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stellen verschwinden. Die Stimmung hob sich zusehends. Mit sichtlichem Appetit ließen wir uns die Puffer schmecken, die meine Kochkunst unter Zuhilfenahme des Fettes aus des Sigambrers Paket und der Zwiebel aus des Fähnrichs Garten gebacken hatte.
Montag, 20. März 1944
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Die Seelenforscher behaupten, der Mensch hege in sich einen Trieb zum Selbstverrat. Es muß etwas Wahres daran sein, denn soeben hätte ich mich selbst ums Haar wieder einmal ans Messer geliefert: dieses Blatt war es, das ich ganz offen auf meinem Schreibtisch liegen ließ, als ich abgerufen wurde. Für einen Augenblick nur. Schnell war ich wieder da, aber wer beschreibt meinen Schrecken, als ich die Sphinx an der Registratur herumhantieren sah hinter ihr die verräterischen Blätter! Ein Glück, daß das Rätselwesen die Augen nicht im Hinterkopf hatte. So gelang es mir, die Papiere rasch noch seinen Blicken zu entziehen, indem ich sie unter den Haufen von Briefen stopfte, die zum Ablegen aufgeschichtet waren, und denen sie sich in einer Art Mimikry vollständig anpaßten. Sonstwer weiß! Tücke des Objekts oder Nachstellungen des Satans? Glück im Unglück, oder ist's der Engel gewesen, dessen Hand die Augen des Direktors mit Blindheit schlug?
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21. März 1944
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nach dem Kalender. Unsere Fenster Frühlingsanfang strafen den Kalender Lügen: Draußen wirbeln die Flocken daf in wildem Tanze durcheinander und vergessen ganz, sie eigentlich Abschied nehmen sollten. Ein echter Dachauer dekla Winter! Und wenn der reine Denker heute morgen mierte: ,, Der Frühling naht mit Brausen, er rüstet sich zur Tat", so fuhren ihm bald darauf Blitz und Donner in die Rede. Der Bauernspruch, den ich von mir gab in Erinnerung an alte Saalbacher Zeiten:„ Gewitter überm
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