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Confirmations-Andenken
Entstehung
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oder ein armer Tagelöhner, eine geringe Dienstmagd wirst, brauche doch recht treu die dir von deinem Gott verliehenen Gaben und Kräfte und scheue dich dein Lebtag vor dem Müßiggang, denn du weißt: ,, Müßig­gang ist aller Laster Anfang." Namentlich sei deinen Eltern, Lehrern, Meistern und Dienstherrn recht ge horsam und in deinem Stande fleißig und ehrlich. Ehrliche Hand geht durch's ganze Land." Jetzt bist du noch jung. Jugendzeit schöne Zeit; da ist das Herz fröhlich und guter Dinge. Mußt aber ja nicht thun nach dem Weltspruch: Jugend kennt keine Tugend, sondern nach dem Gottesspruch: ,, Wie wird ein Jüng­ling seinen Weg unsträflich wandeln? Wenn er sich hält nach deinem Wort."- So fliehe denn die Lüste der Jugend: Trunk, Ausschweifung, Pugsucht, Eitelkeit, Toben und Schwärmen auf den Straßen. Sei sittſam, züchtig, freundlich und ehrerbietig gegen Jedermann, so wirst du bei Gott und Menschen Guade finden und überall wohlgelitten sein. Halte dich ja von bösen Gesellschaften fern, denn die verderben gute Sitten. Suche dir unter deinen Jugendgenossen einige Freunde und liebe sie, wie David den Jonathan; freue dich mit ihnen, aber habe, wie Joseph, den Herrn allezeit vor Augen und im Herzen und hüte dich, daß du in keine Sünde willigeſt.

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Opfre die schöne, die muntre, lebendige Blüthe, Opfre die Kräfte der Jugend mit frohem Gemüthe Jesu, dem Freund,

Der es am redlichsten meint, Dem großen König der Güte."

Wenn du so deine Jugend zubringst, einen guten Grund auf's Künftige legst, Lieber, dann ist der Herr, dein Gott, mit dir auf allen deinen Wegen und in allen deinen Tagen. Du glaubst ja von Herzen und hast es bekannt, daß er Himmel und Erde sammt allen