. Der fa⸗ 8— 6 4 “ 13 3 1 4 3 3 3 4. 1 1— emem ehrach enſtzon drryen Per⸗ ſonen/ b als b Danieln eiuem Frantzoſen. Kobberteneinem Englaͤnder. und 1 an einem Hollaͤnder. RRtan:tesenrn heescnael Neen Menehe 3et Gedruckt im Wunder⸗Jahre 1672. * * g —. 3 8ſſſſſſſſ“ 8— 4 Jan. „( Uten Tag/ihr Nachtzarn⸗ guten Tag. G Daniel. Aueh guten Tag/ mein Nachbar; Ehemahln geſcha⸗ he es ja noch wol/ daß ihr ein Nachb ar⸗ Geſpraͤche mit zuhalten pflegtet/ nun aber hat man euch in etlichen Worden ſeit die Pro greſſen der Franzoſen in Niederland ſo groß worden/ nicht ver⸗ nommen. Jan. Kein Wunder. Dann ſelbiger Zeit hattet ihr mit unſen Nachbar Nobberken/ der ein gebohrner Englaͤnder iſt/ ſo viel Nu⸗ mors und Geplaͤrte/ daß ein ehrlicher Hollaͤnder es nicht hoͤren mochte. So woltet ihr auch allezeit Recht haben/ wie euer Koͤnig Ludwig/ und kamt immer 2. oder 3. Mann ſtarck; Das ſuund mit nicht an; Beſſer daß man weniger zuſammen koͤmmt/ und dat erhaͤl die beſte Freundſchaffft. Robbert. Ey wie nun/ ihr Freunde/ finde ich euch ſo bey ammen/ ich dachte die alte Nachbarſchafft were gar auß.— Jau.. En fehlt auch nicht viel. dann wann ihr bey einander ſeyd/ hat niemand was zu ſagen. Duͤrffte aber ein ieder ſein Wort dazu ge⸗ ben/ wie das in unſer alten Nachbarſchafft auffm See⸗Teiche uͤb⸗ lich war/ Elekarten/ wie wolte ich loß ziehen. Ich bin zu frieden⸗ Nachbar Jan. Mein was habt ihr doch! Iſ es was heſonders/ ſp ſol mirs angenehm zu hoͤren ſeyn/ wie dann boffendlich auch unſerm Nachbar. Robbet ö Gewiß/ ich habe meine Luſt an was neuem Jch ſitede 2 Lantzen Tag mit meiner Purſche auff der Taffel/ und ſie machen Anir den Kopff ſo warn/ daß ich froh bin wann es Abend wid/ dant ph ein freundlich Geſpraͤch mit denen Nachbarn haben moͤg. 9 5 ſun. 4 mm demit kymna frdnmieſkh Naiinſceftafnet elne. bs Nden Dm dahn JIn Nanee3 mnz maema apenſe lader Jebbert en L mbs fehen⸗ 4 rich aufde Tf u d trh kin vam alhtt a dan lutenſin mehr lange Hauß halten wolten. d 4 — Daß neue /ſo ich habe/ iſi allein dieſes/ daß der Koͤnig in Fraͤck⸗ teich nach S. Germain gangen/ ſo bald er des Printzen von Vra⸗ nien Erhoͤhung verſtanden/ und das die Frantzoſen in denen erob er⸗ ten Staͤdten alſo uͤbel Hauß zu halten beginnen/ als ob ſie da nicht Dann wann man auß einem Hauſe zeucht/ hoffret man wol noch einmahl drein; Alſo thunde/ wind niemand mehr als der Konig in England betrogen ſeyn. Daniel. Iſts anders nichts. Der Koͤnig hat ſo viel Affairen in Franck⸗ reich/ daß er eine Tour auff dahin thut/ umb ſo dann mit mehrerm BVolck wieder zu kommen · Iſi daß ſo eine große Sache? Das kan i 1 ich nicht ſehen. Auch bleiben ſeine Generalen/ der Printz von Con⸗ de/ Marſchall de Turenne und andre noch in Niederland/ die werden das angefangne Garn wol vollends abſpinnden. Robbert Wie nun doch/ Nachbar Jan/ bringt ihr ſchon wieder euren alten Schwatz/ und ſolche fremde disc unſen vor den Tag? Ey mein/ worinnen ſol ſich der Koͤnig in England wol betrogen fin⸗ den: gweyerley Dinge kanich zugleich nicht handeln. Mit Danieln zu reden von der Frantzoͤiſchen Sache/ und mit euch von der Engl./ das iſt meine Meynung nicht; Und eben das iſt Urſache geweſen/ daß ich eure Geſellſchafft ſo lange geſcheuet/ und mich nicht/ als an⸗ dre Nachbarn/ beym Abend⸗Geſpraͤche eingefunden. Ich wolte ſonſt wol zur gnuͤge darthun/ daß der Koͤnig in England in dieſer gantzen Sache trefflich betrogen worden/ und noch mehr betrogen werden wird. Vom erſien dann wil ich ſchweigen lieber/ machet das letzte wahr/ daß der Koͤnig in England betrogen/ wo/ und von wen Ein⸗ mahl iſt ſolchs nicht geſchehen vom Kenſge in Franckreich. “ Rob⸗ . 6 3. . 8 66— 3 2 1 ——— ☛‿— 1 35—.— 3— — 4 6 “— 5 8 1 82 ö 1 — 8 Twein s ua—“ — ö** L — ͤ 4 8“— 6 — oo 4 3 . 4 ——¼¼Q¼DQ¾ QQ—–»–»» 3. 1 8 2— e Robbert. Das iſt gut/ laßet dieſe Materie unſern Diseurs ſe ich ver⸗ ſichre mich/ das wir dieſes Suͤndgen wol werden zu thun Wwihee es ſcheinet/ unſer Nachbar habe hiervon einen vollen Vorrath. Jan.. Mehr als zu viel hat in 9 Koͤnig in Franckreich bettogen als er mit ihm durch ſeinen Miniſter in England und mit dem lotd Montagn in Franckreich einen Accord machte. Der Känig in Franckreich hat nun viel Jahr nach einander armiret/ und auff ſeine Seite bracht viel Potentaten der Chriſtenheit/ umb den Krieg wider Hoitandmit mehrern Progreſſen zu fuͤhren. Vor allen Dingen aben war noͤthig/ das England den Frieden mit denen Vereingten Pro⸗ vintzen und inſonderheit die Triple Alliantz/ die dem Lollis al ein Qver⸗ Holtz im Wege lag h brach/ wie er das auc treu⸗loß gethaͤ hat Vber das taſtete er unſre Smirniſche Flotte an umb de Krieg ſelbſt vorerſt zu beginnen/ damit/ wann er mit denen Niederlanden Kuitg hette/ nicht ſchuldig were/ den Suceurs zu leiſten/ den er Krafft obr⸗ erwaͤhnter Alliantz/ an uns zu ſenden obligirt. Dann England wuſte wol/ das es/ Kraffr ermeldter Traetaten/ umb die zugeſagte aſſ ſten⸗ von Ihren Hochm. auffn Fall feindlicher Attacque/ wuͤrde erfotden werden/ und eben drumb hat ſichs auff dieſe wunderliche und unen hoͤrte Weiſe davon loß machen wollen. Franckreich hatte zwar ihm die Smirner Beute zugeſagt/ doch allein als ein Wildpret/ daß e elbſt fangen muͤſte. Iſt er dañ damit nicht betrogen geweſen/ ſoſweiß ich nicht was Betrug iſt. Der Menſch iſt auß aller Gefahr der Thorheit/ der bey ſeiner jaͤhlingen Erhebung klug bleibet; Der abet/ b ſo mit dem Schiffe aͤußerlicher Gluͤckſeligkeit nach dem Windeale Gottlosheiten ſegelt/ der gehek zu Grunde, Daniel. Die Frantzoͤiſchen Louiſen und die großen Gelt⸗Summen/ de der Koͤnig von England von Franckreich genoſſen/ ſeynd ja wolgw⸗ weſen eine Anleitung/ den Bund mit Holland zubrechen; Dann das pahre Geld wird ſo leicht nicht/ als irgent bloße Zuſage uma dn Euan alf Kars ulcen a „* e fndetig m e. Dananag Jal fandüche Aünxum ſics ufiſtuart danvolen Funtnaſt 8/ dchalen uu Nh ai dameniehenegumn Da Mrich aicht ngeE ſ ienßkuüehe der Gaſeen ugdad Arn Gex Deral mͤmiinßler Frnnch wdſ h run: Helm untne cus tzon diß fen. Noch andre zuͤltigere Rationes aber ſind dazu kommen/ war⸗ umb England den Krieg wider die Hollaͤndiſche Nation angefan⸗ gen. Darauß erhellet/ daß der Krieg von ſelbigem Koͤnige auß kei⸗ ner andern Urſache herruͤhre/ als auß einem formirtem Deſſein umb die Grent⸗Steine ſeines Gebiets ſo weit hinauß zu ſetzen/ als ſein Ehrgeitz ſich irgend außbreiter. Robbert. So meyne ich auch/ was die Attacque auff die Smirner Flotte anbetrifft/ die war kleiner Wichtigkeit/ und gleichſam nur eine War⸗ nung/ den Krieg wider die vollaͤnder zu beginnen. yhan Recht ſo/ die Rationes/ ſo er gehabt/ ſind wol mercklich/ ja laͤ⸗ cherlich gnug in ſeiner Kriegs⸗Declaration erzehlet/ es were beſſer geweſen/ er haͤtte es gemacht wie der Koͤnig in Franckreich und keine Kationes geben/ als welchs mehrentheils und in der That keineKa⸗ tiones/ ſondern ein Theil frivoje Prætexten ſind. War ihm nicht weiß gemacht worden/ daß dieſe reiche Beute/ die es auch in der That war/ihm dienen wuͤrde/ ein groß Stuͤck wegs in den Sommer den Krieg wider die Hollaͤnder zu fuͤhrene Vnd daß er ſie ſonder Schlag und Stoß wuͤrde koͤnnen erobern/ weil ſie nur wenig Kriegs⸗Schiffe bey ſich hatten? Daß es auch zur Zeit Friedens geſchehe/ und ſo viel weniger verdaͤchtis vor die Capitaͤyns und Schiffere/ von einerſo fernen Reiſe kommend/ ſeyn wuͤrde? Was geſchicht aber/ att die ſe Schaffe nach ſeinem Wolffs⸗Neſte zu ſchleppen/ ſtellen die ſich/ als ſie kurs vorher von Englands Anſtalt gewarnet/ ſo Mannhafft zur Wehre/ daß ein ieder/ der es hoͤret/ alterirt ſiehet; Ein Schiff allein/ ſo etwas Namhafft/ ſel in Engl. Hand/ die andern kamen oh⸗ ne Schadrn heim/ nachdem ſie die treuloſen Feinde ſo zugedecket/ daß ire meiſten Schiffe Schadhafft und mit Toden angefuͤllet/ zuruͤcke weichen muſten(Ein Schade viel groͤſſer als die Beute.) Iſt dann der Koͤnig in England dadurch nicht betrogen worden? Er hatte ja Rechnung gemacht/ die SmirnerFlotte alſo zu gebrauchen⸗ damit er die Kriegs⸗Koſten auff 5. oders. Monat drauß haben moͤchte/und 5: den 31 noch noch dazu einen Theil der Beute vor dem Hertog von Jong und deſſen Haus als welcher der vornehmſte Anleger und Außfuͤhrer di ſes loſen Stuͤcks iſt. Daniel. Ich muß mich wundern/ daß unſer Nachbar Jan die Sache ſo umbſtaͤndig zu erzehlen weiß⸗ Nobbert. Ey was ſoler? Er hat die Sache nicht recht gefaſſet⸗ N 4 Koͤnig in England hatte keine andre latention/ als durch dii a ction mit der Smirner Flotte dem Koͤnige in Jranckreich zu gefal⸗ len den Krieg zu beginnen und ſehen zu laßen/ daß er nicht gcbund e waͤre an obberuͤhrte Triple Alliantz. Daß er aber ſolte auff die Wen⸗ * ke geſehen haben/ und mit Entwiſchung derſelben ſey betrogen wor⸗ den/ darff man nicht denckn⸗Konig ſind nicht See⸗Naͤuber, Wie fein wiſſt ihrs doch beſſer/ Nachbar Robbert. Alle Welt lacht England uͤber dieſem Betruge auß/ und die Kauffleute zu Lon⸗ den/ als ſie hoͤreten/ wie das Werek außgefallen war/ ſagten: Has iſt ein Schandfleck vor die Crone England/ daß man de⸗ nen Bundgenoſſen und Bruͤdern/ ſonder einige rechma⸗ kige urſache/ zu ihrem Verderben/ alſo auf den Hals faͤllt. Das Rauben und Stelen der Englaͤnder Gottbeſſere es.) iſt nun ſo gemein worden/ daß die VBielheit das Andencken verhin⸗ dert/ und das Vorbild die Schahm bedeckt. Dann die Vielheit der Exempel(ach allzugemein)zeugengnugſam/ das alle Welt feſtiglich glauben mus/ das alle Gottloſigkeiten in der Welt/ ahne Unter⸗ ſcheid/ groͤſſer nicht ſeyn koͤnnen/ dan ſie ſind ſo gar hoch geſtiegen/ auch ſelbſt bey dene/ die ſie billiger daͤmpffeẽ ſolte. And noch mehr iſt Larldieſe Somer mit ſeiner Kriegs⸗oFlotte und bey der Attacque in See wider die Hollaͤnder betrogen worden. Robbert... Wie nun ſo hefftig heraus gefahren wider die Englaͤnder ins⸗ gemein. Ich dachte/ wir wolten allein ſchwatzen vom Koͤnige in England ins beſonder. Aber es iſt eure Weiſe/ daß ihr ſo den Stock zu⸗ — — —————,— 3, zuweilen untern Hauffen werfft. Sagt dann an/ womit der Koͤ⸗ 6 Naa nig dieſen Sommer iſt betrogen worden: So viel ſeine Flotte ange⸗ 54 A hert/ die hat ja allerdings das ihre gethan/ und die Hollaͤndiſche Flot⸗ Nobbert. e mit Courage angetaſtet. andr. mana Ich bin auch ſehr begler dieß Dinge zu hoͤren. b b Rdem He 1’b Fan. dſe dmergan Allen iſt bewuſt/ daß die Niederlaͤnder/ ungeachtet durch dieſe 4 nzulaßa, 6; lick Actie 1eAS Fr di⸗ K AST. rrnEF⸗ di Ti* ⁹ 4 lians.Daß uirn Feindliche Aciones auff die Kauff⸗Schiffe die Commereien tur⸗ enſegn chtfas Liret/ und der Friede gebrochen war/ dennoch keine Caper oder Re⸗ „Kan Biftag preſſalien⸗Schiffe in See geſandt/ dann unſere Staten mehnten 2 ſwoncena gant vernuͤnfftig/ daß es leichter were den Krieg an zu treten/ als ſol⸗ J. chen wieder auffheben/ und daß dem einſt angeſteckten Feuer weder hke atir u Ziel noch Zeit koͤnte geſetzt wer den. Daß Freunde/ wann ſie in den G nge uf ex bf Krrieg vertielen/ die hefftigſten und bitterſten Feinde wuͤrden. Durch b nar Erfahrung befinden wir/ daß das heiſſe Waßer im Winter durch dig umeer lahde den Froſt eher harte wird/ als das kalte. Alſo erfreuert auch die Hitze dNidguſ 1 M der Freundſchafft gar jehling durch die kaͤlte der Feindſchafft/ und B 1 dndaeg etweckt ſehr bittern Haß. Nichts iſt hefftiger als Haß zwiſchen Daderden T uf Bruͤdern. Dieſes aber ungeachtet/ bindet England an das eine B⸗ teie drErgaanigeni bkel noch ein groͤſſer Vbe/ und vermietet ſich an Frantk reich umb eine ede Vrhh d Flotte in See zubringen/ und mit der ſanñt der Frantzoͤſiſt chen Flotte wuir 1 n zugleiche wider die Hollaͤnder zuagiren/ wie das auch geſchehen; Als din dmh man aber im heiſſeſten des Treffens war/ ſind die Frantzoſen durch⸗ ſmt gangen und haben die Engl. Mietlinge in der Poͤckel gelaſſen. Sie tamni Vihh muſten ihr Geld verdienen/ es war ja billich/ daß die Meiſters davon an dinſteſreſtrtte gingen/ und die Knechte die Spitze abbiſſen; Da/ wie wol zu den⸗ mgndümfff ſata cken ſtehet/ der Koͤnig von England vermeynt gehabt/ daß die Fran⸗ Kregs petema kKoſen vorerſt und vornehmlich fechten ſolten. Heißt dann das nicht ctrwen rordn. betrogen werden⸗ Iubbe Neddar.. 9. 8 No erk.. rhrehh So viel groͤſſere Ehre habens die Englaͤnder/ als weniger dir Ie aſteaamt Frantzoſen ihnen geholffen. 1 K — Was vor Ehre mochten da doch holen z2 ſom gegen eine ſo kleine Republic als Holland iſte Und he laͤndiſche Flotte gleich totaliter ruiniret/ man wuͤrde doch geſagt ha⸗ Frantoſen den groͤſten Scha⸗ ken gehabt/ und am gleich tavorilirte/ de ben/ 2. gegen einen iſt ein Mord. Vber das nun daß die auff die Flucht gebracht/ haben die Englaͤnder wol den gelitten und die meiſten toden und verwundte folgenden Tage/ ob Wind und Wetter ihnen h Schlacht nicht reaſſumiren duͤrffen. So daß Canl nicht wenig betrogen worden/ wann die Frantzoſen ihm nicht gebuͤhre fen/ und die verhoffte gaͤntzliche Ruin der Nieder Jan. nicht erfolget. O verdienter Lohn vor einen Als mit dem ſelbſt die Frantzoſen den S pott ſo treuloſen Mietling; treiben und ſagen/ die Englaͤnder haͤtten das Werck allein verrichten moͤgen/ dann ſie wu ſten wol/ daß die Frantzoſen nicht gute Seeleute waren⸗/ ſie haben 4 Geld gnug von Franekreich dazu bekommen/ und was dergleichen Reden mehr. Iſt nun das bey unſern Freunden und Bundgenoſſen d nicht klaͤglich/ und bey unſern Feinden nicht laͤcherlich/ ja ſchimpff⸗ lich/ daß wir/ als Nachbarn und Allürte einander durch einen ſo un⸗ erhoͤrten und Gottloſen Krieg ruinirene Iſt ſe Thorheit/ und uns beyden Sch es nicht eine uͤber/groſ⸗ ade und Schande/ daß wan die lie⸗ ben Wangen des ſo ſchoͤn⸗bluͤhenden Friedens mit denen ſaltzigen Trauer⸗thraͤnen der innerlichen Truͤbſahlen/ ja mit ſo viel unſchul⸗ digem Blute beſprengete Were nicht beſſer/ in geſegneter Ruhe und guͤldener Freyheit gantz friedſam mit ſei zu unſerm beſten/ als nen Nachbarn zu leben zu Schimpff und Spotte bey unſern Feinden ſich waͤltzen und ſuͤhlen in einer Hoͤlliſchen Furie und faſt unverſoͤhn⸗ licher F Ichme yne/ ein Schul⸗ koͤnn en. Nicht mehr als billich/ eindſchafft/ zu derer Auffnehmen und unſerm Untergang? Junge ſolte den Außſpruch leicht machen Daniel, kleinſte und beſtunn allein in 32. Capital⸗Krie Englaͤnder waren uͤber 60. Segel ſtarck⸗ dann die Frankzoiſche Flotte war die ge⸗Schiffen/ und die oh aichtige Koͤnige tten ſie die Hol⸗ buͤhrend geholf⸗ laͤndiſchen Flott⸗ A e— enc alerpenchng nurde gun Serutgm azu kaho 1 wama, nhaa tan Jarzenmalaäet rm llrrr aanzere nezmun Nanic N a Schden Schm 4„1 Aahenden Ftedanz vim 4 7 34 a' A Dſ 9 W ** Darncckbeſe/ ugß a fraͤſmmiſann ue zchepff md Epott cur 5 4 1 ur helſſchenmemire r Lffrwand rſelt dxptrda Viprict „7 Dar §/ dande rmüte aaEniu deset Ecgrſiut⸗ 4 n mfen Inmnuah 6 1 9 4 Robbert. Recht gebt/ und auff die Weiſe wird er ins kuͤnfftige nur mehr auff⸗ ſchneiden/ dann der Hollaͤnder Brauch iſt/ das/ wann man ihne die Hand giebt/ ſie den Arm noch u3 dazu nehmen. b an. Were ich als ihr/ ich wolte es nicht geſtehen/ dann der da be⸗ kennet/ wird Bus⸗faͤllig. Der Koͤnig ſelber/ als er das Durchge⸗ hen der Frantzoſen vernahm/ und das ſeine Flotte mit ſo kleinem Succeſſe wider die Hollaͤnder geſchlagen/ nahm ſein Bonnett vom Kopffe/ warffs auff die Erde und ſagte: Der Teufel ſpielet gar mit der Frantzoͤiſchen Leichfertigkeit/ und den ſols reue/ der mir zu dieſer Sache gerathe hat. Der aber beklagt ſich vergebens/ der ſich zu ſpaͤte beklagt. Nicht weniger iſt der Koͤnig von England betrogen worden mit ſeinem Placat von der Religions⸗ Freyheit durch gantz England. Das iſt ſelzam. Hiernach hat man viel Jahre verlangt/ und in England ſo viel unſchuldig Blut vergoſſen/ umb das die Biſchoͤff⸗ lichen die Presbyterianer nicht dulden noch ihnen zu predigen geſtat⸗ ten wollen/ ja ſelbſt nicht in ihren eignen Haͤuſern. Und nun iſis einem ieden/ die Papiſten allein ausgenommen/ frey/ ſeine Religion zu uͤben ſonder die geringſte Beſchwerung. Und wie kan der Koͤnig darinnen betrogen ſeyn? b Daniel.“ Unſer Nachbar Jan wird ſchon wider eine oder andre Aus⸗ flucht vor zu bringen wiſſen. Jan. Keine Ausflucht. Die Sache iſt wahrhafftig und redet vor ſich ſelbſt. Der Koͤnig hat durch das ſein Thun nicht die Ruhe des Reichs/ welchs wol das Abſehen hette ſeyn ſollen/ geſuchet; Son⸗ dern dadurch unter waͤrendem Kriege des Frantzoſen mit Holland eine große Menge der Einwohnaf aus denen vereinigten, Provin⸗ . KLen Mich duͤncket Daniel/ das ihr unſerm Nach bar Jan noch 1——— 5 8————— 4 —— 2 3——— ——*.— 8.. ——--———— 8. 4 Zſͤſͤöſ“——— 3—“——* ——————— 1— 85 5 4—— 5—ᷓ 2. 1 3—————— 88 6 4 4 2———— 1 5—————.—— — —— in der Acte/ die er im Namen des Koͤnigs ediret. Meinas On iſt vielmahl eine Larve geweſen derer jenen/ die Koͤnigreiche und Ne⸗ publicen haben wollen umbgieſſen ſich zum Nutzen und vielen tan⸗ ſenden zum Verderben. So hat Carlauch gedacht und gemeyna/ die Hollaͤnder und inſonderheit die Kauffleute wuͤrden in ganzen Schiffen voll uͤberfahren und ſich bey ihm niederlaſſen. Sehet doch/ wie er auch hier betrogen worden; Dann die Hollaͤnder wolten lie⸗ ber das aͤuſſerſte und ihr Leben wagen/ als nach England gehen/ da alles zwar wol gut iſt bis auff etliche Maͤnner und den groͤſten Thal der Weiber. Vnd was vor Religions⸗Freyheit ſolte man auch wol genieſſen in einem Lande/ von dem man mit Rechte zweifeln mag/ da da eine Religion ſey. Es ſeynd meiſt Secken und Monſtra/ verba⸗ ſtert von der alten und erſten Apoſtoliſchen Religion/ verzweiſelt und deſperate Chriſten/ die ſich ſerupuleus an ein Haͤtlein ſioſſen⸗ und uͤber ein Schiff⸗Seil aller Gottloſigkeit hin ſpringen. Daſ wann der Apoſtel Simon Zelothes und Joſeph von Arimathia von welchen man glaͤubt/ das ſie die erſten geweſen/ die den Chriſten⸗ Glauben in England gepredigt/ ihre Koͤpffe nun ſolten auffheben/ und alle die Monſtra der Secken und Englands Gottloſigkeit ſ Penſie wuͤrden gewis mit weinenden Augen ausgalmen und ſagen. Das Erdreich iſt viel zu gut/ſo viel Rotten und Secten zutragen/ dann alle verwerffen ſie die Gebote G Ottes und leben nachihi eignen Luͤſten. Robberk. Der Koͤnig hat die Religions⸗Freyheit derſtattet auff das vit faͤltige ſuppliciren der Presbyterianiſchen Prædicanten/ die auch dem Koͤnige davor eine merckliche Summa Geldes verehiet. yDOamiel. Das iſt eher zu glauben. Jan.. Ihr Freunde moͤget davon glanben was ihr wollet der l Arlington/wie ſthon geſagt/ giebt ſolches nicht tunckel zu erkeinan achte gen uͤber See und in ſeine Graͤnt⸗Steine zu ziehen. Die Religion — m Josſolſtn ln, eſch ſcrupulemch nia Gettoſgteſuſn deae irmen digt ir Kifftmfn Lcchen nd Eue e dencnder uxaxnde a ſode wim md ke de Gchet GOtezwd Neibe. 1 1 üaons Fndſekdeittis d ermniſchen laüan asche Eunna Gcen In ermn üniees Nd . eitſocana din nn Slap cta f Tusneh ügine aßaie b achte ich dieſe Religions⸗Freyheit hoͤher nicht als die Worte des Teufels/ die erzzu unſerm Seligmacher ſprach⸗ das alles wil ichdir geben/ ſo du niederfaͤlleſt und mich anbeteſt. Der Englaͤnder wolte haben/ das man ſolte kommen und ihn anbeten/ und dann wolte er uns ſo ein Ding/ eine Freyheit⸗ geben; Warlich eine Zuſage umb uns zu betriegen/ und uns unterm Scheine der Religione⸗Freyheit ſonder Religion leben zu laſſen. Das iſt mehr geſagt/ als ihr mit Gut und Blut ſollet wahr machen. Doch meyne ich hier nicht lange zu disputiren umb die Re⸗ ligions⸗Freyheit. Iſt noch etwas mehr/ dabey ihr meynt/ das der Koͤnig in England dieſen Sommer betrogen worden ſey? gan. Ja gnugſam. Wolt ihr nur Gedult haben/ ich wiles ſo kurtz erzehlen ais muͤglich. b b Daniel. Das wollen wir thun⸗ iedoch unter dem Bedinge⸗ das/ wann wir irgend auch laͤnger red wie ſie dieſen Sommer ein gros Theilihrer Lande eingebůſſet/ ihr alodann dieſelbige Gedult ſpuͤren laſſen wollet. b an. Das wil ich gerne thun. Seit der letzten Schlacht zu Waſſer n ſeine Flotte verſtaͤrcket ſo mit Schiffen als Volcke/ lja er hat wol 2 biß 3. Regiment Soldaten(aus denen Staͤdten gehoben) und noch eine groſſe Menge klein Fahr⸗gefaͤſſe unſrer Flotte wiederumb zuſchlagen/ die lag gemachlich gefunden werden/ ſondern damit auffm Teſſel oder im Vlie an Land zu treten; Da ſie aber ankamen/ und/ ihren Anſchlag ins Werck zu ſetzen/ alles fertig hatten/ gab Gott einen gewaltigen Sturm aus Weſten/ der wol 30. Schiffe auff der Cuͤſt ruinirte/ und wol ſo viel unbrauchbar machte/ den Reſt aber nach der Cuͤß von Norwegen jagete/ dergeſtalt/ das ſie in 3. Wo⸗ dhen nicht wieder vor den Tag kommen kunten. Orechefertige nltubee o eeehä Sei. en werden von denen Hollaͤndern⸗ und “ — 1 — — —— —*— — ſſ — 4 1 8 ———— ſͤͤ ——DWI1IShSö —— .*———— — 4 8 — —— * X Straffe vor einen ungetreuen Koͤnig/ der ſeinen Eyd gegen die Hollaͤnder gebrochen; Hat dann der Himmel dieſen Anſ chlag nicht zum Falle werden laſſen? Iſt England hier nicht betrogen worden⸗ Zur gnuͤge. Statt daß ſie denen Hollaͤndern in Teſſel die Keh und Commereien zubinden wollen/ ſind ſie in ihren eignen Nu gefangen und als Pharao mit denen ſeinen im Meere erſticke mode ja doch alſo zerſtreuet/ daß ihr Anſchlag zu Waſſer wonden. Ein G⸗ ſel redete einmahl umb daß er2 mahl geſchlagen ward. Dieſe Eng Sg A— 1 4 8 4 3 3 99ℳ 8 2 Eſels aber wollen nicht reden und ihre M 4 8 ½4 4* 1 3 5, 4 8 6.. 7 2 8 d doch ſo off mh! von Gott auß dem Himmelg eſch lagen worden⸗ Robbert. 4 8 4„ H AAA Hetten die Englaͤnder an der Hollaͤndiſchen Caͤſt landen wol⸗ · 4449 ₰ 44⸗, 4 Len/ ſie haͤtten es gar gemachlich thun koͤnnen/ ich glaube aber/ daß ſie * 74. 8 F.. 4— 5 389 2 es nie im La nne gehabt. Was ihr geſagt habt vom Ynaewitler⸗ H ißre lgtte Lerſtreues! Has ein ie ene daß ihre Flotte zerſtreuet hat/ das iſ ein inger Gottes⸗ und daruͤber haben wir nicht zu disputiren und viel Weſens zu machen. Er macht es nach ſeinen Gefallen. Iſt das mahl die Reyhe an denen Ena⸗ laͤndern geweſen/ daß ihre Flotte beſchaͤdigt und zerſtreuet worden; Auff ein andermahl betriffts auch wol die Hollaͤnder. 5 6 Daniel. „D So verſtehe ichs auch. Gott ſtrafft und ſegnet nach ſeit wolgefallen. ſaſftundſegnet nadſnn ge Eben ſo nehm ichs auch auff. Das aber iſt nicht mein Abſe⸗ 5 n. Der Koͤnig iſt in ſeinem Vorſatze/ umb bey uns zu landen/ ent⸗ mat geweſen/ und darinnen betro gen worden durch den erwaͤhnten g kura Vnd da ſtehet Carl bekuͤmmert/ nun er ſiehet/ daß denen K u⸗olen alles zu wider laͤufft. Noch etwas weiß ich/ darinnen den Konige dieſen Sommer ſein Abſehen gefehlet. b mehrede chlhr nur fort hinter einander; Vnd ihr⸗ Nachbar Da albel doch ſo wenig darzwiſchen als muͤglich/ dann die Glocke wird hald o. Vor ſchlager. 4 842 — ꝗ—— 1 ach tdun P DAngt und ana d aach vale ollio, ac vdr helline Danl 4. Gerſarftwyſi In ach uf. Du heſftin n Denſte mieanau adewanverdndwied Tribkimnemafiſtt F Noc tvsriäic m Piee gie Jedbet. niſta as nizid mt worden. Daniel. Das wil ich thun/ und unſern Jan nun wol außſchwatzen laſ⸗ ſen. Aber/ Elekarten/ die Reyhe ſol ihn auch einmahl treffen; Er muß das Knaul vollends abwinden. Ey lieber/ erzehlt doch weiter⸗ worinnen der Koͤnig von Groß⸗Britannien noch mehr betrogen Jan. Daß wir dieſen Sommer durch die Frantzoſen ſo in die Enge getrieben worden/ daß wir Ihme die Souverainitaͤt der Lande ſolten auffgetragen haben/ wie die Niederlaͤnder Anno§85. der Koͤnigin Eliſabeth gethan; Vnd in Wahrheit/ es hat auch nicht viel gefeh⸗ let. Viele rieffen ſchon lieber Eng!, als Frantz/ man ſolte mitEng⸗ land ſchlieſſen/ es moͤchte koſten was es wolte. Aber er war zu gei⸗ tzig/ er wolte es alles haben/ und nun hat er alles verlohren. Was vor ſchoͤne Offerten hat man England gethan/ umb Franckreichs Par⸗ they zu verlaſſen; Es war aber vergebens/ Er hatte ſich die Lande ſchon zuerkant/ und meynte/ die Einwohner wuͤrden kommen und ihm ſolche freywillig præſentiren. Nun aber ſtehet er betrogen/ und Gott hat einen andern Ausſchlag gegeben/ nemlich den Prin⸗ tzen von Vranien. Vnter deſſen Gebiet hoffen wir bey unſrer Frey⸗ heit und alten Privilegien zu bleiben/ und den Steertman ſagen wir Adicu. Dann von der Zeit an ſing die Corauge bey unſern mu⸗ thigen Batavieren faſt wunderlich und von neuen an auffzuwachen/ ſo daß/ iemehr ſie nun Recontres finden/ ſie nur mehr und mehr an den Mann wollen/ und den Feind weniger fuͤrchten. Das Sub- jectum der Spaltungen iſt nun aus unſerm Lande/ und nicht allein England/ ſondern auch Franckreich und andre Potentaten ſiehen in ihren Anſchlaͤgen verwirrt. Wir erwarten von ihm alles das/ was wir mit Billigkeit hoffen loͤnnen von denen Nachtoͤmlingen eines ſo Durch auchtigen Hauſes/ ja wir glauben/ daß er unſerm Verlan⸗ gen nicht nur werde Gnuͤge thun/ ſondern auch noch ein miohters⸗ und mit denen Koͤnigen von Franckreich und England keine Ver⸗ wandſchafft rechnen unſenm Seat zum Iig chtheile. b iij Rob⸗ b Robberk. Noch liegt die Kugel nicht ſtille. Die Frantoſen werden ihn⸗ Progreſſen in denen Niederlanden ſo nicht ſtecken laſſen/ co konte ſich noch wol begeben/ daß die Hollaͤnder Gott danckten/ wann ſi den Koͤnig in England zu ihrem Schutz⸗Herrn haben koͤnten. Jan. Viel eher wird man Carln ohne Kopff ſehn. Dann man ſie het ja nun/ was man von ihm zugewarten hat. Were das go ſchehen/ anders nichts weren wir/ als Engl. S chlaven/ und das wuͤrde aͤrger ſeyn/ als unter der Regierung des Luͤrcken leben. Dang wie er viel gute Haͤven hat/ alſo wuͤrde er alle Commereien und Schiff⸗fahrt auß Niederland nach England verhauſen laſſen. Da⸗ vor aber wollen wir lieber fechtend ſterben/ als durch eine ſo langwie⸗ rige Seuche ausgezehret werden⸗ 4 O;aniel, Ich hette gedacht/ die Hollaͤnder weren nur allein nicht zut Franz⸗ und das wegen der Papiſterey. Nun aber hoͤre ich/ daß ihnen di Kauffmanſchafft mehr als die Religion zu Hertzen gehet/ und das ſie dannenher noch bitterere Feinde der Englaͤnder ſeynd⸗ Die Kauffmannſchafft ſchleußt die Religion nicht aus/ und bey⸗ de koͤnnen ſie gar wol beyſammen ſtehen/ wie man das ſo piel Jaht lang in Nieder land ruͤhmlich geſehen. Nobbert. Habt ihr noch was mehr/ Nachbar Jan/ ſo erzehlet es/ unſn Zeit iſt ſo gut als verlaufee° — ☛ Jan. Ja Ein Oing nur allein wil ich vorbringen/ umb euch langa nicht auff zu halten; Vnd das trifft an die Oſt⸗ Indiſchen Netou⸗ Schiffe. Der Koͤnig von England hat keinen andern Anſchlagge⸗ habt/ als dieſelben mit ſeinen G eyers⸗Klauen und Leim⸗klebenden Fingern an ſich zu ziehen/ und zu dein Ende ſehickte er ſeine Flolt Norden⸗um/ und lies bey nahe in allen aͤven in Nonvegen ſunim —— ͤ=— —— ſo via . K Aanddſe fechimd 41 u 4* 1” 1 RN/ Ard wade 4 Danch 4 KMladaß 4 9 ünn rwammu rn 1 iac. Muahafenit. 2 1 N r 3 33 u Acgon x yauag z)' 7 4 11 1 erglandr g * . ff ſchlerft de Juaun ut Arma ſiſen/ pemaw mich gſeſe. 5 à A⸗ emir Natoer Ju hn um dieſe ſchwangere Schiffs⸗Baͤuche zufinden kommen uͤber alles Hoffen wol behalten in Koͤnig in England und kratzt ſich im Kopffe/ das ihm dieſe koſtbare 3 ſche Oſ. Indiſche Compagnie? zalben gemacht worden⸗ Iſt nicht daher der Friede zu unterſchied⸗ Aber ſehet/ ſi Da ſtchet der Delßziel; Beute entwiſcht iſt/ die ihm Franckreich zugetheilet hatte vor ſeine ihm heuer erwieſne Asſiſtentz/ allwomit er gedacht hatte/ ſeine Kriegs⸗Flotte/ wann ſie heim kaͤme/ zum theile damit zubezahlen. Dann da ſeynd itziger Jeit( Gott beſſre es keine groͤſſern Kuͤnſtler unterm Himel/ die/ ſonder Arbeit/ Koſten und Muͤhe durch die Welt zukomen/ andrer Leute Schweiß und Blut vom Hertzen zapffen und mit Liſt in ihre Faͤuſte bringen/ als die Englaͤnder. Ja/ wie die Raben und Geyer ein todt Aaß 3. Tage zuvor/ ehe es geſtorben/ riechen koͤnnen/ alſo koͤnnen dieſe Engl⸗ Raben⸗Schn aͤbel durch ihre Per⸗ kaͤther und Kundſchaffer in andem Landen wol auff hundert Mei⸗ len weit uͤber See riechen/ das irgend eine Chriſten⸗Beute vor ihren Schlund zum beſten ſey/ allein zum Verderben aller Welt. Aber dergleichen Fettes wird ihnen offter entruͤcket/ dann man hat auch Leute/ die auch aus den Angenſeden. b 3 ameh 1 Das kan ich begreiffen/ daß das England allzuſehr aus der Rechnung gangen/ dann der Printz von Conde/ als er verſtanden/ das die Hollaͤndiſchen Retour⸗Schiffe behalten arrivirt waren/ ſag⸗ te/das wird den groſſen See⸗Naͤuber(meynte den Koͤnig in Eng⸗ land) einen groſſen Strich in ſeine Rechnung machen. An denen Oſt⸗Indiſchen Schiffen iſt England ſehr wenig gelegen; Haͤtte er ſie mit Ernſte begehrt/ er haͤtte ſie wol kriegt. E bekort ja ſelbſt eine gute Anzahl Schiffe von dannen. Somäͤſſtihrmm ſagen. Hat wol der Koͤnig in England emahln einen groͤſſern Splitter im Auge gehabt/ als die Hollaͤndi⸗ Wie viel Laͤrms iſt allezeit dieſer . nen mahlen von ihm gebrochen wordene Wasvor Anſchlaͤgedi . — — —* ,, — 2 1 “ * 8 6 1 Enalaͤnder Anno 667. im Haven zu Bergen auff unſre Oſt, N diſche Schiffe gehabt/ iſt noch unvergeſſen, wie wenig ſie aber d. außrichteten/ wiſſet ihr Nachbarn alle wol. Ob auch gleich Engſ. Schiffe auß Indien heim kommen/ die ſind meiſt vor Particulire/ an denen der Koͤnig nichts zu participiren hat. Uind weſchs noch umd einen Grad aͤrger ſo haben 2. Seelaͤndiſche CEap⸗fahrer ein Engl Oſt⸗Indiſches Schiff erobert. So daß es allerdings dieſen Som⸗ mer dem Koͤnige weit auß ſeiner Rechnung gangen/ und er nicht we⸗ nig betrogen worden. Wo wil man aber beſſern Lohn vor in⸗ treue und Friedebrecher vermuthen? Letzlich wirds auch einen⸗ baͤrmlichen Zuſtand in England geben wann die Krieges⸗Flotte al⸗ da nacket und bloß heimkommt und ihre Bezahlung habenwil. he wird Carl erſt ſeine Thorheit und den Betrug recht mercken⸗ ob der geringe Preiß von 6. Millionen/ vor die er das Bl thanen an Franckreich verkaufft hat/ gnug ſeyn werden ſich zu tatt „ ð 3 4₰ 4 1 ro d Din feiner Unmter, vor dem Schrecken ſeines Gewiſſens/ wofern er at eins hat; Und ob dieſe ihn werden vertreten koͤnnen vor ſeinem Parlament/ das 1 kurtzen ſich verſamlen wird; Ja ob ers wird verantworten koͤnnen vor dem Oberſten Richter am juͤngſten Tage. Ich ſorge/ ſa ve⸗ ſichere mich des Woͤrtleins Nein. So das man wol ſagen mag/ das keinem ſeine Anſchlaͤge bey dieſem Kriege mehr ge ehlet als eben ihm. b Daniec. Franckreich iſt maͤchtig/ das alles wieder gut zu machen. Aben meine Zeit iſt voruͤber/ich wolte ſ onſt unſerm Nachbar Jan auß i nem andern Faͤßlein zapffen/ und ſo klax als den hellen Tag darſtel len/ das die Niederlaͤnder wol fomahl mehr von Franckreich verlei tet und betrogen worden. Robbert. b Das muͤſſe wir außſetzen biß zur andern Gelegenheit/ Es ſcheinet /daz dieſes unſerm Jan auffm Hertze lag/ und darumb iſt/ nach meinem Bedun⸗ cken/ wol gethan/ daß wir ihn laßen aufſchwahe.GureNadh ihr Nachbarn n. Gute Nachtalle mit einander,Iann die Gelegenheit ſich ereignet/ wo len wir von andern Dingen discuriren. 1 Dantel. Damit bin ich zu frieden. Leber wol! ENDOE.