Aas “ CObPlà Schreibent/ Aman Ihre Hochgraͤfl. Excell deß Schwediſchen * Reichs⸗Jeld⸗Herꝛn Wrangels ShreHoch⸗Kuͤrſtl. Durchl den Chur Fuͤrſtl. L 2. Maͤrckiſchen Herꝛn Stadthalternund ge⸗ un ahe, heime Raͤthe.... Hene mt Und Deroſelben daraufeertheilten Antwort. wpSchn Durchleuchtigſter Fuͤrſtund Herr. det Sen Wolgebohrne/ Hoch und Wol Edele/ Geſtren⸗ Waſan geund Veſte Soch und Vielgeehete Serren b ten/ herren und Ritierſchaftdeß Her⸗ zogthums Croſſen ihm das zum Unterhalt der bey ihni ſte⸗ uden Regimenter aſſignirte Quantum zu erlegen ver⸗ te gebracht ſo wenig den benoͤhtigten Unterhalt finden/ als was zu dern auch die Inwohner zu Wrietzig und Freyenwalde/ dem von dem Obriſten Horndahin cglam Leutenau m a K b erhand h ſprochen/ ſie dennoch laut beyliegender Antwort mit einer beydann noch dieſes anzufugen/ daß nicht allein zu Franck⸗ furt vonden Unſrigen niemand/ der zuſeiner Nothdurftet⸗ Verpflegung kerhand nachdencklichen Bedrauungen an ſtatt begiin begegnet/ undihn von ſich abgewieſen Giin chen d — 4 wie nun dergleichen roceduren/ da denen Leuten derbena tigte Unterhalt/ der doch bißhero mit ſo guter Orde/ alsin mer moͤglich geweſen/ undohne eintige Actualitaͤt odt ſeindliche Bezeigung von nſer Seite ge ſuchet/ abgeſchnt ten werden wilſzu euuger Widerwaͤrtigkeit gar leich u laß geben koͤnte/ undes faſt das Anſehen gewinne n wil/ qe wann man Chur Fuͤrſtl. Seiten darzu alle Gelegenheikmi tzan Hand geben wolte/ indem man den Leutenexpreſt befiehlet vineber ie Gewalt und endiſar nnann b die man doch von dieſer Seiten mit ſo groſſer Sorgfalt biß⸗ hero verhuͤtet/ zuerdulden/ als in der Güͤte etwas zu geben. Alſo habe ich noͤh tig erachtet bey Euer Fuͤrſtl. Gnaden un meinen Hoch⸗und Vielgeehrte Herren mich hierdurch zutr fkuͤ vigei⸗ ob dieſe Verordnung aus Ibrer Chur⸗Fürſi. Dur da man dieſelbe gebrauchen wolte/ zu nehmen/ gar kein⸗Muͦ⸗ Man hat ſonſten an Seiten Ihr. Koͤnigl. und Beruhigung der Chriſtenhit/ wie auch Ihrer eigenen Lande und Leute/ ſichanders begreiffen und mit hoͤchſtged⸗ Ibr. Koͤnigl. Maj. wiederumbin gutes Vernehmen ſichzu ſetzen mehr nclination von ſich ſpuͤren laſſen/ da man aber in ſo wenig geraumer Zeit ſo wenig Anzeigung darzu ver⸗ mercken kan/ vielm ehr aus denen oͤffentlich affigirten und publicirten Avocator iis/ wieaus obindigirten Verbohten und andar derzie ichen Bezeugungen ein anders zur Gnuͤ⸗ gect, ſerm gnaͤdigſten Landes Fuͤrſten de dato Coͤln ander Spre den 24. dieſes nochmals Verordnung eingelauffen/ ſowo len wir dienſtlich bitten/ unſerer hoͤchſten Nothdutfft all zu zuſchreiben/ damit dieſem Craͤyße im Nahmen Ihte Koͤnigl. Majeſt und Cron Schweden von Ihrer Hoch⸗ raͤffl. Exell. dem Herrn Reichs⸗Feldherrn/ als Churß urchl. unſerer gnaͤdigſten Churfuͤrſtin und Frauen ver⸗ ordneten Leibgeding und beſonders an der Crohn Boͤhmn incorporirtes Fuͤrſtenthumb gegebenen Salve Guarde wuͤrcklichen genoß empfinden laſſen. unſers Hochgeehrten Herrn General Majors FSreund· dienſtwillige und Willige 3 Pralaten, Herꝛn und Ritterſchafftdeß Her⸗ — zogthumbs Croſſen. Croſſen im Landhauſe den 28. Febr. ſo mir den 18. Martii/ an ſtattdaß ſie verſprochen die Gelderzu lieffern/ zugeſchicket. ggeeheimer Raͤthe Antwort. Hochge borner Herr Graff/ ꝛc 4 8 s ☛ N.*. S Deß Herꝛn Stadthalters Durchl. und Ir haben aus Eu. Excell. unterm Datt durch einen Trompeter uͤberbrachten Scha⸗ A ben mit mehrerm erſehen/ was geſtalt Sieſic darumb beſchweren wollen/ daß Ihr Chukf Durchl. zu Brandenburg unſers Gnaͤd. Herꝛns/ Untertha⸗ nen/ ſo wohl ihres Unvermoͤgens als auch des von hierausan Sie ergangenen Verbots halber/ denen Schweden wasſt begehren nicht geben/ und alſo denen Regimenterniihrenliu⸗ terhalt entziehen/ dann daß zu Franckfurt keiner von denen Schwediſchen mehr eingelaſſen wuͤrde/ und daß— erfahren/ daß keiner mit ſeinem Contingent wegendethich ſten Unvermoͤgenheit aufkommen koͤnnen/ ſondern wjedt bekraͤftigſte Einſchluß zeiget/ von J. Churfl. Durchl m Stettin den 8. dieſes an uns abgelaſſenen und — — ——— == — ——ũ —= — —— — — — — — — — — = — —ꝑ — . — —õ—— 1 G 9 4 wohner zu Wrietzen und Freyewaldedes Obriſten Hotns Wehnan an ſtat begehrter Verpflegung mit allerhand nachdencklichen Bedrauungenbegegnet: Gleich wie nun dergleichen Proceduꝛen zueimger Widerwertigkeit gar leicht Anlaß geben koͤnten/ undes faſt das Anſehen gewinnen wol⸗ te/ als wenn man Churfl. Seiten dazualle Gelegenheit mit Fleiß an hand geben wolte: Als haͤtten Euer Cxcell. nö⸗ thigerachtet/ ſich zu erkuͤndigen/ ob dieſe Verordnung aus Sbm. Churfl. Durchl. ſpecial Befehl oder von uns aus 6 ſelbſt eigner Sorgfalt hergefloſſen? Und was Eu. Excell. von Krieg und Frieden anzufuͤhren/ auch von uns zu begebren belebetan 8 Churfl. Unterthanen die zureichen⸗ de Verordnung ergehen zulaſſen/ damit durch dergleichen unfreundliche Bezeugunge zu weiterer Widerwertigkeit kein Anlaß gegeben/ ſondern alles zu reſtabilirung guten Vornehmens zwiſchen Jhr. Koͤnigl. Maj. und J.Churfl. Durchl. wie auch Erhaltung eines ſichern und allgemei⸗ nen Friedens in der Chriſtenheit dirigiret werden moͤge: Es gedencket Eu. Excell. zugleich in dero Schreiben/ daß Siean ihrer Seiten vor GOtt und der Weltentſchuͤldiget waͤren⸗ wenn daraus/ daß die Churfl. Unterthanen das ihrige nicht alles gerne und willig denen Schweden hingeben/ derglei⸗ chen inconvenientien entſtehen ſolten/ ſo das Kriegs⸗Feuer mehr ausbreiten als dempfen moͤchte/ inmaſſen es denn gar⸗ keine Muͤhe koſten wuͤrde/ denen Churfl. Unterthanen es nit Gewaltzu nehmen. 2 ma Gae niane bekennen/ daß wir uns in dieſes E. Excell. Schreiben ſo eben nicht richten oder voͤllig finden koͤnnen/ deñ Sie wollenſich zwar beſchweren/ daß Ihr Churfl. D. Unterthanen eines andern Potentaten Soldaten/ welche Ihr. Churfl. Dl. Lande gewaltſamer Weiſe uͤberzogen/ das ihrige in der Guͤte nicht hingeben wollen/ und daß wir auch ihnen nicht geſtatten nnenwſondern verbottene Nhr. 4* 3 3 za liefern: Eur. Exrell. fuͤhren aber fuͤr dieſe vermeinte Beſchwerde gantz keine Uirſache oder Grund an/ und gleich wie wir uns in unſeren vorigen beyden an Eur. Excell. ab⸗ gelaſſenen Schreiben uͤber die gewaltſahme Uberziehung beklaget/ und das harte Tractament/ womit die Churfl ge⸗ treue Unterthanen gedrucket wuͤrden fuͤrgeſtellet alſo iſt ſol che Noth von Tage zu Tage vermehret/ und nach dem de Uckermarck undein gut Theil der Mittelmarck fertig gema⸗ cher/ auch in die hinter Pommerſche und Neu⸗Marckſche Lande fuͤrgenommen/ und indenenſelbigen außerhalb Feuͤr und Schwerd alle Feindſeligkeit veruͤbet worden/ und ſolche Drangſahlen waͤhren nun von dem Monat Decemb. des vorigen Jahrs biß hieher und alſo ſchon in den vierten Monat. Wir koͤnnenferner nicht begreiffen/ da die Churf. Unterthanen nun ſo langeſtille gehalten/ und alle daß lhrige hergeben muͤſſen/ auß Unvermoͤgen uñ Armtuh aber nichts mehr haben und geben koͤnnen/ und da man daß wenigeſo uochbeyetlichen uͤbrig fuͤr Ihre Churfl. Durchl. Milttzbe⸗ halten wil und muß/ daß man an Schwediſcher Seiten ſol⸗ ches fuͤr rechtmaͤsſige Urſache des Krieges nunmehro auß⸗ deuten will/ da doch die Schwediſche Armee allbereitvor.. Monat die von der Gegenwehr entbloͤſſete Churfl. Lande mit Krieg uͤberzogen/ uñ in denſelbigen nach eigenen Gefal⸗ len gehauſet; Welchen meynen denn Euer. Excell. der mehr Befuͤgniß fuͤr ſich faͤſter auf Gott recht zuveꝛlaſſen habe/ der welcher eines andern Potentaten undurmen Unſchuldigen Leuten das ihrige mit Gewalt nehmen/ oder die bloſſenund duͤrfftigen Leute/ welche daß wenige ihrige nicht an Fremb⸗ den geben wollen? Der Herꝛ welcher eines andern Herren Landt ohne Rirſache uͤberziehet und die Unterhanen zu grun⸗ de außzehret/ oder der rechte Landes⸗Hert/ welcher derglei⸗ chen Proceduren nicht zugeben kan/ und ſeine Annerthong Churf Durchl. Soldateſque es zuentziehen und Fraubd rnacteerifrd Ne edam m mögmai lbuuhtr un/ unddamnaͤn der Churf Drt man Schaͤſtrs edes Kresum wediſche Amnahn ehr euthöſerel. enſcldigenrugtu endenn Eur Gul Zottrrch zunſt zarmundermalht admen teda rmige deinat mwelcher lane die lntcdeaed tund fuͤr ſich behalten wil? Das zu Franckfurt von denen Schwe⸗ den keine mehr eingelaſſen werden/ das hat ihr eigenes ge⸗ waltſames Weſen verurſachet/ denn dieweil denen Churfl. Landen von Tagen zu Tage je mehr und mehr zugeſetzet/ die Victualien/ ſo nach Colberg/ Cuͤſtrin und Franckfurt gefuͤhret werden wollen/ mit Gewalt weggenommen/ und in dieſe Oerter keine Lebensmittel mehr gelaſſen worden/ ſo meinen wir/ habe man uͤbeꝛlich Urſach gehabt/ keine Schwed. mehr indieſe Staͤdte zu verſtatten; Daß die Staͤdte Wrie⸗ tzen und Freyen walde Ihres Landes Herren Verboth Ge⸗ maͤß Außwertigen in der Guͤte nichts geben wollen/ daran wer den ſie wohl gethan haben/ was ihre unterthaͤnigſte pflichtſchuldigſte Treue von ihnenerſodert/ und wenn wir Sie zu dergleichen ſtandhafften Treue nochmehr veranlaſ⸗ ſet/ und ihnen verbotendenen Schwedenin der Guͤte etwas zugeben/ vielmehr auchihres Ortesdie Gewalt zuerwarten/ ſo haben wir darinnen unſere ſchuldige Vorſorge/ welche unsin Abweſenheit Ihre Churfl. Durchl. fuͤr dero Civil⸗ und Militiar Staat oblieget/ erwieſen/ uñ dasjenige gethan⸗ was wir vermeinen daß es von Ihre Churfl. Durchl. nicht koͤnne auch nicht werde improbiret werden/ wir ſind auch verſichert daß dieſes unſer und der Churfl. Unterthanen comportement GOtt und der erbaren Welt werde gefaͤlli/ von J. K. M. in Schweden und Euer. Excell. aber alſo werden angeſehen werden muͤſſen/ daß daraus die Churfl. Landen vielmehr Erleichterung/ alß weitere und groͤſſere Gewalt ſich zu verſehen/ es ſtehet auch bey J. K. M. welch die uͤberziehung gethan/ daß Sie dieſelbe guͤtlich wieder ab⸗ ſtellen/ Ihre Churfl. Durchl. nicht weiter und mehr beleidi⸗ gen/ noch dero Lande ferner ſo Feindſelig tractiren laſſen. CEuer. Excell. haben freylich fuͤr itzo die Macht/ denen Unter⸗ thnen das ihrige mit Gewalt nehmen zu laſſen/ ob es aber gian/ udſile eine Sache/ bey welcher man fuͤr GOtt und der Ehrbaren Welt ſſ“ 6 — ſ 5 —— 8— — Welt koͤnne entſchuͤldiget ſeyn/ das laſſen wirGOtt undder redlichen Weltunpaſſionirten Urtheil heimgeſtellet/ undwir haben neulich ſchon geſchrieben/ daß wir in ſo einem Zu⸗ ſtand/ wir Euer. Excell. nicht wehren koͤnnen; wir haben doch gleichwol zu Euer Excellentz daß ſonderbare beſte Ver⸗ trauen/ Sie werden zu mehrer Ruin der E urfl. Landeund noch groͤſſerer Feindſchafft nicht Belieben tragen /ſondern dieſelbige ohne fernern Aufenthalt quitiren/ und die Unter⸗ thanen mit mehrern Exactionen verſchonen/ Inmaſſmwir dann unſer Verboth nicht zuruck ziehen und aufheben /auch ſo viel an uns nicht nachſehen koͤnnen/ daß von Fremdom Ihre Churfl. Durchl. daß ihrige enttzogen werde. Ta³ͤlln ander Sprerſden 18. Marty 1675. vess uns nach Schlieſſung unſers Schreibens von denen Staͤnden des AHertzogthumbs Croſſen berichtet wird/ was Geſtalt der General Ma⸗ jor Gieſe 1o Reuter nacher Croſſen geſel ieket/ umb daſel bſ wieder Ihrt Churfl. Durchl. Unterthanen mit Gewalt zu exequiren/ und nun weder de Uberziehung der Lande/ als auch dergleichen proteduren Miattel ſeynd/ wel che mit Euer Exelentz vorgegebenen Intention zum Frieden uͤbereinom⸗ men/ vielmehr zu andern Oeſordres nohewendiger Urſach ge en moͤchten/ ſo erſuchen wir Euer Excellennnochmahls gans freundli und dienftlich Sie wolle doch endlich die Raͤumung Ihrer Churfl. Durchl Landen Ihre 1 gefallen laſſen/ und abſonderlich auch die aus der Schleſie und von 111 Croſſen wieder zuruͤck ziehen.