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bewältigen, denn die Zahl der Toten war zu groß! 1944/45 starben täglich durchschnittlich 80 Mann. Die Höchstzahl an einem Tage war 178. Es war ein schauerliches Bild. Die Leichen lagen auf der. Blockstraße, und nur noch einzelne Leichen, die besonders auffällig waren, wurden seziert. Das letzte Angebinde, das das Lager jedem Toten mitgab, war ein kleiner Zettel, auf dem Name und Nummer des Verstorbenen stand und der, wie bereits bemerkt, an die Zehe angebunden wurde. Wenn man an diesen Leichen vorüberging, bekam man das Grauen. Alle mehr oder weniger verhungert. Einer lag da mit weit aufgerissenen Augen, aus denen ein fürchterlicher Haß sah, ein anderer hatte seine Hand wie zum Schwur erhoben. Ebenso schauer­lich wie dieser Anblick war der Abtransport der Leichen zum Krematorium. Es war ein eigenes Transportkommando gebildet, das nur diese Transporte zu tätigen hatte. Man nahm die Leichen und warf sie auf einen Wagen. Die Köpfe schlugen auf den harten Brettern auf, Arme und Beine flogen durcheinander. Eine Pietätlosigkeit, wie sie größer nicht sein konnte, herrschte hier. Jede Scheu vor dem Tode war verlorengegangen. Kameraden, meist Russen waren es, die diesen Dienst versahen. Sie taten es nur deshalb, weil sie eine Sonderzulage bei der Kost erhielten. Wir hatten nun den Helfer in der Totenkammer, der die Leichen nach der Sektion zum Abtransport bereitstellte, dazu überredet, in besonderen Fällen eine Aufbahrung vor­zunehmen. Anfangs war dies im Vorraum möglich, später ging es auch nicht mehr. In einer kleinen Holzbaracke auf der Blockstraße, wo sonst die leeren Särge standen, teilte er einen kleinen Raum ab für die Aufbahrung. Für diese Arbeit bekam er von uns natürlich Lebensmittel als Bezahlung. Anfangs mußten wir die Erlaubnis der Verwaltung jedesmal einholen, später jedoch unterblieb dies. Die einzelnen Landsmannschaften und Kameradschaften sorgten für die Aufbahrung ihres Kameraden gemäß seiner Glaubenshaltung. Die ersten, die den Mut aufbrachten, ihre Kameraden aufzubahren, waren die Spanienkämpfer. Natürlich ohne irgendwelche Insignien eines christ­lichen Bekenntnisses. Wir Geistlichen aber legten Wert darauf, Kreuz, Kerzen und einen sinnvollen Spruch an der Bahre aufzustellen und auch feierlich die Einsegnung vorzunehmen, bevor die Leiche weggeschafft wurde. Während früher bis 1944 fast alle Kranken ohne Sakramente sterben mußten, haben wir von 1944 an gesorgt, daß der Kranke versehen wurde, wenn er es wünschte.

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Ein Gang durch die einzelnen Krankenräume war für jeden mitempfinden­den Menschen eine Qual. Auf engen Raum zusammengepfercht lagen die armen Menschen in ihren Betten. Und wenn man vorbeiging, kam nur ein Wort über ihre Lippen: ,, Hunger!" Aus tiefliegenden Augen schauten dann Angst und Sorge um das, bißchen Leben, oder man hatte einen Kameraden vor sich, der apathisch still und stumm sein Lebensende erwartete. Das Sterben in Dachau war so unkompliziert. Kein Todeskampf, keine Wünsche mehr, ruhig schlief der Kranke ein, unfähig, sich gegen den Tod zu wehren. Der Körper war zu geschwächt. Die meisten starben an Hunger. Nur wenige wußten, daß sie sterben mußten. So war Dachau eine große Stadt des Sterbens.

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