trete, so schließ dein herz und ohren auf, doch gib mir nichts als dies allein, was mir Rann gut und selig sein. 4. Gellenke meiner, wenn ich falle, und wirf mich nicht im zorne hin! Weil ich wie andre Menschen alle im fleische schwach und blödle bin, so fͤrdre meinen bang und Stand durch fraft und Stärke dleiner hand! 5. Gellenke meiner, wenn ich leidle! Wen hab ich sonst, als dich allein, der bei der enschen haß und neide mein freund und * gißt mein nicht. Tröster Rönnte sein? Und hab ich clich, so lacht mein Mut, wenn Welt und Teufel böse tut. b. Getlenke meiner auch in allen, Woran ich nicht gedenken kann, und blicke mich mit Wohlgefal⸗ len in meinem ganzen Leben an! Denn gibst du mir, was dir ge⸗ fällt, so ists um mich recht gut bestellt. 7. Gedlenke meiner, wenn ich sterbe, und wenn mich alle Welt vergißt; versetze mich in jenes Erbe, wo du mein ceil und Leben bist. Denn bliebst du nicht im himmel mein, so wollt ich nie geboren sein. 8. Ich will mich über nichts be⸗ trüben, in deine hände hast du mich zu heil und Segen ange⸗ schrieben; drum sieht die Hoff⸗ nung bloß auf dich und denkt, im Glauben ungekränkt, daß bott im besten meiner denkt. Erdmann neumeister g. 1671 + 175⁵6. Mel.: herr Jesu hrist, meins Lebens licht. 16²⁷. + —— + 14H— H◻+——— +——— 9 mich, o e⸗wigs Licht, und 301 VI Leben u. Wandels ELELE E T + I 12— I I IEI + SDII— — 33—8 +7 laß von dei-nem An-ge--sicht mein her und Seel mit — + 1 I 1 I +I 1— Z7—11 I dei⸗nem Schein durch-leuch tet und er⸗fül= let sein! 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, willst, will, ach herr, mit ihm feg aus den alten Sündenwust, mein herz erfüll! ach rüst mich aus mit sraft und 4. Nuf dich laß meine Sinnen mut, zu streiten wider fleisch gehn, laß sie nach dem, was dro- und blut. ben, stehn, bis ich dich schau, o 3. Schaff in mir, herr, den neuen ewigs Licht, von Angesicht zu Geist, der dir mit Lust Gehorsam Angesicht. leist und nichts sonst, als was du Joh. friedr. Ruopp + os. mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. Rud. Ahle 1664. + 5⁰1— HH‚.——— — 1 DMDMDMDNMDNNN Tiev⸗-ster J3e- su, der du mich sei⸗ und auf des-sen na⸗-men ich dls I II HE I II ——.— ber durch dein Blut er-Kau-fet, 47 ein Chri'-ste din ge⸗tau-fet, laß mich dei nen + TN I I + + +— Geist re- gie⸗ren, sol chen na-men recht zu füh=ren. 2. Laß mich meiner Taufe Bund üben, 6ott und menschen recht ernstlich inimerdar betrachten, zu lieben. laß mich doch von herzensgrund3. Laß mich, herr, den schmalen Satan, Lelt und fleisch ver⸗[Ueg durch die enge Pforte gehen, achten, laß hingegen stets mich laß auf deines Wortes Steg einzig 392 S——. meine n in Keuj nich vof 4. fom llebter IOI EEEEEE meine RAugen sehen, gib õeduld in freuzʒ und Leiden, daß sie nie mich von dir scheiden. 4. somm, vermähle selber dich, liebster Jesu, meiner Seelen, gön⸗ ne, daß auf ewig ich dich zu mei⸗ ner Lust mag wählen, gib, daß keine Trübsalsfluten löschen uns⸗ rer Liebe õluten. 5. Jaß mich hier in dieser Welt dls ein wahrer Christe leben und sodann, wenn dirs gefällt, christ⸗ lich meinen õeist aufgeben, auch im himmel zu den frommen und den wahren Christen kommen. b. Chre, õlücke, unst und Ruhm laß ich dieser Lelt dahinten, aber nur mein Christentum werde ich dort wiederfinden, wo mit schö⸗ nen chrenkronen Gott will wah⸗ ren Christen lohnen. heinr. Jon. Wehrenberg g. 1651+ 1713. mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. Phll. Nicolai() 1509. — ——1 E— + 4.— + E I 36² 0 —04— Rü-stet euch, ihr Chri⸗sten ⸗leu-te! die wäpp-net euch mit Got tes Wor ⸗te und V —— I I I + t 2 Lar— —.———— 1 I—— 1⁴½ fein de su-chen euch zur beu⸗te, sa Sa⸗tan selbst hat kämp-⸗fet frisch an je⸗dem or⸗-te, da⸗mit ihr blei⸗bet II + + + ————— un Per⸗sehrl⸗ Ist euch der feind zu schnell, hier ist + +*——* b., d— v: e inei Eienne uet nn, u, ——— IU—.— Im⸗- ma⸗- nu⸗-el. ho ⸗-si- an-na! Der Star-ke fällt durch ee. 44—. 1 .·˖: 0TtW h.h. dlie-sen held, unc wir be⸗ hal- ten mit das feld. 393 EEEEELEEEE DN 2. Reinigt euch von euren Lu⸗ sten, besiẽget sie, die ihr seid chri- sten, und stehet in des herren Kraft! Stärket euch in Jesu Na⸗ men, daß ihr nicht strauchelt wie dlie enichast Wo ist des Glaubens Eigenschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel, da ist freude. Wohlan, so seid zum sampf bereit, so krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet rechtdiewenigahre, eh ihr kommt auf dlie Totenbah⸗ re; Kurz, Kurz ist unser Lebens⸗ lauf. Wenn Gott wird die Toten wecken, und Christus wird die eit erschrecken, so stehen wir mit freuden auf. Gott Cob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Chren⸗ kron. 4. Jesu, stãrke deine tinder und mach aus denen UÜberwinder, slie du erkauft mit deinem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen wiüll der Mut. Gieß aus auf uns den Geist, dadlurch die Liebe fleußt in die herzen, so halten wir getreu an dir im Tod undeben fürund für. Wilh. Crasmus Rrends g. 16077 + 172I. — gEigene melodie. Um 1740. I +— 2 1 1 I I— 1 3⁰ Rin⸗ge recht, wenn 6ot-tes 6na ⸗de I I————. 2— — 2 1 + 128* H IEI—— 1— 1 I 12..— 1 I I +— lich nun zie⸗het und be⸗kehrt, daß dein Geist sich 1 1 N IE 1 recht ent ⸗lade von der Last, die ihn be⸗schwert. 2. ãmpfe bis aufs Blut und Le⸗ 4. Uimm mit furcht ja deiner ben, dring hinein in Gottes keich; will der Satan widerstreben, werde weder maͤtt noch weich! 3. Ringe, daß dein Eifer glühe, und die erste iebe dich von der anzen Welt abziehe; halbe Liebe ält nicht Stich. 39⁴4 Seele, deines heils mit Zittern waähr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 5. Hãlt ja deine srone feste, halte männlich, was du hast; recht be⸗ harren ist das beste, KRückfall ist ein böser 6ast. b. Laß nãch der Tag uni Träg-u L.lbah steht bet von Kei sich selb 8. Denh obsviel slle Lan stets ner I + Lob, wir llie Ibelt t lange, üngstens ekhren⸗ lder und winder, em blut. ven, daß erheben, will dler len öeist, ht in diie hetrelt al undfür. 0+ Hal. um ab. IEILEE 6. Laß dein Auge ja nicht gaffen nach der schnödenkitelkeit, bleibe Tag und Hacht in Waffen, fliehe Träͤg- und Sicherheit! 7. Wahretreuliebtchristilbege, steht beherzt auf ihrer hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zu gut, 8. Denkt bei jeem Augenblicke, obs vielleicht der letzte sei, vringt K dlie Lampen ins Geschicke, holt stets neues öl herbei. 9. Liegt nicht alle Welt im Bö⸗ sen? Steht nicht Sodom in der õlut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. 10. Eile, wo du dich erretten und nicht mit verderben willt, mach dich los von allen setten, fleuch wie ein gejagtes Wild! mel.: o sott, du frommer sott. mel. I. II. Lauf der Welt doch aus den händen, dring ins stille Zoar“) ein, eile, da du mögst vollenden, mache dlich von allem rein! imose 10, 22. 23. 12. Laß dir nichts am herzen kleben, fleuch vor dem verborg⸗ nen Bann, such in ott geheim zu leben, daß dich nichts beflecken ann. 3. Eile, zãhle Tag und Stunden, bis dein Bräutgam kommt und winkt und, wenn du nun über⸗ wunden, dichzum Schauen Gottes bringt. 14. Eile, lauf ihm doch ent⸗ gegen, sprich: ein Licht, ich bin bereit nun mein hüttlein abzulegen, mich dürst nach der Ewigkeit. Joh. Jos. Winckler g. 1070 4 1722. 1648. I I + IZ 30⁴4 1—1.4 1—.— 1 Ich ach füh ⸗re 6ott, ver-laß mich nicht, gib mir die h mich, dein ind, daß ich den 6na-den- hän ⸗de, mei- ner Sse⸗lig⸗ keit, sei Lauf voll en- de . I ——— —— e ů————— du mein Le ⸗ bens-licht, mein Stab, mein 395⁵ i 2. Nch Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen, ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen; gib mir den gu⸗ ten Geist, gib Glaübenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft, a 6ott, verlaß mich nicht! 3. Nch Gott, verlaß inich nicht, ich ruf aus herzensgrunde, ach höchster, stärke mich in jeder bö⸗ sen Stunde! Wenn mich Uersu⸗ ung plagt und meine Seel an⸗ cht, so weiche nicht von mir, ach Gott, verlaß mich nicht! mel.: o du Lieve meiner Liebe. + W hort, mein schutz, ach ott, ver laß mich nicht! 4. Nch Gott, verlaß mich nicht, ach laß dich doch bewegen, ach Uater, kröne doch mit reichem himmelssegen dielberke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, ch zu tun, was dir gefällt, ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, ich bleibe dir ergeben; hilf mir, o großer sott, recht glauben, christlich leben und seligscheiden ab, zu sehn dein Angeésicht, hilf mir in not und Tod, ach Gott, verlaß mich nicht! Salomo franck g. 1650 + 17²⁵. Um 1740. — — 30 .—4. ah⸗sei 4 W herr und herz ver⸗eint zu⸗ sam ⸗men, eu· re lie⸗-bes-flam-men I 1 I I I * 6ot-tes sucht in her ⸗zen 4 lo- dern auf den hei-land Ruh! zu! Er das haupt, wir — 1— U—4 I JFD—— I —— 2——.— 1—.EE I 5* 4 sei ⸗ne 6lie-der, er das Licht, und wir der Schein, er der 4 I 1 EI — + —‚ ö mei⸗ster, wir die Brü⸗der; er ist un⸗ser, wir sind sein. 396 ———8— + H.ü — — + IEEIEELE nicht! ch nicht, jen, ach reichem meines Pflicht, ch bott, h nicht, hilfmit⸗ m. scheidk scht, Ruf ach öott, 30+. um o. n⸗men 2. sommt, ach kommt, ihr öna⸗ denkinder, und erneuert euren Bund, schwöret unsrem Über⸗ winder Lieb und Treu von her⸗ zensgrund! Und wenn eurer Liebeskette festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieller stählt. 3. Cegt es unter euch, ihr õlieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der herr geliebet, so vergoß er dort sein Blut; denkt doch, wie ihr ihn betrübet, wenn ihr selbst euch Eintrag tut. 4. Halleluja! welche höhen, wel⸗ che Liefen reicher nad, daß wir dlem ins herze sehen, der uns so geliebet hat, daß der Vater aller oeister, der der undernbgrund ist, daß du, unsichtbarer ieister, uns so fühlbar nahe bist. 5. Ach du holder freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie ch so herzlich meine, wies dein etzter ille war; ja verbinde in der u Ppti die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner slarheit in der Tat er⸗ leuchtet ist. 6. So Wird dein Gebet erfüllet, dlaß der Vater alle die, welche du in dlich verhüllet, auch in seine CLiebe zieh, und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. 7. Liebe, hast du uns geboten, daß man Liebe üben soll, o so mäche doch die toten trägen Gei⸗ ster lebensvoll, zünde an die Lie⸗ besflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von Einem Stamme, stehen auch für Einen mann. 8. Caß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes 6lied mehr ist, und allein von deinem Brennen ů00 me unser licht den Schein; also wird dielbelt erkennen, daß wir deine Jünger sein. 1778. nach U. L. v. Zinzendorf g. 1700 1 1760 von Chr. õregor g. 1723 + 1801. el.: kinge recht, wenn Gottes 6nade. Um 1740. I + I I + 2 I I I1— 3⁰⁰⁶4 eil-ge ein-falt, 6na-den-wun-der, + I + + . + + tief ⸗sie Weis-heit, größ te kraft, schön ⸗ste Zier ⸗de, 397 E DEI 4 I f. 4.— 1+— I + ————.— + I I.—* 1 Lie-bes- zun der, Werk, das Gott al-lei- ne schafft! 2. Alle freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind, alle Schönheit wird zu Schanden, wenn wir ohne Einfalt sind. 3. Uenn wir in der Einfalt ste⸗ hen, ist es in der Seele licht; aber wenn wir doppelt sehen, so ver⸗ geht uns das Gesicht. 4. Einfalt ĩst ein ind der önade, eine kluge Ritterschaft, die auf ihrem schmalen Pfade nicht nach dem und jenem gafft. 5. Einfalt denkt nur auf das kine, in dem alles andre steht; Einfalt hängt sich ganz alleine an den ewigen maͤgnet. 6. Einfalt quillt aus Jesu Wun⸗ len mit dem teuren Gottesblut; wer sie da nicht hat gefunden, der ist fern von diesem Gut. 7. Wer nur hat, was Jesus gibet, wer nur lebt aus seiner füll, wer nur will, was ihm beliebet, wer nur kann, was Jesus will; 8. Wer nur geht auf seinem Pfa⸗ de, wer nur sieht bei seinem licht, wer nur stets verlangt nach öna⸗ dle und mag alles andre nicht; 9. Wer ihn so mit Inbrunst lie⸗ bet, daß er seiner selbst vergißt, wer sich nur um ihn betrübet und in ihm nur fröhlich ist; 10. Wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ist auf den fels erbauet und ein seligs nädenkind. A. 6. Spängenberg g. 1704 + 1702. U. 4 von n. C. v. Zinzendorf. — Eigene melodie. Ff. h. Meyer 1741. I I 3078 —— dds, als ein Er ⸗be, herr, das du er⸗kauft, mit es Ward auf dich ge⸗ tauft, sich I I ISSI I ,:— 1 4*.— 1 II I +1 + + I I dem du freund-schaft auf ge rich tet, sieht, wie zu des Ssd ⸗- tans haß ver⸗-pflich ⸗tet, 398 haft! en, der gibet, ll, Wer et, Wer Mpfa⸗ mlicht, chöna⸗ hicht; nst lie⸗ ergißt, trübet st; traället, lel ist nil Eilt mendofs. ger l. mit 0 1———.—.— I + es selbst sich nicht be⸗ schir-»men kann, und +— + I SEI I +L 1 ru-fet dich um sieg undd Bei⸗stand an. 2. Du hast der Schlange fopf zer⸗ stõrt, ihr õist geclämpft, ihr Reich bezwungen; es hat dein Tod den Tod verheert und ihn in frohem Sieg verschlungen, die Schuld ge⸗ tilgt, die freche Lelt besiegt, daß nun der feind zu deinen füßen liegt. 3. Doch weil hier noch die Probe⸗ zeit, hãst du ihm so vĩel Macht ge⸗ lassen, daß er uns kann durch sampf und Streit bei unserm fleisch und Blute fassen. Es stimmt die Welt, als die ihm folgt, mit ein; hier ist es not, auf seiner hut zu sein. 4. Mit so viel feinden finden Wir, o herr, uns überall umge⸗ ben. Der eine reizt und schmei⸗ chelt hier, dort droht ein and⸗ rer unserm Leben, ja allesamt sind sie darauf bedacht, daß un⸗ ser õeist werd um sein heil ge⸗ bracht. 5. Ver ĩst hier tüchtig zu bestehn und über Lust und furcht zu sie⸗ gen? Soll es durch unsre sraft geschehn, so werden wir bald unterliegen. Die feinde sind ju listig, stark und groß, wir aber stehn von macht und Weisheit bloß. 6. Doch was uns fehlt, das fin⸗ den wir, erwürgtes LCamm, in deinen Schätzen; dein Beistand ist uns gut dafür, daß uns kein Satan kann verletzen; du ziehest uns mit sraft und Weisheit an, dlaß unser õeistweitüberwinden kann. 7. Gib nur, daß wir nicht träge sein noch selbstdͤielbaffen nieder⸗ legen; flöß uns die straft des Glaubens ein, damit wir mutig streiten mögen; bewaͤhre uns vor weicher Zärtlichkeit, wenn fleisch und Blut sich vor dem sereuze scheut. 8. So wollen wir, wenn nach dem Streit die frohen Sieges⸗ lieder Klingen, in jener stillen Ewigkeit, o heiland, deinen kuhm besingen, wenn du uden Tod, den letzten feind, besiegt, und alles nun zu deinen füßen liegt. nach Gottfr. Arnold g. 1666 + 1714 von Joh. Jak. Kambach g. 1603 4 1735. 390 SE Mel.: 4 Jesu christ, meins Levens Licht. I.d ́——— + + I E— 99.201 3 — hier vin ich, herr, du ru-fest mir, du I 2 H + LIE —— — 1= I I 1 1 und sSinn, mein Schöp-fer, 2. Ich hab oft deinen Wink ver⸗ schmäht, es ist mir leid, ich kom. me spät; doch ist mir lieb, daß deine Güt noch auf mich armen Sündler sieht. 3. Ich wag es aber länger nicht, zu unterlassen meine Pflicht, ich komme, herr, voll Reu und Buß; ach aber, ach wie wankt mein fuß! 4. Es geht mir, wie es Petro ging: dort Kommit ein Sturm, ich sink, ich sink. Nch reiche mir die starke nimm, ach nimm es hin? hand, so wird das Sinken ab⸗ gewandt. 5. Du riefest mich, nun ruf ich dir. Mein heiland, Komm ju hülfe mir! mein matter fuß kann nirgend fort, ach trage mich an Stell und Ort! 6. Flößt du mir atten srafte ein, so werd ich Künftig stärker sein, so folg ich dir, mein herr und Gott, durch flut und 6lut, durch Not und Tod. Joh. Jak. Rambach g. 1603 + 1737. —.7— mel.: o Gott, du frommer Gott. mel. 2. 1693. 309— 1—.— H +—— 1 I 1 + +— 4..2 —— I— 1 bi mir ein from- mes herz, du das soll mein Reich tum sein, den x*—— 4 + + I N II 6e ber ich be⸗gehr zu ha-ben, al-—ler sa-ben!Y gas 4⁰⁰ ist mein höch⸗ster EEENUEER 2 —— 1— Schmuck und schön ⸗ ste bracht, denn + I +—aaaaeechn + 1—.——.———————— fromm sein wird bei 6ott und eEn⸗geln hoch ge⸗acht. 2. Gib mir ein frommes herz in allem meinem denken, wenn sich mein eitler Sinn auch will zum Bösen lenken. Ach schrecke mich doch ab von der 6ottlosen Weg und führe mich, o Gott, den rech⸗ ten himmelssteg! 3. Gib mir ein frommes herz, dlas sich nicht läßt verführen, laß deinen guten õeist dasselbe Kräf⸗ tig rühren! herr, laß mich nim⸗ mermehr auf böses Beispiel sehn, vielmehr mit aller Treu in christi Stapfen gehn! 4. Gib mir ein frommes herz, wenn ich viel Böses höre, daß die bewohnheit nicht mich auch zu⸗ letzt betöre; schließ meine ohren zu, gib deinem Worte straft, das sagt, du forderst auch von Wor⸗ ten Kechenschaft. 5. Gib mir ein frommes herz, wenn ich die Welt betrachte, daß ich die Eitelkeit und Sündenlust verachte. Es muß die schnöde Welt mit ihrer Lust vergehn, den frommen aber bleibt der him⸗ mel offen stehn. 6. Gib mir ein frommes herz, dlaß ich fromm sei und bleibe und nur, was dir gefällt, in mei⸗ nem Leben treibe. heut fromm sein, morgen bös, und so in Wankelmut bald Guts, bald Bö⸗ ses tun, stürzt in die höllenglut. 7. Gib mir ein frommes herz, dlaß ich nicht von dir weiche und nicht der schnöden Welt in ihren Sünden gleiche. Ich will von ihrem Tun mich sondern gänz⸗ lich ab und in der Gottesfurcht beharren bis ins õrab. 8. Gib mir ein frommes herz, so wird mirs auch wohl gehen; du wirst mein Beistand sein, wenn Unglückswinde wehen. Den frommen ist ja snad und hülfe zugesagt, wenn die ver⸗ diente Straf der Bösen Rotte plagt. 9. Gib mir ein frommes herz, so kann ich selig sterben und als ein Gotteskind das himmelreich ererben. Im himmel wird ja einst die frömmigkeit gekrönt, dlie auf der ęrden nur von Bösen Wird verhöhnt. 10. Gib mir ein frommes herz! Wenn du mir das wirst geben, so will ich dankbar sein in mei⸗ nem gaͤnzen Leben, so wird mein herz und Sinn sich lenken him⸗ melwärts. Drum bitt ich noch einmal: Gib mir ein frommes Herz! ö Joh. friedr. Starck g. 1680 f 1756. 40¹ Leben u. Wandel S Eigene melodie. F. H. Meyer 1741. I—— 37⁰ 2 I—2— 1 MMNMDMNMDN O va-ter-herz, o Licht, o ce⸗ben, o Uür bin ich ein- mal ü⸗- ber⸗ge-ben, dir, I I IR— E treu-er hirt, Im ma-nu»el, dir ge⸗hö=ret mei- ne Seel./ ch will mich nicht mehr + EI V H —4 I 11 + I + 4.——— + E— + — sel⸗ber füh⸗ren, der Va ⸗ter soll das ind re-gie-ren; so I + + WSS..D/„. L ri —PFF—— +1——— 4 L— geh nun mit mir aus und ein und lei⸗te mich nach — +— 12 —— + I + + + LI + al-len Trit-ten! Ich geh, ach hör, o herr, mein —.—.—— A SI———————— B.—— bit-ten, für mich nicht ei- nen Schritt al-ölein. 2. Was kann dein schwaches scind vollbringen? Ich weiß mir gar in keinem Rat; drum sei in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und Tat. Du willst dich meiner gar nicht schã⸗ men, ich kann dich ja zu allem nehmen, du willst mir selber alles sein; so sollst du denn in 4⁰² allen Sachen den Anfang und das nde machen, dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du gängelst mich, ich kann nicht gleiten; dein Wort muß ewig feste stehn: du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein An⸗ gesicht soll vor mir gehn, ja dei⸗ ne 6üt und dein rbarmen soll — E 2—2 — EEEEE mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, bei ällem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue creu. 4. O daß ich auch im Kleinsten merke auf deine Weisheit, õüt und Treu, damit ich mich im 6lau⸗ ben stärke, dich lieb und lob und ruhig sei und deinelbeisheit lasse waälten, stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten; sonst lauf ich vor, da lauf ich an. Drum mach im Besten mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumaßen; was du nur tust, ist wohlgetan. 5. Nch mach einmal mich treu und stille, daß ich dir immer fol⸗ gen kann; nur dein, nur dein vollkommner Wille sei mir hier Schranke, Cauf und Bahn! Laß mich nichts mehr für mich ver· langen, ja laß mir nichts am her⸗ zen hangen als deines großen namens Ruhm; der sei allein mein Ziel auf Erden; ach laß mirs nie verrücket werden, denn ich bin ja dein Eigentum. 6. Laß mich in dir den Vater preisen, wie er die Liebe selber ist; laß deinen õeist mir Klärlich weisen, wie du von ihm geschenkt IPetri Mel.: Wie wohl ist mir, Zweite Melodie im Anhang. mir bist. Nch offenbare deine Lie⸗ be und wirke doch die heißen Triebe der wahren õegenlieb in mir, durchdringe dadurch herz und Sinnen, daß ich hinfort mein ganz Beginnen in deiner Lieb und Lob nur spür. 7. Ich sehne mich, nur dir zu leben, der du mein herr und Brãutgam bist. Was dir sich nicht will gäanz ergeben und was nicht dleines Willens ist, das strafe bald in dem Gewissen, laß Blut und Wasser aufmich fließen undtilge, waãs nicht lauter heißt. Caß nur dein Lob zur Cust mir werden und dann das heil der armen herden, nach einer reinen Lieb im Geist! 8. So lob und lieb ich in der Stille und ruh als Kind in dei⸗ nem Schoß. Das Schäflein trinkt aus deiner fülle, die Braut steht aller Sorgen bloß; sie sorget nur allein in allen, dir, ihrem Bräut⸗ gam, zu gefallen, sie schmückt und hält sich dir bereit. Ach zeuch mich, zeuch mich weit von hinnen: waäs du ͤnicht bist, laß ganz zer⸗ rinnen, o reiner õlanz der cwig⸗ keit! sarl heinr. v. Bogatzky g. 1090 4 1774 1, 4. 5. o freund der Seele. —— 2.— +———.* 17 ——1 EEE hier gibts n Be⸗-wahre mich, o freund der See⸗ och mörder- vol- le höh⸗ 4⁰³ Leben u. Wandel le, durch dei- ne len, von au ßen furcht, von macht zur se⸗lig-keit; in- nen Streit, bei L 1 + + 1 N T 1—— N 4 + DI 1 1— + —— S tau-send män- gel und 6e⸗ bre· chen, dlie so viel Schlin-gen, netz und Strik⸗ ken, dã · —— 9—7— mut und 6lau-ben kön- nen schwä-chen. mit der feind sucht zu be rük ⸗- ken, =D———3—3——— —.————— — 1 1—.—— 6e wiß wür-— de noch ge ⸗ fällt wenn mich nicht 60t ⸗ tes mäacht er- hält. 2. Der Schutz steht nicht in mei⸗ nen händen noch in der grea⸗ turen macht, zu dir, zu dir will ich mich wenden, dein Rug und herz hat auf mich acht. Wie du mir nun das heil erworben, da du für mich am sereuz gestorben, so mußt du wahrlich ãuch allein vor aller macht der höllenscha⸗ ren mich zu der Seligkeit bewah⸗ ren und mir mein Schild und Sonne sein. 3. Mein Vater, du hast mir das Erbe von Cwigkeit ja jubereit; ach sorge, daß ich nicht derderbe durch schnöde Träg⸗ und Sicher⸗ heit, was du dem 6Glauben 4⁰⁴ beigeleget. Wenn feindes List und maͤcht sich reget, mir das geschenkte gute Teil aus herz und händen sucht zu vringen, so laß mich wachen, beten, ringen, ja wäche selber für mein heil! 4. Immanuel, in deine hände ergeb ich mich mit Leib und Seel; mein ꝗᷓ und o, Anfang und Ende, du bist mein teil, das ich erwähl; du 60 in stand, mich zu erhalten und so in deiner macht zu wal⸗ ten, daß feindes Macht ju schan. den wird. Er muß trotz allem 6rimm und hassen dein Schaf dir in den händen lassen; du, du, Jehova, bist mein hirt. UIEEAEEE 5. Dein seist, der ewig beĩ uns bleibet, dein õeist, der alle dinge schafft, dein õeist, der uns belebt und treibet, ist unser mit der Salbungskraft. Er ist der Mahl⸗ schatz, Pfand und Siegel, ein star⸗ ker Beistand, Schloß und Riegel, die Wehr und mäuer, so uns schützt, ein Ouell, der auf dlie Dürren fließet, den Traurigen das Ceid versüßet, und der die Schwaͤchen unterstützt. 6. Ist Gottes Macht da jum be⸗ wahren, so lach der Siind und hölle acht! Du wirst zu dei⸗ nem heil erfahren, wenn alles stürmet, blitzt und kracht, wie bottes Lort dich nicht betrüget, wie seine hand gewaltig sieget; verjage nur an eigner gKraft! Wirst du mit deinem Unver⸗ mögen in Gottes macht dich gläübig legen, so übst du gute Ritterschaft. 7. Auf jenes leinod mußt du schauen, das fleinod deiner Se⸗ ligkeit, und hör nicht auf, ihm zu vertrauen, der täglich dir die hände beut; du wirst wahr⸗ haftig überwinden und endlich alles, alles finden, oerechtigkeit und heiligkeit, verklärt bei Gott und Engeln wohnen, in höchster chr mit Christo thronen, voll Cob, voll Licht, voll fried und freud. J. Cudw. Ronr. Allendorf g. 1003 + 1773. mel.: von sott will ich nicht lassen. 15⁷². 372—.——— + + 5 +H LEIE + + ¶ +I— 1 + 1 N Kommt, stin-der, laßt uns ge⸗hen, der es ist ge⸗-fähr⸗lich ste⸗ hen in + + I N I TI + II— I 1 + + A- bend Rommt her⸗bei; die ser IDü⸗ ste⸗ nei; kommt, stär⸗ ket eu ⸗ren — 1 I I 1 E — Mut, zur kE⸗ wig⸗ keit zu wan⸗ dern, von 1⁰⁵ IEAAEE ei⸗ ner sraft zur an⸗dern; 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat; kommt, folgt und trauet dem, ein jeder sein õesichte mit ganjer Wendung richte fest nach Jerusalem! 3. sommt, seinder, lat uns ge⸗ hen, der Vater gehet mit. Er selbst will bei uns stehen in jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 4. Ein jeder munter eile, wir sind vom Ziel noch fern. Schaut auf die feuersäule,) die oegen⸗ waärt des herrn! Das Aug nur eingekehrt, da uns die Liebe winket und den, der folgt und sinket, den wahren Ausgang lehrt.* 2 mose 13,21. 5. Rommt, stinder, laßt uns wändern, wir gehen hand an hand, eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, laßt uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten;“) die eEngel uns begleiten als unsre Brüderlein. mose 45, 24. 6. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre ju, man trag, man helfe allen, man pflanze ieb und Ruh! Kommt, 4⁰0⁰ es ist das En de gut. bindet fester an, ein jeder sei der seleinste, doch auch wohl gern der keinste, auf unsrer Liebesbahn! 7. Kommt, laßt uns munter wanderr, der Weg kürzt immer abʒ ein Tag der folgt dem andern, bäald fällt das fleisch ins Grab; nur noch ein wenig mut, nur noch ein wenig treuer, von allen Dingen freier, gewandt zum ew⸗ gen Gut! 8. Es wird nicht lang mehr währen, halt't noch ein wenig aus! Cs wird nicht lang mehr währen, so kommen wir nach hãus; dã wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen frommen laheim zum Vater kommen; wie wohl, wie wohl wirds tun! 9. Drauf wollen wirs denn wa⸗ gen, es ist wohl Waͤgens wert, und gründlich dem absagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein, wir gehn durch Jesu seiten hin in die wigkeiten, es soll nur Jesus sein. 10. O freund, den wir erlesen, o allvergnügend Gut, o ewigblei⸗ bend Wesen, wie reizest du den mut! Wir freuen uns in dir, du unsre Wonn und Leben, worin wir ewig schweben, du unsre ganze Zier! Gerh. Terstegen g. 16097 4 1769. 5 — — ———— —— weit d lilst u — —.— 7— fels, EEEELLEZE smel.: és ist gewißlich an der Zeit. Jos. Klug 1535. + 2—.————.— 373—.——— ott, dei-ne 6ü=te reicht so weit, so du Krönst uns mit Barm⸗her⸗zig ⸗Keit und 1 I—. L— 4 weit dlie Wol⸗Ren ge⸗hen; eilst uns bei ⸗zu⸗ste⸗hen. herr, mei ne Burg, mein I— 1 1 I + 4— I—————— 1— 4 I — + — fels, mein hort, ver nimm mein flehn, merk * + I—— 1 I— —— E +— + I D +* auf mein Wort, denn ich will vor dir be⸗ten. 2. Ich bitte nicht um Uberflußein wahrer Ruhm sei meine und Schätze dlieser Erden, laßPflicht, der Ruhm vor deinem mir, so viel ich haben muß, nach Angesicht und frommer freunde deiner onade werden; gib mirLiebe. nur Weisheit und Verstand, dich 4. So bitt ich dich, herr Zebaoth, 6ott, und den, den du gesandt, auch nicht um langes Leben. Im und mich selbst zu erkennen. 6lücke Demut, ut in Not, das 3. Ich bitte nicht um Chr und wollest du mir geben. In deiner kuhm, so sehr sie enschen rüh⸗Hand steht meine Zeit; laß du ren, des guten Namens Eigen ·¶ mich nur Barmherzigkeit vor dir tum laß mich nur nicht verlieren! im Tode finden! Chr. f. Gellert g. 1715 + 1769. Mel.: machs mit mir, õott, nach deiner 6üt. Joh. h. Schein 1628. 37⁴4 S80 je-mand spricht, ich lie⸗ be Gott, der treibt mit Got- tes Wahr⸗ heit Spott 40⁷ ceben u. WandelsEEEL I L und haßt dloch sei ne hie-Ger.) Sott ist die Lieb und und reißt sie ganz dar ⸗-nie ⸗der. V. V + DI—R E I + 1* + I + + +—— ————————II“ will, daß ich den näch-sten lie be gleich als mich. 2. Wir haben Einen õott und herrn, sind Eines Leibes Glieder, drum dliene deinem llächsten gern, denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, mein Nächster ist sein sind wie ich. 3. Ein heil ist unser aller 6ut. Ich sollte Brüder hassen, die õott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versühnt, hab ich dlies mehr als sie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du herr von meinen da⸗ gen, ich aber sollte nicht edluld mnit meinen Brüdern tragen? lem nicht verzeihn, dem du ver⸗ gibst, und den nicht lieben, den du liebstꝰ 5. Was ich den frommen hier getan, dem seleinsten auch von lliesen, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein und 6ott in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges sericht wird über den ergehen, der nicht bäarmherzigist, der nicht dierettet, llie ihn flehen. Drum gib mir, bott, durch deinen õeist ein herz, las dich durch Ciebe preist. Chr. f. Gellert g. 1715 + 1769. mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 15²²2. +* +—.— 37⁵ HTNTOTTN 6 eh hin nach 6ot-tes Wil-len in lern das 6e⸗- bot er-fül-len, sein ũ I I 1— CvV•.— —— 2* 5 20 ½ de⸗ mut und ber-⸗ traun, gro-ßes feld zu baun. 4⁰⁸ Ffrag nach der Ern=te LEALEEE + I 245.—— EI + 1 E———— nicht, du darfst den Lohn nicht mes⸗sen, mußt freud 5 5 1 +—— LEI — PꝓPIPII. und Lust ver-ges-sen, nur sehn auf dei-ne Pflicht. 2. Willst du nur sein geborgen und vor der Welt geehrt, so kannst du nicht besorgen, was deinem herrn gehört; sieht je⸗ h. mand auf õewinn, sucht Schätze nur auf Erden, um glücklicher zu werden, der hat den Lohn dahin. 3. Doch hast du deine Gaben dem Dienst des herrn geweiht, so wirst du Rugen haben zu sehn, was er gebeut. Das tue still und Eigene melodie. gern, du darfst nicht zaudernd wählen, nicht rechnen und nicht zählen; er ruft, du folgst dem errn. 4. Nur frisch an allen Enden llie Arbeit angefaßt! Mit unver⸗ droßnen händen sei wirksam ohne kast! Das ist der rechte ut. Streu aus den edlen Samen und wirk in Gottes Hamen, so keimt und wächst es gut. Joh. friedr. Möller g. 1789 1861. Fr. Silcher 1842. 37⁰ 2— o nimm denn mei- ne hän⸗de und bis an mein se⸗lig En⸗de, und ———— I— füh re mich 910 2 Wig⸗Mcht) Ich mag al- iein nicht ge⸗hen, 1 1 + + 1 all Deeee.— nicht ei nen Schritt ⁰ du wirst 4⁰⁰⁹ Leben u. Wandel EATLIERS I— + 1 — J 1— I I— H 5— gehn und ste⸗ hen, da nimm mich mit! 2. In dein rbarmen hülle mein 3. Wenn ich auch gleich nichts schwaches herz und mach es gänz⸗ fühle von deiner macht, du führst lich stilie in freud und Schinerz; mich doch zum Ziele, auch durch laß ruhn zu deinen füßen deindie llacht. So nimm denn meine armes Kind: es wird die Rugen hände und führe mich bis an schließen und glauben blind. mein selig Ende, und ewiglich! Julie v. hausmann g. 1825 1 1001. kigene melodie. 3*— 7— DSDG VVI ã ter un⸗ser im him⸗ mel ⸗reich, der + I— + ——.———— du uns al ⸗ le hei-ßest gleich Brü⸗ der sein DDiiiieiiiiii und dlich ru fen an und willst das be⸗ ten I. I I ũ—V—⸗Æ⁊:1H + + +* + 1 +— rn.,.— von uns habn, gib, daß nicht bet al⸗lein der —— H ————— 2 ali mund, hilf, daß es geh von her-zjens-grund. 2. Geheiligt werd der name dein, dein Wort beiĩ uns hilf hal⸗ ten rein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, herr, vor falscher Lehr, das arm, ver⸗ führte Volk bekehr! 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Cwig⸗ keit, der heilge õeist uns wohne bei mit seinen 6öaben maͤncherlei, les Satans Zorn und groß Ge⸗ walt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt! 4. Dein Will gescheh, herr Hott, zugleich auf Erden wie im him⸗ melreich, gib uns Geduld in Lei⸗ dlenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, wehr und steur allem fleisch und Blut, das wider dei⸗ nen Willen tut. 5. Gib uns heut unser täglich Brot und was man braucht zur Leibesnot, behüt uns, herr, vor Unfried, Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem friede stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 4¹¹ 6. All unsre Schuld vergib uns, herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schul⸗ digern ihr Schuld und fehl ver⸗ geben gern; zu dienen mach uns all bereit in rechter Gieb und kinigkeit! 7. führ uns, herr, in Versu⸗ chung nicht! Wein uns der böse beist anficht, ur Iinken und zur 8. Von allem Ubel uns erlos, es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Uot, be⸗ scher uns auch ein seligs End, nimm unsre Seel in deine händ! 9. Amen, das ist, es werde wahr, stärk unsern õlauben immerdar, auf daß wir ja nicht weifeln dran, was wir hiemit gebeten rechten hand hilf uns tun star habn auf dein Wort, in dem ken Widerstand, im ölauben fest namen dein; so sprechen wir das und en gerüst und durch des Amen fein. heilgen 6eistes Trost! martin ruther g. 1483 + 1540. mel.: Wär sott nicht mit uns diese Zeit. Joh. Walter 1524. + 3 4* r 5.————.— 78 +—— HITMLTaTUUο O va- ter, un-ser Gott, es ist un⸗ wie du recht an⸗-zu ⸗ru- fen bist, man 1I mög-lich aus-zu-sin⸗nen, kanns nicht eins be⸗gin-nen. Des»hal-ben geuß, wie — 1———8. raer —————— du pver-heißt, selbst U⸗ ber uns aus dei⸗ nen — I +* 1 1— — x 2..—— EE H H —— 1 1— +— . beist der 6nad und dles 6e be ⸗ tes, 2. Daß er bei dir uns kräftig⸗Laß nicht nur plappern unsern lich mit Seufzen mög vertreten, Münd, hilf, daß zu dir aus her⸗ so oft wir kommen, herr, vor zensgrund, o großer Gott, wir dlich zu danken und ju beten. rufen. 41² 3. Zeud a in unl tulv einn Opfe hefalle, mit den pvbon dlir + Im u dir d en, mit Illk, oh Dichten. Zubersic feln nid — IIE 3. Zeuch unser herz zu dir hin⸗ auf im Beten und im Singen und tu uns auch die Lippen auf, ein opfer dir zu bringen, das dir gefalie, wenn allda das Herz ist mit den Lippen nah und nicht von dir entfernet. 4. Im Geist und Wahrheit laß zu dir das herʒ uns immer rich⸗ ten, mit Andacht beten für und für, ohn fremües Denkn und Dichten. Gib uns des Glaubens Zuversicht, daß wir die Bitte zwei⸗ feln nicht durch Christum ju er⸗ halten. 5. Hilf, daß wir keine Zeit und maß iin Beten dir vorschreiben, anhalten ohnellnterlaß, vei dem allein auch bleiben, was dein Will ist, was deine ehr und unsre Wohlfahrt uns noch mehr be⸗ fördert hier und ewig. 6. Laß uns im herzen und 6e⸗ müt auf unsre lUerk nicht bauen, auf deine unaussprechlich Güt laß einzig uns vertrauen. Ob wir es gleich nicht würdig sein, wollst du aus lauter 6nad allein uns doch die Bitt gewähren! 7. Du, Uater, weißt, was uns gebricht, so lang wir sind im Le⸗ ben; es ist dir auch verborgen nicht, in was Gefahr wir schiwe⸗ ben. Um beistand flehen wir dich an, dein Uaterherze uns nicht kann verlassen, deine Kinder. 8. Wir haben ja die freudigkeit in Jesu Christ empfangen, der Enadenstuhl ist da bereit, die hülfe ju erlangen. Drum laß hier und an allem End uns stets auf⸗ heben heilge händ, zu dir gen himmel schreien! 9. Dein Nam, o Gott, geheiligt Wwerd, dein Reich laß zu uns Kom⸗ men, dein Will geschehe auch auf Erd, gib Brot, fried, Mutz und frommen, all unsre Sünden uns verzeih, steh uns in der Uersu⸗ Woelz bei, erlös uns von dem el! 10. Dies alles, Uater, werde wahr, du wollest es erfüllen. Er⸗ 211 und hilf uns immerdar um esu Christi willen, denn dein, 0 herr, ist allezeit von Ewigkeit zu Ewigkeit das Reich, die Ilacht und Chre. David Denicke g. 1603 + 1680, oder Justus esenius g. 1601 1 1675. mel.: 0 Gott, du frommer 6ott. Mel. 2. 1693. 370 5 **. H+ I + 1 ohl auf, + mein herz, zu Gott dein daß dein unsch und 6e⸗-bet durch 4+— + I—. + I IIII An-dacht fröh⸗lich brin ⸗ge, I Wol-ken drin-ge, al-le weil dich ott be⸗ ten 4¹³ Te heißt, weil aich 11 I E I 1 * freu⸗dig tre-ten heißt vor sei- nen 6naden⸗ thron. 2. Dein Vater ists, der dir be⸗ fohlen hat zu beten; dein Bruder ists, der dich vor ihn getrost heißt treten; der werte cröͤster ists, der dir die Wort gibt ein: drum muß sein dein 6ebet gewiß erhöret ein. 3. Da siehst du Gottes herz, das dir nichts kann versagen. Sein mund, sein teures Wort ver⸗ treibt ja alles Zagen. Was dich mel.: Werde munter, mein õemüte. unmöglich deucht, kann seine Vaterhand noch geben, die von dlir so viel Not abgewandt. 4. omm nur, Romm freudig her in Jesu christi lamen, sprich: Lieber Vater, hilf, ich bin dein sind, sprich Amen! Ich weiß, es wird geschehn, du wirst mich lassen nicht, du wirst, du willst, du kannst tun, was dein Wort verspricht. Joh. Olearius g. 16011 + 1684. Joh. Schop 1642. 380 1 + I + III + I 1 1 I INNU enn dich un⸗glück hat be⸗tre-ten, mußt du flei-sig zu Gott be=ten, — I + LNI + DDDD— wenn du steckst in Angst und not, be⸗-ten hilft in nöt und Tod.) daß a Fot tes I I—— . un ge⸗sicht auch im freuz auf dlich ge · 4¹⁴ EIEEEIE 4.— I I 1— —.—— a re e, .— 1 ö s richt kannst aus sei„»nem Wort er ⸗blik-Ken 1— ..—— I + 2 + 11 7 und dein Herz mit 2. Keiner wird jemals zuschan⸗ den, der sichseinemottvertraut; kommt dir gleich viel llot juhan⸗ den, hast du aufihnwohl gebaut. oObs gleichscheint, als hörter nicht, weiß er doch, was dir gebricht; deine Not mußt du ihm klagen undl in keiner Not verzagen. 3. Rufen, schrein, anklopfen, be· ten ist der Christen beste Kunst, allzeit freudig vor ihn treten fin⸗ det hülfe, onad und 6unst. Wer bott fest vertrauen kann, ist der allerbeste mannder wirdallzeit Rettung finden, kein feind wird ihn überwinden. 4. Lerne Gottes Weise merken, die er beiĩ den Seinen hält, er will ihren õlauben stärken, wenn sie Unglücküberfällt. Unser õott der Trost er ⸗ quik-ken. lebt ja noch, schweigt er gleich, so hört er doch. Schrei getrost, du mußt nicht zagen, dein Gott kann dir nichts versagen. 5. Laß dich ottes ort regieren, merke, was die Wahrheit lehrt; Satan wird dich nicht verführen, dler die ganze elt verkehrt. Got⸗ tes Wahrheit ist dein Licht, lein Schutz, Trostund Zuversicht. Trau nur Gott, der kann nicht lügen, bet, du wirst gewiß obsiegen. b. Cob sei Gott für seine önade! Seine große öüt und Treu macht, dlaß mur kein feind nicht schade, sie ist alle Morgen neu. Drum will ich mein Lebenlang immer sagen Lob und Dank meinem Gott in allen Dingen, fröhlich halleluja singen. Joh. Olearius g. 1611 +T 1684. Cv. Joh. 16, 23 30. Dir will ich mei- ne Eigene melodie. 1690. .———— V . 0 ir, dir, Je-ho-va, will ich sin⸗-gen, Lie-der brin⸗gen, 4¹⁵ SEEE I +— LII— 1 — I— 1 ach gib mir denn wo ist doch ein sol cher Gott wie 3 daß dlei⸗ nes Gei-stes sraft da- zu, 2. Zeuch mich, o Vater, ju dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir, dein õeist in meinem herzen vertan und mei⸗ VN ne Sinne und Uerstand regier, WI llaß ichden frieden oottes schineck und fühl und dir darob im her⸗ ö zen sing und spiel. 3. Uerleih mir, höchster, solche N 6lite, so wird gewiß mein Sin⸗ 4 gen recht getan, so klingt es schon . in meinem Liede, und ich bet dlich 4 im Geist und Wahrheit an, so * hebt dlein eist mein herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing * im höhern chor. 4. Denn der kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz ö unaussprechlich sind; der lehret V mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem õeist, daß ich dlein ind und ein miterbe Jesu hristi sei, daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem her. zen schallet durch deines heilgen beistes straft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz 4¹1⁶ +*0 i e,.— ich es tu im na⸗ men se⸗- su christ, so . wie es ar aurch ihn ge. fäl⸗—ig ist brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht ver⸗ sagen kann, die ich nach deinem Willen hab getan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht und wird ge⸗ Wiß von dir erhöret, weil es im namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Rind und Erbe bin und nehme von dir 6õnad um 6nade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeug; nis häbe! drum bin ich voller Trost und freudigkeit und weiß, dlaß alle gute 6ãabe, die ich vondit verlange jederzeit, die gibst du und tust berschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu namen, der mich zu deiner Rech; ten selbst vertritt; in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und õlauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewig⸗ keit, da du mir schenkest solche Seligkeit! Barthol. crasselius g. 1667 1724. EEE mel.: Liebster Jesu, wir sind hler. +4 Rud. Ahle 1664. I F 358²2 — * + I — 1—. 151 +— II— ——— EIAE en de, Va⸗ ter, dei-nen 6eist, da daß, wie du mich sel⸗ ber heißt, ich — EERN A SSI FPIREI—— ich vor dein ant⸗ litz tre⸗te, im beist und Wahr ⸗heit de te. leh re mich, aich +—41 + 7 + I 1 + IE E EI recht er⸗Ken nen und dich Ab ba, Ua- ter nen⸗ nen. 2. Süßer Jesu, hilf du mir, daß ich bet in deinem Hamen, daß, was Gott verheißt in dir, mir auch werde Ja und Amen. Sprich für inĩch und laß mich sehen dich zur Rechten Gottes stehen! 3. heilger eist, erleuchte mich und eentzünde mein Verlangen, daß ich Gottes huld durch dlich voller Inbrunst mögempfangen. mel.: Straf mich nicht in deinem Zorn. Brich die Trägheit, zieh die Sin· nen aus der Welt zu dir von hinnen! 4. heilige Dreieinigkeit, Ur⸗ sprung aller guten Gaben, laß mich üahre freudigkeit und im herjen Zeugnis haben, daß du stets nach deinem Willen wollest meine bitt erfüllen. Joh. Herm. Schrader g. 1684 f 1737. 16⁵⁵. EH + 83 — et⸗ge⸗mein-de, heil ge dich mit dem Je-su 6eist er gie ße sich dir in * 1 I 4 + .— A——.— —— e, M== 4——1. +—— il⸗gen 6 ⸗-le 1 Ell⸗ I,— Her und See-le, laß den mund al le Stund 4¹⁷ — 2+— + von Ge⸗ 2. heilige den heilgen Brand, deines Geists verlangen, dem, ders Blut an dich gewandt, heilig anzuhangen. heilger Kauch sei es alich, der zu Gott aufgehet, wenn dein herze flehet. 3. Das bebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf lemi Rauchaltar vor Gott aus. geschüttet, und da ist Jesus Christ priester und Versühner aller sei⸗ ner Diener. 4. sann ein einiges õebet Einer gläubgen Seelen, wenns zum herzen sottes geht, seines Zwecks nicht fehlen, was wirds tun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten? 5. Uenn die heilgen dort und hier, roße mit dlen sleinen, Engel, menschen mit Begier alle sich vereinen, und es geht Ein bebet aus von ihnen allen, wie muß das erschallen! b. 0 der unerkannten macht von der heilgen Beten, ohne ddãs wird nichts vollbracht so infreud als Nöten; Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der freunde so zum End der feinde. *2 1 I 2—.— N EEE bet und fle hen hei-lig ü⸗-ber-ge⸗hen! 7. 0 so betet alle drauf, betet immer wieder, heilge hände he⸗ bet auf, heiligt eure õlieder, hei liget das õebet, das zu Gott sich schwinget, betet, daß es dringet! 8. Betet, daß die letzte Zeit voll· ends übergehe, daß man chri⸗ sti herrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem dag, dem schönen! 9. Cure Bitten, die ihr tut zu Gott von der Erden, sollen eine heilge 6lut des Altares werden. Aber eur eignes feur lasset weit von dannen von der heilgen pfannen.“) 3 mRos. 9, 23. 24; 10. 1. 2 10. Das Gebet hat Christi Gunst, wo maäns ernstlich übet; und dlas ist der heilgen Kunst: bitten, wie ers liebef, daß gescheh je und je, wie ers vorgenommen auf sein endlichs Kommen. 11. Dies VDerlangen muß vorher in der Seele glimmen, so macht aus dem Bitfen er Donner, blitz und Stimmen; die ergehn und geschehn, daß die feinde beben und Gott Chre geben. chr. Karl Fudw. v. Pfeil g. 1712 T 1784. Eigene melodie. ca. 530. 1 + 8 ürsprüngliche form im Anhang. 3—— +.——8—. 1 ds mein ott will, ge⸗scheh all-zeit, Zzu hel-fen ist er dem be-reit, I 12 I AEII EEHI I + H — 1—— I= Ml 2 5 sein Will der ist der be⸗ der an ihn glau⸗bet fe⸗ st. er hilft aus not, der * + + + + I + 1 + + 1 + Nrr + I + from me 6ott, und tröst die Ubelt ohn 1 + + + + ,. Ma- ßen; wer Gott ver- traut, fest auf L I —— I I E ihn baut, den 2. Gott ist mein Trost und Zu⸗; versicht, mein hoffnung und mein Leben; was mein Gott will daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Seinlbortistwahr, llenn all mein haar er selber hat gezählet. Er hüt und wacht, stets will er 1 1 II nicht ver⸗ las⸗ sen. für uns tracht, auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum, muß ich Sünder von der Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott, wanns ihm gefällt, will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott 4¹⁰ EEE befehl in meiner letzten Stunden, du frommer oott, Sünd, höll und Tod hast du mir überwunden. 4. noch eins, herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versa⸗ gen: Wenn inich der böse Geist anficht, laß mich, herr, nicht ver⸗ zagen, hilf und auch wehr, ach õott, mein herr, zu hren deinem namen! Wer das begehrt, dem wirds gewährt. Drauf sprech ich fröhlich: Amen. Albrecht, herzog von Preußen g. 1400 4 168. Eligene melodie. 3 5*..— 8 TEE— EEEE — 4 ar um be⸗ trübst du dich, mein —..———— Daade* SISSDSDSDSISISDSPSPSISPSPIPIPISPIPIPIEII..I.......FPIAA....... +=2 + + 1 LII 4.— H— 1 1—..—. herz, be⸗Küm-merst dich und trä- gest Schmerz nur — I II HE.3 1.— + + 1 das jeit- lich Gut? Uer ⸗- trau du dei- nem um 2— V— —2— + 2⁵ —.—— ————— herrn und Gott, der al-—le ding er-schaf-sen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht, er weiß auch wohl, was dir gebricht, himmel und Erd ist sein. ein Vater und mein herre Gott, der mir beisteht in aller Not! 3. Veil du mein õott und Vater bist, wirst du dein ind verlassen nicht, du väterliches herz. Ich bin ein armer Erdenkloß, auf krden weiß ich Keinen Trost. 4. Der Reich verläßt sich auf sein õut/ ich aber will dir traun, mein bott; ob ich gleich werd veracht, 4²⁰ so weiß ich und glaub festiglich, wer dir vertraut, dem mangelts nicht. 5. Nch Gott, du bist noch heut so reich, als du gewesen ewiglich, mein cTraun steht ganz zu dir. mach mich an meiner Seele reich, so häb genug ich ewiglich. 6. Zeitlich hr will ich gern ent⸗ behrn, wollst mir das Ewge nur gewährn, das du erworben hast llurch deinen herben bitternTod; ott ln ich dich, mein herr und ott! EEEEEEE 7. Alles, was ist auf dieser Welt, es sei oold, Silber odler Geld, Reichtum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Zeit und hilft doch nicht jur Selig⸗ keit. 8. Ich dank dir, Christ, o õottes Sohn, daß du mir solches Rund Eigene melodie. getan durch dein göttliches ort. Derleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seele Seligkeit! 9. Cob, Chr und Preis sei dir ge⸗ sagt für alle dein erzeigt ohltat; ich bitt demütiglich: Laß mich nicht von dein'm Angesicht ver⸗ stoßen werden ewiglich! 1565. 157²2. I— I +L 1 380 on Gott will ich nicht laäs⸗ sen, denn führt mich auf rech⸗ ter Stra⸗en, da —. 5— 0 —— 117.31,—— er läßt nicht von mir, V ich sonst irr te sehr. Er reicht mir sei⸗ ne hand, E I 2—— + 2— I 0 LI. HH1 den A⸗- bend und den mor- gen tut er mich —.—— 1 ————— + N I 1 + I I 1 II————— 39 2— V wohl ver ⸗sor⸗ gen, wo ich auch sei im Land. 2. Wenn sich der enschen hul⸗ dle und Wohltat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde, sein Macht und 6nad bewährt; hilft mir in aller Iot, errett von Sünd und Schanden, von stetten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann 42¹ mir gar nicht grauen, er wendet allesLeid. Imseies heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Le⸗ ben sei õott dem herrn ergeben, er schaffs, wies ihmm gefällt. 4. Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns denñ herren christ, ja, seinen lieben Sohn; durch ihn er uns Kreuz u. Trost AEEEEEL bescheret, was Leib und Seel er⸗ nähret, lobt ihn ins himmels Thron! 5. Lobt ihn mit herz und un⸗ lle, welchs er uns beicles schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt; sonst verdirbt alle Zeit, die man zubringt auf krden. Wir sollen selig werden und bleibn in Cwigkeit, b. Auch wenn die Weit vergehet mit ihrer stolzen pracht, nicht Chi noch 6ut bestehet, das vor waͤr groß geacht. Wir werden nach dem Tod tief in die rd be- graben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Hott. 7. Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß; der Eigene melodie. Auch nach melodie ur. 384 zu singen. Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein ind und Erb des herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listge Art. 8. Darum ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt dloch die Cwigkeit, die aller freu⸗ de voll; dieselb ohn einigs Ende, dlieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat 6uts dlie fülle erworben uns und 6nad; auch Gott der heilge õeist im 6lauben uns regieret, zum Reich der himmel führet. Ihm sei[ob, hr und Preis! Tudwig helmvold g. 1532 4+ 1598. Joh. Crüger 1640. — 4.4 +* 38⁷ ö FTTNTNFN Il er õott ver⸗traut, hat wohl ge- baut wer sich ver-läßt auf Je-sum ckhrist, ——.—. W —— e,. —— im him- mel und auf dem muß der Er-dlen, him-mel wer-den. Dar-um auf dich all I +X— 1 +* E— 2—.— —* 5.——* hoff-nung ich ganz fest all ⸗zeit tu set ⸗zen, herr Je⸗ su * I— EE 2. Und wenns gleich wär dem3. Dein tröst ich mich ganz Teufel sehr und aller Weit zu⸗ sicherlich, denn du kannst mirs widler, dennoch so bist du, Jesu wohl geben, was mir ist not, Christ, der sie all schlägt darnie⸗getreuer oott, in dlies'm undl je⸗ dler. Und wenn ich dich nur hab nem Leben. Gib wa re Keu, mein um mich mit deinem oeist und herz erneu, errette Leib und 6naden, so kann fürwahr mir Seele! Ach höre, herr, dies mein ganz und gar nicht Tod noch Begehr und laß mein Bitt nicht Teufel schaden. fehlen! U. 1Joach. Magdeburg g. 125 + nach 1587. U. 2 u. 3 1507. — mel.: vater unser im himmelreich. Ual. Schumann 1539. + — — ze-leid H & N E EHU E * S. 8 N ———— —— 12—*—— 2—.— geg net mir zu dlie-ser Zeit; der schma ⸗le weg ist trüb-sal-voll, den ich zjum him ⸗-mel —, minttttierin Lrnrinti r I 1 1 I +— wan⸗dern soll; wie schwer doch läs= set fleisch —.— und Blut sich zwin gen zu dem ewu⸗ gen ut! 2. Wo soll ich mich denn wenden] verlassen ist, der hat getraut auf hin? Zu dir, herr Jesu, steht mein Jesum Christ. Sinn; bei dir mein herz Trost, 3. Du bist der große under⸗ hülf und Rat alljeit gewiß ge⸗(mann, dlãs zeigt dein Amt und flinden hat; niemand seinals dein Person. Welch underding 4²³ EEE hat man erfahrn, daß du, mein Gott, bist Mensch geborn und führest uns durch dleinen Tod ganz wunderlich aus aller Uot. 4. Jesu, mein herr und Gott allein, wie süß ist mir der ame dlein! Es kann kein Trauren sein so schwer, dein füßer am erfreut viel mehr; kein Clend Kann so bitter sein, dein süßer Trost der linderts fein. 5. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, so weißt du, herr, daß ichs nicht acht; wenn ich llich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. dein bin ich ja mit Leib und Seel, was Holl mir tun Sünd, Tod und 0 6. sein beßre Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, herr Jesu —.—— ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir eiwig fest, du bist mein rechter treuer hirt, der ewig mich behüten wird. 7. Jesu, mein freud, mein Chr und Ruhm, meins herzens Schatz und mein Reichtum, ich kanns doch ja nicht zeigen an, wie hoch dein Nam erfreuen kann; 10 wer 6laub und Lieb im herzen La der wirds erfahren mit der at. Eigene melodie. 8. Drum hab ichs oft und viel geredt: Wenn ich an dir nicht freude hätt, so wollt den Tod ich wünschen her, ja daß ich nie ge⸗ boren wär; dein wer dich nicht im herzen hat, der ist gewiß le⸗ bendig tot. 9. Jesu, du ecller Bräutgam wert, mein höchste Zier auf dieser Erd, an dir allein 10 mich ergetz weit über alle güldnen Schätz; so oft ich nur gedlenk an dich, all mein õemüt erfreuet sich. 10. Wenn ich mein hoffnung stell zu dir, so fühl ich fried und Trost in mir; wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein herz recht guter Ding; dein Geist be⸗ zeugt, daß solches frei des euogen Lebens Vorschmack sei. 11. Drum will ich, weil ich lebe noch, das fereuz dir fröhlich tra⸗ gen nach. ein õott, mach mich dlazu bereit, es dient jum besten allezeit: hilf mir, mein Sach recht greifen an, daß ich mein LCauf vollenden kann. 12. hilf mir auch zwingen fleisch und Blut, vor Sünd und Schan⸗ den mich behüt, erhalt mein herz im õlauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: omein heiland, wär ich bei dir! martin moller g. 1347 + 1606. 1574. II—— I— 589 12.——1.— 4 uf mei- nen lie⸗ben 6ott trau ich in 4²⁴ EEEE +. I I I 1 + 1 N 1 + 4 +——4 + + 1 + * Angst und not. Der kann mich all- zeit ret⸗ ten aus 1 I V V I I 1 1 E E + 1 1 I—I PꝑPꝑPPP...I.... IF — 1 —— kann er 2. ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Chri⸗ stum will ich dbauen und ihm al⸗ lein vertrauen; ihm tu ich mich ergeben im od und auch im Leben. 3. Ob mich der Tocl nimmt hin, ist Sterben mein oewinn, und ich mich ist mein Leben; dem tu ich mich ergeben. Ich sterb heut olier morgen, mein Seel wird er wen⸗den, steht alls in sei⸗ nen hän⸗den. * 4. O mein herr Jesu christ, der du gedulclig bist für mich am streiz gestorben, mir hast dlas heil erworben, führ uns alle zugleiche zum ewgen himmel⸗ reiche! 5. Amen zu aller Stund sprech ich aus herjensgrund. Du wollest selbst uns leiten, herr christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen namen ewiglich preisen. Amen. versorgen. 16⁰7. Eigene melodie. Auch nach melodie Ur. 582 zu singen. 16⁰9. I +* I EL Lan I EI 00 W ei ⸗nen hät Gott ver- las⸗ sen, dler ob ihn dar⸗um viel has⸗ sen, so * + 1—ẽ—⁰⁴α⁴ð1% 1 1 +— SEEE—— ——— I.————0K——. ihm ver⸗traut all ⸗zeit; bringts ihm doch Kein Leid. oott will die 42⁵ schüt-zen, zu „letzt er he ben hoch 5 I* T I I — =— N + I 1 EII III + + + 1 I I I 4.— 4 2. Allein ichs Gott sall. Fulun er machs, wies ihm ge meiner Seele. In dieser argen Uelt ist doch nur ot und Leiden, und muß auch also sein, denn llie zeitliche freude bringt uns in ewoge Pein. 3. Treulich will ich Gott bitten und nehmen zum beistand in allen meinen öten, ihm beßr als mir bekannt; wie könnt er mich denn lassen, der treu Uot⸗ helfer mein? Ja wenn die ot am größten, so will er bei mir sein. 4. Aul Unglück und all 6lücke dlas kommit allein von Gott; ich weiche nicht zürücke und fleh in meiner not. Um 6'duld tu ich stets bitten in allm Anliegen mein, er wird mich wohl behü⸗ + ten und mein nothelfer sein. 5. Reichtum und alle Schätze,‚ was sonst der Weit gefällt, drauf W ich mein sinn nicht setze in dieser argen Welt. Ein Schatz ist mir ällt, zu Hutze mel.: nllein zu dir, herr Jesu Christ. prüngliche form im Anhang. was ih- nen nüt-»jet hie zeit lich und auch dort. im himmel, der Jesus Christus eißt; er ist üb'r alle Schätze, chenkt uns den heilgen õeist. b. Ihn hab ich eingeschlossen in meines herzens Schrein. Sein blut hat er vergossen für mich arms WDürmelein, mich damit zu erlösen aus ewger Angst und bein; wie könnt auf dieser Erde dloch größre Liebe sein? 7. Uun sollt ich mich erzeigen dlankbar für solche 6nad: ich geb mich Gott zu eigen mit allem, Wwaãs ich hab. Wie ers will weiter machen, sei ihm alls heimgestellt; ich b'fehl ihimm all mein Sachen, er machs, wies ihm gefällt. 8. Amen, nun will ich schließen dlies schlichte Liedelein. herr, durch dein Blutvergießen laß mich dein Erben sein, so hab ich alls auf Erden, was mich erfreu⸗ et schon, im himmel soll mir wer⸗ den die euge 6nadenkron. 1611. 15⁴41 0). 1* 1—VI. I +— 1 E be⸗zeugst, es 4²⁰ Duwei-nest vor Je-ru- sa-lem, herr sei dir an⸗ge⸗nehm, wenn EEEEE — * 1 12 +* E 2 1 IE 1— 1— *X— +7 Je-su, lich- te Zäh-ren, hel, sün-der sich be⸗ uch. ren; wenn ich vor dir mit . + 1 I D....— t. guß er schein und ü⸗ ber mei ne sün den suus— t. ů nin wein, so wäschst du ab aus lau- ter 6nad die ein 15......I.....—— 1 EE 1 15 misse tat, die mich bis her ge⸗ quä-let hat. 2. Uenn deines Vaters Zornsie auch dich, daß du dich mein igen entbrennt von wegen meiner erbarmen mußt. Dir ist bewußt heb Sünde, zu deinen Tränen ich mein sereuz, drum hilfst du mir slem, mich wend; da ich Erguickung mit Lust. eitet finde. Vor oott sind sie so hochl 5. Uer setzund säet Tränen aus, telth geschätzt; wer damit seine sünde hält in Heduld Gott stille, wird cen, netzt, den vlickt oott an mit oul⸗ fröhlich sein in deinem haus wo tigkeit zu jeder Zeit und sein be ⸗ Freude ist die fülle, ja solche freu⸗ ehen trübtes herz erfreut. de, die Kein Mann mit seiner helt, 3. hier muß ich auch im Tränen⸗Zung aussprechen kann, und die haus vor großer Angst oft wei⸗da bleibt in wigkeit. ein Kreuz ich nen, der Weit aushälten man⸗und Leid wird werden dort zu flcl⸗ chen Strauß, sie martert stets die lauter freud. 1 Deinen. Auf allen Seiten, wo] 6. für diese Tränen dank ich sie kann, fängt sie mit mir zudir, daß du die freudenkrone, 6oll. hadern an. Dies tröstet mich zuherr Christ, dadurch erworben aller frist, herr Jesu Christ: inmir bei dir ins Himmels chrone. not du auch gewesen bisft. enn dumichholen wirsthinauf 400 4. Du zählest alle Tränen mein; zu deiner Auserwählten hauf, ich weiß, sie sind gezählet; undl dann will ich recht lobsingen llit, ob sie nicht ju zählen sein, den⸗o höchste zier, für deine cränen noch dlir keine fehlet. So oft vor für und flür. + lir sie regen sich, so oft bewegen Joh. heermann g. 1585 1 164. 4²⁷ EEEE Mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 157². 2 1 I E 6⁰ I— I +— 1— ů ds Willst H Tu den nur herz ⸗lich du dich be⸗ trü⸗-ben, o lie ben, der mei- ne lie- be Seel? heißt Im⸗ ma⸗ nu-el. ver-trau dich ihm al⸗lein, er Wi 2. Denn Gott verlässet keinen, 0N ů ller sich auf ihn verläßt; er bleibt *1 getreu den Seinen, die ihm ver⸗ trauen fest. Läßtsichs an wunder⸗ lich, so laß dir doch nicht grauen; mit freuũe wirst du schauen, wie II 6ott wird retten dich. II 3. Auf ihn magst du es wagen getrost mit frischem Mut, mit ihm wirst du ersagen, was dir ist nütz und gut. Denn was 6ott haben will, das kann niemand verhindern aus allen Menschen⸗ ö kindern, so viel ihr sind im Spiel. 4* 4. Wenn auch gleich aus der V höllen der Satan selber sich dir N wollt entgegenstellen und unter⸗ treten dich, so muß er doch mit 4²⁸ I 1+2 + I 2— ——.—..——.——— —— 1 + 2 1 wird gut al ⸗ les ma- chen und för-dern + 7— I V. 1 f +2 + 22.— + + + + + H4—1 I** V dei- ne sa- chen, wie dirs wird se ⸗lig sein. Spott von seinen Ränken lassen, womit er dlich will fassen, denn dlein Werk fördert oott. 5. Er richts zu seinen chren und deiner Seligkeit. Solls sein, kein Mensch kanns stören, wenns ihm wär noch so leid. Will Gott es aber nicht, so kanns niemand forttreiben, es muß zurücke blei⸗ ben. Was Gott will, das geschicht. b. Drum ich mich ihni ergebe, dem sei es heimgestellt; nach nichts mehr sonst ich strebe denn nur, was ihm gefälit. Sein Will ist mein Begier der ist und bleibt der beste, das glaub ich steif und feste. Wohl dei, der glaubt mit mir! Joh. Heermann g. 1585 + 1647. SEEEEEE Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. aak(%) ca. 1400. + E H I 1— 39 n al⸗len mei- nen ka⸗- ten laß 1— —..——3—.— ——— ich den höch- sten ra te 1 S—2 — n, der al-les kann und 2— 1+— + + I ———* E I + I muß ju al-len Din⸗-gen, solls an⸗ders wohl hat; er —— I + + I +— — I + + I IE I —— ge-lin⸗ gen, mir sel—ver ge⸗ ben Rat und dat. 2. Nichts ist es spat und frühe um alle meine mühe, mein Sor⸗ gen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Wil⸗ len machen, ich stells in seine Vatergunst. 3. ELs Rann mir nichts geschehen, als wãs er hat versehen und was mir selig ist: ich nehm es, wie ers gibet, was ihm von mir beliebet, llasselbe hab auch ich erkiest. 4. Ich traue seiner önaden, die mich vor allem Schaden, vor al lem bel schützt; leb ich nach sei⸗ auf mein VUerbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und haben noch mit mir Geduld. 0. Leg ich mich späte nieder, er⸗ wach ich frühe wieder, lieg oder eh ich fort, in Schwachheit und in Banden und iwas mir stößt zu handen, so tröstet alljeit mich sein Wort. 7. hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird mir zu harte siehn. mit õott will ich ihn über⸗ ehn. nen Sätzen, so wird mich nichts steh verletzen und nichts mir fehlen, was mir nüßt. 5. Er wolle meiner Sünden in 6naden mich entbinden, durch⸗ streichen meine Schuld; er wird 8. Jhm hab ich mich ergeben ju sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oller mor⸗ gen, dafür laß ich iyn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. 4²⁰⁹ EXELEE 9. 8So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der höhe der weiß zu allen Sachen Rat. Auf der Reise. 10. Ich zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, an den er mich bestellt; sein Segen wird mich lassen was gut und recht ist oelt. zu dienen treulich seiner Welt I1. Bin ich in wilder Wiste, so bin ich doch bei Christo, und Christus ist bei mir; der helfer in Gefahren der kann mich doch bewäaähren, wie dorten so auch sicher hier. 12. Er wird zu diesen Reisen gewünschten fortgang weisen, wohl helfen hin und her, esund⸗ heit, heil und Leben, Zeit, Wind undlbetter geben und alles, was ich sonst begehr. 13. Sein Engel, der getreue, macht meine feinde scheue, tritt zwischen mich und sie; durch sei⸗ nen Zug, den frommen, sind wir so weit nun kommen und wissen selber fast nicht wie. 14. Gefällt es seiner 6öüte, und sagt mir mein õemüte nicht was Uergeblichs zu, so werd ich ott noch preisen mit manchen schö⸗ nen Weisen daheim in meiner stillen Ruh. 15. Indes wird er den meinen mit segen auch erscheinen, ihr Schutz wie meiner sein, wird beidlerseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren ihn bitten werden überein. paul fleming g. 1609 4 1640. Mel.: herr, ich bekenn von herzensgrund. Ursprüngliche form im Anhang. 135. +7 I I—— + I [Lag ich denn nicht von Angst und pein so weiß ich doch, daß mei- ne Schuld be⸗frei et sein, muß noch im Un⸗ glück schwe⸗ben, durch 6ot-tes huld in Chri⸗sto ist ver ge-ben. +—*—.— .—— f 2——3——— —.—* 2557 sott ist nicht weit, ein klei ne Zeit tritt er was fern, 3⁰ 0 I I. + I I I doch ret⸗tet gern, die sei 2. Der menschen hülf in mei⸗ ner Sach ist viel zu schwach, dar⸗ innen Kat zu finden; der Trost des höchsten ist der best und bleibet fest, das Zeitliche muß schwinden. Das ewge out macht rechten mut; dabei ich bleib, waãg õut und Leib õott helf mir überwinden! nem Wort nach-le⸗ben. 3. Allein zu dir mein hoffnung ist, herr Jesu Christ, du wirst mit stehn zur Seiten und sehen auf das Unglück mein, als wär es dein, wenns wider mich tut strei⸗ ten. Ich bitte dich, erlöse mich! herr, wie du willt, du bist mein Schild und wirst mich wohl be⸗ gleiten. hannov. 6sb. 1648. Nach dem Liede herzog Albrechts von Preußen g. 1400 1 168: maͤg ich Unglück nicht widerstan. Mel.: hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach dir. 1527. Urspringl.fum im anhang. Auch nach melodie Ur. 384 zu singen. 22—H—— 1=— I— TI EI + 12— I W* + +.— + 1— + ch hab in sottes herz und Sinn mein Was bö-se scheint, ist mir 6e⸗winn, der erz und Sinn er⸗-ge-ben. kodl selbst ist mein e. ben.) vch vin em sohn aes, —— CCKt;tE;x᷑D tt.... üi ller den Thron dles him ⸗ mels duf-ge⸗ +. I + I + +. + 4 + + + 1 1 + + —— V— z0- gen; ob er gleich 4³¹ schlägt und freuz EE 2. Das kann mir fehlen nimmer⸗ mehr, mein Vater muß mich lie · ben. Wenn er mich auch gleich wirft ins meer, so will er mich nur üben und mein emüt in seiner öüt gewöhnen fest ju ste. en; halt ich deinn stand, weiß eine hand inich wieder zju er· höhen. 3. Ich bin ja von mir selber nicht entsprungen noch formie⸗ ret, mein Gott ists, der mich zu⸗ gericht, an eib und Seel gezieret; es ist sein Arm, der alles warm, gesund und fröhlich machet: was er nicht hält, das bricht und fällt; was er erfreut, das lachet. 4. Zudem ist Weisheit und Ver⸗ stand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, ort und Stund ist ihni be⸗ kannt zu tun und auch zu lassen. 4 Er weiß, wann freud, er weiß, 1 wann keid uns, seinen Kindern, 1 diene, und was er tut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. * 5. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein olück und heil beschwe⸗ ret, hast spat und früh viel Sorg und müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem I. frommen. V 6. fürwahr, der dich geschaffen . hat und ihm zur chr erbauet, dler hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus 432 .SP.PI.I.I.I.I.I.I.I..I.I.— 1———— 5——— + auf älegt, bleibt doch sein herz ge- wo ⸗ gen. wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen; laß sei loch zu, daß er nur tu nach sei⸗ nem Wohlgefallen. 7. Uenns Sott gefällt, so muß es sein, es wird dlich letzt erfreuen; was du jetzt nennest reuz und pein, wird dir zum Trost gedei⸗ hen. Wart in Geduld, die nad und huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Oual wird auf einmal gleich wie ein Dampf verschwinden. 8. Ei nun, mein Gott, so fall ĩch dir getrost in deine hände; nimm mich und mach es du mit mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist dadurch sein Nutz entstehe, und deine chr se mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe. 9. Willst du mir geben Sonnen⸗ schein, so nehm ichs an mit freu⸗ den; solls aber Kreuz und Un⸗ glück sein, will ichs geduldig lei⸗ dlen. Soll mir allhier des ebens Tür noch ferner offen stehen, wie du mich führst und führen Wirst, so will ich gern mitgehen. 10. Soll ich denn aũch des Todes Weg und finstre Straße reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen wei⸗ sen. Du bist mein hirt, der alles wird zu solchem ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dlich eibig möge ehren. paul Gerhardt g. 16007 4 1076. EEEEEEEE Eigene melodie. Joh. 6. Ebeling 1666. 90 G + Nöde Ilicht so trau rig, nicht so sehr, daß dir bott é6lick, 6ut und Ehr LXNI I 1 + EHA ů mei-ne see-le, sei be⸗trübt, Ini 67* nicht so viel wie an-dern gibt. mimm für ⸗ueb mit — *5 I — I —— + + ———3I —— 1 1 dei- nem 6ott! hast du 6ott, so hats nicht not. 2. Du noch sonst ein enschen⸗ kind habt ein Recht in llieser Ueit; alle, die geschaffen sind, sind nur Gast im fremden Zelt; bott ist herr in seinem haus, wie er will, so teilt er aus. 3. Bist du doch darum nicht hier, dlaß du Erden haben sollt: schau len himmel über dir, da, da ist dlein edlles õold; da ist hre, da ist freud, freud ohn End, Chr ohne Neid. 4. Der ist albern, der sich kränkt um ein hand voll Eitelkeit, wenn ihm õott dagegen schenkt Schätze der Beständigkeit. bleibt der Zentner dein Gewinn, fahr der heller immer hin! 5. Schaue alle üter an, die dein herj flür öüter hält: keines mit dir gehen kann, wenn du gehest alls der Welt; alles bleibet hinter dir, wenn du trittst ins 6rabes Tür. 4³³ 6. Aber was die Seele nährt, Gottes huld und Christi Blut, wird von keiner Zeit verzehrt, ist und bleibet allzeit gut. Erdengut zerfällt und bricht, Seelengut das schwindet nicht. 7. Nch wie bist du doch so blind und im denken unbedacht! Au⸗ gen hast du, enschenkind, und hast doch noch nie betracht deiner gugen helles las: siehe, welch ein Schatz ist das! 8. Zähle deine finger her und der andern 6lieder Zahl: Keins ist, das dir unwert wär, ehrst und liebst sie allzumal; keines gäbst du weg um Gold, wenn man dirs abnehmen wollt. 9. Nun so gehe in den 6rund deines herzens, das dlich lehrt, Wie viel õutes alle Stund dir von oben wird beschert; du hast mehr als Sand am meer und willst loch noch immer mehr. EEEEE 10. Wüßte der im himmel lebt, daß dlir wäre nütz und gut, wo⸗ nach so begierig strebt dein ver⸗ blendet fleisch und Blut, würde seine frömmigkeit dlich nicht las⸗ sen unerfreut. 11. Gott ist deiner Liebe voll und von ganzem herzen treu; wenn du swünschest, prüft er wohl, wie dein Wunsch beschaf⸗ fen sei; ist dirs gut, so geht ers ein, ists dein Schade, spricht er nein. 12. Unterdessen trägt sein õeist dir in deines herzens haus an⸗ na, das dlie Engel speist, ert und schmückt es herrlich aus, jã erwählet dir zum heil dich zu seinem õut und deil. —— gCigene melodie. 53. Ei so richte dich empor, du betrübtes Angesicht, laß das Seuf⸗ zen, nimm hervor deines 6lau⸗ bens freudenlicht! Das behält, wenn dich die acht deines Rum⸗ mers traurig macht. 14. Setze als ein himmelssohn deinem Willen maß und Ziel, rühre stets vor õottes chron dei⸗ nes Dankens Saitenspiel, weil dir schon gegeben ist mehr noch, als du wurdig bist. 15. führe deines Lebens Lauf allzeit Gottes eingedenk; wie es kommt, nimm alles auf als ein wohlbedacht õeschenk! Geht dirs widlrig, laß es gehn, õott und himmiel bleibt dir stehn. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. 6. Ebeling 1666. * 397 —— 1 I— 1— Jar-um solit ich mich denn grä⸗men? * 1 1 Z..—— E III. +I I 1 hab ich dloch chri-stum noch, wer will mir den — 12— II — 1+—.. 4———.— E —— DDS E 12— ——.— 12 5 2—— 1— neh⸗-men? Wer will mir den him⸗mel rau- ben, den — — 22———— 2.— +7—— —.———— S— mir schon Got-tes Sohn bei- ge⸗legt im Glau⸗ben? 43⁴ EEEEER 2. nackend lag ich auf dem Bo⸗ den, da ich Käm, da ich nahm meinen ersten oclem; nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Ceib, Seel und Leben ist nicht mein, õott allein ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein sereuz zu tragen, dringt herein Angst und pein, sollt ich drum verjagen? Der es schickt, der wird es wen⸗ den; er iweiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hãt mich beĩ guten Tagen oft ergetzt, sollt ich jeit nicht auch etwas tragen? fromm ist'Gott und schärft mit Maßen sein 6e⸗ richt, kann mich nicht ganz und gar verlassen. b. Satan, elt und ihre Kotten können mir nichts mehr hier tun, als meiner spotten. Laß sie spot⸗ ten, laß sie lachen! Gott, mein heil, wird in Eil sie zu schanden mächen. 7. Unverzagt und ohne orauen soll ein christ, wo er ist, stets sich lassen schãuen. Wolltihn auch der kigene Melodie. Mel. 1. Auch nach melodie Ur. 76 zu singen. Tod aufreiben, soll der ut den⸗ noch guͤt und fein stille bleiben. 8. ãnn uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern beist aus viel tausend flöten, schließt las Tor der bittern Ceiden und macht Bahn, da man kann gehn zu himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergetzen; hier ist Kein recht õut zu finden; iwas die Welt in sich hält, muß im Uu nver⸗ schwinden. 10. Was sind dieses Lebens 6ü⸗ ter? Eine hanck voller Sand, scummer der õemüter. Dort, dort sind die edlen 6aben, da mein hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. II. herr, mein hirt, Brunn aller freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns schei⸗ den. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben; 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein licht, alls dem herzen lasse. Caß mich, laß mich hingelangen, da du mich, und ich dich leiblich werd umfangen. paul Gerharat g. 1607 4 1676. Joh. Crüger 1653. I + 1 +—— + I V 14 398 7* VScwingdich auf zu dei- nem Gott, War- um liegst du 6ott zum Spott 4³⁵ Kreuz u. Trost EEEE —. — — I— 1 D.— 1 I + du be⸗ trüb- te See ⸗le! in der Schwer muts höh-le:) merkst du nicht des + e, * 1 LI 1— H1* Sd ⸗ tans list? Er will durch sein Rgämp⸗fen dlei⸗ nen — ——— Hꝗ =—.— SS—..—2 ——.— —— Trost, den Je-sus christ dir er-wor⸗-ben, dämp ⸗fen. mel. 2. oller: 6. Cbeling 1666. 7 + I———4 1 I— — i1 NMN Schüing lich duf zu dei nem Gott, lar um liegst du Gott zum Spott +— I. +*—— I. 2— du be⸗- trüb- te See⸗le! in der Scher muts: 00h e merkst uu nicht des I—.— + + 1 — 7* ———— Ssd-tans List? Er will durch sein Kämp⸗fen lei nen Trost, den Je-sus christ dir er-wor-ben, dämp=fen. 2. Schüttle deinen Kopf und dir doch der Ropf zerknickt, und sprich: fleuch, du alte Schlange! ich bin durchs Leiden meines bas erneust du deinen Stich, heilands dir entrückt in den machst mir angst und bange? Ist Saal der freuden. 43⁶ dls EEEEE 3. Virfst du mir mein Sundgen für? Io hat Gott befohlen, daß mein Urteil ich beĩ dir über mich soll holen? Wer hat dir die macht geschenkt, andre zu verdammen, ller du selbst doch liegst versenkt in der hölle flammen? 4. hãb ich was nicht recht getan, ist mirs leid von herzen; dahin⸗ gegen nehm ich an Christi Blut undl Schmerzen; denn das ist das Lösegeld meiner missetaten, bring ich dies vor õottes Thron, ist mür wohl geraten. 5. Christi Unschuld ist mein kuhm, sein Recht meine srone, sein Uerdlienst mein Eigentum, dã ĩch freĩ in wohne als in einem festen Schloß, das kein ßeind kann fällen, brächt er gleich da⸗ vor Geschoß und 6ewalt der höllen. 6. Stürme, Teufel, und du Tod: was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Uot bott mit seiner önaden, der Gott, der mir seinen Sohn selbst ver⸗ ehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und hohn mich nicht dort betrübe. 7. Schreie, tolle Welt, es seĩ mir Gott nicht gewogen. Es ist lauter Täuscherei und im 6rund erlo⸗ gen; wäre õott mir gram und feind, würd er seine öaben, die mein eigen worden seind, wohl behalten haben. 8. Denn wäas ist im himmels⸗ zelt, was im tiefen eere, was ist Gutes in der elt, das nicht mir gut wäre? für wen brennt 4³⁵⁷ das Sternenlicht? Wozu ist gegeben Luft und Wasser? Dient es nicht mir und meinem Leben? 9. Ich bin Gottes, Gott ist mein, wer ist, der uns scheide? Dringt dlas liebe fereuʒ herein mit dem bittern Leide, laß es dringen, kommt es doch von geliebten händen, und geschwindzerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 10. sinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die gedei⸗ hen selten wohl ohne Zucht und kuten. Bin ich denn nun Gottes sind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? 11. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen wer hie zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat voll⸗ konmmne kust dort in christi õar⸗ ten(dem er einig recht bewußt) endlich zu gewarten. 12. Gottes sinder säen zwar traurig und mit Tränen, aber endllich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen; denn es kommt dlie Erntejeit, da sie Garben ma⸗ chen; da iwird all ihr Gram und Ceid lauter freud und Lachen. 13. Ei so faß, o Thristenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr, gib dem großen namen deines Gottes Preis und Chr! Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt g. 16007 4 1676. ost EEEEEEE Ekigene melodie. Psalm 37, 5. Nuch nach Melodie Ur. 582 zu singen. 1532. E——.— I.— 1 I —— 399 — + Be-fieym au dei ne We-ge und was ler al-ler-treu-sten Pflege dles, der + + + 1 — P W — Aem dim mnen keunlit⸗ der Wol⸗ken, cust ung Win ⸗den dlen him-mel lenkt; + + * I + + + — + gibt le⸗ ge, Lauf und Bahn, der wird auch ———— * + 1 1 LI I Ue- ge fin den, da dein fuß ge⸗ hen kann. 2. Dem herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohl er⸗ gehn, auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. mit Sorgen und mit 6rämen und mit selbsteigner pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. 3. Dein ewge kreu und 6nade, o Uãter, weiß und sieht, was gut sei odler schäde dem sterblichen Geblüt; und was du dann er⸗ lesen, das treibst du, starker held, und bringst zum Stand und esen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein 6ang 4358⁸ ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit dlarf nicht ruhn, wenn du, was deinen sKindern ersprießlich ist, willst tun. 5. Un d ob gleich alle Teufel hie wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweisel Gott nicht zu⸗ rücke gehn; was er ihm vorge⸗ nommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. b. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dlich aus der höhle, da dich der stummer plagt, mit großen 6näaden rücken; erwarte nur dlie Zeit, so wirst du schon EE erblicken die Sonn der schönsten Freull. 7. Nuf, auf, gib deinem Schmer⸗ ze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das herze betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott᷑ sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihnlaß tun und walten, er ist ein weiser fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderba⸗ rem Rat das Derk hinausge⸗ führet, das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und tun an seinem deile, als hätt in sei⸗ nem sinn er deiner sich begeben; und, solltst du für und für in Angst und nöten schweben, so frag er nichts nach dlir. mel.: Ermuntre dich, mein schwacher öeist. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird eer dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dlein herze lösen von der so schwe⸗ ren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen haͤst. II. Wohl dir, du seind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Chrenkron; Gott gibt dir selbst die Palmen in leine rechte hand, und du singst freudlenpsalmen dem, der dein Ceid gewandt. 12. mach End, o herr, mach Ende an aller unsrer Hot! Stärk unsre füß und hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Lege gewiß zum himmel ein. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Joh. Schop 1641. 4 ́L —22 5 +— + — I — —.— u bist ein mensch, das weißt du die 6ott der höchst al ⸗ lei- ne + 1 1 + * *——— wohl, was strebst du denn nach din-gen, du fährst soll und kann zu Wer⸗ne brin⸗ gen? —— 3—— x + .— SIFI———————— mit dei-nem litz und sinn durch so viel 430 EEEEEE I 4+—4 1 1 + TI + ——— .— 1 1— tau-send sSor- gen hin und denkst: Wie wills auf 1 2 I + +7 1 I 4—— + I ——— 4—— *— Er- den doch 2. Es ist umsonst. Du wirst für⸗ wahr mit allem deinem dichten ft auch nicht ein einges kleinstes haar in aller Welt ausrichten, und dient dein öram sonst nir⸗ gend zu, als daß du dich aus leiner Ruh in Angst undschmer⸗ zen stürzest und selbst das Leben kürzest. 3. Willst du was tun, was Gott gefällt und dir zum heil gedei⸗ het, so wirf dein Sorgen auf den held, den ęrd und himmel scheu⸗; et, und gib dein Leben, Tun und Stand nur fröhlich hin in Gottes hand, so wird er deinen Sachen ein fröhlich Ende machen. 4. Durch wessen Kunst steht dein Gebein in ordentlicher fülle? ber gab den Augen Licht und Schein, dem Leibe haut und hülle? Wer jog die Adern hie und dort ein jed an ihre Stell undort? Wer setztehin undwie⸗ der so viel und schöne 6lieder? 5. heb auf dein haupt, schau überall hier unten und dort oben, wie õottes Sorg auf allen Dein Brot, dein Wasser und dein stleid war eher noch als du bereit; die milch, die du erst nahmest, waär auch schon, da du kamest. 44⁰ end lich mit mir wer—den? 6. Und dennoch soll dein Ange⸗ icht dein ganzes Leben führen; du traust und gläubest weiter nicht, als was dein Augen spü⸗ ren. Was du beginnst, da soll allein dein seopf dein Licht und Meister sein; was der nicht aus⸗ erkoren, das hältst du als ver⸗ loren. 7. Nun siehe doch, wie viel und oft ist schändlich umgeschlagen, was du gewiß und fest gehofft mit händen zu erjagen; hin⸗ gegen wie so manches mal ist llas geschehn, was überall Kein Mensch, kein Kat, Kein Sinnen ihm hat ersinnen können. 8. Wie oft bist du in große Not durch eignen Willen Kommen, da dein verblendter Sinn den Tod fürs Leben angenommen; und hätte Gott dein Werk und Tat ergehen lassen nach dem Rat, in dem dus angefangen, du wärst zu örunde gangen. 9. Der aber, der uns ewig liebt, macht gut, was wir verwirren, erfreut, wo wir uns selbst be⸗ Fall vor dir sich hab erhoben: trübt, und führt uns, wo wir irren; und daju treibt ihn sein 6emüt und die so reine vatergüt, in der uns armen Sünder er trägt als seine inder. EEE 10. Nch wie so oftmal schweigt er still und tut doch, was uns nützet, da unterdessen unser Will und herz in Angsten sitzet, sucht hier und da und findet nichts, will sehn und mangelt doch des Lichts, will aus der Angst sich winden und kann den Weg nicht finden. 11. Gott aber geht gerade fort 12. Drum, liebes herz, sei wohl⸗ gemut und laß von Sorg und õrämen! Gott hat ein herz, das nimmer ruht, dein Bestes vor⸗ zunehmen; er kanns nicht lassen, glaube mir; sein Innerstes ist mir und dir und uns hier allzu⸗ sammen voll allzusüßer flam⸗ men. 3. Tu als sein eind und lege ge⸗ auf seinen weisen egen, erdich in deines Vaters Arme, bitt ell geht und bringt uns an den ort, ihn und flehe, bis er sich dein, iter da WUind und Sturm sich legen. wie er pflegt, erbarme, so wird Pil⸗ hernachmals, wenn das Werk er dich durch seinen Keist auf oll geschehn, so kann alsdann der UWegen, die du jetzt nicht weißt, Ind snensch erst sehn, was der so ihn nach wohlgehaltnem kingen lus⸗ regieret, in seinem Kat geführet. aus allen Sorgen bringen. Hel⸗ paul Gerhardt g. 1607 + 1676. ud jeh,———el.: Rus tiefer not schrei ich zu dir. Mel. 2. offt Ursprüngliche form im Anhang. 15²⁵. l 401 AEEEE 4 +—— —‚DEEEEEEE—— in I 10 NMDIN Ich treu⸗er Gott, baärm-herzigs herz, ich weiß, daß mir dlies freuz und Schmerz Hot— 21. K..—. Hel, SPSIPSSPSPIPIIIIIIRRET— leln I 122——.— 11—.— 1 I 1 des 6llte sich nicht en det,) ö i5 10 dein ba⸗ ter her-ze sen ⸗det.) Jã, herr, ich weiß, l—— Z ren Kiteer chl i ö en, daß die se Last du mir aus lieb er⸗-tei⸗let be⸗ Wir—* e n————. hãst und gar aus kei nem has⸗ se. Trost ELEEE 2. Denn das ist allzeit dein Ge⸗ brauch: wer feind ist, muß was leiden, und wen duͤliebst, den stäupst du auch, schickst Trauren vor den freuden; fuhrst uns zur Hhölle, tust uns weh und führst uns wieder in die höh; und so geht eins ums ander. 3. Dãs hat, herr, dein geliebter Sohn selbst wohl erfahrn auf Erden, denn eh er kam zum Chrenthron, mußt er gekreuzigt werden; er ging durch Trübsal, Angst und Hot, ja durch den herben, bittern Tod drang er zur himmelsfreude. 4. hät nun dein Sohn, der fromm und recht, so willig sich ergeben, was will ich armer Sündenknecht dir viel zuwider streben? Er ist der Spiegel der bedluld, und wer sich sehnt nach seiner huld, der muß ihm ähn⸗ lich werden. 5. Ach liebster Vater, wie so schwer ists der Vernunft, zu gläuben, daß du demselben, den du sehr schlägst, solltest günstig bleiben! Wie macht doch sreuz so lange Zeit, wie schwerlich will sich Lieb und Leid zusammen lassen reimen. 6. Das ich nicht kann, das gib du mir, o höchstes Gut der from⸗ men, gib, daß mir nicht des Gläubens Zier durch Trübsal werdentnommen. Erhalte mich, 0o starker hort, befestge mich in deinem Wort, behüte mich vor Murren! 7. Bin ĩch jã schwach, laß deine Treu mir an dlie Seite treten, 4⁴² hilf, daß ich unverdrossen sei zum Rufen, Seufzen, Beten. So lang ein herze hofft und gläubt und im Gebet beständig bleibt, so lang ists unbezwungen. 8. Nch Jesu, der du worden bist mein heil mit deinem blute, du weißt gar wohl, was Kreuze ist, und wie dem sei zu mute, den freuz und großes Unglück plagt drum wirst du, was mein herje klagt, gar gern zu herzen fassen. 9. Ich weiß, du wirst in deinem Sinn mnit mir Mitleiden haben und mich, wie ichs jetzt dürftig bin, mit nad und Hülfe laben. Nch stärke meine schwache hand, ach heil und bring in bessern Stand das Straucheln meiner füße! 10. Sprich meiner Seei ein herze zu und tröste mich aufs beste. lenn du bist ja der Müden Ruh. ler Schwachen Turm und Ueste, ein Schatten vor der Sonnen hitz, ein hütte, dãa ich sicher sitz im Sturm und Ungewitter. I. Und weiĩ ich jã nach deinem Rãt hie soll ein wenig leiden, so laß mich auch in deiner onad als wie ein Schäflein weiden, daß ich im Glauben die oeduld undd durch õeduld die edle huld nach schwerer Prob erhalte. 12. O heilger õeist, du freuden- öl, das Gott vom himmel schicket, erfreue mich, gib meiner Seel, was mark und Bein erquicket! Du bist der õeist der herrlichkeit, weißt, was für freudl und Selig⸗ keit mein in dem himmel waͤrte. EEEEE 13. Daselbst wirst du in ewger deiln. da wird mein Weinen Cust aufs süßte mit mir handeln, lauter Lein, mein Achzen lauter mein sereuz, das dir und mir be⸗ Jauchzen sein. Das glaub ich, Wußt, in freud und Chre wan⸗ Eigene melodie. hilf mir! Amen. Paul Gerhardt g. 1607 T 1676. Jakob hintze 1670. 40² — +— XI E 1 I——— 1 Fisb dich zu⸗ frie-den und sei stil ⸗le In ihm ruht al ⸗ler freu de fül ⸗le, in dem 6ot⸗- te dei⸗ nes ohn ihn mühst du dich ver⸗ ce-bens! A ge⸗bens; er ist dein dr er 35 e I I———————— 1— Ouell und dei- ne son- ne, scheint täg ⸗-lich + I 1 4 1 1 1 PꝓP hell zu dei⸗ ner Won-ne. 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und 6näaden, ungefärbtes, treuen herzens; wo er steht, tut dir kei⸗ nen Schadlen auch die Pein des größten Schmerzens. sreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in hän⸗ den. Gib dich zufrieden! 3. Wie dirs und andern oft er⸗ gehe, ist ihm wahrlich nicht ver⸗ borgenz er sieht und kennet aus dler höhe der betrübten herzen Sorgen. er zählt den Lauf der heißen Tränen und faßt zu hauf 4⁴3 —— 6ib dlich zu ⸗frie- den! all unser Sehnen. Gib dich zu⸗ friedlen! 4. Wenn gar kein einger mehr aulf Erdlen, dessen Treue dudarfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich 6rämen, auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gib dlich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner See⸗ len unddes Hherzens stillesKlagen, und was du keinem darfst erzah⸗ len, magst du õott gar kühnlich EEEEL sagen. Er ist nichtfern, stehtin der mitten, hört bald und gern der Armen bitten. Gibdichzufrieden! b. Laß dich dein Clend nicht be⸗ zwingen, halt an Gott, so wirst du siègen; ob alle fluten einher gingen, dennoch mußt du oben liegen. denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein fürst, dich schon erhoͤret. ib dich zufrieden! 7. Vaãs sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? der dir das Lebenhatge⸗ geben, wird auch Unterhalt be⸗ scheren. Erhatein hand, vollaller õaben, da See und Land sich muß von laben. Gibtdich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäl⸗ dern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und kinder in den feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird ja auch dlich eingen füllen, den hunger dir zur Notdurft stillen. Gib dlich zu⸗ frieden! 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts vum Besten. Denn das ist öottes chren⸗ titel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da schickt er zu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die hülf in et waäs länge, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das harren angst und bange, glaube mir, es ist dlein ßrommen. Was langsam schleicht, faßt man ge⸗ wisser, und wäs verzeucht, ist dlesto süßer. õib dlich zufrieden! 11. Nimm nicht zu herzen, was dlie Rotten deiner feinde von dir dlichten; laß sie nur immer weid⸗ lich spotten, ott wirds hören und erecht richten. Ist Gott dein freund und deiner Sachen, was kann dein feind, der mensch, dent machen? Gib dlich zufrie⸗ en! 12. hat er doch selbst auch wohl dlas Seine, wenn ers sehen könnt und wollte. Wo ist ein ölück so klar und reine, dem nicht etiwas fehlen sollte? Wo ist ein haus, das könnte sagen: Ich weiß durchaus von keinen plagen? Gib dlich zufrieden! 13. ECs kann und mag nicht an⸗ ders werden, allesenschen müs⸗ sen leiden; was webt und lebet auf der rden, Kann das linglück nicht vermeiden. Ddes Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in 4⁴⁴ dlas Grab, da wird sichs enden. Gib dlich zufrieden! 14. Es ist ein Ierio vorhan⸗ den, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Ceibs und al⸗ lem Bösen. Es wird einmal dler Tod herspringen und aus der oual uns sämtlich bringen. õib dlich zufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Schaären der Erwählten und 6e⸗ treuen, die hier mit frieden ab⸗ gefahren, sich auch nun im frie⸗ den freuen, da sie den orund, der nicht kann brechen, den ew⸗ gen mund selbst hören sprechen: bibtdich zufrieden! paul erhardt g. 1607 4 1676. EEEEEEE — igene melodie. mel. 1. Ursprüngliche form im Anhang. Georg UHeumark 1640. 403 7 1— —.— D———— SSDSDD er nur den lie- ben Gott läßt ddlen wird er wun⸗ der⸗ lich er⸗ — D.. — 7 wal-ten und hof-fet auf ihn al-le jeit, Wer hal-ten in al-ler not und Tranaisent⸗ —— Gott dlem ieier⸗ höch ⸗ sen traut, der —. ——.—*—— — 14— 1 1 hat auf kei ⸗ nen Sand ge ⸗ baut. 2. Uas helfen uns die schweren es nützlich sei. Wenn er uns nur Sorgen, was hilft uns unser Weh hat treu erfunden und merket und Nch? Was hilft es, daß wir keine heuchelei, so kommt Sott, alle orgen beseufzen unser Un⸗ ö eh wirs uns versehn, und lässet gemach? Wir machen unser greuzuns viel Guts geschehn. und Leid nur größer durch die] 5Denk nicht in deiner Drang⸗ Traurigkeit. salshitze, daß du von Gott ver⸗ 3. man halte nur ein wenig lassen seist, und daß Gott dler stille und sei doch in sich selbst im schoße sitze, der sich mit stetem vergnügt, wie unsers Kottes Glüicke speist; die folgezeit ver⸗ 6nadenwille, wie sein Allwissen⸗ändert viel und setzet jeglichem heit es fügt; Gott, der uns ihm sein Ziel at ausermählt, der weiß auch 6. Es sind ja Sott sehr leichte ehr wohl, was uns fehlt. Sachen, und ist dem höchsten 4. Er kennt die rechten freuden⸗alles gleich, den Beichen klein stunden, er weiß wohl, wann und arm u machen, den Armen 4⁴⁵ EEEEEE aber groß und reich; bott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn wer nur seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. 6eorg Ueumark g. 1621 T 1681. MNel.: herr Jesu Christ, du höchstes 6ut. Ursprüngliche form im Anhang. 1587. „ — 1 I—E 82— ½ er. I AXI ie mein ge so hält ich treu er bva-ter will in ihm auch ger-ne still und al-len die-sen sa-ch laß es ihn nur ma⸗ch — I E 111..0 + 4—.— 2 1 I 7 1.— 4 nütz und gut, und wird aus vä⸗ ter li⸗ chem — 1 I — — X * * u 2 I 1— I 1 22—6 I 1— 1*— 4 — + — Mut flür mei ⸗ ne 2. Ob ich gleich denke dies und das, wãs ich doch soll beginnen, und gräme mich ohn Unterlaß mit hochbetrübten Sinnen, so kann ich durch mein herzeleid der großen lbiderwärtigkeit doch nie was abgewinnen. 3. Drum lãß ichs gehen, wie es geht, und sende meine Tränen vor Gottes hohe majestät mit bitterm herzeinssehnen. Gott wird 44⁰ Wohl- fährt wa ⸗ chen. doch wiederum einmal nach dieser schweren herzensqual der ütigkeit erwähnen. 4. Indessen leid ich mit 6e⸗ duld, bis Gott sich wiederfinde, denn alles dies hab ich ver⸗ schuldt mit meiner großen Sün⸗ dle. Ich weiß, Gott wird mich wunderbar erretten aus der Angstgefahr, was ich jetzt nicht ergründke. 5 5. Wird mich mein Gott, mein so muß mir dieses große Leid O Seelenlicht, vom Zweifel nur be⸗ samt aller Widerwärtigkeit doch U freien und nur des Claubens Zu⸗ endlich wohl gedeihen. 12 versicht mir gnäliglichverleihen, beorg neumark g. 1021 1 1681. l igene melodie. 17¹1⁵. 40⁵ F— + 6⁸⁵crĩ ö bXA 8„„ 2 ö ollt es gleich bis wei⸗len schei⸗ nen, e r,ienern. II E und als wenn 6ott ver-laß die sei-nen, o so glaub und N —. ꝗ I 17—*. weiß ich dlies: Gott hilft end⸗-lich doch ge⸗wiß. 2. hülfe, die er aufgeschoben, hãt er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder frist, hilst er dloch, wenns nötig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald geben, wonach ihre seinder stre⸗ ben, so hält õott auch Maß und Ziel, er gibt, wem und wann er will. 0 4. Seiner kann ich mich getrö⸗ sten, wenn die not am aller⸗ größten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Laß dlie elt nur immer nei⸗ den! Will sie mich nicht länger leiden, ei so frag ich nichts dar⸗ nãch, Gott ist Kichter meiner Sach. 6. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der him· mel bleiben; wenn ich nur den himmel krieg, hab ich alles zur Genüg. 7. Ach herr, wenn ich dich nur habe, sag ich allem andern abe; legt man mich gleich in das õrab, ach herr, wenn ich dich nur hab! Thristoph Tietze g. 1641 + 1703. — e⸗ Eigene melodie. 1714. 5. 400 +0 1—— +*—..— nicht Laß dich 6ott, du ber⸗ laß- ner, 4⁴⁷ 1 EEEEEE EE —. —4 1— 0⁵ 2 still dein Sor- gen, dei⸗ ne Oual und dei ⸗ ne not — I1 I———— I + I I— 1 + + I —.....——— 3— ist dem höch⸗ sten un- ver-bor-gen, hilft er — 1———— EA ————— heut nicht, hüft er mor ⸗gen. Laß dich Gott! 2. halt Gott still, denn er brau⸗ chet Liebesschläge, wolurch er dlich bessern will, daß sich indles⸗ furcht errege. Traue seiner vater⸗ pflege, halt Gott still! 3. Gott ist nah, wenn er dir ent⸗· fernet scheinet; ist nicht gleich dlie Rettung da, ist es dir jum Nutz gemeinet; er hilst, wenn dugnug geweinet. Gott ist nah. 4. Gott ist dein, so du ihm dich nur ergibest; deine Pein wird freude sein, wenn du ihn vor allem liebest und mit Unmut nicht betrübest. Gott ist dein. 5. Lehr Gott nicht, wie und wäͤnn er dich soll hören. Sein Aug steht auf lich gericht. Währt dlein greuz lang, laß es währen, endlich wird es sich doch kehren. Lehr oott nicht! 6. Liebst du ott, wandelst treu auf seinen Wegen wird kein Kreuz, kein Not, Rein Tod dein Uertrauen niedlerlegen. Alles die⸗ net dir zum Segen, liebst du Gott. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig⸗Wolfenbüttel g. 1633 + 1714. Eigene melodie. 1681. — I E. E *— + 2— —— Ias sott tut, das ist wohl⸗ge⸗tan, es wie er fängt mei⸗ ne Sã chen an, will E *—4 G— 1 + T 36—— 2. 2 N0= bleibt ge⸗recht sein Wil-le; x ů ich ihm hal⸗ten stil 1. er ist mein Gott, der 4⁴⁸ E EEE 13 * I + + 4.Z—..— in der not mich wohl weiß ju er⸗ hal-ten, 1 I + + N I 1— drum laß ich ihn nur wäalu⸗ ten. 2. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, er wird mich nicht be⸗ trügen, er laß ic mich auf rechter Bahn; so läaß ich mir genügen an seiner huld und hab seduld, er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen händen. 3. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, er wird mich wohl be⸗ denken; er als ein Arzt und un· lermann wird mir nicht Kift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner 6üte trauen. 4. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben Eigene melodie. in freud und Leid, es kommt die Zeit, dã öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan; muß ich den selch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergetzt mit süßem Trost im herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott tut, das ist wohl⸗ getan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird õott mich ganz väterlich in seinen Armen halten, drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast g. 1640 1708. F. H. Meyer 1741. 408 O 2— as mich auf die⸗ ser Welt be-trübt, was d⸗ ber mei⸗ ne See-le liebt, + I* 5 ́—.— —122— I E das wäh⸗ ret kur-ze das bleibt in Zeit, E- wig ⸗Reit. 4⁴⁰ 7 + Drum fahr, o Uelt, mit EEEEE — AHMe I + 1 I —.—. +7 A* hr und 6eld und dei-ner Wol-lust hin, in sereuz und *.— 200—..— — ⁵—— Spott kann mir mein Gott er ⸗quik ⸗Ren mut und Sinn. 2. Die Torenfreude dieser Welt, wie süß sie immer lächt, hät schleunig ihr õesicht verstellt und den in Ceid gebracht, der auf sie baut; wer ãber traut allein auf Gottes Treu, der siehet schon die Reu. 0 und freut sich ohne eu. 3. ein Jesus bleibet meine freud, was frag ich nach der belt? Weit ist nur furcht und Traurigkeit, die endlich selbst mel.: Sollt ich meinem Sott nicht singen. Ursprüngliche form und zweite Melodie im Anhang. zerfällt. Ich bin ja schon mit bottes Sohn im Gõlauben hier ver⸗ traut, der droben sitzt und hier beschütztsein auserwähltebraut. 4. Ach Jesu, töt in mir dlie Welt und meinen alten Sinn, der sich dir stets entgegenstellt; herr, nimm mich selberhin und binde mich ganz festiglich an dich, o herr, inein hort, so irr ich nicht in deinem Licht bis an die him⸗ melspfort. Joh. Jak. Schütz g. 1640 1 1690. Joh. Schop 1642. 409 8 — 1 1.— I—— ch er ge-be mich dem Uil-len der wird wohl an mir er-fül⸗len, 2—j9910 D— mei ⸗nes 6ot tes gan und gar: Sie⸗he, hoͤch'ster was mir nüt⸗ jzet im- mer- dar. Gott, her⸗nie der, was ich le⸗ge vor dich hin, 45⁰ E ER + V I— SP————— herz, 6e⸗ dan-ken, mut und sinn, mich und al ⸗le —— 4 I + 1— —— mei-ne Glie-der; ma⸗- che dar- aus, was du willt, ——. S—..————— 1 I 1 + I 2II was dlu willt, mein Gott und Schild! 2. Ach ich kenne dich ja eben, daß du selbst mein Vater bist; ich kenn auch mein liebstes Leben, dlas allein ist Jesus Rumre und weiß einen treuen führer, der den rechten Weg mir weist, der ist Gott, der heilge õeist. hab ich enn nun zum Regierer dich, o du dreieinger Gott, so erschreckt mich keine Not. 3. Und wie könnt ich doch ver⸗ zagen, ging es noch so wunder⸗ lich, da ĩch ssann bis heute sagen, daß Gott wohl geführet mich. Soll ich denn erleben morgen, ei o lebet õott auch noch, bei dem ich versichert doch, daß er sein Kind wohl versorgen und sein Schäflein führen wird, weil er 4. Ginge mir es, wie ich wollte, stünd és wohl gar selten gut, wenn mein Wunsch geschehen sollte, da er Gott mißfallen tut; ach wie würde mein Verderben ich erwählen gar zu oft, wenn was Gutés ich gehofft; darum will ich mich bewerben, meinem Gott zu halten still. Mir geschehe, Was Gott will. 5. Was Gott will, geschehe im⸗ mer; was ich will und schädlich ist, das laß jã geschehen nimmer, Gott, der du 0 gütig bist; und weil dir mein Unvermögen, was du willst zu tun, bekannt, ach so laß doch deine hand meiner Schwachheit sraft beilegen, daß ich könne folgen dir. Was du Vater ist und hirt. willst, geschehe mir. Cudämilia Clisaveth, oräfin zu Schwarib.⸗Kudolstadt g. 1640 4 1672. 1571¹1⁷1111 Mel.: Alles ist an õottes Segen. 1738. 410 +.— E I 1 + 1 un- der-an-fang, 45¹ herr-lichs En-de, I Bee,e— wo die wun—der-wei- sen hän de sot- tes N 1 1 + V— 1 ———— D.— füh ⸗ren ein und aus. Uun-der- weis-lich —.——— öe.—— 271. hus ist sein Ra⸗ ten, wun der herr: lich sei ne ta⸗ten, und dlu sprichst: Wo wills hin ⸗- aus? 2. Denke doch: Es muß so gehen‚, 5. õott mußman in allen Sachen, wWas Gott weislich heißt gesche⸗ weil er alles wohl kann machen, hen, ihm und dir zur herrlichkeit. End und Anfang geben frei. Er 0 der Anfang seltsam scheinet, wird, was er angefangen, lassen ist das Endl doch gut gemeinet, so ein end erlaängen, daß es friede folget nach dem Streit. wunderherrlich sei. 3. Gottes eg ist in den flüs-6. Drum so laß dir nimmer sen und in großen Wassergüs-grauen, lerne deinem oott ver⸗ sen, und du spürst nicht seinen trauen, sei getrost und gutes V. Fuß:) so auch in dem Meer der Muts! Er fürwahr, er wird es ů Sorgen hält õott seinen Pfad ver⸗ führen, daß dus wirst am Ende V borgen, laßman nachihmsuchen spüren, wie er dir tut lauter outs. muß. 9 ps. 77, 20. 7. Du wirst an den fingern 4. Kein Besinnen kann ersin⸗zählen und nicht vor dler Welt nen, wo man könne hülf ge⸗ verhehlen, was dlie blinde Welt winnen, die Vernunft ist hier nicht kennt. Er wird dlir dein zu blind; ihre halb gebrochnen sereuz versüßen, daß du wirst be⸗ V Augen nicht in das Verborgne kennen müssen: Wunderanfang, taugen, dein sie allzublöde sind. herrlichs End! 5. R. Stockfleth g. 1043 1 17os. 4⁵² EEEEEE mel.: Jesu, meine freude. Joh. Crüger 1656. I—.— + 1 I—— IREE — ei- ne Seel ist stil⸗ le zu ott, mein herz ist ver⸗gnü⸗ get mit dem, —* —————— PP— dles⸗-sen lwbil le mir ju hel-fen steht; õeht es wies ott fü⸗ get, nimmt an, wie es geht./ — 95 27 + I I + + +— nur dem him ⸗mel zu, und bleibt Je ⸗ sus — De un ⸗ge⸗schie den, so 2. meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller ort und Zeiten, und mãg keinen leiden, der ihr rede ein; von der Welt Ehr, Lust und Gelll, wornach so viel sind be⸗ flissen, mag sie gar nichts wissen. 3. nein, ach nein, nur Einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt; Jesus der ge⸗ treue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, dem ich wiedler mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Gut erwäge und udich gläubig lege sanft in seinen Schoß! Lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus ö ö ö H +— 2—.— bin ich zju⸗ frie⸗ den. stillem Geist. Wer sich weiß in 6ott zu schicken, den kann er er⸗ quicken. 5. meine Seele senket alles, was sie Kränket, tief in Jesu Brust; sie wird stark durch hoffen; was sie je betroffen, träget sie mit CLust, fasset sich ganz männiglich durch õedluld und õlauben feste; am End kommt das beste. b. Amen, es geschiehet; wer zju Jesu fliehet, wirdl ses recht er⸗ fahrn, wie õott seinen sindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End; alsdann sich wendt das zuerst gekoste Leiden, und gehn an die freuden. Joh. Rasp. Schade g. 1666 4 1698. 4⁵³ EEEE mel.: o Gott, du frommer Gott. Mel. 1. 16⁴48. I 1+2 I — 41² — II.— L .— DWDNDMD MD˙D Gott ist und bleibt ge⸗treu, sein her ⸗ze V pflegt er gleich öf= ter ⸗mal dlie Seinen er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die sast der schwe⸗ ren plagen. Er braucht die Ru⸗ ten oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt; oott ist III und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu; er weiß, was wir vermögen, er pfleget nie zu viel den Schwachen auffulegen. er macht sein 7srael von Last und Banden frei, wenn roße Not entsteht; Gott ist und leibt getreu. V 4. Gott ist und bleibt getreu; V. er tröstet nach dem Weinen, er läßt aus trüber Uacht die freu⸗ * densterne scheinen. Es geht der 4³⁴ bricht von Lie⸗ven ö 5— ju be=trü⸗ Den.) Er prü⸗-fet durch das freuz, wie N* I I 7 4—— +*——— rein der 6lau—be sei, wie stand= haft N 1—— + n f 1 N0—.— die 6e⸗ duld; sott ist und bleibt ge= treu. * ö 2. Gott ist und bleibt getreu; sreujessturm im RAugenblich vorbei; sei, Seele, nur getrost! Gott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist und bleibt getreu; er stillet dein Begehren, er will dein Glaubensgold in Trübsalsglut bewähren. Uimm an von Gottes häand den fereuz⸗ kelch ohne Scheu, der Lebens⸗ becher folgt; Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist und bleibt getreu. Laß alle Wetter krachen, Gott wird der Trübsal doch ein solches Endle machen, daß alles sreuz und not dir ewig nützlich sei. So liebt der höchste dich. Gott ist und bleibt getreu. 1605. EER kigene melodie. 1 DSE I*— —— 413 H So führst du doch recht se⸗lig, herr, die UWie könn⸗test du aes bö-se mit uns * V 1 I— 7 E H —...2—.— iIr u —— Dei-nen, ja se⸗-lig und doch mei⸗stens wun ⸗der⸗-lich.) mei⸗nen, da dei-ne Treu nicht kann ver⸗leug ⸗nen sich?/ TL + —. 1 1 + 2— 2 .— die Le⸗ ge sind oft krumm und doch ge-⸗ rad, dar⸗ I I— ——— + ———————.————.. aduf du läßt die fein—der zu dir gehn; da pflegt es wun⸗der-selt-sam aus- zu-sehn, doch I — SISIPSPIPIPIPISPII...... L I + II tri um-phiert 2. Dem 6eist hängt nie an menschlichen Gesetzen, so die Uer⸗ nunft und gute einung stellt. Den Zweifelsknoten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nãch dlem es dit gefällt. Dureißest wohl lie stärksten Band entzwei; was sich entgegensetzt, muß sin⸗ ken hin; ein Wort bricht oft den allerhärtsten Sinn; dann geht frei. fuß auch durch Unwege ei. zu-letzt 4⁵⁵ dein ho ⸗- her Raͤt. 3. Was unsre slugheit will zu⸗ sammenfügen, teilt dein Ver⸗ stand in Ost und Desten aus; waäas maäncher unter Joch und Lãst will biegen, setzt deine hand frei an der Sterne haus. Die Welt zerreißt, und du verknüpfst in serafst/ sie bricht, du baust; sie baut, du reihest ein; ihr õlanʒ muß dlir ein dunkler Schatten sein, dein Geist bei Toten sraft und Leben schafft. EEERR 4. Will die vernunst was fromm wir denn mit blöden Augen hin, und selig preisen, so hast dusSdu küssest uns, wir sagen Beß⸗ schon aus deinem buch getan; rung zu; draufschenkt dein Geist wem aber niemand will dies dem Herzen wiedler Kuh und hält Zeugnis weisen, den führst du im Zaum den ausgeschweisten in der Still selbst himmelan. Den Sinn. Tisch der Pharifaer läßt du stehn 8. Du kennst, o Vater, wohl das und speisest mit den Sündern, schwache Wesen, die ohnmacht sprichst sie frei. Wer weiß, was undder sinne Unverstand; man öfters deine Absicht sei? Wer kann uns fast an unsrer Stirn kann der tiefsten eisheit Ab⸗(ablesen, wie es um schwache grund sehn? feinderseibewandt. Drumgreifst 5. Was alles ist, gilt nichts in du zu unc hältst und trägest sie, deinen Augen; was nichts ist, bralichst Uaterrecht und jeigest hast du, großer herr, recht leb. Muttertreu: wo niemand meint, Zer Worke Pracht und Ruhm daß etwas deine sei, da hegst du kann dir nicht täugen, du gibst selbst dein Schäflein je und je. die Kraft durch deines Geistes 9. Also gehst du nicht die ge⸗ crieb. die besten Werkevringen meinen Wege, dein Fuß wird dir kein Lob: sie sind versteckt, selten öffentlich gesehn, damit du der Blinde geht vorbei, wer Ru-⸗ sehst, was sich im herjen rege, gen hat, sieht sie doch nicht so Wenn dlu in Dunkelheit mit uns frei; lie Sachen sind zu fein, der willst gehn. Das WDickerspiel legst Sinn zu grob. du vor Augen dar von dem, was 6. O herrscher, sei von uns ge⸗ Au in deinem Sinne hast wer benecleiet, der du uns tötest und meint, er habe deinen Kat gefaßt, lebendig machst. Wenn uns dein der wird am end ein andres oft Geistderibeisheitschatzverleihet, gewahr. so sehn wir erst, wie wohi du für] 10. 0 Ruge, das nicht crug noch uns wachst. Die Weisheit spieit') heucheln leidet, gib mir der Klug⸗ bei uns, Wir spielen mit; bei uns heit scharfen Unferscheid, dadurch zu wohnen ist dir lauter Lust, Hatur von önad man unterschei⸗ llie reget sich in deiner Vater⸗ det, das eigne Licht von deiner brust Und gängelt uns mit jar- heiterkelt. Laß doch mein herz tem keinderschritt. dlich niemals meistern nicht, brich „sprüche s, 30. 31. ganz entzwei den Willen, der sich 7. Bald scheinst du etwas hart lebt, erweck die Lust, die sich nur uns anzugreifen, bald fährest dir ergibt und tadelt nie dein du mit uns ganz fäuberlich. 6e- heimliches Gericht. schiehts, daß unser Sinn sucht 11. Will etwa die Vernunft dir aulszüschweifen, so weistcliesucht widersprechen undl schüttelt ih⸗ uns wieder hin aufdlich. Da gehnren opfzudeinem eg, so wollst 4⁵⁰ Iein. Heg unt Han in Sweifel frcht! Hist me ist meij EEEEEE du die Befestung niederbrechen, kräftiglich in mir, ich brenne tf laß ihre höh sich nur bei Zeiten nun nach dlir in Liebsbegier, wie en ih. leg. sein fremdes feuer sich in oft erquickt mich deiner flarheit einzest mir anzünd, das ich vor dich in Schein! mahält Torheit bringen möcht“) und dir 13. Drum muß dlie kreatur mir weiften wohl gar so zu gefallen dächt. immer dlienen, kein Engel schämt Ach selig, wer dein Licht ergreift nun der emeinschaft sich; die johl las und findit!)3 mos. 10, 1. Geister, die vor dir vollendet macht 12. so zieh mich dzlenn hinein grünen, sindg meine Brüder und schman in deinen Willen und trag und erwarten mich. Wie oft erquichet er Stien heg und führ dein armes ind! meinen seist ein Herz, das dich wache Dein innres Zeugnis soll den und mich und alle christen liebt! ugreist Zweifel stillen, dein eist die Ists möglich, daß mich etwas Ihest sle, furcht und Lüste überwind! dunoch betrübt? Komm, freuden. KRigest bist mein Alles denn dein Sohn auell, weich ewig, aller Schmerz! murtr ist mein, dein õeist regt sich ganz Gottfried Arnold g. 16εσ 1714. hegh 1 0———— Uhprünguche kokn Ima 1655 prüngliche form im Anhang. 53. 1 Wirll + 414 4. en kegl,——————— 2* mntrgf 2 U llei- ne See⸗le sen⸗ ket sich hin in In W und er- war⸗tet ru-hig⸗-lich sei ⸗ner EIIl„ st; wal——— H hefaßs— +* + 11 + nalese 6ot-tes heri und an- de ů a we⸗ ge Ziei unda en ⸗de, igt zeit sin ele⸗ Herg, llach A— Lauer—.—————— 1—.— iaer——.—. 90060 nackt und bloß in des lieb-sten Va⸗ ters Schoß. h, bri 00%0 ich 2. Meine Seele murret nicht, ist 3. Meine Seele sorget nicht, will ler ich nl mit allem wohl zufrieden; was vielmehr an nichts gedenken, . dein—der eigne IWille spricht, ist vum was gleich spitzen Dornen sticht iu Todle schon beschieden. Was dlie und den frieden nur kann krän⸗ 6 Ungeduld erregt, ist in ChristiRen. Sorgen hört dem schöpfer 51 Hrab gelegt. zu, meine Seele sucht nur Ruh. 4⁵⁷ 4 EEEEE 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Fott im Leiden. stumnier, der das herze bricht, trifft und ängstet nur die heiden. UWer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. eine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen nöten, hängt an Gottes Angesicht, auch alsdann, wenn er will töten. Wo sich fleisch und Blut beklagt, wird das freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden. Also hab ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin gleich wie ein stilles eer, voll von Gottes Preis und Chr. Joh. Jos. Winckler g. 1670 4 1722 mel.: Wer nur den lieven sott läßt walten. mel. 1. Ursprüngliche form im Anhang. Georg neumark 1640(). I I 4¹⁵ e⸗-fiehl dem her⸗ren dei- ne ver⸗ trau- E sei ⸗ ner va- ter ⸗ I 4——E — EL — I + —* 1 I —— —— — e⸗ ge und ma che dich von Sor-gen los, das pfle-ge, vor ihm ist nichts zu schwer und groß, — D ———— er zu sei ⸗ nes na ⸗- mens Preis nicht —— ö SE herr ⸗lich aus ju füh⸗ ren weiß. 2. Wo du ihn nur haͤst raten lässen, da hat er alles wohl ge⸗ mächt; denn was dein denken nicht kann fassen, das hat er längst juvor bedacht; wie dirs sein Rat hat ausersehn, so und nicht anders muß es gehn. 4⁵⁸ 3. Wie werden deine Lebens⸗ tage so manches ummers sein befreit, wie leicht wird alle Uot und plage dir werden hier in dieser Zeit, wenn du nichts wün⸗ schest in der Welt, als was Gott will und ihm gefällt. H thten. behlagt, rjagt. hunden. tt, alle n gleich oll von 10+ ²² EEEEE 4. Dir wirds an keinem Gute fehlen, wenn du dein heri ge⸗ wöhnst und lehrst, nur Gottes Wilien zu erwählen, und deinem eignen Willen wehrst, den stets sein eigne Wahl betreugt, so gut ihm 6 sein Wollen deücht. 5. Gib meinem herzen solche Stille, mein Jesu, daß ich seĩ ver⸗ gnügt mit allem, was dein ona⸗ eniwille mit mir und meinem Leben fügt. nur nimm dlich meiner Seele an, so hab ich, was ich wünschen kann. 6. Ich weiß, du tusts; sie ist die dleine und kostet dir dein teures Blut; behalt sie dir nur schön und reine, laß dies dein mir vertrautes õut nur einzig meine Sorge sein, so trifft mein ganzes Wünschen ein. mel.: Von Gott will ich nicht lassen. 7. Indes sei stets, mein heil, gepriesen für alle Sorgfalt, die du mir, noch eh ich war, schon ast erwiesen, dã du, mein süßer esu, dir zum kigentum mich n erwählt und deinen Scha⸗ en 3 sei lt. 8. Dir sei auch ewig Lob ge⸗ eben, daß du so unermüdet 0 für mich gesorgt in meinem eben. So läng ich bin der Erde Gãst, ist alles Niebreich, nütz und gut, was deine Schickung mit mir tut. 9. Dort werd ich deiner Liebe Täten erst preisen in Vollkom⸗ menheit, wenn nun mein hoffen ist geraten, daß ich kann in der Seligkeit erkennen, wie dein Wilse mir so gut gewesen für und für. henr. Kath. v. Gersdorf g. 1648 + 17²6. 41% — * n Gott will ich ge⸗ den-ken, denn UGenn mich die Sor-gen krän⸗ken, so —.— n 1— EIEE er ge⸗denkt an sich) 1—„ hebt niein her ⸗3e sich zu mei⸗- nem bott em V I E——. x e i eniriie,.... por; bald wei- chen al ⸗le Schmer⸗-jen, denn er stellt 4⁵⁹ EEE + + + meil⸗nem her ⸗-zen nichts 2. Denk ich an seine Liebe, wie i werd ich doch entjückt, daß wenn WMI es noch so trübe, mir gleich die Sonne blickt. Da kommt mir immer ein: Er hat sich hoch ver⸗ messen, er will mich nicht ver⸗ gessen. Wie könnt ich traurig sein? 3. Denk ich an seine Güte, die alle orgen neu, so freut sich mein 6emüte bei solcher Vater⸗ treu; die Cast werf ich auf ihn, so wird die Arbeit süße, wenn ich den Schweiß vergieße, denn 6ott ist mein 6ewinn. 4. Denk ich an sein Erbarmen: er schenket mir sein Kind, o 6nädle für mich Armen! heißt das nicht treu gesinnt? Gott ist + I I + + I N — E— 11— H ——— +—. E—. + E 1— Il— 2—— Sn als Uer- gnü- gen vor. in christo mein; sott müßte jesum hassen, wenn er mich wollte lässen, das kann unmög⸗ lich sein. 5. Drum will ich an Gott den⸗ ken ʒdie eltmag immerhin den Sinn aufs kitle lenken, hier ist ein andrer Sinn. Ich trage Gott allein im herzen und im ilunde, so kann mir keine Stunde allhier zu lange sein. 6. An Gott will ich gedenken, so lang ich denken kann. Wird man ins örab mich senken, so geh ich zwar die Bahn, da mein dlie Welt vergißt, doch glaub ich dlieses feste, Gott denket mein aufs beste, wo sein öedächtnis ist. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1757. 41⁷7 — ei.: Straf mich nicht in deinem Zorn. 16⁵⁵ ——.— .—. 20 V IIIlei ne nicht, 6ott le⸗ bet noch, V drückt dich gleich ein har ⸗tes Joch * I Man 1 II 1 2——— I — — 27—. du be⸗trüb=-te 6˙0 See leh) in der crau-er⸗höh ⸗le,) nur 6e⸗duld, Got-tes huld — . 4— EE E I — E läßt oft nach dem Wei⸗nen auch die Son-ne schei⸗nen. 4⁰⁰ / F Tsf f/ — — EEEEE 2. Ueine nicht, ott denkt an] 5. UWeine nicht, oott lievet 116 llich, ob dus gleich nicht denkest. wenn dlie elt betrübet und so öftermals verbirgt er sich, wenn manchen Schlangenstich deinem du dich sehr kränkest, da dielbelt Herzen gibet. Uichts betrübt, den eh zerfällt, eh er dich wirdhassen, Gott liebt, will gleich alles Kra⸗ oller gar verlassen. chen, Gott kann fröhlich machen. 3. Ueine nicht, ott siehet dich. 6. eine nicht, Gott sorgt für scheint er gleich verstecket. Wenn dlich, ei, was kann dlir fehlen! du nur geduldiglich seinen kelch Was willst du dich stetiglich mit geschmecket, reichet er Cabsal her den Sorgen quälen? Wirf auf und gibt nach dem Leiden wie⸗ihn alles hin, er wird deine Sa⸗ ller Trost und freuden. chen gut und besser machen. 4. Weine nicht, öott höret dich, 7. Weine nicht, Gott tröstet dich wenn dein herz nur girret.) hast nach den Tränengüssen; endlich du dich gleich wunderlich in der wird der kummer sich gant ver. nlot verwirret, ruf ihn an, denn lieren müssen. Durch den Tod er kann deinen Ungiückswellen stirbt die Uot, und wenn der er⸗ Ziel und õrenzen stellen. scheinet, hast du ausgeweinet. ) Jes. 38, 14. nach Benj. Schmolck g. 1672 1T 1737. — nel.: Wer nur den lieben õott läßt walten. mel. 1. eorg eumark 1640. 41 8 2——— HGNIONTOSO0 e grö⸗ßer K(reuz, je nä- her bei sün⸗den- lust und Ulelt-ge⸗ — ðe, him- mel. Uer 10 ne sreuz, ist oh ⸗ne Satt. 0 tüm- mel ver⸗ gißt man höl-le, fluch und Tod. V 1——— S—— lig ist der mann ge ⸗schätzt, den ““““IRR Gott in sereuz und Trüb ⸗ sal seizt. 401 EEEEEEE 2. Je größer sereuz, se stärker Glaube. Die palme wächset bei der Last, die Süßigkeit fleußt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert hast. Am freuzewächset uns der Mut, wie Perlen in ge⸗ salner flut. 3. Je größer sereuz, je mehr 6e⸗ bete. eriebne sräuter riechen wohl; wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 4. Je größer sereuz, je lieber Ster⸗ ben. man freut sich recht auf seinen Tod, denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle not. Das sereuze, das die 6räber ziert, bezeugt, man habe triumphiert. 5. Je größer sereuz, je schöner serone, die Gottes Schatz uns bei⸗ gelegt, und die einmal vor sei⸗ nem chrone der Überwinder Scheitel trägt. Ach dieses teure scleinod mächt, daß man das größte sereuz nicht acht. 6. Gekreuzigter, laß mir dein streuze je länger und se lieber sein! Daß nüch die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches herz mir ein, das Glaube, Lieb und hoffnung hegt, bis dort mein sereuz die strone trägt. Benjamin Schmolck g. 1672 1 1737. el.: Wer nur den lieven oott läßt walten. Mel. 3. 1785. 1 I— 4—0ł W ch weiß, es kann mir nichts ge⸗»sche⸗ als was des höch-sten Rat ver⸗ se⸗ ———— —————— ——— en in mei zen le⸗bens-frist, 9 ei ner gan ⸗3 5 in herr, hen, und was mir nütz und se⸗lig is V * I du mir, Hreuhe, egeugt, schöner Ils bei⸗ hor sel⸗ vinder tellle in das ir llein eber gedld Folches he, ieb 5 dot t. 1 15. 1155. shhe⸗ ³ 2. Du leitest mich bei meiner Rechten und führest mich durch Wohl und Weh, du bist mein Licht in Trübsalsnächten, mein Leit⸗ stern auf der wilden See. herr, mach es, wie du willst, mit mir, ich bleibe dennoch stets an dir. 3. Du maͤgst mich küssen odler schlagen, ich weiß doch, daß du Vater bist; dein herze kann mir nichts versagen, was hier und dort mir selig ist. herr, mach es, wie du willst, miĩt mir, ich bleibe tlennoch stets an dir. 4. Drum soll mein herze stand⸗ hãft stehen, ob mancher Lind des sreuzes weht; es kann mir nie⸗ mals übel gehen, wenn es nach Gottes Willen geht. herr, mach es, wie du willst, mit mir, ich bleibe dennoch stets an dir. 5. Mein Gott, dir bleib ich ganz ergeben, herr, leite mich auf rech⸗ ter Bahn und nimm mich einst näch dliesem Ceben mit önaden und mit Chren an! herr, mach es, wie du willst, mit mir, ich bleibe dennoch stets an dir. Salomo franck g. 1650 + 1727. mel.: Aus tiefer Uot schrei ich ju dir. Mel. 2. Ursprüngliche form im Anhang. I—+ 42⁰* 4 ie 6ott mich führt, so will ich gehn ge schieht, was er mir aus-er-sehn, 3 ——— + — + 4.. I II EHN 2 ohn al-les CEi-gen-wäh-len; Viin j Würl mirs an kei- nem feh⸗len. Wie er mich führt, so +2+ V + +2 1 ——— x ,. —— FE+ geh ich mit und fol ge wil ⸗lig Schritt —— ů 0— I—+ 1 I— vor Schritt in kind ⸗ li- chem ber-trau-en. 4⁰³ Trost ÆEEE 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im fleisch der igenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit in Zeit und auch in Cwigkeit, stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie õott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen hän⸗ len. Wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehren, wen⸗ dlen, sei ihm hiermit ganz heim⸗ gestellt; er mach es, wie es ihm gefällt, vum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich, sein Kat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bensanker. bedlacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie õott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, hoffen, Lei⸗ den. Steht er mit seiner graft mir bei, was will mich von ihm scheidlen? Ich fasse in õedluld mich fest; was õott mir widerfahren läßt, muß mir zum besten die⸗ nen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn undl hecken. Von dvornen läßt sich Gott nicht sehn, zuletzt wird ers auf⸗ dlecken,) wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl ge⸗ führet hät. Dies sei mein 6lau⸗ ) 2 mMose 33, 23. Lampertus sellicke g. 1685 1756. Mel.: o Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Isaak(ꝰ) cã. 1400. I* + 421S IGTONTONTO IIl ein herz, gib dich zu⸗frie⸗den und —= 4*—.— I E Z———— I Gräam! die not, die dich jetzt drük⸗Ret, hät Gott dir D I I 14 N 2= + + + —— + —— ju-ge-schik-Ret; sei still und halt dich wie ein Lamm! 4⁰⁴ EEE 2. Mit Sorgen und mit Zagen und unmutsvollen flagen häufst du nur deine Pein; durch Stille⸗ sein und hoffen wird, was dich jetzt betroffen, erträglich, sanft und lieblich sein. 3. sanns doch nicht ewig wäh⸗ ren; oft hat Gott unsre Zähren, eh mans meint, abgewischt; Wenns bei uns heißt: Wie lange wird mir so angst und bange! 7. Er will uns dadurch ziehen zu feindern, die da fliehen das, waäas ihm mißbehagt, den alten enschen schwwächen, den kigen⸗ willen brechen, die Lust ertöten, dlie uns plagt. 8. Er will uns dadurch lehren, wie wir ihn sollen ehren mit õlauben und õeduld, und sollt er uns in nöten auch lassen, ja gar töten, uns doch getrösten seiner uldd. so hat er Leib und Seel er⸗ huld frischt. 4. Gott pflegt es so zu machen, nach Deinen schafft er Lachen, nach Kegen Sonnenschein; nach rauhen Wintertagen muß uns dler Lenz behagen: er führt in Höll und himmel ein. 5. Indes ist abgemessen die Last, dlie uns soli pressen, auf daß wir werden klein; was aber nicht zu tragen, darf sich nicht an uns waägen, und sollts auch nur ein OQuentlein sein. 6. Denn es sind Liebesschläge, wenn ich es recht erwäge, womit er uns belegt; nicht Schwerter, sondern Ruten sinds, damit õott zum Guten die Seinigen hienie⸗ len schlägt. 9. Denn was will uns auch schei⸗ den von Gott und seinen freu⸗ dlen, dazʒu er uns versehn? Man lebe odler sterbe, so bleibet uns dlãs Erbe des himmels ewiglich doch stehn. 10. Ist Christus unser Leben, so muß uns, seinen Reben, der Tod sein ein 6ewinn; er maͤg die Leibeshöhle zerbrechen, doch die Sele fliegt auf zum Bau des him⸗ mels hin. 11. Drum gib dich ganz zu⸗ frieden, mein herz, und bleib geschieden von Sorge, furcht und Leid! VUielleicht wird Gott bäld senden, die dich auf ihren händen hintragen in die herr⸗ lichkeit. J. Anast. freylinghausen g. 1670 4 1739. Mel.' Jesu, meines Lebens Leben. 1661. —— I 1——— + 42² o- ge Wahr⸗heit, de ren Treu e ich be⸗ ken ne und be⸗ reu-e, 4⁰⁵ — I + E 11 EEI! 2 uns ⸗re daß mich Zwei-fel mut hoff-nung stützt und hält, be⸗fällt.) ch wie hängt *0 XI Ii * mein herz an din ⸗gen, die mich nicht zur V 1 I I— 2 9—.—————3———— Ru ⸗ he brin-gen; ach wie leicht ver ⸗ geß — 1 +— —. 1 I + + + + +— DD———— ich dein, wenn mein trost soll 2. Nch vergib mir diese Sünde, nimm die Strafe von mir hin, schenke deinem armen kinde, bäater, einen andern Sinn, den nicht falsche hoffnung bindet, die wie dünner RKeif verschwindet, llie wie leichter Kauch verfleucht und das herz zur Erde zeucht. 3. Caß mich eitlesorgenmeiden, weil du für mich sorgst und waäachst und im Trauren wie in freuden dich um mich zur auer machst. Caß, herr, auf dein Wort mich hoffen, das noch allzeit ein. getroffen; hoffnung, die auf Gott nicht baut, wird zuletzt beschämt geschaut. 4. Laß den Anker meiner Seelen unter ãaller Stürme Wut nur dein herz zum 6rund erwählen, da er fest und sicher ruht, so wird 466 sicht bar sein. sich kein Zweifel wagen, mir mein Schifflein umzuschlagen; ich werd unbeweglich stehn, wenn selbst Berge untergehn. 5. LCaß mein herz versichert wer⸗ den, daß dein Wort wahrhaftig sei, o so werd ich auf der Erden vieler Sorg und Unruh frei, so werd ich im õlauben beten und erhöret von dir treten, so wankt meine Zuversicht, so wankt mei⸗ ne hoffnung nicht. 6. Meine Hoffnung darf ich gründen, Vater, auf des Sohnes kod; sein Verdienst das läßt mich finden õrund und Trost in meiner not; durch sein siegreich Auferstehen kann ich neu ge⸗ boren gehen als ein Bürger jener salt. wenn der Erdenbau jer⸗ 0— EEEEEE 7. Da mein haupt sich aufge⸗ schwungen und auf õottes Thron gesetzt, so bin ich mit durchge⸗ rungen und den Engeln gleich geschätzt. Ich besitz ein ewig Le⸗ ben, das er selber mir gegeben; ich bin in der Hoffnung schon mit versetzt auf seinen chron. 8. Ich bin nur ein Gast auf Er⸗ den, oben ist mein Vaterland; wird die Welt zerstöret werden, so geht an mein chrenstand. Ich eriwarte nur der Stunden, da ich von der Sünd entbunden mei⸗ nen heiland werde sehn und vor ihm verkläret stehn. 9. Unterdessen läaß mich hoffen auch in Trübsal auf dein Licht, laß mich sehn den himmel offen, so schreckt Tod und 6rab mich nicht. Laß mich voller Trost und freuden ãus dem Tal der Trànen scheiden und was ich gehofft all⸗ hier, mich dort schauen, herr, bei dlir! Joh. Jak. Rambach g. 1603 T 1735. —[— Nel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1681. 423 E DMMD D DN Auf sott und nicht auf mei⸗ nen und dem, der mich er⸗ schaf⸗fen — 5 E + FE— IXNI — kat will ich mein Glük-ke bau- en er, der die hät, mit gan ⸗zjer See le trau⸗- en. —5——.— 191755.— beit all mäch-tig hält, wird mich in mei⸗ nen — 1——— Ta- gen als *————————.— 6ott und bva⸗ ter trd ⸗gen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, Was zagt mein herz? Ist auch wie viel mir nützen würde, ein Schmerz, der zu des Glau⸗ bestimmte meine Lebensieit, bens Chre nicht zu besiegen mein 6lück und meine Bürde. wäre? 4⁰⁷ EEE 3. Gott kennet, was mein herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. ilicht was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glüück weit schwerer oft zu tra⸗ gen, als selbst das widrige Ge⸗ schick, bei dessen Last wir kla⸗ gen? Die größte Uot hebt doch dler Tod, und chre, õlück und habe verläßt mich doch im Grãbe. 5. An dem, was wahrhaft glück⸗ lich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, hre, õlück und pracht sindè nicht das õlück dler Seelen. Wer 6ottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut bewissen die Trübsal auch ver⸗ süßen. 6. Was ist des Lebens herrlich⸗ keit? Wie bald ist sieverschwun⸗ den! Was ist das Ceiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! hofft auf den herrn! er hilft uns gern; seid fröhlich ihr õerechten! ller herr hilft seinen nechten. Chr. f. Gellert g. 1715 + 1769. mel.: o Weit, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Isaak()) ca. 1400. I + E— 42⁴ ds ists, daß ich mich quä-le? harr V — 75.—— 1 ———— — I 2=——..— awin w e, — — sei ⸗ner, mei ne See-le, harr und sei un⸗ver⸗zagt! Du E 4.— —1— —— 1. weißt nicht, was dir nüt⸗-zet, 6ott weiß es, und 40 1 + I 1 I + 1 I + 1 1 — 1 1 I— 4 D 6ott schüt⸗-zet, er schüt-zet den, der nach ihm fragt. 2. Er jählte meine Tage, mein selbst noch kannte, eh ich ihn Glück und meine plage, eh ich Vater nannte, war er mir schon die Weit noch sah. Ch ich mich mit hülfe nah. 4⁰⁸ EEEEE 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem 6ott nicht verborgen, der alles sieht und hält; und was er mir beschieden, das dient zu meinem frieden, wärs auch die größte Last der WDelt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, um glücklich hier ju werden, die Lust dler Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den õrund zum 6lück zu legen, das ewig wie mein beist besteht. 5. Was dieses ölück vermehret, sei mir von dir gewähret, Gott, du gewährst es gern. Was dieses Glück verletzet, wenns alle Weit auch schätzet, sei, herr mein Gott, mir ewig fern. 6. Sind auch der Erankheit pla⸗ gen, der mangel schwer zu tra⸗ gen, noch schiwerer haß und Spott, so harr ich und bin stille zu Gott; denn nicht mein[Wille, dein Wille nur gescheh, o Hott. 7. Du bist der müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn bott mich will bewahren? Und er, mein Gott, bewahret mich. Chr. f. Gellert g. 1715 4 1769. Mel.: Was 6ott tut, das ist wohlgetan. 168¹. 42 5—.— .— 4—.— ——— x +7 Der herr ist meil⸗ ne Zu-ver⸗ dem fehlt es nie an Trost und ——— 8 DEI... 12—— ID— sicht, mein einz ger Trost im Le⸗ben. Y licht, der sich dem herrn er⸗ ge⸗ ben. sott ist sein ———. IRRR— e,— ———————————— Gott, auf sein 6e⸗ bot wird sei ne See⸗le ——.——— EH ö FFI———— — + I* —1 stil le, ihm gnügt des bva ⸗ ters Wil-le. 2. Wer wollte dir, herr, nicht underwerke. herr, groß von vertraun? Du bist dles Schwa⸗ Rat und stark von Tat, mit gna⸗ chen Stärke. Die Nugen, welche denvollen händen wirst du dein auf dich schaun, sehn deine erk vollenden. 4⁰9 EL 3. noch nie hat sich, wer dich6. Sei unbewegt, wenn um dich geliebt, verlassen sehen müssen; her sich Ungewitter sammein. diu laßt ihn, wenn ihn not um⸗Gott hülft, wenn Christen freu⸗ gibt, doch einen Trost genießen. denleer zu ihm um önade stam⸗ Des frommen herr wird frei meln. die Zeit dler Oual, der von Schmerz, der Sünder eitles Tränen Zahl zählt er, er wiegt Dichten pflegst du, herr, zu zer⸗ dlie Schmerjen und wäljt sie von nichten. dem herzen. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf7. herr, du bist meine Zuver- 6ott! Der Toren Trost verschwin⸗sicht, auf dich hofft meine Seele. det, wenn der erechte in der Du weißt, was meinem Glück not das herz des Schöpfers fin⸗ gebricht, wenn ich mich sorgend det. Wenn jener fälit, ist er ein quale. UWer wollte sich nicht ganz held; er steht, wenn sene zittern, auf dlich, Allmächtiger, verlassen als fels in Ungewittern. und sich im Rummer fassen? 5. Uirf nicht die große hoffnung 8. In deine hand befehle ich hin, die dir dein Glaube reichet. mein Wohlsein und mein Leben. erflucht sind, die zu Menschen mein hoffend Ruge blickt auf fliehn, verflucht, wer von Gott dlich, dir will ich mich ergeben. weichet. dein heiland starb; er, Sei du mein Gott und einst im er erwarb auf seinemTodeshügei Tod mein fels, auf den ich traue, dir deines õlaubens Siegel. bis ich dein Antlitz schaue. 1765. nach christ. chr. Sturm g. 1740 1 1786. — mel.: Schwing dich auf zu deinem Gott. Mel. 1. Joh. Crüger 1653. V I 4 1 EHV VD I * 1 + 4 — I— 1— —— ei⸗nes Got-tes freu e dlich, dank Sor-get er nicht vä⸗ter-lich, ddaß ihm, mei—ne See-le!! 1 hein Gut dir se ied f Schütt dich sei ne Vor sicht V —.— — 133—.— +——2 +— —— E E..ʒ— nicht, wenn 6e⸗ fah- ren dräu · en? Ists nicht 47⁰ E 1 C—4 I—— Hè᷑ẽ — I 1 IlN——.— IHI — Se-Uig-Reit und Pflicht, 2. Ja, mein õott, ich hab an dir, wäs mein herz begehret, einen Uater, welcher mir, was mir nützt, gewähret, der mich durch sein göttlich ILort hier zum õuten lenket und mit himmelswonne dort meine Seele tränket. 3. Wenn ich dich, mein herr und Gott, kindlich fürcht und liebe, wenn ich relllich dein õe⸗ bot und mit freuden übe, o wie ist mir dann so wohl, wie ist mein 6emüte seliger Empfin⸗ dung voll, voll von deiner üte! 4. Dann daͤrf ich mit Zuversicht auf jum himmel blicken, meine Leiden fühl ich nicht, wie sie mich auch dlrũ frieenheit wohnen mir im her⸗ zen, trösten und erhöhn mich weit über alle Schmerien. 5. Du bist mein! so jauchz ich dann, wer ist, der mir schäde? heil mir, daß ichs rühmen kann: mein ist deine 6nade! Dir ist meine Wohlfahrt wert, du gabst mir das Ceben, wirst auch, was mein Leben nährt und erfreut, mir geben. en, hoffnung und Zu⸗ sei ner dich zu freu ⸗en? 6. Jesus ist nach deinem Rat in die Welt gekommen, alle meine Missetat hat er weggenommen. Ihm vertrau ich, bet ihn an, glaub an seine Leiden, folg ihm treulich, und so kann nichts von ihm mich scheiden. Ihembehern tehens houn' heil des bessern Lebens, himm⸗ lische Vollkommenheit, such ich nichtvergebens. Wennmeinauf vollendetist, undvollbrachtmein Leiden, rust mein mittler Jesus Christ mich zu seinen freuden. 8S. Gib mir nur, so lang ich hier als ein Pilger walle, das Bewußt⸗ sein, daß ich dir, herr mein Gott, gefalle. Diese sanfte freudigkeit, llie zu dir ich habe, sei mein õlück in dieser Zeit und mein Trost am Grabe. 9. Caß die Cust zur Sünde nie dlieses heil mir rauben, rüste selbst mich wider sie mit ent⸗ schloßnem 6lauben! õib mir dei⸗ nen Geist, der mich und mein Tun regiere, daß ich mein Ver⸗ trãun auf dich ewig nicht verliere. Balthasar münter g. 1735 + 1793. Mel.: Was Gott tut, das ist wohlgetan. 1681. —3 42 x.——.—1. Ir—— 2 ———— I I * 2— ei stil le, müd⸗ ge ⸗ quäl-tes richt die 6e⸗ dan- ken him-mel⸗ 47¹1 .— SDSSDSISS —. LI 3 I— herz, das nur am Kum- mer klebet, zu-letzt ver⸗ wärts, hin, wo dein ba- ter le⸗ bet!) — SS ů— ———— zagt, wer im ⸗-mer klagt. In Hott sollst du édich — I I + 1 I +—H fas⸗sen; er kann dich nicht ver- läs⸗ sen. 2. Sei stille, sinne nicht zu weit, was willst du dir ersinnen? Was wirst du mit Vermessenheit se gegen õott gewinnen? Du bist ja Staubʒ ermann dich, glaub: Gott hat es schon versehen, auch was Wir nicht verstehen. 3. Sei stille, such bei Menschen nicht, was inenschen nicht ver⸗ mögen; halt fest an õott mit Zu⸗ versicht, darauf liegt aller Segen. folg seinem Kat, geh seinen Pfad, laß dir den herrn der elten weit über menschen gelten! 4. Sei stille, hast du lang ge⸗ weint und wirds noch immer trüber, sag nicht: Weil mir kein Licht erscheint, die hülfe ist vorüber. o harre fort, du hast sein Wortz er iwird, so ists verhei⸗ ßen, dich noch aus allem reißen. 5. Sei stille, laß der Zweifel macht nicht immer dich besiegen, laß Gottes ahrheit in der Uacht dles ummers überwiegen! Du suchest Kuh? Die Icnaller du, so lang dich Zweifel quälen; nur Glaube stillt die Seeien. b. Sei stille, endlich mit dem Tod muß alle Sorge schweigen; dann wird sich von dem Stand der lot der rechte Anblick zeigen; da, da erscheint, wie gut gemeint die Leidlensproben waren. herr, laß michs froh erfahren! Joh. Sottfr. Schöner g. 1740 4 181s. Psalm 23. mel.: nun freut euch, lieve Christen g'mein. 1524. + I 1 428 D— DNTDLTNU² O er herr ist mein ge⸗ treu er hirt, der hü-ter, der nicht schläft noch irrt, 47² Freu u. Trost LTLTTE ENE sreuz u. Trost I I mir wird kein Gu⸗tes kann mir nur heil er- feh⸗len; ů 9. Er wei⸗- det mich len. I I I 1 I 1 +L + I 5— auf grü=- ner Au, die Spei⸗- se gibt vom — 6.4— 2— 24 — Le-bens⸗- tau des b6ei⸗ stes sei-ner 6nã-öde. 2. Er führet mich zum reinen Quell, der mein 6emütbeglücket, zum Wasser, welches frisch und hell den schwachen uterquicket. Er leitet mich auf rechter Bahn, er nimmt sich meines 6anges an um seines Namens willen. 3. Und ob ich wall im finstern Tal, fürcht ich doch keinen Schallen; sein Ruge wachet über⸗ all, ich bin der Sorg entladen. Sein Stab und Stecken trösten mich, auf seine Treu und macht kann ich gar ruhig mich ver⸗ lassen. 4. Du machst mir einen cisch be⸗ reit im Auge meiner feinde, ver⸗ scheuchest Angst und Traurigkeit, le. du freundllich zu dem freun⸗ ej ddu salbst mein haupt mit öl, du schenkst mir voll den Becher ein und lenkst vum himmel hin mein Sehnen. 5. Jã Gutes und Barmherzigkeit wird lebenslang mir werden; ich bleib im haus des herrn die Zeit, die ich noch leb auf Erden. Und ist des LebenslDallfahrtaus, dann trägt mich in sein Vater⸗ haus der flügel treuer Liebe. Joh. friedr. v. Meyer g. 1772 4 1849. Mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mel. 2. Auch ohne syrieleis nach mel. 1 zu singen. H. Pape 1648. + + HE 4 I 4²0 + + +—— + In angesten ruf ich, her re, dich, die 4²7³ Freuz u. Trost KLEXEEIEE =—. ———— 2———. flu ten ge ⸗ hen ber mich, mit ö 4..—— .K—————— mei ⸗ ner not bin ich al⸗ lein; hilf, I +. I 1 N 1 + ½—¹ 1 1 herr, er hö ⸗re du mein Schrein!(Ky-riI e⸗ leis) 2. Du hast den himmel aus⸗ gespannt und hältst die erd in dleiner hand, den Sperling achtst du nicht gering; hilf, daß dlie Hi nicht bezwing!(Kyrie⸗ eis) 3. Zu deinem fuß die Sünderin goß ihre Salb mit Weinen hin; herr, ewger õott, barmherzger hort, sprich auch zu mir ein frie⸗ denswort!(Kurieleish) mel.: Nus tiefer uot schrei ich zu dir. el. 2. Ursprüngliche form im Anhang. 4. Der Ainger zu versinken dacht, da auf dein sneer du gingst in Macht; laß deine hand mich fas⸗ sen, õott, und mach den feind an mir zu Spott!(Kurieleis) 5. Caß sehen, Sott, die Wasser dich,“) laß sie dich schaun und ängsten sich, mein herr, mein heil zu alier frist, der du für mich gestorben bist!(Kyrieleis.) ) Pf. 77, IT. 6. Chr. Adolf v. Harleß g. 1806 4 1879. 15²⁵. +— 430—— 10 steh in mei⸗nes nicht Er⸗ den-not, nicht her ⸗ ren hand Erden-tand 1 + 1 I — —.—— II—— ———— +—L 4 und will drin ste hen blei ⸗ben, soll mich dar- àus ber⸗trei ⸗-ben; 4⁷⁴ 1 und wenn jer⸗ +⁴ —— EI E 6/% E — E reuz u. Trost T—— 1 fällt die gan ze lelt, wer sich an ihm, und I I E Di‚i‚‚‚‚iei. — His2 wen er hält, 2. Er ist ein ßels, ein sichrer hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. er häts gesäagt, und darauf wagt mein herz es froh und unverzagt und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen Will, ist alles mir gelegen; ich hälte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen; denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. Eigene melodie. wird wohl⸗be- hal- ten blei-ben. 4. Jã wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner Pflege; ich weiß, die Wege, die er geht, sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint, er ist doch nimmermehr mein feind und gibt nur liebesschläge. 5. Und meines ölaubens Unter⸗ pfand ist, was er selbst verhei⸗ ßen: daß nichts mich seiner star⸗ ken hand soll je undje entreißen. as er verspricht, das bricht er nicht. Er bleibet meine Zuver⸗ sicht, ich will ihn ewig preisen. C. J. Phil. Spitta g. 1801 + 1859. C.Malan 1827. EI 1 431 I. HHTTDU h arre mei ne EZDEE See⸗-le, har⸗ re des + I I E 1— 1 1 I — 1 3—— — 2211 930—. herrn, al les ihm be⸗ feh⸗le, hilft er doch so ů— + I— * + +—— + I I—— 4 —— gern! sei un⸗ ver ⸗zaͤgt, — bald der mor ⸗gen tagt, 4²⁷⁵ In ferankheit EEE I— I D 2 1 —— + 1 1 I X I 1 II7 und ein neu er früh-»Aling folgt dem Win-ter I 1 1 + I I E TA + I I 1 + + 2 +— ————— 2.— nach. In al len Stür—men, in al-äler not 1— ————— wird er dich be⸗schir-men, der treu e Gott. 2. harre meine Seele, harre des als der helfer ist die Not sa nicht. herrn, alles ihm befehle, hilst er Ewige creue, Retter in Hot, rett doch so gern! Wenn alles bricht, auch unsre Seele, du treuer õott! Gott verläßt uns nicht; größer Joh. friedr. Räder g. 1815 4 1872. In frankheit. mel.: Liebster Jesu, wir sind hier. Joh. Rud. Ahle 1664. * E+ —— 6 4— ———— NWWMDMMDMD, N Liev-ster va-ter, soll es sein, daß letzt- mals mit 6e⸗ bet er-schein und — I— + I 4 I Z:..— +— 1444.50 EDDEE I2 P‚Deiieieieieieeiee —*— v7 ich heut an dliie⸗sem Ta- ge—9 dir mei-—ne not vor-tra⸗ ge, ach so rich te V + I— I I + 1 + E— I LII + + — + E + mei⸗ne sin- nen ju den ho⸗ hen him-mels-zin nen! 2. Tausend und viel tausendeine Stell gewiesen, daß ich dich mal seĩ du, bater, yoch gepriesen, hab lernen kennen und in christo dlaß in deiner inder Zahl du mir Vater nennen. 47⁰ EEEEE 3. heilig, heilig, heilig sei deines großen amens chre, deine õüte mancherlei, deine Rraftundwah⸗ re Lehre! Ich will dich dort ewig loben, wenn ich bin zu dir er⸗ hoben. 4. Dein Reich hast du auch zu mir hier in önaden lassen kom⸗ men, mich berufen und zu dir auls des Satans macht genom⸗ men; Jesus hat mir heil und frie⸗ den durch sein Blut und Tod be⸗ schiedlen. 5. Darum wart ich mit Begier ganz getrost aufs Reich der chren, nichts durchaus mehr ist allhier, dlas mich soll davon abkehren; komm, o fönig, laß erscheinen, was ich wünsch und all die Dei⸗ nen. 6. Deinem Willen tu ich mich ganz zu einem opfer geben. hab ich hier nicht völliglich nach dem⸗ selben können leben, so werdich loch dort erfüllen mit den Engeln leinen Willen. 7. Täglich Brot und allerlei, was zu meinem Stand gehöret, hast ddu, Vater, mild und treu mir zeitlebens auch bescheret; nun du himmelsbrot willst geben, laß ich gern dies arme Leben. 8. Bleiben gleich die meinen ier, die mich länger möchten ehen, weiß ich doch, daß nur Elgene melodie. bei dlir steht ihr Leh und Wohl⸗ ergehen. Ich befehle deiner üte, was mir lieget im emüte. 9. Nur, o Vater, laj du mir alle Schulden sein vergeben, daß ich rein und frei zu dit fahr aus die⸗ sem Sündenleben. Jesus hat mir 6nad erworben, mit ihm ist die Schuld gestorben. 10. So vergeb ich auch gar leicht, wie du, Uater, hast geheißen; aller 3orn und Rach entweicht, ich will lauter Lieb erweisen; weil du, Gott, so viel erlassen, will ich mensch auch niemand hassen. II. Rückt der letzte Rampfherzu, tobet heftig Sünd und hölle, daß sie mir die himmelsruh raub und meinen õlauben fälle, so steh du auf meiner Seiten, die UVersu⸗ chung zu bestreiten. 12. mach mich alles Ubels los, gib der Sündennot ein Ende! Ich ergebe ganz und bloß mich in deine Vaterhände; wollest mich von allem Bösen, wie du weißt und kannst, erlösen. 3. An dem allen zweifl ich nicht, denn du bist der himmelskönig; zu dir ist die Zuversicht, Lelt und höll ist dir ju wenig, deine sraft wWird ewig stehen, deine herr⸗ schaft nie dergehen. 1600. nach U. C. v. Seckendorf g. 1626 1 1692. 17¹4. 33 9— ott, den ich als Lie-be ken-ne, 4²7⁷ In Krankheit IEEEE I I I 1 E der du krank-heit auf mich legst und des Lei-dens X. +4—* —— 1——— — flamm er⸗regst, daß ich dla ⸗ von hitz und bren · ne, ————2 —.—— SISIIIIIIIIJ——.—. 27— bren ne dloch das Bbö- se ab, das den 6eist bis; ꝓ. her ge⸗ hin-dert. das der lie-»vbe ze= gung PꝓꝑP q.... —— 1..iiii‚i‚ei min dert, die ich 6f⸗- ters von dir hab. 2. In der Schwachheit sei du krãftig, in deni Schmerze sei mir süß, schaffe, daß ich dich genieß, wenn die grankheit streng und heftig. denn was jetzt den Leib bewegt, was mein fleisch und Mark verjehret, was den öͤrper setzt beschweret, hat die Liebe selbst erregt. 3. Leiden istjetzt mein öeschäfte, andres kann ich jetzt nicht tun, als nur in dem Leiden ruhn. Lei den müssen meine feräfte, Leiden ist set mein 6ewinnst, das ist jetzt des Vaters Wille, den verehr ich sanst und stille, Leiden ist mein Gottesdlienst. 4. Gott, ich nehms aus deinen händen als ein Liebeszeichen an, denn in solcher Leidensbahn willst du meinen õeist vollenden. Auch die Labung, die man mir zu des Leibes flotdurft gibet, kommt von dir, der mich ge⸗ liebet, alles ommt, mein 6ott, von dir. 5. Laß nur nicht den Geist er⸗ müden bei des Leibesmattigkeit, 478 daß er sich zu aller Zeit in di senk in Lieb und frieden. Ca 77½/ 2•. E . +// EEE des Leibes Angst und Schmerz nicht der Seele Ruffahrt hindern und die Ruhe in mir mindern, unterstütze du das herz! 6. hilf mir, daß ich ganz beschei⸗ den, ganʒ in Ruh mit freundlich⸗ keit, sanste mit Gehorsamkeit mög äuf meinem bette leiden. Ddenn wer hier am fleische leidt, wird errettet von den Sünden, so dlen srper oft entzünden, und an seinem 6eist erneut. 7. Dir empfehl ich nun mein Le⸗ ben und dem streuzemeinen Leib; gib, daß ich mit freude bleib an dlich völlig übergeben. Dann so weiß ich festiglich, ich mag leben odler sterben, daß ich nicht mehr kann verderben, denn die Liebe reinigt mich. christ. friedr. Richter g. 1076 4 1711. —— mel.: Nuf meinen lieven oott. 1574. 43 4—. DII————. ——————— N 75 ch trau auf mei nen bott in I I I 1 I 1 + I + + 1 al-ler Angst und not; hat mich viel sreui be⸗ ——— RW E —————— 1 —.——— 2—25— trof-fen, will ich doch auf ihn hof⸗fen, er wird mir + I I I I I 1 N hül · fe 2. Ist gleich mein Leib voll Schmerz, und ängstet sich mein Herz, will es vor Leid und Pla⸗ gen fast ganz in mir verzagen, Wird Gott näch seinem Wüllen doch alles wieder stillen. 5 3. hält schon die Schwachheit an, daß ich daher nicht kann das hãlis dles herren schauen sen⸗den und al ⸗- les E- lend wen ⸗den. und mich daselbst erbauen, soll mir mein Lager dienen, mit bõott mich zu versühnen. 4. mnein dott, du hörtest mich so oft und gnädiglich, ach hör mein flehn und Sehnen, zähl setzt auch meine Tränen und kehre dies mein Leiden in Trost und süße freuden! 4²⁷ In Krankheit UTEEEE 5. Dies bitt ich, dies geschicht; und kommt die Rettung nicht in diesem Weltgetümmel, so gib mir nur den himmel, wo lauter Licht und Sonne, wo stete freud und Wonne. 6. nun mach es auf der Welt, mein Gott, wie dlirs gefällt. hilf mir aus allen Nöten, und wirst dlu mich ãu Tod und Leben mich dir doch ganj ergeben. töten, will ich im nach dem hannov. 6sb. 1740. mel.: o Uelt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Isaak(7) cã. 1400. I I 4— 35 NMM„; Ich hab in gu⸗ ten Stun den des — I— ——— ————— 1—— — + — Le-bens 6lück emp⸗ fun den und freu den oh⸗ne ◻ E I + V Zahl, so will ich denn ge⸗las-sen mich auch in Lei⸗ den V 2 1 I +— E + I + I I + + + + 2. Jã herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der mensch verdlient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein jeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den herrn. Dir, 48⁰ fas⸗ sen; welch Le- ben hat nicht sei ne Oual? Gott, will ich vertrauen und nicht auf enschen bauen; du hilfst und du errettest gern. 4. Laß du mich 6nade finden, mich älle meine Sünden erken⸗ nen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch seräfte; sein heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. n frankheit 5. Wenn ich in christo sterbe‚ 6. Ich will dem Kummer weh⸗ bin ich des himmels Erbe; was ren, Sott durch Gedluld verehren, schreckt mich rab und Tod? im Glauben zu ihm flehn. Ich Auch auf des Todles Pfade ver⸗(will den Toll bedenken. Der trau ich deiner nade, du, herr, herr wird alles lenken, und was bist bei mir in der llot. mir gut ist, wird geschehn. chr. f. õellert g. 1715 14 17⁰9. Morgenlied eines Kranken. mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. J0s. Klug 1535. 4 430 + I 1 I— I I Vᷓ Nott kov und dank, die nacht ist hin, auf, schwa⸗cher õeist unl mat⸗ter Sinn, I .— 1 + ** + 1 + 1— —.—1 1 E 1 I es kommt der lie be mor- gen: wi ar ist ja un ver⸗ vor⸗ Nen, 1 du die —— 2 0 +2 ———.——— finst re Schmer-jens⸗ nacht in 6ot tes Schut ⸗ ze 7—— H — ESSEEEEAEEEEEEI e, 1 1. +— I II + 4 ju-ge-bracht und glück lich ü⸗- ber⸗stan⸗ den. 2. Ais ich mich zu der Ruh ge⸗ 3. Gott hat mir mein Kebet ge⸗ legt, war ich mit Schmer um-währt, ich kann das Licht noch geben; ich sprach, durch Schmerz sehen. Drum will ich ihn, der und furcht bewegt: Werd ich mich erhört, mit Dank und Preis auch morgen levben? Die fast erhöhen und flehn, daß er es verdorrte Zunge frug, so oft diesen Tag mit iix und meinem die Viertelstunde schlug; Wann fereuze mag nach seinem Willen wird dler Tag erscheinen? mächen. 48¹ In Krankheit EE 4. Leb ich nicht fröhlich, frisch, gesund, bin ich dennoch zufrie⸗ len; hat schon der Schmerz mein Herz verwundt, will ich doch nicht ermüclen; ich trage dieses harte Joch auch diesen Tag und weiter noch, so lang es Gott be⸗ liebet. 5. Mein Elend ist um Tag und nacht nun gleichwohl kürzer worden; Gott, der mich so getreu bewacht, wird nebst der Engel orden auch heute mit und bei mir sein und hülfe, Rat und Trost verleihn; er weiß wohl, waäs mich drücket. 6. Ihm will ich meinen schwa⸗ chen õeist und kranken Leib be⸗ fehlen; was Jesus, der mein hel⸗ fer heißt, erwählt, will ich auch wählen; so geht es mir im Leben wohl, und wenn ich heute ster⸗ ben soll, kann mir der Tod nicht schäden. 7. Ich bin ja, herr, dein liebes seind und werd es ewig bleiben, kein Schmerzenssturm, kein sreuzeswind soll mich von Jesu treiben. Ach bleib beĩ mir bis an mein End und nimm die Seel in deine händ, so bin ich wohl versorget. 1731. EEEEEEEEEEEE ob- und Dank 100 lieden ů el 2———— in— 2— ꝗ.. + Leben te ster. Anicht Eigene melodie. Sti. 1. Chor I. Aus dem 4. Jahrhundert(). lebes—2— heinn— n%⁰ι⁰n MNMNNNMNN err oott, aich io—ben wir, DEan lie Sell chor II, woh——— 6l. 232 herr bGott, wir dan ken dlir. chor J. E I S..........EEEEE....... Dich ba; ter in.l. wig keit chor II. — H ——— 2— ehrt dlie Weit weit und breit. chor I. + I 12 All En- gel und him- mels heer Chor II. ...... —pI——— —— —— Cob u. Dank chor I. 1 I + I TZII —.— I +* I auch he⸗ ru bim und se rãa⸗- phim Chor II —2 I + I 1 N sin ⸗ gen im ⸗ mer mit ho her Stimm chor I. 1 I—— . hei lig ist Unat Gott, Chor II. + + TNI *—— 3 hel lig ist un: her Gott. Beide Chöre. Dnr + 1 4 1 1 2 hei Uig ist un-ser sott, der her re Ze⸗ba-oth! Str. 2. Chor I. ——— —1——— I + 1 I + Dein gött lich macht und herr- lich-keit Der hei li ⸗gen wölf Bo- ten Zahl dlie seu ren märt⸗ rer all ju ⸗ mal Die gan—ie wer⸗ ie chei en heit Dich, Gott ba⸗- ter im höch- sten Thron, ddlen hei ⸗ li-gen Geist unc krö ⸗ ster wert 48⁴ DEDLLLLLID D Chor II. 1 1 1 + + T* I —— + 1 1 him geht ü⸗ ber him⸗mel und Er de weit 5 und die lie ben bro- phe⸗- ten all, lo-ben dich, herr, mit gro ßem Schall. rühmt dlich auf Er den lle Zeit. dei-nen rech ⸗ ten und ein gen Sohn, mit rech⸗tem Dienst sie lobt und ehrt. 5Himm: Str. 3. chor 1 ——— 1—— I I I I I I I 1 du ß nig der) ren, Je su christ, der Jung- frau Leib nicht ast ver ⸗-schmäht, 6oth Du uht dem Tod jer-stört sein macht Du itzst zur Rech⸗ ten 60t- tes gleich Ein Rich ter du zu- künf ⸗ tig bist chor II. + Hott—————— 5„ 6ott ba⸗-ters e wi ⸗-ger Sohn du bist; zu'rlö-sen daãs mensch ⸗lich 6e„tschlecht. und all Chri-sten zum him mel bracht. mit al ⸗-öler Chr ins bva ters Keich all des, was tot und le bend ist. 4 chl Str. 4. Chor I. Langsamer. ——‚.—õ i + u I TEIH —— 66593*— nun hilf uns, herr, den die ⸗ nern dein, ö chor II. Langsamer. ml 4 1 +2 4 1* 8. die mit dein'mm teurn Blut er ⸗16 set sein, 48⁵ Lob u. Dank chor I. Vorige Bewegung. I I 1 + + 1 + + — 1 *— I I — laß uns im him- mel ha- ben teil ́————.—4 Und —0 chor II. Vorige Bewegung. ö —— E —— 4.— + ö mit den hei ⸗ gen in e- wi- gem heil!— be⸗ Chor I. ci ö x f— Zeig — IPIPIPIZ....—— hiixAt 55 2— ö — Huüf dei nem volk, herr ze- su christ, ö Chor II. .— 1 2Z 588 0 ů nner de H vrr sei *1 un! seg— ne, aas dein erb tei! ist, wie Chor I. R—— ö EH. MI——————————. l 5½—— W wart und! pfeg ihr zu al lern Seit Nuf Chor II. Täg-lich, herr õott, wir lo- ben dich 480 LLLLLLIILob u. Dank Chor II. und ehrn dein na ⸗ men ste tig-lich. + 1 Be ⸗ hüt uns heut, 0 treu er Gott, sei uns gnä= dig, 0 her ⸗ re Hott, Zzeig uns dei- ne barm⸗- her-ig„ keit, ** IA I Chor II. I I + 1 I„ 1 I — 2— A —— 2 II — I 1 vor al ⸗ ler Süng und wai se 100 seĩ und gnä- dig in aller not! wie uns re hoff nung zu dir steht. Chor I. 1— f —2— 3——= — + 33—+.—.—— — +—.—— 1——— Chor II. I I —.—— 13——H— ———.————— ..——.————— in Schan-den laß uns nim mer- mehr! Beide Chöre. FII Eur FHH ů N—** men. Martin Luther g. 1483 + 1540. Uach dem Latein. Te deum laudamus. 4⁸ Psalm 103. Eigene melodie. 4 PP 1 2 v 220— + 1 7 2 + 2 724 1 EEE I 14* „ 2 un lob, mein Seel, den her ren, was Sein Wohl⸗-tat tut er meh⸗ren, ver⸗ * +— EE + + II 2A+ 4 1 E + I 1 EIR—EH + 1 + E D——.— D *8Tm— 3 in mir ist, den na- men sein! Y ů giß es nicht, ö her ze mein!) hat dir dein I 1— + 1 I— +——2 I 1 + 1 I + 1+—83— 1 +— + sünd ver ge- ben und heilt dlein Schwach-heit X V —— I +— +*1 1— + I 1 + 1——1 EEENA + + E=. — 12— E E I.. LI groß, er„rett dein ar mes Le⸗ben, nimmt dlich in — V 2e Er 12 EE— I EI I— 2S.‚— 1— sei⸗ nen Schoß, mit rei⸗chem Trost be⸗schüt-tet, ver⸗ X ASl 1—— 1 1— I I— SPSPSPSIS S SPS.SPSISIS.SIS.SI.IIIIII jüngt dem Ad-ler gleich; der Kön'g schafft Recht, be⸗ — II— 1 7 CEIIAI hü tet slie Lei den ⸗ den in Reich. 2. Er hat uns wissen lassen sein onad tut er nicht sparen, den heilig Recht und sein ericht, da⸗ Plöden ist er hold. Sein Güt ist ju sein õüt ohn maßen, es man⸗ hoch erhaben ob den'n, dlie gelt an Erbarmung nicht. Sein fürchten ihn; so sern der ost Zorn läßt er wohl fahren, straft vom Abend, ist unsre Sünd da⸗ nicht nach unsrer Schuld; diehin. )Teilung Str. 5. 488 I E INM 2 —2 Hl — NE — — =:=— —* EBLLLLLLL 3. Wie sich ein Vat'r erbarmet ob seiner jungen sindlein klein, so tut der herr uns Armen, wenn wir ihn kindlich fürchten rein. Er kennt das arm Geschlechte und weiß, wir sind nur Staub, gleichwie das 6ras von Rechte, ein Blum und fallend Caub; der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da, also der mensch ver⸗ gehet, sein End das ist ihm nah. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieben 6meine, die steht in seiner furcht bereit, die seinen Bund behalten. er herrscht im himmelreich; ihr starken Engel waltet seins Lobs und dient zu⸗ gleich dem 27 herrn zu Ch⸗ ren und treibt sein heilig Wort; mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 5. Sei Cob und Preis mit hren Gott Uater, Sohn und heilgem Geist! Der woll in uns vermeh⸗ ren, was er aus önade uns ver⸗ heißt, daß wir ihm fest ver⸗ trauen, uns ganz verlaßn auf ihn, von herzen auf ihn bauen, dlaß unser herz und Sinn ihm allezeit anhangen. Drauf singen wir zur Stund: Amen, wir werdens erlangen, glaub'n wir von herzensgrund. U. 1-4 Joh. Gramann g. 1487 4 141. U. 5 1559. mel.: nun freut euch, lieve Christen g'mein. 15²4. ———. 1 EI + I 1 ... 9 gläu⸗big herz, ge- be⸗ ne⸗ dei und 6e-denk, daß er dein Va-ter sei, wel⸗ 2—8 gib Lob dei⸗-nem chen du stets sollst her ren! eh ⸗ren, die- weil du kei- ne —.— —.——— 1 I—.—— + I 1 stunl ohn ihn mit al-ler sorg in dei- nem * 3..——.— 1. +*— ů4 I 1 + —— sinn dein le⸗ ben kannst er- ren. näh- 480 2. Er ists, der dich von herzen liebt und sein õut mit dir teilet, dlir deine Missetat vergibt und deine Wunden heilet, dich waff⸗ net jum geistlichen srieg, daß dir der feind nicht oben lieg und deinen Schatz zerteile. 3. Er ist barinherzig und sehr gut den Armen und Clenden, dlie sich von allem Ubermut zu seiner Wahrheit wenden; er nimmt sie als ein Vater auf und gibt, daß sie den rechten Lauf jur Seligkeit vollenden. 4. Wie sich ein treuer Vater zeigt und Guts tut seinen sindern, also hat sich auch õott geneigt zu uns, den armen sündern; er hat uns lieb und ist uns holdd, vergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Uberwindern. 5. Er gibt uns seinen guten beist, verneuet unsre herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, wenns auch das fleisch mag schmerzen; er hilft uns hie mit 6nad und heil, verheißt uns auch ein herrlich Teil von seinen eugen Schätzen. V kigene melodie. 4 6. nach unsrer Ungerechtigkeit hãt er uns nicht vergolten, viel⸗ mehr erzeigt Barmherzigkeit, da wir verüerben sollten; mit seiner 6nad und Gütigkeit ist uns und allen er bereit, die ihn von herzen lieben. 7. Was Gott nun angefangen hãt, das will er auch vollenden. ur geben wir uns seiner 6önad, opfern uns seinen händen und tun daneben unsern fleiß, hof⸗ fend, er werd zu seinem breis all unsern Wandel wenden! 8. O bater, steh uns gnädig bei, weil wir sind im Clende, daß unser Tun aufrichtig sei und nehm ein selig Ende. 0 leucht uns mit dein'm hellen Wort, dlaß uns an diesem dunklen ort kein falscher Schein verblende. 9. O Gott, nimm an zu Lob und Dank, wãs wir in Einfalt singen, und laß dein Wort mit freiem stlang durch unsre herzen drin⸗ gen! 0 hilf, daß wir mit deiner Kraft durch eine gute Ritterschaft lles Lebens sron erringen. michael Weiß 4 1534 Uik. Selnecker 17587. I I e—* 42—— + I 1—4— i — un laßt uns Gott dem her-ren Dann 1 21•— Ꝙ sa ⸗ gen und ihn eh ⸗- ren für al ⸗le sei ⸗ne 40⁰0 chlhet ten, biel⸗ rfigkeit ten; mit gheit is lit ihn hefangen RHenden. ler önac, ELLLLLLL + + I + + + + + N TI +— JFEZ.— 1 + + 1 + + 11 —.—.....—— EE E TZ.I————.— EEI 1 EE 1— 1 12 6a⸗ ben, die wir emp⸗ fan ⸗- gen ha ⸗-ben. 2. Den Leib, die Seel, das ceben hat er allein gegeben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen. 3. nahrung gibt er dem Leibe; dlie Seele muß auch bleiben, wie⸗ wohl tödlichelDunden sindKom⸗ men von der Sünde. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben, christus, für uns gestorben; der hat das heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein nachtmahl dient wider allen Unfall; der heilge õeist im õlau⸗ ben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben dlie Sünd, geschenkt das Leben, im himmel solln wir haben, o Gott, Wie große Gaben! 7. Wir bitten deine oüte, daß sie uns fort behüte, die öroßen mit den seleinen; du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der ahrheit, gib ewigliche freiheit, zu preisen leinen namen durch Jesum Christum. Amen. Cudwig Helmvold g. 1532 1 1508. Psalm 103. Eigene melodie. Joh. Crüger 1653. —— N + 1I—— DDZ..‚— IIee W—..— 2— — E + I 1 WDDM. mei-ne Seel, du sollst den her⸗ren 1 I + E I + — — + +——4 + H prei⸗sen, was in mir ist, SSSSSSSEEEEEEEE P P—————————+— wei-sen, auf, auf, mein herz, und mache dlich be⸗ ‚‚Ieee— reit! ver giß ja nicht, ver giß nicht, mein b6e⸗ 401 E E I— 1 + +—ᷣ—— + +——. I mü⸗ te, was dir der herr für wun der- bã-re I* I I + I L N + + I + + EH N 6üte er⸗wie-sen hat die gan ze le-bens-zeit. 2. Denn er hat dich von Sün⸗himmels ist zu finden hier von den losgesprochen und denkt der Erd, so weit reicht seine yuld. nicht mehr, was du bisher ver⸗ 6. So weit der 6rund sich schei⸗ brochen, er machet dich von det von der festen, so weit der Schwachheit heil und rein. Es ost ablieget von dem Uesten, so hat der herr dein Leven vom weit läßt er dlie Sünden von berderben erlöst, daß du nicht uns sein. Sein 6nadenblick ewig müssest sterben, dein 6ott muß über dlie stets walten, die will dir forthinbarmherzig sein. ihn' mit furcht für ihren helfer 3. Er krönet dich mit onad und halten, und rettet sie aus ihrer mildem Segen, will deinen lot und pein. mund mit reicher fülle pflegen, 7. Wie unter uns ein Vaterherz er machet dich von seinen öütern Erbarmen mit kindern hãt, so satt, daß du mit Lust darüber tut der herr uns Armen, es dlich erfreuest und deine sraft stehet ott dlen frommen kräftig gleich dlern garverneuest, weil bei. er kennet ja uns dürftgen er mit heil dich überschüttet hat. Erdentöpfe,“) ihm ist bewüßt, 4. Der herr läßt Recht denselben daß dieses sein Geschöpfe ein widlerfahren, die vor bedrängtleichter Staub und schwaches und unterdrücket waren; er hät UWerkzeug sei. sclag. Jer. 4, 2. sein Tun dem mose Kund getan 8. Ein nensch muß stets des und seine Recht Israel wissen Lebens End erwarten, er ist wie lassen; er ist voll üt und will ras, wie eine Blum im Garten, nicht immer hassen noch ewig⸗ dlie sich sehr schön und lieblich lich mit 6rimm üns sehen an. lässet an: wenn aber nur der 5. der herr ist fromm, varm- Wind darüber fähret, ist ihre hernig und fanftmütig, voll Zier hinweg und so verzehret, 6nad und 6unst, geduldig, treu daß man die Stätt auch nicht und gütig, er handleit nicht mit mehr finden Kann. uns fach unsrer Schuld, vergilt 9. Des herren 6nãdlist aber über⸗ auch nicht nach unsern schweren schwenglich, währt für und für Sünden. so weit die höh des und bleibet unvergänglich; auf 49²2 L. sündest — S= ½ 7½ ** — CLLLLLLLLAI seindeskind wird seine 6üt ge⸗ bracht bei denen, die den Gottes⸗ bund stets üben und sein Befehl von ganzem herzen lieben und sein õebot zu halten sind bedacht. 10. Es ist sein Stuhl im himmel zubereitet, sein herrschaft ist um diese Welt gebreitet, sein Reich und Thron umschließt den Er⸗ denkreis. Ihr Engel lobt, lobt ihn, ihr starken helden, die ihr sein Tun und Willen an müßt melden, lobt unsern oott und sagt ihm Ruhm und Preis! II. Lobt unsern Gott, ihr alle seine Scharen, die ihr ihm dient und hin und her müßt fahren auf sein õeheiß; lobt ihn an jedem ort, an dem er herrscht; lobt ihn, ihr seine Werke, rühmt seine straft, rühmt seiner All⸗ macht Stärke; lob ihn, mein herz, o lob ihn fort und fort! 12. Gott UDater, Sohn und 6eist, sei stets gepriesen für alle 6üt, dlie du an mir erwiesen von sindheit an bis jetzt auf dliese Zeit. herr, steh mir bei, laß deine 6nad sich mehren, so will ich drum dir danken und dich eh⸗ ren auf Erden hier und dort in Ewigkeit. U. 1-11 Joh. franck g. 1018 T+ 1677. U. 12 hannov. 6sb. 1657. Sirach 50, 24. — kigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1648. — E un dan-ket al ⸗ le ott mit der gro—6ße din ge tut an 1 1 + + 8 I 1 +— her zen, mund und händen, uns und al ⸗len En-den, der uns von mut ⸗ter⸗ leib und fein„ des-bei- nen an un ⸗zäh⸗lig ——.— 4— EH 1 +1 2 viel ju gut und noch jetz⸗ und ge= tan. 405 I. 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich herz und ecllen frieden geben und uns in seiner 6nad erhalten fort und fort und uns n not erlösen hier und ort. kigene melodie. Ursprüngliche form im Anhang. 3. Cob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höch⸗ sten himmelsthrone, dem drei⸗ malkinensott, wie es ursprüng⸗ lich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. martin Rinkart g. 1586 + 1640. Joh. Crüger 1648. 443—— HAA—— GIGNTGNTN II un dan ket al ⸗ le 6ott mit der gro ße din⸗ ge tut hier I I — + + 1 1 — S——————3 I.— II ·᷑N I her⸗zen, Mund und hän⸗den, En-den, und an dl-len der le⸗bend uns er- 1* hält von mut-ter- leĩ be an und tut uns + I + I I 1 ——— EAH + + LE 1 2 al- les 2. Es wolle unser õott ein fröh lich herz uns geben, er lasse uns, sein Vöolk, in frieden immer leben forthin zu unsrer Zeit, daß seine 6nad und Treu bei uns und unserm Land allweg be⸗ ständig sei. 3. Der große, starke õott woll uns von allem Bösen und was uns schaden Kann gewaltiglich erlösen, er schütz und rette uns, Guts, mehr als 4⁰⁴ man zäh ⸗ölen kann. er helf uns allezeit, so lang er 15.— dlas eben noch ver· eiht. 4. Gott Vater, dir sei Preis hier und im himmel oben, õott Sohn, herr Jesu christ, wir wollen llich stets loben, oott heilger Geist, dein Ruhm erschalle mehr und mehr, o herr, dreieinger Gott, dir seĩ Cob, reis und Chr] hannov. 6sv. 1657. / s/ —. — ‚ — E E / V eĩ öot, DLLLLLLLIL n Dn II mel. 2665 lob, mein Seel, den herren.— 1540. + —— DMIDNNINDINII an lobt dich in der Stil-le, au dles Küh-mens ist die fül ⸗ le vor II 1 hoch⸗er- hab- ner Zi⸗ ons-Gott, dir, o herr 6ott 3e⸗ ba oth. du vist doch, EE — 1 I I I + ..— EE EE 1 +—— L. E krüb- sal und be-schwer—den läßt du die I** ESSEEEEEE .——— DDDD..— E———.— 1—1 dei- nen nicht. drum soll dich stünd-lich eh ren mein V ———— ö— 2—65— 1— 2— Mmund vor se— der ⸗ mann und dei- nen — V 2— ESEISI.——— ů— 1 22...— 2—1.1:..——— — 1 + 1— Ruhm ver meh- ren, so lang er lal-len kann. 2. Es müssen, herr, sich freuen große Wunder tut und der auch von ganzer Seel und jauchzen mir erwiesen das, was mir nütz schnell, die unaufhörlich schrei⸗ und gut. Uun, das ist meine en: Gelobt sei der õott Israel) freude, daß ich an ihm stets Kleb Sein name sei gepriesen, der und niemals von ihm scheide, Pf. 40,. so lang ich leb und schweb. 40⁵ EEEEEEE 3. Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in derlbeit gemacht, denn als die Schwachen kamen, hast du gar vald an sie gedacht. Du hast mnir 6nad erzeiget; nun wie vergelt ichs dir? Ach bleibe mir geneiget, so will ich für und für den gelch des heils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dlort in Cwigkeit. Johann Rist g. 1007 4 1667. Sirach 50, 24. kigene Melodie. Ruch nach melodie Ur. 41 zu singen. Joh. Crüger 1653. 1 I 1— 5 DEE 1 —— — E— —— un dan-ket all und brin-get chr, + +—— I 2— I + + FES — 2— 4—— 1 EEH 10 + 1——.— D E ihr men⸗schen in der UWelt, dem, des⸗ sen ——— x 2==— N ————— SSSSIIE Lob der En-gel heer 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine under überall und große Dinge tut; 3. Der uns von mutterleibe an frisch und gesund erhält, und wo kein mnensch nicht helfen kann, sich selbst zum helfer stellt: 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld ver⸗ gibt und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische öeist undsinn und werf all Angst, furcht, sSorg und Schmerj ins eeres Tiefe hin. 4096 im him-mel stets ver⸗ meldt b. Er lasse seinen frieden ruhn in unserm Volk und Land, er gebe ölück zu unserm Tun und heil zu allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und 6üt um, bei und mit uns gehn; was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser heil, und wenn wir scheiden von der Erd, verbleib er unser Teil. 9. Er drücke, wenn das herze bricht, uns unsre Rugen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewygen Kuh. paul Gerhardt g. 16007 4 1676. ITTob u. Danz Eigene melodie. mel. 1. Auch nach melodie Ur. 41 ju singen. 1738. 44⁰ 0 sin ge en. + LI 1 I dir mit herz und mund, herr, ISIITE ö 5 + + I + I I—E I—.—— + — + I— 1 mei—nes her⸗zens Lust, ich sing und mach auf X 1 I N — 2—— + + + 13 2 1 + + + 2 I +— I I +I 1 I Er⸗ den kund, was mir von dir be⸗ wußt. Mel. 2. oller: Th. Stade 1644. 1— + ãDS....... + + + W....— 2——.....— I E + 1+.— EII I 1 I DM%D Ich sin ge air mit herz und mund, herr, + 1 I— 1 ·ι + I + +— +.— 2 1—— — H—. 1 I +— + +— 2.—— — LZ..—— 1—— I 1— 1 * mei ⸗-nes her-Izens Lust, ich sing und mach auf L— E + I———— 1 2——— S — I 1—— 1 1 II Er den kund, was mir von dir be⸗ wußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der önad und eige Ouelle seist, daraus uns allen früh und spat viel heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch? Was ha⸗ ben wir auf dieser ganzen Erd, las uns, o Uater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. er hat das schöne himmels⸗ zelt hoch über uns gesetzt? Wer 40⁷ ist es, der uns unser feld mit Tau und Regen netzt? 5. Ver wärmet uns in stält und frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man ol und most zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns eben und Ge⸗ blüt? Wer hält mit seiner hand den güldnen, werten, edlen fried in unserm Vaterland? V 7. Nch herr, mein sott, das kommit von dir, du, du mußt I alles tun, du hältst die Wach an W unsrer Tür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in befahr geraten, treulich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit ve⸗ duld und schlägst nicht allzusehr, ja endlich nümnist duunsre Schuld und wirfst sie in das ueer. 10. Wenn unser herze seufzt und weicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Chren reicht. 11. Du zählst, wie oft ein christe wein, und iwas sein Rummer seĩ; kein Zähr- und Tränlein ist so N klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des himmels haus, wenn uns die Erd ent⸗ geht. é V eigene melodie. schreit, wirst du gar leicht er⸗g 13. Wohlauf, mein herze, sing und spring und habe guten mut, dein ott, der Ursprung aller ul. ist selbst und bleibt dein ut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und freu⸗ denlicht, dein Schirm und Schild, dein hülf und heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Waãs kräankst du dich in deĩ⸗ nem sinn und grämst dlich Tag und nacht? nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich emacht. 10. hãt er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie mänches schweren Unglücks Laur hãt er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment, nein, was er tut und läßt ge⸗ schehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun und red ihm nicht darein, so wirst du hier im frieden ruhn und ewig fröhlich sein. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. Joh. Schop 1642. Ursprüngliche form und zweite melodie im Anhang. .. I + II V 4 25 2. 1+4 IIII..— + I I— 1 — I 1 I—1 I 1— enn ich —— ollt ich mei⸗ nem ott nicht sin⸗ gen? seh in al-len Ddin⸗gen, 33.—5 —— ———— ————— 17 2—— — 3 Sollt ich ihm nicht wie so gut ers dank-bar sein? Y mit mir mein. Ist doch nichts als 408 CLLLLLLLA V 1 IIFF F IFIFIIFI—— —4.— 2—.—....—.I.— 1—— lau⸗ter Lie ben, das sein treu⸗es her⸗ze regt, 0—— 22ᷣ 5 n das ohn eEn de hebt und trägt, dlie in sei nem —— 7— —— ———————*— Dienst sich li ben. Al les ding währt 7 I.*. 1 N +— 1D8 L I——— 2— ——— D + + 2..——— ꝗ E—————1 sei—ne zeit, 6ot- tes lieb in E wig keit. 2. Uie ein Adler sein Gefieder Über seine zungen streckt, also hat alich hin und wieder mich lles höchsten Arm bedeckt also⸗ bald im mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stun; de treibe. Alles Ding währt sei⸗ Ueit. Gottes Lieb in Cwig⸗ eit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen feuer durch sein teures lut ge⸗ winn. O du ungegründter Brun⸗ nen, wie will dochmein schwacher Geist, ob er sichgleichhochbefleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, õot⸗ tes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen füh⸗ rer, gibt er mir in seinem Wort, daß erwerdemein Regierer dur dlie Weit zur himmelspfort, da er mir mein herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des kodes Macht zerbricht und die hölle selbst macht stille. Alles ding währt seineZeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen hãt er ja recht wohl bedacht; will llem Leibe ot zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Uenn memn sönnen, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Sott und hebt mir an sein VDermögen bei⸗ zulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Cwigkeit. b. Himmel, Erd und ihre heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich was mich nährt imd hält: Lier und gräuter und Getreicle, in den 6ründen, in der höh, in dlen Büschen, in der See, Uberall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, õottes Lieb in Ewigkeit. 400 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein õe⸗ müt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und 6üt. Waäre mein 6ott nicht gewesen, hätte VI mich sein Angesicht nicht geleitet, V wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles bing währt seine Zeit, dottes LCieb in Ewig⸗ keit. 8. Wie so manche schwere Plage wird vom satan hergeführt, die mich doch mein Lebetage niemals *½0 noch bisher gerührt; Gottes En⸗ N gel, den er sendet, hat das Böse, was der feind anzurichten war II gemeint, in dieferneweggewen⸗ 6 det. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Cwigkeit. ů 9. Wie ein Vater seinem kinde ö sein herz niemals ganz entzeucht, N9 ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus den Bahnen weicht, also hält auch mein Verbrechen mir VI mein frommer sott zu gut, will VI. mein fehlen mit der Rut und . nicht mit dem Schwerte rächen. AI Alles ding währt seine Zeit, ot⸗ * tes LCieb in wigkeit. 10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, den⸗ noch, wenn ichs recht erwäge, sindeszeichen, daß mein freund, dler mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden—Welt, (lie uns hart gefangen hält, durch das streuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Cwigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: christenkreuz hat seine Maäße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausge- schneiet, tritt der schöne Sommer ein, also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, õot⸗ tes Lieb in Cwigkeit. 12. Weil denn wedler Ziel noch Entle sich in Gottes Liebe findt, ei so heb ich meine hände zu dir, vater, als dein gind, bitte, wollst mir 6nade geben, dich aus aller meiner macht zu umfangen Tag und lacht hier in meinem gan⸗ zen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Cwigkeit. pPaul Gerhardt g. 16007 4 1676. mel.: nun danket alle 6ott. Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1648. 148 ä— ö————— I—.—ß 50⁰ SEoe: lo bet sei der herr, mein mein schöp fer, der mir hat mein IN——— ———— DRDDDRRTRDTT— ——— 21——— Gott, mein Licht, mein Le⸗ben, Umei ů 1 ceib und Seel ge⸗ geven,„mein Va⸗ter, der mich + GLLLLLLLLO u Danz 1 schüht von mut ⸗ ter ⸗lei⸗ 1 + + — 1 I + + H Au ⸗ gen- 2. Gelobet sei der herr, mein Gott, mein heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hãt mit seinem teuren Blut, der mir im 6laubenschenkt das aller⸗ höchste Gut. 3. Gelobetsei der herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des VUa⸗ ters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein herz erquickt, der mir gibt neue serast, ler mir in aller Not Rat, Trost und hülfe schafft. blick viel uts an mir ge⸗ tan. 4. Gelobet sei der herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüf⸗ ten schwebet, gelobet sei der herr, dles Hamen heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte oeist! 5. Dem wir das heilĩ g jetzt mit freuden lassen Klingen und mit ler Engelschar das heilig, heilig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit. Ge⸗ lobet sei mein õott in alle wig⸗ keit! Joh. olearius g. 1611 1 1684. Mel.: Es ist das heil uns kommen her. Auch nach melodie Ur. 214 zu singen. 2 Vorreformatorisch. — I I I I + 4⁴⁹ 6 I.—. I OTNTNTNTOUH S ei rob und ehr dem höch ⸗sten Hut, lem Gott, der al ⸗ le un-der tut, 61-te, y gem va- ter al ler 147— dem oott, der mein ée. mü- te 3 mit sei⸗ nem rei chen * 2—.— 1 Trost er filn, dem 501 SEEEEEE I— n — + + + I 0 ö—— ——— I Jam-mer stillt. õebt 2. Es danken dir die himmels-⸗ VI heer o herrscher aller chronen, und die auf rden, Luft und meer I in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt un⸗ serm Hott dlie Chre! ů 3. Was unser õott geschaffenhat, das will er auch erhalten, dar⸗ über will er früh und spat mit I seiner olite walten. In seinem ganzen stönigreich ist alles recht, sst ailes gleich. ebt unserm sott * dlie Chre! J. Ich rief zum herrn in meiner 0 not: Ach Gott, vernimm mein * Schreien! Da half mein helfer V mir vom cod und ließ mir Trost gedleihen. Drum dank, ach Gott, V rum dank ich dir; ach danket, danket oott mit mir! õebt un⸗ serm ott dlie Chre! 5. Der herr ist noch und nimmer nichtvon seinem Volk geschieden, 1 er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, heil und frieden. mit + muͤtterhänden leitet er die Sei⸗ nen stetig hin und her. Gebt un⸗ serm õott die Ehre! kigene melodie. un⸗-serm Gott die IEh- re! 6. Venn Trost und hülf erman⸗ geln muß, die alle Welt erzeiget, so Kommt, so 37 der Uberfluß, der Schöpfer selbst, und neiget dlie Vateraugen denen zu, die sonsten nirgend finden Kuh. Gebt unserm Hott dlie Chre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren, maän soll, Gott, deinen Cobgesang an allen Orten hören. ein gan⸗ zes herz ermuntre sich, mein õeist und Leib erfreue dich! oebt un⸗ serm Gott die Chre! 8. Ihr, dlie 905 Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die chre, ihr, die— Gottesmachtbekennt, gebt unserm sott die chre! Die falschen 6öhen maächt zu Spott, dler herr ist ott, der herr ist Gott.“) Gebt unserm sottadie chre! 1 Fön. 18, 39. 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen, bezahlet die gelobte Pflicht und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht. ebt unserm Gott die Chre! Joh. Jak. Schütz g. 1640 + 1690. Joach. Neander() um 1660. I— I 1 I + 4 2— S 25557 7—*..2— o-be den her⸗-ren, den mäch ⸗-ti⸗gen mei- ne ge⸗ 50²½ lie be⸗te See⸗-le, das S Lob u. Dank SPIPSDPDiDi‚ii‚iiDi‚iiie eee eeeeeee + I SIEeE ⁊. IN + I 1 1.— —— 1 l— Ko- nig der(h- ren, V ist mein be⸗ geh ⸗—ren.) om- met zu hauf⸗ — I— 7— —— 1 I— + + + 1 + + + 1— —.—— Psal ter und har fe, wächt auf, — ů ⁵ + ui —— 1— 1 2...— läß ⸗ set den lob ge ⸗ sang hö- ren! 2. Cobe den herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefalit; hast du nicht dieses ver⸗ spüret? 3. Cobe den herren, der künst⸗ lich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel jlot hat nicht der gnädige Gott über dir flügel gebreitet! kigene Melodie. zweite melodie im Anhang. 4. Cobe den herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem himmel mit Strömen der liebe geregnet. denke daran, was dler Allmächtige kann, der dir mit LCiebe begegnet. 5. Cobe den herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was odem hat, lobe mit Abrahams Sameni eEr ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht, Lobende, schlie · ße mit Amen! Joachim neander g. 165⁰ + 1680. Joach. Neander() 1680. 45 + — + + HGLNTNTMNT Ill un⸗der ba rer sö⸗ nig, herr ⸗= scher Dei—ne ba⸗-ter⸗-gü⸗ Ute haäst du 3— 14511 1—— E . E +— +— 2 Ime— SSSSSSII... —. D——.— 1 5⁰ 3 Cob u. Dank —— —— bͤ˖?˖.li——— hilf uns noch, stärk uns doch, laß die Zun ge . ͤ — + I + I + + +7 I* 231— sin gen. laß die Stim me klin- gen! 2. himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Taten mehr als aller menschen Staaten; großes licht der Sonne, schieße deine Strah⸗ len, die das große Rund bemalen; lobet gern, ond und Stern, seid bereit zu ehren einen solchen herren! 3. O du meine Seele, singe fröh⸗ lich, singe, singe deine ölaubens-⸗ lieder! Was den odem holet, jauchze, preise, Klinge! Wirf dlich in den Staub darnieder! Er ist Gott Zebaoth, er nur ist zu loben hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, wer den herren kennet, wer den herren Jesum liebet; halleluja singe, Welcher hristum nennet, sich von herzen ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir: Endlich wirst dlu droben ohne Sünd ihn loben. Joachim neander g. 1650 4 1680. Mel.: Allein Gott in der höh sei Chr. Auch nach melodie Ur. 262 zu singen. Altkirchlich. 45²2 ——.— E 1 SEEBis hie her hat mich Gott ge⸗ bis hie⸗ her hat Er Tag und —* I 1 1— E 1 I— e r,, i.,dith H,.,. I—— bracht durch sei ne gro e Güte, I sie nacht be: wahrt herz und öe⸗ mü te, vis hie her I I + I L π P. — ö D—. ů— 3— haät er mich ge leit, bis hie her hat er 5⁰⁴ LLLLLL..Lob u. Dank — + 1——— I +— 4 mich er⸗ 2. hãb Lob und Chre, Preis und freut, bis hie⸗her mir ge ⸗ hol- fen. 3. hilf fernerweit, mein treuer Dank für die bisherge Treue, die Hort, hilf mir zu allen Stunden, iu, o Gott, mir lebenslang be⸗ hilf mir an all und jedem ort, wiesen täglich neue. In mein hilf mir durch Jesu Dunden, hilf Gedlächtnis schreib ich an: der mir im Leben, Tod und lot, durch herr hat große ding getan an christi Schmerzen, Blut und Tocl, nur und müir geholfen. hilf mir, wie du geholfen. Amilie Juliane, räfin zu Schwarzvurg-Rudolstadt g. 1637 1706. Mel.: Jesu, meines Lebens Leben. 1661. + * I—+— 453 85 FN II o mit soll ich dich wohl 1o-ben, Sen de mir da⸗ zu von o-ben ö ö—— ö—— —————.—.— mäch-ti- ger herr Ze ⸗ ba- oth?) ů lei- nes Gei-stes Kraft, mein Gott!) Deun gich 66 e— kann mit nichts er rei-chen dei-ne 6nad und mi —— + + Lie bes ⸗- jei chen. Tau- send- tau- send mal 50⁵ — 4.— sei dir, gro⸗ ßer o- nig, dank da⸗ für! 2. herr, entzünde mein õemüte, daß ich deine Lundermacht, llei⸗ ne Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Hacht; denn von ueinen 6nadengüssen Ceib und Seele zeugen müssen. Tausend⸗ tausendmal sei dir, großer onig, Dank dafür! 3. Uater, wenn mein herz be⸗ denket, wie dich meine Sünden⸗ schuld oft betrübet, oft gekrän⸗ ket, und wie deine LCieb und huld f mich aus Langmut doch getra⸗ gen, so muß ich beschämet sagen: Tausendtausendmal sei dir, gro⸗ ßer König, Dank dafür! 4. Nch ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die ebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden noch den õrund hier zu ergründen. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, großer sönig, Dank dafür! 5. 0 wie hast du meine Seele ich stets noch eingeladen. Tau⸗ stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sünden höhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgesöhnet haben und mit seraft zum Leben läben. Tausendtau⸗ sendmal sei dir, großer sönig, Dank dafür! o. Bald mit ieben, bald mit Ceiden kamst du, herr mein Gott, zu mir, nur mein herze zu berei⸗ ten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches berlangen möcht 50⁶ an deinem Willen hangen. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, großer sönig, Dank dafür! 7. Wie ein Vater nimmt und gibet, nachdems Kindern nützlich ist, so hast dlu mich auch geliebet, herr mein 6ott, ju jeder frist und udich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs höchste kommen. käausendtausendmal sei fur, großer Köͤnig, Dank da⸗ ür! 8. Mich hast du auf Adlersflü⸗ geln oft getragen väterlich, in len Tälern, aufdden hügeln wun⸗ lerbar errettet mich. Venn schien alles zu zerrinnen, ward doch dei⸗ ner hülf ich innen. Tausendtau⸗ sendmal sei dir, großer sönig, Dank dafür! 9. Uater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und 6ütigkeit, und du häst zu mir geneiget, Jesu, deine freundlichkeit, und durch dlich, o Geist der onaden, werd sendtausendmal sei dir, großer scönig, Dank dafür! 10. Tausendmal sei dir gesun⸗ gen, herr mein Gott, Preĩs, Lob und Dank, daß es mir bisher ge⸗ lungen. Nch laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Lei⸗ ten nur gehn in die Cwigkeiten! Da will ich, herr, für und für ewig, ewig danken dit. Cudw. Andr. Gotter g. 16061 1 1735. ELLLLLLLAl Eigene melodie. 4⁵⁴—— ———— +— 1 +1 I iir!——— fur: OIONLONLON/ daß ich tau-send Zun⸗-gen hät⸗ 11— so stimmt ich da- mit in dlie Ulet⸗ woser————— r,ar, Brr —. te und ei⸗ nen tau⸗send fa chen mund, ihll au- faã·—3— 1 Ihel te vom al ler-tief-sten her⸗zens⸗grund Jein Lop-ied flst 5— 55 1— N me SPS.......I....... II I I IIIII öchste—E 31— —¹ nach dem an⸗dern an von dem, was ott an mir ge⸗tan. Hcdr 2. 0 daß doch meine Stimme geben, denn mein Uermögen ist öflil schallte bis dahin, wo die Sonne u matt, die großen Wunder zu ch, in steht! daß mein blut mit erhöhn, dlie allenthalben um Wull zauchzen walite, so lang es noch mich stehn. schlen im Laufe geht! Nch wär ein jeder 6. Uer Überströmet mich mit chllel⸗ puls ein Dank und jeder odem Segen? bist du es nicht, o reicher lltall⸗ ein Gesang! Söott? Ubler schützet mich auf onig⸗ 3. Wäs schweigt ihr denn, ihr meinen Wegen? Du, du, o herr meine sräfte? Ruf, auf, braucht ott Zebaoth! du trägst mit Aeiget allen euren fleiß und stehet meiner Sündenschuld unsäglich „und munter im seschäfte zu Gottes gnäclige Gedluld. Aes, meines herren preis! mein eib 7. Ich hab es ja mein Lebetage sulch und Seele, schicke dich und lobe schon so manch liebes Mal ge⸗ Werd Gott herzinniglich! spürt, daß du mich unter vieler Lau- 4. zhr grünen Blätter in den Plage durch Hot und Trübsal hast roher Wäldern, vewegt und regt euch geführt, denn in der größesten doch mit mir! Iyr schwanken Sefahr ward ich dein Trostlicht gesun. Gräschen in den feldern, ihr stets gewahr. 510b Blumen, laßt m 6 eure Zier 8. Wie solit ich nun nicht voller rgl. zu Gottes Kuhm belebet sein freude in deinem steten Lobe hens und stimmet lieblich mit mir Hesser Wie wollt ich auch im iulei, ein! tlefsten Leide nicht triumphie⸗ Kiten! 5. uch alles, alles, was ein rend einher gehn? Und flele Id flit leben und einen odem in sich hat, soll sich mir zum Gehülfen 50² auch der himm̃el ein, so will ich lloch nicht traurig sein. 400 u. DankEEEI 9. Ich will von deiner Güte„10. Ach nimm das arme Lov singen, so lange sich die Zunge auf Erden, mein Kott, in allen regt; ich will dir freudenopfer Enaden hin! Im himmel soll es bringen, so lange sich mein herz besser werden, wenn ich bei dei⸗ bewegt; ja wenn der mundnen Engeln bin. Da sing ich dir wird Kraftlos sein, so stimm ich im höhern Chor viel tausend dloch mit Seufzen ein. halleluja vor. Johann mentzer g. 16058 1+ 1734. kigene melodie. f. H. Meyer 1741. 45 5* 5 +— + +. E EIE Cas set uns den her ren prei⸗-sen stim- met an die sü-⸗ ßen Uei-sen, 1 + 2˙. —.— 2—1.— FE und ver-meh ren seinen Ruhm, die ihr seick sein Ei— gen⸗ tum. E wig wäh ret P—— +—— 2— .....—— +—— ——— * sein Er⸗ bar⸗- men, e⸗ wig will er uns um⸗ * 1 + I — III—.— +—..— ——2.—————. ar men mit der fsü ⸗ ßen lie ⸗ bes-huld, —— nicht ge⸗den-ken uns⸗ rer Schuld. Prei-set e⸗ wig —.—* m5 —————— ——— + sei⸗- nen na⸗- men, die ihr seich von A⸗ brams * * ——* + — +— sd men, rüh⸗ met lob llen les llei⸗ llit send 1³4. . en sen, Q lt WEA NNN WS NAN S — — — —— ö DLLLLLLLal + I N 41 + T.——. 1 +— *.—————.— H —2———— 1 + +— * ge bet ihm Cob, Chr und Stär„ ke! 2. Che noch ein mensch geboren‚ 5. Tretet nur getrost zum Thro⸗ haͤt er uns zuvor erkannt und ne, dda der 6nadenstuhl zu sehn; in christo auserkoren, seine es kann euch von oottes Sohne huld uns zugewandt. Selbst der nichts als Lieb und huld ge⸗ himmel und die Erden müssen schehn. Er erwartet mit VUer⸗ uns zu Dienste werden, weil wir langen, bis er könne uns um⸗ durch sein liebstes Kind seine fangen und das allerhöchste 6ut Kinder worden sind. Ewig solche uns mitteilen durch sein Blut. 6nade währet, die er uns in 6roße nad ist da zu finden, er ihm bescheret; ewig wollen wir will sich mit uns verbinden, und uns üben, über älles ihn zu soll niemals etwas können uns lieben. von seiner Liebe trennen. 3. Jã wir wollen nun mit freu⸗ 6. Er hat nunmehr selbst die den zu dem lieben Vater gehn, fülle seiner Gottheit aufgetan, uns an seiner Liebe weiden, wie und es ist sein ernster Wille, daß die tun, die vor ihm stehn, heilig, nun komme jedlermann. seiner heilig, heilig singen. Hallelusa soll sich hiebei schämen, sondern soll erklingen unserm ootte und Enall um 6nade nehmen; wer dem Lamm, unserm holden ein hungrig herze hat, wird aus bräutigam. Lasset seinen Kuhm seiner fülle satt. Ewig solche erschallen und erzählt sein Werk Fülle währet, die uns so viel vor allen, daß er ewig uns er⸗Guts bescheret; onne, die uns wählet und ju seinem volk ge⸗ewig tränket, wird uns laraus zählet. eingeschenket. 4. Cernet euren Jesum kennen, 7. nun, du liebster, unser der euch teur erkaufet hat, lernet Lallen, damit wir dlir dankbar ihn fein lievlich nennen euren sein, laß dir gnädig wohlgefal⸗ Bruder, freund und Rat, euren ien, bis wir alle insgemeinewig starken held im Streiten, eure deine Glitigkeiten mit gesamtem Lust in fröhlichkeiten, euren Cob ausbreiten, da wir werden Trost und euer heil, euer aller⸗(Gloria singen und halleluja. bestes Teil. Ewig solche Güte Preis, Ehr, Ruhm, Dank, Mächt währet, die euch durch ihn und Stärke und was rühmet widerfähret, ewig soll das Lob seine Werke werde unserm Hott erklingen, das wir ihm zu chren gegeben! Laßt uns ihm zu ehren singen. leben! chr. Jakob foitsch g. 160714 1734. 5⁰⁰ Cob u. Dank Eigene melodie. * 1⁰ 45⁰0 125 *—— I 1 +— 1 + +* NWIoionra A ch er⸗ken net, Bia hel ⸗fet sei ⸗nen Ruhm er-zäh-len, lieb ste See⸗len, + + I I LEEI 4 —— 1—— un ⸗sers Got-tes 6ü-tig-Keit, büh⸗ die ihr sein 6eschöp- se seicl.) Luch ge„—vüh ret N. + TE . n Dank zu ge ben dem, der euch viel — ů—.——— 6uts ge⸗ tan und sich eu er noch da⸗ —— N — I +. 7 + * NGA—— 2. Denket, da wir gar nichts wa⸗ ren, hat er uns zu was gemacht, er hät uns von Jahr zu Jahren wunderbarlich fort gebrächt. ichts ist, was wir an uns haben, las nicht alles von ihm fließt; es sind lauter Gottesgaben, die der arme mensch genießt. 3. Der ist, der ihn hat verbun⸗ len, dich zu schaffen, Menschen⸗ kind? Wer, daß wir zu diesen Stunden frisch, gesund und fröh⸗ lich sind? Wer gibt uns die Leibeskräfte, das VDermögen, den Verstand, zu verrichten die 6e⸗ schäfte? Uichts denn Gottes öna⸗ denhand. sol-öcher 51⁰ Treu e an. 4. ferner will er noch erhalten, waäs er uns gegeben hat; seine nade läßt er walten über alle früh und spat; er will uns vor allem Schrecken, vor des Satans Trug und List unter seinem Schutz bedecken, da man recht gesichert ist. 5. Lasset darum, liebste Seelen, laßt uns alle, groß und klein, ihm den besten Dank erwählen, welcher heißt: gehorsam sein. Lobet sein allweises fügen, rüh⸗ met alles, was er schickt; wer sich läßt daran genügen, bleibet immerfort beglückt. friedr. Ronr. hiller g. 1662 T 1726. — — — —— — 2— ELLLLLL mel.: Es ist das heil uns kommen her. Ruch nach melodie Ur. 140 ju singen. Vorreformatorisch. — I I 1 +* I—E II 4⁵⁷ DD—— ringt her dem her ren Lob und Chr ein je⸗der Got- tes Ruhm ver⸗mehr —= T E — — aus freu- di- se gem 6e mü⸗ te, A und prei seln ne n Oülzr ie. e det; —.———3—— ö— 7— H ————— 865—0 23 aus der not, und dan- ket 2. Cobt õott und rühmet alle⸗ zeit die großen Wunderwerke, dlie Majestät und herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, dlie er beweist in aller eit und dadurch alle Ding erhält; drum danket seinem Namen! 3. Cobt Gott, der uns erschaffen haãt, Leib, Seele, õeist und Leben dus lauter väterlicher 6nad uns allen hat gegeben, der uns durch seine Engel schützt und täglich gibet, was uns nützt; drum danket seinem Hamen! 4. Cobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn, der für uns ist ge⸗ storben undluns die selge ebens⸗ kron durch seinen Toderworben, 51¹ sei nem na der worden ist der hölle õift, der frieden hat mit Gott gestift; drum danket seinem Namen! 5. Cobt Gott, der in uns durch dlen Geist den lauben angezün⸗ let und alles Gute noch verheißt, uns stärket, Kräftigt, gründet, ler uns erleuchtet durch sein Wort, regiert und treibet fort und fort; drum danket seinem namen! 6. Lobt Gott, der auch dies gute Wertz, so in uns angefangen, vollführen wird und geben Stärk, das seleinod zu erlangen, dlas er hat allen dargestellt und seinen Gläubgen vorbehält; drum danket seinem Namen! Cob u. Dank EIEEEE 7. Cobt Gott, ihr staͤrken Sera⸗ phim nebst fürstentum und Thronen! Es loben sott mit heller Stimm, die hier auf Erden wohnen! Lobt Gott und preist ihn früh und spat, ja alles, was nur odem hat, das danłke seinem namen! Cyriacus 6ünther g. 1650 4 1704. Psalm 146. Eigene suelodie. 1664/%65. 458 2.—. 3——.—— 27 2—.— 9—————— 1WEW94— 1 5— ——— 4.——— EE-be den her⸗ ren, o mei ne weil ich noch Stun den auf Er⸗ den +— 12——5•— ꝗSPSꝑSPꝑPIPIPIPPIPIPIPIPIPIFIFIFIFIFIFIFIFIFTITFTFTFTFTFTIFIPITITITITIIIII I 1 1 + 1— L 2.— See le! Ich will ihn lo ben bis in Tod; zäh-le, wül ich lob- sin—gen mei-nem Sott. — II ö — 5 5 1. 2— n 17 der leib und sSeel ge⸗ ge⸗ ben hat, wer⸗ de ge⸗ I 1— I— +7————*—— —.— — prie-sen früh und spat: hal ⸗ 2. fürsten sind senschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein mensch uns hel⸗ fen kann, rufe man Gott um hülfe an. Hallelusa, halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des hülfe der 6ott Ja⸗ kobs ist, welcher vom 6lauben sich nicht läßt trennen und hofft 312 le⸗-lu-ja, hal-le-lu⸗ja! getrost auf Jesum christ. Wer dliesen herrn zum beistand hat, findet am besten Rat und tkat. halleluja, halleluja! 4. Dieser hat himmel, eer und dlie Erden und was darinnen ist gemacht; alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns ein⸗ mal zugedacht. Er ists, der herr⸗ scher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. hälleluja, häalleluja! 5. Zage Techt leid Recht ver er jur 8 ihnen gie hart beb Und sein Hallelusa 0. Seher Iunden, 10 gehi romme llebe seh fremden wassen hallelus⸗ CLLLLLL 5. Zeigen sich welche, die Un⸗ recht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft; hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart ebundnen macht er frei, und seiner önad ist mancherlei. halleluja, Halleluja! 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt die tief gebeu⸗ fr0 gehn; wo er kann einige romme finden, die laßt er seine Liebe sehn. Sein Rufsicht ist des fremden Trutz, Witwen und Waisen hält er Schutz. halleluja, Halleluja! 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte kehrt er mit starker hand zurück, daß sie nur machen ver⸗ kehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der herr ist König ewiglich, Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Hälleluja! 8. KRühmet, ihr menschen, den hohen flamen des, der so große lbunder tut. Alles, was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem mut. Ihr kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist! halle⸗ luja, Halleluja! J. D. herrnschmidt g. 1675 1+ 1723. s—met.: Jesu, meines Lebens Leben. 16⁰1. 59 111— E — N 1 2 1 + +*— 1 I 1 ———————————— rrrrnmr 4½¹1 W Achwing dich auf, mein ganz 6e⸗ mii⸗te, denn es muß dles höch⸗-sten 6ü⸗ te reeitr rernnere. EH —.—.———...————.— und geh in den him mel ein, ů hier und dort ge⸗ prie—sen sein.) nch mit I + 4 +— I I HdD + + + u tau-send ⸗ tau-send ma- len kann ich ihm das — E — 1 1 len, kat und kat le⸗ bens 2. herr õott vater, lauter Segen triest von deiner milden hand, dlen du mir hast allerwegen, wie ich wünsche, zugewandt; aus wie viel Bekümmernissen hast du mich, mein Gott, gerissen! Tau⸗ sendtausendmal sei dir, treuer Vater, Dank dafür! 3. O herr Jesu, heil und Leben ist in dleinem Blute mein, alle sünden sind vergeben, und i bin gerecht und rein ja du willst in meiner Seelen deine Woh⸗ nung dir erwählen. Tausend⸗ tausèendmal sei dir, liebster hei⸗ land, Dank dafür! 4. Heilger seist, an deinen Ga⸗ ven spür ich keinenmangel nicht; und was wollt ich größers haben als dies gnadenbolle Licht, daß lang er wie-sen hat. ich weiß, an wen ich glaube, und ein Gotteskind verbleibe. Tau⸗ sendtausendmal sei dir, werter Tröster, Dank dafür! 5. Ach daß alle meine 6lieder lauter Zungen möchten sein, daß ich mich durch Lobelieder könnte recht in Gott erfreun, und daß lauter Preis und Ehre so ein süßes Opfer wäre, das ihm würde Tag und nacht tausendtausendmal gebräacht. b. Doch du wirst mein schwaches lallen, o Gott Vater, Sohn undg Geist, dir auch lassen wohl gefal⸗ len, das dlich hier auf erden preist, bis ich dich iim himmel oben mit dlen engeln werde loben. Ja da lob und preis ich dich ewig, ewig, ewiglich. Erdmann Ueumeister g. 16071 +7 1750. Mel.: O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Isaak(%) ca. 1490. 1—. H I —. .— 13 +— mm — uf, auf, mein ganz 6e⸗ mü⸗- te, und E + —8 1.——.——.— IIII IISISISSSSDr‚.‚..— —2——...— + —— prei-se 6ot-tes 6ü-te, die je und e⸗wig währt, dle I I + I I + IE 2—3. ET I——.Y dl- les hat zu ge-ben, 51⁴4 was man im gan⸗-zen 2 V — — — Lob u. Dank I I + N * e-ben zum se⸗ gen wün⸗ schet und 2. Gott hat sie lassen walten und mich dadurch erhalten von mutterleive an; ich spüre sie noch täglich, daß also mir un⸗ säglich viel Gutes wird durch sie getan. 3. Gott mächt sie alle orgen durch väterlich Versorgen an Leib und Seele neu; er lässet sie des⸗ gleichen bei nacht nicht von mir weichen, daß sie mein Schild und sonne sei. 4. Sie fördert meine Werke, daß ich mit freude merke, wie Gott mir freundlich ist; ein RKummer darf mich stechen noch mein Ver⸗ gnügen brechen, weil sie mich in diie Arme schließt. Eigene melodie. be-gehrt. 5. Wenn durch betrübte Tage manch sereuz und manche plage mir an die Seele tritt, so ist sie auch zugegen und bringet Trost und Segen aus meines Gottes Liebe mit. 0. Ja wenn die not am größten, so folgt, daß man am besten die Güte Gottes spürt; zuletzt muß lloch erscheinen, daß öottes hand dlie Seinen zwar wunderlich, doch selig führt. 7. Drum preise, mein 6emüte, dlie wunderbare Güte, die dir von Gott geschicht. Im Leben und im Sterben laßt sie dich nicht ver⸗ derben, denn oott verläßt dlie Seinen nicht. Erdmann neumeister g. 1671 1 175%. Joh. fr. Doles 1758. 40—— — E— HNTANTNTNT D ie him- mel rüh-men des E-wi- gen ——— 1.———— ————— chre, ihr Schall pflanzt sei vnen na⸗ men +* + 4 + I D 1 U— — R 1— 1 1 fort, iyn rühmt der eErd-Kreis, ihn prei-sen die 5¹⁵ (Lb u.DanHEIILEEII + 1 —4 EH— 1 +7 I + I 1 + + ——— + *— mee re; ver⸗ nimm, o mensch, ihr 2. Wer trägt der himmel un⸗ zählbare Sterne? Wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Sie ommt und leuchtet und läacht uns von ferne und läuft den Weg gleich als ein held. 3. Uernimms und siehe die bunder der Werke, die die Na- tur dir aufgestellt! Verkündigt Weisheit undordnungundstär⸗ ke dir nicht den herrn, den herrn der Welt? 4. Kannst du der Wesen un⸗ zählbare heere, den kleinsten Eigene melodie. — gött-lich Wort! Staub fühllos beschaun? Durch wen ist alles? o gib ihm die chre!? Mir, ruft der herr, sollst du ver⸗ traun. 5. Mein ist die straft, mein ist himmel und Erde, an meinen Werken kennst du mich. Ich bins und werde sein, der ich sein wer⸗ dle, dein õott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, bin eisheit und õüte, ein Gott der ordlnung und dein heil; ich bins, mich liebe von ganzem Gemüte und nimm an meiner önade teil! chr. f. õellert g. 1715 14 1769. Joh. fr. Doles 175. 40²2 bDSDSPSPSPRSPꝑPꝑ‚ꝑ‚IꝑPI‚I'tt'eée:.:.'' ˖‚—* 4 —— I W‚———————.— + Du bists, dem Ruhm und ch⸗re ge⸗ — D I + —⁊— 1 + 22 2— 2—.— ꝓ PI.—— — +—————..———— S.— 1 + 2— 1 + LEEI. 4—3 *...‚‚.— du, herr, hast stets mein Schick-sal re⸗ gie-ret, ELLLLLLLAI 2. Wenn not zu meiner hütte sich nahte, so hörte õott der herr mein flehn und ließ nach seinem gnädigen Rate mich nicht in mei⸗ ner not vergehn. 3. Ich sank in Schmerz und srankheit danieder und rief: o herr, errette mich! Da half mir bott, der mächtige, wieder, und mein Gebein erfreute sich. 4. Wenn mich der haß des fein · des betrübte, Klagt ich õott Kind⸗ lich meinen schmerj. Er half, daß ich nicht Rache verübte, und stark⸗ te durch 6ecluld mein herz. 5. Wenn ich verirrt vom rich⸗ tigen Pfade mit Sinde mich um⸗ fangen sah, rief ich zu ihm, dem Vater der 6nade, und seine öna⸗ de war mir nah. 6. Um Trost war meine Seele so bange, denn õott verbarg sein Angesicht. Ich rief zu ihm: Ach herr, wie so lange? und bott ver⸗ ließ den Schwachen nicht. 7. Er half und wird mich fer⸗ ner erlösen, er hilft, der herr ist fromm und gut; er hilst aus der Uersuchung jum bösen und gibt mir zu der Tugend mMut. — 1 K(igene melodie. 8. Dir dank ich für die Prüfung der Leiden, die du mir liebreich zugeschickt, dir dank ich für die häufigern freuden, womit mich leine hand beglückt. 9. Dir dank ich für die 6üter der Erdlen, für die õeschenke deiner Treu; dir dank ich, denn du hie⸗ ßest sie werden, und deine 6üt ist täglich neu. 10. Dir dank ich für das Wun⸗ der der Güte: selbst deinen Sohn gabst du für mich; von ganzer Seel und ganzem 6emüte, von allen fräften preis ich dich. 11. Erhebt ihn ewig, göttliche Werke! Die Erd ist voll der huld des herrn. Sein, sein ist Ruhm undlbeisheit und Stärke, er hilft und er errettet gern. 12. er hilst; des Abends währet die stlage, des orgens die Zu⸗ friedenheit. Nach einer Prüfung weniger Tage erhebt er uns zur Seligkeit. 13. Uergiß nicht deines Gottes, o Seele, vergiß nicht, was er dlir getan; verehr und halte seine Befehle und bet ihn durch õehor⸗ sam an! chr. f. õellert g. 1715 1+ 1769. Joh. fr. Doles 17⁵8. + I +— 4⁰³ ott ist mein Lied, er ist der 6ott der * I— + I— + + + — I 1— + ** Stär⸗ ke, herr ist sein nam, und groß sind 51⁷ sei ne ————————— SS ISISSESESESESS‚‚‚ Uer-ke, und 2. Er will und sprichts, so sind undlebenlbelten; uncer gebeut, so fallen durch sein Schelten die himmel wieder in ihr llichts. 3. Licht ist sein sleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines chrones feste ist Wahrheit und serechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein eer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott, undlGott in ewogen Zeiten! herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war im himmel, Erd und mneere, das Kennet Gott, und seiner Werke heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor odler nachmals tue, und er erforschet mich undalich. 7. Er ist dir nah, du sitjest oder gehest, ob du ans eer, ob du gen himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein flehn und allen Rat der Seele: er weiß, wie oft ich Gutes tu und fehle, und eilt mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mit dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Mel.: Cs ist das heil uns al-le him ⸗ mel sein 6e⸗-biet. Buch, wie lang ich leben sollte, dã ich noch unbereitet war. 10. lichts, nichts ist mein, das Gott nicht zugehöre. herr, im⸗ merdar soll deines Hamens Chre, dlein ob in meinem munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundlern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöp⸗ fers Maͤcht. 12. Der kleinste halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du Luft und meer, ihr Ruen, Tal und hügel, ihr seicl sein Coblied und sein Psalm. 13. Du tränkst das Cand, führst uns auf grüne Weiden, und nacht ungd Tag und KRorn und Wein und freuden empfangen wir aus deiner hand. 14. scein Sperling fällt, herr, ohnedeinenbillen, sollt ich mein herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine hand mein eben hält? 15. Ist Gott mein Schutz, will õott mein Retter werden, so frag ich nichts nach himmel und nach erden und biete selbst der höͤlle Trutz. chr. f. oellert g. 1715 1 nod. kommen her. Vorreformatorisch. 4⁰⁴ enn ich, o Schöp-fer, dei-ne macht, dlie Cie- be, die für 51² al-le wacht, +(— LLLLLLob u. Dank + 1 +— die Weis-heit dlei ⸗ner lbe ⸗ ge, 111117 an be⸗tend der ie 42.1 so weiß ich — + 12*—.— von be⸗wund-rung voll nicht, wie ich dich er — V I I—— N ö 12——.————— —— S EAH 0 he⸗-ben soll, mein Gott, mein herr und vaã ⸗- ter. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wüunder deiner Wer⸗ ke: Der himmel, prächtig aus⸗ geschmückt, preist dich, du Gott dler Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit ajestãt? Wer ruft dem heer ller Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Cauf? Wer heißt die himmel regnen? Wer schließt den Schoß dler Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? 0 Gott der Macht und herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die olken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am meere. Bringt, ruft auch der geringste Durm, bringt meinem Eigene melodie. Schöpfer Chre! mich, ruft der Baum in seiner bracht, mich, ruft die Saat, hät Gott gemächt, bringt unserm Schöpfer Chre! 5. Der mensch, ein Leib, den deine hand so wunderbar be⸗ reitet, der ensch, ein Geist, den sein Verstand dich zu erkennen leitet, der mensch, der Schöpfung kuhm und Preis, ist sich ein täg licher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott un⸗ ser Vater, sei gepreist, und alle eit sag Amen! Und alle Welt fürcht Hren herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Eine andere suielocie im Anhang. chr. f. Gellert g. 1717 + 1769. 46⁵ I EII— HEENU ie groß ist des All⸗ mächt ⸗gen Gu⸗ te! der mit ver⸗här⸗te⸗ tem Ge⸗ mü⸗te 51⁰ ö I I II Ist der ein mensch, den den Dank er-östickt, der ———.3 sie nicht rührt? ihr ge⸗bührt —— ——— 2 2. ꝗ᷑ÆA——.—W I 4 I +———— RI‚Pꝑ‚PSP‚P‚PS‚SSIS‚ꝑ‚ ‚IE... sei ne lie ⸗ be zu er⸗ mes-sen sei e⸗ wig I 1— — 5 7 4— — 2 I 1— mei ne größte Pflicht. I— I 1 + +— —— der herr hat mein noch EI I nie ver-ges⸗sen, ver-giß, mein herz, auch sei ⸗ner nicht! 2. Ver hat mich wunderbar be⸗ reitet? Der õott, der meiner nicht bedlarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer er dlen frieden im õewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel ölück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein 6eist, in jenes leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du mit herrlichkeit um⸗ geben õott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen freuden, durch ottes oüte sind sie dein: sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könn⸗ test selig sein. 4. Und diesen õott sollt ich nicht ehren und seine büte nicht ver⸗ stehn? er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir jeigt, nicht gehn? Sein Will ist 52⁰ mir ins herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank, dies sist sein Wille, ich soll volllkommen sein, wie er. Indem ich dlies Ge⸗ bot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder flicht, und ob ich schon aus Schwaächheit fehle, herrscht dloch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine öüt und Liebe mir immerdar vor Augen sein, sie stärk in mir die guten triebe, mein ganzes Leben dlir zu weihn, sie trösté mich zur Zeit ller Schinerzen, sie leite mich zur Zeit des õlucks und sie besieg in meinem herzen dlie furcht des letzten Nugenblicks! Chr. f. Gellert g. 1715 4 1769. a. Morgenlieder. mel. Vom himmel hoch da komm ich her. Dr. M. Tuther(7) 1539. .2 *— E— 33 + 2—— I— 1— Steht auf, ihr lie- ben sin ⸗der-lein, der I —..—. mor⸗gen stern mit hel⸗lem Schein läßt sich frei sehn gleich⸗ L — 1 — + 1. + N 1 2—— 4 II wie ein held und leuch-te 2. Willkommen sei, du schöner Stern! Du bringst uns christum, unsern herrn, der unser lieber heiland ist; darum du hoch zu loben bist. 3. Ihr kinder sollt vei diesem Stern erkennen Christum, un⸗ sern herrn, marien Sohn, den treuen hort; der leuchtet uns mit seinem Wort. 523 ꝛt in die gan ⸗ze Ubelt. 4. Gotts Wort, du bist der or: genstern, wir Rönnen dein gar nicht entbehrn, du mußt uns leuchten immerdar, sonst sitzen wir im finstern gar. 5. Leucht uns mit deinem ölän⸗ zen klar und Jesum Christum offenbar', treib aus der finster⸗ nis Gewalt, daß nicht die Lieb in uns erkalt. 6. Willkommen sei, du lieber Tãg, vor dir die Nacht nicht blei⸗ ben maͤg; leucht uns in unsre herzen fein mit deinem hellen himmelsschein! 7. 0 Jesu christ, wir warten dein: dein heiligs Wort leucht' uns so fein! Am End der Welt bleib nicht lang aus und führ uns in deins Vaters haus! 8. Du bist die liebe Sonne klar; wer an dich gläubt, der ist für⸗ wahr ein sind der ewgen Selig⸗ voit⸗ die deinen christen ist be⸗ reit. 9. Wir danken dir, wir loben dlich hie zeitlich und dort ewig⸗ lich für deine groß Barmherzig⸗ keit von nun an bis in wigkeit. brasmus Alberus g. um 1500 4 1553. Mel.: herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1648. 46⁷ V ie hel⸗-le Sonn leucht jetzt her⸗ für, fröh⸗ + 1 T — E+ I lich vom Schlaf auf ⸗ste⸗ hen Wir; Gott Cob, der uns heut I E E I N 4— 4 I 1 EN 1 1 + 1— diese nacht be⸗ 2. herr christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine 6üt! Caß deine lie⸗ ben Engelein unsre hüter und Wächter sein! 3. Daß unser herz in 6'horsam leb, dein'm Wort und Willn hüt hät vor ddes keu-fels macht! nicht widerstreb, daß wir dich stets vor Nugen habn in allem, dlas wir fangen an. 4. Laß unser Werk geraten wohl, dlas ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und fleiß ge⸗ reich zu deinem Lob und breis. niklas herman + 161. mel.: Wenn wir in höchsten öten sein. mel. 1. Französ. Psalmmelodie 1547. I +— 1 2 468 Des mor⸗-gens, wenn ich früh auf⸗steh, 5 2⁴ und a-bends, wenn zu bett ich geh, sehn mei ne T7 I 14—1 +— E 1 2 Nu- gen, herr, auf llich, herr Je- su, dir be ⸗ fehl ich mich. 2. In den heilgen fünf unden gein da kann ich ruhn und sicher in mit Leib und Seele, hab und ut, mein Schutz ist nur dein heilges Blut. 3. Denn, o herr Christ, am sereu⸗ zesstamm dein heilges Blut die Lund innahm, drum, ich wach oder schlafe ein, wollst du, herr, 4. Dein' engel mir stets halten Wacht, drum ich Tod, Teufel, höll nicht acht, denn wo ich bin, bist du bei mir, mein 6lück und sreuz Kommt alls von dir. 5. Ich leb od'r sterb, so bin ich dein, darum ich dir die Seele mein befehl jetzund und auch im rod, nimm sie zu dir, o treuer allzeit bei mir sein! Gott! 1582. Eigene melodie. Zweite melodie im Anhang. 1508. —* I B I LI +14 H Aus mei⸗ in die ⸗ nes her⸗-zens 6run de sag ser mor⸗gen · stun de, daäa⸗ lch dir Lob und Dank 0o Gott in dei-nem chron, dir zu mein Le⸗ ben laͤng, — 4—.——— FE.—.——.—.—.—..— 1 I— 1—— + 11—. Iu Lob, preis und kch⸗ren durch chri⸗ stum, Ql.Z*=. 2 + E +— 1 I— I II 1+ E 1 2— + un⸗sern her ⸗ ren, dein ein ge⸗ bor⸗-nen Sohn, 52⁵ 2. Daß du mich hast aus 6naddlen 5. Dein' Engel laß auch bleiben in der vergangnen nacht vor und weichen nicht von mir, den 6fahr und allem Schaden be⸗ Satan ju vertreiben, auf daß der hütet und bewacht. Ich bitt de⸗ bös feind hier in diesem Jam⸗ mütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Le⸗ ben ich hab erzürnet dlich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vors Teufels List undlbüten, vor Sünden und vor Schmach, vor feur und—Was⸗ sersnot, vor Armut und vor Schanden, vor stetten und vor Po vor bösem schnellen old. 4. mein Leib, mein Seel, mein Ceben, mein Chr und 6ut be⸗ währ! Dir will ich übergeben mertal sein Tück an mir nicht übe, nicht Leib und Seel betrübe und mich nicht bring zu fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag. Er segne meine Taten, mein Vor⸗ nehmen und Sach! Ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir sonst geben; er machs, wies ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, sott wird es alls zusammen ihm jetzund und immerddar als dein wohlgefallen lan. Und streck Geschenk und Gab mein Eltern nun aus mein hand, greif an und Uerwandten, 6efreundte das erk mit freuden, dazu und Bekannten und alles, was mich Gott beschieden in mein'm ich hãb. Beruf und Stand. 1502. 7 MNel.: herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 164⁸. 47⁰0—.—.——— as Wäalt Gott UDa- ter und Gott Sohn, õott +*—.——— — 1—. S1 heil⸗ger Geist ins him⸗mels Thron! man dankt dir, eh dle — 12—3 E N V+ 4 1 Sonn auf⸗geht, wenns licht an⸗bricht, man vor dir steht. 52⁰ 2. Drum beug ich diesen Mor⸗ gen früh in rechter Andacht mei⸗ ne senie und ruf ju dir mit heller Stimm, dein ohren neig, inein undd! verricht ju deinem ob und mei⸗ ked vernimm! 3. Ich rühm von herzen deine Glit, weil du mich gnädig hast behlit, daß ich nun hãb die finstre nacht in Ruh und friede zuge⸗ bracht. 4. nein õott, ich bitt durch chri⸗ sti Blut, nimm mich auch diesen rãg in hut, laß deine lieben en⸗ elein mein Wächter und Gefähr⸗ en sein! 5. Dein õeist mein Leib und Seel regier und mich mit schönen 6a⸗ ben zier, er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gib Gnad, daß ich mein Werk und pflicht mit freude diesen Tag nem nutz und meinem lächsten tue Guts. 7. Bewahr mein herz vor Sünd undschand, daß ich vom lbel ab⸗ gewandt mein Seel mit Sünden nicht beschwer und mein 6ewis⸗ sen nicht versehr. 8. Mein'n RHus- und Eingang eut bewahr, daß mir nichts bels widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir hülf ist not. Martin Behm g. 1557 1622. * mel.: herr Jesu christ, meins Lebens Licht. 16²⁵. 471 2.— E 2 1 + .— 1 IEE SD hei-li-ge drei-fal-tig- keit, DSISISIESESEIEIEEEEEEEE— o hoch⸗-ge⸗lob⸗ te — El-nig⸗keit, Gott Va ter, Sohn und 1 TI heil⸗ger beist, heut die⸗sen Tag mir bei-stand leist! I————1— 14 + 2. nein Scel, Leib, chr und Gut 3. Des Vaters huld mich heut bewahr, daß mir kein Böses anblick, des Sohnes 6lite mich widerfahr, daß mich der Satan erquick, des heilgen Geistes Glanz nicht verletz noch mich in chand und Schein erleucht meins fin⸗ und Schaden setz. stern herzens Schrein! 52⁷ 4. nein Schöpfer, steh mir Kraf⸗ tig bei, o mein erlöser, bei mir sel, o Tröster wert, weich nicht von mir, mein herz mit deinen bãben zier! Eigene melodle. 5. herr, segne und behüte mich, erleuchte mich, herr, gnädliglich, herr, heb auf mich dlein mich sicht und deinen frieden auf mich richt! hannov. osv. 165². nach martin Behm g. 1557 4+ 1622. * ANuch naͤch snelodie Ur. 582 zu singen. 1605. 47² 1— I 1 Dank sei durch den + 6ott in der hö- he zu ich wiedr auf ste⸗ he vom + TL + N E 1 + 1 1 + 1 EEI— 1 die—ser mor-gen stuna, ö Schlaf sliich ung ge. 15 Imich hat—te sest ge⸗ I———— 1.: + bun⸗den mit fin⸗ster⸗ nis die nacht, ich hab sle I——.— N + 55—— 2— EHAH ————— 2..— 1.— ll- ber- wun den durch 6ott, der mich be⸗wacht. 2. Wiedrum tu ich dich bitten, o Schutzherr Israel, du wollst treulich behüten den Tag mein Leib und Seel. Allchristlichobrig⸗ keiten, auch Schule und oemein in diesen bösen Zeiten laß dir be⸗ fohlen sein! 3. Erhalt uns durch dein õüte bei deiner reinen Lehr, vor get⸗ zerei behüte, streit für dein Wort und Chr, daß wir und unser Sa⸗ me hinfort in einem õeist beken⸗ nen: herr, dein Name sei groß und hochgepreist! 528 4. Dem Leibe gib daneben Nah⸗ rung und guten fried, gesund und mäßig Levben, dazu ein froh Gemlit, daß wir in allen Stän⸗ uen Tugend und Chrbarkeit lie⸗ ben und fleiß drauf wenden, als rechte Christenleut. 5. Gib mildiglich dein Segen, dlaß wir nach dein'm õeheiß nur gehn auf guten egen, tun unser Amt mit fleiß, daß jeder seine letze auswerf und auf dein Wort sein Trost mit petro setze so geht llie Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu Chren und der õemein zu Nutz, das will der Satan wehren mit List und großem Trutz; doch kann ers nicht vollbringen, weil du, herr Jesu christ, herrschest in allen dingen und unser Beistand bist. Eigene melodie. neuere Umbildung im Anhang. 7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du, dar⸗ an wir wachsn und leben und bringen frucht dazu. hilf, daß wir ãn dir bleiben und wachsen immer mehr; dein guter Geist uns treibezulberken deiner Chr! Joh. ühlmann g. 1573 + 1613. hj. Albert 1642. 1 I 12— + 4———— LadToNTE ott des him-mels und der Tag und nacht läßt wer⸗den, der es Er-den, —5 + I + 1 , deee, ————.— ba-ter, sohn und heil-ger Geist, der. Sonn und mona uns schei nen heißt, des-sen star ke I 1 AI I + I + + I —— +— hand die elt und was 2. Gott, ich danke dir von her⸗ zen, daß du mich in dieser Uacht vor Gefahr, Angst, ot und Schmerzen hast vehütet und be⸗ wächt, dlaß des vösen feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß dlie acht auch meiner Sünden setzt mit dieser Hacht ver⸗ gehn; o herr Jesu, laß mich fin⸗ llen deine Lunden offen it sir dda alleine hülf und Rat ist ür meine missetat. drin»nen ist er⸗hält, 4. Hilf, daß ich mit diesem sor⸗ gen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein oericht, ich llavor erschrecke nicht. 5. führe mich, o herr, und leite meinen õang nach deinem ort, sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort! lir⸗ gends als von dir allein kann ich recht bewahret sein. 32⁰ N 6. Neinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer oott, ich dir befehle unter deine starke hand. herr, mein Schild, mein Chr und Kkuhm, nimm mich auf, dein Eigentum! 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen feindes macht, 3c und Anschlag von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem himmel zu. heinrich Albert g. 1604 + 1651. mel.: herr Jesu christ, meins Lebens licht. 16²⁵. 47⁴4 E. + 2— EH——— or dei-nen Thron tret ich hie-mit, I I 1+ — + + + +——— +— — Sq.I.—.— I o Gott, und dlich de⸗ mü-tig bitt: Wend doch dein + I 2——. SiEEeN 1—:. E + E— 1 gnä⸗dig An- ge-sicht von mir blut ar-men Sün-der nicht! 2. Du hast mich, o Gott Vater mild, geinacht nach deinem Eben⸗ bild; in dir web, schweb und lebe ich, vergehen müßt ich ohne dlich. 3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderbar und unver⸗ hofft, da nur ein Schritt, ja nur ein haar mir zwischen Tod und Leben war. 4. Uerstand und chr hab ich von dir, des Cebens notdurft gibst du mir, dazu auch einen treuen freund, der mich in ölück und Unglück meint. 5. Gott Sohn, du hast mich durch dein Blut erlöset von der höllen⸗ glut, das schwer Gesetz für mich erfüllt, damit des Vaters Zorn gestillt. 53⁰ 6. Uenn sünd und Satan mich anklagt und mir mein armes herz verzagt, alsdann brauchst du dein sittleramt, daß mich der Vater nicht verdammt. 7. Du bist mein fürsprach alle⸗ zeit, mein heil, mein Trost und meine freud, ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und dort selig sein. 8. Gott heilger Geist, du höchste Kraft, des 6nade in mir alles schafft, ist etwas 6uts am Leben mein, so ist es wahrlich alles dein. 9. Dein ists, daß ich Gott recht erkenn, ihn meinen herrn und bater nenn, sein wahres Wort und Sakrament behalt und lieb bis an mein End; 10. Daß ich fest in Anfechtungsteh und nicht in Trübsal untergeh, daß ich im herzen Trost empfind, zuletzt mit freude überwind. 11. Drum danke ich mit herz und und dir, Gott, in dieser Morgenstund für alle õüte, Treu und 6nad, die meine Seel emp⸗ fangen haͤt, 12. Und bitt, daß deine 6naden⸗ hand bleib über mir heut aus⸗ gespannt; mein Amt, Gut, Ehr, freund, Ceib und Seel in deinen Schutz ich dir befehl. . hilf, daß ich sei von herzen fromm, damit mein ganzes Chri⸗ stentum aufrichtig und recht⸗ schaffen sei, nicht Augenschein und heuchelei. 14. Erlaß mir meine Sünden⸗ schuld und hab mit deinem senecht õeduld, jund in mir õlau⸗ ben an und Lieb, zu jenem Leben hoffnung gib! 15. Ein selig Ende mir bescher, am jüngsten Tag erweck mich, herr, daß ich dich schaueewiglich. Amen, Amen, erhöre mich! nach dem hannov. 6sb. 164. Bodo v. hodenberg() g. 1604 + 1650. Mel.: nun laßt uns Gott dem herren. + nik. Selnecker 1587. ..‚...—. 4⁴⁸ Mach auf, mein herz, und fin ge dem I 1—— I 1 1 + + I —4 +—— 1 4. + 1 Schöp⸗fer al-ler din⸗ ge, dem 6e- ber al⸗ler 6il ⸗ ter, 2. heint“), als die dunkeln Schäatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret, sch bott aber hats gewehret. *) heute nacht. 3. Jd, Uater, als er suchte, da er mir schaden möchte, lag i in deinem Schoße, dein flügel mich umschlosse. 4. Du sprachst: mein seind, nun liege, Trotz dem, der dich lem from⸗ men Mmen⸗ schen hü⸗ter. betrüge! Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne alen. 5. Dein Wort das ist geschehen, ich kann das licht noch sehen, von not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich verneuet. 6. Du willst ein Opfer haben: hie bring ich meine 6aben, mein lbeihrauch und mein idder sind mein õebet und Lieder. 551 7. Die wirst du nicht verschmä⸗ hen, du kannst ins herze sehen, lenn du weißt, daß zur õãbe ich ja nichts Bessers habe. 8. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf sei⸗ nen händen trage. kigene melodie. 9. Sprich ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, sitt und Ende, ach herr, zum Besten wende! 10. ich segne, mich behüte, mein herz sei deine hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen himmel reise. Paul Gerhardt g. 16007 4 1676. Joh. Crüger 1653. EE —— 1 I I —..1 fürch⸗ten, laßt uns mit freu de sei⸗ nem na⸗ men 1 1 + 1 1 sin- gen und Preis I — und Dank ju sei nem 60 I +* Al· tãr 2. Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Uacht so väter⸗ lich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket. Cobet den herren! 3. Daß unsre Sinnen wir noch brauchen können und händ und füße, Zung und Lippen regen, dlãs haben wir zu danken seinem segen. Cobet den herren! biin gen. ko ⸗ beit duen heree ren! 4. Daß feuerflammen uns nicht allzusammen mit unsern häu⸗ sern unversehns gefressen, das machts, daß wir iñ seinem Schoß gesessen. Cobet den herren! 5. Daß Dieb und Räuber unser Gut und Leiber nicht angetast und grausamlich verletzet, da⸗ wider hat sein ẽngel sich gesetzet. Cobet den herren! 3³² EEH s — S 7 6. O treuer hüter, Brunnen aller wir schwach sind, da gib du uns Gülter, ach laß doch ferner über feräfte! Lobet den herren! unser Leben bei Tag und lacht 9. Richt unsre herzen, daß wir dein hut und Güte schweben. ja nicht scherzen mit deinen Stra⸗ Cobet den herren! fen, sondern fromm zu werden 7. Gib, daß wir heute, herr, vor deiner Zukunft uns bemühn durch dein Geleite auf unsern auf Erden. Lobet den herren! Uegen unverhindert gehen und10. Herr, du wirst ommen und überall in deiner önäde stehen. all deine frommen, die sich be⸗ Lobet den herren! kehren, gnädig dahin bringen, 8. Treib unsern Willen, dein da alle Engel eiwig, ewig singen: Wort zu erfüllen, lehr uns ver⸗Lobet den herren! richten heilige õeschäfte, und wo paul õerhardt g. 1607 4 167. — igene melodie. 6. Ebeling 1666. ——— I+I—1 SSPSPSSSS. I..... — I I 1 I I 1—. Jie güld-ne Son-ne voll freud und I I— BD I + ...i Uon- ne bringt unsern 6ren- 3zen mit ih ⸗ rem . 2——.—. E — 6län⸗-zen ein herz⸗er⸗quik⸗-ken⸗des, lieb li⸗-ches —— + 14 E— 1 ‚ ö — 6— 1 Ii Licht. haupt und Glie⸗ der die la⸗ gen dar⸗ —— I——— 4.— — 1 1 nie ⸗der, a- ber nun steh ich, bin mun ter und — I 2—4 I I N I + +——E ——— 2— fröh ⸗-lich, schau e den him⸗mel mit mei⸗nem 6e⸗sicht. 533 2. mein Nuge schauet, was Gott gebauet zu seinen chren und uns zu lehren, wie sein Ver⸗— umhn sei mächtig und groß, und wo die frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit frieden von hinnen geschie⸗ den aus dieser Erde vergäng⸗ lichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöp⸗ fer bringen öüter und Gäben, was wif nur haben, alles sei Gotte zum Opfer mire6 Die besten 6üter sind unsre emü⸗ ter, dankbare Lieder sind Weih⸗- rauch und Lidder, an welchen er sich am meisten ergetzt. 4. Abend und morgen sind seine Sorgen; segnen und meh⸗ ren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein. wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, se läßt er aufgehen über uns einer Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir ho droben all meine Sinnen; lã mein beginnen ohn allen Ansto und glücklich ergehn! Laster und Schande, des bösen feinds Bande, fallen und Tücke treib ferne jurticke, laß mich auf dei⸗ nen 6eboten bestehn! 6. Laß mich mit freuden ohn alles neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Uähesten haus. beiziges Brennen, unchristliches Rkennen nach 6ut mit Sünde, das tilge geschwinde von mei⸗ nem herzen und wirf es hin⸗ aus! 53⁴ 7. Menschliches esen, was ists gewesen? In einer Stunde geht Ees zu Grunde, sobald die üfte ddes Todes drein wehn; alles in allen muß brechen und fallen, himmel und Erden die müssen dlas werden, was sie gewesen vor ihrem Entstehn. 8. Alles vergehet, õott aber stehet ohn alles Wanken, seine Gellanken, sein Wort und Wille hät ewigen 6rund. Sein heil und 6näden die nehmen nicht Schäclen, heilen im herzen die tölllichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine frone, vergib und schone, laß meine Schulden in 6nad und hulden aus deinen Augen sein abegewandt! Son⸗ steñ regiere mich, lenke und füh⸗ re, wie dirs gefället, ich habe ge⸗ stellet alles in deine Believung und hand. 10. Willst du mir geben, womit mein leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im her⸗ jen dlies heilige ort: Gott ist dlas Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schätzen der edlelste hort. 11. Willst du mich kränken, mit Gälle tränken, und soll von plagen ich auch was trägen, wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, waäs schädlich und nichtig mei⸗ nem 6ebeine, das weißt du alleine, nie hast die Deinen ju sehr du betrübt. 1 12. fl nimmt Brauser Luuchtet NG morgen 12. sreuz und Clende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. freude die fülle und seliger Stille hab ich zu warten im himmlischen 6arten; dahin sind meine õedanken gericht. paul Gerhardt g. 16007 4 1676. Mel.: herzlich tut mich verlangen. 1601. 4787—— — IIieeeeeeee.———— ie nacht ist nun ver⸗ gan⸗ gen, der MWMMN 11 ie Sonn hat an⸗ ge⸗ fan-gen zu I LEI 1 + 1—— SSEESEESSEEEEE——— — 1 4.—— helle tkag bricht an, lau⸗fen ih⸗ re Bahn; mein herz soll auch auf⸗ 1 I— I I— — ö„WS +—— I I N —— TII. 2— I I + + I + I II 2 +1 7 IE— + IIEEEII Er de nei-gen aus de⸗ muts-vol-lem Sinn. 2. Die himmel all erzählen des] 3. mein 6ott, laß mich veräch⸗ höchsten Gottes Chr; das haus ten, was irdisch, eitel ist, und der frommen Seelen und aller nach dem himmel trachten in Engel heer weist uns durch sodieser Lebensfrist, laß mich den viel sterne die überschönebracht, Tag hinbringen in der Gottselig⸗ auf daß wir hier von ferne da- keit und ritterlich durchdringen hin auch sein bedlacht. zur ewogen himmelsfreud! Georg Ph. Harsdörfer g. 16007 4 16⁵8. mei.: Ruf meinen lieven õott. 15⁷⁴ 479 4 I 1 I 1 + I 1 —— + + I — So tret ich dem⸗nach an, so gut ich 33⁵5 orgen im-mer kann, mein Amt, be⸗ ruf und lbe⸗-sen, —— 2 I 1 +7 1 + I I * da ⸗iu mich oott er ⸗ le ⸗ sen; der wird mir sei-nen se- gen auch wis-sen bei-zu-le-gen. 2. Dir, Vater, sag ich Dank, daß himmel stärke, damit i deinen du mein Lebenläng so reichlich Willen in allem mög erfüllen. mich ernähret und manche onad4. Behüte Seel und Leib und bescheret; laß deine 6üt und a-alles von mir treib, was meine ben mich heute ferner laben! nahrung hindert und deinen 3. Nch inein herr Zesu christ, Segen mindert; sa la in fried der du me in helfer bist, ach segne und freuden mich dann von meine Werke, inich selbst vom hinnen scheiden! Joh. Heinr. von hippen 4 1676. mel.: 0(wigkeit, du Donnerwort. Joh. Schop 1642. 480———..— E. * I ED + +I ——..—2.——— 1—3 1.—— FrTNNTNN Il un tret ich wie der aus der Ruh llicht weiß ich, was für neu e blag 41 1 — + + — 24 I EE I SERE I *—— 1.—= und geh dem sau-ren Ta- ge zu, wie mir ist mir heu⸗te noch be- geg-nen mag; doch weiß ich, 1 LII 1 1 1 I 4—H ——.— SPSPISIIPIIIIIII ‚—— Gaß much 14— mein from⸗mer bott in sei⸗ner 530 hut, daß mir die 2. Zwar meine Bürd ist täglich neu, doch ist mein ott auch täglich treu, der träget meine Sorgen. Vor abends Kkeiner recht vernimmt, was ihm den cag ll all ist bestimmt; es bahnt ein jeder norgen mir einen frischen UWeg zur pein, der kann mit Gott erstiegen sein. 3. Wie wenig Ruch ich oft ge⸗ dacht, daß so wwürd sein zu end gebracht die saure Tagesbürde; dloch hab ich abends wohl ge⸗ spürt, daß du mich, höchster Gott, geführt, daß mich dein Schein und Dürde geleitet, mir geleuch⸗ tet hät auf meinen Leg und Kreuzespfad. 4. Weil ich denn des versichert bin, was traurest du, verzagter Sinn, die Bürd auf dich zu legen? Trag, was du kannst, Gott träget mit; der herr der Welt der strauchelt nicht, bei ihm ist lauter sunsch mit ihm geh ich denn frisch daran und scheue nicht die Leidlensbahn. 5. So ist getrost mein frischer mut, wenn ich mich in des höch⸗ sten hut kann eingeschlossen sehen; doch daß ich des versichert 2580 5—— Scha ⸗ den tut. sei, muß ich von Sünden leben frei und oottes Wege gehen; mein 6ott geht nimmer meinen Steg, wo ich nicht wandle seinen eg. 6. Drum, liebster õott, leĩit mei⸗ nen fuß, daß ich dir folg in wahrer Buß, und läutre mich von Sünden! Sso kann ich als ein kühner held bestreiten diese böse LDelt, mit dir sie überwin⸗ den; so tret ich mutig an den Tag und scheue nicht, was Kom⸗ men mag. 7. Ich leg auf dich, mein 6ott und herr, was mir zu tragen wird ju schwer, die Cast, die mich gebogen; ich lege meine Würd und Stand in deine große All⸗ machtshand, die du mir nie ent⸗ zogen; init der haͤst du von Ju⸗ Ealn un o o Mn I auf. 8. Ich leg in deinen Schoß hin⸗ ein, die meine Blutsverwandte sein; da sind sie wohl beschlossen; ich lege meine arme Seel in Jesu sichre Wundlenhöhl; du wirst sie nicht verstoßen, wenn sie vom Leibe scheidt der Tod. Ich leg mich ganz in dich, mein Gott. Anton Ulrich, herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel g. 1633 1 1714. Mel.: Es ist gewißlich an der Zeit. Jos. slug 1535. ———— n Got tes na- men fang ich an, was mit Gott wird al⸗les wohl ge⸗ tan und 53⁷ . 4 ö — MorgenE 17⁷ is —— 2* mir zu tun ge⸗büh-ret, glück⸗-lich aus ⸗ ge⸗- füh-ret. + + + + ———— * 2 — na men tut, ist al- lent hal- ben 1 I + +.. 1+ +7— ꝑIꝑI.I.I.I.I.I... FFF.I.I.—— — I——— 1— recht un gut und kann 2. Gott ist, der das Uermögen schafft, was õutes zu vollbrin⸗ gen, er gibt uns Segen, Mut und sraft und läßt das Werk gelin⸗ gen; ist er mit uns und sein õe⸗ deihn, so muß der Zug gesegnet sein zum reichen Iberflusse. 3. Wer erst nach oottes Reiche tracht und bleibt auf seinen We⸗ gen, der wird gar leichtlich reich gemacht durch Gottes milden Segen. Da wird der fromme immer satt, daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der frommen Schild und Cohn, er krönet sie mit öna⸗ den; der bösen Welt ihr Neid und hohn kann ihnen gar nicht schäclen. Gott decket sie mit sei⸗ ner hand, er segnet ihre Stadt und Tand und füllet sie mit freude. 538 uns auch ge⸗ dei⸗ hen. 5. Drum komm, herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen erken, laß du mit deiner 6nade dich bei meiner Arbeit merken, gib dein õedeihen selbst (lãʒu, daß ich in allem, was ich tu, ererbe deinen Segen. b. Regiere mich durch deinen Geist, den müßiggang zu mei⸗ den, daß das, was du mich schaffen heißt, gescheh mit lauter freuden; hilf, daß ich dir mit aller Treu auf dein õebot gehor⸗ sam sei und meinen lächsten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner hän⸗ de befehl ich, liebster heiland, dir, hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens herrlichkeit, und gib, daß ich zur Abendzeit erwünschten Lohn empfange. Salomon Liscow g. 1640 4 1689. Eigene melodie. 22 — or-gen-glanz der E- wig-keit, schick uns die se mor- gen-zjeit De. . — — 1 1 1 1 1 + licht vom un„er ⸗schöpften zu oe 8 2 dei ne Strah⸗len sich ⸗ te 3—— EI + 1 + 1 + I ver-treib durch dei ne macht uns⸗ re nacht! 2. Deiner 6üte Morgentau fall auf unser matt 6ewissen; la dlie dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar! 3. Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke tõte, und er· weck uns herz und ut bei ent⸗ standner morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht auf⸗ stehn. Mel.: erschienen ist der herrlich Tag. 4. Nch du Nufgang aus der höh, 5gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leichnam aufersteh und entfernt von aller Plage sich auf jener freudenbahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklarte 6nadensonne, führ uns durch das Trͤnenfeld in das Land der süßen onne, da die Cust, die uns erhöht, nie vergeht. chr. senorr v. Rosenroth g. 1636 1 1689. Uik. hermann 15⁶0. I I + 1 + 1— 2=:2—— I 1 + 1 1 NEAA I HI. te Gott, der hel⸗fen +* —— + 2.— — — kann! mit 6ott fang ich mein Ar- beit an, mit 33⁰ 6ott nur geht es glück-lich fort, drum ist auch + + + ILI + + I— —5 + I 1 + + + 1 + 1 1 XS dies mein er- stes Wort: Das wäal- te Hott! 2. All mein Beginnen, Tun und erk erfordert von Gott straft und Stärk; mein herz sucht õot⸗ tes Angesicht, drum auch mein mund mit freude spricht: Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wo Gott nicht gibet, lla gebrichts; õott gibt und tut mit alles uts, drum sprech ich Coit 0 gutesmuts: Das walte ott! 4. Will Gott mir etwas geben meine Losung sei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Tun ein Ende hat, er gibt und nimmt, machts, wie er will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller not und gibt mir auch mein täglich Brot; nach seinem alten Uäterbrauch tut er mir Guts, — sprech ich auch: Das walte Ot hier, so will ich dankbar sein da⸗ Gott lir; auf sein Wort werf ich aus mein netz und sag in meiner Ar⸗ beit stets: Das walte Gott! 5. Anfang und mitte samt dem End stell ich allein in Gottes händ; er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jecler frist: Das walte Gott! 6. Legt ott mir seinen Segen bei nach seiner großen 6üt und Treu, so gnüget mirs zu jeder Stund, drum sprech ich auch von herzensgrund: Das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück, un⸗ verzaͤgt! ist doch mein Werk mit Gott gewaͤgt; er wird mir gnä⸗ dlig stehen bei, drum dlies auch 54⁰ 10. Ohn Gott nichts glückt und seine õunst, nichts hilft Uerstand, Litz oder Funst; mit õott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll Das walte 6ott! 11. Teilt 6ott was mit aus 6il⸗ tigkeit, so acht ich keiner feinde neid; laß hassen, wers nicht las⸗ sen kann, ich stimme doch mit freude an: Das walte Gott! 12. Tu ich denn was mit cot⸗ tes Kãt, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl ge⸗ raten muß, drum sprech ich nochmals jum beschluß: Das waälte Gott! Johann Betichius g. 1650 4 17²2. Je- su, ist dlie nun hat dein 6na⸗den⸗glanz aufs neu ⸗e sü-ßes Licht, nun —E—D + + + II EERN + nacht ver gan⸗gen, mich um ⸗fan⸗-gen, nun ist, was an mir ist, vom Schla fe auf weckt und hat nun 7 I I + + 1 N + + I ZSZI ———.— in Ben gier Zu dir sich aus ge- streckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich Will mich ganz und gar in deine 6nad einsenzen mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen anzen cag; das soll inein Opfer sein, weil ich sonst nichts ver⸗ mãg. 3. Drum siehe da, mein Gott, sch dda hast du meine Seele, sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da hast du meinen Geist, dar⸗ innen wollst du dich verklären allermeist! 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und jum Haus. Ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, veweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dlir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die scleider angeleget: laß meiner Seele sein dein Bildnis einge⸗ präget im güldnen 6laubens⸗ muck, in der õerechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte chren⸗ Kkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit UWeisheit und mit Liebe, mit seuschheit, mit Gecluld durch dleines Geistes Triebe, auch mit ler Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich angetan. 54¹ 7. Gib, daß mir diesen Tag stets 8. Nch segne, was ich tu, ji rede vor den Augen schwebe, daß dein und gedenke; durch deines Gei⸗ Allgegenwaͤrt mich wie die Luft stes fraft es also flihr und lenke, umgebe, auf daß mein ganzes daß alles nur gescheh zu deines Tun durch herz, durch Sinn und amens Ruhm und daß ich un⸗ mund dich lobe inniglich, mein verrückt verbleib deineigentum. bott, zu aller Stund. Eigene melodie. Joachim Lange g. 16070 + 1744. 17⁰⁴4. I I III + 24 ü-ter, wird die nacht der Sün⸗den + I 4 3— DDSDSDDEDEDIDSIEIIS‚‚I... , ,, S— 1 nicht ver-schwin-den? hü⸗ter, ist die nacht schier hin? + S== 1 1 .—.—— + + 1 E Wird die fin- ster ⸗ nis der Sin-nen baͤld jer- + I QM * — + I ———————— 1 + 1— rin»nen, dar- ein ich 2. möcht ich wie das Rund der Erden licht doch werden; Seelen; sonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, komm, beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist, und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der nacht ent⸗ nommen, da du Kommen, aber ich bin lauter lacht; darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht. 542 ver wik kelt bin? 5. Das Uernunftlicht kann das Leben mir nicht geben, Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. 6. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Nuge reine sein. 7. Jesu, gib gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an/ Denn das ist die größte Plage, wenn am cage män das Licht nicht sehen kann. Christ. friedr. Richter g. 1676 T 1711. mel.: Wer nur den lieven Gott läßt walten. Mel. 2. 1690. — 2— 1 I 2 7 2—.— EH + +—— 9⁊* 2— Er⸗mun-tert euch, er⸗quick te Glie⸗der, der lie⸗be mor⸗gen zeigt sich wie⸗der 2 1H◻1——. E— ISI— S——— — r die dun-keln Schat ten sind vor⸗bei; und ma⸗- chet 6ot- tes 6-ö te neu, —h———I—— —— +.—— dlie mich in dlie · ser nacht be- deckt —————— ———— EAI und nun zur Ar-beit auf ge ⸗- weckt. 2. Gott lob, der mich vor allem aus Schwachheit fällt, so richte Schaden bei meiner stillen Ruh mich durch Jesum auf und sei du beiwacht, daß mich der Reichtum selbst mein Lebenslauf! seiner önaden zu seinem bpreise 5. Weil jeglicher von unsern Ta⸗ tlichtig macht; ich bin vergnügt,‚ gen auch seine blage mit sich ich bin erquickt und warte, was führt, mein bott, so laß mich 6ott heute schickt. nicht verzagen, wenn mich 3. Sein guͤter 6eist wird mich ein reuz und Unglück rührt. regieren, der leite mich auf ebner Deck mich durch deine 6naden⸗ bahn und helfe mir mein Werk hand, so wird es glücklich ab⸗ voliführen, in seinem namen gewandt. fang ichs an; sein Segen wird 6. Nun, Scel und Leib sei dir er · mein Sonnenschein und seine geben, bei dem sie wohl verwah⸗ huld mein Schatten sein. ret stehn; und soll der Rest von 4. Mein ott, so laß dich gnädig. meinem Leben noch diesen Tag finden, dir hab ich alles heimge⸗ zu Ende gehn, so mache du durch stellt, ach nur behüte mich vor Christi lut auch meinen letzten Sünden! Doch wenn das fleisch Abschied gut! 54³5 7. Wohlan, des tröst ich mich im soll mein stetes Denkmal sein, Glauben: Im 6lück und Ulnglück das mir im Sinn und herzen bin ich dein, aus deiner hand liegt: Was mein Gott fügt, macht kann mich nichts rauben. Drum mich vergnügt. Erdmann neumeister g. 16071 + 1756. Mel.: Was Sott tut, das ist wohlgetan. 1681. I I 487⁰ IIIRA Jie nacht laß dei- ist hin, wach auf mein him-mel⸗ ne flü- gel herz, du sollst ein op⸗fer brin-gen, Denn 6ot-tes wärts sich nach den Wol-Ken schwin⸗gen! —— +— Treu ist wie der neu, er hat dir licht und —— EH + + 2 E —— lLe· ben von neu-em jetzt ge ⸗- ge-ben. 2. Bring deines Weihrauchs Wohlgerüch vor deines Schöpfers Throne, komm, bitte Segen für den fluch in Christo seinem Soh; ne! Die õnadentür ist offen hier, so lãasse denn dein Beten zu Gottes herzen treten. 3. Du Sonne der serechtigkeit, vertreib die Nacht der Sünden und laß an diesem morgen heut vielönädentaumich finden Hast du die Nacht mich wohl bewacht, so sei auch nun am Tage einchutz vor aller Plage! 54⁴ 4. Das Gute wende du zu mir, ddas Böse laß mich fliehen und dleine hand mich für und für nur nach dem himmel ziehen! 6ib Rat und Tat so früh als spat zu allen meinen Werken, laß deinen beist mich stärken! 5. Ich werfe meine Last auf dich, ach, hilf sie treulich tragen, machs wie du willst, nur seliglich, ich will es auf dich wagen. gein sereuz ist mir zu schwer bei dir. Es tut mir deine Rute auch heute waãs zu gute. 6. Du bist mein Gott, das weiß 7. Laß auch die meinen diesen ich wohl, laß mich nur dein ver⸗Tag dein 6nadenauge leiten! bleiben und was ich heute wir⸗ Und weil ich gar nicht wissen ken soll, zu deinen ehren trei- mag das Ende meiner Zeiten, so ben! dein segen blüh durch gib, daß ich mich stetiglich des meine müh, daß, wenn ich letzten Tages freue und meine Schweiß vergieße, er nicht um Schuld bereue. sonst mür fließe. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1737. Mel.: Werde munter, mein õemüte. Joh. Schop 1642. 488*△ 1 I—1— LL —. ott, du Licht, das e⸗ wig blei ⸗-bet, das die fin ⸗ster-nis ver⸗ trei-bet, 1 REI! 1 I 1 — + EI + das ohn al⸗ len Uech-sel ist, ů— der du biei⸗ vest, wie du vist.) ich ver- las · se 14 + II + —— 1 1 1— + + + 1 + 12———.I I mei ⸗ ne Ruh. Ru- fe: UDer ⸗ de licht! mir ———— + I I I I + zu, daß ich, ler ich nacht und Ee, ar—— 1 + 1 dlurch dein Licht ver klä⸗ ret wer- de. 2. Vecke, da der ceib geschlafen, ich wieder sehe und in deinem auch die Seele geistlich auf, gib Lichte gehe. ihr deines Lichtes Waffen, richt 3. Schenke mir, herr, und ge⸗ und leite ihren Cauf, laß mich währe, was dlie arme Seele stillt, sein des Lichtes Kind, hilf mir, ach erneure und verkläre stets ller ich geistlich blind, Jesu, daß in mir dein Ebenbild, sende mir 54⁵ den õeist der straft, der ein neues Leben schafft, daß ich himmlisch auf der Erde und Ein õeist mit Christo werde. 4. Segne meiner hände Werke und befördre meine pflicht, blei⸗ be meiner Schwachheit Stärke, meines Lebens fraft und licht, laß mein Lebensziel allein dei⸗ nes namens chre sein, hilf, daß W Emei. schwing dich auf zu deinem Gott. Mel. 2. ich stets wahre iebe gegen mei⸗ nen nächsten übe. 5. führ mich bald zu jenem Lichte deiner höchsten Majestät, wo vor deinem Angesichte die verklärte Seele steht heller als der Sonnenschein, schön, un⸗ sterblich, engelrein; laß sie sein mit dir vereinet, wenn mein letzter Tag erscheinet. Salomo frandk g. 1059 1725. 6. Ebeling 1666. 489 7——— 9 + + 1 1 + ———— b. +2 N Nfang dein Werx mit Je⸗ su an, Je—sum ruf zum bei-stand an, 1...—.—.— f 1 I 1 +— I I Je⸗ sus hats in hän Je sus wirds wohl en I en.- steh mit Je= su den. I —W— + I + + —. JP.— ——..— 8888 l — *— ——— mor-gens auf, geh mit Je-su schla-fen, führ mit + +7 I I IAE! 1—— LII Je su 2. morgens soll der Anfang sein, Jesüm anzubeten, daß er woll dein helfer sein stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei uacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. lei-nen Lauf, las⸗ se 54⁰ Je-sum schaf-fen! 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß dlie feinde wüten, er wird dlich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Uertrauen dein in sein Allmachtshände und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 4. Wenn denn deine Sach mit 6ott also angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen lück und heil hier in diesem Leben, endlich wird dir õott dein Teil auch im himmel geben. 5. Nun herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben, es nach dei⸗ nem illen mach auch im Tod und Leben! All mein Werk greif ich jetzt an, herr, in deinem Ua⸗ men, laß es doch sein wohlgetan! Ich sprech darauf Amen. um 1720. Eigene melodie. 1505. 490— E+ 4 LTS— + + 12— I + —2—14&83—.—— I DEEEEA 1 + — 4.———— 2— Je-su, mei⸗- nes le-vbens licht, * 1 1 S— I — E 1 1 + nun ist die nacht ver gan- gen; mein Gei⸗stes⸗ aug E — 1 zu dliir sich richt, dein An 2. Du hast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor õefahr bedlecket undauch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket. 3. Mein Leben schenkst du mir aufs neu, es sei auch dir ver⸗ schrieben, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 4. Dir, Jesu, ich mich ganz befehl, im Geiste dich verkläre: dein Uerkzeug nur sei meine Seel, den Leib bewahr und nähre! 5. Durchduring mit deinem Le⸗ benssaft herz, Sinne und 6edan⸗ ken, bekleide mich mit deiner straft, in broben nicht vuüwanken. 6. mein treuer hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, + + N 4 E HN —— — „blick zu emp⸗-fan⸗gen. und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. 7. Sei du alleine meine Lust, mein Schatz, mein eilhe und Le- ben! sein andres Teil seĩ mir be⸗ wußt, dir bin ich ganz ergeben. 8. Zeig mir in jedem Augen⸗ blick, wie ich dir soll gefallen, jeuch mich vom Bösen stets zu⸗ rlick, regiere mich in allen! 9. Gib, daß ich meinen Wandel führ im 6eist, in deinem lichte, und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 10. Ach halt mich fest mit deiner hand, daß ich nicht fall noch Weiche; ud.U weiter durch der Ciebe Band, bis ich mein Ziel er⸗ reiche. sery. cerstegen g. 1607 4 eo. 5⁴⁷ PP—.——— ————— mel.: 0O Jesu, meines Levbens Licht. 40¹1— eIn ein erst 6e⸗fühl sei preis und Dank, See-le! ihn, mei ⸗ ne der herr hört I— 1——— I I— +———.—. + + + I 1—17 N —— dei-nen Lob ge⸗ sang, lob⸗sing ihm, mei ne See⸗le! 2. nlich selbst zu schützen ohne Macht lag ich und schlief in frie⸗ den. Wer schafft die Sicherheit der acht und Ruhe für die müden? 3. Wer lehrt das Nuge seine Pflicht, sich sicher ju bellecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? 4. Du bist es, herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben; du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 5. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Uacht mich dlieses Tags erfreue. 6. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen und lehre du mich selber tun nãch deinem Wohlgefallen. Mel.: ommt und laßt uns Christum ehren. 7. imm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft meine Seele, sei mir ein Retter in õefahr, ein Uater, wenn ich fehle. 8. Gib mir ein herz voll Zuver⸗ sicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises herz, das seine Pflicht erkenn und willig tue; 9. Daß ich als ein getreuer senecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht dlurch deine onalle lebe; 10. Daß ich dem lächsten beizu⸗ stehn nie fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohler⸗ gehn und ihrer Tugend freue; II. Daß ich das õlück der Lebens⸗ zeit in deiner furcht genieße und meinen Lauf mit freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Chr. f. Gellert g. 1716 + 1769. 14. Jahrhundert. 492 NFrüh am mor-gen Je⸗ sus 34⁸ ge⸗het *+ — H+ 1 —— IE IIE und vor al-len Tü⸗ ren I I—* I —————— —— E + man ge⸗fle⸗het: Rsomm, herr Je⸗ su, 2. nun so lasset ihn nicht dor⸗ ten, tut ihm auf des herzens Ppforten und ruft ihn mit süßen Worten: Cile, Jesu, Rehre ein! 3. Wollest täglich bei uns blei⸗ ben, alle feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schrei⸗ ben und der gute hirte sein; un-öser Gast! 4. Weiden uns auf grüner Au⸗ en, daß wir deine fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dlir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. Gerh. Chr. 6. Stip g. 1800 1 1882. b. Lischlieder. —— mel.: Erhalt uns, herr, bei deinem Wort. + Dr.. Tuther(%) 1545. 40 —— — E e⸗segn uns, herr, die 6a⸗-ben dein, die LII— Speis laß uns-re nah⸗-rung sein, hiülf, daß da⸗durch er⸗ * I I 1 — + ———— r quik-Ret werd der dürst⸗ ge Leib auf die ⸗ ser Era. 2. Doch dies zeitliche Brot allein 3. Drum gib uns beicdles, herre kann uns nicht gnug zum Leben ott! Hilf endlich auch aus aller ppei llein göttlich ort die Seele Not! so preisen wir dein Gtig⸗ peist, hilft uns zum Leben aller · keit hier und auch dort in Cwig⸗ meist. keit. v. u. 2 1561. U. 3 1685. 540 Lischlieders Vor dem Essen. Mel.: herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1648. 494 EE OLNN IU ir dan⸗ken 6ott für sei ne Gabn, die I———.— + 2 + + E+ + + + + wir von ihm emp⸗-fan⸗ gen habn, und bit- ten un⸗sern +.— + N +— I DI 4 ͤ— lie-ben herrn, er woll uns all-zeit mehr be⸗schern, 2. Und speisen uns mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Ach lieber herr, du nach dem Essen. 3. Uir danken dir, herr Jesu] nicht Not, du bist das rechte Le⸗ rist, da du uns r Gast gewesen bensbrot. bist. Bleib du bei uns, so hats erasmus Riberus g. um 1500 f 1553. wollst uns gebn nach dieser Zeit das ewge Cebn! MNel.: Schmücke dich, o liebe Seele. Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1649. — 405 er S3 peis uns, va-ter, dei- ne(inder, sprich den se-gen zu den 6a-ben, I I I ET N BI +— trö-ste die be⸗ trüb-ten Sün-der, daß sie uns zu die wir jet 3o vor uns ha⸗ben, —— 2—— I +. — 1———— 1—— die-sem Le-ben, Stär ke, sraft und nah⸗ rung 55⁰ ge⸗ ben, bis wir end⸗ lich zu den from ⸗men — 2—— EAA ——— 4———— an die him mels- ta ⸗- fel kom-men. nach Joh. heermann g. 1585 + 1647. c. Abendlieder. Eigene melodie. Altkirchlich. 49⁰ * DMWMDMDMD/D D er au vist drei in ei⸗ nig⸗ keit, ein +—— I—— +* I I + I I — wah-rer öott von E- wig⸗keit, die sonn mit dem dag + V 1 +—— I + + I I— von uns weicht, laß leuch- ten uns dein gött-lich Licht! 2. Des Morgens, Gott, dich lo⸗ 3. Gott Vater dem sei ewig chr, ben wir, des Abends auch beten Gott Sohn, der ist der einge herr, vor dir; unser armes Lied rüh⸗und dem dröster, dem heilgen met dich jetzund, immer und ert. von nun an bis in Cwig⸗ ewiglich. keit martin Luther g. 1483 4 146. ach Hem Lateinischen O lux, beata trinitas. Eigene melodie. 15⁰8. 49 7 E—* 4 2——— eLhpri-ste, du vist der hel⸗ie kag, vor 55¹ + 1 2. Nch lieber herr, behüt uns heint“) in dieser Nacht vorm bösen feind und laß uns in dir ruhen fein und vor dem Satan sicher sein.) heute nacht. 3. Ob schon die ANugen schlafen ein, so laß das heri doch wacker sein, halt über uns dein rechte hand, daß wir nicht falln in Sünd und Schand. 4. Uir bitten dich, herr Jesu Christ, vehüt uns vor des Teufels List, der stets nach unsrer Seele tracht, daß er an uns hab keine Macht. ba-ter her und bist des lich tes Pre-di- ger. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut, erworben durch dein teures Blut; das war des eigen Vaters Rat, als er uns dir geschenket hat. 6. Befiehl dem Engel, daß er komm und uns bewach, dein kigentum, gib uns die lieben Wächter zu, daß wir vorm Sa⸗ tan haben Ruh. 7. So schlafen wir im Namen dein, dieweil die Engel bei uns sein. Du heilige Dreieinigkeit, wir loben dich in wigkeit. Crasmus Alberus g. um 100 + 153. nach dem Lateinischen Christe, qui lux es et dies. Dr. M. Cuther() 143. V— 498604* I H — 1 I— E. = —— —.— — —— hmn un ter ist der Son-ne Schein, die 55² + 1 I 4 +.— ——— SSSE— ——— finst re nacht bricht stark her ein, leucht * 2—:t:— 2 I— —— ö—— uns, herr hrist, du wah⸗ res Licht, laß EE — ů— + + + + EI ———— I E* uns im fin-sitern tap pen nicht! 2. Dir sei Dank, daß du uns den nicht zu, laß schlafen uns mit Tãg vor Schad, Gefahr und man⸗ fried und Ruh! cher plag durch deine Engel hast 4. Die Engel dein zur Wach be⸗ vehüt aus nad und väterlicher stell, dlaß uns der böse feind nicht Güt.—.—— fäll; vor Schrecken, Angst und 3. Womit wir, herr, erzürnet feuersnot behüt uns heint'), dich, dasselb verzeih unsgnädig. o lieber Gott!) heute Uacht. lich und rechn es unsrer Seel niklas herman 4 1561. Eigene melodie. Ruch nach melodie Ur. 70 ju singen. 15⁵⁰. 499 SSS........ 2—— Edie nacht ist kom- men, arin wir * — I— + 24 4—.— + 1————.— —— +— ru-hen sol-len; Gott walts zu from⸗men nach + + 1 I* — + + 1 +— —————— — —.—= sein'm Wohl ge⸗ fal ⸗len, daß wir uns le⸗ gen, I + 2— ——/ 1——— — E——.——— + 1222.;— — + 1 1 U 17 E ———.— ESEI I 51 2— E— —— — m durch sein 6'/leit unl se⸗ gen der Ruh zu pfle⸗gen. 2. creib, herr, von uns fern die] 3. Laß uns einschlafen mit unreinen Geister, m dlie Hacht- guten öedanken, fröhlich auf⸗ wach gern, sei selbst unser Schutz waächen und von dir nicht wan⸗ herr, schirm beic, Leib und Seel, ken. Laß uns mit Züchten unser unter deine flügel, send uns Tun und Dichten zu dlein'm Preis dlein Engel! richten! 55⁵ 4. Pfleg auch der trannken durch 5. Vater, dein Name werd von deinen Geliebten, hilf den 6e-uns gepreiset, dein Keich zu⸗ fangnen, tröste die Betrübten! Komme, dein Will werd bewei⸗ Pfleg auch der Kinder, sei selbstset; frist unser Leben, wollst die ihr vormünder, des feinds Neid Schuld vergeben, erlös uns! hinder! Amen. petrus herbert 4 1571. I5 mel.: herr Jesu christ, meins Lebens Licht. 16²⁵. 4 1— 1— + 50⁰0 ir dan⸗Ren dir, herr Je-su christ, GSDDD6 NNNNNNNNNI + E + + I 1 1 HE — 1 12.— I + I—— daß du un-ser Er-lö-ser bist und schüt⸗zest uns vor I rES Faahn I—— I 1 + I I + al-ler 6'fahr durch dei»ner lie- ben eEn-gel Schar. 2. Uir gehn nun hin zu unsrer Ruh; ach rechn es unsrer Seel nicht zu, was leider wir gesün⸗ digt habn, vergib uns alls, o 6ottes Sohn! 3. Dein' Engel laß stets um uns sein, die allzeit uns bewachen fein, daß Satan habe keine Macht an uns bei Tage noch beĩ Nacht. 4. Vor feur, vor Seel⸗ und Lei⸗ besnot behüt uns, lieber herre Eigene melodie. Gott, in deinem Nam laß schla⸗ fen ein uns, deine lieben sein⸗ derlein! 5. Es g'scheh, was mag, wir sind ja dein, erlöst durch dein fünf Wunden rein; dir leben Wir, dir sterben wir, dein sein⸗ der sind wir für und für. 6. Amen, Amen zu guter nacht, der Engel Gottes uns bewacht. 6ott Lob und Dank in Cwigkeit, wir gehn zur Ruh ohn alles Leid. nikolaus Selnecker g. 130 4 102. Joh. Schop 1642. ... 2——* 1— — I 1 — er de mun⸗-ter, mein 6e⸗- mü-te, daß ihr prei⸗ set 55⁴ 6ot-tes Gü=te, und ihr sin-ne, geyt her⸗ für, 5 die er hat ge⸗tan an mir, er mich den — +— 8„ 1 ——————— gan zen tag vor so man cher schwe ren —. +-— 1 I 5 22 Plag, vor Be⸗ trüb- nis, Schand und Scha⸗ den —.—. 4. H ————— treu be ⸗ hü⸗ tet hat in 6nd- den. 2. Cob und Dank sei dir gesun⸗ gen, vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelun⸗ gen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich hast bewahrt, auch die feind hinweg getrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3. seine Klugheit kann ver⸗ stehen deine Guit und Wunder⸗ tãt, ja kein menschenkind kann sehen, was dlein hand erwiesen hät. Deiner Wohitat ist zu viel, sie hät wedler maß noch Ziel. herr, du hast mich so geführet, daß kein Unfall mich berühret. 4. Dieser Tag ist nun vergan⸗ gen, die vetrübte nacht bricht an; es ist hin der Sonne Pran⸗ en, so uns all erfreuen kann. tehe mir, o Vater, bei, daß dein Glanj stets vor mir sei und mir auch im finstern scheine, denn ich hoff auf dich alleine. 5. herr, verzeihe mir aus 6na⸗ den alle Sünd und missetat, die mein armes herz beläden und so sehr vergiftet hat; treib des Satans Cist und Tück, Gott, durch deine Kraft zurück, du alleine kannst mich retten, strafe nicht mein Übertreten! 6. Bin ich gleich von dir ge⸗ wichen, stell ich mich doch wiedler ein hat uns doch dein Ucht. ver⸗ glichen durch sein Angst und kodlespein. Ich verleugne nicht dlie Schuld, aber deine onad und huld ist viel größer als die Sun⸗ de, die ich stets in mir befinde. 7. O du Licht der frommen See⸗ len, o du 6lanz der wigkeit, dlir will ich mich ganz besehlen diese Hacht und allezeit; bleibe doch, mein Gott, bei mir, weil es nunmehr dunkel schier; tröste mich mit deiner Liebe, daß ein Unfall mich betrübe. 555 8. Uenn mein Nugen schon sich schließen und ermüllet schlafen ein, muß mein herz dennoch ge. flissen ünd auf dlich gerichtet sein. meiner Seele mit begier träume stets, o Gott, von dir, daß ich rein an Seel und Leibe und auch schlafend dein ver⸗ bleibe. 9. Laß mich diese Nacht empfin⸗ dlen eine sanft und süße Ruh, alles Übel laß verschwinden, dlecke mich mit Segen zu! Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und finder“), hab und Gut, freunde, feind und hausgenos⸗ sen sein in deinen Schutz ge⸗ schlossen.) all die meinen. 10. Ach bewaähre mich vor Schrecken, schütze mich vor Uber⸗ fall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krie. ges Schall, wend ab feur und Wassersnot, Pestilenz und schnel⸗ len Tod, laß 11 nicht in Sün⸗ dlen sterben noch an Leib und Seel verderben! 5 11. 0 du großer Gott, erhöre, was dein find gebeten hat, Je⸗ su, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schutz und Rat! Und mein hort, du werter õeist, der du freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlichs flehen! amen, jã es soll geschehen. Johann kist g. 16007 + 1667. ——— el.: o welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Isaak(/) ca. 1400. + I 1— I— 502 O I 2.— 4 a Ulun ru- hen al-le Wäl- der, Vieh, +X* + + N +.. + Ei—— S.—— —— men⸗schen, Stadt und fel ⸗ der, es schläft die gan ⸗-ze 41 J gin- nen, was eu⸗ rem 55⁰ Schöp-fer wohl- ge⸗ fällt. Id 2. Wo Die na lle Had hin, ein slls, me meinen 3. der Halegüle 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die nacht haät dlich vertrieben, dlie Hacht, des Tages feind; fahr in, ein andre Sonne, mein Je⸗ us, meine Wonne, gar hell in meinem herzen scheint. 3. Der Taäg ist nun vergangen, dlie güldnen Sterne prangen am blaüen himmelssaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das sleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird chri⸗ stus mir anlegen den Rock dler Chr und herrlichkeit. 5. Das haupt, die füß und hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei; herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten 6lieder, geht hin und legt euch nieder, ler Betten ihr begehrt; es Kom⸗ men Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Nugen stehn verdros⸗ sen, im nu sind sie geschlossen, wo bleibt dann Leib und Seel? nimm sie zu deinen onaden, sei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter 7srael! 8. Breit aus die flügel beide, o Jesu, meine freude, und nimm dlein Küchlein ein![Dill Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: Dies Kind soll underletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall noch õefahr; Gott laß euch selig schlafen, stell euch dlie semer nen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar! paul Gerhardt g. 160⁷7 4 1676. [ mei.: mein herz und Seel den herren hoch erhebet. 1542. 503 I— I—— + ¹1 S...— 2— IE—H Die Sonn hat sich mit ih rem 6lanz ge⸗ — SSIIIIT— FPIFIFIIIIIIIIIIT—— wen- det und was sie soll auf die⸗ sen dag voll⸗ f— 1 f— .. en ⸗det; die dunk le nacht dringt al ⸗ lent ⸗ hal ⸗ben 55⁷ I I + I zu, bringt men⸗schen, Uieh 2. Ich preise dich, du herr der nächt und Tage, daß du mich heut vor aller Hot und Plage durch deine onad und hochge⸗ lobte Macht hast unverletzt und srei hindurch gebracht. 3. Uergib, wo ich bei Tage so elebet, daß ich nach dem, was inster ist, gestrebet, la5 alle Schuld durch deinen 6naden⸗ schein in Cwigkeit bei dir er⸗ loschen sein! 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der trüben Uacht vertraue, und daß der Leib auf diesen schweren dag sich seiner graft fein sanft erholen mag. kigene melodie. und al-le Welt zur Ruh. 5. Uergönne, daß der lieben eEngel Schaͤren mich vor der Macht der finsternis bewahren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen feind im Schlafe sicher sei. 6. herr, wenn mich wird die lange lacht bedecken und in die kuh des tiefen 6rabes strecken, so blicke mich mit deinen Nugen an, daraus ich licht im Tode nehmen kann. 7. Und laß hernach ch uh Em allen frommen mich zu d 6lanz des andern Lebens Eomz men, da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine laͤcht sein Licht und fͤlarheit nimmt. 16⁴8. — IDISIRINAN I + 50⁴4 Der lie⸗ben die Welt hat Son- ne Licht und Pracht hat sich zur Ruh ge-macht; tu, öärd .- 2.½½ nun den tkag voll-füh-ret, Seel, was dit büh-ret, tritt an die him⸗mels- V T7 1 ́2l=–E— tlir und bring ein lied her⸗für, laß dei⸗ ne 55⁸ Nu-gen, herz und sinn auf 2. Jyr hellen Sterne leuchtet wohl und gebet eure Strahlen, ihr macht die Hacht des Lichtes voll; doch noch zu tãusend alen scheint heller in mein heri die ewge himmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schutz, mein Schatz und Figentum. 3. Der Schlaf zwar herrschet in ler Nacht bei enschen und bei Tieren; doch Einer ist, der oben wacht, bei dem kein Schlaf zu spüren. Es schlummert, Jesu, nicht dein Aug, auf mich gericht, drum soll inein herz auch wachend sein, daß Jesus wache nicht allein.—.— 4. Uerschmähe nicht dies schlich⸗ te Lied, das ich dlir, Jesu, singe; in meinem herzen ist kein fried, bis ich es ju dlir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es guädig an! Es ist doch herz⸗ lich gut gemeint, o Jesu, meiner Seele freund. Je-sum sein mel.: mein herz und Seel den herren hoch erhebet. hin! ge-rich-tet 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen, du Wirst, mein Schutzherr, auf mich 360f zum besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Uot, auch selber nicht den Tod; denn wer mit Jesu schlafen geht, mit freude wieder aufersteht. 0. So oft die Nacht mein Ader schlägt, soll dich mein Geist um⸗ fangen; so vielmal sich mein herz bewegt, soll dies sein mein beriangen, daß ich mit lautem Schall möcht rüfen überall: Ach Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 7. Hun, matter Leib, gib dlich zur Ruh und schlafe sanft und stille, ihr müdlen Rugen schließt euch zu, denn das ist öottes Wille. Schließt aber dies mit ein: herr Jesu, ich bin dein! So wird der Schluß recht wohl gemacht. Nun Jesu, Jesu, gute Uäacht! christian Scriver g. 1620 1+ 1695. 15⁴2. 1 I— 50⁵ ö EĩE I— X + 4 d er tag ist hin, mein Ze-su, bei mir ——0 I J—. x 2 —— 62—..— 2—— +.. DLu —=2———— SSSSS‚I blei⸗-be? 0 ee⸗len licht, der Sün⸗den nacht ver⸗ 55⁹ — in mir, Glanz der 6e⸗rech⸗tig-⸗ LI— I 2. Cob, Preis und Dank sei dir, ö mein Gott, gesungen, dir sei die Chr, daß alles wohl gelungen ö nach deinem Kat, ob ichs gleich * nicht versteh; du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich emp. findlich quälet: Beständigkeit AII im Guten mir noch fehlet. Das ö weißt du wohl, o herzenskün⸗ 1 dliger, ich strauchle noch wie ein Unmündiger. V 4. Uergib es, herr, was mir sagt mein 6ewissen; Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. igene melodie. E keit, er leuch te mich, ach herr, denn es ist Zeit. Es ist mir leid, ich stell mich wie⸗ der ein, da ist die hand: du mein, und ich bin dein. 5. Isrdels Schutz, mein hüter und mein hirte, u meinem Trost dein sieghäft Schwert umgürte, bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der ßeind nach meiner Seele tracht. 6. Du schlummerst nicht, wenn mätte Glieder schlafen. Nch laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn, erquicke meinen Sinn! Dich laß ich nicht, mein ßels. Der Tag ist hin. Joachim Ueander g. 1650 4 1680. Um 1660. + H——— 500 2 7 I . 2———.—. Hale Hue Il un sich der Tag ge⸗en aet hat und 5⁰⁰ — II— S— .̃— ei. kei ne Sonn mehr scheint, schläft al les, was sich . 1 I—f 1 +— I 1 +*+Em EI 0—————— ab ge⸗ matt und was zu ⸗- vor ge wWeint. FI% πν Jeit. Huit mein, ö Hilter mtost ngürtt, große l nach wenn ich laß 11— aul hnicht, 94 1bob. Um 10bo/ 2. nur du, mein õott, hast keine Rast, du schlafst noch schlummerst nicht; die finsternis ist dir ver⸗ haßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, herr, doch auch an uug in dieser schwarzen nacht und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht! 4. Zwar fühl ich wohl der Sün⸗ an⸗ach aher deines Sohuen ktll ich, 5 I5 mich, herr, in himmel ein zur an; ach aber deines Sohnes hu hat gnug für mich getan. 5. Den setz ich dir jum Bürgen ein, wenn ich muß vors Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. Mel.: Auf dich hab ich gehoffet, herr. 6. Drauf tu ich meine Augen zu undl schlafe fröhlich ein, mein Gott Waächt setzt in meiner Kuh, wer wollte traurig sein? 7. Weicht, nichtige oedlanken, hin, wo ihr habt euren Lauf, ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Uacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ auserwählten Zahl! 9. Und also leb und sterb ich dir, mein Gott, herr Zebaoth, im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und not. Joh. friear. herjog g. 164⁷ 1 1690. 55. Jahrhundert. + 3⁰⁷ —4 I— +—— + 41 + — it mei⸗ nem Gott geh ich jur Ruh und I.L.4 +7 I——4— +— + 1 I 1— 2— + 27˙N tu in friel mein Au⸗ gen zu, denn 6ott i ——.—— SSII IIIE——.— him ⸗ mels thro- ne i⸗- ber mich wacht bei + I— II + 1— + —— — 5 — — 2—— trag und nacht, schafft, daß 2. Ich ruf zu dir, herr Jesuchrist, ————.—— ich si⸗ cher woh-ne. 3. Befiehl, o herr, den Engeln der du allein mein helfer bist, laß dein, daß sie stets um und bei mich kein Leid erfahren, durch uns sein; all Ubel von uns wen⸗ deinen Schutz vors Teufels Trutz de! Gott heilger oeist, dein hülf lein Engel mich bewahren! uns leist an unserm letzten Ende! 5⁰¹ 4. herr, meinen seist befehl ich 5. Lob, Preis und hr und herr⸗ dlir, mein õott, mein oott, weich lichkeit sei Gott Vater und Sohn nicht von mir, nimm mich in bereit, dem heilgen õeist mit Ua⸗ deine hände! 0 wahrer Gott, men! Die ut uurch fraft mach als aller Not hilf mir am letzten üun senm durch Jesum Chri⸗ Ende! stum! Amen. 1690. U. 1 Cornelius Becker g. 161 4 1604. U. 4 u. 5 Adam Reusner g. 1406 178. 50 mel.: meinen Jesum laß ich nicht. Mel. 2. 1699. 8 2— 4 Lreu-er ge-su, wa⸗che du, genn jetzt gib mir und den mei- nen Ruh, bleib, o 4 1 + I 2— I I—ũ +-—u⅜ — 2—— 1.—— II geh ich ein ⸗ ju-schla⸗- fen; j ö 11— hirt, bei dei ⸗nen Scha fen, schließ die tu mren IIE I 1 I M * + EE 1— 1. sel ber zu, treu · er 2. Treuer Jesu, weiche nicht, sonst wird Grauen, furcht und Schrecken, das oft miit der näacht einbricht, uns mit Ach und Weh erwecken. Bleib bei uns, o Gna⸗ denlicht, treuer Jesu, weiche nicht! 3. Treuer Jesu, steh uns bei, daß in uns der Geist und Glaube, wenn wir schlafen, wacker sei, Und kein feind uns solchen rau⸗ be. Deine hülfe mach uns frei, treuer Jesu, steh uns bei! 56² e⸗ su, wa ⸗che dul 4. Treuer Jesu, kommt es nun einst einmal mit mir zum Ster⸗ ben, so bring mich zu deiner Ruh, mache mich zum himmels⸗ erben, schließ mir selbst die Augen zu, treuer Jesu, meine Ruh! 5. Treuer Jesu, nimm zu dir endlich mich und all die meinen! Bricht dereinst der Tag herfür, da du selber wirst erscheinen, ach so führ uns insgemein, treuer Jesu, zu dir ein 1607. —mel.: werde munter, mein õemüte. Joh. Schop 1642. 500 ame. I I 1 1— 4 err, es ist von mei- nem le⸗ben leh re mich nun Ach- tung ge⸗ben, ie⸗ 3 hi wie⸗ der um e en— jei ge mirs auch ob ich fromm ge V V —— LI I— 1 I 1 S sel⸗ber an, so ich was nicht recht ge⸗tan, und hilf jetzt in al-len Sa- chen gu⸗ ten fei⸗ er · 2. freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat, lenn ich bin noch voller Sün⸗ den in edanken, Wort und Tat, und vom morgen bis jetzund pfleget herje, hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht Kann zählen.. sch 3. Aber, o du Gott der 6naden, habe noch einmal Gelluld! Ich bin freilich schwer velagen, doch vergib mir alle Schuld! Deine große Vatertreu werde giesen Abend neu, so will ich noch dei⸗ nen illen künstig mehr als heut erfüllen. 4. heilige mit das emülte, daß der Schlaf nicht sündlich sei, llecke mich niit deiner 6üte, auch dein Engei stey mir bei! Lösche feur und Lichter aus und bewahre sonst das haus, daß ich morgen mit den meinen nicht in Un⸗ glück müsse weinen. 5. Steuré den gottlosen Leuten, dlie im finstern Böses tun; sollte man gleich was bereiten, uns zu aden, wenn wir ruhn, so zer⸗ store du den Kat und verhindere dlie Tat! Wend auch alles andre Schrecken, das der Satan Bann erwecken. 6. herr, dein Nuge geht nicht Unter, wenn es bei uns Abend Wird, denn du bieibest ewig munter und bist wie ein guter hirt, der auch in ler finsternllacht über seine herde wacht; darum hilfuns, deinen schafen, daß wir alle sicher schlafen. 36³ V. 7. Laß mich denn gesund er⸗ du, lieber oott, heut bestimmet wachen, wenn es rechte Zeit wird meinen Tod, so befehl ich dir am ꝗòõV2-3ṽ⸗n el. oTraurigkeit. 1628. 50 —————— ꝗꝗDRIIE WMDMDopynND er cag ist hin; mein 6eist undg —— ů——— EEEEE———..—.— — 1 I E + E I 1 1 I sinn sehnt sich nach je nem ka⸗ ge, der uns +———— + E L I völ lig ma-chen wird frei von al ler bla-ge. 2. Die Nacht ist da; sei du mir nah, Jesu, mit hellen serzen, treib der Sünden Dunkelheit weg aus meinem herzen! 3. Der Sonne licht uns jetzt ge⸗ bricht; o unerschaffne Sonne, brich mit deinem Licht hervor mir zur freud und Wonne! 4. Des ondes Schein fällt nun herein, die finsternis zu min⸗ dern; ach daß nichts Ueränder⸗ lichs meinen Lauf möcht hin⸗ dern! 5. Das Sternenheer zu õottes chr am blauen himmel flimmert; wohl dem, der in jener Welt gleich den Sternen schimmert! 5⁰⁴ 6. Was sich geregt, zuvorbewegt, ruht jetzt von seinen ernen laß mich, herr, in stiller Ruh dein Wert in mir merken! 7. Ein jeder will bei solcher Still der süßen Ruhe pflegen; laß dlie Unruh dieser Zeit, Jesu, balũ sich legen! 8. hãlt du die lDach, damit kein Ach und Schmerz den seist be⸗ rühre, sende deiner engel Schar, die mein Bette ziere. 9. Wann aber soll der Wechsel wohl der Tag und nächte wei⸗ chen? Wenn der Tag anbrechen chen, dem kein Täag zu glei⸗ en. VI sein, daß ich ferner meine Sachen ende Leib und Seel in deine 121 VI richte dir zu chren ein. oder hast hände. 11 staspar neumann g. 1648 1 1715. ale l 10. Alsdann wird nicht der Sonne licht Jerusalem verlieren, denn das Camm ist selbst das Licht, das die Stadt wird zieren. II. halleluja! ęi wär ich da, da alles lieblich kKlinget, da man Mel.: Jesu, meine freude. ohn Abwechselung heilig, heilig singet. 12. O Jesu, du mein hülf und Kuh, laß mich dahin gelangen, daß ich mög in deinem õlanj vor dir ewig prangen. J. NAnast. freylinghausen g. 1670 1 1739. Joh. Crüger 1656. E 1 + E— + +—.— + 4.— 4+— I ir⸗te dlei ner Scha ⸗se, der von dlei-ne un⸗dergü⸗ te war mein ́E 21.— kei nem Schla se et⸗was wis⸗ sen mag, Sei die Schild und hüt- te den ver⸗gangnen Tag.) I + I——— — I + I + I + 14 nacht auch auf der Wacht und laß mich von 12—.— RN SESSSSSEEEEE.—*—— 2—7 4.———́ññ— 1—— dei nen Scha⸗ ren um und um be⸗ wah⸗ ren! 2. Decke mich von oben vor der feinde Loben mit der Vaterhuld, ein versöhnt õewissen sei mein Ruhekissen, drum vergib die Schuld! Ddenn dein Sohn hat mich davon durch die tief ge⸗ schlagnen unden gnädiglich entbünden. 3. Laß auch meine Lieben keine not betrüben, sie sind mein und dein; schließ uns mit Erbarmen in den Uaterarmen ohne Sorgen ein! Du bei mir und ich bei dir, also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in frieden. 4. fomm, verschließ die Gam⸗ mer und laß allen Jammer ferne von uns sein! Sei du Schloß und Riegel, unter deinen flügel numm dein Küchlein ein, decke zu mit 56⁵ Abend Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken noch der Satan schrecken. 5.[Die, wenn ich mein bette heut jum õrabe hätte? Wie bald rot, bald tot! Doch hast du be⸗ schlossen, daß mein Ziel verflos: sen, kommt dlie Todesnot, so will ich nicht wider dich; lieg ich nur mel.: o weit, ich muß dich lassen. in Jesu Wunden, sterb ich alle Stunden. b. Nun wohlan, ich tue in ver⸗ gnügter Ruhe und und Nugen zu. Seele, Leib und eben hab ich dlir ergeben, o du hüter du! Gute nacht nimm mich in acht! Und erleb ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen. Benjamin Schmolck g. 1072 4 1737. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. aak() ca. 1490. 512 7 Iun sich der rag genen⸗ det, mein 1 + I— 1 + ...— — ́ꝙ— + I — herz zu dir sich wen det und dan-ket in-nig⸗ E 1 I E— 1 ——— E——1 I— lich; dein hol⸗des An-ge⸗ sich te zum Se⸗ gen auf mich mich! I I —— — + 1—— 2 1.— rich te, er ⸗leuch⸗-te und ent⸗- zün-de 2. Ich schließe mich aufs neue in deine VDatertreue und Schutz und herze ein, die fleischlichen Geschäfte und alle finstern Kräste vertreibe durch dein Nahesein! 3. Daß du mich stets umgibest, dlaß du mich herzlich liebest und sg rufst zu dir hinein, daß du ver⸗ gnügst alleine so wesentlich, so reine, laß früh und spat mir wichtig sein! 4. Ein Tag der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. 0 Cwig⸗ keit so schöne, mẽin herz an dich ewöhne! miein heim ist nicht in dieser Zeit. 566 erh. Terstegen g. 1697 1 1769. L᷑ —— — — I 1 — 1 1 —— 1 + I 1 1 I HN + 1 + I E — ů 3 dek-Ret, und al⸗-les sich zur Ruh und Stil-le I + 2 I I 1 1— J + 1+— — ————— strek⸗ket; o mei- ne Seel, merk auf, wo blei ⸗-best SSPIIIIIIIFPI‚—— ———————— dul? In Got-tes Schoß, sonst nir⸗gend findst du Ruh. 2. Der Wandersmann legt sich ermüdlet nieder, das Vöglein fleugt nach seinem Uestchen wie⸗ der, das Schäflein auch in seinen Stall kehrt ein, laß mich in dich, mein Gott, gekehret sein! 3. Nch sanimle selbst Begierden und Gedanken, die noch so leicht aus Schwachheit von dir wan⸗ kenz mein kuheplatzund heimat, tu dich auf, daß ich in dich von allem andern lauf. 4. Recht väterlich hast du mich heut geleitet, vewahrt, verschont, gestarket und geweidet; ich bins nicht wert, daß du so gut und treu; mein Allés dir zum Dank ergeben sei. 5. Uergib es, herr, wo ich mich heut verirret und mich zu viel durch dies und das verwirret; es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn; nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. 6. Da nun der Leib sein Tages- werk vollendet, mein 6eist sich auch zu seinem erne wendet, zu beten an, zu lieben inniglich, im stillen 6rund, mein Gott, zu schauen dlich. 7. Die Dunkelheit ist da, und alles schweiget, mein Geist vor dlir, o sajestät, sich beuget; ins heiligtum, ins Dunkle kehr ich ein, herr, rede du, la mich ganz stille sein! 8. Mein herz sich dir zum Abend⸗ opfer schenket, mein Wille sich in dlich gelassen senket; Begierden. schweigt! Vernunft und Sinne, stilli Mein mücler õeist im her · ren ruhen will. 5⁰⁷ V 9. Dem Leib wirst du bald seine N Writ geben, laß nicht den Geist V jerstreut in Unruh schweben, * mein treuer hirt, führ mich in dlich hinein, in dir, mit dir kann ich vergnüget sein. 10. Im finstern sei des õelstes Licht und Sonne, im Rampf und sereuzʒ mein Beistand, serast und Wonne, deck mich bei dir in dei· ner hütte zu, bis ich erreich die volle Sabbathsruh. Gerh. Terstegen g. 1697 T 1769. el.: o welt, ich muß aich lassen. 0 Ursprüngliche form im Anhang. Heinr. Isaak() ca. 1400. 0 H 514— I HE N ö 5 + L I NWWC err, der du mir das(e-ben bis 4 ——•* E + Wia, II ö i N die-sen cag ge⸗ ge- ben, dich bet ich kind-lich + I I I 1. EET 2. Mit dankendem õemũte freu V ich mich deiner üte, ich freue mich in dir. Du gibst mir seraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke und schaffst ein reines herz in mir. WN 3. 60tt, welche Ruh der Seelen, j nach deines Worts Befehlen ein⸗ her im Leben gehn, auf deine büte hoffen, im õeist den himmel Ih offen und dort den Preis des Glau⸗ bens sehn! 3⁰8 an. Ich bin viel u ge⸗ rin⸗ ge der dreu-e, P ꝓ............ ————— . die ich sin-ge, und die du heut an mir ge-tan. 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, 0 Gott, mein heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei clir in önaden, und in dem himmel ist mein ceil. 5. Belleckt mit deinem Segen eil ich der Ruh entgegen: dein Name sei gepreist! mein Leben und mein Ende ist dein, in deine hände befehl ich, UDater, meinen seist. chr. f. Gellert g. 1715 + 1709. Eigene melodie. Auch nach melodie Ur. 374 ju singen. N. P. Schulj 1790. E +— H I——E + I Der mond ist auf⸗ ge⸗ gan⸗ gen, die —è 0 2. 1 I—— — I 1— gold⸗nen Stern-lein pran-gen am him-mel hell und I + 1 2 IE I 2 14 ——..... I—I— klar, der Wald steht schwarz und schwei⸗get, und aus den H 2.— I E Wie ⸗sen 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung hülle so trau⸗ lich und so hold, als eine stille sammer, wo ihr des Tages Jam- ol verschlafen und vergessen ollt. 3. Seht ihr den mond dort ste. enꝰ Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind krost manche Sachen, die wir ge⸗ trost sie nicht sehn. 4. Wir stolze Menschenkinder nd eitel arme Sünder und wis⸗ en gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste und suchen viele selinste und Rommen weiter von dem Ziel. stei⸗get dler wei ⸗ße belachen, weil unsre Nugen ne⸗bel wun⸗der⸗bar. 5. Gott, laß uns dein heil schau⸗ en, auf nichts Uergänglichs trau⸗ en, nicht Eitelkeit uns freun! Caß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein! 6. Wollst endlich sonder 6raämen auls dieser Weit uns nehmen durch einen sanften Tod, und wenn du uns genommen, laß uns in himmel Rommen, du un; ser herr und unser Gott! 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder] falt ist der Abendhauch. Uerschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kran⸗ ken achbar auch! matthias Claudius g. 1740 1 1817. 560 mel.: Vater unser im himmelreich. Val. Schumann 1539. — +.— 31⁰0 — IMNLOENNO U oll-en-det hat der cag die Bahn, sein äAATIIAIAITITtIIII‚I‚‚.‚I‚..‚.‚...I.e —— I—— 1S—— 1 Licht dler A- bend aus- ge⸗ tan, und U=- ber⸗ 2— 2——7—. + 3 + 226— I I 1 1 E I + dll dlie ülunk le nacht die Zeit der Ru⸗ he .— 5 PPP——————————— her ge⸗-bracht. O rei⸗- cher Gott, nun seg ⸗ ne 2. Was du uns Gutes hast be⸗ schert, wie du uns heut versorgt, ernährt, in aller fährlichkeit beschützt, uns zugewendet, was uns nützt: wir danken dafür inniglich, und herz und Lippen preisen dich. 3. Was äaber Ubels wir getan, das rechn aus 6naden uns nicht an; wir klagen dirs mit Reu und schmerz und zeichnen unser haus und herz mit deines lieben Sohnes Blut ju Glaubenstrost und 6laubensmut. 57⁰ — I I—2—⁊³— I 1 II ——————— 9 27—— du uns die se nacht zu gu⸗ ter Ruh! 4. Nun gib uns Ruhe, die er⸗ quickt, näch der das müde Auge blickt; des Wächters hut und Iachsamkeit, der Tor und Rie⸗ gel festigkeit, das Lager weich und warm und dicht, das alles gibt die Ruhe nicht. 5. hältst du nicht selbst im her⸗ zen auf der Sorgen und Gedan⸗ ken Lauf, so fährt es aufgeregt einher wie ein von Sturm be⸗ Wegtes meer, und manche Stun⸗ lle stiller Nacht wird ruhesuchend hingebracht. Abend 6. Drum bring du unser herz uns! Dann sei dir unser Dank zur Ruh und schließ uns vald gebracht für dein Geschenk, die die Rugen ju, mit deiner öüte gute nacht. dlecke uns, zu rechter Zeit erwecke K. J. Pyil. Spitta g. 1801 + 1859. Am Schlusse der Woche. mel.: Wer nur den lieven ott läßt walten. Mel. 2. 1690. 2— E‚R —*— 317——— SNNE30o ist die Wo⸗che nun Lersahlhsesen Wie sich dein Se-gens⸗quell er ⸗gos ⸗sen, 1 IsH— —. ů— 2 5 E 1— —.———2——————— doch, treu er Gott, dein her-je nicht. 30 aohs ich noch t Zu-ver-sicht, ö—.—— ———— 2—4 1 daß er sich wei ⸗ ter ⸗ hin er gießt —.— +— 1——.—0—⁰W + 1 1——— , ,a n 4—— —F— EEA unl un er ⸗schöpf ⸗ölich auf mich fließt. 2. Ich preise dich mit hand und seraft zum cragen. Zudlem, es ist Munde, ich lobe dich, so hoch ich kann, ich rühme dich von her⸗ jensgrunde für alles, was du mir getan, und weiß, daß dir durch Jesum Christ mein Dank ein süßer Weihrauch ist. 3. hãt mich bei meinen Wochen. tagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so gabst du auch die voll heil und frucht in deiner Liebe, herr, zu mir, und darum dlank ich auch dafür. 4. Nur etwas bitt ich über alles, ach du versagst mir solches nicht: õedenke keines Sünden⸗ falles, weil mich mein Jesus auf⸗ gericht, mein Jesus, der diemisse⸗ tat auf ewig schon gebüßet hat. 57¹ 5. Dein Schwur ist ja noch nie gebrochen, und brichst ihn nicht in Cwigkeit, da du dem Sünder hãst versprochen, daß er, wenn ihm dlie Sünde leid, nicht ster⸗ ben, sondern gnadenvoll als ein berechter leben soll. 6. Mein õlaube hält an diesem Segen und will also den Wochen⸗ schiuß vergnügt und froh zu⸗ rücke legen, dã der Trost mich ergetzen muß, daß ich in Christo sosle dein und schon in hoffnung selig sein. 7. Doch da mein Leben zuge⸗ nommen, so bin ich auch der Ewigkeit um eine Woche näher kommen und warte nun der Am Sonntag Avbend siehe Ur. 20. 21. Siehe auch Ur. 528. 531. 534. letzten Zeit, da du die Stunde hast bestimmt, die mich zu dir in himmel nimmt. 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue den Sonntag wieder sehen kann, so blickt die Sonne deiner Treue mich auch mit neu⸗ en Gnaden an; ach ja, da teilt ldein Wort und haus den erst und besten Segen aus. 9. S0 will ich das im voraus preisen, was du mir künftge oche gibst. Du wirst es in der Tat erweisen, daß du mich je und immer liebst und leitest mich nach deinem Rat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann neumeister g. 1671+ 1756. für dlie drei hauptstände. Mel.: 0 Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Jsaak() ca. 1400. — I—11 err, hö⸗re, herr, er—hö-re, breit —— —.——.— 4.— 44 —. 2—..— —.— S. PIPPPIIII— dei- nes na⸗ mens ch-re an al⸗ len or⸗ ten II— ———.— — 33.————— +—— aus, be-hü⸗-te die drei Stän-de durch dei-ner All⸗macht * AI * I I I I——7 1 I I—.— 4 1 hän-de, schüz fir- che, O-brig-keit und haus! 2. Nch laß dein Wort uns allen seinem Throne und lasse kannt noch ferner reichlich schallen zu Krone allzeit in vollem Glanze unsrer Seelen Nutz! Bewahr vor stehn! allen Rotten, die deiner Wahr⸗5. Laß alle, die regieren, ihr eit spotten, viet allen deinen Amt getreulich führen, schaff einden Trutz! jedermann sein Recht, daß fried 3. Gib du getreue cehrer und und Treu sich müssen in unserm unverdroßne hörer, die veide LCande küssen, und segne beide, Täter sein; auf Pflanzen und herrn und snecht! begießen laß dein öedeihen 6. Wend ab in allen 6nãden fließen und ernte reiche früchte rieg, ßeuer, Wasserschaden, ein! treib Sturm und hägel ab, be. 4. Gib unserm sönig 6llicke, wahr des Landes früchte und laß deine 6nadenblicke auf den mache nicht zunichte, was deine Gefalbten gehn, schütz ihn auf mülde hand uns gab. 57³ Beruf u. Stand E EIE 7. Gib uns den lieben friede, mach alle feinde müde, verleih gesunde Luft, laß keine teuren Zeiten in unsre örenzen schrei⸗ ten, daß man nach brot ver⸗ gebens ruft. 8. Die hungrigen erquicke und bringe die zuvücke, die sonst ver· irret gehn. Die itwwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um hülfe flehn. 9. Sei Vater aller inder, der Schwangern ihr Entbinder, gib Säugenüden Gedeihn, zieh unsre zarte Zugend zur frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. 10. omm als ein Arzt der stranken, undedie im 6lauben— wänken, laß nicht zugrunde gehn! Die Alten heb und trage, fo auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 11. Bleib der verfolgten Stütze,——— dlie Reisenden beschütze, die Ster⸗ benden begleit mit deinen En⸗ und gelscharen, daß sie im frieden fahren zu Zions freud und herr⸗ lichkeit. 12. nun, herr, du wirst er⸗ füllen, was wir nach deinem Willen in demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen in unsers Jesu namen, so ist ge⸗ wiß der Wunsch gewährt. Benjamin Schmolck g. 1672 + 1151. le 5 fürbitte für den Rönig und die obrigkeit.—.— Eigene melodie. Str. 1 altkirchlich.— Stir. I. Str. 2 Joh. Walther 1566. Kei 519 22.— lit u zin.——— IE E+ + + I 3— +— II. *. WW— +— l— MUTONTETOUIE U * er⸗leih uns frie den gnä⸗dig⸗lich, herr —— —— DIIEDEDEDED DE Gott, u un⸗-sern Zei—ten!(s ist dloch ja kein 2—.— 1I +— 2— +.— ——— +— 12— ———————— 1 XXX ————— —— ser ott al eer uben unilt rage, ulclig tlhe Ster⸗ eruu Sang + I I— 1 * I 1 ö ni ge und al⸗ler 0-brig- keit fried —— 5 W65 und gut Re ⸗ gi- ment, daß wir un ⸗öier 2—.— — J 1—.—. ..N—.— K +IV 0 I ——.— 1— 1 I ih ⸗ nen ein ge⸗ ru⸗ hi⸗ ges und stil ⸗les — —.• 7. 27 1— 2— 12.— le⸗ ben füh⸗ren mö⸗ gen in al⸗ler Gott⸗ se⸗lig⸗ +* I 2——— 1 5 I— 1 + I E EI ꝗ I—— + 4—— I II ——. IXX I* E i *— 33 17 A* W keit unl Chr⸗ bar⸗-Reit.:men. U. 1 martin Luther g. 1485 + 1546. U. 2 Johann Walther g. 1406 1 1570. Mel.: herr Jesu christ, meins Lebens licht. 16²⁵. 520 SSPS.S.......——— 5——— S O hei-U⸗ ge drei-ei⸗ nig-keit, H— +.— I ö — 2—— + + 1—— er⸗halt uns uns re 0⸗brig ⸗-keit, die dei ne treu ⸗e — rn.—. ....—x—7*—.I...—— va ter- hand ge⸗set-zet seibst in die- sen Stand. 7⁵ geruf u. Stang HNEEIE 2. Dein guter Geist sie leit und 3. Damit wir führen unter ihr flihr und segne ihr Tun für und ein still geruhig Leben hier und für, daß sie voll Weisheit und glermaleinst mit ihr, mein hort, Verstand regiere christlich Leut bestehen wohl im himmel dort. und Land, Amilie 3uliane, Srafin zu Schwarzvurg⸗ Rudolstadt g. 1637 + 17⁰6. Mel.: Herzlich lieb hab ich dich, o herr. Ursprüngliche form im Anhang. 157⁷⁷. 1— V I 1 1 I + 12 1— 521 15—— Den gö⸗nig schüt-je dei= ne macht! er, du, der in ihm so viel uns gibt, schenk —.— 2.—.———————U—U. ——.——.ii‚i‚‚.‚i‚iiñ‚‚‚—j———— —* der für unsre Wohl-fahrt wacht, ist uns von dlir ge⸗ iym, der vä-ter lich uns liebt, das froh-ste, längst I I— 6 N ADDRDDRR———— ge-ben. 1 ke⸗bend ott, schütt auf ihn und auf sein haus die 2 11 DSSSiDee— ———— be-sten dlei- ner se- gen aus, laß sei- ner Rä⸗ te 7 V I + 1 + + —.————— — I 1 + freun! herr un ser 6ott, in dei⸗ ner hand ist +* + + +— ——— un-ser Land, be-glück es, seg ne je den Stand! 576 H EEI 2. Uernimm der Leidenden 6e- wir verstehn, kannst mehr ge⸗ vet, dem, der zu dir im Clend währen als wir— n, weißt fleht, hilf, daß er nicht erliege. besser, was uns nützt, als wir: Gieß Trost in jedes wunde herz. wir überlassen ganz uns dir. dlie sranken lab in ihrem herr unser Gott, durch alles Leid Schmerz, hilf Sterbenden zum der Prüfungszeit führ uns zu Siege! doch du tust mehr als deiner herrlichkeit. häannov. 6sb. 1740. Am Geburtstage des Landesherrn. mel.: nun danket alle Gott. 5 2 2 Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1648. —f— wSw'wSqSqw',=jüpj . reis, chr un Lob sei dir, in wir bis zur Stund all- hier viel I + I + I— 7 + N +— III 2 + + des⸗sen Schirm und Schat⸗-ten Haur zei ju schmek en hat- ten, Fer auch ju se ler frist all mäch- tig nah und fern ein herr * * —.—— — + + + 1 ꝗ und hel⸗fer ist des sö⸗nigs, un-sers herrn. 2. Du hast ihm lebenslang den 3. Du wollest deinen Geist auf odem treu bewahret und auf seine Stirne legen, der klar ihn manch strengem Kang dich huld⸗ unterweist, des hohen Amts zu voll offenbaret; du hãst in seiner pflegen; du wollst erechtigkeit hand das Zepter stark geinacht unc milder onade Lust ihm und unser Vaterlandmitreichem stellen an die Seit, hm pflanzen but bedacht. in diie Brust. 37⁷ EIL 4. Du wollest allezeit in deinem von ihm und uns gescheh, und 6leis ihn lenken und Zucht und seines chrones õrund in unserm frömmigkeit in ihm dem Lande herzen steh. schenken, auf daß er Vorbild sei 6. 0O segne, was wir flehn an von jeder Tugendlart und hülf seinem Jahresfeste, und gib zum und Schutz verleih, wo man den ohlergehn ihm leiner õaben Glauben wahrt. beste! Eib, daß ers nie vergißt 5. Du wollest seine Treu vergel⸗ uuch wir, wie du so gern ein herr ten durch die reue, womit ihn und helfer bist des önigs, un⸗ täglich neu ein gutes Volk er. sers herrn. freue, daß dein õebot im Bund Karl 6. Grüneisen g. 1802 4 1878. für den hausstand, für heleute und Eltern. mel.: o Gott, du frommer 6ott. Mel. 2. 1693. 523 2—* 1 1—— L 1 1 HHTTTNTNTO Iaß dich, herr Je· su christ, aurch komm in mein haus und herz und —.—..— 1. 2 mein 6e⸗bet be⸗we--gen, 7—„* brin-ge mir den Se⸗ 9203 5 nuu Ar-beit, müh und * 4 +—— I + — I I 2 L 6na⸗ de bist, hommt se⸗ gen in das haus. Joh. heermann g. 1585 + 1617. mel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. icolai() 1509. 245 52⁴ DWMDMDMDNN II) ie schön ists doch, herr Je⸗ su christ, Wie steigt und neigt sich dei ⸗ ne Gab 57⁸ — E — — — WOs T — *. — — WIs EEEIE + +* E I 4 —.— 4— ee—.. im Stäan de, da dein Se⸗gen ist, im Stan⸗de heil ⸗ger und al-les 6ut so mild her ab aus dlei⸗ner heil ⸗gen Al-ten, die im or-den ci-nes Le⸗bens ei-nig wor⸗den. 2. Wenn mann und Ueib sich wohl verstehn und unverrückt beisammen stehn im Bande rei⸗ ner Treue, da geht das õluck in vollem Lauf, da sieht man, wie ller Engel hauf im himmel selbst sich freue. Kein Sturm, kein Durm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott Ucbel dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. vor allem gibt er seine 6nad, in deren Schoß er früh und spat sein hochgeliebten eget; da spannt sein Arm sich äglich aus, da faßt er uns und unser haus, gleich als ein Vater pfleget; da muß ein fuß nach dem andern gehn und wandern, bis sie kommien in das Zelt und Sitz der frommen. 4. Der mann wird einem Bau⸗ me gleich, an GUn schön, an weigen reich, das Weib gleich einem̃ Reben, der seine Träublein trãgt und nährt und sich je mehr und mehr vermehrt mit früch⸗ ten, die da leben. Wohl dir, o Zier, mannes Sonne, hauses Wonne, hrenkrone! 6ott denkt dein bei seinem Throne. 5. Dich, dich hat er ihm aus⸗ erkorn, daß aus dir ward sem ausgeborn das Uolk, das sein keich bauet; sein underwern geht immerfort, und seines mundes starkes Dort macht, daß dein Auge schauet schöne Söhne, Töchter züchtig, die fein tlichtig nähn und spinnen und mit seunst die zeit gewinnen. 6. Sei gutes uts! wir sind es nicht, die diesen orden aufge⸗ richt, es ist ein höhrer Vater der at Uns je und se geliebt und leibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der beste freund und Ra⸗ ter; Anfang, Ausgang aller Sachen, die ju machen wir ge⸗ dlenken, wird er wohl und weis⸗ lich lenken. 57⁰ EIE 7. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, h da man Leides voll die Tranen lässet schießen; jedennoch, wer sich in Geduld ergibt, des Leid wird Gottes huld in großen freuden schließen. Schweige, beuge dlich ein wenig, unser Jahm wird behende machen, daß die Angst sich wende. 8. Dohl her, mein Koͤnig, nah erju! Gib kat in greuh, in flöten Ruh, in Angsten Trost und freude! Bes solist du haben kuhm und preis, wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Uülen zu erfüllen, deinen na⸗ men ewig loben werden. Amen. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. mel.: herr Jesu christ, meins Lebens Licht. 16²⁵. 3 2.————— lb ohl ei⸗nem haus, da Je-sus christ — 1 14½——— 1— +—— 1—4 al lein das Ail in al-lem ist. Ja wenn er nicht dar· — I 0 6 I= I —424 E. 1 1 1 + in⸗nen wär, wie e⸗lend 2. Wohl, wenn sich Mann und Weib und seind in Finem Glau⸗ benssinn verbindt, zu dienen ihrem herrn und 6ott nach sei⸗ nem Willen und Gebot. 3. Wohl, wenn ein solches haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne sottes⸗ dlienst im õeist das ãußre Werk nichts ist und heißt. 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im bebet veständig in die höhe geht, und man sichts treibet fort und fort als Gottes Werk und Gottes Wort. 5. Dohl, wenn im äußerlichen Stäand mit fleißiger, getreuer hand ein jegliches nach seiner 58⁰ wärs, wie arm und leer! baut den õeist der ẽintracht offen⸗· art. o. Wohl, wenn die Eltern gläu⸗ big sind und wenn sie ind und sindeskind versäumen nicht am ewgen 6lück. Dann bleibet ihrer keins zurück. 7. Wohl soichem haus, denn es gecleiht; die Eltern werden hoch⸗ erfreut, und ihren indern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. S. So mäch ich denn zu dieser stund samt meinem hause die⸗ sen Bund: Wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein haus stehn bei dem herrn. Chr. scarl udiw. v. pfeil g. 1712 + 1784. EEEENIEE 1— RNel.: Wie schön leucht uns der morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai(7) 15009. 526———— ——— +—— — Ich und mein haus, wir sind be»reit, Du sollst der herr im hau»se sein, INNNIN 4— +7 I 4 1 I 1—t— + 1 dir, herr, die gan ze Le⸗bens-zeit mit Seel und Leib zu gib dlei⸗ nen se⸗ gen auch dar-ein, daß wir dir wil ⸗lig .—— 2—— A.DS e —————— die-nen. Vgi. 1.. die⸗nen. Ei-ne klei⸗ ne, from⸗me, rei ne haus⸗ge mei⸗ne ——— + 1 1. 1 + +——.—— E + N — +—— mach aus al- len! dir nur soll sie wohl⸗ge⸗fal-len. 2. Es wirke durch dein kräftig 4. Caß unser haus gegründet Wort dein guter seist stets fort sein auf deine õnade ganz allein und fort an unser aller Seelen! und deine große õüte! Nuch laß Es leucht uns wie das Sonnen⸗uns in der ächte Graun auf licht, damits am rechten Lichte deine treue hülfe schaun mit nicht im hause möge fehlen. 1. bemüte, selig, fröh⸗ Reiche gleiche Seelenspeise auch lich, selbst mit Sꝛchmerzen in dem zur Keise durch dies Leben uns, herzjen dir uns lässen und dann llie wir uns dir ergeben. in Geduld uns fassen. 3. Gieß deinen frieden auf das 5. Gibst du uns irdsches ölück haus und alle, die drin wohnen, ins haus, so schließ den Stolz, ãus, im Glauben uns verbinde, die Weltlust aus, des Reichtums laß uns in Liebe allezeit zum böse oäste! Denn wenn dãs her! Dülden, Tragen sein vereit, voll an demut leer und voll von Demut sanft und linde! Liebe eitler Weltlust wär, so fehlte uns Ube jede Seele, keinem fehle, das Beste: jene schöne, tiefe, stille lran man kennet den, der sich nadenfülle, die mit Schätzen llen deinen nennet. einer Welt nicht zu ersetzen. 58¹ Bernf. Stand KETEEIE 06. Und endlich flehn wir aller⸗(Ordnung hãlt, der alles liebreich meist, daß in dem haus kein iere. Sende, sende ihn uns allen, andrer Geist als nur dein õeist bis wir wallen heim und oben regiere. Der ists, der alles wohldich in deinem hause loben. bestellt, der gute Zucht und fl. J. Pyll. Spitta g. 1801 1 18509. kigene melodie. C. f. Becker 1841. 2 527*——— 1 I +—— E 0 seug haus, wo man nich auf⸗ge⸗ wo un-ter al-len 6ä-sten, die da 2 I + — I + E* + nom-men, du wah-rer See⸗ len⸗-freund, herr Je-sus kom⸗-men, du der ge⸗fei ert- ste und lieb-ste bi — I— — + 2—— 12 ——.— + S al-ler Au- gen freu- dig auf dich sehn, wo + + 1— SZW..—.— —8 + + 1 +7 al-ler(ip- pen dein 6e⸗ bot er= fra- gen, und —————..— — F—— al le dei-nes Uinns ge⸗ wär=tig stehn. Gläubensgrunde anders ist ge⸗ sinnt; wo beide unzertrennbar 2. O selig haus, wo ann und UWeib in Einer, in deiner Liebe Eines Geistes sind, als veide Ei-an dir hangen, in cieb und Leid, nes heils gewürdigt, keiner im bemach unũ Ungemach, und nur 58² 7 IEEEIEE bei dlir zu bleiben stets verlangen brennen, daß es nach deinem an jedem guten wie am bösen Willen mag geschehn; als deine Tãag. Diener, deine hausgenossen, in 3. O selig haus, wo man die lie⸗ Demut willig und in Liebe frei, ben sleinen mit händen des öe⸗ das Ihre schaffen froh und un⸗ bets ans herz dir legt, du freund verdrossen, in kleinen Dingen der finder, der sie als die Seinen zeigen große Treu. mit mehr als mutterliebe hegt 5. O selig haus, wo du die freu⸗ und pflegt; wo sie zu deinen fü⸗de teilest, wo man bei keiner ßen gern sich sammeln und hor⸗ freude dein vergißt; oselig haus, chen deiner füßen Rede zu und wo du die Dunden heilest und lernen früh dein Lob mit freuden aller Arzt und aller Tröster bist; stammein, sich deiner freun, du lieber heiland du. 4. O selig haus, wo senecht und Maͤgd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer bis jeder einst sein Tagewerk voll⸗ endet, und bis sie endlich alle zie⸗ hen aus dahin, woher der Vater llich gesendet, ins große, freie, schöne Vaterhaus. st. J. Pyil. Spitta g. 1801 + 1859. 22¹⁷7 mel.: Nun sich der Tag geendet hat. Um 1660. 528 5 S8Il un schlaf, mein liebes fin ⸗de-lein, P + + + + 1— + + +I und tu dein Rug⸗-lein zu, denn 6ott der will dein — I + I 1 I —. 12 EH —————— ů 2 va=ter sein, drum schlaf in 2. Dein Vater ist der liebe Gott und wills auch ewig sein, der Ceib und Seel gegeben hat dir durch die Eltern dein. 3. Er schenkt dir seinen lieben Sohn, den schenkt er in den Tod: ler kam auf Erd vom himmels⸗ thron, half dir aus aller lot. gu⸗ ter Ruh! 4. Er schickt dir seine Engelein zu hlitern Tag und nacht, daß sie bei deiner Wiege sein und halten gute WDacht. 5. Dem bater undg der mutter dein befiehlt er dich mit fleiß, daß sie dir treue Pfleger sein, ziehn dich zu Gottes Preis. 58³ Seruf U. Stand KETEI 6. Das liebe Jesulein will sein dein liebes Brüderlein, drum schlaf, du liebes Kindelein, so wirst du selig sein. 7. Der heilge õeist der segne dich, vewahr dich alle Zeit, sein heilger nam behüte dich, schütz dich vor allem Leid! 8. So nimm du recht an nade zu, an Alter und Uerstand, und alte deine indesruh in Jesu choß und hand! nach Joh. mathesius g. 104 1 165. Dr. M. Cuther() 1545. Mel.: erhalt uns, herr, vei deinem Wort. 529 2— E.——— D.—— DMNMMDMDMNM yr el · tern, höͤrt, was chri stus spricht: den 2—...... iDPDSP‚ꝑ‚ꝑ‚PꝑPꝑPꝑI‚I gin⸗dern sollt ihr weh⸗ren nicht, son⸗dern sie las sen —5——— aree. ———.“*—— +ẽ zu mir nahn, daß mei-ne hand sie seg⸗nen kann. 2. er nimmt sie auf ins himmel⸗ reich, und was ist dem auf Erden gleich? mit aller Welt Cust, Gut und Ehr hats bald ein End und ists nichts mehr; 3. Das himmelreich kein Ende nimmt, darein uns Jesus chri⸗ stus bringt durch seine Lehr, daju er will, daß man die finder sen⸗ den soll. 4. Gehorchet ihm und bringt sie her, dah man von Zugend auf sie lehr in Kirchen und in Schulen wohl, wie man õott recht erken⸗ nen soll. 5. hãbt ihr sie lieb mit treuem Sinn, so führet sie ju Jesu hin; wer dies nicht tut, ist ihnen feind, wie hoch er sie zu lieben meint. 6. Was hilft den indern nur viel Geld und Acter viel in jedem feld? UWer sie von sott recht lehren läßt, der tut für sie das Allerbest. nach Cudw. helmbold g. 1532 + 8. mel.: freu dich sehr, o meine Seele. 15⁵51. I—— 530 H5SLIANTNTUE e gze doch für mei⸗ ne ie gleich vor dir sind Sün ⸗der, 38⁴ sin-der, E — T + 1— 341 A va-ter, nimm aich ih rer an!) und durch dei-nes sind sie dir doch zu ge⸗tan/ nr— — 35—— —.— Soh · nes blut E—— gleichwohl dein er⸗worb⸗nes out, dar ⸗um — I— 2—E—n + I I E I= 21 wirst du sie aus 6na⸗den wohl be⸗ schützen und be⸗ ra⸗ ten. 2. Sie sind dir von indesbeinen und von ihrer ersten Stund zu⸗ geworfen äls die Deinen,) und durch deinen 6önaclenbund hast du sie in ihrer Tauf väterlich ge⸗ nommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines Reiches Erben. es. 22, 11. 3. Du haͤst sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätte leicht⸗ lich umgestürzt, ja das Leben abgekürjt; aber deine Vater⸗ treue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sollt ich nicht für solche 6lte immer dir verpflichtet sein und mit dankbarem 6emüte solchen meiner sinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem sreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. b. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verflihrer Schar, da ihr fuß nicht möge gleiten. La sie ihre Lebenssahr in der Tugend bringen zu, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins kühle õrab ver · senken und die Seligkeit uns schenken. 7. önnen sie in diesem Leben hier und wo es dir gefällt was zu deinen ehren geben, so laß in dler ganzen Welt ihnen, wo sie imnier gehn, deine furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Tun und Lassen stets in ihre herzen Glücks- ungl Segensschein rüh⸗ fass men und vor jedlermann deine Wohltat jeigen an, ach so müßt fl ich ganz vermessen Gottes, mei⸗ nes heils, vergessen. ö 5. Sammelin ändregroßeschätze, llaß ihr haus in solchem heil si an õeid und Gut ergetze, so bist du mein einzig Teil. Bleib auch assen. 8. Endlich wenn die Zeit ver⸗ ossen, daß sie diese Lebenszeit aben ehrlich hier genossen und ie in die ewigkeit shren eintritt sollen tun, so laß alle Schmerjen ruhn und laß sie in ihrem Ster⸗ ben glaubensvoll den himmel erben! 58⁵ Beruf u. Stand LETEIDE vater, ich bin hier und die sin⸗ der, die du mir hast in jener ULeit bescheret. Cüwig sei dein nam geehret! Cudw. heinr. Schlosser g. 16063 + 1725. 9. Gönne mir die große freude, daß am lieben jüngsten Tag nach so bielem sereuz undl Leide ich mit Jauchjen sagen mag: Liebster für seinder. mel Erhalt uns, herr, vei deinem Wort. Dr. M. Cuther(0) 1543. — 31 4—.——. +— + I +—1— —ũ——— I I—— ů0 ——* + ——— c lie-ver Sott, be I I + + I + — —* — 4 — E — — I N .— +* 4—— r.— — SI——— EHAH 1— A.— — + vor 6e-fahr mit dleil⸗ nem star-Ren Arm be-wahr! 2. Und alle, die uns sind ver⸗Sünd, hilf, daß ich werd ein wandt, beschütz durch deinerech⸗frommes Kind. te hand! Behüte mich vor aller Joh. heermann g. 1585 + 164⁷. mel.: herr Jesu christ, meins Levens Licht. 16²⁵. 53²2 2.—.— + 2 +— D Il un huf uns, o herr Ze⸗su christ, + EI + 4 +7 144 I I SIe— E4 4499N +— —.———— SIHIHIHIHIIHEI.———ꝗ—U—1 ——.—. + I der du einst hier ge ⸗we⸗sen bist ein freund ⸗U⸗ ches und —— I EH V—. TEI I 1— L I + LI from-mes stind, ohn al-le Schuld, ohn al-le Sünd. 586 EEEUIE 2. Wir finder bitten Eines nur,‚ 3. 6ib deinen Geist in unsre versags nicht, herr, der kreatur: Brust, hilf lernen uns mit Kin⸗ hilf uns in deinem Willen ruhn, deslust, damit wir legen rechten Iun uns naͤch deinem Vorbild Do stehn in deinem Bund. Böhmische Brüder(H. Eigene melodie. 1784. 5 j.———.— 33——.— — mich nur im⸗mer⸗hin U⸗ ber mei⸗ nen gu⸗ ten hir⸗ten, P—.—————3 —..—— der mich schön weiß zu be⸗ wir⸗ten, der mich lie-bet, * I + I—— 4—.— +— 3.1..— —& 4.—.— H der mich kennt und bei mei⸗ nem na⸗ men nennt. 2. Unter seinem sanften Stab geh 3. Sollt ich nun nicht fröhli ich aus und ein und hab unaus⸗ sein, da ich sein vin und er mein sprechlich süße eide, 2 of Denn nach diesen schönen Tagen keinen hunger leide; und so oft werd ich endlich heimgetragen ich durstig bin, flihrt er mich zum in des hirten Arm und Schoß. Brunnquell hin. Amen, ja, mein õlück ist groß! henr. Luise v. hayn g. 1724 + 1782. Eigene melodie. 1870. 5 3 4 2— x— + 1 + I 1— U-ddle bin ich, geh zur Ruh, schlie ße bei de Aug-lein zu;: bva-ter, laß die 33⁷ — IE + + SII —— 1 14—— + + 1 + —————— EH au gen dein ü ber mei⸗nem et te sein! 2. hab ich Unrecht heut getan, alle Menschen lens und klein sieh es, lieber õott, nicht an, dei⸗sollen dir befohlen sein. ne nad und Jesu Blut macht ja 4. Kranken herzen sende Ruh, allen Schaden gut. nasse Rugen schließe ju, laß den 3. Alle, die mir sind verwandt, Mond am himmel stehn und die 6ott, laß ruhn in deiner hand, stille Welt besehn! 1816. Cuise hensel g. 1708 14 187⁰. für Witwen. — gel.: Zion klagt mit angst und Schmersen. Joh. crüger 1640. e— EK— 2=:=W——— +—=—————— MGN. ichts Be trüb⸗ters ist auf er ⸗den, als wenn ar⸗ me Wit⸗wen wer⸗den, —— + + LII I +— + J + I—3 I. 1 D— — 1— 114.—. + —* * nichts kann so zu her⸗ zen gehn, oy⸗ + wenn ver⸗ laß-ne Wai⸗sen stehn oh ·ne va· ter, oh · ne V Al 7—— EE— IN—.— * ————L 11 rl + mut, oh⸗ne freun de, oh⸗ne 6ut. Uit-wen sind ver⸗ 1 + 1—— —— I I———— laß ne frau-en, wer tut auf die Wai⸗ sen schau⸗en? 2. Uitwen sing in Kottes Ar-3. Denn sie bleiben in den men, Waisen sind in sottesschoß; Schranken, darein õott sie hat ihrer will er sich erbarmen, wär gestellt, und von seiner treu nicht die not auch noch so groß. Ein wanken, weil er sich zu ihnen soich ungerechter männ tastet hält, sollen sie im himmelsschloß bottes Augen an, der die armen werden alles Kummers los. Da 464 Waisen drücket und der Witwen soll nicht mehr, wie auf Erden, herz bestricket. ibitwennot gehöret werden. nach miqhaeĩ hunold g. 1621 1 167². 588 ii Mel.: 0O Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Taak()) ca. 1400. * + I 1 N + + Uf Gott nur will ich se⸗ hen, er I + 1 I 1 222 7 — hört der Wit wen fle⸗hen, sieht ih re trä⸗nen *2 DI + — E EN an; in se dem Schmerz und Cei- de ist 6ott mir Trost +X I + +— + —2— + ———— —. und freu⸗- de, mein fels, den 2. Wie viel, die in der sammer dir klagten ihren Jammer, o Gott, Seurn h du! Dein väter⸗ licher Segen Wegen war friedle, Sicherheit und Ruh. 3. Uo seit viel tausend Jahren vetrübte litwen waren, die hast du treu gepflegt, wenn sie dich nicht verließen und gläubig dir zu flißen des ummers schwere Last gelegt. 4. In dir will ich mich stärken, llein Aug wird auf mich merken, und auf mein flehn dein Ohr. Bei Tag und llacht mit flehen Will, herr, vor dir ich stehen und seußzen still ju dir empor. ielt sie; auf ihren ich um fas⸗ sen kann. 5. Ich will mein Joch nun tra⸗ gen; dir, Uater, darf ich sagen, Was jã mein herz bedrückt; bist du nicht in der Hnahe, du, den ich zWar nicht sehe, und den mein Glaube doch erblickt? 6. Mit Ernst und frohen mutes will ich nach Kräften Gutes vor deinen Augen tun, will mich der Welt entziehen, Lärm, Tand und Torheit fliehen und nur in dei⸗ nem Schoße ruhn. 7. Dann eilen meine Tage mit jeder Not und Plage leicht wie ein Traum dahin; dann leg ich froh die õlieder aufs Sterbebette nieder, wenn ich jum himmel reifer bin. 589 —— N V 8. fort auf dem Dornenpfaͤcle! mich tröst des heilands 6nade, er träget meine Not. Hicht ewig I werd ich weinen, ich komme zu den meinen, vald seh ich sie bei meinem Sott. 9.(Rommt her, ihrmeinelbaisen, den herrn mit mir zu preisen, der uns erhalten kann. Dir, Gott, will ich sie bildlen; schau, herr, mit deiner milden Ervbarmung deine Schäflein an h) nach J. f. Lavater g. 1741 T 1801. V für den Bergmann. Bei der Einfahrt. ö— mei.; Nus meines herzens runge. Wh Zweite melodie im Anhang. 1508. V— SS...... ——— ONTNI˙•H ott, der du Berg un hü= gel selbst V. wor-in du als im Spie⸗gel mir . MII 2———.——— WMI.... 1mn 1 +1 IIEEEI 1 I 1 . sest ge⸗ set-zet hast, j I. ar-men Er-den- gast zeigst dei ne 6il tig · SSPSPSPSPSPIPI I.I... ö n Er IAHf——..——. — +— 2. + L— +I E—— keit, du Schöp-fer al= ler Ddin ⸗ge, hör, was ich 2. Dir, herr, bring ich vor allen mein morgenopfer hier, ach laß es dir gefallen! Cob, Preis und Dank sei dir, daß du in dieser nacht auf mein demütig Bitten „ in meiner armen hütten mich so WII getreu bewacht. 10 3. nun will ich wieder gehen in meinen Arbeitsschacht, wozu 390 —.— 1 E. V— E 4111 + l + 1 +— I +— 28— TXI set ⸗30 sin—ge, mein herz ist dir ge⸗weiht. du mich ersehen, eh ich ans Licht gebracht. Ich will von herzen gern, so lang die raste grünen, dlir, mein 6ott, treulich dienen, und meinem Landesherrn. 4. Uergib mir meine Sünden, llie ich bisher getan, und laß mich õnadle finden, schauchristilbun⸗ den an! Nch schenk mir deinen EEI Geist, damit ich deinen Willen mag jederzeit erfüllen so, wie dein Wort mich heißt. 5. O herr, wenn ich einfahre, gib, daß mein herz bedenkt, wie bald mäan von der Bahre mich so ins 6rab versenkt, bis du, mein Le⸗ bensfürst, einst meines Leibes Glieder aus dunklen Grüften wiedler zu Tage führen wirst. 6. Wenn ich mein Lerk beginne bei meiner Arbeitsschicht, so len⸗ ke herz und Sinne auf deines Wortes Licht! Laß mich so Tag als nacht nach solchen Glen, gra⸗ ben, die nichts vom Eitlen haben, das Sorg und ummer maͤcht. 7. herr, segne die õewerken und gib õedeihen hier, laß deine Kraft mich stärken zur Arbeit für und für! Ueredle 6äng und fluft durch deinen milden Segen, mit stetigem Vermögen in jeder fahrt und 6ruft! 8. Laß deiner Engel Scharen stets meine Wächter sein, die mich, dein sind, bewahren, wenn ich fahr an und ein. Laß keine fahrt eingehn, laß keinen Bau ein⸗ brechen, hilf, daß in allen Zechen Wwir deinen Segen sehn. 9. Zuletzt laß mich stets denken an jene himmelsstadt, wo man ohn Sorg und sränken dich selbst und alles hat. Da darf ich weiter nicht nach eitlen Schätzen graben, dla werd ich alles haben, was mir allhie gebricht. nach der Rusfahrt. Mel.: Jesu, meine freude. Joh. Crüger 1656. I—— 538 —— nä- dig-ster Er ⸗ bar⸗ mer, zu dir Ddu haäst heut aus 6na⸗- den mich vor + 1 LI +*——— ——I—1 I I.— * komm ich Ar- mer nach voll-brach- ter fahrt. al- lem Scha⸗- den als + I + + dein seind Venwahrt. 3 — I + —— + I I + +— 5 2=— stei ne not, kein Leid, kein Tod hat, o bva-ter, +— + E2 +* 22=—*. 1 =——E.NEE XI— E SS... + * 1*————E.* —— mich be⸗ rüh ⸗ret, weil du mich ge⸗ füh-ret. 391 EEEIEE 2. 0O wie war mein Leben von befahr umgeben in der tiefen ftluft! Wetter, Bruch und ände drohten mir das nde in der fin⸗ stern öruft. Doch du hãst bei aller Lãst deinen Schutz an mir erneuet und mich nun befreiet. 3. herr, auf meinen Wegen hav ich deinen Segen überall gespürt. Du hast meine critte und all mei⸗ ne Schritte gnälglich regiert. nun kann ich mit freude dich, meinen hort und helfer, preisen und dir Dank erweisen. 4. Ja dich will ich loben hier und einst dort oben und mich deiner freun. Stets soll mein 6emüte für die große öüte fromm und dankbar sein. Doch, mein Licht, verlaß mich nicht, schütze ferner schi und Seele, die ich dir be⸗ ehle. Bei Bergfesten. mel.: Nuf dich hab ich gehoffet, herr. 15. ahrhundert. I 1 1 —.— E— + + + 4 — — Berg⸗werks⸗schöy ⸗fer, höch ⸗ster — + I .—. I—— + I + 1 V 2. Dein Allmacht ist doch lobens· wert, du hast geschaffen in der Erd nach deinem Wohlgefallen undschenkst uns freisold, Silber, 60 Blei, auch allerlei etallen. ö 3. Die õãng tust du veredein gar und lässest auch noch immerdlar WMiid Erz wachsen in der erden; dein V. göttlich Kraft stets Mittel schafft, daß wir erhalten werden. 302 1* 6ott, all- mäch-ti- ger herr Ze⸗ba oth, sei von uns 4——— ö——— ö hoch ge prie sen! zu al- ler Stund, aus SISI.SI...—— MI———— V her ⸗zens⸗grund sei dir Lob, chr er ⸗ wie-ösen! 4. o reicher õott, wir vitten dich, segn unser Bergwerk mildiglich, gib Notdurft diesem Leben! Dein baterherz woll uns gut Erz, auch reichlich Wasser geben! 5. Dein reines Wort bei uns er⸗ hält, behüt dlie Bergleut jung und alt, tu reich Nusbeut besche⸗ ren! So wollen wir auch danken dlir und deinen HNamen ehren. matthäus Wieser g. 1617 4 1ers. EEET mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai 0 1509. E 1——. I—— it freude will ich he⸗ ben an, den Auf, auf, ihr christ ⸗li chen Berg⸗leut, rühmt I I.— + 1 —* 2——— höch-sten ott, so viel ich kann, zu lo⸗ben und zu 6ot- tes groß All-mäch-tig⸗ keit, helft mir sein Lob ver⸗ 22—— eh rei ren..—.—. Inch ren fröh · lich, lieb⸗lich ju ⸗bi⸗lie ret, tri⸗-um- +— 1 1 —— — + —.—— + — S2— 1 18 .— phie⸗ret, sin⸗get al⸗le und lobt ott mit gro⸗Fem Schal⸗le! 2. Zuvörderst lasset uns mit fleiß dem herren sagen Dank und Preis, daß er uns hat ge⸗ schenket sein reines Wort, das höchste ut, das Leib und Seel erquicken tut, so oft man sein gellenket. fröhlich, lieblich su⸗ bilieret, triumphieret, singet alle und lobt 6ott mit großem Schalle! 3. Gllick, heil und Segen man⸗ nigfalt, Nahrung daʒu flir Jung und Alt hãt er nãch lotdurft ge⸗ ben. Sein önade währet immer⸗ dar; sie hat nun lange Zeit und Jahr gefristet unser Leben. sröh⸗ lich, lieblich jubilieret, trium⸗ phieret, singet alle und lobt Gott mit großem Schalle! 4. Wenn wir ausfahren oder ein, sendt er uns seine Engelein, die himmlischen heerscharen, und tut llenselbigen Befehl, sie sollen un⸗ ser Leib und Seel vor allem Leid bewahren. fröhlich, lieblich ubi⸗ lieret, triumphieret, singet alle undlobtsottmitgroßemschalle! 5. herr Jesu christ, du edler hort, erhalt uns nur dein reines Wort, drum wir dich herzlich bitten. Tu auf dein reiche milde haänd und segne unser ganzes Land, all Bergiwerk und Schmelz⸗ hütten! hilf, herr, bescher ölück auf Erden, bis wir werden ju dir kommen, in den himmel auf⸗ genommen. Matthäus Wieser g. 1017 4 1078. 593 ö 9 mel.: Nch erkennet, liebste Seelen. 17⁰04. 541 I +7— I + +.— IS A Vß reut euch sehr, ihr berg-leut al ⸗le, lo-bet 6ott mit vol-lem Schal-le, —— 1.— + I ID DEDSDSDSDSDS q= — II 1 II + 1 die ihr rech te chriesten seicl, dan ⸗Bet ser ner Ei ⸗iig ⸗Keit, 3 dah er. und sein ——— DI 1 — S—— 1—— 4—— 123——— H fri ⸗stet un ser Le⸗ben und 2. Cob und Dank solln wir er⸗ weisen der heilgen Dreieinig⸗ keit und des herren Namen prei⸗ sen, der uns treulich hülfe leiht; in dem himmel hoch dort oben singen ihm die Engel fein, hier auf Erden solln Gott loben all, die seine Diener sein. 3. Brot und Wein wächst aus der Erde und der enschen herz erfreut, daß uns allen sichtbar werde seine öüt und freundlich⸗ keit; Gold und Silber, Erz und Steine haut man aus den ber⸗ gen viel, davon leben õroß und untilt wer sich recllich nähren will. ver-leiht uns fried und Ruh. 4. Tief wir Bergleut sind ver⸗ borgen in den Schächten tief und lang, trauen sott und wolln nicht sorgen, loben laut ihn mit Gesang; Schlägl und Eisen führn in händen, das soll unsre Nah⸗ rung sein, ott woll uns sein Engel senden, fröͤhlich fahrn wir aus und ein. 5. Wagen müssen wir das Ceben in das edle Bergwerk'nein, uns tief unter selüft begeben, hauen Eri aus festem Stein; õlück und Segn bedlürfen alle, ei, das geb uns Gott mit Ffreud, daß wir lo⸗ ben ihn mit Schalle hier und dort in Cwigkeit. matthäus Wleser g. 1617 4 1678. Bei sfrieg und frieden. Eigene melodie. 1 I 1— 34² + 1 + NR u frie de-fürst, herr Je⸗- su khrist, ein star ker not⸗- hel ⸗fer du bist —5—555 ..—— 5 wäahr mensch und wah ⸗rer im Le⸗ ben und im Gott, 0dl. drum wir al= lein I I 1—EEr im na⸗- men dein 2. Recht große not uns stößet an von frieg und Ungemach, daraus uns niemand helfen kann denn du, drum Gahe dlie Sach! Den Vater bitt, daß er ja nicht im Zorn mit uns woll fahren. 3. Gellenk, herr, setzo an dein Amt, daß du ein friedfürst bist, und hilf uns gnädig allesamt jetzo zů dieser frist! Laß uns hin. fort dein göttlich Wort im fried noch länger schallen! zu dei- nem ba⸗ ter schrei ⸗en. 4. Uerdienet habn wir alles wohl und leidens mit Geduld; dloch größer deine önad sein soll denn unsre Sünd und Schuld; dlarum vergib nach deiner Lieb, dlie du fest ju uns trägest. 5. oercn Wc unsern Sinn und herz durch den õeist deiner Gnad, daß wir damit nicht trei⸗ benscherz, der unsrer Seele schad. O Jesu Christ, allein du bist, der solchs wohl Kann ausrichten. Jakob Cvert g. 149 1614. 59⁵ Krieg u. friedlen e mel.: herilievster Jesu, was hast du verbrochen. Zweite melodie im Anhang. Joh. Crüger 1640. I— 13 + +— + N 1 I 4—47 I 1 + ATANTNH NH h) err un ·ser õott, laß nicht ju schan · den 12.—.—— + — 4—— 1 I 1 1 4—— I 1 I I wer den die, so in ih ren nö- ten und be⸗ —.— 1 —.— +—— — + 4.——FFFIFIFFFF—. D schwer den bei rag und nacht auf dei- ne 2. Mache zu schanden alle, die dlich hassen, die sen allein auf ihre macht verlassen; ach Kehre dlich mit 6nade ju uns Armen, laß dichs erbarmen! widler unsre feinde! Wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald freunde, sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, kein õlied mehr regen. 3. Und schaff uns Beistand f 1 I—— I + + I—.——„ H I + I + + — + 1 + I + I—. .— 61- te hof- fen und u dlir ril⸗fen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen; vergebens ists, auf Menschenhülfe bauen; mit dir wir wollen Taten tun und kämpfen, die feinde damp⸗ en. 5. Du bist der held, der sie kann untertreten und das bedrängte kleine häuflein retten. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: hilf, helfer! Amen. Joh. heermann g. 1585 + 1647. Mel.: Da christus geboren war. Vorreformatorisch. 544 2—— I I.— +LG 2—— I„2—.41 iiπ— + 1 ◻HMH— 4 + 2 + DAA + 2 2 Lreu-er Wäch- ter 78-ra- el, des sich 300 + 1 + II I —— + 4——.—1 +— 1 + I— 1 freu et mei⸗ ne Seel, der du wei-ßest al ⸗les Ceid I + I XXI— + 1— I E — 4441 + II— dei ner ar men chri ⸗östen· heit, o du I 2— + I I I— —E Wäch⸗ ter, der du nicht schläfst noch schlum-merst, I— 7.———— DP Si.——— 4——— zu uns richt dein hülf⸗ rei-ches An ⸗ge-sicht! 2. Schau, wie große Hot und Oual trifft dein Volk setzt über⸗ all; täglich wird der Trübsal mehr. hilf, ach hilf, schütz deine Lehr! Wir verderben, wir ver⸗ gehn, nichts wir sonst vor Au⸗ gen sehn, wo du nicht bei uns Wirst stehn. 3. hoherpriester Jesu christ, der du eingegangen bist in den heil⸗ gen ort su õott durch dein Kreuz und bittern Tod, häst 20610 chn uns durch dein Blut, ausgelöscht der hölle olut, wiederbracht das höchste Gut, 4. Sitzst auch heut ins Vaters Reich, ihm an macht und Chre gleich, unser einger Enaden⸗ thron, seine höchste freud und seron, den er in dem herzen trägt, wie sich selbst zu lieben Ichlda⸗ dem er keine Bitt ab⸗ schlagt: 5. scläglich schreien wir zu dir, klopfen an die 6nadentür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum, dein Er· barmen hat kein End, deines Vaters ZJorn abwend, der jetzt Wie ein feuer brennt. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus hülfe leist! 2095 mit deiner starken hand, menschen⸗ hülf hät sich gewandt. eine Mauer um uns bau, daß dem feinde davor grau und mit Zit⸗ tern sie anschau. 7. Treuer hort Immanuel, du Beschützer meiner Seel, õott mit uns in aller Hot, neben uns und in uns Gott, õott für uns zu aller Zeit, Trutz dem, der uns tu ein Ceid! Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm! Caß jetzt sehen deine macht, 50⁷ Krieg u. frielen e drauf wir hoffen Tag und Uacht, unsrer feinde Schar zertrenn, daß dich alle Weit erkenn, aller herren herren nenn. 9. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr 6lück und Ritterschaft, deine Christen traun auf dlich, auf dlich traun sie festiglich. Laß sie werdlen nicht zu schand, bleib ihr helfer und Beistand, sind e dlir doch all bekannt. 10. Du bist ja der held und mann, der den friegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar ver⸗ brennt und der menschen herzen wendt, daß der srieg gewinnt ein End. 11. Jesu, wahrer friedensfürst, der der Schlange hat jerknirscht ihren Kopf dürch seinen Tod, wiederbracht den fried bei õott, gib uns frieden gnädiglich! So wird dein Volk freuen sich, da⸗ für ewig preisen dich. Joh. heermann g. 1585 1647. mel.: nun lob, mein Seel, den herren. 1540. 5⁴⁵ SSSSSEEE—— —7— +7 +7 DMMNINNANINNDN 6 ott lob, nun ist er⸗-schol-ien das daß nun⸗mehr ru⸗hen sol- len die 1 1 + + +%— + + 4 4 + + 1 LA SII + + 1 VI B........ — ed- le fried- und freu den-wort,— Spieß und Schwer-ter und ihr Wond) Wwohlauf und —F——.—— 1 + — nimm nun wie⸗-der dein Sai-ten-spiel her vor, o 1 TE +— 1 +. 1 1 1 1 + — + — I..—..—— ——— A— + — 598 Deutsch-land, und sing Lie der im hohen, vol-len S.......IIII—....‚ ———E I—1+— 2—— 1 chor! er he⸗ be dein 6e⸗ mü⸗ te u ——— + ———1—— I— — 1——. dlei- nem 6ott und sprich: herr, dei ⸗ ne .————.— 1 + 55 1 7 V Gnad unl 6ü=- te bleibt den- noch e⸗ wig ⸗lich. 2. Uir haben nichts verdienet als schwere Straf und großen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sün⸗ llendorn. Wir sind fürwahr ge⸗ schlagen mit haͤrter, scharfer Rut, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der Erieg und sein Geschrei. 3. Sei täusendmal willkom⸗ men, du teure, werte friedens- gab! Jetzt sehn wir, was für frommen dein beiunswohnen in sich hab. In dir hat õott ver⸗ senket all unser lück und heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil dles Herzleids in das herze und löscht aus UInverstand die güldne freudenkerze mit seiner eignen hand. 4. Das drückt uns niemand besser in unsre Seel und herz hinein als ihr zerstorten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein, ihr vormals schönen fel⸗ ler, mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Wälder und dürre, wüste heid, ihr oräber voller 15196 und blutgen hel⸗ lenschweiß, der helden, deren gleichen auf Erden man nicht Weiß. 5. hier trübe deine Sinnen, o mensch, und laß den Tränen⸗ bach aus beiden Augen rinnen, geh in dein herz und denke nach! Was Gott bisher gesen⸗ dlet, das hast du ausgelacht; nun hat er sich gewwendet und väterlich beclacht, vom Grimm und scharfen Ddringen zu dei⸗ nem heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutestun. 6. Ach laß dich doch erwecken! Wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als das harte Schrecken dlich schnell und plötzlich über⸗ fällt. Wer aber christum liebet, sei unerschrocknes Muts, der friede, den er gibet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre ge⸗ ben: Das Ende naht herzu, da sollt ihr bei õott leben in evgem fried und Ruh. paul Gerhardt g. 1007 T 1676. 59⁰ SSESISSSSSSSE Mel.: Nun danket alle Gott. 546 Ursprüngliche form im Anhang. Joh. Crüger 1648. — 2— err 6ott, dich lo ⸗ben wir, re⸗ laß dlei- nes 6ei-stes Glut in ——— EI.— 2——3 — EENAH gier, herr, uns re Stim-men, un sern her⸗zen glim⸗men! —.——* +— 2 flamm, ach komm zu uns all⸗- hier, so sin gen somm, komm, o ed-le I 1— I 1 I I + I II I—— I I FE —.— + + 1— *— wir mit Cust: herr 6ott, dlich lo⸗- ben wir. 2. herr Gott, dich loben wir, sind in Ruh! herr õott, wir dan⸗ wir preisen deine öüte, wir rüh⸗Ken dir. men deine macht mit herzlichem 5. herr Gott, dich loben wir, emüte. Es steiget unser Lied daß du die Pfeil und Wagen, bis an des himmels Tür undSchild, Bogen, spieß und tönt mit großem Schall: herr Schwert zerbrochen und zer⸗ bott, dich loben wir. Isschlagen. Der Strick ist nun ent⸗ 3. herr bott, dich loben wir für zwei, darum so singen wir mit deine großen önaden, daß duherzen, Zung und nund: herr das Uaterland von friegeslast Gott, wir danken dir. entladen, daß du uns blicken 6. herr Gott, dich loben wir, läßt des gülanen friedens Zier; daß du uns zwar gestrafet, jedoch drum jauchzet alles Volk: herr in deinem Zorn nicht ganz hast Gott, dich loben wir. weggeraffet; es hat die Vater⸗ 4. herr Gott, dich loben wir, hand uns deine 6nadentür jetzt die wir in vielen Jahren der wieder aufgetan: herr Gott, wir Waffen schweres Joch und fre⸗Idanken dir. chen 6rimm erfahren. Jetzt 7. herr Gott, wir danken dir, rühmet unser und mit herz⸗daß du Land, Kirch und häuser, licher Begier: Gott Lob, wirden edlen fürstenstamm und 6⁰⁰ llessen. ten ha hier, d⸗ herr öl 8. her un bi 54 dlessen grüne keiser bisher erhal⸗ ten hast; gib ferner nad all⸗ hier, daß auch die achwelt sing: herr õott, wir danken dir. 8. herr Gott, wir danken dir wir auch künftig stets in stoljer kuhe leben. serön uns mit dei⸗ nem Gut, erfüll jetzt nach Begier, o Vater, unsern Wunsch! herr Gott, wir danken dir. Johann franck g. 1618 + 1677. und bitten, du wollst geben, daß Jahreszeiten. Mel.: valet will ich dir geben. Nelchior Teschner 1615. 54⁷ 12—5 I 1 —— ie lieb-lich ist dler mai⸗en aus daß sich die men⸗schen freu en, weil + 1 4 1 ..———. 6ot- tes ⸗ güt, Die —— lau- ter cier sieht man jetzt al-les grünt und blüht.) sprin gen mit Lust auf grü⸗- ner Weid, die Vög-⸗lein —.— 1 1 + I I N .—. 5 ————.— 1 X + hört man sin⸗gen, die lo⸗ben Gott mit freud. 2. herr, dir sei cob und hre für solche Gaben dein! Die Blüt zur frucht vermehre, laß sie ersprieß⸗ lich sein! Es steht in deinen hän⸗ (len, dein macht und Güt ist groß, drum wollst du widerwenden meltau, frost, Reif und Schloß! 3. Herr, laß die Sonne blicken ins finstre herze mein, damit sichs möge schicken fröhlich im beist zu sein, die größte Lust zu haben allein an deinem Wort, dlas mich im sereuz kann laben und weist des himmels Pfort. 4. Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem namen dein und iaß mir wohl gelingen, im Geist früchtbar zu sein, die Blümlein laß aufgehen von Tugend man⸗ cherlei, lamit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei. Martin Behm g. 1557 1 1622. 601 Uik. hermann()) 1560. 3548 2 15——— 2 SSSPD...— —— 7 NI eh aus, mein herz, und su⸗che I I I* I ö 1—— 12——————— 1 I 1 I + 1 1——— freud in die-ser lie-ben som-mers-zeit an I....] ——————————— G dlei-nes Got⸗-tes 6d-ben, schau an der schö⸗nen —.———— — 5——*5— +— 6äar- ten Zier unc sie: he, wie die mir E.. EH —...———— Il und dir 2. die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Stãub mit einem grünen seleide; Harzissen und die Tulipan die ziehen sich viel schöner an als Sadlomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in dlie uft, das Tãublein fleugt aus seiner sluftꝰ) und macht sich in die Wälder; die hochbegaäabte naächtigall ergetzt und füllt mit ihrem Schall Berg, hügel, Tal und felder. Jerem. 48, 28. 4. Die Glucke führt ihr Völklein dus, der Storch baut und be⸗ wohnt sein haus, das-Schwälb⸗ lein speist die Jungen; der sich aus- ge schmük⸗ket hãa-ben. schnelle hirsch, das leichte Reh ist froh und RKommt aus seiner höh ins tiefe 6ras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in dlem Sand und malen sich in ihrem Kand mit schattenreichen Murten; die Wiesen liegen hart dabei und klingen gänz vom Lustgeschrei der Schaf und ihrer hirten. 6. Die unverdroßne bienen⸗ schar fleugt hin und her, sucht hie und dar ihr edle honigspeise: dles süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk Reij scraft in seinem schwachen eise. 60² Hent 0 0 +7 E 7. Der Weizen wächset mit Ge⸗ walt; darüber jauchzet Jung und Rit und rühmt dlie große Glite des, der so Uverflüssig labt und mit so manchem õut begabt das'menschliche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mit alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem höchsten klingt, aus meinem herjen rinnen. 9. Ach, denk ich, vist du hier so schön und läßt dus uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden, was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem rei⸗ chen himmelszelt und güldnen g Schlosse werden? 16. Weich hohe Lust, welch hel⸗ ler Schein wird wohl in christi Gäarten sein? Wie inuß es da wohl klingen, da so viel tausend Seräphim mit eingestimmtem Mund und Stimm shr halleluja singen? 11. 0 wär ich da! 0 stünd ich schon, ach süßer õott, vor deinem mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. chron und trüge meine palmen! so wollt ĩ nach der Engel WDeis erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch gleichwohl will ich, weil ich nöch hier trage dlieses Leibes Joch, auch nicht ganz stille schweigen; mein herze soll sich sort und fort an diesem und an allem ort ju deinem lobe neigen. 13. hilf mir und segne meinen õeist mit segen, der vom himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; gib, daß der Sommer leiner onad in'meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrücht erziehe. 14. Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein uter Baum, und laß mich wohl bekleiben). Uerleihe, daß iu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben. fest wurzeln. 15. Erwähle mich zum Paradeis und laß mich bis zur letzten Reis an Leib und Seele grünen, so will ich dir und deiner Chr allein und sonsten keinem mehr hier und dort ewig dienen. paul Gerhardt g. 1607 + 1676. nik. hermann 1560. 540 I—— + 1 LI ott Lob, nun kommt die früh ⸗Uings- jeit, da sich die gan ⸗ grünt, es blüht, es singt und springt, daß —— ot-tes Lob und Ruhm er-klingt. hal-le ⸗ lu-ja! 2. Mein sott, gib mir bei dieser( und für und sing dir fröhlich Freud des herzens wahre Dank⸗dort und hier. halleluja! bäarkeit, daß ich dir diene für Joh. olearius g. 1611 1 1684. mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. Hlik. hermann 1560. eer,. N G ott lob, die schö ne Som-mer-zeit ist 1 I I I 143— I I 1— 2. VS.. 1 + I IEXI 1 da, die mir mein herz er-freut, Laub und 6ras V + I ————— steht in vol- ler Pracht, weil Gott hãt — ꝙ—. *. 2 I I XEX + I + + N + 1 I— P + I*1 I + 2 + N —————— al- les wohl ge⸗ mäacht. hal le ⸗ lu⸗- ja! 2. mein sott, laß mich die letzte Sommertag, daß man dir Erntefreud erinnern meiner ewig singen mag. Halleluja! Herrlichkeit, wenn RKommt der Joh. olearius g. 1011 4 1684. 6⁰⁴ schenßt 2. Mei önad n und ff 55 —— — eit v — — Jahr Jahreszeiten mel.: erschienen ist der herrlich Tag. nik. hermann 1560. 2. mein õott, laß deine 6ut und mein herz õnad mich dankbar finden früh und spat, gib mir, was hier 7⁰0 mel.: Erschienen ist der herrlich Tag. 551 2.— I + I H 2 + +. TZ— —1I34 I I I I—— 1— — + + 1 I + 11 — T SGott cob, die herbst⸗jeit jei⸗get 55. SS.SSPSPSPISI.I......IIII..... —————.———— sich, öott seg⸗ net das Land mil- dig-ölich; was * + 1 + + 1 + + + I + 2 4*— L + 1 nah- rung bringt, was uns er freut, dlas 1———.—— DNN + + I + D +— +— + + II 1— Z— 2 + 1 1+I——...J——— N —— 1—— I I IE— I 8 erfreut, gib mir dort deine Seligkeit! Hälleluja! y. Olearius g. 1011 1684. nik. hermann 1560. 35²2 I I 1 + I— + 1 — te Uin ter⸗ HGTMDTONTNT G ott Lob, die hal· SSISI....... I— zeit vbringt uns die wer te Weih-nachts freud, das I 1 1 + +— ———— ——— 1— + 1 +— —— ahr geht aus, dlie freuid Ist da, das 60⁵ Zur haͤgelfeier AÆAÆ=EeEEeeEE — +—— I I. 2— 1 N SDSDSISIS..I.I.....———— —— I— 2232.2 1 1— licht, das neu—e Jäahr ist da. hal-le ⸗ lu-ja! 2. mein Gott, gib mir das waähre Licht! Wenn mir gleich Licht und freud gebricht, sei du mein Trost, mein Licht und freud, daß ich dir sing in Cwig⸗ Keit. Halleluja! Joh. Olearius g. 1611 +T 1684. MNel.: kinge recht, wenn sottes 6nade. Um 1740. 5 5 3 2—— I I IN 2 I 1— 1 TGNTGNTGNTNTI freu-et euch der schö⸗ nen Er-de, 1 1 IE— —.—— ZI denn sie ist wohl wert der freul. o was häat für —.—— I 1 I 1 N I—————+ —— herr⸗ lich Kei/ ten 2. Und doch ist sie seiner füße reichgeschmückter Schemel nur, ist nur eine schön begabte wun⸗ derreiche fereatur. 3. freuet euch an mond und Sonne und den Sternen allzu⸗ mal, wie sie wandeln, wie sie kal. Uber unserm Erden⸗ tal. un-ser 6ott da aus-ge-streut! 4. Und doch sind sie nur 6e⸗ schöpfe von des höchsten Gottes hand, hingesät auf seines Thro⸗ nes weites, glänzendes Gewand. 5. LDenn am Schemel seiner füße und am chron schon solcher Schein, o was muß an seinem herzen erst für õlanz und onne sein! K. J. Pyil. Spitta g. 1801 + 1850. Zur haͤgelfeier. mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mel. 1. französ. Psalmmelodie 1547. 2..——J—‚;..‚.— D DMMNMNNNNMN O va⸗ ter, 6⁰⁰ Fä dlei- ne son-ne scheint auf —— + 1 + I I I. 2.— ——.‚— SSS — 1— I 1. I 1— Bös und from-me, freund und feind, es Wird die gan-je 1— E N 1——— SIIIIII ——I + 1 I 1—.— 1 H 27 Uelt er ⸗leucht mit Tau und Re⸗ gen auch be⸗feucht. 2. Du machst die Berg und Ruen naß und läßt drauf Wächsen Laub und 6räs, damit die Tiere mannigfalt im feld sich nähren und im Wald. 3. Uns menschen gibst du Brot und Wein, daß unser herz Kann fröhlich sein; du machst, dlaß es dlie Erde bring, und unsre Arbeit uns geling. 4. Wir bitten deine onad und 6üt: Dein eigne Wohltat uns behüt, die frücht der Erde uns veiwahr und gib uns ein geseg⸗ net Jahr! 5. Ein fruchtbar Wetter uns bescher, frost, hagel, Mißwachs von uns kehr!? Wind, Kegen, Tau und Sonnenschein muß dei⸗ nem Wort gehorsam sein. 6. Wiewohl sich Sünde bei uns findt, denk, daß wir deine sein⸗ der sind, und tu auf deine milde Tanh dein fußstapf segne unser and! mel.: Erhalt uns, herr, bel deinem Wort. Um Sonnenschein. 7. Den himmel mach von Wol⸗ ken rein, auf daß dlie Sonn beständig schein und bald er⸗ wärme und aufricht, was sonst verdirbt und wird zunicht. Um Regen. 8. O Gott, erhöre unsre Bitt und teil uns mildlen Regen mit, daß wir genießen deine Gab, und auch dlas Dieh sein futter hab. 9. Wenn deine nad das Jahr dlenn kröͤnt, sind wir mit deinem Gut belehnt; tu aber dieses noch dazu und gib esundheit, fried und Ruh! 10. SBei dir steht alles, herr, allein, wir wolln dir treu unc dankbar sein und deines großen namens Chr dafür ausbreiten mehr und inehr. bann. 6sp. Ieο. nach niklas herman 4 1561. Dr. M. Tuther() 1543. I V + DEII 355— —— e · scher uns, herr, das täg ⸗lich Brot, vor 6⁰⁷ Zur hagelfeier e + +—— I——0— + I—— 1 + II I + 1 · + Teu-rung und vor hun-gers »not be- hüt uns durch dein — X N ——— 11 f—H ———1—4.—.—*—————“ —.—— 3. 0 II lle-ben Sohn, oott Va⸗-ter 2. 0 herr, tu auf dein milde hand, mach uns dein 6nad und Güt bekannt, ernähr uns, deine seinderlein, der du speist alle vögelein. 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, drum unsre bitt, herr, auch vernimm, denn aller Ding du Schöpfer bist und allem Vieh sein futter gibst. 4. Gedlenk nicht unsrer missetat und Sünd, die dich erzürnet hat; Mel.: Herr Jesu, önadensonne. 2. *—— in dem höch-sten chron! laß scheinen dein Barmherzig⸗ et dlaß wir dich lobn in wig⸗ eit. 5. O herr, gib uns ein frucht⸗ bars Jahr, den lieben ornbau uns bewahr, vor Teurung, hun⸗· ger, Seuch und Streit behüt uns, herr, zu dieser Zeit! b. Du unser lieber Vater bist, weil Christus unser Bruder ist; drum trauen wir allein auf dich und wolln dich preisen ewiglich. Uiklas herman 4 161. 15²⁴. — ——* * I — D as fand wollst du be-den-ken mit und sein 6e-pflüg-tes trän⸗-ken, mit Se-gen dei nem reich laß sein ke⸗ gen ma chen weich; 6e-wächs es 4—— + I— — 1 +—— not ISeer —E‚= EIII .———————— le- ben! Uir wolln dir dank ⸗ bar sein. Uincentius Schmuck g. 1567 4 1628. Beim Gewitter. mel.: Ruf meinen lieben Gott. SEinn wett er stei ⸗get auf. Mein I ̃— —1 ——ꝛt;t— herz, zu Hott hin ⸗auf! fall ihm ge⸗schwind ju 1 I— + I — +— — E. ——— 1 1 E +—.— fu-ße durch wah re hBeu und ßu-ße, da- mit gleich + + I — llei ne 2. herr, der du gut und fromm, zu dir ich gläubig komm, bitt mir aus dein Erbarmen, hab Christum auf den Armen; um dessentwillen schone, mir nicht nach Sünden lohne! 3. Durch christi teures Blut mach mir ein herz und imut, das sich nicht knechtisch scheue, das vielmehr deiner Treue in allem kindlich traue und auf dein Hel⸗ sen baue. Sün⸗den durch Chri-sti Tod ver-schwin⸗den. 4. Ich will mit dem, was mein, dir ganz ergeben sein; dein flu⸗ gel wird uns decken, verjagen alles Schrecken und lassen uns alls Gnaden das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan, verlaß uns nicht, bleib unsre Zuversicht und laß dein Vaterlieven auch jetzt an uns sich üben! So wolln wir, weil wir leben, dir Preis und Chre geben. Amilie Juliane, õräfin zu Schwarivurg-Rudolstadt g. 1657 1 Noo. 6⁰⁰ bei anhalt. Dürre A EEEE nach dem 6ewitter. Mel.: herr Jesu, önadensonne. 15²24. 2.4 558 I———5 ; DMMDNNDINh err oott, nun sei ge⸗ prie-sen, daß uns Schutz und Schirm er wie⸗sen in du ju die⸗ ser Zeit des der 6e-jfähr-lich Keit Don-ners, der uns schreck⸗te, — des blit-zes, der sich streck te auf un-ser hof und haus. 2. Wir haben klar gesehen, herr, leine große acht, vor dir kann nichts bestehen; denn wenn dein Donner kraͤcht, und sich dein blitz entzündet, ach Gott, ach so befin⸗ let sich alles in õefahr. 3. Das ULetter ist vergangen, vorbei ist die õefahr, wir haben Schutz empfangen durch õott, der bei uns war; haus, hof, Gut, Ceib und Leben und was er sonst ge⸗ geben blieb uns ganz unversehrt. 4. So voller 6öüt und 6naden ist der getreue õott, der uns be⸗ währt vor Schaden in so sehr großer ot; drum wir ihn herz⸗ lich loben, sein Ruhm sei hoch er⸗ hoben, so weit der Erdkreis geht. 5. Laßt uns uns fertig machen, daß, wenn der jüngste Tag mit Donnern und mit srachen viel⸗ leicht bald Kommen mag, wir alle so bestehen, daß wir mit õott eingehen zur ewogen Seligkeit. 17¹0. Bei anhaltender Dürre. Mel.: Nus tiefer Uot schrei ich zu dir. Mel. 1. 15²24. 4.——— 559 D‚III........... + I— + 1 I.— TGTOTNTNTUN N ch her-re, du ge-rech⸗ter Gott, wir mit uns⸗ rer Sünd und mis ⸗se⸗tat, daß 61⁰ hä-bens wohl ver ⸗(lie net Y ů un-ser feld nicht grü⸗ net,) daß viey und men schen * — 1 trau-rig sein. Wenn du zu-schließt den him · mel dein, dann müs⸗ sen wir ver ⸗ schmach ⸗ ten. 2. herr, unsre sSünd erkennen vom himmel mit dem Regen Wir, die wollst du uns verzeihen: dein! Dein ist der himmel sa all Unsre hoffnung steht zu dir, allein, ohn dich kann es nicht Trost, hüif tu uns verleihen: gib regnen. gegen und den Segen dein üm 4. Esstehtinkeinesandernhand, deinesnamenswilln allein, herr, daß er follt Kegen geben; den unser õott und Tröster! himmel haͤst du allsgespannt, 3. Gellenke, herr, an deinen darinnen du willst schweben. gund! Um deines Hamens Wil⸗Allmächtig ist der Name dein, len bitten wir dich von Herzens solchs Käannst du alles tun allein, grund, tu unsre Not doch stillen herr, unser 6ott undTröster! 1502. Bei anhaltender lässe. —⁴— mel.: Rus tiefer Uot schrei ich zu dir. Mel. I. 1524. SDRE Gott, der du das fir-ma- ment mit der du im-glei⸗ chen kannst be⸗-hend das —* E—— N F — Wol-Een tust be⸗ dlek-ken, Son-nen-licht er ⸗wen⸗ken, halt doch mit vie iem 611 Re- gen ein und gib uns wie der Son- nen- * I I—— — S ——— schein, daß un ⸗ser 2. Die felder trauern weit und breit, die früchte leiden Schaden, weil sie von vieler feuchtigkeit und llässe sind beladen; dein Se- gen, herr, den du gezeigt uns Armen, sich zur Erde neigt und will fast ganz verschwinden. 3. Das machet unsre missetat und ganz verkehrtes Leben, so deinen Zorn entzündet hat, daß wir in öten schweben; herr, wir bekennen unsre Schuld: weil wir die Buße nicht gewollt, so muß der himmel weinen. Land sich freu e. 4. Doch denke wieder an die Treu, die du uns hast versprochen, und wohne uns in 6näde bei, llie wir dich kindlich suchen. Wie hält so hart sich dieser Zeit dein herz und sanfte freundlichkeit; du bist ja unser Uater. 5. GEib uns von deinem him⸗ melssaal dein klares Licht und Sonne und laß uns wieder über⸗ all empfinden freud undlbonne, daß alle Welt erkenne frei, daß außer dir kein Segen sei im him⸗ mel und auf Erden. mich. Schirmer g. 1606 4 1673. Am Erntedankfest. kigene melodie. M. N. v. Cöwenstern 1644. ———.— 12 561 — HarTFHTODDE Il un prei set al⸗ie 6ot-tes Barm- 4— + + + EI I + 1 ˖᷑́I᷑e I + I 2** — her-zigkeit, lob ihn mit Schal le, wer te- ste — I + + I I 1 ——. 2— + 1 I + 1 1 — chri-sten heit! Er läßt dich freund- uch V sich 6¹² E E I + 1— la-den, freu e dich, 75- 2. Der herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu fuß ihm fällt. Viel tau⸗ send Engel um ihn schweben, psalter Und harfen ihm Chre geben. 3. Wohl auf, ihr heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weide stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort verkün⸗ den, machet uns ledig von allen Sünden. + rã-el, sei- ner 6na- den! 4. Er gibet Speise reichlich und überali, nach VaterslDeise sättigt er allzumal; er schaffet früh und späten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob ver⸗ mehre, werteste Christenheit! Uns soil hinfort kein Unfall scha⸗· den, freue dich, Israel, seiner 6naden! matthäus Rpelles v. Löwenstern g. 1504 + 1648. mel.: O daß ich tausend Zungen hätte. 17³8. 1 + I I 1 I—1 562 Gott, von dem wir al ⸗les ha-ben, du à- ber tei-lest dei⸗ ne 6a⸗ben — 1 I ——M*i EEH + + N + + + 1 I + + —— 2.......—— + die Welt ist ein sehr gro-ßes Haus, dein se⸗ gen recht wie ein Va⸗- ter drin nuen aus. + I 7— 1 I—-n IE I LI — macht uns al-le reich, ach lie⸗ber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische ehn? Doch muß die Rotdurft einem fehlen, denn du anen, allen vorzusteyhn und schaffest, daß ein jedes Land sein prot be⸗ koinmt aus deiner hand. 3. Du machst, da man ãuf Hoff nung säet und endlich auch die frucht genießt; der Wind, der durch die felderwehet, dielbolke, so das Land begießt, des Himmels Lau, der Sonne strahl sind deine Diener allzumal. 61³ 4. Und also wächst des menschen Speise, der Ncker selbst wird ihm zu Brot, es mehret sich vielfältger Weise, was anfangs schien als wär es tot, bis zu der Ernte Jung alt Alt erlanget seinen Unter⸗ alt. 5. Nun, herr, was soll man erst bedlenken? der Wunder ist hier gar zu viel. So viel als du Rann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel, denn immer wird uns mehr beschert, als Wir zusammen alle wert. 6. Uir wollens auch keinmal vergessen, was uns dein Segen träget ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein, und herz und Mund soll lebenslang für unsre nahrung sagen Dank. faspar Ueumann g. 1648 + 1715. lach dler Ernte. ——— mel.: von sott wul ich nicht lassen. Auch nach melodie Ur. 400 ju singen. 1572. 30³ —— 4.—— ie ernt ist nun zu en ⸗ de, der wor- aus Gott al-le Stän- de satt, + I I 7 II 1 1 1 I 8 —1— ID + * S Se-gen ein- ge-bracht, reich und fröh-lich mächt. Der al-te Gott lebt 2.——— I IL—— —— I41 I I urtl E noch, man kaänn es deut- lich mer-ken an 4 so viel ———————.——.* I + + + I +— + iA D‚ Lie bes- wer-ken, drum prei-sen wir 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das feld bestellt und oft uns ohne Bitte getan, was uns ge⸗ fällt; die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die fried und Ruh gegeben, daß je⸗ der sicher wohnt. ihn hoch. 3. Zwar manchen schönen Segen hãt böses Tun verderbt, den wir auf guten Wegen sonst hätten noch ererbt; doch hat Gott mehr getan aus unverdienter õüte, als Mund, herz und 6emüte nach Würden rühmen kann. 61⁴ 4. Er hat sein herz geneiget, uns Sünder zu erfreun, genugsam sich bezeuget durch Tau und on⸗ nenschein. Wards aber nicht ge. acht, so hat er sich verborgen und durch verborgneSorgen zum Be⸗ ten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, du hast viel Dank verdient; du mildester Berater machst, daß uns Segen rünt. Wohian, dich loben wir ir abgewändten Schaden, für viel und große 6naden; herr bott, wir danken dir. 6. zum danken kommt das Bit⸗ ten: Du wollest, frommer Gott, vor feuer uns behüten und aller andern not, gib friedensvolle Zeit, erhalte deine Gaben, daß Wir uns damit laben, regier die obrigkeit! 7. Besonders laß gedeihen dein reines, wahres Wort, daß wir uns dessen freuen, und auch an unserm'ort dies gute Samkörn⸗ lein verlangte früchte bringe, und wir in allem Dinge recht fromme Leute sein. 8. Gib, daß zu dlir uns lenket, was du zum unterhalt des Leibes hast geschenket, dlaß wir dlich männigfalt in deinen Gaben sehn, mit herzen, mund und Le- ben dir Danß und chre geben. O laß es doch geschehn! 9. Kommt unser Lebensende, so nimm du unsern 6eist in deine Vaterhände, wo er der Kuh ge⸗ neußt, wo ihm kein Leid vewußt, so ernten wir mit freuden, nach ausgestandnem Leiden die Gar⸗ ben voller Lust. Gottfried Tollmann g. 1680 1 1766. Bei reichlicher Ernte. mel.: Nch erkennet, liebste Seelen. 17⁰⁴. 564 I +— 1 +. err, gie Er⸗de ist ge⸗seg net Glit und mil⸗ de hat ge⸗reg-net, —— I von dlem Wohl⸗ tun dlei-ner hand, A dein eeschenk be·-deckt das Land.) Auf den hii⸗geln, — —E.—— in den 6rün⸗den ist dein se-gen aus⸗ge⸗streut; un ⸗ser 61⁵ War-ten ist 2. Aller Augen sind erhoben, herr, auf dich zu jetler Stundd, dlaß dlu Speise gibst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine hände, dein Ver⸗ mögen wird nicht matt, deine hülfe, nad und Spende machet alle froh und satt. 3. Gnädig hast du ausgegossen deines Uberflusses horn, ließest 6ras und fräuter sprossen, lie- ßest wachsen frucht und sorn. mächtig häst du abgewehret Schadlen, Unfall und õefahr, und dlas Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. ge ⸗krö-net, un-ser herz hast du er⸗-freut. 4. herr, wir haben solche õüte nicht verdient, die du getan; un⸗ ser Lissen und õemüte klagt uns vieler Sünden an. herr, verleih, daß deine önade jetzt an unsre Seelen milar dlaß dder Reichtum dleiner ilde unser herz zur Buße führt. 5. Hilf, daß wir dies Gut der Erden treu verwalten immer⸗ fort; alles soll geheiligt werden durch Gebet und Gottes Wort. Alles, was wir outes wirken, ist gesät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden unaus⸗ sprechlich reich und groß. hr. Rud. heinr. puchta g. 1808 + 1858. Bei sparsamer Ernte. Mel.: Was Hott tut, das ist wohl getan. 168/1. 50³ HaETUNTOTUE⁰ε IU as Gott tut, das ist wohl ge⸗ Uemn man nicht reich lich ern-öten V I—— II 1.—1 + tan, so den-ken 6ot- tes in-der. kann, ebt er uns doch nicht min ⸗der. FEr sieht das * ů— ᷣ——— + 1 + +1— herz doch him-mel-wärts, 61⁰ ob wir gleich oft auf Er- den bei 2. Was Gott tut, das ist wohl getan. Im nehmen und im 6e⸗ ben sind wir bei ihm stets wohl daran und können ruhig leben. Er nimmt und gibt, weil er uns liebt, und seine hände müssen wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott tut, das ist wohl getan. Er zeigt uns ost den Segen, und ehe man ihn ernten kann, muß sich die hoffnung legen; Weil er allein der Schatz will sein, so nimmt er andre Güter und bessert die emüter. 4. WWas Gott tut, das ist wohl getan. Es geh nach seinem Wil⸗ len. Laßt sich es auch jzum hunger g an, weiß er ihn doch zu stillen, Cüneb. 6sb. 1767. man-gel trau-rig wer⸗den. obgleich das feld nicht viel ent⸗ hält. inan kann bei wenig Brocken satt werden und froh⸗ locken. 5. Was Gott tut, das ist wohl getan. Das feld mag traurig ste⸗ hen, wir gehn getrost auf seiner Bahn und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft uns Lebens- kraft, es nennt uns Gottes Erben, wie können wir verderben? 6. Was Gott tut, das ist wohl getan, so wollen wir stets schlie⸗ ßen. Ist gleich bei uns Kein Ka⸗ naan, iwo ilch und honig flie⸗ ßen, doch ists genung zur Sätti⸗ ung, wenn õott das Denge seg⸗ net und uns mit huld begegnet. nach Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737. Auf Reisen. mel.: Dies sind die heilgen zehn ebot. 13. Jahrhundert. 50⁰ 5—— —.—— I 1 ——— tes na men faͤh ⸗ ren wir, sein heil ⸗ ger en- gel geh uns für Wie ** dem vbolk in HA⸗· gup 01⁷ ten ⸗-LCand, das ent⸗ .— 1 ging Pha⸗- ra⸗- o- nis hand. suy ⸗ ri e⸗leis! 2. Herr, du wollst unser 6'leits⸗unsern ort, wenn du uns gnä⸗ mann sein und mit uns gehen üdig hilfest fort. gyrieleis! aus und ein und zeigen alle Steig 4. herr Christ, du bist der rechte und Steg, wehre dem Unfall auf Ieg zum himmel und der einge dem LDeg! Kyrieleis! Steg; hilf uns Pilgrim ins Vater⸗ 3. So wird kein Berg noch tiefes landl, weil du dein Blut hast dran Tal, kein Waßr uns irren über⸗ gewandt. gyrieleis! all; fröhlich ommn wir an niklas herman 4 1561 kigene melodie. 1710. ⁰⁷ + 1 4.— 1 ENN Pist du gleich fer- ne von be— * I— I I 7 I ESI I I + * D 1— 1.— +— kann-ten, was scha⸗- dets, da dir früh und — I— —————— spät ein heer von glän zen den Trã SPSPIPIPꝗIPFPFPIPIPIPIPIP‚I‚III.I.II....... ꝑ I. I I PI—..— ban ⸗-ten um⸗- her um dei- nen Wa⸗ gen steht? de scheiden, und kein efährte nicht schrecken, die über Cand 2. scelen, und Lemn Selahre 3. Die finstre nacht darf dich mit dir geht, da dich die engel 111 meere fällt; will gleich die selbst begleiten, und Jesus dlir Sonne sich verstecken, dein Jesus ist das Licht der Weit. 618 zur Seite steht? SPSPSSSSS. 4. Er, der die Sonne selbst for⸗ mieret, bedarf des fremden Lich⸗ tes nicht; wenn dessen weisehand dlich flihret, ist dir die Nacht auch selbst ein Licht. 5. Ich weile hier im fremden Lande, allein in Gottes Eigen⸗ tum; find ich gleich lauter Unbe⸗ kannte, so kennt mich doch mein höchster Ruhm. o. Mein hort, in dem mein herz versenket, zeigt mir sein holdles Angesicht undspricht: ein Kind, sei ungekränket, dein treuer va⸗ ter läßt dlich nicht. Siehe auch Ur. 303, V. 1015. Bei Sturm und Wassersnot. mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mel. 4. französ. Psalmmelodie 1547. E— + +2 —ᷣ—3 I 1 121— 508 in Was⸗sers nö- ten sein, * — I +— 1ñ— + I I 1 1 IE 1 1— + 1— so ru-fen wir zu dir al „lein, o treu⸗ er Gott, und + I — E I 1— I I— — LII EEUM E + — bit ⸗ten 2. Der Sturmwind braust und saust gar sehr, das ueer bewegt und schlägt noch mehr, das Was⸗ ser steiget in die höh und dräuet uns bei voller See. 3. Die Deiche Ucer gar nicht im⸗ stand, zu 0 iten unser festes Land, wo nicht, o Gott, dein All⸗ machtshand befestigt unser Land und Strand. 4. Drum steur und wehr, o Ua⸗ ter, ab, daß nicht das eer werd unser õrab; verhüte, daß durch lleinen örimm wir nicht im Was⸗ ser kommen um! — dich: hülf uns doch jet 3o gnädig lich! 5. Dein 3. 10 l sei unser Damm und Beich so sind beschützet Arm und Reich; dein Schutz halt aller orten Wach, sonst ist verloren unsre Sach. 6. Sieh, herr, nicht unsre Slin⸗ dlen an und was der nensch ver⸗ sehen kann, durch Jesum laß uns gnädig nach die Sünd und alles Ungemach! 7. Des Wassers schreckliche Ge⸗ walt in önaden hemm und rett uns bald! So soll dlich preisen sindeskind, wir auch, wenn wir erlöset sind. christian v. Stöcken g. 1633 + 1684. 610 SturmeWassersn. S Eigene melodie. Joh. falk 1822. 509— I 1 lie mit grimm gem Un—ver⸗ =— + 4 + + 1— —— 1 — stand Wel-len sich be we⸗- gen! nir- gends I I +—— ————..—. ———.———, Ret tung, nir-gends Land vor des Sturm-winds I— 2 ———2—— —— Schlä-gen! ki⸗ ner ist, der in der Nacht, + I 1 I +— ——————— Ei- ner in, der uns be ⸗ waächt: christ — MJ‚———— N — — 1— 1 2 + seH · ri e), Romm zu uns auf die See! 2. Wie vor unserm Angesicht mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Steuer bricht, wo nun Rettung finden? Wo sonst als nur bei dein herrn? Seht ihr nicht den Abenalstern? Christ Rurie, omm zu uns auf die See! 3. Einst, in meiner letzten Uot, laß mich nicht versinken! Sollt ich von dem bittern Strom Well *) herr. 6²⁰ auf Welle trinken, reiche mir dann liebentbrannt, herr, herr, deine õlaubenshand! Christ sey⸗ rie, komm zu uns auf die See!: 4. lach dem Sturme fahren wir sicher durch die Wellen, lassen, großer Schöpfer, dir unser Lob erschallen, loben dich mit herz und und, loben dich zu jeder Stund. Christ styrie, ja dir ge- horcht dlie See! Joh. Daniel falk g. 1768 + 1826. 9 — I0 SPSFIIIIIIII T U V I 7 2 ö‚ NIEEEU Eigene melodie. f5 neuere Umbilaung im Anhang. 1430. 57—. ———— m is—.— HIONLIONLION4 ch wollt, daß ich da⸗ hei ⸗ me — 1 + I— N ———— ————— 223—*— wär und al ⸗ ler Ueit Trost hätt nicht mehr. 2. Ich mein, daheim im him⸗ melreich, da ich õott schaue eiwig⸗ lich. 3. Wohlauf, mein Seel, und richt llich dar, dort wartet dein der Engel Schar. 4. Denn alle Weit ist dir zu klein, du kommest denn erst wieder heim. 5. Daheim ist Leben ohne cod, und ganze freud ohn alle not. b. Da ist Gesundheit ohne Weh und währet heut und je und je. 7. Da sind doch tausend Jahr wie heut, und nichts, das dich verdrießt und reut. 8. Wohlauf, mein herz und all mein smut, und such dãs õut ob allem Gut! 9. Was das nicht ist, das schätz gar klein und sehn' dich allzeit wiedler heim. 10. Du hast doch hie kein blei⸗ ben nicht, obs morgen oder heut geschicht. 11. Da es denn anders nicht kann sein, so fleuch der Welt viel falschen Schein! 6²³ E 12. Bereu dein Sünd und beßre 13. Ade, Welt, 6ott gesegne dich, als wolltst du heut gendich! Ich fahr lahin gen him⸗ himmelreich. melreich. nach heinrich v. Loufenberg 4 1455. Sterben u. Begräbnis kigene melodie. Vorreformatorisch. SIII 14+ + MhqphMdd lllit ten wir im ke- vben sind Uen suchn wir, der hül ⸗fe tu, + 1EEE.. 1 V 1—— I—— 1 4—. 1— I— 2————— + 1 + %0%%66 mit dem Tod um-fan-gen. ů daß wir nad er——— lan genrDas bist du, 7—— x— — 2+.— 4+—.— + + Z... ——— herr, al-lei- ne. Uns reu et uns re mis-se-tat, E 2—— 1 ———— —————— die, dlich, herr, e zür net hat. hei li-ger — +— —..——...J—— ä—? her⸗ re Holt, hei der, star⸗ ker Hott, — V. E.— D—— —— 35—35 3—— E —— hei—H⸗- ger, barm-her- zi⸗ ger hei ⸗ land, du I 7 L + ——— — + + + I 1 1 1 e⸗- wi- ger 6ott, laß uns nicht ver ⸗ sin ken 6²⁴ vor de * — 11 SSSSS‚IIE — 2— 1——— 1— 3 luß, in des bit- tern To- des not!„y ri 4 lei son! (erbarm dich unser.)* sch. 2. Mitten in dem Tod ansicht 3. Mitten in der hölle Angst uns der hölle Rachen. Wer will unsresünd unstreiben. I0osolin V uns aus solcher Not frei und le⸗ Wir denn fliehen hin, da wir mo⸗ 0 ö dlig machen? Das tust du, herr, gen bleiben? Zu dir, herr Christ,. alieine. Es jammert dein Barm· alleine. Uergossen ist dlein teures* es Keid. heiliger herre Gott, tut. heiliger herre oott, heiliger, se unsre Sünd und gro⸗ Blut, das gnug für dlie Siinde .— elliger, starker Hott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmher⸗ bäarmherziger heiland, du ewi- ziger heiland, du ewiger Gott, er 6ott, laß uns nicht verzagen laß uns nicht entfallen von dles vor der tiesen hölle lut! schri⸗ rechten 6laubens Trost! seyri⸗ slu, eleison!(Erbarm dich unser.) eleison!(Erbarm dich unser.) Martin Luther g. 1483 Wlecha⸗ nach dem Lateinischen notkers des ältern ediaà vita in morte sumus. ————xp—— I.——— Cv. Cuc. 2, 290— 32. kigene melodie. at— Ursprüngliche form im Anhang. Dr. Martin uther 1524. 1 I 5 72 ö 0 — EE it friel und freud ich fahr llã · er—2— 0 hin in Hottes Wil ⸗le, e⸗trost ist mir mein ott, 22—— her ung sinn, sanst und stil⸗ e. Wie 6ott mi +.—.— 2— —— ver hei⸗ ßen hat: Der tol ist mein Schlaf wor⸗ den. IIl*) indung Str. 4.) Teilung Str. 4.*) Bindung Str. 2. Teilung Str. 2. V 6²⁵⁷ 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, der treue heiland, den du mich, herr, hast sehen lan und g'macht bekannt, daß er mir das Ceben sei und heil in not und Sterben. 3. Den 13 du allen vorgestellt mit großen önaden, ju seinem Reich die ganze Welt heißen la⸗ den durch dein teuer heilsam Wort, an allem ort erschollen. 4. Er ist das heil und selge Licht für die heiden, zu erleuchten, die dlich kennen nicht, und zu wei⸗ den. Er ist deins Volks Jsrael Preis, chre, freud und Lonne. Martin Luther g. 1483 T 140. bemeinde. kigene melodie. 4 Georg Rhau 1544. 5— + 4 34.— 5 un laßt uns den Leib be⸗gra⸗ben und — 1 + * u —.— I F — +* 2 — 1 + dlar-an kein Zwei-fel ha⸗ ben, er werd am jüng ⸗sten ͤ——— + I +*—.— +2 — 3.+Z—*ĩ* —.....— —. Tag auf-stehn und 2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zu Erd wieder werden und von der Erd wieder auf⸗ stehn, wenn Gotts Posaune wird angehn. 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhie aus läuter 6nad von aller sünd und Missetat durch seinen Sohn er⸗ löset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu ein'm sel⸗ gen End. Er hat getragen chri⸗ 0 60 ist gestorben und lebet och. 6²⁰ un ver⸗wes-lich her⸗vor-gehn. 5. Die Seele lebt ohn alle slag, der Leib schläft bis an jüngsten Tag, an welchem ihn 6ott ver⸗ klären und ewoge freude wird gewähren. 6. hie ist er in Angst gewesen, dort aber wird er genesen, in ewiger freud und Wonne leuch⸗ ten wie die helle Sonne. ⁊7. Nun lassen wir ihn hie schla⸗ fen und schch all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem fleiß, denn der Tod Kommt uns gleicher Weis. michael Weiß 4 1534. 7½½/ — 45 E chor. 1. So traget mich nun immer hin, da ich so lang verwa ret bin, vis õott, mein treuer Seelen⸗ hirt, mich wieder auferwecken wird. 2. Ja freilich durch den Tod ich werd zu Asche wieder und zu Erd, doch wird das schwache fleisch und Bein von meinem Gott verwahret sein. 3. mein Leib bleibt hie der Würmer Spott, die Seele lebt bei ihrem Gott, ller sie durch sein so bittres Leid erlöset hat zur mag Seligkeit. 4. Was mich für Trübsal hat verletzt, wird nun in höchste Lust versetzt; die Welt ist nur ein Jammertal, dort ist ein rechter freudensaal. ene melodie. prüngliche form im Anhang. 5. Wenn allelbeitzuTrümmern bricht, und ott wird halten sein Gericht, so wird mein Leib verkläret stehn und in das him⸗ melreich eingehn. 6. Wie manche Widerwärtig⸗ keit hatt ich bei meiner Lebens⸗ zeit! nun aber ist mir nichts Kahr als aller Ruserwählten ust. 7. So laßt mich denn in sanfter Ruh und geht nach eurer Woh⸗ nung zu, ein jeder denke cag flir Tag, wie er auch selig werden Gemeinde und chor. 8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns hät durch sein Blut erlöst vons Teufels 6walt und ewger Pein. Ihm sei Lob, preis und Chr allein! 6eorg neumark. V. 8 martin Luther. heinr. Isaak(0) ca. 1400. UWelt, ich muß dlich las- sen, ich — * 2* 1 I + —— — fahr da ⸗ hin mein Stra-en ins eu⸗ ge ba⸗ ter ⸗land. +— 5 mein 6eist will ich auf-ge- ben, da ⸗-iu mein + 1 I I I Leib und Le⸗ ben set ⸗zen in Got-tes gnäd-ge hand. 0²²⁷ E 2. mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das seben endet, Sterven ist mein Gewinn; kein Bleiben ist auf Erden, das Coge muß mir werden, mit fried und freud fahr ich dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen dlie Welt, von oott gezogen durch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit 6lauben sagen, daß mir mein Ssind vergeben sei. 4. Huf 6ott steht mein Vertrau⸗ en, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters huld erworben, mein mittler er allch Worden ist. 5. Die Sünd kann mir nicht schaden, erlöst bin ich aus önã⸗ den umsonst durch Christi Blut. sein Werk kommt mir zu from⸗ men, so ich will zu ihm Rommen; allein der christlich 6laube gut. 6. Ich bin ein unnütz Knechte, mein Tun ist viel zu schlechte, llenn daß ich ihm bezahl damit Eigene melodie. das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach mein'm Uerdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich ster ⸗ ben, das himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit; hie kann ich nicht mehr bleiben, der Tod tut mich vertreiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. 8. Damit fahr ich von hinnen. 0 Uelt, tu dich besinnen, denn du mußt auch hernach; tu dich zu Gott bekehren und von ihm 6nad begehren, im 6lauben sei du auch nicht schwach! 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen, sonst all irdische Sachen sollst du gut⸗ willig geben dran. 10. Dãs schenk ich dir am Ende: Ade, ju Gott dich wende! Zu ihm steht mein Begehr. hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu herzen! meins bBleibens ist jetjt hie nicht mehr. 15⁵5. 15⁰9. I 1 + 1 +L— 1—1 +. L DS— — EZ.— + I enn mein Sstünd⸗lein vor⸗han ⸗den E + +7*2— — 1 D ——⁰1 1 ist, und soll hin-fahrn mein Stra- ße, so g'leit du * * E + ́ + +—.— — 1 I B. mich, herr Je ⸗ su christ, mit 6²⁸ hülf mich nicht ver ⸗las-se! —— I— mein seel an mei⸗-nem letz ten End be⸗»fehl ich I 1 + +— —..... ————.— —— dir in dei- ne 2. mein sünd mich werden kränken sehr, mein Uhr und wird mich nagen, denn ihr sind viel wie Sand am meer; doch will ich nicht verzagen, geden⸗ ken will ich an dein Tod, herr Jesu, und dein Wunden rot, die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein olied an lleinem Leib, des tröst ich mich von her⸗ jen; von dir ich ungeschiedlen bleib in Todesnot und Schmer⸗ jen; wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewigs Leben hast du mir mit deinem Tod er⸗ worben. U. el.: Vater unser im himmelreich. — händ, du wollst sie mir be⸗wah-ren! 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im orab nicht blei⸗ ben; mein höchster ros llein Auffahrt ist, Tods furcht Kann sie bertreiben; denn wo du bist, da Romm ich 4uu llaß ich stets bei dir leb une bin, drum fahr ich hin mit Freuden. 5. Ich fahr dahin zu Jesu christ, mein Arm tu ich ausstrecken; so schlaf sch ein und ruhe sein, kein ensch kann mich auf⸗ wecken denn Jesus christus, Gottes Sohn; der wird die him⸗ melstür auftun, mich flihrn zum ewgen Leben. 4nmias herman 4 1561. U. 5 1582. Ual. Schumann 1539. A 37⁰— EE ͤ FA + In 16— 1 AI — Gott, der du littst ar-ter, Angst und Spott, flir —— + L 1 + + 1—.— + mich am fereus auch end-lich staͤrbst un mir deins 0²⁰ EEEE —E= +— I I 7 1 I I — 1 E + ba-ters huld er⸗warbst, ich bitt durchs bitt re — I — + . N II II + 1 + I EI leiden dein, du wollst mir Sünder gnä⸗ dig sein! 2. Uenn ich nun komm in Ster⸗ bensnot und ringen werde mit dem cod, wenn mir vergeht all mein 6esicht und meinẽ ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht und mir vor Angst mein herz jerbricht, 3. Uenn mein Verstand sich nicht besinnt und mir all mensch⸗ lich hülf zerrinnt: so komm, o herr christ, mir behend ju hülf an meinem letzten end und führ mich aus dem Jammertal, ver⸗ klir mir auch des Todes Cual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem beist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt. so nimm sie, herr, in deine händ! Der Leib hab in der ęrd sein Ruh, bis sich ler jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Auferstehn ver⸗ leih, am jüngsten 6'richt mein fürsprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus önade Mel.: Vater unser im himmelreich. mir das eben schenk! Wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 0. flirwahr, fürwahr, euch sage ich: Wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins sericht und ewi den Tod schmecken nicht; und o er gleich hie zeitlich stirbt, mit nichten er drum ganz verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker hand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich; da soll er denn mit mir zugleich in freude leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnä⸗ lliglich! 8. Ach herr, vergib all unsre Schuld! Hilf, daß wir warten mit õeduld, bis unser Stündlein kommt herbei, auch unser olaub stets wacker sei, dein m Wort ju trauen festiglich, bis wir ent⸗ schlafen seliglich. Paul Eber g. 111+ 09. Val. Schumann 1539. ..—1 *„5ν 4 577 + 5*+³¶—.— * ———:œ:é ——...— In chri⸗sti 6³⁰ ——. Wun⸗den schlaf ich ein, die Oie dul leinem ich fage lt und Anicht dWewig unl ob It, mit tllirbt; starher TLoddes Hen in un mit lebell 4 gna⸗ unste bartel Rllleint laub Hort fl r al⸗ ä 60d. n6. — „ dle terben u. Begrabnis —.— —— mã-chen mich von Sün⸗den rein, Chri-sti blut ———————— I 1— I I D + 1223 + + und 6erech-tig- keit das ist mein Schmuck und *. * 1 + I — + 1 E 7 2—— ————— ch- ren-Kleid; da- mit will ich vor Gott be⸗ — — ——. ö 1— ——.—1 1 1 1 1 +l—j—„ö( HSHJ‚c.—— —* V stehn, wenn ich jum him mel werd ein ⸗-gehn. 2. mit fried und freud fahr ich wandre ich mit christi Blut dahin, ein õotteskind 1 allzeit reinigt fein. herr Jesu, stärk bin. bank hab, mein Tod, du den élauben mein! 16³⁸ führest mich, ins ewoge Leben mel.: nun laßt uns den Leib vegraben. Georg Rhau 1544. 578 42— +— + 1— DWDNN NNN MNRhort auf mit crau⸗ren und kela ⸗gen, ob + V + I 4 + 1 +— HE ——.——— 1 I dem cod soll nie⸗mand ja- gen; er ist ge⸗ stor ⸗ben + — 2 I + + + + —— I + + als ein christ, sein Tod ein ang jum leben ist. 631 ö ö 2. Der Sarg und Grab drum f wird geziert, der Leib ehrlich be⸗ graben wird, damit wir glaubn, er ist nicht tot, er schläft und ruhet sanft in bott. 3. Wohl scheints, es sei nun alls dahin, iweil er da liegt ohn Mut x und sinn; doch soll ihm bald kehren wieder ebn und ftraft in alle ölieder. 4. Bald werden diese Totenbein I erwarmen und sich fügen fein . zusammen mit seraft und Leben, dottwirdsherrlichwieder geben. 0 5. Ein Weizenkörnlein in der H erd liegt erst ganz tot, dürr und ö unwert, doch kommts hervor gar schön und zart und bringt . diel frucht nach seiner Art. b. Der Leib gemacht vom Erden⸗ kloß soll liegen in der Erde Schoß und soll da ruhen ohne Leid, bis daß er wieder aufersteht. 7. Der Seele haus sollt er hier sein, die blies dott mit sein'm Atem drein, ein edles herz, recht Mut und Sinn war durch die õabe Christi drin. 8. Den Körper nun die Erd be⸗ dleckt, bis ihn Gott wieder auf⸗ erweckt, der seins oeschöpfs ge⸗ denken wird, welchs war nach seinem bild formiert. 9. Ach daß nun käm der selge Tag, ddã Christus nach seiner Zu⸗ sag hervor wird bringen ganz und gar, was in der Erd ver⸗ scharret war. 15⁰1. ½ nach dem Lateinischen des Nurelius Prudentius Jam moesta quiesce querela. I mel.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mel. 1. franjös. Pfalmmelodie 1547. ã— . I* 1 1 + RRET ch ar-mer mensch doch gar- 2—— x.— H ö 12 + 2Z3—=— nichts bin, 6otts sohn al⸗- lein ist mein 6e ————— 4 7— — + + + +—. — + + 2— +— 4. +— ů——— winn; daß er mensch wor⸗ den ist mein I I 1—.— W— 6 D** +7 7 Trost, er hät mich durch sein blut er ⸗ölöst. 63² 2. O Gott Vater, regier du mi mit deinem Geiste stetiglich, la deinen Sohn, mein Trost und Lebn, allzeit in meinem herjen schwebn! 3. Und wenn die Stund vor⸗ handen ist, nimm mich zu dlir, U. 1-3 J. heune g. 1514 4 1581. herr Jesu christ, denn ich bin dein, und du bist mein, wie gern wollt ich vald bei dir sein! 4. Herr Jesu Christe, hilf du mir, daß ich ein Zweiglein bleib an dir und nachmals miit dir aufersteh, zu deiner herrlichkeit eingeh. U. 4 M. moller g. 147 + 16⁰06. nach dem Lateinischen des ph. Melanchthon Nil sum, nulla miser novi solatia. — eigene melodie. 1589. 80*——— H— E— + 1 H 2——3—. + 1 H— 1——. —— ᷣ——— 1— EEREE ch hab mein sach 6ott heim ⸗ge⸗ + + +— 1 I 1 I + + 1— + + H— —— stellt, er machs mit mir, —— wies ihm ge⸗»fällt; ich 1 + +— 1 1— ——.—. 55———— will, soll ich hier län-ger lebn, nicht wi ⸗der- .——.— DIIJ— strebn, sein'm Wüln tu ich mich ganz er ⸗ gebn. 2. mein Zeit und Stund ist, wann bott will; ich schreib ihm nicht vor aß noch Ziel. Es sind gezählt all härlein mein⸗ beid groß und klein, fälit keines ohn dlen Willen sein. 3. Es ist allhie ein Jammer⸗ tal, Angst, flot und Trüb. sal überall; des bleibens ist ein kleine Zeit, mühseligkeit, und, wers bedlenkt, ein steter Streit. 4. Was ist der mensch? Ein Erdenkloß, von mutterleib her nackt und bloß, er bringt nichts mit auf diese IWDelt, kein dut noch Geld, nimmt nichts mit sich, wenn er hinfällt. 5. Es hilft kein Reichtum, selll noch Gut, Kein srunst noch Gunst noch stolzer mut; fürn Tod kein straut gewachsen ist, mein from⸗ mer christ, alles, was lebet, sterblich ist. 6³³ RT 6. heut sind wir frisch, gesund und stark, und liegen morgen tot hat im Sarg; heut blühn wir wie die kosen rot, bald krank und tot; ist allenthalben üh und llot. 7. man trãgt eins nach dem an· dlern hin, wohl aus den Augen und dem Sinn; die elt vergisset unser bald, ob jung, ob alt, auch unsrer Chren mannigfalt. 8. NAch herr, lehr uns bedenken wohl, daß wir sind sterblich all⸗ zumal, auch wir allhie kein Blei⸗ bens häbn; müssn all davon, elehrt, reich, jung, alt oder chön. 9. Das macht die Sund,du treuer Gott, dadurch ist kommn der bitt⸗ re Tod, der nimmt und frißt all MNenschenkind, wie er sie findt, fragt nicht, wes Stands und Ehrn sie sind. 10. Ich hab hier wenig guter Tag, mein täglich Brot ist üh und stlag. Wenn mein Gott will, so will ich mit hinfahrn in fried; sterbn ist mein ö'winn und schadt mir nicht. I1. Und ob mich schon mein Sünd anficht, dennoch will i verzagen nicht, ich weiß, da mein getreuer õott für mich in Tod sein liebsten Sohn gegeben ã 12. Derselbe mein herr Jesus Christ für all mein Sünd gestor⸗ ben ist und auferstanden mir zu gut, der Hölle õlut gelöscht mit seinem teuren blut. 13. Dem leb und sterb ich allezeit, von ihm der Tod selbst mich nicht scheidt. Ich leb od'r sterb, so bin ich sein, er ist allein der einig Trost und helfer mein. 14. Das ist mein Trost zu aller Zeit, in allem sereuz und Traurig⸗ keit. Ich weiß, daß ich am jüng⸗ sten Tag ohn alle flag werd auf⸗ erstehn aus meinem õrab. 15. Mein lieben oott von An⸗ gesicht werd ich anschaun, dran wWeifl ich nicht, in euger freud und Seligkeit, die mir bereit; ihm sei Lob, Preis in Cwigkeit! 16. O Jesu christe, õottes Sohn, der du für uns hast gnug getan, ach schließ mich in die Wunden dein, du bist allein der einig Trost und helfer mein. 17. Amen, mein lieber frommer Gott, bescher uns alln ein selgen Tod! Hilf, daß wir mögen all⸗ zugleich in deinem Reich bald mit dit leben ewiglich. Johann Leon 4+ 1507. —— el.: Wenn wir in höchsten nöten sein. mel. 1. franjös. Psalmmelodie 1547. —— +— 4 2— 381 2 Ilf, hel ⸗fer, 6³⁴ hilf in Angst und not, er⸗ I* 1—— —.———— .—— I—— —.— 4 1— +— 4— V le-ves seind trotz Teu-fel, Welt und al ⸗ ler Sünd. 2. Ich trau auf dich, o ott mein 3. Des freu ich mich von herzen herr. Wenn ich dich hab, was fein, bin gutes Muts und harre will ich meyhr? Ich hab in dich, dlein, verlaß mich Aier nil duf herr Jesu christ, du mein oott dein Wort. hilf, helfer, hilf, du 1500. und Erlöser bist. treuer hort! nach nik. Seinecker g. 1530 + 1502. + Eigene melodie. 1601. 5 8 1 1 4 +*— 1 + + 4— + + 1 1 +— NN gerz⸗lich tut mich ver lan-gen nach weil ich hie bin um ⸗fan⸗gen mit *——— 1 1 + 1 ei nem sel⸗gen Eng, Iuzn Archei⸗ crüb-sal und E· Eng.) Ich hab rust ab—zu schei — 1 3 + + S. UIEE..e.See + 1 + + 1. 1 1 +— den von die⸗ser ar- gen Uelt, sehn' mich nach I V + + 2 1 I + —— + 74——— + + + 1 + 1 * ew⸗ gen freu den: o ꝛe- su, Romm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset von sollt mir denn grauen vor suünd, Tod, Teufei, höll, es hat Hölle, Tod und sünd? Weil ich ddein Blut gekostet; drauf ich auf dlich tu bauen, bin ich ein mein hoffnung stell. Warum selges Kind. 635 EEE 3. Uenn gleich süß ist das Leben, mein, will ich doch gerne sterben der Tod sehr bitter mir, will ich und trauen meinem sott; er mich dloch ergeben, zu sterben wird sie wohl versorgen, retten willig dir. Ich weiß ein besser aus aller Uot. Leben, da meine Seel fährt hin; 8. Was tut ihr so sehr zagen, ihr lles freu ich mich gar eben, Ster⸗ armen Waiselein? Sollt euch Gott ben ist mein 6ewinn. hülf versagen, der speist die Ra⸗ 4. Der Leib zwar in der Erden ben klein? frommer Witwen von Würmern wird verzehrt, und—Waisen ist er der Vater treu, dloch auferwecket werden durch er kann und will sie speisen; das Thristum schön verklärt, wirdglaubt ohn alle Scheu. leuchten als die Sonne und leben9. Gesegn euch Gott der herre, ohne not in himmelsfreud und ihr Vielgeliebten mein! Trauret Wonne; was schadt mir dennnicht allzu sehre über den Ab⸗ der Tod? schied mein! Beständig bleibt im 5. Ob mich dlie Welt auch reizet, lauben! Wir werdn in kurzer zu bleiben länger hier, und mir Zeit einander wieder schauen auch immer zeiget hr, õeld, ut, dort in der Cwigkeit. all ihr Zier, doch ich das gar nicht 10. Nun will ich mich ganz wen⸗ achte, es währt nur kurze Zeit; den zu dir, herr Christ, allein: das himmlisch ich betrachte, das ib mir ein seligs Ende, send bleibt in Ewigkeit. mir die Engel dein, führ mich ins b. Wenn ich auch gleich nun ewge Leben, das du erworben scheile von meinen freunden hast durch dein Leiden und gut, was mir und ihn'n bringt Sterben und blutiges Verdienst. Leide, doch tröst mir meinen ut,‚ 11. hilf, daß ich ja nicht wanke daß wir in größern freuden zu⸗(von dir, herr Jesu Christ, den sammen werden kommn undschwachen 6lauben stärke in bleiben ungeschieden im him⸗ mir zu aller frist! hilf mir rit⸗ melischen Thron. terlich ringen, dein hand mich 7. Ob ich auch hinterlasse be⸗ halt mit macht, daß ich mög trübte aiselein, dern Hot mich fröhlich singen: Gottlob, es ist über maße jammert im herzen vollbrächt! christopy noli g. 1563 + 1621. Philipper 1, 21. eigene melodie. +*.— Ursprüngliche form im Anhang. 1609. 4 1+.—— 2* ——— + I ö-———— + +7 hri⸗stus d4er ist mein Le⸗ ben, und 63⁰ ( I 4 P — 1 + + +7 Ster ben mein 6 winn; ihm hab ich 1— I mich er ge ben, 2. mit freud fahr ich von dan⸗ nen zu christ, dem Brüder mein, daß ich mag zu ihm kommen und ewig bei ihm sein. 3. nun hab ich überwunden sreuz, Leiden, Angst und Uot, durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine feräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, wenn ich nicht mehr kann sprechen, herr, nimm mein Seußzen auf! 5. Mein herz, Sinn und seclan⸗ ken jergehn schon als ein Licht, keigene melodie. mit freud fähr ich dla hin. das hin und her tut wanken, wenn ihm die flamm gebricht. b. Drum laß mich an dlir Kleben wie eine glett ain Kleig, und ewig bei dir leben in deiner Se⸗ ligkeit! 7. fein selig, sanft und scha gleich als voin süßen Ton, schlaf ich, Weils Gottes Dille, mein Trost ist Gottes Sohn. 8. Ich sing im himmelsthrone ihm nun Lob, Ehr und Preis, wo ich nun ewig wohne in jenem Pparadeis. 1609. nach dem hannov. 6sb. 1740. 16²⁵. 58⁴ err Je=su christ, meins Ce-bens 1 + —— 1 1 1 + Licht, mein hort, mein crost, mein V I zu ⸗ ver-sicht, —.———.— 2 D 4——— IE 1*—* Gäst, IEEEEEE 2 1 + I — II 4 + I+ L — + + +1 I und drückt mich sehr 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis zu dir ins himmlisch Para⸗ dleis; da ist mein rechtes VUater⸗ land, woran du häͤst dein Blut gewandt. 3. Zur Reis ist mir mein herz sehr matt, der Leib gar wenig fräfte hät, allein mein Seelẽ schreit in mir: herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein in meiner letzten do⸗ despein, dein Blutschweiß mich tröst und erquick, mach mich frei durch dein Band und Strick! 5. Dein Backenstreich und Ruten frisch der Sünden Striemen mir abwisch, dein hohn und Spott, dein Dornenkron, laß sein mein thr, mein freud undl lonn! 6. Dein Durst und õallentrank mich lab, wenn ich sonst keine Stärkung hab, dein Angstge⸗ schrei komm mir zu gut, bewahr mich vor der Hölle olut! 7. Uenn mein mund nicht kann reden frei, dein õeist in meinem herzen schrei, hilf, daß mein Seel den himmel find, wenn meine Augen werden blind. Elgene melodie. der Sün- den Cast. 8. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, wenn mir der Tod das her; ze bricht, behüte mich vor Unge⸗ berd, wenn ich mein haupt nun neigen werdd. 9. Dein Kreuz laß sein mein Wanderstab, mein Ruh und Rast dein heilges rab, die reinen Grabetücher dein laß meinen Sterbekittel sein! 10. Auf deinen Abschied, herr, ich trau, darauf mein letzte heim⸗ fahrt bau; tu mir die himmels- tlir weit auf, wenn ich beschließ meins Lebens Lauf. 11. Am jüngsten Tag erweck mein Leib, hülf, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein õericht, ielchs das er⸗ schrecklich Urteil spricht. 12. Alsdann mein Leib verneu⸗ re ganz, daß er leucht wie der Sonne Glanz und ähnlich sei deinm klaren Leib, auch gleich den lieben ngein bleib. 13. Uie werd ich dann so fröh⸗ lich sein, werd singen mit den engeln dein und mit der Aus⸗ erwählten Schar dein Antlitz schauen ewig klar! martin geym g. 1557 1022. Melchlor Teschner 1615. 1—— 1 1— 1 1 — 38 d- let will dein sünd-lich bö⸗ses 6³⁸ ich dir ge⸗ben, du LCe-ben durch- 'ee 1 I +X 2 I 1 — I 1 I 1 1——. ar- ge, fal sche Uelt,.⁵ x aus mir nicht ge⸗ sallt. 5 Him mel ist gut —4 I— — 2— — woh ⸗»nen, hin ⸗auf steht mein Be⸗-gier, da wird ott —— + — —J——— ——.———*. herr ⸗lich loh»nen dem, der ihm dient all-hier. 2. Rat mir nach deinem herzen,. 4. Uerbirg mein Seel aus 6na; 0 Jesu, õottes Sohn! Soll 19 ja den in deiner offnen Seit, rück dulden Schmerjen, hiif mir, herr sie aus allem Schacken zu deiner Christ, davon, verküri mir alles herrlichkeit! der ist wohl hie keiden, stärkt meinen blöclen gewesen, wer kommt ins himm⸗ mut, laß selig mich abscheiden, lisch Schloß; ewig ist der genesen, setz mich in dein erbgut! wer bleibt in deinem Schoß. 3. In meines herzens runde 5. Schreib meinen nam aufs lein Nam und streuz allein fun⸗ beste ins Buch des Lebens ein kelt all Zeit und Stunde, drauf und bind mein Seel gar feste ins kann ich enn bil sein. Erschein schöne Bündelein der, die im mir in dem Bilde zju Trost in himmel grünen und vor dir le· meiner not, wie du, herr Christ, ben frei, owill ich ewigrühmen, so milde dich hast geblut zu Todl. dlaß dlein herʒ treue sei. Valerius herberger g. 162 4 1627. ——— Eigene melodie. Mich. Altenburg 1620. 2—2— + + 1 + 1 I S—————— — 1 err ott, nun schleuß den him⸗ mel ich hab voll-en- det mei⸗nen — —— 2 4 2 + ——.. auf, mein Zeit zum end sich nei ⸗ get;! cauf, des sich mein Seel sehr freu—et. Hap gnug 6³⁰ Arr —— Sterben u. Begräbnis 1 I— 1 —.— x— x I 2 2.. ge ⸗ lit- ten, mich mül ge- strit- ten, schick 1 + + +——— ————————: mich fein zu zur ew⸗ gen Ruh, laß fah- ren, —.——— v DWDI. — + 1 1—— was auf eEr⸗ den, will lie- ber se⸗lig wer- den. 2. Wie du mir, herr, befohlen hast, hab ich mit wahrem Glau⸗ ben mein lieben heiland auf⸗ shaue in mein Arm, dich zu chauen. hoff zu bestehen, will frisch eingehen vom cränental zum freudensaal, laß fahren, was duf Erden, will lieber selig werden. 3. Laß mich nur, herr, wie Simeon im frieden zu dir fah⸗ ren, befiehl mich Christo deinem Sohn; der wird mich wohl be⸗ wahren, wird mich recht führen, im himmel zieren mit Chrund seron; fahr drauf davon, laß fah· ren, was auf Erden, will lieber selig werden. Tobias feiel g. 1584 + 1627. 587 Eigene melodie. 1551. ———— .π + +—— EP reu dich sehr, o mei ne See-ie, weil dich nun chri-stus, dein her-re, und ver- giß all not und Oual, ruft aus die-sem Jam-mer-tal. Nus der tTrüv sal, * I + I I + +7— Angst und Leid sollst du fah ren in die freud, 6⁴4⁰ HH chic llie in E 2. Tag und nacht hab ich ge⸗ rufen zu dem herren, meinem 6ott, Weil mich stets viel sereuz betroffen, daß er mir hülf aus der Uot. Wie sich sehnt ein Wan⸗ dersmann, daß sich ende seine Bahn, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3. Denn gleich wie die Rosen stehen unter Dornenspitzen gar, also auch die Christen gehen stets in Angsten und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der un⸗ gestüme ind, also ist allhier auf Erden unser Cauf voll von Beschwerden. 4. Welt und Teufel, sSünd und hölle, unser eigen fleisch und blut plagen stets hier unsre Seele, lässen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, lauter sreuz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, findt sich Jammer gnug allf Crden. 5. Uenn die morgenröt her⸗ leuchtet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Rummer daher schleichet, Munn sich findt an allem End. Unsre Tränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn nicht wig-keit auch wäh ⸗ ret. mehr tut scheinen, ist auch lauter sclag und Weinen. b. Drum, herr Christ, du Mor⸗ gensterne, der du ewiglich auf⸗ gehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. hilf, daß ich mit fried und freud mög von hinnen fah⸗ ren heut, ach sei du mein licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 7. In dein Seite will ich flie⸗ hen bei dem bittern Todesgang, durch dein Wunden will ich ziehen in das himmlisch Vater⸗ land. In das schöne pParadeis, drein der Schächer tat sein Reis, wirst du mich, herr Christ, ein⸗ führen und mit ewger glarheit zieren. 8. Ob mir schon die Nugen brechen, das ehör auch ganz verschwindt, meine Zung nicht mehr kann sprechen, mein Ver⸗ stand sich nicht besinnt, bist du doch mein Licht und hort, Leben, Ubeg und himmelspfort, du wirst selig mich regieren und die Bahn zum himmel führen. 9. Laß dein Engel mit mir fah⸗ ren auf Clias Wagen rot, meine Seele wohl bewahren, wie einst Lajarum im Tod. Caß sie ruhn 6⁴¹ EEEEE in leinem Schoß und erfülle sie mit Trost, bis der Ceib kommt aus dler Erden und sie beid ver⸗ einigt werden. 10. freu dich sehr, omeine Seele, und vergiß all Hot und Oual, weil dich nun christus, dein herre, ruft aus diesem Jammer- tal. Seine freud und herrlich⸗ keit sollst du seyn in Cwigkeit, mit den Engeln jubilieren und auf ewig triumphieren. 1eꝛo. — mel.: herzlich tut mich verlangen. 1601. 588 —4 I I—— 2 DSSS— —.— +— N ch hab mich 6ott er ⸗ge⸗ ben, dem hier ist kein Im⸗ mer le- ben, es I* N— SIIPFF PIIIFIFIFFIIIITEEIIITIIII———————— I I + 1 II I I I——3 lieb⸗sten Va⸗- ter mein; muß ge⸗ schie den sein. der kTod kann mir nicht ——31—* P— ——ß—— R— +—— SI 12—— 1 +—.—4——— scha⸗den, er ist nur mein 6e⸗ winn, in Sot-tes * 1 I ——— 6 II I + + I———. + L. 17—— N 28*2 2 friel un 6na- den fahr 2. ein Weg gehtjetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der himmel ist mir lieber, da muß ich trachten ein, mich nicht zu sehr beladen, weil ich wegfertig bin, in Gottes fried und onaden fahr ich mit freud dahin. 3. Ach selge freud und Wonne hãt mir der herr bereit, da Chri⸗ stus ist die Sonne, Leben und Seligkeit. Was kann mir doch U. Nohann Leon + 17. 6⁴² ich mit freud da⸗ hin. nun schaden, weil ich bei christo bin? In Hottes fried und 6na⸗ den fahr ich mit fpreud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr mei⸗ nen, ihr Liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Oual. Den rech⸗ ten port noch heute nehmt flei. ßig ja in acht, in Gottes fried und freude fahrt mir bald alle nach! b. 2-4 Johann Siegfried g. 1600 + 1637. N eigene Melodie. Joh. h. Schein 1628. —.— 14 IL 2 = achs mit mir, Gott, nach dei-ner Güt, kuf ich dlich an, ver-sag mirs nicht! —— 1 —.——— 1 4.—5— hilf mir in mei⸗-nem Lei Uenn mei ne Seel will schei⸗den, den! so nimm sie, herr, —.—* 1—— EFEEH .— E..— D. in dei- ne händ! Ist al-les 2. Gern will ich folgen, liebster herr, du wirst mirs nicht ver⸗ derben. Nch du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben, verlassen meine liebsten freund, die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Kuht doch der Leib sanft in dler Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deine hand sie un⸗ versehrt durch Tod ins Leben dringet. hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Hot, müh, Arbeit uberall. gut, wenn gut das End. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt, die Sünd mir können nichts mehr schaden, an dir, o herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner önaden. dein einger Sohn aus Lieb und huld 930 mich bezahlt hat alle Schul 5. Was wollt ich denn lang traurig sein, weil ich so wohl bestehe, bekleidt mit Christi Un⸗ schuld rein wie eine Braut her⸗ gehe? Gehab dlich wohl, du schnödle Welt, bei ott zu leben mir gefällt. Joh. Herm. Schein g. 1586 + 1650. Mel.: herr, ich bekenn von herzensgrund. Ursprüngliche form im Anhang. 15³c. I 1 390 + I + ein Lauf, In; e 6ott lob, ist baldä voll- su na⸗ men sanst und 6⁴³ Sterben u. Begräbnis EEE 1 +— 1 3 I + bracht, elt, gu- te nacht still ich wan⸗ dern will „ wir müs⸗ sen uns nun zur se- lig- keit mit — —. —+* iis 4 —..—— 1— schel-den.] In die ⸗ser Weit war mir vestellt nur Angst freu- den.) — + V + 1 I — und not, zu-letzt der Tod, jetzt en det sich mein Lei ⸗den. 2. In Jesu Namen schlaf ich ein, er führt allein mich aus dem Tod ins eben; sein an dem streuz vergoßnes Blut kommt mir zu gut, macht fröhlich mich da⸗ neben. Der ellle Saft bringt rechte seraft, stärkt mir mein herz in dodlesschmerz, kann freud und Wonne geben. 3. In Jesu Namen fahr ich hin, denn mein 6ewinn ist Christus, wenn ich sterbe. Ich weiß, daß er mich nicht verläßt, und glaube fest: Im Tod ich nicht verderbe, mir ist bereit in Cwigkeit von Gottes Sohn dliie Chrenkron, das rechte himmelserbe. Georg Werner g. 1589 4 1643. Eigene melodie. mel 1. heinr. Albert 1648. 591 E 2———, Ic vin ja, herr, in dei⸗ ner macht, du ken-nest mei- ner Mon den Zahl, 4.——. + ů— —.——— 4——— + I I E 24— — + 2..—.—. du hast mich an dlies Licht ge⸗bracht, du un ter⸗ weißt, wann ich dlie⸗-sem Jam-mer⸗-tal auch wie⸗der 6⁴⁰⁴ RWR Sterben u. Begräbnis I + LXI + — 14 EIES—— —— + 124———— 438—— —— 1 II L 12. — hältst mir auch das Le⸗ ben 4* gu-te lacht muß ge⸗ ven; o, wie und waäͤnn ich I E I EI + +— I + 1 I w4— 2. + 1 +.I * ster⸗ ben soll, das weißt du, ba-ter, mehr als wohl. mel. 2. odler: f. h. Meyer 1741. ö......... V 215 FMWIch bin ja, herr, in dei-ner macht, ddu ken ⸗ nest mei- ner mon- den Zahl, —— I—— 1— EE ——————‚— I I du Phaäst mich an dies Licht ge-bracht, du weißt, wann ich dlie⸗sem Jam-mer-tal un=ter⸗ auch wie ⸗der + 2——F—171 I ——— 2 —— — I + 1 II 1—— 1— hältst mir auch das gu⸗ te nacht muß Le-ben: ge⸗-ben: wo, wie und wann ich IP— + 1 + I + —— ster-ben soll, das weißt du, Va-Rter, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun, als dich allein, der mir in meiner letzten pein mit Trost und Rat weiß bei⸗ zuspringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem tolle rin⸗ pric wenn aller Sinne straft ge⸗ richt? Tust du es, õott mein 3. Mich dünkt, da lieg ich schon vor mir in großer hitz, ohn seraft, ohn Zier, mit höchster her⸗ zensangst befallen, õehör und Rede nehmen ab, die RAugen werden mir ein Grab, doch kränkt die Sünde mich vor allen, dles Satans Anklag hät nicht Ruh, setzt mir auch mit Ver⸗ heiland, nicht? suchung ju. 6⁴⁵ E 4. Ich höre der Posaunen Ton und seh auch den Gerichtstag schon, der mir auch wird ein Urteil fällen. hier weiset mein Gewissensbuch, da aber des Ge⸗ setzes Fluch mich Sündenkind hinab zur höllen. Wer hilft mir nun in dieser Not, wo du nicht, Gott, du Todes Tod? 5. Der Teufel hat nicht Macht an mir, ich habe bloß gesündigt dir, dir, der du missetat ver⸗ gibest. Was maßt sich Satan lessen an, der kein õesetz mir geben kann, nichts hat an dem, was du, herr, liebest? Er nehme dlas, wãs sein ist, hin, ich weiß, dlaß ich des herren bin. b. herr Jesu, ich, dein teures Gut, bezeugs mit deinem eignen Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorngericht? Romm, rette deines Leidens Chre! Was gibest du mich fremder hand und häast so viel an mich gewandt? 7. nein, nein, ich weiß gewiß, mein heil, du lässest mich, dein währes Teil, zu tief in deinen Wunden sitzen. hie lach ich aller Macht und not, es mag 6esetz, höll oder Tod auf mich her don⸗ nern oder blitzen. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines fremden sein. Simon Dach g. 1605 + 1659. mel.: 0 Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. heinr. Isaak(ꝰ) ca. 1400. — E 12 392 E E 24 le herr=lich -keit der Er-den muß Rauch + 1 I J 1 7 1 1 und A-sche wer-den, kein fels, kein Eri kann stehn. —— + I + IE—E 4— + 1 IL 1 Dies, was uns kann er⸗ get-zen, was wir für e⸗ wig * x—— N — +—— + 2.—.— schät ⸗-zen, wird als ein leich ter Traum ver⸗gehn. 6⁴⁰ EEEERE 2. Was sind doch alle Sachen, dlie uns so trotzig machen, als schlechte llichtigkeit? Was ist des menschen Leben, der immer um muß schweben, als nur ein Schattenbild der Zeit? 3. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der õeist gewichen, und llieser und erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 4. Es hilft kein weises issen, wir werden hingerissen ohn einen Unterschied. Was nützt der Schlösser enge? dem hie dlie Welt ju enge, dem wird ein enges õrãb zu weit. 5. Dies alles wird zerrinnen, waäas müh und fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt. Wassmenschen hierbesitzen, ann für den Tod nicht nützen; dies alles stirbt uns, wenn man stirbt. 6. Ist eine Lust, ein Scherzen, llas nicht ein heimlich Schmerzen mit herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? IDo Wirst du Chr erlangen, dlie nicht in hohn und Schmach verfällt? 7. Was pocht man auf die chro⸗ ne, da keine acht noch rone kann unvergänglich sein? Es mag vom Totenreihen kein Zep⸗ ter llich befreien, kein Purpur, Gold noch edler Stein. Eigene melodie. 8. Wie eine Rose blühet, wenn man die Sonne siehet begrüßen lliese lelt, die, eh der Tag sich nei⸗ get, eh sich der Abend zeiget, ver⸗ welkt und unversehns abfällt, 9. So Wäͤchsen wir auf Erden und denken groß zu werden und schmerz⸗ und sorgenfrei, doch eh Wir zugenommen und recht zur Blüte Kommen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. 10. Wir rechnen Jahr auf Jahre, indessen wird die Bahre uns vor llie Tür gebracht. Drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erde sagen gute Uacht. 11. Nuf, herz, wach und beden⸗ ke, daß dlieser Zeit õeschenke den Augenblick nur dein. Was du zuvor genossen, ist als ein Strom verschossen, und wessen wird das stunftge sein? 12. VUerlache Welt und Chre, furcht, hoffen, õunst und Lehre und geh den herren an, der immer sönig bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig ewig mächen kann. 13. Wohl dem, der auf ihn trauet, er hat recht fest gebauet. Und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen und nim⸗ Stärke sen vergehen, weil ihn die Stärke selbst erhält. Andreas 6ryphius g. 1616 4 1664. michael franck 1652. —.— I—4 ., Ich wie flüch⸗tig, ach wie nich ⸗tig 6⁴²⁷ IEEEE — +— Vꝗ E + I + —— + 1— — ½ ᷑Æ + 2.—— 7 5 ist des menschen Le⸗ ben! UWie ein +— bald ent⸗-ste⸗ het und auch wie der bald ver⸗ — I I N 4..— +——I ——— ge ⸗- het, so ist un 2. Nch wie nichtig, ach wie flüch. tig sind der menschen Tage! Uie ein Strom beginnt zu rin. nen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. 3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen freude! Wie sich wechsein Stund und Jeiten, licht und dunkel, fried und Streiten, so sind unsre fröh⸗ lichkeiten. 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Schö⸗ ne! Wie ein Blümlein bald ver⸗ gehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 5. Nch wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Elücke! Wie sich eine Kugel drehet, die bald dã, bald dorten stehet, so ist unser ölücke, sehet! 6. Ach wie nichtig, ach wie flüch⸗ tig ist der menschen chre! Uber den, dem man hat müssen heut Her le: ben, se-het! dlie hände höflich küssen, geht man morgen gar mit füßen. 7. Nch wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Wissen! Der das Wort konnt prächtig führen und vernünftig diskur⸗ rieren, muß bald allen Witz ver⸗ lieren. 8. Ach wie nichtig, ach wie flüch· tig ist der Menschen Dichten! Der, so kunst hät lieb gewon⸗ nen und manch schönes Werk ersonnen, ist dem Tode nicht entronnen. 9. Nch wie flüchtig, ach wie nich⸗ tig ist der menschen Prangen! der in purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. 10. Nch wie nichtig, ach wie flüchtig ist des menschen herr⸗ schen! Der durch macht ist hoch gestiegen, muß zuletzt aus Un⸗ vermögen in dem 6rab ernie- drigt liegen. 6⁴⁸ I1. Nch wie flüchtig, ach wie] 12. Ach wie nichtig, ach wie nichtig sind der menschen flüchtig sind der Menschen Sa⸗ Schätze! Es kann 6lut und flut chen! Alles, alles, was wir sehen, entstehen, dadurch, eh wir uns das muß fallen und vergehen; versehen, alles muß zu Trüm-⸗ wer Gott fürcht, wird ewig ste⸗ mern gehen. hen. michael franc g. 1600 1 1667. Eigene melodie. 1694. 394* Ä,en, I + le⸗ bens⸗ satt und mü⸗ de, dei⸗- nen die⸗ ner I + + 1 I + 1 — I + f I N E. 12 E. 4%— + 2 4 1 1—. und im Stil len, doch nach dei⸗ nem lil-len! 2. Gerne will ich sterben und 4. Tränen muß ich lassen, wei⸗ den himmel erben; Christus nen ohne aßen, schwere Gänge mich geleitet, welchen ott be⸗ laufen mit der Christen haufen, reitet zu dem Licht der heiden, über Sünde klagen, Kreuz und das uns setzt in freuden. Trübsal tragen. 3. hier hab ich gestritten, Inge⸗ 5. Nunmehr soll he wenden, mäch erlitten, ritterlich gekämp- Kampf und Lauf sich enden, fet, manchen feind gedämpfet, Gott will mich erlösen bald von Glauben auch gehasten richtig allem Bösen; es soll besser wer⸗ mit den Alten. dlen, als es war auf Erden. 6⁴⁰ Sterben u. Begräbnis 6. frieden werd ich finden, ledig sein von Sünden und auf allen Seiten nicht mehr müssen streiten; mich soll ganz umgeben himmlisch freudenleben. 7. sulir ist beigeleget, wo man Zepter träget, eine schöne rone schon zum 6nädenlohne; da werd ich ergetzet und zur Ruh gesetzet. 8. Mein Erlöser lebet und mich selber hebet aus des Todes am- mer; da liegt aller Jammer. fröhlich, ohne Schrecken, will er mich aufwecken. 9. Dieser Leib soll gehen und in sclarheit stehen, wenn die Toten werden erstehn von der Erden; hristum werd ich schauen, dar⸗ auf kann ich trauen. 10. Christo will ich singen, Lob und Chre bringen, rühmen seine öüte mit Seel und emüte, preisen seinen Namen ohn Auf⸗ hören. Amen. Däavid Behme g. 1605 + 1657. Psalm 110, 10. Mel.: herzlich tut mich verlangen. 395— + T + +—— + 7.. 3——1 SIc vin ein Gast auf er⸗ den und der him mel soll mir wer⸗den, da hab hier kei- nen Stäand, ist mein Va⸗-ter-land. bier reis ich aus und *.— ——— d-be, dort in der eu gen Ruh ist Got-tes I* EZin —.—. F 2. IIJ — 1— +—— 6na-den- ga⸗- be, die schließt all Ar- beit zu. 6⁵⁰ Vill er n in Loten Tllen: „dar⸗ ngen, hmnen miite, Ruf⸗ sl. 1bol. undd la un Se 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an als üh und not gewesen? so lang ich denken kann, 19 0 ich so man⸗ chen morgen, so manche liebe acht mit Fummer und mit Sorgen des herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen maänch härter Sturm erschreckt, Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angst erweckt; Uerfolgung, haß und neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch inüssen leiden und tragen mit õeduld. 4. sSo gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt am güten Rat; sie jogen hin und wieder, ihr reuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben in glei⸗ ches olück und Leitl; was will ich besser leven als solche große Leut? Es muß ja durchgedrun⸗ gen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch llenk ich nicht zu bleiben in die⸗ sem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, die zu der heimat führt, da inich ohn alle Maße mein vater trösten wird. 7. Mein heiĩmat ist dort droben, dlã aller Engel Schar den großen herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nach dems ihm wohlgefällt. 8. Zu dem steht mein Uerlan⸗ gen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fäst müde bin. Je länger ich hier walle, je wenger find ich freud, die meinem Heist ge⸗ falle, das meist ist herzeleid. 9. Die herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein herz, wenn dein herz will. Komm, mach ein selges Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, dãs wende durch deinen Arm und scraft! 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausge⸗ hauchet, so scharrt man mich ins Grab. II. Du aber, meine freude, du, meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins haus der eiw⸗ gen Wonne, da ich stets freuden⸗ voll, gleich als die helle Sonne, nebst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei dlenen, die mit Fronen du aus⸗ geschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem gro⸗ ßen Tun und frei von schnöden dingen in meinem Erbteil ruhn. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. 6⁵¹ ——— Cigene melodie. Joh. Kosenmüller 1679. +— I 1 1 + ade, ich bin dlein mü⸗ de, elt a I—* x q‚SSSZSISZIZISZIZI.Z‚.............. ich will naäch dem him- mel zu; da wird sein der + I 2— I — EE 2—.— f ———— ————— — rech te frie de und die stol-ze See⸗-len ⸗ruh. Welt, bei —.— I— —— TH ——— *+ I E+ + D dlir ist serieg und Streit, nichts denn lau- ter ki⸗ tel-keit, in dem him-mel al ⸗le⸗zeit 2. Uenn ich werde dahin kom⸗ men, bin ich aller Rrankheit los und der traurigkeit entnommen, ruhe sanft in õottes Schoß. In der Welt ist Angst und Mot, endlich gar der bittre Tod; aber dort ist allezeit friede, Ruh und Seligkeit. 3. Was ist doch der Erde freude? nebel, Dampf und herzeleid; hier auf dieser schwarzen heide sind dlie Laster ausgestreut. Welt, bei ir ist Krieg und Streit, nichts dlenn lauter Citelkeit, in dem himmel allezeit friede, Ruh und Seligkeit. 65² friede, Ruh und Se⸗lig⸗keit. 4. Unaussprechlich schöne singet Gottes auserwählte Schar, hei⸗ lig, heilig, heilig klinget in dem himmel inimerdar. Welt, bei dir ist Spott ung hohn und ein steter Jammerton; aber dort ist allezeit friede, freud und Seligkeit. 5. flichts ist hier denn lauter Weinen, keine freude bleibet nicht; will uns gleich die Sonne scheinen, so verhemmt dlie Uacht dlãs Licht. Welt, bei dir ist Angst und not, Sorgen und der bittre Tod, in dem himmel allezeit friede, Ruh und Seligkeit. Sterben u. Begräbnis 6. Nun, es wird dennoch gesche⸗ hen, daß ich auch in Kurzer Zeit meinen heiland werde sehen in der großen herrlichkeit. Denn bei uns ist lauter Not, üh und furcht, zuletzt der Tod; aber dort ist allezeit friede, freud und eligkeit. 7. 0 wer nur dahin gelanget, wo jetzund der schöne Chor in vergüldten ronen pranget und die Stimme schwingt empor! Denn die Welt hat Krieg und Streit, all ihr Tun ist Eitelkeit, in dem himmel allezeit friede, kuh und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirst du doch an· brechen? Stunden, owann schla⸗ get ihr, drinnen ich mich kann besprechen mit dem Schönsten für undfür? Welt, du hast mur Sturm und Streit, lauter Oual und Traurigkeit; aber dort ist alle⸗ zeit friede, freud und Seligkeit. 9. Jetzt will ich mich fertig ma⸗ chen, daß mein Tun vor Gott be⸗ steh, daß, wenn alles wird jer⸗ krächen, es heißt: Komme! und nicht: Geh! Welt, bei dir ist Angst⸗ geschrei, Sorge, furcht und heu. chelei, in dein himmel allezeit friede, Ruh und Seligkeit. Joh. Georg Albinus g. 1624 1 167o oder Joh. Rosenmüller g. 1615 + 168⁰⁶. Elgene melodie. Mel. 1. Jak. hintze 1678. 1—— 2 +— 39⁷ + 1 Alie men⸗schen müs-sen ster⸗-ben, was da le⸗ bet, muß ver⸗der-ben, + III + I—— BII N 2 1 I + 7 N I I 2 — + + I + + I —*——**— Fä al-les fleisch vergeht wie heu: die ů soll es an ders wer-den neu. er Leib 1 I 4— + — 2— SDD—— ——— 22—— der muß ver ⸗ we ⸗ sen, wenn er an-ders —— —.— II 2* soll ge ⸗ ne⸗ sen der so gro ßen herr⸗ Sterben u. BegräbnisE — 1 4 I E= + + —*— lich keit, die den from men ist be ⸗reit. mel. 2. oder: 1681. * I + H + +— 5— HF I DWDauie men schen müs⸗ sen ster-vben, was da le⸗ bet, muß ver- der-ben, 2— EHF ———————————————————— —. 175 1—— .—.— al-öles fleisch ver»geht wie heu; die sol es anders wer⸗den neu. Die ser keib ——— —— der muß ver„ we⸗ sen, wenn er an-ders * — lich keit, die den from- men ist be-öreit. 2. Drum so will ich dieses Leben‚, 3. Jesus ist für mich gestorben, weil es meinem 6ott beliebt, auch und sein Tod ist mein 6ewinn, ganz willig von mir geben, vbin er hat mir das heil erworben; llarüber nicht betrübt. Denn in drum fahr ich mit freud dahin, meines Jesu Wunden hab ich hin aus diesem Weltgetümmel schon Erlösung funden, und in den schönen Gottéshimmel, mein Trost in Todesnot ist des da ich werde allezeit schauen die herren Jesu Tod. Dreieinigkeit. 6⁵⁴ E 4. Da wird sein das freudenle⸗ ben, da viel tausend Seelen schon sind mit himmelsglanz umge⸗ ben, dienen Gott vor seinem Thron; da die Seraphinen pran⸗; gen und das hohe Lied anfan⸗ gen: heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen wohnen, dlie Propheten allzumal; wo auf ihren Chrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl; wo in so viel tausend Jahren alle frommen ott zu Eor da wir unserm ott zu Chrn ewig halleluja hörn. 6. O Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Nch wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! 0 der großen freud und Wonne, jetzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an dler Tag, der kein Ende nehmen mäg! 7. NAch ich habe schon erblicket alle diese herrlichkeit, jetzo werd ich schön geschmücket mit dem weißen hümmelskleid, mit der gülanen Chrenkrone, stehe da dor Gottes chrone, schaue solche freude an, die kein Ende neh⸗ men kann. Joh. Rosenmüller g. 1615 1 1686 oder Joh. Georg Albinus g. 1624 + 1670. mel.: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. 15⁸9. 598*. I— SSSSSSe —— 1—— 1— WI ie fleucht dla⸗ hin der men-»schen V 1 1 2 E + + I I + + 1 1 + I* Zeit, wie ei⸗let man zur E⸗ wig-keit! Wie ———*— —— we⸗nig den ken an die stund von her⸗zens- * 1 + I 1 N I I 2 I 1—.ꝗ— 1 1 — I — grund, wie schweigt hie vo — E 1 Iders trd * 6⁵⁵ Sterben u. Begräbnis E 2. Das Teben ist gleich wie ein Traum, ein nichtger, leerer basserschaum; im Augenblick es bald vergeht und nicht be⸗ sehi. gleichwie ihr dieses täglich eht. 3. Nur du, Jehova, bleibest mir dlas, was du bist, ich traue dlir; laß Berg und hügel fallen hin, mir ist Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. So lang ich in der hütte wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn, gib, daß ich zähle meine Tag ünd munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. as hilft die Welt in letzter not? Cust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O mnensch, du läufst lem Schatten zu, bellenk es nu, du kommst sonst nicht zur wah⸗ ren Ruh. 6. Leg Eitelkeit, der Harren Lust, mir ist das höchste Gut be⸗ wußt, das such ich nur, das blei⸗ bet mir. O mein begier, herr Jesu, zieh mein herz H llir! 7. WDas wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor deinem Throne steh! Du unterdessen leh; re mich, daß stetig ich mit klugem herzen suche dich. Joachim neander g. 1650 4 1680. kEigene melodie. 1741. 599* 144 1 I— .— S8Ql er weiß, wie na⸗he mir mein ach wie ge⸗schwin de und be⸗ eht dlie Zeit, her kommt der Een„ de? hin hen de kann kom- men mei— ne to- des- — —3 mein b6ott, ich bitt durch chri ⸗ sti Blut: machs nur mit 1 mei⸗ nem en„ de gut! 656 Mult verae RWR mit verdoppelung des»mein 6ott«: Str. 1—1I. * I———* 4.—ß—— 5 12 2 1— mein 6ott, mein sott, ich bitt durch chri= sti + 1 SSPIPIPIPIPIPIPIPIIPIIIII..I.I. I—— 55 Blut: achs nur mit mei⸗ nem En ⸗de gut! Str. 12. I I I I I———+————2 +—7 HE— durch dlei- ne, durch dei ne 6nad und chri ⸗sti V* I 1 N I„ I I II +— —.—— 1 — +* Blut machst dus mit mei⸗ nem Ln„de gut. 2. Es kann vor Nacht leicht an⸗fällen: herr, wie du willst, so ders werden, als es am frühen schicks mit mir! mein oott, ich morgen war; denn weil ich leb bitt durch Christi Blut: machs 700 96980 Erdlen,——— 100 wilt nur mit meinem Ende gut! Todsgefahr. mein cott, ich bitt 5. mach immer süßer mir dlen durch Christi Blut: ulachs nur Himmel und immer bittrer mir mit meinem Ende gut! die Weit, gib, daß mir in dem 3. herr, leyr mich stets mein Weltgetümmel die Ewigkeit sei End bedenken undl, wenn ich vorgestellt. mein Gott, ich bitt einstens sterben muß, die Seel durch Christi Plut: Machs nur in Jesu Wunden senken und ja mit meinem Ende gut! nicht sparen meine Buß. mein 6. Nch Vater, deck all meine 6ott, ich bitt durch Christi Blut: Sünde mit dem Verdienste Jesu machs nur mit meinem Ende zu, darein ich mich festgläubig gut! winde; das gibt mir recht er⸗ 4. Caß mich beizeit mein haus wünschte guh. Mein Gott, ich bitt vestellen, daß ich bereit sei für durch Christi Blut: Machs nur und flür und sage frisch in allen mit meinem Ende gut! 6³⁷ E 7. Ich weiß, in Jesu Blut und Wunden häb ich mir recht und wohl gebett; da find ich Trost in Todlesstunden und alles, was ich gerne hätt. Mein Gott, ich bitt lurch Christi Blut: Machs nur mit meinem eEnde gut! 8. Nichts ist, das mich von Jesu scheule, nichts, es sei Leben oder Toll; ich leg die hand in seine Seite undl sage: Mein herr und mein sott! snein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich häbe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf; du bist mir auch daher ge⸗ wogen, hast mich zum sind ge⸗ nommen auf. mein Gott, ich bitt dlurch Christi Blut: achs nur mit meinem Ende gut! 10. Ich habe Christi Leib geges⸗ sen, ich hab sein Blut getrünken hier; nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir. mein Gott, ich bitt lurch Christi Blut: Machs nur mit meinem ende gut! 11. So komm mein end heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch hristi Blut: Machs nur mit meinem Ende gut! 12. Ich leb indes in dir vergnü⸗ get und sterb ohn alle Rümmer⸗ nis. Mir gnüget, wie mein õott es füget; ich glaub und bin des ganz gewiß: Durch deine önad und christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Amilie Juliane, 6räfin zu Schwarzburg⸗Kudolstadt g. 1657 4 700. Mlel.: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. zweite melodie im Anhang. 3 Joh. Crüger 1640. 600....— — Li i— ParToonohn IIl ein Ze⸗ sus kommt, mein Ster⸗ben ——. ——————.—.—.— ———— 4—.1———— ist vor ⸗- han-den, ich wer de frei von dlie ⸗ses ——— +— ů—++ 2— +—— + + 1 2.—. — 1* 1 lei-bes Ban-den. EEeee + I— I + I *— enr. + + EXI 1 + LDZI.E I 1 +—— — +7 wohl und se⸗ lig sier ben, dein Reich er ⸗er-ben? 2. Wie du, mein Jesus, bist am 9. Nch Jesu, zeige mir jetzt deine Rreuz gestorben und hast da⸗ durch das Ceben uns erwor⸗ ben, so laß auf deinen Tod mich auch abscheiden zu deinen freu⸗ uen. 3. Und was du noch zuletzt hast ausgesprochen und deines Va⸗ ters herz damit gebrochen, das will ich dir, indem die Augen brechen, getrost nachsprechen: 4. Uergib, o Uater, denen, die mich hassen, die wider mich neick, Eifer ausgelassen; vergib Hoch, weil die feinde nicht ver⸗ stehen, was sie begehen. 5. Uergib auch mir, o vater, meine Sünde und was ich jetzt noch Böses an mir finde; ich vin von ßleisch und Blut oft über⸗ eilet von dir geteilet. b. Ich hab, o Jesu, Seele, Leib un d Leben in meinem Testament dir sibergeben, du wirst die mei⸗ nen auch heut oller morgen hier wohl versorgen. 7. Ich übergebe sie zu deinen handen, behüte sie vor Sünden, Schmach und Schanden; du wirst, o Vater, diesen meinen Willen an mir erfüllen. 8. Drauf wendet sich mein herz von dieser Erden. Dein Paradies das soll mir eigen werden, dein Paradies, das schöne, das wird heute mir stehn zur Beute. Güte, gib mir ein chergrehle gendes 6emüte, daß ich ergreife dlort zum onadenlohne die schö⸗ ne strone. 10. Zwar hölle, Teufel fangen an zu quälen und streben mir nach meiner armen Seelen, weil ich dein Wort in dieser Sünden⸗ hütten hab überschritten. II. Ich aber will die Seufzer tiefer fassen: ein õott, mein Gott, du wirst mich nicht verlassen, die⸗ weil du selbst von õott verlassen hingest und mich umfingest. 12. Mein herze dürstet nach dir und ich ächze, ich seußze nach dem himmel, ach ich lechze nach dir, nach dir mit großem Durst, ich Armer, du mein Erbarmer! 13. Ach laß mich nicht in meiner Not versinken, laß mich die seraft alis leinen Wunden trinken, ich dlirste wie ein hirsch, laß dich erblicken, mich zu erquicken. I4. Jetzt kommit der Trost, mein herz hat sich gelabet, Jesu, mit deinem Blut bin ich begabet; es ist vollbracht, was übrig ist gewesen, ich bin genesen. 15. Nun ist vollbracht mein Lei⸗ dlen, reuz und Jammer; mein schwacher Leib schläft sanft in seiner Rammer und wartet nur, bis Jesus diese õlieder mir gibet wieder. 6⁵⁹ Sterben u. Begräbnis I 16. Ich gebe dir den Geist in deine hande, o Jesu, löse nun dles Ceibes Bande! Ich bleibe dir, ich sterbe deinem namen. Jesu. sprich Amen! michael Hunold g. 1621Y1 1672. Mel.: Wer nur den lieben Kott läßt walten. Mel. 1. Ursprüngliche form im Anhang. 6. Neumark 1640(0. I 1 I + ⁰⁷ +—— J0 ster Wer kann be täg⸗-lich, und mein mir ei⸗ nen bür⸗ gen Le-ben eilt immer-fort jum Gra-be hin. X ge⸗ben, ob ich noch mor-⸗gen le⸗ bend bin? I I I 8 I Die Zzeit geht hin, der Tocl kommt her; I—— 2 TE e nirrrr.,.r ittitte ach wer nur im 2. Ein mensch, der sich mit Sün⸗ den träget, ist immer reif zu Sarg undl Grab; der Rpfel, der den Wurm schon heget, fällt endlich scheßt k ab. Der alte Bund schließt keinen aus, mein Leib ist auch ein Toten⸗ haus. 3. Es kann vor Abend anders werdlen, als es am morgen mit mir war; den einen fuß hab ich mer fer—tig wär! auf Erden, den andern auf der Totenbahr. Ein einzger Schritt ist nur dahin, wo ich der Lürmer Speise bin. 4. Es schickt der Tod nicht immer Boten, er kommet oft unange⸗ meldt und fordert uns ins LCand dler Toten. Wohl dem, der haus und herz bestellt, denn ewig Unglück oder öllick hängt nur an Einem Nugenblick. 6⁰⁰ 5. Hent Leben 6 hand, gegeber Ulbeka blochen schiedld 0. Ein; TT 5. herr aller herren, Tod und Leben hast du allein in deiner händ, wie lange du mir frist gegeben, das ist und bleibt mir Unbekannt. hilf, daß ich jeden Glockenschlag an meinen Ab⸗ schied denken mag. b. Ein einzger Schlag kann alles enden, wenn fall und Tod bei⸗ sammen sein. Doch schlage nur mit Vaterhänden und schließ in Christi Tod mich ein, daß, wenn der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu freuz sich hält. 7. Uielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn Auge, und und ohr sich schleußt; drum bet ich bei gesunden Tagen: herr, Eigene melodie. ich befehl dir meinen õeist. Uer⸗ schließen meine Lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. 8. ann ich nicht segnen mehr die meinen, so segne du sie, herr, für mich, und ꝛwenn sie bittre Tränen weinen, o Tröster, so er⸗ bärme dich und lasse der Ver⸗ laßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich sein! 9. Dringt mir der letzte Stoß zum herzen, so schließe mir den himmel auf, verkürze mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf, so wird mein Abschied keine bein, zwar eilig, llennoch selig sein. Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737. C. Voigtländer 1853. b0² 3 n⸗ter Li-lien je ⸗ ner freu⸗-den —————— — I I I I 1— +E E 1——M sollst du wei⸗ den, See- le, schwin ⸗ ge lich HMDSI— — IJ— em⸗por! Als ein —.— SSS. Ad- ler fleug be ⸗ hen⸗de! V I 1 I V— Je-su hän⸗de I 1 I 1 1 I 14.———— E I— H öff⸗ nen schon das Pper-len ⸗tor. 0⁰l E 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem haufen derer, die dles Lammes Thron nebst dem Chor der Seraphinen schon be⸗ dlienen mit dem reinsten Jubel⸗ ton. 3. Cöse, erstgeborner Bruder, doch die Rucler meines Schiff. leins, laß mich ein in den sichern friedlenshafen zu den Schafen, dlie der furcht eintrücket sein. 4. lichts soll mir am herzen kleben, süßes Leben, was die Erdle in sich hält. Sollt ich in der Wüste weilen und nicht eilen? nein, ich eil ins himmelszelt. 5. herzensheiland, laß den Glauben mir nichts rauben, Glauben, der durch alles dringt. nach dir sehnt sich meine Seele mel.: nun sich der Tag geendet hat. in der höhle, bis sie sich von hinnen schwingt. 6. 0 wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen unser mund erfüllet sei, du kannst durch dles Todles Türen träu⸗ mend führen und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Sünd und Straf ge⸗ tragen, furcht und Zagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stäachel liegt dänieder, meine slieder werden fröhlich auferstehn. 8. Gotteslamm, dich will ich loben hier und droben mit dler herzlichsten Begier Du hast dich zum ewgen Leben mir gegeben, hole mich, mein Gott, zu clir! J Cudw. sonr. Aliendorf g. 1095 + 1775. Um 1660. * I 005U i wie so sanft ent⸗ schlle ⸗fest dlu — EEEE I 4 —.— PPII —— — I 1 I nach II. •½ man- chem schwe⸗ren Ständ und liegst nun 1 I + I 1— — + + IEII — I I— da in fü⸗ ßer Ruh in 2. Sein Leiden hat dich frei ge⸗ macht von aller Angst ind pein, lun sein letztes Wort: Es ist voll⸗ 50 dei-nes hei⸗lands hand. 3. Du läßt dich zur Verwande⸗ in dlies Gefilde sän mit ung und versicherung, viel bracht, das singt dich lieblich ein. schöner ãufzustehn. 6⁰² J. Lerbi sicht im K hast llas fängt eir 5. Dir u gam, der 2 4. Uerbirg dich unserm Ange⸗ sicht im kühlen Erdenschoß! Du hast das deine ausgericht, emp⸗ fängst ein selig Los. 5. Wir wissen, daß der Bräuti⸗ gam, der eiwig treue hirt, dich, sein schon hier geliebtes Lamm, auch dort nicht lassen wird. 6. Er führe seine ganze herd, llie sich zu ihm gesellt und die ihm ist so teur und wert, auch vollends durch die Welt! 1778. nach Gottfr. Heumann g. 1685 17780). Mel.: Ursprüngliche form im anhang. Jesus, meine Zuversicht. 16⁵⁵. E— ** T +7 Mei- ne ke⸗bens⸗-zeit ver⸗streicht, stünd⸗ we⸗ nig Ta⸗ ge sind viel⸗leicht, die =— I I. D.———..— 22—— 25 1 1ES—2——.—— 4.— lich eil ich zu dem ich noch zu — 6ra- be; 17 le⸗ ben ha ⸗be. Denn, 0 Mensch, ö SSSSIIIIIIIIIIIIIIIIIII I I E + H *. E! 4.—— I an dei- nen Tod, säu⸗ me 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst gelebt zu häben. 6üter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen ga⸗ hen, nichts wird dich im Tod er⸗ freun, diese düter sind nicht dein. 3. nur ein herz, das Jesum liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das dler wahre Glaube gibt, wird dlir deinen Tod versüßen. Dieses herz, von Gott erneut, ist des Todles freudigkeit. 4. Daß du dieses herz erwirbst, fürchte Gott und bet und wache! Sorge nicht, wie früh du stirbst, leine Zeit ist dottes Sache. Lern nicht, denn Eins ist nicht nur, den Tod nicht scheun, lern auch, seiner dich erfreun. 5. ÜUberwind ihn durch Ver⸗ traun, sprich: Ich weiß, an wen ich gläube, und ich weiß, ich werl ihn schaun einst in diesem meinem Leibe. Er, der rief: Cs ist vollbracht, nahm dem Tode seine Macht. b. Tritt im Geist zum Grab oft 18 siehe dein ebein versenken, prich: herr, daß ich Erde bin, lehre du mich selbst bedenken? Lehre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden mag. chr. f. õellert g. 1715 4 60. not. 66³ E mel.: Jesus, meine Zuversicht. eürsprüngliche form im Anhang. 1673. I— 41—— S. ————— 551 Sset nun hin und grabt mein rab, von der Er ⸗- de scheid ich ab, 5 I—————— — + + + + + denn ich bin des Wan⸗d de, enn ich bin des Wan-derns mü e, denn mir ruft Gdes hin mels krie— de, 4 enn mir E + ruft die sü⸗ße Ruh von 2. Geht nun hin und grabt mein Grab, meinen Lauf hab ich voll⸗ endet, lege nun den Wanderstab in, wo alles Irdsche endet, lege elbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Tale machen? denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die inde drüber wehn. ö 4. Darum, erde, fahre wohl, * laß mich nun in frieden schei⸗ MNR den! deine hoffnung, ach, ist +* hohl, deine freuden werden Leiden, deine Schönheit Unbe⸗ stand, eiteli ahn und Trug und Tand. V 5. Darum letzte gute nacht, Sonn und ond und liebe Ster· Rl ne, fahret wohl mit eurer pracht, llenn ich reis in weite ferne, den En- geln dro-ben zu. reise hin zu jenem 6lanz, worin ihr erbleichet ganz. 6. Ihr, die nun in crauren geht, fahret wohl, ihr lieben freunde! Was von oben nieder⸗ weht, tröstet froh des herrn 6e⸗ meinde; weint nicht ob dem eitlen Schein, droben nur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrtum Will, aus den Schatten, aus den Schemen), aus dem Eitlen, aus dem llichts hin ins Cand des ewgen lLichts. ) Uesenlose Bilger. pf. 39, 7. 8. Weinet nicht: mein süßes heil, meinen heiland hab ich funden und ich habe auch mein Teil in den warmen herzens⸗ wunden, woraus einst sein frommes blut floß der ganzen Lelt zu gut. I 6⁰⁴ 9. Wein lebt; hod staube he schwebt,! EE 9. Weint nicht: mein Erlöser lebt; hoch vom finstern Erden⸗ staube hell empor die hoffnung schwebt, und der himmelsheld, der õlaube, und die ewoge LCiebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! ernst moritz Arndt g. 1769 + 1860. mel.: Christus der ist mein Leben. ———3 Ursprüngliche form im Anhang. 16⁰9. *— XV ** + I +—* 600— 1 +D I—— + 1 + * + 1 + —— I I ——— 2— 2 m Gra⸗-be stehn wir stu e ——— + I ————— 224.— und sã en Trä- nen- saat, des lie ben E +—— A S.......— pil-gers hül⸗le, der aus- ge⸗- pil-gert hãt. 2. Er ist nun angekommen, wir pilgern noch dahin; er ist nun angenommen, der Tod war ihm 6ewinn. 3. Er schaut nun, was wir glau⸗ ben, er hat nun, was uns fehlt, ihm kann der feind nichts rau⸗ ben, der uns versucht und quält. 4. Jhn hat nun als den Seinen ler herr dem Leid entrückt, und während wir hier weinen, ist er so hoch beglückt. 5. Er trägt die Lebenskrone und hebt die Palm empor und singt vor õottes Throne ein Lied im höhern hor. 6. Wir armen pilger gehen hier noch im Tal umher, bis wir ihn wiedersehen und selig sind Wie er. f. J. Phil. Spitta g. 1801 + 1859. Siehe auch Ur. 432 bis 436 Beim Todle der Chefrau. mel.: Wenn mein Stündlein vorhanden ist. 15⁰09. 12* D— 1 + +— 1— ⁰⁷ S — Ich bott, ich muß in Trau⸗rig-keit 6⁰⁵ * WA I 2.— ............— V* ö * mein le⸗ben nun be⸗schlie-en, die- weil der Tod . rin.. ääPSPSSDSPSPSPSIFISISISIIIIIIIIIIIIIIII von mei-ner Seit so ei-lends hat 2237 ge-ris-sen mein 2. Wenn ich an ihre freundlich⸗ keit gedenk in meinem herzen, llie sie mir hat zu jeder Zeit in freud und auch in Schmerzen er⸗ wiesen ganz beständiglich, mein Kreuz und Weinen mehret sich, vor Angst möcht ich vergehen. 4. fürwahr mir geht ein schar⸗ fes Schwert jetzund durch meine Seele, die abjuscheiden oft be⸗ gehrt aus ihres Leibes höhle. * 00 du nicht, herre Jesu Christ, in solchem sreuz mein Tröster * bist, muß ich in Leid verzagen. be ⸗rau-bet sein. Wer kann mein C- 6bb 1 I I—. 1 I I I Pꝓ———————————————— treu es herz, der Tu-gend Schein, des muß ich jetzt —— + + I 1 + I 1 1 + I — 25 6—————]— lend wen den? 5. O treugeliebtes, selges herz, zu dir will ich mich wenden in lliesem meinem großen Schmerz, ob sich mein Angst möcht wen⸗ den. Ich will betrachten deinen Stand, wie Gott dir alles screuz gewandt in höchste freud und I 3. Bei wem soll ich aufsdieser Wonne. Uelt rechtschaffne Lieve finden?6. sein Angst, kein Trübsal, I Der meiste Teil nicht Glauben eh und ot Kann dich jetzund alt, die Treu will gar ver⸗verletzen; im himmel tut der chwinden. Ich glaub und red fromme Gott mit Liebe dich er⸗ I es ohne Scheu: Die best ist doch getzen. Die Seele schaut mit Lust N getraute Treu, die muß ich jetzt. und freud die heilige Dreifaltig⸗ entraten. keit mit allen Auserwählten. 7. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies betrübte Leben, ich aber komm hinauf zu dir. Da werd ich mit dir schweben in höchster freude, Wonn und Lust, die deine Seele täglich kost, drauf ich mich herzlich freue. T Sterben u. Begräbnis 8. 0 wie mit großer freudig⸗ keit wolin wir einander ken⸗ nen! da wird uns dann zu kei⸗ lol ner Zeit der bittre Tod mehr trennen. Ach welche freude wirg dann sein, wenn ich die, die ich seßt bewein, mit freude werd uumfangen! nein 9. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu 6emüte führen, er⸗ waärten in Geduld dlie Zeit, wie Thristen will gebühren. Gott alles Trostes steh bei mir und mich durch seinen õeist regier zu seines Namens chre! Joh. heermann g. 1585 + 1647. Tod und Begräbnis von sKindern. mel.: 0 Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. Heinr. Isaak(ꝰ) ca. 1400. — I E 1 b08— 1—.—.3 6 ott rob, die Stund ist kom-men, da X —E L 1 I I I n,nn e 115 ich werd auf-ge⸗nom-men ins schö⸗ ne ba-rà-dleis. I— 1——————. 2——————— 1105 zyr El- tern dürft nicht kla- gen, mit freu-de sollt ———— hscl SSS————————— h. 4 ö 7 ihr sa- gen: dem höch-sten sei Lob, Chr und breis! sch kl. t last 2. surz ist mein irdisch Leben, und selig sterben ist schnell und sallih⸗ein bessers wird mir geben ott glücklich erben des schönen him⸗ lten. in der Ewigkeit. Da werd ich mels chrensaal. hel nicht mehr sterben, in keiner 4. Wie 6fters wird verführet ebel not verderben, mein Leben wird manch seind, an dem man spüret lil. sein lauter freud. rechtschaffne frömmigkeit! Die veben 3. Gott eilet mit den Seinen,. Weit voil List und kücke legt und läßt sie nicht lange weinen in heimlich ihre Stricke, bei Tag lol, diiesem kränental. ein schnell und nacht, zu jeder Zeit. bbr EEEE 5. Ihr netze mag sie stellen, mich wird sie nun nicht fällen, sie wird mir tun kein Leid. Denn wer kann den verletzen, den Christus jetzt wird setzen ins Schloß vollkommner sicherheit? 6. Zuvor bracht ich euch freude, setzt, nun ich von euch scheide, betrübt sich euer herz. Doch wenn ihrs recht betrachtet und Waäas Gott tut hoch achtet, wird sich bald lindern aller Schmerz. 7. Gott zählet alle Stunden, er schlägt und heilet Lunden, er kennet jedermann. nichts ist jemals geschehen, das er nicht vorgesehen, und was er tut ist wohlgetan. 8. Wenn ihr mich werdet fin⸗ den vor Gott, frei aller Sünden, in weißer Seide stehn und tragen Siegespalmen in händen üund mit Psalmen des herren Lob und Ruhm erhöhn, 9. Da werdet ihr euch freuen, es Wird euch herjlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Dillen gedenket zu erfüllen und ihm sich in õeduld ergibt. 10. Ade, nun seid gesegnet! as jetzund euch begegnet, ist andern auch geschehn, viel müs⸗ sens noch erfahren. nun, Gott woll euch bewahren! Dort wol⸗ len wir uns wiedersehn. Joh. heermann g. 1585 + 164⁷ 7 Mel.: herr Jesu christ, meins Lebens licht. 16²⁵. X E 2— 223——4 0⁰0.. +— 2———.— + Uun lieg ich ar- mes Wür-me⸗lein N IE + I— I I + +I— 1— I 1— + ——— I— und ruh in meinem äm-mer-lein, ich bin durch ei⸗ V 1—4 14.— EE l + 1..— I— r nen sanf⸗ten Todoent-gan⸗gen al-ler Angst und not. 2. Was schadet mirs, daß mein 3. In solchem Schmuck, in solcher ebein muß in das Grab ver⸗Zier prang ich vor Gottes Thron scharret sein? mein Seele schwe⸗allhier; mein Jesus ist all meine bet ohne Leid in himmelsglanz Lust, mein Labsal, meine beste und herrlichkeit. stost. 60⁸ EE V fff E eee 4. Vas frag ich nun nach jener Welt? mein Jesus hier mich küßt und hält, in ihm erfreu ich mich allein, ohn ihn kann ich nicht fröhlich sein. 5. mit einen war ich erst geborn, zum Jauchzen bin ich duserkorn; ich singe mit der Engelschar das ewig neue Jubel⸗ sahr. 6. Nichts iebers meine Zunge singt, nichts reiner meinen ohren klingt, nichts Süßers mei⸗ nem herzen ist als mein herz⸗ liebster Jesus Christ. mel.: Ermuntre dich, mein schwacher 6eist. 7. Drum, liebe Eltern, höret auf zu klagen meinen kurzen Lauf, ich bin vollkommen worden bäldl; wer selig stirbt, ist gnug⸗ sam alt. 8. Drum legt die hand auf euren mund und seht auf Gott, der euch verwundt, der euch zu hei⸗ len ist bereit, wenns dienet eurer Seligkeit. 9. An jenem Tag wir werden gehn, da vor Gott 6roß und Kleine stehn, zur himmelischen Christtagsfreud mit höchster Ehr und herrlichkeit. Mich. Schirmer g. 1606 1 1673. Joh. Schop 1641. — +— + 5 + — „„j·——————2 *— V 4 — + u bist jwar mein und blei⸗ best doch bist du nicht nur mein al⸗ I—— EAH I I +—8 + 1 + I + —— 1—— ILII +*%— EI + IEN 1— + 4—. 1 II—— . ND—.— mein,(wer will mir an-ders sa ⸗ gen?) Y der lein, der herr von eu⸗ gen ta- gen — 1— + IEII + 2—— I— I I I + hat das mei-ste Recht an dir, der for dert und d. üderxenneir, ni Er.. 2—.— E———————— er ⸗ hebt von mir dich, o mein Sohn, mein +— + I I + + +* N + + N — —3———. 1— * 195711 Wil ⸗le, mein herz und Uun-sches fül- le. ö 6⁰0 EE E EEE 2. Nch gält es wünschen, wollt ich dlich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut wil⸗ liglich mir wünschen und er⸗ Wählen. Ich wollte sagen: Bleib bei mir, du sollst sein meines häuses Zier, an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. 3. So sagt mein herz und meint es gut, Gott aber meints noch besser. Groß ist die Cieb in mei⸗ nem mut, in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr, Gott ist der Väter haupt und Chr, ein Ouell, da Alt und Jungen in aller Welt entsprungen. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn, und der mir ihn gegeben will, daß er nah an seinem Thron im himmel solle leben. Ich sprech: Ach weh, mein Licht verschwindt, Gott spricht: Will⸗ komm, du liebes seind, dich will ich bei mir haben und ewig reich⸗ lich laben. 5. O süßer Rat, o schönes Wort und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser ort, kein Unglück und kein fränken, kein Angst, kein mangel, kein Versehn, bei 6ott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 6. Wir menschen sind ja auch bellacht die Unsrigen zu zieren; wir gehn und sorgen Tag und mit dem, wohin sie kommen, als wirs uns vorgenommen. 7. Uie manches junges, from⸗ mes Blut wird jämmerlich ver⸗ führet durch vös Exempel, daß es tut, was Christen nicht ge⸗ bühret. Da häts denn Hottes Zorn zu Lohn, auf Erden nichts als Spott und hohn, der Vater muß mit Grämen sich seines seindes schämen. 8. Ein solches darf ich ja nun nicht an meinem Sohn erwar⸗ ten; der steht vor Gottes Ange⸗ sicht und geht in Christi õarten, hãt freude, die ihn recht erfreut, und ruht von allem herzeleid; er sieht und hört die Scharen, dlie uns allhier bewahren. 9. Er sieht und hört der Engel Mund, sein mündlein hilft selbst singen; weiß alle Weisheit aus dlem õrund und redt von solchen Dingen, die unser keiner noch nicht weiß, die auch durch un⸗ sern fleiß und Schweiß wir, weil wir sind auf Erden, nicht aus⸗ studieren werden. 10. NAch sollt ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, 1240 den du auch geheiligt bist: i weiß, ich würcle müssen vor freude cranen gießen; II. Ich würde sprechen: Bleib allhier, nun will ich nicht mehr klagen: Nch mein Sohn, wärst llacht, wie wir sie wollen führen du noch bei mir! nein, sondern: in einen feinen, selgen Stand, und ist doch selten so vbewandt 67⁰ Komm, du Wagen Ellas, hole mich geschwind und bring mich EEN Sterben u. Begräbnis dahin, da mein sind und so viel lieve Seelen so schöne Ding erzählen! 12. Nun es seĩ ja und bleib also, ich will dich nicht mehr weinen; du lebst und bist von herzen froh, siehst lauter Sonnen schei⸗ nen, die Sonnen ewger freud und Ruh; hier leb und bleib nun immerzu, ich will, wills Gott, mit andern auch bald hinüber waändern. paul Gerhardt g. 1607 4 1676. mel.: herjlich tut mich verlangen. 1601. 6— PIPIPIPIPIPPIPIII— ⁴——— DWWDDMDMND So hab ich ob⸗ ge⸗ sie get, mein ich bin gar wohl ver gnü⸗get, ju I + 8— 1 + 1 ——.— 2—— Lauf ist nun voll-bracht, tam send guy ier Macht“ 20, Lie-ben, tut nicht so äng ⸗-stig ⸗lich! Was wollt ihr ———— A — CSIS—— 4.—— 1 1 + + 1 1 III ——.II euch be⸗ trü-ben? stehts doch sehr gut um mich. 2. Denkt, Uater, wie viel Sor⸗ gen, wie manche wache Nacht, wie manchen düstern Morgen ein liebes Kind oft macht. Was füre kann widerfahren, das irchtet, wer es liebt. Den Kum⸗ mer könnt ihr sparen, drum seid nicht so betrübt. 3. Nch mnutter, laßt die Zähren, stellt euer selagen ein, des höch⸗ sten sein Begehren das muß erfüllet sein. Warum ihr jetzo weinet und gar zu kläglich tut, dlas ist sehr wohl gemeinet: Gott mächet alles gut. 4. Die freude, die sich reget bei einem Wandersmann, wenn er die Reis hinleget und Rommet glücklich an; die freude, die empfindet ein Schiffer, wenn sich schier ein sichrer hafen fin⸗ llet, die spür ich jetzt veĩ mir. 6²¹ 5. fähr hin, o Angst undmich zu sich ziehen, so werfet hin Schmerzen, fahr immer, immer das Leid und sprecht: Gott hats hin! Ich freue mich von herzen,‚ gegeben, õott, nimms, du hast dlaß ich erlöset bin. Ich leb in tau⸗das Recht, bei dir steht Tod und sendafreuden in meinesschöpfers Leben, der mensch ist Gottes hand; da trifft und rührt kein fenecht. Leiden, so dieser Welt bekannt. 9. Daß ihr mein 6rab müßt 6. Schmückt ineinen Sarg mit sehen, jeigt unsern schwachen fränzen, wie sonst ein Siegs⸗- Stand; daß es sobald geschehen, mann prangt. Aus jenem him⸗ tut Gottes Vaterhand. Gott wird melslenzen hat meine Seel er⸗Idas Leid euch stillen; ich sterbe langt die eiwig grüne Krone; nicht zu jung, wer stirbt nach dlie werte Siegespracht rührt her Gottes illen, der stirbt schon ob Uahn Sohne, der hat mich alt genung. o beclacht. 11 7. Doch netzet ihr die Wangen, Machruf der Betrübten.) ihr Eltern, über mir, euch hat 10. fahr wohl, o liebe Seele, dlas Ceid umfangen, das herze genieß der süßen Lust! Unns in bricht euch schier; des Vaters der Trauerhöhle ist nichts hievon treue Liebe sieht sehnlich in mein bewußt. Wann wird doch ange⸗ 6rab, die Mütter stehet trübe langen desselben Tages Schein, und kehrt die Nugen ab. dlaß du uns wirst empfangen? 8. Jch war euch nur geliehen o möcht er heute sein! auf eine kurze Zeit, will Gott Gottfr. Wilh. Sacer g. 1635 + 1690. iaene meiodie. Rud. Nhie 1602. ö 4 e e t. ——.— 1.—. +—— Zeuch hin, mein kind, denn ott selbst Ich lei-de zjwar, dein Tod be⸗ V 1— 25 —.——5——— EE . 1.— I 1.— II— for dert dich aus dlie ser ar ⸗gen Ubelt. trü-bet mich, doch weil es 6ott ge⸗fällt, I D I I 11. 7 L 1 F + — + I I + so un-ter laß ich al-les fela⸗-gen und will mit 6b²² EE — —— — stil—e 90 öpfer Uelt ge Harumt! forthunn 5 so ve las mu mein si SIeeee E ꝙ+ — +*— 1—— I FEZ= —.— r stil lem 6ei- ste 2. Zeuch hin, mein sind, der Schöpfer hãt dich mir nur in der Weit geliehn. Die Zeit ist aus, dlarum̃ befiehlt er dir jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin, Gott hat es so versehen, was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein seind! 3. Zeuch hin, mein keind, im himmel findest du, was dir die lelt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, da wird kein Schmerz erfragt. hier müssen wir in Angsten schwe⸗ ben, dort kannst du ewig fröh⸗ lich leben. Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, miein sind, hin⸗ auf in Gottes Schul, dã Gott selbst Lehrer ist, da lauter Lust, da du vor Gottes Stuhl beim Chor der sa ⸗ gen: Zeuch hin, mein kind! Engel bist. Da Kannst du deinem Jesu singen, die himmelslieder lassen klingen. Zeuch hin, mein find! 5. Zeuch hin, mein sind, wir folgen alle nach, so bald es Gott befiehlt. Du eilest fort, eh sich das Ungemach in deine Jahre spielt. er lange lebt, steckt lang im Leide, wer frühe stirbt, kommt bald jur freude. Zeuch hin, mein sind! 6. Zeuch hin, mein Kind, die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon dlie Krone weist. Nun wohl, llein Seele ist entbunden, du hast im herren überwunden. Zeuch hin, mein sind! Gottfr. Hoffmann g. 1658 + 1712. Mel.: o Welt, ich muß dich lassen. Ursprüngliche form im Anhang. 61 3—— Isaak())— n Fn —— 13 I E WWIDANGNNIN U enn klei ⸗ne him- mels ⸗er⸗ben in .——— EH —42.———.— 0— ih rer Un-schuld ster⸗ven, so büßt man sie nicht I—— ein, sie wer den nur dort o ben vom ba= ter 6²³ Sterben u. Begräbnis N —— I ———.. ——— auf-ge⸗ ho⸗-ben, da⸗ mit sie un ⸗ver⸗lo ⸗ren sein. I I I 2. Sie sind ja in der Taufe zu 3. 0 wohl auch diesem Kinde! ührem christenlaufe für Chri- Es stirbt nicht zu geschwinde. stum eingeiweiht und noch bei Zeuch hin, du liebes Kind! Du bott in önaden; was sollt es gehest ja nur schlafen und blei⸗ ihnen schadlen, daß Jesus sie zu best bei den Schafen, die ewig ich entbeut? unsers Jesu sind. Johann Andreas Rothe g. 1688 4 1758. Eigene meioclie. Ursprüngliche form im Auhang. 16⁵³. 9 e⸗sus, mei⸗ ne Zzu- ver-sicht und die ⸗ses weiß ich; soll ich nicht dar⸗ eeen, ee, e. + + + D= EEII— — +——8 I— + 1.—— —.———— 4 mein hei⸗land, ist im Le- ben. x—25 um mich zu frie- den ge⸗ den, die lan⸗ge ——.. ———————— To des- nacht mir auch für b6e⸗ dan⸗ ken macht? 2. Jesus, er mein heiland, lebt, ich werdl auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? lässet auch ein haupt sein Glield, weiches es nicht nach sich zieht! 3. Ich bin durch der hoffnung band zu genau mit ihm verbun⸗ llen, meine starke ölaubenshand wird in ihm gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß da⸗ her auch einmal zu Asche wer. dlen; das gesteh ich, doch wird er mich eriwecken aus der Erden, daß ich in der herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen heiland, ken⸗ nen, ich, ich selbst, Rein remder nicht, werd in seiner iebe bren; nen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein ab⸗ getan. o. Was hie kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herr⸗ lich gehen; irdisch werd ich aus⸗ gest, himmlisch werd ich auf⸗ erstehen; hie geh ich natürlich sein dlort da werd ich geistlich ein. 6²7⁵ Auferstehung EIEEAENENEAIE 7. Seid getrost und hoch er⸗ freut, Jesus trägt euch, meine Glieder! Gebt nicht statt dler Traurigkeit! Sterbt ihr, Chri⸗fuß stus ruft euch wieder, wann die letzt Posaun erklingt, dlie auch durch die 6räber dringt. 8. Lacht der finstern Erden⸗ kluft, lacht des Todes und der hölien, denn ihr sollt euch durch dlie Luft eurem heiland zuge⸗ sellen.) Dann wirdSchwachheit und berdruß liegen unter eurem uß. thess. 4, 17. 9. Nur daß ihr den õeist erhebt von den Tüsten dieser ęrden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Kkunge 6sb. 1653. Mel.: Wachet auf, ruft uns die Stimme. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolal(ꝰ) 100. 0¹ 1 1* + + + + 144%½ Han.1— *— 4—— + —— + — Es mag dies haus, das aus der bott selbst will dlie- sen Bau voll⸗ 1 + I EE I 4.———.——— er- den, nur im mer- hin zer bro⸗ chen wer⸗den, flih ren, mit eu ⸗ ger him-mels⸗-Klar- heit jie ren, DI. V2— 1——— + ————— ——— 1— +————— 163 ein and- res haus wird uns er ⸗ baut. hin · we dran man nichts Un- voll-Romm- nes schaut. 9. — * + I + +— ** —..— — ———— —„ was ir ⸗ disch heißt? mein herz V und gan-zjer Geist V + N* +— + + + TZ.— 1———— —— 1—— +7 2 I IEEI V 183 +7 fleugt von hin ⸗- nen, er- greift dies Wort und WN DVO YV YO 1 4⁰⁰0 ⁴4⁴ Doe Auferstehung + — ist schon dort an 2. Da wird kein Vorhang an⸗ getroffen, das Allerheiligste steht offen; o seligste Zufriedenheit! hier, wo sich fried und freude küssen, gibt süße Lonne zu ge⸗ nießen die heiligste Dreieinig⸗ keit. Es naht Uns freundlich hier der Engel schöne Zier, alle frommen ümfassen sich recht brüderlich; o herz und Seele, freue dich! je⸗- nem ——— sel ⸗gen freu⸗-den ⸗ort. 3. Hier ist nur lauter Licht und freudle, hier kleidet uns nur weiße Seidle der allerreinsten heiligkeit; wir tragen lauter güldne sronen, wir sitzen hier auf güldnen chronen, hier wech⸗ selt sich gar keine Zeit. hor auf, mein blöder Sinn, wo willst du endlich hin? Stille, stille! 6eh ruhig ein, wo Gott allein wird alles und in allem sein. Jakob Baumgarten g. 1668 4 1722. 01⁰ ů mel.: Was Sott tut, das ist wohlgetan. 1681. + 1. 70—— FIEch freu e mich der fro ⸗hen und 6ott in schön ⸗ster herr-lich= I IE I 1—— +—— r —— + II 1 I— I zeit, da ich soll auf er⸗ keit und mei⸗ nen hei⸗land se hen.; aa ich son —H——.—— ————————————— sein in der 6e⸗mein der aus- er⸗ wähl⸗ten 12— N + I 1 + I — 4 4— bä⸗ tern kom⸗ men. 2. Nch käme bald der Tag her· an, der Tag, dran mein Erlö⸗ sung, der Tãg, an dem ich hoffen kann die fresheit und enesung; dla Engeln gleich im Engelreich ich werd ein Leben haben, wo Loben, Lieben, Laben. 3. Ich weiß durch meinen Je⸗ sum Christ, an den ich herzlich gläube, der meine Auferstehung ist, daß ich im Tod nicht bleibe, kigene melodie. und dieser Tag mir nicht sein mäg ein Tag der Schmach und Schmerzen, wie den verruchten herzen. 4. Ich hoffe dann den 6naden⸗ lohn durch Christum zu erlangen und vor des Allerhöchsten Thron im schönsten Schmuck zu pran⸗ gen. omm, süße Zeit! herr, mich bereit, daß sie mich mög erquik⸗ ken und ewiglich beglücken. peter Busch g. 182 4 174⁴4. Joh. Chr. stcittel 1803. 617 T— + ö—— 5 HETDEOFNN Nuf er⸗steyn, ja auf ⸗er ⸗steyhn wirst — I I I— +— ...—— e. 2.—..— E ISISIeeee—= du, mein Staub, nach Rur ⸗zer * 2 Ruh. Un ⸗sterb-lichs Ce⸗ —— E + 1 — J——— I——————— ——— 4. ISNE— 4+.—— — ꝛ2— + I + 2—7 ID 1.—.— + 1 ben wird, der dich schuf, dir ge⸗ben. Hal le ⸗ iu⸗ja! 2. Wieder aufßzublühn werd ich 4. Wie den Träumenden wirds gesät. Der herr der Ernte geht dann uns sein. illit Jesu gehn und sammelt Garben uns ein, wir ein zu seinen freuden. Der uns ein, die starben. Hhalleluja! müden Pilger Leiden sind dann 3. Tag des Danks, der freudlen⸗nicht mehr. tränen Tag, du meines Gottes 5. Nch ins Allerheiligste führt Tag! Wenn ich im örabe genug mich mein mittler dann. Lebt geschlummert habe, erweckst duich im heiligtume zu seines Ua⸗ mich. mens Ruhme! halleluja! Fr. Gottl. Klopstock g. 1724 1803. ½½ kigene melodie. Vorreformatorisch. ISIEEEEE I * D 1. Täag des Zorns, o tag voll Grau- en, 2. Zit⸗-tern in der Er⸗ de Grün⸗den 7. Was soll dann ich Ar⸗ mer sa⸗ gen? 8. furcht⸗bar hoch er⸗ hab⸗ ner ö⸗nig, 3. Du, der lossprach einst ma⸗ ri ⸗ en 14. Gar un-wür-dig ist mein fle⸗ hen, I ——— ————————. 1. *—————— 1 2. 7. 8. 13. 14. da die Delt den herrn soll schau⸗en nach dem ILUort, dem wird des Rich⸗ters Hahn ver⸗Kün⸗den, der die her ⸗zen wer mich zu ver⸗tre⸗ ten wa⸗gen, wo selbst die 6e⸗ Quell der Eie-be, hei⸗-land gnä⸗-lig, mach du mich der und dem Schä⸗cher hast ver⸗zie hen, hast auch hoff⸗nung laß du, hei-land, 6nad mich se⸗hen, nicht ins euy ge V — + I — II II — + + ——— wir ver⸗trau-en! V 3. Wun-der- bar po- sau-nen⸗ will er⸗grün⸗den. 4. Erd und Tod wird sehn mit rech⸗ten ja⸗ gen? Y 9. Je⸗ su, dei ⸗ner lieb ge⸗ Sün⸗den le⸗dig! 10. Bist voll Schmerz mich su ⸗chen mir ver⸗-lie-hen. V15. Von den bök⸗ ken wollst mich feu-er ge⸗hen!/ 16. Ruf, wenn in die ew⸗ gen — 1 —.— ö + 4.—— — 1——. ———— IHT2 — 4. hal⸗-len wird durch je des Grab er-schal⸗len, auf, Be-ben das au luür m 6ruft 9 dene⸗ ant⸗ den⸗ke, daß du für mich Kamst, be⸗den-ke, dar⸗ an⸗gen, haft für mich am sereuz ge⸗han⸗gen, nicht chei⸗Hlen, zu dlen Schä-fen mich ge⸗»lei ⸗ten, stelln flammen sin ken, die du willst ver⸗dam- men, mit 6²7⁰ Sericht.KEL — I 1 2 + +— + — + l. K + I 3. zum chro-ne! ru-fend al-len. 5. Ulnd ein Buch 4. wort sei⸗ nem herrn zu ge-ben. 6. Wenn er nun 9. um einst mir 6na de schen⸗ke! 11. Rich-ter der 45. 2—— sei 2270 Aen Lebetem 12. Gleich Uer⸗worf⸗ zu dei- ner rech-ten Sei⸗-ten. A 16. den dei-nen mich ju-sam⸗men/ 17. Sieh, nach dir —— 3—— +— e In nen r,n Leree, RII 5. wird sich ent- fal- ten, drin die Schuld der—elt 6. sitzt auf dem Thro-ne, kommt als-bald vor Got⸗ 11. ge-rech-ten Ra che, dei- ner huld mich teil⸗ 12. nen fühl ich Ban-gen, Schuld macht glü⸗hen mei⸗ 17. streck ich die hän de, zum Zer-knirsch-ten, herr, . )—* 4—— EH P PPPPFPFPFPFPFPIPIPIIPIIIITTTTTTTII ——.—— 5. ent hal-ten, ÜU-ber die 6e-richt zu hal⸗-ten. 6. tes Soh ne al-les zu ver-dlien-tem Loh- ne. 11. haft ma che, eh der Tag des Zorns er-wa ⸗-—0 12. né Wan-gen; mein 6e-bet läaß 6nad Uer- lan- gen! 17. dich wen de, o gib mir ein sel⸗ ges En-de! —— ———eeer —— 18. Tag voll Trä-nen, wo mit 6rau-en Gott die sre-a⸗ ——. E +** + E. V 2.—— 4 ů——— —IIIss..:.2 —— f6 ——* L— tur soll schau-en, aufer⸗ste⸗ hend aus dem Gra-be! —— 4 +—. I + U nimm die Schuld, herr, al len a⸗ be! from⸗mer Je-su, 68⁰ hei⸗land du, schen⸗ ke alln die eiw- ge Ruh N men. Rus dem Tateinischen des Thomas von Celano um 1250: Dies irae, dies illa. Übersetzung von Bunsen. kigene melodie. 1540. —2 —*0 + * I ——————— ———— Biune Ran— wäacht auf und seid be ⸗-reit in dlie ⸗ sem 1— 1 + I I L— 1 E. I————— 1 I 1 + 2 —. EII I + + 4.— +— 4.*—— Jam- mer ta- le, wacht auf, es ist schon —— 7—— — I I 1 + + 1— + +—— 1 E + IZI.EE + 1 +—— 2— EEI —— I—— 1 I 1 I— Zeit] der herr wird nun bald kom ⸗ men und X. 22.— 1 +— 1 + +— ———ęt.m I I 1 I + + + 1¹— +— 1 1— I 2—.— + t—— —. EE: I EE! +—— 1— . 2——* x 2 2 2 zum 6e⸗rich⸗-te gehn, die Sünd'r wird er E n.——.... .—*— IIIIIIII —— I 1 I +— ver dam-men; wer wird vor ihm be⸗ stehn? 2. Geld, Gut kann da nicht raten, es hilft nicht hoher ut, du mußt es Rurz verlassen, wenn kommt der bittreTod. Bist du gleich schön von farben, bist du gleich jung undreich, Gottkannaichbaldver⸗ 3. Darum ihr seid, l alle, die hier beisammen seid, laßt euren hochmut fallen und wartet auf dlie Zeit! Wollt ihr bei Jesu le⸗ ben, so sucht das ewge 6ut, er wirds euch reichlich geben und dlerben im Augenblick der Zeit. helfen aus der lot. 68 4. Gotts Wort ist uns gegeben auls groß'r Barmherzigkeit, daß wir darnach solin leben und machen uns bereit. So laßt uns dlas nun fassen und halten fest daran; wolln wir das nun ver⸗ lassen, so ists mit uns getan. 5. Nch wär der nicht geboren, der Gottes Wort veracht! Es ist mit ihm verloren, er wan⸗ dert ganz in Uacht, voll Laster und boll Schande und spottet kigene melodie. mit Gotts Wort; o weh, die Höl⸗ lenbande erwarten ihn schon dort. 6. Der Armen not und 6rämen laßt euch zu herzen gehn, daß sie euch nicht beschämen, wenn ihr vor 6'richt sollt stehn. Denn wer den Armen gibet, erlangt den 6nadenlohn; den, der sie hier betrübet, verdammt einst Gottes Sohn. 1545. nach dem hannov. 6sp. 1648. Jos. lug 153⁷. I— I— 02⁰0 ———— wiß-lich an der Zeit, daß S ist ge⸗ in sei⸗ner gro⸗zen herr⸗lich⸗Keit, zu E+E —IFFFFFFUUIIIFUIIFI———— —— 1 M.— 60t-tes sohn wird kom⸗ men rich ten Bös und from me. da wird das — eeE——————— La- chen wer⸗den teur, wenn al ⸗ les wird ver⸗ .I ĩ— I—— EH ————— 23—..... gehn im feur, wie be⸗ trus“) da- von schrei⸗ bet. 2. posaunen wird man hören3. Darnach wird man ablesen gehn an aller Welten Ende, dar⸗bald ein Buch, darin geschrieben, auf bald werden auferstehn all was alle menschen, ng und alt, toten gar behende; die aber auf Erden habn getrieben; da noch dãs Teben habn, die wird denn gewiß ein jedermann wird der herr von Stunde an ver⸗ hören, was er hat getan in sei⸗ wandeln und verneuen. nem ganzen Leben. 5 2 Peiri 3, L. 4. 0 U hat dle und m spat na fetl Eri bestehn mussen Hölle. 5.09 von we ich im angeze 51 Uhäast mont: Barth be OShiiiiiiiiIII bericht 4. O weh demselben, welcher hat des herren Wort verachtet und nur auf Erden früh und spat nach großem 6ut getrach. tet! Er wird fürwahr gar schlecht bestehn und mit dem Satan müssen gehyn von Christo in die hölle. 5. 0 Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden. Daran ich denn auch zieifle nicht, denn du hast ja den feind gericht und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein fürsprecher sei, wenn du nun wirst erschei⸗ nen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen; auf daß ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O Jesuchrist, du machst es lang mit deinem jüngsten Tage; den menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage; Komm loch, Komm doch, du kichter groß, und mach uns bald in 6öna⸗ len los von allem Ubel! Amen. Barthol. EKingwaldt g. 1530 + 1590. nach dem Lateinischen Dies irae, dies illa. Ev. Matth. 25. Eigene Melodie. Ursprüngliche form im N nhäng. Phil. Nicolai. 62¹ D— + + —— l a-chet auf, ruft uns die Stim-me der Mit ter⸗nach theißt die ⸗se Stun ⸗de; sie * U — ——— — ......—— I— 4——— Wäch ter sehr hoch auf dler Zin ⸗ne, wach auf, du Stäcdt ru-fen uns mit hel⸗lem mun ⸗de: o seid ihr klu⸗ * 1— — E —1* I —.— Je ru- sa-lem!Y gen zungfrau⸗en?/ wohl⸗auf —— der Bräut⸗gam kömmt, steht 1—— PSSED‚‚— auf, die Lampen neymt! hal · 6³ — le-lu-ja! macht euch be⸗ bericht SEEEEITE * N I II 1 I— ö + 40——— *— — 2.—1. reit zu der hoch⸗-zeit, ihr müs⸗set ihm ent ⸗ ge⸗ gen gehn! 2. Zion hört die Wächter singen, das herʒ tut ihr vor freude sprin; gen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr freund Kommt vom himmel prächtig, von 6nade stärk, von Wahrheit mächtig, ihr licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, herr Jesu, Gottes Sohn! hosianna! Wir folgen all zum freudensaal und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen mit Menschen⸗ und mit Engelzun⸗ gen, mit harfen und mit Zim⸗ beln schön. Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt; wir stehn im chore der Engel hoch um deinen Thron. sein Nug hat je gesehn, kein ohr hat je gehört solche freude. Drum sauchzen wir und singen dir dlas Halleluja für und fur. Philipp Uicolai g. 1556 4 1608. EEEE Eigene melodie. 4⁰ b²2²2 9— 2—•7—— 2 ch weiß ein lieb-lich En ⸗gel ⸗spiel, da —.——.—* PꝑPP.... Il——*—1—.— ist alls Ceid zer ⸗gan⸗gen; im him⸗mel⸗reich ist freu ⸗de * E x— I ———————— + 11 —1 2—.—.—— II viel ohn En⸗-des-Rel, da⸗ 2. Weil uns Sott durch dlie Gnade sein wollt lieblich dahin weisen, so steh auf, edle Seele mein, tracht dã hinein, sein Lob sollst immer preisen. 3. Der Winter kalt, der Sünden Zeit die haben bald ein Ende; kehr dlich zu Gott, der dir ver⸗ zeiht: darum ihn bitt mit herzen und mit händen! 4. Schlaf oder wach, lieg oder geh, so steh allzeit in Sorgen, bitt Gott, daß er dir gebe Reu all Inel.: valet will ich dir geben. hin soll uns ver⸗lan ⸗-gen. Tage neu den Abend und den Morgen. 15 5. Aus herzen tief andächtiglich sollst du mit Reue sprechen: Ach reicher 6ott vom himmelreich, nun wollst du dich an meiner Sünd nicht rächen! 6. Ich Weiß, daß Gott ist also gut, da er dir nad will geben, kehrst du von Sünden deinen Mut. Wer also tut, der kommt ins ewge Leben. nach heinrich v. Loufenberg 4 1455. Melchior Teschner 1615. + +7— + 0² ——— W er Bräut-gam wird bald hilf Gott, daß ru- fen: wir nicht schla-sen, 6⁵ un sern hän⸗-ulen die Lam-pen, 6i ommt all, ihr hoch-jeit gäst! in Siin„den schlum-mern sest, vall habn in —. 12 2 PPP und Licht und 2. Da werden wir mit freuden den heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den I himmel aufgetan, die lieben Pa⸗ triarchen, Propheten allzumal, N llie artrer und Apostel bei ihm N in großer Zahl. 3. Die werden uns annehmen als ihre Brüderlein, sich unser gar nicht schämen, uns mengen mitten ein. Wir werden alle treten zur Kechten Jesu christ, als unsern Gott anbeten, der unsers fleisches ist. 4. Gott wird sich zu uns kehren, ein'm jeden setzen auf ein gülune sron der Chren und herzen eundlich drauf, wird uns an ein Brust drücken aus Cieb ganz väterlich, an Ceib und Seel uns I mit õaben mildig⸗ ch. uns nicht müs⸗ sen wen ⸗den von 686 llei⸗nem An- ge-isicht. 5. Dã wird man hören klingen dlas rechte Saitenspiel, die musik⸗ kunst wird bringen in Gott der freuden viel, die Engel werden singen, all heilgen Gotts zu⸗ glesch, mit himmelischen Zungen ewig in ottes Reich. 6. Er wird uns fröhlich leiten ins ewge Paradeis, die hochzeit zubereiten zu seinem Cob und Preis; da wird sein freud und Wonne in rechter Lieb und Treu aus Gottes Schätz und Bronne und ewig werden neu. 7. Also wird Gott erlösen uns gar von aller Not, vom Teufel, allem Bösen, von Trübsal, Angst und Spott, von crauren, Weh und klagen, von frankheit, Schmerz und Leid, von Schwer⸗ mut, Sorg und Zagen, von aller bösen Zeit. zohann Walther g. 1406 7 1570. ISSSSEEEEEE 2.2* — + 1— VE + +— T I I—— + 2 L— +— — 7 Ee ru ⸗-sa-lem, du hoch- ge ⸗ bau ⸗-te Mein sehnlich herz so groß Uer ⸗-lan⸗gen 1665. 1 SIII — 1— II I —— IDIDDEEEEEEE I 1 ́— 1 II +— Stadlt, wollt 6ott, ich wär in dir! Ibeit hat und ist nicht mehr bei——mit.) I EN——.—— + E +— 1 + 1.——. 1— L U-ber berg und Ta⸗le, weit üU-ber bla⸗-ches feld schwingt —— ————————* —— es sich u⸗ ber al le und eilt aus die-ser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem freudenmund die Seele geb von mir in Hottes treue hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit heil anlͤnde in jenem Uaterland? 3. Im Augenblick wird sie er⸗ heben sich bis an das firmament, wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich die Stätt der CEle⸗ ment, fährt auf Clias Wagen mit heilger Engelschar, die sie in händen tragen, umgeben ganz und gar. 4. 0 Chrenburg, sei nun ge⸗ grüßet mir, tu auf der nade Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt näch dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener llichtigkeit, und Gott mir hat gegeben das Erb ller Cwigkeit. 5. Was flir ein Volk, was für ein edlle Schar kommt dort ge⸗ zogen schon? Was in der Welt vpon Ruserwählten war seh ich, die beste ron, die Jesus mir, der herre, entgegen hat gesandt, dã ich noch war so ferne in mei⸗ nem tränenland. b. Propheten groß und batri⸗ archen hoch, auch Christen ins⸗ gemein, die weiland dort trugen lles sereuzes Joch und der Turan⸗ nen pein, schau ich in chren schweben, in freiheit überall, mit filarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 68² 4 7. Uenn dann zuletzt ich ange⸗ hosianna feine ohn Ewigkeit, Eigene melodie. 8. Mit Jubelklang, mit Instru- langet bin im schönen Paradeis, menten schön, mit Chören ohne von höchster Freud erfüllet wird Zaähl, daß von dem Schall und der Sinn, der und von ob von dem süßen Ton sich regt der und Preis. Das Halleluja reine Freudensaal, mit hundert tau⸗ singt man in heiligkeit, das send Zungen, mit Stimmen noch End in viel mehr, wie von Anfang ge⸗ sungen dlas große himmelsheer. Joh. Matth. eufart g. 1590 4 1642. Joh. Crüger 1648. — wie se⸗lig seid ihr doch, ihr I— + I I + . +—* ———————3———— from men, llie ihr durch den Tod u —.——— — E———— + IE —.— + 1 1— + 1 2 * 5 6ott ge⸗ kom- men! Iyr seid ent ⸗ gan ⸗- gen f I I— + I 2. uß man doch hier wie im x serker leben, da nur Sorge, Ilt furcht und Schrecken schweben; I wäas wir hie kennen, ist nur müh und herzeleid zu nennen. 3. Jyr hingegen ruht in eurer stammer sicher und befreit von 0 allem Jammier, kein Kreuz und 460 leiden ist euch hinderlich in 46 euren freuden. V 4. Christus wischet av euch alle N tränen, ihr habt schon, wonach W wir uns erst sehnen, euch wird 688 4———— ee al-ler not, die uns noch hält ge ⸗ fan ⸗„gen. gesungen, was durch keines Ohr allhie geürungen. 5. Nch wer wollte denn nicht gerne sterben und den hummel für die Weit ererben? Wer wollt hier bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Romm, o Christe, Komm, uns auszuspannen, 1os-uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen freud und Wonne. Simon Dach g. 105 + 1650. Eigene melodie. Joh. Schop 1642. 2———— ER— 02% E-wig⸗keit, du Don⸗ner⸗wort, o 0 E-wig⸗keit, zeit oh ⸗ne Zeit, ich I———— ————————————— Schwert, das durch dlie See ⸗ le bohrt, o An-jang weiß vor gro⸗ßer Trau- rig- keit nicht, wo ich I— 5.— 4 ö En-de! 5 hin 2— lle⸗ mein ganz er ⸗schrocknes heri en, La, ö 2——.——.—. 2 AH T +7** er bebt, daß mir die 2. sein Unglück ist in aller Uelt, das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird auf⸗ gehoben; die wigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben, ja wie mein heiland selber spricht, aus ihr ist Kein Erlösung nicht. 3. O fwigkeit, du machst mir bang, o ewig, ewig ist zu lang, 1 gilt slüüriwahr kein Scherzen. rum, wenn ich dliese lange nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck 10 recht von herzen; nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die kwigkeit. — zung am b6au-men klebt. 4. Nch Gott, wie bist du so ge⸗ recht, wie strafest du die bösen senecht so hart im Pfuhl der Schmerzen; auf kurze Sünden llieser Welt hast du so lange Pein bestellt. ANch nimm dies wohl zu herzen und merk auf dies, o Menschenkind: Kurz ist die Zeit, dler Tod geschwind. 5. Wach auf, o ensch, vom Sündenschlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist loch hohe Zeit, es kommt heran dlie CEiwigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut dler letzte Lag: wer weiß doch, wie mãn sterben mag? 6³ CEir 6. O Kwigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! 0 Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß mel.: 0 Ewigkeit, du Donnerwort. vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Uimm du mich, wenn es dir gefällt, herr Jesu, in dein freudenzelt! Johann kist g. 16007 + 1667. Joh. Schop 1642. —.— 1 — — 1 1 2=— I I ——— E- wig-keit, du freu- den-wort, o E- wig-keit, freul oh- ne(eid, — 1————+— ———————— ö 3, n n, —— das mich er- quik-ket fort und fort, o An⸗fang ich weiß vor her⸗zens ⸗fröh-lich Reit gar nichts mehr I IXII 1 1 4 ——4 II 4— + I I E+ .SPSPSPSPSPSPSPSPSPIPISPSPIPIPIIIIII —— son⸗der En- de! j das sonst in vom C= len„de, dlie sem Le⸗ben — 1 II —.— + II + H—4 H 1— — +— plagt, weil mir die 2. fein herrlichkeit ist in der Welt, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen; die ewigkeit nur hat keiñ Ziel, sie treivet fort und fort ihr Spiel, bleibt unverändert stehen, ja wie der heilge etrur spricht, ihr Erbe das verwelket nicht.“) Ipetr. 1, 4. 3. 0O Ewigkeit, du währest lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang, weiß ich, daß dlies auf⸗ höret. drum, wenn ich dliese lange Zeit erwäge samt der Selig⸗ keit, die gar nichts mehr zerstöret, 60⁰ — z— E- wig⸗ keit be⸗ häͤgt. so acht ich alles Leiden nicht, das kaum den Nugenblick aͤnficht. 4. Im himmel lebt der Christen Schar bei 6ott viel tausendtau⸗ send Jahr und werden des nicht müle. Sie stimmen mit den En⸗ geln ein, sie sehen stets der Gott · heit Schein, sie haben güldnen friede, da Christus gibt, wie er verheißt, das manna, das die Engel speist. 5. Ach wie verlanget doch nach dir mein mattes herze mit be⸗ gier, du überselges Leben! Wann werd ich doch einmal dahin gelangen, wo mein schwacher Sinn stets pfleget nach zu streben! Ich Will der Welt vergessen ganz, mich sehnen nach des himimels Glanz. b. OEwigkeit, du freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! o Cwig- keit, freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich mich zu dir wende. herr Jesu, gib mir solchen Sinn beharrlich. bis ich komm dahin. Raspar heunisch g. 1620 4 1600 MNel.: Da christus gevoren war. Vorreformatorisch. 0²28 =DD....i— 1.28 L.. +— IIS— 8N1—— △— + o- be, mein herz, dei nen Hott, I 1.— HA— 4—.—.— 24..— 4.— .PI I. S.I....F...I D der dir hilft aus al ler not, der dir al le Sün⸗ ...——.— —— 45 E en- schuld schenkt aus lau ter 6nad und .IIIIIII—— DSISISPI EPIPIPFPDIITIFFFIFFIIIIIIII————.— — I—4 I 2* 1 + — und hei-lig-Reit und dort gibt dlie 2. Dã ist Leben, fried und freud, da ist Chr und herrlichkeit, da ist deines Vaters haus, da ist alles Weinen aus; was kein Aug sieht jederzeit, was kein Ohr hört weit und breit, hast du dort in Ewigkeit. 3. Da will dein Gott alles sein, da wird Gott, dein freuden⸗ schein, Leib und Seel verneuen gãnz gleich dem schönen Sonnen⸗ Se⸗lig-keit. glanzʒ; dã ist õott dein Trost und Schild, der dein herz mit freude füllt, weil du bist sein Ebenbild. 4. Dir, herr, zu Lob, chr und Dank willsich meinen Lobgesang fröhlich singen immerdar mit dler Nuserwählten Schar, wenn mein Leib und Seel erfreut in dles himmels herrlich keit woh⸗ nen wird in Cwigkeit. Joh. Olearius g. 1011 + 1684. 60 r⸗ mun=tert from men, ge ⸗ kom- men, euch, ihr Iis 2 ller A-bend ist ö r.d Fanns + W4H E 1 1 I 1 I LII 1 zeigt eu⸗-rer Lam ⸗pen Schein, ů 74 die finstre llacht bricht ein. E hat sich auf ⸗ ge I +.—— 1 — .— 12.—— 6 2..—.1 4ũ—— D. EE E .—.——— ma⸗chet der Bräu-ti- gam mit bracht; auf, be=tet, I 1 + N ———— — 1 1 — .—— I + I + + + 1 — kämpft und wa-chet, bald 2. macht eure Lampen fertig und füllet sie mit öi und seid lles heils gewärtig, bereitet Leib und Seel! die Wächter Zions bencanel Der Bräutigãm ist nah, egegnet ihm im Reihen und singt Halleluja! 3. Ihr klugen Jungfraun alle, ebt nun das haupt empor mit auchzen und mit Schalle zum frohen engelchor! Die Tür ist bereit auf, dlie hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichsge⸗ nossen, der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen, ler schönste frühlingsschein ver⸗ Rben Erquickungsjeiten; dlie bendröte jeigt den schönen Tag 602² 1 ist es mit⸗-ter-näacht. von weiten, vor dem das Dunkle Weicht. 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, llie iht᷑ Non liebt, mit freudigen seberden und seid nicht mehr betrübt! Cs sind die freuden⸗ stunden gekommen, und der Braut wird, weil sie üverwun⸗ den, die erone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, sollt nun nãach Kreuz und selagen in freu⸗ de sonder Leid mit leben und regieren und vor des Lammes chron mit Jauchjen triumphie⸗ ren in eurer Siegeskron. 7. Hhier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Rleid, hier stehn die Weizenhalmen im frie⸗ den nach dem Streit und nach den Wintertagen, hier grünen Hlle eb schlage llie Gebein, die dort der Tod er⸗ schlagen, hier schenkt man freu⸗ denwein. 8. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf, geh auf, mel.: Alle menschen müssen sterben. mel. 1. verlangte Sonne, und fördre dleinen Cauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit, wir heben haupt und hände nach der Erlösungszeit. Laurentius Laurenti g. 1660 + 1722. J. hintze 1678. 54—4w— 1—..—— D—— 6³⁰ wie fröh⸗lich, o wie se⸗lig wer⸗den Dro⸗ben ern⸗ten wir un⸗-zäh⸗lig uns ⸗re I I—— —— ů— D I ———.— 40——... 2 0— 1 Y wir im him⸗mel sein! 6e. 9— 1— freu⸗den-gar⸗ben ein. 6e⸗hen wir hier hin und wei ———.—.—.— — nen, dor-ten wird die Son-ne schei-nen, dort ist tag —.———.—. 1E+ I 2—. IE 1 I + I 1 und kei ne nacht, wo man nach den drä- nen laͤcht. 2. Es ist doch um dieses Leben nur ein jämmerliches Tun, und die Not, die uns umgeben, lässet uns gar selten ruhn. Von dem Abend bis zum morgenkämpfen wir mit läuter Sorgen, und die lberhãufte llot heißet unser täg; lich Brot. 3. Nch wer sollte sich nicht seh⸗ nen, bald in Zion dort zu stehn und aus diesem Tal der Tränen in den Ffreudenort zu gehn, wo dlas sereuʒe sich in Palmen, unser slagelied in Psalmen, unsre Last in Lust verkehrt, und das Jauch⸗ zen ewig währt! 4. Dã Wird unser Nug erblicken, was ganz unvergleichlich ist; da wird unsern mund erquicken, was aus Gottes herjen fließt; da wird unser Ohr nur hören, was dlie freude kann vermehren; da empfindet unser herz lauter Wohllust ohne Schmerz. 5. 0 wie werden wir so schöne bei der selarheit õottes sein! Wie wird da das Cobgetöne seiner Engel uns erfreun! Wie wird 603 unsre strone glänzen bei so vielen Siegeskränzen, wie wird unser seleid so rein, heller als die Son- ne sein! b. Nch wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz schau? Werd ich nicht bald auf⸗ genommen in den schönen him⸗ melsbau, dessen õrund den per⸗ len gleichet, dessen ölanz die Sonne weichet, dessen wunder⸗ volle Pracht alles Gold beschämet macht? 7. Nun, ich sterbe vor Uerlangen, o du großer Lebensfürst, laß mich bald dahin gelangen, wo du mich recht trösten wirst. Unter⸗ dessen laß auf Erden schon mein herze himmlisch werden, bis mein Los in jener Welt auf das allerschönste fällt. Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737. Mel.: Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche Form im Anhang. 16⁵³. 1 +— —6 ——— I 1 I + I bis wir im- mel- an geht uns-re bahn, hin nach sa⸗ na⸗- an H M D — ö9 — + ** wir sind G6ä⸗- ste nur auf Eri den, j durch die Wü-ste kom men—wer-den. hier ist — ů——0—— CCCCCQIl —.——..———— W—— 2.— 1.— I EC 4——— II un⸗ser Ppil-grim⸗-stand, dro ben un- ser va⸗-ter-land. 2. himmelan schwing dich, mein beist, denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was ir⸗ dlisch heißt, nichtzuqdeinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleuchter 5 kehrt in seinen Ursprung in. 3. himmelan! Die Welt kann dir nur geborgte 6üter geben, deine himmlische Begier muß nach solchen Schätzen streben, die uns bleiben, wenn die Weit in ihr erstes Uichts zerfällt. 60⁴ 4. himmelan! Ich muß mein herz auch bei meinem Schatze häben, denn es kann mich an⸗ derwärts kein so großer Reich⸗ tum laben, weil ich schon im himmel bin, wenn ich nur ge⸗ denk an ihn. 5. Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den ort der Ruh, Wo ich einmal hingehöre. Wenn ich dieses Wort bewahrt, halt ich eine himmelfahrt. 6. Himmelan! denk ich allzeit, wenn er mir dlie Tafel decket, und mein Geist hier allbereit eine Rraft des himmels schmecket. nach der fost im Jammertal folgt des Lammes hochzeitmahl. 7. himmelan! mein Glaube jeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein herz schon auf⸗ wärts steigt über Sonne, ond und Sterne, denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen 6lanz und Schein. 8. himmelan wird mich der Tod in dlie rechte heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphieren; Jesus geht mit selbst voran, daß ich freudig fol⸗ gen kann. 9. himmelan! ach himmelan! dlas soll meine Losung bleiben, ich will allen eitlen Wahn durch diehimmelslust vertreiben. him⸗ melan nur steht mein Sinn, bis ich in dem himmel bin. Benjamin Schmolck g. 1672 4 1737. Offenb. Joh. 7, 9— 17. mel.: Ueicht, ihr Berge, fallt, ihr hügel. Joach. Heander(7) 1680. 6 3 2 v— 1——— 4—— ———— 2—— DE er sind die vöor 6ot-tes chro⸗ne? Trä-get je der ei—ne fro-ne, ———— + DID‚D‚DDE.i. — N.—— 1— Was ist das für ei⸗- ne Schar?! 2 45 glän-jen wie dlie Ster ne klar, Hal ie iu sa I— I A ————— 4—————— — +.—— 1————— +——— +— 1— 2 I————4 I I sin gen all, 2. Wer sind die, so Palmen tra⸗ gen wie ein Sieger in der hand, welcher seinen feind geschlagen, hingestrecket in den Sand? Wel⸗ cher Streit und welcher rieg hat gezeuget dliesen Sieg? 3. Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit,) an⸗ getan mit weißem 41506 17.8 7 9, 8. lo-ben bott mit ho-hem Schall. bestäubet keine Zeit und veral⸗ tet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl ge⸗ rungen für des großen Got⸗ tes Chr, haben Lelt und Tod be⸗ zwungen, folgend nicht dem sündgen heer, die erlanget auf den Krieg durch des Cammes blut den Sieg. 605 5. Es sind die, so viel erlitten, Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten 40 mit dem hochgelobten ott; nun hat dieser KRampf ein end, Gott hãt all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zweige eines Stam⸗ mes, der uns huld und heil ge⸗ bracht, haben in dem Blut des Lammes ihre fleider hell ge⸗ macht; sind geschmückt mit hei⸗ ligkeit, prangen nun im Chren⸗ Rleid 7. Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem herrn, Leib und Seel geopfert gern; nunmehr stehn sie all herum vor dlem Stuhl im heiligtum. 8. Dahin streck auch ich dlie hände, o herr Jesu, zu dir aus, mein õebet ich zu dir wende, der Mel.: Wie wohl ist mir Zweite melodie im Any Tag und nacht bereit zu dienen, ich noch in deinem haus hier auf erden steh im Streit: Treibe, herr, die feinde weit! 9. hilf mir in dem Rampfe sie⸗ gen widler Sünde, öll undlbelt, laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich überfaällt. führe mich aus aller Not, herr, mein fels, mein treuer Gott! 10. Daß mein deil sei bei den frommen, welche, herr, dir ahn⸗ lich sind, und auch ich der Hotent⸗ nommen als dein dir getreues seind dann genahetzu demchron nehme den verheißnen Lohn. 11. Uelches Wort faßt diese Wonne, wenn ich mit der heilgen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leucht auch wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und preis in Ewigkeit! heinr. Theobald Schenk g. 1656 1 1727. hebr. 4, 9. 5o freund der Seele. ang. 178⁵. ei 633 447.—— 55 HNN.———— —..— IA 3 ist noch ei ne Ruh vor⸗ ö Du seuf⸗-zest hier in dei-nen —.——— e, ———————— Di— an⸗- den, auf, mü⸗ des herz, und wer de licht! schei net nicht. Balil ist der schö- 60⁰ an-den, und dei-ne Son⸗-ne I3 —— ir SDEDEEEEEEEE sieh auf das camm, das dich mit freu⸗ ne fampf ge en⸗ * 285—.— 56—— 6—— + den dort wird vor sei⸗ nem Stuh ⸗le Wei⸗ det, bald, bald der sau ⸗ re Lauf voll en· +.———— IN E— D 1.——.—jßt.———. den, wirf hin dlie Last und eil bher„ zu! j det, so gehst du ein zu dlei ⸗ ner Kuh! 2. Die Ruhe hat Gott auser⸗noch eine Ruh erfunden, da man koren, die Ruhe, die kein Ende auf ewig stille liegt. nimmt; es hät, da noch kein mensch geboren, die Liebe sie uns schoñ bestimmt. Das Gottes- lamm wollt darum benzez uns lliese Ruhe zu erwerben; es ruft, es locket weit und breit: Ihr mü⸗ den Seelen und ihr frommen, versäumet nicht, heut einzukom⸗ men zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So Rommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt, eilt, eilt aus euren summerhöhlen, geht nicht mehr traurig ünd gebückt! Ihr habt dles Tages Last getragen, dafür läßt euch der heiland sagen: Ich selbst will eure KRuhstatt sein; ihr seid mein Volk, geieugt von oben, ob Sünde, Welt und Teufel toben, seid nur getrost und gehet ein! 4. Was mag wohl einen Kran⸗ ken laben und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann, wenn dieser sich darf niedersetzen, an einem frischen Trunk ergetzen, wie sind sie beide so vergnügt! Doch dlies sind kurze Kuhestunden; es ist 5. Dãa wird man freudengarben bringen, denn unsre Tränensaat ist aüs. O welch ein Jubel wird erklingen und süßer Ton im Ua⸗ terhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, Tod und dergleichen wird müs⸗ sen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das LCamm dort sehn, es wird beim Brünnlein uns erfrischen, die Tränen von den Augen wischen; wer weiß, was sonst noch soll geschehn? 6. sein Durst noch hunger wird uns schwächen, denn die Er⸗ quickungszeit ist da; die Sonne wird uns nicht mehr stechen, das Lamm ist seinem Volke nah, es will selbst über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und crost, mit chr und preis. Es werden die Gebeine grünen; der große Sabbath ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. 7. Dã ruhen wir und sind im frieden und leben ewig sorgen⸗ los. Nch fasset dieses Wort, ihr miüden, legt euch ldem Lamm in seinen Schoß! Ach flügel her wir müssen eilen und uns nicht 60⁷ länger hier verweilen, dort war⸗Begürte dich zum Triumphieren! tet schon die frohe Schar. ßort, Nuf, auf, es kommt das Kuhesahr! fort, inein õeist, zum Zubilieren! Joh. Sigism. Kunth g. 1700 4 1779. mel.: Wie schön leucht uns der Morgenstern. Ursprüngliche form im Anhang. Phil. Nicolai(7) 1500. I 1 63⁴4 9 I —— 1 dann mir ie wird mir dann, o von kei- ner sSün ⸗-de mehr ent⸗ V—— +— 2— 1 —ꝛ 2—.———.— 2 2— — + 1— I 1 +—. sein, wenn weiht, ent ld-den von ich, mich ganz des herrn zu freun, in der Sterb-lich-Keit, nicht WRR.——. ..———— mehr der mensch von ihm ent-schla-fen wer-de, Er-de! freu dich, See-ie, 2.—— — a,———— Le⸗- ben, das dir 2. Ich freue mich und bebe doch: so drückt mich meines Clends Joch, dler fluch ler Sünde nieder. Der herr erleichtert mir mein Joch, es stärkt durch ihn mein —1 herz sich doch, glaubt und erhebt sich wiedler. Jesus Christus, laß mich streben dir zu leben, dir zu sterben, deines Vaters Reich ju 10 erben. dlann dein 608 stär- ke, trö⸗ ste dlich, Er— lö- ste, mit dem aan————— —— 6ott wird ge⸗- ben. 3. UDerachte denn des Todes 6raun, mein 6eist, er ist ein eg jum Schaun, der Weg im finstern Tale. er sei dir nicht mehr fürchterlich, ins Allerhei⸗ ligste führt dich der Weg im fin⸗ stern Tale. Gottes Ruh ist unver⸗ gänglich, überschwenglich; dlie Erlösten wird sie unaussprech⸗ lich trösten. 4. Herr, herr, ich weiß die Stun⸗ de nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen To⸗ ten sammelt. Vielleicht umgibt mich ihre nacht, eh ich dies fle⸗ hen noch vollbracht, mein Lob dir ausgestämmelt. Vater, VUa⸗ ter, ich befehle meine Seele dei⸗ nen händen, jetzo, Uater, deinen händen. 5. Uielleicht sind meiner Tage viel, ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, an dem die frone schimmert. bin ich von meinem Ziel noch weit, die hütte meiner Sterblichkeit wird sie erst spat zertrümmert, laß mich, Vater. gute Taten, gute Taten mich be⸗ gleiten vor den Thron der iig⸗ keiten! 6. Lie wird mir dann, ach dlann mir sein, wenn ich, mich ganz des herrn zu freun, ihn dlort anbeten werde, von keiner Sünde mehr entweiht, ein mit⸗ genoß der Ewigkeit, nicht mehr ller ensch von Erde! heilig, heilig, heilig singen wir dir, bringen Preis und Chre dir, der war und sein wird, Ehre! Fr. Gottl. Klopstock g. 1724 1805. mel.: Christus der ist mein Ceben. ürsprüngliche form im Anhang. 1609. 635 5.——*. —p————— ch wär ich schon dort dro ⸗- ben, —3— ö... 1— I 2 I + 1 +— 1 2— + — I—— 1...— 1 I 1 mein hei⸗ land, wär ich da, wo dlich dlie ——.——i— — + 22 I I I I*7— N 3. aan,—— 1 +— ICH Scha ren lo- ben, und säng hal-le-lu-ja! 2. Wo wir dein Antlitz schauen, n senechten das große Ju- eljahr. dã Hintt ich mich hinein, da will ich hütten bauen, denn dort ist gut zu sein. 3. Da werd ich alles sehen, dlen großen Schöpfungsrat, was durch dein Blut geschehen, und deines Geistes Tat. 4. Da feiern die oerechten, die ungezählte Schar, mit allen 5. it göttlich süßen Weisen wird mein verklärter munddich ohne Sünde preisen, du meines Lebens 6rund! b. Da werden meine Tranen ein Meer voll freude sein. Ach stille bald mein Sehnen und hole mich hinein! C. 6. Woltersdorf g. 1725 T 1761. 60⁰ NEEEEEESEEE — kigene meiodie. 2—2 C. Hille 1884. 1 ꝰ0* E E 1— V 904 mä F N + 1. Ich hab von fer-ne, herr, dei-nen und hät ⸗te ger ne mein herz vor⸗ E —— dus-ge-schickt ———— cyron er-blict ung hät te gern mein mil ⸗des *—.— — N H◻+ 2—1 H 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn; du bist all⸗ mächtig, druni ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen chronen doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur ich bin sündig, der rde noch geneigt; das hat mir bün⸗ dig dein heilger eist gezeigt. Ich bin noch nicht genug ge⸗ reinigt, noch nicht ganz innig lebenslang nicht aus den Augen — L E 4⁴π/ + Le-ben, Schöp⸗ser der 6ei⸗-ster, dir hin ge ⸗ ge⸗ ben. 4. Doch bin ich fröhlich, da mich kein Bann erschreckt; i bin schon selig, seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, daß ich dlie Stadt gesehn, und ohn Er⸗ müden wül ich ihr näher gehn und ihre hellen goldnen õaͤssen mit dir vereinigt. lassen. Joh. Tim. hermes g. 1738 4+ 1821. **— — mei.: Straf mich nicht in deinem Zorn. 16⁵⁵. 637 4—— x 2 + 1 + + DE I I + 12—.— — 1— 2—————— herr, ich bin dein(i⸗ gen ⸗tum, dein mir zum heil und dir zum Ruhm haͤst I ——— 1 I +—⁷—t— —— — I— —— E + ö— + 1 +— E IEE 1 I ist auch mein Le⸗ vben u es ge⸗ ge⸗ben. vä-ter-lich führst du mich 70⁰ —.—.— + ——— 4..—.— — 1 auf des Le⸗ bens 2. Einst Kommst du mit großer sraft jum Gericht auf Erden, und ich soll zur Kechenschaft dann gerufen werden. Dein Ge⸗ richt schonet nicht, Kichter aller Welten; du, du willst vergelten. 3. Weh dann mir in Cwigkeit, wenn ich deine Gabe, meine sräfte, meine Zeit hier gemiß⸗ braucht habe. Wehe mir, haãb ich hier sie nicht treu verwendet, sorglos sie verschwendet. 4. Möchte täglich dein Gericht mir vor Augen schweben, möcht ich immer meiner Pflicht treu zu bleiben streben, daß ich nie töricht sie außer Nugen setze, nie sie frech verletze. 5. Lehre mich gewissenhaft mei⸗ ne Tage zählen, eingedenk der kechenschaft nur was gut ist Ube⸗ gen mei-nem Ziel ent ge⸗gen. wählen. Gib, daß ich ernstlich mich täglich und auch heute dar⸗ auf vorbereite. 6. Zeigt sich erst die Cwigkeit furchthar in der Hähe, o dann ist es nicht mehr Zeit, daß ich Gnad erflehe. Wenn der Tod schon mir droht, kann ich deinen Willen, herr, nicht mehr erfüllen. 7. Mein Gewissen strafe mich gleich bei jecler Sünde, daß ich, mittler, bald durch dich 6nade such und finde. Rufe du dann mir zu: Such in mir dein Leben, dann ist dir vergeben. 8. Einst am Täge des Gerichts werd oich mit den frommen zu dem Anschaun deines Lichts gnällig aufgenommen. Wonne⸗ doll, Jesu, soll dich im höhern leben dann mein dank erheben. nach dem Bayr. ösb. Balthasar münter g. 1737 + 1703. Eigene melodie. 1822. 638 4 4——5— ——.— +I—3—— Ire 5 5. im⸗- mel an, nur him⸗ mel⸗ an as die from-men wün⸗-schen, kann —.—— DSDSeeeeeeeeee....— — 1 I I IL + I soll der Wan⸗ del gehn. dort erst gan ge— schehn, ur er en 70¹ 23— E —— I =— 1* nicht; freu de wech-»⸗ʃeelt hier mit Leid. Richt *— —— —.— IIIIIIIIIII — 1I I —.—..— hin ⸗-auf zur herr-lich keit dein An- ge⸗öifsicht! V 2. himmelan schwing deinen UVorbild nach! Er litt und Geist seden Morgen aüf! furz, schwieg; halt dich fest an Gott ach kurz ist, wie u weißt, unser wie er, statt zu klagen bete mehr. Pilgerlauf., fleh täglich neu: erkämpf den Sieg! Gott, der mich zuin himmel schuf‚. 7. himmelan führt seine hand präg ins herz mir den Beruf, durch dlie Wüste dich, ziehet dich maäch mich getreu! im Prüfungsstand näher hin zu 3. himmelan hat er dein Ziel sich im himmelssinn. Von der selbst hinaufgestellt. Sorg nicht Weltlust freier stets und mit ihm mutlos, nicht zu viel um den vertrauter, gehts zum himmel Tand der IWelt! flieh diesenhin. Sinn! nur was du dem himmel8. himmelan führt dich zuletzt lebst, dir von Schätzen dort er⸗selbst die Todesnacht. Seis, daß strebst, das ist sewinn. sie dir sterbend jetzt kurze 4. himmelan erheb dich gleich. Schrecken macht, harr aus, harr wenn dlich ssummer drückt, weil aus! Ruf dlie Llacht wirds ewig (lein Vater treu und reich stünd⸗ uchn nach dem Tod erblickst du lich auf dich blickt. Was quältschnell des Vaters haus. dich so? Droben, in dem Land9. halleluja! himmelan steig des Lichts, weiß man von den dein Dankschon hier! Einst wirst Sorgen nichts, sei himmlisch du mit Scharen nahn, und cott froh! naht zu dir in wigkeit. Aller 5. himmelan wallt neben dir Jammer ist vorbei, alles preist alles Volk des herrn, trägt im verklärt und neu in Cwigkeit. himmelsvorschmack hier seine 10. Hallelusa singst auch du, lasten gern. o schließ dich an! wenn du Jesum siehst, unter Fämpfé drauf, wie sichs ge⸗ Jubel ein zur Ruh in den himmel bührt, denke: auch durch Leiden ziehst. elobt sei er! Der vom führt die himmelsbahn. Kreuz zum Throne stieg, hilft 6. himmelan ging Jesus Christ dir aus zu diesem Sieg. Gelobt mitten durch die Schmach; eil, sei er! weil du sein Jünger bist, seinem] Joh. oottfr. Schöner g. 1740 4 1818. 70² O2 f¹νft Y EHU H¹᷑2 τμ2u N Allein zu dir, herr Jesu Christ. Ursprüngliche form. * V V 1— 1— ie,, 2 11——— E +—.——.— I I E+ II 3—— *.——— 4 0——22—— EII— + +— 1 1 II 1 V E E— 1.— 7—— 722.;jß7;.—.. V V— 2— +——21 — I 1 +— S — ** SRSRS V.— + I—— Nus meines herzens 6runde. Zweite melodie. Anhang Nus tiefer Not schrei ich zu dir. Zweite melodie. Ursprüngliche form. 4— + P 12 + 1 + 1 + I +—— I— +I—— Ti — 1 1 ——————— X + 4 I 1 + N + 1 —— EEI 4.— +— —.——.———— 1—.—— I I ISIIRE SI ——.——⁰m—.— * SDSñ— +— E.—— N ————————— —— 4j·.—— SISIII—— q—l S—1—.—.— 4.——.— Christus der ist mein Ceben. Ursprüngliche form. so meichior vulpius 1609. +. 47—* 1 + 12——— E. 1—— N. * —.— ——.—— —* I— 1 1 rr I—* —, iisdr— Ein feste Burg ist unser Gott. Ursprüngliche form. — 1——.— I 1—. 2 7⁰⁴ I ά I AHH 7 — Ursprüngliche form. Ein Cämmlein geht und trägt die Schuld. Inhang-EL Gott des himmels und der Erden. neuere Umbildung. — 1687. 4——— 1— Y 4+22—— + + 1 1 +—23— —— I IE + 1 P 1 1 E 1— 6ott sei Dank durch alle Welt. Zweite melodie. 17⁰⁴ —— LS 2— + 1 + — I 1 1 I + 2 SSSSiEIEIEEEIE...— ———— I + + 14 —— 5.— b.— 2 i.ĩ————ß7— H+ 3*— herr, ich bekenn von herzensgrund. Ursprüngliche form. *— + N— + +— 5— 1 + I 1— 1 EH 4 . e—.—3—.—— ————————2 CCJ— 1 + *3.———..——— HI E=—+** HNR.—— 14 4—. + —— 70⁰ I, E % H EM I/MH μFH herr Jesu Christ, du höchstes Gut. Ursprüngliche form. herzlich lieb hab ich dich, o herr. Ursprüngliche form e e I Zweite melodie. (Wend deinen Zorn ab, liever herr, mit önaden.) herzliebster Jesu, was häst du verbrochen. hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach dlir. Ursprüngliche form —— Ich wollt, daß ich daheime wär. neuere Umbildung. + I I SSI I I I I I Jesus Christus, unser heiland, der von uns. Ursprüngliche form. .—.— I 2 —8„— 667.——— ————— — 3—— F7— ́v⸗ EE— I +— 2—ñ — —— + +— I 1 +— —— 1—— 1 Jesus, meine Zuversicht. Ursprüngliche form. I I — 81 .....— 4— 8l +— 5 133..—.—..— *—— 320 — A2 DDSEESSS— ——¹—— nnhang somm, heiliger Geist, herre Gott. Ursprüngliche form. II 1 1I%2. XV—— 1 I V* + + 1 + 1 + + 2— + mnn — I + L Teilung nr. 20ꝛ — I.= +. + 4ñ— 1⁴——— I 2 ——— 1—17 + 1 + ————— Teilung Nr. 207 ʃ—— V V 2 I I 12 2 2 I 1 1 2 *——— 4 1 I— 4⁴4 1 + I + +L Teilung Ur. 138, Str. 2 u. Ur. 207 .— —— 282 3 —— IqFPPPFPFPFIFI F—h —.———.— —— *— — —.— 4. *.. ommt her zu mir, spricht õottes Sohn. Ursprüngliche form. 4 V. V 7 +——.——* + V.— + +—.. IEDE—— — 1—.— .—————— 1 + 2 5 LE — l¶ 27 4 71⁰ /HπMMM ö 4 V , set Fffft W e e nnhang VED + 1— + 1 1——.—1. 1 +XV ——ᷣ1 +—* 1½——. + I——.— *„—— . V 1 1 1— V sulit fried und freud ich fahr dahin. Ursprüngliche form. Stu. 123 —— lun bitten wir den heiligen eist. Ursprüngliche form. ——— + E 1—.—...———.—.— ——————— 2 ——————— 15—7 ————.—— 2———.————— Str. 1-3 ——* 43— 4.—*.— 2255 F V +— IZIIT ——.—.— 5 2—4 55 e Hr.M———— —— +—. E 1 ———— 0 HA HHI NAA HHUH s EHAHIN F I ‚ —n ꝰ/ 5 WU I ff H V + 1. E 1— I. III— — I II— V S H I 1 —* f E— 115 R —— +5— S — 7* + II 1 8 8 I1 D II IAIIX——=— 900 SS A ffI SS H H EE ͤ ES HHN AA U Ss S en K H I55 E +—— * ** N ia 11⁴ üIHH H ft ö + HH IU 2 R+ + te A HD i Schmücke dich, o liebe Seele. Ursprüngliche ßorm. * * 23938— NP V 2 N VNVN VN Ursprungliche ßorm. Sollt ich meinem Gott nicht singen. * * 4 V 54 — 1 M + 71³ n s F lal E. 2 755 4 TIIEH iisel H Iff Aftte ffio 4 U + + 4 I ů ö füfff. 5. +*—— I/ +* S AHA S VEENUEAE +. — HE E 09 ——— M— I— IR ͤ** HEHA 2 *. 1 2S ———¶——.4 0 III — +— + 2— 65— E2 f E Iaäit + 3* A= 5 HE S5 S EE 2 E 7— EIN+ +. D uhs———— S s +H+ 231 ν¹= 1 0 —* + S——7* — IL s 2 N V Rnnhang * 1 + 11 I +— E + I l 2*— —— I I EII ..—— — I I— 1. *— Was mein Gott will, das g'scheh allzeit. Ursprüngliche form. —— 12= 4..— — — X. X* +—— 5 4..— —— S—— 1..—.— W NV + —— +... 1— N Werde licht, du Stadt der heiden. Zweite meiodie. J. W. C. Sauerbrey 1838. . + WWD Rnhnhang Wer nur den lieben Gott läßt walten. Ursprüngliche Form. * 1—.——.— E ** — I— I——.——.— —IH 1—.— 14.— * II Wie groß ist des Allmächtgen Güte. (Die Tugend wird durchs Kreuz geübet.) 1704. 6.... v — 2—8—— XV I + — 12— 4— 1 I + + II—.———— — 4+———— 2——.— e. — — +— 2 + + —— 0 I——— + + ——*——. I + +— + + I 1 II Wie schön leucht uns der orgenstern. Ursprüngliche form. %, E μ — sen eng .,.,..., E=e 22 + —— IEIDEE EI + +— I Wie wohl ist mir, o freund der Seele. Zweite mlelodie. 1704. I 4— I— +7 I — I 1 +— + I I+1 + + B n IE I +L + —— * +.— 1— —— 1.— EEE *— X — 2— —.— 4.— —— 225 K..—— .......I—U— *— E— IEA 4—— — +—— L. + ———— ———=2———— + 1— L 2 Wir glauben all an Einen Gott. Ursprüngliche form. ——— 1 I + + P—— 8 1+.—. 4.—.— + I +— 2..5 LE +2— X. XV. ——— —1— W ———— 2 8— ——— + A.— + uen—..— V D — ee 4—— /— — — A— 1— +— 23—+* 5———„ Schluß + 92 I + I— 115 —.— I 1 4 1 ——— 1 4 — rr S A- men. Wunderbarer König. (ott ist gegenwärtig.) Zweite melodie. 17¹9. . 7—.—.— u ——.—— — 15—.—* —..8—————— — 2—— 2 +— — 7——— —.— 2 2—..— 4 .—— I—— . 15„— ..‚.;‚ +——.—— , 1——.—— * u — 11—— 3 1 71⁸ Agricola, Johann(chnitter, magister érickel), mitverfasser des Interim, 9. 1402 zu Eisleben, 166 als hofprediger zu Berlin. 334(). Albert, heinrich, g. 1604 zu Lobenstein im Vogtlande, T 1651 als Organist zu sönigsberg i. Pr. 473. Alberus, Crasmus, g. um 1500 zu Engelroth in der Wetterau, 1553 nach be⸗ wegtem Leven als Superint. zu neubrandenburg in mecklbg. 406. 404. 407. Albinus, Johann 6eorg, g. 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, 4 1670 als Pfarrer zu naumburg. 250(). 306(). 507(). Albrecht der Altere, herzog von Preußen, g. 1400 zu Ansbach, zum geist⸗ lichen Stande bestimmt, 1511 zum hochmeister vom deutschorden in Preußen gewählt. Nuf Luthers Rat führte er in Preußen die Reformation ein und machte Preußen zum weltlichen herzogtum. 1544 6ründung der Universität Königsberg. 4 1568 nach längerem Leiden. 384. 304. Allendorf, Joh. Cudw. fonrad, g. 16003 zu Josbach bei arburg, + 1773 als pastor und Scholarch zu halle. 286. 324. 371. 602. Altenburg, michael, g. 1584 zu Rlach bei Erfurt. 160os Pastor zu Mvers- gehofen. 1611 in Tröchtelheim, 1631 in Sömmerda, 1637 in Erfurt. + 1640. 171(0. Amilie Jultane, 6emahlin des õrafen Albrecht Anton zu Schwarzburg⸗ Rudolstadt, geb. 6räfin von Barby, g. 1637, + 1706. 452. 520. 557. 500. Angelus sSilesius siehe Scheffler. Anna Sophia, Landgräfin zu hessen⸗Darmstadt, g. 1638, + 1683 als Abtissin des Stifts Ouedlinburg. 187. Anton Ulrich, herzog zu Braunschweig-Cüneburg, g. 1633, regierender herjog von Braunschweig-⸗Wolfenbüttel seit 1685, trat 1710 zu Bamberg öffentlich jur römischen sirche über, 4 1714 zu Salzdahlum. 406. 480. Arends, With. Crasmus, g. 1677, 4+ 1721 als Pastor zu halberstadt. 362. Arndt, Ernst Moritz, g. 1769 ju Schorit auf Rügen, + 1860 als Professor emer. der Geschichte zu Bonn. 57. 201. 605. Arnold, Sottfried, g. 1666 zu Annaverg im stönigreich Sachsen, Professor ju Gießen, + 1714 als Pastor und Inspektor zu perleberg. 367. 413. Bsaumgarten, Jakob, g. 106s ju Wolmirstedt bei magdeburg, Inspektor des Pädagogiums in halle, 1722 als Pastor zu Berlin. 617. Becker, Cornelius, g. 1561 zu Leipzig, 4 1604 als Professor der cheologie und pastor daselbst. 200. 507. gbehm, martin(Beyemb, Bohemus), g. 1557 zu Lauban in der Oberlausitz, + 1622 als pastor prim. daselbst. 6E. 470. 471. 547. 584. zehme, David, g. 1605 ju Bernstadt in Schlesien, 4 1657 als ölsnischer Hof- prediger und Konsistorlalrat daselbst. 304. Betichius, Johann, g. 1650 zu Steckby in unhalt-Zerbst, 4 1722 als Diakonus zu Zerbst. 483. sienemann, faspar(melissander), g. 1540 zu Nürnberg, 1%1 als General⸗ superintendent ju Altenburg. 338. 7¹0 icter 0 von birken, Sigismund(Betulius), g. 16026 zu Wildstein bei Cger, 4 1681 Drest 0 als Privatgelehrter in Hürnberg. 89. 343. f von Bogatzky, Kaͤrl heinrich, g. 1090 zu Jankowe in Schlesien, 4 1774 Ever 14 als Privatmann im Waisenhause zu Halle. 178. 370. al Böhmische oder mährische Brüder. 532(). Siehe auch michael 58 Weiß und petrus herbert. Ebert ö Bon, hermann(Gude), g. 104 zu Ouakenbrück in hannover, 1548 als Il Superintendent zu Lübeck. Reformator von Osnabrück. 77. Cleor Bornschürer, Johann, g. 16025 zu Schmalkalden, 1077 als Dekan zu Thann 18 in snittelfranken. 201 fabr Böschenstain, Johann, g. 1472 zu ßlingen in Württemberg, Leyrer der Falh, hebräischen Sprache, 4 1540 zu ördlingen. 81. U Bruhn, David, g. 1727 zu memel, 4 1782 als pastor zu Berlin. 289. fisch von Bunsen, christian Karl Josias, g. 1791 zu Korbach, preuß. Gesandter Flem in kom und London, 4 in Bonn 1860. Gab 1833 ein Aligemeines evange⸗ lisches esang- und ebetbuch heraus. 618. fran Busch, beter, g. 1082 ju Cübeck, Pastor zu hildesheim, 17⁴44 als pastor an der u sreujkirche in hannover. herausg. des hildesheimschen esangbuchs fran von 1710(Ciedererns). 99. le. 0 taudius, matthias, der Wandsbecker Bote, g. 1740 zu Reinfeld bei übeck, 5 + 1815 als Bankrevisor zu Altona. 515. 0 Clausnitzer, cobias, g. 10s zu Thum vbei Annaberg, 4 1684 als kur⸗ i Pfälzischer Kirchenrat zu Weiden in der oberpfalz. 6. 92. rasselius, Bartholomäus(Crasselt), g. 1667 zu Wernsdorf im Rönigreich 0 Sachsen, T 1724 als Pfarrer zu Düsseldorf. 381. Frey Creutzberg, Amadeus, Schriftstellername für Sinold. 0 Dach, Simon, g. 1605 zu memel, + 16509 als pProfessor der Dichtkunst zu fl sönigsberg i. Pr. 501. 625. Frey Deckus, Micolaus(Mik. Tech aus Hof[Curia ꝛ), 1501 in Leipzig Student, J 4 1505 Baccalaureus, 1510 Probst am Benediktiner nonnenkloster zu Fritf 4 Steterburg, 1524 Pastor an St. Nikolai in Stettin. 4 1529. 75. 140. 0 Denicke, David, g. 1603 in Zittau im fönigreich Sachsen, 4 1680 als fun MI Hammer⸗- und Konsistorialrat in hannover, gab in emeinschaft min ö besentus das(New ordentlich) hannöversche esangbuch von 164, 1648, üu I 1652, 16057 usw. heraus. I. 188. 244. 268. 269. 378. Derschow, gernhard, g. 1501 zu Königsberg i. Pr., 4 1630 als Professor der 6 ö Theologie, Konsistorialrat und oberpfarrer daselbst. 253. ary Deßler, Wolfgang christoph, g. 1660 zu nürnberg, 4 1722 als Konrektor 6 N der Schule zum heil. eist daseibst. 309. an II ö Diterich, Bohann Samuel, g. 1721 zu Berlin, 4 1707 als oberkonsistoriatrat 6. ö und pastor daselbst. herausgeber der Lieder für den öffentlichen ottes⸗ elle ö dienst, Berlin 1765, in welchem Buche er die firchenlieder auf das win- 0 ů kürlichste umarbeitete. 125(7. 146. 260. 261. x x 4 720⁰0 — 709 108 ⁴⁰⁴ ichdel 48 als Thann er det sandter wange⸗ an det buchs (bec, 5 hur⸗ uigreich unst zu tuden ster ju 9 6090 ab aft mil 0. seis SEichter E Drese, Adam, g. 16020 zu Weimar(“), 4 1701 als fürstlich Schwarzburgischer Kapellmeister zu Arnstadt in Thüringen. 311. Eber, paul, g. 1511 zu ftitzingen in Unterfranken, freund Luthers, 4 1560 als Generalsuperintendent und Professor der Theologie zu Wittenberg. 58. 233. 576. Ebert, Jakob, g. 1540 zu Sprottau in Schlesien, + 1614 als Professor der Theologie zu frankfurt a. d. O. 542. Eleonore, fürstin Reuß, geb. räfin Stolberg⸗-Wernigerode, g. zu Gedern 1835, + iu Jlsenvurg 1003. 65. fabricius, friedrich, g. 1642 zu Stettin, 4 1703 als Pastor daselbst. 31. falk, Johannes Daniel, g. 1768 zu Danzig, T 1826 als Legationsrat zu Weimar. 569. fischer siehe Vischer. fleming, paul, g. 1600 zu hartenstein im Königreich Sachsen, 4 1640 als Doktor der Medizin zu hamburg. 303. franck, Johann, g. 1618 zu 6uben in der niederlausitz, 4 1677 als Bürger⸗ meister daselbst. 4. 16. 157. 215. 246. 300. 441. 546. franck, lllichael, g. 1600 zu Schleusingen in chüringen, + 1667 als Lehrer an der Stadtschule zu oburg. 348. 593. franck, Salomo, g. 1650 zu Weimar, 4 1725 als oberkonsistorialsekretär daselbst. 103. 216. 317. 364. 410. 488. francke, Nugust hermann, g. 1663 zu Lübeck, Begründer der franckeschen Stiftungen in Halle, 4 1727 als Professor der cheologie und pastor zu hälle. 62. freylinghausen, Johann Rnastasius, g.167o zu 6andersheim in Braun⸗ schweig, Schwiegersohn franckes, 4 1739 als pastor und Direktor der Franckeschen Stiftungen zu halle. 257. 314. 421. 51o. freystein, Johann Burchard, g. 1671 zu Weißenfels, 4 1718 als Hof ⸗ und Justijrat zu Dresden. 351. fritsch, Ahasverus, g. 16020 zu mücheln bei merseburg, 4 1701 als Kanzlei⸗ dlirektor und KRonsistorialpräsident zu Rudolstadt. 93(). funcke, friedrich, g. 1642 zu Uossen im Erigebirge, santor zu Lüneburg, + 1690 als Pastor ju Römstedt bei Cüneburg. 134. fun k, Gottfried Benedikt, g. 1734ju hartenstein im önigreich Sachsen, 4 1814 als sonsistorialrat und Rektor des Domgymnasiums zu magdeburg. 124. 6arve, färl Bernhard, g. 1763 zu Jeinsen bei hannover, bis 1836 Prediger der Brüdergemeinde zu neusalj a. d. 0. + 1841 zu herrnhut. 181. 108. 332. Gedlicke, Lampertus, g. 1683 zu Gardelegen in der Altmark, 4 1736 als Feldpropst zu Berlin. 420. bellert, christian fürchtegott, g. 1715 zu hainichen im sächsischen'rzgebirge, + 17⁰9 als außerordentlicher Professor der Dichtkunst, Beredsamkeit und moral zu Leipzig. 56. 123. 107. 210. 259. 287. 373. 374. 423. 424. 435. 401. 462. 463. 464. 405. 401. 514. 604. 721 ESS bensch von breitenau, christoph, g. 1638 zu Haumburg, hofrat des Herogs von plön und dänischer õeheimrat, 1732 als Privatmann zu Cübeck. 240. berhardt, Paul, g. 1o⁰⁷ zu 6räfenhainichen bei Wittenberg, 1651- 165⁷ bropst zu mittenwalde in Brandenburg, 165⁷ 1067 Diakonus zu Berlin, + 1676 als Archidiakonus zu Lübben. 27. 28. 47. 48. 40. 50. 61. 85. S6. 87. 88. 116. 142. 151. 270. 301. 347. 305. 300. 307. 308. 300. 400. 401. 402. 445. 446. 447. 475. 476. 477. 302. 524. 545. 548. 505. Co. von Gersdorf, henriette Ratharina, g. von friesen, g. 1648 zu Suljbach, 6emählin des kursächsischen beheimrats v. 6. in Dresden, Großmutter Zinzendorfs, 17²%0 zu Großhennersdorf bei herrnhut. 177. 415. 6esenius, Justus, g. 1601 zu Esbeck in hannover, 4 1673 als oberhofprediger u. Generalsuperintendent ju hannover(siehe Denicke). 83. 268(). 378(). 61gas siehe heune. Gotter, fudwig Andreas, g. 1661 zu Gotha, 4 1735 als hof. und Assistenzrat daselbst. 153. 352. 353. 453. 6ramann, Johann Poliander), g. 1487 zu neustadt in Bayern, freund Luthers, + 1541 als pastor zu Königsberg i. Pr. 458. 6regor, christian, g. 1723 ju Dirsdorf in Schlesien, 4 1801 als Bischof der Brüdergemeinde zu Berthelsdorf. herausgeber des Brüdergesang⸗ buchs von 1778. 103..29. 6roß, Johann(masor), g. 1564 zu Reinstedt in chüringen, 4 1654 als brofessor der Theologie zu Jena. 258(). 6rüneisen, FKarl seorg, g. 1802 zu Stuttgart, 1878 daselbst als Hof⸗ prediger und oberkonsistorialrat. 522. 6ryphius, Andreas, g. 161 zu Großglogau in Schlesien, + 1664 als Land- schaftssyndikus daselbst. 502. 6ünther, cyriacus, g. 1050 zu Goldbach bei õotha, + 17⁰⁴4 als Cehrer am 6ymnasium zu otha. 315. 477. 6ünther, maͤrtin, g. um 1690 zu Großrückerswalde bei marienberg im sächsischen Erzgebirge, hauslehrer bei Löscher, seit 17²21 Pfarrer zu selin⸗ genmünster in der bayr. Pfalz. 274. von hardenberg, friedrich Leopold, freiherr(novalis), g. 1772 auf õut Wiederstedt im mansfeldischen, 4 1851 als Assessor zu Weißenfels. 120. 330. 331. von harleß, sottfried christoph Rdolf, g. 1806 zu nürnberg, brofessor der Theologie zu Erlangen und Leipzig, zuletzt präsident des pro- testantischen oberkonsistoriums in München, 1 1879 daselbst. 429. harsdörfer, seorg pPhilipp, g. 16007 zu nürnberg, 1658 als Ratsherr daselbst. 478. hartmann, chomas, g. 1548 zu Lucca, 1604 Archidiakonus zu Eisleben, + 1609. 110. von hausmann, Julie, g. 1825 zu mitau, langjährige Leiterin der St. An⸗ nenschule in petersburg, 4 1001 zu Wossö in Esthland. 370. 72² EEEEEEEE — Hiogs von hayn, henriette Cuise, g. 1724 zu Jdstein in Nassau, 4 1782 als oberin 259. der ledigen Schwestern zu herrnhut. 333. 16¹ hecker, heinrich Cornelius, g. 1699 zu hamburg, 1743 als Pfarrer zu . meuselwitz bei Ritenburg. 104. 40. heermann, Johann, g. 1585 ju Raudten im fürstentum Wohlau in Schlesien, Ppastor zu Köben in Schlesien, 4 1647 zu Lissa in Posen. 79. 80. 112. 159. 172. 175. 211. 212. 239. 240. 241. 266. 267. 206. 207. 339. 340. 341. 301. 302. bach 405. 523. 531. 56. 544. 607. oo8. utter ö heinrich v. Loufenberg, priester und dekan zu freiburg im Breisgau, 1 1455. 570. 622. liger held, heinrich, g. 1620 zu Guhrau in Schlesien, Advokat in fraustadt, 1657 180. Stadtsekretär in Altdamm, 4 1650 zu Stettin. 30. 143. helmbold, Ludwig, g. 1532 zu mühlhausen in chüringen, 1598 als mrat Superintendent und Pfarrer daselbst. 386. 440. 520. hensel, Luise, g. 1798 zu Linum vei fehrbellin, Tochter eines evange⸗ reund lischen Pfarrers, trat 1818 zur römischen Kirche über, Erzieherin, 4 1876 zu paderborn. 534(gedichtet 1816). zischof herberger, valerius, g. 1562 zu fraustadt in posen, 4 1627 als Pfarrer gang daselbst. 585. herbert, petrus, 4 1571 als Konsenior der vöhmisch⸗mährischen Brüder⸗ 4als gemeinde zu kibenschütz. 400. herman, nitlas, 4 1561 in hohem Alter als Fantor zu Joachimsthal hos⸗ in Böhmen. 41. 109. 467. 408. 554. 555. 566. 575. hermes, Johann cimotheus, g. 1738 zu petznik bei Stargard in pommern, vanl⸗ +18²21 als oberkonsistorialrat, Superint. und Pastor prim. zu Breslau. 636. herrmann, Johann Sottfried, g. 1707 zu Rltseßnitz bei Bitterfeld, 4 1701 er am als Oberhofprediger und oberkonsistorialrat zu Dresden. 285. herrnschmidt, Johann Daniel, g. 1675 zu Bopfingen in Württemberg, 10 + 1723 als Professor der Theologie und mitdirektor der franckeschen Kl⸗ Stiftungen zu halle. 458. herzog, johann friedrich, g. 1647 ju Dresden, 4 1690 als Rechtsanwalt uf bul daselbst. 306. enfeb heune, Johann(Gigas), g. 514 zu Hordhausen, 4 1581 als Pastor zu Schweidnitz in Schlesien. 579. ofessot heunisch, saspar, g. 1620 zu Schweinfurt in Unterfranzen, 4 1690 als pio⸗ Superintendent daselbst. 627. „ heyden, Sebald, g. 1404 zu nürnberg, 4 161 als Rektor der Sebalds- ghert schule daselbst. 82. hiller, friedrich Konrad, g. 1662 zu Unteröwisheim bei Bruchsal, 4 1726 lben, als Kaänjleiadvokat zu Stuttgart. 456. ö hiller, Philipp friedrich, g. 1690 zu mühlhausen in Württemberg, + 1760 In⸗ als Pfarrer zu Steinheim am Ralbuch in Württemberg; 1751 verlor er . seine stimme. 15. 164. 290. 325. 326. 72³3 Professor der Theologie ju halle. 484. ö bange, Johann christian, g. 1669 zu Leipzig, Professor in oießen, + 1750 I. als Generalsuperintendent zu Jastein in Hassau. 313. Dichter von hippen, Johann heinrich, g. zu Wohlau in Schlesien, 4 1676 ais laure Limburgischer(in Schlesien) Rat und Hofmarschall. 479. + von hodenberg, Bodo, g. 1604 zu Celle, 1650 als Tanddrost zn Lavat Osterode am Harz. 474(). dd hoffmann, õottfried, g. 1658 zu Plagwitz bei Löwenberg in Schlesien, 4 1712 Lehr, als Rektor des 6ymnasiums zu Zittau im KRönigreich Sachsen. 146. 612. U homburg, Ernst Christoph, g. 1605 zu mühla bei Eisenach, 4 1681 als Leon, Rechtskonsulent zu laumburg. 29. 90. 333. be Huber, sonrad(Huober, hubert), g. 1507 zu Bergzabern in der Pfalz, 4 177⁷ liebi als Diakonus zu Straßburg. 186. 232. Iu Hhunold, michael, g. 1621 zu Leisnig im FKönigreich Sachsen, T 1672 als Lisco rchidiakonus zu Rochlitz a. d. Mulde. 535. Coo. Iu seymann, christian, g. 1607 zu Pankraz in Böhmen, 4 1662 als Rektor Louf des 6ymnasiums zu Zittau im Königreich Sachsen. 43. 302. Losch Kiel, Tobias, g. 1584 ju Ballstedt bei ootha, 1606 Cehrer in 6otha, 16018 1620 ste Pastor in Eschenvergen bei otha, 4 1627. 580. von lesel, Abraham, g. 1636 zu fraustadt in Posen, 4 1702 als oberpfarrer 06 zu Jauer in Schlesien. 95. Ludà slopstock, friedrich ottlieb, g. 1724 zu Ouedlinburg, T 1803 als badischer + hofrat und dänischer Legationsrat zu hamburg. 220. 61. 634. 86 Knak, sustav friedrich Ludwig, g. 180 zu Berlin, 1 187s als pastor zn Luths Berlin in Dünnow bei Stolpmünde. 333. Knapp, Albert, g. 1798 zu Tübingen, T 1864 als Stadtpfarrer zu Stuttgart. 18 100. 179. 180. mage W Knoll, christoph, g. 15⁰⁵ zu Bunzlau in Schlesien, 4 1621 als Pastor zu in Wittgendorf in Schlesien. 582. in 1*0. norr von Rosenroth, Christian, 9. 16³⁰ zu Altraudten in Schlesien, 1 1680 Maso x als Geheimrat u. Kanzleidirektor zu Sulzbach in der bayr. Oberpfalz. 482. math Koitsch, christian Jakob, g. 1671 zu meißen, Inspektor am pädagogium U N. zu Halle, 4 1734 als Rektor zu Elbing. 455. Meil N srause, gonathan, g. 1701 zu hirschberg in Schlesien, 4 1762 als Super⸗ men 49 intendent zu Liegnitz. 12. 6 x rummacher, friedrich Adolf, g. 1767 zu Tecklenburg in Westfalen, 4 184 von V 1 als reform. Pastor emerit. zu Bremen. 182. 5 Kunth, Johann Sigismund, g. 1700 ju Liegnitz, 4 1779 als Superintendem me zu Baruth in der oberlausitz. 633. 5 ö Küster, Clieser Gottlieb, g. 17⁵⁷ zu Watzum im Braunschweigischen, 4 1799 non als Pastor und 6eneralsuperintendent zu Braunschweig. 207. lackmann, Peter, g. 1659 zu Lübeck, 1713 als oberpfarrer zu oldenvurg M 5 M in holstein. 254(). W lange, Joachim, g. 1670 iu sardelegen in der Aitmark, 4 1744 ais don * 724 SEEEE Laurenti, Laurentius(Corenz Lorenzen), g. 1660 zu husum in Schleswig, + 1722 als snusikdirektor und Rantor zu Bremen. 53. 110. 620. Lavater, Johann faspar, g. 1741 zu Zürich, T 1801 als reform. Prediger däaselbst. 201. 536. Lehr, Leopold franz friedrich, g. 1700 zu ronenberg bei frankfurt a. M., + 17⁴α in magdeburg als Diakonus an der luth. sirche zu töthen. 282. 283. Leon, Johann, g. ju ohrdruf in Thüringen, 4 107 als Pastor zu Wölfis bei Ohrdruf. 243. 580. 588. Liebich, chrenfried, g. 1713 zu probsthain bei Liegnitz, 4 1780 als Pastor zu Lomnitz bei hirschberg in Schlesien. 147. 328. Liscow, Salomon, g. 1640 zu uiemitzsch in der Lausitz, 4 1689 als Diakonus zu Durjen im FKönigreich Sachsen. 308. 481. Loufenberg siehe heinrich. Löscher, valentin Ernst, g. 1673 zu Sondershausen, 1 1740 als oberkonsi⸗ storialrat und Superintendent zu Dresden. 255. von Löwenstern, matthäus Apelles, g. 1504 zu polnisch neustadt vei oppeln in Schlesien, 1648 als kaiserlicher Rat ju Breslau. 174. 561. Ludämilia(lisabeth, 6räfin zu Schwarzburg-Rudolstadt, g. 1640, + 1672 als Braut des 6rafen Christian Wilhelm von Schwarzburg⸗ Sondershausen. 253. 307. 400. luther, martin, g. 10. Nov. 1483 zu Cisleven, 4 am 18. februar 1546 däaselbst. 37. 38. 39. 1o7. 108. 137. 138. 139. 148. 167. 166. 167. 168. 160. 185. 109. 209. 210. 221. 228. 229. 262. 263. 377. 437. 406. 510. 571. 572. 573. magdeburg, Joachim, g. 1525 zu Gardelegen in der Altmark, ev. Prediger in éfferding(österreich), 1584 Geistlicher in Essen, 1586 in Köln, bis 1587 in Essen, 4(). 387. Major siehe õroß. mathesius, Johann, g. 1504 ju Rochlitz im Königreich Sachsen, als Student Luthers haus- und Tischgenosse, 4 165 als Pastor zu Joachimsthal. 528. melissander siehe Bienemann. mentzer, Johann, g. 1658 zu Jahmen in der Lausitz, 1 1734 als Pastor ju stemnitz bei Bernstadt in der Causitz. 454. von meyer, Johann friedrich, g. 1772 ju frankfurt a. M., T 1840 als Bürgermeister und Bundestagsgesandter der Reichsstädte daselbst. 428. meyfart, Johann matthäus, g. 1500 ju Jena, 4 1642 als Professor der Theologie und Pastor zu Erfurt. 624. mRoller, martin, g. 1547 zu stropstädt vei Wittenberg, 4 1606 als Pastor prim. zu Görlitz in der Lausitz. 235. 245. 388. 370. möller, Johann friedrich, g. 1780 zu Erfurt, 4 1861 als Generalsuper⸗ intendent und Konsistorialdirektor zu magdeburg. 375. von moser, friedrich farl, freiherr, g. 1723 ju Stuttgart, hessen ⸗Darm⸗ städtischer Minister, 4 1708 als Privatmann zu Ludwigsburg. 260. mühlmann, Johann, g. 1573 ju pegau bei Leipzig, 4 1613 als Professor der Theologie und Archidiakonus ju Leipzig. 205. 472. 7²⁵ ... I. müller, michael, g. 16073 zu Blankenburg a. Harz, 4 1704 als Kandidat der Theologie zu Schaubeck in Württemberg. 354. münter, Balthasar, g. 1735 zu Lübeck, 4 1703 als Pastor an der deutschen seirche zu Kopenhagen. 426. 637. mylius, Johann, aus chemar in chüringen, 1596 Pastor in Thüngen in Unterfranken. 155. nachtenhöfer, saspar friedrich, g. 1624 zu Halle, 4 1685 als Pastor zu scoburg. 52. neander, Joachim, g. 1650 zu Bremen, 4 1680 als reform. Diakonus daselbst. 251. 450. 451. 505. 508. neyring, Johann christian, g. 1671 zu Sotha, Inspektor am Waisen⸗ häuse zu halle, T 1736 als Pastor zu Morl bei Halle. 354. neumann, gaspar, g. 1648 zu Breslau, 1 1715 als fircheninspektor und pastor prim. daselbst. 8. 20. 509. 562. neumann, ottfried, g. 1685 in meerholz, T als mitglied der Brüder⸗ gemeinde Ende 1778 oder Anfang 1779 in meerholj. 6oz3. neumark, Georg, g. 1621 zu Langensalza in Thüringen, 4 1681 als Biblio⸗ thekar und Archivsekretär zu Weimar. 403. 404. 573. neumeister, Erdmann, g. 1671 ju lchtritz bei Weißenfels, 4 1756 als hauptpastor zu hamburg. 70. 203. 277. 278. 318. 359. 459. 460. 486. 317. neunherz, Johann, g. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien, 4 1737 als ober⸗ pfarrer zu hirschberg. 122. neuß, heinrich 6eorg, g. 1654 zu Elbingerode im harz, 171⁶ als fonsi⸗ storialrat und Superintendent zu Wernigerode. 252. 355. nicolai, philipp, g. 1556 zu mengeringhausen in Waldeck, 4 1608 als hauptpastor zu hamburg. 292. 621. novalis siehe hardenberg. olearius, Johann, g. 1611 zu Halle, + 1684 als Oberhofprediger und Generalsuperintendent ju Weißenfels. 7. 22. 51. 69. 91. 189. 379. 380. 448. 540. 550. 551. 552. 628. pauli, Joachim, g. 1635 oder 1636 zu Wilsnack in der mittelmark, 1674 pastor in ostrau am fuß des Petersberges bei halle, 4 1708 daselbst. 175. Pfeiffer, christoph, g. 1680 zu öls, 4 1778 als Pastor zu Stolz bei franken⸗ stein in Schlesien. 63. von bpfeil, christoph starl Cudwig, g. 1712 zu Grünstadt in der bayr. pfalz, württembergischer geh. Legationsrat, T 1784 als preuß. Geheim⸗ rat und minister zu Deufstetten im Ansbachschen. 72. 383. 525. poliander siehe 6ramann. puchta, christian Rudolf heinrich, g. 1808 zu Kadolzburg in mittelfranken, + 1858 als Pastor zu Rugsburg. 21. 564. Räder, Johann friedrich, g. 1815 ju Elberfeld, 4 1872 daselbst als handlungs- gehülfe. 431. Rambach, Johann Jakob, g. 1693 zu Halle, 4 1735 als Professor der cheo⸗ logie und Superintendent ju Eießen. 33. 105. 204. 206. 218. 280. 281. 321. 322. 323. 367. 368. 422. .. lidat sschen en in or IU onus aisen heklor üdek⸗ ziblio⸗ 50 dlẽ 6.. Ober⸗ sonsi⸗ 98 alõ 1 unl 9. 380. „ . 15. anhen hahl chem auheu, ungẽ⸗ Theo 9. 28l. EEchter IIEE Reimann, seorg, g. 1570 zu Leobschütz in Schlesien, 4 1615 als Professor der Beredsamkeit zu Königsberg in Preußen. 162. Reusner, RAdam(Reißner), g. 1406 zu mindelheim, oeheimsekretär 6eorgs von frundsberg, ein Anhänger Schwenkfeldts, 4 1578 in seiner Vater⸗ städt. 336. 507. Richter, Christian friedrich, g. 1676 zu Sorau in der Lausitz, 4 1711 als Arzt des Waisenhauses zu halle. 54. 356. 357. 358. 433. 485. kingwaldt, Bartholomäus, g. 1530 zu frankfurt a. d. oder, 1500 als Pfarrer zu Langenfeld in der heumark. 236. 620. Rinkart, martin, g. 1586 zu kilenburg in der Provinz Sachsen, 4 1640 als Archidiakonus daselbst. 344. 442. Rist, Johann, g. 1607 zu Ottensen bei hamburg, 4 1667 als Pastor zu Wedel ad. d. Elbe in holstein. 24. 46. 60. 68. 102. 113. 130. 131. 214. 222. 223. 242. 444. 501. 20. Rodigäast, Samuel, g. 1640 zu Gröben bei Jena, os als Rektor am grauen sloster zu Berlin. 407. Rosenmüller, Johann, g. um 161 im surfürstentum Sachsen, 4 1686 oder 1682 als Kapellmeister zu Wolfenbüttel. 306(). 507(). Rothe, Johann Andreas, g. 1688 zu Lissa bei õörlitz in der Lausitz, Pfarrer zu Berthelsdorf, + 1758 als lutherischer pastor zu dommendorf in der Lausitz. 279. 613. Rückert, friedrich, g. 1788 zu Schweinfurt am main, Professor in Erlangen und Berlin, 4 1866 als preußischer öeheimrat zu Ueuseß bei Koburg. 35. Runge, christoph, g. 1610 zu Berlin, Buchdrucker, 4 1681 daselbst. 271. Ruopp, Johann friedrich, g. zu Straßburg, + 17os als Adjunkt der theologi⸗ schen Fakultät zu halle. 360. Rutilius, martin(Rüdel), g. 1550 zu Düben in der Provinz Sachsen, 4 1618 als Archidiakonus zu Weimar. 238(). Sacer, Gottfried Wilhelm, g. 1635 zu naumburg, 4 1699 als Kammer- advokat zu Wolfenbüttel. 117. 611. Schãde, Johann fKaspar, g. 1666 zu Kühndorf, Grafschaft henneberg, 4 1698 als Diakonus an St. Hicolai zu Berlin. 96. 411. Schalling, Martin, g. 1532 zu Straßburg, 160s als Pastor zu Hürnberg. 337. Scheffler, Johann(Angelus Silesius), g. 1624 zu Breslau, Ceibarzt des her⸗ jogs von öls, trat 1653 zur römischen sirche über, geistlicher Rat des fürstbischofs, + 167⁷7 im floster St.Matthias zu Breslau. 303. 304. 305. 340. Scheicdt, Christian Cudwig, g. 1700 zu Waldenburg bei Schwäbisch-Hall in Württemberg, 1 1761 als hofrat und Bibliothekar zu hannover. 284. Schein, Johann hermann, g. 1586 zu õrünhain bei Zwickau im sönigreich Sachsen, 4 1630 als musikdirektor zu Leipzig. 589. Schenck, hartmann, g. 1634 zu RKuhla bei kisenach, 4 1681 als Pfarrer zu ostheim vor der Rhön. 19. Schenk, heinrich Theobald, g. 1656 zu Heidelbach a. d. Schwalm in hessen, + 1727 als Stadtpfarrer zu õießen. 632. 7²2⁷ ....... Schirmer, michael, g. 1606 zu Leipzig, 4 16075 als Konrettor emerit. des 6ymnasiums zum grauen Kloster zu Berlin. 27. 115. 141. 560. 600. Schlosser, Ludwig heinrich, g. 1665 zu Darmstadt, 4 1725 als Prediger zu frankfurt a. M. 550. Schmidt, Johann Cusebius, g. 1670 zu hohenfelden bei Erfurt, 4 1747 als pastor zu Siebleben bei 6otha. 176. Schmolck, Johann benjamin, g. 1672 zu Brauchitschdorf bei Liegnitz, + 1737 als Pastor prim. und Inspektor zu Schweidnitz. 9. 10.. 32. 64. 98. 120. 121. 144. 163. 102. 202. 250. 275. 276. 416. 417. 418. 487. 511. 518. 565. 60L. 60. 631. Schmuͤck, Uincentius, g. 165 zu Schmalkalden, + 1628 als Professor der Theologie, bastor und Superintendent zu Leipzig. 550. Schöner, Johann Gottfried, g. 1740 zu Rügheim bei Würzburg, 4 1818 als Stadtpfarrer zu Hürnberg. 427. 658. Schrader, Johann hermann, g. 1684 zu hamburg, 4 1737 als Propst und fonsistorialrat zu Tondern in Schleswig. 382. Schröder, Johann heinrich, g. 1667 zu hamelspringe bei hannover, 4 1699 als Pfarrer zu meseberg bei Wolmirstedt in der Provinz Sachsen. 312. Schütz, Johann Jakob, g. 1640 zu frankfurt a. M., + 16090 als Advokat und verschiedener Keichsstände Kat daselbst. 408. 449. Scriver, christian, g. 1629 zu Kendsburg, pPastor zu magdeburg, 4 1603 als Oberhofprediger und Kirchenrat ju Ouedlinburg. 306. 504. von Seckendorf, Ueit Ludwig, Reichsfreiherr, g. 1626 zu herzogenaurach bei Bbamberg, 4 1692 als Brandenburgischer eheimrat und Kanzler der Universität Halle. 432. Selnecker, Uikolaus, g. 1530 zu hersbruck bei Hürnberg, Schüler melanch⸗ thons, Professor in Leipzig und Jena, auch Superintendent in hildes⸗ heim, mitarbeiter an der Konkordienformel, + 1502 als Professor der Theologie und Superintendent zu Leipzig. 17. 170. 500. 581. von Senitz, klisabeth, g. 1620 zu Bankau in Schlesien, hoffraulein am hofe zu Brieg und zu öls, 4 1679. 94. Siegfried, Johann, g. 1560, + 1657 als Superintendent zu Schleiz. 588. Silesius siehe Scheffler. Sinold, philipp Balthasar, gen. von Schütz(BGmadeus Creutzberg), g. 1657 zu stönigsberg bei ießen, 4 1742 als Solmsscher oeheimrat zu Laubach in der Wetterau. 97. 310. Spangenberg, Johann, g. 1484 zu hardegsen in hannover, seit 1524 der erste evangelische prediger an St. Blasien in Nordhausen, 4 130 als Generalsuperintendent zu Cisleben. 226. sSpangenberg, August Gottlieb, g. 1704 zu Klettenvberg bei Walkenried. als Bischof der Brüdergemeinde lange Zeit in Amerika tätig, + 1702 zju Berthelsdorf. 366. Spengler, lazarus, g. 1470 ju Nürnberg, Rechtsgelehrter und Ratsschreiber daselbst, freund Cuthers und Beförderer der Reformation, 1534 ju nürnverg. 230. SR — erit. des 9. rediget 5 Al⁵ Hiegnith, 32. CH. 11. 518. ssor dor Lls bropst 41 V. gavoßat 1 10⁰³ naurach sanjler melanch⸗ hüces cssor let am hofe ichter E Speratus, paul(Spret), g. 1484 zu Rõtlen bei Ellwangen, 1524 Hofprediger herjog Albrechts von Preußen, luth. Bischof von pomesanien, 4 1551 zu marienwerder. 264. Spitta, farl Johann Philipp, g. 1801 zu hannover, 4 1859 als Super⸗ intendent ju Burgdorf bei hannover. 183. 208. 430. 516. 326. 327. 553. 606. Spreng, Jjohann Jakob, g. 1690 zu Basel, reform. Prediger in Dudweiler bei Saarbrücken, 4 1768 als Professor der Geschichte und griechischen Sprache zu Basel. 205. Starck, johann ßriedrich, g. 1680 zu Hildesheim, 1756 als Pastor und Ronsistorialrat zu frankfurt a. M. 369. stegmann, Josua, g. 1588 zu Sulzfeld vei meiningen, 4 1632 als professor der Theologie und Superintendent zu Rinteln. 18. Stip, 6erhard chryno herm., g. 1809 zu Uorden in ostfriesland, einige Jahre Pastor in osteel vei norden, A als Privatmann 1882 zu Potsdam. 402. von Stöcken, christian, g. 16033 zu Rendsburg, 1684 daselbst als General⸗ superintendent von Schleswig⸗Holstein, gurchenrat und Propst. 568. Stockfleth, heinrich Arnold(Dorus), g. 1643 zu Alfeld in hannover, + 1708 als sirchenrat, oberhofprediger und Generalsuperintendent zu mönchs⸗ berg bei Bayreuth in mittelfranken. 410. Stolshagen, saspar, g. 1550 zu Bernau bei Berlin, 1574- 186 Pastor ju Stendal, + 1504 als Superintendent zu Iglau in mähren 111 0). Sturm, christoph christian, g. 1740 zu ANugsburg, 1786 als hauptpastor zu Hamburg. 288. 289. 425. Terstegen, serhard, g. 1607 zu mörs, + 17⁰9 als Bandmacher zu mülheim d. d. Ruhr(reform.). 13. 14. 55. 71. 135. 327. 372. 400. 512. 513. Thebesius, ndam, g. 1506 zu Seifersdorf in Schlesien, 4 1652 als Pfarrer zu Liegnitz. 84. Thilo, Ualentin, der jüngere, g. 1607 zu stönigsberg i. Pr., + 1662 als Pro- fessor der Beredsamkeit daselbst. 26. Tletze, christoph(Titius), g. 1641 zu Ullkau bei Breslau, + 1703 als Pastor zu hersbruck bei Hürnberg. 248. 405. Tollmann, sottfried, g. 1680 zu Lauban in der Causitz, + 1766 als Pastor zu Leube bei 6örlitz in der Lausitz. 563. Vespasius siehe Wepse. Vischer, christopy, g.() zu Joachimstal, 1544 magister in Wittenverg. Ruf Luthers Empfehlung kam er im seiben Jahre als Pastor an die Liev- frauenkirche in Jüterbock, 1552 Stiftsprediger und Superintendent in Schmalkalden, 1571 seneralsuperintendent in Mmeiningen, 1574 Pastor adj. des Generalsuperintendenten Bonsack in Celle, 1577 pastor prim. an der Martinikirche in halverstadt, 1583 Generalsuperintendent in celle, + 1607 zu Celle. 78. Walther, Johann, der alte uther⸗Kantor, g. 140% zu fahla, 1520 Hofkantor in Torgau, 1570 als Kapellmeister zu dresden. 510. 623. Wegelin, Josua, g. 16004 zu Augsburg, + 1640 als evangelischer Pfarrer ju Preßburg in Ungarn. 132. S EE Wehrenberg, heinrich Jonathan, ein Urenkel Ph. Melanchthons, g. 1651 zu kEilenburg, Prov. Sachsen, 4 1713 als Superintendent zu Lüneburg. 361. Weiß, michael, g. zu neiße, Mönch in Breslau, 1524 in Wittenberg, bastor in Landskron an der dortigen Brüdergemeinde, 1531 herausgabe des 1. Deutschen 6esangbuches der böhmischen Brüder, 4 1534 ju Landskron. 76. 231. 439. 573. Weissel, 6eorg, g. 190 zu Domnau in Ostpreußen, 4 1635 als Prediger zu sönigsberg in Preußen 23. 114. 200. Wenigk, Johann Ernst, g. 1701 zu Gotha, 1745 als Pfarrer zu Bischleben beil Arnstadt in Thüringen. 145. Wepse, hermann(Vespasius), um 1580 prediger in Stade. 265. Werner, 6eorg, g. 1589 zu Pr.⸗-Holland, 1643 als Diakonus zu sönigsberg in preußen. 45. 101. 140. 590. Wieser, matthäus, g. 1617 zu Gräßlitz bei hof. Bergmann und Steiger dä⸗ selbst, 16072 als CExulant in freiberg, 4 1678. 539. 540. 541. Winckler, Johann Josef, g. 1670 zu Lucka in der Lausitz, 4 1722 als fonsisto- rialrat und Domprediger zu magdeburg. 363. 414. Wolf, Jakob Gabriel, g. 1684 zu Greifswald, 4 1754 als hofrat und Professor emerit. der Rechte zu halle. 316. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, g. 1725 zu friedrichsfelde bei Berlin, 4 1761 als Stadtpfarrer zu Bunzlau in Schlesien. 106. 635. Zehner, Samuel, g. 1504 zu Suhl in Thüringen, 4 1635 als Superintendent zu Schleusingen. 345 00. Zeibich, christoph heinr., g. 1677 zu mMölbis bei Leipzig, 4 1748 als Professor der Theologie, Konsistorialassessor und Propst zu Wittenberg. 225. von Zinzendorf, 6raf Uikolaus Cudwig, g. 1700 zu Dresden, Stifter der evangelischen Brüdergemeinde, 4 1760 zu herrnhut. 103. 320. 365. 366. Zwick, Johann, g. um 1406 zu stonstanz, 4 1542 als reform. Pfarrer seiner Vaterstadt ju Bischofzell in der Schweiz während der Pest. 128. Unbekannt sindidie berfäasset folgender Lieder: 2. 3. 5. 16. 34. 36. 40. 42. 44. 59. 67. 73. 104. 105. 106. 118. 127. 129. 136. 150. 152. 101. 184. 100. 191. 217. 224. 227. 234. 237. 247. 258. 272. 273. 203. 204. 298. 310. 335. 342. 346. 350. 385. 389. 390. 412. 434. 436. 468. 469. 489. 403. 503. 508. 521. 532. 537. 538. 558. 559. 567. 574. 577. 578. 583. 587. 614. 610. SSSSEETETETETEEEE 9. 1651 rg. 3ol. bastor abe des dskron. liger iu* D chleben ů SE Higsberg 4910 iger da⸗ N 2 Honsisto⸗ 2* 2.——.44 in 21— ö. Lol 219150 30 ů 936575 640 n Lutherischen IEI rofesor M 5. ö 65. 06. Be selnet Wber 430. H. 151. 100. ö 55.1 5. 2 0 0 —. N NY ö 0 2. I ö —3 ö ö 1. Um Geist und õnade recht zu beten.. I. Gebete zum tägl. Gottesdienste. 2—10. morgengebete 11—2. Tischgebete 13—-21. Abendgebete II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. õebete für die früchte dles feldles und den Bergbau. 23. Dankgebete Zum heginn der Arbeit Um 6ottes Segen in haus und Beruf.. 16 Gebet christlicher Cheleute Gebet dler Eltern für ihre inder bebet nach der Taufe eines indes, auch von Gevattern zu beten Schulgebete 3Zwei õebete für onfirmanden für die sirche für die Obrigkeit für dlie früchte des feldes EER IISS E + 805 8 0⁰ N——³⁵ .S.. 2— Ꝙx˖ llm den lieben Sonnenschein Ilm einen fruchtbaren Regen beim Anfang der Ernte Dankgebet nach der Ernte IUlm göttlichen Segen zum Bergwerk.. III. Gebete in allerlei Not. Um 6eduld in Leidenszeit In Anfechtungen In scriegszeiten In teurer Zeit bei großem Ungewitter bei Sturm und Wasserfluten 28 bei Seuchen und in Sterbenszeiten...28 Ulm tägliche Bereitschaft zum Sterben.28 bebet für ein krankes gind bebete eines franken Daͤnkgebet eines öenesenden Ilm Geduld in langwieriger grankheit 31 Sprüche aus Gottes Wort für Rranke. 31 Morgengebet eines Kranken Abendgebet eines stranken Gebet eines franken, der sich zum Ster⸗ ben schickt „Gebete der Umstehenden für den Ster⸗ benden Sprüche, dem Sterbenden zuzusprechen 34 Abschiedssegen bebet nach dem Tode eines indleins.. 34 An Begräbnistagen 57-63. An beichttagen 64- 72. An Abendmahlstagen 75. V. Dãs allgemeine sirchengebet. 4 VI. Gebete für feste und Wochengottesdlienste der Kirche. 74-86. Gebete für die vornehmsten feste nach Ordnung des firchenjahrs 87. Am Bußtage 88. Am Geburtstage des saisers 89. Am Bibelfeste 90. Am feste der heidenmission . Am Jahresfeste der inneren mission.. 92. für die Arbeit an den laubensgenos⸗ sen in der Zerstreuung 93. 94. für wöchentliche Betstunden 955. für kirchliche Bibelstunden Kollekten. 148. für bestimmte Tage und Zeiten„ 63 40-83. Allgemeine stollekten kblger, Unsers nicht wisse und wie w scwengll wir bitten⸗ Iu dir: 6f Verheizun öebets, ge aussprech lich mit n rechtem e genehmes SSSSSSe 1. Gebete zum täglichen Gottesdienste. herr, tu meine Lippen auf! I. Um Geist und 6nade recht zu beten. 0 ewiger, barmherziger õott, du Vater unsers herrn Jesu Christi, weil wir nicht wissen noch begreifen können, was und wie wir veten sollen, du aber über⸗ schwenglich tun kannst über alles, was wir bitten oder verstehen, so schreien wir zu dir: Gieß über uns aus nach deiner Uerheißung den õeist der ꝛnade und des bebets, der uns bei dir vertrete mit un⸗ aussprechlichem Seufzen, auf daß wir dich mit mund und herzen andächtig in rechtem Ernst anrufen und dir ein an⸗ genehmes Lobopfer bringen mögen. herr, tu unsere Lippen auf, daß unser Mund deinen Ruhm verkündige. Er⸗ wecke unsere Seele und emüt, daß wir uns nicht nur mit unserm munde zu dir nahen und dich allein mit den Lippen ehren, aber das herz ferne von dir sei, sondern verleih uns önade, daß wir als die rechtschaffenen Anbeter dich im Geiste und in der Wahrheit, ohne andere und fremdesedanken, anrufen mitherzlicher Aufmerkung unseres õemütes, ohne heu⸗ chelei und Chrgeiz, und daß wir nichts von dir begehren als nur allein, was dein göttlicher Wille, dein Lob und hre, dazu unserer Seelen Seligkeit ist. Uer⸗ leih auch, daß wir alles dassenige, was wir von dir bitten, mit starkem Glau⸗ ben und gewisser Zuversicht von deiner milden 6üte zu erlangen ungezweifelt hoffen, auch dir hierin nicht Zeit, Ziel odler maß der hülfe setzen, sondern uns deinem gnädigen Willen, der allewege der beste ist, in allen Dingen mit starker hoffnung und 6eduld in Demut unserer herzen gänzlich unterwerfen. Dazu gib Gnade, daß wir vor dir liegen mit un⸗ serm 6ebet nicht auf unsere serechtig- keit, sondern auf deine große Barm⸗ herzigkeit und in dem namen deines lieben Sohnes Jesu christi, in welchem wir freudigkeit haben, vor deinen öna⸗ denstuhl zu treten und dich mit kind⸗ licher Zuversicht unsern lieben Vater zu nennen. Stärke uns auch, daß wir vom Beten nicht abgeschreckt werden um un⸗ serer Unwürdigkeit willen. So hilf nun, dutheiliger Gott, daß wir an allen Or⸗ ten aufheben heilige hände, ohne Zorn und Zweifel, undemsiglich anhalten mit flehen, mit Bitte, 6ebet, fßfürbitte und Däanksagung für alle menschen, damit wir nach deiner Verheißung und dei⸗ nem gnädigen Wohlgefallen allerlei zeitliche und himmlische Gaben empfan⸗ gen in christo Jesu, unserm herrn, der da lebet und regieret in cwigkeit! Amen. I. ebete zum täglichen Gottesdlienste. morgengebete. fülle uns frühe mit deiner onade. 2. Cuthers Morgensegen. D as wälte Gott Vater, Sohn und hei- empfangen ist vom heiligen seist, ge⸗ liger õeist. Amen. Ich glaube an Gott den Vater, den All⸗ boren von der Jungfrau maria, ge⸗ litten unter Pontio Pilato, gekreuziget, mächtigen, Schöpfer himmels und der gestorven und begraben, niedergefah⸗ Erde. ren jur hölle, am dritten Tage aufer⸗ Ich glaube an Jesum christum, Gottes standen von den Toten, aufgefahren gen eingevornen sohn, unsern herrn, der himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des 7 u=——— Ae—— SSSSSeeeeeeee allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird zu richten die Levendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen seist, eine heilige christliche Firche, die emeine der heiligen. Vergebung der Sünden, Aufersteyung des fleisches und ein ewi⸗ ges Leben. Amen. vater unser, der du bist im himmel. Ge⸗ heiliget werde dein name. Dein Reich komme. dein Wille gescheye, wie im Fimmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, als wir vergeben unsern schuldigern. Und führe uns nicht in Uersuchung. Sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die frraft und die herrlichkeit in wig⸗ keit. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater. durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese uacht vor allem Schäden und 6efahr behütet hast, ung bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem lbel, daß dir ali mein Tun und Leben ge⸗ falle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine händez dein heiliger Engel sei mit mir, daß der bose feind keine macht an mir finde. Amen. 3. morgengebet am Sonntag. Warmherziger, getreuer oott, duewiger vater unsers herrn Jesu christi, der du mit deinem Sohne und dem heiligen Geiste reglerest in wigkeit, wir sagen dir Lob und Dank für alle Wohltaten, die wir ohne Unterlaß von deiner milden 6üte empfangen, daß du uns die ganze Zeit unsers Lebens. wie auch die vergangene nacht, so väterlich be⸗ hütet und uns den heutigen Tag gesund hast lassen erleben. Insonderheit dan⸗ ken wir dir, daß du bei uns das helle Licht deines Cvangeliums hast lassen aufgehen, bei welchem wir dich und deinen Ulllen recht erkennen und lernen mögen, wie wir echristlich leben und selig stervben sollen. Wir bitten dich, gütiger Gott, du wollest solch ö6nadenlicht des Cvangeliums uns und unsern nachkommen erhalten, und da⸗- mit wir dein angenehmes volk sein und bleiben können, so vergib uns alle 4. noch ein morgengebet am Sonntag. err, unser Gott, heilig und unbegreif⸗ lich, der du das Licht scheinen lässest aus der finsternis, der du uns erquickt hast durch nächtlichen Schlaf und wieder erweckt, deinen Kuhm zu prei⸗ sen und deine onade anzurufen, nimm jetzt an von uns nach deiner grund⸗ unsere sünde und missetaten um deines lieben Soynes, unsers heilandes Jesu Christi willen, und heilige uns durch deinen heiligen Geist se länger je mehr, daß wir der Welt und aulen weltlichen Lüsten von herzen entsagen und unsere freude und Lust darin suchen, daß wir dir dienen in heilig⸗ keit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. öffne unsere ohren und herzen. daß wir dein heiliges Wort mii freuden höͤren, mit fleiß erwwagen und in reinem herzen behalten, dich getrost anrufen und nicht allein diesen Tag, sondern auch alle übrigen Tage unseres Lebens von allen bösen Werken feiern, bis wir endlich zu dem ewigen Savvathtag gelangen, da wir mit Engelzungen und -herzen deine großen Taten mit allen Auserwählten, Engeln und menschen, rühmen und preisen werden in alie Ewigkeit. Amen. losen Barmherzigkeit das Opfer unserer Anbetung und unsers Dankes und ge⸗ währe uns alle heilsamen bitten. Richte uns ju, o herr, zu sindern des Lichts und des Tages und zu érben deiner ewigen Güter. Gedenke, herr, nach der fülle deiner Erbarmungen deines ganzen vol und aller Lande ode deinem we lllfevedü armyer Vater. scheine sch Uchen öüt du nach unch avert aufslehen hat mich. nach seine oder beso serner me deines Pre mir alle u Gedlenge' Rs von ch und kwlg⸗ Valet. lieben allem , und en Lãg allem hen ge· enleld Herdein ler bose amen. I Ul. flande Rusls länget Hallen Rsagen darin heilig⸗ SPSPSPSSS ganzen volks, aller, die mit uns veten. und aller unserer mitchristen, die zu Cande oder ju meer oder wo sonst in deinem weiten Reich deiner nade und hülfe vedürfen, und schütte über sie und uns alle aus den Reichtum deiner Barm⸗ herzigkeit, auf daß wir, erlöset nach Seel und Leib, unverrückt in festem olau⸗ ven, deinen heiligen und wunderba⸗ ren namen ewig rühmen mögen. Amen. 5. Morgengebet am montag. Rärmhyerziger, mildreichster ott und Uäter. in dieser Morgenstunde er⸗ scheine ich vor dem chrone deiner gott⸗ lichen öüte mit herzlichem Danke, daß du nach zurücigelegter finsterer acht mich abermals gesund und frisch hast aufstehen lassen. o Vater, deine hand hat mich geschützet, daß mich der Satan nach seinem Willen nicht hat beirüben oder beschädigen können. Damit nun serner mein mund deines Kuhmes und deines preises taglich voll sei. so vergib mir alle meine Sunde und iu mir wohl. sedenke nicht der Sünden meiner Zu gend noch meiner Übertretung, gedenke aber meiner nach deiner Barmherzig- keit um deiner 6üte wlllen, und regiere mich heute, diese angehende Woche ung die ganze Zeit meines Lebens, daß ich in allem meinem vornehmen deinem Worte folge. Beyüte mich, liebster Va ter, vor der Versuchung des Satans und meines eigenen fleisches und blutes, daß ich nichts Uvels tue noch wider dich sündige. Caß deine heiligen engel mich auf allen meinen Wegen vehüten, daß ich vor allem Schaden väterlich bewahrt werde. Denn dir, o Gott, übergebe ich meinen Leib und Seele(mein haus und hof, mein Weib und Kind und alle die meinen). gehüte, schütze und erhalte mich, daß sich kein Ubel zu mir nahe. Sei du mein Schild und Schirm, segne meinen tingang und Rusgang und ver⸗ laß nicht, die deinen Uamen kennen. Tröste alle Betrübte und Kranke. hilf allen notleidenden und Verlassenen. Und wenn auch eine trübe Unglücks⸗ wolke nach deinem Willen über mich kommen sollte, so gib mir oeduld und kat. Gesegne auch, liebster Vater, heute und die ganze Woche über meine Arbeit und nayrung und die Werke meines Berufs, daß meine mühe und Arbeit nicht verloren sei. Laß mich stets an dich gedenken, dich in meinem herien be⸗ halten und deine furcht vor Rugen ha⸗ ven, daß ich christlich lebe und selig sterbe. Das verleihe mir um Jesu christi, deines lieben Sohnes, willen. Amen. 6. Morgengevet am Dienstag. elovet seist du, o Goit, mein Schöͤpfer, gelobet seist du, o õott, mein Heiland, gelobet seist du, o Gott, mein höchster Tröster, der du mein Schild und horn meines heils und mein Schutz bist und mich die vergangene nachi wiederum vor allen geisttichen und leiblichen fein⸗ den so väterlich bewahret hast. Ich bitte dich demütiglich, du wollest auch diesen Tag deine 6üte über mich ausstrecken und mich mit deiner Barmherzigkeit erfüllen, auch vor Sünden und allem Ubei gnäaiglich veyüten. Umgib mich, o herr, rings mit deinem Schilde, daß der vöse feind und seine Werkzeuge mir keinen Schaden zufügen können. Er⸗ halte mich in geiner furcht, daß ich nicht sündige, sondern dich herzlich lie⸗ ve und dein snecht(deine magd) sei ewiglich. Uerleih mir auch deine önade, daß ich die Werke meines Berufes treu⸗ lich und fleißig ausrichte. 6ib dein 6e⸗ deihen zu meinem Amt und Stand, segne mein Brot und Wasser und richte all mein Vorhaben, Tun und Arbeit ju deinem Lob, auch zu meiner zeitlichen und ewigen Wohlfahrt. Wende von mir alle vösen FKrankheiten und was 2 SSSSeeeeeee mir an Seel und Leib schädlich sein mag. Insonderheit aber vehüte mich vor einem bösen, schnellen Tode und vor allerlei herzeleid. Dein heiliger seist weiche nur nicht von mir. Dein guter Engel sei allezeit zwischen mir und allen meinen feinden, daß sie keine hand an mich legen können. Deine 6nade und Segen sei ewiglich ob mir. Amen. 7. Morgengebet am mittwoch. herr 6ott, Vater und herr meines febens, ich danne dir von 6rund meiner Seele, daß du auch in dieser ver⸗ gangenen nacht die hand deiner väter⸗= lichen Barmherzigkeit über mich ge⸗ halten, mich durch den Schutz deiner heiligen ngel behütet hast und mich zu deinem Lobe wieder aufstehen lässen. Ich bitte dich durch Christum, deinen Sohn, laß mich dir diesen Tag ju glei⸗ cher õnade, Lieve und fürsorge befohlen sein. Regiere mein herz, Sinn und 6e⸗ danzen, Worte und Werke durch deinen werten und heiligen õeist, daß ich nichts Üvels tue. Leite mich auf ebner Bahn und laß mein herz deinen Tempel und Wohnung sein. nch herr, allmächtiger 6ott, du bist mein Vater, ich dein sind, verlaß mich nicht, denn auf dich bin ich geworfen aus mutterleibe, mein heil steht allein bei dir. In deinem namen, o Vater, fange ich alles an, gib, daß ich mein Werk in deiner Kraft vollbringe, für deinen väterlichen Beistand dir dan- ke, mit dem, was mir deine õüte ver⸗ liehen hat, mich kindlich vegnügen lasse und nicht nach mehr oder nach Ver⸗ botenem trachte. Zeuch mich von der Welt und ihrer Lust ab, ich begehre ihrer nicht. Sei du mir nur, mein õott, nicht schrecklich in der not, denn wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach himmel und Erde. Du bist mir werter, als alle Schätze der Welt. Nch gib, daß ich dich, du süße Liebe, nimmermehr ver⸗ lasse. Bleibe diesen Tag und allezeit bei mir. nimm dich auch nach deiner großen liebe aller Armen und notleidenden, aller Bekümmerten und Trostlosen, al⸗ ler Verlornen und Irrenden, insonder⸗ heit deiner verlorenen Schafe aus dem hause Israel an, sei das ewige heil deiner sirche und laß auch mich in derselben ein wahres und lebendiges Glied sein, daß, wenn ich aus diesem Leben scheiden soll, ich zu dir in den Himmel aufgehoben werde. Ach Vater, erhöͤre mich und gewähre mich meines sebets, in dem namen deines Sohnes Jesu. Amen. 8. Morgengebet am Donnerstag. ir loben, preisen und rühmen dich, wir danken dir, du õott unserer päter, daß du uns aus dem Schaätten der nacht herausgeführt und uns von neuem das Licht des Tages häst sehen lassen. Zu deiner 6üte fleyen wir: Sei gnädig über unsere missetat und nimm an unser sebet nach der fülle deiner Erbarmung. Denn du bist unsere Zu⸗ flucht für und für, barmherziger, all⸗ mächtiger Gott. Laß scheinen in unsere herzen die wahrhaftige Sonne deiner Gerechtigkeit, erleuchte unsern Uerstang und behüte unsere Sinne, auf daß wir als am Tage ehrbar wandeln den Weg deiner oevote und auch dermaleinst im ewigen freudenlichte dich selig schauen mögen. Amen. 9. Morgengebet am freitag. err Jesu, deine Lieve ist in der ver⸗ gangenen nacht mein Schild und Schirm gewesen. Ich danke dir für alle deine õüte, die du an mir armen ung elenden menschen so gnädig bewiesen, und bitte dich, zeige mir auch heute 10⁰ diesen Ta liebüch. E Mit deine mich mit: heiligen s Sunde un her wier mißgeyar und allez meine w. nichts Gut meinene dir und uu deiner geuch mi Ueg dein gessen. g gen Tage ert oo Morg Leib und Hegierun in deine Laß Mir y uichts uy unserm s Hellgen; unser se an mir laß sie onnen. wiglich en lasse ber⸗ on der tehrer nicht enn ich 15 nach werter, daß ich cht vel⸗ cgeit vel großen lenden, sen, al⸗ sondler; u Geni ge Hell mich in endigez dlesem dliesen Tag deine sestalt, denn sie ist lieblich. Erfreue die Seele deines Kindes mit deiner heiligen 6egenwart. Stärke mich mit dem Beistande deines werten heiligen Geistes. Uergib mir alle meine sünde und missetat, mit welcher ich bis⸗ her wider dich und deine heilige Liebe mißgehandelt habe, und regiere heute und allezeit mein ganzes Leben und meine Werke, daß ich nichts Böses tue, nichts Gutes unterlasse. herr Jesu, stärke meinen 6lauben, mehre meine Liebe zu air und gib mir ein festes Vertrauen zu deinem heiligen Versöhnungsblute. Zeuch mich nach dir, so werde ich den Weg deiner oebote nimmermehr ver⸗ gessen. herr Jesu, der du an dem heuti⸗ gen Tage deinen heiligen Leib in das õrab hast legen lassen, ach gib mir deine 6nade, daß ich meine Sünde tief ver⸗ grabe und sie nimmermehr über mich herrschen lasse. Sei mit mir in allen mei⸗ nen verrichtungen, laß sie wohl geraten, wenn sie in dir getan sind. Erbarme dich auch aller, die dir anhangen, und gib einem jeden sein täglich Brot und ver⸗ laß deine emeine nicht, deren Erzhirte du bist. 6ib uns ferner die Süßigkeit deiner heiligen Liebe zu genießen, und wenn wir endlich am Ende unseres Le⸗ bens den Weg des Todes gehen sollen, so laß deinen Tod unser Ceven und dein heiliges Grab unsere Ruhe sein, daß wlr durch den Tod jum Leben eingehen. ér⸗ höre uns, o Jesu, um deines Hamens und um deiner ebe willen. Amen. 10. morgengebet am Sonnabend. err sott, himmlischer Vater, in dieser morgenstunde befehle ich dir meinen Leib und meine Seele in deine liebreiche gegierung, in deinen mächtigen Schutz, in deine väterliche Rufsicht und Treue. Laß mir und den lieben meinigen heute nichts Ubels vegegnen und keine blage unserm hause sich nahen. Laß deinen helligen seist uns Kräftig regieren und unser herz zum kindlichen Gehorsam lentzen, daß wir von den Wegen der währen Sottseligkeit nicht abweichen. Segne mich heute an eib und Seele, seg⸗ ne meinen Nusgang und Eingang, segne meine haushaltung und nahrung. caß mir in allen meinen seschäften und Vor⸗ nehmen dein himmlisches Licht leuchten, deine straft mich stärken, deine Uebe mich dringen, daß ich in Gerechtigkeit wandle, meinen kaufbund stets vor Rugen habe und meinem nächsten mit aufrichtiger Lieve vegegne. 6ib, daß ich dlie Zeit, die ich noch ju levben habe, wohl undechristlich anwende, ju deines herr⸗ lichen hamens éhre, meines nächsten Dienst und meiner selbst Besserung. 61b mir auch die õnade, daß ich mich meiner Sterblichkeit stets erinnere und meine Gedanken allezeit aus dem Zeitlichen in das himmlische und Ewige richte. Und wenn ich dann meinen Lauf vollendet und das Ziel, welches du mir in önaden gesetzt, erreicht habe, so verleih mir nach deiner großen Barmherzigkeit um Jesu christiwillen ein sanftes, fröhliches und seliges Ende. Amen. Tischgebete. 11. Uor dem Essen. Uerugen warten auf dich, herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine hand auf und sättigest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. herr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese deine 6aben, die wir von dei⸗ ner milden 6üte zu uns nehmen, durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 12. Hach dem tssen. anket dem herrn, denn er ist freund- lich und seine oüte währet ewiglich. IUir danken dir, herr oott Vater, durch 1¹ Jesum christum, unsern herrn, für alle deine Wohltat, der du lebest und re⸗ gierest in wigkeit. Amen. SSSSSS Abendgebete. herr, bleib bei uns, denn der Tag haͤt sich geneiget. 13. Luthers Abendsegen. Jas walte sott Vater, Sohn und heili⸗ ger õeist. Amen. Ich glaube an Gott den Vater, den All⸗ mächtigen, Schöpfer himmels und der Erde. Ich glaube an Jesum christum, Gottes eingevornen Sohn, unsern herrn, der empfangen ist vom heiligen 6eist, ge⸗ boren von der Jungfrau maria, gelitten unter pontio pilato, gekreuziget, ge⸗ storben und begraben, niedergefahren zur hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen him⸗ mel, sitzend zur Rechten Gottes, des all⸗ mächtigen Vaters, von dannen er kom⸗ men wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die semeine der heiligen, ergebung der Sünden, Auferstehung des fleisches und ein ewi⸗ ges Leven. Amen. vater unser, der du bist im himmel. Geheiliget werde dein Name. Dein Reich komme. dein Wille geschehe, wie im himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, als wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Uersuchung. Sondern erlöse uns von dem lbel. Denn dein ist das Reich und die straft und die herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädig⸗ lich vehütet häst, und bitte dich, du wollest mir vergeben allemeinesünden, wo ich unrecht getan habe, und mich diese acht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine hände; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der vöse feind keine macht an mir finde. Amen. 14. Abendgebet am Sonntag. err, allmächtiger 6ott, barmherziger Vater, ich danke dir herzlich, daß du mich heute so gnädig behütet und 6na⸗ de verliehen hast, dein Wort zu hören, deinen namen anzurufen und auch der leiblichen Kuhe und Erquickung zu ge⸗ nießen. herr, wie groß ist deine 6üte, die du uns armen menschen erweisest. Vergib mir, o lieber Vater, alle meine Sünde um christi willen und regiere mich durch deinen heiligen seist, daß ich dem, was ich heute aus deinem hei⸗ ligen Worte gelernt, in beständigem Glauben, gottselsigem even und fröh⸗ licher oeduld fleißig und von herzen nachkomme. Und gleichwie dein lieber Sohn, mein einiger heiland Jesuschristus, an diesem Tage fröhlich von den coten auferstanden ist, also verleih mir õnade, 12 in einem neuen Leben vor dir zu wan⸗ deln. Ich bitte dich auch, lieber Vater, du wollest diese nacht in deinen väterlichen Schutz neyhmen meinen Leib und Seele und alles, was du mir gegeben hast, daß der bösefeind undseinelberkzeugekeine MNacht an mir finden. Dein heiliger õeist erleuchte mich, daß ich dein nimmer⸗ mehr vergesse. Deine allmächtige hand erhaltemich. Deinheiligerengelbeschütze mich. Deine väterlicheüte segne undg er⸗ auicke mich, damit ich morgen gesund und mit freuden aufstehen und dir nach deinem Willen dienen möge. Undwenn sch im zeitlichen Tode werde entschlafen sein, so gib durch die Nuferstehung Jesu Christi, daß ich an jenem Tage fröhlich aus dem code wiederum hervorgehen möge zur ewigen herrlichkeit. Amen. elobt se herrsch durch dei lurch fem uns gnäd durchwan Hacht geb und auf a⸗ und verg uchen un⸗ gen. min schütte z Fülledeiy Slege. u Jumag . aß u —5 Über: Olück gn⸗ hast. 40 men lur nem Lage immel. nReich vle Imn Unser verglb tgeben re uns oseuns 15 Klich heit in Vater, lleben mäclg⸗ ich, uu unden, d mich hulen. ib ung fein ler böse amen. wan. aler, du erliche l Seelt a, daß gebelne Rerbe ummer, he Hanl 600 ul 9000 rnac enn Mlafen 10 Jesu rohllch gehen men. SSSSSS — 15. noch ein Abendgevet am Sonntag. elobt seist du, o Gott, allmächtiger herrscher, der du den Tag erleuchtest durch dein Sonnenlicht und die Uacht durch feurige Strahlen erhellst, der du uns gnädig die Bahn des Tages häst durchwandeln lassen und uns zur stillen nacht gebracht. höre auf unser 6ebet und auf das õebet deines ganzen Volkes, und vergib uns alle unsere wissent⸗ lichen und unwissentlichen UÜbertretun⸗ gen. Uimm an unsere Abendgebete und schütte aus über uns, dein éErbe, die fülle deiner barmherzigkeit und deiner Siege. Umschirme uns mit den heiligen engeln, rüste uns mit den Waffen der Gerechtigkeit, umschanze uns mit dei⸗ ner Wahrheit, vewache uns mit deiner Macht, rette uns vor allem Unfall und allen achstellungen des Widersachers und gib 6nade, daß wir diesen Abeng und diese nacht, sowie alle Tage un⸗ sers Lebens, untadelig, heilig, fried⸗ lich, von Sünde, Anstoß und Schrecken frei verleben mögen. Ddenn bei dir ist Erbarmung und Crlösung, herr, drei⸗ einiger 6ott, und dir bringen wir Ruhm und Preis, jetzt und in Cwigkeit. Amen. 16. Abendgebet am montag. umãächtiger, treuer bott, ich danke dir, daß du mich und die einigen diesen Tag über väterlich vehütet und alles Un. glück gnädiglich von uns abgewendet hast. Ich will mich nun in ueinem Ua⸗ men jur Ruhe vegeben und auf mei⸗ nem fager unter deinem Schutze sanft entschlafen. verzeih mir doch, lieber Va⸗ ter, alle meine Sünden und fehltritte, mit denen ich dich diesen Tag wissent⸗ lich oder unwissentlich veleidigt und er⸗ zürnt habe. 6ib mir eine ruhige nacht und einen stillen Schlaf, daß ich nicht erschreckt werde. Du hüter Israels, der du weder schläfst noch schlummerst, wa⸗ che über mich. Bleibe vei mir, denn es ist Abend worden, und der Tag hat sich geneiget. Sei du in finsternis meiner Seele helles Licht, daß ich mich, ob ich schon im finstern schlafe, doch nicht fürchte. Laß meine Seele in dir ruhen, und ob mich der Tod erschleichen wollte, so erhalte mein herz und meinen 6eist, daß ich zu dir wache und dein sei im Leben und im Tode. Ich vefehle dir auch all diemeinen, meine freunde und ach⸗ barn, dazu auch haus und hof. 6ib, o treuer Vater, eine stille, ruhige Uacht auch allen denen, die in Kümmernis, srankheit, Herjeleidg, not und Anfech⸗ tung sind, die ohne deine wunderbare hand vor leibes und der Seele Schmerzen den Schlaf nicht finden. Behüte uns vor allem Übel. Wecke mich frühe sanft auf zu deines Namens Chre und lehre mich deinen Willen tun nach deinem Wohl⸗ gefallen. Und wenn ich an meinem letzten Ende meine Rugen juschließe und selig in deiner önade einschlafe, so erwecke mich am Tage der Rufer⸗ stehung alles fleisches fröhlich zum ewi⸗ gen Leben. Amen. 17. Abendgebet am Dienstag. Umächtiger, ewiger sott, wie freund⸗ lich bist du denen, die aufdich harren, und der Seele, die nach dir fraget. Wie hast du mich diesen Tag so gnädiglich angesehen, der ich doch alles uten un⸗ würdig vin, hast nicht mit mir gehan⸗ deit nach meinen Sunden und mir nicht vergolten nach meiner missetat. Das danke ich dir von ganzem herzen. 0 herr, laß dir angeneym sein, was ich diesen Tag in deinem Namen getan ha⸗ be; vergib mir, was ich wider deinen göttlichen Willen gesündigt habe. Caß in mir nicht verlöschen das Licht des 13 1 SPPSS UOEEEEEEEE Glaubens und deiner Erkenntnis, laß nicht mich überfallen die grausame fin⸗ sternis der Unwissenheit, des Unglau⸗ bens und der Verzweiflung, vehüte mich vor der ewigen Uacht. herr, bleibe bei mir, denn der Tag hat sich geneiget, und es ist niemand, der mich in der finster⸗ nis erhalten möge, denn du allein, mein Gott. hilf uns, so wirwachen, daß wir in christo wachen; behüte uns, so wir schla⸗ fen, daß wir in frieden ruhen. Suche heim undregieredieses haus undvertrei⸗ be davon alle Schrecken des feindes und laß deine heiligen Engel darin wohnen. Dein heiligersegen bleibeüber uns durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 18. Abendgebet am mittwoch. ch sage dir Dank, du wahres, ewiges Licht, daß du mich in dem slanze deiner göttlichen 6nade und deines oei⸗ stes in dieses natürlichen Tages Schein vor schweren Sünden vehütet hast. Caß nun, o sott, der du die Nacht dem ge⸗ brechlichen Leibe zur kuhe verordnet hast, meine mühselige, sündige Seele in dir ruhen und frieden haben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen öei⸗ stes. meine Sinne und Gedanken laß samt händen und füßen feiern, schwei⸗ gen und stille sein zu dir, der du den Deinen gegenwärtig und unvergessen bist auch im tiefen Schlafe. Caß ja nicht mein träges fleisch die arme Seele über⸗ wältigen, daß sie dein vergesse des nachts. Dir befehle ich meinen seist, o hirte, zu treuen händen; du hast ihn erlöset, herr, du treuer oott. LCaß mich von dir nicht sinken, wache über mich, schirme mich mit deinen flügeln. Wenn Tag und nacht sich scheiden, so wecke mich und verleih mir wieder das Licht, darin ich hie wandeln und bei dir dort ewig wohnen möchte. höre und erhöre mich, der du nicht schläfst noch schlum⸗ merst, durch Jesum christum. Amen. 19. Abendgebet am Donnerstag. err Gott Vater, voll nade und Güte, der du Barmherzigkeit erweisest bis indas tausendsteslied, wiesollichdeinem namen genugsame hre und Ruhm geben, daß du mich so herzlich gelievt und die⸗ sen Tag ohne allen Schaden und 6efahr hast hinbringen lassen. Ach Vater, nimm an meiner Statt das vollkommene op⸗ fer deines lievsten Sohnes Jesu Christi an und sei mir um seinetwillen auch ferner gnädig und barmherzig, denn ohne dich, mein Gott, bin ich in der ßin⸗ sternis dieser Hacht verloren. Du aber vist mein Licht und starker hort, nimm mich in deine nadenarme, o Gott, der du verheißen, meiner nimmermehr zu vergessen. vergib mir meine Sünden und schaffe in mir einen neuen, freu⸗ digen seist, gaß ich allezeit in Kind⸗ lichem Vertrauen zu dir rufe: Abba, lieber Vater! Deiner väterlichen für⸗ sorge übergebe ich auch diese Hacht mei⸗ nen Leib, Seele und all das meine. Wa⸗ che über mich, daß ich vor allem Leid behütet in deiner önade wieder erwache und dich preise. Tröste auch in dieser nacht alle Bekümmerten und Betrübten und laß allen, die dennamen deinessoh⸗ nes Jesu in wahrem 6lauben anrufen, hülfe widerfahren. Und weil der Schlaf ein vorvote des Todes ist, so verleih mir, o gütigervater, deine önade undden Bei⸗ stand deines õeistes, daß ich mich alsobe⸗ reite, da ich am Ende meiner Tage jur ewigen Kuhe des himmels aufgenom- men werde. Erhöre mich und erbarme dich mein, o Gott, um der kraäftigen für⸗ bitte deines Sohnes Jesu willen. Amen. 20. Rbendgevet am freitag. herr Jesu christe, du geduldiges õot⸗ teslamm und heiliges Sühnopfer für all meine Sünde, ja nicht allein für mei⸗ ne, sondern auch für der ganzen Weit 14 Sunde, dir. meines ser und Setle Lag so vätt sch, du wo so ich heutt meiner ve nung des v che mein schweren! leihen une nun Mur armhe lir ve du dich n 0 väterll en Lãg Woche bis Unglüch behütet wollest a heut und und mein Untvissent de, welche dir hahen bebete llleine! sünde, dir danke ich abermal von örund meines herzens, daß du mich an Leib und Seele durch deinen Schutz diesen Tag so väterlich beyütet hast. Dich bitte ich, du wollest mir alle meine Sünden, so ich heute diesen Tag aus Schwachheit meiner verderbten natur und Anrei⸗ zung des vösen 6eistes getan habe, wel⸗ che mein herz und 6ewissen seyr be⸗ schweren und drücken, gnädiglich ver⸗ zeihen und vergeben. Und weil ich mich nun jur Ruh und Schlaf will nieder⸗ legen, wollest au deine 6nade über mich ausbreiten, daß ich darunter in fried und Ruh diese Nacht mit dem Leibe schla⸗ fen, mit der Seele aber allezeit ju dir waͤchen möge. Laß mich also deiner herrlichen Zukunft zum jüngsten sericht waährnehmen und mit herzlichem Seuf⸗ zen auf dich warten, bis ich dermaleinst gar zu dir selig von hinnen fahre. Da⸗ zu hilf mir, treuer heiland, mit dem Vater und heiligen Geiste hochgelobet in Fwigkeit. Amen. 21. Abendgebet am Sonnavend. armherziger õott und Vater, ich sage mehr gedenken. hilf gnädiglich, daß dir von herjen Lob und Dank, daß du dich meiner die Zeit meines Lebens so väterlich angenommen und mich die⸗ sen Tag über und sonderlich die ganze Woche bis auf diese Stunde vor allem Ungiück Leives und der Seele gnädig behütet hast. Ich bitte dich ferner, du wollest alle meine Sünden, die ich heut und die ganze Woche wider dich und meinen nächsten wissentlich und unwissentlich getan, durch deine öna⸗ de, welche alle vußfertigen Sünder bei dir haben, zudecken und ihrer nimmer⸗ ich aus der alten Woche in ein neu christlich Leben trete, dir und allen Rus- erwählten im himmel gefallen möge, und laß mich diese angehende Uacht in deine gnädigen Arme befohlen sein, daß ich sicher ruhen und schla⸗ fen, frisch und gesund zu deinem fer⸗ neren Lob wieder aufstehen möge; und wenn mein Stündlein vorhan⸗ den ist, nimm mich zu dir, herr Jesu christ, denn ich vin dein und du bist mein, wie gern wollt ich bald vei dir sein. Amen. II. Dankgebete. Berufsgebete. fürbitten. Gebete für die Früchte des feldes und den Bergbau. meine Redle müsse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des herrn. 22. Danksagung für Gottes Wohltaten. wiger, allmächtiger õott, du bist mein Leibes und der Seele vewahrt oder dar⸗ reben, meine Wohlfayrt, meine Se⸗aus errettet. Du hast mich mit Langmut ligkeit, ich aber vin ein Staub der krdegetragen, zum Wege meiner Seligkeit und unterwinde mich, vor deinem An⸗-ohne Unterlaß und auf mancherlei gesicht allhier zu stehen und udich zu loben. Verwirf mein armes lobgebet Ueise gerufen und zu meinem seligen christenstande benehrt. Das alles hast nicht, o herr, ung nimm mein Dank⸗ du mir getan um Jesu christi willen, opfer in Christo Jesu gnädig an. du hast mich von Anfang meines le⸗ vens bis auf diese Stunde an Leib und Seele gespeist und ernährt. Du hast der sich allen meinen Schmerzen, Stra⸗ fen und Schanden und zuletzt meinem Tode unterworfen hat, auf daß ich end⸗ lich bei dir in ewiger Seligkeit fröhlich mich vor unzählbaren 6efährlichzeiten sein könnte. 15 Wie soll ich dir, o mein Gott und Vater, fütr alle deine cCreue und Barmherzig⸗ keit danken? Wie soll ich dir danken, herr Jesu, der du mit deinem Verdienste, mit leven und voller 6enüge, ja mit dir selber den armen Sünder speisest und tränkest? Ich vermag allewege nichts Gutes, wie sollte ich danken können? sib du selbst, o herr, mir in meine hände, was ich vin und habe, und ver⸗ 23. Noch ein Nein sott und herr, ich sage dir Lob und Dank daß du mich nach deinem Ebenbilde geschaffen, durch das ieure Blut deines Sohnes erlöst, durch die Taufe in die Zahl deiner seinder auf⸗ genommen und mit dem Sakramente des Leibes und Blutes Christi mannig⸗ mal erquicket hast. Ich sage dir Dank, du treuer 6ott, daß du mir von meiner Jugend auf bis auf diese Stunde so viele sünden zu gute gehalten und auf meine Buße gewartet, mich so manches al aus großen Uöten errettet, an Leib und Seele leih mir alsdann, daß ich zum schwa⸗ chen Danke dir wieder üvergebe und opfere, was ich vin und habe, und mein opfer von deinem Altare nicht wieder raube, so lange ich lebe. Dein heiliger Wille allein werde in mir, an mir, durch mich in allen Dingen vollbracht und mein Leben zu deinem preis vollführt. so lange es noch währt. Das hilf mir nach deiner großen Liebe. Amen. Dankgebet. behütet und mir esundheit, friede und Wohlfahrt die Zeit meines Lebens ver⸗ liehen hast. Ich bitte ferner, du wollest mich in solcher deiner önade und 6ütig⸗ keit erhalten, alles, was dir zuwider ist, von mir abtun und vor allem Ubel und Unfall mich beyhüten. Laß mich mein Leben nach deinem Willen und Wohlgefallen vollenden und endlich mit freuden zu deiner herrlichkeit kommen. Das bitte ich dich, du treuert õott und VUater unsers herrn Jesu chri⸗ sti. Amen. 24. Zum beginn der Arveit. wiger, barmherziger Gott, ich will nun wieder frisch an meine Arbeit gehen ung die Werne meines Berufes, darein du mich gesetzet hast, getrost an⸗ greifen und nach deiner Gabe ausrich- ten, meinem nächsten dadurch zu dienen und mein Brot zu erwerben. Darum bitte ich dich herzlich, du wollest mir zu solchem Werk nach deiner gnaden⸗ reichen Verheißung Weisheit und Ver⸗ stand, heil und Segen, auch oesundheit verleihen, damit ich es nicht allein wohl anfangen, sondern auch durch deine väterliche hülfe in deinem namen nütz⸗ lich vollführen und meines Amtes jeder⸗ 25. Um ottes Segen allmächtiger, ewiger und varmher⸗ ziger Gott, dieweil du mit Worten und Wertzen genugsam bewiesen hast, daß du als ein getreuer Vater für uns zeit in deiner f urcht mit reinem õewis⸗ sen treulich warten möge. Dir befehle ich meine Werke; laß meine Anschläge fortgehen und laß mir gelingen, was ich mir in deinem namen vornehme, daß das Licht auf meinem Wege immer scheine, dir zu Lob und Preis, mir und den meinen, auch meinem nächsten zur Wohlfahrt und frommen, durch deinen lieben sSohn Jesum christum, unsern herrn. Amen. O herr Jesu, in deinem HNamen und auf dein Wort will ich mein uetz auswerfen. O herr, hilf, o herr, laß wohl gelingen. Amen. in haus und Beruf. sorgest, und hast uns gnãdiglich zu sin · dern angenommen und einem seden seinen Beruf gegeven, darinnen er dir und dem nächsten dienen soll, so vitten 10 Wir dich v bnade, ga wahrnehn sleine treu werden. ft halsens al nicht an d noch sema sondern und Gave empfange läglicher! armhe Vater digen Wil i den wsr na chwa⸗ eund mein hiedet sliger dutch un führt. fmir eund 5el · bollest ölllig⸗ wider bel mich und malich ichheil treuet chrl⸗ wir dich von herzen, liever Vater, giv 6nade, daß wir unsers Berufes fleißig wahrnehmen und im 6ehorsam als deine treuen sinder allezeit erfxunden werden. fördere die Werke unsers haus⸗ haltens also, daß wir ja unsere herzen nicht an die 6üter dieser Weit hängen noch jemand dadurch Argernis geben. sondern laß uns alle zeitlichen Güter und 6aben, so wir durch deinen Segen empfangen haͤben, in stillem Wesen mi täglicher danksagung genießen und ge⸗ brauchen. Wollest auch von uns ab⸗ wenden allen müßiggang, unnötige Sorge der nahrung und alles, was dir mißfällt, und bei uns und in uns fördern alles, was dir wohlgefällt, auf daß wir in all unserm Tun dei⸗ nem Befeyle nachgehen und alle Sorge und Anliegen aus rechtem Glauben auf dich werfen. Denn du weißt alles, was uns mangelt und not ist; das wollest du uns gnädiglich verleihen. Amen. 26. Gebetchristlicher heleute. armherziger, gnädiger Gott, lieber Vater, du häst uns nach deinem gnä⸗ digen Willen und göttlicher Vorseyhung in den heiligen chestand gesetzt, daß wir nach deiner oranung darin leven sollen. Darum trösten wie uns auch deines Segens, da dein Wort sagt: Wer eine khefrau findet, der findet was 6u⸗ tes und bekommt segen vom herrn. Nch liever Gott, laß uns ja in deiner gott⸗ lichen furcht bei einander leben. Taß uns vor allen dingen dein Wort lieb haben, daß wir sein mogen wie ein Baum am Wasser gepflanzet, der seine frucht vringet zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Laß uns mit einander in frieden und inigkeit leven und unsern Chestand in Zucht und Chr⸗ barkeit führen. daß dein Segen bei uns wohne, und wir einen eyrlichen hamen haben mögen.(õib õnade, daß wir un⸗ sere Kinder in der Furcht und Ermah⸗ nung zu deinen göttlichen Chren auf⸗ erziehen, daß du aus ihrem munde dir ein Lob bereiten mögest. 6ib ihnen ein gehorsames herz, daß es ihnen möge wohl geyen, und sie lange leben auf Erden.) 6ib uns auch das tägliche Brot und segne unsere Hahrung. Und wenn du uns ja, lieber õott, sereuzʒ und Trüb- sal zusenden willst, so gib uns eduld, daß wir uns gehorsamlich deiner väter⸗ lichen Züchtigung unterwerfen, und mache es gnädig mit uns. fallen wir, so wirf uns nicht weg, sondern halt uns beĩ der hand und richte uns wieder auf. Lindere uns unser reuz und tröste uns wieder und verlaß uns nicht in unserer not. ib auch, daß wir das Zeitliche nicht lieber haven denn das wige/ wir haben sa nichts in die Welt gebracht, werden auch nichts mit hinaus bringen. Laß uns nachjagen dem 6lauben und der Cieve und ergreifen das ewige Le⸗ ben, dazu wir berufen sind. Gott der Va⸗ ter segne uns und behüte uns. Gott der Sohn erleuchte sein Angesicht über uns und sei uns gnädig. Gott der heilige Geist erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns friede. Die heilige Dreieinig⸗ keit bewahre unsern Eingang und Rus⸗ gang von nun an bis in wigkeit. Amen. 27. Gebet der Eltern für ihre Kinder. etreuer, lieber õott und Vater, Schöp⸗ fer und Erhalter aller reaturen, wir danken dir von herzen für die Kinder, die du uns durch deinen Segen gegeben hast, und vitten dich herzlich, weil qu gesagt hast, du wollest deinen heiligen õeist geben allen, die dich darum bitten. begnade auch unsere armen sinder mit deinem heiligen öeiste, der in ihnen die waäaͤhre furcht Gottes anzünde, welche der Weisheit Anfang ist. Beselige sie mit deiner wahren Erkenntnis, laß sie in 1⁷ dem wahren seligmachenden lauben und in aller Gottseligkeit aufwachsen und darin bis ans Ende verharren. 61b ihnen ein gläubiges, gehorsames, de⸗ mütiges herz, auch Weisheit und Ver⸗ stand, daß sie wachsen und zunehmen an Alter und 6nade bei dir und den menschen. Pflanze in ihr herz die Liebe deines göttlichen Wortes, daß sie seien andächtig im 6ebet und Gottesdienst, ehrervietig gegen die diener des Wortes und gegen jedermann, schamhaftig in Worten, treu in Werken, fleißig in 6e⸗ schäften, glückselig in Verrichtungen ihres Berufes, verständig in Sachen, richtig in allen Dingen, sanftmütig und freundlich gegen alle menschen. Behüte sie vor allen ürgernissen dieser Welt, sei ihr Schutz in allerlei efahr, daß sie nicht plötzlich umkommen. Laß uns ja nicht Unehre und Schande, sondern freude und Chre an ihnen erleven, daß durch sie auch dein Reich vermehret und die Zahl der 6lãubigen groß werde, daß sie auch im himmel um deinen disch her sitzen mögen als die himmlischen öl⸗ jweige und dich mit allen Ruserwählten ehren, loben und preisen mögen, durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. Darauf bete den 127. und 128. Psalm. 28. Gebet nach der Taufe eines sindes, auch von 6evattern zu veten. IDumächtiger, ewiger õott, ieberhimm⸗ lischer Vater, der du der rechte Vater bist über alles, was da feinder heißt im Hummel und auf Erden, wir sagen dir von herzen Lov und Dank, daß du die- ses sind uns geschenkt und ihm ver⸗ liehen hast, daß es durch die heilige Taufe jum ewigen Leben wiedergeboren und deinem lieben Sohne, unserm herrn Jesu Christo, einverleibt worden ist. Wir vitten dich demütig, du wollest die⸗ ses Kind, welches nunmehr dein sind und Erbe geworden ist, bei der emp⸗ fangenen Taufgnade bewahren, damit es nach allem deinem Wohlgefallen zur thre deines Namens treulich auferzogen werde, im wahren 6lauben bis zum seligen Ende beständig verbleibe und endlich das verheißene Erbteil im him⸗ mel mit allen heiligen empfange, durch Jesum christum, deinen lieben Sohn, unsern herrn. Amen. 20. Schulgebete. 1. CTuthers Morgensegen siehe 6evet 2. 2. Cieber herr und ott, der du deinem Uolke im sesetz befohlen hast: Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken, laß auch uns in un⸗ serer Arbeit deinen heiligen Willen er⸗ kennen und alle unsere Werke mit fleiß und Treue verrichten. Weil aber ohne deinen Segen mühe und Arbeit vergeb⸗ lich ist, so bitten wir dich, laß dein himmlisches öedeihen auf unsere Arbeit reichlich herabfließen gleich dem Mor⸗ gentau, der das dürre rand befeuchtet. Laß uns unsere seschäfte in deinem namen anfangen und in stiller hoff⸗ nung auf deine hülfe glücklich hinaus⸗ führen, dir jur Chre, uns zur freude und den menschen zum Wohlgefallen. herr, unser õott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer hände, ja das Werk unserer hände wollest du fördern. amen. 3. Abba, lieber Vater, dir sei Cob und Dank gesagt, daß du uns diesen Tag hast gesund erleben lassen und uns wieder die 6nade verleihst, gemeinsam deinen namen anzurufen. dein lieber Sohn hat versprochen, daß er mitten unter denen sein wolle, die in seinem namen versammelt sind. Laß auch jetzt seine gnädige verheißung an uns erfülit werden. Weil du aver nur denen nahe bist, die dich fürchten, so gib eine kind⸗ liche f urcht vor deiner heiligen majestat in unsere herzen. Erleuchte unsern Uerstand und lenke unsern Willen 18 8 jum behor und Lasse wachsen ar bel dir ur Evempel d Amen. Indeine Dater, schi an, dle R richten un was uns dein luch gib uns e standes. dleine fur und deine Leiter sei einem lle de und 13 laß ndf men. ig und hehüte Uelt, daß sie uns jã ondern zum behorsam, daß dir all unser Tun und Lassen wohlgefalle. Laß uns wachsen an Weisheit, Alter und 6nade vei dir und den menschen nach dem Exempel deines heiligen sindes Jesu. Amen. 4. In deinem namen, liever himmlischer vater, schicken wir uns jetzt wieder an, die Arbeit unsers Berufes auszu⸗ richten und zu lehren und zu lernen, was uns befohlen ist. Sende dazu dein Licht und deine Wahrheit und gib uns erleuchtete Augen unsers Vver⸗ standes. Vor allen Dingen aber laß deine furcht unserer Weisheit Anfang und deinen õeist unser aller Lehrer und Leiter sein. Mmache unsere herien zu einem tiefen, weichen und reinen Lan⸗ de und läß guten Samen darauf fal- len, daß er darin wurzele und aufgehe und frucht bringe zum ewigen Leben. Amen. 3. Rllgegenwärtiger 6ott, deine Rugen sehen auf eines jeglichen Weg, und du schauest auf alle unsere Gänge. Du er⸗ kennest unser herz, und es ist alles bloß und aufgedeckt vor deinen Augen. Vor dir ist auch die finsternis licht, und die nacht leuchtet wie der helle Tag. 61b uns doch einen tiefen Eindruck davon in unser herz, daß wir allezeit vor dei⸗ nen heiligen Nugen offenbar sind, da- mit wir uns vor der Sünde fürchten lernen und vor deinem Angesichte wan⸗ dein. Schaffe in uns ein reines herz, tilge alle heimliche Unlauterkeit aus unserm Leven und mache uns aufrich⸗ tig vor dir und den menschen. Den Rufrichtigen lässest qu es gelingen und beschirmest die frommen. Das erfüllean uns nach deiner Barmherzigkeit. Amen. 6. Wir danken dir, herr õott, für alle deine Wohltat, die du uns erzeiget hast, daß du uns ju vernünftigen menschen geschaffen hast und hast uns erlöset durch das unschuldaige Blut deines lleven Sohnes und durch dein Wort und deinen Geist zum ewigen Leven verufen. Vir bitten dich, liever Vater, verleih uns deine 6nade, dein heiliges Wort wohl zu lernen, christlich zu leven und selig zu sterben, durch Jesum christum, dei⸗ nen lieben Sohn, unsern herrn. Amen. 7. herr, leite uns in deiner Wahrheit und leyre uns, denn du bist der Gott, der uns hilft; täglich harren wir dein. bedenke, herr, an deine Barmherzigkeit und an deine 6üte, die von der Welt her gewesen ist. Gedenke nicht der Sün⸗ den unserer Jugend noch unserer Über⸗ tretung, gedenke aber unser nach dei⸗ ner Barmyerzigkeit um deiner 6üte willen. ceyre uns tun nach deinem Wohlgefallen, denn du vist unser õott; dein guter eist führe uns auf ebener Bahn. Und dein friede, der höher ist denn alle vernunft, bewahre unsere herien und sinne in christo Jesu. Amen. 8. Wir danken dir, liever himmlischer Vater, daß du den Schlummer der Uacht von uns verscheucht und uns wieder versammelt hast, unsere hände ju llir aufzuheben. Caß uns nun die Arbeit des Tages mit freuden angreifen und die Gabe, welche du einem seden ver⸗ liehen hast, mit Treue und Demut ge⸗ brauchen. 6ib uns ein seyhendes Ruge, ein hörendes Ohr und ein waches Ge⸗ wissen. fülle uns frühe mit deiner ona⸗ de und segne die Werke unserer hände. deinem heiligen namen sei Ruhm und preis setzt und in wigkeit. Amen. 9. herr Jesu christe, der du die inder zu dir ju bringen befohlen und sie in dein Reich auffuneymen verheißen hast, wir danken dir, daß du uns in der heiligen Taufe zu dir gezogen und mit den öütern deines Reiches gesegnet hast. Laß uns nun bei dir bleiben ung als levendige, grünenge und fruchtbare Reben an dir, dem rechten Weinstock erfunden werden. Vollführe das gute Werk, das du in uns angefangen hast, und veyalte uns in der Rufsicht deiner 19 Liebe und unter der Zucht deines Gei⸗ stes, daß wir geschickt werden, dir hier in deinem Reiche zu dienen, und einst nach wohl vollbrachtem Leben auf Er⸗ den den Eingang finden zu deinem ewigen Reiche. Amen. 10. Wir danken dir, liever himmlischer Vater, für die große önade, daß du dein heiliges Wort uns gegeben haͤst. Drücke es ein und versiegele es in unsern herzen, daß wir danach iun, leben und sterben. Laß uns in dei⸗ ner Erkenntnis wachsen und zuneh⸗ men, dich, ewiger 6ott, anrufen, lo⸗ ven, ehren und preisen und alles, was wir tun und lassen, nach deinen heiligen oeboten anstellen, damit wir hier allezeit als gehorsame fseinder er⸗ funden und zuletzt des ewigen Le⸗ bens, das uns durch Jesum christum erworben ist, teilhaftig werden mögen. Amen. 11. AUm Schlusse der Woche.) All⸗ mächtiger sott, lievber himmlischer Va⸗ ter, da wir ohne deines heiligen seistes Licht und 6nade nichts vermögen, so vitten wir dich, du wollest unsern Ver⸗ stand erleuchten, unser Gedächtnis stär⸗ ken und unsern Willen regieren und heiligen, daß wir alles, was wir lesen und hören, recht verstehen, was wir verstehen, wohl behalten, und was wir behalten, wohl anwenden und in ein christliches Leben verwandeln. Befestige du selbst alles, was wir gehört und ge⸗ lernt häaben, und bestätige das Gute, das du in uns angefangen hast, zu deines namens ob und preis um Jesu cyristi, unsers heilandes, willen. Amen. 12. Gum Schlusse der Schule.) Lob und Dank sei dir, du Gott aller önade und Barmherzigkeit, daß du uns bis hieher geholfen hast. Dein Rufsehen hat unsern Odem bewahrt, du hast uns Gesundheit, Kraft und freudigkeit zu unserm Werke gegeben, und was an unserer Arveit nicht vergeblich gewesen, das danken wir allein deiner Güte. Wir sind ju geringe aller Barmherzig⸗ keit und aller Treue, die du an uns ge⸗ tan hast. Tilge alle unsere Sünde und Übertretung um Jesu christi willen. herr, wer kaänn merken, wie oft er fehle? Verzeih uns auch die verbor⸗ genen fehler und laß keinen ein vöses bewissen und unvergebene Schuld mit sich hinwegnehmen. Behalte uns in deiner öonade, erhalte uns ein fröhliches heri, laß uns unter einander durch das Band des friedens und durch herzliche Liebe verbunden bleiben.(Caß geinen Segen dlie begleiten, welche von uns schelden, laß ihn auch bei uns bleiben, die wir erfrischt und gestärkt unser Werk wieder aufzuneymen gedenken.) be⸗ hüte unsern Nusgang und Eingang von nun an bis zu ewigen Zeiten. Amen. 30. Zwei õebele für stonfirmanden. I. Ich danke dir, mein himmlischer Va⸗ ter, daß du mich durch die heilige Taufe in den Bund der 6nade und des frie⸗ dens aufgenommen, in deinem Worte mich unterwiesen und nun diese Zeit mich haͤst erleben lassen, in der ich zu meiner Konfirmation mich bereiten und rüsten soll. hilf. liever Vater, daß diese Zeit eine hellige und gesegnete Zeit und ein geistlicher frühling für mich werde. Mache mich völliger im kindlichen Ge⸗ horsam, andächtig im 6ebet, eifrig ju 2⁰ deinem Wort, treu in meiner Arbeit, friedsam und ehrerbietig gegen seder⸗ mann. bewahre mich und alle, die mit mir auf dem Wege sind, vor Ar⸗ gernis und allem leichtfertigen We⸗ sen. Caß uns wachsen in deiner Er⸗ kenntnis und stark werden durch deinen seist an dem inwendigen menschen, daß wir am Tage unserer stonfirmation ein gutes Bekenntnis tun und wür⸗ dig zu deinem Tische kommen mögen. Amen. 88 2. Herr ott Ueber Sohn nen heilige dle dich dar herslich in deines gelit leinen heil alle wa Uater dir ein auf Erden beist samu dich, du u arme hau ne onade vefordert reinen un re, auch h heiligen 8 len der g Loben des Hosheit u bestanaig Lein schi mitten m unter aie Laß es ni⸗ Helne lleb auf dem Hebaueti und ge⸗ 5bllle, jast, Iu els umi willen. .) Lob onadle uns bis ufsehen hast uns heit uu was all elwesen, + bllk. nhernlg uns ge⸗ Ile unn willen. oft kl verbot n boͤses uld mit 2. herr õott, himmlischer vater, weil dein leber Sohn versprochen hat, daß du dei- nen heiligen seist denen geben wollest, die dich darum vitten, so bitten wir dich herzlich in dem namen Jesu Christi, deines gelievten Sohnes, du wollest uns deinen heiligen oeist geben, daß er uns in alle Wahrheit leite, uns ju allem 6u⸗ ten antreibe, regiere und führe heilige uns durch denselben durch und durch und erfülle uns mit seinen heiligungs⸗ gaben, damit wir als deine inder wan⸗ dein, christo angehören und deine Rechte halten mögen, um der teuren Verheißung und fürbitte deines geliev⸗ ten Sohnes Jesu Christi willen. Amen. 31. für die seirche. Uater aller Barmherzigkeit, der du dir eine heilige 6emeine und girche auf Erden durch dein Wort und heiligen Geist sammelst und erhältst, wir bitten dlich, du wollest deine kleine herde, das arme häuflein, so dein Wort durch dei⸗ ne 6nade angenommen hat, ehret und vefördert, vei der rechten, erkannten, reinen und allein seligmachenden Leh⸗ re, auch bei dem rechten öevrauche der heiligen Sakramente wider alle Pfor⸗ ten der hölle, wider alles Wüten und Toben des leidigen Teufels, wider alle Bosheit und Tyrannei der argen Welt veständig und fest erhalten Erhalte dein Schifflein samt deinen christen mitten auf dem ungestümen meere, unter allen Wellen und Wasserwogen, daß es nicht sinke noch untergehe. Laß deine liebe Kirche fest und unbeweglich auf dem Grundfels stehen, darauf sie gevauet ist. O Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom himmel und siehe an und suche heim deinen Weinstock und halte iyn im Bau, den deine Rechte ge⸗ pflanzt hät, und den du dir festiglich erwählt hast, auf daß sein bewächs aus- gebreitet und seine Zweige groß wer⸗ den. nimm uns, deine Schafe, in dei⸗ nen schutz, daß uns niemand aus dei⸗ ner hand reiße. Behüte uns vor allen 32. für die err aller herren und Koͤnig aller ö⸗ nige, du herrscher üver den ganzen Erdenkreis, der du alle ovrigkeit ein⸗ gesetzet und gesaget hast durch deinen werten Rvostel: Es ist keine obrigkeit, denjenigen, welche die Vertilgung der rechten Leyre und die Nufrichtung und Bestätigung der schändlichen Abgotterei suchen. Laß dein lieves Wort, das helle und unwandelbare Licht, so uns jetzt scheint, nicht unterdrückt oder ausge⸗ löscht werden, sondern tu hülfe durch deinen großen und ausgestreckten Arm und erhalte deine kirche und õemeine unter so viel Anstößen in der Welt, auf daß du unter uns hier auf Erden auch ein Volk habest, das dich erkenne, ehre und anbete und deinem heiligen Ua⸗ men mit reinem herzen aiene. Ach herr, schone deines Volkes und laß uns nicht entgelten unsere Sünden, der du die missetat vormals vergeven hast deinem volke und alle ihre Sunde be⸗ deckt, der du vormals hast allen deinen Zorn aufgehoven und dich gewendet von dem 6rimme deines Zorns, troste uns, sott unser heiland, und laß ab von deiner Ungnade über uns Beschüte deine christenheit, welche sich auf dich allein verläßt, daß die Pforten der hölle sie nicht überwältigen. Sei und bleibe du mitten unter uns und weiche nicht von deiner õemeine. Tu solches um deines amens willen, daß derseibenicht entheiliget werde, ja tu es um Jesu Chri- sti, deines lieven Sohnes, willen. Amen. obrigkeit. ohne von Gott, und wer der Obrigkeit widerstrebet, der widerstrevet Gottes ordnung, laß uns die Obrigkeit fuür deine ordnung ernennen, dieselbefüurch⸗ ten, lieven und ehren. 6ib onade, daß 21 wir durch sie mit õerechtigkeit regiert werden und unter ihrem Schutz ein stilles, geruhiges Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und EChrbarkeit. Und weil du, lieber Vater, der Könige herzen in deiner hand hast und leitest dieselben wie Wasserbäche, so regiere auch unsere liebe obrigkeit mit deinem heiligen seist, daß sie vor allen Dingen Gottes Wort liev haben, ihre Tore weit machen und die Türen in der Welt hoch, daß in ihren Landen der König der Chren einziehe. 6ib ihnen deine himm⸗ lische Weisheit, die um deinen chron ist, durch welche die Rönige regieren und die Ratsherren das kecht setzen. Laß sie das õeschrei der Armen hören und Recht und õerechtigkeit handhaben. Laß sie fürstliche Gedanken haben und darüber halten. õib ihnen die Liebe der berechtigkeit, veständigen mut und Tap⸗ ferkeit widler alleUngerechtigkeit, glück⸗ lichen fortgang ihrer Anschläge, getreue, verständige, kluge Käte, gesundes und langes Leven. Behüte sie vor heuch⸗ lern und Schmeichlern, vor riegen und Blutvergießen. Schütze sie durch deine heiligen Engel. Segne das ganze Land und schaffe unsern örenzen friede, durch Jesum christum, unsern herrn. Anien. 33. für die früchte des feldes. Im cage der hagelfeier.) err, allmächtiger õott, ein könig him⸗ mels und der Erde, der du durch deine überschwengliche öüte den gan⸗ jen Erdboden mit allerlei früchten zie⸗ rest und erfüllest, von welichen Men⸗ schen und vieh ihre Hnahrung haben, wir bitten dich um deiner Barmherzig⸗ keit willen, du wollest unser Land seg⸗ nen, daß es seine früchte und Vermö⸗ gen gebe, sintemal wir von uns selber nicht ein KRörnlein aus der Erde hervor⸗ bringen oder demselben helfen können, wo du tnicht das oedeihen gibst. Dar⸗ um verleih den lieben früchten eine gnädige Witterung, daß sie wachsen und wohl geraten. Behüte sie vor ha⸗ gel und Ungewitter, vor Verheerung, vor allem Ungeziefer und Schaden. Laß das Land nicht feiern in deinem Zorne, laß es nicht wüste liegen und unfrucht⸗ bar bleiben. Schließ den himmel in deinem 6rimme um unserer Sünde willen nicht zu, daß er nicht wie Cisen, und die Erde so hart wie Erz werde, sondern gib uns früh- und Spatregen, dazu fruchtbare Zeiten, suche das Land heim und wassere es und mache es sehr reich. Deine brünnlein haben Wassers die Fülle, so laß denn unser Getreide wohl geraten und baue selbst das Land, träntze seine furchen und segne sein bewãchs und kröne das Jahr mit deinem 6ut. Caß dir, lieber ott, den Samen und alle früchte des ganzen Erdreichs in deinen gnädigen Schutz befohlen sein. behüte uns vor mißwachs, Teu⸗ rung, hunger und stummer. Siehe, wir bekennen unsere Sünde mit reuigem herzen und schreien ju dir, unserm Gott, du wollest hören im himmel, in dem Sitze, da du wohnest, und gnädig sein der Sünde deines Volkes und uns nicht mit leiblicher Nahrung verlassen, sondern unser Leben erhalten und uns mit aller Notdurft versorgen, auf daß wir in allen Dingen deine göttliche straft und milde hand mit Danksagung erkennen und dich preisen, der du uns an Leib und Seele hier zeitlich und dort ewiglich reichlich ernährest. Amen. 34. Um den lieben Sonnenschein. Umächtiger, barmherziger Hott, himmlischer vater, wir haben es mit unsern Sünden wohl verschuldet, daß du uns jetzt mit vielem überflüssigen kegen und betrübtem nassen Wetter strafest und heimsuchst. Aber hilf doch um deines namens willen und laß die lebe sonne wiederum scheinen ung 2² leuchten, a früchte erh nen Segen elubringen Frleden 0 ch him öott, a sagt, wemn willst au lie erde v regnen sol Lande geg du verheif dich eber en dlener dle gegen sehen wir dle lieben milden Sonnenhst Heinen Saf baren eg hahen Wir en als eir dient und mis nicht sethen. hoͤren dhaben. jen und ebe der macap- glück getreue, les und heuch gen und ch dene e Land le, durch Imen. 25 Land ees seht Wassers etreide 15Lanll ue sein deimem leuchten, damit sich die notleidenden früchte erholen, und wir solchen dei⸗ nen Segen zu unserer notdurft wohl einbringen und mit Danksagung in frieden genießen mögen. Unsere hoffnung und hülfe, unser Trost und unsere Zuflucht ist und bleibt in dir, der himmel und Erde gemacht hat. hilf uns, o Gott unsers heils. Amen. 35. Um einen fruchtbaren Regen. Ich himmlischer Vater, allmächtiger Gott, du hast in deinem Worte ge⸗ sagt, wenn wir dir nicht gehorchen, so willst du den Himmel wie Eisen und die Erde wie Erz machen, daß es nicht regnen soll, noch die früchte auf dem gande gedeihen. Wiederum aber hast du verheißen, wenn wir dir gehorchen, dich lieben und dir von ganzem her⸗ jen dienen, so wollest du unserm Lan⸗ de Regen geben ju seiner Zeit. un sehen wir leider mit Schmerzen, daß die lieben Früchte, die du aus deiner milden hand bescheret hast, von der Sonnenhitze hart austrocknen und schier keinen Sast mehr haben, weil die frucht⸗ väaren Regen ausbleiben. Solches alles haben wir mit unsern vielfältigen Sün⸗ den als eine Strafe und Rute wohl ver⸗ dient und wären wohl wert, daß du uns nicht ein Körnlein ließest aus der Erde wachsen. nun wissen wir kein ander mittel, mit welchem wir deinen Zorn könnten stillen und die brennende hitze abwenden, denn daß wir mit ei⸗ nem ernsten, gläubigen 6ebet, welches die Wolken durchdringt und vor dein Angesicht kommt, auch bei dir viel aus⸗ richtet, dir in die Rute fallen. Bitten deshalb deine unendliche Barmherzig⸗ keit, du wollest den Bimmel wieder aufschließen und einen lieblichen, frucht⸗ baren Regen vescheren,(wie denn Elias auch mit seinem 6evete erlangte, daß es regnete) damit die früchte der Erde erfrischtund erquickt werden, und wirsie mit dankbarkeit einernten, zur Erhal⸗ tung unsers zeitlichen Lebens fruchtbar⸗ lich gevrauchen und in deinem Segen vom himmel an Leiv und Seele erhalten werden und dich hie zeitlich und dort ewiglich loben undpreisen mögen Amen. 36. Beim Anfang der Ernte. Iumächtiger sott und Vater unsers herrn Jesu christi, der du fröhlich mächst, was da webet, beide des Mor⸗ gens und des Rbends, bauest selbst das fand und segnest sein ewächs: wir danken dir, daß du auch dlieses Jahr unser Land heimgesucht hast und das Getreide wohl geraten lassen. Wir wol⸗ len nun deinen Segen einsammeln und vitten dich herzlich, du wollest uns da⸗ zu gute und vequeme Witterung ver⸗ leihen, das Angesicht der erde fröhlich machen und deine liebe Sonne scheinen lassen, damit unsere früchte, vor allem Schaden behütet und zu ihrer Vollkom⸗ menheit gebracht, von uns in gutem frieden fein trocken eingesammelt, mit Danksagung aus deiner milden hand 2³ angenommen und jur notdurft unsers leibes in guter 6esundheit genossen werden. du weißt, liever Vater, daß wir des täglichen Brotes und deines Erdsegens hoch vedürfen, weil du es so geordnet, daß der mensch vom Brote leve und sein serz damit stärke. Darum so gönne uns auch für dieses Jahr dei⸗ nen gezeigten Segen, und wie du ange⸗ fangen hast, uns zu segnen, so segne uns noch ferner, gib uns unsere Speise zu deiner Zeit, tu deine milde hand auf und sättige uns mit deinem õut. herr, du erhörest õebet, darum kommt alles fleisch zu dir. höre auch jetzt unser õe. bet und vernimm unser Schreien, auf daß wir dein väterliches herz erhennen und dich für deine Wohltat loven und 0 4 V J. V N preisen, so lange wir leven. Dazu hilf uns, du frommer 6ott, und gib uns, was wir für uns selber nicht vermö⸗ err Gott himmels und der Erde, du vedleckest den himmel mit Wolken, gibst Regen auf Erden und machest sie fruchtbar, daß sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen; du erfüllest die her⸗ zen mit Speise und freude und gibst uns allerlei 6utes reichlich zu genießen. Du hast verheißen: so lange die Erde steht, soll nicht aufhören Samen und Ernte, und dieses dein Wort hast du, gnädiger 6ott, auch an uns in diesem Jahre kräftiglich erfüllt. Unsern Samen haben wir auf hoffnung ausgesäet, und siehe, nun ernten wir durch deinen Se⸗ gen reichlich ein. für solche deine öna⸗ de und Wohltat danken wir dir heute in deinem hause mit allem deinem Vol⸗ ke und sagen: nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns vom mutterleibe an lebendig erhält und tut uns alles utes. Preise, gen. Denn dein ist das Keich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. 37. Dankgevet nach der Ernte(am Erntedankfeste). Jerusalem, den herrn, lobe, Zion, dei- nen sott! Dank sei dir, o treuer Gott, daß du unsern Saaten Regen und Son- nenschein verliehen, uns die Ernte so treulich behütet und uns und unsern seindern wieder für ein Jahr Brot ge⸗ geben hast. Bewahre nun ferner, lieber bott, was du gegeben hast, und gib 6nade, daß wir es anwenden uns und unsern dürftigen ächsten zur Erhal⸗ tung und dir zu Lob und Preis. hilf, daß wir als deine finder dich stets vor Nu⸗ gen haben und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, einst aver wie reife sarben heimgeholt und am jüngsten Tage durch deine heiligen En⸗ gel als guter Weizen in deine Scheuern gesammelt werden; so wollen wir dir mit allen heiligen ein ewiges Dank⸗ opfer vringen und sagen: hoch gelobet sei ott in alle Ewigkeit! Amen. 38. Um göttlichen Segen zum Bergwerk. gumächtiger sott, Schöpfer himmels und der Erde, in deiner hand ist, was die Erde bringt, und die höohen der Berge sind auch dein. 6roß sind deine Werke, die Erde füllest du mit öütern und lässest auch der Berge öründe nicht leer. Wir sagen deiner majestät Lob und Ppreis, daß du diesen unsern ort mit dem edlen Bergsegen begnadigt, die Gebirge mit fündigen slüften und 6än⸗ gen veredelt und(bei den vbisherigen schweren Zeiten) den lieven Bergbau noch gnädig erhalten hast. Insonder-⸗ heit danken wir deiner Barmherzigkeit, daß du in dem vergangenen Jahre viel Unglück väterlich abgewendet(nach den schwerenUnglücksfällen unswieder gnä⸗ dig angesehen), alles in gutem Stande erhalten und das tägliche Brot mildig; lich beschert hast. für diese großen unverdienten Wohltaten bringen wir heute deinem namen das Opfer unserer Lippen und rühmen deine Allmacht und 6üte mit fröhlichem munde und dank⸗ bäͤrem herzen. Weil wir aber, lieber Gott und Vater, leider oft undankbar gewesen, deine 6aben nicht gebührlich erkannt und geachtet, dieselben auch nicht zu deinen hren und zu Uutzen un⸗ sers Hächsten angewandt, sondern viel⸗ mehr oft mißbraucht haben, so hast du zur gerechten Strafe oftmals deine saben und Schätze zurückgehalten und deinen Segen entjogen, daß unsere Arbeit an vielen orten verloren und vergeblich gewesen. nun, liever himmlischer Va⸗ ter, wir bitten dich, gedenke nicht un⸗ serer Sünden, sondern gedenke deiner vorigen 6üte und 6nade, die von der UWelt her gewesen ist. 6ib uns deinen 2⁴ beist, daß unsere miss durch seine tätlger Buf dles lebens lurch deine ug allenth Bergwerk und die wigkeit. on, dei⸗ ler öott, na Son- rnte so unsern hrot ge⸗ x leber und gib uns und lthãl⸗ Hllf, daß vor Nu⸗ Geist, daß wir nicht bloß mit Worten unsere missetat vekennen, sondern auch durch seine hülfe zu wirklicher und tätiger Bußfertigkeit und besserung des Febens schreiten mögen. Erhebe du durch deine allmächtige hand, die Kräf⸗ tig allenthalben wirkt, dieses unser Bergwern immer mehr und mehr; tu deine milde hand auf, beschere gute Anbrüche, reich Erz und Silber, und laß durch deinen sSegen die herrlichen bäaben, die du uns durch schöne An⸗ brüche zeigst, dauernd sein, daß wir alle dadurch unser täglich Brot haben mögen. Behüte uns vor ßeuersbrün⸗ sten, vor ansteckenden srankheiten, vor Wassermangel und schädlichen Wasser⸗ fluten. Behüte unsere Bergleute vei ihrem Ein⸗ und Nusfahren, wache über unsere pochwerke und hütten und über alle, die darin arveiten. Caß ihre Ar⸗ beit gedeihn, daß jedermann sich deiner väterlichen 6üte und gnädigen hülfe erfreue und die Werke seines Berufs mit Cust verrichte. Schenke den oberen Weis⸗ heit und Liebe, sraft und Treue. Segne unsere Schulen, daß die Weisheit in ihnen gesucht werde wie Silber und erforscht wie die Schätze, auf daß un⸗ sere sinder deine furcht und Erkennt⸗ nis finden. Vor allen Dingen aber laß den edlen Schatz deines reinen Worts und Sakraments bei uns bleiben und segne uns mit den unvergänglichen 6ütern deines Reiches, daß wir alle⸗ samt endlich unsere Nusfahrt aus den dunklen 6ängen dieser Erde mit freu⸗ den halten und dich ewig loben und preisen, durch Christum, unsern herrn. Amen. III. Gebete in allerlei Uot. Ich hätte viel Bekümmernisse in meinem herzen, aber deine Tröstungen ergetzten meine Seele. 39. Um Geduld in Leidenszeit. Aumächtiger, gütiger õott, der du vist eine Stärke der Schwachen, ein crost aer betrübten, eine Zuflucht der Verlasse⸗ nen, eine hülfe der Angefochtenen, ein Leben dersterbenden, ein öottderseduld und alles Trostes, du slehest, wie schwach, blöde und verjägt wir sind, und daß wir im sereuze ohne deine göttliche hül⸗ je und Beistand nicht vestehen können. Deswegen rufe ich zu dir, wenn du mir strankheit oder sonst Widerwärtigkeit nach deinem göttlichen illenund Wohl⸗ gefallen zuschickest, du wollest mich dar⸗ unter fest im õlauben und veständig in der õeduld erhalten. Verleih mir önade, daß ich deine väterliche hand und Züch⸗ tigung mit sanftem seiste und stillem herjen ertragen möge. 6ib mir õeduld in Leidenszeit, welche mir hoch von nö⸗- ten ist, und lehre mich, daß ich dir, mei⸗ nem Hott, stille halte, wenn es mir uvel gehet, damit ich die crübsal nicht achte für ein Zeichen deiner Ungnade und in meinem herzen nicht etwa wider dich murre oder sonst ungeduldig werde, sondern laß mich erkennen, daß, wel⸗ chen du, herr, lieb hast, denselben du auch züchtigest zu seiner Besserung; denn die crübsal bringt Geduld, eduld aber bringt Erfahrung, Erfahrung bringt hoffnung, hofnung aber läßt nicht zu schanden werden, und selig ist der mann, den du, Gott, züchtigest. Darum soll sich niemand weigern der Züchti⸗ gung des Allmächtigen, denn du ver⸗ letzest und verbindest, du zerschmeißest, und deine hand heilet. Nus sechs Trüb⸗ salen wirst du mich erretten, und in der siebenten wird mich kein Ubel rühren. So hilf nun, ewiger, barmherziger oott, daß ich meine Seeie mit õeduld fasse und in gewisser hoffnung unabgewen⸗ det stets an dir bieibe, auf daß ich mit kindlicher Zuversicht dein väterliches 25 herz, unter dem streuze verborgen, er⸗ kennen möͤge, mit allerlei Kraft mächtig gestärkt werde nach der großen Macht deiner herrlichkeit, und mit aller 6e⸗ duld und Cangmut in aller Anfechtung und Widerwärtigkeit gewappnet stehe und fröhlich mit dankbarem õemüte in aller Not samt allen deinen 6läubigen dich preisen möge; auf daß, wie ich mit Christo Jesu, deinem lieben Sohne, all⸗ hier leide, also auch mit ihm zur ewigen herrlichkeit erhoben werde. Amen. 40. In Anfechtungen. Jesu christe, du mächtiger herr und einiger helfer, der du dich um un⸗ sertwillen und uns zu gut haͤst lassen versuchen, auf daß du den Teufel über⸗ wändest, wir bitten dich, rüste uns mit geistlichen Waffen, damit wir bestehen können unter dem Schilde des Glau⸗ bens gegen die listigen Anläufe des Teufels; mach uns stark in der macht deiner göttlichen Stärke, daß wir der Welt obsiegen; hilf uns das fleisch durch fasten und Beten betäuben und im Zaum halten, damit wir unum⸗ gestoßen in deinem Dienste bleiben und als christliche Kitter uns wehren mit dem geistlichen Schwerte deines Wor⸗ tes und endlich die Rrone des Cebens davon bringen, welche du uns geven wirst um deiner Barmherzigkeit willen. Amen. mein herr Jesu christe, ich bitte dich von 6rund meines herzens, sprich mir diese himmelsfreude allejeit in mein herz und schreib sie an mit der goldenen Schrift des laubens in mein 6emüt, daß du mein Jesus, mein hei⸗ land, mein helfer, mein Erlöser, mein Gott und herr seiest, damit ich als ein seind Gottes und Erbe des ewigen Le⸗ bens in diesem Clend dich, den Brunn⸗ quell aller freude und Trostes, allezeit in meinem herzen trage, auf daß ich alle Anfechtung und Widerwärtigkeit mit fröhlicher oeduld überwinde, dem Teufel mit fröhlichem Glauben wider⸗ stehe, mit fröhlicher Zuversicht bete, alle mühseligkeit meines Berufs mit freuden dulde und einmal, wenn du willst, in fröhlicher hoffnung ein seli⸗ ges Ende nehmen möge. Amen. 41. In friegszeiten. elliger und barmherziger Gott, er⸗ zeige uns deine snade und hilf uns. Schwere Wetter steigen auf, Kriegsge⸗ schrei ist rings um uns her. Nch daß wir unter dem Toven der völker deine Stimme hörten und deinen 6eist uns strafen ließen! mit Langmut haͤst du uns geschont und eduld mit uns ge⸗ häabt, aber wir sind über deine Güte um so sicherer geworden, haben deine Wohltaten mißbraucht, dein Wort ver⸗ gessen, haben viel wider einander ge⸗ murrt, aber wenig für einander ge⸗ betet, häaben mit unserer Weisheit, unferm Vermögen und Werk Götzen⸗ dienst getrieben, statt auf dich allein unsere hoffnung ju setzen. Aber nun kommen wir wieder zu dir, herr, unser 6ott. Laß uns eins werden in Erkennt⸗ nis unserer Sünde, daß wir auch eins werden im Vertrauen auf deine Erbar⸗ mung. nimm von uns, herr, jegliche Verschuldung, um christi willen vergib uns unsere Sünde. Deine önade sei un⸗ ser Trost, dein friede unsere Kampfes⸗ rüstung. Sei eine feurige mauer um unser Vaterland her und erzeige dich herrlich darinnen. Wächst die Not, so mãche die Liebe vrennender, daß sie rast⸗ los einhergehe und den Verwundeten und stranken Plege bringe, den Armen und hungernden obdach und Speise. senüpfe durch die Trübsal neue Bruder⸗ bande, führe uns durch Rampfund Sieg zu neuen Siegen deines Reiches und laß über unserm deutschen Vaterlandeeinen 26 Frieden auf hre st. ser h herr, Gott, re rufen, wir t serer herzen hungersnot sern vielfal haben. Du Reugt gelas getan und geben ung Pelse und! 5 deine och gech hast du m vgen ung emüte iu aubigen ich mit hne, all⸗ rewigen men. hitte dlich 5 sprich lezeit in mit det in mein nein heil er/ meinl al ein higen le· brunn, aleet aß i0 artighelt Ile, Aemn frieden aufgehn, der deines Namens Ehre ist. herr õott, sei uns gnädig und 42. In teurer Zeit. ch herr, du großer und gewaltiger Gott, reich über alle, die dich an⸗ rufen, wir bekennen dir von örund un⸗ serer herzen, daß wir die Teurung und hungersnot, die uns betroffen, mit un⸗ sern vielfältigen Sünden wohl verdient haben. Du, herr, hast dich nicht unbe⸗ zeugt gelassen, sondern uns viel Gutes getan und bisher fruchtbare Zeiten ge⸗ geben und unsere herjen erfüllt mit Speise und freude. Wir aver haben für solche deine Wohltaten dir nicht gedanzt noch gedient. Darum, o gerechter sott, hast du uns billig solchen Segen ent⸗ zogen und den Stab des Brotes jerbro⸗ chen. Nch herr, sei uns gnädig und ver⸗ gib uns unsere Sünden um Jesu christi willen. Tue deine milde hand auf und sättige uns wieder nach deinem Wohl⸗ gefallen. Suche das Land heim und wäs⸗ sere es und mache es fruchtbar, deine Brünnlein, herr, haben ja Wassers die fülle. Caß das Getreide wohl geraten, baue das Land und segne sein ewächs, kröne das Jahr mit deinem 6ute. ott, der du rufen kannst dem, das nicht ist, daß es sei; der du dem Vieh sein futter gibst, den jungen Kaben, die dich an⸗ erbarme dich über uns, erhöre unser bebet um Jesu christi willen. Amen. rufen, laß doch uns Menschen, die wir nach deinem Cbenbilde geschaffen, auf deinen Namen getauft, ja mit dem teu⸗ ren Blute Jesu christi, deines Sohnes. erkauft sind, nicht verschmachten. Er⸗ quicke uns doch wieder, denn unser aller Augen sehen auf dich. herr Jesu, dich hat ja des Volkes gejsammert, das nur etliche Tage bei dir verharrt und hun⸗ ger gelitten hatte, so laß dich doch auch unser lend jammern, die wir jetzt Teurung und summer leiden. hebe doch wieder an zu segnen die hände deiner senechte, denn was du, herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich. Ver⸗ leih auch uns allen wahre, herzliche Buße und regiere uns durch deinen Geist, daß wir deine väterliche üte besser erkennen und deine Gaven und Wohltaten mit größerer Dankbarkeit gebrauchen. vor allen Dingen aber speise uns mit dem geistlichen Brote deines heiligen Wortes zu unserer Selig⸗ keit und laß uns trachten nach dem, was droven ist, da Christus ist, damit wir dermaleinst mit ihm seiner himm⸗ lischen 6üter genießen mögen in alle Kwigkeit. Amen. 43. Bei großem Ungewitter. du großer und erschrechlicher Gott, dem Sturmwinde und feuerflam⸗ men dienen müssen, der du auf den Wolken fährest wie auf einem Wagen und deinen donner mit hagel und Blitzen auslässest, wir armen enschen müßten ja in einem Augenblicke ver⸗ derben, wenn du deine Donnerstrahlen auf uns gehen ließest. Denn die Erde bebt und wird bewegt, die 6rundfesten der Berge regen sich und beben, wenn dau jornig bist. herr, wir sehen und hören deine große macht und entsetzen uns vor dem erschrecklichen Prassein dei⸗ 2⁷ nes Donners. Nch gedenke nicht unserer sünden und missetaten, sondern sei uns gnädig um deines Sohnes Jesu christi willen. Verfolge uns doch nicht mit dei⸗ nem Wetter und zerschmettere uns nicht mit deinen Donnerschlägen; bewahre uns Leib und Seele, haus, hof, Vieh und die lieben früchte auf dem ßelde. Be⸗ hüte uns vor grausamen schrecken und einem bösen, schnellen Tode. Uimm von uns alle fleinmütigkeit und ungläu⸗ bige furcht. Erhalte und stärke in uns den wahren slauben, herzliche Buß⸗ fertigkeit, fröhliche hoffnung und dein Wille ist, aus diesem Leben selig abzuscheiden. Himm uns, o herr, unter dlen Schatten deiner flügel, bis das Un⸗ gewitter vorüber gehe, und behüte uns, daß wir die Donnerstimme deines grim⸗ migen Zorns, womit du die õottlosen dermaleinst in das höllische feuer wei⸗ sen wirst, in wigkeit nimmermehr hören müssen, sondern nimm uns auf in dein Reich, daß wir dich, Vater, samt deinem Sohne Jesu christo und dem heiligen seiste, einigen wahren sott, in Cwigkeit preisen mögen. Amen. 44. Bei Sturm und Wasserfluten. gumächtiger, großer und starker bott, der du himmel und Erde in deiner hand hast, sieh doch an unsere große ot und 6efahr, darin wir jetzt schweben. Du hast die Winde mit Ungestüm aus⸗ gehen lassen und die Wasserfluten daher rauschen, daß uns bange ist, und unsere herzen wollen verzagen. Ach halt ein, du sott aller öüte und Barmherzigkeit, vergib uns unsere Sünden und sllissetat, um unsers mittlers und fürsprechers Jesu christi willen. Caß vor dich kom⸗ men das Seufzen der Bedrängten, be⸗ hüte die Schiffe und alle, die auf dem meere fahren, mache unsere Dämme und Deiche fest, vewache unsere häuser und habe, laß die 6efahr und Angst gnädig vorübergehn. du hast einst noah in der großen flut wunderbar erhalten und nachher den kegenbogen als 6nadenzeichen in die Wolken gesetzt, mache auch diesmal den verheerenden fluten ein Ende und tu ein Zeichen an uns, daß es uns wohl gehe. Du hast dich Elias nach Sturm, feuer und Erdbeben in stillem, sanftem Sausen offenbart, läß auch setzt den Sturm sich wieder legen und erquicke unsere bangen her⸗ zen mit friedlicher Stille, daß wir deine nähe merken. herr Jesu christe, du bist der mann, dem Wind und meer gehor⸗ chen muß, stille das Brausen des Windes und das Toben der Wellen. Sprich nur Ein Wort, so ist uns geholfen, so wollen wir dir danken um deine õüte und um deine under, die du an den nenschen⸗ kindern tust, und deinen Namen preisen hie zeitlich und dort ewiglich. Amen. 45. Bei Seuchen und in Sterbenszeiten. Nch herr õott, gnädig und barmherzig, von großer 6üte und Treue, wir er⸗ kennen deinen gerechten Zorn, welchen wir mit unsern Sünden wider uns er⸗ weckt häaben. Ach schone unser, lieber vater, um deines lieben Sohnes Jesu Christi willen. Strafe uns nicht in dei⸗ nem Zorn und züchtige uns nicht in deinem õ6rimm. Ach herr, sei uns gnã⸗ dig, sei uns gnädig nach deiner Güte und tilge unsere Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. Wende deine plage von uns, daß wir nicht ver⸗ schmachten von der Strafe deiner hand. Wende dich, o herr, und errette uns. hulf uns um deiner 6üte willen. heile, herr, alle Schwachen und Kranken. Sei bei ihnen in der Not. Reiße sie heraus und zeige ihnen dein heil. Nimm dich ihrer Seelen herzlich an und vergib ih⸗ nen alle ihre Sünde. Leyre uns hiebei alle bedenken, daß wir sterven müssen, auf daß wir klug werden und mit f urcht und Zittern unsere Seligkeit schaffen. Caß uns, wenn unser Stündlein kommt, an deinem Worte festyalten, in frieden hinfahren und den cod nicht sehen ewiglich. Erhöre uns, erhöre uns, er⸗ höre unsere Bitte, õott Vater, Sohn und heiliger oeist, hochgelobt in wigkeit. Amen. Darnach lies Psalm 90. 91. 46. Um tägliche Bereitschaft zum Sterben. INch liever õott und herr, ich leve und ven und weiß nicht wann; du, mein weiß nicht wie lange, ich muß ster⸗ himmlischer Vater, weißt es. Wohlan, 28 soll dieher d Stunde) gie Her so gesh eit und all. lemselben a mich allezeit olauben an Tum zu lebe Rein fromn er bitte, gaf Junden ster Selle sie mi Hehehrung euer wel⸗ mermeht uns auf ner, samt und dem ren bott, amen. genbogen en gesent, Heekenden eichen an hast dich Crbeben offenbar, ch Wieclet D D. soll dieser Tag(oder diese Nacht und Stunde) die letzte meines Lebens sein, herr, so geschehe dein Wille, der ja alle⸗ zeit und allewege der beste ist. Uach demselben deinem heiligen Willen laß mich allezeit vereit sein, in wahrem õlauben an meinen Erlöser Jesum chri⸗ stum zu leben und zu sterben. Allein, mein frommer sott, gewähre mich die⸗ ser Bitte, daß ich nicht plöͤtzlich in meinen sünden sterben und verderben möge. Stelle sie mir in diesem Leben zu meiner gekehrung unter Rugen, damit sie mir nicht am jüngsten Tage zu meiner Ver⸗ dammnis vorgestellet und jugerechnet werden mögen. Verleih mir, daß ich noch in der 6nadenzeit meine mannig⸗ faltigen schweren Sünden erkenne, be⸗ kenne, sie von herzen bereue, einen festen Vorsatz fasse, mein Leben zu bes⸗ sern, und auch Vergebung derselben von dir erlange. Alsdann, mein Gott, ge⸗ schehe dein heiliger Wille; laß mich sterben, wann es dir gefällt, nur gib mir ein sanftes und vernünftiges Ende. Barmherziger 6ott und Vater, der du bei deinem Leben geschworen hast, du wollest nicht den Tod des Gottlosen, sondern daß er sich von seinem bösen Wesen bekehre und lebe, õott Sohn, der Welt heiland, der du alle, die an dich glauben, bei deiner Wahrheit versichert häst, was sie den Vater in deinem a⸗ men bitten werden, das wolle er ihnen geben, Gott heiliger 6eist, der du un⸗ serer Schwachheit aufhilfst und wenn wir nicht wissen, was und wie wir er⸗ hörlich beten sollen, uns mit unaus⸗ sprechlichem Seufzen vertrittst, erbarme dich über mich armen Sünder und laß diese meine Bitte sa, amen und erhört sein. In deine hände befehle ich mei⸗ nen seist, du hast mich erlöset, du ge⸗ treuer ott. Amen. 47. Gebet für ein Krankes feind. err Jesu, du treuer und varmherziger heiland, ervarme dich unser und dieses kranken findleins. Du hast einst das feind des Königischen gesund ge⸗ macht, da sein Vater dich bat, und hast des Jairus Töchterlein vom Tode aufge⸗ weckt; so wissen wir, daß du auch hier gnädiglich helfen kannst. Du guter hir⸗ te, nimm dich in önaden dieses deines elenden Schäfleins an. Es ist ja dein Eigentum. Du hast es in der heiligen Taufe angenommen und zu den deinen hinzugetan: so ziehe doch die hand nicht ab von dem, was dein ist. herr, unser heiland, wir möchten wohl dies ind⸗ lein noch behalten. Ist es ihm und uns gut, daß es länger lebe, so schenke es uns noch einmal und verleih ihm wie⸗ der ffraft und 6esundheit, so wollen wir dich loven für deine Treue und 6nade. hast du aber beschlossen, dies Rindlein aus dieser argen und sünd- haften Welt abzurufen und zu deinem ewigen frieden und zur Schar deiner Auserwählten heimzuführen, so ge⸗ schehe dein Wille. Wir weigern uns des freuzes nicht, das du uns auflegen willst. Stärke nur unsern ölauben und gib uns den seist der heiligen Stille, daß wir aus deinen treuen händen alles dahinnehmen, es gefalle uns oder gefalle uns nicht. herr, erbarme dich unser. An dein herr und in deine hän⸗ de legen wir dies findlein, so ists wohl⸗ geborgen und selig in Zeit und Ewig⸗ keit. Amen. 48. Gebete eines franken. . o herr, himmlischer Vater, du bist ja ein getreuer oott und lässest niemand Über sein vermögen versucht werden, sondern schaffest, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß wir sie er⸗ traͤgen mögen, ich bitte dich in mei⸗ nen großen nöten und Schmerzen, laß mir das ffreui nicht zu schwer werden. 29 Stärne mich, daß ich es mit eduld er⸗ tragen möge und an deiner Barmher⸗ zigkeit nimmermehr verjage. O christe, des levendigen Gottes Sohn, der du des freuzes pein für mich gelitten hast und endlich für meine Sünde gestor⸗ ven bist, zu dir rufe ich aus meines herjens örunde: Erbarme dich über mich sündigen menschen, vergib mir alle meine Übertretungen, die ich in meinem ganzen Leben begangen habe. Erhalte mich im wahren 6lauben bis an mein Ende. 0 sott heiliger seist, du waͤhrer Tröster in aller Not, erhalte mich in der oeduld und herzlichen An⸗ rufung sottes, heilige mich mit wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Not. Ceite mich aus diesem Jammertale in das rechte Vater⸗ land. Amen. 2. herr Jesu christe, du hast deinen Bo⸗ ten zu mir geschickt, nämlich diese mei⸗ ne frankheit, und mich zur Buße er⸗ mahnen lassen. Siehe, mein herr, ich erkenne deinen gnädigen Willen, bin gehorsam und bekehre mich zu dir. mein Sott, ich sende dir wieder einen Boten, nämlich mein armes 6ebet und mein Seufjen. o herr, nimm mein fle⸗ hen an und laß meine Seufzer vor dich kommen. Gefällt dirs, mein Erlöser, und ist mirs gut und selig, daß ich leben soll, wohl, so richte mich auf und hilf, daß es ein neues, gesundes, christliches Leben sei bis an mein Ende. 6efällt dirs nicht, daß ich lebe, sondern soll dies das Ende sein, wohl, so sei es ein seliges Ende. So komm, herr Jesu, bald und nimm meine Seele in deine hände. Amen. 3. O allmächtiger, starker õott, der du bist gnädig und varmherzig, geduldig und von großer 6üte und Treue, vergibest Sünde und missetat, ju dir rufe ich, du wollest mir alle meine Sünde aus nade verzeihen und meine Seele wider alle Anfechtung stärkenunderhalten. omm mir zu hülfe und stehe mir bei, daß der Glaäube in mir nicht wanke, die hHoff⸗ nung nicht verzage, die Lieve nicht erkalte, menschliche Schwachheit vor Schrecken des Todes nicht versinke. Und wenn mein Stündlein kommt, so laß mich in frieden fahren, denn meine Ru⸗ gen haben deinen heiland gesehen. An diesen heiland glaube ich und auf ihn hoffe ich. Nch herr, laß mich nicht zu schanden werden, denn du bist meine hülfe und Stärke. Siehe mich an mit den Nugen deiner Barmherzigkeit und wen⸗ de zu mir deine väterliche huld, durch Jesum christum deinen Sohn, der mit sei- nem heiligen Leiden und Sterben uns ei⸗ ne ewige Erlösung erworben hat. Amen. 409. Dankgebet eines 6enesenden. err, mein 6ott, mein crost, mein Er⸗ Nretter, mein einiger Nothelfer, dir danke ich von 6rund meines herzens für deine unaussprechlichen, vielfältigen Wohltaten, die du mir armen sSünder erjeiget hast, sonderlich aber, daß du in meiner großen not, frankheit und klend mich in önaden angesehen, mein herz gestärkt, mein 6ebet erhört und mir so väterlich wiederum aufgeholfen hast. Ich danke dir, herr, daß du jornig über mich gewesen bist, und dein Zorn sich so gewendet hat, daß du mich nun wiederum tröstest. Ach wie gut ist mir es, daß du mich gedemütigt hast. Du hast, o lieber Vater, mich gezüchtigt, damit ich nicht mit der gottlosen Welt verdammt werde. Um Trost war mir sehr bange, aber, herr, du hast dich meiner Seele herzlich angenommen, wie soll ich dir vergelten all das ute, das du an mir getan hast? Ich will dir danken mein Lebelang und deinen kuhm verkündigen für und für. Da ich dich, herr, suchte, anwortetest du mir und errettetest mich aus meiner not. Du verlässest die nicht, die dich suchen. du erhörest 6ebet, darum 30 hommt alles denen, gie und hilfst de mlter haben mur eine he lurch die srꝛ esu cyrist. nucht mehr s etwas rgere ich mich mei krübnis mei nich auch h engel, 30 err gesu gen dei duld aul 1 uns unsere: befohlen 3 Tlend, hörs meinemang wie meine lichteit o 91 fund hilf, chrislliches 2. befallt ndern soll so sei es hert Ilsu, in deine kommt alles fleisch zu dir. Du bist nahe denen, die jerbrochenen herzens sind, und hilfst denen, die zerschlagene Ge⸗ müter haben. Ach mein Gott, verleihe mir eine herzliche, beständige Buße durch die ftraft des heiligen õeistes um Jesu christi willen, damit ich hinfort nicht mehr sündige, auf daß mir nicht etwas Argeres widerfahre, sondern daß ich mich mein Lebelang vor solcher Be⸗ trübnis meiner Seele hüte. beschütze mich auch hinfort durch deine heiligen Engel, daß sie mich bewahren auf allen meinen Wegen. Und dieweil ich doch endlich dieses Leben werde gesegnen und sterben müssen, so erhalte und ver⸗ mehre in mir den wahren seligmachen⸗ den 6lauben, Gottesfurcht, eduld und Trost, damit ich ritterlich kämpfen, selig überwinden und fröhlich in dein himm⸗ lisches keich eingehen möge, dich, o Vater aller Barmherzigkeit, samt deinem Soh⸗ ne und heiligem Geist, den einigen währen Gott, ewiglich zu preisen. Dir, o allerhöchster ott, sei Lob, Ehre und Dank gesagt in alle Cwigkeit. Amen. 50. Um 6eduld in langwieriger Krankheit. herr Jesu christe, der du in den Ta- gen deines fleisches in höchster 6e⸗ duld all dein Elend ausgestanden und uns unsere Seelen mit oeduld zu fassen befohlen hast, du siehst mein betrübtes Elend, hörst mein Seufzen, das ich auf meinem Angstlager ausgieße. Du weißt, wie meine Schwachheit und Gebrech⸗ lichkeit so groß und heftig ist. Wie soll ich aber tun, du frommer herr? feine Arinei weiß ich als das sräutlein be⸗ duld. Dieweil aber dasselbe nicht wächst in dem ungevauten Garten meines fleisches und Blutes, denn der 6eist ist zwar willig, aber das fleisch ist schwach, so stärke du mich mit dem beiste der 6nade und des Trostes, gib mir õeduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, damit ich wider deine õerichte nicht murre, sondern mit freuden ein Hälleluja darein singe und gewiß da⸗ für halte, du wollest mitten unter dei⸗ nen Zuchtruten gedenken deiner väter⸗ lichen Barmherzigkeit, mich züchtigen, aber mit maße, mich strafen, aber nicht in deinem Zorn, mich töten, aber wieder lebendig machen, mir eine Last auflegen, aber wiederum aushelfen. Du bist ja der Gott, der da hilft, und der herr herr, der vom Tode errettet, hochgelobt in wigkeit. Amen. Sprüche aus Gottes Wort für sranke. sange sSeufzer: deine große herz⸗ liche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.(Jes. 63, 15.) Nch du herr, wie lange?(salm, 4.) Ich elender mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?(RKöm. 7, 24.) demütigung vor 6ott: Nch herr, unsere missetaten habens ja verdient. Jer. 14, 7.) So du willst, herr, Sünde zurechnen, herr, wer wird bestehen? (Pfalm 130, 3.) Wir liegen vor dir mit unsermebet, nicht auf unsere õerechtig⸗ keit, sondern auf deine große Barm⸗ herzigkeit.(Dan. 9, 18.) krost des Glaubens: Das hlut Jesu christi, des Soynes Gottes, macht uns rein von aller Sünde.(1 Joh. 1, 7.) Alle Züchtigung, wenn sie da ist, dün⸗ ket sie uns nicht freude, sondern Trau⸗ rigkeit zu sein, aber darnach wird sie geben eine friedsame frucht der 6e⸗— rechtigkeit denen, die dadurch geübet sind.(Hebr. 12, 11.) Selig ist der ann, der die Anfechtung erduldet, denn nach⸗ dem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfahen, welche 6ott ver⸗ heißen hat denen, die ihn lieb haben. (Jak., 12.) Die väterliche Stimme Gottes: sann auch ein Weib ihres sindleins 31 U vergessen, daß sie sich nicht ervarme, 37.) Laß dir an meiner 6nade ge⸗ über den Sohn ihres Leivbes? Und ob nügen, denn meine scraft ist in den sie desselbigen vergäße, so will ich doch Schwachen mächtig.(2 Cor. 12, 9.) Sei dein nicht vergessen. Siehe, in die hän⸗getreu bis an den Tod, so will ich dir de hab ich dich gejeichnet.(es. 40, 15. die Krone des Levens geben.(Offenb. 16.) Ich will dich nicht verlassen noch 2, 10.) versäumen.(Hebr. 13, 5.) Ich habe Ruch können folgende längere Rv⸗ dich je und je geliebet, darum habe ich schnitte göttlichen Wortes von dem dich zu mir gejogen aus lauter 6üte. franken gelesen oder ihm vorgelesen OQer. 31, 3.) werden: 1petr. 5, 6 11. Psalm 530. Die 6önadenstimme Jesu christi: Psalm 25. Psalm 42. Psalm 63, 2—9. Wen da dürstet, der komme zu mir und Psalm 91. flagelieder 3, 22—42. köm. 8, trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.(Joh. 7, 37. 18—27. Röm. 8, 28- 39. Petr. 1, 3-9. Psalm 126. Offenb. 7, 9— 17. 51. morgengebet eines Kranken. Nau getreuer sott und Vater unsers herrn Jesu christi, ich sage dir von herjen Lob und Dank, daß du mich ar⸗ men kranken menschen diese nacht über so gnädig erhalten, gestärket und das erquickende Tageslicht wieder hast se⸗ hen und erleben lassen. Gelobt sei dei⸗ ne 6nade und Barmherzigkeit, welche über mich waltet, so hoch der himmel über der Erde ist. Ich bitte dich, vergib mir alle meine Sünde, verneure, ver⸗ mehre deine ieve und Treue diesen morgen und allezeit an mir armen menschen und laß deine õũte nicht von mir weichen. Tröste und stärke mich mit deinem heiligen õeiste, daß ich in allem nach deinem Willen leben und leiden möge. Nch herr, verlaß mich nun und nimmermehr mit deinem Schutze. Laß aufhören die böse Zeit; wenn es, 52. Abendgebet eiliger herr und ott, barmherziger himmlischer vater, ich danke dir, daß du mir bis hieher so gnädig gehol⸗ sen und mich nun abermals einen be⸗ schwerlichen Krankheitstag in diesem Eend hast zurücklegen lassen. Ich bitte dich von õrund des heriens, vergib mir um christi, meines höchsten Seelen⸗ arjtes und heilandes willen, alle meine Sũnde und hilf mir frranken auch durch lieber herr und Gott, dein Wille ist, so mache meinen schwachen eib gesung, oder bringe mich bald und seliglich aus diesem lende ju deiner ewigen herrlich- keit durch das bittere feiden und Sterben und durch die siegreiche Ruferstehung Jesus christi, deines lieben Sohnes, wel⸗ cher als unser mitiler alle unsere srank⸗ heit getragen, unsere Schmerzen auf sich geladen und uns durch seine Wunden geheilet hat. nun, ich be⸗ fehle dir nochmals meinen Leib, Seele und alles, was du mir gegevben, in deinen väterlichen Schutz; dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse feind keine macht an mir finde. Der Segen, Schutz und fraft ottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen seisies sei über, in und bei mir jetzt und in alle Ewigkeit. Amen. eines feranken. diese vevorstehende Nacht hindurch mit deiner onade, fraft und crost. Mmein Ceib will sich jur Ruhe legen, ach die⸗ selbe gönne mir gnädiglich jur Er⸗ quickung dieses meines schwachen Lei⸗ bes. Behüte mich vor der ewigen Nacht um der Angst⸗- und Jammernacht Jesu Christi willen und laß mich das liebe Tägeslicht wiederum erfreulich sehen, auch dermaleinst den élanz des ewigen 32 Tages in hů aufhörlich s. meiner seid ale acht de über meine Was du mi felnd noch Hater, erba Dater al meine a meine Sune Hetan habe Heschopf, v⸗ deiner hän, umkommen geschaffen! du bist mei christe, wa das Lamm Sunge der! nenguteg ich bitte ll Rl er lebe ben, Wir v onade ge⸗ st in den 2,9.) Sel ill ich dlt offend, hile i,so 10 gefund, glich au⸗ enherrlch nlSterben ferstehung hnes, we E Tages in himmlischer herrlichkeit un⸗ aufhörlich schauen. Indessen, weil ich meiner selbst nicht pflegen kann, so lege die Wacht deiner heiligen Engel zu mir, über meine Seele und Leib und alles, was du mir gegeben, daß mir kein feind noch Unfall schade. herr Sott vater, erbarme dich diese Hacht über dein armes Geschöpf. herr 6ott Sohn, der Welt heiland, siehe gnädiglich an deinen diener und erkauftes Gut. herr Gott heiliger Geist, tröste und führe mich seliglich in diesem und nach diesem zu dem ewigen Leben. Deine önade und Wahrheit, o du heilige Dreifaltigkeit, walte über mich in Cwigkeit. Amen. 53. Gebet eines franken, der sich zum Sterben schickt. Vater aller õnade, erbarme dich über meine arme Seele. Vergib mir alle meine sünde, die ich leider wider dich getan habe. Verachte nicht dein armes Geschöpf, verschmähe mich nicht, der ich deiner hände Werk bin. LCaß den nicht umkommen, welchen du gemacht und geschaffen hast, denn auf dich hoffe ich, du bist meine hülfe und mein 6ott. 0 Thriste, wahrer heiland, der du bist das Lamm Gottes, welches da trägt die Sünde der Welt, der du mich mit dei⸗ nem blute gewaschen und gereinigthast, ich bitte dich durch dein bitteres Leiden, sonderlich aber durch die Schmerien, die du zu der Stunde deines Todes emp-⸗ funden hast: Erbarme dich über mei⸗ ne arme Seele bei ihrem Nusgange und führe sie zum ewigen Leben. o sott heiliger Geist, du süßer Trost, erhalte mein heri wider alle Anfechtung des bösen feindes, stärze meinen 6lauben, daß ich festiglich glaube eine Vergebung der Sünden und ein ewiges Leben. so befeyle ich nun, o heilige Dreieinigkeit, meinen 6eist in deine hände. Du treuer Gott, du hast mich erlöset, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen. 54. Gebete der Umstehenden für den Sterbenden. umächtiger, gütiger õott, der du un⸗ ser Leben erhältst im Tod und Ster⸗ ben, wir vitten dich, du wollest die Augen der Barmherzigkeit wenden zu diesem kranten menschen und ihn er⸗ quicken an Leib und Seele und ihm alle seine Sünden aus 6naden vergeben. nimm an das opfer des unschuldigen Todles Jesu chr sti, deines lieben Sohnes, für die Bezahlung seiner missetat. er ist ja auch auf desselbigen Uamen ge⸗ tauft und mit desselbigen Blut gewa⸗ schen und gereinigt. So errette ihn nun von des Leibes Oual und pein. Uerkürze iym seine Schmerzen, erhalte ihn wider die Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen feindes, auf daß er im Glauben ritterlich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige heimfahrt jum ewigen Leben. Schicke deine heiligen Engel her, daß sie ihn vegleiten zur Versammlung aller Auserwählten, in Christo Jesu, unserm herrn. Amen. herr Jesu christe, der du allein bist die Tür zum ewigen Leben, daß, wer durch dich eingeht, selig werden mag, wir bitten dich von herzen, du wollest solche 6nadentür diesem Dahinsterven⸗ den auftun und ihn aus der Anfechtung der Sünde und des Teufels List und Macht bald erlösen. Ach herr, hilf ihm, daß er im finstern Tale und Schatten des Todes nicht irre gehe noch verderbe, sondern du, als ein getreuer hirte, nimm auf dieses verlorene Schaf und deinen senecht, laß ihm dein Wort in seinem herzen leuchten, siehe ihm in aller Not bei und zeige ihm dein heil, laß ihn nicht entfallen aus des rechten Glau- bens Trost, nimm seine Seele in deine hände und pflege ihrer mit 6naden, auf daß sie Reine Oual anrühre, undg gib also ihm das ewige Leben. Amen. 33 Wich schon wanderte im finstern Tale, fürchte ich kein Unglück, denn du bist vei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Psalm 23, 4. christus ist mein Leben, und Sterben ist mein 6ewinn. Phil. 1, 21. fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jes. 43, 1. Der herr wird dich erlösen von allem lbel und dir aushelfen zu seinem himm- lischen Beiche; welchem seithrevontwig⸗ keit zu Cwigkeit! Amen. 2 Tim. 4, 18. herr, ich warte auf dein heil. IMos. 40, 18. In der Weit habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Joh. 16, 33. Sprüche, dem Sterbenden zuzusprechen. Verlaß mich nicht, herr, mein Gott, sei nicht ferne von mir. Eile mir bei⸗ zustehen, herr, meine hülfe. Psalm 38, 22. 23. Also hat sott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben ha⸗ ben. Joh. 3, 16. Wir haben einen sott, der da hilst, und den herrn herrn, der vom dode er⸗ rettet. Psalm 68, 21. vater, in deine hände befehl ich mei⸗ nen seist, du hast mich erlöset, herr, du treuer ott. Psalm 51, 6. herr Jesu, nimm meinen 6eist auf. Apgsch. 7, 58. Abschiedssegen. Ner allmächtige Gott stärke dich, wider —alle Anfechtung ritterlich zukämpfen und im wahren 6lauben bis ans Ende ju verharren! Der herr Jesus Christus sei 55. Gebet nach dem Zerr Jesu christe, du ewiger õott und heiland, der du so freundlich der Kindlein dich angenommen und sie zu dir gerufen und gesegnet hast, wir zwei⸗ feln nicht, daß du auch dieses unser lie⸗ bes sindlein ju dir in deine ewige freu⸗ de gerufen und mit Leben und Seligkeit gesegnet habest. Aber, herr, unser Gott und heiland, unsere Seele ist betrübt, und wir tragen Leid, weil du unser liebes eind so frühe dahingenommen. Wenn wir schon wissen, daß du es wohl meinest, da du mit ihm aus diesem vösen Leben geeilet, so will es uns doch fast schwer werden, uns stille in deinen helligen Willen zu fügen. so helf du selbst uns durch deinen heiligen 6eist mit dir und begleite dich in das ewige Leben und verleihe dir am jüngsten Ta⸗ ge eine fröhliche Ruferstehung! Amen, Amen, Amen. Tode eines findleins. und stärke unsern Glauben, daß wir deinen Kat ehren und preisen, auch wenn wir ihn nicht verstehen. Wir dan⸗ ken dir, daß du unser liebes Kindlein in der heiligen Taufe zu deinem seinde angenommen, es zum ewigen Leben wietlergeboren und ihm das Erbe des himmels zugesprochen hast. Darum sind wir der guten Zuversicht, daß es nun⸗ mehr in deinem frieden und in der ewigen Ruhe ist. hilf, lieber herr, daß wir umkehren und werden wie dlie seinder, auf daß auch wir dereinst mit freuden einschlafen und zur ewigen Rkuhe der heiligen gelangen mögen durch deine ewige 6nade und Barm⸗ herzigkeit. Amen. 50. An Begräbnistagen. armherziger, gnädiger sott, der dqu gewißlich gnädigen Ratschluß uns mit nach deinem unerforschlichen, aver schwerem Leid heimgesucht hast, wir 34 sagen air co auch deine reichest im wir nun nia ne hoffnung 65, Gaß du u errlschkeit! erwechen wil getrosten wi eim edles Sar Acher legen ung. Ich h derbar, wer berichte sine darüber mu Hemacht, u anaͤdig, au So Wir in bohl, mir bei⸗ 8,22.B. dah er auf daß verloren Aben ha⸗ hult, und Tode ki⸗ ich mel⸗ set, hetl, au. sch.d⸗ 58. Ias eibige igsten ka. Wimen, jagen dir Lob und Dank, daß du uns auch deine heiligen Tröstungen dar⸗ reichest im Worte des Lebens. 8o sind wir nun nicht wie die andern, die kei⸗ ne hoffnung haben, sondern wir wissen es, daß du unsere sterblichen Leiber zur herrlichkeit und zum ewigen Leben auf⸗ erwecken willst am jüngsten Tage. Ddessen getrösten wir uns auch heute, da wir ein edles Samenkorn in deinen heiligen Acker legen auf den Tag der Rufersteh⸗ ung. Ach herr, deine Wege sind wun⸗ derbar, wer kann sie versteyhen? Deine Gerichte sind heilig und hoch, wer darf darüber murren? Du hast alles wohl⸗ gemacht, und dein Wille ist gut und gnädig, auch wenn du uns heimsuchst mit crauer und herzeleid. Darumwollen wir stille sein und dir unsere Sache be⸗ fehlen. cröste uns, Gott, unser heiland, und verlaß uns nicht in unserm Leide. Du bist uns nahe, und dein Erbarmen hät noch kein Ende. bleibe bei uns und sei unsers herzens Trost und un⸗ ser Teil. Gib, daß uns nichts von dir und deiner Liebe scheide. In deine hände befehlen wir uns ganz und gar. Erbarme dich unser und sei uns gnã⸗ dig jetzt und im letzten Stündlein und am cage des õerichts, durch Jesum chri⸗ stum, deinen lieven Sohn, unsern herrn. Amen. Darnach lies 1 Thess.4, 3— 18. offenv. 7, . IV. Beicht- und Abendmählsgebete. S5o wir unsere Sünde bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünde vergibt und reiniget uns von aller Untugend. Biblische Abschnitte, deren je etliche an Beichttagen ju lesen und zu betrachten: Psalm 32. 51. 130. Jes. 55, 1— 11. Jer. 2, 13. 3, 12. 3. matth. 5. Cuc. 5. Cuc. 18, 9— 14. Eph. 4, 22—5, 9. hebr. 10, 10-27. Offenb. 3, 14—22. 57. Um rechtschaffene Buße. nädiger und barmherziger õott, du bist geduldig, von großer 6üte und Treue, du berufest uns täglich durch die 6nadenpredigt deines Wortes zur christ⸗ lichen Bekehrung; du lässest in deinem namen allen menschen Buße und Ver⸗ gebung der Sünden verkündigen. Dazu hast du auch nach deiner Iangmut und unaussprechlichen Barmherzigkeit 6e⸗ duld mit uns, indem du die Sünder nicht auf frischer Tat in ihren Über⸗ tretungen plötzlich überfällst, dieselben mit deinem gerechten Zorn und serichte zu strafen; sondern du gibst Raum und frist jur Bekehrung, also, daß niemand über dich ju klagen hat und dich be⸗ schuldigen kann. Denn es ist ja nicht dein Wille, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre und das ewige Leben habe. O lie⸗ 35 ber Gott, du weißt unsers fleisches Träg⸗ heit und des herzens härtigkeit, daß wir durch die Erbschuld dermaßen ver⸗ derbt und so tief in die Sünde gefallen sind, daß wir von uns selber nicht auf⸗ stehen oder wiederkehren können. Dar⸗ um bitte ich dich durch die Wunden Jesu Christi, unsers herrn: Bekehre du mich, so werde ich bekehrt; heile du mich, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. Entsündige mich, daß ich rein werde, wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Schaffe in mir, õott, ein reines herz und gib mir einen neuen gewissen Geist. Uerwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen heiligen seist nicht von mir. O lieber 6ott, siehe mich so gnädig an, wie du angesehen hast die bußfertige Sünderin, als sie zu deinen füßen lag und herjlich über ihre missetat weinte, und wie den Zöllner im tempel, als er an seine Brust schlug und um 6nade bat. Verleih mir ernst⸗ liche Keue und Leid über meine Sün⸗ de, auch einen wahren Glauben mit rechter Zuversicht auf deine nade, da⸗ zu würdige früchte der Buße. Caß mich die Zeit meiner heimsuchung erkennen und den Reichtum deiner 6üte nicht verachten, auf daß ich die angeneh⸗ me Zeit und den Tag des heils nicht versäume, daß ich meine Buße nicht von einem Tage auf den andern noch auf das letzte Stündlein spare, sondern jetzt diesen Tag mich zu dir bekehre. Amen. 58. Um wahre Erkenntnis der Sünde. helliger und gerechter ott, vbarm⸗ herziger vater, ich bekenne und ve⸗ klage dir meine angeborne blinaheit, daß ich meine Sünde nicht so vollkom⸗ men erkenne noch so herzlich bereue, als es wohl sein sollte. Ach herr, du stellest unsere unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesichte. 6öib mir die oröße und manigfaltigkeit meiner Sunden zu erkennen, stelle sie mir in diesem Leven unter die Augen, damit sie mir nicht am jüngsten Tage unter die Rugen gestellt und ich dadurch vor Engeln und menschen zu schanden wer⸗ den möge. uch herr, du siehest und weißt meines herjens härtigkeit, die mir angevoren ist; nimm dieselbe von mir hinweg und erweiche mein heri durch dein heiliges Wort, daß ich meine sünde inniglich bereuen möge. O herr Jesu, der du dein heiliges Blut am Stamme des streuzes vergossen hast, auf daß du mein herz dadurch erweichen möchtest, laß dieses dein heiliges Blut und teures Leiden an mir nicht verloren sein. Du treuer Lehrer hast in den Ta⸗ gen deines fleisches gerufen: Tut Buße! du wollest jetzo auch kräftiglich in mein herz rufen: Tu Buße und bereue deine Sünde! Du stehest vor der Tür meines herjens und klopfest an, ach gib 6nade, daß ich deine Stimme höre, daß ich nicht mein herz verschließe, sondern die Tür auftue. 0 heiliger seist, du ewiges himmlisches Licht, erleuchte mein fin⸗ steres herz, daß ich in deinem Lichte die finsternis meiner Sünden erkennen und herzlich bereuen möge. Amen. 59. Bekenntnis der Sünde vor ott. err Jesu christe, du einiger Arit der Kranken, du 6enesung der verwun⸗ deten oewissen, der du in der fülle der Zeit auf Erden gekommen bist, nicht die erechten, sondern die Sünder jur Buße zu rufen, wir armen, vom Stachel der Sünde tödlich verwundeten men⸗ schen kommen zu dir in Zuversicht auf deine unaussprechliche 6üte und Liebe, welche du an uns bis in den bittern Tod udes sreujes gewendet hast. O du, von dem vater uns zäaghaften, er⸗ schrockenen Sündern zum önadenstuhle aufgerichtet, vor dein Angesicht brin⸗ gen wir unser sündiges herz. In uns wohnt das heimliche Laster des Unglau⸗ bens, der Cigenlieve, des Ungehorsams wider deinen heiligen Willen, der Ver⸗ achtung deiner ewigen 6üter. Wie hängt das herz so fest an dieser Welt und ihren vergänglichen Gütern! Welch eine große Sorge wenden wir auf die⸗ ses arme Leben und unser sterbliches fleisch! Darin steyen wir ganz vertieft und vergessen der geistlichen 6üter und b6aben. Dazu gilt uns unsere Blindheit für Licht, und wollen in nichts vor dir unrecht haben. salt sind wir und ohne deinen heiligen seist, ohne serechtig⸗ keit, friede und freude, ohne Demut, ohne furcht und Schrecken vor deinen gerechten serichten. Verachtung deiner herrlichkeit, Undank gegen deine jahl⸗ losen Wohltaten ist all unser Leben. 3⁰ Wir betzenn faltigen, un Begierde. Früchte des! Iens, von de heit gesprog danken und Du hennsta Wurzein un arges herp! gen und Wi err, du 0a den wer uf olce6 r und nicht hinau meaver, w. hin. Es rt Sunden Wir bekennen dir nun diese mannig⸗ faltigen, ungestümen Wellen der bösen Begierde. Wir geben uns schuldig aller früchte des vösen Baumes, unsers her⸗ zens, von dem dein mund mit Wahr⸗ heit gesprochen hat, daß nur böse 6e⸗ danken und Werke von ihm kommen. Du kennst den bösen Baum, alle seine Wurzeln und Aste und früchte, unser arges herz mit allen seinen Rrümmun⸗- gen und Winkeln. Nimm uns wieder in deine schaffenden, allmächtigen hände; gib uns ein neues herz, daß wir nicht ewig Dornen und Distein tragen. fülle uns bald mit deiner 6nade, welche besser ist als Leben. Caß durch Enade unsere Sünde bedeckt, unsern 6eist zu deiner Lieve und furcht erneut werden. Caß ihn deiner 6nade herrlichkeit prei⸗ sen im Lande der Lebendigen und im Tale des Todes und in der menge der Seligen und Nuserwählten! Amen. 60. Um Vergebung der Sünde. err, du hast gesagt: Wer ju mir kommt, den werde ich nicht hinaus stoßen. Auf solche deine verheißung komme ich zu dir und glaube festiglich, ich werde nicht hinaus gestoßen werden. Ich kom⸗ me aber, weil ich mühselig und beladen bin. Es drückt und beschweret mich der Sünden Last, welche ich in demütiger Beichte vor deinem Angesicht nieder⸗ lege. Nch Vater, ich habe gesündigt in den himmel und vor dir, ich bin hin⸗ fort nicht mehr wert, daß ich dein Kind heiße. Ich mag nicht alle meine Sünden erzählen, es gereuet mich, daß ich sie begangen habe; ich schäme mich, viel Worte davon ju machen. Dies eine sa⸗ ge ich, daß ich viel und große Strafe verdienet habe, welche ich mit meinen seräften nicht abwenden kann. Du aber bist gnädig und barmherzig und von großer 6üte. Darum trete ich mit gläu⸗ biger Zuversicht zu deinem 6naden- stuhle und begehre demütiglich önade. Erlaß mir, o Gott, was ich dir schuldig bin, ich kann nicht zäahlen aus Unver⸗ mögen, du aber kannst es mir erlassen aus 6nade. 6eh nicht, ach geh nicht mit deinem senechte(mit deiner maga) ins Gericht. RKechne mir die Süngen nicht ju, die mein 6ewissen beschweren, und verzeih mir auch die verborgenen fehler. Siehe an das Blut deines Soh⸗ nes, dasselbe ist vergossen für die Sün⸗ de der Welt. Ich bin auch in der Welt und bin ein Sünder, darum ist es auch für mich vergossen. Nch herr, du hast mich geschlagen, vervbinde mich; du hast mich zerrissen, heile mich. 6ib mir 6lau⸗ ben und beständigkeit, daß ich an dei⸗ nem dische ein würdiger Gast sei und in der Gottseligkeit jzunehme. führe und regiere mich hinfort, daß ich das ute, so ich mir vorgenommen, ins Werk richten möge. Beuge das herz zur Gottesfurcht, öffne die ohren jur fleißigen Rufmerkung deines Wortes, die Cippen zum obe deines Hamens. Segne meine Arbeit, verleih frieden im hause und öffentlich, wende ab die Argernisse, behüte die meinen und regiere all unser Tun, daß es dir angenehm und den 6läubigen heil⸗ sam sein möge. höre mein Seufien, o mein Gott, ja erhöre es, daß ich in dir und du in mir sein und bleiben mö⸗ gest. Amen. 61. Gebet, wenn man zur heichte geht. Umächtiger, ewiger õott, Vater unsers herrn Jesu christi, der du dem Don⸗ ner deines heiligen Wortes straft gibst, du hast mir mein herz mit deinem õesetze gerührt, daß ich nun meine Sün⸗ 3⁷ den erkenne, bereue und nach der gnã⸗ digen vergebung derselben ein herz⸗ liches Verlangen habe. Darum hast du auch nebst dem gepredigten Worte geordnet, daß ich armer, verderbter, sündhafter mensch zum Reichtum deiner himmlischen onade ommen und Ver⸗ gebung suchen soll. so gehe ich nun hin, meine Sünde dir zu bekennen, da⸗ gegen crost und Rbsolution zu emp⸗ fangen; vitte deswegen, du wollest in mir eine rechte Andacht, Begierde und Uerlangen nach deiner 6nade anzün⸗ 62. Etlich I. Ich armer Sünder vekenne mich Gott, meinem himmlischen Vater, daß ich leider schwer und mannigfaltig gesün⸗ digt habe, nicht allein mit äußerlichen groven sünden, sondern viel mehr mit innerlicher angeborener blindheit, Un⸗ glauben, Zwelfelung, Kleinmütigkeit, Ungeduld, hoffart, bösen Lüsten, oeis, heimlichem neid, haß und mißgunst, auch andern Sünden; daß ich auf man⸗ cherlei Weise, mit edanken, mit se⸗ värden, Worten und Wertzen die aller⸗ heiligsten sebote ottesübertreten habe, wie das mein herr und 6ott an mir er⸗ kennt und ich leider so vollkommen nicht erkennen kann. Also reuen sie mich und sing mir leid, und begehre von herzen önade von Gott durch sei⸗ nen lieben Sohn, Jesum christum, und vitte, daß er mir seinen heiligen öeist zur besserung meines Levens mitteilen wolle. Amen. 2. RAUlmächtiger ott, barmherziger Va⸗ ter, ich armer, elender, sündiger mensch betzenne dir alle meine Sünde und misse⸗ tat, damit ich dich jemals erzürnt und deine Strafe jeitlich und ewig wohl ver⸗ dient habe. Sie sind mir aver alleherzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich durch deine grundlose Barmherzig⸗ keitund durch das unschuldigebittre lei⸗ den und Sterben deines lieven Sohnes, unsers herrn Jesu christi, du wollest mir armen sündhaften menschen gnädig und barmherzig sein. Ich will mich durch deine önade hinfort bessern. Amen. 3. Ich armer sündiger mensch bekenne um hlage meinem lieben Gott, daß ich den und mir einen festen 6lauben an deine Verheißung geben, daß, ob ich wohl schwach und verzagt bin, ich mich dennoch solches nicht irren lässe, sondern die vergebung der Sün⸗ den mit starkem 6lauben ergreife und dadurch zum rechten Vaterlande kom-⸗ me. Amen. e Beichten. in Sünden empfangen und geboren bin, also daß in mir von natur nichts Gu⸗ tes, sondern eitel Sünde wohnt, und daß dieselbe angevorne Sünde mich lei⸗ der oft zu falle bringt in wirkliche sünde, mit õedanken, Worten und Wer⸗ ken, wider die erste und wider die an⸗ dere Tafel des Gesetzes Gottes. Ich er⸗ kenne und bekenne auch, daß ich den bösen Lüsten meines fleisches nicht mit allem fleiß widerstrebe, sondern leider die Sünde oft in mir herrschen lasse und dadurch den heiligen seist vetrübe. Ja, wenn ich gleich einen guten Vorsatz habe, hanget mir doch das Böse an, daß ich zum Guten unwillig, kalt, faul und üverdrüssig bin; der õlaube ist schwach, die Cieve ist kalt. Ich erkenne aber und weiß auch, daß der Sünden Sold ist Gottes Zorn und der ewige Tod. Der⸗ halben gereuen mich meine Sünden und sind mir leid; allein das klage ich, daß ich dieselben, wenn ich sie gleich erkenne, mir nicht lasse so leid sein, wie es mein liever 6ott von mir haben will. Weil aber Jesus Christus in die Welt gekom- men ist, die Sünder selig zu machen, und mein frommer, treuer ott spricht: So wahr ich leve, will ich nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich ve⸗ kehre und lebe; so kehre und wende ich mich in wahrer Buße durch rechten 6lauben zu meinem lieven mittler und Erlõser, Jesu christo, und bitte dich, du mein himmlischer Vater, du wollest mir aus önaden um desselben deines lieven Sohnes willen alle meine Sün⸗ de vergevben und wollest durch deinen 38 heiligene ben und amfünden len. Ame 4. Vor 6e Zu dir sann Mein e ich U sch wih Lob se lie sein. Anttorte Zus aller Seele ben Traurigg hat mein um freu dr ung ahl en A herr, seiner ih Psal Mumäc ung meines ů olaulben daß, 0b i0t bin, ht irren ler Sun eife und de kom- oren bin, ichts bil. heiligen õeist wahre Buße, rechten lau⸗ ven und beständige Besserung in mir anzünden, stärken, mehren und erhal⸗ ten. Amen. 4. Vor Gericht, herr Jesu, steh ich hie, Zu dir beug ich meins herzens senie, gann mir selbst gar nicht raten. mein groß und viele missetat mich hier und dort verdammet haͤt. Doch will ich nicht verzagen. herr Jesu christ, dein Blut allein macht mich von allen Sünden rein, Weil ich in wahrer Reu und Buß An dich gläub und dir fall zu fuß. herr Jesu christ, Des dank ich dir, Ich will mich bessern, hilf du mir! Amen. 63. Danksagung nach der Absolution. ch will den herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem mun⸗ de sein. Denn da ich den herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner furcht. Er hät meine Seele beim Leben erhalten, er hat meine Traurigkeit in freude verwandelt, er hat meine finsternis licht gemacht. Dar⸗ um freue ich mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen lamen, du Aller⸗ höchster. Laß mich noch ferner vor dei⸗ nen Rugen 6nade finden. Weise mir, herr, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit. Erhalte mein herz bei nach dir, herr, dem einigen, daß ich deinen Namen fürchte. Tehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter õeist führe mich auf ebener Bahn. Erhalte meinen Gang auf dei⸗ nen fußsteigen, daß meine critte nicht gleiten. Küste mich aus mit feraft aus der höhe und mache meine Wege ohne Wandel, damit ich lauben und gut bewissen behalte und in deiner önade bleiven möge. Das bitte ich um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, meines einigen Erlösers und heilandes willen. Amen. verlanget mich. Biblische Abschnitte für Abendmahlstage: psalm 23. Psalm 111. Joh. é, 48-58. Joh. 15, 1—12. Röm. 8, 31-39. 1For. 11, 25-32. Offenbarung 22. 64. morgengevet am Abendmahlstage. Anmächtiger und varmherziger sott und Vater, ich danne dir von örund meines herzens für deinen Schutz und Schirm in dieser Nacht und für den fro⸗ hen morgen, welchen du mich erleben lässest. öelobt sei deine Baͤrmherzigkeit, die alle morgen neu ist und mich heute zu deinem hause, ju deinem Altare be⸗ ruft und einladet. 0 herr, weil ich nun mit den haufen, die da feiern, ju deinem Abendmahle kommen will, so vereite du mich selbst dau. Willst du eine reine Dohnung in mir finden, so reinige und heilige selbst meinen Leib und Seele. Leite mich mit deinen Nugen, führe mich mit deiner sjand jum Reichtum deiner 6üte, tröste mich mit deinem Angesichte. Wie der hirsch schrelet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, õott, nach dir. Er- halte mich in beständiger Andacht, be⸗ wahre mich vor bösen edanken, nimm mich in deinen vesonderen 6naden⸗ schutz und weiche nicht von mir. heiliger Jesu, vereinige du dich an die⸗ sem Tage mit meinem Leibe und mit meiner Seele. Speise mich mit deinem Leibe, tränke mich mit deinem Blute, auf daß mein schwacher õlaube gestärkt und ich deiner nade, der Vergebung meiner sünden und der ewigen Selig- keit versichert werde, daß ich als ein wür⸗ diger õast an deinem kische erscheine. nun, herr sott Vater, sei mein Schutz 39 und Beistand. serr Jesu, sei meiner Seele Speise, Licht und Leven. Und du, herr oott heiliger seist, erleuchte mich und erhalie mich in der wahren heiligung. daß ich in dem Stande der õnade, in 65. Gebet vor dem h. err Jesu christe, ewiger ottessohn, du hast in deiner wahren mensch⸗ heit für uns den Tod erlitten und uns von Sünden und der ewigen verdamm- nis erlöst; und damit wir solcher deiner Treue nimmermehr vergessen mögen, hast du in dem letzten Abendmahl uns ein ewiges edächtnis des aufgerichte⸗ ten neuen Bundes gestiftet, darinnen der Sünde der 6läubigen nun und in kEwigkeit nicht mehr soll gedacht wer⸗ den. Wir armen, elenden menschen kommen ju dir, dem Brunnen aller öonade und Barmherzigkeit, und vitten dich, lge unsere Sünden, reinige und erquicke unsere Seelen und laß uns mit wahrer Reue und Leid, in festem 6lauben, mit heiliger Ehrerbietung deinen allerheiligsten Leib und dein glut ju unserer Seligkeit empfangen. Hlf, daß durch dieses eheimnis des neuen kestaments der 6lauve gemehrt, die hoffnung gestärkt, die Liebe ent⸗ zuündet, das schwache Gewissen getröstet, alle Anfechtungen überwunden, und wir in unserm herzen deiner gött⸗ welchen ich heute aufs neue trete, Zelt meines Levens verbleiven möge. O herr. hilf; o herr, laß wohl gelingen. Deinem heiligen namen sei Lob, hre und Dank gesagt immer und ewiglich. Amen. eiligen Abendmahle. lichen huld und ewigwährenden er⸗ lösung unserer Seelen allenthalben ver⸗ sichert und versiegelt werden. o gütiger herr, giy uns erleuchtete Rugen un⸗ sers Verstandes, daß wir erkennen mö⸗ gen, welches da sei der Reichtum del⸗ nes herrlichen Abendmahls. in welchem du uns nebst deinem Leive und Blute Uergebung der Sünden. wahre õerech⸗ tigkeit und alie himmlischen öüter aus- spendest, auf daß wir mit herilicher Begierde und Verlangen dies heilige Sakrament würdig empfahen, deine Süßigkeit schmecken, deine ieve emp⸗ finden und durch dieselbe wiederum gegen dich entzündet werden. imm von uns weg alles, was dir mißfällt und uns hindert oder von dit wendet,. und gib uns, was uns zu dir kehrt und fördert, damit wir der frucht dle⸗ ses heilbringenden Tisches teilhaftie, unsere hungrigen und durstigen Seelen allhier gespeist und getrännt werden., und wir nach dieser Zeit auch in jenem Leben das himmlische Brot mit dir ewiglich essen. Amen. 66. Im hinzugehen. Gott Vater im himmel, ervarme dlich Vübver mich und sei mir gnädig, dei⸗ nem feinde, welches anjetzt mit kind- licher furcht zu deinem heiligen Altar kommt. TCaß mich deiner himmlischen mahljeit genießen, wie du sie mir be⸗ reitet hast, nämlich ju meiner Seele Seligkeit. 0O Gott Sohn, der Welt helland, ervarme dich über mich und laß mich anjetzt bei deinem heiligen Abendmahl ein dir an⸗ genehmer sast sein. 6ib mir, was du verheihen hast, und laß mich neymen. was mir von dir veschieden ist, jenes nach deiner Wahrheit und dieses su meiner serechtigkeit. 0 Gott heilliger õeist, erbarme dich über mich und verleihe mir deine õnade, daß ich dieses heilige Sakrament würdig empfange, damit meinen schwachen Glauben stärne, mein kaltes heri mit Llebe entjünde, mein biödes õewissen tröste, meine hoffnung erfrische, mein sündhaftes Leven bessere und daraut selig werde. o herr, hülf; o herr, laß wohl gelingen. Amen 4⁰ herr lig, a diges her meine gre von herze elmirr mit d heiligsten Sakrame ste, n allerheil setht im dem ge Rbst, wi 00 llhafte. 15 Seelln werden in senem ö mit all herr Jesu christe, ich vin nicht wür⸗ dig, daß du eingehest in mein sün⸗ diges herz; du weißt aber und erkennst meine große Armut und not, darum ich von herzen vegehre deiner egenwart, zu speisen, zu trösten und zu stärken meine arme Seele. Sprich sie an mit Ei⸗ nem Wort, so wird sie gesund. Amen. Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 67. Seufzer bei dem Empfange des gesegneten Brotes. el mir willkommen, herr Jesu christe, mit der edlen Speise deines aller⸗ heiligsten Leives, den du mir jetzt im Sakramente des Rltars mit dem geseg⸗ neten Brote zu essen gibst, wie du ihn für mich in den bittern Tod des streuzes gegeben hast zur Vergebung meiner Sünde; das laß mir zum ewigen Leben gedeihen. herr Jesu christe, dein heiliger Leib stärke und bewahre mich im rechten 6lauben jum ewigen Leben. Amen. 68. Seufzer bei dem Empfange des gesegneten gelches. ei mir willkommen, herr Jesu chri⸗- ste, mit dem edlen Trante deines allerheiligsten Blutes, das du mir jetzt im Säkramente des Altars mit dem gesegneten Weine zu trinken gibst, wie du es am sreuje vergossen hast zur Vergevung meiner sünden; das laß mir jum ewigen Leben ge⸗ deihen. herr Jesu christe, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glaäuben zum ewigen Leben. Amen. 69. enn man nach empfangenem Leibe und Blute Christi wieder an seinen Platz getreten err Jesuchriste, ichsagedirherzlich[ob Nuna dank, daß du mich jetzt avermal lo gnädig an deinem cische mit deinem Leibe und Blute gespeist und getränkt hast, und bitte dich von herjen, laß mir folches gedeihen jur Stärkung meines Glaubens, zur Besserung meines Levens, zum Schirm meiner Seele und ju sicherer Geleitung aus diesem Jammertal in das ewige vaterland. Bleibe in mir, daß ich ewiglich bleive in dir. Amen. mein Lebetage will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen, Dich will ich stets, gleich wie du mich. mit Lievesarmen fassen, Du sollst sein meines heriens Licht, Und wenn mein herz in Stücke bricht. Sollst du mein herze bleiben, Ich will mich dir, mein höchster Rkuhm. hiermit ju deinem Eigentum Beständiglich verschreiben. 70. Danksagung nach dem heiligen Abendmahle. Freundlicher, liebreicher herr Jesu chri⸗ ste, dir sage ich von herien Dank. daß du mich mit der köstlichen und ieuren Speise und crank deines heiligen Lei⸗ bes und Blutes erquickt hast. Nch, wer bin ich, daß du mich Unwürdigen ge⸗ würdigt haäst, von deinem dische ju essen? Ich danke dir für alle deine Lieve und Treue, für deine menschwer⸗ dung, für dein holdseliges Cvangeli⸗ um, für deinen Todeskampf und bluti⸗ gen Schweiß, für dein heiliges Leiden, 1¹ für die Bejahlung meiner Schuld, für die Versöhnung deines himmlischen Va⸗ ters, für die heiligung durch den heili⸗ gen oeist, für das ewige Leven. Aller dieser Wohltaten hast du mich durch den Glauben teilhaftig gemacht und durch das hohe. ieure Pfand deines Lei⸗ bes und Blutes im Sakrament versichert. 6ib, daß ich deiner großen Lieve nim⸗ mermehr vergesse, deines heiligen Todes stetiglich gedenke. Dein Leib und Blut heilige und segne meinen Leib ung Seele und veyüte mich vor allen Sün⸗ den. Nch mein Erlöser und Seligmacher, lebe du in mir, und ich in dir. Ver⸗ treib aus meinem herzen alle Untugend, vehalte und besitze du allein das hãus meines herjens. Schmücke und ziere meine Seele mit geistlichem Schmuck, mit starkem 6lauben, feuriger Liebe, brennender hoffnung, mit ecller De⸗ mut, heiliger õeduld, brünstigem Ge⸗ vet, holdseliger Sanstmut, seynlichem verlangen nach dir allein und nach dem ewigen Leben, daß du bei mir und in mir, und ich vei dir und in dir ewig bleibe, von dir rede, singe ung sage, ohne Unterlaß an dich getlenke, daß ich möge in diesem Glauben ein⸗ schlafen, am jüngsten Tage fröhlich auf⸗ erstehen und in die ewige freude ein⸗ gehen. Amen. 71. Um neuen sehorsam. un, mein heiland, in deiner scrãft will ich hingehen, und was noch Ubrig ist im fleische zu leben, nach dei⸗ nem Willen zuvringen. Weil es aber nicht in eines menschen fraft stehet, wie er wandele und seinen Gang richte, so gib du mir das Vollbringen. Begiere mich durch deinen heiligen Geist, laß deine oüte und reue mich allewege be⸗ hüten. Laß mich empfinden, daß du durch den Glauben in mir wohnest, durch die Fieve in mir levest und durch dlie Hoffnung mich täglich stärkest. Gib, daß ich ohne heuchelei in Sanftmut und Demut veständigeinhergehe, damit dein Leben an mir offenbar werde. õib mir alle Tage neue graft, daß ich mich ver⸗ leugne, die Weit verschmähe, dein Kreuz auf mich neyme und dir veständig nach⸗ folge. 6ib mir mut und Stärke, daß ich meinen feinden getrost widerstrebe, die Werne des Teufels in mir beständig töte, auch die Weit und was in der Welt ist. als Rugenlust, fleischeslust und hoffärti⸗ ges Wesen, mutig untertrete. Laß mich in allen Stücken an dir, meinem haupte. wachsen und fruchtbar sein in allen guten Werken. vollführe du selbst das gute Werk, welches du in mir angefan⸗ gen hast. Bleive in mir und laß mich in dir bleiben, laß mich in deiner Liebe und Erkenntnis junehmen, daß ich im Gläuben bleibe, einen guten Kampf kämpfe und in das ewige Leben dringe, wo freude die fülle und liebliches Wesen zu deiner Bechten ewiglich ist, da nich denn mit allen Ruserwählten vor deinem Throne stehen und sin⸗ gen werde: Lob, Preis und Dank und Weisheit und Kraft und Stärtze sei un⸗ serm Gott von Ewigheit zu Ewigkeit. Amen. 72. ARvendgebet am Abendmahlstage. Aumächtiger, ewiger sott, der du alle⸗ wege unsere Schwachheit ganz väter⸗ lich bedenest und daher neben andern unzählbaren Wohltaten, die du uns er⸗ zeigest, auch die Nacht jur notwendigen kuhe unsers müden Leibes gnädiglich verordnet hast, ich bitte dich von herien. verzeihe mir und allen denen, welche au heute mit himmlischer Speise und Trank begnadigt hast, alles, wodurch wir deiner himmlischen 6üte nach un⸗ serer großen Schwachheit aufs neue un⸗ wert geworden sind. 6ib uns, herr, ein ernstlich mißfallen aller unserer fünd⸗ lichen Gebrechlichteiten, entzünde in uns durch deinen heiligen õeist eine un⸗ auslöschliche Begierdenach der täglichen Besserung. verleihe nun, o herr und ge⸗ treuer vater, eine stille und ruhige llacht in deinem frieden mir und allen freu⸗ denmüden menschen, sowie auch denen, die ohne deine vesondere õabe und Er⸗ hörung dieser gitte vor ranzheit, Kum⸗ mer, Herjeleid. Anfechtungen oder Lei⸗ besschmerjen nicht schlafen könnten. wache du über uns, du getreuer vater, 42 erleucht wir nia sen, so blauber Unsers Wendige deines h du hom de, die In den Anlaß ⸗ eingesch bau, di- . Num herrn) alle ön⸗ bisher x nlichemn nd nach bei Mit d in dlt ige Unl jedenbe, hen ein⸗ lich auf⸗ ule ein · Ilig töte, Uelt is Hoffach ah mich erleuchte die Rugen unsersõemütes, daß wir nicht im Tode der Sünden entschla⸗ fen, sondern wachen im lebendigen 6lauben, welcher allezeit in der Lampe unsers herjens brenne und seine not⸗ wendige nahrung habe von dem öle deines heiligen seistes, auf daß, wenn du kommst und anklopfest zu der Stun⸗ de, die uns verborgen, dir aber allein bewußt ist, wir dich ohne Verzug mit aller freude einlassen, dir, unserm ge⸗ liebten Bräutigam, fröhlich entgegen⸗ gehen und dann mit dir eingelassen werden in deinen himmlischen freu⸗ densaal, wo du dich mit allen 6laubigen in ewiger Liebe, Freude und Seligkeit vereinigen und erfreuen wirst bei dei⸗ nem ewigen Abendmahle. Amen. 23. V. Das allgemeine firchengebet. In den folgenden allgemeinen Kirchengebeten werden bei gegebenem Anlaß die an den bezeichneten Stellen in den Anmerkungen gegebenen fürbitten eingeschaltet. Rußerdem ist es gestattet, die ortsüblichen fürbitten für den Berg⸗ bau, die Schiffahrt, die Deiche, die Bienenzucht usw., sowie die fürbitten für einzelne emeindeglieder einzufügen. 1. Allmächtiger ott und Vater unsers herrn Jesu Christi, wir danken dir für alle õnade, Liebe und Treue, die du uns bisher erwiesen hast, und bitten dich herzlich, du wollest deine heilige christ⸗ liche stirche mit ihren Dienern, Wäch⸗ tern und hirten durch deinen heiligen Geist regieren, daß sie bei der recht⸗ schaffenen Weide deines seligmachen⸗ den Wortes erhalten werden möge, da⸗ durch der wahre 6laube und die Liebe gegen dich und alle Menschen in uns erwachse und zunehme. Segne die Ar⸗ beit der mission unter Juden und hei⸗ den und laß gedeihen alle Werke der Barmherzigkeit an den Flenden in der Christenheit.) Laß deine önade groß werden über dei⸗ nen snecht Wilhelm, den Faiser, un⸗ sern König und herrn, und das ganze Rönigliche haus. Setze ihn uns bei lan⸗ gem Leben zum veständigen Segen und christlichen Vorbilde. Beschütze das fö⸗ nigliche friegsheer und die gesamte deutsche sriegsmacht zu Lande und zu Wasser, insonderheit die Schiffe, welche auf der fahrt sind. Segne alle Rãäte und Diener unsers saisers und Königs, daß ihre Dienste zu deiner Chre und des Va⸗ terlandes Bestem gereichen. Sei du des ½)(Vor cröffnung der Bezirkssynode:) 6ib auch deinen Segen zu den Beratungen unserer Bezirkssynode. Küste alle, die daran teuzunehmen berufen sind, mit dem Geiste der Weisheit und straft, der Cieve und des friedens und laß die Arbeit der Synode frucht schaffen zum heil unserer 6emeinden. (Wäyrend der Dauer der Landessynode:) Bekenne dich auch in önaden zu den Beratungen der Tandessynode. Sei du selbst in ihrer mitte mit deinem seiste, dem Geiste des friedens und der Einigkeit, gib heiligen Rat, fröhlichen ut und gute Werke, und laß alles, was da gehandelt und veschlossen wird, gereichen zur Erbauung unserer Landeskirche und ju deines heiligen lamens RBuhm und ehre. (Dährend der Erledigung des Pfarramts:) Siehe insonderheit diese emeinde in Gnaden an, schenke ihr einen Prediger und Seelsorger nach deinem herzen, der dein teures vangelium lauter und rein verkündigt mit Beweisung des Geistes und der Kraft, und lenke dazu die Herzen aller, denen die Bestellung des Amtes von dir befohlen ist. 43 S SSSISSIIIII Deutschen geiches starker Schutz und Schirm. Laß deine énade ruhen auf seinen fürsten und freien Stadten und hilf, daß õlauben und creue, straft und Einigkeit unsers Volkes Ruhm und th- re sei.ꝰ) Wir bitten dich ferner, liever himmli⸗ scher Vater, fur den hausstand und alle, die dazu gehören. 6ib gottesfürchtige theleute, Eltern und herren, gehorsame sinder, frommes und getreues Gesinde und segne alle eyrliche Nahrung und bewerbe.“) Witwen und Waisen und alle, so in Ar⸗ mut, serankheit, Kindesvanden und an⸗ dern Anfechtungen sind, auch die, so um deines heiligen namens und der Wayr⸗ heit willen angefochten werden oder sonst Verfolgung leiden:Tröste sie, o 6ott, mit deinem heiligen seiste, daß sie sol⸗ ches alles für deinen väterlichen Willen aufnehmen und erkennen. Und ob wir zwar mit unsern Sunden deinen Zorn wohl verdient haben, so bitten wir doch, o treuer, barmherziger Vater, gedenke unser nicht nach unsern Sünden, son⸗ dern nach deiner großensarmherzigkeit. verschone uns gnädig mit allerlei schwe⸗ ren plagen Leibes und der Seele, be⸗ schere uns allen, wenn unser Stündlein vorhanden ist, ein seliges ende und ver⸗ einige uns an deinem großen cage mit allen deinen Kindern vor deinem An⸗ gesicht. Um deines lieven Sohnes, Jesu Christi, willen, der mit dir und dem heiligen beiste levet und regieret in kwigkeit. Amen.) 2. herr Gott, himmlischer Vater, wir loben und preisen dich für alle Wohl⸗ taten, die du uns im Geistlichen und Leiblichen ohne alle unser verdienst und Würdigkeit erwiesen hast, und vitten dich im Namen ZJesu christi, deines lie⸗ ben sohnes, um deinen ferneren Segen. Erhalte uns und unsern Uachkommen die reine eyre deines heiligen Cvan⸗ geliums und den rechten õebrauch der Sakramente und gib deiner firche Lei⸗ ter und Regierer, hirten und Leyrer 2)(Am Sonntage vor oder nach dem seburtstage des saisers und Königs:) In⸗ sonderheit sagen wir dir heute Dank, daß du den faiser, unsern önig und herrn, wiederum durch ein Jahr seines Lebens hindurchgeleitet hast. Walte ferner über ihm mit deiner olte und Treue. Verlängere seine Tage; sei auch im neuen Levenssahre sein Schirm und Schild, seine hülfe und sein heil, und verleih ihm õnade, unser Land nach deinem Willen zu regieren, auf daß die berechtigkeit gefördert, die Bosheit aber gehindert und gestraft werde, und wir in stiller Ruhe und gutem frieden, wie Christen gebührt, unser Leben vollführen mögen. (Während der Dauer des Reichstags und Landtags:) Segne die Beratungen des Reichstags(und des Tandtags) jum heil unsers Volkes. (für den patron der stirche:) Verleihe dem patron dieser irche und seinem hause deinen Segen zeitlich und ewiglich. )(Für die Konfirmanden:) Laß dir auch die honfirmanden unserer semeinde vefohlen sein. neige iyr herj zu deinen Zeugnissen und vewahre sie vor Argernis und Verführung, auf daß sie in der heilsamen Lehre recht gegründet an ihrem Ronfirmationstage ein gutes Bekenntnis tun und würdig zu deinem Tische kommen mögen. 9 Da, wo nach der sottesdienstoranung auf der Ranjel nur die nbkündigungen geschehen, lauten die einzuschievenden fürbitten: (Für die Rufgevotenen:) Insonderheit vitten wir dich als den Stister des heiligen Chestandes für die õlieder unserer 6emeinde, welche nun in diesen Stand treten 44 nach dein ausbreiter eingehe, und sellg heglere, 6 heit und mmonderz h u fri leinen n rn Kont lontguch segierun dedangen Werke, ta Ium. er heere, ge ertanen Amente luhren m chrbarze Wir dittez unser ges lad seine einggei Ragligen unsers vol sen einen .— wollen, angen Oannfagt meinde len, son· erfigkeit. lei schwe⸗ eele, be⸗ tündlein und ver⸗ lage mit nem An⸗ u christi, heillgen wighelt. ater, wit lle Wohl S PSRSRSRSRSRSRSRSRSRSRSRSRSRSRSSREEEEEE nach deinem herien. Caß dein Reich sich ausbreiten, daß die fülle der heiden eingehe, und auch Israel sich vekehre und selig werde.) kegiere, herr, mit dem 6eiste der Weis⸗ heit und serechtigkeit alle ovrigkeit. Insonderheit laß dein väterliches ant⸗ Uitz zu frieden und Segen leuchten über deinen snecht Wilhelm, den Kaiser, un⸗ sern Köͤnig und herrn, und das ganze stönigliche haus. Verleih ihm ju seiner kegierung ein weises herz, königliche Gedlanken, heilsame Ratschläge, gerechte Werke, tapfern mut und einen starken Arm, verständige Räte, sieghafte ftriegs⸗ heere, getreue Diener, gehorsame Un⸗ tertanen, damit wir unter seinem Re⸗ giment ein geruhiges und stilles even führen mögen in aller õottseligkeit und Chrbarkeit.e) Wir bitten auch um deinen Segen für unser gesamtes deutsches Vaterland. Laß seine fürsten und freien Städte in Einigkeit verbunden bleiben, gib ein⸗ trächtigen Sinn unter allen Ständen unsers volkes und erhalte unsern 6ren⸗ jen einen beständigen ßrieden. Walte mit deinem frieden in unsern häusern, heilige die hen, gib onade zur Erzieyung der Jugend.s) Segne alle eyrliche nayrung und 6ewerbe. Wen⸗ de gnädig von uns av alle wohlver⸗ dienten Landplagen und gib den früch⸗ ten der Erde gedeihliche Witterung. Sende allen Traurigen Trost, õeduld und Kraft den Franken und Schwachen, 6e⸗ deihen den müttern und Säuglingen, sei der Witwen und Waisen vater. hilf einem jeden in seiner not, du heiland aller menschen, sonderlich deiner släu⸗ bigen. Bereite uns alle zu einem seligen Ende. 6ib, daß wir leben in geiner furcht, sterven in deiner onade, ruhen in dei⸗ nem frieden, auferstehen in deiner frast und das ewige Leben ererven durch Jesum christum, deinen lieven Sohn, unsern herrn. Amen. 3. Allmächtiger, ewiger 6ott, Vater un⸗ sers herrn Jesu christi, wir danken dir, daß du uns in diesemzeitlichen Leben bis- her gnädiglich erhalten undg durch das Cvangelium von deinem sohne jum ewigen Leven verufen hast. Du hast uns wollen, daß du ihnen verleihen wollest, ihren chestand in deinem Hamen anzu⸗ fangen und unter deinem Segen christlich zu führen. Danksagung für 6eburten:) Dir danken wir auch mit den Eltern dieser 6e⸗ meinde, welche du durch die 6eburt eines Kindes erfreut hast; laß dir mutter und feind(mütter und finder) ferner vefohlen sein, schenke dem sinde(den kindern) bald den Segen der heiligen Taufe und verleih den Eltern, es(ie) in deiner furcht ju erziehen. Für die Abendmahlsgäste:) Taß alle slieder unserer oemeinde, die heute ju deinem kische kommen, das heilige Sakrament des Leives und Blutes Jesu christi würdig empfangen und in ihrem 6lauben dadurch gestärkt werden. Danksagung für die Verstorbenen:) Laß dir auch wohlgefallen die opfer unseres Dankes für das Glied(die lleder) dieser semeinde, welches(welche) du nach deinem unerforschlichen Ratschlusse aus diesem érdenleven abgerufen hast. Tröste die hinterbliebenen und stärke ihren 6lauben, daß sie sich ergeven in deinen Willen und dich preisen für alles. Dom Sonntag Rogate bis zum Erntedankfeste:) Du wollest auch den früchten des feldes gute und fruchtbare Witterung verleihen und sie vor allem Schaden und Unfall vewahren, daß wir deinen Segen fröhlich einvbringen und deine milde hand mit Danksagung erkennen. 45⁵ auch heute dein heiliges Wort in friede herilich, du wollest uns helfen, daß wirs andern ne und guhe hören lassen. Gib, daß wir es in einem feinen guten herien bewahren deinem h zur Stärkung unsers Gläubens und zur und frucht vringen mit õeduld. Wir deinerech Besserung unseres Lebens in einem fei⸗ vitten dich auch, o gütiger ott, du wol⸗ endlich so nen, guten herzen vbewahren. Erhalte lest deine heilige christliche sirche samt Dater, un uns und unsern Uachkommen die Pre⸗ ihren dienern, Wächtern und hirten mit sollst gepe digt deines seligmachenden Worts und deinem heiligen seist regieren, auf daß Sohnes e gib aller orten treue hirten und Leyrer.) sie vei der gesunden Weide deines allein⸗ lers wille Schütze, eryalte und segne deinen knecht seligmachenden Worts erhalten werden 5. Harmy wilhelm, den Kalser, unsern könig ung moge, und also der olaube an dich ge⸗ des licht herrn, und sein ganjes haus. Gib ihm stärkt werde, und die Liebe gegen alle Dollzomn 6nade mit seinen Bäten und Dienern, menschen erwachse und zunehme.) urilbten,, seine Lande in frieden zu regieren. du wollest auch den Stand der welt⸗ bebet vof nimm unser ganzes deutsches Vaterland lichen obrigkeit segnen, unserm saiser Angst un in deinen Schutz. Erfülle alle obrig⸗ und Rönig, seinen 6ewaltigen und Rä⸗ daß alle heiten und Untertanen mit Weisheit, ten deine önade verleihen, ihre herzen, freuen un 6ehorsam und Eintracht und segne sie Ratschläge und handlungen regieren du wolle zu deinem Wohlgefallen.“) und dahin lenken, daß sie allein ju dei⸗ chre Süne Segne den christlichen hausstand. 6ibnes namens Ehre, der seirche und des Irrtum u 6nalle jur finderzucht in den häusern vaterlandes Wohlfahrt gereichen mo⸗ Glauben und Schulen. heilige die zugend und gen, damit die Wayrheit erzannt und halten, f vewahre sie vor Argernis und Verfüh. vekannt, Becht und erechtigkeit auf⸗ lle obri rung.“) Gib gedeihliche Witterung und gerichtet und geyandhavt werde.“) meinem! laß die frucht der Erde wohl geraten. Allen Untertanen aber wollest du geben And inso fördere alle ehrliche Arbeit und segne ein gehorsames herz, daß sie ihre ordent⸗ onig bel alle, die im Schweiße ihres Angesichts liche obrigkeit fürchten und eyren, em seinem 0 recllich und treulich ihr tägliches Brot fönig geben, was des Königs ist, una Wollest d suchen. Wende in õnaden ab alle wohl⸗dir, o Gott, was dein ist. und ging verdienten Candplagen, srieg, ßeuer⸗ wollest auch durch deinen allmächtigen kung, 1 und Wassersnot, teure Zeiten, Krankheit Arm steuern und wehren dem morden Uot, srie und Seuchen. und Drohen aller feinde deiner sirche Strafen 6ib uns und unsern Angehörigen, was und uns erretten von der hand aller Oder gur uns an Leib und Seele gut ist, und um-derer, die uns hassen.“) dern, dle + fange uns allejeit mit deiner 6lte. 6ib Wir bitten dich auch, ewiger Gott, du ren, dieg uns deine önade, christlich zu leben und wollest gnädiges, fruchtbares Wetter Hesunahe * selig ju sterben. geben, die früchte auf dem felde gen Zesserun j Erhöre uns, liever Vater im himmel, deihen und geraten lassen, auf daß wir Rläubige um Jesu christi unsers heilandes willen, durch deinen Segen von der Erde das ligen ei ꝗ der mit dir und dem heiligen seiste sei tägliche Brotempfangen, dir dafür dan- lurch 90 hochgelobt in ewigkeit. Amen. ken, den Dürftigen und Armen davon Amen. 4. Wir danken dir, allmächtiger, varm⸗ mitieilen mögen, und wollest uns gna⸗ b.laßt ö herziger Gott, Vater unsers herrn Jesu dig veyüten vor hunger ung teuren musen: V. Christi, für alle deine süte und Wohl⸗ Zeiten, vor pestileni und vösen Seuchen, honm, taten, insonderheit fur die Sendung vor érieg, nufruhr und Zwietracht. 19˙ ö deines lieben Sohnes und die nade, Wir vitten dich auch für alle, so in Wi die du uns jetzt jur Anhörung deines Trübsal. Armut und srankheit, in Ge;*D as 0 Worts verliehen hast, und vitten dich fahren zu Wasser und iu Lande und in gen Win 1 V 4⁰ daß wirs bewahren uld. Wir , duwol. irche samt hirten mit auf daß nes allein⸗ en werden an dich ge⸗ gegen alle hme. N der welt⸗ enm halser en und ßa hre herien, regleren lein ju dei andern nöten sind; tröste sie, o Gott, mit deinem heiligen seiste und biete ihnen deinerechte hand, die alles ändern ann. Endlich so bitten wir dich, himmlischer vater, um alles, darum du willst und sollst geveten werden, um deines lieben Sohnes Jesu christi, unsers einigen mitt⸗ lers willen. Amen. 5. Barmyerziger, ewiger 6ott, du Vater des Lichts und eber aller guten und vollkommenen 6abe, du Tröster der Be⸗ trübten, du Art der franken, laß unser Gebet vor dich kommen, in welcherlei Angst und not wir dich anrufen, auf daß alle menschen sich deiner hülfe er⸗ freuen und dir danken. Wir bitten dich, du wollest gnädig deiner Christenheit ihre Sünden vergeben und sie von allem Irrtum und lübel erretten, in rechtem Glauben und 6ehorsam gegen dich er⸗ halten, treue hirten und Lehrer geben, alle obrigkeit zu deinem Lobe und ge⸗ meinem frieden führen und regieren und insonderheit unsern Faiser und sönig behüten und erleuchten und mit seinem ganzen hause bewahren. du wollest auch alle hausväter samt Weib und find und 6esinde bewahren, Teue⸗ rung, Krannheit, feuer- und Wassers⸗ not, Krieg und alle wohlverdienten Strafen von uns gnädiglich abwenden oder durch deine Barmherzigkeit lin⸗ dern, die früchte auf dem ßelde bewah⸗ ren, die Betrübten trösten, den ranken Gesundheit, den Sündern 6nade zur gesserung ihres Lebens und allen christ⸗ gläubigen Barmherzigkeit, deinen hei⸗ ligen õeist und ewiges Leben mitteilen, durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. b. Taßt uns in frieden den herrn an⸗ rufen: Um den frieden, der von oben kommt, und das heil unsrer Seelen, um den frieden der ganzen Welt und die Dauer seiner heiligen seirche, für dieses ihm geheiligte haus und für alle, die mit 6lauben und der furcht Gottes in dasselbe eingehn, für unsre hirten und Lehrer, daß sie das Wort der Wahr⸗ heit recht lehren, für die gaͤnze christ⸗ liche oemeinde und alle, die ihr dienen im Werk der Leitung und in der Arbeit der Liebe, laßt uns zum herrn beten: herr, erbarme dich!“) für den staiser, unsern önig, und sein ganzes haus, flir seine acht und seine heere, für den Sieg und die Dauer sei⸗ ner herrschaft, und daß Gott ihm in allem beistehn und ihn leiten möge, und wir unter seinem Schutz ein geru⸗ hig und stilles Leben führen in aller Gottseligkeit und Chrbarkeit, laßt uns zum herrn beten: herr, erbarme dich! für diesen ort, das ganze Land und alle 6läubigen, die darin wohnen, laßt uns zumßerrn beten um 6esundheit der Tuft, Fruchtbarkeit der Erde und friedliche Zeiten; für die Seefahrenden und Rei⸗ senden, für die Armen, Elenden, õefan⸗ genen, für die Betrüvten und Angefoch⸗ tenen, ranken und Sterbenden und für ihr heil, und daß er uns vor aller Trüb⸗ sal, oewalt, efahr und Hot bewahre und uns, wenn unser Stündlein kommit, ein seliges Ende beschere, laßt uns zum herrn beten: herr, erbarme dich! Umm dich unser gnädig an, rette und erhalte uns; denn dir allein gebührt der Ruhm und die Ehre und die Anbe⸗ tung, dem vater und dem Sohne und dem heiligen seiste, jetzt und immerdar und von Ewigkeit ju Ewigkeit. Amen. *) Das dreimalige»herr, ervarme dich« kann auch von der semeinde gesun⸗ gen werden. 4⁷ S SSSSSSSeee VM. 6edete für feste und Wochengottesaienste der Kirche. Wohl denen, die in deinem hause wohnen, die loben llich immerdar. 74. Ruf RAdvent. herr christe, heut freut sich billig die ganze werte christenheit, weil sie dei⸗ nen heiligen Rdovent festlich vegeht. Die lievestirche jauchit als deine Braut, weil du, ihr liever himmlischer Bräutigam, zu ihr nommst. Wir irrenden Schäflein frohlocken, daß du, o hirt und Bischof unserer Seelen, mitten unter uns deine gnädige 6egenwart sehen lässest. Wir Kranken freuen uns, weil du uns be⸗ juchst, o heilsamer Rrit aller menschen. Wir armen jubein, weil du, obwohl ein reicher herr, dennoch so brüderlich mit großen, herrlichen öeschenken bei uns einkehrst. Ich Herr, weiche nicht von uns mit deiner 6nade, laß uns die Zeit deiner gnädigen heimsuchung dankbar erkennen und deine Zukunft stets gnadenreich und heilsam sein. stomm täglich zu uns, in unsere firchen. in unsere Schulen, auf unsere kathäuser und in unsere ohnungen, mit deinem reinen Wort, mit deinen heiligen Sakra⸗ menten, mit deiner Weisheit, mit Bei⸗ stand, 6lück, Segen und önade. Ja. weil du bereits in unsere herien gekom⸗ men bist, so laß uns dich nie wieder ver⸗ lieren und nimmer ohne Trost erfunden werden. Endlich, weil du einmal kom⸗ men wirst zu richten die Lebendigen und die Toten, so regiere uns, daß wir uns bereiten und unsern Lauf also be⸗ schließen, daß wir deine Zukunft mit freuden erwarten und dich nicht als einen gestrengen Richter, sondern als einen freundlichen Erlöser anschauen und Erben deines Reiches werden mo⸗ gen. Amen. 75. Am christfeste. allmächtiger ott, himmlischer Va⸗ ter, wir danken dir von örund un⸗ serer herjen, daß du aus lauter Wohl⸗ gefallen und aus unaussprechlicher Lie⸗ ve deinen eingebornen Sohn Jesum christum, den 6lanz deiner herrlichkeit und das Cvenbild deines Wesens, in diese Weit gesandt hast, welcher unser armes fleisch und Blut an sich genom⸗ men, auf daß er uns von Sünden, cod, Teufei und holle erlösete und mit sich in das keich der ewigen Seligkeit ver⸗ setzte. õelobet sei deine herzliche Barm⸗ herzigkeit immer und ewiglich. Erfülle nun an diesem feste unser aller herzen mit deiner nade, daß wir deine große Cieve und Barmherzigkeit erkennen, nicht uns, sondern dir leven, dir ver⸗ trauen, dich lieven und loben unser Lebenlang. Eryalte vei uns und unsern nachkommen dein heiliges, seligma⸗ chendes Wort, sende treue diener in dei. ne Ernte. Wir vitten auch für alle en⸗ schen, insonderheit aver für unsere christliche obrigkeit. Regiere sie durch deinen seist, daß sie zuvörderst und vor allen Dingen bei ihrer Regierung, soviel an ihnen ist, das Reich unsers einigen, ewigen sönigs Jesu Christi ve⸗ fördere und ausbreite und ja ihren Stand und Wandel auf dieser Welt also führe, daß sie dermaleinst mit ihm und allen Ruserwählten im himmelreiche in alle wigkeit herrschen möge. Siehe deine arme, vbedrängte sirche und klei⸗ ne herde in önaden an, komm ihr zu hülfe und errette sie aus den großen nöten, die sie vetroffen haven. Tröste 48 (WMO sie, hert, sie sich d nen nam heute ind kranken, und auler sal stechef aufgehen Ida Dord ne oüte! Verflosse hast. Es gar aus noch ei Sunde hi brechen 0 derben t de ung 50 U r alley lehrer uns agej von seine ein depen Irnobr lehen, a in slller! hristen SSSSSS sie, herr, durch deinen Geist, auf daß sie sich deiner Eüte erfreuen und dei⸗ nen namen ewig preisen möge. Laß heute in den herzen aller Angefochtenen, Kranken, Uerfolgten, Witwen, Waisen und aller andern, so in HNot und Trüb⸗ sal stecken, eine tröstliche Christfreude aufgehen. Auch die, welche deinen Sohn Jesum christum noch nicht erkennen, bringe an das Licht deiner Wahrheit, da⸗ mit sie samt uns und allen Ruserwähl⸗ ten, Engeln und menschen, dich loben und im wahren 6lauben und mit herzli⸗ cher freudigkeit singen mögen: Chre sei 6ott in der höhe, friede auf Erden und den mnenschen ein Wohlgefallen! Amen. 76. Zum Schlusse des Jahres. ir danken dir, herr Zebaoth, du Gott Israels, wir danken dir für alle dei⸗ ne 6üte und deine Wunder, die du dies verflossene Jahr hindurch an uns getan häst. Es ist deine Güte, daß wir nicht gar aus sind, deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, du häst alle unsere sSünde hinter dich geworfen, unsere 6e⸗ brechen geheilt, unser Leben vom ver⸗ derben erlöst und uns gekrönt mit öna⸗ de und Barmherzigkeit; sirche und Schule und haus häst du gesegnet und vor allem Übel behütet. Du hast uns Lehrer gegeben zur serechtigkeit und uns sagen lassen, daß sich ein jeglicher von seinem bösen Wesen bekehre und sein Leben bessere. Du hast unserer christ⸗ lichen obrigkeit ꝛnade und Weisheit ver⸗ liehen, daß wir unter ihrem Regiment in stiller Ruhe und gutem frieden, wie Thristen gebührt, haben unser Leben vollführen mögen. du hast uns viel õutes getan an Leib und Seele, an Weib und sind, an hab und Gut, in der Stadt und auf dem felde, daß wir nicht alles erzählen können. Gelobt sei Gott, der Uater unsers herrn Jesu christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Se⸗ gen in himmlischen Gütern durch hri⸗ stum, der uns so viel Gutes getan, vom Hhimmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere herzen erfüllt mit Speise und freude. Danket dem herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich. Sagt, die ihr erlöst seid durch den herrn, die er aus der not erlöst hat, die er errettet aus ihren Angsten: Gelobt sei der herr, der 6ott Israels, von Cwigkeit ju Fwigkeit, und alles Volk sage Amen und lobe den herrn. Gelobt sei der herr ewiglich! Amen. Amen. 77. Am neujahrstage. Illmächtiger, ewiger Gott, varmher⸗ ziger, lieber Vater, wir haven setzt abermals ein Jahr unserer pilgrimschaft in diesem irdischen Leben ju Ende ge⸗ bracht und fangen in deinem namen ein neues an. Nch herr und Gott, wie groß ist deine öüte, die du uns bisher aus väterlichem herzen bewiesen hast. Dein heiliges Wort hast du uns samt dem rechten 6ebrauch der heiligen Sa⸗ kramente rein erhalten, friedliches Re⸗ giment beschert, täglich lahrung gege⸗ ben, unsere herjen mit Speise und freu; de erfüllt, allerlei Seuchen, bestilenz, feindlichen Unfall und viel Unglück in dieser betrübten Zeit von uns gnädig⸗ lich avgewendet. Du hast uns jwar ge⸗ züchtigt um unserer vielfältigen Sünden willen, aver deine 6nade hast du nicht von uns gewendet. für solche deine Barniherzigkeit sagen wir dir Lob und Dank und bitten dich demütiglich: Rech⸗ ne uns nicht zu unsere vorige und alte Sünde, womit wir dich so oft erzürnt häben, sondern vergib sie uns um un⸗ sers herrn Jesu willen. Kegiere uns, daß wir keine alte Unreinigkeit und missetat in das neue Jahr bringen, son⸗ dern den alten menschen aus- und den neuen anziehen, der nach dir geschaffen 40 SSS ist. fange an, liever Vater, uns aufs neue ju segnen. 6ib uns neugeborne gerjen, erneuere deine väterliche Liebe und Treue an uns, gib heiligen mut und rechte Werke. Nimm von uns alles Herjeleig und wohlverdiente Strafen, und weil keine Stunde noch Rugenblich vergeht, da wir ohne deinen Schutz nicht in groß lend geraten könnten, so halte deine önadenhand väterlich über uns. Barmherziger sott und vater, erhöre unser sebet, erbarme dich aller Men⸗ schen, erhalte uns dein reines Wort, heilige alle eyrer und Prediger, erbaue Kirchen und Schulen. Behüte uns vor falscher Lehre, stärke alle treuen Regen⸗ ten, fördere guten Rat und Tat; segne väter und mütter, regiere Kinder und Gesinde; vewahre uns vor frieg und Blutvergießen, wende ab Pest und Teu⸗ rung; steure dem örimme des Teufels, sende uns deine heiligen Engel; kröne das Jahr mit deinem 6ut; gib frieden im Cande, unserm ßerzen freude, un⸗ serm Leibe Gesundheit, unserer Stadt (emeinde) Einigheit; benedleie unsere nahrung, fördere das Werk unserer hände, nähre treue Arbeiter; bekehre diesünder, kräftige diefrommen, brin⸗ ge zurecht die Irrigen; schütze Witwen und Waisen, tröste die Clenden, erfreue die Traurigen, pflege der ranken, hilf den hülflosen, errette die Bedrängten, sel vei den Sterbencen. Durch Jesum christum, deinen lieven Sohn, unsern heiland und Erlöser. Amen. 78. Am feste der Erscheinung christi. err, heiliger vater, allmächtiger, ewi⸗ ger ott, wir danken deiner gött⸗ lichen majestät, daß du den Weisen aus dem morgentande deinen heiligen und eingevornen Sohn Jesum christum hast offenbart und daß du auch uns arme heiden durch den Stern deines selig⸗ machenden Wortes zu seiner heilsamen Erkenntnis häst kommen lassen. Cob, Chre, preis und Dank sei dir, bäarmher⸗ ger, gütiger ott, für diese und alle deine großen Wohltaten. Wir bitten dich herjlich, regiere uns mit deinem heiligen öeiste, daß wir trotz aller hin⸗ derungen deinen Sohn, unsern helland und Seligmacher, suchen, finden und erkennen, anbeten, dienen und ehren. Laß uns im Glanze des Lichtes, das die ganje Welt erleuchtet, unsere füße nach dem Scheine des leuchtenden Sternes, deines Wortes, richten, daß wir ein neu christlich Levben beständig führen mö⸗ gen. Begiere und segne unsere liebe obrigkeit und die ganze christliche 6e⸗ meinde. Tröste alle betrübten, mit dem Tode ringenden herzen, und erfülle sie mit deiner himmelsfreude. Und weil du willst, daß allen menschen geholfen werde und alle zur Erkenntnis der wahrheit kommen, so bitten wir dich: Laß das Llicht deiner 6nade leuchten üÜber alle, die noch in finsternis wan⸗ deln, und bringe deine jerstreuten fin⸗ der zusammen, auf daß dein Reich komme und Eine herde und Ein hirte werde, wie du uns verheißen und ver⸗ tröstet hast durch Jesum christum, det⸗ nen lieben Sohn, unsern herrn. Amen. 70. passionsgebete. 1. O herr Jesus christus, der du uns armen und verlornen Sündern durch dein heiliges, unschuldiges Leiden öna⸗ le bei deinem himmlischen Vater er⸗ worben und das ewige leben wieder gebracht hast, wir danken dir aus her⸗ jensgrund für deine Ciebe, deine Angst und not und deinen seligmachenden Tod und bitten dich: Erhalte uns ewig in der Lieve und im Lobe deines vel⸗ dens und gib uns önade, die ewigeohl⸗ tat der teuren ẽ rlõsung mit dankbarem 30⁰ Hersen; Lah uns u der hj be heiße m behor Werden 1 hllf aug leines v Sellghei Aesus ch 2. Herr) wir dan Welt Sii dein gei⸗ opfer fi lich in und vist gegeißel reufigt onade, Hetracht und Tod ler allen Sterben wider 5 waffnet L geil wir sol Hapfen. wrieg und uns Leu⸗ Leufels, el: Köne o frleclen eulle, un. rer Städt ũle unsere unserer bebehre memorin. e Wttwen , erfttue Rben, Huf drängten, Jesum 0 unsern sterues⸗ i ein neu · ihren N isere liebe isliche 6e⸗ DEEEEEERR herien zu erzennen und zu preisen. Laß uns dadurch im Glauben stärker, in der hoffnung fröhlicher, in der Lie⸗ ve heißer, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger und beständiger werden und unsern Sünden absterben. hilf auch, daß wir an unserm Ende deines blutigen Todes uns zur ewigen Seligkeit freuen und trösten, o herr Jesus christus. Amen. 2. Herr Jesus christus, du Lamm Sottes, wir danken dir von herzen, daß du der Welt Sünde getragen hast und durch dein Ceiden und deinen Tod das Sühn⸗ opfer für uns geworden bist. Du hast dich in der Sünder hände hingegeben und bist um unsertwillen verspottet, gegeißelt, mit Dornen gekrönt und ge⸗ kreuzigt worden. ach, verleih uns 6nade, daß wir durch die andächtige Betrachtung deines heiligen Leidens und Todes von herzen gedemütigt, un⸗ ter allen Anfechtungen im Leben und Sterben getröstet und zu dem fampfe wider Sünde und Welt mächtig ge⸗ waäffnet werden. Du hast uns, o liev⸗ ster heiland, ein Vorbild gelassen, daß wir sollen nachfolgen deinen fuß⸗ stapfen. Gib, daß wir im Nufsehen auf dich, den Anfänger und Vollender un⸗ sers Glaubens, laufen durch Geduld in dem sampfe, der uns verordnet ist, auch einst des laubens Ende, der See- len Seligkeit, davonbringen und dich für deine unaussprechliche Liebe loben und preisen immer und ewiglich. Amen. 3. WUir sagen dir von herjen Dank, lie⸗ ber Vater, für das teure Blut deines Ueben Sohnes, das er um unsertwillen vergossen hat, durch welches du uns noch täglich in deiner heiligen firche reinigst von allen unsern Sünden. Wir sagen dir Dank für deine große, un⸗ aussprechliche Liebe, der du uns, die wirs doch nicht wert waren, also ge⸗ liebt hast, daß du uns durch deinen eignen Sohn erlöst hast, durch den ho⸗ henpriester, mittler und getreuen hir⸗ ten, der sich dir jum opfer gegeben hat und seine Seele dargegeben für die herde deiner Schafe, der nun sitzet zu deiner Rechten und bittet für uns. Aber wir bitten und flehen auch zu dir, du gütiger und getreuer Gott, du heiland aller menschen, du wollest uns deine 6nade geben, daß wir dich für alle solche deine Ervarmung mit deinem Sohne und heiligen Geiste in allen Din⸗ gen von herzen loben und preisen in Ewigkeit. Amen. 4. herr Jesu christe, wir treten unter dein reuz und behennen mit demü⸗ tigem herzen: Wir, wir haben dir Ar⸗ beit gemacht in unsern Sünden und häben dir mühe gemacht in unseren Missetaten. Du aber hast uns durch dein heiliges Kreuz und bittern Tod von allen unseren Suünden gnädig erlöst und die ewige serechtigkeit uns gebracht. Wir danken dir für diese deine große Liebe und Erbarmung.(rleuchte, bewege und entzünde nun, getreuer heiland, unsere herien, daß wir dich herzlich wieder lieben und an dir in starkem, festem 6lauben hangen. hilf, daß wir unser ganzes Leben nach deinen fFuß⸗ stapfen richten und unter der ßahne dei⸗ nes sieghaften streuzes in dieser Weit wi⸗ der die Sünde ritterlich streiten, bis du uns nach wohlvollbrachtem Lauf und sampf in frieden(darum wir dich herz⸗ lich bitten) in das ewige Leben zu allen Auserwählten abfordern wirst. Da wol⸗ len wir ewig rühmen: Preis und Chre, Anbetung und Dank sei dir, daß dudurch deinen heiligen sreuzestod von allem unserm Jammer uns erlöset und ein ewiges heil uns erworben hast. Amen. Am 6ründonnerstage siehe õebet 65. 51 PSPSPSPSPSSSSeeee 80. Am ftarfreitage. ir danken dir, herr Jesuchriste, wah⸗ rer ott und mensch, daß du uns arme sünder und verdammte menschen ohne alle unsere Werke, Verdienst und Würäigkeit durch dein heiliges Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöst hast. 0 herr Jesu christe, wie groß ist dein leiden, wie schwer ist deine pein, wie viel ist deiner marter, wie tief sind dei- ne Wunden, wie bitter und schmerzlich ist dein Tod! Wie unaussprechlich ist deine iebe, womit du uns deinem himmlischen vater versöhnt häst, da du am ölberge blutigen Schweiß vor großer Todesangst geschwitzt, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und daselbst, von allen deinen Jüngern ver⸗ lassen, in die hände der Sünder dich willig für uns ergeben, die dich härt gebunden und von einem ungerechten Richter ju dem andern unbarmherzig geführt haven; daselbst bist du fälsch⸗ lich verklagt, verurteilt und verspeit, verhöhnt und mit fäusten in das An- gesicht geschlagen worden. Du bist um unserer missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen jerschlagen, gegeißelt und mit Dornen gekrönt; du warst der allerverachtetste und unwer⸗ teste, voller Schmerjen und strankheit, 81. Am ieber herr Jesus christus, du allmäch⸗ tiger ott und starker Slegesfürst, der du die Bande des codes jerrissen, in großer majestät ung herrlichkeit aus deinem 6rabe auferstanden und ein Erstling worden vist unter denen, die da schlafen, wir danken dir an diesem deinem großen hrentage für dein hei⸗ luges Leiden, Sterven und Auferstehung, denn es ist alles uns ju gute geschehen. Du hast die Pforten der hölle jerbro⸗ chen, damit wir in ewiger fresheit aus⸗ und eingehen mögen. Du hast uns mit gewaltiger hand ausgeführt aus dem also, daß es auch ein heidnisch herz er⸗ barmt hat zu sagen: Sehet, welch ein mensch? du bist wegen unserer misse⸗ taten unter die Ubeltäter gerechnet und als ein fluch aufgehängt, an händen und füßen mit nägeln durchgraben, daju in deinem höchsten Durst mit ẽssig und Galle getränzt, und mit großen Schmerzen hast du deinen seist aufge⸗ geben, auf daß du unsere Schuld be⸗ zahltest, und wir durch deine Wunden geheilt würden. 0 herr Jesu christe, für alle diese deine arter und Pein sagen wir dir Lob und Dank und bitten dich: Laß dein heiliges, bittres Ceiden an uns nicht verloren sein, sondern gib, daß wir uns desselben jederjeit von herzen trösten und rühmen, auch das- selbe also begehn und betrachten, daß alle vösen Lüste in uns ausgelöscht und gedämpft, dagegen aver alle Tugend eingepflanzt und gemehrt werde, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben und deinem Vor⸗ bilde nachfolgen, in deine fußstapfen treten, das Übel mit 6eduld ertragen und das Unrecht mit gutem sewissen leiden. das verleiy uns, herr Jesu, um deines heiligen, teuren Verdienstes willen. Amen. osterfeste. 6efängnis und dem Beiche des Todes, dem du seine macht genommen, und hast uns von der ewigen Dienstbarkeit erlöst. du bist von den coten aufer⸗ standen und mit macht hervorgedrun- gen als unser haupt und hirt, auf daß wir als deine ölieger und Schafe auch nicht im 6rabe bleiben, sondern durch dich jur ewigen herrlichkeit auferstehen sollen. darum rufen wir heute mit fröhlichem munde: Sott sei Lob und dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern herrn Jesum christum. auch vitten wir dich: Laß deine heilige 52 Auferstey wir sesti unsere. Verborgei les him lommen Hllf uns und Schr Trost der err Je und nach erh feinde ge herer. Velch ein er Misse net und händen ygraben, mit Essig großen sst aufge⸗ chuld be⸗ Wundlen u Thisste, und Pein ind bitten 5 Leiden ullern gib, SSSSe Auferstehung allezeit uns trösten, daß wir festiglich glauben, du habest alle unsere Sündlen in deinem 6rabe tief verborgen, daß sie vor das Angesicht des himmlischen vaters nicht mehr kommen noch uns beschämen werden. hilf uns auch endlich alle Todesnot und Schmerien durch den freudigen Trost der Ruferstehung unserer Lei⸗ ber kräftig überwinden, und wenn du durch die Stimme des Erjengels rufen wirst: Steht auf, ihr doten! so öffne unsere öräber und laß uns dir mit freuden entgegen gehn. Dann werden wir dein heiliges Angesicht fröhlich anschauen und dich samt dem Vater und heiligen seist in Cwigkeit preisen. Amen. 82. Am feste der himmelfahrt christi. gerr Jesus christus, allmächtiger herr und Gott, wir dantzen dir, daß du näch erhaltenem Sieg wider alle deine feinde deine fröhliche himmelfahrt mit großer majestät, mit Triumph und Ju⸗ bel der heiligen engel gehalten und dich zur RKechten deines himmlischen vaters gesetzt häst. So hat dein reuz und Lei⸗ den ein seliges Ende genommen, du bist durch den Tod zu deiner ewigen herr⸗ lichkeit eingegangen. Lieber heiland, du bist am Ufer, wir sind noch auf dem wilden meere; du bist im Siege, wir sind noch im Streit. 6ib uns doch deine 6nade, daß wir mit unsern herzen und Gedäanken dir nachsehn, auf daß unser herz sei, wo unser Schatz ist. Caß uns alles Weltliche mit füßen treten, damit wir uns mit herzlichem õebete, Seufzen und flügeln des wahren 6laubens zu dir in die höhe schwingen können. Wir glauben und trösten uns festiglich, du werdest uns als deine 6lieder nicht hier im élend lassen, sondern endlich, wenn wir unsern Lauf vollendet und im wah⸗ ren 6lauben beschlossen haben, uns auch zu dir nehmen. Denn du hast ja deinen himmlischen vater vor deinem heiligen Leiden so inbrünstig gebeten und gesagt: Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast. Und weil du nicht allein zu deinem, sondern auch zu un⸗ serm vater aufgehoben bist und deinen Jüngern und uns verheißen hast: Ich will wieder kommen und euch zu mir nehmen, daß ihr seid, wo ich bin, so erfülle deine tröstliche Zusage, liever Erlöser, und hole uns bald zur dir, denn uns verlangt von herzen nach dir. Wie gerne wollten wir bei dir in unserm himmlischen vaterlande sein; wie viel lieber wollten wir das, als länger in dieser elenden pilgrimschaft wallen. 6ern wollten wir unsere irdi⸗ schen hütten ablegen. Denn wir seynen uns nach unserer Behausung, die im himmel ist, und daß das Sterbliche vom Leben verschlungen würde und wir daheim wären bei dir. Bis aver unsere Stunde kommt, wollen wir mit unserm 6emüt in den himmel dringen und mit dem Verlangen daheim sein bei dir, der du bist unsers herzens freud und Wonne, hochgelovt in wig⸗ keit. Amen. 83. Am Pfingstfeste. ir loben und preisen dich, liever himmlischer Vater, daß du deine Verheißung erfüllt, deinen heiligen beist über alles fleisch ausgegossen, deinen himmel aufgetan und uns mit geistlichem Segen in himmlischen Gü⸗ tern gesegnet hast. Nun hast du alles getan, du Gott aller onade und Vater der Barmyerzigkeit, was du dir vor⸗ genommen, und deine großen Werke auf Erden vollendet, die deines lamens hre sind und unser ewiges heil. Du hast den namen deines lieven Sohnes verklärt unddeineliebein unsereherjen 53 ausgegossen. Ja, du willst selbst in uns wohnen, willst unser õott sein, und wir sollen dein volk sein. hochgelobt sei dein heiliger Name! Erhöre nun heute die ebete deines volkes. Tröste uns wieder mit deiner hülfe und nimm deinen heiligen seist nicht von uns. halte im Bau den Weinstock, den deine Rechte gepflanjt hat, den du dir festiglich erwählt hast, und tränke ihn mit dem himmlischen Tau deines Segens. Laß dei- ne õemeinde bleiben bei deinem reinen Wort und öffne wieder ihren mund, daß sie deine großen Taten preise. Tu die core deines Reiches weit auf und laß die fulle der heiden zu ihnen eingehen. Regiere mit deinem seist alle christliche obrig⸗ keit, richte nach deinem Willen die Wer⸗ ke ihrer hände und leite sie auf rechtem Uege, daß sie tun möge, was dir wohl⸗ gefällig und deinem Volke heilsam Ist. oieß über unsere häuser den beist der 6nade und des Eevetes aus und laß die Leuchte deines heiligen Wortes darin nicht verlöschen. Caß deinen seist, den Geist des Trostes und der sraft, die Elen- den erquicken, die traurigen trösten, die Schwachen stärken und dieaufsbestemit unaussprechlichem Seufzen vertreten, die in großer Anfechtung nicht mehr be⸗ ten können. vollende an uns allen das gute Werk, das du angefangen hast, und mache uns würdig, dein ewiges Relch ju erlangen, da die große Schar aus allen heiden und völkern und Sprachen air mit neuen Zungen Lob und Dank sagt ewiglich. Dir samt deinem lieben Sohne und dem heiligen õeiste sei Ehre in der 6emeinde zu aller Zeit und von Ewig⸗ keit zu Cwigkeit. Amen. 84. Am ßeste der heiligen Dreieinigkeit. err sott, allmächtiger Vater, der du die Welt so hochherjlich und unaus⸗ sprechlich geliebt hast, daß du auch deines einigen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahin gegeben, wir ehren und loben deine masestät, und unser herz freut sich in dir über alles, was du uns an Leib und Seele getan hast, und bitten dich, du wollest dein väterliches herr nimmermehr von uns wenden und um christi willen, deines seliebten, unser gnädiger Vater in kwigkeit sein und vleiven.— O Jesu christe, qu Sohn des lebendigen sottes, du treuer heiland aller menschen, wir danken dir auch für deine inbrünstige iebe, daß du um unserer Seligkeit willen deinen himmlischen chron ver⸗ lassen, vis jum Tode am fereuj dich er⸗ niedrigt und uns den Weg jum ewigen eben wleder eröffnet hast.— O Gott heiliger seist, du werter cröster und Lehrer der ganzen christenheit, dich lo⸗ ben wir auch und danken dir für alle deine geistlichen Wohltaten, mit denen du deine firche erst und schmückst, in allen Anfechtungen und nöten uns herz⸗ lich tröstest, und bitten dich, du wollest uns mit deiner snade ferner über⸗ schatten und erleuchten.— O du hellige Dreieinigkeit, weil in deiner Erkennt⸗ nis unsere Seligkeit steyt, so erhalte uns fest darin, daß wir dich als unsern õott allejeit recht ehren, loben und preisen. Verlaß uns nicht, deine armen srea⸗ turen, und stärke uns in unserer buger⸗ schast. Laß einem seden, der deine hülfe anruft, den Reichtüm deiner éErbarmung kund werden. Breite deine onade aus üÜber unser ganzes Land, nimm in del⸗ nen allmãächtigen schutz und Schirm den galser, unsern önig, und sein haus; vaue und festige deine sirche auf dem fels der Wahrheit und laß sie undeweg⸗ lich stehn wider den Trotz der Welt, ja wider die pforten der holle. Verleih uns durch deine sraft, daß wir das õeheim⸗ nis deines Wesens nicht allein mit dem 54 Munde, Wahrhei Elgentin Umäc And. hast, vei sschibare schaften gaß auo heiligen sandty dle erer bitten g dah sle Uegen, ragen, elnen 5. bosen Uns gei Ilsam ist heist der MHaß dle s llarin ̃elst, den die Clen osten, ale bestemlt ertreten, mehr be⸗ allen da hast,und heich zu aus allen achen dir hank sagt hen Sohne hre in llet on wig⸗ SSSSSSSEEE munde, sondern auch mit der Tat undsterben und dermaleinst mit Ffreuden er⸗ wahrheit eyren, daß wir uns dir jum scheinen vor dem chron deiner ewigen Eigentum übergeven, in dir leven und Majestät und Herrlichkeit. Amen. 85. Am feste der Engel oder michaelis. Inmächtiger Gott, ein herr himmels und der Erde, der du alles geschaffen hast, beide das Sichtvare und das Un⸗ sichtvare, die Thronen und die herr⸗ schaften, wir sagen dir Lob und Dank, daß du die himmlischen heerscharen, die heiligen Engel, veroranet und ausge⸗ sandt hast zum Dienst um derer willen, die erervben sollen die Seligkeit. Wir bitten dich, du wollest ihnen Befehl tun, daß sie uns behüten auf allen unsern Wegen, daß sie uns auf den händen tragen, und wir unsern fuß nicht an einen Stein stoßen. Treibe von uns alle vösen mächte der finsternis und laß uns deine heiligen Engel allezeit beglei⸗ ten, schützen und mächtiglich erretten. Laß durch ihren Dienst Stadt und Land. hãus und hof, Weib und find und alles, was wir haben, vor allem Unfall be⸗ wahrt werden. 6ib uns wahre Buße in unsere herzen, daß sich die Engel im himmel über uns freuen. Zünde in uns an ein brünstiges õebet und Lob deines namens, daß wir der Engel Amt ver⸗ richten und mit ihnen anbeten und ru⸗ fen: heilig, heilig, heilig ist Gott, der herr Zebaoth, alle Lande sind seiner hre voll! õib uns aber auch õnage, daß wir ihnen nachfolgen im 6ehorsam gegen deinen heiligen Willen und freudig, wie sie, deine Befehle ausrichten. Und wenn wir aus diesem jeitlichen Leben scheiden sollen, so laß unsre Seelen von den En⸗ geln in Abrahams Schoß getragen wer⸗ den und mache uns ihnen gleich am Tage der Ruferstehung, daß wir mitihnen dich ewig loben und preisen mögen. Amen. 86. Am Reformationsfeste. Aumächtiger und grundgütiger sott, wir danken dir von herien, daß du deiner firche dich gnädiglich angenom⸗ men, das 6efängnis deines Volkes ge⸗ wendet und am Abend der Welt unserm werten Vaterlande durch dein teures Rüstieug martin Luther ein großes Licht angejzündet hast. In deines õeistes Kraft hat er den grunnen 7sraels gereinigt, dlie seligmachende Wahrheit von aller verführung abgesondert, die heilige Schrift deutlich übersetzt, den Stand der lieben obrigkeit gerettet und vien Gutes mehr ju deiner hre und deiner lieven bemeinde Erbauung und jur Beruhi⸗ gung der geängstigten Gewissen aus⸗ gerichtet. Danket dem herrn Zebaoth. daß er so gnädig ist und tut immerdar Gutes. preise, Jerusalem, den herrn, lobe, Zion, deinen Gott, der sein Wort gibt mit großen Scharen Evangelisten, und alle, die den herrn fürchten, sollen sagen: Seine önade und Wahrheit wal⸗ tet über uns in&wigkeit. Nun, du treuer õott, du hast uns bisher wider so manche Gefahr. Uerfolgung und verwirrung in diesem Licht gnädig erhalten, so be⸗ waͤhre es ferner und erhalte den heils⸗ brunnen der allein seligmachenden lehre in fried und Ruhe bei uns und unsern findern, daß die Stadt Gottes fein lustig bleibe mit ihren Brünnlein. Erwecke auch bei uns allen wahre sott⸗ seligkeit, daß wir behalten, was wir haben, und unsern Schatz nicht durch Un⸗ dank verscherjen, sondern recht evan⸗ gelisch, desselbenwürdig leben und dort dlich ewigen ott, Vater, Sohn und hei⸗ ligen õeist, loben und preisen mögen in alle Ewigkeit. Amen. Am tage der hagelfeier siehe 6ebet 33. 55 VI 4 armherziger, ewiger õott und Vater +4 unsers herrn Jesu christi, du herr Hhimmels und der éErde, wir armen, elenden Sünder bekennen vor deinem 54 allerheiligsten Angesichte, daß wir lei⸗ der mit unsern vätern gesündigt, daß wir mißgehandelt und gottlos gewe⸗ I. sen mit unsern vielfältigen schweren UMI Sünden, auch deinen gerechten Zorn +* und allerlei Strafen, ja den endlichen IAEI Untergang wohl verdient haben. VN 44 Solche unsre begangenen Sünden reu⸗ 4 en uns von herzen, und dieweil du un⸗ ser aller Vater und liebreicher 6ott bist, der dutdich also erklärt hast: So wahr als ich lebe, ich habe keinen sefallen am Tode des Gottlosen, so fliehen wir zu deiner inbrünstigen und herzlichen — Barmherzigteit, demütig bittend, du wollest aller unsrer Übertretung nicht gedlenken, sondern vielmehr eingedenk 4 sein deiner grundlosen oüte und Barm⸗ V herzigkeit. Nch Vater und herr, strafe uns nicht in deinem Zorn, züchtige uns nicht in deinem örimm. Ach herr, sei uns gnädig, verstoße uns nicht von dei⸗ n nem Angesicht und laß es nicht mit uns gar aus sein. Erweise uns deine wun⸗ +. derliche öüte, du heiland derer, die auf dich hoffen, und laß unser Angesicht nicht zu schanden werden. Ach herr, 6ott Zebaoth, sei du unser 6ott, mache dich auf zu richten und hilf allen Elen⸗ — den und Bedrängten auf Erden, jer⸗ 4 brich die Pfeile aller feinde deines aller⸗ heiligsten Wortes und namens, laß ihre hände sinken, laß sie beschließen einen Räat und nichts daraus werden, und 1. Du großer, majestätischer õott, herr · scher himmels und der Erden, vor dem keine hoheit sein kann, als die du gibst, und vor dessen chron sich alles veugen DDD Am Erntedankfeste siehe õebet 37. ö 87. Am gußtage. zerstreue die völker, die da gerne krie⸗ gen. Gestatte ja nicht, o treuer Vater, daß dein Weinberg, den du unter uns ge⸗ pflanzt hast, verwüstet werde. Stehe auf, herr, und hilf uns mit deiner starken hand und deinem allmächtigen Arm, tu wohl diesen und allen andern Landen, in welchen du mit deinem Worte deine Wohnung hast. 0 liever herr und Hott, sei und bleibe du bei und unter uns, stärke und erweitere dein Reich, das du aufgerichtet hast, denn es ist dein Werk. Erhalte uns und unsre nachkommen bei reiner, gesunder Lehre und bei ge⸗ wünschtem Landfrieden. VUerschone uns, o treuer õott und Vater, mit frieg, Nuf⸗ ruhr und Empörung, mit pestilenz und andern gefährlichen Seuchen. Wende ab Teurung, mißwachs, schädliches Wetter und alle andern plagen. Sei uns gnädig, jeige uns deine Barmher⸗ ligkeit, õott, unser heil. Erleuchte un⸗ sere herjen, daß wir rechtschaffene, waäͤhre Buße tun, alle wissentlichen und vorsätzlichen Sünden fliehen und mei⸗ den, hingegen dich und dein heiliges Wort stets vor Rugen haben und also dem wohlverdienten Verderben zeitlich und ewiglich entgehen mögen. Das alles wollest du tun, o treuer, barmherziger vater, um ges teuren, werten verdienstes und der kräftigen fürbitte willen deines lieven Sohnes Jesu christi, unsers herrn, welcher mü dir und dem heiligen seiste levt und regiert in gleicher masestät und Ehre, wahrer õott und mensch, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. und niederwerfen muß: Wir sagen dir demütig Dank, daß du selbst über alles, auch über uns in önaden regierst, dar⸗ innen unsere Seligkeit steht. Wir sagen 88. Am 6eburtstage des faisers. 5⁰ OU2 lir auch Oeisheit beschlecht. helten ver nes Reich lanken u r unser öute, qa Mesen lar Hast, und snecht sa Igin un le gottli fülle sie her und! und was Rube se beiste, de Henntnis ihren öei erne hrie⸗ ater, daß uns ge⸗ teheauf, starken urm, tu laͤnden, rte sleine und öott, nter Ulss, „das du seinerk. Rhommen nl bel 90 one uns/ 910 guf⸗ Hlent ung „ Wende SSSSS dir auch Dank, daß du naͤch deiner Weisheit jum Besten des menschlichen Geschlechts Könige, fürsten und obrig⸗ keiten verordnet und ju Amtleuten dei⸗ nes Reiches gemacht häast. Sonderlich danken wir deiner ewigen 6üte heute für unsern faiser und König, für alles 6ute, das du durch seine Regierung diesen Landen und deiner seirche erzeigt häst, und bitten dich, laß diesen deinen snecht samt unserer saiserin und Kö⸗ nigin und seinem ganzen hause in dei⸗ ne göttliche önade befohlen sein. er⸗ fülle sie mit Leben und Segen von oben her und mit allem, was sie dir gefallig und wahrhaft glückselig machen kann. Sälbe sie täglich mit deinem heiligen beiste, der in ihnen deine lebendige Er⸗ kenntnis und Glauben erhalte und ihren seist samt Seele und Leib durch und durch heilige. RKüste unsern Faiser aus mit Weisheit und wirke in ihm eine herzliche Begier⸗ de, alle seine RKegierung zu deiner hre zu richten, auch für die Erhaltung dei⸗ nes Wortes treulich zu sorgen, daß das Reich deines Sohnes in seinen Landen immer reichlicher eine Stätte finde. Segne seine Bemühungen um heilsame Gerechtigkeit, Chrbarkeit und Zucht, um Erhaltung von Ruhe und frieden und um Beförderung des Wohlstandes seiner Lande. 6ib ihm weise Räte und treue Diener in allen keilen seiner Re— gierung. Erhalte in dem griegsheer den seist der Treue und den heldenmut der Väter. Pflanze auch in den herjen aller seiner Untertanen Liebe, Vertrau⸗ en und Gehorsam gegen unseren Lan⸗ desvater. Du selbst aber, König aller Könige, regiere ihn und uns in Zeit und Swigkeit zu deinem preise und bringe uns allzumal in dein ewi⸗ ges keich. Um deines lieben Soh- nes, unseres herrn Jesu christi willen. Amen. 2. Allmächtiger ott, himmlischer Va⸗ ter, du sönig aller sönige, du herr aller herren, der dqu von deinem chro⸗ ne schauest auf alle, die auf Erden wohnen, wir bitten dich herzlich: Wal⸗ te mit deiner huld über dem faiser, unserm önige, deinem snechte, und erfülle ihn mit deinem heiligen eiste, daß er stets seine Lust an deinem Wil⸗ len habe und auf deinen Wegen wand⸗ le. Schenke ihm die rechte fülle deiner göttlichen Gaben, verleihe ihm esund⸗ heit und langes glückliches Leben. Lei⸗ te und segne ihn, daß er das Wohl des Landes aus allen sräften und mit dem besten Erfolge schaffe. Erfreue ihn hie⸗ nieden durch das 6lück seines König⸗ lichen hauses und durch die Wohlfahrt des ganjen Volkes, und laß ihn endlich nach diesem Leben die ewige freude und Seligkeit erlangen, durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 89. Am bibelfeste. err 6ott, himmlischer Vater, wir dan⸗ Nhen dir, daß du uns dein heiliges Wort geschenkt und uns dadurch jur Erkenntnis der seligmachenden Wahr⸗ heit geführt hast. Wir bitten dich, du wollest uns und unsere Nachkommen dabei erhalten und uns im rechten Ver⸗ ständnis desselben wachsen und ju⸗ nehmen lassen. Und weil du gnädig und barmherzig bist und unserer Missetat nicht gedenkst, so vergib uns 57 in 6naden, was wir wider dein Wort Übles getan, und nimm um unseres Ungehorsams willen dasselbe nicht hin⸗ weg von unserem munde und herzjen, sondern laß es bleiben unsers fußes Leuchte und ein Licht auf unserm Wege. Uerleihe allen, die dir in der Rus⸗ breitung deines Wortes dienen, deinen göttlichen Segen, damit sie ihr Werk ausrichten und darin nicht müde wer⸗ den. Segne insonderheit die unter uns SꝗSSSSSeeeeeeee gegründeten Anstalten zur Verbreitung deines Wortes und laß sie wachsen und allerwärts sich mehren jur Verherr⸗ lichung deines Hnamens. führe die⸗ jenigen, die noch im Dunkeln wandeln, an das helle Licht deiner önade und öffne iynen die Augen, daß sie die Schrift versteyen und recht gebrauchen. Laß uns alle mehr und mehr erken⸗ nen, wie in deinem Wort verborgen liegen alle Schätze der Weisheit ung Erkenntnis, auf daß es uns über alles wert und teuer sei und immerdar bleibe unseres herjens freude, bis wir schauen, was wir geglaubt ha⸗ ben, und dich unter deinen Ruser⸗ wählten ewiglich rühmen und preisen. Amen. 90. Am feste der heidenmission. 1. Barmherziger sott und Vater, gelobt seist du, daß qu auch uns in dein 6na⸗ denreich auf Erden, in deine heilige Rirche berufen und deinen lieben Sohn uns gemacht hast zur Weisheit, zur 6e⸗ rechtigkeit, jur heiligung und jur Er⸗ lösung. 6ib, daß wir diese önade le⸗ vendig erkennen und darin durch den 6läuben immer fester gegründet wer⸗ den. Segne dazu die Predigt deines Wortes in allen christlichen emeinden und gieße deinen heiligen seist aus Üver Leyrer und hörer. himmlischer vater! s8o viele millionen menschen sind noch ferne von dir und deinem frieden, jahlreiche völker gehen noch in der Blindheit ihres herzens dahin und sind versunken in die 6reuel des Hötzendienstes. 0, ervarme dich rer, schenke ihnen das Licht deines Cvange⸗ liums, öffne ihre Augen, daß sie dich unddiewunder deiner snade erzennen, und laß sie in deinem Sohne Jesu chri⸗ sto Leben und Seligkeit finden. Sende deine Boten in alle Welt, das Wort des heils ju verzünden aller freatur. Küste sie aus mit s6lauben und Liebe, mit mut und demut, mit Weisheit und Treue, daß sie predigen mit aller freu⸗ digkeit und Cauterkeit und als deine Diener wirken in Beweisung des Gei⸗ stes und der raft.— Wir bitten dich auch für diesenigen, welche sich vorbe⸗ reiten ju diesem schweren Berufe. er⸗ leuchte ihren verstand, reinige ihr herz, heilige sie durch und durch und mache sie ju tüchtigen Werkjeugen deiner Chre. Schütze und leite die Anstalten, darin sie unterwiesen werden, und schente iynen allen nach deiner Barmhersigkeit einen gesegneten fortgang. Uns aber und allen 6liedern deiner sirche ver⸗ leihe die onade, daß wir von herjen mögen bereit sein, ein jeder nach der 6abe, die er empfangen hat, mitjuwir⸗ ken für die ANusbreitung deines Reiches im 6lauben und in der Liebe. és ist ja dein Wer, herr, du hast es angefan⸗ gen, du wirst es auch vollenden. Caß alle, die von Morgen und von Abend, von mitternacht und von mittag ju deinem Reiche gekommen sind und noch kommen werden, mehr und mehr wachsen ju einer heiligen und seligen 6emeinde deines Sohnes, bis endlich Eine herde ist unter ELinem hirten, und alle Zungen bekennen, daß Jesus chri⸗ stus der herr sei, zu deiner Chre, von nun an bis in Cwigkeit. Amen. 2. Gelobet seist du, Jesus Christus, der Welt heiland! Du hast dir durch dein teures blut alle menschen zu deinem kigentum erkauft und hast verheißen, daß dein Cvangelium soll gepredigt werden unter allen Völkern. Dein Ua⸗ me ist es, den jeder mund bekennen, und in welchem aller sniee sich beugen sollen. Des sind wir fröhlich und sehen mit Verlangen und mit Zuversicht hin⸗ aus auf die Völker der Erde, ju welchen in dieser Zeit dein Wort als eine neue Botschaft des Lebens läuft. herr, du wirst O◻ s nicht! wirst an. daß dein sst, dle offendare igen hei und das! herrn, ge Himmer! Schild al digen; n boten 3, öeiste au Wortesr lebe einst um uns, Handen, vom Tod Lel, und Todde, sa: Vonnten Allem el alt leber Herborgen heit und ber alles mmerdar ulle, bis aubt ha⸗ n Nuser preisen. mer khre. ien, darmn d schenbe Hernioßell Uns aber SSSSSSs es nicht lassen leer jurückkommen; du wirst an allen Enden der Welt veweisen, daß dein vangelium eine straft õottes ist, die selig macht. Wir bitten dich, offenbare dich überall als den barmher⸗ zigen heiland, der das Verlorene sucht und das Verirrte wiederbringt, als den herrn, dem gegeben ist alle õewalt im himmel und auf Erden. Sei Sonne und Schild allen, die deinen Namen verkün⸗ digen; mehre unter den heiden deiner Boten Zahl und rüste sie mit deinem Geiste aus, daß sie das Schwert deines Wortes recht führen gegen alle Bollwer⸗ ke der finsternis. Caß sie mitten im Rampfe deinen frieden schmecken, und ob sie auch mit Tränen säen, so laß sie dloch für sich selbst und für dein Reich mit freuden ernten. neige die herzen der Völker ju deinen Zeugnissen; in dei⸗ ner christenheit aver erhalte und mehre den ẽifer für dein Wort und für die Ver⸗ herrlichung deines allein seligmachen⸗ den namens. Zu dir fleyen wir, herr, unser ott! Sei uns gnädig und segne uns; laß uns dein Angesicht leuchten, daß wir auférden erzennen deinenWeg, unter allen heiden dein heil. Amen. 91. Am Jahresfeste der inneren mission. liever heiland, Jesu christe, du bist einst auf unsere Erde gekommen, um uns, die wir lagen in getten und Banden, zu erlösen von allen Sünden, vom Tode und von der ewalt des Teu⸗ fels, und du hast uns geliebt bis jum Tode, ja jum Tode am fereuꝛ, damit wir könnten frel und ledig werden von allem Elend und in deinem Reich unter dir leven und dir dienen in ewiger 6e⸗ rechtigkeit, Unschuld und Seligkeit. Du fragst uns von deinem heiligen freuz herab: Das tat ich für dich, was tust du für mich? Du willst uns einst rich⸗ ten danach, ob wir dich geliebt haben in den Armen und Clenden, den hung⸗ rigen und den nackten und 6efange⸗ nen. Ich, liever heiland, so zünde doch nun deine Liebe in unsern Seelen an, wecke uns auf und erneure uns, daß wir nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 6ib uns ein mitleigig herz, daß wir gedenken unsrer elenden Brülder, die gebunden sind von den getten der Sünde und Schande und seuf⸗ jen unter strankheit und Not, und mache uns eifrig und freudig, daß wir uns willig dir opfern zum Dienst der varm⸗ herzigen Liebe. Caß uns eilen õutes zu tun und nicht müde werden, daß wir wirken, solange es Tag ist, ehe denn die nacht kommt, da niemand wirken kann. herr, die rnte ist groß und der Arbeiter wenig, darum bitten wir dich, du herr der Ernte, daß du Arbeiter in deine Ern⸗ te sendest. Segne insonderheit alle An⸗ stalten der barmherzigen Lieve und alle Arbeit deiner jünger an Kranken und Armen, 6efangenen und Elenden jeder Art; gib allen Brüdern und Schwestern, die sich den Samariterdienst zum Le⸗ bensberuf erwählt haben, deinen hei⸗ ligen Geist, den oeist des Glaubens und der Selbstyerleugnung, daß sie solchen Dienst mit Freuden tun und nicht mit Seufjen. 6ib ihrer Arbeit reichen Segen und Erfolg, daß dadurch der Uot ge⸗ wehret werde, auf daß der Sünden und Seufjer weniger werden im Lande, und viele Seelen errettet und gewonnen wer⸗ den für dein Reich. Ja, herr, erlöse uns von allem Ubel und nimm uns endlich alle mit onaden aus diesem Jammertal zu dir in dein ewiges himmelreich. Amen. 92. für die Arveit an den ölaubensgenossen in der Zerstreuung. err õott, wir danken dir, daß du bis auf diese stunde dein göttlichesWort lauter und rein unter uns erhalten hast, daß es bleibe unsers fußes Leuchte und 509 1 N N ein Licht auf unserm Wege. Wir bitten N dich, erhalte das teure fleinod deiner ö ö seligmachenden Wahrheit uns und allen unsern Nachkommen und laß das Licht desselben immer mehr über allen völ⸗ kern aufgehen. heiliger vater, gib ei⸗ nen hellen sSchein der Erkenntnis Jesu Thristi in unsre herzen und laß das Wort von seinem freuz uns göttliche Kraft und 7 göttliche Weisheit werden. 6ib uns auch I ein offenes Ruge, daß wir die Not der W Gläubensgenossen in der Zerstreuung ( 6 sehen, und stärke unsern ölauben auch IN dazu, daß er in der Lieve ju sden Brü⸗ dern tätig erfunden werde. Schließe ju⸗ sammen die herzen aller, die vum van⸗ gellum sich bekennen, auf daß wir als Glieder Eines leibes einander handrei⸗ 0 chung tun und in liebe dienen. Mache uns zu Werkjeugen deines Erbarmens, daß wir mit vereinten Fräften die mü⸗ den hände stärtzen, die strauchelnden seniee festigen, die verjagten herjen trö⸗ sten. Segne dazu die bereinsarbeitevan⸗ gelischer Bruderliebe, die wir heute mit DIEEE Dank und bittte vor dein Angesicht stel⸗ len, auch fernerhin wie bisher. Caß die Rirchen, die sie erbaut, Stätten sein, da alljeit dein lauteres Cvangelium mit scraft und freudigkeit gepredigt wird. Laß in den Schulen, die sie pflegt, in den Anstalten, die sie gründet, ein Geschlecht heranwachsen, daß sich dei⸗ ner und deines seligmachenden Wor⸗ tes nicht schämt; laß in den Pfarrhäu⸗ sern, die sie errichtet, deinen éeist wal⸗ ten, den seist der raft, der Liebe und der Zucht. herr, von dir allein kommt alles Ge⸗ deihen, darum wollest du unser Wert krönen mit deinem segen und uns alle immerdar wachsen lassen an dem, wel⸗ cher unser haupt ist, Christus. Bringe durch ihn alle Jrrenden zurück zu dir, stärke die Schwachen, bekehre die Un⸗ gerechten, erleuchte die Betörten und laß die arme jertrennte menschheit den Tag sehen, da nach der seligen Verhei⸗ ßung deines Wortes Eine herde und Cin hirte sein wird. Amen. 93. Gebet für die wöchentlichen Betstunden. Am montag. armherziger sott und vater, nach- dem wir abermals eine Woche ju⸗ rückgelegt und in eine neue eingetreten XI sind, so danken wir dir für alle er⸗ wiesenen Wohltaten. Du hast dein Wort + und Sakrament unter uns rein und lauter erhalten, uns Ruhe und friede, 1 auch tägliche nahrung bescheret. Du hast uns der vorigen Woche Tage und 17 Plage gnädig überwinden helfen und lässest uns diese Woche mit 6esung⸗ heit und freude antreten. für solche und alle andern suttaten sagen wir dir von herjen Lov und Dank. Weil wir aber in der vergangenen Woche K wider dich, herr unser ott, vielfältig 0 gesündigt haben, so ist uns solches herz⸗ 6941˙6 lich leid, und vitten wir alle um önade IR. und vergevung. aß uns der heiligen Leidens- und marterwoche deines lieben Sohnes und dessen, was er uns durch sein Leiden, sreuz und Tod in derselben er⸗ worben hat, heilsamlich genießen. 6ib, daß wir aus der alten Woche keine alten Sünden mit in die neue nehmen. 6ib uns neue herjen und einen neuen ge⸗ wissen 6eist. Caß deine 6nade alle morgen über uns neu aufgehen und erhalte uns bei deinem reinen Worte und bei dem rechten 6ebrauche der helligen Sakramente. Stärke auch mit sraft aus der höhe unsere gnädigste Landesherrschaft und alle christlichen Obrigkeiten. fördre guten Kat und nützliche Tat und wende srieg, best, Teurung, feuersbrunst, Wassersnot und sonst alles herzeleid in naden von uns ab. 6ib uns friede und 6esund⸗ heit, auch ölück und heil ju unser aller Beruf und stande. Und weil wir nun 6⁰0 Mit der! Berufsar 0 bott, Laß uns schieden führe qi Wir in deineree Hächsten befälltee in der und Trü duld ur herr Vate vor dein aus her laten bi Iu deine deiner geboren unserm nung na lschen an Leih hast. Wi wohl Missetat deiness unm sein alle wo RMagen wengen leihen, beruf u selben. regie stets Ueth du W5 0 ns se nanen escht stel r. Laß die 1 sein, da lium mit igt wird. pflegt, let, eil sich del⸗ den Wor⸗ hfarrhau beist wal⸗ liebe und alles be⸗ nser Wert Uuns alle dem, wel 5. bringe Ich zu dil, e die Ilnl⸗ Irten und Sheit den n berhei⸗ le unsl Ein SSSS mit der neuen Woche unsre Amts- und Berufsarbeit wieder antreten, so fange, o Gott, von neuem an, uns zu segnen. Laß uns das Werk, daju du uns be⸗ schieden hast, mit freude angreifen und führe durch deinen Segen alles, was wir in deinem namen anfangen, zu deiner Chre, zu unserer und unsers nächsten Wohlfahrt glücklich hinaus. Gefällt es dir aber, liever Vater, uns in der angehenden Woche mit streuz und Trübsal heimzusuchen, so gib 6e⸗ duld und mache uns das freuz nicht schwerer, als wir es ertragen können. Häst du endlich über einen oder den andern von uns beschlossen, ihn in die⸗ ser Woche durch den jeitlichen Tod aus dieser Welt abzufordern, so gib dem⸗ selben hier ein seliges Ende, daß er dort ewig bei dir sei, und wir zuletzt ins⸗ gesamt, nach aller mühe und Arbeit auf Erden, vei dir im himmel einen Sabbath nach dem andern in ewiger freude und herrlichkeit feiern mögen. Das verleihe uns, o Gott, in des heiligen Geistes fraft durch Jesum christum. Amen. 94. noch ein 6ebet für Betstunden. herr, allmächtiger, barmherziger vater, wir armen Sünder kommen vor dein heilig Angesicht und sagen dir aus herzensgrund für alle deine Wohl⸗ taten billig Lob und Dank, daß du uns zu deinem(benbild erschaffen und nach deiner großen Barmherzigkeit wieder⸗ geboren und in deinem lieben Sohne, unserm herrn Jesu christo, der Hoff⸗ nung nach zu éErben der ewigen, himm⸗ lischen öüter angenommen, auch bisher an Leib und Seele gnädiglich erhalten hast. Wir bitten dich ferner demütiglich, du wollest uns alle unsre Sünden und missetaten durch das teure Uerdienst deines Sohnes Jesu christi vergeben und um seiner vollgültigen fürbiütte willen alle wohlverdienten haus- und Tand- plagen gnädiglich mildern und ab⸗ wenden und deinen heiligen seist ver⸗ leihen, daß wir uns forthin in unserm Beruf und allem vornehmen durch den⸗ selben auf ebener Bahn führen und regieren lassen, damit wir dich, o Gott, stets vor Augen haben und kindlich fürchten, hingegen die Sünde mit allem ernste meiden, das liebe sreuz mit christlicher eduld hinnehmen und ge⸗ horsamlich leiden. Wir vefehlen dir auch weiter, o getreuer, allmächtiger Vater, die ganze Christenheit auf Erden, alle hohen christlichen häupter, des⸗ gleichen unsre obrigkeit, unsre getreu⸗ en Lehrer und alle gottseligen haus⸗ väter samt iyren Angehörigen. Behüte unser lieves Vaterland vor strieg, Miß⸗ waächs, hunger, Seuchen und srank⸗ heiten, vor feuers- und Wassersnöten. Auch laß dir, o milder Vater, die früchte auf dem Lande und unsere ganze Nah⸗ rung wohl befohlen sein. Die wollest du segnen und uns gedeihen lassen, den Armen Brots genug, den franken 6e⸗ duld und Gesundheit geben, den Sün⸗ dern 6nade zur Besserung ihres Lebens, uns und allen christgläubigen Barm⸗ herzigkeit und nach diesem vergäng⸗ lichen das ewige selige Leven schenken und mitteilen. Durch Jesum christum, unsern herrn und heiland. Amen. 95. für kirchliche Bibelstunden. Aueryeiligster und gnädigster Sott, du hast in deinem Wort versprochen, daß du wollest zu uns kommen und uns segnen an dem orte, da du deines namens 6edächtnis stiften würgest. 0 Gedächtnis nun zu halten von deinem allerheiligsten namen sind wir auch allhie versammelt. Darum bitten wir dich herzlich und demütig, du wollest mitten unter uns sein, du wollest uns SSSSSeees VI. 6ebete für feste und Wochengottesdienste der firche. segnen und zu diesem deinem Dienst geschicht und tüchtig machen. Vergib uns zu dem Ende, himmlischer Vater, alle unsre Sünden, Übeltaten, fehler und schwachheiten um Jesu christi und seiner blutigen, volllkommenen Aus-⸗ söhnung willen und heilige uns täglich mehr und mehr, der Sünde und Welt abzusterben. Schenke uns deinen heili⸗ gen 6eist mit reichem maß, damit dein göttliches Wort von uns möge recht ge⸗ lehrt, andächtig gehört, in einem be⸗ ständig guten herjen bewahrt und in ein christlich Levben verwandelt werden. heilige unsre edanken, reinige unsre oemütsbewegungen, sammle alle unsre verstreuten Sinne aus der Welt jurück hieher vor dein göttlich Angesicht, daß wir Worte und sträfte des Lebens emp⸗ fangen. Kkühre auch den mund und das heri deines unwürdigen Dieners, das Wort der himmlischen Wahrheit mit aller freudigkeit und seisteskraft aus⸗ zureden, und gehe du von Seele ju Seele in der semeinde unter uns, einen jeg⸗ lichen aufjuwecken jum Stande recht⸗ schaffener Bekehrung und jur Erhaltung der gewünschten Seligkeit. Alles um deines lieven Sohnes, unsers herrn Jesu Christi willen. Amen. SSSSSSSS 6² uleunste It jurück icht, daß ens emp· ind und Dieners, chelt mit taft aus eiu Seele inen seg⸗ le kecht⸗ challung glles um lerrn es enten ollekten. für bestimmte Tage und Zeiten. nuf navent. Cieber herr ott, wecke uns auf, daß wir bereit sein, wenn dein Sohn kommt, ihn mit freuden ju empfangen und dir mit reinein herzen zu dienen, durch denselben deinen Sohn, Jesum Christum, unsern herrn. Amen. 2. 6 err õott, himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem herzen, daß du uns armen Sündern zu Trost deinen Sohn Christum zu eineni messias verordnet und gesandt hast, daß er als ein gerech⸗ ter önig und heiland sein Volk von Sünden erlösen und aus sles Teufẽls Tyrannei und ewigem Tode erretten sollte. Wir bitten dich von herzen, du wollest uns durch deinen heiligen õeist also erleuchten, regieren und führen, daß wir diesen gerechten önig und heiland wahrhaftig erkennen, an ihm allein halten, uns an seiner geringen Gestalt, verachtetem Worte und Reiche nicht är⸗ gern, sondern in einem rechten Vertrauen auf I ewig selig werden mögen, durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. 3. U ir bitten dlich, lieber herr ott, du wollest unsere herzen durch deiner 6önade heimsuchung reinigen, daß dein Sohn, wenn er zu uns kommt, eine bereite Wohnung finde, der mit dir lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Am Vorabend des christfestes. 4. Cieber herr ott, der du diese geweihte hacht im Glanz des waäͤhren Lichts hast scheinen lassen, verleih, daß wir dort im himmel der freuden jenes Lichtes inne werden, dessen 6eheim⸗ nisse du uns hier auf Erden offenbart hast. Durch denselben unsern herrn Jesum hristum, der da ist das wahrhaftige Licht und mit dir lebt und herrschet, wahrer 6ott, immer und ewig⸗ lich. Amen. Am christfeste. 5 ilf, liever herr ott, daß wir der heiligen Geburt deines lieben Sohnes teilhaftig werden und von unsrer sündlichen Geburt erledigt in der neuen öeburt dir dienen, durch denselben deinen lieben Sohn, Jesum Christum, unsern herrn. Amen. 63 SN o. err öott, himmlischer Vater, wir danken dlir für dleine große Gnalle und Barmyerzigkeit, daß du deinen eingebornen Ssohn in unser fleisch hast kommen lassen und durch ihn uns von Sünden und ewigem code gnädiglich geholfen. Wir bitten dich herigründlich, erleuchte unsre herjen durch deinen heiligen seist, daß wir dir für solche deine onade dankbar sein und derselbigen uns in aller Anfechtung trösten und endlich ewig selig werden mögen. Durch denseiben deinen Sohn, unsern herrn Jesum Christum. Amen. . err Gott, der du uns mit dem jährlichen Sellächtnis unsrer Crlösung erfreuest, gib, daß wir deinen eingebornen Sohn, den wit nun fröhlich als einen Erlöser empfangen, auch bei seiner Ankunft zum öericht in sicherem frieden schauen mögen, unsern herrn Christum, der mit dir und Kdem heiligen Geiste levet und regieret in wigkeit. Amen. am neujahrstage. 8. herr öott, himmlischer Vater, wir danken dir für deine väter · liche 6nade, daß du dich der armen sünder angenommen und deinen Sohn Christum ihnen zu gut unter das Gesetz getan häaͤst, daß er mit seinem vollkommenen Gehorsam deinen gerechten Zorn stillen und unsern Ungehorsam heilen möchte. Wir bitten dich, du wollest durch deinen heiligen beist unsere herzen also erleuchten, daß wir uns solches Gehorsams wider unsere Sünde und das böse 6ewissen trösten können und durch die Hülfe des heiligen oeistes auch anfangen, gehorsame sinder zu werden, und enalich die ewige Seligteit erlangen mögen. Durch den⸗ selben deinen Sohn, christum Jesum, unsern herrn. Amen. 9. Umächtiger, ewiger oott, von dem alle gute und vollkommene Gabe herabkommt, wir danken dir für alle deine Wohltat, llie du uns im vergangenen Jahre veides geistlich und leiblich hast erjeiget; und bitten deine Barmherzigkeit, du wollest uns nun wieckerum ein glückseliges und freudenreiches Jahr bescheren, vor Unglück und sefahr uns gnädiglich behüten und mit deinem göttlichen Segen erfüllen. Durch Jesum Christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. 6⁴ cEr 66 VJesun Offenbat licht de Sohnes wollest gaben, wandel elfreuei lenselb ełł õ SSSSSSI Am feste der rscheinung christi. 10. err 6ott, himmlischer Vater, der du deinen eingebornen Sohn Jesum christum durch die Erscheinung eines Sterns den heiden offenbart und uns auch in diesen letzten Zeiten durch das selige Licht dleines göttlichen Wortes zu der Erkenntnis deines lieben Sohnes hast kommen lassen, wir bitten von ganzem herzen, du wollest uns durch deinen heiligen 6eist also begnaden und be⸗ gaben, daß wir nach solchem Lichte deiner Wahrheit immerdlar wandeln, uns mit ganzer Zuversicht unsers heilandes allzeit erfreuen und also zur ewigen Seligkeit erhalten werden. Durch lenselben deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 11. err 6ott, himmlischer Vater, der du an diesem Tage deinen ein⸗ gebornen Sohn Jesum christum den heiden durch Leitung dies Sternes offenbart hast, verleih uns gnädiglich, daß wir dem seligen Lichte der heien immerdar nächwandeln und endlich alle zur Anschauung deiner göttlichen Majestät und herrlichkeit gelangen. Durch denselben deinen Sohn, Jesum Christum, unsern herrn. Amen. für die Weihnachts- und Fpiphaniaszeit. 12. umächtiger, ewiger ott, wir bitten dich, verleih uns, die wir mit dem gnadenreichen Lichte deines neugebornen Sohnes Jesu christi begnadigt sind, daß wir auch mit der Tat vollbringen, waäs wir im herzen glauben und mit dem munde bekennen. Durch denselben deinen lieben Sohn, Jesum Christum, unsern herrn. Amen. . err ott, himmlischer Vater, der du aus väterlicher Liebe gegen uns arme Sünder deinen Sohn uns geschenkt hast, daß wir an ihn glauben und durch den Glauben sollen selig werden, wir bitten dich, gib deinen heiligen Geist in unsre herjen, daß wir in solchem 6laüben bis an unser ende beharren ünd ewig selig werden. Durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 14. Umächtiger, gütiger ott, barmherziger Vater, erleuchte über uns dein väterliches Angesicht und stärke in uns die Erkennt⸗ nis deiner Barmherjigkeit, die du uns in deinem lievben Sohne 6⁵ S........ vewiesen hast, auf daß wir, zu deinem Lobe entzündet, mit allem himmlischen heer in allen unsern Worten und Werken dich rüh men und preisen. durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. Am feste der Darstellung Jesu im Tempel. 15. err ott, himmlischer Vater, der du deinen Sohn uns zum hei⸗ lande bereitet haäst, daß er der heiden Licht und Israels Preis sein sollte, wir bitten dich, erleuchte unsre Herzen, daß wir deine 6nade und väterlichen Willen in ihm erkennen, auch hülfe und Schutz wider die Sünde, verdammnis und den leidigen Satan an ihm haben und endlich ewig selig werden mögen. Durch den⸗ selben deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 16. ieber herr Jesu christ, der du bist das wahre Licht, welches alle menschen erleuchtet, die in diese elt kommen, wir bitten dich, erleuchte unser herz mit deinen onaden, auf daß wir dich mit dem heiligen Simeon als unsern heiland erkennen und nach dlieser Weit Dunkelheit bei dir in himmlischer slarheit ewiglich bleiben, der du lebst und herrschest mit dem Vater und heiligen Geist von Ewigkeit zu wigkeit. Amen. Am feste der VDerkündigung mariä. I. err 6ott, himmlischer Vater, wir dantzen dir für deine unaus⸗ sprechliche nade, daß du uns arme Sünder so m uns betlacht, deinen Sohn in unser fleisch geschickt und ihn um unsertwillen mensch haft werden lassen. Uir bitten dich von ganzem herzen, du wollest uns durch deinen heiligen 6eist 6önade verleihen, daß wir uns seiner menschwerdung, seines Leidens und Sterbens trösten, ihn für unsern herrn und ewigen König erkennen und annehmen und durch ihn mit dir und dem heiligen õeiste ewig leben und selig werden mögen. Amen. In der fastenzeit. 18. Umächtiger, ewiger herr öott, der du für uns hast deinen Sohn des greuzes pein lassen leiden, auf daß du von uns des feindes 6ewalt triebest, verleih uns, also zu begehen und zu danken seinem Leiclen, daß wir dadurch der sSünden Uergebung und vom ewigen Tode Erlösung erlangen. Durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. 00 inien un ste wig 19. armherziger, ewiger oott, der du deines einigen Sohnes nicht verschont hãst, sondern ihn für uns alle llahingegeben, daß er unsere Sünde am kreuze tragen sollte, verleih uns, dlaß unser herz in solchem lauben nimm̃ermehr erschrecke noch ver⸗ zage. durch denselben deinen Sohn, Jesum Christum, unsern herrn. Amen. 20. err õott, der du allezeit Lust hast zur Barmherzigkeit und gerne verschonest, nimm an unser bußfertig oebet und mache die, so in Banden der Sünde liegen, los und sedig nach deiner milden 6üte. Durch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher un dlir und dei heiligen Geiste lebet und regieret in wigkeit. men. 21. err Gott, himmlischer Later, der du aus väterlicher Gnade (leines eingeborenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn in den Tod und an das sereuz hinan gegeben hast, wir bitten dich, gib deinen heiligen seist in unsre herzen, daß wir solcher 6nade uns herzlich trösten, vor Sünden ferner uns hüten, und was du ju seiden schickest, geduldig tragen mögen, auf daß wir durch ihn mit dir ewig leben. Amen. 22. err Gott, Vater aller Barmherzigkeit, wir bitten dich, du wollest gnädiglich sehen auf dies dein Volk und hausgesinde, um welches willen dein lieber Sohn Jesus Christus sich nicht ge. weigert hat, übergeben zu werden in die hände der Sünder und ju dulden die schmähliche Pein des sereuzes, der mit dir lebt und Amen⸗ waährer Gott in Einigkeit des heiligen 6eistes eiwiglich. men. 25. err Jesu, unsre Ruhe und Leben, wir danken dir, daß du unsre Siinde mit dir in dein rab genommen und darin begraben und uns durch deinen neuen Sabbath im õrabe ewige Ruhe er⸗ worben häst. Hilf, daß wir dein örab für unsrer Sünden scerker erkennen und uns vor unserm õrabe nicht fürchten, sondern in leiner Erkenntnis gern und willig in unser Ruhekämmerlein schlafen gehen, der du mit deinem heiligen Leibe all unsre 6räber weihest Und heiligest, hochgelobet in wigkeit. Amen. 6⁷ I Am 6ründonnerstage, auch sonst bei der feier des heiligen Abendmahls. 24. herr Jesu christe, der du uns hier in dem wunderbaren Sakramente ein sedlächtnis deines Leidens gelassen hast, wir bitten dich, gib uns nade, daß wir das heilige 6eheimnis deines Ceibes und Blutes so ehren und handeln, daß wir dleine Erlösung in uns täglich fruchtbarlich empfinden, der du mit dem Vater und dem heiligen 6eist lebest und regierest, wahrer Gott, von Ewigkeit zu wigkeit. Amen. 25. ir danken dir, allmächtiger herr Gott, daß du uns durch diese heilsame oabe hast erqwcket, und bitten deine Barmherzig⸗ keit, daß du uns solches gelleihen lassest zu starkem 6lauben gegen dich und zu brünstiger Liebe unter uns allen. Um Jesu Christi, unsers herrn, willen. Amen. 26. Aumächtiger Gott, ewiger Vater, ein König der Chren und ein herr himmels und der Erde, dir sei Lob, chre und Preis, daß du uns würdig geäachtet hast, zu diesem Keichtum deiner 6nade und seligen Speise zu kommen. Wir bitten dich, Ueber Vater, du wollest uns deinen heiligen seist verleihen, auf daß wir mit herz und 6emüte, was droben ist im himmel, suchen und auch gnädiglich finden. Durch denselben deinen lieben Sohn, Jesum Christüm, unsern herrn. Amen. Am osterfeste. 2. Umächtiger Gott, wir bitten dich, verleih uns, die wir das fest der Ruferstehung unsers herrn feiern, daß wir durch Erneue⸗ rung deines heiligen õeistes vom Tode der Seelen auferstehn, auf daß wir mit dir ewiglich leben. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 28. Umächtiger õott, himmlischer VUater, der du durch den Tod deines Sohnes dlie Sünde und den Tod zunichte gemacht und durch sein Ruferstehen Unschuld und ewiges Leben wiedlergebracht hast, auf daß wir, von der Gewalt des ceufels erlöset, in deinem Reiche leben, verleih uns, daß wir solches von ganzem herjen glauben und, in solchem Glauben beständig, dich allzeit loben und dir danken. Durch denselben deinen Sohn, Jesum Christum, unsern herrn. Amen. 68 err 60 umu igkeit u eines L hangen Oerechte Mit ihm Haster N llem hei — nahls. erbaren ast, wir lleines Flösung Oater tt, von ich dle nherzig⸗ laulben Im Jesu unll ein se. lis önadle ater, Au S 29. gerr Gott, himmlischer Vater, der du deinen eingebornen Sohn um unsrer Sünde willen dahin gegeben und um unsrer oerech⸗ tigkeit willen wieder auferwecket hast, hilf, daß wir als Glieder seines CLeibes an ihm, unserm haupte und Lebensfürsten, fest hängen und dermaleinst in der herrlichen Auferstehung der berechten an jenem Tage mit freudigkeit vor ihm erscheinen und mit ihm in sein ewiges Reich eingehen mögen, da er als ein sieg⸗ häfter Uberwinder äaller seiner und unsrer feinde mit dir und llem heiligen Geiste in Ewigkeit lebet und herrschet. Amen. für die freudenzeit. 30. Umächtiger Gott, der du uns durch deinen Sohn eröffnet hast den Zugang zum ewigen Leben und durch das Geheimnis seiner fröhlichen Auferstehung der ganzen Welt heil verliehen, wir bitten dich, du wollest unsere Begierde zur schönen wigkeit erwecken und uns die himmlische Gäbe der vollkommenen frei⸗ heit verleihen. Durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. 31. ieber herr ott, der du durch die Erniedrigung deines Sohnes die Welt vom tiefen falle aufgerichtet hast, gib deinen 6läubi⸗ gen allzeit fröhlichen Mut, auf daß sie, von den Schrechen des ewigen Todes errettet, der unvergänglichen freuden teilhaftig wertlen. durch denselben unsern herrn Jesum Christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. 22. ieber herr Gott, der du die herzen deiner öläubigen mit einerlei Sinn erfüllest, verleih deinem Volke, das zu lieben, was du vefiehlst, das zu begehren, was du verheißest, auf daß bei dem eitlen creiben dieser Welt unsere herzen droben haften, wo die wahren freuden sind. Durch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen eiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Am feste der himmelfahrt. 33. Aumächtiger Gott, wir vbitten dich, verleih, daß unser sinn alle. zeit 4 ng stehe, wohin der herr dieses festes mit Ruhm und preis ist eingegangen, und daß wir dort, wohin wir hier im 60 I Glauben trachten, unsern ewigen Nufenthalt finden. Durch Jesum christum, deinen Sohn, der in kinigkeit des heiligen beistes mit dir lebet und herrschet in Cwigkeit. Amen. 34. err Jesu christe, du Sohn des allerhöchsten ottes, ler du nun forthin nicht mehr auf Erden arm un elend bist, sondern zur Rechten deines Vaters ein gewaltiger herr über alles, was da ist im himmel und auf Erden, alles auch erfüllst und regierst, wir vitten dich, du wollest deinen heiligen eist uns senden, fromme Kirchendiener geben, dieselbigen begaben und bei deinem Wort erhalten, dem Satan und allen feinden deiner firche wehren und dein Reich gewaltiglich erhalten, bis daß alle feinde zu deinen flißen liegen, und wir auch durch dlich die Sünde, den Tod und alles überwinden. Amen. Am Pfingstfeste. 35. err oott, lieber VUater, der du an diesem Tage deiner öläubigen herzen durch den heiligen öeist erleuchtet und gelehret hãst, gib uns, daß wir auch durch denseiben seist rechten Verstand haben und uns seines Trostes und seiner Kraft zu aller Zeit freuen. Um Jesu christi, unsers herrn, willen. Amen. 36. herr Jesu christe, du Sohn des allmächtigen Kottes, wir bitten dlich, du wollest deinen heiligen oeist durch dein Wort in unsre herzen geben, daß derselbe uns allezeit nach deinem heiligen Willen egiere und führe, in allerlei Unglück und Anfechtung tröste und in deiner Wahrheit wider allen Irrtum leite und er⸗ halte, auf daß wir im öläuben fest bestehen, in deiner Liebe und guten Werken zunehmen und durch eine gewisse hoffnung deiner erworbenen und geschenkten nalle ewig selig werden mögen, der du mit dem Vãter und heiligen Seiste regierest von wigkeit zu Ewigkeit. Amen. 37. wiger sott, gnädiger Vater, der du deinen heiligen beist und ein neu õesei in unser herz ju geben verheißen hãst, wir bitten deine milde 6üte, du wollest deine armen kinder mit deinem 6nadengeist beseligen und unsere herzen trösten und erhalten, daß wir bei deinem Wort mit freudigkeit veharren und dir in Gedluld mit wahrer Anrufung allezeit dienen. durch Jesum hristum, unsern herrn. Amen. 70 Vorläuf Hat zu! beiste le 3⁰ hJesum istes mit lil Mn Häubigen hast,Hib habel Uen. Um Im feste der heiligen Dreieinigkeit. 38. Umächtiger, ewiger Gott, der du uns adah 0 hast, im rechten Glauben zu wissen und zu bekennen, daß du in dreien Per⸗ sonen gleicher Macht und Chren ein einiger, ewiger õott und dafür änzubeten bist, wir bitten dich, du wollest uñs bei solchem Glauben allezeit fest erhalten wider alles, was uns dagegen mag Auntm. der du lebest und regierest von wigkeit zu Cwigkeit. men. Am feste Johannis des Täufers. 39. Umächtiger, ewiger sott, verleih, daß dlein Volk äuf dem Wege dles heiles wandale und durch Gehorsam gegen das Wort des vorläufers Johannes zu dem gelange, von ddem er geweissagt hat, zu unserm herrn Jesu christo, der mit dir und dem heiligen beiste lebt und herrschet in alle Ewigkeit. Amen. am feste der heimsuchung Mariä. 40. umächtiger Sott, der du an der Jungfrau Maria große Dinge getan und sie zur Mutter deines lieben Sohnes, unsers herrn, gemacht, auf daß uns kund würde, wie du der Armen, llichtigen und Uerachteten dich gnädiglich annimmst, gib, daß auch Wir uns in aller Demut und 6elassenheit an dein Wort mit wahrem blauben ergeben und also deines lieben Sohnes teilhaftig werden, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Am michaelisfeste. 41. Umächtiger, ewiger, varmherziger Gott, der du wunderbarer eise der engel ünd menschen Dienste geordnet hast, wir bitten dich, verleih uns gnälliglich, daß unser eben hier auf erden be⸗ hütet und beschirmt werde von denen, dlie deiner göttlichen majestat allezeit beiwohnen im himmel. Durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. Am Reformationsfeste. 42. ir danken dir, allmächtiger oott und Vater, daß du dich deiner Kirche väterlch erbarmt und dein lauteres evangelium uns wieller geschenkt und erhalten. Wir bitten dlich, du wollest 71 S D....... unser aller herzen durch deinen heiligen Geist regieren, daß wir dem Cvangeiium allezeit treu undl fest anhangen, aber auch nach demselben würdiglich wandeln und auf den Trost desselben leben und sterben. Durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. für die früchte des feldes.(Am Tage der hagelfeier.) 43. err, allmächtiger Gott, der du alles, was da ist, regierest und nährest, ohne dessen önade nichts geschehen kann, gib uns, deinen Kindern, lieber Vater, ein gnädiges Wetter, auf daß unser land durch deinen Segen mit seinen früchten erfüllet werde, und wir dich in allen deinen Wohltaten erkennen undl loben. Durch unsern herrn Jesum christum. Amen. 44. Umächtiger 6ott, barmherziger Vater, der du durch deine gött⸗ liche Kraft alles hast erschaffen, und was da lebet und webet, sättigest nach dleinem Wohlgefallen, wir bitten dich demütiglich, du Woilest unsere felder mit deinem Segen krönen, und was du ju uutzen der enschen aus der Erde wachsen lässest, unter deinem Schirme und Schutz gnälliglich erhalten, auch dlein Wort in unsere herzen pflanzen, daß wir flir viele früchte der oerechtigkeit brin⸗ gen. Duͤrch deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. amen. Am Erntedankfeste. 45⁵. Umächtiger õott, barmherziger Vater, der du deine milde hand auftust und sättigest alles, was da lebet, nach deinem Wohlge⸗ fallen, wir danken dir demütiglich, daß du die felder gekrönet mit deinem Segen und die früchte der Erde uns wieclerum hast sammeln lassen; und bitten dich, segne und behüte auch die ewige Saat dleines ortes in unsern herzen, auf daß wir in reichlichen früchten der serechtigkeit die rechten Dankopfer dir allezeit dar⸗ bringen mögen. durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. Am Bergfeste. 46. Umächtiger, ewiger 6ott, himmlischer Vater, der du Berg und Tal, Klüfte und 6änge erschaffen und lässest Silber und Erz waächsen zur notdurft der menschen, wir bitten deine milde 6üte, du wollest unser Bergwerk aus 6naden segnen und uns nach deinem Willen gut Erz bescheren, auch deinen 6eist und önade 72 uns mitt Lorts u Hächsten herrn. z krr 60 Sünd Wilht, d au wol lich abu mildigi elscho Sune herien, käglich Har wol Unsern. oleten uns mitteilen, daß wirs zu deiner Chre und Unterhaltung deines Worts und täglicher Notäurft seliglich gebrauchen und unserm nächsten chrisflich damit dienen. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. An Buß- und Bettagen. 47. err Gott, himmlischer Vater, der du nicht Lust hast an der armen Sünder kode, lässest sie auch nicht gern verderben, sondern willst, daß sie vekehrt werden und leben, wir vitten dich herzlich, du wollest die wohlverdienten Strafen unsrer Sünden gnädig⸗ lich abwenden, undl uns hinfort zu bessern deine Barmherzigkeit mildiglich verleihen. Um Jesu christi, unsers herrn, willen. Amen. 48. erschone, herr, verschone unsrer Sünde; und wiewohl den Sündern ewige Strafe gebühret, so bitten wir doch von ganzem herzen, laß uns alles zu einer jeitlichen, gnädigen Strafe unck er⸗ träglichen Züchtigung kommen, was wir zum ewigen Verderben gar wohl verdlient häben. Durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. Allgemeine Kollekten. Um den Segen des Wortes und rechten Gottesdienst. 49. Jumächtiger herr 6ott, wir vitten dich, gib deiner Eemeinde deinen öeist und göttliche eisheit, daß dein Wort unter uns laufe und wachse, mit aller freudigkeit, wie sichs gebührt, gepre⸗ digt, und deine christliche emeinde dadurch gebessert werde, auf dah wir von aller Anfechtung unversehrt mit beständigem Elau⸗ ben dir dienen und im Bekenntnis deines Namens bis an unser Ende verharren. Durch Jesum christum, deinen lieben Sohn, unsern herrn. Amen. 30 gerr Gott, himmlischer VUater, wir bitten dich, du wollest durch deinen heiligen öeist uns also regieren und führen, daß wir mit ganzem herzen dein Wort hören und annehmen und den Sabbath recht heiligen, damit wir durch dein ort auch geheiligt werden, auf Jesum Christum, deinen Sohn, all unser VUertrauen und hoffnung setzen und danach unser Leben nach deinem Wort auch besfern, dor allem Argernis uns behüten, bis wir durch deine 6nade in Christo ewig selig werden. Durch denselben deinen Sohn, Jesuni Christum, unsern herrn. Amen. 73 ee 51. ir danken dir, herr oott, himmlischer Vater, von 6rundl unsers herzens, daß du uns dein heiliges Cvangelium gegeben und dein väterliches herz häst erkennen lassen. Wir bitten deine grundlose Barmherzigkeit, du wollest solch selig Licht deines ortes in uns gnädiglich erhalten und durch deinen heiligen Geist unsere herzen also leiten und führen, daß wir nimmermehr dlavon abweichen, sondern fest daran halten und endlich dadurch selig werden. Durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 52 ieber herr und Gott, stärke und behalte uns in deinem lieben reinen Wort, durch Jesum christum, unsern herrn, und hilf uns, daß wirs dankbarlich erkennen und kräftiglich mit guten früchten bezeugen und zieren, dir zu Lob und Dank in Cwignkeit. amen. 53. rwecke, herr, wir bitten dich, die herzen deiner öläubigen, auf daß sie die frucht deines göttlichen Wortes immer dölliger bringen und deiner onade hülfe dabei immer reichlicher em̃p⸗ fangen. Ddurch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. für die Kirche und die mission. 54. Umächtiger, ewiger sott, der du die ganze Christenheit durch leinen heiligen seist heiligest und regierest, erhöre unser 6ebet und gib gnädiglich, daß sie mit allen ihren öliedern in reinem Glauben, in heiligkeit und 6erechtigkeit, so dir gefällig ist, durch deine önade dir Aiene. Um Jesu christi, deines Sohnes, unsers herrn und heilandes, willen. Amen. 55 Umächtiger, ewiger õott, der du allein große Lunder tust, gieß aus den eist deiner heilsamen önade über deine Diener und dlie 6emeinden, die ihnen befohlen sind, und damit sie dir in der Waährheit wohlgefällig seien, so tränke sie allezeit mit dem Tau deines Segens. Durch unsern herrn Jesum Christum. Amen. 56. Umächtiger, ewiger oott und Vater, der du leuchten läßt das Licht deiner Wahrheit denen, die da irren, daß sie wieder auf len Ueg der öerechtigneit kommen mögen, wir bitten dich, gib 7⁴4 =I onade a utgeger hristum opfert v chtistun Ełr 66 heho Hommet Harmhe slas im anädig lunsers eben und en lleine t(leinez heiligen mermiehr dadurch yn herrn. am leben und hif nit guten Ewigket. igen, uf Volliger her mp· en Sohn, gieret in S nadle allen Gläubigen, daß sie verachten, was deinem Namen entgegen ist, un annehmen, was ihm dienet. Durch Jesum Christum, unsern herrn. Amen. 57. ott, unser Schild, schaue doch, siehe an das Reich deines Gesalb. ten, der sich selbst gegeben hat für alle jur Erlösung, und verleih, daß vom nufgäng der Sonne bis zum liedergang dein name herrlich werde unter den heiden und an allen orten ge⸗ opfert werde deinem namen ein reines opfer. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 58. err õott, himmlischer Vater, der du willst, daß allen Menschen geholfen werde, undg daß sie zur erkenntnis der Wahrheit kommen, wir bitten deine inilde üte, sende die Boten deiner Barmherzigkeit und laß sie verkündigen dein heil allem Volke, das in Dunkeln wohnet, auf daß erfüllet werde das Wort deiner gnäcigen Verheißung, daß die heiden wandeln in deinem Lichte und die Könige im Glanze deiner herrlichkeit. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. Um buße und Vergebung der Sünden. 59. umächtiger und barmherziger Gott, der du nicht willst, daß semand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße keyre, gib, daß wir aus deinem Worte allezeit unsere mannig⸗ faltige Sünde bon heren erkennen, auch in wahrhaftiger seliger Reue den Trost deines eistes und laubens inniglich wieder er⸗ greifen, auf claß wir in deinem Sohne gerecht und durch lenselben selig werden, der du mit ihm und dem heiligen Geiste lebest und herrschest immer und ewiglich. Amen. 60. ir bitten dich, herr, huldlreicher ott, gib deinen Eläubigen mildliglich VBergevung und frieden, auf daß sie von allen Sünden gereinigt werden und dir mit getrostem herzen dienen. Durch unsern herrn Zesum christum, deinen Sohn welcher mit dlir und dem heiligen õeiste lebet und regieret in iwigkeit. Amen. Um seist, Glauven und göttliches Leben. 61. err oott, himmlischer vater, wir bitten dich, du wollest deinen heiligen Geist in unsere herzen geben, uns in dleiner onade ewig zu erhalten und in aller Anfechtung zu behüten; wollest auch 7⁵ S allen feinden deines Wortes, um deines Hamens chre willen, wehren und deine arme Thristenheit allenthalben gnätlig befrie⸗ den. Durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 62. err 6ott, himmlischer Vater, wir bitten dich, du wollest uns den 6eist der Wahrheit und des friedens verleihen, auf daß wir von ganzem herzen, was dir gefällt, erkennen undlcddem mit allen Kräften allein nachfolgen mögen. Ddurch Jesum christum, lleinen Sohn, unsern herrn. Amen. 63. Umächtiger herr oott, gib uns den rechten, wahrhaftigen 6lauben und mehre denselben täglich in uns; gib uns auch Liebe und hoffnung, damit wir dir und unserm nächsten nach deinem Wohlgefallen mögen dienen. durch Jesum Christum, leinen Sohn, unsern herrn. Amen. 64. err Gott, der du denen, die dich lieben, unsichtbare Güter be⸗ reitet hast, geuß deiner Liebe Brunst in unsre herzen, auf daß wir dich in allem und über alles lieven und also deine Uer⸗ heißung erlangen, die überschwenglich ist über alles, das wir bitten oder verstehen. durch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. 5 herr, wir bitten, gib uns allzeit gnädiglich einen seist zu gedlenken und zu tun, was recht ist, auf daß wir, die wir ohne dich nicht sein können, nach dir auch leben mögen. Durch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen seiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. 60. IUmächtiger herr öott, der du bist ein Beschützer aller, die auf dich hoffen, ohne welches önade niemand etiwas vermag noch vor dlir gilt, laß uns deine Barmherzigkeit reichlich wicdlerfähren, auf daß wir durch dein heiliges Eingeven denken, was recht ist, und dasselbige auch durch deine fraft vollbringen. Um Jesu Christi, unsers herrn, willen. Amen. 067. Uunterlaße herr öott, himmlischer Vater, von dem wir ohne Unterlaß allerlei outes ganz überflüssig empfangen und noch täglich vor allem Übel gnädiglich behütet werden, wir bitten willen, befrie: Imen. lest us uf claß lem mit Solehten dich, laß uns solches alles durch deinen õeist mit ganzem herjen in rechtem 6läauben erkennen, auf daß wir deiner milden üte und Barmherzigneit hier und dort eiwiglich danken und dich Inen Durch deinen lieven Sohn Jesum christum, unsern herrn. men. 68. Umächtiger, ewiger sott, ein beschützer aller, die auf dich hoffen, mehre über uns⸗deine Barmherzigkeit, auf daß, so du unser Regierer und führer bist, wir dermaßen durch die zeitlichen Güter wandeln, daß wir die ewigen nicht verlieren. Um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, unsers herrn, willen. Amen. 69. gerr oott, der du deine Kraft und herrlichkeit allermeist Kund tust im Uerschonen und Erbarmen, laß uns deine Barmherzig⸗ keit reichlich daß wir laufen nach deiner Verheißung und also der himmlischen Güter teilhaftig werden. Durch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen 6eiste lebet und regieret in wigkeit. Amen. Um frieden und Segen. für die ovrigkeit. 70. err Gott, himmlischer Vater, der du heiligen Mut, guten Rat und rechte erke schaffest, gib deinen Dienern friedlen, welchen (lie Lelt nicht kann geben, auf daß unsre herzen an deinen se⸗ boten hangen und wir unsere Zeit durch deinen Schutz still und sicher vor feinden leben. durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 71 wiger, allmächtiger ott, ein herr himmels und der Erde, durch welches Geist alles regieret, durch welches Vorsehung alle Dinge geordnet werden, der du bist ein Gott des friedens, von welchem alle Einigkeit zu uns kommt, wir bitten dich, du wollest uns alle unsere Sünde vergeben und uns mit deinem gött · lichen frieden und Einigkeit begnaden, damit wir dir in rechter furcht dienen zu Lob und Preise deines lamens. Durch Jesum christum, unsern herrn. Amen. 72. allmächtiger herr und vater, der du durch dein ewiges gött⸗ liches Wort alle Dinge erschaffen hast, segnest und erhältst, wir bitten dich, daß du dein ewiges Dort, unsern herrn Jesum Christum, uns wollest offenvaren und in unsre herjen pflanjen, dadurch wir nach deiner onade würdig werden, deinen göttlichen 77 e Segen über alle früchte der Erde und alles, was zur leiblichen notdurft gehört, zu empfangen und zum Preise deines Namens und unsers ächsten Dienst ju gebrauchen. Durch unsern herrn Jesum christum, deinen Sohn, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. 75* Umächtiger 6ott, du König aller gönige, der du die allerhöchste bewalt hast über aller menschen önigreiche und ordnest herr⸗ schaft und Regiment im menschlichen seschlechte, wir danken dir für deine gnädige ordnung und für das weltliche Regiment und unsere liebe obrigkeit, darunter du uns gesetzt hast, wie unter einen Baum, unter dessen Schatten wir frieden und Ruhe haben, dein teures Wort zu hören und zu üben. Wir bitten dich, du wollest unsere liebe obrigkeit selbst regieren, führen, bewahren und beschützen, und in gutem frieden dein Licht und Wort bei uns erhalten, daß wir ein geruhiges unck stilles Leven führen in aller öottseligkeit und Chrbarkeit. Durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. Um Trost und Stärke. 74. Umächtiger 6ott und Uater, der du der Elenden Seußzen nicht verschmähst und der betrübten herzen Verlangen nicht ver⸗ achtest, siehe doch an unser õebet, welches wir in unsrer Not vor dich bringen, und erhöre uns gnädiglich, daß alles, was uns so⸗ wohl vom Teufel als von menschen widerstrebt, zunichte und durch den Rat deiner 6ütigkeit jerstört werde, auf daß wir, von aller Anfechtung unversehrt, dir in deiner oemeine danken und dich allezeit loben. Durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 75 err Gott, himmlischer Vater, du weißt, daß wir aus menschlicher Schwachheit in so mancher und großer 6efahr, die uns auf Erdlen befällt, ohne deinen Beistand nicht bleiben noch bestehen mögen; verleih uns, beides an Leib und Seele, Kräfte, daß wir alles, so uns um unserer Sünde willen quält und anficht, durch deine hülfe überwinden und durch deine starke hand davon gewaltig errettet werden. Um Jesu christi, unsers herrn, willen. Amen. 76 allmächtiger, ewiger Gott, ein Trost der Traurigen und eine Stärke der Schwachen, laß vor dein Angesicht gnädiglich kommen die Bitte aller derer, so in Bekümmernis und Anfechtung 78 u dir f Höttlich Durch 3 Imäe gebu helhen! heiliger lurch t. suchen: Wortg hlichen amens herril kiligen höchste sthelr⸗ hen dlit iit unl unter haben, IꝗSPSPSS PPRPRPSPSRSRSRSSS zu dir seufzen und schreien, auf daß Rir ewiglid in der Not deine göttliche hülfe empfinde und dich dafür ewiglich lobe und preise. Burch Zesum Christum, unsern herrn. Amen. — Umächtiger, ewiger öott, der du uns durch deinen Sohn Ver⸗ gebung unserer sünden, Gerechtigkeit und ewiges Leben ver⸗ heißen hast, wir bitten dlich, du wollest unsre herzen durch deinen heiligen oeist also führen und erwecken, daß wir solche hülfe durch tägliches evet, und sonderli in aller Aiifechtung, beiĩ ihm suchen und durch festen olauben aufseine Zusagung und auf sein Wort gewiß finden und erlangen. durch denselben deinen Sohn, unsern herrn Jesum christum, der mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. 78. err oott, himmlischer vater, der du deinen Sohn, unsern herrn Jesum christum, in diese Weit gesandt hast, daß er des Teufels Tyrannei wehren und uns arme menschen wider solchen argen feind soll schützen, wir bitten dich, du Wollest uns vor Sicherheit behüten undl in aller Anfechtung durch deinen heiligen oeist, nach deinem Worte zu wandeln, gnäliglich erhalten, daß wir bis an das Ende vor solchem feinde befriedet bleiben und endlich selig werden mögen. durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. Um christliche Bereitschaft, seligen Tod und das ewige Leven. 9 79. err Gott, regiere unsre herzen und Gedlanken durch deinen heiligen seist, daß wir allzeit denken an das Ende und an dein gerechtes öericht, und erwecke uns dadurch zu einem gött⸗⸗ lichen Leben in dlieser Zeit, auf daß wir dort ewiglich mit llir bleiben mögen. Durch unsern herrn Jesum christum, welcher mit dir und dem heiligen õeiste lebet und regieret in Ewigkeit. amen. 50 armherziger, ewiger ott und Uater, der du uns in christo Jesu zu einer sebendigen hoffnung des ewigen Lebens berufen hast, verleih uns, daß Wir durch deinen Heist die Welt und alle Lüste dlieses Levens bestreiten, unser fleisch Kreuzigen und töten und nach dem, was droben ist, am ersten trachten, bis wir im 6lauben, in hoffnung und sedluld alles iberwinden und vor deinem An⸗ gesichte gekrönt und ewiglich erfreut werden. Um Jesu christi, unsers Seligmachers, willen. Amen. 709 SI 81 err, allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott, der du uns aus dieser sündigen und verkehrten Welt durch den Tod ju dit forderst und hinwegnimmst, auf daß wir nicht durch stetig sündigen verderben, sondern zu dem Cwigen hindurchdringen, wir bitten dich, du wollest uns solches von herzen lassen erkennen und glauben, auf daß wir uns unsers Abscheidens freuen und dem Berufe zu deinem Keiche gern und williglich folgen. Durch Jesum christum, deinen Sohn, unsern herrn. Amen. 82. Umächtiger, ewiger sott, der du durch deinen Sohn Vergebung der Sünden und Rettung vor dem ewigen Tode zugesagt hast, wir bitten dich, stärke uns durch deinen heiligen Geist, daß wir in solchem Vertrauen auf deine önade durch Christum täglich zunehmen und udie hoffnung fest und gewiß behalten, daß wir nicht sterben, sondern entschlafen und am jüngsten Tage zum ewigen Leben erweckt werden sollen. durch denselben deinen Sohn, Jesum christum, unsern herrn. Amen. 83. herr Jesu christe, der du bist die Nuferstehung und das Leben und häst uns durch deinen Sieg eine ewige serechtigkeit, freude und herrlichkeit erworben, wir bitten deine Eüte, du wollest uns eine fröhliche Auferstehung des Lebens verleihen und uns in das ewige paradies und Vaterland heimholen, der du von dem Tode bist erstanden und herrschest mit Vater und heiligem beist von wigkeit zu wigkeit. Amen. Sernel 14. Uersikel. Auf Advent. bereitet dem herrn den Weg, halleluja. Machet seine Steige richtig. halleluja. machet die core weit und die üren in der Welt hoch, halleluja. Daß der önig der hren einziehe. halleluja. hosianna dem̃ Sohne Davids, halleluja. belobt sei, der da ommt im namen des herrn. halleluja. Am chrisifeste. Euch ist heute der heiland geboren, halleluja. Welcher ist Christus der Hherr. halleluja. IUns ist ein Kind geboren, halleluja. Ein Sohn ist uns gegeben. hallelusa. fündlich groß ist las gottselige õeheimnis: Halleluja. bott ist geoffenbaret im fleisch. Halleluja. Also hat ott die Welt geliebet, Halleluja. Daß er seinen eingebornen Sohn gab. halleluja. Am neujahrstage. Jesus Christus gestern und heute, häalleluja. Und derseibe auch in ewigkeit. Halleluja. herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für, halleluja. Bu bist unser õott von wigkeit zu Ewigkeit. halleluja. am feste der Erscheinung christi. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen, halleluja. Und ein Zepter aus 7srael aufkominien. hallelusa. Die heiden werden in deinem Lichte wandeln, halleluja. Und die Rõnige im olanze, der über dir aufgeht. halleluja. für die Weihnachts- und épiphaniaszeit. Das Wort ward fleisch und wohnete unter uns, hallelusa. Und wir sahen seine herrlichkeit. Hallelusa. Singet dem herrn ein neues CLied, halleluja. denn er tut Wunder. halleluja. um feste der Darstellung Jesu im Tempel. Balil wird kommen zu seinem Tempel der herr, den ihr suchet, halleluja. und der Engel des Bundes, des ihr vegehret. hallelusa. 8¹ S SSSST herr, nun lässest du deinen diener in friedlen fahren, halleluja. denn meine Rugen haben deinen heiland gesehen. Hhalleluja. Auf mariä Uerkündigung. Dies ist der Tag, den der herr gemacht hat, Halleluja. Lasset uns freüen und fröhlich darinnen sein. halleluja. Christus kommt her aus den Vätern nach dem fleische, halle⸗ lusa. Uelcher ist ott über alles, gelobet in Cwigkeit. Hallelusa. für die fästenzeit. hilf uns, herr, unser helfer, um deines Namens chre willen, Errette uns und vergib uns unsere Sünde um deines Hamens willen. Christus ist um unserer Missetat willen verwundet Und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir frieden hätten, Und durch seine Wunden sind wir geheilet. ott hat seines eigenen Sohnes nicht verschonet, Sondern hat ihn für uns alle dahingegeben. Siehe, das ist öottes Lamm, UWelches der Welt Sünde trägt. Auf 6ründonnerstag, auch sonst vei Abendmahlsfeiern. Er hat ein Gellächtnis gestiftet seiner Wunder, Der gnädige und barmherzige herr. Danket dem herrn, denn er ist freundlich, Hallelusa. Und seine 6üte währet ewiglich. Halleluja. Am osterfeste und für die freudenzeit. 5. Der herr ist auferstanden, hallelusa. Er ist wahrhaftig auferstanden. hallelusa. b. Christus ist um unserer Sünde willen dahingegeben, halleluja. Und um unserer serechtigkeit willen auferwecket. halleluja. Christus hat dem Tode die macht genommen, halleluja. Und Leben und unvergänglich esen an däs Licht gebracht. Häalleluja. Ich weiß, daß mein Erloöser lebt, halleluja. Er wird mich hernach aus der Erde auferwecken. Halleluha. Christus, von den coten auferweckt, stirbt hinfort nicht mehr, häallelusa. Der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. halleluja. 8² 20 30. Der d bott ů 1. Alle3 a Zur t 2. chris Undd! V. Trach ã U DD allelsa. 30. Der dod ist verschlungen in den Sieg, hallelusa. allelusa. bott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat. Halleluja. 31. Alle zZungen sollen bekennen, dlaß Jesus christus der herr sei, halleluja. Zur Ehre öottes des Vaters. Halleluja. 30 le⸗ nuf christi himmelfahrt. 32. Christus ist aufgefahren in die höhe, Halleluja. Husa. Und hat den menschen 6aben gegeben. Halleluja. 33. Trachtet nach dem, das droben ist, Hallelusa. Dã christus ist, sitzend zur rechten hand Gottes. Hallelusa. willen, Hamens Am pfingstfeste. 34. Ich will meinen seist ausgießen über alles fleisch, halleluja. Den Geist der önaden und des Gebets. Halleluja. 35. Schaffe in mir, Gott, ein reines herz, Halleluja. Und gib mir einen neuen, gewissen Ceist. Halleluja. 30. Aus Zion bricht an der schöne olanz Gottes, Halleluja. Unser õott ommt und schweiget nicht. halleluja. 37. Wir haben einen kindlichen eist empfangen, halleluja. Durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! hallelusa. 38. Sie ist fest gegründet auf den heiligen Bergen, halleluja. Der herr liebet die Tore Zions. Halleluja. um ßeste der heiligen Dreieinigkeit. 39. Wir loben sott den Vater, Sohn und heiligen Geist, Halleluja. Und preisen ihn von nun an bis in ewigkeit. hälleluja. 40. heilig, heilig, heilig ist Gott, der herr Zebaoth, Hhalleluja. Alle Fande sind seiner hre voll. halleluja. Am Ffeste Zohannis des Täufers. 0 41. Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, halleluja. Hl der deinen Weg vor dir bereiten soll. Halleiuja. all 42. Gelobet sei der herr, der õott Israels, Halleluja. Icht denn er hat besucht und erlöset sein Volk. Halleluja. 0 Auf mlariã heimsuchung. lusa. 43. Ich freue mich in dem herrn, halleluja. alle cht, Und meine Seele ist fröhlich in meinem ott. Halleluja. t n 44. nleine Seele erhebet den herrn, halleluja. ih. Und mein Geist freuet sich oottes, meines heilandes. häalleluja. 8³ 60. S Am michaelisfeste. Lobet den herrn, ihr starken Engel, halleluja. Die ihr seinen Befehl ausrichtet. Halleluja. Er haãt seinen Engein befohlen über dir, halleluja. Daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen. halleluja. Am Reformationsfeste. hält im Bau deine 6emeinde, die du gepflanzet hast, halle⸗ luja. Die du dir festiglich erwählet hast. halleluja. Dein Wort ist eine rechte Lehre, halleluja. heiligkeit ist die Zierde deines hauses ewiglich. halleluja. In Buß- und Bettagen, auch sonst um Buße und Vergebung der Sünden. herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden, 50. N Und vergilt uns nicht nach unserer missetat. bott, sei uns sere Sin nãch deiner 6üte, Und tilge unser Laß leuchten dein Angesicht, so genesen wir. Verwirf uns nicht von deinem Angesicht, Und nimm deinen heiligen 6eist nicht von uns. herr, gehe nicht ins õericht mit deinen snechten, Vor dir ist kein Lebendiger gerecht. bekehre du uns, herr, so werden wir bekehret, hilf du uns, so ist uns geholfen. Barmherzig und gnädig ist der herr, halleluja. Gedluldig und von großer 6üte. Halleluja. Am Tage der hagelfeier ung am Erntedankfeste. herr, erzeige uns deine 6nade und 6üte, halleluja. Daß unser Land sein öewächs gebe. halleluja. Aller Augen warten auf dich, herr, halleluja. Und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. halleluja. Das Tand gibt sein öewächs, hällelusa. Es segne uns 6ott, unser õott. halleluja. Du krönest das Jahr mit deinem 6ut, halleluja. Und deine fußstapfen triefen von fett. halleluja. Wort. Leyre, õottesdienst. Dein Wort ist meines fußes Leuchte, halleluja. Und ein licht auf meinen Wegen. halleluja. 8⁴4 e Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. herr Gott Zebaoth, tröste uns, 3 e 61. herr, erhalte uns dein Wort, halleluja. Dein Wort ist unsers herjens freude und Trost. Halleluja. 62. heiliger Vater, heilige uns in deiner Wahrheit, Hallelusa. Dein ort ist die Wäahrheit. halleluja. 63. herr, ich habe lieb die Stätte deines hauses, Halleluja. usa. Und'den ört, da deine ehre wohnet. Halleiuja. 64. Dienet dem herrn mit freuden, halleluja. s hall gommt vor sein Angesicht mit frohlocken. hallelusa. kirche und mission. 65. Tu wohl an Zion nach deiner önade, halleluja. elusa. Baue die mauern zu Jerusalem. hallelusa. 0 66. hilf, herr, die heiligen haben abgenommen, dunden. Und der öläubigen ist wenig unter den enschenkindern. 67. Gott gedenket der Barmherzigkeit, halleluja. Und hilft seinem Diener Jsrael auf. Halleluja. 4Z⁊ 6 68. Das Volk, so im finstern wandelt, siehet ein großes licht, echigkei Halleiuja. ö 10 Heun dlie, so da wohnen in finsternis, scheint es helle. alleluja. 69. Lobet den herrn, alle heiden, Halleluja. preiset ihn, alle Völker. Halleluja. 70. Alle Könige werden ihn anbeten, hallelusa. Alle heiden werden ihm dienen. halleluja. Cob und Dank. 71. der name des herrn sei gelobet und gebenedeiet, hallelusa. bon nun an bis in Cwigkeit. halleluja. 72. Preiset mit mir den herrn, Halleluja. Und lasset uns mit einander seinen Namen erhöhen. halleluja. 73. Ich wili den herrn loben, so lange ich lebe, häalleluja. und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin. hallelusa. 74. freuet euch des herrn, ihr erechten, halleluja. lsa. Die frommen soilen ihn schön preisen. halleluja. 75. Der herr denket an uns und segnet uns, hallelusa. er segnet, die ihn fürchten, veidle seleine und õroße. halleluja. Um göttliche Regierung, hülfe und Segen. 76. herr, leyre uns tun nach deinem Wohlgefallen, hallelusa. Bein guter õeist fhre uns auf ebener Bahn. hallelusa. 85 A. herr, laß Christum durch den õlauben in unsern herzen woh⸗ nen, halleluja. und uns durch die iebe fest gewurzelt und gegründet werden. halleluja. herr, zeige uns deine Wege, hallelusa. Und lehre uns deine Steige. Halleluja. Bei dem herrn findet man hülfe, halleluja. Und deinen Segen über dein Volk. Halleluja. hilf deinem Volke und segne dein Erbe, halleluja. Weide sie und erhöhe sie ewiglich. Halleluja. Gott, gib friedl in deinem Lande, halleluja. Glück und heil zu jedem Stande. Hallelusa. Fittet, so werdet ihr nehmen, hallelusa. Daß eure freude vollkommen sei. Halleluha. In not und Trübsal. Rufe mich an in der Not, Sso will ich dich erretten, und du sollst mich preisen. Ich hoffe darauf, daß du so gnädig bist. Halleluja. mein herz freuet sich, daß dũ so gerne hilfst. halleluja. 5. herr, du wollest deine Barmherzigkeit nicht von uns wenden, Laß deine 6üte und Treue uns allewege behüten. Das Uerlangen der Elenden hörest du, herr, halleluja. Ihr herz ist gewiß, daß dein Ohr dlarauf merket. hällelusa. Tod und Sterben. herr, lehre uns bedlenken, daß wir sterben müssen, Auf daß wir klug werden. Leben wir, so leben wir dem herrn, halleluja. Sterben wir, so sterben wir dem herrn. halleluja. In deine hände befehle ich meinen eist, Du hast mich erlöset, herr, du getreuer Sott. Selig sind die doten, die in dem Herrn sterben, Halleluja. Sie ruhen von ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach. halleluja. sericht und ewiges Leven. Siehe, der herr kommt mit viel tausend heiligen, bericht zu halten über alle. Siehe, es kommt der herr, der herrscher, halleluja. Und in seiner hand ist das Reich und die straft und die herr · lichkeit. Halleluja. Vor dlir ist freude die fulle, halleluja. Und lieviiches Wesen zu deiner Bechten ewiglich. hallelusa. 86 +—— . jen woh⸗ twerdlen. SSDSSEE —— E O 0 3——— * pisteln undtE vangelien nebst den epistolischen und Ievangelischen Lektionen ö DSNES sd. Wwenten, SIPIꝗISPIPIPSPSPIPIIPIPIPIPSAS— H 0„sowie die aus den vier vangelisten ½% zusammengezogene 6eschichte von ulleiusa. dem Leiden, Sterben und Ruferstehen unsers isti und die Be⸗((& schreibung der Zerstörung Jerusalems SSESSSSSISISISESSISESISEIASIIAIIAIAIAI Q 9—— Anlage zum Cvang.-lutherisch. esang⸗ V buch der hannov. Landeskirche. Druck O und Verlag v. Edler& frische, hannover H elusã. lch⸗ ⁊.......... nenu SISESEIEIEIEEITe F*. NRVSI Ill hen· + Cpist undwen u ZJett, daß vomschia her ist, ae nacht ist v belkomme Werze der Matth Da sie nun gen bethpf sus sein. Iu ihnen:! vortuch i Fleln fna len bel ihr Iu mir. un agen sosp 0 bald WI scah aber de, das 9e ler dd spr Slehe, deh 1. Advent. vormittags. Epistel. Röom. 13, 1114.(Die Stunde ist da, aufusteyen vom Schlaf⸗) Und weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf; sintemal unser heil jetzt nã⸗ her ist, denn da wir es glaubten; die nacht ist vergangen, der Tag aber her⸗ veikommen: so laßt uns ablegen die Werte der finsternis, und anlegen die Waffen des Lichts. Caßt uns ehrbarlich waändeln als am Tage; nicht in fressen und Saufen, nicht in Rammern und Un⸗ zucht, nicht in hader und Ueid; sondern niehet an den hérrn Jesum christum, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Evangelium. matth. 21. 1-9.(Gelobet sei, der da ommt in dem namen des herrn.) Da sie nun nahe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage, an den ölberg, sandte Jesus seiner jünger jween, und sprach zu ihnen: õehet hin in den flecken, der vor euch liegt; und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden ung ein fül⸗ len bei ihr; löͤset sie auf und bringet sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der herr bedarf ihrer so bald wird er sie euch lassen. Das ge⸗ schah aber alles, auf daß erfüllet wür⸗ de, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:»Saget der Tochter Zion: Siehe, dein gönig kommt ju dir sanft⸗ mütig, und reitet auf einem Esel und auf einem füllen der lastbaren Eselin.⸗ Die jünger gingen hin, und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte; und brach⸗ ten die Eselin und das füllen, und leg- ten ihre seleider drauf und setzten ihn drauf. Aher viel Volks breitete die flei- der auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bäumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vor⸗ ging und nachfolgte, schrie und sprach: hosianna dem sohn Davids! 6elobet sei, der da kommt in dem namen des hErrn! hosianna in der höhe! Epistolische Lektion. offenb. Joh. 1, 4-8.(Der da ist, und der da war, und der da kommt.) Johannes den sieven õemeinen in Asien: 6nade sei mit euch, und friede von dem, der da ist, und der da war, und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl, und von Jesu christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgevorne von den Toten und ein fürst der önige auf Erden. Der uns geliebet hat und gewaschen von den sünden mit seinem blut, und hat uns ju sönigen und Priestern gemacht vor 6ott und seinem Vater, demselbigen sel Chre und 6ewalt, von(wigkeit ju wigkeit! Amen. Slehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Nugen, und die ihn gestochen haben; und werden heulen alle seschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das N und das 0, der Anfang und das Ende, spricht der hErr, der da ist, und der da war, und der da kommt, der All⸗ mächtige. SH ISSSEE oder: Psalm 40, 6 18. Um Buch ist von mir geschrleben.) hErr, mein õott, groß sind deine Wunder und deine sedanken, die du an uns be⸗ weisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkündigen, und davon sagen, wie⸗ wohl sie nicht zu zählen sind. Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer. Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben. Deinen Willen, mein bott, tue ich gern, und dein 6esetz habe ich in meinem herzen. Ich will pre⸗ digen die õerechtigkeit in der großen õe⸗ meine; siehe, ich will mir meinen mund nicht stopfen lassen, heErr, das weißt du. Deine serechtigkeit verberge ich nicht in meinem herjen; von deiner Wahrheit und von deinem heil rede ich; ich ver⸗ hehle deine õüte und creue nicht vor der großen õemeine. Du aber, herr, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wen⸗ den; laß deine õute und Treue allewege mich behüten. Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine sünden ergriffen, daß ich nicht sehen kann: ihrer ist mehr denn haare auf mei⸗ nem haupt, und mein herz hat mich ver⸗ lassen. Caß dirs gefallen, hérr, daß au mich errettest; eile, hẽrr, mir zu helfen! Schämen müssen sich und ju schanden werden, die mir nach meiner Seelestehen, daß sie die umbringen; zurück müssen sie fallen und zu schanden werden, die mir Ubels gönnen. Sie müssen in shrer Schande erschrecken, die über mich schrei⸗ en:»Da, da le Es müssen sich freuen und fröhlich sein alle, die nach dir fragen; und die dein heil lieven, müssen sagen allewege:»Der herr sei hochgelobet!« Denn ich bin arm und elend, der srr aber sorget für mich. Du bist mein helfer und Erretter; mein 6ott, verziehe nicht! Eväangelische Lektion. Cuc. 17, 20—30. Das Reich 6ottes ist inwendig in euch.) Da er aber gefraget ward von den Phart- säern: Wann kommt das Reich sottes? antwortete er ynen und sprach: Das Reich õottes kommt nicht mit äußerlichen bebärden. man wird auch nicht sagen: Siehe, hie oder: da ist es. Denn sehet, das Reich sottes ist inwendig in euch. Er sprach aber ju den jüngern: Es wird die Zeit kommen, daß ihr werdet begeh⸗ ren, ju seyhen Einen Tag des menschen Sohnes, und werdet ihn nicht sehen. Und sie werden ju euch sagen: Slehe hie, siehe da. õehet nicht hin, und folget auch nicht. Denn wie der blitz oben vom himmel blitzt und leuchtet über alles, das unter dem himmel ist, also wird des Menschen Sohn an seinem rage sein. Zuvor aber muß er viel leiden, und verworfen wer⸗ den von diesem seschlecht. Und wie es geschah ju den Zeiten Noahs, so wird es auch geschehen in den Tagen des men⸗ schen Sohnes. Sie aßen, sie tranken, sie freleten, sie ließen sich freien bis auf den Tag, da noah in die Arche ging, und kam die Sintflut, und brachte sie alle um. Desselbigen gleichen, wie es geschah ju den Zeiten Tots: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie baueten; an dem Tage aber, da Cot aus Socdlom ging, da regnete es feuer ung Schwefel vom himmel, und brachte sie alle um. Auf diese Weise wird es auch gehen an dem Tage, wenn des menschen Sohn soll offenbaret werden. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. 1. Mos. 3, 1-1. Die Weissagung nach dem Sündenfall.) Una dle Schlange war Ustiger, denn alle gemacht hatte, und sprach ju dem Weive: Liere auf dem felde, die õott der hérr Ja, sollte õott gesagt haben:Ihr sollt nicht — essen von all Da sprach das essen von aen baxtem:abery mitten im 6a nicht davon, chr nͤcht sterb zum Wetbe:) Toces sterben Welches Läge; ture Rugen; wle bott, un st. Und das dlem Baum lich amzusehe wäre, weil' von der frut Manneauch. den ihrer be wurden gew und flochter und machten len dle Stim barten hing war. und 2 wege geben neine sehen smei⸗ hver⸗ Welbe. Unicht DDEEEEEEEEEEE essen von allerlei Bäumen im 6arten? Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den früchten der Bäume im Gartenz aber von den früchten des Baums mitten im 6arten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret es auch nicht an, daß Ir nicht sterbet. Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mit nichten des Todes sterven; sondern oott weiß, daß, welches Tages ihr davon esset, so werden eure Rugen aufgetan, und werdet sein wie Gott, und wissen, was gut und böse ist. Und das Weib schaute an, daß von dem gaum gut zu essen wäre, und lieb⸗ lich anzusehen, daß es ein lustiger baum wäre, weil er klug machte; und nahm von der frucht, und aß, und gab ihrem manne auch davon; und er aß. Da wur⸗ den ihrer beider Rugen aufgetan, und wurden gewahr, daß sie nackend waren: und flochten ßeigenblätter zusammen, und machten sich Schürzen. Und sie hör⸗ ten die Stimme Gottes des hrrn, der im Gärten ging, da der Tag kühl worden war. Und Adam versteckte sich mit sei⸗ nem Weive vor dem Angesicht õottes des herrn unter die Bãume im Garten. Und Gott der hẽrr rief Ndam, und sprach zu ihm: Wo vist du? Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten, und fürchtete mich, denn ich vbin nackend; darum ver⸗ steckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dirs gesagt, daß du nackend bist? hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellet hast, gab mir von dem Baum, und ich aß. Da sprach õott der hẽrr jum Weibe: Warum hast du das getan? Das UWeib sprach: Die Schlange betrog mich also, daß ich aß. Da sprach õott der hẽrr ju der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem ßelde. Auf deinem Bauch sollst du gehen, und Erde essen dein even lang. Und ich will feindschaft setzen zwischen dir und dem Welbe, und zwischen deinem Samen und ihrem Sa⸗ men. derselbe soll dir den sopf jertreten: und du wirst ihn in die ferse stechen. Cektion aus dem neuen Testamente. Röm. 2, 12- 24.(Du kannst dich nicht entschuldigen.) Uelche ohne õesetz gesündiget haben, die werden auch ohne 6esetz verloren wer⸗ den; und welche am sesetz gesündiget haben, die werden durch das õesetz ver urteilt werden; sintemal vor Sott nicht die das Gesetz hören, gerecht sind, son⸗ dern die das Gesetz tun, werden gerecht sein. Denn so die heiden, die das oesetz nicht haben und doch von natur tun des besetzes Werk, dieselbigen, dieweil sie das õesetznicht haben, sind sieihnen selbst ein esetz, damit, daß sie veweisen, des Gesetzes Werk sei beschrieben in ihren herjen, sintemal iyr 6ewissen sie be⸗ jeuget, daiu auch die õedanken, die sich untereinander verklagen oder entschul⸗ digen, auf den Tag, da Gott das Verbor⸗ gene der menschen durch Jesum christ richten wird, laut meines Evangelti. Ssiehe aver zu, du heißest ein Jude, ung verlãssest dich auf das Gesetz, und rũhmest dich ottes, und weißt seinen Willen; und weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, prüfest du, was das Beste ju tun sei, und vermissest dich, zu sein ein Leiter der Blinden, ein Licht derer, die in fin⸗ sternis sind, ein Züchtiger der Törichten. ein Lehrer der Einfältigen, hast die form, was zu wissen und recht ist, im besetz. nun lehrest du andere, undg lehrest dich selbst nicht, du predigest, maꝛi solle nicht stehlen, und du stiehlst; du sprichst, man solle nicht ehebrechen. und du brichst die he: dir greuelt vor den õötzen, und raubest õott, was sein ist; du rühmest dich des 6esetzes, und schändest oott durch Ubertretung des Gesetzes; denn»eurethalben wird oottes name gelästert unter den heidene, als geschrieben stehet. DSSSDDRDSDSSS 2. Advent. Vormittags. Epistel. Röm. 15, 1-13. Oie ve Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen sebrechlichkeit tragen, und nicht õefallen an uns selber haben; es stelle sich aber ein jeglicher unter uns also, daß er seinem nächsten gefalle zum Guten, zur Besserung. Denn auch Christus nicht an ihm selber ͤefallen hatte, son⸗ dernwie geschriebenstehet:»Dieschmach derer, die dich schmähen, ist Über mich gefallen.« Was aber juvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch seduld und Trost der Schrift hoffnung häaben. ott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seid untereinander nach Jesu christo, auf daß ihr einmütig⸗ lich mit Einem munde lovet 6ott und den vater unsers hérrn Jesu christi. Darum nehmet euch untereinander auf, gleich wie euch Christus hat aufgenom⸗ vang Cuc. 21, 25—36.(Werdet würdig! Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und mona und sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und werden zagen; und das meer und die Wasserwogen werden brausen; und die menschen werden verschmachten vor furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der himmel fträfte sich bewegen werden. Und atlsdann werden sie sehen des men⸗ schen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und herrlichkeit. Wenn aber dies anfänget, zu geschehen, so sehet auf, und hebet eure haupter auf, darum daß sich eure Erlösung nahet. Und er sagte ihnen ein sleichnis: Sehet an den feigenbaum und alle Bäume, wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr es ihnen an Epistolisch rheißung, den vätern geschehen.) men ju sottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus christus sei ein Diener gewesen der Beschneicuung um der Wahrheit willen Gottes, ju bestätigen die Verheißung, den vätern geschehen; daß die heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit wil⸗ len, wie geschrieben stehet:»Darum will ich dich loben unter den heiden, und deinem namen singen.« Und abermal spricht er:»freuet euch, ihr heiden, mit seinem volk!« Und abermal»Cobet den hErrn, alle heiden, und preiset ihn, alle völter!« Und abermal spricht Jesatas: „»Es Wird sein die Wurzel Jesses, und der auferstehen wird, zu herrschen über dle heiden; auf den werden die heiden hof⸗ fen.« Gott aber der hoffnung erfülle euch mit aller freude und frieden im 6lau- ben, daß iyr völlige hoffnung habet durch die fKraft des heiligen 6eistes. elium. u stehen vor des menschen Sohn.) und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dies seschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe. himmel una Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure herzen nicht beschweret werden mit fressen und Saufen und mit Sorgen der nahrung, und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein fallstrick wira er kommen über alle, die auf Erden wohnen. 5o seid nun wacker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden mö⸗ get, zu entfliehen diesem allen, das ge⸗ schehen soll, und ju stehen vor des men schen Sohn. e Lektion. offenb. Joh. 2, 1—-7.(Ich werde deinen Leuchter wegstoßen.) und dem Engel der õemeine ju phesus schreibe: Das sagt, der da hält die sieben mitten unter den sieven goldenen Leuch- tern: Ich weiß deine Werke und deine Sterne in seiner Kechten, der da wandelt Arbeit und deine oeduld, und daß du 6 ale sosen ni⸗ uctcle Aund find es Ffungen; und und um meir Iu ungbistr abe wiger ⸗ Arläsest. 6e bsst, ung tu⸗ Vohlan,aue her Jum Waf habt, gomn lommt her! umsonst beio lahlet ihr sel lüregrbeit, Ionnet? hor bule,so Wiro — u.) aber, daß wesen der eit willen zung den sen aber gheit wil⸗ rum Wlll ben, ung abermal Hen, mit lobet den ihn, alle SꝗSSSSSSDSSSEEEE dle Bösen nicht tragen kannst; und hast versucht die, so da sagen, sie seien Rpostel, und sind es nicht, und hast sie Lügner er⸗ funden; und verträgst, und hast Geduldd, und um meines namens willen arbeitest du, und vist nicht müde worden. Aber ich habe wider dich, daß du die erste Cieve verlässest. Gedenke, wovon du gefallen bist; und tue Buße, und tue die ersten Werke. Wo aber nicht, werde ich air kom⸗ men bald, und deinen Leuchter weg⸗ stoßen von seinerstätte wo du nichtbuße tust. Aber das hast du, daß du die Werke derllikolaiten hassest, welche ich auch has⸗ se. Wer ohren hat, der höre, was der õeist den 6emeinen sagt: Wer überwinget, dem will ich zu essen geben von dem Holj des Lebens, das im Paradies ottes ist. oder: Jes. 55, 1- 3.(Kaufet ohne õeld und umsonst.) Wohlan, alle, die ihrdurstig seid, ommt her jum Wasser! und die ihr nicht oeld habt, kommt her, kaufet und esset; kommt her und kaufet ohne seld und umsonst beide Wein und milch! Warum jählet ihr õeld dar, da kein Brot ist, und cure Arbeit, da ihr nicht satt von werden könnet? höret mir doch zu, und esset das Gute, so wird eure Seele in Wollust fett werden. neiget eure ohren her, und kommt her zu mir; höret, so wird eure Seele leben; denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, nämlich die ge⸗ wissen önaden Davids. Siehe, ich habe Ihn den Leuten jum Zeugen gestellet, jum fürsten und 6ebieter den Völkern. Siehe, du wirst heiden rufen, die du nicht Kennest, und heiden, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des heErrn willen, deines Gottes, und des heiligen in Israel, der dich preise. Su⸗ chet den hẽrrn, weil er zu finden ist; ru⸗ fet ihn an, weil er nahe ist. Der ottlose lasse von seinem Wege, und der Übeltä⸗ ter seine 6edanken, und bekehre sich jum herrn, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm ott, denn bei ihm ist viel Uergebung. denn meine 6edanken sind nicht eure Gedannen, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der herr; son⸗ dern so viel der himmel höher ist denn die rde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege, und meine oedanken denn eure oedanken. Denn gleich wie der Regen und Schnee vom himmel fällt und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde, und macht sie frucht⸗ bar und wachsend, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen: also soll das Vort, so aus meinem munde gehet, auch sein. Es soll nicht wieder ju mir leer kommen, sondern tun, das mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich es sende. Denn ihr sollt in freuden ausziehen, und im frieden geleitet werden. Berge und hügel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm, und alle Bäume auf dem felde mit den händen klappen. Es sollen Tan⸗ nen für hecken wachsen, und myrten für Dornen; und dem herrn soll ein na⸗ me und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde. Evangelische Lektion. Cuc. 13, 18- 30.(Wem ist Er sprach aver: Wem ist das Reich ottes gleich, und wem soll ich es vergleichen? Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein mensch nahm, und warf es in seinen barten; und es wuchs, und ward ein großer Baum, und die Vögel des him⸗ mels wohneten unter seinen Zweigen. Und abermal sprach er: Wem soll ich das Reich6ottes vergleichenꝛ es ist einemSau⸗ erteige gleich, welchen ein Weib nahm, und verbarg ihn unter drei Scheffel 7 das Reich Gottes gleich?) Mehls, bis daß es gar sauer ward. Und er ging durch Städte und märkte, und lehrete, und naym seinen Weg gen Je⸗ rusalem. Es sprach aber einer zu shm: herr, meinest du, daß wenige selig wer⸗ den? eEr aber sprach ju ihnen: Ringet darnach, daß ihr durch die enge pforte eingehet; denn viele werden, das sage lch euch, darnach trachten, wie sie hinein⸗ kommen, und werden es nicht tun kön⸗ nen. Von dem an, wenn der hauswirt aufgestanden ist, und die Tur verschlos⸗ sen hat, da werdet iyr dann anfangen draußen zu stehen, und an die Tür Klop⸗ fen, und sagen: herr, herr, tue uns auf! Und er wira antworten una zu euch sa⸗ gen: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr dann anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrun⸗ ken, und auf den õassen hast du uns ge⸗ lehret. Und er wird sagen: Ich sage euch, ich kenne euch nicht, wo ihr her seid; nachm Cektion aus dem 1. Mos. o, 1 10.(D Und sott segnete noay und seine Söhne, und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch, und erfüllet die rde. Cure furcht und Schrecken sei üver alle Tiere auf ẽr; den, über alle Vögel unter dem Himmel und über alles, was auf dem Eravoden kreucht; und alle fische im meer seien in eure hände gegeven. Alles, was sich reget und levet, das sei eure Speise; wie aas grüne sraut habe ich es euch alles gegeben. Allein esset das fleisch nicht, das noch levt in seinem Blut. Denn lch will auch eures Leibes Blut rächen, und will es an allen Tieren rächen; und will des menschen even rächen an einem jeglichen menschen, als der sein Bruder ist. Wer menschenblut vergeußt, des Blut soll auch durch menschen vergossen werden; denn õott hat den menschen ju seinem bilde gemacht. Seid fruchtbar und mehret euch, und reget euch auf Er· den, daß euer viel drauf werden. Uet⸗ ter sagte õott ju noah und seinen Söh- nen mit ihm: Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch und mit allem levendigen Tier vei euch, an vögeln, an viey und an allen Tieren auf Erden bei euch, von al⸗ lem, das aus dem ftasten gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden. Undg weichet alle von mir, iyr Uveltäter! Da wird sein heulen und Zähnklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reiche sottes, euch aver hinausgestoßen. Und es werden kommen vom morgen und vom Rbend, von mitternacht und vom mittag, die ju Tische sihen werden im Reich Gottes. Ung siehe, es sing Letz⸗ te, die werden die ërsten sein, undg sing Erste, die wergen die Letjten sein. ittags. Alten Testamente. er Bund mit Noah.) daß hinfort nicht mehr alles flelsch ver⸗ derbet soll werden mit dem Wasser der Sintflut, und soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderve. Und sott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe jwischen mir und euch und allem levendigen dier bei euch hinfort ewiglich: neinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken, der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, daß ich Wolken über die rde führe, so soll man meinen gogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen bund zwischen mir und euch und allem levendigen Tier in allerlei fleisch, daß nicht mehr hinfort eine Sint⸗ flut komme, die alles fleisch verderbe. Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe, und gedenke an den ewigen Bund zwischen õott und allem levendigen Tier in allem fleisch, das auf Erden ist. Dasselbe sagte bott auch zu Hoah: Dies sei das Zeichen des gundes, den ich aufgerichtet habe zwi⸗ schen mir ung allem fleisch auf Erden. Die Söhne naays, die aus gem fasten gingen, sing diese: Sem, ham, Japheth. ham aver ist der Vater Ranaans. Das sind die drel Söhne noahs, von denen richte meinen Bung also mit euch auf, Lektion aus dem ist alles Land beseijt. neuen Testamente. Röm. 3, 1-18. Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht Einer.) was haven denn die Juden Vorteils? oder was nützt die Beschneigung? Zwar fast viel. Zum ersten: ynen ist vertrauet, was Gott geredet hat. Daß aber etliche 8 Uicht gaud daranꝰ Soll ben aufher Vlelmehr al ung alleme steht: uf nen orten Unte w Nsre Un dett neset dennottan Aurnet? 00h se.) das sei dle weit ri. bottesdur u seinem noch alz l Unanichto lstertwere daß wir sal Dafirhalt cmdien tes beheim 2— täͤter! Da Rklappen, ham und heten ini gestoßen. morgen iucht und nwerden sind Leth. und sind ein. nicht glauben an dasselbige, was liegt daran? Sollte thr Unglaube sõottes lau⸗ ben aufheben? Das sei ferne! Es bleibe vielmehr also, daß Gott sei wahrhaftig, und allemenschen falsch wie geschrieben steht:»Ruf daß du gerecht seiest in dei⸗ nen Worten, und überwindest, wenn du gerichtet wirst.« Ist es aber also, daß unsre Ungerechtigkeit Gottes serechtig⸗ keit preiset: was wollen wir sagen? Ist denn sott auch ungerecht, daß er darüber zurnet?(Ich rede also auf enschen⸗Wei⸗ se.) Das sei ferne! Wie könnte sonst õott die Welt richten? Denn so die Wahrheit 6ottes durch meineügen herrlicherwird zu seinem preise, warum sollte ich denn noch als ein Sünder gerichtet werden? Und nicht vielmehr also tun, wie wir ge⸗ lästert werden, und wie etliche sprechen, daß wir sagen sollen:»Lasset uns Ubels tun, auf daß Gutes daraus Romme?⸗ Uelcher Verdammnis ist ganz recht. Was sagen wir denn nun? haben wir einen Vorteil? 6ar keinen. Denn wir haben droben bewiesen, daß beide Juden und Griechen alle unter der Sünde sind; wie denn geschrieben stehet:»Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht iner; da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach Gott frage; sie sind alle abgewichen, und allesamt untüchtig worden; da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht Einer. Jhr Schlund ist ein offen örab, mit ihren Zungen handeln sie trüglich, otterngift ist unter ihren Lippen. Jyr und ist voll fluchens und Bitterkeit. re füße sind eilend, Blut zu vergießen; in ihren We⸗ gen ist eitel Unfall und herzeleid, und den Weg des friedens wissen sie nicht. Es ist keine furcht õottes vor ihren Rugen.⸗ 3. Advent. Vormittags. Epistel. 1. Kor. 4, 1-7.(Richtet nicht vor der Zeit.) Dafür halte uns jedermann, nämlich für Christi Diener und haushalter Uber oot⸗ tes 6eheimnisse. nun sucht man nicht mehr an den haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. mir aver ist es ein õeringes, daß ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Ta⸗ ge; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir wohl nichts bewußt; aber dar⸗ innen bin ich nicht gerechtfertigt; der hErr ist es aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der hErr komme, welcher auch wird ans Licht vringen, was im finstern verborgen ist, und den Rat der herien offenbaren; als⸗ dann wird einem jeglichen von Gott Lob widerfahren. Solches aber, lieven Brü⸗ der, habe ich auf mich und Rpollo ge⸗ deutet um euretwillen, daß ihr an uns lernet, daß niemand höher von sich hal⸗ te, denn jetzt geschrieben ist, auf daß sich nicht einer wider den andern um je⸗ mandes willen aufblase. Denn wer hat dich vorgezogen? Was hast du aber, das du nicht empfangen hast? so du es aber empfangen hast, was rühmest du dich denn, als der es nicht empfangen hãtte? vangelium. Matth. 11, 2-— 10.(Bist du, der da kommen soll7) Daã aber Johannes im Gefäͤngnis dieWer⸗ ke Christi hörete, sandte er seiner qünger zween, und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete ung sprach zu ihnen: 6ehet hin, und saget Johanni wieder, was ihr sehet und höret: Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Russätzigen werden rein, und die Tauben hören, die Toten stehen auf, und den Armen wird das Cvangelium gepredigt; und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert. Da udie hingingen, fing Jesus an zu reden zu den Volk von Jo- hannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu seyen? Wolltet ihr ein kohr sehen, das der Windg hin und her webet? oder was seid ihr hinausge⸗ gangen zu sehen? Wolltet ihr einen men⸗ schen in weichen Kleidern seyhen? Siehe, die da weiche fleider tragen, sind in der Rönige häusern. oder was seid ihr hin⸗ ausgegangen ju seyen? Wolltet ihr el⸗ nen propheten sehen? Ja, ich sage euch. der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ists, von dem geschrieben stehet: »Slehe, ich senge meinen ngel vor dir her, der deinen eg vordir bereiten soll. Epistolische Lektion. offenb. Joh. 3, 1-1. Und dem eEngel der emeine zu Sardes schreibe: Das sagt, der die õeister öottes hat und die sieben Sterne: Jch weiß deine Werke, denn du hast den Uamen, daß du lebest, und bist tot. Sei wacker und stärke das andere, das sterben will denn ich habe deine Werke nicht völlig erfun. den vor Gott. So gedenke nun, wie du empfangen und gehöret hast, und halte es, und tue Buße. So du nicht wirst wa⸗ chen, werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und wirst nicht wissen, welche Stunde ich über dich kommen werde. Du hast auch wenige Hamen zu Sardes, die nicht ihre Kleider besudelt haben; und sie werden mit mir wandeln in weißen fleidern; denn sie sind es wert. Wer überwindet, der soll mit weißen Kleldern angelegt werden, und ich wer⸗ de seinen namen nicht austilgen aus dem buch des Levens, und ich will sei⸗ nen namen bekennen vor meinem va⸗ ter und vor seinen Engeln. Wer Ohren hat, der höre, was der 6eist den öemei⸗ nen sagt. Und dem Engel der emeine zu Philadelphia schreibe: Das sagt der heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids, der auftut, und nie⸗ mand juschließet; der juschließet, und (halte, was du hast.) niemand auftut: Ich weiß deine Werke. Siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tür, und niemand kann sie ju- schließen; denn du hast eine kleine fraft, und hast mein Wort behalten, und hast meinen namen nicht verleugnet. Siehe, ich werde geben àaus Satanas Schule, die da sagen, sie sind Juden, und sind es nicht, sondern lügen; siehe, ich will sie machen, daß sie kommen sollen, und an⸗- beten ju deinen füßen, und ertzennen, daß ich dich geliebet habe. Dieweil du hast behalten das Wort meiner oeduld, will ich auch dich behalten vor der Stun⸗ de der Versuchung, die ommen wird über der ganjen Welt Kreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden. Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, daß niemand deine ferone nehme. Wer über-⸗ windet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines sottes, und soll nicht mehr hinausgehen; und will auf ihn schreiben den hamen meines Gottes und den namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom him- mel herniederzommt von meinem bott, und meinen namen, den neuen. Uer ohren hat, der höre, was der 6eist den bemeinen sagt. oder: haggai 2, 2- 10.(Es soll kommen aller heiden Trost.) um ein und zwanzigsten Tage des sie⸗ venten monats geschah des hErrn Wort aurch den Propheten haggat und sprach: Sage ju Serubabel, dem sohne Seal⸗ thiels, dem fürsten Judas, und zu Josua, dem Sohne Jojadaks, dem hohenprie- ster, und zjum übrigen Volk und sprich: Wer ist unter euch überblieben, der dies haus in seiner vorigen herrlichkeit ge⸗ sehen hat? Uud wie sehet ihr es nun an? Ist es nicht also, es dünket euch nichts sein? Und nun, Serubavel, sei getrost! spricht der herr; sei getrost, Josua, du Sohn Jojadaks, qu hoherpriester! sei ge⸗ trost, alles Volk im Lande! spricht der hErr, und arbeitet; denn ich bin mit euch, spricht der herr Zebaoth. Nach dem Wort, da ich mit euch einen bund machte, da ihr aus Agypten joget, soll mein õeist unter euch bleiben. fürchtet euch nicht! 10⁰ Denn so spr noch ein fiie und Erde, gen werde. wegen. da! den Trost, Herchkei Da sprach) noch eine dleiweil ihr Finsrernis Finsternisn Hungehet. chreshabt, selc, Soiche und Verban wohlsoiche kenssego duteer en er sa mnuhmn let ihr el⸗ sage elich, phet. Denn en stehet: jel vor dt eitensolle ne erke. eben eine mnn sie zu⸗ leinesraft, unn hast net. Siehe, Schulle, dle na sind es sch Will ste u, undan⸗ erhennen, Diewell du. her belul, r ler Stln. — 2=2 Denn so spricht der hErr Zebaoth: és ist noch ein feleines dahin, daß ich himmel und Erde, das meer und Trockne bewe⸗ gen werde. Ja, alle heiden will ich ve⸗ wegen. Da soll dann kommen aller hei⸗ den crost; und ich will dies haus voll herrlichkeit machen, spricht der hẽrr Ze⸗ baoth. Denn mein ist veide Sulber und Gold, spricht der hErr Zebaoth. Es soll die Herrlichkeit dieses letten hauses größer werden, denn des ersten gewesen ist, spricht der herr Zebaoth: und ich will frieden geben an diesem ort, spricht der Hẽrr Zebaoth. Evangelische Lektion. Joh. 12, 35—50.(6laubet an das Licht, dieweil ihr es habt.) Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit vei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, daß euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingehet. 6laubet an das Licht, dieweil ihr es habt, auf daß ihr des Lichtes sinder seld. Solches redete Jesus, und ging weg, und vervarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaub⸗ ten sie doch nicht an ihn; auf daß erfüllet würde der Spruch des Propheten Jesaias, den er sagt:»herr, wer glaubt unserm predigen? Und wem ist der Arm des heErrn offenbaret?« Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaias sagt aber⸗ mal: ver hat ihre Nugen verblendet und ihr herz verstocket, daß sie mit den Rugen nicht sehen, noch mit dem herjen ver⸗ nehmen, und sich vekehren, und ich ihnen hülfe.« Solches sagte Jesaias, da er seine Herrlichkeit sah, und redete von ihm. Doch der obersten glaubten viele an ihn⸗ aber um der Pharisäer willenbekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan würden. Denn sie hatten Ueber die hre bei den menschen denn die hre bei Gott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich ge⸗ sandt hat. Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat. Ich vin kom⸗ men in die Welt ein Licht, auf daß, wer an mich glaubet, nicht in der finsternis bleibe. Und wer meine Worte höret, und gläubet nicht, den werde ich nicht rich⸗ ten; denn ich bin nicht kommen, daß ich die Welt richte, sondern daß ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet, und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet; das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn rich- ten am jüngsten Tage. Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und redlen soll. Und ich weiß, daß sein õebot ist das ewige Leben. Darum, das ich rede, das rede ich also. wie mir der Vater gesagt hat. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. I. Mos. 22, 1-18.(Die Verheißung an Abraham.) nach diesen seschichten versuchte Gott Abraham, und sprach zu ihm: Abraham! Und eer antwortete: hie bin ich. Und er sprach: Uimm Naak, deinen einigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in las ICand orija, und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem berge, den ich dir sagen werde. Da stund Abraham des morgens frühe auf, und gürtete sei⸗ 1 nen Esel, und naym mit sich zween sena⸗ ben und seinen Sohn Jaak; und spaltete Holz zum Brandopfer, und machte sich auf, und ging hin an den ort, davon ihm Gott gesagt hatte. Am dritten Tage hub Abraham seine Rugen auf, und sah die Stätte von ferne; undl sprach zu seinen senaben: Bleibet ihr hie mit dem Esel; ich und der sinabe wollen dorthin gehen;: und wenn wir angebetet haben, wollen wir wiener ju euch kommen. Undg Abra- ham nahm das holj jum Brandopfer, und legte es auf seinen Sohn Naak; er aber nãhm das feuer und messer in seine häand, und gingen diebeidemiteinander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abra- ham: mein vater! Abraham antwortete: hie bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hie ist feuer und holj; wo ist aber das Schaf jum Brandopfer? Abraham antwortete: mein Sohn, õott wird sich ersehen ein Schaf jum Brandopfer. Und gingen die beide miteinander. Und als sie kamen an die Stätte, die ihm sott sagte, vaute Abraham daselbst einen Altar, und legtedas holj drauf, und vand seinen Sohn Isaa, legte ihn auf den Nltar oben auf das holi, und reckte seine hand aus, und faßte das messer, daß er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihm der Engel des hłtrrn vom himmel und sprach: Abra· ham! Abraham: Er antwortete: hie bin ich. Er sprach: Lege deine hand nicht an den fnaben, und tu ihm nichts; denn Cektion aus dem nun weiß ich, daß du õott furchtest, und haͤst deines einigen Sohnes nicht ver⸗ schonet um meinetwillen. Da hub Rbra- ham seine Nugen auf, und sah einen Wiader hinter sich in der hecke mit seinen hörnern hangen; und ging hin ung nahm den Uiader, und opferte iyn jum Brandopfer an seines Sohnes Statt. Und Abraham hieß die Staätte: Der hérr sie⸗ het. Dayer man noch heutiges Tages sagt: Ruf dem berge, da der hErr siehet. Und der Engel des herrn rief Abraham abermal vom himmel und sprach: Ich habe bei mir selbst geschwo⸗ ren, spricht der hẽrr, dieweil du solches getan hast, und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet, daß ich dei⸗ nen sSamen segnen und mehren will, wie die Sterne am himmel und wie den Sand am Ufer des meers; und dein Same soll besitzen die Tore seiner fein⸗ de; und aurch deinen Samen sollen alle Völker auf rden gesegnet werden; darum daß du meiner Stimme gehorcht hast. neuen Lestamente. Röm. 10, 18—11, 6.(Ich habe meine hänge ausgestreckt zu dem Volk, das sich nicht sa Ich sage aber: haben sie es nicht gehöretẽ Zwar es ist je in alle Lande ausgegan⸗ genihr Schall ung in alleWelt ihreWorte. Ich sage aber: hat es Israel nichterkannt? Der erste moses spricht:»Ich will euch eifern machen über dem, das nicht mein volk ist; und über einem unverständigen volk will ich euch erzürnen.⸗Jesatas aber darf wohl sagen:»Ich bin erfunden von denen, die mich nicht gesucht haven, und vin erschienen denen, die nicht nach mir gefragt haben. Zu Israel aber spricht er:»den ganjen Tag habe ich meine haände ausgestrecket zudem volk, das sich nicht sagen läßt, und wigerspricht. So sage ich nun: hat denn sott sein Volk verstohen? Das sei ferne! Denn ich bin auch ein Israeliter von dem Samen Abra⸗ hams, aus dem õeschlecht Bensjamin. õott gen laͤßt.) hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor versehen hat. oder wisset ihr nicht, was die Schrift sagt von Elias? wie er tritt vor ott wider JIsrael und spricht: »hErr, sie haben deine Propheten ge⸗ tötet, und haben deine Altäre ausge⸗ graben; und ich bin allein Überblieven, und sie stehen mir nach meinem Leven.⸗ Rber was sagt shm die göttliche Antwort? „Ich habe mir lassen Uberbleiben sieven tausena mann, die nicht haben ihre seniee gebeuget vor dem Baal.« Also gehet es auch jetzt ju dieser Zeit mit diesen Uber⸗ geblievenen nach der Wahl der önaden. Ist es aver aus õnaden, so ist es nicht aus verdienst der Werke; sonst würde onade nicht önade sein. Ist es aber aus Ver⸗ dienst der Werke, so ist die õnade nichts: sonst wäre Ueraienst nicht Veralenst. 12 freuet euc abermal Lindigteit schen. der sondern In im bebet! Vor Gott bottes we nunft, ver Und ales die Juden Lr ung! Wer bist eugnete bin nicht! — chtest, und nicht ver hub Nbra· sah einen mit seinen hin und te ihn jum Statt. Und herr sie ges Lages der hert hennn rief mmel und stgeschue. du solches 5 buuge ich llel . will, Tun wie und dein einer feil. men sollen t werllen; 1e gehorct AISISSSSSSSSS 4. Advent. Vormittags. Epistel. eyn. 4, 49.(Der herr ist nahe.) freuet euch in dem heErrn allewege, und abermal sage ich: freuet euch! Cure Lindigkeit lasset Kund sein allen men⸗ schen. Der herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der friede 6ottes, welcher höher ist denn alle Ver⸗ nunft, bewahre eure herjen und Sinne in christo Jesu! Weiter, Uieben Brülder, wäs wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach. Welches ihr auch gelernet und empfangen undg gehöret und gesehen habt an mir, das tut, so wird der herr des friedens mit euch sein. Evangelium. Joh. I. 10-34. Die Stimme Und dies ist das Zeugnis Johannis, da die Juden sandten von Jerusalem Prie-⸗ ster und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte, und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Flias? Er sprach: Ich bin es nicht. Bist du ein Prophet! Und er antwortete: nein. Da sprachen sie ju ihm: Was bist du denn? daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Richtet den Weg des hérrn! wie der Prophet Jesaias ge⸗ sagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den pharisäern; und fragten ihn und sprachen ju ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes ant⸗ wortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch ge⸗ treten, den ihr nicht kennet. Der ists, der nach mir kommen wird, welcher vor mir Epistolisch des Predigers in der Wüste.) gewesen ist, des ich nicht wert bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse. Dies ge⸗ schah zu Bethabara, senseit des Jordans, da Johannes taufte. Des andern Tages siehet Johannes Jesum ju sich ommen, und spricht: Siehe, das ist 6ottes LCamm, welches der Welt Sünde trägt. Dieser ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein mann, welcher vor mir ge⸗ wesen ist; denn er war eher denn ich. Und ich kannte ihn nicht; sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich kommen, ju taufen mit Wasser. Und Johannes zeugete und sprach: Ich sahe, daß der õeist herabfuhr wie eine Taube vom himmel, und blieb auf ihm. Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, derselbige sprach zu mir: Über welchen du sehen wirst den Geist herabfähren und auf ihm bleiben, derselbige ist es, der mit dem heiligen eist taufet. Und ich sa⸗ he es, und zeugete, daß dieser ist oottes Sohn. e Lektion. Offenv. Joh. 3, 14- 22.(Ich stehe vor der Tür und klopfe an.) Und dem Engel der õemeine zu Laodicea schreibe: Das sagt Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der fere⸗ atur Gottes: Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Nch, daß du kalt oder warm wärest! Weil du werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst: Ich bin reich, und häbe gar satt, und bedarf nichts; und weißt nicht, daß du bist elend und jam⸗ merlich, arm, blind und bloß. Ich rate Air, daß du Sold von mir kaufest, das aber lau bist, und weder kalt noch warm, mit feuer durchläutert ist, daß du relch ADD werdest; und weiße sleiger, daß du dich antust, ung nicht offenvaret werde die Schande deiner Blöhe; und salbe deine Augen mit Rugensalbe, daß du sehen mögest. Welche ich lieb have, die strase und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße. Slehe, ich steye vor der Tür und klopfe an. So jemana meine Stimme hö- ren wird, ung die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen, und das Rbendmahl mit ihm halten, und er mit mir. Wer Uber⸗ windet, dem will ich geven, mit mir auf meinem stuhl ju sitzen, wie ich Uberwun⸗ den habe, und bin gesessen mit meinem vater auf seinem Stuhl. Wer ohren hat, der höre, was derõeist den õemeinen sagt. oder: Jerem. 23, 1-8.(man wird ihn nennen herr, der unsre õerechtigkeit ist.) wehe euch hirten, die iyr aie herde mei⸗ ner Weide umbringet und jerstreuet! spricht der herr. Darum spricht der hErr, der õott Israels, von den hirten, die mein Volk weiden: Jyr habt meine herde jer⸗ streuet, und verstoßen, und nicht besucht. Slehe, ich will euch heimsuchen um eures bösen Wesens willen, spricht der hErr. Ung ich will die Ubrigen meiner herde sammeln aus allen Ländern, dahin ich sie verstoßen habe; und will sie wieder bringen ju ihren hürden, daß sie sollen wachsen und viel werden. Ung ich will hrten üver sie setzen, die sie weiden sollen, daß sie sich nicht mehr sollen fürch⸗ ten, noch erschrecken, noch heimgesucht werden, spricht der hérr. Slehe, es kommt aie Zeit, spricht der hérr, daß ich dem david ein gerecht õewächs er⸗ wecken will; und soll ein König sein, der wohl regleren wird, und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten. Zu desselbigen Zeit soll Zuda geholfen wer— den, und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein name sein, daß man ihn nennen wira: herr, der unsre 6erech⸗ tigkeit ist. Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der hẽrr, daß man nicht mehr sagen wird: so wahr der herr lebt, der die inder Israel aus Agypten⸗ land geführt hat, sondern: So wahr der hẽrr lebt, der den Samen des hauses 75⸗ rael hat heraus geführt und gebracht aus dem Lande der mitternacht und aus allen Landen, dahin ich sie verstoßen hatte, daß sie in ihrem Lande wohnen sollen. Evangelische Lektion. matth. 11, 11— 10.(Das himmelreich leldet ewalt.) wahrlich, ich sage euch: Unter allen, die von Weibern geboren sing, ist nicht auf⸗ kommen, der größer sei denn Johannes der Täufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist größer denn er. Aber von den tagen Johannis des Täufers, bis hieher leidet das himmelreich 6e⸗ walt, und die õewalt tun, die reißen es ju sich. Denn alle Propheten und das besetz haben geweissaget bis auf Johan⸗ nes. Und(so ihr es wollt annehmen) er ist Elias, der da soll zukünftig sein. Wer ohren hat, ju hören, der höre. Wem soll ich aver dies seschlecht vergleichen? Es nach Cektion aus dem 1. Mos. 40, 8- 12.(0ã Juda, au bist es; dich werden deine Brüder loven. Deine hand wird deinen ist den tindlein gleich, die an dem markt sitzen, und rufen gegen ihre õesellen und sprechen: Uir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; wir haven euch geklaget, und ihr wolltet nicht weinen. johannes ist kommen, aß nicht und trank nicht, so sagen sie: Er hat den Teufel. des menschen Sohn ist Kom⸗ men, isset und trinket, so sagen sie: Siehe, wie ist der ensch ein fresser und ein Weinsäufer, der Zöllner und der Sünder seselle! Und die Weisheit muß sich rechtfertigen lassen von ihren sindern. nittags. Alten Testamente. kobs Segen über Juda.) feinden auf dem halse seiln; vor dir werden deines vaters sinder sich neigen. 14 Juda sst: kommen Et hat ni wle ein L will sich das Zept werden, füßen, v Foͤm. II, i der z Telg heil so sinda nun etlic sing, ung ini eilhafti Safts wider l Wlder sie Wunein Kägt aic 2— „, zu dem enamahl Wer über· t mit auf Iberwun meinem hren hat, inen sagt. gheit ist) wachs er⸗ onig sein, hecht und ichten. 30 olfen wer⸗ nen.— man erech, rade Let man nicht der nn Pet um det hauses I5 SD Juda ist ein junger Löwe. Du bist hoch kommen, mein Sohn, durch große Siege. Er hat niedergeknieet, und sich gelagert wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer will sich wider ihn auflehnen? Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein meister von seinen Füßen, bis daß der held Bomme; und demselben werden die völner anhangen. Er wird sein füllen an den Weinstoch binden und seiner Eselin Sohn an den edllen Reben. er wird sein gleid in wein waͤschen und seinen mantel in Wein⸗ beerblut. Seine Augen sind rötlicher denn Uein, und seine Zähne weißer denn milch. Lektion aus dem neuen Testamente. Röm. 11, 16—32.(Hott hat alles veschlossen unter den Unglauben, auf daß er sich aller erbarme.) Ist der Anbruch heilig, so ist auch der Teig heilig; und so die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig. ob aber nun etliche von den Zweigen jerbrochen sind, und du, da du ein wilder ölbaum warest, bist unter sie gepfropfet, und teilhaftig worden der Wurzel und des Safts im ölbaum, so rühme dich nicht wider die Zweige. Rühmest du dich aber wider sie, so sollst du wissen, daß du die Wurzel nicht trägst, sondern die Wurzel trägt dich. So sprichst du: Die Zweige sindjerbrochen, daß ich hineingepfropfet würde. Ist wohl geredet. Sie sind zer⸗ brochen um ihres Unglaubens willen; du stehest aber durch den 6lauben. Sei nicht stolj, sondern fürchte dich. hat õott der iratürlichen Zweige nicht verschonet, daß er vielleicht dein auch nicht ver⸗ schone. Darum schaue die õüte und den ernst õottes; den rnst an denen, die ge⸗ fallen sind, die õüte aber an dir, soferne du an der 6üte bleibest; sonst wirst du auch abgehauen werden. Ung jene, so sie nicht bleiben in dem Unglauben, werden sie eingepfropfet werden; Gott kann sie wohl wieder einpfropfen. denn so du aus dem ölbaum, der von natur wild war, bist ausgehauen, und wider die natur in den guten ölbaum ge⸗ pfropfet, wieviel mehr werden die na⸗ türlichen eingepfropfet in ihren eigenen olbaum? Ich will euch nicht verhalten, lieben Brüder, dieses oeheimnis, auf daß ihr nicht stolz seid. Blinaheit ist Israel eines Teils widerfahren, solange bis die fülle der heiden eingegangen sei, und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet:»Es wird kommen aus Zion, der da erlöse, und abwende das gottlose Wesen von Jakob. Und dies ist mein destament mit ihnen, wenn ich ihre Sünden werde wagnehmen.« nach dem Cvangelio halte ich sie für feinde um euretwillen; aber nach der Wahl häbe ich sie lieb um der väter willen. bottes 6aben und Berufung mögen ihn nicht gereuen. Denn gleicher Weise, wie auch ihr weiland nicht habt geglaubet an Gott, nun aber habt ihr Barmherzig⸗ keit überkommen über ihrem Unglau⸗ ben: also auch jene haben setzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, auf daß sie auch Barmherzigkeit überkommen. Denn ott hat alles beschlossen unter den Unglauben, auf daß er sich aller erbarme. 1. Weihnacht. Vormittags. Epistel. cit. 2. 11 14.(ẽs ist erschienen aie heilsame onage sottes.) Denn es ist erschienen die heilsame öna⸗ de Gottes allen menschen, und züch⸗ lichen Cüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, und war⸗ tiget uns, daß wir sollen verleugnen ten auf die selige hoffnung und eErschei⸗ das ungöttliche Wesen ung die welt⸗nung der herrlichkeit des grohen sottes 15 und unsers heilandes, Jesu Christi, der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre ju guten Werken. Evangelium. Cuc. 2, 1-20.(Euch ist heute der helland gevoren.) Es be gab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom faiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzet würde. Und diese Schätzung war die allererste, und geschah zu der Zeit, da Cyrenius LCand- pfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein seglͤcher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Najareth, in das judische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem hause und 6e⸗ schlecht Davids war, auf daß er sich fahren wird; denn euch ist heute der heilang geboren, welcher ist Christus, der hErr, in der Stadt Davids. Und das habt jum Zeichen: yr werdet finden das gind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die menge der himmlischen heerscharen, die loveten õott ung spra⸗ chen: Chre sei bott in der höhe, und frie · de auf Erden, und den menschen ein Wohlgefallen! Und da die Engel von iynen gen himmel fuhren, sprachen die hirten untereinander: Laßt uns nun ge⸗ schätzen ließe mit Maria, seinem ver-⸗hen gen Bethlehem, und die seschichte trauten Weibe, die war schwanger. Und sehen, die da geschehen ist, die uns der als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß heErr kund getan hat. Und sie kamen sie gebären sollte. Ung sie gebar ihren eilend, und fanden beide, Martam und ersten Sohn, und wickelte ihn in Win⸗ Josepy, dazu das Kind in der frippe dein, und legte ihn in eine frippe, dennUiegend. Da sie es aber gesehen hatten, sie hatten sonst keinen Raum in der her- breiteten sie das Wort aus, welches ju berge. Und es waren hirten in dersel⸗iynen von diesem sinde gesagt war. Und vigen segend auf dem felde vel denalle, vor die es kam, wunderten sich der hürden, die hüteten des nachts ihrer herde. Und siehe, des herrn Engel trat zu ihnen, und die Kharheit des héErrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der engel sprach ju ihnen: fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große freude, die allem volk wider-⸗ CEpistolisch Rede, die ihnen die hirten gesagt hatten. maria aver behieit alle diese Worte, und vewegte sie in ihrem herjen. Und die hirten kehreten wieder um, priesen und lobten oott um alles, das sie gehöret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen ge⸗ sägt war. e Lektion. . 0h. 4, 1-. Die Liebe, die õott ju uns hat.) Iyr cieben, glauvet nicht einem jeglichen beist, sondern prüfet die õeister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche propheten ausgegangen in die Welt. Daran solit ihr denseist õottes erkennen: Ein jeglicher seist, der da vekennet, daß Jesus christus ist in das fleisch kommen,. der ist von õott; und ein seglicher Geist, der da nicht bekennet, daß Jesus Christus ist in das fleisch kommen, ger ist nicht von bott. Und das ist der õeist des Wider: christs, von welchem shr habt gehöret, daß er kommen werde, und ist jetzt schon in der Welt. sindlein, iyr seig von Gott, und habt jene überwunden; genn der in euch ist, ist größer, denn der in der Welt ist. Sie sind von der Weit; darum reden sie von der Welt, und die Welt höret sie. Wir sing von 6ott, und wer öott erkennet, der höret uns; welcher nicht von sott ist, der hõ⸗- ret uns nicht. Daran erkennen wir den eist der Wahrheit und den seist des Irrtums. 10 Inden leht darauf de n höhr dle hügel: werden he werden ge uns hinau und jum f r uns leh selner Stra Wird das6 Wort aus großen vo strafen in chre Schw SPleße zu Volk wige heben, un lernen. E Matt Dle bebur eute der hristus, und das naen das in einer ar da bei mlischen und spra⸗ undfrie⸗ schen ein ngel ol. achen die 5uun ge eschichte oder: micha 4, 1- 8.(Der herr wird stönig über sie sein.) In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des hérrn haus stehet, gewiß sein höher denn alle Berge, und über die hügel erhaben sein. Und die Völker werden herzulaufen, und viel heiden werden gehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf jum Berge des hErrn gehen und jum hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir auf seiner Straße wandeln; denn aus Zion wird das õesetz ausgehen, und des hẽrrn Wort aus Jerusalem. Er wird unter großen völkern richten, und viel heiden strafen in fernen Landen. Sie werden yre Schwerter ju Pflugscharen und ihre Spieße ju Sicheln machen. Es wird kein Uolk wider das andre ein Schwert auf⸗ heben, und werden nicht mehr kriegen lernen. Ein jeglicher wird unter seinem Weinstock und feigenbaum wohnen ohne Scheu; denn der mund des hérrn Zebaoth hat es geredet. Denn ein jeglich Volk wird wandeln im namen seines 6ottes; aber wir werden wandeln im namen des herrn, unsers õottes, immer und ewiglich. Zur selbigen Zeit, spricht der hErr, will ich die ILahmen versam⸗ meln und die Verstoßenen zuhauf brin⸗ gen, und die ich geplagt habe. Und will die Lahmen machen, daß sie rben haben sollen, und die Verstoßenen zum großen Volk machen, und der hẽrr wird stönig über sie sein auf dem Berge Zion von nun an bis in Cwigkeit. Und du, Turm Eder, eine feste der Tochter Zion, es wird deine goldene Rose kommen, die vorige herrschaft, das Königreich der Tochter Jerusalem. bväangelische Lektion. Matth. 1, 18- 25.(Er wird sein Vol Die 6eburt Christi war aber also getan. Als maria, seine sutter, dem Joseph ver⸗ trauet war, ehe er sie heimholte, erfand sichs, daß sie schwanger war von dem heiligen Geist. Joseph aber, ihr mann, war fromm und wollte sie nicht rügen, gedachte aber, sie heimlich ju verlassen. Indem er aber also gedachte, siehe, da er schien ihm ein Engeldes hẽrrn im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein emahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr ge⸗ voren ist, das ist von dem heiligen 6eist. k selig machen von ihren Sünden.) namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf daß erfüllet würde, das der héErr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht:»Stehe, eine Jungfrau wird schwanger sein, und einensohngebären, und sie werden seinen hamen Immanuel heißen, das ist verdolmetschet: Gott mit uns.Da nun Joseph vom Schlaf erwach⸗ te, tãt er, wie ihm des hẽrrn Engel befoh⸗ len hatte, und nahm sein õemahl zu sich; und erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Und sie wird einen Sohn gebären, des Nachm Cektion aus dem Micha 5, 1-4.(Er soll a Und du gethlehem Cphrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus Air soll mir der kommen, der in Israel herr sei, welches Rusgang von Anfang und von Cwigkeit her gewesen ist. In⸗ des läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, so gebären soll, geboren habe; da werden dann die übrigen seiner Brü⸗ der wiederkommen zu den seindern 78- Sohngebarzundhießseinennamenzesus. ittags. Alten Testamente. us Bethlehem kommen.) den in fraft des hérrn und im Siege des Hamens seines 6ottes. Und sie wer⸗ den wohnen; denn er wird zur selbigen Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Dazu werden wir auch frieden ha⸗ ben vor dem Assur, der setzt in unser Cand gefallen ist, und unsre häuser zer⸗ treten häat. Denn es werden sieben hir⸗ ten und acht fürsten über ihn erweckt rael. Er aber wird auftreten, und wei⸗ 1 werden. 7 Lektion aus dem Ueuen Testamente. 1. Eim. 3, 14—16.(Fündlich groß ist das gottselige 6ehelmnis.) Solches schreibe ich dir, und hoffe, aufs schlerste ju air ju kommen; so ich aber verzöge, daß du wissest, wie du wandeln sollst in dem hause Sottes, welches ist dle emeine des levendigen Gottes, ein Pfeiler und rundfeste der Wahrheit. Und kündlich groß ist das gottselige 6e⸗ heimnis: Gott ist offenbaret im flelsch, gerechtfertiget im seist, erschtenen den Engeln, geprediget den heiden, geglau⸗ bet von der Welt, aufgenommen in dle herrlichkelt. 2. Weihnacht. vormittags. Epistel. cbr. 1.1-14.(oott hat am letzten gereget aurch den Sohn.) nachdem vor Zeiten oott manchmal und mancherlel Weise geredet hat zu den vätern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen ju uns geredet durch den Sohn, weichen er gesetzet hat zum Erben über alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat welcher, sinte⸗ mal er ist der lanz seiner herrlichkeit und das benbild seines Wesens, und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort, und hat gemacht die Reinigung unsrer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt ju der Rechten der Masestät in der höhe, so viel besser worden denn dle Engel, so gar viel einen höhern Ua⸗ men er vor ihnen ererbet hat. Denn ju welchem Engel hat er semals gesagt:»Du blst mein Sohn, heute habe ich dich ge⸗ jeugete? Und abermal:»Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein? Und abermal, da ser einführet den Erst⸗ gebornen in die Welt, spricht er:»Und es sollen iyn alle ngel oottes anbeten.« Von den Engeln spricht er jwar:»Er macht seine Engel seister und seine Dle⸗ ner feuerflammen« aber von dem Soh- ne:»Gott, dein Stuhl währet von wig⸗ keit zu Cwigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter. Du hast gellebet die 6erechtigkeit und gehasset dle Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbet dein öott mit dem öle der freuden über deine 6enossen.« Und: „Du, heErr, hast von Anfang die Erde ge⸗ gründet, und die himmel sind deiner hände Werk. Dieselbigen werden ver— gehen, du aber wirst bleiben; und sie werden alle veralten wie ein fleid; und wie ein 6ewand wirst du sie wandein, und sie werden sich verwandeln; du aber bvlst derselbige, und deine Jahre werden nicht aufhören. Zu welchem Engel aber hat er semals gesagt:»Setze dich ju mei⸗ ner Rechten, bis ich lege deine feinde zum Schemel deiner füßes? Sind sle nicht alljumal dienstbare seister, aus- gesandt jum dienst um derer willen, dle ererben sollen die Seligkeit? Evangelium. Joh. 1. 1-—18.(Das Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei 6ott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Ieben war das Licht der men⸗ schen. Und das Licht scheinet in der finsternis, undsdie finsternisse haben es Wort ward flelsch.) nicht begriffen. Es ward eln mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Der⸗ selbige kam jum Zeugnis, daß er von dem Licht jeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubten. eEr war nicht das Licht, sondern daß er jeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle menschen erleuchtet, die in dlese Welt kommen. Es war in der Welt, und 18 dle Weit und de i in seln Et men ihn aufnahm Hlnder zu glauben; noch von. von dem! von Gott ward fle und wir Herrlicht Wir wis lleben, d nach den welche er auch Vere dem she Gerselbig Melen gr net hat, er aber y Lecht gen ——— gen emacht. um) uns sein sellge be⸗ n flelsch, nen den geglau⸗ n in ale .) selnt ole⸗ lem Soh⸗ von Ewig⸗ HSSSSSSEEEEEEE— die Welt ist durch dasselbige gemacht; und die Welt kannte es nicht. Er kam In sein Eigentum; und die Seinen nah⸗ men ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er macht, õottes seinder zu werden, die an seinen lamen glauben; welche nicht von dem Geblüt, noch von dem Willen des ßleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort waärd fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenensohnes vom vater, voller 6nade und Wahrheit. Johannes jeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird Kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und von seiner fülle haben wir alle genommen 6nage um 6nade. Denn das besetz ist durch osen gegeben; die õna⸗ de und Wahrheit ist durch Jesum chri⸗ stum worden. niemand hat Sott se gesehen; der eingeborne Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat es uns verkündiget. Epistolische ektion. Röm. 8, 28—39.(Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken.) Uir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn welche er zuvor versehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbige der Erstgeborne sei unter vielen Brüdern. Welche er aber verord⸗ net hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch ge⸗ recht gemacht; welche er aber hat ge⸗ recht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Was wollen wir denn hieju sagen? Ist õott für uns, wer mag wider uns sein? Uelcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Nuserwählten Gottes be⸗ schuldigen? Gott ist hie, der da gerecht Oder: Jes. 40, 1- 3. Das höret mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der ferne, merket auf! Der hérr hat mich gerufen von mutterleibe an; er hat meines Hamens gedacht, da ich noch im mutterleibe war; und hat meinen mund gemacht wie ein scharf Schwert; mit dem Schatten seiner hand hat er mich bedlecket; er hat mich zum reinen pfeil gemacht, und mich in seinen söcher gesteckt, und spricht zu mir: Du bist mein knecht, Israel, durch welchen ich will gepriesen werden. Ich aber dachte, ich macht. Wer will verdammen? christus ist hie, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes, und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der iebe Gottes? Trübsal, oder Angst, oder Uerfolgung, oder hunger, oder Blöße, oder fährlich⸗ keit oder Schwert? Wie geschrieben stehet:»Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind ge⸗ achtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit um des willen, der uns geliebet hat. Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch fürstentum noch 6e⸗ walt, weder egenwärtiges noch Zu⸗ künftiges, weder hohes noch Tiefes, noch keine andere sreatur mag uns schei⸗ den von der Liebe 6ottes, die in christo Jesu ist, unserm herrn. heil bis an der Welt Ende.) arbeitete vergeblich, und brächte meine straft umsonst und unnützlich zu, wie⸗ wohl meine Sache des hérrn und mein Amt meines Gottes ist. Und nun spricht der hérr, der mich von mutterleibe an zu seinem snechte bereitet hat, daß ich soll Jakob zu ihm bekehren, auf daß Israel nicht weggerafft werde; darum bin ich vor dem hẽrrn herrlich, und mein Gott ist meine Stärke, und spricht: Es ist ein eringes, daß du mein snecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten, 19 und das Verwahrloste in Israel wieder zu bringen; sondern ich habe dich auch zum Licht der heiden gemacht, daß du seiest mein heil bis an der Welt Ende. So spricht der heErr, der Erlöser Jsraels, sein heiliger, zu der verachteten Seele, zu dem volk, des man 6reuel hat, zu dem senechte, der unter den Tyrannen ist: Könige sollen sehen, und aufstehen, und fürsten sollen anbeten um des herrn willen, der treu ist, um des heiligen in Israel willen, der dich erwählt hat. So spricht der hErr: Ich habe dich erhöret zur gnãdigen Zeit, und habe dir am Tage des heils geholfen; und habe dich be⸗ hütet und jum Bund unter das volk ge⸗ stellet, daß du das Cand aufrichtest, und die verstörten Erbe einnehmest; zu sagen den 6efangenen: Gehet heraus! und ju denen in der finsternis: KRommt hervor! daß sie am Wege sich weiden, und auf al⸗ len hügeln ihrelbeide haben. Siewerden weder hungern noch dürsten, sie wird keine hitze noch Sonne stechen; denn ihr Erbarmer wird sie führen, und wird sie an die Waͤsserquellen leiten. Ich will alle meine Berge zum Wege machen, und meine Pfade sollen gebay⸗ net sein. Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene von Mitten- nacht, und diese vom meer, und jene vom Lande Sinim. Jauchjet, ihr him⸗ mel, freue dich, Erde, lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! denn der hErr hat sein Volk getröstet, und erbarmet sich sel⸗ ner Clenden. Evangelische Lektion. Joh. 6, 32-39.(Das Brot vom himmel.) Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, waäͤhrlich, ich sage euch: Moses hat euch nicht Brot vom himmelgegeben, sondern mein vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom himmel kommt, und gibt der Welt das eben. Da sprachen sie zu ihm: herr, gib uns allewege solch Brot. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht. Alles, was mir mein vater gibt, das kommt ju mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaussto⸗ ßen. Denn ich bin vom himmel kom⸗ men, nicht, daß ich meinen Willen tue, sondern des, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, das er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am jüngsten Tage. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 2. Sam. 7, 1- 13. Der Tempelbau durch Davids Sohn.) Da nun der gönig in seinem hause saß, und der hErr ihm Ruhe gegeben hätte von allen seinen feinden umher, sprach er zu dem Propheten nathan: Siehe, ich wohne in einem Zedernhause, und die Lade Gottes wohnet unter denTeppichen. nathan sprach zu dem Könige: Gehe hin, alles, was du in deinem herzen hast, das tue; denn der hęrr ist mit dir. Des achts aber kam das Wort des fit̃rrn zu Nathan und sprach: Gehe hin, und sage zu mel⸗ nem fenechte David: So spricht der 5err: Solltest du mir ein haus bauen, daß ich drinnen wohnte? habe ich doch in kei⸗ nem hause gewohnet seit dem Tage, da ich die finder Israel aus Agypten führte, bis auf diesen Tag, sondern ich habe ge⸗ wandelt in der hütte und Wohnung. Wo ich mit allen indern Israel hinwan⸗ delte, have ich auch se geredet mit irgend 20 —— der Stͤmme sohlen habe, und gesagt: eln Zegernh⸗ meinem sne Herr Zebaof vondenscha ein fürst üb sch bin mite gangen bist, vor dir ausg großen nam ler éroßen meinem vol Will es pla Ehr. 7 n und ju thervor! Iu auf al⸗ ewerden sie wird n/ llenn Rn, und n leiten. melege gebah⸗ on ferne Mitter⸗ und jene ihr himn hr berge hat sein t sich sel⸗ der Stämme JIsraels einem, dem ich be⸗ fohlen habe, mein Volk Israel zu weiden, und gesagt: Warum bauet ihr mir nicht ein Zedernhaus? so sollst du nun so sagen meinem fnechte David: so spricht der hErr Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafhürden, daß du sein solltest ein fürst über mein Volk Israel; und ich bin mit dir gewesen, wo du hinge⸗ gangen bist, und habe alle deine feinde vor dir ausgerottet, und habe dir einen großen namen gemacht wie der name der 6roßen auf Erden. Und ich will meinem volk 7srael einen ort setzen, und will es pflanzen, daß es daselbst wohne, und es nicht mehr in der Irre gehe, und es diie Kinder der Bosheit nicht mehr drängen wie vorhin, und seit der Zeit ich Richter über mein Volk Israel ver⸗ ordnet habe; und will dir Ruhe geben vor allen deinen feinden. Und der herr verkündiget dir, daß der herr dir ein haus machen will. Wenn nun deine Zeit hin ist, daß du mit deinen Vätern schlafen liegst, will ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinem Leibe kommen soll; dem will ich sein Reich bestätigen. Der soll meinem namen ein haus bauen, und ich will den Stuhl seines Rönigreichs bestätigen ewiglich. Cektion aus dem neuen Testamente. Ebr. 2, 3—18.(Er mußte allerdinge seinen Brüdern gleich werden.) Wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie erstlich gepredigt ist durch den herrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es gehöret haben; und bott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kräften und mit Rus⸗ teilung des heiligen öeistes nach seinem Willen. denn er hat nicht den Engeln untergetan die zukünftige Welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem ort und spricht:»Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des menschen Sohn, daß du ihn heimsuchest? Du häst ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Chre hast du ihn gekrönet, und hast ihn gesetzt über die Werke deiner hände; alles hast du untergetan zu seinen füßen.«In dem, daß er ihm alles hat untergetan, hat er nichts gelassen, das iym nicht unter⸗ tan sel; jetzt aber seyen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aver, der eine kleine Zeit der ngelgemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durchs Leiden des Todes gekrönet mit preis ung Chre, auf daß er von õottes 6naden für alle den Tod schmeckte. Denn es zlemte dem, um des willen alle Dinge sind, und durch den alle Dinge sing, ger ga 21 viel seinder hat jur herrlichkeit geführet, daß er den herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte. Sintemal sie alle von tLinem kommen, beide der da heiliget und die da geheiliget werden. Därum schämet er sich auch nicht, sie Brüder ju heißen, und spricht:»Ich will verkündigen deinen namen meinen Brüdern, und mitten in der Gemeinde dir lobsingen.« Und abermal:»Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen.« Und abermal:»Siehe da, ich und die Finder, welche mir öott gegeben haät.« Uachdem nun die seinder fleisch und Blut haben, ist er es gleichermaßen teilhaftig wor⸗ den, auf daß er durch den Tod die macht nähme dem, der des Todes õewalt hatte, das ist, dem Teufel, und erlösete die. so durch furcht des Todes im ganzen Leben snechte sein mußten. denn er nimmt nirgend die Engel an sich, son⸗ dern den samen Abrahams nimmt er an sich. Daher mußte er allerdinge seinen Brüdern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer hoherpriester vor Eott, zu versöhnen die Sünde des Volks. denn darinnen er gelitten hat, und versucht ist. kann er helsen denen, die versucht werden. Sonntäag nach Weihnacht. Vormittags. Cpistel. apgsch. ,s=15 ung 7, 34-59.(Ung steinigten Stepyanum.) Stephanus aber, voll laubens und Kräfte, tat Wunder und große Zeichen unter dem volk. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heißt der liver⸗ tiner und der yrener und der Rlexan⸗ derer und derer, die aus Cilicien und Asien waren, und vefragten sich mit Ste⸗ phano. Und sie vermochten nicht, zu widerstehen derbeisheitunddem seiste, aus welchem er redete. da richteten sie zu etliche Männer, die sprachen: Wir haben ihn gehöret Lästerworte reden wider mosen und wider 6ott. Und ve⸗ wegten das Volk und die Altesten und dlie Schriftgeleyrten; und traten herzu, und rissen ihn hin, und führeten iyn vor den Rat; und stelleten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser mensch höret nicht auf, zu reden Lästerworte wicer diese heilige stätte und das éesetz. Denn wir haben ihn hören sagen: Zesus von nazareth wird diese Stätte jerstören, und hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat saßen, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht. Da sie solches höreten, ging es iynen durchs herz, und bissen die Zähne jusammen über ihn. Als er aber voll heiligen seistes war, sahe er auf gen himmel, und sahe die herrlichkeit oottes, und Jesum stehen zur Rechten ottes, und sprach: Siehe, ich sehe den himmel offen, und des menschen sohn zur Rechten sottes stehen. Sie schrie⸗ en aber laut, und hielten ihre Ohren zu, und stürmeten einmütiglich auf ihn ein, stießen iyn jur Stadt hinaus, und steinigten iyn. Und die Zeugen legten ab ihre fleider Ju den füßen eines Jüng- lings, der hieß Saulus, und steinigten Stephanum, der anrief und sprach: heErr Jesu, nimm meinen seist auf! Er kniete aber nieder, und schrie laut: herr, behalte ihnen diese Sün⸗ de nicht! Und als er das gesagt, ent⸗ ändern die sitten, dieuns Moses gegeben schlief er. Evangelium. matth. 23,. 34- 39. Gyr habt nicht gewollt.) Darum siehe, ich jende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und der— selbigen werdet ihr etliche töten und kreuzigen, und etlichewerdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet sie ver⸗ folgen von einer stadt zu der andern; auf daß über euch komme alle das ge⸗ rechte Blut, das vergossen ist auf erden, von dem Blut an des gerechten Rbel vis aufs Blut Zacharias, Barachias Sohn, welchen ihr getötet habt zwischen dem Tempel ung Ritar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird über dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusa⸗ lem, die du tötest die Propheten, und steinigest, die zu dir gesanut sind! Wie oft habe ich deine kinder versammeln wollen, wie eine henne versammelt ihre Küchlein unter ihre ßlügel; und ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer haãus soll euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: yr werdet mich von jetzt an nicht seyen, bis ihr sprechet: Gelobet set, der da kommt im namen des hErrn! Epistolische Cektion. Juda 17—25.(Ervauet euch auf euren allerheiligsten Glauben.) Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind von den Bpostein unsers herrn Zesu Christi; da sie euch sagten, daß ju der letzten Zeit werden spötter sein, die nach ihren eige⸗ nen Lüsten des gottlosen Wesens wan⸗ deln. Diese sind, die da Rotten machen, 22 fleischliche, die da keinen Geist haben. E Hr aber, mel Iuf euren aller hen heiligen e haltet euch in vartet auf dit enn Zesu hen. und h3 hah ihr euche ber mit furch Maretete e nor0 Ilt nachfongt Aerfinstern lebens hal saer su ihm: Anngns hortete und Les seu ugnis wahn nannen it Mugehe. 30 I sers. unze g m.) dle im dcht wit solches hert, und lber ihn. tes wal, Iyr aber. meine Lieben, erbauet euch auf euren allerheiligsten 6lauben durch den heiligen Geist, und betet, und be⸗ haltet euch in der Liebe Gottes, und wartet auf die Barmherzigkeit unsers hErrn Jesu christi, zum ewigen Le⸗ ben. Und haltet diesen Unterschieg, daß ihr euch etlicher erbarmet, etliche aber mit furcht selig machet, und rücket sie aus dem feuer; und hasset den be⸗ fleckten Kock des fleisches. Dem aber, der euch kann behüten ohne fehl, und stellen vor das Angesicht seiner herr⸗ lichkeit unsträflich mit freuden, dem ott, der allein weise ist, unserm hei⸗ lande, sei CEhre und majestät und 6e⸗ walt und macht nun und zu aller wig⸗ keit! Amen. bvangelische Lektion. Joh. 8, 12— 19.(Ich bin das Licht der Welt.) Da redete Jesus abermal zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der finsternis, sondern wird das Licht des Lebens häben. Da sprachen die Pha⸗ risäer zu ihm: Du zeugest von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr. Jesus ant⸗ wortete und sprach zu ihnen: So ich von mir selbst jeugen würde, so ist mein Zeugnis wahr; denn ich weiß, von wannen ich kommen bin, und wohin ich gehe; ihr aber wisset nicht, von wannen ich kommen bin, und wo ich hingehe. Iyr richtet nach dem fleisch; ich richte niemand. So ich aber richte. so ist mein sericht recht; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der vater, der mich gesandt hat. Auch stehet in eurem Gesetze geschrieben, daß zweier menschen Zeugnis wahr sei. Ich bin es, der ich von mir selbst zeuge; und der Vater, der mich ge⸗ sandt hat, jeuget auch von mir. Da sprachen sie ju ihm: Wo ist dein Vatere Jesus antwortete: Ihr kennet weder mich, noch meinen Vater; wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen vater. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jes. I2. Der herr ist meine Stärne und mein hell.) Zu derselbigen Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, herr, daß du zornig bist ge⸗ wesen über mich, und dein Zorn sich ge⸗ wendet hat, und tröstest mich. Siehe, õott ist mein heil, ich bin sicher, und fürchte mich nicht; denn õott der herr ist meine Stärke und mein Psalm, und Üst mein hell. Jyr werdet mit freuden Wasser schöpfen aus den heilsbrunnen. Und werdet sagen ju derselbigen Zeit: Danket dem herrn, prediget seinen na⸗ men, macht kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein name so hoch ist. obsinget dem hẽrrn, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sei kund in allen Landen. Jauchje und rühme, au Einwohnerin zu Zion; denn der heilige Israels ist groß bei dir. Lektion aus dem neuen Testamente. 2. sor. I, 3—20.(Alle ottes-Verheißungen sind in ihm Ja und Amen.) belobet sei ott und der Vater unsers herrn Jesu christi, der Vater der Barm⸗ herzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in aller unsrer Trübsal, daß wir auch trösten können, die da sind in allerlet Trübsal, mit dem Trost, damit wir getröstet werden von sott. Denn . gleich wie wir des Leidens christi viel häben, also werden wir auch reichlich getröstet durch Christum. Wir haben aber Trübsal oder Trost, so geschiehet es euch zugut. Ist es Trübsal, so geschiehet es euch zu Trost und heil; welches heil beweiset sich, so ihr leidet mit öedula, dermaßen, wie wir leiden. Ist es crost, so geschiehet es euch auch ju Trost und 23 Heil. Und stehet unsre hoffnung fest für euch, dieweil wir wissen, daß, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig sein. Denn wir wollen euch nicht verhalten, Uieben Brüder, unsre Trübsal, die uns in Asien widerfahren ist, da wir über die Maße beschweret waren und über macht, also daß wir uns auch des Lebens erwegten, und bei uns beschlossen hatten, wir müßten sterben. Das geschah aber dar⸗ um, daß wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst stelleten, sondern auf õott, der uie Toten auferwecket, welcher uns von solchem Tode erlöset hat und noch täglich erlösetz und hoffen auf ihn, er werde uns auch hinfort erlösen, durch hilfe eurer fürbitte für uns; auf daß über uns für die Gabe, die uns gegeben ist, durch viel personen viel Danks geschehe. Denn un⸗ ser Buhm ist der, nämlich das Zeugnis unsers ewissens, daß wir in Einfältig⸗ keit und göttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Welsheit, sondern in der 6nade Gottes auf der Welt gewandelt haben, allermeist aver bei euch. Denn wir schreiben euch nichts anders, denn das ihr leset und auch befindet. Ich hoffe aber, iyr werdet uns auch bis an das Ende also besinden, gleich wie ihr uns zum teil vefunden habt. Denn wir sind euer Ruhm, gleich wie auch ihr unser Ruhm seid auf des hẽrrn Jesu Tag. Und auf solches Uertrauen gedachte ich senes mal zu euch zu kommen, auf daß ihr abermal eine Wohltat empfinget, und ich durch euch in Majedonien reisete, und wiederum aus mazedonien zu euch käme, und von euch geleitet wür⸗ de in Judäa. habe ich aber einer Leicht⸗ fertigkeit gebrauchet, da ich solches ge⸗ dachte? oder sind meine Anschläge fleischlich? Uicht also; sondern bei mir ist Ja Ja, und nein ist nein. Aber, o ein treuer Gott, daß unser Wort an euch nicht Ja und nein gewesen ist. Ddenn der Sohn Gottes, Jesus christus, der unter euch durch uns gepredigt ist, durch mich und Silvaͤnum und Timothe⸗ um, der war nicht Ja und nein, son⸗ dern es war Ja in ihm. Denn alle Gottes-Uerheißungen sind Ja in ihm, und sind Amen in ihm, sott zju Lobe durch uns. neujahr. Vormittags. Cpistel. sal. 3. 25 4, 7. Oyr seid alumal einer in christo.) Che denn aver der õlaube kam, wurden wir unter dem 6esetz verwahret und verschlossen auf den Elauben, der da sollte offenbaret werden. RAlso ist das besetz unser Zuchtmeister gewesen auf christum, daß wir durch den lauben gerecht würden. nun aber der laube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. denn syr seid alle oottes Kinder durch den lauben an hristum Jesum. Denn wie viele euer getauft sind, die haven christum ange⸗ jogen. hie ist kein Zude noch örleche, hie ist kein gnecht noch freier, hie ist kein mann noch Weib denn ihr seid allzumal Einer in christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen, und nach der Verheißung Erben. Ich sage aber, solange der rbe ein gind ist, so ist unter ihm und einem snechte kein Unterschied, ob er wohl ein herr ist aller Gliter: sondern er ist unter den vVormün⸗ dern und pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir sinder waren, waren wir gefangen un⸗ ter den äußerlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das 6esetz getan, auf daß er die, so unter dem sesetz waren, er⸗ lösete, daß wir die indschaft empfin⸗ gen. Weil ihr denn seinder seid, hat Gott gesandt den seist seines Sohnes in eure herjen, der schreiet: Rbba, lieber Vater! Also ist nun hie kein senecht mehr, sondern eitel seinder; sind es aber feinder, so sind es auch Er⸗ 2⁴4 ben 6ottes durch Christum. Und da das sind sein nan freuet eut Frommen Hetdemtß chm auf Inget ihn auf Saite hrrn W husagt, d rechtigge derollteng das Wor seinheer er hält 0 Wieinen I dashe herrn, I auf dem pricht. tehts da helden der voll und er war, un Sewohn auf und 2— let. Ichhoffe bis an das wle ihr uns enn wir sind ch ihr unser Iul Lag. Und hie ich senez auf daß iht finget, und nien reisete, ellonien Iu gelettet wülr einer leicht⸗ solches ge⸗ Inschläge lern bel mit In. Nott, er Wort an gewesen t sus Christü⸗ geptedlgt l und limothe⸗ il Hein, son, 1n Ja in ihni, 60 Iu lobe vangelium. Cuc. 2, 21. Da ward sei Und da acht Tage um waren, daß das stind beschnitten würde, da ward sein name genannt Jesus, welcher Epistolisch Psalm 33.(inget dem freuet euch des herrn, ihr õerechten die frommen sollen ihn schön preisen. Dan⸗ ket dem hẽrrn mit harfen, und lobsinget ihm auf dem Pfalter von jehn Saiten; singet iym ein neues Liedz machet es gut auf Saitenspielen mit Schalle. Denn des hErrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiß. Er liebet 6e⸗ rechtigkeit und Gericht. Die Erde ist voll der õüte des hrrn. Der himmel ist durch das Wort des héErrn gemacht, und all sein heer durch den seist seines Mundes. Er hält das Wasser im meer zusammen wie in einem Schlauch, und legt die diefe in das VUerborgene. Alle Welt fürchte den herrn, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet. Denn so er spricht, so geschiehts; so er gebeut, so stehts da. Der héErr macht zunichte der heiden Rat, und wendet die edanken der völker. Aber der Rat des hérrn n name genannt Jesus.) genannt war von dem Engel, ehe denn er im mutterleibe empfangen ward. e Lektion. hErrn ein neues Lied.) bleibet ewiglich, seines herzens edan⸗ ken für und für. Wohl dem Volk, des der héErr sein õott ist; das Volk, das er zum Erbe erwählet hat! Der hẽrr schauet vom himmel, und siehet aller Menschen Rinder. Von seinem festen chron siehet er auf alle, die auf Erden wohnen. Er lenket ihnen allen das heri; er merket auf alle ihre Werke. Einem stönige hilft nicht seine große Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine große fraft. Rosse helfen auch nicht, und ihre große Stärke errettet nicht. Siehe, des hérrn Auge siehet auf die, so ihn fürchten, die auf seine 6üte hoffen, daß er ihre Seele errette vom Tode, und ernaähre sie in der Teurung. Unsre Seele harret auf den herrn er ist unsre hilfe und Schild. Denn unser herz freuetsich sein, und wirtrauen auf seinen heiligen lamen. Deine 6üte, herr, sei üveruns, wiewir aufdich hoffen. Evangelische Lektion. Cuc. 4, 16-21.(Das ang Und er kam gen mazareth, da er erzogen war, und ging in die Schule nach seiner 6ewohnheit am Sabbathtage, und stund auf und wollte lesen. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaias gereicht. Und da er das Buch herumwarf, fand er den oOrt, da geschrieben stehet:»Der õeist des herrn ist vei mir, derhalben er mich ge⸗ salbet hat und gesandt, ju verkündigen das Fvangelium den Armen, zu heilen enehme Jahr des hérrn.) den 6efangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Sesicht, und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, und zu predigen das angenehme Jahr des héErrn.« Und als er das Buch zutat, gab er es dem Diener und setzte sich. Und aller Rugen. die in der Schule waren, sahen auf ihn. Und er fing an, ju sagen ju ihnen: heute ist diese Schrift erfüllt vor euren die jerstoßenen herien, ju predigen Ohren. naqmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. psalm 67.(Es wolle õott uns gnädig sein.) Gott sei uns gnädig, und segne uns; erunter allen heiden sein hell. Es danken lasse uns sein Antlitz leuchten! Sela. Daßdir, oott, die Völker; es danken dir alle wir auf Erden erkennen seinen Weg, völker. die völker freuen sich und 25 jauchjen, daß du die Leute recht richtest, undregierest dieteute auféErden. Sela. Es danken dir, õott, die völker; es danken dir alle Völker. Das Land gibt sein 6e⸗ wächs. Es segne uns ott, unser 6ott. Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihnꝛ Lektion aus dem neuen Testamente. I. Tim. o, 13- 10.(Die hoffnung auf den lebendigen bott.) Ich gebiete dir vor ott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontio Pilato bezeuget hat ein gut Bekenntnis, daß du haltest das Ge⸗ vot ohne flecken untadelig, bis auf die Erscheinung unsers hErrn Jesu chrlsti, welche wird jeigen zu seiner Zeit der Selige und allein 6ewaltige, der König aller Rönige und herr aller herren, der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnet in einem licht, da niemand zukommen kann, welchen kein mensch gesehen hat, noch sehen kann; dem sei chre und ewi⸗ ges Reich! Amen. den keichen von dieser Welt gebiete, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unge-⸗ wissen Beichtum, sondern auf den leben⸗ digen ott, der uns dargibt reichlich allerlei zu genießen; daß sie utes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, Schätze sammeln, ihnen selbst einen guten 6rund aufs Zu- künftige, daß sie ergreifen das ewige leben. Epiphanias. Vormittags. Cpistel. Tit.3, 3-8.(Die freundlichkeit ottes, unsers heilandes.) Denn wir waren auch weiland unwei⸗ se, ungehorsame, irrige, dienend den Tüsten und mancherlei Wollüsten, und wandelten in Bosheit und neid, und hasseten uns untereinander. Da aber er⸗ schien die freundlichkeit und Leutselig⸗ keit Gottes, unsers heilandes, nicht um der Werke willen der serechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch as Bad der Wiedergeburt und Erneu⸗ oder: Jes. o, 1-6. mache dich auf, werde Uicht; denn dein Licht kommt, und die herrlichkeit des heErrn gehet auf über dir. Denn siehe, Ffinsternis bedeckt das rdreich und Dun⸗ kel die völker; aber über dir gehet auf der hErr, und seine herrlichkeit erschei⸗ net über dir. Und die heiden werden in deinem Lichte wandeln, und die Rönige im Glanz, der über dir auf⸗ gehet. hebe deine Rugen auf, und siehe umher! Dlese alle versammelt kommen ju dir. Deine Söhne werden von ferne erung des heiligen seistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesumchristum, unsern heiland, auf daß wir durch desselbigen önade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der hoffnung. Das ist se gewißlich wahr. Solches will ich, daß du fest lehrest, auf daß die, so an õott glãubig sind worden, in einem Stande guter Werke gefunden werden. Solches ist gut und nütze den Menschen. (Dein Licht kommt.) kommen, und deine Töchter zur Seite erjogen werden. Dann wirst du deine Cust sehen und ausbrechen, und dein heri wird sich wundern und ausbrei⸗ ten, wenn sich die menge am meer ju dir bekehret, und die macht der heiden zu dir kommt. denn die menge der Ramele wird dich bedecken, die Läufer aus midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, õold und Weih⸗ rauch bringen, und des hErrn Lob ver⸗ kündigen. 2⁰ *** Da Desusg. füdischen! Herodes sie Morgenlan chen: Wo Judend Wi ümmhorgen anzubeten. horete, ers ganze Jeru alle hoher unter den chnen, wo den. Ung im süasch schrlebeng bethleyem luchten ai ldas; de der herzog emnherrse Uud auch Ubertretn Weslangg Geser wen n der Cuf Gelst, der den ging welchen U Wandehg alr fie dles Fleise Waren au Reich wi Ardareig seine Hrof Hat, da 0 Raltruns Gaemnaus mahnt. am Ihm Khmh n den) — bt sein be⸗ ser bott.'s urchte ihnd und ewi⸗ schen von nicht stolz den unge⸗ den leben teichlich Gutes tun, hen, gerne sammelu, Mauß, das eiige des/) welchen er Evangelium. matth. 2, 1-12.(Die Weisen vom morgenlande.) Da Jesus geboren war ju Bethlehem im jüdischen Lande, jur Zeit des Rönigs herodes, siehe, da kamen dielDeisen vom Morgenlande gen Jerusalem, und spra⸗ chen: Wo ist der neugeborne könig der Juden? Uir haben seinen Stern gesehen im morgenlande, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der König herodes hörete, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem; und ließ versammeln alle hohepriester und Schriftgelehrten unter dem Volk, und erforschte von ihnen, wo Thristus sollte geboren wer— den. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also stehet ge⸗ schrieben durch den Propheten:»Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist mit nichten die kleinste unter den fürsten Judas; denn aus dir soll mir ommen der herzog, der über mein Volk Jsrael ein herr sei.« Da berief herodes die ei⸗ sen heimlich, und erlernte mit flelß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethleyem, und sprach: Ziehet hin, und forschet fleißig nach dem seindlein; und wenn ihr es findet, so saget mirs wieder, daß ich auch komme und es anbete. Als sie nun den önig gehöret hatten, jogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben über, da das find- lein war. Da sie den Stern sahen, wur⸗ den sie hoch erfreuet, und gingen in das haus, und fanden das findlein mit ma- riã, seiner mutter, und fielen nieder und beteten es an, und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu herodes lenken. Und jogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Epistolische Lektion. Eph. 2, 1—12.(hr waret ohne 6ott in der Welt.) Und auch euch, da ihr tot waret durch Üvertretung und Sünden, in welchen ihr weiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem fürsten, der in der Luft herrschet, nämlich nach dem Geist, der ju dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, unter welchen wir auch alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lüsten unsers fleisches, und taten den Willen des fleisches und der vernunft, und waren auch finder des Zorns von Hatur, gleich wie auch die andern; aber Sott, der da reich ist von Barmherzigkeit, durch seine große Liebe, damit er uns geliebet hat, da wir tot waren in den Sünden, hat eruns samtchristolevendig gemacht, (denn aus 6naden seid ihr selig worden,) und hat uns samt ihm auferwecket, und samt ihm in das himmlische Wesen ver⸗ setzt in christo Jesu, auf daß er erjeigete in den jukünftigen Zeiten den über⸗ 27 schwenglichen Reichtum seiner 6nade durch seine 6üte über uns in christo Jesu. Denn aus 6naden seid ihr selig worden durch den õlauben, und dasselbige nicht aus euch, Gottes abe ist es; nicht aus den Werken, auf daß sich nicht semand rühme. Denn wir sind sein Werk, ge⸗ schaffen in Christo Jesu zu guten Werken. zu welchen sott uns zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln sollen. Dar⸗ um gedenket daran, daß ihr, die ihr weiland nach dem fleisch heiden ge⸗ wesen seid, und die Vorhaut genannt wurdet von denen, die genannt sind die Beschneidung nach dem fleisch, die mit der hand geschiehet, daß ihr ju derselbigen Zeit waret ohne Christum, fremde und außer der Bürgerschaft Israels, und fremde von den kesta⸗ menten der verheißung; daher ihr keine hoffnung hattet, und waret ohne Gott in der Welt. Oder: Jes. 42, 1- 12.(Er wird das Recht unter die heiden bringen.) Siehe, das ist mein snecht, ich erhalte iyhn, und mein Ruserwählter, an wel⸗ chem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen 6eist gegeben, er wird uas Recht unter die heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das jerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Er wird das Recht wahrhaftiglich halten lehren. Cr wird nicht mürrisch noch greulich sein, auf daß er auf rden das Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein 6esetz waärten. So spricht Gott, der hérr, der llie himmel schaffet und ausbreitet, der die Erde macht und ihr 6ewächs, der dem Volk, so drauf ist, den Odem gibt, und den seist denen, die drauf gehen: Ich, der hẽrr, habe dich gerufen mit 6e⸗ rechtigkeit, und habe dich bei deiner Häand gefasset, und habe dich behütet, und habe dich zum Bund unter das Volk gegeben, zum Licht der heiden; daß du sollst öffnen die Rugen der Blinden, und die 6efangenen aus dem 6efängnis füh⸗ ren, und die da sitzen in der finsternis, aus dem ferker. Ich, der hérr, das ist mein Name/ und will meine t hre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Götzen. Siehe, was kommen soll, ver⸗ kündige ich zuvor, und verkündige neues; ehe denn es aufgehet, lasse ich es euch hören. Singet dem hérrn ein neues Lied, sein Kuhm ist an der Weit Ende, die im meer fahren, und was drinnen ist, die Inseln, und die drinnen wohnen! Rufet laut, ihr Wüsten und dlie Städte drinnen samt den Dörfern, da sffedar wohnet. és jauchzen, die in felsen wohnen, und rufen von den höhen der Berge. Lasset sie dem hErrn die chre geben, und seinen Ruhm in den Inseln vertzündigen. Eväangelische Lektion. matth. 3, 13 17.(Oie Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa m den Jordan ju Johannes, daß er sich gon ihm taufen ließe. Aber Johannes vehrte ihm und sprach: Ich bedarf wohl, laß ich von dir getauft werde, und du gommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß jetzt also sein; Aso gebühret es uns, alle õerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er es ihm zu. Und Stimme vom himmel.) dla Jesus getauft war, stieg er bald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der himmel auf über ihm. Und Johan⸗ nes sahe den 6eist õottes, gleich als eine Taäube, herabfahren, und über ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohl⸗ gefallen habe. nachmittags. Cektion aus dem 1. sönige 10, 1— 18 Und Rhab sagte Isebel an alles, was Elia getan hatte, und wie er hätte alle Pro⸗ pheten Baals mit dem Schwert erwürgt. Da sandte Isebel einen Boten zu Clia, und ließ sym sagen: Die õötter tun mir dies und das, wo ich nicht morgen um dlese Zeit deiner Seele tue, wie dieser Seelen einer. Da er das sah, machte er ch auf und ging, wo er hin wollte, und nam gen Beer-Seba in Juda, und ließ 28 Alten Testamente. (EClias auf horeb.) seinen naben daselbst. Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise, und kam hinein, und setzte sich unter einen Wa⸗ cholder, und bat, daß seine Seele stürbe, und sprach: Es ist genug, so nimm nun, hErr, meine Seele; ich bin nicht besser denn meine väter. Und legte sich, und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, der Engel rührte ihn, und sprach zu iym: Stehe auf, und iß! Und er sah sich um, And siet geröstet Und da: legte er engel d wieder, Sehe at Hroßen! und aß derselbe lig ach und ha blieb de Wort de Iu shm sprach: den sot habeng Altarej mit den allein t nach, d er spra berg vo ging ve Uimd,e erbrag aber w Uinge, herr w n.) das volk N; daß du nalen, und ngnis fllh⸗ finsternis, rr dlas st re keinem zuhm den soll, ver⸗ erhündige Hlasse ich hrin ein der Welt und was se dxinnen sten und Dorfern, hen, dle in denhöhen Mlle hre len Inseln idheraul 90 tat sich nnd Johan, ichalsele slber ihn mme woln st mein ch Wohl⸗ und siehe, zu seinen häupten lag ein geröstet Brot und eine anne mit Wasser. Und da er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des hErrn kam zum andern mal wieder, und rührte ihn, und sprach: Stehe auf, und iß; denn du hast einen großen Weg vor dir. Und er stund auf, und aß und trank, und ging durch seraft derselben Speise vierzig Tage und vier⸗ zig ächte vis an den Berg õottes horeb; und kam daselbst in eine höhle, und blieb daselbst über Nacht. Und siehe, das Wort des hẽrrn kam zu ihm, und sprach zu ihm: Was maächst du hie, Clia? Er sprach: Ich habe geeisert um den herrn, den õott Zebaoth denn die finder Israel haben deinen Bund verlassen, und deine Altäre jerbrochen, und deine Propheten mit dem Schwert erwürget; und ich bin allein überblieben, und sie stehen dar⸗ nach, daß sie mir mein Leben nehmen. Er sprach: Gehe heraus, und tritt auf den Berg vor den herrn! Und siehe, der herr ging vorüber und ein großer starker Wind, der die Berge zerriß, und diefelsen jerbrach, vor dem herrn her; der herr aber war nicht im Winde. ach dem Uinde aber kam ein Erdbeben; aber der herr war nicht im Erübeben. Und nach dem Erdbeben kam ein feuer; aber der herr war nicht im ßeuer. Und nach dem feuer kam ein still sanftes Sausen. Da das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem mantel, und ging heraus, und trat in die Tür der höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was haͤst du hie zu tun, Flia? Er sprach: Ich habe um den hErrn, den õott Zebaoth, geeifert; denn die finder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altäre zer⸗ brochen, deine propheten mit dem Schwert erwürget; und ich bin allein überblieben, und sie stehen darnach, daß sie mir das Leben nehmen. Aber der 5Err sprach ju ihm: 6ehe wiedlerum deines Weges durch die Wüste gen Da⸗ maskus, und gehe hinein, und falbe häsael zum scönige über Syrien, und Jehu, den Sohn Nimsis, zum gönige über Israel, und Clisa, den Sohn Saphats, von Abel-mehola, zum Propheten an deiner Statt. Und soll geschehen, daß, wer dem Schwert hasaels entrinnet, den soll Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnet, den soll Elisa töten Und ich will lassen überbleiben sieben tausend in Israel, nämlich alle fniee, die sich nicht gebeuget haben vor Baal, und allen mund, der ihn nicht geküsset hat. Lektion aus dem neuen Testamente. Rol. 1, 10-29. Das von der Welt her verborgene oeheimnis gepredigt unter aller sreatur.) Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle fulle wohnen sollte, und alles durch ihn versöhnet würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im himmel, damit, daß er frieden machte durch das Blut an seinem sreuz durch sich selbst. Und euch, die ihr weiland fremde und feinde waret durch die vernunft in bösen Werken, nun aver hat er euch versöhnet mit dem Leibe seines fleisches durch den Tod, auf daß er euch darstellete heilig und unsträflich und ohne Tadel vor ihm selbst; so ihr anders bleibet im lauben gegründet und fest, und unbeweglich von der hoffnung des vangelii, welches 20 ihr gehöret habt, welches geprediget ist unter aller reatur, die unter dem him⸗ mel ist, welches ich, baulus, Diener wor⸗ den vin. nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich für euch leide, und erstatte an meinem fleisch, was noch mangelt an Trübsalen in christo, für seinen Lelb, welcher ist die 6emeine, welcher ich ein Diener worden bin nach dem göttlichen predigtamt, das mir gegeben ist unter euch, daß ich das Wort Gottes reichlich predigen soll, nämlich das Geheimnis, das vervorgen gewesen ist von der Weit her, und von den Zeiten her, nun aber offenbaret ist seinen heiligen, welchen SSIDEESEEEEE Gott gewollt hat kund tun, welcher da sel der herrliche keichtum dieses oeheim- nisses unter den heiden, welcher ist christus in euch, der da ist die hoffnung der herrlichkeit, den wir verkündigen, und vermahnen alle menschen, und leh⸗ ren alle menschen mit aller Weisheit, auf daß wir darstellen einen jeglichen menschen vollkommen in christo Jesu: daran ich auch arbeite und ringe, nach der Wirkung des, der in mir kräftig⸗ lich wirket. J. Sonntag nach Epiphanias. Vormittägs. Epistel. gömer 12, 1-6.(Das opfer, das da lebendig ist.) Ich ermahne euch, lieven Brüder, durch die Barmherzigkeit ottes, daß ihr eure Leiber begebet zum opfer, das da leben⸗ dig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottes- dienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Ver⸗ neuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gottes-Wille. Denn ich sage durch die 6nade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sichs gebühret zu halten: sondern daß er von ihm mäßiglich halte, ein jeglicher, nach dem sott ausgeteilet hat das maß des õlaubens. Denn gleicher Weise, als wir in tinem Leibe viel olieder haben, aver alle élieder nicht einerlei Geschäfte haben, also sind wir viele Ein Leib in christo, aber untereinander ist einer des andern Elied; und haben mancherlei 6aben nach der önade, dle uns gegeben ist. Cvangelium. Cuc. 2, 41-52.(Ich muß sein in dem, das meines Vaters ist.) Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er jwölf Jayre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach 6ewohnheit des festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder ju hause gingen, blieb das find Jesus ju Jerusalem, und seine kEltern wußten es nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den õefäͤhrten, und kamen eine dagereise, und suchten ihn unter den oefreundten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem, und suchten ihn. Und es begab sich, nach areien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den tehrern, daß er ihnenzuhörete, und sie fragte. Und alle, die ihm zuhö⸗ reten, verwunderten sich seines Verstan⸗ des und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten siesich. Und seine mutter sprach zu ihm: mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich häben dich mit Schmerzen ge⸗ sucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist es, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, das mei⸗ nes Vaters ist? Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und Kam gen najareth, und war ihnen untertan. Und seine mutter behielt alle diese Worte in ihrem herzen. Und Jesus nahm ju an Weisheit, Alter und önade vei Gott und den menschen. Epistolische Lektion. 1. Kor. 1, 20-31.(Was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählet.) Wo sind die lugen? Wo sind die Schrift-nicht oott die Weisheit dieser Welt jur gelehrten? Wo find die Weltweisen? hat Torheit gemacht? Denn dleweil die Welt 30 elshelt, glichen o gesu ⸗ , nãch hrafiig· durch ihre Weisheit õott in seiner Wels⸗ heit nicht erkannte, geflel es Gott wohl, durch törichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben; sintemal die Juden Zeichen fordern, und die õöriechen nach Weisheit fragen. Wir aber predigen den gekreuzigten Christum, den Juden ein Argernis und den 6riechen eine Tor⸗ heit. Denen aber, die berufen sind, beide Juden und 6riechen, predigen wir Chri⸗ stum, göttliche Kraft und göttliche Weis⸗ heit. Denn die göttliche Torheit ist weiser, denn die menschen sind, und die gött⸗ liche Schwachheit ist stärzer, denn die menschen sind. Sehet an, lieben Brü⸗ der, euren Beruf; nicht viel Weise nach dem fleisch, nicht viel oewaltige, nicht viel Edle sind verufen; sondern was töricht ist vor der Welt, das hat õott er⸗ wählet, daß er die Weisen ju schanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hãt Gott erwählet, daß er zu schanden mäche, was stark ist; und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat 6ott erwählet, und das da nichts ist, daß er zunichte mache, was etias ist, auf daß sich vor iym kein fleisch rühme. Von welchem auch ihr herkommt in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur 6e⸗ rechtigkeit und jur heiligung und zur Erlösung, auf daß,(wie geschrieben stehet,) wer sich rühmet, der rühme sich des herrn. Eväangelische Lektion. Joh. I. 35 51.(Kommt und sehet es.) Des andern Tages stund abermal Jo- hännes und zween seiner jünger. Und als er sah Jesum wandeln, sprach er: Siehe, das ist sottes ICamm. Und zween seiner jünger höreten ihn reden, und folgten Jesu nach. Jesus aber wandte sich um, und sahe sie nachfolgen, und sprach zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sprachen ju ihm: RKabbi(das ist verdolmetschet: Meister), wo bist du zur herberge? Er sprach zu ihnen: Kommt und sehet es. Sie kamen, und sahen es, und blieben denselbigen Tag bei ihm. Cs war aber um die jehnte Stunde. Einer aus den jween, die von Johanne höreten und jesu nachfolgten, war Andreas, der Bruder Simonis petri. Derselbige findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Uir haben den messias gefunden(welches ist verdolmetschet: der õesalbte). Aund führete ihn zu Jesu. Da iyn Jesus sah, sprach er: Du bist Simon, Jonas Sohn; du sollst ephas heißen (das wuird verdolmetschet: ein fels). Des andern Tages wollte Jesus wieder in õaliläam ziehen, und findet Philippum, und spricht ju ihm: folge mir nach! Phllippus aber war von Bethsalda, aus 31 der Stadt Andreas und petrus. Phllippus findet Nathanael, und spricht zu shm: Uir haben den gefunden, von welchem Moses im 6esetz und die Propheten ge⸗ schrieben haben, Jesum, Josephs Sohn von nazareth. Und nathanael sprach zu Ihm: Was kann von nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: omm, und siehe es. Jesus sah natha⸗ nael zu sich kommen, und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, in wel⸗ chem kein falsch ist. Nathanael spricht zu ihm: Woher kennest du mich? Jesus antwortete und sprach ju ihm: Che denn dich Philippus rief, da du unter dem feigenbaum warest, sahe ich dich. na⸗ thanael antwortete und spricht zu ihm: Rabbi, du bist õottes Sohn, du bist der sönig von Jsrael. Jesus antwortete und sprach ju ihm: Du glaubest, weil ich dir gesagt häbe, daß ich dich gesehen habe unter dem ßeigenbaum; du wirst noch Größeres denn das sehen. Und spricht zu iym: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Von nun an werdet ihr den him⸗ mel offen seyen, und die Engel Gottes hinauf und herab fahren auf des men⸗ schen Sohn. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. psalm 122. Ons haus des herrn nach Jerusalem.) Ich freue mich des, das mir geredet ist, daß wir werden ins haus des herrn gehen; und daß unsre füße werden stehen in deinen Toren, Jerusalem. Je. rusalem ist gebauet, daß es eine Stãdt sei, da man zufammenkommen soll, da die Stämme hinaufgehen sollen, näm⸗ lich die Stämme des hErrn, zu predigen dem volk Israel, zu danken dem Hamen des herrn. Denn daselbstsitzen die Stühle zum bericht, die Stühle des hauses Da⸗ vids. Wünschet Jerusalem Glück! Es müsse wohl gehen denen, die dich lieben! Es müsse friede sein inwendig in deinen mauern und 6lück in dei⸗ nen palästen! Um meiner Brüder und freunde willen will ich dir frieden wünschen. Um des hauses willen des herrn, unsers õottes, will ich dein Bestes suchen. Lektion aus dem neuen Testamente. Cbr. 3, 1= 14.(moses ein gnecht in seinem Derhalben, ihr heiligen Brüder, die ihr mit verufen seid durch den himmlischen Beruf, neymet wahr des Rpostels und hohenpriesters, den wir vekennen, christi Jesu, der da treu ist dem, der ihn gemacht hat,(wie auch moses) in seinem ganzen hause. Dieser aber ist größrer Ehre wert denn moses, nachdem der eine größere hre am hause hat, der es be⸗ reitet, denn das haus. Denn ein seglich haus wird von jemand vereitet; der aber alles vereitet, das ist ott. Und moses zwar war treu in seinem ganzen hause als ein necht, jum Zeugnis des, das gesagt sollte werden, christus aber als ein Sohn über sein haus; welches haus sind wir, so wir anders das Ver⸗ trauen und den Buhm der hoffnung bis an das Ende fest veyalten. Darum, wie der hellige õeist spricht: vheute, so ihr hause, christus ein Sohn über sein haus.) eure herzen nicht, als geschah in der Ver⸗ bitterung, am Tage der Versuchung in der Wüste; da mich eure bäter versuchten⸗ sie prüften mich, und sahen meine Werke vierzig Jahre lang; darum ich entrüstet ward über dies 6eschlecht, und sprach: Immerdar irren sie mit dem herzen; aber sie wußten meine Wege nicht: daß ich auch schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kom⸗ men.« Sehet zu, lieben Brüder, daß nicht jemand unter euch ein arges, un⸗ gläubiges herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Gott; sondern er⸗ mahnet euch selbst alle Tage, solange es heute heißt, daß nicht jemand unter euch verstocket werde durch Betrug der Sünde. Denn wir sind christi teil⸗ haftig worden, so wir anders das an⸗ gefangene Wesen bis an das Ende fest behalten. hören werdet seine Stimme, so verstocket 2. Sonntäg nach Epiphanias. Vormittags. Cpistel. göm. 12,—16.(mancherlel õnagengaven in mancherlel krwelsungen.) und haven mancherlel õaben nach der 6nade, die uns gegeben ist. hat jemand Weissagung, so sei sie dem ölauben ähn⸗ Uch. hat jemand ein Amt, so warte er des Amts. Cehret semand, so warte er der Lehre. éErmahnet semand, so warte er des Ermahnens. õibt jemand, so gebe 32 er einfältiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfältig. übet jemand barmher⸗ jigkeit, so tue er es mit Lust. Die Liebe sel nicht falsch. hasset das Arge, hanget dem 6uten an. Die brüderliche Liebe untereinander ser herzlich. Einer komme dem andern mit Chrerbietung zuvor. Selc nid brünstig Zeit. Sei in Trüds euch der gerne. d *D Ises Dã· ich! Es se llich wendig in dei⸗ ler und frielen Uen des inbestes mhaus ler er⸗ Hung i xsuchten neWerhe entrüstet prach. herfen je micht m 3rn, iht bom, der, dad rges, un 3 abete Seid nicht träge, was ihr tun sollt Seid brünstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid fröhlich in hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am 6ebet. UNeymet euch der heiligen Notdurft an. herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen, segnet und fluchet nicht. freuet euch mit den fröhlichen, und weinet mit den Wei⸗ nenden. habt einerlei Sinn unterein⸗ ander Trachtet nicht nach hohen dingen. sondern haltet euch herunter juu den niedrigen. vangelium. Joh. 2, 1— 11.(Das erste Zeichen seiner herrlichkeit.) Und am dritten Tage ward eine hochzeit zu fana in Galilãa, und die mutter Jesu waär da. Jesus aber und seine Jjünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die mutter Jesu zu ihm: Sie häben nicht Wein. Jesus spricht ju iyr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? meine stun⸗ de ist noch nicht hommen. Seine mutter spricht zu den dienern: Was ereuch sagt, das tut. Es waren aber allda sechs stei⸗ nerne Wasserkrüge gesetzt nach der Weise der jüdischen Reinigung, und gingen se in einen jwei oder drei maß. Jesus spricht zu ihnen: füllet die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie fulleten sie bis oben⸗ an. Und er spricht ju ihnen: Schöpfet nun, und bringet es dem Speisemeister. Und sie vrachten es. Als aber der Speise- meister den Wein kostete, der Wasser ge⸗ wesen war, und wußte nicht, von wannen er kam,(die Diener aber wußten es, die das Wasser geschöpft hatten,) rufet der Speisemeister den Bräutigam. und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn die 6äste trunken worden sind, alsdann den ge⸗ ringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu ana in Galiläa. und offenbarete seine herrlichkeit. Und seine jünger glaubten an ihn. Cpistolische Lektion. 1. for. 2.(Die Beweisung Und ich, lieven Brüder, da ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten oder hoher Weisheit, euch zu verkün⸗ aigen die göttliche Preaigt. Denn ich hlielt mich nicht dafür, daß ich etwas wüßte unter euch, ohne allein Jesum christum, den õekreuʒigten. Und ich war vei euch mit Schwachheit und mit furcht und mit großem Zittern; und mein Wort und meine predigt war nicht in ver⸗ nünftigen Reden menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des eistes und der graft, auf daß euer õlaube bestehe, nicht auf menschen Weisheit, sondern auf õottes straft. Da wir aber von reden, das ist dennoch Weisheit bei den Voll⸗ kommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der obersten dieser Welt, welche vergehen, sondern wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes, welche õott verordnet hat vor der des Geistes und der fraft.) Uelt zu unsrer herrlichkeit, welche kel⸗ ner von den obersten dieser Welt er⸗ kannt hat; denn wo sie die erkannt hätten, hätten sie den hérrn der herr⸗ lichkeit nicht gekreuziget; sondern wie geschrieben stehet:»Das kein Auge ge⸗ sehen hat, und kein ohr gehöret hat, und in keines menschen herz Kommen ist, das Gott bereitet hat denen, die syn lieben. Uns aber hat es õott offenbaret durch seinen õeist; denn der õelst erfor⸗ schet alle Dinge, auch die Tiefen der oott⸗ heit. Denn welcher mensch weiß, was im menschen ist, ohne der õeist des en⸗ schen, der in iym ist? Also auch weiß niemana, was in Gott ist, ohne der õeist Gottes. Uir aber haben nicht empfangen den seist der Welt, sondern den beist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von sott gegeben ist; welches wir auch reden. nicht mit Worten. welche 33 menschliche Weisheit lehren kann, son⸗ dern mit Worten, die der heilige seist lehret, und richten geistliche Sachen geist⸗ lich. der natürliche mensch aber ver⸗ nimmt nichts vom Geist Gottes; es ist lym eine corheit, und kann es nicht er⸗ kennen; denn es muß geistlich gerichtet sein. Der geistliche aber richtet alles, und wird von niemand gerichtet. Denn wer hat des hErrn Sinn erkannt? oder wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn. Eväangelische Lektion. Joh. 3, 22-36.(Er muß wachsen, ich aver muß abnehmen.) Darnach kam Jesus und seine Jjünger in das jüdische Land, und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen, und taufte. Johannes aber taufte auch noch ju Enon, nahe bei Salim, denn es war viel Wassers daselbst, und sie kamen dahin, und ließen sich taufen. Denn Johannes war noch nicht in das Gefängnis gelegt. Da erhub sich eine frage unter den Jüngern Johannis sanit den Juden über die Reinigung; und kamen ju Johanne, und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jor⸗ dans, von dem du zeugetest, siehe, der tauft, und sedermann kommt zu ihm. Johannes antwortete und sprach: Ein mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom himmel. Jyr selbst seid meine Zeugen, daß ich gesagt habe, ich sel nicht Christus, sondern vor lym her gesandt. Wer die Braut hat, der lst der Bräutigamt der freund aber des Bräutigams stehet, und höret ihm zu, und freuet sich hoch über des Bräutigams Stimme. Dieselbige meinef reude ist nun erfüllet. Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen. Der von oben her kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde, und redet von der Erde. Der von himmel kommt, der ist über alle, und zeuget, was er gesehen ung gehöret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Uer es aber annimmt, der versiegelt es, daß ott wahrhaftig sei. Denn welchen Gott gesandt hat, der redei Gottes Wort; denn sott gibt den beist nicht nach dem maß. Der Vater hat den Sohn lieb, und hat ihm alles in seine hand gegeben. Wer an den Sohn glau⸗ bet, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohne nicht glaubet, der wira das Teben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibet über ihm. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. 5. Mos. 18, 15— 22.(Ich will meine Worte in seinen Mund legen.) Einen Propheten wie mich, wird der heErr, dein ott, dir erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen. Wie du denn von dem herrn, deinem sott, gebeten hast zu horeb am Tage der Versammlung, und sprachest: Ich will fort nicht mehr hören die Stim⸗ me des héErrn, meines ottes, und das große feuer nicht mehr sehen, daß ich nicht sterbe. Und der hẽrr sprach ju mir: Sie haben wohl geredet. Ich wlll ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern, und meine Worte in seinen mund geben/ der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. Und wer meine Worte nicht hören wird, 34 die er in meinem namen reden wird, von dem will ichs fordern. Doch wenn ein brophet vermessen ist, zu reden in meinem namen, das ich ihm nicht ge⸗ boten habe ju reden, und welcher redet in dem namen andrer sötter, derselbe Prophet soll sterben. ob du aber in dei⸗ nem herzen sagen würdest: Wie kann ich merken, welches Wort der hẽrr nicht ge⸗ redet hat? Wenn der prophet redet in dem namen des herrn, und wird nichts draus, und kommt nicht, das Ist das Wort, das der hẽrr nicht geredet hat; der Prophet hat es aus Uermessen⸗ heit geredet, darum scheue dich nicht vor ihm. Gal. J, Mlich wy wenden hat in d Cyangel ohne,a und wol hehren. vom hu Prediger Preligt wir seizt aberma Predigt. habt, de seht ne Oder ge seind u falligeu nicht. örllder, haltet gerichtet ules und henn wer oder Wer er hãben ihm ill, jutigams de ssnun aber muß hommt, le ist, der von der nt, der st sehenund 6 nimmt mmt, 16 aftig sei a den besst hat den in selne ohn glau⸗ Wer dem las leben n bottes Cektion aus dem neuen Testamente. 6al. 1, 6—16. Och habe es von keinem menschen gelernt, sondern durch die offenbarung Jesu christi.) mich wundert, daß ihr euch sobald ab⸗ wenden lasset von dem, der euch berufen hat in die 6nade christi, auf ein ander Cvangelium; so doch kein anderes ist; ohne, daß etlichesind, die euch verwirren, und wollen das vangelium christi ver⸗ kehren. Aber so auch wir oder ein ngel vom himmel euch würde Kvangelium predigen anders, denn das wir euch ge⸗ predigt haben, der sei verflucht. Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir auch abermal: So semand euch vangellum predigt anders, denn das ihr empfangen habt, der sel verflucht. Predige ich denn jetzt menschen oder ott zum Dienst? oder gedentze ich, Menschen gefällig zu sein? Uenn ich den menschen noch ge⸗ fällig wäre, so wäre ich Christi necht nicht. Ich tue euch aber kund, lieben Brüder, daß das Cvangelium, das von mir gepredigt ist, nicht menschlich ist. Denn ich habe es von keinem menschen empfangen, noch gelernet, sondern durch die offenbarung Jesu christi. Denn ihr habt je wohl gehöret meinen Wandel weiland im Judentum, wie ich Uber die Maße die oemeine Gottes verfolgte, und verstörete sie, und nahm zu im Judentum über viele meines⸗ gleichen in meinem 6eschlecht, und ei⸗ ferte über die Maße um das väterliche Gesetz. Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner mutter Leibe hat ausgesondert und berufen durch seine 6nade, daß er seinen Sohn offenbarete in mir, daß ich ihn durch das Cvan⸗ gelium verkündigen sollte unter den heiden: alsobald fuhr ich zu. und be⸗ sprach mich nicht darüber mit fleisch und blut. 3. Sonntag nach Cpiphänias. Vormittäags. Epistel. gömer 12. 17.—21.(Die alles überwingende macht der Fleve.) haltet euch nicht selbst für klug. Ver⸗»die Rache ist mein, ich will vergelten, geltet niemand Böses mit Bösem. flei⸗ spricht der hErr.« So nun deinen feind ßiget euch der Ehrbarkeit gegen je⸗hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so dermann. Ist es möglich, soviel antränke ihn. Wenn du das tust, so wirst euch ist, so habt mit allen menschen frieden. Rächet euch selber nicht, mei⸗ ne Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn; denn es stehet geschrieben: du feurige sohlen auf sein haupt sammeln. Caß dich nicht das Böse über⸗ winden, sondern überwinde das Böse mit õutem. vangelium. matth. 8, 1- 3.(Sprich nur ein Wort, so wird mein snecht gesund.) Dã er aber vom Berge herabging, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Rus⸗ sätziger kam, und betete ihn an und sprach: hErr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Zesus streckte seine hand aus, rührte ihn an, und sprach: Ich will es tun, sei gereiniget! Und alsbald ward er von seinem Russatz rein. Und Jesus sprach ju ihm: Siehe zu, sage es nie⸗ mand, sondern gehe hin, unel zeige dich 35 dem priester, und opfere die abe, die moses befohlen hat, zu einem Zeugnis Über sie. Da aber Jesus einging zu fa⸗ pernaum, trat ein hauptmann zu ihm, der batihn und sprach: herr, mein senecht liegt zu hause, und ist gichtbrüchig, und hãt große Oual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen, und ihn gesund machen. Der hauptmann antwortete und sprach: „Err, ich vin nicht wert, daß du unter mein dach gehest. sondern sprich nur ein Wort, so wird mein snecht gesund. Denn ich bin ein mensch, dazu der obrigkeit untertan, und habe unter mir serlegs⸗ knechte; noch wenn ich sage zu einem: behe hin! so geht er; und jum andern: Romme her! so kommt er; und zu mei⸗ nem senechte: Tue das! so tut ers. Da das Jesus horte, verwunderte er sich, und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, solchen 6lauben häve ich in Israel nicht gefunden. Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom morgen und vom Abend, und mit Abra⸗ ham und Isaak und Jakob im himmel⸗ reich sitzen; aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die äußerste finsternis hinaus; da wird sein heulen und Zähnklappen. Und Jesus sprach zu dem hauptmann: Gõehe hin, dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein snecht ward gesund zu derselbigen Stunde. Epistolische Cektion. Römer 1, 13- 25.(Das Cvangelium eine fraft Gottes, selig ju machen.) Ich will euch aber nicht verhalten, lieben Brüder, daß ich mir oft habe vorgesetzt, zu euch zu kommen,(vin aber verhindert bisher,) daß ich auch unter euch frucht schaffte gleich wie unter andern heiden. Ich bin ein Schulaͤner veide der oriechen und der Ungriechen, beide der Weisen und der Unweisen. Darum, soviel an mir ist, bin ich geneigt, auch euch zu Rom das Fvangelium zu predigen. Denn ich schäme mich des Lvangelii von christo nicht; denn es ist eine Kraft oottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen. Sintemal darinnen geoffen⸗ bart wird die 6erechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in 6lauben; wie denn geschrieben stehet: »Der Gerechte wird seines laubens le⸗ ben.« Denn sottes Zorn vom himmel wird offenbaret über alles gottlose We⸗ sen und Ungerechtigkeit der menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit auf⸗ halten. Denn daß man weiß, daß Gott sei, ist ihnen offenbar; denn õott hat es thnen offenvaret, damit, daß Gottes un⸗ sichtbares Wesen, das ist, seine ewige straft und õottheit, wird ersehen, so man deswahrnimmt an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also daß sie keine Entschuläigung häben; die⸗ weil sie wußten, daß ein Gott ist, ung häben ihn nicht gepriesen als einen Gott, noch gedanket, sondern sind in ihrem dichten eitel worden, und ihr unverständiges herz ist verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie ju narren worden; und haben verwandelt die herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild, gleich dem vergäng⸗ lichen Menschen, und der Vögel und der vlerfüßigen und der kriechenden Tiere. Darum hat sie auch oott dahin gegeben in ihrer herzen 6elüste, in Unreinig⸗ keit, zu schänden ihre eigenen Leiber an ihnen selbst; die oottes Wahrheit haben verwandelt in die Cügen, und haben geehret und gealenet dem õeschöpf mehr denn dem Schöpfer, der da gelobet ist in Cwigkeit. Amen. Cväangelische Lektion. Joh. 4. 5-26.(Ich sehe, daß du ein Prophet vist.) Da kam er in eine Stadt Samariä, die heißt sichar, nahe bei dem Dörflein, das Jakob seinem Sohne Joseph gab. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus müde war von der Reise, setzte er ich also auf den Brunnen; und es war Um die sechste Stunde. Da kommt ein Uetb von Samaria, Wasser ju schöpfen. Jesus spricht ju ihr: 6i mir ju trinken. Denn seine jünger waren in die Stadt gegangen, daß siespeise kauften. Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: Wie bittest du von mir ju trinken, so du ein Jude bist, und ich ein samaritisch Leib? Dem schaf wort lenn ist, d llu b. diges hbrr, schöy her h du n uns r he ler v spra den Waß dent lasu wird Were Spri das Aulrf u sd hin, Dasl 201 n. Aber men vom nit Abra· Hiummel⸗ es Richs außerste heulen prach su geschehe, Knecht unde. en.) ottes unl⸗ e ewige . so man nämlich alo 49 hen; le. is, und Denn die Zuden haben keine bemein⸗ schaft mit den Samaritern.) Jesus ant⸗ wortete und sprach zu ihr: Wenn du er kennetest die abe 6ottes, und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken, du bätest iyn, und er gäbe dir leben⸗ diges Wasser. Spricht ju ihm das Weib: hErr, hast du noch nichts, damit du schöpfest, und der Brunnen ist tief; wo⸗ her hast du denn lebendiges Wasser? Bist duͤ mehr denn unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? und er hat daraus getrunken und seine sein⸗ der und sein vieh. Jesus antwortete und sprach ju ihr: Wer dieses Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber des Wassers trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in iym ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige leben quillet. Spricht das Weib zu ihm: herr, gib mir dasselbige Wasser, auf daß mich nicht dürste, daß ich nicht herkommen müsse, zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann, und komm her. Das Weib antwortete und sprach zu ihm: Ich have keinen mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: ich habe keinen mann. fünf Männer häst du gehabt, und den du nun hast, der ist nicht dein mannz da hast du recht gesagt. Das Weib spricht zu ihm: herr, ich sehe, daß du ein prophet bist. Unsre Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt. zu Jerusalem sei die Stätte, da man an⸗ beten solle. Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge, noch zu Jeru— salem werdet den vater anbeten. Ihr: wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das heil kommt von den Juden. Aber es ommt die Zeit, und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Va⸗ ter andeten im seist und in der Wahr⸗ heit; denn der Vater will auch haben, die ihn also anbeten. oott ist ein Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Waährheit anbe— ten. Spricht das Weib zu ihm: Ich weiß,. daß messias kommt, der da christus heißt. Wenn derselbige kommen wird, so wird er uns alles verkündigen. Je- sus spricht zu ihr: Ich bin es, der mit dir redet. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jes. 61, 1- 7. Der seist des herrn hat mich gesalbet.) Der seist des hrrn, hẽrrn ist über mir, darum hat mich der hErr gesalbet. er hat mich gesandt, den Elenden ju pre⸗ digen, die jervrochenen herzen zu ver⸗ binden; zu predigen den 6efangenen eine Erledigung, den 6ebundenen eine öffnung; zu predigen ein gnädiges Zahr des hrrn und einen Tag der Rache un⸗ sers Gottes; zu trösten alle Traurigen: zu schaffen den craurigen zu Zion, daß ihnen schmuck für Nsche, und ßreudenol fuͤr raurigkeit, und schöne kleider für einen betrübten seist gegeben werden; aaß sie genannt werden Bäume der 6e⸗ rechtigkeit, flanzen des herrn jum Prei⸗ se. sie werden die alten Wüstungen bauen, und was vorzeiten zerstöret ist. aufbringen; sie werden die verwüsteten Städte, so für und für zerstört gelegen sind, verneuen. fremde werden stehen. und eure herde weiden, und Ausländer: werden eure Ackerleute und Weingärt- ner sein. Jhr aver sollt Priester des hErrn heißen, und man wird euch diener un⸗ sers Gottes nennen; und werdet der het⸗ den õüter essen, und über ihrer herrlich⸗ keit euch rühmen. für eure Schmach soll Zwiefältiges kommen, und für die Schande sollen sie fröhlich sein auf ihren Ackern. Denn sie sollen Zwiefältiges be⸗ sitzen in ihrem Lande, sie sollen ewige freude haben. SSDDSSS Cektion aus dem neuen Testamente. 1. Cim. 6, 1-5.(Bleibe bei den heilsamen Worten unsers hérrn Jesu christl.) Die gKnechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre herren aller hren wert hal⸗ ten, auf daß nicht der Name õottes und die Lehre verlästert werde. Welche aber gläubige herren haben, sollen dieselbi⸗ gen nicht verachten(mit dem Schein), daß sie Brüder sind, sondern sollen viel mehr dienstbar sein, dieweil sie gläubig und geliebet und der Wohltat teilhaftig sind. Solches lehre und ermahne. So semand anders lehret, und bleibet nicht bei den heilsamen Worten unsers hérrn Jesu christi und bei der Lehre von der Gottseligkeit, der ist verdüstert und weiß nichts, sondern ist seuchtig in fragen und Wortkriegen, aus welchen ent⸗ springet neid, hader, Cästerung, böser Argwohn, Schulgejänke solcher men⸗ schen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubet sind, die da mei- nen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe. Tue dich von solchen. 4. Sonntag nach Epiphanias. Vormittags. Epistel. göm. 13, 1- 10. ie alle Jedermann sei untertan der obrigkeit, die 6ewalt über ihn hat. Denn es ist keine obrigkeit, ohne von õott; wo aber obrigkeit ist, die ist von ott verordnet. Wer sich nun wider die obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteilempfangen. Denn die öewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bösen zu fürchten. Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, so wirst du Lob von derselbi⸗ gen haben. Denn sie ist Gottes Dienerin dir zu gut. Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; sie ist ottes Dienerin, eine Rächerin jur Strafe über den, der Böses tut. So seic nun aus not untertan, nicht allein um der Strafe willen, son⸗ uern auch um des 6ewissens willen. Der⸗ vang 5 vollbringende macht der Lieve.) halben müsset ihr auch Schoß geben; denn sie sind ottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. Sso gebet nun sedermann, was ihr schuldig seid: Schoß, dem der Schoß gebühret; Zoll, dem der Zoll gebühret; furcht, dem die furcht gebühret; Chre, dem die chre gebühret. Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den anderen liebet, der hat das õesetz er⸗ füllet. Denn das da gesagt ist:»Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du solist nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts ge⸗ lüsten;« und so ein ander 6ebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: »Du sollst deinen nächsten lieben als dich selbst.« Die Liebe tut dem lächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des 6esetzes Erfüllung. elium. matth. 8, 23-27.(Die allgebietende macht des hérrn.) Und er trat in das Schiff, und seine Jjün⸗ ger folgten ihm. Und siehe, da erhub sich ein groß Ungestüm im meer, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schlief. Und die Jjünger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und Dasagteer zuihnen: Ihrsleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stund auf, und bedrohte den Wind und das meer; da ward es ganz stille. Die men⸗ schen aber verwunderten sich und spra⸗ chen: Was ist das für ein mann, daß ihm sprachen: hErr, hilf uns, wir verderben! Wind und meer gehorsam ist! Epistolische Lektion. Röm. 7, 6-25. Das Gesetz ist geistlich, ich aber bin fleischlich.) nun aber sind wir von dem sesetze los und ihm abgestorben, das uns gefangen hielt, also daß wir dienen sollen im neuen Wesen des 6eistes, und nicht im alten Wesen des Buchstabens. Was wollen wir denn nun sagen? Ist das õesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht, ohne durch das Gesetz. Denn ich wußte nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht hätte gesagt:»Laß dich nicht gelüsten.« Da nahm aber die Sünde Ursach am Gebot, und erregte in mir allerlei Iust. Denn ohne das õesetz war die Sünde tot. Ich aber lebte etiwa ohne Gesetz. Da aber das ebot Kam, ward die Sünde wieder levbendig; ich aber starb, und es befand sich, daß das Gebot mir zum code gereichte, das mir doch zum Leben gegebenwar. denn diesünde nahm Ursach am õebot, und betrog mich, und tötete mich durch dasselbige 6ebot. Das Gesetz ist je heilig, und das õebot ist heilig, recht und gut. Ist denn, das da gut ist, mir ein Tod worden? das sei ferne! Aber die Sünde, auf daß sie er⸗ scheine, wie sie Sünde ist, hat sie mir durch das ute den Tod gewirket, auf daß die Sünde würde überaus sündig durchs õebot. Denn wir wissen, daß das besetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Denn ich weiß nicht, was ich tue; denn ich tue nicht, das ich will, sondern das ich hasse, das tue ich. so ich aber das tue, das ich nicht will, so willige ich, daß das õesetz gut sei. So tue ich nun dasselbige nicht, son⸗ dern die Sünde, die in mir wohnet. Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem fleische, wohnet nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. so ich äaber tue, das ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnet. So finde ich in mir nun ein 6esetz, der ich will das öute tun, daß mir das Böse anhanget. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem in⸗ wendigen menschen. Ich sehe aber ein ander 6esetz in meinen öliedern, das da widerstreitet dem 6esetz in meinem 6e— müte, und ninimt mich gefangen in der Ssünde 6esetz, welches ist in meinen ölie⸗ dern. Ich elender mensch wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes? Ich danke õott durch Jesum christ, unsern hErrn. 8o diene ich nun mit dem 6e⸗ müte dem besetz Gottes, aber mit dem fleische dem Gesetz der Sünde. Evangelische Lektion. Joh. 4, 27-42.(ieser ist Christus, der Welt heiland.) Und über dem kamen seine Jünger, und es nahm sie wunder, daß er mit dem Weibe redete. Doch sprach niemand: Was fragest du? oder: Was redest du mit ihr? Da ließ das Weib ihren srug stehen, und ging hin in die Stadt, und spricht zu den Leuten: Rommt, sehet einen menschen, der mir gesagt hat alles, was ich getan habe, ob er nicht Christus sel? Dã gingen sie aus der Stadt, und Ramen zu ihm. Indes aber ermahnten ihn die Jüunger und sprachen: Rabbi, iß. er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise ju essen, da wisset ihr nicht von. Da sprachen 39 die zünger untereinander: hat ihm se⸗ mand ju essen gebracht? Jesus spricht ju ihnen: meine Speise ist die, daß ich tue den Willen des, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. Sagt ilr nicht selbst: Es sind noch vier onate, so ommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: hebet eure Rugen auf, und sehet in das feld: denn es ist schon weiß zur Ernte. Und wer da schneidet, der empfänget Lohn, und sammelt frucht zum ewigen Leben, auf daß sich miteinander freuen, der da säet, und der da schneidet. Denn hie ist der Spruch wahr: Dieser säet, der anare schneitlet. Ich habe euch gesandt, ju schneiden, das ihr nicht habt gearbeitet; andre haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit kommen. Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus dersel⸗ vigen Stadt um des Weibes Rede wil⸗ len, welches da zeugete: Er hat mir ge⸗ sagt alles, was ich getan habe. Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, daß er bei ihnen bliebe, und er blieb zween cage da. Und viel mehr glaub⸗ ten um seines Worts willen, und spra⸗ chen zum Weibe: Wir glauben nun fort nicht um deiner Rede willen; wir haben selbst gehöret und erkannt, daß dieser ist wahrlich christus, der Welt heiland. nachmittäags. Cektion aus dem Alten Testamente. psalm 93. Die õröße des herrn über großen Wassern.) Der heErr ist önig und herrlich ge⸗ schmückt; der herr ist geschmückt und hat ein Reich angefangen, soweit die Weit ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll. Von dem an stehet dein Stuhl fest; dau bist ewig. herr, die Wasserströme er⸗ heben sich, die Wasserströme erheben ihr Brausen, die Wasserströme heben empor die Wellen, die Wasserwogen im meer sind groß und brausen greulich; der heErr aber ist noch größer in der höhe. dein Wort ist eine rechte ehre. heiligkeit ist die Zierde deines hauses ewiglich. Cektion aus dem neuen Testamente. 1. for. 4, 9—20.(Das Reich oottes steht nicht in Worten, sondern in fraft.) Ich halte aber, õott habe uns Rpostel für die Allergeringsten dargestellet, als dem Tode übergeben. denn wir sind ein Schauspiel worden der Welt und den Engein und den menschen. Wir sind narren um christi willen, ihr aver seid klug in christo; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. Bis auf diese Stunde leiden wir hunger und Durst, und sind nackend, und wer⸗ den geschlagen, und haben keine gewisse Stätte, und arveiten und wirken mit unsern eigenen händen. man schilt uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir es man lästert uns, so flehen wir; wir sind stets als ein fluch der Welt und ein fegopfer aller Leute. icht schreibe ichsolches, daß ich euch beschäme, sondern ich ermahne euch, als meine lieben ginder. Denn ob ihr gleich zjehn⸗ tausend Zuchtmeister hättet in Christo, so habt ihr doch nicht viel Väter; denn ich have euch gezeuget in christo Jesu durch das Fvangelium. Darum ermahne ich euch, seid meine Nachfolger. Nus der⸗ selben Ursache habe ich Timotheum zu euch gesandt, welcher ist mein lieber und getreuer Sohn in dem herrn, daß er euch erinnere meiner Wege, die da in christo sind, gleich wie ich an allen Enden in allen emeinen lehre. Es blähen sich etliche auf, als würde ich nicht ju euch kommen. Ich will aver gar kürzlich ju euch kommen, so der herr will, und er⸗ lernen, nicht die Worte der Rufgebla⸗ senen, sondern die raft. Denn das Reich Gottes stehet nicht in Worten, sondern in fraft. 5. Sonntäg nach Epiphänias. Vormittags. Epistel. gol. 3, 12—4, J.(Das Sand der vollkommenheit.) So fiehet nun an, als die Ruserwählten Erbarmen, freundlichkeit, Demut, Sanst⸗ vottes, heilige und 6elievte, herjliches 4⁰ mut, seduld, und vertrage einer den ganst⸗ HESEEESEE andern, und vergebet euch unterein⸗ ander, so jemand lage hat wider den andern; gleich wie Christus euch ver⸗ geven hat, also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Lieve, die da ist das Band der Vollkommenheit; und der friede Gottes regiere in euren herzen, zu wel⸗ chem ihr auch berufen seid in Einem Leibeꝛ und seid dankbar. Casset das Wort christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Pfalmen und Lobgesängen und geistlichen, Ueblichen Liedern, und singet dem hẽrrn in eurem herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Hamen des herrn Zesu, und danket õott und dem Uater durch ihn. Ihr Weiber, seid un⸗ tertan euren männern in dem heErrn, wie sichs gebühret. r männer, Uiebet eure Weiber, und seid nicht bitter gegen sie. Ihr Kinder, seid gehorsam den eltern in allen dingen denn das ist dem hErrn gefallig. Ihr väter, ervittert eure seinder nicht; auf daß sie nicht scheu werden. Ihr senechte, seid gehorsam in allen Din- gen euren leiblichen herren, nicht mit Dienst vor Rugen, als den menschen zu gefallen, sondern mit Einfältigkeit des herzens und mit oottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von herzen, als dem heErrn, und nicht den menschen; und wisset, daß ihr von dem heErrn emp⸗ fangen werdet die vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem herrn christo. Wer aber unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person. Iyr herren, was recht und gleich ist, das veweiset den snechten, und wisset, daß ihr auch einen herrn im him- mel habt. Evangelium. matth. 13, 24-30 und 36 43. Cangmut und Weisheit des sęrrn.) Er legte ihnen ein ander sleichnis vor, und sprach: das himmelreich ist gleich einem menschen, der guten Samen auf seinen Rcker säete. Da aber die Leute schliefen, kam sein feind, und säete Un⸗ kraut zwischen den Weizen, und ging davon. Da nun das sraut wuchs, und frucht brachte, da fand sich auch das Un⸗ kraut. Da traten die snechte zu dem hausvater, und sprachen: herr, hãst du nicht guten Samen auf deinen Ncker ge⸗ säet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der feind getan. Da sprachen die knechte: UWillst du denn, daß wir hingehen, und es aus⸗ jäten? Er sprach: nein! auf daß ihr nicht zugleich den Weisen mit ausraufet, so iyr das Unkraut aussätet. Lasset veides miteinander wachsen bis zu der Ernte; und um der Ernte Zeit will ich ju den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das unkraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine scheuern. Da 4¹ ließ Jesus das Volk von sich, und kam heim. Und seine jünger traten zu ihm, und sprachen: Deute uns dieses oleichnis vom Unkraut auf dem Rcker. Er ant⸗ wortete und sprach zu ihnen: Des men⸗ schen Sohn ist es, der da guten Samen säet. Der Rcker ist die Welt. Der gute Same sind die finder des Reichs. Das Unkraut sind die inder der Bosheit. Der Feind, der sie säet, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnit⸗ ter sind die Engel. 6leich wie man nun das Untraut ausjätet, und mit feuer verbrennet, so wird es auch am Ende dieser Welt geyen. Des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Argernisse, und die da Unrecht tun, und werden sie in den feuerofen wer⸗ sen; da wird sein heulen und Zähn⸗ klappen. dann werden die serechten leuchten, wie die Sonne, in ihres Va⸗ ters Reich. Wer ohren hat, zu hören, der höre! Epistolische Lektion. Röm. 8, 1-11.(Wer christi õeist nicht hat, der ist nicht sein.) So ist nun nichts VDerdammliches an de. nen, die in christo Jesu sind, die nicht nach dem fleisch wandeln, sondern nach dem seist. denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem sesetz der Sünde und des Todes. Denn das dem 6esetz unmöglich war,(intemal es durch das fleisch geschwächet ward,) das tat Gott, und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen fleisches, und ver⸗ dammte die Sünde im fleische durch Sünde, auf daß die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllet würde, die wir nun nicht nach dem fleisch wan⸗ deln, sondern nach dem Geist. Denn die na fleischlich sind, die sind fleischlich ge⸗ sinnet; die aver geistlich sind, die sind geistlich gesinnet. Aber fleischlich ge⸗ innet sein, ist der Tod, und geistlich ge⸗ sinnet sein, ist Leven und friede. Denn fleischlich gesinnet sein, ist eine feind- schaft widler Gott; sintemal es dem Ge⸗ setze õottes nicht untertan ist; denn es vermag es auch nicht. Die aber fleisch⸗ lich sind, mögen bott nicht gefallen. Jyr aber seid nicht fleischlich, sondern geist⸗ lich, jo anders õottes Geist in euch woh⸗ net. Wer aver christi õeist nicht hat, der ist nicht sein. sSo aber christus in euch ist, so ist der Leiv war tot um der Sün⸗ de willen, der seist aber ist das Leven um der serechtigkeit willen. So nun der seist des, der Jesum von den do⸗ ten auferwechet hat, in euch wohnet, so wird auch derselbige, der Christum von den koten auferwecket hat, eure sterblichen Leiber lebendig machen um des willen, daß sein õeist in euch wohnet. Cvangelische Lektion. Joh. 5, 1-18.(mein Vater wirket bisher, und ich wirke auch.) Darnach war ein fest der zuden, und Jesus jog hinauf gen Jerusalem. Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schafhause ein teich, der heißt aufebräisch bethesda, und hat fünf hallen, in welchen lagen viel Kranke, Blinde, Lahme, Dürre, die warteten, wenn das Wasser sich bewegte. Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den keich, und bewegte das Wasser. Welcher nun der erste, nachdem das Wasser beweget war, hineinstieg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er vehaftet war. Es war aber ein mensch daselbst, acht und dreißig Jahre Krank gelegen. dagesus denselbigensahliegen, und vernahm, daß er so länge gelegen war, spricht er ju ihm: Willst du gesund werden? der Kranke antwortete ihm: herr, ich habe keinen menschen, wenn das Waässer sich bewegt, der mich in den Teich lasse; und wenn ich komme, so steigt ein andrer vor mir hinein. Jesus Upricht ju ihm: stehe auf, nimm dein Bett, und gehe hin! Und alsbald ward der mensch gesund, und nahm sein Bette, und ging hin. Es war aber desselbigen Tages der Sabbath. Da sprachen die guden zu dem, der gesund war worden: Es ist heute Sabvath; es ziemt dir nicht, das Bette ju tragen. Erantwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach ju mir: Uimm dein Bette, und gehe hin! Da fragten sie ihn: Wer ist der mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bette, und gehe hin? der aver gesund war worden, wußte nicht, wer er war; denn Jesus war gewichen, da so viel Volks an dem orte war. Darnach fand ihn Jesus im cempel, und sprach zu ihm: Slehe ju, du bist gesund worden; sündige hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas Argeres widerfahre. der mensch ging hin, und verkündigte es den Zuden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. Darum verfolgten die Juden Jesum, ung suchten ihn zu töten, daß er solches getan hatte auf den Sabbath. Jesus aber antwortete sie iyn töteten, daß er nicht allein den ihnen: mein vater wirket bisher, und[Sabbath brach, sondern sagte auch, Gott ich wirke auch. Darum trachteten ihm sei sein Vater, ung machte sich selbst die zuden nun viel mehr nach, daß Gott gleich. näachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Jerem. 24.(õesicht von guten und bösen feigen.) Siehe, der herr zeigte mir zween ßeigen⸗ körbe, gestellt vor demTempeldesherrn, nachdem der König ju Babel, Nebukad⸗ nezar, hatte weggeführt Jechansa, den Sohn Jojsakims, den König Judas, samt den fürsten Judas, Zimmerleute und Schmiede von Jerusalem, und gen Babel gebracht. In dem einen Korbe waren sehr gute ßeigen, wie die ersten reifen feigen sinazim andern forbe waren sehr böse feigen, daß man sie nicht essen konnte, so vöse waren sie. Und der hérr sprach zu mir: Jeremia, was siehest du? Ich sprach: feigen, die guten feigen sind sehr gut, und die bösen sind sehr böse, daß man sie nicht essen kann, so böse sind sie. Da geschah des hérrn Wort zu mir, und sprach: So spricht der herr, der Gott Israels: Gleich wie diese feigen gut sind, also will ich mich gnädiglich an⸗ nehmen der 6efangenen aus Zuda, wel⸗ che ich habe aus dieser Stätte lassenziehen in der chaldaer Land; und will sie gnä⸗ diglich ansehen, und will sie wieder in Cektion aus dem dies Land bringen, und will sie bauen. und nicht avbrechen; ich will sie pflanzen. und nicht ausraufen; und will ihnen ein herz geven, daß sie mich kennen sollen. daß ich der hẽrr sei. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr ott sein; denn sie werden sich von ganzem herzen ju mir bekehren. Aber wie die bösen feigen so böse sind, daß man sie nicht essen kann. spricht der herr, also will ich dahin ge⸗ ben Zedekia, den sönig Judas. samt seinen fürsten, und was übrig ist ju Jerusalem und übrig in diesem Lande, und die in Agyptenland wohnen. Ich will ihnen Unglück zufügen, und sie in keinem scönigreich auf Erden bleiben lassen, daß sie sollen ju schanden werden, zum Sprichwort, zur fabel und zum fluch an allen orten, dahin ich sie ver⸗ stoßen werde. Und will Schwert, hun⸗ ger und bestilenz unter sie schicken. bis sie umkommen von dem Lande. das ich ihnen und ihren vätern ge⸗ geben habe. neuen destamente. 1. Joh. 5, 14-21.(Es ist etliche Sünde nicht zum Tode.) Und das ist die freudigkeit, die wir haben zu ihm, daß, so wir etwas bitten nach seinem Willen, so höret er uns. Und so wir wissen, daß er uns höret, was wir bitten, so wissen wir, daß wir die Bitte haben, die wir von ihm gebeten haben. So jemand siehet seinen Bruder sündigen eine Sünde nicht zum Tode, der mag bitten, so wird er geben das Lebendenen, die da fündigen nicht jum Tode. Es ist eine Sünde jum code; dafür sage ich nicht, daß jemand bitte. Alle Untugend ist Sünde; und es ist etliche Sünde nicht zum Tode. Wir wissen, daß wer von Hott geboren ist, der sündiget nicht, sondern wer von sott gevoren ist, der bewahret sich, und der Arge wird ihn nicht antasten. Uir wissen, daß wir von Sott sind, und die ganze Welt liegt im argen. Wir wissen aber, daß der Sohn sottes kommen ist, und hat uns einen Sinn gegeben, daß wir er⸗ kennen den Wahrhaftigen und sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Soh- ne Jesu christo. Dieser ist der wahr⸗ haftige oott und das ewige Leben seindlein, hütet euch vor den Abgöttern. 4³ Amen. b. Sonntag nach Epiphäanias. Vormittags. Cpistel. 2. petri 1, 1—21. Denn wir haben nicht den klugen fabeln gefolget, da wir euch kund getan haben die fraft und Zukunft unsers herrn Jesu Christi, sondern wir haben seine herr⸗ licheit selber gesehen, da er empfing von sott, dem vater, Chre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der großen herrlichkeit dermaßen:»Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlge⸗ fallen habe.« Und diese Stimme haben wir gehöret vom himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Uir haven ein festes prophe⸗ vang Das feste prophetische Wort.) tisches Wort; und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der orgenstern auf⸗ gehe in euren herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Ueissagung in der Schrift geschiehet aus eigener Ruslegung. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus mensch⸗ lichem Willen hervorgebracht, sondern die heiligen menschen Gottes haben geretlet, getrieben von dem heiligen Geist. elium. matth. 17, 1-9. Gesus verklart, Moses und Elias mit ihm redend.) Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich petrum und Jakobum und Johannem, seinen Bruder, und führte sie beiseits auf einen hohen Berg. Und ward ver⸗ kläret vor ihnen; und sein Angesicht leuchtetewie die onne, und seine Kleider wurtlen weiß als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen moses und Elias, die redeten mit ihm. petrus aber ant⸗ wortete und sprach zu Jesu: herr, hie ist gut sein; willst du, so wollen wir hie drei hütten machen, dir eine, Mosi eine und(lias eine. Da er noch also redete, ke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein liever Sohn, an welchem ichWohlgefallen habez den sollt ihr hören. da das die ünger hörten, fie⸗ len sie auf ihr Angesicht, und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührete sie an, und sprach: Stehet auf und fürch⸗ tet euch nicht; da sie aber ihre Nugen auf⸗ huben, sahen sie niemand denn Jesum allein. Und da sie vom Berge herab⸗ gingen, gevot ynen Jesus und sprach: Ihr sollt dies õesicht niemand sagen, bis des menschen Sohn von den coten auf⸗ nehe, da überschattete sie eine lichte Wol⸗ erstanden ist. Epistolische Lektion. Röm. 10, 1-—17.(christus ist des Gesetzes Ende.) Lieben Brüder, meines herjens Wunsch Ist, und flehe auch Gott für Israel, daß sie selig werden. denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie eifern um õott, aber mit Unverstand. Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor õott gilt, und trachten, ihre eigene Gerechtigkeit auf⸗ zurichten und sind also der serechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht untertan. Denn Thristus ist des esetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht. Moses aber schreibt wohl von der serechtigkeit, die aus dem õesetz kommt:»Welcher mensch dlies tut, der wird drinnen leben.« Aber die serechtigkeit aus dem Glauben spricht also:»Sprich nicht in deinem herjen: Wer will hinauf gen himmel fahren?« Das ist nichts anders, denn Christum herabholen.) oder:»„Wer will hinab in die Tiefe fahren?« Das ist nichts anders, denn Christum von den Toten holen.) Aber was sagt sie?»Das 4 ist dir nahe, nämlich in deinem munde und in deinem herzen.« Dies ist 4 14 — das Wort digen. d bezennes und glau bott von Wirst du glaubt,so mit dem selig. de ahn gaut den.& Es Audlen ur einherr, Denn So sch vo eugnis der von! das Zeug leuget. leugete nehmen sonderns Benl, end ci Weile Ih aber Johanniz mir 0 h lhr às fld ller auf⸗ sollt heine hiehet es ist ensch⸗ naern haben sligen das Wort vom Glauben, das wir pre⸗ digen. Denn so du mit deinem munde bekennest Jesum, daß er der herr sei, und glaubest in deinem herzen, daß ihn Gott von den Toten auferwecket hat, so wirst du selig. Denn so man von herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem munde bekennet, so wird man selig. Denn die Schrift spricht:»Wer an ihn glaubt, wird nicht zu schanden wer⸗ den.« Es ist hie kein Unterschied unter Juden und 6riechen; es ist aller jzumal Ein hrr, reich ber alle, die ihn anrufen. Denn»wer den namen des herrn wird anrufen, soll seligwerden.« Wie sollen sie aber anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber glauben, von dem sie nichts gehöret haben? Wie sollen sie aber hören ohne prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben stehet:»Wie lieb⸗ lich sind die ßfüße derer, die den frie⸗ den verkündigen, die das 6ute verkün⸗ digen Aber sie sind nicht alle dem van⸗ gelio gehorsam. Denn Jesaias spricht: »hErr, wer glaubet unserm Predigen? So kommt der 6laube aus der predigt, das Predigen aber durch das Wort sottes. vaͤngelische Lektion. Joh. 5, 31-47.(Moses hät von mir geschrieben.) So sch von mir selbst jeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Ein andrer ist es, der von mir zeuget; und ich weiß, daß däàs Zeugnis wahr ist, das er von mir jeuget. Ihr schicktet zu Johanne, und er jeugete von der Wahrheit. Ich aber nehme nicht Zeugnis von menschen; sondern solches sage ich, auf daß ihr selig werdet. Er war ein brennend und schei⸗ nend Licht; ihr aber wolltet eine kleine Weile fröhlich sein von seinem lichte. Ich aber habe ein größer Zeugnis denn Johannis Zeugnis; denn die Werke, die mir der vater gegeben hat, daß ich sie vollende, dieselbigen Werte, die ich tue, jeugen von mir, daß mich der Vater ge⸗ sandt habe. Und der Vater, der mich ge⸗ sandt hat, derselbige hat von mir gejeu⸗ get. Jhr habt nie weder seine Stimme ge⸗ höret, noch seine sestalt gesehen; und sein Wort habt ihr nicht in euch woh⸗ nend denn ihr glaubet dem nicht, den er gesandt hat. Suchet in der Schrift, denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben darinnen; und sie ists, die von mir zeu⸗ get; und ihr wollt nicht zu mir kommen. daß ihr das Leben haben möchtet. Ich nehme nicht Chre von menschen; aber ich kenne euch, daß ihr nicht oottes Liebe in euch habt. Ich bin kommen in meines vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. So ein andrer wird in seinemeigenen namen kommen, den werdet ihr anneh- men. Wie könnet ihr glauben, die ihr thre voneinander nehmetꝰ und die Chre, die von Gott allein ist, suchet ihr nicht. Ihr sollt nicht meinen, daß ich euch vor dem vater verklagen werde; es ist einer, der euch verklagt, der Moses, auf wel⸗ chen ihr hoffet. Wenn ihr Mosi glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. So ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben? lachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. 2. Mos. 3, 1-15. Mose aber hütete der Schafe Jethros, sei⸗ nes Schwähers, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe weiter hinein in die Wüste, und kam an den Berg sottes horeb. Und der ngel des hẽrrn erschien ihm in einer feurigen flamme aus dem Busch. Und er sah, daß der Busch mit (Mosis Berufung.) feuer brannte, una ward doch nicht ver⸗ zehret; und sprach: Ich will dahin, und besehen dies große Gesicht, warum der Busch nicht verbrennet. Da aber der hErr sah, daß er hinging, zu sehen, rief ihn Gott aus dem Busch und sprach: mose, mose! er antwortete: hie bin ich. Er sprach: Tritt nicht herzu, ziehe deine Schuhe aus von deinen füßen; denn der ort, da du auf stehest, ist ein heilig Cand. Und sprach weiter: Ichbin der sottdeines Vaters, der 6ott Abrahams, der sott Isaaks und der õott Jakobs. Und mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürch⸗ tete sich, Gott anzuschauen. Ung der herr sprach: Ich habe gesehen das CElend mei- nes Uolks in Agypten, und habe ihr 6e⸗ schrei gehöret über die, so sie treiben ich habe ihr Leid erkannt, und bin hernie⸗ dergefahren, daß ich sie errette von der Agupter hand, und sie ausführe aus diesem tande in ein gut und weit Land, in ein Land, darinnen milch und honig fließet; nämlich an den ort der Kana⸗ niter, hethiter, Nmoriter, Pheresiter, he⸗ viter und Zebusiter. Weil denn nun das beschrei der inder Israel vor mich kom⸗ men ist, und habe auch dazu gesehen ihre Angst, wie sie die Agupter ängsten, so gehe nun hin, ich will dich zu Pharao Israel, aus Agypten führest. Mose sprach zu Gott: Uer bin ich, daß ich zu Pharao geye, und führe die finder Jsrael aus Agypten? eEr sprach: Ich will mit dit sein. Und das soll dir das Zeichen sein. daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Agypten geführet hast, werdet ihr oott opfern auf diesemberge. mose sprach zu õott: Siehe, wenn ich ju den Kindern Israel komme, und spreche zu ihnen: Der õott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen wer⸗ den:»Wie heißt seine Name d& was soll ich ihnen sagen? sott sprach ju Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: Also sollst du zu den Findern 78- rael sagen: Ich werds sein, der hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu mose: Riso sollst du zu den indern Israel sagen: Der herr, eurer Väter bott, der õott Abrahams, der õott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein name ewiglich, davei soll senden, daß du mein Volk, die Kinder Lektion aus dem hebr. 11, 8-35.(Sie haben die Durch den 6lauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, ausju⸗ gehen in das Land, das er ererben sollte, und ging aus, und wußte nicht, wo er hinkäme. Durch den 6lauben ist er ein fremdaling gewesen in dem verheißenen Cande als in einemfremden, und wohnte in hütten mit aak und Jakob, den mit⸗ erben derseibigen verheißung; denn er wartete auf eine Stadt, die einen õrund hat, welcher Baumeister und Schöpfer Gott ist. Durch den lauben empfing auch Sara ftraft, daß sie schwanger ward, und gebar über die Zeit ihres Alters; denn sie achtete ihn treu, der es verheißen hatte. Darum sind auch von kinem, wie⸗ wohl erstorvenen Leibes, viele geboren wie die Sterne am himmel und wie der Sand am Rande des meers, der unzählig ist. Diese alle sind gestorben im õlauben, und häben die Verheißung nicht emp⸗ fangen, sondern sie von ferne gesehen, man meiner gedenken für und für. neuen Testamente. verheißung von ferne gesehen.) vegnügen lassen, und bekannt, daß sie Gäste und fremalinge auf Erden sind. Denn die solches sagen, die geven ju ver⸗ stehen, daß sie ein Vaterland suchen. Und zwar, wo sie das gemeint hätten, von welchem sie waren ausgezogen, hatten sie ja Zeit, wieder umzukehren. nun aber begehren sie eines vessern, nämlich eines himmlischen. Darum schämet sich bott ihrer nicht, zu heißen ihr ott; denn er hat ihnen eine Staat zubereitet. Durch den 6lauben opferte RÄbraham den Isa- ak, dãa er versucht ward; und gab dahin den Eingeborenen, da er schon die Ver⸗ heißung empfangen hatte, von welchem gesagt war:»In Jaak wird dir dein same geheißen werden«; und dachte, 6ott kann auch wohl von den Toten er⸗ wechen; daher er auch ihn zum Vor- bilde wieder nahm. Durch den lauben segnete Jaak von den zukünftigen Din⸗ gen den Jakob und Esau. Durch den und sich der vertröstet und sich wohl 46 Glauben segnete Jakob, da er starb, belde Söhn gen seine blauben r Hlnder dr von seinen wardmos nate verb Um daß ff Wat, und Konigsée Moses da Sohn heif erwählten Ungemac ergöhung achtete di Reichtum 1h er len Glau fürchtete er hielt f 3 1 ost daß, 20 nicht traf siedurch e sprach Pharao rael aus mit dit hen sein, benn du ret hast, mberge. nn ich ju dspreche hãt mich gen wer was soll Iu Mose: rle. und ndern I5· hat mich ich weiter findern sater bott, saaßs, et ; gesanct. gabel soll l fut. beide Söhne Josephs, und neigte sich ge⸗ gen seines Zepters Spitze. Durch den Glauben redete Joseph vom Auszug der seinder Israel, da er starb, und tat Befehl von seinen õebeinen. Durch den 6lauben ward moses, da er gevoren war, dreimo⸗ nate verborgen von seinen Eltern, dar⸗ um, daß sie sahen, daß er ein schön stind war, und fürchteten sich nicht vor des fönigs õebot. Durch den ölauben wollte moses, da er groß ward, nicht mehr ein Sohn heißen der Tochter Pharaos, und erwählte viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Ergötzung der Sünde zu haben, und achtete die Schmach Christi für größern Reichtum denn die Schätze Aguptens; denn er sah an die Belohnung. Durch den Glauben verließ er Agypten, und fürchtete nicht des Königs örimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Durch den õlauben hielt er die ostern und das Blutgießen, auf daß, der die Erstgeburten würgete, sie nicht träfe. Durch den 6lauben gingen Cand; welches die Agypter auch versuch⸗ ten, und ersoffen. Durch den 6lauben fielen die mauern zu Jericho, da sie sieben Tage umhergegangen waren. Durch den õlauben ward die hure Rahab nicht ver⸗ loren mit den Ungläubigen, da sie die sundschafter freundlich aufnahm. Und was soll ich mehr sagen? Die Zeit würde mir zu kurz, wenn ich sollte erzählen von sideon und Barak und Simson und Jephthah und David und Samuel und den Propheten, welche haben durch den 6läuben sönigreiche bezwungen, be⸗ rechtigkeit gewirkt, die Uerheißung er⸗ langet, der Löwen Kachen verstopfet. des feuers Kraft ausgelöscht, sind des Schwerts Schärfe entronnen, sind Kräf⸗ tig worden aus der Schwachheit, sind stäark worden im Streit, haben der fremden heer darniedergelegt. Die Wei⸗ ber haben ihre coten von der Nuferste⸗ hung wieder genommen; die andern aber sind zerschlagen, und haben kei⸗ ne Erlösung angenommen, auf daß sie die Ruferstehung, die besser ist, erlan⸗ sie durch das rote meer als durch trocken geten. Am Sonntag Septuagesimä. Vormittags. Epistel. I. Kor. 9, 24—27. UWisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber Einer erlanget das feleinod? Lau⸗ fet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jseglicher aber, der da kämpfet, ent⸗ hält sich alles Dinges; jene also, daß sie eine vergängliche krone empfan⸗ vang matth. 10, 27—20, 16.(Die Letzten werd Einer ergreifet das feéleinod.) gen, wir aber eine unvergängliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Unge⸗ wisse; ich fechte also, nicht als der in die Fuft streichet; sondern ich betäube meinen Leib, und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst ver⸗ werflich werde. elium. en die Ersten und die ërsten werden die Cetzten sein.) Da antwortete petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen, und sind dir nachgefolget; was wird uns dafür? Jesus aber sprach ju ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nachgefolget, in der Wieder⸗ geburt, da des snenschen Sohn wirasitzen auf dem Stuhle seiner herrlichkeit, wer⸗ det ihr auch sitzen auf zwölf Stühlen, und Und wer verläßt häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder mutter oder Weib oder Kinder oder Acker um meines namens willen, der wird es hundertfältig nehmen und das ewige leben ererven. Aver viele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten sein. Das him- melreich ist gleich einem hausvater, der richten die jwölf Geschlechter Israels. am morgen ausging, Arbeiter ju mieten SEnSSS in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen õroschen zum kagelohn, sandte er sie in seinen Weinverg. Und ging aus um die dritte Stunde, und sah andere am markte miüßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und neunte stunde, und taät gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus, und fand anare müßig stehen, und sprach zu ihynen: Was stehet ihr hie den ganzen Tag müßig? Sie sprachen ju sym: Es hat uns niemand gedinget. er sprach zu ihnen: õehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden. Daes nun Abend ward, sprach der herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter, und gib ihnen den Lohn, und hebe an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jegucher seinen öro⸗ schen. Da aber die ersten kamen, mieine⸗ ten sie, sie würden mehr empfangen: und sie empfingen auch ein jeglicher sei⸗ nen õroschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den hausvater, und sprachen: Diese letzten haben nur Eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und hitze getragen haben. Er antwor⸗ tete aber und sagte ju einem unter ihnen: mein freuna, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen 6roschen? nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geven gleich wie dir. oder habe ich nicht macht, zu tun, was ich will, mit dem meinen? Siehest du dar- um scheel, daß ich so gütig bin? Also werdlen die Letzen die Ersten und die Ersten die Letzten sein. denn vlele sind verufen, aver wenige sind aus⸗ erwählet. Cpistolische Lektion. Phil. 1, 21—2, 4.(Wandeit würaiglich dem vangelio.) Wandelt nur würdiglich dem Cvangelio christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch, oder abwesend von euch höre, daß ihr stehet in einem õeist und kiner Seele, und samt uns kämpfet flir den õlauben des Cvangelli, und euch in keinem Wege erschrecken lasset von den Widersachern, welches ist eine Anzeige, ihnen der Ver⸗ dammnis, euch aber der Seligkeit, und dasselbige von Gott. Denn euch ist gege⸗ ben, um christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auch um seinetwillen leidet, und habet den⸗ selbigen Rampf, welchen ihr an mir ge⸗ sehen habt, und nun von mir höret. Ist nun vei euch Ermahnung in christo, ist Trost der Liebe, ist demeinschaft des Geistes, ist herjliche Liebe und Barm⸗ herzigkeit, so erfüllet meine freude, daß ihr Eines Sinnes seid, gleiche Lieve habt, einmütig und einhellig seid; nichts tut durch Zank oder eitle Chre, sondern durch Demut achtet euch untereinander eilner den andern höher denn sich selbst. Und ein jeglicher sehe nicht auf das Sei⸗ ne, sondern auf das, das des andern ist. Evangelische Lektion. Cuk. 9, 18-26.(Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst.) Und es begab sich, da er allein war, und betete, und seine jünger bei ihm, fragte er sie und sprach: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten und spra⸗ chen: Sie sagen, au seiest Johannes, der Täufer; etliche aber, du seiest Clias: et⸗ che aber, es sei der alten Propheten einer auferstanden. Er aver sprach ju ihnen: Wer sagt ihr aber, daß ich sei? Da antwortete petrus und sprach: Du blst der Christ õottes. Und er bedrohete sie, und gebot, daß sie das niemana sagten; und sprach: Denn des menschen 4⁸ sohn muß noch viel leiden, und verworfer hohenpri und geto Lage aufe allen: Wer ssch selbst sich täglie wer sein! es verller nd mos herr rief 80 sollst inen öto⸗ nu, meme⸗ pfangen glicher sel pfingen, ater, und nur kine st sie uns ages last antwor⸗ ter ihnent. unrecht. ortlen um ein ist, er diesem r. oller V was ch st du llar⸗ onr Nle und dle enn vlele sind aus⸗ verworfen werden von den Altesten und hohenpriestern und Schriftgelehrten, und getötet werden, und am dritten Tage auferstehen. Da sprach er ju ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst, und nehme sein screuz auf sich täglich, und folge mir nach. Denn wer sein Leven erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben ver⸗ halten. Und was nutzen hätte der nensch, ob er die ganze Welt gewönne, und ver⸗ löre sich selbst, oder veschädigte sich selbst? Wer sich aber mein und meiner Worte schämet, des wird sich des menschen Sohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner herrlichkeit und seines Vaters und der heiligen Engel. Nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 2. Mos. 10, 38.(Ihr sollt mir ein heilig Volk sein.) Und mose stieg hinauf zu oott. Und der herr rief ihm vom Berge undl sprach: So sollst du sagen ju dem hause Jakob, und verkündigen den sindern Jsrael: Ihr havt gesehen, was ich den Agyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf Ndlerflügeln, und habe euch zu mir gevracht. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen, und meinen Bund halten; so sollt ihr mein kigentum sein vor allen välkern; denn die ganze Erde Cektion aus dem ist mein. Und ihr sollt mir ein priester⸗ lich önigreich und ein heiliges volk sein. Das sind die Worte, die du den indern Israel sagen sollst. Mose kam, und for⸗ derte die Altesten im Volk, und legte ihnen alle diese Worte vor, die der herr geboten hatte. Und alles volk antwortete zugleich und sprachen: Alles, was der hrr geredet hat, wollen wir tun. Und mose sagte die Rede des Volks dem hErrn wieller. neuen dTestamente. 1. Thess. I. 1—10.(Wir wissen, wie ihr auserwählet seid.) paulus und Silvanus und Timotheusder 6emeine zu chessalonich, in Gott, dem vater, und dem herrn Jesu christo. ona⸗ de sei mit euch und friede von bott, un⸗ serm vater, und dem herrn Jesu christoꝛ Wir danken sott allezeit für euch alle, und gedenken euer in unsermoebetohne Unterlaß, und gedenken an euer Werk imõlauben und an eure Arbeit in derLie⸗ be und an eure õeduld in der hoffnung, welche ist unser herr Jesus Christus, vor 6ott und unserm vater. Denn, lieven grüder, von sott gelievet, wir wissen, wie ihr auserwählet seid, daß unser van⸗ gelium ist vei euch gewesen nicht allein im Wort, sonaern belde in der sraft und in dem heiligen õeist, und in großer õe⸗ wißheit; wie ihr wisset, welcherlei wir gewesen sind unter euch um euretwillen. Und iyr seid unsre Nachfolger worden und des hErrn, und havt das Wort auf⸗ genommen unter vielen Trübsalen mit freuden im heiligen seist, also daß ihr worden seid ein Vorvild allen õölãubigen in mazedonien und Rchaja. Denn von euch ist auserschollen das Wort des herrn, nicht allein in mazedonien und Rchaja, sondern an allen orten ist auch euer ölau⸗ be an sott ausgebrochen, also daß nicht not ist, euch etwas zu sagen. Denn sie selbst verkündigen von euch, was für einen ingang wir zu euch gehabt haben, und wie ihr bekehret seid zuott von den Rbgöttern, zu dienen dem levendigen und wahren 6ott, und zu warten seines sohnes vom himmel, welchen er aufer⸗ wecket hat von den Toten, Jesum, der uns von dem jukünstigen Zorn erlöset hat. 49 Am Sonntag Sexägesimä. Vormittags. Epistel. 2. Kor. 12, 1- 10. Caß dir an meiner nade genügen.) Es ist mir ja das Rühmen nichts nütze; doch will ich kommen auf die Gesichte undoffenbarungen des hErrn. Ich kenne einen menschen in Christo, vor vierzehn Jahren(ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich es nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht; Gott weiß es); derselbige ward entzückt bis in den dritten himmel. Und ich kenne denselbigen menschen(ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es). Er ward entzückt in das Paradies, und hörte un⸗ aussprechliche Worte, welche kein mensch sagen kann. Davon will ich mich rüh⸗ men; von mir selbst will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwach⸗ heit. Und so ich mich rühmen wollte, täte ich darum nicht törlich; denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber des, auf daß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir siehet, oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen offenbarung über⸗ hebe, ist mir gegeben ein Ppfahl ins fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit fäusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal dem herrn geflehet habe, daß er von mir wiche; und er hat ju mir gesagt: Laß dir an meiner 6nade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwa⸗ chen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwach⸗ heit, auf daß die straft Christi bei mir wohne. Darum bin ich gutes Muts in Schwachheiten, in Schmachen, in nöten, in Uerfolgungen, in Angsten, um Chri⸗ sti willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark. Evangelium. Cuc. 8, 4- 15.(Es ging ein Säemann aus, zu säen.) Da nun viel Volks beieinander war, und aus den Städten zu ihm eileten, sprach er durch ein öleichnis: Es ging ein Säe⸗ mann aus, zu säen seinen Samen; und indem er säete, fiel etliches an den Weg, und ward vertreten, und die vögel unter dem himmel fraßen es auf. Und etliches flel auf den fels; und da es aufging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf, und erstickten es. Und etliches fiel auf ein gut Land; und es ging auf, und trug hundertfältige frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat, zu hören, der höre! Es fragten ihn aber seine jün⸗ ger, und sprachen, was dieses sleichnis wäre? Er aber sprach: Euch ist es gegeben, zu wissen das 6eheimnis des Reiches 6ottes; den andern aber in öleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon 5⁰ sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören. Das ist aber das 6leichnis: Der Same ist das Wort ottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnach kommt der Teufel, und nimmt das Wort von ihrem herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem ßels, sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit freuden an; und die haben nicht Wur⸗ zel; eine Zeit lang glauben sie, und ju der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen flel, sind die, so es hören, und gehen hin un⸗ ter den Sorgen, Keichtum und Wollust dieses Lebens, und ersticken, und brin⸗ gen keine frucht. Das aber auf dem guten Lande, sind die das Wort hören und behalten in einem feinen, gu⸗ ten herzen, und bringen frucht in Geduld. Ichllaspe daß, wie mehr zu raten, à worden Hlchthau und vlel nen dan türstiger ohne Sch stum au elliche 3 verküne nucht a eine cru Diese at daßichz hie lieg nur chr Weise,e Wesse, Andwil daß mi 1.) t semand mir siehet, uf daß ich rung uber⸗ pfahl ins engel, det daß ich ich dxeimal lah er von hir gesagt: Cpistolische Lektion. phll. 1, 12 26.(christus ist mein Leben.) Ich lasse euch aver wissen, lleven Brüder, daß, wie es um mich stehet, das ist nur mehr zur förderung des Evangelii ge⸗ raten, also daß meine Bande offenvar worden sind in christo in dem ganjen Richthause und vei den andern allen, und viel Brüder in dem herrn aus mei⸗ nen Banden Zuversicht gewonnen, desto türstiger worden sind, das Wort ju reden ohne Scheu. éEtliche jwar predigen Chri⸗ stum auch um haß und häaders willen; etliche aver aus guter meinung. Jene verkündigen christum aus Zank, und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trübsal juwenden meinen Banden. Diese aver aus Liebe; denn sie wissen, daß ich zur verantwortung des Cvangelii hie liege. Was ist ihm aber denn? Daß nur cyristus verkündiget werde allerlei Weise, es geschehe zufallens oder rechter Weise, so freue ich mich doch darinnen, und will mich auch freuen; dennich weiß, daß mir dasselbe gelinget jur Seligkeit durch euer õevbet und durch häandrei⸗ chung des Geistes Jesu christi; wie ich endlich warte und hoffe, daß ich in keiner⸗ lel stück zu schanden werde, sondern daß mit aller freudigkeit, gleich wie sonst alle Zeit, also auch jetzt Christus hoch gepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch eben oder durch Tod. Denn christus ist mein Leven, und Sterben ist mein ewinn. Sintemal aber im fleisch leben dienet, mehr frucht zju schaffen, so weiß ich nicht, welches ich erwählen soll. denn es liegt mir beides hart an: Ich habe lust, abjuscheiden und bei christo ju sein, welches auch viel besser wãre; aber es ist nötiger, im fleisch bleiben um euretwillen. Und in guter Zuversicht weiß ich, daß ich bleiben, und bei euch allen sein werde, euch jur för⸗ derung und zur freude des 6laubens, auf daß ihr euch sehr rühmen moͤget in Christo Jesu an mir durch meine Zukunft wieder zu euch. Kvangelische Lektion. Joh. 11, 20-46. Och vin die Rufersteyung und das Leben.) gismartha nun hörte, daß Jesus kommt, gehetsie ihm entgegen. Maria aber blieb daheim sitzen. Da sprach martha ju Jesu: herr, wärest du hie gewesen, mein Bru⸗ der wäre nicht gestorven; aber ich weiß auch noch, daß, was du bittest von Gott, das wird dir Gott geven. Jesus spricht zu iyr: Dein Bruder soll auferstehen. martha spricht zu ihm: Ich weiß wohl, daß er aufersteyen wird in der Ruf⸗ ersteyung am jüngsten kage. Jesus spricht zu ihr: Ich vin die Nuferstehung und das Leben: wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet, und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. olaupst du das? Sie spricht zu ihm: herr, ja; ich glaube, daß du vist Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen ist. Und da sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester maria heimlich, und sprach: Der meister ist da, und ruft dich. Dieseibige, als sie das hörte, stund sie ellend auf, und kam zu ihm. Denn Jesus war noch nicht in den ßflechen kommen⸗ sondern war noch an dem ort, da ihm martha war entgegenkommen. Die Juden, die vei ihr im hause waren und trösteten sie, da sie sahen aria, daß sie eilend aufstund und hinausging, folgten sie ihr nach, und sprachen: Sie gehet hin jum srabe, daß sie daselbst weine. Als nun maria kam, da Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen füßen, und sprach zu ym: HeErr, wärest du hie gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Als Jesus sie sah weinen, und die Zuden auch weinen, die mit ihr kamen, ergrimmete er im seist, und betrübte sich selbst, und 51 sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprachen ju ihm: herr, komm, und siehe es. Und Jesu gingen die Nugen über. Da sprachen die Zuden: Siehe, wie bat er ihn so lileb gehabt! Etliche aber unter ihnen sprachen: Konnte, der dem blin⸗ den die Augen aufgetan hat, nicht ver⸗ schaffen, daß auch dieser nicht stürbe? Jesus aber ergrimmete abermal in ihm selbst, und Kam zum 6rabe. éEs war aber eine Kluft, und ein Stein darauf gelegt. Jesus sprach: hebet den Stein ab. Spricht zu ihm martha, die Schwester des Uerstorbenen: herr, er stinket schon; denn er ist vier Tage gelegen. Jesus spricht ju ihr: habe ich dir nicht gesagt, so du glauben würdest, du solltest die herrlichkeit Gottes sehen? Da huben sie den Stein ab, da der UVerstorbene lag. Zesus aber hub seine Rugen empor, und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhöret hast; doch ich weiß, daß du mich allejeit hörest; sondern um des Volks willen, das umher stehet, sage ich es, daß sie glauben, du habest mich gesandt. Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazare, komm heraus! Und der Verstorbene kam her⸗ aus, gebunden mit õrabtüchern an fl⸗ ßen und händen, und sein Angesicht ver⸗ hüllet mit einem Schweißtuch. Jesus spricht ju ihnen: Löset ihn auf, und laßt ihn gehen. viele nun der Juden, die u Maria kommen waren, und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn. Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisäern, und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Amos 8, 1- 12.(Sie werden des hErrn Wort suchen und nicht finden.) Der herr, hErr jeigte mir ein Sesicht, und siehe, da stund ein Korb mit oObst. Und er sprach: Was siehest du, Amos? Ich aber antwortete: Einenorb mit obst. Da sprach der hõrr ju mir: Das Ende ist kommen über mein volk Israel; ich will ihm nicht mehr übersehen. Und die Lieder in der fͤirche sollen in ein heulen verkehret werden zur selbigen Zeit, spricht der héErr, héErr; es werden viel tote Leichname liegen an allen orten, die man heimlich wegtragen wird. Höret dies, die ihr den Armen unterdrückt, und die Elenden im Lande verderbet, und sprechet: Wann will denn der neumond ein Ende haben, daß wir 6etreide ver⸗ kãufen, und der Sabbath, daß wir gorn feilhaben mögen, und den pha ringern, und den Sekel steigern, und die Wage fälschen; auf daß wir die Armen um seld, und die Dürftigen um ein paar Schuhe unter uns bringen, und Spreu für Korn verkaufen? Der herr hat ge⸗ schworen wider die Hoffart Jakobs: Was gilt es, ob ich solcher ihrer Werke ewig vergessen werde? Sollte nicht um 3² solches willen das Land erbeben müssen, und alle Finwohner trauern? Ja, es soll ganz wie mit einem Wasser überlaufen werden, und weggeführet und über⸗ schwemmet werden wie mit dem fluß in Agupten. Zur selbigen Zeit, spricht der hErr, hErr, will ich die Sonne im Mitta⸗ ge untergehen lassen, und das Land am hellen Tage lassen finster werden. JIch will eure feiertage in Trauern und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln; ich will über alle Lenden den Sack brin⸗ gen, und alle Röpfe kahl machen, und will ihnen ein Trauern schaffen, wie man über einen einigen Sohn hat; und sollen ein jämmerlich Ende nehmen. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der herr, herr, daß ich einen hunger ins Land schichen werde, nicht einen hun⸗ ger nach Brot, oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des hérrn, zu hören; daß sie hin und her, von einem meer jum andern, von mitternacht ge⸗ gen morgen umlaufen, und des hérrn Wort suchen, und doch nicht finden werden. 2. Kor.] 200 rufe a meine See in dem, da kRommen selen über sind Gehi stehet im solches ve in Ttaurt. ich euch tr ftöhlich Kaheen Eu gest käme, 0 sch mich sch mich o meine fre ich schrie Angst des aah ihrf auf gaß ich hahe semande der hat z Teil, aufa s sst ab Vlelen al hrhne auf daß igkeit'v euch, gaf empor. lit, daß ch weiß, sondern er stehet, habest atte,rief homm ũam her an fl⸗ icht ver⸗ „ Jesus and laßt , Hle zu hen, was sche aber arisdern, an hatte⸗ Cektion aus dem Ueuen Testamente. 2. KRor. I, 23—2, II.(Ein õeruch des Todes zum Tode, ein õeruch des Levens zum Leven.) Ich rufe aber õott an zum Zeugen auf meine Seele, daß ich euer verschont habe in dem, daß ich nicht wieder gen Korinth kommen bin. nicht, daß wir herren seien über euren olauben, sondern wir sind sehilfen eurer freude; denn ihr stehet im 6lauben. Ich gedachte aber solches bei mir, daß ich nicht abermal in Traurigkeit ju euch käme. Denn so ich euch traurig mache, wer ist, der mich fröhlich mache, ohne der da von mir betrübet wird? Und dasselbige habe ich euch geschrieben, daß ich nicht, wenn ich käme, traurig sein müßte, über welche ich mich billig sollte freuen; sintemal ich mich des ju euch allen versehe, daß meine freude euer aller freude sei. Denn ich schrieb euch in großer Trübsal und Angst des heriens mit viel Tränen, nicht, daß ihr solltet vetrübt werden, sondern auf daß ihr die Lieve erkennetet, welche ich häbe sonderlich ju euch. Sso aber jemand eine Betrübnis hat angerichtet, der hat nicht mich betrübet, ohne jum Teil, auf daß ich nicht euch alle beschwere. Es ist aber genug, daß derselbige von vielen also gestraft ist, daß ihr nun hin⸗ fort ihm desto mehr vergebet, und tröͤstet, auf daß er nicht in allzu großer rau⸗ rigkeit versinke. Darum ermahne ich euch, daß ihr die Cieve an ihm beweiset. Denn darum habe ich euch auch geschrie⸗ ben, daß ich erkennete, ob ihr recht⸗ schaffen seid, gehorsam zu sein in allen Stücken. Welchem aber ihr etwas ver⸗ gebet, dem vergebe ich auch. Denn auch ich, so ich etwas vergebe jemandem, das vergebe ich um euretwillen, an christi Stätt, auf daß wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist nicht unbewußt, was er im Sinn hat. Da ich aber gen Troas kam, zu predigen das Evangelium christi, und mir eine Tür aufgetan war in dem herrn, hatte ich keine Ruhe in meinem sõeist, da ich Titum, meinen Bruder, nicht fand, sondern ich machte meinen Abschied mit ihnen, und fuhr aus in majedonien. Aver 6ott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in christo, und offenbaret den õeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen orten. Ddenn wir sind 6ott ein guter õeruch christi, veide unter denen, die selig wer. den, und unter denen, die verloren werden: diesen ein seruch des Todes zum dode; senen aver ein seruch des Lebens jum Leven. Und wer ist hieiu tlichtig? denn wir sind nicht, wie et. licher viele, die das Wort sottes ver⸗ fälschen, sondern als aus Lauterkeit, und als aus 6ott, vor Gott, reden wir in Thristo. um Sonntag Ouinquagesimä oder Esto mihi. Vormittags. Epistel. 1. Kor. 13, 1=13. Die herrlichkeit der giebe.) Wenn ich mit menschen · und mit Engel⸗ jungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich welssagen könnte, ung wüßte alle öe⸗ heimnisse und alle Erkenntnis, und hätte allen 6lauben, also daß ich Berge versetzte, ung hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine habe den Armen gabe, ung ließe meinen Leib vrennen, und haͤtte der Lieve nicht, so wäre es mir nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die iebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mut⸗ willen, sie bläyet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig; sie suchet nicht das ½hre, sie laßt sich nicht erbittern, sie trachtet nicht nach Schaden, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber derahrheit; sie verträget alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sieduldet 55 alles. Die ieve höret nimmer auf, so -XSSSSSSSSS doch die Weissagungen aufhören wer⸗ den, und die Sprachen aufhören werden, und das Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stüchwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein sind war, redete ich wie ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein mann ward, tat ich ab, was kindisch war. Wir sehen setzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort; dann aber von Angesicht zu An⸗ gesicht. Jetzt erkenne ich es stückweise; dann aber werde ich es erkennen, gleich wie ich erkannt bin. nun aber bleibet 6laube, hoffnung, Lieve, diese drei; aber die Lieve ist die größeste unter ihnen. vangelium. Cuc. 18, 31-43. Cehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem.) er nahm aber ju sich die Zwölfe, und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hin⸗ auf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des menschen Sohn. denn er wird überantwortet werden den heiden; und er wird ver⸗ spottet und geschmähet und verspeiet werden; und sie werden ihn geißeln und töͤten; und am dritten Tage wird er wie⸗ der aufersteyen. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verbor⸗ gen, und wußten nicht, was das gesagt war. Es geschah aver, da er nahe ju Je- richo kam, saß ein Blinder am Wege, und vettelte. Da er aver hörte das Volk, das durchhinging, forschte er, was das wäre. Da verkündigten sie ihm, Jesus von Ha⸗ zareth ginge vorüber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vornean gingen, bedroheten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du sohn Davids, ervarme dich mein! Jesus aber stund stille, und hieß ihn ju sich führen. Da sie ihn aber nahe bei ihn brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soll? Er sprach: heErr, daß ich sehen möge. Und Jesus sprach ju ihm: Sei sehend! dein ölaube hat dir geholfen. Und alsobald ward er sehend, und folgte ihm nach, und prei⸗ sete Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott. Epistolische Lektion. Röm. 5, 1—11.(Die Liebe oottes ist ausgegossen in unser heri. nun wir denn sind gerecht worden durch den 6lauben, so haben wir frieden mit Gott durch unsern herrn Jesum christ, durch welchen wir auch einen Zugang haven im 6lauven zu dieser õnade, dar- innen wir stehen, und rühmen uns der hoffnung der zukünftigen herrlichkeit, die Gott geben soll. nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, dieweil wir wissen, daß Trüv⸗ sal õeduld vringet; eduld aber bringet gestorben. nun stirbt kaum jemand um des Rechtes willen; um etwas Gutes willen dürfte vielleicht jemand sterben. Darum preiset 6ott seine Liebe gegen uns, daß christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren. So werden wir se viel mehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Denn so wir sott versöhnet sind durch den cod seines Sohnes, da wir noch Erfahrung; Erfahrung aber bringet feinde waren, viel mehr werden wir hoffnung; hoffnung aber läßt nicht zu schanden werden; denn die Liebe oottes ist ausgegossen in unser herz durch den heiligen seist, welcher uns gegeben ist. Denn auch christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist für uns Gottlose selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnet sind. nicht allein aver das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern hErrn Jesum Christ, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben. 34 Joh Daversar dle phar Was tun chen. Las alleanih Romer,u Einerabe selbigen⸗ zuihnen: lichts, es für das! verderbe von sich selbigen sagte er, das Dolh vondern streuet u dle mrag töteten. frei unte dannen Wüste, y undhat Jungern Zudem Terusale daßsie aͤgten 2 tat sch en seht unklen ju In· weise „gleich bleibet lrei unter SSISSSEE Evangelische Lektion. Joh. 11, 47— 12, 8.(Faiphas Rat und die Salbung Jesu durch maria.) Da versammelten die hohenpriester und die Pharisäer einen Rat, und sprachen: Was tun wir? Dieser snensch tut viel Zei⸗ chen. Lassen wir ihn also, so werden sie allean ihn glauben; so kommen dann die Römer, und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der des- selbigen Jahrs hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts, vbedenketauch nichts; es ist uns besser, in mensch sterbe für das Volk, denn daß das ganze Volk verderbe. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern, dieweil er des⸗ selbigen Jahrs hoherpriester war, weis⸗ sagte er; denn Jesus sollte sterben für das Volk, und nicht für das Volk allein, sondern daß er die finder oottes, die zer⸗ streuet waren, zusammenbrächte. Von dem tage an ratschlagten sie, wie sie ihn töteten. Jesus aber wandelte nicht mehr frei unter den Juden, sondern ging von dannen in eine 6egend nahe bei der Wüste, in eine Stadt, genannt phrem, und hatte sein Wesen daselbst mit seinen jüngern. Es war aver nahe die ostern der Juden; und es gingen viele hinauf gen Jerusalemaus der 6egend vordenostern, daß sie sich reinigten. Da stunden sie, und fragten nach Jesu, und redeten mitein⸗ ander im Tempel: Was dünket euch, daß er nicht kommt auf das fest? és hatten aber die hohenpriester und Pharisäer lässen ein 6ebot ausgehen, so jemand wüßte, wo er wäre, daß er es anzeigte, daß sie ihn griffen. Sechs Tage vor den ostern kamdesus gen Bethanien, da Caza- rus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hättevon den doten. daselbst mächten sie ihm ein Abendmahl, und martha dienete; Cazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische saßen. Da nahm maria ein Pfund Salbe von un⸗ gefälschter, köstlicher Narde, und salbte die füße Jesu, und trocknete mit ihrem haar seine füße; das haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jjünger einer, Judas, Simonis Sohn, Ischariothes, der ihn hernach ver⸗ riet: Warum ist die Salbe nicht verkauft um drei hundert 6roschen, und den Armen gegeben? das saͤgte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, und hatte den Beutel, und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Caßt sie mit frieden; solches hat sie behalten zum Tage meines Begräb⸗ nisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jeremias 8, 4-— 12.(mein volk will das Recht des hérrn nicht wissen.) Darum sprich zu ihnen: so spricht der hErr: Wo ist semand, so er fällt, der nicht gerne wieder aufstünde? Wo ist jemana, so er irre gehet, der nicht gerne wieder zurecht käme? noch will ja dies Volk zu Jerusalem irre gehen für und für. Sie halten so hart an dem falschen Gottesdienst, daß sie sich nicht wollen ab⸗ wenden lassen. Ich sehe und höre, daß sie nichts Rechtes lehren. seiner ist, dem seine Bosheit leid wäre, und spräche: Was mache ich doch? Sie laufen alle ihren auf wie ein grimmiger hengst Im Streit. Ein Storch unter dem him⸗ mel weiß seine Zeit, eine Turteltaube, sKranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wann sie wiederkommen sollen; aber mein Volk will das Recht des heErrn nicht wissen. Wie möget ihr doch sagen:»Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns?« Ist es doch eitel Lügen. was die Schriftgelehrten setzen. Darum müssen solche Lehrer zu schanden, er⸗ schreckt und gefangen werden; denn was können sie 6utes lehren, weil sie des héErrn Wort verwerfen? Darum so will ich ihre Weiber den fremden geben, ASISSSSSSSSSESSEESEEEEEEEEEEEEEEEEE— und ihre RNcker denen, so sie versagen werden. Denn sie geijen allesamt, beide klein und groß, und veide priester und propheten leyren falschen Gottesdienst, und trösten mein Volk in ihrem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen:»friede! Friedee und ist doch Lektion aus dem nicht friede. Darum werden sie mit Schanden vestehen, daß sie solche õreuel treiben; wiewohl sie wollen ungeschän⸗ det sein, und wollen sich nicht schämen. Darum müssen sie fallen über einen haufen, und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie fallen, spricht der hẽrr. neuen destamente. 1. J0h. 4, 7 15. Darin stehet die ieve: nicht, daß wir öott gellevet haven.) Iyr Lieven, lasset uns untereinander lieb haben; denn die Lieve ist von õott, und wer lieb hat, der ist von Gott geboren, und kennet 6ott. Wer nicht lieb hat, der kennet õott nicht; denn sott ist die iebe. Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß õott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Cieve: nicht, daß wir Gott geliebet havben, sondern daß er uns geliebet hat, und gesandt seinen Sohn zur Versöh⸗ nung für unsre Sünden. Ihr Lieben, hat Am ersten Sonntag in den uns Gott also geliebet, so sollen wir uns auch untereinander lieven. Niemand hat bGott jemals gesehen. So wir uns unter⸗ einander lieben, so bleibet oott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, daß er uns von seinem seist gegeben haät. Und wir haben ge⸗ sehen und jeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat zum heiland der Welt. UWelcher nun bekennet, daß Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibet 6ott, und er in Gott. fasten, genannt Invocavit. Vormittags. Epistel. 2. Kor. o,-10. On al len dingen lasset uns veweisen als die Diener Gottes.) Wir ermahnen aber euch, als mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die õnade õottes empfanget. Denn er spricht:»Ich habe dich in der angenehmenzeit erhöret, und habe dir am Tage des heils geholfen.« Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des heils. Lasset uns aber niemand irgend ein Argernis geben, auf daß unser Anit nicht verlästertwerde; sondern in allen Dingen lasset uns be⸗ weisen als die Diener õottes, in großer beduld, in Trübsalen, in nöten, in Ang⸗ sten, in Schlägen, in 6efängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in fasten, in steuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in freundlichkeit, in dem hel⸗ ligen õeist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft ottes, durch Waffen der õerechtigkeit jur Rech⸗ ten und zur Linken; durch Chre und Schande, durch böse 6erüchte und gute Gerüchte; als die Verführer, und doch waährhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die 6ezüchtigten, und doch nicht ertötet; als die Trauri⸗ gen, aber allezeit fröhlich; als die Ar⸗ men, aber die doch viele reich machen; als die nichts inne haben, und doch alles haben. bvangelium. matth. 4, 1—11. Oesus ward vom Teufel versucht.) Da ward Jesus vom seist in die Wüste geführet, auf daß er von dem deufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig nächte gefastet hatte, hun⸗ gerte ihn. Und der Versucher trat ju iym, und sprach: Bist du Gottes Sohn, 5⁰ so sprich, Und er an geschriebe Prot alleiy Wort, das Da führet heillge St Imnne des dist du 6t denn es selnen en sie werdef auf daß Sein stof Dleweil! riester der gen uns halt wirhahe nichthön Swach llentha Sünde. mitfreu daß wi und on. uus filf licher fe schen ge für qie tropfer den, get unw au hett 0 so sprich, daß diese Steine Brot werden. Und er antwortete und sprach: Es stehet geschrieven:»Der mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem seglichen Wort, das durch den mund õottes gehet. Da führete ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt, und stellte ihn auf die Zinne des Tempels, und sprach ju ihm: Bist du õottes Sohn, so laß dich hinab; denn es steyet geschrieven:»Er wira seinen Engeln über dir Befehl tun, und sie werden dich auf den händen tragen, auf daß du deinen fuß nicht an einen Stein stoßest.« Da sprach Jesus ju ihm: Wiederum stehet auch geschrieven:»Du sollst ott, deinen herrn, nicht ver⸗ suchen. iederum führte ihn der ceufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre herrlichkeit, und sprach ju ihm: Dies alles will ich dir geben, so du niederfällst, und mich anvetest. Da sprach Jesus ju ihm: hebe dich weg von mir, Satan! denn es stehet geschrieven:»Du sollst anbeten Gott, deinen herrn, und ihm allein dienen.« Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die engel ju ihm, und dieneten ihm. Epistolische Lektion. Ebr. 4, 14—5, 9.(Uersucht allenthalben, doch ohne Sünde.) Dieweil wir denn einen großen hohen⸗ priester haven, Jesum, den Sohn Hottes, der gen himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen hohenpriester, der nicht könnte mitleiden haben mit unsrer Schwachheit, songern der versucht ist allentyalven gleich wie wir, doch ohne Sünde. Darum lässet uns hinzutreten mit freudigkeitzu dem nadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen, und 6nade finden auf die Zeit, wenn uns hilfe not sein wird. Denn ein seg⸗ licher hoherpriester, der aus den mnen⸗ schen genommen wird, der wird gesetzt für die menschen gegen Gott, auf daß er opfere õaben und opfer für die Sün· flir das volk, also auch für sich selbst opfern für die Sünden. Ung niemand nimmt ihm selbst die hre, sondern der auch berufen sei von õott, gleich wie der Raron. Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er hoher · priester würde, sondern der zu ihm ge⸗ sagt hat:»Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gejeuget.« Wie er auch am an⸗ dern ort spricht:»Du bist ein Priester in Ewigkeit, nach der oranung melchise⸗ deks.« Und er hat in den Tagen seines fleisches õebet und flehen mit starkem beschrei und cränen geopfert zu dem, der ihm vondemtode konnteaushelfen; und ist auch erhöret, darum daß er õott in Ch⸗ ren hatte. Und wiewohl er õottes Sohn den: der da könnte mit leiden über die, war, hat er doch an dem, das er litt, õe so unwissend sind und irren, nachdem horsam gelernet. Und da er ist vollendet, er auch selbst umgeben ist mit Schwach⸗ ist er worden allen, die ihm gehorsam heit. Darum muß er auch, gleich wie sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit. Cvangelische Lektion. Cuc. 22, 31 44.(Er rang mit dem Tode.) Der herr aver sprach: Simon, Simon, sieye, der Satanas hat euer begehret, daß er euch möchte sichten wie den aber sprach: Petre, ich sage dir, der hahn wird heute nicht krähen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, daß du mich Weizen. Ich aber habe für dich geveten,‚ kennest. Und er sprach ju ihnen: So oft daß dein 6laube nicht aufhöre. Und ich euch gesanat habe ohne Beutel, ohne wenn du dermaleinst aich vekehrest, so Tasche und ohne Schuhe, habt iyr auch stärke deine Brüder. er sprach aber zu je mangel gehabt! Sie sprachen: nie ihm: herr, ich vin vereit, mit air inz keinen. Da sprach er zu ihnen: Aber befangnis und in den Toda ju gehen. er nun, wer einen Beutel hat, der neyme 57⁷ ihn, desselbigen gleichen auch die Tasche, wer aber nicht hat, verkaufe sein fleid, und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben stehet: »„Er ist unter die Übeltäter gerechnet.« Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: 5Err, siehe, hie sind zwei Schwerter. Er aber sprach ju ihnen: Es ist genug. Und er ging hinaus nach seiner õewohnheit an den ölberg. Es folgten ihm aber seine Jünger nach an denselbigen ort. Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, auf daß iyr nicht in Anfechtung fallet. Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf, und knieete nieder, betete, und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen selch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! é6s erschien ihm aber ein Engel vom himmel und stärkte ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie blutstropfen, die fielen auf die Erde. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Jeremias 17,— 14.(Uerflucht ist, der fleisch für seinen Arm hält.) So spricht der heErr: Verflucht ist der mann, der sich auf menschen verläßt, und hält fleisch für seinen Arm, und mit seinem herzen vom heErrn weicht. Der wird sein wie die heide in der Wüste, und wird nicht sehen den jukünftigen Trost, sondern wird bleiben in der Dürre, in der Wüste, in einem unfruchtbaren Lande, da niemand wohnet. Gesegnet aber ist der ann, der sich auf den hErrn verläßt, und der herr seine Zuversicht ist. Der ist wie ein Baum am Wasser gepflanzet, und am bach gewurzelt. Denn obgleich eine hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und sorget nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern er bringet ohne Nufhören früchte. Es ist das herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen? Ich der herr Lektion aus dem kann das herʒ ergründen, und dienieren prüfen, und gebe einem jeglichen nach seinem cun, nach den früchten seiner Werke. Denn gleich wie ein Vogel, der sich über Cier setzet und brütet sie nicht aus, also ist der, so unrecht öut sam- melt; denn er muß davon, wenn er es am wenigsten achtet, und muß doch zu⸗ letzt Spott dazu häaben. Aber die Stätte unsers heiligtums, nämlich der chron göttlicher Chre, ist allezeit fest geblieben. Denn, heErr, du bist die hoffnung Jsra⸗ els. Alle, die dich verlassen, müssen zu schanden werden, und die Abtrünnigen müssen in die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den heErrn, die Ouelle des lebendigen Wassers. heile du mich, hErr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein kuhm. neuen Testamente. I. Joh 3, 7- 12.(Wer Sünde tut, der ist vom deufel.) gindlein, lasset euch niemand verführen. Wer recht tut, der ist gerecht, gleich wie er gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom keufel; denn der Teufel sündiget von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zer⸗ störe. Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn sein Same bleibet bei iym; und kann nicht sündigen, denn er ist von sott geboren. Daran wird es offen- bar, welche die Kinder ottes und die seinder des Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht vonsott, und wernichtsei⸗ nen Bruder lieb hat. Denn das ist die Bot- schaft, die ihr gehöret habt von Anfang, daß wir uns untereinander lieben sollen. nicht wie Kain, der von dem Argen war, und erwürgte seinen Bruder. Und war⸗ um erwürgte er ihn? Daß seine Wertze böse waren, und seines Bruders gerecht. 58 Am Cpis Weiter, Iie undermah llem ihr vo shr sollt w daß ihr in ihr wisset, geben hab Denn das! Ugung, da ein zeglich Iu vehalte nicht in ge dle von 6 nlemand seinenrü I der ga euch zuvon Und Jesus entwich in Und sehe us derfel nach un mapitzs er ler wird v er antwor um se brachen: schreiet und spra nur ju de leren nach seiner „ ler. nicht sam · er eĩ ch zu⸗ Statte hton leben. Jstã en ju nigen xllen⸗ uelle mich, nit so meinn n dle rechlt sel⸗ Wcbol⸗ sang⸗ ollen. Wak/ war⸗ herke lecht SDRDDRRS Am zweiten Sonntag in den fästen, genannt Reminiscere. Vormittags. CEpistel. I. cyess. 4, 1—12.(Das ist der Wille öottes, eure heiligung.) UWeiter, lieven Brüder, bitten wir euch und ermahnen in dem herrn Jesu,(nach⸗ dem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollt wandeln und Sott gefallen,) daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche 6ebote wir euch ge⸗ geben haben durch den heErrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure hei⸗ ligung, daß ihr meidet die hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein faß zu behalten in heiligung und chren, nicht in der ustseuche, wie die heiden, die von Gott nichts wissen; und daß niemand zu weit greife, noch vervorteile seinen bruder im handel; denn der herr ist der Rächer über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. vang Denn sott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur heiligung. Wer nun verachtet, der verachtet nicht menschen, sondern sott, der seinen hei⸗ ligen õeist gegeben hat in euch. Von der brüderlichen Liebe aber ist nicht not, euch zu schreiben, denn ihr seid selbst von õott gelehret, euch untereinander zu lieben. Und das tut ihr auch an allen Brüdern, die in ganzmajedonien sind. Wirermah⸗ nen euch aber, lieven Brüder, daß ihr noch völligerwerdet, und ringetdarnach, daß ihr stille seid, und das Fure schaffet, und arbeitet mit euren eigenen händen, wie wir euch geboten haben, auf daß ihr ehrbarlich wandelt gegen die, die drau⸗ ßen sind, und ihrer keines bedürfet. elium. matth. 15, 21-28. Oa, herr— aber doch) Und Jesus ging aus von dannen, und entwich in die õegend cyrus und Sidon. Und siehe, ein kananäisch Weib ging aus derseibigen érenze, und schrie ihm nach und sprach: ch ßeErr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! meine doch⸗ ter wird vom Teufel übel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten ju ihm seine jünger, vaten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur ju den verlornen Schafen von dem hause JIsrael. Sie kam aber, und flel vor ihm nieder und sprach: hErr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den kin⸗ dern iyr Brot nehme, und werfe es vor die hunde. Sie sprach: Ja, herr; aber doch essen die hündlein von den Brosamlein, die von ihrer herren dische fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: 0O Weib, dein õlaube ist groß! dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Epistolische Lektion. Röm. 3, 10-31.(Wir werden ohne Verdienst gerecht.) Wir wissen aber, daß, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf daß allermund verstopfet werde, und alle Welt Gott schuldig sei; darum daß keinfleisch durch desesetzes Werke vor ihm gerecht sein mag, denn durch das sesetz kommt eErkenntnis der Sünde. nun aber ist ohne Zutun des gilt, offenbaret, und bejeuget durch das Gesetz und die Propheten. Ich sage aber von solcher serechtigkeit vor sott, die da kommt durch den õlauben an Jesum hrist zu allen und auf alle, die da glau⸗ ben. Denn es ist hie kein Unterschied; sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den sie an õott haben sollten; besetzes die erechtigkeit, die vor Gott 5 und werden ohne Verdienst gerecht aus 09 seiner önade, durch die erlösung, so durch christum Jesum geschehen ist, welchen Sott hat vorgestellt zu einem 6nadenstuhl durch den élauben in sei⸗ nem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bis anhero ge⸗ blieven war unter göttlicher seduld, auf daß er ju diesen Zeiten darböte die berechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein gerecht sei, und gerecht mache den, der da ist des laubens an Jesum. Uo bleibt nun der Kuhm? Er ist aus. Durch welches sesetz? Durch der Werke Evangelis besetz? nicht also, sondern durch des 6laubens Gesetz. 8o halten wir es nun, daß der mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den 6lau⸗ ben. oder ist ott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der heiden õott!? Ja freilich, auch der heiden õott. Sin⸗ temal es ist ein einiger sott, der da gerecht macht die beschneidung aus dem Glauben und die Vorhaut durch den 6lauben. Wie? heben wir denn das õesetz auf durch den ölauben? Das sei ferne! sondern wir richten das besetz auf. che Lektion. Cuc. 22, 45 62.(Und der hẽrr wandte sich und sahe Petrum an.) Und er stund auf von dem 6ebet, und kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafen vor Traurigkeit; und sprach ju ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf, und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Da er aber noch redete, siehe, die Schar; und einer von den Zwölfen, ge⸗ nannt Judas, ging vor ihnen her, und nahete sich zu Zesu, ihn zu küssen. Jesus aber sprach zu ihm: Juda, verrätst du des menschen Sohn mit einem uß? Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zuihm: herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschla⸗ gen? Undg einer aus ihnen schlug des hohenpriesters necht, und hieb ihm sein rechtes ohr ab. Jesus aber antwortete und sprach: Laßt sie doch so ferne machen. Und er rührte sein Ohr an, und heilete iyn. Jesus aber sprach zu den hohen⸗ priestern und hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn kommen waren: Zyr seid, als zu einem mörder, mit Schwertern und mit Stangen aus-⸗ gegangen. Ich vin täglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die macht der finsternis. Sie griffen ihn aber, und führeten ihn, und brachten ihn in des hohenpriesters haus. petrus aber folgte von ferne. Da zundeten sie ein feuer an mitten im balast, und setzten sich jusammen und petrus setzte sich unter sie. Da sah ihn eine magd sitzen bei dem Licht, und sah eben auf ihn und sprach zu ihm: Dieser war auch mit ihm. Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenneihn nicht. Und über eine kleine Weile sah ihn ein andrer, und sprach: Du bist auch derer einer. petrus aber sprach: Mensch, ich bin es nicht. Und über eine Weile, bei einer Stunde, bekräftigte es ein andrer, undsprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm; denn er ist ein Galiläer. petrus aber sprach: mensch, ich weiß nicht, was du sagest. Und alsbald, da er noch redete, krähete der hahn. Und der hErr wandte sich, und sahe Petrum an. Und petrus gedachte an des hErrn Wort, das er ihm gesagt hatte: he denn der hahn krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und petrus ging hinaus und weinete vitterlich. nachmittags. Cektion aus dem Ppsalm 130. us de Nus der Tiese rufe ich, hẽrr, zu dir. hẽrr, höre meine Stimme, laß deine Ohren Alten Testamente. r Tiefe rufe ich ju dir.) merken auf die Stimme meines fleyhens! Sso du willst, herr, Sünde jurechnen, 60 herr, wer w lst ale verge Ich harre dle und ich hoffe wartet aufa Dieweil wi haben, meir aller Beflech Geistesunsr der heiligm uns, wir 6 Wir haben memand solches, eug habe drobe Unsern her mit u leber Glgkeit zue ich bin erfü cwenguich Trübsal. De aamen,hat Imndem a Trübsal, furcht. D0 slet der te Wl nigt funfe, sone damit erge hündigte n nen, euren am di sternis en ihn, rlester⸗ ne. Dã ten im unll ah ihn n sah leser ugnete nnicht n en Haeter herr, wer wird vesteyen? Denn bei dir ist die vergebung, daß man dich fürchte. Ich harre des hẽrrn; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. meine Seele wartet auf den herrn von einer Morgen⸗ wache bis zur andern. Jsrael hoffe auf den hErrn; denn bei dem herrn ist die 6nade und viel Erlösung bei ihm; und er wird Jsrael erlösen aus allen seinen Sünden. Cektion aus dem neuen Testamente. 2. Kor. 7, 1-12.(Die göttliche Traurighkeit.) Dieweil wir nun solche Verheißung haben, meine Liebsten, so lasse uns von aller Befleckung des fleisches und des Geistes uns reinigen, und fortfahren mit der heiligung in der furcht õottes. fasset uns; wir haben niemand Leid getan, wir haben niemand verletzt, wir haben niemand vervorteilet. nicht sage ich solches, euch ju verlammen; denn ich habe droben juvor gesagt, daß ihr in unsern herzen seid, mit ju sterben, und mit zu leven. Ich rede mit großer freu⸗ digłkeit ju euch ich rühme viel von euch⸗ ich bin erfüllet mit Trost; ich bin über⸗ schwenglich in Freuden in aller unsrer Trübsal. Denn da wir in majedonien kamen, hatte unser fleisch keine Kuhe, sondern allenthalben waren wir in Trübsal; auswendig Streit, inwendig furcht. Aber bott, der die õeringen trö⸗ stet, der tröstete uns durch die zukunft Titi. nicht allein aber durch seine Zu⸗ kunft, sondern auch durch den drost, damit er getröstet war an euch, und ver⸗ kündigte uns euer Verlangen, euer Wei⸗ nen, euren Eifer um mich, also daß ich mich noch mehr freute. Denn daß ich euch durch den Brief habe traurig ge⸗ macht, reuet mich nicht. Und ob es mich reuete, so ich aber sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübet hat, so freue ich mich doch nun, nicht darüber, daß ihr seid betrübtworden, sondern daß ihr seid betrübt worden zur Keue. Denn ihr seid göttlich betrübt worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden irgend wor⸗ innen nehmet. Denn die göttliche Trau⸗ rigkeit wirket zur Seligkeit eine keue, die niemand gereuet; die Traurigkeit aber der Welit wirket den Tod. Siehe, dassel⸗ bige, daß ihr göttlich seidbetrübtworden, welchen fleiß hat es in euch gewirket, daju Verantwortung, Zorn, furcht, Ver⸗ langen, Eifer, Rache! Jhr habt euch be⸗ wiesen in allen Stücken, daß ihr rein seid an der Tat. Darum, ob ich euch ge⸗ schrievben habe; so ist es doch nicht ge⸗ scheyen um des willen, der beleidiget hat, auch nicht um des willen, der be⸗ leidiget ist, sondern um des willen, daß euer fleiß gegen uns offenvar würde bei euch vor ott. am dritten Sonntag in den fasten, genannt Oculi. Vormittags. Epistel. epyes.5, 1-9.(Eer hat sich selbst dargegeven für uns.) Sso seid nun Sottes nachfolger als die leven ginder, und wandelt in der gieve, gleich wie Christus uns hät geliebet, und sich selbst dargegeben für uns zur babe und opfer, ott zu einem süßen Geruch. hurerei aber und alle Unrei⸗ nigkeit oder oeiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den heiligen ju⸗ stehet, auch schandbare Worte und nar⸗ renteidinge oder Scherz, welche euch nicht niemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das solit iyr wissen, daß kein hurer oder Unreiner oder õeiziger, welcher ist ein õötzendiener, erbe hat an dem Beich christi und Gottes. LCasset euch niemand verführen mit vergeblichen Worten; denn um dieser willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre mitgenossen. Denn ihr waret weiland finsternis, nun aber seid ihr ein Licht in dem hẽrrn. Wandelt wie die finder des Lichts; die Frucht des beistes ist allerlei 6ütigkeit und õerech⸗ tigkeit und Wahrheit. 61 Evangelium. Cuc. 11, 14-28.(Er ward geschmäht.) Und er trleb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beeljebub, den ober⸗ sten der Teufel. die andern aber ver⸗ suchten ihn, und begehreten ein Zet⸗ chen von ihm vom himmel. er aber vernahm ihre õedanken, und sprach ju ihnen: Ein seglich keich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wüste, und ein haus fällt über das andre. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure seinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. 8so ich aber durch Gottes finger die Teufel austreibe, so kommt se das Reich õottes zu euch. Wenn ein starker ewappneter seinen palast vewahret, so bleibt das Seine mit frie⸗ den. Uenn aber ein stärkerer über ihn kommt, und überwindet iyn, so nimmt er ihm seinen harnisch, darauf er sich verließ, und teilt den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der jer⸗ streuet. Wenn der unsaubre 6eist von den menschen ausfähret, so durchwan⸗ delt er dürre Stätten, suchet Ruhe, und findet ihrer nicht; so spricht er: Jch wlll wieder umkehren in mein haus, dar⸗ aus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er es mit besemen gekehret und geschmücket. Dann geyt er hin, und nimmt sieben seister ju sich, die ärger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da, und wird hernach mit demselbigen menschen ärger denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein Weib im volk die Stimme, und sprach zu ihm: Selig ist der elb, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, aie ottes Wort hören und bewahren. Epistolische Lektion. Ebr. 12, 1-13.(Er achtete der Schande nicht.) Darum auch wir, dieweil wir solchen haufen Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt, und träge macht, ung lasset uns laufen durch eduld in dem FKampf, der uns verordanet ist, und aufsehen auf Jesum, den Anfänger und vollender des Gläubens; welcher, da er wohl hätte mögen freude haben, erduldete er das Rreuj, und achtete der Schande nicht, und ist gesessen jur Kechten auf dem Stuhl 6ottes. edenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sündern wider sich erduldet hat, daß ihr nicht in eurem mut matt werdet, und ablasset. Denn shr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden über dem Kämpfen wlder die Sünde, und habt bereits vergessen des Trostes, der ju euch redet als ju den seindern:»mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des hErrn, und verjage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst; denn, welchen der heErr lieb hat, den züchtiget er; er stäupet aber einen seg⸗ lichen Sohn, den er aufnimmt.« So ihr die Züchtigung erduldet, so erbietet sich euch Gott als Kindern, denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht jüchtiget? Seid ihr aber ohne Züchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig worden, so seid shr Bastarde, und nicht inder. Auch so wir haben unsre leiblichen väter ju Züch⸗ tigern gehabt, und sie gescheuet, sollten wir denn nicht vielmehr untertan seln dem geistlichen Vater, daß wir leben? Und jene zwar haben uns gejüchtiget wenige kage, nach ihrem dünken, dieser aber ju utz, aufdaß wir seine heiligung 6² ** erlangen. l e dla ist, a sondern Trat nachwirdsie der berechtig Die mäͤnner berspotteten eckten ihn, gesicht, und Wesjage u Und viel ay Wlder ihn. melten si r führten ihn sprachen: U1 Deremi * ninmt er sich us. Ver r mich ler ser⸗ elst von rchwan⸗ lhe, und 100 will u, lax⸗ wenn er gesemen mm geht elster Iu sr und ynen sie sielbigen Und es te,erhub ne, un lelb, Aet ihste de rach: J0, xen un erlangen. Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt sie uns nicht freude, sondern Traurigkeit zu sein; aber dar⸗ nach wird sie geben eine friedsame frucht der serechtigkeit denen, die dadurch ge⸗ SDSISSISSSSSSSEEEEEEEEEEEEEEE übet sind. Darum richtet wieder auf die lässigen hände und die müden fniee, und tut gewisse dritte mit euren füßen, daß nicht jemand strauchele wie ein Lah⸗ mer, sondern vielmehr gesund werde. vangelische LCektion. Cuc. 22, 63- 71.(Sie schlugen ihn ins Angesicht.) Die männer aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn, und schlugen ihn, ver⸗ deckten ihn, und schlugen ihn ins An⸗ gesicht, und fragten ihn und sprachen: Weissage, wer ist es, der dich schlug? Und viel andre Lästerungen sagten sie wider iyn. Und als es Tag ward, sam⸗ melten sich die Altesten des Volks, die hohenpriester und Schriftgelehrten, und führten ihn hinauf vor ihren Rat, und sprachen: Bist du christus? sage es uns. Er sprach aber zu ihnen: Saͤge ich es euch, so glaubet ihr es nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und laßt mich doch nicht los. Darum von nun an wird des menschen Sohn sitzen zur rechten hand der Kraft õottes. Da spra- chen sie alle: Bist du denn ottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Jyr saget es, denn ich bin es. Sie aber sprachen: Was be⸗ dürfen wir weiter Zeugnis? Wir haben es selbst gehöret aus seinem munde. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jeremias 26, 1- 15.(Ob sie vielleicht hören wollen, und sich bekehren.) Im Anfang des sönigreichs Jojakims, des Sohnes Josias, des öonigs Judas, ge⸗ schah dies Wort vom hẽrrn und sprach: So spricht der herr: Tritt in den Vorhof am hause des herrn, und predige allen Städten Judas, die da hereingehen, an⸗ zubeten im hause des herrn, alle Worte, die ich dir vefohlen habe ihnen zu sagen. und tue nichts davon. Ob sie vielleicht hören wollen, und sich bekehren, ein jeglicher von seinem bösen Wesen, damit mich auch reuen möchte das Ubel, das ich gedenke ihnen zu tun um ihres bösen Wandels willen. Und sprich ju ihnen: So spricht der herr: Werdet ihr mir nicht gehorchen, daß ihr in meinem õe⸗ setz wandelt, das ich euch vorgelegt habe, daß ihr höret die Worte meiner fnechte, der propheten, welche ich stets zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht hören wolltet: so will ich es mit diesem hause maͤchen wie mit Silo, und diese Stadt zum fluch allen heiden auf Erden machen. Da nun die Priester, Propheten und alles Volk hörten Jeremia, daß er solche Worte redete im hause des herrn, 63 und Jeremia nun ausgeredet hatte alles, waãs ihm der heErr befohlen hatte, allem Volk zu sagen, griffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk, und sprachen: du mußt sterben! Warum darfst duweissagen im HNamendes herrn und sagen: éEs wird diesem hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüste werden, daß niemand mehr drinnen wohne? Und das ganze Volk sammelte sich im hause des hrrn wider Jeremia. Da solches hörten die fürsten Judas, gingen sie aus des Fönigs hause hinauf ins haus des ßherrn, und setzten sich vor das neue Tor des herrn. Und die priester und Propheten sprachen vor den fürsten und allem Volk: Dieser ist des Todes schuldig; denn er hat ge⸗ weissagt wider diese Stadt, wie ihr mit euren ohren gehört habt. Aber Jere- miã sprach ju allen fürsten und zu allem Volk: Der héErr hat mich gesandt, daß ich solches alles, das ihr gehört habt, sollte weissagen wider dies haus und wider diese Stadt. So bessert nun euer Wesen und Wandel, und gehorchet der Stimme des herrn, eures õottes, so wird den herrn auch gereuen das lbel, das er wider euch geredet hat. Siehe, ich bin in euren händen; ihr mögt es machen mit mir, wie es euch recht und gut dünkt. Doch sollt ihr wissen: wo Lektion aus dem 2. Kor. 6, 11—18.(Wie sti o shr forinther! unser mund hat sich zu euch aufgetan, unser herz ist getrost. Unserthalben dürft ihr euch nicht äng⸗ sten. Daß ihr euch aber ängstet, das tut ihr aus herjlicher meinung. Ich rede mit euch als mit meinen Kindern, daß ihr euch auch also gegen mich stellet, und seid auch getrost. Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die serechtigkeit für 6e⸗ nieß mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für oemeinschaft mit der fin⸗ sternis? Wie stimmt Christus mit Belial? oder was für ein Teil hat der 6läubige ihr mich tötet, so werdet ihr unschul⸗ dlig Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und ihre Cinwohner. Denn wahr⸗ lich, der herr hat mich zu euch gesanat, daß ich solches alles vor euren Oohren reden soll. neuen Testamente. mmt christus mit Belialꝰ) mit dem Ungläubigen? Was hat der Tempel sottes für eine öleiche mit den bötzen? Iyr aber seid der Tempel des lebendigen ottes; wie denn bott spricht:»Ich will in ihnen wohnen, und in ihnen wandeln, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein volk sein.⸗ darum gehet aus von ihnen, und sondert euch ab, spricht der herr, und rühret kein Unreines an, so will ich euch annehmen, und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige hErr. am vierten Sonntag in den fasten, genannt Lätare. Vormittags. Cpistel. cor. o, 11 15.(der sich selbst oyne Wandei oott geopfert. christus aver ist kommen, daß er sei ein hoherpriester der zukünftigen 6üter, durch eine größere und vollkommenere hütte, die nicht mit der hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist, auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern er ist durch sein eigen blut Ein⸗ mal in das heilige eingegangen, und hat eine ewige Erlösung erfunden. Denn, so der ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprenget, hei⸗ liget die Unreinen zu der leiblichen Rei⸗ nigkeit, wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Wandel durch den heiligen seist Gott geopfert hat, unser ewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen 6ott! Und darum ist er auch ein mitt⸗ ler worden des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist jur Crlösung von den Übertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so verufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. Cvangelium. Joh. 8, 46 39.(Wer unter euch Welcher unter euch kann mich einer sünde zeihenꝛ So ich euch aber die Wahr⸗ heit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von sott ist, der höret õottes Wort; darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von sott. Da antworteten die guden und sprachen ju ihm: Sagen wir kann mich einer Sünde jeihen?) nicht recht, daß du ein Samariter bist, und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Chre; es ist aber einer, der sie suchet, und richtet. Wahr⸗ lich, wahrlich, ich sage euch: So jemand 6⁴ * mein Wort Lol nicht dle Zuden: Haß du de gestorben prichst: So wird den c Bistau meh macrae Ing geffor st; 1 sahstehte staber me chen ihr sy hennet ihr Undfintem — unschul⸗ Aauf diese enn wahr gesandt, ren ohren ur Vater öhne ung mächtige lätate. Sn mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: So jemand mein Wort hält, der wird nden Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser VUater Abraham, welcher gestorben ist? und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: Sso ich mich selbst ehre, so ist meine Chre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, wel⸗ chen ihr sprechet, er sei euer õott; und kennet ihn nicht; ich aber kenne ihn. Und so ich würde sagen: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein ügner, gleich wie ihr seid. Aber ich kenne ihn, und hälte sein Wort. Abraham, euer vater, ward froh, daß er meinen dag sehen soll⸗ te; und er sahe ihn, und freuete sich. Da sprachen die Juden ju ihm: Du bist noch nicht funßig Jahre alt, und hast Abra⸗ ham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Che denn Nhraham ward, bin ich. Da huben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich, und ging jum Tempel hinaus, mitten durch sie hin⸗ streichend. Epistolische Lektion. 1. Petri 1, 17- 25. Und sintemal ihr den zum Vater anrufet, der ohne Ansehen der verson richtet nach eines jeglichen Werk, so führet euren Wandel, solange ihr hie wallet, mit furcht, und wisset, daß ihr nicht mit ver⸗ gänglichem Silber oder 6old erlöset seid von eurem eiteln Wandel nach väter⸗ licher Weise, sondern mit dem teuren Blute christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor versehen ist, ehe der Welt 6rund geleget ward, aber offenbaret zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den Toten, und ihm die herr⸗ lichkeit gegeben, auf daß ihr 6lauben Das teure Blut.) und hoffnung zu Gott haben möchtet. Und maächet keusch eure Seelen im 6e⸗ horsam der Wahrheit durch den seist, zu ungefärbter Bruderlievbe, und habt euch untereinander brünstig lieb aus reinem herjen, als die da wiederum geboren sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort sot⸗ tes, das da ewiglich bleibet. Denn»alles fleisch ist wie õras, und alle Herrlichkeit der menschen wie des 6rases Blume. Das Gras ist verdorret, und die Blume abgefallen, aber des hrrn Wort bleibet in Ewigkeit.« Das ist aber das Wort, welches unter euch verkündiget ist. Evängelische Lektion. Matth. 27, 1- 10.(Ich habe unschuldig Blut verraten.) Des morgens aver hielten alle hohe⸗ priester und die Altesten des Volks einen Rat über Jesum, daß sie ihn töteten. Ungd banden ihn, führeten ihn hin, und überantworteten ihn dem Landpfleger pontio pilato. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereuete es ihn, und vrachte wieder die dreißig Silberlinge den hohenpriestern und den Altesten, und sprach: Ich haäbe übel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie 6⁵ sprachen: Was gehet uns das an? da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, huv sich davon, ging hin, und erhängte sich selbst. Aber die hohen⸗ priester nahmen die Silberlinge, ung sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den sotteskasten legen; denn es ist Blut⸗ geld. Sie hielten aber einen Kat, und kauften einen Töpfers⸗-RAcker darum, jum Begräbnis der pilger. Daher ist dersel⸗ bige Rcker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet. DDD das gesagt ist durch den Propheten Je- remias, da er spricht:»Sie haben ge⸗ nommen dreißig Silberlinge, damit be⸗ zählet ward der Verkaufte, welchen sie kauften von den sindern Jsrael, und haben sie gegeben um einen Töp⸗ fers⸗Ncker, als mir der herr befohlen hat. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. maleachi 2, 110.(hr priester seid von dem Wege abgetreten.) una nun, iyrpriester, dies õebot gilt euch. Wo ihr es nicht hören noch zu Herien nehmen werdet, daß ihr meinem lamen die Chre gebet, spricht der hrr Zebaoth, so werde ich den fluch unter euch schicken, und euren Segen verfluchen, ja, ver⸗ fluchen werde ich ihn, weil ihr es nicht wollt zu herzen nehmen. Siehe, ich will schelten euch samt dem Samen, und den stot eurer feiertage euch in das Angesicht werfen, und soll an euch kleben bleiben. So werdet ihr dann erfahren, daß ich solch Gebot zu euch gesandt habe, daß es mein Bund sein sollte mit Levi, spricht der herr Zevaoth. Denn mein Bund war mit ihm zum Leben und frie⸗ den, und ich gab ihm die furcht, daß er mich fürchtete und meinen lamen scheu⸗ ete. Das Gesetz der Wahrheit war in seinem munde, und ward kein Böses in Lektion àaus dem Cbr. 7, 11= 28.(Der hohepriester, der da Ist nun die Vollkommenheit durch das levitische Priestertum geschehen,(denn unter demselbigen hat das Volk das Gesetz empfangen,) was ist denn weiter not, zu sagen, daß ein andrer Priester aufkommen solle nach der ordnung melchisedeks, und nicht nach der Ord⸗ nung Narons? denn wo das Priester⸗ tum verändert wird, da muß auch das Gesetz verändert werden. Denn von dem solches gesagt ist, der ist aus einem an⸗ dern seschlecht, aus welchem nie keiner des Altars gepfleget hat. Denn es ist ja offenbar, daß von Juda aufgegangen ist unser hErr; zu welchem õeschlecht Moses nichts geredlet hat vom Priestertum. Und es ist noch klärlicher, so nach der Weise melchisedens ein andrer Priester auf⸗ seinen Lippen gefunden. Er wandelte vor mir friedsam und aufrichtig, und ve⸗ kehrte viele von Sünden. Denn des priesters Lippen sollen die LCehre be⸗ waähren, daß man aus seinem munde das Gesetz suche; denn er ist ein Engel des hErrn Zebaoth. Ihr aber seid von dem Wege abgetreten, und ärgert viele im 6esetz, und habt den Bund Levis verbrochen, spricht der hErr Zebaoth. Darum habe ich auch euch gemacht, daß ihr verachtet und unwert seid vor dem ganzen Volk, weil ihr meine Wege nicht haltet, und sehet Personen an im Gesetz. Denn haben wir nicht alle Einen Vater? hat uns nicht Ein Gott geschaffen? Warum verachten wir denn einer den andern, und entheili⸗ gen den Bund, mit unsern vätern ge⸗ macht? neuen Testamente. ist heilig, von den Sündern abgesongert.) kommt, welcher nicht nach dem 6esetz des fleischlichen öebots gemacht ist, son⸗ dern nach der Kraft des unendlichen Lebens. Denn er bezeuget:»Du bist ein Priester ewiglich nach der orͤnung mel⸗ chisedeks.« Denn damit wird das vorige besetz aufgehoben, darum daß es ju schwach und nichts nütze war;(denn das Gesetz konnte nichts vollͤkommen machen;) und wird eingeführet eine bessere hoffnung, durch welche wir zu õott nahen; und dazu, das viel ist, nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne ⸗id Prie: ster worden, dieser aver mit dem Eide, durch den, der zu ihm spricht:»Der hErr häat geschworen und wird ihn nicht ge⸗ reuen: Du bist ein Priester in Cwigkeit nach der ordnung melchisedeks.« Also 66 — gar viel e richter ist Viel, dief sieder dod darum, aa ein unver r auch se lle durch Inmerdar solchen 0l dler qa Nuf dã lnd ger; undsprag Herrn, de Hölle ode has spr⸗ daß ich 0 Prach er Hause da —— rn Jratl, einen Töy⸗ befohlen V wanlelte gund be⸗· denn des lehre be. am Munde eln Engel seit von rgert viele zund Lepls + Jebaoth. gemacht, wert sei ihr meine bersonen wir nicht nicht Ei achten wir nthelll⸗ hatern ge⸗ gar viel eines bessern Testaments Aus-⸗ richter ist Jesus worden. Und jener sind viel, die Priester wurden, darum daß sie der Tod nicht bleiben ließ; dieser aber darum, daß er bleibet ewiglich, hat er ein unvergänglich Priestertum. Daher er auch selig machen kann immerdar, die durch ihn ju õott ommen, und lebet immerdar, und vittet für sie. Denn einen solchen hohenpriester sollten wir haben der da wäre heilig, unschuldig, unbe⸗ fleckt, von den Sündern abgesondertund höher, denn der himmel ist; dem nicht täglich not wäre, wie jenen hohenprie⸗ stern, zuerst für eigene Sünde Opfer ju tun, darnach für des Volks Sünde; denn das hat er getan Einmal, da er sich selbst opferte. Denn das õesetz macht menschen zu hohenpriestern, die da Schwachheit haben; dies Wort aber des Cides, das nach dem sesetz gesagt ist, setzt den Sohn ewig und vollkommen. Nuf das fest der vDerzündigung mariä, so am Sonntag Judlica gefeiert wira. Vormittags. Epistel. Jes. 7, 10- 15. Den wird sie Immanuel heißen.) Und der heErr redete abermal zu Rhas und sprach: fordere dir ein Zeichen vom hErrn, deinem Gott, es sei unten in der hölle oder droben in der höhe. Aber Nhas sprach: Ich will es nicht fordern, daß ich den herrn nicht versuche. Da ihr die Ceute beleidiget, ihr müsset auch meinen 6ott beleidigen? Darum so wird euch der heErr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger, und wird einen Sohn gebären, den wird sie heißen Immanuel. Butter und honig sprach er: Wohlan, so höret ihr vom wird er essen, daß er wisse, Böses ju ver⸗ hause David: Ist es euch zu wenig, daß werfen, und Gutes ju erwählen. väangelium. Cuc. 1, 20-38.(Er wird groß sein.) Und im sechsten monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in õalilãa, die da heist llaʒareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem manne, mit namen Joseph, vom hause David; und die Jungfrau hieß maria. Und der Engel kam zju ihr hinein, und sprach: Gegrüßet seiest du, holdselige! Der herr ist mit dir, du ebenedeiete unter den Weibern. Da sie ihn aber sah, erschrak sie über seine Rede, und ge⸗ dachte: Welch ein 6ruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: fürchte dich nicht, Maria, du hast õnade bei õott ge⸗ funden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn ge⸗ bären, des namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des hõchsten genanntwerden; und õottder hẽrr wird ihm den Stuhl seines Vaters David ge⸗ ben; und er wird ein König sein über das haus Jakob ewiglich, und seines fönigreichs wird kein Ende sein. Da sprach maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen? sintemal ich von keinem manne weiß. Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige õeist wird über dich kommen, und die straft des höchsten wird dich überschatten; darum auch das heilige, das von dir geboren wird, wird õottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisaveth, deine 6efreundte, ist auch schwanger mit einem Sohne in ihrem Alter, und gehet jetzt im sechsten onat, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sei. Denn vei sott ist kein Ding unmög⸗ lich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des herrn magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Cpistolische Lektion. Röm. 5, 12—21. Derhalben, wie durch Einen menjchen die Sünde ist ommen in die Welt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen menschen durchgedrun⸗ gen, dieweil sie alle gesündiget ha⸗ ben;(denn die Sünde war wohl in der Welt bis auf das Gesetz, aber wo kein besetz ist, da achtet man der Sünde nicht, sondern der Tod herrschte von Ndam an bis auf mose, auch über die, die nicht gesündigt haben mit gleicher Ubertre⸗ tung wie Adam, welcher ist ein Bild des, ler zukünftig war. Aber nicht hält sichs mit der 6abe wie mit der Sünde. Denn so an Eines Sünde viele gestorben sind, so ist viel mehr ottes nade und Ga⸗ be vielen reichlich wickerfahren durch die 6nade des einigen menschen, Jesu Christi. Und nicht ist die Gabe allein über Eine Sünde, wie durch des einigen Sünders einige Sünde alles Verderben. Denn das Urteil ist kommen aus Einer sünde zur Verdammnis; die õabe aber hülft auch aus vielen Sünden zur Ge⸗ Der andere Ndam.) rechtigkeit. denn so um dles kinigen Sünde willen der Tod geherrschet hat durch den Einen, viel mehr werden die, so da empfangen die f ulle der nade und der õabe zur õerechtigkeit, herrschen im Leben durch Einen, Jesum christ.) Wie nun durch Eines Sünde die Verdamm⸗ nis über alle enschen kommen ist, also ist auch durch Eines serechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle menschen Kommen. Denn gleich wie durch Eines menschen Ungehorsam viel Sünder worden sind, also auch durch Eines 6ehorsam werden viel berechte. Das 6esetz aber ist neven ein⸗ kommen, auf daß die Sünde mäch⸗ tiger würde. Wo aber die Sünde mächtig worden ist, da ist doch die 6nade viel mächtiger worden, auf daß, gleich wie die Sündle geherrschet hat zu dem code, also auch herrsche die 6nade durch die erechtigkeit zum ewi⸗ gen eben durch Jesum christ, unsern hErrn. Evangelische Lektion. matth. 27, 11-31.(Der Jesus aber stund vor dem Landpfleger, und der andpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Zuden König? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. Und da er verklagt ward von den hohen⸗ priestern und Rltesten, antwortete er nichts. Da sprach pilatus zu ihm: hörest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf Ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Auf das fest aber hätte der Landpfleger die ewohnheit, ldem volk Einen öefangenen loszugeben, welchen sie wollten. Er hatte aber ju der Zeit einen 6efangenen, einen sonder; lichen vor andern, der hieß Barabbas. Und da sie versammelt waren, sprach pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe? Barabbam oder Jesum, von dem gesagt wird, er sei Christus? dornengekrönte fönig.) Denn er wußte wohl, daß sie ihn aus neid überantwortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhle saß, schickte sein Weib zu ihm, und ließ ihm sagen: habe du nichts zu schaffen mit diesem 6erech⸗ ten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die ho⸗ henpriester und dienltesten üverredeten das Uolk, daß sie um Barabbas bitten sollten, und Jesum umbrächten. a ant⸗ wortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zween, den ich euch soll losgeben? ie sprachen: Barabbam. pilatus sprach ju ihnen: Was soll ich denn machen mit Je⸗ su, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: Laß ihn kreuzigen! Der Landpfleger sagte: Was hat er denn lvels getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Caß ihn Kreuzigen! Da * Aber pilatus sondern daf Ward, nahn Huͤnde vorg unschuldige schet ihr su Dolh ungsp uns und ub ihnenBarat Heshein, un gehreufit hriegsknech uu sich in ga Psalm Varum tob elensover ichnen sich schlagen mi und seinen reien ihre hreseileh, lachet ihrer cruntlem Vorn, ung oscre ⁰ kinigen schet hat rden die, nadeund schen im ist.) Wie erdlamm: n st, also gheit die lber alle luich wie aber Pilatus sah, daß er nichts schaffte, sondern daß viel ein größer Getümmel waärd, nahm er Wasser, und wusch die hãnde vor dem Volk, und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses õerechten; sehet ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsre finder! Da gab er ihnen Barabbam los; ober Jesum ließ er geißeln, und überantwortete ihn, daß er gekreuziget würde. Da nahmen die Kriegsknechte des Candpflegers Jesum zu sich in las Kichthaus, und sammeiten üÜber ihn die ganze Schar; und jogen ihn aus, und legten ihm einen Ppurpur⸗ mantel an; und flochten eine Dornen⸗ krone, und setzten sie auf sein haupt, und eein Rohr in seine rechte hand, und beugten die sseniee vor ihm, undspotteten ihn und sprachen: 6egrüßet seiest du, der Zuden König! Und speieten ihn an, und nahmen das Rohr, und schlugen da⸗ mit sein haupt. Und da sie ihn verspottet häatten, zogen sie ihm den mantel aus, und zogen ihm seine Kleider an, und führten ihn hin, daß sie ihn Kreuzigten. Hachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Psalm 2.(Sie lehnen sich auf wider den heErrn und seinen oesalbten.) reden so vergeblich? Die Rönige im ande lehnen sich auf, und die herren rat⸗ schlagen miteinander wider den herrn und seinen õesalbten:»Lasset uns zer⸗ reißen ihre Bande, und von uns werfen ihre Seilele Aber der im himmelwohnet, lachet ihrer, und der hErr spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem 6rimm wird er sie schrecken.»Aber ich habe meinen König eingesetzt auf meinen heiligen Berg Zion.« Ich will von einer solchen Weise predigen, daß der heérr ju mir Warum toben die heiden, und die Leute Wie ihr nun angenommen habt den 5Errn Christum Jesum, so wandelt in ihm, und seid gewurzelt und erbauet in ihm, unck seid fest im lauben, wie ihr gelehret seig, und seid in demsel⸗ bigen reichlich dankbar. Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philo⸗ sophie und lose Verführung nach der menschen Lehre und nach der Welt Satzungen, und nicht nach Christo. Denn in ihm wohnet die ganze fülle der õott⸗ heit leibhaftig. Und ihr seid vollkom⸗ men in ihm, welcher ist das haupt aller fürstentümer und obrigkeit, in welchem Ihr auch veschnitten seid mit der Be⸗ 60 gesagt hat:»Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget; heische von mir, so will ich dir die heiden zum Erbe geben und der Welt Ende zum éigen⸗ tum. Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.« 8o laßt euch nun weisen, ihr Rönige, und laßt euch züch⸗ tigen, ihr Kichter auf Erden! Dienet dem heErrn mit furcht, und freuet euch mit Zittern!Rüsset den Sohn, daß er nicht zür⸗ ne, und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald anbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen! Lektion aus dem neuen Testamente. ftol. 2, 6—15.(Er hat die Eewaltigen schaugetragen.) schneidung ohne händge, durch Ablegung des sündlichen Leibes im fleisch, nämlich mit der Beschneickung christi, in dem, daß ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe, in welchem ihr auch seid auf⸗ erstanden durch den slauben, den Kott wirket, welcher ihn auferwecket hat von den Toten; und hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot wa⸗ ret in den Sünden und in der Vor⸗ haut eures fleisches; und hat uns ge⸗ schenket alle Sünden, und ausgetilget die handschrift, so wider uns war, wel⸗ che durch Satzungen entstund, und uns entgegen war, und hat sie aus dem mittel getan, und an das freuz gehef⸗ tet; und hat ausgejogen die fürsten⸗ tümer und die sewaltigen und sie Am Sonntag schaugetragen öffentlich, und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst. Palmarum. Vormittags. Epistel. eyn. 2,— 13.(õehorsam vis zum rode am kreuz) Ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus christus auch war, welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er es nicht für einen Baub, oott gleich sein, sondern äußerte sich selbst, und nahm knechts⸗ gestalt an, ward gleich wie ein andrer mensch, und an õebärden als ein nensch erfunden; erniedrigte sich selbst, und wärd gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am freuz. Darum hat ihn auch õott erhöhet, und hat ihm einen Lamen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem namen Zesu sich veugen sollen vang alle derer sniee, die im himmel und auf rden und unter der rde sind, und alle Zungen vekennen sollen, daß Jesus christus der herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters. Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seig gehorsam gewesen, nicht allein in meiner egenwärtigkeit, son⸗ dern auch nun viel mehr in meinem Rb⸗ wesen; schaffet, daß ihr selig werdet, mit furcht und Zittern. Denn ott ist es, der in euch wirket veide das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohl⸗ gefallen. elium. Jes. 53.(Um unsrer Sünde willen jerschlagen.) Siehe, mein snecht wird weislich tun, und wird erhöhet und sehr hoch erhaben sein: daß sich viele über dir ärgern werden, weill seine 6estalt häßlicher ist denn andrer Leute, und sein Ansehen denn der menschenkinder. Rber also wird er viele heiden besprengen, daß auch Könige werden ihren mund gegen ihn juhalten. denn weichen nichts da⸗ von verkündiget ist, dieselben werden es mit Lust seyen; und die nichts davon gehöret haben, die werden es merken. ber wer glaubt unsrer Predigt? Und wem wird der Arm des herrnoffenbaret? Denn er schießt auf vor ihm wie ein geis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine sestalt noch Schöne; wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. Er war der Allerverachtetste und Unwer⸗ teste, voller Schmerzen und srankheit. Er war so verachtet, daß man das An⸗ gesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn nichts geachtet. ßürwahr, er trug unsre strankheit, und lud auf sich für den, der geplagt und von sott ge⸗ schlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer missetat willen verwun⸗ det, und um unsrer Sünde willen zer⸗ schlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir frieden hätten; und durch selne wunden sind wir geheilet. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der hẽrr warf unser aller Sünde auf ihn. Da er gestraft und gemartert wara, tat er seinen mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlacht⸗ vantz geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummet vor seinem Scherer, und seinen mund nicht auftut. Er ist aber aus der Angst und 6ericht genommen; wer will seines Levens Länge ausreden? Denn er ist aus dem Lande der Leben⸗ digen weggerissen, da er um die misse⸗ tat meines Volks geplagt war. Und er ist vegraven wie die ottlosen, und ge⸗ storben wie ein Reicher, wiewohl er nie⸗ mand Unrecht getan hat, noch Betrug in seinem munde gewesen ist. Aber der heErr wollte ihn also zerschlagen mit unfre Schmerzen. Wir aber hielten ihn 70 Krankheit. Wenn er sein Leven zum ** Schulopfe Samen hab und des ge seine hang! Sekle gearb sehen, und sein Erhenn der derechte Doch well urch des Wird, sonc Resum cris hristum Wwerden dut Und nicht d Lurch des flesh ger suchencur auch noch Hen, so w as sei fer Lu 22— ind einen durch sich mmel und sind, und aß Jesus hre bottes ehsten, wie vesen m ighett, son⸗ neinem nb· 10 werdet, nn bott ist das Wollelt memwohl Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben, und in die Länge leben, und des hérrn Vornehmen wird durch seine hand fortgehen. Darum daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen, und die fülle haben. Und durch sein Erkenntnis wird er, mein senecht, der serechte, viele gerecht machen; denn Epistolisch 64l. 2, 10-21.(Ich bin Doch weil wir wissen, daß der slensch durch des sesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den élauben an Jesum cristum, so glauben wir auch an Thristum Jesum, auf daß wir gerecht werden durch den õlauben an Christum, und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzes Werke wird kein fleisch gerecht. Soliten wir aber, die da suchen durch christum gerecht zu werden, auch noch selbst Sünder erfunden wer⸗ den, so wäre christus ein Sündendiener. Das sei ferne! Wenn ich aber das, so ich er trägt ihre Sünden. Darum will ich ihm große menge zur beute geben, und er soll die Starzen zum Kaube haben, darum daß er sein Leven in den Tod gegeben hat, und den Übel⸗ tätern gleich gerechnet ist, und er vieler Sünde getragen hat, und für die lbel⸗ täter gebeten. e Lektion. mit christo gekreuzigt.) zerbrochen have, wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einem liber⸗ treter. Jch bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, auf daß ich õott lebe; ich bin mit Christo gekreuziget. Ich lebe aber doch nun nicht ich, sondern christus lebet in mir. denn was ich jetzt lebe im fleisch, das lebe ich in dem lauben des Soh nes õottes, der mich geliebet hat, und sich selbst für mich dargegeben. Jchwerse nicht weg die önade sottes; denn so durch das Gesetz die erechtigkeit ommt, so ist Christus vergeblich gestorben. bvangelische Lektion. Cuc. 23, 26-38.(Sie führten ihn hin, daß er gekreuzigt würde.) Und als sie ihn hinführeten, ergriffen sie einen, Simon von surene, der Ram vom felde, und legten das Kreuz auf ihn, daß er es Jesu nachtrüge. Es folgte ihm aver nach ein großer haufe Volks und Weiver, die klagten und beweineten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet üÜber euch selbst und über eure finder. Denn siehe, es wird die zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben! Dann werden sie an⸗ fangen, zu sagen zu den Bergen: fallet üÜber uns! und zu den hügeln: Decket uns! Denn so man das tut am grünen Holz, was wül am dürren werden? Es wurden auch hingeführet zween andre Übeltäter, daß sie mit ihm ab⸗ getan würden. Und als sie kamen andie Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreu⸗ zigten sie ihn daselbst und die Ubeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Lintzen. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun. Und sie teileten seine sleider, und warfen das Los darum. Und das Uolk stund und sah zu. Und die obersten samt ihnen spotteten sein und sprachen: Er hat andern geholfen, er helfe ihm selber, ist er Christ, der Auserwählte õottes. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und brachten ihm éssig, und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber. Es war auch oben über ihm geschrieben die lberschrift mit grie⸗ chischen und läateinischen und ebrä⸗ ischen Buchstaben: Dies ist der Juden 71 scönig. Uachmittags. Lektion aus dem Jeremias 18, 1-14. Das Regenwasser Alten Testamente. verschießt nicht so vald, als mein Volk meiner vergißt.) Dies ist das Wort, das geschah vom HErrn zu Jeremia und sprach: mache dlich auf und gehe hinab in des Töpfers haus; daselbst will ich dich meine Worte hören lassen. Und ich ging hinab in des Töpfers haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. Und der Topf, den er aus dem Ton machte, mißriet ihm unter den händen. Da mächte er wie⸗ derum einen andern Topf, wie es ihm gefiel. Da geschah des héErrn Wort zu mir und sprach: Kann ich nicht auch also mit euch umgehen, ihr vom hause 7srael, wie llieser Töpferꝛ spricht der herr. Siehe, wie der Ton ist in des Topfers hand, also seid auch ihr vom hause Israel in meiner hand. plötzlich rede ich wider ein Volk und stönigreich, daß ich es ausrotten, zer⸗ brechen und verderben wolle. Wo sichs aber bekehret von seiner Bosheit, da⸗ wider ich rede, so soll mich auch reuen dlas Unglück, das ich ihm gedachte zu tun. Und plötzlich rede ich von einem Volk und Königreich, daß ich es vauen und pflanzen wolle. s8o es aber Böses tut vor meinen Rugen, daß es meiner Stim⸗ me nicht gehorcht, so soll mich auch reuen das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun. So sprich nun zu denen in Juda und zu den Bürgern zu Jerusalem: so spricht der heErr: Siehe, ich bereite euch ein Unglück zu, und häbe Gedanken wider euch; darum kehre sich ein jeg⸗ licher von seinem bösen Wesen, und bessert euer Wesen und Tun. Aber sie sprechen: Da wird nichts aus wir wollen nach unsern edanken wandeln, und ein jeglicher tun nach Gedünken seines bösen herzens. Darum spricht der herr: fragt doch unter den heiden, wer hat se desgleichen gehört, daß die Jungfrau 78- rãel so gar greulich Ding tut? Bleibt doch der schnee länger aufden Steinen imfel⸗ de, wenn es vom Libanon herabschneiet, und das Regenwasser verschießt nicht so vald, als mein Volk mein vergißt. Lektion aus dem neuen Testamente. 3. Tim. 1, 12 17.(Das teuer werte Wort.) Und ich danke unserm herrn christo Jesu, der mich stark gemacht und treu geachtet hat, und gesetzet in das Amt, der ich zuvor war ein Lästerer und ein Ver⸗ folger und ein Schmäher; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan im Unglauben. Es ist aver desto reicher gewesen die 6nade unseres herrn samt dem 6lauben undder Liebe, dieinchristo Jesu ist. Denn das ist je gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort, daß Christus)esus kommen ist in die Welt, die Sünder selig ju ma⸗ chen, unter welchen ich der vornehmste bin. Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, auf daß an mir vornehm⸗ lich Jesus hristus erjeigete alle oeduld, zum xempel denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leven. Aber ott, dem ewigen sönige, dem Unvergängli⸗ chenundlUnsichtbaren und allein Weisen, sei Chre und Preis in Ewigkeit! Amen. ründonnerstag. Vormittags. Epistel. 1. Kor. 11, 23-32. Da Ich habe es von dem hErrn empfangen, das ich euch gegeben habe. denn der s ist mein Leib, das ist mein Blut.) brach es, und sprach: Uehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen heErr Jesus, in der Nacht, da er verraten wird, solches tut zu meinem sedlächtnis. ward, nahm er das Brot, dantte, und Desselbigen gleichen auch den gelch 72 * nach dem; Fergelch nem glut, inket, zu so oft ihr von dllesen herrn Tod hommt. u aiesem bre desherrnt Leibe ung! Prüfe aper Vor dem g erhannte, laß er dlls wle er hat der Weit u euce. un maiz dler onis ihn bere — mein Volk hauen und Böses flit einer Stimn. auch reuen ihen hatte en in Judd llalem: Sso hereite ell Gedanken sch ein seg⸗ o0 und n. Aber si wir wollen nleln, unn nhen seintẽs nach dem Abendmahl, und sprach: Die⸗ ser felch ist das neue Testament in mei⸗ nem Blut; solches tut, so oft ihr es trinket, ju meinem sedächtnis. Ddenn so oft ihr von diesem Brot esset, und von diesem gelch trintzet, sollt ihr des H5Errn Tod verkündigen, bis daß er kommt. Welcher nun unwürdig von diesem Brote isset, oder von dem felche les hErrn trinket, der ist schuldig an dem Leibe und Blute des hérrn. Der mensch prüfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brot, und trinke von diesem selche. denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber das 6ericht, damit, daß er nicht unterscheidetden Feibdes hérrn. Darum sind auch so viele Schwache und Kranke unter euch, und ein gut deil schlafen. Denn so wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir von dem herrn gezüchtiget, auf daß wir nicht samt der Welt verdammet werden. vangelium. Joh. 13, 1-—1.(Er liebte Uor dem fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater, wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Weit waren, so liebte er sie vis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas Si⸗ monis Ischarioth ins heri gegeben, daß er ihn verriete, wußte Jesus, daß ihm der vater hatte alles in seine hände gegeben, und daß er von öott kommen war, und zu Gott ging: stund er vom Abendmahl auf, legte seine fleider ab, und nahm einen Schurz, und umgürtete sich. Dar⸗ nach goß er Wasser in ein Bechen, hub an, den Jüngern die füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon petro; und derselbige sprach zu ihm: heErr, solltest du mir meine füße wa⸗ schen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. die Seinen bis ans Ende.) Da sprach pPetrus zu ihm: Hnimmermehr sollst du mirdie füßewaschen. Jesusant⸗ wortete ihm: Werde ich dich nicht wa⸗ schen, so hast du kein ceil mit mir. Spricht zu ihm Simon petrus: herr, nicht die fü; ße allein, sondern auch die hände und das haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer ge⸗ waschen ist, der darf nicht, denn die füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aver nicht alle. Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre füße gewaschen hatte, nahm er seine sleider, und setzte sich wieder nieder, und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heißet mich meister und hErr, und saget recht daran, denn ich bin es auch. So nun ich, euer hẽrr und ineister, euch die füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die füße wa⸗ schen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Epistolische Lektion. I. Kor. 10, 14-21. Darum, meine Liebsten, fliehet von dem Götzendienst. Als mit den Klugen rede ich; richtet ihr, was ich sage. Der geseg⸗· nete selch, welchen wir segnen, ist der nicht die demeinschaft des Blutes christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht dlie õemeinschast des Leibes christi?ꝰ Denn Ein Brot ist es, so sind wir viele Ein Leib dieweil wir alle Eines Brotes teilhaftig (Viele Ein Leib.) sind. Sehet an den Jsrael nach dem fleisch. Welche die opfer essen, sind die nicht in der 6emeinschaft des Altars? Was soll ich denn nun sagen? Soll ich sagen, daß der Götze etwas sei? oder, daß das Götzenopfer etwas sei? Aber ich sage, daß die heiden, was sie op⸗ fern, das opfern sie den Teufeln, und nicht ott. Mun will ich nicht, daß ihr 73 in der deufel semeinschaft sein sollt. Iyr könnet nicht jugleich trinken des hErrn steich und der Teufel stelch; ihr könnet nicht zugleich teilhaftig sein des herrn tdisches und der deufel Tisches. Evangelische Lektion. Joh. 6, 4758.(Wer mich isset, wird leven.) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Uer an mich glaubt, der hat das ewige Le- ven. Ich bin das Brot des Levens. Cure väter haben manna gegessen in der wüste, und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom himmel kommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterve. Ich bin das lebendige Brot, vom himmel kommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leven in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein fleisch, welches ich geven werde für das Leben der Welt. da zankten die Juden unter⸗ einander, und sprachen: Wie kann dieser uns sein fleisch zu essen geven? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahr⸗ lich, ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das fleisch des menschen Sohnes, und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein fleisch isset, und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am jüngsten Tage auferwecken. Denn mein fleisch ist die rechte Speise, und mein blut ist der rechte Trank. Wer mein fleisch isset, und trinket mein Blut, der bleibet in mir, und ich in ihm. Wie mich ge⸗ sandt hat der levendige Vater, und ich lebe um des vaters willen, also, wer mich isset, derselbige wird auch leben um meinetwillen. Dies ist das Brot, das vom himmel kommen ist; nicht, wie eure Väter haben manna gegessen, und sind gestorven. Uer dies Brot isset, der wird leben in kwigkeit. starfreitag. Vormittags. Epistolische Lektion. denn die Lieve christi dringet uns also; sintemal wir halten, daß, so Einer für alle gestorven ist, so sind sie alle gestor⸗ ven, und er ist darum für alle gestorben, auf daß die, so da leven, hinfort nicht ihnen selbst ieven, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. Dar⸗ um von nun an kennen wir niemand nach dem fleisch; und ov wir auch cyristum gekannt haben nach dem fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr. darum, ist jemand in christo, so ist er eine neue sreatur; das Alte ist ver⸗ gangen, siehe, es ist alles neu worden. Aber das alles von Gott, der uns mit oder: Psalm 22.(Waru mein sott, mein ott, warum haͤst du mich verlassen? Ich heule, aber meine hilfe ist serne. Mein õott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des nachts schweige ich auch nicht. Aber du 2. Kor. 5, 14—21.(Casset euch versöhnen mit Gott.) ihm selber versöhnet hat durch Jesum christum, und das Amt gegeben, das die Uersöhnung predigt. Denn 6ott war in christo, und versöhnte die Welt mit ihm selber, und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu, und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschaster an Christi Statt, denn õott vermahnet durch uns, so bitten wir nun an christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Eott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir wür⸗ den in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. m hast du mich verlassen?) vist heilig, der du wohnest unter dem lobe Israels. Unsre väter hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du ihnen aus. Zu dir schrieen sie, und wurden er⸗ rettet; sie hofften auf aich, und wurden 74 nicht wusch und hein undberad sehen, spo auf, und es dem 5 errette ihn au hast m gejogen, a ich noch ar Auf dlch b lelbe, au Mutter e lennang helfer. 6 geben,fett ihren Rag vie einhr Ich bin E meine 66 mein ge scmohen kochnet zunge Rle ulegest Junce ha Hosen got sie haben graben. läͤhlen. lus an unter sich bewang. — Haftig seint ler Leufel hein leben ssset, und das elbige sungsten 10 Flessch in lut t flelh sset, ler blelbet se Rich ge⸗ Later, unn Illen, alho, 1 Leben in nicht juschanden. Ich aberbin einwurm und kein mnensch, ein Spott der Leute und berachtung des Volks. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das maul auf, und schütteln den Kopf:»Er klage es dem heErrn, der helfe ihm aus, und errette ihn, hat er Lust zu sihm.« Denn au hast mich aus meiner mutter Leibe gezogen; duswarest meine Zuverfsicht, da ch noch an meiner Mutter Brüsten war. Auf dich bin ich geworfen aus mutter⸗ leibe; du bist mein 6ott von meiner Mutter Leibe an. Seinicht ferne von mir, ldenn Angst ist nahe; denn es ist hie kein helfer. roße farren haben mich um⸗ geben, fette Ichsenhaben michumringet; ihren Kachen sperren sie auf wider mich wie ein brüllender und reißender Löwe. Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle nmieine sebeine haben sich zertrennet; mein herz ist in meinem Leibe wie zer⸗ schmolhen Wachs. meine sräste sind ver⸗ trocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebet an meinem baumen, und du legest mich in des Todes Staub. Denn hunde haben mich umgeben, und der Bösen Kotte hat sich um mich gemacht: sie haben meine hände und ßüße durch⸗ graben. Jch möchte alle meine öebeine zählen. Sle aber schauen, und sehen ihre Tust an mir. Sie teilen meine sleider unter sich, und wersen das Los um mein bewand. Aber du, herr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mur zu helfen! Er⸗ rette meine Seele vom Schwert, meine einsame von den hunden! helf mir aus dem Rachen des Löwen, und errette mich von den Einhörnern! Jch wll deinen näamen predigen meinen Brüdern; ich. will dich in der 6emeine rühmen. kühmet den HErrn, die ihr ihn fürchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor Ihm scheue sich aller Same Jsraels. Denn er hat nicht verachtet, noch verschmähet das Clend des Armen, und sein Antlit vor ihm nicht vervorgen; und da er ju Ihm schrte, hörete er es. Uich well ich preisen in der großen emeine; ich wilt mieine 6elübde bezahlen vor denen, die ihn fürchten. Die Clenden sollen essen, daß sie satt werden; und die nach dem HErrn fragen, werden ihn preisen; euer Herj soll ewiglich leben. Es werde ge⸗ dacht aller Weit Ende, daß sie sich jum hErrn bekehren, und vor iym anbeten alle Geschlechter der heiden. Denn der hErr hat ein Reich, und er herrschet unter den heiden. Alle fetten auf Erden wer⸗ den essen und anbeten, vor ihm werden seniee beugen alle, die im Staube liegen, und die, so Kümmerlich leben. Er wird einen Samen haben, der ihm dienet; vom heErrn wird man verküngdigen ju Eeindeskind. Sie werden Kommen und seine serechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wotra, daß er es tut. Eoangelische Lektion. Cuc. 23, 30- 49.(Des hErrn Tod.) Aber der Ubeltäter einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andre, strafte ihn, und sprach: Und du flrchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Ver⸗ dammnis bist? Und zwar wir sind billig Arinnen; denn wir empfangen, was unsre Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und sprach zu Jesu: HErr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage 75 dir: heute wirst du mit mir im Paradtese sein. Und es war um die sechste Stunde, und es ward eine finsternis Uber das ganze Land bis an die neunte Stunde. Und udie Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang ides Tempels zerrißh mitten entjwei. Und Jesus rief laut und sprach: Vater, ich befehle meinen seist in deine Hhändelllnd als erdas gesagt, verschieder. Da aber der hauptmann sah, was da ge⸗ schah, pries er ott und sprach: FUrwahr, dieser ist ein frommer mensch gewesen! Und alles Volk, das dabet war und .— zusah, da sie sahen, was da geschah, schlu⸗ gen sie an ihre Brust und wandten wie⸗ der um. Es stunden aber alle seine Ver⸗ wändten von ferne, und die Weiver, die ihm aus saliläa waren nachgefolget, und sahen das alles. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. micha 6, 1-8.(Was have ich dir getan, mein Volk 7) Höret doch, was der herr sagt: Mache dich auf, und schilt die Berge, und laß die hügel deine Stimme hören! höret ihr Berge, wie der herr strafen will, samt den starzen Grundfesten der Erde; denn der herr will sein Volk schelten, und will Israel strafen. Was habe ich dir getan, mein Volk? Und womit habe ich dich beleidiget? Das sage mir! habe ich dich doch aus Agypten⸗ land geführet, und aus dem Diensthause erlöset, und vor dir hergesandt mosen, Raron und mirjam. mein Volk, denke doch dran, was Balak, der König in Moab, vorhatte, und was ihm Bileam, der Soyn Beors, antwortete, von Sittim an vis gen õilgal; daran ihr sa merken solltet wie der hérr euch alles ute ge⸗ tan hat. Womit soll ich den hẽrrn ver⸗ söohnenꝛ mit Bücken vor dem hohen õottt Soll ich mit Brandopfern und sährigen gälbern ihn versöhnen? meinest du, der herr have sefallen an viel täusend Widdern? oder am öl, wenn es gleich unzählige Ströme voll wären? ocder soll ich meinen ersten Sohn für meine Übertretung geben? oder meines Leibes frucht für die Sünde meiner Seele? Es ist aͤir gesagt, mensch, was gut ist, und was der heErr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten, und Liebe üben, und demütig sein vor deinem Gott. Cektion aus dem Ueuen Testamente. 1. Joh. 2, 1-6.(Er ist die Uersöhnung für unsre Sünden.) meine feinalein, solches schreibe ich euch, auf daß ihr nicht sündiget. Und ob se⸗ mand fündiget, so haven wir einen für⸗ sprecher bei dem vater, Jesum christum, der gerecht ist. Und derselbe ist die Ver⸗ söhnung für unsre Sünden; nicht allein aber für die unseren, sondern auch für der ganzen Welt. Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gevote halten. Wer da sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in solchem ist keine Wahrheit. Wer aber sein Wort hält, in solchem ist wahrlich die Lieve Gottes vollkommen. daran erhzennen wir, daß wir in ihm sind. Wer da sagt, daß er in iym bleibet, der soll auch wandein, gleich wie er gewandelt hat. 1. Ostertag. Vormittags. Cpistel. I. Kor. 5,—8.(Wir haben auch ein osterlamm.) Cuer Ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versäuert? darum feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seid, gleich wie ihr ungesauert seid. denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. Dar; um lasset uns ostern halten, nicht im alten Sauerteige, auch nicht im Sauer⸗ teige der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Süßteige der Lauterkeit und der Wahrheit. vangelium. Marc. 16, 1-8.(Er ist auferstanden.) Und da der Sabbath vergangen war, Jakobi und Salome Spezerei, auf daß kauften maria magdalena und mariasie kämen und salbeten ihn. Und sie 7⁰ — hamen zu sehr früh sie sprach uns den! sie sahen daß ders war sehr las orab, rechten g Weiß flei aber spra So aber er sei Vor sagen de erstehung lie Aufer auch Chr aber Ch ist unsre cuer ola — Weiber, Ale achgefolget, sa merken les bule ge⸗ r wanel kamen zum 6rabe an einem Sabbather sehr frühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des õrabes Tür? Und sie sahen dahin, und wurden gewahr. dlaß der Stein abgewälzet war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das õrab, und sahen einen Jüngling zur rechten hand sitzen, der hatte ein lang weiß seleid an; und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht. Epistolisch Ihr suchet Jesum von Uazareth, den õe⸗ kreuzigten; er ist auferstanden, und ist nicht hie; siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten. Gehet aberhin und sagetessei⸗ nen Jjüngern und petro, daß er vor euch hin gehen wird in Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus, und flohen von dem Grabe: denn es war sie Zittern und Entsetzen ankommen; und saͤgten nie⸗ mand nichts; denn sie fürchteten sich. e Cektion. 1. Kor. 15, 12-28.(Der Erstiing unter denen, die da schlafen.) So aber christus geprediget wird, daß er sei von den Toten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Nuf⸗ erstehung der coten sei nichts? Ist aber die Rufersteyung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch cuer 6laube vergeblich. Wir würden aber auch erfunden falsche Zeugen Gottes, daß wir wider Gott gejeuget hätten, er hätte Christum auferwecket, den er nicht auferwecket hätte, sintemal die Toten nicht auferstehen. Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer õlau⸗ be eitel, so seid ihr noch in euren Sünden: so sind auch die, so in christo entschlafen sind, verloren. hoffen wir allein in die⸗ sem Levben auf Christum, so sind wir die elendesten unter allen menschen. nun aber ist Christus auferstanden von den Toten, und der Erstling worden unter denen, die da schlafen. Sintemal durch einen menschen der Tod, und durch einen menschen die Nuferstehung der Toten kommt. Denn gleich wie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle levendig gemacht werden; ein seg⸗ licher aver in seiner Oraͤnung: Der erst⸗ ling christus; darnach die Christo an⸗ gehören, wenn er kommen wird; dar⸗ nach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem vater überantworten wird, wenn er aufheben wird alle herrschaft und alle obrigkeit und ewalt. Er muß aber herrschen, bis daß er alle seine ßein⸗ de unter seine füße lege. Der letzte feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Denn er hat ihm alles unter seine füße getan. Uenn er aver sagt, daß es alles untertan sei, ist es offenbar, daß ausgenommen ist, der ihm alles untergetan hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, als⸗ dann wird auch der Sohn selbst unter⸗ tan sein dem, der ihm alles untergetan hat, auf daß Gott sei alles in allen, odler: ECzechiel 37, 9— 14. Och will eure õräber auftun.) Und er sprach zu mir: Weissage jum Winde: weissage, du snenschenkind, und sprich jqum Winde: So spricht der herr, HErr: Wind, komm herzu aus den vier winden, und blase diese etöteten an, daß sie wieder lebendig werden! Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. da kam odem in sie, und sie wur⸗ den wieder lebendig, und richteten sich menschenkind, diese Beine sind das ganze hhaus Jsrael. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsre Beine sind verdorret, und unsre hoffnung ist verloren, und ist aus mit uns. Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der herr, hẽrr: Siehe, ich will eure räber auftun, und will euch, mein VUolk, aus denselben heraus⸗ holen, und euch in das Land Israel brin⸗ auf ihre füße. Und ihrer war ein sehr groß heer. Und er sprach zu mir: Du, gen; und sollt erfahren, daß ich der herr bin, wenn ich eure 6raäber geöffnet, und 77⁷ euch, mein volk, aus denselben gevrachtwill euch in euer Land setzen; und habe. Und ich will meinen õeist in euch sollt erfahren, daß ich der hẽrr vin. Ich geven, daß ihr wieder leven sollt; und redle es, und tue es auch, spricht der hẽrr. Cvangelische Lektion. Joh. 20, 1- 10. Das leere õrab.) un der Sabbather einem kommit maria magdalena früh, da es noch finster war, jum õrabe, und siehet, daß der Stein vom örabe hinweg war. Da läuft sie, und kommt zu Simon petro und zu dem an⸗ dern Jünger, welchen Jesus lieb hatte, und spricht ju ihnen: Sie habenden herrn weggenommen aus dem õrabe, und wir wissen nicht, wo sie iyn hingelegt haben. Da ging petrus und der andre Jünger hinaus, und kamen zum Grabe. Es lie⸗ fen aber die zween miteinander, und der andre Jünger lief zuvor, schneller denn petrus, und kam am ersten zum Grabe, gucket hinein, und siehet die Leinen gelegt; er ging aber nicht hinein. Da kam Simon petrus ihm nach, und ging hinein in das õrab, und siehet die Leinen gelegt, und das Schweißtuch, das Jesu um das haupt gebunden war, nicht bei die Leinen gelegt, sondern beiseits, eingewickelt, an einem besondern ort. Da ging auch der andre Jünger hinein, der am ersten jum õrabe kam; und sah/ und glaubte es. Denn sie wußten die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müßte. Da gingen die Jün⸗ ger wieder zusammen. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. psalm 118, 14-29. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden.) Der herr ist meine Macht und mein psalm, und ist mein heil. man singet mit freuden vom Sieg in den hütten der Gerechten: Die Rechte des htrrn behält den Sieg; die Rechte des hérrn ist er⸗ höhet; die Rechte des hẽrrn behalt den Sieg. Ich werde nicht sterben, sondern leben, und des hérrn Wertz verkündigen. Der hErr züchtiget mich wohl; aber er gibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der öerechtigkeit, daß ich da hineingehe und dem herrn danke. Das ist das Tor des hErrn; die Gerechten werden da hineingehen. Ich danke dir, daß du mich demütigest, und hilfst mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden. Das ist vom herrn geschehen, und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der hErr macht; laßt uns freuen, und fröhlich drinnen sein. O herr, hilfo heErr, laß wohl gelingen! 6e⸗ lobet sei, der da ommt im namen des hErrn! Wir segnen euch, die ihr vom hause des herrn seid. Der 6érr ist Gott, der uns erleuchtet. Schmücket das fest mit maien bis an die hörner des Altars! Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein sott, ich will dich preisen. danet dem berrn, denn er ist freundlich, und seine üte währet ewiglich. Lektion aus dem neuen Testamente. Offenv. Joh. 5, 1-14.(Es hat überwunden der Cöwe aus dem Stamm Juda.) Und ich sahe in der rechten hand des, einen starken engel predigen mit großer Stimme: Wer ist würdig, das Buch auf⸗ zutun, und seine Siegel zu brechen? Und 78 der auf dem Stuhl saß, ein Buch, ge⸗ schriebeninwendig und auswendig, ver⸗ siegelt mit sieven Siegeln. Und ich sahe niemand im himmel noch auf Erden noch unte auftun, un sehr, daß ward, das noch garet Altesten x Siehe,es la sst von Davids, ai chen seine auslehe, Lieren un stund ein und hatt Zugen, w Hottes, g ham, ung ten hand Und ga lie vier d Altesten eglicher voll Räug ber Feill Lied und —— en; und bin. Ich er hrt. ehet lit ythimeim. uuch, und slehet lie htuch, das war, nicht beiseits ndern rt. er hinlil und sah/ ußten die den Loten le Aun. IU SEE noch unter der Erde konnte das Buch auftun, und darein sehen. Und ich weinte sehr, daß niemand würdig erfunden ward, das Buch aufjutun, und ju lesen, noch darein zu sehen. Und einer von den Altesten spricht ju mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Lowe, der da ist vom 6eschlecht Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch, und ju vre⸗ chen seine sieben Siegel. Und ich sahe, und siehe, mitten im Stuhl und den vier Tieren und mitten unter den Altesten stund ein Lamm, wie es erwürget wäre, und hatte sieben hörner ung sieven Augen, welches sind die sieven seister Hottes, gesandt in alle Lande. Und es kam, und nahm das Buch aus der rech⸗ ten hand des, der auf dem Stuhl saß. Und da es das Buch nahm, da fielen die vier Tiere und die vier und zwanzig Altesten vor das Lamm, und hatten ein jeglicher harfen und goldene Schalen voll Räuchwerks, welches sind die õebete der heiligen. Und sangen ein neues Lied und sprachen: Du bist würdig, ju nehmen das Buch, und aufzutun seine Siegel; denn du bist erwürget, ung hast uns Gott erkauft mit deinem Blut aus allerlei seschlecht und Zungen und Volk und heiden, und hast uns unserm Gott zu fönigen und priestern gemacht, und wir werden fönige sein auf Erden. Und ich sahe, und hörte eine Stimme vieler Engel um den Stuhl und um die Tiere und um die Altesten her; und ihre Zahl war viel tausendmal tausend. Und sprachen mit großer Stimme: Das Camm, das erwürget ist, ist würdig, ju nehmen seraft und Reichtum und Weis- heit und Stärke und Chre und Preis und Cob. Und alle Kreatur, die im himmel ist und auf Erden und unter der Erde und im meer, und alles, was drinnen ist, hörete ich sagen ju dem, der auf dem Stuhl saß, und zu dem Lamm: Lov und thre und Preis und 6ewalt von twigkeit zu Ewigkeit! Und die vier Tiere spra⸗ chen: Amen. Und die vier und zwanzignl⸗ testen fielen nieder, und beteten an den, der da levet von Cwigkeit ju Ewighkeit. 2. Ostertag. Vormittags. Epistel. Apgsch. 10, 34—41.(Denselbigen hat õott auferwecket.) petrus aber tat seinen mund auf und sprach: nun erfahre ich mit der Wahr⸗ heit, daß Gott die Person nicht ansieyet; fondern in allerlei Volk, wer ihn fürch⸗ tet und recht tut, der ist ihm angenehm. Iyr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den findern Jsrael gesandt hat, und verkündigen lassen den frieden durch Jesum Christum,(welcher ist ein herr über alles,) die durch das ganze jüllische Land geschehen ist, und ange⸗ gangen in saliläa nach der Taufe, die johäannes predigte: wie sott denselbigen Jesum von nazareth gesalbet hat muit dem heiligen 6eist und sraft; der um⸗ hergezogen ist, und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältiget waren; denn õott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, das er getan hat im jüdischen Lande und ju Jerusalem. Den haben sie getötet und an ein Holj gehänget. Denselbigen hat 6ott auferwecket am dritten Tage, und ihn lassen offenbar werden, nicht al⸗ lem Volk, sondern uns, den vorerwähl⸗ ten Zeugen von sott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nach⸗ dem er auferstanden ist von den Toten. Evangelium. Cuc. 24, 1-35. Durch Leiden zur herrlichkeit.) und siehe, ween aus ihnen gingen an weit, des Name heißt émmaus. Und sie demselbigen Tage in einen flecken, der redeten miteinander von allen diesen wär von Jerusalem sechzig feldweges 79 Geschichten. Und es geschah, da sie so SDEEEEEEEEEEEEEE releten, und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen, und wandeite mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch han⸗ delt unterweges, und seid traurig? Da antwortete einer, mit Namen seleophas, und sprach zu ihm: Bist du allein unter den fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darin⸗ nen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen ju ihm: das von Jesu von Hazareth, welcher war ein prophet, mächtig von Taten und Worten, vor oott und allem Volk; wie ihn unsre hohenpriester und Over⸗ stenüberantwortethaven zur verdamm⸗ nis des Todes, und gekreuziget. Wir aber hofften, er sollte Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches gescheyen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern; die ing frühe bei dem 6rabe gewesen, haben seinen Leib nicht ge⸗ funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum 6rabe, und fanden es also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: o ihr Toren und trãges herzens, zu glau⸗ ben alle dem, das die Propheten geredet haben; mußte nicht christus solches lei⸗ den, und zu seiner herrlichkeit eingehen? Und fing an von mose und allen Pro⸗ pheten, und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum flecken, da sie hin⸗ gingen; und er stellte sich, als wollte er fürder gehen. Ung sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe vei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach es, und gab es ihnen. Da wurden ihre Rugen geöffnet, und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sle sprachen unterein⸗ ander: Brannte nicht unser herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und sie stun⸗ den auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt, und die vei ihnen wa⸗ ren, welche sprachen: Der hẽrr ist wahr⸗ haftig auferstanden und Simoni er⸗ schienen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege gescheyen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brot brach. Epistolische Cektion. 1. cor. 15, 35 58.(Der Tod ist verschlungen in den Sieg.) möchte aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferstehen? und mit welcher⸗ lei Leibe werden sie kommen? Du narr, das du säest, wird nicht lebendig, es sterbe denn. Und was du säest, ist ja nicht der Teib, der werden soll, sondern ein bloß sorn, nämlich Weizen, oder der andern eins. sott aver gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen von den Samen seinen eigenen Leib. nicht ist alles fleisch einerlei fleisch, sondern ein anderes fleisch ist der men⸗ schen, ein anderes des Viehes, ein an⸗ deres der fische, ein anderes der Vögel. Und es sind himmlische Körper und ir⸗ dische Körper. Aber eine andre herr⸗ lichzeit haben die himmlischen, ung eine andre die irdischen. Eine andre slarheit hat die Sonne, eine andre slar⸗ heit hat der Mond, eine andre selarheit haben die Sterne; denn ein stern über⸗ trifft den andern nach der glarheit. Also auch die Ruferstehung der Toten. es wird gesäet verweslich, und wird auf⸗ erstehen unverweslich. Es wird gesäet in unehre, und wird auferstehen in herr⸗ lichkeit. Es wird gesäet in Schwachheit. und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesäet ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. hat man einen nat einen gei ben stehe gemacht! ler lette Aber dert sondern gelstliche. Erde und der hert Icdlische j dlschen; sst, solche Und wie des Wai ragendt sage sch z und Blut krerben erben da euch ein alle ents Vexwane herr, du 200 lobe under. her sna! machst g feste Sta Uegt,er eime Stag werge. — 5 ju gla sen gerecket solches lei⸗ eingehen: allen Pro⸗ Schriften lren. Und laa sie hiu als wollte igten ihn denn es r Tag hat himein, vei schnh, da nahm er mud gab ts geöffnet, rschwand unterelu⸗ jerj in uub Uege, ² na sie fuul , behreten anden die ihnen wd⸗ rstwahr Imoni er⸗ hnen, Vas , und Wie an dem, H8 DSEEE einen natürlichen Leib, so hat man auch einen geistlichen Leib. Wie es geschrie⸗ ben stehet: der erste mensch, Adam, ist gemacht in das natürliche Leven; und der letzte dam in das geistliche Leben. Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; darnach der geistliche. Der erste mensch ist von der Erde und irdisch; der andre mensch ist der hErr vom himmel. Welcherlei der irdische ist, solcherlei ind auch die ir⸗ dischen; und welcherlei der himmlische ist, solcherlei sind auch die himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, also werden wir auch tragen das Bild des himmlischen. Davon sage ich aber, lieben Brüder, daß fleisch und Blut nicht können das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben das Unverwesliche. Siehe, ich sage euch ein 6eheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und dasselbige plötzlich in einem Nugenblick, zu der Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir wer⸗ den verwandelt werden. Denn dies ver⸗ wesliche muß anziehen das Unverwes⸗ liche, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Uerwesliche wird anziehen das Unver⸗ wesliche, und dies Sterbliche wird an⸗ ziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllet werden das Wort, das geschrie⸗ ben stehet:»Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?« Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die straft aber der Sünde ist das Gesetz. õott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch un⸗ sern herrn Jesum christum. Darum, meine lieven Brüder, seid fest, unbeweg⸗ lich, und nehmet immer zu in dem Werk des hErrn, sintemal ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem heErrn. oder: Jes. 25, 1-8.(Er wird den Tod verschlingen ewiglich.) herr, du bist mein õott; dich preise ich. Ich love deinen namen, denn du tust wunder. Deine Vornehmen von Altem her sind treu und wahrhaftig. Denn du machst die Stadt zum Steinhaufen, die feste Stadt, daß sie auf einem haufen liegt, derfremden Palast, daß nicht mehr eine stadt sei, und nimmermehr gebauet werde. Darum ehret dich ein mächtig Volk, die Städte gewaltiger heiden fürch⸗ ten dich. denn du bist der 6eringen Stärke, der Armen Stärke in Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schat⸗ ten vor der hitze, wenn die Tyrannen wüten wie ein Ungewitter wider eine Wand. du demütigest der fremden Un⸗ gestüm wie die hitze in einem dürren ort, daß die hitze den Reben der Tyran⸗ nen verderbe, und die Wolke dennoch Schatten gebe. Und der heErr Zebaoth wird allen Völkern machen auf diesem Berge ein fett mahl, ein Mahl von rei⸗ nem Uein, von fett, von mark, von Wein, darinnen keine hefe ist. Und er wird auf diesem Berge das hüllen wegtun, damit alle Völker verhüllet sind, und die Decke, damit alle heiden zugedeckt sind; denn er wird den Tod verschlingen ewiglich; und der hErr, herr wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen, und wird auf⸗ heben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der herr hat es gesagt. kvangelische Lention. Joh. 20, 11-18.(Was weinest du?) maria aber stund vor dem õrabe, und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das õrab, und siehet ween Engel in weihen Kleidern sitzen, einen 81 zu den häupten und den andern ju den flüßen, da sie den Leichnam Jesu hin⸗ gelegt hatten. Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht S EEEE ju ihnen: Sie haben meinen hẽrrn weg⸗ genommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück, und siehet Jesum stehen, und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Welb, wäs weinest au? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der ärtner, und spricht zu ihm: herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht Jesus ju ihr: Maria] Da wandte sie sich um, und spricht ju ihm: Rabbuni, das heißt: Mei⸗ ster. Spricht Jesus zuihr: Kühremich nicht an; denn ich vin noch nicht aufgefahren zu meinem vater. õehe aber hin ju mei⸗ nen Brüdern, und sage ihnen: Ich fahre auf ju meinem vater und ju eurem Va⸗ ter, ju meinem 6ott und ju eurem sott. maria magdalena kommt, und verkün⸗ diget den Jüngern: Ich habe den herrn gesehen, und solches hat er zu mir gesagt. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Psalm 16. Du wirst nicht zugeben, daß dein heiliger verwese.) gewahre mich, õott; denn ich traue auf dich. Ich häbe gesagt ju dem herrn: Du bist ja der hẽrr, ich muß um deinet⸗ willen leiden, für die heiligen, so auf Erden sind, und für die herrlichen; an denen habe ich all mein õefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, wer⸗ den groß herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren namen in meinem munde führen. Der hẽrr aber ist mein 6ut und mein deil; du erhältst mein Erbtell. Das Cos ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schön Erbteil wor⸗ den. Ich lobe den hẽrrn, der mir geraten hat; auch züchtigen mich meine Uieren des nachts. Ich habe den hérrn allezeit vor Rugen; denn er ist mir jur Rech⸗ ten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein herz, und meine chre ist fröhlich; auch mein fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der hölle lassen, und nicht jugeben, daß dein heiliger verwese. du tust mir kund den Weg zum Leven; vor dir ist freude die fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich. Lektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 13, 20— 41.(Er hat die Verwesung nicht gesehen.) Jyr männer, lieven Brüder, ihr sinder des Geschlechts Abraham, und die unter euch Gott fürchten, euch ist das Wort dieses heils gesandt. Denn die ju Jeru⸗ salem wohnen und die obersten, die⸗ weil sie diesen nicht kannten, noch die Stimme der propheten,(welche auf alle Säbbathe gelesen werden,) haven sie dieselben mit iyren Urteilen erfüllet. Und wiewohl sie keine Ursach des Todes an ihm fanden, vaten sie doch Pllatum, ihn ju töten. Und als sie alles vollen⸗ det hatten, was von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn von dem holj, un leg⸗ ten iyn in ein 6rab. Aber vott hat ihn auferwecket von den Toten; und er ist erschienen viele Tage denen, die mit ihm hinauf von Galiläa gen Jerusalem ge⸗ gangen waren, welche sind seine Zeugen an das Volk. Und wir auch verkündigen euch dle Verheißung, die ju unsern Vä⸗ tern geschehen ist, daß dieselbige Gott uns, ihren Kindern, erfüllt hat in dem. daß er Jesum auferwecket hat; wie denn im andern Psalm geschrieben stehet: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget.« Daß er ihn aber hat von den Toten auferwecket, daß er hinfort nicht mehr soll verwesen, spricht er also: »Ich will euch die önade, david verhei⸗ ßen, treulich halten. Darum spricht er auch am andern ort:»Du wirst es nicht Iugeben, lung sehe Zeit gedle ist er ents getan, un Den aber dle Verwe nun euch! Verkünnci den aurt um er Cpiste Wer da 0 ler sst vo lebetden duch den, anerkem lieben, u bebote Iu ott,, und seln Denn al s, ber Glaube if wunden Uelt ube Laß esu ler dld Iasus chr sondern Hehst is Wahrhel heugen U und der hum, ung helht Met. michnicht sfgefahren in ju mei⸗ Ich fahte eurem ba· urem bott. lu verklln⸗ len hErrn nit gesagt. .) iir geraten ne Nleren am alledel t jur Fech pleiben. herz, und c mein mau wscst lle lassen, I helllger aen Ueh Iedie fllle gechten zugeben, daß dein heiliger die Verwe⸗ sung sehe. Denn David, da er zu seiner Zeit gedienet hatte dem Willen Sottes, ist er entschlafen, und zu seinen Vätern getan, und hat die Verwesung gesehen. Den aber 6ott auferwecket hat, der hat die Uerwesung nicht gesehen. So sei es nun euch kund, lieben Brüder, daß euch verkündiget wird Vergebung der Sün⸗ den durch diesen und von dem allen, durch welches ihr nicht konntet im 6e⸗ setz Mosis gerecht werden. Wer aber an diesen glaubet, der ist gerecht. Sehet nun zu, daß nicht über euch komme, das in den Propheten gesagt ist:»Sehet, ihr Uerächter, und verwundert euch, und werdet zunichte; denn ich tue ein Wern zu euren Zeiten, welches ihr nicht glau⸗ ben werdet, so es euch jemand erzählen wird.« Am ersten Sonntag nach Ostern, gen. Ouasimodogeniti. Vormittags. Epistel. 1. 30h. 5, 1-13.(Was von sott gevoren ist, üverwinget die Weit.) Wer da glaubet, daß Jesus sei der christ, sind Eins. Und) drei sind, die da zeugen der ist von ott geboren; ung wer da liebet den, der ihn geboren hat, der lievet auch den, der von ihm geboren ist. Dar⸗ an erkennen wir, daß wir õottes finder lieben, wenn wir Gott lieben, und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu 6ott, daß wir seine öebote halten; und seine sevote sind nicht schwer. Denn alles, was von sott geboren ist, überwindet die Welt; und unser 6laube ist der Sieg, der die Welt über⸗ wunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, ohne der da glaubet, daß Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist es, der da kommt mit Waͤsser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut, und der eist ist es, der da jeuget, daß õeist Wahrheit ist. denn(drei sind, die da zeugen im himmel: der Vater, das Wort und der heilige 6eist; und diese drei auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind bei⸗ sammen. So wir der menschen Zeugnis annehmen, so ist õottes Zeugnis größer denn Gottes Zeugnis ist das, das er ge⸗ zeuget hat von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn ottes, der hat solches Zeugnis bei ihm. Wer Gott nicht glaubet, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubet nicht dem Zeugnis, das 6ott zeuget von seinem Sohne. Und das ist das Zeugnis, daß uns õott das ewige Leben hat gegeben, und solches Leben ist in seinem Sohne. Wer den sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des Soh; nes Gottes, auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige seben habet, und daß ihr glau· bet an den namen des Sohnes Gottes. vangelium. Joh. 20, 10-31.(Frlede sei mit euch.) um abend aber desselbigen Sabvaths, dã die 3ünger versammelt und die uren verschlossen waren aus furcht vor den zuden, Ram Jesus, und trat mitten ein, und spricht zu ihnen: friede sei mit euch! Und als er das sagte, zeigte er ihnen die hände ung seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den herrn sahen. Da sprach Jesus abermal ju ihnen:friede sei mit euch! öleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an, und spricht zu ihnen: nehmet hin den heiligen seist! Welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie be⸗ haltet, denen sind sie vehalten. Thomas aber, der Zwölfen einer, der da heißt zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus 8³3 kam. Da sagten die andern Jjünger zu ihm: Vir haben den herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen händen sehe die nägelmale, und lege meinen finger in die Uägel⸗ male, und lege meine hand in seine Seite, will ich es nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal seine jünger drinnen, und Thomas mit ihnen. ommit Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein, und spricht: friede sei mit euch! Darnach spricht er zu Tho- mas: Reiche deinen finger her, und siehe meine hände, und reiche deine hand her, und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: mein herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: dieweil du mich gesehen hast, Thoma, so glaubest du. Selig sind, die nicht seyen, und doch glauben. Nuch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei christ, der Sohn sottes, und daß ihr durch den Gläuben das Leben häbt in seinem namen. Epistolische Lektion. 1. Petri 1, 3 1. Die Gelovet sei ott und der Vater unsers herrn Jesu Christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen hoffnung durch dlie Ruferstehung Jesuchristi von denco⸗ ten, zu einem unvergänglichen und un⸗ vefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im himmel, euch, die iyr aus õottes macht durch den õlauben bewahretwerdetzurseligkeit, welchezu⸗ bereitet ist, daß sie offenvar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit(wo es sein soll) traurig seid in maͤncherlei Anfechtungen, auf daß euer õlauberecht⸗ schaffen und viel köstlicher erfunden werde denn das vergängliche 6old, das durchs feuer bewähret wird, zu Lob, preis und Ehre, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch lieb habt, und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet, so werdet ihr euch freuen mit un⸗ aussprechlicher und herrlicher freude, und das Ende eures 6laubens davon⸗ bringen, nämlich der Seelen Seligkeit. lebendige hoffnung.) und geforschet die Propheten, die von der zukünftigen onade auf euch geweis⸗ saget haben, und haven geforschet, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geist Christi, der in ihnen war, und ju⸗ vor bezeuget hat die Leiden, die in Christo sindg, und die herrlichkeit dar⸗ nach; welchen es offenbaret ist. Denn sie haben es nicht ihnen selbst, sondern uns dargetan, welches euch nun ver⸗ kündiget ist durch die, so euch das Cvan⸗ gelium verkündiget haben durch den heiligen seist, vom himmel gesanat; welches auch die ngel gelüstet ju schau⸗ en. darum so begürtet die enden eures oemüts, seid nüchtern, und setzet eure hoffnung ganz auf die 6nade, die euch angeboten wird durch die offenbarung Jesu christi, als gehor⸗ same kinder, und stellet euch nicht gleich wie vorhin, da ihr in Unwissen⸗ heit nach den Lüsten lebtet, sondern nach dem, der euch berufen hat, und heilig ist, seig auch ihr heilig in alle eurem Wandel. Denn es stehet geschrie⸗ ven:»Ihr sollt heilig sein, denn ich nach welcher Seligkeit haben gesuchet bin heilig. Evangelische Lektion. Joh. 21, 1- 19.(Simon Zohanna, hast du mich liev?) Darnach offenvarte sich Jesus abermal den Jüngern an dem meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aver also. Es waren beieinander Simon petrus und Thomas, 8⁴ der da he von fana Zebedatu Ppricht Si Uim fischen do wollen hinausun und in Uchts. dr Tund est wußten Pricht) hr nicht ihm: nei Uerfet d sowerget honnten Menge cl Welchen st ger 5 daß kES hema un und war Aunger, (enn sle songern vogen qa nun aust ohleng Ppricht) en isch Simon p Hieh auf hundert wohl das r00 nd sei nicht „. Tyomas ym: iein t Aesus iu ehen hast 9 sind, dle ben. Auch vor seinen en sind mn eschrleben, chrsst, Gen lurch den in seinem der da heißt Zwilling, und nathanael von Kana aus Galiläa, und die Söhne Zebedäiund andere zween seiner)ünger. Spricht Simon petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: 5o wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsobald, und in derselbigen nacht fingen sie nichts. da es aber jetzt Morgen ward, stund Jesus am Ufer; aber die jünger wußten es nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: finder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: nein. eEr aber sprach zu ihnen: Werfet das netz zur Kechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie, und konnten es nicht mehr ziehen vor der menge der fische. Da spricht der Jünger, welchen Jesus lieb hatte, zu Petro: Es ist der hérr! Da Simon Petrus hörte, daß es der herr war, gürtete er das hemd um sich,(denn er war nackend,) und warf sich in das eer. Die andern jünger aber kamen auf dem Schiffe, (denn sie waren nicht ferne vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen,) und jogen das netz mit den ßischen. Als sie nun austraten auf das Cand, sahen sie gohlen gelegt und fische drauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringet her von den fischen, die iyr jetzt gefangen habt. Simon petrus stieg hinein, und jog das netz auf das Land voll großer fische, hungert und drei und funfsig. Und wie wohl ihrer so viele waren, jerriß doch das netz nicht. Spricht Jesus ju ihnen: Rommt und haltet das mahl. niemand aber unter den Jjüngern durfte ihn fra⸗ gen: Wer bist du? Denn sie wußten es, daß es der hErr war. Da kommt Jesus, und nimmt das Brot, und gibt es ihnen, desselbigen gleichen auch die ßische. Das ist nun das dritte mal, daß Jesus offen⸗ bäret ist seinen jüngern, nachdlem er von den Toten auferstanden ist. Da sie nun das mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon petro: Simon Johanna. häst du mich liever, denn mich diese häben? Er spricht zu ihm: Ja, hérr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er ju ihm: Weide meine Lammer! Spricht er zum andern mal zu ihm: Simon Jo- hanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, herr, du weißt, daß ich dich lieb häbe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum dritten Mal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum dritten mal zu ihm sagte: hast du mich lieb?ꝰ und sprach zu ihm: hErr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus ju ihm: Weide meine Schafe! Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du jünger warest, gürtetest du dich selbst, und wandeltest, wo du hin wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine hände ausstrecken, und ein andrer wird dich gürten, und führen, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber, zu deuten, mit welchem Tode er sott preisen würde. Da er aber das gesagt, spricht er ju ihm: folge mir nach! nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jes. 52, 1- 10.(Die füße der Boten auf den Bergen.) mache dich auf, mache dich auf, Zion! Zieye deine Stärke an, schmücke dich herrlich, au heilige Stadt Jerusalem! Denn es wird hinfort kein Unbeschnitte⸗ ner oder Unreiner in dir regieren. Mache dich aus dem Staube, stehe auf, du ge⸗ fangene Jerusalem! mache dich los von den Banden deines halses, du ge⸗ 85 fangene dochter Zion! Denn also spricht der hErr: Ihyr seid umsonst verkauft; ihr sollt auch ohne õeld erlöset werden. Denn so spricht der hérr, hérr: mein Volk jog am ersten hinab in Agypten, daß es daselbst ein õast wäre; und Assur hãt ihm ohne lrsach õewalt getan. Aber wie tut man mir jetzt allhie! spricht der SEEEEEEEEEEEEEEEEE Err. mein Volk wird umsonst ver⸗ führet; seine herrscher machen eitel heu⸗ len, spricht der herr, und mein HName wird immer täglich gelästert. Darum soll mein Volk meinen namen kennen zu derselbigen Zeit; denn siehe, ich will selbst reden. Wie Uleblich sind auf den Bergen die füße der Boten, die da frie- den verkündigen, Gutes predigen, heil verkündigen; die da sagen zu Zion: Dein Gott ist õnigl Deine Wächter rusen laut Cektion aus dem mit ihrer Stimme, und rühmen mit⸗ einander; denn man wird es mit Augen sehen, wenn der hérr Zion be⸗ kehret. Lasset fröhlich sein, und mit⸗ einander rühmen das Wüste ju Jerusa⸗ lem; denn der herr hat sein Volk ge⸗ tröstet, und Jerusalem erlöset. Der herr hat geoffenbaret seinen heiligen Arm vor den Augen aller heiden; daß aller Welt Ende siehet das heil unsers Gottes. neuen Testamente. 2. Kor. 5, 1- 10. Das haus, das ewig ist im himmel.) Wir wissen aber, so unser irdisch aus dieser hütte zerbrochen wird, daß wir einen Bau haben von 6ott erbauet, ein haus, nicht mit händen gemacht, das ewig ist, im himmel. Und über dem⸗ selbigen sehnen wir uns auch nach unsrer gehausung, die vom himmel ist, und uns verlanget, daß wir damit über⸗ kleidet werden; so doch, wo wir ve⸗ kleldet, und nicht bloß erfunden werden. Denn dieweil wir in der hütte sind, sehnen wir uns, und sind beschweret; untemal wir wollten liever nicht ent⸗ kleidet, sondernüberkleidet werden, auf daß das Sterbliche würde verschlungen von dem Leven. Der uns aber zu dem⸗ selbigen bereitet, das ist ott, der uns das Pfand, den Geist, gegeben hat. Wir sind aber getrost alle Zeit, und wissen, daß, dieweil wir im Leive wohnen, so wallen wir dem hérrn; denn wir wan⸗ deln im õlauben, und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und haben vlel⸗ mehr Lust, außer dem Leibe zu wallen, und daheim zu sein vei dem hẽrrn. Dar⸗ um fleißigen wir uns auch, wir sind daheim, oder wallen, daß wir ihm wohlgefallen. denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Kichtstuhl Christi, auf daß ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat vei Leibes Leben, es sei gut oder böse. Am zweiten Sonntag näch Ostern, genannt suisericordias Domini. Vormittags. Epistel. 1. petri 2, 10-25. Ohr waret wie die irrenden Schafe.) Denn das ist snade, so jemand um des sewissens willen zu Gott das Ubel ver⸗ trägt, und leidet das Unrecht. Ddenn was ist das für ein Ruhm, so ihr um Missetat wllen Streiche leidet? Rber wenn ihr um Wohltat willen leidet und erduldet, das ist 6nade bei õott. Denn daju seid ihr verufen; sintemal auch cyristus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nach⸗ folgen seinen fußstapfen; welcher keine sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem munde erfunden; welcher nicht wleder schalt, da er gescholten ward, nicht drohete, da er litt; er stellte es aber dem heim, der da recht richtet, welcher unsre Sünde selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der õe⸗ rechtigkeit leven; durch welches Wunden ihr seid heil worden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret ju dem irten und Bischof eurer Seelen. 86⁰ Ich bin e läßt sein Ung abe Schase ni. kommen, slehet; v streuet d sliehet; e achtet de hirte, un bekannt Dater le Undich! auch Les wleder S SSSSSSSSEEEEEEEEEE kvangelium. Joh. 10, 12- 18.(Ich bin ein guter hirte.) Ich bin ein guter hirte. Ein guter hirte läßt sein Leben für die Schafe. Ein miet⸗ Ung aber, der nicht hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, und verläßt die Schafe, und fliehet; und der Wolf erhaschet und jer; streuet die Schafe. Der mietling aber fliehet; denn er ist ein mietling, und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter hirte, und erkenne die einen, und bin vbekannt den meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andre Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselbigen muß ich herführen, und sie werden meine stimme hören, und wird Eine herde und Ein hirte werden. Darum liebet mich mein Vater, daß ich mein Ceben lasse, auf daß ich es wieder neh⸗ me. niemand nimmt es von mir, son⸗ dern ich lasse es von mir selber. Ich habe es maͤcht zu lassen, und habe es macht wieder zu nehmen. Solches Gebot häbe ich empfangen von mei⸗ nem vater. Epistolische Lektion. Röm. 14, 6— 13.(Wir sind des herrn.) Welcher auf die Tage hält, der tut es dem herrn; und welcher nichts darauf hält, der tut es auch dem hẽrrn. Welcher isset, der isset dem herrn, denn er dan⸗ ket sott; welcher nicht isset, der isset dem herrn nicht, und danket Sott. Denn unser keiner lebt ihm selber, und keiner stirvt ihm selber. Leben wir, so leben wir dem herrn; sterben wir, so sterven wir dem herrn. Dar⸗ um, wir leben oder sterben, so sind wir des hrrn. Denn daju ist Christus auch gestorben, und auferstanden, und wiedler levendig worden, daß er über Tote und Lebendige hérr sei. Du aver, was richtest du deinen Bruder? oder du andrer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Bicht⸗ stuhl christi dargestellet werden; nach dem geschrieven stehet: ⸗So wahr als ich lebe, spricht der herr, mir sollen alle senlee gebeuget werden, und alle Zungen sollen õott vekennen.⸗So wird nun ein jeglicher für sich selbst ott Rechenschaft geben. Darum laßt uns nicht mehr einer den andern richten; sondern das richtet vielmehr, daß niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Argernis darstelle. Eväangelische Lektion. Joh. 14, 1— 14. Och bin der Weg, die Wahrheit und das Leven.) Ung er sprach ju seinen jüngern: Euer heri erschrecke nicht. élauvet ihr an ott, so glaubet ihr auch an mich. In meines vaters hause sind viel Woh⸗ nungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Stätte zu vereiten, will ich doch wiederkommen, und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo 8⁷ ich bin. Und wo sch hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm chomas: herr, wir wissen nicht, wo du hingehest; und wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht ju ihm: Ich bin der Weg, und die Wahrheit und das Ceben; niemand kommt jum vater denn durch mich. Wenn ihr mich ken⸗ netet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht iu ihm Phi⸗ lippus: herr, zeige uns den Vater, so genüget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange vin ich vei euch, und du kennest mich nicht? philippe, wer mich siehet, der siehet den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den vater? lauvest du nicht, daß ich im Vater, und der vater in mir ist? Die Worte, die ich ju euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der vater aver/ der in mir wohnt, daß ich im Vater, und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere denn diese tun; denn ich gehe zum vater, und was ihr bitten werdet in meinem namen. das will ich tun, auf daß der Vater ge⸗ ehret werde in dem Sohne. Was ihr vitten werdet in meinem namen, das dersewige tut die Werke. 6laubet mir, will ich tun. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. hesekiel 34, 11 16.(Ich will mich meiner herde selbst annehmen.) denn so spricht der herr, herr: Siehe, ich will mich meiner herde selbst an⸗ nehmen, und sie suchen. Wie ein hirte seine Schafe suchet, wenn sie von seiner herde verirret ind, also will ich meine Schafe suchen, und will sie erretten von allen örtern, dahin sie jerstreuet waren zu der Zeit, da es trübe und finster war. Ich will sie von allen vlkern ausführen, und aus allen Tãndern versammeln, und will sie in ihr Land führen, und will sie welgen auf den Bergen Israels und in allen Ruen und auf allen Angern des Cektion aus dem Candes. Ich will sie auf die veste Weide führen, und iyre hürden werden auf den hohen Bergen in Israel stehen; daselbst werden sie in sanften hürden liegen, und fette Weide haven auf den Bergen Israels. Ich will selbst meine Schase weiden, und ich will sie lagern, spricht der herr, herr. Ich will das Verlorne wiedersuchen, und das Verirrte wieder⸗ vringen, und das verwundete verbin⸗ den, und des Schwachen warten; ung was sett und stark ist, will ich vehüten, und will ihrer pflegen, wie es recht ist. neuen cestamente. 1. petri 4, 12 19. Der õeist der serrlichkeit in der Schmach.) Iyr Lieben, lasset euch die hitze, so euch begegnet, nicht vefremden,(die euch widerfährt, daß ihr versuchet werdet,) als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß iyr auch jur Zeit der offenbarung seiner herrlichkeit freude und Wonne haben möget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmähet werdet Über dem namen christi; denn der õeist, der ein eist der herrlichkeit und oottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er ver⸗ lãstert, aber vei euch ist er gepriesen. niemand aber unter euch leide als ein MRörder oder Dieb oder Ubeltäter, oder der in ein fremd Amt greist. Leidet er aber als ein christ, so schãme er sich nicht⸗ er ehre aber õott in solchem fall. Denn es ist Zeit, daß anfange das õericht an dem hause sottes. So aver zuerst an uns, was will es für ein Ende werden mit denen, die dem Cvangelio Gottes nicht glauben? Und so der õerechte kaum erhalten wira, wo will der õottlose und sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach õottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen besehlen, als dem treuen Schöpfer, in guten Werken. 88 Im d lleben gr dlefremd euch von wider ait einen gut auf daß d von beit und bott Lag homu menschlit Wlllen, es sten, ocer sanaten! Aberem sehen; u werget il zum vatt selnen 0 las das- Iowercet er ei sehen, 1 prachen lber ein er recet. Ragen u Davon fr Resagt j det ihr n —— ter in mir loch um währlich, glaubet, n, ale ich diese fun⸗ und was nnamen, Vater ge⸗ Was iht men, das Am dritten Sonntag nach Ostern, genannt Jubilate. Vormittags. Epistel. 1. petri 2, 11—18.(ñ Lieven Brüder, ich ermahne euch, als die fremdlinge und pilgrime: Enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, und führet einen guten Wandel unter den heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Ubeltätern, eure guten Werke sehen, und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seid untertan aller menschlichen ordnung um des herrn willen, es sei qem önige, als dem ober⸗ sten, oder den hauptleuten, als den õe⸗ sandten von ihm zur Rache über die Is die fremdlinge und Pilgrime.) lbeltäter und zu Lobe den frommen. Denn das ist der Wille oottes, daß ihr mit Wohltun verstopfet die Unwissen⸗ heit der törichten menschen, als die freien, und nicht, als hättet ihr die freiheit zum Deckel der Bosheit, son⸗ dern als die fnechte õottes. Tut Chre jedermann. habt die Brüder lieb. fürch; tet Gott. Chret den Rönig. r senechte, seid untertan mit aller ßurcht den herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunder⸗ lichen. Evangelium. Joh. 16, 160—23.(Eure freude soll niemand von euch nehmen.) uber ein leines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber über ein gleines, so werdet ihr mich sehen; denn ich gehe jum Vater. Da sprachen etliche unter seinen jüngern untereinander: Was ist das, das er sagt zu uns: lber ein sleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein sleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ich zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, das er sagt: uver ein gleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, daß sie iyn fragen wollten, und sprach ju ihnen: Davon fragt ihr untereinander, daß ich gesagt habe: uber ein fleines, so wer⸗ det ihr mich nicht sehen, und aber über ein seleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jhr werdet weinen und heulen, aber die Weit wird sich freuen; ihr aber werdet traurig sein; doch eure Traurigkeit soll in freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebieret, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist kommen. Wenn sie aber das ftind gevoren hat, dent sie nicht mehr an die Angst um der freude willen, daß der ensch zur Welt geboren ist. Ind ihr habt auch nun raurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer herz soll sich freuen, und eure freudesollniemana von euch nehmen. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Epistolische Lektion. 1. Joh. 3, 1-6.(Dir werden ihn sehen, wie er ist.) Sehet, weich eine Cieve hat uns der Va⸗ ter erjeiget, daß wir õottes sinder sollen heißen! Darum kennet euch die Welt nicht; denn sie kennet ihn nicht. meine Lieben, wir sing nun bottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeglicher, 809 der solche hoffnung hat ju ihm, der reiniget sich, gleich wie er auch rein ist. Wer Sunde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsre Sünde wegnehme, und ist keine Sünde in ihm. Wer in ihm bleibet, der sündiget nicht; wer da sün⸗ diget, der hat ihn nicht gesehen, noch erkannt. ‚ nd Madnt Kvangelische Lektion. Joh. 12, 20- 26.(Die Zeit ist ommen, daß des menschen Sohn verkläret werde.) Es waren aber etliche öriechen unter denen, die hinaufkommen waren, daß sie anbeteten auf das fest. Die traten zu philippo, der von Bethsaida aus Ga⸗ lilãa war, vaten ihn, und sprachen: herr, wir wollten Jesum gerne sehen. Phi⸗ lippus kommt, und sagt es Andreas, und philippus und ndreas sagten es weiter Jesu. Jesus aver antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist ommen, daß des menschen sohn verkläret werde. Wahr⸗ lich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weijenkorn in die Erde falle, und ersterbe, so bleibt es allein; wo es aber erstirbt, so vringt es viel früchte. Wer sein Leven lieb hat, der wird es verlieren; und wer sein Leben in dieser Welt hasset, der wird es erhalten zum ewigen even. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. psalm 23. Der herr ist mein hirte.) Der herr ist mein hirte; mir wird nichts mangein. er weidet mich auf einer grünen Rue, und führet mich zum frischen Wasser: er erquicket meine Seele er führet mich auf rechter Straße um seines namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich nein Unglück; denn du vbist vei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch ge⸗ gen meine feinde. Du salbest mein haupt mit öl, und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit wer⸗ den mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im hause des hérrn immerdar. Lektion aus dem neuen Testamente. 2. Tim. 1, 3 14.(Der heilige Ruf.) Ich danke 6ott, dem ich diene von mei⸗ nen voreltern her in reinem 6ewissen, daß ich ohne Unterlaß dein gedenke in meinem 6ebet Tag und nacht. Und mich verlanget, dich zu sehen, wenn ich denke an deine Trͤnen, auf daß ich mit freu⸗ de erfüllet würde; und erinnere mich des ungefärvten 6lauvens in dir, wel⸗ cher juvor gewohnet hat in deiner õroß⸗ mutter Lolis und in deiner mutter Cu⸗ nike; bin aber gewiß, daß auch in dir. Um welcher Sache willen ich dich erin⸗ nere, daß du erweckest die õabe õottes, die in dir ist durch die Ruflegung mei⸗ ner hande. Denn õott hat uns nicht ge⸗ geben den oeist der furcht, sondern der fraft und der Liebe und der Zucht. Darum so schäme dich nicht des Zeug⸗ nisses unsers hrrn, noch meiner, der ich sein oebundener vin, sondern leide dich mit dem Evangelio, wie ich, nach der straft Gottes; der uns hat selig ge⸗ macht, und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem vorsatz und önade, die uns gegeben ist inchristoJesu vor der Zeit der Weit, jetzt aver offenbaret durch die Er⸗ scheinung unsers heilandes Jesu christi, der dem Tode die macht hat genommen, und das even und ein unvergänglich Wesen an das Licht gebracht durch das vangelium, zu welchem ich gesetzt vin 9⁰ ein Predlt heiden. solchesle denn ich und bin Hellage! um v Sellg t erduldet sst, wird sangen, denen, g sage, we von sott uicht ei suchet nI wird ver . Lustt et Werdt.) zsei denn, rde fallt, in; wo 15 el früchte. T wird es in aleser alten zum mwill⸗ ller I da sol wer Mit aterehten. ein Prediger und Rpostel und ehrer der heiclen. Um welcher Sache willen ich solches leide; aver ich schäme michs nicht ⸗ denn ich weiß, an welchen ich glaube, und bin gewiß, daß er kann mir meine geilage bewahren bis an jenen Tag. halte an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du von mir gehöret hast, vom Glauben und von der Liebe in Thristo Jesu. Diese gute Beilage be⸗ wäͤhre durch den heiligen õeist, der in uns wohnet. Am vierten Sonntag nach Ostern, genannt Cäantate. Vormittags. Epistel. 3an. 1, 12—21.(oejeuget durch das Wort der Wayrheit.) Selig ist der ann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens emp⸗ fangen, welche sott verheißen hat denen, die ihn liev haben. niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn sott ist nicht ein versucher zum bösen, er ver⸗ suchet niemand; sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eig⸗ nen Lust gereizet und gelocket wird. Dar⸗ nach, wenn die Lust empfangen hat, gevieret sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod. Irret nicht, lileven Brüder. Alle gute õabe und alle vollͤkommene sabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine VUer⸗ änderung, noch Wechsel des Lichts und der finsternis. Er hat uns gejeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlinge seiner reaturen. Darum, Ueben Brü⸗ der, ein jeglicher mensch sei schnell, zu hören; langsam aber, zu reden, und langsam jum Zorn. Denn des menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflan⸗ jet ist, welches kann eure Seelen selig maächen. vangelium. Joh. 16, 5 5.(Es ist euch gut, daß ich hingehe.) nun aver gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fragt mich: Wo gehest du hin? Sondern, dieweil ich solches zu euch geredet have, ist euer herz voll Trauerns worden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so hommt der Tröster nicht ju euch; so ich aber hingehe, will ich iyn ju euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen um die Sünde und um die öerechtigkeit und uni das õericht: Um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; um die be⸗ rechtigkeit aber, daß ich jum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, daß der fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch vlel zu sagen; aber ihr könnet es setzt nicht tragen. Wenn aver jener, der õeist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünstig ist, wird er euch verkün⸗ digen. Derselbige wird mich verklären; denn von dem meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen. Alles, waäs der Vater hat, das ist mein. Dar⸗ um häbe ich gesagt: Er wird es von dem meinen nehmen, und euch ver⸗ kündigen. 9¹ Epistolische Lektion. 2. Tim. 2, 8.(Sterben wir mit, so werden wir mit leben.) halte im õedächtnis Jesum christum, der auferstanden ist von den Toten, aus dem samen davids, nach meinem vangelio⸗ über welchem ich mich leide bis an die Bande als ein Übeltäter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Ruserwählten willen, auf daß auch sie die Seligkeit erlangen in christo Jesu mit ewiger herrlichkeit. Das ist je gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mit leben; dulden wir, so werden wir mit herr⸗ schen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; glauben wir nicht, so bleibet er treu; er kann sich selbst nicht leugnen. Cvangelische Lektion. Joh. C, 60- 71.(Wollt ihr auch weggehen?) Uiele nun seiner Jjünger, die das höre⸗ ten, sprachen: Das ist eine harte Kede; wer kann sie hören? Da Jesus aber bei sich selbst merkte, daß seine jünger dar⸗ über murreten, sprach er zu ihnen: Ar⸗ gert euch das? Wie, wenn ihr denn sehen werdet des menschen Sohn auf⸗ fahren dahin, da er zuvor war? Dder Geist ist es, der da lebendig macht; das fleisch ist kein nütze. Die Worte, die ich recle, die sind õeist und sind Leven. Aber es sind etliche unter euch, die glauben nicht. denn Jesus wußte von Anfang wohl, welche nicht glaubend waren, und welcher ihn verraten würde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vaͤter gegeben. Von dem an gingen seiner Jünger viel hinter sich, und wandelten hinfort nicht mehr mit ihm. Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon petrus: herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen ebens; und wir haben ge⸗ glaubet, und erkannt, daß du bist chri⸗ stus, der Sohn des lebendigen Gottes. Jesus antwortete ihm: have ich nicht euch Zwölfe erwählet? und euer einer ist ein Teufel. Er redete aber von dem Ju⸗ das Simon Ischarioth; derselbige verriet ihn hernach, und war der Zwölfen einer. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Jesaias 57, 11-21.(Er erquickt das herz der Zerschlagenen.) vor wem bist du so sorgfaltig, und fürch⸗ test also, so du doch mit Lügen umgehest, und denkest an mich nicht, und nimmst es nicht ju herzenꝛ sneinest du, ich werde allewege schweigen, daß du mich so gar nicht fürchtest? Ich will aber deine 6e⸗ rechtigkeit anzeigen und deine Werke, daß sie dir kein nütze sein sollen. Wenn du rufen wirst, so laß dir deine haufen helsen. Aber der Wind wird sie alle weg⸗ führen, und Eitelkeit wird sie wegneh⸗ men. nber wer auf mich trauet, wird das Tand erben, und meinen heiligen Berg besitzen, und wird sagen: machet Bahn, maͤchet Bahn, räumet den Weg, hebet die Anstöße aus dem Wege meines Volks! Denn also spricht der hohe und krhabene, der ewiglich wohnet, des Na⸗ me heilig ist: Der ich in der hoöhe und im heiligtume wohne, und bei denen, so jerschlagenen und demütigen 6eistes sind, auf daß ich erquicke den õeist der õedemütigten und das herz der Zerschla⸗ genen, ich will nicht immerdar hadern, und nicht ewiglich zürnen, sondern es soll von meinem Angesicht ein õeist we⸗ ben, und ich will odem machen. Ich war zornig über die Untugend ihres õeijes, 92 — und schly nete, dag ihres heer sah, heilt ihnen wit gene Leid Lippen sa Solcheser herrn, d Welches! ren, die d Muerzeig afliche Uort de osenses llft viel ihr Wort unter We tus, welc undsage schehen, hehret. x stehet un hennet d Im f rlichkeit. Sterben it leben⸗ mit herr⸗ rd er un nicht, so elbst nicht men, es sei gegeben. inger viel nfort nicht sus Iu llen gehen⸗ Dã und schlug sie, vervarg mich, und zür⸗ nete; da gingen sie hin und her im Wege ihres herzens. Aber da ich ihre Wege an⸗ sah, heilte ich sie, und leitete sie, und gab ihnen wieder crost, und denen, die über jene Leid trugen. Ich will frucht der Lippen schaffen, die da predigen: friede, friede, veide denen in der ferne und denen in der nähe, spricht der heErr, und will sie heilen. Aber die 6ottlosen sind wie ein ungestüm meer, das nicht stille sein kann, und seine Wellen got und Unflat auswerfen. Die õottlosen haben nicht frieden, spricht mein ott. Lektion aus dem neuen Testamente. 2. Tim. 2, 14- 23. Der herr kennet die Seinen.) Solches erinnere sie, und veeuge vor dem hErrn, daß sie nicht um Worte zanken, welches nichts nütze ist, denn zu verkeh⸗ ren, die da zuhören. Befleißige dich, Gott zu erzeigen einen rechtschaffenen undun⸗ sträflichen Arbeiter, der da recht teile das Wort der Wahrheit. Des ungeistlichen, losenseschwätzesentschlage dich denn es hilft viel zum ungöttlichen Wesen. Und ihr Wort frißt um sich wie der grebs; unter welchen ist hymenäus und Pphile⸗ tus, welche der Wahrheit gefehlet haben, und sagen, die Ruferstehung sei schon ge⸗ schehen, und haben etlicher ölauben ver⸗ kehret. Aber der feste õrund Gottes ve⸗ stehet und hat dieses Siegel: Der hérr kennet die Seinen; und: Es trete ab von der Ungerechtigkeit, wer den Hamen christi nennet. In einem großen hause aber sind nicht allein goldene und sil⸗ berne õefaße, sondern auch hölzerne und irdene, und etliche zu chren, etliche aber zu Unehren. So nun jemand sich reini⸗ get von solchen Leuten, der wird ein geheiligt faß sein zu den Chren, dem hausherrn bräuchlich, und zu allem gu⸗ ten Werk bereitet. ßliehe die Lüste der Jugend; jage aber nach der 6erechtig⸗ keit, dem 6lauben, der LCiebe, dem frie· den mit allen, die den hérrn anrufen von reinem herzen. Aber der törichten und unnützen fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank ge⸗ bären. um fünften Sonntag nach ostern, genannt Rogäate. — Vormittags. Epistel. Jak. I. 22—27. Der reine undg unbefleckte öottesdienst.) Seid aber Täter des Worts, und nicht hörer allein, damit ihr euch selbst be⸗ trüget. denn so jemand ist ein hörer des Worts, und nicht ein Täter, der ist gleich einem manne, der sein leiblich ungesicht in einem Spiegel beschauet. Denn, nachdem er sich veschauet hat, gehet er von Stund an davon, und ver⸗ gißt, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommene oesetz der freiheit, und darinnen beharret, und ist nicht ein vergeßlicher hörer, sondern ein Täter, derselbige wird selig sein in seiner Tat. so aber sich jemand unter euch läßt dünken, er diene õott, und hãlt seine Zunge nicht im Zaun, sondern verführet sein herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter oottes- dienst vor Gott, dem Vater, ist der: Die Wwaisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen, und sich von der Welt unbe⸗ fleckt vehalten. Evangelium. Joh. 16, 23-33.(Bittet, so werdet ihr neymen.) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Sso meinem namen, so wird er es euch ge · ihr den vater etwas bitten werdet inven. Bisher habt ihr nichts geveten in 93 meinem namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure freude vollkommen sei. Solches habe ich zu euch durch Sprich⸗ wort geredet. Es hommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden werde, sondern euch frei her⸗ aus verkündigen von meinem vater. In demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem namen. Und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet, und glaubet, daß ich von õott ausgegangen bin. Ich bin vom vater ausgegangen, und kommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt, und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus, und sagst kein Sprichwort. nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfst nicht, daß dich jemand frage; darum glauben wir, daß du von 6ott ausge⸗ gangen bist. Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr. Siehe, es kommt die Stunde, und ist schon kommen, daß ihr jerstreuet werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich allein lasset. Aber ich bin nicht allein; denn der Vater ist vei mir. Solches habe ich mit euch geredet, daß ihr in mir frieden habt. In der Weit havt ihr Angst; aber seid gtrost, ich häbe die Welt überwunden. Epistolische Lektion. 1. Tim. 2, 1-6.(Fürbitte für alle menschen.) So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst tue bitte, õebet, fürbitte und Danksagung für alle menschen, für die Könige und für alle obrigkeit, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller õottseligkeit und Chrbarkeit. Denn solches ist gut, daiu auch angenehm vor Gott, unserm hei⸗ lande, welcher will, daß allen menschen geholfen werde, und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. denn es ist Ein ott und Ein mittler zwischen Gott und den menschen, nämlich der mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, daß solches ju seiner Zeit geprediget würde. Euangelische Lektion. Joh. 17, 1 11.(Ich vitte für d Solches redete Jesus, und hub seine Ru⸗ gen auf gen himmel, und sprach: Vater, die Stunde ist hie, daß du deinen Sohn verklärest, auf daß dich dein Sohn auch verkläre; gleich wie du ihm macht hast gegeben über alles ßleisch, auf daß er das ewige seven gebe allen, die du ihm gegeven hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, da du allein wahrer 6ott bist, und den du gesandt hast, Je⸗ sum christum, erkennen. Ich habe dich verkläret auf Erden, und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte. Und nun verkläre mich, du vater, bei dir selbst mit der felarheit, die ich vei dir hatte, ehe die Welt war. Ich häbe deinen namen ossenvaret den menschen, die du mir von der Weilt gegeben hast. Sie waren ie, die du mir gegeven hast.) dein, und du hast sie mir gegeven, und sie haben dein Wort behalten. Nun wis⸗ sen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gege⸗ ven; und sie haben es angenommen, und erkannt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte für sie, und vitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeven hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein: und ich vin in ihnen verkläret. Und ich bin nicht mehr in der Weit; sie aver sind in der Weit, und ich komme zu dir. heiliger Vater, erhalte sie in deinem namen, die du mir gegeven hast, daß sie eins seien, gleich wie wir. 94 sleinerar und ich herr, ble dächtnts aufmache denn es if und die St knechte W würde, w und Faly heiden g Aund alle daß der ͤ in selner betderdbe öebet ni die nach geschaffe loben. d Ihen 66 himmel: Wir erm. bermahn Kleinmil Reaui daß nier vergelte ten nach gen sege betet o0 allen 0 bottes ir e Junger: aus, und isen wir, bedarfft e/ darum tt aulsge⸗ te ihnen: ommt die daß ihr er in das Aber ich nier ist bei gerellet, pt. In dr gtrost ich nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. psalm 102, 12- 29.(EEr wendet sich jum öebet der Verlassenen.) meine cage sind dahin wie ein Schatten, und ich verdorre wie 6ras. Du aber, 5Err, bleibest ewiglich, und dein 6e⸗ dächtnis für und für. Du wollest dich aufmachen, und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, und die Stunde ist kommen. Denn deine senechte wollten gerne, daß sie gevauet würde, und sãähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden, daß die heiden den Namen des 6Errn fürchten, und alle Könige auf Erden deine Chre, daß der herr Zion bauet, und erscheinet in seiner hre. Er wendet sich jum 6e⸗ vet der Verlassenen, und verschmãähet ihr hebet nicht. Das werde geschrieben auf die nachkommen; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den herrn loben. Denn er schauet von seiner hei⸗ Ugen höhe, und der hérr siehet vom himmel auf Erden, daß er das Seufien des 6efangenen höre, und losmache die Rinder des Todes; auf daß sie zu Zion predigen den namen des hérrn undg sein Lob ju Jerusalem, wenn die Völker zusammenkommen undddie Fönigreiche, dem hẽrrn zu dienen. Er demütiget auf dem Wege meine fraft, er verkürjet meine cage. Ich sage: mein õott, nimm mich nicht weg in der hälfte meiner Tage! Deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner hände Werk. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein 6e⸗ wand; sie werden verwandelt wie ein leid, wenn du sie verwandeln wirst; du aber bleibest, wie du bist, un deine Jahre nehmen kein Ende. Die seinder deiner snechte werden blei⸗ ben, und ihr Same wird vor dir ge⸗ deihen. Cektion aus dem neuen Testamente. 1. Thess. 5, 14-25.(Beten und danken.) Uir ermahnen euch aber, lieven Brüder, vermahnet die Ungezogenen, tröstet die sleinmütigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen sedermann. Sehet ju, daß niemand Böses mit Bösem semand vergelte, sondern allezeit jaget dem 6u⸗ ten nach, veide untereinander und ge⸗ gen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in christo Jesu an euch. Den õeist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht, prüfet aber alles und das Gute behaltet. meidet allen bösen Schein. Et aber, der õott des friedens, heilige euch durch und durch, und euer 6eist ganz, samt der seele und Leib, müsse be⸗ halten werden unsträflich auf die Zu⸗ kunft unsers hErrn Jesu christi. 6e⸗ treu ist er, der euch rufet, welcher wird es auch tun. Cieben Brüder, ve⸗ tet für uns. himmelfahrt. vormittags. Cpistel. npgsch. I, 1—11.(er ward aufgehoben zusehends) Die erste Rede habe ich war getan, lie⸗ ver cheophile, von alle dem, das Jesus anfing, beide zu tun und zu lehren vis an den cag, da er aufgenommen wara, nachdem er den Rpostein(weiche er hatte erwählet) durch den heiligen õeist Befehl getan hatte, welchen er sich nach seinem Leiden levendig erzeiget hatte 95 SSSSSSSSSSSEE durch mancherlei rweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Ver⸗ heißung des Vaters, welche ihr habt ge⸗ höret(prach er) von mir; denn Jo⸗ hannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so jqusammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: hErr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Jsrael? Er sprach aber ju ihnen: Es gebühret euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner macht vorbehalten hat; sondern ihr werdet die fraft des heiligen 6eistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein ju Jerusalem und in ganz Judãa und Sama⸗ ria und bis an das Ende der rde. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Rugen weg. Und als sie ihm nachsahen gen himmel fahreng, siehe, da stunden bei ihnen zween männer in weißen sleidern, welche auch sagten: Ihr männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenom⸗ men gen himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen himmel fahren. vangelium. Marci 16, 14-20.(Er ward aufgehoven gen himmel.) Zuletzt, da die E ife zu Tische saßen, offen· varte er sich, und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens härtigkeit, daß sie nicht geglauvet hatten denen, die ihyn geseyen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt, und predliget das Cvangelium aller sreatur. Wer da glauvet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammet wer⸗ den. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem namen werden sie deufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und der hérr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward aufgehoben gen himmel, und sitzet jur rechten hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen orten; und der héErr wirkte mit ihnen, undg ve⸗ kräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. CEpistolische Lektion. Ehr. 9, 24— 10, 14.(christus vor dem Angesichte õottes für uns.) Denn christus ist nicht eingegangen in das heilige, so mit händen gemacht ist,(welches ist ein segenbild der Recht⸗ schaffenen,) sondern in den Himmel seibst, nun zu erscheinen vor dem An⸗ gesichte õottes für uns; auch nicht, daß er sich oftmals opfere, gleich wie der hohepriester gehet alle Jahre in das heilige mit fremdem blut; sonst hätte er oft müssen leiden vom Anfang der Weit her. nun aver, am Ende der Weit, ist er Einmal erschienen, durch sein eigen opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den menschen ist gesetzt, inmal zu ster⸗ ben, darnach aber das õericht; also ist Christus Einmal geopfert, wegjunehmen vieler Sünden; zum andern mal aber wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit. Denn das sesetz hat den Schatten von den zu⸗ künftigen 6ütern, nicht das Wesen der bõüter selbst, alle Jahre muß man opfern immer einerlei opfer, und kann nicht, die da opfern, vollkommen machen; 90 sonst hät die, so⸗ wsssen u wennsie dern esg ein bedẽ Dennest Bochsbly da er in Opfer u den Leib brando ulcht. d im Zuch schrieve Willen. vopfer Sündop — uern ihr n belstes kommen en sein ju mdsama⸗ erlle. Ind gehoben ahm ihn nũd als sie fahrena, en zween Hele auch Hilda, was lel? Nieser ufgenom⸗ en, wieiht iel fahren. sonst hätte das Opfern aufgehöret, wo die, so am Gottesdienst sind, kein Ge⸗ wissen mehr hätten von den Sünden, wenn sie Einmal gereiniget wären. Son⸗ dern es geschiehet nur durch dieselbigen ein sedächtnis der Sünden alle Jahre. Denn es ist unmöglich, durch ochsen⸗ und Bocksblut Sünden wegnehmen. Darum, da er in die Welt kommt, spricht er: »Opfer und õaben hast du nicht gewollt, den Leib aver hast du mir zubereitet; grandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme, im Buch stehet vornehmlich von mir ge⸗ schrieven, daß ich tun soll, ott, deinen Willen.“ Drovben als er gesagt hatte: »Opfer und Gaben, Brandopfer und sündopfer hast du nicht gewollt, sie ge⸗ fallen dir auch nichta,(welche nach dem besetz geopfert werden,) da sprach er: „Siehe, ich komme, ju tun, Gott, deinen Willen.“ Da hebt er das erste auf, daß er das andre einsetze. In welchem Willen wir sind geheiliget, einmal geschehen durch das Opfer des Leibes Jesu Christi. Und ein jeglicher priester ist eingesetzt, daß er alle Tage õottesdienst pflege, und oftmals einerlei opfer tue, welche nim⸗ mermehr können die Sünden abneh⸗ men. Dleser aber, da er hat Ein opfer für die Sünde geopfert, das ewiglich gilt, sitzt er nun jur kechten Gottes, und wartet hinfort, bis daß seine f einde zum Schemel seiner fũße gelegt werden. Denn mit Einem opfer hat er in Ewigkeit vollendet, die geheiliget werden. oder: Psalm 110.(Setze dich zu meiner Rechten.) Der herr sprach ju meinem hErrn:»Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine feinde zum Schemel deiner füße lege. Der heErr wird das Zepter deines Reichs senden aus Zion. herrsche unter deinen feinden! nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir ge⸗ voren wie der Tau aus der morgenröte. Der hẽrr hat geschworen, und uird ihn nicht gereuen: ↄ»du bist ein Priester ewig · lich nach der Weise melchisedeks. Der hErr zu deiner Kechten wird jerschmei⸗ hen die Rönige jur Zeit seines Zorns; er wird richten unter den heiden; er wird große Schlacht tun; er wird jer⸗ schmeißen das haupt über große Cande. Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das haupt em⸗ porheben. Evangelische Lektion. Joh. 17, 12—26.(Nun aber komme ich zu dir.) Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mir gegeben hast, die have ich vewah⸗ ret, und ist keiner von ihnen verloren, ohne das verlorne seind, daß die Schrist erfüllet würde. Nun aber komme ich ju dir, und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine freuge voll⸗ kommen. Ich habe ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Abel. Sie sind nicht von der Weit, gleich wie auch ich nicht von der Uelt vin. hei⸗ lige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist diewahrheit. oleich wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Weit. Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiliget seien in der wahrheit. Ich vitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauven werden. Ruf daß sie alle eins seien, gleich wie du, Vater, in mir, und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich have ihnen gegeben die herrlichkeit, die du mir ge- geben hast, daß sie eins seien, gleich wie wir eins sina, ich in ihnen, und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in 9⁷ =D eins, und die Weit ernenne, daß du mich gesandt hast, und lievest sie, gleich wie du mich liebest. Vater, ich will, daß wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, daß sie meine herr⸗ lichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt gegründet ward. 6erechter vater, die Welt kennet dich nicht: ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich ge⸗ sandt hast. Und ich habe ihnen deinen namen kund getan, und willihnen kung tun, auf daß die Cieve, damit du mich liebest, sei in ihnen, und ich in ihnen. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. I. Mos. 14, 14— 20.(Priester und König.) Als nun Abram hörte, daß sein Bruder gefangen war, wappnete er seine snech⸗ te, drei hundert und achtzehn, in seinem hause geboren, und jagte ihnen nach vis gen Dan; und teilte sich, fiel des nachts über sie mit seinen nechten, und schlug sie, und jagte sie vis gen hoba, die zur Linken der Stadt Damaskus liegt; und brachte alle have wieder, dazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner habe, auch die Weiber und das Volk. Als er nun wieder⸗ kam von der Schlacht des sedor-Caomor Cektion aus dem und der önige mit ihm, ging ihm ent⸗ gegen der önig von Sodom in das feld, das fönigstal heißt. Aver melchiseden, der König von Salem, trug Brot und Wein hervor. Und er war ein priester Gottes des höchsten. Und segnete ihn, und sprach: Gesegnet seist du, Avram, dem höchsten õott, der himmel und Erde besitzet; und gelobet sei oott, der höchste, der deine feinde in deine hand be⸗ schlossen hat. Und demselben gav bram den Zehnten von allerlei. neuen testamente. I. Petri 3, 15 22. Ihm ist alles untertan.) heiliget aber oott den herrn in euren herzen. Seid aber allezeit bereit zur Ver⸗ antwortung jedermann, der õrund for⸗ dert der hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanstmütigkeit und furcht; undhabt ein gut õewissen, auf daß die, so von euch afterreden als von Übeltätern, zu schan⸗ den werden, daß sie geschmähet haben curen guten Wandel in Christo. Denn es ist vesser, so es õottes Wille ist, daß ihr von Wohltatf wegen leiget denn von Üveltat wegen. Sintemal auch christus einmal für unsre Sünde gelitten hat, der õerechte für die ungerechten, auf daß er uns Gott opferte, und ist getötet nach dem fleisch, aber lebendig gemacht nach dem seist. In demselbigen ist er auch hingegangen, und hat geprediget den seistern im 6efängnis, die etwa nicht glaubten, da õott einstmals harrete, und beduldhatte zuden Zeiten noahs, da man die Arche zurüstete, in welcher wenige, das ist acht Seelen, vehalten wurden durchs Wasser; welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes vedeutet ist, nicht das Atun des Unflats am fleisch, sondernder Bund eines guten bewissens mit sott, durch die Aufer⸗ stehung Jesu christi, welcher ist Iur Rechten õottes in den himmel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und dlie sewaltigen und die fräfste. Am sechsten Sonntag nach ostern, genannt Cxaudi. Vormittags. Epistel. I. petri 4, 8—11.(die guten haushalter der mancherlei nade õottes.) So seid nun mäßig und nüchtern zum bebet. Vor allen Dingen aber habt un⸗ terelnander eine vrünstige ieve; denn die Lieve decet auch der Sünden menge. 98 * Seid gast meln. U mit der ẽ dle gute bnade 6 es rede ã Uenn a welchen Dater, a Vater at Und ihr seld von hes ha euch nie den gar Seld ih o suche Ahend ö nach def das auf den, un chriso leben. ihr aud ar e au Hett, den 6 welche ter dater, ber kenne umichge· en deinen nenzund du mich in ihnen. ihm ent⸗ Idasfeld, Achisede, grot und briester nete ihn Abram, undErde er hochste, hand be⸗ ab Abram e duch liget den 08 nicht niitt und aaman wenloe⸗ wurden auch ut urch jenes 66 lusiat Nes gulen sie fustt⸗ 1 elahtt u Null. bottts) denn ninenge Seid gastfrei untereinander ohne mur⸗ meln. Und dienet einander, ein jeglicher mit der õave, die er empfangen hat, als die guten haushalter der mäncherlei 6nade Gottes. So jemand redet, daß er es rede als Gottes Wort. So jemand ein Anit hat, daß er es tue als aus dem Ver⸗ mögen, das Gott darreichet, auf daß in allen dingen õott gepriesen werde durch Jesum christum, welchem sei hre und 6ewalt von Ewigkeit zu kwigkeit! Amen. Cvangelium. Joh. 15, 26— 16, 4. Der õeist der Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom vater, der öeist der Wahrheit, der vom vater ausgeht, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seld von Anfang vei mir gewesen. Sol⸗ hes habe ich ju euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Sann tun. Es kommt aber die Zeit, Waährheit wird zeugen von mir.) daß, wer euch tötet, wird meinen, er tue bott einen dienst daran. Und solches wer⸗ den sie euch darum tun, daß sie weder meinen vater noch mich erkennen. Aber solches have ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich es euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von An⸗· fang nicht gesagt; denn ich war bei euch. Epistolische Cektion. Rol. 3, 1-11.(uchet, was droven ist.) Seld ihr nun mit christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Träachtet nach dem, das droven ist, nicht nach dem, das auf Erden ist. Denn ihr seld gestor⸗ ben, und euer Leven ist verborgen mit christo in õott. Wenn aber hristus, euer Leven, sich offenvaren wird, dann werdet ihr auch offenvar werden mit ihm in der herrlichkeit. So tötet nun eure Glieder, die auf Erden sind, hurerei, Unreinig⸗ keit, schändliche Brunst, böse Lust und den 6eiz, welcher ist Avgötterei, um welcher willen kommt der Zorn Gottes über die finder des Unglaubens; in welchen auch ihr weiland gewandelt habt, da ihr drinnen lebtet. Nun aber leget alles ab von euch, den Zorn, Gõrimm, Bosheit, Lästerung, schandvare Worte aus eurem munde. Lüget nicht unter⸗ einander; ziehet den alten menschen mit seinen Wernen aus, und fiehet den neuen an, der da verneuert wird ju der Erkenntnis nach dem benbilde des, der ihn geschaffen hat; da nicht ist õrieche, Jude, Beschneidung, vorhaut, Ungrieche, Scythe, senecht, freier, sondern alles und in allen Christus. Evaͤngelische Lektion. Joh. 7, 28 309.(Ströme lebendigen Wassers.) Da rief Jesus im Tempel, lehrte, und sprach: Ja, ihr kennet mich, und wisset, von wannen ich bin; und von mir selbst vin ich nicht kommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennet. Ich kenne ihn aber; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt. Da suchten sie, ihn zu greifen; aber niemand legte hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht kom⸗ men. Aver viele vom Volk glaubten an ihn, und sprachen: Wenn christus kom- men wird, wird er auch mehr Zeichen tun, denn dieser tut? Und es kam vor die pharisäer, daß das Volk solches von ihm murmelte. da sandten die Pharisäer und hohenpriester nechte aus, daß sie ihn griffen. Da sprach Jesus ju ihnen: 00 I Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und da ich vin, könnet ihr nicht hinkommen. Da sprachen die Ju⸗ den untereinander: Wo will dieser hin⸗ gehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er unter die õriechen gehen, die hin und her zerstreuet liegen, und die 6rie⸗ chen lehren? Was ist das für eine Rede, daß er saget: Ihr werdet mich suchen, und nicht finden; und wo ich bin, da könnet ihr nicht hinkommen? Aber am letzten Tage des festes, der am herrlich⸗ sten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme ju mir, und trinke! Uer an mich glaubet, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Strö⸗ me des lebendigen Wassers fließen. Das sägte er aber von dem 6eist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten;: denn der heilige seist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht ver⸗ kläret. Uachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 42.(meine Seele dürstet nach Gott.) Wie der hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, õott, zu dir. Meine Seele dürstet nach öott, nach dem lebendigen ott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein ott? Wenn ich denn des inne werde, so schütte ich mein herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mit dem haufen, und mit ihnen wallen zum hause Gottes mit frohlocken und Danken unter dem haufen, die da feiern. Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? harre auf õott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. mein 6ott, betrübt ist meine Seele in mir, darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und her⸗ monim, auf dem kleinen Berge. Deine fluten rauschen daher, daß hie eine ciefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Der hErr hat des Tages verheißen seine õüte, und des Hachts singe ich ihm, und bete zu õott meines Lebens. Ich sage zu Gott, meinem fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muß ich so trau⸗ rig gehen, wenn mein ßeind mich drän⸗ getẽ ẽs ist als ein Mord in meinen Beinen, daß mich meine feinde schmähen, wenn sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein 6ott? Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts hilfe und mein bott ist. Cektion aus dem neuen Testamente. Jak. I, 2 1I.(Himmlischer Sinn.) meine lieben Brüder, achtet es eitel freu⸗ de, wenn ihr in mancherlei Anfechtun⸗ gen fallet, und wisset, daß euer olaube, so er rechtschaffen ist, eduld wirket. Die Geduld aber soll fest vleiben bis ans Ende, auf daß ihr seid vollkommen und ganz, und keinen mangel habet. So aber jsemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von 6ott, der da gibt einfaltig · lich jedermann, und rückt es niemand auf, so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aver im 6lauben, und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist gleich wie die meereswoge, die vom Winde getrieven und gewebet wird. Solcher mensch denke nicht, daß er et⸗ was von dem héErrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbeständig in allen 10⁰ seinen! niedrig und der Mledrig brases Aber am herrlich⸗ n sprach. mit, und „ wie die en Strö⸗ Hen. Das welchen aubten, loch nicht sicht ver⸗ seinen Wegen. Ein Bruder aver, der niedrig ist, rühme sich seiner höhe; und der da reich ist, rühme sich seiner niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die Blume fällt ab, und seine schöne Gestalt verdirbt: also wird der Reiche in seiner habe ver⸗ welken. I. Pfingsttag. Vormittags. Epistel. apgsch. 2, 118. Cie wurden alle voll des heiligen Geistes) Und als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie alle einmütig beieinan⸗ der. Und es geschah schnell ein Brausen vom himmel, als eines gewaltigen Win⸗ des, und erfüllte das ganze haus, da sie saßen. Und man sah an ihnen die Zun⸗ gen jerteilet, als wären sie seurig; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden allevoll desheiligen Geistes, und fingen an, zu predigen mit andern Zungen, nach dem der eist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden zugerusalem wohnend, diewaren gottesfürchtige männer, aus allerlei bolk, das unter dem himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die menge jusammen, und wurden ver⸗ stürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie ent⸗ setzten sich aber alle, verwunderten sich, und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Gali⸗· läa? Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir gevoren sindꝰ parther und meder und Flamiter, und die wir wohnen in esopotamien und in Zudãa und fappadozien, Ppontus und Rsien, Pyrygien und Pamphulien, Agupten und an den Enden der Libuen bei syrene und Nusländer von Rom, Juden und Zudengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zun⸗ gen die großen Taten sottes reden. Sie entsetzten sich aber alle, und wurden irre, und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Die andern aber hatten es ihren Spott, und sprachen: Sie sind voll füßen Weins. Da trat Petrus auf mit den Elfen, hub auf seine Stim⸗ me, und redete zu ihnen: Ihr Juden, lieven männer, und alle, die ihr zu Je- rusalem wohnet, das sei euch kund ge⸗ tan, und laßt meine Worte zu euren ohren eingehen. Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet; sintemal es ist die dritte Stunde am Tage; sondern das ist es, das durch den Propheten Joel ju⸗ vor gesagt ist:»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht öott, ich will ausgießen von meinem 6eist auf alles ßleisch; und eure Söhne und eure Töch⸗ ter sollen weissagen, und eure Jüng⸗ Unge sollen Gesichte sehen, und eure Altesten sollen Träume haben; und auf meine senechte und auf meine mägde will ich in denselbigen Tagen von mei⸗ nem 6eiste ausgießen, und sie sollen weissagen.« Eväangelium. Joh. 14, 1- 31. Och will euch nicht Waisen lassen.) ievet lyr mich, so haltet meine öebote. und ich will den vater vitten, und er soll euch einen andern cröster geven, daß er vei euch bleibe ewiglich, den beist der wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie siehet ihn nicht, und kennet ihn nicht. Ihr aber kennet iyn; denn er bleivet vei euch, und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch um ein Kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen, 10¹ ꝗSDSSISSDSSSSSEEEEE denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An demselbigen Tage werdet ihr er⸗ kennen, daß ich in meinem Vater bin, und ihr in mir, und ich in euch. Wer meine õebote hat, und halt sie, der ist es, der mich liebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem vater geliebet werden, und ich werde ihn lieben, und mich ihm offenbaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischarioth: HErr, was ist es, daß du uns dich willst offenbaren, und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieven, und wir werden ju Ihm kommen, und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Uaters, der mich gesandt hat. Solches habe ich ju euch geredet, weil ich bei euch gewesen vin. Aber der cröster, der heilige beist, welchen mein Vater senden wira in meinem namen, derselvige wird es euch alles lehren, und euch erinnern alles des, dlas ich euch gesagthabe. Den frieden lasse ich euch, meinen frieden gebe ich euch. nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Cuer herz erschrecke nicht, und fürchte sich nicht. Ihr habt gehöret, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und Komme wieder ju euch. hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt häbe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist größer denn ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe denn es geschlehet, auf daß, wenn es nun geschehen wira, daß ihr glaubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den VUater lievbe, und ich also tue, wie mir der Vater geboten hat: stehet auf, und lasset uns von hinnen gehen. bpistolische Lektion. Ephes. 1, 3- 23.(Das haupt der õemeine üver alles.) Gelobet sei oott und der Vater unsers heErrn Jesu christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himm⸗ lischen öütern durch Christum. Wie er uns denn erwählet hat durch denselbi⸗ gen, ehe der Welt örund gelegt war, daß wir sollten sein heilig und unsträf⸗ lich vor ihm in der Cieve; und hat uns verordnet jur siindschaft gegen ihn selbst durch Jesum christum, nach dem Wohl⸗ gefallen seines Willens, ju obe seiner herrlichen onade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem sellev⸗ ten, an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, nämlich die vergebung der Süunden, nach dem Reichtum seiner 6nade, welche uns reichlich widerfahren ist durch allerlei Weisheit und slugheit. Und hat uns wissen lassen das Geheim⸗ nis seines Willens nach seinem Wohlge⸗ fallen, und hat dasselbige hervorge⸗ bracht durch ihn, daß es gepredigt würde, da die Zeit erfüllet war, auf daß alle Dinge jusammen unter ein haupt 10² verfasset würden in christo, veide das im himmel und auf Erden ist, durch ihn selbst, durch welchen wir auch jum Erb⸗ teil kommen sind, die wir zuvor verord⸗ net sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge wirket nach dem Rat seines Wil⸗ lens, auf daß wir etwas seien ju Lobe seiner herrlichkeit, die wir juvor auf hristum hoffen; durch welchen auch ihr gehöret habt das Wort der Wahrheit, nämlsch das vangelium von eurer Se⸗ ligkeit; durch welchen ihr auch, da ihr glaubetet, versiegelt worden seid mit dem helligen õeist der verheißung, wel⸗ cher ist das Pfand unsers rbes ju unsrer Erlösung, daß wir sein Eigentum wür⸗ den zu Lobe seiner herrlichkelt. Darum auch ich, nachdem ich gehöret habe von dem õlauben bei euch an den herrn Je⸗ sum und von euer Lebe zu allen heili⸗ gen, höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Ge⸗ bet, daß der õott unsers hẽrrn Jesu chri sti, der Vater der herrlichkeit, gebe euch * den eis barung erleuchte dah ihr dle Hoff sel der g an seiner berschu uns, die! seiner m wirket h Darum sagen: tue es hause 3 gen nan heiliget chen iht meinen vor den unter d Ilg mac sahren, Härr, sl euch e will 0 euch au — len wircl in nird es euch nalles des, leden lasse he ich euch. Welt glbt. nd fürchte aß ich euch nd komme ich lleb, so ich gesagt lenn der Anunhabe geschlehet, chen wirg, nfort ncht nes kommt nichts an erhenne, h also ful, hat: stehet nen gehen. den seist der Weisheit und der offen⸗ barung ju seiner selbst Erkenntnis, und erleuchtete Rugen eures Uerständnisses, daß ihr erkennen möget, welche da sei die hoffnung eures Berufs, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes an seinen heiligen, und welche da sei die üverschwengliche öröße seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke, welche er ge⸗ wirket hat in Christo, da er ihn von den oder: hes. 36, 22-28.(Ich will Darum sollst du zu dem hause JIsrael sagen: Sso spricht der herr, herr: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom hause Israel, sondern um meines heili⸗ gen namens willen, welchen ihr ent⸗ heiliget habt unter den heiden, zu wel⸗ chen ihr kommen seid. Denn ich will meinen großen namen, der durch euch vor den heiden entheiligt ist, den ihr unter denselbigen entheiliget habt, hei⸗ lig machen. Und die beiden sollen er⸗ fahren, daß ich der hẽrr sei, spricht der herr, hẽrr, wenn ich mich vor ihnen an euch erzeige, daß ich heilig sei. Denn ich will euch aus den heiden holen, und euch aus allen Landen versammeln und Toten auferwecket hat und gesetzt zu sei⸗ ner Rechten im himmel, üver alle für⸗ stentümer, ewalt, macht, herrschaft und alles, was genannt mag werden, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der jukünftigen; und hat alle Dinge unter seine füße getan, und hat ihn gesetzt um haupt der 6emeine über alles, welche da ist sein Leib, näm⸗ lich die fülle des, der alles in allem er⸗ füllet. euch einen neuen 6elst geben.) wieder in euer Land führen. Und wll rein Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet. Von allereurerUnreinigkeit und von allen euren õötzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neu herj, und einen neuen 6eist in euch geben, und will das steinerne herz aus eu⸗ rem fleisch wegnehmen, und euch ein fleischern herz geben; ich will meinen beist in euch geben, und will solche Leute aus euch machen, die in meinen õeboten wandeln und meine Rechte halten, und darnach tun. Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein, und ich will euer õott sein. Cvangelische Lektion. Joh. 15, 1-7. Och bin ein rechter Weinstock.) Ich bin ein rechter Weinstock, und mein vater ein Weingärtner. Einen seglichen Reben an mir, der nicht frucht bringet, wird er wegnehmen; und einen seg⸗ lichen, der da frucht bringet, wird er reinigen, daß er mehr frucht bringe. Ihr seld jetzt rein um des Worts willen, das ich ju euch geredet habe. Bleivet In mir, und ich in euch. 6leich wie der Rebe kann keine frucht bringen von ihm selber, er bleive denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleivet denn in mir. Ich bin der einstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet, und ich in ihm, der bringet viel frucht, denn ohne mich kön⸗ net ihr nichts tun. Wer nicht in mir blei⸗ bet, der wirdweggeworfen, wie ein gebe, und verdorret, und man sammelt sie, und wirfst sie ins feuer, und muß brennen. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. naächmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jesaias 62.(Die herrlichkeit des neuen Jerusalems.) Um Zions willen so will ich nicht schwei⸗tigkeit aufgehe wie ein õlanz, und ihr gen, und um Jerusalems willen so will heil entbrenne wie eine fackel; daß die ich nicht innehalten, bis daß ihre Gerech⸗heiden sehen deine serechtigneit unl 103 SISSSSSSSSSEEEEEE alle Rönige deine herrlichkeit; und du sollst mit einem neuen namen genannt werden, welchen des herrn und nen⸗ nen wird. Und du wirst sein eine schöne srone in der hand des hẽrrn und ein königlicher hut in der hand deines õot⸗ tes. Man soll dich nicht mehr die Uer⸗ lassene, noch dein Land eine Wüstung heißen, sondern du sollst»meine Lust an ihre, und dein Land»liever Buhle« hei⸗ ßen; denn der hẽrr hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Buhlen. Denn, wie ein lieber Buhle einen Buhlen lieb hat, so werden dich deine Kinder lieb haben; und wie sich ein Bräutigam freuet über der Braut, so wird sich dein õott über dir freuen. o Jerusalem, ich will Wächter auf deine Mauern bestel⸗ len, die den ganzen Tag und die ganze nacht nimmer stilleschweigensollen, und die des herrn gedenken sollen; auf daß bei euch kein Schweigen sei, und ihr von ihm nicht schweiget, bis daß Jerusalem Lektion aus dem Apgsch. 8, 14- 25.(Sie beteten Da aber die Rpostel höreten ju Jeru⸗ salem, daß Samaria das Wort õottes an· genommen hatte, sandten sie ju ihnen petrum und Johannem, welche, da sie hinabkamen, veteten sie über sie, daß sie den heiligen õeist empfingen. Denn er wär noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft in dem namen christi Jesu.) Da legten sie die hande auf sie, und sie empfingen den heiligen seist. Da aber Simon sah, daß der heilige õeist gegeben ward, wenn die Apostel die hände auflegten, bot er ihnen 6eld an, und sprach: 6ebet mir auch die macht, daß, so ich jemand die hände auflege, derselbige den heiligen oeist empfange. petrus aber sprach ju ihm: Daß du ver⸗ gefertiget und gesetzt werde zum Lobe auf rden. Der hẽrr hat geschworen bei seiner Rechten und bei dem Arm seiner macht: Ich will dein õetreide nicht mehr deinen feinden ju essen geben, noch dei⸗ nen most, daran du gearbeitet hast, die fremden trinken lassen; sondern die, so es einsammeln, sollen es auch essen und den hérrn rühmen; und die ihn ein⸗ bringen, sollen ihn trinken in den Vor⸗ höfen meines heiligtums. õehet hin, ge⸗ het hin durch die Tore, bereitet dem Volk den Weg; machet Bahn, machet Bahn, rãumet die Steine auf: werfet ein Panier auf über die Völker! Siehe, der sẽrr laßt sich hören bis an der Welt Ende: Saget der Tochterion: Siehe, dein heil ommt: siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Uergeltung ist vor ihm. man wird sie nennen das heilige Volk, die Er⸗ löseten des hérrn, und dich wird man heißen die besuchte und unverlassene Stadt. neuen Testamente. über sie um den heiligen 6eist.) dammet werdest mit deinem selde, daß du meinest, õottes Gabe werde durch Geld erlanget! Du wirst weder Teil noch Anfalthaben an diesem Wort, denn dein herz ist nicht rechtschaffen vor õott. Dar⸗ um tue Buße für diese deine Bosheit, und bitte õott, ob dir vergeben werden mõchte der Tück deines herjens. Denn ich sehe, daß du bist voll vittrer õalle und verknüpft mit Ungerechtigkeit. Da ant⸗ wortete Simon und sprach: Bittet ihr den hrrn für mich, daß der keins über mich komme, davon ihr gesagt habt. Sie aber da sie vejeuget und geredet hatten das Wort des hẽrrn, wandten sie wieder um gen Jerusalem, und predigten das ẽ van; gelium vielen samaritischen flecken. 2. Pfingsttag. Vormittags. Epistel. npgsch. 10, 42— 48. ¶Der heilige oᷣeist fie auf alle, die dem worte zuhoreten.) Una er hat uns gevoten, zu predigen dem volk, und ju jeugen, daß er ist veroranet von sott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem jeugen alle 10⁴ Propheten, dle an ihn den empfa dlese Wort auf alle, al dle laudi mit etroh dah auch 7 Also hate seinen ein Alle, die a werden, so Denn sott in die wbei dern laß; Wer an ih Lichtet; w schon gert den nam nun aper und well nahe wo Denn eri * m lobe oren bei n seiner himeht loch dei⸗ hast, die ndie, so sen und yn ein⸗ en Vor⸗ hin, ge⸗ em bolk hahn, npanier Klttläht : Saget hommt na seine m wird die kl⸗ itd man erlassene SEEEEEES propheten, da durch seinen namen alle, die an ihn glauben, Vergevung der Sün⸗ den empfangen sollen. Da petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige õeist auf alle, die dem Worte juhöreten. Und die õlãubigen aus der Beschneidung, die mit petro kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die heiden die Gabe des heiligen seistes ausgegossen ward denn sie höreten, daß sie mit Zungen redeten, und Gott hoch priesen. Da antwortete petrus: mag auch jsemand das Wasser wehren, daß diese nicht getaufet werden, die den heiligen õeist empfangen haven, gleich wie auch wir? Und vefahl, sie ju taufen in dem namen des heErrn. Evangelium. Joh. 3, 16-21.(Uer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet.) Also hat õott die Weit geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige lLeben haven. Denn bott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, son⸗ dern daß die Weit durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht ge⸗ richtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet denn er glaubet nicht an Gottes. Das ist aber das õericht, daß das Licht in die Welt kommen ist, und die menschen lievten die finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke wa⸗ ren böse. Wer Arges tut, der hasset das Licht, und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft wer⸗ den. Wer avber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenvar werden; denn sie sind in Gott den namen des eingebornen Sohnes getan. Epistolische Lektion. Eph. 2, 13-22.(Die Behausung bottes im Geist.) nun aver, die ihr in christo Jesu seid, und weiland ferne gewesen, seid nun nahe worden durch das Blut Christi. Denn er ist unser friede, der aus beiden Eins hat gemacht, und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, in dem, daß er durch sein fleisch wegnahm die feinaschaft, nämlich das õesetz, so in õe⸗ boten gestellet war, auf daß er aus jween Einen neuen menschen in ihm selber schaffte, und friegen machte, und daß er beide versöhnete mit bott in tinem Leibe durch das streuʒ, und hat die f eindschaft getötet durch sich selbst und ist kommen, hat verkündiget im ẽ vangelio den frie⸗ den euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren; denn durch ihn haben wir den Zugang alle veide in Einem beiste jum Vater. So seid ihr nun nicht mehr 6äste und fremdlinge, sondern gürger mit den heiligen und Hottes hausgenossen, ervauet auf den 6rundg der Rpostel und Propheten, da Jesus christus der ẽdistein ist, auf welchem der ganje Bau ineinander gefüget wächset zu einem heiligen Tempel in dem herrn, aufwelchem auch ihr mit ervauetwerdet zu einer Behausung õottes im õeist. oder: Jer. 31, 3134. Och will mein besetz in ihren Sinn schreiben.) Siehe, es kommt die Zeit, spricht der hErr, da will ich mit dem hause Jsrael und mit dem hause Juda einen neuen gund machen. nicht wie der Bund ge⸗ wesen ist, den ich mit ihren Vätern mach⸗ te, da ich sie vei der hand nahm, daß ich sie aus Ngyptenland führte; welchen gund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen mußte, spricht der hẽrr⸗ son. dern das soll der guna sein, den ich mit dem hause Israel machen will nach die· ser Zeit, spricht der hẽrr: Ich will mein besetz in ihr herz geben, und in ihren 10⁵ Sinn schreiben und sie sollen mein Volk SDSD-- seln, so will ich ihr oott sein. Und wird] Kennen, beide klein und groß, spricht keiner den andern, noch ein Bruder den andern lehren und sagen:»Erkenne den hErrn«, sondern sie sollen mich alle der Err. Denn ich will ihnen ihre Misse· tät vergeben, und ihrer Sünde nicht mehr gedenken. Evangelische Lektion. Joh. 15, 8— 16.(Ich sage hinfort nicht, daß ihr nechte seid.) Däarinnen wird mein Vater geehret, daß ihr viel frucht bringet, und werdet meine Jünger. 6leich wie mich mein Uater liebet, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe. so ihr meine bebote haltet, so bleibet ihr in meiner Lieve, gleich wie ich meines Vaters 6e⸗ vote halte, und bleibe in seiner Lieve. Solches rede ich zu euch, auf daß meine freude in euch bleibe, und eure freude vollkommen werde. Das ist mein 6ebot, dlaß ihr euch untereinander lievet, gleich wie ich euch liebe. Niemand hat größere Lieve denn die, daß er sein Levben lässet für seine freunde. Jhr seid meine freun⸗ de, so ihr tut, was ich euch gebiete. Ich sage hinfort nicht, daß ihr nechte seid; denn ein snecht weiß nicht, was sein herr tut. Euch aber habe ich gesagt, daß ihr freunde seid; denn alles, was ich häbe von meinem Vater gehöret, hab ich euch kund getan. Iyr habt mich nicht erwählet, sondern ich habe euch erwählet, und gesetzt, daß ihr hingehet, und frucht bringet, und eure frucht bleibe; auf daß, so ihr den vater bittet in meinem Namen, daß er es euch gebe. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Jes. 54, 73.(Der Bund meines friedens soll nicht hinfallen.) Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmher⸗ gkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Nugenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger önade will ich mich dein erbar⸗ men, spricht der hErr, dein ẽrlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser No⸗ ahs, da ich schwur, daß die Wasser No⸗ ahs sollten nicht mehr über den Erdbo⸗ den gehen. Also habe ich geschworen, daß ich nicht üder dich zürnen, noch dich schelten will. Denn es sollen wohl Berge weichen, und hügel hinfallen; aber mei⸗ ne õnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines friedens soll nicht hin⸗ fallen, spricht der hErr, dein Erbarmer. Du Clende, über die alle Wetter gehen, und du Trostlose! Siehe, ich will deine Steine wie einen Schmuck legen, und will deinen örund mit Saphiren legen, und deine fenster aus feristallen machen und deine Tore von Rubinen und alle deine 6renzen von erwählten Steinen; und alle deine stinder gelehrt vom hErrn, und großen frieden deinen Kindern. Cektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 10, 1-8.(Habt ihr den heiligen õeist empfangen?) Es geschah aber, da Npollo zu sorinth war, daß paulus durchwandelte die obern Länder, und kam gen éEphesus, und fand etliche Jünger, zu denen sprach er: habt ihr den heiligen õeist empfan⸗ gen, da ihr gläubig worden seid? Sie sprachen ju ihm: Wir haben auch nie ge⸗ hört, ob ein heiliger 6eist sei. Und er sprach ju ihnen: Worauf seid ihr denn getauft? Sie sprachen: Auf Johannis Taufe. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße, und 1⁰% sagte dem i an den, ger sst, an Jesun das hötten, Hamen des dlle haͤnde: Cpistel. 0welch en ger Wetsh Mie gar ur und unerf wer hat ge efreun⸗ kte. 7ch hte seid⸗ vas sein gesagt, les. wãs gehöttt, abt mich Ibe euch ingehet, frucht 1 bãtet es Luch wermei SISSIS sagte dem Volk, daß sie sollten glauven an den, der nach ihm kommen sollte, das ist, an Jesum, daß er Christus sei. Da sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den namen des herrn Jesu. Und da paulus die hände auf sie legte, kam der heilige Geist auf sie, und redeten mit Zungen, und weissagten. Und aller der manner waren bei zwölfen. Er ging aber in die Schule, und predigte frei drei onate lang, lehrte und beredete sie von dem Reich Gottes. Trinitatis. Vormittags. Epistel. gom. 11, 33-30.(von ihm und durch ihn ung ju sym sina alle Dinge.) O welch eine Tiefe des Reichtums, veide der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Ule gar unbegreis lich sind seine õerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des hErrn Sinn erkannt? oder wer ist sein Ratgeber gewesend oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Din⸗ ge. Jym sei Chre in Fwigkeit! Amen. Evangelium. Joh. 3, 1- 5.(6eburt aus dem Wasser und õeist.) Es war aber ein mensch unter den Pha⸗ risäern, mit namen nikodemus, ein oberster unter den Juden; der Ram zu Jesu vei der Nacht, und sprach zu ihm: meister, wir wissen, daß du bist ein Leh⸗ rer von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn sott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem gevoren werde, kann er das Reich Hottes nicht sehen. nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wlederum in seiner mutter Leib gehen, und gevoren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und 6eist, so kann er nicht in das Reich õottes kommen. Was vom fleisch gevoren wird, das ist f leisch; und waäas vom seist gevoren wird, das ist Gelst. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt, und wohin er fährt. Also ist ein jeglicher, der aus dem 6eist geboren ist. nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? Jesus antwortete und sprach ju ihm: Bist du ein meister in Israel und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir re⸗ den, das wir wissen, und zeugen, das wir gesehen haven; und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und niemand fährt gen himmel, denn der vom himmel herniederkommen ist, nämlich des menschen Sohn, der im him⸗ mel ist. Und wie moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des men; schen Sohn erhöhet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren wer⸗ den, sondern das ewige Leben haven. Epistolische Cektion. Apgsch. 2, 33 47. Die õetauften.) nun er durch die Rechte ottes erhöhet des helligen õeistes vom Vater, hat er ist, und empfangen hat die Verheißung ausgegossen dies, das ihr sehet und 10⁷ höret. Denn David ist nicht gen himmel gefayren. er spricht aber:»Der herr hat gesagt zu meinem herrn: Setze dich zu meiner Rechten, vis daß ich deine feinde lege jum Schemel deiner füße.« so wisse nun das ganze haus JIsrael gewiß, daß Gott diesen Jesum, den ihr gekreuzigt habt, zu einem herrn und christ gemacht hat. Da sie aber das höreten, ging es iynen durchs herz, und sprachen zu petro und den andern Apostein: zhr männer, lieben Brüder, was sollen wir tun? betrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und lasse sich ein jeg⸗ licher taufen auf den Namen Jesu Christi zur vergevung der Sünden, so werdet ihr empfangen die 6abe des heiligen Geistes. Denn euer und eurer sinder ist diese verheißung, und aller, die ferne sind, welche Gott, unser hérr, herzu⸗ rufen wird. Auch mit viel andern Wor⸗ ten bejeugte er und ermahnte und sprach: Laßt euch helfen von diesen unartigen Leuten. die nun sein Wort gerne annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei drei tausend Seelen. Sie blieben aber beständig in der Npostel Lehre und in der õemeinschaft und im Brotbrechen und im 6ebet. Es kam auch alle Seelen furcht an; und geschahen viel Wunder und Zeichen durch die RApostel. Alle aber, die gläubig waren worden, wa⸗ ren beieinander, und hielten alle Dinge gemein. Mre 6üter und habe verkauf⸗ ten sie, und teilten sieaus unter alle, nach dem jedermann not war. Und sie waren täglich und stets beieinander einmütig im Tempel, und brachen das Brot hin und her in häusern, nahmen die Speise, und lobten õott mit freuden und einfäl⸗ tigem herzen, und hatten õnade bei dem ganzenvolk. Der herr aber tat hinzu täg⸗ lich, die da selig wurden, ju der emeine. oder: Jes. 48, 10-22. Och bin der Erste, dazu auch der Letzte.) Siehe, ich will dich läutern, aber nicht wie Silber, sondern ich will dich auser⸗ wählt machen im Ofen des lendes. Um meinetwillen, ja, um meinetwillen will ich es tun, daß ich nicht gelästert werde; denn ich will meine Chre keinem an⸗ lern lassen. höre mir zu, Jakob, und du, Israel, mein Berufener: Ich bin es, ich bin der Erste, dazu auch der Letzte. meine hand hat den Erdboden gegrün⸗ det, und meine rechte hand hat den him⸗ mel umspannet; was ich rufe, das stehet alles da. Sammelt euch alle, und höret: Wer ist unter diesen, der solches verkün⸗ digen kann? Der herr lievt ihn: darum wird er seinen Willen an Babel und sei⸗ nen Arm an den chaldäern beweisen. Ich, ja ich habe es gesagt, ich habe ihn gerufen; ich will ihn auch kommen lassen, und sein Weg soll ihm gelingen. Tretet her ju mir, und höret dies; ich häve es nicht im Verborgenen zuvor ge⸗ redlet. Von der Zeit an, da es geredet wird, vbin ich da; und nun sendet mich der herr, hẽrr und sein õeist. So spricht der hẽrr, dein Erlöser, der heilige in 75- rãel: Ich bin der trr, dein õott, der dich lehret, was nützlich ist, und leitet dich auf dem Wege, den du gehest. O, daß du auf meine éebote merktest, so wür⸗ de dein friede sein wie ein Wasserstrom, und deine serechtigkeit wie Meeres⸗ wellen; und dein Same würde sein wie Sand, und das 6ewächs deines leibes wie desselbigen kies; des a⸗ me nicht würde ausgerottet noch ver⸗ tilget vor mir. Gehet aus von Babel, flieyhet von den chaldäern mit fröh⸗ lichem Schall; verkündiget und lässet solches hören, bringet es aus bis an der Welt Ende. Sprechet: Der hérr hat seinen snecht Jakob erlöset. Sie hätten keinen Durst, da er sie leitete in der Wüste; er ließ ihnen Wasser aus dem felsen fließen; er riß den fels, daß Wasser herausrann. Aber die bott⸗ losen, spricht der hérr, haben keinen frieden. 108 Und Jesus ihnen ung bewalt im. um gehet und taufe Des Jahrs, ich den he und erhat füllte den Uber ihm, gel; mit; mult zween mit zween zum anae 0, heilig aande sin lberschwe Ie uf Hauchs. Hergehen *D dlesen n Wort aufen m lage blieben re und brechen Seelen bunder . Alle m, wa⸗ inge rhauf⸗ Ule mach ewaren müttg rot hin Spese deinfal⸗ hei dlem mu täg⸗ emeine. SISSS Evangelische Lektion. matth. 28, 18-20.(Der Name des Dreieinigen.) Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: mir ist gegeben alle Gewalt im himmel und auf Erden. Dar⸗ um gehet hin, und lehret alle Völker, und taufet sie im Uamen des Vaters und des Sohnes und des heiligen õeistes; und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende. naͤchmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Jes. 6, 1-8.(Heilig, heilig, heilig ist der hérr Zebaoth.) Des Jahrs, dã der fonig Usia starb, sahe ich den hErrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl, und sein Saum füllte den Tempel. Seraphim stunden über ihm, ein jeglicher hatte sechs flü⸗ gel; mit zween deckten sie ihr Antlitz, mit jween deckten sie ihre füße, und mit zween flogen sie. Und einer rief zum andern und sprach: heilig, hei⸗ lig, heilig ist der hErr Zebaoth, alle Lande sind seiner Chre voll! daß die Üverschwellen bebten von der Stimme ihres Rufens, und das haus ward voll Rauchs. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner ippen, und wohne unter einem Volk von un⸗ reinen Lippen; denn ich habe den König, den hErrn Zebaoth, gesehen mit mei⸗ nen Rugen. Da flog der Seraphim einer zu mir, und hatte eine glühende fohle in der hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und rührte meinen mund, und sprach: Siehe, hiemit sind deine Lippen gerühret, daß deine missetat von dir genommen werde, und deine Sünde versöhnet sei. Und ich hörte die Stimme des hérrn, daß er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: hie bin ich, sende mich! — Cektion aus dem neuen Testamente. 2. Kor. 3, 1— 13. Der apostolische oruß.) stomme ich jum dritten mal zu euch, so soll in zweier oder dreier Zeugen munde bestehen allerlei Sache. Ich habe es euch zuvor gesagt, und sage es euch zuvor, als gegenwärtig, zum andern mal, und schreibe es nun im Abwesen denen, die juvor gesündigt haben, und den andern allen: wenn ich abermal komme, so will ich nicht schonen; sinte⸗ mal ihr suchet, daß ihr einmal gewahr werdet des, der in mir redet, nämlich christi, welcher unter euch nicht schwach ist, sondern ist mächtig unter euch. Und ob er wohl gekreuzigt ist in der Schwach⸗ heit, so lebt er doch in der kraft Gottes. Und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch mit ihm in der sraft Gottes unter euch. Uersuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet euch selbst. oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr untüchtig seid. Ich hoffe aver, ihr erkennet, daß wir nicht untüchtig sind. Ich bitte aber Gott, daß ihr nichts Ubels tut; nicht, auf daß wir tüchtig gesehen werden, sondern, auf daß ihr das Gute tut, und wir wie die Untüchtigen seien. Denn wir können nichts wider die Wahrheit, sondern für die Wahrheit. Wir freuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr mächtig seid. Und dasselbige wünschen wir auch, nämlich eure Vollkommenheit. Der⸗ halben ich auch solches abwesend schrei⸗ be, auf daß ich nicht, wenn ich gegen⸗ wärtig bin, Schärfe brauchen müsse nach 10⁹ SSSSSSSSSSSEEEEEEEEE der macht, welche mir der hérr zu bessern, und nicht zu verderben, gegevben häat. Zuletzt, lieven Brüder, freuet euch, seid vollkommen, tröstet euch, habt einerlei Sinn, seid friedsam, so wird õott der Lieve und des friedens mit euch sein. Grüßet euch untereinander mit dem heiligen guß. Es grũüßen euch alle heiligen. Die 6nade unsers hẽrrn Jesu Christi und die Lieve oottes und die emeinschaft des heiligen seistes sei mit euch allen! Amen. 1. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 1. 30. 4, 10— 6ott ist die Cieve; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in õott, und õott in ihm. Daran ist die Ciebe völlig bei uns, auf daß wir eine freudigkeit haben am Tage des õerichts; denn gleich wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. furcht ist nicht in der Ciebe, sondern die völlige Liebe treibet die furcht aus; denn die furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, 21.(Gott ist die LCiebe.) der ist nicht völlig in der Lieve. Lasset uns ihn lieven, denn er hat uns erst ge⸗ liebet. So jemand spricht: Ich lieve Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lügner. denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er bott lie⸗ ben, den er nicht siehet? Und dies õebot haben wir von ihm, daß wer Gott liebet, daß der auch seinen Bruder liebe. vangelium. Cuc. 16, 10- 31.(Er lebte alle Tage herrlich und in freuden.) Es war aber ein reicher mann, der klei⸗ dete sich mit urpur und köstlicher Lein⸗ wand, und lebte alle Tage herrlich und in freuden. Es war aber ein Armer, mit namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwären, und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die hunde, und leckten ihm seine Schwä⸗ ren. és begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den En⸗ geln in Abrahams Schoß. Der Reiche aber staͤrb auch, und ward begraben. Als er nun in der hölle und in der Oual war, hub er seine Rugen auf, und sah Abraham von ferne und Lajarum in seinem Schoß, rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und sende Cajarum, daß er das Rußerste seines fingers ins Wasser tauche, und kühle meine Zungez denn ich leide Pein in die⸗ ser flamme. Abraham aver sprach: õe⸗ dentze, Sohn, daß du dein éutes emp⸗ fangen hast in deinem Leven, und Laja- rus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet und du wirst gepei⸗ niget. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große feluft befestiget, daß, dle da wollten von hinnen hinab⸗ fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters haus; denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen ort der Oual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben mo⸗ sen und die Propheten; laß sie diesel⸗ bigen hören. er aber sprach: nein, Vater Abraham; sondern, wenn einer von den doten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. Er sprach zu ihm: hören sie mosen und die Prophe⸗ ten nicht, so werden sie auch nicht glau⸗ ben, ob jemand von den coten auf⸗ erstände. 11⁰ Apgsch Der menge her und e von selnen sondenes mitgroßer uis von d Desu, und allen. Es der Mange waren, aie Aasset ist ge rbe boll ist ein ler nich bott lle es bebot tt llebet, be. Epistolische Cektion. Apgsch. 4, 32—37.(Keiner sagte von seinen 6ütern, daß sie sein wären.) Der nenge aber der õlãubigen war Ein herz und Eine Seele; auch keiner sagte von seinen 6ütern, daß sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemein. Ung mit großer straft gaben die Rpostel Zeug- nis von der Auferstehung des heErrn Jesu, und war große 6nade bei ihnen allen. és war auch keiner unter ihnen, der mangel hatte denn wie viele ihrer waren, die da Acker oder häuser hatten, verkauften sie dieselben, und brachten das eld des verkauften uts und leg⸗ ten es zu der Npostel füßen; und man gab einem jeglichen, was ihm not war. Joses aber, mit dem Zunamen von den Aposteln genannt Barnabas,(das heißt ein Sohn des Trosts,.) vom õeschlecht ein Levit aus Cypern, der hatte einen RAcker, und verkaufte ihn, und brachte das Geld, und legte es zu der Apostel füßen. Evangelische Cektion. Matth. 5, 1- 10.(Selig sind die Armen.) Da er aber das Volk sahe, ging er auf einen Berg, und setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrete sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der serechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzi⸗ gen; denn sie werden Barmherzigkeit er⸗ langen. Selig sind, die reines herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Se⸗ lig sind die friedfertigen; denn sie werden Hottes sinder heißen. Selig find, die um serechtigkeit willen ver⸗ folgt werden; denn das himmelreich ist ihr. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. 5. Mos. o, 115. Du solist den herrn, deinen oott, liev haven.) Dies sind aber die õesetze und õebote und Rechte, die der hẽrr, euer õott, gevoten hat, daß ihr sie lernen und tun sollt im Cande, dahin ihr ziehet, dasselbe einzu⸗ nehmen daß du den hẽrrn, deinen sott, fürchtest, und haltest alle seine Rechte und 6ebote, die ich dir gebiete, du und deine finder und deine sindeskinder, alle eure Lebtage, auf daß ihr lange lebet. Israel, du sollst hören und be⸗ halten, daß du es tust, daß dirs wohl gehe, und sehr vermehret werdest, wie der hẽrr, deiner Väter sott, dir geredet hat ein Land, da milch und honig innen fließt. höre, Israel, der hérr, unser Gott, Ist ein einiger hrr. Und du sollst den héerrn, deinen õott, lieb haben von ganjem herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du ju herzen nehmen; und sollst sie deinen Kindern schärfen, und davon reden, wenn du in deinem hause sitzest, oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest, oder aufstehest; und sollst sie vinden jum Zeichen auf deine hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein; und sollst sie über deines hauses Pfosten schreiben und an die Tore. Wenn dich nun der herr, dein õott, in das Cand bringen wird, das er deinen vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hãt, dir ju geben, große und seine Städte, dlie du nicht gebauet hast, und häuser, 11¹ SDSEESEEEE alles Guts voll, die du nicht gefüllet hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und ölberge, die du nicht gepflanzt hast, daß du essest, und satt wirst: so hüte dich, daß du nicht des hérrn ver⸗ geshest, der dich aus Agyptenland, aus dem Diensthause, geführet hat; sondern sollst den herrn, deinen sott, fürchten, und ihm dienen, und vei seinem namen schwören. Und sollst nicht andern böt⸗ tern nachfolgen der völker, die um euch her sind denn der hẽrr, dein õott, ist ein eifriger õott unter dir; daß nicht der Zorn des hérrn, deines õottes, über dich er⸗ grimme. und vertilge dich von der Erde. Cektion aus dem neuen Testamente. Jak. 5, 1=7.(Euer Beichtum ist verfaulet.) Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über euer Elend, das über euch kommen wird! Kuer Reichtum ist ver⸗ faulet, eure fleider sina mottenfraßig worden. Cuer 6old und Silber ist ver⸗ rostet, und ihr Rost wird euch zum Zeug⸗ nis sein, und wird euer fleisch fressen wie ein feuer. Iyr habt euch Schätze gesammelt an den letzten Tagen. Siehe, der Arbeiter Lohn, die euer Land ein⸗ geerntet haben, und von euch abge⸗ brochen ist, der schreiet, und das Rufen der Ernter ist zommen vor die ohren des héerrn Zebaoth. Ihr habt wohlge⸗ levet auf Erden, und eure Wollust ge⸗ habt, und eure herzen geweldet als auf einen Schlachttag. Ihr habt verurteilt den 6erechten, und getötet, und er hat euch nicht widerstanden. Sso seic nun geduldig, lieven Brüder, vis auf die Zu⸗ kunft des herrn. Siehe, ein Ackermann wartet auf die köstliche frucht der Erde, und ist geduldig darüber, bis er empfange den morgenregen und Abendregen. 2. Sonntãg nach Trinitatis. vormittags. Epistel. 1 30h.3, 1—24.(Wer in ihm bleibet.) verwundert euch nicht, meine Brüder, ob euch die Welt hasset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leven kom⸗ men sind; denn wir lieven die Brüder. Wer den Bruder nicht lievet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein cotschläger; und ihr wisset, daß ein Totschläger nicht hat das ewige Le⸗ ven bei ihm bleibend. Daran haven wir erkannt die Lieve, daß er sein Le⸗ ven für uns gelassen hat und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber semand dieser Welt 6üter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein herz vor ihm zu, wie bleibet die Cieve õottes bei ihm? meine Kindlein, lasset uns nicht lieven mit Worten, noch mit derzunge, sondern mit der at und mit der Wahrheit. Daran er⸗ kennen wir, daß wir aus der Wahrheit sind, und können unser herz vor ihm stil⸗ len, daß, so uns unser herz verdammet, daß 6ott größer ist denn unser herz, und erkennet alle Dinge. Ihr Lieben, so uns unser herz nicht verdammet, so haben wir eine freudigkeit zu oott; und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen⸗ denn wir halten seine õevbote, und tun, was vor ihm gefallig ist. Ind das ist sein õebot, daß wir glauben anden Namen sei⸗ nes Sohnes Jesu christi, und lieven uns untereinander, wie er uns ein õebot ge⸗ geben hat. Undwer seine õebote hält, der bleibet in ihm, und er in ihm. Und dar⸗ an erkennen wir, daß er in uns bleibet, an dem seist, den er uns gegeben hat. 11²2 * er aber sj iensch, ger und lud vi snecht aus qu sagen de s Ist alles! nacheinanc erste sprach gekauft, u ihn besehe Rich. Une fünf Joch! Jeht hin, utschulgit Ich habe um hann Ein mann samt seine Felne öüte helhe mit Wract en Wpostelef Inanta, Herserfül Igest, u belde des wohl m lest, und auch in au denn x Henomme vondern nias dies und gap eine 0 Nro Vernrn. Mhr Hadt Lagt istrr wersige — fürchten, nnamen lerm öbt⸗ um euch t st ein der zorn ich er⸗ der ttde. le ohten wohlge⸗ ollust ge, als aus verurteilt nd er hat seld nun udie zu. Hermann der Krde, emipfange regen. Evangelium. Cuc. 14, 10-24.(Das große Abendmahl.) er aber sprach zu ihm: Es war ein mensch, der machte ein großnvendmahl, und lud viele dazu. Und sandte seinen senecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den 6eladenen: ommi, denn es ist alles bereit! Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinausgehen, und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andre sprach: Ich habe fünf Joch ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, dar⸗ um kann ich nicht kommen. Und der senecht hnam, und sagte das seinem herrn wieder. Da ward der hausherr zornig, und sprach zu seinem fenechte: behe aus bald auf die Straßen und õassen der Stadt, und führe die Armen und strüppel und Laymen und Blinden herein. Und der fenecht sprach: herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aver noch Kaum da. Und der herr sprach ju seinem senechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zãune, und nötige sie, hereinzukommen, auf daß mein haus voll werde. Ich aber sage euch, daß der Manner keiner, die da ge⸗ laden sind, mein Abendmahl schmecken wird. Epistolische Lektion. Apgsch. 5, 1— 11. Die semeine der Levendigen.) Ein mann aber, mit namen Ananias, samt seinem Weibe Saphira verkaufte seine Güter, und entwandte etwas vom belde mit Wissen seines Weibes, und brachte einen Teil, und legte es zu der Apostel füßen. petrus aber sprach: nnania, warum hat der Satan dein herz erfüllet, daß du dem heiligen Geist lögest, und entwendetest etiwas vom Gelde des Ackers? hättest du ihn doch wohl mögen behalten, da du ihn hat⸗ test; und da er verkauft war, war es auch in deiner sewalt. Warum hast du denn solches in deinem herzen vor⸗ genommen? du hast nicht menschen, sondern Gott gelogen. Da aber Ana⸗ nias diese Worte hörte, fiel er nieder, und gab den seist auf. Und es Kam eine große furcht über alle, die dies höreten. Es stunden aber die Jünglinge auf, und taten ihn veiseits, und tru⸗ gen ihn hinaus, und begruben ihn. Und es begab sich über eine Weile bei dreien Stunden, kam sein Weib hin⸗ ein, und wußte nicht, was geschehen war. Aber petrus antwortete ihr: Sage mir, habt ihr den Rcker so teuer ver⸗ kauft? Sie sprach: Ja, so teuer. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins worden, zu versuchen den Geist des hérrn? Siehe, die füße derer, die deinen mann begraben haben, sind vor der Tür, und werden dich hinaus⸗ tragen. Und alsbald fiel sie zu seinen füßen, und gab den oeist auf. Da ka⸗ men die Jjünglinge, und fanden sie tot, trugen sie hinaus, und begruben sie bei ihrem manne. Und es kam eine große furcht über die ganze oemeine, undg üver alle, die solches höreten. Evangelische Lektion. matth. 5, 27 41.(Das Gesetz im Reiche Gottes.) Ihr habt gehört, daß zu den Alten ge⸗ihrer ju begehren, der hat schon mit sagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich ihr die the gebrochen in seinem herjen. aber fage euch: Wer ein Weib ansiehet, Argert dich aver dein rechtes Auge, so 11³3 reiß es aus, und wirf es von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner 6lieder ver⸗ derbe, und nicht der ganze Leib in die hölle geworfen werde. Argert dich deine rechte hand, so haue sie av, und wirf sie von dir. Es ist dir vesser, daß eins deiner slieder verderve, und nicht der gaͤnze Leib in die hölle geworfen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soll ihr geben einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet,(es sei denn um hebruch,) der macht, daß sie die Che bricht; und wer eine Abge⸗ schiedene freiet, der bricht die he. r habt weiter gehört, daß zu den Aiten ge⸗ sagt ist: Du sollst keinen falschen Eid tun, und sollst ott deinen Fid halten. Ich aber sage euch, daß ihr allerdinge nicht schwören sollt, weder bei dem himmel, denn er ist öottes Stuhl; noch bei der Erde, denn sie ist seiner füße Schemel; noch vei Jerusalem, denn sie ist eines großen Königs Stadt. Auch sollst du nicht vei deinem haupte schwö⸗ ren; denn du vermaͤgst nicht, ein einiges haar weiß oder schwarz ju machen. Cure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein: waäs däarüber ist, das ist vom Ubel. Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich avber sage euch, daß ihr nicht widerstreven sollt dem üvel, sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. Und so jemand mit dir rechten will, und deinen Rock nehmen, dem laß auch den mantel. Und so dich jemand nötiget Eine meile, so gehe mit ihm zwo. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Sprüche Sal. 9, 1— 11. Das Gastmahl der Weisheit.) Die Weisheit vaute ihr haus, und hieb sieben Säulen, schlachtete ihr Vieh, und trug ihren Wein auf, und bereitete ihren Tisch, und sandte ihre Dirnen aus, zu laden oben auf die Paläste der Stadt: Wer albern ist, der mache sich hieher! und jum narren sprach sie: Kommt, jehret von meinem Brot, und trinket les Weins, den ich schenke; verlasset das alberne Wesen, so werdet ihr leven, und gehet auf dem Wege des Verstandes. Wer den Spötter züchtiget, der muß Schande auf sich nehmen, und wer den Hottlosen straft, der muß gehöhnet wer⸗ den. Strafe den Spötter nicht, er hasset dich; strafe den Weisen, der wird dich lieven. 6ib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den 6e⸗ rechten, so wird er in der Lehre zu⸗ nehmen. der Weisheit Anfang ist des hErrn furcht, und der VUerstand lehret, waäs heilig ist. Denn durch mich wird deiner Tage viel werden, und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden. Lektion aus dem neuen Testamente. Jak. 2, 1-—13.(Die, welche durch das Gesetz der freiheit gerichtet werden.) Lieben Brüder, haltet nicht dafür, daß der 6laube an Jesum christum, unsern hẽrrn der herrlichkeit, Ansehen der Per⸗ son leide. Denn so in eure versammlung käme ein mann mit einem goldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es käme aber auch ein Armer in einem unsauberen sleide, und ihr fähet auf den, der das herrliche fleid trägt, und sprächet zu ihm: Setze du dich her aufs veste, und sprachet ju dem Armen: Stehe du dort, oder setze dich her zu meinen füßen; und bedenket es nicht recht, son⸗ dern ihr werdet Richter, und machet bösen Unterschied. höret zu, meine lie⸗ ven Brüder! hat nicht õott erwählet die Armen auf dieser Welt, die am õlauben reich sind und Erben des Reichs, welches 114 er verheiße haben? Ih ehre getan. dle Gewalt euch vorser guten nami So ihr das nach der Sa lch se aber dle e und werde Ubertreter. Eui Allesamt und haltet Widerstehe Demütiger an nun Ottes, g Alle 51— sorget für chetz genn gehet ums — hl, noch ler fßt denn sie t. Nuch schwo⸗ einiges machen. / nein hel. Ir : Nuge jch aber xstreben semand rachten iuch dar. en will em laß jemand mit Ihin er verheißen hat denen, die ihn lieb häben? Ihr aber habt dem Armen Un⸗ ehre getan. Sind nicht die Reichen die, die ewalt an euch üben, und ziehen euch vor sericht? Uerlästern sie nicht den guten namen, davon ihr genannt seid? So ihr das königliche Gesetz vollendet nach der Schrift:»Liebe deinen ächsten als dich selbst, so tut ihr wohl; so ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde, und werdet gestraft vom Gesetz als die Übertreter. Denn so jemand das ganze Gesetz hält, und sündiget an Finem, der ist es ganz schuldig. Denn der da gesagt hat:»Du sollst nicht ehebrechen«, der hat auch gesagt:»Du sollst nicht töten. So du nun nicht ehebrichst, tötest aver, bist du ein Übertreter des esetzes. Mso redlet, und also tut, als die da sollen durch das Gesetz der freiheit gerichtet werden. Es wird aber ein unvarmherzig õericht über den gehen, der nicht Barmhersig⸗ keit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht. 3. Sonntag nach Trinitatis. * Vormittags. Epistel. 1. vetri 5, 11. Der deufel sucht, welchen er verschlinge. Allesamt seid untereinander untertan, und haltet fest an der Demut. Denn õott widlerstehet den Hoffärtigen; aber den Demütigen gibt er önade. So demütiget euch nun unter die gewaltige hand Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorget für euch. Seid nüchtern und wa⸗ chet; denn euer Widersacher, der ceufel, gehet umher wie ein vrüllender Löwe, und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest im ölauben, und wisset, daß eben dieselbigen Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der õott aber aller onade, der uns verufen hat zu sei⸗ ner ewigen herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräfti⸗ gen, gründen. Demselbigen sei chre und macht von wigkeit zu Fwigkeit! Nmen. Evangelium. Cuc. 15, 1-10. Jesus nimmt die Sünder an.) Es naheten aver zu ihm allerlei Zöliner und Sünder, daß sie ihn höreten. Und dlie Pharisaer und Schriftgelehrten mur⸗ reten und sprachen: Dieser nimmt die sünder an, und isset mit ihnen. er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis, und sprach: Uelcher mensch ist unter euch, der hun⸗ dert Schafe hat, und so er der eins ver⸗ lieret, der nicht lasse die neun und neun⸗ zig in der Wüste, und hingehe nach dem verlornen, vis daß er es finde? Und wenn er es gefunden hat, so legt er es auf seine Achsein mit freuden. Und wenner heimkommt, ruft er seinefreun⸗ de und Hachbarn, und spricht zu ihnen: freuet euch mit mir/ denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: Also wird auch Freude im himmel sein über Einen Sünder, der Buße tut, vor neun und neunzig b6e⸗ rechten, die der Buße nicht bellürfen. odler welches Weib ist, die zehn öroschen hat, so sie der einen verlieret, die nicht ein Licht anzünde, und kehre das haus und suche mit fleiß, bis daß sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat, rufet sie ihre freundinnen und UHachbarinnen, und spricht: freuet euch mit mir; denn ich habe meinen õroschen gefunden, den ich verloren hatte. Also auch, sage ich euch, wird freude sein vor den Engeln Gottes über Einen Sünder der Buße tut. 15⁵ Epistolische Lektion. Apgsch. 3, 1- 16. Om namen Jesu christi steye auf, und wandele.) petrus aber und Johannes gingen mit⸗ einander hinauf in den Tempel um die neunte stunde, da man pflegte zu beten. Und es war ein mann, lahm von mutter⸗ leibe, der ließ sich tragen; und sie setzten ihn täglich vor des Tempels Tür, die da heißt die schöne, daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen. Da er nun sah petrum und Johannem, daß sie wollten zum Tempel hineingehen, bat er um ein Almosen. petrus aber sah ihn an mit Johanne, und sprach: Siehe uns an! Und er sah sie an, wartete, daß er etwas von ihnen empfinge. pPetrus aber sprach: Silber und Gold häbe ich nicht; was ich aber hãbe, das gebe ich dir: im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf, und wan⸗ lele! Und griff ihn bei der rechten hand, und richtete ihn auf. Alsobald stunden seine Schenkel und fenöchel fest; sprang auf, Konnte gehen und stehen, und ging mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang, und lobte õott. Und es sah ihn alles Volk wandeln, und Gott loben. Sie kannten ihn auch, daß er es war, der um das Almosen gesessen hatte vor der schönen Tür des Tempels; und sie wurden voll Wunderns und Entsetzens über dem, das ihm widerfahren war. Als aber dieser Lahme, der nun gesund war, sich zu Petro und Johanne hielt, lief alles Volk ju ihnen in die halle, die da heißt Salomos, und wunderten sich. Als Petrus das sah, antwortete er dem Volk: Ihr männer von Israel, was wundert ihr euch darüber? oder was sehet ihr auf uns, als hätten wir diesen wändeln gemacht durch unsre eigne sräft oder Verdienst? Der Gott Abra⸗ hams und Isaaks und Jakobs, der bott unsrer väter, hat sein ind Jesum ver⸗ kläret, welchen ihr überantwortet und verleugnet habt vor pilato, da derselbige urteilte, ihn loszulassen. Ihr aber ver⸗ leugnetet den heiligen und 6erechten, und batet, daß man euch den mörder schenkte; aber den fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat Gott aufer⸗ wecket von den Toten; des sind wir Zeu⸗ gen. Und durch den ölauben an seinen namen hat er an diesem, den ihr sehet und kennet, bestätiget seinen Hamen, und der olaube durch ihn hat diesem gegeben diese 6esundheit vor euren Nugen. Evangelische Lektion. Cuc. 15, 11-32.(Der verlorene Sohn.) Und er sprach: Ein mensch hatte zween Söhne; und der jüngste unter ihnen sprach jum Vater: 6ib mir, Vater, das Teil der öüter, das mir gehöret. Und er teilte ihnen das 6ut. Und nicht lange darnach sammelte der jüngste Sohn alles zusammen, und jog ferne über Land; und daäselbst vrachte er sein öut um mit Pprassen. da er nun alle das Seine verzehret hatte, ward eine große Teurung durch dasselbige ganze Land, und er fing an, zu darben. Und ging hin, und hängte sich an einen Bürger desselbigen Landes, der schickte ihn auf seinen Rcker, die Saue zu hüten. Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Trebern, die die Säue aßen; und nie⸗ mand gab sie ihm. Da schlug er in sich, und sprach: Wieviel Tagelöhner hat mein vater, die Brot die fülle haben, und ich verderbe im hunger! Ich will mich aufmachen, und zu meinem vater gehen, und zu ihm sagen: väaͤter, ich habe gesündiget in den himmel und vor dir, und bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich als einen deiner Tagelöhner. Und er machte sich auf, und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und jammerte 116 — ihn, lief, und küsse zu ihm: U himmel u nicht meh heiße. Ab nechten: Vor, und einen fin Schuhe an gemästet laßt uns lieser mei lebendig ist gefun frohuch z War auf ium gau und den shechte e wäre. de o fürcht ihm trer lasset fat Väter ged Mann oefalt es Errn l welchem dem eur Hsaf riter, in aber ung Glenen. prache! len hert dlenen! uns ung Heführt, dorume Retan, m ege, alen Rangen; uns her — )N niletzens en war. gesund ne hielt, ehãlle, naerten ortete er acl. was ler was ir dlesen igne tt Nora⸗ der boft um ver⸗ rtet und Keselbigt wer ver⸗ crechten, smlorder lebenl t allfer⸗ wir Iell⸗ seimen iht sehet Hamen, Hdlesem 1 euren ihn, lief, und fiel ihm um seinen Hals und küssete ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich have gesündigt in den himmel und vor dir; ich vin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße. Aber der Vater sprach zu seinen senechten: Bringet das beste fleid her⸗ vor, und tut ihn an, und gebet ihm einen fingerreif an seine hand und Schuhe an seine füße; und bringet ein gemästet Kalb her, und schlachtet es; laßt uns essen und fröhlich sein; denn dieser mein Sohn war tot, und ist wieder levendig worden; er war verloren und ist gefunden worden. Und fingen an, fröhlich zu sein. Aber der älteste Sohn waär auf dem felde; und als er nahe zum hause kam, hörte er das Gesänge und den Reigen; und rief zu sich der senechte einen, und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist kommen, und dein Vater hat ein gemästet Kalb geschlachtet, daß er ihn gesund wieder hat. Da ward er zornig, und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus, und bat ihn. Er ant⸗ wortete aber und sprach zum bater: Siehe, so viel Jahre diene ich dir, und habe dein 6ebot noch nie übertreten; und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen freunden fröhlich wäre. Uun aver dieser dein Sohn Kom⸗ men ist, der sein öut mit huren ver⸗ schlungen hat, hast du ihm ein gemästet salb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: mein Sohn, du bist allezeit vei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. du solltest aver fröhlich und gutes muts sein; denn dieser dein Bruder war tot, und ist wieder leben⸗ dig worden; er war verloren und ist wiedlergefunden. Uachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Josua 24, 14-27.(Erwählet euch, welchem ihr dienen wollt.) Sso fürchtet nun den heErrn, und dienet ihm treulich und rechtschaffen, und lässet fahren die 6ötter, denen eure väter gedienet haben jenseit des Wassers und in Agypten, und dienet dem herrn. Gefällt es euch aber nicht, daß ihr dem HErrn dienet, so erwählet euch heute, welchem ihr dienen wollt, dem bott, dem eure Väter gedienet haben jenseit des Wassers, oder den 6öttern der Amo-⸗ riter, in welcher Lande ihr wohnet. Ich aber und mein haus wollen dem heErrn dienen. Da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, daß wir den hẽrrn verlassen, und andern õöttern dienen! Denn der herr, unser õott, hat uns und unsre väter aus Agyptenland geführt, aus dem Diensthause, und hat vor unsern Nugen solche große Zeichen getan, und uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gezogen sind, und unter allen völkern, durch welche wir ge⸗ gangen sind; und hat ausgestoßen vor uns her alle völker der Amoriter, die im Lande wohneten. Darum wollen wir auch dem heérrn dienen; denn er ist unser Gott. Josua sprach zum Volk: Ihr könnet dem herrn nicht dienen; denn er ist ein heiliger öott, ein eifriger ott, der eurer Übertretung und Sünde nicht schonen wird. Wenn ihr aber den herrn verlasset, und einem fremden Gott die⸗ net, so wird er sich wenden, und euch plagen, und euch umbringen, nachdem er euch outes getan hat. Das Uolk aber sprach zu Josua: uicht also, sondern wir wollen dem herrn dienen. Da sprach Josua zum Volk: Iyr seid Zeugen über euch, daß ihr den héErrn euch erwählet habt, daß ihr ihm dienet. Und sie spra⸗ chen: Ja. So tut nun von euch die frem⸗ den Götter, die unter euch sind, und neiget euer herz zu dem hẽrrn, dem bott Israels. Und das Volk sprach ju Josua: Wir wollen dem herrn, unserm bott, dienen, und seiner Stimme gehorchen. Also machte Josua desselben Tages einen Bund mit dem Volk, und legte ihnen 11⁷ Gesetze und Kechte vor zu Sichem. Und Gottes, und nahm einen großen Stein und richtete ihn auf daselbst unter einer kiche, die vei dem heiligtum des Uolk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge Josua schrieb dies alles ins esetzbuchsein zwischen uns; denn er hat ge⸗ höret alle Rede des 5éErrn, die er mit uns geredet hat; und soll ein Zeuge über euch sein, daß ihr euren oott nicht hErrn war, und sprach zum ganzen verleugnet. Lektion aus dem neuen Testamente. Jak. 2, 14-23.(Der 6laube, der tot ist an ihm selber.) Was hilft es, lieben Brüder, so jemand sagt, er habe den õlauben, und hat doch die Werke nicht? Rann auch der laube ihn selig machen? s8o aber ein Bruder odler Schwester bloß wäre, und mangel hätte der täglichen Nahrung, und je⸗ mand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch, und sättiget euch; gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe sie das? Also auch der 6laube, wenn er nicht Uerke hat, ist er tot an ihm selber. Aber es möchte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mir deinen ölauben mit deinen Werken, so will ich auch meinen Glauben dir zeigen mit meinen Werken. Du glaubest, daß ein einiger õott ist: du tust wohl daran; die Teufel glauben es auch, und zittern. Willst du aber wissen, du eitler mensch, daß der õlaube ohne Werke tot sei? Ist nicht Abraham, unser vater, durch die Werke gerecht worden, da er seinen Sohn Jsaaf auf dem Altar opferte? Da siehest du, daß der laube mitgewirket hat an seinen Wernen, und durch die Werke ist der laube voll⸗ kommen worden; und ist die Schrist erfüllet, die da spricht:»Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm zur serech⸗ tigkeit gerechnet«, und ist ein freund Gottes geheißen. 4. Sonntag näch Trinitatis. Vormittags. Epistel. gom. 8, 18-27. Die neue sreatur.) Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Lelden der herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbaret werden. Denn das ängstliche harren der freatur wartet auf die Offenbarung der fRinder õottes. Sintemal die freatur unterworfen ist der Fitelkeit ohne ihren Willen, sondern um des willen, der sie unterworfen hat, auf hoffnung. denn auch die sKreatur frei werden wird von dem Dienst des vergänglichen Wesens zu der herrlichen freiheit der Rinder õottes. Denn wir wissen, daß alle Freatur sehnet sich mit uns, und ängstet sich noch immerdar. Uicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des seistes Erst⸗ linge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der findschaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung. Denn wir sind wohl selig, doch in der hoffnung. Die hoffnung aber, die man siehet, ist nicht hoffnung; denn wie kann man des hoffen, das man siehet? So wir aber des hoffen, das wir nicht sehen, so warten wir sein durch Geduld. Desselbigen gleichen auch der seist hülft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sichs gebühret, sondern der õeist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die herzen forschet, der weiß, was dles Geistes Sinn sei; denn er ver⸗ tritt die heiligen nach dem, das Gott gefällt. 118 —* Und wie tun solle Und so Dankshe Ueben dl hr eure Danhsh⸗ tun das leihet, be Was Dan Sunder daß sie aber Iie lelhet, Wirdeu Hindern ist gütt Hoshaft Wie au hichtet; Herichtet ihr auch 5— Zeuge hat ge⸗ eer mit nZeuge jott nicht aubest, ust wohl luch, und dul eiller herke tot er batet, dden, da am Altar + olaube hen, unl lbe voll Ie Schrist ham hat berech/ freund Evangelium. Cuc. 6, 31—42. Die finder des Allerhöchsten.) Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr. Und so ihr lievet, die euch lieben, was Danks habt ihr davon? Denn die Sünder lieben auch ihre iebhaver. Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, was Danks habt ihr davon? Denn die Sünder tun dasselbige auch. Und wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen, wäas Danks habt ihr davon? Denn die sünder leihen den Sündern auch, auf daß sie Gleiches wiedernehmen. doch aber liebet eure feinde; tut wohl und leihet, daß ihr nichts dafür hoffet, so wird euer Lohn groß sein, und werdet sinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig über die Undankvaren und Boshaftigen. Darum seid varmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verlammet. Uergevet, so wird euch vergeben. Gevet, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem maß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein 6leich⸗ nis: mag auch ein Blinder einem blin⸗ den den Weg weisen? Werden sie nicht alle veide in die 6rube fallen? der Jünger ist nicht über seinen meister; wenn der Jünger ist wie sein meister, so ist er volllklommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Oder wie kannst du sagen ju deinem Bruder: halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Huge ziehen; und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du heuch⸗ ler, ziehe zuvor den Balken aus deinem Auge, und vesiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge siehest. Epistolische Lektion. Apgsch. 4, 8-31.(Alle redeten das Wort ottes mit freudigheit.) petrus, voll des heiligen oeistes, sprach zu ihnen: Ihr Obersten des Volks und ihr Uitesten von Jsrael! s8o wir heute werden gerichtet über dieser Wohltat an dem kranken menschen, durch welche er ist gesund worden, so sei euch und allem Uolk von Jsrael kund getan, daß in dem namen Jesu christi von nazareth, welchen ihr gekreuziget habt, den ott von den Toten auferwecket hat, stehet dieser allhie vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, ller zum Eckstein worden ist; und ist in keinem Andern heil, ist auch kein andrer name den menschen gegeven, darinnen wir sollen selig werden. Sie sahen aber an die freudigkeit petri und Johannis, und verwunderten sich; denn sie waren gewiß, daß es ungeleyrte Leute ung Laien waren, und kannten sie auch wohl, daß sie mit Jesu gewesen waren. Sie sahen aber den menschen, der gesund wäar worden, bei ihnen stehen, und hatten nichts dawider zu reden. da hießen sie sie hinausgehen aus dem Rat, und handelten miteinander, und spra⸗ chen: Was wollen wir diesen enschen tun? denn das Zeichen, durch sie ge⸗ schehen, ist kund und offenbar allen, die zu Jerusalem wohnen, und wir können es nicht leugnen. Aber damit es nicht weiter einreiße unter das Volk, laßt uns ernstlich sie vedrohen, daß sie hinfort keinem menschen von diesem Namen sagen. Und riefen sie, und gevoten ihnen, daß sie sich allerdinge nicht hören ließen, noch lehreten in dem Hamen Jesu. Petrus aber und Zohannes antworteten und sprachen ju ihnen: Kichtet ihr selbst, ob es vor Gott recht sei, daß wir euch mehr gehorchen denn ott. Wir Rönnen es ja nicht lassen, daß wir nicht reden sollten, 11⁰ wäas wir gesehen und gehöret haben. Aber sie droheten ihnen, und ließen sie gehen, und fanden nicht, wie sie sie peinigten, um des Volks willen; denn sie lobten alle ott über dem, das ge⸗ schehen war. Denn der mensch war über vierzig Jahre alt, an welchem dies Zei⸗ chen der esundheit geschehen war. Und als man sie hatte lassen gehen, kamen sie zu den Ihren, und verkündigten ihnen, was die hohenpriester und Altesten zu ihnen gesagt hatten. Da sie das höreten, huben sie ihre Stimme auf einmütiglich zu Gott, und sprachen: herr, der du bist der Gott, der himmel und Erde und das Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hät; der du durch den mund Davids, deines fͤnechts, gesagt hast:»Warum empören sich die heiden, und die völker nehmen vor, das umsonst ist? Die Könige ler Erde treten zusammen, und die für⸗ sten versammeln sich zuhauf wider den hErrn und wider seinen christ«: Wahr⸗ lich ja, sie haben sich versammelt über dein heiliges Eind Zesum, welchen du gesalbet hast, herodes und Pontius pi-⸗ latus mit den heiden und dem Volk Israel, zu tun, was deine hand und dein Rat zuvor bedacht hat, das geschehen sollte. Und nun, herr, siehe an ihr Dro⸗ hen, und gib deinen snechten mit aller freudigkeit zu reden dein Wort, ung strecke deine hand aus, daß Gesundheit und Zeichen und Wunder geschehen durch den namen deines heiligen Findes Jesu. Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, da sie versammelt waren; und wurden alle des heiligen Geistes voll, und redeten das Wort ottes mit freudigkeit. väangelische Lektion. Matth. 5, 11-16.(Ihr seid das Licht der Welt.) Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und ver⸗ folgen, und reden allerlei Ubels wider euch, so sie daran lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im himmel wohl belohnet werden. Denn also haben sie verfolget die Propheten, die vor euch gewesen sind. Mr seich das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man salzen? Es ist zu nichts hinfort nütze, denn daß man es hinausschütte, und lasse es die eute zertreten. Jhr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht ver⸗ borgen sein. man zündet auch nicht ein Licht an, und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denen allen, die im hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vot den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen, und euren vater im himmel preisen. Uachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. J. Samuelis 3, 1— 19.(Es ist der herr, er tue, was ihm wohlgefällt.) Und da Samuel, der fnabe, dem hérrn diente unter Eli, war des hérrn Wort teuer zu derselbigen Zeit, und war wenig Weissagung. Und es begab sich, ju der⸗ selben Zeit lag Eli an seinem ort, und seine Nugen fingen an, dunkel zu wer⸗ den, daß er nicht seyen konnte. Und Samuel hatte sich gelegt im Tempel des hẽrrn, da die Iade õottes war, ehe denn dlie ampe õottes verlosch. Und der herr rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hie bin ich! Und lief zu Eli, und sprach: Siehe, hie vin ich! du hast mich gerufen. Er dver sprach: Ich habe dich nicht ge⸗ rufen; gehe wieder hin, und lege dich schlafen. Und er ging hin, und legte sich schlafen. der herr rief abermal: Samuel! Und Samuel stund auf, und ging zu Eli, und sprach: Siehe, hie bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen, mein sohn; gehe wieder hin, und lege 12⁰ dich schla hErrn no war ihm der hert Mnal. Une und spra mch gert Herr den hm: oet schlafen prich: g höret. Se an seiner krat dah Samuet, Hece,ge hErr sr ein ding wird, de gellen.; über ei redet hd Vollenge gesagt, 6 2.bet bott geb lurch christ, seiner 0 und göt schenhet ler uns chneit dle teu gungen hr qur der göt Uergäne allen eu m eure diefur ider den Wahr⸗ lelt Uber Ichen dul ntius bi. om bolh und dein eschehen ihr Dro⸗ it aller ort, und sunaheit jeschehen nfludes hewegte warell⸗ NoeisteZ ttes mit dich schlafen. Aber Samuel kannte den Errn noch nicht, und des hérrn Wort waäͤr ihm noch nicht geoffenbaret. Und der héErr rief Samuel aber zum dritten Mal. Und er stund auf, und ging zu Eli, und sprach: Siehe, hie bin ich! du hast mich gerufen. Da merkte Eli, daß der Err den senaben rief; und sprach zu ihm: 6ehe wieder hin, und lege dich schlafen; und so du gerufen wirst, so sprich: Bede, herr, denn dein knecht höret. Samuel ging hin, und legte sich an seinen ort. Da kam der hérr, und trat dahin, und rief wie vormals: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: kede, denn dein fnecht höret. Und der Err sprach zu Samuel: Siehe, ich tue ein Ding in Israel, daß, wer das hören wird, dem werden seine beiden ohren gellen. An dem Tage will ich erwecken Über Eli, was ich wider sein haus ge⸗ redet habe; ich will es anfangen und vollenden. Denn ich have es ihm an⸗ gesagt, daß ich Kkichter sein will über sein haus ewiglich um der missetat willen, daß er wußte, wie seine Einder sich schändlich hielten, und hätte nicht einmal sauer dazu gesehen. Darum habe ich dem hause Eli geschworen, daß diese missetat des hauses(li soll nicht ver⸗ söhnet werden, wedler mit opfer noch mit Speisopfer ewiglich. Und Samuel lag bis an den morgen und tat die Tür auf am hause des hErrn. Samuel aber fürchtete sich, das esicht li anzusagen. Da rief ihn Eli und sprach: Samuel, mein sSohn! Er antwortete: Siehe, hie bin ich! Er sprach: Was ist das Wort, das dir gesaget ist? Verschweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigest, das dir gesagt ist. Da sagte es ihm Samuel alles an, und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der hérr; er tue, was ihm wohlgefällt. Samuel aber nahm zu, und der heErr war mit ihm, undfiel keins unter allen seinen Worten auf die Erde. Lektion aus dem neuen Testamente. 2. petri 1, 2-6.(Tut fleiß, euren Beruf und Erwählung fest zu machen.) bott gebe euch viel nade und frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu christi, unsers hErrn! nachdem allerlei seiner göttlichen Kraft(was jum Leben und göttlichen Wandel dienet) uns ge⸗ schenket ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine herr⸗ lichkeit und Tugend, durch welche uns die teuren und allergrößesten Verhei⸗ ßungen geschenket sind, nämlich, daß ihr durch dasselbige teilhaftig werdet der göttlichen natur, so ihr fliehet die Uergängliche Tust der Welt: so wendet allen euren fleiß daran, und reichet dar in eurem 6lauben Tugend, und in der Tugend bescheidenheit, und in der Be⸗ scheidenheit mäßigkeit, und in der mä⸗ higkeit Geduld, und in der õeduld oott⸗ seligkeit, und in der Gottseligkeit brü⸗ derliche iebe, und in der brüderlichen Liebe gemeine Liebe. Denn wo solches reichlich bei euch ist, wird es euch nicht faul noch unfruchtvar sein lassen in der 121 Erkenntnis unsers heErrn Jesu christi; welcher aber solches nicht hat, der ist blind, und tappet mit der hand, und vergißt der Keinigung seiner vorigen Ssünden. Darum, lieben Brüder, tut desio mehr fleiß, euren Beruf und rwählung fest zu machen; denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln. Und also wird euch reichlich dargereichet werden der Eingang zu dem ewigen keich un⸗ sers herrn und heilandes Jesu Christi. Darum will ich es nicht lassen, euch alle⸗ zeit solches zu erinnern, wiewohl ihr es wisset, und gestärkt seid in der gegen⸗ wärtigen Wahrheit. Denn ich achte es billig sein, solange ich in dieser hütte bin, euch zu erwecken und zu erinnern; denn ich weiß, daß ich meine hütte bald ablegen muß, wie mir denn auch unser hErr Jesus Christus eröffnet hat. Ich will aber fleiß tun, daß ihr allenthal⸗ ben havet nach meinem Ryschiedd, sol⸗ ches im sedächtnis ju halten. SEDEEEE 5. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 1. petri 3, 8 15.(heiliget õott den herrn in euren herzen.) Endlich aber seid allesamt gleichge⸗ sinnet, mitleidig, vrüderlich, barmher⸗ zig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr daju berufen seid, daß ihr den Segen veerbet, denn wer leben will, und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nicht Böses rede, und seine Lip⸗ pen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen, und tue Gutes; er suche frie⸗ den, und jage ihm nach. Denn die Au- gen des heErrn sehen auf die serechten, und seine ohren auf ihr oebet; das An⸗ gesicht aber des hẽrrn siehet auf die, da Böses tun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem öuten nachkommet? Und iob ihr auch leidet um der serech⸗ tigkeit willen, so seid ihr doch selig. fürchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erschrecket nicht; heiliget aber 6ott den hérrn in euren herzen. Eväangelium. Cuc. 5, 1— 1. Petri fischjug.) Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Gottes, und er stund am See senezareth, und sah zwei Schiffe am See stehen; die fi⸗ scher aber waren ausgetreten, und wu⸗ schen ihre Uetze: trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande führte. Und er setzte sich, und lehrete das Volk aus dem Schiff. Und als er hätte aufgehört, zu reden, sprach er ju Simon: fahre auf die höhe, und werfet eure Uetze aus, daß ihr einen Zug tut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: meister, wir haben die ganze lacht gearbeitet, und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das letz aus⸗ werfen. Und da sie das taten, beschlossen sie eine große menge fische, und ihr netz zerriß. Und sie winkten ihren 6e⸗ sellen, die im andern Schiff waren, daß sie kãmen und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen, und fülleten beide Schiffe voll, also daß sie sanken. Da das Si⸗ mon betrus sah, fiel er Jesu zu den fnieen, und sprach: herr, gehe von mir hinaus! ich bin ein fündiger mensch. denn es waär ihn ein Schrecken ankommen und alle, die mit ihm waren, über diesen fischzug, den sie miteinander getan hat⸗ ten; desselbigen gleichen auch Jakobum und Johannem, die Söhne Zebedäi, Simonis sesellen. Und Jesus sprach zu Simon: fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du menschen fangen. Und sie führeten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgten ihm nach. Epistolische Lektion. Apgsch. 5, 17- 42.(Sie waren fröhlich, daß sie würdig gewesen der Schmach um christi willen.) Es stund aber auf der hohepriester und alle, die mit ihm waren, welches ist die Sekte der Sadduzäer, und wurden voll Eifers, und legten die hände an die Apostel, und warfen sie in das gemeine efängnis. Aber der Engel des hérrn tat in der Nacht die Tür des õefängnisses auf, und führte sie heraus, und sprach: behet hin, und tretet auf, und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Le⸗ bens. Da sie das gehöret hatten, gingen sie früh in den Tempel, und lehreten. Der hohepriester aver kam, und die mit ihm waͤren, und riefen zusammen den 122 Fat und Zrael; u sie zu ho dar, und hamen w sprachen: verschlof hulter ar. aber da mand drt ler Hohe sles Temi wurden doch das dar, ger Mläͤnner, Worfen Und lehr haupim: leten sie fürchtete nicht ges brachfen Und ler rach: Heboten, dlesem i rusalem * en.) ale Ru- erechten, dlas In· die, da yschaden lommet? berech⸗ och selig. Ttogen helliget hersen. ihren be⸗ aren, das Kat und alle Altesten der inder von Israel; und sandten hin zum sefängnis, sie zu holen. die diener aber kamen dar, und fanden sie nicht im 6efängnis; kamen wieder, und verkündigten und sprachen: Das Gefängnis fanden wir verschlossen mit allem fleiß, und die hüter draußen stehen vor den Türen; aber da wir auftaten, fanden wir nie⸗ mand drinnen. da diese Rede höreten der hohepriester und der hauptmann des Tempels und andere hohepriester, wurden sie über ihnen betreten, was doch das werden wollte. Da kam einer dar, der verkündigte ihnen: Sehet, die männer, die ihr in das Gefängnis ge⸗ worfen habt, sind im kempel, stehen, und lehren das Volk. Da ging hin der Hhauptmann mit den Dienern, und ho⸗ leten sie, nicht mit ewalt; denn sie fürchteten sich vor dem Volk, daß sie nicht gesteiniget würden; und als sie sie brachten, stelleten sie sie vor den kat. Und der hohepriester fragte sie und sprach: haben wir euch nicht mit Ernst geboten, daß ihr nicht solltet lehren in diesem namen? Und sehet, ihr habt Je⸗ rusalem erfüllet mit eurer Lehre, und wollet dieses menschen Blut über uns führen. petrus aber antwortete und die Rpostel und sprachen: Man muß Gott mehr gehorchen denn den menschen. Der ott unserer Väter hät Jesum auf⸗ erwecket, welchen ihr erwürget haͤbt und an das holz gehänget. Den hat Gott durch seine rechte hand erhöhet zu elnem fürsten und Heiland, ju geben Israel Buße und Vergebung der Sünden. Und wir sind seine Zeugen über diese Worte, und der heilige eist, welchen 6ott gegeben hat denen, die ihm ge⸗ horchen. Da sie das höreten, gings ihnen durchs heri, und dachten, sie zu töten. Da stund aber auf im Rat ein Pharisäer, mit namen 6amaliel, ein Schriftgelehr⸗ ter, wohl gehalten vor allem Volk, und hieß die NRpostel ein wenig hinaustun. Und sprach zu ihnen: Jyr männer von Israel, neymet euer selbstwahr an diesen menschen, was ihr tun sollt. Vor diesen Tagen stund aufcheudas, und gab vor, er wäre etwas, und hingen an ihm eine Zahl männer, vei vier hundert, der ist er⸗ schlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet und zunichte worden. Dar⸗ nach stund auf Judas aus Galiläa in den Tagen der Schatzung, und machte viel Volks abfällig ihm nach; und der ist auch umkommen, und alle, die ihm zuflelen, sing zerstreuet. Und nun sage ich euch: Laßt ab von diesen menschen, und laßt sie fähren. Ist der Rat oder das Werk aus den menschen, so rolrd es untergehen; ist es aber aus Gott, so könnet ihr es nicht dämpfen; auf daß ihr nicht erfunden werdet, als die wider Gott streiten wollen. Da fielen sie ihm zu; und riefen die RApostel, stäupten sie, und geboten ihnen, sie sollten nicht reden in dem namen Jesu, und ließen sie gehen. sSie gingen aber fröhlich von des Räts Angesicht, daß sie würdig gewesen waren, um seines Uamens willen Schmach zu leiden; und höreten nicht auf, alle Tage im Tempel und hin und her in häusern zu lehren und zu predigen das Cvangelium von Jesu Christo. Evangelische Lektion. Cuc. 7, 36-50.(Viel Lieve, wo viel Vergebung.) Es bat ihn aber der Pharisaer einer, daß er mit ihm äße. Und er ging hinein in ddes Pharisäers haus, und setzte sich zu Tische. Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da die vernahm, daß er ju Tische saß in des pharisäers häuse, brachte sie ein las mit Salben, und trat hinten zu seinen füßen, und weinete, und fing an, seine flße zu netzen mit Tränen, und mit den haaren ihres hauptes zu trocknen, und küssete seine füße, und salbete sie mit Salben. Da aber das der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich 12³ selbst und sagte: Wenn dieser ein Pro⸗ phet wäre, so wüßte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anrühret; denn sie ist eine sünderin. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sage an. Es hatte ein Wucherer zween Schuldner. Einer war schuldig fünf hun⸗ dert roschen, der andre fünfzig. Da sieaber nichthatten, zubezahlen, schenkte er es beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben? Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenket hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht ge⸗ richtet. Und er wandte sich zu dem Weibe, und sprach ju Simon: Siehest du dies meinen füßen; diese aver hät meine füße mit Tränen genetzet und mit den haaren ihres haupts getrocknet. Dn hast mir keinen uß gegeben; diese aber, nachdem sie hereinkommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine füße zu küssen. Du hast mein haupt nicht mit 6lge⸗ salbet; sie aber haät meine füße mit Salben gesalbet. Derhalben sage ich dir: Iyr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel gelievet welchem aber wenig vergeben wird, der lievet wenig. Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben. da fingen an, die mit zu Tische saßen, und sprachen bei sich selbst: Uer ist dieser, der auch die sünden ver⸗ gibt? Er aber sprach zu dem Weibe: Weib? Ich bin kommen in dein haus, Dein õlaube hat dir geholfen; gehe hin du hast mir nicht Wasser gegeben zumit frieden. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. 1. Samuelis 16, 1-13.(Der heErr siehet das herz an.) und der heErr sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen have, daß er nicht König sei über Israel? fülle dein horn mit öl, und gehe hin; ich will dich senden zu dem bethlehemiter Nai; denn unter seinen Söohnen habe ich mir einen König ersehen. Samuel aber sprach: Wie soll ich hingehen? Saul wirds erfahren, und mich erwürgen. Der hErr sprach: imm ein Kalb von den Kindern zu dir, und sprich: Ich bin kommen, dem herrn zu opfern. Und sollst Isai Jum opfer laden: da will ich dir weisen, was du ttun sollst, daß du mir salbest, welchen ich dir sagen werde. Samuel tat, wie ihm der hErr gesagt hatte, und Kam gen beth⸗ lehem. da entsetzten sich die Rltesten ler Stadt, und gingen ihm entgegen, und sprachen: Ist es friede, daß du Rom⸗ mest? Er sprach: Ja, ich vin kommen, dem hẽErrn zu opfern/ heiliget euch, und kommet mit mir zum Opfer. Und er hei⸗ ligte den Isai und seine Söhne, und lud sie jum opfer. Da sie nun hereinkamen, sahe er den Cliab an, und gedachte, ob der vor dem heErrn sei sein 6esalbter. Aber der hErr sprach zu Samuel: Siehe nicht an seine 6estalt, noch seine große person; ich habe ihn verworfen. Denn es gehet nicht, wie ein Mensch siehet. Ein mensch siehet, was vor Nugen ist, der hErr aber siehet das herz an. Da rief Isai den Abinadab, und ließ ihn vor Samuel übergehen. Und er sprach: Die⸗ sen hat der hErr auch nicht erwählet. Da ließ JIsai vorübergehen Samma. er aber sprach: Diesen hat der hérr auch nicht erwählet. Da ließ Isai seine sieben Söhne vor Samuel übergehen. Aber Samuel sprach zu Isali: Der hérr hat derer keinen erwählet. Und Sa⸗ muel sprach zu Isai: Sind das die fnaben alle? er aber sprach: Es ist noch übrig der kleinste; und siehe, er hütet der Schafe. Da sprach Samuel zu Nai: Sende hin, und laß ihn holen; denn wir werden uns nicht setzen, bis er hie⸗ her komme. Da sandte er hin, und ließ ihn holen. Und er war bräunlich, mit 12⁴ schoͤnen ni ler herr denn er i Ahorn, u Es gescha Allenthalt gen ham, selbst fan Aneas, at gelegen, Petrus Christus und bett stund er dle zu cy- lie bekel Joppe ab men dat heißt ein Uertze un gab sich, sie hrantz Sosel Sller. st da al daselbstu at meine mit deu met. Du jese aber, „ hãt sie Klissen. it O ge⸗ lhe mit leich lix: en, Genn Herwenig lig. Uncd Sunen emit zu ich selhst nden ver⸗ u Welbe: gehe U¹¹⁰ schönen Nugen und guter Gestalt. Und der hErr sprach: Ruf! und salbe ihn; denn er ist es. Da nahm sSamuel sein ölhorn, und salbte ihn mitten unter sei⸗ Lektion aus dem Apgsch. 9, 32—. Es geschah aver, da Petrus durchzog allenthalben, daß er auch zu den heili⸗ gen kam, dlie zu Lydda wohneten. Da⸗ selbst fand er einen Mann, mit Namen Aneas, acht Jahre lang auf dem Bette gelegen, der war gichtbrüchig. Und betrus sprach zu ihm: Anea, Jesus Christus macht dich gesund; stehe auf, und bette dir selber! Und alsobald stund er auf. Und es sahen ihn alle, die zu Cydda und zu Sarona wohneten; die bekehrten sich zu dem hErrn. Zu Joppe aver war eine Jüngerin, mit na⸗ men kabea,(welches verdolmetschet heißt eine Kehe,) die war voll guter Wertze und Aimosen, die sie tat. Es be⸗ gab sich aber zu derselbigen Zeit, daß sie Krank ward und starv. Da wuschen sie dieselbige, und legten sie auf den Söller. Nun aver Lydda nahe bei Joppe ist, da die Jnger höreten, daß Petrus nen Brüdern. Und der seist des hérrn geriet über David von dem kage an und fürder. Samuel aber machte sich auf, und ging gen Rama. leuen Testamente. Petri Wunderwertz.) zu ihm, und ermahneten ihn, daß er sichs nicht ließe verdrießen, zu ihnen zu kommen. petrus aber stund auf, und kam mit ihnen. Und als er darkommen waär, führeten sie ihn hinauf auf den Söller, und traten um ihn alle Witwen, weineten, und jeigten ihm die Köcke und feleider, welche die Kehe machte, weil sie bei ihnen war. Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hätte, knieete er nieder, betete, und wandte sich zu dem Leichnam, und sprach: kabea, stehe auf! Und sie tat ihre Nugen auf; und da sie petrum sah, setzte sie sich wieder. Er aber gab ihr die hand, und richtete sie auf, und rief die Hheiligen und die Witwen, und stellte sie lebendig dar. Und es ward kund durch ganz Joppe, und viele wurden gläubig an den hErrn. Und es geschah, daß er lange Zeit in Joppe blieb vei einem daselbst war, sandten sie ween männer Simon, der ein õerber war. b. Sonntag nach Trinitatis. vormittags. Epistel. Kom. 6, 3—14.(Wir sind in christi Tod getauft.) Wisset iyr nicht, daß alle, die wir in Jesum christ getaust sing, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleich wie Christus ist auferwecket von den Toten durch die herrlichheit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leven wandein. 5o wir aber samt ihm gepflanzet wer⸗ den zu gleichem code, so werden wir auch der Rufersteyung gleich sein, die⸗ weil wir wissen, daß unser alter mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sundliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der sünde nicht dienen. Ddenn wer ge⸗ 1 storben ist, der ist gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, hin⸗ fort nicht stirvt; der Tod wird hinfort üÜber ihn nicht herrschen. denn das er gestorben ist, das ist er der Sünde ge⸗ storben zu CEinem mal; das er aber levet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sunge gestorben seid, und lebet õott in christo Jesu, unserm heErrn. 8o laßt nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterb⸗ lichen Leibe, ihr 6ehorsam zu leisten in 25 seinen Lüsten. Auch begebet nicht der Sünde eure 6lieder zu Waffen der Un⸗ gerechtigkeit, sondern vegebet euch selbst oott, als die da aus den co⸗ ten lebengig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der oerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter dem 6esetz seid, sondern unter der 6nade. Evangelium. matth. 5, 17-26.(Die serechtigkeit, die vesser als die der Pharisäer.) Iyr sollt nicht wähnen, daß ich ommen vin, das Gesetz oder die Propheten auf⸗ zulösen; ich bin nicht kommen, aufzu⸗ lösen, sondern zu erfüllen. denn ich sage euch wahrlich: Bis daß himmel und Erde jergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstave, noch Ein Tüttel vom sesetze, bis daß es alles geschehe. Wer nun Eins von diesen kleinsten Ge⸗ voten auflöset, und lehret die Leute also, der wird der fͤleinste heißen um him⸗ melreich; wer es aber tut und lehret, der wird groß heißen im himmelreich. Denn ich sage euch: Cs sei denn eure Gerechtigkeit vesser denn der Schriftge⸗ lehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das himmelreich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tö⸗ tet, der soll des erichts schuldig sein. Bruder zürnet, der ist des oerichts schul⸗ dig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Räacha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du narr! der ist des hölli⸗ schen feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß allda vor dem Altar deine õabe, und gehe juvor hin, und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm, und opfere deine abe. Sei willfertig dei⸗ nem UWidersacher vald, dieweil du noch vei iym auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du Ich aber sage euch: Wer mit seinem Epistolisch auch den letzten heller vezahlest. e Lektion. Apgsch. 8, 26—38.(Der Rämmerer aus mohrenland.) ber der Engel des héErrn redete ju pyilippo und sprach: Stehe auf, und gehe gegen mittag, auf die Straße, die von Jerusalem gehet hinab gen Gaja, die da wüste ist. Und er stund auf, und ging hin. Und siehe, ein mann aus Mohrenland, ein ämmerer und 6e⸗ waͤltiger der stönigin Fandaze in moh⸗ renland, welcher war über alle ihre Schätzkammern, der war kommen gen Jerusalem, anzuveten, und zog wieder heim, und saß auf seinem Wagen, und las den propheten Jesaias. Der 6eist aber sprach zu Philippo: Gehe hinzu, und mache dich bei diesen Wagen. Da lief pyilippus hinzu, und hörte, daß er Verstehest du auch, was du liesest? eEr aber sprach: Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet? Und ermahnte Phi⸗ lippum, daß er aufträte und setzte sich bei iyn. der Inhalt aver der Schrist, die er las, war dieser:»Er ist wie ein Schaf zur Schlachtung geführet, und still wie ein Lamm vor seinem Scherer, also hat er nicht aufgetan seinen mund. In seiner niedrigkeit ist sein õericht er⸗ häben. Wer wird aber seines Lebens känge ausreden? denn sein Leven ist von der Erde weggenommen.« Da ant⸗ wortete der Kämmerer Philippo und sprach: Ich vitte dich, von wem redet der propyet solches? von ihm selbst oder den propheten Jesaias las, und sprach: 1 von jemand anders? Philippus aber 2⁰ tat seiner leser Scht Tvangein gen det Wasser. Kehe, da daß ich u Und er sy Also, als! Land wir macht un auf, ung lenn aie ersten gar nach den Uenn sie 0 schicht dle Ernte zeit. Denn en hönnen cht untet unter dler der.) ichts schul⸗ uler sagt: Laig, Wir des höͤlli⸗ um, wenn sar opfers, daß dein abe, so laß SSSSS tat seinen mund auf, und fing von dlieser Schrist an, und predigte ihm das Cvangelium von Jesu. Und als sie zo⸗ gen der Straße nach, kamen sie an ein Wasser. Und der Kämmerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert es, däaß ich inich taufen lasse? Philippus Aber sprach: Glaubest du von ganzem herzen, so mag es wohl sein. Er ant⸗ wortete und sprach: Ich glauvbe, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist. Und er hieß den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser beide Philippus und der stämmerer, und er taufte ihn. bangelische Lektion. Marc. 4, 260-32.(Der Same gehet auf und wächst.) Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein mensch Samen aufs Land wirft, und schläft, und stehet auf, lacht und Tag; und der Same gehet auf, und wächset, daß er es nicht weiß; denn die ęrde vringt von ihr selvst zum ersten das Gras, darnach die hren, dar⸗ nach den vollen Weißen in den Ahren. Wenn sie aber die frucht gebracht hat, so schickt er bald die Sichel hin, denn die Ernte ist da. Und er sprach: Wem wollen wir das Reich õottes vergleichen? und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden? Gleich wie ein Senfkorn, wenn das gesäet wird aufs Land, so ist es das kleinste unter allen Samen auf Erden; und wenn es gesäet ist, so nimmt es zu, und wird größer denn alle fohlkräuter, und gewinnet große Zweige, also daß die Vögel unter dem himmel unter seinem Schatten wohnen können. nachmittags. LCektion aus dem 1. Sam. 24, 1= 20 Und David zog hinauf von dannen, und blieb in der Burg Engedli. Da nun Saul wiederkam von den philistern, ward ihm gesagt: Siehe, David ist in der Wüste Engedi. Und Saul nahm drei tausend junger mannschaft aus ganz Israel, und zjog hin, David samt seinen männern zu suchen auf den felsen der emsen. Und da er kam zu den Schaf⸗ hürden am Wege, war daselbst eine höhle, und Saul ging hinein, seine füße zudlecken. David aber und seine manner saßen hinten in der höhle. Da sprachen die männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, davon der 5err dir gesagt hat:»Siehe, ich will deinen feind in deine hände geben, daß du mit ihm tust, was dir gefällt.« Und David stund auf, und schnitt leise einen Zipfel vom Rock Sauls. Aber darnach schlug ihm sein herz, daß er den Zipfel Sauls hatte abgeschnitten, und sprach zu seinen männern: Das lasse der htrr ferne von 1 Alten Testamente. (Ciebe für haß.) mir sein, daß ich das tun sollte, und meine hand legen an meinen herrn, den Gesalbten des hérrn; denn er ist der Gesalbte des héErrn. Und David wies seine männer von sich mit Worten, und ließ sie nicht wider Saul sich auf⸗ lehnen. a aber Saul sich aufmachte aus der höhle, und ging auf dem Wege, mächte sich darnach David auch auf, und ging aus der höhle, und rief Saul hinten nach und sprach: mein herr sönig! Saul sah hinter sich. Und David neigte sein Antlitz zur Erde, und betete an, und sprach zu Saul: Warum ge⸗ horchest du menschen Wort, die da sagen: David sucht dein Unglück? Siehe, heu⸗ tiges Tages sehen deine Nugen, daß dich der hérr heute hat in meine hand ge⸗ geben in der höhle, und es ward gesagt, daß ich dich sollte erwürgen. Aber es ward deiner verschonet; denn ich sprach: Ich will meine hand nicht an meinen herrn legen; denn er ist der Gesalbte 2⁷ des 5Errn. mein Vater, siehe doch den und dir, und sehe drein, und führe meine Zipfel von deinem Rock in meiner hand, daß ich dich nicht erwürgen wollte, da ich den Zipfel von deinem Roch schnitt. Erkenne und siehe, daß nichts Böses in meiner hand ist, noch keinelbertretung. Ich habe auch an dir nicht gesündigt, und du jagest meine Seele, daß du sie wegnehmest. der herr wird kichter sein zwischen mir und dir, und mich an dir rãchen; aber meine hand soll nicht über dir sein. Wie man sagt nach dem alten Sprichwort: Von Gottlosen kommt Un⸗ tugend. Aber meine hand soll nicht über llit sein. Wem ziehest du nach, önig von Israel? Wein jagest du nach? Einem toten hunde, einem einigen floh. Der hErr sei Richter, und richte zwischen mir Sache aus, und rette mich von deiner hand. Als nun David solche Worte zu Saul hätte ausgeredet, sprach Saul: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul huv auf seine Stimme, und weinte, und sprach zu David: Du vist gerechter denn ich. Du hast mir Gutes bewiesen; ich aber habe dir Böses be⸗ wiesen. Und du hast mir heute angeieigt, wie du 6utes an mir getan haͤst, daß mich der herr hatte in deine hände be⸗ schlossen, und du mich doch nicht er⸗ würget hast. Wie sollte jemand seinen feind finden, und ihn lassen einen guten weg geyen? derr herr vergelte dir sutes für diesen Tag, das du an mir getan hast. Lektion aus dem neuen Testamente. Gal. 3, 1—12.(Die mit des esetzes Wernen umgehen.) o ihr unverständigen salater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen christus Jesus vor die Augen gemalet war, und setzt unter euch gekreuziget ist. Das will ich allein von euch lernen: habt ihr den Geist empfangen durch des sesetzes Werke oder durch die Predigt vom 6lauben? Seid ihr so unverständig? Im õeist habt ihr angefangen, wollt ihr es denn nun im fleisch vollenden? habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist es anders umsonst. Der euch nun den õeist reicht und tut solche Taten unter euch, tut er es durch des Gesetzes Werke oder durch die Ppredigt vom 6lauben? 6leich wie Abraham hat 6ott geglaubet, und es ist ihm gerechnet jur serechtigkeit. 50 erkennet ihr ja nun, daß, die des 6laubens sind, das sind Abrahams fin⸗ der. Die Schrist aver hat es zuvor ersehen, daß Gott die heiden durch den 6lauben gerecht mache; darum verkündigt sie dem Abraham:»In dir sollen alle hei⸗ den gesegnet werden.«Also werden nun, die des õlaubens sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem fluch. Denn es steyet geschrieven: »Uerflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, das geschrieben stehet in dem buch des Gesetzes, daß er es tue.« Daß aber durch das éesetz niemand ge⸗ recht wird vor Gott, ist offenvar; denn »der serechte wird seines 6laubens leben«. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern»der mensch, der es tut, wird dadurch leben 7. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. gom. é, 1 23.(die õave oottes ist das ewige Leven.) Wie nun? sollen wir süngigen, dieweil] Uisset ihr nicht, welchem ihr euch ve⸗ wir nicht unter dem sesetz, sondern gevet zu snechten in 6ehorsam, des unter der önage sing? Das sei ferne! snechte seid shr, dem ihr gehorsam seid, 128 es sei d behorsa aber ge geweser den von welchen shr frei ihr ne Ih mu der Scht bleich u zum Di einer also v. 22— re meine n delner Worte zu Salll: Ist ein Sohn Stimme, awid: Du mir butes goses be⸗ angezeigt, Hast, daß hande be⸗ nucht er⸗ mnd seimen Ren guten rgelte all. I a mir hams si· orersehen, U Glauben undigt st. malle hel⸗ erden nun, SEEEEEEEDEEEDS es sei der Sünde zum code, oder dem sehorsam jur serechtigkeit? Gott sei aber gedankt, daß ihr fnechte der Sünde gewesen seid, aber nun gehorsam wor⸗ den von herzen dem vorbilde der Lehre, welchem iyhr ergeben seid. Denn nun ihr frei worden seid von der Sünde, seid ihr snechte worden der serechtigkeit. Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures fleisches. õleich wie ihr eure õlieder vegeben habt zum Dienste der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet nun auch eure 6lieder zum Dienste der serechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde snechte waret, da waret ihr frei von der erechtigkeit. Was hattet ihr nun ju der Zeit für frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn das Ende der⸗ selbigen ist der Tod. nun ihr aber seid von der Sünde frei und Hottes knechte worden, habt ihr eure frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leven. Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die õabe Gottes ist das ewige Leven in christo Jesu, unserm heErrn. Evangelium. Marc. 8, 1-9.(mich jammert des Volks; sie haven nichts zu essen.) Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine jünger zu sich, und sprach zu ihnen: mich jammert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharret, und haben nichts ju essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe geyhen, würden sie auf dem Wege verschmach⸗ ten. Denn etliche waren von ferne kommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hie in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brote? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die ërde lagerten. Und er nahm die sieben Brote, und dankte, und brach sie, und gab sie seinen Jüngern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem volk vor. Und hatten ein wenig fischlein; und er dankte, und hieß dieselbigen auch vor⸗ tragen. Sie aßen aber und wurden satt; und huben die übrigen Brochen auf, sieven Körbe. Und ihrer waren bei vier tausend, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich. Epistolische Lektion. Apgsch. 9, 1 19.(Um Christi willen habe ich alles für Schaden geachtet.) Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und morden wider die Jünger des heErrn, und ging zum hohenpriester, und bat ihn um Briefe gen Damaskus an dlie Schulen, auf daß, so er etliche dieses Weges fände, männer undg Wei- ver, er sie gebunden führete gen Jeru⸗ salem. Und da er auf dem Wege war, und nahe bei Damaskus kam, um⸗ leuchtete iyn plötzlich ein Licht vom himmel; und er fiel auf die ęrde, und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Er aber sprach: herr, wer bist du? Der herr sprach: Ich bin Jesus, den du ver⸗ folgest. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel löcken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: herr, was willst du, daß ich tun sollꝰ Der hẽrr sprach zu ihm: Stehe auf, und gehe in die Stadt: da wird man dir sagen, was du tun sollst. Die männer aber, die seine 6e⸗ fährten waren, stunden, und waren erstarret; denn sie höreten eine Stimme, und sahen niemand. Saulus aber rich⸗ tete sich auf von der Erde, und als er seine Augen auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aver bei der hand, und führeten ihn gen Damaskus; und war drei cage nicht sehend, und aß nicht und 129 trank nicht. Es war aber ein unger u Damaskus, mit Namen Ananias, zu dem sprach der heErr im besichte: Ananiat Und er sprach: hie bin ich, hérr. Der herr sprach zu ihm: Stehe auf, und gehe hin in die õasse, die da heißt die richtige, und frage in dem hause Judas nach Saul, mit namen von Tarsen; denn siehe, er vetet, und hat gesehen im 6e⸗ sicht einen ann, mit ulamen Ananias, zu ihm hineinkommen, und die hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde. Ananias aber antwortete: herr, ich habe von vielen gehöret von diesem manne, wieviel bels er deinen helligen getan hat zu Jerusalem; und er hat all· hie macht von den hohenpriestern, ju binden alle, die deinen Namen anrufen. Der hẽrr sprach ju ihm: õehe hin; denn dlieser ist mir ein auserwählt Küstieug, daß er meinen namen trage vor den heiden und vor den önigen und vor aen stindern von Jsrael. Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muß um mei⸗ nes Hamens willen. Und Ananias ging hin, und kam in das haus, und legte dlie hände auf ihn, und sprach: Lieber Bruder Saul, der hérr hat mich ge⸗ sandt,(der dir erschienen ist auf dem Wege, da du herkamest,) daß du wieder seyhend und mit dem heiligen seist erfüllet werdest. Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wiedler seyend; und stund auf, ließ sich taufen, und naym Speise zu sich, und stärkte sich. Saulus aber war etliche Tage bei den jüngern ju Damaskus. Evangelische Lektion. matty. 10, 16-26.(Perkaufe, was du hast.) und siehe, einer trat zu ihm und sprach: buter meister, was soll ich outes tun, daß ich das ewige Leven möge haben? Er aver sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? niemand ist gut denn der einige oott. Wilist du aber zum Leben eingehen, so halte die õebote. Da sprach er ju iym: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehe⸗ vrechen; du sollst nicht steylen, du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und mutter; und: du sollst deinen nächsten lieven als dich selvst. Da sprach der Züngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf, was fehlt mir noch? Jesus sprach ju ihm: Winst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im him⸗ mel haben, und komm und folge mir nach. Da der Zgüngling das Wort hörte, ging er betrübt von ihm; denn er hätte viel Güter. Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: ein Reicher wird schwerlich in das himmel⸗ reich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein amel durch ein nadelöhr gehe, denn daß ein Beicher ins Reich õottes komme. Da das seine Zunger höreten, entsetzten sie sich sehr, und spra⸗ chen: Je: wer kann denn selig werden? Jesus aver sahe sie an und sprach zu iy· nen: Bei den mnenschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 1. Könige 3, 5— 14. Du wollest deinem Knechte ein gehorsames herz geven.) und der herr erschien Salomo zu oibeon]getan, wie er denn vor dir gewandelt im craum des nachts, ung õott sprach: hat in Wahrheit und serechtigkeit und Bitte, was ich dir geven soll. Salomo mit richtigem herzen vor dir⸗ und hast sprach: du hast an meinem vater David, iym diese große Barmherzigkeit gehal⸗ deinem fnechte, große Barmherjigkeit ten, und ihm einen Sohn gegeben, der 13⁰ — auf sei gehet. deinen meines ein Re meinen dein gy erwahl lahlen mlenge. geben Volh ri gut un dein m dem 5 solches Weil güssieug, vor den und vor ulll ihm um mlei⸗ nias ging und legte lleber mich ge⸗ auf dem iu Wleder gen beist n fl c pen, und nd sund ym Spelse ulus ãber ingern U auf seinem Stuhl säße, wie es denn jetzt gehet. nun, herr, mein ott, du hast deinen snecht zum Könige gemacht an meines vaters David Statt. So bin ich ein kleiner Knabe, weiß nicht weder meinen Ausgang noch Eingang. Und dein snecht ist unter dem Volk, das du erwahlet hast, so groß, daß es niemand zählen noch beschreiven kann vor der menge. so wollest du deinem snechte geven ein gehorsam herz, daß er dein Volk richten möge, und verstehen, was gut und vöse ist. Denn wer vermag dies dein mächtig volk zu richten? Das gefiel dem hẽrrn wohl, daß Salomo um ein solches bat. Und Gott sprach zu ihm: Weil du solches bittest, und bittest nicht um langes Leben, noch um Reichtum, noch um deiner feinde Seele, sondern um verstand, 6ericht zu hören, siehe. so habe ich getan nach deinen Worten. Siehe, ich habe dir ein weises und ver⸗ ständiges hert gegeben, daß deines gleichen vor dir nicht gewesen ist, und nach dir nicht aufkommen wird. Dazu, das du nicht gebeten hast, habe ich dit auch gegeben, nämlich Reichtum ung Chre, daß deines gleichen keiner unter den sönigen ist zu deinen Zeiten. Ung so du wirst in meinen Wegen wan⸗ deln, daß du hältst meine Sitten ung bebote, wie dein Vater David gewandelt hat, so will ich dir geben ein langes Leben. Cektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 10, 1-33.(Bekehrung des hauptmanns Cornelius.) Es war aber ein mann zu Cäsarien, mit namen cornelius, ein hauptmann von der Schar, die da heißt die welsche, gott⸗ selig uncl gottesfürchtig samt seinem ganzen hause, und gab dem Volk viel Rimosen, und betete immer ju sott. Der sah in einem õesicht ofenbarlich um die neunte Stunde am Tage einen Engel ottes zu ihm eingehen, der sprach zu ihm: Corneli: Er aber sah ihn an, er⸗ schrak, und sprach: herr, was ists? Er aber sprach zu ihm: dein 6ebet und dein Almosen sind hinaufkommen in daàs Gedächtnis vor õott. Und nun sen⸗ de männer gen Joppe, und laß fordern Simon, mit dem Zunamen petrus, wel⸗ cher ist zur herverge bei einem õerber Simon, des haus am meer liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst. Und dã der Engel, der mit Cornelio redete, hinweggegangen war, rief er jween seiner hausknechte und einen gottes⸗ fürchtigen serlegsknecht von denen, die aufihn warteten. Und er erzählte es ihnen alles, und sandte sie gen Joppe. Des andern Tages, da diese auf dem Wege waren, und nahe zur Stadt kamen, stieg betrus hinauf auf den söller, zu veten, um die sechste Stunde. Und als er hungrig ward, wollte er anbeißen. Da sie ihm aber zubereiteten, ward er ent⸗ zückt, und sahe den himmel aufgetan. und herniederfahren zu ihm ein Gefäß, wie ein groß leinen Tuch, an vier Zip⸗ feln gevunden, undward nieclergelassen auf die Erde; darinnen waren allerlei vierfüßige Tiere der Erde und wilde Tiere und oewürm und vögel des him- mels. Und geschah eine Stimme zu ihm: Stehe auf, petre, schlachte, und iß! Petrus aber sprach: o nein, herr; denn ich habe noch nie etwas õemeines oder Unreines gegessen. Und die Stimme sprach zum andern mal zu ihm: Was Gott gereiniget hat, das mache du nicht gemein. Und das geschah zu drei Malen; und das Gefäß ward wieder aufgenommen gen Himmel. Als avber petrus sich in ihm selbst vekümmerte, was das Gesicht wäre, das er gesehen hatte, siehe, da fragten die männer, von Cornelio ge⸗ sandt, nach dem hause Simons, und stunden an der Tür, riefen und forschten, ob Simon, mit dem Zunamen betrus, allda jur herberge wäre. Indem aber petrus sich besinnet über dem öesicht, sprach der 6eist zu ihm: Slehe, drei männer suchen dich: aber steye auf, 13¹ SE steige hinav, und zleye mit iynen, und zweifie nichts; denn ich have sie gesanat. Da stieg Petrus hinab zu den männern, die von cornelio ju ihm gesandt waren, und sprach: Siehe, ich vin es, den ihr suchet; was ist die Sache, darum ihr hie seid? Sie aber sprachen: Cornelius, der hauptmann, ein frommer und gottes⸗ fürchtiger mann und guten berüchts bei dem ganzen volk der Juden, hat einen Befehl empfangen vom helligen Engel, daß er dich sollte fordern lassen in sein haus, ung Worte von dir hören. Da rief er sie hinein, und veherbergte sie. Des andern Tages zog Petrus aus mit ihnen, und etliche Brüder von Joppe gingen mit ihm. Und des andern Tages kamen sie ein gen Cäsarien. Cornelius aber wartete auf sie, und rlef jusammen seine verwandten und freunde. Und als petrus hineinkam, ging ihm cor⸗ nelius entgegen, und flel zu seinen füßen, und vetete ihn an. Petrus aber richtete iyn auf, und sprach: Stehe auf, ich bin auch ein mensch. Und als er sich mit ihm vesprochen hatte, ging er hinein, undg fand ihrer viele, die ju⸗ sammenkommen waren. Und er sprach zu ihnen: ZIhr wisset, wie es ein unge⸗ wohnt Ding ist einem jüdischen manne, sich zu tun oder zu kommen zu einem fremaling; aber 6ott hat mir gezeiget, keinen menschen gemein oder unrein zu heißen. darum have ich mich nicht geweigert, zu kommen, als ich vin her⸗ gefordert. So frage ich euch nun, war⸗ um ihr mich habt lassen fordern? Cor- nelius sprach: Ich habe vier Tage ge⸗ fastet vis an diese Stunde, und um die neunte Stunde betete ich in meinem hause. Und siehe, da trat ein mann vor mich in einem hellen Kleide, und sprach: Corneli, dein sebet ist erhöret, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun gen Joppe, und laß her rufen einen Simon, mit dem Zunamen petrus, welcher ist zur her⸗ verge in dem hause des õervers Simon an dem meere; der wird dir, wenn er kommt, sagen. Da sandte ich von Stund an ju dir; und du hast wohl getan, daß du Rommen vist. Nun sind wir alle hie gegenwärtig vor sott, zu hören alles was dir von Gott vefohlen ist. 8. Sonntäg nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. Röm. s, 12—17.(Oie kinder sottes.) So sind wir nun, Ueven Brüder, Schuld⸗ ner nicht dem fleisch, daß wir nach dem fleisch leven. Denn wo ihr nach dem fleisch levet, so werdet ihr sterven müssen; wo iyhr aber durch den 6eist des fleisches seschäfte tötet, so werdet ihr leven. Denn welche der öelst oottes treivet, die sing sottes Finder. Denn ihr häbt nicht einen Knechtischen õeist empfangen, gaß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr havt einen kindlichen seist empfangen, durch wel⸗ chen wir rufen: Abba, lieber Vater! Der⸗ selbige seist givt zZeugnis unserm seist, daß wir sottes finder sind. Sind wir denn seinder, so sind wir auch Erven, nämlich ottes Erben und miterven christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur herrlichkeit er⸗ hoben werden. Evangelium. matth. 7, 13-29.(Von den falschen Propheten.) Gehet ein durch die enge pforte. Dennsind viele, die darauf wandein. Und die ate Pforte ist weit, und der Weg ist vreit, Ppforte ist enge, und der Weg ist schmal, der jur verdammnis abführet: und ihrer der jum Leven führet; und wenige sing 13² ihrer, die vor denfa Hleidern aber sind Früchten man auch nen, oger ein jglic früchte; arge früt nicht arg fauler ga dringen. gute früc und ins ihren frü Es werce hert, her men, sonc nes vaterz N mir sa haben w wesssage s geschn Augen, g ale hatte ihre Wahraag halben pr pprach: Hones ge sprach nunge⸗ Maͤnne, einem gezeiget, unrein DDDSEDDEDEEEEEEEEEE ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafs- kleidern ju euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dor⸗ nen, oder feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Früchte; aber ein fauler Baum bringet arge früchte. Ein guter Baum kann nicht arge früchte bringen, undg ein fauler Baum kann nicht gute früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute früchte bringet, wird abgehauen und ins feuer geworfen. Darum an ihren früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die ju mir sagen: herr, hErr! in das himmelreich kom⸗ men, sondern die den Willen tun mei⸗ nes vaters im himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: herr, herr, haben wir nicht in deinem namen ge⸗ welssaget? haben wir nicht in deinem namen Teufel ausgetrieben? haben wir nicht in deinem namen viele Taten ge⸗ tan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Uveltäter! Darum, wer diese meine Rede höret, und tut sie, den vergleiche ich mit einem klugen manne, der sein haus auf einen ßelsen baute. Da nun ein platzregen fiel, und ein 6e⸗ wässer kam, und weheten die Winde, und stießen an das haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen felsen ge⸗ gründet. Und wer diese meine Rede höret, und tut sie nicht, der ist einem törichten manne gleich, der sein haus auf den Sand baute. Da nun ein platz⸗ regen fiel, und kam ein 6ewässer, und weheten die Winde, und stießen an das hãus, da fiel es und tateinen großenfall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk Überseinertehrezdenn erpredigtegewal⸗ tig, und nicht wie die Schriftgelehrten. Epistolische Lektion. Apgsch. 16, 16-36.(Was soll ich tun, daß ich selig werde?) Es geschah äber, da wir zu dem 6ebet gingen, daß eine magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist, und trug ihren herren viel oenuß zu mit Wahrsagen. dieselbige folgte allent⸗ halben paulo und uns nach, schrie und sprach: Diese menschen sind fnechte Gottes des Allerhöchsten, die euch den Weg der Seligkeit verkündigen. Solches tat sie manchen Tag. paulo aber tat das wehe, und wandte sich um, und sprach zu dem seist: Ich gebiete dir in dem namen Jesu christi, daß du von ihr ausfahrest. Und er fuhr aus zu der⸗ selbigen Stunde. Da aber ihre herren sahen, daß die hoffnung ihres 6enusses war ausgefahren, nahmen sie Paulum und Silan, zogen sie auf den arkt vor die obersten, und führeten sie zu den hauptleuten, und sprachen: Diese men⸗ schen machen unsre Stadt irre, und sind Zuden; und verkündigen eine Weise, welche uns nicht ziemet anzunehmen, 13³ noch zu tun, weil wir Römer sind. Und das Volk ward erreget wider sie; und die hauptleute ließen ihnen die sleider abreißen, und hießen sie stäupen. Und da sie sie wohl gestäupet hatten, warfen sie sie in das efängnis, und geboten dem ferkermeister, daß er sie wohl be⸗ währete. Der nahm solch õebot an, und warf sie in das innerste efängnis, und legte ihre füße in den Stock. Um gie mitternacht aber beteten Paulus undg Silas, und lobten oott. Und es höreten sie die efangenen. Schnell aber ward ein großes Erabeben, also daß sich be⸗ wegeten die 6rundfesten des Gefäng⸗ nisses. Und von Stund an wurden alle Türen aufgetan, und aller Bande los. Als aber der Kerkermeister aus dem Schlaf fuhr, und sah die Türen des 6e⸗ fängnisses aufgetan, jog er das Schwert aus, und wollte sich selbst erwürgen; denn er meinte, die oefangenen wären entflohen. paulus aber rief läaut ung — sprach: Tue dir nichts Abels; denn wir sind alle hie. Er forderte aver ein Licht, und sprang hinein, und ward zitternd, fiel paulo und Sila ju den füßen, und führete sie heraus, und sprach: Lieben herren, was soll ich tun, daß ich selig werde? Sie sprachen: õlaube an den hẽrrn Jesum christum, so wirst du und dein haus selig. Und sagten Ihm das Wort des herrn und allen, die in seinem hause waren. Und er nahm sie zu sich in derselbigen Stunde der Racht, SERSESSESEE und wusch ihnen die Striemen ab; und er ließ sich taufen und alle die Seinen alsobald. Und führete sie in sein haus, undl setzte ihnen einen Tisch, und freuete sich mit seinem ganzen hause, daß er an Gott gläuvig worden war. Und da es Tag ward, sandten die hauptleute Stadt⸗ diener, und sprachen: Laß die menschen gehen. Und der Rerkermeister verkündig⸗ tedieseRedepPaulo:Diehauptleuteyaven hergesanat, daß ihr los sein sollet; nun ziehet aus, und gehet hin mit frieden. Cvangelische Lektion. matty. 10, 32 42. Och will ihn bekennen vor meinem himmlischen Vater.) barum, wer mich vekennet vor den menschen, den will ich vekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Jyr solit nicht wäh⸗ nen, daß ich kommen sei, frieden ju senden auf Erden. Ich vin nicht kom⸗ men, frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin kommen, den menschen zu erregen wider seinen vater, und die Tochter wider ihre sutter, und die Schnur wiger shre Schwieger. Und des menschen feinde werden seine ei⸗ genen hausgenossen sein. Wer vater oder mutter meyr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. Und wer Sohn oder mein nicht wert. Und wer nicht sein streuz auf sich nimmt, und folget mir nach, der ist mein nicht wert. Uer sein Leben findet, der wird es verlieren⸗ und wer sein Leven verlieret um meinet⸗ willen, der wird es finden. Wer euch auf⸗ nimmt, der nimmt mich auft und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt in eines propheten Hamen, der wird eines Propheten Lohn empfan⸗ gen. Uer einen õerechten aufnimmt in eines Gerechten Hamen, der wird eines berechten Lohn empfangen. Und wer dieser oeringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tränket in eines zungers namen, wayrlich, ich sage euch, Tochter mehr lievt denn mich, der ist es wird ihm nicht unbelohnt bleiben. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Jerem. 23, 10 32. Die falschen propheten.) So spricht der hẽrr Zebaoth: Gehorchet nicht den Worten der propheten, so euch weissagen. Sie vetrügen euch; denn sie predigen ihres heriens besicht, und nicht aus des htrrn munde. Sie sagen denen, die mich iästern: Der herr hat es gesagt, es wird euch wohl gehen und allen, die nach ihres heriens Dünkel wandeln, sagen sie:»Es wird kein Unglück über euch kommen. Denn wer ist im Rat des herrn gestangen, der sein Wort gesehen und gehöret habe? Wer hat sein Wort vernommen und gehöret? Sieye, es wird ein Wetter des herrn mit 6rimm kommen, und ein schrecklich Ungewitter den oottlosen auf den Ropf fallen. Und des herrn Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; hernach werdet ihr es wohl erfahren. Ich sandte die propheten nicht, noch liefen sie; ich redete nicht ju ihnen, noch weissagten sie. Denn wo sie bei meinem Rat blieven, ung hätten meine Worte meinem voln gepredigt, so hätten 13⁴4 sie dassel von ihre sch nicht der Hert seit mei heimlch nicht seh nicht, d spricht e daß dle! Weissage sprechen geträum pheten; und ihr. und wo Hamens dle elne wie ihre über dler mab; Und die Seinen sein hauẽ, ina freuete sje, daß et und da es eulte stadl. lenschen verkundig· leutehaben sollet, nun nit frieden. N ater.) sie dasselbe von ihrem vösen Wesen und von ihrem vösen Leven bekehret. Bin ich nicht ein ott, der nahe ist, spricht der hérr, und nicht ein öott, der ferne sei? meinest au, daß sich jemand so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe? spricht der herr. Bin ich es nicht, der himmel und Erde füllet? spricht der herr. Ich höre es wohl, daß die Propheten predigen, und falsch weissagen in meinem namen, und sprechen: Mir hat geträumet, mir hat geträumet. Wann wollen doch die Pro⸗ pheten aufhören, die falsch weissagen und ihres herzens Trügerei weissagen, und wollen, daß mein Volk meines namens vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern predigt; gleich wie ihre Väter meines HNamens vergaßen über dem Baal? Ein Prophet, der räu⸗ mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der herr. Ist mein Wort nicht wie ein feuer, spricht der hErr, und wie ein hammer, der felsen zerschmeißt? Darum siehe, ich will an die propheten, spricht der herr, die mein Wort stehlen einer dem andern. Siehe, ich will an die Propheten, spricht der hErr, die ihr eigen Wort führen, und sprechen: Er hat es gesagt. Siehe, ich will an die, so falsche Träume weis⸗ sagen, spricht der hErr, und predigen dieselben, und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losen Teidingen, so ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe, und sie auch die⸗ sem volk nichts nütze sind, spricht der hErr. Lektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 12, 1-17.(Die Befreiung aus dem serker.) Um dieselvige Zeit legte der göͤnig he⸗ rodes die hände an etliche von der 6e⸗ meine, ju peinigen. er tötete aver Ja⸗ kobum, Johannis Bruder, mit dem Schwert. Und da er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort, und fing Pe⸗ trum auch. Es waren aber eben die Tage der süßhen Brote. Da er ihn nun griff, legte er iyn ins Gefängnis, und überantwortete ihn vier vierteilen fKriegsknechten, ihn ju bewahren, und gedachte ihn nach den Ostern dem Volk vorzustellen. Und petrus ward zwar im Gefängnis vbehalten; aber die emeine betete ohne Rufhören für ihn zu Gott. Und da ihn herodes wollte vorstellen, in derselbigen Uacht schlief Petrus jwi⸗ schen zween sriegsknechten, gebunden mit zwo Ketten, und die hüter vor der Tür hüteten des 6efängnisses. Und siehe, der Engel des hérrn Ram daher, und ein Licht schien in dem oemach; und schlug Petrum an die Seite, und weckte ihn auf und sprach: Stehe vehende auf! Und die etten flelen ihm von seinen händen. Und der Engel sprach zu iym: 6ürte dich, und tue deine Schuhe an! Und er tat also. Und er sprach ju ihm: Wirf deinen mantel um dich, und folge mir nach! Und er ging hinaus, und folgte iym, und wußte nicht, daß ihm waährhaftig solches geschähe durch den Engel, sondern es deuchte ihn, er sähe ein 6esicht. Sie gingen aber durch die erste und andre hut, und kamen ju der eifernen Tür, welche zur Stadt führet; die tat sich iynen von ihr selber auf, und traten hinaus, und gingen hin eine õãsselang: und alsobald schied der ëngel von ihm. Und da petrus zu sich selber kam, sprach er: nun weiß ich wahr⸗ haftig, daß der herr seinen engel ge⸗ sandt hat, und mich errettet aus der hand herodis und von allem Warten dles jüdischen Volks. Und als er sich be⸗ sann, kam er vor das haus marias, der mMutter Johannis, der mit dem Zunamen marcus hieß, da viele beieinander waären und beteten. Als aber Petrus an die Tür des Tores Klopfte, trat her⸗ vor eine magd, ju horchen, mit la⸗ men Rhode, Und als sie Petri Stimme 13⁵ EEEEEEEE erkannte, tat sie das Tor nicht auf vor freude, lief aver hinein und verkün⸗ digte es ihnen, petrus stünde vor dem Tor. Sie aver sprachen ju ihr: Du bist unsinnig. Sie aver bestund darauf, es wãäre also. Sie sprachen: Es ist sein ngel. auftaten, sahen sie iyn, und entsetzten sich. Er aber winkte ihnen mit der hand, zu schweigen, und erzählte ihnen, wie iyn der herr hätte aus dem sefängnis geführet, und sprach: Verkündet dies Jakobo und den Brüdern. Und ging hin⸗ petrus aber klopfte weiter an. Da sie aber aus, und jog an einen andern ort. 9. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 1. Kor. 1o, 1—13. Cas ist gescheyen uns jum vorbilde ung zur Warnung.) Ich will euch aver, lieven Brüder, nicht verhalten, daß unsre Väter sind alle unter der Wolke gewesen, und sind alle durch das neer gegangen, und sind alle unter mose getaust mit der Wolke und mit dem meer, und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen, und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken/ sie tranken aber von dem geistlichen ßels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte õott kein Wohlgefallen; denn sie sind niederge⸗ schlagen in der Wüste. Das ist aber uns zum Vorbude geschehen, daß wir uns nicht gelüsten lassen des Bösen, gleich wie sene gelüstet hat. Werget auch nicht nogöttische, gleich wle jener etliche wurden, als geschrieben stehet:»Das Volk setzte sich nieder, zu essen und iu trinnen, und stund auf, zu spielen. Auch laßt uns nicht hurereiĩ treiben, wie etliche unter jenen hurerei trieben, und fielen auf Einen Tag drei und zwanzig tausend. Caßt uns aber auch christum nicht versuchen, wie etliche von senen ihn versuchten, und wurden von den Schlangen umgebracht. murret auch nicht, gleich wie jener etliche murreten. und wurden umgebracht durch den Ver⸗ derber. Solches alles widerfuhr ihnen zum vorbilde; es ist aber geschrieven uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kommen ist. Darum, wer sich läßtdünken, er steye, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. ẽs hat euch noch keine denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht läßt versuchen über euer VDermögen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es könnet ertragen. Evangelium. Cuc. 160, 1= 12. Die flugheit des ungerechten haushalters.) er sprach aver auch zu seinen Jungern: Es war ein reicher mann, der hatte einen haushalter der ward vor iym be⸗ rüchtiget, als hätte er iym seine oüter umgebracht. Und er forderte ihn, und sprach ju ihm: Wie höre ich das von dir? Tue kechnung von deinem haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr haus⸗ halter sein. der haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? mein herr nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so schäme ich mich, zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines herrn, und sprach ju dem ersten: Wie⸗ vlel bist du meinem herrn schuldig? Er sprach: hundert Tonnen öls. Und er sprach zu ihm: nimm deinen bries, setze dich, und schreibe flugs funfsig. Darnach sprach er ju dem andern: Du aver, wie⸗ viel bist du schuldig? Er sprach: hundert malter Weizen. Und er sprach zu ihm: nimm deinen Brief, und schreibe achtzig. Und der herr lobte den ungerechten 13⁰ Haushalt denn dle! denn die! schlecht. euch frei Mammon bet, sie en hlitten. Apgsch. Ir Da aber p ergrimme Stadt lete Iwat fürchtiger Mlarkt al Iufanden. und Stoi hm. un dieser Lot ks ssehet Aunaigen Tpangeli kestehung en ihn en Ri Wir 10 neue Lehr vrnngeste i entsethten stder haua, ihmen, wit Fötfangnis ündet dles iũ ging hin⸗ rn ott. le und mur treiben, wie SDSD haushalter, daß er klüglich getan hatte;ist auch im Großen treu; und wer im denn die finder dieser Welt sind klüger denn die sinder des Lichts in iyrem 6e⸗ schlecht. Und ich sage euch auch: Macht euch freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun dar⸗ vet, sie euch aufnehmen in die ewigen hütten. Wer im õeringsten treu ist, der Geringsten unrecht ist, der ist auch im sroßen unrecht. So ihr nun in dem ungerechten mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhastige ver⸗ trauen? Und so ihr in dem fremden nicht treu seid, wer will euch geben dassenige, das euer ist? Epistolische Lektion. Apgsch. 17, 160-34.(Das Gericht über alle durch einen mann, in welchem ers beschlossen hat.) Da aber Paulus ihrer zu Athen wartete, ergrimmete sein õeist in ihm, da er sah die Stadt so gar abgöttisch. Und er re⸗ dete jwar ju den Juden und Sottes- fürchtigen in der Schule, anch auf dem markt alle Tage ju denen, die sich her⸗ jufanden. étliche aber der Epikurer und Stoiker Philosophen jankten mit ihm. Und etliche sprachen: Was will dieser Lottervube sagen? Etliche aber: Es siehet, als wollte er neue õötter ver⸗ kündigen. Das machte, er hatte das vangelium von Jesu und von der Nuf⸗ erstehung ihnen verkündiget. Sie nah⸗ men ihn aber, und führeten ihn auf den Richtplatz, undg sprachen: önnen wir auch erfahren, was das für eine neue Lehre sei, die du lehrest?ꝰ Denn du bringest etwas Heues vor unsre Ohren; so wollten wir gerne wissen, was das sei. die Athener aber alle, auch die Agusländer und 6äste, wäaren gerichtet auf nichts anders, denn etwas neues ju sagen oder ju hören. Paulus aber stund mitten auf dem Richtplatz, und sprach: Iyr männer von Athen, ich seyhe euch, daß ihr in allen Stücken allzu aber⸗ gläuvig seid. Ich vin herdurch gegan⸗ gen, und habe gesehen eure Hottes⸗ dienste, und fand einen Altar, darauf war geschrieben: dem unbekannten sott. nun verkündige ich euch denselbigen, dem ihr unwissend Sottesdienst tut. bott, der die Welt gemacht hat und alles, was drinnen ist, sintemal er ein herr ist himmels und der Erde, wohnet nicht in Tempeln mit händen gemacht 13⁷ seiner wird auch nicht von menschen⸗ händen gepflegt, als der jemandes be⸗ dürfte, so er selbst jedermann Leben und odem allenthalben gibt; und hat gemacht, daß von Einem blut aller menschen seschlechter auf dem ganzen Erdboden wohnen, und hat Ziel gesetzt, zuvor versehen, wie lang und weit sie wohnen sollen, daß sie den Errn suchen sollten, ob sie doch ihn fühlen und fin⸗ den möchten; und zwar er ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns. Denn in ihm leven, weben und sind wir; als auch etliche Poeten dei euch gesagt haben: Wir sind seines seschlechts. So wir denn gött⸗ lichen seschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die sottheit sei gleich den gol⸗ denen, silvernen und steinernen bildern, durch menschliche oedanken gemacht. Und zwar hat õott die Zeit der Unwissen⸗ heit übersehen; nun aber gebietet er allen menschen an allen Enden, Buße zu tun, darum daß er einen Tag gesetzt hät, auf welchen er richten will den sereis des Erdvodens mit serechtigkeit durch einen mann, in welchem ers be⸗ schlossen hat, und jedermann vorhält den 6lauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferwecket. Da sie hörten die Auferstehung der Toten, da hatten es et⸗ liche ihren Spott; etliche aber sprachen: Ulr wollen dich davon weiter hören. Also ging Paulus von ihnen. Etliche maͤn⸗ ner aber hingen ihm an, und wurden gläubig; unter welchen war Dionysius, einer aus dem Kat, und ein Weib, mit namen damaris, und andere mit ihnen. WRNEEEE Evangelische Lektion. Matth. 13, 44-52. Der eine Schatz und allerlei attung.) Abermal ist gleich das himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein mensch fand, und verbarg ihn, und ging hin vor ßreuden üver demselbigen, und verkaufte alles was er hatte, und kaufte den RAcker. Aber⸗ mal ist gleich das himmelreich einem Kaufmann, der gute perlen suchte. Ung da er Eine köstliche Perle fand, ging er hin, und verkaufte alles, was er hãtte, und kaufte dieseibige. Abermal ist gleich das himmelreich einem netze, das ins meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fänget. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sithen und lesen die guten in ein Gefäß zu⸗ sammen: aver die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Weit gehen; die ngel werden ausgehen, und die Bösen von den serechten scheiden, und werden sie in den feuerofen werfen: da wird heulen und Zähnklappen sein. Und Zesus sprach zu ihnen: habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, hrr. Da sprach er: Darum ein jeglicher Schrift⸗ geleyrter, zum himmelreich gelehrt, ist gleich einem hausvater, der aus seinem Schatz Heues und Rites hervorträgt. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Sprüche Salomonis 16, 1-9.(Befieyl dem herrn deine Werke.) Der mensch setzt sich wohl vor im herzen/ aber vom hErrn kommt, was dle Zunge reden soll. Einem jeglichen dünken seine Wege rein sein; aber allein der herr macht das heri gewiß. Befiehl dem herrn deine erke, so werden deine An⸗ schläge fortgehen. Der hẽrr macht alles um sein selbst willen, auch den õottlosen zum bösen Tage. Ein stolzes herz ist dem heErrn ein öreuel, und wird nicht un⸗ gestraft bleiben, wenn sie sich gleich alle aneinander hängen. Durch 6üte und Treue wird missetat versöhnet, und durch die furcht des hẽrrn meidet man das Böse. Wenn jemandes Wege dem herrn wohlgefallen, so macht er auch seine feinde mit ihm zufrieden. Es ist vesser wenig mit serechtigkeit, denn viel Einkommens mit Unrecht. Des menschen herz schlägt seinen Weg an, aber der herr allein gibt, daß er fortgehe. Lektion aus dem neuen Testamente. 2. cyess. 3, 113.(mit stiuem Wesen arveiten.) Weiter, leven Brüder, betet für uns, daß das Wort des hẽrrn laufe, und ge⸗ priesen werde wie vei euch, und daß wir erlöset werden von den unartigen und argen menschen. denn der olauve ist nicht sedermanns ding. Rver der herr ist treu; der wird euch starken und vewäahren vor dem argen. Wir ver⸗ sehen uns aber zu euch in dem herrn, daß iyr tut und tun werget, was wir euch gevieten. der herr aver richte eute herjen zu der Lieve oottes undg iu der Geduld christi. Wir gebleten euch aber, lieven Brüder, in dem HNamen un⸗ sers hẽrrn Jesu christi, daß ihr euch ent⸗ ziehet von allem Bruder, der da unor⸗ dentlich wandelt und nicht nach der Satzung, die er von uns empfangen hat. Denn ihr wisset, wie ihr uns sollt nach⸗ folgen. Denn wir sind nicht unordent⸗ lich unter euch gewesen, haben auch nicht umsonst das Brot genommen von se⸗ mand, sondern mit Arbeit und mühecag und nacht haven wir gewirket, daß wir nicht semand unter euch beschwerlich wären. nicht darum, daß wir des nicht 13⁸ Macht hal um Vort folgen. geboten y ulcht wil essen. de ter euch e Von den Luch, I Iyr wisse und h6 Sohen, u uue ich e verfluche recetz u herrn öeist. E 5 ist Ei Amter; — Iser, sthen befah ju⸗ nN sie weg. der Welt dhen, und scheiden, uwerfen, ppen seln. lhtthr das 0/ltt. her schrft⸗ gelehrt Iu selnem rtraͤgt. Macht haven, sondern daß wir uns selbst zum Vorbilde euch geben, uns nachzu⸗ folgen. Und da wir bei euch waren, geboten wir euch solches, daß, so jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen. denn wir hören, daß etliche un⸗ ter euch wandeln unordentlich, und arbeiten nichts, sondern treiben Vorwitz. Solchen aver gebieten wir, und er⸗ mahnen sie durch unsern herrn Jesum christum, daß sie mit stillem Wesen ar⸗ veiten und ihr eigen Brot essen. Jyr aber, lieben Brüder, werdet nicht ver⸗ drossen, Eutes zu tun. 10. Sonntäg nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. I. Kor. 12, 1-12.(illes wirket derselbige einige Seist.) Von den geistlichen Gaven aber will ich euch, lieben ZBrüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr heiden seid gewesen, und hingegangen zu den stummen õöten, wie ihr gefüyret wurdet. Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist sottes redet; und niemand kann Jesum einen herrn heißen, ohne durch den heiligen Heist. Es sind mancherlei õaben; aber es ist Ein Geist. Und es sind mancherlei Amter; aber es ist Ein héErr. Und es sind mancherlei gräfte; aber es ist Ein 6ott, der da wirket alles in allen. In einem seglichen erzeigen sich die aben des Geistes zum gemeinen Uutzen. Einem wird gegeben durch den õeist ju reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der laube in demselbigen õeist, einem andern die abe, gesund zu machen, in demselbigen seist; einem andern, wWunder zu tun; einem andern Weis⸗ sagung; einem andern, seister zu un⸗ terscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aver alles wirkt der⸗ selbige einige oeist, und teilt einem jeg⸗ lichen seines zu, nach dem er will. Denn gleich wie Ein Leib ist, und hat lloch viele slieder, alle lieder aber eines Leibes, wiewohl ihrer viel sind, sind sie doch Ein Leib: also auch Christus. Eväangelium. Cuc. 10, 41= 48.(Der hErr weint über Jerusalem.) und als er nahe hinzukam, sahe er die Stadt an, und weinte üver sie, und sprach: Uenn du es wüßtest, so würdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem frieden dienet. Aver nun ist es vor deinen Augen vervorgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen orten ängsten; und werden dich schlei⸗ sen, und keinen Stein auf dem andern lassen; darum daß du nicht erkannthast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an, auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es steyet geschrieven:»Mein haus ist ein Bethaus, ihr aber habt es gemacht jur mördergrube. Und er leyrte täglich im Tempel. Aber die hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vorneymsten im voln trachteten ihm nach, daß sie In umbrächten; und fanden nicht, wie sie ihm tun sollten; denn alles Volk hing ihm an und hörete iyn. Epistolische Lektion. Apgsch. 20, 1738. Och vefeyle euch Gott und dem Wort seiner 6nade.) nver von miletus sandte er gen phesus, und ließ fordern die Altesten von der oe⸗ meine. Als aber die zu ihm kamen, sprach er ju ihnen: Mr wisset, von dem 139 . 96 IEEEESEESEEEEEEEE ersten Tage an, da ich vin in Asien kom⸗ men, wie ich alleseit vin bei euch ge⸗ wesen, und dem herrn gedienet mit aller demut und vielen Tränen und An⸗ fechtungen, die mir sind widerfahren von den Juden, so mir nachstelleten, wie ich nichts verhalten habe, das da nützlich ist, daß ich euch nicht verkün⸗ diget hätte, und euch gelehret offentlich und sonderlich; und habe beieuget beide den J3uden und õriechen die Buße zu õott und den 6lauben an unsern hérrn Je⸗ sum christum. Und nun siehe, ich, im eist gebunden, fahre hin gen Jerusa⸗ lem, weiß nicht, was mir daselbst be⸗ gegnen wird, ohne, daß der hellige õeist in allen Städten bezeuget und spricht: Bande und Trübsal warten mein da⸗ selbst. Aber ich achte der keines, ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf daß ich vollende meinen Lauf mit freu⸗ den und das Amt, das ich empfangen habe von dem heErrn Jesu, ju vezeugen das Fvangelium von der 6nade Gottes. Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, durch welche ich gezogen bin, und geprediget habe dasheich õottes. Darum jeuge ich euch an diesem heutigen Tage, daß ich rein bin von aller Blut; denn ich habe euch nichts verhalten, daß ich nicht verkündiget hätte alle den Rat Gottes. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganje herde, unter welche euch der heilige oeist gesetzet hat ju Bi⸗ schöfen, zu weiden die oemeine sottes, welche er durch sein eigen Blut erwor⸗ ben hat. Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wölfe, die der herde nicht verschonen werden. Ruch aus euch selbst werden aufstehen Männer, die da verkehrte ehren reden, die Jünger an sich zu ziehen. Darum seid wacker, und denket daran, daß ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Uacht einen jeglichen mit tränen zu vermahnen. Und nun, lieven Brüder, ich vefeyle euch õott und dem Wort seiner onade, der da mächtig ist, euch ju erbauen, und zu ge⸗ ben das Erbe unter allen, die geheiliget werden. Ich habe euer keines Silber, noch õold, noch fleid vegehret. Denn ihr wisset seibst, daß mir diese hände zu meiner notdurst und derer, die mit mir gewesen sind, gecltenet haben. Ich habe es euch alles gezeiget, daß man also arbeiten müsse, und die Schwachen auf⸗ neymen, und gedenken an das Wort des herrn Jesu, das er gesagt hat:»õeben ist seliger denn neymen.« Und als er solches gesagt, knieete er nieder und betete mit iyhnen allen. Es ward aver viel Weinens unter ihnen allen, und fielen Vaulo um den hals, und küsseten ihn, am allermei⸗ sten vetrübt über dem Wort, das er sag- te, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen: und geleiteten iyn in das Schiff. Evangelische Lektion. Cuc. 12, 40- 30.(Wie yr Ich vin kommen, daß ich ein feuer an⸗ zünde auf Erden; was wollte ich leber, denn es brennete schon! Aver ich muß mich zuvor taufen lassen mit einer Taufe: und wie ist mir so bange, bis sie voll⸗ endet werde! meinet ihr, daß ich her⸗ kommen bin, frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Uein, sondern Zwie⸗ tracht. Denn von nun an werden fünf in Einem hause uneins sein, drei wider iwei, und zwei wider drei. Es wird sein der Vater wider den Sohn, und der Sohn wider den Vater; die mutter wider die üfet ihr diese Zeit nicht!) Tochter, und die Tochter wider die mut⸗ ter; die Schwieger wider die Schnur, und die Schnur wider die Schwieger. Er sprach aber zu dem volk: Wenn ihr eine Wolke seyet aufgehen vom Abend, so sprechet ihr vbald: Es kommt ein Regen; ung es geschiehet also. Und wenn ihr sehet den Südwind wehen, so sprecht ihr: Es wird heiß werden; und es geschiehet also. Jyr heuchler! die Gestalt der Erde und des himmels könnt ihr prüfen; wie prüfet ihr aber diese Zeit nicht? 14⁰ Dles! Jetem in da Predli höret die it Herrr Zebac leben Wohr nicht ist de Temp dern ihr f Aunde wen schul und u en Imm. an di Däter ihr e Dane brech hãt ju bi⸗ ine botles, lut erwor⸗ daß nach mter euch der herde aus euch ner, le da jünger a acher, und abgelassen sacht einen HSSS nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Jerem. 7, 1- 1. Och rufe euch, und ihr wollt nicht antworten.) Dies ist das Wort, welches geschah zu Jeremia vom hErrn, und sprach: Tritt in das Tor im hause des hérrn, und predige daselbst dies Wort und sprich: höret des hẽrrn Wort, ihr alle von Juda, die iyr zu diesen Toren eingehet, den hErrn anzubeten! So spricht der Err Zebaoth, der sott Israels: Bessert euer Ceben und Wesen, so will ich vei euch wohnen an diesem ort. Verlaßt euch nicht auf die Lügen, wenn sie sagen: hie ist des hérrn Tempel, hie ist des herrn Tempel, hie ist des hẽrrn Tempel! Son⸗ dern bessert euer Leven und Wesen, daß ihr Recht tut einer gegen den andern; und den fremdlingen, Waisen und Wit⸗ wen keine sewalt tut, und nicht un⸗ schuldig Blut vergießet an diesem ort; und folget nicht nach andern Göttern zu eurem eigenen Schaden: so will ich immer und ewiglich bei euch wohnen an diesem ort, im Lande, das ich euren bätern gegeben habe. Aber nun verlaßt ihr euch auf Lugen, die kein nütze sind. Daneben seid ihr Diebe, mörder, ehe⸗ brecher und meineidige, und räuchert dem Baal, und folget fremden 6öttern nach, die ihr nicht kennet. Darnach kommt ihr denn und tretet vor mich in diesem hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprechet: Es kat keine not mit uns, weil wir solche öreuel tun. haltet ihr denn dies haus, das nach meinem namen genannt ist, für eine mördergrube? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der herr. õehet hin an meinen ort ju Silo, da vorhin mein Name ge⸗ wohnet hat, und schauet, was ich da⸗ selbst getan habe um der Bosheit willen meines Volks Israel. Weil ihr denn alle solche Stücke treibet, spricht der hérr, und ich stets euch predigen lasse, und ihr wollt nicht hören, ich rufe euch, und ihr wollt nicht antworten: so will ich dem hause, das nach meinem namen genannt ist, darauf ihr euch verlasset, und dem ort, den ich euren Vätern ge⸗ geben habe, eben tun, wie ich Silo getan habe; und will euch von meinem An⸗ gesicht wegwerfen, wie ich weggeworfen habe alle eure Brüder, den ganzen Sa⸗ men Cphraims. Lektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 14, 8— 20.(Lergötterung und Steinigung des Apostels.) Und es war ein mann ju Lustra, der mußte sitzen; denn er hatte böse füße, und war lahm von mutterleibe, der noch nie gewandelt hatte. Der hörte paulum reden. Und als er ihn ansah, und merkte, daß er glaubte, ihm möchte geholfen werden, sprach er mit lauter Stimme: Stehe aufrichtig auf deine fü⸗ ge! Und er sprang auf, und wandelte. Da aber das Volk sahe, was Paulus ge⸗ tan hatte, huben sie ihre Stimme auf, und sprachen auf Lykaonisch: Die õotter sind den enschen gleich worden, und zu uns herniederkommen. Und nannten Barnabam Jupiter, und Paulum mer⸗ kurius, dieweil er das Wort führte. Der priester aver Jupiters, der vor ihrer Städt war, brachte ochsen und fränze vor das Tor, und wollte opfern samt dem Volk. Da das die Rpostel Paulus und Barnabas hörten, jerrissen sie ihre sleider, und sprangen unter das Volk, schrieen und sprachen: Jyr männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterb⸗ liche menschen, gleich wie ihr, und pre⸗ digen euch das Evangelium, daß iyr euch bekehren sollt von diesen falschen u dem lebendigen Gott, welcher gemacht hat himmel und Erde und das meer und alles, was drinnen ist; der in ver⸗ gangenen Zeiten hat lassen alle heiden wandein ihre eigenen Wege; und zwar 14¹ hat er sich selbst nicht unbezeuget ge⸗ lassen, hat uns viel Gutes getan, und vom himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, unsre herzen erfüllet mit Speise und freude. Und da sie das jsagten, stilleten sie kaum das Volk, daß sie ihnen nicht opferten. Es ka⸗ men aber dayin Zuden von Antiochien und Ikonien und überredeten das volßk, und steinigten Paulum, und schleiften iyn zur Stadt hinaus, meine⸗ ten, er wäre gestorven. Da ihn aber die zünger umringten, stund er auf, und ging in die Stadt. Und auf den andern Tag ging er aus mit Barnabas gen Derbe. 11. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Cpistel. 1. Kor. 15,-10.(nicht ich, songern oottes nade, aie mit mir ist. Ich erinnere euch aver, lieben Brüder, des Evangelii, das ich euch verkündiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet: welcher hestalt ich es euch verkündiget habe, so ihr es behalten habt; es wäre denn, daß ihr es umsonst geglaubet hättet. Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß christus gestorben sei für unsre Sünden, nach der Schrift; und daß er vegraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage, nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von hephas, dar⸗ nach von den Zwölfen. Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünt hundert Brüdern auf Ein sal, derer noch viele leven, etliche aver sind ent⸗ schlafen. Darnach ist er gesehen worden von Jakobo, darnach von allen Apostein. am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen öeburt, gesehen wor⸗ den. Denn ich vin der geringste unter den Rpostein, als der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, darum daß ich die bemeine sottes verfolget habe. Aber von 6ottes näde bin ich, das ich bin, und seine onade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich have viel meyr gearbeitet denn sie alle; nicht aber ich, sondern ottes önade, die mit mir ist. vangelium. Cuc. 18, 9— 14.(Pharisäer und Zöllner.) Er sagte aver zu etlichen, die sich selbst vermäßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch öleich⸗ nis: Es gingen zween menschen hinauf in den Tempel, zu veten, einer ein Phari⸗ säer, der andre ein Zöllner. Der Phari⸗ saer stund, und vetete vei sich selbst also: Ich danke dir, õott, daß ich nicht bin wie andre Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöll⸗ ner; ich faste zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von allem, das ich häbe. Und der Zöllner stund von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheven gen himmel, sondern schlug an seine Brust, und sprach: Gott, sei mir sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinav gerechtfertiget in sein haus vor senem. denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget werden, und wer sich selbst erniedriget, der wird erhöhet werden. Epistolische Cektion. . Tim. o, 6— 12. (õroßer õewinn.) Es ist aber ein großer õewinn, wer gott⸗wir haben nichts in die Welt gebracht; selig ist und läßt ihm genügen. denn darum offenvbar ist, wir werden auch 14² E nichts h nahrun uns beg den wo und Str liche lu schen in Dennse ces hat Und 2e hasten, einlegt Heiche! ame ein; a rlef sei en das „ und meine⸗ jn aber er auf, uf den rnãbãs nichts hinausbringen. Wenn wir aber nahrung und fleider haben, so lasset uns begnügen. Denn die da reich wer⸗ den wollen, die fallen in Versuchung und Stricke, und viel törichte und schäd⸗ liche Lüste, welche versenken die men⸗ schen ins Verderven und Verdammnis. Denn öeiz ist einelburzel alles UÜbels, wel⸗ ches hat etliche gelüstet, und sind vom blauben irre gegangen, und machen ih⸗ nen selbst viel Schmerzen. Aber, du Got⸗ tesmensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der õottseligkeit, dem Glauben, der lieve, der õeduld, der Sanft · mut, kämpfe den guten Rampf des lau⸗ bens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist, und vekannt hast ein gut Bekenntnis vor vielen Zeugen. Evängelische Lektion. Marci 12, 41.(Das Scherflein der Witwe.) Und Jesus setzte sich gegen den sottes⸗ käasten, und schaute, wie das Volk 6eld einlegte in den õotteskasten; und viel Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe, und legte jwei Scherflein ein; die machen einen heller. Und er rief seine jünger zu sich, und sprach ju ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Hottes- kasten gelegt denn alle, die eingelegt haben. Denn sie haven alle von ihrem lbrigen eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hat, ihre ganze ahrung, eingelegt. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Daniel 9, 8- 10.(uf deine große Barmherzigkeit.) Ja, herr, wir, unsre Könige, unsre fürsten und unsre väter müssen uns schämen, daß wir uns an dir versündigt haben. Dein aver, heérr, unser õott, ist die Barmherzigkeit und Vergebung. Denn wir sind avtrünnig worden, und gehorchten nicht der Stimme des hérrn, unserssottes, daß wir gewandelt hätten in seinem sõesetz, welches er uns vorlegte durch seine fenechte, die Propheten; son⸗ dern das ganze Israel üvertrat dein 6ksetz und wichen ab, daß sie deiner Stimme nicht gehorchten. Dahyer trifft uns auch der fluch und Schwur, der ge⸗ schrieben stehet im sesetz Moses, des senechtes Gottes, daß wir an ihm ge⸗ sündigt haben. Und er hat seine Worte gehalten, die er geredet hat wider uns und unsre Richter, die uns richten soll⸗ ten, daß er solch groß Unglück über uns hat gehen lassen, daß desgleichen unter allem himmel nicht geschehen ist, wie Über Jerusalem geschehen ist. õleich wie es geschrieben stehet im Gesetz oses, so Ist alle dies große Unglück über uns er⸗ gangen. So beteten wir auch nicht vor dem heErrn, unserm Gott, daß wir uns von den Sünden bezeyrten, und deine Wahrheit vernähmen. darum ist der Err auch wacker gewesen mit diesem Unglück, und hat es üver uns gehen laässen. denn der herr, unser sott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er tut; denn wir gehorchten seiner stimme nicht. Und nun, herr, unser Gott, der du dein Volk aus Agyptenland geführt hast mit starker hand, und hast dir einen namen gemacht, wie er jetzt ist: wir haben ja gesündigt, und sind leider gottlos gewesen. ch hErr, um aller deiner serechtigzeit willen wende ab deinen Zorn und 6rimm von deiner Städt Jerusfalem und deinem heiligen Berge. denn um unsrer Sünde willen und um unsrer Väter missetat willen trägt Jerusalem und dein Volk Schmach bei allen, die um uns her sind. Und nun, unser õott, höre das õebet deinesfnechts und sein flehen, und siehe gnädiglich an dein heiligtum, das verstöret ist, um des 14⁵ SDD heErrn willen. neige deine ohren, mein 6ott, und höre, tue deine Rugen auf, und siehe, wie wir verstöret sind, und die Stadt, die nach deinem namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm bebet, nicht auf unsre õerechtigkeit, son⸗ dern auf deine große Barmherzigkeit. Ach, hErr, höre! ach, herr, sei gnädig, ach, hrr, merke auf, und tue es, und ver⸗ ziehe nicht um dein selbst willen, mein Gott! denn deine Stadt und dein voln ist nach deinem namen genannt. Lektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 15, 4—22.(Der herjenskündiger zeugete über sie.) Da sie aber darkamen gen Jerusalem, wurden sie empfangen von der demeine und von den Aposteln und von den Altesten. Und sie verkündigten, wieviel õott mit ihnen getan hatte. Da traten auf etliche von der Pharisäer Sekte, die gläubig waren worden, und sprachen: man muß sie veschneiden, und gebieten, zu halten das Gesetz mosis. Aber die Apostel und die Altesten kamen zusam⸗ men, diese Rede ju vesehen. Da man sich aber lange gejanket hatte, stund Petrus auf, und sprach ju ihnen: Jyr männer, lieben Brüder, ihr wisset, daß õott lange vor dieser Zeit unter uns erwählet hat, daß durch meinen mund die heiden das Wort des Cvangelii höreten, und glaub⸗ ten. Und õott, der herjenskündiger, jeu⸗ gete üver sie, und gab ihnen den heiligen beist, gleich wie auch uns, und machte kei⸗ nen Unterschied zwischen uns und ihnen, und reinigte ihre herien durch den õlau· ven. Was versuchet ihr denn nun sott mit Auflegen des Jochs auf der Jjunger hälse, welches weder unsre Väter noch wir haben mögen tragen? Sondern wir glauben, durch die õnade des htẽrrn Jesu Cyristi selig zu werden, gleicher Weise wie auch sie. Da schwieg die ganje menge stille, und höreten jubaulo und Barnaba, die da exʒahlten, wie große Zeichen undg UWunder oott durch sie getan hatte unter den heiden. Darnach, als sie geschwiegen hätten, antwortete Jakobus und sprach: Ihr männer, lieven Brüder, höret mir zu. Simon hat erzählet, wie aufs erste õott heimgesucht hat und angenommen ein volk aus den heiden zu seinem Hamen. Und da stimmen mit der propheten Reden, als geschrieven stehet:»Darnach will ich wieder kommen, und will wieder vauen die hütte Davids, die jer; fallen ist, und ihre Lücken will ich wieder bauen, und will sie aufrichten, auf daß, was übrig ist von menschen, nach dem heErrn frage, dazu alle heiden, üÜber welche mein name genannt ist, spricht der hẽrr, der das alles tut.« Sott sind alle seine Werke vewußt von der UWelt her. Darum beschließe ich, daß man denen, so aus den heiden ju sott sich bekehren, nicht Unruhe mache, son⸗ dern schreibe ihnen, daß sie sich ent⸗ halten von Unsauberkeit der Abgötter und von hurerei und vom Erstickten und vom blut. denn moses hat von langen Zeiten her in allen Städten, die ihn predigen, und wird alle Sabbather⸗ täge in den Schulen gelesen. Und es deuchte gut die Rpostel und Altesten samt der ganjen õemeine, aus ihnen männer ju erwählen, und zu senden gen Antiochien mit Paulo und Barnava, nämlich Judas, mit dem Zunamen Bar⸗ sabas, und Silas, welche männer Lehrer waren unter den Brüdern. 12. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 2. Ror. 3, 4-9. Das Amit des õeistes. ein soich vertrauen aver haben wir tüchtig sind von uns selver, etwas ju aurch christum zu sott: Nicht, daß wirdenken, als von uns selber, sondern, 14⁴ daß wir welcher z dasRmti nicht des beistes. der beist Amt, da und in d hatte, ai *D Rgkeit. mädlig, nd ver⸗ V Mein Volkist 0 ju naern daß wir tüchtig sind, ist von Gott, welcher auch uns tüchtig gemacht hät, das Amt zu führen des neuenkestaments, nicht des Buchstäabens, sondern des Gelstes. Denn der buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben tötet und in die Steine ist gebildet, slarheit hatte, also daß die finder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mosis um der flarheit willen seinesungesichts, die doch aufhöret, wie sollte nichi viel⸗ mehyr das Amt, das den õeist gibt, stlar:⸗ heit häben! denn so das Amt, das die Verdammnis prediget, glarheit hat, viel mehr hat das Amt, das die 6e⸗ rechtigkeit prediget, überschwengliche slarheit. Evangelium. marci ⁊, 3137.(Hephathah uUnd da er wieder ausging von den srenzen Tyrus und Sidons, kam er an das galiläische meer, mitten unter die srenze der jeyn Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie vaten ihn, daß er die hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legte ihm diefinger in die ohren, und spützete und rührete seine Zunge, und sahe auf gen himmel, seufzete, und sprach ju iym: hephatha! das ist: Tue dich auf! Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, se mehr sie es ausbreiteten, und verwunderten sich Uber die Maße, und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend. Epistolische Lektion. Jak. 3.(Heiligung der Zunge.) Lieven Brüder, unterwinde sich nicht jedermann, Lehrer zu sein, und wisset, daß wir desto mehr Urteil empfangen werden. Denn wir fehlen alle mannig⸗ faltiglich. Wer aber auch in keinem Wort fehlet, der ist ein vollkommener mann, und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. Siehe, die Pferde hal⸗ ten wir in Zäumen, daß sie uns ge⸗ horchen, und lenken den gaͤnzen Leib. Slehe, die Schiffe, ob sie wohl so groß sind, und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenket mit einem kleinen Ruder, wo der hin will, der es regieret. Aiso ist auch die Zunge ein klein ölied, und richtet große Dinge an. Siehe, ein klein feuer, welch einen Wald jündet es an! Und die Zunge ist auch ein feuer, eine Welt voll Unge⸗ rechtigkeit. Also ist die zunge unter unsern sliedern, und befleckt den gan⸗ jen Leiv, und zündet an allen unsern Wandel, wenn sie von der hölle ent⸗ zundet ist. Denn alle Uatur der Tiere und der Vögel und der Schlangen und der meerwunder werden gezähmet, und sind gezähmet von der menschlichen natur; aber die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige lbel, voll tödliches 6ifts. Durch sie loben wir Gott, den Vater, und durch sie fluchen wir den menschen, nach dem bilde Gottes gemacht. Hus Einem munde gehet Loben und fluchen. Es soll nicht, Ueben Brüder, also sein. Quillet auch ein Bbrunnen aus Einem Loch süß und bitter? stann auch, lievben Brüder, ein feigenbaum öl, oder ein Weinstock feigen tragen? Also kann auch ein Brunnen nicht salzig und süß Wasser geben. Wer ist weise und klug unter euch? Der erjeige mit seinem guten Wandel seine Werte in der Sanftmut und UWeisheit. habt ihr aber bittern 14⁵ neid und Zank in eurem herzen, so rühmet euch nicht, und lüget nicht wider die Wayrheit. Denn das ist nicht die Weisheit, die von oben herab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuf⸗ lisch. Denn wo neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel vöses Ding. Die Weisheit aver von oben her ist aufs erste keusch, darnach friedsam, gelinde, läßt ihr sagen, voll Barmherzigkeint und guter früchte, unpartelisch, ohne heuchelei. Die frucht aber der õerechtig⸗ keit wird gesäet im frieden denen, die den frieden halten. väͤngelische Lektion. Joh. 8, 37—45. Ohr könnet mein Wort nicht hören.) Ich weiß wohl, daß ihr Abrahams Sa⸗ men seid: aver ihr suchet mich zu töten, denn meine Rede fähet nicht unter euch. Ich rede, was ich von meinem Vater gesehen habe; so tut ihr, was ihr von eurem Vater gesehen habt. Sie ant⸗ worteten und sprachen zu ihm: Abra⸗ ham ist unser Vater. Spricht Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams seinder wäret, so tätet ihr Abrahams Werke. nun aber sucht ihr mich zu töten, einen solchen menschen, der ich euch die Wahr⸗ heit gesagt häbe, die ich von Gott ge⸗ höret häbe. Das hat Abraham nicht ge⸗ tan. Iyr tut eures Vaters Werke. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht un⸗ ehelich geboren; wir haben inen Vater, 6ott. Jesus sprach zu ihnen: Wäre 6ott euer vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und Komme von Gott; denn ich vin nicht von mir selber kommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnet ja mein Wort nicht hören. Yhr seid von dem baͤter, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Derselbige ist ein örder von Anfang, und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in iym. Wenn er die Lügen redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater der⸗ selbigen. Ich aber, weil ich die Wahr⸗ heit sage, so glaubt ihr mir nicht. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. pfalm 62.(meine Seele ist stille zu ott, der mir hlst.) meine Seele ist stille zu õott, der mir hulft. Denn er ist mein hort, meine hll⸗ fe, mein Schutz, daß mich kein f all stür⸗ jen wird, wie groß er ist. Wie lange stellet ihr alle ELinem nach, daß ihr iyn erwürget, als eine hangende Wand und zerrissene mauer? Sie denken nur, wie sie ihn dämpfen, fleißigen sich der Lu⸗ gen; geben gute Worte, aber im herzen fluchen sie. Sela. Aber meine Seele harret nur aufbottʒ denn er ist meine hoffnung. Er ist mein hort, meine hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. Bei Gott ist mein hell, meine hre, der fels meiner Stärke; meine Zuversicht ist aus 6ott. Hoffet auf ihn allezeit, lileben Leute, schüttet euer herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. Sela. Aber menschen sind doch ja nichts, große Leute fehlen auch; sie wägen weniger denn nichts, so⸗ vlel ihrer ist. Verlasset euch nicht auf lun⸗ recht und frevel, haltet euch nicht zu sol⸗ chem, das nichts ist; fällt euch Reichtum zu, so hänget das herz nicht dran. 6ott hat ein Wort geredet, das habe ich et⸗ lichemal gehöret: daß 6ott allein mäch⸗ tig sst. Und du, rr, bist gnädig, und ve⸗ zahlest einem jeglichen, wieersverdtenet. 14⁰ Und pau Hacht; d donien, sprachrf und hsffr sehen hat Iu reisen uns gerß dascvan Wir aus hamen dern Tag nen gen stadt des fresstadt christus fluch de füruns, Jucht it get, a ter dleh Wixr also gen aur ich will Veracht ment n lut aud heihun Iugesag Samen, durche welcher das e alget gehobe durch Und er mnasy er ist aufs gelinde herfigkel sch, ohne berechtig⸗ enen, dle Wäre bott ich: Genin mme von mir selber gesandl. 1 Spracht nein Wort m bater, atts lust n Moͤrder anden In ihcheit ft gen recket, en; enn hater der⸗ aie Waht⸗ lscht. Cektion aus dem Ueuen Testamente. Apgsch. 16, 9 15. Der herr tat iyr das herz auf.) Und paulo erschien ein sesicht vei der nacht; das war ein mann aus maze⸗ donien, der stund, und vbat ihn und sprach: Romm hernieder in mazedonten, und hilf uns! Als er aber das õesicht ge⸗ sehen hatte, da trachteten wir alsobald ju reisen in mazedonien, gewiß, daß uns der hẽrr dahin berufen hätte, ihnen das vangelium zu predigen. Da fuhren wir aus von Troas; und stracks Laufs kamen wir gen Samothrazien, des an⸗ dern Tages gen Heapolis, und von dan⸗ nen gen Philippi, welche ist die haupt⸗ stadt des Landes mazedonien und eine frelstadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage. Des dages der Sabbaäther gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte ju beten, und setzten uns, und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen. Und ein gottesfürchtig Weib, mit Namen Cudia, eine Ppurpurkrämerin aus der Stadt der hyatirer, hörete zu; welcher tat der hErr das heri auf, daß sie dar- auf acht hatte, was von baulo geredet ward. Als sie aber und ihr haus getauft ward, ermahnte sie uns und sprach: So ihr mich achtet, daß ich gläubig bin an den herrn, so kommt in mein haus und bleibet allda. Und sie zwang uns. 13. Sonntag näch Trinitatis. Vormittags. Epistel. 6al. 3, 13 22. Oas esetz kann nicht lebenaig machen.) christus aber hat uns erlöset von dem fluch des Gesetzes, da er ward ein fluch für uns,(denn es stehet geschrieben:»ver⸗ flucht ist jedermann, der am holj han⸗ get,e) auf daß der Segen Abrahams un⸗- ter die heiden käme in christo Jesu, und wir also den verheißenen seist empfin⸗ gen durch den 6lauben. Lieven Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: verachtet man doch einesmenschenkesta⸗ ment nicht, wenn es bestätiget ist, und tut auch nichts daju. Nun ist je die Ver⸗ heißung Abraham und seinem samen jugesagt. er spricht nicht:»durch die Samen,als durch viele, sondern als durch Einen:»durch deinen Samen,« welcher ist christus. Ich sage aber davon: das Testament, das von Gott juvor be⸗ stätiget ist auf christum, wird nicht auf⸗ gehoben, daß die verheißung sollte durch das Gesetz aufhören, welches ge⸗ geben ist über vier hundert und dreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; sott aber hat es Abraham durch Verheißung srei geschenkt. Was soll denn das Gesetz? Es ist daju kommen um der sünde willen, bis der Same käme, dem die ver- heißung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die hand des Mitt⸗ lers. Ein sittler aber ist nicht eines Eini⸗ gen mittler; õott aber ist einig. Uie? Ist denn das Gesetz wider oottes verheißun⸗ gen? das sei ferne! Wenn aber ein 6e⸗ setz gegeben wäre, das da könnte leben⸗ dig machen, so käme die serechtigkeit währhaftig aus dem Gesetz. Aber dlie Schrift hat es alles beschlossen unter die Siünde, auf daß die Verheißung käme durch den 6lauben an Jesum christum, gegeben denen, die da glauben. Evangelium. Cuc. 10, 23-42. Selig sind die Rugen, die da sehen, das ihr sehet.) und er wanate sich zu seinen Jungern, Rugen, die da sehen, das ihr sehet. Denn und sprach insonderheit: Sellg sind die ich sage euch: Viel Propheten und Könige 1⁴⁷ SESSED wollten sehen, das syr sehet, und haben es nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und haben es nicht gehöret. Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach ju ihm: Wie stehet im 6esetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach:»Du sollst Hott, deinen hErrn, lieben von ganzem herzen, von ganzer Seele, von allen Kräf⸗ ten und von ganzem 6emüte, und dei⸗ nen nächsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwor⸗ tet; tue das, so wirst du leven. Er aber wollte sich selbstrechtfertigen, und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein nächster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein mensch, der ging von Jerusalem hin⸗ üb gen Jericho, und fiel unter die mör⸗ der: die jogen ihn aus, und schlugen ihn, und egingen davon, und ließen ihn halb tot llegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbige Straße hinab⸗ 10g: und dã er ihn sah, ging er vorüber. Desselbigen gleichen auch ein Levit, da er kam bei die Stätte, und sah ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reisete, und kam dahin; und da er ihn sah, jam⸗ merte ihn sein. oing zu ihm, verband ihm seine lunden, und goß drein ölund Wein, und hub ihn auf sein Tier, und führete iyn in die herberge, und pflegte sein. Des andern Tages reisete er, und zog heraus jween õroschen, und gab sie dem Wirt, und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dirs bejahlen, wenn ich wieder⸗ komme. Uelcher dünkt dich, der unter diesen dreien der nächste sei gewesen dem, der unter die mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: Sso gehe hin und tue desgleichen. Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in eilnen markt. Da war ein Weib, mit namen martha, die nahm ihn auf in ihr haus. Und sie hatte eine Schwester, die hieß maria; die setzte sich zu Jesu füßen, und hörte seiner Rede ju. martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu die⸗ nen. Und sie trat hinzu, und sprach: hErr, fragst du nicht darnach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife. Jesus ãaber antwortete und sprach zu ihr: martha, martha, du hast viel Sorge und mühe; Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählet, das soll nicht von ihr genommen werden. Epistolische Cektion. . Petri 2, 1-10. Das auserwählte õeschlecht.) So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und heuchelei und neid und alles Afterreden; und seid vegierig nach der vernünftigen lautern milch, als die jetzt gebornen Kindlein, auf daß ihr durch dieselbige junehmet, so ihr an⸗ ders geschmechet havt, daß der hérr freundlich ist, ju welchem ihr kommen seid, als zu dem levendigen Stein, der von den menschen verworfen, aber bei ott ist er auserwählt ung köstlich. Und auch ihr, als die levengigen Steine, bauet euch jum gelstlichen hause und zum heilligen Priestertum, ju opfern geistliche Opfer, die õott angenehm sind durch Jesum christum. Darum steyet in der Schrift:»Siehe da, ich lege einen aus⸗ erwählten, köstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zu schanden werden.«Cuch nun, die ihr glaubet. ist er köstlich; den Ungläubigen aber ist der Stein, den die Bauleute ver- worfen haben, und zum éckstein worden ist, ein Stein des Anstoßens und ein ßels der Argernis; die sich stoßen an dem Wort, und glauben nicht daran, dar⸗ auf sie gesetzet sind. Jhr aber seid das auserwählte seschlecht, das königlicht 14⁸ Prlestertm. des Elgen solltaiecu hat von d Joh. 9, 24. Da rlesen schen, der chen Iu il wissen, d s. er an Sunger, 0 ich wohl, nun seher lhm: 10 Augen au habeeseu gehöretꝛ ren? wo denꝛ DA Dubistsel Zunger. Heredeteh nicht, vo aubl wun. set, uun Augen au Sott ales Rmandg Willen, g in dlund ser, und Apflegte „undjog bsiedem ꝛge seln un, wlll Wleder⸗ ler unter gewesen gefallen emiokelt ihm: So cs bigab ing er in Helb, mit auf in sht ester, Ale su füßhen, etha abel m iu lie Asprach: daf nich lienen? angrelfe. ach ju ihr. orge ung a hãt ldẽ nicht von Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der finsternis ju seinem wun⸗ dervaren Licht. Die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und weiland nicht in 6naden wa⸗ ret, nun aber in önaden seid. Evangelische Lektion. Joh. 9, 24— 41.(Die Blinden werden sehend, und die Sehenden werden blina.) Da riefen sie zum andernmal den men⸗ schen, der blind gewesen war, und spra⸗ chen zu ihm: Gib Gott die Chre: wir wissen, daß dieser mensch ein Sünder Ist. Er antwortete und sprach: Ist er ein Sünder, das weiß ich nicht; eins weiß Ich wohl, daß ich blind war, und bin nun sehend. Da sprachen sie wieder zu ihm: Was tat er dir? Wie tat er deine Augen auf? Er antwortete ihnen: Ich habe es euch jetzt gesagt; habt ihr es nicht gehöret? Was wollt ihr es abermal hö⸗ ren? Wollt ihr auch seine Jünger wer— den? Da fluchten sie ihm und sprachen: Du bist sein zünger; wir aber sind Mosis Jünger. Wir wissen, daß Gott mit mose geredet hat; diesen aber wissen wir nicht, von wannen er ist. Der mensch antwortete und sprach ju ihnen: Das ist ein wunderlich Ding, daß ihr nicht wis⸗ set, von wannen er sei; und er hat meine Augen aufgetan. Wir wissen aber, daß 6ott die Sünder nicht höret, sondern so jemand gottesfürchtig ist, und tut seinen Willen, den höret er. Von der Welt an ist es nicht erhöret, daß jemand einem gebornen blinden die Rugen aufgetan habe. Wäre dieser nicht von Gott, er könnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in sSünden geboren, und lehrest uns? Und stießen Ihn hinaus. és kam vor Jesum, daß sie ihn ausgestoßen hatten. Und da er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubest du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: herr, welcher ists? auf daß ich an ihn glaube. Jesus sprach ju ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es. Er aber sprach: hérr, ich glaube; und betete ihn an. Und Jesus sprach: Ich bin zum ericht auf diese Welt kommen, auf daß, die da nicht sehen, seyhend werden, unddie da seyen, blind werden. Und solches höreten et⸗ liche der Pharisäer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind? Jesus sprach zu ihnen: Wä⸗ ret ihr blind, so hättet ihr keine Sünde, nun ihr aber sprechet: Wir sind sehend, bleibet eure Sünde. Nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Sprüche Salom. 4, 4-27.(Ich will dich den Weg der Weisheit führen.) Und er lehrte mich und sprach: Laß dein heri meine Worte aufnehmen; halte meine 6evote, so wirst du leben. Himm an Weisheit, nimm an Verstand; vergiß nicht, und weiche nicht von der Kede meines mundes. Verlaß sie nicht, so wird sie dich behalten; liebe sie, so wird sie dich behüten. Denn der Weisheit An⸗ jang ist, wenn man sie gerne höret, und die flugheit lieber hat denn alle 6üter. Achte sie hoch, so wird sie dich erhöhen, und wird dich zu Chren machen, wo au sie herzest. Sie wird dein haupt schön schmücken, und wird dich zieren mit einer hübschen Krone. 8o höre, mein Kind, und nimm an meine hede, so werden deiner Jahre viel werden. Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten, daß, wenn du gehest, dein ang dir nicht sauer werde, und wenn du läufst, daß du dich nicht anstoßest. fasse die 1⁴ HSSSSEE Zucht, laß nicht davon; bewahre sie, denn sie ist dein even. omm nicht auf der Gottlosen Pfad, und tritt nicht auf den Weg der Bösen. Caß iyn fahren, und gehe nicht drinnen; weiche von ihm, und gehe vorüber. denn sie schlafen nicht, sie haben denn übel getan; und sie ruhen nicht, sie haben denn Schaden getan. Denn sie nähren sich von gottlosem Brot, und trinken vom Wein des frevels. Aber der erechten Pfad glänzet wie ein Licht, das da fortgeht, und leuchtet bis auf den vollen Tag. Der sottlosen Weg aber ist wie dunkel, und wissen nicht, wo sie fallen werden. mein Sohn, merke auf mein Wort, und neige dein ohr ju mei⸗ ner kede. Caß sie nicht von deinen Nugen fahren, vehalte sie in deinem herzen. denn sie sind das Leven denen, die sie finden, und gesund ihrem ganien Ceibe. Behüte dein herz mit allem fleiß; denn daraus gehet das eben. Tu von dir den verkehrten mund, und laß das Läster⸗ maul ferne von dir sein. LCaß deine nugen stracks vor sich sehen, und deine Rugenlder richtig vor dir hinsehen. kaß deinen ßuß gleich vor sich gehen, so gehest du gewiß. Wanke weder jur Rechten, noch zur Linken, wende deinen fuß vom bösen. Cektion aus dem Neuen Testamente. Apgsch. 18, 1—18.(Rede und schweige nicht.) Darnach schied Paulus von Athen, und kam gen storinth; und fand einen Ju⸗ den, mit namen Aquila, der beburt von pontus, welcher war neulich aus Welsch⸗ land Rommen samt seinem Weibe bPris- cilla,(darum, daß der faiser laudius geboten hatte allen Zuden, Iu weichen aus Rom). Zu denselbigen ging er ein; und dieweil er gleichen handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren aber des handwerks Teppich⸗ macher. Und er leyrte in der Schule auf alle Sabbather, und beredete beide Ju⸗ den und 6riechen. da aber Silas und Timotheus aus mazedonien kamen, drang paulum der eist, zu bejeugen den Juden Jesum, daß er der christ sei. Da sie aber widerstrebten und lästerten, schüttelte er die Fleider aus, und sprach zu ihnen: Cuer Blut sei über euer haupt, ich gehe von nun an rein zu den heiden. Und machte sich von dannen, und kam in ein haus eines, mit lamen Just, der gottesfürchtig war; und desselbigen haus war junächst an der Schule. seris· pus aber, der Oberste der Schule, glaubte an den hErrn mit seinem ganzen hause, und viel Korinther, die zuhöreten, wur⸗ den gläuvig, und ließen sich taufen. ẽs sprach aver der hẽrr durch ein õesicht in der nacht ju baulo: fürchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht; denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schadem denn ich habe ein groß volk in dieser Stadt. Er saß aver daselbst ein JZahr und sechs o⸗ nate, und leyrte sie das Wort Gottes. Da aber Gallion andvogt war in Achaja, empörten sich die Juden einmütiglich widler paulum, und führten ihn vor den Richtstuhl, und sprachen: Dieser über⸗ redet die eute, ott zu dienen dem Ge⸗ setz juwider. Da aber Paulus wollte den mund auftun, sprach Gallion zu den guden: Wenn es ein frevel oder Schalk⸗ heit wäre, lieven Juden, so hörte ich euch villig; weil es aber eine frage ist von der fehre und von den Worten und von dem 6esetz unter euch, so sehet ihr selber zu; ich gedenke darüber nicht kichter zu sein. Und trieb sie von dem Richtstuhl. Dã ergriffen alle õriechen Sosthenes, den obersten der Schule, und schlugen ihn vor dem kichtstuhl; und Gallion nahm sichs nicht an. Paulus aber blieb noch länge daselbst, darnach machte er seinen Abschied mit den Brüdern, und wollte in Syrien schiffen, und mit ihm Priscilla und Rquila; und er veschor sein haupt ju stenchrea; denn er hatte ein õelübde. 13⁰ h sage a det hr die bringen. d denbeist,u Aleselbiger ihr nichtet euchaver! demsesetz e des fi. hurerel, u rei, Zaubt Und es be rusalem, und Galil ham, beg Männer, erhuben Asu, Heb erl ung nen: beh Priestern Aungen, unter ihn hr zu met⸗ nen nugen m hersen. en, die sie men lelbe. Heiß, denn on alt den Ias laster laß deine und deine hinsehen. ich gehen, weder zur nale delnen 14. Sonntag nach Trinitatis. Vorm Epistel. 6al. 5, 1624 Ich sage aber: Wandelt im õeist, so wer⸗ det ihr die Cüste des fleisches nicht voll⸗ bringen. Denn das fleisch gelüstet wider den õeist, und den õeist wider dasfleisch, dieselbigen sind wider einander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Regieret euch aber der õeist, so seid ihr nicht unter dem sesetze. Offenbar sind aber die Wer⸗ ke des fleisches, als da sind Fhebruch, hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötte⸗ rel, Zauberei, feindschaft, hader, Ueid, ittags. Oie frucht des oeistes.) Zorn, Zank, Zwietracht, Kotten, haß, Mord, Saufen, fressen und dergleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die frucht aber des õeistes ist Lieve, freu⸗ de, friede, Seduld, freundlichkeit, öũ⸗ tigkeit, laube, Sanftmut, feuschheit. Wider solche ist das oesetz nicht. Welche aberchristo angehören, die kreuzigen ihr fleisch samt den Lüsten und Begierden. vangelium. Cuc. 17, 11— 10.(Wo sind aber die Neun?) Und es begab sich, da er reisete gen Je⸗ rusalem, jog er mitten durch Samaria und Galiläa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussätzige männer, die stunden von ferne, und erhuben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber meister, erbarme dich un⸗ ser! Und da er sie sah, sprach er zu ih⸗ nen: 6ehet hin, und zeiget euch den priestern. Und es geschah, da sie hin⸗ gingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sah, daß er gesund worden war, keyrte er um, und prei⸗ sete Gott mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu seinen füßen, und dankte ihm. Und das war ein Sama⸗ riter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein worden? Wo sind aber die leune? hat sich sonst kei⸗ ner gefunden, der wieder umkehrte, und gäbe Gott die Chre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin; dein Glaube hat dir ge⸗ holfen. Epistolische Lektion. 2. stor. 4J. Der Schatz Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit wider⸗ fahren ist, so werden wir micht mude, sondern meiden auch heimliche Schande, und gehen nicht mit Schalkheit um, fäl⸗ schen auch nicht Gottes Wort, sondern mit offenbarung der Wahrheit, und ve⸗ weisen uns wohl gegen aller menschen bewissen vor 6ott. Ist nun unser van⸗ gellum verdeckt, so ist es in denen, die verloren werden, verdeckt; bei welchen der ott dieser Welt der Ungläubigen Sinne verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Cvangelii von der in irdenen 6efäßen.) Klarheit christi, welcher ist das benbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum christum, daß er sei der herr, wir aber eure nechte um Jesu willen. Denn Gott, der da hieß das Licht aus der finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, daß durch uns ent⸗ stände die rleuchtung von der Erkennt⸗ nis der ftlarheit õottes in dem Angesicht Jesu christi. Wir haben aber solchen Schatz in irdischen efäßen, auf daß die überschwengliche fKraft sei 6ottes, und nicht von uns. Wir haben allenthalben 15¹ Trübsal; aber wir ängsten uns nicht. Uns ist vange; aber wir verzagen nicht. Wir leicken Verfolgung; aber wir wer⸗ den nicht verlassen. Wir werden unter⸗ drückt; aber wir kommen nicht um; undetragen um allezeit das Sterben des hErrn Jesu an unserm Leibe, auf daß auch das Leben des hérrn Jesu an un⸗ serm Leibe offenbar werde. Denn wir, dlie wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu willen, auf daß auch das Ceben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen fleische. Darum so ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in euch. Dieweil wir aber denselbigen seist des laubens haben, (nachdem geschrieben stehet:»Ich glau⸗ be, darum rede ich,«) so glauben wir auch, darum so redlen wir auch, und wissen, daß der, so den hErrn Jesum hat auferwecket, wird uns auch auf⸗ erwecken durch Jesum, und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschiehet alles um euretwillen, auf daß die Über⸗ schwengliche Enade durch vieler Dank⸗ sagen Gott reichlich preise. Darum wer⸗ den wir nicht müde, sondern, ob unser äußerlicher Mensch verweset, so wird doch der innerliche von Tage zu Tage verneuert. Denn unsre crübsal, die zeit⸗ lich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle maße wichtige herrlich⸗ keit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; aber was unsichtbar ist, das ist ewig. Eväangelische Lektion. matth. 20, 20-28.(Unicht sich dienen lassen, sondern dienen.) Da trat ju ihm die mutter der sinder Zebedät mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder, und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach ju ihm: Laß diese meine zween Söhne sitzen in deinem keich, einen zu deiner Kechten und den andern zu dei⸗ ner Linken. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Könnet ihr den selch trinken, den ich trinken werde, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen ju ihm: Ja, wohl. Und er sprach zu ihnen: meinen stelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Taufe, da ich mit getauft werde, sollt ihr getauft werden; aber das Sitzen ju meiner Rech⸗ ten und Linken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem vater. Da das die Zehn höre⸗ ten, wurden sie unwillig über die zween Brüder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Jhr wisset, daß die weltlichen fürsten herrschen, und die oberherren haben 6ewalt. So soll es nicht sein un⸗ ter euch; sondern, so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener. Und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer snecht. 6leich wie des enschen Sohn ist nicht kommen, daß er ihm die⸗ nenlasse, sondern daß er diene, und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Psalm 63, 2-9. Daß ich dich mit fröhlichem munde loben sollte.) 6ott, du bist mein õott, frühe wache ich zu dir; es dürstet meine Setle nach dir, mein fleisch verlanget nach dir in einem trochnen und dürren Cande, da kein Wasser ist. Daselbst sehe ich nach dir in deinem heiligtum, wollte gerne schauen deine macht und Chre. Denn deine õũte ist besser denn Leven. meine Lippen preisen dich. Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang, und meine hände in deinem namen aufheben. Das wäre meines herzens Freude und 1² Wonne, w Munde lob betle lege, Ich exwache Als wir ab Ueßen wit schifften ir Tyrus; de lie ware Junger fa seben Ta Aen belst, salem sieh Ale Lage aus und u auch, und xrn Jesum auch auf⸗ wird uns geschiehet halle uber⸗ eler Dank⸗ arum wer⸗ ob unser „ so wird ge ju Tage l, Ale zei eine eiwige 2 hertlich⸗ en auf daẽ wonne, wenn ich dich mit fröhlichem] du vist mein helfer, und unter dem munde loben sollte. Wenn ich mich zu Schatten deiner flügel rühme ich. eine Bette lege, so denke ich an dich; wennSeele hanget dir an; deine rechte hand ich erwäche, so rede ich von dir. Denn erhält mich. Lektion aus dem leuen Testamente. Apgsch. 21, 3 10.(Des herrn Wille gescheye.) Als wir aber Cypern ansichtig wurden, Ueßen wir sie zur Iinken hand, und schifften in Surien, und Ramen an zu Tyrus; denn daselbst sollte das Schiff die Ware niederlegen. Und als wir jünger fanden, blieben wir daselbst sieben Tage. die sagten paulo durch den Geist, er sollte nicht hinauf gen Jeru⸗ salem zieyen. Und es geschah, da wir die Tage jugebracht hatten, zogen wir aus und wandelten. Und sie geieiteten uns alle mit Weibern und fͤindern bis hinaus vor die Stadt, und knieeten nieder am Ufer, und beteten. Und als wir einander segneten, traten wir in das Schiffsene aber wandten sich wieder zu den Jhrigen. Wir aber volljogen dle Schiffahrt von Tyrus, und Kamen gen ptolemais, und grüßten die Brüder, und vlieven einen Tag bei ihnen. Des andern Tages jogen wir aus, die wir um paulo waren, und kamen gen Cä⸗ sarien, und gingen in das haus Philippi, des Evangelisten, der einer von den Sie⸗ ven war, und vlieben bei ihm. Der⸗ selbige hatte vier Töchter, die waren Jungfrauen, und weissagten. Und als wir mehr dage dablieben, reisete herab ein Prophet aus Judäa, mit na⸗ men Agabus, und kam zu uns. Der nahm den 6ürtel Pauli, und band seine hände und füße, und sprach: Das sagt der heilige Geist: Den mann, des der 6ürtel ist, werden die Juden also bin⸗ den zu Jerusalem, und überantworten in der heiden hände. Als wir äaber sol⸗ ches höreten, baten wir ihn, und die desselbigen orts waren, daß er nicht hinauf gen Jerusalem zöge. Paulus aber antwortete: Was maͤcht ihr, daß ihr weinet, und brechet mir mein herz? Denn ich bin bereit, nicht allein mich binden ju lassen, sondern auch ju ster⸗ ben ju Jerusalem um des Hamens willen des hErrn Jesu. Da er aber sich nicht Überreden ließ, schwiegen wir und sprachen: des herrn Wille geschehe. Und nach denselbigen Tagen entledig⸗ ten wir uns, und zogen hinauf gen Je⸗ rusalem. Es kamen aber mit uns auch etliche Jünger von Cäsarien, und füh⸗ reten uns zu einem, mit Namen innason, aus Cypern, der ein alter Jünger war, bel dem wir herbergen sollten. Da wir nun gen Jerusalem kamen, nahmen uns die Brüder gerne auf. Des andern Tages aber ging Paulus mit uns ein zu Jakobus, und kamen die Hltesten alle däahin. Und als er sie gegrüßet hatte, erzählte er eins nach dem andern, was Gott getan hatte unter den heiden durch sein Amt. 15. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. oal. 5, 25-6, 10.(Was der mensch saet, das wird er ernten.) 50 wir im õeist leven, so lasset uns auch im 6eist wandeln. Lasset uns nicht eit⸗ ler Chre geizig sein, untereinander ju entrusten und zu hassen. Lieben Brüder, so ein mensch etwa von einem fehl übereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmütigem 6eist, die ihr geistlich seid; und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. kiner trage des andern Last, so werdet 1⁵³ ihr das Gesetz Christi erfüllen. so aber sich jemand läßt dünken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. Ein jeglicher aber prüfe sein selbst Wertz, und alsdann wird er an ihm selber Ruhm haben, und nicht an einem andern. denn ein jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei butes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, oott läßt sich nicht spotten. Denn, was der mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein fleisch sãet, der wird von dem fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den õeist säet, der wird von dem 6eist das ewige Leben ernten. Casset uns aber utes tun, und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Nufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, aller⸗ meist aver an des laubens Genossen. Evangelium. matth. 6, 10- 34.(Sorget nicht für euer Leben.) Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen, und da die Dieve nach graben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im himmel, da sie weder motten, noch Rost fressen, und da die diebe nicht nach graben, noch stehlen. denn wo euer Schätz ist, da ist auch euer herz. Das guge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig ist, so wird dein ganier Leib licht sein; wenn aber dein Ruge ein Schalk ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn aber das Licht, das in dir ist, finsternis ist, wie groß wird dann die finsternis selber sein! Hiemand kann jween herren dienen. Entweder er wird einen hassen, und den andern lieben; oder wird einem anhangen und den andern verachten. r könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Dar⸗ um sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken wer⸗ det; auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speiseꝰ und der Leib mehr denn die sleidung? Sehet die vögel unter dem himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge Eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Fleidung? Schauet die Lilien auf dem felde, uie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salo⸗ mo in aller seiner herrlichkeit nicht be⸗ kleidet gewesen ist, als derselben eine. Sso denn Gott das 6ras auf dem felde also kleidet, das doch heute stehet, und morgen in den ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr sleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? nach solchem allen trachten die heiden. Denn euerhimmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner õerech⸗ tigkeit, so wird euch solches alles zufal⸗ len. Darum sorget nicht für den andern morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein seglicher ag seine eigene lage habe. Epistolische Lektion. 2. Ror. 8, 1-15. Durch seine Armut sind wir reich.) Ich tue euch kund, lieven Brüder, diefreude war da überschwenglich, da sie 6nade Gottes, die in den õemeinen in durch viel Trübsal vewähret wurden; majedonien gegeben ist. denn ihre]und wiewohl sie sehr arm waren, 15⁴4 haben sle⸗ Einfattigg moͤgen(a moͤgen w⸗ heten uns wir aufnä meinschaf geschlehet Wlr hofte Herst den lurch den len Titum er quvor unter eut Rber gle reich seid und in q Flelß ung schafsti rlch seia. Hebiete, Hig sing, 00 sle re slie nad Und spra tet Luch lebet gap rsagtey 10. Ohl ge h seibs 2 hahe sammle. h wul Hrößere — das Wird säet, aer Verderben st saet, det ige leben tun, und seiner Zelt gufhõren. so lasset m, aller⸗ enossen. haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfältigkeit. Denn nach allem Ver⸗ mögen(das zeuge ich) und über Ver⸗ mögen waren sie selbst willig, und fle⸗ heten uns mit vielem Ermahnen, daß wir aufnähmen die Wohltat und 6e⸗ meinschaft der handreichung, die da geschiehet den heiligen; und nicht, wie wir hofften, sondern ergaben sich selbst, zuerst dem hErrn, und darnach uns, durch den Willen ottes, daß wir muß⸗ ten Titum ermahnen, auf daß er, wie er juvor hatte angefangen, also auch unter euch solche Wohltat ausrichtete. Aber gleich wie ihr in allen Stücken reich seid, im lauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allerlei fleiß und in eurer Liebe zu uns, also schaffet, daß ihr auch in dieser Wohltat reich seid. Uicht sage ich, daß ich etwas gebiete; sondern, dieweil andere so flei⸗ zig sind, versuche ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei. Denn ihr wisset die 6nade Unsers heErrn Jesu christi, daß ob er wohl reich ist, ward er doch arm um euretwillen, auf daß ihr durch seine Armut reich würdet. Und mein Wohlmeinen hierinnen gebe ich; denn solches ist euch nützlich, die ihr ange⸗ fangen habt vor dem Jahre her, nicht allein das Tun, sondern auch das Wollen, nun aber vollbringet auch das Tun, auf daß, gleich wie da ist ein geneigt 6e⸗ müt, zu wollen, so sei auch da ein ge⸗ neigt 6emüt, zu tun von dem, das ihr habt. Denn so einer willig ist, so ist er angenehm, nach dem er hat, nicht, nach dem er nicht hat. Uicht geschiehet das der meinung, daß die andern Ruhe haben, und ihr Trübsal, sondern daß es gleich sei. So diene euer ÜUberfluß ihrem mangel diese(teure) Zeit lang, auf daß auch ihr Überfluß hernach diene eurem mangel, und geschehe, das gleich ist; wie geschrieven stehet: »Der viel sammelte, hatte nicht Über⸗ fluß; und der wenig sammelte, hatte nicht Mangel. Evangelische Lektion. Cuc. 12, 1 23. Der reiche Narr.) Und sprach zu ihnen: Sehet zu, und hü⸗ tet euch vor dem 6eiß; denn niemand lebet davon, daß er vlel 6üter hat. Und er sagte ihnen ein oleichnis, und sprach: Es war ein reicher mensch, des feld hatte wohl getragen. Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht, da ich meine ßrüchte hin sammle. Ung sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen, und größere bauen, und will drein sam⸗ meln alles, was mir gewachsen ist, und meine 6üter; und will sagen zu meiner Seele: Hebe Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iß5, trink, und habe guten mut. Aber Gott sprach zu ihm: Du Uarr, diese Uacht wird man deine Seele von dir fordern; und wes wird es sein, das du bereitet hast? Also gehet es, wer sich Schätze sammelt, und ist nicht reich in Gott. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen sollt; auch nicht für euren Leib, was ihr antun sollt. Das Leben ist mehr denn die Speise, und der Leib mehr denn die stleidung. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. 1. Könige 17, 1- 16. ch habe den Raven geboten, daß sie dich versorgen.) Und es sprach Elia, der chisbiter, ausich stehe, es soll diese Jahre weder Tau den Burgern 6ileads, zu Ahab: So wahr noch Regen kommen, ich sage es denn. der herr, der õott Israels, lebt, vor dem Und das Wort des hErrn kam zu ihm 15⁵ und sprach: õehe weg von hinnen, und wende dich gegen morgen, und verbirg dich am Bach strith, der gegen den Jor⸗ dan fließt; und sollst vom Bach trinken; und ich habe den Raben geboten, daß sie dich daselbst sollen versorgen. Er aber ging hin, und tat nach dem Wort des héErrn, und ging weg und setzte sich am Bach strith, der gegen den Jordan fließt. Und die kaben brachten ihm Brot und fleisch des orgens und des Abends, und er trank des Bachs. Und es geschah nach etlichen Tagen, daß der Bach vertrocknete; denn es war kein kegen im Lande. Da kam das Wort des Errn ju ihm und sprach: mache dich auf und gehe gen Zarpath, das bei Sidon Uiegt, und bleibe daselbst; denn ich häbe däaselbst einer Witwe geboten, daß sie dich versorge. Und er machte sich auf, und ging gen Zarpath. Und da er kam an die Tür der Stadt, siehe, da war eine Witwe und las Holj auf. Und er rief sie und sprach: hole mir ein wenig Wasser im 6efäß, daß ich trinke. Da sie aber hinging zu holen, rief er sie und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brots mit. Sie sprach: So wahr der herr, dein õott, lebt, ich habe nichts Gebäcknes, ohne eine hand voll mehls im fad und ein wenig öl im struge. Und siehe, ich have ein Holz oder zwei aufgelesen, und gehe hinein und will mir und meinem Sohne zurichten, daß wir essen und sterben. Elia sprach zu ihr: fürchte dich nicht, gehe hin und mache es, wie du gesagt hast; doch mache mir am ersten ein kleines oebacknes davon und bringe mirs heraus; dir aber und deinem Sohne sollst du dar⸗ nach auch machen. Denn also spricht der hérr, der Gott Israels: Das mehl Im stad soll nicht verzehret werden, und dem ölkruge soll nichts mangeln, bis auf den Tag, da der herr regnen lassen wird auf Erden. Sie ging hin, und mächte, wie lia gesagt hatte. Und er aß, und sie auch und ihr haus eine Zeit lang. Das mehl im fad ward nicht ver⸗ zehret, und dem ölkruge mangelte nichts, nach dem Wort des herrn, das er gereclet hatte durch Elia. Lektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 21, 40—22, 22.(Pauli Verantwortung vor dem Volke ju Jerusalem.) Als er aber ihm erlaubte, trat Paulus auf die Stufen, und winkte dem Volk mit der hand. Da nun eine große Stille ward, redete er ju ihnen auf(brälsch, und sprach: Jhr männer, lieben Brüder und bäter, höret meine Verantwortung an euch. Da sie aber höreten, daß er auf Ebraäisch zu ihnen redete, wurden sie noch stiller. Und er sprach: Ich bin einjüdischer mann, geboren zu karsen in cilicien, und erzogen in dieser Stadt zu den füßen bamaliels, gelehret mit allem fleiß im väterlichen Gesetz, und war ein Eiferer um sott, gleich wie ihr alle seid heutiges Täges. Und häbe diesen Weg verfolget bis an den Tod. Ich band sie, und über⸗ antwortete sie ins 6esängnis, beide männer und Welber; wie mir auch der hohepriester und der ganze haufe der Altesten Zeugnis gibt, von welchen ich Briefe nahm an die Brüder, ung reiste gen damaskus, daß ich, die daselbst waren, gebunden führte gen Jerusalem, daß sie gepeiniget würden. Es geschah aber, da ich hinzog, und nahe bei Da⸗ maskus kam, um den mittag, umblickte mich schnell ein groß Licht vom himmel. Und ich fiel zum CECraäboden, und hörte eine Stimme, die sprach zu mir: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Ich ant⸗ wortete aber: herr, wer bist du? Und er sprach ju mir: Ich bin Jesus von a⸗ zareth, den du verfolgest. Die aver mit mir waren, sahen das Licht, und er⸗ schraken; die Stimme aber des, der mit mir redete, höreten sie nicht. Ich sprach aber: HErr, was soll ich tun? Der herr aber sprach ju mir: Stehe auf, und gehe gen Damaskus; da wird man dir sagen von allem, das dir ju tun verordnet ist. 15⁶ 8 Als ich ab nichts seh händ gele waren, m war aber nach dem Serücht 6 elbst woh rat bei m leber grr ihn an zu Prach: de ordnet, d solltest, hören aie lenn du; schen sein Wörethaf Stehe duf waschen lamen d U Mir, ge hüger Len feit orschuch Luchten demeins Aer Weit der Jesum Wfirde sasten lle man —— ich einen So waht we nichts oll mehls nsruge. sder zwel und will sten, daß prach Iu hin und ochmache ebachnes aus, dir au gar- 10 spricht has Mehl len, und geln, b Ien lassen hin, und . Und er eint Zit ncht ver⸗ mangelte errn, das nsalem:) und resst daselbst erusalem, Als ich aber vor slarheit dieses Lichts nichts sehen konnte, ward ich bei der händ geleitet von denen, die mit mir waren, und kam gen Damaskus. Es war aber ein gottesfürchtiger mann nach dem Gesetz, Ananias, der ein gut serücht hätte bei allen Juden, die da-⸗ selbst wohneten; der kam ju mir, und trat bei mich und sprach zu mir: Saul, lieber Bruder, sieye auf! Und ich sah ihn an ju derselbigen Stunde. Er aber prach: Der õottunsrer väter hatdich ver⸗ ordnet, daß du seinen Willen erkennen solltest, und sehen den oerechten, und hören die Stimme aus seinem munde; denn du wirst sein Zeuge zu allen men⸗ schen sein des, das du gesehen und ge⸗ höret hast. Und nun, was verzlehest du? Stehe auf, und laß dich taufen, und ab⸗ waschen deine Sünden, und rufe an den namen des herrn. éEs geschah aber, da ich wieder gen Jerusalem kam, und betete im Tempel, daß ich entzückt ward, und sah ihn. Da sprach er zu mir: Eile, und mache dich behende von Jerusa⸗ lem hinaus; denn sie werden nicht auf⸗ nehmen dein Zeugnis von mir. Und ich sprach: 6Err, sie wissen selbst, daß ich gefangen legte und stäupte die, so an dich glaubten, in den Schulen hin und wieder; und da das Blut Stephani, deines Zeugen, vergossen ward, stund ich auch daneben, und hatte Wohlge⸗ fallen an seinem Tode, und verwahrte denen die feleider, die ihn töteten. Und er sprach zu mir: 6ehe hin, denn ich will dich ferne unter die heiden senden. Sie höreten ihm aber zu bis auf dies Wort, und huben ihre Stimme auf, und sprachen: hinweg mit solchem von der Erde! denn es ist nicht billig, daß er leben soll. 16. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. epyes. 3, 8-21. Die kieve, aie alle ernenninis üversteigt.) mir, dem allergeringsten unter allen heiligen, ist gegeben diese 6nade, unter den heiden zu verkündigen den unaus⸗ forschlichen Reichtum Christi, und zu er⸗ leuchten jedermann, welche da sei die semeinschaft des Geheimnisses, das von der Welt her in oott verborgen gewesen Ist, der alle dinge geschaßßen hat durch jesum christum, auf daß jetzt kund würde den fürstentümern und herr⸗ schasten in dem himmel an der 6emeine aie mannigfaltige Weisheit õottes, nach dem vorsatz von der Welt her, welche er vewiesen hat in christo Jesu, unserm hErrn, durch welchen wir haben freu⸗ digneit ung Zugang in aller Zuversicht durch den õlauben an ihn. Darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um mei⸗ nerTrübsale willen, die ich für euch leide, welche euch eine Chre sing. Derhalben beuge ich meine niee gegen den Vater unsers hérrn Jesu christi, der der rechte Vater ist über alles, was da stinder heißt im himmel und auf Erden, daß er euch fraft gebe nach dem keichtum selner herrlichkeit, stark zu werden durch sei⸗ nen õeist an dem inwendigen menschen, und christum zu wohnen durch den Glaäuben in euren herzen, und durch die ieve eingewurzelt und gegründet zu werden; auf daß ihr vegreifen möget mit allen heiligen, welches da sei die Breite und die Cänge und die Tiefe und die höhe; auch erkennen, daß Christum liev haben, viel besser ist denn alles Wissen, auf daß ihr erfüllet werdet mit allerlei ottesfülle. Dem aber, der über⸗ schwenglich tun kann über alles, das wir bitten oder verstehen, nach der srast, die da in uns wirket, dem sei chre in der Gemeine, die in christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigheit! Amen. 17⁷ vangelium. Cuc. 7, 11— 17. und es vegav sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen nain ging; und seiner junger gingen viele mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner mutter, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der hẽrr sah, jammerte Ihn derselbigen, und sprachzu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rührete den (Ueine nicht/) Sarg an; und die Träger stunden. Ung er sprach: Jungling, ich sage dir, stehe auf! Und der cote richtete sich auf, und fing an, zu reden. Und er gab ihn sel⸗ ner mutter. Und es kam sie alle eine furcht an, und priesen oott und sprachen: Es lst ein großer rophet unter uns auf⸗ gestanden, und õott hat sein Volk helm⸗ gesucht. Und diese kede von ihm er⸗ scholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegende Länder. Epistolische Lektion. Ebr. 12, 14- 24. Ohr seid kommen ju der Städt des lebendigen Gottes.) Jagt nach dem frieden gegen jedermann und der heiligung, ohne welche wird niemand den herrn sehen, und sehet darauf, daß nicht jemand Gottes 6nade versäume; daß nicht etwa eine bittre wWurzel aufwachse, und Unfrieden an⸗ richte, und viele durch dieselbe verun⸗ reiniget werden; daß nicht jemand sei ein hurer oder ein oottloser wietsau, der um kiner Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. Wisset aver, daß er hernach, da er den Segen ererben wollte, verwor⸗ sen ist; denn er fand keinen Raum zur guße, wiewohl er sie mit Tränen suchte. Denn ihr seid nicht kommen zu dem Ber⸗ ge, den man anrühren konnte, und mit feuer brannte, noch zu dem Dunkel und finsternis und Ungewitter, noch zu dem hall der Posaune und zur Stimme der Worte, welcher sich weigerten, die sie höreten, daß ihnen das Wort ja nicht gesagt würde;(denn sie mochten es nicht ertragen, was da gesagt ward. Und wenn ein tier den Berg anrührete, sollte es gesteiniget oder mit einem 6eschoß erschossen werden; und also erschrecklich war das oesicht, daß moses sprach: Ich vin erschrocken und zittere.) Sondern ihr seig kommen zu dem Berge Zlon und zu der Stadt des levendigen sottes, zu dem himmlischen Jerusalem, und in der menge vieler tauseng Engel, ung zu der 6emeine der erstgevornen, die im himmel angeschrieben sind, und in bott, dem gichter üUber alle, und ju den Geistern der vollkommenen berechten, und zu dem mittler des neuen kesta- ments, Jesu, und zu dem blut der Be⸗ sprengung, das da vesser redet denn Abels. Evangelische Lektion. Cuc. 9, 46—56.(Wisset ihr nicht, Es kam auch ein 6edanke unter sie, welcher unter iynen der örößeste wäre. Da äaber Jesus den 6edanken ihres her⸗ zens sah, ergriff er ein sind, und stellete es neben sich, und sprach zu ihnen: Wer das stind aufnimmt in meinem Hamen, der nimmt mich auf, und wer mich auf⸗ nimmt, der nimmt den auf, der mich welches õeistes Finder ihr seid?) gesandt hat. Welcher aver der fleinste ist unter euch allen, der wird groß sein. Da antwortete Johannes und sprach: meister, wir sahen einen, der trieb die Teufel aus in deinem namen, und wir weyreten ihm; denn er folgte dir nicht mit uns. Und Jesus sprach zu ihm: Wehret ihm nicht; denn wer nicht wider 15⁸ unssst, der da die Zel von hinner er sein In Iu wandel sich hin, einen mar herberge! chn nichte sicht gewe hlob Slehe, se sirafet q⸗ gung des erletet, und seine salen wir Lebenten In der de erlosenur hand. er belhel urchtest; lommt. — len. Und dir, stehe auf, und ihn sel. alle elne prachen. uns auf⸗ V helm⸗ ihm er⸗ 0und in uns ist, der ist für uns. Es begab sichaber, da die Zeit erfüllet war, daß er sollte von hinnen genommen werden, wandte er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu wandeln. Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin, und kamen in einen Markt der Samariter, daß sie ihm herberge bestelleten. Und sie nahmen ihn nicht an, darum daß er sein Ange⸗ sicht gewendet hatte, zu wandein gen Jerusalem. Da aber das seine Jünger, Jakobus und Johannes, sahen, sprachen sie: heErr, willst du, so wollen wir sa⸗ gen, daß feuer vom himmel falle, und verjehre sie, wie Elias tat? Jesus aber wandte sich, und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes finder ihr seid? des menschen Sohn ist nicht kommen, der menschen Seelen zu ver⸗ dervben, sondern ju erhalten. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. hiob 5, 17—26.(Weigere dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht.) Slehe, selig ist der mensch, den 6ott strafet; darum weigere dich der Züchti⸗ gung des Allmächtigen nicht. Denn er verletzet, und verbindet; er jerschmeißet, und seine hand heilet. Nus sechs Trüv⸗ salen wird er dich erretten, und in der neventen wird dich kein Ubel rühren. In der Teurung wird er dich vom code erlösen und im sriege von des Schwertes hand. Er wird dich ververgen vor dler beißel der Zunge, daß du dich nicht fürchtest vor dem Verderben, wenn es kommt. Im verderben und hunger wirst du lachen, und dich vor den wil⸗ den Tieren im LCande nicht fürchten; son⸗ dern dein Zund wird sein mit den Stei⸗ nen auf dem felde, und die wilden ciere auf dem Lande werden frieden mit dir halten; und wirst erfahren, daß deine hütte frieden hat; und wirst deine Be⸗ hausung versorgen, und nicht sündigen; und wirst erfahren, daß deines Samens wird viel werden und deine Nachkom⸗ men wie das õras auf Erden; und wirst im Alter zu õrabe kommen, wie õarvben eingefüyrt werden zu seiner Zeit. Lektion aus dem Ueuen Testamente. Rpgsch. 23, 1—17.(Pauli Uerantwortung vor dem Rat zu Jerusalem.) paulus aber sah den Rat an, und sprach: Ihr männer, lieven grüder, ich habe mit allem guten 6ewissen gewandelt vor 6ott bis auf diesen Tag. Der hohepriester aber, Ananias, befahl denen, die um ihn stunden, daß sie ihn aufs maulschlügen. Da sprach paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand! Sitzest au, Und richtest mich nach dem 6esetz, und heißest mich schlagen wider das oe⸗ setz? Die aber umherstunden, sprachen: Schiltst du den hohenpriester Sottes? Und paulus sprach: Lieben Brüder, ich wußte es nicht, daß er der hohepriester ist. Denn es stehet geschrieven:»Dem Obersten deines Volks sollst du nicht fluchen.« Als aber Paulus wußte, daß ein Teil Sadduzäer war, und der andre Teil Pharisäer, rief er im Kat: Ihr männer, lieven Brüder, ich vin ein Pha⸗ risäer und eines pharisäers Sohn; ich werde angeklagt um der hoffnung und Aufersteyung willen der Toten. Da ner aber das sagte, ward ein Nufruhr unter den pharisäern und Sadduzäern, und die menge jerspaltete sich. Denn die Sadduzäer sagen, es sei keine Rufer⸗ stehung, noch Engel, noch öeist; die Pha⸗ risäer aber bekennen beides. Es ward aber ein groß Geschrei; und die Schrift⸗ gelehrten, der Pyarisäer Teil, stunden auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Arges an diesem menschen; hat aber ein Geist oder ein Engel mit ihm 15⁰ gereclet, so können wir mit sott nicht streiten. Da aber der Rufruhr groß ward, besorgte sich der oberste hauptmann, sie möchten baulum jerreißen; und hieß das friegsvolk hinabgehen, und ihn von ihnen reißen, und in das Lager führen. Des andern Tages aber in der nacht stund der herr bei ihm, und sprach: Sei getrost, Paule! denn wie du von mir zu Jerusalem gezeuget hast, also mußt du auch zu Rom jeugen. Da es aber Tag wora, schlugen sich etliche Juden zusam⸗ men, und verbanneten sich, weder zu essen noch zu trinken, bis daß sie Pau⸗ lum getötet hätten. Ihrer aber waren mehr denn vierzig, die solchen Bund mächten. Die traten zu den hohen⸗ prlestern und Rltesten, und sprachen: Wir haben uns hart verbannet, nichts anzubeißen, bis wir paulum getötet haben. so tut nun kund dem over⸗ häuptmann und dem Rat, daß er ihn morgen ju euch führe, als wolltet shr ihn besser verhören; wir aber sind be⸗ reit, ihn ju töten, ehe denn er vor euch kommt. Da aber Paulus Schwester-Sohn den Anschlag hörte, kam er dar und ging in das Lager, und verkündigte es Paulo. paulus aber rief zu sich einen von den Unterhauptleuten, und sprach: Diesen Jüngling führe hin zu dem oberhaupt⸗ mann; denn er hat ihm etwas zu sagen. 17. Sonntäͤg näch Trinitatis. Vormittags. Epistel. spyes. 4, 1-6. So ermahne nun euch ich 6efäangener in dem heErrn, daß ihr wandelt, wie sichs gebührt eurem beruf, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der iebe, und seid fleißhig, zu halten die Einigkeit im 6eist (Ein Leib und Ein 6eist.) durch das Band des friedens. Ein Ceiw und Ein õeist, wie ihr auch verufen seig auf einerlei hoffnung eures Berufs. Ein hErr, Ein 6laube, Cine Taufe, Ein sott und Vater unser aller, der da ist uber euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. Evangelium. Cuc. 14, 1—1.(Sabbathsleben in Lieve und Demut.) Und es vegab sich, daß er kam in ein haus eines obersten der Pharisäer auf einen Sabbath, das Brot zu essen; und sle hielten auf ihn. Und siehe, da war ein mensch vor ihm, der war wasser⸗ süchtig. Und Jesus antwortete und sag⸗ te zu den Schristgelehrten und Phari⸗ säern und sprach: Ist es auch recht, auf den Sabvath heilen? Sie aber schwiegen still. Und er griff ihn an, und heilete ihn, und ließ ihn gehen. Und antwor⸗ tete und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt, und er nicht als⸗ häald ihn herauszlehet am Sabbathtage? Und sie konnten ihm darauf nicht wie⸗ der Antwort geben. Er saͤgte aber ein sleichnis zu den 6ästen, da er merkte, wie sie erwählten, obenan ju sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von se⸗ mand geladen wirst zur hochzeit, so setze dich nicht obenan, daß nicht etiwa ein Chrlicherer denn du von ihm geladen sei, und so dann kommt, der dich ung ihn geladen hat, spreche zu dir: Weiche diesem! und du müssest mit Scham untenan sitzen. Sondern, wenn au geladen wirst, so gehe hin, ung setze dich untenan, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, sprecht zu dir: freund, rücke hinauf! Dann wirst du Chre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen. Denn wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget wer⸗ den; und wer sich selbst erniedriget, der soll erhöhet werden. 1⁰⁰ & Darum u sang chri Zur Vollh mal oru Uerhe, v Laufe, v auflegen und von wollen v läht. de einmal e haben d haftig w und ges bottes I Uelt, we chnen se nhohen. sprachen net, nichts m getotet em ober⸗ ah er ihn olltet ihr sind be· vor euch ssher ·sohn rund ging tshaulo. uvon den ch: Nesen berhaupt zu sagen. Eln leld rufen seit rufs, Kin e Ein bon 13 sst Ubet 1e, und i Epistolische Lektion. Cbr. ö, 1- 15. Daß ihr nicht träge werdet.) Darum wollen wir die Lehre vom An⸗ fang christlichen Lebens setzt lassen, und zur Vollkommenheit fahren; nicht aber⸗ mal Grund legen von Buße der toten Werke, vom 6lauben an Gott, von der Taufe, von der Lehre, vom hände⸗ auflegen, von der Toten Rufersteyung und vom ewigen serichte. Und das wollen wir tun, so es Gott anders zu⸗ läßt. Denn es ist unmöglich, daß die, so einmal erleuchtet sind, und geschmecht häben die himmlische õabe, und teil⸗ haftig worden sind des heiligen seistes, und geschmecht haven das gütige Wort 6ottes und die fKräfte der zukünftigen Welt, wo sie abfallen, und wiederum iynen selbst den Sohn 6ottes Kreuzigen, und für Spott halten, daß sie sollten wlederum erneuert werden jur Buße. Denn die Erde, die den Regen trinkt, der ost Über sie kzommt, und bequem straut trägt denen, die sie vauen, emp⸗ fängt Segen von 6ott. Welche aber Dor⸗ nen und distein trägt, die ist untüchtig und dem fluch nahe, welche man zuletzt verbrennet. Wir versehen uns aber, ihr Liebsten, Besseres zu euch, und daß die Seligkeit näher sei, ob wir wohl also reden. Denn sott ist nicht ungerecht, daß er vergesse eures Werks und Arbeit der Cieve, die ihr vewiesen habt an seinem namen, da ihr den heiligen dienetet und noch dienet. Wir begehren aver, daß euer jeglicher denselben fleiß ve⸗ weise, die hoffnung fest zu behalten bis ans Ende, daß ihr nicht träge werdet, sondern Hachfolger derer, die durch den 6laäuben und Geduld ererben die Uer⸗ heißungen. denn als Gott Abraham verhieß, da er bei keinem 6rößeren ju schwören hatte, schwur er bei sich selbst, und sprach:»Wahrlich, ich will dich seg⸗ nen und vermehren.« Und also trug er Geduld, und erlangte die Verheißung. Evangelische Lektion. Cuc. 9, 57—62.(Ungeteilte achfolge des hérrn.) Und sie gingen in einen andern markt. Es begab sich aver, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu iym: Ich will dir folgen, wo du hingehest. Und Jesus sprach ju iym: Die füchse haben 6ru⸗ ven, und die vögel unter dem himmel haben nester; aber des enschen Sohn hät nicht, da er sein haupt hinlege. Und er sprach zu einem andern: folge mir nach! Der sprach aber: herr, er⸗ laube mir, daß ich zuvor hingehe, und meinen vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Caß die Toten ihre Toten vbe⸗ graben; gehe du aber hin und verkün⸗ dige das Reich Gottes. Und ein anderer sprach: herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich einen Abschied mache mit denen, die in mei⸗ nem hause sind. Jesus aber sprach zu iym: Wer seine hand an den Pflug legt, und siehet zurück, der ist nicht geschicht zum Reich Gottes. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Psalm 138.(Der herr siehet auf das niedrige.) Ich danke dir von ganjem herzen, vor den Göltern will ich dir lobsingen. Ich men über alles herrlich gemacht durch dein Wort. Wenn ich dich anrufe, so er⸗ will anbeten zu deinem heiligen Tempel, hoöre mich, ung gib meiner Seele großt und deinem namen danken um deine büte und creue denn du hast delnen a⸗ seraft. Es danken dir, hérr, alle gonige auf rden, daß sie horen das Wort deines mundes, und singen auf den Wegen des rrn, daß die?hre des hẽrrn groß sei. Denn der herr ist hoch, und siehet auf das uiedrige, und kennet den Stol⸗ zen von ferne. Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich, und streckest deine hand über den Zorn meiner feinde, und hilfst mir mit dei⸗ ner Rechten. Der hérr wird es ein Ende mächen um meinetwillen. hérr, deine Güte ist ewwig. Das Werk deiner hände wollest du nicht lassen. Cektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 24, 1- 25.(Paulus vor dem candpfleger felix.) Üver fünf Tage jog hinab der hohe⸗ priester Ananias mit den RAlitesten und mit dem Redner Tertullus; die erschie⸗ nen vor dem Landpfleger wider Pau⸗ lum. Da er aber verufen ward, fing an Tertullus ju verklagen, und sprach: Daß wir in großem frieden leben unter dir, und viel redliche Taten diesem volk widerfahren durch ueine Vorsicht, aller⸗ teuerster felix, das nehmen wir an alle⸗ wege und allenthalben mit aller Dank⸗ bärkeit. Auf daß ich aber dich nicht zu lange aufhalte, bitte ich dich, du wollest uns kürzlich hören nach deiner selindigkeit. Uir haben diesen mann gefunden schädlich, und der Rufruhr erreget allen Juden auf dem ganzen Erdboden, und einen Vornehmsten der Sekte der Nazarener, der auch versuchet häat, den Tempel zu entweihen; welchen wir auch griffen, und wollten ihn ge⸗ richtet haben nach unserm 6esetz. Aber Cusias, der hauptmann, unterkam das, und führete ihn mit großer õoewalt aus unsern händen, und hieß seine Ver⸗ kläger zu dir kommen; von welchen du kannst, so du es erforschen willst, dich des alles erkundigen, um was wir ihn verklagen. Die Juden aber redeten auch dazu, und sprachen, es hielte sich also. Paulus aber, da ihm der Cand- pfleger winkte, zu reden, antwortete: Dieweil ich weiß, daß du in diesem Volk nun viele Jahre ein Richter bist, will ich unerschrocken mich verantworten; denn du kannst erkennen, daß nicht mehr denn zwölf Tage sind, daß ich bin hin⸗ auf gen Jerusalem kommen, anzuveten. Auch haben sie mich nicht gefunden im Tempel mit semand reden oder einen Aufruhr machen im Volk, noch in den Schulen noch in den Städten. Sie kön⸗ nen mir auch nicht beibringen, des sie mich verklagen. Das bekenne ich avber dir, daß ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte heißen, diene also dem sott meiner väter, daß ich glaube allem, wäs geschrieben stehet im Gesetze und in den Propheten; und haͤbe die Hoff⸗ nung ju sott, auf welche auch sie selbst waärten, nämlich, daß zukünftig sei die Auferstehung der Toten, beide der se⸗ rechten und Ungerechten. In demselbi⸗ gen aber übe ich mich, ju haben ein un⸗ verletzt ewissen allenthalben, beide gegen õott und die menschen. Aber nach vielen Jahren bin ich kommen, und ha⸗ be ein Almosen gebracht meinem volk und Opfer. Darüber fanden sie mich, däaß ich mich reinigen ließ im Tempel ohne allen Rumor und 6etümmel. Das wären aber etliche Juden aus Asien, welche sollten hie sein vor dir, und mich verklagen, so sie etwas zu mir hätten. oder laß diese selbst sagen, ob sie etiwas Unrechtes an mir gefunden haben, die⸗ weil ich stehe vor dem kat, ohne um des einigen Worts willen, da ich unter ihnen stund und rief: Über der Ruferstehung der Toten werde ich von euch heute an⸗ geklaget. Da aber felix solches hörte, zog er sie auf; denn er wußte fast wohl um diesen Weg, und sprach: Wenn Cusias, der hauptmann, herabkommt, so will ich mich eures Dinges erkundi⸗ gen. Er befahl aber dem Unterhaupt⸗ mann, paulum jzu behalten, und lassen Rkuhe haben, und niemand von den Seinen wehren, ihm zu dienen, oder ju ihm zu kommen. nach etlichen Tagen 1⁰² aber han slla, ale paulum, ben am lete von 2 0 dan halben gegeben durch Macht, 5 Kennintz Christo daß ihr! Matth. Da aber den Saq vexsamn hhnen,e — den Zorn r mit dei⸗ ;ein Ende Etr, deine ner hände aber kam felix mit seinem Weibe Dru⸗ silla, die eine Jüdin war, und forderte paulum, und hörte ihn von dem 6lau⸗ ven an christum. Da aber paulus re⸗ dete von der oerechtigkeit und von der steuschheit und von dem jukünftigen bericht, erschrak felix, und antwor⸗ tete: Gehe hin auf dies mal; wenn lch gelegene Zeit habe, will ich dich her lässen rufen. 18. Sonntäg nach Trinitatis. Vormittags. Cpistel. 1. Bor. 1, 4-9. Durch Christum reich an allen Stucken.) Ich danke meinem ott allezeit euret⸗ halben für die onade sottes, die euch gegeben ist in christo Jesu, daß ihr seid durch ihn an allen Stücken reich ge⸗ maächt, an aller Lehre und in aller Er⸗ kenninis; wie denn die predigt von einer Gabe, und wartet nur auf die offenbarung unsers hérrn Jesu christi, welcher auch wird euch fest vehalten bis ans Ende, daß ihr unsträflich seid auf den cag unsers hErrn Jesu christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr verufen christo in euch kräftig worden ist, also seid jur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu daß ihr keinen mangel habt an irgend christi, unsers hErrn. Evangelium. matth. 22,34 46. Das vornehmste õevot und der vorneymste Glaubensartikel.) Da aber die Pharisäer höreten, daß er den Sadduzäern das maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ynen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: meister, welches ist das vor⸗ nehmste sebot im 6esetz; Jesus aber sprach zu ihm:»Du sollst lieben Gott, deinen herrn, von ganzem herjen, von ganzer seele, und von ganzem õemüte.« Dies ist das vornehmste und größte 6e⸗ vot. Das andre aber ist dem gleich:»Du sollst deinen nächsten lieben als dich selbst.« In diesen zween 6eboten hanget das ganze sesetz und die Propheten. Da nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie Jesus, und sprach: Wie dünket euch um christo? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu synen: Uie nennet ihn denn David im 6eist einen heErrn, da er sagt:»Der hErr hat gesagt ju meinem herrn: Setze dich ju meiner Rechten, bis daß ich lege deine feinde jum Schemel deiner füßes? Sso nun david ihn einen herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. Epistolische Lektion. Cor. 10, 22-30.(Es ist schrecklich, in die hände des levendigen Gottes ju fallen.) So lasset uns hinzugehen mit wahrhaf⸗ tigem herzen, in völligem 6lauben, be⸗ sprenget in unsern herzen, und los von dem bösen õewissen, und gewaschen am leibe mit reinem Wasser; und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoff⸗ nung, und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; und lasset uns untereinander unser selbst wahr⸗ nehmen mit BReizen jur Liebe und guten Werken, und nicht verlassen unsre Ver⸗ sammlung, wle etliche pflegen, sondern untereinander ermahnen; und das so viel mehr, so viel iyr seyet, daß sich der Tag nahet. Denn so wir mutwillig sün⸗ digen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir fürder kein ander opfer mehr für die 16³ H sünde, sondern ein schrecklich Warten des õerichts und des feuereifers, der die Widerwärtigen verzehren wird. Wenn semand das Gesetz Mosis bricht, der muß sterben ohne Barmherzigkeit durch zween oder drei Zeugen. Wieviel, mei⸗ net ihr, ärgere Strafe wird der ver⸗ dienen, der den Sohn Gottes mit füßen tritt, und das Blut des Testamenis un⸗ rein achtet, durch welches er geheiliget ist, und den Geist der onade schmaähet? Denn wir wissen den, der da sagt:»Die Rache ist mein, ich will vergeltene, spricht der hErr, und avermal:»Der bErr wird sein Volk richten.« Schreck⸗ lich ist es, in die hände des lebendigen Hottes ju fallen. 6edenket aver an die vorigen tage, in welchen ihr, erleuchtet, erduldet habt einen großen Fampfdes Leidens, jum Teil selbst durch Schmach und Trübsal ein Schauspiel worden, zum Tell õemeinschast gehabt mit denen, de⸗ nen es also gehet. Denn ihr habt mit meinen Banden mitleiden gehabt, und den Raub eurer 6üter mit ßfreuden er⸗ duldet, als die ihr wisset, daß iyr bei euch selbst eine vessere und blelbende hãabe im himmel habt. Werfei euer Ver⸗ trauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. seduld aber ist euch not, auf daß ihr den Willen sottes tut, und die Verheißung empfanget. denn»noch über eine kleine Weile so wird kommen, der da kommen soll, und nicht verziehen. Der serechte aber wird des 6laubens leben. Wer aber weichen wird, an dem wird meine Seele kein Gefallen haben.« Wir aber sind nicht von denen, die da weichen, und verdammet werden, sondern von denen, die da glauben und die Seele erretten. Evangelische Lektion. matth. 12, 3037.(Ole Lasterung wider den heiligen 6eist.) Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich⸗ und wer nicht mit mir sammelt, der zer⸗ streuet. Darum sage ich euch: Alle Sun⸗ de und Lästerung wird den menschen vergeben; aber die Lästerung wider den seist wird den menschen nicht vergeben. Und wer etwas redet wider des men⸗ schen Sohn, dem wird es vergeben; aver wer etwas redet wider den helligen oeist, dem wird es nicht vergeben, we⸗ der in dieser noch in jener Welt. Setzet entweder einen guten Baum, so wird die frucht gut; oder setzet einen faulen gaum, so wird die frucht faul. Denn an der frucht erkennet man den Baum. Ihr otterngezüchte, wie könnt ihr õutes redlen, dieweil ihr vöse seig? Wes das herz voll ist, des gehet der Mund über. Ein guter mensch bringet öutes hervor aus seinem guten Schatz des herzens; und ein vöser mensch vringet Böses her⸗ vor aus seinem vösen Schatz. Ich sage euch aber, daß die menschen müssen Re⸗ chenschaft geben am jüngsten õerichtvon einem seglichen unnützen Wort, das sie geredet haven. Rus deinen Worten wirst du gerechtfertigtwerden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Klagel. Jerem. 3, 22- 40.(Ein jeglicher murre wider seine Sünde.) die 6üte des hérrn ist, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle mor⸗ gen neu, und deine Treue ist groß. Der herr ist mein ceil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. Denn der herr ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fraget. Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein, und auf die hilfe des ẽrrn hoffen. Es ist ein köstlich Ding einem manne, daß er das Joch in seiner Jugend trage, daß ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn eiwas überfällt: und seinen mund 1⁰⁴ iu den 8 erwarte, sclagen. Denn der onderne sich wle lenn er z Maget ur Ale Gefa Ene füß Lecht vo Mitten a auf dem mel, hel und die: Da wir 3 Hörte ich Wrach a nen, de· abt mit wt, und uden er⸗ ihr bel lelbende uer ber e großt ist euch bottes pfanget. Welle so nen soll, He aber HVer äber d meine Wr aber welchen, gern von le Stele in den Staub stecke, und der hoffnung erwarte, und lasse sich auf die Backen schlagen und ihm viel Schmach anlegen. Denn der herr verstößt nicht ewiglich, sondern er betrübet wohl, und erbarmet sich wieder nach seiner großen Güte; denn er nicht von herzen die menschen plaget und betrübet, als wollte er alle die Gefangenen auf Erden gar unter jeine fuße jertreten, und eines Mannes Recht vor dem Allerhöchsten beugen Lektion aus dem Rpgsch. 26, 13-32.(Vaulus mitten am Tage, liever gönig, sahe ich auf dem Wege, daß ein Licht vom him⸗ mel, heller denn der Sonne ölanz, mich und die mit mir reiseten, umleuchtete. Da wir aber alle zur Erde niederflelen, hörte ich eine Stimme reden zu mir, die sprach auf Ebräisch: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu löcken. Ich aber sprach: herr, wer bist du? Er sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgest; aber steye auf, und tritt auf deine füße. Denn daju bin ich dir erschienen, daß ich dich orane jum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast, und das ich dir noch wlll erscheinen lassen; und ich will uich erretten von dem Volk und von den heiden, unter welche ich dich jetzt sende, aufzutun ihre Rugen, daß sie sich bekehren von der finsternis ju dem licht und von der 6ewalt des Satans ju Gott, zu empfangen Vergebung der sünden und das ęrbe samt denen, die geheiliget werden durch den 6läuben an mich. Daher, lieber König Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht un⸗ gläubig, sondern verkündigte zuerst denen von Damaskus und zu Jerusalem, und in alle 6egend des jüdischen Landes, auch den heiden, daß sie buße täten und sich bekehreten ju Gott und täten recht⸗ schaffene Werke der Buße. Um des-⸗ willen haben mich die Juden im Tem⸗ pel gegriffen, und unterstunden, mich zu töten. Aber durch hilfe ottes ist es mir gelungen, und stehe bis auf diesen lassen, und eines menschen Sache ver⸗ kehren lassen, gleich als sehe es der hErr nicht. Wer darf denn sagen, daß solches geschehe ohne des heErrn Befehl, und daß weder Böses noch Gutes komme aus dem munde des Allerhöchsten? Wie murren denn die Leute im Leben also! Ein jeglicher murre wider seine Sün⸗ del Und laßt uns forschen und suchen unser Wesen, und uns jum herrn be⸗ kehren! neuen Testamente. vor dem fönige Agrippas.) Tag, und jeuge beide den sleinen ung Großen, und sage nichts außer dem, das die Propheten gesagt haben, daß es ge⸗ schehen sollte, und Moses: daß Christus sollte leiden, und der Erste sein aus der Auferstehung von den Toten, und ver⸗ kündigen ein licht dem Volk und den helden. Da er aber solches zur Uerant⸗ wortung gab, sprach festus mit lauter Stimme: paule, du rasest! die große stunst macht dich rasend. Er aber sprach: mein teurer feste, ich rase nicht, sondern ich rede wahre und vernünftige Worte. Denn der Fönig weiß solches wohl, ju welchem ich freudig rede. Denn ich achte, ihm sei der keins nicht verborgen; denn solches ist nicht im Winkel geschehen. Glaubst du, König Agrippa, den pro⸗ pheten? Ich weiß, daß du glaubest. Agrippas aber sprach ju Paulo: ẽs fehlt nicht viel, du überredlest mich, daß ich ein Christ würde. Paulus aber sprach: Ich wünschte vor Gott, es fehlte an vlel oder an wenig, daß nicht allein du, son⸗ dern alle, die mich heute hören, solche würden, wie ich bin, ausgenommen diese Bande. Und da er das gesagt, stund der sönig auf und der Landpfleger und gernice und die mit ihnen saßen, undentwichen beiseits, redeten mitein⸗ ander, und sprachen: Dieser mensch hat nichts getan, das des Todes oder der Bande wert sei. Agrippas aber sprach zu festo: Dieser mensch hätte können losgegeben werden, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte. 16⁵ 19. Sonntaãg n Epistel. epyes. 4, 17—32. Oas So sage ich nun und jeuge in dem herrn, daß ihr nicht mehr wandelt, wie die andern heiden wandeln in der eitelkeit ihres Sinnes, welcher Verstand verfin⸗ stert ist, und sind entfremdet von dem Ceben, das aus Gott ist, durch die Un⸗ wissenheit, so in ihnen ist, durch die glindheit ihres herzens; welche ruchlos sind, und ergeben sich der Unzucht, und treiben allerlei Unreinigkeit samt dem õeij. Jhr aber habt christum nicht also gelernet, so ihr anders von ihm gehöret habt, und in ihm gelehret seid, wie in jesu ein rechtschaffen Wesen ist. So leget nun von euch ab nach dem vorigen wandel den alten menschen, der durch Cüste in Irrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im seiste eures Gemüts, und lehet den neuen menschen an, der nach ott geschaffen ist in rechtschaffener 6e⸗ ach Trinitatis. Vormittags. rechtschaffene Wesen in christo.) die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem lächsten, sinte⸗ mal wir untereinander slieder sind. Zürnet, und sündiget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn unterge⸗ hen. Gebet auch nicht aum dem lästerer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite, und schaffe mit den händen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem dürftigen. Lasset kein faul beschwätz aus eurem munde gehen, son⸗ dern was nützlich zur Besserung ist, da es nottut, daß es holdselig sei juhören. Und betrübet nicht den heiligen seist sottes, damit ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung. Alle Bitterkeit und 6örimm und Zorn und 6eschrei und Lästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit. Seia aber untereinander freundlich, herzlich, und vergebet einer dem andern, gleich rechtigkeit undg heiligkeit. Darum leget wle euch õott vergeben hat in Christo. vangelium. Matth. 9, 1-8.(Dem sichtbrüchig Da trat er in das Schiff, und fuhr wle⸗ der herüber, und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen bichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Dã nun Jesus ihren õlauben sah, sprach er zu dem ichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir ver⸗ geven. Ung siehe, etliche unter den schrift⸗ geleyrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert õott. Da aber Jesus ihre dedanken en wird Vergebung und heilung.) Arges in euren herzen? Welches ist leich⸗ ter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben: oder zu sagen: Stehe auf, und wandele? Ruf daß ihr aberwisset, daß des menschen Sohn macht habe auf Erden, diesünden zuvergeben, sprach er zu dem bichtbrüchigen: Stehe auf, hebe dein Bein auf, und gehe heim! Und er stund auf, und ging heim. Da das Volkdas sah, ver⸗ wunderte es sich und pries õott, der sol⸗ sah, sprach er: Warum denket ihr so che macht den menschen gegeben haͤt. Epistolische Cektion. fol. 4, 2-9.(Häaltet an am 6ebet.) haltet an am õebet, und wachet in dem⸗ selbigen mit Danksagung; und vetet zu⸗ gleich auch für uns, auf daß Gott uns die Tür des Worts auftue, zu reden das seheimnis Christi, darum ich auch ge⸗ vunden binz auf daß ich dasselbigeoffen⸗ vare, wie ich soll reden. Wandelt weis⸗ lich gegen die, die draußen sind, und schicket euch in die Zeit. Cure kede sei allejeit lievlich und mit Salj gewürzet, daß ihr wisset, wie ihr einem jeglichen antworten sollt. Wie es um mich stehet, 16⁶ wird eud Uebe gru Mulitknech habe gar sahre, w Er sagte! daß man Werden hichter i nlcht vot nem mien in derse und spra Gersachef Darnach 0b ich m noch vor Behehre nem 60l leinereg Worte m lem E A uns 0 wolle Uippen. wollenr nicht n handt. laß dle will ich ue wilt zorn si 5raely hen wi Das ZMwel Reu, 0 ohne, 0 — 9 jahrheit, en, sinte ler sind. asset dlt unterge⸗ lasterer. cimehr, mit den er hãbe, Heinfaul hen, son⸗ is, llã ĩ hren. Und st botles, nrag dtt frHmm rung sei hert. Lein henslich rn, glelch chris ng) istlelch Sunden eauf, unt wird euch alles kund tun Tychikus, der liebe Bruderl und getreue diener und mitknecht in dem herrn, welchen ich habe darum zu euch gesandt, daß er er⸗ fahre, wie es sich mit euch hält, und daß er eure herzen ermahne, samt One⸗ simo, dem getreuen und lieven Bru⸗ der, welcher von den Curen ist. Alles, wie es hie zustehet, werden sie euch kund tun. Evangelische Lektion. Tuc. 18, 1—8. Gollte ott nicht retten seine Ruserwählten?) Er sagte ihnen aver ein öleichnis davon, daß man allejeit veten, und nicht laß werden sollte, und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor õott, und scheuete sich vor kei⸗ nem menschen. Es war aber eine Witwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm, und sprach: kette mich von meinem Wi⸗ dersacher! Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: ob ich mich schon vor bott nicht fürchte, noch vor keinem menschen scheue, die⸗ weil aber mir diese Witwe so vlel mühe maächt, will ich sie retten, auf daß sie nichtzuletzt komme, und übertäube mich. Da sprach der hérr: höret hie, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber sott nicht auch retten seine Ruserwählten, die zu ihm Tag und nacht rufen, und sollte Geduld darüber haben? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des menschen Sohn kommen wird, meinest du, daß er auch werde õlauben finden auf Erden? nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. hosea 14, 2— 10.(Bekehre dich, Israel, zu dem herrn.) gekehre dich, Israel, zu dem hérrn, dei⸗ nem Hott; denn du bist gefallen um deiner missetat willen. eymet diese Worte mit euch, und bekehret euch zu dem heErrn, und sprechet zu ihm: Ver⸗ gib uns alle Sünde, und tue uns wohl; so wollen wir opfern die farren unsrer Lippen. Assur soll uns nicht helfen, und wollen nicht mehr auf Kossen reiten, auch nicht mehr sagen zu den Werken unsrer hände:»Jyr seid unser Gotte; sondern laß die Waisen vei dir 6nade finden. So will ich yr Abtreten wieder heilen; ger⸗ ne will ich sie lieben; dann soll mein Jorn sich von ihnen wenden. Ich will Israel wie ein Tau sein, daß er soll blü⸗ hen wie eine Rose, und seine Uurzeln sollen ausschlagen wie Libanon; und seine Zweige sich ausbreiten, daß er sei so schön als ein ölbaum, und soll so guten Geruch geben wie Libanon. Und sollen wieder unter seinem Schatten sitzen; von storn sollen sie sich nähren, und blühen wie ein Weinstock; sein oedächtnis soll sein wie der Wein am Libanon. Ephraim, was sollen mir weiter die öötzen? Ich will ihn erhören und führen; ich will sein wie eine grünende Tanne; an mir soll man deine frucht finden. Wer ist weise, der dies verstehe, und Klug, der dies merke? denn die Wege des hérrn sind richtig, und die erechten wan⸗ deln drinnen; aber die Übertreter fallen drinnen. Lektion aus dem neuen Testamente. Röm. 14, 14—25. Das keich Gottes ist berechtigkeit und friede und freude im heiligen 6eist.) Ich weiß und bin es gewiß in dem herrn Jesu, daß nichts gemein ist an Ihm selbst; ohne, der es rechnet für gemein, dem⸗ selbigen ist es gemein. So aber dein Bru⸗ der Uber deiner Speise betrübet wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. 1⁰²⁷ lieber, verderve den nicht mit deiner Speise, um welches willen christus ge⸗ storven ist. Darum schaffet, daß euer Schatz nicht verlästert werde. Denn das Reich õottes ist nicht ssen und Trinken, sondern serechtigkeit und friede und freude in dem heiligen oeist. Wer dar⸗ innen christo dienet, der ist Sott gefällig und denmenschenwert. Darum laßt uns lem nachstreven, daszumffiedendienet, und was zur Besserung untereinander dienet. Feber, verstöre nicht umderspei⸗ se willen oottes Werk. Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut dem, der es isset mit einem Anstoß seines 6ewissens. Es ist besser, du essest kein fleisch, ung trinkest keinen Wein, oder das, daran sich dein Bruder stößt, oder ärgert, oder schwach wird. hast du den õlauben, so habe iyn bei dir selbst vor ott. Selig ist, der sich selbst kein ewissen macht in dem, das er annimmt. Uer aver darüber zweifelt, und isset doch, der ist verdammet; denn es gehet nicht aus dem 6lauben. Was aber nicht aus dem Glauben gehet, das ist Sünde. 20. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. epyes.5,8—21.(Wandeit wie die ginder des richts) denn syr waret weiland finsternis, nun aber seid ihr ein vicht in dem herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts; die frucht des seistes ist allerlei 6ütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit; und prüfet, was da sei wohlgefällig dem heErrn. Und habt nicht semeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der fin⸗ sternis, strafet sie aber vielmehr. denn was heimlich von ihnen geschiehet, das ist auch schändlich zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht gestraft wird denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum spricht er: »Wache auf, der du schläfest, und stehe auf von den coten, so wird dich Christus erleuchten.« So sehet nun ju, wie syr vorsichtiglich wandelt, nicht als die Un⸗ weisen, sondern als die Weisen, und schicket euch in die Zeit, denn es ist böst Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständig, was da sei des hErrn Wille. Und saufet euch nicht voll UWeins, daraus ein unordentlich Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes, und redet untereinander von Psalmen und Cobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spielet dem herrn in eurem herjen, und saget dank allezeit für alles 6ott und dem Vater, in dem namen un⸗ sers heErrn Jesu christi; und seid unter⸗ einander untertan in der furcht 6ottes. Evangelium. matty. 22, 1-14.(Die königliche hochzeit.) Und Jesus antwortete und redete aber⸗ mal durch Gleichnisse ju ihnen, und sprach: Das himmelreich ist gleich einem fönige, der seinem Sohne hochjeit mach⸗ te; und sandte seine nechte aus, daß sie die õästezur hochzeit riefen; und sie woll⸗ tennicht kommen. Abermal sandte eran⸗ dere snechte aus, und sprach: Saget den bästen: Siehe, meine mahlzeit habe ich bereitet, meine ochsen und mein mast⸗ vieh ist geschlachtet, und alles vbereit; kommt zur Hochzeit! Aber sie verach⸗ teten das, und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner han⸗ tierung. Stliche aber griffen seine snechte, höhneten und töteten sie. Da das der gönig hörte, ward er zornig, und schickte seine heere aus, und brachte diese mörder um, und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen snechten: Die hochzeit ist zwar bereitet, aber die 6äste waren es nicht wert. Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur hoch⸗ zeit, wen ihr findet. Und die snechte 168 gingen z ven zusa und Gut Voll. de baste jn Menschet sleic an wie bist Ir seid unsrer! Lag unc nieman und pr. gelium und oot 9— „ der es dwisens. sch, und „ daran eert, odet uben, so tt. Sellg n macht her aber , der ist licht aus aus dem gingen aus auf die Strahen, und vrach⸗ ten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die säste zu besehen, und sah allda einen menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und sprach zu ihm: freund, wie bist du hereinkommen, und hast Epistolisch 1. Thess. 2, 9-20.(Wand Jyr seid wohl eingedenk, lieven Brüder, unsrer Arbeit und unsrer mühe; denn Tag und nacht arbeiteten wir, daß wir niemand unter euch beschwerlich wären, und predigten unter euch das Cvan⸗ gelium Gottes. des seid ihr Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und unsträflich wir bei euch, die ihr gläubig waäaret, gewesen sind. Wie ihr denn wisset, daß wir, als ein Vater seine sin⸗ der, einen jeglichen unter euch ermah⸗ net und getröstet und bezeuget haben, daß Ihr wandeln solltet würdiglich vor Hott, der euch berufen hat zu seinem geich und zu seiner herrlichkeit. Darum auch wir ohne Unterlaß Gott danken, daß ihr, da ihr empfinget von uns das Wort göttlicher Predigt, nahmet ihr es auf, nicht als Menschenwort, sondern (wie es denn wahrhaftig ist) als Gottes Wort, welcher auch wirket in euch, die ihr glaubet. Denn ihr seid Uachfolger wor⸗ doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der Rö⸗ nig zu seinen dienern: Bindet ihm hän⸗ de und füße, und werfet ihn in die äußerste finsternis hinaus! da wird sein heulen und Zähnklappen; denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet. e Lektion. elt würdiglich vor Gott.) in Judaa in Christo Jesu, daß ihr eben dasselbigeerlitten habtvon euren bluts⸗ freunden, das jene von den Juden, wel⸗ che auch den hErrn Jesum getötet haben und ihre eigenen Propheten, und haben uns verfolget, und gefallen sott nicht, und sind allen menschen zuwider, weh⸗ ren uns, zu sagen den heiden, damit sie selig würden, auf daß sie ihre Sün⸗ den erfüllen allewege; denn der Zorn lst schon endlich Über sie kommen. Vir aber, lieben Brüder, nachdem wir euer eine Weile beraubet gewesen sind nach dem Angesicht, nicht nach dem herzen, haben wir desto mehr geeilet, euer An⸗ gesicht zu sehen mit großem Verlangen. Darum haben wir wollen zu euch kom⸗ men(ich aulus) zweimal, und Satanas hat uns verhindert. Denn wer ist un⸗ sere hoffnung oder freude oder srone des Ruhms? Seid nicht auch ihr es vor un⸗ serm herrn Jesu christo zu seiner Zu⸗ den, lieven Brüder, der 6emeinen sottes kunst' Zhrseidja unserechreundfreude. Evangelische Lektion. Matth. 9, 35-38.(Sende und 9esus ging umher in allestädte und märkte, lehrete in iyren Schulen undg predigte das tvangelium von demeich, und heilete allerlei Seuche und allerlei srankheit im volke. Und da er das Volk sahe, jammerte ihn desselbigen; denn Arbeiter in deine Ernte.) sie waren verschmachtet und jerstreuet wie die Schafe, die keinen hleten haben. Da sprach er ju seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, äber wenig sind der Arbeiter. Darum bittet den hérrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. psalm 1.(Die Sünder bleiben nicht in der emeine der serechten.) wohl dem, der nicht wandelt im RKatder Sünder, noch sitzet, da dle Spötter der Gottlosen, noch tritt auf den Weg sitzen, sondern hat Lust jum Gesetz des 169 S herrn, und redet von seinem oesetz Tag und Uacht! Der ist wie ein Baum, ge⸗ pflanzet an den Wasserbächen, der seine frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. Darum bleiben die oottlosen nicht im Gericht, noch die sünder in der emeine der serechten. Denn der herr kennet den Weg der 6e⸗ rechten; aber der oottlosen Weg vergeht. Lektion aus dem neuen Testamente. Apgsch. 28, 17-31. Es geschah aber nach dreien Tagen, daß paulus zusammenrief die vornehmsten der Juden. Da dieselbigen zusammen⸗ kamen, sprach er zu ihnen: Jyr Männer, leben Brüder, ich habe nichts getan wider unser Volk, noch wider väterliche Sitten, und ich bin doch gefangen aus Jerusalem übergeven in der Römer hände. Welche, da sie mich verhöret hatten, wollten sie mich losgeben, die⸗ weil keine Ursach des Todes an mir war. Da aber die Juden dawider redeten, ward ich genötiget, mich auf den Kaiser zu verufen; nicht, als hätte ich mein Volk etwas zu verklagen. Um der Ur⸗ sach willen habe ich euch gebeten, daß ich euch seyen und ansprechen möchte; denn um der hoffnung willen Jsraels bin ich mit dieser ette umgeben. Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben weder Schrift empfangen aus Judäa deinet- halben, noch kein Bruder ist kommen, der von dir etwas Arges verkündiget oder gesagt have. Doch wollen wir von dir hören, was du hältst; denn von dieser Sekte ist uns kund, daß ihr wird an allen Enden widersprochen. Und da sie iym einen Tag bestimmten, kamen viele zu ihm in die herberge, welchen er auslegte und bezeugte das Reich bottes, und predigte ihnen von Jesu Paulus in Rom.) aus dem Gesetz mosis und aus den Pro- pheten von früh morgens an bis an den Abend. Und etliche flelen zu dem, das er sagte; etliche aber glaubten nicht. Da sie aber untereinander mißhellig waren, gingen sie weg, als Paulus Ein Wort redete, das wohl der heilige seist gesagt hat durch den Propheten Jesalas zu unsern vätern, und gesprochen: »Gehe hin zu diesem volk, und sprich: mit den ohren werdet ihr es hören, und nicht verstehen, und mit den Nugen werdet syr es sehen und nicht erkennen. Denn das herz dieses Volkes ist verstockt, und sie hören schwerlich mit Ohren und schlummern mit ihren Augen, auf daß sie nicht dermaleinst sehen mit den Ru⸗ gen, und hören mit den Ohren, ung verständig werden im herzen, und sich bekehren, daß ich iynen hülfe.« So sei es euch kund getan, daß den heiden gesandt ist dies heil Gottes; und sie werden es hören. Und da er solches redete, gingen die Juden hin, und hatten viel fragens unter ihnen selbst. paulus aber blieb zwei Jahre in sei⸗ nem eigenen sedinge, und nahm auf alle, die zu ihm einkamen; predigte das Reich Gottes, und leyrte von dem hErrn Jesu mit aller freudigkeit un⸗ verboten. 21. Sonntag nãch Trinitatis. Vormittags. Epistel. epyes. e, 10-20.(Des cyristen Waffenrustung.) Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dem vesteyen könnet gegen die listigen An⸗ herrn und in der macht seiner Stärke. läufe des ceufels. denn wir haven ziehet an den harnisch sottes, daß iyrnicht mit fleisch und Blut zu Kämpfen. 17⁰ sondern namlich der finst den böse Um des bottes, 3 Widersta kichten, 0 stehe mit Wah Frehs de gestiefer gellum seld. Ue den Scht le Spreu, Nbleiben noch ale derechten. 9 ler be⸗ oergeht. sondern mit fürsten und ewaltigen, nämlich mit den herren der Welt, die in der finsternis dieser Welt herrschen, mit den vbösen seistern unter dem himmel. Um des willen so ergreifet den harnisch 6ottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand tun, und alles wohl aus⸗ richten, und das feld vehalten möget. Sso stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem screbs der éerechtigkeit, und an Beinen gestiefelt, als fertig, zu treibendas Evan⸗ gelium des friedens, damit ihr bereitet seid. Vor allen dingen aber ergreifet den Schild des 6laubens, mit welchem ihr auslöschen könnet alle feurigen Pfelle des Bösewichts; und neymet den helm des heils, und das Schwert des seistes, welches ist das Wort Gottes. Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und flehen im seist, und wa⸗ chet dazu mit allem Anhalten und fle⸗ hen für alle heiligen, und für mich, auf daß mir gegeben werde das Wort mit freudigem Ruftun meines mundes, daß ich möge kund machen das 6ehelm⸗ nis des vangelii, welches Bote ich bin in der Kette, auf daß ich darinnen freu⸗ dig handeln möge, und reden, wie sichs gebühret. Evangelium. Joh. 4, 47 34.(Er glaubte mit seinem ganzen hause.) Und es war ein sönigischer, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser hörete, daß Jesus Ram aus Judäa in Galiläam, und ging hin zu ihm, und vat ihn, daß er hinabkäme, und hülfe seinem Sohne; denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Königische sprach zu ihm: herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: behe hin, dein Sohn lebet. der mensch glaubte dem Wort, das Jesus ju ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine senechte, verkündigten ihm und sprachen: Dein find lebet. Da forsch⸗ te er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem ganzen hause. Das ist nun das andre Zeichen, das Jesus tat, da er aus Judäa in Galilãam kam. CEpistolische Lektion. Ephes. 6, 1-9.(Die christliche haustafel.) Ihr stinder, seid gehorsam euren Eltern in dem hErrn; denn das ist billig.»Chre vater und mutter, das ist das erste õe- bot, das Verheißung hat:»auf daß dirs wohlgehe, und lange lebest auf Er⸗ den. Und ihr väter, reizet eure sinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung jum Eerrn. Zyr senechte, seid gehorsam euren lelb⸗ lichen herren mit furcht und Zittern, in Einfältigkeit eures herzens, als Christo, nicht mit Dienst allein vor Rugen, als den menschen zu gefallen, sondern als dlie snechte Christi, daß ihr solchen Wil⸗ len Gottes tut von herzen, mit gutem Willen. Lasset euch dünken, daß ihr dem heErrn dienet, und nicht den menschen, und wisset, was ein jeglicher utes tun wird, das wird er von dem hérrn emp⸗ fangen, er sei ein necht oder ein ßreier. Und ihr herren, tut auch dasselbige ge⸗ gen sie, und lasset das Drohen und wisset, daß auch euer hẽrr im himmel ist, und ist bei ihm nein Anseyen der Person. 17¹ Evangelische Lektion. Cuc. 19, 1- 10. ch muß heute ju deinem hause einkehren.) una er jog hinein, und ging durch Ze⸗ richo. Und sieye, da war ein mann, ge⸗ nannt Zachäus, der war ein oberster der Zöliner, und war reich; und vegehrte, Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk; denn er war klein von person. Und er lief vorhin, und stieg auf einen Maulbeervaum, auf daß er ihn sähe; denn allda sollte er durch⸗ kommen. Und als Zesus Kam an die⸗ selbige Stätte, sahe er auf, und ward sein gewahr, und sprach zu ihm: Zachäe, steig eilend hernieder; denn ich muß heute ju deinem hause einkehren. Und er stleg elleng hernieder, und naym iyn auf mit freuden. Da sie das sahen, murreten sie alle, daß er bei einem Ssünder einkehrte. Zachäus aber trat dar, und sprach zu dem heErrn: Siehe, Err, die hälfte meiner 6üter gebe ich den Armen, und so ich jemand be⸗ trogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Jesus aber sprach zu ihm: heu⸗ te ist diesem hause heil wiclerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn sst. denn des menschen Sohn ist kommen, zu suchen, und selig ju machen, das verloren ist. näachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. 2. Sam. 7, 17 29.(Wer bin ich, Da nathan alle diese Worte ung all dies besichte David gesagt hatte, kam David, der König, und blieb vor dem herrn, und sprach: Wer bin ich, herr, 6Err, und was ist mein haus, daß du mich vls hieher gebracht hast? Daju hast du das ju wenig geachtet, herr, hérr, son⸗ dern hast dem hause deines fnechts noch von fernem Zukünftigem geredet. Das ist eine Weise eines menschen, der Sott der heErr ist. Und was soll David mehr reden mit dir? du erkennest deinen knecht, hErr, hErr! Um deines Worts wlllen und nach deinem herzen hast du solche große dinge alle getan, daß du sie deinem snechte kund tätest. Darum bist du auch groß geachtet, heErr, Gott; denn es ist keiner wie du, und ist kein Sott denn du, nach allem, das wir miit unsern ohren gehört haben. Denn wo ist ein volk auf Erden wie dein Volk Israel, um welches willen sott ist hin⸗ gegangen, sich ein volk zu erlösen, und sich einen Namen zu machen, und solch große und schreckliche Dinge ju tun auf deinem Lande vor deinem Volk, welches herr, und was ist mein haus?) du dir erlöset hast von Agypten, von den heiden und ihren ööttern? Und du hast dir dein Volk Israel zubereitet, dir zum volk in Cwigkeit; und du, herr, bist ihr ott worden. So bekräftige nun, hErr, oott, das Wort in Cwlgkeit, das du üÜber deinen necht und über sein hhaus geredet hast; und tue, wie du ge⸗ redet hast: so wird dein Nname groß wer⸗ den in Fwigkeit, daß man wird sagen: Der herr Zebaoth ist der ott üÜber 78- rael, und das haus deines sinechts David wird bestehen vor dir. Denn du, hérr Zebaoth, du Gott Jsraels, hast das Ohr deines stnechts geöffnet, und gesagt: Ich will dir ein haus bauen. Darum hat dein senecht sein herz gefunden, daß er dies ebet zu dir betet. Mun, herr, hErr, du bist ott, und deine Worte werden Wahrheit sein. Du hast solches ut uber deinen senecht geredet. so hebe nun an, und segne das haus deines fnechts, daß es ewiglich vor dir sei; denn du, herr, hErr, hast es geredet, und mit deinem Segen wird deines Knechts haus geseg⸗ net werden ewiglich. 17² 50 Denn gle doch vel eines leit Ind sie do Denn wir Elnem Le Oder örle sindalle; auch der dern viel bln heine bes olled nicht des Ohr spra uin ich n um desu seinꝛ We Wo bliey wäre, 1 hat öott; onderlie § aber. wo blieb *D nahm sahen, einem her trãt ziehe, er gebt and be⸗ lerfällig m: Heu· rfahren, ohn. ommen, en, las SDDEE Lektion aus dem lleuen Testamente. 1. scor. 12, 12- 27. (o Ein 6lied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle ölieder mit.) Denn gleich wie Ein Leib ist, und hat dloch viele 6lieder, alle ölieder aber eines Leibes, wiewohl ihrer viele sind, sind sie doch tin ceib: also auch Christus. Denn wir sind durch Einen õeist alle ju Einem Leibe getauft, wir seien Juden odler örlechen, snechte oder freie, und sind alle zu inem 6eist getränket. Denn auch der Leib ist nicht Ein 6lied, son⸗ dern viele. So aber der fuß spräche: Ich bin keine hand, darum bin ich des Lei⸗ bes Glied nicht; sollte er um deswillen nicht des Leibes lied sein? Und so das ohr spräche: Ich bin kein Nuge, darum bin ich nicht des Leibes ölied; sollte es um deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Nuge wäre, wo bliebe das ehör? So er ganz 6ehör wäre, wo bliebe der oeruch? un aber hat Gott die 6lieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle 6lieder Ein 6lied wären, wo bliebe der Leib? Nun aver sind der Glieder viele; aber der Leib ist Einer. Es kann das Auge nicht sagen ju der hand: Ich darf dein nicht; odler wieder⸗ um das haupt ju den füßen: Ich darf euer nicht; sondern viel mehr die 6lie⸗ der des Leibes, die uns dünken die schwächsten zu sein, sind die nötigsten; und die uns dünken die unehrlichsten zu sein, denselbigen legen wir am meisten Chre an; und die uns übel an⸗ stehen, die schmückt man am meisten. Denn die uns wohl anstehen, die ve⸗ dürfen es nicht. Aber Gott hat den Leib also vermenget, und dem dürftigen Gliede am meisten Chre gegeben, auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die ölieder für einander gleich sorgen. Und so Ein 6lied leidet, so lei⸗ den alle ölieder mit; und so Ein ölled wird herrlich gehalten, so freuen sich alle 6lieder mit. Ihr seid aber der Leib Christi und 6lieder, ein jeglicher nach seinem deil. 22. Sonntag nach Trinitatis. Vormittäags. Epistel. pyil. 1, 3 11.(Erfüllet sein mit früchten der õerechtigneit.) Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedlenke,(welches ich allezeit tue in alle meinem sebet für euch alle, und tue das õebet mit freuden,) über eurer õe⸗ meinschaft am Cvangelio vom ersten Tãge an bisher; und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch ange⸗ fangen hat das gute Werk, der wird es auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch allen halte, dar⸗ um, daß ich euch in meinem herzen hãbe in diesem meinem 6efängnis, dar⸗ innen ich das vangelium verantworte und vbekräftige, als die ihr alle mit mir der snade teilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von herjensgrund in Jesu christo. Und darum bete ich, daß eure liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Er⸗ fährung, daß ihr prüfen möget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lau⸗ ter und unanstößig bis auf den Tag Thristi, erfüllet mit früchten der Ge⸗ rechtigkeit, die durch Jesum christum gescheyen in euch ju Chre und Lobe Gottes. Evangelium. Matth. 18, 21-35. Der Schalksknecht.) Da trat petrus ju ihm, und sprach: Bruder, der an mir sünaiget, vergeben? hErr, wie oft muß ich denn meinem Ists genug siebenmal? Jesus sprach ju 173 ᷣCSISSSS ihm: Ich sage dir, nicht sievbenmal, son- dern siebenzigmal siebenmal. Darum ist das himmelreich gleich einem fö⸗ nige, der mit seinen snechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm jehn⸗ tausend pfund schuldig. Da er es nun nicht hatte, ju bejaylen, hieß der herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und be⸗ zählen. Da fiel der senecht nieder, und vetete iyn an, und sprach: herr, habe seduld mit mir, ich will dirs alles be⸗ jahlen. Da jammerte den herrn des- selbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbige necht hinaus, und fand ei⸗ nen seiner mitknechte, der war ihm hundert oroschen schuldig; und er griff ihn an, und würgte ihn, und sprach: Bejahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein mitznecht nieder, und bat ihn und sprach: have õeduld mit mir, ich will dirs alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und wars ihn ins 6efängnis, bis daß er vezählte, was er schuldig war. Da aber seine mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt, und kamen, und brachten vor ihren herrn alles, was sich vegeben hatte. Da forderte ihn sein herr vor sich, und sprach ju ihm: Du Schalks⸗ knecht, alle diese Schuld habe ich dir er⸗ lassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen üÜber deinen mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein herr ward jornig, und überantwortete ihn den peinigern, vis daß er vezahlte alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem her⸗ jen, ein jeglicher seinem Bruder seine fehle. Epistolische Lektion. Ebr. 13, 1-21.(Es ist ein köstlich Ding, daß das heri sest werde.) Bleibet fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei ju sein, vergesset nicht; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen engel veherberget. 6edenket der 6ebundenen als die mitgebunde⸗ nen, und derer, die Trübsal leiden, als die lyr auch noch im Leibe lebet. Die Che soll ehrlich gehalten werden bei allen, und das Chebett unbefleckt; die hurer aber und Chebrecher wird Gott richten. der Wandel sei ohne õeiz; und lasset euch begnügen an dem, das da ist. Denn er hat gesagt:»Ich will dich nicht verlassen, noch versäumen. Also daß wir dürfen sagen:»der herr ist mein helfer, und will mich nicht fürch⸗ ten; was sollte mir ein mensch tun? bedenket an eure Lehrer, die euch das Wort sottes gesagt haben, welcher en⸗ de schauet an, und folget ihrem 6lau⸗ ven nach. Jesus Christus gestern und heute, und derselbige auch in Ewigkeit. lasset euch nicht mit mancherlei ung fremden leyren umtreiben; denn es ist ein köstlich Ding, daß das heri fest werde, welches geschieyt durch 6nade, nicht durch Speisen, davon keinen uut⸗ zen häben, die damit umgehen. Wir häben einen Altar, davon nicht macht häben zu essen, die der hütte pflegen. Denn welcher ciere Blut getragen wird durch den sohenpriester in das heilige für die Sünde, derselbigen Leichname werden verbrannt außer dem Lager. Darum auch Jesus, auf daß er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, hat er gelitten außen vor dem cor. So lasset uns nun zu ihm hinausgehen außer dem Laͤger, und seine Schmach tragen. Denn wir haben hie keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. so lasset uns nun opfern durch ihn das Lovopfer Gott alleieit, das ist, die frucht der Lippen, die seinen lamen bekennen. Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer ge⸗ fallen oott wohl. õehorchet euren Ley⸗ rern, und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da gechenschaft dafür geben sollen; auf daß sie das mit 17⁴ fteuden denn das uns. Uns gut oewif guten Wat ermahnee u tun, au uu euch ko Und er sy unten her seid von dieser daß Ihr ů den/ demn sei, so Sunden. bist du ihnen: er h hahe — ahrha hort Unn Sle verng von dem u ihnen: erhöhen Hennen, mir Helbs mit mir. r wollte Ind warf bezahlte, er seine Irden sie brachten begeben herr vor Schalls ich llir er⸗ ½ solltest men fber nich uüber sein herr ortete Ihn lie alles, 10 wird auch tu, urem her⸗ uller selne freuden tun, und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut. Betet für uns. Unser Trost ist der, daß wir ein gut öewissen haben, und fleißigen uns, guten Wandel zu führen bei allen. Ich ermahne euch aber jum lberfluß, solches zu tun, auf daß ich aufs schierste wieder zu euch komme. Gott aber des friedens, der von den Toten ausgeführet hat den großen hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsern herrn Jesum, der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gefällig ist, durch Jesum christum, welchem sei hre von Ewigkeit zu Cwigkeit! Amen. Eväangelische Lektion. Joh. 8, 23-36.(Blei Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben herab; ihr seid von dieser Welt, ich vin nicht von dieser Welt. S8o häbe ich euch gesagt, daß ihr sterben werdet in euren Sün⸗ den; denn so ihr nicht glaubet, daß ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sünden. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Und Jesus sprach ju ihnen: Erstlich der, der ich mit euch rede. Ich habe viel von euch zu reden und ju richten; aver der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm ge⸗ hört habe, das rede ich vor der Welt. Sie vernahmen aber nicht, daß er ihnen von dem vater sägte. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr des enschen Sohn erhöhen werdet, dann werdet ihr er⸗ kennen, daß ich es sei, und nichts von bet an meiner Rede.) vater gelehret hat, so rede ich. Und der mich gesandt haät, ist mit mir. Der Va⸗ ter läßt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt. Da er solches redete, glaubten viele an ihn. Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: So ihr bleiben werdet an mei⸗ ner kede, so seid ihr meine rechten Jjün⸗ ger, und werdet die Waͤhrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei ma⸗ chen. Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Samen, sind nie kein mal jemandes fenechte gewesen; wie sprichst du denn: Iyr sollt frei werden? Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde senecht. Der snecht aber bleibet nicht ewiglich im hause; der Sohn bleibet ewiglich. So euch nun mir selbst tue, sondern, wie mich mein der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Spr. Salom. 2, 1=.(õott läßt es den Nufrichtigen gelingen.) mein seind, willst du meine Rede an⸗ nehmen, und meine 6ebote bei dir be⸗ halten, so laß dein ohr auf Weisheit achthaben, und neige dein herz mit fleiß daju. denn so du mit fleiß dar⸗ nach rufest, und darum betest, so du sie suchest wie Silber, und forschest sie wie die Schätze: alsdann wirst du die furcht des hErrn vernehmen, und sottes Er⸗ kenntnis finden. denn der herr gibt Weisheit, und aus seinem munde kommt Erkenntnis und Verstand. Er laßt es den Nufrichtigen gelingen, und beschirmet die frommen, und behütet die, so recht tun, und vewahret den Weg seiner heiligen. dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und frömmigkeit und allen guten Weg. Wo die Weisheit dir zu herzen gehet, daß du gerne lernest, so wird dich gu⸗ ter Rat bewahren, und Verstand wird dich behüten, daß du nicht geratest auf den Weg der Bösen, noch unter die verkehrten Schwätzer, die da ver⸗ lassen die rechte Bahn, und gehen fin⸗ stere Wege, die sich freuen, Böses ju tun, und sind fröhlich in ihrem bö⸗ sen, vertzehrten Wesen, welche ihren Weg verkehren, und folgen ihrem Rb⸗ wege. 17⁵ SIASSSSSSSSEEEEEEE Cektion aus dem Neuen Testamente. 1. Kor. 9, 13-23.(Frei von jedermann und jedermanns fenecht.) Wisset ihr nicht, daß die da opfern, essen vom opfer? und die des Altars pflegen. genießen des Mtars? Also hat auch der hErr befohlen, daß die das Evangelium verkündigen, sollen sich vom Evangelio nähren. Ich aver habe der keins ge⸗ braucht. Ich schreibe auch nicht darum davon, daß es mit mir also sollte ge⸗ halten werden. Es wäre mir lieber,. ich stürbe, denn daß mir semand mei⸗ nen Buhm sollte zunichte machen. Denn daß ich das Evangelium prellige, darf ich mich nicht rühmen; denn ich muß es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! Tue ich es gerne, so wird mir gelohnet; tu ich es aber ungerne, so ist mir das Amt doch befohlen. Was ist denn nun mein Cohn? nämlich, daß ich predige das Cvangelium christi, und tue dasselbige frei umsonst, auf daß ich nicht meiner freiheit mißbrauche am kvangello. denn wiewohl ich frei bin von seder⸗ mann, have ich mich doch selbst jeder⸗ mann jum fnechte gemacht, auf daß ich ihrer viele gewinne. Den Juden bin ich worden als ein Jude, auf daß ich die zuden gewinne. denen, die unter dem oesetz sing, vin ich worden als unter dem 6esetz, auf daß ich die, so unter dem sesetz sind, gewinne. Denen, die ohne sesetz sind, bin ich als ohne besetz worden,(so ich doch nicht ohne Gesetz bin vor 6ott, sondern bin in dem besetz christi) auf daß ich die, so ohne besetz sind, gewinne. den Schwachen bin ich worden als ein Schwacher, auf daß ich die Schwachen gewinne. Ich bin seder⸗ mann allerlei worden, auf daß ich allenthalben sa etliche selig mache. sol⸗ ches aver tue ich um das vangelii wil⸗ len, auf daß ich sein teilhaftig werde. 23. Sonntãg nach Trinitãtis. Vormittags. Epistel. pyu. 3, 8-21.(ergrissen sein von christo.) Denn ich achte es alles für Schaden ge⸗ gen die überschwengliche Erkenntnis christi Jesu, meines herrn, um welches willen ich alles habe für Schaden gerech⸗ net, und achte es für Dreck, auf daß ich christum gewinne, und in ihm erfun⸗ den werde, daß ich nicht habe meine erechtigkeit, die aus dem 6esetz, son⸗ dern die durch den õlauben an christum kommt, nämlich die serechtigkeit, die von sott dem élauben zugerechnet wird, ju erkennen ihn und die graft seiner nuferstehung und die õemeinschaft sei⸗ ner Leiden, daß ich seinem code ähn⸗ lich werde, damit ich entgegenkomme jur Nuferstehung der Toten. nicht, daß ich es schon ergriffen habe, oder schon vollkommen sei ich jage ihm aber nach, ob ich es auch ergreifen möchte, nach⸗ dem ich von christo Jesu ergriffen bin. meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht, daß ich es ergriffen habe. eins aver sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich ju dem, das da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Zlel, nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Beru⸗ fung Gottes in christo Jesu. Wie viele nun unser vollkommen sind, die laßt uns also gesinnet sein; und sollt ihr sonst etwas halten, das laßt euch ott offen⸗ baren; doch so fern, daß wir nach einer Regel, darein wir kommen sind, wan⸗ dein, und gleich gesinnet seien. folget mir, lieben Brüder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt jum vorbilde. denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt havbe, nun aber sage ich auch mit Weinen, die feln⸗ de des Kreuzes Christi, welcher Ende ist die verdammnis, welchen der Bauch iyr sott ist, ung ihre ehre ju schanden 1 *** Wird, dere Unser Wan dannen wi Zesu christ Da gingen ten einen ⸗ ner gede, get samt jj lleister, w bist, undl und du fr⸗ achtest nic Darum zal es recht,de odler nicht Schalkheit Versucht ih münzen u schen gar. it gas gi prachen n er ju ihner Aesfalses Da se das , una In aemsel die Saaduj eHuferst prachen: 8 Eor. olasset u Verdeihun N hangello. on seder⸗ ost jeller⸗ auf daß ulen bin af ich dle nter dem us unter o unter enen, dle hne beset ne biseh lem beseh hne beseh n bin ich daß i vin seder⸗ S SSSSSSSSSSSEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE wird, derer, die irdisch gesinnet sind.nichtigen Leiv verklären wird, daß er unser Wandel aver ist im himmel, von ähnlich werde seinem verklärten Leibe dannen wir auch warten des heilandes nach der Wirkung, damit er kann auch Jesu Christi, des hẽrrn, welcher unsern alle Dinge ihm untertänig machen. vangelium. matty. 22, 15-33.(õebet 6ott, was 6ottes ist.) Da gingen die Pyarisäer hin, und hiel⸗ ten einen Rat, wie sie ihn fingen in sei⸗ ner Rede; und sandten ju ihm ihre Jun⸗ ger samt herodis Dienern, und sprachen: meister, wir wissen, daß du wahrhaftig vist, und lehrest den Weg oottes recht, und du fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der menschen. Darum sage uns, was dünkt dich? Ist es recht, daß man dem faiser Zins gebe, oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Iyr heuchler, was versucht iyr mich? Weiset mir die Zins· münje! Und sie reichten ihm einen 6ro⸗ schen dar. Und er sprach ju ihnen: Ues ist das Bild und die Überschrist? Sie sprachen zu ihm: Des saisers. Da sprach er ju ihnen: So gebet dem Ralser, was des Raisers ist, und õott, was Gottes ist! Da sie das höreten, verwunderten sie sich, und ließen ihn, und gingen davon. un demselbigen Tage traten ju ihm die Saddujäer, die da halten, es sei kei⸗ ne Ruferstehung, und fragten ihn, und So einer stirbt, und hat nicht inder, so soll sein Bruder sein Weib freien, und seinem Bruder Samen erwecken. nun sind bei uns gewesen sieben Brüder. Der erste freite, und starb; und dieweil er nicht Samen hatte, ließ er sein Weib seinem Bruder: desselbigen gleichen der andre und der dritte bis an den sieven⸗ ten. ZJuletzt nach allen starb auch das Weib. nun in der Nuferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieven? Sie haben sie ja alle gehabt. Jesus aver ant· wortete und sprach ju ihnen: Jyr irret, und wisset die schrist nicht, noch die graft Gottes. In der Auferstehung werden sie weder freien, noch sich freien lassen, son⸗ dern sie sind gleich wie die ngel õottes im himmel. habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Nuferstehung, das euch gesagt ist von õott, da er spricht: Ich bin der õott Abrahams und der õott Isaaks und der õott Jakobsꝰe Gott aber ist nicht ein sott der Toten, sondern der Leben⸗ digen. Und da solches das Volk hörte, entsetzten sie sich üver seiner Lehre. sprachen: meister, moses hat gesagt: Epistolisch Ebr. 4, 1= 3.(Casset uns fleiß tu So lasset uns nun fürchten, daß wir die Verheißung, einzukommen iu seiner kuhe, nicht versäumen, und unser kei⸗ ner dahinten bleive. denn es ist uns auch verkünaiget, gleich wie jenen; aber das Wort der Predigt half jenen nichts, da nicht glaubten die, so es hö⸗ reten. Denn wir, die wir glauben, ge⸗ hen in die Ruhe, wie er spricht:»Daß ich schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen.« Und jwar, da die Werke von Anveginn der Welt waren gemacht, sprach er an einem e Lektion. n, einzukommen ju seiner Ruhe.) 6ott ruhete am sieventen Tage von allen seinen Werken. Und hie an diesem ort abermal:»Sie sollen nicht kommen ju meiner Ruhe.« nachdem es nun noch vorhanden ist, daß etliche sollen zu der⸗ selbigen kommen, und die, denen es zuerst verkündiget ist, sind nicht daju kommen um des Unglaubens willen, vestimmte er avermal einen Tag nach solcher langen Zeit, und sagie durch Da⸗ vid:»Heutes, wie gesagt ist, oheute, so iyr seine Stimme hören werdet, so ver⸗ stocket eure herjen nicht.“ Denn, so Jo⸗ ort von dem siebenten Tage also:»Und sua sie hätte zur Ruhe gebracht, würge 17⁷ er nicht hernach von einem andern da⸗ ge gesagt haven. Darum sst noch elne Ruhe vorhanden dem Volk Sottes. denn wer ju seiner Buhe kommen ist, der ruhet auch von selnen Werken, gleich wie sott von seinen. so lasset uns nun fleiß tun, einzußommen zu dieser Kuhe, auf daß nicht jemand falle in dasselbige Exempel des Unglauvens. Denn das Wort Sottes ist levendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert, und durcharinget, bis daß es scheidet Seele und oeist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der edanken und Sinne des herzens. Und ist Keine sreatur vor ihm unsichtbar, es ist aver alles bloß und entdeckt vor seinen Au⸗ gen; von dem reden wir. Evangelische Lektion. Joh. 5, 10-2b. Der Sohn macht lebendig, welche er will.) Da antwortete Zesus und sprach ju ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von lum selber tun, denn was er siehet den Va⸗ ter tun; denn was derselbige tut, das tut gleich auch der Sohn. Der Vater aber hat den Soyn liev, und jeiget ym alles, was er tut; und wird iym noch größere Werke zelgen, daß ihr euch ver⸗ wundern werdet. denn wie der Vater die Toten auferwechet, und macht sie levengig, also auch der Sohn macht le⸗ vendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohne gegeven, auf daß sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehret, der ehret den vater nicht, der ihn gesandt hat. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Uer mein wort höret, und glauvet dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leven, und kommt nicht in das éericht, sondern er ist vom Tode jum Leven hin⸗ durchgedrungen. Wahrlich, waährlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde, und ist schon jetzt, daß die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören; und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der vater das Leben hat in iym selber, also hat er dem Soh. ne gegeben, das leven zu haven in ym selber. nachmittags. Cektion aus dem pfalm 126. Die mit Tränen sã wenn der herr die õefangenen Zlons er⸗ lösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser mung voll Lachens, und unsre Zunge voll küh- mens sein. da wird man sagen unter den heiden: Der herr hat 6roßes an ihnen getan. Der hẽrr hat oroßes an Cektion aus dem Alten Testamente. en, werden mit freuden ernten.) uns getan; des sind wir fröhlich. herr. wende unser 6efängnis, wie du die wasser gegen mittag trocknest. Die mit Tränen säen, werden mit freuden ern. ten. sie geyen hin und weinen, und tragen edien Samen; und kommen mit freuden, und vringen ihre õarben. neuen Testamente. 1. Tim. 4, 1—11. Die sottseligkeit ist zu allen Dingen nütze.) Der seist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten werden etliche von dem 6lauben avtreten, ung anhangen den verflhrerischen õeistern und Leyren der Teufel, durch die, so in oleisnerei tugen⸗ redner sind, und prandmal in iyrem õe⸗ wissen haven, und vervieten, eyelich zu werden, ung zu meiden die Speise, die Gott geschaffen hat, zu nehmen mitdank⸗ sagung, den 6läuvigen und denen, die die Wahryeit erkennen. Denn alle Krea⸗ tur Gottes ist gut, und nichts verwerf⸗ lich, das mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiliget durch 17⁸ * das Wott 6 den Brücer au ein gut auferzogen und dereg immerdar lichen aher entschlage g der boffsel Ubung istn Wpistel. Derhalben d wir es nichtauf,f. Laß ihr erf selneswill helt ung würdigij fallen, 1 lenberten Mis Gottes raftig sschneidig is laß eõ mark und bedanken ist kelne 5 lst abet einen Ru⸗ das Wort 6ottes und 6ebet. Wenn du den Brüdern solches vorhältst, so wirst du ein guter Diener Jesu christi sein, auferzogen in den Worten des laubens und der guten Lehre, bei welcher au immerdar gewesen bist. Der ungeist⸗ lichen aber und altvettelischen fabeln entschlage dich; übe dich selbst aber an der sottseligkeit. denn die leibliche Ubung ist wenig nütze; aber die sott⸗ seligkeit ist ju allen Dingen nütze, und hät die Verheißung dieses und des ju⸗ künftigen Lebens. Das ist je gewißlich wahr und ein teuer wertes Wort. Denn dahin arbeiten wir auch, und wer⸗ den geschmähet, daß wir auf den le⸗ bendigen sott gehoffet haven, welcher ist der heiland aller menschen, sonder⸗ lich aber der 6läubigen. Solches gebiete und lehre. 24. Sonntaãg nach Trinitatis. Vormittags. Spistel. gol. I, o—14.(Es hat uns tüchtig gemacht zu nem erbteil der heiligen im L Derhalben auch wir, von dem cage an, da wir es gehöret haven, hören wir nicht auf, für euch zu beten und ju bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Erkenntnis seinesWillens inallerlei geistlicher Weis⸗ heit und Verstand, daß ihr wandelt würdiglich dem herrn, ju allem 6e⸗ fallen, und fruchtbar seid in allen gu⸗ ten Werken, und wachset in der Erkennt⸗ nis Gottes, und gestärket werdet mit ichte.) aller graft nach seiner herrlichen macht in aller eduld und Fangmütigkeit mit freuden, und danksaget dem vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der heiligen im Licht; welcher uns er⸗ rettet hat von der obrigkeit der finster⸗ nis und hat uns versetzet in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlösung durch sein blut, nämlich die vergebung der Sünden. Eväangelium. matth. o, 18- 26.(ege deine hand auf sie, so wird sie levengig.) Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der oversten einer, und fiel vor iym nieder, und sprach: herr, meine Tochter ist jetzt gestorven; aber komm, und lege deine hand auf sie, so wird sie iebendig. Und Jesus stund auf, und folgte ihm nach und seine zünger. Und sieye, ein Weib, das zwölf Jahre den glutgang gehabt, trat von hinten ju ihm, und rührete seines seleides Saum an. Denn sie sprach vei sich selbst: Moöch⸗ te ich nur sein leid anrühren, so wür⸗ de ich gesund. Da wandte sich Jesus um, und sah sie, und sprach: Sei getrost, meine cochter, dein Glaube hat dir ge⸗ holfen. Und das Weib ward gesund ju derselbigen Stunde. Und als er in des obersten haus kam, und sahe die ꝰfeifer und das 6etümmel des Volks, sprach er ju ihnen: Weichett denn das Mäga⸗ lein ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein, und ergriff sie vei der hand; da stund das mägdlein auf. Und dies õerücht erscholl durch dasselbige ganze Land. Epistolische Lektion. Jak. 4.(So seid nun Gott untertänig.) Woher kommt Streit und serieg unter euch? stommt es nicht daher: aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Glie⸗ dern? Ihr seid vegierig, und erlanget es damit nicht; ihr hasset und neidet, und gewinnet damit nichts; ihr streitet 17⁰ SSSSRRSSSESEEE und krieget; Iyr havet nicht, darum daß ihr nicht vittet; ihr bittet und Krieget nicht, darum daß ihr übel bittet, näm⸗ lich dayin, daß iyr es mit euren Wol⸗ lüsten verzehret. Zyr Ehebrecher und chebrecherinnen, wisset iyr nicht, daß der Welt freundschaft õottes feindschaft ist? Wer der Welt freund sein will, der wird Gottes feind sein. Oder laßt ihr euch dünken, die Schrist sage umsonst: »Den seist, der in euch wohnet, gelüstet wider den Haß'« Und gibt reichlich na⸗ de. Sintemal die Schrift sagt:»Gott wi⸗ dersteyet den hoffärtigen, aver den De⸗ mütigen gibt er 6önade.« Sso seid nun 6ott untertänig. Widersteyet dem Teu⸗ fel, so fliehet er von euch. Nahet euch zu ott, so nahet er sich ju euch. Keiniget die hãnde, ihr Sünder, und machet eure herjen keusch, ihr Wankelmütigen. Seid elend, und traget eid, und weinet; euer Lachen verkehre sich in Weinen, und eure freude in Traurigkeit. Demütiget euch vor sott, so wird er euch erhöhen. Rfterredet nicht untereinander, lieben grüder. Wer seinem Bruder afterredet, und urteilet seinen Bruder, der after⸗ redet dem õesetz, und urteilet das Gesetz. Urteilest du aber das sesetz, so bist du nicht ein Täter des esetzes, sondern ein Richter. Es ist ein einiger sesetzgeber, der kann selig machen und verdammen. Wer vist du, der du einen andern ur⸗ teilest?' Wohlan, die iyr nun saget: heu⸗ te oder morgen wollen wir gehen in die oder die Stadt, und wollen Ein Jahr da liegen, und hantieren, und gewinnen; die iyr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leven? Ein Dampf ist es, der eine kleine Zeit wäy⸗ ret, darnach aber verschwindet er. Da⸗ für ihr sagen solltet: so der hErr will, und wir leben, wollen wir dies oder das tun. nun avber rühmet ihr euch in eurem hochmut. Aller solcher Kuhm ist vöse. denn wer da weiß, Gutes zu tun, ung tut es nicht, dem ist es Sünde. Eväangelische Lektion. Joh. 10, 22— 30.(niemand wird sie mir aus meiner hand reißen.) Es war aber firchweihe ju Jerusalem, und war Winter. Und Jesus wandelte im cempel in der halle Salomos. Da umringten ihn die Juden, und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du unsre See⸗ len auf? Bist du christus, so sage es uns frei heraus. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glau⸗ vet nicht. Die Werne, die ich tue in mei⸗ nes Vaters HNamen, die jeugen von mir. Rber iyhr glaubet nicht; denn ihr seid meine Schafe nicht, als ich euch gesagt have. Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie fol⸗ gen mir; und ich geve iynen das ewige leben, und sie werden nimmermehr um⸗ kommen, und niemand wird sie mir aus meiner hand reißen. Der Vater, der sie mir gegeven hat, ist gröher denn alles; und niemand kann sie aus meines Va⸗ ters hand reißen. Ich und der Vater sind eins. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. pred. Salom. 7, 3-9. Das heri der Weisen ist im slaghause.) Es ist vesser, in das Klaghaus gehen denn in das crinkhaus; in jenem ist das Ende aller menschen, und der Le⸗ vendige nimmt es ju herjen. es Ist Trauern vesser denn Lachen; denn durch krauern wird das herz gebessert. Das her der Weisen ist im slaghause, ung das her der narren im hause der freu⸗ den. Es ist vesser, hören das Schelten des Weisen denn hören den 6esang der narren. Denn das Lachen des Harren ist wie das krachen der Dornen unter 18⁰ len Löp Widersp unwilli Alle, Das soll lehten c lommer sein, die ruhmree bern un lich, sio unkeusg ler, aufg lust den elnes 90 sraft ve lel Aus her in ren ale Sunden cherlei I und u der ah se aber, Ipistel 2—3— nder, lleben rasterrecet, dler after et las beseh. so bist du sondern ein besengeber, erdammen. andern ur⸗ asagetr heu gehen in die Ein Jahr da gewinnen morgen sein lebent kin ne Zeit wah alet er. Da⸗ weiß, e dem ist es SISSI den Töpfen; und das ist auch eitel. Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig, und verderbet ein mildes Herj. Das Ende eines Dinges ist besser denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist ist besser denn ein hoher belst. Lektion aus dem neuen Testamente. 2. Tim. 3, 1-1. (Alle, die gottselig leven wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden.) Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen. denn es werden menschen sein, die von sich selbst halten, geizig, ruhmredig, hoffärtig, Lästerer, den El⸗ tern ungehorsam, undankbar, ungeist⸗ lich, störrig, unversöhnlich, Schänder, unkeusch, wild, ungütig, Verräter, frev⸗ ler, aufgeblasen, die mehr lieben Wol⸗ lust denn õott; die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine scrast verleugnen sie. Und solche mei⸗ de! Rus denselbigen sind, die hin und her in die häuser schleichen, und füh⸗ ren die Weiblein gefangen, die mit Sünden beladen sind, und mit man⸗ cherlei lüsten fahren, lernen immerdar, und können nimmer zur êrkenntnis der Wahrheit kommen. 6leicher Wei⸗ se aber, wie Jannes und Jambres mosi widerstunden, also widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind menschen von jerrütteten Sinnen, untüchtig jum 6lauben. Aber sie werden es die Lvänge nicht treiben; denn ihre Torheit wird offenbar werden jedermann, gleich wie auch jener war. Du aber haͤst erfahren meine Lehre, meine Weise, meine mei⸗ nung, meinen 6lauben, meine Lang⸗ mut, meine Lieve, meine õeduld, mei⸗ ne Verfolgung, meine Leiden, welche mir widerfahren sind zu Antiochien, ju Ionien, zu Lystra, welche Verfolgung ich da ertrug; und aus allen hat mich der herr erlöset. Und alle, die gottselig leben wollen in christo Jesu, müssen Uerfolgung leiden. mit den vösen men⸗ schen aber und verführerischen wird es je länger je ärger, verführen und wer⸗ den verführet. 25. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Epistel. 1. cyesp. 4, 13—18.(oott wird, die da entschlafen sing durch Zesum, mit ihm führen.) Wir wollen euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten von denen, die da schla⸗ fen, auf daß ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine hoffnung ha⸗ ben. Denn so wir glauben, daß Jesus gestorven und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch, als ein Wort des herrn, daß wir, die wir leben und überblei⸗ ben in der Zukunft des hErrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. vang Denn er selbst, der hẽrr, wird mit einem feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes hernieder⸗ kommen vom himmel, und die Toten in christo werden auferstehen zuerst. Darnach wir, die wir leven und über⸗ bleiben, werden zugleich mit densel⸗ bigen hingerückt werden in den Wol⸗ ken, dem herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem hérrn sein allejeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten untereinander. elium. matthy. 24, 15- 28. Och habe es euch juvor gesagt.) Uenn iyr nun sehen werdet den 6reuel den Propheten Daniel daß er stehe an der verwüstung,(davon gesagt ist durch der heiligen Stätte,(wer das lieset, der 181 IEDEDEEEEE e draufh) alsdann flieye auf die zerge, wer im jüdischen lande ist; und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem hause ju holen; und wer auf dem felde ist, der kehre nicht um, seine kleider ju holen. Wehe aber den Schwangern und Säu⸗ gern zu der Zeit! Bittet aber, daß eure flucht nicht gescheye im Winter oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine große crübsal sein, als nicht ge⸗ wesen ist von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht wurden verkürit, so würde kein mensch selig; aver um der guserwählten willen werden die Tage verkürjt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hie ist christus, oder: da, so sollt ihr es nicht glauben. Denn es werden falsche christi und falsche propheten aufstehen, und große Zeichen und Wunder tun, daß verführet werden in den Irrtum(wo es möglich wäre) auch die Ruserwählten. Slehe, ich habe es euch juvor gesagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Sieye, er ist in der Wüste, so geyet nicht hinaus; sieyhe, er ist in der Kammer, so glaubet es nicht. Denn gleich wie der Blitz aus⸗ gehet vom Rufgang, und scheinet bis jum niedergang, also wird auch sein die Zukunft des menschen Sohnes. Wo aber ein Ras ist, da sammeln sich die Ndler. CEpistolische Lektion. 1. J0h. 2, 12-209.(Wer den Willen lieben sindlein, ich schreive euch, daß euch die sinden vergeven werden durch seinen namen. Ich schreibe euch Vä⸗ tern; denn ihr Kennet den, der von An⸗ fang ist. Ich schreive euch zünglingen; denn ihr habt den Bösewicht überwun⸗ den. Ich schreibe euch indern; denn ihr kennet den vater. Ich habe euch vätern geschrieven, daß ihr den kennet, der von Anfang ist. Ich habe euch züng⸗ Ungen geschrieben, daß ihr stark seid, und das Wort 6ottes vei euch bleibet, und den Bösewicht überwunden habt. habt nicht lieb die Welt, noch was in der Weit ist. so semand die Weit lieb hat, in dem ist nicht die Lieve des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, näm⸗ lich des fleisches Lust und der Rugen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen sottes tut, der bleibet in Ewigkeit. ginder, es ist die letzte Stunde: und wie ihr gehöret habt, daß der Widerchrist ommt, und nun sind viele Widerchristen worden; daher er⸗ kennen wir, daß die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wo sie von bottes tut, der bleiwet in Ewigkeit.) uns gewesen wären, so wären sie sa vei uns geblieven; aber auf daß sie offenvar würden, daß sie nicht alle von uns sind. Und ihr havt die Salbung von dem, der heilig ist, und wisset alles. Ich habe euch nicht geschrieben, als wüßtet ihr die Wahrheit nicht, sondern ihr wisset sie, und wisset, daß keine cuüge aus der Wahrheit hommt. Wer ist ein lugner, ohne der da leugnet, daß Jesus der christ sei? Das ist der Widerchrist, der den vater und den Sohn leugnet. Uer den Soyn leugnet, der hat auch den vater nicht. Was ihr nun gehöret habt von Anfang, das bleibe vei euch. So vei euch bleibet, was ihr von Anfang gehöret havt, so werdet ihr auch vei dem Sohne und Vater bleiben. Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben. Solches habe ich euch geschrieben von denen, die euch verführen. Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, vleivet vei euch, und vedürfet nicht, daß euch se⸗ mand leyre, sondern wie euch die Sal- vung allerlei ieyret, so ist es wahr, und ist keine uge; und wie sie euch gelehret hat, so bleivet vei demselbigen. Ung nun, Kindlein, vleivet vei ihm, auf daß. 18² wenn er! dighelte Werden u l Slehe, ich unter die Hle Schla Lauben. schen; de Worten v elich geiß wird eut ren umn sie und u nun ubet icht, wie s soll er den, was es nicht, Vaters 6 Würd Aum odl her gen; sih emp ihnen Iui hasset we nes nan wenn er offenbaret wird, daß wir ßreu⸗ digkeit häaben, und nicht zu schanden werden vor ihm in seiner Zukunst. So ihr wisset, daß er gerecht ist, so erkennet auch, daß, wer recht tut, der ist von ihm geboren. Evangelische Lektion. Matth. 10, 16-28.(Wer bis an das Ende beharret, der wird selig.) Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid Klug wie die Schlangen und ohne falsch wie dlie Tauben. hütet euch aber vor den men⸗ schen; denn sie werden euch überant⸗ worten vor ihre Kathäuser, und werden euch geißeln in ihren Schulen. Und man wird euch vor fürsten und FKönige füh⸗ ren um meinetwillen, vum Zeugnisüber sie und über die heiden. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben wer⸗ den, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters seist ist es, der durch euch redet. Es wird aber ein Bruder den andern zum code überantworten, und der Va⸗ ter den Sohn, und die finder werden sich empören wider ihre Eltern, und ihnen jum code helfen. Und müsset ge⸗ hässet werden von sedermann um mei⸗ nes namens willen. Wer aber bis an das Ende beharret, der wird selig. Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieyet in eine andere. Wahrlich, ich sage euch: Jyr werdet die Städte Israels nicht ausrichten, bis des menschen Sohn kommt. Der Jünger ist nicht über seinen meister, noch der necht über den herrn. Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein meister, und der necht wie sein herr. haben sie den hausvater Beelze⸗ bub geheißen, wieviel mehr werden sie seine hausgenossen also heißen! Darum fürchtet euch nicht vor ihnen. Esistnichts verborgen, das nicht offenvar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr höret in das Ohr, das prediget auf den dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Teib töten, und die Seele nicht mögen töten. fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderven mag in die hölle. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. psalm 39.(Wie gar nichts sind alle menschen.) Ich habe mir vorgesetzt: Ich will mich hüten, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge. Ich wüll meinen mund zäumen, weil ich muß den ottlosen so vor mir sehen. Ich bin verstummet und still, und schweige der freuden, und muß mein Leid in mich fressen. mein herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich dran gedenke, werde ich ent⸗ zündet; ich rede mit meiner Zunge. Aber, heErr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Siehe, meine Tage sind einer hand breit bei dir, und mein Leven ist wie nichts vor dir. Ulie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sela. Sie gehen daher wie ein Schemen, und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln, und wissen nicht, wer es Kriegen wird. nun, herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Errette mich von aller meiner Sünde, und laß mich nicht den narren ein Spott werden. Ich will schweigen, und meinen mund nicht auf⸗ tun; du wirst es wohl machen. Wende deine plage von mir; denn ich bin ver⸗ schmachtet von der Strafe deiner hand. Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen, so wirdseineschöneverjehretwie 18³ von motten. Ach, wie gar nichts sind doch alle enschen! Sela. höre mein 6evet, hErr, und vernimm mein Schreien, und schweigenichtüber meinentränenzdenn Lektion aus dem ich bin beides, dein pilgrim und dein Bürger, wie alle meine Väter. LCaß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe denn ich hinfahre, und nicht mehr hie sei. neuen Testamente. 2. hess. 2, 1- 17.(ott wird ihnen kräftige Irrtümer senden.) Aver der Zukunfst halben unsers hẽrrn Jesu christi und unsrer Versammlung zu ihm bitten wir euch, lieben Brüder, daß ihr euch nicht vald vewegen lasset von eurem sinn, noch erschrecken, weder durch õeist, noch durch Wort, noch durch Briefe, als von uns gesandt, daß der Tag christi vorhanden sei. Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise, denn er kommt nicht, es sei denn, daß juvor der Abfall komme und offen⸗ varet werde der mensch der Sünde und das find des Verderbens. Der da ist ein Widerwärtiger, und sich überhebt über alles, das Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzet in den Tempel Gottes als ein ott, und gibt sich vor, er sei 6ott. õedenket ihr nicht daran, daß ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war? Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbaret werde ju seiner Zeit. Denn es reget sich schon bereits die Bosheit heimlich, ohne daß, der es jetzt aufhält, muß hinweg⸗ getan werden. Und alsdann wird der Boshaftige offenbaret werden, welchen der hErr umbringen wird mit dem õeist seines mundes, und wird seiner ein knde machen durch die Erscheinung sei⸗ ner Zukunft, des, welches Zukunst ge⸗ schiehet nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen fräften und Zeichen und Wundern, und mit allerlei Uerführung jur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Lieve jur Wayrheit nicht haben angenommen, daß sie selig würden. Darum wird ihnen Gott kräftige Irr⸗ tümer senden, daß sie glauben der Lüge, auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Cust an der Ungerechtigkeit. Wir aber sollen õott danken allezeit um euch, ge⸗ liebte Brüder von dem herrn, daß euch õott erwählet hat von Anfang zur Selig⸗ keit, in der heiligung des õeistes und im õlauben der Wahrheit, darein ereuch ve⸗ rufen hat durch unser vangelium zum herrlichen igentum unsers hErrn Jesu christi. So stehet nun, lieben Brüder, und haltet an den Satzungen, die ihr ge⸗ lehret seid, es sei durch unser Wort oder Epistel. Er aber, unser herr Jesus chri⸗ stus, und õott und unser Vater, der uns hat geliebet, und gegeben einen ewigen Trost und eine gute hoffnung durch öna⸗ de, der ermahne eure herjen, und starke euch in allerlei Lehre und gutem Werk. 20. Sonntäag nach Trinitatis. Vormsttags. Epistel. 2. cyes. 1, 3— 10.(er wird herrlich erscheinen mit seinen heiligen.) Wir sollen õott danken allezeit um euch, lieben Brüder, wie es billig ist; denn euer õlaube wächset sehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch nimmt ju gegen einander; also daß wir uns euer rühmen unter den õemeinen õottes von eurer seduld und 6lauben in allen euren Verfolgungen und Trübsalen, die ihr duldet; welches anzeigt, daß 6ott recht richten wird, und ihr würdig wer⸗ det zum Reich õottes, ũber welchem ihr auch leidet: nach dem es recht ist bei õott, ju vergelten Trübsal denen, die euch Trübsal anlegen. Cuch aber, die ihr Trübsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der hErr Jesus wird offenvaret werden 18⁴ und dein r. laß ab / ehe denn hie sel. uhunft ge⸗ Ies Satans raften und mitt allerlet el unter daft daß uicht haben 9 würden. afige In mder lüge, lle, Ale der ern habtn „Wit abet m euch, ge⸗ u, Aaß cuc 01rSdlg slesundl elgen 2 SSSSSSSSS vom himmel samt den Engeln seiner sraft und mit feuerflammen, Rache ju geben über die, so oott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Cvangelio unsers herrn Jesu christi; welche werden pein leiden, das ewige Verderben von dem Ange⸗ sicht des herrn und von seiner herr⸗ lichen Macht, wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit seinen heiligen und wunderbar mit allen b6läubigen. denn unser Zeugnis an euch von demselbigen Tage habt ihr ge⸗ glaubet. Evangelium. Matth. 25, 31— 46.(Vor ihm werden versammelt werden alle Völker.) Wenn aber des enschen Sohn kommen wird in seiner herrlichkeit und alle hei⸗ ligen Engel mit ihm, dann wird er sit⸗ zen auf dem Stuhle seiner herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker ver⸗ sammelt werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und wird die Schafe ju seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. Da wird dann der stönig sagen zu denen ju seiner Rech⸗ ten: stommt her, ihr oesegneten meines Uaters, ererbet das Reich, das euch be⸗ reitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränket. Ich bin ein õast gewesen, und ihr habt mich be⸗ herberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich be⸗ suchet. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir kommen. Dann werden ihm die õerechten antworten und sagen: hErr, wann haben wir dich hungrig gesehen, und haben dich gespeiset? oder durstig, und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen 6ast ge⸗ setzen, und beherberget? oder nackend, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen, und sind ju dir Kommen? Und der önig wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: õehet hin von mir, ihr Ver⸗ fluchten, in das ewige feuer, das be⸗ reitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig ge⸗ wesen, und ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein õast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich nicht be⸗ kleidet. Ich bin krank und gefangen ge⸗ wesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: hẽrr, wann haben wir dich ge⸗ sehen hungrig, oder durstig, oder einen bGast, oder nackend, oder krank, oder ge⸗ fangen, und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt Einem unter diesen õe⸗ ringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden in die ewige pein gehen; aber die õerechten in das ewige Leben. Epistolische Lektion. Jak. 5, 7—20.(Seid geduldig bis auf die Zukunft des hérrn.) 5o seid nun geduldig, lieven Brüder, bis auf die Zukunft des heErrn. Siehe, ein Ackermann wartet auf die köstliche frucht der Erde, und ist geduldig dar⸗ über, bis er empfange den orgenregen 18⁵ und Abendregen. Seid ihr auch geduldig und stärket eure herjen; denn die Zu⸗ kunft des herrn ist nahe. Seufjet nicht wider einander, lieven Brüder, auf daß ihr nicht verdammet werdet. Siehe, der Richter ist vor der Tür. Hehmet, meine lieben Brüder, zum Exempel des Leidens und der 6eduld diePropheten, diezueuch geredet haben in dem Namen des ęrrn. Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Die oeduld hiobs habt ihr ge⸗ höret, und das Ende des herrn hãbt ihr gesehen; denn der herr ist vbarmherzig und ein Erbarmer. vor allen Dingen aber, meine Brüder, schwöret nicht, we⸗ der vei dem himmel, noch bei der Erde, noch mit keinem andern ide. Es sei aver euer Wort: Ja, das Ja ist: und: Nein, das nein ist, auf daß ihr nicht in heuchelei fallet. Teidet semand unter euch, der vete; ist jemand gutes Muts, der singe psalmen. Ist semand krank, der rufe zu sich die testen von der semeine, und lasse sie über sich veten, und salben mit olin dem namen des hErrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem stranzen helfen, und der herr wird ihn aufrich · ten; und so er hat Sünden getan, werden sie ihm vergeben sein. Bekenne einer dem andern seine Sünden, und betet für einander, daß ihr gesund werdet. Des Gerechten ebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elias war ein mensch, gleich wie wir; und er betete ein õebet, daß es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. Und er betete abermal, und der himmel gab den Regen, und die rde brachte ihre frucht. cieben Brüder, so jemand unter euch irren würde von der Wahrheit, und semand betehrete ihn, der soll wissen, daß wer den Sünder bekehret hat von dem Irrtum seines Weges, der hat einer Seele vom Tode geyholfen, und wird be⸗ decken die menge der Sünden. Cvangelische Lektion. Cuc. 10, 11-27. Die anvertrauten Zentner.) Da sie nun zuhöreten, sagte er weiter ein öleichnis, darum daß er nahe bei Jeru⸗ salem war, und sie meineten, das Reich Sottes sollte alsobald offenvaretwerden, und sprach: Ein Edler jog sern in ein Land, daß er ein Reich einnähme, und dann wiederkäme. Dieser forderte jehn seiner Enechte, undg gav iyhnen zehn pfund, und sprach zu ihnen: handelt, vis daß ich wiederkomme. Seine Bürger aber waren ihm feind, und schickten Bot⸗ schast nach ihm und liehen ihm sagen: Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche. Und es begab sich, da er wieder⸗ kam, nachdem er das Reich eingenom⸗ men hatte, hieß er dieselvigen senechte fordern, weichen er das seld gegeben hatte, daß er wüßte, was ein seglicher gehandelt hätte. Da trat heriu der erste, und sprach: herr, dein pfund hat jehn pfund erworben. Und er sprach ju ihm: kEi, du frommer fnecht, dieweil du bist im beringsten treu gewesen, sollst du machthaven überjehn Städte. Derandre kam auch, und sprach: herr, dein Pfund hat fünf pfund getragen. Zu dem sprach er auch: Und du sollst sein über fünf Städte. Und der dritte kam, und sprach: herr, siehe da, hie ist dein vPfund, welches ich habe im Schweißtuch behalten; ich fürchtete mich vor dir, denn du bist ein harter mann; du nimmst, das du nicht gelegt hast, und erntest, das du nicht ge⸗ säet hast. Er sprach zu ihm: Nus deinem munde richte ich dich, du Schalk. Wußtest du, daß ich ein harter mann bin, nehme, das ich nicht gelegt have, und ernte, das ich nicht gesäet have; warum hast du denn mein õela nicht in die Wechselbank gegeben? und wenn ich kommen wäre, hätte ich es mit Wucher erfordert. Und er sprach zu denen, die dabei stunden: nehmt das pfund von ihm, und gebt es dem, der jeyn Pfund hat. Und sie spra⸗ chen zu iym: herr, hat erdoch zehnPfund. Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden, von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. Doch sene meine feinde, die nicht wollten, daß ich Uber sie herrschen sollte, vringet her, und er⸗ wiürget sie vor mir! 18⁰⁶ — Or sol Ihr red Hetr.b UWlder e st ums Was ni ten, un bäoth! Veräch M sie DSDSDDDESESSE Nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Maleachi 3, 13-18. Ihr sollt sehen, was für ein Unterschied sei zwischen dem õerechten und Gottlosen.) Ihr redet hart wider mich, spricht der HErr. Sso sprechet ihr:»Was reden wir widler dich?« Damit, daß ihr sagt: Es ist umsonst, daß man Gott dienet; und was nützt es, daß wir sein ebot hal⸗ ten, und hart Leben vor dem hErrn Ze⸗ bäoth führen? Darum preisen wir die Verächter; denn die ottlosen nehmen zu; sie versuchen Gott, und gehet ihnen alles wohl hinaus. Aber die õottesfürch⸗ tigen trösten sich untereinander also: Der herr merket es, und höret es, und ist vor ihm ein Denkzettel geschrieven für die, so den herrn fürchten, und an seinen namen gedenken. Sie sollen, spricht der hẽrr Zebaoth, des Tages, den ich machen will, mein Eigentum sein; und ich will ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schonet, der ihm dienet. Und ihr sollt dagegen wiederum sehen, wãs für ein Unterschied sei zwischen dem Gerechten und sottlosen, und zwischen dem, der õott dienet, und dem, der ihm nicht dienet. Cektion aus dem neuen Testamente. 2. Kor. 9, 6 1(Wer da säet im Segen, der wird auch ernten im Segen.) Ich meine aber das: Wer da kärglich sãet, der wird auch kärglich ernten; und wer da säet im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeglicher nach sei⸗ ner Willkür, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Ge⸗ ber hat Gott liev. Gott aver Kann ma⸗ chen, daß allerlei õnade unter euch reich⸗ lich sei, daß ihr in allen Dingen volle benüge habet, und reich seid ju allerlei guten Werken. Wie geschrieben stehet: „»Er hat ausgestreuet und gegeben den Armen; seine serechtigkeit bleivet in Ewigkeit.« Der aber Samen reicht dem Säemann, der wird se auch das Brot reichen zur Speise, und wird vermehren euren Samen, und wachsen lassen das Gewächs eurer Gerechtigkeit, daß ihr reich seid in allen Dingen mit aller Ein⸗ fältigkeit, welche wirket durch uns Danksagung sotte. Denn die hand⸗ relchung dieser Steuer erfüllet nicht al⸗ lein den mangel der heiligen, sondern ist auch überschwenglich darinnen, daß viele ott danken für diesen unsern treuen Dienst, und preisen sott üUber eurem untertänigen Bekenntnis des Evangelii christi und über eurer ein⸗ fältigen Steuer an sie und an alle, und Uber yrem 6ebet für euch, welche ver⸗ langet nach euch, um der überschweng⸗ lichen önade õottes willen in euch. Gott aber sei Dank für seine unaussprech⸗ liche Gabe. 27. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags. Cpistel. 2. petri 3, 3-14.(Wir warten eines neuen himmels und einer neuen ẽrde.) Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, dlie nach ihren eigenen üsten wandeln, und sagen: Wo ist die Verheißung sei⸗ ner Zukunst? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der freatur gewesen ist. Aber mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der himmel vor Zeiten auch war, daju die Erde aus Wasser, und im Wasser vestanden durch Gottes Wort: dennoch ward zu der Zeit die Welt durch 18⁷ SIIIIEEEEEEEEE dieselbigen mit der Sintflut verdervet. Also auch der himmel jetzund und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie jum feuer veyalten werden am Tage des õerichts und verdammnis der gottlosen menschen. Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieven, daß Ein Tag vor dem herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie Ein Tag. Der herr vernlehet nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Uerjug achten, sondern er hat oeduld mit uns, und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße nehre. Es wird aver des herrn Tag kommen als ein Dieb in der nacht, in welchem die himmel jergehen werden mit großem frachen; die Clemente aber Evang matth. 25. 1-13.(Siehe, Dann wird das himmelreich gleich sein jehn Jungfrauen, die ihre lLampen nah⸗ men, und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen wa⸗ ren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Tampen; aber sie nahmen nicht ol mit sich. Die klugen aver nahmen öl in ihren se⸗ faßen samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verjog, wurden sie alle schläfrig, und entschliefen. Zur Mitter⸗ nacht aber ward ein õeschrei: Slehe, der gräutigam kommt; gehet aus, ym ent⸗ gegen! da stunden diese zungfrauen alle auf, und schmückten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen ju den klu⸗ werden vor hitze jerschmeljen, und die Erde und die Werke, die darinnen sind, werden verbrennen. s8o nun das alles soll jergehen, wie sollt ihr denn ge⸗ schickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet ju der Zukunft des Tages des herrn, in welchem die himmel vom feuer jergehen und die Fle⸗ mente vor hitze jerschmelzen werden? Uir warten aber eines neuen him⸗ mels und einer neuen Erde, nach sei⸗ ner verheißung, in welchen serechtig⸗ keit wohnet. darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollet, so tut fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich im frleden erfunden werdet. elium. der Bräutigam kommt.) gen: õebt uns von eurem öle, denn uns⸗ re Lampen verlöschen. da antworteten die klugen und sprachen; nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; gehet aber hin zu den Krämern, und kaufet für euch selbst. Und da sie hin⸗ gingen, ju kaufen, kam der Bräutigam: und welchebereitwaren, gingen mitihm hinein jur hochzeit; und die Tür ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die an⸗ dern Jungfrauen, und sprachen: herr, herr, tu uns auf! Erantwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich ken⸗ ne euch nicht. Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in wel⸗ cher des menschen Sohn kommen wird. Epistolische Lektion. offenv. J0h. 21, 1-8. Das neue Jerusalem.) Und ich sahe einen neuen himmel und eine neue Erde; denn der erste himmel und die erste Erde verging, und das meer ist nicht meyr. Und ich, Johannes, saye die hellige Stadt, das neue Jeru⸗ salem, von sott aus dem himmel her⸗ abfahren, jubereitet als eine geschmückte Braut ihrem manne. Und hörete eine große sStimme von dem Stuhl, die sprach: Sieye da, eine hütte ottes vei den menschen; und er wird vei ihnen wohnen, ung sie werden sein volk sein, und er selbst, oott mit Iynen, wird ihr ott sein; und õott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen; und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch bGeschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der 188 ans dem! mache alle Schrelbe; haftig un mix: Cs if und das 0 200 will de brunnen a sonst. we lasstt eure eure ichte den Menso ten, wenn Hochjest anhlopf, Ind dle'g hommt, *D und die en sind, às lles enn ge⸗ del und wartet 5 lãges himmel lie kle: verden? him nach sei⸗ erechtig· lieben, ollet, so beflecht sunden SSDSSSSSSSS auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich]alles ererven, und ich werde sein oott mache alles neu. Und er spricht ju mir:sein, und er wird mein Sohn sein. den Schreibe; denn diese Worte sind wahr⸗ haftig und gewiß. Und er sprach ju mir: Es ist geschehen. Ich bin das und das 0, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des levendigen Wassers um⸗ sonst. Wer überwindet, der wird es Verzagten aber und Ungläuvigen ung sreulichen und dotschlägern und hu⸗ rern und Zauberern und Rbgöttischen und allen Tügnern, deren Teil wird sein in dem pfuhl, der mit feuer und Schwesel brennet; welches ist der ang⸗ re Tod. Eväangelische Lektion. Cuc. 12, 35— 46.(Casset eure Lichter vrennen.), Casset eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen; und seid gleich den menschen, die auf ihren herrn war⸗ ten, wenn er aufbrechen wird von der hochieit, auf daß, wenn er kommt, und anklopft, sie ihm bald auftun. Selig find die senechte, die der herr, so er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich aufschürzen; und wird sie zu Tisch setzen, undg vor ihnen gehen und ihnen dienen. Und so er kommt in der andern Wache und in der dritten Wache, und wird es also finden, selig sind diese nechte. Das sollt ihr aber wissen, wenn ein haus⸗ herr wüßte, ju welcher Stunde der Diev käme, so wachte er, und ließe nicht in sein haus brechen. Darum seid syr auch bereit;, denn des menschen Sohn wird kommen jzu der Stunde, da ihr es nicht meinet. petrus aber sprach zu ihm: HErr, sagest du dies oleichnis zu uns, oder auch ju ailen? der herr aber sprach: Wie ein groß Ding ist es um einen treuen und klugen haushalter, welchen der herr setzt über sein öesinde, daß er ihnen ju rechter Zeit lhre 6ebühr gebe! Selig ist der necht, welchen sein herr findet also tun, wenn er kommt. Wahrlich, ich sage euch: Er wird syn üÜber alle seine 6üter setzen. So aber derselbige Enecht in seinem herien sa⸗ gen wird: mein herr verziehet ju Kom⸗ men; und fängt an, iu schlagen fnechte und mägde, auch ju essen und ju trin⸗ ken, und sich voll zu saufen: so wird desselbigen snechts herr kommen an dem Tage, da er sichs nicht versiehet, und ju der Stunde, die er nicht weiß, und wird ihn zerscheitern, und wird iym seinen Lohn geben mit den Un⸗ gläubigen. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Jes. 65, 12— 19.(Uerwerfung und Erwählung.) Wohlan, ich will euch jählen jum Schwert, daß ihr euch alle vücken müsset zur Schlacht, darum daß ich rief, und ihr antwortetet nicht, daß ich redete, und ihr hörtet nicht, sondern tatet, was mir übel gefiel, und erwähltet, das mir nicht geflel. Darum spricht der eErr, herr also: Siehe, meine snechte sollen essen, iyr aber sollt hungern; siehe, mei⸗ ne senechte sollen trinken, iyr aver sollt dürsten; sleye, meine senechte sollen fröhlich sein, iyr aber sollt ju schanden werden; siehe, meine senechte sollen vor gutem mut jauchzen, ihr aber sollt vor Herzeleid schreien und vor Jammer heu⸗ len, und sollt euren Namen lassen mei⸗ nen Ruserwählten jum schwur; und der hẽrr, hẽrr wird dich töten, una sei⸗ ne finechte mit einem andern namen nennen; daß, welcher sich segnen wird auf Erden, der wird sich in dem rechten õott segnen, und welcher schwören wird auf Erden, der wird bei dem rechten hott schwören; denn der vorigen Angst 189 ist vergessen, und sind von meinen Au⸗ gen verborgen. Denn siehe, ich will einen neuen himmel und eine neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken wird, noch zu her⸗ zen nehmen; sondern sie werden sich ewiglich freuen und fröhlich sein über dem, das ich schaffe. Denn siehe, ich will Zerusalem schaffen zur Wonne und ihr Volk zur freude. Und ich will froy⸗ lich sein üver Zerusalem, und mich freu⸗ en über mein Volk; und soll nicht mehr drinnen gehört werden die Stimme des Weinens, noch die Stimme des slagens. Lektion aus dem neuen Testamente. 2. Cim. 4, 1-8. Och habe einen guten RKampf gekämpfet.) Sso beijeuge ich nun vor sott und dem herrn Jesu christo, der da zukünftig ist, zu richten die cevendigen und die To- ten mit seiner erscheinung und mit sei- nem Reich: predige das Wort, halte an, es sei ju rechter Zeit oder zur Unzeit, strafe, drohe, ermayne mit aller oeduld und Lehre. denn es wird eine Zeit sein, da sie die hellsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie ihnen selbst Lehrer aufladlen, nach dem ihnen die Ohren jücken; und werden die ohren von der Wahrheit wenden, und sich zu den fa⸗ vein keyren. du aber sei nüchtern allentyalben, leide dich, tue das Werk eines evangelischen pPredigers, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Ab- scheidens ist voryanden. Ich habe einen guten Rampf gekämpfet, ich habe den Lauf vollendet, ich habe 6lauben ge⸗ halten; hinfort ist mir beigelegt die strone der serechtigkeit, weiche mir der herr an senem Tage, der gerechte Rich⸗ ter, geven wird, nicht mir aber allein, sondern auch allen, die seinerscheinung lieb haben. fest der Darstellung Jesu im Tempel. vormittags. Cpistel. maleachi 3, 1-5.(Bald wird kommen iu seinem Tempel der herr, den ihr suchet.) Sieye, ich will meinen engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. und vald wird Rommen zu seinem Tem⸗ pel der herr, den iyr suchet; und uder Engel des Bundes, des ihr begehret, sie⸗ he, er kommti spricht der herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erlelden mögen? und wer wird beste⸗ hen, wenn er wird erscheinen? denn er ist wie das feuer eines õoldschmieds und wie die Seife der Wäscher. Er wird sitzen, und schmeljen, und das Silber reinigen; er wird die finger Levi rel⸗ nigen und läutern wie õold und Silber. Dann werden sie dem hẽrrn Speisopfer vringen in éerechtigkeit; und wird dem heErrn wohlgefallen das Speisopfer Ju⸗ das und gerusalems wie vorhin und vor langen Jahren. Ung ich will zu euch kommen, und euch strafen, und will ein schneller Zeuge sein wider die Zauverer, Chevrecher und meineiaigen und wider die, so ewalt und Unrecht tun den Ta⸗ gelöhnern, Witwen und Waisen, und den fremdling arücken, und mich nicht fürchten, spricht der herr Zebaoth. Evangelium. Cuc. 2. 22-40. Oieser wira gesetzt ju einem fall und Ruferstehen vieler in Jsrael.) und da die cage iyrer xeinigung nach gen derusalem, auf daß sie iyn darstelie⸗ dem Seseu mosis kamen,/vrachten sie iyn ten dem herrn;(wie denn geschrieven 19⁰ stehet in, lei männt ter bricht heihen nach dem ein paar Lauben. Nerusalem dexselben furchtig, raels, unc Und ihm: —5 eil sehe hrist 5 Anregen“ da die 8 cempel y Wie man hahm er ott, und einen d augesagt delnen he wellekhas Merleuch dleines vo siehe, ich jonne und will fröh· mich freu· nicht mehr imme des Klagens. uuctern das Werk ers richte ich werüt meines Nb habe einen habe den lauben ge. tgelegt 20 che mit ler rechtefith ber allein, scheimung stehet in dem sesetz des hErrn:»Aller⸗ lei männlein, das zum ersten die mut⸗ ter bricht, soll dem herrn geheiliget heißen 6e) und daß sie gäben das Opfer, nach dem gesagt ist im 6esetz des herrn, ein Paar curteltauven oder jwo junge Tauben. Und siehe, ein mensch war zu Jerusalem, mit namen simeon; und derselbe mensch war fromm und gottes⸗ fürchtig, und wartete auf den Trost 78⸗ raels, und der heilige õeist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den yhrist des hęrrn gesehen. Und kam aus Anregen des õeistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pflegt nach dem 6esetz, da nahm er ihn auf seine Arme, und lobete õott, und sprach: hErr, nun lässest du deinen Diener im frieden fahren, wie du gesagt hast, denn meine Rugen haben deinen heiland gesehen, welchen du be⸗ reitet hast vor allen völkern, ein Licht, zu erleuchten die heiden, und jum preis deines volkes Israel. Und sein vater und mutter wunderten sich des, das von Ihm gereclet ward. Und Simeon segnete sie, und sprach zu maria, seiner mutter: Siehe, dieser wird gesetzt ju einem ßall und Nufersteyen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird,(und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen,) auf daß vieler herjen öedanken offenbar werden. Und es war eine pProphetin, hanna, eine Tochter Phanuels, vom 6eschlecht Asser; die War wohl betaget, und hatte gelevt sieben Jahr mit ihrem manne nach ihrer Jungfrauschaft; und war nun eine Wit⸗ we bei vier und achtzig Jahren; die kam nimmer vom kempel, dienete sott mit fasten und Beten Tag und nacht. Dieselbige trat auch hinzu zu derselbi⸗ gen Stunde, und pries den heErrn, und redete von ihm zu allen, die auf die Er- lösung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem besetz des hErrn, kehreten sie wieder in Galiläa zu ihrer Stadt Nazarety. Aber das stind wuchs, und ward stark im Geist, voller Weisheit; und oottes 6nade war bei ihm. Epistolische Lektion. I. Joh. 1, 1— 10. Das Leben ist erschienen.) Das da vonnfang war, das wirgehöret haben, das vir geseyen haben mit un⸗ sern Nugen, das wir beschauet haven, und unsre hände betastet haven, vom Wort des Lebens:(und das Leben ist er; schlenen, und wir haben gesehen und zeugen und verkündigen euch das even, das ewig ist, welches war bei dem vater, und ist uns erschienen) was wir gesehen und gehöret haben, das verkündigen wir euch, auf daß auch ihr mit uns Ge⸗ mieinschaft habet; und unsre semein⸗ schaft sei mit dem Vater und mit seinem Sohne, Jesu christo. Una solches schrei⸗ ben wir euch, auf daß eure freude vollig sei. Und das ist die VDerkündigung, die wir von ihm gehört haben, und euch verkündigen, daß õott ein Licht ist, und 191 in ihm ist keine finsternis. So wir sa⸗ gen, daß wir õemeinschaft mit ihm ha⸗ ven, und wandeln in der finsternis, so lügen wir, und tun nicht die Wahrheit. So wir aber im Lichte wandeln, wie er Im lichte ist, so haben wir oemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu chri- sti, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. So wir sagen wir, haven keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. so wir aber unsre Sünden ve— kennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reini⸗ get uns von aller Untugend. so wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. DEEEEEEE Evangelische Lektion. matth. 21, 33- 45.(Uer auf diesen Stein fälit, der wird jerschellen.) höret ein ander öleichnis: Es war ein hausvater, der pflanzte eineneinberg, und führete einen Zaun darum, und grub eine fielter drinnen, und baute einen turm, und tat ihn den Weingärt⸗ nern aus, und jog über Land. Da nun herbeikam die Zeit der früchte, sandte er seine nechte zu den Weingärtnern, daß sie seine früchte empfingen. Da nahmen die Weingärtner seine fnechte; einen stäupten sie, den andern töteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere fͤnechte, meyr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Darnach sandte er seinen Sohn zu ihnen, und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohne scheuen. Da aber die Weingärtner den Sohn sahen, spra⸗ chen sie untereinander: Das ist der Erbe: kommt, laßt uns ihn töten, und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn, und stießen ihn zum Weinverge hin⸗ aus, und töteten ihn. Wenn nun der herr des Weinvergs kommen wira, was wird er diesen Weingärtnern tun? Sie sprachen ju iym: Er wird die Böͤse⸗ wichter übel umbringen, und seinen Weinverg andern Weingärtnern aus⸗ tun, die ihm die früchte zu rechter Zeit geben. Jesus sprach ju ihnen: habt ihr nie gelesen in der Schrift:»Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum ckstein worden. Von dem hẽrrn ist das geschehen, und es ist wunder⸗ barlich vor unsern Nugen?ꝰe Darum sage ich euch: Das Reich õottes wird von euch genommen und den heiden gegeben werden, die seine früchte vringen. Und wer auf diesen Stein fällt, der wird jer⸗ schellen; auf welchen er aver fällt, den wird er jermalmen. Und da die hohen⸗- priester und Pharisäer seine öleichnisse höreten, vernahmen sie, daß er von ihnen redete. Nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Jesaias 2, 2-5. (Von Zion geht das éesetz aus und das Wort des herrn von Jerusalem.) Es wird jur letzten Zeit der Berg, da des hErrn haus ist, gewiß sein, hoͤher denn alle Berge, und uver alle hügel erhaben werden; und werden alle heiden daju laufen, und viel völker hingehen, und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg des hẽrrn gehen, jum hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird das sesetz aus⸗ gehen, und des hérrn Wort von Jeru- salem. Und er wird richten unter den heiden, und strafen viel Völker. Da werden sie ihre Schwerter ju Pflugscha- ren und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das and- re ein Schwert aufheben, und werden fort nicht mehr kriegen lernen. ommt lyr nun vom hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des heErrn! Lektion aus dem neuen Testamente. 1. Joh. 2, 7 11. Das wahre Licht scheinet jetzt.) Brüder, ich schreibe euch nicht ein neuschreive ich euch, das da wahrhaftig ist Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr bei ihm und bei euch; denn die fin⸗ habt von Anfang gehabt. Das alte oebot sternis ist vergangen, und das wahre ist das Wort, das ihr von Anfang ge⸗Licht scheinet jetzt. Wer dã sagt, er sei höret habt. Wiederum ein neu öebotim Licht, und hasset seinen Bruder, der 10² ist noch bruder I. ist hein selnen bl Tröstet,t bott, ret und pre ein enge geben, fangeni Rhre Sut Prediger Herrn d ame ebe sollen en und g und was Ind Eli gebären. ind i reten, ar — llen.) n nun der nen wira, mern tun Alit bose⸗ ind selnen mern aus rechter Zeit u habt iht Her Steln, haben, det demhétrn wunder⸗ harum sage 0 10 n gege —— Und er wird ler · er fallt, den dle hohen. Gleichniss uß er von SS ist noch in der finsternis. Wer seinen Bruder liebet, der bleibet im Licht, und ist kein Argernis bei ihm. Wer aber seinen Bruder hasset, der ist in der fin⸗ sternis, ung wandelt in der finsternis, und weiß nicht, wo er hingehet; denn die finsternis hat seine Nugen ver⸗ blendet. fest Johannis des Täufers. Vormittags. Epistel. Jes. 40, 1—8.(Eine Stimme eines predigers in der Wüste.) Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Hott; redet mit Jerusalem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Rittersch aft ein Ende hat, denn ihre sissetat ist ver⸗ geben; denn sie hat Zwiefältiges emp⸗ langen von der hand des herrn um alle ihre Sünde. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HhErrn den Weg, machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Tale sollen erhöhet werden, und alle Berge und hügel sollen geniedriget werden, höckericht ist, soll schlicht werden; denn die Herrlichkeit des héerrn soll geoffen⸗ bäret werden, und alles fleisch mitein⸗ ander wird sehen, daß des herrn mund redet. és spricht eine Stimme: bredige! Und er sprach: Was soll ich predigen? Alles fleisch ist heu, und alle seine öüte ist wie eine Blume auf dem felde. Das heu verdorret, die Zlume verwelket; denn des 5errn Geist bläset darein. Ja, das Volk ist das heu. Das heu verdorret, die Blume verwelket; aber das Wort und was ungleich ist, soll eben, und was Evang unsers Gottes bleibet ewiglich. elium. Cuc. 1, 57—80.(Du seindlein wirst vor dem hérrn hergehen.) Und Clisabeth kam ihre Zeit, daß sie gebären sollte; und sie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und 6efreundte hö⸗ reten, daß der hẽrr große Barmherzig⸗ keit an ihr getan hatte, und freueten sich mit Ihyr. Und es begab sich am ach⸗ ten Tage, kamen sie, zu vbeschneiden das seindlein; und hießen ihn, nach seinem vater, Zacharias. Aber seine mutter antwortete und sprach: mit nichten, fondern er soll Johannes heißen. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner freundschast, der also heiße. Und sie winkten seinem Vater, wie er iyn wollte heißen lassen. Und er for⸗ derte ein Täflein, schrieb und sprach: Er heißt Johannes. Und sie verwun⸗ derten sich alle. Und alsbald ward sein mund und seine Zunge aufgetan, und redete und lobte Gott. Und es kam eine furcht über alle Hachbarn; und diese õeschichte ward alle ruchbar alle, die es hörten, nahmen es zu her⸗ zen, und sprachen: Was, meinest du, will auls dem seindlein werden? Denn die hand des hérrn war mit iym. Und sein Vater Zacharias ward des heiligen Geistes voll, weissagte und sprach: Ge⸗ lobet sei der rr, der õott Israels denn er hat besucht und erlöset sein Volk; und hat uns aufgerichtet ein horn des heils in dem hause seines Dieners David, als er vor Zeiten geredet hat durch den mund seiner heiligen Propheten; daß er uns errettete von unsern feinden und von der hand aller, die uns hassen, und die Barmherzigkeit erzeigte unsern Vä⸗ tern, und gedächte an seinen heiligen Bund und an den Eid, den er geschwo⸗ ren hat unserm Vater Abraham; uns zu geben, daß wir, erlöset aus der hand unsrer feinde, ihm dieneten ohne furcht unser Leven lang in heiligkeit und 6e⸗ rechtigkeit, die ihm gefällig ist. Und aufdem ganzen jüdischen Gebirge. Und du, seindlein, wirst ein Prophet des 10³ S SEEEE höchsten heißen; au wirst vor dem herrn hergehen, daß du seinen Weg vereitest, und Erkenntnis des hells ge⸗ best seinem volk, die da ist in Verge⸗ bung ihrer Sünden, durch die herjliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch weiche uns vesucht hat der Nufgang aus der hõhe, auf daß er erscheine denen, die da sitzen in finsternis und Schatten des Todes, und richte unsre füße auf den Weg des friedens. Und das find- lein wuchs, und ward stark im seist; und war in der Wüste, bis daß er solite hervortreten vor das Volk Jsrael. Epistolische Cektion. Jes. 40, 931. Siehe, da ist euer bott.) Zion, du predigerin, steige auf einen hohen Berg; Jerusalem, du predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht, he⸗ ve auf, und fürchte dich nicht; sage den Ställten Judas: Sieye, da ist euer oott! Denn siehe, der herr, herr Bommit ge⸗ waltiglich, und sein Arm wird herr⸗ schen. Slehe, sein cohn ist dei ihm, und seine vergeltung ist vor ihm. er wird seine herde weiden wie ein hirte; er wird die Tümmer in seine Arme sam⸗ meln, und in seinem Busen tragen, und die Schafmütter führen. Wer misset die Wasser mit der faust, und fasset den himmel mit der Spanne, und begreift die Erde mit einem Dreiling, und wiegt die Berge mit einem sewicht und die hügel mit einer Wage? Wer unterrichtet den Geist des héErrn, und welcher Rat⸗ geber unterweiset ihn? Wen fragt er um Rat, der iym Verstand gebe, und lehre iyn den Weg des Rechts, und lehre iyn die Erkenntnis, und unterweise iyn den weg des verstandes? Siehe, die heiden sind geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, und wie ein Scherf⸗ lein, so in der Wage bleibt. Sieye, die Inseln sind wie ein Stäublein. Der Li⸗ vanon wäre zu gering jum feuer, und seine Tiere zu gering jum Brandopfer. Alle heiden sing vor ihm nichts, und wie ein nichtiges und Eitles geachtet. wem wollt ihr denn õott nachbilden? oder was für ein sleichnis wollt ihr iym zurichten? Der meister gießt wohl ein Bild, und der öoldschmied übergol⸗ det es, und macht silverne Ketten dran. desgleichen wer eine arme hebe ver⸗ mag, der wählt ein holj, das nicht fault, und sucht einen klugen meister dazu, der ein Bild fertige, das beständig sei. Wisset ihr nicht? Höret ihr nicht? Ist es euch nicht vormals verkündiget? habt iyhr es nicht verstanden von Anbeginn der Erde? Er sitzt üver dem freis der Erde, und die drauf wohnen, sind wie heuschrecken. Der den himmel ausdey⸗ net wie ein dunnes ßell, und breitet sie aus wie eine hütte, da man innen woh⸗ net; der die fursten zunichte macht, und die Richter auf Erden eitel macht, als hätte ihr Stamm weder Pflanzen noch Samen noch Wuriel in der Erde, das sie, wo ein Wind unter sie wehet, ver⸗ dorren, und sie ein Windwirbel wie Stoppeln wegführet. Wem wollt ihr denn mich nachbilden, dem ich gleich sei? spricht der heilige. hevet eure Nu⸗ gen in die höhe, und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen, und fuyret iyr heer bei der Zahl heraus, der sie alle mit namen rufet? Sein Vermögen und starke graft ist so groß, daß nicht an Einem feyhlen kann. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: mein Weg ist dem heErrn verborgen, und mein Recht gehet vor meinem õott üÜber? Weißt du nicht? hast du nicht gehört? Der herr, der ewige oott, der die Enden der ërde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich. Er givt dem müden frafst und Stärke genug dem Unvermö⸗ genden. Die Knaven werden müde und matt, und die Jünglinge fallen; avber die auf den hẽrrn harren, kriegen neue sraft, daß sie auffahren mit flügeln wie Adler, daß sie laufen, und nicht matt werden, daß sie wandeln, ung nicht müde werden. 19⁴4 * Craber, Zohann Nis gele bruders siegefre roces: Hruders sellte i und nor tete Joh ein fron und ve M plele Und es lallere rer eis — denen, Schatten uße auf as Hinll⸗ m beist⸗ er sollte iel. naig sei. Istes habt nbeginn srels det sind wit ausdeh⸗ eittt sie nen woh acht, ung acht, als Hen noch re, dah SEEEEEEE Evängelische Lektion. Marci 6, 17- 29. Johannis Enthauptung.) Er aber, herodes, hatte ausgesandt, und johannem gegriffen und in das 6efͤng⸗ nis gelegt um herodias willen, seines Bruders Philippi Weib; denn er hatte sie gefreiet. Johannes aver sprach zu he⸗ rodes: Es ist nicht recht, daß du deines Bruders Weib habest. herodias aver stellte ihm nach und wollte ihn töten, und konnte nicht. herodes aber fürch⸗ tete Johannem; denn er wußte, daß er ein frommer und heiliger mann war; und verwahrete ihn, und gehorchte ihm in vielen Sachen, und hörte ihn gern. Und es kam ein gelegener Tag, daß he⸗ rodes auf seinen Jahrestag ein Abend- mahl gab den obersten und hauptleu⸗ ten und Vornehmsten in Galiläa. Da trat hinein die Tochter der herodlias, und tanzte, und gefiel wohl dem hero⸗ des und denen, die am Tische saßen. Da sprach der König zum mägdlein: Bitte von mir, was du willst, ich will dirs geben. Und schwur ihr einen Lid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir geben, bis an die hälfte meines Rö⸗ nigreichs. Sie ging hinaus, und sprach zu ihrer mutter: Was soll ich vitten? Die sprach: Das haupt Johannis, des Täufers. Und sie ging bald hinein mit Eile jum FKönige, bat und sprach: Ich will, daß du mir gebest jetzt sobald auf einer Schüssel das haupt Johannis, des Täufers. Der fönig ward vetrübt; doch um des Eides willen und derer, die am Tische saßen, wollte er sie nicht lassen eine fehlbitte tun. Und vald schickte hin der stönig den henker, und ließ sein haupt herbringen. Der ging hin, und enthaup⸗ tete ihn im Gefängnis, und trug her sein haupt auf einer Schüssel, und gab es dem mägdlein, und das mägdlein gab es ihrer mutter. Und da das seine jünger höreten, kamen sie, und nahmen seinen Leib, und legten ihn in ein õrab. Nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Maleachi 4, 4-6. Och will euch senden den Propheten Clia.) bedlenket des Gesetzes Moses, meines senechts, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge horeb an das ganje Israel samt den seboten und Rechten. Siehe, ich will euch senden den Pro⸗ pheten Elia, ehe denn da komme der große und schreckliche Tag des herrn. Der soll das heri der Väter bekehren zu den Kindern und das herz der Kin⸗ der zu ihren vätern, daß ich nicht kom⸗ me, und das Erdreich mit dem Bann schlage. Cektion aus dem neuen Testamente. 1. Kor. 6, 9— 20.(Preiset Gott an eurem Leibe und in eurem 6eiste.) Wisset ihr nicht, daß dielUngerechtenwer⸗ den das Reich õottes nicht ererven? Laßt euch nicht verführen! Weder die hurer, noch die Abgöttischen, noch die hebre⸗ cher, noch dielbeichlinge, nochdiennaben⸗ schänder, noch die Diebe, noch die õeni⸗ gen, noch die Trunkenbolde, noch die Lästerer, noch die Räuber werden das Reich õottes ererven. Und solche sind eu⸗ rer etliche gewesen; aber ihr seid abge⸗ waschen, ihr seid geheiliget, ihr seid ge⸗ recht worden durch den namen des hẽrrn Jesu und durch den seist unsers Gottes. Ich habe es alles macht; es frommt aber nicht alles. Ich have es alles Macht; es soll mich aver nichts gefangen nehmen. Die Speise dem Bauche, und der Bauch der Speise; aber ott wird diesen und jene hinrichten. Der Leib aber nicht der hurerei, sondern dem hErrn, und der 19⁵ SSDEEEEEEEEE EEESEE hErr dem Leibe. Gott aber hat den hErrn auferwecket, und wird uns auch auferwecken durch seine Kraft. Wisset ihr nicht, daß eure Leiber christi õlie⸗ der sind? Sollte ich nun die 6lieder Christi nehmen, und hurenglieder draus machen? das sei ferne oder wisset ihr nicht, daß wer an der hure hanget, der ist Ein Leiv mit ihr? Denn sie werden (spricht er) ziwei in einem fleische sein. Wer aver dem hErrn anhanget, der ist Ein seist mit iym. fliehet die hurerei. Alle Sünden, die der mensch atut, sind außer seinem Leibe; wer aber huret, der sündiget an seinem eigenen Leibe. oder wisset ihr nicht, dah euer Leib ein Tempel des heiligen seistes ist, der in euch ist, welchen ihr habt von õott, und seid nicht euer selbst? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum so preiset õott an eurem Leibe und in eurem õeiste, welche sind Hottes. fest der heimsuchung Mariä. Vormittags. Epistel. Jes. 11, 15.(Es wira eine Und es wird eine Kute aufgehen von dem Stamm JIsals, und ein Zweig aus seiner Wurzel frucht vringen; auf wel⸗ chem wird ruhyen der Geist des herrn, der seist der Weisheit und des Verstan⸗ des, der õeist des Rats und der Stärke, der õeist der Erkenntnis und der furcht des hrrn. Und sein Riechen wird sein in der furcht des herrn. ẽr wird nicht rich⸗ ten, nach dem seine Nugen sehen, noch kute aufgehen von dem Stamm Isais.) strafen, nach dem seine ohren hören, sondern wirg mit serechtigkeit rich⸗ ten die Armen, und mit 6ericht stra⸗ fen die Clenden im Cande; und wira mit dem Stabe seines mundes die Er⸗ de schlagen, und mit dem odem sei⸗ ner Lippen den Gottlosen töten. 6e⸗ rechtigkeit wird der 6urt seiner Len⸗ den sein, und der 6laube der Gurt seiner lieren. Evangelium. Cuc. 1, 30-50.(Selig bist Marla aber stund auf in den cagen, und ging auf das 6ebirge endelich ju der Stadt Judas, und kam in das haus Zacharias, und grüßte Elisaveth. Und es begab sich, als Elisabeth den õruß Mariã hörte, hüpfte das stind in iyrem Leibe. Und tlisabety ward des heiligen Geistes voll, und rief laut und sprach: ebene⸗ deiet bist du unter den Weibern, und ge⸗ benedeiet ist die frucht deines Leibes. und woher kommt mir das, daß die mutter meines hérrn ju mir ommt? Slehe, da ich die Stimme deines õrußes hörte, hüpfte mit freuden das find in meinem Leive. Und o selig bist du, die du geglaubet hast! denn es wird voll⸗ endet werden, was dir gesagt ist von dem heErrn. Und maria sprach: meine Seele eryevet den hẽrrn, und mein õeist freuet sich sottes, meines heilandes. du, die du geglaubet hast.) Denn er hat die niedrigkeit seiner maga angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir ge⸗ tan, der da mächtig ist, und des Ha⸗ me heilig ist; und seine Barmherzig⸗ keit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übet Ge⸗ waält mit seinem Arm, und zerstreuet, die hoffͤrtig sind in ihres heriens Sinn. Er stößet die sewaltigen vom Stuhl, und eryhebet die niedrigen. Die hung⸗ rigen füllet er mit öütern, und läßt die Reichen leer. Er denket der Barm⸗ herzigkeit, und hilst seinem Diener 75- rael auf, wie er geredet hat unsern vätern, Abraham und seinem samen ewiglich. Und maria blieb vei ihr bei drei monate; darnach kehrte sie wieder⸗ um heim. 90 Ich will Honig, u und ewi ben, und und ewi sehr lobi brechlia Uerke 55 sagen.) lichen se Wunder nen hert hähle get deine ar heit ruh derhett der her sich aller hen, et heiligen nes fon ner oe Math. Daer uo a stunc Aerarau Da spra Rutter hen, un⸗ wortete * Hurerel. ut, sind huret, lelbe. lelb ein Fder in tt, und ihr seid bott an „Welche Iais) horen, eit rich SꝗSSSSSEEE Epistolische Lektion. Psalm 145.(mein mund soll des herrn Lob sagen.) Ich will dich erhöhen, mein Gott, du Rönig, und deinen Hamen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich lo⸗ ben, und deinen Namen rühmen immer und ewiglich. Der herr ist groß und sehr löblich, und seine öröße ist unaus⸗ sprechlich. Kindeskinder werden deine Werke preisen, und von deiner ewalt sagen. Ich will reden von deiner herr⸗ lichen schönen Pracht und von deinen Wundern; dah man solle reden von dei⸗ nen herrlichen Taten, und daß man er⸗ zähle deine herrlichkeit; daß man preise deine große 6üte, und deine öerechtig⸗ keit rühme. önädig und varmherzig ist der hẽrr, geduldig und von großer süte. Der herr ist allen gütig, und erbarmet sich aller seiner Werke. Es sollen dir dan⸗ ken, herr, alle deine Werke, und deine heiligen dich loben, und die Chre dei⸗ nes fönigreichs rühmen, und von dei⸗ ner sewalt reden, daß den menschen⸗ kindern deine oewalt kund werde ung die ehrliche Pracht deines Königreichs. Dein geich ist ein ewiges Reich, und dei⸗ ne herrschaft währet für und für. Der hErr erhält alle, die da fallen, ung richtet auf alle, die niedergeschlagen sind. Aller Nugen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise ju seiner Zeit. Du tust deine hand auf, und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Der herr ist gerecht in allen seinen Uegen, und heilig in allen seinen Wer⸗ ken. Der heErr ist nahe allen, die iyn anrufen, allen, die ihn mit Ernst an⸗ rufen. Er tut, was die Gottesfürch⸗ tigen vegehren, und höret ihr Schrei⸗ en, und hilft ihnen. Der herr behütet alle, die iyn lieven, und wird vertil⸗ gen alle ottlosen. mein mung soll des hérrn Lob sagen, und alles fleisch lobe seinen heiligen namen immer und ewiglich. Evangelische Lenktion. Matth. 12, 46— 50.(Wer den Willen tut meines Vaters im himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und mutter.) Da er noch also zu dem Volk regete, siehe, da stunden seine mutter und seine Brü⸗ der draußen, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine mutter und deine Brüder steyen drau⸗ ßen, und wollen mit dir reden. er ant⸗ wortete aber und sprach ju dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine mutter? und wer sind meine Brüder? Und reckte die hand aus über seine)ünger, und sprach: Slehe da, das ist meine utter und meine Brüder. Denn wer den Willen tut meines Vaters im himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und mutter. nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Psalm 89, 2—22.(Ich habe Davld, meinem snechte, geschworen.) Ich will singen von der önade des hẽrrn ewiglich, und seine Wahrheit verküngi⸗ gen mit meinem munde für und für, und sage also: Daß eine ewige onade wird aufgehen, und au wirst deine Wahrheit treulich halten im himmel. „Ich habe einen Bund gemacht mit mei⸗ nen Auserwählten; ich habe David, meinem senechte, geschworen: Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und dei⸗ nen Stuhl bauen für und für.« Sela. Und die himmel werden, hErr, deine Wunder preisen, und deine Wahrheit in der 6emeine der heiligen. denn wer mag in den Wolken dem herrn gleich gelten, und gleich sein unter den Rindern 10²⁷ der ötter dem herrn? Gott ist fast mächtig in der Versammlung der heili⸗ gen und wunderbarlich über alle, die um ihn sind. herr, ott Zebaoth, wer ist wie du ein mächtiger oott? und deine Wahrheit ist um dich her. Du herrschest üÜber das ungestüme meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erhevben. Du schlägst Kahab zu Tode; du zerstreuest deine feinde mit deinem starken Arm. himmel und erde ist dein; du hast ge⸗ gründetden Erdboden, und wasdrinnen ist. Mitternacht und mittag hast du ge⸗ schaffen; Tyabor und hermon zauchien in deinem namen. Du hast einen ge⸗ waltigen Armz stark ist deine hand, und hoch ist deine kechte. Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls festung, onade und Wayrheit sind vor deinem Ange⸗ sichte.Wohl dem volk, dasjauchjen kann! herr, sie werden imlicht deines Antlitzes waändein; sie werden über deinem na⸗ men täglich fröhlich sein, und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein. Denn du bist der Ruhm ihrer stärke, und durch deine 6nade wirft du unser horn erhöhen. Denn der herr ist unser Schil; und der heilige in Israel ist unser Rönig. Dazu⸗ mal redetest du im sesicht zu deinem heiligen und sprachest:»Ich habe einen held erweckt, der helfen soll, ich hãbe erhöhet einen Nuserwählten aus dem Volk; ich habe gefunden meinen snecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen öle. meine hand soll ihn er⸗ halten, und mein Arm soll ihn stärken. Lektion aus dem neuen Testamente. 2. Joh. 11.(Wer in der Lehre christi bleibet, der hat velde, den Vater und den Sohn.) Und das ist die Lieve, daß wir wandeln nach seinem sebot; das ist das ebot, wie ihr gehöret habt von Anfang, auf daß ihr daselbst innen wandelt. Denn viel verführer sind in die Welt ommen, die nicht bekennen Zesum christum, daß er in das fleisch kommen ist. Dieser ist der verführer und der Widerchrist. Sehet euch vor, daß wir nicht verlieren, was wir erarveitet häaben, sondern vollen Lohn empfangen. Wer über⸗ tritt, und bleibet nicht in der Lehre christi, der hat keinen õott; wer in der Lehre Cyristi vleibet, der hat beide den vater und den Sohn. So jemand zu euch kommt, und bringet diese Leyre nicht, den neymet nicht zu hause, und grüßet ihn auch nicht. Denn wer ihn grüßet, der macht sich teilhaftig seiner vösen Werke. fest der Engel oder sllichaelis. ö Vormittags. Cpistel. vsalm 34. Oer Engel des herrn lagert sich um die her, so ihn fürchten.) Ich will den hErrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem munde sein. meine Seele soll sich rühmen des hErrn, daß die lenden hören, und sich freuen. preiset mit mir den herrn, und lasset uns miteinander seinen namen erhöhen. Da ich den hẽrrn suchte, ant⸗ wortete er mir, und errettete mich aus aller meiner furcht. Welche ihn ansehen und anlaufen, derer Angesicht wird nicht zu schanden. Da dieser lende rief, hörte der herr, und half ihm aus allen seinen nöten. Der Engel des hérrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft iynen aus. Schmecket und sehet, wie freundlich der herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! fürchtet den herrn, ihr seine heiligen! denn die ihn fürchten, haben keinen mangel. Die geichen müssen darven und hungern; aber die den herrn suchen, haben keinen Man⸗ gel an irgend einem sut. sommt her, seinder, höret mir zu; ich will euch die furcht des hérrn lehren. Wer ist, der gut Leben begehrt, und gerne gute Tage hätte? Beyüte deine Zunge vor Bösem, 198 und dein redlen. L luche fri Augen dl ten, ung das Anti Gle, soge Ausrotte kechten) und erre der her Oyre en Zudersef iu gesu, röheste Hind Iuf se, ung Esselgen — m Ange enkann! Antlithes nem nã⸗ n delner maubist ch deine erhöhen. und det g. Dasl⸗ delnem ve einen ich habt aus dem en snecht meluem Hihntr starhen.⸗ aler und her lber⸗ let lehte het in llel hellt slen me hre uich, nd elh grühet, net vosen DDDDDDDEEEEEEEEE und deine Lippen, daß sie nicht falsch reden. Laß vom Bösen, und tue Gutes; suche frieden und jage ihm nach. Die Augen des herrn seyen auf die õerech⸗ ten, und seine Ohren auf ihr Schreien; das Antlitz aber des hérrn stehet über die, so Böses tun, daß er ihr edächtnis ausrotte von der Erde. Wenn die(Ge⸗ rechten) schreien, so höret der hErr, und errettet sie aus aller ihrer not. Der hérr ist nahe vei denen, die zer⸗ brochenes herzens sind, und hilft denen, die jerschlagen 6emüt haben. Der 6e⸗ rechte muß viel leiden; aber der heErr hilft ihm aus dem allen. Er bewahret ihm alle seine 6ebeine, daß derer nicht eins jerbrochen wird. Den Gottlosen wird das Unglück töten, und die den berechten hassen, werden Schuld haben. Der herr erlöset die Seele seiner Enechte, und alle, die auf ihn trauen, werden keine Schuld haben. Cväangelium. Matth. 1 8, 1—1. Ohre Engel im himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im himmel.) Zu derselbigen Stunde traten die Jünger zu Jesu, und sprachen: Wer ist doch der brößeste im himmelreich? Jesus rief ein Rind ju sich, und stellete es mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es seĩ denn, dah ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das himmelreich kommen. Wer sich nun selbst erniedriget wie dies Kind, der ist der õörößeste im himmelreich. Und uwer Ein solches ind aufnimmt in meinem namen, der nimmt mich auf. Uer aber äargert dieser oeringsten Einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein mühlstein an seinen hals ge⸗ hänget, und er ersäaufet würde im meer, lla es am tiefsten ist. Wehe der Welt, der Argernis halben! Es muß ja Argernis kommen; doch wehe dem menschen, Epistolisch durch welchen Argernis kommt! So aber deine hand oder dein fuß dich ärgert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir. Es ist dir vesser, daß du jum Leben lahm oder ein Krüppel eingehest, denn daß du zwo hände und jween ßüße habest, und werdest in das ewige feuer ge⸗ worfen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus, und wirf es von dir. Es ist dir besser, daß du einaugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen ha⸗ best, und werdest in das höllische feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht je⸗ mand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Jyre Engel im him⸗ mel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im himmel. Denn des menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, das verloren ist. e Lektion. Psalm 103.(Cobet den érrn, ihr seine Engel.) Lobe den hérrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen namen! Lobe den herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir õutes getan hat! Der dir alle deine sünde vergibt, und heilet alle dei⸗ ne õebrechen; der dein Leben vom ver⸗ derben erlöset, der dich krönet mit onade und Barmherjigkeit; der deinen mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler. Der hErr schayhset õerech⸗ leiden. eEr hat seine Wege mose wissen lassen, die tinder Israel sein Tun. Barm⸗ herzig und gnädig ist der hẽrr, geduldig und von großer 6üte. Er wird nicht immer hadern, noch ewiglich Zorn hal⸗ ten. Er handelt nicht mituns nach unsern Sünden, und vergilt uns nicht nach unsrer missetat. Denn so hoch der him⸗ mel über der Erde ist, läßt er seine 6nade walten über die, so ihn fürchten. tigkeit und sericht allen, die Unrecht So fern der morgen ist vom Abend, läßt 199 er unsre Ubertretung von uns sein. Wie ich ein Vater über Kinder ervbarmet, so erbarmet sich der hẽrr über die, so ihn fürchten. Denn er kennet, was für ein bemächte wir sind; er gedenket daran, daß wir Staub ind. Ein mensch ist in selnem Leben wie õras, er blühet wie eine Blume auf dem felde; wenn der Wind darüver gehet, so ist sie nimmer da, und ihre Statte kennet sie nicht mehr. Die önade aber des hérrn währet von Ewigkeit ju Cwigkeit über die, so ihn fürchten, und seine serechtigkeit auf Rindeskina, vei denen, die seinen Bung halten, und gedenken an seine ebote, daß sie darnach tun. Der herr hat seinen Stuhl im himmel vereitet, und sein keich herrschet üver alles. Covet den herrn, ihr seine Engel, iyr starken helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, dah man höre die Stimme seines Worts! Lovet den herrn, alle seine heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut! Lobet den herrn, alle seine Werke, an allen orten seiner herrschaft! Lobe den errn, meine Seele! Evangelische Lektion. Cuc. 10, 16— 20.(Freuet euch, daß eure namen im himmel geschrieben sind.) Wer euch höͤret, der höret mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat. Die Siebenzig aber kamen wieder mit freuden, und spra⸗ chen: herr, es sind uns auch die Teufel untertan in deinem Namen. Er sprach aberjuihnen: Ichsahewohldensatanas vom himmel fallen alseinen blitz. Seyet, ich habe euch macht gegeven, zu treten auf Schlangen und SKorpione, und Uber alle õewalt des feindes; und nichts wird euch beschädigen. Doch darinnen freuet euch nicht, daß euch die õeister untertan nd. freuet euch aber, daß eure Lamen im himmel geschrieben sind. nachmittags. Cektion aus dem Alten Testamente. Ppsaim 91.(Er hat seinen Engeln vefohlen üver dir.) UWer unter dem Schirm deshöchsten sitzet, und unter dem Schatten des Allmäch⸗ tigen bleibet, der spricht ju dem hErrn: meine Zuversicht und meine Burg, mein 60tt, auf den ich hoffe. Denn er errettet mich vom Strick des Jägers und von der schädlichen pestilenz. Er wird dich mit seinen fittichen decken, und deine Zu⸗ versicht wird sein unter seinen flügeln. Selne Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschreckhen müssest vor dem 6rauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der bestilenz, die im finstern schleichet, vor der Seuche, die im mittag verderbet. ob tausend fallen zu deiner Seite und zehn tausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust seyen, und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird. Denn der herr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übels begegnen, und keine plage wird zu deiner hütte sich nahen. Denn er hat seinen ngeln vefohlen über dir, daß sie dich vbeyüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf den händen tragen, und du deinen fuß nicht an einen Stein stößest. Auf den Cowen und ottern wirst du gehen, und treten auf den jungen Löowen und Drachen.»Er vegehret mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen namen, darum will ich ihn schützen. er ruft mich an, so will ich ihn erhoren; ich bin bei ihm in der Not, ich will iyn herausreißen, und ju Chren machen; ich will ihn sättigen mit langem 20⁰⁰ ceben, und will ihm zeigen mein Heil. Darnach Schar, w Aus allen hen, vor Lamm, 3 und paly mit groß el dem, oott une stungen sten und en bund beboie, at selnen ein heich hktrn, sden, dle aß man lobtt en, seine lobet an allen nhkrrn, Cektion aus dem Ueẽĩnen Testamente. offenb. Joh. 7, 9— 17.(Die große Schar vor dem Stuhle sottes.) Darnach sahe ich, und siehe, eine große Schar, welche niemand zählen konnte, aus allen heiden und Völkern und Spra⸗ chen, vor dem stuhl stehend und vor dem Llamm, angetan mit weißen fseleidern, und palmen in ihren händen, schrieen mit großer Stimme und sprachen: heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt, unserm Gott und dem Camm! Und alle Engel stunden um den Stuhl und um die Alte⸗ sten und um die vier Tiere, und fielen vor dem Stuhl auf ihr Angesicht, und beteten oott an; und sprachen: Amen, Lob und EChre und Weisheit und Dank und preis und seraft und Stärke sei un⸗ serm Gott von Ewigkeit zu Cwigkeit! amen. Und es antwortete der Altesten einer, und sprach ju mir: Wer sind diese, mit weißen fleidern angetan? und wo⸗ her sind sie kommen? Und ich sprach zu ihm: hErr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die kommen sing aus großer Trübsal, und havben ihre Kleider gewaschen, und haben ihre selei⸗ der helle gemacht im Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Stuhl Gottes, und dienen ihm Tag und nacht in seinem Tempel; und der auf dem Stuhl sitzt, wird über ihnen wohnen. Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine hitze. Denn das Lamm mit⸗ ten im Stuhl wird sie weiden, und leiten zu den levbendigen Wasserbrunnen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Reformationsfest. Vormittags. Epistel. Gal. 5, 1= 15.(Besteyet inder freiheit.) So bestehet nun in der freiheit, damit uns Christus befreiet hat, und laßt euch nicht wiederum in das Knechtische Joch fangen. Siehe, ich baulus sage euch: Wo ihr euch veschneiden laßt, so ist euch christus kein nütze. Ich zeuge abermal einem jeden, der sich beschneiden läßt, daß er noch das ganze õesetz schuldig ist zu tun. Jyr habt christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerechtwerden wollt, und seid von der nade gefallen. Wir aber warten im seist durch den ölauben der Gerechtigkeit, der man hoffen muß. Denn in christo Jesu gilt weder Beschnei⸗ dung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die LCieve tatig ist. Jyr liefet fein. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? Solch Überreden ist nicht von dem, der euch verufen hat. Ein wenig Sauerteig ver⸗ säuert den ganzen deig. Ich versehe mich zu euch in dem herrn, ihr werdet nicht anders gesinnet sein. Wer euch aber irre macht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle. Ich aber, lieven Brüder, so ich die Beschneicung noch predige, warum leide ich denn Verfolgung? Sso hätte das Argernis des Kreujes aufge⸗ höret. Wollte Gott, daß sie auch ausge⸗ rottet würden, die euch verstören! Jyr aber, lieben Brüder, seid zur freiheit berufen; allein sehet zu, daß ihr durch diefresheit dem fleisch nichtRaum gebet, sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn alle 6esetze werden in Einem Wort erfüllet, in dem:»Liebe deinen nächsten als dich selbst.« So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht unter⸗ einander verjehret werdet. Evangelium. psalm 110, 20-52.(Ich rede von deinen Zeugnissen vor sönigen.) Wende von mir den falschen Weg, und gönne mir dein õesetz. Ich habe den Weg der Wahrheit erwählet; deine Rechte habe ich vor mich gestellet. Ich hange an 201 deinen Zeugnissen; herr, laß mich nicht zu schanden werden! Wenn du mein herz tröstest, so laufe ich den Weg deiner Ge⸗ vote. Zeige mir, herr, den Weg deiner Rechte, daß ich sie vewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz, und halte es von ganzem herien. führe mich auf dem Steige deiner 6e⸗ bote; denn ich habe Lust dazu. Ueige mein herz ju deinen Zeugnissen, und nicht jum õeij. Wende meine Rugen ab, daß sie nicht sehen nach unnützer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege. Laß deinen snecht dein õebot festiglich für dein Wort halten, daß ich dich fürch⸗ te. Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine kechte sind lieblich. Siehe, ich begehre deiner Befehle; er⸗ guicke mich mit deiner serechtigkeit. herr, laß mir deine õnade widerfahren, antworten möge meinem lästerer; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und nimm ja nicht von meinem munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. Ich will dein sesetz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wändle fröhlich; denn ich suche deine Befehle. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen, und schäme mich nicht, und habe Lust an deinen evoten, und sind mir liev, und hebe meine hände auf zu deinen õeboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Kechten. edenke deinem snechte an dein Wort, auf wel⸗ ches du mich lässest hoffen. Das ist mein Trost in meinem Elend; denn dein Wort erquicket mich. Die Stolzen haben ihren Spott an mir; dennoch weiche ich nicht von deinem sesetz. hérr, wenn ich ge⸗ denke, wie du von der Welt her gerichtet deine hlülfe nach deinem Wort, daß ich hast, so werde ich getröstet. Cpistolische Lektion. 1. Kor. 3, 11-23.(Einen andern 6rund kann niemand legen.) kinen andern 6rund kann zwar nie⸗ mand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Cyristus. So aber jse⸗ mand auf diesen õrund bauet 6old, Sil⸗ ver, Edelsteine, holz, heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar wer⸗ den; der Tag wird es klar machen denn es wird durchs feuer offenbar werden, und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das feuer bewähren. Wird jeman⸗ des Werk bleiben, das er darauf gebauet hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber semandes Werk verbrennen, so wird er des Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch, als durchs feuer. Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und der õeist õottes in euch wohnet? Sso jemand den Tempel Sottes verderbet, den wird Gott verderben; denn der Tempel Sottes ist heilig; der seid ihr. niemand betrüge sich selbst. Uelcher sich unter euch dünt, weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, daß er möge weise sein. Denn dieserlelt Weisheit ist Torheit vei 6ott. Denn es stehet geschrieben:»die Weisen erhaschet er in ihrer Klugheit.« Und abermal: »Der hErr weiß der Weisen edanken, daß sie eitel sind.«“ Darum rühme sich niemand eines menschen. és ist alles euer: Es sei paulus oder RApollo, es sei sephas oder die Welt, es sei das Leben oder der Tod, es sei das oegenwärtige oder das Zukünftige, alles ist euer, ihr aber seid christi, christus aver ist Gottes. Cvangelische Lektion. matty. 11, 20-30.(Fommt her zu mir alle, die ihr mühselig und veladen seid.) Da fing er an, die Städte zu schelten, in welchen am meisten seiner Taten gesche⸗ hen waren, und hatten sich doch nicht gebessert: Wehe dir, chorazin! wehe dir, Bethsaida! Wären solche Taten ju Tyro und Sidon geschehen, als bei euch ge⸗ schehen sind, sie hätten vor Zeiten im 20² Sack und in der Asche Buße getan. Doch ich sage exträglit denn eu list erh Wirst bis Werden. geschehe sinhef ichsage; Ae ertra lcht den Wortete! Vater un daß du verborg bottistr hilfe in kofenf nlcht, w. und die Gedenge Wort6 er/ denn kt. Und male dds offe auf h halten Und ich e deint ugnissen nicht, en, und sände lib sind, bedenke auf wel ist mein in ort en ihren ich nicht in ich ge⸗ gerichet ich sage euch: Es wird Tyro und Sidon erträglicher ergehen am jüngstensericht denn euch. Und du, apernaum, die du bist erhoben bis an den himmel, du wirst bis in die hölle hinuntergestoßen werden. denn so ju Sodom die Taten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, sie stünde noch heutigesTages. Doch ich sage euch: Es wird der Sodomer Lan; de erträglicher ergehen am jüngsten 6e⸗ richt denn dir. Zu derselbigen Zeit ant⸗ wortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und hérr himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und flugen verborgen hast, und hast es den Un⸗ mündigen offenbaret. Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir. Alle dinge sind mir übergeven von mei⸗ nem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. stommet her zu mir alle, die ihr müh⸗ selig und beladen seid, ich will euch er⸗ quicken. nehmet auf euch mein Joch, und lernet von mir; denn ich bin sanft⸗ mütig und von herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Caͤst ist leicht. Nachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. Psalm 46. Der hérr ist bei ihr drinnen.) ott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine hilfe in den großen UHöten, die uns ge⸗ troffen häben. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Weit unterginge, und die Berge mitten ins meer sännen, wenn gleich dlas meer wütete und walle⸗ te, und von seinem Ungestüm die Berge einflelen. Sela. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drin⸗ nen, darum wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr frühe. Die heiden müssen ver⸗ zägen, und die Königreiche fallen; das Cektion aus dem Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt. Der hErr Zebaothistmituns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela. sommt her, und schauet die Werke des heErrn, der auf Erden solch Zerstören an⸗ richtet; der den Kriegen steuert in aller Welt; der Bogen zerbricht, Spieße jer⸗ schlägt, und Wagen mit feuer ver⸗ brennt. Seid stille, und erkennet, daß ich Gott bin. Ich will Chre einlegen unter den heiden; ich will Chre ein⸗ legen auf Erden. Der hErr Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela. leuen Testamente. kbr. 3, 7-9.(Gedenkt an eure Lehrer.) Gellenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, welcher En⸗ de schauet an, und folget ihrem 6lau⸗ ben nach. Jesus christus gestern und heute, und derselbige auch in Cwig⸗ keit. Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein köstlich Ding, daß das herz fest werde, welches geschiehet durch 6nade. emeinsamer Buß⸗ und Bettäg. Vormittags. Cpistolische Lektion. Böm. 2, 1—11. (Uerächtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Cangmütigkeit?) Darum, o mensch, kannst du dich nicht tet; denn worinnen du einen andern entschuldigen, wer du bist, der da rich⸗ richtest, verdammest du dich selbst; 203 sintemal au even dasselvige tust, das du richtest. Denn wir wissen, daß Gottes Urteil ist recht über die, so solches tun. Denkest du aber, o mensch, der du rich⸗ test die, so solches tun, und tust auch lasselbige, daß du dem Urteil Gottes entrinnen werdest? oder verachtest du den Reichtum seiner 6üte, Seduld und fangmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich ottes Eüte zur Buße leitet? Du aber nach deinem verstockten und un⸗ vußfertigen herjen häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der offenbarung des gerechten serichts Hottes, welcher geben wird einem jeg⸗ lichen nach seinen Werken: nämlich preis und Chre und unvergängliches Wesen denen, die mit eduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Le⸗ ven; aber denen, die da zänkisch sind, und der Wahrheit nicht gehorchen, ge⸗ horchen aver dem Ungerechten, Ungna⸗ de und Zorn; Trübsal und Angst üÜber alle Seelen der menschen, die da Böses tun, vornehmlich der Juden und auch der öriechen; preis aver und Chre und friede allen denen, die da outes tun, vornehmlich den zuden und auch den riechen. denn es ist kein Ansehen der person vor Hott. Cvangelische Lektion. Cuc. 13, 1- 9.(eEr suchte frucht am feigenbaume und fand sie nicht.) Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verzündigten ihm von den Galiläern, weicher Blut pilatus samt ihrem opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: mei⸗ net ihr, daß diese Galiläer vor allen Ga- liläern Sünder gewesen sind, dieweil sie das erlitten haben? Ich sage: Uein; son⸗ dern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der xurm in Siloay fiei und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor allen men⸗ schen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: nein; sondern, so ihr euch nicht vessert, werdet ihr alle auch also um⸗ kommen. Ersagte iynen aver diesséleich⸗ nis: Es hatte einer einen feigenbaum, der war gepflanjt in seinem Weinberge, und kam, und suchte frucht darauf, und fana sie nicht. da sprach er zu dem Wein⸗ gärtner: Siehe, ich bin nun drei Jah- re lang alle Jahre kommen, und habe frucht gesucht auf diesem feigenbaum, und finde sie nicht; haue ihn ab; was hindert er das Landꝰ? Er aber antwortete und sprach zu ihm: herr, laß iyn noch dies Jahr, bis daß ich um Ihn grabe, und vedünge ihn, ov er wollie frucht brin⸗ gen; wo nicht, so haue iyn darnach ab. Uachmittags. Lektion aus dem Alten Testamente. psalm 85.(herr, erzeige uns deine 6nade, und hilf uns) hErr, der du vist vormals gnädig gewe⸗ sen deinem tande, und hast die sefange⸗ nen Jakobs erlöset; der du die missetat vormals vergeben hast deinem Volk, und alle ihre Sünde bedecket, Sela; der du vormals hast allen deinen Zorn auf⸗ geyoben, undg dich gewendet von dem Erimm deines Zorns; tröste uns Gott, unser heiland, und laß ab von deiner 204 Ungnade über uns! Willst du denn ewig⸗ lich über uns zürnen, und deinen Zorn gehen lassen immer für und für? Willst du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dein Volk über dich freuen möge? hErr, erjeige uns deine önade, und hilf uns! Ach, daß ich hören sollte, daß Gott der herr redete, daß er frieden zusagte seinem volk undseinen helligen, aufdaß sie nichtz sa seinef ten, gaß daß büte berechtig Offend. Und er des lebet fristalt, tes ung dasse un mes sin Wwolfert Früchte des Hol der Heit mehr se des Lam seine fn sehen se wird an veine na einer ger senn 60 und sie! W um Zöleich⸗ nbaum, nberge, n habe nbaum, b was worttl Ihn noc abe un cht hu⸗ nac ab. SDDn sie nicht auf eine Torheit geraten! Doch ist jã seine hilfe naye denen, die ihn fürch⸗ ten, daß in unserm Lande chre wohne; daß 6üte und Treue einander begegnen, berechtigkeit und friede sich küssen; daß Treue auf der ërde wachse, und õerechtig⸗ keit vom himmel schaue; daß uns auch der hẽrr õutes tue, damit unser Land sein bewächs gebe; daß öerechtigkeitdennoch vor ihm bleibe, und im Schwange gehe. Lektion aus dem neuen Testamente. Offenb. 22, 1-5; 10-. Siehe, ich komme bald, und mein Cohn mit mir.) Und er jeigte mir einen lautern Strom des lebendigen Wassers, klar wie ein stristall; der ging von dem Stuhl Got⸗ tes und des Lammes. mitten auf ihrer sasse und auf beiden Seiten des Stro⸗ mes stund Holz des Lebens, das trug iwölferlei früchte, und brächte seine früichte alle monate; und die Blätter dles holjes dienten zu der 6esundheit der heiden. Und wird kein Vervanntes mehr sein; und der Stuhl õottes und des Cammes wird darinnen sein; und seine snechte werden ihm dienen, und sehen sein Angesicht; und sein name wird an ihren Stirnen sein. Und wird keine nacht da sein, und nicht bedürfen einer Leuchte oder des Lichts der Sonne; denn Gott der hérr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von wigkeit zu Ewigkeit. Und er spricht zu mir: Uer⸗ siegele nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch; denn die Zeit ist naye. Wer vöse ist, der sei immerhin böse; und wer unrein ist, der sei immerhin unrein; aber wer fromm ist, der sei im⸗ merhin fromm; und wer heilig ist, der sei immerhin heilig. Und siehe, ich kom⸗ me bald, und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden. Ich bin das und das o, der Anfang und das Ende, der rste und der Letzte. Selig sind, die seinesebotehal⸗ ten, auf daß ihre macht sei an dem holz dessebens, und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen sind die hunde und die Zauberer und die hurer und die cotschläger und dienbgöttischen und alle, die lieb haben und tun die Lügen. DDUEEESEEEEE Die Geschichte des Ceidlens, Sterbens und dler Auferstehung unsers herrn und heilandes Jesu Thristi, dus den vier vangelisten zusammengezogen. Erste Abteilung. Das Leiden Jesus am ölberge. Da Jesus und seine Jünger(nach dem srnuß des Osterlamms und der Ein⸗ setzung des heiligen Abendmahls) den Cobgesang gesprochen hatten, ging er hinaus nach seiner 6ewohnheit über uen Bach stidron an den ölberg. é6s folgten ihm aber seine Jünger nach. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir, denn es stehet geschrieven:»Ich werde den hirten schlagen, und die Schafe der herde werden sich jerstreu⸗ en.« Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen in Galiläa. petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr är⸗ gern. Jesus sprach ju ihm: Wahrlich, ich sage dir: heute, in dieser Nacht, ehe denn der hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterven müßte, wollte ich dich nicht verleugnen. Desselbigen gleichen fagten auch alle Jünger. Da kam Jesus mit ihnen zu einem hof, ler hieß ethsemane; da war ein 6ar⸗ ten, darein ging Jesus und seine Jün⸗ ger. Judas aber, der ihn verriet, wußte den ort auch, denn Jesus versammelte sich ost daselbst mit seinen Jüngern. Da sprach Jesus zu ihnen: Setzet euch hie, vis daß ich dorthin gehe, und vete. Und er nahm zu sich Petrum und Jako- vum und Johannem, die zween Söhne Zebedäi, und fing an, ju atrauern, zu uttern und iu jagen und sprach zu Ihnen: meine Seele ist vetrübt bis an den Tod; bleivet hie, wachet mit mir und betet, auf daß ihr nicht in Anfech⸗ tung fallet. Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf, und knieete nie⸗ der, fiel auf sein Angesicht auf die Er⸗ de, und vetete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüberginge; und sprach: Abba, mein vater, es ist dir alles mög⸗ lich; überhebe mich dieses Reichs; doch nicht, was ich will, sondern was du willst. Und er kam ju seinen Jüngern, und fand sie schlafend, und sprach jn Ppetro: Simon, schläfst du? vermöchtest du nicht, Eine Stunde mit mir zu wa⸗ chen? Wachet und vetet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der õeist ist willig, aber das fleisch ist schwach. Zum an⸗ dern mal ging er hin, vetete und sprach: mein Vater, ist es nicht möglich, daß dieser elch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so gescheye dein Wille. Ung er kam und fand sie abermal schlafend, denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm ant⸗ worteten. Und er ließ sie, und ging abermal hin und vetete zum dritten Mal, und redete dieselbigen Worte. Es erschien ihm aber ein Engel vom himmel und stärkte ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es war aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er stund auf vom 6ebet, und Kam zu seinen Jjüngern, und fand sie schla⸗ fen vor Traurigkeit, und sprach zju ih⸗ nen: Ach! wollt ihr nun schlafen ung ruhen? Es ist genug. Sehet, die Stun⸗ de ist kommen und des nenschen Sohn 207 AS wird überantwortet in der Sünder hän⸗ de; steyet auf, und lasset uns gehen! Sie⸗ he, der mich verrät, ist nahe. Betet aber, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Und alsbald, da er noch redete, kam Judas, der Zwölfen einer, da er hatte zu sich genommen die Schar und Diener der hohenpriester und Pharisäer, der Hltesten und Schristgeleyrten, ging vor iynen her, und kam dahin mit ßackeln, lampen, mit Schwertern und mit Stan⸗ gen. Als nun Jesus wußte alles, was ihm vegegnen sollte, ging er hinaus, und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von ma⸗ zareth. Jesus sprach zu ihnen: Ich bins. Judas aber, der ihn verriet, stund auch vei ihnen. Ais nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bins, wichen sie zurück und flelen zu Boden. Da fragte er sie aber⸗ mal: Wen suchet ihr? Sie aber spra⸗ chen: Jesum von nazarety. Jesus ant⸗ wortete: Ich habe es euch gesagt, daß ich es sei; suchet ihr denn mich, so lasset diese geyen. Auf daß das Wort erfuüllet würde, welches er sagte: Zch habe der keinen verloren, die du mir gegeben häst. Der Uerräter aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben, ung gesagt: Welchen ich Küssen werde, der ists; den greifet, und führet iyn gewiß. Und alsobald trat er ju Jesu, iyn zu küssen, und sprach: Gegrüßet seist du, Rabbil und küssete ihn. Zesus aber sprach zu ihm: mein freund, warum vist du Bommen? Judaà, verrätst du des enschen Sohn mit einem Kuß? Da traten sie hinzu, und legten die hände an Jesum, und Daã aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: hErr, sollen wir mit dem Schwert drein⸗ schlagen? Da hatte Simon Petrus ein Schwert, und jog es aus, und schlug nach des hohenpriesters necht, ung hieb ihm sein rechtes ohr ab. Und der knecht hieß malchus. Jesus aber ant⸗ wortete und sprach: Laßt sie doch so fernemachen. Und zu petro: Stecke dein Schwert in die Scheide, denn wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umhommen. oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen Vater vit⸗ ten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf egionen Engel? Wie würde aber dlie Schrift erfüllet? Es muß also ge⸗ schehen. Soll ich den gelch nicht trin; ken, den mir mein vater gegeben hat? Und rührete sein ohr an, und heilete ihn. Zu derstunde sprach Jesus zu denhohen⸗ priestern und hauptleuten des Tempeis und den Altesten, die über ihn ommen waren: JIyr seid als zu einem mörder mit Schwertern und mit Stangen aus⸗ gegangen, mich zu fangen; bin ich doch täglich vei euch gewesen undg habe ge⸗ lehret im Tempel, und ihr habt keine häand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die macht der fin⸗ sternis, auf daß die Schrist erfullet werde. Da verließen ihn alle Jünger, und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Lein⸗ wand gekleidet auf der bloßen haut; und die Jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die Leinwand fahren, und flohe griffen ihn. bloß von ihnen. Zweite Abteilung. Das Leiden Zesu u vor dem geistlichen 6erichte. Die schar aver und der oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Je⸗ sum und vandlen ihn, füyhreten ihn aufs erste zu hannas; der war saiphas Schwäher, welcher des Jahrs hoherprie⸗ ster war, Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es wäre gut, daß Ein mensch würde umgebracht für das Volk. Und sie führten ihn ju dem ho⸗ henpriester Kaiphas, dahin alle hohen⸗ priester und Schriftgelehrten und Al⸗ testen sich versammielt hatten. Simon betrus aber folgte Jesu von fer⸗ ne und ein andrer Jünger bis an den 20⁸ —— Palastat ger was und gin henprie Graußen re Jung hannt w Tuthüte Es hatte ein ohl denn es betrus und wa es hina Aber de seine z sus ant Rerecet gelehre pel, dd und hd det. U ge diee 10 lu l lgen u er aber elner, Hachens dem so Iusantt betweshe aber Mich. gesand Meßol und de uis w Tode h wohl! denn übereh sche ze gehöre will g len ge zr Tag wit gs Nurs der 00 ana r en, was iu ihm: rein rus ein schlug t, und und der er ant· loch so ht dein wer da? rch(lds inest du, ater bit⸗ hr dieln e aber also ge⸗ iht tlin gegeben an, und nhohene Tempelz gommen Worder en au⸗ 1ih doch habe ge palast des hohenpriesters. Derselbe Jun⸗ ger war dem hohenpriester vekannt, und ging mit Jesu hinein in des ho⸗ henpriesters Palast. petrus aber stund draußen vor der Tür. Da ging der and⸗ re Junger, der dem hohenpriester ve⸗ kannt war, hinaus, und redete mit der Türhüterin und führte petrum hinein. Es hätten aber die Enechte und Diener ein Kohlfeuer gemacht mitten im balast, denn es war kalt, und wärmeten sich. petrus aber setzte sich mitten unter sie, und wärmete sich, auf daß er sähe, wo es hinauswollte. Aber der hohepriester fragte Jesum um seine jünger und um seine Lehre. Je⸗ sus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt; ich habe allejeit geleyret in der Schule und in dem Tem· pel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen gere⸗ det. Was fragst du mich darum? fra⸗ ge die darum, die gehöret haven, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, dlesel⸗ bigen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die davei stunden, Jesu einen gackenstreich und sprach: Solltest du dem hohenpriester also antworten? Je⸗ sus antwortete: habe ich übel geredet, so beweise es, daß es Unrecht sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich. Und hannas hatte ihn gebunden gesanat zu dem hohenpriester Raiphas. Die hohenpriester aber und die Hltesten, und der ganze Rat suchten falsch Zeug⸗ nis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brächten, und fanden keins, wie⸗ wohl viel falsche Zeugen herzutraten; denn ihre Zeugnisse stimmeten nicht überein. Zuletzt traten heriu zween fal⸗ sche Zeugen und sprachen: Wir haben gehöret, daß er sagte: Jch Rann und will den Tempel Gottes, der mit hän⸗ den gemacht ist, abvrechen, und in drei⸗ en Tãgen einen andern vauen, der nicht mit händen gemacht ist. Jyr Zeugnis aber stimmete noch nicht üverein. Und der hohepriester stund auf unter sie, und frägte Jesum und sprach: Antwor⸗ S SSSSSSSSSSSEEEEEEEEEEEEEEE 20⁹ test du nichts zu dem, das diese wider dich zeugen? Jesus aber schwieg stille, und antwortete nichts. Da fragte ihn der hohepriester avermal, und sprach iu ihm: Ich beschwöre dich vei dem le⸗ bendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seist Christus, der Sohn des hochge⸗ lobten 6ottes? Jesus sprach: Du sagest es, ich bin es; doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen des menschen Sohn sitzen zur rechten hand der straft, und kommen in den Wolken des him⸗ mels. Da jerriß der hohepriester seine sleider, und sprach: Er hat Gott ge⸗ lästert; was dürfen wir weiter Zeug⸗ nis? Siehe, jetzt havt ihr seine õottes⸗ lãästerung gehört. Was dünket euch? Sie aber verdammten ihn alle und spra⸗ chen: Er ist des Todes schuldig. Die männer aber, die Jesum hielten, ver⸗ spotteten ihn, und speieten aus in sein Angesicht, und schlugen ihn mit fäu⸗ sten. étliche aber verdeckten ihn, und die finechte schlugen ihn ins Angesicht und sprachen: Weissage uns, Cyriste, wer ist es, der dich schlug? Und viel an⸗ dere Lasterung sagten sie wid er ihn. Simon petrus aber war(wie vorhin er⸗ zählt worden) draußen im Palast; da kam des hohenpriesters mägde eine, die Türhũterin, und da sie Petrum un⸗ ter den snechten vei dem feuer sahe, schauete sie ihn an und sprach zu iyni: und du warest auch mit dem Jesu aus Galiläa. Er aber verleugnete vor ihnen allen, und sprach: Weib, ich vins nicht, ich kenne ihn nicht, ich weiß auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den vorhof; und der hahn krähete. Ung als er zur Tür hinausging, sahe ihn nebst der vorigen eine andere magd, die sprachen iu denen, die davei stun⸗ den: Dieser war auch mit dem Jesu von najarety. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jünger einer? Und ein an⸗ derer sprach: Du bist auch der einer. Und er leugnete avermal und sprach: mensch, ich vins nicht, und schwur da⸗ zu: Ich kenne des menschen nicht. Ung über eine kleine Weile bei einer Stunde vekräftigte es ein anderer mit denen, die davei stunden, und sprachen: Wahr⸗ lich, du vist auch der einer, denn du vist ein Galiläer, und deine Sprache verrät dich. Spricht des hohenpriesters senechte einer, ein efreundter des, dem petrus das Ohr abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im Garten bei ihm? Da sing er an, sich ju verfluchen, und zu schwören: Ich kenne den menschen nicht, von dem ihr saget. Und alsbald, da er noch redete, krähete der hahn zum an⸗ dern mal. Und der H5eErr wandte sich um, und sahe petrum an. Da gedachte petrus an das Wort Jesu, das er zu ihm gesagt hatte: Che der hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleug⸗ nen. Und er ging hinaus, und weinete vitterlich. des morgens aver versammelten sich alle hohenpriester, Schristgelehrten ung die Altesten des Volks, dazu der ganze Rat, und hielien einen Rat uber Jesum, daß sie ihn töteten. Und führten ihn hinauf vor ihren Rat und sprachen: Bist du christus? sage es uns. er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihr es nicht; frage ich aber, so antwortet iyr nicht, und laßt mich den⸗ noch nicht los. Darum von nun an wird des menschen Sohn sitzen zur rech⸗ ten hand der frast Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn bottes Ssohn? Er aver sprach zu ihnen: Iyr saget es, denn ich vin es. Sie aber sprachen: Was dürfen wir weiter Zeugnis? Wir haben es selber gehöret aus seinem munde. Dritte Abteilung. Das reiden Jesus vor dem weltlichen Gerichte. und der ganze haufe stund auf, und vanden Jesum, führeten ihn von Kal⸗ phas vor das Richthaus, und überant⸗ worteten ihn dem Landpfleger Pontio Pilato. Und es war noch früh. Da das sah Judas, der ihn verraten halte, daß er verdammt war zum dodle, gereuete es ihn, und brachte wieder die dreißig Silberlinge den hohenpriestern und den Altesten, und sprach: Ich habe übel getan, daß ich unschuldig Blut ver⸗ raten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? da siehe du ju. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhäng⸗ te sich selbst; und ist mitten entiweige⸗ vorsten und sein Eingeweide ausge⸗ schüttet. Nver die hohenpriester nah⸗ men die Silberlinge, und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den sottes⸗ kasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hlelten aber einen Kat, und kauften ei⸗ nen Töpfers-RAcker darum, jum Begräv⸗ nis der pilger. Und es ist kund worden allen, die zu Jerusalem wohnen, also daß derselbige Ncker genannt wird auf ihre Sprache Nkeldama, das ist, ein Blutacker, bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den propheten Jeremias, da er spricht:»Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bejahlet ward der Verkaufte, welchen sie kauften von den seindern Israel, und haben sie gegeben um ei⸗ nen Töpfers-Acker, als mir der herr ve· fohlen hat. Die Juden aber gingen nicht in das Richt⸗ haus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern die ostern essen möchten. Da ging Pilatus ju ihnen heraus, und sprach: Was vringet ihr für eine lage wider diesen menschen? Sie antworte⸗ ten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Ubeltäter, wir hätten dir ihn nicht überantwortet. Da sprach pilatus zu ihnen: So neymet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem sesetz. Da spra⸗ chen die Zuden zu ihm; Wir dürfen nie- mand töten. Ruf daß erfüllet würde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterven würde. Da fingen an die hohenpriester und 21⁰ 65 Altesten chen: Di abwend saaiser zu stus, ein hinein in und frag Zudlen fi Lanapfle das von andre vo kete: Bi lie hohe antwort antwort dleser u ser Dei kämpfe antwort Heich ul latus Iu högi ich bin. ren, une lie Wah Altesten ihn hart zu verklagen und spra⸗ chen: Diesen finden wir, daß er das Volk abwendet, und verbietet, den Schoß dem staiser ju geven, und spricht: Er sei chri⸗ stus, ein Röonig. Da ging pilatus wieder hinein in das Richthaus, und rief Jesum und fragte ihn und sprach: Bist du der Juden ftonig? Jesus aber stund vor dem Landpfleger, und antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben es dir andre von mir gesagt? Pilatus antwor; tete: Bin ich ein Zude? Dein Volk und die hohenpriester haben dich mir über⸗ antwortet, was hast du getan? Jesus antwortete: mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von die⸗ ser Welt, meine Diener würden darob kämpfen, daß ich den Juden nicht über⸗ antwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pi⸗ latus zu ihm: so bist du dennoch ein stönig? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu gebo⸗ ren, und in die Welt ommen, daß ich die Wahrheit jeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Spricht pilatus zu ihm: Was ist Wahr⸗ heit? Und da er das gesagt, ging er wie· der hinaus zu den Juden, und spricht ju ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und die hohenpriester und Altesten be⸗ schuldigten ihn hart, er aber antwortete nichts. Da fragte ihn pilatus avermal und sprach: Antwortest du nichts? hö⸗ rest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf Ein Uort mehr, also daß sich auch der Land⸗ pfleger sehr verwunderte. Sie aber hiel⸗ ten an, und sprachen: Er hat das Volk erreget, damit daß er gelehret hat hin und her im ganzen jüdischen Lande, und hat in Galiläa angefangen bis hieher. Dã aber Pilatus Galilãa hörte, fragte er, ob er aus Galilda wäre? Und als er ver⸗ nahm, daß er unter herodis Obrigkeit gehörte, übersandie er ihn zu herodes, welcher in denselbigen Tagen auch zu Jerusalem war. Da aver herodes Jesum sah, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehöret, und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm seyhen. Und er fragte ihn maͤncherlei, er antwortete ihm aver nichts. Die hohenpriester aber und Schriftgelehrten stunden, und ver⸗ klagten ihn hart. Aber herodes mit sei⸗ nem hofgesinde verachtete und ver⸗ spotlete ihn, legte ihm ein weißes seleid an, und sandte ihn wieder zu pilato. Auf den Tag wurden Pilatus und he⸗ rodes freunde miteinander; denn zuvor waären sie einander feind. Pilatus aber rief die hohenpriester und die obersten und das Volk zusammen, und sprach ju ihnen: Jyr habet diesen nenschen zu mir bracht, als der das Volk abwendet; und siehe, ich habe ihn vor euch verhöret und finde an dem menschen der Sachen keine, die ihr ihn beschuldiget; herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt, und sieyhe, man hat nichts auf ihn bracht, das des Todes wert sei. Darum will ich ihn züchtigen und los⸗ geben. Auf das Osterfest avber mußte der and- pfleger nach õewohnheit dem Volke ei⸗ nen s6efangenen losgeben, welchen sie begehrten. Er hatte aber ju der Zeit ei⸗· nen õefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hieß Barabbas, welcher war um eines Nufruhrs, der in der Stadt ge; schahe, und um eines Mordes willen in das Gefängnis geworfen. Und das Volk ging hinauf, und bat, daß er täte, wie er pflegte. Und da sie versammelt wa⸗; ren, sprach pilatus zu ihnen: Mr habet eine õ6ewohnheit, daß ich euch einen los⸗ gebe auf ostern; welchen wollet ihr, daß ich euch losgebe? Barabbam oder Je⸗ sum, den stönig der Juden, von dem ge⸗ sagt wird: Er sei christus? Denn er wußte wohl, daß ihn die hohenyriester aus ueid überantwortet hatten. Und da er auf dem Richtstuhle saß, schickte sein Weib ju ihm, und ließ ihm sagen: habe du nichts ju schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die hohenpriester und Altesten 21¹ DEEEDEEEENENEEE üÜberredeten und reüßten das Volk, daß sie um Barabbas bitten sollten, und Je- sum umbrächten. da antwortete nun der Candpfleger und sprach iu ihnen: Welchen wollet iyr unter diesen zween, den ich euch soll losgeven? Da schrie der ganze haufe und sprach: hinweg mit diesem, und gib uns Baravvam los. Dã ries pilatus abermal zu ihnen, und wollte Jesum loslassen, und sprach: Was soll ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird: Er sei christus, und den iyhr beschuldiget, er sei ein Kõnig der Juden? Sie schrieen avermal: greuzige, kreuzige iyn Er aver sprach zum aritten mal ju ihnen: Was hat er denn Uvels getanꝛ Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen undl loslassen. Aber sie lagen ihm an mit großem seschrei, und forderten, daß er gekreujigt würde. und ihr und der Hohenpriester õeschrei nahm überhand. Da aber pilatus sah, daß er nichts schaff· te, sondern daß viel ein gröher Getüm⸗ mei ward, gedachte er, dem Volke genug iu tun und urteilte, daß ihre Bitte ge⸗ schähe, nahm Waͤsser, und wusch die hände vor dem Volk, und sprach: Ich vin unschuldig an dem Blute dieses õe- rechten; sehet ihr u! Da antworteie das ganze Volk und sprach: Sein Blut kom⸗ ine über uns und üver unsre finder! Da gab er ihnen Barabbam los, der um Rufruhrs und mords willen war ins õe⸗ fängnis geworfen, um welchen sie va⸗ ten; aber Jesum ließ er geißeln, und überantwortete ihn, daß er gehreufiget würde. Da nahmen die striegsknechte des Land- pflegers Jesum zu sich in das Richtyaus, und riefen zusammen die ganze Schar, und jogen ihn aus, und legten ihm einen Ppurpurmantel an; und flochten eine strone von Dornen, und setzten sie auf sein haupt, und gaben ihm ein Rohr in seine rechte hand, und veugten die Eniee vor ihm, spotteten iyn und sprachen: egrüßet seist du, der Juden sönig! und gaven ihm Backenstreiche, speieten iyn an, und nahmen das Rohr, und schlugen damit sein haupt. Da ging Pilatus wieder heraus, und sprach ju iynen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus, und trug eine Dornen⸗ krone und Purpurkleid. Und er spricht ju ihnen: Seyet, welch ein mensch! Da ihn die hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: freu⸗ zige, Kreujige iyn! Pilatus spricht zu ihnen: nehmet ihr ihn hin, und kreu⸗ ziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haven ein õesetz, und nach dem be⸗ setz soll er sterven denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr und ging wieder hinein in das Richt⸗ haus, und spricht zu Jesu: Von wannen bist qu? Rver Jesus gab ihm keine Ant⸗ wort. Da sprach pilatus ju ihm: Redest au nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich macht have, dich zu Rreusigen, ung macht habe, dich losꝛugeven? Jesus ant⸗ wortete: Du hättesi Keine macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herav gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hats größere Sünde. Von dem an trächiete Pilatus, wie er ihn losließe. die Juden aver schrieen, und sprachen: Lässest du die⸗ sen los, so dist du des Faisers freund nicht; denn wer sich selbst qum gönige macht, der ist wider den saiser. Da pilatus das Wort hörete, führeie er Jesum heraus, und setzte sich auf den Richtstuhl, an der Stätte, die da heißt hochpflaster, auf vräisch aver Gabba⸗ thã. Es war avber der Rüsttag in Ostern, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Zuden: Sehet, das ist euer stönig! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem! kreuzige ihn! Spricht Pllatus zu ihnen: Soll ich euren oͤnig kreuzigen? Die ho⸗ henpriester antworteten: Wir havenkei⸗ nen König denn den saiser. Da üver⸗ antwortete er ihn, daß er gekreuziget würdle. 271²2 — Da nahr (ensier Mantel; nen slel aß fie i sreuh. sanden Ubergin Mon, de Mlezand sie, und ers Jesu Esfolgt Volhs u weinete um zu von Jert sondern eure gi Zeit gon wirq 8 die deite die öril Dann w ben der Aen ül das tut dürren Sswure andrel lan WI die Stät gatha, und sie I trini s nich Und sie aweenh len unt mitten Hullet, aͤter ge ler, ver was si mu ehle ö lleuniget Vierte Abteilung. die Kreujigung und eder dod Jesu. Da nahmen die friegsknechte Jesum, (den sie verspottethatten. zogen ihm den mantel aus, und jogen ihm seine eige⸗ nen fleider an, und führten ihn hin, daß sie iyn Rreuzigten; und er trug sein Kreuz. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen menschen, der vor⸗ überging, von gyrene, mit Namen Si⸗ mon, der vom felde kam, der ein Vater Alexandri und Rufi war; den jwangen sie, und legten das streuz auf ihn, daß ers Jesu nachtrüge. Es folgte ihm aber nach ein großer haufe Volks und Weiber, die klagten und ve⸗ weineten ihn. Jesus aber wändte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht üver mich, sondern weinet übereuch selbst und über eure sinder. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und dlie eiber, die nicht gevoren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben! Dann werden sie anfangen, zu sagen zu den Bergen: fallet über uns! und zu den hügeln: Decket uns! denn so man das tut am grünen holj, was will am dürren werden? Es wurden aver auch hingeführet jween andre lbeltäter, daß sie mit ihm abge⸗ tan würden. Und sie brachten ihn an die Stätte, die da heißt auf Ebräisch Gol⸗ gatha, das ist verdeutschetschädelstätte, und sie gaben ihm myrrhen im Wein zu trinken; und da ers schmeckte, wollte ers nicht trinken. Und sie kreuzigten ihn daselbst und die zween lbeltãter mit ihm, einen zur Rech · ten und einen zur Linken, Jesum aber mitten inne. Da ward die Schrift er⸗ füllet, die da sagt:„r ist unter die Ubel⸗ täter gerechnet.« Jesus aver sprach: Va⸗ ter, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Pilatus aber schrieb einellberschrift, und setzte sie auf das freu oben zu seinem haupt, als die Ursache seines Todes. Es war äber geschrieben: Jesus von aza⸗ reth, der Juden König. Diese Überschrift lasen viel Juden; denn die Stätte war nahe vei der Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Undeswar geschriebenauf ebräische, griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die hohenpriester der Juden zu Pilato: Schreib nicht: Der Juden sönig, sondern daß er gesagt häbe: Ich bin der Juden Rönig. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich ge⸗ schrieben. Und die friegsknechte, da sie Jesum ge⸗ kreuziget hatten, naymen seine Kleider, und machten vier ceile, einem jeglichen sriegsknechteineil, dazu auch den Rock. Der kock aver war ungenähet, von oben an gewirket durch und durch. Da spra⸗ chen sie untereinander: Laßt uns den nichtierteilen, sonderndarum losen, wes er sein soll. Ruf daß erfüllet würde die Schrift, die da sagt:»Sie haven meine sleider unter sich getellet, und haben üÜber meinen Rock das Los geworfen.« Solches taten die striegsknechte. Und sie saßen allda, und hüteten sein. Es war aber um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Und das volk stund, und sah zu. Die aber vorüvergingen, lästerten ihn, und schüttelten ihre Köpfe, und sprachen: Pfui dich, wie fein jerbrichst du Aen Tem⸗ pel, und bauest ihn in dreien Tagen, hilf dir selber! Bist du ottes Sohn, so stei⸗ ge herav vom sereuz! Desgleichen auch diehohenpriester verspottetenihnunter⸗ einander mit den Schristgelehrten und Altesten samt dem Volke, und sprachen: Er hat andern geholfen, und kann ihm selber nicht helfen. Ist er hristus, der sönig von Jsrael, der Nuserwählte sot⸗ tes, so helfe er ihm selber, und steige nun vom streuz, auf daß wirs sehen, und glauven ihm. Er hat 6ott vertraut, der erlöse ihn nun, lüstet es ihn; denn er hat gesagt: Ich bin oottes Sohn. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, 213 traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden sönig, so hilf dir selber. Aber der Übeltäter einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn und sprach: Bist du christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andre, strafte iyn, und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Ver⸗ dammnis vist? Und iwar wir sind billig drinnen, denn wir empfangen, was unsre Taten wert sindz dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und sprach zu Jesur hErr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Zesus sprach zu ihm: Wayrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im paradliese sein. Es stunden aber vei dem sreuze Jesu seine mutter und seiner Mutter Schwe⸗ ster maria, leophas Weib, und maria magdalena. da nun Zesus seine mutter sayhe, und den Zünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, sieye, das ist dein Sohn! Darnach spricht er ju dem Jünger: Siehe, das ist deine mutter! und von Stund an nahm sie der Jünger zu sich. Und von der sechsten Stunde an ward eine finsternis über das ganze Land bis an die neunte Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist: ein Gott, mein sott, warum haͤst du mich ver⸗ lassen? Etliche aver, die dabei stunden, da sie das höreten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elias. Darnach, als Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürstet. Da stund eln õefaß voll Essig, und vald lief einer unter ihnen hin, naym einen schwamm, und füllte iyn mit Essig, und steckte iyn auf ein Rohr von sop, und hielts ihm dar j3um munde, und tränkete ihn, und sprach mit den andern: halt, laß sehen, ob Elias komme und iyhn herabnehme. Da nun Jesus den Essig genommen hat⸗ te, sprach er: Es ist vollbracht. Und aver⸗ mal rief er laut, und sprach: Vater, ich vefeyle meinen seist in deine hände. Und als er das gesagt, neigte er das haupt, und gab seinen öeist auf. Und siehe da, der Vorhang im Tempel jerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus, und die Erde erbebte, und die felsen jerrissen, und die õräber taten sich auf, und stunden auf viel Lelber der heiligen, die da schliefen, ung gingen aus den Gräbern nach seiner Nuferstey⸗ ung, und kamen in die heilige Stadt, und erschienen vlelen. Aber der hauptmann, der dabei stund gegen ihm über, und die bei ihm waren, und vbewahreten Jesum, da sie sahen, daß er mit solchem 6eschrei verschied, und sahen das Erdbeben, und was da geschah, erschraken sie sehr, und priesen õott und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer mensch und 6ottes Sohn gewesen! Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sayhen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust und wandten wleder um. Es stunden aber alle seine verwandten von ferne, und viele Wei⸗ ber, die iym aus Galiläa waren nach⸗ gefolget, unter welchen war maria magdalena und mlaria, des kleinen Ja- kobus und Joses mutter, und Salome, die mutter der Finder Zebedai, und viele andere, die mit ihm gen Jerusalem ge⸗ gangen waren, und hatten ihm gedie⸗ net, und sahen das alles. Dle Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am streuze blieben den Sabbath üver,(denn des⸗ selbigen Sabvaths Tag war groß,) baten sie bilatum, daß ihre Beine gebrochen, und sie avbgenommen würden. Da ka⸗ men die Kriegsknechte, und brachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber ju Jesu kamen, da sie sayen, daß er schon gestorven war, brachen sie iym die Beine nicht, sondern der seriegs⸗ Knechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsvald ging blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es veieuget, und sein Zeugnis 2¹⁴ * ist wah dle Wa glaubet lie Sch. Darnach war, w eln reie Stadt d der wa mer am Sottesy mihrer En J furcht und git mochte Pllatus schon *D ter, Ich haͤude. er ddẽ . Tempel an bis te, und er taten ber der gingen fersteh Stãlt, ei suund waren, sahen, erschied, was d priesen lieser it ls Sohn abel war geschah, vandten lle selne lele Wel⸗ en nach Maria mnen ã⸗ Salome, unlvitle alem ge⸗ n gellle· DEEDD ist wahr; und derselbige weiß, daß erihm kein Bein jerbrechen.« Und aver⸗ die Wahrheit saget, auf daß auch ihr mal spricht eine andre Schrist:»Sie glaubet. Denn solches ist gescheyen, daß (lie Schrist erfüllet würde:»Ihr solli werden sehen, in welchen sie gestochen haben.« fünfte Abteilung. Das Begräbnis Jesu. Darnach am Avend, weil es der Rüsttag war, welcher ist der Vorsabbath, Kam ein reicher mann von Arimathia, der Städt der Juden, mit namen Joseph, der war ein Ratsherr, ein guter from⸗ mer mann, welcher auch auf das Reich Hottes wartete; derhattenichtgewilliget in ihren Kat und handel, denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich, aus furcht vor den Juden. Der wagte es, und ging iu bilato, und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jesu. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon tot war, und rief den haupt⸗ maͤnn, und fragte ihn: ob er längst gestorben wäre? Und als er es erkun⸗ det von dem hauptmann, vefahl er, man sollte Joseph den Leichnam Jesu geben. Und Zoseph kaufte eine Leinwand. é6s kãm aber auch Hikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu kommen war, und vrachte myrrhen und Rloe unterein⸗ ander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu, und wickelten iyn in eine reine Leinwand, und vanden ihn in leinene Tücher mitspezereien, wie ie Juden pflegten ju vegraven. Es war aber an der Stätte, da er gekreuziget wärd, ein arten, und in dem Garten ein neues õrab, das war Josephs, wel⸗ ches er hatte lassen ineinen felsenhauen, in welches niemand je geleget war. da⸗ selbst hin legten sie Jesum um des Rüst⸗ tages willen der Zuden, dieweil der Säbbath anbrach und das õrab nahe war, und wälzeten einen großen Stein vor die Tür des 6rabes, und gingen da⸗ von. Es waren aver allda saria mag⸗ dalena und maria voses und die Weiber, die mit Jesu kommen waren aus Gali⸗ läa, die folgeten nach, setzten sich gegen das 6rab und beschaueten, wohin und wie sein Leib gelegt ward. Sie neyrten aber um, und bereiteten Speserei ung Salben. Und den Sabvath üver waren sie stille nach dem Gesetz. Des andern Tages, der da folgt nach dem küsttage, kamen die hohenpriester und Pharisäer sämtlich zu Pilato, und spra⸗ chen: herr, wir haben gedacht, daß dieser verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum vefiehl, daß man das õrab ver⸗ waäͤhre vis an den dritten Tag, auf daß nicht seine ünger kommen und stehlen ihn, und sagen zum Volke: Er ist auf⸗ erstanden von den Toten; und werde der letztebetrug ärger denndererste. Pilatus sprach ju ihnen: Da habet ihr die hüter; gehet hin und verwahret es, wie ihr wisset. Sie gingen hin, und verwahrten das 6rab mit hütern, und versiegelten den Stein. Sechste Abteilung. Die Auferstehung und himmelfahrt Jesu. Zur Ersparung des Raums ist das in den vangelien hiervon Enthaltene nur dem Inhalte nach angeführt, das Ubrige aber in härmonischer Oranung aus⸗ führlich beigefügt worden. Als die im vorigen Abschnitt benannten an dem ersten Sabbather(d. i. Wochen⸗ gottseligen Weiber und etliche mit ihnen tage) mit dem Anbruch des Tages sich 215 nach dem õrabe Jesu vegaven, um ihn mit den zubereiteten Spejereien ju sal⸗ ben, wird noch vor ihrer Ankunst das Siehe das Cvangelium am 1. Ostertage, Unter ihnen kommt maria magdalena zu dem srabe und siehet, daß der Stein vom Grabe hinweg war. Da läuft sie, kommt zu Simon petro und dem andern Jünger, welchen Jesus lieb hatte, und spricht ju ihnen: Sie haben den hẽrrn weggenommen aus dem õrabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegthaben. Siehe das Evangellum des 1. Ostertages, Unterdessen ging Petrus und der andre Jünger auf die von der maria magda⸗ lena erhaltene nachricht hinaus und kamen jum Grabe. Es liefen aver die jween miteinander, und der andre zünger lief zuvor, schneller denn petrus, und kam am ersten zum Grabe, guchet hinein, und sieyet die veinen gelegt; er ging aber nicht hinein. Da kam Simon petrus iyhm nach, ung ging hinein in das Grab, und sleyet die Leinen gelegt, und das Schweißtuch, das Jesu um das haupt gevunden war, nicht vei die keinen gelegt, sondern beiseits, ein. gewickelt, an einem vesondern Ort; und es nahm ihn wunder, wie das zuginge. Da ging auch der andre zünger hinein, der am ersten zum 6rabe kam; und say, und glaubte es. Denn sie wußten die Schrift noch nicht, daß er von den koten auferstehen müßte. Dda gingen die jünger wieder zusammen. jesus aber, da er auferstanden war früh am ersten Tage der Sabbather, er⸗ schien er am ersten der Maria magda⸗ lena, von welcher er sieben Teufel aus⸗ getrieven hatte. Diese Maria nämlsch (die petro und dem andern Jünger ge⸗ folgt und vei deren Weggehen zurück⸗ geblieven war) stund vor dem Grabe, und weinte draußen. Als sie nun wein⸗ te, guckte sie in das orab, und siehet zween Engel in weißen Kleidern sihen, einen zu den häupten und den andern zu den füßen, da sie den veichnam Zesu 6rab gesu vei seiner Rufersteyung unter einem Erdbeben durch einen Engel jur großen Bestürzung der hüter eröffnet. vergl. mit matth. 28 und. Luc. 24, J. Auch die übrigen Weiber sehen den Stein abgewäljt und geyen hinein in das rab, wo sie den Leib Jesu nicht finden, aver zu verschiedenen malen durch Engel die Versicherung seiner Rufersteyung und den Ruftrag erhalten, solche seinen jüngern ju ver⸗ kündigen. vergl. mit matty. 2s und Luc. 24, 2—I. chen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht juihnen:Sie haben meinenherrn weggenommen, ung ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sag⸗ te, wandte sie sich zurück, und siehetJesum stehen, ung weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Zesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der 6ärtner, und spricht ju ihm: herr, häst du ihn weggetragen, so sage mir, wo häst du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Ma· ria! Da wandte sie sich um, und spricht zu ihm: Rabbunt, das heißet sueister. Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an; denn ich vin noch nicht aufgefahren ju meinem vater. 6ehe aber hin ju meinen Brüdern, und sage ihnen: Jch fahre auf zu meinem Vater und zu eu⸗ rem Vater, zu meinem 6ott und ju eu⸗ rem Gott. Maria magdalena kommt, und verkündiget den Jüngern, die mit iym gewesen waren, die da Leid trugen und weineten: Ich habe den herrn ge⸗ sehen, und solches hat er zu mir gesagt. Und dieselbigen, da sie hörten, daß er lebte und wäre ihr erschienen, glaubten sie nicht. Gleich nach dieser ersten Erscheinung des herrn Jesu geschah die zweite den übrigen Weibern, als sie auf dem We⸗ ge waren, um die Verkündigung der Engel den züngern anzujeigen. Zu wel⸗ cher Zeit auch die hüter des õrabes den hohenpriestern von demjenigen, was hingelegt hatten. Und dieselbigen spra⸗ 216 geschehen war, Nachricht vringen, aber von se Verfälse Werden. Hach a Und am Slehen llenen e 8 Darnad den Jun r offer beieing der da von fa Zebedd SSSSSSSSSEEE von selbigen durch Bestechung zur Jesus offenbarte sich hierauf noch an Uerfälschung der Wahrheit verleitet werden. dem tage seiner Ruserstehung den zween Jüngern, die nach Emmaus gingen. nach dem Evangelio des zweiten ostertages, wo zugleich die nach 1. Kor. 15,5 dem petro besonders geschehene Erscheinung erwähnt wird. Und am Abend desselbigen Tages seinen versammelten Jüngern, Siehe den ersten Teil des Cvangelii am ersten Sonntage nach ostern, vergl. mit Marc. 16, 14, Luc. 24, 36 44. denen er acht Tage darauf im Beisein des Thomas zum andern male erscheinet. Slehe den andern keil des Cvangelii am ersten Sonntage nach ostern. Darnach offenbarte sich Jesus abermals den Jjüngern an dem meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also: Es waren bei einander Simon petrus undThomas, der da heißt Zwilling, und nathanael von Fana aus Galiläa, und die Söhne Zebedläi und andere jween seiner Jün⸗ ger. Spricht Simon petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: 80o wollen wir mit dir ge⸗ hen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsobald, und in derselbigen nacht fingen sie nichts. Da es aber setzt morgen ward, stund Jesus am Ufer; aber die jünger wußten nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: sin⸗ der, habt ihr nichts zu essen? Sie ant⸗ worteten ihm: Uein. Er aber sprach ju ihnen: Werfet das Uetz zur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da war⸗ fen sie, und Konnten es nicht mehr zie⸗ hen vor der menge der fische. Da spricht der Jjünger, welchen Jesus lieb hatte, zu petro: Es ist der hẽrr! Da Simon pPetrus hörte, daß es der hErr war, gürtete er das hemd um sich,(denn er war nak⸗ kend,) und warf sich in das meer. Die andern Jünger aber kamen auf dem Schiffe,(denn sie waren nicht ferne vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen,) und jogen das netz mit den fischen. Als sie nun austraten auf das Land, sa⸗ hen sie Kohlen gelegt und fische drauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Brin⸗ get her von den fischen, die ihr jett ge⸗ fangen habt. Simon petrus stieg hin⸗ ein, und jog das Uetz auf das Land voll großer fische, hundert und drei und funfnig. Und wie wohl ihrer so viele waren, zerriß doch das Uetz nicht. Spricht Jesus ju ihnen: ommit und haltet das mahl. niemand aber unter den Jün⸗ gern durfte ihn fragen: Wer bist du? Denn sie wußten es, daß es der herr war. Da kommt Jesus, und nimmt das Brot, und gibt es ihnen, desselbigen gleichen auch die fische. Das ist nun das dritte mal, daß Jesus offenbaret ist seinen jüngern, nachdem er von den Toten auferstanden ist. Da sie nun das mahl gehalten hatten, spricht Jesus ju Simon petro: Simon Johanna, hast du mich lieber, denn mich diese haven? er spricht zu ihm: Ja, Err, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er ju ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er zum andern mal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, hErr, du weißt, daß ich dich lieb ha⸗ be. Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er jum dritten mal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? petrus ward traurig, daß er zum dritten mal zu ihm sagte: hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb häbe. Spricht Jesus zu ihm: Weicle mei⸗ ne Schafe! Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Da du jünger warest, gürtetest du dich selbst, und wandeltest, wo du hin wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine hände ausstrecken, und ein andrer wird dich gürten, und führen, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber, zu deuten, mit welchem dode er Gott preisen würde. Da er aber das 21⁷ CSE gesagt, spricht er ju ihmefolge mir nach! petrus aber wandte sich um, ung sah den Ninger folgen, welchen Jesus lieb hätte, der auch an seiner Brust am Abendessen gelegen war, und gesagt hatte: HErr, wer ist es, der dich verrät? Da petrus diesen sah, spricht er zu Je⸗ su: HErr, was soll aber dieser? Jesus spricht zu ihm: Sso ich will, daß er blei⸗ be, bis ich homme, was gehet es dich an folge du mir nach! Da ging eine kede aus unter den Brüdern: Dieser Junger stirbt nicht. Und Jesus sprach nicht zu ihm: Er stirbt nicht, sondern: 50 ich wlll, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Diles ist der Junger, der von diesen dingen zeuget, und hat dies geschrieben; und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr⸗ haftig ist. Hierauf erfolgte die ofsenbarung des Crlösers auf einem Berge in Gallläa. Uach matth. 26, vergl. mit dem Cvangellum am himmelfahrtstage. Wohin auch wahrscheinlich die nach 1. Ror. 15, U. C mehr denn fünfhundert Brüdern widerfayrene Erscheinung gehört.— Uach selbiger ist er gesehen wor⸗ den von Jakobo; darnach von allen Aposteln. Slehe die Epistet am 11. Sonntage nach Trinitatis. bel seiner Himmelfahrt. Er führte sie nämlich hinaus bis gen Himmel. Sie aver beteten ihn an, ung Bethanta, und hob die hände auf und Rehrten wieder gen Jerusalem mit gro⸗ segnete sie. Undtes geschah, da er sie seg⸗ nete, schten er von iynen und fuhr gen her Freude, und waren allewege im kempel, priesen und loveten oott. Slehe auch as Evangelium und die Epistel am himmelfahrtstage. Und in Ansehung der dem Paulo nach der vorhin angesogenen Epistel geschehenen sehr mernwürdigen offenbarung Rpostelgesch. Kap. 9. Die Beschreibung von der Zerstörung Jerusalems. Alis das vormals von Gott so außeror⸗ dentlich begnadigte Volk der Juden das Maß seiner gehäuften Sunden durch die Verwerfung und Kreuzigung des unter lynen erschienenen heilandes der Welt erfüllet hatte, so näherte sich dasselbe demsenigen erschrecklichen Strafgerichte mmer merklicher, welches durch die Propheten und den mitleidigen Erlöser selbst mittränen juvorverkündiget war und in der gänzlichen Zerstörung Jeru⸗ salems und des ganjen jliaischen Reichs der Welt ein velehrendes Denkmal vor Augen legte, wie schwer der Zorn Gottes gegen beharrliche Verächter seiner 6na⸗ de, und wie groß insonderheit die Ver⸗ schuldung sei, die dieses unglückliche Volk durch die vergleßung des unschul⸗ digen und heiligen Blutes Jesu christi auf sich geladen. Josephus erzählt verschiedene vor dem Ausbruche dieser oerichte Gotles herge⸗ gängene Zeichen; allein die sicherste und nächste Anjeige davon war wohr das sich in dem jüldischen Reiche im⸗ mer weiter ausbreitende gäniliche Ver⸗ derben. man verliey nun völlig die heiligen Gesetze Gottes, setzte die ganje keligion nur in eine abergläubische Be⸗ obachtung äußerlicher Gebräuche, und überließ sich mit einem frechen Leicht⸗ sinn allen Lastern. Daher nahmen Un⸗ oranungen und Spaltungen in allen Ständen immer mehr überhand; Je⸗ rusalem und das ganje and ward mit Käubern und mördern angeflillt, und die ganze Uation beschleunigte ühren Untergang durch ihre eigene Zerrüttung mehr, als die 6ewalt der Römer. 218 MNese v Christt Aleger, tomlsch lscher n deht dl Hlerln Hette al Ohentit selne u befrled an den kecht g widere ehlstan Landes Florus erusel undote reung Hesen Salthn Florug lchh,so herme Wh Ulelen! Uigem. dem u Aempes ende 0 len sch Halten n her Zelt mn gen ih beträc ansche huihre ast al schen ott on de frelen, alt r Machte Tlscun, eph e Henhrs *D Dieser sprach naern: bls ich Des ist Dingen u; und wahr⸗ ug des aa. . zunert Wok⸗ m, und ehemen IIs. ot demi Diese beherrschten seit den Zeiten Jesu christi das jüdische Land durch Land- pfleger, welche durch oeiz und härte das römische Joch den Zuden noch unerträg⸗ licher machten. Gessius florus, der ju- letzt diese Stelle verwaltete, übertraf hlerin alle seine Vorgänger. Er beför⸗ derte alle Unordnungen, auch selbst die öffentlichen Käubereien, wenn er nur seine unersättliche 6ewinnsucht dabei vefrledigen konnte; vergriff sich sogar an dem Schatz des Tempels, und war recht geflissen, das Volk immer mehr wider die Kömer aufjubringen. hieraus entstanden in mehreren egenden des Candes sehr blutige Empörungen, und florus ließ selbst bei einem Rufstande in Jerusalem über 3000 Zuden erschlagen und viele der Angesehensten geißeln und kreuzigen. ie Juden suchten zwar in dlesen Bedrängnissen bei dem syrischen Stätthalter Cestius Gallus hülfe; allein florus wußte nicht nur solche ju verei⸗ teln, sondern auch die Unruhen also ju vermehren, daß endlich Cestius genötigt ward, mit einem heere anzurücken. Nach vielen Verwüstungen drang er mit sel⸗ bigem in Jerusalem, schloß die Juden in dem innern deile der Stadt und dem Tempel ein, und würde dem seriege ein Ende gemacht haben, wenn nicht die Ju; den schwereren Gerichten wären aufbe⸗ halten gewesen. So aver verleitete flo⸗ rus den cestius durch List und Verräterei zur Verzögerung, die Juden gewannen Zeit zur 6egenwehr und nötigten sogar den syrischen Statthalter mit einem seyr beträchtlichen Verlust zum Abjuge. dieser anscheinende vortell vermehrte ihnen zu ihrem Unglück den ut. Die damals fast allgemeine Erwartung eines irdi⸗ schen Erretters und mächtigen Beherr⸗ schers stärkte syre eitle hoffnung, sich von der Beherrschung der Römer ju be⸗ frelen, und der serteg wider selbige ward mit großer hefilgkeit beschlossen. man machte daju überall die stärksten Zu⸗ rüstungen, wählte in Jerusalem den Jo⸗ sepy, einen Sohn õortions, nebst dem Ho⸗ henprlester Nnanus, in Jdumaa den E le- ajar und in Galiläa Josephum, einen sehr verständigen und tapfern mann, der diese õeschichte hinterlassen hat, ju Anführern und fing die feindseligkeiten in verschiedenen 6egenden, doch mey⸗ renteils mit sehr großem verlust, an; wie denn allein vor der Stadt Ascalon über 18000 Zuden ihr eben einbüßten. Die Christen hingegen waren der War⸗ nung ihres hellandes eingedenn, und setzten sich durch ihre flucht in die be⸗ nachbarte Stadt Pella in Sicherheit. Als der römische ftaiser Nero diesen all⸗ gemeinen Aufstand der jüdischen Hation erfuhr, trug er dem Vespastanus, einem sehr erfahrenen ßelaherrn, den srieg wider die Juden auf, der nebst seinem Sohne, dem Titus, mit einem zahlreichen heere den Anfang desselben in Gallläa mächte. Josephus hatte daselbst 1Jooo00 mann versammelt, allein der Schrecken zerstreuete solche sogleich bei der An⸗ kunst der Römer, und Josephus ward genötigt, mit dem kest seiner Truppen sich in die festung Jotapata ju werfen, welche nach einer tapfern Verteidigung erobert und 40000 Juden dabet erschla⸗ gen wurden. Josephus gerlet selbst in die efangenschaft der Römer; erhielt aber durch die fürsprache des Titus, und weil er dem Vespasian die künftige 6e⸗ langung jur kaiserlichen Würde vorher⸗ sagte, sein Leben und nach der Erfüllung dieser seiner Vermutung auch die ßrei⸗ heit. Vespasian bemächtigte sich gar vald des ganzen Galiläa, wobei vlele Tausen⸗ de erschlagen oder als Leibeigene ver⸗ kauft oder sonst in eine elende Sklaverei geführt wurden. In Jerusalem und denübrigen öegenden ddes üdischen Landes häufte sich gleich⸗ falls Rufruhr und Elend. Die bartei derer, die auf den rieg drangen, ver⸗ Übte gegen diesenigen, die jum frieden rleten, die äußersten ewalttätigkeiten. mit iynen verband sich unter der An⸗ führung des Cleazar eine andre Art von RKäubern, die Zeloten oder Eiferer ge⸗ nannt wurden, weil sie unter dem vorgeben eines besondern Esfers für 21⁰ IHAISISSSSE Religion und freiheit die gröͤßten õrau⸗ samkeiten vegingen; und Plünderung und mord breiteten sich allenthalben aus. Der hohepriester Ananus suchte in Jerusalem dieser vösen Rotte Finhalt zu tunz als aber Johannes von õiscala, ein sehr berüchtigter Bösewicht, nach Jeru⸗ salem kam, und die Zeloten daselbst auf seine Seite brachte, auch 20000 Jdumäer in die Stadt zog, so ward die Partei des unanus überwältigt, und dieser hohe⸗ priester, den Josephus als einen der vesten männer der damaligen Zeit ve⸗ schreibt, nebst 12000 der vorneymsten kinwohner getötet. vespasianus eroberte in dem folgenden Jahre unter vielem Blutvergießen die um Jerusalem liegenden festen örter und näherte sich darauf dieser haupt⸗ stadt des jüdischen Tandes. Sein heer verlangte, daß er solche, bei der darin herrschenden Uneinigteit, unverzüglich angreifen möchte; allein der römische feldherr hielt ratsamer, einem Volke, das sich selbst aufrieb, und welches oott, wie er sagte, in die hände der Römer geben würge, zur eigenen Beforderung seines Unterganges längern Raum ju lassen. Der cod des nero und die darauf jolgenden öfteren Veränderungen mit dem römischen Kaisertum verzögerten die Belagerung noch weiter; und als Vespasian selbst zum faiser erwähit ward, vegab er sich nach Rom, und über⸗ ließ die fortsetzung des frieges dem Litus. die durch die unerhörten orausamkei⸗ ten des Johannes und der Zeloten äu⸗ ßerst veängstigten ELinwohner in Jeru⸗ salem hatten in dieser Zeit ein neues heer von Räubern unter einem Anführer na⸗ mens Simon in die Stadt gelassen, um durch e von jenen Ungeheuern vefreit zu werden; allein diese abermalige ver⸗ blendung vergrößerte nur ihr Clend. Denn dieser Simon, der vereits in Idu⸗ mäa dlie fürchterlichsten VDerwüstungen angerichtet, üvertraf annoch den Johan⸗ nes an Grausamkeit und Blutbegierde, zwang denseiben, sich in den Tempel zu⸗ rückzuziehen, und da auch dessen Partei sich trennte, und ein Teil derselben un⸗ ter dem ECleazar den innern Tempel ve⸗ häuptete, so vekriegten diese drei räu⸗ bverischen haufen sich untereinander auf das heftigste, opferten eine große men⸗ ge der Einwohner ihrer Wut auf, ver⸗ darben durch Raub und Brand den in der Stadt befindlichen vorrat der Lebens⸗ mittel, und legten dadurch den Erund zu der bald nachher erfolgenden er⸗ schrecklichen hungersnot. Bei einer solchen Verfassung rückte Titus im sievenzigsten Jahre nach Christi Ge⸗ burt im Anfange des Rprils mit seinem wohlgerüsteten heere und in Begleitung des Josephus vor die Stadt Jerusalem. Selbige war mit einer dreifachen sehr starken mauer und vielen Türmen ver⸗ sehyen und faßte, außer dem seyr be⸗ festigten Tempel, die Burg Antonia und andre feste Schlösser in sich. Die feler des osterfestes hatte auch damals eine un⸗ gewöhnliche menge Zuden in derselben versammelt, wodurch sowohl die hun⸗ gersnot desto geschwinder vermehrt, als auch der auf der ganzen Nation ruhende Fluch um so deutlicher offenbar wurde. Bei dem Anfange der Belagerung ver⸗ einigten sich zwar die drei aufrühre⸗ rischen Rotten zum tapfern Widerstande gegen die Römer, fügten ihnen durch heftige Rusfälle vielen Schaden zu, und setzten bei einem derselben selbst den Titus in die ãußerste õefahr. Allein jene vereinigung dauerte nicht lange. J0- hannes überwälligte durch List und oe. walt die Partei des Eleaar, und vemäch⸗ tigte sich unter vielem blutvergießen des ganzen Tempels. Die Verteidigung der Stadt war also zwischen ihm und dem Simon geteilet, die aber gleichfalls nicht aufhörten, sich untereinander zu vekriegen, sobald nur die Römer ihnen elnige Ruhe ließen. nachdem ditus den Juden vergeblich den frleden hatte anbieten lassen, ward die belagerung mit großem kifer sortge⸗ setzt und gegen das Ende des Aprils dlie erste mauer und fünf Tage nachher die 22⁰0 andre e Juden Ugten, u tägigen mliederla Uenige! auf die He nad genbesin durch d mahnen aune sey Tranenf doch alle worten! Vielegi fluchtit solche, den Sch ached keit des der Röm senge! kreufigt uletht a mangelt ger Andl wohnere tus mit; hatten. samheit leicht di strafung ten ube Geses, mn rnu alle Sa Leben Aeseng sie erhla mit unt ie llebe en partei ben un⸗ mpel be· Arei tãu- mder auf he Men Iuf, ver· dden in xlebens nötung nden er⸗ chit Itus hristi be it seinen eglestun erusalem chen seht men ver⸗ andre eingenommen, und obwohl die Juden sich der letztern wieder bemäch⸗ tigten, ward solche doch nach einer drei⸗ tägigen Bestürmung mit einer großen niederlage der Juden völlig behauptet. Wenige Tage nachher ward der Angriff auf die Burg Antonia gerichtet. Titus ließ nach seiner gütigen und mitleidi⸗ gen Gesinnung die Belagerten avermals durch den Josephus jur Übergabe er⸗ mahnen; allein ob dieser gleich durch eine seyr nachdrückliche Rede und mit Tränen sie ju bewegen suchte, so wurden doch alle vorstellungen nur mitschimpf⸗ worten und sogar mit Pfeilen erwidert. Uiele Einwohner suchten indes durch die flucht ihre rrettung und erhielten auch solche, wenn sie der Wachsamkeit und den Schwertern der Besatzung zu ent⸗ gehen vermochten, durch die Gelindig- keit des Titus. Die aber in die hände der Römer fielen, wurden in so großer menge in dem Angesichte der Stadt ge⸗ Kreuzigt, daß nach Josephi Nusdruck es zuletzt an Raum und Holi zu streuzen mangelte. Ein gewiß sehr merkwürdi⸗ ger Anblick vor einer Stadt, deren Ein⸗ wohner die freuzigung christi dem pila⸗ tus mit der größten Wut abgedrungen hatten. Titus ließ inzwischen diese orau⸗ samkeit ju, um zu versuchen, ob viel⸗ leicht die furcht vor einer gleichen Be⸗ strafung die hartnäckigkeit der Belager⸗ ten überwinden möchte. Aber sowenig dlieses, als die vereits sehr zunehmende hungersnot, noch auch die wiedlerholten Warnungen des römischen ßeldherrn, die Stadt, den Tempel und ihr eigenes Leben zu retten, vermochten etwas bei diesen gänzlich Verstockten auszurichten; sie erklärten vielmehr dem tkitus selbst mit untermengter Verschmähung, daß sie lieber sterben, als sich ergeven woll⸗ ten, und beriefen sich dabei frech auf den Schutz Gottes, dessen Verächter sie doch waren. Die fortsetzung ihrer verzweiflungsvol⸗ len õegenwehr nötigte endlich den Titus, die Stadt mit einer auer völlig einzu⸗ schlleßen. hierdurch ward dasjenige 221 aufs genaueste erfüllet, wie christus vorher geweissaget, und die erschrec⸗ liche hungersnot nebst allem damit ver⸗ bundenen äußersten ELlend nahm nun völlig üverhand. Nusgezehrte menschen suchten bei Tausenden vergevlich ihre Erhaltung. Die vewaffneten Räuber fle⸗ len in die hãuser, vemächtigten sich aller nahrungsmittel, und quälten mit den entsetzlichsten Martern alle und jede, auf welche nur der Verdacht einiger Ver⸗ vergung fiel. Die Eltern rissen ihren sindern, und diese ihren Eltern und be⸗ schwistern den letzten Bissen aus dem munde. Viele, die diesem Jammer durch die flucht zu den Römern zu entrinnen suchten, wurden von den Soldaten in der Vermutung, daß sie õold verschlun⸗ gen, lebendig aufgeschnitten. man such⸗ te durch die unnatürlichsten mittel die Stillung des hungers, und eine be⸗ mittelte mutter, die durch diese plage zur äußersten Verzweiflung gebracht war, schlachtete und kochte ihr eigenes scind und vot, da sie einen Teil dessel; ben verzehret, den grausamen striegs⸗ knechten die andere hälfte dar. Alle Straßen waren mit Leichen vedeckt, ung das Sterben war so häufig, daß vom 14. April bis zum I. Julius 115 880 Lei- chen zu einem Tore hinausgebracht ung 600 Ooo über die Mauer geworfen wur⸗ den. Titus ward durch diese erschreck⸗ lichen Umstände ãußerst gerührt und be⸗ zeugte mit gen himmel gehobenen hän⸗ den, daß er an diesen unnatürlichen Grausamkeiten unschuldig sei, und sol⸗ che unerhörte 6reuel unter den Trüm⸗ mern der Stadt vbegraben werden müßten. achdem die Burg Antonia unter vielem Blutvergießen erobert und völlig nie⸗ dergerissen war, mußte nun auch der sowohl durch seine Lage als die starksten Mauern ausnehmend feste Tempel an⸗ gegriffen werden, zu welcher Zeit denn auch das tägliche Opfer in demselben aufhörte. Titus, der für dieses herr⸗ liche Gebäude und für den Gottesdienst der Juden eine bewunderungswürdige Chrerbietung äußerte, ließ sich dessen er⸗ haltung mit der äußersten Sorgfalt an- gelegen sein, und ermüdete nicht, sowohl in eigener person als durch den Jo- sephus, den Johannes mit seinem gott⸗ losen haufen durch wiederholte rüh⸗ rende Vorstellungen zu vewegen, daß sie durch ihren fortgesetzten frevel das heiligtum 6ottes nicht entweihen, viel· mehr durch eine endliche Übergabe es dem Untergange entreißen möchten, versprach ihnen auch dlie ungestörte fortsetzung iyres Gottesdienstes. Allein lliese Bösewichter verschmähten dieses alles, besetzten die Tore des Tempels mit Kriegsmaschinen und machten den- selben durch Raub und Blutvergie⸗ ßen nach christi Worten nun völlig zur mördergrube. Daher sah sich Titus endlich genötigt, die äußerste bewalt zu gebrauchen, und nach verschiede⸗ nen abgeschlagenen Stürmen an die Tore desselben feuer legen zu lassen, welches denn alle vedeckten õänge um den Tempel ergriff. Er gab iwar so- gleich den Befeyl, das feuer zu löschen, um das noch unversehrte hauptgebäude des Tempels zu erhalten, aver keine menschliche Vorsicht vermochte den Rat- schluß Gottes zu verhindern. Ein hef⸗ tiger Rusfall der Juden zog das befecht in die nähe des Tempels, und ein ro⸗ mischer Soldat warf aus eigenem An⸗ triebe, oder vielmehr von einer höhern hand geleitet, einen feurigen Brand in ein fenster der an den Tempel ge⸗ bauten Zimmer. Sogleich breitete sich das feuer in diesem nevengebäude aus. Titus eilte alsbald den Brand ju löschen, aber seine Befehle wurden nicht ver⸗ nommen. Die römischen Legionen dran⸗ gen wütend auf den Tempel zu, unter⸗ hielten die immer weiter um sich grei⸗ fenden flammen, und erfüllten alles mit glut und Leichen. Titus begab sich mit einigen seiner heerführer selbst in dencempel, besah dessen heiligtum und die darin befindlichen õeräte und fand, daß die Pracht alle Hachrichten davon sten Bemühungen, dieses Innere des Tempels zu retten, aver vergeblich; der ganje Tempel ward, wie Josephus be⸗ merkt, an eben dem cage, da der erste von den Babyloniern verbrannt wor⸗ den, durch dieflammen völlig veriehrt. Ein allgemeiner Rauv und die vlutigste niederlage verbreitete sich ohne einiges Verschonen in dem ganzen Raum des Tempels. Die römischen Soldaten pflanz⸗ ten an das östliche Tor desselben ihre Kriegesjeichen, brachten daselbst ihre heidnischen opfer, und riefen den Titus als Sieger aus. Eine Aniahl Priester, so auf der mauer des Tempels ihre Sicher⸗ heit gesucht, lehte vergeblich um ihr Le⸗ ven; Titus antwortete, die Zeit der Begna⸗ digung sei geendet, undsiemußten nun⸗ mehr mit ihrem Tempel umkommen. die Aufrührer hatten sich inzwischen mit gewaffneter hand den Weg aus dem Tempel geöffnet und verlangten eine Unterredung mit dem Titus. Die⸗ ser erbot sich, ihnen das Leben zu schen⸗ ken, wenn sie sogleich die Waffen nie⸗ leriegen und sich ergeven würden; als sie sich aber dessen, unter der vor⸗ schützung eines Eides, weigerten und einen freien Abzug verlangten, versag⸗ te er ihnen alle õnade, übergab die un⸗ tere Stadt der plünderung und dem feuer, und griff den noch übrigen ceil derselben an, in welchen sich die sämt⸗ lichen Aufrührer unter dem Simon und zohannes geiogen hatten. Sobald die römischen maschinen auch hier die mau⸗ er durchbrochen, üverfiel diese hart⸗ näckigen die mutloseste Verwirrung. Voll furcht und Schrecken verließen sie die von ihnen besetzien sehr festen Tür⸗ me, versuchten vergeblich durch die rö⸗ mischen verschanzungen zu entnkommen und verbargen sich endlich in unter⸗ irdische höhlen. Die Römer bemächtig⸗ ten sich also auch der ganjen oberen Städt, plünderten selbige und zndeten sie nach der entsetzlichsten niederlage unter den Einwohnern mit feuer an. Dieses geschah am 8. September des weit überträfe. Er erneuerte die eifrig⸗ Jahres 70 nach Christi õeburt. 2²22 Als Ti Staädt heit ih derte, bestän Beistan dlie ud gettleh mensch gen solt bleich noch ü botet. d den Iu gen be Schauf bestim wurde dem g net 70 der ge IIoooo die son Ue klore lahl au üne h. S ihren nere des hlich⸗— phus be· — erste unt wor verzehrt. blutioste e einige? aum des enpslani⸗ lben ihre ebst ihre den ditu xilstet, so Als Titus in die nun völlig eroberte Stadt ging und die ungemeine festig· keit ihrer mauern und Türme vewun⸗ derte, vrach er in dieses ihm rühmliche Geständnis aus: Wir haben mit sottes Beistand ftrieg geführt; es ist Gott, der dlie Juden aus diesen festungen heraus⸗ getrieben hat, denn was würden menschliche hände und maschinen ge⸗ gen solche Türme vermögen? Gleich nach der Croverung wurden die noch übrigen Rufrührer sämtlich ge⸗ tötet. Die ansehnlichsten Jünglinge wur⸗ den zum criumphe des citus, die übri⸗ gen Gefangenen aber zu den römischen Schauspielen oder zu schweren Arbeiten vestimmt; die, so unter 17 Jahren, wurden verkauft. Die Zahl aller in dem ganjen griege 6efangenen rech⸗ net Josephus auf 97oο und der in der Belagerung Uumgekommenen auf 1100000, außer der großen menge, die sonst in diesem sriege ihr Leven verloren, und macht jene große An⸗ jahl aus der unter dem cestius berech⸗ neten Zahl der osterlämmer begreif⸗ lich. Simon und Johannes gerieten aus ihren hoͤhlen auch endlich in die hände der Römer. Sie wurden gleichfalls jum Triumph des tditus aufbehalten und nach selbigem der erste zum code, der andre aber zeitlebens jum 6efängnis verurteilt. Die sämtlichen Üverbieibsel der Städt, außer dreien Türmen und einem deil der Mauer, wurden auf Titi Befehl dem Era⸗ boden gleich gemacht. Jerusalem wurde also nach Christi Weissagung völlig ge⸗ schleift. Wie nun diese merkwürdige Geschichte nebst der ganz sonderbaren Erhaltung der jüdischen nation vei ihrer großen Zerstreuung die söttlichkeit der Lehre Jesu ausnehmend bestätigt, so muß ei⸗ nem jeden, der solche bekennet, bei ei⸗ ner mitleidigen Erwägung dieser õe⸗ richte oottes jene Warnung des Apostels stets wichtig bleiben: Sei nicht stolz, sondern fürchte dich. hat Gott der na⸗ türlichen zweige nicht verschonet, daß er vlelleicht dein auch nicht verschone. Dar⸗ um schaue die 6üte und den Ernst 6ottes: Den Ernst an denen, die ge⸗ fallen sind; die üte aver an dir, so- fern du an der 6üte bleibest, sonst wirst du auch abgehauen werden. daß die weit übe ronung des Baupt⸗ Gottesdienstes an Sonnu SSSEEENENERERNRERR 1. Eingang. Der sottesdienst veginnt mit dem sesange des Introitus oder einem Eingangsliede. seides schließt mit: Chre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Cwigkeit zu Ewigkeit. Amen. 2. surĩe. Pastor: herre Gott, 6emeinde: —4—— 1— bler. E. 1 r⸗- bar- me dich! er bar⸗me dlich! pPastor: christe, 6emeinde: I 1* N oder er bar- me dich! er bar-me dich! Pastor: hérre Gott, 6emeinde: I I + ů—y..u r er ⸗ bar⸗ me dlich! er ⸗bar me dich ü⸗ber uns! 1 Hhauptoottesdlenst EEE 3. Gloria. pastor: chre sei õott in der hoͤhe chor oder oemeinde: —.—. 12 + 1—— 1—— 1— —3——— 4 und frie lle auf Er den und — N —.. rT —— II den Men schen ein Wohl g9e fal„len! En festtagen: Uir loben dich, wir benedleien dich, wir beten dich an, wir preisen dich, wir sagen dir Dank um deiner gro⸗ ßen herrlichkeit willen, herr bott, himnilischer König, all⸗ mächtiger Vater! herr, ein. geborener Sohn, Jesus Christus! heErr Gott, du Lamm Hottes, Sohn des vaters, der du die Sünde der Welt trägst, ervarme dich unser! Der dũ die Sünde dler Welt trägst, nimm an unser denn du allein bist heilig, du allein bist der hErr, du allein bist der Allerhöchste, Zesus Chri⸗ stus, mit deim heiligen beiste in dler herrlichneit öottes des baters. Amen.) 6emeinde: Allein cott in der höh sei Ehr und Dank für seine nade, darum daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schädle. Ein Wohl⸗ gefalln Gott an uns hat; nun ist groß fried ohn Unterlaß, all desDalers. Ewnnme Aich uaseres 4. Gruß. pastor: Der herr sei mit euch 6emeinde: — S.„—— und mit dlei nem Geist! Pastor vetet at; nun uiß l Geist! haupt-öottesdienst A 5.(lie Rollekte. 6emeinde: ——— ,,— ————— I N oder + 1 H 45 men. N men. Pastor verliest b. ie Epistel 05 wenn über die Epistel gepredigt wird, dlie epistolische Lektion des Tages. chor odler semeinde: I I N 2 hal ⸗le-lu⸗-ja! hal-le-lu-⸗ja! hal⸗-le lu ⸗ ja! 7. Hemeindetied. pPastor verliest 8. das CVangelium oder, wenn über das Evangelium gepredigt wird, dlie evangelische Lektion des Tages. chor odler 6emeinde: 1 E +* 1 I SIBI —— Cob edir, ehrt ie: 9. Glaubensbekenntnis: Pastor spricht das Rpostolische laubensbekenntnis: Ich glaube an Gott den Vater, vom heiligen õeist, geboren von den Allmächtigen, Schöpfer der Jungfrau maria, gelitten himmels und der Erde. Ichunter pontio pilato, gekreuziget, glaube an Jesum cChristum, gestorben und begraben, nieder⸗ Gottes eingeborenen Sohn, un⸗gefahren zur Hölle, am dritten sern heErrn, der empfangen ist Tage auferstanden von den N N WH —— N men Toten, aufgefahren gen himmel, sitzend zur Kechten Gottes, des nen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. HI Ich glaube an den heiligen 6eist, 1 oder das nicänische allmächtigen Gott, den Uäter, 1 Alies, das sichtbar und unsicht⸗ 6 var ist. Und an einen einĩigen herrn, Jesum Christum, Sotkes einigen * Gott, licht von Licht, wahr⸗ N haftiger õott vom w ahrhaftigen Gott, gevoren, nicht geschaffen, Wn mit llem vater in einerleiWesen, WIi durch welchen Alles geschaffen WNWt ist. welcher um uns menschen und um unsrer Seligkeit willen N vom himmel komnien ist, und leibhäftig worden durch den heiligen õeist von der Jungfrau Maria und mensch worden, auch für uns gekreuziget unter Pontio bilato, gelitten und begraben, und am dritten Tage äufer⸗ 6emeinde: vor dler ganzen Ielt, ott von alimächtigen Vaters, von dan⸗g stehung des fleisches und ein Ich glaube an einen einigen,Ist Schöpfer himmels und der Erde, Sohn, der vom Vater geboren ist eine heilige christliche seirche, die oemeine der Heiligen, Ver⸗ ebung der Sünden, Aufer⸗ ewiges Leben. Glaubensbekenntnis: tanden nach der Schrift, und ist aufgefahren gen himmel, sitzet zur Rechten des Daters, und wird wiedlerkommen mit herrlich⸗ keit, zu richten die Lebendigen und die Toten, des Reich kein Endle haben wird. Und an den herrn, den hei⸗ ligen Geist, der da lebendlig macht, der vom vater und dem Sohn ausgehet, der mit lem Pater und dem Sohn jugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat. Und eine einige, heilige, christ liche, apostolische seirche. Ich bekenne eine einige Taufe zur Uergebung der Sünden und waärte auf die Nuferstehung der Toten und ein Leben der zu⸗ künftigen Welt. N men. tcottesdienst EIEI 13. Gebet, entweder: oder: Das allgemeine kirchengebet. die Abkündigungen und der Die Danksagungen u. fürbitten. friedenswunsch. vater lnser. Gemeindelied. die Abkündigungen und der firchengebet vor dem Altar. friedenswunsch. Vater Unser. Gemeindelied. 14. Abendmahlsfeier. 6emeindelied ogder sesang des Kirchenchors: Schaffe in mir, õott, ein reinesnicht von deinem Angesicht und herz und gib mir einen neuen nimm dleinen heiligen Geist gewissen Geist, verwirf mich nicht von mir. Während des Gesanges treten die Abendmahlsgäste vor den Altar. Pastor: Der herr sei mit euch 6emeinde: ·.— I SPSPSPSSISISSISISISIIIIIII....... und mit lei nem 6ei-ste! Pastor: Empor die herzen! 6emeinde: . SSIIJI— H PPP.I.—————————— lbir ha⸗ ben sie bei dem her-ren. bastor: Dank sagen lasset uns dem herren, unserm Gott. 6emeinde: W + 1 I—1— N 3— I + + I—— .————— I— I E.—— 1— WEI.— ür ⸗dig ist das und ist recht. EEEEE Pastor: Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam ists, daß wir dlir, heiliger hErr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, allezeit und überall Dank sagen durch Chri⸗ stum, unsern herren, durch welchen deine majestät loben die Engel, anbeten die herrschaften, 6emeinde: fürchten die mächte, die himmel und aller himmel sräfte samt den seligen Seraphim mit ein⸗ helligem Jubel preisen. mit ihnen laß auch unsre Stimmen uns vereinen und anbetend zu dlir sprechen: ++ I I EE + +— hei lig, hei-lig, hei- lig ist Gott, der herr I + EEZZE.— 2 ze-ba- oth. Al-le lan- de sind sei ner ch=-re 1 Y I I I— voll. h0 si —* 1* E— E+ + 6e- lo-bet sei, der da kommt im na⸗- men des — E +7— I I— — + 1— I—.—— 1...— hErrn! ho si an ⸗- na in der 56-he! Paästor liest die vermahnung: meine õeliebten in demerrn. der soll jwei dinge tun: er soll Wer da würdig will essen und glauben, was Christus sagt, und trinken dies heilige Sakrament, tun, was er gebeut. Er sagt: 6 WE Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird, das ist mein Blut, dlãs für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches sollet ihr glauben. Er gebeut aber: lehmet hin, esset, und trinket alle daraus und ge⸗ dlenket meiner. Solches sollet ihr tun nach seiner nade Wort und Befehl. Daß uns aber der allmächtige 6ott und barm⸗ herzige Vater seinen heiligen seist reichlich mitteilen wolle, duf daß wir durch desselbigen 6nade uns dieser zweier Stücke von 6rund des herjens be⸗ fleißigen mögen und also das heilige Sakrament würdiglich empfahen zur Stärkung unseres schiwachen laubens und besse⸗ rung unseres sündlichen Lebens: so wollen wir ihn darum an⸗ rufen und in dem Namen christi beten von õrund des herzens ein andächtiges Vater Unser. Uater unser, der du bist im himmel, geheiliget werde dein llame, zu uns komme dein Reich, dein Wille geschehe wie im himmel auch auf der Erde, unser täglich Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, als wir vergeben unsern Schuldi⸗ gern, und führe uns nicht in bersuchung, sondern erlöse uns von dem IIbel. 6emeinde: —— N I II *——— 1 N 2 men.“) Pastor: Unser herr Jesus Christus, in der lacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brachs und gabs seinen Jün⸗ gern und sprach: nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solchs tut zu meinem 6edächtnis. Desgleichen nahm er auch den stelch nach dem Abendmahl, dankte, gab ihn und sprach: Trinket alle daraus, dieser ftelch ist das Ueue Testament in mei⸗ nem blut, das für euch vergossen V wird zur Vergebung der Sün⸗ den. Solchs tut, so oft ihrs trinket, zu meinem Gellächtnis. Darnach erfolgt die Rusteilung mit den Worten: imm hin und iß, das ist der Ceib christi, der für dich gegeben ist. Der stärke und erhälte dich zum ewigen Leben! Amen. limm hin und trink, das ist dlas Blut dles leuen Testaments, dlas für deine Sünde vergossen ist. Das stärke und erhalte dich zum ewigen Leben! Amen. Vs kann auch vom chor oder von der oemeinde die Doxologie gesungen erden. 7 hauptoontesdienst E 15. Schluß. pastor: Danket dem herrn, denn er ist freundlich. halleluja! 6emeinde: PP........... —*———.———— Und sei ne 6ü⸗ te wäh ret e· — 1 1— —— 1 1— I ½ —.‚— I— + 1— + 14 1— 1 1 I— 1 wig ⸗ lich. hal le lus he jd! bastor vetet die Kollekte: Uir danken dir, allmächtiger gedeihen lassest zu starkem 6lau⸗ hErr ott, daß du uns durch ben gegen dlich und zu brün⸗ diese heilsame Gabe hast er⸗stiger Liebe unter uns allen, quicket, und bitten deine Barm⸗ um Jesu christi, unseres herrn, herzigkeit, daß du uns solches wilien. 6emeinde: +. +— .— 1 I N *— + II ùV— 2————— ——p N 2 1 men pastor erteilt den Segen. 6emeinde: 4—— —— 1— + + 1 I ——* 1 I + I— 1— XXIIL—— + +— 11 W— ———— N- men, HN— men, A 25 men. (Eindet keine Abendmahlsfeier statt, so schließt sich an Ur. 1 sofort Versißel und Kollekte an.) 8 men. freue dich sehr, du Tochter Zion, und jauchze, du Tochter qerusa lem. Dein fönig kommt zu dir, ein õerechter und ein hel⸗ fer. Nach dir, herr, verlanget mich, mein ott, ich hoffe auf dlich. laß mich nicht zu Schanden wer den, I. Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns ge geben, I. welches herrschaft ist auf seiner Schul ter, und er heißt: Wunderbar, Rãt, scraft, helul, wĩg · U a ter, friedefürst.— Der Stein, den die Bauleute verworfen ha ben, ist zum Eck stein ge worden. Das ist vom herrn ge⸗ schehen II. dlaß sich meine feinde nicht freuen über mich. herr/ zeige mir deine Wege „und lehre mich deine Steige. chtẽ sei dem vater und dem So h ne und dem hei ligen 6eiste. Wie es war im Anfang, setzt und im mer dar „und von cwig keit ju Ewig keit. I. und II. Amen. Singet demherrn ein neues Lied, denn er tut IU u n der. „Jauchzet dem herrn alle Welt! Singet, rüh met und lo⸗ bet!— Ehre sei usw. und ein Wunder vor un⸗ sern Au gen. I. Die Rechte des herrn ist er hhet, dlie Rechte des hErrn be⸗ hält den sieg.=ehre usw. E Introiten ESEEEEE II. 4. Neujahr(Ton. Ich hebe meine Nugen auf zu den Ber gen, „von denen mir hülfe kommt. meine hülfe Kommt von dem h Er ren, der himmel und Erde ge⸗ macht hat. Erswird deinen fuß nicht gleiten lassen, Oder: herr 6ott, du bist unsre Zu⸗ flucht fr un d für. che denn die Berge worden, bist du ott von wigkeit zu Cwigkeit. fülie uns frühe mit deĩ ner 6nade, u. und der dich vehütet, schläft nicht. Der herr behüte dlich vor allem Ubel, II. er vehüte deine Seele. I. Der hErr behüte deinen Aus gang und En gang II. von nun an bis in Swig⸗ keit.— Chre usw. (Ton J). II. so wollen wit rühmen und fröhlich sein un ser Leben⸗ lang. I. Zeige deinen nechten deĩ ne Werke Il. unã deine chre ĩhj ren sin⸗ dern.— Chre usw. 5. Cpiphäanienzeit(on 8). Der herr ist önig, des freue sich das Er d reich, und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer ist. Zion hörts un d i st froh, „und die Töchter Juda sind 6Ute fröhlich, herr, über deinem Regimen te. I. Denn die herrlichkeit des enn geoffenbaret wer⸗ en, II. und alles fleisch mit einander wird sehen, daß des hErrn munderedet.— chre usw. IAm feste der Darstellung Jesu im Tempel(don s). Gott, wir warten deiner auch dein Ruhm bis an der Welt En de. indei nem Tem pel. ott, wie dein Name, so ist II. deine Rechte ist voll öe⸗ rechtigkeit. 10 . fürwahr, Groß ist der hErr und hoch⸗ berühmt in der Stadt unse⸗ res 6ottes, Ich habe dich je und je ge⸗ liebet, dlarum habe ich dich zu mir gezogen aus lau ter 6 ũ te. ein Wort soll nicht wieder leer zu mir kom men, sondern tun, das mir ge⸗ fällt, dau ichs sen de. Siehe, das ist ottes Lamm, „welches der Welt Sünde trägt. er trug un sre sera n k heit und lud auf sich un sre Sch merzen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir friede hätten, Träufelt, ihr him mel, von oben, und die Wolken regnen die berechtig keit. Die erde tue sich auf 11 auf seinem heiligen ber⸗ ge.— Ehre usw. „Ich will rühmen Gottes Wort, ich Won Den Wort, herr, ist dlie rechte Leh re, heiligkeit ist die Zierde dei⸗ nes hauses ewiglich.— khre usw. und durch seine Wunden sind wir geheilet. Gedenke, 6Err7 an deine Barmheriigieit und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. „Daß nicht unsere feinde üÜber uns herrschen. „Gott Israels, erlöse uns aus Aller unsrer not.— Ehre usw. und bringe das heil. Die himmel erzählen die Eh re 6ot tes, und die Feste verkündiget seiner hände Werk.— hre usw. Intro Wn EE 10. Am 6ründonnerstage(on 3). I. Der hErr hat ein õedlächtnis gestiftet seiner Wun der, II. der gnädige und barm⸗ herüge herr. I. Uie der hirsch schreit nach frischem I As ser, II. so schreiet meine Seele, 6att, zu dlir.— I. meine Seele dür stet nach Gott, 60 35 II. nach dem lebendigen 6otte.— chre usw. 11. Ostern(Ton 5). I. Der herr ist auferstanden. Halle uja! II. Er ist wahrhaftig aufer⸗ standen. halleluja! I. Geclenkt daran, was er euch sagte. halle Lusa! gekreuzigt werden und am dlritten Tage auferstehen! Hhallelusa! I. Mit hre und Schmuck hast du ihn gekrönt II. und hast ihn zum herrn ge⸗ setzt über deiner hände II. Des menschen Sohn muß Werk.— Chre usw. 12. freudenzeit(con). I. Singet dem herrn ein neues Lied. II. Halleluja! I. Denn er tut Wun der, II. ballelusa! I. Vor den völkern läßt er seine Gerechtigkeit offen⸗ baren. II. älleluja, falleluja! II. und mit seinem heiligen Ar me.— chre usw. 13. himmelfahrt(con 5). I. zyhr männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen him mel? II. balleluja! I. Uie ihrsihn gesehen habt gen himmel fahren, wird er kom men. II. Halletuja! halleluja! 6al- leluja! I. frohlocket mit händen alle völker II. und jauchzet õott mit fröͤh⸗ lichem Schalle. chre usw. 12 I. Er sieget mit seiner Rechten 14. Pfingsten(CTon s). Seele I. Aus Zion bricht an der schöne I. Ich will meinen Geist auf . 6lanz 60ttes, deinen Samen gie hen nach II. unser 6ott Kommt und II. 46l eachn omten auf schweiget nicht. P sdigen I. Ponn der berrchmin. 45101. Gott, der uns Vasser gießen auf die Dur⸗ ei. siigen e. Schmüchet das fest mit II. und ströme auf die Dür; 1.i 0 3. 5 ren. es Altars!— khre usw. am che 15. In der Trinitatiszeit. A.(Ton 8). u has 1. 6ott, unser Schüld, schaue II. ist besser, denn sonst tau⸗ doch, nd. um ge⸗ I. Wie lieblich sind deine Woh⸗ gände II. siehe an das Reich dei nes nungen, herr Zeba oth. — 6esalbten. 61 II. meine Seele verianget und 75 sehnet sich nach den Vor⸗ I. Denn ein tag in deinen vor hofen des 6Er ren.— hösen Ehre usw. offeu⸗ B. Con 8). I. herr, neige deine ohren undII. denn ich rufe täglich zu al erhöre mich! llir. V 5 7———— gechten II. hilf du, mein Gott, deinem I. Erfreue die Seele deines Augen snechte, der sich verläßt knechtes, auf dich. I. denn nach dir, Err, vera herr, sei mir gn ädig, langet mich.— Chre usw. C.(Ton 8). I. ommt, laßt uns anbeten II. und Schase seiner hand. a 0 und knieen 0 II. und niederfallen vor dem I. sommt herzu, laßt uns dem Iuen ali herrn, der uns gemacht herrn froh locken hat. öh I. Denn er ist unser Gott und II. und jauchzen dem hort Iit 0 wir das Volk seiner Weide unsers heils.— khre usw. 13 S D.(Con J½. für dlie drei letzten Sonntäge dles Kirchenjahrs. I. Seid stille in dem herrn, denn des herrn großer Tag ist na he, er ist na he und eĩ let sehr. I. Uenn der herr die õefan⸗ genen zions er1sen wird, so werden wir sein wie die Tr äumenden. I. Dann wird unser inun d voll CLachens II. und um̃re Zun ge voll RUh· mens sein. I. Siehe, ich komme bald, spricht der hErr. II. halte, was du hast, daß nie· mand deine Krone rau⸗ be.— khre usw. 16. Am feste Johannis des Täufers(don 3). I. Der herr hat mich von mutterleibe gerufen mit meinem namen unã hat mem̃en mund ge⸗ macht wie ein scharfes Schwert. I. it dem Schatten seiner hand hat er mich be⸗ dechet. II. Er hät mich zum rei nen pfeil gemacht. I. Cs ist ein köstlich Ding, dem hEr ren dan ken II. und lobsingen deinem Ma⸗ men, du höch ster. thre usw. 17. Am feste der heimsuchung ariä(Ton 9). I. Die himmel werden, herr, deine Wun der preisen und deine Wahrheit in der 6emeinde der heiligen. I. Gott ist fast mächtig in der Ssammlung der heiligen, und n über alle, die um ihn sind. 1⁴ I. mein herz dichtet ein feines Lied, ich will singen von eĩ nem Könige, I. ich freue mich in dem hEr ren, II. und meine Seele ist 1—— in meinem Gatte. chre usw. — 18. und Hgüh⸗ ball, lah nie 111 6010Uf& Grey COrHIOI CHart Cyan Green VOIIOVV Red Magenta