sein. An jedem zweiten Tag, morgens 6 Uhr, begann die Verbandsstunde. Nur wenige wurden noch zum Operationssaal gebracht. Die meisten wurden in Stube 1 verbunden. Dies dauerte von 6 bis Uhr. Wieviel Stöhnen, wie viele Schreie sind durch diesen Raum gezittert, und oft war es so, daß, nachdem der arme Kamerad die gräßlichsten Schmerzen ausgehalten hatte, er plötzlich in der Nacht an Herzschlag starb. Ich hatte früher schon einmal auf diesem Krankensaal gelegen wegen meiner Zuckerkrankheit, nun war ich dort nach einer schweren Operation im Rücken. Damals war Heini Stöhr Oberpfleger und Gerhard Maashännser Pfleger, beide vor­bildliche, gewissenhafte, gute Menschen, die sich täglich um ihre Patienten kümmerten und sorgten. Maashännser gab z. B. alle Abende jedem seiner Pfleglinge die Hand und wünschte ihm gute Nacht. Er hat manche Nacht bei Schwerkranken gewacht und den einen oder anderen auf den Tod vor­bereitet. Da er Geistlicher war, konnte er oft heimlich auch den Kameraden helfen, die um die hl. Sakramente baten. H. Stöhr wußte über den Zustand jedes seiner Kranken genau Bescheid. Starb einer, dann sah man ihm an, daß ihm der Tod des Kameraden zu Herzen ging. Beide waren bei allen Kameraden beliebt und geschätzt. So gab es auch auf anderen Blocks noch einige Pfleger, die gut waren und sich nichts zuschulden kommen ließen. Leider konnte man dies nicht von allen sagen.

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Als Heini Stöhr das Revier verließ, wurde es leider anders auf Block 1. Auch Maashännser mußte seinen Posten niederlegen, weil durch meine Ver­nehmungen alle Geistlichen aus ihren Arbeitsstellen entlassen werden mußten, da die Kommission festgestellt hatte, daß die Geistlichen trotz gegenteiliger Anordnungen von Berlin in leitenden Arbeitsposten beschäftigt waren. In Stube 3 war Pater Karl Schmitt Pfleger. Er war ebenfalls bei allen Kranken sehr beliebt und mußte leider ebenfalls das Revier verlassen. Der Oberpfleger, der nun an die Stelle von Stöhr trat, war ein ehemaliger Konditorgeselle im Zivilberuf. Er war ein ruhiger, stets hilfsbereiter Mensch, der sich im Laufe der Jahre als einfacher Pfleger ebenfalls ein gediegenes Wissen in der Wundbehandlung angeeignet hatte. Leider konnte er sich nicht, wie Heini Stöhr, um alle Angelegenheiten seines Blocks kümmern. Die eigentlichen Pfleger und Hilfspfleger versagten vollkommen. Von einer Pflege konnte überhaupt keine Rede sein.

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Eine kleine Szene! Ich mußte unbedingt austreten und konnte mir allein nicht helfen, da ich schwer operiert war. Ich bat den Hilfspfleger, mir zu helfen, und seine Antwort war: ,, Ich habe es auch schon seit zehn Minuten notwendig und habe keine Zeit." Er ging und ließ mich liegen. Ein Kamerad, der aufstehen und laufen konnte, half mir, und so mußten sich die Kranken gegenseitig helfen. Oft war dieses ,, Helfen" aber auch geleitet von egoistischen Motiven. Der Mann erwartete eine ,, Bezahlung" in Form von Lebensmitteln oder Tabakwaren. Der erste, der sich anbot, mir zu helfen, hat mich einige Nächte später bestohlen, indem er Brot, Wurst und anderes mehr sich heim­lich aneignete. Er wurde sofort auf eine andere Stube verlegt. Zuletzt pflegte mich ein Salesianerpater aus Krakau namens Sigismund Kujak. Unermüdlich

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