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2 b en d.
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Unter Gottes Sternen wohnet Friede, d
Ruhe ist des Himmels Eigenthum; Und mit füffer Ahnung blickt die Seele In das groffe, dunkle Heiligthum. Schön ists, wenn das thatenvolle Leben In dem Lichte vor uns wacht und webt; Aber liebreich ruht die stille Erde, Wenn der füffe Schlaf hernieder schwebt, Dieser fromme Schußgeist aller Müden, Dieser Liebling aller Kreatur,
Dieses Balfambad der wunden Glieder, Dieser Labebecher der Natur.
Wie ein Sarg im stillen Leichentuche Ruht die Erde in dem Schattenmeer, Und wie Kerzenglanz in Tempelhallen, Brennen tausend Sterne um sie her. Ach sie rühmen alle deine Ehre, Herr, im Kreise vor dir hingeneigt, Und mit Millionen Freudenstimmen Jauchzt der Himmel, wenn die Erde schweigt.


