INHALTSVERZEICHNIS Vorwort 7/ Liste der Zeugen, Berichte u. Dokumente 10 Die 4 nazistischen Hauptanschuldigungsgründe Die Deportation Abreise Ankunft. Die Internierung Aufnahme. Diebstähle Bekleidung Wohnung Ernährung • Hygiene Verwaltung und Lagerordnung Unterscheidung zwischen Gefangenen Das Lagerleben Die Disziplin. Sitten.. Religion. Alltägliche Szenen Der Appell Strafen und Foltern Die Arbeit Männerarbeit Frauenarbeit .. 12 . 13 . 13 14 . 17 . 17 18 20 20 21 .. 24 .. 27 31 22233552 .. 29 . 31 38 40 45 45 Die sanitären Verhältnisse. fo 56 Krankheiten. 56 in Ärztliche Untersuchungen 57 a Unterbringung im Krankenhaus 58 Krankenverhältnisse Krankenpflege und Behandlung der Kranken Abtreibungen Entbindungen. M SO 58 60 g . 64 b 65 n Sterilisation der Frauen 65 Sterilisation und Kastration der Männer Das deutsche Ärztekorps Medizinische Experimente u. Vivisektion 69 Verschiedene Hinrichtungen Rückwirkung auf die Häftlinge Revolte Flucht- Selbstmord. - Ausrottung. Auswahl im Lager - 65 99 67 k 32 m 76 D 85 b 85 SO . 90 d .. 91 Auswahl bei der Ankunft 7.95 SO Vergasung und Verbrennung. .. 97 d Befreiung Zahl der Toten.. Prozentsatz Bilanz.. Vor dem Krieg. Anhang. . 105 .109 .109 k .. 111 N .. 112 f พ V N m Liste der Lager, Kommandos u. Gefängnisse, die zur Inhaftierung gedient haben... 112 Abbildungen a d b H Vorwort Je größer eine Lüge ist, sagte Hitler, um so mehr Leute finden sich, die auf sie hereinfallen. Darin hat Hitler nicht gelogen, denn seine Lüge wurde geglaubt. Heute nun hat diese Lüge ihre Früchte hervorgebracht. Zu den Millionen Soldaten, die in dem von Hitler verschuldeten Krieg gefallen sind, kommt noch die weit höhere Zahl an Opfern, die von dem Naziregime kaltblütig in den Lagern hingemordet wurden. Zehn Millionen ist die niedrigste offizielle Ziffer; zwanzig Millionen dürften der Wahrheit entschieden näherkommen. Je größer das Verbrechen ist, um so weniger hält man es für glaubwürdig. Diese Neigung zum Selbstbetrug können wir bei allen feststellen, die der Hitlerschen Lehre Glauben geschenkt haben. Denn sie tun nun so, als bezweifelten sie die von den Nazis begangenen Verbrechen, indem sie sie einfach zu ignorieren suchen. Damit machen sie sich allerdings an den Verbrechen mitschuldig. Es ist so wie ein altes französisches Sprichwort sagt: ,, Man fällt nur nach der Richtung hin, nach der man zuvor neigt." Wenn nun die ehrlich gesinnten Deutschen an einem neuen Deutschland bauen wollen, wie sollen sie es wissen, wie dieses Deutschland beschaffen sein soll, wenn sie über jenes keinen Bescheid wissen, das sie ersetzen zu wollen behaupten? Wie sollen die Deutschen von morgen ihre Pflicht besser erfüllen können, wenn die Deutschen von heute die Früchte des Deutschland von gestern, nämlich die Verbrechen des Dritten Reiches, ignorieren. Natürlich ist es angebracht, daß die Justiz die Verbrecher bestraft. Aber es wäre noch besser, wenn es erst gar nicht zum Verbrechen käme,' dies sowohl im Interesse der Gesellschaft als in dem des eventuellen Schuldigen. Die Justiz kann Einhalt gebieten; der Mensch dagegen kann die Ursachen beheben. Und um sie zu beheben, muß er sie zunächst kennen. Im vorliegenden Werk befassen wir uns keineswegs mit dem moralischen oder juristischen Charakter der an der Menschheit begangenen Verbrechen*). Es ist ein ganz sachlicher Tatsachenbericht über die begangenen Schandtaten, der, wenn er seinen Zweck erfüllen soll, bei dem Leser die Ansicht voraussetzt, daß es nicht recht ist, Menschen wegen ihrer religiösen oder politischen Anschauungen, wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer Rasse oder Nation zu verfolgen oder gar zu ermorden. Diejenigen, die den Nazigeist innerlich noch nicht überwunden haben, lernen nichts beim Lesen dieses Werkes, denn es enthält nichts, was sie irgendwie überraschen oder verletzen könnte. Sie wären jederzeit bereit, wieder von vorn anzufangen, und die einzige Betrachtung, die sie dabei anstellen würden, ist die, welche man in den Zügen eines jeden der Nürnberger Angeklagten lesen kann: ,, Warum hat man sie denn nicht alle beseitigt!" Ein französischer Humorist hat in diesem Zusammenhang folgenden Ausspruch geprägt:„ Der Beweis dafür, daß es den Leuten im Jenseits ganz gut gefällt, ist dadurch erbracht, daß keiner von dort zurückkommt." Aus dem Nazi- Jenseits sind allerdings einige zurückgekehrt. Was die Nazis aber am peinlichsten berührt, sind nicht ihre Verbrechen, sondern die Tatsache, daß man um diese Bescheid weiß. Wir aber wenden uns in brüderlicher Verbundenheit an alle ehrlich gesinnten Deutschen, an alle, die moralisch unter dem gelitten haben, was aus Deutschland geworden ist, an alle, die an einem Staatsgebilde, das der großen deutschen Tradition würdig ist, mitbauen wollen. - * * - * Eine Zeitlang und auch jetzt noch neigte man dazu, das Verbrechen an der Menschheit als ein Verbrechen am gemeinen Recht zu betrachten. Träfe dies nun zu, so hätte die Welt keinerlei Grund zur Aufregung, denn jeder Staat besitzt ja sein Strafgesetzbuch. Wäre dem so, so hätte Nazideutschland, das ja auch sein Strafgesetzbuch besaß, alle diese Verbrechen gar nicht begangen. Wäre dem so, so hätte eine derartig beschränkte Anzahl von Henkern niemals eine so große Anzahl Opfer hinrichten können. Wäre es tatsächlich so, dann *) Die juristische Seite des Verbrechens gegen die Menschheit, sowie die juristische Grundlage der alliierten Anklage behandeln wir in dem Werk ,, Das Verbrechen gegen die Menschheit". Seit dem 10. Mai 1946 bildet diese Arbeit beim Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg das Dokument F. 775. -7 hätte die deutsche öffentliche Gewalt ausgereicht, den Schandtaten ein Ende zu machen, und es hätte dazu nicht erst des Einmarsches der alliierten Truppen bedurft. Das Verbrechen an der Menschheit ist mit dem Verbrechen am allgemeinen Recht nur ganz entfernt verwandt. Solange die Gesellschaft dem allgemeinen Recht unterstellt ist, verbleibt dem Opfer stets die Möglichkeit, die Hilfe der öffentlichen Gewalt anzurufen. Im Falle des Verbrechens an der Menschheit steht der Betreffende ganz machtlos da. Der Polizist, der Landrat, der Gendarm, der Bürgermeister, wer es auch immer sei, keiner mischt sich ein. Die öffentliche Gewalt vermag solchen, die unschuldigerweise mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt geraten sind, keinen Schutz mehr zu gewähren. Und nicht nur dies. Dadurch, daß die öffentliche Gewalt nicht dafür sorgt, daß das allgemeine Recht respektiert wird, macht sie sich durch ihre Teilnahme an der Verhaftung der Opfer mitschuldig, an dem Verbrechen der Menschheit. Und mehr als das. Die Eisenbahn befördert die Opfer, die Beamtenschaft führt verbrecherische Gesetze aus, die Presse entfacht in der Bevölkerung den Haß, die Fabrikanten stellen Gaskammern und Verbrennungsöfen her, die Ärzte überschreiten, ihre Befugnisse, die pharmazeutischen Werke probieren ihre Medikamente an Häftlingen aus, die Finanzierung dieses ganzen verbrecherischen Unternehmens ist gesichert, die Behörden, alle Behörden schweigen ausnahmslos, sofern sie es nicht überwachen, daß sich alles reibungslos abspielt. ,, Es ist ein organisiertes, durch den Staatsmechanismus unterstütztes Blutbad, das sich bei hellichtem Tage unter den Augen der entsetzten Menschheit abspielt."( Prof. Trainine.) Wenn die erteilten Befehle ausgeführt wurden, so geschah dies nicht einfach wie man annimmt, weil sie eben nun einmal erteilt waren. Es soll sich nur einmal in einem demokratischen Staat eine hochgestellte Persönlichkeit derartige Befehle erlauben! Wenn die Befehle tatsächlich ausgeführt wurden, so deswegen, weil sie eben ausgeführt werden konnten. Von dem gesetzgebenden deutschen Apparat, der deutschen Beamtenschaft, dem Staatschef bis zu den gewöhnlichen Henkern über die Regierung, die Armee, die Partei, die SS, die Gestapo und überhaupt sämtliche Einrichtungen des Dritten Reiches, alles war bereitwillig. Die mörderische öffentliche Ordnung tat, was man von ihr verlangte. Diese öffentliche Ordnung hatte durch die mittels Verordnungen und verschiedenen öffentlichen oder geheimen behördlichen Verfügungen vervollständigte nationalsozialistische Gesetzgebung vier Kategorien Menschen, die sich keinerlei Übertretungen des Strafrechtes hatten zuschulden kommen lassen, rechtlos gemacht und sie für etwas straffällig erklärt, was für sie unmöglich bzw. unwürdig gewesen wäre es abzustreiten: die Tatsache nämlich, einer besonderen Rasse oder Nation anzugehören bzw. eine bestimmte religiöse oder politische Weltanschauung zu vertreten. Folglich konnte man nach dem Strafgesetzbuch hier weder verteidigen noch bestrafen. Dieses wurde darum einfach zum Nachteil einer gewissen Menschenklasse übergangen. Diese Übergehung des Strafgesetzes geschah durch dieselbe Behörde, die seine Gültigkeit gewährleistet: durch den Staat, der der vollkommenste Ausdruck der nationalen Souveränität ist. So wurden Menschenleben aus rassischen, religiösen, politischen oder nationalen Gründen des Schutzes beraubt, den sich die Gesellschaft im Laufe der Jahrtausende geschaffen hatte: des Strafrechts. Men aus. Pers poli hört rier den Blu ist. man Pflic rech 1 part nun. Mod mun neue keit den brec dem lang Die die dars men Die weld meh dar hun zug sond gan weg Zwe die dass Aber land deu den Einen Mord zu begehen bedeutet zweifellos eine Vergewaltigung des Strafrechtes. dieses Recht zu drosseln und zum Nachteil ganzer Kollektivitäten den Schutz, den jede zivilisierte Gesellschaft den Unschuldigen gewährt, aufzuheben, dies bedeutet eine Vergewaltigung der Urprinzipien, auf denen die Gesellschaft selbst ruht. Es ist tatsächlich so, wie sich der Richter Jackson in Nürnberg ausdrückte: ,, Der wirkliche Kläger an der Schranke dieses Gerichtshofes ist die Zivilisation." Dieselbe Staatssouveränität, die es fertigbrachte, das Strafrecht zum Nachteil gewisser Kategorien- Opfer aufzuheben, ging noch einen Schritt weiter, indem sie die Ausführung des Verbrechens sogar organisierte. Die Henker wurden vom Staat offiziell anerkannt und ihre Vorrechte waren grenzenlos. Der nationalsozialistische Staat hat den Henkern einen ganzen Apparat zur Verfügung gestellt, durch welchen die verbrecherische Gewalt jedes Henkers hundert-, tausendfältig, ja eben so oft vervielfacht wurde als jeder an Opfern hinrichten konnte. Der Hauptverbrecher am allgemeinen Recht der menschlichen Person ist der Nazistaat in seiner sittlichen und juristischen, geistigen und materiellen Gestalt, in der Gestal all derer, die einzeln oder assoziiert einesteils zur Bildung dieses Staatsgefüges beigetragen und andernteils im Auftrag und für diesen Staat die erteilten Befehle ausgeführt haben. Der kollektive Charakter des„ Verbrechers" findet übrigens ein entsprechendes Gegenstück im Opfer, das ebenfalls kollektiv ist. Dieser Charakter des Opfers rührt nicht von der Tatsache her, daß ganze Kollektivitäten ermordet wurden, sondern daher, daß es auf die Opfer kollektiv abgesehen war. dies selb auf form dies des n gesan verfo haber - - 8- ie man - die Be- onnten. aatschef die Ge- lig. Die nen öf- sche Ge- tes hat- rt, was h, einer olitische ler ver- n Men- ehörde, der na- ‚ründen hatte: Aber > zivili- tigung ich der ses Ge- ser Ka- es Ver- re Vor- ganzen Henkers grichten r Nazı- Gestal’ ‚etragen yaben. Gegen von der uf die Die in puncto Verbrechen bestimmende„Absicht“ sieht im Falle des Verbrechens an der schheit grundverschieden von der im Falle des Verbrechens gegen das allgemeine Recht Denn im ersteren ist das Opfer in seiner physischen Erscheinung nur als„menschliche rson“ berührt, d.h. als Angehöriger einer der betrofenen Kategorien: Rasse, Nationalität, itische Ansicht, Religion. Wenn das Opfer beweist, daß es keiner dieser Kategorien ange- ört, so entgeht es seinem Schicksal und der Henker sieht von der Hinrichtung ab. Er igno- ert sein„individuelles“ Opfer und betrachtet es nur als Mitglied des in Betracht kommen- . den„kollektiven“ Opfers. Das die Hand des Henkers rötende Blut ist ein unpersönliches Blut, es ist das Blut der„menschlichen Person‘ bevor es das eines bestimmten Individuums ‚ist. Der Henker erfüllt nur eben gewissenhaft eine unangenehme Pflicht. Von Schuld kann man bei ihm nicht sprechen. Die größte Verantwortung trifft dagegen jene, die ihm diese Pflicht aufgeladen haben, und müßte alle die treffen, die aus der„menschlichen Person“ eine I. rechtmäßige Zielscheibe gemacht haben. ei j= Die wirkliche Quelle des Übels ist die nationalsozialistische Lehre, das Programm_ der Nazi- partei, ja schließlich alles, was zur Bildung des Nazistaates geführt hat. Im Augenblick nun, wo die Angeklagten von Nürnberg zu ihrer. Verteidigung sich auf den demokratischen Modus berufen, durch den Hitler zur Macht gekommen ist, sowie auf die freiwillige Zustim- _ mung so vieler deutscher Wähler zum Naziprogramm, im Augenblick, wo Deutschland von neuem die demokratische Freiheit genießen wird, ist es nicht ohne Belang, die Aufmerksam- keit der ehrlich gesinnten Deutschen ganz besonders auf den Ernst der Wahl zu lenken, denn eine ebensolche Wahl war seinerzeit die Ursache, daß Deutschland den Weg des Ver- _ brechens einschlug. Ebenso notwendig ist es aber auch, auf jenen Geist hinzuweisen, von dem die ganze zivilisierte Welt wünscht, daß er künftig in Deutschland herrschen möge. Was das Technische dieses Tatsachenberichtes der Verbrechen an der Menschheit anbe- langt, so sind wir genau so vorgegangen, wie es etwa ein Untersuchungsrichter tun würde. Die Aussagen von 100 vereidigten Zeugen und 25 offizielle Berichte, also 125 Dokumente, die die Aussagen mehrerer hundert aus den Konzentrationslagern entronnener Menschen darstellen, bilden den Grundstock der Erzählung. Wir haben nur solche Stellen aufgenom- men, die einen neuen Nachweis erbringen und zur Vervollständigung des Ganzen beitragen. Die am Schluß jedes Zitates angegebene Ziffer läßt erkennen, welcher Zeugenaussage oder welchem Bericht der betreffende Absaz entnommen ist. Die Erzählung ist daher das Werk mehrerer hundert Entronnener, von dem einer dem andern das Wort erteilt, sobald es sich darum handelt, auf eine bestimmte Einzelheit Bezug zu nehmen. Und durch diese mehreren ‚hundert Zeugen hindurch spricht ein Einzelner, die„menschliche Person“. Wir haben ganz davon abgesehen, durch irgendwelche Kommentare oder Auslegungen ein- zugreifen* Wir haben„das Opfer“ ganz frei seine Erlebnisse schildern lassen. Da die Behandlung der Frauen von der der Männer ziemlich abwich, haben wir ihr ein be- sonderes Kapitel gewidmet. In den übrigen Fällen sind wir ohne Unterscheidung vorge- gangen, so daß es vom Männlichen oft zum Weiblichen übergeht, ohne grammatikalische Be- weggründe. Nach Beendigung der Schilderung des Verbrechens haben wir dessen bleibende Züge auf zwei weiteren Seiten behandelt, die das Werk sozusagen umrahmen: auf der einen“werden die„Hauptanschuldigungsgründe“ der Nazi aufgezeigt; auf der anderen wird bewiesen, daß dasselbe Verbrechen— allerdings in verkleinertem Maßstabe— seit 1933 selbst in Deutsch- land an Deutschen verübt wurde, ebenso aber auch in allen Ländern, in denen sich die deutsche Oberhoheit_auch ohne Waffengewalt durchgesett hat. Hiermit glauben wir nunmehr, das Verbrechen an der Menschheit, das durch ein und denselben Staat begangen wurde, überall dort, wo dieser Staat seine Macht ausübte, und dies während der ganzen Dauer seines Bestehens, in Kriegs- wie in Friedenszeiten, an den- selben Opfern, klar und deutlich aufgezeigt zu haben. x Eugene Aroneanu. Ich möchte an dieser Stelle ganz besonders Herrn Jacques Billet, dem klarsehenden und aufopferungsvollen Leiter des Informationsdienstes für die Kriegsverbrechen(Service d’In- formation des Crimes de Guerre) dafür danken, daß er mir bei der Dokumentierung, die für diese Schrift notwendig war, derart behilflich war. EA *) Der ausgesprochen wissenschaftliche Charakter unserer Schrift bringt unvermeidlich einen„trockenen Ton‘ in die Darstellung ‚des menschlichen Schmerzes hinein. Das kann nur ein Zeugnis vermeiden, das gleichzeitig eine literarische Arbeit ist, die sich an die gesamte menschliche Aufnahmefähigkeit wendet: darüber hinaus läßt das Zeugnis„eines Einzigen‘‘ besser bestimmte Erscheinungen verfolgen, die näher behandelt werden. Deshalb halten wir es für unsere Pflicht, den Leser zu bitten, Vertrauen in solche Schriften zu haben. Es sind einige in deutscher Sprache erschienen und wir führen rein informatorisch, folgende Bücher auf: { Ernst Wiechert: ‚‚Der Totenwald« Paul Kowoblik: ‚Das war das Konzentrationslager Buchenwald 'W.A.Beckert: ‚Die Wahrheit über das Konzentrationslager Buchenwald“ Konstantin Simonow: ‚‚Ich sah das Auerottungslager“. EN ? 61 1-4 (ad u we De„2: Sg Sn en ur eenzane Fe Liste der Zeugen, Berichte und Dokumente 1. Adler, Julien Ochs 2. Amar Catherine, Rechtsanwältin, Paris 3. Arditi Pierre 4. Azoulay Maurice, Ritter der Ehren- legion 5. Bachmann, Volksschullehrer 6. Bader Jean, Kaufmann, z. Zt. Hauptmann beim Kriegsministerium 7. Balachowski Alfred, Dr. der Naturwissen- schaften, Laboratoriumchef des Institut Pasteur 8. Barbier Henri, Professor am Gym- nasium Lons-le-Saunier 9. Bloch Claude, D., Biologie, b. G.N.R.S. 10. Bortuso Louis, Bäckereiwarenhändler 11. Bich-Mochet 12. Cartier-Worms Henriette, Dr. jur. 13. Champy Christian, Professor an der Med. Fakultät 14. Chavassine Madeleine, Ingenieur- Chemikerin 15. Chemel Pierre, Student 16. Clement Maurice, Kaufmann 17. Cliquet Charles, Dr. med. 18.Cohen Maurice, Radioelektriker 19. Coudert Charles,“Dr. med. 20.De Gombert 21.Durand Albert 22.Errera Samy 23. Feigelson Raphael 24. Fradin Georgette, Dr. med. 25. Freismuth Joseph 26. Fresnel, Dr: med. 27. Gaßmann Marcel 28. Gelis, Journalist 29. Geneste Rene, Leutnant der O.R.C.G. 30. Girard Francois, Student 31. Girard Louis-Lucien, Dr. med. 32. Goldet, Krankenpflegerin 33. Goldlist 34. Goldstein Henri, Dr. med. 33. Goldstein Felix Rn 36. Greil L&on, Dr- med. 37. Grimaud Pol Emile, Bezirkspräsident der Nieder-Pyreuäen 38. Grit; Richard 39. Gueroult_ 40. Henoque, Abt 41. Hereil Jacqueline, Sozialbeamtin 42. Hodebert 43.Kohn Alex 44. Kuziner Paul 45. Lajeunesse(Frau)# (Tarn-et-Garonne) 46. Lauth, Professor, phil.in Grisolles 47.Laval Edouard-Jose, Bürgermeister von Presles, orthopädischer Arzt, Physio- loge 48. Lebegue Andree, Verkäuferin 49. Le Bellon de Dione Jacques, Offizier 50. Lecuron F. 9l-Le Du 92.Le Gigan Jean, kaufm. Direktor 93. Legrand Suzanne, Sozialbeamtin 54. Leloir(sen.), Dr.theol., Professor für Religionsgeschichte an der Kolonialuni- versität in Antwerpen 99. Leon-Kindberg Michel, Dr. med., Chefarzt am Krankenhaus Beaujon vor der deutschen Besetzung 96. Lepadier Mina 57. Lequeu 98. Magescas Armand 59. Manhes Henri-Frederic, Oberst 60. Marbler 61. Marquet Yvonne 62. Martin-Chauffier Jean, stud.med. 63. Martin-Chauffier Louis, Schriftsteller 64. Mazeaud Leon, Professor an der Jur. Fakultät Paris 65. Monestier A. 66. Morey Bernard, Fabrikant 67.Morlais(de la) Anne-Marie, Sozial- beamtin und Gerichtsassistentin 68. Naparstek Charles, Zahntechniker 69. Negre Maurice, Journalist, Direktor_der Agentur France-Presse 70. Paul Marcel, Elektriker, Industr.-Produktion 71. Paul Sylvie 72. Patschmann Hermann 73. Prenant Marcel, Professor an der Sor- bonne Minister der DEN: RS NLIEERN LEN Aare sm Er nn n lles ister von - Physio74. Prugnant René 75. Rabaté Octave, Mechaniker 76. Rambaud Violette 77. Renaudin Germaine 78. Renet Marcel, Dr. med. 79. Richet Olivier, Student 80. Richet Charles, Professor an der Med. Fakultät Paris, Mitglied der Med. Akademie 81. Rolland Marie 82. Scheckter Michel, Dr. med. 83. Schlumberger Ernest 84. Segal Isaac, Ingenieur- Chemiker 85. Sivadon Jeanne, Direktorin einer Soz. Frauenschule 86. Steinberg Samuel, Dr. med. 87. Sussefeld Robert, Dr. med. 88. Teitgen Paul, Rechtsanwalt, Abgeordneter 89. Toussaint Micheline, Sekretärin 90. Tyl Joseph, Professor, katholischer Priester 91. Verheyn Adolph, kaufm. Angestellter 92. Vigouroux Georges, Offizier der Gerichtspolizei 93. Waits Robert, Professor der Med. Fakultät in Straßburg 94. Werthaimer 95. Winsbach Colette 96. Winterberger Martin 97. Winterfeld Lizzé 98. Wolf Ernest 99. Zdanowski Anna, Gymnasiastin 100. Zuberstein Lucien, Mechaniker für Büromaschinen 101. AUSCHWITZ Bericht russischer Dienststellen ffizier 102. AUSCHWITZ 103. AUSCHWITZ or essor für lonialuni104. AUSCHWITZ BIRKENAU MAIDANEK Bericht vom 4. Juli 1945, verfaßt von einem Offizier der 2. Division Blindée Bericht 5. Büro E.M.A. Nr. 015 285 Dokumente, geliefert vom„ ,, Executive of War Refugee Board". 105. BUCHENWALD Reihe von Berichten( Justizministerium) 106. BUCHENWALD Bericht des Obersten Hauptquartiers der Alliierten Expeditionsarmeen 107. DACHAU d., ujon vor 108. DORA 110. MAIDANEK 1. steller Jur. zialer ktor der ster der der SorBerichte Bericht( amerikanisch) 109. FLOSSENBURG Bericht des Hauptquartiers der Armee der U.S.A. 111. MAIDANEK Konstantin Simonow Ein Ausrottungslager - Kommuniqué der außerordentlichen polnisch- russischen Kommission 112. MAUTHAUSEN Bericht 113. RAVENBRUCK Bericht des Leutnants LAUNAY 114. RAVENBRUCK Bericht ANTENNE( Annemasse) 115. STRUTHOF ( Natzweiler) Berichte betreffend das Lager Struthof 116. NATZWILLER Bericht von Florimond Bonte 117. Dokumente, erteilt von dem Ministerium für Gefangene und Deportierte 118. Reihe von Berichten des O. R. C. G. 119. Bericht von Herrn le Bris( BOURBIRAC) 120. Bericht des Generalstabs 121. Bericht eines französischen Rückkehrers 122. Brief von Elisabeth Sheridan 123. Artikel des Hochwürden GEDDES R. C. 124. Artikel von Professor Young 125. Bericht eines Deportierten aus Errouville Auf Grund der Zusammenstellung obiger Dokumente wurden die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in folgenden Ausführungen niedergelegt. Jede Zahl, welche sich am Ende einer Aussage befindet, bezieht sich auf eines der 125 erwähnten Dokumente. - 11- Die 4 nazistischen Hauptanschuldigungsgründe RASSE „Ich wurde am 4. Mai 1943 am Bahnhof von Marseille bei einer Razzia verhaftet in dem Moment, da ich meine mit dem Stempel„Jude” versehene Ausweiskarte vorzeigte.” (87) NATIONALITÄT „Ich habe für die Widerstandsbewegung gearbeitet und bin am 8. Juli 1943 verhaftet worden.”(46) RELIGION „Man warf mir nicht vor, an einer Aktion teilgenommen zu haben, sondern lediglich Feldgeistlicher des Maquis zu sein, das heißt mein Priesteramt auszuüben. Man teilte mir mit, daß ich wegen des Vergehens des Miß brauchs des Priesteramtes zum Tode ver- urteilt sei.”(54) POLITIK „In meiner Eigenschaft als Mitglied der Kommunistischen Partei wurde ich schon im Monat September 1940 Gegenstand eines Haftbefehls. Ich bin in dieser Eigenschaft ge- sucht, verhaftet, verurteilt und schließlich deportiert worden.”(70) Gese \ gefü klein mit ı Dar: | kam; und der ons Erd Stur Ihre \ Ausl unse Wir I Steri I vers ia. Die Deportation in gte." 7) ftet lich mir werim geAbreise ,, Der Transport umfaßt etwa 1 000 bis 1 200 Personen, Männer, Frauen, Kinder, Greise aller Gesellschaftsklassen und aller Nationalitäten."( 93) ,, Man sah, wie Frauen, welche vor einigen Tagen niedergekommen waren, mit ihren Kindern abgeführt wurden, gebrechliche Greise, die man auf Bahren transportierte, Schwerverwundete, kleine Kinder. Ein SS- Mann, der die Kinder des Säuglingsheims von Neuilly holen sollte, kommt mit der Erklärung zurück, daß er es nicht über sich gebracht habe, die Säuglinge mitzunehmen. Daraufhin schickte der Hauptsturmführer einen anderen Autobus aus, der mit den Kindern zurückkam; 350 wurden auf diese Weise deportiert. Trotz der Thermosflaschen, der kondensierten Milchund der Flaschen mit Wasser, die ihnenbei der Abreise mitgegeben wurden, starben die meisten der Kinder auf der Reise."( 6) " ,, Die SS- Leute ziehen uns völlig nackt aus, 140 Personen pro Güterwagen. Die Berühmten Waggons: 40 Mann 8 Pferde Es war eine Hölle."( 51) - - ,, Alles wurde hermetisch verschlossen."( 20) 99 99 Wir konnten uns weder setzen noch kauern."( 7) Was mich anlangt, verbrachte ich die Nacht auf einem Bein, da ich das andere nicht auf die Erde setzen konnte."( 69) ,, In der Mitte des Waggons ein Eimer, um unsere Bedürfnisse zu verrichten; er war nach einigen Stunden voll, lief über und verbreitete einen furchtbaren Geruch. Die Leute verrichteten dann ihre Bedürfnisse direkt in den Wagen und wir mußten die Reise in einem Pestgeruch verbringen. Während der Reise erfolgten zahlreiche Fluchtversuche.... Diese außerordentlich gefährlichen Ausbruchsversuche waren nicht in allen Waggons möglich. Wir konnten keine unternehmen, denn unser Waggon hatte seinen Platz neben demjenigen der SS- Leute und befand sich unter ihrer dauernden Überwachung. Die Ausbruchsversuche fanden vor allem in der zweiten Nacht statt, als wir noch in Frankreich waren. Den einen gelang es, ihren Waggon zu öffnen, den anderen die Fensteröffnungen aufzustoßen und ihre Gitterstäbe auszubrechen. Wenn die SS- Leute einen Ausbruchsversuch entdeckten, hielt der Zug und die Jagd begann mit Hilfe von auf kleinen Türmen befindlichen Scheinwerfern und von Maschinengewehren, die sich an der Spitze und am Ende des Zuges befanden. Die SS- Leute stürzten sich aus den Waggons auf der Suche nach den Auskneifern und schossen auf sie. Der letzte Wagen des Zuges, der leer geblieben war, war zur Aufnahme der Leichen bestimmt. Er nahm nicht nur die Getöteten, sondern auch die Verwundeten auf, die mit den Toten durcheinander geworfen wurden. Ich habe diesen Waggon in Buchenwald wiedergesehen, wo aus ihm das Röcheln und das Jammern der Verwundeten drang. Ich habe mit absoluter Gewißheit erfahren, daß alle letzteren umgebracht und mit den Toten in den Verbrennungsofen geschickt worden sind."( 7) ,, Alle Fluchtversuche wurden blutig unterdrückt."( 50) ,, In den Waggons, in denen Fluchtversuche stattfanden, wurden die Gefangenen völlig nackt ausgezogen und eine gewisse Zahl von ihnen wurde als Geiseln auf der Stelle erschossen."( 78) - 13 ,, Ich habe die Erschießung gesehen, die vor dem Waggon in einem Bombentrichter stattfand."( 30) ,, Einige junge Leute wurden in aller Hast ausgewählt.... Wir sahen die fünf jungen Leute ankommen, die zuallererst ausgesucht worden waren; jeder war von einem deutschen Gendarmen, der eine Pistole trug, begleitet. In dem Moment, in welchem sie in dem Graben anlangten, ergriff jeder Gendarm einen Gefangenen, stellte ihn gegen die Grabenwand und schoß ihm eine Revolverkugel in den Nacken."( 69) ,, Kameraden bedeckten vor der Weiterfahrt die Leichen mit einigen Schaufeln Erde."( 30) ,, Die Reise dauerte 8 bis 10 Tage, während derer wir zweimal Suppe und zweimal Brot bekamen."( 55) ,, Um die Reise von Cherbourg nach Hazebrouck zurückzulegen, brauchte der Transport neun Nächte und zehn Tage."( 4) 99 , Wir waren alle vom Durst gemartert, ich sah einige meiner Kameraden schließlich dazu kommen, ihren Urin zu trinken, andere, den Schweiß auf dem Rücken von anderen Deportierten abzulecken, andere wiederum das auf den Wagenwänden sich niederschlagende Wasser aufzufangen."( 54) ,, Am Bahnhof von Bremen wurde uns das Wasser vom Deutschen Roten Kreuz verweigert, das uns erklärte, es gebe kein Wasser für uns."( 29) 99 , Wir waren halb tot vor Durst. In Breslau flehten die Gefangenen neuerdings die Schwestern des Deutschen Roten Kreuzes um Wasser an. Sie blieben unserem Flehen unzugänglich."( 10) ,, Kein Wasser, eine Gluthitze, keine Luft( die Luftklappen... waren geschlossen)."( 10) ,, Bei jedem Aufenthalt hörte man nur flehende Stimmen aus den Waggons, die um Luft baten. Ein deutscher Offizier antwortete jedesmal unweigerlich:, Ihr habt nur, was ihr verdient"." ,, An den Haltestellen erhielten diejenigen, die es wagten, ein Fenster zu öffnen und die deutsche Polizei, die den Transport begleitete, um Hilfe zu bitten, eine Revolverkugel oder eine Salve aus einer Maschinenpistole und wurden dann vollends umgebracht."( 92) ,, Zwei Kameraden starben den Erstickungstod. Ich persönlich bemühte mich bis zum Morgen, meinen Freund P. zu pflegen, der eine Herzkrise hatte."( 69) ,, Gegen 17 Uhr zählten wir etwa 100 Erstickungsfälle, dann stieg die Ziffer v Minute."( 92) ,, In jedem Waggon wurden Fälle von Wahnsinnsausbrüchen festgestellt. Einige Gefangene mußten sogar andere, die wahnsinnig oder gefährlich geworden waren, töten."( 78) Gew jeni eine daru Hau wur an S " 2 and Arm and Abr Kild acht Gro met Sto Fah gesc Kra Zug ich von Minute zu Wa wel sen mit voll ma und arb ,, In einem Waggon kam es zu entsetzlichen Szenen mit Fällen von Kollektivwahnsinn, wobei die Gefangenen sich gegenseitig mit unerhörter Grausamkeit umbrachten."( 92) ,, Ich habe mit eigenen Augen einen Transport von Gefangenen gesehen, die sämtlich wahnsinnig geworden waren."( 69) ,, In einem der Transporte kamen 64 Deportierte tot an. Sie waren erstickt."( 54) ,, In meinem Waggon waren 82 Leichen von 126 Personen bei der Abfahrt. Es versteht sich von selbst, daß es in den anderen Waggons ungefähr ebenso war."( 51) ,, Bei der Ankunft im Lager zählte man 896 Tote."( 92) ,, Von 1200 Franzosen sind kaum 500 angekommen."( 51) 29 hab geh SS. ang arb Kra bed ,, Mein Transport, der bei der Abfahrt aus 2 500 Gefangenen bestand, hatte unterwegs unter entsetzlichen bis dahin niemals erlebten Umständen 912 Gefangene verloren."( 37) Ankunft ,, Endlich kamen wir um 11 Uhr abends in einer stock finsteren Nacht an. Visionen des Grauens, Visionen des Entsetzens, die qualvollsten Stunden meiner Gefangenschaft. Schreie wilder Tiere, unheimliches Bellen. Was war das alles? Der Empfang der Kerkermeister, begleitet von ihren großen Wolfshunden, die wunderbar dressiert waren, um sie in ihrer Rolle der Büttel zu unterstützen. Wir sind so erschreckt, daß unsere Beine den Dienst versagen, wir kommen nicht mehr von der Stelle."( 120) - 14— zur mu ras Ka leb stattLeute armen, ergriff olver( 0) bekaneun komten abzufanert, das western -( 10) D) baten. eutsche ve aus Morgen, ute zu Fangene bei die wahnich von s unter Grauens, r Tiere, ihren unterehr von ,, Der Waggon wurde aufgerissen und die SS- Leute steigen ein. Sie trieben uns brüllend mit Gewehrkolbenschlägen, mit Bajonettstößen und Stockhieben heraus und ließen die Hunde los. Diejenigen, welche fielen und nicht mehr aufstehen konnten, wurden durch sie zerrissen. Ich hatte eine große Pelerine, die Hunde bissen sich daran fest, ich gab sie ihnen preis."( 7) ,, Man holte aus den Waggons die Toten, die Sterbenden und das Gepäck heraus. Die Toten, und darunter sind alle diejenigen zu verstehen, die sich nicht aufrechthalten konnten, wurden auf einen Haufen geworfen. Das Gepäck und die Pakete wurden zusammengetragen, die Eisenbahnwaggons wurden gesäubert, damit keinerlei Spuren ihres schauerlichen Inhaltes blieben."( 104) ,, Die SS töteten bei dem Zug die meisten der Kinder. M. A. sah seine beiden kleinen Knaben an seiner Seite zusammenbrechen."( 123) ,, Franzosen wurden auf dem Ankunftsbahnsteig durch die SS niedergeschossen."( 70) ,, Ich sah einen SS- Mann ein Kind bei den Füßen nehmen und in die Luft werfen, während ein anderer auf diese lebende Zielscheibe schoß. Etwas weiter reißt ein SS- Mann ein Baby aus den Armen seiner Mutter und zerreißt es in zwei Stücke, indem er es an einem Bein hält und das andere unter seinem Fuß festhält."( 23) ,, Ein Offizier schreitet zur Besichtigung. Alle müssen sich nackt ausziehen und er verlangt die Abrechnung über den, Abfall'. Der, Abfall' sind die Toten. Es sind 954."( 20) ,, Ein Transport umfaßte 800 Leichen auf 2500 Deportierte. Der Transport hatte zunächst 80 Kilometer zu Fuß gemacht, dann war er auf offene Lastwagen verladen worden, in welchen sie acht Tage lang gereist waren."( 30) ,, Als grauenerregendes Schauspiel sah ich die Ankunft von Transporten, die insbesondere aus Großkoyn kamen. Die Gefangenen waren zu 3000 an der Zahl abgefahren, sie hatten 60 Kilometer zu Fuß ohne Aufenthalt zurücklegen müssen, ohne gegessen zu haben, angetrieben durch Stockschläge; nach 60 Kilometern wurden sie auf offene Lastwagen verladen, jeweils 100 pro Fahrzeug; sie waren gezwungen, sich zusammenzukauern; der erste, der aufstand, wurde niedergeschossen; so sind sie sieben Tage und sieben Nächte gereist. Sie kamen mit 700 Toten und 700 Kranken an, die, das kann man ruhig sagen, in der Folgezeit gestorben sind. Sie stiegen aus dem Zug und da wurden die, die nicht bis zum Lager gehen konnten, niedergeschossen."( 31) ,, Die größten Transporte mit Franzosen kamen im Lager im Juni und Juli 1944 an. Damals sah ich Leichen, die ich niemals vergessen werde. Die Nazibestie stopfte 100 bis 140 Menschen in einen Wagen. Ich erinnerte mich an unseren Transport, wo wir nur zu 50 in einem Waggon waren, in welchem wir weder atmen noch uns rühren konnten, und ich fragte mich, wie Menschen unter diesen Umständen lebend ankommen konnten. Diese Menschen waren alle an Erstickung gestorben, mit völlig schwarzen Gesichtern, mit schauerlich geschwollenen Lippen. Es gab mehrere Lastwagen voll von Leichen in diesem Zustand; es war übrigens unmöglich, die Totenschau vorzunehmen und man muẞte sie sofort in den Verbrennungsofen schaffen. Sie hatten alle noch ihre Zivilkleidung und trugen Fotografien ihrer Familien bei sich. Es war im Juli 1944 und der Verbrennungsofen arbeitete sogar nachts."( 90) ,, Man trennt die Frauen, die Kinder und die Greise von den anderen Deportierten und wir haben keine Nachrichten mehr von ihnen. Ich glaube, daß meine Frau, die zu dieser Gruppe gehörte, mit den übrigen in die Gaskammern kam.( 55) Die Gefangenen ziehen einzeln vor einem SS- Mann vorbei, der ihnen mit einem Zeichen des Fingers die von ihnen einzuschlagende Richtung angibt: Nach links die Männer zwischen 20 und 45 Jahren und die jungen Frauen, das heißt die arbeitsfähigen Leute. Nach rechts der ganze Rest des Transportes, Frauen und Kinder, Greise, Kranke, die Unverwertbaren, die unnützen Mäuler."( 20) Wir wurden vom Bahnhof zum Lager geführt, unter Kolbenschlägen und von den Hunden bedroht."( 75) 99 ,, Trotz unserer Schwäche mußten wir die fünf Kilometer vom Bahnhof zum Lager zu Fuß zurücklegen."( 50) ,, Die SS- Leute hatten uns bei der Überschreitung der Grenze unsere Schuhe gestohlen. Daher mußten wir den Weg vom Bahnhof zum Lager barfuß im Schnee und im Schmutz zurücklegen."( 123) ,, Mit heftigen Faustschlägen in den Rücken und mit Fußtritten befehlen uns diese Bestien rasch und schweigend zu marschieren. Keine Verzögerung, keine Schwäche wurde geduldet. Meine Kameraden, die schon vom Gewicht ihres Gepäckes ermüdet sind, sind starr vor Schrecken und wie leblos unter dem Heulen dieser doppelten Meute, der SS und ihrer Hunde."( 120) 15 ,, Die allermeisten Gefangenen waren nicht imstande zu gehen. Alle diejenigen, die nicht gehen konnten, wurden am Straßenrand zurückgelassen und wir haben sie niemals wiedergesehen. Ich kann das mit absoluter Gewißheit angeben, denn ich war im Krankenhaus beschäftigt. Alles deutet darauf hin, daß sie umgebracht worden sind."( 79) ..Der Weg mußte laufend zurückgelegt werden; die Alten, die nicht laufen konnten, fielen um und wurden mit Kolbenschlägen erledigt."( 7) ,, Einige Tage später Ankunft von 700 Russen in dem gleichen Zustand wie ihre Vorgänger. Sie sind ausgehungert und gleichen wahren Bestien. Sie sind von deutschen Soldaten bewacht, die bei der geringsten Kleinigkeit schießen."( 125) ,, Im Lager ist ein Transport von Juden aus Budapest angekommen, die zu Fuß im Schnee gekommen sind. Da sie seit mehr als einer Woche nichts mehr zu essen hatten und auch nichts zu trinken, aẞen sie Schnee. Bei ihrer Ankunft wurden sie aufgestellt mit Verbot für sie, sich zu setzen, und für uns andere Lagerhäftlinge, uns ihnen zu nähern. Von Zeit zu Zeit fiel einer von ihnen tot um. Hinter dieser Kolonne folgten die Sammellastwagen, auf denen mehrere hundert Tote aufgehäuft waren. Man lud sie ab wie Eisenstangen."( 19) ,, Tausende dieser Unglücklichen, vorwärtsgetrieben durch die SS- Leute und ihre Hunde, waren vor Ermüdung gestorben oder wie Tiere auf der Straße im Schnee niedergeschossen worden."( 70) ,, Vor Eintritt ins Lager Prüfung der Liste der Häftlinge, die unserem Transport beigegeben war; jeder Gefangene wurde aufgerufen und mußte seinen Namen angeben; wenn er ihn französisch aussprach und er für die Deutschen unverständlich war, erhielt er einen Schlag mit dem Gummiknüppel. Ein junger SS- Mann von 17 Jahren aus Transsylvanien( dessen Namen ich nicht kenne) zerschlug auf diese Weise zwei Gummiknüppel auf dem Rücken der Ankömmlinge."( 86) , Vor der Türe und im Gang waren junge SS- Leute aufgestellt, die auf die Ankömmlinge einschlugen, sei es mit der Hand oder sogar mit dem Gewehrkolben, sei es mit den Füßen. In einer Art von Vorraum waren etwa 20 Gefangene mit dem Gesicht gegen die Wand aufgestellt. Unter Flüchen und Hieben bedeutete man den Ankömmlingen( Franzosen, Russen, Polen, Belgier, Deutsche usw.), daß sie sich ebenso wie ihre Vorgänger aufzustellen hätten. Wehe dem, der den Kopf umwandte oder sich etwas rührte. Die Schläge hagelten auf den Unglücklichen, der meistens nicht wußte, warum er geschlagen wurde. Von Zeit zu Zeit schrie jemand:, Die Nächsten. Da die meisten nicht deutsch verstanden, rührte sich niemand. Diejenigen, die ins Büro kommen sollten, wurden daraufhin furchtbar geschlagen. Viele fielen um und bekamen Fußtritte. Das ging im Büro selbst weiter.... Ich war mehr tot als lebendig, als die Reihe an mich kam, hineinzugehen."( 27) ,, Zwei Riesen peitschten mit Lederriemen auf die hereinkommenden Häftlinge ein."( 58) ,, Mir für mein Teil wurden von einem SS- Unteroffizier drei Zähne ausgeschlagen und die Lippe gespalten." ,, Im Lager selbst schlug man uns sogleich bei der Ankunft."( 75) ,, Die Zahl der Aufseherinnen nimmt zu; die Miẞhandlungen gehen damit Hand in Hand. Sie wetteifern darin, am stärksten zu hauen, am wildesten zu stoßen."( 120) ,, Es war fast Nacht. Wir mußten in Reihen zu dritt und im Gleichschritt marschieren, um die 100 Meter zu unserer Baracke zurückzulegen. Wir waren von SS- Leuten umgeben. Wenn einer nicht im Schritt marschierte oder etwas aus der Reihe ging oder den Kopf umwandte, bekam er einen Schlag mit dem Gewehrkolben oder Fußtritte. Bei der Ankunft vor unserer Baracke befahl man uns, in die Zelle Nr. 4 zu gehen. Und wiederum unter heftigen Schlägen zeigte man uns unsere Zelle, die keine Nummer trug."( 27) ,, Die jungen Mädchen wurden ausgepeitscht. Sie erhielten 30 Peitschenhiebe auf das nackte Gesäß. Dieser Akt vollzog sich in Gegenwart des Lagerchefs, eines Arztes und der Oberaufseherin."( 120) ..G 99 arm. ,, M W 99 ..D die Ru „ F perteil mer: maschi ..K ..H zentsa V kürlid „ A W sind verwer Tatsäc schrift 99 W Badew der W stande „ Be aus de schließ ergriff er star 16 B Frauen denn Unters Jungen losspri gehen en. Ich Alles elen um ginger. ewacht, Schnee h nichts sich m mer von ert Tote Die Internierung waren ( 70) gegeben fran mit dem h nicht ( 86) nge einIn einer Unter Belgier, er den meistens Da die sollten. Büro ( 8) Lippe d. Sie in de kam er befahl unsere nackte beraufAufnahme ,, Gleich bei der Ankunft im Lager Immatrikulation durch Tätowierung auf dem linken Unterarm."( 20) ,, Man brannte mir eine Ziffer mit einem glühenden Eisen ein."( 89) 99 Wir waren keine Persönlichkeit mehr, wir wurden eine Nummer."( 120) ,, Die Kinder und sogar die Säuglinge wurden tätowiert. Bei der Ankunft im Lager fanden die Russen einen zwei Wochen alten Säugling mit einer Matrikelnummer."( 86) ,, Für die Desinfektion mußte man sich völlig ausziehen. Es wurden die Ohren und alle Körperteile untersucht, um festzustellen, ob man nichts versteckt habe. Man kam in ein erstes Zimmer: Vollkommenes Rasieren aller Haare mit dem elektrischen Rasierapparat und der Schermaschine."( 7) ,, Kein behaarter Teil des Körpers entging dem Rasiermesser."( 54) ,, Hilflos sahen wir Frauen dem Verschwinden unserer Haare unter der Schermaschine zu." ( 120) ,, Im allgemeinen wurden sieben Frauen von zehn geschoren; man wußte nicht warum, der Prozentsatz war so festgesetzt."( 41) ,, Von 964 Frauen unseres Transportes sind ungefähr 600 geschoren worden. Das geschah willkürlich ohne irgend ein System."( 28) ,, Als man uns schor, gab man uns eine beruhigende Versicherung: Die tierischen Webstoffe sind wärmer als die pflanzlichen. Also beruhigt euch, nichts geht verloren, die deutsche Industrie verwertet alles, mit euren Haaren werden wir Decken, Kleidungsstücke für die SS usw. machen. Tatsächlich trugen, während wir nichts anzuziehen hatten, die Hunde der SS Mäntel( mit der Aufschrift SS), die oft aus unseren Haaren gemacht worden waren."( 71) 99 Wir kamen dann in ein zweites Zimmer, den Duschraum; man tauchte uns in eine riesige Badewanne, die mit einer Phenollösung gefüllt war. Die schwer kranken Leute starben, als sie aus der Wanne herauskamen, denn die Operation war sehr qualvoll; andere wurden ohnmächtig und standen nicht mehr auf."( 7) ,, Beim Passieren der Badewanne sah ich einen alten Franzosen, der von seinen Kameraden aus dem Waggon gehoben worden war und der dann zur Entkleidung, zur Schermaschine und schließlich zur Dusche geschleppt wurde. Dort versetzten ihm zwei Nazirohlinge Faustschläge. Dann ergriff man ihn bei den Schultern und bei den Füßen und schleuderte ihn in die Badewanne, wo er starb. Er wurde dann in eine Ecke geworfen."( 62) ,, Brutal stoßen sie uns in einen großen Saal zu den Duschen. Wir kommen jeweils zu fünf Frauen herein und jede von uns wird sehr gründlich durchsucht. Ich sage absichtlich gründlich', denn man untersucht uns bis auf den Grund der Vagina. Die SS- Frauen führen die VaginaUntersuchung von einer zur anderen durch, ohne sich die Hände zu waschen, selbst an den ganz jungen Mädchen, in Gegenwart der SS- Männer und der Hunde, die auf die nackten Gefangenen losspringen, wenn sie sich rühren."( 120) 17 ,, Die Deutschen legten für jede von uns Kartothekzettel an und schrieben darauf nicht bestehende Krankheiten ein. Ich z. B. bin als lungen- und herzkrank eingetragen, während selbst heute, nach so vielen Leiden: Typhus, doppelseitige Lungenentzündung usw., die Untersuchungen, denen ich mich kürzlich unterzogen habe, ergeben, daß meine Lungen völlig gesund sind, während ich am Herzen nur eine Schwäche habe infolge der Behandlung während der 4½ Jahre Haft, von welchen ich zwei Jahre in Deutschland verbracht habe. Die Deutschen verfuhren so, um gegebenenfalls den Eintritt eines natürlichen Todes beweisen zu können."( 71) ,, Man nimmt uns unsere Zivilkleider und alle unsere persönlichen Sachen. Nichts darf an unser Zuhause erinnern."( 120) ,, Dann wurden wir mit Lumpen bekleidet( natürlich eine Gelegenheit, uns unsere Kleider zu stehlen) und bekamen schließlich Holzsandalen, die aus einer Sohle aus Buchsholz( später aus Buchenholz) und um sie zu halten, mit einem einfachen Band am äußersten Ende des Fußes versehen war. Sie zwangen den Träger, die Füße bei jedem Schritt hoch zu heben.( 54) ,, Das Lager war sehr häufig bei Ankunft von Transporten überfüllt. Es war daher kein Platz für die Aufnahme der Neuankömmlinge. Die Gefangenen mußten zwei oder drei Tage ihre Aufnahme in den Baracken abwarten. Sie blieben im Freien ohne Nahrung, denn sie gehörten nicht zum Lagerbestand, solange sie nicht den Baracken zugeteilt waren. Ergebnis solchen Wartens war die Erkrankung( Lungenentzündung, Bronchitis usw.), sehr vieler Häftlinge."( 54) 99 Wir schliefen zehn Tage lang auf der nassen Erde, ohne Decke, ohne Stroh und natürlich ohne Feuer. Im November 1939, nach dem Krieg in Polen, kamen ungefähr 2000 polnische Kriegsgefangene im Lager an. Unter dem Vorwand der Entlausung mußten sie sich bei eisiger Kälte( 12 Grad unter Null) völlig nackt ausziehen und wurden in ein kleines von Stacheldraht eingefaßtes Rechteck eingepfercht; ihre Kleider wurden verbrannt. Als Nahrung erhielten sie ein Zehntel eines Brotlaibes pro Tag. Nach drei Wochen waren nur noch zehn von ihnen übrig. Alle anderen starben an Kälte und Hunger."( 106) Diebstähle ,, Holländische und französische Juden sagten uns, die Deutschen hätten ihnen erklärt, daß sie ihr Land verließen, um nach Polen verbracht zu werden, wo jeder in seinem Beruf weiterarbeiten könnte, oder man hatte ihnen sogar versprochen, daß für jedes Geschäft, jedes Unternehmen und jede Fabrik, die durch die Deutschen beschlagnahmt wurden, ihnen gleichwertige Existenzmittel zur Verfügung gestellt würden. Sie sollten ihr ganzes Vermögen und flüssiges Geld für mindestens sechs Wochen mitnehmen. Infolgedessen gelangte eine beträchtliche Menge von Geld und Werten ins Lager."( 104) ,, Man nahm uns unser Geld und alle unsere Schmuckstücke."( 125) ,, Die SS und die Gestapo leiteten alle Operationen."( 20) ,, Bei diesen verschiedenen Operationen beobachtete ich das Benehmen unserer Wächter; sie rauben schon auf eigene Rechnung und ihre Taschen füllen sich mit Wertgegenständen und Geld. - Von Habsucht und Raffgier getrieben, füllten sich wiederholt hohe Persönlichkeiten der Partei höhere und einfache Offiziere bei Inspektionen die Taschen mit Schmuck, Brillanten, Wertpapieren und ausländischem Geld. Ich konnte mich nicht entschließen, ihnen meinen Ehering auszuhändigen und ich verschluckte ihn während meiner Gefangenschaft. Diese Operation habe ich zweimal wiederholt."( 57) ,, Unterwegs näherte sich mir ein junger, ungefähr 20 Jahre alter SS- Mann und sagte mir auf französisch:, Gib mir deinen Ehering'. Ich antwortete nicht. Er schlug mich brutal und ich wurde so fünf Kilometer lang mit dem Gewehrkolben auf den Rücken und die Schultern geschlagen. Nach diesen fünf Kilometern fiel ich in Ohnmacht. Er rollte mich mit Fußtritten in den Graben und als ich wieder zu mir kam, versuchte er, mit der Schneide seines Messers, mir meinen Ehering abzuziehen; das gelang ihm schließlich, nachdem er auf meinen Finger gespuckt hatte, um den Ring abziehen zu können. Er brachte mich mit Kolbenschlägen wieder zum Stehen und trieb mich in die Reihe zurück."( 88) ,, Auf einem Register wurde sorgfältig die Zahl der Goldzähne jedes Gefangenen eingetragen."( 65) 81 R 80 de k ha M a 2 1 W 81 F a b Z1 te m K M B le V F S G r a S G d M a V 18 icht bed selbst chungen, nd, währe Haft, , um gedarf an Meider zu äter aus ubes ver ein Platz hre Auften nicht Wartens natürlich Dolnische ei eisiger cheldraht n sie ein brig. Alle lärt, daß iterarbeiUnternehtige Exitnehmen. chter; sie und Geld. eiten der Brillanten, rschluckte ) te mir auf ich wurde agen. Nach en und als ring abzu n Ring ab mich in die eingetra ,, Sie rissen die Zähne der Gefangenen aus auf der Suche nach Diamanten, von denen sie sagten, sie könnten in den hohlen Zähnen versteckt sein. Sie rissen auch die Kronen aus, die in dem Register nicht aufgeführt waren."( 110) ,, Mit einer Zange riß man mir alle meine Goldzähne aus."( 89) ,, Ich möchte betonen, daß die Deutschen uns veranlaßten, an unsere Familien auf Papier zu schreiben, das eine aufgedruckte Notiz enthielt bezüglich, des Vorhandenseins einer Kantine und der uns erteilten Erlaubnis, Postanweisungen zu erhalten, um in dieser Kantine etwas kaufen zu können'; natürlich existierte sie nicht."( 58) ,, Sie haben mir niemals das Geld zurückgegeben, das sie aus meiner Brieftasche genommen haben; sie haben mir niemals die Summen gegeben, die mir meine Frau schickte während vier Monaten, nämlich 25 Mark monatlich. Ich erfuhr bei meiner Rückkehr nach Paris, daß die Gestapoleute, die mich in meiner Wohnung am 15. August 1942 verhafteten, in meinem Schreibtisch die dort aufbewahrte Summe von 225 000 Franken in Banknoten genommen hatten. Sie nahmen ebenfalls aus einem Schrank 180 000 Franken in Schatzscheinen, die Frl. L. gehörten."( 31) ,, Für gewisse Arbeiten benützen die Henkersknechte des Lagers die Gefangenen, meist Freiwillige, zum Beispiel jenen jungen Luxemburger, der sich speziell damit beschäftigte, Schmuckstücke in der Scheide toter Frauen zu suchen."( 55) ,, Der Name, Canada' wurde einer Lagerorganisation gegeben, in welcher 1200 Männer und 2000 Frauen beschäftigt sind. Dort wird das aus den Transporten stammende Material aller Art gelagert, ausgesucht, verpackt und nach Deutschland geschickt; Kleider jeder Art, Lebensmittel, Medikamente und Parfümerieartikel, Schmuck, Bilder, Wäsche, Kleider, Tabak, Zigaretten, Bettwäsche, beim Scheren gewonnene Haare. In diesem Kommando haben die Deutschen eine Gruppe von Spezialisten ausgebildet, die sich damit befaßten, unter den Kleidern und in der Bettwäsche Brillanten und andere Wertgegenstände, welche die Besitzer etwa verloren hatten, zu suchen."( 31) ,, Alle den Gefangenen gestohlenen Sachen wurden sorgfältig geordnet und nach Deutschland geschickt. In dem ungeheuren im Lager Nr. 6 entdeckten Schuhlager fand man Schuhe mit der Fabrikmarke von Paris, Wien, Brüssel, Warschau, Triest, Prag, Riga, Antwerpen, Amsterdam, Kiew, Krakau, Lublin, Lemberg und anderen Städten, Schuhe verschiedenster Formen und Größen, für Männer, Frauen, junge Leute, Kinder im Vorschulalter, Soldatenschaftstiefel, gewöhnliche und Bauernstiefel. Außerdem entdeckte man in dem Lager eine große Zahl von Schustereiartikeln( Sohlen, Einlegesohlen, Absätze), die ausgewählt, in Stößen geschichtet und zum Transport nach Deutschland bereitgestellt waren. Allein in diesem Zerstörungslager befanden sich über 820 000 Paare, die mißhandelten und toten Kindern, Männern und Frauen gehört hatten. In dem riesigen Lager der Gestapo in der rue Chopin in Lublin fand man große Mengen von Männer-, Frauen- und Kinderwäsche sowie alle Arten persönlicher Gebrauchsgegenstände. Z. B. mehrere Fächer mit Strickwolleknäueln, Tausende von Brillen, Zehntausende von Männer-, Frauen- und Kinderschuhen, Zehntausende von Krawatten mit den Marken der verschiedensten Städte, Paris, Prag, Wien, Berlin, Amsterdam, Brüssel,--Tausende von Frauengürteln; ein Teil derselben war aussortiert und lag zum Transport bereit. Bademäntel, Pyjamas, Hausschuhe, viele Spielsachen, Milchflaschen, Rasierpinsel, Scheren, Messer und eine große Zahl anderer häuslicher Gebrauchsgegenstände. Man fand dort auch eine Riesenmenge an Koffern, ehemaliges Eigentum von russischen, polnischen, französischen, tschechischen, belgischen, holländischen, griechischen, kroatischen, italienischen, norwegischen und dänischen Staatsangehörigen sowie von Juden verschiedener Länder. Der SS- Obersturmführer TERNES erklärte in seiner Eigenschaft als ehemaliger Finanzkontrolleur des Lagers: Was mich betrifft, so weiß ich, daß das Geld und die Wertsachen, die den Gefangenen abgenommen wurden, nach Berlin geschickt wurden. Das den Gefangenen weggenommene Gold wurde dem Gewicht nach versandt. Alle diese Werte, die letzten Endes gestohlen wurden, bildeten beträchtliche Einnahmen für das Deutsche Reich. Man hat nach Berlin erhebliche Mengen von Gold und Wertsachen geschickt. Ich weiß über all dies gut Bescheid, weil ich im Lager als Finanzkontrolleur gearbeitet habe. Ich betone besonders, daß große Mengen von Gold und von Wertsachen nicht auf dem Einnahmeregister eingetragen wurden, weil sie von den Deutschen, die all das konfiszierten, gestohlen worden waren"."( 111) - 19 - Bekleidung ,, Die Kleidung war absolut ungenügend. Von Zeit zu Zeit wurde man untersucht und die Kleidungsstücke, die man außer der zugeteilten Tracht besaß, wurden weggenommen. So nahm man z. B. denjenigen Gefangenen, die sich gegen Brotrationen von zwei oder drei Tagen Pullover verschafft hatten, dieselben weg, sowie alles, was nicht vorschriftsmäßig war, bis auf die Kleidungsstücke aus Papier, die manche Häftlinge auf der Haut trugen, um sich gegen Kälte zu schützen. Die privaten Kleidungsstücke wurden sogar den Greisen, den Kranken und Invaliden weg. genommen. Der Mantel war ebenfalls verboten, Jacke und Hemd allein waren erlaubt."( 73) ,, Man ist durch die eisige Morgenkälte im Winter gelähmt, denn auch in dieser Jahreszeit, ebenso wie in den anderen, ist es nicht erlaubt, ein Kleidungsstück aus Wolle zu tragen."( 120) ,, Durch Regenstürme waren wir völlig durchnäßt und unsere groben Wollkleider wurden Lasten, die wir kaum noch tragen konnten. Sie wogen mehrere Kilos und die Frauen konnten nicht mehr gehen. Wir waren gezwungen, sie auszuwinden und sie so den ganzen Tag zu tragen, denn wir hatten kein Feuer, um sie zu trocknen."( 67) ,, Die Holzschuhe, mit denen wir versehen worden waren, riefen nach einigen Tagen Verwundungen hervor; da diese nicht gepflegt werden konnten, ergaben sich eitrige Entzündungen, die in vielen Fällen den Tod nach sich zogen."( 86) Wohnung ,, 50 Holzbaracken, 20 Zementbauten, für 16 000 Leute eingerichtet, bilden das eigentliche Konzentrationslager."( 69) ,, Alle diese Bauten sind nach einem Serienmodell gebaut. Jedes Haus hat ungefähr 30 Meter Länge und acht bis zehn Meter Breite. Während die Wände kaum höher als zwei Meter sind, ist die Höhe des Daches unverhältnismäßig groß: ungefähr fünf Meter, so daß das Haus den Eindruck eines, von einem großen Heuspeicher überdeckten Stalles macht. Es gibt keine Innendecke, so daß der Raum in der Mitte sieben Meter hoch ist; mit anderen Worten, das Spitzdach ruht unmittelbar auf den vier Wänden. Der Raum ist in zwei Teile geteilt durch eine Zwischenwand, die ihn in der Mitte durchzieht und die eine Öffnung hat, welche die beiden so getrennten Räume verbindet. Den Seitenwänden und auch der zentralen Trennungswand entlang sind zwei parallele Böden in ungefähr 80 Zentimeter Abstand errichtet, die ihrerseits durch vertikale Trennungswände in gleiche Zellen eingeteilt sind. Es gibt also drei Stockwerke: das Erdgeschoß und die beiden an den Seitenwänden befindlichen Böden. Normalerweise leben drei Personen in jeder Zelle. Wie man aus der Angabe der Dimensionen ersehen kann, sind diese Zellen zu eng, als daß ein Mensch sich darin ausstrecken könnte und ihre Höhe gestattet ihm nicht, gerade zu sitzen und noch weniger aufrecht zu stehen. In dieser Weise sind etwa 400 bis 500 Menschen in einem Haus des, Quartieres' untergebracht, wie man das auch nennt."( 104) , Wir waren 750 in unserer Baracke, die 50 Meter Länge und zehn Meter Breite hatte, unter Berücksichtigung der schiefen Wände; diese Baracke war sechs Meter hoch über der Mittellinie und etwa vier Meter über der Seitenlinie. Der Insassenbestand betrug am 4. April 1945 1 350 Mann. Es war darin aber nur knapp Platz für 936 liegende Menschen, so daß die Leute nur zwei Nächte von dreien sich schlafen legten. Diejenigen, welche sich nicht hinlegten, blieben auf den Bänken sitzen oder stehen. In einigen Baracken war die Überfüllung noch schlimmer und man gab mir, ohne daß ich sie prüfen konnte, die Ziffer von 2 100 Menschen an, die in manchen Nächten in gleich großen Baracken eingepfercht wurden."( 80) ,, Es war absolut unmöglich, in dieser Luft zu atmen."( 79) ,, Bei unserer Ankunft erschienen uns die Schlafräume als sehr schön; die Betten ordentlich ausgerichtet und auf jedem Strohsack ein kurzer, blauweißer Zipfel; es war fast hübsch. Aber unsere Zufriedenheit dauerte leider nicht lange; beim Aufheben des kurzen Zipfels stellten wir fest, daß die Strohsäcke und Decken von Ungeziefer wimmelten. Meine Decke war voll von Unrat."( 28) ,, Man schlief auf Matratzen, die mit Holzspänen gefüllt waren."( 60) 1, tr li 0. bi bl ge N K k Z a - 20 Klei man r verungsn. weg eszeit, 20) asten, mehr n wir rwundie in Wir waren zu 10, 11 und 12 in den Fächern von vier Metern Breite, 1.85 Länge und annähernd 1,60 Meter Höhe. Der Kopf jedes Häftlings ruhte auf den Füßen seines Nachbarn."( 80) 99 ,, Es war nicht genug Platz, um auf dem Rücken zu schlafen."( 7) Wenn man sich nachts umdrehen wollte, mußte man die Kameraden stoßen, damit sie sich gleichfalls umdrehten. Wir lagen wie die Sardinen, kreuzweise, plattgedrückt, auf der Seite." ( 59) 99 ,, Die Frauen hatten keine Regel mehr; bei zehn Frauenleiden stellte man fest, daß neun vertrocknete Eierstöcke hatten, infolge des Umstandes, daß die Nazis sie nicht ausgestreckt schlafen ließen; es waren bis zu 1 200 und 1 300."( 57) ,, Die Frauen schliefen in den Aborten und sogar im Freien, manchmal bei 32 Grad unter 0."( 9) ,, Das Lager konnte gleichzeitig 25 000 bis 40 000 Menschen aufnehmen. Es gab Zeiten, wo man bis zu 45 000 Gefangene eingeschrieben hatte. Die Internierten dieses Lagers bildeten kein gleichbleibendes Kontingent. Das Lager umfaßte Kriegsgefangene der ehemaligen polnischen Armee, die schon 1939 gefangen genommen worden waren, russische Kriegsgefangene, Staatsangehörige Polens, Frankreichs, Belgiens, Italiens, Hollands, der Tschechoslowakei, Griechenlands, Jugoslawiens, Dänemarks, Norwegens und anderer Länder."( 111) Ernährung KonMeter st die druck se, so nmite ihn verallele ungsdie jeder daß und inem unter linie Jann. Fichte inken mir, gleich mtlich Aber wir Un,, Die Ernährung war unter dem Existenzminimum."( 80) ,, Nicht genug zum Leben und zuviel zum Sterben."( 23) ,, Morgens 7 Uhr Kaffeeverteilung: schwarzes Wasser, das immer mit geschmolzeném Schnee gemacht wird, das ist alles."( 125) ,, Die Mahlzeiten sind alles andere als gut: Brennesselblätter, Kohl- und Runkelrüben, etwas Kartoffeln, ein Stück Brot. 250 Gramm abends, mit etwas, Marmelade ähnlichem' oder einem Weißkäseersatz; das ist die Ernährung."( 50) ,, Das Brot bestand aus 40 Prozent Kartoffelmehl, 25 Prozent Kastanienmehl, 20 bis 25 Prozent Gerstenmehl und der Rest war aus Sägemehl."( 29) ,, Die Brotrationen waren äußerst verschieden; sie schwankten zwischen 150 und 250 Gramm; das war sehr beunruhigend für uns, denn wir wußten niemals, wieviel wir essen konnten." ,, Die Ernährung war widerlich."( 61) ,, Selbst in der Suppe waren verdorbene Gemüse, was zahlreiche Fälle von Ruhr hervorrief." ( 14) ,, Sehr häufig wurde auch der Interniertensuppe ein chemisches Produkt beigemischt, das Ruhr und schwere Blutungen hervorrief. Alle Medikamente waren wirkungslos."( 38) ,, Oft war das Abendessen kalt, denn es wurde schon gegen 4 Uhr in die Baracken gebracht, während der Appell manchmal bis 6 Uhr oder noch länger dauerte."( 60) ,, Die Suppe blieb so lange draußen, daß sie zu einem Eisblock wurde. Dann erst wurde sie verteilt."( 38) ,, Es war verboten, ein Messer zu haben und in einem bestimmten Zeitpunkt nahm man uns auch die Löffel. Wir waren dann gezwungen, unsere Suppe auszuschlürfen."( 12) ,, Die einen hatten einen Teller, die anderen eine Gasmaskenbüchse oder eine ganz verrostete Konservenbüchse. Alle aßen aus unvorstellbaren Gefäßen."( 125) ,, Alle Pakete, die uns geschickt wurden, wurden konfisziert und man übergab uns nur die leere Verpackung."( 11) 99 Während der vier Monate, die ich dort verbrachte, bekamen wir nichts vom Roten Kreuz."( 76), ,, Kein Paket ist jemals in die Hände der Gefangenen gelangt."( 83) -21 ,, Ich sah Pakete des französischen Roten Kreuzes ankommen mit der Bemerkung, Für den Vertrauensmann der französischen Internierten'. Die SS- Leute erklärten uns, daß es solche Vertrauensleute nicht gebe und daß daher sie über die Pakete nach ihrem Belieben verfügen könnten, was sie auch taten."( 98) ,, Alle unsere Pakete wurden uns regelmäßig gestohlen. Wir sahen die Oberherrinnen' aus Frankreich kommende Sachen essen und wir errieten ihre Herkunft. In den Abfalleimern fanden wir die leeren Sardinenbüchsen und die Verpackungen der kleinen rechteckigen bei uns fabrizier. ten Kekse."( 28) ,, Die, Offizierinnen' verkauften vor unseren Augen den Zivilarbeitern der Fabrik Pakete mit Lebensmitteln, die von unseren Rationen weggenommen waren."( 12) 99 Theoretisch erhielt der Gefangene die oben angegebenen Rationen, aber praktisch wurde ein beträchtlicher Teil davon gestohlen, bevor sie wirklich verteilt wurden."( 104) ,, Außerdem ging ein erheblicher Teil des Kaffees, der Suppe oder des Frühstücks verloren, denn die Übernahme unseres Essens erfolgte stets im Laufschritt. Um so mehr ist der Umstand zu berücksichtigen, daß man den verschiedenen Wächtern ausweichen mußte, die den Weg entlang standen und die uns stets Kolbenschläge und Fußtritte versetzten. Für die Jungen ging das noch hin, sie waren beweglich genug und konnten diesen verschiedenen Hindernissen auf ihrem Weg ausweichen, aber es gab Alte, Krüppel usw., für die genau die gleiche Regelung galt. Auf diese Unglücklichen entlud sich die ganze Bestialität dieser teuflischen Horde."( 27) ,, Um unsere Mahlzeiten zu bekommen, mußten wir unter einem Hagel von Stockschlägen Schlange stehen. Man verteilt uns dieses kochende Wasser so reichlich, daß wir unseren Eẞnapf nicht tragen können, ohne davon zu vergießen und da wir nicht das Recht zu gehen haben, sondern immer laufen müssen, so bedeutet das einige Hiebe mehr auf unsere Rippen und fast nichts mehr in unseren Eẞgefäßen."( 74) ,, Die Suppe und das Kaffeegebräu wurden in Gefäßen von 50 Liter Inhalt verteilt. Diese Gefäße, die den in der französischen Armee verwendeten großen Eẞtöpfen ähneln, wogen leer ungefähr 30 Kilo, voll 50 Kilo ohne Deckel." - ,, Für das Gebräu des Morgens oder des Abends waren sieben Töpfe erforderlich; für die Suppe 14. Diese Töpfe sind schwer zu handhaben, zwei oder vier Personen können sie tragen, aber mit Schwierigkeiten, um so mehr als man aufpassen mußte, um sich nicht zu verbrennen, da die Töpfe absichtlich keine Deckel hatten. Diese unglücklichen Frauen versuchten wohl, im gleichen Schritt zu gehen, um das Stoßen auf ein äußerstes Minimum zu beschränken und um sich nicht mit der herausspritzenden Flüssigkeit oder Suppe zu verbrennen; aber das war sehr schwierig, um so mehr, als der zurückzulegende Weg zuweilen recht lang war( die entfernten Baracken lagen 1,5 Kilometer von der Küche weg) und die Straße schmutzig und glitschig, voll von Löchern, so daß man an manchen Stellen bis zu den Knien in den Schmutz einsank. Es war eine wahre Folter. Wenn sie ihren Schritt verlangsamten, so erinnerte sie eine Frau oder ein Mann der SS an ihre Anwesenheit durch einige Knüttelschläge. Leidgewohnt, spannten die meisten ihre ganze Willenskraft an, aber ihr Gesundheitszustand entsprach häufig nicht ihrem Bemühen, tapfer zu sein. Sie fielen dann ohnmächtig um, sei es infolge der Schläge, sei es infolge von Übermüdung. Ihr Fall bewirkte das Ausschütten des von ihnen getragenen Topfes. Die Suppe lief aus und das war gerade das von den Deutschen verfolgte Ziel. Da der Inhalt nicht ersetzt wird, litt die Gesamtheit darunter, denn der Verlust wurde auf die Gesamtheit verteilt und die Einzelration so herabgesetzt. Da dieser Zwischenfall sich häufig wiederholte, war die normale, an sich schon ungenügende Ration noch meist vermindert, woraus sich eine noch raschere allgemeine Schwächung ergab."( 57) ,, Es war eine ganz große Schwierigkeit. eine Schöpfkelle voll Suppe zu bekommen; von der großen Zahl der Wartenden erhielten sie nur hundert. Die anderen wurden mit Fußtritten und Faustschlägen verjagt."( 125) ,, Um unser Essen zu bekommen, mußten wir im Hof anstehen, in Regen und Kälte, und manchmal 1 Stunden auf die Verteilung warten."( 28) ,, Um unsere Suppe zu holen, mußten wir die Befehle der Unteroffiziere ausführen, die uns befahlen, uns in einer Reihe aufzustellen, 150 Meter von der Verteilungsstelle entfernt und zu ihr heranzukriechen. Als wir ankamen, befahlen sie uns, zurückzulaufen und dann wieder hüpfend heranzukommen, alles von Schlägen begleitet. Wir wußten nicht, wo wir unsere Suppe essen sollten; wir gingen in die Gänge oder Aborte."( 12) - 22Da mich ..B sich z mit e lonne gegen aus d war d Delin tritte 99 mehr 95 auch 99 sie n für e Stück über fort men sicht jede man fene gert aße dem yon Pf Ge run Da Di ach La be ku In no ge So fir den e Vernnten, aus anden rizier. e mit de ein , denn erück anden n, sie usweiglück. lägen Snapf ndern mehr efäße, gefähr Suppe er mit Töpfe eichen nicht wierig, lagen rn, so Folter. ihre llensn. Sie Ihr d das samtmerabgende ( 57) n der und manche uns zu ihr d herllten; ,, Das erstemal, als ich meine Suppe holte, mußte ich auf allen Vieren hinlaufen, obwohl ich mich in einem Zustand äußerster Schwäche befand."( 88) ,, Bei der Essensverteilung spielten sich fast täglich folgende Szenen ab: a) wenn die Kolonne sich zu nahe bei dem Verteiler befand, so verteilte der Überwachungsbeamte Schläge, gewöhnlich mit einem großen Stock oder einem Holzstück, ohne zu schauen, wohin er haute. Wenn die Kolonne zu sehr von dem Verteiler entfernt war, wiederholte sich die gleiche Szene aus dem entgegengesetzten Grund. b) Wenn z. B. ein Neuankömmling unglücklicherweise ein wenig seinen Kopf aus der Reihe streckte, um zu schauen, wie er es anstellen sollte, um seine Ration zu bekommen, so war das wieder ein Grund dreinzuschlagen. Gewöhnlich ergriff der schon erwähnte Aufseher den Delinquenten bei den Haaren und stieß ihm den Kopf gegen die Wand der Baracke, gab ihm Fußtritte und schickte ihn ohne Essen weg."( 27) ,, Infolge der Überfüllung kamen die unzureichenden Küchen mit der Essensbereitung nicht mehr nach; wir bekamen nur noch einmal pro Tag Suppe."( 53) ,, Es kam häufig vor, daß man den Internierten tagelang nichts zu essen gab und sie erhielten auch sonst nur einen kleinen Teil der ihnen zustehenden Rationen."( 106) essen. ,, Die Kinder waren beständig von Hunger gequält. Sobald die Verteilung gemacht war, hatten Wenn es sie nur einen Wunsch: Essen. Es war aber verboten während des Appells zu für einen Erwachsenen schon schwer ist, der Versuchung zu widerstehen zu essen, wenn man ein Eine SS- Frau Stück Brot in der Hand hält und Hunger hat, so ist das schrecklich für ein Kind. überwachte sie und alle drei oder vier Tage wurden die armen Kleinen beim Essen erwischt. Sofort wurden sie vom Appell weggebracht, ihr Essen wurde ihnen für den ganzen Tag weggenommen und sie wurden sofort folgendermaßen bestraft: sie mußten sich in einer Reihe mit dem Gesicht zur Sonne hinknieen, mit einem großen Stein auf dem Kopf, die Arme hocherhoben, in jeder Hand einen Ziegel- oder Pflasterstein. Sie blieben in dieser Lage bis zum Ende des Appells, manchmal zwei oder drei Stunden, bis zur Erschöpfung."( 57) ,, Wir konnten nicht schlafen, weil wir Hunger hatten."( 103) ,, Ausgehungert, stürzten wir uns auf die Gemüseabfälle, die im Schmutz lagen, auf weggeworfene Kohlstrünke, die für uns eine Wonne waren. Um zu zeigen, in welchem Maß wir ausgehungert waren: eines Tages hatte man uns Frauen ausgeschickt, um ein Rapsfeld umzugraben; wir aßen Raps. Nach unserem Weggang hätte man glauben können, daß eine Heuschreckenwolke auf dem Feld niedergegangen war."( 28) ,, Die Gefangenen aßen Gras, so wie es wuchs."( 67) Wir waren so schwach, daß, als wir endlich aus dieser Hölle befreit wurden, noch sehr viele von uns an Hunger und Erschöpfung starben."( 40) 99 ,, Die amerikanischen Ärzte gaben bekannt, daß die Körper der Erwachsenen nur 60 bis 80 Pfund( 28 bis 36 Kilo) wogen. Sie hatten in den meisten Fällen 50 bis 60 Prozent ihres normalen Gewichtes und sogar an Größe verloren."( 106) ,, In allen Fällen der Totenschau wurde eine Verkümmerung des Herzmuskels, eine Verkümmerung und Vergilbung des Leber- Parenchyms und ein Verschwinden der Falten der Magen- und Darmschleimhaut festgestellt. Der Darm zeigte die Dicke eines Zigarettenpapierblattes bei den Gefangenen, die an chronischer Im Gegenteil zu den BeobDiarrhöe litten, die unter dem Namen ,, Durchfall" bekannt war. achtungen in anderen Lagern, hat die Bazillenruhr hier nicht geherrscht; daraus folgt, daß der Lager-, Durchfall' auf dem Mangel der Ernährung an Proteïnen( Eiweißstoffe, Eier, Fleisch usw.) beruhte."( 86) ,, Die Wirkungen dieser Ernährungsweise wurden wissenschaftlich überprüft. Bei jeder Neuankunft wog man die Häftlinge, um das Durchschnittsgewicht jedes Gefangenentrupps festzustellen. In gleichen Zeitabständen wog man sie wieder, um ihre Abmagerung festzustellen. Über die so notierten Durchschnittsgewichte sowie über die Durchschnittsgewichte des Lagers wurde auf vorgedruckten Formularen regelmäßig der vorgesetzten Behörde Bericht erstattet."( 65) ,, Die Rationen, die man den Gefangenen gab, mußten sie dem Tod durch Abmagerung und Schwäche zuführen. 23 - Wir haben tatsächlich festgestellt, daß in einem sehr nahe bei dem unsrigen befindlichen Lager man die Leute auf diese Weise umbrachte."( 31) ,, Die Leute waren beständig ausgehungert; man stellte massenweise Erschöpfung und Sterblichkeit der Häftlinge auf Grund von Schwäche fest. Man ernährte sich mit Aas, man verzehrte Katzen und Hunde. Die meisten Internierten waren nur noch wandelnde, mit Haut überzogene Skelette oder aber sie waren übermäßig dick, infolge der durch den Hunger verursachten Anschwellungen und Geschwulste. Herr M., Professor am, Collège de France', ist buchstäblich an Hunger gestorben. Ich habe gesehen, wie er, einer Mannschaft zum Eßgeschirrwaschen zugeteilt, versuchte, sich dadurch etwas Nahrung zu beschaffen, daß er mit seinen Fingern den Rand der Eẞnäpfe abkratzte."( 47) ,, Ein Franzose, der bei dem Platz de la République' gewohnt hatte, ehemaliger Fremdenlegionär, Vater zweier Kinder, Kriegsverletzter, mit mehreren Wunden auf seinem Körper, starb an Hunger."( 98) ,, Fälle von Menschenfresserei sind vorgekommen."( 90) ,, Das Elend der Häftlinge war so groß, daß manche die Leichen zerstückelten, sich die Stücke kochten und sie aßen... Ich habe das mit eigenen Augen gesehen. Man sah Leichen, denen ein Schenkelstück, das Herz, die Hoden( das war besonders gesucht) fehlten."( 63) Hygiene Me sun nen Bre nie Ab Um stit hef zur Ab wu ,, Keine Duschen, sehr wenig Wasser."( 125) ,, Da wir angekleidet schliefen, mußten wir uns blitzartig ausziehen, um uns zu waschen, denn schon öffnete sich die Tür und wehe dem, der nicht sofort völlig nackt vor dem Wasserhahn erschien. Wehe auch dem, der in dieser halben Minute nicht schon in seine Zelle zurückgelaufen war. Wenn ein Internierter in diesem Zeitraum nur drei Peitschenschläge abgekriegt hatte, konnte er sich glücklich schätzen. Bei diesem Verfahren konnte man sich gerade nur das Gesicht waschen." ( 38) ,, Das Wasser war schmutzig, im übrigen gab es nur einen einzigen Wasserhahn für insgesamt 10 000 Frauen. Um Wasser zu bekommen, mußte man im Schnee oder in Wasserpfützen anstehen."( 14) ,, 1 400 Menschen mußten sich in einem Raum mit Platz für höchstens 60 Personen waschen und das Waschen mußte in einer Stunde fertig sein, was praktisch unmöglich war. Die meisten Häftlinge wuschen sich daher nicht. Ein an der Türe aufgestellter Aufseher beschleunigte das Waschen mit Gummiknüttelschlägen."( 86) ,, Beim Baden befanden sich zwei deutsche, wegen mehrfacher Diebstähle und Morde verurteilte Sträflinge, die auf alle diejenigen von uns einhauten, die nacheinander in das Bassin springen mußten. Einige meiner Kameraden stürzten so rasch vorbei, daß sie mit einigen Stockschlägen davonkamen. Aber andere hatten noch nicht Zeit gehabt, sich dem Rand zu nähern, als schon ihr Gehirn aus dem Kopf spritzte."( 101) " Wir waren mitten im Monat August und hatten kein Trinkwasser. Wir bekamen etwas Wasser zum Geschirrwaschen, aber wir behielten es zum Trinken und für die Fälle absolut unentbehrlicher Reinigung der Frauen; wir gaben ihnen einen Viertelliter Wasser, dessen wir uns beraubten."( 42) ,, Für die Frauenhygiene natürlich kein warmes Wasser, keine Seife, keine Binden, nur meist schmutzige Fetzen."( 125) ,, Eines Tages entdeckten die deutschen Frauen, die uns bewachten, daß wir am Nachmittag noch Wasser hatten und daß wir etwas Suppe für die Jungen zum Abend aufgehoben hatten. Sie haben uns alles weggenommen."( 24) ,, Die Frauen halfen sich gegenseitig, um das Wasser zu bringen, das sich am Ende des Lagers befand. Am Abend, bei größter Kälte, brachten sie das Wasser in Büchsen, um sich zu waschen. Todmüde von der Arbeit, auf schlechtem Lager, eingepfercht in diesen Sälen ohne Licht, ohne Feuer, auf dem Stroh wie Hunde."( 125) ter ein wa mi an un Mo zu fer Ko lau St au מן de en bra de for wa tig K eit ZO 24 - en Lager d Sterberzehrte erzogene nten AnIch habe ch etwas Henlegio tarb an Stücke enen ein en, denn mahn er. fen war. nnte er aschen." ( 38) sgesamt en anwaschen meisten Has Waverurmsprinckschlä s schon Wasser ntbehrberaubr meist hmittag hatten. Lagers aschen. ohne ,, Die meisten Häftlinge holten fauliges Wasser in den Aborten; sie bekamen Ruhr, die mehr Menschen tötete als der Typhus."( 63) ,, Die Aborte bestanden aus 12 am Eingang der Galerien aufgestellten Holzkisten, deren Fassungsvermögen für die Bedürfnisse von 700 Menschen absolut unzureichend waren; der herausrinnende und überlaufende Inhalt dieser improvisierten Aborte lief den Galerien entlang bis zu den Brettern, auf denen die Gefangenen schliefen.( 83) ,, In Birkenau bestanden die Aborte aus Brettern über einem Graben."( 43) ,, In jedem Feld waren 2 Aborte im Freien.( 60) ,, Traurige Dinge ereigneten sich in den Aborten. Man sah dort Frauen mit einer Fehlgeburt niederkommen, den Neugeborenen in Papier einwickeln und ihn in den Graben werfen."( 125) ,, Gleich nach dem Frühstück werden alle Barackeninsassen versammelt und in Gruppen zum Abort geführt. Diese Erlaubnis wird einmal pro Tag erteilt. Die Frauen, die beim Urinieren in der Umgebung der Baracke ertappt werden, werden mit 10 bis 25 Knüttelschlägen je nach ihrer Konstitution bestraft. Oft sahen wir, wie diese Unglücklichen durch SS- Frauen aus diesem Grund so heftig geschlagen wurden, daß einige Stunden danach der Tod eintrat."( 57) 99 , Wenn die Ruhr einen zwang, nachts hinauszugehen, so war es eine unmögliche Expedition, bis zum Abort zu gehen. Das Lager war natürlich bedeckt mit Exkrementen und wenn eine Frau den Abort nicht mehr erreichen konnte und dabei von einer Wächterin oder Aufseherin überrascht wurde, so bedeutete das furchtbare Stockprügel."( 10) ,, Diese Baracken waren voll von Flöhen."( 7) ,, Die Überfüllung zwang uns, zu viert oder fünft auf einem Strohsack zu liegen und es war unter diesen Umständen unmöglich, das Ungeziefer loszuwerden. Es war auch unmöglich, sich in einem Raum von 4 Meter Länge und 3 Meter Breite mit 12 Wasserhähnen für 500 Menschen zu waschen, da uns nur eine halbe Stunde dafür zugeteilt war. Während 4 Monaten habe ich meine Wäsche nicht gewechselt; sie fiel schließlich in Lumpen von mir ab. Da man durchschnittlich 100 bis 200 Läuse pro Tag tötete, so nahm die Wäsche alle Farben an: rot, braun, schwarz. Die Flüssigkeit verteilte sich auf der Wäsche, wenn man die Läuse tötete und versteifte sie. Ich sah, wie ein Häftling, der nicht die Entschlußkraft und auch nicht die Möglichkeit gehabt hatte, sein Hemd während mehrerer Wochen zu waschen, es auszog und es zum Stehen brachte."( 88) ,, Durch diesen vollständigen Mangel an Hygiene wird man die Beute von aller Art Ungeziefer. Die recht kurzen Nächte sind gestört durch die Stiche der Flöhe und Wanzen; die Körper- und Kopfläuse sind die Begleiter aller Tage. Sie sind so zahlreich, daß man sie nicht loswerden kann.“ ( 37) Wenn eine Frau es fertigbrachte, sich von Läusen freizuhalten, so bekam sie dieselben zwangsläufig immer wieder durch ihre Decken. So bekam ich eines Nachts eine Decke und war nach einer Stunde von mehr als 1000 Läusen bedeckt."( 67) 99 ,, Eines Tages wurde beschlossen, uns zu entlausen. Alle Frauen und Kinder mußten sich nackt ausziehen; man schmierte auf alle behaarten Körperteile eine Pomade und daraufhin wurden alle in einer Baracke zusammengepfercht, wo sie auf dem nackten Boden schliefen. In der Nacht wurden die Hunde losgelassen und zahlreiche Kinder und Frauen wurden gebissen. Wer den Bissen entgehen wollte, mußte auf die Schränke klettern. Nach 2 Tagen und einer Nacht, die wir so verbracht hatten, kamen wir in unsere Baracken zurück nach einem Appell, bei welchem wir 2 Stunden lang ganz nackt im Schneegestöber stehen mußten. Endlich zurück in den Baracken, fanden wir, daß die Hüllen der Strohsäcke sowie die Decken fortgenommen waren, und wir schliefen auf verfaultem Stroh und Holzspänen und die Läuse waren nie vorher in solchem Übermaß vorhanden gewesen."( 71) ,, Um einige Stunden Schlaf zu finden, mußte man sich unbedingt jeden Abend trotz der Feuchtigkeit ganz entkleiden und sich möglichst sorgfältigst entlausen. Diejenigen, deren versagende Kräfte oder innere Müdigkeit diese neue Anstrengung nicht mehr ermöglichte, waren bald mit eitrigen Wunden bedeckt. Einige meiner Kameraden hatten sich seit Monaten nicht mehr ausgezogen."( 83) 25 „Nach einiger Zeit leidet man daher an Übeln aller Art: große Wunden, Ausschlag, mit re träglichen Schmerzen usw.”(120) „Zahlreiche Frauen hatten Ausschläge, schwarze immer schmugige Blattern auf der Haut. An- dere hatten große Pickel. Viele litten an Wunden an den Füßen vom vielen Marschieren und von 22 der dauernden Arbeit; sie waren voll von Ungeziefer, schlecht frisiert, kragten sich unaufhörlich; die Deutschen berührten sie nicht, näherten sich ihnen nicht und hielten sich mindestens 5 Meter entfernt, wenn sie mit ihnen sprachen...“(125) „Die Flöhe, Wanzen und Läuse waren sehr zahlreich, sie verbreiteten den Typhus.“(60) -„DE Das waren| ten bes „Di ort.] art, Jec iltesteı „DI für die zu 50] Ende. Posten „D Büroa, schwer „B teste sind. „D arbeit „A bewac uner.And von Förlich; Meter Verwaltung und Lagerordnung ,, DER LAGERCHEF": Der Schrecken des Lagers war ein brutaler SS- Obersturmführer. 99 Das Aufsichtspersonal wurde von SS- Leuten der Division ,, Totenkopf" gestellt. Die Offiziere waren Deutsche, während ein großer Teil der Mannschaft aus Polen, Rumänen, Ungarn und Kroaten bestand. Außerdem gab es Freiwillige."( 60) ,, Die INNERE VERWALTUNG des Lagers wurde von speziell ausgesuchten Gefangenen besorgt. Die Besetzung der Quartiere erfolgte nicht nach der Nationalität, sondern nach der Arbeitsart. Jedes Quartier wird von einer Mannschaft von 5 Leuten verwaltet, bestehend aus dem Lagerältesten, einem Quartiersekretär, einem Krankenpfleger und 2 Assistenten." ,, DER LAGERÄLTESTE trägt eine Armbinde mit der Nummer seines Quartiers und er haftet für die Ordnung in demselben. Er entscheidet über Leben und Tod. Vor Februar 1944 waren nahezu 50 Prozent der Lager ältesten Juden, aber ein Befehl aus Berlin machte diesem Zustand ein Ende. Alle mußten ihre Ämter aufgeben mit Ausnahme von 3 Juden, die trotz dieses Befehls ihren Posten behalten durften. ,, DER QUARTIERSEKRETÄR ist die rechte Hand des Quartierältesten. Er macht die ganze Büroarbeit und beschäftigt sich mit den Kartotheken und Registern. Seine Arbeit bringt eine schwere Verantwortung mit sich und er muß seine Bücher mit peinlichster Genauigkeit führen." ( 104) ,, BARACKENCHEFS UND KAPOS( Korporäle). Wir sind gemeinen deutschen Sträflingen unterstellt, die für ihre Verbrechen oder Diebstähle seit 8, 10, 12 Jahren in Lagern oder Gefängnissen sind.... und die, begünstigt durch die Nazis, ein Terrorregiment über uns führen."( 60) ,, Die Barackenchefs haben sich als wertvolle Helfer für die Nazis erwiesen bei ihrer Ausrottungsarbeit. Auch sie hatten das Recht über Leben oder Tod über ihre Blockkameraden."( 57) ,, Außerdem unterhielt man dort 200 deutsche Wolfshunde, die ein wichtiges Element der Lagerbewachung darstellten, und ferner eine„ Kampfpolizei" genannte Hilfspolizei, die aus gemeinen Verbrechern zusammengesetzt war.( 111) 33 ,, Die Häftlinge waren in Arbeitskommandos eingeteilt; an der Spitze jedes Kommandos war ein deutscher Häftling als Kapo. Das äußere Anzeichen seines Amtes war der Stock. Die Berufsverbrecher waren alle Kapos."( 60) ,, Diese Posten erhielt man auf Grund einer gewissen Menge von Beziehungen, aus welchen sich Vorrechte ergaben. Diese Stubendienstältesten haben uns ebenso mißhandelt wie die SS- Leute. Es gab unter ihnen alle Nationalitäten, Russen, Ukrainer, Polen. Während die im Lager befindlichen Soldaten der Roten Armee eine bemerkenswerte Haltung hatten, wurden alle ausländischen Stubendienstältesten unter dem Gesindel und den Verbrechern ausgesucht."( 59) ,, Zwei Drittel der Blockchefs, der Kapos, der Vorarbeiter waren Mörder, Betrüger, Urkundenfälscher deutscher Staatsangehörigkeit, die praktisch über unser Leben und Tod entschieden und, ihrer Straflosigkeit sicher, bedenkenlos dieses Recht ausübten."( 63) - 27. - „Keinerlei Möglichkeit einer Auflehnung gegen diesen Kapo, denn der geringste Versuch 4 deutete die Ermordung, die von den SS-Leuten nicht nur geduldet, sondern gutgeheißen wurde. So wurde ein junger Russe, der sich aufgelehnt hatte, totgepeitscht. Darüber von den SS-Leuten be- fragt, wurde der Kapo lebhaft für sein energisches Handeln zur Aufrechterhaltung der Disziplin beglückwünscht.““(7) „Die Frauen lebten in den gleichen Verhältnissen wie die Männer, nur mit dem Unterschied, daß sie durch SS-Frauen bewacht waren.(110) „Wir Frauen unterstanden einer Kommandantin und einem Kommandanten, unterstügt von Ein " F funden, zahlreichen SS-Frauen. Wir nannten sie Offizierinnen. Wir kamen kaum in Berührung mit dem Lagerleiter.“(2) „Die Offizierinnen: es waren meist selbst verurteilte Sträflinge. Diejenige, welche in unserem Block kommandierte, war zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Sie hatte ihre beiden Eltern umgebracht.” „Bei uns machten zahlreiche junge Aufseherinnen ihre Lagerschule. Sie lernten, wie man weib- liche Gefangene behandeln mußte. Diese Aufsichtsschülerinnen waren gewöhnlich Deutsche; aber es gab auch zahlreiche Frauen aus annektierten Ländern: Rumänien, Holland, Griechenland, Tschechoslowakei. Diese Frauen waren zwangsweise eingestellt.‘(53) 3 man sch: „Die ner je: „Dei findliche den, Fre könnten im Lage „Einmal fehlten den deutschen Behörden SS-Frauen. Man rekrutierte sie daher zwangsweise aus den Fabriken ohne ihnen auch nur die Zeit zu lassen, ihre Familien zu. benachrichtigen; sie wurden ins Lager gebracht, wo sie in Gruppen jeweils zu 50 eingeteilt wurden. Eines Tages machte man einen Versuch mit ihnen; man brachte sie vor eine willkürlich ausgesuchte Internierte und be- fahl den 50 neuen SS-Frauen sie zu schlagen. Ich erinnere mich, daß von mehreren Gruppen von SS-Frauen nur 3 nach dem Grund fragten und nur eine sich weigerte, es zu tun, was ihr übrigens selbst Gefängnis eintrug. Alle anderen gewöhnten sich rasch an diese Beschäftigung, wie wenn sie sie immer ausgeübt hätten.“(71) „Jeder Block von 300 bis 400 deportierten Frauen war von einer Blockowa oder Stubowa be- fehligt.“(2) „Sie hatten ebenfalls das Recht über Leben oder Tod ihrer Blockkameradinnen. Ich habe selbst gesehen und gehört, wie eine von ihnen einem armen Mädchen, das sich ein schönes Paar Stiefel verschafft hatte, sagte: Gib mir deine Stiefel oder ich schicke dich mit dem nächsten Schub ins Kre- matorium; was sie auch im Weigerungsfalle ohne zu zögern getan hätte. Das war im allgemeinen die Mentalität dieser Blockchefs oder der Blockowa. Es fehlte ihnen an nichts: Schmuck, Pelze, Kleidungsstücke, Geld, Lebensmittel. Da viele Internierte sich um ihre Pro- tektion bemühten, richteten sie sich so ein oder, um den deutschen Ausdruck zu gebrauchen,„or- ganisierten sie sich“, um sich das zu verschaffen, wonach Lust und Begehren ihrer Blockführer oder Blockowa stand.“(57) „Diese Herabwürdigung des Menschen, dieses wahllose Durcheinander, das ihn degradiert, so- weit es ihn nicht umbringt, dieses Durcheinander, wo der Verbrecher und der Patriot absichtlich zusammengeworfen sind, waren wissentlich von den Nazis gewollt und organisiert.‘(69) „Hitler hatte in ‚Mein Kampf’ seine Erfindung bekannt gegeben, Häftlinge durch andere Häftlinge bewachen zu lassen, ein ausgezeichnetes Mittel, die Opfer gegeneinander aufzubringen, Haß und Ekel zu schaffen, Denunzierungen zu begünstigen, kurz, den Menschen zu erniedrigen, Diejenigen, welche diese Befehle weitergaben, steigerten diese Erfindung noch; sie übertrugen die Befehlsgewalt gemeinen Verbrechern; der Zuchthäusler wurde zum Kerkermeister.“(53) „Keine Lagerordnung wurde angeschlagen oder auf andere Weise den Gefangenen bekanntge- geben.‘(27) „Keine Lagerordnung existierte. Nichts wurde verboten, zweifellos, weil alles verboten war. Ein Akt, der an einem Tage erlaubt war, bedeutete am nächsten Tag stundenlange Mißhandlungen durch die SS.‘(45) „Es ist das Recht des Dschungels, die Justiz ist summarisch.‘“(69) erzählen niemals „jm aller Ze sich übe teiligten „Die ‚gorien€ —( —( Si such be mwurde. euten beDisziplin hied, daß Cügt von mit dem unserem en Eltern man weibhe; aber henland, ngsweise gen; sie s machte ,, Da die Kartothekkarten nur die Zahl und nicht den Namen der Gefangenen angeben, sind Irrtümer zwangsläufig. Wenn z. B. der Sekretär irrtümlich einen Todesfall vermerkt, was infolge der außerordentlich hohen Sterblichkeit häufig vorkommt, so wird der Fehler einfach durch die Ermordung des Trägers der betreffenden Nummer gutgemacht. Korrekturen sind nicht erlaubt. Der Quartiersekretär hat einen Vorzugsposten, der häufigen Mißbrauch ermöglicht."( 104) e und beOpen von übrigens wenn sie ,, Bei persönlichen Streitigkeiten griff die SS nicht ein."( 17) ,, Ein grüner Häftling konnte einen roten umbringen. Ein Mensch wird eines Tages tot aufgefunden, in einem Bassin ertrunken, auf der Straße niedergeschlagen, von einer Maschine zermalmt; man schafft ihn ins Krematorium. Keine Untersuchung, kein Kommentar; das Leben geht weiter. Nutzlos, sich zu beschweren, die SS griff niemals ein."( 69) ,, Die einzige Erklärung, welche die SS- Leute den Häftlingen gaben, war die, daß kein Gefangener jemals lebend diesen Ort verlassen durfte."( 50) ,, Den SS- Leuten, die über das Lager herrschten, verlieh vor allem Mut, daß alle im Lager befindlichen Gefangenen, Kriegsgefangene oder Häftlinge, Russen, Ukrainer, Polen, Weißrussen, Juden, Franzosen oder Griechen usw., früher oder später umgebracht würden, also nicht erzählen könnten, was geschah. Diese Sicherheit war es vor allem, welche das Verhalten der Wächter und die im Lager angewandten Ausrottungsmethoden bestimmte. Die Toten sind stumm und können nichts erzählen. Sie können Einzelheiten weder mitteilen noch durch Dokumente bestätigen. Daher würde niemals jemand Beweise in Händen haben und das war für die Deutschen das wesentliche."( 110) ,, Im Mai 1941 zog die Ermordung des Juden H. durch einen SS- Oberstabsführer, die Umbringung aller Zeugen des Verbrechens, 30 an der Zahl, nach sich, weil H.'s Bruder, der dem Mord anwohnte, sich über die Willkürlichkeit dieses Aktes beschwert hatte, unter Angabe der Namen der daran Beteiligten."( 105) bowa be. Unterscheidung zwischen Gefangenen ,, Die Lagerinternierten entstammten allen sozialen Schichten und wurden in mehrere Kategorien eingeteilt: be selbst r Stiefel ins Kre- die eigentlichen Verbrecher, ihnen an ihre Promen ,,, or. rer oder diert, 80sichtlich 9) andere bringen, iedrigen. Dertrugen 53) kanntge oten war. ndlungen - - die politischen Häftlinge, die Homosexuellen, die sogenannten Arbeitsverweigerer, die Militärpersonen aller Grade, die einen schweren Verstoß gegen die Disziplin begangen hatten, insbesondere Gehorsamsverweigerung. Diese lettere Kategorie heißt ,, S A W", d. h. Sonder- Abteilung Wehrmacht."( 96) ,, Jeder Häftling trug seine Eintragungsnummer auf der linken Seite der Brust und auf dem rechten Schenkel. Direkt unter der Nummer befand sich ein Dreieck aus farbigem Stoff. Auf dem Dreieck war die Nationalität des Häftlings vermerkt: F für die Franzosen, P für die Polen, R oder SU für die Russen. Die deutschen Häftlinge trugen keinerlei Angabe der Nationalität."( 60) ,, Die Bedeutung der farbigen Dreiecke war folgende: Rotes Dreieck: Politische Gefangene unter Überwachung, Grünes Dreieck: Gemeine Verbrecher, Schwarzes Dreieck: Rückfällige Verbrecher, Rosa Dreieck: Homosexuelle, Violettes Dreieck: Mitglied der religiösen Sekte der ,, Bibelforscher". Die jüdischen Gefangenen unterscheiden sich von den arischen Gefangenen dadurch, daß das ( meist rote) Dreieck durch Anbringung gelber Aufnähte in einen Davidsstern verwandelt ist." ( 101) ,, NN( Nacht und Nebel), d. h. zum Tod Verurteilte; dieser Name: Nacht und Nebel war einer Geheimorganisation der holländischen Widerstandsbewegung entlehnt."( 17) 29 Me je BES en vr te de= Tara a Fee „Auch unter den deportierten Frauen gab es Angehörige der Kategorie NN. Unter ihnen nennt. man Marie-Claude Vaillant-Couturier und Genevieve De Gaulle, die strenger Behandlung unter- worfen wurden.“(114) „Alle Gefangenen werden gleich.behandelt, ohne Unterschied ihrer Kategorie und ihrer Natio- nalität.“(104) „Wir waren halb Vagabunden, halb Bagnosträflinge geworden; alle Unterschiede waren ver- schwunden. Die Bezeichnung ‚politische Internierte‘(Frauen) ist der größte und bitterste Scherz, der je existierte. Als ich als politische Gefangene in einem Transport von ausschließlich politischen Ge-- fangenen hierher kam, zog man uns gestreifte Gefangenenkleider an und wir mußten feststellen,| daß es ganz einfach das Zuchthaus war, welchem die Freuden der körperlichen Bestrafungen(z.B. 25 Peitschenschläge usw. oder der Bunker, d.h. Dunkelhaft) beigefügt waren und nichts zu essen.”| (122) „Im Lager weiß niemand genau, was ein NN ist, außer daß sie grundsäglich nicht mit denTrans- ‘porten der außerhalb des Lagers arbeitenden Gruppen wegfahren.“(122) re ehe ehe Ko een he or de sta fei au W en Transen nennt g unterer Natioaren verz, der je chen Geststellen, gen( z. B. u essen." ( 122) 99 Das Lagerleben Die Disziplin ,, Im einzelnen unser Leben beschreiben, wür de monoton sein. Überall, wo wir vorbeigehen mußten, befanden sich die sogenannten Kapos( deutsche rückfällige Verbrecher), die mit Gummiknütteln bewaffnet waren."( 101) ,, Die Ohrfeigen und Schläge waren tägliche Ereignisse, die niemand mehr als etwas Außerordentliches ansah."( 122) 99 , Es hagelte Fußtritte und Knüttelschläge auch auf die Kranken."( 59) ,, Die Behandlung war die gleiche für alle, ebensowohl für Franzosen wie für Deutsche oder andere Nationalitäten."( 17) ,, Die Befehle ergingen ausschließlich auf deutsch. Diejenigen von uns, welche nicht deutsch verstanden und daher nicht augenblicklich die Befehle ausführen konnten, erhielten Fußtritte, Ohrfeigen usw."( 44) ,, In 4 Monaten erhielt ich in einem Zeitraum von 10 bis 14 Tagen insgesamt 175 Stockschläge auf den Hintern, im selben Zeitraum wurde ich täglich 25 Minuten lang an den Handgelenken aufgehängt."( 38) ,, Man sah häufig etwa 30 Häftlinge, die von den SS- Leuten mit Gummischläuchen geschlagen wurden und die auf den ganzen Körper 50 bis 70 Schläge erhielten."( 87) ,, Man schlug mich am ersten Tag, weil ich etwas Wasser verlangt hatte."( 97) 99 , Weil ich am ersten Abend mein Bett nicht gut gemacht hatte, wurde ich Nacht zu tanzen; sobald ich aufhörte, erhielt ich Schläge."( 82) die gezwungen, ganze ,, Ein SS- Mann schlug, sei es mit einem Gummiknüppel, sei es mit einer Schaufel oder allem, was ihm in die Hände kam, die Internierten, die sich in seiner Nähe befanden, und dies ohne den geringsten Grund. Wenn die Reihen gebildet waren, amüsierte er sich damit, den unglücklichen in seiner Nähe Befindlichen wie ein Wahnsinniger Fußtritte und Faustschläge zu versetzen. Dieser Kerl wurde ,, der Knüppelschläger" genannt, weil er stets einen Knüttel bei sich trug, mit welchem er wild auf die Internierten einschlug."( 4) ,, Ein anderer SS- Mann fand einen besonderen Genuß darin, die Internierten aus ihren Zellen zu jagen und sie Kniebeugen machen zu lassen, bis sie nicht mehr in die Höhe kamen; dann stampfte er mit seinen eisenbeschlagenen Absätzen auf ihre Köpfe, bis das Blut aus Nase und Ohren drang." ( 38) ,, Ein Blockführer war völlig verrückt. Er heulte und schlug ohne jeden Grund. Er ließ die Häftlinge vor sich stramm stehen und gab ihnen Fußtritte in den Bauch."( 30) ,, Er ließ die Männer sich in den Schmutz werfen, wieder aufstehen, dann sich neuerdings hinwerfen. Er benützte das, um Knüppelschläge auszuteilen. Fußtritte in den Rücken, die Geschlechtsteile, den Bauch usw."( 39) ,, Selbst das Alter zählte nicht, außer als Kennzeichen der Schwachen, was zu Schlägen anregte. Der 80jährige General B. de F. wurde, weil er es gewagt hatte, sich auf seinen Strohsack zu setzen, von seinem Blockchef geschlagen, bis er in Ohnmacht fiel. à 31- Wenn der Lagerführer irgend einen Verstoß gegen die Lagerdisziplin feststellte, so erlegte er uns böswillige, sinnlose Strafmaßnahmen auf, die ,, Sport" genannt wurden. Eine halbe und manchmal eine Stunde lang mußten wir um das Lager herumlaufen, kriechen, zusammengekauert gehen und dabei wurden wir von den grünen und roten Deutschen mit Stöcken geschlagen. Ich sah manche Leute bei diesen ,, Sport"-Veranstaltungen umkommen; ich sah ebenfalls viele Kameraden unter den Schlägen sterben. Im Laufe des Jahres 1943 fand dieser Sport" etwa alle 2 Tage statt."( 83) 99 Während unserer Anwesenheit in Auschwitz wurden 40 bis 45 Franzosen wegen Verlassens der Baracken außerhalb der erlaubten Stunden niedergemacht."( 70) D stand Loch und F an di D A.S.M E Desi Sitten ,, Es war uns Frauen verboten, unseren Platz zu wählen; er wurde uns zugewiesen. Wir waren so mit den gemeinen Verbrecherinnen vermischt, die alle roh und brutal waren."( 12) ,, Man war da in enger Berührung mit der schauderhaftesten, gefährlichsten, wahllos durcheinandergewürfelten Gesellschaft."( 120) ,, Außerdem hatten unsere Offizierinnen besondere Neigungen und genierten sich keineswegs, sich auf den benachbarten Bettgestellen mit den Zigeunerinnen zu vergnügen, die deshalb eine Vorzugsbehandlung genossen."( 12) ,, Die Frauen und jungen Mädchen wurden, wenn sie schön und gesund waren, in eine Spezialbaracke gebracht, wo die SS- Leute sie vergewaltigten, bis sie halb tot waren. Von dort schickte man sie ins Krematorium."( 101) ,, Es gab ein öffentliches Haus, das für die Häftlinge reserviert war, die 3 Jahre Aufenthalt im Lager hatten. Zum Zutritt brauchte man einen Erlaubnisschein des Arztes. Dieses Haus war nur abends nach dem Appell geöffnet. Ein SS- Mann bewachte den Eintritt. Am Morgen machten die Pensionärinnen singend militärische Übungen in shorts. Abends kamen einige ausgewählte Frauen in die Kasernen der SS."( 17) ,, Der Eintrittspreis betrug 2 Mark, von denen die Frau 50 Pfg. erhielt, der Rest( 1,50 RM.) wurde für Kriegsziele arbeitenden Organisationen überwiesen."( 90) ,, Eine bestimmte Zahl von Juden wurden im Lager zur Verfügung der Kapos gehalten: sie wurden von den homosexuellen Kapos zur Befriedigung ihrer Begierden benützt und wurden von ihnen geschützt."( 86) beite noch I von Inter Nach näle von er m dritt Tage 99 jeder sei. bens " fragt men. vern Religion ,, Für die Gläubigen aller Religionen wurde uns keinerlei geistlicher oder moralischer Beistand genehmigt."( 92) ,, Der Beistand eines Priesters würde uns sehr gut tun, aber es besteht hier strenges Verbot unter Todesstrafe für die Priester, ihr Amt auszuüben."( 57) ,, In allen Konzentrationslagern war jeder Religionskult unter Todesstrafe verboten. Das große Prinzip war, alles zu unterdrücken, was von nahe oder von ferne den Gedanken an Gott berührte; so nahm man unter dem Vorwand der Desinfektion die Rosenkränze, die man auf den Schutthaufen warf, ebenso wie die Heiligenbilder und Medaillen, die doch oft Andenken waren. Die Breviere, Meßbücher und anderen frommen Bücher dienten als Klosettpapier."( 90) ,, Ich wollte ein kleines Heiligenbild bewahren, aber einer der Gefangenen widerriet es mir. Es lohnt sich nicht, man wird Sie verspotten und es Ihnen schließlich wegnehmen."( 104) ,, Ich wurde von einer Gruppe von SS- Leuten angefallen, die mir meine Sutane abrissen, meinen Rosenkranz zerbrachen, unter höhnischem Grinsen mein Brevier zertraten."( 40) ,, Zu unserem Transport gehörten Nonnen, die Deutschen warfen ihre Kleider unter Gelächter in den Schmutz."( 85) ,, Die priesterlichen Kleider und Kleidungsstücke wurden in Kleider für die Frauen des Bordells umgewandelt. 25 man liefe eing hera wuß rück man körp wir noch schla Jahr noch nen hole Schw Bara eine eine rack den unbe 32 ce er nch ehen viele alle s der en so heinwegs, eine ezialman t im nur n die auen RM.) wurvon stand erbot en an n auf enken 90) ir. Es einen Fichter rdells Da ich Priester und Engländer war, mußte ich eine zusätzliche Arbeit verrichten, die darin be. stand, ein volles Wasserloch mit einem Eimer auszuschöpfen. Es gelang mir übrigens nie, dieses Loch zu leeren, denn es füllte sich immer wieder neu. Ich verbrachte schlimme Momente. Schläge und die härtesten Arbeiten, nämlich Erdarbeiten, wurden mir vorbehalten. Für die Ermittlung der Gläubigen, die ihre Andacht verrichteten, wandten sich die SS- Leute an die Kapos. Der Universitätsprofessor für orientalische Sprachen( hebräisch, armenisch und arabisch) A.S.M. wurde durch einen Stubendienstältesten getötet, der ihn hatte beten hören. Es kamen in Auschwitz Priester an, die keine Matrikelnummer bekamen. Man brachte sie zur Desinfektion und dann in die Quarantäne; aber am nächsten Tag wurden sie in der Sutane zum Arbeiten geschickt, an den Bahnhof unter dem Befehl des Oberkapos, und dieser Kapo brachte sie noch vor dem Abend um. Im Sommer 1944 habe ich die Totenschau an dem ersten Patriarchen der orthodoxen Synode von Paris vorgenommen, dessen Namen ich vergessen habe. Stalin hatte ihn durch Vermittlung des Internationalen Roten Kreuzes zur Reorganisierung der orthodoxen Kirche zurückrufen lassen. Nach seinem Stand und dem Völkerrecht hatte dieser Patriarch ebenso wie die katholischen Kardinäle das Recht sich frei zu bewegen und hätte niemals interniert werden dürfen. Als die Deutschen von der Einladung Stalins erfuhren, internierten sie ihn und schickten ihn nach Buchenwald, wo er magenkrank wurde. Er war vorher schon zweimal operiert worden. Er verlangte vom Arzt eine dritte Operation, die verweigert, später genehmigt wurde. Infolge dieser Operation starb er( einige Tage nachher)."( 90) ,, Bei uns wurde ein Pfarrer mißhandelt. Man zwang ihn, niederzuknieen, einen Ziegelstein in jeder Hand, und zu sagen, daß Jesus Christus nicht existiere und daß der alleinige Herrgott Hitler sei. Er wollte es niemals sagen, er wurde tage- und tagelang mit Knüppelschlägen, Fußtritten, Kolbenschlägen und Revolverschüssen mißhandelt und starb an diesen Miẞhandlungen."( 50) Alltägliche Szenen ,, Es war kalt. Der SS- Mann ließ uns( einen Kameraden und mich) in seine Baracke kommen. Er fragte uns, ob wir frören. Wir antworteten bejahend. Darauf erklärte er uns, er werde uns erwärmen, und er schlug unsere Köpfe aneinander. Dann fragte er uns, ob es uns immer noch friere. Wir verneinten es; er stieß uns dann mit Fußtritten in den Hintern hinaus."( 30) 99 , Wenn ein SS- Mann die Gefangenen der Zelle gezählt hatte, schrie er:„, Raus, waschen!" Niemand wußte, wohin gehen, da man uns nicht gesagt hatte, wo die Waschräume waren. Die ersten liefen vor die Baracke, aber da standen 2 SS- Leute, die uns mit Kolbenschlägen empfingen. Es gab ein großes Durcheinander, die zuerst Herausgelaufenen kamen zurück, während die anderen gerade herauslaufen wollten.( Ich vergaß zu sagen, daß alles das im Laufschritt geschah.) Da wir nicht wußten, wohin wir gehen sollten, stürzten sich alle wieder in unsere Zelle. Kaum waren wir zurück, warfen andere SS- Leute alle mit Fußtritten und Kolbenschlägen wieder hinaus. Unser Wachmann Z. stellte sich in die Mitte des Ganges und haute mit einem Holzstock auf den nackten Oberkörper jedes Vorbeikommenden ein. Glücklicherweise fanden wir den Waschraum. Kaum hatten wir angefangen, uns etwas zu waschen, als man uns schon befahl, herauszukommen. Z. stand immer noch mit seinem Stock im Gang und versuchte, mit teuflischem Lachen jeden Vorbeikommenden zu schlagen. Ich erinnere mich sehr wohl daran, daß ein Belgier, Herr L., 58 Jahre alt und durch zwei Jahre Gefängnis sehr geschwächt, einen sehr heftigen Schlag erhielt, dessen rote und blaue Striemen noch nach mehreren Tagen zu sehen waren." ,, Bei meiner Ankunft war man dabei, Einzelzellen aus Ziegelsteinen zu bauen. Die Gefangenen mußten im Hof einer etwa einen Kilometer vom Lager entfernten Fabrik( Hobus) Ziegel. holen. Jeder mußte 6 Ziegel tragen, was ziemlich schwer war in Anbetracht der Entfernung und der Schwäche der meisten Gefangenen. Im Lager angekommen, mußten wir die Ziegel am Ende einer Baracke ablegen. Um die Baracke herum( halbwegs mit den Ziegeln) mußten wir laufen. Zwei mit einer Latte bewaffnete Wächter standen auf dem Weg und vesetzten jedem Vorbeikommenden einen Schlag. Nach Ablage der Ziegel mußten wir uns in Reihen zu dritt zwischen den beiden Baracken aufstellen. Das Unglück wollte es, daß die Gefangenen der Baracke 1 bei der Baracke 2 standen und umgekehrt. Als alle versammelt waren, erging der Befehl, hineinzugehen. Es entstand ein unbeschreibliches Getümmel. Diejenigen, welche rechts waren, mußten nach links laufen und die - 333 auf der linken Seite nach rechts. Manche fielen hin, die anderen liefen darüber und wie üblich hauten die Wächter mit Gewehrkolben, Stöcken und Latten oder auch ihren Stiefeln zu. Ich konnte mich endlich losmachen. Als ich in den Gang unserer Baracke eintrat, der nicht erleuchtet war, sab ich einen neuen Haufen Menschen auf der Erde. Z. und ein anderer Wächter hatten dort zwei Sche mel hingestellt, so daß die ersten Ankömmlinge darüber fielen und die nachfolgenden über die ersten. Wie üblich, amüsierten sich Z. und der andere Wächter damit, mit einem Stück Holz drein. zuschlagen. Ein junger Pole unserer Zelle hatte die Wade des linken Beines halb abgerissen. In jedem Gang Wir mußten einzeln nacheinander in den Gang der Baracken hereinkommen. waren etwa 10 Wächter über seine ganze Länge hin verteilt. Es wird befohlen, dreimal den Gang auf den Fußspitzen und mit den Händen am Nacken zu durchhüpfen. Der Gang war 50 Meter lang. Es gab unter uns Greise( über 60 Jahre Alte), Krüppel, Menschen, die durch 2 Jahre Gefängnis abgemagert und geschwächt waren. Alle mußten hüpfen, es gab keine Entschuldigung. Das Hüpfen hatte kaum begonnen, als schon mehrere nicht mehr recht konnten. Die Wächter stürzten sich auf die Unglücklichen und schlugen sie mit Stöcken, mit um ihre Hand gewickelten elektrischen Drähten. mit Gewehrkolben usw. Ich sah unvorstellbare Szenen der Brutalität. Der oben angeführte junge Pole zeigte dem SS- Hauptsturmführer K. sein verwundetes Bein. Der nahm ihn beiseite in den Abort. Als ich vorbeikam, sah ich den jungen Polen in einen Winkel gekauert und K. vor ihm, ihn mit äußerster Brutalität mit Faustschlägen und Fußtritten mißhandeln. Etwas nachher kam Z. wieder, der uns mehrmals ,, Auf die Betten legen und wieder herauskommen" machen ließ. Darnach nahm er den Franzosen M. beiseite und ließ ihn zwanzigmal ,, hinlegen und wieder aufstehen" machen. Grund: M. war Benediktinermönch."( 95) ,, Ich ging mit einem SS- Mann, B., in eine Zelle, wo ein junger etwas einfältiger Mensch war. Als B. in die Zelle kam, rührte sich der junge Mann nicht von der Stelle. B. geriet in großen Zorn, packte den jungen Mann bei den Kleidern, stieß ihn gegen die Bettlade und mißhandelte ihn mit Fußtritten. Bei der Ankunft neuer Gefangener befand sich unter ihnen ein junger Franzose, der durch eine Verwundung bei einem Bombardement den Verstand verloren hatte. Er wollte erklären, daß er irrtümlich eingesperrt worden sei und daß er jemanden seinen Fall erklären wollte. B. gab ihm sofort einige Ohrfeigen. Um sich gegen die Schläge zu schützen, hielt der junge Mann seinen Arm vor das Gesicht. Jetzt gab ihm B. Faustschlag auf Faustschlag, bis der andere aus Nase und Mund blutete, so daß das Blut auf den Boden floẞ. B. schlug so stark, daß die ganze Zeit über, während der ich dort war( 9. Wochen), seine Hände stark geschwollen oder eingebunden waren."( 27) 92 , Wenn ein gewisser SS- Mann durch die Lagerstraßen ging, warnte jeder Internierte seinen Nachbarn und alle liefen, um sich zu verstecken. Es war ein Perverser, der die Leute zu seinem Vergnügen tötete. Am meisten litten unter ihm die Juden, die er besonders haßte. Sobald er erfuhr. daß irgendwo viele von ihnen waren, z. B. wenn er die Liste eines neuen Kommandos bekam, ging er hin und tötete eine Menge von ihnen. Außerdem war er ein sexuell Besessener, der seine Begierde mit jungen Jüdinnen befriedigte, die er sogleich darnach umbrachte."( 90) ,, Der SS- Mann H. stürzte sich brüllend auf mich und schlug mich mehrmals ins Gesicht, aber ich blieb unbeweglich vor ihm. und H der Parte E ter Zimm ka U allem schwe man ein D mich M mich heult du v wir w den. Freu Rein habe linge zieh 99 Frau ließ ausle droh die Ale 7 gew unse , Schämen Sie sich, einen wehrlosen Mann zu schlagen. Es gibt keinen Heroismus gegenüber einem Mann ohne Waffe." H. wurde immer wütender und brüllte: Ich bin ein Deutscher und du nur ein Saujude und du wagst es mir zu sagen, daß ich mich vor dir schämen muß." Je mehr er brüllte, desto mehr erhob auch ich die Stimme. Er sah ein Brett vor sich, nahm es. warf es auf mich und schlug mich damit auf den Kopf. Ich fiel zu Boden mit blutüberströmtem Kopf. , Schande, Schande über euch alle, je mehr du mich schlägst, desto größer ist deine Schande. Ich fühlte, daß mein Ende nahte; er schlug immer zu, nichts konnte mich retten. Plötzlich entfiel das Brett seinen Händen. Er stürzte sich auf mich und schlug weiter mit den Fäusten auf mei nen Kopf. Mit vieler Mühe ins Lager zurückgekommen, begab ich mich sofort in das Büro das Gauleiters B., um mich gegen H. zu beschweren. B. war einer der wenigen Todt- Offiziere, der nicht bösartig war. Er bedauerte mich, gestand aber, daß es ihm unmöglich sei, meine Beschwerde anzunehmen den meh ten. 63 SSdur er n auf 34 - üblich onnte ar, sab i Scheber die dreinGang Gang er lang fängnis Hüpfen auf die rähten. e junge in den m, ihn uskominlegen war. Als Zorn, ihn mit durch en, daß ihm soArm vor nd bluend der seinen em Ver. erfuhr. m, ging eine Be aber ich genüber und du mahm es. trömtem Schande." lich ent auf mei auleiters bösartig und H. einen offiziellen Vorwurf zu machen; denn letzterer hatte infolge seiner wichtigen Rolle in der nationalsozialistischen Partei mehr Einfluß als er selbst, während er, obwohl Gauleiter, nicht Parteimitglied war. Ich mußte mich daher zurückziehen. Eine Viertelstunde später holte mich der Lagerführer U. persönlich und führte mich in sein Zimmer. Ich wußte sofort, was im nächsten Moment passieren würde. Der Kommandant der Wäch ter kam ebenfalls in das Zimmer. U. begann sofort:, Du hast also die Frechheit gehabt, dich über H. zu beschweren? Wisse vor allem, daß Beschwerden lediglich an mich zu richten sind. Ferner sollst du wissen, daß ich der Beschwerde eines Juden keinerlei Beachtung schenke. Die Juden haben so viel Schlechtes getan, daß man sie alle ohne weiteres hängen sollte. Jedes Stück Brot, das man euch gibt, ist zu viel, es ist ein Diebstahl am deutschen Volk. Und jetzt meine Antwort.' Er stürzte sich auf mich und begann mich ins Gesicht zu schlagen, bis ich zu Boden fiel. Mit vieler Mühe stand ich wieder auf, aber jetzt war die Reihe an dem Oberaufseher, gegen mich zu wüten. Er schlug mich mit wütenden Faustschlägen auf den Kopf wieder zu Boden und heulte: Da, du Schweinehund, Saujude, Scheißdreck, du wirst keinen Deutschen mehr beleidigen. du wirst an den heutigen Tag denken."( 35) ,, Um uns mit der Lagerdisziplin bekannt zu machen, versammelte man uns( Alte und Neue wir waren etwa 15 000) am nächsten Tag auf dem Platz, wo zwei Häftlinge mit Musik gehängt wur den."( 58) ,, Ein gewisser Naziführer schoß auf jeden Häftling, den er auf der Straße sah, einfach aus Freude am Schießen. Gegen ihn war nichts zu machen, denn er war Rapportführer und begründete sein Treiben mit der Behauptung, daß der Häftling fliehen wollte, daß er Widerstand geleistet habe und daß er selbst in Notwehr gehandelt habe. Er tötete auf diese Weise Tausende von Häft. lingen."( 90) ,, Ein grüner deutscher Häftling hatte das Amt eines Vorarbeiters im Bergwerk; er hatte Beziehungen mit einer gleichfalls im Bergwerk arbeitenden Deutschen angeknüpft. Er schrieb dieser Frau und sie antwortete ihm. Eines Tages fiel ein Brief in die Hände von S. Abends beim Appel! ließ er den Vorarbeiter aus der Reihe treten und sagte zu ihm:, Ah, du bist voll, ich werde dich ausleeren'. Der Mann mußte sich nackt ausziehen, um den Appellplatz laufen und unter Be drohungen mit dem Revolver alle 50 Meter onanieren." 99 ,, Ein Transport kam aus Fresnes an mit Juden und Engländern. Nach seiner Ankunft zwangen die SS- Leute die Juden, völlig bekleidet das 1,60 Meter tiefe Schwimmbecken zu durchqueren. Um sie zu trocknen, ließ man sie den Abort mit einem Schubkarren und einem Löffel leeren. Man sagte uns dabei, daß bei der geringsten Demonstration unserer Mißbilligung die Maschinen gewehre augenblicklich auf uns schießen würden. Gleichzeitig hielt uns der Lagerführer eine moralische Rede, wobei er sagte, daß, wenn wir in unserer jetzigen Lage seien, das die Schuld der Juden sei."( 17) ,, Wir konnten sehen, wie die Gefangenen gezwungen wurden, mit gebundenen Füßen und Hän den um das Schwimmbecken herumzuhüpfen. Die SS- Leute schlugen die Menschen, wenn sie nicht mehr konnten und nicht rasch genug aufstanden."( 42) ,, Morgens machten wir etwa vier Stunden lang diese Übungen, bis wir nicht mehr konn ten."( 31) ,, Ich konnte sie nicht ausführen, weshalb ich von einem Wächter, der so alt war wie ich, nämlich 63 Jahre, geschlagen wurde."( 31) ,, Am nächsten Tag mußte ich eine halbe Stunde froschhüpfen machen, dann zwang mich der SS- Mann, auf das Bett zu springen, darunter zu kriechen, auf den Tisch zu springen, darunter durchzukriechen, unter den Stühlen durchzukriechen, auf den Schrank zu steigen; er tat, als ob er mich erschießen wollte, zwang mich, zu tun, als ob ich predigte, herunterzusteigen, neuerdings auf den Schrank zu steigen und schließlich religiöse Lieder, zwei Stunden lang, zu singen. Als ich meine Gymnastikübungen nicht mehr fertigbrachte, erhielt ich Fußtritte und Faustschläge."( 90) unehmen 35- , Eines Morgens zwangen zwei Soldaten zwei französische, durch die täglichen Schläge krank gewordene Gefangene, ihre in ihrer Kleidung befindlichen Exkremente zu essen. Sie zwangen diese zwei Menschen, im Eẞraum hin und her zu gehen und ihren gefangenen Kameraden zu sagen, daß es gut geschmeckt habe."( 11) ,, Ein SS- Mann schlug seinen Hund, der dem Befehl, einen Deportierten zu beißen, nicht gehorchte, so stark, daß der Hund sein ganzes Fressen ausspie. Daraufhin wurde einem Israeliten befohlen, den Auswurf des Hundes zu essen."( 39) ,, Ich sah in Mauthausen einen jungen, 16jährigen Spanier, der zu mir kam; weil er Angst hatte, sagte ich ihm, er solle bleiben. Ein Oberführer kam ins Zimmer, näherte sich mir und befahl mir eine Arbeit, deren Ausführung ich verweigerte. Er machte Miene, mich zu schlagen. Der junge Spanier, der unter dem Bettgestell versteckt war, glaubte, daß man mich ausfrage, wo er sei; lief davon, auf die elektrisierten Stacheldrähte zu. Auf den Befehl des Oberführers, zerrissen ihn vor meinen Augen lebend acht Hunde."( 89) ,, Einer der SS- Leute, ein 19 jähriger Junge, der zu den Bagno- Aufsehern gehörte, überwachte die Sträflinge, die am Bau des vervollkommneten Verbrennungsofens arbeiteten. Er näherte sich einem der kräftigsten und schönsten Arbeiter, befahl ihm, den Kopf nach vorn zu neigen und versetzte ihm aus voller Kraft einen Knüppelschlag auf den Nacken. Als er zusammenbrach, befahl der SS- Mann zwei Häftlingen, ihn bei den Beinen zu packen und ihn mit dem Gesicht zur Erde wegzuschleppen, um ihn wieder zum Bewußtsein zu bringen. Nachdem sie ihn 100 Meter über den gefrorenen Boden gezerrt hatten, war er nicht wieder zum Bewußtsein gekommen und lag unbeweglich da. Da ergriff der SS- Mann eine Kanalisationsröhre aus Zement, hob sie auf und ließ sie auf den Rücken des am Boden liegenden Opfers fallen. Das wiederholte er fünfmal. Beim erstenmal erzitterte der Körper des Opfers in den Todeskrämpfen, beim zweitenmal wurde er steif. Beim fünftenmal befahl der SS- Mann ihn mit dem Gesicht nach oben zu drehen und spreizte ihm die Augenlider mit einem Stecken auf. Nachdem er festgestellt hatte, daß er tot war, spuckte der SS- Mann aus, zündete sich eine Zigarette an und ging weg, als ob nichts geschehen sei."( 110) ,, Häufig drangen die SS- Leute mitten in der Nacht in unsere Baracken, treiben uns, wie auch das Wetter war, ganz nackt heraus und lassen uns kriechen, laufen usw.; diejenigen, welche es nicht rasch genug ausführten, oder Zeichen des Versagens gaben, wurden totgepeitscht."( 22) ,, Kaum über der Schwelle der Baracke, hauen sie auf die Köpfe aller derer ein, die, sich drängend, vor ihnen vorbeilaufen. Um das Hereinkommen zu beschleunigen, ließen sie die Hunde los, die sich auf uns stürzten und uns bissen. Man ließ uns mehrmals nacheinander herein- und wieder hinauslaufen, um die Hunde abzurichten."( 17) ., Man brachte einen Internierten vor eine weiß glänzende Wäschemangel und zwang ihn, seine Fingerspitzen zwischen die beiden großen zum Wäschemangeln bestimmten Gummiwalzen zu stekken. Dann drehte einer der SS- Leute oder auf ihren Befehl ein Häftling die Kurbel der Mangel. Der Arm des Opfers wurde von der Maschine bis zum Ellbogen oder der Schulter gepackt. Die Schreie des Gemarterten waren die Hauptbelustigung der SS- Leute. Der Mann, dessen Arm zerzum Tod quetscht war, kam aus diesem Grund in die Kategorie der Arbeitsunfähigen und war verurteilt. Eines ihrer geistreichen Amusements' war folgendes: Ein SS- Mann nahm sich einige Häftlinge vor und teilte ihnen mit, daß sie gegen irgend eine Lagerbestimmung verstoßen hätten und erschossen würden. Der Häftling wurde gegen die Wand gestellt und der SS- Mann setzte ihm seinen Revolver auf die Stirne. In der Erwartung des Schusses schloß das Opfer in 99 von 100 Fällen die Augen. Der SS- Mann schoẞ dann in die Luft, während sich ein anderer leise dem Opfer näherte und ihm mit einem großen Brett heftig auf den Schädel schlug. Der Gefangene brach bewußtlos zusammen. Wenn er nach einigen Minuten wieder zu sich kam und die Augen öffnete, sagten ihm die bei ihm stehenden SS- Leute unter wildem Gelächter:, Du siehst, du bist im Jenseits. Du siehst, auch im Jenseits gibt es Deutsche, unmöglich, ihnen zu entgehen.' Da der Gefangene blutüberströmt war, und nicht die Kraft hatte aufzustehen, wurde er als zum Tode verurteilt betrachtet und, nachdem er so die SS- Leute reichlich amusiert hatte, von ihnen erschossen. Ein anderes, Amusement': Ein Häftling wurde ausgezogen und in das Schwimmbecken geworfen. Er versuchte an die Oberfläche und aus dem Wasser herauszukommen. Die sich um das Becken drängenden SS- Leute stießen ihn mit Fußtritten zurück. Wenn es ihm gelang, den Tritten zu entgehen, erhielt er das Recht, aus dem Wasser zu steigen. Aber unter einer Bedin mit d wurde 99 mit, d unver jetzt perat und s fielen wurd starbe stark euch bewu gezog Bode Auge eines und d auf d Mitte hören schlag gen s befin 99 95 schlag Knüp 95 späte einen einer als 4 Ein laut nicht del freiu 35 war 29 beim entse gefal 99 Er be - 36- krank angen sagen, ht ge eliten Angst befahl junge ei; lief hn vor wachte -te sich nd verbefahl r Erde er den unbend ließ Beim rde er preizte puckte ( 110) e auch es nicht drände los, wieder , seine u stekMangel. t. Die m zerm Tod äftlinge und erseinen llen die näherte wußtlos sagten eits. Du ne bluttrachtet eworfen. es ihm ter einer Bedingung: er mußte sich in drei Sekunden vollkommen anziehen. Die SS- Leute überwachten das mit der Uhr in der Hand. Natürlich konnte sich niemand in drei Sekunden anziehen. Das Opfer wurde dann neuerdings ins Wasser geworfen und gemartert, bis es ertrank." ,, Am 2. Dezember 1941, morgens 9 Uhr, werden die Häftlinge versammelt. Man teilt ihnen mit, daß einem der Aufseher ein Paket Tabak gestohlen worden ist und daß der Delinquent es unverzüglich zurückgeben solle. Alle Häftlinge erklären, nicht im Besitz von Tabak zu sein und jetzt beginnen die Nazibestien ihr Spiel. Allen wird befohlen, sich auszuziehen. Es ist eine Temperatur von acht Grad unter Null. Niemand widersetzt sich, da man weiß, daß dies Selbstmord wäre, und so konnte man 500 Menschen, ganz nackt, die weiteren Ereignisse abwarten sehen. Mittags fielen die ersten um, die einen tödlich vom Schlag getroffen, die anderen bewußtlos. Die letzteren wurden mit Peitschenschlägen wieder belebt, aber keiner von ihnen stand wieder auf und sie starben alle mit zerschmettertem Kreuz. Viele andere Häftlinge bekamen Lungenentzündung und starkes Fieber. Als die Bestien es bemerkten, sagten sie:, Ah, ihr habt Hitze, nun gut, man wird euch abkühlen'. Sie wurden dann in Badewannen mit eisigem Wasser geworfen und wenn sie bewußtlos geworden waren, ertranken sie oder wurden gerade noch rechtzeitig aus der Badewanne gezogen und in einen zementierten Saal geworfen, wo diese menschlichen Wracks sich auf dem Boden hinschleppten und etwas Wärme am Körper eines Kameraden suchten, der im nächsten Augenblick verscheiden sollte. Einer dieser Unglücklichen wärmte sich seine Finger in der Nase eines seiner Kameraden. Die Kerkermeister nahmen an den noch Lebenden Maß für ihre Särge und drückten ihnen den ihren Tod bestätigenden und sie mit einer Nummer versehenden Stempel auf den Schenkel. In dieser einen Nacht gab es 32 Tote."( 96) 92 Wenn sie die Lust packt, mähen die Nazis von den Schießständen aus alles, was sich auf der Mittelallee des Lagers befindet, nieder, töten in den Baracken ohne Warnung, wenn sie zuviel Lärm hören, oder 30 Bestien stürzen mit dem Knüppel oder dem Revolver in der Faust herein and schlagen nach rechts und nach links drein. Die Menschen springen aus den Fenstern, und verfangen sich, gedrängt durch die Nachkommenden, in den elektrisierten, zwei Meter weiter hinten befindlichen Drähten."( 50) ,, Einige von uns sind verrückt geworden."( 98) ,, Die Kapos, ebenfalls ohne jeden Grund, riefen uns den einen nach dem anderen, um uns zu schlagen. Diejenigen, welche unter den Schlägen hinfielen, wurden getreten."( 33) ,, Im Block 21 pflegte man eine sehr große Zahl von Häftlingen mit Kieferbrüchen, die durch Knüppelschläge der Kapos herbeigeführt waren."( 86) ,, Man kann sagen, daß ungefähr 80 Prozent derselben ins Krankenhaus mußten und einige Tage später starben."( 87) ,, Einige Kameraden sind gestorben, weil ein Kapo einem anderen beweisen wollte, daß man einen Menschen mit einem einzigen Schlag töten könne."( 43) ,, Die internierten gemeinen Verbrecher waren furchtbar( Polen oder Deutsche). Sie brachten einen Juden um, um ihm sein Brot oder seine Suppe zu nehmen. Ein 18jähriger Kapo tötete mehr als 400 Juden, um ihnen ihre Eẞration zu nehmen."( 100) ,, In die Aborte, wo man uns herdenweise hinführte, muß man nacheinander hineingehen. Ein Kapo steht vor der Türe. Man geht in den Abort und sobald man drin ist, beginnt der Kapo laut zu zählen. Er zählt bis 10 und am Ende dieser Zeit muß man herauskommen. Wenn man nicht rechtzeitig machen konnte, riskiert man, durch einen Schlag mit dem Totschläger auf den Schädel getötet zu werden. Täglich kamen viele meiner Kameraden beim Besuch des Abortes um." ( 101) ,, Der Oberkapo des Bahnhofes von Auschwitz hatte 30 000 Häftlinge getötet, um seine Befreiung zu erlangen und um in die Leibgarde Hitlers aufgenommen zu werden."( 90) ,, Die Frauen erlitten das gleiche Los. Man schlug sie, man mißhandelte sie. Die Sterblichkeit war unter ihnen noch viel höher als bei den Männern."( 104) ,, M. hat die Verabfolgung von 25 Gummiknüppelschlägen an 3 Jüdinnen vorgenommen, die beim Abladen eines Wagens rohe Rüben gegessen hatten. Die Ausführung dieser Bestrafung war entsetzlich: die Frauen heulten, es wurde ihnen schlecht. M. befahl seinen Soldaten, die zu Boden gefallenen Frauen wieder aufzuheben und sie weiter zu schlagen." ,, Ein anderes Mal hatten die Frauen bei der Rückkehr von der Fabrik gelacht und gesungen. Er befahl, sie 1½ Stunden stehen zu lassen, bis zu den Waden im Schnee und bei eisigem Wind. - 37- Wieder ein anderes Mal, als die Frauen ebenfalls gelacht hatten, ließ er sie sich in 2 Reihen aufstellen, nahm dann eine Peitsche, die aus 5 bis 6 Stricken mit Knoten bestand, und schlug sie mitten ins Gesicht. Für die geringste Kleinigkeit wurde uns zwei ganze Tage lang das Essen entzogen.( 55) ,, B. kam zu Rad ins Lager; auf dem Weg stieß er die Gefangenen um, hatte es immer besonder auf die Ältesten abgesehen und verteilte unter dem geringsten Vorwand Ohrfeigen."( 53) ,, Ich habe gesehen, wie eine Kameradin von den SS- Frauen mit einem Ledergürtel geschlagen wurde."( 61) ,, Es gab eine SS- Frau, eine gemeine Verbrecherin, die ganz besonders brutal war( sie hatte ihren Mann ermordet); sie schlug und ohrfeigte viele Frauen in brutaler Weise und als ich mich einmal umdrehte, um meine Kameradinnen zu sehen, ohrfeigte sie mich sehr brutal und gab mir einen Fuẞtritt in den Bauch."( 97) ,, Eines Tages erhielt ich einen meisterlichen Faustschlag von der ,, grünen Stute", weil ein Schuhzeug nicht geschnürt war. Wir hatten sie die ,, grüne Stute" genannt wegen ihrer vorstehenden Zähne: sie verstand es be sonders gut, einem einen Faustschlag mitten auf die Lippen zu versetzen, der einem den Kiefer oder die Zähne einschlug. Eine andere Oberherrin hatten wir, die uns stets mit ihrem Revolver bedrohte; wir nannten sie ,, die Tierbändigerin", eine andere nannten wir den„, Eber". Alle diese Frauen kamen aus den Lagern der Hitlerjugend, wo sie eine Spezialausbildung erhalten hatten. Sie wurden selbst seh streng behandelt."( 28) ,, Oft amüsierten sich die SS- Frauen damit, sich gegenseitig die brutalste Art zu zeigen, in der sie die internierten Frauen behandelten. Man rief eine Internierte und mitten im Atelier wurde sir von einer der SS- Frauen niedergeschlagen. Eine von ihnen, die klein war, stieg sogar auf einen Tisch, um so mit ihren Füßen die Brust der Internierten zu erreichen, die sie aus vollen Kräften stieß."( 71) ,, Die, Lageracerca' war eine magere, widerwärtige Megäre. Sie zeichnete sich durch ihren Sadismus und ihre sexuelle Perversität aus; sie war halbverrückt. Beim Morgen- oder Abendappell suchte sie unter den erschöpften und abgemagerten Frauen die schönste aus, die noch mehr oder weniger einen menschlichen Anblick bot, und peitschte sie ohne jeden Grund auf die Hände. Wenn das Opfer zusammenbrach, so schlug die Lageracerca es zwischen die Beine, zuerst mit ihrer Peitsche, dann mit ihren genagelten Stiefeln. Gewöhnlich ließ die Frau eine blutige Spur hinter sich. Nach 1 oder 2 derartigen Miẞhandlungen wurde die Frau krank und starb kurz darauf." ( 110) ,, Eine Frau wurde auf die Denunziation einer deutschen Internierten hin in den Block der zum Tode Verurteilten geschickt, weil sie einer Jüdin Wasser gegeben hatte."( 77) Wir waren zu 120 Frauen im Lager angekommen. Nach einem Monat hatten wir 30 Tote."( 61) ,, An manchen Tagen befahl man dem Blockführer, eine gewisse Zahl von Frauen umzubringen Diese Frauen wurden geschlagen, bis sie umfielen. Ich sah selbst das Lager sich mit Leichen füllen; es sah aus wie weiße Möven, die im Schnee hingestreckt lagen."( 103) クラ Der Appell , Ob es regnet, ob es schneit, ob es stürmt, am Morgen im Nebel oder in der Sonne, muß der Häftling den Appell durchstehen."( 74) Wecken um 3½ Uhr morgens."( 116) Gefa 30 do gesta aus men. 99 epile und schen hatte und nicht kom getra daß Schl kom 19 Reib man zuge SS- M sein kam ZU S beg nen es w ihm inde stur sch Ges war Wenn es einem einfällt, sich noch eine Minute im Bett zu räkeln, so wird man mit Knüppel schlägen herausgetrieben und mit kaltem Wasser begossen."( 120) 22 ,, Die kranken Frauen waren von dieser Marter( Appell) nicht ausgenommen; ich sage:, dieser Marter', weil ich sehr viele Frauen gesehen habe, die vor Kälte ohnmächtig wurden, vom Stehen im Schnee und mitten im eisigen Wind. Da man übrigens 40 Grad Fieber haben mußte, um ins Kran kenhaus aufgenommen zu werden, so muß man sich vorstellen, was das unerträgliche Warten einer 38 neu Abe ma Reihen ug sie Dent onder hisge ihren einmal einen mein des be Kiefer annten us den st seh in der arde sie f einen Kräften ren Sa dappell hr oder e. Wenn t ihrer hinter auf." ( 110) Her zum e."( 61) bringea Leichen muß der Knüppel e:, dieser tehen im ns Kran ten einer Gefangenen bedeutet, die 39,5 Grad Fieber hat und die man brutal aus einem wenn nicht warmen, 30 doch lauen Bett reißt. Unsere Wächterinnen, weibliche Soldaten, die tierisch gegen uns waren, gestanden übrigens ohne Scham, daß das zu dem Zweck, uns auszurotten, geschah. Ich bin einmal aus Schwäche ohnmächtig geworden und bin durch Zufall ohne jede Hilfe wieder zu mir gekommen."( 42) ,, Oftmals mußte ich sogar Kameradinnen, die ohnmächtig geworden waren, oder gerade einen epileptischen Anfall hatten, zum Appell bringen; wir mußten sie neben uns auf die Erde legen und durften uns nicht um sie kümmern. Ich erhielt mehrmals Faust- und Knüppelschläge der( deut schen oder polnischen) Polizistinnen oder Wächterinnen, weil ich mich um Frauen angenommen hatte, die sich in einen epileptischen Anfall im Schmutz wälzten."( 67) ,, Beim ersten Appell war eine Freundin von mir krank. Sehr naiv, ging ich zu unserer, Blockova' und fragte sie:, Verzeihen Sie die Störung, aber eine Freundin von mir ist sehr krank, kann sie nicht vom Appell befreit werden?' Sie antwortete:, Hier gehen auch die Sterbenden zum Appell'." ( 28) ,, Tatsächlich mußten nicht nur die Sterbenden, sondern sogar die Toten des Tages zum Appell kommen, damit die Rechnung stimmte. Man legte sie auf eine Bank, die von zwei Häftlingen getragen wurde."( 64) ,, So mußte ich dreimal beim Appell die Toten halten. Ich bemerkte gegenüber einem SS- Mann. daß dies sinnlos erschiene. Er antwortete: Tot oder lebendig, jeder muß da sein', und er sagte zum Schluß: Appell ist Appell'."( 54) ,, Tote und Sterbende wurden jeden Morgen auf den Appellplatz geschleppt."( 60) ,, Unter uns war ein Kind von etwa sechs Monaten. Dieses Kind mußte mit uns zum Appell kommen, aber es genierte, da es auf dem Arm getragen werden mußte, und das Gleichmaß der Reihen störte. Ein SS- Mann entschied daher, daß es ins Bordell, abkommandiert' wurde., Kommandiert' waren die Deportierten, welche den verschiedenen Innendienst- Kommandos des Lagers zugeteilt waren; sie genossen eine Vorzugsregelung, da ihre Arbeit sie vom Appell befreite. Der SS- Mann fügte hinzu, daß das Kind so, mütterlicher' gepflegt würde. Ich fragte nach dem Motiv seiner Arretierung. Es wurde mir geantwortet:, Gefährlich für das Großreich'. Wenn ein Kamerad beim Appell fehlte, mußten wir dableiben, solange man ihn suchte."( 54) ,, Ich sah in Mauthausen, wie einem russischen Kameraden, der fünf Minuten zu spät zum Appell kam, der Kopf durch zwölf SS- Leute mit Fußtritten zermalmt wurde."( 39) ,, Ein tragisches Ende fand der Rabbiner E., der an Ruhr litt und eines Tages einige Minuten zu spät zum Abendappell kam. Der Gruppenführer ließ ihn packen und seinen Kopf zunächst in die Latrinen tauchen, dann begoß er ihn mit kaltem Wasser, zog seinen Revolver und schoß ihn nieder."( 104) 22 Man blieb beim Appell bis 5% Uhr stehen, die Arme nach unten gestreckt, vor den, Offizierinnen'. Es war verboten zu sprechen, sonst gossen sie einem Eimer mit Wasser über den Kopf und es war kalt am Morgen."( 116) ,, Der Kapo unseres Blockes tötete einen meiner Kameraden, weil er nicht stramm stand. Er gab ihm einen Faustschlag unter das Kinn und als der Unglückliche auf der Erde lag, erstickte er ihn. indem er ihm den Fuß auf die Kehle stellte."( 33) ,, Der Abendappell dauerte ebenfalls oft stundenlang. So mußten die unglücklichen Häftlinge stundenlang die Härten des polnischen Klimas aushalten."( 60) ,, Das Lager von Ravensbrück ist ein ehemaliger ausgetrockneter Sumpf. Die Erde dort ist schwarz, sie verbrennt einen. Manche hatten dort die Waden halb zerfressen. Es griff auch das Gesicht an, es ist das Gelände, das die Haút zerfraẞ; diejenigen Frauen, die dort schon lange waren, hatten entsetzliche Wunden. Ich konnte sie nicht anschauen."( 76) ,, Nach zwölf Stunden Arbeit und einem Appell um 18 Uhr versammelte sich das ganze Lager neuerdings auf einem Platz zu einem Nachtappell, der besonders qualvoll im Winter, an den Abenden der großen Kälte war. Es gab unendlich lange Tag- und Nachtappelle im Schneegestöber. Das Stehen dauerte drei, manchmal vier, sogar sechs Stunden."( 63) 39 - ,, Im Moment der Niederlage von Stalingrad gab es einen sehr langen Appell. Er dauerte den ganzen Tag unter Schneegestöber. Am nächsten Tag setzte man den Appell fort."(( 14) ,, 1 200 Menschen in Reih und Glied, unbeweglich und zu Eis erstarrt."( 63) ,.Den ersten Schock, den ich beim ersten Nachtappell bekam, war der Satz eines vorbeigehenden SS- Mannes, der den Blockführer fragte:, wieviele Tote?' Der andere antwortete: Zehn'. Und der SS- Mann erwiderte:, Was, so wenig?"."( 34) Knöch 294 ,, Tatsächlich starben beim Appell die allermeisten."( 103) وو 99 99 , Wenn einer bewußtlos wurde und beim Appell nicht antwortete, setzte man ihn auf die Liste der Toten und brachte ihn dann mit Stockschlägen um."( 111). ,, Viele Kameraden fielen beim Morgenappell. Ich sah mindestens einen Kameraden täglich sterben, an manchen Tagen bis zu drei."( 74) Peits die S und H den G ,, Manchmal fielen 6 oder 7 Menschen tot bei den Appellen um, nach denen zahlreiche andere Häftlinge ins Krankenhaus aufgenommen werden mußten. Das Lazarett füllte sich mit Sterbenden. Oft fielen 10 tot um, man hob sie nicht auf, das war verboten."( 63) ,, Die Leute brachen zusammen. Manchmal hetzte man die Hunde auf sie, um sie vollends umzubringen."( 14) ,, Die SS- Leute und die Knüppelschläger überhäuften sie mit Stockschlägen und Fußtritten, um sie wieder hochzubringen, was unmöglich war, da sie gestorben waren."( 74) ,, Ein belgischer Minister starb während eines langen, bei außerordentlicher Kälte stattfindenden Appells."( 62) den I Währ mer g schrei zu ste E 25 Sc straft 44 W Strafen und Foltern ,, Die gewöhnlichen Strafen waren 25 Stock- oder Peitschenschläge auf das Gesäß; mehrere Stunden Strammstehen in der Sommersonne oder halbnackt bei eisiger Temperatur; Nahrungsentzug während 2 oder 3 Tagen; Laufschritt während einer halben Stunde mit einem 20 kg schweren Stein vor einer Kette von Wächtern, die jeden der Bestraften beim Vorbeikommen peitschten."( 92) ,, Die häufigste Strafe waren Prügel."( 10) ,, Für eine Kleinigkeit erhielten die Häftlinge Stock- oder Peitschenschläge."( 96) ,, Die SS- Wächter befahlen jedem von uns, sich nach vorn zu beugen und Kopf und Schultern zwischen 2 Pfosten zu stecken, die sie sogleich zusammenrückten. So festgehalten, ist der Mann nicht mehr Herr seiner Bewegungen. Während er sich vergeblich freizumachen sucht, versetzt man ihm von hinten 25 Stockschläge."( 101) ,, Beim mindesten Ungehorsam gaben die SS- Leute 25 Schläge."( 21) ,, Die Zahl der Schläge schwankte je nach der Schwere der Verfehlungen( 25, 50, 100)."( 96) ,, Die Kollektivstrafen bestanden gewöhnlich in dem Nahrungsentzug für das ganze Lager für eine Zeit von 3 Tagen, die sich in manchen Fällen bis zu 8 Tagen verlängerte.( Im November 1939 wurde diese Strafe für die Juden durch Einsperrung in der Dunkelbaracke erschwert.) Während dieser Zeit wurden die Gefangenen gezwungen, bei einer Temperatur von mindestens 16 Grad auf dem gewöhnlichen Platz des Appells zu stehen." ,, Einmal dauerte die Bestrafung 6 Tage: Nahrungsentzug und Stehappell. 180 Gefangene sind dem erlegen." ,, Von den 12 000 Lagerhäftlingen sind etwa 10 Prozent an den Folgen dieser Maßnahme gestorben. Es war die schrecklichste Marter des Lagers." ,, Andere Strafen: Strafübungen nach den Arbeitsstunden. Gewöhnlich starben die in dieser Weise bestraften Häftlinge."( 105) ,, Unter den Blöcken ist einer noch viel schlimmer als die anderen: der, Strafblock."( 46) ,, Dieser Kerker, völlig verdunkelt, war so gebaut, daß die Gefangenen darin weder liegen noch normal stehen konnten."( 107) EN zu ma W dem U die S die L H lang nicht anges dienst chem In nung meine 99 leiste bis d لدور bis 81 wiede الدوو Körp Die N sonde - - 40- den nden Und glich Liste mdere rbenlends , um ndenhrere ungschweitschaltern Mann ersetzt ( 96) er für ember mindee sind ne gedieser liegen ,, Allein oder zu mehreren in der Zelle, hatten die gefangenen Frauen die Füße bis zu den Knöcheln im Wasser."( 53) ,, Die Insassen des Kerkers bekamen kein Essen."( 107) ,, Alle 4 Tage wurde einmal Suppe verteilt."( 53) 99 Während des Aufenthalts im Kerker ist man verurteilt, jeden Tag ein Minimum von 25 Peitschenschlägen zu erhalten. Ein SS- Mann schlägt wild mit dem Ochsenziemer auf einen ein; die Schmerzen sind unerträglich."( 120) ,, Meistens wurden die Schläge auf den unteren Teil des Rückens und des Kreuzes gegeben und hatten das Zerreißen der Haut zur Folge."( 21) 99 Eine der so verursachten Wunden maß auf jeder Seite 15 cm Durchmesser, d. h. daßẞ die beiden Gesäßhälften nur noch eine einzige Wunde waren."( 80) ,, Die Schläge waren häufig mit anderen Maßnahmen verbunden: ein Internierter wurde in den Duschensaal geführt und mit auf dem Rücken gefesselten Händen 2 Stunden lang aufgehängt. Während dieser Zeit wurde er ins Gesicht und auf den ganzen Körper heftig mit dem Ochsenziemer geschlagen. Ins Büro des Rapportführers zurückgebracht, mußte er eine Erklärung unterschreiben und er wurde gezwungen, von 10 Uhr morgens bis zum nächsten Tag um 7 Uhr stramm zu stehen. Ein anderer wurde mit 2 seiner Kameraden in den Duschensaal gebracht; man versetzte ihm 25 Schläge mit einem durchnäßten Ochsenziemer auf das Gesäß und auf das Kreuz. Wie die anderen Bestraften, wurde er gezwungen, die Schläge zu zählen. Wenn einer der Bestraften sich irrte, so begannen die beiden SS- Leute, die ihn schlugen, von vorne. Nach der Erteilung der 25 Schläge wurde er gezwungen, sehr anstrengende Turnbewegungen zu machen, bis die beiden anderen ihre Bestrafung erhalten hatten. Wenn einer der Bestraften die Bewegungen nicht richtig ausführte oder umfiel, wurde er mit dem Ochsenziemer heftig auf jede beliebige Körperstelle geschlagen. Unter den beiden gleichzeitig mit H. bestraften Häftlingen befand sich ein Jude, der durch die SS- Leute geschlagen wurde, bis der Tod eintrat; die anderen Häftlinge wurden gezwungen, die Leiche in den Kerker mitzunehmen. H. wurde dann mit den beiden anderen Häftlingen( deren einer tot war) 3 Tage und Nächte lang in den Kerker gesperrt; er war genötigt, stehen zu bleiben, infolge seiner Wunden, die ihm nicht ermöglichten, sich zu setzen oder sich zu legen."( 107) ,, Ich selbst wurde in schrecklicher Weise mißhandelt. Mein Kopf war infolge der Schläge so angeschwollen, daß man mich nicht mehr erkannte. R. M., der Direktor des Außen- Sanitätsdienstes des Lager- Krankenhauses, der mich verbunden hat, kann den Zustand bezeugen, in welchem ich vor ihm nach derartigen Behandlungen erschien. In einem solchen Zustand mußte ich meine Hose anziehen, meine Kleidung in tadellose Ord. nung versetzen, rasch meine Jacke zuknöpfen, was mir ungeheure Schmerzen verursachte, da mir meine Glieder ihren Dienst versagten."( 38) ,, Wenn eine Gefangene infolge ihrer gänzlichen Erschöpfung die verlangte Arbeit nicht leisten konnte, so wurde sie als, rückfällig betrachtet und in eine Zelle ohne Essen eingesperrt, bis der Tod eintrat."( 113) ,, Die Gefangenen wurden gleichfalls gefoltert."( 112) ,, Ich sah eine Frau, deren Kopf ein Henkersknecht in eine Badewanne mit Wasser tauchte, bis sie ohnmächtig wurde; dann brachte der Folterknecht sie mit Faustschlägen auf die Schläfe wieder zu sich."( 42) ,, Ich hatte folgende Torturen durchzumachen: Stiche mit glühenden Spitzen auf den ganzen Körper, völliges Verrenken beider Beine, was das Zerreißen der Leistenmuskeln herbeiführte. Die Narben dieser verschiedenen Folterungen sind nach 9 Monaten noch sehr sichtbar, insbesondere eine große Narbe am Schenkel, die ihrerseits von einem Messerstich herrührt. - - 41- Im Moment, wo ich gefoltert wurde, mußte ich mich nackt ausziehen; mau rief 2 Frauen, um mich anzuschauen, denn man behauptete, daß alle Pfarrer syphilitisch seien und man wollte das feststellen. Man mußte feststellen, daß das falsch war. Eine der schmerzhaftesten Torturen, denen ich ausgesetzt wurde, war das büschelweise Ausreißen meiner Barthaare."( 54) ,, Es wurden mir meine Finger in einem eigens dazu konstruierten Apparat zerquetscht; dann wurde ich in einen faẞförmigen Holzapparat gesteckt und durch den Mechanismus einer Stahlplatte mein Körper mehr niedergedrückt; ich wurde erst herausgelassen, als ich Galle und Blut spie."( 71) ,, Ich wurde an den Daumen aufgehängt, an den Füßen geschlagen, mit dem Kopf ins Wasser gesteckt, in die Geschlechtsteile mit Nadeln gestochen und ins Faß gesteckt, was darin besteht. daß man das Opfer mit dem Rücken auf dem Faß festbindet, während man an den Gliedern zieht und sie auseinanderreißt."( 20) ,, Dem T. wurde ein Auge ausgeschlagen und die Hand- und Fußnägel ausgerissen. Die beiden Brüder F. wurden mit Stiefeltritten und Knüppelschlägen niedergemacht, sie wurden ohnmächtig mit ausgerenkten Gliedern in den Keller gebracht. Sie blieben 2 Tage lang bewußtlos. Sie waren im Delirium und einer von ihnen lud mich ein, ins Café und auf den Ball mit ihm zu gehen. Sie waren irre geworden. Sie urinierten und brachen Blut."( 119) ,, Am 21. März sah ich 5 Elsässer, mit einer Hand mit einer Kette an die Wand gefesselt, die andere Hand auf dem Rücken; sie blieben so 4 bis 5 Tage, weil sie sich nicht für Deutschland hatten schlagen wollen."( 85) ,, Häufig fesselten sie die Hände der Angeklagten mit Handschellen auf dem Rücken und hingeu sie dann so an den Handgelenken an der Decke auf, wobei sie sie außerdem noch mit der Peitsche schlugen. Einige wurden ohnmächtig, andere wurden verrückt und begannen zu singen."( 25) ..Sie verübten auch folgende Folterungen: Man fesselte die Handgelenke mit leichten Handschellen, steckte die Kniee in das so gebil. dete Oval und einen Knüttel zwischen die Kniekehlen und die Armbeugen. Die so geformte Kugel wurde auf den Schädel gestellt, wobei die Kniee und die eine oder andere Schulter als Stützpunkte dienten. Das war gewöhnlich die Stellung, die mit Hilfe von Stiefeltritten und Faustschlägen erreicht wurde. 2 Männer nahmen Knüttel und schlugen aus voller Kraft auf Kreuz, Gesäß und Schenkel; ich selbst zählte einmal bis zu 187 Schlägen. Wenn der Schmerz so groß wurde, daß man das Schmerzgebrüll nicht mehr unterdrücken konnte, legten sie das Opfer auf die Seite um und drückten ihre genagelten Stiefel auf das Gesicht, den Absatz auf den Unterkiefer und die Stiefelspitze auf den Schädeloberteil, während ein anderer Helfer den Mund mit Fetzen knebelte."( 119) ,, Ich trug eine richtige Lähmung meiner Handmuskeln davon infolge eines stundenlangen Aufhängens an den Handgelenken."( 80) ,, Die Folterungen waren derartig, daß der Oberst B. in den Hungerstreik trat. Er starb etwa 1 Monat nach unserer Ankunft."( 8) ,, Was die Folterinstrumente betrifft, so umfaßten sie Spezialhandschellen mit gezahnten Zangen, Messer und Apparate, um die Geschlechtsteile zu zerquetschen. Knüttel von 3 bis 5 cm Durchmesser, Ochsenziemer, von denen einer biegsam und mit Bleistücken und Spitzen versehen war. Sie kannten die Körperstellen, an welchen sie quälen konnten, ohne zu töten und doch hätte man oft den Tod vorgezogen. Wenn die normalen Mißhandlungszonen unempfindlich wurden, tobten sie sich gegen die empfindlichen Stellen: die Geschlechtsteile, aus. S., Familienvater, 35 Jahre alt, wurde in einer Weise mißhandelt, welche den höchsten Raf finements der Grausamkeit nahekam. Als er von der ersten Behandlung zurückkam, hatte er nicht mehr die Kraft zu stehen, und die schauerlichen Wunden seines Körpers ermöglichten ihm nicht, sich hinzulegen. Diese Bestien zerquetschten ihm das Glied und die Hoden."( 119) ,, Ich habe die Elektrokution meines Gliedes mittels eines Instrumentes durchgemacht, das kein Zufallsinstrument war, denn es hatte die Präzision eines feinen, chirurgischen Instrumentes. 42 Es h um 8 ware Drab aich furd anzu wor betr lich war den Schn tig, ware 4 imm Trin sie ben. ihr mor ein ten ein ode das sier Zwa Näl dab ihn lini an 20 H der Ma dau selt en, um te das e Aus ; dann Stahl d Blut Wasser esteht. n zieht ie wur ang be Ball mit selt, die schland hingen Peitsche ( 25) o gebil e Kugel 3punkte schlägen säß und de, daß Seite um und die = Fetzen -nlangen arb etwa ezahnten bis 5 cm versehen Och hätte egen die sten Raf hatte er hten ihm acht, das rumentes 9) Es handelte sich um eine Röhre, die aus 2 ziemlich elastischen Stahlbändern bestand, die am Ende. um sie sehr elastisch zu machen, verbunden und die mit einem Ring und einer Schraube versehen waren. Man führte das Glied ein und zog die Schraube an. Am Ende der Röhre befand sich ein Draht, der zu einem Rheostaten führte. Wenn der Strom hergestellt war, fühlte man absolut aichts; aber der Schmerz wurde durch die Stromunterbrechungen ausgelöst, die jedesmal einen furchtbaren Nervenschmerz hervorriefen."( 88) ,, Die Frau des Kommandanten pflegte jeden Tag auszureiten. Wenn ein Internierter sie nu anzublicken wagte, notierte sie seine Nummer. Der Internierte wurde sofort in den Kerker geworfen, erhielt 25 Stockschläge und wurde manchmal umgebracht."( 38) 99 Wenn der Kerkeraufseher zu einem Verhör schritt, zog er seinen Revolver und drohte dem betreffenden Internierten, ihn zu erschießen, wenn er nicht Geständnisse machen würde; tatsächlich erschoẞ er manchmal Internierte."( 65) ,, Ein Häftling blieb 6 Monate angekettet und mit verbundenen Augen in einem Keller."( 117) ,, Einmal betrug die Zahl der Gefolterten ungefähr 30 Menschen. Die Wildheit der SS- Leute war um so größer, als sie für ihre Arbeit Wein und Schnaps bekamen. In dem ganzen anstoßenden Schlafraum konnten die Internierten die ganze Nacht die Augen nicht schließen infolge der Schmerzensschreie der Gefolterten. Die Marter dauerte bis zum Morgen- Appell und war derar tig, daß die meisten Opfer nicht aufstehen konnten. Sie wurden hingeschleift. Viele von ihnen waren infolge der Schläge ins Gesicht unkenntlich geworden. 4 Wochen lang wurden die Gemarterten allen Unbilden der Witterung ausgesetzt, die Hände immer auf dem Rücken gefesselt, selbst beim Verrichten ihrer Bedürfnisse, beim Essen und Trinken. Die Fesselung war so stark, daß die Armen zu verkümmern begannen. Zuletzt wurden sie gehängt."( 25) ,, Viele Internierte sind im Lager an den Folgen der ihnen zugefügten Folterungen gestor ben."( 107) ,, Manche wurden ausgepeitscht, bis sie starben. Manche wurden erdrosselt. Manchen wurde ihr Blut völlig abgezapft."( 56) ,, Während der 13 Monate, die ich im Kerker verbrachte, wurden 300 bis 400 Deportierte er mordet. Ich kann die Ziffer ziemlich genau angeben, weil die Träger der Leichen jedesmal, wenn ein Internierter ermordet worden war, an den Eingang gerufen wurden."( 38) ,, Fast niemand kam aus den Lagergefängnissen heraus."( 105) ,, Aus den Zellenfenstern zu schauen, bedeutete sicheren Tod. Die dabei erwischten Internierten wurden ermordet, geschlagen oder gestochen. Die gleiche Strafe erwartete diejenigen, die ein Stück Zeitung lasen( selbst wenn das bei der Benützung als Klosettpapier geschah)."( 38) ,, Die Fälle des Aufhängens wegen Kleinigkeiten( Diebstahl von Brot oder von Blechdraht oder Telefondrähten zur Anfertigung von Schuhbändern) waren zahlreich. Das war insbesondere das Schicksal zweier Franzosen."( 22) ,, Das Lager war von 2 durch einen geringen Abstand voneinander getrennten Reihen elektrisierten Stacheldrahtes eingefaßt. Diese Einrichtung diente ebenfalls als Bestrafungsort: Man zwang die Bestraften die Nacht zwischen den beiden Stacheldrahtreihen zu verbringen, in der Nähe eines der Aufsichtstürme, wo sie sich weder hinlegen noch setzen konnten; sie mußten daher stehen bleiben und bekamen außerdem nichts zu essen. Wenn ihr Erschöpfungszustand ihnen nicht mehr ermöglichte zu widerstehen, fielen sie auf eine der elektrisierten Stacheldraht.. linien und man fand sie tot auf."( 90) ,, Eine andere beliebte Methode der Nazis zur Folterung der Gefangenen war das Aufhängen an den Bäumen. Im Laufe des Jahres 1938/39 wurde diese Folterung in den Wäldern hinter dem Lager verübt. 20 bis 25 Bäume waren dafür eingerichtet worden und trugen in 2 Meter Höhe einen Haken. Die Hände der Häftlinge wurden auf den Rücken gefesselt und mittels einer Walze zog man sie an den Händen hoch, bis ihre Füße nicht mehr die Erde berührten. Der Lagerführer und ein SSMann gingen von Baum zu Baum und schlugen die Häftlinge mit einer Peitsche. Die Mindest dauer des Aufhängens war eine halbe Stunde. Dort 3 Stunden aufgehängt zu bleiben, war nicht selten. Diese Tortur wurde mindestens zweimal wöchentlich verübt." - 43- ,, 20 Häftlinge wurden mit Ketten zusammengefesselt und mußten einen Kreis um einen Baum des Lagerplatzes bilden. Während der ganzen Nacht hetzten die SS- Leute ihre Hunde auf sie. Am Morgen lebten nur noch 3 Häftlinge."( 105) ,, Ein SS- Mann zielte auf einen Häftling und erschoß ihn, nachdem er ihn an einem elastischen Baumzweig hatte aufhängen lassen, an dem die Kameraden ihn wie einen Pfeil in die Luft schnellen mußten."( 72) ,, Spezialität eines anderen Folterknechtes war, die Häftlinge in einem Faß zu ertränken." ( 95) ,, Die SS- Leute ergriffen einen Mann bei den Beinen, tauchten ihn in ein Faß mit eisigem Wasser, zogen ihn heraus und setzten diese Prozedur so oft fort, bis er schließlich ertrank." ,, Ein polnischer Priester wurde öffentlich kastriert. Nach dieser Operation verband sich der Priester mit einem Taschentuch, ging dann mit Hilfe der Kameraden zum Block zurück, wo er ertränkt wurde."( 90) er unmenschlich ge,, Ich war Zeuge folgender Szene: ein armer Häftling wurde, nachdem schlagen worden war, in einen Waschraum geschleppt( März 1944, Waschraum des Blockes 48), auf die Erde gelegt und mit großen Eimern kalten Wassers begossen, bis der Tod eintrat."( 3) ,, Einige Tage nach unserer Ankunft ließ der Blockführer einen unserer Kameraden aus Bordeaux, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere, in schauerlicher Weise umbringen. Er ließ ihn sich völlig nackt ausziehen, ihn mit kaltem Wasser begießen und ließ ihn dann mehrere Stunden draußen( es war Anfang Februar), dann wurde er in den Block gebracht und an einen Pfosten gebunden. Am nächsten Morgen, etwa um 5 Uhr, bekam er Stockschläge, die ihm den Nacken zerbrachen, und da er nicht rasch genug starb, tauchten ihm die Stubendienstleute den Kopf in das Wasserbecken, in dem man das Geschirr spülte."( 8) ,, Eine SS- Frau tötete eine kleine Französin, indem sie ihr Wasser zu trinken gab, so lange bis sie keines mehr schlucken konnte. Sie warf sie hin, um sie mit Tritten ihres Stiefelabsatzes dazu zu bringen, das Wasser auszubrechen; sie schlug sie so, bis das Blut herausspritzte."( 48) ,, Nach manchen Martern hatten Kameraden nicht mehr die Kraft, die 10 Meter zurückzulegen, um in die Reihe zurückzukommen. Die auf dem Boden Liegenden wurden in den Hundezwinger des Lagers gebracht, wo sie die Beute der ausgehungerten Schäferhunde wurden. Diese ausgehungerten Hunde zerrissen mit ihren scharfen Zähnen die Körper der noch lebenden Menschen, die in ihren Käfigen lagen. Die nach diesen Freßorgien übrigbleibenden Stücke menschlichen Fleisches wurden täglich in ein Krematorium gebracht, wie wir später erfuhren. Keine Spur darf bleiben. Jede Stelle des Lagers bleibt tadellos sauber und sogar gefällig."( 110) ,, Jedem Akt der Grausamkeit mußte eine gewisse Zahl von Häftlingen als Zuschauer beiwohnen." ,, In diesem Lager des Todes waren die Schmerzensschreie manchmal so durchdringend, daß der Lagerkommandant gut daran zu tun glaubte, dem abzuhelfen, indem er die übrigen nicht als Zuschauer dienenden Häftlinge auf einem kleinen Hügel in einigem Abstand vom Folterungsort versammelte und sie heitere Lieder singen ließ."( 96) ,, Auf dem schmiedeeisernen Gitter selbst kann man die Losung des Lagers lesen:„ JEDEM DAS SEINE."( 69) 39 Indu fähig arbei ster 99 zur F F Fabr durc Fabr Nove Aufr D folge 44. dem Fabr ( 70) Baum .Am schen hneln." 5) Washder er erh ge3), auf Die Arbeit Männerarbeit -) BorEr ließ Stunfosten n zerin das ge bis s dazu ückzuLundeDiese MenenschKeine D) r beiaß der ls Zungsort EDEM ,, Die Zentralverwaltung des Lagers hatte vertragliche Verpflichtungen gegenüber deutschen Industriefirmen wie Krupp, Kohlen- Syndikat usw., welchen sie ein gewisses Kontingent arbeitsfähiger Häftlinge liefern mußte."( 86) ,, Alle Häftlinge sind verpflichtet zu arbeiten."( 60) ,, Ohne Ausnahme: Männer, Frauen, Greise, junge, schwangere Frauen, Kranke."( 125) ,, Daß ich Medizinstudent war, hat mich nicht gehindert, als Maurer, Erdarbeiter, Bergwerksarbeiter im Salzbergwerk und Elektriker beschäftigt zu werden."( 81) ,, Die Deportierten wurden für die Arbeiten der Fabrik von Gustloff, die dem Wirtschaftsminister Sauckel gehörte, der Fabrik von Mibau( radioelektrische Kriegsapparate), den D.A. W. usw. zur Verfügung gestellt. Für die Gustloff- Fabriken wurden im Lager folgende Abteilungen eingerichtet: Fertigstellung und Zusammensetzung von Gewehren mit 280 Häftlingen am 23. Februar 1944. Fabrik 11 am 1. April 1943 mit 51 Häftlingen, Zahl, die bis auf 300 wuchs. Nach der Zerstörung durch das Bombardement wurden 1500 Häftlinge zur Säuberung von 4 Hallen verwandt. Die Fabriken von Mibau nahmen im November 1943 mit 30 Häftlingen Aufräumungsarbeiten vor, im November 1944 beschäftigten sie 1500. Nach dem Bombardement wurden nur 30 Häftlinge zu den Aufräumungsarbeiten verwandt. Die Liste der Kriegskommandos mit den Beständen der dort arbeitenden Häftlinge ist folgende: Munitionsfabrik Oberndorf. Flugzeugfabriken Erla und Leipzig Kanonenfabriken Hasag, Leipzig und Taucha Junkersfabriken in verschiedenen Städten B.M.W.- Fabriken Eisenach und Abderoda 200 Häftlinge 2 252 948 825 29 5 875 79 619 35 633 95 Flugzeugfabrik Siebel, Halle Bochumer- Verein Hasag in verschiedenen Städten Rheinmetall- Borsig, Düsseldorf 1 167 3.609 260 Braunkohlen- Benzin A.G., Magdeburg- Troglitz 3 828 Militärische Garagen Baukommando 1 und 2 SS- Heim Erdarbeiten- Kommandos Steinbruch Steinträger Wasserleitungs- Kommandos SS- Stadt- Kommandos ,, Alle diese Kommandos bestanden seit dem Beginn des Lagers. Ihre Bestände nahmen mit dem des Lagers zu. Im Oktober 1942 machte das Kommando X Erdarbeiten für die GustloffFabriken. 1943 wurde die Eisenbahn Weimar- Buchenwald von rund 1000 Häftlingen gebaut." ( 70) 145- ,, Andere Arbeiter werden zum Bau unterirdischer Fabriken für die Fabrikation der V I und zu Neubauten im Lager, zum Abladen der Flugzeugmotore mitten im Wald, zum Ausheben der Wasserzuleitungsgräben eingesetzt. Sie bauten Straßen, die zum Wald führten. Alle diese Arbeiten wurden weit ab von der Zivilbevölkerung gemacht."( 125) 99 Wir arbeiteten auch für die I.G. Farbenindustrie, die etwa 40 000 Zivilisten, Polen, Ukrainer. Franzosen usw., 10 000 Lagerhäftlinge und 400 bis 500 englische Kriegsgefangene beschäftigte." ,, Es bestand außerdem eine sogenannte( Kabel-) ,, Draht"-Abteilung, welche Stahlnetze gegen Unterseeboote herstellte. Die Arbeit bestand im Aufrollen von sehr steifem, nicht ausgezogenem Stahldraht, der sehr rauh war und die Hände der Arbeiter aufriẞ. In dieser Abteilung wurde eine sehr erhöhte Leistung gefordert. Ich möchte ebenfalls die Arbeit einer Optikabteilung anführen, wo die Häftlinge für deutsche Waffenfabriken bestimmte Linsen polierten. Diese Arbeit wurde in einer Luft ausgeführt, die von einem Gas ich glaube Tetrachlor geschwängert war, das eine Art von Asthma hervorrief, an dem viele meiner Kameraden noch immer leiden. In dieser Abtei. lung wurden hauptsächlich Belgier beschäftigt, aber es gab auch einige Franzosen dort."( 52) - ,, Am Nachmittag des 22. Juli 1944 wurden 1400 Franzosen in die Arbeitskommandos von Nekkarelz und Neckargerach geschickt( in jedes Lager die Hälfte der Mannschaft). Diese beiden Arbeitskommandos sind im Neckartal, 20 km südöstlich von Heidelberg, stationiert. Sie lieferten Arbeitskräfte für verschiedene Unternehmungen, insbesondere: für die Einrichtung der unterirdischen Flugzeugfabrik Obrigheim, für die Einrichtung einer gleichartigen Fabrik in Hochhausen, für den Bau von Baracken für die bestraften SS- Leute oder für den Bau von Baracken für die obdachlos gewordene Bevölkerung, für gewisse Landarbeiten der Gegend."( 92) ,, So wurde z. B. der Flugplatz des Kleinen Königsberges von 300 Deportierten hergerichtet, die das Gelände dadurch einebneten, daß sie es tagelang mit ihren Füßen einstampften: nach Beendigung dieser Arbeit waren nur noch 10 von ihnen übrig."( 114) ,, In den ersten Monaten gingen viele Kommandos ab zum Ausheben der Gräben längs der holländischen und dänischen Grenze. Viele Häftlinge arbeiteten beim Abladen von Transportbooten usw.( 63) 66 ,, Auf den Feldern zogen wir wie Pferde große Wagen für die Kartoffeln. Wir luden sie auf und brachten sie ein."( 21) ,, Schließlich die sogenannte, Schwere Steinträger- Mannschaft'; dort mußte man sehr schwere Steine auf Schulterhöhe heben, um sie auf die Wagen zu schleudern. Die Vorarbeiter erlaubten nicht, daß Steine zu zweit aufgehoben wurden."( 64) ..I ..E natürl hatter zur Γ A „ N Gefan selbe Luft verun Di Tunn durch den d man 25 kg laden ten g gesch stens 99 ohne 55Ende heru nieur port Tode lehrt gel u 19, Wecken um 3,30 morgens. Einige Minuten nachher beginnt der Appell mit Strammstehen. der bis 6 Uhr dauert. Die Arbeit beginnt um 6,30. Vor dem Abmarsch zur Arbeit wird jedermann genau durchsucht; die wie Bagnosträflinge gekleideten Internierten werden in Reihen zu dritt aufgestellt und von Wächtern mit Gewehren und Maschinenpistolen eingerahmt."( 121) 99 ,, Der Abmarsch zur Arbeit erfolgte unter den Klängen einer fröhlichen Musik. Das Orchester war ein Kommando von Musikern, die aus richtigen Künstlern bestanden."( 103) ,, Also, vorwärts im Militärschritt und mit dem linken Fuß antreten."( 18) ,, Auf dem ganzen Weg muß gelaufen werden."( 121) ,, Manche Häftlinge hatten 7 km zur Arbeitsstelle zurückzulegen."( 78) ,, Man zwang uns, unterwegs zu singen. Wer nicht sang, wurde heftig geschlagen. Wir mußten ebenfalls mit den Schuhen auf der Schulter marschieren, um sie nicht abzunützen."( 33) ,, Ein großer, leerer Lastwagen und einige Bahrenträger folgen hinterdrein und die, die aus der Reihe kommen oder die vor Erschöpfung hinfallen, werden augenblicklich erschossen und durch die Träger auf den Lastwagen geladen; der Wagen kommt abends nie leer zurück."( 121) schw neue ließ Vort dem Kam wurd 99 zu v son zeit walt werd brin und 46 1 und en der beiten rainer. tigte." gegen genem He eine ühren, arde in as eine Abtei 52) n Neken Arten Arfür die richtet, : nach gs der ansport sie auf schwere -laubten mstehen. ermann zu dritt rchester Vir muß ( 33) die au sen und k."( 121) ..Im Winter wurde die Arbeit 11 Stunden lang bis zu den Knieen im Schnee ausgeführt."( 59) ,, Es waren Feuer angezündet, an denen sich die Kapos wärmten, aber die Arbeiter hatten natürlich kein Recht dazu. Sie mußten bei 20 bis 25 Grad unter 0 Eisenmaterial anfassen; viele hatten natürlich erfrorene Hände."( 87) ..Ich möchte besonders den Fall eines Amerikaners namens R. anführen, der 1 Woche lang zur Arbeit kam. Er starb vor Kälte."( 79) ,, Nach einigen Wochen Arbeit brach eine furchtbare Typhusepidemie aus. Die schwächsten Gefangenen starben zu Hunderten."( 104) ,, In dem Tunnel arbeiteten wir in einem infernalischen Staub. Es gab keine Lüftung; die selbe erfolgte lediglich durch 2 Tunnelöffnungen, die 3 km voneinander entfernt waren. Luft war durch den Staub der Züge, die Maschinen des Werkes und vor allem die Sprengungen verunreinigt. Die Arbeit bestand im Abladen von Schienen und von Maschinen, die mit dem Zug in das Tunnelinnere kamen, denn dieser war vom einen Ende zum anderen durch die Eisenbahnlinie durchzogen. Das Material wurde vor verschiedenen Hallen abgeladen. Andere Kameraden wurden der Arbeit in den Schächten zugeteilt."( 7) ,, Die Häftlinge wohnten im Werk, in Schächten, die in die Tunnelwände gegraben waren, wo man Holzgestelle mit 4 Stockwerken angebracht hatte. Es war fast unmöglich zu schlafen."( 108) ,, Die Landarbeiten waren schwer und schrecklich. Die Leute verloren in den ersten Monaten 25 kg, die sie natürlich nicht mehr aufholen konnten."( 43) ,, Anderswo bestand die Arbeit darin, Steine zu tragen und auf kleine Eisenbahnwagen zu laden und zwar unter folgenden Umständen: Ein Tragkorb mußte von 2 Häftlingen in 10 Minu ten geladen werden. Dann mußte, immer durch die gleichen 2 Häftlinge, der Wagen 100 m weit geschoben werden, um an die Lokomotive angehängt zu werden. Schätzungsweise sind mindestens 50 000 Häftlinge bei dieser Arbeit gestorben."( 75) ,, In Linz blieben die Deportierten, die in einem unterirdischen Steinbruch arbeiteten. 1 Jahr ohne das Tageslicht zu sehen."( 117) ,, Die zu liefernde Arbeit ist häufig sinnlos. Sie besteht darin, sehr schwere Steine von einem Ende zum anderen des Steinbruches von unten nach oben zu tragen und im Laufschritt wieder herunterzutragen."( 75) ..Die Deutschen ließen zahlreiche Gruppen( 1200 Menschen) von Professoren, Ärzten, Ingenieuren und anderen aus Griechenland herbeigeschafften Spezialisten Arbeiten machen- Transport schwerer Steine, die deren Kräfte überstiegen. Die SS- Leute schlugen die Gelehrten zu Tode, die von der schweren Arbeit geschwächt umfielen. Die ganze Gruppe griechischer Gelehrter ist innerhalb 5 Wochen durch ein System von Aushungerung, erschöpfender Arbeit, Prügel und Morden ausgerottet worden."( 111) ,, Sehr wenige konnten eine derartige Anstrengung aushalten."( 104) ,, Der Pariser Advokat B. wurde in folgender Weise getötet: er wurde gezwungen, 50 kg schwere Zementsäcke laufend zu tragen, zurückzukommen, einen neuen Sack zu nehmen und. neuerdings den Weg zu machen. Er konnte diese Arbeit nicht länger als 1 Stunde aushalten; man ließ ihn einen Tag lang in Ruhe; am nächsten Tag riß ihm der SS- Mann, der das Kommando des Vortags beaufsichtigt hatte, die Brille herunter und zwang ihn wieder, mit dem Zementsack auf dem Rücken loszulaufen. Erschöpft und verzweifelt warf er den Sack fort und sagte zu seinen Kameraden: Ich gehe, auf Wiedersehen. Er ging weg, überschritt die Wachtpostenlinie und wurde auf der Stelle niedergeschossen."( 50) ,, Es gab Menschen, die es vorzogen, sich auf die Stacheldrähte zu werfen und so Selbstmord zu verüben."( 43) ,, In gewissen Kommandos dauerte die Arbeit 12 Stunden, von Mittag bis Mitternacht oder son Mitternacht bis Mittag. Kein Augenblick wurde je aus irgend einem Grund von der Arbeitszeit freigegeben. Alle Verrichtungen des Lebens: Schlaf, Besorgungen, Mahlzeiten, Hygiene, Verwaltungsangelegenheiten, ärztliche Untersuchungen, mußten in den 9 oder 10 Stunden erledigt werden, die nicht vom Arbeitskommando beansprucht waren."( 108) ,, Außerdem holte man uns auch noch zu allen Lagerarbeiten: den SS- Leuten das Essen bringen, ankommende Lebensmitteltransporte abladen, verschiedene Stellen des Lagers säubern und kehren. Für diese Arbeiten wurden immer Franzosen ausgesucht."( 87) - 47- - „Sie waren von dem furchtbaren Arbeitstag und allen diesen Arbeiten völlig zermürbt. Sie waren alle schmugig und in einem Zustand entseglicher Niedergeschlagenheit.“(125) „Nach einem vernichtenden Arbeitstag in den Steinbrüchen müssen alle Internierten noch die Tortur eines 2 Stunden langen Appelles mit Strammstehen aushalten,“(113)—„manchmal auh von Mitternacht bis 7 Uhr.“(117) „Keinerlei Erholung war für die Häftlinge vorgesehen. Es war ausdrücklich verboten, sich, zwischen den Arbeitsstunden im Lagerhof zu seen oder stehen zu bleiben.“(113) „Manchmal ließen uns die SS-Leute, um sich zu amüsieren, ‚Sport‘ treiben und ermüdeten uns in einer halben Stunde mehr als in einer Woche Arbeit.“(23) „In den Blöcken war es aus 2 Gründen unmöglich, sich auszuruhen: einmal das beständige Licht und andererseits das unaufhörliche Kommen und Gehen.“(7) „17 Stunden Arbeit, 2 Stunden Schlaf.“(117) „Einer der Hauptgründe der Erschöpfung war der Schichtwechsel. Wenn wir wechselten, mußten wir 24 Stunden hintereinander arbeiten. Die Überwachung durch die SS-Leute war dann furchtbar, denn die Gefangenen schliefen an Ort und‘Stelle ein und das war eine Gelegenheit, neue Peitschenschläge auszuteilen. Dieser Schichtwechsel fand entweder jede Woche oder alle 14 Tage statt.“(7) „Es kam vor, daß wir von 4 Uhr morgens bis 5 Uhr abends unter dem Vorwand der Photo- ee ® an graphie bleiben mußten, und dann wurden wir zum Arbeiten bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr in die Fabrik geschickt. Da wir am Vortag nicht photographiert worden waren, versam- melte man uns dann neuerdings angeblich, um uns zu photographieren, bis 1 Uhr nachmittags. Wir standen also 32 Stunden lang.“(79) „Keinerlei Sonntagsruhe.“(66) „Wir hatten einen Sonntag pro Monat frei, wo man nicht zum Arbeiten im Kommando ging, und dieser Sonntag war schrecklich, denn wir mußten im Lager arbeiten, wo wir geschlagen wur- den.“(100) „Manchmal verbrachten wir ihn auch mit Appellen.“(33) „Die Ernährung war gerade ausreichend, um einen Menschen nicht Hungers sterben zu lassen, und absolut ungenügend, um ihm eine irgendwie wirkungsvolle Arbeit zu ermöglichen.“(83) „Wir hatten nur eine halbe Stunde zum Essen. Die Suppe wird in einer Baracke verabreicht, wo die Menschen nur zu 150 sein sollten; es sind ihrer 1500; sie sind derartig eingepfercht, daß die Neuankömmlinge zu essen vergessen, weil sie noch nicht begreifen, welche Art von Gym- nastik nötig ist, um die Suppe zu bekommen und in einer so unbequemen Stellung zu verschluk- ken. Da in der erlaubten halben Stunde das Hereinkommen, die Essenausgabe und das Hinaus- gehen inbegriffen sind, müssen so viele Menschen schnell wieder hinausgeschafft werden und die. ses Hinausgehen wird beschleunigt durch einen„‚Grünen“(gemeinen deutschen Verbrecher, der ein grünes Abzeichen trägt und das Recht über Leben und Tod der Gefangenen hat), der auf einem Faß steht und mit einem riesigen Knüppel die Vorbeigehenden niederschlägt; es gibt jedesmal 10 bis 15 Opfer.“(207) '„Manchmal haben wir nur eine Viertelstunde Pause für die Suppe und meistens mußten wir uns zur Verteilung niederknieen.“(103) „Es gab Tage, wo die Menschen aus allen diesen Teilen Europas, die ohne Unterbrechung den ganzen Tag arbeiteten, mittags kein Essen an ihren Arbeitsstätten bekamen. Sie kamen nachmit- tags um 4 Uhr ins Lager zurück, das sie um 3 Uhr morgens verlassen hatten.“(125) „Bei dieser Ernährung ist die Dauer der Arbeitsfähigkeit für einen normalen Menschen durchschnittlich 6 Monate. Bei einem schwachen Menschen fällt sie auf 2 Monate. Der Mensch x E braucht zuerst sein Fett, dann seine Muskeln auf und er verliert 30 bis 35 Prozent seines Ge- wichtes.“(93) „Es ist natürlich, daß viele von ihnen völlig erschöpft umfallen. Für diese Unglücklichen be- deutete das ein sehr nahes Ende.‘(96) * „Die Deportierten gingen morgens je zu 50 mit einem Kapo zur Arbeit. Es wurden also 50 : Rationen angemeldet. Wenn er abends nur 40 oder 45 Deportierte zurückbrachte, gehörten ihm die Rationen.“(89), U —— Ne gez) zur löse Kal in mit zer die der Sie ch die auch , sich deten indige elten, dann nheit, lle 14 Photon um ersamittags. ging, wurlassen, 83) reicht, t, daß GymschlukHinausnd die er, der ler auf Es gibt en wir ng den achmit99 , Wenn anderseits ein Posten 15 Tote zurückbrachte, so bekam er 15 Tage Urlaub."( 103) ,, Ich hörte eines Tages folgendes Gespräch zwischen 2 Deutschen, einem Kapo und einem SS- Mann: 99 - ,, Fünf", antwortete der andere. Wieviele heute?" ,, Das ist wenig," erwiderte der erste. - - ,, Ich will versuchen, morgen 10 zu machen." Es handelte sich darum, Häftlinge umzubringen."( 86) ,, Ich sah, wie ein Kapo den Kopf eines Deportierten unter das Wasser hielt, bis der Tod eintrat."( 89) ,, Ich sah, wie ein Amerikaner italienischen Ursprungs, der C.L. hieß und im August 1901 in New York geboren war, mißhandelt und umgebracht wurde; er hatte erfrorene Füße und wurde gezwungen, trotz seiner Wunden zu arbeiten. Man verband ihn mit Papier und schickte ihn wieder zur Arbeit im Schnee. Er starb nach Ablauf von 12 Tagen."( 17) ,, Die Arbeit, die seinen Gefangenschaftskameraden auferlegt wurde, bestand darin, ungelöschten Kalk in die Wagen zu laden. Da sie keine Schaufel hatten, waren sie gezwungen, diesen Kalk mit den Händen zu packen. An einem windigen Tag bekam ein junger Israelit solchen Kalk in die Augen; er beklagte sich darüber bei dem SS- Wächter, der ihn etwas abseits führte und mit dem Revolver niederschoẞ."( 39) ,, Jeder Mensch, der fiel, brachte 60 Mark ein unter der Bedingung, daß dies bei einem Fluchtversuch geschah. Deshalb pflegten die SS- Leute die Kopfbedeckung eines von uns zu nehmen, die sie zwischen 2 zehn Meter voneinander entfernte Reihen von Stacheldraht warfen, also auf ein Gebiet, das als Entweichungszone betrachtet wurde. Sie befahlen dem Besitzer der Kopfbedekkung, sie zu holen, und wenn der Mann gehorchte und in diese Zone ging, dann schoß der Posten des Wachtturmes selbstverständlich auf ihn und tötete ihn. Wenn der Mann sich weigerte, seine Kopfbedeckung zu holen, hetzte der SS- Mann seinen Hund los, der' den Gefangenen buchstäblich zerriẞ. Es muß bemerkt werden, daß sehr häufig der Platz der Wachtposten verändert wurde, so daß die Häftlinge sich außerhalb der Grenzlinie befinden konnten, ohne es zu wissen, und so niedergeschossen wurden."( 86) * ,, Die Häftlinge waren von SS- Leuten umgeben, die das Recht hatten, sie zu schlagen, Hunde, die sie furchtbar bissen, auf sie zu hetzen und sie für jeden sogenannten Fluchtversuch niederzuschießen. Die SS- Leute des Lagers übten dieses Recht in brutaler Weise aus."( 65) ,, Die Vorarbeiter, gemeine Verbrecher, die besonders ausgewählt waren, halfen bei der Folterung der Internierten, um den Lagerhenkern zu gefallen und um ihre Vorrechte besser zu verdienen."( 121) ,, Die Arbeit wurde durch den Kapo überwacht. Letzterer war für die Leistung der Häftlinge in der Weise verantwortlich, daß er sie, nötigenfalls mit Stockschlägen, zur Arbeit antreiben muẞte, und wenn die zu erzwingende Leistung nicht erreicht wurde, er selbst 25 Stockschläge erhielt, es sei denn, daß er bewies, daß er die Häftlinge bei der Arbeit geschlagen hatte, indem er die Spuren der Schläge auf den Körpern der Opfer zeigte."( 115) ,, Wir arbeiteten beständig unter den Schlägen, die uns die Vorarbeiter oder Kapos gaben." ( 87) enschen Mensch es Ge then be also 50 ten ihm 99 Wir wurden mit äußerster Brutalität behandelt. Man schlug uns ohne Grund."( 7) ,, Ob man gut oder schlecht arbeitete, man wurde geschlagen."( 98) 22 , Einmal sah ich in dem Tunnel 2 SS- Offiziere auf mich zukommen. Der eine von ihnen schimpfte und versetzte mir einen heftigen Faustschlag auf den Kopf. Ich fiel auf den Beton und wurde bewußtlos. Als ich zu mir kam, war er verschwunden. Ich habe nie erfahren, warum ich geschlagen worden war."( 31) ,, Der Unterdirektor des Bergwerks pflegte zweimal in der Woche ins Bergwerk herunterzukommen. Bevor wir ihn herankommen sahen, und ohne jeden Grund, schlug er mit einem eisenbeschlagenen Stock nacheinander alle Juden, wobei er sagte, daß er uns schlage, weil wir Juden seien und daß die Juden für den Krieg verantwortlich seien. Er sagte:, Euch Hunde werden wir 49- alle hier umbringen. Die mit uns arbeitenden Polen hatten nicht das Recht, mit uns zu sprechen. Sie sagten uns, daß vor unserer Ankunft sie es waren, die geschlagen wurden, und daß sie sehr froh über ihre Ablösung durch die Juden waren."( 33) ,, Man warnte uns, daß der Blockführer verrückt sei und daß man sich vor ihm in acht nehmen müsse. Tatsächlich ging er mit einer riesigen Peitsche, die aus einem dicken Telefondraht von 1 cm Durchmesser bestand, bei uns durch und schlug nach Gutdünken damit in die Reihen." ( 7) ,, Ich sah auch häufig in dem umschlossenen Revier, wo meine Arbeitsstelle lag, zahlreiche Franzosen, die beim, Holzhäufeln( Einsammeln und Aufschichten von Holz) arbeiteten, in invalidem Zustand herauskommen. SS- Unteroffiziere, die ihnen entgegenkamen, versetzten ihnen Faustschläge, bis sie hinfielen. Wenn sie zu Boden lagen, gaben sie ihnen Fußtritte auf die Brust."( 47) 99 Während der Arbeit zwang der Kapo des Kommandos, Petersen', der mit der Arbeitsleistung unzufrieden war, einen Internierten, auf allen Vieren zu gehen und schlug ihn mit einem dicken Pfahl in die Lendengegend. Der Unglückliche wurde ins Krankenhaus gebracht mit einem Bruch von 3 Wirbeln, der seinen Tod im Verlauf von 48 Stunden nach sich zog."( 86) ,, Jeden Tag mußten wir auf die Felder hinaus, um Kartoffeln aufzulesen. 10 Stunden Arbeit, auf den Knieen. Wenn ein Häftling sich auf die Erde setzte oder aufstand, erhielt er sofort einen Schlag mit einer Eisenstange. Wenn er nicht tot war, so war er sicher, den Bruch eines Armes, eines Beines oder einer Rippe davonzutragen."( 51) 99 , Wieviel zerschundene Rippen und gespaltene Schädel habe ich gesehen."( 12) ,, Die Arbeit im Kommando war immer mit Fußtritten, Faustschlägen, Gummiknüppelschlägen, Stockschlägen oder Schlägen mit dem Schaufelstiel verbunden."( 87) ,, Bei gewissen Arbeiten hagelten die Schläge ununterbrochen. Bei den Häftlingen z. B., die die Wagen schieben mußten, schlugen die SS- Leute bei jedem vorbeikommenden Wagen diejenigen, die ihn schoben. Bei den Erdarbeiten war es ebenso, die SS- Leute schlugen ohne Unterlaẞ. Man kann sagen, daß die diesen Kommandos zugeteilten Häftlinge keine Aussicht hatten, zurückzukommen."( 73) ,, Die SS- Aufseher erklärten den Gefangenen unaufhörlich, daß sie nicht lebend herauskämen. Die Gefangenen lebten in einer Atmosphäre dauernder Brutalisierung und Angst.. Dort wie in allen Lagern starben viele Häftlinge an den Folgen der vielfachen, unbegründeten Schläge."( 108) ,, Die Arbeit wurde im Laufschritt verrichtet."( 43) ,, Es ist übrigens jedem Häftling verboten, sich anders als im Laufschritt zu bewegen."( 93) ,, Es war nicht erlaubt, auch nur einige Sekunden still zu stehen."( 87) ,, Man mußte immer in Bewegung sein."( 113) ,, Man mußte laufen mit einer Last, die angesichts der Schwäche der Menschen ungeheuer groß ware. Wenn einer hinfiel, brachten ihn die SS- Leute mit Stiefeltritten um. Wenn man einen Kameraden hatte, der vor einem hinfiel, so mußte man über ihn hinweggehen, andernfalls bedeutete das den Tod."( 43) 99 Wenn ein Mensch beim Langsamgehen überrascht wurde, wurde er bestraft. Diese Bestrafungen waren immer körperliche Züchtigungen, die zwischen einigen Peitschenschlägen und langsam ausgeführten Turnübungen wechselten. Jede schlechte Ausführung wurde durch Peitschenschläge bestraft. Es gab ebenfalls die 25 Schläge auf das Gesäß: das Opfer, dem die Hose ausgezogen wurde, wurde von zwei von den SS- Leuten gerufenen Gefangenen gehalten und erhielt 25 Schläge, wobei es laut zählen mußte."( 7) ,, Die als Juden betrachteten Häftlinge waren Gegenstand besonders furchtbarer Mißhandlungen."( 75) Wie auch sein physisches Verhalten war, ein Jude konnte nicht länger als zwei Wochen aushalten. Ein Jude z. B., der fähig war, seine Arbeit mit doppelter Geschwindigkeit auszuführen 99 ( z. B fähig beim 25 einer die wurd dene 22 Stein einge Sehr schm schw chel kann noch Jahr geleg schlä um dem Jude E Tode ware kam. R Juli Arbe über rium sich: ihn. der A die solch aufz " eines Schr druc zieh hatt Zusc näch der 29 wie nung - - 50- spreß sie nehdraht hen." ( 7) reiche invaihnen of die rbeitsmmit ht mit Arbeit, einen Armes, lschlä B., die n dieterlaẞ. hatten, kämen. gründe( 93) geheuer einen bedeuBestraad lang itschenose auserhielt iBhandhen auser sicher, ( z. B. einen schwer beladenen Schubkarren zu schieben), wurde aller Wahrscheinlichkeit nach unfähig, das auf die Dauer fortzusetzen. Wenn er Zeichen des Nachlassens zeigte, war beim Abgang mit dem Schaufel- oder Hackenstiel erschlagen zu werden."( 104) ,, Die Arbeit im Steinbruch ist eine richtige Bagnoarbeit."( 121) ,, Zu dieser Zeit mußten alle Juden im Erdarbeiten- Trupp arbeiten. Sie mußten im Laufschritt einen steilen Kieshang hinaufsteigen. Oben überwachten die SS- Leute und Kapos ihre Arbeit und die Schnelligkeit ihrer Ausführung und wenn sie annahmen, daß einer von ihnen, schlenderte', wurde er, oben angekommen, ganz einfach nach hinten zurückgestoßen und fiel mit seinem beladenen Karren den Abhang hinunter. Das war für die Wächter ein beliebter Zeitvertreib."( 104) ,, Arbeitsgeräte gab es in den Steinbrüchen fast nicht. Die Unglücklichen mußten die großen Steine auf ihrem Rücken transportieren. Auf einer außen direkt in den Felsen des Steinbruchs eingegrabenen Treppe von 108 Stufen müssen die erschöpften Internierten ihre Arbeit ausführen. Sehr häufig am Ende ihrer Kraft, fallen sie unter ihrer Last hin, stürzen ab und kommen zerschmettert unten an. Dies geschieht beim Transport von Steinen, die einige hundert Kilogramm schwer sind. Vier oder sechs Internierte tragen sie auf ihren Rücken und beim mindesten Straucheln eines von ihnen sind sie alle verloren. Diese Art von Unfällen, wenn man sie so nennen kann, kommt täglich vor. Ich selbst war zweimal Zeuge derselben."( 121) ,, In einem Transport waren zwei von diesen unglücklichen Juden. Einer, von dem ich nur noch den Familiennamen weiß: C., der andere, ein junger Franctireur, Medizinstudent im vierten Jahr, Jean R. Diese beiden Kameraden wurden mit den 20 schon anwesenden Juden zusammengelegt. Sie mußten unter den Betten schlafen, unter die man sie mit Fußtritten und Ochsenziemerschlägen stieß. Sie wurden dem Spezialkommando, Lagerbauer' zugeteilt. Es handelte sich dabei um den Bau des Lazaretts. Der Führer dieses Kommandos, ein gemeiner Verbrecher, war unter dem Namen, Jim, der Schrecken' bekannt. Ihm persönlich ist der Tod aller ins Lager kommenden Juden bis zum Juli 1943, wo er in die SS kam, zu verdanken. Einer nach dem anderen, wurden die internierten Juden je acht Tage vorher vom Datum ihres Todes verständigt. Wenn vor dem Herankommen dieses Termines die Schläge zu stark gewesen waren, so wurde das Opfer während einiger Tage nicht geschlagen, damit es wieder zu Kräften kam. C. starb, wenn ich mich recht erinnere, gegen Ende Juni 1943. - R., der widerstandsfähiger und dessen innere Haltung ausgezeichnet war, konnte bis Ende Juli Anfang August aushalten. Ich besuchte ihn jeden Abend nach der Rückkehr von meiner Arbeit. Zwei Tage vor seinem Tod teilte er mir mit, daß ihm die Kapos gesagt hatten, daß er am übernächsten Tage umgebracht werde. Die letzten zwei Tage wurden für ihn ein wahres Martyrium. Dem Befehl, zur Grenzlinie zu gehen, jenseits derer man erschossen wurde, widersetzte er sich; er wurde durch den Kapo hingeführt und der Wachtposten schoß. Die zweite Kugel tötete ihn. Ich sah selbst, wie man seine Leiche brachte. Die Lagerkartothek trägt den Vermerk:, Auf der Flucht erschossen." Andere wurden folgendermaßen umgebracht: Man ließ sie 100 Kilogramm schwere Steine in die Löcher hinabtragen und auf der Leiter wieder herauftragen und nach ein oder zwei Tagen solcher Arbeit gab man ihnen einen Strick, um sich daran aufzuhängen. Wenn der Häftling sich aufzuhängen weigerte, half ihm der Kapo dabei."( 75) ,, Es gab fast jede Woche Vollstreckungen aus den verschiedensten Gründen, vom Diebstahl eines Liters Suppe bis zur sogenannten Sabotage.( Sabotage war im Tunnel unmöglich, jede Schraube wurde zweimal durch die Spezialisten der Luftwaffe kontrolliert.) Es gab zahlreiche Hängungen, aber was uns durch seine Schauerlichkeit am tiefsten beeindruckte, war das gleichzeitige Aufhängen von 32 Häftlingen vermittels einer elektrischen Aufziehvorrichtung. Wir wurden gezwungen, dazubleiben und zuzuschauen.( Diese 32 Hängungen hatten als Grund angebliche Sabotage.) Die Kapos und Vorarbeiter schlugen uns, wenn wir nicht zuschauten. Unsere Kameraden gingen mit einem Holzstück geknebelt, zur Hinrichtung. Am nächsten Tag wurden 56 andere Häftlinge aus einem uns unbekannten Grunde gehängt."( 91) ,, Ich arbeitete 14 Monate in einer Waffenfabrik. Es gab einen Sabotageakt in der Fabrikation der Explosionsstoffe. Die daran beteiligten Polen wurden gehängt."( 94) 99 , Wenn man zu Tod erschöpft den Tag über schlecht gearbeitet und den SS- Wachmann irgendwie nicht zufriedengestellt hatte, kam man am Abend auf den Galgen, dann in den Verbrennungsofen."( 51) uführen - 51- 4* ,, Am Abend mußten wir zurückmarschieren. Wenn ein Mann schon im Sterben war, wurde er dennoch gezwungen, zu marschieren. So starb der Bruder eines Redakteurs einer amerikanischen Zeitung. 99 Wir trugen die getöteten Kameraden heim. Jede Leiche wurde von vier Häftlingen getragen." ( 86) , Während meines Aufenthalts im Steinbruch d. h. bis Juni 44, verging kein Tag, wo die ins Lager zurückkehrenden Häftlinge nicht Totenbahren zu tragen hatten, deren Zahl zwischen zwei und zehn schwankte."( 75) ,, Durch die SS- Leute oder auch durch den Kapo mißhandelte Internierte, die ihren Verwundungen erlegen waren."( 60) ,, Die Internierten zogen zu 200 ab und kamen zu 120 zurück. Wenn sie abends noch zu 150 waren, so waren es 30 zuviel. Der Kapo befahl einem Internierten eine Ziffer zu nennen: Wenn die Antwort z. B. zehn lautete, so waren alle Männer, auf die diese Ziffer traf, wenn der SSMann abzählte, verpflichtet, aus der Reihe zu treten. Für sie bedeutete das den Tod."( 43) ,, In einem Kommando( Bau einer unterirdischen Fabrik) rühmte sich der Direktor, seine Arbeiter in weniger als sechs Wochen umzubringen.( Schlaf- und Nahrungsentzug, erschöpfende Arbeit; alles geschah im Laufschritt, die Versagenden wurden auf der Stelle niedergemacht. Die wenigen Überlebenden wurden ins Lager in den sogenannten Ausrottungsblock' zurückgebracht, um dort an Erschöpfung zu sterben."( 109) ,, Die Kameraden starben wie die Fliegen. Man warf sie aufeinander wie Säcke und sie warteten ein oder zwei Tage, bis die Spezialmannschaften mit Schubkarren von draußen sie abzuholen kamen."( 7) ,, Die Sterblichkeit war so hoch, daß es in unserer Gruppe von 200 Mann täglich 30 bis 35 Tote gab. Sehr viele verdankten ihren Tod ganz einfach den Schlägen, welche die Aufseher und Kapos bei der Arbeit ohne den geringsten Grund verteilten. Die in unseren Reihen dadurch entstehenden Lücken wurden täglich durch andere Gefangene ausgefüllt."( 96) ,, Die größte Sterblichkeit wurde in den Außenkommandos verzeichnet. Am 2. Januar 1945 bestand das Kommando S III aus 3 000 Personen, am 22. Februar meldet man uns die Rückkehr von 1 500 kranken Deportierten aus diesem Lager, die zum Ausruhen zurückgeschickt wurden. Bei der Ankunft am Bahnhof waren schon 200 Deportierte gestorben. Zwischen Bahnhof und Lager starben weitere 160. Von diesem Kommando blieben schließlich nur 50 Menschen übrig. In einem anderen Kommando von 4 000 Juden gab es 3 600 Tote."( 84) 99 ,, Von 1800 Häftlingen starben 600 in sechs Wochen. Anderwärts blieben von 1800 nur 280 Überlebende nach Ablauf von drei Wochen."( 117) ,, Der Prozentsatz an Toten war innerhalb von zwei oder drei Monaten 70 bis 80 Prozent."( 63) ,, Die Totenziffer der Juden betrug 80 Prozent der Gesamttotenziffer des Lagers."( 84) ,, In Wirklichkeit waren wir alle zum Tod verurteilt, lediglich das Interesse der Deutschen an unserer Arbeit gab uns einen Aufschub. Uns alle erwartete eines Tages tödliche Erschöpfung oder Ersticken im Waggon oder die Gaskammer oder irgend ein anderes Ausrottungsmittel."( 31) legte aus, Wag Zier dun wur Sie mit sieb der tete nu am 40 che Int ken Pr stu an go un Frauenarbeit ,, Das war ein wahrer Sklavenmarkt. Wenn ein Fabrikdirektor z. B. 500 Frauen brauchte, kam er ins Lager und teilte mit, daß er zu einem bestimmten Termin 500 Frauen brauche. Man ver sammelte schleunigst den ganzen Block und wir stellten uns in Reihen zu Fünf auf."( 12) 92 Wir mußten eine nach der anderen im Freien vor einer Kommission vorbeiziehen, deren Präsident eine Art von Sklavenhändler zu sein schien. Dieser Kerl prüfte unsere Augen, Hände, und unseren Gang und stellte uns dann ein kleines rätselhaftes Papierstück mit dem Buchstaben , K. W.' und einer Ziffer aus. Dieses kleine Papier enthielt unsere Zuteilung zur Arbeit."( 45) ob ge Fe * * * ,, Außer den verschiedenen Lagerarbeiten, insbesondere der Sand- und Schuttarbeit( 67), wurden auch die Bürostellen mit Frauen besetzt."( 28) - 52 - ab wurde er anischen etragen." ( 86) o die ins zwischen handelte h zu 150 n: Wenn der SS. 43) or, seine höpfende macht. Die gebracht, sie warteabzuholen is 35 Tote and Kapos stehenden ,, Arbeiten, die schon für Männer sehr hart waren, waren gang und gäbe für die Frauen. Sie legten Schienen, schoben kleine Güterwagen, zogen Straßenwalzen."( 71) ,, Sie waren Rohrlegerinnen, Dachdeckerinnen, reparierten die Waschhausanlagen."( 28) ,, Sie machten Holz, fällten Bäume, luden Schiffe ab, bauten Straßen, trockneten Sümpfe aus, schleppten Walzen. Ich selbst schleppte mit 19 Kameradinnen die Walze."( 41) , Viele Frauen wurden dazu verwandt, den Mörtel für die Gräben zu machen, oder von den Waggons Zementsäcke oder mit der Schaufel Kohle abzuladen."( 125) 99 ,, In Hannover arbeiteten wir in der, Continental' in der Abteilung, welche Gasmasken fabrizierte."( 48) ,, Im Lager gab es auch Weberei- und Nähateliers und solche zur Herstellung von Militärkleidung: Gefangenenuniformen, Soldatenuniformen, Sammlung alter Uniformen; denn die Toten wurden ausgezogen und ihre Kleider verwendet."( 53) ,, Zahlreiche Frauen wurden dazu verwendet, Uniformen gefallener Deutscher aufzutrennen. Sie mußten an diesen schmutzigen und befleckten Kleidungsstücken arbeiten und dann ihre Suppe mit schmutzigen Händen essen."( 109) ,, Unsere Halle fabrizierte linke Flügel von Messerschmidt- Apparaten."( 12) ,, Manche Frauen arbeiteten in der Fabrik Siemens( elektrische Apparate)."( 67) ,, Meine Arbeit bestand darin, 8 mm große Löcher in Stahl oder Duraluminium mit einem sieben Kilogramm schweren Dampfhammer zu bohren. Ich mußte diesen Dampfhammer während der ganzen Arbeitsdauer, das heißt zwölf Stunden lang, handhaben."( 12) * nuar 1945 Rückkehr urden. Bei and Lager In einem O nur 280 zent."( 63) ( 84) Deutschen Erschöp ttungsmit uchte, kam Man ver ."( 12) men, deren en, Hände Buchstaben t."( 45) Arbeit( 67), ,, Alle diese Frauen, welche Männerarbeit machten, und auch die, welche Frauenarbeit verrichteten, wie z. B. Weberei, mußten eine Höchstleistung liefern, was nicht erlaubte, den Kopf auch nur einen Augenblick zu heben."( 41) ,, Es war Arbeit am laufenden Band, deren Leistung immer mehr beschleunigt wurde. Wenn am Anfang das Band alle drei Stunden vorbeikam, so kam es am Ende unseres Aufenthaltes alle 40 Minuten, was praktisch keinen einzigen freien Augenblick ließ."( 12) ,, Um die Leistung zu beschleunigen, benützten die Deutschen folgendes Mittel: Sie versprachen Prämien, die in Geld oder in Paketen des Roten Kreuzes bestanden, was beides anderen Internierten gestohlen worden war. Wenn eine Frau, die besonders geschickt war, oder Spezialkenntnisse in der betreffenden Arbeit hatte, eine höhere Leistung erreichte, so bekam sie die Prämie. Aber die SS verlangten sogleich von allen anderen Internierten eine gleich hohe Leistung mit der Begründung, daß, wenn eine sie liefern konnte, es keinen Grund gab, warum die anderen das nicht auch könnten."( 95) ,, Die wenigen Französinnen, denen Leistungsprämien angeboten wurden, lehnten sie kategorisch ab; das war hochanständig, denn die Prämien bestanden aus Nahrungsmitteln, die trotz unvollkommener Qualität, in einem Lager, wo man Hungers starb, von großer Wichtigkeit waren." ,, Trotz allem ist die Leistung seit einiger Zeit fast null. Wir sind trotzdem genötigt zu tun, als ob wir arbeiteten, da wir andernfalls in brutaler Weise unter einen Hahn mit kaltem Wasser gedrückt werden. Es muß betont werden, daß die Kameradinnen, alles politische Französinnen, von Feinden als die schlechtesten Arbeiterinnen betrachtet wurden."( 120) * ,, Die Arbeitsbedingungen waren schrecklich."( 45) * ,, Zwölf Stunden pro Tag oder zwölf Stunden pro Nacht."( 67) ,, Zwölf Stunden lang ist man in schwerer Arbeit über die Maschinen gebeugt."( 120) ,, Manche Frauen arbeiten 14 Stunden pro Tag, sie stehen um vier Uhr morgens auf und hören abends gegen sechs Uhr auf."( 125) - 53- 99 Wir selbst mußten mitleidlos von acht Uhr morgens bis ein Uhr morgens arbeiten."( 12) ,, Wenn unsere Gruppe Nachtschicht hatte, schliefen wir praktisch nur drei Stunden pro Tag. Bei der Rückkehr ins Lager fanden die Aufseher stets noch Arbeiten für uns: Abladen von Kartoffeln, Kohlen und Kohl. Es gab immer etwas abzuladen."( 48) ,, Ein gewisser Wagentyp war speziell dafür eingerichtet, von Frauen gezogen zu werden. Wir wurden zu 30 mit Riemen angespannt und transportierten so Kohle."( 85) , Und wir mußten trotzdem nachts zur Arbeit ausziehen."( 48) wa Mo de ge 99 ,, In der Fabrik war es mir verboten, mich zu setzen."( 12) ,, Im August 1944 hatten wir eine kranke Kameradin, namens G. L., die darum bat, andere Arbeit zu bekommen als die des Binsenflechtens, bei welcher sie dauernd stehen mußte, und sie gegen das Flechten von Maisblättern zu tauschen, was sitzend gemacht werden konnte. Die Aufseherin lehnte ab. Eine Woche später starb unsere Kameradin."( 51) ,, In den ersten Monaten gehörte ich zu einem an der Austrocknung eines Sumpfes arbeitenden Kommando. Wir mußten den Lehm wegschaffen, das Wasser war eisig, es ging uns oft bis zu den Knieen oder Schenkeln."( 14) ,, Natürlich mußten wir immerzu arbeiten." ,, Man schickte die Frauen bei einer Temperatur unter 30 bis 35 Grad hinaus zum Straßenbau oder auch zum Schneeräumen, um die Wege benützbar zu machen usw. Um zu versuchen, die Kälte zu überwinden, umwickelten wir uns die Füße mit Fetzen und mit Papier."( 28) ,, Wir wurden beständig durchsucht, um festzustellen, daß wir nichts davon versteckten."( 12)„ Es war streng verboten, das kleinste Stück Papier unter die Kleider zu stecken, um ( 28) sich etwas wärmer zu halten oder wenigstens weniger zu frieren." 99 , Während ich sehr krank war, baten meine Kameradinnen darum, die letzte Maschine, die beim Vorarbeiter stand, verrücken zu dürfen, damit ich nicht den Luftzug im Rücken hätte( offenes Fenster), aber trotz ihres Drängens lehnte er stets diese Geste der Menschlichkeit ab, indem er sagte:, Das macht nichts, wenn sie stirbt."."( 2) , Diese armen Frauen weinten vor Hunger und vor Durst."( 125) ,, Aber sie litten vor allem an Durst, wenn es nicht gerade Krankheit war. Ich Wenn ich am Abend mit einer Flasche Wasser hereinkam, um die französischen Kameradinnen, die mit mir zusammen waren, zu erfrischen, stieg ich über heulende Frauen hinweg. wußte, wie gut ihnen ein einziger Tropfen Wassers getan hätten, aber unglücklicherweise mußte ich zuerst daran denken, den acht Kameradinnen zu helfen, mit denen ich gekommen war."( 10) 99 , Während der Arbeit mußten wir zu festgesetzter Zeit auf die Aborte gehen. Diese Maßnahme war für uns besonders furchtbar, denn wir hatten alle Durchfall. Unsere neue Arbeit wurde uns durch deutsche Zivilarbeiter gelehrt; manche waren nicht sodie schlimm, aber die meisten schlugen die Frauen, denunzierten beim Kommandanten, wenn Arbeit nicht tadellos gemacht war, was ihnen Knüttelschläge eintrug und manchmal Rückkehr ins Lager und Überweisung in Straflager. Die Arbeit wurde ausgeführt unter der Überwachung von Offizierinnen und Aufseherinnen, die uns mißhandelten, wenn wir uns ausruhen oder vor den Deutschen verstecken wollten, die uns schlugen und etwaige Disziplinverstöße anzeigten, wie insbesondere das Aufsammeln von Kräutern und Baumblättern, die unsere Zusatznahrung bildeten."( 12) ,, Wir wurden absolut ohne Grund geschlagen, ganz einfach, weil die SS fanden, daß die Leistung ungenügend war. Sie schlugen unterschiedslos diejenigen, die arbeiteten, und die anderen. Wenn die Frauen den Kopf hoben, oder die Arbeit verlangsamten, schlug sie ein SS- Mann. Einer von ihnen tötete mehrere unserer Kameradinnen, indem er sie zu Boden warf, mit einem Schraubenschlüssel schlug und sie mit Fußtritten vollends umbrachte."( 41) , Einmal fiel ich dreimal um, denn ich konnte nicht mehr. Unsere SS- Wächter gaben uns Peitschenschläge, um uns wieder hochzubringen."( 85) ,, In jedem Atelier überwachten ein oder zwei SS- Leute mit dem Knüppel in der Hand die Arbeit und schlugen manchmal bei dem geringsten Müdigkeitsanzeichen Menschen tot."( 45) 80 Hu - 54 ( 12) pro Tag. on Karen. andere und sie Die Aufarbeitenft bis zu aßenbau ,, Wir wurden auch von SS- Frauen beaufsichtigt, die uns aus nichtigem Anlaß schlugen. Einige waren besonders niederträchtig. Wir bezeichneten sie mit folgenden Namen: Panther, Raubtier, Mops, Chinesin und dicke Kuh."( 48) 99 Wenn einige unserer Kameradinnen manchmal ohne Erlaubnis auf den Abort gingen, wurden sie beim Zurückkommen wild geschlagen."( 95) 99 ,, Ich sah eine Arbeiterin, deren Stirn durch eine SS- Frau aufgespalten worden war, die sie gegen eine Nähmaschine geschleudert hatte, lediglich weil sie sprach."( 81) ,, Ich sah SS- Frauen weibliche Häftlinge mit der Peitsche schlagen, bis der Tod eintrat."( 82) ,, Die Internierten wurden nicht nur dauernd von den SS- Männern und-Frauen geschlagen, sondern auch von den Hunden gebissen."( 71) ,, Die SS, die uns mit dem Gewehrkolben oder dem Ochsenziemer schlugen, hetzten häufig die Hunde auf uns." ,, Diese Hunde waren furchtbar, sie waren ausgehungert und bissen aus vollen Kräften zu."( 14) ,, Die Frauen hatten vor ihnen solche Angst, daß sie den ganzen Tag krank waren."( 95) ,, Die Hunde wurden auch im Schlafraum losgelassen, um uns zum Aufstehen zu veranlassen." ( 41) und mit versteckcken, um die beim ( offenes indem er meradinweg. Ich se mußte war."( 10) ese Maßnicht so wenn die kkehr ins herinnen, n, die uns on Kräu3 die Lei anderen. SS- Mann. mit einem uns PeitHand die t."( 45) - 55- Die sanitären Verhältnisse der K dieser probe und d ..Z den a brand in ein werde I" unter schwü waren selbst N welch zillen Krankheiten ,, Die Krankheit bricht im Lager aus. Zwischen März und April Typhusfälle; es gibt Tote, ich kenne nicht ihre Zahl, denn man versteckt sie und begräbt sie nachts im Wald hinter dem Lager. Unter den Epidemien sind zu erwähnen: Typhus mit Hautausschlag( durch Läuse verbreitet), Lungenentzündungen, Rotlauf, Scharlach, aber vor allem wütet die Tuberkulose. Sehr häufige Fälle mit äußerst raschem Verlauf, die in drei oder vier Wochen zum Tod führen. Wenn man die Ruhrfälle ausscheidet, zeigen 40 Prozent der Autopsien, daß das Opfer an Tuberkulose gestorben ist. Lungenentzündung. Außerordentlich häufig, 40 Prozent der Toten starben allein an Lungenentzündung.( 1950 Dänen in etwa 60 Tagen.) Ich hatte 41 Fälle von Lungenentzündung. Die Lungenentzündungen waren äußerst schwer, die Brustfellentzündungen eitrig und in drei von vier Fällen tödlich. Ruhr. Zwei Epidemien, die erste leicht, die zweite schwer.( 50 bis 60 Prozent Sterblichkeit). Durchfall und Darmkatarrh. Sehr häufig, sie trugen dazu bei, den Tod krankheitsbehafteter Personen zu beschleunigen. Wundgeschwüre. Sehr häufig. Im April 1945 gab es etwa 2 400 Plätze in den Krankenhäusern oder dazu gehörigen Blöcken. Außerdem 2500 Kranke in chirurgischer oder ärztlicher Behandlung. Viele akute oder chronische Kranke wurden nicht hospitalisiert. nicht Mann schwe drei E Häftl beträ gel v bedin sich wurd terun unter dung Herz 8 schle Viel gesung Blut liebe Kurz, mindestens 10 000 Betten wären Anfang April 1945 erforderlich gewesen. Damals betrug die nauer ist die Ziffer der Toten, ich habe sie für das erste Trimester 1945. durchschnittliche Ziffer etwa 40 000. Die Ziffern der monatlichen Sterblichkeit waren folgende: 2 000 im Januar, 5 400 im Februar, 5 623 im März, d. h. 13 000 in drei Monaten."( 80) ,, Die Häftlinge starben fast alle an Durchfall oder seinen Folgen infolge ihrer ungeheuren Schwäche."( 90) ,, Zu Tausenden werden sie nach einiger Zeit von der mörderischsten Krankheit befallen: der Tuberkulose. Viele Opfer habe ich allein unter den Angehörigen meines Transportes gezählt."( 103) ,, Viele junge weibliche Gefangene sind sehr rasch an Tuberkulose gestorben. Gewöhnlich wurden die Kranken und die, deren Leistung ungenügend war, ins Lager zurückgeschickt und ich erfuhr den Tod der meisten von ihnen in der Folgezeit."( 12) ,, Andere Krankheiten zeigten sich, wie die Malaria, die angeblich durch die Griechen eingeschleppt war. Um zu versuchen, diese Epidemie zu bekämpfen, schickte man ganz einfach alle griechischen Frauen des Blockes in die Gaskammer, unter dem Vorwand, sie seien Trägerinnen - 56 wur und I Jud war von Hof unt ote, ich Lager. reitet), führen. Tuber Lungeng. Die rei von ichkeit). hafteter Blöcken. ronische Viel gerug die olgende: geheuren befallen: ortes gelich wurund ich en einge. fach alle ägerinnen der Krankheit. In der Folgezeit wurden alle Malariakranken unbarmherzig vergast und ich bin dieser Maßnahme wirklich durch ein Wunder entgangen. Ich hatte die Malaria, aber bei der Blutprobe wurde zweimal das Blut meiner Nachbarin untersucht; ich konnte daher gerettet werden und der Gaskammer entgehen."( 10) ,, Zahlreiche deportierte Frauen, die bei den Erdarbeiten für die Gräben vor der eindringenden alliierten Armee gearbeitet hatten, kommen mit völlig erfrorenen Gliedern oder mit Wundbrand zurück. Auf Befehl der deutschen Pflegerinnen waren wir gezwungen, sie alle zusammen in eine Ecke des Saales zu legen und uns nicht um sie zu kümmern. Sie konnten nicht operiert werden... Es waren fast lauter ungarische Jüdinnen und sie starben ausnahmslos."( 32) ,, Ich mußte entsetzliche, hauptsächlich durch Schläge hervorgerufene Wunden verbinden. Der unterernährte Organismus war zu schwach, um der Infektion zu widerstehen und die Wundgeschwüre und Abszesse waren sehr schwer zu pflegen, vor allem bei den Juden. Die Geschwüre waren entsetzlich anzusehen, die Streptokokken und Staphylokokken fraßen die Muskeln und selbst die Knochen auf. Die Muskeln zerliefen in Form von Eiter, was entsetzlich roch. Nach dem, was mir ein Spezialist gesagt hat, war die Zusammensetzung des Bodens selbst, auf welchem das Lager erbaut war, besonders dazu angetan, Streptokokken- und Staphylokokkenbazillen anzuziehen und zu konzentrieren. Deshalb hatten viele der neu ankommenden Häftlinge nicht die Zeit, sich zu akklimatisieren und starben an Sepsis. Ein Beispiel dafür sind 1800 Mann der dänischen Polizei, die doch vom dänischen Roten Kreuz ernährt waren und nicht zu schweren Arbeiten gezwungen wurden. Sie akklimatisierten sich schwer und ihre Zahl war nach drei Monaten Anwesenheit im Lager durch Blutvergiftung um 56 Tote vermindert. Es gab zahlreiche Fälle von Hämorrhoiden, normale Folge der Transporte, während derer die Häftlinge viele Stunden lang auf Holzböden oder auf der kalten Erde lagerten. Es gab einen beträchtlichen Prozentsatz von Geschwülsten, hauptsächlich von durch Hunger oder Nahrungsmangel verursachten Geschwülsten."( 90) ,, Die Krankheiten nahmen infolge der schlechten Ernährung und der unerträglichen Lebensbedingungen zu. Schwere Magenleiden und eine offenbar unheilbare Fußkrankheit verbreitete sich im ganzen Lager. Der Fuß der Opfer schwoll derartig dick an, daß es ihnen unmöglich wurde zu gehen."( 104) ,, Es gab zahlreiche Fälle von Luftröhren- und Lungenerkrankungen, Ruhr, Herzmuskelerweiterung; das alles führte zu einem Verfall des ganzen Menschen und fast automatisch zum Tod." ( 70) ,, Ich konnte an den Leichen zahlreiche Krankheiten feststellen. Bei ungefähr 70 Prozent der untersuchten Leichen war das Brustfell infolge von Lungenentzündung oder Rippenfellentzündung am Brustkasten festgewachsen. Fast ebensoviele Leichen trugen am Herzen die Spuren einer Herzbeutelentzündung. 80 bis 90 Prozent der Leichen zeigten eine Verkümmerung der Herzmuskeln infolge der schlechten Ernährung und des zu geringen Blutdruckes. Viele von ihnen hatten auch Verwachsungen der Nierenhäute und der anderen Nierenorgane, hervorgerufen durch Entzündungen und Blutungen. Sie waren übrigens die direkte Folge der Schläge, die von den SS- Leuten mit Vorliebe auf diese Körpergegend und insbesondere auf die Gegend der Lendenwirbel verabreicht wurden. Der Magen der Leichen war besonders charakteristisch. Er hatte ein beträchtliches Volumen und seine Schleimhaut war infolge der wässerigen Nahrung glatt wie eine Glasscheibe."( 90) ,, Die durchschnittliche Lebensdauer eines Häftlings betrug sechs Monate."( 80) ,, Ein französischer Jude aus Yon erzählte mir, daß er mit einem Transport von etwa 5 000 Juden aus Frankreich gekommen war und daß davon nur noch fünf übrig seien; die meisten waren an Typhus gestorben. Ein anderer polnischer Jude erzählte mir, daß von einem Transport von 5 000 Juden nur noch 200 übrig seien."( 125) Ärztliche Untersuchungen ,, Wir hatten häufig reichlich unangenehme ärztliche Untersuchungen. Wir mußten uns in einem Hof bei jedem beliebigen Wetter nackt ausziehen."( 24) ,, Diese Untersuchungen waren reine Formsache, da der Arzt fünf Häftlinge in einer Minute untersuchte. Man ging vor ihm ganz nackt mit ausgestreckten Händen vorbei, der Arzt sah einem - 57- lediglich zwischen die Finger und sagte: ‚Gut’. Man fragte uns nach unserem Beruf. Ich gab an: ‚Universitätsprofessor’ und man erklärte mir: ‚Transportfähig’. Ich hatte auch angegeben, daß ich Kinderlähmung gehabt hätte. Auf meiner Karte wurde lediglich vermerkt: ‚Kinderkrankheit’. Auf Grund dieser Untersuchung gingen viele meiner Landsleute mit Transporten weg.”(54) „Bei der obligatorischen Ankunftsuntersuchung mußten wir uns in einem Gang ausziehen. Wir kamen nackt vor den Arzt, mußten die. Beine’ spreizen und die Arme hochheben; das war alles. Selbst wenn man ihm sagte, daß man krank war, zählte das nicht.”(61) i „Wir Frauen mußten uns nackt gegen vier Uhr morgens in einem Hof aufstellen und dann vor zwei Deutschen, die offenbar Ärzte waren, vorbeiziehen. Sie untersuchten uns die Fußsohlen, Hände und Zähne. Dagegen machte man uns später eine Entnahme aus der Scheide, für welche wir nicht ausgezogen wurden. Bei uns war auch ein jungfräuliches, junges Mädchen, das auf diese Weise defloriert wurde.”(12) we „Eine der Untersuchungen fand im Februar statt. Wir warteten zu Tausenden im Freien. Wir zogen vor einem deutschen Major vorbei, der auf einem Tisch sitzend uns spöttisch betrachtete.” (28) „Die Kranken, die sich vor ihm nicht gerade hielten oder nicht rasch genug ihre Hose herab- ließen, erhielten Faustschläge in die Magengrube.”(34) „Durch Hunger und Kälte geschwächt, bekam ich eines Nachts plößlich eine Beinlähmung..d Ich wurde ins Krankenhaus gebracht, wo der Chef mich des Simulierens beschuldigte. Er wollte mich zwingen, aufzustehen, wozu ich nicht imstande war, indem er mich eine halbe Stunde lang 2 mit einem Spritzschlauch übergoß und über meinen Körper eisiges Wasser laufen ließ, das mich erstickte, denn er sprittte es mir auch in Gesicht und Mund.”(rd) se „Ich sah 65jährige Männer sich draußen unter dem Regen ausziehen, 20 bis 25 Minuten war- ten, bevor sie zur Untersuchung hineingehen konnten, und dann ihre durchnäßten Kleider vor der Rückkehr zum Block wieder anziehen. Unnötig hinzuzufügen, daß auch daraus sich viele To- desfälle ergaben.”(63) Unterbringung im Krankenhaus „Im Prinzip gehen die Kranken nicht zur Arbeit und bleiben im Lager, wo sie derartige Tor- turen erleiden, daß sich niemand krank meldet, es sei denn, daß er morgens nicht aufstehen oder .daß er nicht mehr gehen kann.”(121) „Die Entscheidungen des französischen Arztes, der die Möglichkeit hatte, den Arbeitsunfähi- gen Ruhe zu verordnen, wurden von irgend einem deutschen Krankenpfleger, der ihm über- geordnet war, aufgehoben; er schickte automatisch jeweils 200 bis 300 Mann zur Arbeit, die zu schwach waren, um sie zu ertragen.”(108) „Die von ihrem Wächter geschlagenen oder von den Hunden gebissenen Häftlinge durften keinerlei Verband und keine Art von Pflege bekommen. Beim Unfalle eines Juden machte man ihm, wenn nötig, einen Verband. Diejenigen, welche gepflegt wurden, kamen ja doch, sobald sie geheilt waren, in die Gaskam- mer.”(34); „Selbst die Sterbenden konnten nicht alle in den für die Kranken bestimmten Räumen, die mißbräuchlicherweise Krankenhaus genannt wurden, aufgenommen werden.”(31) „Oft war kein Pla im Krankenhaus. Dann kamen die Kranken in die Blöcke zurück und star- ben dort. Es starben ein, zwei oder drei, Menschen pro Tag, die nicht im Krankenhaus unter- gebracht werden konnten.”(80) „Das Sammeln der Leichen geschah folgendermaßen: Der Appell fand jeden Tag vor den Türen des Gebäudes mit den Schlafräumen statt. Man befahl den Internierten, sie auszuziehen und zum Appell die nackten Leichen aller Kameraden zu bringen, die in den legten 24 Stunden gestorben waren. Nach dem Appell kam ein kleines Lastauto in das Lager und sammelte die Lei- chen auf, die in den Haupthof des Verbrennungsofens gefahren wurden, in Erwartung der Opera- tion des nächsten Tages.”(106) Krankenverhältnisse -„Das Lazarett: Gebäude, in welches die Sterbenden geschickt: wurden, um zu sterben.”(106) „Es war eine Zusammenpferchung unter furchtbaren Verhältnissen. Der Saal, in welchem ich vom 25. Dezember 1944 bis April 1945 beschäftigt war, war mit 44 Betten versehen: Wir hatten 2 Bam gab an: daß ich nkheit. ( 54) men. Wir ar alles. nd dann Bsohlen, welche uf diese ien. Wir achtete." ( 28) e herabähmung. Er wollte de lang das mich ten warider vor viele Totige Torhen oder tsunfähim übert, die zu durften Gaskammen, die und starus untervor den szuziehen Stunden e die Lei er Opera"( 106) elchem ich Wir hatten bis zu 152 Kranke. Die meisten dieser Kranken hatten Geschwülste, Wundgeschwüre oder Durchfall. Sie stritten sich in den Betten und gaben sich Fußstöße auf die Geschwüre, was äußerst beklagenswerte Folgen hatte. Ich sah einen Kranken, der ein Geschwulst am Bein hatte, auf welches er Stöße erhielt. Diese Verletzungen bewirkten in einer Nacht den Wundbrand, an dem er starb. Mangels Medikamenten war es unmöglich, die Durchfallkranken zu pflegen, unmöglich, sie zu reinigen; alles, was man tun konnte, war, sie zu den Aborten zu führen, sie auf den Boden zu legen und sie mit großen Mengen Wassers zu waschen und man konnte sie nicht trocknen. Man konnte sich zur Not der Decken bedienen, aber es war unmöglich, sie zu trocknen und man muẞte sie durchnäßt wieder auf die Betten legen. Es kam vor, daß die Kranken in diesen Sälen noch mehr mißhandelt wurden als im Lager. Die SS- Ärzte kümmerten sich nicht um alle diese Einzelheiten, sie ließen einfach alles laufen."( 75) ,, In der ersten Nacht starb einer meiner Kameraden neben mir und ich mußte mit seiner Leiche 36 Stunden lang in Berührung bleiben."( 57) ,, Eines Abends starb mein Bettkamerad um 11 Uhr und ich mußte neben ihm liegen bleiben, unter derselben Decke, bis zum nächsten Morgen."( 9) ,, Man nahm ebensowohl die Frauen mit ansteckenden Krankheiten, die man in die Betten derer ohne solche legte."( 24) ,, Mein Saal umfaßte etwa 100 Kranke, die ohne Matratzen, ohne Tücher und fast ohne Decken in den Fächern eingepfercht waren."( 78) ,, Alles scheint dafür ausstudiert zu sein, daß die Ansteckung sich mit größtmöglicher Wirksamkeit vollzieht."( 57) ,, Im Block 13 hatten vor unserer Ankunft Zigeunerinnen gewohnt mit ansteckenden Krankheiten, Scharlach, Rotlauf, Ruhr. Die Schlafsäcke wurden weder desinfiziert noch gewechselt. Einen Monat nach unserer Ankunft waren alle 400 in diesem Block internierten Frauen krank und die Todesfälle begannen. Unter den ersten war eine Schwangere im achten Monat, die unter fürchterlichen Umständen gereist war. Sie starb ebenso wie ihr Kind, das inzwischen angekommen war."( 48) ,, Auf Befehl des Lagerkommandanten wurden alle Kriegsgefangenen, die ins Lazarett zur Beobachtung kamen, ausschließlich in Baracken gelegt, in welchen Kranke mit virulenter Tuberkulose lagen."( 110) ,, Auf einem völlig verfaulten Strohsack lagen zusammengemischt Leute in völlig verschiedenen Krankheitsstadien. Die einen fieberig, die anderen sehr krank mit dauernden Stuhlabgängen. Die einen starben, die anderen waren weniger schwer erkrankt. Von Zeit zu Zeit holte man eine Leiche heraus, die man am Eingang des Lazaretts niederlegte. Die Leute des Straßendienstes holten sie ab."( 57) ,, Die Rationen für die Kranken waren wohl eingerechnet, aber nur für 200 Kranke täglich vorgesehen, während mindestens 5 000 Kranke pro Tag zu pflegen waren. Die Kranken starben an Hunger."( 84) ,, Als Nahrung erhielten diese Kranken Suppe, magere Bouillon und Krankentee; das war alles."( 125) 99 , Wir hatten 150 Tote pro Tag und die Leichen wurden zur Verbrennung in den Verbrennungsofen geschickt."( 117) ,, Die Todesziffern waren eindrucksvoll; ich glaube 1500 im November 1944."( 31) ,, Innerhalb von 19 Monaten starben im Lager 8 500 Kranke, darunter mindestens 1900 Franzosen."( 31) ,, Die Sterblichkeit betrug ungefähr 60 Prozent in einem Monat."( 78) Medikamente ,, Es gab keine Medikamente zur Desinfektion, keine sterilisierten Instrumente oder Verbände."( 86) ,, Keine Hilfe von außen wurde uns zugebilligt. Jede Hilfe, die vom Internationalen Roten Kreuz oder vom Französischen Roten Kreuz zu unseren Gunsten vorgeschlagen wurde, wurde von den Nazibehörden abgelehnt."( 92) 59 ,, Die Heilmittel fehlten völlig und die Ärzte konnten meistens weder eine Aspirintablette noch sonst irgend etwas geben. Zahlreiche Häftlinge sind gestorben mangels Sulfamiden oder infolge der Unmöglichkeit, ihnen eine das Herz kräftigende Einspritzung zu machen."( 64) ,, Für die Diphtherie( ich hatte sie im September 44) gab es nur wenig oder kein Serum. Die deutschen SS- Ärzte erklärten damals, Deutschland sei das Land; welches das meiste Serum der Welt produziere, aber es sei nicht für uns bestimmt. Es war besonders im Lazarett, daß man feststellen konnte, daß man sich in einem Ausrottungslager befindet; denn ringsum starb alles an Diarrhöe und Erschöpfung. Ich hatte in meinem Saal 100 Kranke, davon starben regelmäßig sechs bis acht pro Tag. Man brachte absolut regungslose Menschen, die nicht mehr ihren Namen sagen konnten, man versuchte, ihnen eine Einspritzung mit Kampferöl zu machen, aber sie reagierten nicht mehr und starben fast unverzüglich; man trug sie fort, um andere Sterbende zu bringen."( 75) ,, Ich mußte mich mit einer sehr schweren Ruhrepidemie à Flexner beschäftigen. Wir hatten praktisch keinerlei wesentliche Medikamente, um diese Epidemie zu bekämpfen, die mehrere tausend Personen tötete." ( 78) gas zus das ohr per dan fen sch ges zu un stu Krankenpflege und Behandlung der Kranken ,, Man behandelte uns nicht richtig und obwohl wir ins Lazarett gelegt wurden, erhielten wir kein Medikament außer einer halben Tablette Aspirin oder Eigenblut- Einspritzungen."( 63) ,, Ich sah eine Internierte neben mir ohne jede Pflege sterben an den Folgen von Schlägen, die eine Wunde unterhalb des Kreuzes verursacht hatten; diese Frau war 40 Tage lang ohne zu essen geblieben; sie trank nur den Eichelkaffee des Morgens."( 42) ,, Unter vielen anderen kann ich einen früheren französischen Minister anführen, der infolge des Mangels ärztlicher Pflege starb."( 84). ,, Alles war von seiten der deutschen Ärzte darauf eingerichtet, Unfälle herbeizuführen. Wenn der Doktor M. der Konsultation beiwohnte, trieb er das medizinische Gefangenenpersonal an, ihre Tätigkeit, ihre Verbände und ihre Auskultationen zu beschleunigen, indem er im Lazarett wie ein gemeiner Fuhrknecht herumschrie. Er trieb die Ärzte mit derselben Hast zur Arbeit an wie ein Kapo in einem Kommando."( 57) ,, Am 10. April kommen aus Lublin 3 000 Kranke aller Nationalitäten, einschließlich 15 französischer politischer Deportierter ins Lager. Die Behandlung im Lazarett, die Hygiene und die Disziplin( sie müssen beim Appell im Schmutz liegen bleiben), haben sich so sehr verschlimmert, daß zwei Monate später kaum ein Drittel von ihnen noch lebte."( 102) ,, Ich wohnte persönlich Szenen abstoßender Brutalität in den Blöcken der Rekonvaleszenten bei. Die aus den Revieren nach Operationen oder nach Krankheiten Entlassenen, die zu schwach zum Arbeiten waren, wurden in diese beiden Blöcke( 38 und 39) gelegt und vom übrigen Lager isoliert. Sie wurden durch ihren Blockführer mißhandelt, geschlagen und aus den Betten geworfen, der Nahrung beraubt und unaufhörlichen Appellen unterworfen."( 19) ,, Eines Morgens hatte einer unserer Kameraden Fieber und konnte nicht aufstehen, er lag im dritten Stock des Bettgestelles, d. h. mehr als zwei Meter hoch; der Stubendienstmann kletterte hinauf und warf ihn auf den Boden."( 59) ,, Ein 54jähriger Häftling wurde gezwungen, bei jedem Wetter mit 40 Grad Fieber zum Singen zu gehen; er starb am 7. August 1944."( 4) ,, Einer meiner Kameraden aus Rouen hatte sich ein allgemeines Oedem und eine Herzkrankheit zugezogen, auf Grund deren seine Gesundheit als ruiniert angesehen werden konnte. Der Aufseher S. zwang ihn eines Morgens, seinen Kübel zu leeren, obwohl er tatsächlich nicht mehr die Kraft hatte, es zu tun, und der Unglückliche mußte sich trotz seines Zustandes auf den Knieen hinschleppen, um seinen Befehl auszuführen. Bei der Türe seiner Zelle angekommen, fiel er und zerbrach den Kübel; die Bestie geriet daraufhin in unsagbare Wut, schlug wild auf meinen Kameraden ein und warf ihn ins Innere seiner Zelle. Zwei Stunden nachher war mein Freund tot." - 60- er me er Na zu eir un ge W Sa ra in är pe m k p Si W le d d e f 0 tablette en oder ( 64) um. Die rum der Ausrotmeinem regungsEinspritrzüglich; ir hatten mehrere erhielten en."( 63) Schlägen, g ohne zu er infolge ren. Wenn sonal an Lazarett Arbeit an 15 franund die chlimmert, aleszenten zu schwach igen Lager ten gewor er lag in Hetterte um Singen Herzkrank onnte. Der nicht mehr den Knieen fel er und auf meinen Freund tot." ,, Ich war ebenfalls Zeuge folgender Begebenheit: Ein anderer Kamerad, im Krieg von 1914 gaskrank und tuberkulös, befand sich ungefähr vor einem Jahr in einem elenden Gesundheitszustand, er spuckte Blut und war zum Skelett abgemagert. Bei einer Dusche zögerte er, sich unter das kalte Wasser zu stellen. Der Wächter D., ein Deutscher französischen Ursprungs, goẞ ihm, ohne irgend welche Rücksicht für seinen Zustand, einen Eimer eisigen Wassers über den Körper, was eine sofortige Verschlimmerung der Krankheit bewirkte, an der er übrigens kurze Zeit danach starb." ,, Es scheint, daß S. und E. sich wiederholt dahin verabredeten, Kameraden dadurch zu bestrafen, daß sie sie systematisch ins Gefängnis warfen, um sie so in einen fortschreitenden und schließlich zum Tod führenden Schwächezustand zu versetzen. Viele sind übrigens in der Folgezeit gestorben."( 52) ,, Ein Deutscher, der nicht mehr die Kraft hatte, sich zu reinigen und seine Ausscheidungen zurückzuhalten, wurde hinausgeschleppt, bei zehn Grad Kälte ausgezogen und mit einem Besen und Kübeln eisigen Wassers gesäubert. Er starb am nächsten Tag im Lazarett an einem Blutsturz."( 83) 99 ,, Ein Kamerad, der sich einen Bruch zugezogen hatte, wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er als erste Behandlung eine kalte Dusche erhielt; dann wurde die Bruchoperation vorgenommen.( Bruchoperationen werden heute meist in Lokalanästhesie ausgeführt!) Er litt derart, daß er fünf Wochen im Krankenhaus bleiben mußte, während derer er fast nicht ernährt wurde. Nach dem Verlassen des Lazaretts bekam er eine andere Arbeit, wurde aber einem Kommando zum Kistenfahren zugeteilt. Nachdem der Bruch sich wieder zeigte, bat er den SS- Wächter, ihm eine weniger schwere Arbeit zu geben; dieser schlug ihn mit dem Ochsenziemer auf das Gesicht und vor allem auf den Mund, so daß sich seine Zähne lockerten; darnach wurde er zum Lagerarzt geführt, der ihm Zähne herausriß, um das Gold derselben mit dem SS- Mann zu teilen."( 39) ,, Ich sah eines Abends 18 Kranke, die auf den Schultern ihrer Kameraden zurückgebracht wurden. Diese 18 Menschen wurden von zwei SS- Leuten in den Erholungssaal gelegt. Dieser Saal blieb ohne Feuer und man ließ dort unter dem Vorwand der Lüftung bei einer Temperatur von unter 23 Grad die Fenster offen. Sie blieben ohne Pflege, denn diese Herren gingen ins Kino. Viele starben in der Nacht und 5 am folgenden Tag, nur 2 blieben am Leben."( 17) ,, Ich möchte ganz besonders auf einen SS- Mann namens M. hinweisen. Er war Chef des ärztlichen Lagerdienstes. Er war ein richtiges Ungeheuer, das, um sich für das Frühstück Appetit zu machen, eigenhändig 2 oder 3 Kranke erdrosselte."( 94) ,, Auch draußen können sich die Kranken nicht ausruhen, denn die Folterknechte zwangen sie, umherzugehen. Diejenigen, welche sich nicht mehr auf den Beinen halten oder vom Platz rühren konnten, werden mit Knüppel- und Kolbenschlägen überhäuft oder sadistisch mit dem Stock geprügelt."( 121) ,, Eines Abends ließen die Wächter die ,, sogenannten Kranken"( ungefähr 400) herauskommen. Sie wurden draußen bei eisiger Kälte nackt ausgezogen, dann zu den Duschen gebracht, wo sie Wechselduschen bekamen, die mit einer eisigen Dusche von 20 Minuten endeten, dann ließ man sie eine Stunde nackt im Freien. Diese Operation wurde die ganze Nacht durch wiederholt. Am Morgen lebten nur noch 40 Gefangene. Sie wurden mit Hackenstielen niedergemacht."( 39) ,, In ihrem teuflischen Sadismus erfanden die jungen SS- Folterknechte des Lagers immer wieder neue Torturen. So unterhalten sie sich seit mehreren Monaten damit, für ihre Schießübungen die Köpfe der Kranken als Zielscheiben zu benützen. Zahlreiche Kranke wurden so getötet."( 38) ,, In dem Lager K. brachten die Pfleger die Kranken mit Knüppelschlägen um."( 117) ,, Am äußersten Ende des Lagers befindet sich ein langer und breiter mit Brettern überdeckter Graben, der als Latrine und Schuttabladestelle dient. Die Kranken werden gezwungen, über diesen Graben zu springen. Selbstverständlich miẞglückt das vielen. Sie fallen in den Graben und ertrinken oder ersticken. Das nennen die Nazi, Turnsport' der Kranken."( 38) ,, 60 bis 70 Deportierte und sogar mehr starben im Lazarett. Manche von ihnen wurden, noch bevor sie den letzten Atemzug getan hatten, nackt ausgezogen und in den Schnee hinausgeworfen. Einer von ihnen rief zwei Stunden lang nach seiner Mutter."( 39) ,, Am 5. Dezember 1943 wurde vom Lager von F. eine Gruppe von 80 Kranken gebracht. Auf verbrachten die Nacht im den Befehl des deutschen Arztes wurden sie alle ausgezogen und Freien. Er gab dem Stubendienstmann den Befehl, sie mit Kübeln kalten Wassers zu begießen. Nach dieser Nacht starb die Mehrheit dieser Häftlinge."( 86) ,, Das Lazarett war ein Ort, von dem man niemals jemanden lebend zurückkommen sah."( 45) - 61- ..Au mal im ,, 8 Tage später hatten wir 220 Tote pro Tag."( 49) ,, Man wird die Kranken nicht mehr anerkennen; die zur Krankenvisite Kommenden oder im Revier Aufgenommenen dürfen nicht zurückkommen; sie dürfen nicht lebend herauskommen." Einspritzungen ,, Eines Tages stellte der Lagerkommandant S.( im März 1945) dem Chefarzt folgende Frage: , Wieviel Tote haben Sie pro Tag?" , 30', wurde ihm geantwortet. , Das ist nicht genug,' erwiderte S. ,, ich brauche 150'."( 49) W 25 mit Ha versuch Stelle Im ( 47) durch chen, d Al in Unt und im schwäc ,, Bei unserer Ankunft im Lager hatten uns die Internierten gewarnt: Seid nicht krank, geht nicht ins Lazarett, sagt nicht, daß ihr krank seid."( 43) ,, Das französische Comité sagte mir, daß es sehr gefährlich sei, sich krank zu melden."( 55) ,, Nach verschiedenen Versuchen wurden die Einspritzungen ins Herz mit Phenol eingeführt." ( 86) ,, Eine Woche nach meiner Ankunft im Lager rief mich und den mit mir arbeitenden Doktor K., slowakischer Häftling, der Blockführer, Doktor G., Pole, aber als, Reichsdeutscher' vermerkt, und führte uns in sein Büro, wo der Unterscharführer SS- Feldwebel K. an einem Tisch saß und mich fragte, ob ich Einspritzungen machen könnte. Auf meine bejahende Antwort hin sagte mir ein Arzt in weißem Kittel, selbst ein Häftling, dessen Nationalität ich nicht kenne:, Ich werde Ihnen zeigen, was Sie zu tun haben. Hier ist eine Spritze von 5 ccm und eine Nadel für Lendenpunktierung. Sie müssen 5 ccm dieser Flüssigkeit in die Spritze aufnehmen. Geben Sie acht, nichts davon in ihr Auge zu spritzen, denn ein Tropfen würde genügen, um es zu verlieren.' Es handelte sich um Phenol. Er ließ die Handlung auf das Wort folgen, indem er die Spritze füllte, dann ließ er zwei nackte Häftlinge hereinkommen, die ihren Gürtel noch anhatten und in ihrer Hand Brot hielten. Der Arzt sagte mir dann noch:, Sehen Sie, nehmen Sie Richtpunkte, Sie müssen den Zeigefinger der linken Hand auf die Brustwarze und den Mittelfinger auf den linken Rand des Brustbeines legen und Sie müssen von oben nach unten und von links nach rechts stechen, weil entgegen dem, was Sie glauben, das Herz auf der rechten Seite ist. Sie müssen etwas Blut abziehen, um festzustellen, daß Sie richtig in der Herzhöhle sind, und dann spritzen Sie die Flüssigkeit ein. Er ließ dem Wort die Handlung folgen und der auf einem Stuhl sitzende Mann fiel sofort tot um."( 82) ,, Viele wurden durch Herzeinspritzungen mit Phenol umgebracht."( 34) ,, Zahlreiche Gefangene, die sehr krank waren und nicht mehr lange zu leben hatten, erhielten im Revier Einspritzungen, die sie in 10 Minuten töteten. Die Körper wurden dann auf einer Rutschbahn in den Verbrennungsofen geschafft. Es starben mindestens fünf Männer pro Tag und manchmal bis zu 30."( 1) ,, Das Krankenblatt des vom SS- Arzt als unheilbar Betrachteten oder des mit einer tödlichen Krankheit Behafteten wurde von ihm zurückbehalten; das bedeutete, daß der betreffende Häftling am Abend oder Nachmittag mit einer Herzeinspritzung getötet wurde."( 90) ,, Die kranken Häftlinge, die nicht mehr arbeiten konnten oder infolge des Nahrungsmangels geschwollene Beine hatten, wurden vom Chefarzt bei der Morgenkonsultation untersucht und in Gruppen nach dem Block Nr. 20 geschickt. Man sagte ihnen, daß sie vor dem Eintritt ins Lazarett eine Dusche nehmen oder entlaust würden. In Wahrheit brachte man sie in ein Spezialzimmer; sie mußten sich auf einen Stuhl setzen, ein Pfleger nahm den Häftling beim Arm, ein zweiter legte ihm die Hand auf die Augen und ein Pole namens P. machte ihm eine Herzeinspritzung mit 4 ccm Phenol. Der Mann starb in einigen Sekunden. Man schätzt die Ziffer der so durch Einspritzung getöteten Gefangenen auf 25 000."( 86) ,, Den griechischen mit Malaria oder Typhus behafteten Juden wurde befohlen, sich zu melden. Trotz unserer wiederholten Warnungen gehorchten viele von ihnen. Sämtliche wurden durch eine von einem Unteroffizier des Ärztekorps vorgenommenen Herzeinspritzung mit Phenol getötet."( 104) ,, Zahlreiche Kranke wurden ins Lazarett gebracht, wo man ihnen eine Einspritzung machte, am nächsten Tag waren sie alle tot."( 39) nur du waren zugehö sein, u talisier thode sich au ..Ic beschm 10 ccm Tod he den T mit Be Um August einige ließ si 3 Tage anführ We hatten Krank auf di sprang zu be wußtl durch erschi den, sie in Block dierte zur V denn 3000 März einer -'62- Frage: oder im men." ( 47) k, geht "( 55) eführt." ( 86) Doktor ermerkt, aß und agte mir hwerde Lendenmt, nichts handelte e, dann er Hand ssen den and des en, weil Blut abdie Flüsann fiel erhielten uf einer ödlichen de Häftsmangels at und in Lazarett lzimmer; iter legte zung mit ( 86) melden. en durch " henol ge ,, Auf 800 Kranke gab es manchmal 100 bis 150 Tote in einer einzigen Nacht. Ich sah manchmal im Block 61 gleichzeitig 15 Kameraden ankommen; 3 oder 4 Tage nachher waren sie alle tot." 92 ( 78) Wenn die deutschen Ärzte den Block besuchten und feststellten, daß die Kranken Typhus mit Hautausschlag hatten, gab man ihnen Einspritzungen oder benützte sie zu Versuchen. Wir versuchten natürlich sehr viele Fälle zu verheimlichen, indem wir auf das Temperaturblatt an Stelle von„ Typhus mit Ausschlag" den Vermerk ,, Grippe" setzten. Im Juni 1943 wurde an das Lazarett des Blocks 8 ein kleines Ziegelgebäude angebaut, das durch eine Türe mit dem Lazarett verbunden war. Dieser Raum diente der Anhäufung von Leichen, denen im Lazarett eine Dosis von 10 ccm Phenol eingespritzt worden war."( 34) ,, Alle Kranken waren in zwei Gruppen eingeteilt: ,, Arier" und„ Juden". Diese Gruppen waren in Untergruppen eingeteilt; die erste umfaßte die Kranken, die als ,, heilbar" betrachtet wurden und im Krankenhaus bleiben sollten. Die zweite bestand aus Kranken, die außerordentlich geschwächt waren aus chronischen Fällen und aus Hungerkranken oder Verletzten, deren Heilung nur durch langen Krankenhausaufenthalt zu erreichen war. Die Angehörigen dieser Gruppe waren praktisch zum Tode durch Phenoleinspritzung in die Herzgegend verurteilt. Die Rassezugehörigkeit spielte dabei eine wesentliche Rolle. Ein Arier mußte wirklich ernsthaft krank sein, um zum Tod durch Einspritzung verurteilt zu werden, während 80 bis 90 Prozent der hospitalisierten Juden in dieser Weise ,, beseitigt" wurden. Sehr viele von ihnen kannten diese Methode und beantragten ihre Zulassung als ,, Selbstmordkandidat", soweit sie nicht den Mut hatten, sich auf die Hochspannungsdrähte zu werfen."( 104) ,, Ich war im Lazarett Zeuge der Ermordung unangenehmer Kranker; ein Ruhrkranker z. B. beschmutzte seinen Strohsack; er bekam eine Einspritzung mit Evipan, eine Dosis von 1 g pro 10 ccm Wasser; diese intravenöse Einspritzung mit ganz rascher Injektion führte den sofortigen Tod herbei; oder es gab auch das Sepso, ein Ersatz von Jod, eine Einspritzung von 40 ccm, die den Tod in 20 Minuten herbeiführte. Ich erfuhr auch, daß in Buchenwald Herzeinspritzungen mit Benzin und sogar Petroleum vorgenommen wurden."( 86) ,, Um den Tod der Häftlinge des Blockes 7 zu beschleunigen, wurden, was ich ebenfalls im August 1942 mit eigenen Augen sah, auf einem Gelände von 10 Meter Länge und 10 Meter Breite einige Hundert Kranke tagsüber, fast nackt auf der Erde liegend, der Sonne ausgesetzt; man ließ sie dort die Nacht über, ohne ihnen ein Getränk zu geben. Der Todeskampf dauerte so 2 bis 3 Tage. Unter den auf diese Weise Ermordeten kann ich meinen Onkel und meinen Schwager anführen. Wenn aus irgend einem Grund die Lagerbehörden keine andere Art der Exekution angeordnet hatten, gab der Blockführer seinen Stubendienstleuten den Befehl, in der Nacht einige Dutzende Kranker umzubringen. Die Exekution erfolgte auf zwei Arten, erstens und vor allem mittels eines auf die Kehle des liegenden Kranken gelegten Stockes, auf dessen beide Ende zwei Männer sprangen, was die Erdrosselung zur Folge hatte; oder man ersuchte den Kranken, sich nach vorn zu beugen und man versetzte ihm dann Kopfschläge auf den Nacken. Der Kranke wurde bewußtlos und dann mit Stockschlägen getötet."( 34) ,, Aber vor der Einrichtung der Gaskammer geschah die systematische Ausrottung der Kranken durch Herzeinspritzung( mit Phenolsäure) durch einen SS- Unteroffizier oder durch Massenerschießung( hauptsächlich für die Russen)."( 93) ,, Zur Linken treten die Gesunden, zur Rechten die anderen, die zum Lazarett geführt werden, wo sie eine Einspritzung bekommen( denn Dachau hat keine Gaskammer); dann kommen sie in den Verbrennungsofen."( 20) ,, Wenn man in irgend einem Block Ruhrkranke feststellte, kamen sie automatisch in den Block 61, wo sie statt Pflege sofort eine Einspritzung( die tödlich war) erhielten. Man liquidierte so alle Kranken durch Einspritzungen ins Herzinnere. Man baute eine kleine Baracke zur Vornahme dieser Einspritzungen. Es war gefährlich, ein Interesse für den Block 61 zu zeigen, denn man wurde dann verdächtig, man wurde dorthin geschickt und kam nicht mehr zurück. 3000 Häftlinge kamen in den Block 61 im Januar, 5400 im Februar und ebenfalls fast 5000 im März. Beim Herannahen der Amerikaner verschwand der Block wegen der Gefahren, die er bei einer etwaigen Untersuchung mit sich brachte."( 7) g machte, - 63* ,, Ich hatte im Block 61 einen Freund zurückgelassen, einen deutschen Antifaschisten, der geläufig französisch sprach, in Frankreich gelebt hatte, von der französischen Polizei verhaftet und von Pétain dem Reich ausgeliefert worden war. Er hielt mich auf dem Laufenden über das, was in dem Block geschah, in welchen hineinzugehen, zu bestimmten Stunden verboten war: Besonders mittags und zwischen 3 und 4 Uhr. - 39 99 oder daẞ in oder Lasta um 8 Er sagte mir und ich konnte in der Folgezeit feststellen, daß er verläẞlich war diesem Block die Menschen mit Herzeinspritzungen getötet wurden. Die meisten der Opfer wurden von den Transporten geliefert; ferner wurden alle Ruhrkranken oder Typhusverdächtigen in den berühmten geschlossenen Hof gebracht, in welchen ich zweimal eindringen konnte. Als Orthopäde dem Revier zugeteilt, besuchte ich meinen Freund im Block 61 gelegentlich. Zweimal hatte ich selbst Angst, denn ich kam in dem Augenblick an, wo man ,, operierte“. Besonders bedrohte mich ein dem Kapo beigeordneter Deutscher, namens H. Er kam noch am gleichen Tag in mein orthopädisches Büro, um mir zu verbieten, in den Block 61 zurückzukommen, andernfalls... Diese beiden Male sah ich nackte Häftlinge im Hof( es war 12.30 Uhr); es waren etwa 50, hauptsächlich Ruhrkranke, bedeckt mit Ausscheidungen über den ganzen Körper hin, in Reihen aufgestellt. Mein Freund erzählte mir, in welcher Weise die Exekutionen vor sich gingen. Der SS- Adjutant W. und ein anderer wählten aus. Jeder arbeitsfähige Häftling wurde als Kranker zugelassen und ging in sein Schlaffach. Die anderen, von denen es 80 bis 100 pro Tag gab, mußten sich ausziehen und dann einer nach dem anderen in einen Raum gehen, dessen Einrichtung ich weiter oben beschrieben habe. Dort machte ihnen L., assistiert von einem polnischen Pfleger, namens M., eine Einspritzung ins Herz. Mein Freund erzählte mir, daß nach einigen Sekunden der Mensch zusammenbrach; zwei andere Polen zogen den Toten in einen anstoßenden Raum, während man gleichzeitig den nächsten hereinkommen ließ. So beförderte man in wenigen Minuten eine große Zahl von Menschen vom Leben zum Tod. Am Abend belud eine Spezialmannschaft wohlgenährter, polnischer Krankenwärter die Handkarren mit den Leichen, indem sie sie daraufwarfen, und brachte die Ladung zum Verbrennungsofen. Die Identifizierung war überflüssig, da alle Leichen eine mit Anilin aufgemalte Nummer trugen. Alle diejenigen unter den in Behandlung befindlichen Kranken in dem Block mit der genannten Einrichtung, deren Krankheit sich etwas hinzog, waren zum Sterben verurteilt."( 47) ,, Zahlreiche Häftlinge wurden auf diese Weise durch sogenannte„ Euthanasie- Spritzen" getötet."( 169) Pake 99 dann geger 99 Ärzte Kind zu re leich D wir l Frau Frau 92 29deuts tern 22 entsp ( Blo Abtreibungen ,, Die schwangeren Frauen im 2. oder 3. Monat wurden ausgekratzt; den Schwangeren im 4. bis 7. Monat machte man eine Colpohysterotomie( d. h. eine Art unteren Kaiserschnitt). Nach dieser Operation war die Frau erschöpft und blutarm infolge der ungenügenden Ernährung und des Operationsschockes. Nach 10 Tagen etwa wurde die Kranke in ihr Lager zurückgeschickt, wo sie einige Tage verbrachte. Nach der Visite des Arztes, der sie arbeitsunfähig erklärte, wurde sie in die Gaskammer geschickt."( 34) ,, Die von den Ärzten angewandte Methode war die mechanische Abtreibung. Der Arzt tötete den Fötus durch einen Stich in den Kopf, befestigte an ihm ein Band, an dessen Ende ein Gewicht hing. Die an ihrem Bett festgebundene Frau hatte lediglich das Herausziehen des Fötus abzuwarten. Nachdem der Arzt seine Operation vorgenommen hatte, ließ er die Patientinnen unter furchtbaren Schmerzen liegen. Die Pflegerinnen bestätigten mir, daß die mittlere Dauer der Schmerzen zwischen 2 und 10 Stunden betrug."( 1) ,, Den Schwangeren im 7. bis 8. Monat machte man subkutane Einspritzungen mit einem unbekannten Mittel, um eine vorzeitige Entbindung herbeizuführen. Die Einspritzungen waren wirksam. Der zur Welt kommende Fötus wurde, lebendig oder tot, vernichtet. Das dabei verfolgte Ziel war, die vorzeitige Entbindung durch Einspritzung ohne mechanische Mittel herbeizuführen."( 86) ratio unse nach schm schm entz 99 7 bi Kind chen ihre rerh Es i meh 19 - - 64- n, der ge. verhaftet über das, war: Be - daß in er Opfer sverdäch en konnte. Megentlich. erte". Be noch am zurückzu metwa 50, in Reihen wurde als 00 pro Tag Hessen Ein polnischen rach; zwei g den näch Menschen - die Hand -brennungs te Nummer mit der ge teilt."( 47) pritzen" ge geren im 4 1). nden Ernäh ger zurück sunfähig er Arzt tötete nde ein Ge n des Fötu anter furcht r Schmerzen it einem un angen waren 8 dabei ver littel herbe Entbindungen ,, Man ließ manchmal der Natur ihren Lauf und das Kind wurde im Lazarett geboren."( 123) ,, Sobald die Kinder geboren waren, wurden sie ihrer Mutter weggenommen und in ein Tuch oder in Papier gewickelt. Sie wurden zum Abschnitt 3 gebracht und dort zu dritt, viert, fünft oder sechst in eine Kiste gelegt, wie kleine Katzen oder Hunde, die man krepieren läßt. Das Lastauto des Roten Kreuzes, das die ansteckenden Kranken der verschiedenen Lager sammelte, um sie der Vergasung zuzuführen, holte auch diese Kleinen ab. Sie wurden wie gewöhnliche Pakete über die Kranken ausgeschüttet."( 57) 99 Wenn das Kind tot geboren wurde, kehrte die Mutter evtl. zum Lager zurück und es hing dann für sie wie für die anderen vom Zufall ab, für den Ofen bestimmt zu werden. Wenn dagegen das Kind lebte, wurden alle beide in den Verbrennungsofen geschickt."( 123) ,, Ein schwieriges Problem und ein schwerer Gewissenskonflikt bestand für die internierten Ärzte. Wenn das Kind gleich bei der Geburt starb, entging die Mutter dem Tod. Darf man das Kind opfern, um die Mutter zu retten? Dieses Mittel wurde mehrfach angewandt, um die Mutter zu retten, und die Wahrheit mag viele Menschen schockieren: Die Mütter akzeptierten ziemlich leicht das Opfer ihrer Kinder, da dies ein Mittel war, sich zu retten. Die körperlichen und seelischen Leiden, die wir durchmachten, die Lageratmosphäre, in der wir lebten, hatten vielleicht unseren seelischen Zustand verändert."( 57) Sterilisation der Frauen ,, Die Sterilisation wurde getätigt."( 34) ,, Die Frauen wurden sterilisiert. 1944 wurde der Sterilisationsapparat in die Blöcke der Frauen gebracht, während sie sich außerhalb des Lagers befanden. Die Zahl der sterilisierten Frauen war sehr groß. Die Sterilisation erfolgte bei den Frauen durch Röntgenstrahlen."( 86) ,, Ich sah Kameradinnen, die sterilisiert wurden, ich kann Ihnen ihre Namen angeben."( 82) ,, Ich habe die Sterilisation von Zigeunerinnen und Jüdinnen gesehen."( 17) ,, Man sterilisierte vor allem die Zigeunerinnen und die Jüdinnen, aber manchmal auch die deutschen Gefangenen, die bei dem Delikt ertappt worden waren, Beziehungen mit Fremdarbeitern zu haben."( 32) - ,, Die Sterilisation der Frauen wurde( nach dem ersten Versuch mit Ausbrennung, der nicht entsprechend glückte) durch Operation vorgenommen. Man brachte mir in meine Abteilung ( Block 9 Chirurgie) Frauen und selbst Kinder mit geöffnetem Bauch, die man nach der Operation, ohne sie zu vernähen, liegen gelassen hatte. Wir hatten keinerlei Verbandsmaterial zu unserer Verfügung und durften nur zweimal pro Woche Verbände machen mit Seidenpapier, das nach einer Stunde zerrissen und verfault war. Diese Wunden waren daher in Berührung mit schmutzigen und verlausten Decken, mit dem Stroh des Strohsackes und der den Strohsack beschmutzenden Diarrhöe des Kranken."( 32) ,, Ich sah persönlich mehrere hundert sterilisierte Frauen, von denen mehrere an Bauchfellentzündung starben."( 26) ,, Sie haben, glaube ich, selbst Kinder sterilisiert, denn sie nahmen das weibliche Element von 7 bis 45 Jahren. Das geschah im Januar 1945. Sie sterilisierten sie ohne Anästhesie und die Kinder brüllten."( 41) ,, Ich pflegte insbesondere, indem ich sie mit alten Wäschestücken verband, ein kleines Mädchen von 12 Jahren, das sterilisiert worden war."( 32) Sterilisation und Kastration der Männer ,, 1943 und 1944 wählten die Deutschen eine Reihe junger Männer jüdischen Ursprungs bei ihrer Ankunft im Lager aus. Sie waren 13 bis 16 Jahre alt. Unter dem Vorwand, ihnen das Maurerhandwerk beizubringen, wurden sie im Block Nr. 7 vereinigt, wo sie Maurerkurse mitmachten. Es ist anzunehmen, daß diese 500 bis 600 jungen Leute ausgesucht wurden, um später nach mehrmonatigem Lageraufenthalt und bestimmter Ernährungsweise sterilisiert zu werden."( 86) ,, In Block 21 kastrierten sie die Zigeuner."( 90) -, 65- ,, Tausende junger Griechen wurden sterilisiert. Sie wurden mit einem elektrischen Apparat behandelt; wenn sie nach einigen Monaten noch zur Ausführung des Sexualaktes fähig waren, wurden sie kastriert."( 94) ,, Die Deutschen nahmen sehr zahlreiche Sterilisationen und Kastrationen an jungen Internierten vor, die in den Lagern von Birkenau und Auschwitz ausgesucht wurden."( 86) ,, Ich wurde eines Morgens von Birkenau nach Auschwitz abgerufen. Es war genau am 19. Mai 1943. Ich wurde in die Desinfektionsabteilung gebracht, wo man mir alle meine Kleider nahm und mir eine neue Lagertracht gab. Dann schickte man mich ins Revier( chirurgische Abteilung), wo mir befohlen wurde, mich ins Bett zu legen. Am nächsten Tag wurde ich gewaltsam auf den Operationstisch gebracht und man wollte mir eine Einspritzung in die Wirbelsäule machen. Ich wehrte mich und es gelang mir, ihnen die Spritze zu zerbrechen, aber sie überwältigten mich dann doch zu 12 und machten mir diese Einspritzung. Unmittelbar darnach fühlte ich mich wie gelähmt an meinen unteren Gliedmaßen. Es ist zu betonen, daß der gleiche Arzt Operationen völliger Kastration an mehreren hundert anderen Internierten, meist jungen Leuten von 20 bis 30 Jahren, vornahm."( 29) ,, M. C. sah und kann bezeugen, daß die Deutschen zahlreichen israelitischen jungen Männern und Kindern die Geschlechtsteile abgenommen haben."( 39) ,, Häufig waren Kastrationen von Priestern; sie zogen unfehlbar den Tod nach sich, denn sie wurden von Nicht- Ärzten vorgenommen, die keine Ahnung von den Regeln der Chirurgie hatten."( 90) 99 , Was war das Ziel dieser Sterilisationen und Kastrationen? 15 bis 20 Es war vermutlich geopolitisch. Diese Vermutung beruht auf folgendem: Der von den 80 25 Jahren( vom Ende des von Millionen Deutschen besetzte Raum würde nach Ablauf von Deutschland gewonnenen Krieges ab) unter Berücksichtigung einer Zunahme von Millionen für die Ernährung und Unterbringung der Deutschen ungenügend sein. Die Naziherrschaft würde ihren ,, Lebensraum" auf Kosten der angrenzenden Länder, Frankreich, der Tschechoslowakei, Polen und der Ukraine, erweitert haben. Die Bevölkerungen dieser Gegenden würden nach der Sterilisation 25 bis 30 Jahre lang die nötigen Arbeitskräfte liefern und ohne Nachkommenschaft verschwinden. In diesen von den eingeborenen Bevölkerungen infolge der Sterilisation geleerten Gegenden würden die Deutschen ihren Bevölkerungsüberschuß unterbringen." ,, Diese jungen für die Sterilisation ausgesuchten Leute waren 18 bis 35 Jahre alt, alle kräftig und wenn möglich ohne Gebrechen." ,, Jeder von ihnen mußte auf einem Brett seinen Hodenbeutel der Wirkung der X- Strahlen aussetzen. Der Arzt prüfte selbst, ob die Hoden im Beutel und nicht in den Leistenkanal zurückgetreten waren. Die Behandlung mit den X- Strahlen dauerte fünf bis sechs Minuten. Diese Behandlungsdauer wurde nach sehr zahlreichen Versuchen festgesetzt." ,, Nach der Behandlung wurden die jungen Leute, deren Nummer mit dem Datum der Sterilisation in ein Spezialregister eingetragen wurde, provisorisch ins Lager zurückgeschickt. Der Beamte der Schreibstube erhielt eine Liste mit ihren Namen und Nummern und sie waren bis auf weiteres von etwaigen Aussonderungen ausgenommen." 99 ,, Einige Wochen oder Monate nach dieser Sterilisation wurden die jungen Leute in das Lager von Auschwitz, Block 21( Chirurgie) gerufen. Sie wurden ins Laboratorium gebracht, wo man sie über ihre Störungserscheinungen seit der Sterilisation ausfragte: sexuelle Bedürfnisse, nächtliche Pollutionen, Störungen des Verdauungsprozesses, des Gedächtnisses, des seelischen Zustandes usw..... Dann zwang man sie zu onanieren und fing einen Tropfen Sperma auf einem kleinen Plättchen zur mikroskopischen Untersuchung auf. Wenn die physiologische Voraussetzung der Masturbation fehlte, rief man die Erektion durch Fingermassage der Prostata hervor." ,, Nach einigen solchen Behandlungen fanden die Deutschen, daß die Massage den Masseur ermüdete; man erfand daher ein anderes System mittels einer Kurbel, die in den After des Unglücklichen eingeführt wurde; einige Kurbeldrehungen genügten, um die Erektion und den Austritt der Spermaflüssigkeit hervorzurufen. Das Sperma wurde durch einen Bakteriologen untersucht, um die Vitalität der Spermatozoen festzustellen, soweit es überhaupt noch lebende gab." - - 66- 6 sk el de m Z st W Je ZO te A te V te d V Apparat gwaren, Internier m 19. Mai nahm und Flung), wo wollte mir ihnen die diese Ein Ben. Es ist t anderen Männern sich, denn -Chirurgie on den 80 e des von 15 bis 20 eNaziherr der Tsche enden wür ohne Nach Gegenden alle kräftig X- Strahlen anal zurück m. Diese Be nder Sterili ckt. Der Be aren bis auf in das Lager wo man sie nisse, nächt chen Zustan inem kleine setzung der 77 den Masseu After des Un on und de Bakteriologe noch lebend ,, 1944 brachten die Deutschen ein Spezialmikroskop ins Lager, das sie ,, Fluoreszenz- Mikroskop" nannten und das auf dem Prinzip beruhte, daß eine lebendige Zelle phosphoresziert und eine tote Zelle das nicht mehr tut; das erlaubte ihnen, ein totes Spermatozoen von einem lebenden zu unterscheiden."( 86) ,, Die Kastration war nicht immer vollständig; manchmal nahm man einen ganzen Hoden ab, manchmal ein Viertel, manchmal eine Hälfte oder Dreiviertel, je nach den Angaben und den Zwecken des Arztes. In anderen Fällen war die Kastration zweiseitig, also vollständig. Der Hoden oder das Hodenfragment wurde in eine mit fünf- oder zehnprozentigem Formalin sterilisierte Röhre gelegt und ins Institut nach Breslau zum histopathologischen Studium der Gewebe geschickt. Ich selbst wohnte ein einziges Mal zwei Kastrationen bei. Der Einschnitt wurde in der Leistengegend gemacht, einseitiger oder zweiseitiger Einschnitt, je nach dem Fall vollständiger oder unvollständiger Kastration. Man zog den Hodenstrang an, zog den Hoden heraus, unterband die Blutgefäße und schritt zur Abnahme des den Hoden enthaltenden Teiles. Dann nähte man mit einigen Stichen zu. Nach der Operation wurden die jungen Leute in den Saal 5 des Blockes 21 gelegt, unter Aufsicht eines auf die Pflege nach derartigen Operationen spezialisierten deutschen Krankenwärters. Nach einem Aufenthalt von acht bis zehn Tagen wurden die Operierten in den Saal 1 des gleichen Blockes gelegt, wo ich behandelnder Arzt war. Bei manchen erfolgte die Vernarbung ohne Eiterung, bei anderen zeigte sich Eiterung, gefolgt von allen möglichen Komplikationen, was den Aufenthalt des Kranken in der chirurgischen Abteilung verlängerte und ihn in die Gefahr brachte, ausgesondert zu werden. In manchen Fällen kamen die Kastrierten nach Sterilisation nach physikalischer Methode in den chirurgischen Block mit anscheinend normalen Phlegmonen in der Leistengegend. Schlecht vorgenommene Öffnung dieser Phlegmone führte in zwei Fällen den Tod durch Sepsis herbei. Es ist anzunehmen, daß bei der methodischen Durchführung der Ausrottung der Juden im Lager diese Sterilisation an ihnen ausprobiert wurde in der Absicht, sie dann auch auf die nichtdeutschen Nichtjuden anzuwenden."( 86) Das deutsche Ärztekorps ,, Die internierten Ärzte werden nicht als Ärzte verwendet, sondern höchstens als Leichenträger. Diejenigen, die tatsächlich als Ärzte fungierten, waren SS- Leute, die gewöhnlich nur ganz beschränkte medizinische Studien gemacht hatten... und wir standen unter ihren Befehlen."( 93) ,, Ich stand unter dem Befehl eines deutschen Sanitäters, der Unteroffizier war....; er kam mit einem Stock in der Hand zur Konsultation und schlug die Kameraden. Eines Tages fragte er mich, ob ich nicht Teereinspritzungen machen wollte, um gewisse Häftlinge umzubringen, denn nach seiner Ansicht gab es nicht genug Tote im Lager. Der Ärztedienst wurde von deutschen Häftlingen besorgt und geleitet, von denen keiner eine berufliche Ausbildung besaß und niemals Arzt oder Krankenpfleger gewesen war. Der Kapoführer war ein früherer deutscher Häftling und die anderen waren Schreiner, Metzger, Schuster Sie aber waren es, die über die Zulassung oder Zurückweisung der Kranken entschieden. Ich möchte z. B. den Fall eines Professors Richet anführen, der eine Abteilung leitete, aber von einem früheren deutschen Tischler beaufsichtigt war. All das geschah mit Wissen von allen einschließlich der SS und mit Zustimmung des SS- Chefarztes des Lagers."( 78) ,, Mein Chef, der zehn Jahre vorher Schmied gewesen war, war Chef der Sektionsabteilung geworden. Die Aufgabe dieses Schmiedes war übrigens dadurch vereinfacht, daß er offizielle, wohlverfaßte Diagnosen besaß, die er abschrieb und nach Berlin schickte. Um das Übrige kümmerte er sich nicht. Es gab so etwa acht von vornherein vorbereitete pathologische Diagnosen, die immer wieder abgeschrieben und je nach Zufall einer Leiche zugeteilt wurden."( 90) - 67- 5 „Die chirurgische Arbeit wurde von einem Deutschen besorgt, der vorgab, ein Berliner Chi- ling. Er tötete seine Patienten bei jeder Operation aus rurg zu sein. Es war ein gemeiner Siräf mangelnder Fachkenntnis.”(17) „Das Ärztepersonal bestand Schlosser war und alle chirurgischen Operationen selbst vornahm.”(87) Blockes lag in den Händen von zwei Deutschen, die die Rolle von Kranken- wärtern versahen. Skrupellose Leute, die die chirurgischen Operationen an Ort und Stelle mit einem gewissen H., Maurer von Beruf, vornahmen. Letzterer machte große Operationen an Ort und Stelle und schnitt ein Bein für die kleinsten Phlegmone tief auf.”(47) „Ende 1943 und Anfang 1944 wurde ein Operationssaal eingerichtet, in welchem die große Chirurgie stattfand. Der Arzt T. zwang alle mit einem Bruch behafteten Häftlinge, um Übung zu bekommen, sich operieren zu lassen. Nach diesen Operationen traf er eineAuswahl unter seinen Patienten, indem er die meisten als arbeitsunfähig erklärte und in die Gaskammer schickte.” „Die Leitung des „Es kam vor, daß im Krankenhaus angestellte Ärzte einige Kranke zu verstecken suchten. Dieser Arzt bedrohte sie mit dem Tode für den Fall der Wiederholung. Derselbe Arzt T. zwang ebenfalls Frauen, um Übung zu bekommen, sich Fibrome und aller- hand gynäkologische Geschwülste operieren zu lassen.”(34) „Im Block 21(chirurgischer Block), ‚übten sich’ die Ärzte. Jeder Häftling jüdischen Ursprungs, der über Magenschmerzen klagte, wurde sofort allen nötigen Untersuchungen unterzogen: Blutprobe, Untersuchung des Magensaftes, Suche nach dem Blut im Stuhl usw. Unabhängig vom Ergebnis dieser Untersuchungen wurde erklärt, daß die Opfer Magengeschwüre hatten und wurden die Billrothschen Operationen Nr. 1 und Nr. 2 vorge- nommen. Diese Leute erhielten nach der Operation nicht die ihrem Gesundheitszustand entspre- chende Pflege, die Juden erhielten selbst nicht einmal Milchdiät; einige Tage später wurden die Opfer bei Gelegenheit einer Aussonderung in die Gaskammer geschickt. Der Doktor K., der 1943 promoviert hatte, wollte alle Arten von Amputationen lernen; daher schnitt er wegen eines einfachen, lediglich einen kleinen Einschnitt benötigenden Panaritiums die Finger ab. Wegen einer Phlegmone am Bein, wo ebenfalls ein Einschnitt genügt hätte, nahm K. Amputationen vor, die er nach den chirurgischen Methoden verschieden gestaltete; ‚die Opfer endigten immer in der Vergasung. P: wählte unter den kürzlich im Lager angekommenen Leuten die mit einem Bruch behafte- ten aus und operierte sie nach den bekannten, in deutschen Handbüchern angegebenen Metho- den.”(86) „Der Saal der septischen Chirurgie wurde stets deutschen internierten Ärzten anvertraut, Jie keinerlei berufliche Fähigkeiten hatten. Diese Menschen sind für den Tod einer ungeheuren Menge von Häftlingen verantwortlich infolge unangebrachter chirurgischer Eingriffe, die an den Kranken lediglich zum Zweck medizinischer Experimente vorgenommen wurden.”(20) „Der Chefarzt des Lagers nahm Operationen ‚aus reiner Laune‘ vor und häufig ohne Anäs- thesie.(Amputationen, Kastrationen, Ovariotomien usw.); acht von zehn Operierien starben an Sepsis.”(109) „Wir legten einen jungen Mann auf eine Bahre, er hatte eineNabelentzündung und der junge SS-Arzt, der noch nie operiert hatte, wollte sich an ihm üben. Ich brachte ihn in den Operations- saal und erfuhr durch die Leichenträger, die ihn forttrugen, daß er noch am gleichen Abend gestorben war.”(90) „Manche deutsche Ärzte operierten gewissenhaft, aber ich sah, wie sie nach Magengeschwür- operationen dem Operierten Fleisch und Kartoffeln brachten. Nach einiger Zeit schickten sie sie zur Vergasung.”(34) aus einem arischen deutschen Lazarettdirektor, der im Leben Bl zer ode kaı Zeı sie Fr: Wei we Kr au wa un Medizinische Experimente und Vivisektion „Die Deutschen machten medizinische Experimente und sie hatten für diese Zwecke mehrere Blöcke reserviert. Die Versuchskaninchen waren natürlich Häftlinge.”(86) „Man verstehe mich wohl: die Versuchskaninchen sind Menschen und man versucht an ihnen zerstörerische Materialien: neues Gas oder Brandflüssigkeit, ebensowohl als Heilstoffe: Impfstoffe oder Antivirus-Stoffe.””(69) „Im Lazarett von Neuengamme machte man Versuche mit Tuberkulosen. Ein Berliner Arzt kam jede Woche. Er organisierte und leitete selbst die Versuche. Zwei französische Ärzte waren Zeugen dieser Versuche. Sie erzählten mir oft davon, aber sie waren immer äußerst diskret, denn sie fürchteten Repressalien und behielten sich vor, alle Einzelheiten bei ihrer Rückkehr nach Frankreich bekanntzugeben; leider fürchte ich, daß sie alle beide umgekommen sind.” „Einer von ihnen sagte mir einmal, daß diese Versuche absolut grotesk waren, denn die Ver-' wendung des angewendeten Mittels konnte mit einer Kanone 420 gegen eine Mücke verglichen werden; mit anderen Worten, das Mittel war außerordentlich brutal und gefährlicher als die Krankheit selbst.”(73) „lm Block Nr. 20 war ein großer Saal mit Tuberkulösen. Die Bayer-Fabriken schickten ein Medikament in Ampullen ohne irgendwelche Bezeichnung. Man machte mit diesen Ampullen den Tuberkulösen Einsprigungen. Diese Unglücklichen wurden niemals vergast, aber man wartete auf ihren Tod, der sehr rasch eintrat. Alle Tuberkulösen des Lagers bildeten einen besonderen Krankheitsherd, der die besonders rasche Entwicklung der Krankheit infolge der furchtbaren hygienischen Verhältnisse des Lagers begünstigte. Bei der Totenuntersuchung entnahm man Teile der Lungen und der Luftröhren-Ganglien, die zu Studienzwecken in ein von der Fabrik bezeichnetes Laboratorium gesandt wurden. 150 jüdische Frauen, die von ‚Bayer’ der Lagerverwaltung von Auschwig abgekauft worden waren, wurden in einen Frauenblock außerhalb des Lagers gelegt und dienten Experimenten mit unbekannten Hormonpräparaten. Ein deutsches Institut verlangte, daß Versuche mit einschläferndem anästhesierendem Evipan in Form von intravenösen Einspritzungen gemacht wurden. Es waren natürlich wiederum die Häftlinge, auf deren Kosten diese Versuche gemacht wurden und zwar im Lager von Bune. Man verlangte zu diesem Zweck vom SS-Revier 6000 Ampullen Evipan.”(86) „Buchenwald war ein großes Untersuchungszentrum für den exanthematischen Typhus; es unterstand dem SS-Hygieneinstitut von Berlin, dessen Chef ein SS-Chefarzt war. Dieses Unter- suchungszentrum wurde im Block 46 eingerichtet und mit den legten Vervollkommnungen und großem Luxus ausgestattet. Es umfaßte ein Diagnosezentrum, das Laboratorium, die Räume zur Präparierung von Impfstoff(für die deutsche Armee). Da es praktisch unmöglich ist, die Typhus- bakterien in einer Kultur-Bouillon in einer Glasröhre durch Auspflanzung zu erhalten, wie das für die meisten anderen Mikroben geschieht, so erhielt man die Typhus-Kulturen an lebenden Individuen. Jedes Individuum war eine lebende Kultur von Typhusmikroben.”(93) „Sehr oft versucht man an den Häftlingen neue Impfstoffe.”(69) Au A een ,, Das Lager erhielt Impfstoffe vom Institut Weigl aus Krakau und aus Italien, die ausprobiert und verbessert werden sollten. Es sollten vorzüglich grüne gemeine Verbrecher' als Versuchskaninchen genommen werden, aber da es der Kapo war, der sie bezeichnete, konnte man jeden Beliebigen in den Block 46 schicken und es wurden auch politische französische Häftlinge, Widerstandsbewegungsleute, dorthin gebracht. Man schickte die Leute hin, die man loswerden wollte. Auswahl der Versuchskaninchen: 1. Manche waren Freiwillige, weil es dort gute Nahrung, keine Arbeit, gute Behandlung gab. Für viele auch die Hoffnung, einige Wochen länger zu leben. 2. Von Amts wegen Bestimmte unter den Grünen( gemeine deutsche Verbrecher). Man nahm z. B. für einen Versuch mit Impfstoff 100 Personen. 80 bekamen eine Präventivimpfung. 15 Tage nach der letzten Impfung spritzte man den gleichen Häftlingen intravenös fünf Kubikzentimeter virulentes Blut eines in voller Krise befindlichen Typhuskranken ein. Gleichzeitig erhielten die 20 übrigen Häftlinge, die nicht geimpft worden waren und ebenfalls als Versuchsobjekte dienten, die gleiche Quantität. Nach vier oder fünf Tagen starben die Versuchsobjekte oder begannen zu sterben, denn es gibt keinen Fall, in welchem jemand nach einer solchen Einspritzung gerettet werden kann. Gewöhnlich genügt ein Zehntel Kubikzentimeter, um den Tod herbeizuführen. Die Geimpften ihrerseits starben nicht alle und die Deutschen fertigten eine Werttabelle des Impfstoffes mit Bezug auf die Versuchsobjekte an und sie hatten auch eine Wirksamkeitskurve, die die Raschheit und die Zahl der Todesfälle im Verhältnis zu den Geretteten ausdrückte. Nach Ablauf von zwei bis drei Monaten gab es eine gewisse Zahl von Überlebenden, wenn der Impfstoff wirksam gewesen war. In letzterem Falle wurden die Überlebenden durch eine Herzeinspritzung mit Phenol, liquidiert'."( 7) ,, 1944 werden 200 Personen dem Doktor von H. zur Verfügung gestellt, von denen 150 gegen den exanthematischen Typhus immunisiert und 50 als Versuchsobjekte zurückgestellt werden. Daraufhin wurde allen 200 der Typhusvirus eingeimpft. Wenn nach Beendigung des Experimentes die Opfer nicht gestorben waren, wurden sie umgebracht und verbrannt."( 115) ., Ende Oktober 1943 bekommt unsere pathologische Abteilung den Befehl, möglichst rasch sehr schöne anatomische Präparate an die wichtigsten deutschen Universitäten zu schicken. Zur gleichen Zeit gründete man eine Spezialstation für die Tuberkulösen sowie die Station, Histologie', die den Befehl erhielt, unverzüglich alle Formen der Tuberkulose auf Grund von histologischen Präparaten zu studieren. Gleichzeitig mußte eine vollständige Sammlung von Präparaten gesunder Organe, die mehr als 2 000 Präparate umfaßte, an die Universität Innsbruck geschickt werden. Diese Präparate waren kostbar, weil sie von absolut gesunden Leuten stammten, die man nachher entweder gehängt oder in den Verbrennungsofen geschickt hat."( 90) ,, Im Block Nr. 20 machten die Deutschen gleichfalls Versuche mit einem Sulfamidpräparat mit der Bezeichnung B. 1034, das für sehr zahlreiche Kranke verwendet wurde. Dieses Medikament stellte sich als im Ganzen wirksam heraus, aber ohne Erfolg in der Behandlung von Phlegmonen und Wunden. Die Untersuchung des Heilwertes des B. 1034 wurde in dem Chirurgieblock Nr. 21 an einer sehr großen Zahl von Kranken fortgesetzt, aber ohne Ergebnis für die Entwicklung der Wunden und für schwere Eiterungen. Mehrere Fälle von Sepsis hatten einen tödlichen Ausgang trotz Behandlung mit diesem Medikament."( 86) ,, Neue Toxine und besonders Antitoxine wurden an den Gefangenen ausprobiert. Wenige Versuchen" verwendet wurden, von den in dieses Gebäude verbrachten Gefangenen, die zu kamen lebend wieder heraus."( 106) 99 ,, Eines Tages kamen deutsche Pflegerinnen ins Lazarett, Block 10, und fragten: Welche un18 erhielten eine mehr oder ter Euch schlafen nicht?" Viele junge Frauen hoben die Hand. weniger starke Dosis eines weißen Pulvers, dessen Zusammensetzung wir nicht kannten, das wir aber für ein Morphiumprodukt hielten. Von den 18 sind am nächsten Morgen 10 gestorben. Es war zweifellos ein Experiment. In einem anderen Lager machten sie mit ganzen Blöcken Versuche, vor allem an alten Frauen. Die Frauen erhielten ein weißes Pulver und am nächsten Tag gab es 60 bis 70 Leichen. Im September 1944 sah ich, wie man 10 gesunde Männer auswählte. Sie mußten ein Medikament nehmen, das der Farbe und dem Geruch nach an Rum erinnerte. Sie schliefen alle ein. In der Nacht sind 4 gestorben."( 36) starbe 99 darun phor die k brann bekan dener drei 19 eines Medi schick gemi Wirk tiefe D satz ihne 12 Mens Man einer den der Stun weg. nug. länd über Zwö I beid Nac Wu gesc den ihne han an che ( ein lau sch Siel Sch 9G We kon dan nal - 70 robiert rsuchsjeden Widerllte. ng gab. nahm 5 Tage timeter ten die Hienten, nen zu gerettet führen. elle des tskurve, e. Nach mpfstoff pritzung 50 gegen werden. perimenst rasch en. Zur Histoon histoPräparageschickt ten, die präparat es Mediung von an einer Wunden ang trot Wenige wurden, elche unmehr oder n, das wir rben. Es en Frauen. ein Medin alle ein. ,, Polnischen Priestern wurden Malaria- und Phlegmonemikroben eingeimpft. Viele von ihnen starben. Auch ein deutscher Priester erhielt zweimal Einspritzungen mit Malariamikroben."( 21) 99 , Während meines Aufenthaltes wurden andere Versuche im Block 46 gemacht; es handelte sich darum, eine Behandlung für die Vernarbung von Verbrennungen, die durch amerikanische Phosphorbomben verursacht waren, zu finden. Man hatte eine ganze Serie von Medikamenten versucht, die keine guten Ergebnisse gezeitigt hatten. Es wurden daher 50 Russen ausgesucht. Man verbrannte ihnen den Rücken mit Phosphor, wobei ein Teil der, Versuchsobjekte' keine Medikamente bekamen. Man stellte dann den Unterschied der Schnelligkeit der Vernarbung der Wunden bei denen, die eine Behandlung bekamen und bei den, Versuchsobjekten' fest. Als der Versuch nach drei Monaten beendigt war, wurden alle Überlebenden liquidiert."( 7) ,, Eines Sonntags ließ man 4 kräftige Rekonvaleszenten kommen, von denen jeder ein Glas eines flüssigen Schlafmittels trinken mußte, dessen tödliche Dosis man feststellen wollte. Diese Medikamente waren von den Bayer- Fabriken zu Versuchszwecken ins Lager von Auschwitz geschickt worden. Zwei der Versuchskaninchen nahmen so ein Brechmittel zu sich, das dem Gift beigemischt war. Die 4 Versuchskaninchen wurden dann in den Block 19 gebracht, wo der Arzt die Wirkung des Medikamentes verfolgte. Zwei von ihnen erbrachen sich und überlebten mit einem tiefen elfstündigen Schlaf. Die zwei anderen starben am gleichen Abend. Die zwei Überlebenden wurden am folgenden Tag mit zwei neuen Versuchskaninchen( als ErMan gab satz der zwei beim ersten Versuch gestorbenen) zu einem zweiten Versuch benützt. ihnen eine neue Lösung zu trinken, zwei brachen und die beiden anderen starben."( 86) ,, Um diese Zeit arbeitete man an der technischen Vorbereitung der V 3 und man wollte an Menschen die Kraft des Giftes ausprobieren, das der Stoff dieser neuen Waffe enthalten sollte. Man holte daher eines Tages sechs Kapos in den Block 46; man kratzte ihnen den Arm wie bei einer Impfung mittels einer mit dem Gift getränkten Nadel; dann wurden sie in einem Auto in den Leichensaal des Krematoriums gebracht und wir erhielten alle, sowohl im Krematorium als in der Sektionsabteilung, den Befehl, unsere Posten sofort für drei Stunden zu verlassen. Nach drei Stunden kamen wir wieder, aber wir hörten entsetzliches Schreien und man schickte uns wieder weg. Der Versuch mit der neuen Waffe war daher gescheitert; die Wirkung war nicht rasch ge nug. Man hätte Zeit gehabt, ein Gegengift zu geben. Außerdem wurde eingewandt, daß die Engländer ein gleichartiges Kriegsmittel als Repressalie verwenden könnten, denn sie verfügten über bedeutendere technische Mittel als die Deutschen zur Giftfabrikation."( 29) ,, Im Zimmer 15 des Blockes 28 befanden sich 30 Gefangene, die in drei Gruppen zu je acht bis zwölf eingeteilt waren. Die erste Gruppe dieser Versuchskaninchen erhielt Petroleumeinspritzungen unter die Haut beider Beine. Es war eine subkutane und sehr tiefe Einspritzung von zwei bis drei ccm Petroleum. Nach acht Tagen zeigte sich eine nichteitrige Phlegmone; man schnitt sie auf und sammelte das Wundsekret in sterilisierten, hermetisch geschlossenen Glasröhren, die ins Institut von Breslau geschickt wurden. An der zweiten Gruppe von zehn Mann wurden andere Versuche gemacht, die darin bestanMan behandelte manche von den, die Haut mit verschiedenen chemischen Stoffen zu reizen. ihnen mit einer 80prozentigen Lösung von essigsaurer Tonerde( Barowsche Lösung). Die Behandlungen wurden jeden Tag eine Woche lang, bald auf die Schulter, bald auf die Beine, immer an derselben Stelle gemacht. Nach dieser Zeit zeigte sich eine schwere Hautreizung, die in manchen Fällen zu tiefer Geschwürbildung führte. Man erregte diese Reizung in zwei Schichten ( eine oberflächliche und eine tiefe), die man in sterilisierte Röhren tat, die gleichfalls nach Breslau zur histo- pathologischen Untersuchung geschickt wurden. Es ist zu betonen, daß diese Geschwüre schwer heilten. Bei einem jüdischen ungarischen Häftling erfolgte die Heilung erst nach sieben Monaten. Andere wiederum behandelte man mit einem schwarzen Pulver auf der äußeren Oberfläche der Schulter. Die dritte Gruppe erhielt am Eingang des Saales Nr. 13 ein kleines Frühstück von 250 Gramm Weißbrot und leichtem Tee. Zu einer festgesetzten Stunde ließ sie K. alle in ein Spezialzimmer kommen, wo sie in seiner Gegenwart 15 bis 20 Acrichin- Pillen nehmen mußten. Man schickte sie dann ins Zimmer 13 zurück; jeder bekam ein Gefäß, in welches er urinieren mußte. Jeden Tag nahm man eine Urinprobe und man schickte sie mit Spezialpost nach Breslau. Am dritten Tag - 71 hatten alle Häftlinge, die Acrichin genommen hatten, Gelbsucht. Diese Urinablieferungen dauerten drei Wochen mit täglichen Analysen. Diese Versuche dauerten vom 22. August bis 25. Oktober 1944." Der Block 10 enthielt 350 bis 400 Frauen, die als Versuchskaninchen für die von dem Professor G. von der medizinischen Fakultät Breslau gemachten Versuche dienten. Diese Frauen wurden in mehrere Gruppen eingeteilt; mit jeder Gruppe wurde eine verschiedene Versuchsmethode vorgenommen. An einer kleinen Zahl von Frauen sollen die Deutschen die künstliche Befruchtung vorgenommen haben; die deshalb im Lager vorgenommene Untersuchung und die Nachforschung nach den Opfern ist resultatlos geblieben. Ich glaube, daß die Frauen, an denen dieser Versuch gemacht wurde, über diese peinliche Sache nicht sprechen wollen. Eine andere Gruppe erhielt Einspritzungen mit Sexualhormonen. Die Ampullen mit dem Medi. kament wurden von demselben Professor geliefert, der sie in seiner Mappe brachte. Die Einspritzungen wurden unter seiner Überwachung vorgenommen. Es war uns unmöglich, die Zusammensetzung des eingespritzten Stoffes festzustellen, ebensowenig ihre Ergebnisse, da diese geheim gehalten wurden. Infolge dieser Einspritzungen bekamen mehrere Frauen Abszesse, die im Block 10 aufgeschnitten wurden. Bei einer dritten Gruppe von 15 bis 20 Frauen wurden chirurgische Eingriffe an dem Geschlechtsorgan im Block 10 vorgenommen wie z. B.: Ausschneidung des Gebärmutterhalses oder Einspritzung einer krebshaltigen Flüssigkeit in den Gebärmutterhals von Frauen, die Krebs am Gebärmutterhals hatten. Diese Flüssigkeit wurde durch einen Katheter mit Chamberlandschem Filter gegossen zur Ausscheidung der Krebszellen. Dies geschah, um die Theorie der Krebseinimpfung mittels eines den Filter passierenden in den Krebsgeweben angenommenen Virus zu prüfen. Eine junge 25jährige Frau, aus dem Lager von Auschwitz, die im Block 10 gepflegt wurde, starb nach dem Weggang der Deutschen. Die an ihrer Leiche vorgenommene Untersuchung zeigte das Vorhandensein eines Krebses an der Gebärmutter, der sechs Monate vorher eingeimpft wor den war. Dieser Fall ist Gegenstand eines Berichtes der russischen Untersuchungskommission. Eine vierte Gruppe erhielt Einspritzungen in das Gebärmutterinnere mit einem von einer pharmazeutischen Fabrik geschickten Spezialpräparat. Der Zweck hierbei war, einen anderen Stoff als das Lipodol( dessen Fabrikation infolge des Ölmangels sehr schwierig und kostspielig war) zu finden, das zur Durchleuchtung des Inneren der Eierstocksleiter erforderlich war. Dieses Medikament rief starke Schmerzen hervor und die Ergebnisse sind nicht bekannt. Die fünfte Frauengruppe des Blockes 10 befand sich unter Überwachung des Dr. W., assistiert von Professor S. aus Köln. Letzterer arbeitete einen photo- mikroskopischen Apparat für Farbenaufnahmen aus. Man photographierte den Hals der Gebärmutter von Frauen verschiedenen Alters, von 35 bis 45 Jahren. Nach der Photographie wurde die Aufschneidung eines Stückes einer offenbar normalen Gebärmutter vorgenommen und zur histo- pathologischen Untersuchung ins Laboratorium des Institutes von Breslau geschickt."( 86) ..Durch einen Arzt, der Gutachten für die Staatspolizei macht, erfuhr ich die Entdeckung von 54 Platten mit histologischen Präparaten, die nach dem Weggang der Deutschen in Straßburg gefunden wurden. Diese Platten wurden folgendermaßen entdeckt: Als die Franzosen nach dem Weggang der Deutschen in Straßburg eingerückt waren, erfuhren sie, daß es an der Fakultät Straßburg eine beständig in Verbindung mit dem Lager von Struthof befindliche Wissenschaftliche Organi sation gab. Alle Mitglieder dieser Organisation, vom leitenden Arzt bis zum Laboratoriumsdiener, gehör ten den SS- Formationen an. Man sah in einem Saal 54 kleine Glasstücke, die man zunächst in den Papierkorb werfen wollte; aber die anwesende Tochter des Arztes glaubte, daß sie medizinisch interessant sein könnten. Man brachte sie mir, um zu sehen, worum es sich handelte; denn man dachte daran, daß es sich um Untersuchungen aus dem Lager von Struthof drehte. Die Polizei - 72- hatte rium den, zum Die Studi suche ..D ihner kung T obad herv man studi die entn spen werd zusti linge festz gew von die werd Erge I Was Schw eing Vers aufe Hom Ven mit dem Flie lier Off den zug fläc bek ablieferungen d August bis 25.0 ür die von den nten. wurde eine ver Befruchtung Nachforsdag dieser Versu pullen mit den ebrachte. Die festzustellen, ele Block 10 aufge ngriffe an den bärmutterhalss Frauen, die Kre it Chamberland Theorie der Kre enommenen Vim 10 gepflegt v Untersuchung orber eingeing skommission mit einem von d i war, einen wierig und kost erforderlich war. nd nicht bekannt ag des Dr. V. a Apparat für Fu verschiedenen A eines Stückes hen Untersad hr ich die Enti Deutschen in St nach dem Weg akultät Straßba ssenschaftliche ratoriumsdiener die man zunächst i daß sie medi handelte; de me, of drehte. Die Hatte festgestellt, daß dauernde Hin- und Hertransporte zwischen dem Lager und dem Laboratonium stattfanden. Andererseits hatte man in einem Eisschrank des Laboratoriums Leichen gefunoden, an welchen Eingriffe vorgenommen worden waren. Diese Opfer waren nach den Versuchen zum Zweck der Autopsie getötet worden. Diese 54 Präparate verblüfften mich, denn es handelte sich um menschliche Hoden und beim Studium der Präparate stellte ich fest, daß es sich um Hoden handelte, an welchen man Verauche durch Einspritzung einer nicht näher festzustellenden Reizsubstanz gemacht hatte."( 13) ,, Die Ärzte suchten mit Vorliebe Frauen, die gerade die Regeln hatten, aus. Sie erklärten ihnen brutal, daß sie in vier Tagen sterben müßten. Sie wollten damit, so sagten sie, die WirHungen dieser Erklärung auf die Menstruation feststellen."( 116) ,, Ein Berliner Histologie- Professor hatte die Frechheit, in einer deutschen Zeitschrift die Becbachtungen über die Blutungen festzustellen, die bei den Frauen durch eine schlimme Nachricht Hervorgerufen wurden. Diese Versuche wurden an Gefangenen mit normaler Regel gemacht, denen man ankündigte, daß sie erschossen würden; dies rief eine innere Blutung hervor, die dieser Arzt studierte."( 13) ,, Man nahm an zahlreichen Häftlingen und trotz ihrer Weigerung Blutentnahmen vor, die für cdie Transfusion für deutsche Soldaten bestimmt waren. Wenn ein Häftling sich einer solchen Blutentnahme widersetzte, so unterwarf der deutsche Arzt S. oder ein Krankenwärter F. den widerspenstigen Blutgeber solchen Mißhandlungen, daß der Unglückliche auf einer Bahre fortgetragen werden mußte. Dieses Verfahren wurde so lange wiederholt, bis der Häftling der Blutentnahme Zustimmte."( 52) ,, In Birkenau vereinigten die Deutschen eine große Zahl kindlicher und erwachsener Zwillinge, denen sie Blutentnahmen machten zur Wassermannschen Blutprobe, um erbliche Gebrechen festzustellen und zum Studium der Blutgruppen. Die Deutschen nahmen an den Häftlingen eine gewisse Zahl von Operationen vor, z. B. führten sie in rein willkürlicher Weise die Operation won Leriche aus. Zu Beginn des Jahres 1942 machten die Deutschen Versuche mit Einspritzungen von Luft in die Venen. Sie wollten feststellen, welche Menge komprimierter Luft in die Venen eingespritzt werden konnte, ohne eine Embolie herbeizuführen. Ich habe keine genauen Angaben über die Ergebnisse dieser Versuche. Im gleichen Zimmer wurden intravenöse Einspritzungen mit einer 33prozentigen Lösung mit Wasserstoff- Superoxyd vorgenommen, welche sofortigen Tod hervorriefen. Dabei ergab sich eine Schwierigkeit, daß nämlich bei nicht sichtbaren Venen die Einspritzung häufig mißlang und die eingespritzte Flüssigkeit in den Geweben unerträgliche Schmerzen und eine starke Reaktion des Wersuchsobjektes hervorrief. Diese Methode wurde unbequem und unzureichend gefunden und aufgegeben."( 86) ,, Hormonversuche an Päderasten. Im Lager befanden sich von deutschen Gerichten verurteilte Homosexuelle, die das rosa Dreieck trugen. Der Versuch bestand darin, ihnen Hormone in die Wenen einzuspritzen, um ihnen die Lust zur Päderastie zu nehmen."( 71) ,, Die Deutschen untersuchten ebenfalls eine Behandlungsmethode psychischer Krankheiten mit Kurzwellen( Elektrochoc). Die Methode bestand darin, einen Pol an jeder Schläfe des Kranken oder auf der Stirne und dilem Nacken anzubringen, und einen elektrischen Strom durchgehen zu lassen. Das Ergebnis dieser Versuche war katastrophal, es gab eine sehr große Zahl tödlicher Fälle und die Untersuchung dieser Methode wurde aufgegeben, da sie nicht genug ausgearbeitet war." ( 86) ,, Eines Tages kam im Lager der schon erwähnte Universitätsprofessor aus Straßburg und ein Fliegeroffizier an. Sie verlangten 30( junge und kräftige) Internierte, die sie in einem Block isolierten. Eine Hälfte des Blockes wurde abgeschlossen und niemand außer dem Professor, dem Coffizier und mir durfte hineingehen. Man bestimmte mich dazu, die Kranken zu versorgen und den Ablauf der Krankheit zu beobachten. Es war den SS- Leuten verboten, in den Block hineinzugehen. Es war uns verboten zu erzählen, was dort geschah. Ich habe folgendes gesehen: Der Offizier und der Professor setzten ihre Gasmasken auf. Sie spritzten dann in die Handfläche und auf die Innenseite des Vorderarmes etwa 10 ccm eines Produktes ein. Zehn Gefangene beekamen sodann 15 Tropfen Vogan, zehn andere acht solcher Tropfen und der Rest nichts. - 73- Die Kranken blieben eine Stunde lang, die nackten Arme ausgestreckt, und warteten. Man legte sie ins Bett. Am ersten Abend begannen die Kranken vor Schmerz zu schreien. Die Impfstelle hatte sich mit Verbrennungen bedeckt. Bald war der ganze Körper damit bedeckt. Sie hatten alle Schmerzen an den Augen und den Lungen. Ich tat mein Möglichstes, um ihnen zu helfen. Ich legte mich um Mitternacht zu Bett und am nächsten Tag mußte ich feststellen, daß ich kaum sah. Der Offizier kam, nicht um die Kranken zu pflegen, sondern um sie zu photographieren. Von diesem Tag ab photographierte man sie alle Tage, aber man kümmerte sich nicht um die Kranken, die wie Tiere brüllten. Sie waren bald willenlos, bald wie verrückt. Der erste starb nach 14 Tagen( am 21. 12. 42). Seine Leiche wurde nach Straßburg geschickt. In der Folgezeit durfte keine Leiche mehr das Lager verlassen. Man machte die Versuche an Ort und Stelle. Die Autopsie ergab folgende Resultate: Zurückgang des Gehirns, die Lungen voll von Eiter und zerfressen, die Leber ebenso. Die übrigen waren halbblind und lungenkrank."( 115) ,, Dazu kommt, daß diese Versuche an Menschen absolut nicht von besonderem Interesse waren und daß sie mit ebensolchem Wert an Tieren hätten gemacht werden können, wenn man annimmt, daß sie überhaupt wissenschaftliches Interesse besaßen. Der verfolgte Zweck war ebenso unmenschlich wie die angewandten Mittel."( 13) ,, Statt mit Meerschweinchen, Hasen, Mäusen zu experimentieren, war es einfacher und erregender, die Versuche an Menschen zu machen. Vertreter der Ärzteschaft kamen von Zeit zu Zeit aus Berlin, um das mit den ärztlichen Versuchen beschäftigte Personal zu verstärken."( 106) ,, Die Deutschen ließen in einem speziell dafür bestimmten Gebäude eine Gaskammer bauen, um die Erstickungsgase an menschlichen Opfern auszuprobieren."( 65) ,, Ein hermetisch abgeschlossener Verschlag mit Fenstern ermöglichte es, das Innere dieser Kammer zu sehen. Man zerbrach dort eine Ampulle von zwei bis fünf Kubikzentimeter. Die Ärzte beglückwünschten sich zu dem guten Resultat ihrer Versuche. Diese Ärzte machten Versuche mit Gasen an diesen Unglücklichen in einer Gaskammer außerhalb des Lagers. An einem einzigen Tag, am 10. August 1943, wurden 86 Frauen vergast und ihre Leichen sofort nachher verbrannt. Ebenso steht fest, daß 15 Frauen am 11. August 1943 vergast wurden, 14 Frauen am 13. August 1943, 30 Männer am 17. August 1943, 29 Männer am 19. August 1943. Ungefähr 1668 Frauen und mehr als 10 000 Männer. Das ist die Gesamtziffer der im Lager von Struthof vergasten Opfer."( 115) ,, Eines Tages wurden alle Zigeuner und ungarischen Nomaden versammelt. Sie wurden in die Niemand Gaskammer zu Versuchen gebracht. Die Deutschen verlangten zunächst Freiwillige. meldete sich, die Deutschen schickten zwangsweise die Ungarn hinein. Die Hälfte von ihnen starb. Die genaue Ziffer derjenigen, die diesen einen Tag in die Gaskammer kamen, kann ich nicht angeben."( 21) ,, So also brachte es ein deutscher Architekt fertig, die Pläne eines zu diesem Verbrechen bestimmten Gebäudes zu entwerfen, deutsche Gelehrte brachten es fertig, diese Idee auszuhecken und ihre Ausführung zu verfolgen. Deutsche beobachteten durch das eigens hierzu angebrachte Guckloch den Todeskampf der Männer und der Frauen, die sie auf diese Weise ermordeten." ( 65) volls hind Sund zust war ihne stor Ges trag Opf üc vor Jed Ve übe ebe soll ich daf in ein ged Kn Sie Sie de die ha * * ,, Der Block 41 diente medizinischen Experimenten und Vivisektionen. In einem der speziell dazu eingerichteten Räume diente ein mit schräg liegenden Rillen zum besseren Blutablauf versehener Operationstisch aus Fayence Vivisektions- Operationen, die drei bekannte deutsche Professoren vor ihren Schülern ausführten. Die Versuche umfaßten jedesmal 100 Opfer. Die Opfer waren gewöhnlich polnische Juden. Sie wurden von Struthof auf Verlangen des mit den Versuchen betrauten Arztes geschickt und hatten keinerlei Kontakt mit den Häftlingen. Man suchte zweimal je 20 Menschen aus, deren Beinmuskeln bloẞgelegt wurden und man behandelte sie mit einem Medikament.( X) Nach Abnahme des Verbandes sah man eine Fistel erscheinen. Ein SS- Arzt aus Berlin war eigens gekommen, um sie zu untersuchen. Diese Opfer wurden willkürlich aus einer Gruppe von Kranken ausgesucht, die sich nach einer Operation in Rekonvaleszenz befanden."( 65) Ich Ve tig - 74 en. Man e Impfe hatten fen. Ich um sah. en. Von e Kranarb nach it durfte Autopsie ssen, die Interesse enn man war ebenund erhen Verer bauen, re dieser ter. Die skammer n vergast m 13. AuFähr 1668 of vergasden in die Niemand nen starb. nicht anrechen beszuhecken ngebrachte mordeten." ( 65) Rillen zum , die drei he Juden. chickt und d man be. eine Fistel iese Opfer peration in " ,, Ich kenne einen von ihnen, der von seiner ersten Operation erzählte; die zweite glückte vollständig, denn er starb daran...( man brachte ihn sicherlich um, um ihn am Erzählen zu verhindern)."( 80) ,, Man fand, in den Archiven den Bericht eines Arztes, der sich einmal über den schlechten Gesundheitszustand der ihm gesandten Leute beschwerte und 90 neue Opfer in gutem Gesundheitszustand für geplante Versuche anforderte."( 65) ,, Im Block 17 wurden 200 Kinder zu Sterilisationsversuchen verwandt."( 117) ,, Es gab in Auschwitz ebenfalls einen Block, der speziell für medizinische Versuche reserviert war, die man an Frauen machte, die unter den gesündesten ausgesucht wurden. Man nahm ihnen die Eierstöcke usw. heraus, ohne Narkose und ohne Anästhesie."( 103) ..Die Versuchskaninchen sind Polinnen. Es sind alles politische Gefangene. Manche sind gestorben, andere wurden erschossen, es blieben von ihnen etwa 60 am Leben."( 122) ,, In Ravensbrück fanden tatsächlich im Lazarett Versuche an Polinnen statt; man wählte die Gesündesten aus, um Versuche mit Knochenübertragungen zu machen. Sie entnahmen zu übertragende Knochenstücke, deren sie sich für ihre im Heer befindlichen Soldaten bedienten."( 41) ,, Man tätigte Entnahmen von Blut, der Gebärmutter, des Rückenmarkes und man ließ dann die Opfer sterben."( 117) ,, Einmal sahen wir Polinnen mit entsetzlichen Narben an den Beinen aus dem Krankenhaus zu1ückkommen. Man hatte an ihnen Vivisektionsversuche( Aufpfropfung von Knochen und Muskeln) vorgenommen, die von eigens hierzu aus Berlin gekommenen Chirurgen gemacht worden waren. Jeden Tag konnten wir ähnliche Versuche feststellen."( 45) ,, Ich habe ebenfalls eine sehr genaue Untersuchung über jene Polinnen gemacht, die wir die Versuchskaninchen' nannten; diese Frauen waren alle zum Tod verurteilt; sie hatten zu Versuchen über Wundbrand gedient, für welchen die deutschen Ärzte Seren suchten, und man machte ihnen ebenfalls Entnahmen von Knochenstücken zu anderweitiger Aufpfropfung. Diese Knochenstücke sollten speziellen Untersuchungen für die Frontsoldaten dienen. Von diesen Personen selbst, die ich gesehen habe und an denen ich die furchtbaren Muskelverletzungen feststellen konnte, weiß ich, daß die Operation unter folgenden Umständen ausgeführt wurde: sie wurden in brutaler Weise in den Bunker( Gefängnis) gebracht und am Operationstisch festgeschnallt; man nahm ihnen nicht einmal den Schuh des zu operierenden Beines ab."( 67) ,, Ich sah in Ravensbrück Frauen, die den Deutschen als Versuchsobjekte für ihre Experimente gedient hatten. Einigen hatte man das Rückenmark herausgenommen, anderen das Mark der Beine und der Knochen, anderen den Genitalapparat."( 120) ,, Als im letzten Jahr die letzten Versuchsopfer geholt wurden, um zur Operation zu gehen und sie sich widersetzten, brachte man sie in den Bunker und operierte sie auf der Stelle. Man anästhesierte sie, aber sie wurden nicht gewaschen und man legte sie in ihren schmutzigen Uniformen auf den Operationstisch. Nach der Operation blieben sie wochenlang dort, gepflegt von einer von ihnen, die nicht Krankenpflegerin war und zweifellos keinerlei Erfahrungen bezüglich der nötigen Pflege hatte, wenn sie auch natürlich ihr Möglichstes tat, um ihnen aus besten Kräften zu helfen."( 122) ,, Einmal wurden 50 kräftige polnische Frauen für Versuche zur Nervenchirurgie ausgewählt. Ich sah, wie sie von diesen Torturen mit herausgenommenem Kreuz- Triceps zurückkamen. Viele sind daran gestorben; die Ärzte nahmen ebenfalls Ausschneidungen an den Brüsten vor."( 26) ,, Nachdem an jeder mehrere Versuche gemacht worden waren, schickte man sie direkt zur Vergasung."( 103) ,, Damit keinerlei Spuren dieser Operationen blieben, wurden alle Körper der Opfer sorgfältig verbrannt."( 65) 75 Verschiedene Hinrichtungen ich wa genen stimmt ablauf bis übe An man st Leiche plotli am un Brust Es wa in den komm Ich batte ,, Während der Jahre 1942 und 43 gab es fast täglich Hinrichtungen. Diese erfolgten gewöhnlich durch Erhängen für die aus dem Osten stammenden Häftlinge und durch Erschießen für die übrigen( Norweger, Holländer, Belgier, Franzosen). Wenn im übrigen ein Häftling seinem Wächter miẞfiel, übergab ihm dieser am Abend einen Strick und forderte ihn auf, sich mit demselben zu erhängen, um zu vermeiden mit einer Kugel in den Nacken in einem eigens hierzu gebauten Zementkeller erschossen zu werden."( 65) ,, Die Lagerordnung sah eine Prämie für den Mörder für jede Exekution vor: 2 Deziliter Branntwein, drei Zigaretten und 50 Gramm Wurst."( 156) ,, So wurde auch in der Nacht vom 1. zum 2. September 1944 das Los von 300 Internierten besiegelt( Revolverkugel in den Nacken und Erhängen), ihre Körper wurden in einen Keller geworfen, wo ein Blutsee rasch die Höhe von 20 cm erreichte. Da sie nicht eingetragen wurde, können wir die genaue Ziffer nicht angeben. Unserer Kenntnis nach handelte es sich um eine Gruppe von Partisanen aus der Umgebung."( 25) ., Manche Todeskandidaten wurden zum Verbrennungsofen gebracht, aufgehängt oder verbrannt. Es gab durchschnittlich zwei bis fünf pro Tag( die Internierten, die beim Verbrennungsofen arbeiteten, müssen es bezeugen können)."( 38) ,, Diejenigen, welche verrückt oder krank wurden, brachte man in die Waschräume. Sie blieben dort zwei bis drei Tage ohne Schuhe. Die SS- Leute nahmen ihnen ihre noch warmen Kleider; sie blieben in Hemd und Unterhose und wurden zu den Verbrennungsöfen transportiert."( 98) ,, Um dasselbe Los zu erleiden, wurden gleichfalls freie Fremdarbeiter in ihrer Zivilkleidung, die von draußen kamen, zum Verbrennungsofen gebracht; sie mußten eine Nacht im Kerker verbringen, um zwischen 16 und 17 Uhr gehenkt zu werden. Die Erhängung wurde durch Internierte auf einen Befehl der SS- Leute, gemeiner Verbrecher, ausgeführt."( 38) ,, Es gab einen konkreten Fall der Hinrichtung von Franzosen, Kanadiern und Engländern, die mit Fallschirmen abgesprungen waren, im Juli, dann im Oktober 1944. Das erstemal 11 Opfer, das zweitemal 17 oder 18. Vier konnten dem Tod entgehen infolge des Zusammenwirkens politischer französischer und deutscher antifaschistischer Häftlinge."( 70) ,, Im August 1940 wurden 1100 Polen ins Lager gebracht. Am ersten Tag wurden elf im Steinbruch erschossen. Nach fünf Monaten lebten von ihnen nur noch 300."( 56) ,, Manchmal hieß es:, Es sind zuviel Juden da. 100 Mann mußten in der Nacht umgebracht werden. Ein SS- Mann besorgte das, indem er sie erdrosselte oder ihnen einen Stockschlag auf den Nacken gab."( 34) ,, Ich sah, wie SS- Leute Leichen aus einer benachbarten Baracke zogen. Die Leichen waren nackt und die SS- Leute schleiften sie an den Füßen, um sie auf einen Haufen zu werfen. Ich zählte mehr als 80 Leichen. Die SS hatte am Vortag in einer Lagerbaracke lediglich eine der üblichen, Säuberungen' vorgenommen, die darin bestanden, mit Eisenstangen die Insassen einer ganzen Baracke zu töten."( 51) ,, Eines Tages wählte der Blockführer auf gut Glück zehn Krankenwärter aus( ich gehörte dazu) und schickte uns in großer Hast nach dem Block 11. Wir kamen in dem Hof dieses Blockes an und - 76- polnis Ich sch Muske chen, und G Greise zehn satani stürzt Yon 1 und 0 zulau den v war, So eir die L unter von H holt, an, m beide daß niede ging lich nur Lage Wied 11 unse Glüc allen Duty fesse folgten gevi ng seinem Vi h mit demel hier gelo vor: 2 Deal Internierten men Keller g wurde, ki eine Gruppe thingt oder Verbrea ume Sie men Kleider i tiert"( 90) im Kerker durch Internic nd Englinders i mal 11 Oplei wirkens politi den elf in S Nacht umgehe Stockschlag The Leichen lediglich eine die Insassen ich gebiete d ses Backes at ich war über das sich mir bietende Schauspiel entsetzt. Es lag da wie ein Haufen frisch geschlagenen Holzes ein Leichenhaufen von mehr als zwei Meter Höhe. Diese Leichen waren in bestimmter Art übereinander geschichtet, so daß das Blut in die das Gebäude umsäumenden Rillen ablaufen sollte; aber das Blut konnte nicht ablaufen und hatte einen See gebildet; es ging uns beis über die Knöchel. An einem anderen Tag kam ein großes Auto an, es konnte nicht in den Hof hereinfahren, man stellte es so, daß sein hinteres Ende uns zugewandt war und wir mußten die Leichen den Leichenträgern reichen, die sie ins Auto warfen. Während ich die ersten Leichen trug, schrie plötzlich ein auf einem Tisch sitzender Kapo: Das Herz ist heruntergefallen.' Ich wandte mich um und bemerkte, daß die Leiche, die ich zog, die eines schönen jungen Mädchens war, dem die Brust in der Mitte aufgeschnitten worden war, und daß das Herz tatsächlich herausgefallen war. Es war das erstemal, das ich ein menschliches Herz sah; ich hob es auf und warf es mit der Leiche in den Wagen. Ich ging eine neue Leiche zu holen: diese hatte eine Kugel in den Nacken bekommen; das war übrigens der Fall bei den meisten Leichen, deren Blut noch rann. Ich holte eine andere Leiche, diejenige eines jungen Mädchens. Ich erkannte sie, denn ich hatte sie am gleichen Tag, an dem sie ein SS- Mann zum Bunker führte, gesehen. Es war ein junges P olnisches Mädchen mit leichtem und heiterem Schritt, sie ahnte nicht das Los, das sie erwartete. Ich schleifte sie am Bein, um sie zum Auto zu tragen, aber ich wich entsetzt zurück, denn alle Muskeln des Schenkels waren bis zum Knochen weggeschnitten... Das Auto enthielt 624 Leidhen, es kam zweimal zurück."( 90) ,, Ah, wenn der Lastwagen des Roten Kreuzes sprechen könnte, welche unglaublichen Szenen. und Gespräche könnte er berichten. Er diente dem Transport der Kranken, der Kinder, der Greise, der schwangeren Frauen, die man angeblich ins Krankenhaus brachte, aber die neun von zehn Malen direkt in die Gräben geworfen oder von dem Mörder erschossen wurden, der mit satanischer Wildheit auf sie einschoß."( 57) ,, Rings um das Lager war ein großer Graben, in den die SS- Leute die Kranken und Greise stürzten. Andere bei dem Graben befindliche SS- Leute schossen sie nieder."( 21) ,, Eines Tages mußten wir uns ausziehen. Wir waren vollkommen nackt bei einer Temperatur von 10 Grad unter Null. Gegen 6 Uhr abends wurden wir, immer noch nackt, zwischen die Küche und die äußere Lagermauer geführt. Wir warteten. Gegen 9 Uhr abends begannen Gerüchte umzulaufen. Es schien, daß die SS eine gewisse Zahl von Leichen brauchte. Um 11 Uhr abends wurden wir versammelt und in Anwesenheit eines Offiziers, der Adjutant des Lagerkommandanten. war, zu den Duschen geführt. Der Offizier machte einige Scherze mit seinem Revolver und tötete 80 einige, die es gerade traf. Dann gingen wir in den Duschenraum, der durch die SS- Leute und die Lagerpolizei bewacht wurde. Sie öffneten die Duschen und wir blieben eine halbe Stunde unter dem eisigen Wasser. Wir verließen sie unter heftigen Knüppelschlägen, eine gewisse Zahl von Kameraden war schon unter der Dusche gestorben. Diese Prozedur wurde dreimal wiederholt, um 11 Uhr abends und um 3 und 4 Uhr morgens. Um 7 Uhr morgens kamen die SS- Leute am, mit Knüppeln bewaffnet; die Überlebenden( wir waren etwa 200) mußten im Zickzack die beiden Mauern( Küchenmauer und äußere Lagermauer) entlanglaufen. Das Spiel bestand darin, daß wir von einer Mauer zur anderen laufen mußten. Dabei schlugen sie uns mit den Knüppeln nieder. Diese Parade dauerte bis 8 Uhr morgens. Sie bemerkten dann, daß es nicht schnell genug ging und sie holten Beile. Es gelang mir, den Schlägen zu entgehen. Gegen 8 Uhr morgens endlich stellten sie das Morden ein, wir hatten dreihundertvierzig Kameraden verloren und waren nur noch zu sechzig."( 49) ,, Am Todestag von Ernst vom Rath wurden jedes Jahr etwa 20 Juden aus den verschiedenen Lagerblöcken geholt und ohne weitere Formalität exekutiert."( 105) ,, Die Deutschen nahmen Exekutionen und Erhängungen vor, sobald sie sahen, daß die Juden wieder etwas Mut faßten."( 100) ,, Ein SS- Mann, der betrunken, aber völlig ruhig war, zwang uns, vor ihm vorbeizuziehen, unsere Kopfbedeckung abzunehmen, um ihn zu grüßen, und tötete mit seinem Revolver auf gut Glück und nach seinem Belieben."( 39) ,, Außer diesen täglichen Ereignissen war ich zwei Tage lang Zeuge entsetzlicher Dinge. Zu allen Tagesstunden kam in voller Geschwindigkeit aus dem Lager von Schirmeck ein mit einem Dutzend Gefangener beladener Lastwagen. Diese Leute hatten die Hände auf dem Rücken gefesselt. Der Lastwagen hielt hinter dem Saal des Krematoriums. Wir hörten die Revolverschüsse, -77 die Leichen wurden ins Krematorium geschoben, der 12 Meter hohe Kamin glühte und war so überhitzt, daß man in der Nacht sieben Meter hohe Flammen über dem Dach sah. Nach den erhaltenen Informationen und der Zahl der von dem Wagen ausgeführten Fahrten scheinen 360 Menschen in drei Tagen verbrannt worden zu sein. Dies schuf eine Terrorpsychose im Lager, vor allem infolge des schrecklichen Geruches, der aus dem überhitzten Verbrennungsofen kam."( 88) ,, Der Chef dieser Abteilung war ein Sadist. Er sagte selbst, daß er sich nicht zu Tisch setzen könne, wenn er nicht seine vier oder fünf Opfer umgebracht habe."( 68) * * * ar ter un ge sch ab ,, Bei den politischen Gefangenen und den ins Lager gebrachten Partisanen verwendeten die Deutschen die Methode der Kugel in den Nacken. Vom Fenster der Sanitätsstation im zweiten Stock des Blockes 21 konnte man sehen, was in dem Verbindungshof zwischen Block 11 und 10 geschah. Ich arbeitete eben in dieser Station des Blockes 21. Wir konnten da in aller Ruhe durch die Öffnungen, in der das Fenster verhüllenden Decke zuschauen und der Exekution folgen, die in folgender Weise ausgeführt wurde: zwei zum Tod Verurteilte wurden nackt von einem angestellten Häftling gehalten, der sie im Laufschritt an den Armen zur schwarzen Mauer hinzog. Dort schoß sie ein SS- Mann mit einer lautlosen Feuerwaffe in den Nacken."( 86) 99 , Unsere Rolle beschränkte sich darauf, die Leichen fortzuschaffen und das Blut wegzuwaschen."( 82) ,, Der Platz wurde zur Exekution neuer Opfer hergerichtet. Sobald eine ganze Gruppe liquidiert war, behielt man die Leichen im„ Quartier 28" bis zum Abend. Bei der Dämmerung wurden alle Leichen einschließlich derjenigen der anderen im Laufe des Tages gestorbenen Gefangenen auf einen großen Wagen geworfen und in die Verbrennungsöfen gebracht."( 104) ,, Ich sah so mit eigenen Augen 20 Leichen und darunter vier Frauen vorbeikommen. Es waren alles Polen. Wir haben die Leichen in einem mit Zelttuch überspannten Karren durch das Lager gefahren, um sie zum Verbrennungsofen zu bringen."( 82) 99 , Wir sind auch vor den so getöteten Russen vorbeigezogen. Einmal ließ man uns sogar vor einem Russen vorbeiziehen, der mit dem Revolver niedergeschossen, aber noch nicht tot war. Er starb erst drei Wochen nachher im Lazarett."( 66) Sp an au $ 1 u SO d V d SO 1 ,.Eine aus Kattowitz kommende Kommission, die, Sondergericht' genannt wurde, tagte im Block 11. Nach ihrer Abfahrt fand die Exekution der Opfer statt. r Im September 1942 sah ich, wie drei Wagen mit so getöteten Gefangenen, 240 an der Zahl, beladen wurden. Bei anderen Gelegenheiten gab es Serien von 50 bis 100. Ich sah diese Exekutionen sich von meiner Ankunft in der Sanitätsstation am 24. Juli 1942 bis Januar 1945 wiederholen, und zwar einmal pro Woche oder zweimal pro Monat."( 86) ,, Oft wurden drei oder vier SS- Leute als Ärzte angezogen und gaben sich so den Anschein einer Ärzte- Kommission. Die Russen wurden herbeigeführt, sie mußten sich ausziehen, dann untersuchte man sie, man maß sie schließlich und stieß sie unter eine mit einem Auslöser verbundene Meßvorrichtung. Das Gleitholz löste beim Fallen den Schuß aus und der Mann wurde durch eine Kugel in den Nacken getötet. Man zog die Leiche weg und brachte den Nächsten. So liquidierte man 50 bis 100 Menschen, die dann einer nach dem anderen in einen Saal kamen, dessen Mauern und Boden mit Blut befleckt waren."( 70) n S a H * * ,, Ich sah auch von den Fenstern meines Kommandos aus die Erschieẞung von einem Dutzend polnischer Partisanen und die uns bewachenden SS- Frauen verboten uns, über das Gesehene zu sprechen."( 61) ,, Im August 1940 kamen 1100 neue Polen an. Vom ersten Tag an wurden sie im Steinbruch niedergeschossen. Nach fünf Monaten lebten von ihnen nur noch 300."( 105) - 78 - nd war so en Fahrten orpsychose brennungs Cisch setzen ndeten die en, was in Station des den Decke i zum Tod ritt an den lut wegzu we liquidiert wurden alle ngenen auf ommen. Es rren durch s sogar vor tot war. Er le, tagte im n der Zahl Juli 1942 bis 86) en Anschein iehen, dann em Auslöser Mann wurde Nächsten. So Saal kamen nem Dutzend Gesehene zu n Steinbrud ,, Das ist auch der Fall 40 russischer politischer Kommissare, die man vom Steinbruch, wo sie arbeiteten, zurückkommen ließ; sie gingen frisch eingekleidet zur Dusche und wurden 20 Minuten nachher mit Maschinengewehren erschossen."( 57) ,, Ein Schießstand befand sich am Lagerausgang. Die Kriegsgefangenen durchquerten das Lager und wurden zu dem Stand geführt. Einige Zeit nachher hörte man das Knattern der Maschinengewehre. Niemals sah man die russischen Kriegsgefangenen wieder."( 107) ,, In einem anderen Lager fand, bevor man die Verbrennungsöfen in Tätigkeit setzte, das Erschießen im Birkenwald statt und die Leichen wurden in dem langen Graben verbrannt. Später aber fanden die Exekutionen in der großen Halle eines der Krematorien statt, das hierzu eine Spezialeinrichtung erhalten hatte."( 104) ,, Von einer Gruppe von mehr als 2000 russischen Kriegsgefangenen blieben nur 80 Menschen am Leben, die übrigen wurden erschossen und ein kleiner Teil auch zu Tode gemartert. Im Winter 1942 brachten die Deutschen so nahezu 5000 russische Kriegsgefangene um; in Lastautos transportierte man sie aus den Baracken in die Gräben des früheren Steinbruchs, wo man sie erschoẞ. 1943 brachte man 200 Sowjetoffiziere ins Lager, darunter zwei Obersten, vier Majore, die übrigen hatten Hauptmanns- und Oberleutnantsgrad. Alle Offiziere wurden im Lager erschossen. Im Jahre 1942 erschoß man massenweise Gefangene und Zivilisten, die von draußen hereingebracht wurden. Einmal brachten die SS- Leute in 88 Lastwagen Menschen verschiedener Nationalität und verschiedenen Alters an, Männer, Frauen und Kinder. Im Wald von Krempetz angekommen, wurden sie abgeladen. Man nahm ihnen Kleider und Wertgegenstände und erschoß sie dann vor den vorher ausgehobenen Gräben. Die Massenerschießungen im Wald von Krempetz wurden im Lauf des Jahres 1942 systematisch wiederholt. Im Frühling 1942 brachte man ins Lager gleichzeitig 6 600 Menschen, die in zwei Tagen erschossen wurden. Am 3. November 1943 wurden 18 000 erschossen, darunter 8 400 Lagerinsassen und 10 000 aus der Stadt und den anderen Lagern gebrachte Menschen. Drei Tage vor diesem Massenmorden hatte man auf dem Lagergelände hinter dem Krematorium große Gräben ausgehoben. Es gab Tage, erklärt der Augenzeuge N. dieser Massenermordung der polnischen Bevölkerung, wo 200 bis 300 Personen oder auch noch mehr erschossen wurden. Der russische Kriegsgefangene Kneunikow war Zeuge der Exekution von 40 Frauen mit kleinen Kindern im Juli 1943 im ersten Lager. Am frühen Morgen wurden die Leichen der Erschossenen zur Verbrennung ins Krematorium gebracht. Die Zeugin Krassovskaja hat der polnisch- russischen Kommission die Erschießung von 300 aus Griechenland gebrachten Frauen im April 1943 berichtet."( III) ,, Ein seichter und lehmiger Kanal durchquert das Lager. Man führt an einem kalten Dezember- oder Januartag eine Gruppe Israeliten hin. Sie sind völlig nackt, Frauen und Kinder, Erwachsene und Greise. Die Verurteilten treten in das eisige Wasser, es geht ihnen nur bis zur Hüfte. Die am Rand versammelten SS- Leute schauen sie an und zwingen sie, zu tanzen, Sprünge zu machen und im Chor zu singen. Sie singen ein speziell komponiertes Lied: ,, Wir sind verfluchte Juden, die die Welt ruinieren." So springen und tanzen die Israeliten lange Zeit, manchmal mehr als zwei Stunden, während ihre Körper in den Lehm einsinken, aber manchmal ändert der Blockführer das Schauspiel. Bevor die Opfer versunken sind, läßt er einen anderen Trupp Israeliten kommen, um die Sterbenden aufzufischen und aus dem Lehm zu ziehen. Die Neuankömmlinge müssen die Sterbenden auf ihre Schultern laden. Sie glauben, ihre Glaubensgenossen gerettet zu haben. So beladen dürfen sie sich auch wirklich vom Kanal entfernen. Aber statt zu den Baracken zurückzukehren, läßt man die Leichen zu einem Verbrennungsofen hinbringen. Die Lebenden müssen in die Gruben springen, mit den Toten und Sterbenden auf den Schultern. Dieses Schauspiel dauert so lange, als es den Blockführer und die anderen SS- Leute amüsiert."( 104) 79- „Eine Menschenherde wurde von uns zum Schlachthaus geführt. Die SS sagten, es seien Juden und Schurken und forderten uns auf, auf sie mit den Gewehrkolben einzuschlagen. Wenige von uns gehorchten diesem Befehl, denn selbst die grausamsten sahen, daß diese Herde von Frauen und Greisen ungefährlich war. Hinter der Kaserne, in Richtung von Zutowice, war ein großes sandiges Gelände mit Hügeln. Sie machten durch Sprengung der Hügelabhänge ein großes Loch und das Morden begann: man stellte die Leute in Reihen zu zehn auf, ein Feldwebel der SA teilte die Hinrichtungen aus, er schrieb die Namen ein oder tat so, als ob er sie ein schriebe, und sagte ihnen, daß sie die Todes- strafe für Sabotage verdient hätten. Alle wurden ausgezogen, Männer und Frauen, dann wurden sie in das Loch vor dem Hügel geführt. Einige schwere Maschinengewehre wurden vor ihnen auf- 3 gestellt, einige Salven und die Menschen brachen zusammen. Dann kamen die Nächsten an die Reihe und als das Gelände durch die Körper und Verwundeten zu sehr angefüllt war, brachten sie eine Kartusche mit Dynamit in dem Hügel an, den sie sprengten, so daß Tote und Sterbende be- graben wurden. Dann geht das Metzgern auf diesem neuen Hügel weiter, bis niemand mehr da war. Ich wurde als Wache am Rand des Geländes aufgestellt; noch heute habe ich in den Ohren die Schreie dieser Unglücklichen, dieser jungen Frauen mit ihren Kindern auf den Armen und dieser jungen lebensvollen Mädchen, die von diesen vom Blut berauschten Bestien ermordet wurden, deren Augen unter dem Einfluß des Wodka aus den Höhlen traten, der sie ihre Verbrechen vergessen ließ”.(5) * ik* „Es gibt in diesem Lager einen Saal von 40 Fuß Länge und 20 Fuß Breite, wo man die Men schen erdrosselte. Dem Verurteilten wurde nicht einmal die Schlinge gegönnt, die ihm den Nacken gebrochen hätte. Er wurde mit einem Metallkabel aufgehängt und erdrosselt. Wenn er nach 20 Minuten noch lebte, wurde er mit einem Schlegel erschlagen.”(56) „Unter den Verbrennungsöfen war ein großer Saal, der als Leichenlager diente; er konnte 500 Leichen aufnehmen. Er diente ebenfalls als Erhängungsraum. Ringsum an den Wänden waren 52 Haken, an welchen man die Opfer aufhängte. Diese Einrichtung war völlig primitiv und die Häftlinge starben nicht durch Erdrosselung, sondern durch Erstickung. Die Hinrichtungen wurden durch zwei Häftlinge vorgenommen, die gemeine deutsche Verbrecher waren, den Kapo und Chauffeur des Verbrennungsofens, in Anwesenheit mehrerer SS-Leute, die zur Feststellung des Todes stets anwesend sein mußten.£ Die Häftlinge, die im Leichensaal des Krematoriums starben, wußten, warum sie starben, denn ihr Verhalten hatte ihrem Leben und ihrem Tod einen Sinn gegeben. So sah ich einen russischen Soldaten sterben, der seine militärische Pflicht erfüllt hatte. Ein Franzose rief ihm zu: ‚Vive la France‘, ein Engländer: ‚Hoch die Freiheit‘, ‚Hoch das unsterbliche England‘, ein Russe: ‚Hoch das Sowjet-Vaterland’.”(90) „Schließlich ein perfektionierter Saal. Die fraglichen zum Tode Verurteilten wurden sofort zu einer kleinen Türe der Hinterhofmauer an einen Ort geführt, der direkt an die rechte Ecke der Vorderseite des Verbrennungsgebäudes anstieß. Diese Türe öffnete sich nach innen, bis sie einen elektrischen Kontakt(eine Vorrichtung um Türen festzuhalten) in Aktion setzte, der sie parallel zu der Wand des Gebäudes festhielt und so einen Gang von etwa 1,20 Meter Breite und 0,90 Meter Höhe schuf. Am anderen Ende befand sich eine Öffnung von 1,20 Meter zu 1,20 Meter, direkt auf dem Boden, obere Öffnung eines Beton- schachtes von 3,90 Meter Tiefe, dessen Grund die Fortsegung des Betonbodens des am äußersten Ende des Souterrains gelegenen Zimmers war. Die verurteilten Gefangenen wurden in den Schacht gestoßen und zerschellten in 4 Meter Tiefe auf dem Betonboden des Kellers. Dieses Zimmer war das Zimmer für die Erdrosselung. Sobald sie den Boden nach ihrem Fall erreichten, wurden sie von den SS-Wächtern mit einer kurzen Schlinge mit zwei Enden geknebelt, dann wurden sie an Haken längs der nebenan befindlichen Wand etwa 1,95 Meter über dem Boden aufgehängt. Die Zahl der Haken war 45; wenn eine Ladung von Gefangenen ganz gehängt war, so wurden die, die noch versuchten sich zu wehren, mit einem Holzschlegel erschlagen.(Der Schlegel und die Schlinge werden durch den Krankenhauschef aufbewahrt). Die Leichen blieben an den Haken, bis 0 en Juden nige von Frauen Hügeln. nn: man maus, er e Todesn wurden hnen aufen an die achten sie bende be ar. en Ohren rmen und ermordet erbrechen die Men gebrochen Minuten er konnte den waren v und die en wurden Kapo und ellung des rben, denn russischen zu:, Vive sse: Hoch sofort zu e Ecke der htung um ielt und so befand sich ines Betonäußersten en in den ers. Dieses erreichten, belt, dann Hem Boden so wurden gel und die Haken, bis die Verbrennungsmannschaft sie abholte. Ein elektrischer Aufzug, dessen Fassungsvermögen auf 18 Leichen geschätzt wird, ging zur Verbrennungskammer, die sich direkt über der Erdrosselungskammer befand. Das tägliche Kontingent von 200 Leichen wurde von den 120 Gefangenen gestellt, die im Lazarett, im Gebäude der ärztlichen Versuche und im Kleinen Lager' starben, und durch die 60 bis 80 von der Erdrosselungskammer gelieferten Leichen."( 106) ,, Der Galgen war für uns ein vertrauter Anblick geworden, so häufig wurde er benutzt. Man wurde gehängt wegen eines unvorsichtigen Wortes, wegen einer Nachlässigkeit bei der Arbeit, die als Sabotageakt betrachtet wurde, oder wegen einer Ansammlung zu mehreren, was als Verschwörung angesehen wurde, wegen Wegnahme eines Brotes im allgemeinen Magazin, usw. Aus dem Hinrichtungsakt machten die SS- Leute ein Fest."( 31) ,, Die Verurteilten wurden vor den SS- Leuten gehängt, in Anwesenheit des Bürgermeisters des Dorfes, der Gendarmerie und allen Kameraden des Kommandos, die von den SS- Leuten mit Maschinenpistolen überwacht wurden."( 105) ,, Man hörte die Lagermusik den Ruhm des Reiches feiern, wenn das letzte Opfer einer Serie von 30 hingerichtet wurde. Im Tunnel gab man der Prozedur einen besonders spektakulären Charakter: 20' Verurteilte wurden am Hals an eine Aufzugmaschine festgebunden, ein Druck auf den Knopf und die 20 Opfer hoben sich gleichzeitig in die Höhe, hoch über den Boden, unter den Augen aller versammelten Arbeiter des Tunnels. Gleich nachher mußte jeder Arbeiter vor seinen gehängten Kameraden vorbeigehen und durfte, wenn er nicht eine Reihe von Stockprügeln bekommen wollte, die Augen nicht abwenden."( 31) ,, Drei Tage vor meiner Ankunft ließen SS- Leute einen jungen Polen durch einen Gefangenen, einen deutschen gemeinen Verbrecher, hängen. Er wurde öffentlich gehängt. Man stieß ihn, aber der Strick war zu lang, die Füße berührten die Erde. Niemand rührte sich, um ihm zu helfen. Die Hinrichtung wurde wiederholt, bis der Tod eintrat."( 21) ,, Als Repressalie für unbekannte außerhalb des Lagers vorgekommene Ereignisse wählte man wieder Polen aus, um sie vor aller Augen zu hängen. Einmal hängte man gleichzeitig 21."( 105) ,, Ich wohnte ebenfalls dem Erhängen von sechs Häftlingen bei, alles Kommunisten( vier Deutsche und zwei Polen), die im Moment des Erhängens Widerstand leisteten. Einer stieß mit dem Fuß einen gewissen K., SS- Rapportführer, den Schrecklichsten des Lagers. Im Moment des Hängens riefen sie: ,, Nieder Hitlerdeutschland, Hoch Sowjetrußland, Nieder mit der SS- Barbarei, Es lebe Polen!"( 86) ,, Im August 1944 wurden englische Fallschirmabspringer ins Lager eingeliefert. Die Methoden waren die gleichen, sie wurden bei ihrer Ankunft aufgerufen, eine Nacht lang in den Kerker gesteckt und am nächsten Tag in den Verbrennungsofen gebracht, wo sie gehängt wurden. Die Paraschutisten waren englischer, amerikanischer und französischer Staatsangehörigkeit. Der Kapo, der für die Internierten verantwortlich war, muß die genaue Ziffer angeben können."( 38) ,, 34 andere englische und kanadische Flieger wurden Anfang September 1944 gehängt."( 105) ,, Eines Tages kamen im Lager 37 englische und französische Mitglieder des Intelligence Service an, sie wurden dem Block 7 zugeteilt. Man schickte sie nicht zur Arbeit. Wir wußten nicht, welches Los ihnen bestimmt war, bis zu dem Tag, wo 16 von ihnen an die Türen gerufen wurden; sie kamen nicht zurück, und ich erfuhr am Abend, daß sie alle gehängt worden waren. Ich verlangte Beweise und mein Freund vom Krematorium brachte mir Notizhefte, und verschiedene ihnen gehörende Papiere. Jetzt wußten wir über das Los, das die anderen erwartete, Bescheid. Ich versuchte, diese 21 Menschen zu retten, aber in einem Konzentrationslager war die Sache nicht einfach. Nachdem ich mit meinem Kameraden J. R. aus Amsterdam Kontakt genommen hatte, beschlossen wir, uns eine SS- Uniform zu beschaffen, und sie aus dem Lager zu führen, wie wenn sie befreit worden wären. Ich hatte schon die zum Herausgehen aus dem Lager erforderlichen grünen Blätter und es fehlte mir nur noch ein Stempel der politischen Abteilung, den ein Kamerad daraufsetzen sollte. J. H. hatte sich eine SS- Uniform beschaffen können. Unglücklicherweise erfuhren wir eines Abends, daß 17 dieser Häftlinge für den nächsten Morgen um 6 Uhr an die Tore bestellt waren. Es blieb uns nichts mehr übrig, als diese tapferen Burschen zum Tod vorzubereiten, was durch J. R. und B. geschah und hinsichtlich der geistlichen Hilfe durch einen französischen Priester. Sie wurden alle erschossen und bevor sie starben, ließen sie noch ihr Vaterland und - 816 ’ die Freiheit leben. Es blieben noch vier Häftlinge dieser Gruppe, zwei Engländer und zwei Fran- zosen, zu retten. Alle vier erhielten eine leichte Impfung mit exanthematischem Typhus und wur- den sofort in die Typhusstation des Blockes 46 aufgenommen. i; Nach einer Woche starben in diesem Block 46 vier Franzosen, die als Versuchsobjekte ge dient hatten. Wir tauschten die Namen und Matrikelnummern und legten so den Angehörigen des I. S. die Identität der vier gestorbenen I’ranzosen bei. Meine Aufgabe dabei war es, die Lei@ “ chen in das nächste Krematoxium zu schaffen, bevor die Todeserklärung dem SS-Arzt übergeben wurde; denn ich durfte die Leichen nur gegen Spezialzeugnis dieses Arztes ins Krematorium ein- liefern. Alles ging sehr gut und die vier letzten Gefangenen wurden gerettet.”(90) 3 „Im Gefängnis gab es alle Tage Hängungen; sieben Galgen waren dort aufgestellt, sie arbei- teten ganz oder teilweise fast täglich. Man holte die Leute z.B. in einem Kommando und hängte sie auf, man riß sie von der Arbeit weg um sie hinzurichten. Man gab niemals irgendeinen Grund für diese Hinrichtungen an, die ganz im Geheimen ausgeführt und fast verborgen gehal- ten wurden. Ich möchte Ihnen als Beispiel einen Zimmermann anführen, den man mitten aus seiner Arbeit im August 1944 wegholte und der mit 36 anderen Häftlingen gehenkt wurde. Gegen das Ende meines Aufenthaltes, etwa im Februar 1945, wurden 60 Holländer gehenkt, ‘die kürzlich von Holland gebracht worden waren und der Widerstandsbewegung angehört hatten. Man wußte nichts Genaues über ihren Fall. Ich war in diesem Moment als Krankenwärter be- schäftigt und wurde geholt, um sechs dieser Holländer abzuhängen. Man brachte sie in Gruppen= zu je sieben alle 20 Minuten. Wenn der Tod festgestellt war, wurde eine neue Gruppe hin. gerichtet. E Einer meiner Kameraden, der im Gefängnis gewesen war, erzählte mir, daß er von seinem E Gefängnis aus alle Tage Erhängungen hörte. Anfangs wurden die Erhängungen durch den Lagerältesten, selbst ein Häftling, gemacht, des- sen Namen ich nicht kannte. Dieser Lagerälteste(ein politischer Häftling) wurde im Laufe des Winters(da er in die SS kam) durch einen anderen Lagerältesten ersetzt, der diskreter war. Er wußte drei Blockälteste zu finden, die freiwillige Henker wurden.”(73) S ** rue „Diese ganze Töterei war verwaltungsmäßig durch eine genaue Regelung organisiert; alle’ E ihre Einzelheiten wurden aus den Lagerarchiven bekannt. Alle Ergebnisse dieser Prozeduren wurden in genauer Buchführung vermerkt. Regelmäßige Berichte wurden darüber der vorge. setzten Behörde erstattet.; Tatsächlich schickte der Lagerkommandant seinen Vorgesegten jede Woche auf vorgedruckten Formularen, deren Modell aufgefunden wurde, eine zahlenmäßige Aufstellung der Toten der Woche, eingeteilt in fünf Kategorien, die an Krankheit Gestorbenen, die Erschossenen, die im Hinrichtungsweg Gehängten, die durch Selbstmord(mit einem ihnen hierzu übergebenen Strick) Erhängten, die Selbstmörder.”(65) e: „Die Liste der ermordeten Lagergefangenen vergrößerte sich unaufhörlich durch russische Kriegsgefangene, durch verschiedene aus den besegten europäischen Ländern angebrachte Bevöl- kerungsgruppen, durch Bevölkerungsgruppen, die von der Gestapo in den Straßen mitgenommen wurden, auf den Bahnhöfen, in ihren Wohnungen, bei Razzien und den von den Nazis systema- tisch in Polen und anderen europäischen Ländern vorgenommenen Haussuchungen, und endlich durch die aus den von der Gestapo in Polen und den verschiedenen Städten‘Westeuropas ein- gerichteten Ghettos eingelieferten Juden. Unter den Gefangenen waren zahlreiche Frauen, Kinder und Greise. Manchmal bildeten die Häftlinge ganze Familien. Man fand unter ihnen Kinder jeden Alters bis zu den Allerkleinsten.” i(III) Ein deutscher Häftling namens Karr war von den SS-Leuten damit beauftragt, tödliche Ein- sprigungen zu machen. Im Prinzip sollte er die, Unheilbaren einsprigen. Tatsächlich wählte er jeden Morgen diejenigen aus, die ihm nicht ihre Pakete gaben, die jungen Burschen, die sich nicht zu seinen lasterhaften Vergnügungen hergaben, und andere einfach nach Zufall. Er bestimmte sie beim Morgenappell und sie erhielten die Einsprigung erst am Abend, damit sie so den ganzen Tag auf den Tod warten und über ihr Los nachdenken mußten.”(63)> „Ich selbst sah einen Chefchirurgen des Krankenhauses, der gemurrt hatte, und der durch eine Herzeinsprigung mit Phenol getötet wurde. NO wei Fran und wurjekte geehörigen die Lei -- bergeben rium einsie arbei nd hängte endeinen en gehal. itten aus t wurde. gehenkt, rt hatten. ärter beGruppen appe hin on seinem macht, desLaufe des reter war. siert; alle rozeduren er vorge gedruckten Toten der n, die im men Strick) russische hte Bevöl genommen systema nd endlich ropas ein Fildeten die kleinsten." ( III) dliche Ein. wählte er e sich nicht stimmte sie Hen ganzen durch eine Die jungen Arier, meist junge Russen, die mit ihren Eltern als Partisanen in Rußland gefangen worden waren, dann junge Polen, die mit ihren Eltern ins Lager gebracht wurden: politische Häftlinge oder Partisanen, wurden in drei Gruppen zu je 50 oder 60 geteilt und in den Hof des Blockes 20 geführt; dort mußten sie sich ausziehen mit der Begründung, daß sie ärztlich untersucht und geduscht würden. Je zu zweien wurden diese Kinder in das Laboratorium dieses Blockes geführt, wo sie eine Herzeinspritzung mit Phenol bekamen."( 86) ,, Ich sah hier Frauen ankommen, von denen mindestens zwei Engländerinnen waren. Die beiden anderen waren sicherlich Französinnen. Die SS- Leute brachten sie in den Bunker und ermordeten sie in der Nacht mit Einspritzungen, nachdem sie sie entkleidet hatten."( 21) ,, Auf diese Weise wurde man auch unnütze Mäuler los."( 86) uns ,, Ich sah zusammen mit einer Kameradin, Madame B., einer Belgierin aus Ostende, sich folgende Szene abspielen: Der SS- Arzt fragte vor uns Fräulein B., eine junge 21jährige belgische Journalistin, nach dem Grund ihrer Anwesenheit im Lager; sie antwortete, daß mehrere Boches ihr den Tod verdankten; daraufhin sagte ihr der SS, ins Lazarett zu gehen und befahl vor den anwesenden Krankenwärterinnen, sie zu beseitigen. Am gleichen Tag erhielt B. ein Medikament, eine braune Flüssigkeit, zu trinken, worauf sie einige Stunden nachher starb."( 92) ,, Zwölf Leute wurden im Laufe der letzten Wochen in das Zellengebäude gebracht, wo sie ihre Hinrichtung erwarteten. Ich tröstete sie immer, indem ich ihnen sagte, daß die Naziherrschaft jetzt zu Ende ginge und daß die Nazis nicht mehr Zeit hätten, sie zu töten. Aber es ging nicht so. Am 25. April gab es große Veränderungen, man legte sie zu je zweien in getrennte Zellen; gleichzeitig war der Kaffeekrug verschwunden. Ich suchte ihn, fand ihn aber nicht. Ich nahm daher einen anderen Krug. Aber als ich in die Zelle der Arbeiter des Verbrennungsofens kam, drückte mir die Inspektorin Nowes den verschwundenen Krug in die Hand und befahl mir, ihnen den Kaffee zu bringen. Im Moment ahnte ich nichts und goß den Gefangenen den Kaffee ein. Dann fiel es mir plötzlich ein, daß der Kaffee vergiftet sein könnte. Die Inspektorin ließ mich kommen, nahm mir den Krug aus den Händen und goß den Gefangenen selbst den Kaffee ein. Um 10 Uhr holte man die Leichen, wir mußten verschwinden. Alles war merkwürdig ruhig. Wir wußten nichts und begannen wieder zu arbeiten. Mittags wollte der SS- Soldat bei der Essenverteilung helfen. Er ließ auf sich warten und holte mich dann, um den Essentopf zu tragen. Er ging direkt in die Zelle 47, wo diese Leute waren und sagte mir: Verteilen Sie ihnen das Essen.' Ich verstand klar, daß die Leute bemerkt hatten, daß der Kaffee vergiftet war, nichts getrunken hatten und daß auch im Mittagessen Gift war. Der SS- Mann sah mich verblüfft und wütend an. Er fragte mich, was ich wüßte. Er ging weg, ich auch. Er kam später zurück und verteilte selbst das Essen. Zwei Leute hatten nichts bemerkt und hatten gegessen. Am Abend waren sie tot. Am Abend verteilte wieder ich das Essen. Ich schaute in die worteten alle, ja', wenn ich es ihnen verteilte. sie ja doch umbringen würde. Ich war selbst sehr sagte, daß das Ende der Nazis schon gekommen daure, daß ich mir nicht die Namen dieser elf es Polen und Deutsche. Zelle 47 und fragte, ob sie essen wollten. Sie antSie waren sehr aufgeregt und meinten, daß man aufgeregt und beruhigte sie, indem ich ihnen sei und daß ich für sie zeugen würde. Ich beLeute geben ließ; nach ihrer Sprechweise waren Am nächsten Morgen erfuhren wir, was wir gefürchtet hatten. Die Zelle war leer, alle waren weg. Nur Spuren bewiesen, daß sie niedergemacht worden waren. Es lag ein Hammer auf dem Tisch, ein Blutfleck, den man mit schwarzer Erde hatte verdecken wollen, ebenso war der Schuppen voll von Blutflecken sowie auch die Wände. Alles war also gekommen, wie die Arbeiter am Verbrennungsofen es gefürchtet hatten. Sie wurden ermordet, damit es nicht lebende Zeugen der Greueltaten dieser Herren geben sollte."( 31) ,, Es ist richtig, daß tätowierte Häftlinge ermordet und ihre Haut gegerbt wurde. Ich selbst sah 200, die im Moment unserer Befreiung vor dem Abtransport standen, um die Frische der Tätowierung zu bewahren, zog man den Menschen sofort nach ihrer Hinrichtung die Haut ab, solange die Leichen noch nicht kalt geworden waren."( 47) ,, Es ist die Frau eines der SS- Offiziere, die diese Mode lancierte: jeder tätowierte Gefangene wurde zu ihr gebracht; wenn sie die Tätowierung nach ihrem Geschmack fand, wurde der Gefangene getötet und ihm die Haut abgezogen. Die Haut wurde gegerbt und zu ,, Ek83 6* innerungsgegenständen"( Lampenschirme, Wandbezüge, Bucheinbände usw.) verarbeitet. Es wurden offensichtlich 40 Beispiele dieser künstlerischen Produkte durch den Oberleutnant Walter F. Emmos gefunden. Und wir selbst sahen sechs solcher Beispiele im Generalstab des Lagers, darunter einen Lampenschirm."( 106) * * ,, In der Zeit von Mai 1941 bis Februar 1943 wurde das Lager dreimal von je 8000 Leuten besetzt; in der gleichen Zeit sind 21 000 gestorben oder ermordet worden. Im Januar 1943 betrug die tägliche Totenziffer durchschnittlich 100."( 112) ,, 21 200 holländische Juden wurden ins Lager eingeliefert, dann nach Gusen bei Mauthausen gebracht, wo sie bis zum letzten Mann liquidiert wurden."( 105) ,, Eine gewisse Zahl von Priestern wurde lebend bis zum Hals eingegraben, während die SSLeute ihnen den Schädel mit Steinen zertrümmerten, schwere Schubkarren über ihre Köpfe fuhren und die Häftlinge unter Todesstrafe zwangen, ihrem Beispiel zu folgen."( 40) ,, Die Sterblichkeit in den Lagern betrug im Februar und März 1943 ungefähr 500 bis 600 Menschen pro Tag auf 10 000 bis 12 000 Deportierte. An einem Tag gab es nur zwölf Tote; ein SSMann bemerkte:, so wenige'. In diesen Ziffern wurden die, Vergasungen' von Leuten, die im Lager zu diesem Zweck numeriert waren, nicht mitgezählt."( 34) ,, Ich möchte jenen furchtbaren Tag, den nichts aus meinem Gedächtnis auslöschen kann, nicht mit Stillschweigen übergehen. Während der vier diesem Datum vorausgehenden Tage wurden die Juden des Konzentrationslagers dazu verwandt, Tag und Nacht Gräben bei dem Verbrennungsofen auszuheben, angeblich für eine Luftabwehrbatterie. Leider sollten diese Gräben ihr Grab werden. An jenem Tag wurden die Bewachungsposten verdreifacht. Das Feld V. sowie das Lazarett wurden geräumt. Alle Juden, Männer, Frauen und Kinder, sowie auch die Halbjuden wurden zwischen zwei Reihen von Polizisten auf das Feld V. geführt. Ich war gerade beim Feld V. und sie mußten vor uns vorbeiziehen. Den ganzen Tag zogen sie im Laufschritt vorbei. Diejenigen, welche nicht folgen konnten, wurden auf der Stelle von den Polizisten niedergemacht. Man brachte die Juden von überall her, vom Gefängnis, von Lublin, von Pulawn, von Cholm, von Zamese, usw. Auf dem Feld V. angekommen, mußten die unglücklichen Juden sich ausziehen und wurden dann zu den Gräben gebracht. Sie mußten sich nebeneinander in die Gräben legen. Dann schossen sie der Sicherheitsdienst( S.D.) und die Gestapo mit ihren Maschinenpistolen nieder. Andere muẞten sich auf die Toten drauflegen und so weiter, bis der Graben voll war. Ebenso geschah es in einem anderen Graben. Um das Krachen der Maschinenwaffen zu übertönen, verbreiteten mächtige Lautsprecher eine betäubende Musik. Achtzehntausend( 18 000) Juden fanden an jenem Tag den Tod."( 60) ,, Die Deutschen nannten diese Erschießung, Sonderbehandlung. Und unter diesem Titel wurde ein Bericht nach Berlin gesandt. In diesem Bericht hieß es wörtlich:, Der Unterschied zwischen der Zahl der Internierten vom Morgen und derjenigen des Abends beruht auf der Sonderausrottung von 18 000 Personen"."( III) und paga ten Men der lich Ver Güt Spe dies ode hat zu Rau gele SS. wu kne wu - - 84- Le 49 zu 19 W lic he sta fa . Es wur Walter F. rs, darupLeuten beauthausen nd die SS. pfe fuhren Rückwirkung auf die Häftlinge s 600 Mente; ein SS. en, die im kann, nicht wurden die brennungs m ihr Grab azarett wur en zwischen sie mußten welche nicht edie Juden W. und wurden ann schossen Andere muß eschah es in ten mächtige mem Tag den Titel wurde ied zwischen onderausrot Revolte Flucht- Selbstmord - ,, Niemals eine Revolte. Die Demoralisierung war derartig, daß man dem Nachbarn mißtraute, und wir waren nicht zahlreich genug, um das allein zų versuchen."( 23) ,, Je größer das Elend war, desto mehr verstärkte sich die Uneinigkeit unter den Häftlingen." ( 10) ,, Die schmutzigen Kleider, die Schläge, die Kollektivstrafen, die primitive, aber wirksame Propaganda, die mit Schlagworten die einen gegen die anderen aufhetzte, die in den Blöcken vermischten Nationalitäten, die annähernde Unmöglichkeit sich zu waschen( acht Waschschüsseln für 500 Menschen), der dauernde Wechsel der Blöcke oder der Arbeitsplätze, um die Anknüpfung tröstender Freundschaften zu verhindern, alles das wirkte zusammen, um den in einer elenden feindlichen Umwelt sich selbst überlassenen Menschen zu demoralisieren und zu erniedrigen, und der Verzweiflung preiszugeben."( 63) - ,, Die sporadischen Versuche von Revolten und Massenentweichungen beim Ausladen aus den Güterwagen bei ihrer Ankunft wurden blutig unterdrückt. Das für die Transporte reservierte Spezialbahngleis war von Scheinwerfern und Maschinengewehren umgeben. Einmal hatten. diese Unglücklichen einen kleinen Erfolg zu verzeichnen. Das geschah wahrscheinlich im September oder im Oktober 1943 nach der Ankunft eines Frauentransportes. Die sie begleitenden SS- Leute hatten ihnen befohlen sich auszuziehen, und sie waren drauf und dran, in die Gaskammer gebracht zu werden. Dieser Moment wurde stets von den Wächtern, denen sich eine gute Gelegenheit zum Raub bot, ausgenützt, und die Ringe und Uhren wurden den Frauen von den Fingern und Handgelenken gerissen. Bei der dadurch entstehenden Verwirrung gelang es einmal einer Frau, dem SS- Gruppenführer Schillinger seine Pistole zu entreißen und dreimal auf ihn zu schießen. Er wurde schwer verletzt und starb am nächsten Tag. Das war für die anderen das Signal, die Henkersknechte und ihre Helfer anzugreifen. Einem SS- Mann wurde die Nase abgerissen, ein anderer wurde skalpiert, aber leider gelang es keiner einzigen Frau zu entkommen."( 104) ,, Die SS- Leute begannen daraufhin eine richtige Füsillade. Am gleichen Abend kamen die SSLeute in heller Wut ins Lager und schossen auf gut Glück nach den Häftlingen. Es gab 13 Tote, 4 Schwerverwundete und 31 Leichtverwundete."( 86) ,, Es muß ebenfalls betont werden, daß die im Sonderkommando( dem den Verbrennungsöfen zugeteilten Kommando) arbeitenden Häftlinge zweimal einen Aufstand versuchten. Das erstemal 1942; die Mannschaft dieses Kommandos bestand aus etwa 200 Mann; sie hatten geplant, ihre Wachen umzubringen, sich ihrer Waffen zu bemächtigen und die Flucht zu versuchen. Unglücklicherweise wurden sie durch einen ihrer Kameraden denunziert und erschossen. Die dritte Erhebung fand im September 1944 im Moment massenweiser Transporte von Ungarn statt. Das Sonderkommando bestand damals aus 800 Menschen. Die Revolte sollte an einem Freitag stattfinden, bei der Abfahrt einer gewissen Zahl von Internierten. Waffen sollten am gleichen Tag ins Lager kommen; sie wurden von der polnischen Widerstandsbewegung geliefert. Unglücklicherweise wurde die für Freitag vorgesehene Abfahrt um zwei Tage vorverlegt und fand an einem Mittwoch statt. - 85- Waffenlos, beschlossen sie trotzdem, sich zu widersetzen und schlossen sich in den Verbrennungsöfen ein. Sie wurden fast alle vernichtet"( 29) ,, Es gab auch eine Art von Bund zwischen den Franzosen und den Antifaschisten aller Länder. Dank dieser Brüderlichkeit habe ich ausgehalten."( 23) ,, Die Wohnung der Gefangenen, wenn man diesen Ausdruck benützen kann, bedeckt im Inneren des Lagers eine Oberfläche von ungefähr 500 zu 300 Metern; sie ist von einer doppelten Reihe von etwa 3 Meter hohen Zementpfosten umgeben, die untereinander außen und innen durch ein Netz von Hochspannungsdrähten verbunden sind, die ihrerseits an den Pfosten durch Isolatoren befestigt sind."( 104) ,, Dieses elektrische System war nicht von Anfang an eingerichtet worden. Es existierten die gleichen Stacheldraht- Umzäunungen, aber ohne Strom. Die elektrische Anlage war auf Grund fol. genden Ereignisses eingerichtet worden: im Mai 1942 hatte eine Gruppe russischer Kriegsgefangener, die in den Wald von Krempets, unweit vom Lager, geschickt worden waren, um Erschossene zu begraben, sieben deutsche Bagnowächter mit Schaufeln getötet und waren entflohen. Zwei dieser Gefangenen wurden erwischt, die 15 übrigen konnten ihren Verfolgern entkommen. Daraufhin wurden die 130 noch im Lager lebenden Kriegsgefangenen( von 1000 im August 1941 gekommenen Gefangenen) in den Block der Häftlinge verbracht. Da sie wußten, daß sie in jedem Fall umkämen, beschlossen die russischen Kriegsgefangenen, mit Ausnahme von einigen Dutzenden von Leuten, auszubrechen. Eines Abends, Ende Juni, nahmen sie alle ihre Decken, legten sie zu je fünf über die Stacheldrähte, stiegen darüber wie über eine Brücke und entflohen. zu entkommen. Die Nacht war finster: vier von ihnen wurden getötet, den übrigen gelang es Nach dieser Flucht wurden die im Lager gebliebenen 50 Gefangenen sofort in den Hof geführt, auf die Erde geworfen, und mit Maschinenpistolen getötet. Damit begnügten sich die Deutschen nicht. Es bestand immerhin die Tatsache einer geglückten Flucht: sie elektrisierten die Stacheldrähte."( 110) 22 Eine Frau, die zu fliehen versuchte, blieb daran haften und kam um."( 43) ,, Zwischen den beiden Pfostenreihen, in Abständen von 150 Metern, befinden sich fünf hohe Wachtürme, die mit Maschinengewehren und Scheinwerfern versehen sind. Vorn am Innenkreis des Hochspannungsnetzes befindet sich eine Barriere aus Eisendraht normaler Art. Schon das Berühren dieser Schranke löst eine Kugelsalve von seiten der Wachtürme aus. Diese Anlage heißt, die kleine Kette' oder die Innenkette der Wachtposten'. Das Lager selbst besteht aus drei Reihen von Häusern. Zwischen der ersten und der zweiten Reihe befindet sich die Lagerstraße und zwischen der zweiten und der dritten Reihe erstreckte sich eine Mauer." ,, In einem Radius von ungefähr 2000 Metern ist der Lagerkomplex von einer zweiten Linie, welche, die große Kette'( oder Außenkette) der Wachtposten genannt wird und die ebenfalls in je 150 Meter Abstand voneinander Wachtürme enthält, eingefaßt. Zwischen den Innen- und Außenketten der Wachtposten befinden sich die Fabriken und anderen Werkstätten. Die Türme der Innenkette sind nur nachts besetzt, wenn der Hochspannungsstrom in die doppelte Drahtreihe geleitet wird. Den Tag über wird die Garnison der inneren Postenkette zurückgezogen und die Leute tun ihren Dienst in der Außenkette. Eine Flucht zwischen den Wachtposten hindurch ( und zahlreiche Versuche wurden gemacht), ist praktisch unmöglich. Es ist absolut unmöglich, nachts durch die innere Postenlinie durchzukommen und die Türme der Außenkette sind so nah beieinander( alle 150 Meter ein Turm, was jedem Turm einen Überwachungssektor von 75 Metern Durchmesser zuweist), daß absolut keine Rede davon sein kann, ohne bemerkt zu werden, an sie heranzukommen. Die Garnison der Außenkette wird in der Abenddämmerung zurückgezogen, aber erst, nachdem festgestellt worden ist, daß alle Gefangenen sich innerhalb der Innenkette befinden. Wenn der Appell ergibt, daß ein Gefangener fehlt, so geben die Sirenen sofort das Alarmsignal. Die Leute der Außenkette bleiben dann in Alarmbereitschaft in ihren Türmen, die Innenkette wird mit Wachen und Hunderten von SS- Leuten besetzt und die Polizeihunde beginnen eine systematische Jagd. Die Sirene alarmiert das ganze umgebende Land, so daß, wenn der Flüchtling wunderbarerweise durch die Außenkette durchgekommen ist, er fast sicher ist, von einer der zahlreichen Patrouillen der deutschen Polizei und der SS erwischt zu werden. Im übrigen ist der Flüchtling gehandicapt durch seinen kahlgeschorenen Kopf, seine gestreiften Gefangenenkleider, die darauf genähten Flecken und die Passivität der völlig verängstigten Bewohner. Wenn der Gefangene dann immer noch nicht erwischt worden ist, so bleibt die Garnison der äußeren Postenkette drei Tage und drei Nächte lang in Alarmbereitschaft."( 104) vor. ..T 22 W genen Man w gelang Lager alle I zu ma der La ten A ..E brach zwang hat( gebrac bin ic gerich E wurde trat. N Die S trat a ganze E den w der a ließ Die er dem D kleins noch dann Häftl dieser Umge Dorfe mach einem an se bieter zu ül gaber trotz alle - - 86- ennungsLänder. t im Inoppelten d innen en durch erten die rund fol. 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( 104) 99 Wenn es einen Ausbruch gab, so wurden die, die nicht geflohen waren, gestraft. Man zwang alle Internierten, Kranke, Alte oder Schwache, zu Gruppenübungen anzutreten, d. h. Laufschritt zu machen, auf dem Boden zu kriechen usw., und während dieser Übungen schlugen der Lagerchef, der Lagerführer und der Unterlagerführer sowie die unter den deutschen Häftlingen ausgewählten Aufseher mit Eisenstangen und Gummiknüppeln darauf los." ,, Ein 62jähriger Herzkranker im letzten Stadium, der nicht laufen konnte, bat um Gnade und brach auf dem Boden zusammen. Aber die Bestien wüteten auf ihn ein, schlugen ihn nieder und zwangen ihn, die Übungen fortzusetzen. Am nächsten Tage war er tot."( 4) ,, Wenn der Flüchtling tot aufgefunden wird, so wird seine Leiche, wo man sie auch gefunden hat( es ist leicht, die Leichen mittels der tätowierten Nummer zu identifizieren), ins Lager zurückgebracht und an die Eingangstüre gesetzt mit einem Schild in den Händen mit der Aufschrift, Da bin ich'. Wenn er lebend gefangen wird, wird er in Anwesenheit des ganzen Lagers hingerichtet." ( 104) 99 , Eines Tages entfloh ein Russe und wurde gefangen. Er wurde in unseren Hof geführt und wurde da vor unseren Augen in Anwesenheit der Wachmannschaft gemartert, bis der Tod eintrat. Man verbrannte ihm die Fußsohlen. Er fiel auf die Knie, man zwang ihn, wieder aufzustehen. Die SS schlugen mit ihren Gürteln; die Schläge zerbrachen ihm die Rückensäule und ein Auge trat aus seiner Höhle; der Unglückliche war vielleicht 30 Jahre alt. Sein Todeskampf dauerte die ganze Nacht. Man hörte ihn stöhnen."( 28) ,, Ein anderer russischer Häftling, der nach einem fruchtlosen Fluchtversuch gefangen worden war, wurde 300 Meter vom Lager kalt niedergeschossen." 990 .. Man ließ Hunde gegen zwei Polen los, die fliehen wollten. Der eine wurde getötet, der andere blieb am Leben, hatte aber infolge der Bisse sehr schwere Wunden. Der Lagerführer ließ den Überlebenden an den Toten festbinden und das ganze Lager vor ihnen vorbeiziehen. Die ersten Franzosen grüßten beim Vorbeiziehen vor der Leiche, was ihnen mehrere Schläge mit dem Ochsenziemer eintrug." ,, Der Verwundete blieb 48 Stunden lang an seinen toten Kameraden gefesselt, wobei er beim kleinsten Zeichen der Schwäche, Schläge mit dem Ochsenziemer erhielt. Die Verletzungen wurden noch schlimmer, er wurde, immer noch an den Toten gefesselt, ins Gefängnis gebracht, wo er dann unter entsetzlichen Umständen starb. Er war einem richtigen Fäulnishaufen vergleichbar." ( 16) ,, Eine meiner Kameradinnen erfuhr den Tod ihres Mannes, der mit fünf oder sechs anderen Häftlingen zu fliehen versucht hatte; sie wurden acht Tage lang nackt in den Schnee gestellt, aber dieser Kamerad starb nach Verlauf von sechs Tagen."( 85) ,, Ein russischer Häftling war geflohen. Unglücklicherweise wurde er auf einem Hof der Umgebung gefunden. Der Lagerkommandant kam dorthin; er ließ die ganze Bevölkerung des Dorfes sich versammeln, ließ dann den Russen herbeiführen und ihn völlig nackt ausziehen. Er machte sich dann daran, ihn selbst bis aufs Blut auszupeitschen. Schließlich tötete er ihn mit einem Revolverschuß in den Kopf. Nachdem er seinen Mord begangen hatte, ließ er die Leiche an sein Auto binden und schleifte sie bis zum Lager, um den Häftlingen dieses Schauspiel zu bieten."( 116) ,, Sechs Männern war es nachts gelungen, die Stacheldrähte zu erreichen und sie begannen sie zu übersteigen. Sie wurden durch die Scheinwerfer und Maschinengewehrposten entdeckt. Sie ergaben sich daraufhin. Inzwischen war der Wachtposten alarmiert worden, kam an und schoß sie trotz ihres Bittens und Flehens, ohne mit der Wimper zu zucken, auf der Stelle nieder. Wir haben alle diese Szene mit angesehen, welche die Scheinwerfer hell erleuchteten."( 50) - 87- ,, Im September 1944 wurde in Neckargerach ein französischer Leutnant namens B. wegen eines Fluchtversuchs gehängt. Eineinhalb Minuten nach der Hängung stellten die SS fest, daß B. noch lebte; er wurde mit Stockschlägen, die ihm den Schädel zerschmetterten, vollends umgebracht." ( 105) ,, Ich wohnte mehreren Erhängungen bei, welche die Folge von Fluchtversuchen waren."( 110) zu fliehen; ich ,, Im Oktober 1943 grub eine gewisse Zahl von Tschechen einen Tunnel, um glaube, daß einer von ihnen heute noch am Leben ist. Diese Tschechen wurden im Moment, wo sie ihren Plan ausführen wollten, festgenommen. An einem Samstagnachmittag versammelte man uns auf dem Zentralplatz des Lagers und wir hatten die Überraschung, dort eine gewisse Zahl der Länge nach aneinander gestellter Tische zu sehen, über denen x- förmige Gestelle aufgestellt waren; diese trugen Pfosten, an welchen 17 Schlingen angebracht waren. Dies war der Galgen, der für die Erhängung der Tschechen vorbereitet war, die man eigens von Auschwitz brachte. Sie mußten sich auf die Tische stellen, und den Kopf in die Schlingen stecken; das ganze Lager wohnte diesem Schauspiel bei und die Kapos und Deutschen und polnischen Blockführer wurden von den SS- Leuten damit beauftragt, die Tische umzulehnen. Die Hinrichtungsopfer waren äußerst mutig und starben, indem sie riefen: ,, Nieder mit dem Nazismus" und ,, Hoch die Freiheit."( 87) ,, Ich wohnte ebenfalls der Erhängung eines slowakischen Juden bei, der dreimal die Flucht versucht hatte; nach dem drittenmal wurde er gehängt, aber glücklicherweise für ihn zerriẞ der Strick. Der Häftling, der die Schlinge befestigt hatte, wurde wegen Sabotage festgenommen. Das ganze Lager erwartete die Begnadigung des Häftlings, aber um 9 Uhr abends kam ein gelber Wagen in den Block und fuhr den Verurteilten weg. 25 Stunden später stellten wir in der Schreibstube fest, daß sein Name nicht mehr auf der Versorgungsliste des Lagers stand."( 110) ,, Im September 1944 sah ich die Erhängung eines Russen, der zu fliehen versucht hatte. Diese Erhängung wurde in besonderer Weise ausgeführt: das Opfer mit der Schlinge um den Hals auf einem Schemel. Der SS- Mann, der das Ende des Strickes hielt, stieß den Schemel um und der Tod fand durch Erdrosseln statt, denn der Körper des Häftlings befand sich höchstens 10 Zentimeter über dem Boden. Der SS- Mann wußte übrigens wohl, daß der Tod in dieser Weise erfolgte, denn der sah auf seine Uhr und zwang uns( wir waren150) dieses Schauspiel eine Viertelstunde lang anzuschauen, unter Verbot, die Augen abzuwenden; wir waren gezwungen, die um sich schlagenden Beine, die sich verdrehenden Augen und die heraushängende Zunge zu betrachten."( 88) ,, Einmal wurden drei Internierte, die zu fliehen versucht hatten, festgenommen. Es war an einem Samstag. Am nächsten Morgen um 3 Uhr läutete man zum Appell. Vor allen im Hof versammelten Internierten errichtete man einen Galgen und hängte die drei Unglücklichen auf. Alle Internierten wurden gezwungen, dort den ganzen Vormittag des Sonntags bis zum Sonnenuntergang stramm zu stehen und die drei Gehängten anzuschauen. Wer umfiel oder sich aus der Reihe bewegte, wurde auf der Stelle erschossen."( 121) ,, Die Tatsache allein, es unterlassen zu haben, über das Unternehmen eines Gefangenen Angaben zu machen oder erst recht, ihm geholfen zu haben, wird mit dem Tode bestraft."( 104) 92 , Wegen eines Fluchtversuchs von drei Männern eines Kommandos wurden im Juli 1943 zwölf Ingenieure verschiedener Nationalitäten gehängt: Polen, Tschechen, Ungarn und vielleicht ein Holländer, aber ich glaube, daß kein Franzose dabei war."( 40) ,, An einem Sonntag, am 12. September, mußten wir von 6 Uhr morgens bis mittags im Hof strammstehen, weil es einem russischen Häftling trotz der Stacheldrähte, des elektrischen Stromes und der zwei Wachtpostenlinien gelungen war, aus dem Lager zu entkommen. Man erfuhr niemals, wie er das fertiggebracht hatte. Der Kamerad des entflohenen Häftlings wurde den ganzen Nachmittag an einen Pfosten gefesselt und am Abend erschossen. Angegebener Grund: er kannte die Fluchtabsichten seines Kameraden und gab sie nicht bekannt." ,, Der Blockführer wurde im Werkzeugmagazin erhängt aufgefunden. Er wurde auf Befehl gehängt, aber offiziell wurde folgende Version ausgegeben: Im Bewußtsein, dadurch seine Pflicht verletzt zu haben, daß er die Flucht eines Häftlings nicht verhindert hat, und um der dadurch verdienten Bestrafung zu entgehen, hat er sich ganz einfach erhängt.""( 60) „ Ei A schen ten sie I" tun un haben ..E rasche ..U sie sic M fen si ..D neren SS- Fr d vor umbra - 88 eines 3. noch Cacht." 105) ( 110) n; ich wo sie e man e Zahl gestellt Galgen, hte. Lager er wur waren e Freicht veriß der en. Das gelber Her Ver ,, Ein Fluchtversuch hatte häufig die Verurteilung der 16 Bettkameraden zur Folge."( 106) ,, Als ein Ingenieur, ein polnischer Internierter des Baubüros, entflohen war, wählten die Deutschen unter den mit ihm im gleichen Büro arbeitenden Kameraden zwölf Geiseln aus und hängten sie."( 110) ,, Ich war oft verzweifelt und wollte mich erhängen; mein Zellenkamerad riet mir, es nicht zu tun und nicht feige zu sein. Ich beherzigte diesen Rat und betrachte es als Wunder, überlebt zu haben."( 38) ,, Es ist natürlich, daß bei derartiger Behandlung es dem Menschen in den Sinn kommt, daß ein rascher Tod eine Erlösung ist. Deshalb waren die Selbstmordfälle so häufig."( 96) ,, Um ihren Leiden ein Ende zu machen, gaben sich zahlreiche Häftlinge selbst den Tod, indem sie sich gruppenweise in den 120 bis 200 Meter tiefen Steinbruch stürzten."( 112) ,, Manche wurden verrückt, als sie erfuhren, daß ihre Kinder verbrannt worden waren. Sie warfen sich auf die mit elektrischem Strom geladenen Stacheldrähte."( 18) ,, Die meisten Selbstmorde bestanden darin, daß man sich auf die Hochspannungsdrähte der inneren Einfassung stürzte."( 104) ,, Als einmal eine Internierte sich in die elektrisierten Stacheldrähte gestürzt hatte, um einer SS- Frau zu entgehen, die sie mit Schlägen überhäufte, ließ letztere die anderen internierten Frauen vor der Leiche vorbeiziehen und fragte:, Wer ist die Nächste?""( 48) ,, Durchschnittlich 50 Frauen starben pro Tag, sei es an Entbehrungen, sei es, daß sie sich selbst umbrachten, indem sie sich in die das Lager umgebenden elektrisierten Stacheldrähte stürzten." ( 113) e. Diese Hals auf der Tod ntimeter te, denn de lang schlagen88) Swar an Hof ver auf. Alle ntergang Reihe be nen An04) 43 zwölf tein Hol gs im Hof Stromes r niemals, zen Nach annte die Befehl ge ine Pflicht durch ver 89 - Ausrottung „ In weg, di oder A ten kon geschick Ebe einem H „ Die folgend rig und Kopf zu Eisensta neigte der Eis immer keinerle „ Die ,, Nach dem Besuch von Himmler, der am 17. Juli 1942 stattfand( ich sah ihn selbst im Lager von Auschwitz), wurde die Verwendung von Gas zur massenweisen Ausrottung beschlossen. Zu diesem Zweck waren spezielle Gasbaracken in der Form großer luftdichter Hallen gebaut worden; letztere waren mit Ventilationsklappen versehen, die man je nach Bedarf öffnen oder schließen konnte. Sie waren im Inneren wie Bäder eingerichtet, um die Opfer zu täuschen."( 104) ,, Vor der Erbauung fester Gaskammern gab es fahrbare Gaskammern; sie bestanden aus geschlossenen Lastwagen, in denen man zehn bis zwölf Personen vergaste. Man brachte eine Büchse , Zyklon' hinein und die Häftlinge erstickten in zehn bis zwölf Minuten. Die Gaskammern bestanden aus zwei Räumen; in einem zogen sich die Häftlinge aus und im zweiten wurden sie vergast."( 86) ,, Im Warteraum zogen sich die zur Vergasung bestimmten Ankömmlinge aus. Dieser Saal ist ein Bild der hitlerischen Heuchelei und Lüge. Er war luxuriös eingerichtet; Kleideraufhänger längs der Mauern, darüber numerierte Emailplatten mit folgender Aufschrift in verschiedenen Sprachen: , Wenn man seine Kleider beim Herauskommen wieder finden will, so soll man sich seine Nummer merken."( 57) ,, An den Wänden befanden sich Anschläge mit dem Wort, Desinfektion' in verschiedenen Sprachen und ein anderes Schild, Bad'. Beim Ausziehen im ersten Raum legten die Häftlinge ihre Kleider sorgfältig in Bündeln zusammen, um sie beim Herauskommen wieder zu finden. Ein Anschlag forderte sie ebenfalls auf, ein Handtuch und Seife zu nehmen; dann führte man sie in die Gaskammer."( 86) ,, Ein großer Raum stieß an den ersten; er war etwa 10 Meter lang, 6 oder 7 Meter breit und 5 oder 6 Meter hoch. Er war in seinem oberen Teil in der Mitte der Länge nach von zwei Röhren, die man als durchlöcherte Kamine bezeichnen kann, durchlaufen; ihre Öffnung befand sich außerhalb; durch sie drang das Gas ein, das sich im Raum aus den Löchern der Röhren verbreitete."( 82) ,, Das Gas, Zyklon' wurde von den Deutschen nach in Lublin gemachten Versuchen und nach einem in Auschwitz im Oktober 1941 vorgenommenen Versuch gewählt. Sie sperrten hierzu 800 russische Kriegsgefangene in den Keller des Blockes XI und vergasten sie am 25. Oktober 1941. Zwei Tage später wurden 600 Polen, unter denen sich sehr viele höhere Offiziere befanden, an der gleichen Stelle vergast. Dann wurden noch kleinere Versuche in der Halle des Krematoriums Nr. 1 selbst an Gruppen von 50 bis 100 Personen vorgenommen." ,, Ein durch das Rote Kreuz gekennzeichneter Sanitätswagen brachte das Gas in Eisenflaschen." ( 102) ,, Zur Einweihung des ersten Verbrennungsofens im März 1943 kamen hohe Besucher aus Berlin. Auf dem, Programm' war die Vergasung und Verbrennung von 8000 Juden aus Krakau. Die Besucher, Offiziere und Zivilisten, waren von den Resultaten höchst befriedigt und das in der Türe der Gaskammer angebrachte Spezialfenster wurde dauernd benützt. Die Besucher waren des Lobes über diese neue Einrichtung voll."( 104) ,, Die Methode der Ausrottung durch Gas wurde vor allem auf die aus Rassegründen Deportierten( Juden und Zigeuner) und auf gewisse politische Häftlinge angewandt."( 86) das, Ga ,, All Kranke ihr Ges Kranke deren H Bestimm Todesu dem Be ,, Im All „ Am Im jüdische ... 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Ebenfalls hingerichtet wurden andere Häftlinge, die zu anderen Transporten gehörten und mit einem besonderen Zeichen der Gestapo gekennzeichnet waren."( 90) ,, Die hauptsächlichste Ausrottungsmethode der Kranken und Erschöpften war vor dieser Zeit folgende: eine kleine Kammer war neben dem Krematorium angebracht; ihr Eingang war so niedrig und so eng, daß die Gefangenen, die durch diese Türe gehen mußten, gezwungen waren, den Kopf zu senken. Zwei SS- Leute standen auf beiden Seiten dieser Öffnung; jeder hatte eine große Eisenstange in der Hand. Wenn der Mann, der durch die Tür zu gehen versuchte, sich nach vorn neigte und mit gekrümmtem Rücken durchkam, verabreichten ihm die SS- Leute einen Schlag mit der Eisenstange auf die Kopfwirbel. Wenn einer von den beiden seinen Schlag verfehlte, so war immer noch der andere da. Wenn der Mann nicht sofort tot war, sondern bewußtlos, so hatte das keinerlei Bedeutung. Er wurde als tot betrachtet und in den Verbrennungsofen geschoben."( 110) ,, Die Deutschen richteten die Leute auch in einem speziell dazu eingerichteten Automobil hin, das, Gaswagen' genannt wurde."( 111) Auswahl im Lager ,, Alle 14 Tage kam der SS- Arzt, um das vorzunehmen, was wir eine, Auswahl' nannten. Die Kranken wurden durch die polnischen Saalführer nackt ausgezogen; sie mußten stehen, wie auch ihr Gesundheitszustand war, und sie warteten so stundenlang auf die Ankunft des Arztes, der die Kranken kaum ansah und einige Krankenblätter mitnahm. Zwei Tage später fuhren die Kranken, deren Blätter mitgenommen worden waren, nach einem uns in diesem Moment noch unbekannten Bestimmungsort weg; aber der Chefarzt befahl uns, andere Blätter auszufüllen und irgend eine Todesursache mit Datum anzugeben: Herr X. starb am..... an... die Todesursache war dem Belieben desjenigen, der das Blatt ausfüllte, überlassen."( 82) ,, Im Lazarett fand jede Woche oder alle zwei Wochen eine Auswahl statt."( 86) ,, Alle diejenigen, die typhuskrank oder typhusverdächtig waren, mußten sterben."( 34) ,, Am 16. August 1942 fand eine Auswahl von 863 Personen unter den Typhuskranken statt. Im April 1944 forderte eine andere Auswahl 6000 Opfer unter den mit Aussatz behafteten jüdischen Frauen."( 86) ,, Zahlreich sind die jungen Leute und die Kranken, die länger im Krankenhaus bleiben wollten, um sich völlig zu erholen, und die gerade deshalb umkamen. Ein Häftling war wegen eines Furunkels, also einer harmlosen Krankheit, ins Lazarett gekommen; er war noch dort, als die Kommission durchkam und wurde in die Gaskammer geschickt. Er glaubte, er käme in ein anderes Lager und sagte mir:, Doktor, wir werden uns in Paris wiedersehen.'' 66 ,, Ein Holländer kam vor den Arzt, und auf dem Krankenblatt war vermerkt, daß er normalerweise noch fünf Tage bleiben und dann die Arbeit wieder aufnehmen solle. Der Arzt erklärte, daß fünf Tage für seine Wiederherstellung nicht genügten und daß mindestens 15 Tage nötig seien, bevor er die Arbeit wieder aufnehmen könne. Nachdem einige Zeit hierüber diskutiert worden war, gab er mir den Befehl, 15 Tage zu vermerken. Am nächsten Tag erfuhr ich, daß alle diejenigen, die länger als fünf Tage bleiben sollten, in die Gaskammern kamen."( 36) 99 , Unter den kranken Frauen nahm man die mit Fieber."( 87) ,, Die kranken Israeliten und die schwerkranken Arier wurden nicht behandelt, sondern in die Gaskammer geschickt."( 61) ,, In Ravensbrück waren es die alten und kranken Frauen, die als erste das Los der Gaskammer erlitten. Die Prozedur fand eines Morgens in folgender Weise statt: Der Arzt kam, machte ein Kreuz bei Hunderten von Namen von Kranken und ging wieder weg. Einige Tage nachher holte ein schwarzer, von einem Zeltdach überspannter Lastwagen, der von' SS- Leuten geführt wurde, die so bezeichneten Frauen ab. Ohne ihnen die Zeit zu lassen, sich anzuziehen, brachte er sie in die verhängnisvolle Kammer. Dies wiederholte sich zahlreiche Male und der Schrecken begann im Lager zu herrschen."( 114) - 91- ,, Diejenigen, die eine schlechte Hautfarbe hatten oder sich in einem schlechten körperlichen Zustand befanden, wurden je nach der Laune des Lagerarztes zur Vergasung bestimmt. Man brachte sie ganz einfach ins Lazarett, von wo aus 40 bis 50 Prozent, evakuiert' wurden. Eine, Entlausung', die eine besonders hohe Zahl von Opfern forderte, fand im Juli 1942 statt. Im Lauf dieser, Säuberung wurden die Schwachen, die Typhuskranken oder die vormals Typhuskranken, die sich noch in der Abwartezeit befanden, alle ohne Ausnahme zur Vergasung geschickt. Man betrachtete diese Methode als die radikalste."( 104) ,, Die, Muselmänner' sind diejenigen unter uns, die einen derartigen Grad yon Abmagerung erreicht hatten, daß ihre Arbeit verständlicherweise nicht mehr als produktiv gelten konnte."( 3) ,, Für die Männer und für die kleinen Jungen fand diese Auswahl in den Blöcken statt. Die Auswahl der Frauen erfolgte häufig( außer für die im Lazarett befindlichen) im Freien, weil es viel erniedrigender für die Frauen oder jungen Mädchen war, ganz nackt stundenlang den Blicken aller ausgesetzt zu sein, auch den Blicken der Männer, die in den Lagern der Frauen arbeiteten. Bei der Ankündigung der Auswahl wurde der Befehl gegeben, alle internierten Frauen völlig nackt zwischen den Blöcken zu versammeln. Sobald sie sich versammelt hatten, gingen die Unglücklichen in Reihen zu vieren unter der Führung der Blockwa auf den großen bei den Küchen gelegenen Platz. Da begann die Prozedur der Auswahl vor dem Chefarzt, der manchmal vom Lagerkommandanten begleitet war; aber oft war er allein. Die unglücklichen Frauen zitterten vor Kälte und vor Angst und zogen in Entfernung von sechs Schritten vor ihm vorbei. Bei diesem Vorbeizug entschied der Henker über ihr Leben; mit ausgestrecktem Arm und geschlossener Faust wandte er den Daumen nach rechts oder nach links. Diejenigen, die nach links gehen mußten, waren zur Vergasung und Verbrennung bestimmt, die der rechten Seite durften in ihre Blöcke zurückgehen."( 57) ,, Man kam gleichfalls außerhalb der Arbeitsstunden in die Blöcke der arbeitenden Frauen und man ließ die Internierten vorbeiziehen; oder man machte das auch am Morgen beim Appell."( 41) ,, Die Auswahl erfolgte ohne jede Rücksicht auf Alter oder Konstitution; robuste oder schwache, junge oder alte Frauen, hübsche oder solche mit durch Sorgen, Kummer oder Angst faltig gewordenen Gesichtern es wurde keinerlei Unterschied gemacht."( 57) ..Die Auswahl erfolgte nach dem Alter, der Haarfarbe oder geschwollenen Beinen, oder danach, ob die Frauen fähig waren zu laufen oder nicht."( 41) ,, Ein Unglücklicher, der nicht gefiel, sei es, daß seine Kleider schmutzig waren oder aus irgend welchen anderen derartigen Gründen, war zur Ausrottung verurteilt, selbst wenn er kräftig und völlig gesund war."( 94) Wenn niemand anderes mehr zur Vergasung da war, so wählte man die Opfer unter den jüdischen Frauen des Lagers. 99 In dieser Musterverwaltung zählte allein die Ziffer. So kam es vor, daß ein heute für die Ver gasung des nächsten Tages bestimmter Kranker im Lazarett während der 24 Stunden starb, die ihn von der Hinrichtung trennten; da die Statistiken sonst nicht mehr zu stimmen drohten, wurde dennoch auch sein Körper in die Gaskammer geschickt, so daß er bei der Einlieferung ins Krematorium, wo eine letzte Abzählung stattfand, mit dabei war."( 102) ,, Ich versuchte zahlreiche Frauen dadurch zu verstecken, daß ich sie aus dem Fenster springen ließ, ihre Nummern änderte, sie unter den Strohsäcken verbarg und ihre Fiebertabellen fälschte." ( 32) ,, Ich erlebte schreckliche Szenen der Verzweiflung. Was gab es da an Schreien, an Weinen, an Klagen, an Selbstmordversuchen, an jeder Art von Gebeten. Niemals werde ich diese Unglücklichen vergessen können, die mit Entsetzen ihrem Todesurteil beiwohnten."( 57) ,, Die jüdischen Festtage, der jüdische Neujahrstag und der jüdische Versöhnungstag waren Gelegenheiten für die Auswahl von ungarischen Juden, die ins Krematorium geschickt wurden."( 82) ,, 2000 Menschen glaubten, nach Amerika zu fahren, und statt nach Amerika zu fahren, brachte man sie zur Vergasung."( 34) „ E ledige schwer natürl die Ga fühlte ihre N ..D wurde U einem Verga De waren an di erstic auszie ihrem gesch E Sie h Bad'. 99 Laun werd ten; Zug beim Reih Grup 22 aben weld vom schie sam 19 ware Fra und hine den ihre und - 92 ichen Zunbrachte lausung', r.Säube sich noch cete diese erung er. att. ( 3) Freien, lang den rauen aren völlig e Unglück en gelege Lagerkom Kälte und Vorbeizug st wandte waren zur e zurück. rauen und pell."( 41) buste oder oder Angst , oder da aus irgend räftig und er den jüdi für die Ver arb, die ihn wurde den rematorium cer springen en fälschte." ( 32) Weinen, an Todesurteil g waren Ge wurden."( 82) ren, brachte ,, Es gab auch noch ein anderes Mittel, sich der in Quarantäne befindlichen Häftlinge zu entledigen; es bestand darin, daß man nach denen fragte, die von ihnen sich zu schwach für eine schwere Arbeit fühlten und in das Kommando des, Hühnerhofes' kommen wollten. Viele ließen sich natürlich dafür einschreiben, aber statt sie in das fragliche Kommando einzustellen, wurden sie in die Gaskammern geschickt."( 90) ,, Man fragte z. B. die alten Frauen etwas einfältigen Geistes, ob sie sich krank oder schwach fühlten, weil man ihnen dann Milch geben würde. Wenn sie bejahend antworteten, schrieb man ihre Nummer auf die schwarze Liste und die armen Törichten gingen in den Tod."( 122) ,, Durchschnittlich wählte man 1000 Personen pro Woche aus. Wenn der Block überfüllt war, wurde die Evakuierung in die Gaskammern beschleunigt."( 34) ,, Und während er über Leben und Tod von Hunderten oder Tausenden von Menschen mit einem Zeichen der Hand entschied, pfiff oder summte der Arzt Opernmelodien vor sich hin."( 57) ,, Um die Kinder auszuwählen, maß man sie und die Kinder wurden je nach ihrer Größe zur Vergasung geschickt. Der Arzt entschied mittels eines Metermaẞes; diejenigen, die über einen Meter groß waren, waren gerettet und die anderen kamen in die Gaskammer."( 34) 53 ,, Der Lagerarzt, ein SS- Untersturmführer, erzählte mir am Abend des 21. Oktober 1943, daß an diesem Tag in der Gaskammer mit dem Präparat, Zyklon' 300 drei bis zehn Jahre alte Kinder erstickt wurden."( 111) ,, Es gab sogar ein Kommando junger Mädchen, die die zur Vergasung bestimmten Kinder ausziehen mußten. Man nannte dieses Kommando, Die Weißen Kleider'. Es erübrigt sich von ihrem seelischen Zustand zu sprechen. Wenn sie sich widersetzten, wurden sie selbst zur Vergasung geschickt. Durch Terror zwang man die Menschen, ihre eigenen Kameraden zu verbrennen."( 103) ,, Die Vernichtung der Zigeunerkinder begann im April 1943. Eines Tages fragte der Chefarzt des Lagers den Lagerkommandanten:, Wieviel Kinder haben Sie hier?"-, 4000', wurde ihm geantwortet. Sie haben 2000 zu viel. Schicken Sie die anderen, ins Bad'. Am nächsten Morgen wurde die Hälfte von ihnen vergast."( 94) - - ,, Die Art des Transportes an den Hinrichtungsort war häufig verschieden: sie hing von der Laune des Henkers ab. Wenn er bestimmte, daß diese unglücklichen Frauen sofort transportiert werden sollten, so kamen Lastautos, in welchen sie dicht zusammengepfercht Platz nehmen mußẞten; stehend, zu 80 und sogar 100 pro Auto. Wenn es bei Beginn der Nacht war, so bildete sich der Zug und sie wurden zu Fuß zum Krematorium geschickt, umgeben von zahlreichen SS- Leuten, die auch wenn sie in den äußeren beim geringsten Fluchtversuch zu einem Blutbad bereit waren; Reihen nicht gut ausgerichtet waren, wurden sie sofort niedergemacht. Sie zogen manchmal in Gruppen von 2000 bis 3000 oder auch mehr ab."( 57) ,, Manchmal, wenn der Tag der Hinrichtung gekommen war, schloß man alle Blöcke( das geschah abends); man versammelte alle Kranken und sie warteten auf die Ankunft der Lastwagen, auf welche sie geladen wurden, um ins Krematorium gefahren zu werden, wo sie, ungefähr 400 Meter vom Krankenhaus entfernt, die Gaskammern fanden."( 34) ,, 1942 verfuhren die Kommissionen ganz anders. Gleich nachdem die Häftlinge vor ihnen erschienen waren, erwartete sie ein Wagen, der sie zum Verbrennungsofen brachte."( 12) ,, Die Ausgewählten mußten in Lastwagen steigen, wobei die toten mit den gesunden Frauen zusammengelegt wurden."( 41) ,, Die SS zwangen die Leute mit der Maschinenpistole in der Hand zum Einsteigen. Die Juden waren sehr tapfer; sie beschimpften die SS und prophezeiten ihnen einen gleichartigen Tod:, Eure Frauen und Kinder werden so wie wir krepieren."( 34) ,, Ich war Zeuge der Abfahrt zur Vergasung von Frauen, die wußten, daß sie verurteilt waren und die, nur mit einem Hemd bekleidet, ihre Nummer auf dem Arm vermerkt, in die Lastwagen hineingepfercht wurden."( 32) ,, Die Art und Weise, in der die zur Vergasung Verurteilten ihrer Bestimmung zugeführt wurden, war außerordentlich brutal und unmenschlich. Die schweren chirurgischen Fälle, die noch ihre Verbände trugen, sowie eine Prozession erschöpfter und schrecklich ausgemergelter Kranker und sogar die auf dem Wege der Heilung befindlichen Rekonvaleszenten wurden auf die Last- - 93- wagen geladen. Sie waren nackt und das Schauspiel war absolut entsetzlich. Die Lastwagen standen am Eingang des Quartiers und die unglücklichen Opfer wurden ganz einfach hinaufgeworfen oder hineingestopft. Ich war häufig Zeuge dieser tragischen Expeditionen."( 104) ,, Etwa hundert Menschen wurden in einem kleinen Lastwagen zusammengedrängt. Alle kannten genau das Los, das sie erwartete. Die große Mehrheit von ihnen blieb absolut apathisch, während andere, vor allem die Kranken des Lazarettes mit ihren offenen Verletzungen, die bluteten, oder ihren furchtbaren Wunden, sich wie rasend wehrten. Rings um die Lastwagen tobten die SSLeute wie Verrückte und stießen die heulende Menge, die versuchten, sich vorzulehnen, zurück. Es war immer ein schreckliches Erlebnis, unsere Freunde zum Lastwagen zu zerren. Die meisten von ihnen waren ruhig und verabschiedeten sich von uns, aber sie vergaßen nicht, uns zu sagen:, Vergeßt nicht, uns zu rächen. Unter solchen Umständen wird das Herz der Menschen zu Stein. Man stelle sich einen Gefangenen vor, der seinen eigenen Bruder in einem der Krankensäle tötete, um ihm die furchtbare Fahrt im Lastwagen zu ersparen. Ich kenne den Namen und die Nummer dieser beiden Gefangenen."( 86) ,, Ein Transport wartete draußen, bis der vorhergehende vernichtet war."( 34) ..Die Lastwagen fuhren ab und kamen wieder mit außerordentlicher Geschwindigkeit; sie brauchten 5 bis 10 Minuten zur Hin- und Herfahrt."( 41) ,, An einem Sonntag machte der zum Brechen beladene Lastwagen sechs Fahrten ins, Revier der tuberkulosekranken Frauen und fuhr noch kaum erkrankte Frauen weg. Am Ostersamstag wurden sieben Lastwagen mit Frauen zur Gaskammer gebracht. Unter ihnen befand sich nach Angabe eines Zeugen die Generaloberin eines Lyoner Heims für Kindererziehung, Mutter Elsabeth."( 114) ,, Man hörte von diesen Frauen nicht mehr sprechen und einige Tage nachher wurden sie als , im Rekonvaleszentenlager gestorben eingetragen. Das war die offizielle Formel."( 41) ,, Und während Transporte Unschuldiger zum Verbrennungsofen gingen, spielte auf der anderen Seite der Allee das Orchester lauttönende Weisen."( 50) ,, Gewöhnlich nahm man 80 Prozent der Kranken; diese wußten, daß sie sterben mußten, aber man ließ sie noch 48 Stunden im Block." ,, 90 Prozent wurden an einem Tag in der Baracke genommen, wo ich die Kranken pflegte. Ich weinte wie ein Kind."( 34) 99 ein T Birke Ausch 35 mern Opfe الدوو 66 gen. 55 von I einen Du w دوو trug, überg festig nachg und e 29 ren 11 Fraue erster 22 beitsf Arbei ,, Man wählte ungefähr 2000 Personen aus, die auf einen Sitz unter den Schwächsten herausgesucht wurden. Diese Menschen wurden vergast, dann verbrannt. Finge Die größte Auswahl fand am 1. Januar 1944 statt. 85 Prozent des Lagerbestandes, der dauernd erneuert wurde, wurde damals verbrannt."( 68) di di di di ,, Von 5- bis 6000 Frauen, die in dieses Lager gebracht wurden, kamen 2- bis 300 zurück."( 26) Von 10 000 Griechen blieben 1000 am Leben und sie wurden in der Folgezeit mit 500 Juden zusammen weggeschickt, um Befestigungsarbeiten in Warschau zu verrichten. Einige Wochen später kamen mehrere Hundert von ihnen in elendem Zustand zurück und wurden sofort vergast. Der Rest starb wahrscheinlich in Warschau."( 104) ,, Zwei Transporte tschechischer Sokols, die im März 1942 ins Lager kamen, wurden in die fahrbaren Gaskammern gebracht und dann in den Gräben verbrannt."( 86) ,, Im Laufe des Sommers 1942 wurden 10 000 Gefangene ins Lager eingeliefert. Mit der Begründung, daß es Juden oder politische Kommissare seien, wurden sie alle innerhalb eines Monats vernichtet."( 121) ,, Als die Ungarn angekommen waren, rottete man sie Tag und Nacht zwei Monate lang aus. Es waren 6- bis 700 000. Die fünf Verbrennungsöfen genügten nicht. Man hob Gräben aus."( 34) ,, In diesem Lager wurden 3000 bis 4000 Zigeuner pro Tag eingeliefert, Mischlinge, meistens Frauen, deren Männer als Soldaten an der Front waren und auch etwa zwölf Jahre alte Kinder, deren Väter an der Front waren und deren Mütter in den Fabriken arbeiteten, alle vom Stamm der Zigeuner, die auf deutschem Gebiet lebten."( 94) ,, Am 1. August 1944 wurden die paar tausend Überlebenden von einer Gruppe von 20 000 Zigeunern, die schon durch Krankheit und besonders brutale Behandlung dezimiert waren, ihrerseits ausgerottet."( 102) di 994 ginge den( glück Gaska 29 da." Frau ten. Kind 94- agen stanfgeworfen Alle kannFisch, wähbluteten, en die SSzurück. Es eisten von gen:, Verein. Man tötete, um mmer diegkeit; sie Revier Cersamstag sich nach tter Elsaen sie als 1) der ande. Bten, aber flegte. Ich herausge er dauernd -ück."( 26) 500 Juden ,, Die Zigeuner wurden schließlich zu 100 Prozent ausgerottet. Man verfuhr folgendermaßen: ein Teil von ihnen wurde nach Auschwitz gebracht. In der Zwischenzeit wurden diejenigen, die in Birkenau geblieben waren, in die Gaskammer geschickt. Dann ließ man diejenigen, die nach Auschwitz geschickt worden waren, zurückkommen, um sie ihrerseits zu vergasen." ,, Der Prozentsatz der ausgewählten' Personen war so hoch, daß man nur noch Matrikelnummern derjenigen, die dablieben, eintrug, und nicht diejenigen der zu zahlreich gewordenen Opfer."( 34) ,, Nachts sah man aus den Kaminen der Verbrennungsöfen zehn Meter hohe Flammen aufsteigen."( 34) Auswahl bei der Ankunft ,, Ich war sehr beunruhigt wegen meiner Mutter, die mit uns deportiert, aber bei der Ankunft von mir getrennt worden war. Damals wußte ich noch nicht, worum es sich handelte, und fragte einen im Lager von Auschwitz internierten Arbeiter: Was wird aus meiner Mutter werden?' , Du wirst deine Mutter nicht wiedersehen."( 44) 99 , Eine meiner Kameradinnen, die mit ihrer Mutter und ihrer Tochter, die sie auf ihrem Arm trug, weggefahren war, wollte beim Aussteigen aus dem Zug ihr Strumpfband befestigen. Sie übergab daher das Kind ihrer Mutter für einige Minuten. Während sie sich das Strumpfband befestigte, waren ihre Mutter und ihr Kind weit von ihr weg abgetrieben worden. Sie wollte ihnen nachgehen, erhielt aber von der Aufseherin einen solchen Stockschlag, daß sie ohnmächtig wurde und erst im Lager wieder aufwachte, wo sie das Los ihrer Mutter und ihres Kindes erfuhr."( 10) , Von da an sollten nur noch die Männer zwischen 15 und 50 und die Frauen von 15 bis 40 Jahren ins Lager hineinkommen, unter der Bedingung, daß sie kräftig und gesund waren, und für die Frauen, daß sie nicht von Kindern begleitet waren."( 102) " ,, Am Abend beim Bahnübergang kreuzten wir einen Transport von Alten und Kindern, der als erster direkt in die Gaskammer geführt wurde. Dies geschah Anfang August 1942."( 10) ,, Bei jeder Ankunft eines Transportes fand eine Auswahl statt, die diejenigen, welche, arbeitsfähig waren, d. h. für genügend kräftig befunden wurden, um einige Zeit die erschöpfende Arbeit, die Entbehrungen und die Mißhandlungen auszuhalten, von den übrigen trennte."( 23) ,, Es wurden zwei Gruppen gebildet nach den Anweisungen eines SS- Mannes, der mit dem Finger jeweils nach rechts oder links zeigte."( 72) ,, In der ersten Gruppe befanden sich: die Kinder beiderlei Geschlechts unter 15 Jahren, die Männer über 50 Jahren, die Frauen über 40 Jahren, ochen späergast. Der m die fahrit der Bemes Monats lang aus. ."( 34) meistens te Kinder, Stamm der 20 000 Ziren, ihrer. die Frauen jeden Alters, soweit sie ein Kind bei sich hatten, die Kranken oder Arbeitsunfähigen."( 102) ,, Auch die schwangeren Frauen kamen nicht ins Lager hinein."( 103) 99 , Und während die Angehörigen der zweiten Gruppe, die, Ausgewählten zu Fuß ins Lager gingen, bestiegen die Greise, die Frauen, die Kinder und die Kranken die Lastwagen, die sie zu den Gaskammern bringen sollten." ,, Oft fragten die SS die Frauen, welche von ihnen sich schlecht fühlte oder krank sei. Wenn unglücklicherweise eine von ihnen sich schlecht fühlte, so stieg sie in den Lastwagen, der direkt zur Gaskammer fuhr."( 24) ,, Sie sagten denen, die nicht zu Fuß gehen konnten: Fürchtet nichts, für euch sind Wagen da'."( 16) ,, Ein SS- Lager- Chefarzt brachte die Heuchelei fertig, bei der Ankunft der Transporte den Frauen und Kindern folgendes zu sagen:, Meine Damen, geben Sie acht, ihr Kind wird sich erkälten." , Meine Damen, Sie sind krank und von einer so langen Reise erschöpft; vertrauen Sie Ihr Kind dieser Dame an. Sie werden es gleich in der Kinderabteilung wiederfinden"."( 57) ,, Im Prinzip wurden die jüdischen Kinder bei ihrer Ankunft im Lager vergast."( 86) - - 95- 92 99 Von einem Transport von 1200 Personen zum Beispiel kamen nur knapp 200 bis 250 Menschen ins Lager, d. h. diejenigen, deren Tod nur eben aufgeschoben wurde. Von einem Transport werden drei Viertel vergast und der Rest kommt zur Arbeit oder in die Vernichtungsblöcke."( 93) دوو , Man kann sagen, daß es zum Beispiel im Lager von Auschwitz keine Kinder gab. Sie wurden bei ihrer Ankunft vernichtet."( 23) ,, 1944 wurde die Eisenbahnlinie bis zu den Gaskammern hingeführt. Die Auswahl fand im Zug statt und bei seiner Ankunft brachte man die Leute entweder ins Lager oder in die Gaskammern."( 10) ,, Bei der Ankunft im Lager stiegen wir, so gut wir konnten, aus dem Güterwagen, um festzustellen, daß der Bahnhof von Litauern in SS- Uniform umstellt war, alle mit Maschinenpistolen bewaffnet. Man schloß sofort die Wagen mit den Kindern und Alten und der Zug fuhr wieder weg."( 104) ,, Nur eine kleine Minderheit gelangte ins Lager."( 163) chen e ber w sprung , wertl senhin sind, einand Temp Zug). kamm Meter von se sah si Der Prozentsatz der, provisorischen Überlebenden' schwankte je nach den Transporten zwischen 15 und 25 Prozent."( 102) ,, Zu 1300 aus Frankreich abgefahren, wurden wir gleich bei der Ankunft einer Auswahl unterworfen und nur 391 kamen ins Lager; alle anderen wurden vergast."( 23) ,, Gegen den 15. April kam ein Transport von Slowaken, aus ungefähr 2000 Menschen( etwa 800 Männer, der Rest Frauen und Kinder) bestehend, im Lager an. Nach einer Auswahl wurden 90 Prozent des Transportes zu einem kleinen weißen Haus gebracht, das außerhalb des Lagers lag und am Anfang als Gaskammer diente; dort wurden sie vergast."( 76) ,, Man kann sagen, daß durchschnittlich 100 bis 150 Menschen ins Lager kamen; der Rest wurde direkt in die Gaskammer gebracht." ,, Auf diese Weise verschwanden Millionen von Menschen; politische Gefangene, Juden, Kommunisten sowie russische Kriegsgefangene."( 103) ,, Die Gaskammern arbeiten fast unaufhörlich Seit 1942 kommen alle ins Lager eingelieferten Juden direkt in die Gaskammern. Ein großer. Teil der spanischen Kriegsgefangenen, die aus den Stalags herausgenommen wurden, hat das gleiche Los erfahren. In weniger als einem Jahr wurden 11 000 von ihnen vernichtet."( 121) ,, Von den 4000 Franzosen, die nach Sachsenhausen kamen, konnten nur sehr wenige im Lager bleiben; viele wurden als Terroristen betrachtet und hingerichtet, bevor sie noch immatrikuliert waren."( 19) des ve geschi " zu ver ,, B schloss ein Ha sprang verwu ..U zwei 0 Ein dort e fand ges K racke Frau nahm ,, An einem Septembertag sahen wir 5000 Männer und 3000 Frauen in den Tod gehen. großes Kontingent von Tschechen und Österreichern, die aus den verschiedenen polnischen Lagern: Lodz, Radom und Theresienstadt evakuiert wurden, wurden von den Deutschen liquidiert. Von den 75 000, die aus diesem letzteren Lager kommen, werden 60 000 vergast."( 102) ,, Die russischen Kriegsgefangenen, die nach 1943 im Lager ankamen, wurden in der Nacht in einem gelben Auto abtransportiert, in welchem sie sofort vergast wurden."( 86) ,, 1943 kam ein Transport griechischer Juden in Birkenau an. Ich sah meine beiden Brüder wieSie brachten mir Nachrichten über meine der, die ich seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Mutter, die ebenso wie alle meine Verwandten umgebracht worden ist." ,, Von 1500 griechischen Juden im Lager von Jaworjno blieben, als das Lager am 17. Januar 1945 evakuiert wurde, noch etwa 50 am Leben."( 18) ,, Es kommen 60 000 Juden aus Saloniki an, von denen kaum 200 am Leben blieben."( 12) ,, 1943 war es übrigens Griechenland, das die meisten jüdischen Opfer lieferte."( 18) ,, Sehr häufig wurden ganze Transporte sogleich bei der Ankunft vernichtet."( 100) ,, Nach dem Attentat gegen den Gestapohenker Heydrich in Prag wurden Tausende von Tsche96- der O küssen nen a stoßer packe M zu To S die E I hatte worde Bersch e wurden fand im e Gaskamum festzuenpistolen hr wieder oder in die 250 Men en zwischen wahl unter chen( etwa ahl wurden Lagers lag Rest wurde chen eingebracht und sofort vernichtet. Am Ende des gleichen Jahres im November oder Dezember wurden mehrere Tausend Frauen und Kinder jugoslawischer Partisanen montenegrinischen Ursprungs ins Lager gebracht. Sofort bei ihrer Ankunft wurden sie alle in den Gaskammern als , wertlos für die Nazi' umgebracht."( 121) ,, Im März 1944 waren es wiederum 10 000 Tschechen, an welchen in zwei Gruppen eine Massenhinrichtung vollzogen wurde." ,, Im Mai 1944 ist unseres Wissens der Moment, wo die furchtbare Kurve, der wir nachgegangen sind, ihren Höhepunkt erreicht: Transporte, die hauptsächlich ungarische Juden anbringen, folgen einander ohne Unterbrechung; wir sehen bis zu sechs Zügen pro Tag ankommen und dieses Tempo dauert zweieinhalb Monate an. Manche von uns können die Waggons zählen( 48 bis 60 pro Zug). Sie sind alle vollbeladen." ,, In langen Reihen versperren die Verurteilten den ganzen Tag über die Zugänge zu den Gaskammern."( 102) ,, Ich sah, wie an dem Geländer des Abfahrtsbahnsteigs, der sich in einem Abstand von etwa 50 Metern von mir befand, die Auswahl vorgenommen wurde, manchmal von dem Arzt, manchmal von seinem Chauffeur. Sie schickten Kinder, Frauen und Männer in das Krematorium und man sah sie nicht wieder. An diesen Tagen brannte das Krematorium Tag und Nacht und der Geruch des verbrannten Fleisches verbreitete sich überall." ,, Innerhalb von sechs Wochen verbrannten sie 520 000 Männer, Frauen und Kinder."( 76) ,, Im Monat Juni 1944 wurden 40 000 Frauen, Männer und Kinder täglich in die Gaskammern geschickt." 99 ,, Übrigens war der wesentliche Zweck dieses Lagers, eine möglichst große Zahl von Menschen zu vernichten; trug es doch den Namen, Vernichtungslager."( 66) uden, Kom Ein großer en, hat das ( 121) ige im Lager matrikuliert gehen. Ein polnischen utschen liqui gast."( 102) Her Nacht in Brüder wie über meine m 17. Janua en."( 12) ( 18) 30) de von Tsche Vergasung und Verbrennung ,, Bei ihrer Ankunft am Hinrichtungsort, der von einer doppelten Stacheldrahteinfassung umschlossen war, mußten sich die Männer, Frauen und Kinder völlig entkleiden und jeder erhielt ein Handtuch und ein Stück Seife. Dann führte man sie in das Gebäude, bis es ganz voll war."( 104) ,, Einmal wollten sich die Frauen nicht ausziehen. Eine von ihnen, eine italienische Jüdin, sprang auf einen SS- Offizier los, entriẞ ihm seinen Revolver, tötete ihn in der Gaskammer und verwundete einen anderen."( 34) クラ , Unter vielen anderen Fällen ist mir einer besonders im Gedächtnis geblieben. Ich war seit zwei oder drei Wochen im Lager, als eine Gruppe von etwa 200 aus Belgien kommenden Israeliten dort erschien. Man brachte sie alle in die Gaskabinen, um sie dort zu ersticken... Unter ihnen befand sich eine junge Israelitin von wunderbarer Schönheit, die auf ihrem Arm ein etwa dreijähriges Kind hielt. Der SS- Führer bemerkte sie und sagte zu ihr:, Kommen Sie mit mir in die Baracke; ich will Ihr Ende um einige Stunden verzögern. Statt jeder Antwort deutete die junge Frau auf das Kind in ihren Armen., Darauf soll es nicht ankommen,' rief der SS- Führer und er nahm den Kleinen aus den Armen seiner Mutter. Das Kind begann zu lachen, da es glaubte, daß der Offizier mit ihm spielen wolle; es neigte sich dem Deutschen zu, wahrscheinlich, um ihn zu küssen. Da holte der Mann statt jeder Antwort weit aus und zerschmetterte den Kopf des Kleinen an der Zementmauer. Das Kind hatte nicht einmal mehr die Zeit, auch nur einen Schrei auszustoßen. Aber der jungen Mutter glückte es, den Revolver, der am Gürtel des Deutschen hing, zu packen und sie schoß ihn sowie mehrere andere SS- Leute nieder. Man bemächtigte sich ihrer schließlich; sie wurde im Vorraum selbst des Vergasungsgebäudes zu Tode gemartert."( 101) ,, Sobald die Kammern voll waren, kam es vor, daß die SS- Henker beschlossen, die Kinder auf die Erwachsenen werfen zu lassen."( 57) ,, In einem Transport jüdischer Frauen wurde eine von ihnen, die ein sieben Monate altes Baby hatte, von diesem getrennt, bevor sie in die Gaskammer kam; das Kind war draußen gelassen worden. Ein SS- Mann bemerkte, daß das Kind vergessen worden war, nahm es an einem Bein und zerschmetterte ihm den Kopf an der Mauer."( 39) - - 97- 7 „Einmal hielt der Hauptscharführer den in die Gaskammer eingeschlossenen Internierten fol ' gende Rede: ‚Meine Herren, nachdem Sie die Welt ausgeraubt haben, sind Sie nach Birkenau ge- kommen. Hier muß jeder in seinem Beruf arbeiten, die Ärzte, die Ingenieure, die Anwälte usw. Halten Sie sich zusammen, ziehen Sie sich aus, legen Sie Ihre Kleider ordentlich zusammen, um sie beim Herauskommen wiederzufinden. Helfen Sie uns, Sie gut zu desinfizieren, denn Sie kom- men aus Ländern, wo Epidemien herrschen; drängen Sie sich hierzu dicht aneinander, so daß wir nicht gezwungen sind, die Prozedur zweimal zu wiederholen.’ Die Gefangenen gehorchten; die letzten dabei in die Kammer Gestoßenen waren damals die Ärzte. Bevor die Türe der Kammer geschlossen wurde, rief ihnen der Hauptscharführer mit teuf- ““ lischem Grinsen zu: ‚Und jet werden Sie sterben wie die Ochsen‘. „Die bei den Verbrennungsöfen festgelegte Verfahrensart bestand darin, daß die Erwachsenen, 4 Männer und Frauen, nackt so zusammengepfercht wurden, daß sie sich nicht rühren konnten. Die Kinder wurden gewöhnlich von den SS-Leuten bei den Knöcheln gepackt und ihnen der Kopf an einem Stein zerschmettert; ihre Leichen wurden dann auf die Köpfe ihrer Eltern geschleudert und die Türe geschlossen.“(123) i „Oh! Mein Gott, welche apokalyptischen Visionen: diese Schreie von Müttern, die um Mitleid Y für ihre Kinder flehten, die sehr oft in der gleichen oder nebenan befindlichen Kammer waren.\ Diese Kinder, die nach ihren Eltern oder ihren Geschwistern schrien und noch Gott anflehten und auf seine Milde hofften, obwohl sie sich schon an der Schwelle des Todes befanden. Diese Klagen, diese Verzweiflungsschreie, die Spuren der Nägel an den Wänden dieser entseglichen Säle— ich werde sie niemals vergessen.“(97) * „Wenn schließlich alle Türen hermetisch geschlossen waren, wurde die Luft durch Saugappa- rate verdünnt, um die Sauerstoffmenge zu vermindern und so die Erstickung zu beschleunigen.“ (86) „Durch eine Öffnung in der Decke warfen die Deutschen in eine in der Mitte des Raumes be findliche geschlossene Eisendrahtsäule Gefäße. Der Inhalt der Gefäße ist analysiert worden, um den Gehalt an Blausäure durch die Bildung von PREUSSISCH-BLAU, mit Benzidinocyanat— Sonnenblumenpapier und mit pikrinsaurem Natriumsalz festzustellen. Man hat aus 18 Büchsen Proben entnommen und 49 Reaktionen erhalten. Der analysierte Inhalt der Büchsen stellt also ein Präparat ‚Cyklon B’ dar, das aus besonders präpariertem Kieselgur besteht; jedes Korn desselben hat die Größe von 1 cem und ist mit flüs- siger stabiler Blausäure durchtränkt. Der Inhalt der zahlreichen im Lager gefundenen und mit der Etikette ‚Cyklon‘ versehenen Büchsen ist mit dem ‚Cyklon B‘ identisch. Die Gasproben, die aus fünf Glaskolben entnommen wurden, wurden geprüft, um das Vorhandensein von Kohlenoxyd in der Reaktion auf Jod-Chinin-Oxyd und Chlor-Palladium-Reagenz-Papier festzustellen.(111) „Jedes Gefäß hatte vier Löcher, durch welche das Gas ausdrang. Die Eisendrahtsäule verhin- derte die Häftlinge daran, an das Gefäß heranzukommen und es mit ihren Händen zuzuhalten; so - strömte das Gas aus und erstickte sie.”(86) „Ventilatoren werden in Bewegung gesetzt und beschleunigen die Verteilung des Gases in dem ganzen Raum.“(93) „Das Gebäude bestand aus starken Bauziegeln, mit einem Zementboden, mehreren Stockwer- ken und einem die ganze Breite des Gebäudes einnehmenden 3,70 Meter hohen Souterrain. Das Hauptstockwerk enthielt ein nach vorne hinausgehendes Verwaltungsbüro, einen Schrank und einen Waschraum für das SS-Personal, der am andern Ende des Gebäudes lag, schließlich die Ver- brennungskammer in der Mitte. Lettere enthielt in einer Front zwei Anlagen von je drei Verbren- nungsöfen, jeder mit einer Feuerstelle aus Ziegeln. Jeder Verbrennungsofen hatte ein Fassungs- vermögen von drei Leichen, d.h. also im ganzen eine Aufnahmefähigkeit von 18 Körpern. OB erten fol. kenau geälte usw. men, um Sie komso daß wir amals die mit teufwachsenen, anten. Die r Kopf an eudert und um Mitleid mer waren. anflehten den. Diese ntsetzlichen Saugappa hleunigen." ( 86) Raumes be worden, um ocyanat 18 Büchsen s besonders ist mit flüs und mit der die aus fünf oxyd in der 11) äule verhin zuhalten; 80 des Gases en Stockwer terrain. Das Schrank und Clich die Ver drei Verbren ein Fassungs rpern. Der Boden jedes Verbrennungsofens enthielt einen einfachen Rost, mittels dessen jeden Tag am Ende der Operation die Asche entfernt wurde. Das Feuer kam aus einer Feuerkammer, welche die rückwärtigen zwei Drittel des Bodens bedeckte. Die Flammen wurden durch besondere oben in der Feuerkammer angebrachte Vorrichtungen über die Körper hingeleitet. Der nach vorn hinausgehende Teil des Souterrains enthielt die Erdrosselungskammer."( 106) ,, Die Verbrennung dauerte 20 bis 25 Minuten. In einer Stunde konnte man 36 Leichen verbrennen. Die Verbrennungen wurden dann beschleunigt: statt Koks zu brennen, benützte man eine Art Brennstoff, der, Naphta' genannt wurde. Die Hitze wurde noch intensiviert mittels eines Spezialmotors zur Luftzufuhr. Die Temperatur dieser Öfen konnte bis auf 1500 Grad gebracht werden." ( 111) 99 , Wenn drei Leichen zusammen verbrannten, so war natürlich nicht die Rede davon, die Aschen zu trennen, die nicht bei jeder neuen Ladung, sondern erst bei Beendigung der Verbrennungsoperationen herausgenommen wurden."( 90) ,, Jeder Ofen konnte zwei bis drei Menschen je nach ihrer Größe und ihrem Gewicht aufnehmen."( 86) ,, Man konnte gleichzeitig vier Leichen mit abgeschnittenen Gliedmaßen unterbringen. Tatsächlich wurden die Leichen, um möglichst viele im Ofen unterzubringen, zerstückelt; insbesondere schnitt man ihnen Arme und Beine ab. Die riesigen Öfen bestanden aus Ziegeln und Eisen; es waren Krematorien mit großem Leistungsvermögen."( 111) ,, Ich sah neun technisch vervollkommnete Öfen. Man konnte bis zu 15 Körper in einem einzigen Ofen unterbringen."( 90) ,, Die Verbrennung wurde durch die Ankunft der amerikanischen Panzertruppen in der Gegend so plötzlich unterbrochen, daß die SS keine Zeit hatten,, ihre Angelegenheiten in Ordnung zu bringen', so daß die verschiedenen Stadien der Torturen( Stadien der aufeinander folgenden Operationen) vollkommen festgestellt und verstanden werden konnten. Das Kontingent von Leichen des Vortags, das 120 im Lager gestorbene Gefangene umfaßte, war auf einem Lastwagen im Haupthof aufgehäuft. Die Reste der Verbrennungsöfen waren noch nicht von ihren unzersetzten Knochenteilen, ihren, Becken'- Teilen und ihren Schädelteilen gesäubert worden."( 106) ,, Die nahe bei der Drahtsäule befindlichen Häftlinge starben in sechs oder sieben Minuten, die weiter Entfernten erstickten in acht bis zwölf Minuten. Um des Gelingens der Prozedur sicher zu sein, wurde die Kammer erst 15 bis 20 Minuten nachher geöffnet."( 86) ,, Die Beobachtungsfenster gestatteten den SS und der Gestapo, dem schauerlichen Schauspiel beizuwohnen."( 93) ,, Nachdem die Arbeit beendigt war, wurde die Tür der Kammer geöffnet, ein Ventilator zerstreute das Gas und eine Mannschaft, die, Sonderkommando' genannt wurde, trug die Leichen weg."( 86) ,, Die Erstickten haben alle entsetzliche Kratzwunden; in ihrer wahnsinnigen Verzweiflung und ihrem Todeskampf reißen sich die Unglücklichen die Augen aus(, s'arracher les yeux')' und zerwühlen sich die Körper."( 20) ,, Die zusammengepferchten Leichen sind ineinander verschlungen. Es scheint unmöglich, sie herauszubringen, daher die Verwendung einer Art von Röhren mit zwei Zähnen, um die Leichen aus der Kammer zu bringen. Sie werden einer nach dem anderen herausgeholt und zum Aufzug gebracht; bevor man sie hineinlädt, schreitet eine sogenannte Sammelmannschaft zur Untersuchung des Mundes, um Gebisse und Zähne aus Edelmetall oder Ringe, die sich eventuell an den Fingern der Leichen befinden, abzunehmen und einzusammeln. Man kann nicht verstehen, daß der Raubgeist so weit getrieben wird und doch ist es Wahrheit. Es ist eine Mannschaft von vier darauf spezialisierten Zahnärzten, welche die Goldzähne der Leichen abnimmt."( 93) 99 ,, Von den Gaskammern aus wurden die Leichen systematisch zur Verbrennung ins Krematorium gebracht."( 111) ,, Ich sah oft den Lastwagen mit seinem Anhänger, der zwischen der Gaskammer und dem Krematorium hin- und herfuhr; von der Gaskammer fuhr er mit Leichen beladen weg; bei der Rückkehr war er leer."( 111) ,, Auch die Haare der Frauen wurden vor ihrer Verbrennung abgeschnitten."( 86) ,, Die Leichen werden in Liften in die höhere Etage geschafft, wo sich sechs brennende Öfen befinden, welche 36 Leichen in 20 Minuten in Asche verwandeln, d. h. 108 Leichen pro Stunde, also 2592 in 24 Stunden, denn sie brannten ohne Unterbrechung."( 57) ,, Der Boden mancher Gaskammern bildete eine Falltür und öffnete sich direkt auf riesige Verbrennungsöfen."( 120) * ,, Unter Lebensgefahr besuchte ich selbst eines Nachts mit Kameraden einen Verbrennungsofen und ich muß sagen, daß er in sehr moderner Weise eingerichtet war."( 103) ,, Vier Krematorien enthielten im ganzen 56 Öfen." ,, Diese 56 Öfen allein verbrannten im ganzen täglich 7000 bis 8000 Menschen."( 86) ,, Von fünf anderen Krematorien sind immer vier in Tätigkeit. Die tägliche Leistung ist im ganzen ein Durchschnitt von 10 000."( 57) ,, Die Öfen arbeiten Tag und Nacht."( 86) ,, An den Tagen der großen Vernichtung entsetzte der Leichengeruch, der sich vom Lager bis zur Umgebung der Stadt verbreitete und die Bewohner Lublins zwang, sich die Taschentücher vors Gesicht zu halten, die Bewohner der Außenviertel."( 110) ,, Wir sahen übrigens mit Entsetzen die gigantischen roten Flammen der Krematorien zum Himmel aufsteigen. SS- Leute sagten zu uns:, Hier gibt es nur einen Ausgang, nämlich den Kamin'."( 23) 99 niert diese 99 dafü im L sie z alle 99 den dann Schei 99 Mete Schic und Feue das wurd Tem 32der H verb zu a وو I * * ,, Die Deutschen wachten immer mit der größten Sorgfalt darüber, daß dieser Teil ihrer Tätigkeit absolut geheimgehalten wurde. Den Internierten wurde es niemals erlaubt, sich den, Kammern' oder, Öfen zu nähern. Diejenigen von ihnen, die dazu bestimmt waren, an ihrer Unterhaltung oder Bedienung( Leichentransport, Zermahlung der Knochen nach der Verbrennung usw.) zu arbeiten und die das, Sonderkommando' bildeten, lebten regelmäßig abseits von den anderen. Jegliche Verbindung mit ihnen war verboten. In Anwendung eines Übermaßes von Vorsicht wurde das Personal der Sonderkommandos häufig, erneuert'; so wurde die erste im Juli 1942 aus 250 russischen Kriegsgefangenen gebildete Mannschaft im August restlos erschossen und durch 250 Juden ersetzt, die Ende 1942 ebenfalls hingerichtet wurden."( 102) ,, Und in der Folgezeit wurde das am Verbrennungsofen beschäftigte Personal ausschließlich aus Juden gebildet, die unter der Überwachung von SS- Leuten arbeiteten. Die dorthin kommenden Juden durften nicht wieder herauskommen, was häufigen Wechsel der Mannschaft ermöglichte. Diese Häftlinge wohnen an ihrem Arbeitsort selbst; sie sind völlig von ihren Kameraden getrennt. - Die Häftlinge der Sonderkommandos sind gut ernährt."( 101) ,, Jeder Häftling dieses Kommandos bekam täglich folgende Zusatzrationen: 500 Gramm Brot, 60 Gramm Marmelade, 45 Gramm Butter und 50 Gramm Wurst."( 60) ,, Diese Arbeit war nicht schwer, die Toten waren so leicht wie Federn."( 67) ,, Sie verrichten ihre Funktionen genau 90 Tage lang. Am 91. Tag muß jeder von ihnen entweder lebend in den Verbrennungsofen geschoben oder vorher vergast werden. Die Internierten des Sonderkommandos haben das Vorrecht, selbst zwischen diesen beiden Hinrichtungsformen wählen zu können."( 101) " auch 99 99 Kind es v det " in de 19 Han form 29 weig - 100- - >sige Ver. tungsofen Lager bis chentücher rien zum hrer Tätig: ‚ern. Die (Leichen: as ‚Sonder- mit ihnen ionderkom: ingenen ge 7 1942 eben ‚sschließlid i ommenden; möglichte: Kamerader 1 |„1942 und 1944 mußte die Mannschaft dieser ‚Kommandos‘ auf 800 erhöht werden und Inter- ‚" nierte verschiedenster Nationalitäten wurden ihnen der Reihe nach zugeteilt(niemand konnte . dieser Zuweisung entgehen).‘(101) „War es möglich, die Arbeit zu verweigern? Ich glaube, nein; folgendes Beispiel ist ein Beweise _ dafür. Im März 1944 kam ein Transport von Juden aus dem von den Deutschen besetten Korfu im Lager von Birkenau an. Die Auswahl ergab 400 kräftige, arbeitsfähige Menschen. Man schickte sie zum Krematorium und zeigte ihnen die von ihnen zu leistende Arbeit. Sie weigerten sich alle und wurden alle zusammen vergast.‘‘(86) „Die Krematorien, deren Türen wir von der Schwelle des Lazarettes aus sich alle halben Stun- den öffnen sehen, um neue Ladungen aufzunehmen, genügen nicht mehr. Die Deutschen lassen - dann einen riesigen Graben ausheben, dessen Grund mit trockenem Holz bedeckt wird; auf diesen - Scheiterhaufen werden die Leichen durcheinander hinaufgeworfen und verbrannt.“(102) „Die Verbrennung auf Scheiterhaufen wurde in Gräben von 50 Metern Länge, drei oder vier Meter Breite und verschiedener Tiefe durchgeführt. Der Grund dieser Gräben wurde mit einer Schicht Holz bedeckt; auf diese Schicht Holz kam eine Schicht Leichen und so schichtweise Holz ‚ und Leichen bis oben hin. Wenn der Graben voll war, begoß man ihn mit Petroleum und legte das Feuer daran. Auf dem Grund des Grabens warein kleiner Kanal gegraben worden, durch den - das menschliche Fett in einen Behälter am Ende des Kanals ablief. Der Inhalt dieses Behälters' wurde dann in die Glut geschüttet, um die Verbrennung zu beschleunigen.“(86) „Man verbrennt gleichzeitig 10- bis 12 000 Leichen aus ungarischen Transporten, die in raschem Tempo aufeinander folgen.“(23) ä „Man kam dahin, bis zu 15 000 Leichen pro Tag zu verbrennen. Für den 27. Juni 1944 gab der Hauptkapo des Sonderkommandos die Ziffer_von 24.000 verbrannten Leichen an.“(86) „Allein in den ungeheuren Feuern des Waldes von Krempet wurden mehr als 300 000 Leichen verbrannt. In den Feuern des Lagers selbst, beim Krematorium, mindestens 400 000.“(111) „In der Nacht ist das Schauspiel eindrucksvoll. Die SS kommen, um es zu bewundern und sich zu amüsieren.“ „Im Lager vernichten die Krematorien, die Tag und Nacht arbeiten, täglich die Toten oder auch die im Moment der Hinrichtung noch lebenden Häftlinge.“(101) „Häufig gab es kein Gas.“(123) „Oder die Deutschen hatten keine Zeit zur Vergasung.“(57) „Die Hinrichtungen gingen aber troßdem weiter.“(123) „Um die Operationen zu beschleunigen, begannen die Deutschen, die anwesenden Greise und Kinder lebend zu verbrennen. Dies kann ich mit absoluter Bestimmtheit angeben, denn ich habe ‘es von dem Ort, wo ich war, gesehen.“(10) „Die Flammen wurden dann auf diese Masse lebender Menschheit hingeleitet.“(123) „Die Unglücklichen wurden direkt in die gewaltige Glut geworfen.”(57) „Die Opfer wurden nackt hineingeworfen und dann mit Benzin begossen, das dann angezün- det wurde.“(123) „Im Lager waren Kranke und wenn ihre Krankheit etwas schwerer war, schickte man sie lebend in den Verbrennungsofen.“(24) „Der Chef des Krematoriums, ein Oberscharführer, fesselte eine polnische Frau an Füßen und Händen und warf sie lebend in den Ofen.“(111) „Ich sah mit eigenen Augen, wie die SS 14 russische und 5 polnische Offiziere, alle in Uni- formen, lebendig verbrannten.‘“(51) ya Mai 1944 wurden 100 Juden aus Athen, die einhellig die-Arbeit im Sonderkommando ver- weigert hatten, auf der Stelle getötet; die einen erschossen, die anderen lebendig verbrannt.“ (102) \ — 101— a RT ER a se Pe EBEN- „Im März 1945 hatte man 500 Menschen umgebracht, die im Verbrentnuneeueh des Lagers lebendig verbrannt wurden.“(24):= „800 bis 900 Meter von der Stelle, an der sich die Öfen‘befinden, steigen die Häftlinge in 2 kleine auf Schienen laufende Wagen. Sie haben in Auschwit, verschiedene Dimensionen mit einem Fassungsvermögen von 10 bis 15 Menschen. Sobald er beladen ist, wird der Wagen auf einer schiefen Ebene in Bewegung gesett und fährt in voller Geschwindigkeit in einen Gang hinab. Am Ende des Ganges befindet sich eine Wand: Dahinter ist der Zugang zum Ofen. Sobald der Wagen an die Wand stößt, öffnet sie sich automatisch, der Wagen neigt sich um und wirft seine Ladung lebender Menschen in den Ofen. Danach folgt ein anderer mit einer an- - deren Gruppe und so weiter.“(101) „Es kam häufig vor, daß kleine Kinder lebend mit den Toten zusammen auf die Lastwagen 4 geworfen wurden.“(104) „Mehrere Zeugenberichte beweisen, daß die Kinder lebend in die Gräben geworfen wurden.“ 3(86) „In einem Transport kam unter anderen eine polnische Jüdin an mit einer dreijährigen sehr hübschen Tochter. Die Frau kannte die Existenz der Gaskammern von Auschwit und wußte, wel- ches Schicksal sie erwartete. Als der Kommandoführer bei ihr vorbeikam, bat sie ihn, da sie ja doch sterben müßte, ihr Kind zu retten. Der Kommandoführer geriet in helle Wut und antwor- tete ihr: ‚Verfluchte Jüdin, ich habe von dir keinen Befehl entgegenzunehmen!‘ Er ergriff das Kind bei der Brust und trug es zum Verbrennungsofen, während die Mutter ihm heulend folgte; er ließ die Tür des Ofens öffnen und warf das Kind lebend hinein.‘(90) „Man wirft die Kinder lebend in diesen Ofen bis zum Alter von zehn Jahren. Die Kinder unter 45 kg kamen automatisch in den Verbrennungsofen.“(20) „In einem Transport befanden sich fast 400 Kinder, die lebend verbrannt wurden.“(23) „Zahlreiche Häftlinge wurden lebend verbrannt.‘(107) ‘In einem einzigen Lager starben eine Million unglücklicher Juden an typhoiden Epidemien# oder an Typhus, vor allem aber lebend in den Verbrennungsöfen verbrannt.“(121) 3 *** „Nach der Verbrennung verblieben zahlreiche Knochen, die auf zweierlei Art verwendet wur- den: zur Verfestigung der Erde beim Bau neuer Straßen oder aber die Knochen wurden zermah- len und in die Latrinengräben geschüttet.“(90) „Denn die Hitlerianer ließen die kleinen Knochenstücke in einer ‚Spezialmühle‘ zermahlen. Die Asche wurde einer deutschen Fabrik von Phosphaten für Kunstdünger verkauft. Die russische Kommission für Kriegsverbrechen, die eine Untersuchung an Ort und Stelle vornahm, fand die Verträge zwischen der betreffenden deutschen Firma und der Lagerleitung auf. Diese Verträge enthielten eine Klausel mit der Bestimmung, daß die zu liefernde Asche ein bestimmtes ‚Kaliber‘ haben mußte. Die Kommission fand in dem ‚Vernichtungslager‘ über 1350 cbm Kompost, bestehend aus Mist und der Asche der verbrannten Leichen sowie kleinen Knochenstücken menschlicher Wesen.“(111) „Wenn der Verbrannte eine Familie hat, deren Adresse man kennt, so schickt man ihr einen Brief mit etwa folgendem Inhalt: ‚Unsere Ärzte taten, was in ihrer Macht lag, um das kostbare Menschenleben, das ihnen an- vertraut war, zu retten; aber ihre Bemühungen waren vergeblich; Ihr Gatte(oder anderer Ver- wandte) wurde von einer Lungenentzündung(oder anderer Krankheit) dahingerafft. Nachdem wir dem Verstorbenen die legten Ehrungen erwiesen haben, haben wir seine sterbliche Hülle verbrennen lassen; wir bewahren seine Asche auf. Wenn Sie das, was von Ihrem Verwandten übriggeblieben ist, zu haben wünschen, so überweisen Sie uns die Summe von 150 Mark und 1 wir werden Ihnen sofort die Asche zusenden.‘ Beim Empfang dieses Briefes beeilt sich die Familie 150 Mark zu überweisen. Die Lager behörden lassen dann auf gut Glück in dem riesigen täglichen Aschenberg schöpfen und ein Kästchen füllen, das den Beteiligten übersandt wird.“(101)= — 102— Lagers tlinge in onen mit auf einer inab. Am sich um einer anLastwagen wurden." ( 86) rigen sehr ußte, welda sie ja d antworergriff das nd folgte; Die Kinder ( 23) Epidemien endet wuren zermah. rmahlen. aft. und Stelle agerleitung rnde Asche ehend aus menschlicher an ihr einen s ihnen an nderer Ver Ft. Nachdem liche Hülle Verwandten Mark und Die Lager en und ein ,, Das, was die Familie erhielt, hatte mit der Asche des Verstorbenen nichts zu tun, aber dieses in merkantiler Absicht eingerichtete Verfahren brachte der Lagerleitung erhebliche Summen ein."( 86) ,, Die Familien konnten nur die Asche irgendwelcher Toten bekommen. Es kam vor, daß die Frau eines gestorbenen Häftlings die Asche ihres Mannes und seine Mutter ihrerseits eine andere Aschensendung bekam. Da wir Gelegenheit hatten, mehrere Briefe des SS- Arztes vom Revier zum Oberscharführer des Krematoriums zu bringen, öffneten wir im geheimen diese Briefe; sie kamen von Müttern von in Buchenwald gestorbenen Häftlingen und baten darum, auf dem Grab ihrer Söhne oder Gatten Kränze niederzulegen, Kerzen zu verbrennen und ihnen die Rechnung zu übersenden." ( 90) ,, Neben dieser systematischen Ausrottung starben sehr viele Deportierte jeden Tag und nicht selten sah man Berge von Leichen den Boden bedecken. Sie blieben manchmal so lange liegen, bis sie von den Ratten angefressen wurden."( 99) ,, Die Zahl der Toten nahm ständig zu. In dem Quarantäneblock wurden zahlreiche Leichenhaufen aufgefunden."( 21) ,, Es starben ungefähr 700 Internierte pro Tag. Es gab Leichen, die weder beerdigt noch verbrannt waren und seit Dezember verfaulten."( 48) 99 , Und doch gab es einen speziellen Dienst zur Sammlung der Leichen, der normalerweise jeden Morgen funktionieren sollte; aber er kam nicht in alle Ecken des Lagers."( 30) von den ,, Die russischen Kriegsgefangenen wurden aus den regulären Kriegsgefangenenlagern aus disziplinären Gründen nach Auschwitz oder Birkenau verbracht. Wir fanden das, was Russen übriggeblieben war, in einem schrecklichen Zustand der Verwahrlosung und des Elends in dem unvollendeten Gebäude, ohne den mindesten Schutz gegen Kälte oder Regen. Sie starben massenweise. Hunderte und Tausende ihrer Leichen wurden oberflächlich eingegraben und verbreiteten einen Pestgeruch. Wir mußten später die Leichen wieder ausgraben und neu beerdigen."( 104) ,, Seit, Oktober oder November 1944 kam die für den Verbrennungsofen erforderliche Kohle nicht mehr an und die Leichen konnten nicht verbrannt werden. Sie blieben in der Nähe des Ofens angehäuft liegen und die ordnungliebenden Deutschen ließen sie in Paketen von je 500 zu ordentlichen Haufen aufschichten. Die Leichen wurden kreuzweise gelegt und in Erwartung der Kohle blieben so Tausende von Leichen im Hof des Verbrennungsofens angehäuft. Im März, mit den ersten Sonnenstrahlen begannen die Leichen schlecht zu riechen."( 7) ,, Es wurde dann von einer Spezialmannschaft, die mit entsprechendem Material versehen war, ein Graben ausgehoben; dann begann man an einem Ende des Grabens das tägliche Kontingent der Toten aufzuhäufen und fuhr der ganzen Länge des Grabens nach fort. Die Zahl der auf diese Weise während eines Monats eingegrabenen Toten betrug ungefähr 1200. Die Information wurde vom General de Lattre de Tassigny, dem Hauptmann William Bullit und dem Armeechirurgen mitgeteilt. Alle diese Offiziere hatten das Lager besichtigt. In einem anderen Lager wurden in Erwartung der Ankunft neuer Vorräte 1800 Leichen im Haupthof angesammelt und wie Holz aufgeschichtet. Zum großen Ärger der SS versperrten diese Leichen den Haupthof und konnten ein sehr unangenehmer und sehr schwerer Belastungsbeweis werden; außerdem erhob eine Trockenheitsperiode ein hygienisches Problem. Im übrigen waren Beerdigungen unbequemer als Verbrennungen und entsprachen nicht den Gewohnheiten. der Firma. Jedenfalls mußte etwas geschehen. Es wurde daher eine Gruppe von Lastwagen und eine Spezialarbeitsabteilung von Internierten organisiert. Die Leichen wurden auf die Wagen geladen und aus dem Lager herausgefahren. Die Spezialabteilung grub ein großes Massengrab, warf die Leichen hinein und füllte damit die Hälfte des Grabes der Länge nach; dann bedeckte sie die Leichen mit Erde. Dann töteten die SS- Leute die Angehörigen der Spezialabteilung mit Revolverschüssen, warfen ihre Körper in die andere, leergebliebene Hälfte des Grabens und bedeckten ihre Leichen mit Erde."( 106) - 103- ,, Anderwärts ließen die Deutschen ein Massen grab einrichten, als der Verbrennungsofen versagte. Das Grab wurde in einem Steinbruch ein gerichtet. Man warf die Toten von oben in den Steinbruch, dann bedeckte man die Schicht von Leichen mit etwas Chlor und etwas Erde."( 30) ,, Wieder anderwärts wurde die Anlage des berühmten Massengrabes des Bismarckturmes beschlossen, in welches man die Leichen mit Kalk warf."( 7) ,, Als wir am 11. April 1945 gegen 11 Uhr im Lager von Bergen- Belsen ankamen, sahen wir ein schauerliches Schauspiel, das wir uns nicht hätten vorstellen können: 22 000 Leichen lagen da, angehäuft zwischen den Blöcken und so dicht, daß wir manchmal über sie hingehen mußten. Sie verfaulten da, ohne daß man sie zum Verbrennungsofen oder zum Massengrab gebracht hätte, und alle Tage kamen 700 bis 800 neue dazu."( 63) - 104- - 99 19 99 zu ve Deuts allem 99 ländi Hof word ten s fuhre gene. in de und Begin 29 den, ließer nahm schlie Fuß i Reihe zügle " 9 ware " einige D Nach ofen ver en in den rde."( 30) turmes be sahen wir lagen da, ußten. Sie acht hätte, Befreiung ,, Evakuierung des Lagers."( 39) ,, Die Gaskammer wurde nachts zerstört. Die Deutschen ließen sie sprengen."( 41) ,, Sie ließen gleichfalls mit Dynamit die Verbrennungsöfen sprengen, um so ihre Verbrechen zu verheimlichen. Es bleiben nur einige Ruinen der Öfen übrig und der Ort, an welchen die Deutschen die Asche warfen."( 107) ,, Man befahl den Krankenwärtern, bei der Verbrennung der Dokumente zu helfen. Ich habe allem diesem beigewohnt, mit den SS- Leuten hinter uns."( 43) ,, Am 18. Januar 1945 erhielt das ganze Lager, d. h. die Verwaltung, die Internierten, die ausländischen Arbeiter usw. den Befehl, sich auf die Evakuierung vorzubereiten."( 44) ,, Die SS- Leute wurden wütend. Sie schossen alle diejenigen nieder, die sich in ihrer Nähe im Hof befanden. Dreißig von uns, die auf die Straße entflohen und von den SS- Leuten gesucht worden waren, wurden wieder festgenommen. Die SS- Leute kamen ins Lager zurück. Sie stellten sie gegen die Mauer und erschossen sie alle dreißig. Sie töteten noch etwa 160 Personen. Sie fuhren weg und kamen zwei Stunden nachher wieder. Sie schossen noch auf etwa 100 Gefangene. Einige Verwundete flehten darum, sie zu töten. Die SS- Leute schossen ihnen drei Kugeln in den Kopf. Sie warfen eine Granate durch das Fenster ins Lazarett. Wir warfen uns zur Erde und niemand wurde verletzt. Die Garage begann Feuer zu fangen, aber es gelang uns, diesen Beginn einer Feuersbrunst zu meistern."( 98) ,, Nachmittags legten die SS- Leute Feuer an die Baracken, in denen sich die Häftlinge befanden, und diejenigen, welche zu fliehen versuchten, wurden niedergeschossen."( 22) ,, Es ist daran zu erinnern, daß von den 1200 Häftlingen, die Compiègne am 17.8. 1944 verließen, 66 Prozent gestorben waren. Eine große Zahl von ihnen fand den Tod im Laufe der Maßnahmen zur Eyakuierung des Lagers am 8. und 10. April 1945."( 69) ,, Die jüdischen Deportierten zogen zuerst ab, dann die Diebe und gemeinen Verbrecher und schließlich die politischen Häftlinge, darunter eine große Zahl Franzosen."( 84) ,, Das Bergwerk wurde am 19. Januar 1945 nachmittags evakuiert und wir brachen zu 2000 zu Fuß im Schnee auf."( 32) ,, Gleich beim Verlassen des Lagers begann das Morden. Die Leute, die sich von den äußeren Reihen der Gruppe entfernten, wurden auf der Stelle niedergeschossen. Ebenso war es mit Nachzüglern und Kranken, die nicht folgen konnten."( 57) ,, Wir marschierten noch eine Viertelstunde, als wir schon eine Maschinenpistole hörten: es waren die Jüdinnen, die hingerichtet wurden."( 89) ,, Wir machten 50 Kilometer zu Fuß, ohne Unterbrechung, ohne Ausruhen. Dann ruhten wir einige Stunden aus. Diesen ununterbrochenen Marsch werde ich niemals vergessen. Man marschierte die ganze Nacht."( 44) 105- ,, Die Landstraßen waren unserem Transport untersagt, um das Zirkulieren der Militärtransporte zu erleichtern. Wir schlugen einen Weg ein, der mit 50 Zentimeter Schnee bedeckt war. Das Marschieren war sehr beschwerlich und wir verstauchten uns die Füße. Diejenigen, die ein natürliches Bedürfnis zu verrichten hatten, mußten an die Spitze der Gruppe laufen, sich an den Straßenrand setzen und im Moment, wo das Ende der Gruppe ankam, wieder angekleidet sein, sonst wurden sie auf der Stelle getötet."( 87) ,, So marschierten wir 24 Stunden hintereinander. In Peiskretscham war ein großer Schuppen, in den kaum 1000 Menschen hineingingen. Die SS- Leute haben uns alle hineingezwängt. Man häufte uns übereinander und wir mußten hinein, denn sie schossen mit Maschinenpistolen auf uns. Wir legten uns übereinander. Viele von denen, die unten lagen, erstickten. Es gab einige hundert Tote."( 100) ,, Manche marschierten acht Tage und acht Nächte mitten im Winter, im Januar; sie erhielten alles in allem zweimal trockenes Brot, im ganzen zwei Tagesrationen ohne Trinkwasser."( 3) 99 , Wir marschierten 52 Tage lang. Als Nahrung erhielten wir drei bis fünf Kartoffel. Während dieser Zeit bekamen wir zehnmal ein Viertelliter Wein, zehnmal Suppe und viermal Margarine."( 82) ,, Kein Wasser: Verbot für die Bevölkerung, uns Wasser zu geben und nehmen zu lassen; wir aßen Schnee."( 39) ,, Unsere Wächter ließen Brot zu Boden fallen und wer das Unglück hatte, sich niederzubeugen, um es aufzuheben, bekam eine Revolverkugel oder Gewehrkolbenschläge. Wir litten Hunger; wir kamen schließlich dazu, Stücke von Gesäßen und von Armen frisch gestorbener Kameraden zu essen. Wir brieten uns diese Stücke an einem kleinen Feuer und aẞen sie. Wenn wir uns ausruhten, legten wir uns auf den Kohlenhaufen und aßen Hände voll Kohle." ( 98) ..Jeder erschöpfte Mensch, der auf der Straße niederfiel, erhielt eine Revolverkugel aus nächster Nähe von den SS- Leuten."( 78) ,, Ebenso wurden alle diejenigen, die dem Transport nicht folgen konnten und diejenigen, die eine Flucht versuchten, niedergeschossen."( 39) ,, Von Zeit zu Zeit fanden die SS- Leute, daß wir nicht rasch genug vorwärts kämen, und schossen in einer Art von Raserei fast ununterbrochen in die Reihen. Ich war Zeuge dieser Morde, die von den SS- Leuten mit ihren Gewehren begangen wurden." ( 87) ,, Ich sah, wie sie einen Häftling töteten, weil er ein Paar neue Schuhe hatte, die sie sich aneignen wollten; einen anderen, einen belgischen Eisenbahnangestellten, der aus dem Gefängnis von Gleiwitz kam, weil er von einem französischen Gefangenen eine Zigarette hingeworfen bekommen hatte; einen dritten schließlich, weil ihm ein Stück Brot hingeworfen worden war. Andere wurden getötet, weil sie sich in der Scheune auf die linke Seite legten statt, wie ihnen befohlen, auf die rechte."( 82). ,, Ein etwa 50jähriger Mann trug auf seinen Armen seinen 18jährigen Sohn, der nicht mehr gehen konnte. Da er seinerseits erschöpft war und seinen Sohn nicht mehr tragen konnte, legte er ihn auf die Erde. Der arme Bursche wurde auf der Stelle von den SS- Leuten erschossen und der Vater mußte weitermarschieren."( 44) ,, Ich marschierte mit meinem Bruder und einem Kameraden auf der Straße, als ein SS- Offizier zu Pferde neben uns haltmachte; er war von zwei bewaffneten Soldaten begleitet. Er befahl uns, weiter vor ihm her zu marschieren. Wir hatten kaum fünf Meter in einem kleinen Wald, zurückgelegt, als er auf den Kopf meines Kameraden aus nächster Nähe schoẞ. Dieser hatte die Geistesgegenwart hinzufallen und sich tot zu stellen; dann schoß der Offizier auf meinen Bruder und tötete ihn. Der Revolver versagte. Während er ihn frisch lud, verschwand ich im Wald. Ich kam zwei Stunden nachher wieder und fand die Leiche meines Bruders."( 68) ..U Arbeit sie in den S unsere gegral „ B ihnen Teil d und es 99 waren und n der, d ten. Fü Kilom hatter gescho pro W einan neigte uns st „ Z häuft ging zu sa währe Tsche 22 A ameri richtu mera Amer 650 b wurd spren " noch angek schoss 23 nach ihr L 300 umge mehr D ren A - - 106- ilitärtrans Et war. Das Spitze der Gruppe anSchuppen, ängt. Man uns. en auf ige hundert e erhielten r."( 3) 1. Während mal Marga lassen; wir erzubeugen, en frisch gend aßen sie. voll Kohle." ( 98) el aus näch ejenigen, die , und schos en wurden." ( 87) sie sich an m Gefängnis orfen bekom war. Andere en befohlen nicht mehr konnte, legte schossen und in SS- Offizier Er befahl uns Wald zurück e die Geistes d. Bruder und ,, Unterwegs, im Dorf von Noenschebsdorf, bei Trautenau, begegneten wir einem französischen Arbeiter, einem transformierten Kriegsgefangenen, der ordnungsmäßige Papiere hatte.( Ich sah sie in seinen Händen). Da er dem Transport nicht folgen konnte, wurde er von den uns begleitenden SS erschossen. Vier rumänische Kriegsgefangene, die aus dem Krankenhaus kamen und sich unserem Zug angeschlossen hatten, wurden von den SS unseres Transportes erschossen und eingegraben."( 82) ,, Bei einem Luftangriff flüchteten sich die sie führenden SS- Leute in einen Wald und gaben ihnen den Befehl, sich nicht von der Stelle zu rühren und am Straßenrand zu bleiben. Da sich ein Teil der Deportierten ebenfalls in den Wald flüchtete, veranstalteten die SS eine Menschenjagd und es gab nicht wenige Tote."( 84). 99 , Wir mußten ein Grab ausheben, für die Leichen und diejenigen, die fast tot oder zu erschöpft waren, um weiter zu marschieren. Ein Offizier befahl denjenigen, die die Schwächsten waren und nicht gehen konnten, die Leichen zu begraben; dann schossen sie etwa 50 der Totengräber nieder, die später von russischen in dem Lager befindlichen Kriegsgefangenen begraben werden mußten. Für die letzte Etappe( wir hatten schon 100 Kilometer zurückgelegt), mußten wir noch 25 Kilometer gehen; wir näherten uns dem Kampfgebiet. Diese Etappe war die mörderischste. Sie hatten es eilig und wir mußten laufen. Diejenigen, welche nicht laufen konnten, wurden niedergeschossen, so töteten sie mehr als tausend Menschen."( 100) ,, An einem bestimmten Zeitpunkt pferchte man uns in Kohlenwaggons ohne Dach, 140 Mann pro Waggon. Wir blieben in diesen Waggons drei Tage und drei Nächte lang, stehend, eng aneinander gedrängt, ohne uns setzen oder schlafen zu können. Wenn man völlig erschöpft war, neigte man den Kopf auf die Schulter eines Nachbarn und schlief so einige Minuten. Viele unter uns starben an Erschöpfung."( 44) ,, Zweimal ließen uns die Deutschen die Waggons öffnen, um die Toten herauszunehmen; sie häuften sie in anderen Waggons an, aus denen sie die Lebenden entfernt hatten. Aber die Reise ging weiter, die Sterblichkeit nahm zu. Ganze Tage lang mußten wir haltmachen, um die Leichen zu sammeln. Nach fünf Tagen wurde dieses Verfahren aufgegeben und um unser eigenes Leben während des Restes der Reise zu schützen, schleuderten wir die Toten oben zum Waggon hinaus." ( 82 , Unser Transport, der bei der Abfahrt 300 Menschen umfaßte, war bei unserer Ankunft in der Tschechoslowakei am 12. März 1945 auf 32 zusammengeschmolzen."( 82) ,, Von einem anderen Transport von 300 blieben nur 15 Überlebende. Am 3. Mai brachte man uns mit einem anderen Kontingent in Waggons mit Richtung auf die amerikanischen Linien. Als wir einige Kilometer vor ihnen angekommen waren, wurden zur Verrichtung der persönlichen Bedürfnisse die Türen geöffnet. Ich benützte das mit dreien meiner Kameraden, um mich in einem kleinen Wald zu verstecken. Wir hatten gut daran getan, denn die Amerikaner fanden bei ihrer Ankunft die kugeldurchlöcherten Körper in den Waggons; es waren 650 bis 700."( 89) ,, 1100 Frauen, die nicht imstande waren zu gehen und daher das Lager nicht verlassen konnten, wurden in zwei Blöcken eingesperrt, welche die Deutschen vor ihrem Weggang mit Dynamit sprengten."( 102) ,, Von unserem Bestand von 3700 Menschen beim Abzug blieben kaum 1500 übrig. Sie töteten noch am Lagereingang. Ein 14jähriger Junge, ungarischer Jude, das jüngste Mitglied des zuletzt angekommenen Transportes, wurde von einem SS- Mann zu Beginn der dritten Etappe niedergeschossen, weil er nicht mehr gehen konnte und zu Boden fiel."( 100) 22 Wir blieben dann noch zu 2000. Die SS ließen uns die Wahl, entweder zwei, Stunden später nach Breslau weiterzuziehen oder im Lager zu bleiben. Diejenigen, die weitergingen, waren sicher, ihr Leben zu retten. Dennoch blieben die meisten, da sie völlig erschöpft waren, da. Nur 200 bis 300 setzten den Weg fort; wir erfuhren später durch die Russen, daß sie alle auf Befehl der SS umgebracht wurden."( 87) ,, Es blieb im Zug eine Zahl von Häftlingen, die ich nicht bestimmen kann, die aber sicherlich mehrere tausend betrug. Die SS verteilten dann den deutschen Häftlingen Waffen, die mit den SS zusammen vor unseren Augen alle in den Waggons gebliebenen Gefangenen erschossen."( 82) 107 ,, Von 5000 Häftlingen, die damals weggeführt wurden, sind zwei Drittel noch am gleichen Tag gestorben."( 69) ,, Ein Transport, der von Orlich abgegangen war, kam in Maiste, 1 km von Gardaulgan, am 1. April 1945 an. Die SS- Leute sperrten die Häftlinge in ein großes Gebäude und brachten sie am nächsten Tag mit Granaten um, während ein 16jähriger SS- Korporal mit petroleumgetränktem Stroh lachend Feuer anlegte. Diejenigen, die zu fliehen versuchten, wurden niedergeschossen." ,, Von 2 500 Franzosen starben über 2000."( 63) 99 ( 117) Wir waren 5000 Menschen, als wir Birkenau am Morgen verließen. Nach einer Reise von acht Tagen und acht Nächten bestand der Transport nur noch aus 2 500 Menschen. Die anderen starben entweder durch Ersticken infolge des Zusammendrängens oder durch Hunger oder aber sie wurden von den SS niedergeschossen. Die ganze Eisenbahnlinie war von Leichen eingesäumt, die wir hinauswarfen, um für die Lebenden Platz zu schaffen."( 68) ,, Am 20. Januar 1945 blieben von den 4600 Menschen bei der Abfahrt nur noch 1700 bei der Ankunft. Dies gilt für unseren Transport, aber andere, über die ich keinerlei Angaben habe, folgten uns nach."( 39) ,, Von den 6- bis 7000 in diesem Zug transportierten Häftlingen blieb nur ein Viertel am Leben; die Hälfte war auf der Reise gestorben und das andere Viertel im Lazarett einige Tage nachher." ( 3) ,, Ein großer Transport, dessen Ziffer die einen auf 12 000, die anderen auf 14 000 schätzten, wurde in einen Hinterhalt gelockt( ein Ort, der in allen meinen Auskunftsquellen Wald von Gleiwitz Oberschlesien genannt wird). Dort warteten die SS mit Maschinengewehren und Maschinenpistolen und veranstalteten eine Massenhinrichtung. Nur etwa 100 sollen diesem Blutbad entgangen sein; aber unter den Geretteten sah ich keine Franzosen. Und doch gehörten solche zu jedem Transport."( 57) - ,, Drei oder vier Tage vor Ankunft der Amerikaner waren im Lager 52 000 Menschen. Mehr als die Hälfte wurde evakuiert und ich erfuhr, daß eine sehr große Zahl, wenn nicht die Mehrheit, unterwegs erschossen wurde."( 78) ,, Ungefähr 20 000 Menschen verließen das Lager. Nach den Ergebnissen der Untersuchung wurden viele unterwegs hingerichtet; die Ziffer ist schwer zu bestimmen."( 57) ,, Bei Gleiwitz wurden 12 000 Häftlinge mit Maschinengewehren im Wald umgebracht. Was mich anlangt, bin ich, da dies die einzige Aussicht auf Rettung war, enflohen und bin zur Roten Armee durchgekommen."( 23) ,, Unterwegs sagten uns die SS- Leute plötzlich:, Lauft weg!" Man hörte die Maschinenpistolen der Deutschen, die auf uns schossen. Schon gab es Tote. Die SS schrien:, Vorwärts, los, los! Wir fragten, in welcher Richtung. Die polnischen Juden mit ihrer Erfahrung von fünf Jahren, sagten uns: , Das ist jetzt das Ende. Betet, es ist zu Ende'. Sie kannten die deutschen Methoden. Ich sprang zur Seite und verbarg mich im Wald unter dem Schnee. Mein Kamerad und ich blieben da drei Tage und drei Nächte, während die 20 000 mit Maschinengewehren erschossen wurden."( 44) , Von den 80 000 ausgehungerten und geschwächten Gefangenen schließlich, die die Deutschen auf die Straßen warfen, wurden die meisten umgebracht."( 23) 99 ,, Der Lagerkommandant erklärte bei der Ankunft der Alliierten, im Moment des alliierten Vormarsches den Befehl erhalten zu haben, uns in den Blöcken einzuschließen und sie in Brand zu stecken. Er tat es nicht, einmal weil er dachte, daß Ruhr, Typhus, Hunger und Durst unser aller Los besiegeln würden, und dann, weil das Lager eingeschlossen war und es daher zu spät war, diesen Plan auszuführen. Am Sonntag, 15. April 1945, kamen die Engländer an. Unser Leben war so gerettet, aber das so vieler anderer... die Zahl der Toten fiel immerhin dank der Ernährung von 7800 auf 200 pro Tag."( 63) F 17 000 13 000 noch „ D Die p den ei " Von d men. vergle 95 bi Ausch sind. 250 00 änder fahrt Jahre Di schen Höchs بدور Bahn tersu Dard mit t Trans gekon jenig - 108- 354 durch eichen Tag ulgan, am ten sie am getränktem mossen." ( 117) se von acht deren star. er aber sie säumt, die 700 bei der habe, folg am Leben; e nachher." ( 3) 0 schätzten, Zahl der Toten d von Glei und Maschi Blutbad ent solche zu n. Mehr als e Mehrheit, uchung wur . Was mich Loten Armee pistolen der ! Wir frag sagten uns: sprang zur la drei Tage ie Deutschen es alliierten sie in Brand Durst unser zu spät war, tet, aber das 800 auf 200 Prozentsatz Bilanz - ,, Folgende kleine Bilanz kann ich aufstellen: Im Moment meiner Ankunft waren ungefähr 17 000 russische Offiziere und Soldaten im Lager. Nach Ablauf von zwei Monaten waren 12- bis 13 000 Kameraden der ersten Stunden verschwunden; 3- bis 4000 waren noch am Leben."( 101) ,, Ins Lager von Mauthausen kamen im ganzen 9000 Franzosen, von denen am 30. April 1945 noch ungefähr 4400 am Leben waren."( 118) ,, Die französischen Juden wurden nicht besser behandelt. Es bestand keinerlei Unterschied. Die polnischen Juden wurden sofort bei ihrer Ankunft im Lager vernichtet. Die französischen Juden einige Zeit nachher."( 94) ,, Von 80 000 aus Saloniki( Griechenland) deportierten Juden sind etwa noch 100 am Leben. Von den 120 000 aus Frankreich deportierten Menschen werden nur etwa 5 Prozent zurückkommen. Eine Schätzung ist schwierig."( 22) ,, Wenn man die Statistiken der Arier und Nichtarier, die in diesem Lager umgekommen sind, vergleicht, so kommt man zu der Schlußfolgerung, daß der Prozentsatz 3 bis 5 Prozent Arier und 95 bis 96 Prozent Nichtarier beträgt. Das heißt, daß, wenn man eine Ziffer von 4 Millionen in Auschwitz Umgekommenen anerkennt, 250 000 Arier dort gestorben sind, während der Rest Juden sind. Wenn man die Ziffer der Umgekommenen mit 3 Millionen annimmt, so wird die Zahl von 250 000 für die Arier etwa die gleiche bleiben, während die Zahl der Juden sich entsprechend ändert."( 86) ,, Die Zahl der nach Auschwitz gebrachten Frauen war bei ihrer Ankunft 93 000; bei ihrer Abfahrt zur Arbeit nach Lothringen war die Zahl auf 12 000 gesunken: 86 000 Frauen waren in zwei Jahren gestorben. Die Sterblichkeitsziffer in den Männerlagern war noch höher."( 102) ,, Es ist nachgewiesen worden, daß im Laufe von drei Monaten: Mai, Juni, Juli 1944 die Deutschen in den Krematorien und auf den Scheiterhaufen gegen 600 000 Häftlinge verbrannt haben. Während meines Aufenthaltes wurden an einem Tag 20 000 ungarische Juden verbrannt. Die Höchstziffer betrug 36 000 an einem Tag."( 23) ,, Eine Gesamtzahl von 1 341 000 Opfern in etwas weniger als drei Monaten."( 123) ,, Um die Totenziffer festzustellen, hat man die Register der ankommenden Transporte am Bahnhof von Auschwitz herangezogen, die sich augenblicklich in den Händen der russischen Untersuchungskommission befinden. In diesen Registern wurde die Zahl der Transporte bei ihrer Durchfahrt an diesem Bahnhof ins Lager von Auschwitz vermerkt. Wenn man die Transportzahl mit tausend multipliziert( tausend Häftlinge waren eine Mindestziffer für einen Transport; manche Transporte umfaßten bis zu 3000 Gefangene, so kommt man zu einer Zahl von 4,5 Millionen Umgekommener nach Abzug der im Moment der Befreiung im Lager befindlichen Häftlinge und derjenigen, die in den verschiedenen Kommandos verteilt waren."( 86) ,, Allen diesen Massenermordungen sind die Tausende und Tausende hinzuzufügen, die langsam durch die Arbeit, die Folterungen, den Hunger und die Krankheiten umgekommen sind."( 121) - 109 ,, Außerdem gab man z. B. jedesmal, wenn neue Transporte russischer Kriegsgefangener ankamen, ihnen nicht die laufenden Nummern der Auschwitzer Internierten, sondern diejenigen der Serie 1 bis 2000 der gestorbenen Russen. Es ist daher schwer zu schätzen, wieviele Gefangene dieser Kategorie ins Lager kamen."( 104) ,, Im ganzen wurden allein in Auschwitz 7 Millionen Menschen umgebracht.( Diejenigen, die bei der Ankunft verbrannt wurden, wurden nicht in die Register eingetragen; diejenigen, die im Lager starben, wurden als eines natürlichen Todes gestorben oder als verunglückt vermerkt)."( 23) ,, Die Zahl von 8 Millionen in diesem Lager vernichteter Menschen scheint keineswegs übertrieben zu sein."( 118) ,, Drei Millionen für Maidanek, das Lager von Lublin."( 20) ,, Die Zahl der Überlebenden von den vor 1942 Deportierten ist äußerst geringfügig. Der Prozentsatz beträgt vielleicht 1 Prozent. Vielleicht noch geringer für die 1942 Deportierten."( 100) ,, 90 Prozent unserer Kameraden sind gestorben. Es ist eine vollkommene Ausrottung. Arier oder Nichtarier, kaum 10 Prozent werden zurückkommen."( 94) ,, Die Zahl von 26 Millionen stellt annäherungsweise die Gesamtziffer von Menschen, Kriegsgefangenen und politischen Häftlingen( Männer, Frauen, Kinder aller Alter und Nationalitäten) dar, welche die Deutschen durch Hunger, Kälte, Krankheiten, Torturen, medizinische Experimente und andere Vernichtungsmittel in allen Lagern Deutschlands und der besetzten Gebiete umgebracht haben."( 118) ,, Außerdem ist der europäische Kontinent einschließlich Deutschlands systematisch Hunderttausender von leitenden Persönlichkeiten der liberalen und demokratischen Welt beraubt worden."( 106) - - 110- st ze el 14 S V h I d d Η b n W S 6 gener anenigen der mgene die en, die bei , die im rkt)."( 23) wegs über Vor dem Kriege Der Pro en."( 100) ung. Arier en, Kriegs. Nationali inische Ex. en Gebiete Hundert raubt wor ,, Das Lager von Ravensbrück wurde 1934 gebaut. Es war für Feinde des Regimes bestimmt. Für 3 500 Menschen angelegt, wurde es zweimal vergrößert und enthielt im ganzen 32 Baracken." ,, Von 1938 ab war das Lager zur Internierung von deportierten Frauen bestimmt." ( 118) ,, Das Lager von Ravensbrück war auf einem persönlichen Grundstück Himmlers errichtet.( 114) ,, Das Lager von Mauthausen wurde 1938 in Dienst gestellt und diente dazu, Gegner des nationalsozialistischen Regimes zu internieren. Auch dieses Lager wurde schließlich ein Vernichtungslager, aber von geringerer Bedeutung. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1938 hat Mauthausen bis 1945 eine Totenziffer von 140 000 Menschen aufzuweisen."( 11) ,, Das Lager von Buchenwald ist im Juli 1937 gegründet worden." ,, Die ersten Häftlinge kamen in mehreren Transporten dorthin aus den Lagern von Sachsenhausen und Lichtenberg. Die Häftlinge waren Politische, Verbrecher, MilitärdienstVerweigerer. Während seiner Erbauungszeit, d. h. ungefähr bis März 1938, starb man dort hauptsächlich unter den Kugeln infolge von Fluchtversuchen, die durch die furchtbaren Lebensbedingungen im Lager veranlaßt waren. Die massenweisen Ankünfte im Mai- Juni 1938 der deutschen sogenannten, Arbeitsdienstverweigerer' und Juden bewirkten ein Anwachsen der Sterblichkeit: 10 Prozent des Lagerbestandes kamen vom Juni bis zum Ende des Jahres um. Nach der Besetzung Österreichs kamen im September 1938 die ersten ausländischen Häftlinge in Buchenwald an. Unter dem Vorwand von Fluchtversuchen wurden im Steinbruch der Schwiegersohn des früheren Ministerpräsidenten Miklas, Certes, der Justizminister und Generalstaatsanwalt Ritterstein, der Gefängnisdirektor Trummer, der Heimwehrchef und Generalkonsul Staidle, der Major Hoffren, der Polizeipräsident der Provinz Salzburg, Bechinie, usw. erschossen. Im Dezember 1938 ließ der Lagerkommandant eine spezielle Dunkelbaracke, den Block 3, einrichten. Die dort eingeschlossenen Häftlinge erhielten lediglich einen Liter Suppe alle drei Tage und täglich 25 Schläge aufs Gesäß. 80 bis 100 Internierte erhielten diese Strafe; drei von ihnen überlebten sie."( 105) ,, Ich war 1937 in Berlin; jedermann wußte, was ein Konzentrationslager ist und welche Behandlung die in Dachau eingeschlossenen Juden und Kommunisten erfuhren. Ein Gefangener erzählte mir, daß man aus der Zelle von Niemöller sehr wohl das Schreien der gefolterten Menschen hörte."( 124) - 111- ANHANG Liste der Lager, Kommandos und Gefängnisse, die zur Inhaftierung gedient haben Name Aachen -Abderoda Adersbach Ahrensboek Aichach Aivrach Albala Ahlbeck Algoa Allach Allendorf Allett Alt-Beelit Alt-Diber Altkirch Altmoabit Amberg. Ampfing Am Suhrskamp Andalou Ankenburg Annaberg ‚ Annaburg Annen-Witten Anrath Ansbach Amstetten Anusberg Apfelbach Apolda Arnstadt Artern Arolsen Arving Aschenburg Aschendorf Achendorfer Moor Aschersleben Atlantikhaus Auerbach Augsburg I Augustow II Aunau Aurich Wo gelegen? Rheinland Thüringen Erzgebirge Holstein Oberbayern Pommern Oberbayern Ostpreußen Brandenburg Brandenburg Elsaß Berlin Bayern Niederbayern Hamburg Baden Oberschlesien Sachsen Westfalen Rheinland Franken Württemberg bei München Thüringen Prov. Sachsen Thüringen Rheinland Mecklenburg Hannover Prov. Sachsen Berlin Sachsen Bayern Nordostpolen 2 bei Augsburg Hannover Art des Lagers Gefängnis für Politische Frauenlager, Kriegswerkstätten Unterirdische Anlagen Lager für Juden Lager für Politische Unterirdische Werkstätten Lager für Juden Flugwerke, Lager für Politische Durchgangslager Kriegswerkstätten aD: Gefängnis EL) „Vergeltungslager“ Lager für Politische Stapogefängnis Kriegswerkstätten Gefängnis Kriegswerkstätten Arbeitslager Arbeitslager für Frauen Lager für Juden Gefängnis Arbeitslager Kriegswerkstätten ” Kommando V. Buchenwald Arbeitslager Lager für Juden Moorlager Malachit AG. Gestapogefängnis Unterirdische Werkstätten Gestapogefängnis Arbeitslager für Polen Arbeitslager für Polen Lager für Politische Kommando v. Neuengamme Basel Baumholder Bauschwitz Babelsberg Bad Berka Bad Dürkheim Bad Dürrheim Bad Ems Baden- Baden Bad Godesberg Bad Helmstedt Bad Kreuznach Bad Liebenzell Bad Oppersdorf Bad Salzungen Bad Sulza Bad Schwarzbach Bad Schwarzenbach Bartensleben Barth CSR bei Berlin Thüringen Pfalz Baden Hessen- Nassau Rheinland Braunschweig Rheinland Württemberg. CSR. Thüringen Niederschlesien Thüringen Prov. Sachsen Pommern Elsaß Name Auschwitz I Auschwitz II Auschwitz III Auschwitz- Brieg Aussig Auzun Wo gelegen? Oberschlesien CSR 59 22 Art des Lagers Lager für Politische und Juden Lager für med. Experimente Vernichtungslager Salzbergwerke Unterirdische Kriegswerkstätten Bernau Bernau Berum Berum Bethau Beucho Lager für Politische Unterirdische Werkstätten Arbeitslager 22 Beuthe Bialyst Bielefe Bielity Bingen Arbeitslager für Russen Birnba Binger Bischof Bissing Gefängnis Lager für Politische Bitsch Bitterf Blaicha 22 22 " Blanke Blanke Arbeitslager Blanke Salzbergwerk Blechha V I- Werkstätten Bleiche Lager Blumer Rheinland Blumer Oberschlesien Bautzen Bayenthal Bayreuth Beerfelde Beidsburg Belgrad Belsen Bengerbrück Belzig Bendorf Benitz Benninghausen Bentkau Bentschen Berdingew Berensbostel Berga- Elster Bergedorf Bergen- Belsen Bergkamen Sachsen Rheinland Oberfranken bei Berlin Bayern Jugoslavien Hannover Brandenburg Rheinland 22 Hannover Rheinland Niederschlesien Westpolen Ostpolen Hannover Sachsen bei Hamburg Hannover Westfalen Arbeitslager Lager für Politische Munitionsfabrik Salzbergwerk Heinkelwerk Metallurgie AG. Lager für Juden Arbeitslager Lager für Juden und Politische Bergwerke Kommando von Auschwitz 1 Lager für Politische Bobers Bochun Bocken 25 99 " 2 99 Boetzov Bolmen Bojano Bonnha Börger BorgoBornim Born Breme Troglit Brande Brauns Brauns Brauns Brauwe Breink Breme Bergneustadt Bergstadt Berlekau Rheinland Oberschlesien Lager für Juden Polen Gestapogefängnis Berlin Polizeigefängnis Gestapogefängnis 22 Untersuchungsgefängnis Berlin- Alexanderplatz Charlottenburg 22 Columbushaus 99 Gestapohaus Börse 22 Lichtenberg 27 Lichterfelde Albrechtstraße Altmoabit 27 95 Atlantikhaus Friedrichsfelde " Lehrter Straße 22 Kaiserdamm 29 Seidligstraße 25 Ploetzensee Tegel 99 99 - 114- Untersuchungsgefängnis Gestapogefängnis Untersuchungsgefängnis Gestapogefängnis 22 Bresla Brieg BrualBruchs Brühl Bruna Bruss Brussa BrussBromb Brutti Brux Bucha 22 22 22 Strafgefängnis 99 Bucher siehe Buchlo Juden nte stätten ב 31 Name Bernau Bernau Berum Berum Bethau Beuchow Beuthen Bialystock Bielefeld Bielitz Bingen Birnbaum Bingerbrück Bischofskoppe Bissingen Bitsch Bitterfeld Blaichach Blankenburg Blankenau Blankenhain Blechhammer Bleicherode Blumenau Blumenthal Boberstein Bochum Bocken Boetzow Bolmenen Bojanowo Bonnhagen Börgermoor Borgo- Sandalmazzo Bornim Bremenblumental Born Troglitz Brandenburg Braunschweig Braunsberg Brauweiler Breinke olitische Braunschweig- Schandelach Bremen- Farge Niẞler Ostertor Steintor Wo gelegen? bei Berlin Oberbayern Hannover Oberschlesien Prov. Sachsen Thüringen Oberschlesien Nordwestpolen Westfalen CSR. Rheinland Westpolen Rheinland Niederschlesien Bayern Lothringen Sachsen Bayern Harz Thüringen 99 Oberschlesien Hessen bei Mannheim bei Leipzig Sachsen Westfalen Rheinland bei Berlin Bayern Polen Mecklenburg Oldenburg bei Potsdam Ostpreußen Oberschlesien Sachsen Ostpreußen Rheinland Art des Lagers Gestapogefängnis Lager für Politische Moorlager Lager für Juden und Politische Kommando Buchenwald Lager für Politische und Juden 92 Lager für Kranke Eisenbahner- Gefängnis Arbeitslager für Juden Ölgewinnungsanlage Lager Arbeitslager BMW.- Werk Flugzeugwerk Lager für Franzosen. Lager Lager Arbeitslager Lager für Politische Gestapogefängnis Lager für Politische Arbeitslager Messerschmidtwerk Gefängnis Moorlager Gestapogefängnis Borsigwerk Brabagwerk Gestapogefängnis Kommando von Buchenwald Industriewerke Gefängnis Gestapogefängnis Untersuchungsgefängnis 99 Strafgefängnis Lager und Gefängnis Schlesien 99 99 99 99 Breslau Brieg Brual- Rhede Bruchsal Brühl Bruss Brussau Bruss- Konitz Bruna- Worjo Bromberg Bruttig Brüx Buchau Hannover Baden Sachsen Westpolen Polen- Westpreußen Sachsen Polen- Westpreußen 92 Rheinland CSR. 99 Württemberg Gestapogefängnis, med. Experim. Lager für Politische Lager für Politische und Juden Lager Ölgewinnung Buchenwald siehe Weimar/ Buchenwald Buchloe Bayern - 115- 8* Bühl Bunzlau Burg Hoheneck Burg Hohnstein Burzau Butbach| Bütow-Dreibergen Bussin Bydgozecz Celle Cernay Cerzandu Cham Charbow Chelmno Chemnitß Christianstadt Czanew Cziechanow Clamenburg Coburg Cochem Coldi Colmar Colopiski Conauschigen Coswig Cracovie Groß-Strelit Crimmitschau Dachau Dalum Danzig Danzig-Langfuhr Darmstadt Dautmergen Deuß bei Köln Demblin Derendorf Dessau Deu Dewangen Dicharhoff Dieburg Dieg Dietdorf Diegenbach(Hessen) Dillenburg Ditdorf Dobrzyn Dollersheim Donaueschingen Donauwörth Dora Dornburg Dorchutscha Dorndorf Dortmund Dossel Dreei-Neustadt Dreibergebn Drenthe-Westerbrock Dresden Dresden-Neustadt Wo gelegen? Baden Niederschlesien Rheinland Sachsen Holstein Hessen Mecklenburg Pommern Polen Hannover Elsaß Polen Oberbayern Pommern Polen Sachsen Brandenburg Polen Ostpreußen Franken Rheinland Sachsen Elsaß Elsaß Sachsen Polen Oberschlesien Sachsen Bayern Hannover Polen Hessen Württemberg Rheinland Polen Brandenburg Anhalt Sachsen Rheinland Württemberg Hessen Hessen Niederschlesien Hessen Hessen Sachsen Zentralpolen Hessen Baden Bayern Thüringen Anhalt Polen Thüringen Westfalen Brandenburg Mecklenburg Rheinland Sachsen „ Art des Lagers_ Lager für Politische Arbeitslager Zuchthaus Zuchthaus Gefängnis Zuchthaus, Lager für Juden Lager Lager Lager für Politische und Juden ” Gestapogefängnis Lager für Politische Kriegsindustrie Lager Lager für Politische Lager für Politische und Juden Zuchthaus Gefängnis Lager für Politische und Juden Moorlager Gefängnis Lager Gefängnis Arbeitslager Gestapogefängnis Lager für Frauen Lager für Politische Gefängnis Lager Lager für Politische Kruppwerk Gefängnis Gestapogefängnis Kommando von Buchenwald Proedelwerke Lager für Politische und Juden Gestapogefängnis Lager für Politische und Juden Zuchthaus Gefängnis Munitionsfabrik | Duisbu Düren | Dissele Dissele | Drialde - Ehense Bherst2 Eiken Eilpe Fisenb: Ensish Eppen Epersh Erfurt Brla-Le ' Brlau Richers Eisen- Isterw. Eiterst Eutin Everst; Ibing Falhril Fallers > Falken "Falken Falken ' Falken | Pallig Parge estun Rice] Finger Pirnbe Piche } Nlhin | Plens, | Alkha | Pond Inge Hen Juden Drütte Name Duderstadt Duisburg Düren Düsseldorf Düsseldorf- Stoffel Dzialdowo Ebange- Florance Ebelsberg Wo gelegen? Hannover Südhannover Rheinland 99 99 99 Ostpreußen Lothringen Oberösterreich Polen Hessen Ebensee Eberbach Baden Eberstadt Eberswalde Edenau Eger Eichtal Eiken Eilpe Eisenbach Eisenach Elbing Ellrich Elrach Elsig Brandenburg Ostpreußen CSR. Ostpreußen Hannover 99 Thüringen 99 Ostpreußen Thüringen Rheinland Art des Lagers Goeringwerke Gestapogefängnis Lager 99 99 99 Sterilisierungslager Gefängnis Arbeitslager Fahrzeugwerke Arbeitslager Lager für Politische 99 99 Arbeitslager Lager für Politische Gestapogefängnis Kommando von Buchenwald Festungsanlagen Fahrzeugwerke Juden Elsing Emden Ems Emsland Ensisheim Eppen Epersheim Thüringen Hannover 99 99 Elsaß Rheinland Hessen- Nassau Braunschweig Provinz Sachsen Sachsen Niederschlesien Moorlager Kommando von Buchenwald 99 99 Gruppe Gefängnis Arbeitslager Goeringwerke Frauenarbeitslager Juden Erbruch Erfurt Erla- Leipzig Erlau Eschershausen Thüringen Essen Rheinland Esterwegen Hannover Ettersburg Thüringen Eutin Holstein Everstadt Oldenburg Elbing Falbrik Fallersleben Falkenau wald Juden Juden Falkenau- Swodau Falkenheim Falkensee Fallingbostel Farge Fechenbach Feldafing Federnbach Festung- Ankhaus Fichtelberg Fingerlitten Firnbein Fischen Flehingen Flensburg Flöha Floridsdorf Flossenbürg 99 Ostpreußen Polen Hannover Sachsen 99 Brandenburg bei Berlin Hannover Bremen Bayern 99 Hessen- Nassau Pommern Sachsen Bayern bei Mannheim Bayern Baden Schleswig Sachsen bei Wien Bayern 99 Gestapogefängnis Moorlager Buchenwaldkommando Lager Moorlager Arbeitslager Durchgangslager für Juden Volkswagenwerk Gefängnis Lager für Politische Lager 99 Lager für Politische Straflager 99 Gefängnis 99 Unterirdische Anlagen Straflager Frauengefängnis Gefängnis 99 99 Flugzeugwerk Heinkelwerk Metallwerke Durchgangslager - 117- Name Flossenbürg-Pilsen Flossenbürg-Weiden Fochenheim Frankfurt a.d. Oder Frankenstein Frankental Frankenthal Frankfurt a. Main Frankfurt-Preungesheim Freiburg Freistatt Freudenstadt Friedrichshafen Fromen Frohnau Frysztat Fuhlsbüttel Fürstenberg Fürstengrund Fürstenwald Fürth Fußbach Füssen-Plansee Gandersheim Gaggenau Ganacker Gazelle Genshagen Germersheim Gerolstein Gersheim Ginsheim Glasch Glasmoor Glag Gleiwiß Glücksstadt Gmünd Gocolin Godesberg Golleschau Gollnow Golojow Gommern Gorczyn I Gorezyn II Görlitz Gortau Gorzice Gosen Gotha Göttendorf Gotenhafen Gotteszell Gräfenhainichen Grajewo Graeben Graudenz Grauwinkel Graz Graz-Aflenz Graz-Leibnit Greiz Greifswald Wo gelegen? Bayern Hessen-Nassau Brandenburg Niederschlesien Oberschlesien Pfalz Hessen Baden Hannover Baden Württemberg bei Stuttgart bei Berlin Südwestpolen bei Hamburg Brandenburg Hessen Hessen-Nassau Bayern Baden Tirol Südhannover Baden Bayern Südpolen bei Berlin Pfalz Rheinland Pfalz Hessen Oldenburg Schlesien Oberschlesien Schleswig-Holstein Württemberg Oberschlesien Rheinland Sachsen Pommern Polen Sachsen Polen Schlesien Sachsen Polen Brandenburg Thüringen ir) bei Danzig Niederbayern Sachsen Polen Hannover Ostpreußen Sachsen Österreich ” „ Thüringen » Pommern Art des Lagers Frauenlager Männerlager Gefängnis cL) Ei L) Gestapogefängnis Gestapogefängnis Strafgefängnis Gestapogefängnis Gefängnis Gestapogefängnis Lager Gefängnis Gestapogefängnis Arbeitslager Strafgefängnis Lager für Politische Kohlenbergwerk Durchgangslager Gefängnis Strafgefängnis Lager. Kommando von Buchenwald Lager für Politische Gefängnis Salzbergwerk Daimler-Benz-Werke Lager Lager für Politische Lager für Politische Gefängnis Moorlager Lager für Politische und Juden Lager für Politische und Juden Zuchthaus Gefängnis und Lager Lager für Juden Gestapogefängnis Gefängnis Zementwerke Gefängnis Lager für Polen Lager für Polen Zuchthaus Gefängnis KL) Straflager Gefängnis „ Kommando von Neuengamme. Gefängnis Ei Durchgangslager für Juden Lager für Politische Gefängnis Unterirdische Bauten Fahrzeugwerke Unterirdische Bauten Unterirdische Bauten Textilfabriken Strafgefängnis ee 6 a RER Griebo 1} Grieshr 2) Grimm I(roßhe . Gross0 Groß-R Groß Grottal Grundl Grünh? Grusse) Güsen Güsen Güsten Gustlol Gutach Gutsch Gutton Hagen Hagen: Beide Heinev Halber Halle Hallen Hambı Name Wo gelegen? Griebo Sachsen Griesheimer Sand Hessen Grimma Sachsen Großhennersdorf Grossoerner Groß- Rosen Groß- Strehlitz Grottau Grundhaus Grünhainichen Grussen Güsen Güsen Güsten Gustloffwerke Gutach Gutsch Guttowitz Hagen Hagenau Heide Heinewalde Halberstadt wald Halle 99 Hallendorf Hamburg- Altona Dammtor Fuhlsbüttel Juden Juden Hamm gamme uden Fischbeck Hols engleis Schumeckstraße Am Suhrenkamp Neuengamme Hamersleben Hanau Hammerstein Hannberg Hannover Hannover- Limmer Hannover- Stonnen Happurg Harpstedt Harzungen Haselhorst Hasselt Haslach Haßloch Hattingen Haunstetten Hecht Hedersheim Heidelsheim Heilsberg Heilbronn Sachsen Hannover Niederschlesien Oberschlesien Sachsen Ostpreußen Sachsen Schlesien Brandenburg Oberösterreich Hannover bei Weimar Baden Ostpreußen Ostpreußen Westfalen Elsaß Holstein Sachsen Provinz Sachsen Provinz Sachsen Provinz Sachsen Braunschweig Hamburg 99 99 99 99 99 99 " Westfalen Provinz Sachsen Polen- Westpreußen Hessen Bayern Hannover 99 99 Mittelfranken Hannover 99 bei Berlin Rheinland Baden Unterfranken Rheinland Bayern Unterfranken Baden Ostpreußen Württemberg Heinersberg Bayern Heinsburg Sachsen Heinrich St. Bayern Hela Danzig Helbra Helfingen Helenow Helmstedt Provinz Sachsen Niederbayern Polen Braunschweig Art des Lagers Lager Straflager Gefängnis Lager für Elsässer Lager für Politische Straflager für ausländische Arbeiter Lager für Politische und Juden Textilwerke Lager Gefängnis Lager für Politische Arbeitslager Kommando von Mauthausen Gefängnis Unterirdische Bauten Arbeitslager Lager für Politische Lager für Politische und Juden Gestapogefängnis Lager Zuchthaus Gefängnis Flugzeugwerke Frauengefängnis Flugzeugwerke Lager Untersuchungsgefängnis Untersuchungsgefängnis Strafgefängnis Gestapogefängnis 99 22 22 Lager für Politische Gestapogefängnis Malachit AG. Lager Gestapogefängnis Durchgangslager für Juden Untersuchungsgefängnis Gestapogefängnis Straflager Lager Lager Unterirdische Bauten Flugzeugwerke Lager für Politische Straflager Lager für Judenfrauen Gestapogefängnis Lager für Politische Lager für Politische Lager 99 Gestapogefängnis Lager für Politische Lager 99 Unterirdische Bauten Gefängnis Lager 99 Flugzeugwerke - 119- Name Henschelwerke Hermeskeil Hersbruck Herta Herbestal Herzogenburg Herzingen H.- Lichtenau Hettstedt Heuberg Heydebreck St. Ingbert Hirschberg Lindenburg Hinzerath Hochpils Hoevelhof Hof Hohen- Asperg Hohenbrück Hohensalza Hohenstein Holbeckshof Holleischen Holleschau Holweide Holzen Homburg v. d. H. Hondwitz Haselhorst Hradisko Hütten Huy Lavorchond Jena Imperia Innsbruck Untermansfeld Linz Jablonow Jauer Janina Jaworowo Wo gelegen? Kassel Rheinland Mittelfranken Rügen( Pommern) Rheinland Niederösterreich Bayern Hessen- Nassau Hannover Württemberg Oberschlesien Moselland Schlesien Oberschlesien Rheinland Ostpreußen Westfalen Oberfranken Württemberg Pommern Polen Ostpreußen Rheinland CSR. Nieder- Österreich Rheinland Hannover Hessen Oberschlesien bei Berlin CSR. bei Hamburg Provinz Sachsen Oberschlesien Thüringen Österreich Tirol Art des Lagers Lokomotivwerke Gefängnis Arbeitslager Unterirdische Werkstätten Lager Lager für Politische Lager für med. Experimente Lager für Politische Straflager Straflager für Arbeitsverweigerer Lager für Politische Gefängnis Kamp Karls Karp Karp Kasge Kasse Katto Kaufl Kaufe Kehl Kelbr Kema Kemp Кегр KölnKiel Schweres Festungsgefängnis Arbeitslager Kiola Kittli Kisla Kisse Klage Klein Klink Koble Gestapogefängnis Kriegswerkstätten Gestapogefängnis Lager für Politische Gestapogefängnis Arbeitskommando Munitionsfabrik Krankenlager Gefängnis " Erdarbeiten 99 Gestapogefängnis Koch Lager für Juden Koed Flugzeugwerke König Lager für Politische Koeth Arbeitslager Koffi Lager für Politische Kola Kohlengruben Kolm Gestapogefängnis Köln Kom Koni Lager Bergwerke Köni Thüringen Österreich Lager für Politische Köni Köng Nordwestpolen Niederschlesien Lager für Politische Kohlengruben Konr Kons Polen 99 99 99 222222 Rheinland Schlesien Holstein Jaworino Jaworzlow Jaworzlobelzec Jawischowitz 99 Kohlengruben 99 99 Lager für Politische Lager für Juden Jaworzina 99 Jedlice CSR. Johanngeorgenstadt Sachsen Johannesberg Johannesdorf Jülich Jüterbog Kaematen Kamenz Kaiserslautern Pfalz Kalsheim Bayern Kaismain Bayern Kalkar Kalkau Kaltenkirchen 99 99 99 Lager für Politische Kons Kose Koth Kott Kotte Krac Krak Emsland Schlesien Rheinland Brandenburg Württemberg Schlesien Lager für Politische Flugzeugwerk Moorlager Kranken- Arbeitslager Krat Kref Kreu Krisp Kroll Lager Kuhl Unterirdische Bauten Küst Gefängnis Krankenhaus für Politische Gestapogefängnis Kyff Labi Labr Lade Lage Lage Laho Lager 1 - 120- ” # f PRO S Kattowiß Kaufbeuren Kaufering Kehl Kelbra Kemauthen Kempten Kerpen Köln-Deug Kiel Kiolan Kittligtreben Kislau Kisselring-Leitmerig Klagenfurt Kleingladbah Klinker I » Karmeliter » Kartause Kochendorf Koechen Königsberg Koethen Koffing Kola Kolmar Köln Komotau Konit Königswusterhausen Königshütte Köngstein Konradstein Konstantinow Konstanz Kosel Kothen Kottbus Kottern Kracowinkel ‚Krakau Kratau Krefeld Kreuznach Krispl Krollista Huta Kuhberg Küstrin Kyffhäuser Labiau Labroque - Ladelmond-Husum i Lager Nr. 21{ Lager Peterminschule Rheinland Baden Bayern ESR. Thüringen Hessen-Nassau Oberschlesien Bayern „ Baden Provinz Sachsen Bayern Breinland Holstein Schlesien Baden CSR. Österreich Rheinland Sachsen Eeland EL) & Baden Ostpreußen Anhalt Bayern Rheinland Elsaß Rheinland CSR. Polen-Westpr. Brandenburg Oberschlesien Sachsen Zentralpolen Baden Schlesien Bayern Brandenburg Oberbayern Polen Österreich Rheinland| Rheinland Salzburg Thüringen Brandenburg Thüringen Ostpreußen ‚ Elsaß Holstein Emsland Konstanz Hannover Wo gelegen? Art des Lagers Stahlwerke Gestapogefängnis Kriegswerkstätten Kommando von Buchenwald Absonderungslager Straflager Kriegswerkstätten Dynamitfabrik(Juden) Gestapogefängnis Unterirdische Bauten IG.-Farben Gestapogefängnis Gefängnis Unterirdische Werkstätten Lager V I-Werkstatt Granatenfabrik Gefängnis für Politische(Frauen) Salzbergwerk Gestapogefängnis Arbeitslager Unterirdische Arbeiten(Frauen) Gefängnis und Lager Lager für Politische Lager Festungsgefängnis Gefängnis Gestapogefängnis - Tunnelbau Gefängnis Lager für Politische Lager Lager; Küstenbefestigungsarbeiten Moorlager Lager Langen Langenbielau Langendorf Hessen Schlesien Name Landau Landsberg/ Lech Langelsheim Wo gelegen? Pfalz Bayern Braunschweig Art des Lagers Gefängnis Festungsgefängnis Tunnelbauten Arbeitslager Flugzeugwerk Ludwi Ludwi Ludwi Lukow Lungw Lanzendorf Leau Leonberg Leuna Lichtenau Leopoldshall Lepschadt Leubei- Paẞ Leuforta Schlesien Provinz Sachsen Langenfeld Langensalza Langern- Ravensbrück Lengerich Langfurth Langenlütjen Lathen/ Ems Lauffen Laura/ Saalfeld Lazy Lehe Leibnitz- Aflen Leinbach Leipzig- Schönefeld Lengerich Schlesien Thüringen Provinz Sachsen Mecklenburg Rheinland Bayern bei Bremen Österreich Hannover Württemberg Thüringen CSR. Anhalt Hannover Österreich Provinz Sachsen Sachsen Westfalen Württemberg Provinz Sachsen Forstarbeiten Unterirdisches Flugzeugwerk Lager für Frauen Lager für Politische Unterirdischer Flugzeugbau Malachit AG., Salzbergwerk Luthin Lützen Lyska Markle Kriegswerkstätten Lager für Politische Durchgangslager Macker Magde Maida Mainz Moorlager Unterirdische Werke Mannh Maret Marien Marien Marki al Markle Rüstungswerke Hasser Mauth Matka Stalag- Lager VI D für politisch Verschleppte Tunnelbau Maulb Mayer Mecht Meera Stickstoffwerke Meini Hessen Sachsen Meins Lager für Politische und MelkLichtenburg Liebau Schlesien Sicherungsverwahrung Melk Melsin Württemberg Melsu Liebenau Liepowa Limburg Lobhof Lochmühle Lodz I Liebenau Limmer Linsdorf Linz Linz I Linz II Lippspringe Lippstadt Litzmannstadt Polen Bayern Hannover Oberschlesien Österreich Polen Schlesien Polen Hannover Merke Lager für Politische und Juden Merke Merle Lager Mersin Merzb Hermann- Göring- Werke Mesch Hannover Unterirdische Werke 99 Lager für Politische 99 Lager Metz Meuse Midzy Strafkommando von Buchenwald Miclin 99 Minde Misbu Mittel Mitter Moll Lodz II 99 Mono Lodz III 99 Lodz IV 99 Monte Lodz V 99 Lodz VI Lorhof Mosba 99 Bayern Lager für Politische und Juden( Frauen) Moos Moor Lübeck- Lauerfohr Holstein Lager für Politische( Frauen) Moore Lübeck- Marliring Holstein Lager für Politische( Männer) Mohr Brandenburg Morz Lübben Lublin- Maidanek Polen Lager für Politische und Juden Mühl Luckau Ludwigsburg Brandenburg Württemberg Zuchthaus Münl Zuchthaus Mühl Durchgangslager für Juden Münc Ludwigsdorf - 122- _ Ludwigslust - Lukow Luthinghausen Lütendorf Lyska Markleeberg _ Mackenrode Magdeburg Maidanek Mainz Mannheim Maret Marienburg Marienthal Markirch-St. Marie aux mines Markleeberg Hasserode Mauthausen Matkau Maulburg Mayen Mechtal Meerane Meiningen Meinsdorf Melk-Ebensee Melk Melsin Melsungen Merken Merkendorf Merlenbach Mersin Merzbach Meuselwitz Midzychod Micling Minden Misburg Mittelgladbach Mittenbach Moll Monowit (Auschwit 3) Monterberg Mosbach Moosbierbaum Moorhausen Moorexpreß Mohringen Morzach Mühlheim Mühldorf Mühlhausen München-Stadelheim Wo gelegen? Bayern Pfalz Mecklenburg Polen Sachsen Hessen Thüringen Polen bei Leipzig Provinz Sachsen Provinz Sachsen Polen Hessen Baden Österreich Ostpreußen Elsaß bei Leipzig Provinz Sachsen Österreich Ostpreußen Baden Rheinland Schlesien Sachsen Thüringen Österreich „ Pommern Thüringen Rheinland Lothringen Pommern Rheinland Westfalen Lothringen Sachsen Polen ci Hannover Resnland Schlesien Baden Hannover Hannover „ Bayern Rheinland Bayern Thüringen Bayern Art des Lagers Lager für Politische Zuchthaus Lager für Politische und Juden Filiale von Mauthausen Lager für Politische Strafkommando von Nordhausen Lager für Politische, Festung Lager für Politische und Juden Gefängnis Gestapogefängnis Lager für Politische Festungsgefängnis Unterirdischer V I-Bau Tunnelbau Strafarbeitslager für französische Saboteure Firnis-Werke Lager für Politische und für russische Arbeits- Lager: Lager für Politische Gefängnis „ Lager, Unterirdische Fabrik Gestapogefängnis Gestapogefängnis Lager Erdarbeiten Lager für Politische Gefängnis und Lager Lager für Politische Lager Zementfabrik Lager für Politische und Juden Lager für Politische Anlage für Kunstbenzin Krankenlager Strafkommando der Moorlager Lager für Politische Lager für Politische Gestapogefängnis Name München- Alaniheim Muerau Munderkingen Münster Myslowitz Murnau Nasilak Natzweiler Naumburg Naundorf Neckarelz Neisse Neersen Neersen Nackel Nandlstadt Neckargerach Württemberg Westfalen Polen Bayern Schlesien Bayern Nordpolen Elsaß Sachsen Österreich Baden 29 Schlesien Hannover Rheinland ( Entschärfung v. Bomben) Lager für Politische und Juden Lager Wo gelegen? Bayern Art des Lagers Lager für Politische und Juden Lager für Politische Orlam Pr.- Ey Gefängnis Lager für Politische Oppel Oranie Oribu Ortens Osnab Osterb Ostero Osters Filiale vom Lager Schirmeck Gefängnis Osthof Ostrov Lager für Politische Otmac Ottobr 99 99 99 Ougar 99 99 99 Lager für Politische und Juden Ovelh Pabiln Lager für Politische Lager Papen Passau Nestamitz Peene Nestomitz Neuberum Neubrandenburg Brandenburg Mecklenburg Pegau Lager für Politische Peiskr Filiale von Ravensbrück Petau Neubrenne 99 ( Frauenlager) Pettau Neuen- Bremme Saargebiet Lager für Politische Pferse Kriegswerkstätte Pippin Neudorf Neuendorf Brandenburg Lager für Politische Pitlin Neuengamme Hamburg 99 99 99 Plauer Neumarkt Bayern 99 99 99 Pletz Pleẞ Neumarkt- St. Veit Neumünster Holstein 99 ง 9999 Plesze Neuoffingen Bayern 99 99 99 Plomn Baden 99 99 99 Plomn Neusatz Neustadt Oberpfalz Erdarbeiten( Frauen) Plonsk Neusustrum Neuenfingen Nieborowitz Niederraden Niederhagen Niederroden Baden Niederroden/ Rodgau Hessen Niederorschel Sachsen Niedersachswerfen Hannover Niederzwehren Nordhausen Nürnberg Obergleen Oberlangen Oberlangenau Ohrdruf Oldenburg Olbernhau Oderberg Oderzleen Oels Offenburg Schlesien Baden Thüringen Bremen Brandenburg Oldenburg Sachsen Oberlangenbielau Oberlangen/ Ems Oberlanzendorf Oberndorf/ Neckar Oberuhldingen Oberwitz Obra Ochtumsand Hannover Württemberg Schlesien Rheinland Pommern Hessen- Nassau Thüringen Bayern Hessen Hannover Schlesien 22 Hannover Österreich Württemberg Baden Schlesien Westpolen Oberschlesien Lager Arbeitslager Lager für Politische Gestapogefängnis Lager für Politische 99 Moorlager F+ Gefängnis Lager für Politische Lager als Lager dienendes Schiff Lager für Politische Lager 99 Gestapogefängnis Kommando von Buchenwald Gefängnis Durchgangslager Moorlager Pobian Polens Polato Poniat Porta Posen PosenPotsda 99 99 99 Gefängnis Potuli Straflager Povche Puck Pudy Pusyk Queule 99 99 Rabste Radin Radog Raguh Raging Ramm Ramin Rather Prag Prawin Preun Prym Rastat Ratibo Rybni - 124 - Ortenstein Osnabrück k t N j | Osterode Osterstein Osthofen Ostrowo Otmachau Ottobrunn QOugard Ovelhoff Pabilnice Papenburger Gruppe Passau Peenemünde Pegau ‚Peiskretscham Petau Pettau Pfersee Pipping Pitling Plauen Pleg Pleß Pleszew Plomnit Plomnit-Leau Plonsk Pobianize Polens Polatowo Poniatowo Porta Posen Posen-Stadion Potsdam Potuliz Povchen-Attnach Puck Pudy Pusyko - Queuleu Rabstein _ Radinkendorf Radogosetsch Raguhn Raging Rammin Raming Rathenow Prag Prawinischki _ Preungesheim rym _ Rastatt Ratibor Wo gelegen? Thüringen Oberschlesien bei Berlin Sachsen Westfalen Mecklenburg Südhannover Sachsen Hessen Westpolen Schlesien Bayern Hannover Zentralpolen Hannover Bayern Pommern Sachsen Oberschlesien Österreich Steiermark Bayern Niederbayern Sachsen Mecklenburg Oberschlesien Westpolen Schlesien Anhalt Nordpolen Polen Sachsen Poln. Westpreußen Zentralpolen Westfalen Westpolen Polen Brandenburg EL Westpolen CSR. Litauen Hessen Ostpreußen Rheinland Nordwestpolen Südwestpolen Frankreich Sachsen Brandenburg Polen Anhalt Ostpreußen Pommern Oberösterreich Baden Brandenburg Oberschlesien Schlesien Art des Lagers Lager Gestapo-Gefängnis ältestes KZ-Lager Gefängnis EL) Lager Lager für Politische Arbeitslager kr) Durchgangslager Gefängnis Anlage für Torfverschwelung Moorlager Arbeitslager 40 Lager für Politische Lager für Politische Torpedowerkstätten Gefängnis Lager für Politische Arbeitslager ” Lager für Politische Arbeitslager Lager für Politische Tunnelbauten Lager Lager für Politische Arbeitslager Salzminen Junkerswerke Arbeitslager Lager Gefängnis Lager Lager für Politische und Juden Arbeitslager Gestapo-Gefängnis Lager für Politische und Juden Gestapo-Gefängnis Lager für Politische Arbeitslager Wegebauarbeiten Lager für Politische und Juden Arbeitslager Gefängnis für Politische Zuchthaus Gefängnis „ Bau von Eisenbahnbrücken Arbeitslager Festungsarbeiten Gefängnis Lager für Politische Arbheitslager Flugzeugwerke Arbeitslager Kommando v. Mauthausen Gefängnis Lager für Politische ”„” CL)”„ Name Ravensbrück Ravensburg Ravaruska Repnik Rebstock Recklingen Recklinghausen Redel Redelzipf Wo gelegen? Brandenburg Württemberg Polen Niederschlesien Sachsen Westfalen Art des Lagers Frauenlager, besonders berüchtigt Gefängnis für Politische Lager für Politische und Juden Lager Flugplatzbau Schake Schand Schaub Schech Schelk Scherf Scherz Lager für Politische Scheve Regensburg Pommern Österreich Niederbayern Lager Schimi Kriegswerkstätten Schirm Lager für Politische Schirm Westfalen Salzbergwerk Schlage Reh Reibnitz Reichenbach Reichenberg Reichling Niederschlesien Sachsen Ostpreußen Bayern Moselland Arbeitslager Schlack Gestapo- Gefängnis Schleus Zuchthaus Schlieb Munitionsfabrik Schlieb Gefängnis Schloys Reil Rellas Synthetische Ölherstellung Schnei Schock Remsdorf Rheinland Gestapo- Gefängnis Scholie Remscheid Österreich Schöne Remschels Rendsburg Schleswig Livland Lager für Politische Schom Lager Schöne Reval Hannover Lager für Politische Schönli Reutte Rheinbach Rheinland Holstein 99 99 99 Schöni Erdarbeiten Schönw Rickling Schönf Rischling Rippin Röchling Rüdesheim Römlitstadt Rochenburg Rollwald Ronsee Rosendorf Rothenburg Roßlau Rothau Rotesbor Rottleberode Rottweil Rumburg Rybniol Rybnik Rydultau Rothenburg/ Neckar Nordpolen Saarland Hessen Schlesien Thüringen Brandenburg Anhalt Elsaß Schorin Stahlwerke Schulp Gefängnis Schurti Arbeitslager Schwab Lager Kommando von Buchenwald Schwab Schwan Schwar Künstl. Ölgewinnung Schwar Lager der Junkerswerke Schwei Schwet Filiale v. Schirmeck Württemberg Gefängnis für Politische Schwen Ostpreußen Sachsen Lager für Politische Schwer Schwer Kriegsindustrie Schwet Württemberg Arbeitslager Schwet Sachsen Gefängnis Südwestpolen Lager für Politische Schwet Semme Schlesien Gefängnis Senfter Sachsenburg Sachsenwerke Sagan Sakrau Saal- Donau Saarbrücken Saarlautern Sachsenhausen Polen Österreich Saargebiet 22 Sachsen Brandenburg Schlesien Kohlenbergwerk Sennel Sennhe Gestapogefängnis Sensen Serped Lager für Politische Sicholl Sicking 99 Salzgitter Salzwedel Sandbostel Sandhagen Sangerhausen St. Aegidien St. Georgen St. Poelten Sasselt Saurerwerke Sazerdorf Hannover Sachsen Hannover Mecklenburg Thüringen Österreich Baden Österreich Mecklenburg Gefängnis Lager für Politische Straflager Arbeitslager Lager für Politische Kommando von Mauthausen Gefängnis für Politische Lager für Politische Kommando von Ravensbrück Siemen Siegbu Sigma Singen Sinshe Sochen Soldau Soldin Sonne Sonne Sorau Sosnow - 126- Name Wo gelegen? rüchtigt Schakenwerke Schandelbach Braunschweig Juden Schaubitz Sachsen Schechat Schelkingen Bayern Scherfeld Scherzingen Scheveningen Baden Holland Schimitz Bayern Schirmeck- Vorbruck Elsaß Schirmeck- Natzweiler Schlaggenwald Sachsen Schlackenwerth CSR. Schleusingen. Schlieben Schlieben- Halle 99 g Art des Lagers Thüringen Sachsen Lager Bergwerke Lager für Politische Erdölbohrungen Lager Lager für Politische( Franzosen) Lager für Frauen Lager Lager für Politische 99 99 99 Schloysthe Schneidemühl Schocken Scholien Schönebeck Schomberg Schönefeld Schönlinde Pommern Ostpreußen Hannover Provinz Sachsen Schlesien bei Berlin Ostpreußen Kriegsindustrie Kommando von Buchenwald Lager für Politische 99 22 99 Junkerswerke Henschelwerke Schöningen Schönweide Schönfeld Schorin Schulp Hannover Schleswig Pommern Lager Holstein wald Schurtingen Schwabish? Schwabmünchen Schwaningen Bayern Baden Schwarzach Schwarzheide Schweidnitz Schwetzingen Schwenningen Schwerin Schwerte Schwetz Schwetzing Schwetzy Semmering Senftenberg Sennelager Sennheim Sensen Serpeck Sicholberg 99 Brandenburg Schlesien Baden Württemberg Mecklenburg Westfalen Poln. Westpreußen Mecklenburg Österreich Brandenburg Westfalen Elsaß Ostpreußen Nordpolen Hohenzollern Berlin Rheinland Sickingen Siemenswerke Siegburg Sigmaringen Singen Baden Sinsheim Sochen Hohenzollern 99 Lager für Frauen Lager für Juden SS- Zwangserziehungslager Lager für tschechische Juden Gestapogefängnis Lager Lager für Politische 99 99 99 Kriegswerke Arbeitslager Gefängnis Braunkohlengruben Lager für Politische 22 99 99 Durchgangslager Lager Wichtigste Kriegsindustrie Gefängnis, Munitionsfabrik, Minenentschärfung, Festung Lager für Politische Gefängnis 99 user brück Soldau Soldin Sonneberg Sonnenburg Sorau Sosnowitz Nordwestpolen Brandenburg Thüringen Lager 99 Brandenburg 99 Polen - 127- Zuchthaus Gefängnis Strelitz Striegau Name Speerwerke Spergau Staab Stackhausen Stadelheim Stadtilm Stan- Krems Stargard Staßfurt Stefanskirchen Steinthor Stettin Steyr St. Georgen Stocken Stoffeln Stadtroda Strakonitz Stralsund Straphkolow Strasburg Straßbourg Straubing Straußberg Wo gelegen? Oberschlesien Sachsen Bayern Thüringen bei München Thüringen Pommern Sachsen Bayern Wien Pommern Österreich 99 Württemberg Österreich Thüringen CSR. Pommern Brandenburg Elsaß Bayern Brandenburg Mecklenburg Schlesien Art des Lagers Verwertung von Altmetall Straflager Lager für Politische Lager für Verschleppte( Frauen) Gefängnis Lager für„ ,, Ehrlose" Befestigungsarbeiten Salzbergwerke Untersuchungsgefängnis Gefängnis und Vulkanwerft Lager für Politische 99 99 99 Lager für Politische Gefängnis Gefängnis 99 Nam Treblink Treis Treskau Trier Trigenha Troglity Tronowi Troisdor Ігорраи Trzebini Tübinger Thurath Türkhei Ulm Don Unstadt Unterlüf Unterma Usedom Vaihinge Vallahn Varel Vastorf Lager für Politische Vechta Veddel 99 99 99 Venning Verles 99 99 99 Verssen Elsaß 29 99 99 Struthof Stuthof Stuhm Ostpreußen Ostpreußen Baden Villinger 99 99 99 Lager für Politische und Juden Vöcklab Vogoli 99 99 99 Sulzbach Vohenst Sulz Vorbruc Württemberg 99 99 99 Sulz/ Neckar Vronisb Hannover 99 99 99 Sustrum Wadowi Swientochlowitz Polen Arbeitslager für Polen Wagram Swoentoslaw 99 Walbeck 199 99 99 Swierczyn Swodau Tutzing Tallinn Tannenwald Tarnowitz Taucha Sachsen 99 99 Bayern Lager für Politische und Juden Arbeitslager Walchur Waldau Walden Finnland Thüringen Oberschlesien 991 Waldhe Frauenlager Waldsh Walfen Arbeitslager Walken Taura Trautenau Tschakow Teltow Teplitz 99 CSR. Arbeitslager Walser Oberschlesien Walshei Brandenburg Lager für Politische und Juden CSR. Theresienstadt Teresina CSR. Lager für jüdische Frauen Walsum Walters Wanne Provinz Sachsen Lager Wands Thale/ Harz Thorin/ Forum Nordwestpolen Lager Druckereien Woippy Nordwestpolen Tomaszow Tomerdorf Tonndorf Torgau 99 Thourmalin Frais- Mauee Travinka Travniki Bosnien Polen - 128- Thorin/ Forum II Tolkemit Ravensbrück- Kommando Torgau/ BuchenwaldKommando Ostpreußen Polen bei Rothenburg Thüringen Sachsen Frauenarbeitslager Lager für Politische und Juden. Lager für Politische und Juden Munitionsfabrik, Franzosen Unterirdische Bauten Lager für Politische und Juden Warsch Warten Wartha Wasser Watten Watens Wefer Weima Weißer Unterirdische Bauten Waisen Welder Welshe Werl metall te( Frauen) Name Treblinka Treis Treskau Trier Trigenhain Troglitz- Seitz Tronowitz Troisdorf Troppau mis Trzebinia anwerft Tübingen Thurath Türkheim Ulm/ Donau Unstadt Unterlüẞ Untermansfeld Usedom Vaihingen/ Fildern Wo gelegen? Oberschlesien Moselland Polen Rheinland Polen Rheinland CSR. Polen Württemberg Baden 99 99 Hannover Provinz Sachsen Pommern Württemberg Hannover Oldenburg Art des Lagers Lager für Politische Unterirdische Werke Gestapogefängnis Lager für Politische und Juden Lager der IG.- Farben Dynamitfabrik Lager für Politische und Juden Gefängnis Befestigungsarbeiten( Politische) Gefängnis Bergwerke Torpedowerke Lager für Politische. Gefängnis Zuchthaus Baden Valluhn Varel Vastorf Hannover Vechta Oldenburg Veddel bei Hamburg Venningen Pfalz Verles Verssen Hannover Villingen und Jud Vöcklabruck Vogoli Vohenstrauß Bayern Vorbruck/ Schirmeck Elsaß Vronisberg Ostpreußen Wadowice Polen olen e und Juden Wagram Österreich Walbeck Walchum Hannover Waldau Waldenburg Walkenstest Österreich Schlesien Sachsen Baden Waldheim Waldshut Walfen Walser Walsheim Walsum Waltersdorf Wanne/ Eikel Wandsleben Woippy- Metz Elsaß Warschau Wartenburg Erdarbeiten Gefängnis Zuchthaus Lager 99 Lager für Politische und Juden Lager für Politische und Juden Salzminen Lager Lager für Politische und Juden Frauenzuchthaus Gefängnis the und Juden e Frauen the und Juden the und Juden Franzosen aten aten che und Juden Wartha- Breslau Wasserburg Wattenscheid Watenstedt Weferlingen Weimar Weißenbach Weisenbach/ Murg Welden Welsheim Werl Rheinland Schlesien Westfalen Provinz Sachsen Polen Ostpreußen Schlesien Bayern Westfalen Braunschweig Prov. Sachsen Thüringen Baden Bayern Württemberg Westfalen Gefängnis, Entschärfung von Bomben Lager Lager für Politische Kriegsindustrie Salzbergwerke Arbeitslager( Aufräumungsarbeiten) Politisches Gefängnis Gefängnis Sonderlager 21 Gestapo- Zentralgefängnis Arbeitslager Lager Festungsgefängnis - 129- Name Wernigerode Westerbeck Westeregeln Wetzlar Wewelsburg Wiedenbrück Wien- Floridsdorf Wo gelegen? Provinz Sachsen Oldenburg Provinz Sachsen Hessen- Nassau Westfalen 22 Österreich 29 99 99 99 99 Art des Lagers Aluminiumwerke Durchgangslager für Juden Malachit AG. Buderuswerke Gefängnis 99 Untersuchungsgefängnis Strafgefängnis Lager 22 99 Wien Wien- Kiln Wien- Neudorf Wiener- Neustadt Wiener- Neustadt II Wilbraudtpuzen Wilhelmshaven Wille Wilsede Winterfeld Wismar Wißburg Witznau Witten/ Ruhr Witten/ Amen Wittenau Wittenberg Wittenberge Hannover 99 Sachsen Mecklenburg Westfalen 22 Brandenburg Sachsen Brandenburg Rheinland Mecklenburg Wittlich Wittmoor Hamburg Wlodawa Polen Wöbbelin Wohlau Wolfach Sachsen Baden Wolfenbüttel Wolfsberg Österreich Braunschweig U- Bootbasis, Straflager Lager Lager für Politische 99 99 Festung Steinbrüche Bergwerke 99 Steinbrüche Flugzeugwerke Lager für Politische und Juden Lager für Politische Lager für Politische Lager für Politische und Juden Gefängnis 99 Lager für Politische 99 99 99 Walkenried Wollersdorf/ Turzdorf Wronchen Wuhlheide Wuppertal Würzburg Wüstegiersdorf Hannover Österreich Polen bei Berlin Rheinland Franken Schlesien Polen Arbeitserziehungslager. Gestapogefängnis Festung für Politische Judenlager Yastam Zabikam Zallarte/ Konit Zams Zazel Zeiberdorf Zeil Zella- Mehlis Zellwolle Zement- Ebensee Zgierz Zichenau Zielenberg Ziegenhain Zipf Zittau Zlowgow Ziegenberg/ Wernigerode Zörbig Zuchthaus Sonnenburg Zweibrücken Zwickau Zwiebergen Zwochau 99 Österreich Frankfurt Thüringen Österreich Lager für Politische Stadtgefängnis Waffenfabriken, Arbeitslager Polen 99 Schlesien Provinz Sachsen. Hessen Sachsen Polen Sachsen Brandenburg Pfalz Sachsen Mecklenburg Sachsen Arbeitslager für Polen Lager für Politische 99 99 92 Unterirdische Bauten Lager für Politische Braunkohlengruben Politisches Zuchthaus Politisches Gefängnis Politisches Gefängnis Unterirdische Flugzeugwerke Unterirdische V I- Werke - 130- BILD-DOKUMENTE 29 Reele 2 Landeshellanstalt Lörchingen( Lothr.) Fernruf: Lorchingen Nr. 6 Postecheckkonto Saarbrücken Nr. 11429 Zeichen... D.LP. 13.178 J.L. Lärchingen, den 8. September 1942 An Herre Professor Dr. HIRT in STRASSBURG - Anatomisches Institut 8O Sehr geehrter Herr Professor! Soeben trifft von meiner vorgesetzten Behörde die Genehmigung ein, in besprochener Weise Leichen abgeben zu dürfen. Ich stelle Ihnen anheim, nunmehr das Nötige zu veranlassen, damit bei gegebener Gelegenheit Leichentransporte an Ihr Institut durchgeführt werden können. 0000- Juni 42- P./0344 Heil Hitler! Der kommissarische Leiter der Heilanstalt: Oberarzt. 1.Juli 1942 - Vertraulich! r den berstaatsanwalt bei dem Landgericht Stuttgart tgart ronstr.18 retr. ortiges" chreiben v.15.7.- 8.4417as von mir bestellte Leichenauto ist bis jetzt nocht 60 t golfeert worden. Da aber einerseits das Anatomische institut-traburg no h keine verwertbaren Leichen sur er gung hat, andrerseits in n hster Zeit gemäß Ihrer mitteilung mit gröareren teihenanf 1len zu rechnen ist, wire su erwägen, ob die Lei ait auf dem Bahntransport hierher geschafft werden können. in diesem Falle würde es sich wohl rentieren, einen Eisenbahnwaggon zu nennen. Jer von mir in Auftrag gegebene wagen d'irfte: ht enr als 4 Le chen fassen. ver Direktor des Anatomis hen anstitutest