Grabſchrifftder Qde⸗ len Ehrnuheſten vnnd Tugencreichen Frauwen Eua von Watzdorffs des Edelen vnd Ehrnuheſten Caſpar von Watzdorffs zu Erde⸗ born Gemahels/ So den 17. Octobris Anno 157 3. In Gott ſeliglich ent ſchlaffen/ vnd den folgenden9. zur Erden iſt beſtattet worden. Seſtelltl 5 Durch Wendelinum von Helbach zu Eckhardshauſen in der Graffſchafft Buͤdingen Pfarꝛherin. Getruckt zu Franckfurt am Meyn/ Bey Martin Lechler. Anno D. M. LXXV. 888ſſſſ“ TINVM SCRIPTVM PER GO TTH ARDVM HELBA CHIVM VVendelini fiilium. (omis hlanda faceta, venuſta, pudica, fdelu, Chara viro, ſancta de probntate, ſuo, uæ vere rarasiner numeranda maritas, Hac Eua à IV. atzdor, cõödita moleiacet Sed nõfama iacet, pars aut quæ ppria celieſt, Nam ſolum corpus terrea maſſa iacet. V n u e 2 cas u Lvſu u Evun n Niua Sku 7 Grabſchrifft der Edelen Ehrnuheſten ond Tugentreichen Frawen Eua von Watzdorffs des Edelen vnd Ehrnuheſten Caſpar von Watzdorffs zu Erdeborn Hemahels/ Goden 17. Gccobris/ Anno 1573. In Hott ſanfft vnd ſeliglich eutſchlaffen/ vnd den folgenden g9. zur Exrden iſt beſtatttt Je ligt ein Edels Weib begraben Gezirt mit vielen hohen gaben/ Ein Hillbrantin vons Vatters ſtam 1 Die jm Caſpar von Watzdorff nam Nach Gottes ſchickung zu eim Weib/ Da man nach Chriſti Gburte ſchreib— Fuͤnffzehn hundert fuͤnfftzig vnd ein. Am Sontag Jubilate fein Ihr Beylager gehalten wart Nach Adelichem brauch vnd art/ Eua ſie mit dem namen hieß/ Den ihr der Vatter geben ließ. b Darnach am tage Blaſij/ Den dritten Februarij/ 1. Gott ihn ein junge Tochter gabrbh Die man trug bald er nach zum Grab/ Vber zwey jar mit groſſem leid Seodachter jhrer Eltern beid. b 8.» Am * 8 *— 24 8 Am dritten tagdes Neyenſte Zur Erden ward beſtatt alhie. Mit namen hieß ſie Cathareinl/ Das heiſt in Teutſcher ſprache rein. Im drey vnd fuͤnfftzigſten ernaeah Durch Gottes ſchickung es geſchach/ Das ſie abermals ſchwanger wirt. Vnd einen jungen Son gebirt. Den ſie eintrechtig allebeid Nanten Vulrad mit groſſer freud. Im INertzen am ſiebnzehnden tag Sie gantz gluͤcklich mit ihm gelag. Als man ſchreib fuͤnff vnd fuͤnfftzig jar/ 3. Ein junge Tochter ſie gebar/ Am ſiebnden tag des I ertzens kalt/ Die war gar ſchoͤn vnd wolgeſtalt Darumb ſie denn auch haben wolt/ Das man nach ihr ſie nennen ſolt. Des volgend jars im Wintermon 2 Gebar ſie aber mals ein Son/ Den erſten Sontag im Aduent/ Welchen der Vatter Caſpar nent Nach ſeinem namen/ Wie vorhin Welchen der Todt mit grim vffreibb⸗ Sein Weib thet mit jrm Tochterlin/ Als man fuͤnfftzig vnd achte ſchreid Der Der Mey kaum drey tag hat gelauffen/ 1 Abs er in Gott thet ſanfft entſchlaffen. mdm In welchem jare ſie zuuorn 8 S n Hat jhren dritten Son geborn/ 17, Der von jhn Dauid ward genant/ She Alber der Todt kompt bald gerant/ I Vnd nimbt ihn weg durch ſein gewalt/ Daer jetzt kaum war worden alt Hundert vnd drey vnd dreiſſig tag/ Welchs tod jhn bracht von newen klag. Als man nun in der ordnung fuͤrt ““ —— Sechtzig vnd fuͤnffzehn hundert jar/ Als der dritt tag des Mertzens war Biß auff zwo ſtund mit ſeiner nacht Verfloſſen vnd zu end gebracht/ Beſchert jhn Gott mit freud vnd wun 6. Heeinrichen jhren vierden Son. Da man darnach ſchreib ſechtzig zwvey/ Vnd Sanect Tiburtz jetzt ruekt herbey/ 4 Welcher im Nonate Aprii * Gleich an dem vierzehn tag gefiel/ VW1 — 3 — — A2 8 . “ . — 1 — — 7. Chriſtoffeln ſie gebar zur Welt/ I Der wart der fuͤnffte Son gezelt/ Er lebt nur ſieben tag vff Exden/ Da muſt er auch begraben werden. Schreib nach Chriſti des Herꝛn Geburt 15) i Wie —ͤſά—“““ 8 8. 9⸗ Sechtzig vnd fuͤnffe/ ſie gebar Wie man ſchreib fuͤnffzehn hundert jar Zwey junge Toͤchterlein zugleich/ Die ſind gantz ſchoͤn vnd tugentreich/ Am tag Alberti/ Welcher lag And dem vier vnd zwentzigſten tag Des vor beruͤrten Nonds April; Die erſt Rebet nach beyder will/ Die ander Heſter ward genant/ Si8nd beydin heylger Schrifft bekand/ Wie ſolchs ein jderman wol weiß/ DOer ſie geleſen hat mit fleiß. 10. Nach jhn ſie Barbaram gebar In dem acht vnd ſechzigſten jar/ Den ein vnd zwentzigſt tag im Meyen/ Die war das letzte Kind am Reien/ Vor Nittag vff die Welt ſie kam/ Nach Mittag ſie der Todt hinnam/ Welcher keins IMNenſchen nicht verſchont/ Die bſchienen wern von Son vñ Mond/ In maſſen er dieſer Natron Auß groſſem zorn auch hat gethon/ Dadurch ihr Junckher vnd die Kind Banltz inniglich betruͤbet ſind/ Doth woͤlin ſie von jrm trauren laſſen. Vnd widerumbein hertze faſſen/ Sd DVon dieſer Welt geſchledeniſt/ In ſtarckem Glauben vnd gedult Dadurch man kompt zu Gottes huld/ Da ſie amleben iſt geweſen/ Sonder die heilig Goͤttlich Schrifft/ Vnd ſonderlich da ſie vernommen 2* Das nun ihr end herben ſey kommen 5 Das ſie ſich des von hertze n grund 14 Getroͤſtet hat zur ſelben ſtundnr/ Das Gottes Son/ der Werlet lich/ Johannes an demeylfften ſpricht⸗/ Die vfferſtehung vnd daß leben 490 Bin ich/ das ſolt jhr faſſen eben/ Wer glaubt an mich/ ob er gleich ſtirbt/ Er doch in keinem weg verdirbt/ Sondern hat noch in ſich das leben/ Daß ich mitten in Tod kan geben/ Vnd wirt in alle ewigkeit Vom Tod ſein ledig vnd befreit. Ihr Pfarꝛherꝛ frumb vnd wolgelert Solchs von jhr ſelber hat gehoͤrt/ Drumbals er vff den Kirchhoff kam/ Hierauß er ſein Predigte nam/ 6 iiij Vnd Vnd gab ihr des mit reichem ſchall Ein zeugniß fuͤr den Leuten all. Des lebens war ſie muͤd vndſ ut Drunmb ſie in jhrer kranckheit bat Man woͤll nicht bitten Gott fuͤr ſie/ Das er ſie laͤnger woͤlt alhie Laſſen in dieſer argen Welt/ Der nur das hre wolgefeltt/ Vnd fragt nicht viel nach Gottes Wort/ Sondern woͤlt mit ihr fahren fort/ Sie durch die kranckheit nemen hin/ Domit der Todt werd jhr gewin. Gott woͤl vns auch ſein gnade gebn/ Das wir feind werden dieſem lebn/ Vnd trachten nur mit hohem fleiß Nach dem Himliſchen Paradeiß. ar osr caOoN. ConDlItyr A Wa Dolrf caſparl b0C coſt⸗ ſepvl Chre.