_ Es ist mir eine ganz besondere Freude, daß es mir vergönnt war, doch noch einmal vor Euch zu stehen und Euch begrüßen zu dürfen. Jahrelang habe ich auf diesen Tag gewartet, und nur dem festen Glauben an den Sieg der Ge- rechtigkeit und der moralischen Widerstandskraft verdanke ich in erster Linie, daß ich diese Zeit überstanden habe. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie es einem Menschen zu Mute ist, welcher nach so vielen Jahren unendlichen Leids wieder in seine Heimat zurückkehrt? Ein solches Gefühl kann man nicht schildern, das kann man nur fühlen. Eine ganz besondere Freude ist es mir, feststellen zu dürfen, daß sehr viele, welche mich kennen, sich über meine Rückkehr wirklich ehrlich gefreut haben, und dafür danke ich ihnen von ganzem Herzen. Ich weiß zwar auch, daß es noch welche gibt, die es lieber gesehen hätten, wenn ich im Konzentrationslager krepiert wäre oder mich noch lieber am Galgen hängen sähen. Aber daran störe ich mich nicht, denn diejenigen beweisen da- durch ja nur, daß sie aus all den vergangenen Jahren des Elends, welches die verantwortlichen Männer in ihrem Größenwahn über unser ganzes Volk und die ganze Menschheit gebracht haben, noch nichts gelernt haben. Gibt es denn bei uns noch eine Familie, die nicht aufs schwerste betroffen wurde, wo der Gatte, der Vater oder der Sohn oder die Mutter und Töchter ihr Leben lassen mußten, und zu allem noch die vielen Tausende, die vor dem völligen Nichts stehen, die kein Heim mehr besitzen und nur noch ihr Eigen nennen, was sie auf dem Leibe tragen. Und nun die inhaltsschwere Frage: Warum, wodurch und weshalb haben wir dieses Schicksal verdient? Wenn Ihr ganz ehrlich sein wollt, müßt Ihr Euch selbst sagen, daß Ihr alle, wenn auch nicht verantwortlich, aber doch, weil Ihr ihm Eure Stimme gegeben habt, mitschuldig seid, daß uns ein solches Elend betroffen hat, und nur sehr wenige es waren, die voraussahen, daß Hitler mit seinem Nationalsozialismus nur Krieg und als Folge Elend und Not bedeutete. Das einzig wahre Wort Hitlers war:„Gebt mir zehn Jahre Zeit, und Ihr werdet Deutschland nicht wiedererkennen.” Ja, wahrhaftig, 3 temberg schaut es an, all die schönen Städte, die in Schutt und Asche liegen, Ihr kennt es wirklich nicht mehr; und das alles verdankt Ihr dem Mann und seinen Paladinen, denen Ihr blindlings gefolgt seid. Nun sie das ganze Volk an den Abgrund geführt haben, ist es unser aller Aufgabe, zu retten, was noch zu retten ist, und wieder aufzubauen, so schwer es auch sein mag. Aber trotzdem atmet der größte Teil der deutschen Bevölkerung wieder frei auf, daß es von dem zwölfjährigen Druck und dem Terror des Nazisystems befreit wurde. Jetzt erst kommt es an den Tag, was Hunderttausende von Menschen in den deutschen Konzentrationslagern zu leiden hatten und was man der breiten Öffentlichkeit wissentlich vorenthielt. Denn auch die Wenigen, welche das Glück hatten, vorher entlassen zu werden, mußten über ihr Erleben schweigen, weil sie Gefahr liefen, wieder dorthin gebracht zu werden. Der Weg ins Lagerkrematorium war in solchen Fällen meistens sicher. Es ist deshalb zu verstehen, daß viele Leute noch daran zweifeln, ob die Berichte, welche in diesen Tagen der Rundfunk über die furchtbaren Zustände in den Konzentrationslagern gibt, auch wirklich den Tatsachen entsprechen. Man kann es ja auch kaum für möglich halten, daß im 20. Jahrhundert an sadistischen Grausamkeiten Methoden angewandt wurden, welche jene aus der Zeit des Mittelalters und der Inquisition noch weit übertreffen. Ich selbst war unter denen, die 10 Jahre lang im Zuchthaus und in Konzentrationslagern verbringen mußten, und nur einem glücklichen Zufall verdanke ich es, daß ich noch am Leben bin. Der von mir. gegebene Bericht stammt aus eigenem Anschauungsunterricht. Ich versichere allen Zweiflern, daß er in allen Einzelheiten voll der Wahrheit entspricht. - - die Nazis bis zum Polizeiau Persönlich hatte ich unter Hunderten einer das seltene Glück, ohne größere Mißhandlungen durchzukommen. Indessen war ich selbst Zeuge der nachstehend geschilderten Tatsachen, bürge mit meinem Namen für die Wahrheit und bin auch jederzeit bereit, namentlich Zeugen zu erbringen. Nun aber zu den Tatsachen selbst: ein, und folgenden Lagers H wo sie in die jedem Decke tro Kommand Das Reichstagsgebäude in Berlin steht am 28. Februar 1933 in hellen Flammen. Nun hatte der Regisseur der Brandstiftung, Göring, mit Hitler und seinen Kumpanen gegen jedes Recht und Gesetz verstoßend, vorgetäuschten Anlaß, um mit größtem Terror die Verfolgungen und Verhaftungen gegen alle Andersgesinnten, besonders gegen die Kommunisten, durchzuführen und um alle anderen Parteien zu liquidieren. Massenverhaftungen setzten ein und die berüchtigten Konzentrationslager entstanden. Allein von dem kleinen Würt4 auf dem im Elsaf und verw Jahre 19 lager Da März 193 lichsten B sich geger wurden d fängnisse Ich sell bereitung Zeitunge habe. Un urteilt. Als po gefängnis stände d sammeng Die War Zelle, un im Hote Mißhand Die Bluts Gebäude Ihr kennt Ind seinen olk an den s noch zu - trotzdem aß es von it wurde. en in den er breiten elche das schweigen, Fins Lagerverstehen, sen Tagen tionslagern auch kaum usamkeiten ers und der Jahre lang nur einem er von mir, . Ich verhrheit entlück, ohne Zeuge der die Wahrin hellen Hitler und getäuschten gegen alle en und um in und die en Würt" temberg kamen im März 1933 über 3000 Mann auf den Heuberg. Nachdem die Nazis ihre Machtposition etwas gefestigt hatten, wurde der größere Teil bis zum Dezember 1933 wieder entlassen, aber trotzdem unter ständiger Polizeiaufsicht gehalten. Die Mißhandlungen und Schikanen setzten hier schon ein, und doch war dies nur ein Vorspiel von dem, was sie im Laufe der folgenden Jahre in dieser Beziehung noch geleistet haben. Bei Auflösung des Lagers Heuberg wurden die übrigen auf den Kuhberg nach Ulm überführt, wo sie in unterirdischen Kasematten untergebracht wurden unter Verhältnissen, die jedem menschlichen Recht Hohn sprachen. An den Wänden und von der Decke tropfte das Wasser herunter, und die Behandlung unter dem brutalen Kommandanten Buck war mehr wie gemein. Buck war auch schon Kommandant auf dem Heuberg und später vom Lager Welzheim und zugleich von Schirmeck im Elsaß, und Tausende von Häftlingen haben diesen Menschen verflucht und verwunschen. Seiner gerechten Strafe wird er wohl nicht entgehen. Im Jahre 1934 wurden die Häftlinge vom Kuhberg nach dem Konzentrationslager Dachau verbracht, und Hunderte allein von Württemberg waren vom März 1933 bis zum Zusammenbruch, also volle 12 Jahre, unter den unmenschlichsten Bedingungen in diesen Lagern. Die Aufrechten in der Freiheit, welche sich gegen das verhaßte Nazi- Regime auflehnten, sei es durch Wort oder Schrift, wurden durch Spitzel und Gestapo auf das schwerste verfolgt und in die Gefängnisse geworfen. Ich selbst wurde am 26. Juni 1935 von der Gestapo verhaftet und der Vorbereitung des Hochverrats angeklagt, und nur deshalb, weil ich einige illegale Zeitungen und Broschüren von einem Bekannten erhalten und weitergegeben habe. Und deswegen wurde ich zu 4 Jahren und 2 Monaten Zuchthaus verurteilt. Als politischer Häftling erhielt ich den ersten Vorgeschmack im Polizeigefängnis in Stuttgart. Infolge der Massenverhaftungen waren 1935 die Zustände dort unbeschreiblich. In einer Zelle wurden 25 bis 30 Menschen zusammengesperrt. Normalerweise bot sie gerade Platz für 3-4 Häftlinge. Die Wanzenplage war groß und der Gestank, bei nur einem Kübel in der Zelle, unerträglich. Dazu kamen die täglichen Vernehmungen durch die Gestapo im Hotel Silber. Die Geständnisse wurden auf die brutalste Weise erpreẞt. Mißhandlungen und Schläge bis zur Bewußtlosigkeit gehörten zum üblichen. Die Blutspritzer an den Wänden im Keller und den drei Zellen im GestapoGebäude waren Zeugen dieser Behandlung. Jeder war froh, wenn er sie hinter 5 - sich hatte und dem Gericht zur Aburteilung übergeben wurde. Staatsanwalt und Richter waren hierbei eifrig bemüht, ihre nationalsozialistische Gesinnung dadurch zu beweisen, daß sie vielleicht sogar gegen das eigene Gewissen- Strafen verhängten, die zur Tat in gar keinem Verhältnis standen. Der Vor sitzende pflegte dann zu betonen, daß die hohen Strafen nicht wegen der Tat an sich verhängt würden, sondern um als abschreckendes Beispiel zu wirken. So wurden Tausende zu hohen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen und viele Hunderte zum Tode verurteilt, und nur deshalb, weil sie Gegner des Nazi- Systems waren und voraussahen, daß Hitler Krieg bedeutete und über Millionen von Menschen Not, Elend und Tod brachte. Die Häf in den Ho schreibung Wenn nun wenigstens nach Verbüßung der langen Strafen die Menschen wieder in Freiheit gekommen wären, aber der größte Leidensweg begann ja eigentlich erst jetzt: der Weg ins Konzentrationslager. Viele sind dann dort noch zugrunde gegangen. Zuchthaus und Gefängnis sind schon schlimm genug, aber ich glaube, behaupten zu dürfen, daß jeder lieber wieder nach dort zurückgekehrt wäre, nachdem er die Quälereien und Schikanen in den Lagern erleben mußte. Schlagen und Mißhandlungen waren an der Tagesordnung. Das Lager Welzheim in Württemberg stand in dieser Beziehung wohl mit an erster Stelle. Der dortige Verwalter, SS- Hauptscharführer Eberle, und noch verschiedene andere haben sich hier besonders ,, rühmlich" hervorgetan. Wegen der gemein flüchteten. bzw. über davon entk Das Au zur Lagero zum größt beschäftigt Steinbruch hineinstehe Der Empfang im Lager wurde mit Gummiknüppeln und Farrenschwänzen eingeleitet. Bei der geringsten Bewegung mit dem Arm wurde er angebrüllt: ,, Was, der Hund will nach mir lange!" und von 3-4 Wachtmeistern wurde so lange auf ihn eingehauen, bis er zusammensackte. In Hockstellung mit Armestrecken und unter Fußtritten wurden den Häftlingen die Haare kurz geschoren, und dann folgten mit leerem Magen im Hof noch Hüpfen und Dauerlauf unter ständiger Anwendung der Gummiknüppel. Wegen der geringsten Kleinigkeit ein Strohhälmchen auf dem Fußboden, eine kleine Unebenheit beim Bettenbau oder ein winziges Rostfleckchen auf den alten Blecheẞnäpfen genügten- gab es von dem ohnehin schon wenigen Essen halbe Kost. Das aber nicht etwa nur für den betreffenden Einzelnen, sondern für alle Häftlinge des ganzen Raumes. Der Hunger war oft so groß, daß manche Häftlinge sich nicht scheuten, verfaulte Abfälle aus dem Mülleimer zu stehlen oder die Hundeschüssel auszuessen, und diejenigen, die bei der Firma Bauknecht& Goldbauer beschäftigt waren, Maschinenfett gegessen haben. 6 - Jeder Wa haben sich Verbrecher wundern, Viele H Arbeit W Revier be wenn es z Behandlun Welzheim In der 2 einen Kam sofort wie stapo bei wurde vo Jahr Gefa Anrechnun fünf Richt Verteidige ziger Bela schon gar verbrachte 1. taatsanwalt Gesinnung - Gewissen- . Der Vor wegen der Beispiel zu Strafen und Gegner des e und über - Menschen eg begann dann dort mm genug, ort zurückern erleben Das Lager it an erster noch ver schwänzen angebrüllt: tern wurde mit Armee kurz geund Dauergeringsten Unebenheit cheßnäpfen Kost. Das alle Häfte Häftlinge en oder die cht& GoldDie Häftlinge der Stufe I kamen wochen- und monatelang nicht eine Stunde in den Hof, in die frische Luft. Die Abortverhältnisse spotteten jeder Beschreibung. In einem Kaminloch stand ein Kübel für 36 Mann! Wegen der ständigen Antreiberei bei der Arbeit, dem wenigen Essen und der gemeinen Behandlung kam es zu einer kleinen Meuterei, wobei acht Mann flüchteten. Zwei davon wurden sofort erschossen, fünf weitere am nächsten bzw. übernächsten Tage wieder eingefangen und sofort gehängt. Nur einer davon entkam. Das Aufhängen, hauptsächlich der Polen, gehörte eine Zeitlang fast täglich zur Lagerordnung. Die Opfer wurden zum Teil im Steinbruch von Welzheim, zum größten Teil aber in den Ortschaften, in denen die Betreffenden vorher beschäftigt waren, gemordet. Sechs russische Offiziere wurden auch in diesem Steinbruch viehisch ermordet. Sie mußten sich selbst ein Loch graben, dann hineinstehen und wurden nun von einem wahren Kugelregen durchlöchert. ,, Jeder Wachtmeister muß schießen!" brüllte der Oberbandit Eberle, und so haben sich alle, auch mancher sonst anständige Wachtmeister, des größten Verbrechens schuldig gemacht, und das deutsche Volk braucht sich nicht zu wundern, wenn es für solche Verbrechen mitbüẞen muß. Viele Häftlinge bekamen durch die schlechte Ernährung und die schwere Arbeit Wassersucht und wurden dann in größere Lager abgeschoben. Ein Revier bestand nicht, ins Krankenhaus kam keiner, und wennschon, dann, wenn es zu spät war. So sind gar viele gestorben, die bei besserer ärztlicher Behandlung am Leben geblieben wären. Das sind nur einige Tatsachen von Welzheim. In der Zwischenzeit war ich sechs Monate in Freiheit und nur, weil ich für einen Kameraden einen Auftrag bei einem Rechtsanwalt ausführte, wurde ich sofort wieder verhaftet. Nach weiteren 2 Jahren Schutzhaft erreichte die Gestapo bei der Staatsanwaltschaft wiederum einen Prozeß gegen mich, und ich wurde vom Sondergericht wegen Begünstigung zur Höchststrafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nur 6 Monate der zweijährigen Haft wurden in Anrechnung gebracht. Dieses erbärmliche Affentheater von Sondergerichten: fünf Richter in feierlicher Amtstracht zur Aburteilung nur eines Mannes! Ein Verteidiger war nicht bestellt. Die Öffentlichkeit war ausgeschlossen. Als einziger Belastungszeuge der berüchtigte Gestapokommissar Mauch, welcher schon gar manchem Leidensgefährten einen Strick gedreht hat. Sechs Monate verbrachte ich dann in dauernder Einzelhaft im Zellengefängnis in Mannheim. 7 Kein Mensch hat uns aus den Zellen herausgelassen während der oft sehr schweren Bombenangriffe, und manche, deren Nerven nicht mehr standhielten, schrien wie die wilden Tiere. Das Essen war entschieden zu wenig, und auch ich habe dort die 3-4 Pellkartoffeln, die es gab, samt der Schale gegessen, auch wenn die eine oder andere Kartoffel schwarz war. Zum Abendessen etwas grünen Salat, natürlich ohne Ol oder Fett, nur mit etwas Essig oder Salzwasser angemacht, dazu 3-4 Pellkartoffeln. Ein andermal dasselbe, statt Salat einen Eẞlöffel voll Marmelade. Tee oder Kaffee gab es abends nicht, außer samstags, und so mußte ich immer noch einen Liter Wasser trinken, damit der Magen wenigstens das Gefühl hatte, voll zu sein. Zu Weihnachten gab es eine Sonderzulage: einen Würfel Margarine, so groß wie 2 Stückchen Würfelzucker, übrigens das einzige Mal, wo ich dort Margarine oder Fett gesehen habe. Außerdem gab es einen Tannenzweig, welchen ich restlos nach und nach zerkaut und aufgezehrt habe. Mannheim war meine schlimmste Kohldampfzeit, und täglich sagte ich vor mich hin:„ Nur einmal möchte ich mich wieder richtig sattessen können." Solche Monate oder Jahre möchte ich mal Göring und Konsorten wünschen, dann wären wohl ihre vollgefressenen Bäuche nicht mehr so dick und ihre Nacken so rund und so fett. Von Mannheim aus kam ich nicht etwa in die Freiheit, sondern wiederum nach Welzheim, und verbrachte dort nochmals ein weiteres Jahr. Das nur einige Tatsachen von Stuttgart, Mannheim und Welzheim. 12 oder 2 selbst vor Von Ze Diese Leu sie kamer es meiste Solche m dort gar geschloss schiedene Mensche Keule vo und ins Zeit des Von Welzheim kam ich nach Dachau. Dort waren wir nur 200, hier 23 000-30 000 Häftlinge. Eines war in Dachau besser: man hatte mehr Bewegungsfreiheit. Auch waren zu meiner Zeit die Mißhandlungen nicht mehr so häufig, wie das früher der Fall war. Trotzdem hat die körperliche Züchtigung immer noch eine große Rolle gespielt. Über den Bock legen und 25 Hiebe mit dem Farrenschwanz auf den nackten Hintern waren üblich, blutunterlaufene Striemen und aufgeplatzte Haut die Folgen. Krankmelden oder Arbeitsunfähigkeit gab es deshalb nicht. Eine schlimmere Tortur war das Hängen am Baum. Die Hände wurden mit einem Strick auf dem Rücken zusammengebunden und dann hochgezogen, bis die Füße keine Berührung mit dem Boden mehr hatten. Gar mancher trug nachher für immer einen lahmen Arm davon. Die sogenannten Stehbunker" waren auch eine Erfindung nazistischer Grausamkeit. Ein kleiner, enger Raum, gerade groß genug zum Stehen ein Liegen war nicht möglich, vielfach waren die Seiten mit Nägeln gespickt, damit ein Anlehnen zur Unmöglichkeit wurde. Was es heißt, - worfen, Krank nicht me Spritze kranken suchskan Operatio schlimms Nun Dachau: Im He Konzentr mit Phles Obersche wieder z 3-4 Mo Kraft zu starren S Beginn wissensd C Göring Dieselbe Häftling zu ermo 8 oft sehr ndhielten, und auch ssen, auch sen etwas Salzwasser Salat einen samstags, Her Magen ne Sonderrfelzucker, be. Außerch zerkaut ofzeit, und der richtig öring und nicht mehr wiederum . Das nur 200, hier e mehr Benicht mehr Züchtigung 25 Hiebe blutunterelden oder war das Rücken zuFührung mit en lahmen Erfindung genug zum Seiten mit as es heißt, 12 oder 24 Stunden oder noch länger unter Qualen zu stehen, kann sich jeder selbst vorstellen. Von Zeit zu Zeit wurden sogenannte Invalidentransporte zusammengestellt. Diese Leute waren nicht voll arbeitseinsatzfähig und somit nur unnütze Fresser; sie kamen meistens in das berüchtigte Lager Auschwitz oder Lublin, von wo es meistens keine Rückkehr mehr gab. Dies geschah besonders mit Juden. Solche mit dem Vermerk ,, R. u.", d. h. Rückkehr unerwünscht", wurden dort gar nicht mehr registriert; sie mußten sich ausziehen und wurden in einen geschlossenen Baderaum gebracht. Statt des Badewassers strömte hier aus verschiedenen Röhren Gas. Auf solch gemeine Art und Weise hat man die Menschen zu Tausenden gemordet. Wer noch nicht tot war, wurde mit einer Keule vollends erschlagen. Die Leichen wurden auf einen Wagen geworfen und ins Krematorium gebracht, welches Tag und Nacht in Betrieb war. Zur Zeit des Kohlenmangels wurden die Leichen nur noch auf einen Haufen geworfen, mit einer brennenden Flüssigkeit übergossen und verbrannt. Krank zu werden, war im Konzentrationslager sehr gefährlich, weil viele nicht mehr lebend aus dem Revier herauskamen. Hunderte haben dort eine Spritze bekommen, damit sie vollends krepierten, und viele von den Revierkranken hat man zu allen möglichen wissenschaftlichen Versuchen als„ Versuchskarnickel" benützt. Gar mancher ist hierbei elend zugrunde gegangen. Operationen wurden sehr oft ohne jede Betäubung vorgenommen. Die schlimmste Epidemie war Typhus; Tausende sind daran gestorben. Nun noch einige Einzelheiten über den Krankenbau im Konzentrationslager Dachau: Im Herbst 1942 wurden zweimal 20 polnische Geistliche im Krankenbau des Konzentrationslagers Dachau, die vollständig gesund sein mußten, eingebettet und mit Phlegmoneserum infisziert. Die Folge war eine grausige Vereiterung des linken Oberschenkels. Erst als unmittelbare Todesgefahr bestand, wurden diese Opfer wieder zu heilen versucht durch Operation und Gaben von Arzneimitteln. Noch 3-4 Monate nach der Ansteckung war es den meisten nicht möglich, sich aus eigener Kraft zu bewegen; sie lagen noch unbeweglich, das operierte Bein stramm in einer starren Schiene einbandagiert, mit gräßlichen Schmerzen in den Betten. Gleich zu Beginn der Ansteckung starben 12 der polnischen Pfarrer. Diese Versuche sollten wissenschaftliche Ergebnisse zeitigen. Anfangs des Jahres 1933 erließ Reichsmarschall Göring das Gesetz gegen die Verwendung lebendiger Tiere zu Versuchszwecken. Dieselben Leute brachten es fertig, in den Jahren 1940 bis 1945 Tausende von Häftlingen aller Nationen unter dem Vorwand von wissenschaftlichen Versuchen zu ermorden. 9 Ende 1941 richtete Prof. Dr. Schilling eine Versuchsstation für Malaria- Forschung im Krankenbau des K.L. Dachau ein. Zuerst verwendete er für diese Versuche die sogenannten Berufsverbrecher. Er wählte nur kerngesunde Leute aus, die er dann mit Malaria- Erregern ansteckte. Es ist anzunehmen und wahrscheinlich auch in nächster Zeit statistisch zu beweisen, daß er bis zum Frühjahr 1945 rund 3000 Menschen mit Malaria verseucht hat. Die Todesziffer betrug rund 10%, sodaß er allein 300 Menschen auf dem Gewissen hat. Ebenfalls Ende 1941 ging das Institut für Wehrwissenschaftliche Zweckforschung im K.L. Dachau zu Versuchen an lebenden Menschen über. Ein Versuchswagen, aus dessen hinterem Teil die Luft herausgepumpt werden konnte, diente zu Unterdruckversuchen, die Luftdruckverhältnisse in Höhen bis zu 19 000 m darstellen sollten. In diesen Raum wurden die Menschen eingesperrt und die Versuche manchmal soweit durchgeführt, bis der Tod eingetreten war. Dann sollte durch Sektion die Todesursache festgestellt werden. In eiskaltem Wasser wurden mit sogenannten Schaumanzügen Erstarrungsversuche an Häftlingen durchgeführt. Diese Häftlinge wurden so lange in dem Wasserbad von 4 Grad belassen, bis sie bewußtlos waren. Dann wurden sie mit den nachfolgenden Methoden wieder aufgetaut, soweit nicht schon der Tod eingetreten war: Lauwarmes Wasser sollte die Glieder wieder beleben. Die Körperwärme von zwei nackten Frauen sollte die eisige Kälte aus den Gliedern der Häftlinge treiben. Alkohol, Schläge, Rotlicht und Bogenlampen waren ebenfalls Mittel zur Wieder- Erweckung. Eine Zahl der Todesopfer anzugeben, ist mir auch nicht annähernd möglich. Ich weiß nur, daß einmal innerhalb 14 Tagen 35 Kameraden nach dem Krematorium gefahren wurden. Es dürfte sich also um mehrere Hunderte von Ermordeten handeln. Der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, besuchte in Begleitung von Reichsprotektor Heydrich und dem Reichsärzteführer Conti die Versuchsstationen des Krankenbaues. Nach einer dreistündigen, eingehenden Besichtigung und nach Vorführung von Versuchen äußerte er sich sehr anerkennend. Zu den Versuchsopfern sagte er pathetisch: ,, Jungens, ihr habt dem Vaterland einen ebenso großen Dienst geleistet, wie unsere Soldaten an der Front. Ich werde Euch das bei Eurer Entlassung, die demnächst stattfinden wird, belohnen." Von den Tausenden der Versuchsopfer wurden meines Wissens 2 Leute entlassen. Fast in allen Konzentrationslagern bestanden solche Versuchsanstalten. Dem Krankenbau des Konzentrationslagers Buchenwald war das hygienische ForschungsInstitut der Waffen- SS angegliedert. Im Block 46 starben viele Hunderte von vorher vollständig gesunden Häftlingen im Dienste der sogenannten nationalsozialistischen wissenschaftlichen Arbeit. An diesen Opfern wurden neue Mittel gegen das Fleckfieber ausprobiert, aber in den meisten Fällen war das Fleckfieber stärker als diese neuen Mittel. In den Jahren 1941 und 1942 verwendete die Lagerführung des Kon10 10 zentrations genehme H Im Konz durch Oper Stadien de Eine äh Bremen. Mit Be Lagern in Konzentr daraus, u im Frühja gehen ab Kriegsaus nur mit Lager Ma wenige m Nach erreichter Zusamme Zustände zu 7 in 3 Zusamme meistens Mann w 350 bis Zum gr besetzter anderen. unglückl Ravensb was abe Lagerve Wochen man ho Häftling Forschung rsuche die er dann auch in und 3000 sodaß er forschung chswagen, zu Unterdarstellen She manchch Sektion genannten Häftlinge los waren. weit nicht e aus den Mittel zur öglich. Ich ematorium n handeln. on Reichsionen des nach Voruchsopfern geleistet, Entlassung, entlassen. ten. Dem orschungsvon vorher Falistischen das Fleckr als diese des Konzentrationslagers Buchenwald diese sogenannte Versuchsanstalt dazu, ihr unangenehme Häftlinge, die ihre Überzeugung noch offen zur Schau trugen, zu ermorden. Im Konzentrationslager Auschwitz wurden Frauen künstlich befruchtet und dann durch Operationen, die natürlich mit dem Tode der Frau enden mußten, die einzelnen Stadien der Entwicklung festgestellt. Eine ähnliche Einrichtung bestand im Konzentrationslager Bergen, Belzen bei Bremen. Mit Beginn der Invasion in Frankreich wurden die Verhältnisse in den Lagern immer katastrophaler, weil durch die Räumung der französischen Konzentrationslager alles überbelegt war. Die Überfüllung ersieht man auch daraus, um nur ein Beispiel zu nennen, daß ich bei meiner Ankunft in Dachau im Frühjahr 1944 die Nummer 67 154 erhielt. Die fortlaufenden Nummern gehen aber nur bis zum Frühjahr 1940 zurück, nicht etwa bis 1933, weil bei Kriegsausbruch das Dachauer Lager von den Häftlingen geräumt wurde und nur mit SS belegt war. Die Häftlinge kamen zum Teil in das berüchtigte Lager Mauthausen, zum andern Teil nach Flossenbürg bei Weiden, von wo nur wenige mehr am Leben blieben und wieder nach Dachau zurückgekommen sind. Nach meiner Abkommandierung in das Außenkommando Hof- Moschendorf erreichten die Nummern schon die Höhe von 100 000 und stiegen bis zum Zusammenbruch auf über 130 000, und daraus ergeben sich die katastrophalen Zustände betreffs der Unterbringung. In den Zugangsblöcken mußten die Leute zu 7 in 3 Betten liegen, welche zusammengerückt wurden. Die Menschen waren zusammengepreßt wie Heringe. Auch in den sogenannten freien Blocks lagen meistens zwei in einer schmalen Klappe. Eine Stube mit normalerweise 80-100 Mann war mit 200 bis 250 Mann belegt; in den Zugangsblöcken sogar oft mit 350 bis 400 Mann. Ein Block mit über 1000 Pfarrern war auch vorhanden. Zum größten Teil waren es katholische Geistliche aus Polen und den übrigen besetzten Ländern. Ihre Behandlung war in keiner Weise besser als die der anderen. Ein Bordell wurde in letzter Zeit auch in Dachau eingerichtet. Die unglücklichen Insassen waren verschiedene Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück, denen man versprach, nach einem Vierteljahr frei zu werden, was aber nicht gehalten wurde. Der Zweck war in erster Linie der, daß die Lagerverwaltung dabei Geld verdiente und die Häftlinge ihren kleinen Wochenverdienst von 2 und 3 Mark wieder los wurden, andererseits wollte man homosexuellen Ausschweifungen Einhalt gebieten. Von den politischen Häftlingen und den Pfarrern wurde diese Einrichtung grundsätzlich gemieden. 11 Durch die Überfüllung des Lagers wurde auch die Ernährung immer miserabler. Die Hauptbeköstigung waren in letzter Zeit Steckrüben und wieder Steckrüben. Der Hungertyphus nahm immer gräßlichere Formen an. Dazu kamen fast tägliche Bombenangriffe, weil sich außerhalb des Lagers große SS- Kasernen und kriegswichtige Betriebe befanden. Das Lager selbst wurde von den Fliegern aber immer genau abgesteckt, bei Tag durch Rauchfahnen, bei Nacht durch Leuchtraketen, so daß ins Lager selbst nie eine Bombe fiel. Getroffen wurde lediglich die Kleiderkammer, die ziemlich außerhalb stand. Dabei verbrannten sämtliche Zivilkleider der Häftlinge. Der Plan Hitlers und Himmlers, am Schluß des Krieges das ganze Lager Dachau durch deutsche Flugzeuge mit allen Insassen zu vernichten, soll von den verantwortlichen Luftwaffe- Offizieren abgelehnt worden sein. - mit nackten konnte kein mußten wie Ratten taten gütlich. Als Herstellung wenige 100 gräbern ver nicht mehr m wurden. Un tschechische kannt und höhere Bear Leichen wur Trotz die Häftlinge in ständigen k unwürdigen Liquidierun Als zur Zeit der totalen Mobilmachung die Arbeitskräfte in Deutschland kostbar wurden, ließen die Mißhandlungen in den Konzentrationslagern nach, weil auch die Arbeitskraft der Häftlinge in der deutschen Wirtschaft dringend gebraucht wurde. Mit dem Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft Herbst 1944 war auch wieder das Leben der Häftlinge wertlos geworden und dementsprechend verschlechterten sich die Zustände in den Lagern. Die Kommandantur in Buchenwald brachte es nicht mehr fertig, Baracken für die immer mehr anschwellenden Menschenmassen zu beschaffen. Bis zum Schneefall lagen Tausende in zerrissenen Zelten in einer verdreckten und verlausten Streu auf dem Boden. Erst im Winter gelang es der Initiative der Häftlinge, durch Schiebung, Bestechung und Betrug sowie durch Verhandlungen mit SS- Leuten, weitere Baracken zu beschaffen. Als im Januar und Februar die Lager Auschwitz, Petrigau, Tschenstochau und Stutthof plötzlich geräumt werden mußten, wälzte sich eine Flut von Hunderttausenden von Häftlingen über Straßen und Eisenbahnwege, ständig von der SS mit Kopfschuẞ bedroht, von Hunger und Kälte gefoltert, nach Westen in die großen Lager Sachsenhausen, Buchenwald, Dachau und Mauthausen. Alle diese Menschen kamen vollständig abgezehrt, beinahe verhungert, mit erfrorenen Gliedmaßen, zerlumpt und schon die meisten mit dem Tode gekennzeichnet in diesen Lagern an. Es war trotz des besten Willens aller unserer Kameraden nicht mehr möglich, ausreichendes Essen und warme Unterkünfte für diese Armen zu beschaffen. In den einzelnen Baracken, die aus früheren Pferdeställen umgebaut wurden, mußten bis zu 1000 Mann, ja zum Teil bis zu 1800 Mann untergebracht werden. Dabei waren diese Baracken 37,5 m lang und ungefähr 10 m breit, die Todesziffer schwoll auf durchschnittlich 150, an einzelnen Tagen sogar bis auf über 200 an. Skelette, nur noch mit Haut überzogen, konnte man überall im Lager, in den Baracken und in den Straßen liegen sehen. Sobald ein Häftling gestorben war, rissen ihm in den meisten Fällen seine Mitkameraden die Kleider vom Leibe, trennten die Nummer des Verstorbenen ab und zogen sich die Kleider selber über, um sich vor dem Erfrieren zu schützen. Zu allen Tageszeiten konnte man die Karren des Krematoriums, beladen 12 mußten au Sumpfes un gelang es kommen; S zum Schluf letzten 8 T Auch 46 K vermutete, Am 11. Ap militärische der Zaun leichte MC beschafft in unsere W Kriegsgefan für das ga lichsten Un haupt org Amerikane sondern si Straßen un Anfang mit 100 ng immer nd wieder an. Dazu ers große bst wurde chfahnen, ombe fiel. alb stand. Hitlers und deutsche chen Luftnd kostbar weil auch gebraucht st 1944 mtsprechend in BuchenChwellenden zerrissenen im Winter und Betrug Chaffen. 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Unter ihnen befinden sich französische, polnische, ungarische, jugoslavische, tschechische Kameraden, die früher in ihren Heimatländern im ganzen Volke gekannt und geachtet wurden. Fast die ganze ungarische Intelligenz sowie die ganze höhere Beamtenschaft liegt entweder in diesen Massengräbern verscharrt oder die Leichen wurden im Krematorium verbrannt. Trotz dieser gräßlichen Zustände erlosch der Kampfwillen der antifaschistischen Häftlinge in Buchenwald zu keiner Stunde. Schon seit Jahren wurden alle anständigen kampfgewillten Kameraden zusammengefaßt zum Kampf gegen diese unwürdigen Zustände. Als mit dem herannahenden Kriegsende die Gefahr einer Liquidierung der Konzentrationslager und ihrer Insassen immer bedrohlicher wurde, mußten auch militärische Kampftruppen aufgestellt werden. Trotz des SpitzelSumpfes und des Verrätertums, den die SS mit Hilfe der Berufsverbrecher hochzog, gelang es der Lagerführung nicht, genauen Einblick in diese Verhältnisse zu bekommen; sie wußte nur, daß eine Abwehrkraft bestand und wagte es nicht mehr, zum Schluß mit Waffengewalt vorzugehen. Auf diese Weise konnten wir in den letzten 8 Tagen verhindern, daß das Lager vollständig evakuiert werden konnte. Auch 46 Kameraden, die die SS ermorden wollte, weil sie in ihnen unsere Führung vermutete, wurden von uns versteckt und trotz aller Drohung nicht ausgeliefert. Am 11. April wurde nachmittags um 3 Uhr beim Herannahen der Front von unserer militärischen Führung der Befehl zum Angriff gegeben. Mit Drahtscheren wurde der Zaun durchschnitten. Karabiner, Handgranaten, Panzerfäuste, sogar zwei leichte MG, waren in mühevoller und äußerst gefährlicher Arbeit schon vorher beschafft worden und wurden nun eingesetzt. 150 SS- Leute fielen als Gefangene in unsere Hand und wurden nach eingehenden Verhören den Amerikanern als Kriegsgefangene übergeben. Das Lager Buchenwald ist ein Beispiel und eine Lehre für das ganze deutsche Volk, wie man auch unter den furchtbarsten und gefährlichsten Umständen den Kampf gegen die SS und gegen die Unterdrückung überhaupt organisieren konnte. Ohne diese vorbildliche politische Arbeit hätten die Amerikaner bei ihrem Vormarsch nicht mehr 21 000 Antifaschisten begrüßen können, sondern sie hätten nur noch Erschossene und Verhungerte auf den tschechischen Straßen und Bahnhöfen vorgefunden. Anfang September 1944 wurde unsere Arbeitsabteilung beim Hauptzeugamt mit 100 Mann in ein Außenkommando nach Hof- Moschendorf ver13 legt. Wir waren froh, aus der übergroßen Masse herauszukommen. Bevor wir jedoch wegkamen, hatte ich noch ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Eines Morgens traf auf dem Lagerbahnhof ein Güterzug mit 2000 französischen Häftlingen ein. 80 bis 100 Mann waren in einen geschlossenen Güterwagen zusammengepfercht. Eine ganze Woche waren sie von Frankreich aus unterwegs; für zwei Tage nur hatten sie Verpflegung mit, kein Wasser und keine Luft! Die Notdurft mußten sie im Wagen verrichten. Wie die Waggons in Dachau aufgemacht wurden, fielen massenhaft schon in Verwesung übergegangene Leichen heraus. 500 Tote bei 2000 Mann! Mehrere Hundert nur noch Halblebende, welche nicht mehr stehen und gehen konnten, mußten sofort ins Revier gebracht werden. Der Weg zu unserer Arbeitsstelle führte uns täglich dort vorüber, und verschiedene Tage lang mußten wir beim vorbeigehen die Nase zuhalten vor Verwesungsgestank, trotzdem zentimeterdick Chlorkalk gestreut war. 60 Mann fu einem Wald Fahrräder H So sah in Wirklichkeit die hohe Kultur aus, welche Hitler und Konsorten der ganzen Welt bringen wollten. Aus Görings Aussagen nach seiner Festnahme geht hervor, daß Hitler die volle Verantwortung dafür trug. Einige Monate vorher war ein Transport aus Polen angekommen. Hier dieselben Zustände! An mehreren Leichen waren Stücke Fleisch aus Schenkeln und Gesäßteilen herausgenagt. Vor lauter Hunger hatten Menschen frisch verendete Artgenossen angefressen. Man schämt sich als zivilisierter Mensch, dies niederschreiben zu müssen. Ich selbst hätte so etwas nie für möglich gehalten, wenn ich es nicht als Tatsache gesehen hätte. Das deutsche Volk soll und muß es wissen, von welchen Bestien in Menschengestalt es 12 Jahre lang regiert wurde. werden. 20 später bei sich versted Von unser 40 Kamera das währe Am näd Freudenträ die Stunde bei den Be In dem kleinen Außenkommando in Hof- Moschendorf war es doch in manchem etwas besser. Trotzdem wurde auch dort ein Kamerad aus Jugoslavien wegen eines unbedeutenden Vergehens vor unseren Augen aufgehängt. Ja, es wurde sogar das Ansinnen an uns gestellt, ihn selbst zu erhängen, was aber von allen Häftlingen entschieden abgelehnt wurde. Einige Tage vor dem Zusammenbruch kam noch ein Geheimbefehl von Himmler: wenn es nicht mehr möglich wäre, die Häftlinge in ein großes Konzentrationslager zurückzuführen, seien diese zu liquidieren. Durch Zufall erfuhren wir von diesem Vorhaben, und in derselben Nacht, am 12. April, sind noch 12 Häftlinge ausgebrochen und unter vielen Gefahren den heranrückenden Amerikanern entgegengeflüchtet. Die übrigen sollten am übernächsten Tage auf Fahrrädern auf dem einzigen Rückzugsweg nach der Tschechei abtransportiert werden. 14 Aufregung Moschenda Mann und Auch e sadistische 20 km vor Frauen- K ihnen wu bruch gew Ich selbst berichtete Einem Te lischen M Männer seid, reißt einen ode und betro mehr wie Verbreche Elend un freien De Menschhe Bevor wir en werde, 000 fran- hlossenen Frankreich n Wasser Wie die 1 in Ver- ! Mehrere 1 konnten, rbeitsstelle ı wir beim entimeter- Konsorten Festnahme £ Monate Zustände! ‚esäßteilen rtgenossen reiben ZU h es nicht issen, von 5 doch in aus Jugo“ ıfgehängt- was 60 Mann fuhren dann auch ab; in derselben Nacht wurden 20 von ihnen in einem Wald bei Rehau niedergeknallt. Der Rest von 35 Mann, welche keine Fahrräder hatten, sollte in einem Güterwagen mit Munition abtransportiert werden. 20 Mann haben sie noch mit hinein bekommen, und diese wurden später bei Oberkozau erschossen aufgefunden. Die restlichen 15 Mann hatten sich versteckt, darunter war auch ich. Sie haben dadurch ihr Leben gerettet. Von unserem kleinen Kommando mit hundert Mann mußten insgesamt 40 Kameraden ihr Leben lassen. Allein diese Tatsache kennzeichnet schon das wahre Gesicht der Nazi- und SS-Mörder. Am nächsten Tag, dem 15. April, kamen die ersten Amerikaner, und Freudentränen standen uns in den Augen, als endlich nach jahrelangem Leiden die Stunde unserer Befreiung geschlagen hatte. Ein Kamerad, welcher auch mit bei den Befreiten war und 12 Jahre hinter sich hatte, erlag vor Freude und Aufregung noch einem Herzschlag. Wir mußten ihn auf dem Friedhof in Moschendorf begraben, und zuhause warten umsonst eine Frau auf ihren Mann und Kinder auf ihren Vater.— Auch euch Frauen geht dies an, denn die Nazi-Mörder haben in ihrem sadistischen Blutrausch auch vor der Ermordung von Frauen nicht haltgemacht: 20 km von Hof entfernt, in dem Städtchen Helmbrechts, befand sich auch ein Frauen-Konzentrationslager mit 600 Frauen, überwiegend Jüdinnen. Von ihnen wurden 40 Frauen auf bestialische Art erschlagen und in einen Stein- bruch geworfen. Noch halb lebend scharrte man die Opfer mit Steinen zu. Ich selbst war dort, und Augenzeugen, welche sie wieder ausgraben mußten, berichteten mir, daß sie diesen grauenhaften Anblick nicht los werden könnten. Einem Teil der erschlagenen Frauen hing das Gehirn heraus. An diesem bestia- lischen Mord haben sich nicht nur SS, sondern auch Aufseherinnen beteiligt... Männer und Frauen und auch ihr Jugendlichen, die ihr noch verblendet seid, reißt doch endlich die Binde von euren Augen, erkennt, so bitter es dem einen oder anderen auch ankommen mag, daß ihr 12 Jahre lang so belogen und betrogen worden seid! Helft auch ihr alle mit, daß sich Derartiges nie mehr wiederhole! Aber auch kein falsches Erbarmen mit den verantwortlichen Verbrechern und Kriegshetzern, die über Millionen von Menschen nur Not, Elend und Tod gebracht haben. Helft alle mit am Aufbau einer wahren und freien Demokratie zum Wohle unseres Volkes und zum W ohle der gesamten Menschheit!