Hausbuchbinderei der Bibliothek der Ludwig-Univ. Giessen — — 7 — 1 „ 1 3 3 4 f 7 — „— . 1 * 1 — 8 2 4 — „— „ 4 8 — „* — 1 1 1 — 4 9 4 f 1 K 3 3 1 8 ——— 5—— . 4 4 3 8 d—. — 4 8 —* ₰ 8 4 3 5— 2 5 —— —„ ℳ„ — 4 4 11e N* ung nüwer liche Streyt/ oꝛdenung/ leben weſen hand kung vid wunderwercke⸗ es volrks vend Thyrer dar i wonen de findeſtu in dieſſem buchtyn wa rhaftiglich beſchry ben vñ abku nterfeyt/ wie ich Balthaſar Sprẽ ger ſollichs. ſelbs: in kurtzuerſchynẽ zeiten: geſehen vñ erfaren habe. ꝛẽ 3. 1 8*. * 2. 4. 1 8 4 . 1 *. . 5„ 1* * — — ——„* 8*. 4. — .. 3 e—1 er.— 2 8 S. 8 8 öD—— 2 SAenken 4 e 5 4—— 82 4——— n ,. 4 ℳ 4 8 3½*4 4 72 .12 21 2 3— — 8 85 8 3 6 2 4 8 8 .. 8. in den Sſterfyertagen: geru Tve Aℳ 7 2 r Arr e 8— . 4. 1—— 4. 1 .. 3“ 4— z2 demnamen der heiligen onteil arlichen Triualtigkeyt Got Varers Sons vnnd Heiligen ſt Omen/ Durch den alle dingt Hymel Erde vnd die tyeffe ffen vnd oꝛdinirt ſein/ vnd on welchen keyn hafar Sprenger von Fulß mit genade vñ hylffe underbarkichen new erfu nden lande/ unig⸗ reich Inſeln vnd gegene mit ſampt yren inwonenden men n/ Thyren vnd wachſſenden yruchtẽ/ wielich die in waßer vnſers herren geburt Funſtzehenhun dert vñ tagöJer do was vſf dẽ xv. tag des Jeners:a ls wir zůͦ Ontoꝛff gegen Liſibon vnd furte in Kallekutten tc᷑̃.ʒů ſegeln mit gottes hil Vnd ein meil von ZTiſibon by Koltal:de die Schiffungen mit Sp eiß/ Geſchůtz vñ ander notturfft vxv: tag des mernen. dar vff do was der tag in gottes namen angeſectelr gen Indiam do hin wir bey Fyer⸗ auſant meylen zů ſreen eſam Vnd no c vuſer zůſchickũg im ing ãg des Schifs vnd an arens/ Kam ein wunderba Fiſch bey weſtace denf hohen Mere i Hafen(das iſt in die pfoꝛdt oder ſtaden des Meres: do man ynſchifft/ anfert/ vnd vßledt) der was in der gꝛoͤß! us iungen knaben vmb xvij. iare alt/ bech ſchwartz vnd hat allein vf ſeinez ruck fiſch fed yn Er oließ er chroͤckenlich das mere iger nians hoche in die kufft Vnd jñ ſchnelletzꝛ 1 die Coſt zu Voꝛtigal vff den voyi. tag des Wertzen vff welchen tag vmb vnſer ſchiff iñ vnd bey den cafen ð er angezeigten fiſch onzalber vil erſchyn zuͦſchwůmmen. Vnd vff den andern tag der do wi des vyvij. ein Schoſſen die Schiffleut ein onbekanten ſeltza - men Fi ſch in der oſt it der was fe ns mane la ng gleicher geſtalt einem Schwein Suldin bei vns werdt vnd het der fiſch:als eym ſeins keibs:ein groß geſchꝛöd/ vnd voꝛn an ſey⸗ * Das ongen Eber am 6ane teit eel geleich eim Fogel doch einer breitern foꝛin den geſpe kag Hundert vnd ſechßundtz wentz ig menfche⸗ do von ich ſen vnd geſt peißt woꝛden bin. . 2 8„ 9 fang/ mittel/ noch ſelig ende eray cht werden mage⸗ ſt vnd verſehen Haben wir vff den ſelben im Spangẽ Sehe/ den ſie ein durſchin nanten 4 nem min vnd L eines a vil kleiner ſcharpffer zene/ Mit dieſſem fi ſch wur⸗ 2—2 2 7 B3.— 4 ,. —=* *☛ Lg Ae. O. dS Hfr; eltag noch Vnſetleben r we verkn . di den chrundswenreiten raee de 0o r, wir zů nacht mit vnſern ſchiff zwiſchen zweisẽ Inſen yn vns Leit dye in von der ànder. Sechtzig meilen/ vnd fecht ſich do an der Moꝛe: landt vnd heiſt die ein Cauaria vnd leit hundert vñ achczig maey ler. von Liſibon/ die ander Ilamann der: die ſetb leit gundert vnd funftzig meiln võ Liſibon/ vnd ſein mer dan halb Moꝛen in dieſen landen vñ Inſeln. Vff den loſten tag des vertzon ſahen vnd erfunden zvir zinn Meres flůt Neun Inſeln hoch von gezirg vnd wit vnd breit Son don den von Ca narta noch einander lygen/ In welchen inſeln Ne Gchka fen die Criſten verkauffen. Vnd ſein diß Inſeln ẽn kanigerich dem Runig von Hyſyania zu᷑ gehoꝛend wir warẽ der zit weyhun ders vñ l. meytn wegs võ Liſibon biß in dieſſe gegene mi Hotis hilff gegeeet vff den drittẽ tag des Qpprillen:vas was vff SaAmbꝛoſasobeᷣt kamen wir vß der Coſt von Geneya/ do furen vo ẽyie leng bei der inio ren oder ſchwarczen land vff ʒwoͤlff oder funſetz oe⸗ meyln fer/ Da ſa⸗ han wir vff den ſelben obend vnd tag doꝛnoih viegi ſſer geauſamer walfiſche vnd ye einen groͤſſer vnd kenger daſ den audern. vff den Sechſten tag do füren wir zuͦ eoec an land noch de; baben werdon/ o fingen wir viel vnd manigerker ſſch mit Hez ang t᷑/ als Das ſchyft un kauff was Hff der Sibenden tag des Qprillen za u⸗ ren wir in den Paben ferre hynein inn der oꝛe kand vnd wueffen. ſel aͤncker vß/ vff d in beseinem rc. Heißt Byſſen ers do 4 vnſee Kicber vß vf Jeey meyin Sogelnen rc, zae Byſſcghddd, iſt der Moꝛen kunig wonh afftg/ Ga vol⸗s jauhel dawm zu ſchiuc Jar inn ſel fche fyer fuͤren/ it aide en der augetzeicten ſch n ʒzu vnse vnd retten gut Oyꝛti galiſch ſar mit vris alſo das wmirte. 1„„*2 8.— 44 G 78., ander gantz in allen hend ein wol Lerſtu./ WMe65 auch in dien e⸗ Kungreich vnd Iuſeln vunden baꝛ onſ bun le me chen beyderle⸗ geſchkecht vndereina nder s die vSidẽ Ch) Nach Un die Scham bedecken/ die andern natkẽd/ all 8 wardo it die wir bei vns Moꝛen nennen vm blauffen: der Moꝛ en Landſſics auch daaunheben: Jee wo⸗ nungen vnd hůſer geleichen ſich Ren Nitten ats dee axi aeis doꝛfleut in vnſern landen ůber die backoͤffen maol webeg hůſer Niein voner noch irem willen tragen wo hyn ſie zů won n ii ſ Ha ber aſſer Inſeln nd landen iſt vberfluſſ sch vil gyrhesehn n kelbe So — 22 3. 3 3öꝝſꝝſſ 3* 9 9 5 werden dar iñ gemacht vyl keß vnd Anter zuet den der ge. gene waßhſſen iſt/ darz vil wilder in aſche iſt mani Ferlerabentůr erfundẽ werden/ Vnd ſ xe vid felt der ende vll Kolts/ do von der Poꝛtugaltſch ichh· din untz ſchlacen vnd muntzen leſt Ober Re ynken ſein das goſe nit arbeiten noch ver werchi kunnen. 0 ᷣ . b 8 8* * 6 5 , — 5 r 8 “ ———— 41 ₰ — . a a 24 2 N. ... L2i dnk,e,heuue. — 70 1 4 A 4 4. 5** 8— i /ny 71, /4 3 ) I — n71- 1 4 Le. 1 — e, M S 8 · . N 4 4 g* Ws re Ie. Te de k 8 e 4* 1ℳ, it 4— 4 NANA 48s 82* X e. Mpfecfi, A geA Aee 4 1 1 A e M 4 4 ſß 8 Aden. 4 7 Soa 6) — 2 7 . 4 =M * — E. 717 . 3——. 8*— 2 1,„ 7, 8 4 1— 1— 9 8 1. 27 d. — —. s 8. d * 7 4 1 8——— 8— 2. 8— 1 L.. .. 3— 8 2* 8 8 1 Diß volce braͤucht noch nympr dei ynen gantz Kein gel’/ ſunder alſein ſeltzam auenturige ding/ als Spigel Meſſing ring/ lang bla we Ciin ſtallein tẽ. vñ der geleichen mani gerlei was yn ſeltzam iſt vnd vnen do hyn bracht wire,2e Sege ſie ware vmb ware/ vnnd was ſie haben vnd bei yn wechſt ſtuck voꝛ ſtuck:noch yver liebe vñ zymlicher achtũg der faben ding/ Gewechs der bawm ſ eyn übertreffener groͤſſe. Vnnd wert diß land der angetzeygten Juſeln Tauſant vnnd Fyerhundert meylen. 3 3 vff den eylfften tage des Qprillen ſandi der kunig ſein Son zu vn⸗ ſerm ſchyff da ym ſein hoflut vñ dyner groß ere an derhen das dy vns narꝛen weiß vnd ſpotliche geacht wu rde/ da lagen wir achtag voꝛ dez kand ym hafen mit xix ſchiffen. Vff den Fiertzehen tag des Qprillen da ſegelten wir hynauß acht meyln von daunen da lag dy fluͤr Ber d: berſten Capeten iern/ da funden wir etliche die mit vns zuͦ Roſra vß wolten faren/ vñ brach vnſer blind rade vß anſtoſſung ande rer ſchiff die wider vns fuͤren/ alſo das wir vff funffhundert meilen allein vnd nit mit der flut fuͤren biß vff die nochuolgen zeit. Vff de xv. rag des Qprillen ſegelten wir mit der ganden flůt vß von der Schwartzen doder Moꝛen land biß vff den groſſen Golffen⸗/ der do iſt Tauſant pyr undert meylen breyt biß an den Kaben ſperantzen. vnd von dez Ru⸗ nig Biſſegit iſt pꝛiij. meiln inn Has land hynem/ Do iſt ein ander groß kunigreich vil hundert morß lang vnnd geyßt der Kunig von Genneya vnd iſt ein boͤß landt von leuten vnd faulem kufft/ Vnnd als /vir quamẽ an den kaben werdon do leit ein runder Felſchßoder Beigk im Mere/ der iſt ſere hoch vnd wonet nymant daruff Vmb den „Berg ſein groß Bawm wol ſyer cla fſtern dick vnd haben bleꝛter Fe⸗ leich den Nuͤßbawgen vnd tragent frucht geleich den kurbſſen. vff dem Golffen als vos ſteet da ſaylten wir vnder der Sonnen vnd Hem Mon durch ſo ferre das wir den Polum Qrticum oder den wa⸗ gen nit mer geſehen kunten. vnd den Polum Qntarticũ als bald inn vnſer geſicht emp fingen. vf dẽ QMere iſt vil wunders von fiſchen/ vnd rſunderlich ſein vff: dem Golffen vil kleiner weiſſer fiſch die haben ſin gel ʒu geleicher weiß als die fledernuß vnd Hygen vff mit großen han fen geleich andern ſoͤgeln. Wir ſegelten auch ſo tyeff in See das wir weder fiſch noch ke inerlei creaturen mer funden vnd was gelrich aks ein wiltniß vnd eynsde. Darnach ſegelren wir wyder vff de Ka⸗ en de ſperantʒen: dañ wir waren douon geſegelt wol tauſaut vnnd fyerhundert meylen Vnd als wir wyderkamen vff Syben hunderdt meylen noch dem kaben: was im Junio: do was es ſo kalt als in vn⸗ ſern landen vmb wei nachten Vnnd vff dem Golffen quamen ſo Froß ſchleg regen vñ geh winde onuerhůt oder onuer wart/ alſo das ſie weꝛ die ſchif vmb ſtoſſen ſo nañ ſich nit bey zeit verſicht. h 7 4 99 9 2„.) 7 4 2zX 9— 72 ““ 8 * 4 3 . 3 4———— 0ͤͤ88ͤ8ſſſſſſſſͤͤͤͤ 8 2 4 “ „ 8 3 K 2—,— ee—— ſobö —=u 4. Hr — ) 4„ 2 Wir fuͤren fu rterhyn eyn vñ kamen beyʒao. meylm nit bey den kaben alſo dʒ wir kang mewuſten wo wir watzuvbiß das wir paſſit waren vñ furen noch vit lo. meylen/ dz wir nitmereken kunten in welcher degdne wir meres oder landes xerẽ ſo kyeff waren wir im ere Doch noch lang weil gem ſegeln Kahen wir vff. das leſt das Fyl domine vñ walfiſch die warẽ faſt groͤß vnd uͦber waſſen lang/ dar ʒu ander fiſch „die auch grußlich kang vnd ſchmal waren/ vnnd ſeilten alſo ab von dem Kaben werdn wol funfftzehen wochen das wir weder land noch ſandr ſagenn„.. Von Viſegfitz biß an deuanben de ſpeꝛautzẽ do facht ein ander lant an doͤ ſeyn auch ſchwartzen oder mores vf vnd die in wöͤner dieſſ er kande iſt ein halb wild volck/ vñ ſo du ʒu yn kuniſt gebẽ ſie dir wol ein Och⸗ ſen oder Schaf vmb ein clein ſchaͤl oder meſſer Es ſein vil thyr vñ fyh im ſelben land/ vnd nympt das volck des ends auch kein gelt vnd gat alles nacket ſunder die Scham bedeckẽ ſie mit hultzẽ oder kederen ſchei den vnd bynden den iungen knaben yre ſchwentzleyn ůber ſich Es iſt ſunſt ein luſtig land von gutten waſlertz vnd wolrychenden krutern: vnd iſt ſo gar vol ſands das mañ vñ fra en vnden vf breidem leder beynoh den groſſen panthofeln gleichfexmig gen Ir etlich haben auch von fellen der thyre kkeidung vmb ſich hangen geleicher geſtaldt wie mañ iñ vnſern kanden kurtʒ mantel tlegt Ir vil haben auch yre hare mit gummi vnd bech vſgeſtoßen vñ zu einer hoflicheit vnd zur vil vñ koſtlich edelgeſtein dar yn gehen cl⸗ beheft Sie haben ein ſchnelle ſelzam wunderliche ſ Prache vn ſe nnendengevnd er der erden. Nach obgeſchribner verhandelung la der funfftzehendẽ wochen vff den vix. tag Julij da ſahen wir vil fil/ vnnd ongenerlich ůͦber zwo ſtund Airnach da erſahen wir ein 9 zwiſchen Safalij vnd Mun⸗ ſibich vnd ſuͤlten noch ʒut ʒeit an keit laſd ſunder furen furt an/ do iſt ein ander In ſel die lert von dannen hu derr funfftziet meiln am kand hyn/ vnd heiſt die hauptſtat dariñ Killi wa: dzuſt eLin kunigreich der heiden ᷣff den xxi. tag Iulij ſatzten wwir ancker voꝛ die ſtat kil liw vnd vnun ij.tag des monats furẽ wir mit allen potren ſpa tzyren in den hafen voꝛ des kunigs hauß vñ begerten von im wyßẽ ob er vns fryd oder tribut wolt gebn/ aber wir kunten keit fryden ver nẽmen ſunð woltẽ ſ mit vns krygẽ vñ was kein ander zů uericht do Vff den. vyiiij. rag des abgeſchrihen monadts do fuͤren wir hyn mit ganzzerxhr mit Acht ſchiffen wol gewapet vff ein ſtutz gantz on⸗ uerſehen dez widerteile moꝛgens frw zu der Seas vnd ſcho ſſen erlich Heyden ʒu tod vnd blunderren als bald vßf die ſeigen zeit ‚Die Stat vñ funden vil reichrumb mit Golt Silber Perlin Sdelgeſtein vnd ander koſtbarliche kleidung vnd huben an vff den ſelbẽ tag als bald ein 1c. loß zů bau wen. Vnd vff den dxvij. tag egemelteg monats do was der 4 1. 6 — 8 Sum——— =— J= 4 3—— —— — — 4 — 5 — 2 4 2— — — 2„ 3 7. n öoöoͤ u 7/,— 3 ℳ— iſiil 311 1.1111 1A4, nem gantʒen kungreich ʒu allerzeit v ef vff den forden tag Qug aſti do quã der 1 1 1 groſſen eren vnd gerlichkeiten/ in beyſ⸗ vyn Kurſten v nd heren/ als ſich dañ des ends geburt vnd gewo nheit iſt zu eim Hertzogen gemacht/ bea ventz dar tragen ſie ir vnſtlich vnd haben ſinſt in yrez leip gantz eſhn uu uwu nrue 4,ſd ſas kunig als bald wir die Stat ingeuðmen(atern: hynweg Sefloge mit 1 einer groſſen zal heyden Da macht der Heliprwañ ein andern Rung 1 mit groſſen herlichkeiten vnd eret vnd Erðd uet Nit einer Cron als einem kunig zugehoꝛt/ vnd gab ym Jas kbui grich yn mit allex recht doch dem kung von Poꝛtugal rxe x. vnd eholt zu ſein/ vnd im mit ſey eit vnderthen glichgehoꝛſam ʒu ſein. ———— r echt Lunig den wir voꝛmals voin land vertriben herten widerumb ʒu kand/ vnd als er erfor dʒ ein ander kunig erwelt vnnd beſtedigt was, den er dañ wol leiden mocht v d liep hat/ dañ er hat in von kynd vff ſxyner kuniglichen reg ruugs bey im gehabt vnd erzogẽ/ do wolt er nit wider begeren kunig ʒů wer⸗ den den geſatzten kunig auch kein intrag in ſein regirung thun/ ſunʒ der begert er das vß ym eyn Hertzog gemacht wurde/ Des er alſo voen dem nuwen kunig vnd allem volck gewert wardò Vnnd auch alſo mitr ————— ſtetigt vnd mit land vnd luren wide rumb b. gabt vnd ingeſatzt Vvnd vff den ſechſten tag des Augſtmonats ſchiekten wir vns all widerũb 2 zůͦ ſchiff vnd ſtieſſen von kand vnd ſeylten hyn weg noch bombaſa⸗ In dieſſen landẽ ſeyn ſeltzam auenturig Schaf haben breit kurtz ſchꝭ kein vnſtlich/vnd ſeind Zie Rew klein vnd feiſt vnd vff dem ruck gCoy rechr/ die Hyrtzen ym land ſein geleich den gyyſſen vnnd hoch als die roß/ vnd iſt vik feldrs dariñ mit fruchten/ von Bonen vñ Erweiſſen Es wachſen auch Palmiten bauln dariñ/ do von hat das volck Wein S8 Eſfigk Ole Waſſer Naß Honig zucker c. vñ hahen von dieſſez bauum wo ſechtzeherkey frucht vnd ander wanderbarliche denge die mir alle ʒu offenbaren vertrußlich vñ zu lang weil daruf ging zubhrelde 1. vff den nünden tay Quguſti in der nacht do heten wir Croß angſt vn ſoꝛg das vff vns eyn ander frembd ſchif oder zwey lauffen ſolten/ wir varen hart an meres ſtaden/ des halb die ſoꝛg deſto groͤſſer was/ vnd begegeten vns vi. ſchyf aber gtot der alniechtig behut vnd verſahe vns 1 mit ſein gotlichen genadꝛe⸗ das wir von den ſchiffen allen og ſchaden quo⸗uen. Vff den Dreytzehenden tag voꝛgemeltes nzonadts quamen wi 2u rzehen ſ chiffen da den hafen võ Monba ſe vnd das volck der ſe bensꝛgene waren PMerfude Das ſelbig land hat gar eyn ſchoͤnen ha 1 fen oder anzart/ vnd vff eim oꝛt de elben ſtadens heen ſie gebauwen ein onſegtlih ſtarck holwerck Daradß ſie ons mir ſchyſſen ſer keidda en vnd er gerrang theten aber durch verſehũg Criſti Jeſz vnſerz gime Se ichts us ſchuffen/ ſunder wir ſie vß dez Volwercc tig mor aumit yrer habe biß in die ſtat Nun was eyn z iie gynauß vfein felſen gebaut/ do ſaͤylten wir foꝛthyn d* 9 3 N D *— 4— 3— 9 — 3— —— e. . 2 ⁸₰ X 5— 8 W 2 S —* 65 9/, Ws 72 . 5 G um dun⸗in 15 alſo vo t a Halſomi d pacs ſit 3 4 34 ch,, 1ierd, Kekbaſa. 1 urtz ſch — ————— 11=p gam ruce Shals di rrwaſſet =ce wen bauun = mirakt hraben. uulſtri wir9 as/ vnd 7 ſahe vus ſchaden 3 quamen — ck drſ V Fonenh ☛ ———— — e — „ * 4 — S —— — —= —“ 5 8. 3 — — J2—— T— 3—— —— —— S Arus, —“ 8 . — Vff den vilü. rag Qugu auffen troͤſtlich an vñ vf den funſtzehenden tag des augſtmondes do ward vns er iſt furſehung zuha ben dar wir nit ubereylt vñ vyde dem grund ſten bleib vnd der maß bendtigt warẽ das keyn ander bill. dañ allein gottes vnd ſein genad do was Vnd ander ſcheff die wir bey. Blyben wir ligen bey dem obgedachten Bolweeck hye oß vff dem me * 8 voꝛ die ſtat hynweg da fu nden wir nit vil feind iñ/ wir legten ons do fur vnd ſcho ſſen mit gro ſen ernſt dar yn vnd vertrvben vnſer feynd. vr i noch mitẽtag da furen wir an dy Stat da ſchoſſen ſie mit bogen vnd buchſſen/ vñ wu rffen mit ſteinen greußlich vnd verderbren vns vikl folcks aber es was alles ouüerfen gklich/ Wir ſchoſſen an zwei en oꝛten fuer in die ſtat vnd verbranten yn vil heuſer vnd voꝛ vñ ee wir ſollichs thethen tryben ſie zwen Elephantẽ voꝛ vns un vnd her trutzlich zu vertrůſß Quch funden wir drew kemelthyr in der ſtat vnd dar foꝛ im felde/ Die ſtat was vaſt ſtargk vñ mit engen gaſſen die zugewinnẽ nit wol muglich was/ aber mit anruſſug vñ ilf got des almechtigẽ griffen wir vnſe⸗ feind in der ſtat mit zweien ernſtlich mit ſtoꝛm beſtritten/ vnd als vir in dye engen ſtraſſen vnd gaſſen der ſtat quamẽ alſo das keiner dem andern wol weychẽ mocht trungen wir mit gewalt onuerzegklich d ar duirch⸗ do wurffen die mo ren vnd heyden ſo onnꝛenſchlich herauß Kegen vnd vlf vns: alſe: wo es nit ſunderlich gotres wil geweſſen onm glich das wir in der ſtat het ten moͤgen blieden Ober durch gottes verhen gknis vñ furſehũg bleyb manicher heyd rod/ vnd der vnſern wurden nit mer dan zwen vmb ir leben bracht Wir eroberten vñ(chielten die ſiat mit groſſer ſro ockũg vnd da nckſagũg got dez almechtigen Ols wir nun vaſer«ꝛdenung in der ſtat geſchic t vnd vns zů plo: dern geruſt hartei/ wurden wir ge war das der kinig ſich vß der ſtat gethon het/ vnd mit ne onzal kerlichem volck er moꝛen vnd heyden beſamelt vnd geſtee kt betten/ vß der ſtat getrungen wurdẽ Wir veroꝛdenten Kegen ynen eyn war⸗ zuuer ſehen die ſtraſſen das wir ongewarner n it Aurch die feind ůͦ Fer⸗ allen wurden vñ fingen an zů plo ndern vñ funden ſo groß gut vie voꝛangeʒeigt das mir alles zuoſfenbaren onm gᷣlich, got ſey swig kob⸗ ere vnd gloꝛi amen Vff den achtzebeſten tag Qi⸗ guuſti ruͤſtẽ wir n wyder hyn weg zuſeylen gegen einem kunigreich heiſt Melline vt.x. als wir dahyn vß dem hafen ſeylen wolten da quaz das ſchiff da n ich faͤrder lenhart genant:iñ groſſe nor/ vnd durch ongeſtymme de⸗ wyndes woꝛdẽ wir von den fortunen an Sas land gewoꝛffen mit ſo licher ongeſtymigkeyt das wir das ruͤder verkoꝛen vnud vnſer ſchit vff. vns berten/ von den wir zůͦ herbrig an genoõmen vnd behalten waren re ſunder růde Moꝛgens frů w treͤib vns des meres ſtrame wideriũ b fur Sie ſtat/ das geſchach vf den neuntzeheſtẽ tag des Qugit vnd fin genl als bald edie zymerlut an vnd machten vns ein ander t der/ das E ſonds n vnd v= moch 11 die ma 6 voch n ſſat e gbkeyt 3 vmeit 18 Aid (= nung mwir — atzzal 4† betnn/ Ir iyyder 1n am war sdu er eut vie ig lok pir = iwarot dem lr Avidert vnd fin —* der/103 V 1 „*„ ¹ 8.. ö A — ℳ 7 S den wir das ſchif vß dez hafen in das mere mit groſſer ſch werer arbeyt vVnd vf den vyiij tag des Qugſts gingẽ wir mit funf ſchiffen ʒů ſeil 5 vñ cher ſchif varen eylp als wir die ſtat gewonnẽ/ der kamen zů dem erſten zehen voꝛ die ſtat vnd das eylft bleib ein tagreiß hynder vns iñ die Teurſchen kaufleut hetẽ drew ſchif Das erſt hyß ſant Iheronomus b das ander ſant Raphael vnd das dryt ſant Lenharts ſchif Diß drew ſchif waren iñ allen ferten vnd ſtreytten. Zůͦ dem erſten het der kunig Emanuel von poꝛtugal nit mer dañ drew ſchif die ſein eygen waren Der andern etlich warkn der kaufleut vß lombardia die auch bei dyſer — fart ſchüfheten Item võ Killi wa biß gein Bombaſa ſein lox. me⸗⸗ len/ Vñ von Bomboſa ſein vxv. meiln zu einer andern ſtat haißt 01 lyndi vnd iſt ein eigen kunigreich Der ſelbig kunig was vnſer gunſti ger frund vnd het alweg krieg vnd feintſchaft gegen dem kunig von Bom baſa LEr thet vnſerm volck groß ere an/ Seyn hauptmann ſaͤylt vus entgegen mit funf ſchiffen wol funf meilen/ das wir der ʒeyt nit gein Millindy kamen Der kunig was gantzʒ wol zů fryden das wir ie voꝛgemelt ſtat alſo geplondert geſchleift vnd verbrant hetten dañ noch dem plondern verpranten wir was voꝛ hyn nit verbrant woꝛdẽ was vßgfeſcheidẽ die gema werten gewelbten heuſer die warẽ ſo ſtarck vnd wol verſoꝛgt das wir dye ſelben nit verbrennen mochtẽ. Vf den obgenãten vxiij. tag des Qug ſtmoͤndes ſaͤllten wir wyder von Bom baſa nemlich vf ſant Barthokomeus obend in der nacht/ vnd moꝛgẽs ggen tag kam ein ander ſchif ongeſtymiglich gegen vnd vf vns her laufen alſo das groß ſoꝛg was wir wurden ein ander verderben Dar ů brach vns eyn flugel von eim ancker ab durch groſſe kreft ee wir võ ein an der quamen als wir dz erſahen ſaͤꝛlten wir lang am ande hyn vnd herꝛe. Vf den xxvijtag gedachtes monats gingen wir zu ſaͤyle uber den groſſen Golfen von Mengen zů faren mit viiij. Schiffen/ vnd iſt zoo meyln von Milindy biß iĩn Indiam Vund furen darnach vf dem Golfen biß vf den vij. tag Septen bris/ da erſahen wir wyder land Vnd iſt da ſelbſt dy geegene von India ein kunigreich/ vnd heiſt das land vnd kunigreich von Cananoꝛ Vnd als wir vß dem Golfen ſaͤllten vnder der Sonnen biß wir wyder land erſahẽ. Vr den x iij. tag Sexytenbris do huben wir vnſern aͤncker widerumb vß vnnd ſaͤylren noher eim eyland heyßt An ſediffe da lagẽ wir xxviij. tag/ do was ein ſchoͤner hafen vnd als wir dar auamen do woner nymant vff dem ey⸗ kand/ wir bawten do hyn ein Schloß vnd beſatzten das landt mit li ten Dañ in gantzem India kein hafen iſt da mañ ſich bas beſchirmẽ kan voꝛ ſtoꝛm Vnd wañ es yn vnſerm land winter iſt ſo iſt es Som⸗ 8 cC. 2 ward vßgemacht vnd bereidt vf den vxij tag auguſti Darnach wů⸗ roſſer not als ich voꝛ angeregt hab/ das ſelbig ſchif hieß Raphael Vñ mir in India/ wir ba wten auch vf dem eyland ein galleen? Von deꝛ * ſelben kand nit ferꝛ kagen ſtarck Stet vñ kunigreic/ dar zu vff dem gebirg ſtarck Schloß/ Vnd ee wir vß dem G olffen des Meres drey tag reyß Feſegelten dem land zů/ do furen im mere vil Karyffen vñd ſch⸗— kangen an den ſchiffen hyn vnd here/ bey dieſſer gegene iſt ein Kung reich vnd heiſt der kuug von Ommoꝛ/ vnd in der ʒeit als wir alſo Ho lagen/ do quam ein ſchiff mit vit Moꝛen vnnd zymlicher zal Roße vß dem mere mit ſturm iñ den hafen/ dem furen wir mit etlichẽ botten vnd bu xen entgegen vnder augẽ:alſo:das wir ym furkomen das ſie das land nit erꝛeichen mochten vnd von dẽ wind geanſtiget wurden an ein felſen ʒu treiben vnd lud vnd pferdſo dar iñ waren vß ſchwym nien muſten vnnd vder ſeynen furteyl ſ ucht ſo beſt er mocht inn das gebirg vnd felſen ʒu flyhen/ Die pferd ſtunden bei yren ſruden/ vnnd ʒerſtyß ſich das ſchyff gantʒ vnd gar zu ſtucken/ ſollichs alles geſchah in obgemeltem kun greich/ das volek des ſelben kunigs vnd kandis behielten die verfaren menſchen vñ pferd noch yrer gewon heit in ſchif bruchen: alſo das vns gantʒ nicht do von zů teyl werden mochte. vff den xvi. tag Octobris gingen wir widerumb zů ſayl(vnnd ſeyn von Qnſediffen vv:meiln gein Ommoꝛ)da quamẽ wir vffſant Lux obend hyn/ vñ ſandt der hauptmañ ein Tollien zu dez kunig vnd lyß die pferd foꝛdern an yn Outwurt der kunig ym were douon nicht zu⸗ wiſſen. Vnd wolten wir zu fryden ſein ſo wolt er vns ſpeiß vnd was er in ſeim land het verkaufen/ mirteiln/ vnd gut frund mit vns ſein So vns aber das nlißuiel vnd nit annemen wolten. ſo wolte er vnſer vnd des glucks warten/ vnd het als bald beyeinander beſamelt ooo. geruſter mañ zů ſtreitten. Vff den vviij. tag Ockobris: das was vf ſant Luy tag in der nacht frw voꝛ tag mit xviij. botten das ware Soo man kamẽ wir ʒu der ſtat des kunigs in vſgang des tage⸗ Da ſahen wir ein kand daruff ein groſſe ſchar volcks/ alſo das der hauffen nit was zů zelen/ vnd ſtunden alle in weiſſen hembdern ſunder were vñ wolten vnſers Hauptmans willen gantz nichts vo kubringen/ Der Hauptmañ hieß vns vnder ſie ſchieſſen: vnd als bald wir 23 g*ſchu vß geen lieſſen/ do flohen ſie all ſchneel hyn weg/ vnd kurtzlich erſchy⸗ nen ſie widerumb am ſelbẽ ende mit gro ſſer menge zunꝛ ſtrei t geruſte nit ſchoͤnen Schilten vnd Schwertern noch yrer land ſitten gewap pet Sie hettẽ auch in der ſelden gegene am geſtatten des meres vil koſt licher ſchiff in gewertig Wir wurffen iñ yre huſer vñ ſchif erſ⸗ chrocken lich vñ ernſtlich fuwer/ vnd theten vns widerumb iñ vnſer botten vn ſchoſſen vnder ſie/ aber vff dem lande harren wir nit vil handels mit ynen/ ſie achten auch vß vnſer ſchyſſen nit groß/ vñ ſtunden kecklich gegten vns/ alſo dus wir nit vil raups von ynen brachten⸗ Wir ſchickren vns wider zů ſchyff vnd ſaylren vff den ſelben tage widerum langs dem land noch gegen Cananoꝛ Vnd vff den xxij. ras 1 Pt ni Auͤdam 1ugs 1 pnd i. *= Ptint ochn ¹=(vmd 1r fffan ugw on nich 1 aißeh 1 anitvußſ olteerm ſamate = Nas u das un 4 t/3ut P ehaufta * der ven itinge rSg = zlich ſtrattgn e ſitta g 2 Fnerch nſ ifa ſ = iſer bom — andes A ndan fa +ͤ — da ſelben Aau v „dsb ris quamen wir iñ ein gegen do funden wir groſfeu ſchatz vnd handel/ ven Perlein Edelgeſtein/ Imber vnd Canek Der Kunig vom kand kam zu vnſerm hauptman vnnd ertzeigt ſich aller fruntſchafft gegen im/ veroꝛdẽt vnd ſatzt in auch noch ſeim tod añ ſein ſtar ʒů eim Kunig. vff den xyvij tag Occobris ſuren wir naher Gurſchin ʒů vñ vff den xpviij. rag gemelres monats vnd was vf Simonis vnd inde in der ſelden nacht ſeilren wir voꝛ Kalkan hyn/ vnd vff den xxix. tag Ocobris am moꝛgen folgten vns fyr ſchiff vol ſambucken von Kala kuten. Vff den vyx. rag ſazten wir vnſer aͤncher voꝛ Gutʒyn vff ein meyl bey das kandt. Vff den tzweiyten tag/ Nouen bris fingen wir an ʒu laden Pfeffer mit fier ſchyffen/ nemlich den Tenhart/ den Ra⸗ pfahel vnd die Sudia/ Vnd noch kadung der dreyer ſchiff ſageften ſie yn gegen Ca nanoꝛ Do blyben wir mit dem Zenhart kygen zu Der ſel ben ʒeit kam der kunig von Gutſchin ʒu vnſe:im Hauptmañ herabe vnd gab ym ein guldi Cron/ die ym der kunig von Poꝛtugal geſant hette/ wir kagen alle geladen biß vff den. xx. tag des obgeſchriben mo nats/ vnd vff den Criſtobent kamen wir gein Cananoꝛ/ vnnd blyben da ligen biß vff ſant Steffans tag/ da wurden wir genðtigt das wir vßladen muſten in zwey ander ſchif in den Raphael vñ in den Cei⸗ ſeyon/ die ſelben tzwey ſchiff namen vns mer dañ 26oo. zentner Pef⸗ fers/ Da bliben wir lygen biß die flůt zů vns qua me mit funf ſchiffen hiß vf den tzweiten tag Ja nuarij Da ſaylten ſieim namen gottes ge Fen Poꝛtugal vnd biybẽ wit allein voꝛ Cananor kygen vnd vnderſtũ den an dern pfeffer vnd ſpetzerey zů la den bys noch zwey ſchyff zů vns uamen die zu Gutzyn geladẽ heten vnd mit vns gein Zyſibon ſolten berde, vff den vxi. tag Januarij Do ſaylten wir in dem namen der heiligẽ Triualtiglkeit mit dreiẽ Schiffen von Cananoꝛ noher ſse tugal langs das land hyn biß vff Onſediffen/ vnd da tʒwiſchen iſt ein Kunigreich hißt Batakalla vnd was feynd z. Vff den funfften tag Februar da ſaylten wir vnder der Sonnen hyn iñ Golffen von Me⸗ gis biß vff den achten tag Marci/ da funden wir land vnd heyſt dye Inſel xſtnacht/ bey der ſelben Inſeln waren wir Iao meiln von fir⸗ men lan/ vnd 40. meyln von der ſel ben Inſeln leyt ein andere Inſ el heiſt ſant Chriſtoffel da wechſt ymber vff vnd iſt ſunſt ein fruchtbar gut land/ vnd iſt vil fleiſch vnd ander ſpeiß in der ſelben inſeln/ ſie leit loo. meyln vom rechten kande/ das ſahen wir vff den eylfften tag des HergenDalgon wie zwen tag vnd ein nacht das wir nidan diein ſel kunten kommen dañ es quam eyn ongeſtimmer wynd der warffe vns an fyrmen land. Vff den viiij tag des mertzen ſahen wir fyr⸗ men land so meiln von Monſebick da furẽ wir langs das land hyn byß vff den nuntzenden tag marcij/ da ſatztẽ wir ancker voꝛ der inſeln Monſebiet/ vnd machten vnſeꝛ ſchiff rein/ vnd luden yn waſſer vnd ſd ℳ 82 4 XNN——— üjüjj—— N... 4— — 7— 8. ——* 5 4 8 W 4 8 — 4 A* 8— 7.— 8— 3 4 5 8 4, S S— 6— 2 3 7 4— 25.—— 3 8 5 2— 6 8— 4— 2— — 7.. 5— — M ee,ue — 8 u ſ. NB,——. , Ne 5 X 8 X — —— — ———;—— —— naetz/ vnd kagen da biß vff den diitz rag des Qprillen/ vnd ſchyden vff jw den ſelden rag von Monſebick noch dez kaͤben de ſperantzẽ/ aber ee wir r n die Inſeln Moun ſebick quamen da ſaylt die mandenele vff grundt daſ das ſie alle meynten ſie ſolten do bly ben ſeyn/ vnd als wir iñ dem ha⸗ Foc n waren da lud mañ die gancz ſpetzerel vß vnd ſatzt ſye an grundt/ b 5 vnd macht ſie wider gantz/ dañ ſie hat ein bruch uberkoͤmen/ wir fun ſic den auch do ſelbſt ſpeißgtenug. nner/ geiß/ ſiſch zc. da ſpeißten wir al 4 onſer ſchiff vad Narnoch ſaylten wir in gortes namen no ch dem ka⸗ an den de ſpe antz on/ alſo ein mol bey land Das ander in der ſehe/ vnnd at eten die ʒeit vil ſturin vnd groſſe not Irez vff den vix · tag des meyẽ ift ach mitrag vnd den ſ etben tag waren groß geſturm: vonn winden dezʒ mere biß vff den Lbend ʒu veſper zeit/ da quam ein groß gewicht 6 andʒ uber das foꝛder Caſtel geſchlagẽ/ vnd zerbrach das Caſtel vnd 1 aas groß ſayl zu ſtucken vnd furt den uberlauff in das ſchyff das ein d h nan biß an ſein achſeln in dez ſ chiff im waſſer ſtunde/ vnd was dar 1 das ſchiff vff der lincken ſeyten gantʒz vnder waſ er:alſo: das keyn iff do was anderſt dañ von got/ den wir ynnigklichẽ anrieffen vns 3 zu troſt vnd hilff zu kommen/ das auch alſo geſchahe/ doch bleybe das ſ ſchiffe alſo vnder woſhir als kang eyner eyn pater noſter mocht betten das es ſich nit heruß kundt ſchwyngen/ vnd doch mit hilff gottes das. eenr der rat vffbrachten vnd voꝛwint lieffe das alſo das ſchif widerũbe na vfquame Quch ſchlug es eim marner dye ſchuſſeln vff das waſſer iin nii das ſchiff da mit das volck kunt arbeiten/ vnd ſchutten das waſſen vb d mit zweyen pompen tag vnd nscht on vnderloß/ vns brach auch eyn pyok pfeffers vff/ alſo das wir noch groſſer not heten das wir nit wol è zum waſſer kõmen mochten Do was groſſer cleglicher iomer erſchroͤck 19 lich zu ſagen vnd hoͤꝛen/ dañ das ſchiff vnd wir waren gandz erlo⸗ X ren Aber dye kunigin aller barmhertzigkeit vñ der heilig ſent jacob theten an vns groß wunderzeichen/ wir wurden auch von groſſer ſch⸗ 31 werer arbeit/ die wir mit vßſchopffe n des waſſers mit den pompen the then vnd alſo das mañ vns kaben muſte mit wein vnd brot dardurch g wir vns widerumb erholren. Vf den vy. tag des meyen hickten vnſ e machten wir vnſer ſayl widerumb ʒů vn nd bereyten vns purter zůfa en/ vVff den vvi tag fingen wir abermals an zů ſaylen vnd furen u biß mitag do funden wir die andern zwey ſchif wider ym ſturm lau 4 fen von vns/ wir ſaylten foꝛt vf l12 meyln noch dem kaben/ vnnd vft 9 dem wege ging vns der wind vnder augen das wir nit weiter kmen n mochten: dañ da was ein pfoꝛt Da lagen wir biß vff den leſtẽ tag des i Mayen vnd verloꝛen da ſloͤſt zwenuͤncker/ aber vff den vxix tag Ns meyen gyng vns abe an wein vnd ſpeiß/ das wir nit mer dañ waſſer t vnd brot im ſchif hetten Vff den erſten tag Junij gingen wir zů aull n deʒ kaben zu mit zweyen ſchiffen dañ der dberſt hauptm añ lieb auch 2. 6 5 5 n =fam es = t am tw iun derit 3 aaſſein =3 dae — uucheen ₰: niit V rerſchüt b u n ut Jach — 2 ſers g ern wen aͤncker da das er iñ den ſthe lauffen muſt/ da ſundenn der vnd was der wind als gyoß das wir widerumb hin der ſio laſſen lauffen noher Monſebick vff gebot des hauptmanus. Vi. zweyten tag Junü hylten wir mir dem gemeinen volck ein rat vj was vnſer furnemmen vnnd anſchlagk das wir widerum be hynd eu⸗ ſich noher Poꝛtaͤ gal zu lauffen woltẽ/ vnd nit gein Monſeb ck ber r wind was ſo groß vnd ongeſtim ym mere das wir do hynt biß v den dritten tag Junij lauffen muſten laſſen/ vnd vf Den ſelberntace Jot der d berſt hauptmañ abermals vnſerz hauprmã meiſter vñ pilotn fpleib vnd giut das ſie nit ſoltẽ von ym ſeylen anderſt dañ gein g ſebkek: da der Inſeln funf beieinander kygen: alſo ſaylten wib init in biß vff den achten tag Julij/ do rufft das volck vnd der factoꝛ mit⸗ meiner ſtym zʒu vnſem hauptman Miſericordi Miſeritoꝛdi/ vnd ba ten yn vmb gottes villen das er ſolt vmbwenden noher Poꝛztugat a es thet not Es was auch nit mae Speiß dañ brot voꝛ dtey monad unt ſchyff/ vnd gantz kein troſt noch zuůͦuerſicht lebens/ dañ wereisvir boõ⸗ men geus Monſebick ſo weren wir all hungers Kaſtoꝛben auch ſch vnd guz verkoꝛen/ Olſo vf den ſelben tag als die Soñ uyderglug ſei en wir widerumb voꝛ die poꝛten do wir die aͤneker ließen/ vnnd iñ deꝛ nacht kam vns aber der wind vnder augen? das wir iñ die ſelbig porr * widerumb faren muͤſten/ vnd kamen da hyn vff den ey lffren tag ni/ wir chetet ein proceß im ſchyf Vnd heiſte die pioꝛt Iahay dels b vf denx iij. tag Junij gingen wir wider zůͦ ſayl vnd auamen vß de. xv. tag zuni an ein ander poꝛt: die heiſt Labay de allagow/ do fii wir dil fiſch/ vnd den vvi tag Junij gingen wit wider zu ſeylvñj a⸗ Loch vff den xviij. tag kam vns der wind widerumh ynderaugen uir abermals in dye ſelbige pfoꝛt muſten lauffen. Vff den vx:rt Jumij ſatʒten wir die potda auß waſſer zu ſuchen/ da funden wir oa Ochſſen kuw vnd Schaf/ vnd verkaufften vnd die qoo⸗ geng vn b ein wenig alts eyſens: vnd wolten ſunſt anders nicht h ben/ wir ſpeißten vnſer ſchife do mit groſer meng fleiſch vnd waſſers. vf den vxvl. tag Junij kam vns widerumb gutrer wind da gyngn wir aber ʒu ſayl vnd theten vnſer bot mit waſſer in vnſer ſchif vnnd ylten mit gluck biß vff den erſten tag Julij/ da quamen wir in on gwado ſamöraß/ vf den andern rag gingen wir widerumb zů ſaut noch dem kaben zů/ da warẽ wir funftzig meiln von Jannen vnd ten guteen gluckſeligen wind. Vff den ſe echſten rag Julu woꝛcene da fahen wir den kaben de bona ſperantzen/ vnnd ſaylten den ſeidenn rag das wir in ymm geſicht behielten/ der windt wae doch die ſelboig nacht vnd tag nit ſo gut das wit yn moͤchten dupplyren. Vfdeu ſybenden tag Julij da furen wir by dem kaben hyn fur iñ *. na nien gottes in den g roſſ en golffen von G eneyen/ vnd iſt Ade 8 4* — , —z 7 6 4 ſhh)ſh 71 7 7 —— ——————————jjjj aꝛ'oder als etlich ſagen oo. meilen biß gein Biſſegicz/ da zwiſchen eten wir manchen groſſon harten ſtoꝛm vnd windt ſage ich euch vo ware pvnd ſoꝛg vnd angſt vnd ſaylten in groſſen noͤten fur/ vnd wa es ends die groͤſt not angſt vnd ſoꝛg wie wir yn fůr paſſirten, wo das nit glucklich geſchehen were es vns ſere baldt gelegen ſola wir widerumb in poꝛtugal kommen ſein Es iſt auch vntbe den kale etkich hundert meilen dieſſer zeyt ſo kalt als es in vnſern landen v weynachtẽ/ die tag ſein kurtz vnd die nacht lang/ vnd iſt der winter in dieſſen zeytẽ am aller hertſten/ ſo die beſt zeit des Sommers in vnſern landẽ iſt/ Vnd ſo du kum bſt etlich hundert meiln in Golffen von Go fen von Gen neya/ da muß mañ widerumb vnder der Sonnen vnnd Mon durch paſſieren/ Quch des geleichen wider den Golffen vo Qen gen als mañ her auß ſeilt muß mañ auch dar vnder durch/ vnd wan mañ voꝛ den kabẽ kombt ſo hat mañ dañ vil meiln fuͤrwind ym gel fen von Geneya. Vf den xoi. tag Julij ſahen wir land/ vnd ein in ſel iſt wol Noo. meiln von dem kaben:heiſt Sant Helena/ da kunnen wir nit zů land kõmen/ alſo ſaylten wir von dannan vnnd ward deu wind kalman erlich tage/ Von der ſelben zeyt ſaylren wir biß vff dem vv. rage auguſti/ da ſahen wir wyder land/ vnd ſeind do ſeldſt ix. Cem der bei einander der namen mir eigenrlich onbekant ſein: Vñ Heißt eung i 8 nſel do ſelͤſt Sant Jacob vnd zwo andern ylle de may vñ yllen ðu fugta/ Vnd ee wir von der inſeln ſant Helena komen do von ein an der Inſel wol ꝛoo. meiln leit/ geiſt Qſſenſion/ vñd von den dreyen in eln iſt joo. meilen geyn Lyſibon/ Wir ſatzten vnſer ancker vor ſant Jacobs inſel/ vnd namen da ſelbſt wyder waſſer/ fleiſch/ vnnd boltz 8. Hoñ vns was aber an ſpeiß abgangen alſo das wir nit langon laud un ten bleiben. Wir funden auch da ſelbſt vil frucht/ vnnd lagen da éz vff den xviij. tag des Qugſtimnonats/ vns kame auch eyn karfelzu das vß dem Geneya kam/ das wolt auch gein Lvſibon ſayln Es weßt auch vf dieſſer inſeln vil ba wmn woll: Vnd vf ylen de mayda werden r. die ſunderſichen wyder geſunt wañ ſie zwey oder drew iare daruff ſen oder aber ſterben/ vñ welch alſo geſunt werden die zyhen darnach w DSerumb wo hyn ſie wollen vnd bleiben hie fur geſunt. Die iv. Inſeln ſein des kunigs von poꝛtugal/ vnd ſein erlich beſeczt etliche ſuin auch l arbeſertzt V/ den viij. rag ſeptembris waren wir von den inſeln 60. meilen da quam ein ſturm windt vnnd rrerb vns wider hynderſich Hee inſeln/ vnd kerten wir nit mer brot im ſchiff man gabe vnſer E an rags ult mer daſ vi. vncz bror zu eſſen. wir wurden ym ſchyff zu n das wir widerumb noher der inſeln ſant Jacobs ſauffen wolten/ annd kam in vffeden viij. tag Septenibris do hyn vñ fauften Reiß vi Keiſch vnd mille in die ſchyff vnd namen waſſer. Qmm xy. tag ſepten gingen wir wyder zů ſayl noch Poꝛtugal/ vñ bald deꝛnoch ward —— alich tag vil volcks kranck vñ fur d fur ye kenger ve mere/ Qm Fie ſier kentura vf den erſtẽ tag Octobewaren xx. mañ vm ſchiff krãck vnd— Die zeit hyn 123. perſon ha ſaylrẽ wir biß vf den pvi. tag 0Sr Na ſaten wir ylle madapspf den xvij. tag Octobtis ſattẽ wir vnd(agen da biß vfdriten tag Nouembris Da gm gen war mder zů ſayle noch Poꝛtul/ vnnd ſpeißten voꝛ yn vnfer ae wein vnd brot zymlicher Weyß. Vf den pij. tac Nouenbris a wir widerumb kland/ das Was der ka be zů ſant Vincentz vnd manen wir der zeir von Ayſibon 5z. meiln Da ſaylten wir lango kan⸗ gyn byß vf den pv.rag Nouenbris und ſatztẽ aͤncker voꝛ die ſtar Lyſi⸗ bon/ vnd garnen do mut dieſſe Reyßn dem namen gottes volnbracht vnd geendet/ Dem ſey Ere vnd gleuymmer vnd ewigklichẽ Qmen. In Safalln iſt das voſcf reich von Molt vnd nimpt auch kein gelt in dè ſel bugen land ſunder geben ſie vuware vñ gut vmb gemolt docken Vß Neſſem Qrabſchen land eſt detzgeyligen drey kunigt einer geboꝛn ostaſa(en noch Monſcbick. alenoch Killiwa wol jo. meiln vñ iſt an kunigreich mit einer ſchoͤnẽ gehautẽ mechtigẽ haubeſtat Vnnd noch dem ſelben(ceit aun ander unpeich vvitij. meilen Mecllyndige⸗ nandt. RKambeyen vnd negen(y gen Narnach langs an dem meer/ alſo das ich nit weiß wuꝛe weit eings von dan andern leit’/ aber das weis ich das von Melliudt uber den golffen vWmengen in der brreite Joo. maln gis zů der inſeln Anſediffen iſt., Da bey leir ein ander Inſel vñ kunignach deißt Qmmoꝛe/ vñ hebt ſich da ſelbſt India an in dyeſſer gegegalhgen vil ander kunigreich der namẽ mir onkundig Von diſer In aff jo. meiln gein Ranaoꝛ/ vñ 10 dem ſelben lande ſain Synden Froßberge, daruff vnd vmb Pfeffer vſi ander mer Spetzerey wechſt/ vñ forn gegen dez mere iſt es in ſchoͤn kland mit Palmiten baumen wol g Vnd leit kallakuten zwoͤlf zeyln von dannen/ vnd da zwiſchen rit ein groſſe ſtat heiſt Banra nym/ vñ. v. meiln von kallakutẽ leit An Stat heiſt Kanoꝛ/ GVIS H Nℳ eyn groß kunigreich. da von — ò dDer Heyligen drey kunig einer ges weſſen iſt/ ſeit foꝛt hynein/ vnd wn du in dein ſelben land biſt ſo geſtiz vnder den Palmiten bawmen/ vnd iſt ein reich kunigreich von Spe? gerer. Der Pfeffer wechſt geleich als ein Weintrauabe vñ iſt ſchoͤn ctrün/ dañ ſo pfluckent ſie vn ale vnd durrent yn vff eym Tuch 2Eua Sonnen Er wirr zeyrig vmß ſant Martins tagt: oder Weynachten dañ vntb die ſelbige deit iſt es in den landen am heiſten/ vnd inn dem goßen Sommer geacht. Rilkalon dz kunigreich leit zwiſchen Gn meiln von Kollon/ Es iſt ein reich la ndpẽ „ 4 4 18 4— *—* * 4 8 2 * ————— —“+—————= — 3 1 88. * ws vñ mañ der gegen haben lang ſchwartz hoꝛe vnd geend nackẽet , eſcheyden yr ſcham deckent ſie mit Tucher n. Es wonen fyerley ge⸗ 4 Mlor⸗ nemlich Nayer: das ſein Edellut/ ugua Buren/ Bremen die Heydendie ſelben haben dielgantz kauffman ſchatz vnderhan Keeſſer kand Quch wonen vnder ynen Juden/ Sie haben ſtreitbar wo fen Ein Parthey Hantbogen/ die andern Rundt ſe chilt vnd bloß Sch werr/ ein teil ſpitz das ander voꝛn rundt/ vnd erlich tragend ſpießlein H„vod gand alle nackent zů ſtreyt Die kaufleut der ſelben land haben all weyß hembder an/ vnd weiß tucher vmb die koͤpff gewickelt. In dieſen Aanden ſein auch vil Turchen die yre kaufmanſchaft zů Rananoꝛ trei en vi haben iñ India vik Schiff/ do mit treiben ſie ire gewerb geyn Mengen vñ Kambeyen auch in ander voꝛgemekt lande vnd Inſeln. Vnd ſo der kunig von Gutſchin wil in einem kleinen ſchif ſpatzy an faren ſo ſytzen ſein Edellůt voꝛn vnd hindẽ im ſchif mit yren waß ſen/ vnd der Runig vff eym banck vnder ynẽ mit geſchren glrẽ fuſſen vnd ſtet alweg einer voꝛ ym vnd helt ein rundt gedeck ůber yn da mit er ym ſchatten macht das yn die Son nit breñ. vnd gat alweg eynem an ſeiner handt Vnd ſo er ſpatzyren wil ſo volckt ym fur vnnd nach in hofgeſinde vñ volck mit yren wapen vñ waffen Seyrẽ vñ andern .155 pielen Truͤmmeten/ Boͤgen/ Hoͤꝛn er Schalmeyen e. mit gpeoſſer zak vnd frolo ckung · DOailacken iſt eyn Ru ngreich vnd leit etlich hundert meyln Hynder don. Vnd kommẽ vß dieſſem kande Negelein vñ Muſcaten/ dañ dy ſelsbig wurtz wechſt nit iñ India · Der obgenant kunig võ Poꝛtugal eaſſen ſuchen vnd erfaren ob noch dieſſen kanden mer in wonende manſchen ſich halten/ aber was erfunden vnd ym do von offenbart iſt mir gantz onwiſſend vnd verboꝛgen. dem Hynder Rananoꝛr/ Kallakuten vnd G uczyn/ da iſt einer von den eigen drey kunigen/ Vnd noch Kallon da iſt ein groß mechtig ku reich das heißt Arſinien/ Vnd hat der ſelbig kunig xij. kunig teg⸗ ich zu tof reytẽ ye einer reicher dañ der ander/ Es leyt auch ſant Tho as im ſelben land begraben. Vnd dieſſen kunigteiche iſt eins genãt eriyen da hat auch der tzeiligen dreier kunig einer iñ gewont Vnnd gentil volck/ vnd betten Chriſtum vmſern erloͤſer an/ Der ſelb. ꝗ furr auch groß krieg vmb Chriſtus gfaubens willen wider dye Ggen vnd heyden. lacken iſt firmen land/ dar iñ ligen zwe Inſeln/ da koͤmen MNMe Ker ee vff en Me ein vad kein ander ſpetzerey Die ander laguarij/ vñ weſcht n icht 1e we⸗ Ser eru 2 H 8 er Sprengers iñ einer Sum geoffenbart Im lar noch Cheiſtus geburr 1.†·O.9 6— 4 2 4 8 11 2 8 4 7 5 1. 2 1 1 4 8 u 1.1 4 8 449 ALAnA 6*- 1 „ 6 1 ** ,“ ——— Ein unvollständiges Eæemplar von Balthasar Sprengers„Merfart' in der Gie- Bener VB.— Zu den 4 bis jetzt bekannten Exemplaren von Balthasar Sprengers „Merfart vñ erfarung nüwer Schiffung vnd Wege zu viln onerkanten Inseln vnd Kunigreichen... O. O. 1509“, die Franz Hümmerich in seinen„Quellen und Un- tersuchungen zur Fahrt der ersten Deutschen nach dem portugiesischen Indien 1505/6“(Abhandl. der Bayer. Akad. der Wiss., Phil.-hist. Kl. 30, 3. 1918 S. 45) namhaft gemacht hat, ist seit kurzem ein weiteres Exemplar hinzugekommen. Unter den Handschriften und Inkunabeln aus dem Besitze der Kugelherren bzw. der St. Markuskirche in Butzbach, die 1771 auf Befehl des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt nach Gießen in die dortige UB überführt wurden, befindet sich auch ein Exemplar des 6 bändigen bei Anton Koberger in Nürnberg 1485 und 1486 erschienenen Werkes von Nicolaus de Tudeschis:„Lectura super quinque libros decretalium“ einschließlich des Repertoriums von Alphonso Diaz de Mon- talvo, von dem Bd. 2— 4 in einen Band zusammengebunden sind. Unter der in den Einbanddeckeln eingeklebten Makulatur fand Hermann Knaus(heute StB Trier) 1937 in Bd. 6 und dem Repertorium Bruchstücke der Sprengerschen„Mer- fart“, von denen freilich zunächst unklar blieb, ob es sich um einseitig bedruckte Korrekturabzüge oder um doppelseitig bedruckte Abzüge des Reindruckes handelt. Erst beim Ablösen von den Einbanddeckeln stellte sich heraus, daß es tatsächlich doppelseitig bedruckte Abzüge waren. Leider war ein Bogen doppelt, so daß von den 4 Bogen des ganzen Werkes nur 3 Bogen gewonnen werden konnten und zwar die Bogen a, b und c. Das Exemplar ist also unvollständig. Eine Vergleichung der von Hümmerich, a. a. O. S. 45 f. angeführten Varianten zeigt, daß es F sehr nahe steht. Eine Variante findet sich z. B. auf Textseite I, Z. 18, wo F„fur te in Kalle- kutten“ hat, während G(das Gießener Exemplar)„furte in Kallekutten“ aufweist. Der Erhaltungszustand von G ist im allgemeinen gut. Nur hat das Papier infolge seiner Verwendung in Einbanddeckeln durch Holzwurmfraß gelitten, hie und da sind durch das Ablösen einzelne Worte unleserlich geworden, wie Textseite 2, Z. 1/2 und Z. 34 ff., oder die Blattecken sind so stark ausgefranst, daß die Zeilenanfänge fehlen, wie z. B. Textseite 5, Z. 40ff.— Was die Druckerei betrifft, aus der das Werk hervorgegangen ist, so glaube ich nach nochmaliger eingehender Typenver- gleichung mit ziemlicher Sicherheit sagen zu können, daß es sich um einen Druck von Hermann Bungart in Köln handelt. Die Type kommt jedenfalls der Type M 44, 78 bei Haebler, Typenrepertorium I, S. 36 am nächsten, nur daß das Zeilen- maß nicht 78 bzw. 79, sondern 80 mm beträgt; vgl. jedoch dazu Haebler, a. a. O. §. Xff. FR. P. MITTERMAIER, Gießen lfnnn—— 5 —.—— 2— hat, welche die wissenschaftliche Welt auf ihn gesetzt hat. Immer wieder ist hier(vor allem Bd. 39. 1922 S. 467 und Bd. 42. 1925 S. 343) von der glück- lichen Entwicklung berichtet worden, welche die Vatikanische Bibliothek im Menschenalter genommen hat. Die Verbesserungen gehen un- mittelbar auf den Papst zurück, der sie schon während seiner Präfekten-Zeit ins Auge gefaßt hatte. Sie beziehen sich im wesentlichen auf zwei Punkte. Einmal wurde man in bezug auf die Zulassung zu Bibliothek und Archiv noch de Programm Leos XIII. weiter, 80- derungen, welche der Bibliothek ein letzten halben großzügiger und entwickelte das umfassen dann erfolgten tiefgreifende bauliche Verän ganz neues Gesicht gaben. Man begnügte sich nicht mit einer neuen Benutzungs- ordnung, es trat dazu eine starke psychologisch-erzieherische Beeinflussung des dem der Gedanke nahegebracht und zu eigen gemacht wurde, daß vornehmsten Pflichten gehört. Hierin liegt ein kunft fortwirkendes Verdienst des Verstorbenen. derung der Wissenschaften Klerus, Bibliotheksarbeit mit zu seinen besonders hohes, weil in die Zu Mit seinen nächsten Beratern auf dem Felde der För d Pius XI. in ständigem, engem geistigen Austausch. Es sind drei Kar- dinäle, der Deutsche: Ehrle, der Italiener: Mercati und der Franzose: Tisserant. Das Verhältnis zu Kardinal Ehrle, seinem Amtsvorgänger in der Leitung der Vatikanischen Bibliothek, war ein sehr enges: Durch die Erhebung Ehrles zum Kardinal und durch die besonders feierliche Ausgestaltung seines 80. Geburts- tages ließ der Papst seine Gesinnung nach außen hervortreten. Hinter diesen Männern stand eine Schar erfahrener jüngerer Gelehrter aus den verschiedensten Nationen, die insbesondere die umfassende und schwierige Arbeit der Hand- schriftenkatalogisierung kräftig förderten und dafür den fürstlichen Dank des stan hohen Ex-Präfekten empfingen. Mit der deutschen Wissenschaft verknüpften Pius XI. mannigfaltige Verbin- dungen. Er verstand die deutsche Sprache, ja sprach sie sogar, las deutsche 10* führt in 132 Spalten über 0o0 Titel von Druckwerken, Büchern, Dissertationen, Abhandlungen und Aufsätzen an und läßt auch die Büchereien ersehen, welche die einzelnen Schriften verwahren. Dankbar empfunden wird, daß der Bearbeiter bei deren Auswahl die Grenzen nicht allzu enge z0g, sondern daß er auch Druck- erscheinungen, die nicht unmittelbar mit der Post zusammenhängen, wie Reise- bücher u. dgl., mit aufgenommen hat. Verstehen wird man ferner, daß er mit Rück- sicht auf die Überfülle des Stoffes andere Arten postalischer Druckerzeugnisse wie Dienstanweisungen und vorschriften, Postberichte, Kalender, Reichstags- und Landtags-Drucksachen aus dem Verzeichnis ausschloß. Die Büchertitel beginnen mit dem lIahre 1s 20 Zum erstenmal Sgewinnt man ainen vollständigen TIberhlick ler ist — glück. di ek im wen un⸗ Stew Zeit 1n unkte. Kiv noch 1 ler, 80- dt lek ein atzungs⸗ ieng des ne, daß miegt ein benen. aften ii Kar. zasserant. mang der zles zum Seburts- diesen densten zar Hand- anank des t Verbin- deutsche 10*¾ tationen, ſelche die Bearbeiter an Druck- ariie Reise- mit Rück 4 gnisse Wieè 1 1 besinnen tags und Iſberhli cb — 5* —— — ——— — 2* 81 eAq ,eᷣ ——— — A— —