Kurtzer Außzug des Proceſſes/ b Deſſen Gegen .RUldtha b S. Churfuͤrſtt. Qurol SH. Churfuͤrſtl. Qurchl. azu Brandenburcg, ee Widerden Friedenſchluß/ die Reichsſatzun⸗ eaname gen/ Goͤttliche/ Naturliche/ der Vloᷣcker und alle andre Scheffinda Rechte/ bey Reſtitution der Hinterpommeriſchen Lan⸗ naleend den/ auff denen alſo genanten Stettiniſchen Grentz⸗ anCnſtn Tractaten mit groſſer Ungerechtigkeit und oͤffent⸗ licher Gewalt ſich gebrauchet. 3 48 Im. Buch Moſis am 27. v. 17. 6 1s Verflucht ſe/ wer ſeines Näͤheſten Srencze en⸗ vivunt Kqutt gert/ und alles Volck ſol ſagen: Amen: galils.— 1 6 3 O. arus autrullurr. ientia tamenge ¹ us procttenici diſen cnera duße ten n 4 f degage nai deſhgenee Agiuht Vatt ſſſ 3 —— ——— W ¶‿— 4 A 6 A A d ☛ 9 N 12 1 e 8„ — S 5* 9 S den Deutſchen gar wol bewuſt/ auch in dein 2 Weſtphaͤliſchen Frieden mit mehrem auß⸗ druͤcklich geſetzet/ daß zu Befoͤrderung des allgemeinen Friedens/ Se. Churfuͤrſil. 2e,Su Durchl. zu Brandenburg dero Recht auff — Veor⸗Pommern und Fuͤrſtenthum̃ Ruͤgen/ 222 auff gewiſſe Maß und Bedingung abgetre⸗ ten: Dagegen iſt in beſagtem Friedens⸗Inſtrumento oͤffentlich und feyerlich verſprochen/ daß ſo bald als der Friede mit beyden Ko⸗ nigreichen und denen Staͤnden des Reichs/ gemacht und ratifi- ciret ſeyn wuͤrde/ Hinter⸗Pommern mit aller Zubehoͤr/ Guͤtern und Rechten/ ſo Geiſt⸗als Weltlichen/ pleno jure, tam quoad Dominium utile, quàm directum, an Hoͤchſtgedachte Se. Chur⸗ fuͤrſtl. Durchl. zum æquivalent reſtituiret werden ſolte: Inſtrum. pac.§. II. welches dann auch im 16.§. enthalten iſt/ da alſo ge⸗ ſaget wird: So bald das Inſtrumentum Pacis von denen Her⸗ ren Plenipotentiarien und Abgeſandten unterſchrieben und beſigelt ſeyn wird/ ſollen zugleich alle Feindſeligkeiten auffhoͤ⸗ ren/ und alles dasjenige woruͤber man ſich obbeſagter maſ⸗ ſen verglichen/ Alſobald von ſtund an exequiret werden: auch alle und jede Staͤnde und Gemeine/ Prixat Geiſt⸗oder Weltliche Perſonen/ welche vermoge dieſes Vergleichs oder deſſen generalreguln, oder irgend einer andern ſpecialen und außdruͤcklichen Verordnung/ etwas zu reſtituiren/ abzutre⸗ ten/ einzugeben zu thun/ zu leiſten und zu halten verbunden ſind/ ſollen nach außgegangenem Kaͤyſerlichen edict und vor⸗ beſchehener Andeutung der reſtitution, alſobald ohne einige Außflucht/ oder Einwendung einiger general oder ſpecial Sal- A 2 T— Siſt den Außwertigen/ und dann vatC- vatoriſchen clauſul, ſo oben in der amneſtie abtreten/ geben/ thun und leiſten. ꝛc. So ſolte dañ alſobald nach geſchehener Friedensratification, und nach außgelaſſenem Kaͤyſerlichen Exccutions-Edict, welches den 7. ten Novembris 1648, geſchehen/ demne folgenden Jahres am ziken Martii noch ein ſchaͤrfferes gefolget) Hinter⸗Pommern an Se. Churf. Durchl. von Schweden reſtituiret werden/ eben gleich wie die Schweden/ krafft des Weſtphaͤliſchen Friedens/ alſobald or⸗Pommern zu geniſſen angefangen. Aber es fehlete ſo weit/ daß die Schweden dieſer Friedens⸗und allgemeinen Reichsſatzung ein Genuͤgen leiſteten/ daß Sie vielmehr im Gegentheil/ die reſtitu⸗ rion oͤffentlich verweigerten/ viele Jahr lang das gantze Herzog⸗ thumb unrechtmaͤßiger Weiſe behielten/ daſſelbe verwuͤſieten/ die embter ruinireten/ die Waͤlder aushieben/ und die Unterthanen mit den ſchwereſten Contributions⸗Anlagen und preſſuren aus⸗ Swar geben allhier die Schweden fuͤr: 1. Es ſey im§. 10. Inſtrumenti Pacis verordnet/ daß zwiſchen ſes mit ausdruͤcklichen Worten in dem Nuͤrn⸗ bergiſchen Execurions Receſs vom 16. Junii 165§0. verordnet/ verſ. Die Hinter⸗Pommeriſchen Poſten und Lande/ſo des Herrn Chur⸗ fuͤrſten zu Brandenburg Adn. vermoͤge des Friedenſchluſſes zukom⸗ men/ ſollen alsdann evacuiret und abgetreten werden wann zu⸗ vorderſt zwiſchen Ihrer Konigl. Maytt. zu Schweden unn S b n. in der amneſtie geſetzet worden/ wie auch ohne einige exception, imgleichen ohn einigen Nach⸗ theil/ alles dasjenige/ worzu Sie verbunden ſind/ reſtituiren/ um ie Ate ſuhſume ſindnga Revt Jhte rnhentn th 26 imen anſ fint Dnh mder O tiygf kin ked.) 1 Er Gmn rudngeeg tn i mer Ehrehe bot tagten met tn luanxm Dui ni adu ſazarar eide gi funnm nay/ Auln lernenenqi Gerrz in has gun daſſehe vaniin en und dege — In und hräun, äh: verotdnt dei durgiſchen Li derer geringane ffen verden:tah geſchehen oſte den nicht viha Wanainde aii 1670, veredde andeſſo des en. Frnadenſchuſes eten werden/he z Schrdan V ₰ Adn. hierzu verordneten Herren Commiffariis, wegen Entſchei⸗ dung der Grentzen und anderer geringeren Sachen eine voͤllige Richtigkeit getroffen iſt. 1. Es kan aber Erſtlich weder aus den Worten/ noch alls der Meynung des Inſtrumenti Pacis bewieſen werden daß der kuͤnfftige guͤtliche Vergleich beyderſeits Commiſſarien/ die reſtitu⸗ tion von Hinter⸗Pommern einen Augenblick auffhalten und ver⸗ zoͤgern ſolle:. Niccht aus den Worten: Dann da ſtehet nicht ein Buch⸗ ſtab/ ſo eine Maſſe/ Bedingung oder Verzug bedeutenſolle: Auch iſt in dem gantzen Inſtrumento bacis nicht zu finden/ daß/ ehe und bevor Hinter⸗Pommern reſtituiret wuͤrde/ ein guͤtlicher Vergleich vorhergehen ſolle: Darnach ſo ſtehet dieſe clauſul, von eigentli⸗ cher Entſcheidung der Grentzen/ nicht bey der Verordnung/ dar⸗ innen enthalten/ daß Schweden Hinter⸗Pommern an Se⸗ Chur⸗ fuͤrſtl. Durchl. reſtituiren ſolle/ wie in§. I1 enhalten iſt: Sondern an dem Orte und zwar in vorhergehenden§. 10. woſelbſt geſaget wird/ daß Vor⸗Pommern von Sr. Churf. Durchl. ſolle abgetre⸗ ten werden: Alſo daß(wann der Schweden Meynunggelten ſol⸗ te) Se. Churf. Durchl. vermoͤge des Inſtrumenti bacis nicht ver⸗ bunden geweſen waͤre/ denen Schweden Vor⸗Pommern abzutre⸗ ten/ bis zuvor die Grentzſcheidung geſchehen/ und daß alſo die Schweden vor geſchloſſenen Stetiniſchen Tractaten dieſes Her⸗ tzogthum mit keinem Rechte beſeſſen/ und ſie dannenhero wegen der Nuͤtzungen(ſo ſie nicht allein in Vorpommern/ ſondern auch in Hinterpommern genoſſen und ausgepreſſet) an Se. Churfrl. Durchl. reſtitution zu thun mit allen Rechten verbunden ſeyen. Uber das ſo ziehet ſich dieſe clauſul nicht auff die Grentzen des gantzen Hinterpommeriſchen Landes/ Sondern nur auff etliche Staͤdte/ Inſulen und Striehe/ welche die Schweden von Hinter⸗ pommern abgeriſſen/ als da waren Stettin/ Gartz/ Damm/ Gol⸗ A3 Nicht nau/ Wollin/ ꝛc. Nicht aus der Meynung des Inſtrumenti Pacis: Dann aus was Urſachen ſolte Sr. Churf. Durchl. allein verſaget ſeyn/ daß man deroſelben nicht alſofort reſtituiren ſolte/ dasjenige/ was Sie nicht als eine Satisfaction, ſondern als Ihr Erbgut von den Schweden/ welche es unrechtmaͤßiger Weiſe in ihren Haͤnden hat⸗ ten/ empfangen ſollen? Se. Churfrl. Durchl. wolten nur bloß Ihren Schaden verhuͤten/ die Schweden aber ſucheten nur ihren Vortheil. Uber das ſo ſtreitet es wider alle Goͤttliche/ Natuͤrli⸗ che/ der Voͤlcker und Gemeine Rechte/ daß man wegen Entſchei⸗ dung einer illiquiden Sachen/ dieunſtreitige reſtitution eines gan⸗ tzen Hertzogthumbs verſagen/ und alſo die Fruͤchte deſſelben viele Jahr lang mit hoͤchſtem Unrecht zu ſich reiſſen wil/ zumalen das Inſtrumentum Pacis keine eintzige exception in dieſem Fall zu⸗ laͤſſet. 2. Was den verſicul des Executions-Receſſes/ ſo den 16. Ju⸗ nii 16§0. zu Nuͤrnberg geſchmiedet worden/ anbelanget: So be⸗ weiſet derſelbe augenſcheinlich der Schweden Ungerechtigkeit/ und dann die Nichtigkeit dieſer diſpoſition: Dann im§. 16. verſe ult. Inſtrumenti Pacis iſt zwar zugelaſſen/ daß allerſeits Generalen ſich vergleichen und wegen Abdanckung der Voͤlcker/ und reſtitution der Oerter/ worinnen Beſatzungen waren/ handeln ſolten. Dieſe Macht aber war Ihnen nicht abſolutè und ſchlechter dinge/ ſondern auff gewiſſe Maſſe und Weiſe gegaͤben. 1. Daß dieſe Abdanckung und reſtitution der Oerter auff die im Inſtru- mento Pacis benannte Zeit geſchehen ſolte: 2. Daß in waͤhren⸗ der ſolcher Zeit Sie ſich vergleichen ſolten/ wie und welcher Ge⸗ ſtalt ſolches zu verrichten: Was aber 3. die Sachean ſich ſelbſt betraͤffe/ ſolten Sie nichts aͤndern/ ſondern genaue Acht haben auff dasjenige/ weſſen man im Inſtrumento Pacis ſich verglichen. Wie hat denn nun der Schwediſche Generaliſſimus, als der in ſeiner eigenen Sache ohn allen Zweiffel verdaͤchtig iſt: odet irgend ein ander dieſe hier vorgeſchriebene terminos uͤberſehreitm⸗ un zm Echi eimmd hetagſi rumenti dace — — — — —— — — —— — — — — —— — — — — — — — — — —— — — — — — —— ———— — — —.— —— —— —— —.— — — 5 H.= SZ ZB* —— e Früche dſin tiſen wi /zn b duon in diſn — — —— Kecelles ſonnl e andelangte⸗ den Ungerciit Dann in ſuün Fallerſeis Gane Volcker undr handelnſota dt adſolute ui Waſſe gegin 1 Nnter auffdei tc: 2. Däit n/ wie und vit 3. dieSaczeni n genau At dacs ſic vet 1 vefelvedälti eterminos at ſche Gererdiſs b 6 — — — — — — ——— und den im Reiche neugemachten Frieden uͤber einen Hauffen werffen koͤnnen? Wie hat man denn das Recht/ ſo Se. Churf. Durchl. in viele wege/ ſo wol vor dem Inſtrumento Pacis erlan⸗ et/ als es Ihr auch in demſelben nachmaln beſtetiget und bekraͤff⸗ 5 wwordan deroſelben wider Ihren Willen/ und ohne Ihr ver⸗ ſchulden/ wegnehmen/ an ſich reiſſen/ und alſo den noch ſplitter⸗ neuen Frieden brechen koͤnnen Und iſt gar nichts daran gelegen/ daß etlicher Staͤnde De- putirte dieſer Ungerechtigkeit beygefallen und unterſchrieben: Dañ es koͤmmet ſo wenig Ihnen/ weder abſonderlich noch ins geſampt zu/ Se. Churfuͤrſil. Durchl. zu ſpolüiren/ die im Inſtrumento Pa- eis ohne eintzige Bedingung verordnete reſtitution zu hindern/ ei⸗ ne allgemeine beliebete Reichsſatzung nach Ihrem Belieben und den Schweden zum beſten zu cavilliren/ deroſelben einen andern Sinn und Meynung anzudiehten/ oder gar zu veraͤndern 3 gantze Hertzogthuͤmer/ ſo denen rechtmaͤßigen Herren unbilliger Weiſe abgedrungen worden/ an andere zu uͤbergeben: Als wenig alles die⸗ ſes obbeſagete dem Schwediſchen Generaliſſimo zukommen kan/ welcher fuͤrnemlich im Roͤmiſchen Reiche/ und dann in ſeiner ei⸗ genen Sache ein durchaus verwerfflicher und gantz unbilliger Rich⸗ ter iſt. Damit aber gleichwol dieſe nullitaͤt nicht gar zu mercklich waͤ⸗ re/ ſo hat der alſo genannte ExecutionsReceſs(wie am Ende deſ b ſelbẽ zu ſehen) von allẽ denenyenigen approbiret und ratificiret wer⸗ den ſollen/ denen daran gelegen. 8 wird aber mßwet leugnen koͤnnen/ daß Se. Churfrl. Durchl. zu Brandenburg am allermeiſten dabey intereſſiret ge⸗ weſen/ als deren ein gantzes Hertzogthumb durch eine offentliche und ſolemniſirte Ungerechtigkeit abgenommen werden ſolte? Wo hat deroſelben Deputirter dieſen Executions-Receßs unterſchrie- bene oder wo haben Se. Churfrl. Durchl. denſelben ratificiret? Sie haben vielmehr denen anweſenden eine oͤffentliche proteſtati- on dawider uͤbergeben laſſen. Zwar weiß idarmannſwvas harnan ſarien in Pommern gehandelt worden: Aber dieſes alles kan nicht machen/ daß die nullitaͤt/ und dann die offentliche begangene Ge⸗ walt und Ungerechtigkeit nicht annoch waͤren/ und dem unterdruͤck⸗ ten Theile ſein Recht allezeit und allenthalben ungekraͤncket nicht verbleiben ſolte/ wovon hernach mit mehrem. 8 Warlich/ wann dieſe Leute ja dafuͤr gehalten haͤtten/ daß es dem Roͤmiſchen Reiche zutraͤglicher waͤre/ wann die Reſtitution, von Hinterpommern noch auff eine Zeitlang auffgeſchoben wuͤr⸗ de/ oder auch/ daß man alles nachgeben und den Scheveden gleich⸗ ſam in einem Glaſe zutrincken muͤſte: So ſolten Sie ihre libera. litaͤt von dem Ihrigen bewieſen/ und Se. Churf. Durchleucht. zu Brandenburg nicht geringerer condition als Se. Churf. Durchl zu Pfaltz geachtet haben. A pber man hat hiermit oͤffentlich an kag geben wollen/ daß dieſes nicht aus Liebe zum Vaterlande oder zur Gerechtigkeit/ ſon⸗ dern aus bloſſer Gunſt und affection gegen die Schweden geſche⸗ hen/ und dannenhero ſolches alles null, nichtig/ unvollkommenund unguͤltig ſeye. 1 Wegen Sr. Churf. Durchl. zu Pfaltz reſtitution iſt im in⸗ ſtrumento Pacis§. 4. verordnet/ es ſolte durch Kaͤyſerliche autho⸗ ritaͤt dahin vermittelt werden/ daß weder der Koͤnig von Spanien/ noch irgend jemand/ der etwas von der Pfaltz im Beſitz haͤtte/ Sich dieſer reſtitution in einiger Weiſe widerſetzen ſolte: Und hie⸗ mit ſchiene es/ daß der Spaniſchen Beſatzung und auch Ihrer Kaͤyſerl. Maytt. ſelbſten/ wegen fernen Abgelegenheit des Orts/ eine gewiſſe Zeit vergoͤnnet war/ in welcher die Sache an den Koͤ⸗ nig von Spanien gebracht/ und mit Ihm verglichen werden koͤn⸗ te/ und war in ſpecie von der Franckenthaliſchen Beſatzung nicht das geringſte im Inſtrumento Pacis verordnet. Gleichwol hatte der Schwediſche Herr Generaliſſimus in dem Nuͤrnbergiſchen Executions-Receßs dieſes Werck/ weil es ſeine familie unien dahin zwiſchen denen Schwediſchen und Sr. Churf. Dutchl. Commit adbeihüt rlgt uüden Ernünſted riat ene⸗ guchs Sto wJaidslh aeiſ riſce unbd fte ab Mne Jonicke I inſde Sch nagede gn zchan ched dundm eih Penegen 8 Entinfiem ftn enxe Al näiſi ue könnmn rehr llgdirami ſdutn ſadi g bogdenee ujd waun degi dſaten Ein riag geden valt derzur Genaſt zen de Schraan chtig /unvollom falt welttummn durch Kaͤſeihe der Konigrone Pfalz in i viderſeten olte ſatzung und au lögelegenhatd er die Sahec verzlichen vat aliſchen ſ ednc. Glätnt i dem NMuni s ſane tmnür 1 dahin gekartet/ daß unterdeſſen und bis Franckenthal an Chur⸗ Pfaltz reſtituiret wuͤrde/ deroſelben die Reichs⸗Stadt Hailbrunn als unter gewiſſer Bedingung verſprochen/ alſo auch(weil die⸗ ſelbe von den Schweden verhindert/ nicht gehalten noch erfuͤllet ja mit derſelben nur geſpottet worden) kan man leicht urtheilen/ was fuͤr eine action vermoͤge des Inſtrumenti Pacis hieraus ent⸗ Rehe/ und worzu die Schweden anitzo noch verbunden ſeyen. Sind das nun minutiora, oder ſchlechte geringe Sachen/ wie das Inſtrumentum pPacis in dem bemeldten§. beſaget? Uber das/ ob gleich die Schweden gantz Hinterpommern (außgenommen Stettin/ Gartz/ Damm/ Golnaw/ Wollin) Sr⸗ Churfuͤrſtl. Durchl. zu reſtituiren ſchuldig/ vermoͤge des§. 10, In⸗ ſtrumenti Pacis verſ. I. welches auch im folgenden§. n. in pr. mit dieſen klaren Worten(nemlich mit denen oben/ das iſt im§. 10. angehenckten Gebieten und Orten) wiederholet worden: Ob gleich auch die Stadt Cammin/ wie alle Hiſtorien bezeugen/ alle⸗ zeit zu Hinterpommern gehoͤret/ und weder den Worten noch dem geſunden Verſtande des Inſtrumenti pacis gemaͤß/ davon abge⸗ riſſen/ und an die Schweden gebracht worden: So hat dennoch das Koͤnigreich Schweden behaupten wollen/ daß nach dem wahren Verſtande der Oßnabruͤggiſchen bacten, dieſe beſagte Stadt Cam⸗ min mit ihrem gantzen Gebiete/ ohne fernern anderweiten ſpecia⸗ len Vergleich/ ihnen zukaͤme und gebuͤrete. Und ob wol von Brandenburgiſcher Seiten die offenbare Ungerechtigkeit/ und uͤber das aus rechtmaͤſſiger Urſache und auß⸗ druͤcklicher Verordnung des Inſtrumenti Pacis bewieſen ward/ daß der Schweden Forderungen gantz und zumal unbillig und unertraͤglich waͤren/ auch niemals koͤnte dargethan werden/ daß dieſe Stadt mit ihrem Gebiethe außgezogen: So hat ſolches al⸗ les nicht hindern koͤnnen/ daß nicht die Gewalt und Ungerechtigkeit alles vermocht/ vielweniger auch/ daß man etwa der Schwediſchen Commiſſarien verſtockte Hertzen aus der poſſeſſion der Unge⸗ rechtigkeit und Boßheit haͤtte bringen köͤnnen. Ward alſo Sei⸗ ner Churfuͤrſil. Durchl. zu Brandegburg die Stadt Eun lihen ui Iſza m rn uewn ſüuſn waglergnnr lan fane ßts vonden: Soa len daß nachdem digeebeſageSu nern anderweie. dte. cher Seiten dit maſſige llſee nti Pacis bewixih und zumal wii tdargethan vne ogen: Soſfci ſewaltundllunn an awadet der pollechonſt können. Pan dunz di Eu 44 ☛ 5 P̃ mit dem gantzen Gebiete/ durch Gewalt und Furcht abgedrun⸗ gen/ und der allgemeine Friede offentlich gebrochen: Man be⸗ ſehe den 22. Artic. der Stettiniſchen Pacten. Als man nun von Schweden inſtaͤndig begehret/ ſie ſolten doch ihre fundamenta aus dem Inſtrumento Pacis beweiſen: ſo iſt endlich daſſelbe den 19. Julii 165i. von Stockholm nach Stettin mit dieſen formalibus geſchicket worden. Nachdem dem Koͤnigrei⸗ che Schweden vigore Inſtrumenti pPacis eine juſtam& convenien- tem littoris latitudinem in adjacente ulterioris Pomeraniæ terrà zu haben gebuͤhrete/ und Cammin am Strande derer dem Koͤ⸗ nigreiche Schweden cedirten Waſſer gelegen: So muͤſte ſie auch demſelben zukommen ꝛc. Aber wo ſichet dieſes im Inſtrumento pacis? Da wird dergleichen nicht gefunden/ da wird nichts geſa⸗ get de juſtà& conveniente littoris latitudine in adjacente Ul- terioris Pomeraniæ terrà; das iſt/ von einer rechten und gebuͤr⸗ lichen Breite des Strandes in den angrentzenden Hinterpomme⸗ riſchen Landen: Die das Inſtrumentum Pacis auffgerichtet/ ſa⸗ gen nur von einer ſolchen Breite des Ooſt⸗Strandes/ woruͤber ſich die Koͤnigliche und Churfuͤrſtliche Commiſſarii in der Guͤte vergleichen werdẽ. Littus oder der Strand iſt ſonſt eigentlich ſo weit als die allergroͤſſeſten Wellen außſchlagen: Und in ſolchem Ver⸗ ſtande iſt es bishero bey allen Voͤlckern gebraucht worden/ nie⸗ mals aber ſind gantze Staͤdte dergeſtalt mit unter den Strand be⸗ griffen worden/ es waͤre dann/ daß man alle Inſulen(wiewol faͤlſchlich) fuͤr Strand halten wolte. Und lieber was iſt doch das fuͤr ein Schluße Dieſes Theil des Strandes iſt mir abgetreten worden/ Ergo ſo ſind mir auch noch uͤber den Strand alle daran ſtoſſende Staͤdte/ und das Land ſelbſt bis auff 2. oder 3. Meilen lang/ mit dem gantzen Gebiete abgetretten. Wann etwan einmal die Schweden das Recht(ſo ſie uͤber die Ooſiſee prætendiren) und darbey zugleich eine gebuͤhrliche Breite am Strande abtraͤten: Solte dann dadurch auch ilanden werden/ daß ſie die daran 3 ſtoſſende 2 ſtoſſende Lande/ Staͤdte/ und ſo gar Stockholm ſelbſt/ nebſt denn gantzen Koͤnigreiche Schweden abtreten ſolten: 4 Weil ſie nun nichts weder in den allgemeinen Satzungen noch im Inſtrumento Pacis, noch bey der geſunden Vernunfft fin⸗ den koͤnnen/ ſo erdichten ſie fuͤr die Koͤnige in Schweden einen ſonderlichen/ ſonſt nie erhoͤrten Strand: Eben als wann der Her⸗ og von Vorpomern ein Koͤnig waͤre/ oder als wann den Schwe⸗ den frey ſtuͤnde/ alle Goͤttliche/ Natuͤrliche und Voͤlcker Rechte nach ihrem Gefallen zu drehen/ oder gar umb und umb zu kehren. Endlich als ihnen alle Gerechtigkeit und Erbarkeit hierin⸗ nen ermangeln wollen: So bringen ſie dieſe arcana fuͤr: Das er⸗ ſte und vornemſte/ worauff die Schweden ſaͤhen/ ſey Ihre Si⸗ cherheit/ und commoditãt, zu deren Erlangung eine allgemeine und bey allen Voͤlckern bishero uͤbliche Breite des Strandes nicht zureichte/ ſondern es wuͤrde noch eine ſonderbare und zwar ſolche erfordert/ welche zugleich die Stadt Cammin ſampt dero gantzem Gebiete mit nach ſich zoͤge/ und wegraffte: Sonder Zweiffel ha⸗ ben Sie ſich auch hiebey erinnert deſſen/ was Tacitus von den Frie⸗ ſen ſaget: Die Laͤnder werden daſelbſt dermaſſen uͤberſchwemmet/ daß man dar zwiſchen dem engen Meere/ dem Strande und den Feldern keinen Unterſcheid weiß/ oder auch deſſen was in dem Frie⸗ ſiſchen geſetzten Wolmari ſtehet: Ein Kirchenraͤuber wird an das Meer gefuͤhret/ und werden ihm die Ohren im Sande h welchen die Fluth zu bedecken pfleget/ auffgeſpalten. Kurtz zu ſagen/ ſo und nicht anders wolten es die Schwe⸗ den/ dann alſo haben ſie den 23. Auguſti anno 1671. ihre innerſte Hertzensgedancken ungeſcheuet von ſich geben doͤrffen: Das Koönigreich Schweden haͤtte die freye Macht/ und waͤre per In- ſtrumentum bacis nicht verbohten das initium territorii Regii zu ſetzen/ wo es das Koͤnigreich Schweden ihm am zutraͤglichſten befinde: Ihr Teutſche Fuͤrſten merckt dieſes/ und uͤb erleget reiff⸗ lich/ was Euch allen das initium Territorii Regii, das iſt/ der Au⸗ Schwexn teAytardn Seentag vnbyy(ic Ne Ma rit aade tadhe nſöunn 6h 8 allgenen 1 geſundag à inige inefen b Eden dta rabsum uz Kund Valcan 3 nd und mia ket undGiat deſt arcana fa) den ſchen ſſa angum einch Ireite des Sin 6 m nderdare uad N mmn ſamda. ſie: Sondar was Tactstun ermaſſen eneh dem Strun ohdeſſen wasin Kdrrchenräͤuber tn dren in San) alten. ders wolten e ti anno 1öu in. ich geben dafft Macht/ und ri as initium teriw den imam an dieſes/ und iht ritorii Regi E 6 3 4 Anfang des Koͤniglichen Schwediſchen Geblets/ gutes bebeaeee G 8 werde und andreuen moͤge. Ferner/ ſo erſcheinet aus dem 10.§. Inſtrumenti Pacis, daß Vorpommern mit allen zubehoͤrigen Rechten und Privilegien/ von dem Roͤm. Reiche und Sr. Churfuͤrſtl. Durchl. zu Branden⸗ burg an Schweden ſey abgetreten worden/ auf ſolche⸗Art und Weiſe/ wie es die Hertzogen in Pommern gehabt/ beſeſſen und re⸗ giret/ Nimmermehr aber/ daß dem Kaͤyſer/ Chur⸗Fuͤrſten und Staͤnden jemals im Sinn gekommen/ mehre Hertzogthuͤmer/ Fuͤrſtenthuͤmer oder Laͤnder den Schweden zu uͤberlaſſen/ als nur diejenige welche außdruͤcklich benennet worden: Wiele weniger aber/ daß Sie von ſolchen Sachen haͤtten diſponiren wollen/ die in der Welt nicht zu finden: b Dem allen ungeachtet/ haben dennoch die Schweden Se. Churfuͤrſtliche Durchleuchtigkeit zu Brandenburg gezwun⸗ gen/ daß dieſelbe wider das Inſtrumentum Pacis, auch wider alle Vernunfft und Warheit hat zuſtehen muͤſſen/ daß die Hertzogen in Pommern Anwartungen gehabt haͤtten/ und daß dieſelbe den Schweden vom Roͤm. Reich waͤren gegeben/ und hiemit auch ei⸗ ne Anwartung und geſampte Lehen auff die Neumarck/ auff das Sternbergiſche uͤber die Oder/ imgleichen auff die Haͤuſer Viera⸗ den und Lockenitz/ ſampt denen darzu behoͤrigen Stuͤcken/ ſo uͤber die Maͤrckiſche Grentze in Pommern gelegen/ ertheilet worden/ artic. 29. der Stettiniſchen bacten⸗ Sver iſt nun wol jemals ſo halsſtarrig und offentlich boß⸗ hafft geweſen? Die Sache verhaͤlt ſich alſo: Es war zwiſchen dem Hauſe Brandenburg und Pommern endlich dahin verglichẽ/ daß wann der Hertzogliche Stam̃ ausgeſtorben ſeyn wuͤrde/ gantz Pommern an das Haus Brandenburg fallen ſolte/ zu welchem Ende es auch die geſampte Lehen vom Reich empfangen/ und ha⸗ ben alle Pommeriſche Unterthanen die Huldigung nicht minder B3 b Damit dem Marggraffen als den Hertzogen desfals wuͤrcklich geleiſtet. Suunie nun einiger maſſen J. Churf. Durchl. johan Georoe hus die andere Herren rahn he hur.Su A ahan Cearge nd Friderich hoͤchſtlobl. Andenckens/ jhre affection hinwiederum 1 gen die. Hertzogen in Pommern bezeugeten/ haben Sie dargegege wann der Chur⸗und Marggraͤfliche Stam̃ ausſtuͤrbe/ an Herren Johan Friderichen/ Ernſt éudewigen/ Bogislaven/ Barninen und Caſimiren/ ſämptlichen Hertzogen in Pommern/ und deren maͤnn⸗ lichen Nachkommen anno§71. verſpro chen/ daß auff ſolchen Fall die Neumarck/ das Sternbergiſche/ Vierraden und Loͤckenitz an Sie fallen ſolte. Und dieſes Verſprechen iſt vom Kaͤyſer Maxi⸗ miliano II. mit Einwilligung der Churfuͤrſten anno 6. confirmiret/ auch von den Haͤuſern Sachſen und Heſſen det gewilliget worden/ als welche auff Anhalten des Herrn Churfuͤr⸗ ſten und der Marggraffen zu Brand enburg/ von ihrem Neehte/ſ Sie wegen der Erbverbruͤderung daran zu gewarten haͤtten/ auff gewiſſe Maſſe abſtunden. Daher iſt in der formulaà der Erbver⸗ bruͤderung zwiſchen den Hertzogen von Sachſen/ den Marggraf⸗ fen zu Brandenburg und Landgraffen von Heſſen dieſe exception enthalten: Jedoch haben Wir/ die Chur⸗und Fuͤrſten zu Bran⸗ denburg Uns außdruͤcklich bedinget und vorbehalten/ daß von ſol⸗ chen Unſern Landen und Leuten der Ort Landes/ ſo auff jener Sei⸗ ten der Oder gelegen/ n emlich die Neumarck und das Land Stem⸗ berg/ dergleichen auch die Lehnſchafft uͤber die aͤuſer Loͤckenitzund Vierraden ſampt derſelbigen zugehoͤrigen Guͤtern/ ſo viele derer uͤber die Maͤrekiſche Landgraͤntze in Pommern gelegen/ ſo lange die Aatee in Pomen und derſelben maͤnnliche Erben fuͤt /hiervo d in dieſe E Launzaae uſhiet n ausgezogen ſeyn und in dieſe Erbverbrͦ⸗ . ach dem nun Anno 1635. den 10. Martii der Hertzog in Peeenuere Bogislaus, als der letzte von dieſer er Derbegi Pun auch daſſelbe pactum,(in welchem der Churfuͤrſt und die Marggraffen von Brandenburg Anno w/umit conlens des Kiy⸗ M ſmr 8 1 8 4. 4 3 8 5 3 1 1 4 1 1 5 4— 3 1 * 8 . 1 2 4 — 3 1 1. I 1* 3 3 4 3 1 4 4 * . 4 1 9 4 1 ¹ 1 3 4* 1 4 der iormulä Sudͤſen dag en Heſſendiſenr r⸗und Fürſeng— vordehalten di andes ſo auff ackunddaslin r die Häͤuſer cc gen Gäten/ot mmern gelcgen en maͤnnlihe o i undindiceo o. Mnü d 4 duſet lmiegs en derGuſit H7uniteolea und nichtig war) zur Sachen alleine nicht genung waͤre/ und daß dieſer Sache des Kaͤyſers ratification fuͤr ſo noͤthig gehalten. ſers Maximiliani II, den Churfuͤrſten des Reichs/ und den Erb⸗ verbruͤderten/ im fall der Marggraͤffliche Stamm außſterben wuͤr⸗ de/ denen uͤberbleibenden Hertzogen von Pommern/ die Neumarck das Land Sternberg/ Loͤckenitz und Vierraden verſprochen hatten) hiemit gantz und gar verloſchen/ und nicht mehr zu finden geweſen. Iſt dem nun alſo/ daß beſagetes pactum ſchon von anno 1637. den 10. Martii nichts mehr in der Welt gegolten: Wie hat man dann anno 1648. und alſo gantzer u. Jahre hernach/ von einer Sache die nicht in der Welt iſt/ durch eine clauſulam generalem etwas verordnen/ oder dasjenige/ was einmal todt geweſen/ ohne eine ſon⸗ derbare medicin und verordnung wieder lebendig machen koͤnnen 5 Dieſes pactum, welches nimmermehr mit Recht eine Anwartung kan genennet werden/ iſt mit dem letzten Hertzogen Bogislao zu⸗ gleich begraben/ und nichts davon als nur das bloſſe Papier ohne einigen effect uͤbergeblieben.— FHier kan fuͤr die Schweden nichts angefuͤhret werden da⸗ hero als Sie geſehen/ daß Sr. Churf. Durchl. zu Brandenburg Bekaͤntnuͤß(als welche wider das lnſtr. Pacis, wider des Roͤm. Rei⸗ ches Wolfahrt/ und wider alle Rechte abgedrungen/ und alſo null ſolches dem Reiche und den andern(als welche daran allbereit vorhero ein Recht) nichts præjudiciren foͤnte: So haben Sie zu⸗ gleich bedungen/ daß dieſelbe von dem Kaͤyſer ſolte ratificiret wer⸗ den/ welche Kaͤyſerliche ratification dieſe der Roͤmiſchen Majeſtaͤt Veraͤchter gewißlich nicht wuͤrden urgiret noch zugelaſſen haben/ wann Sie nicht ſelbſt geglaubet haͤtten/ daß Ihnen ſonſt aller an⸗ derer Behelff und Grund in dieſer Sache mangelte/ und daß Sie auch mit aller Ihrer Kunſt das Inſtrumentum Pacis dahin nicht zwingen noch außdeuten koͤnten/ dieſe Ihre Gewaltthaͤtigkeit da⸗ mit zu behaupten: Oder aber/ weil Sie ja fuͤrgeben/ daß ſolches im Inſtrumento Pacis ſo klar verordnet ſeye/ ſo ſolten ſie auch eine wolgegruͤndete und beſtaͤndige Urſache fuͤrbringen/ warumb ſie in Geſetzt nun/ daß des Kaͤyſers ratification hierauff erfolget waͤre/ ſo hat doch dieſelbe den Schweden deßfalls kein Recht gegeben/ noch geben koͤnnen. Dann:. Sr. Churf. D. Bekaͤntnuͦs war null und nichtig/ und deßwegen konte Sie auch nicht confirmiret wer⸗ den. 2. Iſt dieſer Vergleich getroffen worden/ wider die klare dis. poſition des Inſtrumenti Pacis, in welchem diejenigen Laͤnder/ Gebiete und Staͤdte/ die den Schweden an ſtat der ſatiskaction. ſolten abgetreten werden/ mit Namen außgedruͤcket waͤren/ daß alſo beydes Se. Churf. Durehl. und dann die Schweden wegen einer anderen und gantz neuen ſatisfaction zum præjuditz des Rei⸗ ches und etlicher Staͤnde inſonderheit Sich zu vergleichen verge⸗ bens bemuͤhet haben. 3. Iſt zu derſelben Zeit keine Anwartung verhanden/ noch auch ſonſten einige geweſen/ welche denen Hertzo⸗ gen in Pommern zukaͤme oder zukommen koͤnte: Die anno ien geſchehene promeſſe aber/ iſt mit dem letzten Hertzogen in Pom⸗ mern Bogislao geſtorben und verloſehen. 4* Haͤtte denen Her⸗ ren Erbverbruͤderten Ihr erlangtes Recht nicht koͤnnen genommen werden. 7. Haͤtte ein gantzes Fuͤrſtenthumb und Reichs⸗Lehn/ zum prajuditz des Roͤmiſchen Reichs/ und ohne deſſelben allerſeits Verwilligung/ abſonderlich an ein außwaͤrtig Koͤnigreich oder Re⸗ publique nicht transferiret werden köͤnnen. So haͤtte 6. auch der Kaͤyſer ohne das Noͤm. Neich dergleichen nicht confirmiren oder ratificiren koͤnnen/ welches die Schweden ſebſt in Ihrem Hyp- Polito à Lapide zum hefftigſten wider den Kaͤyſer urgiren. Die zu den Polniſchen Friedens⸗Tractaten bevollmaͤchtigte Schwedi⸗ ſche Geſandten ſelbſi/ geſtehen annoch itzo die nullitaͤt der Stetti⸗ niſchen pacten/ dahero Sie in Ihrer wider den Kaͤyſer gerichteten Propoſition die ratification derſelben pacten urgiren. Weiln aber dieſe Sache fuͤr das Roͤmiſche Reich gehoͤret/ ſo iſt ſie billich auch da⸗ hin remittiret worden. 135 b Der Schweden Begierde und Geitz war hiedurch noch nicht erſaͤttiget/ ſondern ſie veruͤbeten eine Gewalt und ein ſpolium uͤber das permenn weſindnt nüst mhan rerſtenl ſavata ſißſ darm ghn Gewaltmd Ae meäferan ranxäxge dſſ 69 üenn demnenn dad nſaG Rten Hergezg 1 4 Hatedm d nichtkomezen thund und Aate oßnedeſſhne inigKonigrat en. So häi leichen nichtenr vedenſehſein e en Käyſer vein wwolmüchtin ndewiltin der den äffen den urgtm. M 3 zeet ſoiſ ſebllit 6 3 1 4 3 6 6 is war ſiänte walt undenpie das andere/ und haͤuffeten einen Raub uͤber den anderen. Das Inſtrumentum Pacis§. 10. verſ. Ad hæc. hat den Schwe⸗ den an denen Pomeriſchen und Mecklenburgiſchen Hafen/ zu imer⸗ waͤhrendem Rechte die Zoͤlle vergoͤaet/ welche ins gemein Licenten ge⸗ nenet werden: Welche Vergoͤñung/ ob ſie gleich nur allein von denen Dertern redete/ welche dazumal dem Koͤnigreiche Schweden in Pommern und Mecklenburg abgetreten wurden/ auch nieht anders verſtanden werden konte: So haben dennoch die Sehweden ſolches nicht anders verſiehen wollen/ als daß auch in demjenigen Pom⸗ meriſchen Antheile/ welches Sr. Churfuͤrſtl. Durchl. ſolte gelaſ⸗ ſen werden/ die Licenten einzufodern Ihnen zukaͤme: Endlich/ wie ſie ſelbſten im 6:ten artic. der Stettiniſchen pacten reden/ haben ſie nach ſehr hefftigen diſputen/ zu Vermehrung und Beſtetigung guter Freund⸗und Nachbarſchafft/ auch Bezeigung Ihres guten Willens/ und anderer reſpecten mehr/ aus faveur, Se. Churfrl. Durchl. zum halben Theil mit zugelaſſen/ doch alſo/ daß auch die Schweden in Sr. Churfrl. Durchl. Hafen und eigeuthuͤmlichen Landen/ die Helffte von den confiſcirten Guͤtern/ ohne eintziges daran habendes Recht/ und alſo gantz ungerechter Weiſe/ durch Gewalt und Waffen an ſich riſſen. b Die Schweden hatten nichtes/ ſo ſie zu Behauptung dieſer Ih⸗ rer offenbaren Ungerechtigkeit anziehen konten/ als nur daß ſie ſagte/ der angezogene text im Inſtrumento Pacis rede indefinitè, ſchlechter dings/ ohn einige exceptionʒalſo koͤnte es auch nicht anders verſtan⸗ den werden. Aber ob man gleich dieſen Einwurff damals ihnen voll⸗ koͤmlich beantwortet/ und ſonnenklar bewieſen/ wie gar todt derſelbe waͤre/ dennoch ſo muſte es bloß nach ihrem Willen gehen: Und haben alſo Se. Churf. Durchl.(weil die Schweden dasjenige/ was ſie abtreten ſolten/ abzutreten nicht begehreten/ zu dem/ gantz Hinter⸗ Pommern mit Ihren Voͤlckern beſetzet hielten/ und Sr. Churf. Durchl. die reſtitution von Hinter⸗Pommern plat abſchlugen/ im fall Sie in die Licenten/ ſo/ wie de Sahdeden ſelbige begehre ten 6 1 ſich geben ſolten/ daß Sie in einer hochimportirenden Sache/ die ken/ nicht einwilligen wolten) zu Verhuͤtung groͤſſerer Gewalt/ der Zeit und der Schweden Boßheit auff eine zeitlang weißlich und gedultig nachgeben muͤſſen. 5 Was ſolten nun Se. Churf. Durchleuchtigkeit/ die alſo al⸗ lenthalben gefaͤſſelt waren/ beginnen? Sie haben ſich zwar die⸗ ſer Unbilligkeit mercklich widerſetzet/ aber weil wider eine ſo offen⸗ bare Gewalt ſich in defenſion zu ſtellen/ Ihr damals nicht rath⸗ ſam dauchte/ ſo hat Sie endlich ſolchem Zwange weichen muͤſ⸗ ſen. Damit Sie aber auch von keinem koͤnte beſchuͤldiget wer⸗ den/ als ob ſie etwas verabſaͤumet haͤtten/ ja damit jedermann der⸗ maleins bekennen muͤſte/ daß Se. Churf. Durchl. durch die groͤß⸗ ſeſte und notoriſche Gewalt von den Schweden waͤre gezwungen worden: So haben Sie bey den Schweden gar inſtaͤndig ange⸗ halten/ daß dieſes ſo hochwichtige Werck/ und welches eine uner⸗ traͤgliche Slavereye nach ſich ziehe/ dem gantzen Roͤmiſchen Reich zu erkennen und zu entſcheiden anheim geſtellet werden moͤchte: Sie waͤren bereit/ vermoͤge der Reichs⸗Conſtitutionen und des Oßna⸗ bruͤggiſchen Friedens/ Inſtrum. Pac.§. 17. verſ. Et nulli omnind Statuum.& verſ. præced. Qui verò huic transactioni. ſolches mit Rechte außzufuͤhren: Welches auch zu Stettin den 23. Febr. anno 1652. von dero Commiſſarien wiederholet worden: Ihre Churf. Durchl. wolten nicht hoffen/ daß das Koͤnigreich Schweden durch laͤngere Zuruͤckhaltung des Hinterpommern/ von deroſelben die Licenten erpreſſen wolte/ zumalen da Ihre Churf. Durchl. zu ei⸗ nem unparteyiſchen Rechte ſich erboten/ und ſich der kuͤnfftigen de⸗ ciſion gebuͤrlich zu unterwerffen erklaͤrete: Wann man alle Hiſio⸗ rien durchlaͤſe/ wuͤrde man nicht finden/ daß jemals einigem Po⸗ tentaten/ der ſich zu Necht anerboten ein mehres waͤre auffgebuͤr⸗ det worden/ waͤre auch nicht glaublich/ daß Ihre Koͤnigl. Maytt. als welche hochberuͤhmter Koͤnigl. Tugenden halber in dem groͤſſe⸗ ſten Theile der Welt beruͤhmet waͤren/ eine ſolche Anzeigung von an ſich cenlm ſa ntäntn tnpeacttſe dntaei transactioni 7it tettin den 9 K. et worden: h naraih Schen nen von daii zre Churf Dat un ſich detuſ Wann nan daß ſemals enr mehres vinti iß Ire Föni nden haberni⸗ me ſelche un nportudaee an ſich ſtreitig waͤre/ und die eine intolerabilem ſervitutem alteri- us partis mit ſich fuͤhrete/ Lein Recht leiden und agnoſciren wolten: Es waͤre ein unertraͤglach onus, Sie koͤnten es fuͤr ſich ſebſi/ dero poſteritaͤt/ auch Lanv und Leuten nicht verantworten. Endlich iſt vieſes hinzugeſetzet worden/ Se. Churfuͤrſtliche Durchl. waͤren, zu frieden/ daß in dem der Kaͤyſer/ Churfuͤrſten und Staͤnde uͤben dieſe Sache erkennen und die Entſcheidung vom Reiche erfolgen wuͤrde/ das Koͤnigreich Schweden in Empfang und poſſeſs der Licenten in Hinterpommern bleiben ſolte/ doeh alſo/ daß ſoꝛches Sr. Churf. Durchl. Landesoberkeitlichen Hoheit und Gerechtigkeit(welche Se. Churf. Durchl. in den andern Theilen Hertzoglichen Rechtens vermoͤge des Inſtrumenti pacis in Hinter⸗ pommern und im Stifft Cammin zukommen) allezeit und in alle⸗ wege ohne Schaden und unverfaͤnglich ſey/ und dann/ daß Hin⸗ terpommern und dasStifft alſofort wuͤrcklich eingeraͤumet wuͤrden. Ja Se. Churf. Durchl. haben endlich ſelbſt von den Schweden be⸗ gehret/ Sie moͤchten bewilligen/ daß das Reich unterdeſſen die Li- centen ſequeſtrirete. Aber ſie waren durch kein Mittel an die rechtliche Eroͤrterung zu bringen/ und ſchaͤmeten ſich Ihre aller⸗ ungerechteſte Sache der Gerechtigkeit zu untergeben: Endlich dreweten Sie oͤffentlich mit der Gewalt/ und ſageten Ihre Mey⸗ nung rund aus/ daß Se. Churfuͤrſtl. Durchl. nimmermehr zu Hinter⸗Pommern wuͤrde gelangen koͤnnen/ wo Sie nicht ohne Verzug von Ihrer contradiction abſtuͤnden/ und in den Em⸗ pfang der Licenten willigten. Graff Magnus Gabriel de la Gar- die hat Anno 1651. im Junio zu dem Churfuͤrſilichen Reſidenten zu Stockholm alſo geſaget: Man werde aus dem Geſchaͤffte ſo nicht kommen/ Se. Churf. Durchl. wuͤrden ein mehres cediren muͤſſen/ und Er wolte es tout Franchement ſagen: Gaudent poſſidentes. Und iſt endlich den uI. Septembr. 1652. die Schwediſche reſolution, ſo die allerletzte ſeyn ſolte/ von Stockholm nach Stettin geſchicket/ und von denen Sehediſchen Commiſſa. C 2 rien — rien denen Brandenburgiſchen folgender den: Im fall aber Seine Churfuͤrſtliche Durchleuch bey Ihrer opiniaſtretè(der Weg des Rechtens/ ſo in den Rei Conſtitutionen, im Inſtrumento Pacis, und in allen Rechten Liret iſt/ heißt bey den Schweden opiniaſtretè od beharren/ und den von Ihnen/ rarione pa wolten/ ſo thaͤten Ihre Koͤn. Maytt. auch glies dasjeni Alle ge/ ſo Ste dißfalls denen Churf. Herren Commiſlarien an⸗undfuͤr⸗ getragen/ revociren und au eben/ ꝛc. Und wuͤrden Ih. K. M. bey dero per Inſtrum. Pacis ſo theuer erworbenem Rechte ſich immittelſt gebuͤrlich zu mainteniren wiſſen. b Uber das ſupplicireten die Staͤnde in Hinter⸗Pommern/ daß Sie von denen Schwediſchen Miniſtris mit ſo harten uͤber⸗ maͤßigen contributionen/ und andern Krieges⸗preſſuren beleget wuͤrden/ alſo daß ſie auch den geringſten effect des lieben Friedens nicht verſpuͤren koͤnten/ noch ſich deſſen zu erfreuen haͤtten: Und baͤ⸗ ken dahero/ Se. Churf. Durchl. mochten doch fuͤr dieſesmal liebet alles uͤber Sich gehen/ als ſie laͤnger in der unertraͤglichen Dienſt⸗ barkeit zu laſſen. e d Miit ſolchem Pproceß nun ſind die Schweden wider Se. Chur⸗ fuͤrſtl. Durchl. verfahren/ und da Dieſelbe/ als ein Erbfuͤrſi/ bey den Schweden der Hintepommeriſchen Unterthanen Sache ſich an⸗ nahm/ iſt Ihr geantwortet worden Dieſe Sache gienge Ihr nicht an/ ſondern betraͤffe die Hinter Pommeriſche Staͤnde/ und Unterthanen/ welche annoch die Schwediſche Herꝛſchafft erkenneten. Hat alſo dieſer verſtaͤndiger und dapfferer Churfuͤrſt der offenbaren und gewaffneten Gewalt weichen/ und dem Schwe⸗ diſchen fuͤrgeſchriebenen formular ſich bequemen muͤſſen/ damit dero getreue Pommern nicht ferner der Schweden Boßheit und Unterdruͤckung unterworffen/ die Veſtung Colberg nebſt dem Ha⸗ fen aber nicht laͤnger in Schwediſchen Haͤnden bleiben mgeutse 8 n⸗ Geſtalt angedeutet wot⸗ htigkeit chs⸗ en fun. er Eigenſinigkeit) rticipationis vo⸗ riger Konigl. ordre nach/ gethanen Vorſchla⸗ nicht acceptiren auypcla R Wated laneaſ: vasf henuiſ Kaademie Tagſl) ed P Sähwan rahin go. hetige e ffinden d deiewes tn greri dm ui Eniifan ſanaſcha dnndam W dürunxn — — itrs mitſo ſen Arüges⸗prelun ded des läuß afreuen än doch fürdiſ runerraglcha hwedenwidec 6 als ein Erfüß cethanen Saiit iſe Sahe m Pommerſcsi ſchwedichehti rund dapfennde vaichen wnddme couemen wiſo Schwedmn duhn Colberz nſte nen blebennit — Unteideſſen wollen doch ehrliche Leute/ und alle die Recht und Billigkeit/ ja auch ihr eigen Vaterland lieb haben/ uͤberlegen/ was ſich Deutſchland gutes zu den Schweden zu verſehen habe/ in dem ſie den pudlicis pactis dergleichen frembden Verſtand an⸗ dichten/ denſelben unrechtmaͤßiger Weiſe mit gewaffneter Hand durch offenbare Gewalt verthaͤdigen. Dann wann ſie vermoͤge des§. 10. Inſtrumenti Pacis in Sr. Churfuͤrſil. Durchl. Hinter⸗ pommeriſche Landen die Licenten einfordern/ und uͤber das auch das jus Territori daſelbſt exerciren koͤnnen: So wird ihnen auch vergoͤnnet ſeyn/ entweder zu Maͤintz/ oder zu Bonn/ oder zu Wulf⸗ fenbuͤttel/ oder Zelle/ oder Caſſel/ Darmſtadt/ Wuͤrtzburg/ oder in was fuͤr einer Stadt in Teutſchland es ihnen belieben moͤchte/ ein Appellation- Gerichte auffzurichten und zu beſtellen. Dann die Worte des§. 10. verſ. deinde, concedit im Inſtrumento Pacis lauten alſo: Aber dieſes dergeſtalt/ daß ſie an einem bequemen Orte in Teutſchland ein hoͤchſtes Gerichte oder Appellations- Inſtantz anſtellen. Ja es wuͤrde ihnen auch vergoͤnnet ſeyn/ eine Academie auffzurichten/ es ſey an welchem Orte oder Stadt in Teutſchland es wolle Dann das Inſtrumentum Pacis in dicto §. verſ. Præterea concedit eidem, vergoͤnnet der Koͤnigl. Maytt. zu Schweden/ das Recht eine Academie ober Univerſitat auffzu⸗ richten/ wo und wann es Ihr bequem deuchten wird. So muͤſſen derowegen die Teutſche Fuͤrſten/ wie auch auß⸗ wertige Potentaten entweder dieſes obbeſagte/(wiewol wider die offenbare Warheit) fuͤr wahr erkennen/ oder aber Sie muͤſſen dasjenige was die Schweden von den Hinterpommeriſchen Licen⸗ ten prætendiren, fuͤr Ungerechtigkeit und Falſch erkennen/ wie es dann auch an ſich ſelber nicht anders iſt: Sintemal der Kaͤyſer/ Churfuͤrſten und Staͤnde nicht anders darunter gemeynet/ und ver⸗ ſtanden haben/ noch verſtehen koͤnen/ als dieſes alles denen Schwe⸗ den an denen oͤrtern nur allein zu vergoͤnnen/ welche mit Namen im Inſtrumento Pacis ihnen abgetreten 1n uͤbergen worden. . 3 die Sind dann nun die Eintreibung der Licenten und das Fxercj. tium Juris Territorialis in eines andern Gebiete/ minutiora oder geringe Sachen? Oder auch/ gehoͤren dieſelbe etwa zu richtigen Entſcheidung der Grentze? Ein offenbarer Friedenbruch iſt es und die allergroͤſſeſte Gewalt und Ungerechtigkeit/ ſo zu allen Zeiten und Orten mit recht geahntet werden kan. b Ob zwar wol diejenigen Doͤrffer/ ſo itzo ſollen genennet wer⸗ den/ unſtreitig im Churfuͤrſtlichen Gebiete gelegen/ und nach der Sehweden eigenem Bekenntniß zu dem Ampte Colbatz gehoͤren: So haben Sie dennoch dieſelben Sr. Churfuͤrſil. Durchl. abge⸗ zwungen/ und deßfals keine andere Urſache geben koͤnnen Ials daß Schweden derſelbigen/ umb die Ufer zu bedecken von noͤhten ha⸗ be: Die Worte des 6. Articuls in den Stettiniſchen pacten lau⸗ ten alſo: Als man weiter fortgegangen/ hat ſich einige Schwie⸗ rigkeit erreget/ in dem beydes wegen der Dorffer/ Bartickau und Wierau/ welche/ was die jurisdiction und die intraden belanget/ eben ſo wol als Windiſch Mellen zu dem Ampte Colbatz gehoͤren/ (wiewol die Frondienſte nach Verordnung der Hertzogen in Pom⸗ mern zum Gute Bruſenfeld/ die jaͤhrlichen Zinſen aber zuſampt der Jurisdiction zum Ampte Colbatz gehoͤren) und dann auch wegen etlicher anderer Doͤrffer/ ſo ſtracks benennet und in Ihr. Koͤnigl. Maytt. Bezirck gebracht werden ſollen/ einige Mißhelligkeit ent⸗ ſtanden: So iſt dennoch ſelbige alſo auffgehoben und beygeleget worden/ daß nemlich die vorbeſagte Doͤrffer Bartickau und Wie⸗ rau/ nicht weniger als auch Windiſch Mellen /wie auch die Doͤrf⸗ fer Bruͤnecken/ Clutz und Hoyckendorff/ ſo im beſagten Ampte Colbatz gelegen/ mit ihren Grentzen/ Rechten/ Einkuͤnfften und allen Zugehoͤrungen/ ſie moͤgen fallen in weſſen Gebiet ſie wollen/ Ihrer Koͤniglichen Maytt. und dem Reiche Schweden(dochei⸗ nem jeden privato was er eigenes darin beſitzt/ ohne Schaden) umb die Ufer von dieſer Seite zu bedecken abgetreten und uͤber⸗ laſſen werden ſollen/ wie ſie dann vermoͤge dieſes Articuls hienn ahge⸗ unde duddt na M Siwabehe Nalim un oco Fiacan Wrangenge kſcieddſ Fütaat Ind Paden labrunemp ran aſg t una nas niehe tutontee ra — — — — 5 Ane — — =— S — —— — = — nd die inrainne m ImytsLhe m der. hartoxan a ginſeahazi n) und dann au enct urdin Jh einige Mifßet uffgehoben ud rffer Bartikeun Nellen wiecui rf/ ſo in boſat echten/ Entunt nweſſen Gatſt Keiche Sawon n beſitt, chr ken/ abgettalh nogt diſs Inl abgetreten und uͤberlaſſen werden: Mit welchen letzten Worten die Schweden abermal bekennen/ daß dieſelben Doͤrffer vermoͤge des Inſtrumenti Pacis Ihnen nicht zugehoͤret/ ſondern daß Sie dieſelbe damals allererſt durch dieſen Articul abgedrungen haben. Das Dorff Woltin war Churfuͤrſtlich/ aber weil es mit Seen und Moraſien von Natur gleichſam beveſtigt war/ und denen Schwediſchen Commiſſariis deuchte/ daß es von dem benachbar⸗ ten Grieffenhagiſchen Gebiete ohne Verminderung der Sicher⸗ heit ſelbiger Veſtung nicht leichtlich koͤnte abgeriſſen werden: So ſolte es Sr. Churfuͤrſtl. Durchl. abgenommen werden. Endlich ward es Ihr zwar gelaſſen/ aber mit dieſem außdruͤcklichem Be⸗ dinge/ daß weil Schweden eben daſſelbe Dorff nebeſt dem Vor⸗ wercke Wittſtock dem Rath und Commiſlario Henrichen von Schwalenberg/ fuͤr nz00. Thaler verhypotheſiret/ Se. Churfrl. Durchl. demſelben Schwalenberg und ſeinen Erben die summa von 8000. Thaler bezahlen/ hergegen aber der Schwalenberg vor geſchehener Bezahlung aus dem Dorffe oder dem Vorwercke/o⸗ der einigen Pertinentz-Stuͤcken zu weichen nicht ſchuldig ſeyn ſol⸗ le/ wie dieſes alles im 6. Artic. beſagter Stettiniſchen pacten der⸗ geſtalt enthalten: Daß alſo Se. Churfrl. Durchl. dieſes Dorff und Vorwerck/ ſo Ihr von Erbrechtswegen/ und vermoͤge des Inſtrumenti Pacis aus allem Rechte/ ohne Schaden/ verderb und neuen Laſt zugehoͤrete/ einloͤſen/ und fuͤr einen gewiſſen Preiß/ von einem unrechtmaͤſſigen Inhaber kauffen muͤſſen: Welches aber⸗ mals wider den§. 11. verſ. Regia quoque Majeſtas&§. 16. Reſti- tutione ex capite Amniſtiæ: Man ſage nun/ aus was Urſachen Se. Churfrl. Durchl. die Schulden/ ſo Schweden gemacht hatte/ bezahlen ſollen: Wann das gelten ſolte/ ſo haͤtte dieſer Nordiſchen Voͤlcker Auffrichtig⸗ keit und Froͤmmigkeit gar leicht gantz Pommern und alle Einkuͤnff⸗ te wegnehmen koͤnnen. b Noch Noch viel andere Doͤrffer und Guͤter ſind nicht gaͤntzlich an ſich riſſen/ dennoch aber Se. Churf. Durch gezwungen haben/ dieſelbe wider Ihren Willen gegen andere Doͤrffer zu vertauſchen/ wovon im 10. und etlichen folgenden Ar. ticulen. Was Sie fuͤr einen groſſen Theil an Waͤldern Seinet Churfuͤrſtl. Durchl. entzogen/ das beſagen der 18. und andere Ar. ticul: Im 28. Articul aber haben Sie wol gar Sr. Churf. Dr. nur die Adminiſtration von Hinterpommern und Stifft Camin vergoͤnnen wollen: Fuͤrwar es iſt kein Articul ne Zeile in dieſem ſchimpffliche darinnen nicht offenbare ſpolia Gewalthaͤtigkeiten/ und/ mit ei Schwediſche Kuͤnſie waͤren v „ja ich doͤrffte wol ſagen/ faſt kei⸗ m Stettiniſchen pacto enthalten/ „Friedbruͤche/ Betruͤglichkeiten/ nem Worte alles Boſe zu ſagen t und begangen worden: Daß es alſo viel zu lang fallen ſolte/ und jedes genau zu examiniren. Ob nun gleich die Sch get worden/ darumb widerſp Churfuͤrſtl. Durchl. Weſſphaliſchen Friedens und Ob auch gleich die Schweden w weden demjenigen was bishero geſa⸗ rechen wollen/ daß wann ſchon Sr. etwas abgetreten/ worzu Sie vermoͤge des der Rechte nicht verbunden waren: ider das Inſtrumentum bacis Hin⸗ terpommern viel Jahrlang hehalten/ daſſelbige verwuͤſtet/ die Waͤlder außgehauen/ und hernach allererſt/ als ſie es wuͤſte und kahl gemacht/ wiedergegaͤben/ auch chl. ab alles in den Stettiniſch Durchl. erlaſſen/ verg aus keiner eintzigen Ur Churfuͤrſtl. Dur ruͤhren. Allein Sie werde pten/ dann daß P drenget wurde/ ſo nicht unbewuſt: ommern von den lches war ins ge viel andere Oerter mehr Sr. gedrungen haͤtten: So waͤre doch dieſes en Pactis anno 1653, von Sr. Churfuͤtſtl⸗ eſſen/ und abgethan/ und dannenhero es ſache nicht wieder herfuͤrzuſuchen oder zu n hiermit ihre boͤſe Sache niemals behau⸗ Schweden verwuͤſiet/ und be⸗ mein Sr. Churfuͤrſtl. Durchl⸗ Aber daß es in denen Jahren(da es die Schwe⸗ den ſind/ die Sie zwat 1 1 Jar Sk Ghe umm meß dorffte wo caa ſtinſcher dad brͤche/ Benu 4 Dontales 8 d ͤcgangenun⸗ Sgenauzu enana mſenigen wast dlen daß wam n/ worzu Sem cchte nicht vaband slnſtrumentunn a, daſſebige vmn lererſt als ſec diel andete Oaan ütten: Sovin 70 1675 von E gethan/ und duu ader herfruſct eboͤſe Sachetan Schweden um nein Sr.Cut en Jahrm(daut den wider das Inſtrumentum Paeis ungerechter Weiſe behielten) dergeſtalt verwuͤſtet/ die Waͤlder dergeſtalt außgehauen/ die Un⸗ terthanen ſo gar außgeſogen worden/ wie ſie hernach erfahren/ ſolches hat Se. Churfuͤrſtl. Durl. zu der Zeit/ da von den Schwe⸗ den die unbillige pacta zu Stettin gemacht worden/ nicht gewuſt/ Sie hat es auch nicht ehe erfahren/ als nach dem Ihr das ge⸗ fuͤmlete Theil von Hinterpommern uͤbergeben worden. Wie haben ſie dann nun einer Sache/ die ſie dazumal gantz und gar nicht gewuſt/ ſich begeben und vergeſſen koͤnnen: Dero⸗ wegen ſo bleibet deroſelben Ihr Recht ungekraͤncket/ auch nach den Stetiniſchen pactis/ weil vermoͤge des 16.§. Inſtrumenti Pacis dasfenige/ was man zu reſtituiren ſchuldig war/ ohne Scha⸗ den und Verderb reſtituiret werden ſolte: Hernach/ ob gleich dieſes unter andern auch mit in die pacta gebracht/ und darinnen mit begriffen waͤre/ wie es doch nicht iſt: So duͤrffen dennoch Se. Churfuͤrſtl. Durchl. dieſes eben ſo wenig als das andere halten: Dann ſie haben alles miteinander wider zhren Willen und gezwungen thun muͤſſen: Die Schweden ha⸗ en Se. Churfuͤrſtl. Durchl. gezwungen/ daß ſie viele Sachen/ ſo offenbarlich falſch waren/ haben zuſtehen muͤſſen. In Summa/ das gantze Werck dieſer Pacten und Tracta⸗ ten war eine Schwediſche und offenbare Gewalt: Sie behielten Hinterpommern mit gewaffneter Hand/ und ſagten rund aus/ daß es Se. Churfuͤrſtl. Durchl. nicht bekommen ſolten/ wo Sie nicht alles zuſtehen/ verſprechen und approbiren wolten/ was Ihr die Schweden fuͤrſchreiben und von Ihr begehren wuͤrden. Se. Churfuͤrſtl. Drl. haben auch durch Ihre Commiſſarien zu Stet⸗ tin den 23. Februar. 165. offentlich genugſam dargegen geſprochen/ und daß ſie nicht anders/ als durch Gewalt gezwungen/ darinn willigen koͤnten: Die Schweden erpreſſeten dieſes alles von Sr. Churfuͤrſtl. Drl. ſie koͤnten das gegen ſich ſelbſt/ gegen die poſteri⸗- tat und deroLand und Leute nicht Paanaworten S koͤnten ſch in olche ſolche unleidentliche und unettraͤgliche Dienſtbarkeit nicht bege ben. b. b Solten die Schweden hie einwenden und ſagen/ es ſey hiet⸗ unter keine offentliche Gewalt fuͤrgegangen: So kan Ihnen aus dem/ was oben angefuͤhret/ geantwortet werden daß ja dieſelbeei⸗ nem jeden in die Augen lieffe: Dann 1. haben ſie die Wortedes Inſtrumenti Pacis verdrehet/ ſo wie es Ihnen nuͤtzlich zu ſeyn ge⸗ deuchtet. 2. Haben ſie dieſe Verdrehung mit Waffen verthaͤdi⸗ get. 3. Hat man ſie durchaus nicht dahin bringen koͤnnen daß ſie ſich den Rechten und der Entſcheidung eines gebuͤrenden Nith⸗ ters untergeben. 4. Da ſie ratione Pommern Reichsſiaͤnde ſeyn wollen/ haben ſie den Kaͤyſer/ Chur⸗Fuͤrſten und Staͤnde/ als ln⸗ competentes verworffen/ und in der That ſelbſt ſich des Roͤmi⸗ ſchen Reichs Grund⸗und Fundamental- Verfaſſung widerſetzet. F. Mit gewaffneter Hand Sr. Churfuͤrſtl. Durchl. dero Hinter⸗ pommern vorenthalten/ und deroſelben gewehret/ daß ſie zu Ihre Lande und offentlich gehuldigten Unterthanen/ zu Ihr Reichsle⸗ hen/ womit ſie offentlich vom Kaͤyſer im Namen des Reichs he⸗ lehnet waren/ nicht gelangen koͤnnen. Was nun 6. G Ott der Hens/ die Chriſtenheit/ ja alle ehrliebende Menſchen von einem ſolchen halten/ welcher alle Aechte und Billigkeit auffhebet/ alles mit Gewalt und Waffen verrichtet/ die Republicque zum Rich⸗ ter nicht annehmen wil/ deren Unterthan und Lehnmann Er doch iſt/ und was fuͤr Mittel wider ſo einen/ der alle Rechte verachtet/ zu gebrauchen/ das ſol fuͤr dieſesmal nicht erzehlet werden. Unterdeß ſo brachte Se⸗Churf. Drl. ſolches alles auff den Re⸗ gensburgiſchen Reichstag an den Kaͤyſer und an die Reichsſſtaͤn⸗ de: Aber da war keine Huͤlffe/ des Heil. Roͤmiſchen Reichs Recht und deſſen Satzungen wurden gleichſam mit Fuͤſſen getreten/ die Craͤyſe thaten/ als wann es ihnen nicht angienge/ denen Reichs⸗ ſatzungen und dem Weſtphaliſchen zuwider /und war als wann ſie gleichſam an Ihres Nachbarn und treuen Mitſtandes Anuni ie ndan⸗ das Am ru äa ſigenate hans im. Des bhrnütſa gkoemne gfenderig danpzeat Crngeund da nnirn mi Wafn üi brign in einesghint Pafaſſu t fi Durin gevehet/dißſ hane/ u jed m Namen dole Was nun 6,90 ende Maſcham diligkei ufßen tRepublichue n und(chameme der alle Aechem dt erzehletwena ſolches alesa rund an di lat „Nömiſchen et nmi daͤſazr angienge/ danl ider/ und ra raum Tuſahet ſich erluſtiget/ und alſo wurden Se. Churfrl. Durchl. je mehr und mehr der Gewalt und dem Raube der Schweden uͤberlaſſen. Im Fallſie nun Ihre hierunter offentlich begangene Gewalt aus dem obangezogenen Nuͤrnbergiſchen Executions-Receſs ent⸗ ſchuldigen wollen/ als wann dieſes alles mit Einwilligung des Reichs geſchehen waͤre: So iſt allbereit vorhero die Unbilligkeit und nullirät ſolcher verordnung außgefuͤhret/ dañ die wenigen Per⸗ ſonen ſo dar geweſen/ haben das Reich nicht repræſentiren koͤnnen: So komit auch dem Schwediſchen Generaliſſimo, in deſſen Namen dieſer Receſs gemacht worden/ gar nicht zu/ im Roͤm. Reichs Geſe⸗ tze zu geben/ und mit etlichen wenigen ſeinen Anhaͤngern den neu⸗ lich gemachten Frieden zu turbiren/ und den Chur⸗Fuͤrſten und Staͤnden Ihre erhaltene Rechte zu entziehen. Heernach/ geſetzt/ wiewol ohne jemands præjuditz/ als wann es das Roͤm. Reich ſelbſt alſo verordnet haͤtte/ wie die Worte lau⸗ ten: Die Hinterpommeriſche Poſten und Lande/ ſo des Herrn Churfuͤrſten zu Brandenburg Lden vermoͤge des Friedenſchluſſes zukommen/ ſollen alsdann evacuiret und abgetreten werden/ wañ zuforderſt zwiſchen Ihr. Koͤnigl. Maytt. zu Schweden/ und Sr. Lden hierzu verordneten Commiſlarien, wegen Entſcheidung der Grentze und andern geringen Sachen eine Richtigkeit getroffen iſt: Iſt aber darumb in dieſen Worten verordnet/ daß es bloß in der Schweden willkuͤhr ſtehe/ die Grentze nach ihrem Gefallen ſo weit zu ziehen/ als es ihnen beliebet? Iſt ihnen darumb vergoͤn⸗ net/ gantze Staͤdte/ mit ihren Gebieten/ Doͤrffern/ Waͤldern und Guͤtern/ ſo in Sr. Churfuͤrſtl. Durchl. Gebiete gelegen/ an ſich zu reiſſen? Darbenebenſt auch die Lenge und Breite der Gren⸗ tzen und des Strandes nicht nach Recht und Billigkeit/ nicht nach allgemeinen Rechten und nach aͤlteſtem Gebrauch zu ſetzen/ ſondern dieſelbe ſo weit zunehmen/ als es den Schweden bequem deucht/ und zu ihrer Sicherheit ihnen dienen mag? Wo iſt das verordnet was die Schwediſche Commiſſari zu Stettin den 23. Aug. 1651. Eeeede ſüurde fuͤrgebracht/ Ihre Koͤnigl. Maytt. haͤtte die freye Macht und waͤre per Inſtrumentum Pacis nicht verbohten/ das initium ter. ritorii Regii zu ſetzen/ wo es Ihrer Maytt. am zutraͤglichſten he⸗ fuͤnden? Wo ſiehet geſchrieben/ daß das Konigreich Sckweden ſolle Macht haben/ in Sr. Churf. Durchl. Landen die jura terri⸗ torii zu exerc ren? Wo ſiehet es/ daß ſie in den Churfuͤrſil. Landen Licenten ſollen einfordern und zu genieſſen haben? Die Worte lau⸗ ten alſo: Sollen alsdann evacuiret und abgetreten werden: Erga ſollen die Schweden unterdeſſen die Jurisdiction und jus Territo- riale exerciren? Ergo ſollen die ordentliche Einkuͤnffte/ und was ſie mehr den Unterthanen abpreſſen/ ihnen zukommen? Warſich ein anders hat in dergleichen Fall das Inſtrumentum pPacis vet⸗ ordnet/§. V. verſ. Præſidia autem. Und ſolten dann Se. Chur⸗ fuͤrſtl. Durchl. alleine alle Einkuͤnffte ihres Hertzogthums fuͤnff gantzer Jahr lang beraubet bleiben? Sind daß nun minuriora, oder geringe Sachen/ wie das Inſtrumentum pPacis ſaget: Ich fuͤrchte/ daß eben derſelbige Gott/ der vor dieſem den Koͤnig Achab und ſein Weib die Jeſabel/ und allen Ihren Nachkommen daruſ̃ daß ſie des ertoͤdteten Naboths Weinberg an ſich geriſſen/ ſo ſchreck⸗ lich und ernſtlich geſtraffet/ daß er auch dieſes dermaleins ernſilich raͤchen/ und der gantzen Welt kund thun werde/ wie Ihme als ſeiner Gottl. Maytt. allein vorbehaltenes Recht/ eintzig und allein zu⸗ komme/ den Grentzen Ziel und Maſſe zu geben/ und dem Terri⸗ torio Regio einen Anfang und Ende zu ſetzen. AUInd ob wol der Krieg unter andern auch dieſes abſonder⸗ lich mit ſich bringet/ daß alles/ was in demſelbigen/ und zu Auff⸗ hoͤrung deſſelben verſprochen wird halſo kraͤfftig ſeye/ daß es dar⸗ umb nicht koͤnne umbgeſtoſſen werden/ weil man etwan aus Furcht/ die einem unrechtmaͤßiger Weiſe gemacht worden/ und dann auch wider ſeinen Willen etwas verſprechen muͤſſen: Und daß/ wann man ſolches nicht haͤtte belieben wollen/ ſo wuͤrden die Kriege we⸗ det Ziel/ Maſſe/ Boch endſchafft erreichen koͤnnen/ woran ghac⸗ Wwo umnt eßaa Thäbic dan chdmm rnda Aich 8 ponnan fn dhit kaunnſ nahtſch mͤft fehen en sdichion und u iche Einkäͤnft d en zukommnt nitrumentun 8 d ſolten dam res Hertoge 7 8 ind daß mu um 4 entum bacäſigt t dieſemdengin dren Nardtenm zanſichgenſſeſtt dieſes dermalemc wende wie Jhnh tht /einzig undan geben /undig. ſchen. dem auch diſs emſebbigen/ un kräͤfftig ſce de eilman ewanau t worden/ waͤer müſſen: lod ſo witdmii en onnin tu 4 6 wol dem menſchlichem Geſchlechte hocß angeſegen ſeye: So iſt doch ſolches nur von dem Falle zu verſiehen/ da die kriegenden Theile bey waͤhrendem Kriege unter ſich Friede machen/ und einer dem andern deßhalb erwas verſprickt: Und koͤnte ferner ſolches von den Schweden angefuͤhret werden/ wann entweder das Reich oder Seine Churfuͤrſtliche Durchleuchtigkeit Ihnen Vor⸗ Pommern/ Bremen/ Voͤrden und Wißmar/ nicht haͤtten wol⸗ len abtreten: Weiln aber die Schweden hieruͤber nicht klagen koͤnnen/ ſo kan auch dieſer Einwurff Seiner Churfuͤrſtl. Durchl. nieht ſchaden: Dann der Kriede war ſchon gemacht/ und ſolten bey befriedigtem Roͤmiſchen Reiche/ zwey deſſelben Glieder Sich wegen einiger geringen Sachen freundlich untereinander verglei⸗ chen. Unter denen iſt der eine Theil/ welcher mit Hindanſetzung aller Reichsgeſetze und allgemeinen Verordnungen/ auch mit ver⸗ Maytt. und des Reichs authoritaàt, gantze achtung der Kaͤyſerl. Mayt Hertzothuͤmer und Fuͤrſtenthuͤmer behaͤlt/ verwuͤſtet/ und noch an⸗ dere ſehr groſſe Dinge mu Gewalt abdringet/ und diegroͤſfeſie Un⸗ gerechtigkeit veruͤbet. Hierbey iſt nun zu mereken/ was dieſenigen ſo die jura publica& belli beſchrieben/ hierzu ſagen Nemlich/ daß derjenige/ der in einem ungerechten Kriege ſemanden etwas abge⸗ zwungen/ mit autem Gewiſſen/ und ſo er als ein ehrlicher Bieder⸗ mann handlen wil/ nicht behalten koͤnne/ was er bekommen/ ja er koͤnne auch den andern nicht zwingen de pacta zu halten/ ſie ſey⸗ en gleich beſehworen oder nicht: Dann es bliebe in und an ſieh ſelbſt die Sache ungerecht/ und koͤnne dieſe innerliche Ungerechtig⸗ keit nicht anders auffgehoben werden/ als nur durch eine neue und recht freye ungezwun ene Einwilligung. Wie dann auch Cicero einen Unterſcheid machet/ zwiſchen einem Feind/ mit deme Wir Uns in vielen der Boͤleker Recht gebrauchen/ und dann zwiſchen Straſſen und See⸗Raͤubern: Dann wann dieſe jemanden aus Furcht etwas abgepreſſet haben/ ſo kan man es wieder fodern/ was aber rechtmaͤßige Feinde mir abnehmen/ kan nicht wieder ge⸗ Oz odert “ “ 6 durch allerunbilligſten Krieg und offentliche Gewalt dergeſtalt mit Sr. Churfuͤrſtl. Durchl. ſey verfahren und gehandelt worden ſolches iſt uͤberfluͤſſig durch dasjenige/ ſo bishero fuͤrgebracht wor⸗ den/ bewieſen. Dann ob gleich das Roͤm. Reich vonden Schw⸗ den den Frieden erkaufft hatte/ und mit gewiſſen Bedingungen Ihnen Sr. Churf. Durchl. Erb Hertzogthum Vorpommern uͤber⸗ laſſen worden/ ſo fuhren ſie dennoch mit Ihrer Gewalt und Krie⸗ ge gegen Se. Churfrl. Durchl. immer fort ſin dem ſie Hinterpom⸗ mern mit Ihren Soldaten beſetzt hielten/ und alſo behinderten/ daß Se. Churfrl. Durchl. zum wuͤrcklichem Beſitz dero Eigenthumes nicht gelangen konten: Und dieſe Waffen(welche Sr. Churfrl. Durchl. die das Ihrige durch rechtmaͤſſige und vergoͤnnete Mit⸗ tel ſuehten/ entgegen ſtunden) wurden nicht eher von den Schwe⸗ den abgefuͤhret/ und lieſſen ſie auch von Ihrer Gewaltthaͤtigkeit nicht nach/ ehe und bevor Se. Churf. Durchl in alle der Schwe⸗ den Foderungen/ ſonderlich wegen Empfang der Licenten und des Exereitii juris Territorialis, in Sr. Churfrl. Durchl. Landen gewilligethatte. Hier komme nun jemand und ſage/ daß hiebey keine Gewalt und Waffen geweſen. Gleich wie nun dieſe Sache recht und billig iſt/ alſo mangeln Uns auch ſelbſt im Roͤm. Reiche keine ſolche Exempel/ da dergleichen unter dem Schein rechtens und vom Kaͤyſer ſelbſi geſprochenen llt⸗ theils/ dennoch mit Gewalt abgepreßete pacta von den meiſte Rechts⸗ gelehrten in T eutſchland/ Franckreich/ Italienund vereinigten Nie⸗ derlanden/ auch andern ICtorum Collegiis fuͤr ungerecht gehalten/ und darbey erkant worden/ daß dem verletzten und durch dergleichẽ abgezwungene pacta gedruͤcktem Theilevergoͤnnet ſeye/ alle einge⸗ nom̃ene und vorenthaltene Laͤnder/ Aempter/ Nutzungen/ ſo man genoſſen/ oder noch genieſſen ſol/ nebſt allem Schaden und Unko⸗ ſten/ auch durch die Waffen wider zu fodern und wieder an ſich zu nehmen/ wie dang auch ſolches geſchehen iſt: Dann diefanzen Aaͤnder foderk werden: Daß nun aber nach gemachtem Friede im Neiche/ du wce ſühhag tun K ndüünd dnelnchar Iup. Rom Kladtr. R tr Ke.( Erdewde vitigench bajatn iddiligiſ cſten Erenpeldanmn ſer ſäbſigiprte dcta vondmmſil ralienundyeraur zis fuͤr ungaci ehten unddurchi vergonne ſce npter/Numa ullem Schedam fodemn undwit hn iſt Dan Laͤnder/ welche der Landgraff von Heſſen Daͤlmſtadt/ vor⸗ mals der Caſſeliſchen Linien abgenommen/ hat die verſtaͤndige und tapffere Landgraͤffinn von Heſſen/ Amalie Eliſabeth/ viele Jahre hernach durch Waffen wieder erobert/ und in Beſitz ge⸗ nommen/ und diejenigen pacta, welche vor dieſem Herren Mori⸗ tzen und Wilhelmen/ Vater und Sohne waren abgedrungen wor⸗ den/ wieder auffgehoben/ und den Darmſtaͤdter zu einer mehren Billigkeit gebracht/ ſo hernachmals vom Kaͤyſer/ vom Reiche/ vom Koͤnige in Franckreich/ vom Koͤnigreiche Schweden fuͤr recht und billich iſt gehalten/ erkannt/ und in denen Weſtphaliſchen Frie⸗ dens Inſtrumentis weitlaͤufftig bekraͤfftiget worden. Inſtrum. Pacis Imp. Rom. cum Suecis§. 15. verſ. Quod controverſias inter&c. & Inſtr. Pacis Imp. Rom. cum Gall.§. Quod controverſias in- ter&c. Gleich wie nun dieſes alles und jedes zu keinem andern Ende und Meynung angezogen worden/ als daß ſo wol die Auß⸗ waͤrtigen als die Teutſchen dieſe offenbare und groſſe Ungerechtig⸗ keit erkennen moͤgen: Alſo wird auch dieſe gantze Sache der Gerechtigkeit und dem unpartheyiſchem Urtheil annheim gegaͤben.