9. bis 11. April 1948 se, vorbehalten Nr.297 der SMA 52 Befreiungstag 1948 Anläßlich der dritten Wiederkehr jener Tage, an welchem sich durch den Vormarsch der Alliierten Armeen die Tore der faschistischen Zuchthäuser und Konzentrationslager öffneten, trafen sich in Weimar vom 9. bis 11. April 1948 über 3000 Delegierte unter der Losung ,, Kämpfer gegen den Faschismus Kämpfer für den Frieden" zum internationalen Befreiungstag. Obwohl einzelnen Delegationen aus den westlichen Besatzungszonen die Pässe verweigert und sie an der Reise gehindert wurden, nahmen 800 an der Tagung teil. Aus Berlin kamen 500, aus der sowjetischen Zone 1500 Widerstandskämpfer. Aus dem Ausland nahmen 200 Delegierte am Befreiungstag teil und bekundeten damit ihre enge Verbundenheit zu den deutschen Antifaschisten. Der in den Jahren der härtesten Unterdrückung und unter schwierigsten Bedingungen gemeinsam geführte Kampf gegen den faschistischen Terror liek die Widerstandskämpfer aus dem Ausland, aus den westlichen Zonen und der sowjetischen Zone die gleiche Sprache sprechen, die von allen verstanden und einmal von aller Welt als die Stimme der entschiedenen Kämpfer für den Frieden gewertet werden wird. Wenn erstmals am Befreiungstag in Deutschland Vertreter des Auslandes das Wort ergriffen, dann war dies der eindeutige Beweis dafür, daß das von allen politischen Gefangenen abgegebene Gelöbnis der internationalen Solidarität zur Tat reift. Die VVN, die Widerstandskämpfer verschiedener religiöser Bekenntnisse und parteipolitischer Bindungen in sich vereinigt, dokumentierte trotz aller Belastungsproben und Spaltungsversuche die Einheit unseres deutschen Vaterlandes; sie schlägt die Brücken zu den demokratischen Völkern, die dem deutschen Volk einmal den Weg zur friedlichen Zusammenarbeit über alle trennenden Grenzen finden lassen wird. Während des Verlaufs des Kongresses tagten die Arbeitsgemeinschaften aller größeren Konzentrationslager und der Strafeinheiten der deutschen Wehrmacht( 999, 500). Es erfolgte die Konstituierung der Lagerkomitees und der 999er. Der Befreiungstag 1948 wurde zu einem der wichtigsten politischen Ereignisse seit dem Zusammenbruch des Naziregimes. Er war der Ausdruck der starken internationalen Verbundenheit der Widerstandskämpfer und eine machtvolle Demonstration ihres entschlossenen Willens zum Frieden. 1* 3 Begrüßungsfeier in der Weimarhalle Stefan Heymann, Weimar: Meine Herren Offiziere der sowjetischen Besatzungsarmeel Herr Land- tagspräsident! Herr Ministerpräsident! Liebe Gäste, und vor allen Dingen liebe Kameradinnen und Kameraden! Vor drei Jahren wurde eines der gröften und berüchtigsten Konzen- trationslager der Nazidiktatur befreit. Auf dem Eitersberg, in- unmittelbarer Nähe der Stadt unserer humanistischen Dichter, tobte sich in Buchenwald die Nazibestie aus. Wenn wir heute aus allen Zonen Deutschlands und vielen Ländern Europas zusammengekommen sind als Träger des antifaschistischen Widerstandskampfes, so gilt unser erster Gruß denen, die diesen Tag nicht mehr mit uns erleben können. Wir grüßen die 55000 Opfer‘des KZ.-Buchenwald. Wir grüßen die 4 Millionen ermordeten Juden und Polen von Auschwitz. Wir grüßen die Millionen ermordeten in anderen KZ’s, und wir grüßen die Zehntausende, die mutig ihr Leben auf dem Schaffot beendet haben. Wir grüßen die vielen 1000 Opfer, die tapferen Widerstandskämpfer in Spanien, Frankreich, Ju- goslawien, Polen und anderen Ländern Europas. Unser ganz besonderer Gruf; gilt aber den unsterblichen Helden der alliierten Armeen, vor allem der sowjetischen Armee, durch deren Schläge der deutsche Faschismus zusammenkrachte, Sie haben sich zum Andenken unserer Märtyrer von Ihren Plätzen erhoben. Ich danke Ihnen. Und nun sei der Gruk den Lebenden geweiht. Bis heute Abend waren hier in Weimar 1885 Kameradinnen und Kameraden eingetroffen, darunter weit über 500 Delegierte aus den westlichen Besatzungszonen. Wir begrüßen diese Kameraden deswegen besonders, weil zahlreiche Telegramme, die wir erhalten haben, beweisen, daß durch Entzug des Passes, durch Paßschwierigkeiten, viele Kameraden aus Nürnberg, aus anderen Orten Bayerns und aus der englischen Zone heute nicht unter uns sein können. Wir grüßen auch die ersten Kameraden aus der Tschechoslowakei und aus Polen, die bereits eingetroffen sind. Von der polnischen Militärmission in Berlin wurde uns telefonisch mitge- teilt, da eine große Delegation polnischer Kameraden auf dem Wege von Berlin hierher ist-und in wenigen Stunden hier eintreffen wird. Ebenso sind wir durch einen telefonischen Anruf von der Polizei verständigt worden, daf eine große Delegation von tschechischen, französischen und belgischen Kameraden ebenfalls mit Omnibussen auf dem Wege hierher ist und auch in wenigen Stunden hier sein wird. Es ist unmöglich, alle die vielen Kameraden, die in vorderster Front unseres Kampfes gestanden haben und stehen, im einzelnen zu grüßen. Lassen Sie mich von all den vielen Delegierten und Kameradinnen und Kameraden, die hier anwesend sind, nur begrüken die Frauen und Männer, die in den KZ’s 4 als Für Wir gri Wir in dem Und Kamen. faschis Wer kämpf wir ur geblic könne wenn Träne wied, Un Zeic! Regi ware KA strei In Lag hab eine U die lle rr Landgen liebe KonzenFittelbarer Chenwald nd vielen mistischen Tag nicht en die 4 Ghen die ausende, ie vielen eich, Jusonderer wor allem schismus von Ihren nd waren darunter zahlreiche es Passes, en Orten önnen. akei und ch mitgeWege von erständigt chen und ierher ist f unseres essen Sie aden, die den KZ's als Führer der antifaschistischen Widerstandsbewegung ermordet wurden. Wir grüßen die tapfere Kameradin unseres Kameraden Ernst Thälmann. Wir grüßen die Kameradin Ellen Kunz, die Frau des Kameraden Kunz, der in dem Lager Dora hingerichtet wurde. Und wir grüßen die Kameradin Neubauer, die Frau unseres Genossen und Kameraden Theo Neubauer, der noch kurz vor dem Zusammenbruch des faschistischen Regimes ermordet worden ist. Wenn wir heute zu einem Kongre der antifaschistischen Widerstandskämpfer aus allen Ländern Europas zusammengekommen sind, dann fragen wir uns, war der Tod dieser vielen Millionen umsonst. Haben sie ein vergebliches Opfer gebracht. Heute nach drei Jahren Befreiung vom Faschismus können wir sagen, selbst wenn Wetterwolken am Horizont drohen, selbst wenn die dunklen Kräfte, die Europa und die ganze Welt in eine Flut von Tränen getaucht haben, erneut versuchen, ihr verbrecherisches Spiel zu wiederholen, daß doch eine neue Zeit begonnen hat. Unser Kampf gegen den Faschismus war nicht umsonst. Als sichtbares Zeichen dieser neuen Zeit sehen wir, daß in der neuen tschechoslowakischen Regierung 4 Kameraden sitzen, die mit uns zusammen im Lager Buchenwald waren. An der Spitze der polnischen Regierung steht der Kamerad, der die gestreifte Sträflingskleidung in Sachsenhausen trug. In vielen anderen Ländern Europas sind die Kameraden, die mit uns im Lager gemeinsam Leid und Not erduldet haben, auf wichtigen Posten. Sie haben mit uns nicht nur gelitten, sie standen auch mit uns gemeinsam in einer internationalen Front des antifaschistischen Widerstandes. Unser Kongreß am Jahrestag der bürgerlichen Revolution von 100 Jahren, die fast alle europäischen Länder umkrempelte, wird ein erneutes Bekenntnis dieser internationalen antifaschistischen Solidarität sein. So wie wir in der Zeit der Hitlerbarbarei unterirdisch und illegal unser Leben für den Frieden einsetzten, kämpfen wir heute offen und unter Einsatz aller Mittel, die uns zur Verfügung stehen, für einen dauerhaften Frieden zwischen den Völkern. Wir waren als Kämpfer gegen den Faschismus stets Kämpfer für den Frieden und sind es heute gegenüber den kriegslüsternen Rüstungsfabrikanten und ihren lügnerischen Soldschreibern erst recht. Auf diesem Kongreß, den wir heute eröffnen, wird die Stimme Europas für den Frieden ererklingen. Mögen die Kriegstreiber in allen Ländern diese Stimme nicht überhören. Mögen sie sich an das Schicksal der deutschen Faschisten erinnern. Durch den Sieg über den Faschismus sind unsere Kräfte millionenfach in allen Ländern der Welt gewachsen. Die Delegierten des antifaschistischen Kongresses in Weimar vertreten diese Millionen, die ihr Leben für die Erhaltung 5 des Friedens einsetzen wollen und notfalls einsetzen werden. Im Zeichen dieses unerschrockenen und erfolgreichen Kampfes für den Frieden steht unsere Tagung. Ich begrüße Sie alle, die Ehrengäste und unsere Delegierten, herzlich mit dem Wunsch und in der Überzeugung, daß dieser Kongreß einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung des Friedens geben wird. Nunmehr wird im Namen des Rates der VVN unser Kamerad Propst Grüber, Berlin, Sie begrüßen. Wir, d mit unse Besatzun erlebt, v sehen m Verständ die Stun lassen. unsere mit voll Wir h Racheg Rached durchg dafs es mit ein land s Und lowsk dieser der Z des R stand was Sehn Das Präsidium des Kongresses Propst Grüber, Berlin: Meine sehr verehrten Herren Offiziere von der sowjetischen Armeel Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kameradinnen und Kameraden! Es ist mir eine besondere Ehre, diesen heutigen Kongreß eröffnen und Sie alle an dieser Stelle im Namen des Rates der VVN herzlich willkommen heißen zu dürfen. Insbesondere ist es mir eine ganz besondere Ehre und Freude, die Vertreter der sowjetischen Armee auf dieser unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Der Dank, den wir an dieser Stelle den Vertretern der großen Armee immer ausgesprochen haben, die die Tore der Zuchthäuser und KZ's geöffnet haben, ist heute besonders bewegt durch den großzügigen Erla des Marschalls Sokolowski, für den wir auch in diesem Lande und an dieser Stätte recht herzlich danken möchten. 6 Un Lande nannt sonde Und wisse manni in der der R Goeth eines Tarnu innere Ich Es wa Nähe den w m Zeichen eden steht erzlich mit entscheiropst Grüel Meine meraden! und Sie men heid Freude, Itung beetern der chthäuser en grofem Lande Wir, die wir immer wieder in Verhandlungen stehen und gestanden haben mit unserer Besatzungsmacht, wir haben immer vollstes Vertrauen zu unserer Besatzungsmacht gehabt. Wir haben in der Ostzone keine Renazifizierung erlebt, wie wir es jetzt teilweise in Deutschland in ganz furchtbarer Weise sehen müssen. Und wir wissen, daß unsere Besatzungsmacht in vollstem Verständnis für die fortschrittliche Entwicklung unserer Zone die Zeit und die Stunde wußte, wo es am Platze war, nun statt Recht Gnade walten zu lassen. Wir haben von der VVN aus und auch als einzelne immer wieder unsere Stimme erhoben in vollstem Vertrauen, und ich darf es sagen, auch mit vollstem Verständnis für unser Anliegen. Wir haben immer auf Sauberkeit gesehen. Aber uns ist es nie um Haf- und Rachegefühle gegangen. Wir VVN kennen keinen Haf und kennen keine Rachegefühle. Wir wissen um Sauberkeit und wissen, dafs diese Sauberkeit durchgeführt werden muß. Aber da, wo sie durchgeführt ist, wissen wir auch, dafs es dann am Ende eine Möglichkeit geben muß für diese Menschen, sich mit einzugliedern in die neue demokratische Gemeinschaft, die wir in Deutschland schaffen wollen. Und so danken wir in dieser Stunde und bitten den Herrn Marschall Sokolowski, den herzlichsten Dank auch von der VVN entgegenzunehmen für diesen seinen großzügigen Entschluf. Ich glaube, gerade wir VVN wollen in der Zukunft Bannerträger sein für die neuen Gedanken der Menschlichkeit des Rechtes der Wahrheit. Wir haben immer für Wahrheit und Klarheit gestanden und stehen es auch heute, und darum haben wir alles das abgelehnt, was einst Lügenpropaganda über unser Volk schüttete und womit sie das Sehnen unseres Volkes vergiftete. Und so darf ich auch in dieser Stunde herzlich begrüßen die Vertreter des Landes Thüringen, des Landes, das sich mit Stolz das Herz von Deutschland nannte und nennt und nennen wird. Thüringen ist für uns kein Grenzstaat, sondern Thüringen bleibt für uns das Herz eines geeinten Deutschland. Und wenn ich die Vertreter der Stadt Weimar willkommen heiße, dann wissen Sie, meine Damen und Herren, daß Weimar eine Stadt ist, die einen mannigfachen Klang in der Geschichte unseres Volkes hat. Es war die Stadt, in deren Nähe sich das berüchtigte Lager befand. Es war die Stadt, die einst der Republik den Namen gegeben hat. Es war die Stadt, die einst einen Goethe und Schiller beherbergt hat. Und es kann und wird und soll die Stadt eines neuen geeinten und einheitlichen Deutschland werden, nicht als eine Tarnung, wie wir es in vergangenen Zeiten erlebt haben, sondern als eine innere Kraft. Ich darf in dieser Stunde vielleicht einmal ein kleines Erlebnis erzählen. Es war im Oktober 1941. Da sa ich hier auf irgendeinem Polizeirevier in der Nähe des Bahnhofs in einem Keller, in einem Loch ohne Luft und Licht mit den widerlichsten sanitären und hygienischen Verhältnissen mit vielen Kame7 raden zusammengesperrt auf der Fahrt von Sachsenhausen nach Dachau. Als wir dann mit der Grünen Minna vom Bahnhof zurückfuhren, sahen wir durch einen schmalen Spalt Plakate, die die Reichskulturwoche unter Mitwirkung von Baldur von Schirach ankündigten. Das war die verlorene Zeit, wo große Reklame gemacht wurde mit Kulturwochen und wo wir dann in den Kellern schmachteten und hungerten. Liebe Kameradinnen und Kameraden! Dieses Weimar ist vorbei, das einst seinen Namen als einen Schreckensnamen in Verbindung mit Buchenwald in die Welt hinausgetragen hat. Dieses Weimar kommt nicht wieder. Dafür kommt aber Weimar wieder in einer anderen Form und in einer anderen Weise. Und da stehen in aus den Halle die Ostzonen dann sag Deutschla Wir wo dazu hel Reihe de trägt. Und i sationen Alten ge Und grüßen das Her sagen, den ic hat, Eu Das KZ be belast hier zu haben Wir w Kampf einmal Und nicht m Kongreß in der Weimarhalle Und so glaube ich auch, dafs es an diesem Tage wohl angebracht ist, Euch Kameraden aus der Westzone zu begrüßen. Wir haben gehört, in wie großer Zahl Ihr zu uns gekommen seid. Das ist für uns ein Grund zu besonderer Freude und besonderen Dankes. Ich hoffe, dafs der Tag nicht mehr fern ist, wo es nicht mehr nötig ist, Euch Kameraden aus der Westzone besonders zu begrüßen. Ich hoffe, dafs der Tag nicht mehr fern ist, wo all diese Begriffe ,, Zone" und ,, interzonal" und wie sie alle heißen mögen, aus unserem Wortschatz wieder verschwunden sind. Euer Kommen beweist es uns, dafs die VVN steht als geschlossene Einheit, und dafy sie stehen bleibt. Wir von der VVN werden die Zerreißprobe bestehen, und wir lassen uns nicht auseinanderbringen. 8 Aber d wir mit neue K Wir wo dern un sind die Werte bleiben eines u Dachau. Als wir durch Mitwirkung wo große en Kellern das einst chenwald in afür kommt Weise. mt ist, Euch wie großer esonderer r fern ist, onders zu e Begriffe em Wortdals die r von der nt auseinUnd darum seid uns herzlich willkommen. Wir stehen in einem Kampf. Wir stehen in einer Front. Und ein besonders herzlicher Gruß gilt den Kameraden aus den benachbarten ausländischen Organisationen. Wir hatten schon in Halle die große Freude, Kameraden ausländischer Organisationen auf unserer Ostzonentagung begrüßen zu dürfen. Ihr Kameraden, wenn Ihr zurückkommt, dann sagt es bitte draufen, die VVN in Deutschland arbeitet, um diesem Deutschland ein neues Gesicht zu geben. Wir wollen eben, und das ist unser erstes Anliegen, aile von unserem Teile dazu helfen, dafs das Deutschland, das nun hoffentlich bald wieder in die Reihe der anderen Völker aufgenommen wird, ein neues, ein anderes Gesicht trägt. Und ich hoffe, daß gerade Ihr Kameraden aus den ausländischen Organisationen Eurem Lande und den Kameraden da draußen kundtut, dafs wir die Alten geblieben sind und uns nicht irre machen lassen. Und nun, Ihr anderen lieben Kameraden aus der Ostzone, Euch zu begrüßen ist ja wohl überflüssig. Euch wird dieser Tag genau so wie uns allen das Herz höher schlagen lassen. Und ich darf es in dieser Stunde auch Euch sagen, gerade aus der Ostzone, dak unser lieber Kamerad Ottomar Geschke, den ich gestern abend an seinem Krankenlager besuchte, mich gebeten hat, Euch alle herzlich zu grüßen. Das ist ja die große Tragik, daß nun die langen Jahre von Zuchthaus und KZ bei uns allen sich auswirken und daß wir alle irgendwie unter der Überbelastung, die nun unser Los ist, leiden. Aber ich glaube, wir alle, die wir hier zusammen sind, die wir Schweres und Schwerstes gemeinsam getragen haben, wir wollen auch in Zukunft einer dem anderen die Last abnehmen. Wir wollen einer dem anderen zur Seite stehen da, wo es gilt in diesem Kampfe, der uns nun doch noch auferlegt ist, den Mann zu stehen, den wir einmal gestanden haben. Und wenn ich in Halle sagte, wir wollen nicht müde werden und wir wollen nicht mürbe werden, weiß ich, daß wir uns das alle selbst zuzurufen haben. Aber da, wo wir in einer großen Gemeinschaft stehen, die uns trägt und die wir mittragen, wissen wir auch, daß diese Gemeinschaft uns immer wieder neue Kraft gibt. Und das ist ja das Große bei diesen unseren Veranstaltungen. Wir wollen ja keine Tradition feiern, wie die andern es gehalten haben, sondern uns wieder ins Auge schauen, uns die Hand geben und sagen: Wir sind die geblieben, die wir waren. Und nun vorwärts und durch! Ministerpräsident Eggerath, Thüringen: Werte Anwesende! Kameradinnen und Kameraden! Wir sind da, und wir bleiben da, und der Sieg wird unser sein. Wie oft haben wir diese Worte eines unserer größten Kämpfer gegen den Faschismus zwischen den zu9 sammengebissenen Zähnen hervorgestoßen, wenn man uns quälte oder wenn wieder jemand von uns Abschied nahm. Wir sind da und bleiben da, und der Sieg wird unser sein. Das hat uns immer wieder neue Kraft gegeben, hat uns immer wieder von neuem gestärkt in dem Bewußtsein, daß das Rad der Geschichte nicht stehen bleibt, daß es weitergeht und auch über die Zeit hinweggehen wird, die hinter uns liegt. Seit diesen Tagen sind drei Jahre verflossen, wo wir wieder die Freiheit sehen, drei Jahre harter Arbeit. Und wir glaubten, daß wir schon den Sieg an unsere Fahnen geheftet hätten. Ich glaube, unsere heutige Zusammenkunft muß nach einer Prüfung der gesamten Lage erkennen lassen, daß es keine Zeit ist, nur an die Vergangenheit zu denken, daß es Zeit ist, auch heute zu sagen, wir sind da, und wir bleiben da, und der Sieg wird unser sein. Heute wiederum sehen wir, wie diejenigen, die uns in diesen ruchlosen 12 Jahren quälten, diejenigen, die Träger des Faschismus waren, heute neuen Zuzug erhalten haben, und daf alle diejenigen, die damals an der Spitze standen und es nicht eilig genug hatten, die Fahnen des Dritten Reiches zu tragen, daß sie wieder Morgenluft wittern, und sich zusammenfinden mit den Landsknechten in der Hoffnung das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Ich glaube, heute, wo wir hier zusammengekommen sind aus ganz Deutschland, aus allen Ländern jenseits der Grenze, heute sollten wir einmal überlegen, was ist zu tun, uns wiederum alle, die damals mit uns zusammenstanden, aufzurufen, zusammenzurufen, zu alarmieren. um den gemeinsamen Kampf zu organisieren, ganz gleich, ob diesseits oder jenseits der Demarkationslinien, ob diesseits oder jenseits der Ländergrenzen, ganz gleich, welcher Nationalität. Unsere Toten dürfen nicht umsonst gestorben sein, und das Leid, das wir gelitten haben, darf nicht umsonst gelitten sein. Aber erst dann können wir beruhigt sein, daß das Werk unserer großen Toten zu Ende geführt ist und ihr Opfer nicht umsonst war, wenn wir den Sieg der Demokratie erkämpft haben, wenn die Gestaltung des Schicksals der Menschen in die Hände der werktätigen Massen übergegangen ist. Heute, wo wir hier zusammentreten und die Kameraden grüßen, die aus Polen, aus der Tschechoslowakei, aus Frankreich und aus all den vielen anderen Ländern hier zusammengekommen sind, da sollten wir wiederum die Hände zusammenlegen und sagen, uns darf nichts trennen. Das, was wir gemeinsam erlitten haben, hat uns untrennbar zusammengekittet und wird sich wiederum auswirken in gemeinsamer Tat. Ich hoffe, dafs diese Zusammenkunft der Kämpfer gegen den Faschismus am Buchenwaldtag ausstrahlen wird über die Grenzen Deutschlands hinweg und alle die aufrufen wird, die gegen den Faschismus gekämpft haben, damit sie Bannerträger des Kampfes werden zum endgültigen Sieg des Fortschritts und der Demokratie. 10 Ich über wählt wurd Prozes de tiefgehend ganze we Zeichen d Aber ic den KZ's, die so uns und ich g gung das Menschhe wärts, wi Widers Stadt W standskä gende der wah drückt u verknüp Verbind uns viel zu mac für ein Augen Stadt se vor Aug gegenw unser de Wir w kämpfer Willkür noch nic wo wir i sequenz Friedens Buchenw Sie, di Mahner wieder i wenn at uns m gebleibt, er uns Frein Sieg er geenheit bleiIch überbringe Ihnen die Grüße der Regierung, der Regierung, die gewählt wurde auf demokratischer Grundlage und deren Aufgabe es ist, den Prozes der Demokratisierung weiter zu treiben, deren Aufgabe es ist, eine tiefgehende Änderung der Basis unseres Lebens herbeizuführen, damit die ganze weitere Entwicklung im Zeichen der Demokratie und nicht mehr im Zeichen der Reaktion steht. Aber ich persönlich grüße heute aus vollem Herzen die Kameraden aus den KZ's, die Kameraden aus den Zuchthäusern und grüße die vielen Frauen, die so unsägliches Leid erleiden mußten. Ich grüße sie in alter Verbundenheit, und ich grüße sie als Aufruf für den weiteren Kampf. Möge über dieser Tagung das Wort leuchten: So laßt uns alle zusammenstehen und für die Menschheit streiten, ob Blitze fielen, ob Stürme wehen, wir schreiten vorwärts, wir schreiten! dieTräger e dieatten, ittern, s Rad engeenze, e daeren, oder nzen, s wir wir und impft e der aus mandie gesich smus weg amit ritts Oberbürgermeister Dr. Hempel, Weimar: Widerstandskämpfer aller Nationen! Ich grüße Sie im Namen des Rates der Stadt Weimar. Daß Weimar zum Ort des internationalen Treffens der Widerstandskämpfer gewählt worden ist, dafs das vor unseren Toren liegende Lager Buchenwald zum Symbol aller KZ's und damit zum Symbol der wahnsinnigen Greueltaten der Nationalsozialisten geworden ist. Es bedrückt uns, daß unsere Stadt, die Stadt Herders, Goethes und Schillers so eng verknüpft worden ist mit dem Rückfall in die Barbarei. Aber wir können diese Verbindung nicht auslöschen, und wir wollen es auch nicht. Wir bekennen uns vielmehr mit der besonderen Verpflichtung, nach unserem Vermögen gut zu machen, was in unmenschlicher Weise an all den Kämpfern und Opfern für ein besseres Deutschland gesündigt worden ist. Wir wollen nicht die Augen und die Ohren verschließen vor dem Grauen, daß in der Nähe unserer Stadt sein Unwesen getrieben hat. Immer wieder muß die furchtbare Schuld vor Augen geführt werden; denn nur, wenn man sie sich immer wieder vergegenwärtigt, sind die ungeheure Not und das Elend verständlich, in die unser deutsches Volk gekommen ist. Wir wollen auch immer wieder daran denken, wofür die Widerstandskämpfer gekämpft und gelitten haben, gegen den Geist des Zwanges, der Willkür und der Unduldsamkeit. Dieser Ungeist des Nazismus ist auch heute noch nicht vollkommen ausgerottet. Gegen ihn müssen wir weiterkämpfen, wo wir ihn auch immer antreffen, mit aller Entschiedenheit und mit aller Konsequenz. Damit dienen wir am stärksten dem Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit, die als Ziele nach der Selbstbefreiung im Lager Buchenwald vom internationalen Lagerkomitee verkündet worden sind. Sie, die Überlebenden des Widerstandskampfes, sollen uns immer wieder Mahner des öffentlichen Gewissens sein, auf daß Freiheit und Recht nie wieder in Ketten gelegt werden. Das Weimar heute Gäste nicht nur aus 11 Westdeutschland, sondern aus vielen Ländern Europas begrüßen kann, nehmen wir als Zeichen dafür, daß der Geist der Brüderlichkeit und des Friedens, der sich in den Lagern bewährt hat, immer stärker sein wird als alles Kriegsgerede, mit dem die Welt gegenwärtig wieder in Furcht gesetzt wird. Ich wünsche Ihnen einen guten Verlauf Ihrer Tagung. Mögen Sie, wenn Sie in Ihre Heimat zurückkehren, eine bessere Erinnerung an unsere Stadt mitnehmen und die Verpflichtung, das Weimar sich seiner guten alten Tradition, der Humanität, wieder bewußt ist. Dr. Edith Leffmann, Ludwigshafen: Kameraden und Kameradinnen! Zum ersten Male ist es, daß die französische Militärregierung einer Delegation offiziell die Genehmigung zu einer internationalen Veranstaltung in der sowjetischen Besatzungszone gegeben hat. 107 Delegierte aus den drei Ländern der französischen Besatzungszone sind heute hier anwesend. Die Auseinandersetzungen zwischen den freiheitlichen, fortschrittlichen Kräften und der Reaktion, den Kriegstreibern und Kriegshetzern in England, in Amerika, besonders auch in Frankreich, spiegeln sich ganz natürlich auch in den von diesen Ländern besetzten Zonen wieder. In letzter Zeit diese Feststellung können wir erfreulicherweise machen greift die französische Militärregierung auf die bewährten antifaschistischen Kräfte zurück und beginnt, ihnen wieder die Unterstützung zu geben, auf die sie ja selbstverständlich einen berechtigten Anspruch haben. - Und doch, Kameraden und Kameradinnen, wie unendlich groß ist noch der Unterschied zwischen den Verhältnissen bei Euch und bei uns. Mit Freude und mit Bewunderung sehen wir auf die Entwicklung hier. Der Wiederaufbau der Demokratie in unserem Sinne kann sich frei und unbehindert entwickeln; denn die rechten und die echten Menschen sind auf dem Platz, der ihnen gebührt. Wir aber müssen uns erst durch das Gestrüpp der Reaktion und finstere. Mächte des Ewiggestrigen hindurcharbeiten und kommen uns vor wie in einem Urwald mit aussaugenden Schlinggewächsen, nehmen den aufstrebenden, ans Licht drängenden menschlichen Kräften Luft und Licht weg. Schritt für Schritt und Tag für Tag müssen wir uns aus diesen umstrickenden Fesseln befreien. Wir werden durch diesen täglichen Kleinkrieg gehemmt und geschwächt, und unsere kostbare Zeit geht uns verloren. Das ist der große, grundlegende Unterschied bei Euch und bei uns. Deshalb ist es verständlich, was ein solcher Tag wie der heutige für uns aus dem Westen bedeutet. Welchen Auftrieb, welche Kraft und welchen neuen Mut werden wir mit nach Hause nehmen, um das zu vollenden, was wir 1933 begonnen haben, um das wir gelitten haben, um das die Besten aus unseren Reihen der brutalsten aller Gewalten zum Opfer fielen. Die Solidarität des Lagers, der unbe12 dingte Einsa auf uns übe chen Gründ SO sehr wir heit muf u reifen, dar Ziel erreic heißt: Ger Wir erre gegen de darüber h ich aus h Liebe amerika Ausdruc als Aus Faschis gierten wie ein zur Teil deren K dals uns scheine wieder richt er Wir hab daf ma schismu welche Württem zeugen, schein H wollte etwas z fahren, Das, uns hind Deutsch rechtigk Kame ann, nehdes Friedals alles setzt wird. wenn Sie Stadt mitTradition, französizu einer gegeben zungszone hrittlichen England, rlich auch t- diese anzösische k und betverständnoch der Mit Freude deraufbau entwickeln; ihnen gektion und n uns vor den aufLicht weg. rickenden gehemmt as ist der st es verWesten en wir mit en haben, der bruder unbedingte Einsatz des einen für den anderen, diese Solidarität müßt Ihr heute hier auf uns übertragen und uns zukommen lassen. Ihr müßt begreifen, aus welchen Gründen wir mit der Entwicklung bei Euch nicht Schritt halten können, so sehr wir auch darum bemüht sind. Eure Kraft, Eure schon errungene Freiheit muß uns stützen. Sie muß auch den ominösen eisernen Vorhang zerreifen, damit diese Eure Kraft zu uns herüberströmt, damit auch bei uns das Ziel erreicht wird, das wir niemals aus den Augen verloren haben. Das Ziel heißt: Gerechter Frieden und Völkerverständigung. Wir erreichen dieses Ziel nur dann, wenn alle Antifaschisten, alle Kämpfer gegen den Faschismus, alle Kämpfer für den Frieden in Deutschland und darüber hinaus in der ganzen Welt zusammenstehen. In diesem Sinn begrüße ich aus heißem Herzen den Befreiungstag von Buchenwald. Karl Keim, Stuttgart: Liebe Freunde! Kameradinnen und Kameraden! Im Auftrage der britischamerikanischen Zone überbringe ich Euch die brüderlichsten Grüße als Ausdruck der Verbundenheit zwischen den Kameraden von West und Ost, als Ausdruck der Verbundenheit des einheitlichen Willens im Kampf gegen Faschismus und Reaktion. Wir bedauern außerordentlich wir Stuttgarter Delegierten, daß nur wir von Stuttgart und einige Kameraden noch von Aalen, sowie ein Kamerad von Schwätzingen die Passierscheine, d. h. die Erlaubnis zur Teilnahme am Buchenwaldtreffen erhalten haben, während unseren anderen Kameraden die Erlaubnis verweigert wurde. Wir hatten zu verzeichnen, ' dals unsere Kameraden in Baden, in Karlsruhe beispielsweise, die Passierscheine schon ausgestellt bekommen hatten und sich schon freuten, heute wieder mit ihren Kameraden beisammen zu sein, und daß sie dann die Nachricht ereilte, den Passierschein wieder abzuliefern, ohne jede Begründung. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, weil wir nicht glauben wollten, daß man deratiges erleben muß nach kaum drei Jahren, nachdem der Faschismus niedergeschlagen wurde. Wir liefen uns davon leiten, daß irgendwelche Kräfte daran interessiert wären, nicht die größere Delegation von Württemberg- Baden nach hier kommen zu lassen. Wir konnten uns überzeugen, dafs ein Kamerad aus Heilbronn, der ebenfalls schon den Passierschein hatte, ihn dann auch verweigert bekam. Nachdem er aber sagte, ich wollte ja nicht nur nach Buchenwald, sondern ich habe auch in Jena noch etwas zu erledigen. Da hat man ihm gesagt, nun ja, nach Jena können sie fahren, aber erst am Samstag. Das, Kameradinnen und Kameraden, war für uns die Bestätigung, daß man uns hindern wollte, uns zu treffen, die Kämpfer der Widerstandsbewegung Deutschlands, wir, die alten Kämpfer für Freiheit, für Humanität und Gerechtigkeit. Kameraden von Buchenwald! Denkt zurück an die schweren Tage vor 13 drei Jahren, am 8., 9., 10. und 11. April. Wir wissen, daß wir damals etwas anderes erwartet haben nach dem Zusammenbruch. Jetzt, nach kaum drei Jahren, mußten wir eine Enttäuschung der demokratischen Entwicklung unserer engen Heimat des Westens, erleben, wie wir sie uns nicht vorgestellt haben. Es hat dort Kräfte der Reaktion im Westen gegeben und gibt sie natürlich heute im verstärktem Maße. Und wenn ich das schon erwähne, möchte ich den Appell an unsere Kameraden im Osten richten: Wenn wir im Westen mit Eurer Entwicklung im Osten nicht Schritt halten können, dann sollt Ihr wissen, daß eben durch die Reaktion in Deutschland der Lebensraum in Deutschland kleiner geworden ist und sich auf unsere engere Heimat konzentriert. Damit sind unsere Schwierigkeiten verbunden. Trotzdem, Kameraden, müssen wir uns zusammenfinden und wachsam sein. Ich muß gleichfalls berichten, dafs es jetzt bei uns in der Westzone soweit ist, dak man einen unserer Kameraden, den Betriebsratsvorsitzenden Weber aus Stuttgart, ebenfalls vor die Spruchkammer zitiert hat und ihn dort zu einem Jahr Arbeitslager verurteilte. Kameraden, wir haben protestiert, und es ist uns versprochen worden, dafs er wieder aus dem Lager entlassen würde. Ich grüße Euch ebenfalls im Auftrage dieses Kameraden. Gerade diese Tatsache, Kameraden, dafs Antifaschisten von der Spruchkammer verurteilt werden, zeigt uns, in welcher Situation wir uns befinden. Aber seien Sie getrost, man mag uns den Passierschein verweigern, man mag dieses und jenes tun, man mag die konzentrierte Karft der Reaktion im Westen auf uns richten. Wir haben in den Lagern vor drei Jahren noch auf die Solidarität gebaut mit den Antifaschisten in den anderen Lagern. Elek▾ trisch geladene Zäune konnten nicht verhindern, dafs die Solidarität ihre Ver bindung fand mit allen aufrichtigen, ehrlichen Antifaschisten Deutschlands. Ebenso wenig können Zonengrenzen verhindern die Verbundenheit zwischen den Antifaschisten des Westens und den Antifaschisten des Ostens. Und Kameraden, wenn zwei Kameraden aus Württemberg- Baden auf ihrem Passierschein den Vermerk stehen hatten weil anscheinend die Beamten nicht recht wagten, Buchenwaldtreffen darauf zu schreiben- ,, geschäftlich", dann geht auch das in Ordnung. Wir sind auch geschäftlich hier. Kameraden, wir wollen hier auf diesem Treffen arbeiten. Wir wollen unsere ganze Kraft einsetzen, um die Mauern niederzureißen, die heute Zonengrenzen heißen. Kameraden, wir wollen die Bausteine zusammentragen, um unserer Heimat, um unserer Jugend, der kommenden Generation, in Zukunft ein stattliches Gebäude zu erstellen, dessen Fundamente Gerechtigkeit, Humanität und Freiheit sein sollen. Damit wollen wir nicht nur unserem Volk dienen, sondern der gesamten Menschheit, und unsere Aufgabe werden wir trotzdem lösen mit dem Ziel der Schaffung eines einheitlichen Deutschland und der Verwirklichung des Völkerfriedens. 14 Liebe K vollen A zu richte der VVN Treffen i erkennu während g Gewi darauf, Pflicht aktiv in die am kreis d lingsor Unse öffnet. derte ehren im Na darau Wi den Kräfte Deuts Ich als am Deuts um si richter bestan führun wir ha ten, di sollte, ginner Kam jenen zusam einzig Ich in sein mals etwas demokraen, wie wir im Westen wenn ich m im Osten icht Schritt in Deutschauf unsere verbunden. chsam sein. e soweit ist, Weber aus zu einem orden, dal Denfalls im er Spruchbefinden. , man mag eaktion im en noch auf gern. Elek it ihre Ver utschlands. it zwischen ens. auf ihrem e Beamten schäftlich", len unsere He Zonener Heimat, stattliches anität und n, sondern dem lösen VerwirkHarry Kuhn, Berlin: Liebe Kameradinnen und Kameraden! Liebe Freunde! Ich habe den ehrenvollen Auftrag, im Namen des Buchenwaldkomitees einige Worte an Sie zu richten. Wir Buchenwalder sind vor allen Dingen dem Interzonenbeirat der VVN in Deutschland dafür dankbar, daß er dieses internationale KZTreffen in diesem Jahr nach Weimar verlegt hat. Wir sehen darin eine Anerkennung dafür, daß die Widerstandsbewegung im Lager Buchenwald während der Hitlerzeit im Namen des werktätigen Volkes Deutschlands ihre Pflicht getan hat. Gewiß, die alliierten Armeen haben uns damals befreit. Aber wir sind stolz darauf, insbesondere in den letzten Wochen und Tagen von Buchenwald aktiv in diesen Befreiungskampf von Buchenwald eingegriffen zu haben. Als die amerikanische Armee nach Buchenwald kam, da fand sie im weiten Umkreis des Lagers bereits die bewaffneten Kader der internationalen Häftlingsorganisation. Unsere Kameraden haben den Zaun durchbrochen und die Tore selbst geöffnet. Unsere Kameraden waren es, die die Kasernen stürmten und Hunderte von SS- Leuten gefangen genommen haben. Diese Tat war nicht nur ehrenvoll für unsere Buchenwalder Kameraden, sondern diese Tat geschah im Namen der ganzen deutschen Widerstandsbewegung. Und sie kann stolz darauf sein. Wir haben in den letzten drei Jahren versucht, unseren Schwur zu halten, den wir damals in Buchenwald geleistet haben, nämlich mit allen unseren Kräften wirksam zu sein im Sinne des Aufbaues eines neuen demokratischen Deutschland. Ich erinnere Euch, Freunde, an die letzten 8 schweren Tage in Buchenwald, als am 9. April die SS- Lagerleitung 46 unserer besten Kameraden, nicht nur Deutsche, sondern Kameraden aus allen Ländern Europas, ans Tor bestellte, um sie noch kurz vor der völligen Niederlage zu exekutieren und hinzurichten. Damals hat das internationale Lagerkomitee, das schon seit Jahren bestand, noch in der Nacht beschlossen, als das Vorhaben der SS- Lagerführung klar war, daß wir diese 46 Kameraden nicht ausliefern wollten. Und wir haben uns damals geschworen und den Beschluß gefaßt und wir wufdaf wir, wenn die SS es wagen ten, die Buchenwalder standen hinter uns sollte, diese 46 Häftlinge mit Gewalt aus dem Lager zu holen, dieses Beginnen mit dem Aufstand beantworten würden. - - Kameraden, das war damals kein leichter Entschluß. Aber wir haben in jenen Tagen diese 46 Kameraden, weil wir seit Jahren immer international zusammengearbeitet haben, so gut verborgen und geschützt, dal nicht ein einziger von ihnen bis zum Zusammenbruch in die Hände der SS gefallen ist. Ich glaube, Freunde, das war ein so bedeutender Schritt damals, den wir in seiner vollen Tragweite noch garnicht erkannten, ein bedeutender Schritt 15 insofern, weil es nicht nur ein Beispiel, sondern ein Beweis für unsere enge Zusammenarbeit mit den Häftlingen aller Nationen war. Diese Tat hat sich ausgewirkt bis zum heutigen Tage und wird sich weiter auswirken; denn jene Kameraden aus Frankreich, aus Polen, aus der Tschechoslowakei, aus allen anderen Ländern, sie haben niemals vergessen unser Zusammenstehen mit ihnen. Sie haben niemals vergessen, was sie uns beim Abschied in Buchenwald sagten, nämlich im Sinne des Kampfes gegen den Faschismus in ihren Ländern nicht nur diesen Kampf zu führen, sondern immer eingedenk zu sein, daß es die deutschen Kameraden in der Ausrottung des Faschismus in der Ausrottung der faschistischen Ideologie viel schwerer haben werden wie sie selbst, und sie haben uns deshalb in ihren Ländern wir haben Dem Gedenken der Toten. Kränze der Widerstandskämpfer aus dem Ausland - - sehr viele Beweise dafür nach der Weise unterstützt, in dem Sinne, dafs nicht das ganze deutsche Volk hinter Hitler hergelaufen ist, unterstützt in dem Sinne, dafs sie immer wieder bezeugt haben, trotz des großen Hasses, der in der Welt gegen das deutsche Volk besteht, dafs die Widerstandskämpfer in Buchenwald und in allen deutschen Konzentrationslagern gegen den Faschismus gekämpft haben, daß es eine deutsche Widerstandsbewegung gab, die besonders getragen war von den Werktätigen, von den Arbeitern und Angestellten. Kameraden, wir sehen heute die Früchte dieser Unterstützung der Kameraden im Ausland. Wir sehen die Früchte insofern, als morgen und in den nächsten Tagen zum ersten Mal in Deutschland, viele ausländische Kameraden zu uns nach Weimar kommen werden, um damit ihre alte Freundschaft und Kampfgemeinschaft zu manifestieren. - Freunde, wir werden morgen nicht nur die Buchenwalder, sondern auch die anderen Lager zu Arbeitstagungen vereinen. Wir werden die Lehren 16 ziehen au Schaffung Wir wisse in der so jeder, de in der W Nazis wi das am regiert d apparat wir habe Schwieri Garantie Volkes I des wer Kame jene 11/ gegebe Besitzer Ich g mit ane dal es wärts ganzer Deutsc Reihe Lieb Euch, stehen, kann u Lieb unsere mufte legt wu liche F zusam denen Deutsc 2 enge sich denn ‚ aus ehen ı Bu- :h im 1 den ıdern f zu ein- s die n der us in histi- verer elbst, lb in aben ir— tützt, t das inter ınter- h sie aben, „ der deut- ; die Bu- deuf- agern ‚ge eine n den ame” ‚ den ‚Ka und“ auch s3hren ziehen aus drei Jahren Kampf zur Demokratisierung Deutschlands und zur Schaffung eines einheitlichen, demokratischen, antifaschistischen Deutschland. Wir wissen, unsere Freunde aus dem Westen haben es viel schwerer als wir in der sowjetischen Besatzungszone. Wir haben viele Berichte darüber. Und jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht, weiß es, dal im Westen, in der Wirtschaft genau so wie vor und während der Hitlerherrschaft die Nazis wieder in den entscheidenden Schlüsselpositionen sitzen. Wir wissen ‚das am: besten aus der Frage der Ernährung. Herr Schlange-Schöningen regiert dort. Und Sie wissen, daf in der Verwaltung im Westen der Polizei- apparat und alles andere immer mehr mit Nazis durchsetzt: wird. Freunde, wir haben es nicht leicht in der sowjetischen Besatzungszone. Wir haben viel Schwierigkeiten zu überwinden. Aber unsere volkseigene Betriebe sind eine Garantie dafür, daß die Schlüsselpositionen der Wirtschaft in den Händen des Volkes liegen und der Neuaufbau der Wirtschaft im Namen und im Sinne des werktätigen Volkes geschieht. Kameradinnen und Kameraden! Wir können weiter überzeugt sein, daß jene 1!/, Millionen Neubauern, denen wir auf Grund der Bodenreform Boden gegeben haben, diesen Boden niemals wieder zu Gunsten der Groß-Grund- Besitzer herausgeben werden. Ich glaube, die Demokratisierung unserer Verwaltung, ihre Durchsetzung mit anerkannten und tüchtigen Antifaschisten, wird eine Garantie dafür sein, daß es auch in diesem Teile Deutschlands in der Zukunft aufwärts und vor- wäris gehen wird. In diesem Sinne geloben wir Euch, auch in Zukunft unsere ganzen Kräfte für ein einheitliches, demokratisches, antifaschistisches Deutschland einzusetzen, und wir als Buchenwalder wollen dabei in erster Reihe stehen. Franz Heitgres, Hamburg: Liebe Kumpels! Liebe Freunde!‘Wir kommen aus den westlichen Zonen zu Euch, um am heutigen Tage erneut ein Gelöbnis abzulegen, zusammenzu- stehen, weil es für uns den Begriff der Zonen in Deutschland nicht geben kann und niemals gegeben hat, Liebe Freunde! Wir sind über die Zonengrenzen gekommen. Und mancher „unserer Kumpels, der diesen Weg mit dem-ordnungsmäßigen Zonenpaf; ging, 'muhte es erleben, daß ihm an der Grenze die unmöglichsten Fragen vorge- legt wurden, was er hier wolle, wer er ist, welcher Partei er angehört und ähn- liche Fragen mehr. Wen interessieren diese Fragen? Wir, die wir im Lager zusammenstanden aus allen Konfessionen, Weltanschauungen und verschie- denen Richtungen, die wir gemeinsam den Kampf für das anständige Deutschland führten, fragen heute nicht, in welcher Partei dieser oder jener 2 17 Freund ist, sondern fragen ihn, was er heute tut, um Deutschlands Einheit zu wahren. Aber scheinbar werden diese Fragen an unsere Kumpels mit der deutlichen Betonung gestellt: Ihr seid Mitglieder der kommunistischen Partei. Und erstaunt ist man, wenn man dann feststellt, dafs die Mehrzahl der Deleigierten nicht Mitglied dieser Partei oder Organisation ist, sondern ganz andern Parteien angehört. Scheinbar kann man diese Dinge nicht verstehen, dak Menschen aus verschiedenen Parteien und Organisationen einen gemeinsamen Weg suchen und bereit sind, alles dafür einzusetzen. Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dafs alles das, was getan wird für den Frieden, schon identifiziert wird mit dem Begriff, daß es eine Interessenvertretung kommunistischer Ideen sein muß. Ich bekam diesen Eindruck, als man Henry Wallace durchaus in Amerika zum Kommunisten stempelt, weil er bestrebt ist, auch in seinem Volk ein Bekenntnis abzulegen, daf es einen Weg geben muß, beispielsweise mit der Sowjetunion auf friedliche Art und Weise zusammenzuarbeiten. Wenn man solche Bestrebungen schon identifiziert mit der kommunistischen Weltanschauung, möchte ich fest zum Ausdruck bringen, daß man bereit ist, vor der Welt das Bekenntnis abzulegen, dafs das Bekenntnis zum Frieden scheinbar schon identisch ist mit dem Begriff der kommunistischen Weltanschauung. Aber, liebe Freunde, wir sind gar nicht dieser Ansicht, sondern haben die Erkenntnis gewonnen, daß in allen Lagern, in allen Parteien, durchaus Menschen bestrebt sind, ehrlich für den Frieden zu kämpfen. Und dieses Gemeinsame ist es, was wir heute auch als Bekenntnis ablegen. Und ich darf Euch, Freunde aus der Ostzone, sagen, daß wir in unserer Zone einen sehr verzweifelten Kampf führen. Unsere gemeinsamen Zusammenkünfte sind ein Ausdruck dessen, daß in jeder Zone die Dinge verschieden sich entwickeln, dal aber dennoch unsere brüderlichen Hände ineinanderstehen müssen. Wir gewinnen unsere Kräfte auch drüben. Und wenn man uns auch wiederum verfolgt und uns immer wieder Schwierigkeiten macht und statt der Wiedergutmachung der rehabilitierten Nazis spricht, so wissen wir, wohin dieses Wrack Deutschland gesteuert werden soll. Wir sind aber bereit, die Stücke des Wracks zu einem brauchbaren Schiff zu machen, zu einem Schiff, das Deutschland vorwärts treibt. Und wir wissen, daß nur der konstruktive Aufbau der Wirtschaft in Deutschland selber über alle Zonengrenzen hinweg diesen Weg ebnen wird. Die VVN erfast in allen Kreisen diese Kräfte. Und so möge der heutige Tag und diese Kundgebung ein erneutes Gelöbnis sein, dafs die Kämpfer von gestern auch Kämpfer von heute sind. Waren wir gestern anti, sind wir heute pro für ein demokratisches Deutschland. In diesem Geist möge der Befreiungstag hier in Weimar begangen werden. 18 Kong Ich darf Grußes e Deutschla wir die a sind eine des Nach 129 Kame Die Ts Von Po Die Ro unserer Meine Bevor w Pflicht e minister heute m Er w immer des Ve das Pr Justizm Ich dar Liebe Unse lagers B Widers nisse. U in dies religiös befinde Diese T ganisati Lande aller P heit zu r deutPartei. r Deleanz anen, daf emeinan wird e Interen Einstemen, daf edliche munistiman beis zum Hischen pen die MenemeinEuch, mr vernd ein wickeln, en. Wir ederum Wiederdieses Stücke iff, das ve Aufhinweg heutige fer von heute BefreiKongreß im Großen Saal der Weimarhalle ( 10. April 1948) Probst Grüber, Berlin: Ich darf den heutigen Kongrefs eröffnen und zuerst wieder ein Wort des Grußges entbieten den Vertretern der sowjetischen Militäradministration für Deutschland und das Land Thüringen. Besonders herzlich willkommen heißen wir die ausländischen Delegationen, soweit sie schon eingetroffen sind. Es sind eine ganze Reihe unterwegs, und wir hören, daß sie noch im Laufe des Nachmittags eintreffen werden. Aus der Tschechoslowakei sind schon 129 Kameraden eingetroffen. Die Tschechoslowakei marschiert, und auch nach Deutschland hin. Von Polen und Holland sind 6 Kameraden da. Die Rotspanier sind ebenfalls erschienen, und ich freue mich, sie hier bei unserer Kundgebung begrüßen zu dürfen. Meine sehr verehrten lieben Gäste! Liebe Kameradinnen und Kameraden! Bevor wir den Kongreß weiterführen, möchte ich mich einer sehr traurigen Pflicht entledigen. Wir haben soeben die Nachricht bekommen, daß Reichsminister a. D. Dr. Külz, der Vorsitzende der Liberal- Demokratischen Partei, heute morgen durch einen Herzschlag heimberufen worden ist. Er war zwar kein Opfer des Faschismus, hat aber unseren Bestrebungen immer sehr nahe gestanden, und ich danke Ihnen sehr, daß Sie sich zu Ehren des Verstorbenen von den Plätzen erhoben haben. Sie werden gestatten, daß das Präsidium dem Sohn des Verstorbenen, dem hiesigen thüringischen Justizminister, ein Telegramm mit der Bekundung unseres Beileids übersendet. Ich danke Ihnen, daß Sie sich von den Plätzen erhoben haben. Walter Bartel, Berlin: Liebe Kameradinnen und Kameraden! Werte Gäste! Unsere heutige Veranstaltung anläßlich der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald ist eine gesamtdeutsche Konferenz, eine Konferenz aller Widerstandskämpfer, aller deutschen KZ- Lager, Zuchthäuser und Gefängnisse. Unsere Veranstaltung heute wird charakterisiert durch die Tatsache, dak in diesem Saal Repräsentanten aller Widerstandsgruppen der politisch, religiös und weltanschaulich Verfolgten aus allen Teilen unserer Heimat sich befinden und, wie wir mit Freuden erfahren haben, auch aus dem Auslande. Diese Tatsache, Kameradinnen und Kameraden, macht die Stärke unserer Organisation, der VVN, aus; die Tatsache, dafs die VVN in jedem deutschen Lande in der Lage ist, eine solche gesamtdeutsche Konferenz mit Vertretern aller Parteien, aller politischen Anschauungen durchzuführen. Das ist das, 2* 19 was uns mit großer Freude erfüllt. Das ist aber auch das, was unsere Gegner nicht wahrhaben wollen, und warum sie in den Mittelpunkt ihrer Angriffe leider allzu häufig die VVN stellen. Wir freuen uns über die zahlreichen Besuche unserer Kameraden aus der Tschechoslowakei, aus Prag, Brünn und Pilsen, und das um so mehr, weil wir stolz auf Euch sind. - - wir verWir freuen uns, künden es überall daf in der neuen tschechoslowakischen Regierung allein aus dem Lager hier oben, aus Buchenwald, vier unserer besten Kameraden sind. Wir kennen sie. Wir waren Jahre mit ihnen zusammen, standen mit ihnen auf demselben Appellplatz. Wir wissen, daß sie, mit ihnen die Lagerkameraden aus Dachau und Sachsenhausen, mit ihnen die Kameraden aus der Widerstandsbewegung der Tschechoslowakei und die Kameraden, die auf alliierter Seite mit der Waffe in der Hand gegen den Faschismus kämpften, daß sie die Garanten einer demokratischen, friedlichen Entwicklung unseres Nachbarstaates sind. Wir freuen uns über den Besuch unserer holländischen und polnischen Kameraden, wissend, dafs das die ersten engeren Beziehungen sind, die so stark und kräftig in den Lagern waren und die wir hegen und pflegen wollen, weil sie die Voraussetzungen für ein wirklich demokratisches Europa schaffen. Walter Bartel, Vorsitzender des internationalen Buchenwald- Komitees Liebe Kameradinnen und Kameraden! Die Tatsache einer solchen Veranstaltung wie hier in Weimar muß ihre Ursachen haben, und wir sind verpflichtet, klar und deutlich auszusprechen, worin die Stärke einer solchen Veranstaltung liegt, welches ihre Bedeutung ist und welche Verpflichtung wir damit übernehmen. Warum können wir hier so zusammenkommen und in der gleichen Sprache sprechen? Warum können wir hier auf den Vormittagskonfe20 20 1 renzen de jenen Ku meinsame wollen? B weil wir schwer b den 12 b zermalme Regimes Wir h standsgr lichkeit weder sammen sam zu bedeut Agent Wir wer sid will, d wufte sich a Gegn Lager alle a Verei in de das M über Wide Es ga Wi irgend dann dann welch Kamp Dar gen. pagie zwisch dafy m sere Gegner rer Angriffe mlreichen Be, Brünn und s,- wir verall- dal in echoslowakig allein aus er oben, aus vier unserer en sind. e. Wir waren mzusammen, men auf dematz. Wir wismit ihnen die maus Dachau sen, mit ihnen maus der wegung der ei und die auf alliierter Waffe in der n Faschismus ie die Garanmokratischen, wicklung unaates sind. ms über den molländischen Kameraden, as die ersten ngen sind, die räftig in den die Vorauschen Veranand verpflich chen Veranng wir damit in der gleimittagskonferenzen der einzelnen Lager uns nicht nur wieder freuen, daß wir diesen und jenen Kumpel wieder begrüßen, sondern Klarheit schufen über unsere gemeinsamen Aufgaben und Wege aufzeigten, wie wir die Aufgaben lösen wollen? Einfach deshalb, weil wir eine bitterböse Erfahrung hinter uns haben, weil wir schwer bezahlt haben, schwer bezahlt durch unser eigenes Leid, schwer bezahlt durch das Massensterben unserer Kameraden. Wir haben in den 12 bitteren Jahren gelernt, den einen Feind zu erkennen, der uns alle zermalmen will, ganz gleich, aus welchen Gründen wir Gegner dieses Regimes geworden waren. Wir haben in den Lagern, in den Zuchthäusern, in den illegalen Widerstandsgruppen gelernt, im Kampfe gegen die Verbrecher an der Menschlichkeit gibt es kein Ausweichen. Da gab es in den Lagern nur eins, entweder kämpfen oder untergehen. Kämpfen hieß, mit den Kameraden zusammenstehen, kämpfen hief, in den illegalen Widerstandsgruppen gemeinsam zu handeln oder abseits zu stehen, und das konnte nur den Untergang bedeuten oder, was noch schlimmer war, das konnte nur bedeuten, ein Agent des Feindes der Menschheit zu werden. Wir haben zu schwer mit unserem eigenen Blut bezahlt, um nicht zu wissen, wer sich in solch entscheidenden Auseinandersetzungen nicht klar bekennen will, der muß so oder so in das Lager des Feindes geraten. Weil wir das wußten, deshalb haben wir so einen harten erbitterten Kampf geführt. Wer sich aus der gemeinsamen Widerstandsfront ausschlof, wurde durch den Gegner vernichtet oder er wurde seine Kreatur. In diesem Falle stieß ihn die Lagerkameradschaft aus. Immer war unser heißes Bemühen darauf gerichtet, alle antifaschistischen Kräfte, alle Menschen, die guten Willens waren, zu vereinigen gegen den einen Feind: gegen den Faschismus. Es gab deshalb in den Lagern und Zuchthäusern keine Privilegien einzelner Parteien. Nicht das Mitgliedsbuch oder die frühere Zugehörigkeit zu einer Partei entschied über die Aufnahme in die Kampfgemeinschaft. Es gab eine Organisation aller Widerstehenden ohne Sonderrechte von Parteien oder Weltanschauungen. Es gab nur ein Recht, das Recht auf größere Aktivität. Wir haben uns in unserem Kampf nicht durch Parteibrillen oder Dogmen irgendwie rühren lassen. Wir fragten nur eines: Bist Du bereit, mitzukämpfen, dann sei unser Mitstreiter. Bist Du bereit, gemeinsam mit uns zu handeln, dann komm zu uns. Uns interessierte nicht, welcher politischen Auffassung, welcher Weltanschauung Du außerhalb des Zaunes oder außerhalb der Kampfbereitschaft warst. Daraus ergaben sich für uns damals und heute sehr ernste Schlußfolgerungen. Falsch ist die Auffassung, die von bewußterr Seite immer wieder propagiert wird, dafs keine Einheit möglich wäre zwischen den Parteien und zwischen den Weltanschauungen. Es gäbe so unüberbrückbare Gegensätze, dals man hier nicht für gleiche Ziele kämpfen könne. Richtig dagegen ist die 21 Möglichkeit des gemeinsamen Kampfes. Sie war eine Realität, und sie ist eine Realität, wenn die Kräfte des Fortschritts, wenn die gestrigen Kämpfer gegen den Faschismus von dieser Idee beseelt sind, wie sie beseelt waren von der Notwendigkeit des Kampfes während der 12 Jahre. Im Kampf um die Menschenrechte brauchen wir eine breite Basis. Hier ist ein Raum für alle politischen Auffassungen, und hier ist Platz für die verschiedensten weltanschaulichen Richtungen mit einer einzigen Einschränkung. In dieser gemeinsamen Kampffront ist kein Platz für eine Partei, die Rassenwahn oder Antisemitismus propagiert. In einer solchen Kampffront ist kein Platz für irgendwelche faschistischen Auffassungen, ganz gleich wie man sie auch heute wieder formulieren ' möchte. Wer den Kampf für eine demokratische, friedliche Entwicklung unseres Volkes wünscht und will, der hat Platz in dieser breiten Front, gleich wie der Name ist, wenn nur der Wille da ist, die Lehren aus der Niederlage des deutschen Volkes zu ziehen, zu erkennen, wie man aus diesem Chaos, aus dieser Wirrnis der Jetztzeit wieder herauskommt, zu einem besseren, friedlichen Leben. Liebe Freunde! In den drei Jahren, nachdem sich für uns die Tore der Lager, die Türen der Zellen geöffnet haben, lernten wir allerhand Erklärungen kennen, wie war das überhaupt möglich in den zwölf Jahren, wie war es überhaupt denkbar, dafs so ein Regime sich in Deutschland konstituieren konnte. Man sprach von dem Phänomen des Nationalsozialismus, einer Erscheinung, die so ganz und gar im Gegensatz steht zu der Mentalität der Deutschen, zu ihrer Ideologie und ihrer Gewohnheit. Nun, liebe Freunde, wir sind da etwas anderer Auffassung. Wir haben in den zwölf Jahren vor den Schranken des Gerichts, in der gemeinsamen Zelle und in den überfüllten Lagern genügend Zeit gefunden und genügend Zeit gehabt und genügend am eigenen Leibe verspüren können, was dieses besondere Phänomen des Nationalsozialismus war, gerade hier, liebe Freunde, neun Kilometer von Weimar entfernt, in Buchenwald. Weimar, die Stadt des deutschen Humanismus, die Stadt Herders, Goethes und Schillers und da oben der Berg. Und die Geschichte will es so, daß das Lager genau dort war, wo Goethe seine Spaziergänge machte. Und die Buchenwalder wissen, daf wir im Lager sogar eine Goetheeiche hatten. Wie erklären wir diesen Widerspruch, eine Stadt und auch ein Land, wo wir so herrliche Früchte einer humanistischen Weltanschauung kennenlernten, und dennoch dieser grausame Terror, dennoch diese Massenvernichtung der Menschen, dennoch die Ausschaltung jedes menschlichen Gefühls. Ist es wirklich ein Widerspruch? Darf ich nur an eine Euch allen so bekannte Erscheinung erinnern? Wenn wir in den Diskussionen auf den Straßenbahnen und in den Eisenbahnzügen, auf der Straße diese Tatsachen hier im deutschen Lande festgenagelt haben, die Verbrechen in Polen und 22 22 Jugoslav deutsche von deu immer a Männer Alle Mü tragen gen ha anständ waren und au Wir geübte mittela wir in die G samste Wir w Bäume frideri und Koch leibe werd Lage teile inne als s getra dem aufge nur die ware lebt, schie klein Arbe Tatsa Nazi Un Stand den und sie ist n Kämpfer eelt waren mpf um die m für alle en weltaner gemeinoder AntiChistischen Ormulieren klung unnt, gleich Wiederlage Chaos, aus en, friedTore der klärungen e war es stituieren einer ErHalität der haben in men Zelle gend Zeit as dieses be Freundie Stadt s und da dort war, Essen, dal esen Wihte einer ser graunoch die allen so auf den afsachen plen und Jugoslawien, in der Ukraine und der Tschechoslowakei, dann wurde uns von deutschen Frauen gesagt, ja, mein Mann hat das nie getan. Dann wurde uns von deutschen Müttern gesagt, mein Sohn war auch Soldat, aber er hat sich immer anständig benommen. Alle deutschen Frauen sind überzeugt, daß ihre Männer nur das Beste gewollt haben und höchstens einem Befehl folgten. Alle Mütter sind überzeugt, daß ihre Söhne sich eben nur wie Soldaten betragen haben, aber sonst keine irgendwie schandbaren Handlungen begangen haben. Und die Konsequenz? Wenn alle Männer und Söhne sich so anständig verhielten, wer hat denn dann die Verbrechen begangen? Wer waren dann die Mörder an den Millionen? Wer hat dann die Befehle erteilt und ausgeführt? Wir haben gelernt! Was ist unsere Erkenntnis geworden? Die an uns ausgeübten Gestapo methoden waren doch nichts anderes als die Renaissance mittelalterlicher Inquisitoren. Was damals die Folterkammer war, das erlebten wir in jedem Gestapogefängnis, was damals der Streckbock war, dafür hatten die Gestapoleute viele Methoden, um mit brutalster Gewalt und mit grausamsten Mitteln Aussagen zu erzwingen. Uns braucht man nichts zu erzählen. Wir wissen es alle. Wir haben den Bock kennengelernt, das Hängen an den Bäumen. Welcher Unterschied war gegenüber der Prügelmethode in dem fridericianischen Heer, gegenüber dem Spießrutenlaufen, wie es damals Sitte und üblich war? Wir haben den Buchenwaldlagerkommandanten namens Koch kennengelernt mit seinem Führerhaus, und wir Häftlinge waren seine leibeigenen Sklaven. Nicht anders wie unsere Ahnen vor 200 Jahren. Ihr werdet Euch noch der Bilder erinnern, wie Koch und alle anderen durch das Lager stolzierten mit ihrem Troß und Hunden, Prügel und Geschenke verteilend. Hier war das Bild eines solchen ehemaligen Feudalherren in der Erinnerung, der eben sein Territorium auf dem Berg oder in Sachsenhausen usw. als sein Königreich betrachtet hat. Und wir wissen ja, welche Kämpfe ausgetragen wurden, als Koch die Pfründe Buchenwald vertauschen sollte mit dem Vernichtungslager Maidanek. Die Pfründe Buchenwald konnte er nicht aufgeben, weil sie sein Feudaleigentum war. Wir haben es erlebt, daß nicht nur die Kommandanten selbst und die einzelnen SS- Offiziere, sondern da die Familien dieser SS- Bestien, Frauen, ja selbst Kinder schon befangen waren von dieser Ideologie: die Häftlinge sind Sklaven. Haben wir nicht erlebt, daß man Häftlinge zur Verfügung stellte, damit die SS- Brut Scheibenschießen lernte? Haben wir es hier oben auf dem Berg nicht erlebt, weil ein kleiner SS- Junge sagte, Vater, sage doch mal hinlegen, daß dann die ganze Arbeitskolonne von 100 Menschen sich hinlegen mußte? Alles das sind doch Tatsachen, die zeigen die Kette von den damaligen Feudalzuständen zum Naziregime. Und noch mehr. Die deutsche Geschichte kennt viele Beispiele, wie die Standesherren ihre Landeskinder für klingende Münze an den Meistbietenden verschachert haben. Der Landgraf von Hessen und wie sie alle hießen, 23 haben hunderte und tausende ihrer Landeskinder in fremde Hände verkauft. Ja, liebe Freunde, was tat denn die SS mit uns? Wurden wir nicht genau so verkauft und verschachert an die Betriebe aller Art, an Transportunternehmungen usw., wurden wir nicht genau so verhandelt, wie damals diese feudalen Leibeigenen. Hat nicht die Firma sowieso einfach angefordert, wir brauchen eintausend Dreher und zweitausend Hilfskräfte und hat dann nicht das Amt für Arbeitseinsatz in Berlin- Oranienburg hierher telegrafiert, stellt in drei Tagen so und so viele Häftlinge zusammen? Und war dann nicht der Sklavenmarkt dort auf dem Appellplatz. Und war nicht der SS- Arzt dabei zu prüfen, wieweit die Sklaven noch arbeitsfähig sind? Das sind doch alles solche Tatsachen, die zeigen, daß man die Sitten und Gepflogenheiten der damaligen Zeit in modernisierter Form auf die Zeit des Naziregimes übertrug. Wenn in den letzten Jahren des Naziregimes, 1943 und 1944, Befehle kamen von dem Amt für Arbeitseinsatz Oranienburg an die SS- Ärzte, dem Massensterben der Häftlinge Einhalt zu gebieten, ja sogar Anordnungen kamen, die Juden nicht mehr massenweise zu liquidieren, dann nicht deshalb, weil SS und Gestapo plötzlich irgendwelche menschlichen Gefühle bekommen hätten. Oh nein, sie waren allein von dem Gedanken beseelt, diesen Schrotthaufen noch möglichst lange zu besitzen, um möglichst viel aus dem Schrotthaufen Mensch herauspressen zu können. Liebe Freunde, warum habe ich das in Erinnerung gerufen? Einfach deshalb, weil man heute ganz bewußt diese Tatsachen verschleiern will, dieses Geschehen bestreitet, und weil man ganz bewußt verdecken will, wer hinter diesem Geschehen stand, wer die wirklichen Interessenten an dieser Massenausplünderung, an dieser Massenausbeutung und dem Massensterben waren. Jedes Lager weiß das. Aber deutlich und klar mufs man es aussprechen. Buchenwald hatte seine 60 Arbeitskommandos. Wer waren die Abnehmer menschlicher Arbeitskraft? Der Flick- Konzern und Siemens. Sie waren die Käufer. Zu ihnen gehörten auch die Reichsbahnausbesserungswerke. Auch Ford in Köln und die BMW. Sie waren die Abnehmer der menschlichen Arbeitskräfte, genannt Häftlinge. Die einen machten Geschäfte als SS und die anderen machten ihre Gewinne als Rüstungsfabrikanten. Wir wissen heute aus den Nürnberger Prozessen, Herr Flick hat das nebenbei erwähnt, daf er 1932/33 drei Millionen Mark gegeben hat. Er erklärte, daß war an sich eine Bagatelle. Er hat das Geld den Nazis gegeben. Er hat auch gelegentlich an nicht- Naziparteien Geld gegeben, dasselbe wissen wir von der I.G.- Farbenindustrie usw. Diese großen Unternehmen, die sich in der deutschen Geschichte immer gesperrt haben, auch nur einen Groschen Lohn mehr auszuzahlen an den einzelnen Arbeiter, gaben das Geld 1932/33 nicht für das schöne Gesicht von Hitler und Goebbels, sondern für einen ganz klaren und eindeutigen Zweck. Für sie war es eine einfache Rechnung. Drei Millionen oder sieben Millionen Investierung in der Organisation der SA und SS bringt hundertfachen Gewinn durch die Zerschlagung der Arbeiterorgani24 satione Funkti Man k war di Dem Unterd Reichs folgte Eine k sehr s indust Lieb nicht Kräfte da. S fiziert Ich nenn deuts habe auf in d Li Darl Der nach Dies Pflich uns wied sation besta sagt, sind. der f verbr diese von erleb mit H und b zu er verkauft. genau so unternehiese feudert, wir ann nicht ert, stellt micht der dabei zu och alles eiten der übertrug. Befehle te, dem nungen deshalb, bekomdiesen aus dem ch des, dieses er hinter Massenmwaren. prechen. nehmer ren die e. Auch men Arund die heute nt, daly an sich legenton der r deutLohn 33 nicht n ganz g. Drei SA und Organisationen, der Gewerkschaften und Parteien, durch die Dezimierung der Funktionärkörper der Arbeiterverbände. Das war eine einfache Rechnung. Man könnte sagen eine Hypothese. Oh nein, keine Hypothese, denn das war die graue Wirklichkeit. Dem 30. Januar 1933 folgte der Reichstagsbrand als Motivierung für die Unterdrückung der revolutionären Organisationen, folgte der 5. März mit der Reichstagswahl und der Annullierung der kommunistischen Mandate und folgte der 2. Mai mit der Zerschlagung der Gewerkschaftsorganisationen. Eine kleine Kette nur, die zeigt, wie folgerichtig diese Politik war und wie sehr sich diese materielle Unterstützung des deutschen Nazismus für die industriellen Verbände bezahlt gemacht hat. Liebe Freunde, wir könnten sagen, nun ja, gewesen ist gewesen. Nein, nicht nur gewesen; denn wir erleben in den drei Jahren jetzt, daß dieselben Kräfte, dieselben Personen, nicht nur nicht geschlagen sind, sondern sie sind da. Sie sind da mehr oder weniger entbräunt, mehr oder weniger entnazifiziert. Aber sie halten ihre Schlüsselpositionen wieder in der Hand. Ich brauche meine Zeit hier nicht zu vergeuden, um viele Namen zu nennen, Frowein, Pferdemenges, diese oder jene. Sie sind da, die Herren der deutschen Industriellen- Verbände, die Herren Wehrwirtschaftsführer. Sie haben wieder mit dieser und jener Zustimmung allierter Mächte die Hand auf die großen Betriebe gelegt. Sie haben wieder die Schlüsselstellungen in der Hand für eine ihren Wünschen entsprechende industrielle Entwicklung. Liebe Freunde! Was interessiert uns das? Ich glaube, aus den bisherigen Darlegungen ist das schon klar. Es hieß nach 1918 nach einem Dichterwort: Der Kaiser ging, die Generäle blieben. Es besteht die große Gefahr, daß man nach 1945 sagen muß: Der Hitler ging, die Wehrwirtschaftsführer blieben. Diese Gefahr steht klar und deutlich vor uns. Und sie erkennen, ist unsere Pflicht, denn solange dieselben Kräfte, die das Naziregime finanzierten, die uns Häftlinge als Sklaven kauften, solange diese Kräfte dieselbe Möglichkeit wieder erhalten, werden sie auch interessiert sein, sich Organe und Organisationen zu schaffen, um zu ähnlichen Zielen, wie sie von 1933 bis 1945 bestanden, zu kommen. Denn sie haben sich keineswegs, wie man so modern sagt, umgestellt. Sie sind die gleichen geblieben, die sie immer gewesen sind. Einen krassen Ausdruck dafür erhalten wir im Kampf der VVN, im Kampf der fortschrittlichen Menschen in Deutschland gegen die angeklagten Kriegsverbrecher. Hier sehen wir immer wiederkehrende Versuche unsererseits, diese Leute wirklich zur Aburteilung zu bringen, sie aus der Verantwortung von Wirtschaft, Politik und Verwaltung auszuschalten. Auf der anderen Seite erleben wir das schändliche Schauspiel, daß mit Hilfe deutscher Gesetze, mit Hilfe deutscher Organe, deutscher Justizbehörden, hier systematisch und bewußt der Versuch unternommen wird, alles das für Recht und Gesetz zu erklären, was 12 Jahre lang wirkliches Verbrechen war. 25 Muß ich an das Urteil in Lübeck erinnern, gegenüber den Zahlmeistern, die Gördeler ausgeliefert haben? Der Freispruch ist schon eine Schande für uns. Aber die Begründung dafür, dafs sie nach ihrer Offiziersehre handeln mußten, daß es also richtig war, zu denunzieren, dafs es also ihre Ehre gebot, Hitler und seine Schergen zu unterstützen, das zeigt die große Gefah: auf. Wir haben man könnte schon sagen dutzendweise Urteile, wie - - wege Emig von wurd büku Buche Befre Mahnmal vor dem Haus der Jugend anla und stufu Betro Abän wiese nazi straf käm tiona U ihn, trifft öffe brin Vo urte sch nur ein Ent L dies immer wieder versucht wird, einen Grundgedanken in die deutsche Rechtssprechung hineinzubringen, daß Denunzianten gegenüber uns während der Jahre 1933 bis 1945 moralisch und sittlich richtig gehandelt haben. Denn das idamalige Regime gebot ihnen, das zu tun. Wift Ihr, liebe Freunde, was das bedeutet? Wenn das so weitergeht, heißt das, daß wir eines Tages uns noch einmal verantworten müssen für das Verbrechen, gegen Hitler gekämpft zu haben! Daf ich hier nicht sozusagen nur etwas erzähle, was vielleicht in den Rahmen paft, kann an einem einzigen Beispiel erläutert werden. Wir haben heute morgen bereits auf unserer Buchenwaldtagung dazu Stellung nehmen müssen. Aber ich glaube, dafs die Sache wichtig genug ist, daß auch Ihr davon Kenntnis nehmt. Wir haben einen Buchenwaldkameraden, der 1933 26 26 che and dich ders Kam W daf halt bifc deu geg dlande für fandeln The gebo tele, vie che Rechis hrend der Denn dies , was des es uns noch skämpit zu icht in den Wir haben הפקולטת בר af auch Ihr der 1958 wegen des Widerstandes gegen Hitler verhaftet wurde, ins KZ kam, in die Emigration ging, Spanienkämpfer wurde, 1941 in Frankreich interniert wurde, von der Vichy- Regierung an die deutschen Gestapobehörden ausgeliefert wurde, seinen Knast bekam und, wie es 1942 üblich war, wurde die Verbüfung der Strafe bis nach dem Kriege ausgesetzt, und er kam in das Lager Buchenwald. Viele kennen ihn, unseren Kameraden Fritz Kunz. Nach seiner Befreiung setzte er seinen Kampf fort. Das Vertrauen seiner Kameraden veranlagte ihn, in Wuppertal einen Entnazifizierungsausschuß zu übernehmen und da passierte folgendes, wie es im Gerichtsurteil heißt. Er hatte Einstufungen im Entnazifizierungsverfahren geändert zu Ungunsten der davon Betroffenen, d. h. der Nazis. Genau wird gesagt, daß ihm auch die bewußte Abänderung von Einstufungen im Entnazifizierungsverfahren nicht nachgewiesen werden konnte, so war die Arbeitsweise, mit der im dortigen Entnazifizierungsausschus verfahren wurde, außerordentlich nachlässig und damit strafbar. Also wegen seiner Fahrlässigkeit wird unser Kamerad, der Spanienkämpfer und Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Konzentrationär, zu der Höchststrafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt. • Unser Kamerad sitzt. Er brummt wieder einmal. Es ist nichts Neues für ihn, aber eine Tatsache, die uns alle wie ein Schlag mitten ins Gesicht trifft. Und was ist daran noch das Verhängnisvolle? Der Richter fragt den öffentlichen Ankläger, ob er noch irgend etwas gegen den Angeklagten vorbringen kann. Was sagt der öffentliche Ankläger? Der Angeklagte ist wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt worden. Unser Kamerad Fritz Kunz erklärt: Aber erlauben Sie mal, ich bin verurteilt worden wegen meines Kampfes gegen Hitler. Der Richter des britischen Militärgerichts sagt: Ich habe nicht nach den Motiven gefragt, ich will nur wissen, ob Sie verurteilt worden sind. Tatsache ist also, daß hier von einem britischen Gericht die Verurteilung im Kampf gegen Hitler nicht eine Entlastung, sondern eine Belastung geworden ist. Liebe Freunde! Wir kennen alle die deutsche Justiz nur allzugut, daß sie dieses Beispiel nachahmen werden. Wir haben in Berlin schon einen solchen Fall, wo man einem Opfer des Faschismus sagte, du hättest dich doch anders benehmen müssen. Weil du Opfer des Faschismus bist, müssen wir dich besonders hart bestrafen. Es schleicht sich also die Idee ein, uns besonders hart zu bestrafen, sozusagen einen Nachschlag zu geben für unseren Kampf gegen den Faschismus. Was bedeutet das? Das bedeutet, dafs wir uns ernsthaft überlegen müssen, da wir sehr ernsthaft nachdenken müssen, ob wir dieser Entwicklung Einhalt gebieten können, ob wir passiv beiseite stehen können, nur einmal ein bifchen protestieren, und damit hat sich's. Ich glaube, Kameraden, wenn es deutsche Richter gibt, die deutsche Gesetze so auslegen, daß sie eine Waffe gegen uns werden, gegen die Kämpfer während der Nazizeit, daß sie eine 27 Jahren Waffe werden in der Hand von reaktionären Kräften gegen die fortschrittlichen Elemente in Deutschland, dann muß man zwei Dinge überprüfen. 1. Sind die Gesetze noch richtig, und 2. sind die richtigen Leute am richtigen Platz, die diese Gesetze handhaben. Es war doch im Lager so einfach. Da hat einer mal eine Binde bekommen und wurde verrückt. Wir haben gesagt, kommt einer ins Amt, gibt ihm Gott Verstand. Mancher bekommt eine Binde, und die raubt ihm den Verstand. Wir haben ihm die Binde genommen, damit er wieder zu Verstand kam, eine jedem einleuchtende vernünftige Reform. Aber in der deutschen Justiz ist das nicht so einfach. Da kann man nicht sagen, du Staatsanwalt und Richter hast jetzt 6 Urteile ausgesprochen, die passen uns nicht. Gib die Binde her. Das verbitten sich diese Herren. Doch ich glaube, daß wir dennoch Formen finden müssen, um ihnen zu sagen, wie wir über ihre Handlungsweise denken. Darf ich aus Berlin ein einziges Beispiel anführen. Dort hat es in der Presse eine Diskussion gegeben über eine besondere Kammer, die wir in Berlin haben: Aburteilung der Verbrechen an der Menschlichkeit. Da wurde der Vorwurf erhoben, dafs der zuständige Richter befangen sei. Er würde zu einseitige Urteile gegen die Denunzianten aussprechen. Was tat der Richter? Er hat seine Urteile nicht verteidigt, sondern eine Liste publiziert, in der er nachwies, daß seine Urteile mit 2 Monaten anfangen und bei einem Jahr aufhören, und nur in einem Falle mußte er 3 Jahre aussprechen. Das ging nicht anders. Also wie sind die Dinge?, Die Richter fühlen sich in die Notwendigkeit versetzt, sich zu verteidigen, wenn sie das Gesetz handhaben zur Ausrottung der Verbrecher an der Menschlichkeit. Klar und deutlich müssen wir sagen, wir kriegen das von unseren Kameraden, die in der Justiz beschäftigt sind oder die Rechtsanwälte sind, immer wieder vorgesetzt: Was soll man tun? Der§ heißt so und jener§ heißt so. Wir müssen aus unseren Reihen klare und deutliche Formulierungen finden, d. h. neue Paragraphen und Gesetze vorschlagen, damit die alten verschwinden und nicht eine Handhabe geboten ist. Ferner glaube ich, daß es eine Forderung der Widerstandskämpfer sein muß, Richter, die den Kampf gegen den Nazismus, gegenüber den Verbrechern an der Menschlichkeit nicht mit aller Entschiedenheit führen, sind fehl am Platze. Wir sind der Meinung, wir können schon mal langsam beginnen. Wir haben auf unserer Juristenkonferenz die Forderung gestellt, Laien, d. h. ehemalige Kämpfer gegen den Faschismus als Schöffen und Beisitzer in den Prozessen zu benennen, die uns besonders betreffen, und wir sind der Auffassung, dals wir genug gesunden Menschenverstand besitzen, um beurteilen zu können, wer Verbrechen begangen hat und wer nicht, und wir sind der Meinung, das wir uns auch zutrauen, das Strafmaß zu bestimmen, wie ein solches Verbrechen geahndet werden muß; denn wenn wir in den zwölf 28 jene a Wir schem könne unte glau W wich wese geg und schritten. m richommen m Gott rstand. m, eine stiz ist Richter He her. Jahren so und soviel Jahre aufgeknackt bekamen, sind wir auch fähig dazu, jene abzuurteilen, die dafür verantwortlich sind. Wir wollen garnicht Formen, die dort und da schon herausgebildet sind, schematisch übertragen. Unsere Kameraden der sowjetischen Besatzungszone können mit Stolz auf die Institutionen der Volksrichter hinweisen. Wir haben Formen enken. Presse Berlin de der zu einter? Er r nachfhören, anders. eit verrottung Kameimmer eift so. finden, Schwines eine gegen cht mit haben malige pozessen assung, Filen zu er Meivie ein zwölf Die Kameraden Grüber, Plojhar, Eggerath und Bartel an der Spitze des Zuges unter unseren Lagerkameraden solche, die heute Staatsanwälte sind, und ich glaube, sie üben das Amt in unserem Sinne aus. Wir sollten in anderen Zonen andere Formen finden, der Name ist unwichtig, auf die Idee und auf das Ziel kommt es an, das deutsche Justizwesen mit Kräften zu durchsetzen, die bewiesen haben, daß sie den Kampf gegen den Faschismus nicht mit Paragraphen, sondern mit klarem Verstand und reinem Herzen zu führen gewillt sind. 29 29 Liebe Freunde! Ich muß in diesem Zusammenhang auf etwas hinweisen, was uns als Buchenwalder besonders, aber doch auch alle Lagerkameraden betrifft. Ihr kennt vielleicht alle die schöne Geschichte von Robinson. Ich meine nicht den auf der Insel, sondern denjenigen, der vielleicht auf einer Insel oder auf einem Schiff sitzend ausgedacht, wie es im Lager Buchenwald aussah. Ich will darauf nicht weiter eingehen. Ich glaube, das Pamphlet ist in der Versenkung verschwunden, aber es ist ein neues entstanden. In München gibt es einen Reporter. Der hat entdeckt, dafs das Lager Buchenwald an der Strecke Weimar- Bad Berka liegt. Das stimmt zwar nicht ganz, denn Bad Berka liegt südlich von Weimar, und das Lager nördlich von Weimar. Der Reporter schildert Zustände, nicht aus der Zeit von 1938 oder 1944, sondern aus diesem Jahr. Dieser Artikel zeichnet sich sowohl durch Ortsunkenntnis aus, als auch durch solche Unkenntnis, dafs das Komitee des Lagers Buchenwald Erklärungen abgegeben haben soll, die überhaupt nicht abgegeben wurden. Das ist genug über diesen verlogenen Bericht. Es gibt Internierungslager in Deutschland. Auch in der sowjetischen Besatzungszone. Wir wissen nicht, wer darin sitzt. Wir haben die Leute nicht hingeschickt. Wir haben auch keine Registratur darüber, denn die VVN ist nicht verantwortlich, wie keine Partei und Organisation, sondern die sowjetische Besatzungsmacht. Wir sind der Meinung, dafs die alliierten Besatzungsbehörden, sowohl die sowjetische, wie die amerikanische, britische und französische nach Deutschland gekommen sind, um Deutschland vom Faschismus zu säubern, von jenen Kriegsverbrechern, die von der Wolga bis nach dem Atlantik, von Narvik bis El Alamein Verbrechen auf Verbrechen begangen haben. Das ist ihre Aufgabe und Verpflichtung; daß sie dabei viele Menschen isolieren mußten, ist ganz selbstverständlich. Ich möchte es in aller Offenheit aussprechen, wir haben manchmal das Gefühl gehabt, es laufen von diesen noch zu viele herum. Es wird aber der Vorwurf erhoben, es seien zu viele eingesperrt, die da nicht hingehören. Die sowjetische Besatzungsbehörde hat auf Vorstellungen der antifaschistischen Parteien hin in unserer Zone eine Regelung getroffen, nach der 1. einzelne öffentliche Gerichte die Verbrechen aburteilen werden, 2. alle jene Kräfte, die eben nur Mitläufer waren, die Möglichkeit erhalten sollen, durch ihrer Hände Arbeit zu beweisen, wie sie den demokratischen Aufbau verstehen. Es wird durch die sowjetische Besatzungsbehörde selbst hier in den Interniertenlagern von sich aus eine Klärung getroffen werden, eine Überprüfung, wer wirklich hauptverantwortlich ist und wer nach dreijähriger Isolierung wieder der menschlichen Gesellschaft zugeführt werden kann. Wir freuen uns deshalb darüber, weil wir der Auffassung sind, daf Mensch, der nicht Blut an seinen Fingern hat, und den Willen besitzt, wieder gutzumachen, was er durch die positive Unterstützung des Naziregimes verbrochen hat, daß man diesen Menschen eine Chance geben soll. Wir werden mit sehr wachen Augen und sehr hellen Ohren dabei sein, mitten im Volk, o verbreit Aber werden Zone a teln das Desh Buchen halten ihr Leb zu arb müssen Zone meint die Fr werktä Wir der V jenige volles Wen satzu Hand notw stelle rung einm mal und 2 anges lager tistik im W malig zone der J mals Vertra lassen mokra dem diskut 30 30 eisen, raden 1. Ich einer nwald let ist Mün- Id an n Bad r Re- ndern nntnis chen- jeben n Be- nicht IN ist owje- ‚ungS“ | fran- 1ismus 1 dem angen Men- ) aller laufen die da ungen ‚offen, arden, halten ischen selbst erden ‚ drei” ER ee re TE SIE aan nee LIE“ Volk, ob sie versuchen werden, eine neue verbrecherische Ideologie zu verbreiten oder eine verbrecherische Organisation zu schaffen. Aber wir sind auch gleichzeitig der Auffassung, daß keine Gnade gegeben werden kann gegenüber allen, die bis 1945— und wir müssen es in dieser Zone auch aussprechen, auch noch nach 1945— mit verbrecherischen Mit- teln das Naziregime unterstützten oder es wieder aufrichten wollten. Deshalb glaube ich, da gerade die Diskussion darüber, wie sieht das Lager Buchenwald 1948 aus, sehr schnell verstummen wird. Die Internierten er- halten nach der Ankündigung des Marschalls Sokolowskij die Möglichkeit, ihr Leben zu prüfen, und wenn sie ehrlich bereit sind, am Wiederaufbau zu arbeiten, können sie es mit dem ganzen Volk zusammen tun. Deshalb müssen wir das Geschwätz, es fehle in Deutschland und besonders in einer Zone an Freiheit, als das zurückweisen, was es ist. Man schreit Freiheit, meint aber nicht die Freiheit des werktätigen Menschen, sondern meint die Freiheit zu einer Agitation und einer Propaganda, die die Freiheit des werktätigen Menschen wieder zunichte machen sollen. Wir\wollen doch die Frage ganz einfach stellen. Wenn wir im Lager, in der Widerstandsgruppe'etwas durchführen wollten, dann haben wir den- jenigen mit der Aufgabe betraut, von dem wir wuften, daß er unser volles Vertrauen besitzt, dem wir unser Leben in die Hand geben konnten. ‚Wenn wir heute in einem entmilitarisierten Deutschland, das durch Be- satzungsmächte besetzt ist, die Frage stellen, wer hat noch Waffen in der Hand, wer ist befugt und beauftragt, für Ordnung— und wenn es mit den notwendigen staatlichen Mitteln ist,— zu sorgen, dann müssen wir die Frage stellen, wie sieht es dort und da aus. Ich glaube, wenn man von der Siche- rung der Demokratie im allgemeinen in Deutschland spricht, soll man doch einmal herantreten und sagen, wir haben in Nordrhein/Westfalen sagen wir mal 500 Polizeioffiziere. Von diesen 500 sind ehemalige Konzentrationäre und Zuchthäusler so und so viele. Und wir haben in Bayern unter den Justiz- angestellten so und so viel Prozent ehemalige Insassen von Konzentrations- lagern, ehemalige Widerstandskämpfer. Ich weiß nicht, ob eine solche Sta- tistik existiert. Ich habe nur das komische Gefühl, daß eine solche Statistik im Westen nicht existiert, weil nämlich‘derartige Positionen nicht von ehe- maligen Widerstandskämpfern besetzt sind. In der sowjetischen Besatzungs- zone dagegen wurden Voraussetzungen geschaffen, die Organe des Staates, Ider/Justiz und Verwaltung mit Kräften zu(durchsetzen, mit denen wir einst- mals zusammen auf dem Appellplatz standen, zu denen wir unbedingtes Vertrauen besitzen. Deshalb, liebe Freunde, wollen wir uns nicht beirren lassen von den abstrakten Diskussionen über Freiheit und Demokratie. De- mokratie ist sicherlich eine sehr schöne Sache und man konnte im Block 50, dem Wohnblock des SS-Hygiene-Instituts in Buchenwald sehr schön darüber diskutieren. Aber Demokratie und Freiheit realisieren, d. h. mit den Massen 31 zusammenarbeiten, sie herausholen aus dem Dreck und ihnen ein Dach über dem Kopf zu geben, das ist ein Stück wahrer Demokratie und ein Kampf um die Freiheit der Menschen gewesen. Wir haben heute hier volkseigene Betriebe, an deren Spitze unsere Kameraden stehen, die mit uns zusammen im Lager oder in der gleichen Zuchthauszelle lebten. Ich glaube, Kameraden, zu denen könnt Ihr kommen und fragen, wie ist es, Kumpel. Denn es ist derselbe Kumpel wie früher d. h. ein aufrichtiger, ehrlicher, demokratischer, freiheitlich gesinnter Mensch. Deshalb, wollen wir es uns vielleicht angewöhnen, die Summe von demoführte erste uns w nicht, v land in gange auf da wir de Und und d Probst Grüber, Julius Meyer im Gespräch mit dem Kameraden Plojhar, Tschechoslowakei litisch aus N dener tische Dar auslä seren Frant wolle ihm men das D Buc der Fle Epi kre miti doc tate unte eine kam kratischen Freiheiten nicht vom Standpunkt der Lautstärke der Radios oder des Umfanges der Zeitungsseiten zu betrachten, sondern vom Standpunkt nüchterner realer Dinge. Es ist die Frage, wie weit wir als die Kämpfer gegen den Faschismus Einfluß haben auf die Justiz, die Wirtschaft und die Verwaltung. Wenn man darüber Auskunft geben kann, haben wir eine Basis, darüber zu diskutieren, wie weit es mit der freiheitlichen demokratischen Entwicklung in Deutschland gekommen ist. Von interessierter Seite wird uns der Vorwurf gemacht, wir leben in einer falschen Ideologie, dafs das Lager der Kitt war, der alle freiheitlichen Menschen zusammenschweißte. Demgegenüber erklären wir: nicht nur das Lager 32 ich Und Tod trisch konn wurd rade brech durch ch über Kampf ere Kagleichen commen e früher Mensch. demohoslowakei dias oder andpunkt Kämpfer und die wir eine demokram in einer Then Mendas Lager führte uns zusammen, sondern die Idee, daß der gemeinsame Kampf die erste Voraussetzung für die Niederschlagung des Gegners ist. Wir lassen uns weder durch irgendwelche Parteimanöver auseinanderreißen und auch nicht, wenn von außen oder innen Kräfte am Werke sind, um unser Deutschland in zwei Teile zu zersplittern. Wer von Euch ist als Bayer ins KZ gegangen und als Sachse über den Bock gegangen, und wer ist als Berliner auf das Schaffot gestiegen? Wir haben die Jahre hinter uns gebracht, weil wir deutsche Antifaschisten waren. - - Und deshalb verbitten wir es uns, von allen, sie sollen es hören, klar und deutlich uns als ehemalige Widerstandskämpfer, rassisch und politisch Verfolgte, in Zonen aufteilen zu wollen. Für uns sind unsere Kameraden aus Nord-, Süd- und Westdeutschland unsere Kameraden, Kameraden, mit denen wir verbunden sind im Kampf für ein einheitliches, für ein demokratisches Deutschland. Darf ich abschließend noch eine Bemerkung machen gegenüber unseren ausländischen Kameraden. Wenn wir uns bemühen, die Verbindung mit unseren ausländischen Kameraden zu gewinnen, dann nicht deshalb, weil wir Franticek oder Iwan und Jan und wie sie alle heißen, wieder einmal sehen wollen. Wir freuen uns herzlich, wenn wir einen alten Kumpel wiedersehen, ihm die Hand drücken können und fragen, wie geht es Dir? Aber über diese menschliche Seite hinaus bewegt uns etwas viel ernsteres, etwas politisches, das uns zwingt, heute wieder zusammen zu kämpfen. - - Dafür möchte ich Euch ein einziges Beispiel geben. Wenn 1943 im Lager Buchenwald der Name Dora erklang, da ging ein Schrecken durch die Reihen der Häftlinge. Wir hatten, um das zu illustrieren, im Winter 1943/44 eine Flecktyphus- Epidemie, übertragen durch Läuse. Wir hatten gegen diese Epidemie einen harten Kampf geführt, wir Häftlinge, denn wir wollten nicht krepieren. Es war klar, daß man das nur fun konnte, wenn man mit den primitivsten Mitteln keine Handtücher, keine Taschentücher, keine Seife doch für Reinlichkeit sorgte und jede Laus stellte und vernichtete. Wi taten das. Wir brachten sogar Plakate heraus: Eine Laus Dein Tod! Hier unter uns ist Kamerad Bruno Apitz, der hatte in unserer berühmten Kinohalle einen Sketsch aufgeführt, wo er sagte, Mensch, ich soll nach Dora. Und jetzt kam er durch das Lager, um eine Laus zu finden, mit der Motivierung, bringe ich die Laus, bin ich flecktyphusverdächtig und komme nicht nach Dora. Und die Laus wird mir das Leben retten. Er formulierte also: Jede Laus Dein Tod! Eine Laus mein Leben! So groß war die Furcht vor Dora, mit dem elektrischen Kran, an dem man zu gleicher Zeit 12 bis 18 Menschen erhängen konnte, wo in wenigen Stunden zweihundertfünfzig Menschen aufgehängt wurden, wo fast alle unsere deutschen Funktionäre, unsere deutschen Kameraden Albert Kuntz an der Spitze ermordet wurden. Gegen 19 Verbrecher an der Menschlichkeit des Lagers Dora wurde in Dachau ein Proze durchgeführt. Zu den Angeklagten gehörte auch der Generaldirektor Rickhey - - 33 - des Betriebes, der nachweisbar zum Siemens- Konzern gehörte. Dieser Generaldirektor das wurde unter Eid von Zivilarbeitern und ehemaligen Häftlingen ausgesagt arbeitete mit dem SD zusammen. Die Folge war der Tod von Häftlingen durch Erhängen. Dieser Generaldirektor wurde von dem amerikanischen Gericht freigesprochen. - Ich erlaube mir hier vor Euch und vor aller Offentlichkeit die Frage: Ist es richtig, daß Generaldirektor Rickhey vor dem Prozel bereits in den USA als V- Waffen- Spezialist war? Ich stelle hier in aller Offentlichkeit die Frage: Wo ist Generaldirektor Rickhey heute? Wir rufen unseren Kameraden aus Jugoslawien, aus Polen, aus der Tschechoslowakei, aus der Sowjetunion, aus allen europäischen Ländern zu, verlangt den Generaldirektor Rickhey, er ist schuld an dem Tode von Tausenden Eurer Landsleute. Fragt, wo er steckt. Er muf sich vor Euch Tschechen, Slowaken, vor Jugoslawen, vor den Ukrainern verantworten, denn an seinen Händen klebt Blut. Ja, heraus mit ihm, er steckt ja leider nicht unter uns. Wir fragen die Offentlichkeit, wo er steckt, ob sie bereit ist, diesen Rickhey vor ein tschechisches oder polnisches Gericht zu stellen, wenn er unschuldig ist, wird es auch polnische, ukrainische, französische, holländische Richter geben, die diese Unschuld feststellen können. Wir haben die Gewißheit: er ist schuld und deshalb wird er das Licht der Öffentlichkeit scheuen. Das ist ein einziges Beispiel. Aus unserer Praxis könnte ich Dutzende anderer bringen. - Liebe Kameraden des Auslandes, wir heißen Euch alle herzlich auf unserer Tagung willkommen. Wir wünschen, daß wir wieder wie in den Lagern gemeinsam den Kampf führen gegen den alten Feind. Damals hieß er SS und deutsches Rüstungskapital und heute heißt er wieder Faschismus und Reaktion, und heute heißt er Kriegsbrandstifter. Wenn wir Frieden haben wollen und wir wollen den Frieden dann müssen wir um den Frieden kämpfen. Wir sind nicht so naiv, um zu glauben, daß uns der Friede geschenkt wird. Dem Kampf um den Frieden kann man nicht ausweichen, genau so wenig, wie man dem Kampf gegen den Faschismus ausweichen konnte. Den Kampf um den Frieden kann man aber nicht getrennt führen als Tschechen, Polen, Franzosen, getrennt nach Nationen, sondern er muß gemeinsam geführt werden, weil wir einen gemeinsamen Feind haben, das kriegslüsterne Rüstungskapital. Darum, liebe Kameraden aus dem Auslande, die Ihr mit uns zusammen gestanden habt während der Nazizeit, reift auch jetzt die nationalen Zäune nieder, reichen wir uns gemeinsam die Hände für den Kampf um den Frieden. Wir betteln nicht um Carepakete, wenn es auch schwer ist, aber wir wollen uns selbst helfen in unserem eigenen Land. Unsere tschechischen Kameraden führten eine klare Sprache mit ihrem Gesetz, daß nur der den Boden besitzen darf, der ihn selbst bearbeitet. 34 Wir s spann, derjenig und Hil appellie Ziel, de Vere Drei und w Wie ähnlich den fu Diktatu Faschi der V den vereir ken, Fried gibt lichk werd und Schic men. Ich aus m Heim ler ge meine ben dem zur w Volks in der tagen Ich der W 3* ser Gemaligen ge war de von age: 1st en USA e Frage: meraden Wir sollten alle das alte Bauernwort beherzigen: Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann? Wenn der Boden in den Händen derjenigen ist, die ihn selbst bearbeiten, dann brauchen wir keine Pläne und Hilfsaktionen. Dann schaffen wir es durch unsere eigene Kraft. Darum appellieren wir an Euch, mit uns gemeinsam zu kämpfen für das gemeinsame Ziel, den demokratischen Frieden in Europa. etunion, Rickhey, vor Juen klebt gen die vor ein ldig ist, r geben, : er ist Dutzende auf unin Lagern ker SS mus und m haben Frieden ede geweichen, sweichen of führen er muf ben, das Auslande, eift auch e Hände wenn es en Land. mit ihrem eitet. Minister Dr. Plojhar, Tschechoslowakei: Verehrtes Präsidium, Schwestern und Brüder, Kameraden! Drei Jahre Buchenwald, drei Jahre Dachau, das war für mich die richtige und wahre Lebensschule. Wie Sie wissen, haben wir ähnlich, wie die übrigen in den furchtbaren Jahren der Diktatur des Nazismus und Faschismus für die Freiheit der Völker und der arbeitenden Klasse gekämpft, alle vereint in dem einen Gedanken, nach dem Kriege gibt es Frieden, nach dem Kriege gibt es die wahre Menschlichkeit, nach dem Kriege werden die Völker sprechen und werden die Völker ihr Schicksal in ihre Hand nehmen. Ich überbringe Ihnen gerne aus meiner lieben und teuren Heimat die besten Grüße aller gewesenen Häftlinge und meines Volkes. Wie Sie, haben auch wir daheim nach dem Krieg erst den Weg zur wahren Demokratie, zur Volksdemokratie, gesucht und in den historischen Februartagen dieses Jahres gefunden. Minister Plojhar, Tschechoslowakei Ich habe die Ehre, einer Regierung anzugehören, die trotz aller Anpöbelung der Westpresse eine Volksregierung und eine demokratische Regierung ist. 3* 35 Die große Familie der wirklich demokratischen, slawischen Völker fühlt keinen Haf gegen diejenigen, die wirklich Menschen sind, die Volksvertreter sind, die mit den Menschen fühlen und leben, welche Sprache sie auch immer sprechen mögen. Aber wir werden stets und immer denjenigen hassen, der Menschen haft, der Menschen ermordet, wie es der Faschismus und Nazismus getan hat. Deshalb kann ich Ihnen versichern, und ich möchte Sie auch bitten, dafs wir, die wir die schwere Schule der Lager durchgemacht haben, zu den 1. Vorkämpfern der wahren Demokratie werden. Wir haben die große Pflicht, den Frieden zu wahren und hoch zu halten, den Frieden, der so viele Opfer gegekostet hat, für die Völker zu sichern, und die wahre Freundschaft in der Menschheit aufzubauen. Es ist keine leichte Aufgabe, denn wir wissen, es gibt heute in der Welt, leider so kurz nach dem Kriege, schon wieder Mächte und Kräfte des Großkapitalismus und Imperialismus, die geneigt sind, jeder wieder zum Faschismus und Nazismus zurückzugreifen, nur um ihre Pläne und Absichten durchzusetzen. Heute, wo wir doch gehofft haben, daß es die erste Aufgabe nach dem Kriege sein wird, den Faschismus bis in die letzten Wurzeln auszurotten, heute wird er in Spanien gepflegt. Franco mobilisierte heute Brigaden, um die freien Wahlen in Italien zu beeinflussen. Das griechische Volk muß verbluten, weil man ihm nicht die demokratische Freiheit gibt, seine Regierung selbst zu bestimmen und zu wählen. Darum, liebe Freunde, ist unsere Aufgabe bei weitem noch nicht erfüllt. Aber eines wollen wir uns alle gemeinsam geloben, unser Kampf geht weiter bis zur vollständigen Ausrottung des Faschismus und Nazismus, bis dahin, wo die Völker ihr Schicksal in die Hand nehmen, wo das Volk sprechen und regieren wird. Dann gibt es keine Kriege mehr, sondern ewigen Frieden und ewige Freiheit. Ich habe nur den einen großen Wunsch, daß Ihre schöne Tagung einen guten Verlauf haben möge, und daß sie ein weiterer Schritt sein möge zum Siege der wahren Volksdemokratie in Europa und in der Welt, und zur Sicherung des wahren Friedens für die kommenden Generationen beitragen möge, dafs diese zufriedenere Menschen werden, daß sie würdiger und freier leben mögen als wir. Ihrer Tagung wünsche ich besten Erfolg. Herr S wortung die Zeit würdige Kongref lösen w Würd Platz zu Zuhö Buchen terrors eine Z Wir sin worde und v endgü raschu Ans tagtä denk nich stan er d im H sie E ihre nur, Ding Wir sein käm daf Probst Grüber, Berlin: Lieber Kamerad Barthel! Der Beifall hat gezeigt auf welch fruchtbaren Boden Deine Worte gefallen sind. Wir hoffen aber nicht nur, daß sie auf fruchtbaren Boden gefallen sind, sondern die Frucht auch wächst und wiederum Frucht trägt. Nun habe ich eine ganz besondere Freude. Es ist inzwischen eingetroffen der Staatsminister der tschechoslowakischen Republik, Herr Dr. Plojhar. 36 56 nur mal Li Gru BIRIE IE Nr oe. u ı ze 2 = a4 va Kal RETTET BER RN 7 l Herr Staatsminister! Wenn Sie in diesen schweren Zeiten, wo Sie verant- wortungsvoll in der Arbeit des Aufbaues Ihres jungen Staatswesens stehen, die Zeit finden, hier zu uns zu kommen, dann wissen wir das besonders zu würdigen. Wir danken Ihnen dafür. Wir hoffen, daß die Teilnahme an unserem Kongreß bei Ihnen auch ein Gefühl der Freude und der Verbundenheit aus- lösen wird. Würden Sie uns die große Ehre geben, hier an unserem Präsidiumstisch Platz zu nehmen. Jop Zwaarl, Holland: Zuhörer! Es sind drei Jahre her, daf amerikanische Truppen das Lager Buchenwald befreiten. Alle Überlebenden, alle, die den Schrecken des Nazi- terrors überstanden hatten, konnten sich über eine bessere Zükunft freuen, eine Zukunft, worin die lang ersehnte Freiheit Wirklichkeit werden sollte. Wir sind drei Jahre weiter. Sind wir in diesen drei Jahren etwas klüger ge- worden? Die langersehnte Freiheitsepoche, von der wir im Lager träumten und von der wir nicht genug sprechen konnten, wo der Nationalsozialismus endgültig vernichtet sein sollte, hat uns manche sehr unerfreuliche Über- raschung gebracht. Anstatt der ersehnten Freiheit begegnen wir im heutigen Deutschland noch tagtäglich Dingen, die wir uns eigentlich nur in einem Nazi-Deutschland denken konnten. Allzuviel begegnet man noch der Auffassung, allerdings nicht so scharf formuliert, daf das größte Verbrechen Hitlers nicht darin be- stand, daß er Millionen in den KZs und Zuchthäusern töten lief, sondern dab er den Krieg nicht gewonnen habe. Allzuviel begegnet man auch noch Leuten im heutigen Deutschland, ‚die erst im April und Mai 1945 entdeckt haben, daf sie so gegen Hitler waren. Erst im letzten Augenblick, aber gerade noch zur rechten Zeit, haben sie ihre ablehnende Einstellung Hitler gegenüber entdeckt. Ich wundere mich nur, daß wir im Lager nichts davon bemerkt haben. Es gab bei uns im Lager Dinge, die wir uns in einem anderen Deutschland gedacht hatten, daß sie Wirklichkeit werden sollten. Es ist noch nicht so weit. Es soll uns eine Lehre sein und zeigen, daß unsere Aufgabe nicht beendet ist, daß wir für die Er- kämpfung dieser Freiheit, von der wir geträumt haben, noch stehen, und da; die größte Zeit noch vor uns liegt, in der wir für diese Freiheit nicht nur zu kämpfen haben, sondern in der wir diese Freiheit vielleicht auch ein- mal kosten werden. In diesem Kampfe hoffe ich an Eurer Seite zu stehen. Dr. Hofer, Rheinland-Westfalen: Liebe Kameraden! Es ging heute scharf an die Justiz, und das mit gutem Grund. Gestattet, daf ich kurz als Jurist aus der französischen Zone, der zum 37 ersten interzonalen Juristenkongref der Verfolgten des Naziregimes delegiert gewesen ist, zu Euch spreche. Dieser Kongres in Frankfurt war beschickt von verfolgten Juristen aus allen Zonen. Wir haben in Frankfurt, in der amerikanischen Zone, nichts davon gehört, dafs den verfolgten Juristen, die aus der Ostzone zu uns gekommen sind, irgendwelche Schwierigkeiten gemacht worden sind. Wir haben statt dessen festgestellt, daß auch zwischen uns Juristen aus den verschiedenen Zonen, soweit wir Verfolgte sind, es nur eine Auffassung gegeben hat, dafs wir zusammenstehen, dafs wir kämpfen um die Einheit Deutschlands. Gerade auf dem Gebiet des Rechtslebens ist es schmerzlich zu sehen, wie weit schon die Zerreifung des Rechtes, die Zerreißung Deutschlands bedeutet. Wir müssen unsere Kräfte einsetzen, um wieder zu einer Einheit des Rechtes zu kommen, zu einer Einheit der fortschrittlichen Auffassung des Rechtes in allen Zonen. Als ein verfolgter Jurist zu dem Thema ,, Verbrechen gegen die Menschlichkeit" sprach und Bedenken über Bedenken geltend machte, die von einer Humanität zeugten, die gar keine Humanität ist, als er sich zu dem Standpunkt verstieg, man könnte die Denunziation, die so viel Unheil gestiftet habe, nur dann verfolgen, wenn sich daraus schwere Folgen für den Betroffenen ergeben hätten, als dieser Jurist diese Auffassung vertrat, wurde er, von keinem der anderen unterstützt. Wir sind der Auffassung, wenn wir nicht das Übel einer klaren Auffassung mit den Wurzeln aus den Herzen der Menschen ausrotten, dann werden wir sehr schnell die Verfolgten von morigen sein. Dazu haben wir keine Lust. Es liegt nur an uns, zusammenzustehen und uns durchzusetzen. Wir fordern in der Justiz den Einbau der verfolgten Juristen in die makgeblichen Stellen. Wir fordern darüber hinaus die Erweiterung der Mitwirkung des Laienelements in der Justiz. Volksrichter, wie sie in der Ostzone sind, sollen uns auch im Westen Vorbild werden. Wir fordern Demokratisierung der Justiz. Wir wollen nicht, dafs die Justiz ein Kloster für sich ist. Die Justiz gehört ins Volk und gehört dem Volk, und sie darf nicht wie bisher und wie in den Westzonen schon wieder von neuem ein Hort der Reaktion und eine Gefilde der Fortschrittfeindlichkeit sein. Deshalb bitten wir Euch, Kameraden, aus unseren Reihen, wenn Euch Sorgen bedrücken, kommt zu Juristen der VVN. Wir werden uns durchsetzen. Gebt uns alles Material in die Hand, was uns in die Lage versetzt, Verbrechen gegen die Menschlichkeit nachzugehen. Haltet nicht zurück mit dem, was ihr wift, damit wir denen die Maske vom Gesicht reißen können, die heute die Unschuld vom Lande spielen. Wir haben auf der Konferenz in Frankfurt feststellen können, daß wir nicht nur gemeinsam gelitten haben, sondern daß es der gemeinsame Haf gegen Tyrannei und gegen den Rückschritt gewesen ist und wir haben festge38 stellt, d einande Deutsch Fortsch und un komme Kam diesem ist, bes gewif es ges sation Ich welch weger gröfte unsere Wenn wicklu nur un den A es sin wiede In erläut deuts gewo zurüc alles mach sche Befre Ke stern mac fisch Wed woll delegiert mickt von merikaniaus der acht worJuristen eine Aufum die stellt, daß es die gemeinsame Liebe zur Freiheit ist, die uns alle miteinander verbindet und in die Lage versetzt, einen Beitrag zum Wiederaufbau Deutschlands zu leisten. Diese gemeinsame Liebe zur Demokratie und zum Fortschritt soll uns verbinden. In diesem Sinne müssen wir zusammenstehen und uns gegenseitig helfen und uns unterstützen, damit wir endlich dazu kommen, der Reaktion in allen Teilen Deutschlands das Rückgrat zu brechen. ehen, wie ands bemheit des Sung des enschlichwon einer m Standgestiftet den Bewurde er wenn wir erzen der von morzustehen die makder MitOstzone mokratisieh ist. Die vie bisher Reaktion enn Euch archsetzen. erbrechen dem, was die heute wir nicht lah gegen in festgeHeinz Galinski, Berlin: Kameradinnen und Kammeraden! Es ist mir eine ganz besondere Ehre, diesem Kongreß, der auf einer breiten internationalen Basis zusammengesetzt ist, besonders herzliche Grüße der Berliner VVN zu übermitteln. Wir sind gewiß die jüngste Organisation. Das lag aber nicht an uns. Endlich haben wir es geschafft, und ich glaube, in Anbetracht der Kürze, in der unsere Organisation zugelassen ist, stehen wir mit an vorderster Stelle. Ich brauche wohl in diesem Kreise nicht besonders darauf hinweisen, in welch besonders heikler Situation wir gerade in Berlin leben. Man will uns wegen der Überparteilichkeit, die einfach nicht bestehen soll, dauernd die größten Schwierigkeiten bereiten. Wir halten aber unentwegt daran fest, daß unsere Organisation eine wirklich überparteiliche und überkonfessionelle ist. Wenn in den letzten Wochen, gerade in Anbetracht der inneralliierten Verwicklungen, Elemente daraus einen Nutzen zu ziehen versuchten, um nicht nur uns in Miskredit zu bringen, sondern die politischen Beziehungen unter den Alliierten, so rufen wir diesen Elementen zu: Halt und nicht weiter, denn es sind diejenigen, die damals schon laut genug geschrien haben und heute wieder auf den neuen Krieg warten. In dieser Beziehung muß der Begriff Antisemitismus auch in diesem Kreis erläutert werden. Wir haben nach unserer Befreiung sofort versucht, uns dem deutschen Volk zur Verfügung zu stellen. Wir hatten das Leben wieder neu gewonnen, und so sagten wir auch zu diesem Leben ja. Wenn man uns zurückgestoßen hat, so liegt das nicht an uns; denn wir haben versucht, auf alles mögliche Rücksicht zu nehmen, sei es in der Frage der Wiedergut' machung, wo wir auch auf die besonderen sozialen Bedürfnisse des deutschen Volkes Rücksicht genommen haben. Aber wir alle haben uns unsere Befreiung etwas anders vorgestellt. Keiner von uns hat gedacht, das nach diesen 12 Jahren dunkelster Finsternis sich überhaupt noch einmal ein Antisemitismus in Deutschland breitmachen könnte. Wenn wir heute wieder Friedhofsschändungen, antisemitische Anpöbeleien am laufenden Bande erleben, so zeigt es doch, welchen Weg einige reaktionäre Teile des deutschen Volkes wieder beschreiten wollen. Hier hilft nur die ganze Strenge des Gesetzes. 39 Deshalb begrüßen wir es als ehemals rassisch Verfolgte, daß gerade in dieser Zone der Anfang gemacht wurde und von den verantwortlichen Regierungen verlangt wurde, dafs der Antisemitismus kriminellen Verbrechen gleichzusetzen ist. Wer einen Menschen wegen seiner geburtsmäßigen Abstammung angreift, ist ein Verbrecher übelster Sorte. Es muß auch ein Weg gefunden werden, daß die Kontrollratsorder 10 nicht nur die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Vergangenheit bestraft, sondern sie mit derselben Strenge bestraft, wenn sie in der Gegenwart bestehen. Kameradinnen und Kameraden! Vergessen wir eins nicht. Der Antisemitismus ist nicht nur eine Frage, die uns Juden angeht. Sie geht alle an. Der Antisemitismus ist immer eine Generalprobe für die Reaktion. Der erste Stoß der Reaktion richtet sich immer gegen die Juden als den schwächsten Teil. Gelingt diese Generalprobe, dann ist der Weg für die Reaktion frei. Infolgedessen geht mein Appell an alle, mit uns zusammen zu kämpfen, mit uns zusammenzustehen in dem großen Kampf, in den wir jetzt wieder hineingetrieben worden sind. Genau so wie wir für den politischen Kämpfer die größte Hochachtung empfinden, gerade weil er aus Überzeugung damals den Kampf gegen Hitler aufgenommen hat, aus demselben Grunde verlangen wir eine Anerkennung all derer, die aus rassischen oder weltanschaulichen Gründen den Weg in die KZs angetreten haben. Es ist hier vielleicht das Kapital hellster Geschichte Deutschlands, die unlösliche Verbundenheit aller rassisch und politisch Verfolgten. bleibt uns durch den dringende Volksbildu Nehmer acht lasse reaktionär Freiheit u Lebensred Aufbaues tausende Beispiel I Wir ha und Gebi Ich fre kollegen, Lehrersch Berlin ge matland ministeriu standsbe Aber, bildungs schliefer Es ist Konferen Zone tei Kurt Schatter, Berlin: Kameradinnen und Kameraden! Ich habe die Ehre, als Vertreter der Liberaldemokraten zu Ihnen zu sprechen. Aber als ich hierher kam, da glaubte ich nicht, das ich in einer ernsten Stimmung zu Ihnen sprechen müßte. Als die Tagung begann, erfuhr ich den Tod meines Freundes, des Beschützers meiner Familie, Herrn Dr. Külz. Ich habe mit Dr. Külz vor meiner Gefangennahme, vor 1944, jahrelang illegal politisch zusammengearbeitet. Ich weiß, was für ein aufrechter Charakter und wirklich demokratischer Mann er gewesen ist. Er hat mich beraten, in der Zeit, ehe meine Gefangenschaft begann. Er hat meine Familie betreut. Sein erstes war, daß er sich als mein Verteidiger meldete. Er wurde natürlich glatt abgelehnt. Immerhin, es ist für mich ein Stück Geschichte, was ich hier erlebte, und ich habe ihm immer berichtet über das, was ich als Vertreter der Liberaldemokraten in der VVN mitarbeiten durfte. Ich habe immer seine Zustimmung gefunden. Aber, Kameradinnen und Kameraden, heute ist er gegangen. Wer geht übers Jahr von uns, wer in zwei, drei Jahren? Denken wir daran. Und da 40 eine Anz minister fassen n vergebe gesproc daf wir dieses Liebe lichster bieten, einges Stand. bleibt uns eine Hoffnung. Eine starke Hoffnung wurde uns gestern gegeben ‚durch den Brief eines Mannes, der nicht hier sein konnte, weil ihn ebensolche dringenden Pflichten nach Zeitz riefen. Es war der Brief des Präsidenten der ‘Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone, Herrn Wandel. Nehmen Sie dafür meine Zusicherung entgegen, daf; wir kein Mittel außer acht lassen werden, um anstelle des Heldenbildes zerstörender Krieger in reaktionären und völkermordenden Kriegen, das Vorbild des Kämpfers für “ Freiheit und Frieden, für Menschlichkeit und sozialen Fortschritt, für die Lebensrechte des einfachen Volkes zu setzen. Das Heldenbild des friedlichen Aufbaues in einer besseren sozialen Ordnung. Das. Bild, für das uns zehn- tausende aus ihren Reihen in Vergangenheit und Gegenwart so vorbildliches Beispiel liefern. a Wir haben die Verpflichtung, das Werk der Volksbildung in allen Teilen und Gebieten zu sfärken und zu kräftigen. Ich freue mich, hier aussprechen zu können, daf; meine speziellen Berufs- kollegen, die VVN-Lehrer, jetzt drauf und dran sind, die Aktivierung der Lehrerschaft zu betreiben. Wir haben die erste VVN-Lehrerkonferenz in Berlin gehabt. Es werden andere folgen. Und ich weiß, daf in meinem Hei- matland Sachsen die Landes-VVN in Verbindung mit dem Volksbildungs- ministerium, von Lehrerverein zu Lehrerverein, die Ideen unserer Wider- standsbewegung in die Seele der Kinder hineinzupflanzen. Aber, und das ist das letzte, was ich sagen möchte, das ist ein Volks- bildungspräsident. Wir sind nur eine Zone. Und ich möchte mit dem Wunsche schließen, dal wir bald ein Echo aus den anderen Zonen bekommen. Es ist erst wenige Wochen her, daf die erste deutsche Kultusminister- Konferenz stattgefunden hat. An der die Volksbildungsminister der russischen Zone teilgenommen haben. Wir haben unter unseren Volksbildungsministern eine Anzahl Kameraden. Stellen Sie sich vor, wenn eine deutsche Unterrichts- minister-Konferenz sich mit den Problemen befaßt, mit denen wir uns be- fassen müssen. Wenn wir.nicht die Jugend haben, dann war unser Kampf vergebens. Ich habe aber mit verschiedenen Kameraden aus anderen Zonen gesprochen, die auf dem Gebiet der Volksbildung arbeiten und ich glaube, dab wir ein Echo bekommen werden und daß wir übers Jahr das Ergebnis dieses Echos hören, das ist mein Wunsch. Lore Wolf, Frankfurt a.M. Liebe Kameradinnen und liebe Kameraden! Ich bringe Euch die herz- lichsten Grüße der Frauenwiderstandsbewegung aus den westlichen Ge- bieten, der Frauen, die sich gleich nach ihrer Befreiung mitten in den Kampf eingeschaltet haben. Wir Frauen aus dem Westen haben einen schweren Stand. Wir kämpfen heute noch verzweifelt um unsere Gleichberechtigung. 41 Uns sind noch nicht die Stellungen und höheren Positionen offen. Bei uns sitzen da immer noch die Nazis. Die Frauen der Ostzone hatten es viel leichter. Ihnen steht die Möglichkeit offen, sich in alle Positionen einzuschal- ten. Auch in wirtschaftlicher Beziehung führen wir in der Westzone einen‘ schweren Kampf. Wir haben seit Wochen kein Fleisch. Die Fleischmarken sind verfallen. Wir haben kein Fett. Die Frauen sind verzweifelt. Sie hungern und können auch ihre Familie nicht satt bekommen. Die Presse der west- lichen Demokratien bringt ein anderen Gesicht als die der östlichen. Alle unsere Zeitungen verbreiten eine Kriegspsychose sondergleichen. Das wirkt sich schlecht auf die Frauen aus. In den Straßenbahnen, beim Schlangestehen kommen diese Kriegsgerüchte zum Ausbruch. Man sagt, in der Ostzone stehen Tanks. Wir haben nur einen gesehen, und der stand auf der ameri- kanischen Seite. 650,0 Frauen haben wir in Deutschland. Alle diese Frauen haben den Krieg mit seinen schrecklichen Grausamkeiten erlebt. Sie haben das Elend in jeder Form kennengelernt. Sie wollen vom Krieg nichts wissen. Aber diese Frauen wissen noch nicht wie wir aus der Widerstandsbewegung, welchen Weg sie gehen, um den Krieg zu verhindern. Sie*wissen noch nicht, daß sie ein gewaltiger Faktor sind im Kampf gegen den Krieg. Wir Frauen der Widerstandsbewegung möchten auch manchmal müde werden, wenn wir die Schwierigkeiten sehen. Das wollen ja die anderen, Darum dürfen wir nicht müde werden, Wir haben ein schönes Vorbild in den Frauen der Ostzone, und die Frauen des aktiven Widerstandes wollen alles daransetzen, die Frauen, die im Kampf um den Frieden heute noch abseits stehen, von der Notwendigkeit ihres Einsatzes im Kampf um den Frieden zu überzeugen, damit wir nicht noch einmal das erleben, was wir erlebt haben. Julius Meyer, Berlin: Kameradinnen und Kameraden! Als Vertreter aller rassisch Verfolgten und als Vertreter der gesamten Gemeinden der russischen Zone überbringe ich ganz besonders dieser Konferenz die herzlichsten Grüße, und warum all dieser rassisch Verfolgten? Weil draußen derselbe Kampf uns heute vereint wie in diesem Lande. Das jüdische Volk kämpft um seine Heimat, um seine Regierung. Das deutsche Volk kämpft um einen gerechten Frieden und um seine Regierung. Diese gemeinsame Sache muß uns verbinden. Ganz besonders möchte ich hier an den großen Widerstand der rassisch Verfolgten erinnern. Wir werden nie vergessen, daß es im KZ Auschwitz 4 blutjunge jüdische Mädchen waren, die ihr Leben für die Freiheit der Demokratie gelassen haben. Wir werden nie vergessen, daß es in Berlin Juden waren, die die bekannte Ausstellung„Das Sowjetparadies” ansteckten, weil es eine nazistische Ausstellung war, eine Propaganda gegen unsere Kameraden der Sowjet-Union. 42 Und gi derstand Männer, stapo un Ich mö danken, ehrliche Ich m meinsam wie man Liebe der uns und die vielleict die Zah und We Die Jug um auc Wir ı fun ist, Schafte Sie sin Schiede Bekenı Zuricht, In der ersten Schulu Kz gr dahg zeigt, Unsere Naben Bei uns n es viel nzuschalne einen chmarken hungern der westhen. Alle Das wirkt ngestehen Ostzone er ameriden Krieg d in jeder se Frauen Und ganz besonders danke ich hier von dieser Stelle für den großen Widerstand in Deutschland. Waren es nicht die arischen Ehefrauen der jüdischen Männer, die einen ersten öffentlichen Widerstand in Berlin gegen die Gestapo unternahmen? Schrien sie nicht: Gebt uns unsere Männer wieder! Ich möchte auch ganz besonders für die Unterstützung der Sowjet- Republik danken, für die Unterstützung, die sie für unser jüdisches Volk und für die ehrliche und gute Sache beibehalten hat. Ich möchte zum Schluß nur einen Satz sagen: Gemeinsamer Kampf, gemeinsame Sache für die Gerechtigkeit und keine leeren Verprechungen, wie man sie uns damals gegeben hat. Then Weg afy sie ein mal müde anderen, ild in den pollen alles ch abseits Frieden zu ebt haben. olgten und bringe ich warum all te vereint um seine n und um er rassisch Auschwitz eiheit der in Berlin ansteckten, en unsere Franz Ahrens, Hamburg: Liebe Kameraden! Ich greife gern das Wort des Kameraden Schatter auf, der uns aufgefordert hat, nunmehr auch in andern Zonen das Jugendproblem und die VVN zu diskutieren. Wenn ich aber hier als Vertreter des Westens, vielleicht des goldbraunen Westens spreche, dann glaubt nicht, daß ich damit die Zahl derer um einen vermehren will, die den Gegensatz zwischen Ost und West herausstellen wollen; denn die Jugendfrage ist keine Zonenfrage. Die Jugenderziehung ist eine deutsche Frage schlechthin, ein Anlaß mehr, um auch aus diesem Grunde die deutsche Einheit zu fordern. Wir müssen uns hier auf diesem Kongre Rechenschaft ablegen, was zu tun ist, was getan worden ist. Kamerad Schatter hat erklärt, daß die Lehrer im Osten zusammengekommen sind, um auch ihrerseits aus den Reihen der VVN das Problem der Jugend anzupacken. Wir haben versucht, auch bei uns etwas ähnliches zu machen. Wir führen seit 1/2 Jahr in der britischen Zone jetzt Schulungskurse der VVN durch. Ihr meint vielleicht, diese Schulungskurse sind gleichzusetzen den Schulungskursen von Parteien, Gewerkschaften oder ähnlichen Organisationen. Das sind sie aber nicht, sondern sie sind eine lebendige Aussprachemöglichkeit zwischen Menschen verschiedener Weltanschauungen, die bisher in der VVN nur ein gemeinsames Bekenntnis sehen konnten. Als wir daran gingen, diese Schulungskurse einzurichten, glaubten wir, dafs wir damit auch unseren jugendlichen Freunden in der VVN ein gewisses Rüstzeug vermitteln könnten. Als wir aber an den ersten Kursus herangingen, mußten wir feststellen, daß wir, die wir die Schulung betreiben wollten, die jüngsten waren. Als wir damals 1933 in das KZ gingen, waren wir 20 Jahre alt. Und nach diesen 12 Jahren erkennen wir, dak eine ganze Generation fehlt. Das Durchschnittsalter ist 40 Jahre. Das zeigt, daß wir wirklich eine aussterbende Organisation sind; denn nach unserem Statut können nur die Mitglieder werden, die Verfolgungen erlitten haben. Und wir können nicht fordern, noch einmal die deutsche Jugend ins KZ 43 zu jagen, nur um mehr Mitglieder zu bekommen, sondern wir müssen jetzt versuchen, an die Jugend, auch wenn sie nicht in unseren Reihen ist, heran- zutreten, wo wir sie erreichen können. Da ist ein Weg und der erste Weg (der über die Erzieher; denn die Jugendfrage ist zuerst eine Erzieherfrage. So wollen wir mit, den Erziehern, mit den Lehrern und Helfern aus den Jugend- organisationen herangehen, um die Kraftquelle nutzbar zu machen, die in den Ideen der Freiheitskämpfer von 1933 bis 1945 geschlummert haben. Ich bin beauftragt worden, eine Übersicht über die KZ-Literatur, über die Widerstandsliteratur auszuarbeiten. In wenigen Wochen schon werden wir Euch allen dieses Material überreichen können. Ihr werdet fragen, was ist den» bisher über den Widerstand geschrieben worden. Wenn ich Euch nun- mehr sage, dafs bisher doch schon weit über 300 Bücher erschienen sind in deutscher Sprache, werdet Ihr verwundert sein, weil Ihr nichts davon wift und Euch nicht denken könnt, wie diese Bücher bereits auf das deutsche Volk gewirkt haben; denn niemand ist in den Besitz einer solch umfangreichen Literatur gekommen. Aber wenn wir nun Buch für Buch durchschauen und fragen, was ist darin enthalten, stellen wir fest, in ersf®r Linie Opfer. Aber die Zeit unsere Leiden zu schildern, ist vorbei. Nach drei Jahren, nach dem Zusammenbruch des Hitlerregimes müssen wir daran gehen, nunmehr auch die Geschichte unseres Kampfes zu schreiben. Da stellen wir fest, daß zwar einzelne Gruppen in hervorragender Weise ihren Beitrag geleistet haben. Wir freuen uns, daß wir umfangreiches Material über den Widerstand des Kreises um den 20. Juli herum haben. Aber wir fragen, ob nicht auch die Arbeiterschaft ihren großen geschichtlichen Beitrag in der Literatur niederschlagen soll, die auf die Jugend einwirken soll. Hier müssen wir feststellen, daß der Kampf eines großen Teiles unserer großen Gemeinschaft noch gar nicht geschrieben worden ist. Wie wollen wir der Jugend den Kampf verständlich machen, wenn wir selbst nicht einmal daran gegangen sind, die Fragen für die Jugend zu finden. Ein Buch in dieser langen Reihe heißt:„Je dunkler die Nacht, desto heller die Sterne” von Schlotterbeck. Ein großes, aber auch billiges Wort, denn Wolken, Sturm und Regen machen die dunkelste Nacht aus, und erst wenn die verschwunden sind, erst wenn Haß, Blut und Tränen sich abgesetzt haben, können wir daran denken, die Sterne sichtbar zu machen. Hunger und. Not verdüstern auch heute den Blick der Jugend, und wir wollen uns nicht ein- bilden, daß Hunger Revolutionäre erzieht, sondern ein demoralisiertes Volk, daf seine Gesinnung um ein Buiterbrot verkauft. Wir wollen uns als ältere verpflichten, andere Verhältnisse zu schaffen. Dann schaffen wir auch eine bessere Jugend. Wir wollen daran glauben, ‚daß wir der Jugend ein Geschichtsbild vermitteln können, daf nicht nur das aufzeigt, was Walter Barthel gesagt hat. Er zog die große Linie der Ver- folgungen von der Sklaverei über die Leibeigenschaft in die Hölle der KZ’s. 44 Wir glau der im N Spartaku stehen v dann gl: Stern vo in der di wicklune Ich w bekannt FDJ Lan Die' grühen jungen gerecht Kongrel sind, Si heute- Avanig: Wir ı derstan Seite a Volkes deutsch Darin Aufbau Die jur darität ssen jetzt st, heranrste Weg frage. So m Jugenden, die in haben. über die erden wir n, was ist Euch nunen sind in wift und sche Volk ngreichen as ist darin ere Leiden bruch des te unseres der Weise es Material Aber wir en Beitrag soll. Hier er großen en wir der mal daran esto heller Wort, denn wenn die etzt haben, er und Not nicht einertes Volk, u schaffen. in glauben, cht nur das e der Vere der KZ's Wir glauben, daß es ebenso eine große Linie gibt, die anfängt bei Sokrates, der im Menschen das Ding aller Dinge sah, und die über die Kämpfe von Spartakus, der Christen usw. bis auf die Zeit von 1933 bis 1945 geht. Verstehen wir es, diese Tradition der deutschen Jugend sichtbar zu machen, dann glauben wir auch, wie einst die Bevölkerung vor 2000 Jahren in dem Stern von Betlehem ihren Leitstern sah, daß nunmehr die Jugend die Sterne in der dunklen Nacht des Nazireiches zu den Leitsternen in ihrer Weiterentwicklung machen wird. Franz Heitgres, Hamburg: Ich will nicht zur Diskussion sprechen. Ich will nur einige wichtige Dinge bekannt machen. Nach den Worten von Franz Ahrens kam ein Schreiben der FDJ Landesverband Thüringen. Ich will es vorlesen: ,, Die 75 000 Mädel und Jungen der Freien Deutschen Jugend Thüringens grüßen den Kongref der Widerstandskämpfer gegen den Faschismus. Die jungen Menschen, die heute aktiv im Kampf um Deutschlands Einheit und gerechten Frieden stehen, blicken mit tiefer Achtung gerade auf diesen Kongrel, dessen Teilnehmer die wahren Vorbilder der deutschen Jugend sind. Sie setzten im Kampfe um Deutschlands Freiheit ihr Leben ein und sind heute zurückgekehrt aus Zuchthäusern und Konzentrationslagern Avantgardisten des demokratischen Aufbaues. - die Wir verneigen uns in tiefer Ehrfurcht vor den Opfern des heroischen Widerstandskampfes. Wir versprechen, ihr Vermächtnis zu erfüllen, indem wir Seite an Seite mit Euch unermüdlich für eine glückliche Zukunft unseres Volkes arbeiten, in dem wir unsere Anstrengungen verdoppeln, aus der deutschen Jugend die letzten Spuren des Faschismus zu tilgen. L Darin, im Kampf für Einheit und gerechten Frieden und in der praktischen Aufbauarbeit sehen wir den Weg zu unserem großen, gemeinsamen Ziel: Die junge deutsche Generation unter dem Banner der internationalen Solidarität in die Gemeinschaft der kämpfenden Jugend der Welt zu führen. Freie Deutsche Jugend, Landesverband Thüringen". Horst Jonas, Schwerin: Liebe Kameradinnen und Kameraden! Unter Eurem Beifall hat Kamerad Barthel einige Bemerkungen gemacht, die ich zum Anlaß nehmen will, um etwas zu erklären, nämlich zu erklären, wie es in unserer Zone bei uns in bezug auf die Polizei aussieht. Wir können es uns erlauben, auch mit Zahlen aufzuwarten. Eine ganz kleine Zahl nur und ein ganz kleines Beispiel für alles. An der Spitze der Polizei in der sowjetischen Besatzungszone stehen etwa 25 Funktionäre. Diese Funktionäre haben insgesamt 180 Jahre KZ- Lager, 45 Zuchthaus und Gefängnis hinter sich. D. h., es sind tatsächlich die Menschen, die auf dem Appellplatz gestanden haben, wie sich Walter Barthel ausdrückte. Ich möchte Euch sagen, daß wir uns seit 1945 bemüht haben, dieses Vertrauen, daß Ihr in uns gesetzt habt, zu rechtfertigen. Wir haben seit 1945 daran gearbeitet, nicht nur Euer Vertrauen zu rechtfertigen, sondern darüber hinaus als neue Volkspolizei das Vertrauen des gesamten Volkes zu gewinnen. Kameraden, dabei wissen wir ganz genau, daß die Polizei zu jeder Zeit eins der Machtinstrumente ist, die der Staat braucht, um seine Ziele durchzusetzen. Weil wir das so genau wissen, haben wir in unserer Zone von vornherein den Grundsatz vertreten, den Zustand, den wir hatten, nämlich die Polizei aus dem politischen Tageskampf herauszulösen, abzustellen. Wir bekennen uns zu dem Standpunkt, daß auch die Polizei sich aus Menschen zusammensetzen muß, die ein politisches Bekenntnis in sich tragen. Mit Verwunderung sehen wir, daß im Westen Deutschlands nicht nur dieser Grundsatz nicht anerkannt wird, sondern wir darüber hinaus Nachrichten haben, die besagen, daß Kameraden, die in unserer VVN- Organisation zusammengeschlossen sind, den Polizeidienst liquidieren mußten, weil sie es ablehnten, aus der Organisation herauszugehen, was von ihnen gefordert wurde. Wir stellen noch etwas anderes fest. Wir stellen fest, daß man im Westen z. Zt. auch damit beschäftigt ist, die Polizeiorgane zu unterrichten, wie sie sich zu verhalten haben, wenn evtl. Aufstände oder andere unvorhergesehene Ereignisse eintreten könnten. Ich glaube, eine solche Instruktion ist für die westliche Besatzungszone im großen und ganzen überflüssig; denn die SS und andere Offiziere, die an der Spitze der Polizei stehen, haben wahrlich genug Übung darin. Demgegenüber stellen wir heraus, daß wir uns seit 1945 bemühen, einen Geist in die Polizei hineinzutragen, der unserer demokratischen Entwicklung in der Ostzone gerecht wird. Die Lehrer unserer Polizisten sind keine schlechten Lehrer. Sie tragen in sich die Erfahrungen des KZ's und des Zuchthauses. Sie bringen genug Menschenerfahrung mit, um junge Menschen zu lehren und die guten Beispiele, die die Kameraden, die in den KZ's und Zuchthäusern gewesen sind, durch ihre Lebensweise aufzeigen können, sind eine Voraussetzung dafür, daß auch unsere Polizisten entsprechend erzogen werden. - Darüber hinaus wissen wir unsere Polizisten zu schulen in dem Sinne, der uns die Garantie dafür gibt, daß auch die Polizei tatsächlich ein Instrument unseres Fortschritts wird. Gestattet mir, Kameradinnen und Kameraden, ein kleines Beispiel aus dem Alltag zu geben. In einem Kreise Mecklenburg wurde durch einen mit Verlaub zu sagen reaktionären Richter ein Urteil gefällt. Das sah so aus. Einem Neubauern wird durch Gerichtsbeschluß mitgeteilt, daß er Möbel und Haushaltsgegenstände des ehemaligen Gutsbesitzers an diesen zurückzugeben habe, da dieser angeblich versehentlich enteignet wurde. Der Gerichtsvollzieher erscheint mit diesem Beschluß in der 46 - Tasche in bringen. standen h er hat Un er erstens Urteil abr wollte, sid Ob die Polizei ei Staates g den Stand mit aller stützen d Kamera dem richt unseren Charakte erheben gegeben kommt, Werktäti diejenige hindern. Wir als haben, w Staates z Kamer spanisch Franco aller We Im be Bis zu dringt d der Emi um sein Der H Kampf Volkes gerecht enschen, drückte. eses Verseit 1945 darüber zu gezu jeder Fine Ziele rer Zone en, nämzustellen. aus Mentragen. mur dieser chrichten ation zueil sie es gefordert Westen wie sie worhergeuktion ist sig; denn n, haben wir uns serer deie tragen en genug uten Beiesen sind, ng dafür, inne, der mstrument aden, ein Surg wurein Urteil chlufs mitGutsbesehentlich July in der Tasche in dem Dorf der Neubauern und soll dieses Urteil zur Durchführung bringen. Der Polizist im Dorf, ein Mann, der früher an der Werkbank gestanden hat, ein Mann, der ein gutes Gefühl für Recht und Unrecht hat, denn er hat Unrecht am eigenen Leibe erfahren, geht kurzerhand dazu über, daf er erstens den Gerichtsvollzieher aus dem Dorfe weist, zweitens ihm das Urteil abnimmt und drittens den Wagen, der eine solche Fahrt durchführen wollte, sicherstellt. Ob dieser Tatsache ist großes Geschrei, weil man glaubt, daß, wenn die Polizei ein Gerichtsurteil nicht zur Durchführung bringt, die Autorität des Staates gefährdet sein könnte. Nein, wir Polizeifunktionäre haben uns auf den Standpunkt gestellt, die Polizei hat die Autorität des Staates zu stützen mit aller Macht. Wir haben sie gestärkt, indem wir unsere Neubauern unterstützen dann, wenn es nötig ist. Kameraden, an diesem einen Beispiel wollte ich auch zeigen, dafs wir auf idem richtigen Wege sind. Und wir versprechen Euch und insbesondere auch unseren Kameraden aus dem Ausland, daß dort, wo die Polizei steht, deren Charakter wir bestimmen, niemals wieder Reaktion und Faschismus ihr Haupt erheben können, daß wir verstehen werden, die Waffen, die uns in die Hand gegeben worden sind, zu verwenden, daß niemals wieder der Zeitpunkt kommt, wo Gummiknüppel und Revolver angewandt werden gegen die Werktätigen, sondern wir werden diese Instrumente nur anwenden gegen Idiejenigen, die es wagen, die Werktätigen in ihrem gerechten Kampf zu hindern. Wir als Polizei versprechen Euch, diesen Kampf, so wie wir ihn angefangen haben, weiterzuführen und geloben, die Avantgarde des neuen deutschen Staates zu sein, Bannerträger des Fortschritts um jeden Preis. Quevedo, Spanien: Kameraden, Freunde, Kampfgefährten aller Welt! Die Angehörigen der spanisch- republikanischen Emigration und der Widerstandsbewegung gegen Franco beehren sich, heute an diesem Ort den Widerstandskämpfern aus aller Welt unseren brüderlichen Gruß darzubringen. Im besonderen begrüßen wir auch die sowjetischen Helden. Bis zu dieser historischen Stätte eine der Wiegen des Humanismus dringt der rebellische Schrei des antifaschistischen Spanien durch die Stimme der Emigranten, die Schreie unseres Volkes, das einen verzweifelten Kampf um seine Freiheit führt. - Der heutige Kampf des spanischen Volkes ist eng verbunden mit dem Kampf des griechischen, chinesischen und im besondern auch des deutschen Volkes, die in einer Volksfront aller Unterdrückten für Fortschritt und einen gerechten Frieden kämpfen. 47 Ein derartiges gigantisches Heldenepos ist die historische Konsequenz aus seinem treulich geleisteten Beitrag zum jahrhundertelangen Kampf des Menschen für Gerechtigkeit. Sklavenketten in moderner Form suchen unter der Zuchtrute des Expansionismus und der Monopole jeden Fortschritt und jeden Erfolg eines anderen zu behindern und zu zerstören, wie es die blutbefleckten Beispiele der westlichen Intervention in die griechischen und chinesischen Angelegenheiten zeigt, bei Völkern also, die Träger uralter, wenn auch zivilisatorisch zurückgebliebener Kulturen sind. Die Millionen Gefallener aus allen Ländern und die Hunderte und Aberhunderte, die täglich unter den Kugeln der Potentaten und Expansionisten fallen, bestätigen nur die gerechten Gründe der Unterdrückten, steigern ihren Empörergeist ins Kolossale und festigen ihren Kampfesmut zu unerschütterlicher Kraft. Nach dem letztvergangenen Kriegschaos, das die Menschheit auf den Stand seiner frühesten Barbarei zurückzuwerfen drohte, bei einem Frieden, der auf so kranken und schwachen Füßen steht, sind die Wünsche und Ziele der Unterdrückten und die Gelüste der Magnaten klar gegeneinander abgesetzt. Bei einem derartig unfruchtbaren Frieden, den Willkür tagtäglich untergräbt und korrumpiert, wissen wir alle, Arbeiter, Proletarier und Fortschrittler, wo unsere Ketten geschmiedet werden, wer die Schuldigen am vergangenen Chaos sind, wo die Kriegsbrandstifter sitzen, wer die Geschichtsfälscher sind, welche Völker, wie die UdSSR, sich für die Befreiung von der faschistischen Sklaverei einsetzten, und welche andern im Gegenteil sich an den Massakern des Krieges astronomisch bereicherten und sich geschickt alle möglichen Werte und Gebiete aneigneten. Niemals hat in der Menschheitsgeschichte die Ausbeutung und Vernichtung beim Unterlegenen und Geschlagenen etwas anderes als tödlichen Hafs gegenüber seinem Sieger hervorgebracht. Und diese Perfidie der restlosen Ausbeutung und Vergiftung des Besiegten wird, kann für das menschliche Gemeinwohl nicht fruchtbar sein, wenn man ihn, den Besiegten hinterlistig wieder in eine neue kriegerische Auseinandersetzung hintreibt. Inmitten all der Vernichtung und Verderbnis hier schwöre ich als Spanier und als Kämpfer an dieser geweihten Stätte, dafs es nicht Hafs noch vernarbte Absichten sind, die das Ringen unseres Volkes beflügeln. Nein, es ist unsere Treue zur gerechten Sache und zum Geist der Gefallenen. Es ist die drängende Notwendigkeit, mit den modernen Sklavenketten in all ihren Formen zu brechen. Es ist der Wunsch, der neuen Generation eine glückliche und menschenwürdige humane Ordnung zu erkämpfen. Kameraden! Freunde! Brüder! Das spanische Volk, seines Geschickes bewußt und durch ein gemeinsames Band mit dem heroischen Ringen des griechischen und chinesischen Volkes verbunden, steht noch immer auf der gefahrvollen Vorhut für diesen Befreiungskampf des Menschen. In diesem unserem jetzigen Frieden, der von den Ausbeutern und Usurpatoren der Menschheitsgüter geschändet wird, gilt es, die Gefallenen dadurch zu ehren, 48 dal ma Fortsch tung de fallener Liebe rade do gegen fragen. um mit uns au Nach e in dem und Fr witz w gierung daf un Ministe Und schau ter uns Cyrank nelle u zusam Ich den W wir hä und ge Lieb Ausch die Fr Werk innert dal bespi Unter mitge gefüh Sieme Verga equenz aus f des Menn unter der und jeden plutbefleckhinesischen auch ziviliund Aberpansionisten en, steigern ut zu uners, das die fen drohte, ht, sind die gnaten klar rieden, den e, Arbeiter, en, wer die ifter sitzen, sich für die e andern im cherten und and Vernichdlichen Hal er restlosen menschliche hinterlistig als Spanier noch vern. Nein, es fallenen. Es zetten in all eration eine en. schickes beRingen des mer auf der . In diesem patoren der ch zu ehren, 4 dafs man jenen Völkern hilft, dergestellt, dafs eine festgefügte Solidarität für Fortschritt und Gerechtigkeit jedes Blutvergießen unmöglich macht. Zur Rettung der gemeinsamen Kultur und Zivilisation: Es lebe der Geist der Gefallenen aller Völker! Bruno Baum, Berlin: Liebe Kameraden! Ich spreche hier als Teilnehmer des Lagers Auschwitz. Gerade dort hatten wir, die wir gemeinsam mit all den Nationalitäten den Kampf gegen den Feind führten, Gelegenheit, am besten nach den Ursachen zu fragen. Heute sind hier die Vertreter der verschiedenen Nationen erschienen, um mit uns gemeinsam sich dessen zu erinnern, daß wir in der Vergangenheit uns außerordentlich gut verstanden haben. Ich kann das hier nur erhärten. Nach einigem Mißtrauen im Lager haben wir, die wir aus dem Lande kamen, in dem die Vergasungsapparate konstruiert wurden, mit Polen, Tschechen und Franzosen ausgezeichnet zusammengearbeitet. Gerade im KZ Auschwitz waren doch alle die führenden Polen, die heute in der polnischen Regierung eine nicht unbeträchtliche Rolle spielen. Ich erinnere nur daran, dak unser illegales Widerstandskomitee unter anderem auch den heutigen Ministerpräsidenten Polens hatte. Und als anläßlich des Hoef- Prozesses im vorigen Jahr ich selbst in Warschau war, haben wir uns in der gleichen Herzlichkeit begrüßt, wie das unter uns üblich war. Und auch bei der Zeugenaussage im Prozek hat damals Cyrankewitz gesagt, jawohl, es gab in Deutschland nicht nur Banditen, Kriminelle und Faschisten, sondern wir haben mit den deutschen Kameraden gut zusammengearbeitet. - Ich glaube, Kameraden, ich gehe nicht fehl in der Ansicht, wenn ich hier den Wunsch von uns allen formuliere heute sind polnische Vertreter hier wir hätten uns außerordentlich gefreut, wenn heute Ihr das Wort ergriffen und gesagt hättet, wie Ihr heute zu uns steht. Liebe Kameraden! Gerade in dieser riesigen Menschenvernichtungsstätte Auschwitz haben wir uns oftmals die Frage vorgelegt: Wofür und gegen wen die Front stand. Wir haben doch alle erkannt, daß das große Werk Buna ein Werk der IG. Farben war, d. h. des größten deutschen Konzerns. Und erinnert Ihr Euch nicht Kameraden, die Ihr im Stammlager Auschwitz wart, daß die Werkhalle Krupp mit Meistern und Ingenieuren von Krupp bespickt war? Habt Ihr vergessen, daß diese beiden die größten Unternehmen waren, die an der Vorbereitung des Krieges nicht nur mitgewirkt haben, sondern praktisch den letzten großen Weltkrieg durchauch ein geführt haben. Und haben wir vergessen, daß außerdem Siemens- Lager innerhalb des Lagers B in Auschwitz existierte, dafs die Vergasungsapparate die Firmenschilder der Firma Siemens trugen? Das ist 49 nicht nur eine ewige Schande, sondern zeigte, daß, wenn die Arbeitskräfte für die deutschen Konzerne verbraucht waren, sie dann eben vernichtet werden konnten. Sie sollten nur leben, soweit sie für die deutschen Konzerne Wert hatten. Kameraden, als wir all das gesehen hatten und gemeinsam mit uns polnische Kameraden gerade das Material herausschafften, das heute bereits Aufmarsch der Widerstandkämpfer in Krakau und anderen Städten verwertet ist, sagten wir uns, wir wollen nicht aufhören zu kämpfen, ehe nicht die wahren Schuldigen, nämlich die deutschen Konzernherren, verschwunden sind. Kameraden, 3 Jahre, nachdem die Lagerzeit vorbei ist - - für Auschwitz können wir sogar sagen dreieinhalb Jahre danach müssen wir doch einige außerordentliche beschämende Tatsachen erleben. Vor wenigen Tagen wurden die Kruppdirektoren freigesprochen, obwohl allein die Tatsache der Morde in Auschwitz genügt hätte, um sie im vollem Umfang schuldig zu sprechen. Kameraden, vor einigen Wochen hat sich in Frankfurt a. M. der Siemenskonzern neu konstituiert. Und was sehen wir? Wer steht an seiner Spitze? Es sind die gleichen alten Kriegsverbrecher von ehedem. Viel zu wenig wird es von uns, die wir das alles schon einmal haben über uns ergehen lassen, beachtet. Ich möchte hier nicht lange reden, sondern nur eines sagen. Es hat wenig Sinn, wenn wir jeden kleinen SSMann verfolgen. Es hat wenig Sinn, wenn wir überlegen, ist dieser oder jener, der ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat, schon gefunden und abgeurteilt; denn diese- obwohl das auch geschehen muß waren doch nur die Werkzeuge. Die wahren Schuldigen sind die deutschen Konzernherren. Und glaubt mir, ehe diese und das deutsche Monopolkapital nicht beseitigt sind, gibt es keinen wirklichen Frieden in der Welt. Kam Mitglie ich and Ich nicht n der C Pflicht treten unser einheit dige U nie wi Rassen nie wie Kam mein[ Grüße Dan des W nach d Recht, nicht e geford beiter tausen in Aus Deutsc Volk, malige deutsc Wir SS- Off zeitig schen wische Wir Volkes Kämpf im Lag lichere 50 50 beitskräfte chtet werKonzerne uns polute bereits anderen ist, sagten m nicht aufehe nicht igen, nämKonzernden sind. ahre, nachvorbei ist können wir nhalb Jahre mwir doch ntliche bechen erleTagen wurpdirektoren powohl allein Morde in hätte, um fang schulor einigen in Frankenskonzern Und was sent an seiner ie gleichen recher von hon einmal ange reden, leinen SSdieser oder hat, schon thehen muß d die deutMonopolder Welt. Dietrich Ritscher, Potsdam: Kameradinnen und Kameraden! Ich spreche in doppelter Eigenschaft, als Mitglied des Landes Brandenburg und zum andern im Namen der CDU, der ich angehöre. - - Ich habe am eigenen Leibe eine Synthese durchführen können. Ich bin nicht nur politisch, sondern auch rassisch verfolgt. Genau so haben wir von der CDU, soweit wir mit der Zeit gehen und die Zeit erkannt haben, die Pflicht und Aufgabe und ich verspreche Ihnen, diese Aufgabe zu vertreten in einer Synthese der verschiedenen politischen Anschauungen unser neues demokratisches Deutschland zu schaffen. Wir wollen keine Vereinheitlichung in dem Sinne, daß alles eins wird. Es soll jeder seine anständige Überzeugung haben können. Aber wir müssen uns eins sein, daß sich nie wiederholen kann, was von 1933 bis 1945 gewesen ist. Nie wieder Rassenhetze, nie wieder Kampf gegen politische Gegner, wie wir es halten, nie wieder Tyrannei, nie wieder Unterdrückung. Generalkonsul Dr. Marecki, Polen: Kameraden und Freunde! Ich möchte mich zuerst entschuldigen, wenn mein Deutsch nicht besonders gut sein wird. Ich werde mich bemühen, die Grüße so zu überbringen, daß Sie mich verstehen werden. Dann möchte ich eine Erklärung abgeben, warum ich mit dem Ergreifen des Wortes bis jetzt gewartet habe. Bei uns in Polen werden die Delegationen nach demokratischem Prinzip gewählt, und nur die Delegierten haben das Recht, das Wort zu ergreifen. Darum habe ich auf Ihrem Kongres das Wort nicht ergriffen. Da aber mein Auschwitzer Kamerad und Genosse uns aufgefordert hat, zu sprechen, möchte ich Ihnen im Namen der polnischen Arbeiter und Bauern, im Namen der polnischen Intelligenz, im Namen von tausenden und Millionen Witwen und Kindern der verstorbenen Häftlinge in Auschwitz, Buchenwald, Dachau und allen sonstigen Konzentrationslagern Deutschlands versichern, dafs die polnische Volksdemokratie, das polnische Volk, an dessen Spitze heute die Kämpfer für die Demokratie, die ehemaligen Konzentrationslager stehen, alle demokratischen Bestrebungen des deutschen Volkes versteht und unterstützt. Wir haben in Auschwitz und in Dachau gelernt zu hassen, nicht nur die SS- Offiziere, nicht nur die Aufseher und die SS- Männer, sondern gleichzeitig die deutschen Kapos, die deutschen Stubenältesten und die deutschen Blockältesten, die als Instrument der SS- Männer polnische, jugoslawische, tschechische und russische Häftlinge dort geschlagen haben. Wir haben aber gleichzeitig die Kameraden und Genossen des deutschen Volkes schätzen gelernt, die als Vorkämpfer für die Demokratie, die als Kämpfer gegen den Faschismus und Reaktion mit uns Polen zusammen schon im Lager gegen den Faschismus gekämpft haben, für eine bessere und glücklichere Zeit nach dem Kriegsende. Wir haben alle die schätzen gelernt, die 51 heute in Deutschland sowohl im Osten, wie im Westen für die Demokratie und gegen den Kapitalismus und die Reaktion kämpfen. Und ich möchte Euch versichern, Genossen und Kameraden, wenn Ihr Eure Organisation von diesen Elementen säubert, die Instrumente der SS- Männer waren, wenn Ihr in Eurer Organisation die richtigen demokratischen Elemente erfaßt, dann werdet Ihr ehemaligen Häftlinge, Ihr ehemaligen Verfolgten, die Ihr heute an der Spitze der demokratischen Bewegung in Deutschland steht, mit uns ehemaligen polnischen, russischen, jugoslawischen, tschechischen Häftlingen eine Brücke zur Völkerverständigung werden, zur Ergreifung eines gemeinsamen Kampfes gegen den Faschismus, gegen die, die Deutschland trennen wollen, gegen die, die in die europäischen Völker Rassenfragen hineinbringen möchten, um neue Konzentrationslager zu schaffen. Ich hoffe, dafs die Zeit nicht mehr fern sein wird, in der Eure Organisation und die polnische Organisation der ehemaligen Häftlinge zusammenkommen werden, die wirklichen demokratischen Kräfte, sowohl in Deutschland, als auch in Polen, der Tschechoslowakei, in Jugoslawien, unter der Führung des größten slawischen Volkes, um den Kampf für den Frieden zu gewinnen, so wie sie den Kampf gegen den Faschismus gewonnen haben. Pfarrer Zilke, Württemberg- Baden: Liebe Brüder und Schwestern! Laft mich bitte ein Wort als religiös Verfolgter sagen. Ich will mich der Kürze befleißigen. Das die Kirche am meisten bewegende Problem ist das der Entnazifizierung. Die Kirche hat sich auch heute ihrer politischen Verantwortung bewußt zu sein. Gewifs soll sie keine Parteipolitik treiben, und die Grenze, besser gesagt die Linie zwischen dem, was wir als politische Verantwortung der Kirche kennen und dem, was ihr nicht zukommt als Kirche, ist manchmal so dünn und fein, aber immer sehr stark. So kann, die Kirche auch heute an der Entnazifizierung nicht vorübergehen. Amerikanische Soziologen sollen schon an der Arbeit sein, das Versagen der Entnazifizierungspolitik wissenschaftlich zu untersuchen und auszuwerten. Dem amerikanischen Kongre liegt ein Vorschlag vor, am 8. Mai sämtliche Minderbelastete zu amnestieren. Alle Beteiligten suchen nach Ausreden, um das verunglückte Unternehmen ohne allzuviel Prestigeverlust zu liquidieren. Und weil das so langsam geht, hat Martin Niemöller die Geduld verloren und für seine Kirche ab sofort die Mitarbeit gekündigt. Diese allgemeine Bankrotterklärung geschieht in einem Augenblick, da die Hauptschuldigen gerade erst zur Verhandlung kommen sollen, und zu gleicher Zeit nicht mehr zu verkennen ist, das große Teile des deutschen Volkes sich in ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit gerechtfertigt fühlen. Aber auch die politischen Parteien erwägen schon lange den Gedanken, die Mitverantwortung an der Durchführung des Gesetzes Nr. 104 abzulehnen. Und eben erst hat die SPD in Württemberg ihr Mitglied als 52 62 Befreiu antwort Die vorhan mand a 5. 3. 1 der Ha schwer Darauf tungen mus m ist nich Weg gange wieder führun Die dazu H dern dem eigent loren. Geset oder noch Frei Stellu des N tung nahm nehm Selbst gleich auf ih mit h versu Zeit d Die welch sonde dem Sühn Sie h emokratie chte Euch von dieenn Ihr in dann werheute an mit uns Häftlingen s gemeind trennen en hineinganisation enkommen hland, als hrung des winnen, so igiös Veram meisten sich auch sie keine chen dem, m, was ihr mmer sehr nicht vorVersagen auszuwerMai sämtnach Auseverlust zu er die Gedigt. enblick, da en, und zu deutschen rechtfertigt e den Geces Nr. 104 Mitglied als Befreiungsminister zurückgezogen, weil ihr die Belastung durch diese Verantwortung zu groß erschien. Die Einsicht in den bisher angerichteten Schaden ist tatsächlich allgemein vorhanden, und von der Mitverantwortung an dieser Misere kann sich niemand ausschließen. Das soll auch die Kirche nicht tun. Als das Gesetz vom 5. 3. 1946 für die amerikanische Besatzungszone der rechtlosen Willkür in der Handhabung der Entnazifizierung ein Ende machte, hat der Rat der EKD schwerste Bedenken gegen das Gesetz erhoben und um Milderung gebeten. Darauf beruft sich jetzt der hessische Hirtenbrief und sagt, diese Befürchtungen sind weit übertroffen worden; denn der Vorsatz, den Nationalsozialismus mit den Mitteln des Gesetzes auszurotten, ist gescheitert. Unser Volk ist nicht auf dem Weg der Verständigung geführt wurden, sondern auf den Weg der Vergeltung. Und die gesäte Saat neuen Hasses ist üppig aufgegangen. Die Vertreter der Kirche haben späterhin diese Bedenken mehrfach wiederholt unter Hinweis auf offene neue Miẞstände, die sich bei der Durchführung des Gesetzes ergaben. Die Kirche hat bei ihrer Kritik mit Rechtsgründen gearbeitet, welche nicht dazu helfen könnten, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, sondern diese umgekehrt vor dem Angriff des Gesetzes zu schützen. Über dem Bemühen, für die Betroffenen Milderungen zu erreichen, ging die eigentliche Aufgabe des Gesetzes, eine gerechte Sühne zu finden, verloren. Die Kirche machte sich alle Argumente zu eigen, welche mit dem Gesetz auch die Entnazifizierung selbst bekämpften, und wurde gewollt oder ungewollt zu deren Sprachrohr, daß durch dieses Gesetz neues und noch größeres Unrecht geschehe. Freilich hat der Rat der EKD zugleich betont, daß er sich bei seiner Stellungnahme nur vom Interesse einer kirchlichen Reinigung vom Geiste des Notionalsozialismus leiten lasse. Die Glaubwürdigkeit dieser Behauptung stellte er sofort dadurch selbst in Frage, daß er für die Pfarrer Ausnahmerechte in der Anwendung des für alle geltenden Rechtes in Anspruch nehme. Die Kirche warnte den Gesetzgeber davor, daß das Gesetz zur Selbstrechtfertigung und Verhärtung des Volkes führen werden, und gab zu gleicher Zeit ein eklatantes Beispiel für diese Selbstrechtfertigung, indem sie auf ihre Verdienste, im Kampfe gegen den Nationalsozialismus pochte und mit höchst fragwürdigem Zahlenmaterial öffentlich den Nachweis zu führen versuchte, daß sie die geforderte Reinigung größtenteils schon während der Zeit des Nationalsozialismus selbst vollzogen habe. Die Kirche war sich offenbar von Anfang an nicht recht darüber klar, welche Aufgaben in dieser Sache dem Staat und welche der Kirche zufielen, sondern vermischte beide Bereiche in unzulänglicher Weise. Die Kirche hat dem Staat zu helfen, das Recht zu finden, das Recht, der schuldgerechten Sühne zuzumessen, um die Gerechtigkeit unter den Menschen zu erhalten. Sie hat den Staat zu warnen, wenn er sich nicht darum bemüht. Insofern hat 53 die Kirche durchaus das Recht und die Pflicht, in dieser Sache zum Staat zu reden. Aber es dürfte bei diesem Reden der Kirche nicht zweifelhaft werden, dat hier überhaupt Schuld vorliegt, und dafs es das Amt des Staates ist, diese Schuld zu sühnen. Wurde dies aber zweifelhaft, dann hätte der Gesetzgeber nicht länger auf die Kirche zu hören. Er konnte dann die Kirche nur dahin verstehen, das sie dort zu milde plaidierte, wo es ihm, dem Staat, um das Recht als Grundlage des menschlichen Zusammenlebens geht. So wirkte das falsche Verhalten der Kirche gegenüber dem Gesetzgeber zurück. Die Kirche hat in ihrer Selbstreinigung nicht anders gehandelt als irgendein anderer Arbeitgeber, der seine Betriebsangehörigen vor dem Zugriff des Gesetzes zu schützen sucht. Wir VVN fordern darum die hundertprozentige Reinigung der Kirche, nicht die Selbstreinigung. Die gibt keine Gewähr. Das sind wir unseren toten Kameraden schuldig. Franz Dahlem, Berlin: Kameradinnen und Kameraden! Walter Barthel hat unterstrichen, dafs unsere heutige Aufgabe als VVN in der Erfüllung unseres Gelöbnisses und in der Durchführung desselben Programms besteht, das wir uns 1945 bei der Befreiung gegeben haben. Als er das sagte, fielen mir einige Episoden ein. In den letzten Monaten vor dem Zusammenbruch des Naziregimes erlebten wir es im Lager Mauthausen, daß auf einmal die SS davon sprach, das jetzt eine entscheidende Wendung im Kriege käme, dafs in Kürze die Hitlerarmeen Frieden mit dem Westen schließen und dann gemeinsam gegen den Osten marschieren würden. Das war die letzte große Illusion des Naziregimes. Und im Zusammenhang damit erlebten wir, dafs ein großer Zug nach dem Westen in die SS hineinkam, daß sie von uns Koffer haben wollte, sich Privatanzüge beschaffte, ja sogar Häftlingskleider organisierte, um nicht nach dem Osten, sondern nach dem Westen den Ausweg und die Flucht zu finden. Wir müssen heute sagen, daß die SS und die Gestapo einen richtigen Instinkt hatte, und da sie damals schon spürte, wo ihre Todfeinde sind und wo ihre Freunde von morgen sind. Eine weitere Episode aus diesen letzten Monaten. Als die amerikanische Besatzungsmacht das Lager übernahm, begann der Kommandant damit, daly er unser internationales Komitee auflösen wollte und dafür aus den Reihen der Häftlinge Leute bestimmte, die nicht das Vertrauen der Lagerinsassen hatten. Wir konnten damals dieses Verlangen ablehnen, und vorübergehend bestanden so die nationalen Komitees neben jenen von der Besatzungsmacht ernannten Vertrauensleuten weiter. Und wir erlebten noch folgendes. Als die spanischen Kameraden eine Reihe von grünen Berufsverbrechern, die schuldig waren an dem Tod von Tausenden von Spaniern, weil sie Werkzeuge der SS waren, ihrem gerechten 54 Schicks folgend und Po einmal War artig z würde. hausen äufers war in Es heil und so vorstel Beding die W Volkes im Ein führter jedes Es i formul serer Erkenn zur B Fortse öffent auf d leistet schaff mittell der N einhe trollie Das Jahre was e die G Kan uns h klar is auch mono zuneh Staat zu werden, ist, diese setzgeber mur dahin , um das wirkte das s irgendugriff des rozentige währ. Das , dals unes und in 5 bei der oden ein. s erlebten dal jetzt ie Hitleregen den ziregimes. mach dem sich Prinicht nach Flucht zu richtigen inde sind rikanische Hamit, daly en Reihen erinsassen ergehend ungsmacht den eine Tod von gerechten Schicksal anvertrauten, d. h. sie im Lager unschädlich machten, da erfolgte folgende Strafmaßnahme. Die Mauthausener haben das miterlebt. Die Russen und Polen wurden sofort isoliert und innerhalb des gesamten Lagers noch einmal in besonderen Baracken umzäunt und konzentriert. Warum erwähne ich diese Episoden? Weil sie uns schon damals blitzlichtartig zeigten, wie die Perspektive für uns Antifaschisten in Deutschland sein würde. Vor mir liegt das erste Dokument, in dem das Programm der Mauthausener deutschen Flüchtlinge in den Maitagen formuliert wurde. Und da es äußerst aktuell ist, da es wiederspiegelt, was damals schon im Keime neu war in der deutschen Entwicklung, will ich kurz zwei Absätze daraus zitieren. Es heißt dort: ,, Es leuchtet ohne weiteres ein, daß zwischen den westlichen und sowjetischen Besatzungsmächten zwei Linien sind. Und wir können uns vorstellen, dafs wir lange Zeit unter komplizierten und verschiedenartigen Bedingungen der Okkupation werden arbeiten müssen. Wir werden deshalb die Wege und Formen finden müssen, wie der demokratische Wille des Volkes zur Sicherung der Volksrechte und Freiheiten sich durchsetzen kann im Einklang mit dem Prinzipien, für die die verbündeten Nationen Krieg führten, freie innere Selbstbestimmung und äußere nationale Unabhängigkeit jedes Volkes." Es ist gewiß, daß diese Aufgabe, wie sie von uns bereits im Mai 1945 formuliert wurde, heute von höchster Aktualität ist und im Mittelpunkt unserer Aufgabenstellung stehen muß. Schon damals waren wir auf Grund der Erkenntnisse der Zusammenarbeit, der Solidarität im Lager überzeugt, daß es zur Bewältigung dieser Schwierigkeiten auch im neuen Deutschland eine Fortsetzung, eine Übertragung dieser Solidarität des Lagers in das ganze öffentliche deutsche neue Leben geben müsse. Wir erkannten: Der Erfolg auf dem Wege zur Erreichung dieses Zieles wird am sichersten gewährleistet, wenn alle antifaschistischen demokratischen Kräfte unter Beiseiteschaffung alles Untergeordneten, Kleinlichen sich auf die Erreichung der unmittelbar wichtigsten nächsten Aufgaben, der Aufräumung des Schuttes aus der Nazivergangenheit und Einrichtung des demokratischen Lebens einigen, einheitlich ihre Beschlüsse fassen und einheitlich deren Durchführung kontrollieren. - Das ist die Aufgabe, die wir uns vorgenommen haben, die wir in drei koste es Jahren bisher in voller Einheit aller Kräfte sicherten, die wir was es wolle durchhalten müssen, weil das die Garantie des Erfolges, die Garantie des Sieges des uns gestellten Zieles ist. - Kameraden, die ruhige Überlegung zeigt uns also, in welcher Situation wir uns heute in den einzelnen Teilen Deutschlands befinden und daß es uns klar ist, daß wieder gekämpft werden muß, daß es ganz klar ist, wie das - daß es zum Teil die alten auch heute die Diskussionsredner illustrierten monopolistischen Kräfte sind, die im Kampf gegen uns stehen, und daß in zunehmendem Maße die SS- Leute, die Gestapoleute, die Henker von 55 55 gestern, als Werkzeuge dieser großkapitalistischen imperalistischen Kräfte herbeigezogen werden. Deshalb muß man sich klar darüber sein, daß für viele Kameraden und KZ'ler jetzt eine neue Zeit der Bewährung kommen muß. - Wir werden es erleben wie in den Jahren der KZ's- daß die Standhaften standhafter werden, daß es Schwächlinge geben wird, die erneut hin und her schwanken werden, ja, da wir vielleicht auch in unseren Reihen einige Feiglinge haben werden, die zum Gegner überlaufen. Ich sage das, weil wir uns im Lager diese Fragen immer ganz klar und konkret stellten, und weil wir uns jetzt auch nicht irgendwie beeindrucken lassen können, wenn es unter dem Druck unserer Gegner hier und da einige Schwankungen in unseren Reihen geben sollte. Ich bin überzeugt, die VVN als die große man könnte beinahe sagen einheitliche, einige Organisation politischer Kämpfer in Deutschland, wird auch diese Probe bestehen. Unser Ziel des Kampfes für die Freiheit, des Kampfes für den Frieden, des Kampfes für die Schaffung eines einheitlichen demokratischen Deutschland werden wir, davon sind wir überzeugt, trotz aller Schwierigkeiten, denen wir in bestimmten Gebieten entgegengehen, siegreich überwinden. Wenn uns im Lager die SS- Führer mit der Peitsche oder Faust ins Gesicht schlugen und dabei zynisch sagten, gib zu, daß Du ein Verbrecher bist, haben wir das stoisch ertragen, weil wir wußten, daß ihre Herrschaft zum Untergang verurteilt war. Und wenn heute in der Öffentlichkeit ausländische Vertreter des Monopolkapitals auftreten und uns verlogene Beschuldigungen entgegenwerfen, wollen wir in aller Ruhe und Klarheit sagen: Uns kann dieses nervöse Geschrei nicht erschrecken; denn auch sie sind auf die Dauer in Deutschland nur vorübergehende Leute. Unser Ziel ist unter allen Umständen und unter allen Bedingungen Vernichtung des Restes des Faschismus, Kampf gegen alles neue Wiederaufkommen solcher faschistischen Kräfte, Sicherung einer fortschrittlichen demokratischen Ordnung. Verhinderung, dafs Teile Deutschlands zu einem Kriegsherd werden. Als neue Aufgabe, die sich in unser Programm aufdrängt, steht deswegen auch die Aufgabe, mit allen demokratischen Kräften in Deutschland dafür zu wirken, daß unser Vaterland eine Bastion des Friedens werde. In diesem Kampf, Kameradinnen und Kameraden, stehen wir nicht allein. Diesen gemeinsamen Kampf führen alle anderen Kameraden und KZ'ler in allen Ländern rings um Deutschland, in der ganzen Welt. Deswegen ist heute ein glücklicher Tag, fühlen wir uns so glücklich durch die Grüße, die uns unsere ausländischen Kameraden überbracht haben, besonders die Kameraden aus Polen und der Tschechoslowakei; denn das bedeutet, daß der Teil des Programms, das Gelöbnis im April und Mai 1945, daß sie auch die internationale Solidarität wahren wollen, in die Wirklichkeit umgesetzt wird. Kame nachfol Der K ter Teil 3. Jahre die Or Kampf Unse Deutsch damit e vertrete gestern Wir discher der im neues seine a Kruppist. Wi von Kr und M verkau Wir wie all kratisch kann. galen dem N Frieder den un schen in alle dische die int pfand muf u für die nicht boden drohu 56 56 en Kräfte dal für kommen ie Standie erneut en Reihen sage das, t stellten, können, ankungen grokepolitischer eden, des eutschland en, denen en. Wenn schlugen maben wir Untergang Vertreter gen entann dieses Dauer in gen VerWiederaufen demom Kriegsaufdrängt, Kräften in Friedens icht allein. KZ'ler in m ist heute e, die uns Kamerader Teil die interwird. Stefan Heymann: Kameradinnen und Kameraden! Die Redaktionskommission legt Euch die nachfolgende Entschließung vor und bittet, sie in dieser Form anzunehmen: Entschließung Der Kongres der antifaschistischen Widerstandskämpfer Deutschlands unter Teilnahme zahlreicher Kameraden vieler europäischer Länder, der am 3. Jahrestag der Befreiung in Weimar tagte, begrüßt den Beschluß der VVN, die Organisation der Widerstandskämpfer zu festigen und dadurch den Kampf gegen die Kriegstreiber und für den Frieden zu stärken. Unser Kampf gegen den Faschismus war der Kampf des anständigen Deutschlands, er war ein Kampf für die Rettung des deutschen Volkes und damit eine wahrhaft nationale Tat. Wer die Interessen der deutschen Nation vertreten will, muß heute gemeinsam mit den Widerstandskämpfern von gestern diesen Kampf für Deutschlands Neuaufbau organisieren und führen. Wir Antifaschisten aller Zonen erheben gemeinsam mit unseren ausländischen Kameraden unsere Stimme für den Frieden, weil die Kriegshetzen der imperialistischen Länder wieder am Werke sind, die Menschheit in ein neues Blutbad zu stürzen. Die Neukonstituierung des Siemenskonzerns durch seine alten Kriegsverbrecher und der Kampf gegen die Aburteilung des Krupp- Direktoren beweisen, wie groß diese Gefahr auch in Deutschland ist. Wir haben nicht vergessen, daß die deutschen Faschisten als Beauftragte von Krupp und Siemens, der AEG und IG- Farben den Krieg provozierten und Millionen Häftlinge durch die SS an die Kriegsgewinnler wie Sklaven verkauften. Wir Antifaschisten ganz Deutschlands sind stolz darauf, dafs dieser Kongre, wie alle bisherigen Tagungen der VVN, die Zusammenfassung aller demokratischen Kräfte darstellt, die durch keine Zonengrenzen getrennt werden kann. Uns verbindet dieselbe Kameradschaft wie in den Zeiten des illegalen Kampfes in Konzentrationslagern und Zuchthäusern. Wir setzten unter Idem Nazismus Leben und Freiheit und Gesundheit ein im Kampf für den Frieden und sind entschlossen, diesen Kampf fortzusetzen, bis das Ziel, Frieden und Freundschaft zwischen allen Völkern, erreicht ist. Wir antifaschistischen Widerstandskämpfer wissen uns einig mit den demokratischen Kräften in allen Ländern der Welt. Wir sehen in der Beteiligung unserer ausländischen Kameraden an unserem Kongreß einen erneuten Beweis dafür, da die internationale Kampfgemeinschaft der Antifaschisten das sicherste Unterpfand des Friedens ist. In klarer Abkehr von den Fehlern der Vergangenheit muf unser Volk für die Erhaltung eines einheitlichen Deutschlands und damit für die Sicherung des Friedens eintreten. Ein gespaltenes Deutschland wäre nicht nur Zankapfel zwischen den Großmächten, sondern auch der Nährboden neuer chauvinistischer Strömungen und damit eine ständige Bedrohung des Friedens zwischen den Völkern. In einem einheitlichen Deutsch57 Kämp land dürfen jene Kräfte, die den Faschismus in den Sattel gehoben und einen Weltkrieg angezettelt haben, keine Macht mehr besitzen. Das neue einheitliche Deutschland muß demokratisch sein, oder es wird nicht sein. Wir Widerstandskämpfer erklären deshalb: 1) Der Kampf gegen die wahren Schuldigen an der Blutherrschaft des Nazismus, gegen Monopolherren und Junker, ist die entscheidende Voraussetzung zur Ausrottung des Faschismus. Gegenüber diesen Kräften darf es keine Toleranz geben. Jede Schwäche gegenüber Kriegshetzern und Volksfeinden und jedes Paktieren mit ihnen führt zum Verrat an den Interessen des Volkes. 2) Dieser Kampf ist nicht die Sache einer einzelnen politischen Gruppe oder Partei, sondern die Angelegenheit des ganzen Volkes. Wir Antifaschisten sind entschlossen, alle Kräfte für diese gemeinsame Aufgabe zu mobilisieren. 3) Die Feinde des Friedens tarnen sich heute mit dem Schlachtruf des Antikommunismus, um ihre dunklen Machenschaften zu verheimlichen. Wir haben nicht vergessen, daß auch der deutsche Faschismus seine Kriegsvorbereitungen mit einem antikommunistischen Feldzug begann. Das Schicksal des deutschen Faschismus droht all jenen, die glauben, mit den gleichen Methoden ihre Weltherrschaftsansprüche befriedigen zu können. Nur die ständige und restlose Entlarvung der antikommunistischen Hetze sowie der antisemitischen und rassischen Tendenzen bietet die Möglichkeit, die Völker über das reaktionäre Wirken dieser Kräfte aufzuklären. 4) Die Unteilbarkeit der Humanität ist die Forderung der deutschen Widerstandskämpfer. Nicht die blutleere Verkündung der Menschenrechte rettet die Völker, sondern die Realisierung dieser Menschenrechte auf ökonomischer und politischer Basis. In diesem Geiste gilt es, unsere Jugend zu erziehen. 5) Wir wissen uns in unserem Kampf einig mit den antifaschistischen Widerstandskämpfern in den anderen Ländern Europas und der Welt. Wir begrüßen es dankbar, daß die Antifaschisten in diesen Ländern uns in unserem Kampf unterstützen. Wir stellen fest, daß ein völkerrechtlicher naturrechtlicher Anspruch des deutschen Volkes auf baldigste Wiederherstellung nicht nur seiner wirtschaftlichen sondern vor allen seiner politischen Einheit, und seitdem die Feindseligkeiten seit 3 Jahren eingestellt sind, auf endliche Überführung in den Friedenszustand besteht. Der Kongres der antifaschistischen Widerstandskämpfer ruft allen Männern, Frauen und Jugendlichen in allen Teilen Deutschlands zu: Rottet den Faschismus mit seinen wirtschaftlichen und politischen Grundlagen aus. 58 der Völk Kampf f Organ und Völ Laft gesicher Es leb Kame dieser die Disk Ich h und Gä Kamera Wir w Schwier 1500 Te den. 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Wenn ich eingangs meines Referates sagte, dieser Kongres zeigt die antifaschistische Einheit in Deutschland, dann hat die Diskussion das klar und deutlich unterstrichen. Ich habe Euch ferner mitzuteilen, daß zu unserer Tagung 3000 Delegierte und Gäste aus allen Teilen Deutschlands kamen, davon 800 Kameraden und Kameradinnen aus den westlichen Besatzungszonen. Wir wissen, daß ihr Anteil noch größer gewesen wäre, wenn es nicht einige Schwierigkeiten gegeben hätte. Aus der sowjetischen Besatzungszone sind 1500 Teilnehmer hier und aus Berlin 500, ferner 200 ausländische Kameraden. In der Diskussion sprachen 14 Redner. Keiner von ihnen sprach im Zonenjargon oder in einer Parteisprache, keiner versuchte, uns sein weltanschauliches Dogma aufzuoktroyieren. Sie alle sprachen im Namen der deutschen antifaschistischen Kräfte. Die Feinde der VVN sollen sich doch einmal der Mühe unterziehen, hier mitten unter uns zu sein, und anhören, wie wir sprechen und einen Gedankenaustausch pflegen. Aber ich habe den Eindruck, daß sie dabei zu kurz kommen, mangels eigener Gedanken und es daher lieber sein lassen. Wir haben ferner in der Diskussion Repräsentanten dreier Bruderorganisationen gehört. Da hier der Dank schon ausgesprochen wurde, ist es, glaube ich, nicht notwendig, ihn noch einmal zu wiederholen. In der Diskussion gab es einige Fragen, die von mir im Referat nicht genügend unterstrichen wurden. Ich akzeptiere durchaus diese Kritik und möchte nur selbst einmal unterstreichen, was die Kameraden Galinski und Julius Meyer sagten, wieweit wir in der demokratischen Entwicklung in Deutschland sind, läßt sich genau ermessen am Antisemitismus. Jede Erscheinungsform des Antisemitismus widerspricht der demokratischen Entwicklung. Weil wir diese demokratische Entwicklung, den Weg zu einer freien, einheitlichen, demokratischen Republik wollen, deshalb werden wir alle- ob politisch oder rassisch Verfolgte mit aller Kraft gegen jede Form und - 59 Äußerung des Antisemitismus kämpfen. Und sie sollen es sich gesagt sein lassen, wer einen unserer jüdischen Kameraden angreift, der greift uns an, und der soll sich nicht wundern, wenn die Antwort politisch, proletarisch und sehr drastisch ist. Es ist auch absolut richtig, daß man nicht nur die unangenehme, für uns als Deutsche verhängnisvolle Linie des Untertanengeistes aufzeigen soll, wie sie von Heinrich Mann so drastisch dargestellt wurde, sondern da auf der anderen Seite seit den großen Bauernkriegen ein ununterbrochener Kampf mokrat schismu reaktio Dami tragen, unbedi zu ein Auf dem Ettersberg geführt wurde um soziale Gerechtigkeit und Freiheit der Menschen. Es ist doch sehr bezeichnend, und Ihr könnt alle die Probe aufs Exempel machen, fragt einen 20 jährigen und einen 40 jährigen. Was weiß er vom Bauernkrieg. Was weiß er davon, daß schon vor mehr als 400 Jahren die Bauern und fortschrittlichen Elemente der Städte für ein einheitliches deutsches Reich mit sozialer Gerechtigkeit gekämpft haben. Was wissen unsere Menschen davon, das vor 100 Jahren unsere Ahnen auf die Barrikaden gingen, um sich ihre Menschenrechte, ihre bürgerlichen Rechte zu erkämpfen. Es soll Menschen in Deutschland geben, denen, wenn sie das Wort Barrikaden hören, eine Gänsehaut über den Rücken läuft. Es soll sogar Menschen geben, denen wird etwas graulich, wenn sie Fotos sehen oder in Zeitungen lesen, daf Arbeiter Waffen tragen. Was für ein Verbrechen an der honetten Gesellschaft. Aber wir sind der Meinung, daß die Waffen in der Hand der de60 nicht zerspl Die liquid eine L voren In d den, der R zu tre Uns ein e wärer sagt sein ft uns an, arisch und e, für uns m soll, wie a auf der mer Kampf mokratischen Kräfte, in der Hand der Widerstandskämpfer gegen den Faschismus besser aufgehoben sind, als die Waffen in den Händen der alten reaktionären Kräfte. Damit man uns nicht mißversteht, wir sind gar nicht so wild, Waffen zu tragen, absolut nicht. Damit man uns nicht mißversteht, wir wollen gar nicht unbedingt auf die Barrikaden steigen. Was wir wollen, ist ein friedlicher Weg zu einer sozialen Gerechtigkeit. Aber was wir erklären, ist, daß wir uns hen. Es ist el machen, auernkrieg. und fortReich mit mschen daen, um sich soll Menden hören, en geben, gen lesen, metten Gend der deKundgebung vor der Weimarhalle nicht noch einmal wie 1933 überfahren lassen, daß wir nicht noch einmal uns zersplittern und spalten lassen. Die Folgen wären neue Zuchthäuser und KZ's für uns, um dort endgültig liquidiert zu werden. Wenn einmal eine Liquidation notwendig ist, dann nicht eine Liquidation der Rechte des Volkes, sondern jener Kräfte, die dem Volk vorenthalten wollen. In der Diskussion hier ist klar und eindeutig zum Ausdruck gebracht worden, dafs es viele Gefahrenpunkte in Deutschland gibt, viele Möglichkeiten der Reaktion, der Ewiggestrigen in ihren Positionen, um wieder das alte Spiel zu treiben. Unsere Kameraden aus der britischen Zone bitten mich, im Schlußwort noch ein einziges Beispiel zu erwähnen. Sie haben geglaubt, bis vor einem Jahr wären in der Justiz der britischen Zone mehr als die Hälfte ehemalige Pg's ge61 wesen. Dann haben sie sich korrigiert und gesagt, es werden 75 bis 80% sein. Auf der juristischen Konferenz der VVN wurde statistisch nachgewiesen, es sind 91% ehemalige Pg's in den verantwortlichen Stellungen der Justiz der britischen Zone. Und hier frage ich Euch, liebe Kameraden, diese Herren Beamten, die immer ihre Pflicht getan haben unter der Monarchie, unter der Republik, unter Hitler, die wollen wieder ihre Pflicht und nur ihre Pflicht in dieser neuen demokratischen Republik, die wir erkämpfen und aufbauen wollen, tun. Diese pflichteifrigen Herren gehören nicht in unsere Mitte. Sie sind nicht eine Kraft der wirklichen demokratischen Entwicklung. Sie sind höchstens eine Kraft, um sie unmöglich zumachen. Und deshalb unsere Mahnung an Euch alle, an unsere Jugend, wir müssen diese alten reaktionären Kräfte ersetzen und wenn notwendig verjagen. - - Liebe Freunde! Ich muß auch noch zu einer Frage Stellung nehmen, die uns als VVN, die wir mit unseren anderen Bruderorganisationen zusammenarbeiten wollen die Betonung liegt auf arbeiten schmerzlich berührt. Vor mir liegt ein Brief eines Buchenwalder Kameraden aus Berlin. Er schreibt mir hier: Unser österreichischer Verband der politisch Verfolgten wurde laut Verfügung des Innenministers am 9. März 1948 aufgelöst und die Verbandslokale in ganz Österreich polizeilich gesperrt und versiegelt. Wir wollen uns kein großes Urteil über die Zustände bei unseren österreichischen Freunden erlauben. Über eins sind wir uns klar. Wenn es einen Innenminister gibt, der glaubt, mit diesen Methoden, die wir alle so gut kennen, der freiheitlichen demokratischen Entwicklung zu dienen, dann sind wir der bescheidenen Meinung, der Mann ist fehl am Platze, weil er eine Kraft der Reaktion und nicht des Widerstandskampfes gegen die in Österreich noch sehr stark vorhandenen Kräfte des Neofaschismus ist. Wir können nur unser tiefes Bedauern für eine solche Entwicklung zum Ausdruck bringen. Kameradinnen und Kameraden! Wir hatten die große Freude, hier Vertreter unserer ehemaligen Kameraden aus Polen, der Tschechoslowakei und Holland zu hören. Unser Kamerad aus Polen hat uns ein sehr ernstes, mahnendes Wort gesagt. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, haben unsere polnischen Kameraden insofern noch Bedenken, als sie der Auffassung sind, daf sich in unseren Reihen Elemente befinden, die sich in der Zeit des Lagers nicht als Antifaschisten, sondern als Kreaturen der SS verhalten haben. Liebe polnische Kameraden! Wir haben es immer mit tiefem Schmerz empfunden in der Zeit der Lager während des Naziregimes, wenn es deutsche Häftlinge gab, die Deutsche, Österreicher, Tschechen, Russen und Polen geschlagen haben. Wir haben das Wort geprägt: Wer schlägt, ist ein Faschist. Wir haben mit Eurer Unterstützung einen erbitterten Kampf gegen diese faschistischen Elemente im Häftlingskleid geführt. Wir wollen das gar nicht abstreiten. Sicher gibt es noch Elemente, die sich getarnt haben und meinen, wir hätten alles vergessen. Aber wir haben nichts vergessen, und wir setzen die Reinigung in unseren eigenen Reihen auch fort. 62 Wir Kamera dann is Kämpfe überzeu der Ge Wir H strenge als Kre auch Elemen nu Wir nichts Mensch betrach ganisat ten. 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Die Masse unserer organisierten ehemaligen Kämpfer gegen den Faschismus setzt sich zusammen aus wirklich ehrlich überzeugten Menschen, die unter Beweis gestellt haben, daß für sie nur der Gedanke des Antifaschismus Maßstab ihres Handelns ist. Wir haben eine Bitte. Wift Ihr jemand, sagt ihn uns. Wir werden einen strengen Maßstab anlegen, wer jetzt nach drei Jahren noch entdeckt wird als Kreatur der SS. Da lassen wir uns von keinem unserer Bruderverbände auch nur ein Wort zuviel sagen. Wer werden mit eisernem Besen auch diese Elemente ausrotten. Wir dulden sie nicht, ganz gleich, wer sie sein mögen. Sie haben bei uns nichts zu suchen und gehören dorthin, wo die Verbrecher gegen die Menschlichkeit sich befinden sollten. Wenn Ihr die Namen habt, dann bitte, betrachtet auch das als einen Teil der gemeinsamen Arbeit, um unsere Organisation freizumachen von solchen Elementen, die uns noch schaden könnten. Ich betone und unterstreiche, wir sind überzeugt, ob Buchenwalder, ob Sachsenhausener, ob aus dieser oder jener Zone, daß unsere Organisation für Verbrecher an der Menschlichkeit keinen Platz hat. Zum Schluß, liebe Freunde, liebe Kameraden. Wir sind am Ende unseres Kongresses. Hier waren 3000 Menschen, 3000 unserer Kameraden, mit denen Ihr in den 12 Jahren alles durchgestanden habt. Und ich sagte in meinem Referat, der Kampf gegen den Faschismus, der Kampf für Freiheit der Menschen muß konkret geführt werden, nicht in allgemeinen abstrakten Dingen, nicht mit der Ausrede, uns paft das nicht und umgekehrt. Der Kampf muf konkret geführt werden auf allen Gebieten unseres Lebens, in der Justiz, in den Betrieben, in den Büros, in der Verwaltung, in den politischen Organisationen. Und wenn wir diesen Kampf so konkret führen, dann ist er nicht geführt durch irgendwelche Instanzen, dann ist er geführt durch Euch selbst. Das muß unser Gelöbnis sein. Jeder einzelne soll zurückgehen in seine Heimat, in seinen Ort, in seinen Betrieb, in seine Partei, in seine Organisation und den Gedanken, der hier klar ausgesprochen wurde, der uns alle eint, in die Masse tragen. Wir wollen Frieden, darum kämpfen wir gegen die Kriegsbrandstifter. Wenn es uns gelingt, liebe Freunde, als VVN hier ein Band zu schaffen zwischen den Parteien, zwischen den Zonen, zwischen allen friedensgewillten Menschen, dann haben wir dem Frieden am besten gedient. Es ziemt uns nicht, als ehemalige Widerstandskämpfer auf den Lorbeeren des Kampfes gegen Hitler zu ruhen. Wir müssen das Vertrauen des Volkes gewinnen. Das Volk mul überzeugt sein, das wir, die Kämpfer gegen den Faschismus, heute die besten Kämpfer für die Interessen des Volkes, für den Frieden und die soziale Gerechtigkeit sind. 63 - - Wir müssen uns wie Kamerad Dahlem betonte tagtäglich Rechenschaft ablegen, ob wir das, was wir uns nach der Befreiung gelobt haben, auch tagtäglich erfüllen. Wir haben uns gelobt, den Kampf erst einzustellen, wenn auch der letzte Schuldige vor dem Richter der Völker steht. Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Möge unser Kongreß unsere Kräfte stärken, verzehnfachen, dann gehen wir vorwärts auf dem Wege zur sozialen Gerechtigkeit, zum Frieden und zur Freiheit. Der gemeinsame Gesang ,, Brüder zur Sonne zur Freiheit" beendete die Kundgebung. Kundge Es ist gebung 64 Uber sowie h Polen, H des Int und De Es w trations und Ra hausen des Na kannter Geist Diese gegen gaben, Es w mit der deutsch keine Organi Nein unsere das fri Mann uns and sofern Denn Unse ten Ri dem b ch Rechenng gelobt of ersteinölker steht. osung. Der Ziel. Möge en wir vorn und zur endete die Kundgebung vor der Weimarhalle Kämpfer gegen den Faschismus - Kämpfer für den Frieden Hans Seigewasser, Berlin: Freunde aus Weimar, liebe Kameraden! Es ist ein besonderer Anlaß, der uns heute in dieser mächtigen Kundgebung zusammenführt, ein besonderer Anlafs in einer besonderen Situation. Über 2000 Delegierte der VVN aus allen Zonen und Ländern Deutschlands, sowie hunderte von Freunden und Kameraden aus der Tschechoslowakei, aus Polen, Holland und Spanien traten in diesen Tagen hier in Weimar anläflich des Internationalen Befreiungstages der ehemaligen politischen Häftlinge und Deportierten des Naziregimes zu ihrem Kongrel zusammen. Es waren die Männer und Frauen aus den Zuchthäusern und Konzentrationslagern Hitler- Deutschlands, die Männer und Frauen von Buchenwald und Ravensbrück, von Sachsenhausen und Dachau, von Auschwitz, Mauthausen, Neuengamme, von Lublin und Riga, und von all den anderen Stätten des Nazi- Terrors, deren blutbepfleckte Mauern heute in der Welt ein bekannterer Begriff für deutsches Wesen sind, als Eure mit dem humanistischen Geist der größten deutschen Klassiker verbundene Stadt. Diese überlebenden Angehörigen der deutschen Widerstandsbewegung gegen den Faschismus haben Stellung genommen zu den besonderen Aufgaben, die ihnen die heutige gespannte politische Atmosphäre auferlegt. Es war eine Tagung der VVN- gewiß- und doch stellen wir fest: dieser mit dem Internationalen Befreiungstag verbundene Kongreß der ehemaligen deutschen Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg ist wahrlich keine Manifestation, die nur uns, die Illegalen von einst und unsere heutige Organisation, die VVN, angeht. Nein, meine lieben Freunde, wir sprachen in ernster Sorge mit allen, die in unseren Volke guten Willens sind und die bereit sind, mit ihrer ganzen Kraff das friedliche Fundament einer wirklichen Demokratie zu errichten. Jeder Mann und jede Frau in Deutschland sollen und müssen sich deshalb durch uns angesprochen fühlen, ganz gleich, wo sie nur leben und arbeiten mögen, sofern sie gezwungen sind, in ehrlicher Arbeit das eigene Leben zu sichern. Denn es geht um den Frieden, und damit um Euer Leben! Unser Kampf gegen den Faschismus wurde schon einmal zu einem erbitterten Ringen um das Leben unseres Volkes. Hämmerten wir nicht längst vor dem berüchtigten 30. Januar jeden Tag von neuem: ,, Hitler ist der Krieg." 5 65 Unter dieser Losung sammelten die aktivsten Kader der Antifaschisten aus den Reihen der sozialistischen Arbeiterbewegung und aus den christlichen Arbeiterkreisen der katholischen Gesellenvereine schon vor 1933 alle fortschrittlichen Elemente, alle wirklichen Demokraten, alle diejenigen, denen das Bekenntnis zum Frieden mehr war, als eine Feiertagsdemonstration. Diese vielen zehntausend kleinen Arbeiterfunktionäre, Kommunisten, Sozialdemokraten und Christen waren es, die zur Vorhut im Kampf um den Frieden wurden. Alles Rückständige brandete gegen sie an. Der Nazismus verstand es durch seinen widerlichen Appell an die niedrigsten Instinkte breitester Massen in steigendem Maße, den Chauvinismus zu einer gefährlichen Waffe zu entwickeln. Völkerverhetzung und Rassenwahn wurden zu Grundpfeilern einer Ideologie, die so erschreckend ideenarm war, wie keine zuvor im Verlauf der langen Geschichte unserer Menschheit. Gewiß, diese Ideenarmut der Nazi, die Primitivität des physischen und geistigen Terrors wurde auch damals von vielen Vertretern der Intelligenz, von Politikern, von Wissenschaftlern und Künstlern sehr bald erkannt. Aber was tat das Gros der Wissenschaftler, um die verschiedenen Disziplinen ihrer Wissenschaft vor dem Würgegriff der Nazis zu schützen? Was tat die geistige Elite Deutschlands, um die ideelle und materielle Katastrophe, die unserem Volke drohte, abzuwenden? Die Gerechtigkeit konnte in Ketten geschlagen werden, weil die Träger der Justiz zu Anwälten des Terrors wurden und bedenkenlos selbst das Recht beugten. Die allgemeine Vorstellung von der humanitären Aufgabe der Medizin mußte mindestens vom deutschen Blickpunkt ausgehend, einer gründlichen Revision unterworfen werden, als sich erwies, dafs deutsche Ärzte zu willenlosen Werkzeugen der mörderischen Rassenpolitik wurden und grausamste Experimente an unschuldigen wehr- und hilfslosen menschlichen Kreaturen vornahmen. Wo war das Gewissen bei den berufenen Vertretern des deutschen Geisteslebens, den Männern der Wissenschaft, als der Mythos des 20. Jahrhunderts immer mehr zum Kompaß der neuen Talmi- Wissenschaft wurde? Die Wissenschaft in ihrer Funktion als Dienerin der Menschheit stand auf dem Spiel, unvergängliche Kulturwerte waren der Gefahr der Vernichtung ausgesezt. Dies mußte rechtzeitig erkannt werden, um rechtzeitig gegen die Gefahr auftreten zu können. Denn schon drohte mehr. Der Krieg als letzter Ausweg stand faktisch seit dem Moment auf der Tagesordnung, da Hitler die Reichskanzlei betreten hatte. Wer das Leben der Nation verteidigen wollte, sich die Aufgabe setzte, die Nation vor ihrem Untergang zu retten, mußte in Hitlerdeutschland den Mut zum Hochverrat besitzen. So wurde das Bekenntnis zum Hochverrat, das Bekenntnis zu einer Tat, die in erster Linie der Erhaltung des Friedens und damit der Sicherung des Lebens diente. 66 66 Das Be gebunder unseres kannten u Krieg ster Was ga wirklich Vorhut st mahnten, Deutschla mehr no warnen. Wiede Kriegsint kateure Hals unte aus zwe goldene neuen M Sie wette Drei J schen M Kriege um den nungsvo Wenn Interress eines ne und Trä Ubera Provoka wendige vergess mehr all Internat Wille d jener M frei nac können Diese Sie ist von stä Schisten aus christlichen B3 alle fort, denen das ation. 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Und deshalb haben sie und wir, wir, die damals in dieser Vorhut standen und täglich warnten und mahnten, immer wieder aufs neue mahnten, wir, die im freiwilligen Kampf gegen den brutalsten Terror NaziDeutschlands Opfer über Opfer brachten, tausendmal das moralische Recht, mehr noch die sich daraus ergebende Pflicht, erneut zu mahnen und zu warnen. Wieder versuchen Kräfte des gesellschaftlichen Rückschrittes, spekulative Kriegsinteressenten, Kriegstreiber und die von ihnen ausgehaltenen Provokateure allüberall in der Welt, Zwietracht und Mißtrauen, Feindschaft und Has unter den Völkern zu erwecken. Die Busines- Männer des Krieges, jene aus zwei Weltkriegen so sattsam bekannten und berüchtigten Herren der ,, goldenen Internationale" spielen alle Register der Kriegshysterie, um den neuen Mord und mit ihm das neue Geschäft psychologisch vorzubereiten. Sie wetteifern in Demagogie und Verlogenheit mit dem Altmeister Goebbels. Drei Jahre erst sind seit der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Mordregimes und seit der Beendigung des brutalsten aller bisherigen Kriege verstrichen. Das ist fürwahr eine kurze Zeit und doch hat sie genügt, um den Kriegsbrandstiftern und Kriegsverbrechern von gestern eine hoffnungsvolle Renaissance zu ermöglichen. Wenn es nach den Worten und nach dem Willen dieses gewissenlosen Interressentenklüngels ginge, dann stünde die Welt schon kurz vor Ausbruch eines neuen Krieges, dann würde wieder binnen kurzem eine Welle von Blut und Tränen über sie hinwegbranden. Überall in der Welt, besonders aber bei uns in Deutschland sind solche Provokateure am Werk, die mit raffiniertesten Propagandamethoden die notwendige Kriegsstimmung erzeugen sollen. Diese etwas dunklen Ehrenmänner vergessen aber eines: Die Entscheidung über Krieg und Frieden hängt nicht mehr allein vom Willen und von den Worten der Herren von der goldenen Internationale ab. Heute entscheidet schon in immer stärkerem Maße der Wille der fortschrittlichen, demokratischen Kräfte in allen Völkern, der Wille jener Millionen Namenloser in allen Ländern der Erde, die in einem Krieg aber alles verlieren nichts gewinnen frei nach einem berühmten Wort können. - - - Diese Erkenntnis ist das gewaltige historische Ergebnis des letzten Krieges. Sie ist gegenüber aller Hysterie der Kriegsverbrecher eine politische Realität von ständig wachsender Bedeutung. Sie gibt uns Sicherheit. Sie bedeutet 5* 67 Stabilität der Beziehungen von Volk zu Volk überall da, wo diese Beziehungen durch Einwirkung von außen erschüttert werden sollen. Sie heißt Beruhigung der gespannten politischen Atmosphäre da, wo säbelrasselnde Machtpolitiker und beutehungrige Desporados Unruhe, Mißtrauen, Haf und Chauvinismus sähen. Es gibt ein bekanntes Sprichwort in Deutschland: Wer Wind sät wird Sturm ernten. Hitlerdeutschland hat die eiserne Konsequenz dieses Wortes erfahren, als es im Sturm des Krieges, den es selbst machte und profithungrig entfesselte, zusammenbrach. Damals hielten die Alliierten Gericht. Der große Kriegsverbrecherprozefs in Nürnberg gegen die Bannerträger des Nazismus, gegen die im Vordergrund stehenden Staatsmänner, Politiker und Generäle Hitlerdeutschlands war nicht nur ein Symbol des wiederhergestellten Völkerrechts, sondern er war in höherem Maße ein Fanal und Menetekel für alle Abenteurer in der Welt. Er sollte sie schrecken, auf den gleichen verbrecherischen Spuren des Krieges zu wandeln, die von den Naziführern ausgetreten worden sind. Sicher, dieser Prozes gehörte bereits der Vergangenheit an, sein Menetekel jedoch möge noch heute von allen, die es angeht, verstanden werden: Wer zum Kriege hetzt, wer aus nacktesten kommerziellen ökonomischen Interessen heraus im Blutmeer eines neuen Krieges am Kriege profitieren will, wer kaltblütig und nüchtern die Kriegsgewinne des kommenden Krieges auskalkuliert, wem das Blut von Millionen friedlich arbeitender Menschen weniger bedeutet als das eigene Bankkonto, der ist vor allen Völkern und in allen Völkern ein gemeiner Verbrecher und muß als solcher behandelt werden, d. h. er muß im Sinne strengster Humanität unschädlich gemacht werden und er wird in ihrem Interesse das gleiche Ende erfahren, wie die Herren von Nürnberg, die Göring, Keitel, Rippentrop und Sauckel. Das ist das sittlichste Gebot der Menschheit, unabhängig von Parteibuch, Weltanschauung oder Konfession. Und weil wir uns zu diesem Gebot bekennen, weil es in den Jahren unseres Zuchthaus- und Lagerlebens zum eisernen Gesetz unseres Lebens erhoben worden ist, werden wir als Aktivisten des Kampfes um den Frieden unbeirrbar vor allem Kriegsgeschrei und allen Drohungen die Magnahmen vorschlagen und durchsetzen, die diesem Ziele dienen. Denn wir meinen, daß die Völker aus Not und Elend dieser Jahre wirklich eine gemeinsame Erkenntnis gewonnen haben, nämlich die Erkenntnis der unbedingten Notwendigkeit, alle Kriegsverbrecher, wo sie auch nur sitzen mögen, zu liquidieren, ihnen die materielle Basis zu entziehen, von der aus sie die Politik und die Geschicke der Völker lenken. Wir standen ja einst nicht nur den SS- Männern gegenüber, den offenen Naziterroristen. Wir und mit uns die Millionen unserer ausländischen Kame68 raden ha lernt. Es kläger in keit viel schen Bi allen an stechung Auschwi notwe halten Soll 35 Mi imme Dar betäti Stellu Der oder diese diese Be. Sie heilt elrasselnde m, Hals und wird Sturm erfahren, als entfesselte, erprozely in ordergrund ds war nicht er war in der Welt. Er des Krieges im Menetekel en werden: Omischen Infitieren will, Krieges ausenschen wekern und in mandelt weracht werden die Herren Parteibuch, den Jahren seres Lebens den Frieden Magnahmen ahre wirklich kenntnis der ch nur sitzen von der aus den offenen schen Kameraden haben ihre Hintermänner ebenfalls aus engstem Erleben kennengelernt. Es waren die Hintermänner, von denen General Taylor, der Hauptankläger in Nürnberg, sagte, daß sie gefährlicher waren und in ihrer Wirksamkeit viel verderblicher als die Funktionäre der Nazisten. Denn sie, die politischen Biedermänner von IG- Farben, von Krupp und Flick, von Siemens und allen anderen Kriegs- und Rüstungsbetrieben zahlten an die SS riesige Bestechungsgelder, um für ihre Fabrikation und ihre Versuchsstationen in Auschwitz und Buchenwald in Sachsenhausen, Ravensbrück und Dachau die Ausschnitt aus der Kundgebung notwendigen Arbeitssklaven und Experimentierobjekte aus den KZ's zu erhalten. Sollen wir das vergessen? Können wir das überhaupt vergessen? Sind 35 Millionen Tote und Ermordete des wahnsinnigen Hitlerkrieges nicht für immer eine leidenschaftliche Anklage gegen die Kriegsverbrecher? Darum meinen wir, nein, darum fordern wir: Wer sich als Kriegsverbrecher betätigte oder am Kriege profitierte, hat für immer verwirkt, eine führende Stellung in der Politik, in der Wirtschaft oder in der Verwaltung auszuüben. Denn die Völker wollen nun Frieden. Ihr Leben hängt von der Frage Krieg oder Frieden genau so ab, wie das Leben eines einzelnen Menschen, der in diesem Kriege alles verliert. Sie verstehen deshalb auch immer mehr, daf 69 es notwendig ist, die gesellschaftlich bereits untragbar gewordene Macht der großen Kanonen- und Giftkönige zu brechen. Ihre Betriebe gehören in die Hand des Volkes, wenn sie nicht zu einer Gefährdung der Gesellschaft selbst werden sollen. Unsere Nachbarvölker, die jungen Volksdemokratien der Polen und Tschechoslowaken zogen daraus bereits ihre Konsequenzen. Sie geben uns heute ein Beispiel für einen neuen Weg des friedlichen Aufbaues. Millionen von Polen und Tschechoslowaken, besonders aber die Jugend aus beiden Völkern ist begeistert am Werk, das Fundament einer neuen, friedlichen Zwecken dienenden Wirtschaft zu legen. Hier zeigt sich, was ein Volk vermag, wenn es geschlossen, einheitlich, bewußt und kühn an die Lösung der ihm nach der Katastrophe des Krieges gestellten Aufgaben herangeht. Heute ziehen in Polen, in der Tschechoslowakei, in Ungarn, Jugoslawien und Rumänien überall Traktoren friedlich ihre Furchen, wo früher Panzer und Kanonen die Erde verwüstet haben. Diese Traktoren werden zum Symbol einer Welt des Friedens und des Wohlstandes. Gegen diese Welt des Friedens und des Wohlstandes aber, die unsere Nachbarvölker des europäischen Ostens und Südostens nicht nur propagieren, sondern praktisch vordemonstrieren, wird die widerlichste Hetze entfacht. Parasitäre gesellschaftliche Elemente, eben die Kriegsverbrecher von gestern, die Organisatoren des Krieges von heute und die Kriegsverbrecher von morgen sind zu einem Rang vereinigt, der noch einmal die Welt umspannen und erdrücken soll. Die Reisenden in Atombomben glauben die Völker mit ihrem Geschrei erschrecken zu können. Wir verkennen durchaus nicht die Gefahr, in der sich die Völker befinden, wir wissen um den Ernst der heutigen Situation. Und trotzdem sind wir davon überzeugt, dafs die Kräfte der Demokratie, die Freunde des Friedens triumphieren werden, wenn sie nur einig sind, einig im Wollen und einig im Handeln. Seht, liebe Freunde, gerade das ist die große Lehre, die wir aus der Vergangenheit gezogen haben, für die im antifaschistischen Widerstand unsere Besten Gesundheit und Leben geopfert haben. Unsere Feinde wissen nur zu gut, daß die Einheit und die Solidarität der Antifaschisten alle Voraussetzungen schafft, um die rückständige politische und soziale Vergangenheit wirklich vergangen zu machen. Deshalb wollen sie uns von einander trennen, nur deshalb wollen sie uns aufspalten, gerade deshalb organisieren sie den antikommunistischen Feldzug und erweisen sich auch hierin als treue Epigonen Hitlers. Die solidarische Gemeinschaft der VVN hat bisher alle derartigen Angriffe abgewehrt, sie wird es auch weiter tun, einfach aus dem Gefühl des engsten kameradschaftlichen Verhältnisses zu ihren kommunistischen Ka70 10 mera mit a Bemü Ohr Fraue zum n Das noch, faschis und u wiede Fre die te auf de We schöp beson Arbei und i faltet Hie Fasch Kriec als A Ziel sie la Ini geru Sab ford D arb jät ld ge er to acht der en in die sellschaft plen und eben uns Millionen s beiden iedlichen Wolk versung der ht. Heute und Ruund Kabol einer ie unsere ur propaste Hetze erbrecher KriegsverI die Welt schrei erm der sich tion. emokratie, einig sind, s der Vernd unsere wissen nur e Vorausgangenheit en sie uns chen Feldtigen AnGefühl des schen Kameraden heraus, die im Kampf um den Frieden an der Spitze standen, die mit allen Antifaschisten und Demokraten wetteiferten im leidenschaftlichen Bemühen, das Leben des Volkes zu erhalten. Ohne Zwang nur von der Stimme des Gewissens getrieben, bestritten die Frauen und Männer des Widerstandes ihren Kampf. So wurden sie selbst zum mahnenden Gewissen ihres Volkes. Das Millionenopfer der Vergangenheit ist ein großes Vermächtnis, mehr noch, eine feierliche Verpflichtung für uns alle. Entschieden einst im antifaschistischen Kampf Zuverlässigkeit, Treue zur Sache, harte Konsequenz und unbeugsamer Mut für die Bewertung des Menschen, so gilt das heute wiederum und wiederum in erster Linie für die Mitglieder der VVN. Freunde, ihr alle, die wir heute ansprechen, lernt aus unseren Erfahrungen die teuer.erkauft worden sind, und lernen wir gemeinsam von denen, die uns auf den Weg des Friedens schon ein großes Stück voraus sind. Wenn es in den Volksdemokratien möglich ist, Millionen Massen für den schöpferischen Gedanken einer friedlichen Arbeit zu begeistern, wenn dort besonders die Jugend zum Träger eines neuen demokratischen Ethos der Arbeit wird, dann muß eine solche Bewegung bei uns, in unserem zerissenen und immer noch aus Kriegswunden blutenden Deutschland erst recht entfaltet werden. Hier erwächst unsere politische Aufgabe von heute. Kämpfer gegen den Faschismus sind überall Kämpfer für den Frieden, weil Faschismus überall Krieg heißt. Kämpfer gegen den Faschismus müssen aber in Deutschland als Aktivisten einer Idee der Arbeit, deren Inhalt demokratisch ist und deren Ziel Frieden bedeutet, an der Spitze der schaffenden Massen stehen oder sie lösen ihre Aufgabe nicht. Initiative in den Betrieben, Produktionsverbesserung und Produktionssteigerung, Sicherung der Betriebe als der Basis unseres Lebens gegen alle Sabotageversuche, das ist Wille und Bekenntnis zur Demokratie. Das erfordert den gleichen Mut und die gleiche Härte wie der illegale Kampf. Dafür wollen wir unsere Jugend begeistern, dafür fordern wir Eure Mitarbeit, dafür wollen wir alle, ohne Unterschied, wirken. Wenn das Leben der Völker auf dem Spiele steht, wenn die vieltausendjährige Kultur der Menschheit in Gefahr ist, dann werden humanistische Ideale, dann werden die sittlichsten Werte der Menschheit nicht durch schöngeistige Diskussionen oder Resolutionen verteidigt, dann ist eine radikale entschlossene Politik notwendig, deren Sieg garantiert ist, wenn sie von Dantons berühmten Wort geleitet wird: Kühnheit, Kühnheit und nochmals Kühnheit! Handeln wir danach. 71 Hersel, Prag: Der symbolische Tag der Befreiung aller in den deutschen Konzentrationslagern Eingekerkerten ist der 11. April. An diesem Tage des Jahres 1945 öffneten sich die Tore eines der größten Konzentrationslager: Buchenwald. Damals endete das schreckliche Leiden und die Qual von Tausenden von Angehörigen mehrerer Nationen, unter welchen sich überaus viele Tschechen befanden. Damals wurden die Häftlinge zu Hunderten und Tausenden aus den Konzentrationslagern und Kerkern befreit. Leider nicht alle. Nicht die Hunderttausende, ja Millionen, die die Faschisten hingerichtet oder zu Tode gequält haben. Wer kann die endlosen menschlichen Reihen zählen, welche die Nazisten in den Gas- oder Hungertod gejagt haben? Wer kann die Hunderttausende derjenigen zählen, die der Faschismus mit unterwühlter Gesundheit schwer gekennzeichnet hat, derjenigen, welche er die Möglichkeit der Arbeit und Freude an freier schaffender Tätigkeit geraubt hat. Die Menschheitsgeschichte war noch niemals Zeuge eines so massenhaft und grausam durchgeführten Mordens und Quälens von Menschen. Der Faschismus hat nicht nur das Primat hinsichtlich der begangenen Bestialitäten, sondern er bleibt damit weiterhin in der Zukunft gekennzeichnet. Was für eine Bedeutung und Sinn für die Gegenwart und die Zukunft hat der internationale Tag der ehemaligen Häftlinge. Wir wollen gewiß mit Pietät und Bewunderrung vor allem der gefallenen und zu Tode gequälten Schwestern und Brüder gedenken. Wir wollen immer wieder beweisen, dal es keine größere Heldentat, dafs es im menschlichen Leben keine größere Ehre gibt, als um die Freiheit der Nation zu kämpfen oder in diesem Kampfe zu fallen. Dies ist die größte Stufe und der Höhepunkt der Verdienste und Opfer des menschlichen Lebens, ebenso wie der Verrat des eigenen Volkes und die Mitarbeit mit dem Feinde, die schlimmste und schmachvollste Tat ist. Wir wollen die unüberschreitbare Grenze, welche beide Welten trennt und auch künftig trennen muß, in Erinnerung bringen und betonen. Wir, die wir gemeinsam, Deutsche, Polen, Russen und andere, gegen den Nazismus in Buchenwald für die Freiheit der Menschlichkeit und für eine neue gesellschaftichle Ordnung gekämpft haben, werden immer den Völkern die faschistische Tyrannerei, ihre Folgen und ihre wahre Gestalt in Erinnerung bringen. Wir werden ihnen zeigen, daß der Krieg und die Versklavung der arbeitenden Schichten die wesentlichen Mittel zur Verwirklichung der faschistischen Ziele, d. h. die unbeschränkte Macht der Großkapitalisten über die ganze Menschlichkeit ist. Die ehemaligen politischen Häftlinge ließen sich niemals durch Flittergold und die Phrasen der deutschen Faschisten täuschen. Sie lassen sich auch jetzt von den jetzigen westlichen Fortsetzern, den Trägern ihrer Lehre und den Kriegshetzern nicht täuschen. Den deutschen Faschisten sollten zur Weltherrschaft nicht die Menschlichkeit und 72 12 Arb mut gan när in e SICh gär fort Kär wa tion sch gef Rea kra zur no sei sta So ve ble un W lic zu ei d fo U U zentrationsJahres 1945 Buchenwald. den von AnTschechen us den Konlie Hundertu Tode ge, welche die mn die Hunwühlter Geie Möglichubt hat. massenhaft hen. Der FaBestialitäten, e Zukunft hat in gewily mit de gequälten eweisen, daf eine größere esem Kampfe erdienste und genen Volkes achvollste Tat Welten trennt betonen. Wir en den Nazisfür eine neue n Völkern die in Erinnerung rsklavung der chung der fapitalisten über äftlinge lieben en Faschisten en Fortsetzern, en. Den deutchlichkeit und Arbeit verhelfen, sondern Tanks und Kanonen. Ihre heutigen Fortsetzer vermuten es ebenso stumpf, daß die Dollars und die Atombombe ihnen die ganze Menschheit unterwerfen werden. Gegen diesen Ansturm der Reaktionäre und Imperialisten konzentrieren die ehemaligen politischen Häftlinge in erster Reihe die Kräfte des Fortschritts ihrer befreiten Völker. Sie bestreben sich, bei sich zu Hause die Reaktion und den Faschismus folgerichtig gänzlich und bis in die Wurzel auszurotten. Sie sind der Kitt, welcher alle fortschrittlichen Bürger vereinigt, sie sind das Beispiel der antifaschistischen Kämpfer auch heute, so wie sie es während der Okkupation und vorher waren. Bei uns in der Tschechoslowakei haben wir die kapitalistische Reaktion beseitigt und im Februar haben wir die Macht des arbeitenden tschechischen und slowakischen Volkes befestigt. Wir haben keinen Umsturz durchgeführt, sondern wir haben den Putsch der heimischen und der ausländischen Reaktion unmöglich gemacht und eine feste Basis für das heutige volksdemokratische Regime geschaffen. Wir haben vom tschechoslowakischen Wege zum Sozialismus die Hindernisse beseitigt. Bisher war in der Tschechoslowakei noch niemals soviel Rechtssicherheit, soviel Ruhe und Ordnung, als heute, seit das Volk sich tatsächlich selbst regiert. Wir haben einen reinen Volksstaat der Tschechen und Slowaken geschaffen. Die Wirtschaftsplanung garantiert die Prosperität unserer Wirtschaft und die Sozialpolitik wird eben jetzt mit dem Gesetzt über die allgemeine Volksverversicherung großzügig gelöst. Auf dem Gebiete der internationalen Politik bleiben wir immer treue Verbündete der UdSSR, welcher der beste Garant unserer Selbstständigkeit und Staatssicherheit ist. Die Einheit des Volkes, die Einheit aller Arbeitenden ist eine unfehlbare Waffe gegen die zersetzenden Absichten der Weltreaktion. Nur ein einheitliches Vorgehen auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens wird dem Volk zur Erreichung des Sieges im Kampfe mit der Reaktion verhelfen und ihr eine künftige Blüte sichern. Einheitlich und hart gegen die Reaktionäre, dies ist das Gebot der Wachsamkeit des Volkes und auch der ehemaligen politischen Häftlinge. Deshalb rufen wir auch alle Unentschlossenen und Unentschiedenen auf, denn heute ist mehr denn je Einheit und Festigkeit der demokratischen und fortschrittlichen Schichten in unserem Staate und in der ganzen Welt nötig. Unsere Aufgabe ist es, die ehemaligen politischen Häftlinge zu überzeugen und auch dem eifrigen Kampf derjenigen Völker zu stärken, welche noch jetzt um ihre volle Unabhängigkeit und Befreiung aus den Fesseln des Großkapitalismus kämpfen. Deshalb arbeiten wir in der Tschechoslowakei für konstruktive Politik der Volksdemokratie, gegen auswärtige Eingriffe in die inneren Verhältnisse der Staaten und gegen die Angriffslust der westlichen Imperialisten. Wir stellen uns unnachgiebig hinter den heldenhaften Kampf des griechischen und spanischen Volkes, wir geben uns mit bloßen Sympathiekundgebungen für die 73 kämpfenden demokratischen und fortschrittlichen Schichten beider Völker nicht zufrieden, sondern gewähren ihnen großtmögliche moralische und materielle Unterstützung. Die befreiten politischen Häftlinge und namentlich wir Buchenwalder haben während der in den Konzentrationslagern und Gefängnissen zugebrachten Jahre unzählige Freundschaften mit Angehörigen aller besetzten Länder und mit deutschen Kameraden geschlossen. Diese Freundschaften wurden durch gemeinsamen Kampf erprobt. Sie wurden auch durch gleiche Ansichten darüber gestärkt, in welcher Weise die Verhältnisse innerhalb der Staaten und auch im internationalen Maßstab zu regeln sind. Es bestanden keine Meinungsverschiedenheiten darüber, daß nach dem Kriege überall das Volk herrschen muß und dafs die Schicht der Finanz- und Industrieherren ihrer bisherigen Vorherrschaft beraubt werden muß. Diese internationalen Freundschaften der politischen Häftlinge werden jetzt verstärkt und vertieft, insbesondere deswegen, das wir den Kampf um den Frieden und um die Unabhängigkeit der Völker bedeutend verstärken müssen. Wir verbreiten die Verbrüderung unter den Völkern und wir unterstützen das Wachsen der fortschrittlichen demokratischen Kräfte in der Welt. Die ehemaligen politischen Häftlinge aller Nationen werden bestrebt sein, den Faschismus und seine Fortsetzer zu bewältigen und den Frieden unter den Völkern zu bewahren. Die ehemaligen Häftlinge des Faschismus erfüllen ihre Aufgabe. Sie kämpfen gemeinsam mit den volkstümlichen Schichten gegen den Faschismus für den Frieden und für die wirtschaftliche Befreiung der Arbeitenden. Dies ist der Weg der Unabhängigkeit und des Fortschritts. Das ist auch der Hauptsinn unserer heutigen Versammlung. Wir sind glücklich, daß wir uns heute nach 3 Jahren unserer Befreiung mit unseren Kameraden wiedersehen. Wir danken den deutschen Kameraden für ihre Einladung nach Weimar. Die Arbeit unserer illegalen Organisation im Konzentrationslager war nicht überflüssig und trägt bereits ihre Frucht. Wir Buchenwalder werben in allen Ländern an der Spitze der fortschrittlichen und demokratischen Kräfte im Kampfe gegen neuen Faschismus und Kriegsgefahr, im Kampfe für den Fortschritt, für die Befreiung der arbeitenden Menschen und für den Weltfrieden. Es lebe die feste Kampfeinheit der ehemaligen politischen Häftlinge ganz Europas. 74 14