PERIOL derer Regenten 8 Außßelege b 4 ANNO M. DO 1XIN. Dann aus denen Polniſehen Hiſtorien iſt bekannt/ daß iſt gehalten worden, Vide Salom. Neugeb — eil einige Teutſche des i⸗ ☛ ſ ſchen Regenten/ aus eines vornehmen logi Schrifft/ hieher zu ſesen. Die alten Politici; riei verglichen die alte Polniſche Regierung/ wegen der Abwechslu diſchen/ da dann das Land bald durch ſonderbare durch Woywoden oder Palatinos regieret wurde. Etli gierung mit der alten Lacedemoniſchen und alten Roͤmiſch Dann bald nach des Lechi I. Poſterieaͤt/ welche uͤber 1 fo. J Leutſch tzigen K Pohlen Herkunfft zu wiſſen begehren/ ſo hat es be ) lein ſelbige/ ſondern auch die erſten drey Period liebt/ nicht al⸗ os der Polni⸗ Preußniſchen Theo- ind Hiſto- che wolten ſolche Re⸗ en vergleichen; Hes dechi I. Pe 1 Jahre getauert hatte haben die Pohlen zu Gneſen zwoͤlff Palatinos, welche ſie 8 Woywoden nesien/ erwaͤhlet/ bey welchen auch die Regierung beſtunde; Sie wurden aber eines ſol chen Regiments bald uͤberdruͤßig/ und erwaͤhlte auch die Stadt Crakau ſol erbauer und nach ſeinem N Herren und Regenten erwaͤhlet haben/ welche ih geweſen ſind/ wie auch Chytræus in Chroni Und ſind nur etliche Exempel ausgenommen. Sie ſind am beſten dran geweſen. Dann ob ſie ſchon/ als freye Kute/ zeit ihre Frerheit gebrauchet/ ſo haben ſie doch aus Liebe zu Koͤnigen ihre Nacdfolgere zu ihren Regenten erwaͤhlet. es ſchon kein Erb⸗Konigreich iſt/ nicht allein die Koͤnig n dariumb wieder einen Polni⸗ ſchen Fuͤrſten zu ihrem Herren oder Oberhaͤupte/ Cracus genann t/ welcher amen benennet haben, ſie allezeit gerne ſolche ees Bluts und ihre Briden co Saxoniæ angemercket hat. auch mit denenſelben in der Wahlieder⸗ ihren Herren und Sie haben auch/ ob. lichen Soͤhne/ ſondern auch die Toͤchter ſelbſt nicht üͤbergangen. Wie an der Venda/ und Hedwiga/ imgleichen an der Anna/ des Bathory Gemahlin/ erſcheinet. Alſo hat auch des Piaſti Familia faſt uͤber 700. Jahre lang Gubernator Pohlen gegeben. Wie aus denen Hiſtorien erſcheinet. Die Regenten in Pohlen aber koͤnnen in dre Der Erſte Faͤngt an mit dem Lecho/ uñ endiget ſich mit Popielo de von denen Maͤuſen gefreſſen worden; Deſſen T ſem Ungezifer ſalviren wollen/ in einem Waſſer a Lechus ſol aus Croatien und Dalmatien ſich in Pohl Fluße Wartha nieder gelaſſen/ auch die Stadt Gne Welche Stadt Gneſen/ teutſch/ ein N gefunden hat/ daher die Pohlen auch einen weißen Adl Er hat ein ſolches Regiment gefuͤhret/ daß er me auefum. es und Koͤnige von y Periodos abgetheilet werden. m Juͤngern/ welcher hurn/ worauff er ſich vor die⸗ nnoch gezeiget wird. Dieſer len begeben/ und an dem ſen daſelbſt erbauet haben. 2 eſt heißet/ weil er ein Adlers Neſt daſelbſt er im Wappen fuͤhren. r vor einen Vater/ als Herm Der oͤnigs in de n/ der J⸗ Fuͤrſten oder Koͤnige/ bald —— ——— 4 —— .ö =— 8 ooöoöoöo 1 1 —— — — = —— 3 rabsfti Mhein. Ke rähm 1 2 — 4. Der andere Period1us Faͤnzt ſich an mit dem Piaſto/ welcher zu Cruswiee nur eines gemeine Buͤrs gers Sohn geweſen/ aber wegen ſeiner ſonderlichen Tugenden und großen Verſtandes zum Koͤnige erwaͤhlt worden. Man gibt vor/ daß/ als obgedach⸗ ter Popielo zweene freinde Gaͤſte/ welche man vor Engel hielte/ abgewieſen/ Er Ptaſtus ſolche auffgenommen/ und dadurch ſeine Speiſe reichlich vermehrt ge⸗ ſehen haͤtte. Wodurch das Volck waͤre bewogen worden/ Ihn zu ihrem Herꝛn und Regenten zu erwaͤhlen/ haͤtte ihn auch alſo in ſeinen ſchlechten Kleidern und Baſt⸗Schuhen auffs Schloß gefuͤhret und zui hrem Regenten gemacht. Nengebauer ſchreibt von ihm: Erat bonis charus, malis verendus, ac fi- nitimis venerabilis, Er war bey denen Frommen lieb/ bey denen Boͤſen ge⸗ fuͤrchtet/ und bey denen Benachbarten geelht Deſſen Abnepos und Uhr⸗Enckel Miecislaus hat zu erſt den Chriſtlichen Glauben angenommen und in Polen fort gepflantzt. Boleslaus aber ſein Sohn iſt ium erſten Koͤnige in Polen gemacht worden. Dieſer Piaſtus ſoll hundert und zwantzig Jahre alt worden ſeyn/ und haben deſſen Nachkoͤmmlinge uͤber o. Jahr in Polen regirt/ derer letztere Koͤnig Caſimirus Magnus war/ welcher auch etliche Provintzien aus Rußland an Polen gebracht hat. Und weil er keine Kinder hatte/ ſo hat Er mit Bewiligung der Staͤnde in Polen ſeiner Schweſter Sohn Ludovienm Koͤnig in Ungarn/ zu ſeinem Succeſſore benamt. Darauff folge Der dritte Periodus Wet. Nemlich Jagelloniea/ welcher vom Jagello/ Groß⸗Fuͤrſten in eittauen/ 2 wig zur Koͤnigin in Pohlen erwaͤhlet und gekroͤnet worden/ mit der Eon⸗ geweſen. Dann nach des gedachten endoviel Tode iſt deſſen Tochter Hed- dition: Daß ſie denſelben zur Ehe nehmen ſolte/ welchen die Staͤnde des Reichs darzu erwaͤhlen wuͤrden. Und weil ſich bemeldter Jagello angegeben hatte/ mit dem Verſprechen/ das Groß⸗Hertzogthum Littauen dem Koͤnigreiche Po⸗ len einzuverleiben/ auch alle Schaͤtze des Hertzogthums und ſeiner Vor⸗Eltern in Pohlen zu bringen/ inſonderheit aber vom Heydenthum/ dann Er noch ein Hende/ ſeine Mutter aber eine Chriſtin war/ zum Chriſtl. Glauben zu treten/ wann er in Polen kommen wuͤrde; So iſt die Hedwig bewogen worden/ ihn iur Ehe zu nehmen. Er iſt auch alſofort/ wie er in Polen gekommen/ getaufft/ Uladislaus genannt und bald gekroͤhnet worden. Nach der Koͤnigin Hedwigen Tode hat Er zwey andere nach einander/ endlich in ſeinem Alter die vierte/ nemlich Sophiam des Hernogen von Kiow Tochter/ geehlicht/ uñ zween Soͤhne mit derſelben gezeuget/ nemlich llladislaum/ welcher Koͤnig in Pohlen und Ungarn geweſen/ und in der Varnienſiſchen Schlacht umkommen/ dann auch Caſimirum/ der an ſtatt ſeines Bruders Koͤ⸗ nig in Polen worden iſt. Welchem ſich hernach die Preußen und die Swnr ö“ Dan⸗ — Danzig/ nachdem ſie ſich der Kreutz⸗Herren Joch entriſſen/ ergeben haben. Dieſer Caſimirus hat mit des Kaͤyſers Alberti Tochter ſechs Soͤhne/ wohon 4. Koͤngge/ uñ 6. Toͤchter/ welche an die vornehmſten Fuͤrſtl. Haͤuſer in Teutſch⸗ land vermaͤhlet worden ſind/ gezeiget. Hat ſich alſo das Jagelloniſche Geſchleche durch dieſen Caſimirum ſehr erhoben und ausgebreitet. Der letzte Koͤnig in Pohlen aus Maͤlichem Jagellniſchen Stamme iſt Sigismundiis Auguſtus gei ſen deſſen Schweſter Anna zur Koͤnigin in Polen erwaͤhlet und an Ste⸗ phanum Bathorium iſt vermaͤhlet worden/ die andere Schweſter aber Catha⸗ rina heurathete der Koͤnig in Schweden Johannes/ deſſen Sohn hernachKa⸗ nig in Pohlen und Sigismundus III. genañt wurdezlind waren deſſen Saͤhne Uladislaus der vierdte und Johannes Caſimirus/ gleichfalls Koͤnige in Polen/ derer letztere Johann Caſimirus/ vor weniger Zeit/ wie es Welt⸗kuͤndig iſt das Koͤnigreich Pohlen abdieirtauch Cron uñ Zepter an die Rempublicam uͤber⸗ geben hat. Und hat alſo mit dieſem hoͤchſegedachten der Periodus jagelloniea ſein Ende genommen. Der vierdte Periodus Faͤngt an mit dieſem neuen Koͤnige Michael Thomas Coribut/ Hertzogenin Wiesniowick/⸗ec. Dieſer Herꝛ/ und nunmehr Koͤnig/ iſt aus dem uhralten hochberuhmten Ge⸗ ſchlechte der Groß⸗Hertzogen in Littanen entſproſſen! uñ fuͤhret ſeine Ankunſft her võ dem Hertzoge inlittanen Olgerdis/ Gedimni Sohne/ welcher Ar z0 die Stadt Wilda erbauet hat/ uñ Jagellonis Groß⸗Vater geweſen iſt. Aus welchem Geſchlechte vie Große Herrẽ entſproſſen ſind/ als Hertzogen in Littaus/ Herzogen von Novigrod/ Heꝛtzogen von Severien/ Koͤnige vo Boͤhaim/ Fuͤnſten von Vo⸗ linien/ Juͤrſten von Wiesnowick uñ Zabaraz/ Feld⸗Herꝛen/ Gouverneurs in Ca⸗ ſtelen/ Liebhabere des Vaterlandes/ Groſſe Senatores; Wie Okolowsty von ih⸗ nen ſchreibet. Er ſetzet ihnen auch dieſes zu ſonderbahrem Nach⸗Ruhme: Nullus Wisnioviciorũ a fide& fidelitate defecit. Man hat kein Exempel/ dz einer aus dieſem Geſchlechte dem Vaterlande und der Republic untren wordenſey. Iſt alſo kein Wunder/ daß die Republic Pohlen dieſen Herꝛn erwaͤhlet hat⸗/ weil Er von ſo großem und beruͤhmten Geſchlechte/ ſelbſt auch ein ſehr Gotts⸗ fuͤrcheiger/ guͤtiger und frommer Herr iſt. Uind es iſt denen Fuͤrſten von Wies⸗ niowick faſt angebohren/ ſagt Ockolowski: Eminereè, Præeſſe,& Regere- GOtt/ der Koͤnigreich⸗Erhalterrͤ /⁴4 Geb Ihm des Piaſtus Alter/ Und vermehre ſein Geſchlecht/ Daß an Kindes Kindes Kinde Pohlen ſeinen Koͤnig finde/ Stets verwahrt mit Ruh und Recht! &N dO C.