Contio ad Mag Mratum 2 Vulditor Eine Weltliche Predigt / an die Oberkeiten vnd Vnterthanen / luſtig vnd nuͤtzlich zu leſen. Geſprechs weiß geſtellet / Durch Othomnannum Sertum von der Lhpæ. Lieber kauffe vnd leß mich wol / Dein Gelt dich nicht gerewen ſol⸗ Pedruckt zu Erffordt / zurch Rartn: Wittel / In vorlegung Paul Brachfeldt. An den fromen Eeſer. Miſtlicher lieber Leſer / bnſer HErrvnnd Seiigmacher Chriſtus ſpricht S) zu den verſtockten Juͤden / Wo dieſe (ſeine Juͤnger ſchweigen wuͤrden / So wuͤrden die Steine anfahenzu ſchreyen. Hie moͤchte einer auch wol alſe ſagen / Wenn man je⸗ N mands weren wolte / di Gottloſe Leſterliche Welt zuſtraffen / das die Wende vnd Stulen in Kirchen vnnd andert wo das jenige offenb arenwuͤrden / was manjtzo verdackt ronnd dauen ſulle zu ſchweigen haber wolie Was dem Köne Belſazar widerfaren / da eine Handt an der Wandt ſich hetſůr zgethan / vnd ſeineS traffe daran geſchrieben hat/ Das iſt offen⸗ lbar inder H. Schuſfft. Vor ʒeiten haben die zu Alcrandria Leute gehalten / die 6 n leind an gewiſſen tagen in die Slaͤdie gefaren kemer / Vnd wo Riſtorias. nd fur welches Hauſe ſie gewolt ſlille gehalten / vnd dem Vol⸗ ue die Warßeit vem Wagen herab ſagen můͤſſen / wie jetzo rn⸗ ſere Geiſtlichen vom Predigſiuel thun. Sie bielien aber den Leuten nichts falſches fůͤr/S ondern twe ſichs in der Warheit alſo hielte. Denn ſie muſten ſich befleiſoigen / das ſie gar gewiß erfu⸗ ien/wie ſich das Stadiolck verhielte / auff das ſie den cuten ucht vnrecht theten / vnd ſie jhr Leben beſſerten. Zu dieſem Ende iſt dieſes auch zuſomen getragen / Weil wir jevntereinander ſolche Affen ſein / das wir olles nacht un⸗ raber es denn kompt / das ſoſch ſchendlich Leben gleich als eine Rrranckheit wenvmb ſich greifft / Vnd auch die Vnſchuͤldige Jugend damit beſchmeiſſet / wie jener ouch klaget. FoxſhMo⸗ Es wird aber hierinne allein die Vbermeſsige He ffart / vilnn ſpa Etoit / Pracht in der Kleidung geſtraſſet / vnnd iur Etſſerung nu de ki⸗ i vcrmantt, ſtor. inſtit. ver nek. Semt vis ſol h vbevneſoize prechtige Kleidung vor eine groſſe Sinde ſey / vnd wie ſehr ſie Gott geſtraffet / das kan ein jeder ſelbſi aus der . S hrifft / vnd aus den Hiſtoricis oder Geſchcheſcheibern erkeaneu / wenner ſie nur leſen wolte. Dee es geleſen vnd verſtehen / verſtellen ſich / Iſt vnter allen kaun einer zufinden / der andere trewlich vermanete / vnnd ob es gleich einer thut / wil jhn doch niemands hoͤren / noch jhme folgen. Jrer wird noch wol dazu verlacht /bleibts anders da⸗ bey / vnd kð npt jhme nchtzu was gefehrlichs. den Geiſtlichen ſelb K mus jre Gaſtuigken ein priuilegum Turꝰ pttuↄinis ſein. Dꝛwrꝰdzs priulegium in ein ſchendlich Pr aui⸗ legiun vetwindelt. wnn gleich Slſeus vnter den pfarrkinder ſitz t / Sↄ Pil n in ihm den Ropff abreiſſen / darumb das er kein ſaafftec plãcentianer iſt ſond ern teeufſet zu hart. Jſa. z0. Mch. Aber man ſol drumð nichl vnterlaſſen / was war vnd recht iſt. Eo helffe nun gleich ſo viel als es wolle etc. G Dit hat noch etliche viel / welche in jhrer heilgen Tauffe mit dem tewren Blute ſeines lieben Sones Iheſu Chriſti an jhre Stirnen ge⸗ zeichnel ſein / die dem Verderber nicht zu theile werden Bey denfelben wrd Gott ſeinen Geiſt vnd Gnade geben / das dieſe Erinnerung vnd Vermanung nicht gar vergeblich⸗ Der Hof⸗ farts Teuffel mag ſich auch darwider ſperren / wie er wolle. Er mus je G D ⁊i die ſeinen laſſen / welche noch vmbktren / Buſſe thun vnd ſelig werden koͤnnen Fůrſten vnd groſſe erren belangende / die werden jprem vberhohen Verſtande nachjnen dieſe notige Erinnerungnicht mißfall n laſſen. Sie wiſſen ſelbſt wol / das ſie jrer wenig ha⸗ ben / die es trewlich vnd gut mit jhnen meineten / vnnd nicht viel mehr ſchmeuchelten / vnd ʒu allem ſtille ſe chwiegen / dmuͤber auch xmwig) ein Konig inFranckreich geklaget hat vnd geſprochen / S Es der Xl. fele jhm an ſeinem Mofe an nichts / denn das jhme niemands der Watheit berichte SBtemp ꝛl der Ryſer ſeind ʒufinden in Promptuailo exempło⸗ Sm anm ʒvnd 10. Gebot? P Do nu Gott einen erweckte / welcher die ſo gre ſſen furſol⸗ lenden Mangel vnnd Vniugend halben freundiich erinnerie / das kan jhnen an jhrer Eycillint vnd Hoh en nichis ſchaden / denn eine freundliche trinnerung ſchadet nichts. Man ſchreibt / das der KonigAntiochus ſich eins mals in Artiocfu. der Jagt verritten vnnd verſpettiget/ da ſcy erzu einem kleinen — Hirten Haͤußlein k mmen / darinnen et geblieben / hat aber nie⸗ beßten. mands gewuſt / das er der Koͤnig were. Ils aber vber du Mal⸗ zeit desKoͤnigs gedacht werden / hab er ſelt ſi wener rnnd mehr vom Koͤnige zu reden angefongen / auff das ex erſuͤre / was mon dem Konige gutes oder boͤſes nachſagte. Als ader ſciner in allem guten gedacht wuͤrde/ſtrofften ſie diß einige an jtmt / das er die Sachen zu Hofe Vnfreme Lcute veriehgn heſſe ncl⸗ chen er gar zu viel trawete/ Er aber ſelt ſ neme ſich de Regie⸗ rung nichts an / Rili nur jmmer auſſ die Jagt / vnnd diß ein ·ge were des Konige Shun zu Hofe. Dazułab der Konig da⸗ mals ſiulle geſchwiegen ¶ Aber als fiue morgens die Duner ſren Koͤnizvnnd Hetrn ſuchtenvnd funden / Ihme ouch ſeine Konigliche K lerder mur brachten / da hat er dirfelben angeſcha⸗ wet / vnd geſaget / Nu hab ich dieſe Kron vnnd Purpur ſo lange i vnnd allererſt geſtern warhafftig erfarn / wer ich Deßgleichen ſchreikt manrem rngeriſchen Koͤnige Vat⸗ iaumiade das er ſich bißweilen von der Jagt vnd vonden ſei⸗ nen weggeriſſen/vnd in Hirten Hauſern oder in Dolffern ge⸗ blieben ſey / vnd alda gehot / was man von dem Konige vnd ſei⸗ ner Regierung ſagte / vnd ſolcher Geſtalt hab genanter Koͤnig balt alles erfaren/wat man an ſlme der Regicrung halben vnd an den ſeimn taddelte. ¶Eben dieſes haben auch ander Groß⸗ mechtige Keyſer geihan Drrhalben ich verhoſſen wil /Fürſten vnd Herren werden biß S chrenben deſio weniger zum argeſien deutenvnd auslegen viel weniger fur fri undhche vnd in dieſen letzten Heſen der weit ij gantz „—————— — — g1nsigh eriageruaze einen D rck hew iſen uls etwan die libertas mnnend von etlichen Vauerſtendigen iſt beionet worden / darumꝰ auch Demiritus heim derodotozun Koͤnige xerxi furſich⸗ tiglich ſpri hi vnd jhn feaget. O der Konig wolte / das er jh⸗ me ſa gen ſolte / was er gerne horete / Oder ob er ſagen ſolte/ was die Wicheitwere. & Aber in der W rheit / gnedigeFuͤrſten vnd Herren / Die Schmeuchler ſeind hoher Doerkeit die groͤſte Peſtientz vnd Schnde. PVerderben offenals jrer cignen Per⸗ ſon halben die Hetren / Land vnd Leute / vnnd machen das alles gefehrlich zuſan nen gehetzt vnnd wuͤſte durch ein ander gehet / wie nicht ſch ver were mit Alten vnnd Newen Erempeln zuer⸗ in oratione weiſen. Darumb ſpricht der Weiſe Rath acban beimti rd⸗ An Man gus auch ſagen / was dem Könige und gantzen Laͤnde heilſam vnd zutreglich iſi. c Solgends merckt wol jbr Mnifiivad Her liches / ihr groſſen S aperlatiat vad derſelben Sabſtituten. Wie auch der Konig in Franckreich Ludnig / welcher sanlus gennnt / vnter andern ſchʒnen Leren auch dieſe Lere ſe⸗ Gitas. nem Sone als einem zuhünfftigen Regenten /vorgeſchricbeni Nemlich / Er ſolte ſich alſo verhalten / das ſhn Geiſiliche vnnd Wetliche frey onuerhlen mochten erinnern deſſen/ was nicht rech? zeth inwrre / onꝰ das ſie Ihn leren duͤrffien / was vnd wie er thin ſolte. J ſonderheit wird der Fäͤrſt zu Patauia J coꝰ ſehr gerͤmet / das er jederm in vor ſi h gelaſſen / vnd jnen rleudet / das ein ſeder in ſeiner gegenwart frey ſagen moͤchte/ was er vermn ꝛinte / das ſein Fãrſt vnd Herr vnrecht vnd Streff⸗ lichʒ gethan hette. ee Bernurdis Surdinius lb.ʒ· cli jʒ · deſeript. Patauij. Lib. 7. In M lita⸗ . tio iibis. Jdemſelben Autore ernario wird auch gemeldet / wie es nrics der Hrr Camerarius referirt / das als ein Koͤnig iñranckreich lo. Foz · einen einen nicht hat wollen loß geben darumb das er drey Todſchle⸗ ge begangen hette / hab des Koͤnigs Narre (denn Narrenteden bißᷣweilen auch weißlich) zum Konige geſaget / Herr / was ſaget hr? Hat doch der arme Menſch nur den erſten Vodtſchlag ge⸗ chan / den andern vnd briten habt jhrgethan. Denn wennjr jhn des erſten Todiſchlags halben nicht vngeſtrafft gelaſſen het⸗ tet/ jo heite er keinen Lodiſchlag mehr gethan / denn den erſten. D wol den Koͤnigen Fůrſten vnd Herren die ſolchs thun Solchs iſi fürwar emnegroſſe Wolthat G Otres / wenn ſie ein⸗ mal auch ju růcke ſchen / ſich beſſer bedencken / vnd alles zum be⸗ ſten wenden Mlior qt enim in malt fuclis humilij confeſio, quam in boni ſů perva gloiu vo ſchreibt der H. Auguſiinus. Man lieſet / das der Romer Lucullus / imKricʒe wider den łairis Koͤniz ubridaten eine affel gefunden / auff weſchen mit Chal deiſchen Buchſtaben geſtanden / die Leren des Romſchen Kcy⸗ xnnal ſers v Aurelij darunter auch dieſe gweſen 1 Es ſtehe einem Frane.⸗ weiſen Herrn nicht ʒu / das er ſicher dahin lebe/vnd nichts nach Cap.⸗ dem Leben ſeiner Vnterthanen frage / vnd alſo jhme ſelbſi Ge⸗ fahr vnnd Schaden vber den Hals fůre. Dieſe vnnd andere mehr dabey geſchriebenen Leren des Keyſers meldej Papirius / bab Lucullus ſo lieb vnd werth gehalten / das er neben dem Kð⸗ niglichen Schate auch die Taffel / darauff ſie geſchriebengewe⸗ 34 ſen / mi ſich nach Rom gefuͤret hat. Was iſt aber der DBber⸗ keit vnd den Vnterthanen von anfang der Welt ſchedlicher ge⸗ ſtet So⸗ weſen / vnd warumb ſeind ſie ſehrer von Gott geſtrafſt worden / dom Mif (nechſt der Religion) als das ſie keine heilſame cren inacht gehabt / nichts darnach gethan / Sondern muwilliger Weiſe Cap.is dem Stoltz Pracht/ Hoffart freſſen / ſauffen/ Vnzucht/Hurc⸗ rey nachgehangen. Vnd gleich als eine loblich Gewonetge⸗ halten haben / welche Suͤnden jetzo auch alſo mit hauffen im Schwang gchen. Man leſe die gantze H. Schrifſt / ſon derlich die Propheten / vnnd auch die Geſchichtſchreiber / ſo wird man Gotncs zorn / vnd die groſſe ergangene ſtraffen befinden. Wer 3 iij wolis wolte denn nu ſo vnweiſe ſein / das er mit den ſeinen etwanwie Gen w. Sodom vnd Gomorra werden wolte / wenn Gottes gerechter Zorn vnd Straffe anbrennete. sed vitia et flagitis omnia tolerantur non, ſicut quondum tempis fuit, cim hom incs peccare & delinquere pudcbat, ſe quſi vitium virtute ſit preſtantius ſ chreibt hieuon eingelerter Mañ F Wns ſagt aber der Prophet Eſaias darzu Mein Volck / des Tär⸗ ſpricht Gott durch denſelben Propheten / Iſt darumb gefangen cen invn hinweggefuͤret worden/ das ſie nicht ſchawen auff die Werck 5 Lan⸗ des E RR N/ond auff die Geſcheffte ſeiner Hende. Imsz⸗ propef- Pſalm trawet Gott auch gewaltig ſehr/ dabiannis aus Theado⸗ nen pſani rc ſchreibt/ das es der Bherkeit gelte / die werde wie der Lucifer von jhrem Thron vnd Herrligkeit fallen vnd verſioſſen werden wenn ſie nicht recht regieren. Recht vnd wol regieren aber / iſt nicht ſo gar Menſchlich ding / es gehoͤrt ein hoher Verſtand da⸗ zu / wie xenophon dauon vrtheilet / Wo das in einem Herin vnnd „D. zure Regenken nicht iſt / da wird nichts guts draus / ſchreibt Plauiu lio. Vope. Es laſſen ſich ʒwar etliche in der Jugend zur Regie⸗ ug. 4 ae rung wol an/ Aber es were zu wůnſchen / ſpricht budeus, das ſie aſt. das jenige/ ſo ſie in der Jugendt lernen / mit beiden Feuſten an⸗ griffen vnd ins Werck ſeßten / wenn ſie nun in die Regiment ko⸗ men. Wer eine Aufferſtehung der Todten/ vnd ein Juͤngßes Gerichte Gottes gleubet / der wird dieſes recht bedencken. Beati qui fariunt iuſtician omni tempore. So viel an den Chriſtlichen Leſer / gleich als zur Vorrede. — —+ . — — Seſßrexe Chriſtianns. * D kompſtu het geflogen du böſer Vogel ? Kan ich dich doch an deinen Farben vndedern kaum erkennen —— Wer du biſt. Weiffgeng. Wie Bundt bin ich 4ℳ en * denn? Ich mus gleichwol gekleidet gehen / das ich ein Anſehen habe. Chriſianus. Wer biſiu denn e Ich kan o⸗ gleichwolnichtvnterſcheden Ob du eines groſſen Hetren / Burgers vder Bawers Kind biſt. Wolffgang. Ich dach⸗ te/du ſolteſt es an meiner Klewung anſchen / wer ich ſein muͤſte. Chriſtianus Gehet doch Arm vnd Reichalſo gekleidet her wer kan denn wiſſen / welcher Edelman / Buͤrger oder Bawer Oder aber viel mehr wer ein geputzter Geugler iſt. Denn was iſt dieſe bundte Kleidung anders zuachten? Wolffgang. Ich kans erzeugen Warumb ſolte ichs denn nicht ragen? Chriſtianus. Je biſin Reich / ſo weis man es vorhin wol / was darffs viel prangens / darzu mit ſolcher Kleidung / damit du allein demen vdet der deinen ſawern Schweiß vnd Blut ſe⸗ hen leſſeſt / wie vbel du jhn anlegeſt vnd mißbraucheſt. Iſt doch ſolche weiche prechtige & leidung den Großmechiigen Keyſern nerodotu vorgeworffen / auffgeruckt vnd vbel gedeutet worden / vnd man lib ſchrabt/ Wenn einer ſich in ſchonen Kleidern ſchen laſſe / So ſey es gleich als wenn einer mit einem Brandtmale vnterm An⸗ geſichte oder dergleichen brangete. Wie das du dich nicht viel mehr deines elenden Menſchlichen zuſtandes erinnerſt an den Klemdern e Denn warumb hat Adam der erſie Menſch můſſen ctriſoſto: bekleidet werden ? Iſis nicht wegen ſeiner begangenen Suͤnde in ʒ. 6en, eſchchen Da er geſuͤndiget vnd ſich ſchemet / das er nackend vnnd wegen ſeines Vngehorſams des Todtes ſchuldig were / Darumb man jn bekieden muſie vnnd bedecken / das er ſich nicht ſoſchemcie / der arme Adam. Was a Woll⸗ 5 MWas warens aber fü andere Kleider mit welchen Gott den Adam bekleidet / denn allein ein Rauch Beltwerck / mit wel cher vns Gott vor dirſer vnſer ſchendlichen Kleidung hat ver⸗ warnet. Wie prangt man denn jtzt ſo in der armen auch ferb⸗ lichen vnd vergenglichen ſeiden Wuͤrmer Arbeit/ welchs ioch der Sůnden ſoidt vnd der bitter Svdiiß⸗ Woiffgang. S) es ſeind gleichwol herxach andert Klewung aufftommen!/ nah dem Fall Adams . Chriſtianus. Jaichhorees wol / was du ſageſi / vnd wil hernach drauff amworten. E des erſten geſaUenen Wenſchens Adanis vnnd Euaerechtes Rledl wat Gnadenmantel pes Sons Gottes ſabſi welchen ee oberste⸗Bisſſe vnd Shrenmanehbröirt/zi ewer Seligkeit. Iſa.10 1 Du erſten Roͤcke auff Erdrn wirden aus ſchmoy Fhvan toßten Schafſen gemacht/ aufi das ſie weben babils per cantin wie Bprnhůrdus ſagt⸗ Se: 28. n Cant. 1 Jetzthore vollendt wie du dich mie deiner Kleidung an Gott vnd Menſchen verſuͤndigeſt / beydes an Gottlichen vnd Natuͤr⸗ lichen Geſetzen als welche die Kleidung allein zur Eibarkeit vnd nochalben / ſich damit wider die elte ju ſchůtzen zugelaſſen aben / wie auch Socrates ſagte / als jn Antiphon Sophiſta ſtraffte / das Fiache vñ et ſo ein geringes Kieid an hette Denn er antwortet ond ſprach die Rlet dieſer weiß noch nicht dung wo⸗ prauch gegeben ſey ett᷑. u ſie ges Stoltz / Pracht vnnd Hoffart dermaſſen/ das man auch den geben. zeugen hetteſi. das die Kleidung allein zum noͤtigen Aber jetzo mißbraucht man ſie zum foͤrdern vnnd hindern theil nicht mit bedecket / welchs ein gantz vnuerſchemptes ding iſt. Wolffgang. Tragen doch vn⸗ ſere Jurſten vnd der Adel ſelbſt folche Kleidung. Chriſtianus Du viſi kein Fuͤrſi / dir gebůrt nicht ʒutragen / vnd zu thun / was jhnen Standeshalben biß weilen gebůret / Darumb ſolſiu nicht ſolche Kleidung machen laſſen / wie ſie / wenn du es gleich zu er⸗ Ein jeder ſol ſich ſeinem Lande vnnd Stande nach mit Kleidunz verhalten / vnnd ſich nicht ſo frembde / Auß⸗ tůndiſch vnd Bund kleiden vnd zieren⸗ Der Großmechtige Konig ageſlus hat zu vier 7 1 t ne denen ʒeitennicht mehr / denn ein einiges Kleid angetragen / has auch kein ander Vnterbette oden Polſter gebraucht / denn ande Plutarhin reLeute zubrauchen gepflegen /yflegte ſtets zu ſagen / Es ſiuͤnde inlaconicis einem groſſen Herrn nichtzu / das et / als ein Zertling / andere Ageſilai mit weichen Kleidern vbertreffe / Sondern das er mit Maͤſoig⸗ pophſn kei Großmuůtigkeit / Weisheit vnd Verſtand das Volck vber⸗ d⸗ treffe. Vnd als mangenanten K onig einsmals fragte / Wa⸗ rumb er im kalten Winter ſich allein nut einem Mantel bedeck⸗ xricht te/vnd keinen Rock anzoͤge / antwortet er / darumb thue ichs / das purpur ich gerne wolte / die Jugendt gewenete ſich auch darzu. treger Man lieſet aber auch beim xenophonte Das / als die Lega⸗ ten aus Indig ankommen / Habe cyaares dem Jungen Koͤnige ein Herrlich Kleid geſchickt Welchs ervmbmehres Anſchens willen tragen ſolte / welchs auch ocrate an einem Fuͤrſten erfor⸗ Ad Nico⸗ dert / Wie auch xenocrate thut. dem. So lieſet man auch in heiliger Schriſſt / das die Koͤnigin iſu⸗ Feg. aus Saba in gůdene Siůck gekleidet geweſen / wie auch Sala? kc jo mon ſampt andere ſeines gleichen Koͤnige vnd Fůͤrſten nach jh⸗ Sen 4 % rem Maieſteuſchen Standevnnd Herrligkeit Hettliche Klei⸗ dunggetragen haben. Joſiph vnd Daniel trugen Purpur vnd gůldene Ketten verſundigten ſich daran nichts / wie auch nicht ſera die Königin Eſter / denn ſie hiengen das Hertze nicht dran / wie jetzo faſt jederman thut / Sondern trugens alleine wegen jhres Standes vnd Landes brauch willen. Jetzo branget ein armer in einem newen Kittel / vnnd ein fauler Monch in emer grawen Kutten ſehrer/ als dieſelben injrer koniglichen herrligkeit gethan haben. Jedoch ſchreibt man auch von dem Allergroßmechtig⸗ ſten Roͤmiſchen Keyſer aug ſto, das er keine andere Kleider ge⸗ tragen habe / denn die gemeine Haußkleider / welche jhme ſeiner * Scchweſ ertochter vnd Tochterkinder gemacht hatten. Eben dieſes hat auch vnſer Großmaͤchtiger Teutſcher Keyſer caroli⸗ Reyſet vgethan / welcher keine ſcheinbarliche noch ſonderliche / Son⸗ Cail. dernſchlechte Kleidung getragen hat. Wofſffgang. Wa⸗ sumb gewenen ſich denn , zu ſolcher Kledung vnd vnd vns hernach auch? Chriſtianns. Sie gewenen nie⸗ mands dazu / wenn ſie ſich jhrem Stande nach in Kleidung er⸗ was ſcheinbarlichs verhalten / Du vnd andere gewehnen ſich ſelbſt darzu / Wenn jhr jönen wie die Affen alles nachthun wol⸗ catovticen iet. Die Fůrſten zu Rom brauchten auch jhre Seiden vnd ſs platar· Purpur Rleid/ nach jhremhohen Stande / Als aber Cato der chus in cæ fůurnemſten Furſten einer ſahe / wie das gemeine Volck ſich vn⸗ tone. kerſtunde auch ſolche Purpur zutragen / leſſe er jme ein ſchwartz Toxa ¶ Braun Kleid machen / hette damit das Volck gernegeleret/ das ſie ſich der Fůrſtlichen Purpur Kleidung enthalten / vnd jhrem Stande nach gemeß verhalten ſolten. Derhalben iſt es ein groſſer Vnuerſtand / das einer in ſol⸗ chen vnziemlichen / vberfluͤſsigen / weitien vnnd aus ſchwejffen⸗ den Kleidern wil geſehen ſein Wolffgang. Du ſagſt wol re cht / I Aber ichhab gleichwol gehoͤrt / das dis Bat bariſchen Völcker allein nach dem Maieſſetiſchen Leibe vnd Angeſichte eines Koniges vnd Jůrſten ſehen / daraus ſie einen erachten ſol⸗ len / Wie auch der groſſe Alerander daraus iſi erachtet worden vide qin o er wol euſſerlich kein anſchenlicher Menſche geweſen / ſein tum Cirtt Schmarutzer Epheſtion iſi vom Leibe viel anſehelicher gewe⸗ m ſen / wie ein Saut. e der gemeine Mann ſiehet mehr vach dem euſerlichen· Schein/ denn nach dem Gemuͤte. Syra. Senn aus dem Angeſichte vnd Geberden kennet manden nultiz in lo Mann. Mancher iſt auswendig von Leib vnd Schmuck ſchon 6. anzuſehen / Aber inwendig am Gemuͤthe iſt er wie ein heßlicher Tperſiei. Chriſtianus. Iſt alles war. Aber weil gleichwol der gemeine Mann n vnnd groſſe erren gemeiniglich aus ſhrer Kleidung erachtet / vnd jhren Standt daran abniemei hierumb nun můſſen ſie ſich auch mit Kleidung etwas ſtadtli⸗ chers verhalten / Furnemlich Wenn ſie ſich offentlich votm Voleke můſſen ſehen laſſen / oder aber . 6. nden — —.— — — — — — — ſonden vnd frembden Tenten ʒn tbnen heben/welchs nir dir vnd an derje nicht gebůren wil nach zuffen. Eie ſeind ue Perſonen danach / vnd furnemlich iſts zu billigen / Wenn tůͤrſten vnd groſſe Peften noch Jung ſein / vndgleich as die Sonne / allererſt auffgehen / da gehen ſie billich ge⸗ btzt / vnd nach jhrer Poheit geſchmuckt vnd gezie⸗ 1e Dabey ſie doch jhre arccptorevnd Lehrmeiſter ohne zweif⸗ fel rinnern / das ſoſche Kleidung vnnd anders dergleichen das Ron. jenne gar nichs ſcy / welchs einen Fůrſien treignen ſolle. Ein Chriſſglenb iger bleibet gracks bey dem durchlenterden Bode ſeines Veylande⸗/ vnd ſein Blut iſt der R ock ſeines Nyls / Vo der Mantei ſeine Gerechtigbent. Gottes Wott / Gei vnd inelreich iſt vnſer Schmuck ynnd Heupigut, vnd vnſet einiges Thul/ſo wir im leben vnd ſterben ſeelig baben vnd gewiß mit da⸗ nonbringen koͤnnen. Dieſes ſeind die Veſtes Rrſurrectionis, wis dilhaldeiſche Bwel Adams vnd ſeines Weibes Roͤcke nennet. Der weiſt Heyde cicero leret / das einer allein fein ʒierlich c geſchnckt vnd gekleidet ſein ſolle/ohne allen gleiſſenden ſchein vnd nicht ſo gar Reinlich/ Weich vnd Zertlich / Allein / das ei⸗ ner niht ſo Grob vnd Bewriſch angeſehen werde Wolff⸗ ganz. Wolte G Ott meine Ichtmeißer hetten mich dieſes in meiner Jugendt auch geleret / vnnd mich dazů gehalten / mein Buutel wůrde gewiß kein ſolch gros Loch bekemen haben. Die „ vbermaſsige K&leidung hatmich faſt vmb olles gelracht/ vnd ſe⸗ he dochnu nicht / wozu mir ſolch Junckern dienſilich ſey: Chti⸗ ſtianus. Jaben dich deine Achrmeiſter ſolchs mieht geleret / (welchs doch nicht zu gleuben) So haſtu es doch vom Prediger gehoöret. Denn duwiſtin deiner Pracht fi eilich in die uche gegangen ſein / vnd dich haben ſchen laſſen / als ein Tyraſo Vnd wilder Hacht. Woiffgong. Ja freilich lieber Chriſtiane gang⸗ allzu vicl hab ich ſolchs gethan / Ol ſch wol in der Predigtvon em einmwelcher nichtyfiegetezu ſchmeucheln) eilich mal horcte/ wie GDẽt den Pracht dungm ſonderlich die vber⸗ j ſpait. i naͤſoigen vophonie! forderſt keret) als auch ein Gottloß vnnd verdamptes ding zu maͤſaigen groſſen Kragen / (an welchen inan das hinderſt zu ſtraffen drawete. Chriſtianns So iſt die Schuld deine VPerdamnis (dafur dich doch Gott noch gnedigſt behuten vmd bekeren wolle) dein eigen / weil dir der Prediger deine Sůuͤme angezeiget / vnd dich aus Gottes wort vuterrichtet hat/ vnndou gleichwol nit gehorchen / dich nit beſſern noch ablaſſen wollen. Lieber es iſt gar ein Weibiſch vnd Leppiſch ding / das nan ſich ſo Schoͤn Bund vnd Naͤrriſch kleidet / vnd ſonderlich ſtes groſſe ſuͤnde vnd ſchande / & Das man auch die kleinen Kna⸗ ben vnd Maͤgdlein damit beſchmeiſſet vnd ſie mit ſo Schoͤnen Prechtigen Kleidern / Silber vnd Gold / wie die bunden ifflein behenget / vnd daher prangen leſſet / koͤnnen den Schmuclkaum allen ertragen / vnd die Kleider hernach ſchleppen / gewehnen ſie damit zeitlich zur verdampten Hoffart. Wolffgong. Ja recht / das iſts auch das ich vber meine Eltern klage / Got wol⸗ le es jnen vergeben. Denn hetten ſie mich nicht ſelbſt ſe Jung darzu gewenet / oder je durch die finger geſehen / vnd min die hof⸗ art vnd Pracht nicht nach gelaſſen / ſo were es mir hernachnicht ſo angehangen / vnd were nicht druber veꝛ dorben vnd vernmet. migbrauch der Rleidung an denk etnen Rnaben vnd Kägo⸗ lein / no c ſragt man warumd ſterben vnſere Rinde /vnd waumb verderhen wir alſo ? Was mit det tollen welt leufft das mus ach mit der tollen Welt ſeinen Aohn bekomen.. Cor. U. Jetzt erinnere ich mich allererſt / was etwan mein Lehr⸗ meiſter zu mir ſagte / das vnſere alten Teutſchen zre junge Kin⸗ der / als balde ſie geboren worden / ins kalte Waſſer getaucht hetten / auff das ſie der Kaͤlte bey zeit lerneten gewonen / vnd kei⸗ ne weiche Zertlinge wuͤrden. Denn / ſprach mein breceptor, Wie das jenige theil am Beumen / ſo gegen dem Nordtwindt ſtuͤnde / herter wuͤrde / vnd lenger werete / denn das theil / ſo gegen dem Sudwind ſiůnde / Alſo auch die jenigen Menſchen welche von Juzend auff zur Arbeit vnnd Hartigkeit gehalten / würden ſtärcker vnd kraͤfftiger /vnd ſagte der Lehrmeiſter a — r Arßt Galens ſolchen alten Brauch der 2 cutſchen jhme war ib 1. we nicht aller dinge gefallen lieſſe / Aber doch eine ziemlſche Kaͤlte ſanduendu. in der Jugend lernen ausſiehen / ſolchs were dienſi lich zur Ge⸗ ſundheit / Vnd das einer im Kricge Haͤrtigkeit erdulten konte erete ein ander Meiſter. Chriſtanus. Haſin das gewuſt ariſtoteles vie das du denn ein ſolcher Zertlig worden biſi e & Wie das vaet. 7. du ſolche ſchauben vnd Rauch Beltze vmb dich wirffſt / dazu ſo p.)q· köſiliche/ von welchen doch vnſere liebe Vorfaren nicht gewuſt wch derſelbenjemals gebraucht haben / Vnnd waren doch die 2nſchelichſten Leute/ waren auch viel Geſuͤnder / vnnd lebten o)ne ſolche Kleider viel lenger / als wir / Wennwir gleich alle tge in Mardern Schauben ſtecken / Welche vor zeiten allein dr Keyſervnd jhre Weiber getragen haben / als man ſchreibet. Solchefammete Zanben vnd Schauben gehen zum Teufelin die Schwemme ſampt allen / die ſie ttagen. Soerats Der Allerweiſeſte Mann vnter den Heyden / prach auch zu einem / wenn haſtu mich Kelte vnd Froſi halben cben daheime bleiben / Odir das ich in der Hitze nach friſche⸗ ufft geſchnappet hette⸗ Vnd xpeurgus/ Weleher den Griegiſchen Voſckernge⸗ ſoe vorgeſchrieben hat, Als er ſahe / das der Griechen Kinder iallerley Kleidung auſſerzogen würden / gab ein Geſetze vnnd cap.ð⸗ odente/ das man eine einige Art der K leidung brauchen / vnd 42 ntbloſſen Fůſſen einher gehen ſolte / ver memende/ Er wolte aff dieſe weiſe die Jugend deſio leichter darzu gewenen / das ſie kneten Kaͤlte vnd Hitze auß ſichen / vnnd ſir alſo zu allem deſto gſchickter wuͤrden. Wenn du dieſe Erempel lieſeſt oder hoͤreſt / Solſin dich pſutarchjt ht billich ſi chemen Das du der K leidet nicht dehmnbrau⸗ „peppth⸗ deſt / dazu ſie gegeben ſein / vnnd darzu ſie erneni Wiſe Renoph, Xutegebraucht haben Sondern mißbreucheſt ſie ſo zur Laced. Schendtſichen Vppigkeit ohne moſſe gantz vben fůſeg Rep. iii 4 * er Iiſch me vu h deinem eignen Leibe vnd Seſundhei de⸗ mit/in dene du dich in den Kleidern ſo ʒwingei / vnd ſo gar aus⸗ gefůͤllet vnd Wurm drinne ſtickeſt / vnd wie eine Wundergebuſs drin ꝛen her geheſt / gleich ais woiten wir Gott damit vorſchrei⸗ vnd I)n leren / wie er des Menſchen Leib hette ander Geſtalt ſchaffen vnd machenſ ollen / Nemlich alſo / wie wir jhme mit den Pauſi hten ete. Kleidung eine Geſtalt geben. r shwůlſtige yleuche vnd Wnſte / dis vom poflarts Teuſſd aaffgebleh et werden⸗ Der Zurckiſche Keyſer hatvns nicht vnbillich verlach⸗ das wir nicht bey einer gewiſſen Kleidung blleben / Sondern pᷣ mancherley Wunderliche Art brauchen / hat ſeinen Maler g⸗ heiſſen / Er ſolte vns ein ſtuͤck Duch vmb den Hals werffer/ daraus mochten wir laſſen machen / was wir wolien. Freilich vnd ohne allen zweiffel ſtraffet Gott bißher durch den Turcken dieſe vnd andere vnſere groſſe vnd vnerkanter Suͤnden / Noch wil niemands keine Bußpredigt annemen⸗ wenn man es gleich gant Chriſtlich / Srewhertzig vnd gul me⸗ net. Man hat auch ſo feine Precepta Philoſop ia vnnd leren de Camerarij. Weiſen / sed precepta philoſophic⸗ cicatrices potius, quam vulnerd curan. Opereho⸗ Sagt jener / kiſi vera pietate inſtrucli ad voluntatem diuinam no accor rarij. mdem is, & ipſius ope ac fauore rectam vitam ingrediumur. Gleichwi zuceiſiua⸗ werden jhrer viel durch das Studieren im ʒwange gehalten / da vij. ſie nit ſo boſe Buben ſein / vnd Gott furchten. Wolffgant. Goti geb meinen Eltern gutes fur das boͤſe / das ſie in meint Jugend an mir gethan haben. Sie ſchickten mich in frem⸗ de Lande / da ſoite jch ein tayffer Heldt werden /bin aber dari⸗ nen zu einem ſolchen Lappenworden. Chriſtianns. He⸗ ten ſie dich daheime gelaſſen / das were dir vnnd jhnen zutregb cher vnd beſſer geweſen. & Vnſere alten Teutſchen habe warlich jre Kinder in keine frembde Lande geſchickt / Sonderi ſie daheimt zu Lande lernen laſſen / was zu lernen 6½ e ¹ — Aber der Vorfaren Brauchwil key vns nichis gelien / Darinnb lauffen wir nach was anders jn frembde Lande. ¶ cornel. Tacit de morib. Cermunorum Pt Cæſar de bello Galico j. 6. Die alten Temſchen zogen vor zeiten nicht in ſtembde ꝓande. Der tapffere Roͤmer cao vnnd andere Hochweiſe bekla⸗ gen ſich rawn / das manmit frenrden Diſ ciplinen allerley vn⸗ jiemlichen Vberfluß vnd Vnmeſoigkeit mit heimbringe. Wolffgong. Das klageich armer Knecht auch. Ich ſoltr in frembden Landen die Sprachen vnd jbre Sitten vñnd De lux⸗ 6 Gebreuchen lernen / Aber dagegen lernete ich die Tracht jhrer bariturun Kleidung / wuͤrde ein Sijrabiriſch/ Weibiſch/ Weich Menſche nuli« polt aus mir / lernete in frembden Janden allen Mutwillen/ Rohe/ tnu in Wilde /Leichifertige Geberden. C hriſtlanus. Solchs MMerllane heiſt warlich vnſer Vorfaren treffliche Tugend vbel gehandelt rAphri ond verworffen /welcher doch in vielen Schrifften ſo thůmlich cin ce. gedacht wird / Dagegen aber Außlendiſche Regiment/ Religi⸗ K 6 uon / vnd — — meaneſn auffynd an⸗ ⸗ enomen. offfggng. ie das denn die Fůrſien auch keßunbor Lande zicheu? Chriſtianug. Mi den Fůrſien — Kats eine andere gelegenheit. Sie werden etlicher maſſen ge⸗ nerſachi ðᷣwungen frembde Sprachen zu lernen / vmb frembder vnd Ge⸗ 1 . C in Nanden willen / mit welchen ſie bißweten zu Hofe reden vnd Epito. de Fandelnmuͤſſen / vnd weil bißweilen die frembden Voͤlckerjhre inſe. rin. rahe Nachtbar ſein. Dazu haben die Fuͤrſten / ſo infrembde Kande ziehen / jhre præceptores, Lehrvnnd Zuchimeiſter fiets bey and vmb ſich / das ſie durch die Außlendiſchen nit ſo beſchmeiſ⸗ ſit werden / halten ſie auch jnne / das ſie nicht / wie andere jhren eyen Lauff haben / vnd alles ſchendliches ſehen / horen vnd arnen. Vor ʒeiten wareiner vondem Fůrtrefflichen vhiloſopho nton vnterwieſen worden / Derſelbe als er anheim zu ſeinem Vater kam / vnnd ſahe/das § ſich faſt erzůrnete/E , Kerhon jhme / Mein Lehrmeiſier hat mich ſolchs nicht gelernet / Labs vedle lib 1auch bey jhme nicht geſchen · Eo wolte dieſem wolgezogenen Sone ſeines Vaters bo⸗ ſe angenome Weiſonicht gefallen. Koͤngcr wurde auch an einen frembden Hoff geſchickt / der lernete daſelbſt / was da⸗ heime nicht jederman gefallen wolte. Darumb gewenete er fichs wider abe / was er in frembden Landen Vnattiges geler⸗ net hatte. Denn ſie wurffen ſhme fur / Er were ein Weichling mnlauu worden Freilich ſagi cludaus recht. Stelliconis Pancg. 2. Lnxuries prædulct maliun, qiæ debita ſemper corporis arbitri hebetat caligine ſenſus, NMembraʒ Circets effæminat acrius herbis, Blanda quidem uultun ſcd qua non tetrior ulta, Interius icata genis, & amict doloſis ile cepri toruoß auro circumlinit hydro. 1la voluptatum multos intexuit hamoð · Wenn aber Zuͤrſten vertrieben vnd al voui xr jn andevẽfrembde lande begeben / wie Ludwig ſo gezwungen ſich Konig in Franck⸗ 2 reich / vnd vor zeiten rhemiſtocles vnd algbiudes, mit folchen hals Ixlucarch als denn eine andere meinung. Wolffsang. Furwar du in alcipi ſageſtrecht hieuon. Denn ich habe Jůͤrſten vnd gro ſſer Her⸗ de & Tpe den Kinder geſchen welche ben meiner vnd andtrer zeit in miſtocle. Franckreich vnd Hiſpanien geweſen / vnd mit anders mit heim gebrachthaben / denn einen Spaniſchen cuculun vnd einen Frantzöſiſchen Filzhut vnd ſpitigen oder groſſen Bauch vnd Wanſi an jren Waͤmſen / vnd eine ſronende Gůrre an der Sci⸗ ten / vnd was ſolcher Narrheit mehr iſt. So beſchmeiſſen einendie Frantoſen vnd die Spaniſche Kretze. Vnnd das ich die Warheit von mir ſelber ſage / So hatte ich Franckreich kaum ein wenig geſehen / kam wider heim / vnd verachtete alle meine Landesleute / achtete ſie gegen mich als grobe Eolpel vnd Narren / vermeinte Kunſt vnd Sitten v do dort alein zu lernen / wiewol ich doch nichts gelernet hatte, Enun⸗ Dachtenicht dran / das ich allein die Lufft verendert hette / vnd ge ⸗ viel aͤrger wider komen were / als ich zuuor geweſen / das freilich gends bef wie du ſageſt / viel beſſer geweſen were / ſo ich daheime geblicben ſer auffer⸗ were. Chriſtianus. Freilich viel beſſer. Denn wer ſich 4 bey den ſeinen gedenckt niderzu ſetzen / der ſol auch bey den ſeinen ſeine⸗ bleiben / vnd von den ſeinen in ſeine Vaterlande lernen. Denn tte das Vaterland ſol je einem am liebſten ſein. Das Sraculum Pelphicum wuͤrde gefraget / Wer am Gluͤck⸗ ſcligſten were / das amwortet vnd ernante einen aglaum, welcher nie weitter / denn aus ſeinem Gute auff ſeinen Acker kommen / vnd dannen wider auff ſein Gut oder F̃uwerck gegangen war / Die Alten hatten auch ein Gedichte gemacht von der Goͤttin Venus / wie dieſelbe auff emer Schnecken ſunde / vnd ſpreche: ooshulo oikos aniſtos wolten damit anzeigen / das ein Haußn ut⸗ger — ter auſlerhalb jres Hauſes ander: wo hinnicht gehen ſolte / Alſo nem ſcht nunauch / ſollen wir daheime bey den vnſern aufferzogen wer⸗ cken vnd den / vnnd daſelbſi ſtets bleiben /fuͤrnemlich groſſer Herten Kin⸗ Stande⸗ der ſollen ſolchs thun / Als welche heut oder morgen daheime in jrem Lande zu thun haben / mi den jhren vmbgehen / vnnd ſie ſampt allem regieren ſollen. Auslendiſche Sitten vnd Tracht einer Bberkeit die miß⸗ ſellet dem einheimiſchen Volcke leichtlich / vnd ſeind jtme deſio weniger Goͤnſig / gedencken er verachte ſie vnd jhrer Lande art vnd Brauch. Coynel. Ta 5 cit. in lib. ⁊ Man weis deſſen Exempel / welche wol koͤnten erzelet wer viue ctiam den/ venones der Parther Koͤnig wuͤrde warlich wegen ſolcher Fulgof lib. Außlendiſcher Hoffart vnnd Stoltzes von den ſeinen aus dem ʒ. cap. 6. Rache vertrieben / vnd jene Rarhherren wurden wegen jres ſiol⸗ don alcx den vnd verachlung ander Leute von den Buͤrgern erſchlagen. andro x⸗ Jedoch cedone. Jedoch auſſer der Regierung vnnd ohne dem / mag ein Junger Herr wol in Chriſtliche Lande verreiſen / ſich allda vmb ſehen / vnd allerley erfaren. Allein man hute ſich vor obgemelter Spa⸗ niſchen Kretze vnd vor der Frantzoſiſchen Seuchen. Wolff⸗ Pſal. 144. J Ezech. 16 22. gang. Wie koͤmpſt aber aus dem Schrancken auff dieſe Fra⸗ 8 von Wanderſchafft in frembde Lande. Chyriſtianus. til aus frembden Landen alle dieſe verdampte Kleidung vnd Hoffart zu vns komen / vnd den Leuten an den Hals gehangen iſt/ darmit alle Gottſelegkeie / alle teutſche Tugend / Tapfferkeit vnd Standhafftigkeit ſchendtlich beſchmitzet wird / darumb ich allhie auch / etwas weitleufftig/ dauon ſagen wollen / auff das Soph. u man die gelegenheit ʒu ſuͤndigen baß fliehen lernete / vnd ſich ſtin Hitzig Vnuerſiendig Geblůte vnd Gemute nicht ſo bald abfůͤ⸗ ren lieſſe / Sondern thete auch dißfals was recht were. Denn es iſt gleich / als wenn einer einen Wagen regieren ſoll /darzu warlich gehoöret das einer wiſſe recht mit vmbʒugehen / vnnd die Wege wiſſe / Als dann kan er nicht leichtlich abſtoſſen / wenner gleich flugs ſort feret. Wenn er aber vom rechten Wege ab⸗ feret / ſo kaner bald anſtoſſen / oder gar vmbwerffen / oderje an andere orte / einen Fehlweg thun / vnd vnrecht faren / wie laenti⸗ en redet. Woiffgang. Zragen dochauchvie jenigenſeemb⸗ De vero eultu. Pere de Außlendiſche Kleidung / welche frembde Lande mit Augen nie geſehen / noch einigen Jußtritt dahin komen ſein. Chriſti⸗ anus. Wer kan dem Affen ſeine Natur weren ? Er wil doch alles nachthun / was et ſiehet. Solche geben jhre Torrheit vnd Leichtfertigkeit damit an iag/ vnd werden / lohne / in ſolcher Kleidung verachtet / wenn ſie gleich gar caperætaſine wie die & wahlen einher tretten vnnd gretzſcheln in den ſanfften Sof⸗ feln / Schuen / wie ſie auff ſtelzengiengen⸗ als Polen vnd Vn⸗ gern / ſtroßen vnd ſperren ſich auch wie ſie wollen in jren ſtrau⸗ pichten Marcolffus kolben vnnd Igele Haaren/ darinnen ſie aus ſehen wie ein cornuts kaechis, Als wenn einem Hoͤrner aus zm Koyffe heraus wchſen / in welcher Gellalt der euffel ſich ſich auch ſehen leſſet Die ſp kurt verftͤrtten Baͤrtße ſeind — auch ſo eine ſchone Zicr. Saten. ¶ Die Teutſchen / Welſchen vnd Frantzoſen/witd Streckbein bal⸗ eholen/vnd Feyerab end mit jnen mochen / vnd ſie in die vnterſte Selle reiſſen laſſen / mit Lelb vnd Seele/zu ewigem Leide / Oual vnd Schmertzen / wo ſie ſich nicht bekeren. GOEtder. x R verbeut vns nicht vergeblich in der H. Schrrfft / Sie follen ſich am. Heupt vnnd Batihe nicht be⸗ gib ſcheren laſſen. Vnd eſiochus ſchreibt/ das der Barth des Men⸗ n ſchen ein zeichen der Weißheit vnd Volltom menheit ſey / So laſſen wirſie ſo kurt verſurtzen / als Vnweiſe vnnd Nerriſche Leute. Vorzeiten haben die alten Seutſchen die Haar auffm Heupte allein verſchnitten / damit anzuzeigen / das ſievnterthan eu. S4 weren / Alleine die Koͤnige vnnd Fůrſien haben lange Haar ge⸗ ſi⸗. tragen zur anzeigung / das ſie Dberherrenweren. Itzo ſtrigelt man ſich noch darzu / ſchmiert vnd půfft ſie. So ij auch vor⸗ Theein zeiten eine Straffe vnnd Hohn gewſen / wenn man einem den in coſuo⸗ Barth verſchnitien hat / wie man deſſen auch in der Bibel ein graphia. Erempel ſiehet. Jetzo ſollen ſo kürtz verſtuste Baͤrte eine Eh⸗ ve ſein / do doch der Barth dem Menſehen zur Ziere gegeben iſt / Wie auch æriſtotele vnd etliche andere bhiloſophꝛ leren / Vnd Dio⸗ xne hat geſaget / Er trůge dðarumb einen Bari / das er ſich offt geſntzte erinnerte / er were ein Mann. Aber wit wolten liebergar keine Bůti. Bärthe haben Vnd wie die Weiber feinglarumbs Kinn ſein/ biß auff die groben Knebesbaͤrte/ So gar Sůrckiſchwetden wir Ttutſchen / wie wir denn auch æuͤrckiſche Saͤbel vnnd an⸗ ders mehr tragen / biß vns der Suͤrcke recht Puſitanten mit bringet / vnd verſucht ſie an vnſermeignen Leibe. Denn dar⸗ nach ringen wirallzuſehr. Woſffgang. Ich hab (leider) auch ein ſolchen geſtutzten Barth getragen. Iber ſeht verſiche ſchs allererſt / das die geſuͤtzten Baͤrthe ſchen gleich als wenn einer einem Lewen ſeine Halshaar / abgeſchnuten / Dder dem Pferde ſeinen Sehwantz/als ſeine ſchenſe Ziere / weg geha⸗ iij wen Ioh. Tiſus. lip. 2. de Tor⸗ 2. Jungſea Jungfrawen vnd Weibern /ſeind ve3 Thriſtianus. Freilich ſeind es vnuerſchamte S aͤcke⸗ fli oſffart. ſen vnd lauffen fur Wolluſt vber wie ein ergoſſener Bach · pe lxced. Weiber. Denn / wie man lieſet / & ſobat man vot Clemens. alexmndr. gen erleubet / welchs darumb geſchehen / auff das ſie Ehrlichen in Pedago Jungfrawen vnnd 9. wenhette. Chriſtianus. Das iſis auch / das ich ſage vnd klage/ das wir vnbeſunnenen Teutſchen alles nachthun wollen vnd nicht vermercken / wie Nerriſch wir vns damit ʒieren. Der Tuͤrckiſche Barbirer iſt vnlangſi mit ſeinem Schermeſſer nicht weit von vns geweſen / wie wir zwar wol wiſſen. Ringet doch vollend darnach / das er in vnſere Lande auch kome/ auff das er euch rechte Vuͤrckiſche Baͤrts etc. mache. Der Apoſtel Paulus ſchreibet / das es einem Schande ſey / wenn er auffm Heupte lang Haar / wie die Wei⸗ ber tregt / vnd ſagt / das es von Natur vbel ſtehe, Dennn ein Mann ſol nicht ſo Weibiſches / ſondern einco tapffern anſe⸗ hens ſein. Ein ſolch anſehen kan er nicht haben / wenn er ſich mit langen Weibiſchen Haarenʒieret⸗ ob wol vorzeiten etliche Keyſer folche Haar getragen haben / zu dem ende / als newlich gemeldet. Wolffgang Was duͤnckt dich denn vonden ſie nicht auch ſchoͤne puͤtzen? Manne eine Man ſiehet ſie ehe fur gemeine Weiber in jhrer Kleidung vnud Geberden an / denn fur Chriſtliche/ Züchtige Jungfrawenvnd ʒciten allein den Buleriſchen vnd Huriſchen Seſinde ſolche Kleider zutra⸗ Weibern / das ſo gar ſchone klemen / ſchmůͤ⸗ cken / ſchmincken vnd butzen abgeweneten / vnd ſie dauon abhiel⸗ ten / denn ſich ſo gar ſchoͤn ſi chmucken vnd zieren / was iſis an⸗ ders / denn alle ſeine Scham vnd Zucht dahin geben vnd verlie⸗ ren Gleich wie vor zeiten die Sab.n⸗ poppecui cunca aliujuere præ⸗ ter honeſtum animium. & Lamechs Ada, hat dem Soffert⸗ Tauſſel an erſten ge⸗ dienet / denn ſie die rechte Geſchmnuckte vnnd Gebutzte Venus nicht meht ge⸗ er welchet Adams vnd Sut Eichurtzpazlein olten hat . Wolfffgang. Wolffgang. Tfun es doch die vom Adel auch/vnndr furnemlch das Frawen zimmer / wie man ſie nennet. Chiſt⸗ xt. — anus. Man mus micht allein was dieſer oder jener / Sondern ob er auch recht dran thun. Traimi — Roͤmiſchen Kcyſers ⁊ ran Weib vnd Gemahel wird wew. trawn ſehr gelobet / das ſie dißfals cine maſſe gehalten vnd nicht ſo uxururt/ wenig Jungfrawenvmb ſich gehabi/ vnd wie andere Bürgersweiberfein Erbar gekleidet hereingegangen ſey / vnd darzů hab ſie jhr Herr/ der Keyſer Traianus jelbſt gehal⸗ S ten / ſchreibtecundus. plini ra⸗ negijr⸗ E Sauſtis in catilina e de hello juꝑurth. Schrewt des die voffant eine gemeine Seuche vnd Plage deret vom Adel ſey. Denn ein Web ſol begnůget ſein an deme / was ſie ſren Mann rechtes thunſichet. Wenn derſelbenicht Ehrgeinig noch Praͤchtig / et.iſt/ So ſol ſie hme n deme auch nachſol⸗ gen / vnd mit maſſen gekleidet/vnd zůchtig einhergehen. veſpaſ⸗ Tacitus ſchreibt / das der Keyſer vpaſans, welcher die ſteſfte vnd Praͤchtige E tadi Jeruſalem eroͤbert vnd ʒerriſſen hat / das derſelbe dem Stolt / Pracht vnd Hoffart einengroſſen einhalt gechan habe/vnd das er ſich ſell ſt nach altem herkemmen vnnd Brauch ſeiner Lande Artnach verhalten habe. Daher ſie jh⸗ we ale gehorſamlich gefolget / vnd alſo zur folge Ehegetracht worden, denn durch Geſetze vnd Straffe. Wolffgong. Sollen ſich denn die Weibobilder nicht auch jhrem E tunde nach heraus ßreichen vnd ſchmuͤcken? Chnſiionns. Ja wens beim S tande bliebe/ vnnd nicht offt gar vber den Stañdi geſchehe. Denn man ſichetmanche vom 2del, die gehei ge⸗ kleidet vnnd geſchmůrkt nie eine Furſtin eder Graͤffin / dazu ſt nichts / denn alles Außlendiſche frembderacht en ſj nen ju ſe⸗ hen / ſonderlich gehen ſie daher mit langer E cłwaͤntzigften Ro⸗ cken / das ihun jno die Engere vnd anden Waber rnd Jung⸗ frawen auch noch. nus⸗ Archidqnus arhdn arehidunu als ſeiner Tochter vom Koͤnige ofrer ms Pluter de ſchone Kleider geſchickt — u n La ſich dieſelben anzunemen / vnd ſprich: Ichbeſorge mich / Sie moͤchte in dieſer Kleidung heß ich aus ſehen / vnd ſie moͤchten ir vbel anſtehen. Wolffgang. Jarecht/ jetzt erinnere ich mich auch / Das die Herren zu Venedig vnd ihr Fůrſt oder König⸗ den Pracht der Jungfrawen vnd Weiber durch gewiſſe Geſe⸗ tze im ʒꝛume halten. & Denn bey jnen darffkein Weibsbild wenn ſie gleich von hohem Geſchlechte iſt / ſich in einigem ſei⸗ denen Kieide ſehen laſſen / ¶Es ſey denn auff Hochieiten ode Gaſtereyen. c& veneti legem Oppiam obſeruiant, de gun vide valeriun Maximen. lib. . c)⸗ Sie durſſen auch keine gůldene Armbande / oder derglei⸗ veneti Ko chen was mit Edlen ſteinen verſetzet / tragen / Vnd daruber hal⸗ nophila ten ſie ſo feſte / das ſie auch auff die Verbrecher jhre ſonderliche es Beſtallung vnnd Auffſeher haben. Denn worzutaug einem Sjnecono· Erbarn vnd Keuſchen Weibe ſolche prechtige Kleidunge vnnd mi. Schmuck / damit ſie ſich dem Manne verkeuffe/der ſie one das — gerne hat / vnd liebet: Zuuor iſt geſaget worden / das ſoich ſchm re wene cken /vnnd bekleiden allein den Vnzüchtigen Weibern ſcy ver⸗ Rietv. gönnet worden / bey welchen es auch jetzo wol bleiben vnd Ehrliche Keuſche Wenbsbilder dami vnbeſchmneiſſet laſſen. Criſtianus. Ich ſehe wol / du wilſt faſt ein rechter Chriſt vnnd Verſtendig werden / das du ſo Chriſtlich vnnd beſcheiden von der Sachen redeſt. Wolte & O ẽt/ das du auch alſo dar⸗ nach theteſt. Aber / was du von Geſetzen ſageſt / welche die vber⸗ meſoige Kieidung vnd dergleichen verbieten / das iſtjetziger zeit ntziſtra nicht wol můglich. Denn es iſt zu tieff ein gewurtzelt / vnnd zu anin·⸗ weit eingeriſſen / vnter Hohes vnd Niders Sandes leuten / vnd ta Lex non wird die bſe Welt gar raſendt / wenn man jhr ein wenig einre⸗ dlum. det. Wolffsang. Wie denn / wenu die Fůrſien vnd Ver⸗ ſtendige — Fendige vom Adel ſelbſt einen Anfang machten / vnnd gjengen ſchlecht gekleidet her. Chriſtienus. Dirſes dorffte fur⸗ war / wol der beſte Rath vnd Weiſe ſein / ſonſt wird mit Geſe⸗ tzen wenig oder wol gar nichts ausgerichtet. Nam jacert recè eiues No Princeps aptinus factendo docet, cumq; jit imperio maximus, exemp o maior velleiupa⸗ eſt. Wie man vom Keyſer auguſto ſchreibt / als welcher ſich nicht: rculus in geſchemet ſchlecht Beltzwerg vnd andere geringe K leider zutra⸗ hiſtor. Ro⸗ gen / wie auch ſein Gemahel die Kcyſerin. Cum Principum moribus mana qu iuſtitutipriuatorum ſenſe nrunt. Wojffgang. Drumb 'l. M⸗ were es gut / das groſſe Herren ſelbßi einen anfang machten / uius lib. Auch hart drůber hielten / das ſich jederman der Hoffertigen Viſt. N. Kleidung halben maͤſoigen muſte/ auff das nicht Gottes ſtraffe ſe lenger je groͤſſer wuͤrde. Dazu muſte eine Gotifurchtige apffere vnnd Verſtendige Matron die Jungfrawen im Fra⸗ wenzimmer auch hallen / auff das die Jungen Herren vnd Fre⸗ welein/ſo bey jhnen pflegen aus vnd einʒugehen / nicht auch ſo zeitlich beſchmeiſſet wuͤrden / vnd jhnen hernach nicht deſto ſchwerer wůrde / dauon abzulaſſen. Thyriſtianus Iſt wol geredet / aber langſam gethan / vnd wenn wir es gleich nu lange 6 alſogelrichenhaben¶ So werden wir zu amen Leuen) ꝛh⸗ machen auch alles tewer / weil wir mit Hoffart vnnd Pracht ſovns ʒu viel verſchwemmen vnd gantz vergeblich verthun / laſſen dage·Betletu gen die Armen nackend gehen vnd darben / vnd welchs auch ein arges an vns iſt / wenn wir nun faſt zu Betlern drůter worden ſein / So dencken wir auff djeſe vnd jene boͤſe Fůndlein / lichten vnd trachten teglich darnach / wie wu vns des Schadens qho⸗ len / vnd das vbel angelegte Gelt wider erſchepffen vnd hekom⸗ men koͤnnen. Votzeiten haben die maͤchtigen Herren zu Corinth regenege: ſun⸗ unbtuarias gehabt / vnnd die Leute gefraget / wo her ſie es nemen / ariæ co⸗ das ſie ſo lebien vnd prangeten e Wer es ehrlicher Geſtalt hat·in. kaben koönnen / den haben ſie in der S tadt bieiben laſſen / wenn ers aber vbeꝝ ſein Vermůgen gemacht hat / Sohaten ſi jhme D ernſilich Athene x Diphilo in Meycato re, bb. 6. esp „ Auffmer⸗ cret utig ernſilich befohlen / das er ſich des zehren vnnd prangen forthin maſotgen ſolte. Thete ers nicht / ſo ſtrafften ſie jhn. Wenn aber einer nichts hatte / daher er ſich ſo ſiadlich verhielte / ſo mu⸗ ſte einen ſolchen der Scharffrichter hinweg rcumen / als der nur die Erde vergeblich beſchwerete. Aber es wollen bey vns Chri⸗ ſien keine Zucht Geſetze gellen · Ein jeder wil jme ſelbſi ſein ei⸗ gen Geſetze ſein / vnd vnuerboten chun / was er wil. Gott wird vns noch ſelbſt verbieten můſſen mit dem grauſamen Tuͤrcken / oder mil Peſtilent / tewer Zeit/ Auffrhur / das wir vns vntereinander ſelbſi ßraffen vnd hinrichten. Stehe wie Gott ſeinen. Bogen geſpaunet vnnd toͤdtliche P drauff geleget hat. Es iſt trawn jetziger ʒeit kein Schertz in der Welt. Freme Chhriſten mochten es wol bedencken. Wolffgang. Mein Lehrmeiſter ſaget auch / das man etwan bey den Roͤmern Cenſo re vder Auffmercken gehalten hette / welche ſich der Buͤrger vnd Einwoner Sitten erkundigten / vnd was ſie fur ein Leben fůn⸗ den / anʒeigen muſten. Solche Cenbore⸗ theten jo auch ſehr von noͤten. Aber man wtl niemands erzuͤrnen / ob man wol ampis wegen ſchuldig iſt zu gebieten vnd zn vevbieten. Stehet doch Gott der Oberkeu allezeit bey in allem was ſie recht thut vnnd wol thut. & Man könte mit warhafften Hiſtorien darthun das biß weilen Diebe vnnd Huren (mit Gunſt zu reden) vntev ſeile den ſchonen Kieidern ſein / wollens damit vermenteln / das man hienon. P al. 14 ſie nicht darfur anſehen ſol. Cyriſtianus. Du ſagſt recht Denn es wil jhme niemands ſeinen Schwat an⸗ xen / vielweniger auffs drucken laſſen. C Von Zierdele leſen wir/das er in geranbten Rirchen geſchwelde einhar gangen / vnd druͤber gertchulich verdam pi ſeꝝ worden. Ai⸗ ban. Orat. Cont Artſio. etc. Die Welt iſt gar zu Zertlich/vnd doch ein garſtiger Vn⸗ fiat vnd Schewſaal worden⸗ da iſt keiner / der gutes thu/auch nicht nicht einer. Sie freſſen mein Volck ſpricht der Pſalm. Wolff⸗ gang. Das Voick friſſet vnd verderbet ſich vfft ſelbft vnter⸗ Der pra⸗ enander/ mit jrem ſchlenmen vnd verſchwemmtn. Der Ar⸗ ce ve⸗ mewils dem Reichen alles nach thun / vnd verderben ʒn letzt bei⸗ be keit vñ de druber / mit Hohn vnd Spott / den ſieʒu Lohne haben. Vntetha Chriſtianus. Allzuwar / vnnd koͤnte hieuon viel geſa⸗ Zoß. * get werden / Aber wir muſſen bey vnſern vorhaben bleiben. Si⸗mit en heſtu nicht / was auch die Jungframen fur Hoffart mit den E⸗ Haaren. lenden Haarentreiben? Wie mus es alles vmb den Kopff vnd Mals gleiſſen /fhrren vnd glinſern wie eine Krambude vnd ſcho ne Vocke / do doch das jnwendige voller Stanck vnd Grewel fur Gottiſ / Matth. ⁊z. Vnd furnemlich die groſſen / breiten Kragen muͤſſen ſich biß auff die Achſeln hinaus fletzſchen / oder vom Leimſtengler vnterſiußzet werden. Da ſchwantzelt man wie di Phrygiſchen Weibobilder / da iß ein geſperre mit den Spyringern vnnd vilen Roͤcken / das es Schande zu ſchen / wie es groſſe S uͤnde zu thun iſ. Vnd ſolchs alles ſol vns gleich⸗ wol Erbar ding ſein. Man keſet / das eine Jungfraw jren eignen Schmuck pſutechi vnd Herrligken von jrem Heupte genomen / den vmb den Hals de ſorori⸗ gewunden / vnd ſich darmt erwuͤrgen wollen. Vnd als es am his Nitpri halſe entzwey riſſe / vnd ſie nicht erſtickte / ſchreyet ſie vnd ſpricht: dizin et⸗ D duverfluchte Hoffart / biſiu auch hiezu nichts nůtze / vnd heiſt ta Luulli, hr einen andern den Kopff abſchlagen. Faſt dergleichen Hi⸗ ſtoria iſi dieſes. ( Merckt dieſes jhr Jungfrawen / In dieſem Jate iſt der Teuffel zu einer Holgen voo pꝛãchtigen Jungfrawen komen / vnd hat jhr den als vmbgedrehet / wegen jhrer groſſen Zoffart. Seßglechen iſt ein Mann wie der Todt zu einem Zoffertt⸗ gen Madleimvonvj. Jaren komen vnnd hat ſie auch erwuͤrget. Iſi in Namhafften Städten geſchehen / vnnd õffentlich in Druck angen Seind Stůde vndamen der petſonen dabey verzeich⸗ ket. Dn Seufel hat rinsmals eint einen Reiffen oder Rund 5 glei Schsne Zucht. egleich wie vnſere Lragen vmb den Hals geworffen / jhn ge⸗ ſpottet vnd gefraget Db er auch den ſchwartzen Raben kenne⸗ te? Vnd darauffals bald crab /crab / wie ein Rabe geſchrien / ſo erſchrecklich / das der ſelbe Mann geſaget / Er hetie auff den ſtaͤde ſterben muͤſſen / wo dieſer Schwartze Nabe lenger geſchri⸗ en hette. Es heite aber der Rabe hernach jhmevnd allen den feinen geſagt / was ſie heimlich begangen vnd gethan hetien / das ſie alſo alle mit Schanden dauon gangen waren. Geſchicht hat D Ludwig Grempff vnd der Her In medita⸗ Philipp. Camerarius ſelbſt denſelben Mann alſo hören erzehlen⸗ eionibus Was ſolman aber hiezu anders ſagen / Denn HER du biſt euſor. grrecht /vnd deine Gerichte ſeind auch gerecht. Den boͤſen Gottes vergeſſenen Biſchoff Hatto zu Ment hat dieſer Schwartze Vogel mit Seſange dauon geſchlepi vnd vber laut geſchrien: ic peccatæ lies & pereundo rues· Chron. Mansf. c.)]7⸗ Wrann ſolche ſtoltze Leute Ringe antrugen / in welchen man ſich hinten auchbeſehen kan / dergleichen zu Venedis ver⸗ kaufft werden ſowůrde das ſtoltieren vnd ſchwaͤntzeln wolge⸗ te maͤſoiget werden. Der Apoſtel willtrawn⸗ das Chriſliche ao docu Weiberim ſchmůcken vnd Kleidung maß halten / vnd viel mehr i pyingo ſich ſelbſt inwendig mit Zucht / Scham / vnd Keuſchhen ſchmů⸗ cken ſollen / denn mit Sulber / Gold / Perlen eiẽ· Er wll ſis muli ut ſeh ſollen ſich verhalten / als Weiber 4 welche jhre Gottes furch n inter⸗ durch gute Werck beweiſem. mitterenk. Aber es iſt keine Zucht noch Scham mehr zu ſehen/ die sMenſchen wollen ſich den Geiſt Gottes ſchlechte nicht mehr rerſt. in regieren laſſen / wie zut zeit der Sůndflut. Nu ſichet gleichwol o perjt ohes vnd Niderftandes Weibsbildern kein Schmuck beſſer ſudor. Sch amafftigkeit vnd Kenſchheit / Maͤſoigkcit vnnd einligkeit: “ Dem Weiblichen Geſchlechteiſt furwar nichts loblichers denn wenn ſie jhre ware Ehre nicht durch präͤchtige Kleidung 4 Cun s. vnd Hrrrlichen Sitien ſuchen / Sondern ſuchen dießlbe . me / das ſie in Gottes furchl leben / vnnd ſich vor den Menſchen ſchemen dieſes vnd ander vbels zu thun. & Mit dem ſchwan⸗ Ber 2 ne/ den man an den Röen hinten im Drecke nachſchleppet/ Lwewer damit zeiget man nichts anders an / denn das man vns hoͤten Roͤcken⸗ ſol / wie wir daher ʒaſchen vnd rauſchen / Als die viel vnnůtzlich durchzubringen haben / ſeind Vnuerſchempt / vnd ruͤcken damit den lrmen ſhr vnnermoͤgen auff die nicht ſo viel au ſich zu hen⸗ gen haben⸗ Ich melne ja / wir den cken an dnſer Weiſſſes Vnſchůldiges We⸗ erhembdiein / welches wit in der Cyrilichen Tauffe haben an⸗ gezogen⸗ Solche mochten doch den . Apoſtel Paulum einmal 1 Tm·⁊⸗ leſen / vnd ſehen / was er ſchreibet / vnd den Apoſtel Petrum / auch den heiigen Altvater Sertullianumim Buche / da er von der h Weiber Schmut ſchreibet. Man ſitzt ſetzo / wirfft den Alten Adams Schaffspeltz vnnttz⸗ hinweg / vnd gemwenet ſich zun ſtadlichen Nacmitiſchen außne⸗ Stocer⸗ hen / Borten wircken vnd Seilen fluͤcken / damit dienet vnd hufſt . 6 man zugroſſerer Pracht vnnð Hoffart an Borten / Kragen / zueen⸗ WBruſtlein / Schuͤrtzen etẽ. Were boſſer man neme einen Rocken ʒwjſchen die Beine / vend ierneie enen gnten Faden zur notigen Deeke darfur ſpinnen / oder ſenete in Chrißlichen bů⸗ chernrecht leſen. Denn dieſes gebuͤret vnnd zieret die Jung⸗ nieremj⸗ frawen vnd Weiber am beſten / wie S. Hieronymus in einct mi ad Ia Jungfraw ſchreibet / vnd ſie dauon vnterichtet. um epiſt. Nehen zur noch hat ſcin· Meinung / das wird hiemit nicht 93 Zetaddelt. Item / apffere vnd zůchtige Hiſtorien kan man auch leſen/ Aber vnſere Jungfrawen vnnd jung Wober hoͤnen lieber von Bulen vnd Tieben leſen / welche Goufuͤrchtigen vnd Kcuſchen Weibern nicht geluret. Woiffgeng. & Sieſegen aber⸗ ſie můſſen jhnen gleichwe lmit den puten vndichůnen Praͤchti⸗ gen Kleidern ein onſehen machen / wiewol ich doch viclleute ge⸗ dm ſehen ſehen habe / die in geringen Kleidern gegangen ſein / aber fur ſich ſelbfi von Angeſichte vnnd Leibe ein Schoͤn vnd tapffer Anſe⸗ hen gehabt haben / Als man denn auch Fuͤrſten vnd groſſe Het⸗ ren in ſchlechter Kleidung gemalet etẽ· ſiehet / welcher Antlitz doch nichts deſto weniger Heroiſch / Tapffer vnd Tugenireich Tugendt anzuſehen / ohne ſolchen euſerlichen Schmuck / welchen die Tu⸗ ohne Schnuck gend gar nicht erfordert. Erbare Tugend vund Erbare Sitten můſſen vns ein anſehen m hen / Mit der ſcho nen Rleidung betr eugt man die Zeute. Iſt nichts dahtnter. Der beſte Schmuck vnd Wlſtund iſt in Chriſto Jß inwendig im Hertzen des Menſchen. Chriſtus felber batte fur der Welt kein Anſehen vnd Schone / vnd war gleichwol der Rllerhetigſte vnnd Seubarlichſte vnter den Menſchen Rinders / oder wie Auguſtinus ſagt / Non habebat ſpeciem teꝝ decorem, ut tibi daret ſpeciem & docoren. Der Fuͤrſt Vlyſſes / als er einen Schifftruch erlidden/ vnd bloß ans Vfer geworffen war / hatte wegen ſeiner Tngendt ein ſolch anſehen / das ſich das Voſck vber yhm verwundnrte. vio plutar Denn ſeine Hoheit vnnd Jugendt leuchtete aus ſemem Ange⸗ chus inrra ſichte / daran ſie die Perſon erkanten. Dergleichen ſchreibt ieni paneg manvom Keyſer Traianv / das er ohne alle ſchone Kleider vnd Schmuck vmb der Feinde Mawern gegangen ſey / das ſie ſhn nicht kennen ſolten / dennoch haben ſie jn erkant an ſemnem Ma⸗ ieſtetiſchen Angeſichte / welche Maieſtet vnd anſehen denn bait 2w. sve von Ingendt auff an einem erſcheinet / wie Q. Curtins vom gaſue A Keyſer Veſpaſiano ſchreibet / vnd dauon anderemchr ſchreiben Als der Roͤmer Augen im Kriege vor Tugend gefinckelt/ 7. vaes was hat man alda die Kleidung darzu bedurfft⸗ Bekennen doch. mia die Feinde ſelbſi ſie haben ſich vor dem ſchonen gepußtenvnnd in ret geruͤſten zeuge gar nichts gefurchtet / allein vor dem Angeſichte Cap m. vnd jhren gleich als brennenden Augen ſey jhnen das. Herß ent⸗ Lorneſt fallen. Daher ſpricht Tacitus nicht vergeblich /Im Kriege Waeuus muͤſſe am erſten das Angeſichte vnnd die Augenvberwunden rib. Seenn werden / vnd daher koͤmpis auch / das die Medicioder Erst. vin die Augen beſchen / daraus ſir ſurnemlich den Menſchen Alenand. vrachten / vnnd wie es vmb jhn eine gelegenheit haben můſſe an de Alex. Eugendt oder Vnugendt / gleich wie man den Lewen außm i. 2 Schwanßze / die Pferde anden Bhren erachtet / was ſie fur Na⸗ de occult. tur vnd Art an ſich haben. Dennmit den Augen zeigt emer naur nira auch ſein Hert/ Smn vnd Mut an. Wolffgang. Ich 2 i had auch geleſen das Cleomenes in einem kurtzen leichten &lei⸗ de ſich habe ſchenlaſſen/ vnnd gar keine Koͤnigliche Prachtge⸗ 4 c4b. trieben / Sey aber nichts deſio weniger fur einen Konig angeſe⸗ hen vnnd darfur gehaltenworden / weiler ſonſt Eugendreich / gue als gantz Freundlich vnd Gůtig geweſen. So verßtellet ſich auch mancher in Bauers vnnd undere Kleidere / dennoch kan er ſeine Perſon nicht verſtellen /noch ver⸗ bergen. Man ſichet es jhme am Geſichte vnnd Geſtalt des Leibes vnd Geberden an / das er kein Bawer ſein muͤſſe / Ja wennman einen Menſchen gleich gar Bloß (allein die Scham bedackt) ohne alle Kleider emher gehen ſche / Erwere freilich Togendt wol Eugendreicher anzuſchen /als wenn er Prächtig bekledet gehet. Deun der bloſſe Leib an ſich ſelbſt / iſt kein ſchendtlich der. ding / deſſen man ſich ſchemete / vnnd die & ugend eines Menſ⸗ chen darff keiner Kleidunge / damit ſie ſich venduite vnd feil biete S iſt mit dem bloſſen Menſchen fur ſich ſelbſt begnůget. Da⸗ her die alten die Sugend allezent bloß gemalet aben / Daher Jaben ſie auch den tapffern Heldt Pertulem mit cinerLcren Nercules vu Fauſtkolbengemaiet / I eme Cugendt damit anzuzeigen. ve qc yid⸗ Chtanng. Dtumb hab ich anfenglich geſoget, da der Cuikel⸗ erſte Menſche Adam auch keme Kledungangchabt/ % da cr vncheu⸗ noch ohne S uͤnde vnd Schande gen eſen / vnd hatſich nichts lmnd an⸗ geſchemet / das er bloß vnd nack end gegangen. c Gottes Rocvnd Rd ſi hes te/wie derit 4 Pſelm ſag/wer nori. mit ſolchen uchrender Pnrenſttslen engerhenß/ mn Gcrecg⸗ Fen vnd uiigten/der daifſchracknduic; t ſchmn. Ja es iſ auch vor dem ᷓ all das / was man jte die Schat Sntrl u⸗ nennet / am erſten Menſchen / Ehrlich vnnd Zierlich geweſen / liunun eup wie Auzuſtinus bezeu ʒet / vnd Ignatius ſagi mil der.H. ſchriffs 6 Es war alles gut / biß das du /Zeuffel dazu kameſt/ vnd alles bo⸗ 3 ſe machteſt. Alſo auch Chryſoſtomus ſpricht/ das Gott alle 3 Glieder des Menſchen nicht allein zum Brauch ſondern auch 4, e zur Ehre geſchaffenhabe. Was darffs denn viel ſolchs ſchmů⸗ vantel ⁊ ckens vnd prangens / vas einer fur ſo vnd ſo wolle angeſehen werden / Wie die Frantzoſiſchen Weibsbilder in Franckreich deßhalben ſich auch ſo vausſtreichen eit᷑. Woiffgeng Ich per El erachte / es muſſe an den Eltern mangeln / welche jhren Kindern ern Sůn den Zaumin der Jugendtzu lang laſſen /wie ichlieideran mir ſelbſi mit Schaden erfaren habe. Chriſtianns. Anetli⸗ chen mags wol war ſein. Denn ſie viel mehr achtung drauff geben / wie jhre Kinder an Leib vnd Geſundheit / vnnd Reinch aufferzogen werden / denn das ſie ſie von Jugend auff zur zucht vnd guten Kunſten hielten / wiſſen ſonſt auch nicht wie ſi das 4 Gelt recht brauchen vnd anlegen ſollen / ſonderlich die groſſen Hanſen / daruber auch Athenaeus billich klaget / Denn warlich 2 e ſie chun daran nichtalleine wider die Kinder vnd handelnvnbil⸗ Sel ichanihnen/ Sondernthun das Vaterlandi wie ndiop. der Weiſe man cicerobeztuget. Denn wir zeugen die Kinder nyerſen nicht vns alleine Sondern auch dem Vaterlande / das wir nicht allein vnſere Luſt an jhnen haben / Sonder das ſie heut oder morgen auch dem gemeinen Nutze dienſtlich ſein / vnnd ſh⸗ ren eianen Sachen deſto beſſer voſichen. Dahmnſichet auch der Weiſe Salomon / da er ſpricht: Wer der Ruten ſchonet pnonerv der haſſet ſein Kindt / Aber wer ſein Kind lieb hat der helts vnter eap· der Ruten. cxijtil in Quintilianus ſchreibt von den loͤblichen Romern/das ſie ſio idlog vorzeiten jhre Kinder nicht die Ammen/ Sondern die Mutter de oratorẽ ſelbſt /haben ſtillen vnd auffziehen laſſen / als welchen es fuͤrnem . lich zu vndwol anſuͤnde / dansben namen ſie eine from eöd Sczogene alte Fraw zu ſich ins Houß / welcher ßedie Kinder vertroweten. In beyſem derſelben duͤrfften die Kmder nichts Vnhoflichs / noch Schendlchs thun. Dieſeibe gab auch ach⸗ iung drauff nichr ollem was die Kmder lerncten / vnnd was ſie fur hetten/ Sondern auch / wenn ſie bißweilen ſpieleten muſten ſie ſich maͤſoigen /das ſir michts wider Gott vnd Zucht thetten. Eben dirſes ſchreibet manvon denhohes Stammeswel⸗ bern / Corscli, aureha, te⸗ Kcyſers Augufi Mutter / das ſie jhre Rinder aiſo aufferzogen haben. Dieſer gwang der Kinder dienete dazu / das ſie wol gerieten vnd etwas nůhlichs lerneten / wozn ſie vermarckten das ein jedes Kmd von Natur / geneiget / vnd wozu es Luſt hatte. Aber m brfiehlet man die Kinder ge⸗ meiniglich den Knechten vnd Mägden welche jhnen nichts mit ernfllaſſen angelegen ſen / vnd von welchen ſie michts gutes hoͤ⸗ ren noch ſehen / wie auch von den Mumen. Die Eltern fragenofft ſelber nicht viel darnach / was die Ainder lernen / reden vnd thun laſſen ſie in jhrem Sohtlein vnd Mutwillen frev dahin gehen / ſchen nicht einmal ſawer darzu / viel weniger brauchen ſie der Ruten / weiche frome Kinder ma⸗ chet. Mitler zeit wachſen dit Kinder daher / ohne Furcht vnd Schem / vnd geben auff niemand nichts. Es werden jren et⸗ che auch wol ſolche Fruͤchtgen geboren ſchreibt Quinnilianus c Allhie aber iß die Suͤnde deſio groͤſſer / wennman hoher aute Kinder micht recht auffzeuhet / wen dieſelben Landt / Staͤd⸗ vnd Volck regieren ſollen. Die . S chrifftwill / das ſie Gott gleich ſein ſollen / darumb werden ſie auch Gotter / das iſt Gottliche Perſonen genam / die / wi Gott ſelbſi iſt / Weiſe vnd ſan / vnnd das Velck an Gottes Stadt regiren & valerius MM lib 3. rup. § Schreſbtvon des Eltern aſricani vetweneten Sohnlin/ des jpm ſeine Gentilotten des Vaters Sie⸗ gehtug mit Geweltvm Finger ⸗bgezegen haben / dñ ße ſahen⸗ wle ein vn ſchlatß tiget Videiblung er, war, ete. E Darumb ———— Darunb ſitaffen die Hiſtoriei die Regenen / wenn ſie al⸗ zein dencken / das ſie groſſe Herren ſein / vnd nicht lernen/ wie ſie recht vnd wol regieren ſollen / ob ſie wol deſſen von verſtendigen Raͤthen erinnert / Ja wol offt von G Ott ſelbſt verwarnet wer⸗ dercbu den. Deſſen zum Exempel erʒelet Buchananus dieſe merck⸗ s oties lib liche Hiſtoria. Jacob der vierde Schottenkonig war auch ein 3. JangFrech Geſinde / der/ ob er wol von den ſen en / vnd von ᷓotir ſelvſt (wie m ans darfur hielte) errinnert vnd verwarnet wůrde / br achte er doch durch ſeinen boſen Mut / vnnd Nachleſ⸗ Se ſigkeit ſich vnd die ſeinen in endlichs Verderben. Se, Gis aſeohee Koͤnigzu ſeinem Kriegsvolcke/ ers da begab ſichs als er die Veſper Predigt gehoͤrt hatte / das ein Vauß ſte⸗ henle alter Mann zu hme hinein kam /welcher Braungelbes langes gſten. Haar hatte biß hinunter auff die Achſeln hengen / vnd eine brei⸗ Vmbra Je⸗ Sti jt bloſſe t dh n giatzende Stirn/ mit ſſem Heupte / vnd hatte ein lang 6 Kleid an / vnd war mit einemn Leinwandt begůrtet / vnd von Au⸗ gluiti geſichte Ehrwirdig anzuſehen. zens Ba⸗, Derdringet durchs Volck ʒum Koͤnige / vnnd lehnet ſich . andes Königes Stuel / vnd ſpricht: Nonig / Ich bin zu dir ge⸗ ſand / das ich dir anzeige / du ſolleſt daheime bleiben vnnd nicht ferner ʒiehen / wo du ſolchs nicht thunwirſt/ ſo wird es dir vnd den dei worden Ich ſolte vnd jres Raths můſoig gehen wolteſt / w dein Adelin groſſen Sch aden geraten. dieſes ʒů die vmbſtehenden. dich verwarnen / das du der ſchoͤnen Weiber o nicht / So wirſtu vnd Als der Wunderman vnd jn ſuchen / welcher nirgends zu finden. Es hatten auch die jenigen / ſo vmb den Konig ſtunden / kommen were / vnd gaben nicht vermarckt / wie der Mann weg doch mit fleis achtung auff jhn / weil ſie gerne allerley von ſhme erfraget hetien. Dieſe Geſchiche haben dem Buchauano die 6 jenigen nen zumn Verderben geraten. Mir iſt auch befolen m Könige geſaget hatte / machte er ſich wider wegvnter Als aber nun das Gebete in der Kirchen aus war /lieſſe der Koͤnig nach demſ elben Alten Manne fragen jenigen erzelet / welche dab ey geweſen / vnnd akes alſo muſhren Augen geſchen haben. Aber was geſchichet Derkonſg iief⸗ ſe nichts deſto weniger gut Wetter ſein / hůlffweder feiner Ra⸗ the noch des Mannes Gottes warnung / welche jme riehten / er ſolte den Krieg vnterwegen laſſen / pflegte ſeiner vorigen Tbol luſt mit einer gefangenen vom Adel / leſſe das Kriegsvolck auch ein můſoig vnd Gottloß leben im Lagern ſuͤren / fraſſen vnd ſoß⸗ fen / biß endlich nichis mehr verhanden war / das jhrer nicht we⸗ nig diuͤber auffgiengen. Nicht lange hernach / n urde der Kð⸗ i faſt mit allem ſeinem Adel im ſireite erſchlagen / wie jme der alte Mann propheceyet hatte. & Schet/alſo gehits / wenn man heilſamen Raͤthe nicht folget / denn es iſt ein gewiſſes anzei⸗ gen des Verderben eines Menſchen / wie der weiſe Geſchicht⸗ ſchreiber ceminæis nicht ſo wolvon groſſen Hetren / als von allen andern Vnbeſunnenen vnnd ⁊humkůͤnenen Menſchen ſaget / muel⸗ vnd Dauid irenutes aue leget ven der verheertung Pharaonis Cap. 24. vnnd verblendung des Volckes durch jre eigne Schnidt/ Li. m. rie auch Auguſtinus es hicuon ausleget. e1. erckts jht ſlad ichen Inncers / die hr von Cain den eſe Cap. 1. delman antſpre ſſen ſeid. Noch wollen wir vns in der Ingendt nicht zich en jaſſen / eus lauterm Stoltz vnd Eigenſinnigkent/brennen gar ret Px⸗ ſinnigkeit /hitigen boͤſem Gebluͤte vnd Mutwillen / venmeinen⸗ de/ weil wir groſſer ftadꝛlicher Lcute Kinder / eder ſonſt von leibe wolgeſtalt ſein/ſo duͤꝛffen wir vns nicmands regieten /fuͤren vnd nterweiſen laſſen / ſondern dencken / wir koͤnnen ſelbſtgewachſe ne ocoeſein vnd beides vns vnd andere leren vnd vnterrich⸗ ten / wie vber ſolche ſchwuͤlſtige ſtolulinge vla billich klagt / vnd Be ligiti⸗ Pricht: Das ſolche endlich von Gott verlaſſen werden / vnnd b kein Gluck haben , endlich auch ſie ſelbſt vnd alles das jhrezu Scheitcrn/ gehe/durch Gottes gerechtes Gerichte. Varumb hat der.Koͤnig in Franckreich pflegen zu ſageu. Vrdccnu LduX. adetymncnhm R comites at veluti xediſſtquas ſuperbiæ tt — Drumb lerne noch / wer lernen kan / auff das et durch ſei⸗ nen Vauerftandi Goti vnnd das Glůcke nicht von ſich treibe. pona ſortuna. bonaß men gehoren zuſaumen⸗ Iber ſolchs if nicht bey allen zufinden / wie auch aſurubal llæds heim Lun ſagt. ub.ʒ. dec. E umma] Es kan keiner nůͤtzich regieren/ wennman ihn in der Jugend zu nichts gutes ʒiehen / vnd nicht recht vnterweiſen leſ⸗ ſet. Da gehets denn zu / faſt wie mit jenem⸗ der auff ein Kol⸗ iern Pferdtgeſtiegen ware. Als jbn nim daſſelbe balt hieher / balt dorthin mit ſich riſſe /konteer vom Pferde nicht herab ſiei⸗ gen. Da ſhme aber einer begegnete / vnd jhnfraate/woer hin wolte / antwortet er: Wo dieſes (weiſete auffs Tolle Pferd) hin wil. Denneben alſo wurde es gezen/ wennman ſolche vn⸗ gezogene wilde Kinder fragen ſolte: Wo ſie denn endlich hi⸗ naus gedechten ? Wenn ſie die Warheit ſagenwollen/ ſo wůr⸗ den ſie antwarten: Vnd ſprechen: Wo vns die Luſi hintregt/ Nemuch zu fhremvnnd andeter WVerderten. Denn die Luſt Seuche vnd & unde hat zum Soldtvnd zu Lohn ʒeitliches vnd cwiges Verderben. Denn ſie iſt die alte Schlange im Leibe des Minſchen / wie ſie Philo vnd die Hebreer *lipories nenhen vnd iſt aller Suͤnden vnd Schadens Mutter: Wem iſt aber zw. 2 die Schuldt des Schadens vnd PVerderbens? boho, Em kiſtor. Furtreſticher geſchich ſchreiber antwortel hierauff vnd ſprichs Die Schuld ſeye der Vngehorſamen Kinder eiten. Aber in der Warher die Schuldtiſt offtmals der Eltern am meiſten. Frage ſich ein iedes ⸗ das Vater vnd Mutter iſt/ ſebſi vi Zone drumb Db er nicht dem Wilden Schweire (das ich die ſte hie⸗ ne glenbe Zeene vnd die Scham anmache sleich als fetlete fres jhme noch dran / vnd ob nicht endlich eine garſtige Epyicuij⸗ tre vens che Sawraus ſolchem wůſt werde / wem man die Kinderſp jerbit. vbel aufß uhet⸗ Sie dazu von einem athenodoro in ſolcher ſchö⸗ kgkeit abmalen eſſet / biß ſie endlich zur Straffe deſio Annales nen Merrl xrancie. zeitlicher kerben / oder ſonſt vmb alles komen beide Kinder ond Elern /wie jenem prechtgin Koͤrige auch geſcha Paſtlius: Voluptas eſt inater peccati. Roms. hei der halie ſich ſein Weis /nd ſeine & inder in lauter Goldt gieſſen vnnð eines jedern Namen dazu ſeten laſſen. Aber einer vom Adil bringet ſolchen Schatz dauon / ein ander wil ſhme denſelben abfagen / wird aber vnuerſehens mit cinem vergften Pfeile geſchoſſen / dauon er geſtorben. Wolff⸗ Jere. A gang. Pfui des Schlams / Vnflats vnnd hefen der Weit / darinnen wi Elenden Leute ſo gerne ryuen vnnd vns drinnen ſchwemmen /Ich meine die Gůter vnd Reichthuͤmer / derer wir ſo ſchendlich mißbrauchen. Denn gleich wie die Hefen ſchwer ſind vnd ſich vnten am Boden ſetzen / Alſo auch das vbtrige Reichthumb kegt vieen auff dem Halſe / vnd druckt ſie zur Cr⸗ den / das ſie dafur nichtgen Hmel auffſchen / vnd jhr zertliches vnd ewiges Htil vnd Seligkeit nicht techt war nemen konnen. Barunb ſpricht G Htt durch den Propheten Sophoni⸗ Sophon. 1. am / Ich wil die Fetlen in jhren Haͤfen daßeime ſuchen / mu wel⸗ chen Worten Erden S Vnnuͤtzen Verſchlemmern drawet. Derhalben ſollen wir einmal auch dencken / dar wip gewiſs dieſes oder jenes Lodtes / da oder dort ſter⸗ ben muͤſſen / vnnd dazu ʒu vns vnbetwnſter Stunde vnd Angenblick/vnd das wir am Jůngſien tage ror demgeſtrengen Kichterſtuele Goties alie erſchemen vnderhenſchofft geben möſſen / vnnd dißhatben noch bey Leiboleben vnſere Haken zu Gott richten / vnd vns bey zeit bekeren/che / denn vns der Todt vnuerſchens vberraſchelt/ wie wir zwar ſehen / das ſolchs manchem widerferet. Denn nach dem Todte if keine Buſſe mehrverßanden pyo: dennda blubts allein bem Todie / vnð iſi nur Sterbens vnnd nquit kil Verfaulens zet/wie Vebbora als ſicjent ſierben ſolte / di jren 7. vermanet/als Philo meldet/ nclche auch fernergeſagtneuhr zeuhabt/ ſo beſſetewerLeben. Bnndal dor Volct ſie an⸗ fiengzukuten/ dor ſteibteter Gon eingedenck ſem mohe/ ſpricht ſie drauff welde Menſch noch lebet/kan erſuſchrnd du Seinen butenunnd keten. 2lahechden Ertetenis nicht micht thun /vnd gedenckt an niemanꝰs. Drumd ſol jme me⸗ m ands diß leben biß auff morgen oder dieſe ſtunde / ja auch Au⸗ genblick ʒuſagen / ond jmmerdar in Gottesfaecht leben. Collige virgo roſu Spricht der Poet gat ſchn / Er ſott aber auch dazuꝛ virgRoſa. Sec nemor eſto æuum ſic poperar euun. Jungfraw / brich Noſen / ſpricht er / Aber denck das deines Lebens ʒeit auch ſo dahin gehet vnnd abgebrochen wird / wie die Bluͤenden Roſen. Chriſtianus. Was hoͤre ich von dir Woffganze / Ich gedachte dein ſtudieren hette gar den Krebs⸗ gang ʒewonnen / weil du ſo blageßt / wie du in deiner Jugend we⸗ veß verſeumet worden / wo kompt dir denn dieſe Kunſther? Vielleicht haſtu es hernach fleiſoiʒ eingebracht/ was duin den xs. Jugendi nicht gelernet. Aber ſag ferner / was wird draus/ wenn wir jent ſterben ſollen / vnnd gedencken wie wir vnſere ʒeit zuge⸗ bracht vnd alles angelegt haben. Woiffgang. Was kan an⸗ ders draus werden / denn das man ſich vor dem Lodevnd ſter⸗ hen fürchtet. Denn der Vodt iſt ſolchen Leuten furnemlich ein herbes Kraut. Da füͤrcht man ſich vor dem Hellſchen Fewer/ k. dennes brennetſmmer vnd ewiz da fürcht man ſich vor der iß⸗ fen lle/ denn da iſt ewige Finſternis / da faͤrcht man ſich vor dem Gifftigen nagenden Wunm / denn er guelet das Herß iag vnnd nacht / da furcht manſſich vor der lieben heiligen anklage denn dawird ein vnbarmhertzig Vrthel ergehen / da fůͤrcht man ſich vor dem ſtrengen Richterſtuel G Dites da farcht men ſich por der erſchrecklichen Helliſchen Fewers glut / vnd vor der ewi⸗ ven 4.* gen Murier vnd Pein / wie der H. Biſchoff Cyrillus die Sod⸗ tenfurcht beſchreibet. Chriſtianus. Dieſe Hellenangſt vnd funcht ſolte man bey zeit bedencken / vnd buſſe thun/ vnd ſich von ſeymonl gilem Gottloſen weſen bekeren. Jedoch tiagſame Rewe koͤmpt paßiione. noch nicht zu ſpath / wie auch Cyprianus ſpricht/ nl⸗ hora ſera eſt, ii compunctꝭ diſtricta oc currit. Vnd es ſol gleichwol niemands xnen di⸗ auff Gottes Gnade vnd Barmhertzigkeit mutwillig ſuͤndigen ſtribuo an Denn ein ſolcher moͤchte in der Sterbensſiunde nicht erhoͤret ſtribu⸗ werden. Des Schechers Eyempel ſolmanncht mißbran⸗ mm„ chen / vnd wenn wan ſich einm al bektret hat/ So ſol man auch lum nen v⸗ warhafftig vnd beſtendig ven Sünden ablaſſen/ vnd ſich nicht let cenſ⸗ wie die Sawe aus der Schwemme wider in den vorigen Koht eniiu. welken / vnd mitE uͤnden beſudeln / welchs auch der Heide De⸗ in oratione moſtenes jeret. Sonderlichmus die Venus aus den Augen “nt geſatzt werden. vt caſti muneant in relligione nepoles, Saleetu Wie jener Poerſinget. Denn wenn venis dit Licbevnd Lußt — 4 Seuche gegenwertig iſt/ ſo wird ein Menſch verblendet / das er . dafur nichto ſchen noch bedencken kan / welchs auch Virgilius zuuerkehengiebt. Wolffgang. Mir felt hieuon eine Hi⸗ koris ein /welche ſich in Spanien zugetragen hat / darinnen iſt p 7 ein Stadt/ darinnet waren die Jungen vom Adel ans můſſi⸗ cjrißie⸗ gangs vund wegen jhres Reichihumbs dahin grrahten / das ſie vſœnina. nichts theten/ denn ſiets herrliche Wuͤrte vnd Sucker gewechſe mierckt fraſſen vnd & streram ſoffen / ſpielten / tantzlen vnd dergleichen diſes jhr ſchendilich ding uͤbten / darůber die Alten in der Stadt ſchr be Zunſen, růbt wurden / als die aus ſolchem boͤſen anfange vnd anlaß der Leun. 10 Jungen Adelichen Jugendt erachteten / die Stadi wůrde jhrey Prouer.j. Zroſſe Schande vnd Schade baben. Steera ſol von dem Wortlein Sucker komen / damit die Bibe allerley ſtarck Sctre nucke nennet. Darmb ſie ſich berathſchlagten / wie der ſachenzutfm „ as man ſie von folchem boſen leben abwenden koͤnte. Dern MM. ſe ſaben / was ſie nach jhrem Tode an dieſei Jugend fur ſchend⸗ — iche Regentenhunder ſich verlaſſen wurder) Einet vnter den Aten in der Siadt/gab dieſenrap. Man ſolte den Jungfra⸗ ven jhren Bulſchufften / vermelden in was Grfahr die Stadt „ ſnde / wegen der vnartigen Adelichen Jugend / welcher halben pitꝛati po ſivnd alles zuſchentein gehen würde wenn dieſelbenheut vder nores ut ſi orgenregierten. Da murden als denn Sje (dit Jungfta⸗ Robilior, n auch hart gedrenget werden. Voribus E iij Darumb ſo prin meſbigen / ſit gen dieſelben vnd Seulen des raſſe Rit tou Ihul baken vñ Wein vñ Br Vur ſichen Jungen ſie gar in eine andere fiengen / vnnd in kuͤrtz in dit Regierunge Daher ſpricht Apuleius / wenn lchen Geſchlechtes iſt / er Reich iſt / ſo hat mans nach ſpricht derſelbe ſchick / Gelert vnd nierer⸗ pe Deo ſo orati. del ſch Freßuna den jren Drumb ſolten ſie (als welchen die Jungen Edelleue Pre B iler lei hrlich alles gleubten / vnd ihnen befiehlend denſel⸗ ben Jungen Leuten ſolchs anzeigen / vnd ni zuſch ufen haben / dagegen aber ſolten ſie mit andern zuͤchtigen tſa nen vnnd freundlich ſtellen / ſie auch loben chen: Sie werens /die heut oder —— den jhren eine Ehre/ Vaterlandes ſein w VDagegen ſolten ſie die andirn vorigen vnartißen vom A⸗ ten / als loſe Buben / die kein gut theten / wurden zu letzt vnd dem Vaterlande eine Solchs theten die Jungfrawen / vnd Geſellen alſo an / die ſchemeten ſich fo ſihr / das gelobet / vnd diß Lob ætate m tabile, ne re es wol. A lem / ehe denn mein 3 voer di h ʒehet / ſprich Goit durch die Propheten. Wenn wir doch auch noch einvns ſchlägen vnnd vmbk⸗ veten / So wuͤrden wir reine vnd Vnſchůidige ſſe vnbefleckte Seelen wurden Lueei7 auffheben / vnd blo nen Ni Jnonel vnd in Staͤdt * Lolhche Weyſer bitten / vn gar wol ſchicken konten/ beſſer als die Alten. Tugentſam ſey / da haſtu den corpore cadueum. ber wo ſeind die Neune⸗ en ſtille Rhue vnd Friedeſein / wie faſt der ſiniaus auch vermanel) eines bekereten vnd gerechten Gebete iſt des + — — his mehr miejhnen Erbarn Geſellen vmbgehen ſich ge⸗ vnd zu jnen ſpre⸗ den. Schande vnd Schade ſein. ʒeigten es den Ade⸗ Haut krochen / ein ander beſſer Leben an⸗ entapffere Adeliche Leuss wurden / di ſich du einen lobeſt / der eines Herr⸗ ſo lobſtu ſeine Eltern/ Lobſiujhn / das dem Glůcke zu dancken / vnd bal her⸗ Autor / Aber wenn du ſhn lobeft / das ex ge⸗ „ Manſebſt à patre pæreditariun, nec Chriſtianus. Ja ich hoͤ⸗ Dbeſſer dich Jeruſa⸗ vnndmit hauffen Mia nec iſt ſein eigen: orn anfehet zubrennen Henge zuGoit fur den gemei⸗ nd vnſer Kriegsvolck wuͤrde Gluͤcke haben/ Chriſt⸗ vnd haben wil. Denn Himelo Schlůſſel⸗ Das —— Das Gebete ſteiget auffju Goit / vnd Gottes Barmßerßigkeit Veiget herunter zu vns / ob wol der. Himel vnd die Erde weit von vinander ſein / So hoͤret doch Goit des Menſchen Stmme / wenn er allein mit einem guten Furſatz in einem reinen Gewiß⸗ ſen betet / vnd in ſeinem Sinne zu Gott ſeufftzet / wie hieuen An⸗ guſtinus gar fein redet. Das Angeſicht der S eelen iſi das cnon⸗ Bewiſſen / ſpricht Chryſoſtomus. Denn gleich wie ein ſchon bcuaur Indlitz vor den Menſchen Holdtſeelig iſt / Alſo iſt ein rein Ge⸗ wiſſen vor Gott angeneme / vnd ſolcher Menſchen Gebete vnd . ſuffhen werdenvonfÿme erhöret. Wolffgong. Ich ja/ enein lieber Chriſtiane / Es iñi ſehr zubeweinen / das jhrer ſo we⸗ n nig bedencken / das wir allhie auff Erden / alle Sundevnd Au⸗ Benblick vor GOttes Angeſicht lehen / welcher nichtallein was wir thun / von ſeinem heiligen Himelheral ſichet/ Sondernjo⸗ Net auch was wir reden / ja er weß auch vnſere Gedercken.,, Wenn wir dieſes einmal recht ledechten / wi n urden gemiß vn⸗lb de 1ra. ſr Gewiſſen zehmen / vnd in groſſei Gotter furcht leben / ſyuicht Lap s. Aaclantius. Das ſagt auch Auguffinus. G. D/ ſyricht e/ p pſ. ſᷣchet das Hertze / inwendig ins Herße ſiehei Goit / Er iß alles kc ſanco nnſers Thuns vnd Laſſens ein Zeuge vnd ein Richler ctc. Vnd vm non in v Alte Chriſiliche Poei Prudenuus / jn ſeinem Hymnv ſin⸗ ſpicit ornu ut auch. mcnta cor⸗ forum, ſed Speoulator at deſuper, cordiun Qui nos diehus omnibis, ſagt Am⸗ Aduſque noſtros proſpicit, bro. Uv. A luce prima in Veſperam. Setmas⸗ Rie 1eſtis, hie eſt arbiter, Kic intuætur quicquid cſt, Numana quod mens concipit, Nunc nemo ſallit itdicem. Duhalten ſuhen wir nicht dencken / A⸗ ſcy rnſe Gciſ⸗ ᷣn vor Gott verſchleſſen / r n vnbenrß we⸗ 5 Nein / o nein / ſpricht auch der Heide Seneca: Eo iſtver Ihme alles offenban vndbewuſt/ drumb ſollen wir auch ein Goͤtilich Leben fůren / auff das wir vor ſeinen Gottlichen Augen nicht abſcheulich ſein / vnd grewlich von jme geſtrafft werden. Chri⸗ pe lin: mit ſich bringen / vnd ſtreiten ſtianus. Es wil auff dißmal zu lang werden. Es hat ſich jmmer eins aus dem andern gefponnen / wir wollens mit deme beſchlieſſen / dauon wir esangefangen haben / vnd ſagcn: Das inſonderheit ſehr zubeweinen iſi / Das faſt aller Jar newe Vo⸗ gel zu vns geflogen kommen / die andere bunde ſeltzame Federn nit der Alten Teutſchen Tugend Ud. o. vnd Standhafftigkeit in jhrer Kleider Tracht / gleich wie etwan rap zs. die vogel bey des Memnonis Begrebnuß /oder die Raben vnd Perenre Speyer von weichen Joniann ſchreibet. Das die Raben end⸗ beſe d lich den Sieg erhalten / vnd die Geyer zerhackt haben / das ichs Bipho. hieher applicire. Wie aber/ wenn ein mal die Alte Teutſche Iugend auffwachte/vnd behielte im Streitte mil dieſen newen Pogein auch den Sieg, auff das nicht jmmerdar ſo Newe — Tracht der Kleid ung auffkemen. G Dtt behute vns das dieſe Sache durch Krieg vnnd Blutvergieſſen von Gott / ſolte geſcheidet werden. Es möch⸗ ten die Altenvnnd Newen Vogel beide auffm Platze vleiben. Wolten lieber eine Nacht oder Vhn Eule geflogen komen vnd ſchreyen hoͤren / die vns ein Sterben anzeigete / auff das wit in Gottes gnedige vnd barmhertzige Handt fielen. Lebendige Bußpredisten ſeind / Schwerd / Böchſen pſeie ete⸗ ud Rrauckhen können viel ſchedlicher Vppig⸗ Leibsſchmettzen v keit vertreiben / ſagte Beniamin ein wol verſuchter vltvntet àus erfatung. Vripatt · viſt. b..c 1. In Zewer Zeit Hun gersſterben iſ der elendeſte Todi Dabehůte vns fur/ ieber fromer Gott. Man verdammet den Manch billich / der am erſien di⸗ Buͤchſen zum Kriege erfunden hat / darumb / das die Alte ware Krigotugendt dardurch corumpiret vnd faſt ganfchet Jey / indeme manwenig durch Tugendi vrnind freye Fauft vnnd *⸗ — apffere Streiche / Sondern durch das & chiſſen wil zu wege iudo inan⸗ pringen / wie viel mehr aber ſeind die Lcute zuverdammen / we che die Teufreliſche Hoffart/ Stolt vnnd Pracht mit der Klei⸗ dine et de⸗ dung vnd dergleichen am erſien erfunden / vnnd vntir die Lente — gebracht haben / damitſie alſe die alte einfeltige / ſchleche Ecut⸗ ſche Tugendt vnd Standhafftigkei verdunckele / vnndbals gar vntergedruckt haben / mit der frembden / Außlendiſchen Tracht . § ond Pracht der Kledung. Aberwir můſſen es auff dißmal gor. nicht gar zu lang vnd verdrießlich zu leſen machen. Woiff⸗ gang. Ich wils gentzlich beſchlieſſen vnd ſagen: Wenn wir inden Weſchern Kleidern ſolten m Kriegzichen/ So wuͤrde man vns auch weiche Bette nachfuͤren muͤſſen / do vnſere Vor⸗ faren auffder Erden vnnd harten Steinen gelegen ſeind / vnnd gar wenig geſchlaffen haben/ do wi dagegen im Kriegr auff Setten wolvnd lange ſchlaffen. Ammanu vſʒ ado priſtinus vigor & virtus euanuit, ſpricht Anmmianus. Solche weiche vnd Weibiſche Krieger fieng einmal Ageſilaus der li ſſe ſie als Vnwerhafftige vnnd Vnnutze Baͤucht winbs Geldt verkeuffen. Aber jre Kleldet wolte er nicht haben / hieſſe dieſelben auch us. n. verkeuffenetc. Wie Athenaeus ſchreibt/ vnd Pauſamas/als ep. n. erdengroſſen Reichthumb / Pracht vnd SchlampompderPer⸗ ſeer ſahe/ verwunderte er ſich drůͤber/vnd ſprach: Das GOtt Herodotus diß Volck vmb dieſer einigen Suͤnde willen alſo geßraffet / das in calliope⸗ ſie weren geſchlagen worden / vnd alles verloren hetten. ged omnit capere in pens rurre: Wir ſeind wie die wilden ⸗ xanten can Nachkommen / welrhe die Hebrecr Kephiun nennen / lautet gleich als die abninnige Mamelucken / welche von Goit vnd allr waren Gottesfurcht jrer Vater abgewiehen / vnndin em Sinn vnd Můtlein nachgiengen / alle fündevnd ſchandt 1j wider eneWlederat B 1 3keit th ten / wie Bulnigerus hieuon ſchreibet⸗ num. Dabey bleis auff diß nal / im Namen des HERR. ENOC. Ein SPreiben Romiſchen Keyſers Lyberij an den Rath zu Rom der prech⸗ tigen Kleidung halben. G As ſol ich am erſten angreiffen oder vnter⸗ S ſichen zu reformieren⸗ Sol ich den groſſen Pracht der Waſſerheuſer vnnd Furwerck furnemen / zu welchem man gar nahe gantze Linder verbawet? Oder das vberflůſoige Geſinde / vnd die Knechte / welche den Geſchlechtern vnnd dem Adel nachgehen ? Dder das groſſe vnnutze / Silbern vnd Guͤl⸗ den Geſchirr / ſo man zun Pancketen brauchet: Bder die Ge⸗ maleten Taffeln / vnd Ehrnen Geftß / welchs auch zur verwun⸗ derung ein vberfluß iſt? Oder die Vnzuͤchtige vnd uͤppige Klei⸗ dunz / deren ſi h beide M inn vnnd Wib ohne vnterſcheid ge⸗ brauchen? Dder ſol ich an der Weiber Geſchmuck anheben / vmb welcher willen (auff das m an jnen nur ſeltzame vnd tewere Edelgeſteine gnug zuwegen bringe) vnſer Geldt vnnd Gut in fremde Land / vnd auch vnter die Feinde gefuͤret vnnd verhan⸗ delt muß werden: Dent dieſe ding alle / gleich alſo vberſchweng lich / vnd vber alle maſſen ſind / das ich nicht wol ſehen oder dencken kan / an welch em man zum erſten zu reformieren anfa⸗ hen ſol oder möge. Ich weis aber wol / das viel redens vnnd kla gens allenthalben hieuon iſt / wo man zuſammen kompt / in Zechen / vnd auff Pletzen / vnd begert jederman / das man ein ein⸗ ſehen habe / vnd ein Maß ſtelle. Wenn man aber nu wird an⸗ fangen / eine Reformation vnd Ordnung zumachen / So wer⸗ den eben dieſelben / die fetzo ſo viel klagens vnd Weſen⸗ melben tie erſten ſein/diedannten ſogen nic det mentie Sattt ü rmbkeren / vnd verdertn? VWndwir man den beſten rnndgrö⸗ ſien Burgernwolle rachſtllen / rnd dieſeihen zurerderbhchin Schaden bringen / vnd wie das nimands i der ganten Sad were der mit ſoichem Vberfiuß vnnd Pracht nicht ſtreflich we⸗ re. So viel ſchreibt hicuon Icyſer Eyberius. Auguſ us der Keyſtr/vemanei die Romer/als ſie Luſi hat⸗ ten zu ußlendiſchen Klem ain / mit lengen Worten danenab⸗ zuſtehen / vnnd ſich an Remiſcher Klei ung genůgen zu laſſen / vnd erzclete den Veß Vugij Romanos rer in dominos, genttmq; rogatam ctc. Nach Cands Gebrauch man ſich ſolt kleiden / Vnd frembdes Volckes Tracht vermeides. Linitianus ſchreibet. Vil qudexorna nulid tan⸗ corpus amicn, Qdcrarſorts auui veymhn eu erit⸗ Wos donffs der Rleider ſo viel weiſe/ Dein Leib der wiyd der Worme Speiſe. Bewar dein Leib vor Pitz rnd Btlt, Denn Vberfiuſs Gott nihtgiftlt. Wie auch Keyſer Carl der Groſſe die Otutſchen vnd Fransken in der Außlendiſchen Kledung geſtrafft unnd verh⸗ net kat / dauon ſchreibt das C hroncon Jolann Auenuni lib. 4. ENDE. Sedruckt zu Kffordt/ rtin: Wittel / wonhafftig gegen der imergaſſen / an der Bultzen · durch Ma Me