Eigentliche Beſchreibung Wie Die Koͤnigl. Schwediſche Haupt Stadt K* eiga in Miefflandt/ 8 Von dem Moßkowitter ſieben Wochen lang vergebens belaͤgert worden. Auch iſt hierinnen zubefinden was ſch von tag zu tag ſeither der gantzen Be⸗ laͤgerung inn⸗und auſſerhalb der Stadt 8 begfben und zugetragen. b ———— Breßlawn in opeeg Jonuſches Sel. Buchl. b auff S t. Marta Masdalena Kirchhof bubekommen. — — — 494444444444443 644444444 SNSISNeSSNeee eeeSh 8 e e ee e Kurtze doch Gruͤndliche Bef ſhreibung der Riegiſchen Belaͤgerung. O En 16. Auguſti Anno 556. hat der S Moßkowitter an marchiret/ un ſich auf dem AJungferhoff eine Meile von Riga gelegen/ e gelagert/ woſelbſt zwiſchen den Vnſrigen ) und dem Moßkowittern ein Scharmuͤtzel SNSOS* vorgefallen/ in welcher Major Rehbinder und 28. Nruuer von den Vnſrigen geblieben. Den 17.und 18. hat man nichts vernommen/ als daß die Schwediſche Wacht der Stadt Riga ſich etwas naͤhern muͤſſen/ den 19. diio uub 10. Vhr hat ſich der Moßkowitter Vortropf auf den Sand⸗ eergen gegen Kintzenſelde ſehen laſſen/ welcher/ weil etliche CEanon Schuͤſſe auf Ihn geſchehen/ ſich in den Buſch reteri⸗ ret. Dito umb 11, Vhr ſeynd alle Haͤuſer/ ſo man auff dem Neuen Wercke ſehen koͤnnen/ eingeaͤſchert worden/ den 20. thaͤten die Vnſrigen einen Ausfall/ in welchem der Graff von Thurn Der ſich inonderheit tapfer erwieſe)und Major Cron⸗ man von Schwediſcher Seithen an dem gepuͤſch bey Bartelt blieben. Den 21. umb 9. Vhr wurde Riga vollkoͤmmentlich belagert/ da denn auf der Weyde geſchermitzieret/ wie auch von dem Neuen Wercke haltth mir Stuͤcken unter ſie geſpielet worden/ woruͤber in einem Schuſſe vom Schleſſſe ihrer eige⸗ nen Bekaͤndnuͤß nach 18. ſollen geblieben ſeyn. Dito umb. Vhr nach Mittage wurde Obriſter Leutenandt Alfendel durch den Mund geſchoſſen. Den 22. wurden die Stuͤcke vom Neuen Wetcde eS lahas folgende 2 ſelbiges nlalen⸗ und ſ und die Vorſtadt in Brand geſtecket. Bald den Ghauzag ben die Moßkowitter das neue Werck eingenommen n re Stuͤcke darauff gepflantzet; Den 24 am Dunen Tage umb F. Vht wurde des Graſſen von Thunn han in roth Sammet gewickelt/ vor dem Jacohs That dug nen Mußkowittiſchen Obriſten Schade genant/ dan i Ren⸗Leutenandt Vlenbrach uͤberantwortet/ da ſenet aa ompens 100. Ducaten bekommen. Den 2. und ag ging ein Scharmuͤtzel vor dem Jacobs Thor fun bey 2Enn den lang/ weil die Mußkowitter daſelbſi zwiſchen den Gan einen Lauffgraben machen wollen/ ſhr Vornehmen zubazte dern/ in welchem von unſerigen Maſor Saſſe nehenſ d tain Feland geſchoſſen/ auch etliche Soldaten gettein Auff des Feindes Seiten aber ſelbiger Obriſterſo des dant Tages des Graffen Haͤubt gelieffert/ erſchoſſen. Den 26/ 27/ 28/29/ und 30. iſt wegen des toninat lichen Regens nichts Schrifftwuͤrdiges vorgangen. Jutt telſt hat der Feind ſeine Battereyen verſertiget. Den zi,in ein Trompeter/ Ihrer Czarlichen Majeſtaͤt die Stat uß zugeben/ iſt aber mit ſchlechter Antwort wieden abgeferugn Den 1. Septembr. umb 1 0. Vhr ſing der Feindnut groben Stuͤcken zu ſptelen/ ſonderlich auff die Kuchen/ inn Septembr. warff er Feuer in die Stabt/ da dann und⸗ W des Raths Stall abgebrandt. Den zien. iſt continuirlich mit gantzen und haben Li chaunen auf den Sand⸗Thuren geſpielet worden wellvoni unſrigen den Feinden hierauff groſſer Schaden zugekonn ſo aber mit Hanff von auſſen behaͤngt/ daran dis Jeindis Ke geln abgegangen/ und alſo der Thurm ſalviret worden 6 ſind auch dito viel Leute von Granaihen und Jeuer⸗Kußal te lchaͤdiget und gequgtjche:/ auch viel Hauſer iſoſen “ Intwon dien 10 Dhr fezn derlich auffdedeh „Stadt/ zaee hwit genten ul n geſpialetwanne goſſa Sche thaͤngt wan t r Thurm ſabin nanalhen m ze A nd Huhf den. Dieſe Nacht fielen die unſeigen zur Molſchell Pforten aus/ wie auch aus dem Jacobs Thor/ rieſſen des Feindee Ba⸗ thereyen neder/ und Sehelten nieder/ wae ſie antreſſen kon⸗ ten/ das Gewehr wurffen ſie in die Duͤhne/ welcher Flus an der Stadt herfieuſt/ und von dar in die See laufft/ von den anſrigen iſt nur ein Reiter/ der eine Standardt von dem Feind nehmen wollen/ erſchoſſen Den 4. den wurden auff dem Wal⸗ je von des Feindes Canon⸗Schuͤſſen drey Soldaten/ und in den Haͤuſern eine Jungfrau nebenſt einer Magd gequetſchet/ Dito kam geitung/ daß der Feind unter ſich ſelbſt uneins/ weil die Deutſchen den erſten Sturm nicht wagen wolten/ weswe⸗ gen der Czar 2. vornehme Officirer hencken laſſen. Den 5. dito umb 4Vhr ſielen die unfrigen wieder aus/ nahmen dem Feinde 42 Stuͤcke Pieh ab/ brachten auch zwey Gefangene ein/ ſonſten iſt dieſen Tag ſcharff mit Stuͤcken in die Stadt geſpielet/ aber niemand beſchaͤdiget worden/ ohne daß auff dem Sand⸗Thurm einem das Dein weg geſchoſſen/ der Gouverneur aber Herr General⸗Major Gruͤndel/ und O briſter Ferßen von den Splittern eines Balcken/ daran ein Stuͤck⸗Kugel geflogen/ auff dem Dambrochs Rundel verle⸗ tzet worden. Den siſten ſiel eine Feuer⸗Kugel auff dem Marckt nieder/ zerſprang aber nicht/ wog hundert und ſech⸗ tig Pfund/ wurde den gantzen Tag/ und ſelbige gantze Nacht mit Feuer⸗Kugeln und Granathen in die Stadt geſpielet. Dieſen Abend fiel eine Kugel in eines Paſtoren Haus/ zuͤnde⸗ te das Hew an /wurde aber bald geleſchet/ nicht lange kam wieder eine Feure⸗Kugel in die Johannes Kirche/ weil ſie a⸗ ber zu zeitig geſprungen/ hat ſie nichte effectuiret/ bald kam wie⸗ der eine geflogen/ ſo in der Lufft ohne Schaden geſprungen/ von den uͤbrigen ſeynd zwar wenig Menſchen/ aber etliche Pferde verletzet worden. Dilo kam ein Ingenieur/ ein 23 ollaͤnder 8 e—.—— 2— —————————— — —— —. 1 5 —*— ͤ vrue 3 2— — 5“—— 8 2 3. —yy—— 8 ͤͤͤſſ 4 G —. 2—— 8 8. ö —n — — ollaͤnder von Geburth vom Feinde uͤbergelauffen, den vin b geſchahen 2. Außfaͤlle/ einer des Morgens bey der Muſ 1 pforte/ der andere nach Muttage bey dem Sand ot/ n4 dem Feinde 2. von ſeinen groͤſien Karthaunen vernagelſdan er 25. hatte. In dieſer letzten Charge ſeynd vom Feinde k 300. geblieben/ von unſer Seithen ein Rittmeiſter/ N um Stall/ ein Corneth nebenſt noch 20 Verwundeien 12 grfun gene wurden in die Stadt gebracht/ unter welchen dein Eo nſiabel/ der zuvor den Sandtthurm alſo zerſchoſſe Di fielen 2. Granathen unter der Predigt in die Peters Kiche Dieſe Nacht warff der Feind faſt unzehlich viel FeueneKugal in die Stadt/ dadurch viel Haͤuſer beſchaͤdiget wotden Ge gen dem Morgen fiel ein Granathe in eines Buͤrgers Hanz welche 2. Weider und 2. Kinder zerſchmettert, Den 9. Dio war es auf Moßkowiltiſcher Selthen gant ſtill/ gegen Abends aber ſahe man/ daß ſich der Feind in Battalte ſtelete/ neßte gen die Vnſtigen/ ſo zum Außfall fertig/ zuruͤck bliehen, a. meinende/ daß der Feind zum Sturm reſolvitet. Den 9,1 nichts ſonderliches vorgegangen/ ohne daß der Feind gegn Abend bey dem Schloſſe eine Bruͤcke uͤber den Giaben duß fen wollen/ unangeſehen daß es heftig geregnet; Wallaba di Vnſrigen aus Schrotſtaͤcken/ unnd Mußaueien ſund Fenn auff ſie gegeben/ ſeind ihrer eine ziemliche Anzahl entſchlaſſn/ und alſo die Bruͤcke im Stiche gebliehen/ daß ſich auch kan mehr wagen wollen/ ſeibige abzuholen. Den 10,zing wenig i Den 1n kan Zeitung/ das friſche Voͤlcker in der Duͤnemäͤrde ſchen Schante angekommen/ Den 12. iſt ein Mußkonitte „uͤbergelauffen; Dito kams die 16. Fahnen Juß Wolcker aus de See allhie auf die Duͤhna/ ſo ihr Hoch graͤfl. Excell Koͤnlgs⸗ marck Leib Regiment/ zum Saccurs an/ und ſind dieſen Tag durch continuirliches ſchieſſen/ viel Gebaͤw/ Pallia& Puuus beſchaͤdiget worden/ wie auch dieſe Nacht nochz. Hewannat e üde den giin g9e ugnt, Dha Mußaueten n che Angzin den daßſſhaß 1 lckerin der Dhm nz ſtein hrin gen Suß Völna ſchgräfl Eruli 1/ und ſind den daͤr Palsgin Den 10 zinzen ht noch mn 1 medergeſallen/ die viel Haͤuſer nieder geſchlagen/ aber keinen Menſchen incommoaitet. Den 13. diß ward Obr. Leut. Cerſten auf dem Badſtuben⸗ Rundehlwie auch der Conſtabel daſelbſt jedoch aiſtinétas vicibus, von einer Stuͤck⸗Kugel erſchoſſen/ dito gegen Abend ging an 3. Orihen in der Stadt Fewer auff/ als in der Schloß⸗Sand⸗ und Hell. Geiſt⸗Straſſen/ wurde aber bald geleſchet/ dieſe Nacht hat der Feind iheils mit groben Stuͤcken/ theils mit Fewer unnd Granathen werffen zuge⸗ bracht. Den 14den vor der Veſper⸗Predigt fiel eine Stuͤck⸗ Kugel als der Paſtor auff die Cantzel ſieigen wollen/ in der Pe⸗ ters Kirchen ein/ weßwegen derſelbe kranck nach Hauſe gefuͤh⸗ ret worden. Dito gegen Abend umb 9. Vhr fiel ein Granate in die St. Jacobs Cortegarde/ ſchlug mann zu tode/ und be⸗ ſchaͤdigte viel⸗ Den 15. kahmen 2. Deutſche uͤbergelauffen ei⸗ ner ein Lefflaͤnder Nahmens Moͤllger ein Leutenandt/ der an⸗ der ein Schleſier ein Ritnmeiſier/ welche berichtet/ daß der Feind die gantze Wochen in Bereitſchafft geſtanden/ denen ausfallenden den Paß zuverhauen/ dann ſie hin und wieder mi⸗ niret! in willens/ wann unſere kaͤmen in die Lufft zu ſprengen. Sonſt iſt dieſe gantze Wochen uͤber aus der Jeſus Kirchen/ ſo vor der Stadt gelegen/ irgend einen Buͤchſen⸗Schus weit/ ſo der Feind mit Erden erfuͤllet/ und ſeine groͤſte Carthaunen drauff gebracht/ auff das Badſtuben und Muſchel Rundel ge⸗ ſchoſſen worden/ daß ſich keiner auff der Bruſtwehr wagen doͤrffen. Den 16. iſt wegen vielen Regens nichts paßtret/ als daß Freyherrens Vngers aͤlteſter Sohn von einer Granal ge⸗ ſchlagen worden. Den 17. gegen Abend hat der Feind heff⸗ tig Feuer in die Stadt geworffen/ auch hin und wieder in der Stadt groſſen Schaden gethan/ beydes an Menſchen und Haͤuſern/ dieſe Nacht ſiel auch eine Kugel in den Jarobo⸗ Thurm/ erſchlug 2. Perſonen/ und beſchaͤdigte 10. andere⸗ In dieſer Nacht fielen die urſrigen aus/ auff den Gnedeice⸗ b Ob. iſten Schotten Jecretarium, welchet mit etlichen S4 holm/ ſteckten des Feindes Munition in Braͤnd /nachenn Granaten zu nichte/ 3. Struſſen mit allerhand Krieges euren ſieckten ſie in Brand/ und was Sie antroffen/ ſoſen und hieben ſie nieder/ da dann ein gros Alarm und heffag Ge. ſchrey Rabki, Kubbi, heiſt auff Deuiſch haw nieder gthen worden. Den 18. hat man den Tag uͤber wenig vernonnen gegen Abend aber iſt nur eine Parthey zur Sandpfotten als⸗ gefallen/ welche etliche vom Feinde nie dergemacht und 2,3e fangene eingebracht. Den 19. umb 7. Yhr des Met en ſiel eine Granate von 140. Pfunde bey der Petet Kürche inen Haus/ beſchaͤdigte ſehr viel/ dito gegen Abend ging wiede e ne Parthey aus dem Schlos⸗Thor/ umb zu recognoſtiteg ai der Feind machte. Den 20. wurde eine Mazd auf der Gt ſen erſchoſſen/ und noch einem Buͤrger das Bein abgeicht⸗⸗ gen. Gegen Abend ſiel eine Granate in ein Haus/ erpran ader nicht/ weil ein Nagel von Holtz davor geſchlagen /tlche Evnſtabel gewies ein Deutſcher geweſen/ und gerne uͤberlauſt. fen wollen/ das Pulver wog 14. Pfund, Duo gegen Abaz geſehahe wieder ein Ausfall/ und ſchermuzierten ſie heffug ut einander/ die Moßcowiter ſchrien abſcheulich/ die Unſtie brachten 2. gefangene/ verlohren einen Ritmeiſter Eunſtze genandt. Den al, wurden etliche Mußquetirer unte der Pie digt vom Feinde feſt genommen/ bey den Haanen nach den Schlos gefuͤhrer. Dito gegen Abend iſt vor der Sand⸗phſer ten ein Scharmuͤtzel vorgelauffen/ in welchem die unſtigen wi der einen Rittmeiſter Nahmens Roſten/ und einen Caplialn verlohren. Die unſrigen hielten ſich tapffer/ wutden aber en lich von der groſſen Menge der Feinde gedrungen/ das Jdu quittiren. Man ſaget/ daß in wehrender Belaͤgerung bey ſehen Tauſend Mohkowitter ſollen gebliehen ſeyn/ ohne die/ welie davon gelauffen, Dito gegen Abend haben die Feindede Nußzzuuuma n dep den Hanau d ſ vor daeh welchem dawi ſen/ und thle Htupfſer vuhan de gedrunzen u der Belazerunz den ſen/ thnr 4 ind haben di de icher miaic nach der Schantz fahten wollen/ gefangen bekommen/ weswe⸗ Nachts nahmen die unſrige dem Feinde alle Boͤthe/ und was ſie nicht fort bringen kunten/ wurde zerhauen, Den 23. hat man bey Tage nichts vernommen/ bey Nacht aber/ wegen unzehlicher Granaten und Kugeln faſt an keinem Orle blei⸗ ben koͤnnen/ da manches ehrliches Kind ſein leben laſſen muſte/ maſſen dañ in einer Gaſſen die Pferde⸗Straſſen genant/ drey Perſonen nebenſt einem kleinen Kinde zum Fenſter ohne Kopf hinaus geflogen/ und lodt blieben. Andere dergleichen zu ge⸗ ſchweigen. Den 24. baute der Feind uͤber die Duͤhna ein new Laͤger/ in willens eine Schantze aldar zu legen/ und den ankommenden Schiffen den Paß zu nehmen/ hat uns aber wenig ſchaden koͤnnen. Dito wurden etliche Reuter auff der Badſtuben Rundel mit Steinen ſo der Feind geworffen er⸗ erſchlagen/ wie auch dieſe gantze Nacht mit Feuer⸗Kugeln und Granathen geſpielet worden/ daß man faſt an keinem Orte ſicher geweſen. Den 25. continuirte der Feind mit den Stei⸗ nen und Granathen/ daß auch etliche vornehme Haͤuſer dar⸗ durch in den Brand geriethen/ woruͤber er nicht gefeyert/ in Meinung die Buͤrger unnd Soldaten wuͤrden jhre Poſten verlaſſen/ und das Feuer leſchen/ unterdeſſen koͤnte er anlauſ⸗ fen und ſtuͤrmen/ es iſt aber alles vergeblich grweſen/ weswegen der Feind der Gros⸗Fuͤrſt ſo toll worden und geſagt/ daß im Riga keine Menſchen ſondern wuͤttende Teuffel wohneten. Dann die unſere in wehrendem Brand immer auff den Feind mit Carthaunen und Feuer⸗Kugeln geſpielet/ daß der Czar g ſaget: Er koͤnte das Schieſſen nicht mehr hoͤren/ und ſich al⸗ ſo eine Meile mit ſeiner Hoffſtadt von der Stadt weg gemacht. Dilto gegen Abend war wieder ein luſtig Scharmuͤtzel vor der Muſchel⸗Pforte/ und wurden 5 Gefangene Mnarbreede. . n gen der Anſchlag ſo auff die Moßkowitter uͤber die Duͤhna ge⸗ macht war/ zu ruͤcke gangen. Den 22. war es faſi ſtille/ des ö — ꝗℳ ͦ— ͦ yÿ—ä — —— In der Nacht aber kam ein Ruß/ welchet ſich tollund bal ſoffen/ uͤbergelauffen. Den 2§. ging vom Feinde nichte vol/ die unſeren aber ſpielten ſehr hefftis mit Granale in des gen⸗ des Laͤger. Den 28. ſielen unſere Leuthe/ umb Kundſczef von dem Feinde zu holen bey der Scharpforte wiedet aus/ hen in dem erſten keinen vom Feinde/ dann ſich desſelhe i halb Picken tieff in die Erde verſcharret/ gingen derowegeni was weiter/ da es dann auff beyden Seiten gute Stͤſſe zaß⸗ gnet/ dann die unſern/ weil ſie nicht ſtarck/ wurden bon den Feinden umbringet/ daß ſie ſich durchſchlagen muſſen/ he⸗ durch der gute Capitain Sturm geſchoſſen/ aber noch ane viertel Stunde gelebet/ weil nun der Seel Capſtain alsbalt gefallen/ dann er in das dicke Fleiſch und Hals geſchoſſenanch alſobald in der Moßkowitter Haͤnde geſallen were hat ſich doch unſer Schorlot gewaget und alleine mit dem kurtzen Ee wehr in die Feinde geſetzet/ welche ſich verſchoſſen und nurnit Steinen Chargiret/ und alſo den guten Capltain ſalvitete ſ aber bald verſchteden/ welches deo andern Tages der Moſte⸗ witker wieder buͤſſen muͤſſen; Dann die unſern ſſeſen dens wieder aus/ gingen 5. mahl auff ein ander/ verlohren 3. Mann mnit anen Leutenandt/ bekamen gute Beute/ und brachten eines Moßkowitſhen Obriſten Kopff ein. Den zo. lies der Feind anblaſen/ begehtte dat Kopff ſo des vorigen Tages eingebracht worden. Den 1. Oddodte de Nachts kam ein Moßkowitter uͤbergelauffen/ roferirete/ daßin letze Scharmuͤtzel von jhrer Seiten ſehr viel geblieben/ derſelbe auch /deſſn Kopff wir bekommen/ waͤre einer von den vornehmſten Obriſen d Gros⸗Fuͤrſten. Es hat auch ſein Czarliche Majeſtaͤt ſehr uͤbelgetben daß er von ſeinen Raͤthen/ und allermeiſt von dem Patriarchen dlſ verleitet worden/ mit den Schweden Krieg anzufangen! Im üobrigen meldete er weiters/ daß der Keyſer allgemach die groſſen Srickeſin groͤſſer als gantze Carthaunen/ derer in der Jahl 2§. wie oben ga auch die Feuer Moͤrſel in die Struſen bringen laſſen/ in willens ſhi voraus zu ſchicken/ bis er ſeltſten mit der gantzen Macht folgen lne Den 2. Oddobr. wagten die unſrigen noch eins/ undſlann drchſcage a diſcheſa, 2 denne nidmn e ic vaſczaſaun zutn Cunfunſt indern Daewwc ndie mſen fat derlohrerz Muam rachten eines Nö Feind andlain ie vorden. Dallh fin /roferint it 1 eblieden daſthi en vornchmſta d cche Majeſttttkät eiſt den den Pent rieg anzufänaen A nachdiegrtſei R erJahlß we i angenlaſſen, nei gautzen Matttr 2 d en noch eins/ mag 1500. ſtarck an 2. Selten aus/ als an dem Sand⸗Thor und Schloß⸗ Thor/ ſchlugen den Feind aus dem Lauff⸗Graben/ der dichte an dem Stadt⸗Graben war/ und die gantze Macht faſt verhanden/ weil ſie an ſelbem Orte zu ſtuͤrmen gedachten/ da die Bruͤcken und Leiten lagen/ ſo von den unſern zuhauen worden/ und ſatzten in der kurie weiter auff S. Georgens Hoff/ woſelbſt des Feindes Generaliſſimus Fuͤrſt Jacob mit dem Zunahmen Radonacky gelegen/ da der Feind eine treffliche Hitze bey 3. Stunden ausgeſtanden/ wir bekahmen 21. Fahnen/ und Stan⸗ darden/ und 7. Trommeln von dem Feinde/ es blieben derer bey 1000. auff der Wahlſtadt/ 4. gefangene kamen ein/ unter welchen ein Obriſter Nahmens Stuͤckler/ weil er aber mit einem halben Mond in den Kopff gehauen/ iſter hald geſtorben/ ſonſt it noch ein Obriſter auff des Feindes Seiten geblieben. Die Fahnen wurden alsbald zum Triumph auff den Wal geſteckt/ darnach mit Begleitung der Heerpaucken und Trompet⸗ ten rings umb den Wall herumb getragen/ man ſahe wenig Fußvolck ſonder Beuthe zuruͤcke kommen/ brachten etlich 100. Saͤbeln/ Roͤcke/ Maͤntel/ und Mußkowitiſche Guͤter mit/ und ſonſt viel andere Sachen/ bey angehender Nacht hat der Feind noch etliche Granaten als den letz ten Geſtanck eingeworffen; Den 3. dieſes hat man befunden/ daß die Vorſtadt beym Georgens Hoff gantz verlaſſen/ weswegen gedachter Hoff von den unſerigen wieder beſetzet worden; Den 4 den lies der Feindd durch einen Trompetter anblafen/ begehrende einen Austauſch der Ge⸗ fangenen iſt aber/ wiewohl es vom Herrn Gen: Graff Magnus bewilli⸗ get/ dennoch dieſen Tag mit Fleiſſe von Feindes Seiten protrahiret wor⸗ den. Pnterdes hat ſich der Feind dieſelbe Nacht aus dem Staube ge⸗ macht/ nach deme er ſein Laͤger/ die Jeſus Kirche/ und was ſonſt uͤbrig war/ in den Brand geſtecket. Den fruͤhe Morgens konte man ſchon in der Vorſtadt inner und auſerhalb den newen Wertken gehen/ und jh⸗ re Schantzen und Battereyen beſehen/ da die todten bey 60. und zo. Hauffen weiſe gelegen. Wann man auch des Feindes Aprochen be⸗ trachtet/ ſcheinet es faſt unmoͤglich zu ſeyn/ die Stadt mit ſo wenig Vol⸗ cke zu erhalten. Dito gegen Abend ging wieder(weil die unſrige den Feind verfolgen wolten) eine rencontra vor/ da die unſernffaſt bey 20. Mann verlohren. Weil auch die Macht und der Feind den unſern zu ſtarck gefallen/ haben ſie ſich wieder in die Stadt reteriren muͤſſen. Dies iſt alſo der kurtze Bericht/ was ſich bey wehrender Velaͤgerung zugetragen. re gerung B⸗. ſſn — 4 . 1 An die Koͤnigliche M afeſtal in— IOAlAN So geſchehen fuͤr dem Hohen Ther, 118— Vnd darauff rꝛn Oros⸗Cantz ers/ der Cron Pohlen/ Den 15. Novemb. Annòo 1656 Aus dem Lateiniſchen auffs fleißigſte bergeſeht